Gsund Aktiv Mai Juni 2026
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03/2026 MAI/JUN
KOSTENLOS
ZUM
MITNEHMEN
GSUND-AKTIV-MAGAZIN.DE
Landkreis Freyung-Grafenau
Stadt und Landkreis Passau
Auf zwei
Rädern
Richtung
Sommer
Freiheit beginnt
vor der Haustür.
Ab Seite 42
20 Fakten und Tipps für ein gesundes und langes Leben - ab Seite 28
2
Alt wie
ein Baum ...
Alt wie ein Baum möchte ich werden
- wer kennt es nicht, dieses Lied
der DDR-Rockband Puhdys. Alt wie
ein Baum – verwurzelt im Leben,
gezeichnet von den Jahresringen
der Zeit. Doch ist es wirklich wünschenswert,
so alt zu werden? Bäume
stehen still, sie wachsen, ohne zu
fliehen, sie tragen Stürme und Trockenheit
mit stoischer Geduld. Der
Mensch hingegen sucht seit Jahrhunderten
nach Wegen, dem Altern
zu entkommen, als wäre Endlichkeit
ein Fehler. Vielleicht ist es nicht
die Länge des Lebens, die uns fehlt,
sondern die Tiefe. Die Sehnsucht
nach Unsterblichkeit entspringt der
Angst, nicht genug gewesen zu sein
– nicht genug gelebt, geliebt, verstanden.
Doch gerade die Begrenzung
verleiht dem Leben Bedeutung.
Wie der Baum im Herbst seine Blätter
verliert, um neu zu beginnen, so
liegt auch im Vergehen eine stille
Form von Vollendung. Es sei dahin
gestellt, ob ewiges Leben erstrebenswert
ist. In diesem Heft finden
Sie zumindest 20 Fakten und Tipps
für ein gesundes und langes Leben.
mg
Foto: pixabay-ai-generated-8780064
IMPRESSUM
Foto Titelbild: AdobeStock_188242857
Herausgeber:
Goldener Steig 26
94116 Hutthurm
Registergericht Passau
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Tel.: 08505 86960-0
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Die redaktionellen Texte stammen
von Presseagenturen oder
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Gsund Aktiv | Inhalt
3
Inhalt
In dieser Ausgabe: Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – und damit wächst
die Lust, wieder aktiv zu werden. Unser Sonderthema „Auf zwei Rädern Richtung Sommer“
zeigt, warum Radfahren nicht nur Spaß macht, sondern auch Körper und Geist guttut. Freuen
Sie sich auf Tipps rund ums gesunde Radeln, passende Tourenideen und alles, was Sie für
einen sicheren und bewegten Start in die warme Jahreszeit wissen sollten.
Wenn der Kopf nicht
abschalten kann . ...... Seite 05
Hoch hinaus im
Passauer Land . ........ Seite 06
Tief verwurzelt erholen . Seite 07
Frühlingserwachen
ohne Schniefen ........ Seite 08
Wenn der Alltag wackelt . Seite 09
Der Schlüssel zum
inneren Frieden ........ Seite 10
Ein digitaler Kompass ... Seite 11
Vernetzt forschen ....... Seite 12
Auszeit zu zweit
trotz Pflegebedarf . ...... Seite 14
Gut vorbereitet ......... Seite 15
Gemeinsam für eine
gesündere Zukunft . ..... Seite 16
Neuausrichtung und
Herausforderungen ..... Seite 17
Kinderklinik
ausgezeichnet .......... Seite 18
Kritik an Sparvorschlägen der
Bundesregierung ....... Seite 19
Risiko sozialer Isolation . Seite 20
Cannabis-
Teillegalisierung . ....... Seite 21
Wenn das Vergessen
beginnt ................ Seite 22
Pflege und Teilhabe ..... Seite 23
Sommer, Sonne,
Hautkrebs ............. Seite 24
Gesund altern beginnt
im Stoffwechsel . . . . . . . . . Seite 25
Keine Zeit verlieren -
richtig handeln ........ Seite 26
Nicht nur sauber, sondern
auch glücklich .......... Seite 27
20 Fakten und Tipps
für ein gesundes
und langes Leben .... ab Seite 28
Der stille Weg in
die Einsamkeit .......... Seite 39
Apotheke vor Ort . ..... Seite 40
Auf zwei Rädern
Richtung Sommer
E-Bike-Eldorado
Bayerischer Wald ....... Seite 42
Ein letztes Mal Genuss
auf zwei Rädern ........ Seite 43
Vom Bayerwald zum
Heiligen Berg in Böhmen . Seite 44
Unzählige Radtouren .... Seite 45
Gravelbiken ........... Seite 46
Sommer, Sonne,
Radtouren ............. Seite 47
Slow Travel ........... Seite 48
Passau wertet Dirt-
Bike-Park auf .......... Seite 49
Aktiv werden gegen
Inkontinenz ........... Seite 50
Antibiotika und ihre
Folgen ................. Seite 51
Wenn die Füße
schmerzen ............. Seite 53
Ja-Wort auf dem Gipfel .. Seite 54
Bierkultur auf
zwei Rädern ............ Seite 56
Wenn die Schlange
doppel sieht ............ Seite 57
Longevity trifft
Heilwasser ............. Seite 58
Wellness im Aufwind .... Seite 59
Glasmuseum Passau ..... Seite 61
Ostbayerns Städte ..... Seite 62
650 Jahre Grafenau .... Seite 64
Von Acker bis Abenteuer . Seite 65
Kulturlandschaftsmuseum
Haidmühle ... Seite 66
Genuss und
handwerkliche Qualität . Seite 67
Käse genießen ......... Seite 68
Das unterschätzte
Superfood ............ Seite 69
Suppen und Eintöpfe ... Seite 70
Wilde Kresse ........... Seite 71
Wildkatze Waldemar .... Seite 72
Rätselspaß ............. Seite 73
Das Wunder in
den Wipfeln ............ Seite 74
Notrufnummern ........ Seite 75
20 Fakten und Tipps für ein
gesundes und langes Leben
ab Seite 28
Foto: AdobeStock / ai
4 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Anzeige
GESUNDHEIT FUR ALLE
Zurück in Bewegung nach
der Knie-OP
Die Bewegungsschiene unterstützt eine schnelle und schonende Mobilisation
Ein künstliches Kniegelenk
kann für viele Patientinnen
und Patienten ein entscheidender
Schritt zurück zu
mehr Lebensqualität sein.
Doch der Erfolg der Operation
hängt nicht allein vom
Eingriff selbst ab – eine
gezielte und frühzeitige
Rehabilitation ist ebenso
wichtig. Direkt nach der
Implantation beginnt die
Phase, in der Beweglichkeit,
Muskelkraft und Koordination
wieder aufgebaut
werden müssen. Hier
setzt eine bewährte Therapieform
an: die motorisierte
Bewegungsschiene.
Frühmobilisation mit
System
Sogenannte Bewegungsschienen
– auch
CPM-Schienen (Continuous
Passive Motion)
genannt – ermöglichen
eine kontinuierliche, passive
Beugung und Streckung
des Kniegelenks.
Das bedeutet: Das Gelenk
wird automatisch bewegt,
ohne dass Patientinnen
oder Patienten selbst aktiv
Kraft aufbringen müssen.
Studien zeigen, dass diese
Form der Frühmobilisation
dazu beitragen kann,
die Gelenkbeweglichkeit
zu verbessern, Schwellungen
zu reduzieren
und die Durchblutung zu
Nach einer Knie-OP hilft die Bewegungsschiene zur Frühmobilisation.
fördern. Zudem kann die
Anwendung helfen, Verklebungen
im Gelenk vorzubeugen
und Schmerzen
zu lindern.
Die Nutzung erfolgt in der
Regel mehrmals täglich
über einen festgelegten
Zeitraum. Dabei wird die
Bewegung individuell an
den Heilungsverlauf angepasst
– von kleinen Beugewinkeln
direkt nach der
Operation bis hin zu einer
stetigen Steigerung. Wichtig
ist: Die Anwendung erfolgt
stets in Abstimmung
mit Ärztinnen, Ärzten
oder Physiotherapeutin-
Fotos: privat
nen und -therapeuten. Das
Sanitätshaus Mais bietet
moderne Bewegungsschienen
an und unterstützt Patientinnen
und Patienten
bei der Auswahl sowie der
individuellen Einstellung
der Geräte. Fachkundige
Beratung sorgt dafür, dass
die Therapie sicher und effektiv
zuhause fortgeführt
werden kann.
So wird die Bewegungsschiene
zu einem wichtigen
Baustein auf dem
Weg zurück in den Alltag
– Schritt für Schritt, in
einem Tempo, das dem eigenen
Körper entspricht.
Passau – Josef-Großwald-Weg 1 – Tel.: 0851 988280
Pocking – Berger Straße 5 – Tel.: 08531 8466
Vilshofen – Aidenbacher Straße 36 – Tel.: 08541 7204
Osterhofen – Stadtplatz 36 – Tel.: 09932 400184
Waldkirchen – Am Steinfeld 1 – Tel.: 08581 910606
NEU: Freyung – Stadtplatz 7 – Tel.: 08551 5057
www.rehateammais.de
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
5
Wenn der Kopf nicht
abschalten kann
Was hilft, wenn Entspannung zur Herausforderung wird
Foto: djd/RetortaGetty-Imagessturti.jpg
Der Kopf rattert, die To-do-Liste
wächst und nachts kreisen die
Gedanken. Ob Prüfungsstress,
Termindruck im Job oder der
Spagat zwischen Familie und Beruf
– Daueranspannung ist für
viele zum Alltag geworden. Auch
Smartphones und soziale Medien
verstärken das.
Laut Stressreport 2025 der Techniker
Krankenkasse fühlen sich rund
zwei Drittel der Deutschen regelmäßig
gestresst, nur wenige gehen gesund
damit um. Die Folgen können
erheblich sein: Dauerstress erhöht
den Cortisolspiegel, schwächt das
Immunsystem, stört den Schlaf und
steigert das Risiko für Burn-out.
Kraft des Lavendels
Wenn Abschalten schwerfällt,
suchen viele nach sanften Wegen,
wieder zur Ruhe zu kommen. Neben
Bewegung, geregeltem Schlaf und
Entspannungsübungen kann auch
pflanzliche Unterstützung helfen.
Präparate wie RetortaRelax kombinieren
Lavendelblütenextrakt und
-öl – traditionell für ihre beruhigende
Wirkung bekannt – mit Magnesium
zur Unterstützung des Nervensystems
und Vitamin B12 für den
Energiestoffwechsel.
So lassen sich innere Unruhe, Erschöpfung
oder Anspannung oft
abmildern. Wer tagsüber regelmäßig
kleine Entspannungsphasen einbaut,
schafft zudem bessere Voraussetzungen
für erholsamen Schlaf.
Kleine Eingriffe mit Wirkung
Auch einfache Alltagsmaßnahmen
können helfen. Gedanken lassen sich
„auslagern“, indem man abends kurz
notiert, was einen beschäftigt. Das
signalisiert dem Gehirn: für heute
erledigt. Ebenso kann ein ruhiger
Atemrhythmus entlasten – etwa vier
Sekunden einatmen, sechs Sekunden
ausatmen. Schon wenige Minuten
beruhigen Puls und Nervensystem.
Für den Übergang in den Schlaf hilft
oft eine kurze Entspannungsübung
im Liegen: Nacheinander Füße, Beine,
Schultern und Gesicht anspannen
und wieder lösen. Diese Form
der Muskelentspannung unterstützt
dabei, Spannungen bewusst wahrzunehmen
und loszulassen.
Wenn Gedanken dennoch kreisen,
können ruhige Hörgeschichten
oder geführte Meditationen helfen,
den Fokus zu verlagern. So wird
vielleicht nicht jede Nacht perfekt
– aber oft ein Stück ruhiger als die
davor.(djd)
61
Gsund Aktiv PR | Freizeit Anzeige Anzeige1
Hoch hinaus im Passauer Land
Faszinierende Ausblicke zwischen Bayerischem Wald und Alpenpanorama
Aussichtstürme und erhabene Plätze üben eine besondere
Faszination aus. Sie schenken Weitblick, lassen uns durchatmen
und eröffnen Perspektiven, die im Tal verborgen
bleiben. Im Landkreis Passau gibt es zahlreiche solcher Orte
– perfekt für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber.
Viele dieser Aussichtspunkte liegen direkt an beliebten Wander-
und Radwegen und eignen sich ideal als Ziel oder Ausgangspunkt
für aktive Ausflüge. Ob Blick bis zu den Alpen,
über den Bayerischen Wald oder weit hinein ins Böhmische
– jeder Ort bietet seinen ganz eigenen Zauber. Wer oben angekommen
ist, wird mit beeindruckenden Panoramablicken
und besonderen Momenten belohnt.
DREI BESONDERS SCHÖNE AUSSICHTSPUNKTE STELLEN WIR HIER VOR.
Tittling – Panorama über das Dreiburgenland
Der Aussichtspunkt Blümersberg in Tittling zählt zu den schönsten im unteren Bayerischen
Wald. Vom Marktplatz aus erreicht man ihn in etwa zehn Gehminuten über einen idyllischen
Spazierweg.
Von oben bietet sich ein fantastischer Rundumblick über das Dreiburgenland mit den Burgen
Fürstenstein, Englburg und Saldenburg. Auch der Pilgerweg Via Nova sowie der Kapellenweg
und die Romantiktour führen hier vorbei. Der Aussichtspunkt ist kostenlos und jederzeit
zugänglich.
Büchlberg – Weitblick zwischen
Wald und Steinbruchsee
Eine Attraktion in Büchlberg ist der 29,35
Meter hohe Aussichtsturm mit seiner markanten
Stahlkonstruktion. Über 140 Stufen
erreicht man die Plattform, von der aus sich
ein beeindruckender Rundblick eröffnet: Im
Süden reicht die Sicht bis zu den Alpen und
dem Dachsteinmassiv, im Norden zeigen sich
Rachel, Lusen und Dreisessel.
Der Turm ist jederzeit kostenfrei zugänglich
und liegt direkt am Wanderweg „Büchlberger
Acht“. Im Naturschutzgebiet Bergholz lädt
außerdem der Steinbruchsee Büchlberg mit
seinem tiefblaugrünen Wasser zu Ruhe und
Entspannung ein. Ein Rundweg entlang des
ehemaligen Steinbruchs bietet wunderschöne
Ausblicke.
Hauzenberg – Naturerlebnis am Staffelberg
Der Staffelbergturm in Hauzenberg liegt auf 793 Metern Höhe und bietet nach 63 Stufen eine
herrliche Rundumsicht. Am Fuß des Turms befindet sich das „Turnerkreuz“ mit Grillplatz,
Bänken und Tisch – ein beliebter Rastplatz für Wanderer. Der Wanderweg Nummer 10 startet
am Freudensee und führt durch einen schönen Mischwald hinauf zum Aussichtspunkt. Familien
schätzen besonders den Naturerlebnispfad am Staffelbach mit zwölf Stationen, die den
Ausflug auch für Kinder spannend machen.
Tourismus im Passauer Land
www.passauer-land.de
tourismus@landkreis-passau.de
Telefon 0851 397-2600
Tipp für Entdecker
Wer noch mehr besondere Plätze entdecken
möchte, sollte einen Blick in die kostenlose
Broschüre „Hoch hinaus“ werfen. Sie bietet
einen Überblick über die schönsten Aussichtstürme
und Panoramaorte im Landkreis
Passau – und vielleicht schon die Inspiration
für den nächsten Ausflug.
Gsund Aktiv PR | Wellness
7
Tief verwurzelt erholen und
schwerelos entspannen
Autogenes Training im Wald und Heilwasser in Bad Birnbach
Bad Birnbach. Heilwasser und
Kurwald gehören in Bad Birnbach
seit jeher zusammen. Mit einem
neuen, zertifizierten Präventionsangebot
rückt Bad Birnbach nun
das Thema Waldgesundheit noch
stärker in den Fokus.
Das Programm „Autogenes Training
im Wald und im Wasser“ verbindet
die beruhigende Wirkung des Waldes
mit den gesundheitsfördernden
Möglichkeiten der Rottal Terme.
Heilkräftiger Dreiklang aus
Thermalwasser, Wald und
Kurpark
Die Grundlage dafür bilden wissenschaftliche
Erkenntnisse und praktische
Erfahrung: Bad Birnbach war
Pilotort für Projekte mit der Ludwig-Maximilians-Universität,
zudem
wurden eigens Waldtherapeuten
ausgebildet. Im Mittelpunkt steht
die besondere Verbindung aus der
Lugenz, dem größten zusammenhängenden
Waldgebiet der Region,
dem naturnah gestalteten Kurpark
und der Rottal Terme mit ihrem heilkräftigen
Thermalwasser.
Das neue Angebot wurde gemeinsam
von Waldtherapeutin
Karin Schießl und der Rottal Terme
entwickelt und von der Zentralen
Prüfstelle für Prävention zertifiziert.
Damit ist es grundsätzlich auch
für Zuschüsse durch gesetzliche
Krankenkassen geeignet. Autogenes
Training gilt als bewährte Methode
zur Stressbewältigung und Entspannung.
Im Kurwald finden die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
ideale Bedingungen, um durch
gezielte Übungen Ruhe, Gelassenheit
und innere Balance zu fördern.
Die Methode kann das allgemeine
Wohlbefinden stärken und auch bei
Schlafproblemen, innerer Unruhe
oder körperlichen Beschwerden
unterstützend wirken.
Ergänzt wird das Programm durch
einen Aufenthalt in der Rottal
Terme, insbesondere in der Salzwasserlagune.
Dort wird das Bad Birnbacher
Heilwasser mit Sole angereichert,
sodass ein Schwebegefühl
ähnlich wie im Toten Meer entsteht.
So wird das Thema Entspannung auf
wohltuende Weise vom Wald in das
Wasser verlängert.
Waldkobolde und Waldfeen
Wald- und Klimapfad in der Lugenz
Wer darüber hinaus weitere Wald-
Erfahrungen sammeln möchte, kann
den Wald- und Klimapfad in der Lugenz
entdecken. Der Lehrpfad führt
durch ein naturnahes Waldstück und
bietet zahlreiche Informationen zu
Wald, Klima und ihren Veränderungen.
Insgesamt 19 Infotafeln und 18
Baumtafeln vermitteln Wissen rund
um den Lebensraum Wald. Ergänzt
wird der Pfad durch Holzkunstwerke
wie die „Waldkobolde“ und die
„Waldfeen“ sowie durch ein Dendrophon,
an dem sich der Klang von
Baumstämmen erleben lässt. (tvo)
Weitere Informationen unter www.
badbirnbach.de.
Foto: Tourismusverband-Ostbayern-Gerhard-Illig
8 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Frühlingserwachen
ohne Schniefen
Welche Maßnahmen helfen, Blütenpollen aus Wohnräumen fernzuhalte
Die Heuschnupfen-Saison beginnt
immer früher: Bereits im Januar
sorgten milde Temperaturen für
einen massiven Flug von Haselund
Erlenpollen. Umso wichtiger
wird für Betroffene eine pollenfreie
Zone in den eigenen vier Wänden.
Spezielle Schutzgewebe wie
Polltec-TFP von Neher halten die
Allergieauslöser an Fenster- und
Türöffnungen wirksam ab. Das
feinmaschige Material fängt bis zu
90 Prozent der Allergene ab, ohne
Licht oder Luftzufuhr spürbar einzuschränken.
Für eine gute Wirkung
ist eine maßgenaue Montage durch
Fachbetriebe entscheidend, damit
keine Lücken entstehen. Ergänzend
hilft es, Kleidung nach dem Aufenthalt
im Freien sofort zu wechseln
und abends die Haare zu waschen.
Unter www.pollenschutz.de finden
Betroffene Experten in ihrer Nähe
und weitere Tipps. (djd)
Foto: djd/Neher
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MVZ Freyung
MVZ Grafenau
Krankenhaus Freyung
Krankenhausstr. 6, 94078 Freyung
Tel.: 08551 977-0
Fax: 08551 977-1106
Bannholz 4a, 94078 Freyung
Krankenhaus Grafenau
Schwarzmaierstr. 21, 94481 Grafenau
Tel.: 08552 421-0
Fax: 08552 421-3106
Schwarzmaierstr. 21, 94481 Grafenau
Gesundheitszentrum
Waldkirchen
Erlenhain 6, 94065 Waldkirchen
Kommunal, kompetent, individuell
Unfallchirurgie Endoprothetik Orthopädie Neurochirurgie
Visceralchirurgie Gefäßchirurgie Anästhesie Innere Medizin
Kardiologie Neurologie Gastroenterologie Onkologie
Palliativmedizin Pneumologie Urologie Plastische Chirurgie
Gynäkologie/Geburtshilfe Radiologie Psychosomatik
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Dermatologie
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
9
„Wenn der Alltag wackelt“
Ein Blick hinter die Kulissen des Sozialpädagogischen Dienstes am
Gesundheitsamt des Landkreises
Foto: Tharushi Jayawardana/Pixabay
Auch im Landkreis Freyung-Grafenau
verbergen sich hinter vielen
Türen soziale und gesundheitliche
Problemlagen – geprägt von Rückzug,
Überforderung und fehlender
Anbindung an das Hilfesystem.
„Hausbesuche und Gespräche gehören
zum Arbeitsalltag unserer
Sozialpädagogen, um Menschen in
belastenden Lebenssituationen zu
erreichen“, erklärt Dr. Drachsler,
die den zuständigen Fachbereich
am Gesundheitsamt leitet. Ziel der
Fachkräfte ist es, Kontakt herzustellen,
Vertrauen aufzubauen und
Wege aus schwierigen Situationen
aufzuzeigen. Der Sozialpädagogische
Dienst versteht sich dabei als
zentrale Anlaufstelle für Menschen,
bei denen das Leben gerade aus dem
Gleichgewicht geraten ist.
Zuhören und verstehen
Die Hilfe setzt möglichst früh an,
bevor Krisen eskalieren. Dabei geht
es nicht nur um organisatorische Unterstützung,
sondern vor allem um
echtes Zuhören und einen respektvollen
Umgang. Der Dienst sieht sich
als Zwischenstation für Menschen,
die in persönlichen oder gesundheitlichen
Krisen vorübergehend die
Orientierung verloren haben.
„Viele schämen sich für ihre Lage,
doch psychische Krisen oder Suchterkrankungen
können jeden treffen“,
betont Dr. Kandlbinder, fachliche
Leiterin des Gesundheitsamtes.
Umso wichtiger ist ein geschützter
Raum, in dem Betroffene erleben:
Hier werde ich verstanden und nicht
bewertet.
Ein Kompass im System
Die Themen sind vielfältig – von
psychischen Belastungen über
Suchtprobleme bis hin zu Herausforderungen
des Älterwerdens.
Die Sozialpädagogen koordinieren
passende Hilfen, lotsen durch das
oft unübersichtliche Sozialsystem
und begleiten Betroffene bei Bedarf
auch längerfristig. Im Mittelpunkt
steht dabei stets, die Selbstständigkeit
zu erhalten und zu stärken.
„Wir wollen Menschen befähigen,
ihr Leben wieder eigenständig zu
meistern“, so Dr. Drachsler. Gerade
in belastenden Phasen bieten die
Fachkräfte Orientierung, gehen aktiv
auf Betroffene zu und beziehen auch
Angehörige mit ein, die häufig selbst
an ihre Grenzen kommen.
Niederschwellig und diskret
Vertrauen ist die Grundlage der
Arbeit. Die Beratung ist freiwillig,
kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.
„Niemand muss befürchten,
dass Informationen ungefiltert
weitergegeben werden“, versichert
Dr. Drachsler. Dieses Zusammenspiel
aus fachlicher Kompetenz und
Empathie schafft ein verlässliches
Sicherheitsnetz. Ziel ist es, überwältigende
Probleme in bewältigbare
Schritte zu übersetzen – mit professioneller
Begleitung an der Seite.
Wer Unterstützung für sich oder Angehörige
sucht, kann sich telefonisch
unter 08551/57-4000 oder per
E-Mail an gesundheitsamt@landkreis-frg.de
an das Gesundheitsamt
wenden.
10 Gsund Aktiv PR | Regional
Der Schlüssel zum inneren
Frieden
100 Stunden Grenzerfahrung im Bayerwald
„Diese Erfahrung war für mich
der Schlüssel zu meinem inneren
Frieden.“ Mit diesen eindrucksvollen
Worten beschreibt der Autor
und „Bayerwald Coach“ Kevin
Kronschnabl in seinem Buch „100
Stunden schlaflos durch den Bayerischen
Wald“ seine persönliche
Reise zur Selbstfindung.
Kürzlich war er für eine Impulslesung
in der Kreisbibliothek Freyung
zu Gast, die weit über eine klassische
Buchvorstellung hinausging.
Dabei nahm er die Zuhörer mit auf
eine Reise – nicht nur durch die
Wildnis des Bayerischen Waldes,
sondern vor allem in das eigene Ich.
Auf der Suche nach innerem
Frieden
Lange Zeit war sein Leben vom
Leistungsdenken „Höher, Schneller,
Weiter“ geprägt. In seinem Werk
schildert er den radikalen Bruch mit
diesem Muster und die Erfahrungen
seiner Extrem-Pilgerwanderung.
Die zentrale Botschaft, die er dem
Publikum ans Herz legte, lautete:
das befreiende Prinzip des „Wollen
statt Müssen“.
Vom Leistungsdruck zur
Selbstreflexion
Er ermutigte die Anwesenden, das
Hamsterrad der Erwartungen zu verlassen
und eigene Lebensziele mutig
zu hinterfragen. Innerer Frieden
entstehe nicht durch das Erreichen
fremder Maßstäbe, sondern durch
Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.
Die Atmosphäre in der Bibliothek war
von besonderer Intensität geprägt.
Kronschnabl wechselte gekonnt
zwischen humorvollen Anekdoten
und nachdenklichen Momenten und
fesselte damit sein Publikum. Es war
kein bloßes Vorlesen, sondern ein
leidenschaftlicher Impuls, die eigene
Perspektive zu verändern.
Für einen passenden Rahmen sorgte
das Team der Kreisbibliothek mit kleinen
Leckerbissen und Erfrischungen.
So entstand Raum für persönliche
Gespräche, in denen die Gäste ihre
Eindrücke teilten und die angestoßenen
Themen vertieften.
Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau
Gsund Aktiv PR | Regional
11
Ein digitaler Kompass
Landkreis Freyung-Grafenau schaltet neuen Pflegewegweiser für
Senioren und Angehörige auf der Homepage frei
Stellten die neue leicht zugänglichen digitale Plattform zum Thema Pflege und Angebote für Senioren und Menschen mit Handicap im
Landkreis vor (von rechts) vor: Landrat Sebastian Gruber, Lena Schandra, Pro-jektleitung Smartes Land ILE Ilzer Land, Christian Fiebig,
Sachgebietsleiter Landkreisangelegenheiten und René Kurtz, Leitung GesundheitsregionPlus Landkreis Freyung-Grafenau.
Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau
Wenn Pflegebedürftigkeit unerwartet
eintritt, stehen Familien
häufig vor vielen Fragen. „Mit
unserem neuen Online-Angebot
geben wir den Menschen genau
für solche Situationen eine digitale
Handreichung, die schnell Orientierung
bietet und Wege verkürzt.
Die oft anstrengende Suche wird
mit diesem Werkzeug deutlich erleichtert“,
betont Landrat Sebastian
Gruber zum Start des Projekts.
Mit dem neuen digitalen Pflegewegweiser
erweitert der Landkreis
Freyung-Grafenau sein Unterstützungsangebot
und bündelt zentrale
Informationen zur Seniorenarbeit
auf einer leicht zugänglichen Online-Plattform.
Das Portal entstand
in Kooperation mit der ILE Ilzer
Land und dient als Orientierungshilfe
durch die Pflegelandschaft im
Landkreis und den umliegenden
Gemeinden. Nutzer erhalten schnell
einen strukturierten Überblick über
ambulante Pflegedienste, stationäre
Einrichtungen und alltagsnahe Hilfsangebote.
Auch Begegnungs- und
Freizeitangebote für Senioren sowie
Selbsthilfegruppen sind übersichtlich
dargestellt. Die Plattform ergänzt
den gedruckten Wegweiser und
erleichtert die Suche nach Unterstützung
deutlich – schnell, aktuell und
flexibel.
Interaktive Suche und schnelle
Hilfe per Klick
Herzstück der Plattform ist eine
komfortable Suchfunktion mit
interaktiver Karte, die schnell zeigt,
welche Angebote vor Ort verfügbar
sind. Ergebnisse lassen sich
zudem als persönliche Liste ausdrucken
– etwa für Familiengespräche.
Ergänzend bietet das Portal einen
Überblick über Beratungsangebote
im Landkreis Freyung-Grafenau.
Ratsuchende finden Ansprechpartner
zu Entlastung, Pflege und
rechtlichen Fragen. Checklisten und
Ratgeber zum Download unterstützen
Schritt für Schritt, während
ein FAQ-Bereich wichtige Fragen
kompakt beantwortet.
Ein lebendiges System: Bürgerbeteiligung
erwünscht
Der Landkreis legt großen Wert
darauf, die Informationen aktuell
zu halten. Da sich Angebote in der
Pflegelandschaft regelmäßig verändern,
setzt die Verwaltung auch
auf die Mithilfe der Bürgerinnen
und Bürger. Wer fehlende, veraltete
oder neue Ansprechpartner melden
möchte, kann sich unkompliziert per
E-Mail an homepage@landkreis-frg.
de wenden.
Der digitale Pflegewegweiser ist ab
sofort unter www.freyung-grafenau.
de/pflegewegweiser sowie über den
entsprechenden QR-Code auf den
Infomaterialien des Landkreises erreichbar.
12
Anzeige 2
Vernetzt forschen und
Zukunft gestalten.
Der Campus Hutthurm als
Knotenpunkt moderner Forschung
Am Campus Hutthurm treffen interdisziplinäre
Forschung, starke
Partnerschaften und praxisnahe
Innovation aufeinander – mit dem
Ziel, gemeinsam mit Wissenschaft
und Industrie Lösungen für morgen
zu entwickeln.
Gemeinsam stärker
durch Vernetzung
Der Campus Hutthurm ist weit
mehr als ein einzelner Forschungsstandort:
Er ist Teil eines leistungsstarken
Netzwerks der Technischen
Hochschule Deggendorf mit
insgesamt 16 Forschungs- und
drei Studienstandorten. Seit seiner
Eröffnung im Jahr 2019 steht der
Campus exemplarisch für eine neue
Art der Forschung – vernetzt, interdisziplinär
und anwendungsnah.
Im Zentrum steht dabei die enge
Zusammenarbeit mit anderen
Forschungsinstituten, Hochschulen,
Unternehmen sowie klinischen Partnern.
Diese Vernetzung ermöglicht
nicht nur den schnellen Transfer von
Erkenntnissen in die Praxis, sondern
schafft auch Raum für neue Ideen
und innovative Lösungsansätze. Der
Campus fungiert als Plattform, auf
der Kompetenzen gebündelt und
Synergien gezielt genutzt werden
– von der Grundlagenforschung bis
hin zur marktnahen Entwicklung.
Interdisziplinarität
als Schlüssel zum Erfolg
Besonders deutlich wird die Stärke
des Campus Hutthurm in seinen
beiden zentralen Instituten: dem
Institut für Kunststofftechnik &
Simulation sowie dem Institut für
Medical Science & Engineering. Beide
Einrichtungen arbeiten eng miteinander
und mit externen Partnern
zusammen, um komplexe Fragestellungen
ganzheitlich zu bearbeiten.
Das Institut für Kunststofftechnik
& Simulation schlägt die Brücke
Foto: MuW/m.wagner
zwischen Forschung und industrieller
Anwendung. Im Fokus stehen
Materialentwicklung, Prozessoptimierung
und Simulation – mit dem
Ziel, effizientere, nachhaltigere und
leistungsfähigere Produkte zu entwickeln.
Parallel dazu verbindet das Institut
für Medical Science & Engineering
Ingenieurwissenschaften mit
medizinischer Forschung. Durch die
Kombination von KI, Simulation und
Materialwissenschaft entstehen innovative
Ansätze für personalisierte
Partner der heimischen Wirtschaft
Technische Hochschule Deggendorf
Campus Hutthurm
Hochleiten 1, 94116 Hutthurm
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Diagnostik und Therapie – etwa in
der Tumorfrüherkennung oder bei
der Entwicklung smarter medizinischer
Materialien.
Gerade diese interdisziplinäre
Zusammenarbeit eröffnet neue Perspektiven
und ermöglicht Lösungen,
die in isolierten Forschungsstrukturen
kaum denkbar wären.
Forschung mit Praxisbezug
und Wirkung
Die Forschungsprojekte am Campus
sind vielfältig und spiegeln die
enge Verzahnung mit Partnern aus
Industrie und Wissenschaft wider.
Beispiele reichen von KI-gestütztem
3D-Druck über digitale Zwillinge für
Hochleistungsanwendungen bis hin
zu innovativen Recyclingtechnologien
für Verbundwerkstoffe.
Auch im medizinischen Bereich
entstehen durch Kooperationen mit
klinischen Partnern zukunftsweisende
Entwicklungen – etwa in der
rehabilitativen Exoskelettforschung
oder bei der Modellierung von
Tumorwachstum. Ziel ist es stets,
Forschungsergebnisse schnell in
konkrete Anwendungen zu überführen
und so einen direkten Mehrwert
für Wirtschaft und Gesellschaft zu
schaffen.
Kooperation als
Innovationsmotor
Ein zentraler Erfolgsfaktor des
Campus Hutthurm ist seine Rolle
als Schnittstelle: zwischen Wissenschaft
und Wirtschaft, zwischen
Theorie und Praxis, zwischen
regionaler Verankerung und internationaler
Ausrichtung. Unternehmen
profitieren von der Zusammenarbeit
durch Zugang zu modernster
Forschung, Fördermöglichkeiten
und effizientem Projektmanagement.
Gleichzeitig entstehen durch
gemeinsame Projekte Prototypen,
neue Geschäftsmodelle und sogar
Ausgründungen.
Der Campus zeigt eindrucksvoll, wie
moderne Forschung heute funktioniert:
nicht isoliert, sondern im
engen Austausch.
Fazit
Mit seinem starken Netzwerk, klar
definierten Forschungsschwerpunkten
und konsequenten
Praxisbezug ist der Campus Hutthurm
ein zentraler Treiber für Innovation.
Hier wird deutlich: Die
Lösungen für die Herausforderungen
von morgen entstehen dort,
wo Wissen geteilt, Kompetenzen
vernetzt und Ideen gemeinsam
weitergedacht werden.
Foto v.l.: Prof. Dr. Thiha Aung, Leitung IMSE, Tim Stockbauer, M.Sc., Operative Leitung,
Dr. Valentin Dalbauer, Leitung IKS (Fotos: MuW/KH Schoppa)
FORSCHUNGS -
NETZWERK
ERÖFFNUNG DES STANDORT
HUTTHURM 2019
o
Förderung durch den
Freistaat Bayern
in Zusammenarbeit mit der
Technischen Hochschule
Deggendorf
• Die THD bietet ein
Netzwerk, bestehend aus:
• 16 Forschungsstandorten
• 3 Studienstandorten
www.th -deg.de/tc -hutthurm
14 Gsund Aktiv PR | Anzeige
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1
Auszeit zu zweit, trotz
Pflegebedarf
Wie Paare gemeinsame Reisen vorbereiten und Unterstützung finden
Viele Pflegebedürftige werden
nicht von ihren Kindern betreut,
sondern von Menschen, mit denen
sie in Ehe oder Partnerschaft leben.
Wünscht sich das Paar dann einen
gemeinsamen Urlaub, ist das mit
viel Planungsaufwand verbunden.
„Davon sollte man sich aber nicht
entmutigen lassen, sondern rechtzeitig
Unterstützung suchen“, meint
Tanja Ruck von der Pflegeberatung
compass. Eine Pflegeberatung
kann bei der Organisation helfen
und Finanzierungsmöglichkeiten
aufzeigen. Kostenfrei gibt es diese
für jeden unter der compass-Service-Nummer
0800-1018800. Am
einfachsten zu organisieren ist ein
Urlaub in Deutschland, denn dabei
können alle Leistungen der Pflegeversicherung
genutzt werden. Unter
www.pflegeberatung.de finden sich
Anbieter und Hotels, die auf Pflegebedürftige
spezialisiert sind. (djd)
Foto: djd/compass private pflegeberatung GmbH
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Gsund Aktiv PR | Regional
15
Gut vorbereitet für den
Ernstfall
Neue Notfall- und Vorsorgemappe des Landratsamtes Freyung-Grafenau
v. l.: Alois Weber (Kreisbehindertenbeauftragter), Nicole Polleichtner (Kreisseniorenbeauftragte), Andrea Hohenwarter (Sachbearbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Landrat Sebastian Gruber, Christian Fiebig (Sachgebietsleiter Landkreisangelegenheiten) Foto:
Landratsamt Freyung-Grafenau
Das Landratsamt Freyung-Grafenau
stellt eine aktualisierte Notfallund
Vorsorgemappe zur Verfügung,
die in Zusammenarbeit mit der Kliniken
Am Goldenen Steig gGmbH
entstanden ist. Sie hilft dabei, wichtige
persönliche, medizinische und
organisatorische Informationen
übersichtlich zusammenzustellen,
damit im Ernstfall schnell gehandelt
werden kann.
Unfälle oder plötzliche Erkrankungen
können jeden treffen. In solchen
Situationen ist es für Angehörige und
medizinisches Personal entscheidend,
rasch auf zentrale Daten zugreifen zu
können.
Die Mappe bietet hierfür praktische
Unterstützung mit Formularen zu persönlichen
Angaben, Kontaktpersonen,
Medikamenten und behandelnden
Ärzten.
Neue Inhalte für die digitale
Vorsorge
Neu ist ein Kapitel zur digitalen
Vorsorge. Es zeigt, wie Zugänge zu
E-Mail-Konten, sozialen Netzwerken
und Online-Diensten dokumentiert
werden können. Ebenfalls neu ist ein
heraustrennbarer Notfallpass, der
wichtige Informationen enthält und
im Alltag mitgeführt werden kann.
Zusätzlich wird erläutert, wie digitale
Daten im Ernstfall rechtssicher
zugänglich gemacht werden können.
Damit wird die Vorsorge um einen
Bereich erweitert, der im Alltag zunehmend
an Bedeutung gewinnt.
Landrat Sebastian Gruber betont:
„Ein Notfall tritt unerwartet ein.
Umso wichtiger ist es, dass entscheidende
Informationen schnell
verfügbar sind. Die Mappe ist ein
einfaches, aber wirkungsvolles Instrument
zur Vorsorge und entlastet
Angehörige.“
Kostenfrei erhältlich und leicht
anzuwenden
Die Mappe wurde im Landratsamt
überarbeitet, Inhalte aktualisiert
und übersichtlich strukturiert. Ziel
war es, ein leicht verständliches und
zugleich umfassendes Angebot zu
schaffen. Sie richtet sich an Menschen
jeden Alters, kann Schritt für
Schritt ausgefüllt und jederzeit aktualisiert
werden. Die Neuauflage wird
auch von der Seniorenbeauftragten
Nicole Polleichtner und dem Behindertenbeauftragten
Alois Weber
begrüßt. Die Mappe ist kostenfrei im
Landratsamt, in Rathäusern sowie
online zum Download erhältlich. Es
wird empfohlen, sie gut auffindbar
aufzubewahren und Vertrauenspersonen
über den Aufbewahrungsort
zu informieren.
16 Gsund Aktiv PR | Regional
Gemeinsam für eine gesündere
Zukunft im Landkreis
Startschuss zur Umsetzung des Masterplans Prävention
Freyung-Grafenau. Mit einer gut
besuchten Präventionskonferenz
ist im Landkreis Freyung-Grafenau
der offizielle Auftakt zur
Vorstellung des „Masterplans
Prävention Bayern“ gelungen. Ziel
ist es, eine neue Präventionskultur
zu etablieren: weg von einem reaktiven
Gesundheitssystem hin zu
einem vorausschauenden Ansatz,
der Gesundheit stärkt und Krankheiten
frühzeitig verhindert.
Organisiert und moderiert wurde
die Veranstaltung von René Kurtz,
Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion
Plus, sowie Christopher
Kessel vom Gesundheitsamt und Geschäftsführer
des Suchtarbeitskreises.
Beide betonten die Bedeutung
einer engen Zusammenarbeit aller
beteiligten Akteure.
„Prävention kann nur wirksam sein,
wenn alle relevanten Perspektiven
eingebracht werden“, so Kessel.
Zum Auftakt stellte Kurtz die zentralen
Inhalte des Masterplans vor. Prävention
solle künftig stärker in allen
Lebensbereichen verankert werden:
„Unser Ziel ist es, Gesundheit frühzeitig
zu fördern und nachhaltige
Strukturen aufzubauen.“
Einen fachlichen Impuls gab Dr. Andreas
Weishäupl von der Universität
Passau. Er hob die Bedeutung von
Bewegung für die körperliche und
mentale Gesundheit hervor: „Schon
kleine Bewegungseinheiten im Alltag
haben einen positiven Effekt.“
Über 40 Prozent der Jugendlichen
verbringen täglich mehr
als vier Stunden in sozialen
Medien
Im anschließenden Workshop beschäftigten
sich die Teilnehmenden
mit der Prävention von Suchtverhalten,
insbesondere im Umgang mit
digitalen Medien. Aktuelle Zahlen
zeigen: Über 40 Prozent der Jugendlichen
verbringen täglich mehr als
vier Stunden in sozialen Medien,
mehr als 30 Prozent empfinden ihre
Nutzung als belastend. Trotz bestehender
Angebote wurde weiterer
Handlungsbedarf festgestellt, etwa
bei Themen wie Online-Betrug und
Künstliche Intelligenz.
Die Konferenz machte deutlich, dass
im Landkreis bereits viele engagierte
Ansätze bestehen, diese jedoch stärker
vernetzt und weiterentwickelt
werden müssen. Eingeladen waren
Vertreter aus Behörden, Polizei,
Schulen und dem Gesundheitswesen.
Zum Abschluss zogen die Organisatoren
ein positives Fazit. Die Veranstaltung
sei ein gelungener Auftakt,
auf dessen Grundlage nun konkrete
Projekte entwickelt werden sollen.
Die Teilnehmenden zeigten sich entsprechend
optimistisch: Der Start für
eine intensivere, vernetzte Präventionsarbeit
im Landkreis ist gemacht.
Bild: (v.l.): Christopher Kessel und René Kurtz geben gemeinsam mit den Teilnehmenden den Startschuss für den Masterplan Prävention.
Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau.
Gsund Aktiv PR | Regional
17
Neuausrichtung und
Herausforderungen
Vorplanungen für Zentrum für Forensische Psychiatrie laufen
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich traf sich mit Prof. Dr. Joachim Nitschke (r.) in der Verwaltung des Bezirksklinikums Mainkofen
zum Jahresgespräch. Foto: Bezirk Niederbayern, Verena Roider
Mainkofen. Das Jahresende sei herausfordernd
gewesen, resümierte
Prof. Joachim Nitschke, Ärztlicher
Direktor des Bezirkskrankenhauses
Straubing, im Gespräch
mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf
Heinrich.
Wie im November 2025 beschlossen,
werden die Maßregelvollzugseinrichtungen
in Mainkofen und
Straubing organisatorisch zum
Zentrum für Forensische Psychiatrie
zusammengeführt. Ziel ist eine
einheitliche, starke Struktur in
Niederbayern. Die Vorplanungen
laufen bereits; Nitschke wird die
Leitung übernehmen. Durch die
Bündelung sollen Synergien genutzt,
Schwerpunktstationen gebildet und
Therapien weiterentwickelt werden.
Dafür seien jedoch umfangreiche
organisatorische Maßnahmen und
Schulungen nötig.
Eine zentrale Aufgabe bleibe
die Gewinnung und Bindung
qualifizierter Mitarbeiter.
Trotz Fachkräftemangel zeigt sich
Nitschke optimistisch: Kontakte zu
Pflegeschulen, seine Lehrtätigkeit an
der Universität Regensburg sowie
Symposien und Forschungsprojekte
sollen helfen. Besonders betont er
die Attraktivität der neuen Stellen
und die Chance für Beschäftigte,
eigene Ideen einzubringen.
Belastet wurde die Stimmung zuletzt
durch die Berichterstattung zum
Geiselnahmeprozess. Viele Beteiligte
seien weiterhin traumatisiert,
teils auch retraumatisiert worden.
Zwar sind alle wieder im Dienst,
und Arbeit könne stabilisieren,
doch die Aufarbeitung dauere an.
Mit dem Abschluss des Prozesses
hofft Nitschke auf eine Rückkehr
zur Normalität. Nach dem Vorfall
im August 2024 wurden zahlreiche
Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt;
interne und externe Untersuchungen
sind abgeschlossen. „Wir sind gut
aufgestellt“, so Nitschke.
Resozialisierung im Fokus
Ein weiteres zentrales Projekt ist
das geplante Resozialisierungshaus
in Straubing. Der Bezirksausschuss
genehmigte die Baumaßnahme im
Oktober 2025. Dort sollen künftig
24 Patienten schrittweise auf ein Leben
außerhalb des Maßregelvollzugs
vorbereitet werden. Ziel ist es, Rückfälle
in Sucht oder Straffälligkeit zu
reduzieren. Eine solche Einrichtung
existierte bislang in Straubing nicht,
da die Klinik lange einen Sonderstatus
hatte. Erst mit der Neuordnung
des Maßregelvollzugs durch das
Bayerische Sozialministerium im
Jahr 2019 erhielt sie den gleichen
Versorgungsauftrag wie andere Einrichtungen.
Die Planungen für das Resozialisierungshaus
sind weit
fortgeschritten.
Nitschke wertet das Projekt als wichtiges
Signal und dankt dem Bezirk
Niederbayern für die Unterstützung.
Auch Bezirkstagspräsident Heinrich
betont die Bedeutung: Resozialisierung
sei gesetzlich verankert und
erfordere strukturelle Anpassungen.
Mit dem neuen Zentrum und dem
Resozialisierungshaus solle eine
umfassende Betreuung gewährleistet
werden. Zudem werde weiterhin auf
transparente Öffentlichkeitsarbeit
gesetzt, um über die Arbeit des Maßregelvollzugs
zu informieren und
Verständnis zu fördern.
18 Gsund Aktiv PR | Regional
Kinderklinik ausgezeichnet
Gütesiegel bietet Orientierung für Eltern, Angehörige und
medizinisches Fachpersonal
Passau. Erneut hat das Team der
Kinderklinik Dritter Orden Passau
das Gütesiegel „Ausgezeichnet.
FÜR KINDER 2026-2027 plus“ erhalten.
„Das Siegel basiert auf einer freiwilligen
Prüfung, der wir uns gerne
unterziehen, um unsere Strukturqualität
transparent darstellen
zu können“, erklärt Sandra Eder,
Bereichsleiterin der Organisationsentwicklung
in der Kinderklinik. Die
Auszeichnung habe dabei eine große
Bedeutung für das gesamte Team der
Kinderklinik. „Die Gesamtsituation
für Kliniken ist in diesen Zeiten sehr
angespannt. Der Gesundheitssektor
massiv unterfinanziert – deswegen
macht uns diese Auszeichnung besonders
stolz“, so Eder weiter.
Ein Kompass für unser Team
In diesen herausfordernden Zeiten
so abzuliefern, unterstreiche die
großartige Arbeit und das Zusammenspiel
der Mitarbeitenden in der
Kinderklinik, dankt auch der Ärztliche
Direktor Prof. Dr. Matthias Keller
seinem Team. „Das Gütesiegel ist ein
Kompass für unser Team, aber dient
natürlich auch als eine Art Orientierungshilfe
für Eltern auf der Suche
nach einer Qualitätskinderklinik –
heimatnah und hochspezialisiert“,
ergänzt Keller.
Der Fokus der mittlerweile neunten
Bewertungsrunde durch die Bewertungskommission
lag dabei auf der
Stärkung der Kinderkrankenpflege
allgemein sowie auf der Abbildung
der pädiatrischen Behandlungsschwerpunkte.
„Eltern, Angehörige,
aber auch medizinisches Fachpersonal
profitieren von diesem Siegel,
das ein Aushängeschild für eine
bestmögliche Qualität in Versorgung
darstellt“, so auch Reinhard Schmidt,
Geschäftsführer der Kinderklinik
Dritter Orden Passau.
Kombination aus Kinderchirurgie
und konservativer Kinder-
und Jugendmedizin
Weiter hat die Kinderklinik die Auszeichnung
mit einem „plus“ versehen
kommen – dieses Plus steht
für die Sicherstellung der kinderchirurgischen
Versorgung, die die
Kinderklinik mit der Fachklinik für
Kinderchirurgie und Kinderurologie
abdeckt. „Damit sind wir im
östlichen Niederbayern die einzige
Klinik, die diese Kombination aus
Kinderchirurgie und konservativer
Kinder- und Jugendmedizin der Bevölkerung
und unseren Patientinnen
und Patienten in dieser Form heimatnah
zur Verfügung stellt“, freut sich
Keller über die Auszeichnung mit
dem Gütesiegel, dass die Kinderklinik
damit bereits über ein Jahrzehnt
kontinuierlich führen darf – ein
klarer Ausdruck der nachhaltigen
Anstrengungen, die bestmögliche,
qualitativ hochwertige und wohnortnahe
Versorgung zu gewährleisten.
Hintergrund zum Gütesiegel
Ausgezeichnet. FÜR KINDER.
Es ist das große Anliegen aller in der
Kinder- und Jugendmedizin Tätigen,
die Qualität der stationären Behandlung
von Kindern und Jugendlichen
in Deutschland zu sichern und
möglichst noch weiter zu verbessern.
Aus diesem Grund haben die Gesellschaft
der Kinderkrankenhäuser und
Kinderabteilungen in Deutschland
e.V. (GKinD), die Bundesarbeitsgemeinschaft
Kind und Krankenhaus
(BaKuK) und das Bündnis
für Kinder- und Jugendgesundheit
(BÜNDNIS (vormals DAKJ) zusammen
mit der Deutschen Gesellschaft
für Kinder- und Jugendchirurgie
(DGKJCH) 2009 das Gütesiegel ‚Ausgezeichnet.
FÜR KINDER‘ entwickelt.
Die Erfüllung der geforderten
Qualitätskriterien wurde von einer
multiprofessionellen siebenköpfigen
Bewertungskommission überprüft.
Gsund Aktiv PR | Regional
19
Kritik an Sparvorschlägen
der Bundesregierung
„Stabile Kassenbeiträge entstehen nicht durch weniger Leistungen“
als auch das Verfahren mit sehr
kurzfristigen Fristen würden der
Tragweite des Themas nicht gerecht,
sagt der BHV-Vorsitzende. Der
vorliegende Gesetzentwurf setze vor
allem auf kurzfristige Kostendämpfung
und greife damit zu kurz, da er
die strukturellen Ursachen steigender
Ausgaben nicht ausreichend
adressiere, so Berek.
Aus Sicht des BHV liegt der Schlüssel
zur nachhaltigen Stabilisierung
der Beitragssätze in einer deutlich
stärkeren Präventionsstrategie. „Wer
Beitragssätze dauerhaft stabilisieren
will, muss Krankheit vermeiden
- nicht nur Kosten verwalten“, so
Berek. Die bayerischen Heilbäder
und Kurorte verfügten bereits heute
über geeignete Strukturen, um wirksame
Prävention umzusetzen - mit
medizinisch begleiteten, evidenzbasierten
Programmen, die auf
Bewegung, Ernährung und Stressreduktion
abzielen und nachhaltige
Verhaltensänderungen fördern.
Aus Sicht des BHV liegt der Schlüssel zur nachhaltigen Stabilisierung der Beitragssätze
in der gesetzlichen Krankenversicherung in einer deutlich stärkeren Präventionsstrategie.
„Wer Beitragssätze dauerhaft stabilisieren will, muss Krankheit vermeiden - nicht nur
Kosten verwalten“, so der Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands, Landrat Peter
Berek. Foto: BHV
Bad Füssing/Berlin - Bayerns
Heilbäder mit ihren rund 23 Millionen
Übernachtungen jährlich
fordern im Zuge des aktuellen
Gesetzgebungsverfahrens zur
Stabilisierung der Beitragssätze in
der gesetzlichen Krankenversicherung,
beitragsfremde Leistungen
konsequent aus Steuermitteln zu
finanzieren.
„Es braucht endlich klare Verhältnisse.
Was nicht originär Aufgabe der
Beitragszahler ist, darf auch nicht
über Beiträge finanziert werden“,
betont der Präsident des Bayerischen
Heilbäder-Verbands (BHV),
Landrat Peter Berek. „Beiträge
müssen für Prävention und Gesundheit
der Versicherten eingesetzt
werden und nicht für versicherungsfremde
Leistungen“, so der BHV-
Vorsitzende. Zugleich fordert der
Verband deutlich mehr Investitionen
in Prävention. „Beitragssatzstabilität
entsteht nicht durch Leistungskürzungen,
sondern durch weniger
Krankheit“, sagt BHV-Geschäftsführer
Frank Oette.
Stärkere Präventionsstrategie
Zugleich äußert der Verband deutliche
Kritik am Vorgehen der Politik.
Sowohl die inhaltliche Ausrichtung
Der Verband spricht sich daher
dafür aus, strukturierte Präventionsangebote
stärker im Leistungskatalog
der GKV zu verankern und
gezielt auszubauen. Dazu gehören
insbesondere mehrtägige, qualitätsgesicherte
Programme in anerkannten
Heilbädern und Kurorten sowie
eine verbindliche Mittelbindung für
Intensivprävention. „Wir haben in
Deutschland eine leistungsfähige
Infrastruktur für Prävention, die
bislang nicht ausreichend genutzt
wird. Hier liegt ein erhebliches
Potenzial, um Krankheitslast zu
reduzieren und die Finanzierung
der GKV langfristig zu entlasten“,
ergänzt BHV-Geschäftsführer Frank
Oette.
Der Bayerische Heilbäder-Verband
ist die Dachorganisation der rund
70 Kurbetriebe, Heilbäder und
Kurorte im Freistaat. Diese erwirtschaften
jährlich rund 5,6 Milliarden
Euro Umsatz und sichern rund
100.000 Arbeitsplätze.
20 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Risiko sozialer
Isolation erhöht
Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Menschen aus?
Soziale Kontakte sind ein grundlegendes
menschliches Bedürfnis.
Soziale Isolation und Einsamkeit
stehen nachweislich mit chronischen
Erkrankungen wie Herz-
Kreislauf-Leiden, Schlaganfall,
Diabetes und Demenz sowie mit
einer insgesamt schlechteren Gesundheit
in Zusammenhang.
Um die Gesundheit der Bevölkerung
zu stärken, ist es daher wichtig,
Faktoren zu verstehen, die soziale
Beziehungen schwächen oder zerstören.
Eine neue Studie in Nature Health
von Dr. Samia C. Akhter-Khan, Prof.
Julianne Holt-Lunstad und Prof.
Shuyan Liu zeigt, dass der Klimawandel
dabei eine bislang unterschätzte
Rolle spielt.
Neben Umwelt- und Gesundheitsfolgen
trägt er demnach auch zu
Einsamkeit und sozialer Isolation
bei. Laut Dr. Akhter-Khan gibt es
zunehmende Evidenz, dass klimabedingte
Veränderungen soziale
Netzwerke beeinträchtigen.
Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen
oder Hitzewellen
können alltägliche soziale Kontakte
einschränken, Gemeinschaften destabilisieren
und Konflikte verstärken.
Besonders betroffen sind
marginalisierte und schutzbedürftige
Gruppen, die ohnehin ein erhöhtes
Risiko für Einsamkeit tragen. Fehlende
soziale Unterstützung kann ihre
körperliche und psychische Gesundheit
zusätzlich verschlechtern und
Krankheitsverläufe beschleunigen.
Die Autorinnen stellen verschiedene
Ansätze vor, um sozialen Zusammenhalt
im Kontext des Klimawandels
zu stärken. Da Menschen, die
allein leben, ein höheres Sterberisiko
bei extremen Wetterereignissen
haben, können starke soziale Bindungen
die Resilienz von Gemeinschaften
deutlich erhöhen. Nachbarschaftsprogramme,
bei denen etwa
auf alleinlebende ältere Menschen
geachtet wird, senken nachweislich
die Sterblichkeit während Hitzewellen.
Auch gemeinsames Klimaengagement
kann soziale Resilienz
fördern und Einsamkeit verringern –
insbesondere bei älteren Menschen.
„Wenn wir mehr Möglichkeiten
schaffen, sich aktiv für den Klimaschutz
zu engagieren, stärken wir
den sozialen Zusammenhalt und
bauen Spannungen zwischen den
Generationen ab“, so Dr. Akhter-
Khan.
Die Forscherinnen betonen zugleich
den weiteren Forschungsbedarf,
etwa zu den Auswirkungen von Einsamkeit
auf politische Einstellungen,
Verschwörungsglauben oder Klimaleugnung.
Angesichts zunehmender
extremer Wetterereignisse plädieren
sie dafür, Klima- und Gesundheitspolitik
stärker zu verzahnen, um
sowohl soziale als auch klimatische
Resilienz zu fördern.
(deutschesgesundheitsportal.de)
Foto: AdobeStock_359241663
Gsund Aktiv PR | Regional
21
Cannabis-
Teillegalisierung
Risiken und Auswirkungen auf die Bezirkskliniken im Blick
Über Risiken und Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung auf die Bezirkskliniken berichtete Dr. Florian Moser (links) in der Sitzung
des Bezirkstags. Foto: Bezirk Niederbayern, Verena Roider
Seit gut zwei Jahren ist Cannabis in
Deutschland teilweise legal – unter
bestimmten Auflagen. Die Reform
bleibt umstritten und war nun
Thema im Bezirkstag von Niederbayern.
Im Fokus standen mögliche Risiken
sowie Auswirkungen auf die Bezirkskliniken,
insbesondere mit Blick auf
Kinder und Jugendliche.
Nach wie vor Kritik an Teillegalisierung
Am 1. April 2024 trat das Gesetz
in Kraft, das Besitz sowie privaten
und gemeinschaftlichen Anbau für
Volljährige erlaubt; für Minderjährige
bleibt Cannabis verboten. Erste
wissenschaftliche Zwischenbilanzen
fallen differenziert aus: Ein befürchteter
deutlicher Konsumanstieg ließ
sich bislang nicht belegen. Kritisch
bewertet wird jedoch unter anderem
die Verschreibung von Medizinalcannabis
mit teils hohem Wirkstoffgehalt.
Gleichzeitig hat sich Deutschland
zu einem der größten legalen
Cannabismärkte Europas entwickelt.
Die Politik reagierte bereits mit
strengeren Regelungen, dennoch
bleibt die Diskussion kontrovers.
Auch im Bezirk Niederbayern
wird die Entwicklung aufmerksam
verfolgt. In der Sitzung vom 15.
April befasste sich der Bezirkstag
auf Antrag der CSU mit möglichen
Risiken der Legalisierung und deren
Auswirkungen auf die Kliniken. Ergänzend
brachte die SPD die Frage
ein, welche Rolle Medienkonsum
– insbesondere soziale Netzwerke –
für die psychische Gesundheit junger
Menschen spielt.
Erste Erkenntnisse aus der
Praxis
Dr. Florian Moser vom Bezirkskrankenhaus
Landshut berichtete
aus der klinischen Praxis. Zwischen
2018 und 2025 stieg die Belegung
deutlich an, während Suchtbehandlungen
leicht rückläufig waren. Ein
klarer Anstieg cannabisbedingter
oder psychotischer Störungen ist
bislang nicht erkennbar, auch wenn
Cannabis innerhalb der Suchtdiagnosen
häufiger vorkommt. Aufgrund
geringer Fallzahlen seien die
Ergebnisse jedoch nur eingeschränkt
aussagekräftig. Im ambulanten Bereich
zeigt sich hingegen ein Anstieg
cannabisbezogener Diagnosen, auch
bei jüngeren Patienten. Allerdings
wurde die Suchtambulanz erst 2020
eingerichtet, weshalb unklar bleibt,
ob tatsächlich mehr Menschen konsumieren
oder ob sie heute besser
erreicht werden.
Verlässliche Daten in fünf bis
zehn Jahren zu erwarten
Dr. Moser betonte, dass belastbare
Aussagen erst in einigen Jahren
möglich seien. Auch die Auswirkungen
von Medienkonsum auf die psychische
Gesundheit müssten weiter
untersucht werden. Bezirkstagspräsident
Dr. Olaf Heinrich unterstrich,
dass man die Entwicklungen genau
beobachte, um frühzeitig reagieren
zu können – insbesondere zum
Schutz von Kindern und Jugendlichen.
22 Gsund Aktiv PR | Pflege
Wenn das Vergessen
beginnt
Was Betroffene bei Anzeichen von Demenz tun sollten
Die ersten Anzeichen sind oft nicht
ganz eindeutig. Sind ein verpasster
Termin oder ein verlegter Schlüssel
Ausdruck normaler Vergesslichkeit
oder ein Zeichen eines
gestörten Kurzzeitgedächtnisses?
War man nur einen Moment lang
unaufmerksam oder fällt es einem
generell schwer, Gesprächen zu
folgen? Wurde nur der Wochentag
verwechselt oder funktioniert die
Orientierung in Zeit und Raum
nicht mehr richtig?
„Nicht jede Zerstreutheit ist ein Anzeichen
von Demenz, aber wenn sich
kognitive Probleme häufen und den
Alltag beeinträchtigen, sollte man
sich ärztlich untersuchen lassen“,
empfiehlt Lukas Wildenauer von der
Pflegeberatung compass. „Wird eine
beginnende Demenz festgestellt,
ist auch eine fachkundige Beratung
sinnvoll.
“Oft sperren sich Betroffene jedoch
gegen eine Untersuchung – zum Beispiel
aus Scham oder Angst. „Dann
sollten Angehörige das Thema immer
wieder behutsam ansprechen. Es
kann auch hilfreich sein, die Demenz
nicht in den Vordergrund zu
stellen, sondern beispielsweise einen
allgemeinen Gesundheitscheck oder
eine Prüfung der Fahrtüchtigkeit
vorzuschlagen“, so der Pflegeberater
Wildenauer.
Nach der Diagnose folgt die
Planung
Steht die Diagnose Demenz fest, gilt
es, die zukünftige Versorgung zu
planen. Dazu gehören unter anderem
eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung,
Alltagshilfen und
pflegerische Unterstützung. Hierbei
können ausgebildete Pflegeberaterinnen
und -berater helfen. Sie sind
etwa unter der kostenfreien Servicenummer
0800-101-8800 für jeden
erreichbar.
Bei privat Versicherten bietet compass
Pflegeberatung telefonisch, per
Videogespräch und als Hausbesuch
an. Gesetzlich Versicherten stehen die
Pflegestützpunkte zur Verfügung.
Praktische Tipps erleichtern
den Alltag
Im Verlauf einer Demenzerkrankung
nimmt der Pflegebedarf in der Regel
immer weiter zu. Gerade zu Beginn
kommen Erkrankte oft noch gut
zurecht. „Hier helfen oft praktische
Dinge wie ein großer Kalender mit
allen Terminen, ein regelmäßiger
Tagesablauf, eine Abschaltautomatik
am Herd, Namensschilder oder
Zettel mit Notruftelefonnummern in
der Kleidung, nicht zu vergessen das
Wegschließen gefährlicher Medikamente
und Reinigungsmittel“, erklärt
Wildenauer. Viele weitere Tipps gibt
es unter www.pflegeberatung.de.
„Wichtig ist, rechtzeitig einen Antrag
auf Pflegeleistungen zu stellen und
eine gute Versorgungsplanung zu
machen. So ist man auf Verschlechterungen
vorbereitet und wird nicht
überrollt, wenn sich die Situation
ändert.“ (djd)
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
Gsund Aktiv PR | Regional
23
Pflege und Teilhabe
Kommunale Senioren- und Behindertenbeauftragte im Landkreis im
fachlichen Austausch
Stehend v. r.: Marco Binder (Caritas), Alexandra Renoth (EUTB), Gertraud Seidl (stellvertretende Kreisseniorenbeauftragte), Mario
Brandl (stellvertretender Kreisbehindertenbeauftragter), Franz Brunner (stellvertretender Landrat), Nicole Polleichtner (Kreisseniorenbeauftragte)
und Christian Fiebig (Sachgebietsleiter Landkreisangelegenheiten) Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau
Bei einer Informationsveranstaltung
im Landkreis Freyung-Grafenau
erhielten kommunale Senioren-
und Behindertenbeauftragte
einen umfassenden Einblick in
Pflege- und Teilhabeangebote.
Referenten waren Alexandra Renoth
von der Ergänzende unabhängige
Teilhabeberatung sowie Marco Binder
vom Kreis-Caritasverband.
Würdigung des Engagements
Stellvertretender Landrat Franz
Brunner eröffnete die Veranstaltung
und dankte den Beauftragten für
ihren Einsatz.
Auch Kreisseniorenbeauftragte Nicole
Polleichtner und der stellvertretende
Behindertenbeauftragte Mario
Brandl unterstrichen die Bedeutung
des fachlichen Austauschs.
Tagespflege als wichtige Stütze
Marco Binder stellte die Tagespflegeeinrichtungen
in Waldkirchen,
Grafenau und Freyung vor. Diese
ermöglichen pflegebedürftigen
Menschen Betreuung am Tag bei
gleichzeitigem Verbleib im eigenen
Zuhause.
Neben pflegerischen Leistungen
stehen soziale Aktivitäten sowie die
Förderung geistiger und körperlicher
Fähigkeiten im Mittelpunkt und entlasten
zugleich Angehörige.
Unabhängige Beratung zur
Teilhabe
Alexandra Renoth erläuterte die Arbeit
der EUTB. Das Angebot richtet
sich an Menschen mit (drohender)
Behinderung, chronischen Erkrankungen
sowie deren Angehörige.
Ziel ist eine unabhängige, niedrigschwellige
Beratung zur Förderung
selbstbestimmter Teilhabe. Schwerpunkte
sind unter anderem Wohnen,
Arbeit, Mobilität, Assistenz und
Pflege.
Neue Informationsangebote
Aus dem Landratsamt stellte Sachgebietsleiter
Christian Fiebig aktualisierte
Hilfsmittel vor, darunter
den neu aufgelegten Senioren- und
Behindertenwegweiser sowie eine
überarbeitete Notfall- und Vorsorgemappe.Ergänzend
wurde der digitale
Pflegewegweiser des Landkreises
präsentiert. Als „digitaler Kompass“
bietet er einen schnellen Überblick
über regionale Beratungs- und
Unterstützungsangebote.
Die Veranstaltung machte deutlich,
wie wichtig frühzeitige Information,
gute Vernetzung und wohnortnahe
Beratung sind, um Pflege und Teilhabe
bestmöglich zu unterstützen.
24
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Sommer, Sonne, Hautkrebs
Schöne Haut braucht Verantwortung
Prof. CH Dr. med. Mehmet Atila,
Facharzt für Plastische und Ästhetische
Chirurgie und Direktor der
„Medical Inn“-Klinik in Düsseldorf,
erklärt, warum Bräune mehr
schadet, als viele vermuten.
„Ich erlebe täglich, wie eng Ästhetik
und Gesundheit miteinander verbunden
sind. Gerade im Sommer
wird das oft unterschätzt: UV-Strahlung
ist einer der größten Risikofaktoren
für Hautkrebs – sie wirkt leise,
unsichtbar und über Jahre hinweg.
Dabei ist nicht nur Sonnenbrand das
Problem, jede regelmäßige UV-Belastung
summiert sich im Hautgedächtnis.
Bis zu 90 Prozent der Hautkrebserkrankungen
stehen mit UV-Strahlung
in Zusammenhang. Selbst
scheinbar moderate Sonneneinwirkung
oder der Besuch im Solarium
können langfristig Schäden verursachen.
Was viele ebenfalls überrascht:
Bräune ist kein Zeichen von
Gesundheit, sondern bereits eine
Schutzreaktion der Haut auf Zellschäden.
In der plastisch-ästhetischen Medizin
sehe ich die Folgen übermäßiger
UV-Belastung frühzeitig: vorzeitige
Hautalterung, Elastizitätsverlust
und Pigmentveränderungen. Moderne
Verfahren wie Ultraschall, Lasertherapien,
medizinische Peelings
oder Microneedling, unter anderem
auch mit Radiofrequenz, können
UV-bedingte Veränderungen sichtbar
verbessern.
Doch der entscheidende Punkt ist:
Ich behandle oft das Ergebnis jahrelanger
Hautbelastung. Hochwertige
Medizin bedeutet aber immer
auch Prävention, Aufklärung und
nachhaltige Hautgesundheit. Ein
konsequenter Sonnenschutz mit hohem
Lichtschutzfaktor, mindestens
SPF 30–50, das Meiden intensiver
Mittagssonne und ein geschulter
Prof. CH Dr. med. Mehmet Atila, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie engagiert
sich seit vielen Jahren auch sozial bei Institutionen wie Interplast e. V. und ReStore
Worldwide und behandelt bei humanitären Einsätzen als rekonstruktiv-plastischer Chirurg
schwer verletzte Patienten in Entwicklungsländern, zum Beispiel in Ghana. Seit 2017
vertritt Prof. CH Dr. Atila ReStore Worldwide in der Funktion des europäischen Direktors.
Foto: Medical INN
Blick für Veränderungen der Haut
sind daher entscheidend.
Mein Rat: Der Sommer sollte
bewusst genossen werden – jedoch
nicht auf Kosten der Hautgesundheit.
Konsequenter Sonnenschutz
ist keine Nebensache, sondern die
wirksamste Anti-Aging-Strategie
und zugleich der beste Beitrag zur
Vorbeugung von Hautkrebs.“
Weitere Informationen unter www.
medical-inn.com
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
25
Gesund altern beginnt im
Stoffwechsel
Warum Gesundheit zur Herausforderung moderner Gesellschaften wird
System aus dem Gleichgewicht,
entsteht eine Insulinresistenz:
Zucker bleibt im Blut, während die
Energieverwertung gestört ist. Diese
schleichende Entwicklung steht in
Zusammenhang mit Erkrankungen
wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck
und Fettleber. Viele Menschen
zeigen bereits frühe Anzeichen, oft
unbemerkt.
Die Rolle der Zellenergie
Zentral für den Energiestoffwechsel
sind die Mitochondrien. Sie
versorgen den Körper mit Energie
für Bewegung, Denken und Organfunktionen.
Dauerhaft erhöhte
Blutzuckerwerte können ihre
Effizienz beeinträchtigen. Die Folge:
geringere Belastbarkeit, langsamere
Regeneration und vermehrte Zellbelastung
durch freie Radikale. Dies
kann sich in schnellerer Ermüdung,
reduzierter Ausdauer und nachlassender
Konzentration äußern.
Einfluss des Alltags
Gesundheitsökonomin Dr. Anna Wohlthat (Foto: Natalia Skvortsova)
Gesundheitliche Herausforderungen
moderner Gesellschaften
entstehen zunehmend im Stoffwechsel.
Neben bekannten Risikofaktoren
wie Bewegungsmangel
oder ungesunder Ernährung rückt
die Regulation von Blutzucker,
Insulin und Zellenergie in den Fokus.
Sie beeinflusst nicht nur die
individuelle Gesundheit, sondern
auch langfristig Leistungsfähigkeit
und Stabilität von Gesellschaften.
„Die eigentliche Herausforderung ist
nicht das Älterwerden, sondern die
Stabilität der Gesundheit im Alter“,
erklärt Anna Wohlthat. Studien
zeigen, dass Stoffwechselveränderungen
oft Jahre vor Erkrankungen
beginnen und eng mit Lebensstil
und Umweltbedingungen verbunden
sind.
Blutzucker und Insulin im
Gleichgewicht
Der Blutzuckerspiegel zeigt, wie gut
der Körper Zucker verarbeitet. Nach
dem Essen sorgt Insulin dafür, dass
Zucker in die Zellen gelangt und
dort als Energie dient. Gerät dieses
Stoffwechselprobleme entstehen
nicht nur individuell, sondern auch
durch äußere Faktoren wie lange
Sitzzeiten, wenig Bewegung, stark
verarbeitete Lebensmittel und
Stress. Dadurch wird Stoffwechselgesundheit
zunehmend zu einer
gesellschaftlichen Aufgabe. Bewegungsfreundliche
Städte, bessere Ernährungsbildung
und gesundheitsorientierte
Arbeitsmodelle können
helfen, stabile Prozesse zu fördern.
Fazit
Frühe Veränderungen im Stoffwechsel
bleiben oft lange unbemerkt, bieten
aber Chancen zur Prävention. Entscheidend
ist ein Zusammenspiel aus
individuellem Verhalten und unterstützenden
Lebensbedingungen, um
Gesundheit und Leistungsfähigkeit
langfristig zu erhalten. Weitere Informationen
unter www.wohlthat.ag
26 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Keine Zeit verlieren –
richtig handeln
Was im Notfall zählt und warum jede Minute entscheidend ist
Foto: DJD/VKS/Getty Images/stefanamer
Gerade mit Beginn der Motorradsaison
steigt das Unfallrisiko.
„Zurzeit starten viele Motorradfans
in die Zweiradsaison – darunter
auch Fahrerinnen und Fahrer,
die nur gelegentlich unterwegs
sind und sich überschätzen“, so
Brenner. Kommt es zu einem Unfall,
ist eine schnelle und strukturierte
Erstversorgung lebensentscheidend.
Dazu zählen nicht nur medizinisches
Fachwissen und Infusionslösungen,
sondern auch das richtige Absetzen
des Notrufs. Wer die 112 wählt,
sollte ruhig bleiben, klare Angaben
machen und die fünf W-Fragen
beantworten: Wo ist der Unfall passiert?
Was ist geschehen? Wie viele
Verletzte gibt es? Welche Verletzungen
sind erkennbar? Anschließend
gilt es, auf Rückfragen der Leitstelle
zu warten und das Gespräch nicht
selbst zu beenden – häufig werden
bereits am Telefon lebensrettende
Hinweise gegeben.
Lebenswichtige
Infusionslösungen
Infusionslösungen spielen bei der
Erstversorgung eine zentrale Rolle,
etwa um bei starkem Blutverlust den
Kreislauf zu stabilisieren. Zum Einsatz
kommen sogenannte Vollelektrolytlösungen
– mehr zur Herstellung
unter www.vks-kalisalz.de. Sie
bestehen aus Wasser, Natriumchlorid
sowie Mineralstoffen wie Kalium,
Calcium und Magnesium in körperähnlicher
Konzentration. Elektrolyte
sind für viele Stoffwechselprozesse
unverzichtbar: Kalium unterstützt
die Reizweiterleitung der Muskeln
und die Herzfunktion, Natrium
reguliert unter anderem den Wasserhaushalt.
Die für die Elektrolytlösungen verwendeten
Pharmasalze haben einen
Reinheitsgrad von 99,9 Prozent. Wie
bei allen medizinischen Anwendungen
ist auch hier die dauerhaft
hohe Qualität der Ausgangsstoffe
entscheidend. Diese Anforderungen
erfüllen die Rohstoffe, die in einigen
deutschen Kali- und Salzbergwerken
gefördert werden. Mithilfe aufwendiger
Technik entstehen daraus
hochreine Pharmasalze. Die gesamte
Produktion ist nach ISO-Normen
zertifiziert und wird von unabhängigen
Prüfdienstleistern überwacht.
Erst nach der Analyse kontinuierlich
entnommener Proben werden
die Vollelektrolytlösungen für den
Einsatz in Krankenhäusern und der
Notfallmedizin freigegeben. „Eine
Arbeit als Notarzt ohne Infusionslösungen
ist undenkbar“, sagt Brenner.
„Sie verschaffen uns bei der Erstversorgung
rund 30 Minuten zusätzliche
Zeit – Zeit, die ein Leben retten
kann.“ (djd)
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
27
Nicht nur sauber, sondern
auch glücklich
Aktuelle Studie: Putzen trägt zum Wohlbefinden und Zufriedenheit bei
Was für manche nur eine lästige
Pflicht darstellt, ist für viele andere
ein Weg zu mehr Wohlbefinden
und innerer Balance: Saubermachen
löst Stress und sorgt für
mehr Zufriedenheit im Alltag.
Zu dieser Erkenntnis kommt die
aktuelle internationale Putzstudie
von Kärcher, die Gewohnheiten und
das Putzverhalten in zehn Ländern
beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen:
mehr Zufriedenheit und überraschend
wenig Streit ums Saubermachen.
Deutsche tanken Energie beim
Sauber machen
Putzen ist für viele Deutsche laut
der Studienergebnisse ein effektiver
Stresskiller und sorgt für mentale
Klarheit: 80 Prozent der Befragten
fühlen sich in einem sauberen Zuhause
ausgeglichener und klarer im
Kopf, 73 Prozent sind motivierter
und energiegeladener. Das gute
Gefühl, etwas geschafft zu haben,
wiegt dabei am stärksten: 83 Prozent
der Befragten geben dies als
positive Auswirkung auf ihr persönliches
Wohlbefinden an.
Hygiene dient der Gesundheitsprophylaxe
Sauberkeit hat neben der mentalen
Komponente auch Auswirkungen
auf die körperliche Gesundheit: 42
Prozent der Deutschen spüren durch
Sauberkeit weniger Allergiesymptome,
über die Hälfte (51 Prozent)
gibt an, in einem sauberen Zuhause
besser schlafen zu können.
Und für 44 Prozent ist Putzen laut
der Kärcher-Studie sogar eine Art
Sport, der sie fitter fühlen lässt. Für
ein Wohlfühl-Wohnklima setzen die
meisten dabei auf klassische Routinen:
Ein sauberes Bett ist mit 77
Prozent der Spitzenreiter unter den
Gesundheitsfaktoren. 71 Prozent
fühlen sich in staubfreier Umgebung
am wohlsten und gesündesten und
mehr als jede zweite Person (55 Prozent)
nennt frische Luft als wichtigen
Faktor für Wohlbefinden und
Gesundheit zu Hause.
Häusliche Harmonie beim
Putzen
Überraschend ist das Ergebnis zur
häuslichen Harmonie: Nur bei
fünf Prozent der Deutschen sorgt
das Thema Putzen regelmäßig für
Konflikte in der Beziehung und nur
vier Prozent geben an, ihren Partner
wegen ungleicher Arbeitsverteilung
weniger gern zu haben.
Besonders auffällig: Im Alter wird
weniger um die Hausarbeit gestritten.
16 Prozent der 18- bis
24-Jährigen, aber nur zwei Prozent
der 55- bis 65-Jährigen nehmen die
Reinigungsaufgaben als Anlass für
einen Streit. (djd)
DJD/Alfred Kärcher/Getty Images/LightFieldStudios
28 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
20 Fakten und Tipps
für ein gesundes und
langes Leben
Die nachfolgenden 20 Beiträge zeigen, wie sehr sich unser Blick auf Gesundheit verändert hat: Weg von der reinen
Behandlung von Krankheiten, hin zu einem bewussten, aktiven und möglichst gesunden Leben bis ins Alter. Im
Mittelpunkt stehen neue Erkenntnisse aus Medizin und Forschung – von Longevity, Darmgesundheit und personalisierter
Medizin bis hin zu künstlicher Intelligenz und Wearables. Gleichzeitig wird deutlich, dass Gesundheit
oft nicht in spektakulären Wundermitteln liegt, sondern in alltäglichen Entscheidungen: Bewegung, Krafttraining,
Schlaf, Stressmanagement, ausgewogene Ernährung und Achtsamkeit.
Die Fakten und Tipps verbinden moderne Trends wie Biohacking, Intervallfasten, Functional Fitness oder Digital
Detox mit einer klaren Botschaft: Der menschliche Körper ist anpassungsfähig, aber er braucht Pflege, Balance
und Aufmerksamkeit. Es geht um Muskeln und Mikrobiom, um Hormone und Herzgesundheit, um Daten und
doch immer auch um Lebensqualität.
So entsteht ein facettenreiches Bild moderner Gesundheitskultur – zwischen Hightech und Hausverstand, Wissenschaft
und Alltag. Die Beiträge laden dazu ein, Gesundheit neu zu denken: nicht als starres Ziel, sondern als
lebenslangen Prozess, den jeder Mensch mit kleinen, klugen Schritten selbst mitgestalten kann.
Foto: Pixabay shian_designshop-ai-generated-8943553
Gsund Aktiv PR | 20 Fakten und Tipps für ein gesundes und langes Leben
29
01
Länger leben – aber gesund
Wie Longevity-Forschung unseren Blick auf das Altern verändert
Immer mehr Menschen möchten
nicht nur alt werden, sondern
möglichst lange gesund bleiben.
Genau darum geht es beim
Trendthema „Longevity“. Wissenschaftler,
Mediziner und Biohacker
arbeiten weltweit daran,
den Alterungsprozess besser zu
verstehen – und vielleicht sogar zu
verlangsamen.
Altern ist kein Zufall
Lange galt Altern als unvermeidlicher
Prozess, den man kaum beeinflussen
kann. Doch die moderne
Forschung zeigt ein anderes Bild.
Gene spielen zwar eine Rolle, doch
Lebensstil, Ernährung und Bewegung
haben einen enormen Einfluss darauf,
wie schnell unser Körper altert.
Studien belegen: Wer sich regelmäßig
bewegt, ausgewogen ernährt und
Stress reduziert, kann seine gesunde
Lebensspanne deutlich verlängern.
Die Rolle
von Ernährung
und
Bewegung
Ein zentraler
Faktor ist die
Ernährung.
Wissenschaftler
empfehlen
eine überwiegend
pflanzenbasierte
Kost
mit viel Gemüse,
gesunden
Fetten und
moderatem Eiweißkonsum. Auch
Intervallfasten wird zunehmend
untersucht, weil es Reparaturprozesse
im Körper anregen kann.
Mindestens genauso wichtig ist
Bewegung. Besonders Krafttraining
schützt Muskeln und Knochen und
reduziert das Risiko für viele Krankheiten.
Der Blick in die Zukunft
In der Longevity-Forschung wird
auch an Medikamenten geforscht,
die Alterungsprozesse beeinflussen
könnten. Noch steckt vieles in den
Anfängen.
Sicher ist jedoch: Ein gesunder
Lebensstil bleibt der wichtigste
Schlüssel zu einem langen Leben.
02
Der Darm – unser unterschätztes Superorgan
Warum das Mikrobiom immer stärker in den Fokus der Medizin rückt
Lange Zeit wurde der Darm
vor allem als Verdauungsorgan
betrachtet. Heute weiß man: In
unserem Darm lebt ein riesiges
Ökosystem aus Milliarden von
Bakterien – das sogenannte
Mikrobiom. Und dieses hat
weit mehr Einfluss auf unsere
Gesundheit, als lange angenommen.
Im Darm leben mehr Mikroorganismen
als unser Körper Zellen besitzt.
Diese Bakterien helfen bei der
Verdauung, produzieren Vitamine
und unterstützen das Immunsystem.
Gerät dieses Gleichgewicht aus der
Balance, kann das weitreichende
Folgen haben.
Forscher bringen eine gestörte Darmflora
inzwischen mit zahlreichen
Erkrankungen in Verbindung – von
Übergewicht über Diabetes bis hin zu
Depressionen.
Ernährung als Schlüssel
Die gute Nachricht: Wir können
unser Mikrobiom aktiv beeinflussen.
Besonders Ballaststoffe aus Gemüse,
Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten
fördern eine gesunde Darmflora.
Auch fermentierte Lebensmittel wie
Joghurt oder Sauerkraut enthalten
wertvolle Bakterien.
Darmgesundheit im Alltag
Wer seinen Darm unterstützen möchte,
sollte vor allem abwechslungsreich
essen, Stress reduzieren und
unnötige Antibiotika vermeiden.
Denn ein gesunder Darm ist die
Grundlage für einen gesunden
Körper.
30 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
03
Medizin nach Maß
Wie personalisierte Medizin Therapien revolutioniert
In der klassischen Medizin erhalten
Patienten mit derselben
Krankheit oft die gleiche Behandlung.
Doch jeder Mensch ist biologisch
einzigartig. Genau hier setzt
die personalisierte Medizin an.
Die Rolle der Gene
Dank moderner Genanalysen
können Ärzte heute immer genauer
erkennen, welche Therapien bei
einem Patienten besonders gut
wirken könnten. Vor allem in der
Krebsmedizin wird dieses Prinzip
bereits erfolgreich angewendet.
Tumore werden genetisch analysiert,
um gezielt Medikamente
einzusetzen, die genau zu den Veränderungen
im Erbgut passen.
Daten verändern die Medizin
Neben genetischen Informationen
spielen auch Lebensstil, Umwelt-
faktoren und
Gesundheitsdaten
eine
immer größere
Rolle.
Wearables
und digitale
Gesundheitsakten
liefern
zusätzliche
Hinweise.
Chancen
und Herausforderungen
Die personalisierte
Medizin
könnte
Therapien
deutlich
wirksamer machen und Nebenwirkungen
reduzieren. Gleichzeitig
stellt sie das Gesundheitssystem
vor neue Herausforderungen –
etwa beim Datenschutz oder bei
den Kosten.
04
Wenn Algorithmen Krankheiten erkennen
Wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert
KI gilt als eine der größten technologischen
Revolutionen unserer
Zeit. Auch in der Medizin spielt sie
eine immer wichtigere Rolle.
Schneller und präziser diagnostizieren
Moderne KI-Systeme können riesige
Datenmengen analysieren. In der
Radiologie erkennen Algorithmen
auf Röntgenbildern oder MRT-Aufnahmen
oft kleinste Veränderungen,
die selbst erfahrenen Ärzten entgehen
könnten.
Auch bei Hautkrebs oder Augenkrankheiten
zeigen KI-Systeme
bereits beeindruckende Ergebnisse.
Unterstützung für Ärzte
Dabei geht es nicht darum, Ärzte
zu ersetzen. Vielmehr dient KI als
Unterstützung. Sie hilft, Diagnosen
schneller zu stellen und Risiken
früher zu erkennen.
Die Medizin der Zukunft
In Zukunft könnten KI-Systeme sogar
individuelle Gesundheitsrisiken
vorhersagen und präventive Maßnahmen
empfehlen. Entscheidend
wird sein, Technologie verantwortungsvoll
einzusetzen.
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
31
05
Biohacking – Selbstoptimierung im Trend
Wie Menschen versuchen, ihre Gesundheit gezielt zu verbessern
Eiskalte Duschen, Hightech-Wearables
oder spezielle Nahrungsergänzungsmittel
– Biohacking
ist ein Trend, der immer mehr
Anhänger findet. Ziel ist es, den
eigenen Körper besser zu verstehen
und gezielt zu optimieren.
Der Körper als Experiment
Viele Biohacker messen regelmäßig
Schlaf, Herzfrequenz oder Blutzuckerwerte.
Mit diesen Daten versuchen sie herauszufinden,
welche Gewohnheiten
ihre Gesundheit verbessern.
Zwischen Wissenschaft und
Lifestyle
Einige Methoden haben tatsächlich
wissenschaftliche Grundlage – etwa
ausreichend Schlaf, Bewegung oder
gesunde Ernährung. Andere Trends
sind jedoch weniger gut belegt.
Kleine Hacks mit
großer Wirkung
Die meisten Experten
sind sich einig:
Die wichtigsten
„Biohacks“ sind
überraschend einfach.
Regelmäßiger
Schlaf, Bewegung,
Stressreduktion und
eine ausgewogene
Ernährung wirken
oft stärker als teure
Gadgets. Entscheidend
ist dabei vor
allem die Regelmäßigkeit
im Alltag.
Schon kleine, konsequent
umgesetzte
Gewohnheiten
können langfristig
große Veränderungen
bewirken.
06
Hormone – die heimlichen Dirigenten unseres Körpers
Warum unser hormonelles Gleichgewicht entscheidend ist
Hormone steuern fast alle wichtigen
Prozesse im Körper. Sie
beeinflussen unseren Stoffwechsel,
den Schlaf, die Stimmung und
sogar unser Gewicht. Gerät dieses
empfindliche System aus dem
Gleichgewicht, spüren wir das oft
deutlich.
Botenstoffe mit großer Wirkung
Hormone sind chemische Botenstoffe,
die über das Blut zu verschiedenen
Organen gelangen. Sie regulieren
unter anderem Hunger, Stress,
Wachstum und Fortpflanzung. Besonders
bekannt sind Hormone wie
Insulin, Cortisol oder Testosteron.
Gerät das Gleichgewicht durcheinander,
kann das vielfältige Folgen
haben – von Müdigkeit und Gewichtszunahme
bis zu Schlafstörungen
oder Stimmungsschwankungen.
Stress als hormoneller
Störfaktor
Ein wichtiger
Einflussfaktor ist
Stress. Dauerhaft
erhöhte Cortisolwerte
können den
Stoffwechsel verändern
und langfristig
sogar das
Risiko für Krankheiten
erhöhen.
Auch Schlafmangel
wirkt sich
direkt auf das Hormonsystem
aus.
Balance im Alltag
Regelmäßige Bewegung, ausreichend
Schlaf und eine ausgewogene
Ernährung helfen, das hormonelle
Gleichgewicht zu stabilisieren. Auch
Stressmanagement spielt eine wichtige
Rolle.
32 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
07
Zone-2-Training – der neue Star im Ausdauertraining
Warum langsames Training überraschend effektiv sein kann
Wer an Ausdauertraining denkt,
hat oft schweißtreibende Einheiten
im Kopf. Doch Sportwissenschaftler
sprechen derzeit über
einen ganz anderen Trend: das
sogenannte Zone-2-Training.
Training im „Wohlfühlbereich“
Zone-2 beschreibt einen moderaten
Belastungsbereich, in dem man
noch problemlos sprechen kann.
Der Puls liegt meist bei etwa 60 bis
70 Prozent der maximalen Herzfrequenz.
In diesem Bereich trainiert
der Körper besonders effizient den
Fettstoffwechsel und verbessert die
Leistungsfähigkeit der Mitochondrien
– der Kraftwerke unserer Zellen.
Grundlage für Fitness
Viele Ausdauersportler nutzen Zone-
2-Training als Basis ihrer Fitness.
Studien zeigen, dass regelmäßige
Einheiten in diesem
Bereich die Ausdauer
verbessern
und gleichzeitig das
Herz-Kreislauf-System
stärken.
Weniger Tempo,
mehr Wirkung
Das überraschende
Fazit vieler Experten:
Nicht jede Trainingseinheit
muss maximal
intensiv sein. Gerade
ruhige Einheiten
können langfristig
große Effekte haben.
Sie verbessern die
Grundlagenausdauer
und fördern die Regeneration
des Körpers.
Gleichzeitig sinkt das
Verletzungsrisiko, was
ein kontinuierliches
Training erleichtert.
08
Muskeln – der Schlüssel zu einem langen Leben
Warum Krafttraining für Gesundheit und Langlebigkeit wichtiger wird
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt
Krafttraining vor allem als Sport
für Bodybuilder. Heute wissen
Mediziner: Muskeln sind ein entscheidender
Faktor für unsere
Gesundheit.
Muskeln als Stoffwechselmotor
Muskelgewebe verbraucht Energie
und beeinflusst den Stoffwechsel. Je
mehr Muskelmasse wir haben, desto
besser kann der Körper Zucker und
Fett verarbeiten.
Deshalb senkt regelmäßiges Krafttraining
auch das Risiko für Krankheiten
wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Schutz im Alter
Mit zunehmendem Alter baut der
Körper Muskelmasse ab – ein Prozess,
der als Sarkopenie bezeichnet
wird. Dieser Verlust kann zu Schwäche
und Stürzen führen.
Krafttraining wirkt diesem Prozess
entgegen und hilft, Beweglichkeit
und Selbstständigkeit zu erhalten.
Kleine Schritte reichen
Schon zwei bis drei Trainingseinheiten
pro Woche können spürbare
Effekte haben. Wichtig ist vor allem
Regelmäßigkeit.
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
33
09
Fit ab 50 – warum Bewegung im Alter besonders wichtig ist
Wie Training Körper und Geist auch in späteren Jahren stärkt
Viele Menschen glauben, dass
intensiver Sport nur etwas
für junge Menschen ist. Doch
Studien zeigen das Gegenteil:
Gerade im höheren Alter
bringt Bewegung enorme
gesundheitliche Vorteile.
Der Körper bleibt anpassungsfähig
Selbst mit 60 oder 70 Jahren
kann der Körper noch Muskeln
aufbauen und die Ausdauer
verbessern.
Bewegung stärkt Herz, Knochen
und Immunsystem.
Training für Körper und
Gehirn
Sport wirkt sich auch positiv auf das
Gehirn aus. Regelmäßige Bewegung
kann das Risiko für Demenz reduzieren
und die geistige Leistungsfähigkeit
verbessern.
Der richtige Einstieg
Wichtig ist ein moderater Einstieg.
Spaziergänge, Radfahren oder
leichtes Krafttraining sind ideal, um
aktiv zu bleiben. Hören Sie auf den
eigenen Körper und steigern Sie die
Belastung langsam. So bleibt die Bewegung
langfristig angenehm und
motivierend.
10
Die unterschätzte Kraft der Alltagsbewegung
Warum kleine Bewegungen im Alltag große Effekte haben
Nicht jeder hat Zeit für lange
Trainingseinheiten im Fitnessstudio.
Doch Bewegung findet nicht
nur beim Sport statt – auch im
Alltag können wir viel für unsere
Gesundheit tun. Oft sind es gerade
die kleinen, regelmäßigen Aktivitäten,
die langfristig den größten
Unterschied machen.
Was hinter dem Begriff NEAT
steckt
Forscher sprechen von „NEAT“, der
sogenannten Alltagsbewegung.
Darunter fallen Aktivitäten wie
Treppensteigen, Spazierengehen
oder Hausarbeit.
Diese kleinen Bewegungen summieren
sich im Laufe des Tages zu
einem wichtigen Energieverbrauch.
Sie tragen dazu bei, den Stoffwechsel
aktiv zu halten und Verspannungen
vorzubeugen. Besonders
im Büroalltag kann
NEAT einen großen
Unterschied machen.
Sitzen als Gesundheitsrisiko
Viele Menschen verbringen
den Großteil
ihres Tages im Sitzen.
Studien zeigen
jedoch, dass langes
Sitzen das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
erhöhen
kann. Auch Rückenbeschwerden
und
Konzentrationsprobleme werden
dadurch begünstigt. Regelmäßige
Unterbrechungen sind daher entscheidend.
Bewegung bewusst einbauen
Schon kleine Veränderungen können
helfen: öfter die Treppe nehmen,
kurze Spaziergänge einbauen oder
im Stehen arbeiten. Auch kleine
Bewegungspausen von wenigen Minuten
zeigen bereits Wirkung. Wer
Gewohnheiten verändert, integriert
Bewegung ganz automatisch in den
Alltag. Langfristig profitiert nicht
nur der Körper, sondern auch das
allgemeine Wohlbefinden.
34 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
11
Protein-Boom – wie viel Eiweiß braucht der Körper wirklich?
Trend zu Protein-Shakes und Pulvern - kritisch betrachtet
Eiweiß ist unbestritten ein zentraler
Nährstoff: Muskeln, Haut,
Haare und das Immunsystem sind
auf ihn angewiesen. Doch in den
letzten Jahren wurde Protein zum
Megatrend – in Shakes, Riegeln
und sogar Kaffee. Ist das wirklich
nötig? Viele Produkte vermitteln
den Eindruck, dass mehr Eiweiß
automatisch gesünder sei.
Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß
Nicht jedes Protein wirkt gleich.
Tierisches Eiweiß liefert alle essenziellen
Aminosäuren, während
pflanzliches Eiweiß oft kombiniert
werden muss.
Wer sich ausgewogen ernährt, deckt
den Bedarf meist problemlos. Eine
Mischung verschiedener Eiweißquellen
kann dabei besonders sinnvoll
sein. So lässt sich die biologische
Wertigkeit der aufgenommenen
Proteine gezielt erhöhen.
Die richtige
Menge
Die Empfehlungen
liegen bei
etwa 0,8 bis 1,2
Gramm pro Kilogramm
Körpergewicht
für Erwachsene.
Leistungssportler
benötigen
mehr, aber weit
übertrieben hohe
Mengen bringen
keine Vorteile und belasten Nieren
und Stoffwechsel. Entscheidend
ist daher nicht die Menge allein,
sondern auch die Verteilung über
den Tag.
Protein clever einsetzen
Für die meisten Menschen reicht
eine ausgewogene Ernährung:
Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier,
Nüsse. Shakes und Pulver sind praktisch,
aber kein Muss. Der Fokus
sollte auf Abwechslung und Qualität
liegen.
Wer bewusst auswählt, kann
seinen Bedarf ganz ohne teure Zusatzprodukte
decken.
12
Intervallfasten – Mythos oder Medizin?
Wie zeitlich begrenztes Essen Körper und Geist positiv beeinflussen kann
Intervallfasten, auch „Time-Restricted
Eating“ genannt, ist einer
der größten Ernährungstrends
der letzten Jahre. Dabei wird die
Nahrungsaufnahme auf bestimmte
Zeitfenster beschränkt. Viele Menschen
schätzen dabei vor allem die
klare Struktur im Alltag. Zudem
lässt sich die Methode oft gut in
unterschiedliche Lebensrhythmen
integrieren.
Was passiert im Körper
Während der Fastenzeit nutzt der
Körper gespeicherte Energie und
aktiviert Reparaturprozesse auf
Zellebene. Studien zeigen, dass dies
Stoffwechsel, Insulinspiegel und
Entzündungswerte positiv beeinflussen
kann. Auch die sogenannte Autophagie,
ein zellulärer Reinigungsprozess,
wird angeregt. Dadurch
können beschädigte Zellbestandteile
effizienter abgebaut werden.
Verschiedene
Modelle
Beliebt sind 16:8
oder 5:2-Methoden:
16 Stunden
fasten, 8 Stunden
essen oder zwei
Fastentage pro Woche.
Wichtig ist, auf
den eigenen Körper
zu hören – Überforderung
kann
kontraproduktiv
sein.
Nicht jede Methode
passt zu jedem
Lebensstil. Deshalb
lohnt es sich,
verschiedene Ansätze vorsichtig
auszuprobieren.
Tipps für Einsteiger
Sanft starten, genügend Wasser
trinken und auf nährstoffreiche
Mahlzeiten setzen. Intervallfasten
kann ein Werkzeug sein, um Gewicht
zu regulieren, Energielevel
zu stabilisieren und die Gesundheit
zu fördern. Wichtig ist außerdem,
Hunger- und Sättigungssignale bewusst
wahrzunehmen. So bleibt die
Methode langfristig gut umsetzbar
und angenehm.
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
35
13
Anti-Entzündungs-Ernährung – Essen gegen stille Krankheiten
Wie Lebensmittel chronische Entzündungen im Körper bremsen können
Chronische Entzündungen stehen
im Verdacht, viele Zivilisationskrankheiten
wie Diabetes, Herz-
Kreislauf-Erkrankungen oder
Gelenkprobleme zu fördern.
Die Ernährung spielt eine zentrale
Rolle. Sie kann Entzündungsprozesse
im Körper entweder verstärken
oder gezielt abschwächen.
Die richtigen Nährstoffe
Omega-3-Fettsäuren, sekundäre
Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und
bestimmte Antioxidantien wirken
entzündungshemmend.
Fisch, Nüsse, Beeren, grünes Blattgemüse
und Gewürze wie Kurkuma
sind besonders wertvoll.
Auch eine ausreichende Versorgung
mit Vitaminen und Mineralstoffen
unterstützt den Körper zusätzlich.
Eine abwechslungsreiche Auswahl
sorgt dafür,
dass möglichst
viele
dieser Stoffe
aufgenommen
werden.
Was man
meiden
sollte
Zucker, verarbeitete
Lebensmittel,
rotes Fleisch
und Transfette
fördern Entzündungsprozesse im
Körper. Ein bewusster Umgang kann
Symptome lindern und die Gesundheit
fördern.
Dabei geht es nicht um strikten
Verzicht, sondern um eine ausgewogene
Balance im Alltag. Gelegentliche
Ausnahmen sind dabei völlig
in Ordnung.
Praxis für den Alltag
Entzündungshemmende Ernährung
bedeutet nicht Verzicht, sondern
Bewusstsein für Qualität und Vielfalt.
Kleine Änderungen – wie Hafer
statt Cornflakes, Öl statt Butter oder
Gemüse statt Chips – summieren
sich. Wer Schritt für Schritt umstellt,
kann langfristig große Effekte
erzielen.
14
Superfoods vs. regionale Lebensmittel
Trendige Exoten oder alte Klassiker – was ist wirklich gesund?
Goji-Beeren aus Tibet, Chiasamen
aus Südamerika, Spirulina aus
Algen – Superfoods versprechen
maximale Gesundheit. Doch sind
sie wirklich besser als regionale
Lebensmittel? Oft steckt hinter
dem Trend auch geschicktes
Marketing.
Nährstoffdichte ist kein Luxus
Viele heimische Lebensmittel sind
genauso nährstoffreich: Beeren,
Kohl, Rote Bete, Nüsse, Hülsenfrüchte.
Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe
und Antioxidantien – oft
nachhaltiger und günstiger. Zudem
sind sie meist frischer verfügbar und
besser an die regionalen Bedürfnisse
angepasst.
Balance statt Hype
Superfoods können die Ernährung
bereichern, ersetzen aber keine aus-
gewogene Kost. Viel
wichtiger ist Abwechslung,
Saisonalität und
Regionalität. Einseitige
Ernährungstrends bringen
langfristig selten
Vorteile.
Tipps für Leser
Wer Superfoods mag,
kann sie ergänzend
einsetzen. Der Fokus
sollte jedoch auf einer regionalen,
frischen und vielseitigen Ernährung
liegen – das wirkt auf Dauer am
effektivsten für Gesundheit und
Wohlbefinden. Letztlich zählt nicht
das einzelne Lebensmittel, sondern
das gesamte Ernährungsmuster.
Eine ausgewogene Mischung aus
Obst, Gemüse, Vollkornprodukten,
gesunden Fetten und Eiweißquellen
liefert in der Regel alle wichtigen
Nährstoffe. Regionale Produkte haben
zudem den Vorteil, dass sie oft
reifer geerntet werden und dadurch
mehr Geschmack und Inhaltsstoffe
bieten. Gleichzeitig unterstützt man
mit ihrem Kauf lokale Landwirtschaft
und kurze Transportwege.
Superfoods können dennoch eine
sinnvolle Ergänzung sein, wenn sie
bewusst eingesetzt werden. Entscheidend
ist jedoch, dass sie nicht
als Wundermittel betrachtet werden.
Gesundheit entsteht langfristig
durch Vielfalt, Regelmäßigkeit und
bewusste Entscheidungen im Alltag.
36 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
15
Functional Fitness & Hyrox – Sport für Körper und Alltag
Warum funktionelles Training mehr kann als nur Muskeln aufzubauen
Functional Fitness trainiert Bewegungen
statt isolierter Muskeln.
Alles, was im Alltag gebraucht
wird – Heben, Drücken, Ziehen,
Stabilität – wird hier gezielt trainiert.
Dadurch werden natürliche
Bewegungsabläufe verbessert und
der Körper ganzheitlich gestärkt.
Auch die Körperwahrnehmung
wird geschult, was zu mehr Kontrolle
und Sicherheit in Bewegungen
führt.
lungsreich und
funktional.
Zudem lässt es
sich flexibel an
unterschiedliche
Fitnesslevel
anpassen.
Hyrox – der
Wettkampftrend
Hyrox verbindet
funktionelles
Training
mit Ausdauerelementen.
Sportler absolvieren
Laufen, Rudern, Schlittenziehen
oder Wall Balls in einer festen Abfolge.
Es ist eine Kombination aus
Fitness, Spaß und Wettkampf. Durch
standardisierte Abläufe können sich
Teilnehmer weltweit vergleichen.
Gleichzeitig motiviert der Wettkampfcharakter
viele, ihre eigenen
Grenzen neu auszuloten.
Alltagsrelevanz
Functional Fitness stärkt Muskeln,
Gelenke und Rumpf. Wer regelmäßig
trainiert, ist im Alltag belastbarer
– egal ob beim Treppensteigen,
Gartenarbeit oder bei langen
Wanderungen.
Gleichzeitig verbessert sich die
Körperhaltung und das Verletzungsrisiko
sinkt.
16
Stressmedizin – Wenn Dauerbelastung krank macht
Wie chronischer Stress Körper und Geist langfristig beeinflusst
Stress ist ein natürlicher Mechanismus
– kurzfristig hilfreich, langfristig
jedoch gefährlich. Dauerhafte
Belastung kann Herz-Kreislauf-
System, Immunsystem und das
Gehirn schädigen. Entscheidend ist
daher, zwischen akuter und chronischer
Belastung zu unterscheiden.
Während kurzfristiger Stress
uns leistungsfähiger macht, wirkt
dauerhafter Druck belastend.
Der Unterschied zum klassischen
Fitnessstudio
Statt Maschinen werden freie Gewichte,
Kettlebells, Seile und das
eigene Körpergewicht genutzt.
Das Ziel: Kraft, Beweglichkeit, Koordination
und Ausdauer gleichzeitig
verbessern. Übungen sprechen oft
mehrere Muskelgruppen gleichzeitig
an und fördern die Körperspannung.
Das Training ist dadurch abwechsproblemen
und
Schmerzen.
Wer aufmerksam
ist, kann
frühzeitig
gegensteuern.
Oft zeigt sich
Stress auch
in Konzentrationsproblemen
oder innerer
Unruhe.
Körperliche Folgen
Chronischer Stress erhöht Cortisolund
Adrenalinspiegel. Das kann
Bluthochdruck, Herzprobleme,
Schlafstörungen und Stoffwechselstörungen
fördern. Auch das Risiko
für Entzündungen im Körper steigt.
Stress erkennen
Symptome reichen von Müdigkeit
und Gereiztheit bis zu Verdauungs-
Strategien
gegen Dauerstress
Regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken,
ausreichend
Schlaf und bewusste Pausen helfen,
den Stresslevel zu senken. Schon
10 Minuten Meditation am Tag
zeigen positive Effekte. Auch soziale
Kontakte und Gespräche können
entlastend wirken. Wichtig ist,
individuelle Wege zu finden, um mit
Belastungen umzugehen. Ebenso
hilfreich kann es sein, feste Auszeiten
im Alltag einzuplanen. Auch das
Setzen von klaren Grenzen schützt
vor Überforderung. Kleine Rituale
wie Spaziergänge oder bewusstes
Atmen fördern zusätzlich die innere
Ruhe. Wer regelmäßig reflektiert,
erkennt Stressauslöser schneller und
kann gezielter gegensteuern.
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
37
17
Schlaf – die unterschätzte Superpower
Warum erholsamer Schlaf das Fundament für Gesundheit ist
Schlaf ist kein Luxus, sondern
lebensnotwendig. Während wir
schlafen, repariert der Körper
Zellen, das Gehirn verarbeitet
Informationen und das Immunsystem
stärkt sich. Auch hormonelle
Prozesse werden in dieser
Zeit reguliert.
Schlaf und Gesundheit
Schlechter Schlaf erhöht Risiko
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Diabetes, Depressionen und Übergewicht.
Studien zeigen: Erwachsene
brauchen 7–9 Stunden pro Nacht.
Bereits wenige Nächte mit zu wenig
Schlaf können sich negativ auf die
Leistungsfähigkeit auswirken.
Tipps für besseren Schlaf
Regelmäßige Schlafzeiten, dunkle,
kühle Räume und Bildschirmpausen
vor dem Zubettgehen fördern er-
holsamen
Schlaf.
Auch
kleine Rituale
wie
Meditation
oder
Abendspaziergänge
helfen.
Ein
gleichbleibender
Tagesrhythmus
unterstützt
zusätzlich
die innere
Uhr.
Schlaf
als Leistungsbooster
Wer ausreichend schläft, ist wacher,
kreativer und belastbarer – sowohl
körperlich als auch mental. Schlafmangel
dagegen wirkt wie ein dauerhaftes
Stresssignal für den Körper.
Langfristig kann er die Gesundheit
erheblich beeinträchtigen.
18
Digital Detox – Auszeit für Körper und Geist
Warum weniger Bildschirmzeit uns gesünder macht
Smartphones, Tablets und Laptops
bestimmen immer mehr unseren
Alltag. Dauerhafte Bildschirmnutzung
kann Augen, Rücken und
Psyche belasten. Viele Menschen
unterschätzen dabei, wie oft sie
täglich zum Smartphone greifen.
Auch kurze, häufige Unterbrechungen
können die Konzentration
beeinträchtigen.
Die Auswirkungen
Studien zeigen Zusammenhänge
zwischen hoher Bildschirmzeit,
Schlafproblemen, Stress und erhöhter
Angstbereitschaft. Besonders
bei Jugendlichen steigt das Risiko
für psychische Probleme. Auch die
Qualität sozialer Kontakte kann darunter
leiden. Zudem wird die Aufmerksamkeitsspanne
durch ständige
Reize verkürzt. Langfristig kann dies
auch die emotionale Stabilität beeinträchtigen.
Tipps für
Digital
Detox
Bewusst
Zeiten
ohne
Smartphone
einplanen,
Geräte
nachts
aus dem
Schlafzimmer
verbannen
oder bildschirmfreie
Mahlzeiten einführen.
Kleine Pausen summieren sich und
entlasten Körper und Geist.
Auch feste „Offline-Zeiten“ am Tag
können helfen, Abstand zu gewinnen.
Alternativen wie Lesen, Sport
oder Spaziergänge fördern das
Wohlbefinden zusätzlich.
Vorteile
Reduzierte Bildschirmzeit fördert
Konzentration, Kreativität, soziale
Interaktion und Schlafqualität. Auch
Stresslevel und Herzfrequenz profitieren
von digitalen Pausen.
Wer bewusster mit Medien umgeht,
gewinnt oft mehr Zeit für sich
selbst.
38 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
19
Achtsamkeit & Meditation – Fitness für den Geist
Wie bewusstes Wahrnehmen Körper und Psyche stärkt
Achtsamkeit bedeutet, im Moment
präsent zu sein – ohne Bewertung
oder Ablenkung. Meditation und
Achtsamkeitsübungen sind keine
Modeerscheinung, sondern wissenschaftlich
erwiesen wirksam.
Sie helfen, den Autopiloten des
Alltags zu durchbrechen. Dadurch
entsteht mehr Klarheit im Denken
und Handeln. Gleichzeitig wächst
das Bewusstsein für eigene Gedanken
und Gefühle.
Gehirntraining durch Achtsamkeit
Regelmäßige Übungen verändern
Gehirnstrukturen. Bereiche für Konzentration,
Emotionen und Stressbewältigung
werden gestärkt.
Auch die Fähigkeit zur Selbstregulation
verbessert sich spürbar. Dies
kann langfristig zu mehr innerer
Stabilität führen.
Alltag
praktisch
integrieren
Schon 5–10
Minuten
Meditation am
Tag können
wirken. Atemübungen,
bewusstes
Spazieren
oder „achtsames
Essen“
helfen, im
Alltag Ruhe zu
finden. Wichtig ist, ohne Druck zu
beginnen und realistische Routinen
zu entwickeln. Mit der Zeit wird
Achtsamkeit zu einer natürlichen
Gewohnheit.
Auch kleine Momente der Stille im
Alltag können bereits einen Unterschied
machen. Entscheidend ist die
Regelmäßigkeit, nicht die Dauer der
Übungen.
Vorteile für Körper und Geist
Achtsamkeit reduziert Stress, senkt
Blutdruck, verbessert Schlaf und
steigert die Lebensqualität. Es ist ein
ganzheitliches Training für Körper,
Geist und Emotionen. Auch die
emotionale Balance wird gestärkt
und der Umgang mit Herausforderungen
fällt leichter. Man reagiert
gelassener auf äußere Einflüsse.
20
Wearables & Smartwatches – Die Zukunft am Handgelenk
Wie Technologie uns hilft, Körper und Vitalwerte im Blick zu behalten
Smartwatches und Fitness-Tracker
sind längst mehr als Schrittzähler.
Sie messen Puls, Sauerstoffsättigung,
Schlafqualität und
sogar Stresslevel. Viele Geräte
bieten inzwischen auch Funktionen
wie EKG-Messungen oder
Erinnerungen zur Bewegung.
Damit werden sie zu ständigen
Begleitern im Alltag. Gleichzeitig
fördern sie ein bewussteres Gesundheitsverhalten
Daten für Prävention
Die gesammelten Daten helfen,
Training, Schlaf und Alltag gezielt zu
optimieren. Bei Auffälligkeiten können
frühzeitig Maßnahmen ergriffen
werden – z. B. bei unregelmäßigem
Puls oder Schlafdefiziten. Nutzer
entwickeln dadurch oft ein besseres
Gefühl für ihren eigenen Körper. Auch
langfristige Trends lassen sich erkennen
und auswerten.
KI und
Analyse
Moderne
Geräte
nutzen
Algorithmen,
um
Muster zu
erkennen
und personalisierte
Empfehlungen
zu
geben. So
wird Gesundheit
messbar
und steuerbar. Die Technik entwickelt
sich dabei rasant weiter. Künftig
könnten noch genauere Analysen und
Prognosen möglich sein.
Grenzen und Chancen
Wearables sind ein Werkzeug – ersetzen
aber keinen Arztbesuch. Wer sie
bewusst einsetzt, kann aber seine Fitness
steigern, Gesundheit fördern und
Risiken früh erkennen. Wichtig ist ein
kritischer Umgang mit den Daten.
Nicht jede Abweichung hat automatisch
medizinische Bedeutung. Entscheidend
bleibt, die Technik sinnvoll
in den Alltag zu integrieren
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
39
Der stille Weg in die
Einsamkeit
Hörprobleme fördern die soziale Isolation. Was tun?
Wer nicht mehr gut hören kann, gerät gesellschaftlich schnell ins Abseits - das muss nicht sein. Foto: djd/audibene
Ein Lachen, das man nicht mehr
richtig hört, Gespräche, die an
einem vorbeirauschen: Wenn das
Hören nachlässt, geraten Worte
und Beziehungen aus dem Gleichgewicht.
Viele Betroffene ziehen
sich zurück – Einsamkeit wird Teil
des Alltags.
Laut Einsamkeitsreport der Techniker
Krankenkasse fühlen sich rund
60 Prozent der Deutschen allein.
Weniger bekannt: Gerade im Alter
kann ein unbehandelter Hörverlust
einer der Auslöser sein.
Ein erschreckender
Teufelskreis
„Schlecht sehen trennt von den
Dingen. Schlecht hören trennt von
den Menschen.“ Diese alte Weisheit
bestätigt sich durch aktuelle
Forschung. Hörverlust und soziale
Isolation verstärken sich gegenseitig:
Wer schlechter hört, meidet Gespräche
und fühlt sich isoliert; Einsamkeit
wiederum erhöht Stress, der das
Gehör weiter beeinträchtigen kann.
Eine britische Langzeitstudie mit fast
500.000 Teilnehmenden zeigt: Menschen,
die sich häufig einsam fühlen,
haben ein um 24 Prozent höheres
Risiko für Hörverlust – bei Frauen
sogar um 30 Prozent.
Rechtzeitig gegensteuern
Dieser Kreislauf lässt sich jedoch
durchbrechen. Wichtig ist, das Gehör
frühzeitig überprüfen zu lassen –
etwa bei häufigem Nachfragen oder
fehlender Sprachverständlichkeit in
Gruppen. Tests sind beim Facharzt
möglich oder online, zum Beispiel
unter www.audibene.de. Wird ein
Hörverlust festgestellt, können
moderne Hörsysteme die Teilhabe
am Alltag deutlich verbessern.
Systeme wie das audibene IX passen
sich automatisch an verschiedene
Hörsituationen an, sind diskret und
individuell anpassbar. Solche technischen
Entwicklungen erleichtern
es, früh Hilfe anzunehmen – ein entscheidender
Faktor für langfristigen
Hörerfolg.
Wege aus der Einsamkeit
Ebenso bedeutsam ist aktive soziale
Teilhabe. Kurze Treffen mit Nachbarn,
Besuche im Seniorencafé oder
ein Ehrenamt geben Struktur und
stärken das Gefühl von Zugehörigkeit.
Bei emotionaler Belastung helfen
psychosoziale Angebote wie Gesprächsgruppen,
Selbsthilfe-Initiativen
oder professionelle Beratung,
um wieder Anschluss und Unterstützung
zu finden. (djd)
40 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Apotheke vor Ort
Warum persönliche Beratung, schnelle Versorgung und Vertrauen die
Vor-Ort-Apotheke gegenüber Onlineanbietern unersetzlich machen
Foto: pixabay serdar_a-pharmacy-380780
Wenn Beschwerden plötzlich
auftreten, zählt vor allem eines:
Zeit. Die Apotheke vor Ort bietet
hier einen entscheidenden Vorteil,
denn Medikamente sind in der
Regel sofort verfügbar. Während
Onlineapotheken Lieferzeiten von
ein bis mehreren Tagen haben,
können Patientinnen und Patienten
direkt versorgt werden.
Ob Fieber bei Kindern, akute
Schmerzen oder eine allergische
Reaktion – die schnelle Verfügbarkeit
kann entscheidend sein. Selbst
wenn ein Präparat nicht auf Lager
ist, wird es meist noch am selben
Tag beschafft.
Persönliche Beratung auf Augenhöhe
Ein zentraler Pluspunkt der Vor-Ort-
Apotheke ist die individuelle Beratung
durch qualifiziertes Fachpersonal.
Apothekerinnen und Apotheker
können gezielt auf Beschwerden eingehen,
Fragen beantworten und Unsicherheiten
klären. Besonders bei
der Einnahme mehrerer Medikamente
ist das wichtig: Wechselwirkungen
oder Unverträglichkeiten lassen sich
im persönlichen Gespräch oft schneller
erkennen. Anders als im Internet
entsteht hier ein Dialog, der auf die
konkrete Situation zugeschnitten ist.
Vertrauen und Nähe
Viele Menschen haben eine feste
„Stammapotheke“, in der sie sich
gut aufgehoben fühlen. Das Personal
kennt häufig die gesundheitliche Situation
und kann dadurch gezielter
beraten.
Gerade bei sensiblen Themen – etwa
chronischen Erkrankungen oder
intimen Beschwerden – ist Vertrauen
entscheidend. Die direkte Kommunikation
schafft eine persönliche
Beziehung, die durch anonyme
Onlinebestellungen kaum ersetzt
werden kann.
Hilfe auch im Notfall
Apotheken übernehmen eine wichtige
Rolle in der Notfallversorgung.
Durch den geregelten Notdienst
ist sichergestellt, dass auch nachts,
an Wochenenden oder Feiertagen
Medikamente erhältlich sind. Wer
beispielsweise am Sonntag dringend
Schmerzmittel oder ein Antibiotikum
benötigt, kann sich auf die
nächstgelegene Notdienst-Apotheke
verlassen. Diese unmittelbare Hilfe
ist ein klarer Vorteil gegenüber Onlineangeboten.
Zusätzliche Gesundheitsleistungen
Moderne Apotheken bieten weit
mehr als nur Medikamente. Viele
übernehmen zusätzliche Aufgaben
wie Blutdruckmessungen, Impfberatungen
oder Medikationsanalysen.
Auch die richtige Anwendung von
Arzneimitteln wird häufig direkt
erklärt. Gerade bei komplexeren
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
41
Therapien – etwa mit Inhalatoren
oder Insulin – kann eine persönliche
Einweisung entscheidend für
den Behandlungserfolg sein. Diese
praktische Unterstützung erhöht die
Sicherheit im Umgang mit Medikamenten
deutlich.
Sicherheit und geprüfte
Qualität
Vor-Ort-Apotheken unterliegen
strengen gesetzlichen Vorgaben und
Kontrollen. Medikamente stammen
aus geprüften Lieferketten und werden
unter optimalen Bedingungen
gelagert. Dadurch ist das Risiko von
Fälschungen äußerst gering. Zudem
prüfen Apotheker aktiv, ob ein Medikament
für den jeweiligen Patienten
geeignet ist. Diese zusätzliche
Sicherheitsebene fehlt bei reinen
Onlinebestellungen oft.
Diskreter Umgang mit
sensiblen Daten
Gesundheitsfragen sind persönlich –
und werden in der Apotheke diskret
behandelt. Das direkte Gespräch
ermöglicht es, sensible Themen ohne
digitale Datenspur zu klären. Bei
Onlineapotheken hingegen werden
persönliche Informationen elektronisch
verarbeitet und gespeichert.
Auch wenn Datenschutzstandards
hoch sind, bevorzugen viele Menschen
die unmittelbare, vertrauliche
Beratung vor Ort.
Bedeutung für die Region
Apotheken sind ein wichtiger Bestandteil
der lokalen Infrastruktur.
Sie sichern die wohnortnahe Versorgung
mit Medikamenten und bieten
gleichzeitig Arbeitsplätze. Besonders
im ländlichen Raum sind sie oft eine
zentrale Anlaufstelle im Gesundheitswesen.
Wer lokal einkauft,
stärkt nicht nur die eigene Versorgung,
sondern auch die wirtschaftliche
Stabilität der Region.
Onlineangebote mit Grenzen
Onlineapotheken punkten mit Bequemlichkeit
und oft günstigeren
Preisen. Dennoch stoßen sie an
Grenzen, wenn es um persönliche
Betreuung und schnelle Hilfe geht.
Eine Website kann keine individuellen
Rückfragen stellen oder spontan
auf besondere Situationen reagieren.
Gerade im sensiblen Bereich der
Gesundheit ist diese fehlende Interaktion
ein entscheidender Nachteil.
Fazit
Die Apotheke vor Ort bleibt ein
unverzichtbarer Partner im Gesundheitswesen.
Sie verbindet fachliche
Kompetenz mit persönlicher
Nähe und schneller Verfügbarkeit.
Während Onlineapotheken vor allem
durch Komfort überzeugen, bietet
die lokale Apotheke Sicherheit,
Beratung und Vertrauen. Für viele
Menschen ist sie deshalb weit mehr
als nur eine Verkaufsstelle – sie ist
ein wichtiger Begleiter im Alltag
und in Gesundheitsfragen. Gerade in
einer zunehmend digitalen Welt gewinnt
der persönliche Kontakt dabei
wieder an Bedeutung. Zudem trägt
die Apotheke vor Ort wesentlich zur
Stabilität der regionalen Gesundheitsversorgung
bei. Langfristig zeigt
sich: Eine starke Präsenzapotheke ist
ein wichtiger Baustein für eine verlässliche
und menschliche medizinische
Betreuung. -mg
Foto: pixabay hosnysalah-doctor-8264060
42 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
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1
E-Bike-Eldorado
Bayerischer Wald
Imagevideo zum Thema E-Bike-Erlebnis im Bayerischen Wald auf Youtube
E-Bike Hersteller erlebten ebenso
wie Reisemobilersteller in den letzten
Jahren wahre Absatzrekorde.
Enorm gestiegen ist auch die Zahl
der Gäste, die mit ihrem E-Bike im
Gepäck bzw. auf dem PKW-Fahrradständer
in die Ferienregion Nationalpark
Bayerischer Wald reisen.
Weil die Ferienregion gerade für die
Zielgruppe E-Bike-Radfahrer eine
attraktive Auswahl an abwechslungsreichen
und landschaftlich
sehr reizvollen Strecken bietet und
die Zielgruppe stetig wächst, war
der Entschluss für die Erstellung
eines Imagefilms schon früh gefasst
worden.
„Uns ist es wichtig, die Vielfalt
an möglichen Freizeitaktivitäten
in unserer Region zu vermitteln.
Der Bayerische Wald ist seit vielen
Jahren als Urlaubsregion für das
Thema Wandern bekannt. Mittlerweile
tragen aber Gäste, die den
Bayerischen Wald mit dem E-Bike
erkunden wollen, zu einem erheblichen
Teil zum gesamten Gästeaufkommen
bei“, so Robert Kürzinger,
Geschäftsführer der Ferienregion
Nationalpark Bayerischer Wald.
Die professionellen Film- und Bildaufnahmen
wurden bereits für die
laufenden Marketingaktivitäten
genutzt.
Gedreht wurde an zwei Tagen an
verschiedenen Locations in den
beiden Landkreisen Regen und
Freyung-Grafenau, u. a. an der
Trinkwassertalsperre Frauenau,
der Racheldiensthütte, auf dem
Nationalparkradweg und der Trans
Bayerwald. Für die Filmaufnahmen
setzte die Ferienregion auf die
Unterstützung von Stefano Romano
von Vidimedia. (tvo)
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AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
43
Ein letztes Mal Genuss auf
zwei Rädern
Das kulinarische E-Bike-Event bildet den Abschluss der Radl-Trilogie
Foto: Sa. Schwarz
Die Ferienregion Nationalpark
Bayerischer Wald veranstaltet am
Samstag, den 25. Juli 2026, erneut
das beliebte 5-Gänge-Radeln. Das
kulinarische E-Bike-Event geht
in seine vorerst finale Auflage
und vereint Naturgenuss, regionale
Spezialitäten und geselliges
Miteinander. Ab 9.30 Uhr starten
die Teilnehmer in Gruppen ab
Neuschönau, begleitet von Waldführern.
Auf rund 60 Kilometern erleben die
E-Biker die Landschaft der Region
und genießen fünf abwechslungsreiche
Genuss-Stopps.
Fünf Gänge – fünf Genussmomente
Die Tour verbindet Bewegung mit
Kulinarik: Start ist in Riedlhütte
im Wieshof mit dem ersten Gang.
Danach folgt das Panoramahotel
Grobauer in Spiegelau mit beeindruckendem
Ausblick. Im Restaurant
„Zum Fürstn“ in Eppenschlag wird
der dritte Gang serviert. Anschließend
geht es ins BOLZWERK nach
Spiegelau für den vierten Genussmoment.
Den stimmungsvollen
Abschluss bildet das Holzfest in Neuschönau
– mit Musik, Begegnungen
und guter Laune.
Startschuss für das Sommer-
Highlight
Erstmals können Teilnehmer ihr Erlebnis-Paket
individuell wählen: vom
Basispaket mit Startgebühr bis hin
zu Varianten mit Startershirt oder
Ferienregion-Hoodie. Die Startgebühr
beginnt bei 71 Euro. Die Plätze
sind begrenzt, eine frühzeitige Anmeldung
wird empfohlen. Der Vorverkauf
läuft ab sofort online über
den Erlebnisshop: https://tinyurl.
com/3w7whjaf
Gruppenanfragen: vertrieb@ferienregion-nationalpark.de
Begeisterung bei Veranstaltern
und Teilnehmern
Geschäftsführer Robert Kürzinger
betont die besondere Atmosphäre:
„Das 5-Gänge-Radeln verbindet
Genuss, Natur und Gemeinschaft auf
einzigartige Weise. Für viele ist es
ein fester Sommerhöhepunkt.“ Auch
das Organisationsteam freut sich
über die große Nachfrage und viele
Wiederholungsteilnehmer. Bereits
im Vorjahr wurde nach einer Fortsetzung
gefragt – ein Zeichen für die
hohe Begeisterung.
Mit der Ausgabe 2026 erreicht das
Event einen besonderen Meilenstein:
Die dritte Auflage vollendet die
Radl-Trilogie und markiert vorerst
den Abschluss dieser erfolgreichen
Veranstaltungsreihe.
Alle Infos zum 5-Gänge-Radeln:
https://www.ferienregion-nationalpark.de/5-gaenge-radeln
44 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Vom Bayerischen Wald zum
Heiligen Berg in Böhmen
Radpilgerreise nach Pribram vom 27.05. bis 29.05.2026
Monika und Franz Uhrmann (Foto: privat)
Seit 2007 bieten Prager-Reisen
und Kulturkreis Freyung-Grafenau
eine Pilgerwanderung nach
Pribram in der Tschechischen
Republik an. Zum 26.Mal findet die
Tour in diesem Jahr statt.
Die Leitung liegt in Händen der
erfahrenen Wald - und Pilgerführeren
Franz Uhrmann und Heinrich
Vierlinger. Die 6 - tägige Wanderung
erstreckt sich über ca. 130
km, mit Tagesetappen zwischen 15
und 28 km. Übernachtet wird in
Hotels in Susice (Schüttenhofen)
und Rozmital pod Tremsinem.Ein
Begleitfahrzeug transportiert Gepäck,
führt Brotzeit und Getränke
mit und fungiert bei Bedarf auch als
Transportfahrzeug,wenn die Füße
schmerzen.
Es ist eine Pilger-Wander-Natur
und Kulturreise und es geht immer
auch darum unser Nachbarland
näher kennen zu lernen,auch leichte
tschechische Grundbegriffe lernt
man dabei.
Eine Radpilgerreise nach Pribram
mit Franz Uhrmann gibt es mittlerweile
auch.
Termin: 27.-29.05.2026
Genaues Programm und Anmeldungen:
bei Prager-Reisen unter Tel.
08551 - 916 30 30
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
45
Unzählige Radtouren
Von der Oberpfälzer Radl-Welt bis zu Rad-Abenteuern
im Bayerischen Wald
Foto: Tourismuszentrum-Oberpfaelzer-Wald
Wer Natur, Ruhe und Ursprünglichkeit
sucht, findet sie im
Bayerischen Wald und Oberpfälzer
Wald. Beide Urlaubsregionen sind
wahre Paradiese für Radfahrer,
die landschaftliche Vielfalt und
echte Entschleunigung abseits des
Trubels lieben. Und doch gibt es
Unterschiede.
Acht Etappen oder sechs Erlebniswelten:
Oberpfälzer Radl-Welt
Im Oberpfälzer Wald bestimmen
sanfte Hügel, Flusstäler, Teiche und
glitzernde Seen das Landschaftsbild.
Steigungsarme Wege – viele
davon auf ehemaligen Bahntrassen
– machen das Radeln hier besonders
genussvoll.
Das Herzstück ist die rund 500 Kilometer
lange Oberpfälzer Radl-Welt,
eine große Runde in Form einer
Acht, die das Beste der Region miteinander
verbindet. Ergänzt wird
sie durch sechs Erlebniswelten mit
Längen zwischen 85 und 154 Kilometern.
Eine davon, die Tour „Sagen
und Geschichten“, führt ab Pfreimd
durch wasserreiche Landschaften,
vorbei an sagenumwobenen Burgen,
zum Oberpfälzer Märchengarten
und als Bonus nach Eslarn, wo es im
Kommunbrauhaus den legendären
Zoigl gibt. Wer Lust auf die nächste
Tourenplanung bekommt, greift
zur neu aufgelegten Radkarte zur
Oberpfälzer Radl-Welt – kostenlos
erhältlich unter www.oberpfaelzerwald.de.
Für Familien, Genießer und Mountainbiker:
7.000 Kilometer Rad-
Abenteuer im Bayerischen Wald
Etwas sportlicher wird es im Bayerischen
Wald. Über 7.000 Kilometer
markierte Radwege – darunter 1.500
Kilometer Fernrouten – laden zu
Rad-Abenteuern ein. Dazu kommt
ein breites Angebot für Mountainbiker,
etwa die Mountainbike-Route
Trans Bayerwald, die auf rund 700
Kilometern durch die schönsten
Gegenden des Bayerischen Waldes
führt. Auch Familien und Genussradler
finden ihr Glück auf zahlreichen
Touren, etwa auf der gemütlichen
Luckner Runde ab Cham. Vom
Chamer Marktplatz aus geht es entspannt
hinaus aus der Stadt, vorbei
am Geburtshaus des legendären Graf
Luckner und hinunter zum Fluss
Regen, der die Route ein gutes Stück
begleitet.
Auf rund 25 Kilometern tauchen
Radler ein in die typische Landschaft
des Bayerischen Waldes:
kleine Dörfer, weite Wiesen, sanfte
Anstiege und immer wieder schöne
Blicke zurück auf Cham. Die Strecke
verläuft überwiegend auf asphaltierten
Wegen, mit kurzen Abschnitten
auf Schotter, und ist damit ideal für
Familien, Genussradler und E-BikerDie
neue Broschüre „Radtipps
Bayerischer Wald“ präsentiert eine
Auswahl der schönsten Touren
von leicht bis anspruchsvoll und
ist kostenlos erhältlich unter www.
bayerischer-wald.de. (tvo)
46 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Gravelbiken im
Bayerischen Wald
Genussradfahren auf dem Grünen Dach Europas
Der Bayerische Wald ist ein ideales
Revier für Gravelbiker: Statt
technischer Trails stehen sanfte
Anstiege, geschotterte Wege und
ruhige Waldpassagen im Mittelpunkt.
Laut Gravel-Profi Martin Schätzl
bietet die Region eine einzigartige
Mischung aus Natur, Abgeschiedenheit
und abwechslungsreichem
Terrain – perfekt, um dem Alltag
zu entfliehen.
Eine besonders empfehlenswerte
Tour startet in Waldkirchen und
führt über den Adalbert-Stifter-Radweg
Richtung Haidmühle. Die Strecke
verläuft auf einer ehemaligen
Bahntrasse, ist technisch einfach und
eignet sich daher auch für Einsteiger.
Unterwegs warten weite Ausblicke,
etwa vom Wollaberg, sowie kulturelle
Stopps wie das Museum im
Rosenberger Gut.
Ein Highlight ist der
Dreisesselberg:
Der Anstieg ist sportlich, aber gut
machbar und belohnt mit beeindruckender
Aussicht, markanten Felsformationen
und einer gemütlichen
Einkehrmöglichkeit. Ambitionierte
Biker können zusätzlich Gipfel wie
Almberg oder Haidel einbauen und
so ihre Tour erweitern. Insgesamt
überzeugt die Region mit einsamen
Waldwegen, abwechslungsreichen
Landschaften und einem hohen
Erlebnisfaktor. Ziel der Tour ist der
Erholungsort Haidmühle, der sich
ideal für eine Pause oder Übernachtung
anbietet. Die Rückfahrt erfolgt
entspannt bergab zurück nach Waldkirchen.
Anreise mit der Ilztalbahn
Dort erwarten Radfahrer zahlreiche
Möglichkeiten zur Belohnung, etwa
Gastronomie, eine Eismanufaktur
oder kleine Geschäfte. Ergänzend
bieten sich Ausflüge wie die Saußbachklamm,
der Erlauzwieseler See
oder das Emerenz-Meier-Haus an.
Auch die Anreise ist unkompliziert,
etwa mit der Ilztalbahn ab Passau.
Neben der guten Infrastruktur hebt
Schätzl besonders die „mentale
Wirkung“ der Region hervor: frische
Luft, Ruhe und Natur machen den
Bayerischen Wald zu einem perfekten
Ziel für Gravelbiker. (tvo)
Informationen zum Gravelbiken,
Karten, GPX-Tracks und Übernachtungen:
www.bayerischer-wald.de
Die ideale Route: der Adalbert-Stifter
Radweg: https://radlland-bayern.de/routen/adalbert-stifter-radweg/
Foto: Tourismusverband-Ostbayern_Stefan_Schopf
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
47
Sommer, Sonne,
Radtouren
Wie das E-Bike bei Hitze und langen Fahrten leistungsfähig bleibt
Foto: AdobeStock_555551074
E-Bikes werden im Sommer immer
beliebter – ob für Tagesausflüge,
Touren entlang von Flüssen oder
mehrtägige Reisen im Mittel- und
Hochgebirge. Dank elektrischer
Unterstützung lassen sich auch anspruchsvolle
Strecken komfortabel
bewältigen.
„E-Bikes eröffnen neue Spielräume
bei der Routenplanung und sorgen
für mehr Flexibilität“, erklärt E-Bike-
Spezialist Dominic Gruß. Entscheidend
für ungetrübten Fahrspaß ist
jedoch ein zuverlässiger und gut
gewarteter Antrieb.
Mehr Reichweite und Komfort
Mit Motorunterstützung wächst der
Aktionsradius deutlich: Längere
Distanzen und mehrtägige Touren
werden alltagstauglich.
Die Belastung verteilt sich gleichmäßiger,
sodass auch anspruchsvolle
Etappen entspannter gemeistert werden
können. Der Fokus liegt stärker
auf dem Erlebnis und weniger auf
der körperlichen Anstrengung.
Sommerliche Belastung für die
Technik
Hohe Temperaturen, intensive Nutzung
und wechselnde Streckenprofile
fordern den Antrieb besonders.
Vor allem Akku und Motor reagieren
empfindlich auf Hitze und Dauerbelastung.
Es empfiehlt sich, das
E-Bike nicht in der prallen Sonne
abzustellen und die Motorunterstützung
bewusst einzusetzen, um
Energie zu sparen und die Reichweite
besser zu planen.
Zudem sollten Wasserdurchfahrten
sowie das Reinigen eines noch
heißen Motors vermieden werden.
Schnelles Abkühlen kann Feuchtigkeit
ins Gehäuse ziehen und Korrosion
verursachen – oft zunächst
unbemerkt, später jedoch durch rau
laufende Lager oder schwergängige
Getriebe spürbar.
Reparieren statt ersetzen
Zeigt der Motor Auffälligkeiten, ist
ein Austausch nicht immer nötig.
Häufig sind nur einzelne Bauteile
wie Lager oder Dichtungen betroffen.
Eine fachgerechte Reparatur
kann die Leistungsfähigkeit wiederherstellen
und ist meist kostengünstiger
als ein Neukauf. Gerade für
Vielfahrer und auf Reisen ist das ein
wichtiger Vorteil.
Fazit
Wer sein E-Bike kennt, pflegt und
bewusst nutzt, schafft die beste
Grundlage für zuverlässige Technik
und unbeschwerte Touren. So bleibt
das E-Bike ein idealer Begleiter –
vom spontanen Ausflug bis zur großen
Radreise. Weitere Informationen
unter www.dinges-tech.de
48 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Slow Travel in den Urlaubsregionen
Ostbayerns
Modewort oder gelebter Tourismus?
Slow Travel ist in Ostbayern keine
Vision, sondern gelebte Philosophie
und zentraler Bestandteil
einer nachhaltigen Tourismusstrategie.
Laut Dr. Michael Braun,
orstand des Tourismusverbandes
Ostbayern, steht dabei die Lebensqualität
für Einheimische und
Gäste im Fokus, was sich auch in
der hohen Akzeptanz des Tourismus,
etwa im Bayerischen Wald,
zeigt.
Gäste erkennen Slow Travel vor
allem an authentischen Erlebnissen:
echte Begegnungen mit Menschen,
intensive Naturerfahrungen, regionale
Kulinarik und kulturelle Angebote.
Entscheidend ist dabei der
Anspruch „Qualität statt Quantität“,
unterstützt durch gut ausgebaute
Infrastruktur sowie die Förderung
kleiner Betriebe und digitaler Angebote.
Die Region setzt bewusst auf ein
unverfälschtes Bild ohne Inszenierung
und präsentiert sich authentisch
über verschiedene Kanäle.
Werte wie Integration, Austausch
und gegenseitiges Verständnis
prägen die strategische Ausrichtung
ebenso wie nachhaltige Entwicklung.
Auch für junge Menschen ist
Slow Travel attraktiv, da sie Natur,
Lifestyle und authentische Erlebnisse
miteinander verbinden möchten.
Studien zeigen, dass besonders die
Generation Z gerne in Deutschland
Urlaub macht, wobei Bayern besonders
gefragt ist.
Ausschlaggebend sind dabei Nachhaltigkeit,
gutes Preis-Leistungs-Verhältnis,
Erreichbarkeit und vielfältige
Freizeitmöglichkeiten für alle
Generationen. (tvo)
Foto: Tourismusverband-Ostbayern_NormanBielig
AUF ZWEI RÄDERN RICHTUNG SOMMER
Gsund Aktiv PR |Sonderthema
49
Stadt plant Aufwertung des
Dirt-Bike-Parks
Biker-Community begleitet weitere Planungen
Vor Ort informierten sich Bürgermeister Andreas Rother (3. von links), Andreas Schützenberger von IOU-Ramps (4. von links) sowie
Vertreter der örtlichen Dirt-Bike-Community über die geplante Aufwertung des Dirt-Bike-Parks an der Westerburgerstraße. (Foto: Stadt
Passau)
Die Stadt Passau plant eine Aufwertung
des Dirt-Bike-Parks an
der Westerburgerstraße. Vor Ort
informierten sich Bürgermeister
Andreas Rother, Andreas Schützenberger
von IOU-Ramps sowie
Stadtjugendpfleger Edmund Kriegl
gemeinsam mit Vertreterinnen und
Vertretern der örtlichen Dirt-Bike-Community
über den aktuellen
Zustand der Anlage und die vorgesehenen
Maßnahmen.
Bürgermeister Andreas Rother: „Es
ist uns wichtig, den Jugendlichen
und jungen Erwachsenen in Passau
attraktive und funktionale Sportund
Bewegungsangebote vor Ort
zur Verfügung zu stellen. Mit der
geplanten Aufwertung des Dirt-Bike-Parks
schaffen wir eine gute
Grundlage dafür, dass die Anlage
künftig wieder sicher und mit Freude
genutzt werden kann“.
Im Mittelpunkt des Ortstermins
stand die Frage, wie die zur Verfügung
stehenden Mittel sinnvoll
eingesetzt werden können. Geplant
sind unter anderem ein Neuaufbau
der Dirt-Hügel sowie Maßnahmen
zur Stabilisierung der Absprungbereiche.
Dadurch soll die Befahrbarkeit
verbessert und zugleich
Erosionsschäden entgegengewirkt
werden, die in den vergangenen
Jahren teilweise aufgetreten sind.
Darüber hinaus ist vorgesehen, das
Geländer zum ehemaligen Eisplatz
optisch zu verblenden und den
Bereich der Dirt-Bike-Anlage klarer
abzugrenzen.
Stärkung niederschwelliger
Freizeit- und Sportangebote
Die Einbindung der örtlichen Nutzerinnen
und Nutzer ist dabei ein
entscheidender Faktor. Die Erfahrungen
und Anregungen der aktiven
Bikerinnen und Biker sollen in die
weiteren Planungen einfließen.
Mehrere junge Sportlerinnen und
Sportler haben bereits ihre Bereitschaft
signalisiert, sich auch praktisch
an den anstehenden Arbeiten
zu beteiligen.
Mit den ersten Arbeiten soll bei
entsprechender Witterung zeitnah
begonnen werden. Die Stadt
Passau sieht in der Maßnahme
einen weiteren Beitrag zur Stärkung
niederschwelliger Freizeit- und
Sportangebote für junge Menschen
im Stadtgebiet.
50 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Aktiv werden gegen
Inkontinenz
Passende Therapien gegen ungewollten Harnverlust
Foto: djd/ medtronic.com/Getty-Imagesbaona
Es ist eines der am häufigsten totgeschwiegenen
Themen, obwohl
rund zehn Millionen Menschen in
Deutschland davon betroffen sind:
Inkontinenz. Besonders häufig ist
die Harninkontinenz, also der unfreiwillige
Verlust von Urin. Dieser
kann etwa aufgrund einer überaktiven
Blase passieren oder durch
fehlenden Harndrang, der schließlich
zum Überlaufen führt.
Nach Angaben der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft
trauen sich bis
zu 60 Prozent der Erkrankten nicht,
ärztlichen Rat einzuholen. Scham
und die Angst vor „Unfällen“ führen
dann zu einem hohen Leidensdruck,
oft verbunden mit dem weitgehenden
Rückzug aus dem sozialen
Leben. Das muss aber nicht sein,
denn viele Formen der Inkontinenz
können heute gut behandelt werden.
Keine Scham beim Arztbesuch
Der wichtigste Schritt zu einer
erfolgreichen Therapie ist der Arztbesuch,
um eine genaue Diagnose
für eine zielgerichtete Behandlung
zu erhalten. Um diesen oft riesig
erscheinenden Schritt zu schaffen,
sollten Patientinnen und Patienten
sich bewusst machen, dass die für
sie so peinliche Erkrankung für die
medizinischen Fachleute ganz normaler
Alltag ist und es gar keinen
Grund gibt, sich zu schämen.
Sind die Ursachen gefunden, können
zum Beispiel Verhaltens- und Ernährungsmaßnahmen,
ein Beckenbodentraining
oder verschiedene
Arzneimittel verordnet werden.
Eine weitere Therapieform ist die
sakrale Neuromodulation mit einem
sogenannten Beckenbodenschrittmacher
– Informationen dazu gibt es
beispielsweise unter www.medtronic.com/de.
Dieser wird im Rahmen eines minimalinvasiven
Eingriffs im oberen Gesäßbereich
in einer kleinen Tasche
direkt unter der Haut implantiert.
Mit sanften elektrischen Impulsen
stimuliert er dort die sogenannten
Sakralnerven, die die Funktion von
Blase und Darm steuern. So kann
die Kommunikation zwischen dem
Gehirn und den Ausscheidungsorganen
verbessert und die Entleerungsstörung
behoben werden.
Wieder gut leben
Ob ein Beckenbodenschrittmacher
die richtige Maßnahme ist, kann im
Vorfeld durch eine einfache Teststimulation
ermittelt werden. Die
Wirksamkeit der Therapie wird
dabei unter anderem mit Hilfe eines
Blasentagebuchs bewertet, in dem
Trinkmengen, Harndrang, Harnmenge
und ungewollter Verlust eingetragen
werden.
Ein solches Tagebuch zu führen, ist
auch schon vor dem ersten Arztbesuch
sinnvoll, denn es hilft bei der
Diagnose. Mit der richtigen Behandlung
lässt sich heute mit vielen
Formen der Inkontinenz gut leben.
Unterstützung dabei finden Betroffene
auch auf den Online-Seiten der
Inkontinenz-Selbsthilfe.(djd)
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
51
Antibiotika und ihre Folgen
Was besonders Frauen darüber wissen sollten
Es ist Hochsaison für hartnäckige
Infekte. Wenn der Hals schmerzt
und der Husten nicht weggehen
will, bekommen viele Menschen
Antibiotika verschrieben.
Allerdings wird dabei häufig übersehen,
dass die Medikamente zwar
gegen krankmachende Bakterien
wirken, aber ebenso das empfindliche
Gleichgewicht des Mikrobioms
stören können – nicht nur im Darm,
sondern auch in der Intimzone.
Das Mikrobiom wird gestört
Die Vaginalflora ist ein fein abgestimmtes
System, in dem schützende
Milchsäurebakterien (Laktobazillen)
die Oberhand haben. Sie halten
den pH-Wert in einem leicht sauren
Bereich und erschweren so das
Wachstum krankmachender Keime.
Wird diese Balance gestört, kann es
zu einem Ungleichgewicht kommen,
das Pilzinfektionen begünstigt.
Antibiotika zählen zu den häufigsten
Auslösern solcher Störungen.
„Beta-Laktam-Antibiotika wie
Penicillin, Amoxicillin oder Cephalosporine
wirken auch gegen drei
wichtige Laktobazillenarten und
können dadurch vorübergehend
das schützende vaginale Mikrobiom
zerstören“, erklärt der Gynäkologe
Prof. Dr. Werner Mendling.
Foto: djd/Dr-Kademax/sheb123RF
Lästige Symptome bekämpfen
Machen sich wenig später lästige
Symptome wie Juckreiz und Brennen
bemerkbar, ist das ein Hinweis
auf eine Scheidenpilzinfektion.
Glücklicherweise lassen sich die
Beschwerden meist gut behandeln,
beispielsweise mit KadeFungin 3
Kombi-Packung mit dem Wirkstoff
Clotrimazol. Sie besteht aus Vaginaltabletten
sowie einer Creme zur
äußeren Anwendung für drei Tage.
Clotrimazol kann das Wachstum der
Pilzzellen hemmen und in der Regel
schnell für spürbare Linderung
sorgen.
Der Lebensstil ist mitverantwortlich
Aber nicht nur Medikamente, auch
Lebensstilfaktoren beeinflussen
das gesunde Gleichgewicht in der
Intimzone. Prof. Mendling verweist
auf aktuelle Erkenntnisse: „Eine
ausgewogene Ernährung, Bewegung
und stabile Hormonspiegel
fördern eine gesunde Vaginalflora,
während Stress, Rauchen oder
hormonelle Schwankungen diese
beeinträchtigen können.“ Darüber
hinaus können Milchsäurebakterien,
zum Beispiel als Vaginalkapseln von
KadeFlora, bei wiederkehrenden
Pilzinfektionen die Stabilisierung
eines ausgeglichenen Mikrobioms
unterstützen. (djd)
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Gsund Aktiv PR | Gesundheit
53
Wenn die Füße schmerzen,
brennen oder kribbeln
Was ursächlich und natürlich helfen kann
Foto: djd/Woerwag-PharmaGetty-Images/Aleksej-Sarifulin
Wenn die Füße schmerzen, kribbeln
oder brennen, steckt oftmals
eine Nervenschädigung dahinter,
eine sogenannte Neuropathie. Die
Beschwerden können Betroffenen
das Leben schwer machen – und
Schmerzmittel stellen oft nicht die
beste Lösung dar.
Nebenwirkungen wie Schwindel
oder Müdigkeit können die Lebensqualität
erheblich beeinträchtigen.
Doch es gibt auch natürliche und ursächlich
wirksame Maßnahmen, die
Beschwerden lindern können, ohne
den Körper zu belasten.
Den Ursachen auf der Spur
Erste Maßnahme sollte immer sein,
den Ursprung der Nervenschädigung
zu behandeln. Eine der häufigsten
Ursachen ist ein Diabetes mellitus,
bei dem eine möglichst gute Blutzuckereinstellung
angestrebt werden
sollte. Diabetes erhöht außerdem
das Risiko für einen Mangel an
Vitamin B1, welcher ebenfalls eine
Neuropathie verursachen kann.
Um diesen wirksam auszugleichen
und dadurch verursachte Nervenschäden
und Beschwerden in den
Füßen zu lindern, eignet sich Benfotiamin,
eine Vorstufe des Vitamin
B1, die vom Körper sehr gut aufgenommen
werden kann. Es ist etwa
in milgamma protekt enthalten, dass
es rezeptfrei in Apotheken gibt.
Bewegung, Entspannung,
Achtsamkeit
Auch Aktivitäten wie regelmäßige
Spaziergänge, Gymnastik oder
Schwimmen können zur Lindern
der Beschwerden beitragen und das
Wohlbefinden steigern. Ergänzend
können ärztlich begleiteter Rehasport,
Physiotherapie oder Ergotherapie
die Mobilität verbessern.
Wie man die Füße durch Gymnastik
fit halten kann, dazu gibt es Tipps
unter https://www.milgamma.de/
ratgeber/fussgymnastik.html. Entspannungstechniken
wie progressive
Muskelentspannung, Meditation
oder Achtsamkeitstraining tragen
dazu bei, die Schmerzwahrnehmung
zu beeinflussen.
Tagebuch führen
Akupunktur oder Kneipp-Wasseranwendungen
sind weitere Ansätze,
zu denen behandelnde Ärzte oder
Therapeuten raten können. Ein
Schmerztagebuch hilft, Muster zu erkennen
und herauszufinden, welche
Maßnahmen sich besonders günstig
auf die Beschwerden auswirken. Auf
diese Weise können Betroffene ihren
individuell abgestimmten Ansatz zur
Schmerzbewältigung entwickeln.
(djd)
54 Gsund Aktiv PR | Regional
Ja-Wort auf Gipfel, unter
Tage oder im wilden Westen
Außergewöhnliche Locations für die Hochzeit
Auf Wolke sieben im Gipfelstandesamt
am Großen Arber, im
Unter-Tage-Standesamt im Silberberg
oder historisch akkurat in der
Westernstadt Pullman City?
Neben klassischen Hochzeitslocations
bietet der Bayerische Wald
ausgefallene Alternativen für ein
unvergessliches Ja-Wort.
Berghochzeit auf dem Gipfel
des Großes Arber
Die Eisensteiner Hütte unterhalb des
Gipfels des Großen Arber beherbergt
das höchste Standesamt des
Bayerischen Waldes. Rund 20 Paare
im Jahr geben sich hier das Ja-Wort
bei atemberaubendem Ausblick bis
in die Alpen. Mit der Hochzeitsgondel
geht es hoch zur Bergstation, die
auf 1.400 Metern Höhe liegt. In der
lichtdurchfluteten Eisensteiner Hütte
sind standesamtliche und freie Trauungen
mit bis zu 50 Gästen möglich.
Heiraten untertage in Bodenmais
Wo früher mit Spitzhacke und
Schaufel gearbeitet wurde, können
sich heute Brautpaare das Ja-Wort
geben. In einem kleinen Stollen
des Silberbergwerks in Bodenmais
lassen sich jährlich bis zu zehn Paare
standesamtlich trauen.
Mit 5 Grad Celsius und einer Luftfeuchte
von bis 98 Prozent herrschen
untertage besondere Bedingungen.
Umgeben vom Urgestein
des Bayerischen Waldes symbolisiert
die Zeremonie am festlich beleuchteten
Altar Geborgenheit, festen
Zusammenhalt und ein einzigartiges
„Glück Auf“.
Freie Trauung mit Friedensrichter
in der Westernstadt
Pullman City
Ob im klassischen Brautkleid und
Anzug oder in Westernkostümen,
in der amerikanischen Chapel St.
Joseph’s Church oder unter freiem
Sternenhimmel – in der Westernstadt
Pullman City in Eging bei
Passau haben Paare die Wahl. Ein
vereidigter Friedensrichter begleitet
die freien Trauungen, ganz wie es
damals im wilden Westen üblich
war. Die Romantik der Wild-West-Atmosphäre
findet großen Anklang,
mehr als 30 Paare pro Jahr geben
sich hier das Ja-Wort.
Eine Übersicht der Hochzeitslocations
im Bayerischen Wald findet
man unter www.bayerischer-wald.
de. (tvo)
Heiraten-am-Grossen-Arber (Foto: Arber-Bergbahn)
Gsund Aktiv PR | Historie
55
Landleben im
Bayerischen Wald
Zwischen Wald, Wiesen und Gemeinschaft
Foto: ai-generated
Der Bayerische Wald war einst ein
Land der Arbeit, der Natur und
der engen Dorfgemeinschaft. Wer
durch die sanften Hügel streifte,
sah auf den Wiesen Kühe grasen,
hörte das Klappern von Hufen auf
den Schotterwegen und roch den
Duft frisch gebackenen Brots aus
den Holzöfen der Bauernhäuser.
Das Leben war einfach, aber reich
an Erfahrungen, die heute beinahe
verloren wirken.
Mit den ersten Sonnenstrahlen begann
der Tag. Hähne kräh ten, und
die Bäuerinnen scharrten sich um
die Feuerstellen, um Brot und Brezen
zu backen. Die Männer zogen
hinaus auf die Felder, pflügten den
Acker oder führten die Kühe zur
Weide. Kinder liefen barfuß über die
Wiesen, sammelten Blumen oder
halfen bei der Ernte. Jeder wusste:
Ohne Zusammenarbeit würde das
Dorf nicht bestehen.
Arbeit und Jahreszeiten
Die Jahreszeiten bestimmten das Leben:
Im Frühling wurden die Felder
bestellt, im Sommer geerntet und im
Herbst das Vieh von den Almen ins
Tal getrieben. Im Winter verwandelten
Schneemassen die Hügel in eine
weiße Landschaft. Dann halfen alle
zusammen, Holz zu hacken, Vorräte
zu lagern und Wege freizuschaufeln.
Wer den Ostwind spürte, wusste:
jetzt heißt es, vorsichtig zu sein –
Böhmwind konnte Kälte und Schnee
bringen.
Das Gasthaus als Mittelpunkt
Neben den Höfen spielte das Gasthaus
eine zentrale Rolle. Hier trafen
sich die Menschen nach harter Arbeit,
tauschten Neuigkeiten aus oder
erzählten Geschichten. Bei Festen,
Hochzeiten oder Kirchweihen wurde
gesungen, getanzt und gelacht. Das
Gasthaus war der Treffpunkt, an
dem Generationen zusammenkamen
und Erfahrungen weitergaben.
Schule, Kirche, Gemeinschaft
und Tiere
Jedes Dorf hatte seine kleine Schule
und oft eine Kirche im Zentrum.
Kinder lernten Lesen, Schreiben und
Rechnen, aber auch Geschichten
über die Heimat und ihre Traditionen.
Die Kirche bot nicht nur spirituelle
Orientierung, sondern war zugleich
ein Ort der Versammlung, an
dem Feste, Taufen und Gottesdienste
die Gemeinschaft stärkten.
Tiere begleiteten jeden Tag. Kühe,
Pferde, Schweine und Ziegen waren
Nahrung, Arbeitspartner und Teil
des Lebens. Die Wälder boten Holz,
Beeren und Wild, und wer sich gut
auskannte, fand Heilkräuter und
Pilze. Der Rhythmus der Natur war
spürbar: Sonne, Regen und Wind
bestimmten die Arbeit und das Miteinander.
Kleine Freuden und große Zusammenhalt
Trotz harter Arbeit gab es immer
Momente der Freude. Kinder spielten
in Schneetunneln oder am Bach,
Nachbarn halfen sich gegenseitig bei
der Heuernte, und Abende wurden
bei Kerzenschein mit Geschichten
und Musik gefüllt. Das Dorf lebte
von Nähe, Solidarität und einem
tiefen Respekt vor der Natur.
Ein Leben, das verbindet
Das Landleben im Bayerischen Wald
war geprägt von Einfachheit, Rhythmus
und Zusammenhalt. Jeder Tag
bot Aufgaben, Herausforderungen
und kleine Freuden. Wer heute
durch die alten Wege wandert, spürt
noch den Geist dieser Zeit: ein Leben,
das eng mit der Natur verbunden
war, reich an Gemeinschaft und
voller Geschichten, die von Generation
zu Generation weitergegeben
wurden. (mg)
56
Gsund Aktiv PR | Freizeit
Bierkultur
auf zwei Rädern
Neue Bier-Radtouren verbinden Mühlviertel und Niederbayern
Mit dem Projekt „Bierkultur auf
zwei Rädern“ ist ein grenzüberschreitendes
Radtourenangebot
zwischen dem Mühlviertel und den
Landkreisen Freyung-Grafenau
und Passau gestartet.
Insgesamt stehen elf digital aufbereitete
Touren mit rund 915 Kilometern
Länge und 15.760 Höhenmetern ab
sofort zur Verfügung. Das Angebot
umfasst drei mehrtägige Strecken
sowie acht Rundtouren für Tagesausflüge.
Die Routen führen durch
das Mühlviertel, den Bayerischen
Wald, das Rottal und dem Donautal.
Entlang aller Touren sind Brauereien
oder bierkulturell geprägte Gastgeberbetriebe
integriert. Mit der Stiftsbrauerei
Schlägl, der ältesten Stiftsbrauerei
Österreichs, sowie einem
der größten Hopfenanbaugebiete
des Landes ist das obere Mühlviertel
zentral eingebunden. Die Touren
sind über die Plattform Komoot per
App und Webbrowser abrufbar und
richten sich vor allem an E-Biker,
Gravel-Fahrer und Genussradler. Ziel
ist die Verbindung von
Naturerlebnis und regionaler Genusskultur.
Das Projekt wurde im
Rahmen des INTERREG-Programms
Bayern–Österreich 2021–2027 umgesetzt.
Träger sind die Landkreise
Freyung-Grafenau und Passau sowie
der Tourismusverband Mühlviertel.
Auflösung der Rätsel von Seite 73
Foto: MuW/Touris bei Sitter auf Gut Riedelsbach
Gsund Aktiv PR | Tipp
57
Wenn die Schlange mit
Brille alles doppelt sieht
Ein Gedächtnis-Trick für die PIN
Viele Menschen kennen diese
unangenehme Situation: An der
Kasse oder am Geldautomaten ist
die PIN plötzlich vergessen.
Kartensicherheit.de rät deshalb zu
einer Methode, die das Erinnerungsvermögen
gezielt unterstützt: Dabei
verknüpft man die Ziffern der Geheimzahl
mit individuellen Bildern,
aus denen eine kurze Geschichte entsteht.
Dieses „Kopfkino“ sorgt dafür,
dass die abstrakte Zahlenkombination
sicher im Gedächtnis haften bleibt.
Ein Beispiel für die Geheimzahl
6825:
Die Schlange (6) setzt ihre Brille
(8) auf, sieht plötzlich alles doppelt
(2) und zählt zur Sicherheit noch
einmal ihre fünf besten Freunde
(5).
Solche oder ähnliche Eselsbrücken
können helfen, die PIN dauerhaft abzuspeichern.
Unabhängig davon gelten im Alltag
weiterhin grundlegende Schutzregeln:
• Niemals aufschreiben: Die PIN
weder auf Papier notieren noch digital
speichern z. B. im Smartphone.
• Sichtschutz: Bei der Eingabe am
Kassenterminal oder Geldautomaten
die Tastatur immer mit der freien
Hand verdecken.
• Geheimhaltung: Die PIN nicht an
Dritte weitergeben. Banken, Sparkassen
oder die Polizei fragen nie nach
der persönlichen Geheimzahl.
Weitere kreative Merkhilfen gibt es
auf www.pin-im-sinn.de.
Zeitschriftenverlag und Full-Service-Agentur in einem Haus:
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58 Gsund Aktiv PR | Wellness
Longevity trifft Heilwasser
Das Bayerische Thermenland setzt auf gesundes Altern
Tiefenentspannung im Spa,
medizinische Vorsorge, Yoga und
ein Bad im Heilwasser: Im Bayerischen
Thermenland ist das längst
Alltag. Die fünf Heilbäder Bad
Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach,
Bad Gögging und Bad Abbach
verbinden moderne Longevity-Medizin
mit traditionsreichen
Thermalquellen.
Mit rund 6,4 Millionen Übernachtungen
jährlich gilt die Region als
Europas führende Gesundheitsdestination
und setzt zugleich auf
ein wachsendes Zukunftsthema: die
Verlängerung der gesunden Lebensspanne.
Prävention statt Reparatur
Im Zentrum steht ein Wandel der
Medizin: Krankheiten sollen gar
nicht erst entstehen. Ernährung,
Bewegung, Schlaf, Stressregulation
und Vorsorge werden als
Gesamtsystem betrachtet. Moderne
Diagnostik – von Blutanalysen bis zu
genetischen Markern – ermöglicht
individuelle Gesundheitsprofile.
Darauf basieren Programme zur
Förderung von Regeneration, Zellgesundheit
und Leistungsfähigkeit.
Tradition trifft Wissenschaft
Neu ist dieser Ansatz nicht: Schon
Sebastian Kneipp formulierte vor
rund 200 Jahren seine fünf Gesundheitssäulen
– Wasser, Bewegung, Ernährung,
Heilpflanzen und Lebensordnung.
Diese Prinzipien gelten heute als
Grundlage moderner Prävention. In
den Thermalbädern der Region verbinden
sie sich seit Jahrzehnten mit
medizinischer Expertise.
Heilwasser als Ressource
Eine besondere Stärke sind die
natürlichen Quellen: Fast 20.000
Quadratmeter Thermalwasserfläche
sowie fluoridhaltige Heilquellen
prägen das Angebot. Ihre positiven
Effekte auf Bewegungsapparat,
Herz-Kreislauf-System und psychische
Erholung sind wissenschaftlich
belegt.
Moderne Gesundheitsprogramme
Wie Longevity konkret aussieht,
zeigt etwa das My Mayr Med Resort
in Bad Birnbach. Im Mittelpunkt
steht die F.X.-Mayr-Kur – eine medizinisch
begleitete Darmtherapie
zur Unterstützung von Regeneration
und Stoffwechsel.
Ergänzt wird sie durch Vitalfasten,
pflanzenbasierte Ernährung sowie
individuelle Bewegungs- und Diagnostikprogramme.
Auch Methoden
wie Höhentraining oder Mikronährstoffkonzepte
stärken die Zellenergie.
Rottal Terme Bad Birnbach (Foto: obx-news/Frank Heuer)
Gsund Aktiv PR | Wellness
59
Wellness im Aufwind
Warum Erholung heute mehr gefragt ist denn je
Foto: AdobeStock_149758419
Zwischen Alltagstrubel und Dauerstress
entdecken immer mehr
Menschen die Kraft der bewussten
Auszeit – der Bayerische Wald wird
dabei zum Sehnsuchtsort.
(mg) Der Alltag vieler Menschen ist
geprägt von Termindruck, ständiger
Erreichbarkeit und wachsender Belastung
im Job. Kein Wunder also,
dass der Wunsch nach Entschleunigung
wächst. Wellnessangebote
bieten genau das: eine Pause vom
Funktionieren. Ob Sauna, Massage
oder einfach nur Ruhe – es geht
darum, Körper und Geist wieder in
Einklang zu bringen. Diese Sehnsucht
hat dem Wellnessmarkt in den
vergangenen Jahren einen regelrechten
Boom beschert.
Der Bayerwald als Rückzugsort
Besonders im Bayerischer Wald hat
sich ein breites Angebot entwickelt.
Die Region punktet mit unberührter
Natur, klarer Luft und einer Vielzahl
an Hotels, Thermen und Day-Spas.
Gerade Tageswellness wird immer
beliebter: ein paar Stunden Auszeit,
ohne gleich einen ganzen Urlaub
planen zu müssen.
Für viele ist das die perfekte Lösung,
um kurzfristig Kraft zu tanken.
Gesundheit im Fokus
Wellness ist längst mehr als Luxus.
Themen wie Prävention, mentale
Gesundheit und Achtsamkeit rücken
stärker in den Mittelpunkt.
Anwendungen werden gezielter, Angebote
individueller. Yoga, Meditation
oder Naturerlebnisse ergänzen
klassische Anwendungen und sprechen
eine breite Zielgruppe an – von
gestressten Berufstätigen bis hin zu
gesundheitsbewussten Best Agern.
Flexibel, nah, unkompliziert
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die
Flexibilität. Viele Betriebe setzen auf
modulare Angebote: vom spontanen
Saunaabend bis zum ganztägigen
Verwöhnprogramm. Kurze Wege,
einfache Buchung und transparente
Preise machen Wellness niedrigschwellig
zugänglich. Gerade im
ländlichen Raum profitieren Anbieter
davon, dass sie Erholung direkt
vor der Haustür bieten können.
Ein Trend mit Zukunft
Die Entwicklung zeigt: Wellness ist
kein kurzfristiger Hype, sondern
Ausdruck eines veränderten Lebensgefühls.
Menschen investieren
bewusster in ihre Gesundheit und
Lebensqualität. Regionen wie der
Bayerische Wald haben diesen Trend
früh erkannt – und sich erfolgreich
als Oasen der Erholung positioniert.
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Leidenschaft nicht im Wald
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Gsund Aktiv PR | Regional
61
Glasmuseum Passau
„Das schönste Glashaus der Welt“
Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern
Kein geringerer als der erste
Mensch auf dem Mond war es,
der vor über 40 Jahren das Glasmuseum
in Passau eröffnete: Der
US-amerikanische Astronaut Neil
Armstrong kam am 15. März 1985
dafür eigens nach Niederbayern.
So spektakulär wie einst die Eröffnung
ist bis heute auch die Ausstellungswelt,
mit der das Museum
Besucher aus aller Welt begeistert:
Mit rund 30.000 Gläsern ist in Passau
heute die weltgrößte Sammlung
Europäischen Glases zu sehen mit
zum Teil mehr als 350 Jahre alten
Exponaten aus Bayern, Böhmen,
Österreich und Schlesien.
Einblick in die Entwicklung der
Glashütten
Den Schwerpunkt des Museums
bildet die Hochblüte der Glaskunst
im 19. Jahrhundert bis zum Jugendstil.
Die große Anzahl von Gläsern
ermöglicht detaillierte Einblicke in
die Produktion selbst einzelner Glashütten
und deren Entwicklung durch
die Jahrhunderte.
„Ich habe viele Glassammlungen in
aller Welt gesehen, doch keine wie
diese“, sagte der frühere tschechische
Außenminister Karl Fürst
von Schwarzenberg einmal. Und
Friedrich Dürrenmatt nannte das
Glasmuseum Passau, das offiziell
zum „National wertvollen Kulturgut“
zählt, „das schönste Glashaus der
Welt“. Kenner bezeichnen das Haus
heute als ein Museum von „Weltgeltung“.
Das Glasmuseum Passau befindet
sich zusammen mit dem Hotel Wilder
Mann im selben historischen Gebäude
am Rathausplatz von Passau.
Dort übernachteten einst Kaiserin
Sisi und später Staatsgäste wie
Michail Gorbatschow und Henry
Kissinger.
„Vater“ und Gründer des Glasmuseums
war der Tittlinger Georg Höltl,
eine der schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten
Niederbayerns.
„Georg Höltl hatte in den Fünfzigern
mit seinen Rotel-Tours-Bussen die
Tourismusbranche revolutioniert“,
schrieb die Süddeutsche Zeitung in
ihrem Nachruf auf den Unternehmer
und Mäzen anlässlich seines Todes
im Alter von 88 Jahren im Jahr
2016. Georg Höltl war Erfinder der
weltbekannten „Rollenden Hotels“.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden
dank seiner Innovation Fernreisen
zum ersten Mal für alle erschwinglich:
Die Gäste übernachteten im
Bus-Anhänger in speziellen Kabinen
und konnten so ohne teure Hotelund
Flugkosten bis nach Jerusalem,
Indien, in die Sahara oder nach
Feuerland reisen. Ende der 1970-
er und Anfang der 1980-er Jahre
erwarb Georg Höltl, der selbst ein
leidenschaftlicher Sammler war, vier
historische Patrizierhäuser in der
Passauer Altstadt, die heute Museum
und Hotel beherbergen.
Das Familienunternehmen, das aktuell
Sohn Peter leitet, betreibt neben
dem Hotel „Wilder Mann“ und dem
Glasmuseum in Passau mehrere weitere
Hotels sowie das Museumsdorf
Tittling. Und auch die „Rollenden
Hotels“ sind nach wie vor auf den
Straßen dieser Welt unterwegs. -obx
62 Gsund Aktiv PR | Freizeit
Ostbayerns Städte
(neu) entdecken
Pulsierendes Leben vor historischer Pracht-Kulisse
Große Geschichte und lebendige
Gegenwart miteinander verbinden:
Die „goldene Vergangenheit“
Ostbayerns als Zentrum des
europäischen Handels fasziniert
bis heute viele Besucher. Historische
Altstädte lassen Geschichte
lebendig werden und machen
einen Aufenthalt zur besonderen
Zeitreise.
Schon Jean Paul betonte die Faszination
von Geschichte – in Ostbayern
wird sie unmittelbar erlebbar.
Liebevoll restaurierte und zugleich
lebendige Stadtkerne verbinden
Vergangenheit und Gegenwart zu
einer eindrucksvollen „Erlebnis-Geschichtsstunde“.
Weiden:
Faszinierende Handelsstadt
mit „goldener Geschichte“
Weiden lag an der Goldenen Straße
zwischen Nürnberg und Prag, einer
der wichtigsten Handelsrouten
Europas. Über Jahrhunderte verband
sie West und Ost und wurde
zum Symbol für Austausch und
Handel. Kaufleute transportierten
Waren wie Häute, Metalle oder Getreide,
wovon Weiden durch Zölle
profitierte.
Bis heute zeugen das Alte Rathaus,
der historische Marktplatz und die
farbenfrohen Giebelhäuser von
dieser Blütezeit. Märkte, Cafés und
Boutiquen verbinden das mittelalterliche
Erbe mit
modernem Leben.
Infos: www.weidentourismus.info
Neumarkt:
Traditionsreicher „Marktplatz“
des Mittelalters
Neumarkt entstand an wichtigen
Handelswegen und wurde später
Residenz der Wittelsbacher. Der
Marktplatz war Zentrum des Handels,
auf dem auch exotische Waren
wie Gewürze angeboten wurden.
Heute ist die Altstadt mit ihren
sanierten Gebäuden und lebendigen
Märkten wieder Mittelpunkt des
Stadtlebens. Bauwerke wie Schloss,
Kirchen und Reitstadel
erinnern an die
kulturelle Blütezeit.
Infos: www.tourismus-neumarkt.de
Straubing: Sieben Jahrtausende
Geschichte
Straubing blickt auf über 7.000 Jahre
Geschichte zurück – von Kelten
und Römern bis zu den Bajuwaren.
Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt
entwickelte sich die Stadt früh zu
einem Handelszentrum.
Historische Kirchen, Patrizierhäuser
und der markante Stadtturm
prägen das Stadtbild bis heute. Die
„Neustadt“ ist ein
lebendiges Zentrum
mit Geschäften,
Cafés und Freisitzen.
Infos: www.
straubing.de
Weiden: Der „Obere Markt“ fasziniert mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern aus der Zeit nach 1540. Die Historie des „Unteren Markts“
als Schauplatz großer Jahrmärkte ist seit mehr als 600 Jahren belegt. Foto: obx-news/Tourist-Info Stadt Weiden
Gsund Aktiv PR | Freizeit
63
Straubing: Die durch die Jahrhunderte geprägten Patrizier- und Handelshäuser am Stadtplatz künden bis heute von der stolzen Historie
als Stadt des Handels. Foto: obx-news/Bernhard
Deggendorf:
Charmante „Drehscheibe“
zwischen den Welten
Deggendorf war seit über 1.000 Jahren
ein bedeutender Handelsplatz
zwischen Donau und Bayerischem
Wald. Händler aus verschiedenen
Regionen boten hier eine große
Vielfalt an Waren – von Lebensmitteln
bis zu Luxusgütern.
Bis heute ist die Stadt ein lebendiges
Zentrum. Besonders auf dem
Luitpoldplatz lässt sich bei Märkten
die Atmosphäre des
historischen Handels
noch spüren.
Infos: www.deggendorf.travel
Dingolfing: Große Markt- und
Handels-Tradition an der Isar
Dingolfing wurde durch Salzhandel
und Tuchproduktion wohlhabend
und europaweit bekannt. Der Marienplatz
erinnert noch heute an die
Tradition der Tuchmacher.
Zeugen dieser Zeit sind unter
anderem die Stadtpfarrkirche St. Johannes
und traditionsreiche Märkte
wie die Mittefastenmärkte, die seit
Jahrhunderten bestehen und bis
heute zahlreiche Besucher aus nah
und fern anziehen und das Stadtbild
lebendig prägen.
(obx)
Infos: www.dingolfing.de
Dingolfing: Der Marienplatz, zentraler Platz im Herzen der historischen Altstadt Dingolfings, trug bis ins Jahr 1768 den Namen Wollerzeile.
Der Name geht auf das Handwerk der Tuchmacher zurück. Foto: obx-news/Daxl-Eiglsperger
64 Gsund Aktiv PR | Freizeit
650 Jahre Grafenau
Die älteste Stadt des Bayerischen Waldes entdecken, erleben und dabei
von besonderen Angeboten profitieren
Grafenau ist die Bärenstadt im
Bayerischen Wald, denn sie hat
einen Bären im Wappen. Die Stadt
ist ein beliebter Urlaubsort für Familien
und alle, die gerne draußen
in der Natur unterwegs sind.
Die Waldwildnis des ältesten Nationalparks
Deutschlands mit zahlreichen
Wander- und Radwegen und
einem knapp 50 Kilometer Loipennetz
inklusive der Nationalparkloipe
ist zum Greifen nah. Dazu kommen
beeindruckende Ausflugsziele wie
der Baumwipfelpfad mit 44 Meter
hohem Baumei oder das Tierfreigelände
am Nationalparkzentrum
Lusen mit 40 heimischen Tierarten
wie Wölfen, Bären und Luchsen.
Familien fühlen sich in der Bärenstadt
wohl, denn Ferienprogramme
und Veranstaltungen rund ums
Jahr runden das große Urlaubsangebot
ab. Zum 650. Geburtstag setzt
Grafenau noch einen drauf und lädt
mit sieben attraktiven Jubiläumsangeboten
zum Feiern, Entdecken und
Erleben ein.
Geburtstags-Packerl ab 175
Euro pro Person
Das Geburtstags-Packerl bietet drei
Übernachtungen mit Sekt-Frühstück
und Jubiläumstasse in einem
gemütlichen Gasthof oder einer
Pension. Im Paket enthalten sind
außerdem eine Führung nach Wahl,
ein Gratis-Eintritt beispielsweise
zum Baumwipfelpfad am Nationalpark
Bayerischer Wald, Erlebnisfreibad
Bärenwelle, Stadt- und
Schnupftabak-Museum in Grafenau
mit Führung oder Parkourpark mit
Minigolf und Like-Eishalle, ein Geburtstagscocktail
sowie ein exklusives
Jubiläumsgeschenk rund um den
Salzhandel.
Das Angebot ist zum Preis von ab
175 Euro pro Person im Doppelzimmer
ganzjährig buchbar.
Jubiläums-Safari ab 155 Euro pro
Person.
Das Safari-Abenteuer lädt zu drei
erlebnisreichen Übernachtungen
mit Frühstück im Nationalpark
Bayerischer Wald ein. Gäste erleben
heimische Wildtiere bei einer
Führung durchs Tierfreigelände und
einer Rangertour nach Wahl. Ein
Besuch des Baumwipfelpfads mit
Panoramablick sowie eine Grafenauer
Geburtstagsüberraschung runden
das erlebnisreiche Programm ab.
Das Angebot ist zum Preis von ab
155 Euro pro Person im Doppelzimmer
ganzjährig buchbar. Weitere
Angebote und Buchung unter www.
grafenau.de, Jubiläumsangebote:
Tourismus
Grafenau (tvo)
Foto: AdobeStock_657620858
Gsund Aktiv PR | Freizeit
65
Von Acker bis Abenteuer
„Wir öffnen Tür und Tor“: 49 Betriebe laden zu neuen Entdeckungen
bei der Rottaler-Hoftour ein
Foto: Helmut-Weishaeupl
Unter dem Motto „Wir öffnen Tür
und Tor“ zeigt die Rottaler Hoftour,
wie das Landleben in Niederbayern
geht. Das beliebte Erlebnisprogramm
kombiniert Hofbesuche
und bäuerliche Kultur mit Rottaler
Spezialitäten, Mitmachworkshops
und Kunst.
In diesem Jahr gewähren 49 Höfe,
Betriebe, Künstler und Galerien
spannende Einblicke in ihren Alltag.
Neben zahlreichen Entdeckungen
warten regionale Köstlichkeiten und
Mitbringsel auf die Besucher: Honig,
feinste Wildspezialitäten, flauschige
Alpakawolle, handgemachter Käse,
edle Obstbrände, Liköre und Most
oder Aquarelle und Deko für Zuhause.
Von Alpakahöfen bis
Gallowaysafari
Zwischen Frühjahr und Spätsommer
ist besonders viel geboten. In den
Osterferien etwa laden Alpakahöfe
und das Freiluftmuseum Massing zu
Spaziergängen und Wanderungen
durch die erwachende Natur ein.
Im Mai locken erste Kräuterschätze,
eine Gallowaysafari und original
Rottaler Most.
Bio-Restaurant, Gartenpracht,
Perchtenmasken: Drei Tipps
aus dem Rottal-Inn
Auf dem Land.Luft Hof in Leberfing
zwischen Deggendorf und Pfarrkichen
leben Schweine und Rinder
artgerecht auf 45 Hektar Weidefläche.
Sie werden stressfrei auf der
Weide geschlachtet. Das Fleisch wird
nach dem Motto „Nose to tail“ im
hofeigenen Bio-Restaurant veredelt
angeboten.
Ein Genuss für die Sinne ist ein
Spaziergang durch s’Kräuter Gartl
von Franziska Lohr in Rogglfing
bei Eggenfelden. Auf 10.000
Quadratmetern entfaltet sich hier
eine berauschende Blütenpracht
mit traditionellem Bauerngarten,
Schwimmteich, Obstbäumen,
Staudenbeeten und einem Blaubeergarten.
Schaurig-schön sind die
typisch niederbayerischen Perchtenmasken
aus der Werkstatt von Josef
Schmalhofer aus Bayerbach. Seit
40 Jahren ist er als freischaffender
Holzbildhauer selbstständig, seine
Masken sind bei vielen Auftritten
der „Rottaler Habergoaß, Hexn &
Rauwuggal“ in der Adventszeit zu
sehen. (tvo)
Das komplette Programm zur Rottaler
Hoftour 2026 kann als PDF
heruntergeladen
werden
unter www.
rottal-inn.de.
66 Gsund Aktiv PR | Freizeit
Kulturlandschaftsmuseum
Haidmühle
Ein Museum ohne Wände zwischen Wald, Wiesen und Geschichte
Wässerwiesen, Allmendeweiden
oder Steinäcker statt Wände und
Vitrinen: Das Kulturlandschaftsmuseum
Haidmühle im Bayerischen
Wald krempelt das traditionelle
Konzept um und führt
seine Besucher hinaus ins Freie
an die ursprünglichen Orte seiner
Exponate. Zu sehen gibt es Naturschönheiten
und Kulturrelikte der
Region, erlebnisreich präsentiert
und über fünf Museumssteige verbunden.
Auf fünf Museumssteigen durch
die Natur und Kulturgeschichte des
Bayerischen Waldes
Tiefe Gleisspuren am Goldenen
Steig erinnern an Säumer, die im
frühen Mittelalter Salzladungen auf
Saumpferden von Hall in Tirol bis
Prachatice in Böhmen transportierten.
Heute sind sie ein Stück lebendige
Handelsgeschichte und beliebte
Wanderwege. Auch der Flursteig,
ein uralter Wirtschaftsweg, lockt mit
blühenden Bergwiesen und verborgenen
Waldpfaden. Über knarrende
Holzbohlenwege entlang eines Wiesenkanals
offenbart er traditionelle
Techniken.
Bewegt zeigt sich der Triftsteig: Ein
Netz aus Kanälen und künstlichen
Klausen-Seen schwemmte einst Holz
talwärts – ein cleveres System, das
den Bayerischen Wald wirtschaftlich
prägte und bis heute fasziniert. Der
Industriesteig taucht ein in die Wiege
frühindustrieller Pionierarbeit: Wasserkraft,
Torf, Holz und Eisenverhüttung
haben Spuren an Originalorten
hinterlassen, welche sich die Natur
längst zurückerobert hat.
Höhepunkt ist der Steig der Artenvielfalt.
Durch duftende Wiesen und
eine der letzten Wacholderheiden
des Bayerischen Waldes wandern
Naturliebhaber vorbei an Orchideen,
fleischfressenden Pflanzen,
Schmetterlingen und Wildbienen
inmitten der
einzigartigen
Bischofsreuter
Waldhufenlandschaft.
(tvo)
www.haidmuehle.eu
Foto: Woidlife-Photography
Gsund Aktiv PR | Freizeit
67
Genuss und handwerkliche
Qualität statt Überfluss
Die Sehnsucht nach Einfachheit
Foto: Blumen – 1000 gute Gründe
Landleben, Naturnähe, Entschleunigung
– danach sehnen sich heute
viele. Und entsprechend richtet
man Haus und Garten ein. Daraus
ist ein neuer Trend entstanden –
Cottagecore. Immer dabei: Rosen
in allen Formen.
Cottagecore steht für den Wunsch
nach einem naturnahen, entschleunigten
Leben. Im Mittelpunkt stehen
bewusster Genuss, Selbstgemachtes
und handwerkliche Qualität statt
Überfluss. Als Gegenentwurf zur
digitalen Reizüberflutung orientiert
sich der Stil am romantischen
Landleben: kleine Häuser, blühende
Gärten und eine bewusst unperfekte
Ästhetik. Die Rose gilt dabei
als Sinnbild dieses Lebensgefühls.
Mit ihren weichen, üppigen Blüten
erinnert sie an alte Bauerngärten
und bringt nostalgischen Charme in
Garten und Zuhause.
Rosen im Cottage-Garten
Für den passenden Look eignen sich
vor allem duftende, nostalgische
Sorten wie Englische Rosen, historische
Arten oder üppig blühende
Kletter- und Strauchrosen. Farblich
dominieren sanfte Nuancen wie
Rosa, Apricot oder Creme. Neben
der Optik spielt auch die Widerstandsfähigkeit
eine Rolle: Sorten
wie Jasmina® oder Lavender
Siluetta® gelten als robust und
teils bienenfreundlich. Deutschland
verfügt über eine lange Tradition
im Rosenanbau, etwa im hessischen
Steinfurth oder in Regionen wie
Schleswig-Holstein und dem Rheinland.
Typisch für den Cottage-Garten
ist die Kombination von Rosen
mit Begleitpflanzen wie Clematis,
Lavendel, Salbei oder Katzenminze.
Sie sorgen für ein harmonisches
Gesamtbild und fördern gesundes
Wachstum.
Auch Gräser bringen Struktur und
verlängern die Blütezeit. Wichtig
ist eine scheinbar natürliche Gestaltung:
Alte Gartengeräte oder
bewusst „liegen gelassene“ Elemente
schaffen eine charmant ungezwungene
Atmosphäre. Rosen dürfen
dabei auch über die Blüte hinaus
wirken – etwa durch Hagebutten
im Herbst, die dekorativ sind und
Vögeln Nahrung bieten.
Romantik für drinnen
Der Cottagecore-Stil lässt sich leicht
ins Haus holen. Schnittrosen werden
locker arrangiert, oft mit Wiesenblumen
kombiniert und in unterschiedlichen
Gefäßen präsentiert – von
schlichten Vasen bis zu recycelten
Kannen oder Gläsern. Perfektion ist
dabei unwichtig, entscheidend ist
der natürliche Eindruck. Für eine
lange Haltbarkeit empfiehlt es sich,
Rosen früh zu schneiden, schräg
anzuschneiden, Blätter zu entfernen
und das Wasser regelmäßig zu
wechseln.
Cottagecore bedeutet, die kleinen
Dinge zu schätzen: den Duft einer
Rose, einen einfachen Strauß oder
einen Hagebuttenzweig im Herbst.
So wird aus einem Trend ein Lebensgefühl
voller Ruhe, Natürlichkeit
und Sinnlichkeit.
68 Gsund Aktiv | Essen und Trinken
Käse genießen ohne
Bauchschmerzen
Die meisten Heumilch-Käse sind von Natur aus laktosefrei
Wer von einer Laktoseintoleranz
betroffen ist, kennt Beschwerden
wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall
oder Bauchschmerzen nur zu gut:
Sie treten oft auf, wenn der oder
die Betroffene Milchprodukte isst.
Doch es gibt Auswege aus der
Misere.
Es fehlt ein Enzym
Laktose ist Milchzucker und damit
ein natürlicher Bestandteil der
Milch. Sie kann von den meisten
Menschen mithilfe des körpereigenen
Enzyms Lactase unbemerkt
abgebaut werden. Säuglinge produzieren
im Dünndarm dieses Enzym,
um die Laktose in der Muttermilch
zu spalten und zu verdauen. Einige
Menschen verlieren im Laufe ihres
Lebens jedoch diese Fähigkeit, und
dann treten die Verdauungsprobleme
auf – und zwar nicht nur, wenn
sie Milch trinken oder Joghurt essen,
sondern auch beim Genuss von Käse.
Es gibt jedoch auch Käsesorten, die
von Natur aus laktosefrei sind und
somit die genannten Beschwerden
gar nicht erst hervorrufen. Dazu
zählen die meisten Heumilch-Käse.
Der Säuerungsprozess hilft
Nahezu jeder Heumilch-Käse – mit
Ausnahme von Frischkäse - kann
bei Laktoseintoleranz bedenkenlos
gegessen werden, denn er enthält
weniger als ein Gramm Laktose auf
100 Gramm des Produktes und gilt
damit als laktosefrei. Wie kommt
das? Ganz einfach: Käse entsteht
durch Fermentation – das ist ein natürlicher
Vorgang, um Milch haltbar
zu machen.
Dabei wandeln Milchsäurebakterien
einen Großteil der Laktose in
Milchsäure um. Durch mikrobielle
Stoffwechselvorgänge und Abbauprozesse
verbrauchen die eingesetzten
Bakterien während des
Verkäsungsprozesses den restlichen
Milchzucker. Dieser Säuerungsprozess
bewirkt auch, dass später
durch Gase die Lochbildung wie im
Emmentaler entsteht. Gerade handwerklich
hergestellter, traditionell
erzeugter Käse ist meist laktosefrei.
Wer es ganz genau wissen will,
findet unter www.heumilch.at eine
Übersicht über den Laktosegehalt
der Heumilch-Produkte.
Laktosefreie Käsesorten ohne
Kennzeichnung
Damit ein Produkt auf der Verpackung
als laktosefrei gekennzeichnet
werden darf, sind kostenpflichtige
Untersuchungen nötig. Gerade für
kleine Hersteller rechnen sich diese
Sonderausgaben nicht, auch wenn
ihre Produkte gar keine oder nur
wenig Laktose enthalten. Speziell
bei einer bestehenden Laktoseintoleranz
ist es daher von Vorteil zu
wissen, in welchen Produkten von
Natur aus nur sehr wenig oder gar
kein Milchzucker drin ist. (djd)
Foto: Robert Staudinger
Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
69
Das unterschätzte
Superfood
Hülsenfrüchte sind wichtige Eiweißlieferanten
Foto: dieviervonhier.eu
Hülsenfrüchte erleben derzeit ein
regelrechtes Comeback. Was früher
eher als deftige Zutat galt, steht
heute für eine moderne, pflanzenbetonte
Küche und eine ressourcenschonende
Landwirtschaft.
(djd) Ackerbohnen, Süßlupinen,
Körnererbsen und Sojabohnen sind
die wichtigsten Vertreter in Europa.
Sie wachsen vor der Haustür, liefern
hochwertiges Eiweiß und gelten
als Bausteine einer ausgewogenen
Ernährung.
Ein- bis zweimal pro Woche auf
den Speiseplan
Aus ernährungswissenschaftlicher
Sicht punkten diese Hülsenfrüchte,
die in der Fachsprache Körnerleguminosen
genannt werden, durch ihre
günstige Nährstoffzusammensetzung.
„Hülsenfrüchte sind wirklich
ein unterschätztes Superfood, denn
sie enthalten nicht nur Vitamine und
Mineralstoffe, sondern auch Eiweiß
und Ballaststoffe. Und gleichzeitig
versorgen sie sich selbst mit Stickstoff
aus der Bodenluft, das macht
sie zu echten Klimaschützern und
schont auch unsere Ressourcen“,
sagt Ernährungsexpertin Dr. Gunda
Backes. Ihre Empfehlung: „Hülsenfrüchte
sollten mindestens ein- bis
zweimal pro Woche auf dem Speiseplan
stehen, denn sie haben nicht
nur ernährungsphysiologische Vorteile,
sondern schützen auch unsere
Umwelt.“ Diese beiden Aspekte
berücksichtigen auch die Deutsche
und die Österreichische Gesellschaft
für Ernährung. So werden aktuell
Mengen zwischen 125 und 450
Gramm gekochte Hülsenfrüchte pro
Woche empfohlen.
Hülsenfrüchte sind einfach zuzubereiten
Hülsenfrüchte lassen sich vielseitig
verwenden: klassisch im Eintopf,
als Einlage in Suppen, in Bowls und
Salaten, in Brotaufstrichen oder
als pflanzliche Basis für Burger,
Bolognese oder Bratlinge. Dass die
Zubereitung zeitaufwendig sei, ist
ein Vorurteil, wie die Ernährungsexpertin
unterstreicht: „Hülsenfrüchte
gibt es inzwischen in ganz vielen
verschiedenen Varianten, die wenig
Vorarbeit benötigen, zum Beispiel
als Pasta, Mehl oder Burgerpatty.
Wer die Hülsenfrüchte trotzdem
selbst kochen will, braucht eigentlich
nur ein bisschen Planung, muss
sie einweichen und kochen und ist
damit auch schon fertig.“
Tipp: Wer etwas mehr kocht, kann
die gegarten Hülsenfrüchte portionsweise
einfrieren und hat damit die
Basis für ein ganz schnelles Essen
geschaffen. Die EU-kofinanzierte
Kampagne „Die Vier von hier – Körnerleguminosen
aus Europa für eine
nachhaltige Ernährung“ bietet unter
www.dieviervonhier.eu ausführliche
Informationen zum Anbau, zu Nährwerten
und Nachhaltigkeit sowie
zahlreiche alltagstaugliche Rezepte.
70 Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
Heiß geliebt: Suppen und
Eintöpfe mit Hähnchen
Gefügel eignet sich für vieles - von der Brühe bis zur Suppeneinlage
Suppen und Eintöpfe mit Hähnchen,
Pute und Co. haben viel zu
bieten: sie können beispielsweise
in der kalten Jahreszeit „Seelenwärmer“
sein oder Gesund-undmunter-Macher.
Vor allem aber sind sie lecker und
lassen sich in zahlreichen Versionen
zubereiten. Das fängt schon bei der
Brühe an, für die sich ein ganzes
Hähnchen ebenso eignet wie Hähnchenschenkel
oder -flügel, aber
auch Putenkeulen oder -filet. Das
Ergebnis bleibt immer gleich: Eine
leckere, kräftige Suppe, welche die
Einlage mit zartem Geflügelfleisch
gleich mitbringt.
Beim Einkauf sollte man auf die
deutsche Herkunft des Geflügelfleischs
achten, zu erkennen an
den „D“s auf der Verpackung. Sie
stehen für eine streng kontrollierte
heimische Erzeugung nach hohen
Standards für Tier-, Umwelt- und
Verbraucherschutz. Mehr Infos und
viele Rezepte findet man unter
www.deutsches-geflügel.de. (djd)
Rezepttipp 1:
Hühnersuppe mit Zoodles
Zutaten (für 4 Personen)
1 ganzes Hähnchen
2 Zwiebeln
4 TL Salz
7 Pfefferkörner
3 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
3 Lauchzwiebeln
3 Möhren
2 Zucchini
Zubereitung: Hähnchen, Zwiebeln,
Salz, Pfefferkörner, Wacholderbeeren
und Lorbeerblätter
mit 3 Liter Wasser aufkochen
und 90 Minuten köcheln lassen.
Hähnchenfleisch mit zwei Gabeln
kleinzupfen. Brühe durch
ein Sieb geben. Lauchzwiebelringe,
Möhrenscheiben und
Zucchinispiralen für 15 Minuten
darin garen und genießen.
Rezepttipp 1:
Puteneintopf mit weißen
Bohnen
Zutaten (für 4 Personen)
1 Putenoberkeule
2 TL Salz
10 Pfefferkörner
3 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
1 Zwiebel
1 Dose weiße Bohnen (250 g)
2 Stangen Lauch
350 g Möhren, Kerbel
Zubereitung: Putenoberkeule
mit Salz, Pfeffer, Wacholder,
Lorbeer und halbierte Zwiebel
mit Schale in 3 Liter Wasser 90
Minuten köcheln lassen. Aus der
Brühe nehmen, Haut entfernen
und das Putenfleisch in Stücke
schneiden. Brühe passieren.
Bohnen, Möhren- und Lauchscheiben
für 20 Minuten darin
garen. Putenoberkeulenfleisch
noch einmal darin erwärmen
und mit Kerbel genießen.
Foto: deutsches-geflügel.de
Gsund Aktiv PR | Essen & Trinken
71
72 Gsund Aktiv PR | Kinderseite
Wildkatze Waldemar auf
Wanderung
Eine kleine Geschichte zum Vor- oder Selberlesen
Heute möchte Waldemar, die Wildkatze,
etwas unternehmen, das er
schon lange geplant hat. Er will
seine Nachbarin Wilma im Wald
nebenan besuchen.
Doch die Reise ist lang und auf dem
Weg gibt es wenige Büsche hinter
denen sich Waldemar verstecken
kann. Da Waldemar normalerweise
am liebsten heimlich und zurückgezogen
lebt, gefällt ihm der Gedanke
ohne Deckung über Felder und
Wiesen zu laufen gar nicht. Doch da
hat Waldemar eine gute Idee: Nicht
weit entfernt von seinem Lieblingsversteck
befindet sich ein Bach, den
er gut kennt. Manchmal fängt er
hier Fische und andere kleine Tiere.
Außerdem hat der Bach Trinkwasser,
wenn es im Sommer mal eine Weile
nicht regnet.
Der Bach führt ins Tal. Fast direkt
bis in den Wald seiner Nachbarin
Wilma. An den Rändern des Baches
wachsen Sträucher und hohes Gras.
Der Bach wird ihm bei seiner Reise
die nötige Deckung geben! Schnell
macht sich Waldemar auf den Weg.
Er hüpft flink von Stein zu Stein,
klettert über Äste und schleicht
durchs Schilf.
Gelegentlich kühlt er sich die Pfoten
im frischen Wasser oder hält an, um
eine Pause zu machen. So macht
Reisen Spaß, stellt er fest. Wilma
bricht in lautes Freuden-Gemaunz
aus als Waldemar einige Zeit später
wohlauf und gut gelaunt bei ihr
eintrifft. Sofort fangen die beiden an
zu toben und verbringen den ganzen
Abend miteinander.
Gsund Aktiv | Rätsel
73
Rätselspaß
Die Auflösung der Rätsel
finden Sie auf Seite 56
74 Gsund Aktiv PR | Einfach zum Nachdenken
Das Wunder
in den Wipfeln
Die rettende Umarmung im Kopf des Spechts
Wenn die Natur zum genialen
Architekten wird – Wie ein kleiner
Vogel mit jedem Schlag sein Leben
riskiert und durch ein verborgenes
Wunder geschützt wird. Das kraftvolle
Stakkato des Spechts ist der
vertraute Trommelwirbel des Waldes.
Doch hinter dieser alltäglichen
Szene verbirgt sich ein unsichtbares
Drama – und eine der zärtlichsten
und genialsten Schutzmaßnahmen
der Evolution. Es ist die Geschichte
einer Zunge, die sich nicht nur nach
Nahrung streckt, sondern sich wie
ein rettender Mantel um das Gehirn
ihres Besitzers legt.
Ein Rhythmus am Rande des
Möglichen
Wenn der Specht seinen Schnabel
in die harte Rinde rammt, wirken
auf seinen winzigen Kopf Kräfte, die
das Tausendfache der Erdbeschleunigung
betragen. Für uns Menschen
wäre schon ein Bruchteil dieser
Gewalt fatal. Der Specht aber hämmert
bis zu zwölftausendmal am
Tag. Wie überlebt er diese enorme,
selbst auferlegte Erschütterung? Die
Antwort liegt in einer Anatomie,
vor der selbst modernste Ingenieure
ehrfürchtig staunen.
zu lang. Anstatt ein Hindernis zu
sein, hat die Natur sie zu einem
lebensrettenden Stoßdämpfer
umfunktioniert. Angetrieben von
einem flexiblen Knochengerüst, dem
Zungenbein, teilt sich die Zunge
im Rachen. Wie zwei sanfte Arme
wandern diese Stränge den Nacken
hinauf, legen sich über den gesamten
hinteren Schädel und verankern
sich sicher über den Augen oder in
der Nasenhöhle.
Trifft der Schnabel das Holz, spannt
sich dieses Konstrukt an und wird
zu einem biologischen Sicherheitsgurt.
Die Zunge leitet die zerstörerische
Energie behutsam um das
Gehirn herum ab. Es ist, als würde
der Specht sein eigenes Gehirn vor
jedem Aufprall liebevoll in den Arm
nehmen.
Ein Maßanzug aus Knochen
Diese „Umarmung“ ist Teil eines
perfekten Maßanzugs: Das Gehirn
ruht eng eingebettet in einer
Schädelhöhle aus schwammartigem
Knochen, der wie ein weiches
Kissen jeden Rest-Schock absorbiert.
Zudem schließt der Specht in der
Millisekunde vor dem Aufprall
reflexartig ein drittes Augenlid – so
bleiben die Augen sicher in ihren
Höhlen.
Demut vor den Details
Wenn wir das nächste Mal den
Rhythmus des Spechts im Wald hören,
sollten wir kurz innehalten. Es
ist der Klang purer Überlebenskunst.
Der Specht lehrt uns: Manchmal
liegt die größte Stärke nicht in der
Härte, mit der wir zuschlagen, sondern
in der Sanftheit, mit der wir
unser Innerstes beschützen.
Die Zunge als liebevolle Umarmung
Das eigentliche Wunder offenbart
sich tief im Inneren. Die Zunge des
Spechts ist für seinen Schnabel viel
Gsund Aktiv | Service
75
Notrufnummern
112 – nutzen Sie diese europaweit kostenfreie
zentrale Notrufnummer für Feuer- oder Rettungsdienste.
Sie funktioniert aus jedem Netz, auch
ohne Vorwahl oder Guthaben. In lebensbedrohlichen
Situationen ist 112 stets die richtige Wahl; bei
Straftaten oder Bedrohung wählen Sie 110
Bei Erkrankungen außerhalb von Praxiszeiten,
die nicht lebensbedrohlich sind, nutzen Sie 116 117
Geben Sie im Notfall stets die „Fünf W“ an:
Wo, Wer, Was, Wie viele, und Warten Sie auf Rückfragen
FEUERWEHR / RETTUNGSDIENST 112
Einheitliche europaweite Notrufnummer für Feuerwehr
und Rettungsdienst
POLIZEI – 110
Einsatzzentrale der Bayerischen Polizei
BUNDESPOLIZEI – Tel.: 0800 6888000
zuständig u. a. für Bahnpolizei
ÄRZTLICHER BEREITSCHAFTSDIENST –
TEL.: 116 117
Vermittlung zu Ärzten außerhalb der normalen Praxiszeiten
(nicht lebensbedrohlich)
GIFTNOTRUF MÜNCHEN – TEL.: 089 19240.
Gift-Notruf mit 24/7-Erreichbarkeit (regional)
KRISENDIENSTE BAYERN – TEL.: 0800 655300
(psychische Hilfe) Kostenfreie Unterstützung für Menschen
in seelischer Krise, bundesweit
TELEFONSEELSORGE – TEL.: 0800 1110111,
0800 1110222, 116123
Angebote evangelisch und katholisch, rund um die Uhr
erreichbar
SUIZIDNOTRUF DEUTSCHLAND
TEL.:0800 8917391
Bundesweit erreichbar, 24 Stunden täglich
GEHÖRLOSENTELEFON / FAX (MÜNCHEN)
TEL.: 089 19294 (Schreibtelefon)
TEL.:089 23534331
(Fax) Spezif. für gehörlose Menschen in München
TELEFONNOTRUF FÜR SUCHTGEFÄHRDETE –
TEL.: 089 282822 (MÜNCHEN)
Hilfe rund um die Uhr für Suchtgefährdete
KINDER- UND JUGENDTELEFON (KINDER-
SCHUTZBUND), TEL.:0800 1110333
Kostenfrei, speziell für Kinder und Jugendliche
sovd-bayern.de
Demenz-Telefon
(Alzheimer Gesellschaft München)
Tel.: 089 475185
Beratungszeiten: Mo/Di/Do/Fr 10–12 Uhr,
Mi/Do 16–18 Uhr
JUGENDSCHUTZSTELLE JUST M
TEL.: 089 82990314
24-Stunden erreichbar für Jugendliche
ANGST-HILFE E. V. MÜNCHEN (MASH)
TEL.: 089 515553-0
Erreichbar Mo 11–13 Uhr & Do 15–18 Uhr
WILDWASSER MÜNCHEN
BERATUNG SEXUALISIERTE GEWALT
TEL.: 089 60039331
.Unterstützung für Betroffene (Frauen und Mädchen)
„CINDERELLA“
ESSSTÖRUNGEN-BERATUNG (MÜNCHEN)
Tel.:089 5021212
Beratungssprechstunden Mo–Do 11–13 & 14–18 Uhr
„DIE ARCHE“ – SUIZIDPRÄVENTION
& LEBENSKRISEN
Tel.: 089 334041
Mo–Fr 9–17 Uhr, 13–14:30 Uhr,
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76
Der Toyota C-HR+ im MuW Autotest
IHRE VORTEILE: ⊲ bis zu 6.000 Euro staatliche Förderung ⊲ bis zu 10 Jahre Toyota Batterie-Garantie
⊲ 15 Jahre Toyota Relax-Garantie auf das Gesamt-Fahrzeug (ohne Verschleißteile)
Der neue Toyota C-HR+ zeigt, wie modern Elektromobilität
heute sein kann: leistungsstark, komfortabel und absolut
alltagstauglich. Als vollelektrisches Kompakt-SUV bringt er
nicht nur frischen Wind in Toyotas Modellpalette, sondern
überzeugt auch mit einer gelungenen Kombination aus
Dynamik und Effizienz. Mit rund 4,52 Metern Länge bietet er
ausreichend Platz, bleibt dabei aber angenehm kompakt für
Stadtverkehr und Alltag.
Fahrspaß trifft Komfort
Schon beim Losfahren wird deutlich, dass der C-HR+ mehr kann
als nur emissionsfrei unterwegs zu sein. Je nach Modell stehen bis
zu 343 PS zur Verfügung, was für eine beeindruckende Beschleunigung
sorgt. In nur etwa 5,2 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h.
Trotzdem bleibt das Fahrgefühl angenehm ruhig und souverän. Gerade
der Allradantrieb vermittelt zusätzliche Sicherheit und sorgt auch
bei höherem Tempo für ein stabiles Fahrverhalten.
MuW-Autotesterin Susanne Berlinger zeigt sich begeistert: „Toller
Flitzer mit bis zu 343 PS, gute Beschleunigung und ein komfortables
Fahrgefühl.“ Besonders überzeugt hat sie, dass Elektromobilität
hier keinerlei Verzicht bedeutet. Im Gegenteil: Die Reichweite von bis
zu 600 Kilometern macht den C-HR+ auch für längere Strecken
absolut tauglich. Dank moderner Schnellladetechnik lässt sich die
Batterie zudem in kurzer Zeit wieder aufladen.
Gerade in Zeiten steigender Spritpreise wird deutlich, wie sinnvoll
der Umstieg auf ein Elektroauto sein kann. Der Toyota C-HR+
beweist, dass Effizienz, Fahrspaß und Komfort heute problemlos zusammenpassen.
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Energieverbrauch Toyota C-HR+ Teamplayer Elektromotor 165 kW
(224 PS), Batterie 77 kWh, Automatik; kombiniert: 13.4 kWh/100 km;
CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse A; elektrische Reichweite
(EAER): 607 km und elektrische Reichweite innerorts (EAER City): 836 km.
*Ein unverbindliches Finanzierungsangebot der Toyota Kreditbank GmbH, Toyota-Allee 5, 50858 Köln für den
Toyota C-HR+ 77 kWh Teamplayer: Fahrzeugpreis¹: 45.990,00 €, Anzahlung: 6.000,00 €, einmalige Schlussrate:
28.513,80 €, Nettodarlehensbetrag: 35.478,80 €, Gesamtbetrag: 35.478,80 €, Vertragslaufzeit: 36 Monate, gebundener
Sollzins: 0,00 %, effektiver Jahreszins: 0,00 %. 35 mtl. Raten à 199,00 €. Das Finanzierungsangebot
gilt nur für Privatkunden bei Anfrage und Genehmigung bis zum 30.06.2026 und entspricht dem Beispiel
nach § 17 Abs. 4 PAngV.
¹Unverbindliche Preisempfehlung der Toyota Deutschland GmbH, Toyota-Allee 2, 50858 Köln, inkl. MwSt.
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