07.05.2026 Aufrufe

7. Mai 2026

- Große Stadion-Pläne, aber „nix ist fix“ - Auszeichnung: Busbahnhof Premstätten ist beliebteste und beste Haltestelle Österreichs - Prozess gegen Mädchen-Gang nach brutalen Misshandlungen

- Große Stadion-Pläne, aber „nix ist fix“
- Auszeichnung: Busbahnhof Premstätten ist beliebteste und beste Haltestelle Österreichs
- Prozess gegen Mädchen-Gang nach brutalen Misshandlungen

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Grazer7. MAI 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG

Getty

Quelle: GeoSphere Austria

24°

Morgen

überwiegend

bewölkt, aber

trocken.

Die Temperaturen

liegen in Graz

zwischen 11 und 24 Grad.

Erfreulich

Große Auszeichnung: Der Busbahnhof

Premstätten ist die beliebteste und

beste Haltestelle Österreichs! 6

Erschütternd

Zwei Jahre nach der Tat: Grazer

Prozess gegen Mädchen-Gang nach

brutalen Misshandlungen. 5

Zukunft weiter unklar

Große Stadion-

Pläne, aber

„nix ist fix“

ZOOMVP, TOM BIELA, KK

Stadion-Poker. Die Stadt präsentiert eine 60-Millionen-Euro-Studie für das Stadion Liebenau, doch hinter den Kulissen brodelt es. Während die

Politik vor der Wahl auf einen Beschluss drängt, regt sich im Umfeld der Klubs Widerstand gegen die Pläne. Die Zukunft der Arena bleibt ungewiss. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 7. MAI 2026

Nächste Verschiebung

beim Stadion: Massive

Kritik an der Stadt

Jetzt ist es

endgültig fix:

in dieser Legislaturperiode

wird es keinen

Planungsbeschluss

für das

Grazer Stadion

geben.

GEPA

WEITER WARTEN. Heute präsentierte die Stadtbaudirektion das Ergebnis der Machbarkeitsstudie

für das neue Stadion Liebenau. Im Juni soll der Grundsatzbeschluss erfolgen, erst nach der Gemeinderatswahl

ein Konzept erarbeitet werden. Hinter den Kulissen wird Kritik an der KPÖ lauter.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Auch wenn Bürgermeisterin

Elke Kahr die Gruselgeschichte

um das

Stadion Liebenau noch vor der

Gemeinderatswahl beenden

wollte, ist das letzte Kapitel noch

lange nicht geschrieben. Offiziell

herrscht Schweigen, doch hinter

verschlossenen Türen ist die

Stimmung am Siedepunkt.

Am heutigen Donnerstag, veröffentlichte

die Stadtbaudirektion

die Machbarkeitsstudie für das

Stadion um 60 Millionen Euro mit

einem Fassungsvermögen von

bis zu 20.100 Plätzen, garantierten

internationalen Spielen und

1.700 VIP-Plätzen. Dazu kommen

neue Medien- und Kamerabereiche,

Schallschutzmaßnahmen

sowie eine umfassende Erneuerung

der haustechnischen und

elektrotechnischen Infrastruktur.

Nix ist fix

Fix ist damit aber noch lange

nichts. Laut Kahr liegt der Ball

derzeit bei den Vereinen, die sich

auf eine Zusammenarbeit der Betreibergesellschaft

einigen müssten.

Aus dem Umfeld von Sturm

und GAK hört man allerdings,

dass man alles andere als zufrieden

sei mit den Konditionen, die

die Stadt für die Zukunft des Stadions

anbietet. „Aus parteipolitischen

Wahlkampfüberlegungen

drängt man auf einen Grundsatzbeschluss

und wir müssen uns

das Stadion selber bezahlen, aber

gehören tut es der Stadt.“ Nun

droht ein Szenario, das Kritiker

als „Linz-Falle“ bezeichnen. Sollte

es lediglich zu einem Grundsatzbeschluss

für eine Sanierung

kommen, wäre dies wirtschaftlich

gesehen die schlechteste aller Optionen.

Das Argument: Die Kosten

seien ähnlich hoch wie bei einem

Neubau, doch das Ergebnis bleibe

ein veraltetes Objekt.

Jahrelang verzögert

Die Stadt habe als Eigentümerin

eine nachhaltige Lösung jahre-

lang verzögert, jetzt sucht man

einen Sündenbock, dem man

das Scheitern umhängen kann.

Ob es die Vereine sind, oder das

Land bei dem man noch immer

auf alle Unterlagen und Dokumente

wartet (wir berichteten),

und deshalb noch nicht in die

Gespräche involviert ist, sei dabei

kaum von Belang.

Beim Land bekräftigt man

nach wie vor: „Sobald ein konkreter

Vorschlag auf dem Tisch

liegt, sind wir bereit. Aber es

muss auch klar sein, dass der

Steuerzahler wissen muss worauf

er sich einlässt.“ Dabei geht

es unter anderem auch um Haftungsfragen,

die Form der Besitzverhältnisse

und die Modalitäten

für die Vereine.

Im Juni soll der Grundsatzbeschluss

erfolgen, im Herbst ein

Konzept mit den Vereinen und

dem Land erarbeitet werden. Allerdings

steht nicht fest, welche

Parteien dann nach der Gemeinderatswahl

am Ruder sein werden.

Damit ist die Zukunft des

Stadions nach wie vor unklar.

Reaktion

Sportstadtrat Kurt Hohensinner:

„Die Stadionfrage ist zum Symbol

für die Politik der Kahr-Schwentner-Koalition

geworden: Am

Anfang wurde viel versprochen,

seither wird verzögert, vertröstet

und verschoben. Nach fünf Jahren

Studien, Arbeitskreisen und

schönen Worten bleibt eine Nullnummer.

Der jetzt angekündigte

Stadion-Beschluss zeigt vor allem

eines: Auch nach fünf Jahren

hat die Stadtspitze noch immer

keinen Plan für einen umsetzbaren

Stadionausbau. Dass man

nun noch einmal jenen Auftrag

beschließt, den man eigentlich

seit Jahren hat, nämlich ein für

alle Seiten funktionierendes

Betreiber- und Finanzierungsmodell

zu erarbeiten, zeigt das

gesamte Ausmaß der Tragödie.

Wieder werden Vereine und Fans

vertröstet, statt endlich eine echte

Lösung für die Stadionfrage zu

präsentieren.“

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15

Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria

Weitenthaler (Stv.-CR, 0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (Leitung Grazer24, 0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME:

Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-

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AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


7. MAI 2026 www.grazer.at

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4 graz

www.grazer.at 7. MAI 2026

Ein Festival verabschiedet sich

ENDE. Das internationale Storytelling-Festival „Graz erzählt“ findet heuer zum letzten Mal in Graz

statt. Unter dem Motto #dreamstories bietet das Festival zum Abschluss ein vielfältiges Programm.

Von Anna Stocker

anna.stocker@grazer.at

Nach 39 Jahren endet heuer

eine beliebte Grazer

Kulturinstitution: Das

internationale Storytelling Festival

„Graz Erzählt“ geht von 21.

bis 25. Mai unter dem Motto

„#dreamstories“ ein letztes Mal

über die Bühne.

Seit der Gründung stand das

Festival für die Erzählkunst, bewegende

Begegnungen und die

Magie des Zuhörens. Unter der

Leitung von Tessa Erker-Tegetth

o ff entwickelte sich das Format

in den vergangenen Jahren weiter,

ehe nun verschärfte Rahmenbedingungen

und Kürzungen

in der Kulturförderung das

Aus bedeuten.

Schulungen

Zum Finale lädt das Festival

noch einmal zu zahlreichen

Höhepunkten: Bei der „Langen

Nacht der Geschichten“

im Schauspielhaus Graz verschmelzen

Erzählkunst, Musik,

Tanz und Artistik zu einem außergewöhnlichen

Gesamterlebnis.

„Story to Grow“ bringt inspirierende

Persönlichkeiten wie

Anna und Ali Mahlodji oder

Anita Frauwallner auf die Bühne,

während das „Fest der Fantasie“

Familien bei freiem Eintritt

in Thal und Bruck an der

Mur in die Welt der Geschichten

entführt. Die Schlössertour

ist bereits ausverkauft. Bereits

am 6. Mai verwandelte sich der

Mariahilferplatz in eine interaktive

Kunstinstallation – der Erlebnisraum

voller Klang, Bilder

und Träume macht das Motto

#dreamstories mitten in der

Stadt erlebbar.

Tessa Erker-Tegetthoff, Elke Kahr, Susanne Haubenhofer und Christian Ulrich

bei der heutigen Storytelling-Festival Programmpräsentation.

STADT GRAZ/FISCHER

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Verfrühte Entscheidung

Nein, ich weiß noch nicht, wen

ich wählen werde. Eine Entscheidung

zu diesem Zeitpunkt

wäre nun doch etwas verfrüht.

(Stammwähler dieser oder jener

Partei sind natürlich von

allen Unwägbarkeiten und Anfechtungen

in Sachen Entscheidungsfindung

gefeit.)

Wolfgang Wagner

* * *

Keine Ahnung von Wahlen

Also wer dunkelrot mit dem

grünen Gefolge wählt, hat echt

keine Ahnung.

Herbert Schuller

* * *

Aussichtlos in Stadt Graz

FPÖ was sonst?! Bringt leider

in Graz nichts.

Tho Ri

* * *

Antwort auf Tho Ri

Zum Glück bringt es in Graz

nichts... die FPÖ/ÖVP richtet

auf Landesebene schon genug

Schaden an.

Sto Helit

* * *

KPÖ haltet Versprechen

KPÖ, die Einzigen, die tun, was

sie sagen.

Christian Ebenschweiger

* * *

Die bevorzugte Partei

Apropos bevorzugte Partei:

Die Grazer Volkspartei hat die

Kommentarfunktion gesperrt...

Irmgard Eigner

* * *

Antwort auf Irmgard E.

Klar damit keiner gegen Argumentieren

kann. Für was steht

Meinungsfrei-

Demokratie?

heit und jede Stimme

darf gehört werden das

Recht geht vom Volke

aus? Anscheinend hat

die ÖVP etwas dagegen.

Stephan Kraus

* * *

Entscheidung festgelegt

Bin bereit und weiß schon

wenn ich jetzt wählen werde

Gerhard Altenburger

* * *

Vorbereitungen laufen

Wir sind vorbereitet. Sprich,

wir wissen, wen wir nicht wählen

werden.

Karoline Prasser

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Grazer

Gemeinderatswahl

Genau 266.009 Personen sind

voraussichtlich am 28. Juni

2026 in Graz wahlberechtigt.

Das bedeutet einen enormen

Verwaltungsaufwand, der das

Team rund um Wahlreferatsleiter

Wolfgang Schwartz bereits

jetzt fordert. An diesem Freitag

wird die Stadtwahlbehörde die

wichtigsten Eckpunkte dafür

beschließen. 111 verschiedene

Wahllokale sind verfügbar.

REAKTIONEN & KOMMENTARE


7. MAI 2026 www.grazer.at

graz 5

Am Grazer Straflandesgericht fand am heutigen Donnerstag der zweite Verhandlungstag statt. Sechs Angeklagte mussten sich dabei für ihre Taten verantworten. KK

Jugendliche verprügelt: „Ich habe

Fäuste von allen Seiten gespürt“

HEFTIG. Am heutigen Donnerstag fand der zweite Verhandlungstag des Prozesses gegen eine Gruppe

Jugendlicher statt. Sechs Mädchen fanden sich auf der Anklagebank wieder. Sie sollen vor mehr als zwei

Jahren eine damals 14-Jährige wild verprügelt haben - auch eine Eisenstange kam dabei zum Einsatz.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Der Grazer“ hat bereits vor

mehr als zwei Jahren exklusiv

über den Vorfall berichtet,

etwas mehr als zwei Jahre

später kommt es jetzt zum Prozess.

Eine damals 14-Jährige wurde

von mehreren Mädchen wüst

verprügelt, getreten und sogar

mit einer Eisenstange geschlagen.

Sechs Jugendliche fanden

sich daher auf der Anklagebank

wieder, sie sollen alle an den abscheulichen

Taten ihren Anteil

haben.

Am ersten Verhandlungstag vor

einer Woche wurden bereits fünf

der sechs angeklagten Mädchen

einvernommen. Sie zeigten sich

zu den vorgeworfenen Punkten

der Anklage größtenteils schuldig.

Auch die sechste Angeklagte

war am Donnerstag einsichtig.

„Das was wir gemacht haben war

falsch“, so die Jugendliche, sie

hätte diese Ansicht auch schon

während der Tat gehabt. Um aber

nicht als falsche Freundin da zu

stehen, gab es gegen die Haupttäterinnen

keinen Widerstand.

Brutal

Wie der Vorfall abgelaufen ist,

darüber gab es beim Prozess nur

wenige Zweifel. Denn als wären

die abscheulichen Taten nicht

alleine genug, zeichneten die Angeklagten

das Ganze auch noch

mit dem Handy auf. Beim Prozess

wurden diese Videos abgespielt,

sie verdeutlichten mit welcher

Brutalität die mutmaßlichen Täterinnen

vorgegangen sind. Das

Opfer wurde in eine verlassene

Wohnung gelockt, dann prügelten

zwei Angeklagte zuerst mit

Fäusten auf das Opfer ein, danach

wurde auch mit einer Eisenstange

auf das Mädchen eingeschlagen.

Sie solle sich ausziehen, forder-

ten die Angeklagten mehrfach, als

sich die damals 14-Jährige weigerte,

kam die Eisenstange wieder

zum Einsatz. Dabei sollen sie sich

laut dem Opfer abgewechselt haben.

Zusätzlich sollen die Haare

angezündet und schlussendlich

ausgezogene Kleidungsstücke angezündet

worden sein. „Ich hatte

Angst“, berichtet die Jugendliche,

auch mit einer Glasscherbe soll

sie bedroht worden sein. Tritte,

Schläge mit Faust und Eisenstange

wechselten sich ab, wie lange

die Tat gedauert hatte konnte

sie nicht genau sagen. „Ich habe

Fäuste gespürt – von allen Seiten“,

so das Opfer. Nachdem zuerst

„nur“ zwei Mädchen Schläge verpassten,

kamen auch die übrigen

Angeklagten in den Raum. Beinahe

alle hatten das Handy in der

Hand um die Tat zu filmen.

Opfer spürt Folgen

Die Folgen jenes Tages im Jahr

2024 sind bei dem Opfer noch

immer spürbar. Sie befindet

sich seit dem Vorfall in psychiatrischer

Behandlung und ist

auch heute sonst noch gezeichnet.

„Wie geht es Ihnen nach dem

Vorfall“, fragte die Richterin.

„Nicht gut“, antwortete die Jugendliche

knapp. Sie sei zwar

dabei das Erlebte zu verarbeiten,

bekommt aber immer wieder

Flashbacks, hat ein Trauma,

kann nicht gut schlafen. Ebenso

plagen sie Depressionen

und auch Vertrauensprobleme.

Nun urteilt also die Justiz

über den Vorfall, das Opfer hatte

sich mit einem Messerstich

bereits selbst gerächt. In einem

separaten Verfahren wurde sie

zu 18 Monaten unbedingter

Haft verurteilt. Zu Redaktionsschluss

gab es noch kein Urteil

über den Prügel-Vorfall, es gilt

die Unschuldsvermutung.


6 graz

www.grazer.at 7. MAI 2026

European Energy Awards

■ Gestern wurden die Gemeinden

Lassnitzhöhe und Lieboch

im Rahmen des e5-Netzwerktreffens

in Salzburg mit dem

European Energy Award ausgezeichnet.

Lieboch erhielt

die Auszeichnung für die

Parkanlage Storchenpark.

Das e5-Programm ist Teil

des europäischen Energie-

Labels. e5-Gemeinden erhalten

ab drei „e“ – und somit

ab 50 Prozent umgesetzter

Maßnahmen – den European

Energy Award und können

sich mit dem fünften „e“ für

den European Energy Award

Gold bewerben.

Bürgermeister Stefan Helmreich (2.v.l.) nahm den Preis in Salzburg

für seine Marktgemeinde Lieboch stolz entgegen.

KK

Verena Garber, Philipp Pointner und Alexis Pascuttini präsentierten heute

das Programm „Neuer Mut für Graz“ zur Graz-Wahl 2026.

NEOS

NEOS: Mut für Graz

■ Die Grazer NEOS haben heute

ihr Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl

unter dem Motto

„Neuer Mut für Graz“ vorgestellt.

Spitzenkandidat Philipp

Pointner, Listenzweite Verena

Garber und Listendritter Alexis

Pascuttini präsentierten dieses

im Rahmen einer Pressekonferenz.

Konkret möchte die Partei

bei Politik und Verwaltung Millionen

einsparen und diese in die

Zukunft der Stadt investieren.

Die dadurch frei werdenden

Mittel sollen den Grazern durch

verschiedene Maßnahmen zugutekommen

– etwa durch eine

Fixplatzgarantie für jedes Grazer

Kind in hochwertiger Kinderbetreuung

oder durch einen

City-Tunnel für die S-Bahn. Ein

weiterer Schwerpunkt liegt auf

dem Wirtschaftsstandort. „Neuer

Mut für Graz heißt: weniger

Geld für Politik und Verwaltung,

mehr Geld für Bildung, Kinderbetreuung,

Mobilität und Standortentwicklung“,

so Pointner.

Premstätten gewinnt Gold

SIEGER. Schöner Erfolg für die Steiermark: Bei der österreichweiten „Wahl zur besten Bushaltestelle“

geht der erste Platz an den Busbahnhof Premstätten, Bezirk Graz-Umgebung.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Der VCÖ startete die Initiative

„Haltestellen im

Fahrgast-Check“ und

fand in der Steiermark besonders

großen Anklang. Insgesamt

haben die Fahrgäste 706

Haltestellen mit Mängeln gemeldet

– der am meisten genannte

Mangel war fehlender

Witterungsschutz. Erfreulich

für die Steiermark: Bei der österreichweiten

„Wahl zur besten

Bushaltestelle“ geht der

Sieg an den Busbahnhof Premstätten.

Gewinner

Insgesamt wurden 27 Haltestellen

von Verkehrsunternehmen

und Verkehrsverbünden

eingereicht, welche von einer

siebenköpfigen Fachjury bewertet

wurde. Das Ergebnis

war besonders erfreulich für

die Steiermark: Der Busbahnhof

Premstätten erhielt in

Summe aus Bewertung der

Fachjury und den Stimmen der

Fahrgäste die meisten Punkte

und gewinnt die Wahl zur besten

Bushaltestelle Österreichs.

„Unser Busbahnhof ist täglich

für viele Menschen ein

wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Es ist eben nicht nur

ein Wartehäuschen, sondern

ein Ort, an dem wir zeigen,

wie wichtig uns jeder einzelne

Fahrgast ist - von Schülern

über Pendler bis hin zu unseren

Senioren. Genau das

macht gute öffentliche Infrastruktur

aus“, freut sich Bürgermeister

Matthias Pokorn über

die Auszeichnung.

Erfreulich für die Steiermark: Bei der österreichweiten „Wahl zur besten

Bushaltestelle“ geht der Sieg an den Busbahnhof Premstätten.

TOM BIELA


7. MAI 2026 www.grazer.at

graz 7

Starke Zahlen bei ams Osram

POSITIV. Auf ein starkes erstes Quartal kann ams Osram CEO Aldo Kamper blicken. Der Umsatz lag bei

796 Millionen Euro und die bereinigte EBITDA-Marge bei 16,5 Prozent. Auch der Ausblick ist positiv.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Das Halbleiter-Kerngeschäft

des Halbleiter- und

Sensorherstellers wies

ein Wachstum von neun Prozent

auf. Es liegt damit auf einem vergleichbaren

Niveau wie im Vorjahr.

Zudem wurden die ersten Einsparungen

aus dem Effizienzund

Transformationsprogramm

„Simplify“ realisiert.

Im Rahmen einer Entwicklungsvereinbarung

mit einem

führenden AE Photonics-Kunden

tritt ams Osram auch in den

AI-Data-Center-Markt ein.

Solider Start

„Wir haben einen sehr soliden

Start in das Geschäftsjahr verzeichnet.

Die Unterzeichnung

einer Entwicklungsvereinbarung

mit einem Marktführer für

AI Photonics Lösungen für KI-

Rechenzentren stellt einen weiteren

wichtigen Meilenstein dar

und verdeutlicht klar, dass unsere

Transformation zum führenden

Unternehmen im Bereich

Digital Photonics zunehmend

an Dynamik gewinnt.

Gleichzeitig arbeiten wir zügig

an der Abrundung unseres

Portfolios, um der entscheidende

Partner für die nächste Generation

KI gestützter Augmented

Reality Brillen zu werden“, sagte

Aldo Kamper, CEO von ams

OSRAM.

Für das zweite Quartal erwartet

der Technologiekonzern eine

Umsatzspanne von 725 bis 825

Millionen Euro und eine bereinigte

EBITDA-Marge von 15,5

Prozent.

Der Technologiekonzern ams Osram kann auf ein sehr starkes erstes Quartal

zurückblicken. Auch die Aussichten für Quartal zwei sind positiv. AMS OSRAM

Nachhaltigkeit im Weltall

SPANNEND. Das heurige Circular Economy Summit in der WKO Steiermark durfte einen ganz besonderen

Gast begrüßen. Österreichs ESA Astronautin Carmen Possnig sprach über Ressourcen im All.

WKO Steiermark Vizepräsidentin Gabi Lechner freute sich Weltraummedizinerin

und Astronautin Carmen Possnig begrüßen zu dürfen. DER GRAZER

Von Sabrina Naseradsksy

sabrina.naseradsky@grazer.at

Bei der alle zwei Jahre stattfindenden

Circular Economy

Summit dreht sich

alles um Kreislaufwirtschaft und

Ressourcenschonung. Heuer

war mit Carmen Possing Österreichs

Weltraummedizinerin und

ESA Astronautin zu Gast. Possing

sprach in ihrer Keynote über Ressourcen

und deren nachhaltige

Nutzung im Weltall.

Spannend

„Im Weltall haben wir wenige

Ressourcen. Daher müssen wir

schauen, dass wir die vorhandenen

gut nutzen“, erklärt die Astronautin.

Possnig nennt hier als

Beispiel eine mögliche Reise und

Aufenthalt von Menschen auf dem

Mars: „Wir können nicht alles, was

wir auf dem Mars zum überleben

brauchen von der Erde mitnehmen.

Daher muss man schauen,

was man aus dem herstellen kann,

was man vor Ort vorfindet.“

Viele Forscher arbeiten derzeit

an diesen Projekten. Diese umfassende

Grundlagenforschung

kann auch uns auf der Erde zugutekommen

wenn es etwa um

die Nutzung von CO2 geht. Daher

kann man Weltraummissionen als

Beispiel hernehmen, wie es auf

der Erde gehen kann. Die internationale

Raumstation ISS in etwa

betreibt zu 90 Prozent Wasserrecycling.

WKO-Vizepräsidentin und Frau

in der Wirtschaft Vorsitzende Gabi

Lechner freute sich besonders,

eine weibliche Astronautin, die

sich noch dazu mit dem Thema

Nachhaltigkeit beschäftigt, begrüßen

zu dürfen. Setzt sich Lechner

besonders für Nachhaltigkeit in

Unternehmen ein.


8 graz

www.grazer.at 7. MAI 2026

Ein Zuhause

für Teddy

Grazer

Pfoten

Blumenkönigin Lisa II überreichte „Grazer“-Redakteurin Sabrina Naseradsky

einen Blumengruß anlässlich des Muttertages am 10. Mai.

DER GRAZER

Blumen zum Muttertag

■ Über einen ganz besonderen

Besuch durften wir uns heute in

der Redaktion des „Grazer“ freuen.

Blumenkönigin Lisa II stattete

uns anlässlich des bevorstehenden

Muttertags am 10. Mai

einen Besuch ab und brachte

uns einen kleinen Blumengruß

vorbei.

Wer also noch auf der Suche

nach einem Geschenk für die

Mama ist, der ist mit Blumen von

den steirischen Gärtnern und

Floristen gut beraten. Denn hier

findet man für jede Mama die

passende Blume.

Der Muttertag etablierte sich

ausgehend von den USA seit

1914 in der westlichen Welt. Bei

uns wird er am zweiten Sonntag

im Mai gefeiert.

Marianne Hainisch, die Begründerin

der Frauenbewegung,

gilt bei uns als Initiatorin des

Muttertags. Dieser wurde 1924

während der zweiten Amtszeit

ihres Sohnes, Bundespräsident

Michael Hainisch, eingeführt.

Schnelle Bewegungen ängstigen den Rüden.

Teddy kam in die Arche

Noah, nachdem sich seine

Vorbesitzer getrennt hatten.

Der Rüde ist sehr schlau und

liebt es, besonders mit Leckerlis

neue Tricks zu üben. Teddy

möchte nicht bedrängt werden,

da er sonst auch einmal

schnappen kann. Daher sucht

er ein beständiges Zuhause bei

Menschen, die zwar aktiv sind,

ihm aber auch Ruhe geben.

- 4 Jahre

- männlich

- mag keine Kinder

- mag keine anderen Hunde

Kontakt: Arche Noah

www.aktivertierschutz.at

Tel. 0676 84 24 17 437

ARCHE NOAH

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ anna.stocker@grazer.at

Kollision mit Bus

und Polizeiauto

■ Am Donnerstagvormittag

kam es beim Eisernen Tor in

Graz zu einem Verkehrsunfall,

in den offenbar auch ein Polizeifahrzeug

verwickelt war.

Ersten Informationen zufolge

dürfte das Einsatzfahrzeug mit

einem Bus zusammengestoßen

sein. Rund um den Opernring

und den Joanneumring kam

es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Auch der öffentliche

Verkehr war betroffen:

Mehrere Straßenbahnlinien

mussten vorübergehend umgeleitet

werden, teilweise wurde

ein Ersatzverkehr mit Bussen

eingerichtet. Das betroffene

Fahrzeug musste abgeschleppt

werden.

Bei dem heutigen Einsatz war die Berufsfeuerwehr Graz, die Polizei sowie der Abschleppdienst beteiligt. Rund

um den Opernring und den Joanneumring kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus.

KK


7. MAI 2026 www.grazer.at

graz 9

Darts-Elite zu Gast in Graz

SPORT. Von Freitag bis Sonntag wird die Messe Halle A zur Darts-Arena. Erstmals steigen die Austrian

Darts Open damit in der Steirischen Landeshauptstadt. Mit dabei auch Rekordhalter van Gerwen.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Es ist bereits die 12. Auflage

der Austrian Darts Open,

die dieses Wochenende in

der Steiermark steigt. 2018 war

man erstmals in der Steiermark-

Halle in Premstätten zu Gast, seither

hat sich Graz zu einem festen

Bestandteil der European Tour

entwickelt.

Dabei zeigte sich auch, wie

Darts-verrückt die Steirer sind.

Bei jeder perfekten Aufnahme,

180 Punkte mit drei Würfen, geht

ein Jubel durch die Menge, auch

sonst weiß das Publikum mit

Kostümen und großartiger Stimmung

zu überzeugen. Nachdem

die Steiermark-Halle fast aus allen

Nähten platzte, zog man für

dieses Jahr nach Graz. Erstmals

wird an der Grazer Messe gespielt.

Grazer24

www.grazer24.at

Holländer als Favoriten

Die österreichischen Darts-Fans

dürfen sich dabei auf einige Hochkaräter

freuen. Als Favoriten wird

vor allem ein Duo aus den Niederlanden

gehandelt. Gian van Veen

ist aktueller Vize-Weltmeister und

liegt auf Rang drei der Weltrangliste.

Doch auch mit seinem Landsmann

Michael van Gerwen wird

zu rechnen sein. Der dreifache

Weltmeister liegt aktuell auf Rang

vier der Weltrangliste und konnte

die Austrian Open bereits vier Mal

für sich entscheiden. Auf die Sieger

wartet auch dieses Jahr nicht

nur wichtiges Preisgeld für die

Weltrangliste, sondern auch der

traditionelle Steirerjanker.

Österreicher sind für den

Hauptbewerb keine fix gesetzt, sie

müssen sich am heutigen Donnerstag

durch die Qualifikation

schlagen.

SPRITPREISBÖRSE

Michael van Gerwen gilt als einer der Favoriten auf den Titel. Bereits vier Mal

konnte der Niederländer die Austrian Open gewinnen. PDC EUROPE / SEBASTIAN DOPPSTADT

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10 graz

www.grazer.at 7. MAI 2026


7. MAI 2026 www.grazer.at

Am Grazer Flughafen wird morgen eine große Übung durchgeführt: Simuliert

wird eine Infektion mit einer hochansteckenden Krankheit. FLUGHAFEN GRAZ

graz 11

Ausblick

Was am Freitag in

Graz wichtig ist

■ Am morgigen Freitag wird die Stadtwahlbehörde die wichtigsten

Eckpunkte für die Gemeinderatswahl am 28. Juni beschließen.

So soll die Wahlzeit einheitlich für alle 279 Sprengel auf 7 bis 16 Uhr

festgelegt werden. Drei Meter vom Eingang zum Wahllokal soll eine

Verbotszone, inder jede Art der Wahlwerbung untersagt wird, gelten.

Insgesamt gibt es übrigens genau 111 verschiedene Wahllokale – die

Tennenmälzerei oder die Volksschule Reininghaus sind beispielsweise

heuer neu dazugekommen.

■ Gemäß internationaler Richtlinien wird am Graz Airport alle zwei

Jahre eine umfassende Einsatzübung durchgeführt: Alpha 10 widmet

sich morgen einem Thema, das in dieser Form noch nicht erprobt

wurde: „Mögliche Infektion mit einer hochansteckenden Krankheit“.

■ Am 8. Mai wird der Gedenktag zur Befreiung vom Nationalsozialismus

gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff Leonhard

und der Grätzelinitiative Margaretenbad treffen sich die Bezirksräte

über alle Parteigrenzen hinweg in St. Leonhard und Geidorf, um gemeinsam

die Stolpersteine zu reinigen.

■ Das Studierendenmotorsportteam an der FH Joanneum – Joanneum

Racing Graz – präsentiert seinen neuen elektrisch betriebenen

Rennwagen, den JR26, der Öffentlichkeit.

■ „Kafana Beisl Culture Clash“, eine balkanmusikalische Komödie

von und mit Musiker Sandy Lopicic feiert um 19.30 Uhr am Schauspielhaus

Premiere.

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VIERTEL 4

im Joanneumsviertel

Pop-up-Bar

Summerlounge

OPENING

13.Mai

16:00 UHR

Wir sehen

uns hier.

Kaiserfeldgasse

Live Music

Afterwork

Drinks

Dienstag bis Samstag

Nur bei

ab 16:00 Uhr Schönwetter.

Jeden 1. Sonntag im Monat

ab 12:00 Uhr

/viertel4 www.viertel-vier.at

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