7. Mai 2026
- Große Stadion-Pläne, aber „nix ist fix“ - Auszeichnung: Busbahnhof Premstätten ist beliebteste und beste Haltestelle Österreichs - Prozess gegen Mädchen-Gang nach brutalen Misshandlungen
- Große Stadion-Pläne, aber „nix ist fix“
- Auszeichnung: Busbahnhof Premstätten ist beliebteste und beste Haltestelle Österreichs
- Prozess gegen Mädchen-Gang nach brutalen Misshandlungen
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Grazer7. MAI 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
24°
Morgen
überwiegend
bewölkt, aber
trocken.
Die Temperaturen
liegen in Graz
zwischen 11 und 24 Grad.
Erfreulich
Große Auszeichnung: Der Busbahnhof
Premstätten ist die beliebteste und
beste Haltestelle Österreichs! 6
Erschütternd
Zwei Jahre nach der Tat: Grazer
Prozess gegen Mädchen-Gang nach
brutalen Misshandlungen. 5
Zukunft weiter unklar
Große Stadion-
Pläne, aber
„nix ist fix“
ZOOMVP, TOM BIELA, KK
Stadion-Poker. Die Stadt präsentiert eine 60-Millionen-Euro-Studie für das Stadion Liebenau, doch hinter den Kulissen brodelt es. Während die
Politik vor der Wahl auf einen Beschluss drängt, regt sich im Umfeld der Klubs Widerstand gegen die Pläne. Die Zukunft der Arena bleibt ungewiss. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 7. MAI 2026
Nächste Verschiebung
beim Stadion: Massive
Kritik an der Stadt
Jetzt ist es
endgültig fix:
in dieser Legislaturperiode
wird es keinen
Planungsbeschluss
für das
Grazer Stadion
geben.
GEPA
WEITER WARTEN. Heute präsentierte die Stadtbaudirektion das Ergebnis der Machbarkeitsstudie
für das neue Stadion Liebenau. Im Juni soll der Grundsatzbeschluss erfolgen, erst nach der Gemeinderatswahl
ein Konzept erarbeitet werden. Hinter den Kulissen wird Kritik an der KPÖ lauter.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Auch wenn Bürgermeisterin
Elke Kahr die Gruselgeschichte
um das
Stadion Liebenau noch vor der
Gemeinderatswahl beenden
wollte, ist das letzte Kapitel noch
lange nicht geschrieben. Offiziell
herrscht Schweigen, doch hinter
verschlossenen Türen ist die
Stimmung am Siedepunkt.
Am heutigen Donnerstag, veröffentlichte
die Stadtbaudirektion
die Machbarkeitsstudie für das
Stadion um 60 Millionen Euro mit
einem Fassungsvermögen von
bis zu 20.100 Plätzen, garantierten
internationalen Spielen und
1.700 VIP-Plätzen. Dazu kommen
neue Medien- und Kamerabereiche,
Schallschutzmaßnahmen
sowie eine umfassende Erneuerung
der haustechnischen und
elektrotechnischen Infrastruktur.
Nix ist fix
Fix ist damit aber noch lange
nichts. Laut Kahr liegt der Ball
derzeit bei den Vereinen, die sich
auf eine Zusammenarbeit der Betreibergesellschaft
einigen müssten.
Aus dem Umfeld von Sturm
und GAK hört man allerdings,
dass man alles andere als zufrieden
sei mit den Konditionen, die
die Stadt für die Zukunft des Stadions
anbietet. „Aus parteipolitischen
Wahlkampfüberlegungen
drängt man auf einen Grundsatzbeschluss
und wir müssen uns
das Stadion selber bezahlen, aber
gehören tut es der Stadt.“ Nun
droht ein Szenario, das Kritiker
als „Linz-Falle“ bezeichnen. Sollte
es lediglich zu einem Grundsatzbeschluss
für eine Sanierung
kommen, wäre dies wirtschaftlich
gesehen die schlechteste aller Optionen.
Das Argument: Die Kosten
seien ähnlich hoch wie bei einem
Neubau, doch das Ergebnis bleibe
ein veraltetes Objekt.
Jahrelang verzögert
Die Stadt habe als Eigentümerin
eine nachhaltige Lösung jahre-
lang verzögert, jetzt sucht man
einen Sündenbock, dem man
das Scheitern umhängen kann.
Ob es die Vereine sind, oder das
Land bei dem man noch immer
auf alle Unterlagen und Dokumente
wartet (wir berichteten),
und deshalb noch nicht in die
Gespräche involviert ist, sei dabei
kaum von Belang.
Beim Land bekräftigt man
nach wie vor: „Sobald ein konkreter
Vorschlag auf dem Tisch
liegt, sind wir bereit. Aber es
muss auch klar sein, dass der
Steuerzahler wissen muss worauf
er sich einlässt.“ Dabei geht
es unter anderem auch um Haftungsfragen,
die Form der Besitzverhältnisse
und die Modalitäten
für die Vereine.
Im Juni soll der Grundsatzbeschluss
erfolgen, im Herbst ein
Konzept mit den Vereinen und
dem Land erarbeitet werden. Allerdings
steht nicht fest, welche
Parteien dann nach der Gemeinderatswahl
am Ruder sein werden.
Damit ist die Zukunft des
Stadions nach wie vor unklar.
Reaktion
Sportstadtrat Kurt Hohensinner:
„Die Stadionfrage ist zum Symbol
für die Politik der Kahr-Schwentner-Koalition
geworden: Am
Anfang wurde viel versprochen,
seither wird verzögert, vertröstet
und verschoben. Nach fünf Jahren
Studien, Arbeitskreisen und
schönen Worten bleibt eine Nullnummer.
Der jetzt angekündigte
Stadion-Beschluss zeigt vor allem
eines: Auch nach fünf Jahren
hat die Stadtspitze noch immer
keinen Plan für einen umsetzbaren
Stadionausbau. Dass man
nun noch einmal jenen Auftrag
beschließt, den man eigentlich
seit Jahren hat, nämlich ein für
alle Seiten funktionierendes
Betreiber- und Finanzierungsmodell
zu erarbeiten, zeigt das
gesamte Ausmaß der Tragödie.
Wieder werden Vereine und Fans
vertröstet, statt endlich eine echte
Lösung für die Stadionfrage zu
präsentieren.“
derGrazer
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7. MAI 2026 www.grazer.at
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4 graz
www.grazer.at 7. MAI 2026
Ein Festival verabschiedet sich
ENDE. Das internationale Storytelling-Festival „Graz erzählt“ findet heuer zum letzten Mal in Graz
statt. Unter dem Motto #dreamstories bietet das Festival zum Abschluss ein vielfältiges Programm.
Von Anna Stocker
anna.stocker@grazer.at
Nach 39 Jahren endet heuer
eine beliebte Grazer
Kulturinstitution: Das
internationale Storytelling Festival
„Graz Erzählt“ geht von 21.
bis 25. Mai unter dem Motto
„#dreamstories“ ein letztes Mal
über die Bühne.
Seit der Gründung stand das
Festival für die Erzählkunst, bewegende
Begegnungen und die
Magie des Zuhörens. Unter der
Leitung von Tessa Erker-Tegetth
o ff entwickelte sich das Format
in den vergangenen Jahren weiter,
ehe nun verschärfte Rahmenbedingungen
und Kürzungen
in der Kulturförderung das
Aus bedeuten.
Schulungen
Zum Finale lädt das Festival
noch einmal zu zahlreichen
Höhepunkten: Bei der „Langen
Nacht der Geschichten“
im Schauspielhaus Graz verschmelzen
Erzählkunst, Musik,
Tanz und Artistik zu einem außergewöhnlichen
Gesamterlebnis.
„Story to Grow“ bringt inspirierende
Persönlichkeiten wie
Anna und Ali Mahlodji oder
Anita Frauwallner auf die Bühne,
während das „Fest der Fantasie“
Familien bei freiem Eintritt
in Thal und Bruck an der
Mur in die Welt der Geschichten
entführt. Die Schlössertour
ist bereits ausverkauft. Bereits
am 6. Mai verwandelte sich der
Mariahilferplatz in eine interaktive
Kunstinstallation – der Erlebnisraum
voller Klang, Bilder
und Träume macht das Motto
#dreamstories mitten in der
Stadt erlebbar.
Tessa Erker-Tegetthoff, Elke Kahr, Susanne Haubenhofer und Christian Ulrich
bei der heutigen Storytelling-Festival Programmpräsentation.
STADT GRAZ/FISCHER
Jetzt
mitdiskutieren
www.facebook.com/derGrazer
Verfrühte Entscheidung
Nein, ich weiß noch nicht, wen
ich wählen werde. Eine Entscheidung
zu diesem Zeitpunkt
wäre nun doch etwas verfrüht.
(Stammwähler dieser oder jener
Partei sind natürlich von
allen Unwägbarkeiten und Anfechtungen
in Sachen Entscheidungsfindung
gefeit.)
Wolfgang Wagner
* * *
Keine Ahnung von Wahlen
Also wer dunkelrot mit dem
grünen Gefolge wählt, hat echt
keine Ahnung.
Herbert Schuller
* * *
Aussichtlos in Stadt Graz
FPÖ was sonst?! Bringt leider
in Graz nichts.
Tho Ri
* * *
Antwort auf Tho Ri
Zum Glück bringt es in Graz
nichts... die FPÖ/ÖVP richtet
auf Landesebene schon genug
Schaden an.
Sto Helit
* * *
KPÖ haltet Versprechen
KPÖ, die Einzigen, die tun, was
sie sagen.
Christian Ebenschweiger
* * *
Die bevorzugte Partei
Apropos bevorzugte Partei:
Die Grazer Volkspartei hat die
Kommentarfunktion gesperrt...
Irmgard Eigner
* * *
Antwort auf Irmgard E.
Klar damit keiner gegen Argumentieren
kann. Für was steht
Meinungsfrei-
Demokratie?
heit und jede Stimme
darf gehört werden das
Recht geht vom Volke
aus? Anscheinend hat
die ÖVP etwas dagegen.
Stephan Kraus
* * *
Entscheidung festgelegt
Bin bereit und weiß schon
wenn ich jetzt wählen werde
Gerhard Altenburger
* * *
Vorbereitungen laufen
Wir sind vorbereitet. Sprich,
wir wissen, wen wir nicht wählen
werden.
Karoline Prasser
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Grazer
Gemeinderatswahl
Genau 266.009 Personen sind
voraussichtlich am 28. Juni
2026 in Graz wahlberechtigt.
Das bedeutet einen enormen
Verwaltungsaufwand, der das
Team rund um Wahlreferatsleiter
Wolfgang Schwartz bereits
jetzt fordert. An diesem Freitag
wird die Stadtwahlbehörde die
wichtigsten Eckpunkte dafür
beschließen. 111 verschiedene
Wahllokale sind verfügbar.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
7. MAI 2026 www.grazer.at
graz 5
Am Grazer Straflandesgericht fand am heutigen Donnerstag der zweite Verhandlungstag statt. Sechs Angeklagte mussten sich dabei für ihre Taten verantworten. KK
Jugendliche verprügelt: „Ich habe
Fäuste von allen Seiten gespürt“
HEFTIG. Am heutigen Donnerstag fand der zweite Verhandlungstag des Prozesses gegen eine Gruppe
Jugendlicher statt. Sechs Mädchen fanden sich auf der Anklagebank wieder. Sie sollen vor mehr als zwei
Jahren eine damals 14-Jährige wild verprügelt haben - auch eine Eisenstange kam dabei zum Einsatz.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Der Grazer“ hat bereits vor
mehr als zwei Jahren exklusiv
über den Vorfall berichtet,
etwas mehr als zwei Jahre
später kommt es jetzt zum Prozess.
Eine damals 14-Jährige wurde
von mehreren Mädchen wüst
verprügelt, getreten und sogar
mit einer Eisenstange geschlagen.
Sechs Jugendliche fanden
sich daher auf der Anklagebank
wieder, sie sollen alle an den abscheulichen
Taten ihren Anteil
haben.
Am ersten Verhandlungstag vor
einer Woche wurden bereits fünf
der sechs angeklagten Mädchen
einvernommen. Sie zeigten sich
zu den vorgeworfenen Punkten
der Anklage größtenteils schuldig.
Auch die sechste Angeklagte
war am Donnerstag einsichtig.
„Das was wir gemacht haben war
falsch“, so die Jugendliche, sie
hätte diese Ansicht auch schon
während der Tat gehabt. Um aber
nicht als falsche Freundin da zu
stehen, gab es gegen die Haupttäterinnen
keinen Widerstand.
Brutal
Wie der Vorfall abgelaufen ist,
darüber gab es beim Prozess nur
wenige Zweifel. Denn als wären
die abscheulichen Taten nicht
alleine genug, zeichneten die Angeklagten
das Ganze auch noch
mit dem Handy auf. Beim Prozess
wurden diese Videos abgespielt,
sie verdeutlichten mit welcher
Brutalität die mutmaßlichen Täterinnen
vorgegangen sind. Das
Opfer wurde in eine verlassene
Wohnung gelockt, dann prügelten
zwei Angeklagte zuerst mit
Fäusten auf das Opfer ein, danach
wurde auch mit einer Eisenstange
auf das Mädchen eingeschlagen.
Sie solle sich ausziehen, forder-
ten die Angeklagten mehrfach, als
sich die damals 14-Jährige weigerte,
kam die Eisenstange wieder
zum Einsatz. Dabei sollen sie sich
laut dem Opfer abgewechselt haben.
Zusätzlich sollen die Haare
angezündet und schlussendlich
ausgezogene Kleidungsstücke angezündet
worden sein. „Ich hatte
Angst“, berichtet die Jugendliche,
auch mit einer Glasscherbe soll
sie bedroht worden sein. Tritte,
Schläge mit Faust und Eisenstange
wechselten sich ab, wie lange
die Tat gedauert hatte konnte
sie nicht genau sagen. „Ich habe
Fäuste gespürt – von allen Seiten“,
so das Opfer. Nachdem zuerst
„nur“ zwei Mädchen Schläge verpassten,
kamen auch die übrigen
Angeklagten in den Raum. Beinahe
alle hatten das Handy in der
Hand um die Tat zu filmen.
Opfer spürt Folgen
Die Folgen jenes Tages im Jahr
2024 sind bei dem Opfer noch
immer spürbar. Sie befindet
sich seit dem Vorfall in psychiatrischer
Behandlung und ist
auch heute sonst noch gezeichnet.
„Wie geht es Ihnen nach dem
Vorfall“, fragte die Richterin.
„Nicht gut“, antwortete die Jugendliche
knapp. Sie sei zwar
dabei das Erlebte zu verarbeiten,
bekommt aber immer wieder
Flashbacks, hat ein Trauma,
kann nicht gut schlafen. Ebenso
plagen sie Depressionen
und auch Vertrauensprobleme.
Nun urteilt also die Justiz
über den Vorfall, das Opfer hatte
sich mit einem Messerstich
bereits selbst gerächt. In einem
separaten Verfahren wurde sie
zu 18 Monaten unbedingter
Haft verurteilt. Zu Redaktionsschluss
gab es noch kein Urteil
über den Prügel-Vorfall, es gilt
die Unschuldsvermutung.
6 graz
www.grazer.at 7. MAI 2026
European Energy Awards
■ Gestern wurden die Gemeinden
Lassnitzhöhe und Lieboch
im Rahmen des e5-Netzwerktreffens
in Salzburg mit dem
European Energy Award ausgezeichnet.
Lieboch erhielt
die Auszeichnung für die
Parkanlage Storchenpark.
Das e5-Programm ist Teil
des europäischen Energie-
Labels. e5-Gemeinden erhalten
ab drei „e“ – und somit
ab 50 Prozent umgesetzter
Maßnahmen – den European
Energy Award und können
sich mit dem fünften „e“ für
den European Energy Award
Gold bewerben.
Bürgermeister Stefan Helmreich (2.v.l.) nahm den Preis in Salzburg
für seine Marktgemeinde Lieboch stolz entgegen.
KK
Verena Garber, Philipp Pointner und Alexis Pascuttini präsentierten heute
das Programm „Neuer Mut für Graz“ zur Graz-Wahl 2026.
NEOS
NEOS: Mut für Graz
■ Die Grazer NEOS haben heute
ihr Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl
unter dem Motto
„Neuer Mut für Graz“ vorgestellt.
Spitzenkandidat Philipp
Pointner, Listenzweite Verena
Garber und Listendritter Alexis
Pascuttini präsentierten dieses
im Rahmen einer Pressekonferenz.
Konkret möchte die Partei
bei Politik und Verwaltung Millionen
einsparen und diese in die
Zukunft der Stadt investieren.
Die dadurch frei werdenden
Mittel sollen den Grazern durch
verschiedene Maßnahmen zugutekommen
– etwa durch eine
Fixplatzgarantie für jedes Grazer
Kind in hochwertiger Kinderbetreuung
oder durch einen
City-Tunnel für die S-Bahn. Ein
weiterer Schwerpunkt liegt auf
dem Wirtschaftsstandort. „Neuer
Mut für Graz heißt: weniger
Geld für Politik und Verwaltung,
mehr Geld für Bildung, Kinderbetreuung,
Mobilität und Standortentwicklung“,
so Pointner.
Premstätten gewinnt Gold
SIEGER. Schöner Erfolg für die Steiermark: Bei der österreichweiten „Wahl zur besten Bushaltestelle“
geht der erste Platz an den Busbahnhof Premstätten, Bezirk Graz-Umgebung.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Der VCÖ startete die Initiative
„Haltestellen im
Fahrgast-Check“ und
fand in der Steiermark besonders
großen Anklang. Insgesamt
haben die Fahrgäste 706
Haltestellen mit Mängeln gemeldet
– der am meisten genannte
Mangel war fehlender
Witterungsschutz. Erfreulich
für die Steiermark: Bei der österreichweiten
„Wahl zur besten
Bushaltestelle“ geht der
Sieg an den Busbahnhof Premstätten.
Gewinner
Insgesamt wurden 27 Haltestellen
von Verkehrsunternehmen
und Verkehrsverbünden
eingereicht, welche von einer
siebenköpfigen Fachjury bewertet
wurde. Das Ergebnis
war besonders erfreulich für
die Steiermark: Der Busbahnhof
Premstätten erhielt in
Summe aus Bewertung der
Fachjury und den Stimmen der
Fahrgäste die meisten Punkte
und gewinnt die Wahl zur besten
Bushaltestelle Österreichs.
„Unser Busbahnhof ist täglich
für viele Menschen ein
wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
Es ist eben nicht nur
ein Wartehäuschen, sondern
ein Ort, an dem wir zeigen,
wie wichtig uns jeder einzelne
Fahrgast ist - von Schülern
über Pendler bis hin zu unseren
Senioren. Genau das
macht gute öffentliche Infrastruktur
aus“, freut sich Bürgermeister
Matthias Pokorn über
die Auszeichnung.
Erfreulich für die Steiermark: Bei der österreichweiten „Wahl zur besten
Bushaltestelle“ geht der Sieg an den Busbahnhof Premstätten.
TOM BIELA
7. MAI 2026 www.grazer.at
graz 7
Starke Zahlen bei ams Osram
POSITIV. Auf ein starkes erstes Quartal kann ams Osram CEO Aldo Kamper blicken. Der Umsatz lag bei
796 Millionen Euro und die bereinigte EBITDA-Marge bei 16,5 Prozent. Auch der Ausblick ist positiv.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Das Halbleiter-Kerngeschäft
des Halbleiter- und
Sensorherstellers wies
ein Wachstum von neun Prozent
auf. Es liegt damit auf einem vergleichbaren
Niveau wie im Vorjahr.
Zudem wurden die ersten Einsparungen
aus dem Effizienzund
Transformationsprogramm
„Simplify“ realisiert.
Im Rahmen einer Entwicklungsvereinbarung
mit einem
führenden AE Photonics-Kunden
tritt ams Osram auch in den
AI-Data-Center-Markt ein.
Solider Start
„Wir haben einen sehr soliden
Start in das Geschäftsjahr verzeichnet.
Die Unterzeichnung
einer Entwicklungsvereinbarung
mit einem Marktführer für
AI Photonics Lösungen für KI-
Rechenzentren stellt einen weiteren
wichtigen Meilenstein dar
und verdeutlicht klar, dass unsere
Transformation zum führenden
Unternehmen im Bereich
Digital Photonics zunehmend
an Dynamik gewinnt.
Gleichzeitig arbeiten wir zügig
an der Abrundung unseres
Portfolios, um der entscheidende
Partner für die nächste Generation
KI gestützter Augmented
Reality Brillen zu werden“, sagte
Aldo Kamper, CEO von ams
OSRAM.
Für das zweite Quartal erwartet
der Technologiekonzern eine
Umsatzspanne von 725 bis 825
Millionen Euro und eine bereinigte
EBITDA-Marge von 15,5
Prozent.
Der Technologiekonzern ams Osram kann auf ein sehr starkes erstes Quartal
zurückblicken. Auch die Aussichten für Quartal zwei sind positiv. AMS OSRAM
Nachhaltigkeit im Weltall
SPANNEND. Das heurige Circular Economy Summit in der WKO Steiermark durfte einen ganz besonderen
Gast begrüßen. Österreichs ESA Astronautin Carmen Possnig sprach über Ressourcen im All.
WKO Steiermark Vizepräsidentin Gabi Lechner freute sich Weltraummedizinerin
und Astronautin Carmen Possnig begrüßen zu dürfen. DER GRAZER
Von Sabrina Naseradsksy
sabrina.naseradsky@grazer.at
Bei der alle zwei Jahre stattfindenden
Circular Economy
Summit dreht sich
alles um Kreislaufwirtschaft und
Ressourcenschonung. Heuer
war mit Carmen Possing Österreichs
Weltraummedizinerin und
ESA Astronautin zu Gast. Possing
sprach in ihrer Keynote über Ressourcen
und deren nachhaltige
Nutzung im Weltall.
Spannend
„Im Weltall haben wir wenige
Ressourcen. Daher müssen wir
schauen, dass wir die vorhandenen
gut nutzen“, erklärt die Astronautin.
Possnig nennt hier als
Beispiel eine mögliche Reise und
Aufenthalt von Menschen auf dem
Mars: „Wir können nicht alles, was
wir auf dem Mars zum überleben
brauchen von der Erde mitnehmen.
Daher muss man schauen,
was man aus dem herstellen kann,
was man vor Ort vorfindet.“
Viele Forscher arbeiten derzeit
an diesen Projekten. Diese umfassende
Grundlagenforschung
kann auch uns auf der Erde zugutekommen
wenn es etwa um
die Nutzung von CO2 geht. Daher
kann man Weltraummissionen als
Beispiel hernehmen, wie es auf
der Erde gehen kann. Die internationale
Raumstation ISS in etwa
betreibt zu 90 Prozent Wasserrecycling.
WKO-Vizepräsidentin und Frau
in der Wirtschaft Vorsitzende Gabi
Lechner freute sich besonders,
eine weibliche Astronautin, die
sich noch dazu mit dem Thema
Nachhaltigkeit beschäftigt, begrüßen
zu dürfen. Setzt sich Lechner
besonders für Nachhaltigkeit in
Unternehmen ein.
8 graz
www.grazer.at 7. MAI 2026
Ein Zuhause
für Teddy
Grazer
Pfoten
Blumenkönigin Lisa II überreichte „Grazer“-Redakteurin Sabrina Naseradsky
einen Blumengruß anlässlich des Muttertages am 10. Mai.
DER GRAZER
Blumen zum Muttertag
■ Über einen ganz besonderen
Besuch durften wir uns heute in
der Redaktion des „Grazer“ freuen.
Blumenkönigin Lisa II stattete
uns anlässlich des bevorstehenden
Muttertags am 10. Mai
einen Besuch ab und brachte
uns einen kleinen Blumengruß
vorbei.
Wer also noch auf der Suche
nach einem Geschenk für die
Mama ist, der ist mit Blumen von
den steirischen Gärtnern und
Floristen gut beraten. Denn hier
findet man für jede Mama die
passende Blume.
Der Muttertag etablierte sich
ausgehend von den USA seit
1914 in der westlichen Welt. Bei
uns wird er am zweiten Sonntag
im Mai gefeiert.
Marianne Hainisch, die Begründerin
der Frauenbewegung,
gilt bei uns als Initiatorin des
Muttertags. Dieser wurde 1924
während der zweiten Amtszeit
ihres Sohnes, Bundespräsident
Michael Hainisch, eingeführt.
Schnelle Bewegungen ängstigen den Rüden.
Teddy kam in die Arche
Noah, nachdem sich seine
Vorbesitzer getrennt hatten.
Der Rüde ist sehr schlau und
liebt es, besonders mit Leckerlis
neue Tricks zu üben. Teddy
möchte nicht bedrängt werden,
da er sonst auch einmal
schnappen kann. Daher sucht
er ein beständiges Zuhause bei
Menschen, die zwar aktiv sind,
ihm aber auch Ruhe geben.
- 4 Jahre
- männlich
- mag keine Kinder
- mag keine anderen Hunde
Kontakt: Arche Noah
www.aktivertierschutz.at
Tel. 0676 84 24 17 437
ARCHE NOAH
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Kollision mit Bus
und Polizeiauto
■ Am Donnerstagvormittag
kam es beim Eisernen Tor in
Graz zu einem Verkehrsunfall,
in den offenbar auch ein Polizeifahrzeug
verwickelt war.
Ersten Informationen zufolge
dürfte das Einsatzfahrzeug mit
einem Bus zusammengestoßen
sein. Rund um den Opernring
und den Joanneumring kam
es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Auch der öffentliche
Verkehr war betroffen:
Mehrere Straßenbahnlinien
mussten vorübergehend umgeleitet
werden, teilweise wurde
ein Ersatzverkehr mit Bussen
eingerichtet. Das betroffene
Fahrzeug musste abgeschleppt
werden.
Bei dem heutigen Einsatz war die Berufsfeuerwehr Graz, die Polizei sowie der Abschleppdienst beteiligt. Rund
um den Opernring und den Joanneumring kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus.
KK
7. MAI 2026 www.grazer.at
graz 9
Darts-Elite zu Gast in Graz
SPORT. Von Freitag bis Sonntag wird die Messe Halle A zur Darts-Arena. Erstmals steigen die Austrian
Darts Open damit in der Steirischen Landeshauptstadt. Mit dabei auch Rekordhalter van Gerwen.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Es ist bereits die 12. Auflage
der Austrian Darts Open,
die dieses Wochenende in
der Steiermark steigt. 2018 war
man erstmals in der Steiermark-
Halle in Premstätten zu Gast, seither
hat sich Graz zu einem festen
Bestandteil der European Tour
entwickelt.
Dabei zeigte sich auch, wie
Darts-verrückt die Steirer sind.
Bei jeder perfekten Aufnahme,
180 Punkte mit drei Würfen, geht
ein Jubel durch die Menge, auch
sonst weiß das Publikum mit
Kostümen und großartiger Stimmung
zu überzeugen. Nachdem
die Steiermark-Halle fast aus allen
Nähten platzte, zog man für
dieses Jahr nach Graz. Erstmals
wird an der Grazer Messe gespielt.
Grazer24
www.grazer24.at
Holländer als Favoriten
Die österreichischen Darts-Fans
dürfen sich dabei auf einige Hochkaräter
freuen. Als Favoriten wird
vor allem ein Duo aus den Niederlanden
gehandelt. Gian van Veen
ist aktueller Vize-Weltmeister und
liegt auf Rang drei der Weltrangliste.
Doch auch mit seinem Landsmann
Michael van Gerwen wird
zu rechnen sein. Der dreifache
Weltmeister liegt aktuell auf Rang
vier der Weltrangliste und konnte
die Austrian Open bereits vier Mal
für sich entscheiden. Auf die Sieger
wartet auch dieses Jahr nicht
nur wichtiges Preisgeld für die
Weltrangliste, sondern auch der
traditionelle Steirerjanker.
Österreicher sind für den
Hauptbewerb keine fix gesetzt, sie
müssen sich am heutigen Donnerstag
durch die Qualifikation
schlagen.
SPRITPREISBÖRSE
Michael van Gerwen gilt als einer der Favoriten auf den Titel. Bereits vier Mal
konnte der Niederländer die Austrian Open gewinnen. PDC EUROPE / SEBASTIAN DOPPSTADT
Wo günstig
tanken in Graz?
PREISE GÜLTIG AM 7.5.2026
DIESEL:
1. Socar
Steinbergstraße 70 1,943
2. Socar
Grabenstraße 166 1,944
3. Spritkönig
Triester Straße 360 1,959
4. Avanti
Liebenauer Hauptstr. 123 1,969
5. Avanti
Andritzer Reichsstr. 30 1,969
SUPER 95:
1. Spritkönig
Triester Straße 360 1,759
2. Spritkönig
Elisabethstraße 78 1,779
3. F. Leitner
Ziehrerstrasse 68 1,798
4. F. Leitner
Puntigamer Straße 143 1,798
5. Jet
Straßganger Str. 243 1,799
GETTY
10 graz
www.grazer.at 7. MAI 2026
7. MAI 2026 www.grazer.at
Am Grazer Flughafen wird morgen eine große Übung durchgeführt: Simuliert
wird eine Infektion mit einer hochansteckenden Krankheit. FLUGHAFEN GRAZ
graz 11
Ausblick
Was am Freitag in
Graz wichtig ist
■ Am morgigen Freitag wird die Stadtwahlbehörde die wichtigsten
Eckpunkte für die Gemeinderatswahl am 28. Juni beschließen.
So soll die Wahlzeit einheitlich für alle 279 Sprengel auf 7 bis 16 Uhr
festgelegt werden. Drei Meter vom Eingang zum Wahllokal soll eine
Verbotszone, inder jede Art der Wahlwerbung untersagt wird, gelten.
Insgesamt gibt es übrigens genau 111 verschiedene Wahllokale – die
Tennenmälzerei oder die Volksschule Reininghaus sind beispielsweise
heuer neu dazugekommen.
■ Gemäß internationaler Richtlinien wird am Graz Airport alle zwei
Jahre eine umfassende Einsatzübung durchgeführt: Alpha 10 widmet
sich morgen einem Thema, das in dieser Form noch nicht erprobt
wurde: „Mögliche Infektion mit einer hochansteckenden Krankheit“.
■ Am 8. Mai wird der Gedenktag zur Befreiung vom Nationalsozialismus
gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff Leonhard
und der Grätzelinitiative Margaretenbad treffen sich die Bezirksräte
über alle Parteigrenzen hinweg in St. Leonhard und Geidorf, um gemeinsam
die Stolpersteine zu reinigen.
■ Das Studierendenmotorsportteam an der FH Joanneum – Joanneum
Racing Graz – präsentiert seinen neuen elektrisch betriebenen
Rennwagen, den JR26, der Öffentlichkeit.
■ „Kafana Beisl Culture Clash“, eine balkanmusikalische Komödie
von und mit Musiker Sandy Lopicic feiert um 19.30 Uhr am Schauspielhaus
Premiere.
POWERED BY
VIERTEL 4
im Joanneumsviertel
Pop-up-Bar
Summerlounge
OPENING
13.Mai
16:00 UHR
Wir sehen
uns hier.
Kaiserfeldgasse
Live Music
Afterwork
Drinks
Dienstag bis Samstag
Nur bei
ab 16:00 Uhr Schönwetter.
Jeden 1. Sonntag im Monat
ab 12:00 Uhr
/viertel4 www.viertel-vier.at