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10. Mai 2026

- Stadion: Vereine, Land und Koalitionspartner SPÖ kritisieren Vorgehen der Stadt - Aktuelle Umfrage zur Gemeinderatswahl sieht KPÖ vor ÖVP - Tipps: Wir wissen, was man am Muttertag in Graz machen kann

- Stadion: Vereine, Land und Koalitionspartner SPÖ kritisieren Vorgehen der Stadt
- Aktuelle Umfrage zur Gemeinderatswahl sieht KPÖ vor ÖVP
- Tipps: Wir wissen, was man am Muttertag in Graz machen kann

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10. 3. MAI 2026, AUSGABE 18 19

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Prost Muttertag

Die Heute neuen gilt es, Sommerdrinks alle Mamas zu des feiern. Jahres Wir

sind wissen, in Graz wo und angekommen: wie man das in Graz am

Solare besten Spritz machen und kann. Ube Latte. 21 22

Mahlzeit Wahltag

Die Eine Gastro-Szene aktuelle Umfrage serviert zur neue Grazer Standln

bei Gemeinderatswahl Uni und am sieht Jakominiplatz die KPÖ vor

sowie der ÖVP ein auf Pizzeria-Comeback. dem ersten Platz. 6 14

Grazer Blitzlichtgewitter

Radarfallen

schnappten

650 Mal

am Tag zu

Vereine, Land und Koalitionspartner SPÖ

kritisieren Vorgehen der Stadt

Die Grazer

Stadion-Lüge

Bitte Jetzt lächeln. kracht’s. Exakt Nach 232.578 der neuerlichen Mal wurde Verschiebung im Vorjahr ein einer Radar Entscheidung in Graz ausgelöst. rund Statistisch um das Grazer gesehen Stadion wurde reicht damit es fast nicht jeder nur führerscheintaugliche

dem Land Steiermark

Grazer und den einmal Vereinen, geblitzt. sondern Die höchste auch dem Übertretungsquote Koalitionspartner gab SPÖ. es in Landeshauptmann Mariatrost, die meisten Mario Anzeigen Kunasek beim kritisiert Blitzer Dilettantismus in der Schubertstraße. in Graz. SEITEN 4/5

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www.grazer.at 10. MAI 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Dieses Match

kennt nur

Verlierer

W

as sich im Rathaus rund

um die Stadionfrage

abspielt, ist mehr als nur

ein lokales Behörden-Wirrwarr.

Es ist ein Lehrstück

darüber, wie man Verantwortung

so lange im Kreis schickt,

bis die Legislaturperiode

praktischerweise zu Ende geht.

Fast fünf Jahre lang wurde den

Fans die Karotte einer „Stadionlösung“

vor die Nase

gehalten. Kurz vor dem

Wahltag bleibt davon nur ein

„Grundsatzbeschluss“ übrig. In

der Politiksprache bedeutet

das: Man beschließt heute,

dass man morgen vielleicht

etwas beschließen möchte –

sofern übermorgen die Zahlen

stimmen, die man heute noch

nicht einmal berechnet hat.

Vielmehr hat man sich die

Zahlen so hergerichtet, wie

man sie gerade braucht, indem

man etwa bei der 150-Millionen-Variante

Reserven und

Grundstücksankäufe in Höhe

von 60 Millionen Euro

miteinrechnete. Die Diskrepanz

zwischen geschätzten

150 Millionen und 60 Millionen

Euro für die Stadionvariante

deutet auf gezielte

Zahlenakrobatik zur politischen

Stimmungsmache hin,

bei der Reserven und Grundstückskäufe

taktisch ein- oder

ausgeblendet werden. Das

Ergebnis dieser „Nullnummer“

ist fatal. Das Vertrauen der

Vereine ist erschüttert, das

Land Steiermark wartet

vergeblich auf Professionalität,

und die Fans werden auf den

Herbst 2026 vertröstet.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT DEN ...

... Schick

Sisters

Christine Schick erzählt

von den Frühstücksvorlieben

des Trios, vom gemeinsamen

Musizieren als

Geschwister – und davon,

welche Rolle ihre Mutter

dabei gespielt hat.

Wie sieht euer tägliches Frühstück aus? Frühstückt

ihr oft gemeinsam?

Meistens frühstücken wir gemeinsam auf Tour. Da

sprechen wir uns sogar schon am Vorabend ab,

wann wir uns in der Früh treffen, um gemeinsam

in den Tag zu starten. Außerdem haben wir ähnliche

Frühstücksgewohnheiten. Wir mögen alle

gerne frisches Obst mit Joghurt oder auch Avocado

mit Ei. Ein Kaffee darf dabei natürlich nicht fehlen,

davor gibt es aber meistens einen Tee. Generell

ernähren wir drei uns gerne gesund und frisch.

Wenn eure Musik ein Frühstück wäre, was

käme dann auf den Teller?

Da würde etwas Frisches und Biologisches draufliegen.

Für uns ist wichtig, dass alles handgemacht

und echt ist – genauso wie unsere Musik. Wir spielen

alle Instrumente selbst und singen auch alles

selbst. Und genau so würde wohl auch unser

Frühstücksteller aussehen: biologisch, frisch, direkt

vom Hof, fruchtig und handgemacht.

Was ist der größte Vorteil daran, als Schwestern-Trio

Musik zu machen, und was ist eine

große Herausforderung?

Das Schönste ist natürlich, dass wir gemeinsam

unser Leben bestreiten können. Das Wort „bestreiten“

kommt ja auch von „concertare“ und bedeutet,

Konzerte zu spielen. Und genau das machen

wir: Wir bestreiten unser Leben gemeinsam. Dabei

schwingt natürlich nicht immer alles harmonisch,

aber wir versuchen, auch schwierige Situationen

in Harmonie zu verwandeln, indem wir alles offen

ansprechen und gemeinsam erarbeiten. Die große

Herausforderung ist, dass wir alle individuelle

Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Charakteren

sind. Den gemeinsamen Nenner zu finden, ist

manchmal schwierig – aber genau daraus entsteht

am Ende unsere Harmonie.

War das schon immer geplant, dass ihr gemeinsam

Musik machen wollt?

Wir haben schon als Kinder und Jugendliche immer

gerne gemeinsam musiziert und verschiedene

Instrumente ausprobiert. Für Katharina und

Veronika, Katharina und

Christine Schicho (v. l.)

frühstücken liebend

gerne gemeinsam, wenn

sie auf Tour sind.

BEREITGESTELLT

Veronika war sowieso immer klar, dass sie Musikerinnen

werden wollen. Ich wollte immer etwas

Künstlerisches machen, wusste aber lange nicht

genau, was – vor allem, weil ich auch bildnerisch

sehr viel gearbeitet habe. So haben wir gemerkt,

dass ich das verbindende Element bin und unsere

Gruppe auch nach außen hin visuell repräsentiere,

sei es durch CD-Covers oder Plakate.

Ihr tretet ja genau am Muttertag in Graz auf.

Welche Rolle spielt eure Mama auf eurem musikalischen

Weg?

Unsere Mama hat uns die Musik in die Wiege

gelegt und hat die musikalische Früherziehung

übernommen, nicht nur für uns, sondern für das

ganze Dorf. Sie leitete einen großen Kinderchor,

unterrichtete Flöten- und Geigenschüler und

brachte uns die Volksmusik näher. Sie war immer

ein Fels in der Brandung für uns, immer da – für

uns und auch für andere Kinder. Früh hat sie erkannt,

dass man den Samen des Guten schon in

jungen Jahren in die Menschen pflanzen muss.

Was verbindet euch persönlich mit der Stadt

Graz?

Wir haben alle drei mehrere Jahre in Graz studiert,

und das war natürlich die Stadt, in der wir alles

ausprobiert und unsere wilden Jahre verbracht

haben. Graz ist für uns ein Hafen, zu dem wir immer

wieder gerne zurückkehren, weil die Stadt ein

großes künstlerisches und musikalisches Potenzial

birgt. Außerdem liegt dort immer ein bisschen

südländisches Flair in der Luft – Graz ist für uns

einfach immer wieder eine Inspiration und eine

unserer Heimatstädte.

VICTORIA WEITENTHALER

Die Schick Sisters wurden bekannt als „Dornrosen“ und

sind ein österreichisches Musik-Trio, bestehend aus den

drei Schwestern Katharina, Christine und Veronika Schicho.

Bekannt sind sie vor allem für ihren dreistimmigen

Gesang sowie ihren stilvollen Mix aus Folk, Pop, Jazz

und Chanson. Begleitet wird ihre Musik unter anderem

von Akustikgitarre, Violine und Kontrabass.



graz

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Alle waren bemüht, das Mädchen

zu finden, aber das Gebiet

ist groß und der Wald dicht.“

Gratweins Bürgermeisterin Doris Dirnberger zum

Auftauchen des vermissten Mädchens SP GRATWEIN

www.grazer.at 10. MAI 2026

Stadion-Nullnummer:

Platz eins belegt Bregenz, gefolgt

von Linz auf Platz zwei. GETTY

Drittgrünstes

Stadtzentrum

■ Greenpeace hat anhand

von Satellitenbildern die Landeshauptstädte

analysiert und

herausgefunden, welche Städte

die grünsten sind. Graz liegt

dabei auf Platz drei und weist

einen Grünflächenanteil von

32,2 Prozent auf. Greenpeace

hebt besonders den Schlossberg,

den Volksgarten und den

Stadtpark als große Grünzonen

hervor. Am Hauptplatz und in

den Fußgängerzonen fehlt es

an Bäumen und Schatten.

Das Stadion in Liebenau sorgt nun für massive Unruhen in der Rathauskoalition, beim Land und den Vereinen.

GEPA

Ernst Gödl ist neuer Klub obmann

der ÖVP. PARLAMENTSDIREKTION/THOMAS TOPF

Ernst Gödl ist

Klubobmann

■ Der Nationalratsabgeordnete

Ernst Gödl wurde in der

Parteisitzung am 5. Mai einstimmig

zum neuen Klubobmann

der ÖVP bestellt. Der

Wechsel wurde durch den

Rücktritt von Ernst Wöginger

notwendig. Gödl wurde

1995 zum Bürgermeister von

Zwaring-Pöls gewählt, nach

der Gemeindefusion von

Zwaring-Pöls und Dobl war

Gödl dort bis 2025 Vizebürgermeister.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Freibad-Saison startet – sind die Grazer Freibäder zu teuer?

■ Wie jedes Jahr startet

Anfang Mai die Freibadsaison

in Graz. Gerade

in der Stadt nutzen viele

das Schwimmbad zur erfrischenden

Abkühlung

– doch das hat seinen Preis:

Ein Tageseintritt kostet mittlerweile

8,90 Euro.

Wir wollten von unseren

Lesern wissen, ob die Eintrittspreise

für die Freibäder

zu teuer sind. 78 Prozent

stimmten mit Ja, das sind 700

Teilnehmer von 897.

Das zeigt, dass eine Abkühlung

an heißen Sommertagen

für viele keine Selbstverständlichkeit

mehr ist.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

22 %

NEIN

78 %

JA

897 Teilnehmer, nicht repräsentativ,

Stand: Freitag, 8. Mai, 12 Uhr, Foto: Getty


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz 57

TOP

Premstätten gewinnt Gold

Bei der österreichweiten „Wahl zur

besten Bushaltestelle“ geht der erste

Platz an Premstätten.

Hohe Verschuldung bei Steirern

Die durchschnittliche Verschuldung beträgt

61.915 Euro. Hauptgründe sind Arbeitslosigkeit

und mangelnde Finanzbildung.

FLOP

Absicht oder Inkompetenz?

TRAURIG. Nach der

jüngsten Verschiebung

rund ums Stadion

reicht’s nicht nur Land

und Vereinen, sondern

sogar Partner SPÖ.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Jetzt reicht’s! Wenn ich mir

,Ich will ein neues Stadion‘

auf ein T-Shirt drucken lasse,

dann ist das gleich viel wert wie

dieser Gemeinderatsbeschluss“,

platzt SPÖ-Klubvorsitzender

Daniela Schlüsselberger im

Gespräch mit dem „Grazer“ der

Kragen, obwohl sie zähneknirschend

die Parteilinie wahren

muss: „Wir stimmen diesem Antrag

aus Koalitionsräson zu, weil

wir nicht wollen, dass ein Nein

als Nein zum Stadion ausgelegt

wird. Doch die Wahrheit ist vielmehr:

Die SPÖ hat sich klar dafür

eingesetzt, dass im Mai ein Planungsbeschluss

im Gemeinderat

gefasst wird. Aus für uns nicht

nachvollziehbaren Gründen

lehnt ein Koalitionspartner dies

jedoch ab. Der nun zu treffende

,Grundsatzbeschluss‘ kann daher

nur als weiterer Zwischenschritt

gesehen werden.“

Fast fünf Jahre lang konnte

man der Koalition dabei zusehen,

wie sie sich dabei abmühte,

ihr Wahlversprechen, eine

Stadionlösung für Graz zu finden,

geschäftig zu bearbeiten.

Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode

scheint man so gut

wie gar nicht weitergekommen

zu sein. Die Verhandlungen stocken

seit Monaten, weil seitens

der Stadt – glaubt man den Vereinen

Sturm und GAK und dem

Land Steiermark – keine validen

Zahlen vorliegen. So sollen die

Vereine zwar das Stadion betreiben

und ein Betriebskonzept

erarbeiten, wissen aber weder,

wie teuer die Pacht kommt,

noch, wie hoch die Betriebskosten

sein werden, wer Sponsoren

einbinden darf und vieles mehr.

Trotzdem richtete die Bürgermeisterin

Elke Kahr nur medial

ein dementsprechend seriöserweise

nicht erfüllbares Ultima-

tum aus, dass man sich noch

vor der Gemeinderatswahl zu

einigen habe, sonst werde das

Stadion eben nur saniert. Ein

weiterer massiver Knackpunkt:

Getrieben durch Finanzdirektor

Johannes Müller, besteht die

KPÖ darauf, dass die Vereine die

städtischen 30 Millionen Euro

auf eine Laufzeit zurückzahlen

müssen, will aber dennoch Eigentümer

bleiben. Wirtschaftlich

wird sich so etwas nicht abbilden

lassen.

Keine Zahlen

Die Gespräche mit dem Land

Steiermark, das sich mit 30 Millionen

Euro beteiligen soll, haben

hingegen noch nicht einmal

begonnen. Auch dort wartet

man noch immer auf valide,

belastbare Zahlen. „Solange

die Stadt Graz nicht in der Lage

ist, diese Zahlen vorzulegen,

kann es keine Zustimmung des

Landes geben. Dieser Zustand

grenzt an politischen Dilettantismus,

für den Bürgermeisterin

Kahr die Verantwortung trägt“,

wettert Landeshauptmann Mario

Kunasek. Trotz allem soll

im kommenden Gemeinderat

ein Grundsatzbeschluss zur

Abstimmung kommen, in dem

die Finanzdirektion beauftragt

wird, ein Betriebskonzept als

Voraussetzung für einen angestrebten

Planungsbeschluss im

Herbst 2026, unter Einbindung

des Landes Steiermark, der

Vereine und der Stadion Graz

Liebenau GmbH, zu erarbeiten.

Mit anderen Worten wird

man beschließen, beschließen

zu wollen, im Herbst einen Planungsbeschluss

zu beschließen.

Unsportlich

Auch Sportstadtrat und ÖVP-

Chef Kurt Hohensinner ist sauer:

„Das Vorgehen der Koalition

zum Stadion Liebenau ist an Unsportlichkeit

nicht zu überbieten.

Als Wahlkampfversprechen

2021, sogar zwei Stadien zu bauen,

hat man die Wähler über fünf

Jahre vertröstet und letztendlich

mit einer Nullnummer getäuscht.

Der Grundsatzbeschluss ist ein

Weiterschieben der Verantwortung

auf die nächste Gemeinderatsperiode

und ein unwürdiges

Spiel auf Zeit.“


202425010

6 graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

K O M M E N T A R

von

Verena

Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Das geht

doch sicher

schöner?!

D

ie Schandflecke in der

Innenstadt bleiben

auch in dieser Urlaubssaison

offenbar erhalten.

Franziskanergasse, Pomeranzengasse

und nicht zuletzt

Davidgasse wurden in den

letzten Jahren immer mehr

durch Schmierereien und

andere unschöne Hinterlassenschaften

verunstaltet. Vor

allem in ihrer unmittelbaren

Nähe zum Hauptplatz sind sie

nicht gerade ein touristisches

Ruhmesblatt. Dass letztere

Gasse jetzt zumindest

notdürftig gereinigt wurde

(siehe Seiten 8/9), ist zwar

erfreulich, aber noch lange

nicht genug. Die Stadt wäre

hier gut beraten, mit den

verschiedenen Hauseigentümern

in Kontakt zu treten und

Konzepte für Behübschungen

auszuarbeiten. Auch wenn es

aufgrund der unmittelbaren

Besitzverhältnisse vielleicht

nicht im direkten Zuständigkeitsbereich

der Kommune

liegt, fällt das grausliche

Erscheinungsbild im Endeffekt

doch auf die Stadt zurück.

Und um die eigenen Schönheitsfehler

kann man sich

dann gleich mitkümmern:

den Fleckerlteppich im

Asphalt am Hauptplatz, den

inzwischen verwaisten

Citybeach, das durch Bauzäune

verstellte Flugdach

Scheiner. Jetzt heißt es wieder

einmal anpacken, damit wir

wieder ohne Einschränkungen

stolz auf unsere wunderschöne

Altstadt sein können.

30

25

20

15

10

5

27 %

KPÖ

Eine aktuelle, von der ÖVP in Auftrag gegebene repräsentative Befragung sieht die KPÖ auf Platz eins.

KPÖ hat die Nase vorn

WAHL. Eine von der ÖVP in Auftrag gegebene Umfrage zur Gemeinderatswahl

sieht die KPÖ auf Platz eins, gefolgt von der ÖVP und den Grünen.

SPÖ und Neos werden laut Studie nicht in den Stadtsenat kommen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

24 %

ÖVP

Sonntagsfrage zur Gemeinderatswahl in Graz

Wenn am kommenden Sonntag Gemeinderatswahlen in Graz wären,

welche Partei würden Sie dann am ehesten wählen?

17 %

GRÜNE

14–15 %

FPÖ

SPÖ

Die jüngste Sonntagsfrage

zur Gemeinderatswahl

der M&R Meinungsforschung

im Auftrag der ÖVP bestätigt

weitgehend den Trend der

meisten vorangegangenen Befragungen.

Die KPÖ mit Elke Kahr

hat mit 27 Prozent die Nase vorne,

gefolgt von der ÖVP mit Kurt Hohensinner

mit 24 Prozent. Da die

Befragung, die unter 400 Grazern

telefonisch durchgeführt wurde,

eine relativ große Schwankungsbreite

von plus/minus 4,9 Prozent

aufweist, ist statistisch gesehen

also noch alles offen im Rennen

um den ersten Platz.

Auf Platz drei landen die Grünen

rund um Judith Schwentner

mit 17 Prozent der Stimmen

und könnten damit ihr historisch

bestes Ergebnis von 2021 wiederholen.

Damit wären sie am Wahltag

gewiss zufrieden, auch wenn

sie das von ihnen ausgerufene

Rennen um Platz zwei gegen die

ÖVP doch recht deutlich verlieren

würden.

Die FPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten

René Apfelknab wird

aller Voraussicht nach ebenso

stark zulegen und mit 14 bis 15

Prozent auf den vierten Platz

kommen. Schlecht schaut es hingegen

für die SPÖ mit Spitzenkandidatin

Doris Kampus aus,

die ihr Ziel vom Stadtrat bzw.

etwa zehn Prozent zumindest in

dieser Befragung deutlich verfehlt.

Die Neos mit Frontmann

Philipp Pointner legen etwas

7–8 %

Befragungszeitraum: April 2026

Art der Befragung: telefonisch

Stichprobe 400

Schwankungsbreite +/- 4,9

7–8 %

NEOS

3 %

KFG

zu, während der KFG rund um

Claudia Schönbacher aus dem

Stadtsenat fliegen dürfte und gar

nur bei drei Prozent zu liegen

kommt.

Koalitionsvarianten

Sollte die Wahl tatsächlich wie in

dieser Befragung ausgehen, tun

sich gleich ein paar Fragen auf.

Als einzige Zweierkoalition würde

KPÖ/ÖVP in Frage kommen.

Dafür müsste man jedoch tiefe

inhaltliche Gräben überwinden.

Die jetzige Koalition von KPÖ,

Grün und SPÖ wird es wohl nicht

mehr spielen, da sich die SPÖ

eine Koalitionsbeteiligung ohne

Stadtsenatssitz wohl nicht mehr

antun wird. Ähnliches gilt für

die Neos bei einer rechten ÖVP/

FPÖ/Neos-Koalition.

KK

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.

0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer

| REDAKTION: Victoria Weitenthaler (Stv.-CR, 0664/80 666 6895), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (Leitung Grazer24, 0664/80 666 6533), Leonhard

Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung,

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PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling



8 graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

Archäologie-Vitrine gereinigt, Graffiti soll kommen:

Schandfleck wurde

Ein Unterdruck soll die Gefäßverengung

verhindern. AMON VITALITY

Amon Vitality:

Neues Angebot

■ Bei Amon Vitality wird im

Vitality Atelier Graz die neue

Behandlungsmethode „Alpha

Cooling“ eingeführt. Anders als

bei der klassischen Kryotherapie

wird dabei nicht der gesamte

Körper gekühlt. Stattdessen

wird das Blut über die gefäßreichen

Handinnenflächen kontrolliert

abgekühlt. Das kühlere

Blut fließt anschließend zurück

in den Körperkreislauf und soll

dort eine systemische Regulationsreaktion

auslösen, die regenerative

Prozesse in Gang setzt.

BESSER. Ausgrabungen

in der Davidgasse

werden nun zumindest

sauberer präsentiert.

Graffiti soll bald für weiteren

Aufputz sorgen.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Davidgasse zwischen

Hauptplatz und Kapaunplatz

ist nicht gerade ein

Gustostückerl in der Grazer Innenstadt.

Sie ist genau genommen

gar keine Gasse, sondern

eine Reiche durch ein Haus und

als solche nicht gerade ansehnlich.

Zahlreiche Schmierereien

„zieren“ die Wände, es kam in

den letzten Jahren immer wieder

zu Vandalismus. Und just an diesem

Ort ist eine archäologische

Vitrine der Stadt zu finden, die

Ausgrabungen zeigt, die im Zuge

des Hauptplatz-Umbaus zutage

befördert wurden. Oder zeigen

sollte, denn bis vor kurzem waren

die Fundstücke hinter den

staubigen, verschmierten und

teilweise sogar beschädigten

Glasscheiben kaum zu sehen.

Das hat sich nach unzähligen

Forderungen nun geändert. Im

Raum stand auch eine Dekonstruktion,

aber die für die Stadtbaudirektion

zuständige Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner

und Bürgermeisterin Elke Kahr

haben sich dafür eingesetzt, die

Vitrine zu erhalten. So wurde sie

kürzlich gereinigt und mit einer

neuen Beleuchtung ausgestattet.

Bezahlt wurde diese Revitalisierung

aus dem Budget der Bürgermeisterin.

„Es gibt würdigere Orte, um dieses

spannende Kapitel der Grazer

Stadtgeschichte zu präsentieren

– aus meiner Sicht wären der

Hauptplatz und der Eingangsbereich

des Rathauses denkbar“,

so Stadträtin Claudia Unger. „Es

geht auch darum, dieses Thema

touristisch besser zu nutzen.“

Professionelles Graffiti

Diese Forderung nach einem

Ortswechsel ist zumindest derzeit

kein Thema. Wohl aber möchte

man den Präsentationsrahmen

weiter aufwerten. Ein professioneller

Graffiti-Künstler wurde

beauftragt, ein Konzept für die

der Vitrine gegenüberliegende

Wand zu erstellen. „Es hat bereits

Gespräche mit dem Hauseigentümer

gegeben. Der Entwurf wird

im nächsten Schritt dann mit der

Altstadtkommission abgestimmt“,

heißt es aus dem Büro der Bürgermeisterin.

„Darüber hinaus ist

aber auch der Hauseigentümer

gefordert, das doch recht ramponierte

Portal herzurichten.“

Saisonstart gesichert

AUFATMEN. Nach der Insolvenz des Pächters sichert die Gemeinde mit

einer Kaution den Sommerbetrieb im beliebten Naturbad Weihermühle.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Das beliebte Erlebnisbad

Weihermühle in Gratwein-Straßengel

öffnet

trotz der Insolvenz der Pächtergesellschaft

Bad Weihermühle

Event & Gastronomie GmbH in

Kürze seine Pforten. Um den Betrieb

auf dem rund 35.000 Quadratmeter

großen Areal für die

Sommersaison 2026 zu garantieren,

griff die Marktgemeinde nun

beherzt ein. In der Gemeinderatssitzung

vom 28. April wurde

eine Fortführungskaution in der

Höhe von 20.000 Euro beschlossen.

Bad frisch saniert

Neben der finanziellen Rettung

glänzt das Naturbad mit umfassenden

infrastrukturellen

Neuerungen, deren Umsetzung

kurz vor dem Abschluss steht.

Steg, Brücke und Terrasse wurden

für die Badegäste baulich

runderneuert, während die Außenduschen

eine zeitgemäße

Modernisierung erhielten. Auch

Sportfreunde kommen auf ihre

Kosten: Der Beachvolleyball-

Platz wurde durch eine neue

Sandschüttung professionell für

den Spielbetrieb vorbereitet. Da

Das rund

35.000

Quadratmeter

große

Areal der

Weihermühle

ist bereit

für die

Saison. MG GS

die technischen und infrastrukturellen

Voraussetzungen damit

erfüllt sind, rechnet der Betreiber

– abhängig von der Wetterlage –

mit einer Eröffnung in etwa einer

Woche. Das Naherholungsziel ist

somit rechtzeitig für die ersten

heißen Sommertage des Jahres

gerüstet, der Badesee mit 15.000

Quadratmetern Wasserfläche ist

ein Hotspot für Jung und Alt.


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz 9

hergerichtet

Die Vitrine links wurde hergerichtet. Rechts sind noch unschöne Beschmierungen

zu sehen – diese sollen einem professionellen Graffiti weichen. KK


10 graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

These: Graz muss zur

THESE. Bis zur Gemeinderatswahl am 28. Juni konfrontieren wir die

Spitzenkandidaten mit provokanten Thesen zu wichtigen Stadtthe-

men. Dieses Mal steht die Sicherheit im Zentrum. Viele Grazer fühlen

sich nicht sicher, meiden Parks und dunkle Ecken. Werden wir immer

ängstlicher, oder wird die Stadt tatsächlich gefährlicher? Was kann

man tun, damit wir entspannter durch unsere Stadt gehen können?TS

KPÖ

■ Die für die Sicherheit in

unserer Stadt zuständigen

Behörden sind gut aufgestellt.

Die Einsatzorganisationen haben immer wieder

unter Beweis gestellt, dass auf sie Verlass ist.

Entsprechend zählt Graz im österreichweiten

Vergleich zu den sichersten Großstädten. Auch

wenn die Sicherheit in Graz keine großen Veränderungen

aufweist und sich das Sicherheitsgefühl,

wie in der LQI-Studie im Sommer 2025 erhoben,

verbessert hat, gibt es punktuell immer

wieder das Gefühl, dass sich die Sicherheitslage

verschlechtert. Dort setzt die Stadt, wo sie gesetzlich

dazu die Möglichkeit hat, Maßnahmen,

etwa durch den Einsatz der Ordnungswache.

Ganz wichtig waren der Neubau der Feuerwache

Ost durch die Stadt Graz und der Landeszentrale

des Roten Kreuzes mit Beteiligung der Stadt

im Vorjahr. Bei der Blackout-Vorsorge hat die

Stadt Maßnahmen getroffen, um für den Fall der

Thesen zur

Wahl

’26

Fälle vorbereitet zu sein. Im

Bereich der Verkehrssicherheit

wurden viele

Verbesserungen umgesetzt.

Für das subjektive

Sicherheitsgefühl ist es

immer wichtig, dass Menschen

Teil eines funktionie-

Elke Kahr

renden Gefüges sind. Deshalb setzen wir auf die

Förderung einer guten Nachbarschaft.

■ Das Sicherheitsgefühl

vieler Grazerinnen

und Grazer hat sich

verändert. Manche

Plätze und Parks werden

Kurt Hohensinner nachts gemieden.

Das höre ich in vielen

Gesprächen, gerade auch von Frauen. Gute

Politik muss diese Probleme ernst nehmen, statt

sie kleinzureden. Für mich beginnt Sicherheit mit

klaren Regeln und einer Stadtpolitik, die hinschaut

und handelt. Öffentliche Plätze müssen

wieder den Menschen gehören – nicht Dealern,

Vandalismus oder Vermüllung. Deshalb braucht

es mehr Beleuchtung, mehr Präsenz von Polizei

und Ordnungswache, konsequente Kontrollen

und moderne Videoüberwachung an neuralgischen

Punkten wie Volksgarten, Hauptplatz oder

GETTY, STADT GRAZ/FISCHER

ÖVP

Jakominiplatz. Aber Sicherheit

entsteht nicht nur durch Maßnahmen,

sondern auch durch Konsequenz. Wer

Regeln dauerhaft ignoriert oder öffentlichen

Raum missbraucht, muss spüren, dass die Stadt

nicht wegschaut. Unser Ziel muss eine Stadt

sein, in der sich Frauen, Familien und ältere

Menschen jederzeit sicher fühlen können – ohne

Angst und ohne Einschränkungen im Alltag.

die Grünen ■ Sicherheit

darf nicht davon

abhängen, ob man ein Mann oder eine Frau ist.

Nichtsdestotrotz überlegen viele Frauen immer

noch, welchen Weg sie nachts nehmen oder ob

sie bestimmte Orte lieber meiden. Darum setzen

wir in der Grazer Stadtplanung ganz bewusst

Maßnahmen, die Sicherheit aus weiblicher Perspektive

mitdenken. Für mich beginnt Sicherheit

im Alltag: auf gut beleuchteten Wegen, an belebten

Plätzen, in Öffis und auf Straßen, auf denen

man sich frei bewegen kann. Genau deshalb

gestalten wir Graz um: mit Verkehrsberuhigung,

dynamischer Beleuchtung, sicheren Wegen und

öffentlichen Räumen, in denen Menschen gerne

unterwegs sind. Plus, und das ist mir wichtig:

auch durch den Ausbau aktiver Gewaltprävention.

Ich nehme Sorgen zur Sicherheit sehr ernst.

Und gleichzeitig ist mir

wichtig, zu betonen,

dass Graz eine sehr

sichere Stadt ist. Das

zeigen auch die Judith Schwentner

aktuellen Zahlen der

Lebensqualitätsstudie. Das Sicherheitsgefühl auf

Straßen und Plätzen bei Nacht hat sich in den

letzten Jahren sogar deutlich verbessert.

■ Grundsätzlich ist Graz

immer noch eine sichere

Stadt, aber das Gefühl

der Unsicherheit nimmt

Doris Kampus bei vielen Grazerinnen

und Grazern zu. Die

Politik muss dieses Empfinden ernst nehmen.

Besonders Frauen erleben öffentliche Räume oft

anders: Schlechte Beleuchtung, Angsträume oder

respektloses Verhalten schränken die Freiheit

ein, sich unbeschwert durch die Stadt zu bewegen.

Unsere Aufgabe als Politik ist es, Sicherheit

und Lebensqualität gemeinsam zu stärken.

Das beginnt bei gut beleuchteten Straßen und

sicheren Öffis in der Nacht und reicht über mehr

soziale Arbeit und Prävention bis hin zu einer

sichtbaren, bürgernahen Polizei. Der Ausbau der

Videoüberwachung von Problemplätzen hat sich

SPÖ

in anderen Städten bewährt. Sicherheit

ist mehr als Polizeipräsenz.

Sicherheit bedeutet, dass

Menschen ihren Alltag ohne Angst leben können.

Aber genauso wichtig ist der gesellschaftliche

Zusammenhalt: Wo Menschen einander kennen,

wo es starke Nachbarschaften, Jugendangebote

und funktionierende soziale Netze gibt, entsteht

auch mehr Sicherheit.


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz 11

„sicheren Festung“ werden

FPÖ

■ Aus Sicht der FPÖ hat die Koalition

aus KPÖ, Grünen und SPÖ den

Bereich der Sicherheitspolitik in Graz sträflich

vernachlässigt. Die Freiheitlichen setzen sich

daher für eine deutliche Stärkung der Ordnungswache,

eine bessere Beleuchtung sogenannter

Angstplätze sowie die Schaffung eines eigenen,

professionell geführten Sicherheitsressorts

innerhalb der Stadtregierung ein. Darüber hinaus

sollen Videoüberwachungssysteme an ausgewählten

Orten im öffentlichen Raum verstärkt

eingesetzt werden, um das Sicherheitsgefühl der

Bevölkerung nachhaltig zu erhöhen. Auch braucht

es umfassende Maßnahmen, damit Parks und

öffentliche Anlagen wieder

sicherer und familienfreundlicher

werden. Zudem fordert

die FPÖ eine personelle Aufstockung

der Polizei in Graz

René Apfelknab

sowie die Errichtung neuer

Polizeidienststellen, etwa in Puntigam.

■ Graz braucht definitiv

mehr Schutz, denn wenn

Drogenmissbrauch in

unseren Parks vorherrschend

ist, können

Claudia Schönbacher

sich die Menschen

in unserer Stadt nicht sicher fühlen. Zudem ist es

an vielen öffentlichen Plätzen einfach zu dunkel.

Die Stadt braucht eine Beleuchtungsoffensive

mit Bewegungssensoren, um auf die umliegenden

Anrainer Rücksicht zu nehmen und auch im

Sinne des Tierschutzes zu agieren. Vollkommen

klar ist, dass es jedenfalls mehr Polizei auf der

Straße geben muss und nicht nur im Auto. Die

Ordnungswache muss umgehend höhere

Kompetenzen erhalten, um tatsächlich

auch eingreifen zu können. Ein weiterer

wichtiger Faktor zur Stärkung des subjektiven

Sicherheitsgefühls war das Heimwegtelefon,

das durch die Rathauskoalition einfach ersatzlos

gestrichen wurde.

KFG

NEOS

■ Politik darf die Sorgen der

Bevölkerung nicht kleinreden

oder wegdiskutieren, sondern muss hinschauen

und Probleme lösen. Daher braucht Graz jetzt

mehr Mut, konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Dazu gehören für uns NEOS praktische Verbesserungen

im Alltag: gut beleuchtete Wege,

gepflegte öffentliche Räume, saubere Parks,

verlässliche Öffis sowie moderne Notrufsäulen

an sensiblen Orten. Sicherheit bedeutet aber

auch, unsere liberale Demokratie und das friedliche

Zusammenleben aktiv zu schützen. Deshalb

fordern wir NEOS seit langem z. B. eine ständige

Arbeitsgruppe gegen Antisemitismus im Magistrat

Graz. Junge Menschen,

die Diskriminierung erleben,

brauchen bekannte

und vertrauenswürdige

Anlaufstellen. Angebote wie

die „BanHate-App“ müssen

weiter gestärkt werden.

Philipp Pointner


12 graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Übertretungsquote Mariatrost

Ich möchte mitteilen, warum

in Mariatrost so viele bestraft

wurden. Bei der Volksschule

gibt es eine 30er-Beschränkung

mit Messgerät. Im Vorjahr hat

man die 30er-Tafel stillschweigend

bis zur Auffahrt zum

Kirchberg verlegt, mit der Aufschrift

„Montag–Freitag“. Ich

habe in der ersten Ferienwoche

und eine Woche darauf bezahlt,

in der Annahme, dass in den

Ferien 50 gilt. Die Strafen sind

Wochen später gekommen, das

heißt, wenn man das öfter übersehen

hat, wurde man auch öfter

bestraft.

Gerlinde Fürntratt

* * *

Naturbelassene Gärten

Vielen herzlichen Dank an alle,

die ihren Garten auch für Wildlebewesen,

Insekten und heimische

Pflanzen zur Verfügung

stellen und nicht nur egoistisch

und lernresistent sind und alles

steril aufgeräumt haben wollen.

Vielen Dank an alle, die keine

Maschinen ohne Kontrolle auf

die Tierwelt loslassen oder Gifte

einsetzen. Die stattdessen für

Wasserstellen, Käferkeller, Sandarien,

Igelfutterstellen, Laubhaufen

und Wildblumenwiesen

sorgen und nützliche „Helfer“

unterstützen (Tigerschnecke,

Weinbergschnecke, Hirschkäfer,

Vögel, Igel, Glühwürmchen,

Eid echsen, Fledermäuse ...), die

gegen invasive Arten auftreten.

Vielen Dank an alle, die unsere

heimische Vielfalt erhalten,

Lichtverschmutzung und Schottergärten

vermeiden und „neue“

Wege gehen, um unsere Natur

zu schützen! Vielen Dank an

Gärtnereien, in denen es wieder

heimische, seltene Pflanzen

zu kaufen gibt. Vielen Dank an

alle, die den Text lesen können

und ihn verstehen wollen und

auch so handeln. Vielen Dank

an alle, die sich am wilden Naturgarten

ihres Nachbarn erfreuen

und nützliche Pflanzen

tauschen, vermehren und dafür

Platz schaffen.

Denn eure Bemühungen wirken

sich auch außerhalb eurer

Grundstücksgrenzen aus! Gemeinsam

können wir die Welt

rund um uns lebenswerter machen.

Carmen Göschl

* * *

Die Rötelmäuse in Graz

Die putzig aussehende Rötelmaus

(auch Waldmühlmaus

genannt) stammt ursprünglich

aus feuchten Wäldern in Nordasien

und hat inzwischen fast

ganz Europa besiedelt. Medienberichten

ist zu entnehmen,

dass sich jüngst zwei Passagiere

auf einer Atlantik-Schiffsreise

„MV Hondius“ mit dem Hantavirus

infizierten und an Atemwegserkrankungen

starben.

Auch in Österreich gibt es seit

2024/2025 einen signifikanten

Anstieg von Hantavirus-Infektionen.

Die Rötelmaus ist ebenso

in der Steiermark weit verbreitet

und gilt als Hauptüberträger

des sogenannten „Puumala­

Virus“! Das Nagetier, das besonders

waldnahe Gebiete

und Objekte bevorzugt, hat ein

charakteristisches rotbraunes

bis fuchsrotes Fell am Rücken,

graubraune Flecken an den

Flanken und einen weißlichen

bis beigen Bauch. Beim jetzigen

Frühjahrsputz kann durch

den Kot und die Ausscheidungen

der Mäuse bei der Reinigung

von Kellern, Dachböden,

Garagen und Schuppen durch

Staub das Virus auf den Menschen

übertragen werden. Die

Hantavirus-Infektion löst einen

plötzlichen, grippeähnlichen

Beginn aus und führt anschließend

zu Nierenbeschwerden.

Beim Verdacht einer Hantavirus-Infektion

sollte umgehend

ein Arzt aufgesucht werden; bei

schweren Verläufen ist ein stationärer

Aufenthalt in einem

Krankenhaus notwendig. Zum

Schutz vor der Übertragung

empfehlen Experten das Tragen

von Handschuhen und eines

eng anliegenden Mundschutzes,

und bei der Reinigung soll eine

Staubentwicklung sowie der

Kontakt mit den Mäusen möglichst

vermieden werden.

Peter Puster

Jetzt App downloaden!

Kommende Woche

im Grazer24

Stadion-Pläne

■ Die Zukunft des Griesplatzes

nimmt Form an: Am Montag

wird das Siegerprojekt zur Neugestaltung

des Areals erstmals

der Öffentlichkeit präsentiert. Der

„Grazer24“ liefert Ihnen alle Details

und Bilder zu den Plänen für

das neue Herz im Bezirk Gries.

Personalbesetzungen

■ Die Pläne rund um das Stadion

Liebenau sorgen weiterhin für

hitzige Debatten und neue Reaktionen

aus Sport und Politik. Der

„Grazer24“ bleibt für Sie am Ball.

Wir berichten über alle weiteren

Entwicklungen zu diesem sportlichen

Großprojekt.

Neugestaltung Griesplatz

■ Stadtrat Manfred Eber (Bild)

hat die Ausschreibung fürs Sozialamt

zurückgezogen. Doch das ist

nicht die einzige haarige Personalentscheidung

der nächsten Tage.

Für jede Menge Zündstoff ist auf

jeden Fall gesorgt.

ZOOMVP, LUEF, ANTONIA RENNER


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz 13

Die Stadt von morgen

EIN TAG FÜR DIE ANNENSTRASSE. Im Leiner Living Lab im ehemaligen

Leiner-Haus entstand am 8. Mai ein offener Dialog- und Experimentierraum.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Im Leiner Living Lab im ehemaligen

Leiner-Haus präsentierten

am 8. Mai die Grazer

Hochschulen gemeinsam mit

Akteuren aus Wissenschaft, Politik,

Wirtschaft und Gesellschaft

neue Ideen für die Zukunft der

Annenstraße.

Experimentierraum

Es wurde gezeigt, wie aus der

Zwischennutzung des Leiner-

Hauses ein „Brutkasten für die

Annenstraße und die Stadt von

morgen“ werden kann. „Die

vielfältigen Herausforderungen,

vor denen die Annenstraße und

die Stadt stehen (z. B. Leerstände

und Belebung der Innenstadt)

machen neue Allianzen

erforderlich. Mit dem Leiner Lab

wollen wir den Dialog zwischen

Wissenschaft und Stadtgesellschaft

anstoßen“, erklärt Mitorganisator

Holger Hoff (Universität

Graz).

Am Nachmittag standen KI-

Visionen zur Annenstraße sowie

die Filmpremiere „Potenziale

der Erdgeschoßzone“ mit anschließender

Podiumsdiskussion

im Mittelpunkt. Mit dabei

waren unter anderen Stadträtin

Claudia Unger und Joachim

Reidl, Vizerektor für Forschung

der Uni Graz.

„Für mich ist die Annenstraße

das Tor in die Innenstadt.

Außerdem bündelt die Straße

alles, wofür Innenstadt steht:

Wirtschafts-, Lebens- und Erlebnisraum.

Unsere Aufgabe ist es,

Unternehmen dabei zu unterstützen,

sich hier verwirklichen

zu können, eine Atmosphäre

zu erzeugen, wo sich Menschen

inspiriert fühlen, und mit der

Annenstraße einen Wohlfühlort

zu schaffen, wo Menschen einander

begegnen, wo sie feiern

und miteinander eine gute Zeit

haben können! Genau das alles

bündelt die Veranstaltung am

8. Mai“, erklärt Citymanagerin

Graz Elisa-Maria Steinberger.

Roland Kloss, Barbara Hammerl,

Elisa-Maria Steinberger, Holger

Hoff, Reinhard Hochegger (v. l.)

KK

Rätsel-Lösung vom 3.5.2026

D A W

A

N I G H T L I N E N A B L

G E R A D E O R G A N T

T E N X A N T H I P P E

D R A G R A C E E V E N T

P I S A N E B E I E

C E R D R A U A L E C

E H D E R G E D E I H

S A M U R A I V E N E N

K A I P S L I P R I

W E I N Z O E D L T A N K

U E O S I N

Lösung:

I S A R C D S

S C H A M H A F T CITYPARK

H O L A M A O

A N R S O D R Lösung:

N E S T R O Y CITYPARK

Sudoku-Lösung

vom 10.5.2026

6 5 9 1 4 8 2 7 3

2 8 7 5 3 9 6 4 1

1 3 4 6 2 7 5 9 8

4 1 3 9 5 2 8 6 7

8 2 5 4 7 6 1 3 9

9 7 6 3 8 1 4 5 2

5 6 2 7 1 3 9 8 4

7 4 1 8 9 5 3 2 6

3 9 8 2 6 4 7 1 5


14

szene

Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Für 90 Prozent der Menschen ist

das Leben die Höchststrafe.“

Sänger Paul Pizzera in der neu erschienenen

„Hawi D’Ehre“-Podcast-Folge RAUCH

www.grazer.at 10. MAI 2026

Gastro

Börse

www.grazer.at

Falstaff-Küchenchef

kocht im Edel

Küchenchef Angelo Nicola führte vor seinem Wechsel die Luther Alpenbrasserie mit seinem Team in den Falstaff Restaurant- und Gasthausguide 2025. RESTAURANT EDEL

NEUHEITEN. Das

Edel startet neu, das

S’Heimgartl ist zurück

und es gibt einen neuen

Burger-Hotspot.

Südlich von Graz, im Restaurant

Edel, werden nun rumänische

Wurzeln mit mediterraner

Leichtigkeit und steirischer

Raffinesse verbunden. Bereits

im November 2025 eröffnete das

Restaurant in Gössendorf seine

Tore. Mit Ende Mai dieses Jahres

möchte es neue Wege gehen und

mit einer komplett überarbeiteten

Karte neue Wege beschreiten. Mit

dabei ist kein Geringerer als Falstaff-Küchenchef

Angelo Nicola.

Das Summer-Opening am 30. Mai

bildet den Auftakt, getragen vom

Inhaberpaar Nicoleta und Daniel

luhas und einer Atmosphäre, in der

Eleganz und Herzlichkeit gleichermaßen

wirken sollen.

„In dieser Region hat bisher ein

modernes Konzept gefehlt, das Eleganz

mit kreativer Küche und einem

ganzheitlichen Erlebnis für

die Gäste verbindet. Genau diese

Lücke wollen wir mit dem Restaurant

Edel füllen“, so der Inhaber.

Der Relaunch geschieht nicht

ohne Grund: Das Inhaberpaar

stammt ursprünglich aus Rumänien.

Seit vier Jahren leben die beiden

in Kalsdorf und sahen von Beginn

an eine Lücke vor Ort: ein modernes

Lokal, das Eleganz mit kreativer

Küche und einem ganzheitlichen

Erlebnis verbindet, ohne dabei die

Herzlichkeit zu verlieren, die beide

aus ihrer Herkunft mitbringen.

Der Küchenchef verbindet in der

neuen Karte drei Küchen. Rumänien

hat selbst eine Meeresküste und

mediterrane Einflüsse, die Steiermark

liefert die regionale Basis.

Konkret heißt das: AMA-zertifiziertes

Hühner- und Rindfleisch, steirisches

Kürbiskernöl und steirische

Äpfel als Fundament. Aushängegericht

ist die Steirische Carbonara

mit hausgemachten Eiernockerln,

Bauchspeck, Bergkäse, einem pochierten

Ei, Kürbiskernöl und geschmortem

Lauch.

(Wieder-)Eröffnungen

S’Heimgartl in der Liebenauer

Kasernstraße hat unter neuen Be-

treibern kürzlich wieder eröffnet.

Rainer Baldauf zeichnet jetzt für

das kultige Wirtshaus, das früher

auch Heimgartenwirt oder Liebenauerhof

hieß, verantwortlich.

Serviert wird weiterhin gutbürgerliche

Küche und traditionelle

Hausmannskost.

Bodenständige Küche bietet

auch die Rauchkuchl beim

CenterCourt an. Das Lokal bei

den Tennisplätzen in der Walter-

Goldschmidt-Gasse in St. Peter

hat zwar schon seit einiger Zeit

geöffnet, am kommenden Samstag

wird aber die offizielle Eröffnungsparty

gefeiert. Geführt wird

das Lokal von Stefan Magenheim,

Daniela Friedrich und Uwe Seifner.

„Gemeinsam möchten wir einen

Ort schaffen, an dem Qualität,

Handwerk und Herzlichkeit im

Mittelpunkt stehen“, so die drei zu

ihrer Philosophie. Vom T-Bone-

Steak aus dem eigenen Dry Ager

bis zum veganen Schmankerl erfüllen

sie nahezu jeden Wunsch.

Täglich werden Mittagsmenüs

angeboten. Man muss nicht unbedingt

Tennis spielen, um sich in

der Rauchkuchl kulinarisch verwöhnen

zu lassen.

S’Heimgartl eröffnete wieder.DERGRAZER

Burger-Hotspot

Burger-Fans dürfen sich auf ein

brandneues Burgerlokal in Eggenberg

freuen: Am Dienstag hat in der

Vinzenzgasse das neue Lokal „Chicken

Digga“ eröffnet, in dem sich

alles um American Fastfood dreht.

Über ein Jahr lang arbeiteten die Betreiber

am Konzept und feilten an ihrer

Speisekarte. Nun warten verschiedenste

Chicken-Variationen, saftige

Smashburger, Chicken Tenders sowie

Pommes, Slushies und hausgemachte

Saucen auf die Gäste. Besonders

im Fokus stehen würzige Varianten

nach Nashville-Art. Auch optisch

setzt das neue Lokal auf modernes

Streetfood-Feeling und will vor allem

junge Besucher ansprechen.

VW, VENA, AS


10. MAI 2026 www.grazer.at

szene graz 15 17

GEPA, STADT GRAZ

Christian Jauk

Am 15. Mai feiert der Präsident des

SK Sturm Graz seinen 61. Geburtstag.

Happy Birthday!

GEBURTSTAGSKINDER

DER WOCHE

Happy Birthday!

Kurt Hohensinner

Wir wünschen dem Sportstadtrat

alles Gute zu seinem 48. Geburtstag

am 16. Mai.

Am 17. Mai findet das Schlossberg-Biergarten-Opening statt. Eine Trachten-

Modenschau und deZwa sorgen für beste Stimmung.

B. GASSER

Sommerliches Transgourmet-Fest

■ Am Donnerstag lud Transgourmet-Marktleiter

und Standortsommelier

Klaus Mondon

wieder zum Transgourmet-Fest.

Eine exklusive Weinverkostung,

unter anderem von den Weingütern

Neumeister und Lackner

Tinnacher, sowie Live-Musik

brachten sommerliche Stimmung

mit. Privatkoch Philipp Pirstinger

verwöhnte die Gäste mit

www.grazer.at

präsentiert

Steaks, Burgern und Schweinefilets

vom offenen Feuergrill. Unter

den Gästen befanden sich unter

anderen Landesrechnungshofdirektor

Heinz Drobesch, Josef

Reinprecht (Landesrechnungshof),

die Winzer Katharina Lackner

Tinnacher und Christoph

Neumeister, Michael Radspieler

(idlab Media) und Gastronom Arsim

Gjergji.

Biergarten-Opening über den Dächern

■ Am 17. Mai lädt der Schlossberg-Biergarten

zum großen

Opening ein – mit kulinarischen

Schmankerln, guter Musik und

abwechslungsreicher Unterhaltung

in einzigartiger Atmosphäre

über den Dächern von

Graz. Neben Frühschoppen,

einer Modenschau von Trachten

Hiden und Schmankerln

ist eine Live-Übertragung des

Meisterschaftsfinales geplant.

Als besonderes Goodie erhalten

die ersten 200 „Grazer“-Leser

ein 0,5-Liter-Gösser um nur

2,90 Euro.

Für die passende Stimmung

sorgen DeZwa mit echtem steirischem

Austropop. Es wartet

ein Tag voller steirischer Tradition

hoch über den Dächern von

Graz mit bester Aussicht.

Josef Reinprecht, Michael Radspieler, Klaus Mondon, Philipp Pirstinger

und Arsim Gjergji (v. l.) beim Transgourmet-Fest

DERGRAZER

Erholung zum Vorteilspreis

ERHOLUNG. Ein Pass, fünfmal entspannen und ordentlich sparen: Jetzt den „Grazer“ Bade-Pass

kaufen und eine Auszeit in fünf der schönsten Thermen Österreichs genießen – um nur 75 Euro.

Wer sich nach einer Auszeit

sehnt, hat auch

dieses Jahr mit dem

„Grazer“ Bade-Pass die Möglichkeit,

Erholung in fünf der

schönsten Thermen Österreichs

zu genießen und dabei auch

noch ordentlich zu sparen – ob

alleine, mit Freunden oder als

kleine Erholungspause mit der

Familie.

Um 75 Euro ermöglicht der Bade-Pass

den Tageseintritt in fünf

beliebte Thermen des Landes,

ganz ohne lange Anreise – perfekt

für einen entschleunigenden

Tagestrip. Der Gesamtwert

des Passes beträgt rund 170 Euro,

was einer Ersparnis von etwa

95 Euro entspricht.

Vielfalt

Im Angebot enthalten ist jeweils

ein Tageseintritt in die Parktherme

Bad Radkersburg, die Aqualux

Therme Fohnsdorf, die AVITA

Therme und Resort Bad Tatzmannsdorf,

die Therme Nova

Köflach und die Therme der

Ruhe in Bad Gleichenberg. Alle

Thermen überzeugen mit warmem

Thermalwasser, schönen

Innen- und Außenbereichen

sowie einem vielfältigen Angebot

an Wellness- und Entspannungsmöglichkeiten.

Der Verkauf des „Grazer“ Bade-Passes

startet nun. Die Pässe

sind in den Grazer ’sFachl-Filialen

in der Herrengasse, Murpark

und Citypark, an der Citypark-

Information sowie in allen

Öticket-Verkaufsstellen erhältlich.

Da die Stückzahl limitiert

ist, empfiehlt sich ein baldiger

Kauf – schnell sein lohnt sich.

5-mal

Therme

um

€ 75,–

Mit dem „Grazer“ Bade-Pass für 75 Euro kann man fünfmal eine angenehme

Auszeit in den wunderschönsten Thermen Österreichs genießen.GETTY


16 szene

www.grazer.at 10. MAI 2026

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Verschiedene Künstler traten auf

und brachten gute Laune mit. FEDOROVA

Es wurde wieder

fleißig gewirbelt

■ Von 30. April bis 3. Mai wurde

beim Lendwirbel wieder ausgelassen

gefeiert, getanzt und gewirbelt.

Bei strahlendem Wetter

und bester Stimmung kamen

Menschen aller Altersgruppen zusammen,

um gemeinsam unvergessliche

Tage zu verbringen. Zu

unterschiedlichsten Musikrichtungen

wurde bis in die Abendstunden

getanzt und mitgesungen,

während überall gute Laune

und fröhliche Atmosphäre zu spüren

war – die Veranstaltung bot für

jeden etwas und machte die Tage

zu einem besonderen Erlebnis.

Strahlende Jubilarin

■ Die beliebte Grazer Gastronomin

Katharina Tscheppe

lud am vergangenen Montag

anlässlich ihres runden Geburtstags

Familie, Freunde und

Stammgäste zu einer kleinen

Feier in ihr „Tscheppe ums Eck“.

Mama Waltraud Tscheppe

sorgte für einen echten Gänsehautmoment

und feuchte

Augen, als sie den Geburtstag

von Kathi und ihrem Zwillingsbruder

Edi Revue passieren

ließ. Neben Papa Roland und

ardea zeigt klare Handschrift

■ Das Grazer Label ardea präsentierte in einem der

schönsten Hinterhöfe der Stadt seine neue Frühjahr/

Sommer-Kollektion. Das Setting war eine reduzierte

und bewusst inszenierte Dschungelkulisse entlang

des Green Carpets. „Leinen fällt luftig und gibt

gleichzeitig Struktur – das ist genau die Balance, die

wir suchen“, sagt Designerin Babsi Schneider. „Uns

interessieren keine starken Kontraste – wir arbeiten

lieber mit Abstufungen und feinen Übergängen“, erklärt

Designerin Elke Steffen-Kühnl.

Zu den Models des Abends zählte die Grazer Mezzosopranistin

Anna Brull – eine Wahl, die das Selbstverständnis

von ardea unterstreicht.

Erwin Wurm (l.) und Rudi Roth beim Pre-Opening der

Biennale. Roth brachte ein steirisches Geschenk mit.

Stephanie und Edi Tscheppe, Roland und Waltraud Tscheppe, Geburtstagskind

Kathi und Bruder Stefan mit den Citoller Tanzgeigern (v. l.)DER GRAZER

Kathis Töchtern waren auch

Bruder Stefan und Schwägerin

Stephanie bei der Party mit

dabei. Ebenfalls vorbei schauten

Dompfarrer Ewald Pristavec,

Stadtbaudirektor Bertram

Werle, Rechtsanwaltskammerpräsident

Michael Kropiunig,

Finanzexperte Johannes Tratz,

Oberlandler Thomas Fischer

Barbara Muhr und Walter

Kriwetz. Für die musikalische

Begleitung sorgten die Citoller

Tanzgeiger.

R

Designerin Babsi Schneider, Opernsängerin Anna Brull

und Designerin Elke Steffen-Kühnl (v. l.)

GABRIEL STEFFEN

Erwin Wurm in Venedig

■ Der gebürtige Steirer und Josef-Krainer-Preis-

Träger Erwin Wurm sorgt derzeit in Venedig für

großes Aufsehen: Im traditionsreichen Museo

Fortuny eröffnet er im Rahmen der diesjährigen

Biennale di Venezia seine beeindruckende Ausstellung

„Dreamers“.

Schon beim Pre-Opening waren die Besucher

von den diesmal überdimensionalen und teilweise

angezogenen Skulpturen begeistert. Für einen

besonders herzlichen Moment sorgte Konsul Rudi

Roth, der dem Künstler als besondere Aufmerksamkeit

eine originale Steiermark-Torte überreichte.

Reggae-Brunch ganz oben

■ Aufgepasst: Im Schlossbergrestaurant

zieht echtes Reggae-

Feeling ein. Hoch über den Dächern

von Graz sorgt der neue

Reggae-Brunch für entspannte

Stimmung und musikalische

Highlights. Freuen Sie sich auf

bekannte Reggae-Klassiker,

sommerliche Atmosphäre und

ein vielfältiges Frühstücks- und

Brunchangebot für Groß und

Klein – der perfekte Start in einen

genussvollen Sonntag.

Erleben Sie einen entspannten

Reggae-Brunch mit 7Ray

und Band und freuen Sie sich

auf die größten Reggae-Hits von

Legenden wie Bob Marley bis

UB40 – live begleitet von einem

karibischen Gourmet-Brunch

voller exotischer Aromen und

guter Vibes. Musik, Genuss und

echtes Insel-Feeling sorgen für

einen unvergesslichen Sonntag

in entspannter Atmosphäre.

Der Reggae-Brunch findet am

9. Mai, 13. Juni, 25. Juli und am

22. August statt.

Reggae-Brunch mit 7Ray und Band: Die Top-Hits von Bob Marley bis

UB40 treffen auf einen karibischen Gourmet-Brunch.

SCHLOSSBERG


10. MAI 2026 www.grazer.at szene

17

econet 2026

Die Gastgeber des Abends Martin

Lux und Marcella Handl SCHERIAU (5)

Landesräte unter sich: Claudia

Holzer und Willibald Ehrenhöfer

WKO-Steiermark-Vizepräsident

Dietmar Schweiggl mit Gattin Doris

Wahrheit oder Wirklichkeit

■ Was ist Fakt und was ist Fake?

Diesem spannenden Thema

widmete sich die heurige econet,

zu der die Notariatskammer Steiermark

unter Präsident Martin

Lux und Vizepräsidentin Marcella

Handl luden. Den Abend

genossen: die Nationalratsabgeordneten

Kurt Egger und Daniela

Gmeinbauer, die Landesräte

Willibald Ehrenhöfer und

Claudia Holzer, von der Wirtschaftskammer

Steiermark Josef

Herk, Dietmar Schweiggl, Karl-

Heinz Dernoscheg und Markus

Kohlmeier, ICS-Geschäftsführer

Karl Hartleb, Styria-Vorstandsvorsitzender

Markus Mair, die

Banker Philipp Boruta, Ernst

Albegger, Hannes Zwanzger,

Martin Schaller und Florian

Stryeck, KSV1870-Leiter Region

Süd René Jonke, die Notare

Valentina Herk, Dieter Kinzer

und Stephan Plankensteiner

(Notariatskammer), Wohnbau-

gruppe-Ennstal-Vorstandsdi-

rektor Wolfram Sacherer, Graz-

Airport-Aufsichtsrat Wolfgang

Malik, Holding-Graz-Marketingleiter

Richard Peer, Apotheker

Gerhard Kobinger, Rektorin

Beatrix Karl, Finanzexperte

Johannes Tratz, Andrea Ravai,

Barbara Muhr, Susanne Gorny,

die Werber Peter Schaar und

Andrea Stanitznig und die Immobilienexperten

Gerald Gollenz

und Dieter Johs.

Karl-Heinz Dernoscheg, Notarin

Valentina Herk und Josef Herk (v. l.)

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Styria-Vorstandsvors. Markus Mair

und Moderatorin Sabine Kronberger


20

eco

graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

Sabrina Naseradsky

18 sabrina.naseradsky@grazer.at

Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit

der Menschen ist

mühsam, aber alternativlos.“

Styria-Vorstandsvorsitzender Markus Mair bei der

econet 2026 zum Thema digitale Wirklichkeit SCHERIAU

Ohne Landwirte

keine Versorgung

Die derzeitige Trockenheit macht den Landwirten schwer zu schaffen. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. GETTY, LUEF

DRAMATISCH. Graz

hat mit 356 Bauern die

gößte Bauerngemeinde

Österreichs. Auch sie

leiden unter der derzeitigen

Trockenheit.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Dass es in Graz so viele Bauern

gibt, wissen die wenigsten.

Wie wichtig diese Bauern,

wie alle in unserem Land, für

unsere Wirtschaft und die Versorgung

sind, ist auch den wenigsten

bewusst.

Laut der Statistik Austria betrug

der Anteil der Landwirtschaft am

BIP 2025 0,9 Prozent. Der Produktionswert

der Landwirtschaft lag

im Vorjahr bei 10,9 Milliarden Euro

und die Bruttowertschöpfung bei

fünf Milliarden.

Zu trocken

Umso härter trifft die Bauern und

somit unsere Wirtschaft die derzeitige

Trockenheit im Land. Besorgt

zeigt sich auch Bauernbunddirektor

Bernd Brodtrager: „Es ist seit

1858, dem Beginn der Messgeschichte,

die schlimmste Trockenheit.

Bei gewissen Getreiden wie

Gerste, Weizen, Kürbis und Mais

liegt die Wahrscheinlichkeit eines

Ernteausfalls derzeit bei 100 Prozent.“

Vor allem dann, wenn in

den nächsten drei Wochen kein

flächendeckender Regen

kommt.

Für den Bauernbunddirektor

steht die

Versorgungssicherheit

der Menschen an erster

Stelle. „Wir haben

zwar bei gewissen Lebensmitteln,

etwa in der

Tierhaltung oder beim

Getreide, eine sehr gute Selbstversorgung,

aber bei Obst und Gemüse

sind wir nicht so gut aufgestellt“,

weiß Brodtrager.

Auch das Grünland leidet unter

der Trockenheit, und somit könnte

den Landwirten das Futter für die

Tiere ausgehen.

Das Grazerfeld ist ebenfalls

schwer von der Trockenheit betroffen.

Wie schwer die Landwirte

betroffen sind, hängt auch von

der Bodenbeschaffenheit ab und

davon, wie viel Wasser versickert.

Tonhaltige Böden speichern das

Wasser besser. Im Grazerfeld ist der

Boden hingegen eher schottrig. „In

Graz gibt es zudem bessere Bewässerungsmöglichkeiten“,

weiß der

Bauernbunddirektor.

Neue Ideen

Für Bernd Brodtrager ist klar, dass

Bewässerung zukünftig anders gedacht

werden muss. „Einerseits

Bernd Brodtrager

sollte es möglich sein, kurzfristige

Genehmigungen für die Entnahme

aus Flüssen und Bächen zu bekommen.

Andererseits muss über langfristige

Lösungen nachgedacht

werden“, so Brodtrager.

Eine dieser Lösungen

könnte sein, Hochwasserrückhaltebecken

als Wasserreservoirs

zu nutzen. „Anstatt das

Wasser langsam auszuleiten,

könnte man

es sammeln und der

Landwirtschaft zur Verfügung stellen.

Dafür müssen allerdings erst

die rechtlichen Voraussetzungen

geschaffen werden“, wirft der Bauernbunddirektor

eine Lösung auf.

Wichtig ist es für Brodtrager auf jeden

Fall, in die Gänge zu kommen.

Teuerung

Da die derzeitige Trockenheit ganz

Europa betrifft, besteht durchaus

die Möglichkeit, dass die Lebensmittelpreise

weiter steigen werden.

Dass diese derzeitige Krise zu einem

erhöhten Sterben der Landwirte

führen wird, glaubt Bernd

Brodtrager nicht: „Die größte Herausforderung

ist mit Sicherheit,

dass die Landwirte die Kosten nicht

weitergeben können, das ist aus betriebswirtschaftlicher

Sicht sicher

eine Challenge.“

Bleibt zu hoffen, dass die Wetterprognosen

stimmen und nächste

Woche wirklich der Regen kommt.


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz eco 19 21

TEURER

Getty (2)

Tabakwaren +2,2 %

Ein guter Anlass, um mit dem

Rauchen aufzuhören. Tabakwaren

wurden um 2,2 Prozent teurer.

Fernseher –1,4 %

Songcontest und Fußball-WM stehen

vor der Tür. Umso besser, dass Fernseher

um 1,4 Prozent günstiger sind.

BILLIGER

W I R T S C H A F T

EcoNews

sabrina.naseradsky@grazer.at

Meet&Walk mit

der Steiermark

■ Mit der Premiere von #treffpunktsteiermark

„Meet&Walk“

setzte die Steiermark Convention

ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung

klassischer Messekonzepte

und traf damit den Nerv

der rund 120 Teilnehmer. „Es freut

uns sehr, dass sich eine starke Angebotsgruppe

im Rahmen der

Tagungsmesse mit einem so frischen

und zeitgemäßen Konzept

präsentiert und damit neue Impulse

für den Business-Tourismus

setzt“, betont Michael Feiertag,

Geschäftsführer der Steirischen

Tourismusmarketing GmbH.

Katharina Rinner ( l.), Stoffwerkstatt,

mit Andrea Kern GRÜNE WIRTSCHAFT

Grüne Wirtschaft

unterwegs

■ Die Grüne-Wirtschaft-Landessprecherin

Andrea Kern

machte mit ihrem Team bei ihrer

Bezirkstour diesmal im Bezirk

Gries Station. In der Belgiergasse

besuchte Kern die erst kürzlich

neu eröffnete Bäckerei „vom

Lichtenberg“ und den Handwerksladen

„Der Stadthandwerker“.

Im Zuge der Tour wurden

aber auch etablierte Unternehmen

wie die „Stoffwerkstatt“ und

„Samen Köller“ besucht.

Grawe erhält

Auszeichnung

■ Bereits zum 14. Mal in Folge

wurde die Grawe mit dem Recommender

Award in der Kategorie

„Versicherungen bundesweit“

ausgezeichnet. Zudem darf

sich die Grawe über die Verleihung

des Gütesiegels „Exzellente

Kundenorientierung“ freuen.

„Besonderer Dank gilt allen Mitarbeitern

sowie unseren Partnern,

die diesen Erfolg möglich

gemacht haben“, so Grawe-Vorstandsdirektor

Georg Schneider.

Grawe-Vorstandsdirektor Georg

Schneider

MARTIN HÖRMANDINGER

ams Osram kann auf ein sehr starkes

erstes Quartal zurückblicken. AMS OSRAM

Starke Zahlen bei

ams Osram

■ Auf ein starkes erstes Quartal

kann ams-Osram-CEO Aldo

Kamper blicken. Der Umsatz lag

bei 796 Millionen Euro und die

bereinigte EBITDA-Marge bei

16,5 Prozent. Das Halbleiter-Kerngeschäft

wies ein Wachstum von

neun Prozent auf. Es liegt damit

auf einem vergleichbaren Niveau

wie im Vorjahr. Für das zweite

Quartal erwartet der Technologiekonzern

eine Umsatzspanne von

725 bis 825 Millionen Euro.

Bildungspartnerschaft

■ Einen bedeutenden Schritt in

der Weiterentwicklung der touristischen

Ausbildung setzen die

Tourismusschule Bad Gleichenberg

und die FH Joanneum. Im

Mittelpunkt steht dabei die enge

Verknüpfung der Kollegausbildung

der Tourismusschulen mit

dem Bachelorstudiengang „Tourismus-

und Gesundheitsmanagement“

der FH Joanneum.

Absolventen des Tourismuskollegs

können in das dritte Semester

des Bachelorstudienganges

an der FH einsteigen. Die Studiendauer

verkürzt sich damit auf

acht Semester. Der Fokus der

Ausbildung liegt auf der internationalen

Ausrichtung. Daher ist

die Unterrichtssprache auch Englisch

(Kolleg) und Deutsch/Englisch

(FH). Diese Partnerschaft

steht exemplarisch für eine moderne

und vernetzte Bildungslandschaft,

die auf einen internationalen

Arbeitsmarkt reagiert.

Der Start ist für das Herbstsemester

2026/27 geplant.

Bürgermeister Michael Karl, Christian Schweinzer (Tourismusschule), Eva-Maria

Adamer-König (FH Joanneum) und Alfred Tieber (Tourismusschule, v. l.) DER GRAZER


20

viva

Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

www.grazer.at 10. MAI 2026

Armut ist kein leeres Wort und schlägt sich

auch in der Möglichkeit nieder, für ausreichend

Körperhygiene zu sorgen.“

Caritas-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler zu den frisch befüllten

Caritas-Hygieneboxen in steirischen Schulen CHAKA2/SIMONRAINER

Benefizveranstaltung für Forschung

Solidarität ME/CFS

für

ME/CFS

Carmen Rinnhofer (l.) ist an ME/CFS erkrankt. Ihre beste Freundin Antonia Maria Gusenbauer (r.) veranstaltet am

17. Mai in Graz eine Benefizveranstaltung. Der gesamte Erlös geht direkt an die Forschung. GETTY, BEREITGESTELLT (3)

AWARENESS. Am 17. Mai findet am Grazer Hauptplatz eine Benefizveranstaltung

für ME/CFS statt. Alle Einnahmen kommen der Forschung zugute.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

ME/CFS (Myalgische

Enzephalomyelitis/

Chronisches Fatigue-

Syndrom) ist eine neuroimmunologische

Multisystemerkrankung,

die den gesamten

Körper betrifft. „Der

Körper befindet sich

dauerhaft in einem

Alarmzustand. Betroffene

leiden unter einer Sonja Marsche

massiven und anhaltenden

Erschöpfung, die sich

durch Schlaf oder Ruhe nicht verbessert.

Die Energiereserven sind

dauerhaft stark eingeschränkt

– vergleichbar mit einem Akku,

der niemals vollständig geladen

werden kann“, erklärt Sonja Marsche,

Fachärztin für Neurologie

an der Privatklinik Laßnitzhöhe.

Je nach Schweregrad führt

die Erkrankung zu Behinderung,

Bettlägrigkeit und Pflegebedürftigkeit.

„Besonders belastend ist

die sogenannte Post-Exertional

Malaise (PEM) – eine massive

Verschlechterung der Symptome

nach körperlicher oder geistiger

Belastung. Selbst alltägliche Tätigkeiten

wie Duschen, Zähneputzen

oder Telefonieren können die

vorhandenen Energiereserven

vollständig aufbrauchen“, ergänzt

sie.

Was die Situation für Betroffene

zusätzlich erschwert,

ist, dass die

Erkrankung und ihre

Ursachen bislang

nicht ausreichend

erforscht sind. Zudem

gibt es keine allgemeine

Therapie, die

gezielt die Ursachen

von ME/CFS behandelt. Betroffene

müssen daher oft über Jahre

hinweg individuell angepasste

Therapien zur Linderung ihrer

Symptome finden. Das führt

neben psychischen und

physischen Herausforderungen

auch zu

großen finanziellen

Belastungen.

Am 12. Mai findet

der Internationale ME/

CFS Awareness

Day statt. Aus diesem

Anlass veranstaltet Antonia

Maria Gusenbauer am 17. Mai die

Benefizveranstaltung „Solidarität

Antonia Maria Gusenbauer

für ME/CFS“ am Grazer Hauptplatz

– alle Einnahmen kommen

direkt der ME/CFS-Forschung zugute.

„Die Idee zur Veranstaltung

entstand Ende Jänner in einem

Chat mit meiner besten Freundin

Carmen, die selbst schwer an

ME/CFS erkrankt ist. Ich habe sie

gefragt, was ich konkret tun kann

und was sie sich wünschen würde.

Ihre Antwort war sehr klar: Ihr

größter Wunsch ist es, Spenden

für die Forschung zu sammeln

und mehr Aufmerksamkeit für die

Erkrankung zu schaffen“, erzählt

Gusenbauer. Mehr Sichtbarkeit

soll zu einem besseren gesellschaftlichen

Verständnis führen:

„Eine der größten Belastungen

ist für viele Betroffene, nicht ernst

genommen zu werden.

Zahlreiche Menschen

mit ME/CFS berichten

davon, bagatellisiert

oder fälschlich als

psychisch krank eingestuft

zu werden“, erklärt

sie.

Die Veranstaltung

startet um 11 Uhr.

Das gesamte Programm gibt es

auf der Website von „Solidarität

für ME/CFS“.


10. MAI 2026 www.grazer.at

viva 21

IN

GETTY (2)

Broschen

Ob zum Schließen eines Pullovers

oder als Anhänger: Broschen sind als

echte Hingucker zurück im Trend.

Mini-Bags

Die einst trendigen Mini-Taschen weichen

größeren Modellen, die mehr Platz

für die täglichen Essentials bieten.

OUT

Perfekter Muttertag in Graz

MUTTERTAG. Heute ist der Tag, um allen Mamas eine große Freude

zu bereiten. Graz bietet dabei mehr als Blumen und Süßwaren.

Von Anna Stocker

anna.stocker@grazer.at

Heute ist Muttertag – die

perfekte Gelegenheit,

um allen Mamas einmal

„Danke“ zu sagen. Doch statt

klassischen Blumen und Pralinen

bereiten auch gemeinsame

Erlebnisse eine besonders große

Freude. Graz bietet dafür zahlreiche

Möglichkeiten: von entspannten

Brunches bis hin zu

spannenden Freizeitaktivitäten,

die Groß und Klein gemeinsam

genießen können.

Salon Marie

Zum heutigen Muttertag wird

es im Salon Marie besonders

genussvoll: Heute lädt das Restaurant

im Grand Hôtel Wiesler

zu einem stilvollen Muttertags-Brunch.

Besucher erwartet

ein vielfältiges Buffet mit Live-

Cooking-Station, hausgemachten

Desserts sowie süßen Überraschungen

für alle Mamas.

Dazu gibt es Kaffee, Säfte, Wein

und Sekt in gemütlicher Atmosphäre

direkt an der Mur. Der

Brunch findet von 11.30 bis 15

Uhr statt, eine Reservierung

wird empfohlen.

Schick Sisters

Die Schick Sisters laden heute

zum Muttertagskonzert mit ihrem

aktuellen Programm „Stories

Tour“. Das Trio begeistert

im Theater der Komödie mit

dreistimmigem Gesang, akustischem

Sound und persönlichen

Songs zwischen Folk, Pop

und Jazz. Ein stimmungsvoller

Konzertabend voller Emotionen

und Geschichten – passend

zum Muttertag.

Museumsbesuch

Im Universalmuseum Joanneum

findet passend zum Muttertag

die Aktion „Alles Liebe

zum Muttertag“ statt. Mütter

erhalten heute in Begleitung

ihrer Kinder freien Eintritt in

die teilnehmenden Museen.

Ein gemeinsamer Museumsbesuch

voller Kunst, Geschichte

und Natur – ideal für einen

kulturellen Ausflug zum Muttertag.

Muttertagskonzert

Heute lädt das Muttertagskonzert

ab 16.30 Uhr zu einem

musikalischen Nachmittag

im Margaretenbad ein. Gemeinsam

mit Zoltán

Galamb werden große

Legenden gefeiert.

Mamas können

sich auf bekannte

Klassiker, italienisches

Flair, Chansons

und beliebte

Schlager

freuen.

Braination

Mamas freuen

sich nicht nur

über Blumen,

sondern

auch

über eine

große Portion

Action

und

Abenteuer.

Deswegen

durfen

heute

alle Mütter bei

Braination Graz

kostenlos in den

Escape Rooms spielen.

Ein einzigartiges

Escape-Erlebnis, bei dem

gemeinsam gerätselt, gelacht

und geknobelt wird.

Den Mamas einmal so richtig

„Danke“ sagen – dafür ist

heute der ideale Anlass. Wir

wünschen allen Müttern

einen schönen Muttertag!GETTY


22 viva

www.grazer.at 10. MAI 2026

Mit dem Bus

in den Urlaub

ON TOUR. Wer an Busreisen denkt, denkt fast immer

noch an Kaffeefahrten. Dabei sind Reisen mit

dem Bus heutzutage durchaus luxuriös und eine

entspannte Möglichkeit, in den Urlaub zu gelangen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Für manche haben Busreisen

noch immer den Nimbus

von Pensionistenausflug

und Kaffeefahrt. Dabei ist eine

Busreise eine entspannte, kostengünstige

und umweltfreundliche

Alternative zum Urlaub mit dem

Auto oder dem Flugzeug.

Entspannt

Zahlreiche Urlaubsanbieter verfügen

auch über ein breites Angebot

an Busreisen. So kann man

fast jeden Teil Europas mit dem

Bus entdecken. Dabei sollte man

keine Sorge vor den langen Busfahrten

haben. Die modernen

Reisebusse bieten jede Menge

Komfort, der schon fast an Luxus

grenzt. Sie bieten viel Beinfreiheit,

bequeme Sitze, Bord-WC,

WLAN und Klimaanlage. Wer

mit dem Bus auf Urlaub fährt, erspart

sich zudem den Stress mit

Staus, Navigation und Parkplatzsuche.

Man setzt sich bequem

in den Bus und lässt sich an den

Zielort chauffieren. Auch für die

eigene Klima bilanz ist so ein

Eine Busreise bietet die Möglichkeit, die herrliche Landschaft zu genießen und

entspannt am Urlaubsort anzukommen. Auch findet man leicht Anschluss. GETTY

Urlaub von Vorteil, ist doch ein

Reisebus eines der klimaschonendsten

Verkehrsmittel. Für die

eigene Geldbörse ist so ein Urlaub

auch von Vorteil, da es viele

tolle Angebote gibt.

Für Alleinreisende bietet eine

Busreise jede Menge Vorteile.

Sie sind meist als Gruppenreisen

konzipiert; so findet man sofort

Anschluss mit Gleichgesinnten.

Meistens ist bei diesen Gruppenreisen

auch ein Reiseleiter inkludiert,

und auch die Stopps und

das Sightseeing sind sehr gut geplant.

Auch im Sommer kann man auf

der Planai viel erleben. ABSENGER

Planai startet in

Sommersaison

■ Am Donnerstag, dem 14. Mai

2026, starten Planai und Hochwurzen

in den Sommerbetrieb

und laden dazu ein, die Berge

auf vielfältige Weise zu erleben.

Bereits zum Saisonstart sind auf

der Planai das Hopsiland sowie

der Bikepark Schladming geöffnet.

Auch im Hopsiland ist zum

Saisonstart bereits ein Großteil

der Spielstationen geöffnet. Aussichtsreich

geht es auf der Hochwurzen

weiter – der Bankerlweg

mit seinen 25 thematisierten

Sitzgelegenheiten steht ebenfalls

zur Verfügung.

Zahlreiche Konzerte warten auf die

Besucher bei den Curkonzerten.

Musikgenuss in

Bad Gleichenberg

■ Am heutigen 10. Mai starten

wieder die beliebten Curkonzerte

in Bad Gleichenberg.

Jeden Sonntag im Monat Mai

wird der Kurort zur stimmungsvollen

Bühne für musikalische

Genussmomente.

Insgesamt finden bis zum

13. September 18 Konzerte

statt. Die Nachmittagskonzerte

im Früh- und im Spätsommer

beginnen um 15 Uhr, während

die Termine im Hochsommer

in stimmungsvoller Abendatmosphäre

um 19 Uhr angesetzt

sind.

KK


10. MAI 2026 www.grazer.at

graz 25


24

mobil

Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Immer wenn ich ein Wunschkennzeichen

sehe, freue ich

mich.“

LR Claudia Holzer über den positiven Nebeneffekt:

Die Erlöse fließen in den Verkehrssicherheitsfonds. LAND

www.grazer.at 10. MAI 2026

Nach der Kundgebung im Herzen der

Stadt geht’s zur Ausfahrt. FOTO FISCHER

Erratum zu

Fellows Ride

■ In unserer vergangenen

Print ausgabe vom 3. Mai ist

uns ein Fehler unterlaufen: Der

Fellows Ride Graz findet am 30.

Mai und nicht, wie irrtümlich

berichtet, am 30. April statt.

Bereits zum vierten Mal werden

an diesem Tag hunderte

Biker auf ihre Motorräder steigen,

um ein Tabu sichtbar zu

machen, über das in unserer

Gesellschaft noch immer viel zu

selten gesprochen wird: Depression.

Gefahren wird mit Herz,

Haltung und offenem Visier, um

Spenden für die Organisation

„WEiL – Weiter im Leben“ zu

sammeln, die suizidgefährdeten

Kindern und Jugendlichen neuen

Mut gibt.

„Wir fahren für Menschen,

die täglich kämpfen. Für alle,

die sich alleine fühlen. Motorradfahren

verbindet, und genau

dieses Gefühl von Gemeinschaft

soll Mut machen!“, sagt

Organisator Michael Krist von

Motorradland Austria.

Wolfgang Feigl,

Christina Simmerer,

Daniel

Huber, Bettina

Thaller, Jakob

Seidler, Birgit

Leinich, Bertram

Werle, Alexander

Daum,

Ulrich Bergmann,

Nicole

Pruckermayr,

Hans Schaffer,

Wolfram Sacherer

(v. l.) bei der

Präsentation

KAROLINE JUST

Reininghaus: So bewegt

man sich im neuen Viertel

LABOR REININGHAUS.

Eine neue Umfrage

zeigt: Der Stadtteil

Graz-Reininghaus wird

zum Vorreiter für sanfte

Mobilität in Graz.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Ein neues Stadtviertel ist wie

ein Versprechen an die Zukunft.

In Reininghaus wird

dieses Versprechen nun messbar.

Bei einer Präsentation in der Tennenmälzerei

stellten Ulrich Bergmann

und Jakob Seidler vom Institut

verkehrplus die Ergebnisse

einer umfassenden Mobilitätsbefragung

vor. Mit 552 Rückmeldungen

– einer Quote von über

zehn Prozent – liefert die Studie

ein repräsentatives Bild davon,

wie die Bewohner den mutigen

„Rahmenplan für eingeschränkte

Automobilität“ im Alltag leben.

Für Alexander Daum, Obmann

des Vereins Stadtteil Reininghaus,

ist die Evaluierung ein

Meilenstein: „Wir interessieren

uns über das Bauen hinaus für

die Menschen, die hier wohnen“,

betonte er. Die Daten geben ihm

recht. Während der Bezirk Eggenberg

seit 2019 um satte 25

Prozent gewachsen ist, blieb das

Verkehrsaufkommen an den

Hauptschlagadern stabil. An der

Wetzelsdorfer Straße sank der

Kfz-Verkehr seit 2018 sogar um

drei Prozent. Der Grund: Nur 26

Prozent der Reininghauser nutzen

das Auto für den täglichen

Weg zur Arbeit. Zum Vergleich:

Im Grazer Durchschnitt liegt der

Pkw-Anteil oft noch bei 40 Prozent.

Besonders beeindruckend

ist die Treue zum öffentlichen

Verkehr. Ganze zwei Drittel der

Befragten besitzen eine Zeitkarte

oder ein Klimaticket. „Man hat

die Leute am richtigen Punkt erwischt“,

resümierten die Experten

von verkehrplus. Die Straßenbahn-Anbindung

wird von 90

Prozent der Befragten positiv bewertet.

Parkplatznot

Trotz der Euphorie für Öffis und

Rad bleibt ein „Transformations-

Dilemma“. Rund 65 Prozent der

Haushalte besitzen weiterhin ein

Auto, oft als Sicherheitsreserve.

Da jedoch nur für 56 Prozent ein

privater Stellplatz zur Verfügung

steht, entsteht Reibung. Das Parkplatzangebot

für Besucher wird

von den Teilnehmern als größte

Herausforderung genannt. Hier

steuert der Verein nun gegen: Ein

Leitsystem soll künftig helfen, die

bereits bestehenden öffentlichen

Garagenplätze im Viertel besser

zu finden und effizienter zu nutzen.

Die Sehnsucht nach weiterer

Infrastruktur bleibt groß: Ganz

oben auf der Wunschliste stehen

eine Apotheke, eine Post und

mehr Gastronomie. Während die

baulichen Kapazitäten und ersten

medizinischen Angebote bereits

vorhanden sind, müssen Orientierung

und Nahversorgung noch

mit dem Viertel mitwachsen.

Auch die für Anfang 2028 geplante

Unterführung Josef-Huber-Gasse

wird das Viertel noch enger an die

Innenstadt binden – vor allem für

Radfahrer, die schon heute in nur

zehn Minuten das Zentrum erreichen.

So wandelt sich Reininghaus

Schritt für Schritt von einer

Baustelle zu einem lebendigen

Stück Graz, das seine eigene Mobilität

täglich neu definiert.


10. MAI 2026 www.grazer.at

mobil 25

GETTY (2)

... in Graz

Der Trend, Wege zu Fuß

zurückzulegen, ist in Graz in

den letzten Jahren gestiegen.

Nachhaltigkeit im All

■ Das heurige

Circular Economy

Summit in der WKO

Steiermark durfte einen

ganz besonderen

Gast begrüßen.

Österreichs ESA-Astronautin

Carmen

Possnig sprach über

Ressourcen im All.

„Im Weltall haben

wir wenige Ressourcen.

Daher müssen

wir schauen, dass

wir die vorhandenen

gut nutzen“, erklärt

die Astronautin.

Possnig nennt

hier als Beispiel

eine mögliche Reise zum und

Aufenthalt auf dem Mars: „Wir

können nicht alles, was wir auf

dem Mars zum Überleben brauchen,

von der Erde mitnehmen.

Daher muss man schauen, was

man aus dem herstellen kann,

was man vor Ort vorfindet.“

ZU-FUSS-GEHEN

ANTEIL DER WEGE

21 % : 30 %

... in Wien

Die Wiener legen durchschnittlich

30 Prozent der

Alltagswege zu Fuß zurück.

Scooter-Nachrüstfalle

■ Seit dem 1. Mai gilt die neue

StVO-Novelle, für viele E-Scooter-Besitzer

folgt nun das böse

Erwachen. Denn zahlreiche

Modelle lassen sich technisch

gar nicht nachrüsten – oft verhindern

einklappbare Griffe

die Montage der nun obligatorischen

Blinker. Zudem klagen

laut ÖAMTC zahlreiche Mitglieder

über fehlende Ersatzteile

und horrende Preise im Handel.

Die rechtliche Lage ist unnachgiebig,

erklärt ÖAMTC-Jurist

Matthias Wolf: Wer ohne Blinker

fährt, verliert die Betriebserlaubnis

für den öffentlichen

Straßenverkehr. Neben Strafen

droht bei Unfällen der Verlust

des Versicherungsschutzes.

Wolf kritisiert die kurze Übergangsfrist

und rät Betroffenen,

das Fahrzeug stehenzulassen.

Matthias Wolf bestätigt Probleme

bei der Nachrüstung.

ÖAMTC/POSTL

Wer nach dem Stichtag ein nicht

regelkonformes Gerät gekauft

hat, sollte eine Vertragsrückabwicklung

prüfen. Da europaweit

uneinheitliche Regeln herrschen,

fordert der ÖAMTC dringend ein

EU-weites Regelwerk, um Klarheit

für Konsumenten und Hersteller

zu schaffen.


28

sport

graz

www.grazer.at 10. MAI 2026

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

26

Im Sportpark

fliegen die Federn

■ Von 21. bis 24. Mai gastieren

die Badminton Austrian Open

wieder im Sportpark. Mehr als

400 Teilnehmer aus 46 Nationen

haben für das mit 10.000 Dollar

dotierte Turnier genannt. Die

Setzlisten im Einzel werden von

Kanadiern angeführt: Bei den

Herren ist das die Nummer 77

der Welt, Joshua Nguyen, bei

den Damen Rachel Chan, die

an 76. Stelle rangiert. Graz ist

bei dem Turnier, das auch zum

Badminton Europe Elite Circuit

zählt, durch Lena Krug, Leon

Seiwald, Gustav Andree und

Thomas Wiesler gleich vierfach

vertreten.

Ich kann es gar nicht beschreiben,

was mir dieser

Titel mit Graz bedeutet.“

99ers-Kapitän Korbinian Holzer, der diese

Woche seine Karriere beendet hat GEPA

Nicholas Lynch (r.) und der UBSC könnten am Samstag gegen Kapfenberg auf das große Feld im Sportpark spielen. GEPA

Der UBSC Graz hat im

Semifinale Großes vor

Lena Krug schlägt bei den Badminton

Austrian Open auf. GEPA

PREMIERE. Zum ersten Mal könnten die Grazer Basketballer am nächsten

Samstag gegen Kapfenberg die komplette Halle im Sportpark bespielen.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Heute ist im Sportpark noch

alles Business as usual,

wenn der UBSC Graz die

Kapfenberg Bulls zum zweiten

Spiel der „Best of five“-Semifinalserie

empfängt. Heißt: Gespielt

wird auf die Breitseite am östlichen

Ende der Halle. Da wollen

sich die Grazer auch für die klare

69:88-Niederlage aus dem ersten

Spiel revanchieren.

Kommt es aber am nächsten

Samstag zu einem vierten Spiel,

wird alles anders. „Dann wollen

wir das erste Mal in der Geschichte

auf die Längsseite spielen“,

sagt Michael Fuchs. Denn

vor allem nach dem spektakulären

87:85-Heimsieg gegen Wels

im Viertelfinale rechnet man bei

den Grazern mit einem großen

Andrang. „Wir haben uns schon

während des Grunddurchgangs

Gedanken darüber gemacht, einmal

die ganze Halle zu bespielen,

und auf ein Play-off-Duell mit

Kapfenberg gehofft“, sagt Fuchs.

Das ist nun eingetreten. Statt

knapp 1200 Fans im „normalen“

Modus finden im Fall der Fälle

nun 3000 Fans Platz. Bei der Liga

hat Fuchs das schon angekündigt

und im Sportpark das ganze Feld

reserviert.

Damit rechnet man beim

UBSC zwar nicht unbedingt.

„Aber mit 1700, 1800 Zuschauern

schon. Weil aus Kapfenberg

bestimmt zwischen 300 und 400

Anhänger mitkommen werden.“

Also werden zunächst einmal

nur die Tribünen auf der Längsseite

geöffnet. „Damit es auch

gut aussieht“, sagt Fuchs.

Planungen laufen

Um möglichst viele Fans in die

Halle zu bekommen, wird es

auch eine spezielle Aktion geben.

Kinder und Jugendliche, die

in Grazer Sportvereinen gemel-

det sind, sollen bis zum Alter von

16 Jahren freien Eintritt haben.

Egal, ob es zu dem vierten Spiel

kommt oder nicht – im Hintergrund

laufen bereits die Planungen

für die kommende Saison in

der Basketball-Superliga. Lose

Gespräche mit Langzeit-Trainer

Ervin Dragsic hat es bereits gegeben.

„Wenn es nach mir geht,

bleibt er“, sagt Fuchs.

Auf dem Spielersektor besteht

die Möglichkeit, dass der überragende

Guard Tevin Brewer ein

Jahr beim UBSC anhängt. „Ich

habe mit seinem Manager gesprochen,

und ganz unmöglich

ist es nicht, dass er bleibt“, sagt

Fuchs. Dafür wird Peyton Gerald

die Grazer verlassen. „Bei

ihm sind die Begehrlichkeiten

derart gewachsen, dass wir da

einfach überhaupt nicht mehr

mitkommen.“ Auch Nicholas

Lynch dürfte wohl versuchen,

den Sprung in eine Topliga zu

schaffen.


10. MAI 2026 www.grazer.at

sport graz 29 27

OHA!➜

GEPA (2)

Conny Hütter fährt weiter

Die Olympia-Dritte von Mailand

Cortina 2026 im Super G hängt noch

eine Saison im Ski-Weltcup an.

Saisonende für Mittelfeldspielerin

Lena Breznik von den Sturm-Damen

hat sich im Training eine Verletzung

am Sprunggelenk zugezogen.

OJE!

Der Meister baut kräftig um

EISHOCKEY. Die Graz 99ers haben nach dem Meistertitel und den Feierlichkeiten auf Ibiza damit

begonnen, ihren Kader umzubauen. Fünf Spieler werden nicht mehr in Liebenau zu sehen sein.

Die Saison ist beendet, und

nach den Meisterfeiern

sind die Spieler der Graz

99ers auf Urlaub. Unterdessen

wird aber schon eifrig an der Zusammenstellung

der Mannschaft

für die neue Saison gearbeitet.

Vier Spieler haben den Verein

schon verlassen: Korbinian Holzer,

Anders Koch, Nick Bailen,

Kasper Kotkansalo und Lukas

Kainz.

Holzer hat seine Karriere bekanntlich

beendet, bei Koch hat

man die Option nicht gezogen

und den Vertrag nicht verlängert.

Der Däne musste in den Play-offs

aufgrund einer Operation passen.

Auch von Kainz haben sich die

Grazer getrennt.

Kotkansalo konnte nicht gehalten

werden – er kehrt nach Finnland

zu Kiekko-Espoo zurück.

Nick Bailen hat in der Abwehr

eine herausragende Saison gespielt,

sich aber schon früh gegen

ein neues Angebot der 99ers

entschieden und wechselt zu den

Vienna Capitals. „Wir wollen aber

den Großteil der Mannschaft halten“,

sagt 99ers-Sportdirektor

Philipp Pinter. „Die finalen Gespräche

mit Spielern laufen auf

Hochtouren, derzeit gibt es aber

noch das eine oder andere Fragezeichen.“

KM

Nick Bailen verlässt die 99ers und wechselt zu den Vienna Capitals.

GEPA


28 grazer sonntag

www.grazer.at 10. MAI 2026

SO ISST GRAZ

Die Bäckerei Kern präsentiert einen ...

... Erdbeerkuchen

Konditoreileiter Markus Kristöfl

mit dem Erdbeerkuchen KK (2)

Der heutige Sonntag eignet sich

perfekt für eine süße Überraschung

für alle Mütter. Wer noch auf

der Suche nach einem Rezept für

den Muttertags-Kuchen ist,

ist hier genau richtig.

Das herrliche

Original gibt es

bei der Bäckerei

Kern. LEO

Zutaten für 1 Blech

(ca. 10 Personen):

Für den Rührteig (Boden):

300 g weiche Butter, 220 g

Zucker, 1 Päckchen Vanillinzucker, 1 Prise

Salz, 5 Eier, 270 g Mehl, 3 TL Backpulver,

50 ml Milch, etwas Butter für die Form;

Puddingcreme: 850 ml Milch, 2 Päckchen

Vanillepuddingpulver, 80 g Zucker; für

den Erdbeerbelag & Guss: 1 kg Erdbeeren,

1 Päckchen klarer Tortenguss, 1 EL Zucker

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze

vorheizen. Butter, Zucker, Vanillinzucker

und Salz mehrere Minuten cremig

aufschlagen, bis die Masse hell und

luftig ist. Die Eier einzeln unterrühren.

Mehl und Backpulver vermischen und

zusammen mit der Milch kurz unterheben.

Den Teig auf ein gefettetes Blech

geben und glattstreichen. Den Boden ca.

25–35 Minuten backen (Stäbchenprobe

machen). Anschließend vollständig auskühlen

lassen. Für die Puddingcreme

den Vanillepudding mit Milch und Zucker

nach Packungsanleitung kochen – dabei

insgesamt 850 ml Milch verwenden.

Den heißen Pudding direkt auf den ausgekühlten

Kuchenboden streichen. Die

Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken,

damit sich keine Haut bildet, und

abkühlen lassen. Für den Guss Erdbeeren

waschen, putzen und halbieren. Die Erdbeeren

gleichmäßig auf der erkalteten

Puddingcreme verteilen. Den Tortenguss

mit Zucker nach Packungsanleitung zubereiten.

Den Guss gleichmäßig über

die Erdbeeren geben. Den Kuchen kaltstellen,

bis der Guss fest geworden ist. In

Stücke schneiden und genießen!

GRAZWORTRÄTSEL

U-Bahn-

Projekt

unter der

Innenstadt

Exponate

im Grazer

Landeszeughaus

nicht

gelogen

nach Graz

übersiedeln

"verborgener

Schatz"

der Grazer

Stadtwälder

Vorsilbe für

"diesseits"

3,1415...

5

Allgemeiner

Turn- und

Sportverein

(Abk.)

Kräuteraufguss

Abschnitt,

Kolumne

SUDOKU

Gerät für

richtige

Stromversorgung

Vorname

der

Frank †

stilles

Örtchen

zum Austreten

17

21

12

"König

der

Nacht"

Gangsterboss

bei

Brecht †

(Arturo)

durchsichtiges

Teil

über dem

Zifferblatt

Vorname

Newtons †

"Genau

deshalb!"

20

Senkblei

buddhistischer

Gebetsruf

Streit,

Zwist

16

18

Grazer Grätzel

mit dem haus & Co.

Schauspiel-

höchsten ClayDays

Kirchturm in Graz

ausgestorben,

einsam,

verwaist

Abk. für

"persönliche

Nachricht"

französisch

für "in"

Abk. für

"Mister"

Abk. f. "Ratenzahlung"

kleine Insel

vor Zadar

10

Grazer

Partnerstadt

Sinnesorgan

zum Zuhören

2

4

Abgemacht!

ehem. Bodenschatz

Übelbachs

"per ..."

(von selbst)

Abk. f. "ehrenamtlich"

1

Traumgespenst

Karteikartenreiter

8

7

Tüte,

Sackerl

Objekt,

Sache

ein

Sprengstoff

"unbedingt

einzuhalten"

bei Regeln

engl. für

"sein"

vertraute

Anrede

"Schlusspfiff"

moslem.

Filzkappe

steir. Zugverbindung

Zeichen

für Niob

wüstenhaft

Kunst

des Streitgesprächs

Abgeklärtheit

sächlicher

Artikel

Hügel des

Plabutsch

14

22

27M

Die längste

Hüpfburg Österreichs

13

19

farbenfroher

japan.

Karpfen

Schrei

eines

Esels

Klassikkonzerte

säen

in Graz

engl. "Chef"

Abk. für

"zirka"

Zuvorkommenheit

9

15

6

Rätsellösungen: S. 13

HÜPFBUR

HÜPFBUR

Mir samma

Mir samma

27M

Die längste

Hüpfburg Österreichs

die Gaudi!

HÜPFBUR

27M

27M Die längste

Mir

samma die Gaudi!

Die längste

Hüpfburg Österreichs

zeugungsunwilliger

Sohn

von Juda

G E W I N N S P I E L

5 Karten

für das Hüpfburgenland

zu gewinnen!

Wie lautet die Lösung?

E-Mail mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und Telefonnummer an:

gewinnspiel@grazer.at

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn

nicht übertragbar. Einsendeschluss: 13.5.2026.

Gewinner werden telefonisch verständigt und

sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

3 8 7 1

6 9 1 7

8

3 4 2 5

4 1 7

8 5 4 6 9

3 5

1 8

4 9

6

917

Jede

Ziffer darf

in jeder

Reihe in

jedem

Quadrat

nur

einmal

vorkommen.

Bleistift

spitzen,

los geht’s.

Viel Spaß!

die Gaudi!

Mit Quadbahn für groß und klein

Mit Quadbahn für groß und klein

Mit Quadbahn für groß und klein

3

Bitte Badekleidung mitbringen

11

ENLAND

AUDI

ENLAND

AUDI

ENLAND

AUDI

Bitte Badekleidung mitbringen

GRAZ-SEIERSBERG

ÖSTERREICHS GRÖSSTER HÜPFBURGENPARK

vom

ÖSTERREICHS GRÖSSTER HÜPFBURGENPARK

vom

bis

13. GRAZ-SEIERSBERG

WERSCHWEG 1 / NEBEN HORNBACH

Geöffnet:

28.

WERSCHWEG NEBEN HORNBACH

Mittwoch bis Samstag 14:00 bis 18:30 Uhr

Geöffnet:

MAI 13. WERSCHWEG 1 / NEBEN HORNBACH

Mittwoch bis Samstag 14:00 bis 18:30 Uhr

JUNI 28.

Geöffnet: Sonn- und Feiertag

11:00 bis 19:00 Uhr

MAI Mittwoch Mittwoch – 13.5.2026

bis Samstag 14:00 FREIER bis 18:30 EINTRITT

Uhr

JUNI

Eintritt: Kinder 15 € (1 Begleitperson Gratis) Info-Hotline 0660 96 26 175 - BEI REGEN GESCHLOSSEN!

Eintritt: Kinder 15 € (1 Begleitperson Gratis) Info-Hotline 0660 96 26 175 - BEI REGEN GESCHLOSSEN!

Sonn- und Feiertag

D

Bitte Badekleidung mitbringen

11:00 bis 19:00 Uhr


10. MAI 2026 www.grazer.at

grazer sonntag 29

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 10. MAI

Austrian Darts Open 2026

Die Austrian Darts Open gehen

am Sonntag in der Grazer Stadthalle

ins Finale. Beim internationalen

Turnier treffen die besten

Darts-Spieler der Welt aufeinander

und kämpfen um den Titel.

Das Event zählt zu den Höhepunkten

der European Tour, lockt

zahlreiche Fans in die Messe Graz

und sollte auf keinen Fall verpasst

werden!

Storytelling Festival in Graz

„Graz träumt“ lautet das diesjährige

Motto des beliebten Storytelling

Festivals – eine Einladung,

Träume zu erkunden, zu teilen

und die eigene Geschichte aktiv

zu gestalten. Am Grazer Mariahilferplatz

entsteht heute ein

öffentlicher Raum für Visionen

und Fantasie: Mit der interaktiven

Kunstinstallation GRAZ TRÄUMT

haben Besucher die Möglichkeit,

eine interaktive Traumlandschaft

zu erleben.

Kunst- und Designmarkt

Ab 10 Uhr kann heute in der

Seifenfabrik Graz der einzigartige

Kunst- und Designmarkt besucht

werden. Eine große Vielfalt

an Mode, Schmuck, Lifestyle,

Accessoires bis hin zu Kunst,

Grafik, Produkt- und Möbeldesign

bietet Besuchern ein einmaliges

Erlebnis. Künstler, Nachwuchstalente

und Junggastronomen laden

zum Verweilen und Genießen

ein, der Eintritt kostet fünf Euro

pro Person.

7Ray Jazz-Frühstück

Im Schlossberghotel findet

heute ab 11.30 Uhr das „7Ray

Jazz-Frühstück“ statt – von

KONZERT:

16.30 Uhr

Komödie Graz

Die Schick Sisters sind im Theater der Komödie Graz zu Gast und

bieten am Muttertag ein einzigartiges Konzerterlebnis. ELISA MAIER, GETTY

Welcome-Drinks, Kaffee & Tee,

Brot- und Gebäckauswahl bis hin

zu Wurst- und Käsespezialitäten,

Aufstrichen und Gemüse & Obst

ist für jeden Geschmack etwas

dabei. Eine große Auswahl und

Musik sorgen für einen einmaligen

Tag im Schlossberghotel. Die

Kosten belaufen sich auf 79 Euro

pro Person.

Arizona Lady in der Oper

Cowboys, Pferderennen und eine

große Portion Gefühle! Das alles

und mehr bringt heute die Aufführung

der Operette Emmerich

Kálmáns auf die Bühne der Oper

Graz. In einer spannenden und

gefühlvollen Inszenierung ist

die Westernoperette zum ersten

Mal in Österreich zu erleben. Das

Stück beginnt um 15 Uhr, die

Tickets sind online erhältlich.

Schick-Sisters-Konzert

Im Theater der Komödie Graz

findet heute ein ganz besonderes

Konzert statt: Die Schick Sisters

sind in der Stadt und laden

zu einem Konzerterlebnis am

Muttertag ein. Hier verschmelzen

gefühlvoller Gesang, akustische

Instrumentierung und emotionale

Geschichten zu einem einzigartigen

Musikerlebnis, das garantiert

unter die Haut geht!

20 Jahre Liebe und Kernöl

Die beiden Kernölamazonen Caro

& Gudrun feiern heute 20 Jahre

Kabarett – mit einer einmaligen

Show voller musikalischer

Highlights, humorvoller Rückblicke

und überraschender

Gäste. Im Kabarett

im Orpheum Graz

wird auf zwei

Jahrzehnte voller

Kostüme, Pointen

und Bühnenmomente

zurückgeblickt.

Ein Abend

WOHIN AM SONNTAG

voller Unterhaltung, der nicht

verpasst werden sollte.

BLOOM 2026 – Neue Galerie

Mit Bloom widmen sich das Universalmuseum

Joanneum und

das Kunsthaus Graz der kulturellen,

wissenschaftlichen und

gesellschaftlichen Bedeutung der

Blume. An diesem Wochenende

warten auf die Besucher die beiden

Ausstellungen „Blümchensex

– Das bunte Treiben der Pflanzen“

und „Analytische Schönheit

– Blumenbilder aus 200 Jahren“

in der Neuen Galerie Graz.

Letzter Tag im Fun Park Graz

Der Fun Park Graz lädt heute

zum letzten Mal seine Besucher

dazu ein, einen Tag voller Spaß,

Spannung und unvergesslicher

Momente zu erleben. Ab 11 Uhr

kann in eine bunte Welt eingetaucht

werden – mit rasanten

Attraktionen, liebevoll gestalteten

Buden und einzigartigen

Erlebnissen für Groß und Klein.

Eine Veranstaltung, die Familie,

Kinder und Freunde auf keinen

Fall verpassen sollten. Der Eintritt

ist frei!

Ein kulinarischer Rundgang

Ein gemütlicher Sonntagsspaziergang

mit appetitlichen Zwischenstopps

findet heute ab 10.45 Uhr

statt. Gäste erwartet nicht nur

eine große Menge an interessanten

Informationen übers

Kochen, sondern auch eine

Auffahrt auf den Schlossberg

sowie mehrere kulinarische

Stationen und

Gerichte zum Genießen.

Die Teilnahme kostet

105 Euro pro Person.


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