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Pack & Log 04/2026

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Ausgabe 04/2026

PACK & LOG

Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik

Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling

Nr.: 148, 16. Jahrgang

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Standort!

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Wien I Graz I Ennshafen I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)

Aktuell

„Die KI ist kein professioneller

Designer!“

s.10

Intralogistik

Mehr Schatten als Licht in

der Intralogistikbranche

s.20

all about automation

Einblicke in die Welt der

Robotik und Automation

s.38


Ich bin ein Kreis.

In der Kreislaufwirtschaft muss man manchmal

um die Ecke denken. Wir entwickeln nachhaltige

Verpackungslösungen mit Mehrwert.

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Außenansichten

Absichtlich unvollkommen oder auch

schlicht HUMANMADE ist 2026 der

Megatrend in vielen Branchen.

In einer Zeit, in der KI-generierte, glattgebügelte

Bilder und standardisierte Texte

das Netz fluten, wächst das Bedürfnis nach

dem „menschlichen Touch“, nach Authentizität.

HUMANMADE wird, als Gegenbewegung

zur KI-Entwicklung, zum Qualitätsmerkmal

und Basis für Glaubwürdigkeit.

In der Bildbearbeitung fängt man an,

KI-Bilder bewusst zu „stören“, Makel, Texturen

oder Unschärfen einzufügen, um

den künstlichen, unglaubwürdig-perfekten

Look zu brechen. In der App Canva

können Nutzer Grafiken und Layouts

erstellen und dabei auf viele Vorlagen

zurückgreifen. Letztes Jahr wurde besonders

häufig nach Vorlagen mit dem „unvollkommenen

Charme handgemachter Kreativität“

gesucht. KI als Hilfsmittel ist zwar

durchaus willkommen – aber nicht als Stilmittel.

(vgl. sueddeutsche.de)

Auch in der Mode zeigt sich der Wunsch

nach „Menschlichkeit“. In vielen Kollektionen

schlabbern derzeit Hosen und andere

Kleidungsstücke zu groß, ausgeleiert oder

schief um die Models herum, die mit betont

verwuschelten Haaren über den Laufsteg

schlendern. Träger rutschen zufällig herunter

und Säume schlampig nach oben,

denn totale Perfektion ist out, das Unvollkommene

ist angesagt. Auch in der Mode

soll es ganz bewusst „menscheln“, und

Imperfektionismus hat den entscheidenden

Charmefaktor.

Im Innendesign entdeckt man gerade

unperfekte Schönheit in rauen Stoffen,

unregelmäßigen Strukturen und asymmetrischen

Formen. Dazu passt die Wiederentdeckung

von Kintsugi – die japanische

Kunst, zerbrochene Keramik mit speziellem

Lack und Goldpulver zu reparieren.

Anstatt Brüche zu verstecken, werden sie

betont, um die Geschichte des Objekts zu

veranschaulichen. Die Kunst verkörpert

eine Philosophie, die Schönheit gerade

im Unvollkommenen, Vergänglichen und

Reparierten sieht.

Je mehr die KI in die verschiedenen

Arbeits- und Lebensbereiche vordringt,

desto größer wird das Bedürfnis nach

von Manfred Meixner

Echtheit. 2025 wurde in Großbritannien

ein Start-up für ein „Bücher-Biosiegel“

gegründet. Die Idee: Die Kennzeichnung

von literarischen Werken mit dem „Organic

Literature Stamp“, um echte menschliche

Literatur zu zertifizieren und so eine klare

Abgrenzung zur wachsenden KI-Literatur

vorzunehmen.

Auch der Tech-Konzern Apple springt auf

die Trendwelle auf und lässt 2025 in seiner

iPhone-Weihnachtskampagne die singenden

Tieren im Wald von echten Puppenspielern

darstellen. Die Tiere im Retro-

Style singen ihr Lied über Freundschaft in

echten Kulissen, in einem echt verschneiten

Wald. Gefilmt wird quasi „von Hand“,

direkt mit dem beworbenen iPhone – eben

HANDMADE.

KI sorgt mittlerweile dafür, dass unzählige

Social Media Feeds voller Inhalte sind, die

auf den ersten Blick perfekt aussehen. Zu

perfekt. Bilder, Videos und Stimmen lassen

sich heute in einer Qualität erzeugen, die

kaum noch von echten Aufnahmen zu

unterscheiden sind. Darüber hinaus überschwemmt

KI-Müll (im Fachjargon„AI Slop“

genannt) das Internet. Von Videos – trampolinspringende

Kaninchenrudel, intellektuell

philosophierende Babys, Hunde, die

versiert den Haushalt managen, … – über

unbrauchbare Kochrezepte, unrealistische

Lifestyle- und Ernährungstipps bis hin zu

perfekt gefakten Promi-Schnappschüssen.

Die AI-Slop-Liste ließe sich hier endlos verlängern.

Somit zeigt sich: Echtheit ist kein

Automatismus mehr. Perfektion beweist

nichts. Vertrauen wird zum eigentlichen

Maßstab. Und je perfekter die KI-Ergebnisse

werden, desto größer offensichtlich

die menschliche Sehnsucht nach charmanter

Unvollkommenheit.

m.meixner@packundlog.at

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von Gernot Rath

Liebe Leser:innen, als die Dampfmaschine aufkam und

mit ihr ein neues Zeitalter anbrach, staunten die Menschen

wohl ebenso wie im Angesicht der Möglichkeiten

der KI – auch die Angst davor war nicht kleiner. Heute würde

die Dampfmaschine jedenfalls völlig autonom – inklusive KI

– durch die Gegend walzen. Aber aus irgendeinem Grund ist

Dampf als Antriebskonzept aus der Mode gekommen. Was

alles in Mode ist, kann man in Wels auf der Österreich Premiere

der All About Automation sehen. Pack & Log berichtet

ab S. 34. Spannung in der österreichischen Messelandschaft

ist jedenfalls garantiert, wechselt doch die SMART Automation

nächstes Jahr erstmals vom Design Center Linz nach Wels …

Innenansichten

Aber bleiben wir noch kurz bei der KI: Ihre zahlreichen Möglichkeiten

verleiten auch dazu Dinge zu tun, an die man früher

gar nicht gedacht hätte, wie z.B. Etiketten selber zu designen.

Allerdings ganz so einfach ist es nicht, denn die KI ist kein professioneller

Designer und es gehört mehr dazu, als nur ein hübsches

Motiv am Bildschirm zu entwerfen (S.10f.).

Unter Druck steht die heimische Wellpappenindustrie.

Nachdem eine Krise die andere jagt, kommt man auch 2026

nicht auf einen grünen Zweig. Der Grund liegt weniger im

Absatz – die Nachfrage ist stabil – sondern in den hohen

Kosten, wie im Rahmen der Jahrespressekonferenz zu hören

war. Mehr auf S. 16f..

Ebenfalls unter Druck steht die Intralogistikbranche (aber

welche Branche ist das derzeit nicht?). Schwache Nachfrage

in Schlüsselbranchen und Investitionszurückhaltung bremsen

die Fördertechnik- und Intralogistikhersteller in Deutschland

aus. Produktionsvolumen und Exporte sinken 2025. Für

2026 ist noch keine Trendwende in Sicht (S. 20). In diesem

Kontext agiert zwangsläufig auch der Österreichische Logistik-Tag

2026. Unter dem Leitthema „Im Umbruch agieren“

rückt die Veranstaltung jene Frage in den Mittelpunkt, die derzeit

viele Unternehmen umtreibt: Wie lässt sich in einer Welt

wachsender Unsicherheit nicht nur bestehen, sondern aktiv

gestalten? Mehr dazu auf S. 24f. Aber nichtsdestotrotz zeigt

sich die Branche hochinnovativ und blickt optimistisch in die

Zukunft, denn eines ist allen klar: Automatisierte Systeme sind

die Zukunft … (S. 26 - 33)

g.rath@packundlog.at

>

>

> 04/26 INHALT


Recycling

Spatenstich für

Sort4cycle

Innovative Pressentechnologie

als Erfolgsfaktor

s.6

s.8

Aktuell

Mehrweg mit Mehrwert: Die ID

für nachhaltige Kreisläufe

Wellpappe-Industrie kämpft mit

Kostendruck und Krisenfolgen

Papier

Eiscreme trifft auf

Barrierepapiere

Papierlösung für

Süßigkeiten

s.14

s.16

s.18

s.19

Vernetztes Licht für

Lösungen von morgen

Vertrauen Sie dem

Weltmarktführer für Beleuchtung

Intralogistik

Im Umbruch

agieren

Planbare Autonomie und

Real-Time-Fahrkursänderung

s.24

s.26

all about automation

all about automation feiert

Premiere in Wels

Warum offene Systeme Automatisierung

zukunftsfähig machen

Einblicke in die Welt der

Robotik und Automation

s.34

s.36

s.38

Firmen & Partner

Impressum

s.40

s.43


Spatenstich für Sort4cycle

Am Standort der Kunststoffsortieranlage

TriPlast realisieren die Altstoff

Recycling Austria AG (ARA),

Bernegger und Der Grüne Punkt ihr

neues Werk „Sort4cycle“ – ein europaweit

einzigartiges Leuchtturmprojekt

für die Zukunft der Kreislaufwirtschaft.

Dort werden durch den

Prozess UPCYCLE künftig bis zu

41.000 Tonnen Kunststoffe pro Jahr

verarbeitet, die bisher überwiegend

nur thermisch verwertet werden

konnten. Damit werden noch mehr

wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten

und Ressourcen geschont.

Ziel ist es, zukünftig Rohstoffe für

kontaktsensitive Verpackungen, z.B.

im Lebensmittelbereich, für mechanisches

und chemisches Recycling

herzustellen.

v.l. Jürgen Secklehner (Geschäftsführer ARAplus), Kurt Bernegger (Geschäftsleitung Bernegger

GmbH) und Denis Völler (Geschäftsführer Der Grüne Punkt) beim Spatenstich für Sort4cycle.

Foto: TriPlast

Recycling

Ab sofort starten die Bauarbeiten

für die hochinnovative Recyclinganlage

Sort4cycle im Ennshafen,

die eine neue Ära für das Kunststoffrecycling

einläutet. In der Anlage kommt das

von der ARA entwickelte und patentierte

Verfahren UPCYCLE zum Einsatz, das es

ermöglicht, Reste aus der Sortierung weiterzuverarbeiten,

die bisher nur thermisch

verwertet werden konnten. Diese Sortierabfälle

galten bis dato aufgrund von Verschmutzung,

Strukturen oder Größe als

nicht recyclingfähig. Sort4cycle gibt ihnen

ab 2027 ein neues Leben im Kreislauf

und leistet damit einen zentralen Beitrag

zur Erreichung der EU Recyclingziele sowie

zur Reduktion fossiler Primärrohstoffe.

Mit einem Investment von mehr als 40

Mio. Euro stärken die Eigentümer:innen

somit gezielt die Rohstoffsouveränität,

Innovationskraft und Versorgungssicherheit

Österreichs und Europas. Die Inbetriebnahme

von Sort4cycle ist Mitte 2027

geplant, wodurch mehr als 20 qualifizierte

Green Jobs in Oberösterreich entstehen.

„Wir arbeiten seit mehr als 30 Jahren

kontinuierlich daran, die Kreislaufwirtschaft

in Österreich weiterzuentwickeln.

Mit Sort4cycle setzen wir einen echten

Meilenstein – nicht nur national, sondern

mit Signalwirkung weit über Österreich

hinaus. Die Anlage ist ein entscheidender

Schritt, um Kunststoffkreisläufe zu schließen

und perspektivisch auch den Einsatz

von Rezyklaten in sensiblen Bereichen

wie Lebensmittelverpackungen vorzubereiten.

Das ist zentral für Klimaschutz,

Ressourcenschonung, europäische Rohstoffunabhängigkeit

und die Resilienz unserer

Wirtschaft“, so ARA Vorstand Thomas

Eck.

Sort4cycle sorgt für innovatives Recycling.

Mit der Eröffnung von TriPlast im

Jahr 2024 setzten ARA, Bernegger und

Der Grüne Punkt einen neuen Maßstab

in der Kunststoffsortierung in Europa.

Die Hightech Sortieranlage verarbeitet

pro Stunde bis zu 20 Tonnen Material

aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben

Tonne – rund 100.000 Tonnen jährlich.

Durch Sort4cycle wird diese Erfolgsgeschichte

konsequent weitergeschrieben

und auf die nächste Innovationsstufe gehoben.

Neben Material aus dem TriPlast

Output können auch zusätzliche Mengen

aus anderen Sortieranlagen bis zu einem

Umfang von 41.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet

werden.

„Sort4cycle macht Oberösterreich einmal

mehr zu einem Innovations Hotspot der

Kreislaufwirtschaft. Die bewusste Errichtung

am TriPlast Standort erlaubt kurze

Transportwege und höchste Effizienz.

Mit zusätzlicher Feinsortierung und Reinigung

schaffen wir die Voraussetzung

für noch präzisere Stofftrennung und

maximale Wertschöpfung aus Abfällen.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen

wesentlichen Beitrag zu einer funktionierenden

Kunststoffkreislaufwirtschaft zu

leisten“, sagt Kurt Bernegger, Geschäftsleitung

Bernegger GmbH.

Zwei technologische Säulen von Sort-

4cycle. Sort4cycle vereint zwei voneinander

unabhängige, aber sich ergänzende

Innovationsbereiche: Die sogenannte „Advanced-Scale-Nachsortierung“

und den

weiterentwickelten UPCYCLE-Prozess.

1. Advanced-Scale-Nachsortierung –

KI-basiert & mechanisch Food-Grade-tauglich

Ein zentraler Teil von Sort4cycle ist

eine neuartige, KI-basierte Hochleistungs-Nachsortierung

im industriellen

Maßstab. Diese ermöglicht es,

hochreines Material aus komplexen

Stoffströmen zu gewinnen, das gezielt

für das mechanische Recycling vorbereitet

ist. Sort4cycle schafft damit die

technologische Grundlage für zukünftige

lebensmitteltaugliche Rezyklate

auf mechanischem Weg – ein wahrer

Meilenstein der Kreislaufwirtschaft.

2. UPCYCLE-Prozess – hochwertige

Verwertung bislang nicht recyclingfähiger

Fraktionen

Der zweite zentrale Anlagenbestandteil

ist der UPCYCLE-Prozess in einer

optimierten Ausbaustufe. Dieser fokussiert

auf Kunststofffraktionen, die

aufgrund von Verschmutzung, Materialvielfalt

oder Partikelgröße bislang

großteils der thermischen Verwertung

zugeführt wurden. Durch verbesserte

Prozesse und Materiallenkung wird

deren stoffliche Nutzung deutlich erhöht

– auch als Feedstock für chemisches

Recycling.

[pl]

6



Innovative Pressentechnologie

als Erfolgsfaktor

Recycling

Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft steht mehr denn je im Zentrum globaler Transformationen:

Kreislaufwirtschaft, CO₂-Reduktion, Materialeffizienz und gesetzliche Rahmenbedingungen treiben

die Branche massiv voran. Zudem steigen die Anforderungen an Prozesssicherheit, Automatisierung

und Energieeffizienz. Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind bestimmende Faktoren

in der internationalen Abfall- und Recyclingwirtschaft.

Austropressen übersetzen die Anforderungen

an moderne Pressentechnologie

direkt in Innovationen

– für heterogene Materialströme,

anspruchsvolle Ballenqualitäten, hohe

Durchsatzleistungen und maximale Anlagenverfügbarkeit.

Ein weiterer entscheidender

Faktor ist die Energiebilanz, die

Kosten, Klimaziele und Nachhaltigkeitsberichte

integriert. Denn für ein perfektes

Recycling müssen Materialien effizient,

sauber und transportoptimiert in die

nächsten Prozessstufen gelangen.

Mit Austropressen fertigt Roither Maschinenbau

GmbH aus Seewalchen/Österreich

individuelle Lösungen für Entsorgungsbetriebe,

Industrie und Handel. 100

% Made in Austria für Kunden in rund 100

Ländern weltweit. Der Familienbetrieb mit

seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeiter:innen

bringt innovatives Ressourcenmanagement

mit fundiertem Knowhow,

ausgeprägter Innovationskraft und

einem reibungslosen Service erfolgreich

in die Praxis – passgenau für jeden Einsatz

und jedes Unternehmen.

Austropressen in Action: Insider-Informationen

aus der Praxis

Individueller Einsatz und perfekte Abstimmungen

sind entscheidend für

optimale Ergebnisse im Materialkreislauf.

Die aktuellen Projekte für Recon-T

GmbH, Deutschland, und Cleanaway

GmbH, Österreich, machen deutlich,

wie sehr sich Know-how und Planungssicherheit

im Recyclingmarkt auszahlen.

Sie zeigen auch klar, dass Vertrauen und

Transparenz in der Kooperation entscheiden.

Austropressen und die Vielfalt des Recyclings.

Die zahlreichen gemeinsamen Projekte

in den letzten Jahren und die enge

Abstimmung mit der Recon-T Geschäftsführung

brachten viele kundenspezifische

Adaptionen der Austropressen-Anlagen.

Sie zeigen, welche Bedeutung exakte

Die vollautomatische Schneidkantenpresse Austropressen APK-ES135 ist bei der deutschen

Recon-T GmbH im Einsatz. Sie verfügt über eine Presskraft von 1480 kN, einen

spezifischen Flächendruck von 112 N/cm², eine theoretischen Leistung

von 504 m³/h und ein Füllvolumen von 2,80 m³

Definitionen und Abstimmungen bei Recon-T

haben.

Zuletzt wurden unter anderem folgende

Anlagen erfolgreich in Betrieb genommen:

• APK-ES105 (Presskraft 1150 kN, Antrieb

2×55 kW) am Standort Berlin für

Karton, Folie und Papier im Großballenformat,

• APK-ES105 (Presskraft 1150 kN) und

APK-ES90 (Presskraft 950 kN) in Logistikzentren

des Lebensmittelhandels

und

• eine weitere APK-ES90 am Firmenstandort

in Polen.

Ein echtes Großprojekt stellt die Komplettanlage

inklusive Materialvorbereitung und

Ballenwicklung am Unternehmenssitz in

Schwedt /Oder dar. Recon-T betreibt dort

eine große Abfallsammlung für Gewerbebetriebe,

haushaltsnahe Abfallsammlung

sowie eine Papiersortierung.

Die Aufgabe: Unterschiedliche Materialien

– Pappe, Papier, Folie, PET, verschiedene

Kunststoffe, Hausmüll – sollen vor Ort

vorbereitet und in Ballen gepresst werden.

Einige Abfallarten sollen durch einen mobilen

Shredder zerkleinert und zu Ersatzbrennstoffen

(EBS) verarbeitet werden.

Für die Stabilität der EBS-Ballen ist eine

automatische Folienumwicklung vorgesehen.

EBS soll dabei in zwei Größen zerkleinert

werden. Besonders anspruchsvoll

ist dabei die Verarbeitung von EBS 30

(Körnung < 30 mm).

Die Lösung: Die komplette Anlage wurde

von Austropressen präzise geplant – inkl.

Materialvorbereitung, Verdichtung, Ballenwickler

und Fördertechnik. Alle spezifischen

Ausstattungen greifen im Betrieb

optimal ineinander.

Das Herzstück ist die vollautomatische

Schneidkantenpresse Austropressen

APK-ES135 mit einer Presskraft von 1480

kN, einem spezifischen Flächendruck von

8


112 N/cm², einer theoretischen Leistung

von 504 m³/h und einem Füllvolumen von

2,80 m³.

Die Kundenerfahrung: „Die starke Durchsatzleistung,

die schnelle Verarbeitung

und das vielseitige Bindesystem für Draht

oder Kunststoff bieten uns maximale Flexibilität

im täglichen Betrieb. Die robuste,

langlebige Konstruktion, der zuverlässige

Support und die schnelle Ersatzteilverfügbarkeit

machen Austropressen für uns

zum idealen Partner im industriellen Einsatz“,

bestätigt Recon-T Geschäftsführer

Mario Krüger.

Die technischen Besonderheiten und Extras:

• Flexibel einsetzbare 5-fach Bindung

Drillfix 2.0, die je nach Material horizontal,

vertikal oder als Kreuzbindung

durchgeführt werden kann.

• Die Bindung ist variabel mit Stahloder

Kunststoffdraht (für EBS-Material)

bestückbar.

• Abdeckschieber für die Bindeschlitze,

um eindringenden Schmutz vor

allem durch EBS zu vermeiden.

• Wechselbare Seitenwände aus verschleißarmen

Hardox erhöhen die

Gesamtlebensdauer.

• Weitere Extras: zusätzliche Überwachungssensoren

im Trichter, Ölpflegeeinheit,

Energiemessgerät und

Fernwartungssystem.

Die Fakten: Ballengewichte von 1.380 kg

bei EBS 30 (Mischung aus geshredderter

Folie < 30mm Körnung) und einem Ballenformat

von 1100 x 1100 x 1200 mm. Bei

Sammelware wurde eine reale Durchsatzleistung

von 45 t/Stunde erreicht und Ballengewichte

von 1.240 kg (Format 1100 x

1100 x 1600 mm).

Austropressen und Einwegpfand – eine

starke und schnelle Symbiose. Das neue

Einwegpfandsystems für Dosen und

PET-Flaschen in Österreich bringt neue

Anforderungen an die Verdichtung in Logistikzentren

und Handelsstandorten. Neben

der Ballenqualität stehen aber auch

Prozesssicherheit, definierte technische

Vorgaben und eine hohe Anlagenverfügbarkeit

im Fokus. Austropressen sorgen

für optimale Verdichtung von Einwegpfand

im Einzelhandel.

Die zentrale Stelle EWP Recycling Pfand

Österreich definierte die Vorgaben: technische

Daten, Ballenergebnis, Handling.

Auf Basis dieser Kriterien wurden die optimalen

Modelle mit passender Sonderausstattung

realisiert:

• 6 Anlagen APK-E55 mit 550 kN

Presskraft

• 5 Anlagen APK-ES60 mit 640 kN

Presskraft

• alle mit 5-fach vertikaler Bindung

• Sonderausstattung für optimales

PET-Handling

• je 1000 mm breite Gurtförderbänder

Für den langjährigen Kunden Cleanaway

GmbH wird zudem auf Schnelligkeit gesetzt.

Für den Entsorgungsdienstleister

wurden innerhalb weniger Wochen sechs

vollautomatische Kanalballenpressen

der Serie APK inklusive Fördertechnik an

verschiedenen Standorten in Betrieb genommen.

Zwei der Anlagen sind in Maria

Saal im Einsatz. Dort sorgt Cleanaway im

Zentrallager eines österreichischen Lebensmittelhändlers

für den reibungslosen

Ablauf der Abfalllogistik und die Verdichtung

der Einwegpfandflaschen und -dosen.

Die Aufgabe: Höchste Priorität hat das

Thema „Zuverlässigkeit ohne Stillstände“,

denn vor Ort entscheiden Servicequalität

und Kundenzufriedenheit noch mehr.

Cleanaway-Geschäftsführer Manuel

Praxmarer dazu: „Die Zusammenarbeit mit

Austropressen basiert seit Jahrzehnten

auf Vertrauen, Wertschätzung und einem

konstant hohen Qualitätsanspruch. Seit

rund 30 Jahren, über zwei Generationen

hinweg, sind Austropressen-Anlagen bei

uns im Einsatz. Aktuell etwa 15 APK-Pressen.

Selbst eine Maschine aus 1998 war

bis vor Kurzem zuverlässig in Betrieb und

wurde nun durch eine neue ersetzt. Diese

Langlebigkeit und Betriebssicherheit sind

für uns im täglichen Logistikbetrieb ein

entscheidender Faktor.“

Die Lösung: Zwei APK-E55 mit 45 kW

Antrieb, Förderbandzufuhr und Sonderausstattung

für besseres Handling von

PET und Dosen. Die automatische Freipresseinrichtung,

verlängerte und abgeschottete

Bindeschlitze und Freiräumfinger

bei den Bindeschlitze garantieren

störungsfreies Arbeiten ohne Stillstände

durch Materialverklemmungen, reduzieren

den Wartungsaufwand und erhöhen

die Gesamtlebensdauer.

Die Vorgaben der EWP Recycling Pfand

Österreich: Ballengewichte von 350 kg bei

Ballenformaten von 1100 x 750 x 1200 mm

(Dosen + PET) werden mühelos erfüllt.

Höhere Ballengewichte sind auf Grund

der Weiterverarbeitung nicht erwünscht.

Eine Leistung von rund 20 t/LKW sorgt für

gute Ergebnisse hinsichtlich LKW-Auslastung

und CO 2

Emission.

„Alle Vorgaben sind mit Austropressen

problemlos zu erreichen. Tatsächlich

leisten die APK Kanalballenpressen um

ein Vielfaches mehr“, betont Austropressen-Geschäftsführer

Philipp Roither abschließend.

[pl]

Fotos: Austropressen

Im Zentrallager eines österreichischen

Lebensmittelhändlers in Maria Saal sorgt

Cleanaway mit zwei APK-E55 für besseres

Handling von PET und Dosen

9


„Die KI ist kein professioneller

Designer!“

Aktuell

KI-generierte Designs liefern in Sekundenschnelle kreative Anregungen für Bilder und Texte und sind

damit eine spannende Inspirationsquelle. Geht es jedoch um die Produktion professioneller Etiketten,

ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Profis unverzichtbar. Nur so entstehen Etiketten, die technisch

einwandfrei, rechtssicher und visuell überzeugend sind sowie den gewünschten Verkaufserfolg bringen.

Die Einsatzmöglichkeiten moderner

KI-Tools zur Text- und Bildgenerierung

haben sich rasant entwickelt.

Warum also nicht auch Etikettendesigns

von ChatGPT & Co. erstellen lassen und

dadurch Kosten für eine professionelle

Designagentur einsparen? „Was auf den

ersten Blick am Bildschirm attraktiv wirkt,

erweist sich bei genauer Betrachtung

für den professionellen Etikettendruck

noch lange nicht geeignet“, erklärt Stefanie

Wareka, MSc, MSc, 5. Generation

des traditionsreichen Familienunternehmens.

„Für eine technisch korrekte,

rechtssichere und qualitativ hochwertige

Etikettenproduktion müssen beim

Design zahlreiche Faktoren berücksichtigt

werden. Deshalb ist es unerlässlich,

kompetente Designer:innen mit entsprechender

Erfahrung zu beauftragen – die

KI ist kein professioneller Designer!“

Design ist mehr als ein schönes Bild.

Erfahrene Designer:innen berücksichtigen

Format, Verpackungsgeometrie,

Vorder- und Rückenetiketten, Siegel,

Embleme und Hinweisetiketten – alles

abgestimmt auf ein konsistentes Gesamtkonzept

und das Corporate Design

eines Unternehmens. KI-Vorlagen liefern

dagegen meist nur starre Pixelbilder, die

weder skalierbar noch sauber editierbar

sind. Anpassungen von Texten, Farben,

Formen oder Formaten sind damit nicht

oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Rückenetikett und mehr. Eine Gesamtverpackung

besteht in der Regel aus

mehreren Bestandteilen, nämlich der

Primärverpackung, den Etikettengarnituren,

Siegel, Emblem und Hinweisetiketten.

Bestandteile müssen in Farbe,

Form, Größe und Gestaltung harmonieren

und einem konsistenten Gesamtkonzept

folgen. Darüber hinaus sollte

das Design dem Corporate Design des

Unternehmens entsprechen – inklusive

lizenzierter Schriften, Bildwelten und

Farbdefinitionen. Diese Details bleiben

„Was auf den ersten Blick am Bildschirm attraktiv wirkt, erweist

sich bei genauer Betrachtung für den professionellen

Etikettendruck noch lange nicht geeignet [...] die KI ist kein

professioneller Designer!“

Stefanie Wareka, MSc, MSc, 5. Generation der Gründerfamilie Marzek Etiketten+Packaging

bei KI-generierten Designs unberücksichtigt,

sie sind aber allesamt entscheidend

für einen erfolgreichen Marktauftritt.

Veredelungen brauchen Know-how.

Relief- und Folienprägungen, Lacke,

Spezialfarben, Matt-Glanz-Optik, haptische

Effekte, Stanzungen Perforationen

oder besondere Materialien machen

Etiketten erst richtig wirkungsvoll. Sie

wecken die Neugier auf das jeweilige

Produkt, motivieren zum Kauf und sorgen

dafür, dass es auch danach in Erinnerung

bleibt und wieder gekauft wird.

Diese Sondereffekte und Veredelungen

müssen frühzeitig technisch und gestal-

terisch geplant und mit der Druckproduktion

abgestimmt werden – ein Zusammenspiel,

das nur mit erfahrenen

Profis funktioniert und eine KI naturgemäß

nicht leisten kann.

Technik & Recht: entscheidend für den

Erfolg. Die Arbeit an einem überzeugenden

Etikett beginnt lange vor dem Druck.

Bereits in der Konzeptionsphase müssen

Funktionalität und Einsatzbereich mitgedacht

werden. Muss es feuchtigkeits-,

temperatur- oder UV-beständig sein?

Soll es abwaschbar sein oder wird später

flexibel eingedruckt? Wie kann Faltenbildung

vermieden werden? Für eine

professionelle Umsetzung sind zudem

10


präzise auf den jeweiligen Produktionsprozess

abgestimmte Druckdaten unerlässlich.

Dazu zählen unter anderem korrekt

angelegte Vektorgrafiken, genaue

Farbdefinitionen, Ebenen für Farben,

Lacke, Veredelungen und Nachbearbeitungen,

Gradationskurven, Rastertechnologien,

Verzerrungen, Überfüller,

Stanzkonturen, lizenzierte Schriften sowie

Fingerprints für Klischeematerialien

in Kombination mit einzelnen Druckmaschinen,

Druckverfahren und Bedruckstoffen.

Ebenso wichtig ist die Einhaltung aller

länderspezifischen rechtlichen Vorgaben

– von Mindestschriftgrößen über

Pflichtangaben bis hin zu Urheber- und

Nutzungsrechten. KI-Tools übernehmen

hierfür keinerlei Haftung. „KI-Tools können

wertvolle kreative Impulse liefern.

Für den professionellen Etikettendruck

sollten sie jedoch ausschließlich als Inspirationsquelle

genutzt werden. Gestaltung,

technische Umsetzung und Datenaufbereitung

gehören in die Hände

erfahrener Profis – nur so entstehen Etiketten,

die technisch einwandfrei sowie

rechtlich sicher sind und den gewünschten

Verkaufserfolg bringen“, resümiert

Stefanie Wareka.

Mit 5 Weltmeister-Etiketten sowie zahlreichen nationalen und internationalen Awards ist Marzek

Etiketten+Packaging das höchst-ausgezeichnete österreichische Unternehmen in der Branche.

Kurzprofil. Das 1879 gegründete traditionsreiche

Familienunternehmen Marzek

Etiketten+Packaging produziert in der

Zentrale in Traiskirchen sowie drei weiteren

europäischen Werken mit über 750

Beschäftigten verkaufsfördernde Etiketten

und Verpackungen für tausende kleingewerbliche

Betriebe, Weingüter sowie

für internationale Industrieunternehmen

in ganz Europa.

[pl]

Fotos: Marzek

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11


Erfolgreiches internationales

Symposium zu sicheren

Verpackungsmaterialien

Aktuell

Am 22. Januar 2026 fand an der Hochschule Campus Wien ein internationales Symposium zum Thema

Verpackungssicherheit statt. Teilnehmer:innen aus Industrie, Behörden, Lehre und Forschung diskutierten

gemeinsam zukünftige regulatorische Entwicklungen sowie aktuelle Forschungsmethoden zur

Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien.

Das dritte internationale Symposium

an der Hochschule Campus Wien

stand im Zeichen von „Advances in

Safety Assessment of Packaging Materials“.

Rund 100 Teilnehmende aus Industrie,

Wissenschaft und Aufsichtsbehörden

nahmen an der Veranstaltung teil, die sowohl

eine Online- als auch eine Präsenzteilnahme

ermöglichte. Im Fokus standen

aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen

und Lösungsansätze in der Sicherheitsbewertung

von Verpackungsmaterialien

– ein Thema von hoher Relevanz für

Industrie, Forschung und Regulierung.

Neben Fachvorträgen bot die Veranstaltung

umfangreiche Möglichkeiten für Diskussionen,

Fragen und persönlichen Austausch.

Besonders das Networking in den

Pausen wurde von den Teilnehmenden

geschätzt.

über den Autor

DI Lukas Prielinger ist Senior Researcher im Fachbereich Verpackungs-

und Ressourcenmanagement. Er leitet dort die Arbeitsgruppe

Packaging Safety und lehrt sowie forscht an der Hochschule Campus

Wien zu den Themen Verpackungssicherheit und Chemie.

Kontakt: lukas.prielinger@hcw.ac.at

Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks hat die Planung für das nächste Symposium, das

am 21. Januar 2027 erneut an der Hochschule Campus Wien stattfinden wird, bereits begonnen.

Auf der Agenda standen vier Themenblöcke:

Im ersten Block wurden die regulatorischen

Aspekte von Lebensmittelkontaktmaterialien

in der EU und China sowie von Druckfarben

behandelt. Im zweiten Block wurden

Methoden zur Sicherheitsbewertung von

Verpackungsmaterialien vorgestellt. Im dritten

Block ging es um das sichere Recycling

von Kunststoffmaterialien und die Konformität

mit aktuellen Regulierungen. Im vierten

Block wurden neuartige Testmethoden

zur Detektion kritischer Substanzen in recycelten

Verpackungsmaterialien vorgestellt.

Die inhaltliche Vernetzung der einzelnen

Themenblöcke veranschaulicht die zentrale

Bedeutung der Zusammenarbeit von

Behörden, Industrie und Forschung für die

Entwicklung einer harmonisierten Rechtsgrundlage

zur Sicherheitsbewertung von

Verpackungsmaterialien.

Im Detail wurden folgende zentrale Themen

behandelt: Weiterentwicklung der

EU-Rechtsvorschriften, aktuelle Fortschritte

im Risikomanagement, geltende Vorschriften

für Druckfarben sowie Ansätze zur Bewertung

wiederholt auftretender nicht absichtlich

hinzugefügter Substanzen (NIAS).

Darüber hinaus wurden die Sicherheit von

Kosmetikverpackungen, die Sicherheitsbewertung

recycelter Polyolefine, fortgeschrittene

computergestützte Methoden zur

Identifizierung unbekannter NIAS, moderne

analytische Methoden zur NIAS-Bewertung

sowie der Einsatz von Bioassays in diesem

Kontext umfassend diskutiert und anhand

aktueller Beispiele veranschaulicht.

Foto: HochschuleCampusWien / Leitner

12


Zu den Vortragenden des Symposiums zählten Jonathan Briggs,

Marco Zhong, Thomas Gude, Peter Oldring, Charlène Lacourt,

Bastian Knaup, Ulrich Eicken, Diana Kemmer, Jim Huang, Luis

Quirós-Guerrero, Andreas Grabitz und Christian Kirchnawy.

Lukas Prielinger, Senior Researcher im Fachbereich Verpackungs-

und Ressourcenmanagement und Organisator des

Symposiums, resümierte: „Die Vorträge und Diskussionen boten

spannende Einblicke in regulatorische Entwicklungen, innovative

Testmethoden und aktuelle Fragestellungen rund um

die Sicherheit von Verpackungen. Zahlreiche nationale und internationale

Teilnehmende aus Wissenschaft und Industrie sowie

engagierte Studierende trugen zu einer sehr positiven Atmosphäre

bei, und es wurde gemeinsam an Lösungsansätzen

gearbeitet. Es war mir eine Freude, hochkarätigen Expert:innen

eine Bühne zu bieten, und ich danke allen Teilnehmenden sowie

den Mitarbeitenden dieser großartigen Veranstaltung sehr

herzlich für den reibungslosen Ablauf.“

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Kombination

mit einem Workshop am darauffolgenden Tag zum Thema

„Empfehlungen für Bioassays zur Untersuchung von Lebensmittelkontaktmaterialien

und anderen komplexen Gemischen.“

In Keynote-Vorträgen wurde die Bedeutung von in vitro Tests

für NIAS hervorgehoben sowie der Bedarf an einer Harmonisierung

der Risikobewertung diskutiert. In Round Tables erarbeiteten

die Teilnehmenden zudem einen Fahrplan für die

Entwicklung und den Einsatz von Bioassays zur Bewertung

komplexer Gemische aus Lebensmittelkontaktmaterialien.

„Insgesamt war es ein fachlich äußerst vielseitiges und gelungenes

Symposium. Besonderer Dank gilt dem Co-Organisator

OFI Technologie & Innovation GmbH sowie allen Beteiligten,

die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein

herzlicher Dank geht auch an die Sponsor:innen ecoplus Niederösterreichs

Wirtschaftsagentur GmbH und Xenometrix AG,

deren Unterstützung das Symposium maßgeblich bereichert

haben“, freut sich Lukas Prielinger.

Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks hat die Planung

für das nächste Symposium, das am 21. Januar 2027 erneut an

der Hochschule Campus Wien stattfinden wird, bereits begonnen.

Das Programm wird derzeit erstellt und eine vorläufige

Agenda wird zeitnah veröffentlicht. Auch die Kombination

mit einem Workshop am darauffolgenden Tag ist wieder geplant.

Aktuelle Informationen zum nächsten Symposium und

Workshop und laufende Updates finden Sie auf dieser Seite:

https://www.hcw.ac.at/packaging-safety-symposium [pl]

Die PROPAK-Industrie ...

... bietet

Jobs ohne

Grenzen

GLOBAL

FOOTPRINT

→ Von der Lehre zum Masterstudium

→ Von der Region zur

internationalen Karriere

→ Von einer Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten

zu bereichsübergreifender

Weiterbildung

DIGITAL FOOTPRINT

→ Mit multifunktionalen Produkten

→ Mit intelligenten und

individuellen Lösungen für die

Global Supply Chains

→ Mit Innovation, Kreativität und

Smartness

... übernimmt

Vorreiterrolle

in der

Nachhaltigkeit

GREEN

FOOTPRINT

... ist immer

einen Schritt

voraus

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der Papierfaser

→ Dank umweltgerechter, emissionsarmer

Produktionstechnologien

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Verwertungsquoten

Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der

Hochschule Campus Wien bietet die beiden Bachelorstudiengänge

Nachhaltige Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement

sowie zwei Masterstudiengänge in englischer

Sprache an: Sustainable Packaging Design and Technology und

Sustainability Assessment and Resource Management. Die Studiengänge

sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte

aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der

Berufstätigkeit erweitern können.

Darüber hinaus gehört zum Fachbereich das Forschungszentrum

Nachhaltigkeitsbewertung und Verpackungslösungen.

Mehr Infos: www.hcw.ac.at/fonv

... und bietet ein

innovatives

und spannendes

Arbeitsumfeld

für die Zukunft!

Weitere Informationen

unter www.propak.at

13


Mehrweg mit Mehrwert: Die ID

für nachhaltige Kreisläufe

Aktuell

Weniger Verpackungsmüll, funktionierende Mehrwegsysteme und volle Rückverfolgbarkeit – was

nach Zukunft klingt, ist längst Realität. Möglich macht das eine kleine, aber entscheidende Komponente:

die globale Identifikationsnummer GRAI.

Ob im Supermarkt, in der Gastronomie

oder in der Logistik:

Mehrwegbehälter sind ständig

im Umlauf. Sie werden befüllt, transportiert,

gereinigt und wieder eingesetzt –

oft tausende Male. Damit das reibungslos

funktioniert, braucht es mehr als nur

robuste Kisten. Entscheidend ist, dass

jeder einzelne Behälter durch eine eigene

ID eindeutig identifizierbar ist. Für

diese ID bewährt sich bereits seit vielen

Jahren erfolgreich die Mehrwegtransportbehälter-Identifikation

GRAI (Global

Returnable Asset Identifier). Diese standardisierte

Kennzeichnung aus dem GS1

System sorgt dafür, dass jeder einzelne

Behälter individuell erfasst und über seinen

gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet

werden kann. So lässt sich genau

nachvollziehen, wie lange er im Umlauf

ist, wie oft er gewartet wurde und bei

wem er sich gerade befindet. Transparenz

wird damit zum festen Bestandteil

funktionierender Kreisläufe.

Alle Wege führen zum GRAI. GS1 Standards

sind Ihnen wahrscheinlich vertrauter,

als Sie denken. Bekannt geworden

sind diese vor allem durch den EAN

Strichcode, der auf nahezu jedem Produkt

des täglichen Bedarfs zu finden ist.

Im Jahr 2005 wurde aus dem EAN der

GS1 Standard, der heute für weit mehr

als nur für klassische Strichcodes steht.

Dieser globale Standard ermöglicht es,

Unternehmen, Standorte, Produkte und

eben auch Mehrwegtransportverpackungen

über Ländergrenzen hinweg

eindeutig zu identifizieren. Der GRAI

spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem

GS1 Application Identifier 8003 versehen,

ist er weltweit als Kennzeichnung

für Mehrwegtransportgebinde etabliert.

Auch in Österreich ist er längst im Alltag

angekommen: So ist er etwa auf den

hellblauen Kisten von DM, den schwarzen

IFCO-Behältern, den grünen Gemüsekisten

oder den schwarzen Kunststoffpaletten

im Einsatz.

Digital im Kreislauf. Das Potenzial des

GRAI ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft.

Im Zuge neuer regulatorischer

Anforderungen wie der Verpackungsverordnung

PPWR (Packaging and Packaging

Waste Regulation) und dem wachsenden

Fokus auf Kreislaufwirtschaft

wird der GRAI künftig verstärkt auch in

neuen Anwendungsfeldern eingesetzt,

wie beispielsweis bei To-go-Verpackungen.

So laufen derzeit bereits Pilotprojekte

für einen To-go-Becher, bei dem

der GRAI in einem QR Code mit GS1

Die Mehrwegtransportbehälter-Identifikation GRAI ist längst im Alltag des heimischen Handels

angekommen: Auf der blauen Kiste von DM, dem schwarzen IFCO-Behälter, den grünen

Gemüsekisten oder den schwarzen Kunststoffpaletten eines Lebensmitteldiskonters.

Fotos: GS1 Austria

14


Digital Link verschlüsselt ist. Eine Lösung,

die es ermöglicht, auch webbasierte

Informationen mitzuliefern. Darüber

hinaus hat der in einem QR Code oder

GS1 DataMatrix Code (dieser braucht

eine App auf dem Smartphone zur korrekten

Interpretation der Daten) integrierte

GRAI den Vorteil, dass er von allen

gängigen Lesegeräten, Smartphones

oder Automaten gelesen werden kann.

Einfache Lösungen brauchen klare

Standards. Wie einfach das im Alltag

funktionieren kann, zeigt ein Blick nach

Skandinavien. Dort hat das Unternehmen

Tomra ein System entwickelt, bei

dem Mehrwegbecher mit Pfand ausgegeben

und nach Gebrauch über einen

Automaten retourniert werden können.

Die Identifikation erfolgt über den GRAI,

die Rückerstattung des Pfands direkt auf

die Bank- oder Kreditkarte der Kunden.

Die Erkenntnis daraus: Nachhaltige

Kreisläufe brauchen keine komplizierten

Lösungen, sondern klare Standards. Der

GRAI zeigt eindrucksvoll, wie eine eindeutige

Identifikation Mehrwegsysteme

effizienter, transparenter und zukunftsfähig

machen.

Kurzprofil. GS1 Austria ist in Österreich

alleiniger Vertreter des weltweit eindeutigen

Identifikationssystems für Standorte,

Artikel, Versandeinheiten etc. Das GS1

System ist Grundlage für den elektronischen

Austausch und die Standardisierung

von Nachrichten und Geschäftsprozessen

zwischen Unternehmen. Weltweit

hat GS1 in über 150 Ländern knapp 2 Mio.

Mitglieder. Mehr als 10 Mrd. Strichcodes

werden jeden Tag gescannt. GS1 Austria

besteht seit 1977 und ist als 100%ige

Tochter der Wirtschaftskammer Österreich

eine neutrale Not-for-Profit-Organisation.

[pl]

über den Autor

Weitere Informationen unter:

www.gs1.at/grai

www.gs1.at/newsroom/mehrweg-to-go

Alexander Peterlik ist Business Development Manager bei der Standardisierungsorganisation

GS1 Austria. Er bietet Beratung, Schulung

und Workshops rund um den effizienten Einsatz der GS1 Standards

entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Kontakt: peterlik@gs1.at; www.gs1.at

präsentieren:

Die Packstube – der Podcast

GS1 Austria GmbH zu Gast in der Packstube. Harald

Eckert, KOMPACK, und Gernot Rath, Pack & Log, plaudern

mit Alexander Peterlik, Business Development Manager

bei der Standardisierungsorganisation GS1 Austria,

über das Thema: Was haben Daten, Strichcodes und

die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation)

gemeinsam ...

Stay tuned!

Anhören?

Scan mich >>

15


Österreichische Wellpappe-Industrie

kämpft mit Kostendruck und

Krisenfolgen

Aktuell

2025 war für die heimische Wellpappe-Industrie ein herausforderndes Jahr: Volatile Rohstoffpreise,

hohe Energiekosten und eine gedämpfte Konsumlaune setzten die Betriebe unter Druck. Das Produktionsvolumen

sank im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 709 Millionen Quadratmeter, der Umsatz

konnte mit 509 Millionen Euro ein minimales Plus von 0,7 Prozent erreichen.

„Die Lage bleibt angespannt. Die stabile

Nachfrage nach Wellpappe-Verpackungen

ist erfreulich, aber die Kosten gehen

weiter deutlich nach oben“, sagt Stephan

Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe

Austria. Die Unternehmen der österreichischen

Wellpappe-Industrie müssen sich in

einem Markt behaupten, der von hohen

Personal- und Produktionskosten sowie

großen wirtschaftlichen Schwankungen

geprägt ist.

Systemrelevant für stabile Lieferketten.

Mit nachhaltigen Verpackungslösungen

leistet die Wellpappe-Industrie einen

unverzichtbaren Beitrag zu sicheren Lieferketten

für Industrie, Handel und Bevölkerung.

Wichtigste Abnehmer sind

Lebensmittel- und Getränkehersteller mit

rund 46 Prozent, gefolgt von langlebigen

Gütern wie Maschinen, Möbel, Elektronikteilen

und Automotive (20 Prozent)

sowie E-Commerce-Verpackungen (rund

9 Prozent). 42 Prozent der in Österreich

produzierten Wellpappe gehen in den

Export.

Die aktuelle Lage sorgt für einige Sorgenfalten bei Stephan Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe

Austria: „Wir sehen eine Preisrallye bei Energie, Rohstoffen und Logistik, getrieben durch

internationale Krisen. Die kommenden Monate sind schwer kalkulierbar – alleine

die Kosten für Wellpappenrohpapiere sind heuer um 17 % gestiegen.“

Preisrallye bei Energie, Rohstoffen und

Logistik. Für 2026 erwartet die Wellpappe-Branche

weiteren Druck. „Wir sehen

eine Preisrallye bei Energie, Rohstoffen

und Logistik, getrieben durch internationale

Krisen. Die kommenden Monate

sind schwer kalkulierbar – alleine die Kosten

für Wellpappenrohpapiere sind heuer

um 17 % gestiegen“, so Kaar. „Dank starker

regionaler und europäischer Lieferketten

sowie hoher Recyclingquoten ist die

Versorgung aktuell gesichert “, betont der

Branchensprecher.

Gleichzeitig wächst der bürokratische

Aufwand durch neue EU- und nationale

Vorgaben deutlich. Eine aktuelle Branchenumfrage

zeigt, dass regulatorische

Anforderungen mittlerweile zu den großen

Belastungsfaktoren zählen, gleichauf

mit den stark gestiegenen Arbeitskosten.

PPWR als Chance für den Kreislauf. Die

EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die

ab August 2026 zur Anwendung kommt,

bietet auch Chancen für eine harmonisierte

Kreislaufwirtschaft. „Bei sachgerechter

Umsetzung stärkt sie nachhaltige Wellpappe-Lösungen“,

so Branchensprecher

Kaar. Wellpappe erfüllt bereits heute wichtige

EU-Ziele: Sie besteht durchschnittlich

zu 88 Prozent aus Recyclingpapier, wird in

Österreich zu mehr als 90 Prozent recycelt,

und ihre Fasern können bis zu 25-mal

wiederverwendet werden. „Wellpappe ist

ein Paradebeispiel für nachhaltiges Verpacken.“

Stabiler Arbeitgeber mit Perspektiven.

Die sieben Unternehmen des Forum Wellpappe

Austria beschäftigen rund 1.600

Mitarbeiter:innen und bilden jährlich rund

70 Lehrlinge aus. Ein Highlight sind die

Wellpappe Adventure Days mit Sport,

Spaß und Teambuilding für den Nachwuchs.

„Die Wellpappe-Branche ist ein

attraktiver Arbeitgeber“, sagt Horst Santner

vom Forum Wellpappe Austria. „Doch

auch hier setzen die anhaltend hohen Personalkosten

unsere Betriebe massiv unter

Druck. Allein in den vergangenen fünf

Jahren sind die Gehälter um insgesamt 27

Prozent gestiegen. Das können wir durch

Produktivitätssteigerungen bei weitem

nicht wettmachen“, so Santner. Ohne

wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen

drohen Nachteile für den Standort Österreich

und die Betriebe.

16


Die österreichische Wellpappeindustrie investiert weiterhin

konsequent in moderne Produktionsprozesse. „Gemeinsam

mit unseren Kunden arbeiten wir laufend an innovativen Verpackungslösungen,

die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch

überzeugen“, sagt Horst Santner. Die innovativen Verpackungen

und Displays werden jedes Jahr mit dem Wellpappe

Austria Award ausgezeichnet. „Darüber hinaus bestätigt auch

der internationale WorldStar Packaging Award die besondere

Innovations- und Leistungskraft der heimischen Wellpappe-Branche“,

so Santner.

woom bikes setzt auf nachhaltige Transportverpackung. „Als

Kinder- und Jugendfahrradhersteller tragen wir Nachhaltigkeit

in unserer DNA“, sagt woom bikes Co-Founder Marcus Ihlenfeld.

„Zum einen ist unser Produkt ein Vehikel, um die Freude

am Radfahren und an aktiver, klimafreundlicher Fortbewegung

zu verbreiten. Zum anderen wollen wir unseren Kindern eine

lebenswerte und nachhaltige Welt hinterlassen und ihnen haltbare

Produkte in die Hand geben, die unter fairen Bedingungen

hergestellt wurden.“ woom mit Hauptsitz in Wien ist heute

weltweit in über 40 Ländern vertreten, und bereits mehr als

zwei Millionen Kinder und Jugendliche fahren auf woom bikes.

OPEN D A Y

Robotik erleben & Zukunft gestalten

_making automation easier.

18.06.2026

@KUKA in Steyregg / Linz

Fotos: com_unit/RichardTanzer

v.l.: Horst Santner (Forum Wellpappe), Marcus Ihlenfeld

(woom bikes Co-Founder) und Stephan Kaar (Sprecher

des Forum Wellpappe Austria)

Ausblick 2026: herausfordernd, aber widerstandsfähig.

Die Wellpappe-Industrie hat in der Vergangenheit wiederholt

Krisen gemeistert, doch die Summe aus steigenden Papier-,

Energie- und Personalkosten erreicht mittlerweile eine Größenordnung,

die selbst eine leistungsfähige Branche nicht

mehr dauerhaft kompensieren kann. „2026 wird herausfordernd.

Aber wir setzen auf unsere Stärken: Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit

und regionale Wertschöpfung“, so Stephan

Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe Austria.

Das Forum Wellpappe Austria ist Sprachrohr von sieben

Wellpappeherstellern in Österreich, die rund 1.600 Menschen

beschäftigen. Die Mitgliedsfirmen sind DONAUWELL

Wellpappe Verpackungsgesellschaft m.b.H., Margarethner

Verpackungsgesellschaft m.b.H, Mondi Grünburg GmbH,

Mosburger GmbH (Standorte Wien und Straßwalchen), Rondo

Ganahl Aktiengesellschaft (Standorte Frastanz und St.

Ruprecht), Steirerpack GmbH und Wellpappenfabrik TEWA

GmbH. www.wellpappe.at

[pl]

Für Neueinsteiger sowie Experten,

Interessierte und die ganze Familie.

Von Industrierobotern & AMRs

bis Foodtrucks & Familien‐Action

Alle Highlights gibt‘s hier:

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Eiscreme trifft auf

Barrierepapiere

Papier

Auf der diesjährigen interpack machte Sappi nachhaltige Verpackung erlebbar, indem Besuchern

Eiscreme in seiner Barrierepapierlösung serviert wurde. Doch das war mehr als nur ein Genuss. Jede Eistüte

war in Sappis innovativem Guard Duo Barrierepapier verpackt und machte so aus einem genussvollen

Moment eine praktische Demonstration nachhaltiger Verpackung.

Ein süßer Weg, wichtige Themen anzugehen.

Angesichts des zunehmenden regulatorischen

Drucks, wie beispielsweise der

Europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung

(PPWR), stehen

Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

unter wachsendem Druck,

praktische Verpackungslösungen zu finden.

Sappi nutzte dieses ansprechende Konzept

auf der Interpack, um zu zeigen, wie Innovationen

diese Anforderungen bereits erfüllen

können, ohne Kompromisse bei der

Leistung einzugehen.

Guard Duo: Hohe Leistung trifft auf

Nachhaltigkeit. Guard Duo gehört zum

Barrierepapier-Portfolio von Sappi, einem

führenden Anbieter von Funktionalen

Verpackungspapieren. Das beidseitig

beschichtete Papier vereint starken Produktschutz

mit Recyclingfähigkeit und unterstützt

Marken bei der Erreichung ihrer

Nachhaltigkeitsziele.

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen

Verpackungen, die schwer oder gar nicht

recycelbar sind, ist Guard Duo als Monomateriallösung

konzipiert. Dadurch kann es

im bestehenden Altpapierkreislauf recycelt

werden und unterstützt Marken beim Übergang

zu umweltfreundlichen und zukunftsfähigen

Verpackungen.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.

Guard Duo ist in verschiedenen Grammaturen

für diverse Anwendungen erhältlich.

Die 105-g/m²-Variante eignet sich ideal für

die Verpackung von Waffeleis, während die

115-g/m²-Variante besonders gut für Blockbodenbeutel

geeignet ist, insbesondere im

Süßwarenbereich. Diese Flexibilität ermöglicht

es Marken, auf nachhaltigere Materialien

umzusteigen, ohne Kompromisse bei

Funktionalität oder Schutz einzugehen.

„Zukunftssichere Verpackungspapiere“.

Die Europäische Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung

(PPWR) gilt ab

August 2026 mit verschiedenen gestaffelten

Verpflichtungen. Unter dem Motto „Future

Proof Packaging Papers“ präsentierte

Sappi auf der interpack seine flexiblen Verpackungslösungen,

darunter Guard Duo,

die Hochbarriere-Papiere Guard Pro OHS

und Guard Pro OMH sowie Guard Twist.

Diese wurden speziell für die Verpackungsanforderungen

in der Lebensmittel-, Teeund

Süßwarenindustrie entwickelt. [pl]

Eiscreme trifft auf

Barrierepapiere:

Sappi denkt Nachhaltige

Verpackung neu

Foto: Sappi

18


Papierlösung für

Süßigkeiten

Der europäische Verpackungshersteller

Coveris stellt MonoFlexFibre

Pure Twist vor, eine Papieralternative

für Süßwarenverpackungen. Diese

innovative Papierlösung ersetzt

weniger nachhaltige Alternativen,

die üblicherweise für drehverpackte

Süßwarenprodukte verwendet werden,

darunter Lutscher, Bonbons und

Schokoladenpralinen sowie heißsiegelbare

Flowpack-Verpackungen

für Riegel und Sticks. Entwickelt, um

die 95/5-Richtlinien der Branche zur

Papierrecyclingfähigkeit zu erfüllen,

bietet das leichte Material zuverlässigen

Produktschutz und Effizienz

auf Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien

Foto: Coveris

Papier mit Twist: Coveris

launcht leichte Papierlösung

für Süßigkeiten

Süßwarenhersteller stehen 2026

vor der komplexen Aufgabe, Recyclingfähigkeit,

Materialleistung und

gesetzliche Anforderungen miteinander

in Einklang zu bringen. Regulatorische

Treiber wie die EU-Verpackungsverordnung

(PPWR), die erweiterte Herstellerverantwortung

(EPR) sowie länderspezifische

Verpackungssteuern machen

Nachhaltigkeit zur Pflicht statt zur Kür.

Konkret bedeutet das beispielsweise,

dass Papierverpackungen maximal fünf

Prozent Nicht-Papier-Bestandteile enthalten

dürfen, um als recyclingkompatibel

zu gelten. Marken setzen daher zunehmend

auf Lösungen, die recycelbar

sind, sich nahtlos in bestehende Recyclingsysteme

integrieren lassen und weniger

CO₂-Emissionen verursachen.

„MonoFlexFibre Pure Twist unterstützt

diesen Wandel, indem es Marken dabei

hilft, den Kunststoffanteil zu reduzieren,

ohne Kompromisse bei Produktschutz

und Verpackungseffizienz einzugehen.

Indem wir für jede Anwendung die ökologisch

und funktional überzeugendste

Lösung finden, ermöglichen wir unseren

Kunden, regulatorische Vorgaben, Kosten

und Leistungsfähigkeit in Einklang zu

bringen und ihre Verpackungen konsequent

an ihren Nachhaltigkeitszielen auszurichten“,

erklärte Melinda Bonamour,

Business Development Manager Paper

Consumer & Healthcare bei Coveris.

Recyclingziele erfüllen, Produktschutz

gewährleisten. Die neue Lösung von

Coveris besteht aus einer einzigen Lage

leichtem Funktionspapier und bietet

eine zuverlässige Versiegelung als Primärverpackung

für einfach oder doppelt

gedrehte Bonbons, Schokoladenpralinen

und Lutscher sowie für in Schlauchbeuteln

heißversiegelte Schokoriegel.

Darüber hinaus zeichnet sie sich durch

eine hervorragende Bedruckbarkeit für

Tiefdruck, Flexodruck und Digitaldruck

aus. Die Umstellung auf diese Papierstruktur

erfordert keine größeren Änderungen

an vorhandenen Maschinen und

lässt sich effizient auf Hochgeschwindigkeits-

und Standard-FFS-Verpackungslinien

umsetzen.

MonoFlexFibre Pure Twist erfüllt zudem

die verschärften Recyclinganforderungen

für Verpackungsabfälle. Dies ist ein

entscheidender Faktor im Süßwarensektor,

wo Materialleistung und Recyclingfähigkeit

sorgfältig abgewogen werden

müssen. Die PPWR führt hier strengere

Anforderungen an die Recyclingfähigkeit

sowie höhere Recyclingziele ein. So

schreibt sie beispielsweise vor, dass alle

in Verkehr gebrachten Verpackungen bis

2030 recycelbar sein müssen.

„Diese gesetzlichen Änderungen weiten

die Herstellerverantwortung auf den

Post-Consumer-Bereich aus und treiben

die Kosten für Kunststoffverpackungen

in die Höhe. MonoFlexFibre Pure Twist

berücksichtigt diese neuen Rahmenbedingungen

und bietet Süßwarenherstellern

eine Lösung, die den Branchenrichtlinien

zur 95/5-Papierrecyclingfähigkeit

entspricht“, so Melinda Bonamour.

Kurzprofil. Coveris ist ein führendes

europäisches Verpackungsunternehmen,

spezialisiert auf leistungsstarke

Verpackungslösungen aus Papier und

Kunststoff. Das Unternehmen entwickelt

und produziert flexible Verpackungen

für namhafte Marken weltweit – von Lebensmitteln

über Tiernahrung und Medizinprodukte

bis hin zu industriellen und

landwirtschaftlichen Anwendungen. Mit

seiner Nachhaltigkeitsvision No Waste

setzt Coveris auf innovative, attraktive

und umweltfreundliche Verpackungen.

Dazu wurde der Geschäftsbereich Re-

Cover gegründet, der sich auf Abfallbeschaffung,

Recyclingtechnologien

und Partnerschaften in der Lieferkette

fokussiert und so die Kreislaufwirtschaft

für Kunststoff stärkt. Coveris hat seinen

Hauptsitz in Wien, betreibt 17 Standorte

in der EMEA-Region und beschäftigt

rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

[pl]

19


Mehr Schatten als Licht in

der Intralogistikbranche

Intralogistik

Schwache Nachfrage in Schlüsselbranchen und Investitionszurückhaltung bremsen die Fördertechnik-

und Intralogistikhersteller in Deutschland aus. Produktionsvolumen und Exporte sinken 2025. Für

2026 ist noch keine Trendwende in Sicht.

Für die Fördertechnik- und Intralogistikanbieter

in Deutschland steht

unter dem Jahresabschluss 2025

ein Minus von 7 Prozent im Produktionsvolumen.

Damit fällt der Wert auf 25,8

Milliarden Euro. Die hiesigen Hersteller

kämpfen vor allem mit der schwachen Industriekonjunktur,

rückläufiger Nachfrage

in wichtigen Schlüsselbranchen wie beispielsweise

dem Automobilsektor, aber

auch mit geopolitischen Unsicherheiten

und veränderten Wettbewerbsbedingungen

auf dem internationalen Parkett. „Die

Nachfrage in einzelnen Produktbereichen

ist teils deutlich zurückgegangen. Während

das erste Halbjahr 2025 noch recht

stabil im Vergleich zum Vorjahr verlief,

ging die Produktion im zweiten Halbjahr

zurück. Etliche Investitionen wurden verschoben,

der strukturelle Bedarf bleibt

aber hoch. Deshalb erwarten wir spätestens

ab 2027 eine Erholung“, sagt Jan

Drömer, Vorstandsvorsitzender des VD-

MA-Fachverbands Fördertechnik und

Intralogistik und CIO der Neura Mobile

Robots GmbH.

Da aufgrund der aktuellen Bedingungen

kurzfristig kein Wachstum zu erwarten ist,

geht der Fachverband für 2026 von einer

gleichbleibenden Entwicklung und einem

erneuten Produktionsvolumen in Höhe

von 25,8 Milliarden Euro aus.

Intralogistikexporte aus Deutschland

rückläufig. Zu den veränderten internationalen

Wettbewerbsbedingungen zählen

die US-Zölle. Die USA sind der wichtigste

Handelspartner für deutsche Intralogistikanbieter.

2025 lag das Exportvolumen bei

rund 2,3 Milliarden Euro, 7 Prozent niedriger

als noch 2024. Zwar reagierte die Industrie

mit punktuellen Vorzieheffekten auf

die im Sommer 2025 eingeführten Sonderzölle

auf Stahl und Aluminium, doch unterm

Strich belasteten die verschärften Handelsbedingungen

den Warenaustausch.

Auch das Gesamtexportvolumen der hiesigen

Hersteller ging 2025 insgesamt zurück.

Mit rund 18,6 Milliarden Euro lag es

7 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024:

20,1 Milliarden Euro). In Europa (EU27

sowie die anderen europäischen Länder)

verbleiben ca. 60 Prozent aller deutschen

Intralogistikexporte mit einem Wert von

11,6 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten

Handelspartnern gehören hier Frankreich

(1,1 Milliarden Euro Exportvolumen), Italien

(1 Milliarde Euro) und die Niederlande

(1 Milliarde Euro). China rangiert mittlerweile

auf Platz 14 der Kundenländer. Hier

wurden 2025 Intralogistikexporte in Höhe

von 326,8 Millionen Euro verzeichnet, ein

Minus von 22,8 Prozent gegenüber 2024.

Europäische Intralogistikbranche schwächelt.

Der europäische Außenhandel zeigt

für 2025 bislang einen Rückgang von ca.

5 Prozent gegenüber 2024, trotz hoher

Binnenhandelsaktivität. Das Gesamtexportvolumen

der EU27- Länder lag bis einschließlich

November 2025 bei rund 53,9

Milliarden Euro. Über die Hälfte dieser

Exporte verblieb in der EU. Europa profitiert

also von seinem starken Binnenmarkt,

kämpft aber mit strukturellen Belastungen

wie hohe Energiepreise, geopolitischen

Risiken und der schwachen Entwicklung

in zentralen EU-Industrien. Die fünf größten

Exporteure der EU sind Deutschland,

Italien, die Niederlande, Frankreich und

Österreich.

Fazit. Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen

Schwäche signalisieren wichtige

Indikatoren, dass die Intralogistikbranche

vor einem möglichen Wendepunkt in den

kommenden zwei Jahren stehen könnte.

Der Automatisierungsbedarf ist hoch,

Technologieinvestitionen im Handel, in

der Industrie und in der Logistik bleiben

langfristig treibend und verschiedene globale

Wachstumsregionen bieten Chancen

zur Risikodiversifizierung. Gleichwohl

können die Auswirkungen der aktuellen

geopolitischen Entwicklungen, wie durch

den Krieg in der Golfregion, derzeit nicht

verlässlich abgesehen werden.

Unter den gegebenen Bedingungen sieht

der Fachverband die Stagnation 2026

dennoch als Bodenbildung, von dem aus

ab 2027 wieder Wachstumsimpulse erwartet

werden.

[pl]

20


Logistik-Future-Lab

Österreichischer

Logistik-Tag

Inkl.

Sommerfest

und dem

Österreichischen

Logistik-Preis

2026

17./18. Juni 2026

Design Center Linz

Das Supply-Chain-Event für Industrie,

Handel und Logistikwirtschaft

Karim El-Gawhary

Langjähriger

Nahost-

Korrespondent

Gerhard Mangott

Professor für

internationale

Beziehungen

Universität

Innsbruck

Stefan Lampl

Direktor für

Militärlogistik

im EU-Militärstab

Kurt Satzinger

Leitung F&E

voestalpine AG

Max Meister

Supply Chain Nerd

Co-CEO bei

Ludwig Meister

Florian F. Iro

Geschäftsführer

Werner & Mertz -

Erdal GmbH

Hans Ehm

Head of

Supply Chain

Innovations &

Quantum Algorithm

Infineon

Technologies AG

Enikö Györfi

Head of Eurasia -

China Relations &

Cargo Affairs

ÖBB Holding AG

Erich Schatz

Chief Operating

Officer Overseas

cargo-partner

Hannes Köppel

Lead für

AI Forecasting

Schwarz Gruppe

Markus

Panhauser

Senior Vice

President Global

Oceanfreight LCL

DHL Global

Forwarding

Paul Zugmann

Warehouse

Manager

Coca-Cola HBC

Austria GmbH

Weitere Infos auf vnl.at

Geopolitik und Lieferketten • Transport-Visibility

Innovation mit Wasserstoff • Supply Chain Management

KI und Quantencomputer • Intralogistik

Automatisierung inkl. humanoide Roboter


Ein neuer Takt für die

Produktionslogistik

Promotion

27 Open Shuttles, die autonomen mobilen Roboter von KNAPP, versorgen die Produktion von SICK in

Ungarn zuverlässig und just-in-time mit Material. Gemeinsam mit einem automatischen Kleinteilelager

und einer durchgängigen SAP® EWM-Lösung entsteht so ein nahtloser Materialfluss im gesamten

Werk mit maximaler Transparenz über alle logistischen Abläufe.

Vier Produktionshallen, ein System. Die

SICK AG zählt weltweit zu den führenden

Anbietern intelligenter Sensorlösungen

für die Fabrik‐, Logistik‐ und Prozessautomation.

Der ungarische Standort in Kunsziget

ist mit rund 800 Mitarbeitenden ein

zentrales Werk im Produktionsverbund.

Um das stetige Wachstum nachhaltig abzusichern,

wurde die Infrastruktur umfassend

erweitert: Eine neue Halle für den

Wareneingang, die Erweiterung von drei

auf vier Produktionshallen sowie eine zusätzliche

Halle für das Kleinteilelager mit

angebundener Kommissionierung schaffen

die erforderliche Basis für eine zuverlässige

Abwicklung der stetig steigenden

Auftragszahlen. Der wahre Fortschritt

liegt jedoch in der Art und Weise, wie all

diese Bereiche miteinander verbunden

wurden. Eine durchgängige Automatisierungslösung

von KNAPP bestehend aus

27 Open Shuttles, einem leistungsfähigen

automatischen Kleinteilelager (AKL) und

einer vollintegrierten SAP®‐EWM‐Systemlandschaft

sorgt heute für eine lückenlose

Verzahnung aller Prozesse: vom

Wareneingang über Lagerung und Kommissionierung

bis in die Produktion.

Das Rückgrat der Anlage: 27 Open Shuttles.

Mitten im Herzen der Produktionslogistik

von SICK übernehmen die 27 Open

Shuttles eine zentrale Rolle. Sie verbinden

das automatische Kleinteilelager mit vier

Produktionshallen und sorgen für eine

Just‐in‐Time‐Produktionsversorgung.

Die autonomen mobilen Roboter (AMR)

bewegen sich frei und sicher im Raum,

teilen Wege mit Mitarbeitenden und Routenzügen

und navigieren dank natürlicher

KNAPP automatisiert Produktionsversorgung von

SICK mit Open Shuttles und SAP® EWM

Das automatische

Kleinteilelager mit

Regalbediengerät

und 52.000 Stellplätzen

bildet die

zentrale Versorgungsstruktur

für die

gesamte Produktion

Konturenerkennung ohne zusätzliche Infrastruktur.

Schnelllauftore steuern sie autonom

an, Routen passen sie dynamisch

an, jede Fahrt ist exakt koordiniert. Als zentrale

Transporteinheit bilden sie das dynamische

Rückgrat der Produktionslogistik.

Vorteile der Open Shuttles im Überblick:

• Einfache Integration ohne bauliche

Maßnahmen

• Flexible Anpassung an neue Layouts,

Wege und Prozesse

• Just‐in‐time‐Versorgung rund um die

Uhr

• Hohe Sicherheit durch Sensorik, Signalleuchten

und integrierte Scanner

• Flexible Anbindung an die Produktion

mit Durchlaufregalen

Der neue Materialfluss: nahtlos und

vernetzt

Wareneingang

Die Anlieferung der Kleinteile für die Produktion

erfolgt in Kartons und Behältern,

22


die auf Paletten bereitgestellt werden. Der

Großteil der gelieferten Teile wird an zwei

Packplätzen von Mitarbeitenden in Behälter

umgepackt, im System erfasst und anschließend

der Fördertechnik übergeben.

Teile, die nicht umgepackt werden müssen,

werden nach der Erfassung direkt abtransportiert.

Eine integrierte Waage kontrolliert

das Gewicht der Behälter. Ein Spiralförderer

transportiert die Behälter weiter zur Deckenfördertechnik,

über die sie in das automatische

Kleinteilelager (AKL) gelangen.

Lagerung

Das automatische Kleinteilelager mit Regalbediengeräten

dient zur Lagerung der

Rohwaren und Halbfertigfabrikate. Insgesamt

stehen 52.000 Stellplätze in vier

Gassen auf 28 Ebenen zur Verfügung. Im

AKL werden drei verschiedene Behältertypen

mit und ohne Deckel eingelagert. Behälter

in der Größe 600 x 400 mm werden

zweifachtief, solche mit 400 x 300 mm

vierfachtief eingelagert. Vier Regalbediengeräte

übernehmen die Einlagerung.

Die Kommissionierstationen sowie Open

Shuttles sind direkt an das AKL angebunden.

Das AKL bildet die zentrale Versorgungsstruktur

für die gesamte Produktion.

Kommissionierung

Die Kommissionierung der Waren für

die Produktion erfolgt nach dem Ware‐zur‐Person‐Prinzip

an zwei ergonomisch

gestalteten Arbeitsplätzen der

Pick‐it‐Easy‐Serie. Anhand einer übersichtlichen

digitalen Darstellung erfolgt

die Kommissionierung sowie die Rückeinlagerung

über die Fördertechnik ins AKL.

Jeder Behälter enthält ausschließlich einen

Artikeltyp, wodurch eine sortenreine

„Die Vorteile der neuen Anlage sind die vollautomatisierten

Ein- und Auslagerungsprozesse, die Versorgung der Produktion

just-in-time, rund um die Uhr, wenn es gewünscht

wird.“

Laszlo Varga, Supply Chain Manager bei SICK Kft.

Die Open Shuttles

navigieren sicher durch

4 Produktionshallen

auf gemeinsamen

Wegen mit Personen

und Routenzügen

Kommissionierung gewährleistet wird.

Rund 50 % der im AKL gelagerten Waren

werden direkt an den Kommissionierarbeitsplätzen

verarbeitet, der Rest gelangt

per Open Shuttles direkt in die Produktion.

Produktionsversorgung.

27 Open Shuttles verbinden das AKL mit

der Produktion in vier Hallen. Die Behälter

SAP® EWM by KNAPP

orchestriert den gesamten

Materialfluss im

Lager von SICK, darunter

die optimale Beauftragung

des automatischen

Kleinteilelagers

sowie die Fahraufträge

für die Open Shuttles.

werden an Fördertechniktischen bereitgestellt

und von den AMR in die Produktion

transportiert. Dort werden sie an Durchlaufregale

übergeben, aus denen die

Mitarbeitenden die Behälter nach Bedarf

entnehmen. Halbfertigfabrikate werden

ebenso über Durchlaufregale an Open

Shuttles übergeben und zurück ins AKL

transportiert. Entlang der Route passieren

die Open Shuttles Schnelllauftore, die

über ein Steuerungsmodul mit den AMR

verbunden sind und automatisch öffnen

und schließen.

Die Software, die alles zusammenhält:

SAP® EWM by KNAPP. Das decentralized

SAP® EWM on S/4HANA steuert als

Warehouse Management System (WMS)

und Warehouse Control System (WCS)

alle Materialflüsse und bildet die komplette

Logik für alle Automatisierungstechnologien

ab. Die neue Softwarelösung

inklusive Materialflusssteuerung (MFS) ermöglicht

eine präzise Steuerung der Lastaufnahmemittel

im AKL mit vierfachtiefer

Lagerung. Auch das KiSoft Fleet Control

System (FCS) der Open Shuttles ist über

ein REST-Interface direkt in SAP® EWM

MFS integriert. Dadurch orchestriert SAP®

EWM sämtliche Lagerbewegungen, u.a.

verschiedene Varianten der Produktionsversorgung,

die von der Planung eines

komplexen Routenzugs bis hin zu individuellen

Eilaufträgen zu einzelnen Produktionsplätzen

reichen. Benutzerfreundliche

Dialoge wie an den Ware-zu-Person-Arbeitsplätzen

runden die SAP® EWM by

KNAPP-Lösung ab.

Mehr erfahren?

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Fotos: KNAPP I Niederwieser

23


Im Umbruch agieren

Logistik zwischen Krisen, Technologiesprüngen

und Service-Innovation

Intralogistik

Im Mittelpunkt der beiden Veranstaltungstage (17./18. Juni 2026) stehen das tiefere Verständnis des Strukturwandels – und konkrete

Antworten aus Praxis, Forschung und Technologie.

Krisen sind zum Dauerzustand geworden – und mit ihnen eine neue Realität für globale Lieferketten.

Der Österreichische Logistik-Tag 2026 im Design Center Linz stellt sich genau dieser Gemengelage.

Unter dem Leitthema „Im Umbruch agieren“ rückt die Veranstaltung jene Frage in den Mittelpunkt,

die derzeit viele Unternehmen umtreibt: Wie lässt sich in einer Welt wachsender Unsicherheit nicht nur

bestehen, sondern aktiv gestalten?

Geopolitik als Taktgeber der Supply

Chains. Der erste Veranstaltungstag, das

Logistik-Future-Lab, setzt bewusst bei den

globalen Rahmenbedingungen an. Analysen

zur geopolitischen Lage zeigen, wie

sehr Konflikte und Machtverschiebungen

inzwischen in operative Lieferketten eingreifen.

Blockierte Handelsrouten, Handelskriege,

Zölle, der Kampf um Energie

und Rohstoffe sowie sprunghafte Preisentwicklungen

verändern die Spielregeln

grundlegend.

Dabei wird deutlich: Die Risiken haben

sich verlagert. Nicht mehr nur punktuelle

Störungen, sondern systemische Verschiebungen

prägen das Bild. Unternehmen

stehen vor der Aufgabe, ihre Supply

Chains robuster zu gestalten und gleichzeitig

flexibel auf neue Entwicklungen zu

reagieren. Resilienz wird damit zur Kernkompetenz

eines modernen Supply Chain

Managements.

Technologie hebt SCM auf ein neues

Niveau. Parallel dazu treiben technologische

Innovationen den Wandel mit hoher

Geschwindigkeit voran. Besonders

im Fokus stehen KI-Agenten, Geo-Intelligenz

und Quantencomputing. Diese

Technologien markieren den Übergang

von rein analytischen Systemen hin zu

aktiv steuernden Lösungen.

Künstliche Intelligenz unterstützt nicht

mehr nur Entscheidungen, sondern

stößt Prozesse eigenständig an. Geo-Intelligenz

verknüpft Daten zu einem ganzheitlichen

Lagebild globaler Netzwerke.

Und Quantencomputing eröffnet perspektivisch

neue Möglichkeiten, hochkomplexe

Planungsprobleme effizient

zu lösen. Für das Supply Chain Management

bedeutet das einen fundamentalen

Paradigmenwechsel – weg von reaktiven

hin zu proaktiven, teilweise autonomen

Systemen.

Energie, Preise und neue Abhängigkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf

der Energiefrage, die sich zunehmend

als kritischer Faktor für Wettbewerbsfähigkeit

erweist. Schwankende Ölpreise

und steigende Energiekosten wirken

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

und treffen besonders energieintensive

Branchen.

Gleichzeitig rückt Wasserstoff als möglicher

Gamechanger in den Fokus. Erste

industrielle Anwendungen zeigen, wie

sich durchgängige Wasserstoff-Supply-Chains

aufbauen lassen – von der

Produktion bis zur Nutzung in Logistik

und Industrie. Die Botschaft ist klar:

Energie- und Logistiksysteme müssen

künftig integriert gedacht werden.

Automatisierung – Läger bald ohne

Menschen? Auch innerhalb der Lagerund

Produktionslogistik zeichnen sich

24


tiefgreifende Veränderungen ab. KI-gestützte

Robotik, autonome Systeme und

„Dark Warehouses“ – also weitgehend

menschenleere Lager – sind keine Zukunftsvision

mehr, sondern rücken in

greifbare Nähe.

Moderne Hardware ermöglicht es, komplexe

KI-Modelle direkt im operativen

Umfeld einzusetzen. Gleichzeitig entstehen

neue Konzepte für Effizienzsteigerung,

etwa durch humanoide Roboter.

Die Intralogistik entwickelt sich damit zu

einem hochdynamischen Innovationsfeld,

in dem Produktivität und Flexibilität

neu definiert werden.

Fotos: VNL

Österreichischer Logistik-Tag 2026

17./18. Juni | Design Center Linz

(Die Veranstaltungstage sind separat buchbar)

Komplexität und Disruption beherrschen.

Am zweiten Veranstaltungstag

rückt die Praxis in den Mittelpunkt. Unternehmen

zeigen konkrete Ansätze, wie

sich die zuvor skizzierten Herausforderungen

operationalisieren lassen. Im Fokus

stehen unter anderem datengetriebene

End-to-End-Planung, Strategien

zur Reduktion von Abhängigkeiten sowie

neue Modelle der Zusammenarbeit

entlang der Lieferkette.

Ein zentrales Thema ist dabei die Steuerung

von Supply Chains unter hoher

Volatilität. Beispiele aus der Halbleiterindustrie

oder der Automobilzulieferbranche

verdeutlichen, wie datenbasierte

Modelle helfen, Nachfrage und Kapazitäten

besser auszubalancieren und typische

Effekte wie den Bullwhip-Effekt zu

reduzieren.

E-Trucking nimmt Fahrt auf. Neben Resilienz

und Produktivität gewinnt auch

• Tag 1 – Logistik-Future-Lab (17. Juni 2026): Geopolitik und Logistik, Energiewende mit Wasserstoff,

KI-Agenten & Quantencomputing, Robotics im Lager

• Tag 2 – Österreichischer Logistik-Tag (18. Juni 2026): Komplexe Industrie-Supply-Chains steuern,

E-Trucking im Gesamtsystem, Produktivität in der Intralogistik, intermodale Transportketten, KI für

Handels-Supply-Chains

Highlights, die Sie nicht verpassen sollten:

• Brennpunkte der Welt einordnen: Karim el-Gawhary, Gerhard Mangott, Josef Braml, Gabriel

Felbermayr

• Wie bleiben globale Lieferketten steuerbar? Stefan Lampl (EU-Militärstab) Enikö Györfi (ÖBB),

Markus Panhauser (DHL)

• Trade Enabler: Neue Märkte erschließen mit der Logistikwirtschaft, inkl. DP World

• Circular Intelligence: die Antithese zu langen, verwundbaren Lieferketten mit Werner & Mertz

(Erdal, Frosch…), Salesianer Miettex

• Gamechanger im SCM: KI-Agenten, Geo-Intelligenz & Quantencomputing

• Intralogistik: NVIDIA und Microsoft vs. pragmatischer Lösungen

• Humanoider Roboter und Doppelkufensystem: Österreich-Premiere von IONO und Filics

• KI und Automatisierung bei internationalen Einzelhändlern: Schwarz Gruppe (Lidl) und El Corte Inglés

• Was hindert uns am Dark Warehouse? Max Meister

• Visibility in intermodalen Transportketten: Mehrwert für Kunden und neue Entwicklungen

• Produktivität in Materialfluss und Kommissionierung: Lagerlift, Robotik, Echtzeit-Lokalisierung

• Die Innovationskraft von 60 Lösungsanbietern in der Fachausstellung!

Warum Sie teilnehmen sollten: 60 Aussteller, 800 Supply-Chain- und Logistik-Profis, 70 Referenten in 6

Keynotes und 14 Themenschwerpunkte bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue Ideen für Ihr Unternehmen.

Programm und Anmeldung: www.vnl.at

60 Aussteller, 800 Supply-Chain- und Logistik-Profis, 70 Referenten in 6 Keynotes und 14

Themenschwerpunkte bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue Ideen für Ihr Unternehmen

Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung.

Konzepte wie zirkuläre Wertschöpfung

oder die Elektrifizierung von Transporten

zeigen, dass ökologische Ziele zunehmend

mit wirtschaftlichen Vorteilen verknüpft

werden.

Projekte im Bereich E-Trucking oder

energieautarker Logistiksysteme verdeutlichen,

dass die Transformation bereits

in vollem Gange ist.

Transparenz in Intermodalketten.

Schließlich rückt auch die Frage nach

Transparenz in den Fokus. Gerade in intermodalen

Transportketten fehlt häufig eine

durchgängige Sicht auf Sendungen und

Prozesse. Neue Technologien und Plattformen

sollen hier Abhilfe schaffen und

eine End-to-End-Visibility ermöglichen.

Proaktiv agieren. Der Österreichische

Logistik-Tag 2026 macht deutlich: Die

Logistik steht an einem Wendepunkt.

Geopolitik, Technologie, Energie und

Nachhaltigkeit greifen ineinander und

zwingen Unternehmen, ihre Supply

Chains grundlegend neu zu denken.

Wer in diesem Umfeld bestehen will,

muss aktiv gestalten. Im Umbruch zu

agieren bedeutet, Unsicherheit nicht als

Risiko, sondern als Ausgangspunkt für

Innovation zu begreifen.

[pl]

25


Planbare Autonomie und

Real-Time-Fahrkursänderung

Intralogistik

DS AUTOMOTION zeigte auf der LogiMAT 2026 die

nächste Stufe der AMR-Inbetriebnahme: Mit NAVIOS

Cockpit 3.0 werden Fahrkurse flexibel geändert und Anlagen

effizient optimiert – ohne Betriebsunterbrechung.

DS AUTOMOTION demonstrierte damit wie sich Intralogistikprozesse

in Echtzeit anpassen lassen.

DS AUTOMOTION zeigte auf der Logi-

MAT 2026, wie flexibel sich fahrerlose

Transportsysteme und autonome mobile

Roboter (AMR) an unterschiedliche Logistik-

und Kundenanforderungen anpassen

lassen. Im Mittelpunkt stand die neue

Version des Flottenmanagers NAVIOS

Cockpit 3.0 mit dem innovativen Fahrkursplanungstool

von NAVIOS. Und das

zeigten die Expert:innen von DS AUTO-

MOTION zweimal täglich in moderierten

Live-Demonstrationen mittels einer realen

AMR-Anlage. Diese demonstrierte,

wie sich autonome Transportfahrzeuge

schnell, flexibel und planbar in bestehende

Intralogistikprozesse integrieren lassen. In

der auf der Messe gezeigten Anlage wurde

anschaulich, wie flexibel sich Materialflüsse

heute steuern lassen. Zwei autonome

Fahrzeuge wurden zentral über NAVIOS

koordiniert, während sich Fahrwege und

Übergabepunkte in Echtzeit anpassen ließen.

Das System sorgte dabei automatisch

für reibungslose Abläufe, indem es Platzverhältnisse

berücksichtigte und kritische

Bereiche so optimierte, dass es zu keinen

Störungen im Betrieb kam.

Schnellere Inbetriebnahme, höhere Flexibilität.

Was früher umfangreiches Expertenwissen

erforderte, wird nun dank

des Flottenmanagers NAVIOS Cockpit 3.0

weitgehend automatisiert. Damit reduziert

sich auch der Aufwand für die Inbetriebnahme

neuer Anlagen, die Anpassungen

im laufenden Betrieb sowie Layoutänderungen

bei neuen Anforderungen. Die

gesamte Anpassung erfolgt in weniger als

drei Minuten – ohne Unterbrechung des

Betriebs. Damit zeigte DS AUTOMOTION

drei zentrale Aspekte moderner AMR-Systeme:

die planbare Autonomie der Fahrzeuge,

die Real-Time-Anpassung von

Auf der LogiMAT 2026 zeigte DS Automotion, wie flexibel sich fahrerlose

Transportsysteme und autonome mobile Roboter (AMR) an unterschiedliche

Logistik- und Kundenanforderungen anpassen lassen

Fahrkursen in wenigen Minuten sowie die

transparente Analyse und Optimierung einer

Anlage.

Flexibilität trifft Kontrolle. Ein zentrales

Merkmal der Navigations-Lösung ist die

sogenannte planbare Autonomie. Dabei

wird das Verhalten der Fahrzeuge gezielt

gesteuert. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge

Hindernissen aktiv im autonom

angelegten Bereich ausweichen und im

spurgeführten Bereich kontrolliert stoppen.

Dieses zonenbasierte Verhalten ermöglicht

es, die Vorteile von freier Navigation

und klassischer Spurführung zu kombinieren.

Für dieses Konzept wurde DS AU-

TOMOTION 2023 mit dem International

Intralogistics and Forklift Truck of the Year

– IFOY Award ausgezeichnet.

Fotos: DS Automotion

Das NAVIOS Cockpit

schafft Transparenz

durch umfassende

Analysefunktionen

und ermöglicht

eine kontinuierliche

Auswertung der

gesamten Anlage.

Transparenz durch umfassende Analysefunktionen.

Das NAVIOS Cockpit schafft

Transparenz durch umfassende Analysefunktionen

und ermöglicht eine kontinuierliche

Auswertung der gesamten Anlage.

Verkehrsflüsse und potenzielle Engpässe

werden ebenso sichtbar wie die Auslastung

der Fahrzeuge und die erbrachte

Transportleistung. Betreiber:innen erhalten

damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage,

erkennen Optimierungspotenziale

frühzeitig und können gezielt

Maßnahmen ableiten, um die Effizienz

einer Anlage nachhaltig zu steigern. [pl]

26


Neue Lösungen für das

smarte Interact Licht-

managementsystem

Signify, der Weltmarktführer für Beleuchtung, hat im Rahmen

der Light + Building 2026 gleich mehrere Neuheiten

für sein intelligentes Lichtmanagementsystem Signify Interact

vorgestellt. Die neuen Lösungen helfen Gebäude

intelligenter und nachhaltiger zu gestalten.

Foto: Signify

Der neue KI-Assistent Bulbi steht rund

um die Uhr zur Verfügung. Künstliche

Intelligenz spielt für Signify Interact

eine wichtige Rolle: Mit Bulbi erhält

die Plattform einen kontextbewussten

KI-Assistenten, der beispielsweise Anleitungen

liefert und bei der Behebung

von Fehlern hilft. Er legt die Basis für

eine First-Line-Support-Automatisierung

vor Ort. Darüber hinaus unterstützt

die künstliche Intelligenz bei der Inbetriebnahme

eines neuen Interact Systems:

Kurze Sprach- oder Textbefehle

genügen und die KI weiß, was sie zu tun

hat. Die gesamte Architektur von Signify

Interact wird KI-fähig, was sich auch im

neuen Interact Gateway zeigt. Dieses

wächst in seiner Kapazität. Über ein einziges

Gateway lassen sich künftig bis zu

200 Lichtpunkte verbinden, wobei ein

Projekt aus bis zu 100 Gateways bestehen

kann. Bestens verbunden: Dass sich

die Energy Performance of Buildings Directive

(EPBD), die den Gebrauch einer

effizienten Gebäudeautomation europaweit

vorschreibt, mit Signify Interact

konsequent umsetzen lässt, hängt unter

anderem mit den APIs (Application Programming

Interfaces / Programmierschnittstellen)

zusammen, über die sich

Vernetztes Licht:

Interact sorgt für

mehr Energieeffizienz

und Komfort.

die Plattform mit anderen Systemen zur

Gebäudeautomation verbinden lässt. So

entsteht ein nahtloses Zusammenspiel,

das Gebäude intelligenter und nachhaltiger

macht.

Interact Building Suite – mehr Möglichkeiten

und einfachere Interaktion.

Die neue Interact Building Suite erweitert

den Funktionsumfang des intelligenten

Lichtmanagementsystems: Die

Analysen zum Energieverbrauch, der

Raumbelegung oder dem allgemeinen

Systemzustand sind jetzt deutlich umfangreicher

und KPIs lassen sich auf

mehrere Gebäude übertragen. Zudem

kann die Wartung nun vorausschauend

erfolgen – basierend auf der Lebensdauer

und den bisherigen Betriebsstunden

der Beleuchtung.

Unterstützung im Alltag: Vorgeschriebene

Tests der Notbeleuchtung können

über die Interact Building Suite automatisiert

durchgeführt werden und die

Dokumentation wird vom System übernommen.

Dabei wird die Interaktion mit

Signify Interact dank KI-basierter Features

noch einfacher: Bestimmte Daten

können künftig verbal – durch Spracheingabe

– abgefragt werden. Das Interact

Dashboard bereitet diese anschließend

übersichtlich auf. So spart man

wertvolle Zeit und Aufwand. [pl]

Weitere Informationen zu Interact:

www.signify.com/de-at

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WINTERGROUPCOM

WINTERGROUPGMBHGewerbestraße , AT- Hof am Leithaberge, + () , office@wintergroup.com

27

PALETTEN|HACKGUT|LOGISTIK|MÖBEL


Neue Cobot-Familie kombiniert

hohe Geschwindigkeit und

höhere Traglasten

Intralogistik

ABB Robotics verbindet die Flexibilität von Cobots mit höheren Traglasten und gesteigerter Performance:

Mit der Einführung von PoWa bringt das Unternehmen eine neue Cobot-Familie auf den

schnell wachsenden globalen Markt für kollaborative Robotik, der nach Schätzungen von ABB Robotics

bis 2028 jährlich um 20 Prozent wachsen wird.

Foto: ABB Robotics

„Der Markt für Cobots wächst deutlich

schneller als der für herkömmliche Industrieroboter

– befeuert durch die Nachfrage

sowohl von kleinen und mittelständischen

Unternehmen, die ihre Automatisierungsreise

beginnen, als auch von großen Industrieunternehmen“,

betont Andrea Cassoni,

Leiter Kollaborative Roboter bei ABB

Robotics. „Diese Kunden wünschen sich

höhere Geschwindigkeiten und Traglasten,

aber auch eine einfachere Bedienung

und kompakte Ausführungen. Und: Etablierte

Hersteller möchten Anwendungen

mit höheren Lasten und schnellen Taktzeiten

automatisieren – ohne die Komplexität

herkömmlicher Industrieroboter.

Wir erfüllen diese Anforderungen nun mit

der weltweiten Markteinführung unserer

ultraschnellen Cobot-Familie PoWa – ein

Name, der für leistungsstarke, industrielle

Performance in einer kompakten kollaborativen

Roboterausführung steht.“

Die neue PoWa-Familie schließt eine seit

Langem bestehende Marktlücke: zwischen

klassischen Cobots, denen häufig

die für industrielle Anwendungen notwendige

Geschwindigkeit und Traglast fehlen,

und herkömmlichen Industrierobotern,

die für hochspezialisierte, groß angelegte

Automatisierungsumgebungen konzipiert

sind und damit oft über die Anforderungen

kollaborativer Anwendungen hinausgehen.

PoWa erweitert das umfassende Cobot-Portfolio

von ABB Robotics um industrielle

Leistungsmerkmale, darunter sechs

Traglastklassen von 7 bis 30 Kilogramm,

die größte Reichweite und höchste zusätzliche

Armlast sowie eine führende Spitzengeschwindigkeit

von bis zu 5,8 m/s.*

PoWa wurde speziell für kompakte Umgebungen

entwickelt und eignet sich ideal für

Anwendungen wie die Hochgeschwindigkeits-Maschinenbeladung,

Palettier- und

Schraubprozesse sowie das Lichtbogenschweißen.

Damit ermöglicht der Cobot

Herstellern die Automatisierung schnellerer

Prozesse mit höheren Lasten, während

die charakteristischen Vorteile kollaborativer

Robotik – Flexibilität, einfache

Bedienung und geringer Platzbedarf – erhalten

bleiben.

PoWa-Cobots sind dank programmierbarer

Tasten an der armseitigen Schnittstelle

und No-Code-Programmierung besonders

einfach zu bedienen und mit einem

umfangreichen Ökosystem an Zubehör

von Drittanbietern kompatibel. Sie sind

zudem innerhalb einer Stunde einsatzbereit

und ermöglichen nahtloses Plug-and-

Play mit einer Vielzahl von Tools, wobei sie

Konnektivität und Leistung auf industriellem

Niveau mit der Flexibilität kollaborativer

Robotik verbinden.

Angetrieben von der ABB-Steuerungsplattform

OmniCore bieten die neuen

PoWa-Cobots eine erstklassige Bewegungssteuerung

sowie eine hohe Geschwindigkeit

und Präzision. Sie lassen sich

in die wachsende Palette an KI-gestützter

Software von ABB Robotics integrieren –

darunter RobotStudio® und Wizard Easy

Programming, die eine intuitive Programmierung,

schnelle Inbetriebnahme und

maximale Betriebszeit ermöglichen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Vision

von ABB Robotics für autonome und vielseitige

Robotik („Autonomous Versatile

Robotics“, kurz AVR) ist es, kollaborative

Roboter in die Lage zu versetzen, mehr

Aufgaben an mehr Orten zu übernehmen

– schneller, sicherer und intelligenter. Mit

der Entwicklung einer neuen Generation

intelligenter, flexibler und anpassungsfähiger

kollaborativer Roboter erweitert ABB

Robotics deren Fähigkeit, selbstständig zu

lernen, zu verstehen und zu planen, und

verleiht ihnen damit ein neues Maß an Autonomie

und Vielseitigkeit.

[pl]

28

Mit der neuen Cobot-Familie

PoWa schließt ABB Robotics

die Lücke zwischen klassischen

Cobots und herkömmlichen

Industrierobotern. Damit können

Hersteller schnellere Prozesse mit

höheren Lasten automatisieren



Termintreue bei

jedem Wetter

Intralogistik

Fotos: voestalpine Krems Finaltechnik GmbH

Harz, Halberstadt, Hochregal. Der Blick über das neue Hochregallager reicht bis zur markanten

Halberstädter Turmsilhouette und dem mythenumwobenen Brockengipfel.

Beim Bau des Hochregallagers für das Global Parts Center Halberstadt hat die voestalpine Krems Finaltechnik

einmal mehr ihre logistische und planerische Stärke bewiesen. In enger Zusammenarbeit

mit dem Systemintegrator Körber Supply Chain GmbH entstand im Vorharzgebiet ein neuer 40-Meter-Regalbau

in gewohnter Termintreue – trotz teils widrigster Wetterverhältnisse.

Der Harz ist nicht das größte der

deutschen Mittelgebirge, aber

mit dem mythenumwobenen

Brocken sicher eines der Bekannteren.

Seiner Gipfelhöhe hat das in Sichtweite

entstandene Hochregallager der Daimler

Truck AG nichts entgegenzusetzen,

trotzdem nimmt es eine markante Position

im Vorharzgebiet ein.

Hochregallager Daimler Truck AG, Halberstadt,

Deutschland – Fakten

• Standort Halberstadt, Sachsen-Anhalt,

Deutschland

• Einfachtiefes Linienlager in Silobauweise

mit 79.344 Paletten-Stellplätzen

• Maße: (L/B/H) 106/101/40 Meter

• 21 Gassen mit Regalbediengeräten

Landmarke für Logistik. „Für die Region

stellt das Logistik-Center mit unserem

Hochregalbau ein echtes Leuchtturmprojekt

dar“, ist sich Michael Misek, Projektleiter

der voestalpine Krems Finaltechnik,

sicher. „Wir sind daher sehr stolz, gemeinsam

mit dem Systemintegrator Körber

Supply Chain GmbH an diesem Großprojekt

mitgearbeitet zu haben.“ Das Global

Parts Center in Halberstadt erweitert das

Selbstbild der Stadt vom „Tor zum Harz“

zum Schlüssel zur Welt. Denn bereits seit

Ende 2025 sichert es den globalen Ersatzteilnachschub

für Nutzfahrzeuge.

Von Halberstadt werden nun 20 Logistikzentren

in aller Welt beliefert. „Das Hochregallager

trägt mit seinen fast 80.000

Gitterbox-Stellplätzen zur Erfüllung dieser

herausfordernden Aufgabe bei und

wirkt mit seiner Höhe von fast 40 Metern

als Landmarke dieses Standorts“, unterstreicht

Misek.

Sichere Gründung. Für den Bau dieses

weithin sichtbaren Lagers am Halberstädter

Ortseingang hat der Hochregal-Spezialist

aus dem österreichischen Krems 4.100

Tonnen Stahl eingesetzt. Ein Gewicht, das

nach gründlicher statischer Planung und sicherer

Fundamentierung verlangt; der Baugrund

wurde daher mit 3.000 Bohrpfählen

gesichert. Die geologischen Bedingungen

für die Gründung des Gebäudes seien herausfordernd

gewesen, bestätigt die Projektleitung

der voestalpine Krems Finaltechnik

GmbH.

Wildes Wetter. Welchen wichtigen Faktor

gegenseitiges Vertrauen und enge Zusammenarbeit

bei solchen Großprojekten darstellen,

erwies sich im Januar letzten Jahres,

als die Wettersituation im Nordharzgebiet

die weitere Errichtung des Hochregallagers

eine Zeitlang unmöglich machte: 22

Schlechtwettertage verzögerten die Weiter-

30


führung von Bau- und Montagearbeiten innerhalb des straff bemessenen

Zeitkorridors. Eine Situation, in der sich die große Erfahrung

des Teams der voestalpine Krems Finaltechnik und ihre

enge Kooperation mit Körber Supply Chain GmbH bewährten:

„Durch eine hervorragende Arbeitsorganisation und optimierte

Lieferlogistik konnten wir 10 Tage, also nahezu die Hälfte dieses

wetterbedingten Zeitverlusts, wieder hereinholen“, berichtet das

voestalpine-Tochterunternehmen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Kooperation

des Hochregalspezialisten voestalpine Krems Finaltechnik mit

dem Systemintegrator und allen weiteren beteiligten Unternehmen

hat eine der Grundlagen für die pünktliche Inbetriebnahme

des Global Parts Center der Daimler Truck AG gesichert. Von den

Lager- und Versandflächen in Halberstadt konnten bereits Ende

letzten Jahres Lieferungen an Logistikzentren in Europa, der Türkei,

Brasilien, China und in anderen Ländern herausgehen, die ihrerseits

die Ersatzteilversorgung von rund 3.000 regionalen Fahrzeughändlern

sicherstellen. Wie voestalpine-Projektleiter Michael

Misek betont, könne man einmal mehr stolz sein auf die perfekte

Logistik, die optimierte Zusammenarbeit und die sichere Umsetzung

bei der Errichtung des Halberstädter Hochregallagers.

Kurzprofil. Die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH ist ein Unternehmen

des voestalpine-Konzerns (Metal Forming Division)

mit Sitz in Krems, Niederösterreich. Die über 250 Mitarbeiter:innen

erzielten im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 131,2

Millionen Euro. Der Spezialist für Hochregallager und Straßensicherheit

vereint am Standort Krems Profilentwicklung und -erzeugung

sowie Weiterverarbeitung bis zur schlüsselfertigen Lösung.

Nachhaltige Logistik im Einklang mit der Landschaft. 4.100 t Stahl

vom Vorreiter nachhaltiger Stahlerzeugung, dem Stahl- und Technologiekonzern

voestalpine, sind im Hochregallager verbaut

Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern

mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz.

Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund

500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern

auf allen fünf Kontinenten. Der voestalpine-Konzern notiert

seit 1995 an der Wiener Börse. Mit seinen Premium-Produkt- und

Systemlösungen zählt er zu den führenden Partnern der Automobil-

und Maschinenbauindustrie sowie der Luftfahrt- und Energieindustrie

und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen

und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt

sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel

einen klaren Plan zur Transformation der Stahlproduktion.

Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte der Konzern bei einem Umsatz

von 15,7 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,3

Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 49.700 Mitarbeiter:innen.

[pl]

31


Sichere und ergonomische

Abläufe in der Flurfördertechnik

Intralogistik

Um Unternehmen bei der Gestaltung sichererer und effizienterer Arbeitsabläufe zu unterstützen,

stellte Toyota Material Handling auf der LogiMAT 2026 ein neues Assistenzsystem zur Bedienererkennung

vor. Aber das war bei weitem nicht die einzige Neuvorstellung: Auch die nächste Generation des

Traigo80 feierte in Stuttgart Premiere.

Operator Detection Assist (ODA) ist

eine intelligente, optionale Sicherheitsfunktion

für Toyotas Elektro-Nieder-

und Hochhubwagen. Durch

die Kombination aus moderner Sensortechnologie

und Echtzeitreaktionen des

Mitgängergeräts trägt das System dazu

bei, die Füße der Bediener zu schützen,

Fehlbedienungen zu reduzieren und eine

kontrollierte Handhabung im täglichen

Einsatz zu gewährleisten.

Für Sicherheit entwickelt – für Vertrauen

konzipiert. Moderne Lager erfordern gleichermaßen

Geschwindigkeit und Präzision.

In dynamischen Logistikumgebungen

mit hoher Betriebsdichte, engen Fahrwegen

und schweren Lasten hat Sicherheit

daher oberste Priorität.

Das Assistenzsystem Operator Detection

Assist (ODA) erweitert die Mitgängergeräte

von Toyota Material Handling um eine

zusätzliche, proaktive Sicherheitsebene.

Es überwacht kontinuierlich die Position

des Bedieners und passt bei potenziell kritischen

Situationen automatisch die Geschwindigkeit

des Geräts an – Zielsetzung

ist, Unfälle bereits im Ansatz zu vermeiden.

„Mit Operator Detection Assist setzen

wir neue Maßstäbe für das, was Kunden

von unseren Deichselgeräten erwarten

können“, erklärt Jimmy Henrard, Product

Manager Safety Solutions bei Toyota Material

Handling Europe. „Unser Ziel ist es,

Geräte zu entwickeln, die Bediener aktiv

unterstützen und nicht nur auf sie reagieren.

Durch die kontinuierliche Überwachung

von Steuerungsimpulsen, Position

und Fahrzeugbewegungen passt ODA

die Leistung intelligent an und ermöglicht

so reibungslosere und sicherere Abläufe

in allen Einsatzbereichen. Genau in diese

Richtung entwickeln wir uns – hin zu adaptiven

Technologien, die unseren Kunden

klare Vorteile bei Sicherheit, Bedienkomfort

und Produktivität bieten.“

Die intelligente Unterstützung sorgt für

gleichmäßigere Arbeitsabläufe und reduziert

das Risiko von Arbeitsunfällen. Bediener

profitieren von einem Flurförderzeug,

Das Assistenzsystem Operator Detection Assist (ODA) überwacht kontinuierlich

die Position des Bedieners und passt bei potenziell kritischen Situationen

automatisch die Geschwindigkeit des Geräts an

das aktives Sicherheitsverhalten unterstützt

– etwa beim Manövrieren in schmalen

Gängen oder in stark frequentierten

Verladebereichen.

Sicherheit in jeder Bewegung. Im Zentrum

von ODA steht eine intelligente Sensorik,

die kontinuierlich die Position des

Bedieners relativ zum Mitgängergerät erfasst.

Befindet sich der Bediener vor dem

Flurförderzeug, erkennt das System seine

Position innerhalb definierter Sicherheitszonen

und passt Geschwindigkeit,

Beschleunigung sowie Bremsverhalten

automatisch an. Dadurch wird die kinetische

Energie reduziert und das Risiko von

Fußverletzungen deutlich verringert.

Das System arbeitet mit drei klar definierten

Zonen:

• Rote Zone – Stoppbereich, in dem das

Flurförderzeug sofort anhält

• Dunkelgrüne Zone – reduzierte Fahrgeschwindigkeit

• Hellgrüne Zone – reduzierte Beschleunigung

und deckt alle übrigen

Bereiche ab

Gemeinsam bilden diese Zonen ein dynamisches

Sicherheitskonzept, das den Bediener

bei jeder Bewegung unterstützt.

Bei Kurvenfahrten aktiviert der Lenkwinkel

automatisch einen sogenannten

Soft Mode, der Geschwindigkeit und Beschleunigung

reduziert. Dadurch bleibt

das Flurförderzeug auch in Kurven jederzeit

kontrollierbar. Sämtliche Anpassungen

erfolgen automatisch und ohne

zusätzliche Bedienhandlungen, sodass

die Produktivität im Arbeitsalltag erhalten

bleibt.

Für längere Wegstrecken steht zudem ein

Transportmodus zur Verfügung. Dieser

deaktiviert vorübergehend ausgewählte

Funktionen, um längere Gehstrecken

ohne unnötige Eingriffe zu ermöglichen.

Sobald sich die Geschwindigkeit des Geräts

verändert, werden die Sicherheitszonen

automatisch wieder aktiviert.

Anpassbar an individuelle Anforderungen.

Da jeder Betrieb unterschiedliche

Anforderungen stellt, lässt sich ODA flexibel

konfigurieren. So können Unternehmen

beispielsweise die Länge der Stopp-

32


Fotos: Toyota Material Handling

zone oder weitere Betriebsparameter an

ihre spezifischen Arbeitsabläufe und Sicherheitsrichtlinien

anpassen.

Auf diese Weise kann das Assistenzsystem

optimal auf die jeweilige Lagerumgebung

abgestimmt werden – ohne Kompromisse

bei Leistung oder Produktivität.

Ein intelligenter Schritt zu mehr Sicherheit.

Mit Operator Detection Assist erhalten

Unternehmen mehr als nur eine zusätzliche

Sicherheitsfunktion. Das System unterstützt

sie dabei, sichere, effiziente und bedienerfreundliche

Arbeitsplätze zu gestalten.

Durch vorausschauende Sensorik und automatische

Reaktionen trägt ODA dazu bei,

Risiken zu minimieren, Fehlbedienungen zu

vermeiden und eine gleichmäßige Handhabung

der Geräte im täglichen Einsatz sicherzustellen.

Das Assistenzsystem von Toyota Material

Handling ist damit ein weiterer Schritt hin zu

noch sichereren Arbeitsumgebungen beim

Einsatz von Niederhub- und Hochhubwagen

mit Deichsel.

Neue Maßstäbe im Schwerlastsegment.

Mit dem Toyota Traigo80 stellte Toyota Material

Handling auf der LogiMAT eine neue

Generation elektrischer Gegengewichtsstapler

für anspruchsvolle Schwerlastanwendungen

vor. Der Traigo80 wurde für intensive

Einsätze in unterschiedlichen Umgebungen

konzipiert. Die Baureihe ist in fünf Varianten

erhältlich – wahlweise mit 80-Volt-Batterie

oder als High-Performance-Version mit

90-Volt-Batterie. Für maximale Flexibilität

stehen sowohl ein Standard- als auch ein

kompaktes Chassis zur Verfügung.

Je nach Modell variieren die Lastschwerpunkte

zwischen 500 mm und 600 mm

und tragen so entscheidend zu Stabilität

und sicherer Hubleistung bei. Optisch folgt

der Traigo80 dem modernen Design der

Traigo-Familie, das bereits beim Toyota Traigo_i

mit renommierten Auszeichnungen wie

dem German Design Award und dem Red

Dot Award prämiert wurde. Seine Stärken

Bei der Entwicklung

der Traigo80-Serie

stand der Fahrer

im Mittelpunkt.

Ein entkoppelter

Fahrerarbeitsplatz

reduziert Vibrationen

und Geräuschbelastung

spürbar

spielt der Elektrostapler insbesondere in

anspruchsvollen Branchen wie der Getränkeindustrie

aus, wo hohe Umschlagleistungen

und zuverlässiger Dauerbetrieb gefragt

sind.

„In vielen Einsatzbereichen – etwa in der Getränkeindustrie,

der Baustoffbranche oder

in der Logistik – sind leistungsstarke und

gleichzeitig emissionsfreie Stapler heute

unverzichtbar. Besonders im Tragfähigkeitssegment

von 3,5 bis 5 Tonnen zeigt sich, wie

hoch die Anforderungen unserer Kunden

sind. Mit dem Toyota Traigo80 bieten wir

dafür eine leistungsfähige und effiziente Lösung“,

erklärt Mag. Oskar Zettl, Geschäftsführer

Toyota Material Handling Austria.

Flexible Energielösungen für jede Anwendung.

Der Traigo80 ist mit unterschiedlichen

Energieoptionen erhältlich – Lithium-Ionen-Batterie,

Blei-Säure-Batterie

oder Brennstoffzelle – und deckt damit sowohl

gelegentliche als auch intensive Einsatzprofile

ab.

Bereits die 80-Volt-Variante überzeugt

durch einen energieeffizienten Betrieb und

Der Traigo80 ist mit

unterschiedlichen

Energieoptionen

erhältlich – Lithium-Ionen-Batterie,

Blei-Säure-Batterie

oder Brennstoffzelle

– und deckt damit

sowohl gelegentliche

als auch intensive

Einsatzprofile ab

eignet sich ideal für hochfrequente Anwendungen.

Die optionale High-Performance-Version

mit 90 Volt bietet darüber hinaus

ein höheres Drehmoment, Fahrgeschwindigkeiten

von bis zu 20 km/h sowie einen

verbesserten Schutz gegen Staub und Wasser

(IP54).

Zusätzlich ermöglicht sie bis zu 30 % höhere

Hubgeschwindigkeiten, bessere Rampenleistung

und bis zu 12 % Energieeinsparung

im Vergleich zu vorherigen Modellen.

„In der Intralogistik entsteht echte Leistung

aus der Balance zwischen Kraft und Kontrolle.

Der Traigo80 vereint beides – mit präziser

Steuerung, moderner Technologie und

einem durchdachten Design bis ins Detail“,

betont Oskar Zettl.

Komfort, Ergonomie und Sicherheit im Fokus.

Bei der Entwicklung der Traigo80-Serie

stand der Fahrer im Mittelpunkt. Ein

entkoppelter Fahrerarbeitsplatz reduziert

Vibrationen und Geräuschbelastung spürbar.

Sanftes, regeneratives Bremsen und

Beschleunigen sowie eine ausgezeichnete

Rundumsicht unterstützen ein präzises und

komfortables Arbeiten.

Auch Wartung und Service wurden vereinfacht:

Wichtige Komponenten sind über

eine leicht zugängliche Klappe am Kontergewicht

schnell erreichbar.

Der Stapler lässt sich zudem individuell

konfigurieren, etwa mit einem interaktiven

Farb-Touchscreen, einer neuen Armlehne

mit verschiedenen Bedienoptionen oder einem

Glasdach für bessere Sicht und zusätzliche

Sicherheit.

Für ein hohes Sicherheitsniveau sorgen das

System für aktive Stabilität (SAS), ein Batterietür-Sensor

sowie optionale Assistenzsysteme

wie SEnS+, Hinderniserkennung,

Rückfahrkamera und intelligente Beleuchtung.

[pl]

33


all about automation

feiert Premiere in Wels

Mit der ersten all about automation

in Wels bringt der Veranstalter

Easyfairs am 20. und 21. Mai 2026

sein erfolgreiches Messekonzept

erstmals nach Österreich. Die Fachmesse

für Industrieautomation, Robotik

und Digitalisierung startet in

der Messe Wels direkt mit einer vollständig

ausgebuchten Halle 22 und

270 Ausstellern. In dieser Größenordnung

war das Thema Automation

in Österreich seit Jahren nicht mehr

auf einer Fachmesse vertreten.

all about automation

Die all about automation ist eine

etablierte Messereihe in Deutschland

und der Schweiz und gilt als

erfolgreichstes regionales Messeformat

für Automatisierung. Mit der Premiere

in Wels entsteht nun auch in Österreich

eine Plattform, die die gesamte Bandbreite

moderner Automatisierungslösungen

kompakt und praxisnah abbildet

– von Komponenten und Systemen über

Software bis hin zu Engineering- und Integrationsleistungen.

Dabei präsentieren

internationale und österreichische Technologieanbieter

ebenso wie Systemintegratoren,

Engineeringbüros und

spezialisierte Umsetzungspartner ihr Angebot

und ihre Lösungen.

Ein besonderes Merkmal der all about

automation ist das kompakte Messekonzept:

übersichtlich, mit kurzen Wegen

und einer persönlichen Atmosphäre. Alle

Aussteller präsentieren sich in einem

einheitlichen Standkonzept und auf vergleichbaren

Flächen. So entstehen Gespräche

auf Augenhöhe und ein direkter

all about automation Wels

Termin: 20. bis 21. Mai 2026

Ort: Messe Wels, Halle 22

Zeiten: Mi.: 9 bis 17 Uhr

Do.: 9 bis 16 Uhr

Veranst.: Easy Fairs Deutschland GmbH

Internet: www.automation-wels.at

Auf der all about automation treffen sich Anwender und Entscheider mit Herstellern von

Automatisierungskomponenten und -systemen, Anbietern von Robotiklösungen, Integratoren,

Digitalisierungsexperten, Softwareanbietern, Dienstleistern und Distributoren

Austausch über konkrete Anwendungen

und Projekte – von der Maschinenautomation

bis zur digitalen Vernetzung von

Anlagen.

Messekonzept setzt auf Austausch

statt Inszenierung. Ein zentraler Unterschied

zu klassischen Industriemessen

ist das Konzept der all about automation.

Alle Aussteller präsentieren sich in einem

einheitlichen Systemstandbau und auf

vergleichbaren Flächen. Der Fokus liegt

damit nicht auf der Größe der Stände,

sondern auf den Inhalten, den Lösungen

und den Gesprächen.

Die kompakte Hallenstruktur sorgt für

kurze Wege und eine hohe Übersichtlichkeit.

Besucher finden schnell die für

sie relevanten Anbieter und können sich

gezielt austauschen.

Auch das Servicekonzept ist bewusst auf

Effizienz ausgelegt: Eintritt, Messe-Apps,

Vorträge sowie Snacks und Getränke auf

den Kommunikationsflächen sind im Besuch

enthalten. Auch der Parkplatz am

Messegelände in Wels ist kostenfrei. Ziel

ist ein Messeerlebnis, das sich vollständig

auf Inhalte, Austausch und konkrete

Lösungsfindung konzentriert.

Praxiswissen kompakt: Talk Lounge

mit aktuellen Automationsthemen. Das

Vortragsprogramm auf der Talk Lounge

konzentriert sich inhaltlich auf Themen,

die aktuell viele Unternehmen beschäftigen:

Robotik und flexible Automatisierung,

Automation für kleine und mittlere

Unternehmen, Retrofit bestehender Anlagen,

industrielle Kommunikation sowie

Safety und Security. Ergänzt wird das

Programm durch Beiträge zu Künstlicher

Intelligenz und Maschinellem Lernen,

IIoT und digitaler Transformation sowie

nachhaltiger Automatisierung.

Die Talk Lounge bietet eine kompakte

Orientierung über zentrale Technologietrends

und zeigt anhand konkreter Beispiele,

wie Automatisierungslösungen

heute umgesetzt werden und welchen

Nutzen sie in der Praxis bringen.

Oberösterreich als idealer Standort

für die Automatisierungsplattform. Mit

Wels als Standort positioniert sich die all

about automation gezielt im industriellen

Zentrum Österreichs. Oberösterreich gilt

als führendes Industriebundesland mit

einer starken Basis im Maschinen- und

Anlagenbau, in der Automobilindustrie

34


sowie in der Metall-, Kunststoff- und

Elektrotechnik. Die Messe adressiert genau

diese Zielgruppen und schafft einen

neuen Treffpunkt für Entscheider und

Fachanwender aus der Automatisierung.

Ein zentraler Partner der Messe ist Automate

Upper Austria, die Initiative von

Business Upper Austria, der Standortagentur

des Landes Oberösterreich.

Das Netzwerk bündelt die Automatisierungskompetenz

der Region, vernetzt

Unternehmen, Forschung und Bildung

und unterstützt insbesondere kleine und

mittlere Unternehmen bei der Umsetzung

von Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten.

Im Rahmen der Messe bringt Automate

Upper Austria sein Netzwerk aktiv ein,

wirkt an Programminhalten mit und ist

für Besucher:innen eine wichtige Anlaufstelle

für Kooperationen, Projekte und

Fördermöglichkeiten.

Klare Zielgruppe: Entscheider und

Fachanwender. Die all about automation

in Wels richtet sich an Fach- und

Führungskräfte aus Industrie, Maschinen-

und Anlagenbau sowie aus dem

produzierenden Gewerbe. Angesprochen

sind insbesondere Entwicklungs-,

Das Vortragsprogramm auf der Talk Lounge konzentriert sich inhaltlich auf Themen, die

aktuell viele Unternehmen beschäftigen: Robotik und flexible Automatisierung,

Projekt- und Abteilungsleiter, Automatisierungsingenieure,

Elektroplaner und

Systemintegratoren, die Maschinen und

Anlagen automatisieren, modernisieren

oder digital weiterentwickeln. [pl]

Foto: EasyFairs

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Es ist angerichtet!

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35


Warum offene Systeme Automatisierung

zukunftsfähig machen

Die industrielle Automatisierung befindet sich im Wandel. Produktionsanlagen werden komplexer und

Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit steigen. Gleichzeitig wächst der Druck, bestehende

Systeme weiterzuentwickeln, statt sie grundlegend zu ersetzen. Viele Betriebe arbeiten mit Anlagen,

die über Jahre gewachsen sind. Unterschiedliche Hersteller, verschiedene Steuerungskonzepte und

proprietäre Lösungen prägen den Alltag. Was lange funktioniert hat, wird unter den heutigen Rahmenbedingungen

zunehmend zur Herausforderung.

all about automation

Zentrale Treiber dieser Entwicklung

sind die fortschreitende Digitalisierung,

der Wunsch nach durchgängiger

Vernetzung sowie steigende gesetzliche

und normative Anforderungen

im Bereich Cyber Security. Zusätzlich

verstärken Fachkräftemangel und der

Bedarf, Investitionen langfristig abzusichern,

den Handlungsdruck in vielen

Betrieben. Ein vollständiger Austausch

bestehender Anlagen ist für viele Unternehmen

keine realistische Option.

Vor diesem Hintergrund rücken offene

Automatisierungskonzepte in den Fokus.

Gemeint sind Systeme, die auf standardisierten

Schnittstellen, modularen Strukturen

und erweiterbarer Software basieren.

Sie ermöglichen es, bestehende Anlagen

schrittweise weiterzuentwickeln und

neue Funktionen zu integrieren, ohne

den laufenden Betrieb zu gefährden.

Warum geschlossene Systeme an

Grenzen stoßen. In gewachsenen Anlagen

treffen häufig unterschiedliche

Technologien aufeinander. Müssen Daten

zwischen Maschinen, Steuerungen

und IT-Systemen ausgetauscht werden,

ist zusätzlicher Integrationsaufwand fast

immer unvermeidlich. Fehlende Standards

erfordern spezielle Treiber, individuelle

Anpassungen oder externe Gateways.

Das erhöht Projektlaufzeiten und

erschwert Wartung und Betrieb, insbesondere

in international verteilten Anlagenlandschaften.

Gleichzeitig nimmt der Innovationsdruck

zu. Neue Engineering Werkzeuge, Kommunikationslösungen

oder datenbasierte

Anwendungen lassen sich in geschlossenen

Systemen oft nur eingeschränkt

integrieren. Unternehmen geraten dadurch

in Abhängigkeiten von einzelnen

Herstellern und verlieren an Flexibilität.

Auch die Lieferfähigkeit von Komponenten

wird zunehmend zu einem kritischen

Faktor, wenn Alternativen fehlen oder

Produkte abgekündigt werden.

Was offene Systeme in der Praxis ermöglichen.

Offene Automatisierungskonzepte

entfalten ihren Nutzen besonders

in bestehenden Anlagen. Ziel

ist nicht zwangsläufig, funktionierende

Systeme zu ersetzen, sondern sie gezielt

zu erweitern.

Offenheit ermöglicht eine schrittweise

Modernisierung, bei der Funktionen ergänzt

oder ausgetauscht werden können,

ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Ein zentraler Vorteil liegt im Umgang

mit Daten. Offene Systeme erlauben

es, Informationen aus unterschiedlichen

Quellen zusammenzuführen, zu

visualisieren und weiterzuverarbeiten.

Neben der klassischen Prozesssteuerung

gewinnen Themen wie Zustandsüberwachung,

Analyse und Optimierung

an Bedeutung. Durch standardisierte

Schnittstellen lassen sich solche Anwendungen

integrieren, ohne tief in bestehende

Steuerungslogik einzugreifen.

36

Offene Automatisierungsansätze

ermöglichen

es, vorhandene

Strukturen weiterzuentwickeln,

ohne

einen vollständigen

Austausch von Maschinen

oder Steuerungssystemen

zu

erzwingen. Standardisierte

Schnittstellen

und herstellerunabhängige

Architekturen

schaffen die

Grundlage, um Maschinen,

Fördertechnik

und logistische

Prozesse schrittweise

zu vernetzen und

langfristig flexibel zu

halten


Auch Engineering Prozesse profitieren davon. Unterschiedliche

Werkzeuge können flexibel kombiniert

und Workflows angepasst werden. Das unterstützt

Unternehmen dabei, Projekte effizient umzusetzen,

Fehlerquellen zu reduzieren und Know-how besser

verfügbar zu machen.

Cyber Security als Voraussetzung offener Automatisierung.

Mit zunehmender Vernetzung rückt Cyber

Security stärker in den Mittelpunkt. Produktionsanlagen

sind längst keine abgeschlossenen Systeme

mehr. Sie sind eingebunden in IT-Landschaften,

Cloud-Dienste und externe Service Zugänge. Damit

wächst die Angriffsfläche, während die Anforderungen

an Verfügbarkeit steigen.

Offenheit und Sicherheit werden oft als Gegensätze

wahrgenommen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass

geschlossene Systeme nicht automatisch sicherer

sind. Proprietäre Ansätze erschweren häufig die Integration

zusätzlicher Sicherheitsmechanismen und externer

Lösungen. Offene Architekturen ermöglichen

es dagegen, Security Funktionen strukturiert einzubinden

und laufend weiterzuentwickeln.

Gerade in bestehenden Anlagen ist dieser Ansatz

entscheidend. Sicherheitskonzepte lassen sich

schrittweise integrieren, etwa durch Netzwerksegmentierung,

kontrollierte Zugriffe und transparente

Überwachung, ohne den Betrieb zu stören.

Offenheit als langfristiger Ansatz. Mit offenen Systemen

verändert sich auch die Entwicklung von Automatisierungslösungen.

An die Stelle geschlossener

Systeme treten Plattformen und Ökosysteme, in denen

Hersteller, Integratoren und Anwender zusammenarbeiten.

Hardware und Software werden zur Basis

für Erweiterungen und individuelle Anwendungen.

Für Unternehmen bedeutet das mehr Freiheit bei

der Weiterentwicklung ihrer Anlagen. Funktionen

können ergänzt, Anwendungen angepasst und neue

Anforderungen integriert werden, ohne grundlegende

Entscheidungen zu revidieren. Vor allem aber beschleunigen

offene Systeme die Entwicklungs- und

Innovationszyklen.

Der Blick nach vorne zeigt klar, dass offene, modulare

und erweiterbare Systeme entscheidend dafür sind,

Automatisierung langfristig sicher, wirtschaftlich und

zukunftsfähig zu gestalten.

[pl]

Weidmüller auf der all about automation in Wels

Für Betreiber von Verpackungs- und Logistikanlagen eröffnen offene Softwareplattformen

die Möglichkeit, bestehende Systeme schrittweise zu digitalisieren und datenbasierte

Entscheidungen zu unterstützen

Akku-Umreifungsgeräte für Stahlband

Spanngerät ITA84

Das ITA84 Spanngerät wiegt 4,7kg und erreicht

eine Spannkraft bis zu 13000N. Das Gerät arbeitet

mit einem 18 V Akku

Verpackungstechnik GmbH & Co KG

Friedmanngasse 12/8, 1160 Wien

Fotos: Weidmüller

Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt des Auftritts

von Weidmüller auf der all about automation in Wels

am 20. und 21. Mai 2026. Am Stand 506 in Halle 22 wird

gezeigt, wie offene und vernetzte Automatisierungsansätze

zur Weiterentwicklung bestehender Produktions-,

Verpackungs- und Logistikumgebungen beitragen können.

Ergänzend dazu ist Weidmüller im Vortragsprogramm der

Talk Lounge vertreten. Der Fachvortrag „Innovation ohne

Grenzen: Wie offene Plattformen Automatisierung neu

ermöglichen“ thematisiert den Stellenwert standardisierter

Schnittstellen und flexibler Plattformarchitekturen in der

modernen Automatisierung.“

Das Tool kann in Zusammenhang mit einem manuellen oder pneumatischen

Verschlussgerät, oder für 32mm Band auch mit dem ITA85 Akku-Verschlussgerät

verwendet werden.

Verschlussgerät ITA85

Das ITA85 wiegt 4,5kg und arbeitet mit Hülse

und mittels Doppelkerbung. Das Tool verwendet

ebenfalls einen 18 V Akku.

office@riegler-verpackungstechnik.com

www.riegler-verpackungstechnik.com

+43 1 40 500 35-0

37


Einblicke in die Welt der

Robotik und Automation

Mit den Traglasten 25 und 35

Kilogramm erweitert KUKA das

Portfolio der KR CYBERTECH-Familie

und schließt damit die Lücke

zur mittleren Traglastklasse. Dank

flexibler Montage, einer neu entwickelten

Zentralhand und starker

Performance sind die beiden

Modelle vielseitig einsetzbar.

all about automation

… gibt KUKA. Und das sowohl auf der all about automation Wels als auch am Open Day, an welchem

das Unternehmen seine Türen am Standort Steyregg für alle Interessierten öffnet.

all about automation. Am 20. und 21. Mai

2026 findet Europas erfolgreiche Fachmessenreihe

für Industrieautomation, Robotik

und Digitalisierung erstmals in Wels

statt. KUKA ist als Aussteller vertreten. Interessierte

Besucher finden KUKA am Stand

412 in Halle 22. Vor Ort werden auch Lösungsansätze

für die Verpackungsindustrie

sowie für die Intralogistik präsentiert.

Pick-and-Place. Werkstücke aufnehmen,

positionieren und ablegen – Pickand-Place

ist eine der häufigsten Anwendungen

in der Fertigung. Sie findet

in nahezu jedem Prozess statt. Die Vielfalt

der Roboter-Aufgaben ist demnach

groß, ebenso wie das Automatisierungspotenzial,

das im Bereich Pick-and-Place

steckt. Flexible Industrieroboter von

KUKA mit einer Traglast von bis zu 10 kg

übernehmen diese oftmals monotonen

und repetitiven Aufgaben mit höchster

Präzision und maximaler Geschwindigkeit.

Die Softwarelösungen sind dabei

auf die speziellen Anforderungen von

Pick-and-Place ausgelegt: Sie koordi-

Der KMP 600P eignet sich

besonders um intralogistische

Systeme zu

optimieren. Sie verbessert

Lagerprozesse, erhöht die

Flexibilität der Montagelinien

und macht den

Materialfluss in komplexen

Industrieumgebungen

effizienter

38


niert und synchronisiert etwa das Greifen

und Packen von bis zu 2.000 Teilen

pro Minute durch mehrere Roboter einer

Linie. Das steigert die Produktivität zusätzlich.

Derart automatisierte Prozesse

sparen nicht nur Geld, sie verkürzen zudem

die Produktionszeit.

Am Messestand in Wels zu sehen ist der

KR SCARA. Er ist ein idealer Pick-and-

Place Roboter für die Verpackungsindustrie

und nicht nur dort: Er unterstützt

dort, wo sich Prozesse ständig wiederholen

und die ergonomischen Bedingungen

für Mitarbeitende ungünstig

sind. Das umfasst auch die Automobilindustrie,

die Elektronikbranche sowie die

Lebensmittel- und Pharmaindustrie, die

besonders hohe Anforderungen an Hygiene

und Sicherheit stellen.

AMR-Lösungen aus einer Hand. Mit

seinem AMR-Portfolio bietet KUKA mobile

Plattformen für unterschiedliche

Traglasten ebenso wie mobile Manipulatoren

für Anwendungen wie Kommissionierung,

Maschinenbeladung oder

Pick & Place. Dabei sind autonome mobile

Roboter weit mehr als einfache fahrerlose

Transportsysteme – sie bilden

einen zentralen Bestandteil moderner

Produktionsstrategien und tragen entscheidend

dazu bei, Materialflüsse effizienter,

flexibler und sicherer zu gestalten.

KUKA verbindet dabei jahrzehntelange

Erfahrung in der Industrieautomation

mit modernster Robotiktechnologie und

bringt so Bewegung in die Produktion

von morgen.

In Wels mit dabei ist der KMP 600P – ein

kompakter Allrounder, welcher bis zu

600 Kilogramm transportieren kann und

besonders für enge Produktionsumgebungen

geeignet ist. Der autonome

mobile Roboter (AMR) bietet ein ausgezeichnetes

Preis-Leistungs-Verhältnis

und ermöglicht durch induktives Laden

den 24/7-Betrieb sowie eine verlängerte

Batterielebenszeit.

Der KMP 600P eignet sich besonders

um intralogistische Systeme zu optimieren.

Er verbessert Lagerprozesse, erhöht

die Flexibilität der Montagelinien und

macht den Materialfluss in komplexen

Industrieumgebungen effizienter. Da

die Plattform VDA 5050-kompatibel

ist, lässt sie sich einfach und schnell in

jede bestehende Produktion integrieren.

Dabei zeigt sie ihre Stärken durch ihre

kompakten Maße von 980 x 686 x 270

mm und flexible Beweglichkeit dank Differential-Antriebstechnologie:

Sie kann

nicht nur vorwärts und rückwärts fahren,

Am 18. Juni 2026 öffnet der KUKA Standort in Steyregg seine Türen und ermöglicht

Einblicke in die Welt der Robotik und Automatisierung.

sondern auch auf der Stelle drehen sowie

Kurven mit einem definierten Radius

nehmen. KUKA setzt auf eine Navigation

mit der SLAM-METHODE, welche sich

hervorragend für eine autonome Steuerung

eignet. Bei Bedarf kann auf eine

hybride Navigation mittels QR-Codes

am Boden umgeschaltet werden. Gerade

wenn sich Umgebungsbedingungen

stark verändern, ist diese Methode effektiv.

Aber nicht zuletzt sollte man die Möglichkeit

nutzen, um mit dem KUKA Team

am Stand 412 ins Gespräch zu kommen

und sich über aktuelle sowie geplante

Automatisierungsprojekte auszutauschen.

[pl]

Fotos: KUKA Group

Open Day @KUKA

Am 18. Juni 2026 öffnet der KUKA Standort in Steyregg seine Türen und ermöglicht Einblicke in die Welt

der Robotik und Automatisierung. Alle Besucher:innen sind willkommen, ob sie nun beruflich nach Automatisierungslösungen

suchen, Inspiration für ihr Unternehmen mitnehmen möchten oder mit der Familie

einen spannenden Tag voller Innovation verbringen wollen.

Angesprochen sind Neueinsteiger:innen ebenso wie erfahrene Anwender:innen. Gezeigt werden reale

Automatisierungsprozesse und typische Anwendungen, wie sie insbesondere in kleinen und mittleren

Unternehmen zum Einsatz kommen.

Robotik kann dabei auch aktiv erlebt werden: Besucher:innen können einen Roboter beim „Vier Gewinnt“

herausfordern oder gemeinsam mit einem KR Agilus ein Robotik‐Labyrinth lösen. Ergänzt wird das Programm

durch den Vortrag „Eintauchen in die Welt der Industrierobotik“, der Einblicke in den aktuellen Einsatz moderner

Robotik gibt und aufzeigt, welche Rolle Industrierobotik heute in verschiedensten Branchen spielt.

Um besser planen zu können, bittet KUKA alle Interessierten, sich vorab für den Open Day anzumelden.

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Alle Infos: go.kuka.com/openday26

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