Pack & Log 04/2026
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Ausgabe 04/2026
PACK & LOG
Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik
Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling
Nr.: 148, 16. Jahrgang
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Aktuell
„Die KI ist kein professioneller
Designer!“
s.10
Intralogistik
Mehr Schatten als Licht in
der Intralogistikbranche
s.20
all about automation
Einblicke in die Welt der
Robotik und Automation
s.38
Ich bin ein Kreis.
In der Kreislaufwirtschaft muss man manchmal
um die Ecke denken. Wir entwickeln nachhaltige
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Außenansichten
Absichtlich unvollkommen oder auch
schlicht HUMANMADE ist 2026 der
Megatrend in vielen Branchen.
In einer Zeit, in der KI-generierte, glattgebügelte
Bilder und standardisierte Texte
das Netz fluten, wächst das Bedürfnis nach
dem „menschlichen Touch“, nach Authentizität.
HUMANMADE wird, als Gegenbewegung
zur KI-Entwicklung, zum Qualitätsmerkmal
und Basis für Glaubwürdigkeit.
In der Bildbearbeitung fängt man an,
KI-Bilder bewusst zu „stören“, Makel, Texturen
oder Unschärfen einzufügen, um
den künstlichen, unglaubwürdig-perfekten
Look zu brechen. In der App Canva
können Nutzer Grafiken und Layouts
erstellen und dabei auf viele Vorlagen
zurückgreifen. Letztes Jahr wurde besonders
häufig nach Vorlagen mit dem „unvollkommenen
Charme handgemachter Kreativität“
gesucht. KI als Hilfsmittel ist zwar
durchaus willkommen – aber nicht als Stilmittel.
(vgl. sueddeutsche.de)
Auch in der Mode zeigt sich der Wunsch
nach „Menschlichkeit“. In vielen Kollektionen
schlabbern derzeit Hosen und andere
Kleidungsstücke zu groß, ausgeleiert oder
schief um die Models herum, die mit betont
verwuschelten Haaren über den Laufsteg
schlendern. Träger rutschen zufällig herunter
und Säume schlampig nach oben,
denn totale Perfektion ist out, das Unvollkommene
ist angesagt. Auch in der Mode
soll es ganz bewusst „menscheln“, und
Imperfektionismus hat den entscheidenden
Charmefaktor.
Im Innendesign entdeckt man gerade
unperfekte Schönheit in rauen Stoffen,
unregelmäßigen Strukturen und asymmetrischen
Formen. Dazu passt die Wiederentdeckung
von Kintsugi – die japanische
Kunst, zerbrochene Keramik mit speziellem
Lack und Goldpulver zu reparieren.
Anstatt Brüche zu verstecken, werden sie
betont, um die Geschichte des Objekts zu
veranschaulichen. Die Kunst verkörpert
eine Philosophie, die Schönheit gerade
im Unvollkommenen, Vergänglichen und
Reparierten sieht.
Je mehr die KI in die verschiedenen
Arbeits- und Lebensbereiche vordringt,
desto größer wird das Bedürfnis nach
von Manfred Meixner
Echtheit. 2025 wurde in Großbritannien
ein Start-up für ein „Bücher-Biosiegel“
gegründet. Die Idee: Die Kennzeichnung
von literarischen Werken mit dem „Organic
Literature Stamp“, um echte menschliche
Literatur zu zertifizieren und so eine klare
Abgrenzung zur wachsenden KI-Literatur
vorzunehmen.
Auch der Tech-Konzern Apple springt auf
die Trendwelle auf und lässt 2025 in seiner
iPhone-Weihnachtskampagne die singenden
Tieren im Wald von echten Puppenspielern
darstellen. Die Tiere im Retro-
Style singen ihr Lied über Freundschaft in
echten Kulissen, in einem echt verschneiten
Wald. Gefilmt wird quasi „von Hand“,
direkt mit dem beworbenen iPhone – eben
HANDMADE.
KI sorgt mittlerweile dafür, dass unzählige
Social Media Feeds voller Inhalte sind, die
auf den ersten Blick perfekt aussehen. Zu
perfekt. Bilder, Videos und Stimmen lassen
sich heute in einer Qualität erzeugen, die
kaum noch von echten Aufnahmen zu
unterscheiden sind. Darüber hinaus überschwemmt
KI-Müll (im Fachjargon„AI Slop“
genannt) das Internet. Von Videos – trampolinspringende
Kaninchenrudel, intellektuell
philosophierende Babys, Hunde, die
versiert den Haushalt managen, … – über
unbrauchbare Kochrezepte, unrealistische
Lifestyle- und Ernährungstipps bis hin zu
perfekt gefakten Promi-Schnappschüssen.
Die AI-Slop-Liste ließe sich hier endlos verlängern.
Somit zeigt sich: Echtheit ist kein
Automatismus mehr. Perfektion beweist
nichts. Vertrauen wird zum eigentlichen
Maßstab. Und je perfekter die KI-Ergebnisse
werden, desto größer offensichtlich
die menschliche Sehnsucht nach charmanter
Unvollkommenheit.
m.meixner@packundlog.at
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von Gernot Rath
Liebe Leser:innen, als die Dampfmaschine aufkam und
mit ihr ein neues Zeitalter anbrach, staunten die Menschen
wohl ebenso wie im Angesicht der Möglichkeiten
der KI – auch die Angst davor war nicht kleiner. Heute würde
die Dampfmaschine jedenfalls völlig autonom – inklusive KI
– durch die Gegend walzen. Aber aus irgendeinem Grund ist
Dampf als Antriebskonzept aus der Mode gekommen. Was
alles in Mode ist, kann man in Wels auf der Österreich Premiere
der All About Automation sehen. Pack & Log berichtet
ab S. 34. Spannung in der österreichischen Messelandschaft
ist jedenfalls garantiert, wechselt doch die SMART Automation
nächstes Jahr erstmals vom Design Center Linz nach Wels …
Innenansichten
Aber bleiben wir noch kurz bei der KI: Ihre zahlreichen Möglichkeiten
verleiten auch dazu Dinge zu tun, an die man früher
gar nicht gedacht hätte, wie z.B. Etiketten selber zu designen.
Allerdings ganz so einfach ist es nicht, denn die KI ist kein professioneller
Designer und es gehört mehr dazu, als nur ein hübsches
Motiv am Bildschirm zu entwerfen (S.10f.).
Unter Druck steht die heimische Wellpappenindustrie.
Nachdem eine Krise die andere jagt, kommt man auch 2026
nicht auf einen grünen Zweig. Der Grund liegt weniger im
Absatz – die Nachfrage ist stabil – sondern in den hohen
Kosten, wie im Rahmen der Jahrespressekonferenz zu hören
war. Mehr auf S. 16f..
Ebenfalls unter Druck steht die Intralogistikbranche (aber
welche Branche ist das derzeit nicht?). Schwache Nachfrage
in Schlüsselbranchen und Investitionszurückhaltung bremsen
die Fördertechnik- und Intralogistikhersteller in Deutschland
aus. Produktionsvolumen und Exporte sinken 2025. Für
2026 ist noch keine Trendwende in Sicht (S. 20). In diesem
Kontext agiert zwangsläufig auch der Österreichische Logistik-Tag
2026. Unter dem Leitthema „Im Umbruch agieren“
rückt die Veranstaltung jene Frage in den Mittelpunkt, die derzeit
viele Unternehmen umtreibt: Wie lässt sich in einer Welt
wachsender Unsicherheit nicht nur bestehen, sondern aktiv
gestalten? Mehr dazu auf S. 24f. Aber nichtsdestotrotz zeigt
sich die Branche hochinnovativ und blickt optimistisch in die
Zukunft, denn eines ist allen klar: Automatisierte Systeme sind
die Zukunft … (S. 26 - 33)
g.rath@packundlog.at
>
>
> 04/26 INHALT
Recycling
Spatenstich für
Sort4cycle
Innovative Pressentechnologie
als Erfolgsfaktor
s.6
s.8
Aktuell
Mehrweg mit Mehrwert: Die ID
für nachhaltige Kreisläufe
Wellpappe-Industrie kämpft mit
Kostendruck und Krisenfolgen
Papier
Eiscreme trifft auf
Barrierepapiere
Papierlösung für
Süßigkeiten
s.14
s.16
s.18
s.19
Vernetztes Licht für
Lösungen von morgen
Vertrauen Sie dem
Weltmarktführer für Beleuchtung
Intralogistik
Im Umbruch
agieren
Planbare Autonomie und
Real-Time-Fahrkursänderung
s.24
s.26
all about automation
all about automation feiert
Premiere in Wels
Warum offene Systeme Automatisierung
zukunftsfähig machen
Einblicke in die Welt der
Robotik und Automation
s.34
s.36
s.38
Firmen & Partner
Impressum
s.40
s.43
Spatenstich für Sort4cycle
Am Standort der Kunststoffsortieranlage
TriPlast realisieren die Altstoff
Recycling Austria AG (ARA),
Bernegger und Der Grüne Punkt ihr
neues Werk „Sort4cycle“ – ein europaweit
einzigartiges Leuchtturmprojekt
für die Zukunft der Kreislaufwirtschaft.
Dort werden durch den
Prozess UPCYCLE künftig bis zu
41.000 Tonnen Kunststoffe pro Jahr
verarbeitet, die bisher überwiegend
nur thermisch verwertet werden
konnten. Damit werden noch mehr
wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten
und Ressourcen geschont.
Ziel ist es, zukünftig Rohstoffe für
kontaktsensitive Verpackungen, z.B.
im Lebensmittelbereich, für mechanisches
und chemisches Recycling
herzustellen.
v.l. Jürgen Secklehner (Geschäftsführer ARAplus), Kurt Bernegger (Geschäftsleitung Bernegger
GmbH) und Denis Völler (Geschäftsführer Der Grüne Punkt) beim Spatenstich für Sort4cycle.
Foto: TriPlast
Recycling
Ab sofort starten die Bauarbeiten
für die hochinnovative Recyclinganlage
Sort4cycle im Ennshafen,
die eine neue Ära für das Kunststoffrecycling
einläutet. In der Anlage kommt das
von der ARA entwickelte und patentierte
Verfahren UPCYCLE zum Einsatz, das es
ermöglicht, Reste aus der Sortierung weiterzuverarbeiten,
die bisher nur thermisch
verwertet werden konnten. Diese Sortierabfälle
galten bis dato aufgrund von Verschmutzung,
Strukturen oder Größe als
nicht recyclingfähig. Sort4cycle gibt ihnen
ab 2027 ein neues Leben im Kreislauf
und leistet damit einen zentralen Beitrag
zur Erreichung der EU Recyclingziele sowie
zur Reduktion fossiler Primärrohstoffe.
Mit einem Investment von mehr als 40
Mio. Euro stärken die Eigentümer:innen
somit gezielt die Rohstoffsouveränität,
Innovationskraft und Versorgungssicherheit
Österreichs und Europas. Die Inbetriebnahme
von Sort4cycle ist Mitte 2027
geplant, wodurch mehr als 20 qualifizierte
Green Jobs in Oberösterreich entstehen.
„Wir arbeiten seit mehr als 30 Jahren
kontinuierlich daran, die Kreislaufwirtschaft
in Österreich weiterzuentwickeln.
Mit Sort4cycle setzen wir einen echten
Meilenstein – nicht nur national, sondern
mit Signalwirkung weit über Österreich
hinaus. Die Anlage ist ein entscheidender
Schritt, um Kunststoffkreisläufe zu schließen
und perspektivisch auch den Einsatz
von Rezyklaten in sensiblen Bereichen
wie Lebensmittelverpackungen vorzubereiten.
Das ist zentral für Klimaschutz,
Ressourcenschonung, europäische Rohstoffunabhängigkeit
und die Resilienz unserer
Wirtschaft“, so ARA Vorstand Thomas
Eck.
Sort4cycle sorgt für innovatives Recycling.
Mit der Eröffnung von TriPlast im
Jahr 2024 setzten ARA, Bernegger und
Der Grüne Punkt einen neuen Maßstab
in der Kunststoffsortierung in Europa.
Die Hightech Sortieranlage verarbeitet
pro Stunde bis zu 20 Tonnen Material
aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben
Tonne – rund 100.000 Tonnen jährlich.
Durch Sort4cycle wird diese Erfolgsgeschichte
konsequent weitergeschrieben
und auf die nächste Innovationsstufe gehoben.
Neben Material aus dem TriPlast
Output können auch zusätzliche Mengen
aus anderen Sortieranlagen bis zu einem
Umfang von 41.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet
werden.
„Sort4cycle macht Oberösterreich einmal
mehr zu einem Innovations Hotspot der
Kreislaufwirtschaft. Die bewusste Errichtung
am TriPlast Standort erlaubt kurze
Transportwege und höchste Effizienz.
Mit zusätzlicher Feinsortierung und Reinigung
schaffen wir die Voraussetzung
für noch präzisere Stofftrennung und
maximale Wertschöpfung aus Abfällen.
Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen
wesentlichen Beitrag zu einer funktionierenden
Kunststoffkreislaufwirtschaft zu
leisten“, sagt Kurt Bernegger, Geschäftsleitung
Bernegger GmbH.
Zwei technologische Säulen von Sort-
4cycle. Sort4cycle vereint zwei voneinander
unabhängige, aber sich ergänzende
Innovationsbereiche: Die sogenannte „Advanced-Scale-Nachsortierung“
und den
weiterentwickelten UPCYCLE-Prozess.
1. Advanced-Scale-Nachsortierung –
KI-basiert & mechanisch Food-Grade-tauglich
Ein zentraler Teil von Sort4cycle ist
eine neuartige, KI-basierte Hochleistungs-Nachsortierung
im industriellen
Maßstab. Diese ermöglicht es,
hochreines Material aus komplexen
Stoffströmen zu gewinnen, das gezielt
für das mechanische Recycling vorbereitet
ist. Sort4cycle schafft damit die
technologische Grundlage für zukünftige
lebensmitteltaugliche Rezyklate
auf mechanischem Weg – ein wahrer
Meilenstein der Kreislaufwirtschaft.
2. UPCYCLE-Prozess – hochwertige
Verwertung bislang nicht recyclingfähiger
Fraktionen
Der zweite zentrale Anlagenbestandteil
ist der UPCYCLE-Prozess in einer
optimierten Ausbaustufe. Dieser fokussiert
auf Kunststofffraktionen, die
aufgrund von Verschmutzung, Materialvielfalt
oder Partikelgröße bislang
großteils der thermischen Verwertung
zugeführt wurden. Durch verbesserte
Prozesse und Materiallenkung wird
deren stoffliche Nutzung deutlich erhöht
– auch als Feedstock für chemisches
Recycling.
[pl]
6
Innovative Pressentechnologie
als Erfolgsfaktor
Recycling
Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft steht mehr denn je im Zentrum globaler Transformationen:
Kreislaufwirtschaft, CO₂-Reduktion, Materialeffizienz und gesetzliche Rahmenbedingungen treiben
die Branche massiv voran. Zudem steigen die Anforderungen an Prozesssicherheit, Automatisierung
und Energieeffizienz. Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind bestimmende Faktoren
in der internationalen Abfall- und Recyclingwirtschaft.
Austropressen übersetzen die Anforderungen
an moderne Pressentechnologie
direkt in Innovationen
– für heterogene Materialströme,
anspruchsvolle Ballenqualitäten, hohe
Durchsatzleistungen und maximale Anlagenverfügbarkeit.
Ein weiterer entscheidender
Faktor ist die Energiebilanz, die
Kosten, Klimaziele und Nachhaltigkeitsberichte
integriert. Denn für ein perfektes
Recycling müssen Materialien effizient,
sauber und transportoptimiert in die
nächsten Prozessstufen gelangen.
Mit Austropressen fertigt Roither Maschinenbau
GmbH aus Seewalchen/Österreich
individuelle Lösungen für Entsorgungsbetriebe,
Industrie und Handel. 100
% Made in Austria für Kunden in rund 100
Ländern weltweit. Der Familienbetrieb mit
seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeiter:innen
bringt innovatives Ressourcenmanagement
mit fundiertem Knowhow,
ausgeprägter Innovationskraft und
einem reibungslosen Service erfolgreich
in die Praxis – passgenau für jeden Einsatz
und jedes Unternehmen.
Austropressen in Action: Insider-Informationen
aus der Praxis
Individueller Einsatz und perfekte Abstimmungen
sind entscheidend für
optimale Ergebnisse im Materialkreislauf.
Die aktuellen Projekte für Recon-T
GmbH, Deutschland, und Cleanaway
GmbH, Österreich, machen deutlich,
wie sehr sich Know-how und Planungssicherheit
im Recyclingmarkt auszahlen.
Sie zeigen auch klar, dass Vertrauen und
Transparenz in der Kooperation entscheiden.
Austropressen und die Vielfalt des Recyclings.
Die zahlreichen gemeinsamen Projekte
in den letzten Jahren und die enge
Abstimmung mit der Recon-T Geschäftsführung
brachten viele kundenspezifische
Adaptionen der Austropressen-Anlagen.
Sie zeigen, welche Bedeutung exakte
Die vollautomatische Schneidkantenpresse Austropressen APK-ES135 ist bei der deutschen
Recon-T GmbH im Einsatz. Sie verfügt über eine Presskraft von 1480 kN, einen
spezifischen Flächendruck von 112 N/cm², eine theoretischen Leistung
von 504 m³/h und ein Füllvolumen von 2,80 m³
Definitionen und Abstimmungen bei Recon-T
haben.
Zuletzt wurden unter anderem folgende
Anlagen erfolgreich in Betrieb genommen:
• APK-ES105 (Presskraft 1150 kN, Antrieb
2×55 kW) am Standort Berlin für
Karton, Folie und Papier im Großballenformat,
• APK-ES105 (Presskraft 1150 kN) und
APK-ES90 (Presskraft 950 kN) in Logistikzentren
des Lebensmittelhandels
und
• eine weitere APK-ES90 am Firmenstandort
in Polen.
Ein echtes Großprojekt stellt die Komplettanlage
inklusive Materialvorbereitung und
Ballenwicklung am Unternehmenssitz in
Schwedt /Oder dar. Recon-T betreibt dort
eine große Abfallsammlung für Gewerbebetriebe,
haushaltsnahe Abfallsammlung
sowie eine Papiersortierung.
Die Aufgabe: Unterschiedliche Materialien
– Pappe, Papier, Folie, PET, verschiedene
Kunststoffe, Hausmüll – sollen vor Ort
vorbereitet und in Ballen gepresst werden.
Einige Abfallarten sollen durch einen mobilen
Shredder zerkleinert und zu Ersatzbrennstoffen
(EBS) verarbeitet werden.
Für die Stabilität der EBS-Ballen ist eine
automatische Folienumwicklung vorgesehen.
EBS soll dabei in zwei Größen zerkleinert
werden. Besonders anspruchsvoll
ist dabei die Verarbeitung von EBS 30
(Körnung < 30 mm).
Die Lösung: Die komplette Anlage wurde
von Austropressen präzise geplant – inkl.
Materialvorbereitung, Verdichtung, Ballenwickler
und Fördertechnik. Alle spezifischen
Ausstattungen greifen im Betrieb
optimal ineinander.
Das Herzstück ist die vollautomatische
Schneidkantenpresse Austropressen
APK-ES135 mit einer Presskraft von 1480
kN, einem spezifischen Flächendruck von
8
112 N/cm², einer theoretischen Leistung
von 504 m³/h und einem Füllvolumen von
2,80 m³.
Die Kundenerfahrung: „Die starke Durchsatzleistung,
die schnelle Verarbeitung
und das vielseitige Bindesystem für Draht
oder Kunststoff bieten uns maximale Flexibilität
im täglichen Betrieb. Die robuste,
langlebige Konstruktion, der zuverlässige
Support und die schnelle Ersatzteilverfügbarkeit
machen Austropressen für uns
zum idealen Partner im industriellen Einsatz“,
bestätigt Recon-T Geschäftsführer
Mario Krüger.
Die technischen Besonderheiten und Extras:
• Flexibel einsetzbare 5-fach Bindung
Drillfix 2.0, die je nach Material horizontal,
vertikal oder als Kreuzbindung
durchgeführt werden kann.
• Die Bindung ist variabel mit Stahloder
Kunststoffdraht (für EBS-Material)
bestückbar.
• Abdeckschieber für die Bindeschlitze,
um eindringenden Schmutz vor
allem durch EBS zu vermeiden.
• Wechselbare Seitenwände aus verschleißarmen
Hardox erhöhen die
Gesamtlebensdauer.
• Weitere Extras: zusätzliche Überwachungssensoren
im Trichter, Ölpflegeeinheit,
Energiemessgerät und
Fernwartungssystem.
Die Fakten: Ballengewichte von 1.380 kg
bei EBS 30 (Mischung aus geshredderter
Folie < 30mm Körnung) und einem Ballenformat
von 1100 x 1100 x 1200 mm. Bei
Sammelware wurde eine reale Durchsatzleistung
von 45 t/Stunde erreicht und Ballengewichte
von 1.240 kg (Format 1100 x
1100 x 1600 mm).
Austropressen und Einwegpfand – eine
starke und schnelle Symbiose. Das neue
Einwegpfandsystems für Dosen und
PET-Flaschen in Österreich bringt neue
Anforderungen an die Verdichtung in Logistikzentren
und Handelsstandorten. Neben
der Ballenqualität stehen aber auch
Prozesssicherheit, definierte technische
Vorgaben und eine hohe Anlagenverfügbarkeit
im Fokus. Austropressen sorgen
für optimale Verdichtung von Einwegpfand
im Einzelhandel.
Die zentrale Stelle EWP Recycling Pfand
Österreich definierte die Vorgaben: technische
Daten, Ballenergebnis, Handling.
Auf Basis dieser Kriterien wurden die optimalen
Modelle mit passender Sonderausstattung
realisiert:
• 6 Anlagen APK-E55 mit 550 kN
Presskraft
• 5 Anlagen APK-ES60 mit 640 kN
Presskraft
• alle mit 5-fach vertikaler Bindung
• Sonderausstattung für optimales
PET-Handling
• je 1000 mm breite Gurtförderbänder
Für den langjährigen Kunden Cleanaway
GmbH wird zudem auf Schnelligkeit gesetzt.
Für den Entsorgungsdienstleister
wurden innerhalb weniger Wochen sechs
vollautomatische Kanalballenpressen
der Serie APK inklusive Fördertechnik an
verschiedenen Standorten in Betrieb genommen.
Zwei der Anlagen sind in Maria
Saal im Einsatz. Dort sorgt Cleanaway im
Zentrallager eines österreichischen Lebensmittelhändlers
für den reibungslosen
Ablauf der Abfalllogistik und die Verdichtung
der Einwegpfandflaschen und -dosen.
Die Aufgabe: Höchste Priorität hat das
Thema „Zuverlässigkeit ohne Stillstände“,
denn vor Ort entscheiden Servicequalität
und Kundenzufriedenheit noch mehr.
Cleanaway-Geschäftsführer Manuel
Praxmarer dazu: „Die Zusammenarbeit mit
Austropressen basiert seit Jahrzehnten
auf Vertrauen, Wertschätzung und einem
konstant hohen Qualitätsanspruch. Seit
rund 30 Jahren, über zwei Generationen
hinweg, sind Austropressen-Anlagen bei
uns im Einsatz. Aktuell etwa 15 APK-Pressen.
Selbst eine Maschine aus 1998 war
bis vor Kurzem zuverlässig in Betrieb und
wurde nun durch eine neue ersetzt. Diese
Langlebigkeit und Betriebssicherheit sind
für uns im täglichen Logistikbetrieb ein
entscheidender Faktor.“
Die Lösung: Zwei APK-E55 mit 45 kW
Antrieb, Förderbandzufuhr und Sonderausstattung
für besseres Handling von
PET und Dosen. Die automatische Freipresseinrichtung,
verlängerte und abgeschottete
Bindeschlitze und Freiräumfinger
bei den Bindeschlitze garantieren
störungsfreies Arbeiten ohne Stillstände
durch Materialverklemmungen, reduzieren
den Wartungsaufwand und erhöhen
die Gesamtlebensdauer.
Die Vorgaben der EWP Recycling Pfand
Österreich: Ballengewichte von 350 kg bei
Ballenformaten von 1100 x 750 x 1200 mm
(Dosen + PET) werden mühelos erfüllt.
Höhere Ballengewichte sind auf Grund
der Weiterverarbeitung nicht erwünscht.
Eine Leistung von rund 20 t/LKW sorgt für
gute Ergebnisse hinsichtlich LKW-Auslastung
und CO 2
Emission.
„Alle Vorgaben sind mit Austropressen
problemlos zu erreichen. Tatsächlich
leisten die APK Kanalballenpressen um
ein Vielfaches mehr“, betont Austropressen-Geschäftsführer
Philipp Roither abschließend.
[pl]
Fotos: Austropressen
Im Zentrallager eines österreichischen
Lebensmittelhändlers in Maria Saal sorgt
Cleanaway mit zwei APK-E55 für besseres
Handling von PET und Dosen
9
„Die KI ist kein professioneller
Designer!“
Aktuell
KI-generierte Designs liefern in Sekundenschnelle kreative Anregungen für Bilder und Texte und sind
damit eine spannende Inspirationsquelle. Geht es jedoch um die Produktion professioneller Etiketten,
ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Profis unverzichtbar. Nur so entstehen Etiketten, die technisch
einwandfrei, rechtssicher und visuell überzeugend sind sowie den gewünschten Verkaufserfolg bringen.
Die Einsatzmöglichkeiten moderner
KI-Tools zur Text- und Bildgenerierung
haben sich rasant entwickelt.
Warum also nicht auch Etikettendesigns
von ChatGPT & Co. erstellen lassen und
dadurch Kosten für eine professionelle
Designagentur einsparen? „Was auf den
ersten Blick am Bildschirm attraktiv wirkt,
erweist sich bei genauer Betrachtung
für den professionellen Etikettendruck
noch lange nicht geeignet“, erklärt Stefanie
Wareka, MSc, MSc, 5. Generation
des traditionsreichen Familienunternehmens.
„Für eine technisch korrekte,
rechtssichere und qualitativ hochwertige
Etikettenproduktion müssen beim
Design zahlreiche Faktoren berücksichtigt
werden. Deshalb ist es unerlässlich,
kompetente Designer:innen mit entsprechender
Erfahrung zu beauftragen – die
KI ist kein professioneller Designer!“
Design ist mehr als ein schönes Bild.
Erfahrene Designer:innen berücksichtigen
Format, Verpackungsgeometrie,
Vorder- und Rückenetiketten, Siegel,
Embleme und Hinweisetiketten – alles
abgestimmt auf ein konsistentes Gesamtkonzept
und das Corporate Design
eines Unternehmens. KI-Vorlagen liefern
dagegen meist nur starre Pixelbilder, die
weder skalierbar noch sauber editierbar
sind. Anpassungen von Texten, Farben,
Formen oder Formaten sind damit nicht
oder nur sehr eingeschränkt möglich.
Rückenetikett und mehr. Eine Gesamtverpackung
besteht in der Regel aus
mehreren Bestandteilen, nämlich der
Primärverpackung, den Etikettengarnituren,
Siegel, Emblem und Hinweisetiketten.
Bestandteile müssen in Farbe,
Form, Größe und Gestaltung harmonieren
und einem konsistenten Gesamtkonzept
folgen. Darüber hinaus sollte
das Design dem Corporate Design des
Unternehmens entsprechen – inklusive
lizenzierter Schriften, Bildwelten und
Farbdefinitionen. Diese Details bleiben
„Was auf den ersten Blick am Bildschirm attraktiv wirkt, erweist
sich bei genauer Betrachtung für den professionellen
Etikettendruck noch lange nicht geeignet [...] die KI ist kein
professioneller Designer!“
Stefanie Wareka, MSc, MSc, 5. Generation der Gründerfamilie Marzek Etiketten+Packaging
bei KI-generierten Designs unberücksichtigt,
sie sind aber allesamt entscheidend
für einen erfolgreichen Marktauftritt.
Veredelungen brauchen Know-how.
Relief- und Folienprägungen, Lacke,
Spezialfarben, Matt-Glanz-Optik, haptische
Effekte, Stanzungen Perforationen
oder besondere Materialien machen
Etiketten erst richtig wirkungsvoll. Sie
wecken die Neugier auf das jeweilige
Produkt, motivieren zum Kauf und sorgen
dafür, dass es auch danach in Erinnerung
bleibt und wieder gekauft wird.
Diese Sondereffekte und Veredelungen
müssen frühzeitig technisch und gestal-
terisch geplant und mit der Druckproduktion
abgestimmt werden – ein Zusammenspiel,
das nur mit erfahrenen
Profis funktioniert und eine KI naturgemäß
nicht leisten kann.
Technik & Recht: entscheidend für den
Erfolg. Die Arbeit an einem überzeugenden
Etikett beginnt lange vor dem Druck.
Bereits in der Konzeptionsphase müssen
Funktionalität und Einsatzbereich mitgedacht
werden. Muss es feuchtigkeits-,
temperatur- oder UV-beständig sein?
Soll es abwaschbar sein oder wird später
flexibel eingedruckt? Wie kann Faltenbildung
vermieden werden? Für eine
professionelle Umsetzung sind zudem
10
präzise auf den jeweiligen Produktionsprozess
abgestimmte Druckdaten unerlässlich.
Dazu zählen unter anderem korrekt
angelegte Vektorgrafiken, genaue
Farbdefinitionen, Ebenen für Farben,
Lacke, Veredelungen und Nachbearbeitungen,
Gradationskurven, Rastertechnologien,
Verzerrungen, Überfüller,
Stanzkonturen, lizenzierte Schriften sowie
Fingerprints für Klischeematerialien
in Kombination mit einzelnen Druckmaschinen,
Druckverfahren und Bedruckstoffen.
Ebenso wichtig ist die Einhaltung aller
länderspezifischen rechtlichen Vorgaben
– von Mindestschriftgrößen über
Pflichtangaben bis hin zu Urheber- und
Nutzungsrechten. KI-Tools übernehmen
hierfür keinerlei Haftung. „KI-Tools können
wertvolle kreative Impulse liefern.
Für den professionellen Etikettendruck
sollten sie jedoch ausschließlich als Inspirationsquelle
genutzt werden. Gestaltung,
technische Umsetzung und Datenaufbereitung
gehören in die Hände
erfahrener Profis – nur so entstehen Etiketten,
die technisch einwandfrei sowie
rechtlich sicher sind und den gewünschten
Verkaufserfolg bringen“, resümiert
Stefanie Wareka.
Mit 5 Weltmeister-Etiketten sowie zahlreichen nationalen und internationalen Awards ist Marzek
Etiketten+Packaging das höchst-ausgezeichnete österreichische Unternehmen in der Branche.
Kurzprofil. Das 1879 gegründete traditionsreiche
Familienunternehmen Marzek
Etiketten+Packaging produziert in der
Zentrale in Traiskirchen sowie drei weiteren
europäischen Werken mit über 750
Beschäftigten verkaufsfördernde Etiketten
und Verpackungen für tausende kleingewerbliche
Betriebe, Weingüter sowie
für internationale Industrieunternehmen
in ganz Europa.
[pl]
Fotos: Marzek
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11
Erfolgreiches internationales
Symposium zu sicheren
Verpackungsmaterialien
Aktuell
Am 22. Januar 2026 fand an der Hochschule Campus Wien ein internationales Symposium zum Thema
Verpackungssicherheit statt. Teilnehmer:innen aus Industrie, Behörden, Lehre und Forschung diskutierten
gemeinsam zukünftige regulatorische Entwicklungen sowie aktuelle Forschungsmethoden zur
Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien.
Das dritte internationale Symposium
an der Hochschule Campus Wien
stand im Zeichen von „Advances in
Safety Assessment of Packaging Materials“.
Rund 100 Teilnehmende aus Industrie,
Wissenschaft und Aufsichtsbehörden
nahmen an der Veranstaltung teil, die sowohl
eine Online- als auch eine Präsenzteilnahme
ermöglichte. Im Fokus standen
aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen
und Lösungsansätze in der Sicherheitsbewertung
von Verpackungsmaterialien
– ein Thema von hoher Relevanz für
Industrie, Forschung und Regulierung.
Neben Fachvorträgen bot die Veranstaltung
umfangreiche Möglichkeiten für Diskussionen,
Fragen und persönlichen Austausch.
Besonders das Networking in den
Pausen wurde von den Teilnehmenden
geschätzt.
über den Autor
DI Lukas Prielinger ist Senior Researcher im Fachbereich Verpackungs-
und Ressourcenmanagement. Er leitet dort die Arbeitsgruppe
Packaging Safety und lehrt sowie forscht an der Hochschule Campus
Wien zu den Themen Verpackungssicherheit und Chemie.
Kontakt: lukas.prielinger@hcw.ac.at
Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks hat die Planung für das nächste Symposium, das
am 21. Januar 2027 erneut an der Hochschule Campus Wien stattfinden wird, bereits begonnen.
Auf der Agenda standen vier Themenblöcke:
Im ersten Block wurden die regulatorischen
Aspekte von Lebensmittelkontaktmaterialien
in der EU und China sowie von Druckfarben
behandelt. Im zweiten Block wurden
Methoden zur Sicherheitsbewertung von
Verpackungsmaterialien vorgestellt. Im dritten
Block ging es um das sichere Recycling
von Kunststoffmaterialien und die Konformität
mit aktuellen Regulierungen. Im vierten
Block wurden neuartige Testmethoden
zur Detektion kritischer Substanzen in recycelten
Verpackungsmaterialien vorgestellt.
Die inhaltliche Vernetzung der einzelnen
Themenblöcke veranschaulicht die zentrale
Bedeutung der Zusammenarbeit von
Behörden, Industrie und Forschung für die
Entwicklung einer harmonisierten Rechtsgrundlage
zur Sicherheitsbewertung von
Verpackungsmaterialien.
Im Detail wurden folgende zentrale Themen
behandelt: Weiterentwicklung der
EU-Rechtsvorschriften, aktuelle Fortschritte
im Risikomanagement, geltende Vorschriften
für Druckfarben sowie Ansätze zur Bewertung
wiederholt auftretender nicht absichtlich
hinzugefügter Substanzen (NIAS).
Darüber hinaus wurden die Sicherheit von
Kosmetikverpackungen, die Sicherheitsbewertung
recycelter Polyolefine, fortgeschrittene
computergestützte Methoden zur
Identifizierung unbekannter NIAS, moderne
analytische Methoden zur NIAS-Bewertung
sowie der Einsatz von Bioassays in diesem
Kontext umfassend diskutiert und anhand
aktueller Beispiele veranschaulicht.
Foto: HochschuleCampusWien / Leitner
12
Zu den Vortragenden des Symposiums zählten Jonathan Briggs,
Marco Zhong, Thomas Gude, Peter Oldring, Charlène Lacourt,
Bastian Knaup, Ulrich Eicken, Diana Kemmer, Jim Huang, Luis
Quirós-Guerrero, Andreas Grabitz und Christian Kirchnawy.
Lukas Prielinger, Senior Researcher im Fachbereich Verpackungs-
und Ressourcenmanagement und Organisator des
Symposiums, resümierte: „Die Vorträge und Diskussionen boten
spannende Einblicke in regulatorische Entwicklungen, innovative
Testmethoden und aktuelle Fragestellungen rund um
die Sicherheit von Verpackungen. Zahlreiche nationale und internationale
Teilnehmende aus Wissenschaft und Industrie sowie
engagierte Studierende trugen zu einer sehr positiven Atmosphäre
bei, und es wurde gemeinsam an Lösungsansätzen
gearbeitet. Es war mir eine Freude, hochkarätigen Expert:innen
eine Bühne zu bieten, und ich danke allen Teilnehmenden sowie
den Mitarbeitenden dieser großartigen Veranstaltung sehr
herzlich für den reibungslosen Ablauf.“
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Kombination
mit einem Workshop am darauffolgenden Tag zum Thema
„Empfehlungen für Bioassays zur Untersuchung von Lebensmittelkontaktmaterialien
und anderen komplexen Gemischen.“
In Keynote-Vorträgen wurde die Bedeutung von in vitro Tests
für NIAS hervorgehoben sowie der Bedarf an einer Harmonisierung
der Risikobewertung diskutiert. In Round Tables erarbeiteten
die Teilnehmenden zudem einen Fahrplan für die
Entwicklung und den Einsatz von Bioassays zur Bewertung
komplexer Gemische aus Lebensmittelkontaktmaterialien.
„Insgesamt war es ein fachlich äußerst vielseitiges und gelungenes
Symposium. Besonderer Dank gilt dem Co-Organisator
OFI Technologie & Innovation GmbH sowie allen Beteiligten,
die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein
herzlicher Dank geht auch an die Sponsor:innen ecoplus Niederösterreichs
Wirtschaftsagentur GmbH und Xenometrix AG,
deren Unterstützung das Symposium maßgeblich bereichert
haben“, freut sich Lukas Prielinger.
Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks hat die Planung
für das nächste Symposium, das am 21. Januar 2027 erneut an
der Hochschule Campus Wien stattfinden wird, bereits begonnen.
Das Programm wird derzeit erstellt und eine vorläufige
Agenda wird zeitnah veröffentlicht. Auch die Kombination
mit einem Workshop am darauffolgenden Tag ist wieder geplant.
Aktuelle Informationen zum nächsten Symposium und
Workshop und laufende Updates finden Sie auf dieser Seite:
https://www.hcw.ac.at/packaging-safety-symposium [pl]
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sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte
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Berufstätigkeit erweitern können.
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Nachhaltigkeitsbewertung und Verpackungslösungen.
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13
Mehrweg mit Mehrwert: Die ID
für nachhaltige Kreisläufe
Aktuell
Weniger Verpackungsmüll, funktionierende Mehrwegsysteme und volle Rückverfolgbarkeit – was
nach Zukunft klingt, ist längst Realität. Möglich macht das eine kleine, aber entscheidende Komponente:
die globale Identifikationsnummer GRAI.
Ob im Supermarkt, in der Gastronomie
oder in der Logistik:
Mehrwegbehälter sind ständig
im Umlauf. Sie werden befüllt, transportiert,
gereinigt und wieder eingesetzt –
oft tausende Male. Damit das reibungslos
funktioniert, braucht es mehr als nur
robuste Kisten. Entscheidend ist, dass
jeder einzelne Behälter durch eine eigene
ID eindeutig identifizierbar ist. Für
diese ID bewährt sich bereits seit vielen
Jahren erfolgreich die Mehrwegtransportbehälter-Identifikation
GRAI (Global
Returnable Asset Identifier). Diese standardisierte
Kennzeichnung aus dem GS1
System sorgt dafür, dass jeder einzelne
Behälter individuell erfasst und über seinen
gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet
werden kann. So lässt sich genau
nachvollziehen, wie lange er im Umlauf
ist, wie oft er gewartet wurde und bei
wem er sich gerade befindet. Transparenz
wird damit zum festen Bestandteil
funktionierender Kreisläufe.
Alle Wege führen zum GRAI. GS1 Standards
sind Ihnen wahrscheinlich vertrauter,
als Sie denken. Bekannt geworden
sind diese vor allem durch den EAN
Strichcode, der auf nahezu jedem Produkt
des täglichen Bedarfs zu finden ist.
Im Jahr 2005 wurde aus dem EAN der
GS1 Standard, der heute für weit mehr
als nur für klassische Strichcodes steht.
Dieser globale Standard ermöglicht es,
Unternehmen, Standorte, Produkte und
eben auch Mehrwegtransportverpackungen
über Ländergrenzen hinweg
eindeutig zu identifizieren. Der GRAI
spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem
GS1 Application Identifier 8003 versehen,
ist er weltweit als Kennzeichnung
für Mehrwegtransportgebinde etabliert.
Auch in Österreich ist er längst im Alltag
angekommen: So ist er etwa auf den
hellblauen Kisten von DM, den schwarzen
IFCO-Behältern, den grünen Gemüsekisten
oder den schwarzen Kunststoffpaletten
im Einsatz.
Digital im Kreislauf. Das Potenzial des
GRAI ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft.
Im Zuge neuer regulatorischer
Anforderungen wie der Verpackungsverordnung
PPWR (Packaging and Packaging
Waste Regulation) und dem wachsenden
Fokus auf Kreislaufwirtschaft
wird der GRAI künftig verstärkt auch in
neuen Anwendungsfeldern eingesetzt,
wie beispielsweis bei To-go-Verpackungen.
So laufen derzeit bereits Pilotprojekte
für einen To-go-Becher, bei dem
der GRAI in einem QR Code mit GS1
Die Mehrwegtransportbehälter-Identifikation GRAI ist längst im Alltag des heimischen Handels
angekommen: Auf der blauen Kiste von DM, dem schwarzen IFCO-Behälter, den grünen
Gemüsekisten oder den schwarzen Kunststoffpaletten eines Lebensmitteldiskonters.
Fotos: GS1 Austria
14
Digital Link verschlüsselt ist. Eine Lösung,
die es ermöglicht, auch webbasierte
Informationen mitzuliefern. Darüber
hinaus hat der in einem QR Code oder
GS1 DataMatrix Code (dieser braucht
eine App auf dem Smartphone zur korrekten
Interpretation der Daten) integrierte
GRAI den Vorteil, dass er von allen
gängigen Lesegeräten, Smartphones
oder Automaten gelesen werden kann.
Einfache Lösungen brauchen klare
Standards. Wie einfach das im Alltag
funktionieren kann, zeigt ein Blick nach
Skandinavien. Dort hat das Unternehmen
Tomra ein System entwickelt, bei
dem Mehrwegbecher mit Pfand ausgegeben
und nach Gebrauch über einen
Automaten retourniert werden können.
Die Identifikation erfolgt über den GRAI,
die Rückerstattung des Pfands direkt auf
die Bank- oder Kreditkarte der Kunden.
Die Erkenntnis daraus: Nachhaltige
Kreisläufe brauchen keine komplizierten
Lösungen, sondern klare Standards. Der
GRAI zeigt eindrucksvoll, wie eine eindeutige
Identifikation Mehrwegsysteme
effizienter, transparenter und zukunftsfähig
machen.
Kurzprofil. GS1 Austria ist in Österreich
alleiniger Vertreter des weltweit eindeutigen
Identifikationssystems für Standorte,
Artikel, Versandeinheiten etc. Das GS1
System ist Grundlage für den elektronischen
Austausch und die Standardisierung
von Nachrichten und Geschäftsprozessen
zwischen Unternehmen. Weltweit
hat GS1 in über 150 Ländern knapp 2 Mio.
Mitglieder. Mehr als 10 Mrd. Strichcodes
werden jeden Tag gescannt. GS1 Austria
besteht seit 1977 und ist als 100%ige
Tochter der Wirtschaftskammer Österreich
eine neutrale Not-for-Profit-Organisation.
[pl]
über den Autor
Weitere Informationen unter:
www.gs1.at/grai
www.gs1.at/newsroom/mehrweg-to-go
Alexander Peterlik ist Business Development Manager bei der Standardisierungsorganisation
GS1 Austria. Er bietet Beratung, Schulung
und Workshops rund um den effizienten Einsatz der GS1 Standards
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Kontakt: peterlik@gs1.at; www.gs1.at
präsentieren:
Die Packstube – der Podcast
GS1 Austria GmbH zu Gast in der Packstube. Harald
Eckert, KOMPACK, und Gernot Rath, Pack & Log, plaudern
mit Alexander Peterlik, Business Development Manager
bei der Standardisierungsorganisation GS1 Austria,
über das Thema: Was haben Daten, Strichcodes und
die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation)
gemeinsam ...
Stay tuned!
Anhören?
Scan mich >>
15
Österreichische Wellpappe-Industrie
kämpft mit Kostendruck und
Krisenfolgen
Aktuell
2025 war für die heimische Wellpappe-Industrie ein herausforderndes Jahr: Volatile Rohstoffpreise,
hohe Energiekosten und eine gedämpfte Konsumlaune setzten die Betriebe unter Druck. Das Produktionsvolumen
sank im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 709 Millionen Quadratmeter, der Umsatz
konnte mit 509 Millionen Euro ein minimales Plus von 0,7 Prozent erreichen.
„Die Lage bleibt angespannt. Die stabile
Nachfrage nach Wellpappe-Verpackungen
ist erfreulich, aber die Kosten gehen
weiter deutlich nach oben“, sagt Stephan
Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe
Austria. Die Unternehmen der österreichischen
Wellpappe-Industrie müssen sich in
einem Markt behaupten, der von hohen
Personal- und Produktionskosten sowie
großen wirtschaftlichen Schwankungen
geprägt ist.
Systemrelevant für stabile Lieferketten.
Mit nachhaltigen Verpackungslösungen
leistet die Wellpappe-Industrie einen
unverzichtbaren Beitrag zu sicheren Lieferketten
für Industrie, Handel und Bevölkerung.
Wichtigste Abnehmer sind
Lebensmittel- und Getränkehersteller mit
rund 46 Prozent, gefolgt von langlebigen
Gütern wie Maschinen, Möbel, Elektronikteilen
und Automotive (20 Prozent)
sowie E-Commerce-Verpackungen (rund
9 Prozent). 42 Prozent der in Österreich
produzierten Wellpappe gehen in den
Export.
Die aktuelle Lage sorgt für einige Sorgenfalten bei Stephan Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe
Austria: „Wir sehen eine Preisrallye bei Energie, Rohstoffen und Logistik, getrieben durch
internationale Krisen. Die kommenden Monate sind schwer kalkulierbar – alleine
die Kosten für Wellpappenrohpapiere sind heuer um 17 % gestiegen.“
Preisrallye bei Energie, Rohstoffen und
Logistik. Für 2026 erwartet die Wellpappe-Branche
weiteren Druck. „Wir sehen
eine Preisrallye bei Energie, Rohstoffen
und Logistik, getrieben durch internationale
Krisen. Die kommenden Monate
sind schwer kalkulierbar – alleine die Kosten
für Wellpappenrohpapiere sind heuer
um 17 % gestiegen“, so Kaar. „Dank starker
regionaler und europäischer Lieferketten
sowie hoher Recyclingquoten ist die
Versorgung aktuell gesichert “, betont der
Branchensprecher.
Gleichzeitig wächst der bürokratische
Aufwand durch neue EU- und nationale
Vorgaben deutlich. Eine aktuelle Branchenumfrage
zeigt, dass regulatorische
Anforderungen mittlerweile zu den großen
Belastungsfaktoren zählen, gleichauf
mit den stark gestiegenen Arbeitskosten.
PPWR als Chance für den Kreislauf. Die
EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die
ab August 2026 zur Anwendung kommt,
bietet auch Chancen für eine harmonisierte
Kreislaufwirtschaft. „Bei sachgerechter
Umsetzung stärkt sie nachhaltige Wellpappe-Lösungen“,
so Branchensprecher
Kaar. Wellpappe erfüllt bereits heute wichtige
EU-Ziele: Sie besteht durchschnittlich
zu 88 Prozent aus Recyclingpapier, wird in
Österreich zu mehr als 90 Prozent recycelt,
und ihre Fasern können bis zu 25-mal
wiederverwendet werden. „Wellpappe ist
ein Paradebeispiel für nachhaltiges Verpacken.“
Stabiler Arbeitgeber mit Perspektiven.
Die sieben Unternehmen des Forum Wellpappe
Austria beschäftigen rund 1.600
Mitarbeiter:innen und bilden jährlich rund
70 Lehrlinge aus. Ein Highlight sind die
Wellpappe Adventure Days mit Sport,
Spaß und Teambuilding für den Nachwuchs.
„Die Wellpappe-Branche ist ein
attraktiver Arbeitgeber“, sagt Horst Santner
vom Forum Wellpappe Austria. „Doch
auch hier setzen die anhaltend hohen Personalkosten
unsere Betriebe massiv unter
Druck. Allein in den vergangenen fünf
Jahren sind die Gehälter um insgesamt 27
Prozent gestiegen. Das können wir durch
Produktivitätssteigerungen bei weitem
nicht wettmachen“, so Santner. Ohne
wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen
drohen Nachteile für den Standort Österreich
und die Betriebe.
16
Die österreichische Wellpappeindustrie investiert weiterhin
konsequent in moderne Produktionsprozesse. „Gemeinsam
mit unseren Kunden arbeiten wir laufend an innovativen Verpackungslösungen,
die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch
überzeugen“, sagt Horst Santner. Die innovativen Verpackungen
und Displays werden jedes Jahr mit dem Wellpappe
Austria Award ausgezeichnet. „Darüber hinaus bestätigt auch
der internationale WorldStar Packaging Award die besondere
Innovations- und Leistungskraft der heimischen Wellpappe-Branche“,
so Santner.
woom bikes setzt auf nachhaltige Transportverpackung. „Als
Kinder- und Jugendfahrradhersteller tragen wir Nachhaltigkeit
in unserer DNA“, sagt woom bikes Co-Founder Marcus Ihlenfeld.
„Zum einen ist unser Produkt ein Vehikel, um die Freude
am Radfahren und an aktiver, klimafreundlicher Fortbewegung
zu verbreiten. Zum anderen wollen wir unseren Kindern eine
lebenswerte und nachhaltige Welt hinterlassen und ihnen haltbare
Produkte in die Hand geben, die unter fairen Bedingungen
hergestellt wurden.“ woom mit Hauptsitz in Wien ist heute
weltweit in über 40 Ländern vertreten, und bereits mehr als
zwei Millionen Kinder und Jugendliche fahren auf woom bikes.
OPEN D A Y
Robotik erleben & Zukunft gestalten
_making automation easier.
18.06.2026
@KUKA in Steyregg / Linz
Fotos: com_unit/RichardTanzer
v.l.: Horst Santner (Forum Wellpappe), Marcus Ihlenfeld
(woom bikes Co-Founder) und Stephan Kaar (Sprecher
des Forum Wellpappe Austria)
Ausblick 2026: herausfordernd, aber widerstandsfähig.
Die Wellpappe-Industrie hat in der Vergangenheit wiederholt
Krisen gemeistert, doch die Summe aus steigenden Papier-,
Energie- und Personalkosten erreicht mittlerweile eine Größenordnung,
die selbst eine leistungsfähige Branche nicht
mehr dauerhaft kompensieren kann. „2026 wird herausfordernd.
Aber wir setzen auf unsere Stärken: Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit
und regionale Wertschöpfung“, so Stephan
Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe Austria.
Das Forum Wellpappe Austria ist Sprachrohr von sieben
Wellpappeherstellern in Österreich, die rund 1.600 Menschen
beschäftigen. Die Mitgliedsfirmen sind DONAUWELL
Wellpappe Verpackungsgesellschaft m.b.H., Margarethner
Verpackungsgesellschaft m.b.H, Mondi Grünburg GmbH,
Mosburger GmbH (Standorte Wien und Straßwalchen), Rondo
Ganahl Aktiengesellschaft (Standorte Frastanz und St.
Ruprecht), Steirerpack GmbH und Wellpappenfabrik TEWA
GmbH. www.wellpappe.at
[pl]
Für Neueinsteiger sowie Experten,
Interessierte und die ganze Familie.
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Eiscreme trifft auf
Barrierepapiere
Papier
Auf der diesjährigen interpack machte Sappi nachhaltige Verpackung erlebbar, indem Besuchern
Eiscreme in seiner Barrierepapierlösung serviert wurde. Doch das war mehr als nur ein Genuss. Jede Eistüte
war in Sappis innovativem Guard Duo Barrierepapier verpackt und machte so aus einem genussvollen
Moment eine praktische Demonstration nachhaltiger Verpackung.
Ein süßer Weg, wichtige Themen anzugehen.
Angesichts des zunehmenden regulatorischen
Drucks, wie beispielsweise der
Europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung
(PPWR), stehen
Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
unter wachsendem Druck,
praktische Verpackungslösungen zu finden.
Sappi nutzte dieses ansprechende Konzept
auf der Interpack, um zu zeigen, wie Innovationen
diese Anforderungen bereits erfüllen
können, ohne Kompromisse bei der
Leistung einzugehen.
Guard Duo: Hohe Leistung trifft auf
Nachhaltigkeit. Guard Duo gehört zum
Barrierepapier-Portfolio von Sappi, einem
führenden Anbieter von Funktionalen
Verpackungspapieren. Das beidseitig
beschichtete Papier vereint starken Produktschutz
mit Recyclingfähigkeit und unterstützt
Marken bei der Erreichung ihrer
Nachhaltigkeitsziele.
Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen
Verpackungen, die schwer oder gar nicht
recycelbar sind, ist Guard Duo als Monomateriallösung
konzipiert. Dadurch kann es
im bestehenden Altpapierkreislauf recycelt
werden und unterstützt Marken beim Übergang
zu umweltfreundlichen und zukunftsfähigen
Verpackungen.
Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.
Guard Duo ist in verschiedenen Grammaturen
für diverse Anwendungen erhältlich.
Die 105-g/m²-Variante eignet sich ideal für
die Verpackung von Waffeleis, während die
115-g/m²-Variante besonders gut für Blockbodenbeutel
geeignet ist, insbesondere im
Süßwarenbereich. Diese Flexibilität ermöglicht
es Marken, auf nachhaltigere Materialien
umzusteigen, ohne Kompromisse bei
Funktionalität oder Schutz einzugehen.
„Zukunftssichere Verpackungspapiere“.
Die Europäische Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung
(PPWR) gilt ab
August 2026 mit verschiedenen gestaffelten
Verpflichtungen. Unter dem Motto „Future
Proof Packaging Papers“ präsentierte
Sappi auf der interpack seine flexiblen Verpackungslösungen,
darunter Guard Duo,
die Hochbarriere-Papiere Guard Pro OHS
und Guard Pro OMH sowie Guard Twist.
Diese wurden speziell für die Verpackungsanforderungen
in der Lebensmittel-, Teeund
Süßwarenindustrie entwickelt. [pl]
Eiscreme trifft auf
Barrierepapiere:
Sappi denkt Nachhaltige
Verpackung neu
Foto: Sappi
18
Papierlösung für
Süßigkeiten
Der europäische Verpackungshersteller
Coveris stellt MonoFlexFibre
Pure Twist vor, eine Papieralternative
für Süßwarenverpackungen. Diese
innovative Papierlösung ersetzt
weniger nachhaltige Alternativen,
die üblicherweise für drehverpackte
Süßwarenprodukte verwendet werden,
darunter Lutscher, Bonbons und
Schokoladenpralinen sowie heißsiegelbare
Flowpack-Verpackungen
für Riegel und Sticks. Entwickelt, um
die 95/5-Richtlinien der Branche zur
Papierrecyclingfähigkeit zu erfüllen,
bietet das leichte Material zuverlässigen
Produktschutz und Effizienz
auf Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien
Foto: Coveris
Papier mit Twist: Coveris
launcht leichte Papierlösung
für Süßigkeiten
Süßwarenhersteller stehen 2026
vor der komplexen Aufgabe, Recyclingfähigkeit,
Materialleistung und
gesetzliche Anforderungen miteinander
in Einklang zu bringen. Regulatorische
Treiber wie die EU-Verpackungsverordnung
(PPWR), die erweiterte Herstellerverantwortung
(EPR) sowie länderspezifische
Verpackungssteuern machen
Nachhaltigkeit zur Pflicht statt zur Kür.
Konkret bedeutet das beispielsweise,
dass Papierverpackungen maximal fünf
Prozent Nicht-Papier-Bestandteile enthalten
dürfen, um als recyclingkompatibel
zu gelten. Marken setzen daher zunehmend
auf Lösungen, die recycelbar
sind, sich nahtlos in bestehende Recyclingsysteme
integrieren lassen und weniger
CO₂-Emissionen verursachen.
„MonoFlexFibre Pure Twist unterstützt
diesen Wandel, indem es Marken dabei
hilft, den Kunststoffanteil zu reduzieren,
ohne Kompromisse bei Produktschutz
und Verpackungseffizienz einzugehen.
Indem wir für jede Anwendung die ökologisch
und funktional überzeugendste
Lösung finden, ermöglichen wir unseren
Kunden, regulatorische Vorgaben, Kosten
und Leistungsfähigkeit in Einklang zu
bringen und ihre Verpackungen konsequent
an ihren Nachhaltigkeitszielen auszurichten“,
erklärte Melinda Bonamour,
Business Development Manager Paper
Consumer & Healthcare bei Coveris.
Recyclingziele erfüllen, Produktschutz
gewährleisten. Die neue Lösung von
Coveris besteht aus einer einzigen Lage
leichtem Funktionspapier und bietet
eine zuverlässige Versiegelung als Primärverpackung
für einfach oder doppelt
gedrehte Bonbons, Schokoladenpralinen
und Lutscher sowie für in Schlauchbeuteln
heißversiegelte Schokoriegel.
Darüber hinaus zeichnet sie sich durch
eine hervorragende Bedruckbarkeit für
Tiefdruck, Flexodruck und Digitaldruck
aus. Die Umstellung auf diese Papierstruktur
erfordert keine größeren Änderungen
an vorhandenen Maschinen und
lässt sich effizient auf Hochgeschwindigkeits-
und Standard-FFS-Verpackungslinien
umsetzen.
MonoFlexFibre Pure Twist erfüllt zudem
die verschärften Recyclinganforderungen
für Verpackungsabfälle. Dies ist ein
entscheidender Faktor im Süßwarensektor,
wo Materialleistung und Recyclingfähigkeit
sorgfältig abgewogen werden
müssen. Die PPWR führt hier strengere
Anforderungen an die Recyclingfähigkeit
sowie höhere Recyclingziele ein. So
schreibt sie beispielsweise vor, dass alle
in Verkehr gebrachten Verpackungen bis
2030 recycelbar sein müssen.
„Diese gesetzlichen Änderungen weiten
die Herstellerverantwortung auf den
Post-Consumer-Bereich aus und treiben
die Kosten für Kunststoffverpackungen
in die Höhe. MonoFlexFibre Pure Twist
berücksichtigt diese neuen Rahmenbedingungen
und bietet Süßwarenherstellern
eine Lösung, die den Branchenrichtlinien
zur 95/5-Papierrecyclingfähigkeit
entspricht“, so Melinda Bonamour.
Kurzprofil. Coveris ist ein führendes
europäisches Verpackungsunternehmen,
spezialisiert auf leistungsstarke
Verpackungslösungen aus Papier und
Kunststoff. Das Unternehmen entwickelt
und produziert flexible Verpackungen
für namhafte Marken weltweit – von Lebensmitteln
über Tiernahrung und Medizinprodukte
bis hin zu industriellen und
landwirtschaftlichen Anwendungen. Mit
seiner Nachhaltigkeitsvision No Waste
setzt Coveris auf innovative, attraktive
und umweltfreundliche Verpackungen.
Dazu wurde der Geschäftsbereich Re-
Cover gegründet, der sich auf Abfallbeschaffung,
Recyclingtechnologien
und Partnerschaften in der Lieferkette
fokussiert und so die Kreislaufwirtschaft
für Kunststoff stärkt. Coveris hat seinen
Hauptsitz in Wien, betreibt 17 Standorte
in der EMEA-Region und beschäftigt
rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
[pl]
19
Mehr Schatten als Licht in
der Intralogistikbranche
Intralogistik
Schwache Nachfrage in Schlüsselbranchen und Investitionszurückhaltung bremsen die Fördertechnik-
und Intralogistikhersteller in Deutschland aus. Produktionsvolumen und Exporte sinken 2025. Für
2026 ist noch keine Trendwende in Sicht.
Für die Fördertechnik- und Intralogistikanbieter
in Deutschland steht
unter dem Jahresabschluss 2025
ein Minus von 7 Prozent im Produktionsvolumen.
Damit fällt der Wert auf 25,8
Milliarden Euro. Die hiesigen Hersteller
kämpfen vor allem mit der schwachen Industriekonjunktur,
rückläufiger Nachfrage
in wichtigen Schlüsselbranchen wie beispielsweise
dem Automobilsektor, aber
auch mit geopolitischen Unsicherheiten
und veränderten Wettbewerbsbedingungen
auf dem internationalen Parkett. „Die
Nachfrage in einzelnen Produktbereichen
ist teils deutlich zurückgegangen. Während
das erste Halbjahr 2025 noch recht
stabil im Vergleich zum Vorjahr verlief,
ging die Produktion im zweiten Halbjahr
zurück. Etliche Investitionen wurden verschoben,
der strukturelle Bedarf bleibt
aber hoch. Deshalb erwarten wir spätestens
ab 2027 eine Erholung“, sagt Jan
Drömer, Vorstandsvorsitzender des VD-
MA-Fachverbands Fördertechnik und
Intralogistik und CIO der Neura Mobile
Robots GmbH.
Da aufgrund der aktuellen Bedingungen
kurzfristig kein Wachstum zu erwarten ist,
geht der Fachverband für 2026 von einer
gleichbleibenden Entwicklung und einem
erneuten Produktionsvolumen in Höhe
von 25,8 Milliarden Euro aus.
Intralogistikexporte aus Deutschland
rückläufig. Zu den veränderten internationalen
Wettbewerbsbedingungen zählen
die US-Zölle. Die USA sind der wichtigste
Handelspartner für deutsche Intralogistikanbieter.
2025 lag das Exportvolumen bei
rund 2,3 Milliarden Euro, 7 Prozent niedriger
als noch 2024. Zwar reagierte die Industrie
mit punktuellen Vorzieheffekten auf
die im Sommer 2025 eingeführten Sonderzölle
auf Stahl und Aluminium, doch unterm
Strich belasteten die verschärften Handelsbedingungen
den Warenaustausch.
Auch das Gesamtexportvolumen der hiesigen
Hersteller ging 2025 insgesamt zurück.
Mit rund 18,6 Milliarden Euro lag es
7 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024:
20,1 Milliarden Euro). In Europa (EU27
sowie die anderen europäischen Länder)
verbleiben ca. 60 Prozent aller deutschen
Intralogistikexporte mit einem Wert von
11,6 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten
Handelspartnern gehören hier Frankreich
(1,1 Milliarden Euro Exportvolumen), Italien
(1 Milliarde Euro) und die Niederlande
(1 Milliarde Euro). China rangiert mittlerweile
auf Platz 14 der Kundenländer. Hier
wurden 2025 Intralogistikexporte in Höhe
von 326,8 Millionen Euro verzeichnet, ein
Minus von 22,8 Prozent gegenüber 2024.
Europäische Intralogistikbranche schwächelt.
Der europäische Außenhandel zeigt
für 2025 bislang einen Rückgang von ca.
5 Prozent gegenüber 2024, trotz hoher
Binnenhandelsaktivität. Das Gesamtexportvolumen
der EU27- Länder lag bis einschließlich
November 2025 bei rund 53,9
Milliarden Euro. Über die Hälfte dieser
Exporte verblieb in der EU. Europa profitiert
also von seinem starken Binnenmarkt,
kämpft aber mit strukturellen Belastungen
wie hohe Energiepreise, geopolitischen
Risiken und der schwachen Entwicklung
in zentralen EU-Industrien. Die fünf größten
Exporteure der EU sind Deutschland,
Italien, die Niederlande, Frankreich und
Österreich.
Fazit. Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen
Schwäche signalisieren wichtige
Indikatoren, dass die Intralogistikbranche
vor einem möglichen Wendepunkt in den
kommenden zwei Jahren stehen könnte.
Der Automatisierungsbedarf ist hoch,
Technologieinvestitionen im Handel, in
der Industrie und in der Logistik bleiben
langfristig treibend und verschiedene globale
Wachstumsregionen bieten Chancen
zur Risikodiversifizierung. Gleichwohl
können die Auswirkungen der aktuellen
geopolitischen Entwicklungen, wie durch
den Krieg in der Golfregion, derzeit nicht
verlässlich abgesehen werden.
Unter den gegebenen Bedingungen sieht
der Fachverband die Stagnation 2026
dennoch als Bodenbildung, von dem aus
ab 2027 wieder Wachstumsimpulse erwartet
werden.
[pl]
20
Logistik-Future-Lab
Österreichischer
Logistik-Tag
Inkl.
Sommerfest
und dem
Österreichischen
Logistik-Preis
2026
17./18. Juni 2026
Design Center Linz
Das Supply-Chain-Event für Industrie,
Handel und Logistikwirtschaft
Karim El-Gawhary
Langjähriger
Nahost-
Korrespondent
Gerhard Mangott
Professor für
internationale
Beziehungen
Universität
Innsbruck
Stefan Lampl
Direktor für
Militärlogistik
im EU-Militärstab
Kurt Satzinger
Leitung F&E
voestalpine AG
Max Meister
Supply Chain Nerd
Co-CEO bei
Ludwig Meister
Florian F. Iro
Geschäftsführer
Werner & Mertz -
Erdal GmbH
Hans Ehm
Head of
Supply Chain
Innovations &
Quantum Algorithm
Infineon
Technologies AG
Enikö Györfi
Head of Eurasia -
China Relations &
Cargo Affairs
ÖBB Holding AG
Erich Schatz
Chief Operating
Officer Overseas
cargo-partner
Hannes Köppel
Lead für
AI Forecasting
Schwarz Gruppe
Markus
Panhauser
Senior Vice
President Global
Oceanfreight LCL
DHL Global
Forwarding
Paul Zugmann
Warehouse
Manager
Coca-Cola HBC
Austria GmbH
Weitere Infos auf vnl.at
Geopolitik und Lieferketten • Transport-Visibility
Innovation mit Wasserstoff • Supply Chain Management
KI und Quantencomputer • Intralogistik
Automatisierung inkl. humanoide Roboter
Ein neuer Takt für die
Produktionslogistik
Promotion
27 Open Shuttles, die autonomen mobilen Roboter von KNAPP, versorgen die Produktion von SICK in
Ungarn zuverlässig und just-in-time mit Material. Gemeinsam mit einem automatischen Kleinteilelager
und einer durchgängigen SAP® EWM-Lösung entsteht so ein nahtloser Materialfluss im gesamten
Werk mit maximaler Transparenz über alle logistischen Abläufe.
Vier Produktionshallen, ein System. Die
SICK AG zählt weltweit zu den führenden
Anbietern intelligenter Sensorlösungen
für die Fabrik‐, Logistik‐ und Prozessautomation.
Der ungarische Standort in Kunsziget
ist mit rund 800 Mitarbeitenden ein
zentrales Werk im Produktionsverbund.
Um das stetige Wachstum nachhaltig abzusichern,
wurde die Infrastruktur umfassend
erweitert: Eine neue Halle für den
Wareneingang, die Erweiterung von drei
auf vier Produktionshallen sowie eine zusätzliche
Halle für das Kleinteilelager mit
angebundener Kommissionierung schaffen
die erforderliche Basis für eine zuverlässige
Abwicklung der stetig steigenden
Auftragszahlen. Der wahre Fortschritt
liegt jedoch in der Art und Weise, wie all
diese Bereiche miteinander verbunden
wurden. Eine durchgängige Automatisierungslösung
von KNAPP bestehend aus
27 Open Shuttles, einem leistungsfähigen
automatischen Kleinteilelager (AKL) und
einer vollintegrierten SAP®‐EWM‐Systemlandschaft
sorgt heute für eine lückenlose
Verzahnung aller Prozesse: vom
Wareneingang über Lagerung und Kommissionierung
bis in die Produktion.
Das Rückgrat der Anlage: 27 Open Shuttles.
Mitten im Herzen der Produktionslogistik
von SICK übernehmen die 27 Open
Shuttles eine zentrale Rolle. Sie verbinden
das automatische Kleinteilelager mit vier
Produktionshallen und sorgen für eine
Just‐in‐Time‐Produktionsversorgung.
Die autonomen mobilen Roboter (AMR)
bewegen sich frei und sicher im Raum,
teilen Wege mit Mitarbeitenden und Routenzügen
und navigieren dank natürlicher
KNAPP automatisiert Produktionsversorgung von
SICK mit Open Shuttles und SAP® EWM
Das automatische
Kleinteilelager mit
Regalbediengerät
und 52.000 Stellplätzen
bildet die
zentrale Versorgungsstruktur
für die
gesamte Produktion
Konturenerkennung ohne zusätzliche Infrastruktur.
Schnelllauftore steuern sie autonom
an, Routen passen sie dynamisch
an, jede Fahrt ist exakt koordiniert. Als zentrale
Transporteinheit bilden sie das dynamische
Rückgrat der Produktionslogistik.
Vorteile der Open Shuttles im Überblick:
• Einfache Integration ohne bauliche
Maßnahmen
• Flexible Anpassung an neue Layouts,
Wege und Prozesse
• Just‐in‐time‐Versorgung rund um die
Uhr
• Hohe Sicherheit durch Sensorik, Signalleuchten
und integrierte Scanner
• Flexible Anbindung an die Produktion
mit Durchlaufregalen
Der neue Materialfluss: nahtlos und
vernetzt
Wareneingang
Die Anlieferung der Kleinteile für die Produktion
erfolgt in Kartons und Behältern,
22
die auf Paletten bereitgestellt werden. Der
Großteil der gelieferten Teile wird an zwei
Packplätzen von Mitarbeitenden in Behälter
umgepackt, im System erfasst und anschließend
der Fördertechnik übergeben.
Teile, die nicht umgepackt werden müssen,
werden nach der Erfassung direkt abtransportiert.
Eine integrierte Waage kontrolliert
das Gewicht der Behälter. Ein Spiralförderer
transportiert die Behälter weiter zur Deckenfördertechnik,
über die sie in das automatische
Kleinteilelager (AKL) gelangen.
Lagerung
Das automatische Kleinteilelager mit Regalbediengeräten
dient zur Lagerung der
Rohwaren und Halbfertigfabrikate. Insgesamt
stehen 52.000 Stellplätze in vier
Gassen auf 28 Ebenen zur Verfügung. Im
AKL werden drei verschiedene Behältertypen
mit und ohne Deckel eingelagert. Behälter
in der Größe 600 x 400 mm werden
zweifachtief, solche mit 400 x 300 mm
vierfachtief eingelagert. Vier Regalbediengeräte
übernehmen die Einlagerung.
Die Kommissionierstationen sowie Open
Shuttles sind direkt an das AKL angebunden.
Das AKL bildet die zentrale Versorgungsstruktur
für die gesamte Produktion.
Kommissionierung
Die Kommissionierung der Waren für
die Produktion erfolgt nach dem Ware‐zur‐Person‐Prinzip
an zwei ergonomisch
gestalteten Arbeitsplätzen der
Pick‐it‐Easy‐Serie. Anhand einer übersichtlichen
digitalen Darstellung erfolgt
die Kommissionierung sowie die Rückeinlagerung
über die Fördertechnik ins AKL.
Jeder Behälter enthält ausschließlich einen
Artikeltyp, wodurch eine sortenreine
„Die Vorteile der neuen Anlage sind die vollautomatisierten
Ein- und Auslagerungsprozesse, die Versorgung der Produktion
just-in-time, rund um die Uhr, wenn es gewünscht
wird.“
Laszlo Varga, Supply Chain Manager bei SICK Kft.
Die Open Shuttles
navigieren sicher durch
4 Produktionshallen
auf gemeinsamen
Wegen mit Personen
und Routenzügen
Kommissionierung gewährleistet wird.
Rund 50 % der im AKL gelagerten Waren
werden direkt an den Kommissionierarbeitsplätzen
verarbeitet, der Rest gelangt
per Open Shuttles direkt in die Produktion.
Produktionsversorgung.
27 Open Shuttles verbinden das AKL mit
der Produktion in vier Hallen. Die Behälter
SAP® EWM by KNAPP
orchestriert den gesamten
Materialfluss im
Lager von SICK, darunter
die optimale Beauftragung
des automatischen
Kleinteilelagers
sowie die Fahraufträge
für die Open Shuttles.
werden an Fördertechniktischen bereitgestellt
und von den AMR in die Produktion
transportiert. Dort werden sie an Durchlaufregale
übergeben, aus denen die
Mitarbeitenden die Behälter nach Bedarf
entnehmen. Halbfertigfabrikate werden
ebenso über Durchlaufregale an Open
Shuttles übergeben und zurück ins AKL
transportiert. Entlang der Route passieren
die Open Shuttles Schnelllauftore, die
über ein Steuerungsmodul mit den AMR
verbunden sind und automatisch öffnen
und schließen.
Die Software, die alles zusammenhält:
SAP® EWM by KNAPP. Das decentralized
SAP® EWM on S/4HANA steuert als
Warehouse Management System (WMS)
und Warehouse Control System (WCS)
alle Materialflüsse und bildet die komplette
Logik für alle Automatisierungstechnologien
ab. Die neue Softwarelösung
inklusive Materialflusssteuerung (MFS) ermöglicht
eine präzise Steuerung der Lastaufnahmemittel
im AKL mit vierfachtiefer
Lagerung. Auch das KiSoft Fleet Control
System (FCS) der Open Shuttles ist über
ein REST-Interface direkt in SAP® EWM
MFS integriert. Dadurch orchestriert SAP®
EWM sämtliche Lagerbewegungen, u.a.
verschiedene Varianten der Produktionsversorgung,
die von der Planung eines
komplexen Routenzugs bis hin zu individuellen
Eilaufträgen zu einzelnen Produktionsplätzen
reichen. Benutzerfreundliche
Dialoge wie an den Ware-zu-Person-Arbeitsplätzen
runden die SAP® EWM by
KNAPP-Lösung ab.
Mehr erfahren?
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Fotos: KNAPP I Niederwieser
23
Im Umbruch agieren
Logistik zwischen Krisen, Technologiesprüngen
und Service-Innovation
Intralogistik
Im Mittelpunkt der beiden Veranstaltungstage (17./18. Juni 2026) stehen das tiefere Verständnis des Strukturwandels – und konkrete
Antworten aus Praxis, Forschung und Technologie.
Krisen sind zum Dauerzustand geworden – und mit ihnen eine neue Realität für globale Lieferketten.
Der Österreichische Logistik-Tag 2026 im Design Center Linz stellt sich genau dieser Gemengelage.
Unter dem Leitthema „Im Umbruch agieren“ rückt die Veranstaltung jene Frage in den Mittelpunkt,
die derzeit viele Unternehmen umtreibt: Wie lässt sich in einer Welt wachsender Unsicherheit nicht nur
bestehen, sondern aktiv gestalten?
Geopolitik als Taktgeber der Supply
Chains. Der erste Veranstaltungstag, das
Logistik-Future-Lab, setzt bewusst bei den
globalen Rahmenbedingungen an. Analysen
zur geopolitischen Lage zeigen, wie
sehr Konflikte und Machtverschiebungen
inzwischen in operative Lieferketten eingreifen.
Blockierte Handelsrouten, Handelskriege,
Zölle, der Kampf um Energie
und Rohstoffe sowie sprunghafte Preisentwicklungen
verändern die Spielregeln
grundlegend.
Dabei wird deutlich: Die Risiken haben
sich verlagert. Nicht mehr nur punktuelle
Störungen, sondern systemische Verschiebungen
prägen das Bild. Unternehmen
stehen vor der Aufgabe, ihre Supply
Chains robuster zu gestalten und gleichzeitig
flexibel auf neue Entwicklungen zu
reagieren. Resilienz wird damit zur Kernkompetenz
eines modernen Supply Chain
Managements.
Technologie hebt SCM auf ein neues
Niveau. Parallel dazu treiben technologische
Innovationen den Wandel mit hoher
Geschwindigkeit voran. Besonders
im Fokus stehen KI-Agenten, Geo-Intelligenz
und Quantencomputing. Diese
Technologien markieren den Übergang
von rein analytischen Systemen hin zu
aktiv steuernden Lösungen.
Künstliche Intelligenz unterstützt nicht
mehr nur Entscheidungen, sondern
stößt Prozesse eigenständig an. Geo-Intelligenz
verknüpft Daten zu einem ganzheitlichen
Lagebild globaler Netzwerke.
Und Quantencomputing eröffnet perspektivisch
neue Möglichkeiten, hochkomplexe
Planungsprobleme effizient
zu lösen. Für das Supply Chain Management
bedeutet das einen fundamentalen
Paradigmenwechsel – weg von reaktiven
hin zu proaktiven, teilweise autonomen
Systemen.
Energie, Preise und neue Abhängigkeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf
der Energiefrage, die sich zunehmend
als kritischer Faktor für Wettbewerbsfähigkeit
erweist. Schwankende Ölpreise
und steigende Energiekosten wirken
entlang der gesamten Wertschöpfungskette
und treffen besonders energieintensive
Branchen.
Gleichzeitig rückt Wasserstoff als möglicher
Gamechanger in den Fokus. Erste
industrielle Anwendungen zeigen, wie
sich durchgängige Wasserstoff-Supply-Chains
aufbauen lassen – von der
Produktion bis zur Nutzung in Logistik
und Industrie. Die Botschaft ist klar:
Energie- und Logistiksysteme müssen
künftig integriert gedacht werden.
Automatisierung – Läger bald ohne
Menschen? Auch innerhalb der Lagerund
Produktionslogistik zeichnen sich
24
tiefgreifende Veränderungen ab. KI-gestützte
Robotik, autonome Systeme und
„Dark Warehouses“ – also weitgehend
menschenleere Lager – sind keine Zukunftsvision
mehr, sondern rücken in
greifbare Nähe.
Moderne Hardware ermöglicht es, komplexe
KI-Modelle direkt im operativen
Umfeld einzusetzen. Gleichzeitig entstehen
neue Konzepte für Effizienzsteigerung,
etwa durch humanoide Roboter.
Die Intralogistik entwickelt sich damit zu
einem hochdynamischen Innovationsfeld,
in dem Produktivität und Flexibilität
neu definiert werden.
Fotos: VNL
Österreichischer Logistik-Tag 2026
17./18. Juni | Design Center Linz
(Die Veranstaltungstage sind separat buchbar)
Komplexität und Disruption beherrschen.
Am zweiten Veranstaltungstag
rückt die Praxis in den Mittelpunkt. Unternehmen
zeigen konkrete Ansätze, wie
sich die zuvor skizzierten Herausforderungen
operationalisieren lassen. Im Fokus
stehen unter anderem datengetriebene
End-to-End-Planung, Strategien
zur Reduktion von Abhängigkeiten sowie
neue Modelle der Zusammenarbeit
entlang der Lieferkette.
Ein zentrales Thema ist dabei die Steuerung
von Supply Chains unter hoher
Volatilität. Beispiele aus der Halbleiterindustrie
oder der Automobilzulieferbranche
verdeutlichen, wie datenbasierte
Modelle helfen, Nachfrage und Kapazitäten
besser auszubalancieren und typische
Effekte wie den Bullwhip-Effekt zu
reduzieren.
E-Trucking nimmt Fahrt auf. Neben Resilienz
und Produktivität gewinnt auch
• Tag 1 – Logistik-Future-Lab (17. Juni 2026): Geopolitik und Logistik, Energiewende mit Wasserstoff,
KI-Agenten & Quantencomputing, Robotics im Lager
• Tag 2 – Österreichischer Logistik-Tag (18. Juni 2026): Komplexe Industrie-Supply-Chains steuern,
E-Trucking im Gesamtsystem, Produktivität in der Intralogistik, intermodale Transportketten, KI für
Handels-Supply-Chains
Highlights, die Sie nicht verpassen sollten:
• Brennpunkte der Welt einordnen: Karim el-Gawhary, Gerhard Mangott, Josef Braml, Gabriel
Felbermayr
• Wie bleiben globale Lieferketten steuerbar? Stefan Lampl (EU-Militärstab) Enikö Györfi (ÖBB),
Markus Panhauser (DHL)
• Trade Enabler: Neue Märkte erschließen mit der Logistikwirtschaft, inkl. DP World
• Circular Intelligence: die Antithese zu langen, verwundbaren Lieferketten mit Werner & Mertz
(Erdal, Frosch…), Salesianer Miettex
• Gamechanger im SCM: KI-Agenten, Geo-Intelligenz & Quantencomputing
• Intralogistik: NVIDIA und Microsoft vs. pragmatischer Lösungen
• Humanoider Roboter und Doppelkufensystem: Österreich-Premiere von IONO und Filics
• KI und Automatisierung bei internationalen Einzelhändlern: Schwarz Gruppe (Lidl) und El Corte Inglés
• Was hindert uns am Dark Warehouse? Max Meister
• Visibility in intermodalen Transportketten: Mehrwert für Kunden und neue Entwicklungen
• Produktivität in Materialfluss und Kommissionierung: Lagerlift, Robotik, Echtzeit-Lokalisierung
• Die Innovationskraft von 60 Lösungsanbietern in der Fachausstellung!
Warum Sie teilnehmen sollten: 60 Aussteller, 800 Supply-Chain- und Logistik-Profis, 70 Referenten in 6
Keynotes und 14 Themenschwerpunkte bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue Ideen für Ihr Unternehmen.
Programm und Anmeldung: www.vnl.at
60 Aussteller, 800 Supply-Chain- und Logistik-Profis, 70 Referenten in 6 Keynotes und 14
Themenschwerpunkte bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue Ideen für Ihr Unternehmen
Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung.
Konzepte wie zirkuläre Wertschöpfung
oder die Elektrifizierung von Transporten
zeigen, dass ökologische Ziele zunehmend
mit wirtschaftlichen Vorteilen verknüpft
werden.
Projekte im Bereich E-Trucking oder
energieautarker Logistiksysteme verdeutlichen,
dass die Transformation bereits
in vollem Gange ist.
Transparenz in Intermodalketten.
Schließlich rückt auch die Frage nach
Transparenz in den Fokus. Gerade in intermodalen
Transportketten fehlt häufig eine
durchgängige Sicht auf Sendungen und
Prozesse. Neue Technologien und Plattformen
sollen hier Abhilfe schaffen und
eine End-to-End-Visibility ermöglichen.
Proaktiv agieren. Der Österreichische
Logistik-Tag 2026 macht deutlich: Die
Logistik steht an einem Wendepunkt.
Geopolitik, Technologie, Energie und
Nachhaltigkeit greifen ineinander und
zwingen Unternehmen, ihre Supply
Chains grundlegend neu zu denken.
Wer in diesem Umfeld bestehen will,
muss aktiv gestalten. Im Umbruch zu
agieren bedeutet, Unsicherheit nicht als
Risiko, sondern als Ausgangspunkt für
Innovation zu begreifen.
[pl]
25
Planbare Autonomie und
Real-Time-Fahrkursänderung
Intralogistik
DS AUTOMOTION zeigte auf der LogiMAT 2026 die
nächste Stufe der AMR-Inbetriebnahme: Mit NAVIOS
Cockpit 3.0 werden Fahrkurse flexibel geändert und Anlagen
effizient optimiert – ohne Betriebsunterbrechung.
DS AUTOMOTION demonstrierte damit wie sich Intralogistikprozesse
in Echtzeit anpassen lassen.
DS AUTOMOTION zeigte auf der Logi-
MAT 2026, wie flexibel sich fahrerlose
Transportsysteme und autonome mobile
Roboter (AMR) an unterschiedliche Logistik-
und Kundenanforderungen anpassen
lassen. Im Mittelpunkt stand die neue
Version des Flottenmanagers NAVIOS
Cockpit 3.0 mit dem innovativen Fahrkursplanungstool
von NAVIOS. Und das
zeigten die Expert:innen von DS AUTO-
MOTION zweimal täglich in moderierten
Live-Demonstrationen mittels einer realen
AMR-Anlage. Diese demonstrierte,
wie sich autonome Transportfahrzeuge
schnell, flexibel und planbar in bestehende
Intralogistikprozesse integrieren lassen. In
der auf der Messe gezeigten Anlage wurde
anschaulich, wie flexibel sich Materialflüsse
heute steuern lassen. Zwei autonome
Fahrzeuge wurden zentral über NAVIOS
koordiniert, während sich Fahrwege und
Übergabepunkte in Echtzeit anpassen ließen.
Das System sorgte dabei automatisch
für reibungslose Abläufe, indem es Platzverhältnisse
berücksichtigte und kritische
Bereiche so optimierte, dass es zu keinen
Störungen im Betrieb kam.
Schnellere Inbetriebnahme, höhere Flexibilität.
Was früher umfangreiches Expertenwissen
erforderte, wird nun dank
des Flottenmanagers NAVIOS Cockpit 3.0
weitgehend automatisiert. Damit reduziert
sich auch der Aufwand für die Inbetriebnahme
neuer Anlagen, die Anpassungen
im laufenden Betrieb sowie Layoutänderungen
bei neuen Anforderungen. Die
gesamte Anpassung erfolgt in weniger als
drei Minuten – ohne Unterbrechung des
Betriebs. Damit zeigte DS AUTOMOTION
drei zentrale Aspekte moderner AMR-Systeme:
die planbare Autonomie der Fahrzeuge,
die Real-Time-Anpassung von
Auf der LogiMAT 2026 zeigte DS Automotion, wie flexibel sich fahrerlose
Transportsysteme und autonome mobile Roboter (AMR) an unterschiedliche
Logistik- und Kundenanforderungen anpassen lassen
Fahrkursen in wenigen Minuten sowie die
transparente Analyse und Optimierung einer
Anlage.
Flexibilität trifft Kontrolle. Ein zentrales
Merkmal der Navigations-Lösung ist die
sogenannte planbare Autonomie. Dabei
wird das Verhalten der Fahrzeuge gezielt
gesteuert. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge
Hindernissen aktiv im autonom
angelegten Bereich ausweichen und im
spurgeführten Bereich kontrolliert stoppen.
Dieses zonenbasierte Verhalten ermöglicht
es, die Vorteile von freier Navigation
und klassischer Spurführung zu kombinieren.
Für dieses Konzept wurde DS AU-
TOMOTION 2023 mit dem International
Intralogistics and Forklift Truck of the Year
– IFOY Award ausgezeichnet.
Fotos: DS Automotion
Das NAVIOS Cockpit
schafft Transparenz
durch umfassende
Analysefunktionen
und ermöglicht
eine kontinuierliche
Auswertung der
gesamten Anlage.
Transparenz durch umfassende Analysefunktionen.
Das NAVIOS Cockpit schafft
Transparenz durch umfassende Analysefunktionen
und ermöglicht eine kontinuierliche
Auswertung der gesamten Anlage.
Verkehrsflüsse und potenzielle Engpässe
werden ebenso sichtbar wie die Auslastung
der Fahrzeuge und die erbrachte
Transportleistung. Betreiber:innen erhalten
damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage,
erkennen Optimierungspotenziale
frühzeitig und können gezielt
Maßnahmen ableiten, um die Effizienz
einer Anlage nachhaltig zu steigern. [pl]
26
Neue Lösungen für das
smarte Interact Licht-
managementsystem
Signify, der Weltmarktführer für Beleuchtung, hat im Rahmen
der Light + Building 2026 gleich mehrere Neuheiten
für sein intelligentes Lichtmanagementsystem Signify Interact
vorgestellt. Die neuen Lösungen helfen Gebäude
intelligenter und nachhaltiger zu gestalten.
Foto: Signify
Der neue KI-Assistent Bulbi steht rund
um die Uhr zur Verfügung. Künstliche
Intelligenz spielt für Signify Interact
eine wichtige Rolle: Mit Bulbi erhält
die Plattform einen kontextbewussten
KI-Assistenten, der beispielsweise Anleitungen
liefert und bei der Behebung
von Fehlern hilft. Er legt die Basis für
eine First-Line-Support-Automatisierung
vor Ort. Darüber hinaus unterstützt
die künstliche Intelligenz bei der Inbetriebnahme
eines neuen Interact Systems:
Kurze Sprach- oder Textbefehle
genügen und die KI weiß, was sie zu tun
hat. Die gesamte Architektur von Signify
Interact wird KI-fähig, was sich auch im
neuen Interact Gateway zeigt. Dieses
wächst in seiner Kapazität. Über ein einziges
Gateway lassen sich künftig bis zu
200 Lichtpunkte verbinden, wobei ein
Projekt aus bis zu 100 Gateways bestehen
kann. Bestens verbunden: Dass sich
die Energy Performance of Buildings Directive
(EPBD), die den Gebrauch einer
effizienten Gebäudeautomation europaweit
vorschreibt, mit Signify Interact
konsequent umsetzen lässt, hängt unter
anderem mit den APIs (Application Programming
Interfaces / Programmierschnittstellen)
zusammen, über die sich
Vernetztes Licht:
Interact sorgt für
mehr Energieeffizienz
und Komfort.
die Plattform mit anderen Systemen zur
Gebäudeautomation verbinden lässt. So
entsteht ein nahtloses Zusammenspiel,
das Gebäude intelligenter und nachhaltiger
macht.
Interact Building Suite – mehr Möglichkeiten
und einfachere Interaktion.
Die neue Interact Building Suite erweitert
den Funktionsumfang des intelligenten
Lichtmanagementsystems: Die
Analysen zum Energieverbrauch, der
Raumbelegung oder dem allgemeinen
Systemzustand sind jetzt deutlich umfangreicher
und KPIs lassen sich auf
mehrere Gebäude übertragen. Zudem
kann die Wartung nun vorausschauend
erfolgen – basierend auf der Lebensdauer
und den bisherigen Betriebsstunden
der Beleuchtung.
Unterstützung im Alltag: Vorgeschriebene
Tests der Notbeleuchtung können
über die Interact Building Suite automatisiert
durchgeführt werden und die
Dokumentation wird vom System übernommen.
Dabei wird die Interaktion mit
Signify Interact dank KI-basierter Features
noch einfacher: Bestimmte Daten
können künftig verbal – durch Spracheingabe
– abgefragt werden. Das Interact
Dashboard bereitet diese anschließend
übersichtlich auf. So spart man
wertvolle Zeit und Aufwand. [pl]
Weitere Informationen zu Interact:
www.signify.com/de-at
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WINTERGROUPGMBHGewerbestraße , AT- Hof am Leithaberge, + () , office@wintergroup.com
27
PALETTEN|HACKGUT|LOGISTIK|MÖBEL
Neue Cobot-Familie kombiniert
hohe Geschwindigkeit und
höhere Traglasten
Intralogistik
ABB Robotics verbindet die Flexibilität von Cobots mit höheren Traglasten und gesteigerter Performance:
Mit der Einführung von PoWa bringt das Unternehmen eine neue Cobot-Familie auf den
schnell wachsenden globalen Markt für kollaborative Robotik, der nach Schätzungen von ABB Robotics
bis 2028 jährlich um 20 Prozent wachsen wird.
Foto: ABB Robotics
„Der Markt für Cobots wächst deutlich
schneller als der für herkömmliche Industrieroboter
– befeuert durch die Nachfrage
sowohl von kleinen und mittelständischen
Unternehmen, die ihre Automatisierungsreise
beginnen, als auch von großen Industrieunternehmen“,
betont Andrea Cassoni,
Leiter Kollaborative Roboter bei ABB
Robotics. „Diese Kunden wünschen sich
höhere Geschwindigkeiten und Traglasten,
aber auch eine einfachere Bedienung
und kompakte Ausführungen. Und: Etablierte
Hersteller möchten Anwendungen
mit höheren Lasten und schnellen Taktzeiten
automatisieren – ohne die Komplexität
herkömmlicher Industrieroboter.
Wir erfüllen diese Anforderungen nun mit
der weltweiten Markteinführung unserer
ultraschnellen Cobot-Familie PoWa – ein
Name, der für leistungsstarke, industrielle
Performance in einer kompakten kollaborativen
Roboterausführung steht.“
Die neue PoWa-Familie schließt eine seit
Langem bestehende Marktlücke: zwischen
klassischen Cobots, denen häufig
die für industrielle Anwendungen notwendige
Geschwindigkeit und Traglast fehlen,
und herkömmlichen Industrierobotern,
die für hochspezialisierte, groß angelegte
Automatisierungsumgebungen konzipiert
sind und damit oft über die Anforderungen
kollaborativer Anwendungen hinausgehen.
PoWa erweitert das umfassende Cobot-Portfolio
von ABB Robotics um industrielle
Leistungsmerkmale, darunter sechs
Traglastklassen von 7 bis 30 Kilogramm,
die größte Reichweite und höchste zusätzliche
Armlast sowie eine führende Spitzengeschwindigkeit
von bis zu 5,8 m/s.*
PoWa wurde speziell für kompakte Umgebungen
entwickelt und eignet sich ideal für
Anwendungen wie die Hochgeschwindigkeits-Maschinenbeladung,
Palettier- und
Schraubprozesse sowie das Lichtbogenschweißen.
Damit ermöglicht der Cobot
Herstellern die Automatisierung schnellerer
Prozesse mit höheren Lasten, während
die charakteristischen Vorteile kollaborativer
Robotik – Flexibilität, einfache
Bedienung und geringer Platzbedarf – erhalten
bleiben.
PoWa-Cobots sind dank programmierbarer
Tasten an der armseitigen Schnittstelle
und No-Code-Programmierung besonders
einfach zu bedienen und mit einem
umfangreichen Ökosystem an Zubehör
von Drittanbietern kompatibel. Sie sind
zudem innerhalb einer Stunde einsatzbereit
und ermöglichen nahtloses Plug-and-
Play mit einer Vielzahl von Tools, wobei sie
Konnektivität und Leistung auf industriellem
Niveau mit der Flexibilität kollaborativer
Robotik verbinden.
Angetrieben von der ABB-Steuerungsplattform
OmniCore bieten die neuen
PoWa-Cobots eine erstklassige Bewegungssteuerung
sowie eine hohe Geschwindigkeit
und Präzision. Sie lassen sich
in die wachsende Palette an KI-gestützter
Software von ABB Robotics integrieren –
darunter RobotStudio® und Wizard Easy
Programming, die eine intuitive Programmierung,
schnelle Inbetriebnahme und
maximale Betriebszeit ermöglichen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Vision
von ABB Robotics für autonome und vielseitige
Robotik („Autonomous Versatile
Robotics“, kurz AVR) ist es, kollaborative
Roboter in die Lage zu versetzen, mehr
Aufgaben an mehr Orten zu übernehmen
– schneller, sicherer und intelligenter. Mit
der Entwicklung einer neuen Generation
intelligenter, flexibler und anpassungsfähiger
kollaborativer Roboter erweitert ABB
Robotics deren Fähigkeit, selbstständig zu
lernen, zu verstehen und zu planen, und
verleiht ihnen damit ein neues Maß an Autonomie
und Vielseitigkeit.
[pl]
28
Mit der neuen Cobot-Familie
PoWa schließt ABB Robotics
die Lücke zwischen klassischen
Cobots und herkömmlichen
Industrierobotern. Damit können
Hersteller schnellere Prozesse mit
höheren Lasten automatisieren
Termintreue bei
jedem Wetter
Intralogistik
Fotos: voestalpine Krems Finaltechnik GmbH
Harz, Halberstadt, Hochregal. Der Blick über das neue Hochregallager reicht bis zur markanten
Halberstädter Turmsilhouette und dem mythenumwobenen Brockengipfel.
Beim Bau des Hochregallagers für das Global Parts Center Halberstadt hat die voestalpine Krems Finaltechnik
einmal mehr ihre logistische und planerische Stärke bewiesen. In enger Zusammenarbeit
mit dem Systemintegrator Körber Supply Chain GmbH entstand im Vorharzgebiet ein neuer 40-Meter-Regalbau
in gewohnter Termintreue – trotz teils widrigster Wetterverhältnisse.
Der Harz ist nicht das größte der
deutschen Mittelgebirge, aber
mit dem mythenumwobenen
Brocken sicher eines der Bekannteren.
Seiner Gipfelhöhe hat das in Sichtweite
entstandene Hochregallager der Daimler
Truck AG nichts entgegenzusetzen,
trotzdem nimmt es eine markante Position
im Vorharzgebiet ein.
Hochregallager Daimler Truck AG, Halberstadt,
Deutschland – Fakten
• Standort Halberstadt, Sachsen-Anhalt,
Deutschland
• Einfachtiefes Linienlager in Silobauweise
mit 79.344 Paletten-Stellplätzen
• Maße: (L/B/H) 106/101/40 Meter
• 21 Gassen mit Regalbediengeräten
Landmarke für Logistik. „Für die Region
stellt das Logistik-Center mit unserem
Hochregalbau ein echtes Leuchtturmprojekt
dar“, ist sich Michael Misek, Projektleiter
der voestalpine Krems Finaltechnik,
sicher. „Wir sind daher sehr stolz, gemeinsam
mit dem Systemintegrator Körber
Supply Chain GmbH an diesem Großprojekt
mitgearbeitet zu haben.“ Das Global
Parts Center in Halberstadt erweitert das
Selbstbild der Stadt vom „Tor zum Harz“
zum Schlüssel zur Welt. Denn bereits seit
Ende 2025 sichert es den globalen Ersatzteilnachschub
für Nutzfahrzeuge.
Von Halberstadt werden nun 20 Logistikzentren
in aller Welt beliefert. „Das Hochregallager
trägt mit seinen fast 80.000
Gitterbox-Stellplätzen zur Erfüllung dieser
herausfordernden Aufgabe bei und
wirkt mit seiner Höhe von fast 40 Metern
als Landmarke dieses Standorts“, unterstreicht
Misek.
Sichere Gründung. Für den Bau dieses
weithin sichtbaren Lagers am Halberstädter
Ortseingang hat der Hochregal-Spezialist
aus dem österreichischen Krems 4.100
Tonnen Stahl eingesetzt. Ein Gewicht, das
nach gründlicher statischer Planung und sicherer
Fundamentierung verlangt; der Baugrund
wurde daher mit 3.000 Bohrpfählen
gesichert. Die geologischen Bedingungen
für die Gründung des Gebäudes seien herausfordernd
gewesen, bestätigt die Projektleitung
der voestalpine Krems Finaltechnik
GmbH.
Wildes Wetter. Welchen wichtigen Faktor
gegenseitiges Vertrauen und enge Zusammenarbeit
bei solchen Großprojekten darstellen,
erwies sich im Januar letzten Jahres,
als die Wettersituation im Nordharzgebiet
die weitere Errichtung des Hochregallagers
eine Zeitlang unmöglich machte: 22
Schlechtwettertage verzögerten die Weiter-
30
führung von Bau- und Montagearbeiten innerhalb des straff bemessenen
Zeitkorridors. Eine Situation, in der sich die große Erfahrung
des Teams der voestalpine Krems Finaltechnik und ihre
enge Kooperation mit Körber Supply Chain GmbH bewährten:
„Durch eine hervorragende Arbeitsorganisation und optimierte
Lieferlogistik konnten wir 10 Tage, also nahezu die Hälfte dieses
wetterbedingten Zeitverlusts, wieder hereinholen“, berichtet das
voestalpine-Tochterunternehmen.
Erfolgreiche Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Kooperation
des Hochregalspezialisten voestalpine Krems Finaltechnik mit
dem Systemintegrator und allen weiteren beteiligten Unternehmen
hat eine der Grundlagen für die pünktliche Inbetriebnahme
des Global Parts Center der Daimler Truck AG gesichert. Von den
Lager- und Versandflächen in Halberstadt konnten bereits Ende
letzten Jahres Lieferungen an Logistikzentren in Europa, der Türkei,
Brasilien, China und in anderen Ländern herausgehen, die ihrerseits
die Ersatzteilversorgung von rund 3.000 regionalen Fahrzeughändlern
sicherstellen. Wie voestalpine-Projektleiter Michael
Misek betont, könne man einmal mehr stolz sein auf die perfekte
Logistik, die optimierte Zusammenarbeit und die sichere Umsetzung
bei der Errichtung des Halberstädter Hochregallagers.
Kurzprofil. Die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH ist ein Unternehmen
des voestalpine-Konzerns (Metal Forming Division)
mit Sitz in Krems, Niederösterreich. Die über 250 Mitarbeiter:innen
erzielten im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 131,2
Millionen Euro. Der Spezialist für Hochregallager und Straßensicherheit
vereint am Standort Krems Profilentwicklung und -erzeugung
sowie Weiterverarbeitung bis zur schlüsselfertigen Lösung.
Nachhaltige Logistik im Einklang mit der Landschaft. 4.100 t Stahl
vom Vorreiter nachhaltiger Stahlerzeugung, dem Stahl- und Technologiekonzern
voestalpine, sind im Hochregallager verbaut
Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern
mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz.
Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund
500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern
auf allen fünf Kontinenten. Der voestalpine-Konzern notiert
seit 1995 an der Wiener Börse. Mit seinen Premium-Produkt- und
Systemlösungen zählt er zu den führenden Partnern der Automobil-
und Maschinenbauindustrie sowie der Luftfahrt- und Energieindustrie
und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen
und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt
sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel
einen klaren Plan zur Transformation der Stahlproduktion.
Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte der Konzern bei einem Umsatz
von 15,7 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,3
Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 49.700 Mitarbeiter:innen.
[pl]
31
Sichere und ergonomische
Abläufe in der Flurfördertechnik
Intralogistik
Um Unternehmen bei der Gestaltung sichererer und effizienterer Arbeitsabläufe zu unterstützen,
stellte Toyota Material Handling auf der LogiMAT 2026 ein neues Assistenzsystem zur Bedienererkennung
vor. Aber das war bei weitem nicht die einzige Neuvorstellung: Auch die nächste Generation des
Traigo80 feierte in Stuttgart Premiere.
Operator Detection Assist (ODA) ist
eine intelligente, optionale Sicherheitsfunktion
für Toyotas Elektro-Nieder-
und Hochhubwagen. Durch
die Kombination aus moderner Sensortechnologie
und Echtzeitreaktionen des
Mitgängergeräts trägt das System dazu
bei, die Füße der Bediener zu schützen,
Fehlbedienungen zu reduzieren und eine
kontrollierte Handhabung im täglichen
Einsatz zu gewährleisten.
Für Sicherheit entwickelt – für Vertrauen
konzipiert. Moderne Lager erfordern gleichermaßen
Geschwindigkeit und Präzision.
In dynamischen Logistikumgebungen
mit hoher Betriebsdichte, engen Fahrwegen
und schweren Lasten hat Sicherheit
daher oberste Priorität.
Das Assistenzsystem Operator Detection
Assist (ODA) erweitert die Mitgängergeräte
von Toyota Material Handling um eine
zusätzliche, proaktive Sicherheitsebene.
Es überwacht kontinuierlich die Position
des Bedieners und passt bei potenziell kritischen
Situationen automatisch die Geschwindigkeit
des Geräts an – Zielsetzung
ist, Unfälle bereits im Ansatz zu vermeiden.
„Mit Operator Detection Assist setzen
wir neue Maßstäbe für das, was Kunden
von unseren Deichselgeräten erwarten
können“, erklärt Jimmy Henrard, Product
Manager Safety Solutions bei Toyota Material
Handling Europe. „Unser Ziel ist es,
Geräte zu entwickeln, die Bediener aktiv
unterstützen und nicht nur auf sie reagieren.
Durch die kontinuierliche Überwachung
von Steuerungsimpulsen, Position
und Fahrzeugbewegungen passt ODA
die Leistung intelligent an und ermöglicht
so reibungslosere und sicherere Abläufe
in allen Einsatzbereichen. Genau in diese
Richtung entwickeln wir uns – hin zu adaptiven
Technologien, die unseren Kunden
klare Vorteile bei Sicherheit, Bedienkomfort
und Produktivität bieten.“
Die intelligente Unterstützung sorgt für
gleichmäßigere Arbeitsabläufe und reduziert
das Risiko von Arbeitsunfällen. Bediener
profitieren von einem Flurförderzeug,
Das Assistenzsystem Operator Detection Assist (ODA) überwacht kontinuierlich
die Position des Bedieners und passt bei potenziell kritischen Situationen
automatisch die Geschwindigkeit des Geräts an
das aktives Sicherheitsverhalten unterstützt
– etwa beim Manövrieren in schmalen
Gängen oder in stark frequentierten
Verladebereichen.
Sicherheit in jeder Bewegung. Im Zentrum
von ODA steht eine intelligente Sensorik,
die kontinuierlich die Position des
Bedieners relativ zum Mitgängergerät erfasst.
Befindet sich der Bediener vor dem
Flurförderzeug, erkennt das System seine
Position innerhalb definierter Sicherheitszonen
und passt Geschwindigkeit,
Beschleunigung sowie Bremsverhalten
automatisch an. Dadurch wird die kinetische
Energie reduziert und das Risiko von
Fußverletzungen deutlich verringert.
Das System arbeitet mit drei klar definierten
Zonen:
• Rote Zone – Stoppbereich, in dem das
Flurförderzeug sofort anhält
• Dunkelgrüne Zone – reduzierte Fahrgeschwindigkeit
• Hellgrüne Zone – reduzierte Beschleunigung
und deckt alle übrigen
Bereiche ab
Gemeinsam bilden diese Zonen ein dynamisches
Sicherheitskonzept, das den Bediener
bei jeder Bewegung unterstützt.
Bei Kurvenfahrten aktiviert der Lenkwinkel
automatisch einen sogenannten
Soft Mode, der Geschwindigkeit und Beschleunigung
reduziert. Dadurch bleibt
das Flurförderzeug auch in Kurven jederzeit
kontrollierbar. Sämtliche Anpassungen
erfolgen automatisch und ohne
zusätzliche Bedienhandlungen, sodass
die Produktivität im Arbeitsalltag erhalten
bleibt.
Für längere Wegstrecken steht zudem ein
Transportmodus zur Verfügung. Dieser
deaktiviert vorübergehend ausgewählte
Funktionen, um längere Gehstrecken
ohne unnötige Eingriffe zu ermöglichen.
Sobald sich die Geschwindigkeit des Geräts
verändert, werden die Sicherheitszonen
automatisch wieder aktiviert.
Anpassbar an individuelle Anforderungen.
Da jeder Betrieb unterschiedliche
Anforderungen stellt, lässt sich ODA flexibel
konfigurieren. So können Unternehmen
beispielsweise die Länge der Stopp-
32
Fotos: Toyota Material Handling
zone oder weitere Betriebsparameter an
ihre spezifischen Arbeitsabläufe und Sicherheitsrichtlinien
anpassen.
Auf diese Weise kann das Assistenzsystem
optimal auf die jeweilige Lagerumgebung
abgestimmt werden – ohne Kompromisse
bei Leistung oder Produktivität.
Ein intelligenter Schritt zu mehr Sicherheit.
Mit Operator Detection Assist erhalten
Unternehmen mehr als nur eine zusätzliche
Sicherheitsfunktion. Das System unterstützt
sie dabei, sichere, effiziente und bedienerfreundliche
Arbeitsplätze zu gestalten.
Durch vorausschauende Sensorik und automatische
Reaktionen trägt ODA dazu bei,
Risiken zu minimieren, Fehlbedienungen zu
vermeiden und eine gleichmäßige Handhabung
der Geräte im täglichen Einsatz sicherzustellen.
Das Assistenzsystem von Toyota Material
Handling ist damit ein weiterer Schritt hin zu
noch sichereren Arbeitsumgebungen beim
Einsatz von Niederhub- und Hochhubwagen
mit Deichsel.
Neue Maßstäbe im Schwerlastsegment.
Mit dem Toyota Traigo80 stellte Toyota Material
Handling auf der LogiMAT eine neue
Generation elektrischer Gegengewichtsstapler
für anspruchsvolle Schwerlastanwendungen
vor. Der Traigo80 wurde für intensive
Einsätze in unterschiedlichen Umgebungen
konzipiert. Die Baureihe ist in fünf Varianten
erhältlich – wahlweise mit 80-Volt-Batterie
oder als High-Performance-Version mit
90-Volt-Batterie. Für maximale Flexibilität
stehen sowohl ein Standard- als auch ein
kompaktes Chassis zur Verfügung.
Je nach Modell variieren die Lastschwerpunkte
zwischen 500 mm und 600 mm
und tragen so entscheidend zu Stabilität
und sicherer Hubleistung bei. Optisch folgt
der Traigo80 dem modernen Design der
Traigo-Familie, das bereits beim Toyota Traigo_i
mit renommierten Auszeichnungen wie
dem German Design Award und dem Red
Dot Award prämiert wurde. Seine Stärken
Bei der Entwicklung
der Traigo80-Serie
stand der Fahrer
im Mittelpunkt.
Ein entkoppelter
Fahrerarbeitsplatz
reduziert Vibrationen
und Geräuschbelastung
spürbar
spielt der Elektrostapler insbesondere in
anspruchsvollen Branchen wie der Getränkeindustrie
aus, wo hohe Umschlagleistungen
und zuverlässiger Dauerbetrieb gefragt
sind.
„In vielen Einsatzbereichen – etwa in der Getränkeindustrie,
der Baustoffbranche oder
in der Logistik – sind leistungsstarke und
gleichzeitig emissionsfreie Stapler heute
unverzichtbar. Besonders im Tragfähigkeitssegment
von 3,5 bis 5 Tonnen zeigt sich, wie
hoch die Anforderungen unserer Kunden
sind. Mit dem Toyota Traigo80 bieten wir
dafür eine leistungsfähige und effiziente Lösung“,
erklärt Mag. Oskar Zettl, Geschäftsführer
Toyota Material Handling Austria.
Flexible Energielösungen für jede Anwendung.
Der Traigo80 ist mit unterschiedlichen
Energieoptionen erhältlich – Lithium-Ionen-Batterie,
Blei-Säure-Batterie
oder Brennstoffzelle – und deckt damit sowohl
gelegentliche als auch intensive Einsatzprofile
ab.
Bereits die 80-Volt-Variante überzeugt
durch einen energieeffizienten Betrieb und
Der Traigo80 ist mit
unterschiedlichen
Energieoptionen
erhältlich – Lithium-Ionen-Batterie,
Blei-Säure-Batterie
oder Brennstoffzelle
– und deckt damit
sowohl gelegentliche
als auch intensive
Einsatzprofile ab
eignet sich ideal für hochfrequente Anwendungen.
Die optionale High-Performance-Version
mit 90 Volt bietet darüber hinaus
ein höheres Drehmoment, Fahrgeschwindigkeiten
von bis zu 20 km/h sowie einen
verbesserten Schutz gegen Staub und Wasser
(IP54).
Zusätzlich ermöglicht sie bis zu 30 % höhere
Hubgeschwindigkeiten, bessere Rampenleistung
und bis zu 12 % Energieeinsparung
im Vergleich zu vorherigen Modellen.
„In der Intralogistik entsteht echte Leistung
aus der Balance zwischen Kraft und Kontrolle.
Der Traigo80 vereint beides – mit präziser
Steuerung, moderner Technologie und
einem durchdachten Design bis ins Detail“,
betont Oskar Zettl.
Komfort, Ergonomie und Sicherheit im Fokus.
Bei der Entwicklung der Traigo80-Serie
stand der Fahrer im Mittelpunkt. Ein
entkoppelter Fahrerarbeitsplatz reduziert
Vibrationen und Geräuschbelastung spürbar.
Sanftes, regeneratives Bremsen und
Beschleunigen sowie eine ausgezeichnete
Rundumsicht unterstützen ein präzises und
komfortables Arbeiten.
Auch Wartung und Service wurden vereinfacht:
Wichtige Komponenten sind über
eine leicht zugängliche Klappe am Kontergewicht
schnell erreichbar.
Der Stapler lässt sich zudem individuell
konfigurieren, etwa mit einem interaktiven
Farb-Touchscreen, einer neuen Armlehne
mit verschiedenen Bedienoptionen oder einem
Glasdach für bessere Sicht und zusätzliche
Sicherheit.
Für ein hohes Sicherheitsniveau sorgen das
System für aktive Stabilität (SAS), ein Batterietür-Sensor
sowie optionale Assistenzsysteme
wie SEnS+, Hinderniserkennung,
Rückfahrkamera und intelligente Beleuchtung.
[pl]
33
all about automation
feiert Premiere in Wels
Mit der ersten all about automation
in Wels bringt der Veranstalter
Easyfairs am 20. und 21. Mai 2026
sein erfolgreiches Messekonzept
erstmals nach Österreich. Die Fachmesse
für Industrieautomation, Robotik
und Digitalisierung startet in
der Messe Wels direkt mit einer vollständig
ausgebuchten Halle 22 und
270 Ausstellern. In dieser Größenordnung
war das Thema Automation
in Österreich seit Jahren nicht mehr
auf einer Fachmesse vertreten.
all about automation
Die all about automation ist eine
etablierte Messereihe in Deutschland
und der Schweiz und gilt als
erfolgreichstes regionales Messeformat
für Automatisierung. Mit der Premiere
in Wels entsteht nun auch in Österreich
eine Plattform, die die gesamte Bandbreite
moderner Automatisierungslösungen
kompakt und praxisnah abbildet
– von Komponenten und Systemen über
Software bis hin zu Engineering- und Integrationsleistungen.
Dabei präsentieren
internationale und österreichische Technologieanbieter
ebenso wie Systemintegratoren,
Engineeringbüros und
spezialisierte Umsetzungspartner ihr Angebot
und ihre Lösungen.
Ein besonderes Merkmal der all about
automation ist das kompakte Messekonzept:
übersichtlich, mit kurzen Wegen
und einer persönlichen Atmosphäre. Alle
Aussteller präsentieren sich in einem
einheitlichen Standkonzept und auf vergleichbaren
Flächen. So entstehen Gespräche
auf Augenhöhe und ein direkter
all about automation Wels
Termin: 20. bis 21. Mai 2026
Ort: Messe Wels, Halle 22
Zeiten: Mi.: 9 bis 17 Uhr
Do.: 9 bis 16 Uhr
Veranst.: Easy Fairs Deutschland GmbH
Internet: www.automation-wels.at
Auf der all about automation treffen sich Anwender und Entscheider mit Herstellern von
Automatisierungskomponenten und -systemen, Anbietern von Robotiklösungen, Integratoren,
Digitalisierungsexperten, Softwareanbietern, Dienstleistern und Distributoren
Austausch über konkrete Anwendungen
und Projekte – von der Maschinenautomation
bis zur digitalen Vernetzung von
Anlagen.
Messekonzept setzt auf Austausch
statt Inszenierung. Ein zentraler Unterschied
zu klassischen Industriemessen
ist das Konzept der all about automation.
Alle Aussteller präsentieren sich in einem
einheitlichen Systemstandbau und auf
vergleichbaren Flächen. Der Fokus liegt
damit nicht auf der Größe der Stände,
sondern auf den Inhalten, den Lösungen
und den Gesprächen.
Die kompakte Hallenstruktur sorgt für
kurze Wege und eine hohe Übersichtlichkeit.
Besucher finden schnell die für
sie relevanten Anbieter und können sich
gezielt austauschen.
Auch das Servicekonzept ist bewusst auf
Effizienz ausgelegt: Eintritt, Messe-Apps,
Vorträge sowie Snacks und Getränke auf
den Kommunikationsflächen sind im Besuch
enthalten. Auch der Parkplatz am
Messegelände in Wels ist kostenfrei. Ziel
ist ein Messeerlebnis, das sich vollständig
auf Inhalte, Austausch und konkrete
Lösungsfindung konzentriert.
Praxiswissen kompakt: Talk Lounge
mit aktuellen Automationsthemen. Das
Vortragsprogramm auf der Talk Lounge
konzentriert sich inhaltlich auf Themen,
die aktuell viele Unternehmen beschäftigen:
Robotik und flexible Automatisierung,
Automation für kleine und mittlere
Unternehmen, Retrofit bestehender Anlagen,
industrielle Kommunikation sowie
Safety und Security. Ergänzt wird das
Programm durch Beiträge zu Künstlicher
Intelligenz und Maschinellem Lernen,
IIoT und digitaler Transformation sowie
nachhaltiger Automatisierung.
Die Talk Lounge bietet eine kompakte
Orientierung über zentrale Technologietrends
und zeigt anhand konkreter Beispiele,
wie Automatisierungslösungen
heute umgesetzt werden und welchen
Nutzen sie in der Praxis bringen.
Oberösterreich als idealer Standort
für die Automatisierungsplattform. Mit
Wels als Standort positioniert sich die all
about automation gezielt im industriellen
Zentrum Österreichs. Oberösterreich gilt
als führendes Industriebundesland mit
einer starken Basis im Maschinen- und
Anlagenbau, in der Automobilindustrie
34
sowie in der Metall-, Kunststoff- und
Elektrotechnik. Die Messe adressiert genau
diese Zielgruppen und schafft einen
neuen Treffpunkt für Entscheider und
Fachanwender aus der Automatisierung.
Ein zentraler Partner der Messe ist Automate
Upper Austria, die Initiative von
Business Upper Austria, der Standortagentur
des Landes Oberösterreich.
Das Netzwerk bündelt die Automatisierungskompetenz
der Region, vernetzt
Unternehmen, Forschung und Bildung
und unterstützt insbesondere kleine und
mittlere Unternehmen bei der Umsetzung
von Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten.
Im Rahmen der Messe bringt Automate
Upper Austria sein Netzwerk aktiv ein,
wirkt an Programminhalten mit und ist
für Besucher:innen eine wichtige Anlaufstelle
für Kooperationen, Projekte und
Fördermöglichkeiten.
Klare Zielgruppe: Entscheider und
Fachanwender. Die all about automation
in Wels richtet sich an Fach- und
Führungskräfte aus Industrie, Maschinen-
und Anlagenbau sowie aus dem
produzierenden Gewerbe. Angesprochen
sind insbesondere Entwicklungs-,
Das Vortragsprogramm auf der Talk Lounge konzentriert sich inhaltlich auf Themen, die
aktuell viele Unternehmen beschäftigen: Robotik und flexible Automatisierung,
Projekt- und Abteilungsleiter, Automatisierungsingenieure,
Elektroplaner und
Systemintegratoren, die Maschinen und
Anlagen automatisieren, modernisieren
oder digital weiterentwickeln. [pl]
Foto: EasyFairs
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35
Warum offene Systeme Automatisierung
zukunftsfähig machen
Die industrielle Automatisierung befindet sich im Wandel. Produktionsanlagen werden komplexer und
Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit steigen. Gleichzeitig wächst der Druck, bestehende
Systeme weiterzuentwickeln, statt sie grundlegend zu ersetzen. Viele Betriebe arbeiten mit Anlagen,
die über Jahre gewachsen sind. Unterschiedliche Hersteller, verschiedene Steuerungskonzepte und
proprietäre Lösungen prägen den Alltag. Was lange funktioniert hat, wird unter den heutigen Rahmenbedingungen
zunehmend zur Herausforderung.
all about automation
Zentrale Treiber dieser Entwicklung
sind die fortschreitende Digitalisierung,
der Wunsch nach durchgängiger
Vernetzung sowie steigende gesetzliche
und normative Anforderungen
im Bereich Cyber Security. Zusätzlich
verstärken Fachkräftemangel und der
Bedarf, Investitionen langfristig abzusichern,
den Handlungsdruck in vielen
Betrieben. Ein vollständiger Austausch
bestehender Anlagen ist für viele Unternehmen
keine realistische Option.
Vor diesem Hintergrund rücken offene
Automatisierungskonzepte in den Fokus.
Gemeint sind Systeme, die auf standardisierten
Schnittstellen, modularen Strukturen
und erweiterbarer Software basieren.
Sie ermöglichen es, bestehende Anlagen
schrittweise weiterzuentwickeln und
neue Funktionen zu integrieren, ohne
den laufenden Betrieb zu gefährden.
Warum geschlossene Systeme an
Grenzen stoßen. In gewachsenen Anlagen
treffen häufig unterschiedliche
Technologien aufeinander. Müssen Daten
zwischen Maschinen, Steuerungen
und IT-Systemen ausgetauscht werden,
ist zusätzlicher Integrationsaufwand fast
immer unvermeidlich. Fehlende Standards
erfordern spezielle Treiber, individuelle
Anpassungen oder externe Gateways.
Das erhöht Projektlaufzeiten und
erschwert Wartung und Betrieb, insbesondere
in international verteilten Anlagenlandschaften.
Gleichzeitig nimmt der Innovationsdruck
zu. Neue Engineering Werkzeuge, Kommunikationslösungen
oder datenbasierte
Anwendungen lassen sich in geschlossenen
Systemen oft nur eingeschränkt
integrieren. Unternehmen geraten dadurch
in Abhängigkeiten von einzelnen
Herstellern und verlieren an Flexibilität.
Auch die Lieferfähigkeit von Komponenten
wird zunehmend zu einem kritischen
Faktor, wenn Alternativen fehlen oder
Produkte abgekündigt werden.
Was offene Systeme in der Praxis ermöglichen.
Offene Automatisierungskonzepte
entfalten ihren Nutzen besonders
in bestehenden Anlagen. Ziel
ist nicht zwangsläufig, funktionierende
Systeme zu ersetzen, sondern sie gezielt
zu erweitern.
Offenheit ermöglicht eine schrittweise
Modernisierung, bei der Funktionen ergänzt
oder ausgetauscht werden können,
ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.
Ein zentraler Vorteil liegt im Umgang
mit Daten. Offene Systeme erlauben
es, Informationen aus unterschiedlichen
Quellen zusammenzuführen, zu
visualisieren und weiterzuverarbeiten.
Neben der klassischen Prozesssteuerung
gewinnen Themen wie Zustandsüberwachung,
Analyse und Optimierung
an Bedeutung. Durch standardisierte
Schnittstellen lassen sich solche Anwendungen
integrieren, ohne tief in bestehende
Steuerungslogik einzugreifen.
36
Offene Automatisierungsansätze
ermöglichen
es, vorhandene
Strukturen weiterzuentwickeln,
ohne
einen vollständigen
Austausch von Maschinen
oder Steuerungssystemen
zu
erzwingen. Standardisierte
Schnittstellen
und herstellerunabhängige
Architekturen
schaffen die
Grundlage, um Maschinen,
Fördertechnik
und logistische
Prozesse schrittweise
zu vernetzen und
langfristig flexibel zu
halten
Auch Engineering Prozesse profitieren davon. Unterschiedliche
Werkzeuge können flexibel kombiniert
und Workflows angepasst werden. Das unterstützt
Unternehmen dabei, Projekte effizient umzusetzen,
Fehlerquellen zu reduzieren und Know-how besser
verfügbar zu machen.
Cyber Security als Voraussetzung offener Automatisierung.
Mit zunehmender Vernetzung rückt Cyber
Security stärker in den Mittelpunkt. Produktionsanlagen
sind längst keine abgeschlossenen Systeme
mehr. Sie sind eingebunden in IT-Landschaften,
Cloud-Dienste und externe Service Zugänge. Damit
wächst die Angriffsfläche, während die Anforderungen
an Verfügbarkeit steigen.
Offenheit und Sicherheit werden oft als Gegensätze
wahrgenommen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass
geschlossene Systeme nicht automatisch sicherer
sind. Proprietäre Ansätze erschweren häufig die Integration
zusätzlicher Sicherheitsmechanismen und externer
Lösungen. Offene Architekturen ermöglichen
es dagegen, Security Funktionen strukturiert einzubinden
und laufend weiterzuentwickeln.
Gerade in bestehenden Anlagen ist dieser Ansatz
entscheidend. Sicherheitskonzepte lassen sich
schrittweise integrieren, etwa durch Netzwerksegmentierung,
kontrollierte Zugriffe und transparente
Überwachung, ohne den Betrieb zu stören.
Offenheit als langfristiger Ansatz. Mit offenen Systemen
verändert sich auch die Entwicklung von Automatisierungslösungen.
An die Stelle geschlossener
Systeme treten Plattformen und Ökosysteme, in denen
Hersteller, Integratoren und Anwender zusammenarbeiten.
Hardware und Software werden zur Basis
für Erweiterungen und individuelle Anwendungen.
Für Unternehmen bedeutet das mehr Freiheit bei
der Weiterentwicklung ihrer Anlagen. Funktionen
können ergänzt, Anwendungen angepasst und neue
Anforderungen integriert werden, ohne grundlegende
Entscheidungen zu revidieren. Vor allem aber beschleunigen
offene Systeme die Entwicklungs- und
Innovationszyklen.
Der Blick nach vorne zeigt klar, dass offene, modulare
und erweiterbare Systeme entscheidend dafür sind,
Automatisierung langfristig sicher, wirtschaftlich und
zukunftsfähig zu gestalten.
[pl]
Weidmüller auf der all about automation in Wels
Für Betreiber von Verpackungs- und Logistikanlagen eröffnen offene Softwareplattformen
die Möglichkeit, bestehende Systeme schrittweise zu digitalisieren und datenbasierte
Entscheidungen zu unterstützen
Akku-Umreifungsgeräte für Stahlband
Spanngerät ITA84
Das ITA84 Spanngerät wiegt 4,7kg und erreicht
eine Spannkraft bis zu 13000N. Das Gerät arbeitet
mit einem 18 V Akku
Verpackungstechnik GmbH & Co KG
Friedmanngasse 12/8, 1160 Wien
Fotos: Weidmüller
Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt des Auftritts
von Weidmüller auf der all about automation in Wels
am 20. und 21. Mai 2026. Am Stand 506 in Halle 22 wird
gezeigt, wie offene und vernetzte Automatisierungsansätze
zur Weiterentwicklung bestehender Produktions-,
Verpackungs- und Logistikumgebungen beitragen können.
Ergänzend dazu ist Weidmüller im Vortragsprogramm der
Talk Lounge vertreten. Der Fachvortrag „Innovation ohne
Grenzen: Wie offene Plattformen Automatisierung neu
ermöglichen“ thematisiert den Stellenwert standardisierter
Schnittstellen und flexibler Plattformarchitekturen in der
modernen Automatisierung.“
Das Tool kann in Zusammenhang mit einem manuellen oder pneumatischen
Verschlussgerät, oder für 32mm Band auch mit dem ITA85 Akku-Verschlussgerät
verwendet werden.
Verschlussgerät ITA85
Das ITA85 wiegt 4,5kg und arbeitet mit Hülse
und mittels Doppelkerbung. Das Tool verwendet
ebenfalls einen 18 V Akku.
office@riegler-verpackungstechnik.com
www.riegler-verpackungstechnik.com
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37
Einblicke in die Welt der
Robotik und Automation
Mit den Traglasten 25 und 35
Kilogramm erweitert KUKA das
Portfolio der KR CYBERTECH-Familie
und schließt damit die Lücke
zur mittleren Traglastklasse. Dank
flexibler Montage, einer neu entwickelten
Zentralhand und starker
Performance sind die beiden
Modelle vielseitig einsetzbar.
all about automation
… gibt KUKA. Und das sowohl auf der all about automation Wels als auch am Open Day, an welchem
das Unternehmen seine Türen am Standort Steyregg für alle Interessierten öffnet.
all about automation. Am 20. und 21. Mai
2026 findet Europas erfolgreiche Fachmessenreihe
für Industrieautomation, Robotik
und Digitalisierung erstmals in Wels
statt. KUKA ist als Aussteller vertreten. Interessierte
Besucher finden KUKA am Stand
412 in Halle 22. Vor Ort werden auch Lösungsansätze
für die Verpackungsindustrie
sowie für die Intralogistik präsentiert.
Pick-and-Place. Werkstücke aufnehmen,
positionieren und ablegen – Pickand-Place
ist eine der häufigsten Anwendungen
in der Fertigung. Sie findet
in nahezu jedem Prozess statt. Die Vielfalt
der Roboter-Aufgaben ist demnach
groß, ebenso wie das Automatisierungspotenzial,
das im Bereich Pick-and-Place
steckt. Flexible Industrieroboter von
KUKA mit einer Traglast von bis zu 10 kg
übernehmen diese oftmals monotonen
und repetitiven Aufgaben mit höchster
Präzision und maximaler Geschwindigkeit.
Die Softwarelösungen sind dabei
auf die speziellen Anforderungen von
Pick-and-Place ausgelegt: Sie koordi-
Der KMP 600P eignet sich
besonders um intralogistische
Systeme zu
optimieren. Sie verbessert
Lagerprozesse, erhöht die
Flexibilität der Montagelinien
und macht den
Materialfluss in komplexen
Industrieumgebungen
effizienter
38
niert und synchronisiert etwa das Greifen
und Packen von bis zu 2.000 Teilen
pro Minute durch mehrere Roboter einer
Linie. Das steigert die Produktivität zusätzlich.
Derart automatisierte Prozesse
sparen nicht nur Geld, sie verkürzen zudem
die Produktionszeit.
Am Messestand in Wels zu sehen ist der
KR SCARA. Er ist ein idealer Pick-and-
Place Roboter für die Verpackungsindustrie
und nicht nur dort: Er unterstützt
dort, wo sich Prozesse ständig wiederholen
und die ergonomischen Bedingungen
für Mitarbeitende ungünstig
sind. Das umfasst auch die Automobilindustrie,
die Elektronikbranche sowie die
Lebensmittel- und Pharmaindustrie, die
besonders hohe Anforderungen an Hygiene
und Sicherheit stellen.
AMR-Lösungen aus einer Hand. Mit
seinem AMR-Portfolio bietet KUKA mobile
Plattformen für unterschiedliche
Traglasten ebenso wie mobile Manipulatoren
für Anwendungen wie Kommissionierung,
Maschinenbeladung oder
Pick & Place. Dabei sind autonome mobile
Roboter weit mehr als einfache fahrerlose
Transportsysteme – sie bilden
einen zentralen Bestandteil moderner
Produktionsstrategien und tragen entscheidend
dazu bei, Materialflüsse effizienter,
flexibler und sicherer zu gestalten.
KUKA verbindet dabei jahrzehntelange
Erfahrung in der Industrieautomation
mit modernster Robotiktechnologie und
bringt so Bewegung in die Produktion
von morgen.
In Wels mit dabei ist der KMP 600P – ein
kompakter Allrounder, welcher bis zu
600 Kilogramm transportieren kann und
besonders für enge Produktionsumgebungen
geeignet ist. Der autonome
mobile Roboter (AMR) bietet ein ausgezeichnetes
Preis-Leistungs-Verhältnis
und ermöglicht durch induktives Laden
den 24/7-Betrieb sowie eine verlängerte
Batterielebenszeit.
Der KMP 600P eignet sich besonders
um intralogistische Systeme zu optimieren.
Er verbessert Lagerprozesse, erhöht
die Flexibilität der Montagelinien und
macht den Materialfluss in komplexen
Industrieumgebungen effizienter. Da
die Plattform VDA 5050-kompatibel
ist, lässt sie sich einfach und schnell in
jede bestehende Produktion integrieren.
Dabei zeigt sie ihre Stärken durch ihre
kompakten Maße von 980 x 686 x 270
mm und flexible Beweglichkeit dank Differential-Antriebstechnologie:
Sie kann
nicht nur vorwärts und rückwärts fahren,
Am 18. Juni 2026 öffnet der KUKA Standort in Steyregg seine Türen und ermöglicht
Einblicke in die Welt der Robotik und Automatisierung.
sondern auch auf der Stelle drehen sowie
Kurven mit einem definierten Radius
nehmen. KUKA setzt auf eine Navigation
mit der SLAM-METHODE, welche sich
hervorragend für eine autonome Steuerung
eignet. Bei Bedarf kann auf eine
hybride Navigation mittels QR-Codes
am Boden umgeschaltet werden. Gerade
wenn sich Umgebungsbedingungen
stark verändern, ist diese Methode effektiv.
Aber nicht zuletzt sollte man die Möglichkeit
nutzen, um mit dem KUKA Team
am Stand 412 ins Gespräch zu kommen
und sich über aktuelle sowie geplante
Automatisierungsprojekte auszutauschen.
[pl]
Fotos: KUKA Group
Open Day @KUKA
Am 18. Juni 2026 öffnet der KUKA Standort in Steyregg seine Türen und ermöglicht Einblicke in die Welt
der Robotik und Automatisierung. Alle Besucher:innen sind willkommen, ob sie nun beruflich nach Automatisierungslösungen
suchen, Inspiration für ihr Unternehmen mitnehmen möchten oder mit der Familie
einen spannenden Tag voller Innovation verbringen wollen.
Angesprochen sind Neueinsteiger:innen ebenso wie erfahrene Anwender:innen. Gezeigt werden reale
Automatisierungsprozesse und typische Anwendungen, wie sie insbesondere in kleinen und mittleren
Unternehmen zum Einsatz kommen.
Robotik kann dabei auch aktiv erlebt werden: Besucher:innen können einen Roboter beim „Vier Gewinnt“
herausfordern oder gemeinsam mit einem KR Agilus ein Robotik‐Labyrinth lösen. Ergänzt wird das Programm
durch den Vortrag „Eintauchen in die Welt der Industrierobotik“, der Einblicke in den aktuellen Einsatz moderner
Robotik gibt und aufzeigt, welche Rolle Industrierobotik heute in verschiedensten Branchen spielt.
Um besser planen zu können, bittet KUKA alle Interessierten, sich vorab für den Open Day anzumelden.
Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Alle Infos: go.kuka.com/openday26
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