Eifach Sempathisch "Spannend"
Das Magazin der Region Sempachersee
Das Magazin der Region Sempachersee
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Ausgabe #15 . FRÜHLING/SOMMER 2026
S
hisch
DAS MAGAZIN DER
REGION SEMPACHERSEE
SPANNEND
Spielerisch
unterwegs
durch Sursee
Der Ludotrail
verbindet Bewegung,
Begegnung, Spiel
und Spannung
Seite 20
SPANNEND wird es in der aktuellen Ausgabe unseres
Magazins «Eifach Sempathisch» – spannende Begegnungen
für die Beiträge, spannende Geschichten und Köpfe
der Region Sempachersee – wie gewohnt spiegelt die aktuelle
Ausgabe die ganze Vielfalt der Region Sempachersee in
all seinen Facetten wider.
In der Rubrik «Menschen am Sempachersee» lernen Sie
Urs Heinrich kennen, der kreative Kopf aus Sempach ist bekannt
durch seine Bilder und Skulpturen. Er ist nicht nur Künstler, nein eine spannende und
vielschichtige Person, welche seine künstlerischen Gedankenspiele gerne mit anderen teilt.
Bei Wind und Wetter auf dem See – nicht für alle Menschen eine schöne Vorstellung.
Kommt dazu, dass diese Tätigkeit sich mitten in der Nacht abspielt. Ein spannender Einblick
in das Wirken von Berufsfischer Hans-Ueli Zwimpfer – einer von nur drei Berufsfischern
auf dem Sempachersee.
GOLFregion Sempachersee – vier Orte, wo diese faszinierende Sportart ausgeübt werden
kann. Vom internationalen Spitzenplatz Golf Sempach bis zur einfacheren, für alle offenen
Anlage im Rottal. Wer möchte, kann an einem Wochenende auf vier verschiedenen
Plätzen spielen – was allen gemeinsam ist: Ein toller Weitblick und kulinarischer Genuss.
Der Ludotrail in Sursee stellt so etwas wie einen Gegenentwurf zur digitalen Welt dar.
Im Städtli lassen sich an verschiedenen Orten Gesellschaftsspiele «im Grossformat»
spielen. Klassiker wie Domino oder neu entwickelte Spiele, immer passend zu den
Patenschaften. Eine solche hat auch Sempachersee Tourismus – und deswegen finden
Sie bei uns: die «Chugelibahn».
«Die Wahrheit ruht im Sempachersee». Dank der einheimischen Autorin Monika Mansour
dürfen wir uns jetzt getrost Krimiregion nennen. Viel Aufwand für die Recherche führten
letztlich zu einem spannenden Krimi der etwas speziellen Art. Besonders, weil er nicht
einfach einem üblichen Plot folgt – aber lesen Sie den Krimi am besten selber.
Auch dieses Jahr organisieren wir eine Wandernacht. Wieder thematisch – diesmal
werden es die Wandervögel mit Wildtieren und Sagen zu tun haben.
Geschätzte Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und
neue Ideen zum BEWEGEN. ENTDECKEN. GENIESSEN.
Peter Regli
Geschäftsführer Sempachersee Tourismus
EDITORIAL
IMPRESSUM
EIFACH SEMPATHISCH– DAS MAGAZIN DER REGION SEMPACHERSEE
AUSGABE #15, FRÜHLING/SOMMER 2026, Erhältlich unter sempachersee-tourismus.ch
Herausgeber: Sempachersee Tourismus . Buchenstrasse 8 . 6210 Sursee
Redaktion: Peter Regli; Lektorat: Regula Regli; Texte: Vera Büchel, Rita Kaufmann,
Peter Regli; Druck: Wallimann Medien und Kommunikation AG, Beromünster;
Titelbild: Erlebnis Verlag Ludotrail; Gestaltung: Martin Bühlmann, Edelmut
Alle Angaben ohne Gewähr. ©2026, Sempachersee Tourismus
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herzlich
Unsere neue Botschafterin:
willkommen
Monika Mansour
siehe Seite 16
Kennen Sie unseren digitalen Kiosk?
Finden Sie hier hunderte Magazine und
Zeitungen (zum Online-Blättern).
30 Tage werden Ihnen von Sempachersee
Tourismus offeriert.
Sie finden im digitalen
Kiosk auch alle Ausgaben
unseres Magazins.
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Menschen
AM SEMPACHERSEE
präsentiert von
Fragen
an Urs Heinrich
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
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Wie hat deine künstlerische
Reise begonnen und gab
es einen Moment, der
für dich besonders
entscheidend war?
Mein Sohn Sebastian hat
mich definitiv zur Malerei gebracht.
Als 2-Jähriger malte
er wie jedes andere Kind. Das
inspirierte mich sehr stark. Ich
setzte mich ebenfalls hin und begann
zu malen. Die Kunst liess mich
nicht mehr los bis zum jetzigen Tag – das
ist jetzt 36 Jahre her.
Als Autodidakt litt ich in den ersten Jahren darunter,
dass ich über kein Kunst-Studium verfügte. Erst als ich
merkte, dass Kunst aus mir herauskommen will und
ich mich dem hingegeben habe, war das Selbstvertrauen
da. Das war ein Schlüsselmoment und seit diesem
Moment ROCKT es.
Welches ist deine Spezialität und mit welchen
Materialien arbeitest du am liebsten?
Ich liebe die Kraft der Farben und die Farbigkeit meiner
Kunst. Die Arbeiten sind vielfach von grosser
Strahlkraft. Sie entstehen durch eine hohe Präsenz
beim Malen oder sonstigem Arbeiten. Ich möchte
den Menschen durch meine Kunst Freude ins Leben
zaubern.
Sehr gerne male ich auf Holz und Papier. Holz ist ein
Werkstoff, der mich immer wieder begleitet - vielleicht
auch wegen meiner Ausbildung als Möbelschreiner.
Welches war das verrückteste Kunstobjekt,
welches du je geschaffen hast?
Neben den ganz vielen grossen Projekten und Installationen
war die Windinstallation «Sichtbarer Wind»
ein Meilenstein. Mit einer Länge von 350 Metern und
105 grossen Stoffflächen aus Ballonseide war es ein
besonders eindrückliches Werk. Es war das erste Mal,
dass ich mutig eine Grossinstallation realisierte. Dieses
Projekt gab mir Rückenwind, gestärkt
weiterzugehen.
Woher nimmst du die
Inspiration – eher aus dem
Alltag, aus Emotionen oder
aus bestimmten Themen?
Die Inspiration kann bei mir
aus verschiedenen Quellen
kommen: Ein Besuch einer
Grossstadt, ein Spaziergang im
Wald oder auch bei Livemusik.
Da kommen mir beim Lauschen
der Musik oft geniale Ideen. Aber
immer wieder sprudelt es im Alltag
einfach aus mir heraus. Ich empfinde das als
grosses Geschenk und bin sehr dankbar dafür.
Welche Rolle spielt die Region Sempachersee
für deine Kunst? Gibt es Orte / Plätze, die dich
speziell inspirieren?
Ich bin sehr verbunden mit der Region und schätze
ihre Schönheit und Inspiration. Mein Wirkungskreis
befindet sich in der Zentralschweiz.
Ich habe für mich einmal entschieden, dass die Menschen
auch zu mir kommen können. So reist meine
Kundschaft von überall her zu mir an den Sempachersee.
Das funktioniert wunderbar.
Gibt es ein Traumprojekt, welches du gerne
einmal umsetzen möchtest?
Es kommen laufend sehr schöne Projekte auf mich zu,
die sich dann als Traumprojekt entpuppen. Ich lebe
sehr im Moment und in einer inneren Fülle. Für mich
kann eine kleine Malerei eine unglaublich grosse Befriedigung
und Freude auslösen. Ich bin sehr dankbar,
dass ich die kleinsten Sachen wertschätzen kann.
Ganz nach meinem Credo: KUNST MACHT GLÜCKLICH
WETTBEWERB
Energiebild
im Wert von Fr. 350.–
Für die Verlosung stelle ich ein «Energiebild» im Wert von Fr. 350.– zur Verfügung.
Diese Malereien haben eine tolle Ausstrahlung und bringen immer wieder Licht in den Tag.
Um am Wettbewerb teilzunehmen, einfach eine Mail an info@sempachersee-tourismus.ch
senden mit dem Betreff «Energiebild» und Ihren Kontaktangaben (Name, Vorname, Telefonnummer).
Einsendeschluss: 31.8.2026
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Golf in der Region
Sempachersee
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: SST ~
Die Region Sempachersee ist auch GOLFregion. Innerhalb weniger Fahrminuten finden sich
vier Anlagen mit unterschiedlichen Plätzen und Schwierigkeitsstufen – attraktiv für alle Golferinnen
und Golfer. Golf verbindet sportliche Aktivität, Naturerlebnis mit grandioser Aussicht
und kulinarischem Genuss auf hohem Niveau. Getreu dem Motto (der Region Sempachersee)
«BEWEGEN. ENTDECKEN. GENIESSEN.»
Im Rottal, auf dem Hügelzug zwischen Ruswil und
Nottwil, finden Einsteiger und Fortgeschrittene
eine idyllische 9-Loch-Kurzspielanlage, kurz Pitch
& Putt. Driving Range und Platz stehen täglich für
alle Interessierten offen. Die Driving Range kann
dabei von allen genutzt werden – also: Auf zum
Kennenlernen einer neuen Sportart. Und wer doch
lieber Minigolf spielen will, kann dies in der Indoor-Minigolfanlage
mit Schwarzlicht gleich vor
Ort tun. Ein spannendes Erlebnis mit anderen als
den üblichen Sinneserfahrungen.
Der Golfplatz Rastenmoos bietet eine 9-Loch-Anlage
mit fantastischem Blick auf den Luzerner
Hausberg. An klaren Tagen lässt sich der Pilatus
während des Spiels fast berühren. Neben der
9-Loch-Anlage stehen eine Driving Range und ein
Pitching- und Putting-Green zur Verfügung.
Übersicht
aller Anlagen
Golf
Rottal
Golf
Rastenmoos
Golfpark
Oberkirch
6
Der Golfpark Oberkirch verfügt über eine 18-Loch-
Anlage und eine 9-Loch-Anlage für Golferinnen
und Golfer aller Spielstärken. Zugänglich für alle
Interessierten ist die FunGolf Anlage mit neun kurzen
Löchern. Ob mit Golfschlägern oder mit Fussbällen,
der Spass ist garantiert. Der sportliche
Teil wird komplettiert mit einer modernen Driving
Range und einer grosszügigen Putting und Chipping
Area zum Trainieren. Der Platz liegt in einer
landschaftlich reizvollen Umgebung, wo Natur
und Fairways verschmelzen. Auf der Golfrunde
begegnen die Spielerinnen und Spieler immer
wieder Skulpturen von Kunstschaffenden aus der
Region Sempachersee. Diese nahmen bei ihren
Werken die Dynamik des Golfsports auf und setzten
sie künstlerisch um. Zwanzig Skulpturen laden
Spielende und Spaziergänger ein, innezuhalten
und die Natur in diesem Naherholungsgebiet am
Sempachersee zu geniessen.
Und zu guter Letzt in der Vorstellungsrunde – Golf
Sempach ist das schweizweit grösste Golf Resort
hoch über dem Sempachersee vor eindrucksvollem
Alpen-Panorama. Geht es schöner? Zwei
18-Loch Championship Courses bieten abwechslungsreiche
Bahnen, die Einsteiger wie auch erfahrene
Golferinnen und Golfer gleichermassen
herausfordern. Modernste Infrastruktur mit zwei
Swiss Challenge
Swiss Challenge auf dem längsten Meisterschaftsplatz
der Schweiz, auch das ist
Golf Sempach. Vom 4. bis am 7. Juni 2026
wird die Anlage erneut zur Bühne der künftigen
Stars im internationalen Spitzengolf. Gegen
160 Golf Professionals kämpfen um den Aufstieg
auf die DP World Tour und ein Preisgeld von
300‘000 Euro. Damit ist die Swiss Challenge
das wichtigste Turnier der Deutschschweiz –
freuen wir uns auf diesen Anlass der
Spitzenklasse, der weit, sehr weit
über die Region Sempachersee
hinaus strahlt.
Alle Infos zum
Turnier:
Driving Ranges, mehreren Putting und Pitching
Greens und dem grössten Indoor Trainings Center
der Schweiz garantiert Golf auf höchstem Niveau.
Alle Plätze verfügen über ein kulinarisches Angebot,
welches nicht nur Golferinnen und Golfern offensteht.
Ob ein Dinner über den Mittag, der Kaffee
mit einer süssen Versuchung am Nachmittag
oder gar eine Veranstaltung – die Anlagen laden
zum Verweilen und Geniessen ein.
Golf
Sempach
entdecken
77
ParAthletics am Sempachersee –
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: PARATHLETICS ~
Catherine Debrunner und Marcel Hug – beide in der Region Sempachersee wohnhaft –
beide in ihren Disziplinen absolute Weltklasse mit ihren Rennboliden, auch Rennrollstuhl
genannt. Zwei Aushängeschilder der Schweizer Para-Leichtathletik mit Ausstrahlung
in die ganze Welt hinaus – und immer dabei an den ParAthletics in Nottwil. Para was?
ParAthletics ist, wenn sich die weltbesten Para-Leichtathletinnen und Leichtathleten
in Nottwil zum grossen Spiel um Zeiten und Rangierungen treffen.
Athletinnen und Athleten aus aller Welt messen sich
am jährlichen Event in Nottwil. Internationale «Spitzencracks»
aus der ganzen Welt sorgen für unvergessliche
Momente und inspirierende Wettkämpfe. Die
Schweiz verfügt in der Para-Leichtathletik seit vielen
Jahren über Athletinnen und Athleten der absoluten
Weltklasse. So begeistern Catherine Debrunner und
Marcel Hug seit Jahren mit ihren Leistungen das Publikum
– und mit ihrer menschlichen Art im Umgang
mit Zuschauenden und der Konkurrenz. Zwei aussergewöhnliche
Persönlichkeiten weit über den Sport
hinaus, die in «ihrem Wohnzimmer» für Furore sorgen.
Leichtathletik besteht nicht nur aus Laufen, hier eben
Fahren auf der Rundbahn, sondern auch aus Werfen
und Springen. So lassen sich im Innenfeld auch Wurfund
Sprungdisziplinen beobachten. Athletinnen und
Athleten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen
– im Rollstuhl, mit Amputationen oder Sehbehinderungen
– bringen die Zuschauenden ins Staunen. Es
ist beeindruckend, welche Leistungen sie vollbringen
– auch wenn der Speer beispielsweise aus einer
sitzenden Position nicht auf 90 Meter fliegen kann.
Damit dies möglich ist, sind viele helfende Hände notwendig.
Von aussen betrachtet – grossartig, was die
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Weltklasse
hautnah
Helfenden leisten und grossartig die Leistungen der
Athletinnen und Athleten.
Ein vielfältiges Rahmenprogramm rundet den Event
ab. Ob Gross oder Klein – es hat für alle etwas mit
dabei. Ein Rollstuhlparcours mit all seinen Tücken gibt
einen Eindruck, wie der Alltag im Rollstuhl zu bewältigen
ist und welche Herausforderungen sich damit
stellen. Die Hüpfburg für die Kleinen ist zum Toben
da. Die Verpflegungsmöglichkeiten sind vielfältig und
ein Genuss. Einem erlebnisreichen Tag voller Emotionen
und sportlichen Höchstleistungen steht nichts im
Wege.
ParAthletics Nottwil
21. – 23. Mai 2026
Der Eintritt ist kostenlos.
Website
Für freiwillige Helfer
Ein Ausflug in die Faszination der ParAthletics am
Sempachersee lohnt sich für alle Sportbegeisterten.
Die Athletinnen und Athleten reissen alle mit ihrer
Energie und Leidenschaft mit.
entdecken 9
Aus Leidenschaft wird
Genuss
Wenn der Tag am Sempachersee noch in tiefem Dunkel liegt und die ersten Nebelschwaden
über das stille Wasser ziehen, ist Hans-Ueli Zwimpfer längst auf den Beinen.
«Um halb zwei Uhr morgens stehe ich auf, dann ruft der See», erzählt er mit einem Lächeln,
das von echter Begeisterung zeugt. Seit Generationen – genau genommen seit 1502 –
ist die Familie Zwimpfer eng mit dem Sempachersee verbunden. Die Fischerei
ist nicht nur Beruf, sondern Berufung, Familientradition und Herzensangelegenheit zugleich.
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
Hans-Ueli, Berufsfischer in der 13. Generation, lernte
das Handwerk von Kindesbeinen an. «Schon als Bub
bin ich mit meinem Vater hinausgefahren, bevor es
in die Schule ging», erinnert er sich. Die Leidenschaft
für den See und seine Bewohner prägt seinen Alltag
– und das spürt man in jedem seiner Worte. Nach seiner
Lehre als Berufsfischer und der Weiterbildung zum
Fischwirtschaftsmeister führt er heute gemeinsam mit
seiner Frau und einem engagierten Team einen Betrieb,
der weit über die Region hinaus bekannt ist.
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Die Fischerei Zwimpfer bewirtschaftet nicht nur ein
150 Hektar grosses Fischrecht auf dem Sempachersee,
sondern seit einigen Jahren auch Teile des Zugersees.
«Langfristig ist es wichtig, nicht nur auf einen
See angewiesen zu sein. Die Natur ist nicht immer
berechenbar», erklärt Hans-Ueli. Die Zusammenarbeit
mit anderen Fischern, das Pachten zusätzlicher Rechte
und der respektvolle Umgang mit den Ressourcen
zeigen: Hier wird mit Weitblick und Verantwortung gearbeitet.
Nachhaltigkeit steht im Zentrum des Handelns. Die
Binnenfischerei, zu welcher auch der Sempachersee
zählt, gilt als eine der weltweit nachhaltigsten. «Wir
achten darauf, dass nur fangreife Fische ins Netz
gehen», berichtet Hans-Ueli. Die Maschenweite der
Netze, die gezielte Auswahl der Fangorte und der
schonende Umgang mit dem Bestand sind für ihn
selbstverständlich. Fast 95 Prozent der jährlichen Fänge
entfallen auf Felchen, daneben werden Egli, Hecht
und Wels gefischt – allesamt aus dem See und mit
Respekt vor der Natur.
In der eigenen Brutanstalt der Familie Zwimpfer werden
jährlich rund 16 Millionen Felcheneier ausgebrütet,
um die natürliche Verlaichung zu unterstützen.
«Die Überdüngung des Sees in früheren Jahren hat es
notwendig gemacht, die Bestände aktiv zu fördern»,
sagt Hans-Ueli. Nach zweieinhalb bis drei Monaten
werden die geschlüpften Jungfische ausgesetzt und
kehren nach drei bis vier Jahren als fangreife Felchen
zurück. Ein Kreislauf, der Geduld, Wissen und viel
Herzblut erfordert.
Der Alltag eines Berufsfischers ist geprägt von Disziplin
und Hingabe. Nach dem frühen Fang werden die
Fische sofort filetiert und weiterverarbeitet. «Frische
und Qualität stehen bei uns an erster Stelle», betont
Hans-Ueli. Über 30 Sorten Fisch bietet die Fischerei
Zwimpfer heute an – auch ausgewählte Meeresfische,
die aus nachhaltiger Fischerei stammen. «Unser Thunfisch
wird beispielsweise handgeangelt. So unterstützen
wir auch die lokalen Fischer in den Herkunftslän-
dern», erklärt er. Die Gastronomie schätzt die Qualität
und Zuverlässigkeit, private Kundinnen und Kunden
werden über vier Verkaufsmobile und den Laden in
Sursee bedient.
Natürlich gibt es auch Kuriositäten aus dem Netz:
«Einmal hatte ich einen Stör im Fang, der wohl bei
Hochwasser aus einem Teich entwischt war. Und ab
und zu ist auch mal ein Velo dabei», berichtet Hans-
Ueli schmunzelnd. Doch am meisten beeindruckt ihn
immer wieder die Vielfalt und Grösse der heimischen
Fische – wie eine 11-Kilo-Seeforelle oder ein 30-Kilo-
Wels.
Die Herausforderungen sind vielfältig: Personalplanung,
wechselnde Umweltbedingungen und nicht zuletzt
die Suche nach einem geeigneten neuen Standort.
Vor zwei Jahren zog der Betrieb von Sempach
nach Sursee um – ein Schritt, der notwendig wurde,
weil die alten Räumlichkeiten zu klein wurden. «Der
einzige Nachteil ist, dass wir nun den Fang erst von
Sempach nach Sursee bringen müssen», sagt Hans-
Ueli. Doch auch hier überwiegt der Blick nach vorn:
«Mit einem guten Team und viel Leidenschaft lässt
sich fast alles meistern.»
Sein Lieblingsfisch? «Egli, Felchen und Zander», verrät
Hans-Ueli. Und wie er ihn am liebsten mag? «Ganz
einfach: Mit Salz, Pfeffer und in Butter angebraten.»
Kochen überlässt er dabei gerne anderen – seine
Stärke liegt auf dem See, in der Pflege der Bestände
und im täglichen Einsatz für nachhaltigen Genuss.
Ob es eine 14. Generation der Fischerei Zwimpfer geben
wird, ist noch offen. «Das Wichtigste ist, dass man
diesen Beruf mit voller Überzeugung und Leidenschaft
ausübt», sagt Hans-Ueli. «Die Work-Life-Balance sei
dabei nicht immer ideal», fügt er lachend hinzu. Doch
wer ihm zuhört, spürt: Hier lebt jemand seinen Traum
– Tag für Tag, Generation für Generation.
Und so schliesst sich der Kreis: Aus Leidenschaft wird
Genuss – und aus Tradition entsteht Zukunft am Sempachersee.
Herzlich willkommen
bei der Seefischerei Zwimpfer GmbH
entdecken11
neues Leben
im Landessender Beromünster
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: KKLB ~
Haben Sie gewusst, dass sich im ehemaligen Landessender Beromünster heute weit mehr
tut als «nur» Kunst? Dass hier getanzt, musiziert, gelesen und gefeiert wird und Schritt für Schritt
ein lebendiger Kulturort für die Region entsteht? Seit letztem Jahr ist das KKLB wieder geöffnet
und lädt Sie ein, einen vertrauten Ort neu zu entdecken.
Das KKLB – Kunst und Kultur im Landessender Beromünster
versteht sich als lebendiger Ort für Kunst, Kultur
und Geschichte. Das eindrückliche Gebäude verbindet
seine historische Bedeutung mit zeitgenössischer
Kunst und vielfältigen Veranstaltungen. Auch rund um
das Haus ist Raum für Begegnungen entstanden: Der
Garten bietet eine besondere Kulisse für Momente
unter freiem Himmel – sei es für eine Trauung, einen
ausgelassenen Day Dance oder ein fröhliches Beisammensein
mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen.
Der markante Turm des Landessenders gehört für viele
Menschen in der Region ganz selbstverständlich zur
Landschaft. Jahrzehntelang wurde von hier aus Radiogeschichte
geschrieben: Stimmen, Nachrichten und
Musik gingen von Beromünster in die ganze Schweiz
hinaus.
Mit der Übernahme durch das heutige Betreiberpaar,
Anda und Heinz Marti begann für das KKLB ein neues
Kapitel. Sie verstehen das Projekt bewusst als Entwicklung:
«Wir bringen den Landessender von der Kunst in
eine Kulturebene», sagen sie. Ziel sei die Idee eines lebendigen
Village. Ein Ort, an dem Kunst, Veranstaltungen,
Begegnungen und Geschichte zusammenkommen.
Ein wichtiger Teil davon sind Haus- und Geschichtsführungen.
Sie geben Einblicke in technische Hintergründe
und historische Zusammenhänge und zeigen
gleichzeitig, wie sich das Areal heute verändert.
Das KKLB ist bewusst ein Ort im Werden. Vieles befindet
sich im Aufbau, manches darf wachsen. Das Potenzial
sei gross und es wachse mit den Menschen, die Ideen
einbringen, Veranstaltungen organisieren oder einfach
vorbeikommen. Diese Offenheit prägt die Atmosphäre
des Ortes: Weniger durchinszeniert, dafür lebendig.
Neu finden Tanzabende statt, bei denen sich die historischen
Räumlichkeiten in einen Ort voller Bewegung
verwandeln. Dazu kommen Kunstausstellungen,
Klavierkonzerte und Lesungen, die den besonderen
Charakter des Hauses aufnehmen. Zweimal jährlich
findet zudem das «Vintage Bazaar Festival» statt – ein
Raritätenflohmarkt mit Live-Musik sowie Oldtimer- und
Vespa-Treffen.
Dabei versteht sich das KKLB nicht primär als klassischer
Veranstalter mit festem Jahresprogramm, sondern
als Infrastruktur mit offenen Gestaltungsmöglich-
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keiten. Wer eine aussergewöhnliche Location für ein
Festival, ein Openair oder einen Firmenanlass sucht,
findet hier Räume mit Geschichte und Charakter. Die
Kombination aus industrieller Architektur, weitläufigem
Gelände und kulturellem Umfeld verleiht Veranstaltungen
eine besondere Atmosphäre.
Der Landessender ist nicht nur ein Wahrzeichen, das
man aus der Ferne betrachtet. Er ist wieder zugänglich,
erzählt seine Geschichte neu und entwickelt sich weiter.
Vielleicht besuchen Sie eine der zahlreichen Kunstausstellungen,
nehmen an einer Führung teil oder
tanzen an einem Sommerabend durch die Räumlichkeiten.
Oder Sie entdecken einfach nur in einem Atelier
ihre musischen Fähigkeiten bei einer der kreativen Kurse,
die im Hause angeboten werden.
Agenda
In der Agenda finden Sie verschiedene
Veranstaltungen, die demnächst im KKLB
statfinden:
• Lettisches Fest: Tradition, Tanz, Gesang und
Essen – 20./21. Juni 2026
• Tanzen und Aperitif Ü35 – 28. August 2026
• Vintage Bazaar Festival Landessender
– 3./4./5. September 2026
• Kunstausstellung Ilze Rohr
Alle Veranstaltungen:
Der Landessender trug einst Stimmen in die ganze
Schweiz und durch die ganze Welt. Heute bringt er
Ideen, Begegnungen und Kultur zurück in die Region
und geht wieder überregional ganz neu und anders auf
Sendung.
entdecken 13
flauschige
Begegnungen
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
Auf dem Haselrain in Oberkirch, wo sich sanfte Hügel, Reben und Streuobstwiesen
aneinanderreihen, laden Sandra und Roland Stocker zu ganz besonderen Erlebnissen
ein und mittendrin: Drei neugierige Alpakajungs, die nicht nur die Herzen,
sondern auch den Alltag ihrer Besucher im Nu erobern.
«Schon als Kind habe ich in Freundschaftsbücher
geschrieben, dass ich mit Tieren arbeiten möchte»,
erzählt Sandra und lächelt. Der Hof Haselrain ist ein
Ort, an dem Träume wachsen dürfen – auf 11 Hektaren,
geprägt von Vielfalt und Leidenschaft. Neben den
2’400 Rebstöcken, deren Trauben in der Sonne reifen
und für ausgezeichnete Weine sorgen, leben Rinder,
Hasen, ein Hund und eben seit etwas mehr als einem
Jahr auch die charmanten Alpakas Jamie, Capelco und
Macau.
«Die Tiere helfen uns nicht nur beim Grasfressen»,
schmunzelt Roland, «sie bringen eine ganz eigene
Ruhe auf den Hof.» Tatsächlich scheint die Zeit hier
ein wenig langsamer zu ticken – besonders, wenn
man die Alpakas beobachtet, wie sie neugierig und
vorsichtig zugleich auf Menschen zugehen.
Die Idee, Alpakas auf den Hof zu holen, kam von Sandra.
«In Büchern habe ich so viel Spannendes über
diese Tiere gelesen. Sie sind sensibel, feinfühlig und
können unglaublich gut auf Menschen eingehen.»
Gemeinsam mit Roland besuchte sie einen Kurs zur
Alpakahaltung, tastete sich Schritt für Schritt an die
neue Aufgabe heran und merkte schnell: «Diese Tiere
passen perfekt ins Leben unserer Familie.»
Heute sind Jamie, Capelco und Macau nicht mehr
wegzudenken. Sie sind neugierig, manchmal etwas
schüchtern, aber immer für eine Überraschung gut.
«Jedes Alpaka hat seinen eigenen Charakter. Sie
sind zwar Fluchttiere, aber auch sehr ‘gwundrig’ und
manchmal echte Angsthasen», lacht Sandra. Und
das berühmte Spucken? «Das passiert eigentlich
nur, wenn sie sich gestresst fühlen oder um Futter
streiten. Menschen werden selten getroffen – ausser
vielleicht aus Versehen», erklärt sie augenzwinkernd.
Auf dem Haselrain ist jeder Tag ein kleines Abenteuer
– besonders für die Kinder, die hier gemeinsam mit
den eigenen drei Kindern der Familie Stocker unterrichtet
werden. «Die Alpakas sind wunderbare Lehrmeister
in Sachen Geduld und Respekt», betont
Sandra. «Die Kinder lernen, dass Tiere nicht immer
gestreichelt werden wollen und dass es sich lohnt,
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zu warten, bis sie von selbst auf einen zukommen.»
«Und manchmal», so erzählt Roland lachend, «sorgt
ein Alpaka, das sich im Futtersack verheddert, für ein
wildes Durcheinander auf der Weide – und für jede
Menge Gelächter.»
Wer selbst einmal das sanfte Wesen der Alpakas erleben
möchte, ist auf dem Haselrain herzlich willkommen.
Die Angebote sind so vielfältig wie die Gäste:
Beim Alpaka-Spaziergang geht es nach einer kurzen
Einführung mit den drei flauschigen Begleitern durch
die abwechslungsreiche Landschaft rund um den Hof.
Wer das Erlebnis mit Genuss verbinden möchte, kann
sich im Anschluss bei einer Weindegustation oder
einem Apéro verwöhnen lassen und dabei die regionalen
Tropfen direkt vom Hof probieren.
Für die jüngsten Gäste gibt es die ‘Gschechtliziit’ –
eine liebevoll gestaltete Geschichtenzeit auf der Alpakaweide,
bei der nicht nur Kinderohren gespannt
lauschen. Und wer einen unvergesslichen Kindergeburtstag
feiern möchte, findet auf dem Haselrain das
perfekte Programm: Spannende Infos über Alpakas,
ein gemeinsamer Spaziergang und natürlich Kuchen-
essen – alles inmitten der Natur. Bei der Organisation
all dieser Anlässe packen auch die Kinder der Familie
Stocker tatkräftig mit an und sorgen mit ihrem Engagement
und ihrer Begeisterung dafür, dass jeder Besuch
zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Was den Haselrain so besonders macht, ist das Gefühl,
willkommen zu sein. «Wir merken, wie sehr die
Menschen es schätzen, bei uns Zeit zu verbringen, die
Natur zu erleben und einfach mal abzuschalten», sagt
Sandra. Es sind diese Begegnungen mit Tieren, Menschen
und der Landschaft, die den Alltag vergessen
lassen und neue Energie schenken.
Ob beim Spaziergang mit den Alpakas, beim Lauschen
einer Geschichte auf der Weide oder beim gemeinsamen
Anstossen auf einen besonderen Moment – auf
dem Haselrain wird jede Begegnung zu etwas Einzigartigem.
Und wer einmal hier war, nimmt nicht nur
schöne Erinnerungen, sondern auch ein Stück dieser
Ruhe mit nach Hause.
Denn manchmal braucht es einfach ein paar flauschige
Begegnungen, um das Leben ein wenig leichter zu
machen.
Website
Alpakas
geniessen 15
im Sog der Wahrheit
Monika Mansour und ihr Sempachersee-Krimi
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
Wenn im Morgengrauen Nebelschwaden über den Sempachersee ziehen, das Wasser leise
an die Ufer plätschert und die ersten Vögel erwachen, scheint die Welt in Sempach noch in Ordnung.
Doch hinter dieser friedlichen Kulisse schlummern Geschichten, die tiefer reichen als der See selbst.
Eine, die diese verborgenen Wahrheiten ans Licht
bringt, ist Monika Mansour. Die Autorin, leidenschaftliche
Rechercheurin und Wahl-Luzernerin, hat ein feines
Gespür für menschliche Abgründe. Ihr neuer Kriminalroman
«Die Wahrheit ruht im Sempachersee» nimmt
die Leserinnen und Leser mit auf eine fesselnde Reise
durch Korruption, Umweltverbrechen und persönliche
Schicksale und macht dabei den Sempachersee zur
atemberaubenden Hauptfigur.
Mit «Die Wahrheit ruht im Sempachersee» publiziert
Monika Mansour bereits den neunten Fall rund um
ihren Ermittler Cem Cengiz. Doch keine Sorge - jeder
16
entdecken
Band ist für sich abgeschlossen und lädt auch Neueinsteiger
zum Miträtseln ein. Im aktuellen Roman steht
Cem Cengiz im Mittelpunkt. Ein Ermittler, wie er im Buche
steht: 35 Jahre jung, Familienmensch, emotional,
charismatisch und manchmal fast zu gut für diese Welt.
An seiner Seite: Eva Roos Cengiz, mutige Staatsanwältin,
die für Gerechtigkeit kämpft und mit ihrer Liebe zu
Highheels und blumigen Parfüms einen Hauch Leichtigkeit
ins Geschehen bringt. Und dann ist da noch Elroy
Muller, ein Visionär und Milliardär, der mit seinem
Agrar-Chemiekonzern die Welt vom Hunger befreien
will und doch in einen Strudel aus Macht, Liebe und
Gefahr gerät.
Wer Monika Mansours Romane kennt, weiss: Hier wird
nicht einfach drauflos fabuliert. Für ihren neuen Band
tauchte die Autorin tief in die Materie ein. Die Vogelwarte
Sempach stand ihr mit Expertenwissen zur Seite,
Landwirte und das Berufsbildungszentrum Natur
& Ernährung Luzern gaben Einblicke in die Welt der
Düngemittel und Bewilligungsverfahren. Sogar ein Töpferkurs
fand Platz in ihrer Recherche – nicht nur, um
authentische Schauplätze zu schaffen, sondern auch,
um das Handwerk einer ihrer Figuren, der Keramikerin
Lisandra, hautnah zu erleben. «Jetzt steht bei mir eine
Drehscheibe im Haus und der Küchenschrank quillt mit
selbstgedrehten Tassen über», verrät Monika schmunzelnd.
Der Krimi spielt im Winter – eine Zeit, in der der See
eine ganz eigene, fast mystische Stimmung verströmt.
Die Luzerner Fasnacht mit ihrer Lebensfreude, den
Masken und Guggenmusiken, bildet einen farbenfrohen
Kontrast zur düsteren Ermittlungsarbeit. Mansour
selbst ist zwar im Kanton Zürich aufgewachsen, doch
die Fasnacht hat auch sie in ihren Bann gezogen: «Die
Menschen sind anders, losgelöst vom Alltag, bunt und
verrückt. Das gibt dem Krimi ein wundervolles Setting.»
Doch nicht nur die Feste prägen den Roman. Auch das
Paraplegikerzentrum in Nottwil spielt eine Rolle, und
die Autorin geht dabei an die Grenzen des Vorstellbaren.
Sie lässt ihren Ermittler Cem eine Erfahrung
machen, die das Leben von Grund auf verändert. «Mir
als Autorin blutet das Herz, wenn ich meinen Liebling
leiden lassen muss», gesteht sie. Um die Gefühle ihres
Protagonisten authentisch einzufangen, wagt sie sich
erstmals an eine Szene aus der Ich-Perspektive – ein
mutiger Schritt, der die Lesenden noch tiefer in die Geschichte
zieht.
Monika Mansour liebt es, ihren Figuren Leben einzuhauchen
und manchmal fällt es ihr schwer, sie wieder
gehen zu lassen. Besonders ans Herz gewachsen ist ihr
in diesem Band die Keramikerin Lisandra. Doch wie im
echten Leben heisst es manchmal Abschied nehmen.
Andere Charaktere, wie der Ermittler Hans Peter Banz,
haben sich dagegen so sehr ins Team gedrängt, dass
sie von Nebenfiguren zu festen Grössen wurden. Diese
Lebendigkeit macht Mansours Romane so besonders.
Und dann ist da noch Monikas ganz persönlicher Lieblingsvogel:
Der Spatz. «Ich habe in meiner Kindheit
einmal einen Nestling aufgezogen. Er bekam den schönen
Namen ‘Flatterviech’, weil er ständig auf meiner
Schulter sass», erinnert sie sich. Eine Geschichte voller
Wärme, die zeigt, wie sehr ihr Herz für die kleinen und
grossen Wesen dieser Welt schlägt.
Wer Monika Mansour live erlebt, spürt sofort ihre Leidenschaft.
Lesungen sind für sie weit mehr als das Vorlesen
aus dem eigenen Buch. Sie nimmt ihr Publikum
mit hinter die Kulissen, erzählt von aufwendiger Recherche,
Kindheitserinnerungen und den Inspirationen,
die sie bis heute begleiten. Ihr Schulweg führte einst an
einem Bundesasylzentrum, einer Drogenentzugsklinik
und einer psychiatrischen Klinik vorbei – Stoff genug
für zahllose Geschichten. «Was mir nie ausgeht, sind
Ideen», sagt sie lachend.
Mit «Die Wahrheit ruht im Sempachersee» gelang
Monika Mansour ein Krimi, der aktuelle Themen wie
Umweltzerstörung und Korruption mit menschlichen
Schicksalen verwebt. Der Sempachersee wird dabei zur
stummen Zeugin, zum Spiegelbild unserer Sehnsucht
nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Hoffnung. Wer einmal
in Monikas Welt eingetaucht ist, möchte so schnell
nicht wieder auftauchen.
Denn manchmal, wenn der Nebel über dem See liegt
und die Welt stillzustehen scheint, ruht die Wahrheit
tatsächlich im Sempachersee und wartet darauf, entdeckt
zu werden.
Wir verlosen 3 x Kriminalroman «Die Wahrheit
ruht im Sempachersee» von Monika Mansour.
Einfach eine Mail mit dem Betreff
«Sempacherseekrimi» und Ihren Kontaktangaben
(Name, Vorname, Postadresse) an
info@sempachersee-tourismus.ch senden.
Einsendeschluss:
31.08.2026 Monika
Mansour
Schlafen
mal anders
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
© TCS Camping
Wer Lust auf einen Tapetenwechsel hat, findet rund um den Sempachersee
überraschende Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen und das ganz ohne lange Anreise.
Ob mitten in der Natur, hoch oben zwischen den Bäumen oder mit Blick auf den See.
Die Region lädt dazu ein, drei besondere Übernachtungsmöglichkeiten neu zu entdecken.
Wurzelbaumhaus – Auszeit im Grünen
Versteckt in der Baumkrone und dennoch mit weitem
Blick. Das Wurzelbaumhaus in Neuenkirch vereint Gemütlichkeit,
Nachhaltigkeit und liebevolle Handwerkskunst.
Hier beginnt der Tag mit Vogelgezwitscher auf
dem Balkon, entspannt im Hängesessel und endet
im eigens gefertigten Eichenholzbett – umgeben
von natürlichen Materialien und kleinen Details, die
zum Staunen einladen. Die behagliche Bodenheizung
sorgt auch an kühleren Tagen für wohlige Wärme,
während das Baumhaus mit Holzschnitzeln aus dem
eigenen Wald beheizt wird. Das Trinkwasser stammt
aus der hofeigenen Quelle, und selbst das Abwasser
wird nachhaltig verwertet.
Wer mag, bereitet sich in der Kochnische ein kleines
Abendessen zu oder lässt sich von regionalen
Frühstückszutaten überraschen, welche im
Kühlschrank bereitstehen. Ein ganz
besonderes Highlight: Das frische
Brot wird am Morgen per Korb-
aufzug geliefert. Für Regentage gibt es Spiele, Bücher,
Musik oder Filme und wer möchte, bleibt länger sitzen
und lauscht dem Regen auf dem Blätterdach.
Pods auf dem TCS Camping Sempach – minimalistisch
und naturnah
Direkt am Ufer des Sempachersees laden kleine Holzpods
zum Übernachten ein. Die Mini-Tunnel aus massivem
Holz sind mit Schafswolle isoliert und bieten
Platz für zwei bis vier Personen. Hier schläft man auf
Matratzen mit Fixleintüchern, den Schlafsack bringt
man selbst mit. Die Family-Pods verfügen zusätzlich
über eine Teeküche und Geschirr – perfekt für ein unkompliziertes
Frühstück oder einen Snack zwischendurch.
Wer morgens die Tür öffnet, steht schon
fast am Wasser und kann direkt ins kühle
Nass springen. Der Campingplatz
bietet dazu alles, was das Herz
begehrt: Strand, Spielplatz,
Sportmöglichkeiten und
jede Menge Natur.
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Tipi auf dem TCS Camping Sempach –
Abenteuer mit Komfort
Für alle, die das Besondere suchen, bietet der TCS
Campingplatz Sempach auch Tipis an. Die Zelte sind
liebevoll eingerichtet mit Doppelbett, Bettsofa und einer
kleinen Sitzecke. Hier kann man zu zweit oder als
Familie übernachten, abends am eigenen Feuer sitzen
und den Sternenhimmel bestaunen. Das Abenteuer
beginnt schon beim Auspacken des Schlafsacks und
endet mit dem ersten Kaffee am Morgen, während die
Sonne langsam über den Berggipfeln aufgeht.
Manchmal liegt das Besondere ganz nah
Ob Baumhaus, Pod oder Tipi – rund um den Sempachersee
lässt sich die eigene Heimat oder die Ferienregion
aus einer neuen Perspektive entdecken. Vielleicht
ist es gerade dieses kleine Abenteuer, das den
Alltag für eine Nacht in den Hintergrund rücken lässt.
Probieren Sie es aus und lassen Sie sich überraschen,
wie erholsam ein Perspektivenwechsel sein kann.
Angebote
© TCS Camping, Inge Zinsli
© TCS Camping, Rolf Kälin
© TCS Camping, Hasselblad X1D
entdecken 19
Spielerisch
unterwegs durch Sursee
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: ERLEBNIS VERLAG LUDOTRAIL ~
Wenn Gassen plötzlich zum Spielfeld werden und ein Spaziergang zur kleinen Entdeckungsreise wird,
zeigt sich Sursee von einer neuen Seite: Der im letzten Herbst eröffnete Ludotrail verbindet
Bewegung, Begegnung und Spiel zu einem Erlebnis, das das Städtli überraschend lebendig macht
und dazu einlädt, es mit Leichtigkeit und Neugier zu entdecken.
Der Frühling weckt die Lust, wieder draussen unterwegs
zu sein, sich zu bewegen und die eigene Umgebung
mit frischem Blick zu sehen. In Sursee gibt es
dafür ab sofort einen besonderen Anlass: Den neuen
Ludotrail. Er verwandelt die Stadt in einen interaktiven
Spielraum und macht aus einem Spaziergang eine abwechslungsreiche
Entdeckungstour.
Der Rundgang führt mit insgesamt 24 Spielposten
quer durch Sursee. Etwa die Hälfte davon liegt in
der Altstadt, wo vertraute Gassen, Plätze und Winkel
plötzlich Teil eines Spiels werden und dadurch eine
neue, überraschende Dynamik erhalten. Weitere Stationen
führen in Richtung Bahnhof und darüber hinaus
und verbinden unterschiedliche Stadtbereiche zu einer
vielseitigen Route mit immer neuen Perspektiven.
An jeder Station wartet eine Aufgabe – mal knifflig
und mal spontan lösbar. Es wird ausprobiert, kombiniert,
gelacht und manchmal auch ein zweiter Versuch
gestartet. So entsteht Schritt für Schritt ein Rundgang,
der Bekanntes neu erlebbar macht.
Besonders attraktiv ist die Freiheit des Angebots. Einzig
notwendig ist die vorgängige Ticketbuchung sowie
das Abholen des Spielsets im Hotel Sursee. Danach
gibt es keinen fixen Startpunkt und kein vorgegebenes
Tempo. Jede und jeder entscheidet selbst, wo gestartet
wird, wie lange verweilt wird und welche Stationen
auf dem Weg liegen. Der Ludotrail kann ein kurzer
spielerischer Zwischenhalt im Alltag sein – oder ein
ausgedehnter Ausflug mit Kaffeepause, Gesprächen
und kleinen Entdeckungen zwischendurch.
Seine Stärke zeigt sich besonders im gemeinsamen
Erleben. Familien finden hier eine unkomplizierte
Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen. Kinder
werden zu aktiven Mitspielerinnen und Mitspielern,
Erwachsene zu Mitentdeckenden. Auch Freundeskreise
oder Gruppen erleben den Trail als leichten Rahmen
für gemeinsame Momente, die oft überraschend
verbinden – sei es durch ein gelöstes Rätsel, ein unerwartetes
Ergebnis oder einfach durch gemeinsames
Lachen.
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Die Vielfalt der Spiele sorgt für Abwechslung unterwegs:
Mal ist Geschicklichkeit gefragt, mal Logik oder
mal Teamgeist. Jede Station bringt ihren eigenen Charakter
mit und lädt dazu ein, kurz innezuhalten und
den Moment zu geniessen. So entstehen kleine Inseln
im Stadtbild, die den Alltag unterbrechen und den
Blick auf die Umgebung verändern.
Gerade im Frühling zeigt sich Sursee von seiner
schönsten Seite. Wenn die Tage länger werden, die
Sonne wärmer wird und rund um den Sempachersee
alles aufblüht, wird schon der Weg zwischen den
Stationen zum Erlebnis. Die Stadt wirkt offener und
lebendiger – und selbst vertraute Orte laden plötzlich
zum Verweilen ein.
Der Ludotrail verbindet auf einfache und sympathische
Weise Bewegung, Spiel und das bewusste Erleben
der eigenen Region. Er zeigt, wie viel Überraschendes
direkt vor der Haustür liegt, wenn man sich
Zeit nimmt und sich auf spielerisches Unterwegssein
einlässt. Die Spiele sind einzigartig und so entwickelt,
dass sie thematisch zum Standort passen.
Infobox
• Für Gruppen und Familien (4 Personen)
wird 1 Spiele-Set benötigt.
• Das Spiele-Set kann während eines ganzen Tages
für den Ludotrail genutzt werden.
Ausgabe und Rückgabe gegen Vorweisung
des Tickets:
Hotel Sursee
Montag bis Sonntag, ab 9:00 Uhr (Ausgabe)
Montag bis Sonntag, bis 18:00 Uhr (Rückgabe)*
*Im Sommer länger geöffnet
entdecken
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sagenhafte
Wandernacht
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZVG ~
Wenn die Dämmerung langsam über den Sempachersee zieht, beginnt auf dem sagenumwobenen
Stierenberg ein Erlebnis, das Sie so schnell nicht vergessen werden. Am Samstag, 27. Juni 2026 lädt
Sempachersee Tourismus zur Schweizerischen Wandernacht ein und nimmt Sie mit auf eine faszinierende
Reise durch Natur, Geschichte und Brauchtum.
Gemeinsam mit Max und Irène Thürig, zwei passionierten
Jägern aus Schlierbach, starten wir beim Treffpunkt
an der Busstation Dorf in Schlierbach. Ein Shuttlebus
bringt die Gruppe nach Rickenbach, wo der
Sagen- und Gnomenweg auf dem Stierenberg wartet.
Hier tauchen wir in die Welt von Zwerg Holdrio, Elfen,
Feen und listigen Gnomen ein und lassen uns von den
Geschichten und der mystischen Atmosphäre verzaubern.
Der Weg führt weiter nach Mullwil zur ehemaligen
Burg Hinterrynach, wo wir Interessantes über die Herren
von Rynach erfahren und uns bei einer kleinen
Rast aus dem Rucksack stärken können. Die Wande-
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rung über die Chüeweid und das Heubeerimoos zum
Jagdhaus in Schlierbach bietet zahlreiche Einblicke in
die heimische Flora und Fauna und die Bedeutung der
Jagd. Auf einigen Zwischenstopps erfahren wir zudem
viel Interessantes über die Tierwelt und wie sich die
Wildtiere an ihre Umgebung anpassen.
Ein besonderes Highlight erwartet uns beim Jagdhaus
in Schlierbach: Max und Irène Thürig zeigen mit modernster
Drohnentechnik, wie Rehkitze vor dem Mähtod
gerettet werden – ein beeindruckendes Beispiel
für gelebten Naturschutz. Ab ca. 21.30 Uhr lodert das
Feuer beim Jagdhaus und bei einem Jägerumtrunk
können wir den Abend in geselliger Runde ausklingen
lassen. Gegen 22.30 Uhr brechen wir gemeinsam zur
Busstation „Dorf“ in Schlierbach auf, sodass Sie mit
dem öffentlichen Verkehr bequem an Ihren Ausgangspunkt
zurückkehren.
Tauchen Sie ein in eine sagenhafte Wandernacht voller
Geschichten, Naturerlebnissen und Begegnungen
und nehmen Sie unvergessliche Eindrücke mit nach
Hause. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung - die Plätze
sind begrenzt.
geniessen23
Kult-Erlebnis auf
zwei
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: VEREIN TÖFFLI RIDE SCHLOSS WYHER ~
Rädern
Es gibt Geräusche, die einen sofort in die Jugend zurückversetzen. Das unverkennbare Knattern eines
Töfflis gehört dazu. Ein Dreh am Gasgriff und schon ist es wieder da: Dieses Gefühl von Freiheit,
Abenteuerlust und Unbeschwertheit. Genau dieses Lebensgefühl macht den Töffli Ride aus.
Rund 300 begeisterte Töffli-Fans werden am 6. September
2026 zum 3. Töffli Ride erwartet. Treff- und
Startpunkt ist beim Schloss Wyher in Ettiswil – eine
stimmungsvolle Kulisse für einen Tag voller Nostalgie
und Begegnungen.
Was den Anlass zusätzlich besonders macht: Der Reinerlös
fliesst vollumfänglich an die Stiftung Schloss Wyher.
Wer mit seinem Töffli mitfährt, unterstützt damit
direkt die Instandhaltung und Verschönerung eines
kulturell wertvollen Ortes in der Luzerner Landregion.
Von Schloss Wyher aus führt die rund 90 Kilometer
lange Route durch die Kantone Luzern, Aargau und
Bern. Dabei werden rund 1’750 Höhenmeter zurückgelegt.
Gefahren wird im gemütlichen Töffli-Tempo
von etwa 30 km/h. Genug Zeit also, die Landschaft
bewusst zu geniessen.
Die Strecke verläuft mehrheitlich über Nebenstrassen,
abseits des grossen Verkehrs. Sie schlängelt sich
durchs Wauwiler- und Uffikermoos, weiter vorbei an
den beiden Städtli Zofingen und Langenthal. Unterwegs
eröffnen Aussichtspunkte wie Kätzigen, Herzberg
oder Bodenberg immer wieder beeindruckende Blicke
auf die Alpenkette. Und wenn plötzlich die Klosteranlage
St. Urban auftaucht – ruhig und monumental –
entsteht ein kurzer Moment des Innehaltens.
Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht Kilometer oder
Höhenmeter, sondern die Menschen. Der Töffli Ride ist
ein rollendes Klassentreffen für alle, die Benzin im Blut
24
Jetzt Ticket sichern
CHF 60 pro Teilnehmer
(Frühbucher-Preis
bis 30.06.2026)
CHF 70 pro Teilnehmer
(ab 01.07.2026)
haben. Neben liebevoll restaurierten Schmuckstücken
stehen treue Alltagsgefährte, die ihre Gebrauchsspuren
mit Stolz tragen. Ob Puch, Sachs oder Ciao – jedes
Töffli erzählt seine eigene Geschichte. Man hilft sich
mit Werkzeug aus, fachsimpelt, lacht über frühere Pannen
oder erinnert sich an die erste Fahrt.
Vielleicht steht auch bei Ihnen noch ein Töffli in der
Garage – ein wenig verstaubt, aber voller Erinnerungen?
Oft braucht es nicht viel: Reifen pumpen, frisches
Benzin einfüllen, einen prüfenden Blick – und schon
erwacht das gute Stück wieder zum Leben. Der Töffli
Ride bietet die perfekte Gelegenheit, genau diesem
Moment Raum zu geben. Der Anlass ist kein Rennen,
kein Wettkampf und keine Showveranstaltung. Er ist
eine Einladung, sich Zeit zu nehmen, die Region aus
einer neuen oder vielleicht vertrauten Perspektive zu
entdecken, den Fahrtwind zu spüren und Gespräche
unter Gleichgesinnten zu führen. Die Anmeldung ist
offen. Und wer einmal mitgefahren ist, weiss: Diese 30
km/h können länger nachklingen als manch schnelle
Reise.
Das Start-Ticket umfasst neben dem Startplatz ein
Töffli-Ride-«Badge», ein T-Shirt sowie die Teilnahme
an der Tombola mit Preisen im Gesamtwert von CHF
3’000. Für den Start stehen vier Zeit-Slots zur Verfügung.
Vielleicht ist jetzt der richtige Augenblick, das
eigene Töffli wieder «zwäg» zu machen und am 6.
September 2026 selbst Teil dieser Fahrt zu sein.
entdecken 25
Schweizerisches
Trachten
chorfest
Vom 5. bis 7. Juni 2026 wird Sursee zum Treffpunkt
der Schweizer Volkskultur. Unter dem Motto «bodeständig –
traditionell – lebändig» verwandelt das Schweizerische
Trachtenchorfest das historische Städtli in eine lebendige
Bühne für Gesang, Tanz und gelebtes Brauchtum.
Drei Tage lang begegnen sich hier Tradition und Gegenwart,
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: Generationen ZVG ~ und Regionen.
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: TRACHTENCHORFEST ~
Chöre, Trachtentanzgruppen und Jugendformationen
aus allen Regionen der Schweiz reisen an – mit ihren
Liedern, Dialekten und regionalen Besonderheiten im
Gepäck. In Kirchen und Sälen erklingen gefühlvolle
Chorvorträge, auf den Plätzen wird getanzt und in den
Gassen begegnen sich farbenprächtige Trachten aus
unterschiedlichsten Kantonen. Das Fest verbindet Generationen
und zeigt eindrücklich, wie lebendig Volkskultur
heute gepflegt und weitergegeben wird.
Eine besondere Strahlkraft erhält die fünfte Durchführung
des Schweizerischen Trachtenchorfestes
durch ein bedeutendes Jubiläum: Die Schweizerische
Trachtenvereinigung feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
Gegründet im Kanton Luzern, kehrt das Jubiläum gewissermassen
an seinen Ursprung zurück. «Vor 100
Jahren wurde der Verband im Kanton Luzern gegründet.
Im Juni feiern wir mit der ganzen Schweiz – das
ist etwas Einmaliges», sagt Luca Boog, Mitglied des
Organisationskomitees.
Ein Wochenende voller Höhepunkte
Freitag – Ankommen und Auftakt
Ab dem frühen Nachmittag kommt rund um das Rathaus
und im Städtli Feststimmung auf. Mit den ersten
Klängen erwacht die Festmeile zum Leben: Trachtengruppen
treffen ein, Menschen begrüssen sich, erste
Gespräche entstehen. Die offizielle Eröffnung am
Nachmittag steht ganz im Zeichen des Jubiläums und
setzt den Auftakt für ein besonderes Wochenende.
Samstag – Vielfalt erleben
Der Samstag zeigt die ganze Bandbreite des Trachtenchorfests.
Der Tag beginnt mit einem traditionellen
«Ländlerzmorge» und Auftritten von Jungformationen.
Es folgen Chorvorträge in Kirchen und Sälen, offene
Bühnen für alle Vereine, sowie ein Tanz- und Singfest
unter freiem Himmel. Ein grosser Handwerkermarkt
lädt zum Entdecken ein und präsentiert kunstvoll gefertigte,
handgemachte Produkte. «Die lokale Bevölkerung
ist das Herz des Festes. Viele helfen mit und
26
5. bis 7. Juni 2026
Eintauchen in ein einmaliges
Volkskultur-Erlebnis in Sursee.
«Wo d’Mönsche senge,
esch d’Freud gränzelos –
met Härz ond
Seel am Trachtechorfäst
Erennerige schaffe.»
die Bühnen stehen auch unseren regionalen Vereinen
offen – so wird es zu einem echten Gemeinschaftserlebnis»,
berichtet Luca Boog.
Sonntag – feierlicher Abschluss
Ein Festgottesdienst bildet den würdigen Rahmen, bevor
der grosse Umzug durch die Altstadt den farbenfrohen
Schlusspunkt setzt. Wenn die Gruppen durch das
Städtli ziehen, verschmelzen Trachten, Musik und Begegnungen
zu einem eindrücklichen Gesamtbild und
zeigen, wie lebendig Brauchtum heute gelebt wird. Das
Schweizerische Trachtenchorfest ist mehr als ein kultureller
Anlass. Es ist ein Ort des Zusammenkommens,
ein Treffpunkt für ALLE, ob Familien, Volksmusikfans
oder Trachtenliebhaber – und ein Schaufenster für regionale
Identität und gelebte Tradition.
Am besten also: Datum vormerken, vorbeikommen
und eintauchen in ein Fest voller Klang, Farbe und
echter Lebensfreude.
entdecken
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Bierregion Sempachersee
wo
Genuss
auf Geschichte trifft
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: ZVG ~
Rund um den Sempachersee zeigt sich, wie vielfältig Bier sein kann.
Was hier in kleinen Brauereien entsteht, ist weit mehr
als ein Durstlöscher. Es sind kreative, regionale Spezialitäten,
die zum Entdecken, Verweilen und Geniessen einladen.
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«In Cerevisia Felicitas» – im Bier liegt die Glückseligkeit.
Rund um den Sempachersee lässt sich genau
diese entdecken. In den kreativen Craftbieren lokaler
Brauerinnen und Brauer steckt viel Herzblut. Kleine
Brauereien überraschen mit neuen Ideen und laden
dazu ein, die Region einmal anders zu erleben.
Brauhuus 531, Gunzwil
Das Brauhuus 531 befindet sich in einer ehemaligen
Käserei und steht für experimentierfreudiges Brauhandwerk.
Vom leichten, süffigen Bier bis hin zu kräftigen,
dunklen Sorten wird jede Kreation zu einem
kleinen Abenteuer. Regional verwurzelt und mit viel
Sorgfalt gebraut, knüpft man hier an die Geschichte
des Landessenders Beromünster an. So erzählt auch
das Bier seine eigene Geschichte.
Braustation, Sursee
Seit 2015 steht die Braustation für Leidenschaft, Handwerk
und gemeinschaftliche Erlebnisse. Die naturbelassenen,
vollmundigen Biere von Pale Ale bis Stout
überzeugen mit Ausdruck und Charakter. Wer tiefer
eintauchen möchte, kann eine Führung mit Degustation
buchen oder an einem spannenden Bierbraukurs
selbst Hand anlegen. Neben der Bierproduktion hat
sich die Braustation zu einem vielseitigen Eventlokal
und -veranstalter etabliert.
Kulturbrauerei Fruchthof, Sursee
Im Fruchthof begegnen sich Tradition und Kreativität.
Klassiker, wie das erfrischende helle Lager oder
das fruchtige Pale Ale, zeigen die Vielfalt, während
saisonale Spezialbiere immer wieder neue Akzente
setzen. Gleichzeitig ist der Fruchthof ein lebendiger
Treffpunkt. Veranstaltungen, Gespräche und kulturelle
Impulse machen ihn zu einem Ort der Begegnung.
Diese Offenheit spiegelt sich auch im Bier wider – unkompliziert,
gesellig und authentisch.
1386 – Das Sempacher Bier
In Sempach hat die Mikrobrauerei 1386 eine Heimat
gefunden, die eng mit der Geschichte der Region
verbunden ist. Der Name erinnert an das Jahr 1386,
als die Eidgenossen bei der Schlacht von Sempach –
nicht zuletzt dank des Einsatzes von Winkelried – die
Habsburger besiegten. Die Biere greifen diese Verbindung
von Tradition und Handwerk auf. Mit Sempacher
Quell- und Seewasser, ausgewählten Malzsorten und
Hopfen entstehen charaktervolle Craftbiere. Sie stehen
für handwerkliche Sorgfalt, hochwertige Zutaten
und eine klare Handschrift.
Alle Brauereien teilen mehr als die Liebe zum Bier.
Qualität braucht Zeit, Regionalität wird gelebt, und
Genuss entfaltet sich am besten in Gesellschaft. Die
Wege zwischen den Brauereien sind kurz; die Unterschiede
gross. So wird ein Feierabendbier schnell zur
genussvollen Entdeckungsreise.
Wer die Bierregion Sempachersee erkunden möchte,
findet zahlreiche Möglichkeiten. Degustationen,
Führungen oder Veranstaltungen lassen sich direkt
bei den Brauereien buchen. Besonders reizvoll ist der
Luzerner Bierpfad, welcher Wandern und Genuss verbindet.
Hier warten regionale Biere und kulinarische
Zwischenstopps in ausgewählten Gastronomiebetrieben
auf Entdeckerinnen und Entdecker.
1386 Brauerei Brauhuus 531
Kulturbrauerei
Fruchthof
Braustation
Luzerner
Bierpfad
geniessen29
RUBRIK:
NACHHALTIGKEIT
~ TEXT: PETER REGLI ~
Swisstainable ist das Nachhaltigkeitsprogramm für den Schweizer Tourismus und richtet sich
an alle Betriebe entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette. Swisstainable verschafft
Tourismusbetrieben, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren, mehr Sichtbarkeit
und bietet Gästen Orientierung und Transparenz im Label-Dschungel. Gleichzeitig ist Swisstainable
eine Bewegung für den gesamten Sektor und unterstützt Tourismusunternehmen in der nachhaltigen
Entwicklung. Um die unterschiedlichen Voraussetzungen und den unterschiedlichen Grad
des Engagements zu berücksichtigen, ist das Programm in drei Levels unterteilt.
Freizeit
Vogelwarte Sempach, Sempach
RAMSEIER Erlebniswelt, Sursee
Event Gasthof «Urchig», Kulmerau
Morgestärn, Kulmerau
Risi-Hof, Kulmerau
Swiss Local Travel, Sursee
Verkehrshaus Luzern
Golf Sempach, Hildisrieden
Hotelplan, Sursee*
Kuoni Reisen, Sursee*
Kulinarik
Una Storia della Vita, Sempach
Restaurant OX’n, Schenkon
Theo’s Gastropub, Sursee
Restaurant GoldenIndia, Sursee*
Regionale Produkte
Dein Wein vom Römerweg, Schenkon
Weinbau Meyer, St. Erhard
Verein Weinkultur Sempachersee, Sursee
30
Übernachten
Sonne Seehotel, Eich
TCS Camping, Sempach
CAMPUS SURSEE, Oberkirch
FOCUS Hotel, Sursee
Hotel Restaurant Vogelsang, Eich
Bauernhof Tannhüsern, Hellbühl
Hotel & Conference Center Sempachersee, Nottwil
* Diese Betriebe sind nicht Mitglied
bei Sempachersee Tourismus
Die Reise eines Kleidungstücks...
... aus nachhaltiger Produktion zurückverfolgen.
Mit TRACK ME unseres Bekleidungspartners
WE ARE ZRCL AG aus Schwyz ist dies möglich.
Die gesamte Produktion und Lieferkette
eines Kleidungsstücks kann nachverfolgt werden.
Das Team der Geschäftsstelle weiss folglich,
woher die Kleider kommen, welche
sie tragen dürfen. Mehr Infos:
wussten Sie
schon, dass...
…der Begriff Nachhaltigkeit schon deutlich älter ist, wie wir glauben? Im Magazin
«Horizonte», dem Schweizer Forschungsmagazin, steht in der Ausgabe vom März 2026
Folgendes zum Begriff Nachhaltigkeit: «ein wohlklingender Referenzpunkt ohne
tiefere Bedeutung». Es droht der Verlust der Glaubhaftigkeit des Begriffes.
Der Begriff sei von Anfang an unscharf gewesen, erklärt Wissenschaftsjournalist Axel
Bojanowski in einem Essay: Hans Carl von Carlowitz habe ihn im Deutschen zum ersten
Mal verwendet, als er 1713 in seinem forstwirtschaftlichen Werk fragte, wie der Umgang
mit Holz so gehe, «dass es eine beständige und nachhaltende Nutzung gebe». Sein Plan,
Holz und Torf für die Metallverarbeitung im Erzgebirge auf lange Sicht sicherzustellen,
gelte zwar zu Recht als wegweisend, findet Bojanowski. Doch stehe dem das «Schwinden
eines nicht erneuerbaren Rohstoffes gegenüber: Der Erze. Der Begriff sei zu vieldeutig
und verführe zu Etikettenschwindel.»
Hans Carl von Carlowitz formulierte somit das Prinzip, dass nur so viele Bäume gefällt
werden sollten, wie nach nachwachsen können.
Heute wird Nachhaltigkeit als umfassendes Konzept verstanden, das ökologische,
ökonomische und soziale Dimensionen umfasst. Es geht letztlich darum, die Bedürfnisse
von heute zu befriedigen, ohne die Optionen zukünftiger Generationen einzuschränken.
31
Die App voller
Informationen
für die Bevölkerung
und die Gäste
der Region Sempachersee.
Jetzt kostenlos
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zu finden)
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