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DIREKT
Magazin des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland
Ausgabe 1 /2026
TITELTHEMA
5 – 11
Next Gen Direktvertrieb
Erwartungen, Chancen, Perspektiven
12– 13
Neu im Bundesverband
AWAQE
Kaffee Partner
18 – 20
Jubiläen
RINGANA
MARY KAY
bofrost*
EDITORIAL
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 2
Jochen Clausnitzer
Geschäftsführer des
Bundesverbandes Direktvertrieb
Deutschland e.V.
Liebe Leserinnen und Leser,
der Direktvertrieb lebt von Menschen. Von ihrer Begeisterung für Produkte, von persönlicher
Beratung, von Vertrauen – und seitens der Vertriebspartnerinnen und -partner von der
Bereitschaft, Verantwortung für den eigenen beruflichen Weg zu übernehmen. Diese Stärke
macht unsere Branche auch für die nächste Generation attraktiv. Denn junge Menschen
denken Arbeit neu: Sie wünschen sich Flexibilität, Sinn und echte Entwicklungschancen
– genau das bietet der Direktvertrieb. Er eröffnet Chancen, fördert Unternehmergeist
und verbindet moderne digitale Möglichkeiten mit echter menschlicher Nähe. Die
Einblicke unserer jungen Vertriebspartnerinnen, die wir Ihnen in dieser Ausgabe unseres
DIREKT!-Magazins vorstellen, zeigen eindrucksvoll, wie aktuell und zukunftsfähig unser
Geschäftsmodell ist.
Gleichzeitig verändert sich die Branche rasant. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, neue
Vertriebs- und Zahlungssysteme sowie innovative Kommunikationswege prägen Prozesse
und Erwartungen. Dabei gilt: Technologie soll den Menschen stärken, nicht ersetzen. Der
Kern bleibt die persönliche Beziehung. Richtig eingesetzt, können digitale Tools genau diese
stärken – durch mehr Transparenz, effizientere Abläufe und spürbare Entlastung im Alltag.
Konkrete Beispiele dazu finden Sie in dieser Ausgabe.
Auch die Vielfalt unserer Mitgliedsunternehmen wird in dieser Ausgabe deutlich. Neue
Mitglieder wie AWAQE und Kaffee Partner bereichern den Verband, während etablierte
Unternehmen wie bofrost*, MARY KAY und RINGANA bedeutende Jubiläen feiern.
Andere entwickeln ihre Marken und Strukturen konsequent weiter, etwa REiCO und PM-
International. Zu all diesen Erfolgen gratulieren wir herzlich.
Unternehmerisches Handeln braucht verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie
und praxisnahe Lösungen. Der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern zeigt,
wie wichtig ein niedrigschwelliger Zugang zur Selbständigkeit ist. Mehr dazu lesen Sie im
Bericht zu unserem Parlamentarischen Frühstück im April 2026.
Ich lade Sie ein, diese Ausgabe als Einblick in eine Branche zu lesen, die sich bewegt
– mit starken Unternehmen, engagierten Menschen und klarer Zukunftsperspektive.
Ich freue mich, wenn wir diese zukunftsgerichtete Perspektive spätestens beim
Direktvertriebskongress am 5. und 6. Oktober 2026 in Potsdam gemeinsam und im
persönlichen Austausch weiterentwickeln.
Ihr Jochen Clausnitzer
Geschäftsführer Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V.
www.direktvertrieb.de
Inhalt
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 3
12 13
5
14
16
17 18
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
5 Next Gen Direktvertrieb –
Erwartungen, Chancen, Perspektiven
6 Gedanken aus Unternehmersicht
7 Hier spricht die Next Gen des Direktvertriebs
NEWS NEU IM BUNDESVERBAND
12 AWAQE Global tritt dem Bundesverband
Direktvertrieb Deutschland bei
13 Kaffee Partner ist neues Mitglied im BDD
INTERVIEW - 7 FRAGEN AN...
14 7 Fragen an… Manuela Kunz
19
DIREKTVERTRIEB IM WANDEL
16 Erfolgreich umgesetzte Change-Prozesse bei REiCO
THEMA DIGITALISIERUNG
17 Wenn Vertrieb zur Blackbox wird
NEWS JUBILÄEN
18 30 Jahre RINGANA
19 40 Jahre MARY KAY
20 bofrost* wird 60
NEWS PERSONALIA
21 Stefan Bethke neuer Vice President Research &
Development bei LR Health & Beauty
www.direktvertrieb.de
INHALT
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 4
20
21 22
23
24
25
26
27 28 29
THEMA DIGITALISIERUNG
22 Wie Agentic Commerce den Direktvertrieb verändert
23 Direktvertrieb: Eine Chance abseits von
Beeinträchtigungen
THEMA EVENTS & INCENTIVES
24 Wie smarter Flugeinkauf Incentivereisen neu denkt
THEMA DER MENSCH IM MITTELPUNKT
25 Wirkungskompetenz:Der Mensch macht den Unterschied
THEMA AUS DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN
26 PM-International baut globale Präsenz weiter aus
AUS DEM VERBAND
27 BDD-Termine
28 Direktvertrieb als Chance: BDD macht
weibliche Erfolgsgeschichten sichtbar
29 Selbständigkeit im Fokus:
BDD im Austausch mit der Politik
LAST BUT NOT LEAST
30 DIREKTVERTRIEBSKONGRESS 2026
30
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 5
Next Gen Direktvertrieb –
Erwartungen, Chancen, Perspektiven
Warum die nächste Generation anders auf Arbeit blickt
Die Generation Z verändert die Arbeitswelt
spürbar. Sicherheit, Sinn, Flexibilität
und persönliche Entwicklung sind für
junge Menschen keine „weichen Faktoren“,
sondern zentrale Entscheidungskriterien
bei der Berufswahl. So zeigt ein aktuelles
Whitepaper der ManpowerGroup*, dass
86 Prozent der jungen Beschäftigten
sinnstiftende Aufgaben als entscheidend
für Zufriedenheit und Wohlbefinden
ansehen, während gleichzeitig flexible
Arbeitsmodelle, individuelle Entwicklungsperspektiven
und Mentoring zu den wichtigsten
Erwartungen zählen.
Auch internationale Untersuchungen bestätigen
dieses Bild: Work-Life-Balance,
interessante Aufgaben, Feedback, wertschätzende
Führung und Flexibilität
rangieren konstant vor klassischem Statusdenken
oder starren Hierarchien.
Weniger attraktiv wirken dagegen Arbeitsmodelle,
die wenig Selbstbestimmung
zulassen, kaum Entwicklungsmöglichkeiten
bieten oder junge Menschen auf reine
Ausführung reduzieren. Hohe Belastung
ohne Sinnbezug, starre Karrierelogiken
und geringe Sichtbarkeit eigener Leistung
werden von der Gen Z besonders kritisch
gesehen.**
Genau hier liegt eine große Chance für den
Direktvertrieb: Kaum ein Vertriebsmodell
vereint Flexibilität, eigenverantwortliches
Arbeiten, unmittelbares Feedback
vom Kunden, persönliche Entwicklung
und unternehmerische Perspektiven so
konsequent. Junge Vertriebspartnerinnen
und Vertriebspartner erleben Wirkung
direkt, gestalten ihre Zeit selbst und können
sich entlang ihrer Stärken entwickeln – vom
Nebenverdienst bis zum eigenen Team-
aufbau.
Digital first? Wo und wie erreicht
man die Next Gen?
Wer jüngere Vertriebspartnerinnen und
Vertriebspartner gewinnen will, muss dort
sichtbar sein, wo diese Zielgruppe Orientierung
sucht: Social Media, Communitys,
persönliche Empfehlungen und authentische
Vorbilder.
Die Next Gen bewegt sich viel im digitalen
Umfeld, legt aber durchaus Wert
auf die persönliche Begegnung. Die
Gen Z erreicht man stark über:
• TikTok, Instagram und LinkedIn
mit echten Einblicken in den Alltag
• Eigene Vertriebspartnerinnen und
-partner, die auf Social Media als
Mikro-Influencerinnen und Influencer
präsent sind und durch ihre
Authentizität überzeugen
• Empfehlungsprogramme innerhalb
bestehender Teams
• Campus- und Gründerformate
• Über Narrative zu Female Leadership
und flexiblen Nebenerwerbsoptionen
mit Fun-Faktor
• Mentoring durch erfahrene Vertriebspartner
und -partnerinnen.
Entscheidend ist weniger die reine Reichweite
als die Glaubwürdigkeit. Junge
Menschen reagieren stark auf echte
Geschichten: Warum startet jemand im Direktvertrieb?
Welche Freiheiten entstehen?
Welche Entwicklung war konkret möglich?
*Whitepaper Generation Z 2025 | ManpowerGroup
**GenZ’s workplace expectations. An international comparison.
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 6
Gedanken aus Unternehmersicht
Ein Gespräch zur Gen Z mit der BDD-Vorstandsvorsitzenden Elke Kopp
DIREKT!: Beobachten Sie Unterschiede
bei jüngeren Vertriebspartnerinnen?
Was macht Gen Z anders?
Elke Kopp: Gen Z arbeitet digital first: Sie
liebt Effizienz, smarte Tools und schnelle
Kommunikation. Sie setzt auf authentische
Beziehungen, Social Selling statt Kaltakquise
und klare Werte. Während frühere
Generationen den Fokus stark auf persönliche
Begegnungen gelegt haben, verbindet
Gen Z heute das Beste aus beiden Welten:
digitalen Impact und persönliche Beratung.
Sie ist mutig, experimentiert gern – und erwartet
gleichzeitig Flexibilität und Purpose.
Lernformate, starke Markenpräsenz online.
Wir passen uns an – ohne unseren Kern zu
verlieren: echte Beziehungen, persönliche
Anerkennung und die Chance, sich als Frau
weiterzuentwickeln.
Das Modell ist zeitlos – und mit den richtigen
Innovationen weiterhin generationenübergreifend
attraktiv.
DIREKT!: Wo erreicht man die Jüngeren
kommunikativ?
Elke Kopp: Gen Z bewegt sich dort, wo
Kommunikation echt, schnell und visuell ist:
Instagram, TikTok, Reels, YouTube Shorts,
Direct Messages – und zunehmend auch in
Communities statt in klassischen Feeds.
Wichtig ist: ehrliche Einblicke, Storytelling,
Humor, Werte und kurze Formate, die Mehrwert
bieten. Und: Auch persönliche Touchpoints
bleiben wichtig – nur entstehen sie
heute oft digital initiiert und offline vertieft.
DIREKT!: Welche Erfahrungen haben Sie
bei Mary Kay mit jüngeren Beauty Consultants
gemacht? Was spricht für Gen Z?
Elke Kopp: Unsere jungen Consultants
bringen eine beeindruckende Leichtigkeit,
Kreativität und digitale Stärke mit. Sie sind
Social Media affin, lieben es, ihre Persönlichkeit
zu zeigen, und können dadurch sehr
schnell Reichweite aufbauen.
Was uns begeistert: Gen Z hinterfragt, gestaltet
aktiv mit und möchte in einem Werte
basierten Umfeld wachsen. Sie sucht nicht
nur ein Business, sondern eine Community
mit Sinn.
Kurz: Sie bringen frischen Wind – und passen
wunderbar zu unserer Mary Kay Kultur.
DIREKT!: Muss sich der Direktvertrieb verändern,
um attraktiv zu bleiben – oder hat
er schon, was Gen Z sucht?
Elke Kopp: Der Direktvertrieb vereint viele
Dinge, die Gen Z heute wichtig sind: Flexibilität,
Selbstbestimmung, Community und
echtes Empowerment.
Gleichzeitig entwickeln wir uns weiter:
digitale Tools, einfache Prozesse, moderne
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 7
Sie müssen es wissen:
Hier spricht die Next Gen des Direktvertriebs
Wir haben für die aktuelle DIREKT!-Ausgabe Gespräche mit jüngeren Vertriebspartnerinnen geführt und sie gefragt: Warum begeistert Dich
der Direktvertrieb? Soviel vorneweg: Die Begeisterung zu den Produkten und die Freude an starken zwischenmenschlichen Beziehungen
hält auch bei der Gen Z an – beste Karten also für die Zukunft des Direktvertriebs!
Fiona Ens (25), seit einem Jahr im
Direktvertrieb für Ha-Ra
„Es braucht Mut und
Selbstbewusstsein!“
DIREKT!: Fiona, wie bist Du auf den Direktvertrieb
aufmerksam geworden?
Fiona Ens: Ich selbst hatte Allergien und
habe auf Reinigungsmittel sensibel reagiert.
Über eine digitale Präsentation bin ich auf
die umweltschonenden Produkte aufmerksam
geworden, habe sie selbst ausprobiert
und war direkt begeistert. Auch die Beraterin
selbst war so sympathisch und hat mir
Mut gemacht, es selbst zu probieren.
DIREKT!: Welche Herausforderungen
begegnen Deiner Meinung nach jüngeren
Menschen im Direktvertrieb?
Fiona Ens: Für mich persönlich war es, den
Mut aufzubringen vor Frauen zu sprechen,
die alle schon viel älter und erfahrener waren
als ich. Es hat sich aber schnell herausgestellt,
dass ich durch die vielen Informationen
über die Produkte, genug Wissen
hatte, um kompetent auftreten zu können.
DIREKT!: Wie und wo findest Du Kundinnen
und Kunden?
Fiona Ens: Meine erste Beratung habe
ich bei meiner Mama zu Hause mit ihren
Schwestern und Freundinnen durchgeführt.
Ich selbst liebe Live-Präsentationen. Ich
glaube fest daran, dass über diese Form des
Verkaufs viel nachhaltigere Beziehungen
zu den Kundinnen entstehen als über die
Online-Beratung. Bei mir ist es auch so, dass
ich fast nach jeder Präsentation direkt die
Anfrage für einen Folgetermin erhalte oder
sich Leute bei mir im Nachhinein melden
und gerne eine Beratung möchten. Dadurch
dass ich selbst so überzeugt von dem bin,
was ich verkaufe, fällt es mir sehr leicht,
diese authentisch und ehrlich weiterzuempfehlen
– ich glaube, das spüren die Leute.
DIREKT!: Warum rätst Du jüngeren Leuten,
es mit dem Direktvertrieb zu probieren?
Fiona Ens: Für mich ist der entscheidende
Grund die Flexibilität und Freiheit bei der
Arbeitszeiteinteilung. Ich bin Mama von
zwei kleinen Kindern. Mein Alltag ist selten
bis aufs Detail planbar, mit meiner jetzigen
Tätigkeit kann ich meine Arbeit meinen
persönlichen Bedürfnissen anpassen.
Keinen Chef nach Urlaub fragen zu müssen,
sondern mich nur mit meinem Mann abzusprechen
– das macht den Direktvertrieb für
mich als Nebeneinkunft unschlagbar!
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 8
Tabea Saß (24), seit 2022 im
Direktvertrieb aktiv und die
jüngste Gruppenleiterin
bei Victoria Schmuck
DIREKT!: Tabea, wie bist Du zum Direktvertrieb
gekommen?
Tabea Saß: Ich habe damals im Internet
recherchiert, wie man nebenbei Geld verdienen
kann. Dabei bin ich auf den Direktvertrieb
gestoßen. Über einen Bekannten
meiner Mutter habe ich dann Victoria
kennengelernt.
Mich haben die Verdienst- und Karrieremöglichkeiten
sofort angesprochen – aber
auch die Incentives und die Perspektiven.
Und natürlich der wunderschöne Schmuck.
DIREKT!: Was begeistert Dich besonders
an Deiner Tätigkeit?
Tabea Saß: Das ist schwer in ein paar
Sätzen zu formulieren. Aber mich erfüllt
es, die Frauen mit unserem Schmuck und
auch unseren Karrieremöglichkeiten zum
Strahlen zu bringen. Ich freue mich, wenn
meine Mädels und ich gemeinsam Erfolge
feiern können und jede sich persönlich
weiterentwickelt. Aber auch die vielen
tollen Kontakte, die ich durch Live-Partys,
Veranstaltungen und Messen kennenlerne.
Die Wertschätzung und die Gemeinschaft
ist in der heutigen Zeit auch keine Selbstverständlichkeit.
Der Direktvertrieb ist für
mich schon lange nicht mehr nur eine gute
Einnahmequelle, es ist mein Leben.
DIREKT!: Welche Herausforderungen
haben Deiner Meinung nach, besonders
jüngere Vertriebspartnerinnen beim Einstieg?
Tabea Saß: Viele aus meinem Bekanntenkreis
haben mich am Anfang eher belächelt
und nicht daran geglaubt, dass ich mir in so
jungen Jahren etwas selbständig aufbauen
kann.
Außerdem ist es in meinem Alter manchmal
schwieriger, Kundinnen zu finden – viele
Frauen in meiner Altersgruppe haben
nicht immer das Budget für hochwertigen
Schmuck.
Umso wichtiger war es, dass meine Familie
und meine Gruppenleiterin an mich geglaubt
haben – teilweise mehr, als ich selbst
es am Anfang getan habe.
DIREKT!: Du sagst, dass der Direktvertrieb
für Dich ein wirklicher Anker in Deinem
Leben ist.
Tabea Saß: Ja, es verschafft mir immer
wieder Glücksmomente, wenn es mal nicht
so gut läuft, wie zuletzt als ich in meinem
Hauptjob von einen auf den anderen
Tag gekündigt wurde. Das war ein echter
Schock.
In dieser Situation ist Victoria für mich nochmal
zu einem besonderen Anker geworden.
Mein Team hat mich gebraucht – und allein
deswegen wusste ich, dass ich nicht aufgeben
darf. Ich konnte mich ganz auf meine
Aufgabe konzentrieren und es sind auch
echte Freundschaften entstanden.
DIREKT!: Was würdest du jungen Menschen
sagen, die über einen Einstieg im
Direktvertrieb nachdenken?
Tabea Saß: Einfach ausprobieren. Man hat
nichts zu verlieren – aber man kann unglaublich
viel gewinnen.
„Der Direktvertrieb ist für mich
ein wirklicher Anker im Leben!“
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 9
Lisa Kickel (25), seit April 2021 bei Mary Kay
DIREKT!: Wie bist Du auf den Direktvertrieb
aufmerksam geworden?
Lisa Kickel: Über eine Online-Beauty-Party,
auf die ich von meiner besten Freundin eingeladen
wurde. Die Beraterin hat mich mit
ihrer Freude am Job und mit ihrer Energie
so angesteckt. Man hat einfach gemerkt,
dass sie einem nichts „andrehen“ wollte,
sondern alles, was sie sagt, auch wirklich
fühlt und, dass sie ehrlich von den Produkten
begeistert war. Das wollte ich auch
ausprobieren!
noch viel stärker wirkt als bei den älteren
Generationen. Der Support der Community
und die Erfolgserlebnisse helfen aber dabei,
sich nicht beirren zu lassen!
DIREKT!: Was begeistert Dich am meisten
an Deiner Tätigkeit im Direktvertrieb?
Lisa Kickel: Die Produkte! Das Motto, das
uns bei Mary Kay weitergegeben wird: Alles
kann, nichts muss! So empfinde ich keinen
Druck und empfinde große Freiheit bei
meiner Zeiteinteilung. Das hat mir geholfen,
erfolgreich zu sein.
DIREKT!: Wie erschließt Du Dir neue Kundinnen
und Kunden?
Lisa Kickel: Über die Partys kommen fast
immer Folgekundinnen – das ergibt sich
also fast von selbst.
DIREKT!: Welche Herausforderungen gibt
es für jüngere Beraterinnen Deiner Meinung
nach im Direktvertrieb?
Lisa Kickel: Ich glaube, dass jüngere Vertriebspartnerinnen
und -partner noch nicht
so selbstbewusst sind, genau zu wissen, wer
sie sind, so dass die Meinung von außen
www.direktvertrieb.de
THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 10
Das bleibt in der Familie:
Wenn der Direktvertrieb von einer
Generation in die nächste übergeht
Ihr Weg im Direktvertrieb begann für Gaby
Schmitz Esser vor über 20 Jahren. Ihre
Tochter Luise ist ihr während des Studiums
im Nebenjob gefolgt.
DIREKT!: Liebe Luise, wie Du zum ersten
Mal mit dem Direktvertrieb in Berührung
gekommen bist, können wir uns fast
denken. Aber warum Du Dich entschieden
hast, beruflich in die Fußstapfen Deiner
Mutter zu treten, würde uns sehr interessieren.
Luise: Seit ich denken kann gehört JEMAKO
zu meinem Leben, das war zu Hause quasi
24/7 im Programm. Als ich mit meinem
Studium Bioingenieurwesen begann, wollte
ich finanziell nicht mehr komplett von meinen
Eltern abhängig sein. Da das Studium
aber sehr anspruchsvoll ist, war für mich ein
Nebenjob wichtig, der absolute Flexibilität
erlaubt. Da ich die Produkte von JEMAKO inund
auswendig kenne und den Direktvertrieb
über meine Mutter kenne, war das für
mich die naheliegendste und für mich auch
logischste Entscheidung.
DIREKT!: Und wie bist Du, Gaby, vor über
20 Jahren zum Direktvertrieb gekommen?
Ich bin von Haus aus Biologin. Nach der Geburt
meiner Tochter habe ich meinen Job in
einem Ingenieurbüro aufgegeben und zunächst
als selbstständige Biologin gearbeitet.
Als die Aufträge weniger wurden, suchte
ich nach einer neuen Möglichkeit, Geld
zu verdienen. Über eine Freundin lernte ich
die Produkte von JEMAKO kennen. Besonders
überzeugt haben mich deren nachhaltige
Eigenschaften. Bei einer Produktparty
dachte ich mir schließlich: Das kann ich
auch. Aus dieser Idee ist Schritt für Schritt
ein erfolgreiches Geschäft entstanden, das
nun auch meine Tochter begeistert.
DIREKT!: Welche Veränderungen hast Du
in 20 Jahren Direktvertrieb erfahren? Gibt
es Veränderungen, die Du beobachtest?
Gaby: Ich gebe gerne Produktpartys in
Präsenz, habe aber vor Jahren begonnen,
auch auf die digitale Beratung und die Bestellmöglichkeiten
auszuweiten. Das ging in
Corona los – JEMAKO hat hier sehr schnell
reagiert und professionelle Lösungen zur
Verfügung gestellt. Außerdem finde ich,
dass es heute viel leichter als früher ist, die
Produkte zu verkaufen, weil die Marke viel
bekannter ist.
Luise: Ich selbst verkaufe 99,9 Prozent online.
Ich bin aber auch in der Stadt und habe
das Gefühl, dass die Menschen hier lieber
anonymer bleiben. Allerdings liefere ich die
Produkte auf Wunsch persönlich aus und
kümmere mich auch digital um die Bedürfnisse
und Fragen meiner Kundinnen.
DIREKT!: Wo findet man als junge Vertriebspartnerin
Kunden?
Luise: Ich selbst finde es viel leichter, fremden
Menschen Produkte anzubieten als
meinen Freundinnen. Als ich angefangen
habe, waren diese ja auch knapp bei Kasse
und die Produkte, die wir vertreiben, sind
hochwertig und damit eben auch hochpreisiger.
Das konnten sich meine Freundinnen
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THEMA NEXT GEN DIREKTVERTRIEB
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 11
damals nicht leisten. Ich habe meine Mutter
auf Messen begleitet oder es interessierten
sich die Mütter meiner Bekannten. Heute
sprechen meine Freundinnen mich auf
JEMAKO an und nutzen die Produkte.
1928-1945
Gaby: Das ist auch mein Tipp, an alle, die
im Direktvertrieb starten: Schnell raus aus
dem Freundeskreis, hin zum Aufbau eines
externen Kundenstamms. Aber vor allem
auf Messen erleben wir auch, dass Mütter
von ihren Töchtern an die Stände begleitet
werden und mit einer Standardausrüstung
an hochwertigen und nachhaltigen Putzprodukten
ausgestattet werden, um den
ersten eigenen Haushalt auszustatten. Die
Direktvertriebsunternehmen bieten so viel
Support an Ideen und Aktionen, dass es
wirklich ein Rundum-Sorglospaket ist!
1965-1980
1946-1964
DIREKT!: Noch ein letzter Tipp an die Next
Gen, Gaby?
Gaby: Junge Leute sollen so schnell wie
möglich ein Team aufbauen und andere befähigen,
erfolgreich zu sein. So bleibt man
viel länger im Direktvertrieb als andere. Ich
halte auch nichts davon, mehrere Produkte
im Direktvertrieb gleichzeitig anzubieten.
Fokussiere Dich auf ein Direktvertriebsunternehmen
und setze Deine volle Energie
darauf.
1997-2012
1981-1996
EARLY 2010-TODAY
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NEWS NEU IM BUNDESVERBAND
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 12
Neues Mitglied:
AWAQE Global tritt dem Bundesverband
Direktvertrieb Deutschland bei
Das 2024 gegründete
Direktvertriebsunternehmen
AWAQE Global ist dem
Bundesverband Direktvertrieb
Deutschland e. V. (BDD)
beigetreten. Das Unternehmen
mit Sitz in Straßlach-
Dingharting bei München
setzt auf Social Selling und
verbindet Produkte aus den Bereichen
Nahrungsergänzung sowie Haut- und Gesichtspflege
.
AWAQE ist ein Health- und Beauty-Social-
Selling-Unternehmen mit einem ganzheitlichen
Ansatz. Neben hochwertigen
Produkten steht insbesondere die persönliche
Entwicklung im Mittelpunkt. Gründer
Andreas Küffner bringt hierfür langjährige
Erfahrung aus dem Network Marketing mit.
„Direktvertrieb ist für mich das ehrlichste
Business-Modell der Welt“, sagt Andreas
Küffner überzeugt. „Du hilfst Menschen,
bessere Produkte zu nutzen – und sie helfen
dir, dein bestes Leben zu leben. Das ist Win-
Win in seiner reinsten Form.“
Der Name AWAQE steht für bewusste Präsenz,
innere Klarheit und die Rückkehr zu
einem authentischen Leben. In einer Zeit,
in der viele Menschen nur noch im Überlebensmodus
funktionieren, setzt AWAQE
neue Maßstäbe für Wohlbefinden, Erfolg
und Bewusstsein. Die Philosophie: „The
greatest wealth you will ever experience in
your life is having a healthy body, a peaceful
mind and the right people in your life.“ Hier
geht es nicht um höher, schneller, weiter –
sondern um gesünder, bewusster, erfüllter.
AWAQE vereint Natur und Wissenschaft, um
Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Im Mittelpunkt steht der Mensch – als
Ganzes. Man versteht sich nicht als klassische
Network-Firma, sondern als „New State
of the Art Wellbeing & Lifestyle Company“.
Der Beitritt zum BDD ist für AWAQE ein bewusster
Schritt, um sich aktiv in die Weiterentwicklung
der Branche einzubringen. Der
Verband bietet dabei nicht nur Orientierung
durch verbindliche Verhaltensstandards,
sondern auch einen Ort für Austausch und
Zusammenarbeit innerhalb der Direktvertriebswirtschaft.
„Wir freuen uns auf den gemeinsamen
Beitrag für die Direktvertriebsbranche und
auf einen inspirierenden Austausch. Für uns
als junges Unternehmen ist der Verbandseintritt
auf mehreren Ebenen ein absoluter
Mehrwert“, sagt John Richter, Sales Director
DACH bei AWAQE Global.
www.awaqe-life.com
www.direktvertrieb.de
NEWS NEU IM BUNDESVERBAND
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 13
Klares Zeichen für Qualität und Vertrauen
Kaffee Partner ist neues Mitglied im BDD
Die Kaffee Partner GmbH ist ein mittelständisches
Unternehmen, das seit 1973 Betriebe
mit professionellen Kaffeevollautomaten
und Wasserspendern ausstattet. Mit Hauptsitz
in Osnabrück betreut das Unternehmen
heute über 70.000 Kunden unter anderem
aus den Bereichen Industrie, Büro, Gastronomie
und Hotellerie im DACH-Bereich
(Deutschland, Österreich und Schweiz). Um
diese flächendeckende Versorgung sicherzustellen,
arbeiten bei Kaffee Partner über
600 Menschen Hand in Hand. Davon ist ein
Team von etwa 150 festangestellten Fachkräften
im technischen Service täglich im
Außendienst unterwegs, um direkt vor Ort
präsent zu sein.
Das Angebot umfasst verschiedene Kaffeevollautomaten
für den gewerblichen Einsatz,
die je nach Bedarf ausgewählt werden.
Damit die Versorgung beim Kunden im
Alltag funktioniert, kümmert sich das
Unternehmen auch um die Lieferung von
Kaffeebohnen, Milchpulver und Tee sowie
dem passenden Zubehör. Durch dieses Zusammenspiel
erhalten Kunden alles für ihre
Getränkeversorgung aus einer Hand. Leitungsgebundene
Wasserspender ergänzen
das Portfolio des Unternehmens.
Ein wesentlicher Teil des Erfolgs ist der persönliche
Direktvertrieb. Die Fachberatung
versteht sich dabei als Partner auf Augenhöhe,
der ein ehrlicher Austausch wichtig
ist. Sie besucht die Betriebe persönlich,
schaut sich die Gegebenheiten vor Ort an
und ermittelt gemeinsam mit den Verantwortlichen
den tatsächlichen Bedarf. Aus
diesen Gesprächen entstehen Vorschläge,
die genau zur Größe und zum Rhythmus
des jeweiligen Unternehmens passen.
Dieser enge und direkte Kontakt bildet seit
Jahrzehnten die Basis für eine vertrauensvolle
Zusammenarbeit. Jörg Baumgart,
Geschäftsführer von Kaffee Partner, unterstreicht
die Bedeutung dieser Nähe: „Das
Geschäftsmodell und die Nähe zur Region
finde ich spannend.“
Mit dem Beitritt zum BDD setzt Kaffee
Partner ein klares Zeichen für Qualität und
Vertrauen in der Kundenansprache. Das
Unternehmen freut sich darauf, gemeinsam
mit anderen Mitgliedern die Zukunft des
Direktvertriebs aktiv mitzugestalten und
den Austausch zu fördern.
www.kaffee-partner.de
www.direktvertrieb.de
INTERVIEW - 7 FRAGEN AN...
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 14
7 Fragen an… Manuela Kunz
In dieser Interview-Reihe geben uns erfahrene Persönlichkeiten aus dem Direktvertrieb
Antworten und Einblicke rund um ihre Branchenerfahrung. Dieses Mal im Gespräch mit
Manuela Kunz, Geschäftsführerin von REiCO.
DIREKT!: Frau Kunz, seit Sie in der Geschäftsführung
von REiCO eingestiegen
sind, hat sich viel getan – erst jüngst der
neue Markenauftritt und viele Transformationsprozesse
im Unternehmen. Warum
gerade jetzt und was wird besser?
Manuela Kunz: Wir erleben im Direktvertrieb
einen klaren Wandel: Professionalisierung,
Digitalisierung und steigende
Erwartungen an Markenführung treffen
bessere Voraussetzungen für nachhaltiges
Wachstum.
DIREKT!: Wie und wann sind Sie zum
ersten Mal mit dem Direktvertrieb in Berührung
gekommen?
Manuela Kunz: Der Direktvertrieb begleitet
mich im Grunde seit meiner Jugend.
Als Familienunternehmen war REiCO für
mich nie nur ein Arbeitsplatz, sondern Teil
langfristige Kundenbeziehungen. Zudem
eröffnet das Modell echte unternehmerische
Chancen: eigenverantwortlich arbeiten,
ein Team aufbauen, flexibel gestalten.
Die Herausforderung liegt in der Professionalisierung.
Märkte werden transparenter,
Kundinnen und Kunden informierter.
Direktvertrieb muss daher klar kommunizieren,
Qualität sichtbar machen und moderne
Tools nutzen, ohne seine persönliche Stärke
zu verlieren.
„Direktvertrieb wird hybrider: persönlich
im Kern, digital in der Unterstützung.“
auf den Wunsch vieler Menschen nach
Selbstständigkeit und Sinn. Genau deshalb
war jetzt der richtige Zeitpunkt, unsere
Marke und unserer Strukturen konsequent
weiterzuentwickeln. Mit dem neuen Auftritt
schaffen wir nicht nur ein moderneres
Erscheinungsbild, sondern vor allem klare
Prozesse, verständliche Botschaften und
eine vereinfachte Markenarchitektur, die
uns in die Zukunft trägt.
Was wird besser? Unsere Partnerinnen und
Partner erhalten ein stärkeres Fundament
für ihr Geschäft: klarere Orientierung, moderne
Kommunikationsmittel und praxisnahe
Werkzeuge. Wir reduzieren Komplexität,
bündeln Informationen und investieren
gezielt in digitale Unterstützungsangebote.
Das erleichtert den Beratungsprozess, stärkt
die Professionalität im Auftritt und schafft
unserer Identität. Ich habe früh erlebt, wie
wichtig persönliche Beratung, Vertrauen
und langfristige Beziehungen sind. Später
habe ich das Modell auch aus strategischer
Perspektive betrachtet und verstanden, welches
unternehmerische Potenzial darin liegt
- gerade für Menschen, die selbstbestimmt
arbeiten möchten.
DIREKT!: Der Direktvertrieb ist die älteste
Verkaufsform - manche sagen, er sei auch
die schönste. Was sind aus Ihrer Sicht die
großen Pluspunkte und auf der anderen
Seite die Herausforderungen dieses Vertriebsmodells?
Manuela Kunz: Die größte Stärke ist die
Nähe zum Menschen. Persönliche und
individuelle Beratung schafft Vertrauen und
DIREKT!: Welchen Ratschlag würden Sie
Ihrem jüngeren Ich rückblickend geben?
Manuela Kunz: Mutiger Entscheidungen zu
treffen! Perfektion ist kein realistisches Ziel
– Klarheit und Konsequenz sind wichtiger.
Und: Veränderung nicht als Risiko sehen,
sondern als Gestaltungsspielraum.
DIREKT!: Welches Buch empfehlen Sie
anderen Direktvertriebsunternehmen und
warum?
Manuela Kunz: Ganz spontan ein Buch,
das ich selbst gerade erst begonnen habe:
„Das Leben ist ungerecht – und das ist gut
so“ von Miriam Höller. Wir hatten Miriam
als Speakerin bei unserem großen REiCO-
Jahresevent und ihr Vortrag hat viele von
www.direktvertrieb.de
INTERVIEW - 7 FRAGEN AN...
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 15
uns nachhaltig beeindruckt. Ihre Geschichte
und ihre Haltung zeigen sehr eindrücklich,
wie wichtig Resilienz, Mut und die Fähigkeit
sind, mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen.
Gerade im Direktvertrieb, wo unternehmerisches
Denken, Eigenverantwortung
und persönliche Entwicklung eine große
Rolle spielen, sind diese Themen aus meiner
Sicht besonders relevant.
DIREKT!: Welche Veränderungen kommen
Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren
auf die Branche zu?
Manuela Kunz: Digitalisierung wird aus
meiner Sicht weiter an Bedeutung gewinnen
– vor allem in Schulung, Kommunikation
und Kundenbindung. Gleichzeitig
steigt der Anspruch an Transparenz, Nachhaltigkeit
und Markenprofil. Direktvertrieb
wird hybrider: persönlich im Kern, digital in
der Unterstützung.
DIREKT!: Wie sollten Direktvertriebsunternehmen
sich für die Zukunft aufstellen?
Mit einem klaren Profil, schlanken Strukturen
und starken Partnern und Partnerinnen.
Entscheidend ist, Mitarbeitende, Partnerinnen
und Partner wertzuschätzen, Orientierung
zu schaffen und unternehmerisches
Denken zu fördern. Wer Marke, Prozesse
und digitale Werkzeuge strategisch verzahnt,
schafft Stabilität – und eröffnet langfristige
Perspektiven.
Manuela Kunz, Geschäftsführerin von REiCO
DIREKTVERTRIEB IM WANDEL ERFOLGREICH UMGESETZTE CHANGE-PROZESSE BEI REiCO
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 16
Direktvertrieb im Wandel
Erfolgreich umgesetzte Change-Prozesse bei REiCO
Die Modernisierung der Marke, digitale Werkzeuge und klare Kommunikation sollen die
Rahmenbedingungen für Vertriebspartner und -partnerinnen nachhaltig verbessern
Die REiCO & Partner Vertriebs GmbH hat
ihren Marken- und Kommunikationsauftritt
umfassend überarbeitet. Für das familiengeführte
Unternehmen ist dieser Schritt mehr
als reine Kosmetik: Die Modernisierung
zielt darauf ab, Strukturen zu vereinfachen,
Prozesse zu schärfen und Vertriebspartnern
und -partnerinnen bessere Voraussetzungen
für nachhaltiges Wachstum zu bieten.
Seit Jahren steht REiCO für persönliche Beratung,
hochwertige Produkte für Mensch
und Tier sowie langfristige Partnerschaften
im Direktvertrieb. Diese Stärken bleiben
erhalten – werden nun aber durch eine klarere
Markenarchitektur und eine fokussierte
Kommunikationsstrategie ergänzt. Ziel ist
es, Komplexität zu reduzieren und sowohl
intern als auch extern mehr Orientierung zu
schaffen.
Geschäftsführerin Manuela Kunz (ausführliches
Interview in dieser Ausgabe) betont,
dass die geschärfte Marke vor allem den
Vertriebspartnerinnen und -partnern zugutekommt:
Ein einheitlicher Auftritt und
verständliche Botschaften erleichtern die
Positionierung im Markt und unterstützen
den professionellen
Ausbau des eigenen
Geschäfts. Auch Petra Reiber, ebenfalls
Geschäftsführerin bei REiCO, unterstreicht
die Bedeutung klarer Kommunikation als
Erfolgsfaktor im Direktvertrieb.
Ein zentraler Bestandteil der Neuausrichtung
ist die Weiterentwicklung der
Vertriebsstrukturen. REiCO investiert gezielt
in digitale Unterstützungsangebote,
optimierte Materialien und klarere Informationswege.
Diese Maßnahmen sollen den
Beratungsprozess effizienter machen und
Vertriebspartner innen und -partner im täglichen
Geschäft konkret entlasten.
Gleichzeitig bleibt das Grundprinzip unverändert:
Persönliche Beratung steht weiterhin
im Mittelpunkt. Die Vertriebspartnerschaft
wird bewusst als unternehmerische
Chance positioniert – mit der Möglichkeit,
selbstbestimmt zu arbeiten, ein eigenes
Team aufzubauen und von der Stabilität
eines etablierten Familienunternehmens zu
profitieren.
Die Modernisierung verbindet damit
Die Schwestern an der Spitze des Familienunternehmens:
Manuela Kunz und Petra Reiber.
Kontinuität und Weiterentwicklung. Für Vertriebspartner
innen und -partner bedeutet
das vor allem eines: bessere Rahmenbedingungen,
ein geschärftes Markenprofil
und neue Perspektiven für langfristigen
Erfolg im Direktvertrieb.
www.direktvertrieb.de
Firmensitz REiCO
THEMA DIGITALISIERUNG
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 17
Wenn Vertrieb zur Blackbox wird
Warum das „Analoge“ den Direktvertrieb erstickt
Im Direktvertrieb gilt ein ungeschriebenes
Gesetz: FAIRtrauen ist das Produkt, nicht
die Ware.
Doch zwischen Marken und Vertriebspartnern
und -partnerinnen hat sich eine
unsichtbare „Lehmschicht“ aus komplexen
Agenturstrukturen und intransparenter
Steuerung geschoben. Das Ergebnis? Eine
psychologische Entfremdung, die die Qualität
an der Basis systematisch zerstört – weil
das Licht auf beiden Seiten der Leitung
ausgegangen ist.
• Das Unternehmen fokussiert sich
auf nackte Zahlen, verliert dabei
jedoch den Bezug zur Beratungsqualität
und bezahlt am Ende mit
Kundenschwund, da Preisvergleicher
immer mehr Vertrauen
gewinnen.
• Der FAIRtriebspartner fühlt sich
wie in einem schwarzen Loch; er
erhält Leads, versteht aber das
„Warum“ dahinter nicht. Wo Transparenz
fehlt, regiert Misstrauen.
Das psychologische Vakuum:
Intransparenz erzeugt Angst
Menschliche Kooperation basiert auf
Sicherheit. Die aktuelle Blackbox der
manuellen Steuerung erzeugt
das Gegenteil: Unsicherheit,
Kundenverlust und Preisdiskussionen.
Das Unternehmen flüchtet sich in
Micromanagement, der Partner in
Dienst nach Vorschrift. Dieser Druck
ist der größte Killer für jede Beratungsqualität.
Vertrauen durch
radikale Sichtbarkeit
Wir müssen die „Stille-Post“-Methodik
beenden. Wahre Verbindung
entsteht erst, wenn die
Datenbasis für beide Seiten identisch
ist. Wenn Unternehmen und
Partner auf dieselbe, unverfälschte
Wahrheit blicken, verschwindet
die Angst vor Manipulation. AI
fungiert hier als neutraler FAIRmittler.
Kooperation als
Befreiungsschlag
Qualität im (Direkt)vertrieb ist kein
Zufallsprodukt von Kontrolle, sondern
das Ergebnis von Freiheit innerhalb eines
klaren Rahmens. Wenn wir die Barrieren der
Lehmschicht einreißen, schaffen wir Raum
für echte Kooperation. Es geht nicht um die
Ersetzung des Menschen, sondern um seine
Befreiung von intransparenten Silos.
Das Ende der Ausreden
Wir stehen an einem Wendepunkt: Verwalten
wir weiter die Isolation oder besinnen
wir uns auf echte Werte? Transparenz statt
Kontrolle. Gemeinschaft statt Fassade. Wer
die Blackbox öffnet, gewinnt die menschliche
Loyalität und die Exzellenz zurück, die
in der Lehmschicht fast erstickt wäre.
Sind Sie bereit, das Licht auf beiden Seiten
anzuschalten?
Ein Gastbeitrag von AEINS -
mehr Infos: www.aeins.de
www.direktvertrieb.de
NEWS JUBILÄEN
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 18
30 Jahre RINGANA
Wachstum durch Haltung und konsequente Weiterentwicklung
Internationale Expansion, kontinuierliche
Innovation und klare Werte prägen den
Erfolg im Direktvertrieb. Die RINGANA feiert
30-jähriges Bestehen – und verzichtet bewusst
auf nostalgische Rückblicke. Stattdessen
nutzt das Unternehmen das Jubiläum,
um seine strategische Ausrichtung für die
Zukunft zu schärfen. Aus einer Gründungsidee
entwickelte sich ein international tätiger
Direktvertrieb mit rund 1.000 Mitarbeitenden,
etwa 300 Millionen Euro Umsatz
und Präsenz in knapp 40 Märkten.
Im Zentrum steht seit jeher ein klarer
Anspruch: Frische als Prinzip und Wirksamkeit
als Maßstab. Laut Gründer Andreas
Wilfinger war nicht kurzfristiges Wachstum
entscheidend, sondern konsequentes
Festhalten an den eigenen Überzeugungen.
Dieses Prinzip zeigt sich auch in der
Produktstrategie: Ausgehend von Frischekosmetik
wurde das Sortiment systematisch
um Nahrungsergänzungsmittel, Drinks,
PACKS und eine Sportlinie erweitert. Co-
Gründerin Ulla Wannemacher betont dabei
die kontinuierliche Weiterentwicklung
bestehender Produkte als festen Bestandteil
der Unternehmensphilosophie.
die nächste Generation bereits in zentraler
Verantwortung. Gleichzeitig hält das
Unternehmen an seinen österreichischen
Standorten in St. Johann in der Haide und
Hartberg fest und betont die Verbindung
von globalem Wachstum und regionaler
Verwurzelung.
Für 2026 liegt ein klarer Fokus auf dem Ausbau
von Forschung und Entwicklung. Das
Kompetenzzentrum für Nahrungsergänzungsmittel
in Hartberg in Österreich soll
bis Ende des Jahres fertiggestellt werden.
Darüber hinaus ist mit der Eröffnung des
Hotels „Mikeli“ ein weiteres Projekt geplant,
das die regionale Präsenz stärkt.
Die Entwicklung zeigt: RINGANA setzt
konsequent auf Zukunftsinvestitionen statt
Rückblick. Für den Direktvertrieb bedeutet
das stabile Rahmenbedingungen, kontinuierliche
Innovation und neue Marktchancen
– insbesondere durch die internationale
Expansion und die klare strategische Ausrichtung
des Unternehmens.
Starkes Trio an der RINGANA-Spitze: Michael Wannemacher, Ulla
Wannemacher und Andreas Wilfinger (v.l.).
Auch geografisch setzt RINGANA seinen
Wachstumskurs fort. Nach Markteintritten
in Mexiko, Kolumbien und der Türkei stehen
2026 mit Peru und den USA zwei weitere
wichtige Märkte im Fokus. Der Start in Peru
fand Anfang Februar statt, während der
Eintritt in den US-Markt aktuell intensiv vorbereitet
wird.
Trotz internationaler Expansion bleibt
RINGANA ein Familienunternehmen. Ein
Verkauf ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
Mit Michael Wannemacher als Co-CEO ist
Mehr Informationen:
www.ringana.com
Der RINGANA-Campus in St. Johann in der Haide (Österreich).
www.direktvertrieb.de
NEWS JUBILÄEN
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 19
Mary Kay Deutschland feiert 40-jähriges Jubiläum!
Seit vier Jahrzehnten bietet Mary Kay
Deutschland Frauen nicht nur hochwertige
Beauty-Produkte, sondern auch Selbstvertrauen,
Empowerment und die Chance auf
ein selbstbestimmtes Leben. Was 1963 als
Vision der Gründerin Mary Kay Ash in den
USA begann, hat vor 40 Jahren in Deutschland
Fuß gefasst und ermöglicht heute
Millionen von Frauen weltweit, sich ein flexibles
und eigenständiges Business aufzubauen.
Die Mary Kay Geschäftsmöglichkeit
steht dabei für weit mehr als den Verkauf
von Kosmetik: Sie ist geprägt von gelebten
Werten wie Vertrauen, Verbindung, Respekt
und echter Wertschätzung.
Diese Werte spiegeln sich auch im sozialen
Engagement wider. Weltweit unterstützt
Mary Kay zahlreiche Organisationen, die
sich für Frauen und Kinder einsetzen. In
Deutschland entsteht in diesem Jahr gemeinsam
mit der selbständigen Vertriebsmannschaft
und der Organisation FLY &
HELP bereits die 12. Mary Kay-Schule – ein
weiterer wichtiger Beitrag zu Bildung und
Zukunftschancen.
Heute ist Mary Kay ein globales Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen
und in über 40
Ländern vertreten. Eigene Produktionsstätten
in Dallas, Texas sowie ein international
besetztes Forschungs- und Entwicklungsteam
sorgen für höchste Standards in Qualität,
Sicherheit und Innovation. Jährliche
Investitionen in Millionenhöhe ermöglichen
modernste Testverfahren sowie unabhängige
dermatologische und medizinische
Studien.
Mary Kay Inc. wurde von Euromonitor
International zum dritten Mal in Folge zur
weltweiten Marke Nr. 1 im Direktvertrieb für
Hautpflegeprodukte und Dekorativkosmetik
gekürt*. Diese Spitzenposition würdigt
nicht nur das Engagement in Forschung,
„Mary Kay ist heute so relevant wie
vor 40 Jahren – weil unsere Werte
zeitlos sind. Wir stehen für hochwertige
Produkte, verantwortungsvolles
Handeln und echte unternehmerische
Chancen. Doch vor allem stehen wir für
Frauen, ihre Träume und
ihre Stärken. Und das
verliert niemals an
Bedeutung.“
Entwicklung und Produktqualität, sondern
auch die außergewöhnliche Leistung der
unabhängigen Beauty Consultants, die
täglich Kundinnen begeistern.
Mit dieser beeindruckenden Erfolgsgeschichte,
starken Werten und
einer leidenschaftlichen Community
blickt Mary Kay Deutschland
stolz auf 40 Jahre zurück – und
voller Energie in die Zukunft.
*Quelle: Euromonitor International
Limited; Beauty and Personal
Care 2025 Edition, Umsatz
zu Einzelhandelspreisen,
Datenerhebung 2024
www.direktvertrieb.de
NEWS JUBILÄEN
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 20
60 Jahre Kundennähe
Bofrost * wird
Das Familienunternehmen aus Straelen steht
seit sechs Jahrzehnten für die Stärke des
persönlichen Direktvertriebs – und für die
nachhaltige Erfolgsfähigkeit eines Geschäftsmodells,
das Service, Qualität und Kundennähe
konsequent verbindet.
Was 1966 mit der visionären Idee von Josef
H. Boquoi begann, tiefgekühlte Lebensmittel
in einer geschlossenen Kühlkette direkt
an die Haustür der Menschen zu liefern,
hat sich zu einer der bekanntesten Marken
Europas im Direktvertrieb entwickelt. Bis
heute bleibt die persönliche Beziehung zu
den Kundinnen und Kunden das Fundament
des Erfolgs. Gerade diese direkte Verbindung
„von Mensch zu Mensch“ ist wesentlicher
Differenzierungsfaktor in einem zunehmend
digitalen Wettbewerbsumfeld.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist seit
jeher das klare Qualitätsversprechen des Unternehmens.
Die früh eingeführte Reinheitsund
Geschmacksgarantie setzten Maßstäbe
im Markt und prägen das Markenverständnis
bis heute. Kontinuierlich weiterentwickelte
Rezepturen, sorgfältige Rohstoffauswahl und
moderne Produktionsstandards sorgen dafür,
dass Verlässlichkeit und Genuss generationenübergreifend
Bestand haben.
Produkte wie
die bo*Erbsen, Backofen-Pommes
oder das bekannte Kindereis
„Botinchen“ sind längst Teil vieler Haushalte
geworden und zeigen, wie Markenbindung
im Direktvertrieb über Jahrzehnte entstehen
kann.
Familienunternehmen mit
Haltung
Als Familienunternehmen denkt bofrost* in
Generationen. Werte wie Verlässlichkeit, Verantwortung
und Nähe prägen den Arbeitsalltag.
Darüber hinaus übernimmt bofrost* seit
vielen Jahren Verantwortung über das Kerngeschäft
hinaus. Ein zentrales Beispiel ist die
langjährige Partnerschaft mit der Stiftung
RTL - Wir helfen Kindern e.V.. Seit fast einem
Jahrzehnt unterstützt bofrost* in dieser
Partnerschaft nachhaltig unter anderem
Einrichtungen wie die RTL-Kinderhäuser
und weitere soziale Projekte, die Kindern
in schwierigen Lebenssituationen Schutz,
Stabilität und Perspektiven bieten. Das
Engagement ist Ausdruck des Selbstverständnisses
von bofrost*, das gesellschaftliche
Verantwortung als kontinuierlichen
Bestandteil seines unternehmerischen
Handelns begreift.
Tradition und Innovation im
Einklang
,,60 Jahre sind für uns ein Ansporn und der
Beweis dafür, dass die Pionieridee meines Vaters,
tiefgefrorene Produkte in einer geschlossenen
Tiefkühlkette persönlich an die Haustür
der Menschen zu bringen, über Generationen
hinweg erfolgreich ist“, sagt Michael Boquoi,
Mitglied der Unternehmerfamilie. ,,Unser Anspruch
war und ist es, Menschen mit Qualität,
Service und persönlicher Nähe zu begeistern.
Gerade in einer zunehmend digitalen Welt
bleibt der direkte Kontakt von Mensch zu
Mensch ein zentraler Wert, der uns auch zukünftig
ausmachen wird.“
Bei aller Verwurzelung in der eigenen
Geschichte richtet bofrost* den Blick konsequent
nach vorn: ,,Was bofrost* seit 60
Jahren auszeichnet, ist die Fähigkeit, Nähe
und Qualität konsequent neu zu denken und
damit anschlussfähig zu bleiben“, führt Michael
Boquoi fort. ,,Digitale Touchpoints wie
die bofrost*Online-Welt und die bofrost*App
ergänzen unseren persönlichen Service
und schaffen ein modernes Omnichannel-
Erlebnis. Technologie und Digitalisierung
verstehen wir dabei nicht als Ersatz, sondern
als sinnvolle Ergänzung unseres bewährten
Servicegedankens.“
Das Jubiläumsjahr 2026 feiert bofrost* gemeinsam
mit seinen Kundinnen und Kunden
- unter anderem mit ausgewählten Aktionen,
Jubiläumsangeboten und besonderen Genussmomenten
über das Jahr verteilt.
Alle Informationen sowie die besonderen Jubiläumsmomente mit bofrost* werden in den folgenden Wochen und Monaten auf den
bofrost*Social Media-Kanälen sowie auf der Website begleitet: www.bofrost.de/60-jahre
www.direktvertrieb.de
NEWS PERSONALIA
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 21
Stefan Bethke neuer Vice President Research &
Development bei LR Health & Beauty
Stefan Bethke übernimmt die Leitung von
Forschung und Entwicklung bei LR Health &
Beauty. Der 42-jährige Diplom-Ingenieur für
Lebensmitteltechnik bringt über 16 Jahre
internationale Erfahrung aus der Lebensmittel-
und Getränkeindustrie mit. Zuletzt
war er bei der Doehler GmbH als Global
Lead Expert tätig und verantwortete dort
Innovationsprogramme sowie Effizienzprojekte.
Bei LR will Bethke insbesondere die
Innovationskraft „Made in Germany“ stärken
und Entwicklungsprozesse beschleunigen.
Ziel ist es, schneller auf Kundenbedürfnisse
zu reagieren und so die Grundlage für
nachhaltiges Wachstum im Direktvertrieb
zu schaffen.
www.direktvertrieb.de
THEMA DIGITALISIERUNG
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 22
Wie Agentic Commerce den Direktvertrieb verändert
Ein Gastbeitrag von Daniel Laewe | Strategic Sales Director, Worldpay
Die Direktvertriebsbranche basiert auf
starken Beziehungen, doch die steigenden
Erwartungen der Käufer und Käuferinnen
machen es für Vertriebspartnerinnen und
-partner immer schwieriger, Schritt zu
halten. Hier kommt Agentic Commerce ins
Spiel: KI-Agenten, die im Namen der Käufer
einkaufen, vergleichen, verhandeln und den
Kauf abschließen können. Dieser praktische
Wandel findet bereits statt: - 40 % der
Käufer sind bereit, KI-Agenten ihre Einkäufe
überlassen, auch wenn weiterhin Bedenken
hinsichtlich Vertrauen, Identitätsdiebstahl
und Fehlentscheidungen bestehen.
Um Vertrauen aufzubauen und autonome
Checkout-Erlebnisse zu ermöglichen, benötigen
Direktvertriebsunternehmen:
• Eine API-basierte Zahlungsarchitektur,
die automatisierte Transaktionen reibungslos
ermöglicht
• Sichere Tokenisierung, um die Zugangsdaten
der Käufer sicher zu speichern
• Intelligente Betrugserkennung, die
legitimes automatisiertes Verhalten von
verdächtigen Aktivitäten unterscheiden
kann
• Nahtlose Integration mit Vertriebsplattformen
und mehrstufigen Vergütungsstrukturen.
Agentic Commerce kann die Produktivität
der Vertriebspartner und -partnerinnen
steigern, indem operative
Aufgaben wie das Nachverfolgen
von Kundenbedürfnissen
und das
Management von Nachbestellungen
automatisiert werden. So können sich
Vertriebspartnerinnen und -partner auf
den Beziehungsaufbau konzentrieren,
während KI die Logistik übernimmt.
Gleichzeitig ermöglicht es hochwertige,
personalisierte Produktempfehlungen
in großem Maßstab – vorausgesetzt, die
Zahlungssysteme sind auf automatisierte
Transaktionen ausgelegt.
Direktvertriebsunternehmen müssen eine
API-basierte Zahlungsarchitektur, sichere
Tokenisierung und intelligente Betrugserkennung
implementieren, um Agentic
Commerce effektiv zu unterstützen. Die
Zukunft des Direktvertriebs wird davon abhängen,
wie gut Händler und Händlerinnen
KI-gesteuerte Erlebnisse mit Zahlungssystemen
integrieren und so eine Grundlage
für sichere und effiziente automatisierte
Transaktionen schaffen.
Mehr zu den Möglichkeiten des nächsten
Kapitels im Handel erhalten Sie hier:
Worldpay:
Entfalten Sie Ihr Zahlungspotenzial
Für Unternehmen, die untersuchen, wie
Agentic Commerce die Kundenbindung
und die Produktivität der Vertriebspartnerinnen
und -partner steigern kann, bietet
Worldpay Forschung und Zahlungsexpertise,
um den Wandel zu begleiten.
www.direktvertrieb.de
THEMA DIGITALISIERUNG
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 23
Direktvertrieb: Eine Chance abseits von
Beeinträchtigungen
Ein Gastbeitrag von Hamed Darehchi, Solutions Apps
Ein Arbeitsunfall, eine Krankheit, und
plötzlich ist alles anders. Wer danach eine
Behinderung hat, kämpft nicht nur mit dem
Körper. Die Kollegen oder Kolleginnen melden
sich seltener, der Alltag verliert seine
Struktur. Viele ziehen sich zurück, werden
depressiv, leben von Sozialhilfe oder sind
auf die Familie angewiesen. Nicht, weil
sie nichts können. Sondern weil kaum ein
Arbeitgeber sie einstellt.
einen neuen Absatzkanal. Sie zeigen, dass
Inklusion bei ihnen kein Schlagwort ist.
Bei Solutions Apps beschäftigen wir uns
seit Jahren mit genau dieser Frage. Unsere
Software für den Direktvertrieb muss auch
für Menschen mit Einschränkungen nutzbar
sein. Große Schrift, einfache Menüführung,
Kompatibilität mit Screenreadern. Wenn
Bestellungen, Provisionen und der Aufbau
eines Teams digital abgebildet sind, kann
jemand im Rollstuhl genauso erfolgreich
verkaufen wie jemand ohne Einschränkung.
Die Technik muss dem Menschen dienen,
nicht umgekehrt.
Es geht dabei um mehr als Geld. Es geht darum,
wieder gebraucht zu werden. Wieder
Teil von etwas zu sein. Wer das einmal erlebt
hat, weiß, was ich meine.
Im Direktvertrieb spielt das keine Rolle. Hier
arbeitet man von zu Hause, in eigenem
Tempo, ohne Bewerbung. Man braucht ein
Telefon, einen Laptop und Lust auf Begegnungen
und ein ehrliches Interesse an
Menschen.
Und genau hier haben Betroffene einen
Vorteil, den viele unterschätzen. Menschen
mit Behinderung sind untereinander gut
vernetzt: In Selbsthilfegruppen, in Reha-
Einrichtungen, in Online-Foren. Sie kennen
sich, sie vertrauen einander. Wer in diesem
Umfeld ein Produkt empfiehlt, wird gehört.
Unternehmen, die das erkennen und Betroffene
als Vertriebspartner oder -partnerinnnen
einbinden, gewinnen nicht nur
Mehr Informationen zu Solutions Apps:
www.direktvertrieb-solution.de
www.direktvertrieb.de
THEMA EVENTS & INCENTIVES
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 24
Neue Ziele, besseres Budget:
Wie smarter Flugeinkauf Incentivereisen neu denkt
Direkte Erreichbarkeit strategisch
nutzen
Verantwortliche für die Organisation internationaler
Incentivereisen stehen Jahr für Jahr
vor der Herausforderung, die vielgereisten
Vertriebspartner und -partnerinnen mit
neuen Reisezielen zu begeistern.
Zugleich soll die Entwicklung
der Veranstaltungsbudgets
trotz steigender Kosten begrenzt
bleiben.
„Die strategische Nutzung des Flugeinkaufs
kann neue, attraktive Destinationen
erschließen und gleichzeitig Gesamtkosten
senken“, erläutert Armin Truger, Vorstand der
Pro Sky AG.
Laut Incentive Travel Index, einer in Kooperation
zwischen der Incentive Research
Foundation und SITE erstellten Marktstudie,
gilt die direkte Erreichbarkeit einer Destination
per Flug als zentrales Kriterium für die
Auswahl: 40 Prozent der Befragten schließen
schwer erreichbare Destinationen aus. Gut
erreichbare Destinationen sind Vertriebspartnerinnen
und -partnern aber oft bereits
bekannt und verlangen vergleichsweise
hohe Preise für essentielle Eventbausteine
wie Hotels, Food & Beverage und Aktivitäten.
Charterflüge als Kosten- und
Kreativhebel
Deutlich mehr Handlungsspielraum entsteht,
wenn Veranstalter die Fluglogistik nicht nur
als Kostenblock, sondern als strategischen
Hebel verstehen. Eventplaner und -planerinnen
erweitern ihre Handlungsfreiheit und
Möglichkeit zur Kostensteuerung, wenn sie
die Erreichbarkeit von Wunsch-Reisezielen
frühzeitig analysieren und dabei Flugzeugcharter
einbeziehen. Selbst wenn Flugkosten,
die laut Incentive Travel Index rund 20
Prozent des Gesamtbudgets ausmachen, um
50 Prozent steigen, sinkt das Gesamtbudget
um 6 Prozent, wenn alle übrigen Leistungen
um 20 Prozent günstiger erhältlich
sind. Ab etwa 80 Teilnehmenden und
bei Flugzeiten von bis zu vier Stunden
bewegen sich Charterlösungen zudem
preislich zunehmend auf dem
Niveau klassischer Linienverbindungen.
Hinzu kommen operative Vorteile:
Eigene Flüge verkürzen die Reisedauer,
ermöglichen passgenaue
Abflug- und Ankunftszeiten und
lassen sich exakt auf das Veranstaltungsprogramm
abstimmen. Das erhöht nicht
nur den Komfort für die Vertriebspartner,
sondern schafft zusätzliche kreative Freiheit
für die gesamte Reiseinszenierung.
Armin Truger beim ProSky Innovators Pitch auf der ITB
Berlin 2026.
Alternative Destinationen mit
hoher Anziehungskraft
Der größte Budgethebel liegt häufig am Zielort
selbst – insbesondere bei den Hotelkosten,
die regelmäßig den größten Einzelposten
ausmachen. Durch alternative, weniger
stark nachgefragte Destinationen lassen
sich diese Kosten oft um 30 bis 40 Prozent
reduzieren.
Statt auf klassische Metropolen zu setzen,
können Veranstalter gezielt attraktive Alternativen
wählen:
• Bordeaux oder Marseille statt Paris
• Jerez oder Girona statt Barcelona
Mit einem Flugzeugcharter wird damit nahezu
jede europäische Destination realistisch
erreichbar – auch solche, die mit Linienverbindungen
nur umständlich oder zeitaufwendig
angebunden sind.
So entstehen neue Möglichkeiten, Teilnehmer
mit frischen Reisezielen zu begeistern
und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der
Veranstaltung zu verbessern.
Die Pro Sky AG unterstützt Einkauf und Management
von Linienflügen und Flugzeugchartern
für internationale Firmenveranstaltungen.
Das Unternehmen mit international
rund 70 Mitarbeitern bietet eine Plattform
für effizientes Datenmanagement und die
Integration in Event- und Teilnehmermanagement-Systeme.
Mehr unter: www.pro-sky.com/de/
www.direktvertrieb.de
THEMA DER MENSCH IM MITTELPUNKT
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 25
Wirkungskompetenz:
Der Mensch macht den Unterschied
Die 3K herausragender Persönlichkeiten
Gerade in Zeiten der generativen KI gewinnt
die wirkungsvolle Begegnung von Mensch
zu Mensch mehr und mehr an Bedeutung.
Wer Menschen für sich und seine Ideen
gewinnen möchte, braucht eine gewinnende
Persönlichkeit. An dieser Stelle lohnt sich
der Blick nach Hollywood: Große Figuren
folgen klaren Prinzipien. Sie berühren uns,
weil sie klar sind, eine starke Präsenz haben,
kompetent und glaubwürdig wirken. Genau
diese Mechanismen der Inszenierungsprofis
gelten auch auf den Bühnen des Lebens.
Klarheit ist der Anfang.
Menschen lieben Klarheit. Klarheit hat zwei
Dimensionen. Zum einen ist es die Klarheit
in der Rolle. Jede herausragende Leinwandfigur
hat etwas, was sie antreibt. Leinwandhelden
folgen einem Ruf. Die zentrale Frage
für die Bühne des Lebens: Was treibt mich
an? Wozu bin ich da? Menschen folgen
Menschen, die spürbar etwas bewegen
wollen. Die zweite Dimension: Klarheit in
der Kommunikation.
Menschen hassen Unklarheit. Sie verunsichert
und schafft Distanz. Herausragende
Persönlichkeiten bringen ihre Botschaften
auf den Punkt.
Kompetenz schafft Vertrauen.
Oder genauer: die Kompetenzvermutung.
Wir prüfen nicht lange, wir fühlen. Körpersprache,
Stimme, Auftreten entscheiden in
Sekunden. Zahlen, Fakten und Erfahrung
verstärken diesen Eindruck. Vertrauen entsteht
dort, wo wir glauben: Diese Person
kann, was sie sagt.
Kongruenz macht Wirkung
glaubwürdig.
Menschen spüren, ob etwas stimmig ist.
Passt das Gesagte zur Körpersprache? Ist da
echte Überzeugung? Oder gibt es Sand im
mentalen Getriebe? Kongruenz bedeutet:
Innen und außen sind im Einklang. Die
eigene Identität, Gedanken, Werte und Verhalten
stimmen überein.
Menschen, die uns berühren, bewegen und
begeistern, vereinen diese drei K. Das ist
kein Talent. Hinter herausragender Wirkung
stehen Prinzipien, Methoden und Training.
Wir alle stehen auf den Bühnen des Lebens.
Die Frage ist nur: Wie klar, kompetent und
kongruent verkörpern wir unsere Rolle?
LIVE in Potsdam!
Erleben Sie Cristián Gálvez live auf
dem Direktvertriebskongress 2026!
Cristián Gálvez schafft Wirkung.
„Deutschlands führender
Persönlichkeitstrainer“ (SAT.1) setzt
auf Erkenntnisse der Psychologie,
der Neurowissenschaften und der
angewandten Wirkungsforschung.
Er weckt die Lust auf mehr
Persönlichkeit und Wirkung. Der
Wirtschaftspsychologe ist der erste
Deutsche, der ein einstündiges Live-
Interview mit Barack Obama führen
durfte und Kooperationspartner des
BDD.
Mehr Infos:
www.galvez.de
www.direktvertrieb.de
THEMA AUS DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 26
Auf Erfolgskurs:
PM-International baut globale Präsenz weiter aus
Feierliche Eröffnung DSC New York
Vertragsunterzeichnung DSC Bolivien
PM-International setzt seinen internationalen
Expansionskurs fort. Innerhalb kurzer
Zeit hat das Unternehmen mehrere Standorte
eröffnet oder angekündigt: zwei Direct
Sales Center in den USA, neue Büroräume
in Estland, die offizielle Niederlassung in
Kasachstan sowie ein erstes geplantes
Direct Sales Center in Bolivien. Die Entwicklung
zeigt die Bedeutung lokaler Präsenz,
persönlicher Nähe und Infrastruktur im
Direktvertrieb.
In den USA feierte PM-International innerhalb
einer Woche zwei Eröffnungen: am
18. April 2026 in New York und am 25. April
2026 in Orange County. Die neuen Direct
Sales Center befinden sich in unabhängigem
Besitz und werden von erfahrenen
Teampartnern betrieben. Sie dienen als
regionale Anlaufstellen, in denen Kunden
und Kundinnen Produkte kennenlernen,
Schulungen durchführen und Geschäftsmöglichkeiten
vorstellen können. Damit
rückt das Unternehmen näher an Kunden
und Teampartnern und -partnerinnen
heran.
Auch in Südamerika bereitet PM-International
den nächsten Schritt vor. Die
Vereinbarung zur Eröffnung eines ersten
Direct Sales Centers in Bolivien markiert den
Aufbau einer physischen Präsenz. Ergänzt
wird dies durch das neue Headquarter für
Nord- und Südamerika in Sarasota, Florida,
das als Drehscheibe für Betrieb, Logistik und
Innovation dienen soll.
In Europa stärkt PM-International seine
Präsenz mit neuen Büroräumen in Tallinn.
Das Büro soll Vertriebspartner und -partnerinnen
in der Region mit Strukturen und
Ansprechpartnern und -partnerinnen unterstützen.
Nach dem Engagement in Lettland
ist Estland ein weiterer Schritt zum Ausbau
im Baltikum.
Ein weiterer Meilenstein ist Kasachstan.
Zur Eröffnung der dortigen Niederlassung
kamen über 1.000 Teampartner und
-partnerinnen sowie Gäste zusammen. Die
Niederlassung übernimmt Verwaltung,
Betreuung und Koordination. Seit der Grün-
Große Vorfreude auf die feierliche Eröffnung in Kasachstan
dungsphase haben laut Unternehmen mehr
als 400 Teampartner und -partnerinnen im
Direktvertrieb begonnen. Für 2025 meldet
PM-International ein Umsatzwachstum von
270 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für
2026 ist ein Standort in Astana geplant.
Die Expansion verdeutlicht einen Erfolgsfaktor
im Direktvertrieb: Globale Skalierung
benötigt persönliche Erreichbarkeit vor Ort.
Niederlassungen, Direct Sales Center und
regionale Teams schaffen Orte für Austausch,
Produkterlebnisse und Schulungen.
Für Vertriebspartner und -partnerinnen
können sie eine Grundlage sein, um ihr Geschäft
auf und auszubauen und nachhaltige
Beziehungen zu pflegen.
www.direktvertrieb.de
AUS DEM VERBAND
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 27
BDD-Termine
In den BDD-Arbeitsgruppen und Ausschüssen werden
Ideen für die Branche und die Verbandsarbeit diskutiert,
Impulse für Trends und Marktbeobachtungen geteilt
und Erfahrungen der Direktvertriebsunternehmen
untereinander ausgetauscht.
1./2. Juni 2026
Rechtsausschuss
in Berlin
2./3. Juni 2026
Ausschuss Kommunikation & Marketing
in Berlin
16./17. Juni 2026
AG Digitalisierung
in Bingen am Rhein
29. Juni 2026
AG Energie & Telekommunikation
in Freiburg im Breisgau
5./6. Oktober 2026
Direktvertriebskongress
in Potsdam
25. November 2026
Vorstellung der Marktstudienergebnisse
online
www.direktvertrieb.de/de/veranstaltungen
www.direktvertrieb.de
AUS DEM VERBAND AKTION ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 28
Direktvertrieb als Chance: BDD macht
weibliche Erfolgsgeschichten sichtbar
Zum Weltfrauentag rückt der Verband die Rolle von Frauen im
Direktvertrieb in den Fokus
Anlässlich des Internationalen Frauentags
in diesem Jahr hat der Bundesverband
Direktvertrieb Deutschland die besondere
Bedeutung von Frauen für den Erfolg der
Branche hervorgehoben. Kaum eine andere
Vertriebsform ist historisch so eng mit weiblicher
Selbständigkeit verbunden
wie der Partyverkauf – ein Modell,
das maßgeblich von Frauen
entwickelt und geprägt wurde.
Der Direktvertrieb eröffnete
Frauen frühzeitig
niedrigschwellige
Zugänge zu
selbständiger
Mehr unter: www.direktvertrieb.de/frauenpower
Arbeit: ohne großes Startkapital, mit hoher für Frauen in Führungspositionen, da Aufstieg
vor allem leistungsbasiert erfolgt.
Flexibilität und unabhängig von klassischen
Karrierewegen. Für viele bedeutete dies Um diese Entwicklung sichtbar zu machen,
erstmals wirtschaftliche Eigenständigkeit hat der BDD auf seiner Website (Frauen im
und unternehmerische Verantwortung. und aus dem Direktvertrieb) eine Reihe
„Der Direktvertrieb ist ein oft unterschätzter von Erfolgsgeschichten veröffentlicht und
Teil der Wirtschaftsgeschichte von Frauen“, wird diese auch über das Jahr hinweg auf
betont Elke Kopp, Vorstandsvorsitzende LinkedIn zeigen. Die Geschichten zeigen die
des BDD. Lange bevor Begriffe wie Work- Vielfalt der Lebenswege im Direktvertrieb:
Life-Balance oder Female Entrepreneurship Von der Mutter mit fünf Kindern, die flexible
verbreitet waren, wurden entsprechende Arbeitsmodelle nutzt, über die ehemalige
Modelle hier bereits gelebt.
Polizistin im Ruhestand bis hin zur Krankenschwester,
die im Direktvertrieb neue
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der beziehungsorientierte
Vertriebsansatz. Kompetenzen
wie Kommunikation, Vertrauensauf-
Mit der Aktion unterstreicht der Verband
Perspektiven gefunden hat.
bau und Community-Building – lange Zeit die gesellschaftliche und wirtschaftliche
unterschätzt – sind heute Schlüsselqualifikationen
moderner Arbeitswelten. Gleich-
für Gleichstellung, sondern auch für unter-
Bedeutung des Direktvertriebs – nicht nur
zeitig bietet die
nehmerische Chancen und Vielfalt.
Branche überdurchschnittlich
gute Chancen
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AUS DEM VERBAND BDD IM AUSTAUSCH MIT DER POLITIK
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 29
Selbständigkeit im Fokus:
BDD im Austausch mit der Politik
Parlamentarisches Frühstück thematisiert Rahmenbedingungen für den Direktvertrieb
Beim parlamentarischen Frühstück des
Bundesverband Direktvertrieb Deutschland
stand die Bedeutung der Selbständigkeit
im Direktvertrieb im Mittelpunkt. Vertreterinnen
aus Bundestag und Landespolitik –
darunter Lisa Paus, Linda Heitmann, Sandra
Stein und Catherina Pieroth – diskutierten
gemeinsam mit Branchenvertretern und
-vertreterinnen zentrale Herausforderungen
und Handlungsfelder.
Mit einem Branchenumsatz von über 20
Milliarden Euro und mehr als 900.000 überwiegend
selbständigen Vertriebspartnerinnen
und -partnern ist der Direktvertrieb
ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Grundlage
dieses Erfolgs sind die unternehmerische
Leistung der Selbständigen sowie die strukturelle
Unterstützung durch die
Unternehmen.
Im Fokus des Austauschs stand
die Frage, wie der Zugang zur
Selbständigkeit weiter erleichtert
und gleichzeitig Rechtssicherheit
geschaffen werden kann.
Einigkeit bestand darin, dass
Selbständigkeit differenziert
betrachtet werden muss, um
Überregulierung und einen weiteren
Rückgang selbständiger
Tätigkeiten zu vermeiden.
Der Direktvertrieb wurde dabei als Beispiel
für funktionierende niedrigschwellige
Einstiegsmodelle hervorgehoben. Flexible
Strukturen ermöglichen es, unternehmerische
Tätigkeiten zunächst nebenberuflich
zu testen und schrittweise auszubauen.
Der BDD bewertet den Austausch als konstruktiv.
Ziel bleibt es, gemeinsam mit der
Politik verlässliche Rahmenbedingungen
zu schaffen,
die unternehmerische
Initiative fördern und die
Attraktivität der Selbständigkeit
langfristig stärken.
Weitere Meldungen
rund um den BDD:
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Diskutiert wurden insbesondere
vier Handlungsfelder: ein
praxistaugliches Statusfeststellungsverfahren,
konsequenter
Bürokratieabbau, ein erleichterter
Einstieg in die Selbständigkeit
– vor allem im Nebenerwerb
– sowie die Einführung eines
Mutterschutzes für Selbständige.
Selbständigkeit im Fokus: Gesprächsparteien aus Wirtschaft und Politik beim Austausch in Berlin: Jochen Clausnitzer, Alexandra Bekavac, Thomas
Götz, Catherina Pieroth, MdA, Lisa Paus, MdB, Sandra Stein, MdB, Linda Heitmann, MdB, Matthias van der Donk, Elke Kopp, Nils Scherrer, Klaus Marx
und Antonius von Loe (von links nach rechts).
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LAST BUT NOT LEAST
DIREKT! | Ausgabe 1 / 2026 30
DIREKTVERTRIEBSKONGRESS 2026
Seien Sie am 5. & 6. Oktober in Potsdam dabei!
Sehen wir uns?
Jetzt
vormerken!
Am 5. und 6. Oktober 2026 findet in
Potsdam unser Jahreskongress statt.
Seien Sie dabei, wenn über die Zukunft,
Best Practices und Rahmenbedingungen
unserer Branche gesprochen wird, und
profitieren Sie vom etablierten Netzwerk
des BDD. Freuen Sie sich auf spannende
Impulse und nachhaltige Begegnungen,
für die kaum eine andere Branche so sehr
steht wie der Direktvertrieb.
Direktvertriebskongress
5. & 6. Oktober 2026
in Potsdam
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Redaktion:
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