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Alstertal Magazin 05_2026

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05/2026

ALSTERTAL

MAGAZIN

HISTORISCHE

TRAGÖDIE

TURID MÜLLER LIEST IN POPPEN-

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ROMANTIK

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KOLUMNE

LIEBE LESERINNEN

& LIEBE LESER,

jede und jeder kennt sie sicherlich - von der Oma liebevoll

gekochte Gerichte, die man mit Kindheit und Jugend verbindet.

Meist war es traditionelle Hausmannskost, beispielsweise

typisch hanseatisches Labskaus oder mit Hack gefüllte Paprika.

Letztere - und das wirklich perfekt kredenzt - durfte ich

kürzlich genießen. Zubereitet und serviert von den Ladies des

„OmaLiebe Lunch Club“. Der hat sich einiges auf die Fahnen

geschrieben, unter anderem lecker kochen für das Gemeinschaftsgefühl

und für den guten Zweck. Das Besondere, die

Macherinnen sind zwischen 62 und 88 Jahre alt. Mehr dazu auf

Seite 32. Um leckeres Essen geht es auch bei unserem aktuellen

Kochbuchtipp. Die Hamburgerin Anne-Katrin Weber hat es

geschrieben und entführt darin nach Frankreich. Nachkochen

lohnt sich (S. 48).

Wenn Ihnen statt kochen und essen eher nach lesen oder

zuhören zumute ist, haben wir ebenfalls einen Tipp: Die in

Poppenbüttel aufgewachsene Autorin Turid Müller hat sich in

ihrem aktuellen Kriminalroman „Unter dem Strand“ erneut

einer historischen Tragödie gewidmet. Am 12. Juni liest sie

daraus in Poppenbüttel. Ein Gespräch dazu mit der Autorin

gibt es auf Seite 44. Ebenfalls in Poppenbüttel zu hören, zwei

Mal feinster Jazz im kommenden Monat mit der Limehouse

Jazzband und Jazzkulap (S. 45). Natur statt Kultur bietet

hingegen der beliebte Volksdorfer Teichwiesentag, der die

Möglichkeit bietet, dessen Besonderheiten kennen zu lernen.

Wir stellen das von in diesem Jahr Jubiläum feiernden BUND

betreute Naturschutzgebiet auf Seite 20 vor.

Daneben haben wir wieder viele weitere lohnenswerte Kulturevents

der Region, Tipps und Trends zusammengetragen,

beispielsweise auf den Modeseiten Anregungen für warme

Sommerabende.

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Viel Spaß beim Lesen und lassen Sie sich inspirieren.

Kai Wehl,

Chefredakteur

Der „OmaLiebe Lunch

Club“ versetzt seine

Gäste mit traditionellen

Gerichte in die Kindheit

zurück. S. 32

© Boris Rogosch

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INHALT

48

Sich Frankreich nach

Hause holen

Mai 2026

INHALT

Magazin

03 Kolumne

06 Termine fürs Alstertal

08 News: Kieler Wochen Auftakt, Ausstellung zu Rio Reiser,

Park & Garden auf Gut Stockseehof, e-Bikes für jedes Alter

und Ausstellung am Kiekeberg

10 News: Kunst im Golfclub, Poppenbütteler Alstertal

Vergnügen, Gesundheits-Messe und Kreuzallergien-Tipp

12 News: Keramikausstellung, Benefizveranstaltung vom Lions

Club, Fitnessprogramm und Sport-Musik-Theater-Spaß

14 Ausstellung „SKULPTURAL. Die neuen Galerien“ und

Spendenübergabe an die FF Volksdorf

16 Face Club Networking Event

18 45 Jahre BUND Hamburg

20 Erkundung der Volksdorfer Teichwiesen möglich

22 Veranstaltungstipps von Klavierabend bis offenem Singen

24 Aspria Feriencamp

26 Sport: Joggen – gesund, vielseitig

28 80 Jahre Verlagsgeschichte: Oetinger

30 Buch- und Termintipp: Erinnerungen

32 OmaLiebe Lunch Club

34 Mahlers 3. Sinfonie in der Elbphilharmonie, Konzert

im Wagnerhof und Erdbeeren & Spargel in Delingsdorf

36 Mode-Trends: zeitlose Romantik

Wellingsbüttel/Sasel

38 MidsommarFest im Sasel-Haus

Duvenstedt/Wellingsbüttel

39 Ausstellungen von ART an der Grenze

Poppenbüttel

43 Langer Tag der StadtNatur

44 Buch- und Termin-Tipp: Unter dem Strand von Turid Müller

45 Veranstaltungen in der Parkresidenz Alstertal

46 Vortrag und der Lesung in Poppenbüttel und Einweihung

der Sportanlage Tegelsbarg

4 | ALSTERTAL MAGAZIN


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Service

48 Essen & Trinken

52 Gesundheit

54 Garten

55 Tiere

56 Senioren

58 Traumbäder

60 Immobilien

64 Handwerk

65 Kleinanzeigen/

Impressum

66 What‘s up in town

36

Leicht

und stylisch

in den Sommer

32

Wenn Omas kochen,

wird es gut.

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ALSTERTAL MAGAZIN | 5


MAGAZIN

© Madeleine Krüger

Termine

für‘s Alstertal

24. Mai

Über das Pfingstwochenende

findet das 21. Traventhaler

Oldtimertreffen mit Antik-,

Trödel- und Teilemarkt,

Barock-Pferden, US-Car

Special und Livemusik statt.

An zwei Tagen trifft sich auf

dem Landgestüt Traventhal

von 9 – 18 Uhr wieder alles,

was Räder hat. Eintritt 13 €.

Kinder bis 12 Jahre frei. Mehr

Informationen unter: www.

landgestuet-traventhal.de

29. Mai

Der italienische Pianist und

Komponist Michele Nigrelli

nimmt das Publikum im Forum

Alstertal mit auf eine

musikalische Reise. Mit einer

Mischung aus Klassik, Neoklassik

und freier Improvisation

verwandelt er das Konzert

in ein einzigartiges Erlebnis.

Schauspieler Hans

Heller kommt für eine

Lesung am 03. Juni in die

Ohlendorff’sche Villa.

Beginn: 19 Uhr. Eintritt: 24

€, Karten an der Rezeption.

Mehr Informationen unter

www.forum-alstertal.de

03. Juni

Sanary-sur-Mer 1933, eine

Zuflucht vieler deutscher

Schriftsteller, die vor den

Nazis geflohen sind. Die

Schauspieler Astrid Kramer

und Hans Heller lesen in der

Ohlendorff’schen Villa aus

autobiografischen Texten von

Schriftstellern und Schriftstellerinnen

im französischen

Exil. Guido Jäger, Bassist und

Kontrabassist, begleitet den

Abend mit eigenen Kompositionen.

Beginn: 19:30 Uhr.

Eintritt 18€, erm. 16€, VVK in

der Buchhandlung Ida v. Behr.

Restkarten an der AK: 20€,

erm. 18€. Mehr unter www.

kulturkreis-walddoerfer.net

05. Juni

Das Improtheater-Ensemble

MOINPRO kommt ins Stadtteilkulturzentrum

Bergstedt

und wird auf Zuruf lustige

Konversationen aus der Taufe

heben. Ob es Schenkelklopfer,

menschliche Abgründe oder

berührende Szenen gibt, liegt

ganz beim Publikum. Beginn:

19:30 Uhr. Eintritt: 15 €.

Mehr unter www.kultberg.de

Im Duvenstedter Salon werden

die LineWalkers Cashund

Dylan-Klassiker zeigen,

wie sie in dieser Form zum

ersten Mal live dem Publikum

präsentiert werden. Einlass:

18 Uhr, Beginn: 19 Uhr. Karten:

25 €, Salonmitglieder zahlen

10 €. Mehr: www.vereinigungduvenstedt.de

07. Juni

Die Duvenstedter FlohMeile

lockt wieder zahlreiche Besucher

ins „Dorf“. Von 13 bis

18 Uhr ist die beliebte Jagd

auf Schnäppchen vom Kreisel

bis zur Haspa eröffnet und es

kann fleißig gestöbert und

geshoppt werden. Mehr unter

www.duvenstedt-aktiv.de

Sänger, Songwriter und

Schauspieler Jon Flemming

Olsen präsentiert in der

KunstKate Volksdorf sein

mittlerweile viertes Album

„Haus der Liebe“: Balladen

ohne Kitsch, Humor mit Hirn

– und Texte, die noch lange

nachklingen. Auf der Bühne

erlebt man Olsen als One-

Man-Band mit diversen Gitarren,

Mandoline, Irish Bouzouki,

Fußpercussion und voller

guter Geschichten. Beginn:

17 Uhr. Mehr Infos unter

www.kunst-kate-volksdorf.de

12. Juni

Autorin Turid Müller kommt

mit ihrem neuen Kriminalroman

„Unter dem Strand“ zu einer

Lesung mit Signierstunde

ins Forum Alstertal. Beginn:

18 Uhr. Eintritt: 16 €, Karten

an der Rezeption. Mehr unter

www.forum-alstertal.de

13. Juni

In der KunstKate Volksdorf

trifft mit dem Duo Paquet/

Stuarnig Bluespiano auf Violine.

Durch Zufall stand eines

Tages Bluesmann Marcus

Paquet gemeinsam mit dem

österreichischen Violinisten

Helmut Stuarnig auf der Bühne.

Nach etlichen Konzerten

mit großer Band entstand

dann die Idee eines Duos. Beginn:

20 Uhr. Mehr Infos unter

www.kunst-kate-volksdorf.de

14. Juni

An der Grundschule Poppenbüttel,

Schulbergredder 21,

findet ein Flohmarkt „Rund

ums Kind“ statt. Von 10-14

Uhr. Standgebühr: 14€ + einen

Kuchen oder Laugengebäck

pro 3m Stand. Anmeldung an:

flohmarkt@gsp-eltern.de

21. Juni

In der Marktkirche Poppenbüttel

präsentiert der

Giuseppe Verdi Chor mit

Solisten unter der Leitung von

Mike Steurenthaler Lieder

der deutschen Romantik von

Schubert, Schumann, Brahms

und Mendelssohn.

Beginn: 18 Uhr. Eintritt PK1:

24€, PK2: 18€. Mehr Informationen

unter www.kirchepoppenbuettel.de

28. Juni

Im Rahmen des Kurses „Lernen

durch Engagement“ wird

ein Flohmarkt am Walddörfer-Gymnasium

organisiert.

Die Einnahmen werden für

die Schulverschönerung genutzt.

Der Flohmarkt findet

von 11-15 Uhr. Ort: Im Allhorn

45, 22359 Hamburg. Standgebühr

(Max. 3 Meter): 5€ +

Kuchen. Anmeldung bis zum

14. Juni unter wdg.flohmarktanmeldung@gmx.de,

10 €

Müllpfand. Einnahmen gehen

zu 100% ins Schulleben.

In der Marktkirche Poppenbüttel

zeigen die zahlreichen

Musikgruppen der

Kirchengemeinde einen

sommerlichen Strauß unterschiedlichster

Musik. Mit

dabei sind unter anderem der

Jugendchor Poppenbüttel,

Vocal Garden, Voice Voyage

und Cantate. Beginn: 16 Uhr.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

Mehr unter www.kirchepoppenbuettel.de

05. Juli

Der Kulturkreis Torhaus

präsentiert die Blues-Ikonen

Abi Wallenstein und Günther

Brackmann mit ihrem „Feel

Good Boogie“. Sie treten um

11:30 Uhr im Schulungshaus

von HH-Wasser auf. Karten:

30€, Mitglieder: 25€, Junge

Leute u. 25: 10€. Mehr unter

www.kulturkreis-torhaus.de

Alle Termine ohne Gewähr -

bitte vorher überprüfen.

6 | ALSTERTAL MAGAZIN


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Inh.: DAHLER & COMPANY Alstertal GmbH & Co. KG

Wellingsbüttler Weg 136, 22391 Hamburg

T 040 53 05 43 0 E alstertal@dahler.com

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NEWS

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© Jan-Michael Böckmann / Kiel-Marketing e.V.

Ein Highlight der

Kieler Woche ist die

Windjammerparade.

Vor allem, wenn man

sie an Bord eines

Traditionsseglers

selbst auf dem

Wasser erlebt.

KIELER WOCHE VOM WASSER AUS ERLEBEN

Die Kieler Woche steht vor der Tür – vom 20. bis 28. Juni – und

damit ein echtes Highlight: top Segelsport aus aller Welt und

jede Menge Sommer- und Festivalstimmung in der ganzen Stadt.

Seit 1882 verwandelt sie die Förde jedes Jahr in eine einzigartige

Mischung aus internationalem Spitzensport, maritimer Tradition

und ausgelassener Festivalstimmung dank Konzerten, Straßenkunst

und über 2.000 Veranstaltungen in der ganzen Stadt.

Zwischen Hafen, Bühnen und Promenade entsteht für einige Tage

eine fast mediterrane Leichtigkeit – norddeutsch, weltoffen und

voller Lebensfreude. Beispielsweise auf dem internationalen

Markt: 40 Länder verwandeln den Rathausplatz in einen Marktplatz

der Begegnungen und bietet Genüsse für jeden Gaumen.

Besonders beliebt bei den Besuchenden ist neben dem Spaß auf

der Kiellinie an der Kaikante die berühmte Windjammerparade,

bei der historische Großsegler, Traditionsschiffe und hunderte

Yachten gemeinsam über die Kieler Förde ziehen – ein spektakuläres

Bild, das jedes Jahr tausende Zuschauer begeistert.

Am besten lässt es sich vom Wasser aus genießen. Diverse

Traditionssegler bieten Törns und Tagesfahrten an und damit

ein unvergessliches Erlebnis zwischen Masten und Segeln. Mittendrin

statt nur dabei heißt dann das Motto für die glücklichen

Teilnehmenden.

Mehr Informationen, viele Termine und eine Auswahl an Schiffen

gibt es unter www.kiel-sailing-city.de/kiwo

INTERAKTIVE

AUSSTELLUNG ZU

RIO REISER

Der Musiker, Liedermacher und Sänger Rio Reiser in seinem

Haus in Fresenhagen.

Rio Reiser (1950-1996) war der politische Denker mit der

Reibeisenstimme, ein unbequemer Chronist und der wohl

einflussreichste Texter der deutschen Rockmusik. Wenn am

24. Mai im Nordfriesland Museum. Nissenhaus die Sonderausstellung

„Rio Reiser – aufgewacht und rebelliert“ startet,

erwartet die Besucher*innen kein staubiges Archiv, sondern

ein lebendiger Spiegel seiner Zeit. Anlässlich seines 30.

Todestages wird deutlich: Themen wie soziale Gerechtigkeit,

Freiheit und Identität, die Reiser einst in Hymnen wie „Der

Traum ist aus“ goss, haben auch heute nicht an Sprengkraft

eingebüßt. Die Ausstellung ist in elf Themenbereiche gegliedert,

die Reisers Schaffen wie ein Kaleidoskop auffächern.

WANN & WO

WANN: 24. Mai 2026 bis 7. März 2027.

WO: Nordfriesland Museum. Nissenhaus, Husum.

Infos: www.museumsverbund-nordfriesland.de.

© Christoph Keller / Alamy Stock Photo

NEUE GARTENIDEEN

IN TRAUMHAFTER KULISSE

Schleswig–Holsteins größte und älteste Gartenmesse auf dem

Lande, die Park & Garden Country Fair auf dem Gut Stockseehof,

lädt vom 4. - 7. Juni Besucher*innen dazu ein, Ideen zu pflücken,

Besonderes zu entdecken und ländliche Lebensart in ihrer ganzen

Vielfalt zu erleben. Eingebettet in den Park und die Hofanlage

des alten Gutes präsentieren sich über 200 Ausstellende aus dem

In- und Ausland mit ihren Pflanzen, Produkten und ihrer Handwerkskunst.

Gezeigt wird ländliche Kultur auf hohem Niveau –

kurz alles, was Haus & Hof, Garten, Terrasse und Balkon und deren

Besitzer schöner macht. Natürlich gibt es auch wieder jede Menge

Kulinarik, viele spannende Vorführungen und musikalische Begleitung

durch die Jazzband Michael Weiss. Öffnungszeiten: täglich

10 -19 Uhr, Sonntag 10 -18 Uhr. Eintritt: 16€/ Jugendliche bis 16 J.

frei. Mehr Infos: www.park-garden.de oder www.stockseehof.de

© Ferdinand Graf Luckner

8 | ALSTERTAL MAGAZIN


NEWS

E-BIKES: MEHRWERT

FÜR JEDES ALTER

e-Bikes sind eine ideale Mobilitätslösung für Menschen jeden

Alters. Familien nutzen Lasten e-Bikes oder Modelle mit

Kindersitz, während Jugendliche sportliche e-Mountainbikes

bevorzugen. Für Erwachsene bieten e-Bikes eine umweltfreundliche

Alternative im Alltag und ältere Menschen profitieren von

sicheren Modellen wie e-Dreirädern. In der e-motion e-Bike Welt

in Ahrensburg, Kornkamp 40, in HH-Alstertal, Poppenbütteler

Bogen 21 und in HH-Wandsbek Friedrich-Ebert-Damm 93A

werden Menschen jeder Altersklasse fündig und erfahren durch

eine fachkundige Beratung auch noch erstklassige Unterstützung

bei der Kaufentscheidung. Vereinbaren Sie ganz einfach einen

Termin in einer der drei e-motion e-Bike Welten und freuen Sie

sich über ihr neues Lieblingsbike. Mehr Infos unter

www.hansebikes.de oder freecall 08000 801 802.

Hausanschlüsse

Schlüsselfertig gebaut?

Und was ist mit Wasser und Abwasser?

Wir sind ein spezialisierter und zertifizierter Betrieb für

Wasser-/Abwasseranschlüsse und verfügen über Bagger

in jeder Größe. Alternativ „schießen“ wir den Anschluss

grundstücksfreundlich mit unserer „Erdrakete“.

Baderneuerung

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und zuverlässig

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• klassische bis moderne Bäder

• kleine Bäder

• altersgerechte Bäder

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• attraktive Bad- und

Küchenarmaturen

© FLMK

Das hier kennen

die Kids nicht mehr,

gibt‘s am Kiekeberg.

GESCHICHTE ERLEBEN

Das geht im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Bekannt ist es vor

allem für seine historischen Bauernhäuser, aber es lassen sich

auch prima die 1950er- bis 1970er-Jahre erkunden. Ob gelbe

Telefonzelle, Zapfsäule oder Tante Emma Laden - am Kiekeberg

ist eine in Zeitreise zu den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs

möglich. Highlights sind eine originale Gasolin-Tankstelle, in der

Besucher*innen den Aufbruch in das mobile Zeitalter erleben

können, aber auch eine Ladenzeile mit historischen Geschäften

jener Zeit, von der Drogerie über ein Fotogeschäft bis zur

Schlachterei. Sie vermitteln ein lebendiges Bild vom Einkaufen

und Arbeiten in der jungen Bundesrepublik. Genau wie ein ein

original eingerichtetes Quelle-Fertighaus der 1970er Jahre.

Wer sich danach stärken möchte, kann zum Glück auf das Heute

zurückgreifen: Der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ serviert

norddeutsche Gerichte und das Museumscafé mit Rösterei

Kaffee & Kuchen sowie Frühstücksvarianten am Wochenende.

Tickets: 12€, unter 18 frei. Infos: www.kiekeberg-museum.de

ALSTERTAL MAGAZIN | 9


KUNST IM GOLFCLUB

Am 07. Juni öffnet der Golfclub Hamburg Waldörfer im Schevenbarg

in Ammersbek um 15 Uhr die Türen zu einer faszinierenden

Ausstellung, die unter dem Titel „Kunst im Golfclub - Alte Meister

und eigene Werke“ die Werke von Jürgen Koch, besser bekannt

unter seinem Künstlernamen Bogo Bogomil, präsentiert.

Bereits im Alter von anderthalb Jahren entdeckte der geborene

Hamburger seine Faszination für die Kunst. Seine künstlerische

Reise führte ihn daraufhin durch verschiedene Lebensphasen.

Von seiner Ausbildung zum Transparent-Maler über seine Zeit

in der Gastronomie, wo er Werbeplakate gestaltete, bis hin

zu Porträtzeichnungen während seiner Wehrdienstzeit – die

Kunst war stets ein treuer Begleiter. Nach einer Ausbildung zum

© Bogo Bogomil (2)

Bogo Bogomil

kann verschiedenste

Stile

nachahmen. Hier

zu sehen: „Frau

mit Schirm und

Kind“ von Renoir

(1874-76) und

„Sonnenblumen“

von Monet (1880).

Tiefdruckätzer legte Jürgen Koch Pinsel und Stift für viele Jahre

beiseite. Im Ruhestand fand er jedoch zu seiner wahren Bestimmung

zurück. Die Begegnung mit der Galeristin Jorana Färber und

seine Idee, Monet-Kopien anzufertigen, markierten den Beginn

einer beeindruckenden Schaffensperiode. Und Bogo Bogomils

Talent blieb nicht unentdeckt. So meldete sich 2005 die Filmgesellschaft

Network Movie, um eine Renoir-Kopie für einen Film

zu erwerben und Monet-Kopien für die Kulisse auszuleihen. Es

folgten einige Ausstellungen, u. a. in Barcelona und für wohltätige

Zwecke, wie seine Teilnahme an Benefiz-Ausstellungen zugunsten

der Berliner Arche zeigt. Anmeldung zur Ausstellung im Golfclub

unter Tel. 040 605 13 37. Mehr Infos unter www.ghw.golf

Beispielbild

POPPENBÜTTELER

ALSTERTAL VERGNÜGEN

Am Samstag, den 27. Juni findet von 13 -18 Uhr auf der Sportanlage

des SC Poppenbüttel, Bültenkoppel 1, ein buntes Fest für die

ganze Familie statt. Es finden zahlreiche Aktionen auf dem Sportplatz

statt und auf der großen Showbühne werden abwechslungsreiche

Auftritte der Sportgruppen angeboten. Für die kleinen

Besucher und Besucherinnen findet eine Kinderolympiade statt

und bei der großen Tombola kann man tolle Gewinne ergattern.

Darüber hinaus können sich alle Kinder auf verschiedenen Hüpfburgen

austoben oder sich beim Kinderschminken „verwandeln“

lassen. Natürlich gibt es auch viele verschiedene Leckereien wie

Kaffee und Kuchen, Grillwurst, Crêpes und vieles mehr.

Jeder ist willkommen - ob Groß oder Klein, alle sind eingeladen.

Mehr Infos unter www.scpoppenbuettel.de

Beispielbild

Musik macht schon den

Kleinsten Spaß!

RINGELPIEZ MIT

SINN UND VERSTAND

Wenn Eltern mit ihren Babys im Kreis sitzen, singen, lachen und

sich austauschen, wirkt dies auf den ersten Blick wie ein netter

Zeitvertreib. Doch Eltern-Kind-Kurse sind viel mehr als das. Sie

bieten den Eltern Raum für Austausch und Vernetzung in einem

geschützten Rahmen, fördern die Eltern-Kind- Bindung, vermitteln

Wissen über die altersgerechte Entwicklung des Kindes,

machen Spaß und geben den Eltern Sicherheit im Familienalltag.

Qualifizierte Kursleitungen motivieren, trösten, stärken und

beraten niedrigschwellig und in einer gemütlichen Atmosphäre.

Ob Musikgarten, Babymassage, DELFI® oder andere Angebote:

In der Evangelischen Familienbildung gibt es für jede Familie ein

passendes Angebot.

Infos und Anmeldung unter www.fbs-poppenbuettel.de.

10 | ALSTERTAL MAGAZIN


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NEWS

GESUNDHEITS-MESSE

Gesundheit, Wohlbefinden und bewusstes Leben lautet das

Motto von „ANBEGINN – Die Messe der neuen Zeit”, die Yvonne

Lehner Ende Juni zum dritten Mal in Sasel ausrichten wird. Rund

60 Aussteller präsentieren sich aus den Bereichen Gesundheit,

Persönliche Entwicklung, Ernährung, Bewusstheit u.v.m.

Zahlreiche Vorträge, Anwendungen und Shops warten auf die

Besucher*innen. „Ob Sie auf der Suche nach Wissen, Anregungen,

Innehalten, Entspannung oder schönen Produkten sind, wir laden

Sie ein, sich etwas Gutes zu tun – wir freuen uns auf Ihren Besuch“,

erklärt Yvonne Lehner von ANBEGINN, Schmuggelstieg 39.

WANN & WO

Wann: 27. und 28. Juni, Sa. 11-18 Uhr, So 11-17 Uhr.

Wo: Sasel-Haus, Saseler Parkweg 3. Eintritt: 7€/erm. 4€,

Kinder bis 14 Jahre frei. 30 % des Eintrittserlöses werden

gespendet. Organisation: Yvonne Lehner.

Weitere Informationen: www.anbeginn.de/messe

WAS TUN BEI

KREUZ-

ALLERGIEN?

Im Frühjahr und Sommer klagen

Kinder und Erwachsene oftmals

über Kribbeln oder Juckreiz im

Mund- und Rachenraum, Hautausschlag,

geschwollene Lippen und

Atembeschwerden direkt nach

Prof. Dr. F.-M. Müller

Verzehr von bestimmten Lebensmitteln.

Vermutet wird dann eine Nahrungsmittelallergie. Dahinter

kann jedoch oftmals eine Kreuzallergie auf Birken-, Gräseroder

Getreidepollen stecken. Das Immunsystem „verwechselt“

hierbei Proteine in Nahrungsmitteln mit den Pollen und löst nach

Verzehr das sogenannte „orale Allergiesyndrom“ aus. Durch

Erhitzen können allergieauslösenden Proteine zerstört werden,

wodurch die Nahrungsmittel dann häufig vertragen werden.

Die Lungen- und Allergie Privatpraxis von Prof. Müller bietet

moderne Diagnostik und Therapie bei Allergien, Neurodermitis,

chronischem Husten, Asthma sowie bei Immunerkrankungen.

Mithilfe gezielter Allergietests und Lungenfunktionsdiagnostik

können Erkrankungen frühzeitig erkannt und chronische Verläufe

vermieden werden. Ein Schwerpunkt ist die molekulare

Allergiediagnostik z.B. bei Nahrungsmittelallergien. Es lässt

sich einschätzen, ob milde oder potenziell schwere allergische

Reaktionen zu erwarten sind. Eltern-Kind-Termine ermöglichen

eine gemeinsame Beratung. Neue Anschrift: Rathausplatz 34,

22926 Ahrensburg. Infos und Terminabsprache unter E-Mail:

info@lungen-doc.de, www.lungen-doc.de oder über Doctolib

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ALSTERTAL MAGAZIN | 11


© Christan Todt

NEWS

KERAMIK & TEE

Am 06. Juni zeigt Ninah Kim ihre handgetöpferte Keramik bei

xiaodu tee im und am Teepavillon in Wellingsbüttel. Besuchende

erhalten dabei auch Einblicke in die Herstellung und in

die Verwendung in der fernöstlichen Teezubereitung. Eine praktische

Vorführung im Rahmen einer Teeverkostung im Gongfu-

Style rundet dieses besondere Erlebnis ab. Die Präsentation

lädt dazu ein, Keramik nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern

als Teil eines bewussten Teeerlebnisses kennenzulernen.

Im Mittelpunkt von Ninah Kims Arbeiten steht die asiatische

Teekeramik, darunter Teekännchen, Deckeltassen (Gaiwan) und

Teeschalen, Einhandgusskannen (Kyusu) und Matchaschalen.

Darüber hinaus fertigt sie Auftragsarbeiten aus weißem

Ton an, glasiert mit selbst entwickelter Holzascheglasur und

bemalt mit verschiedenen Oxiden. Auch die japanische Kintsugi-

Technik zur Reparatur gesprungener Keramik gehört zu ihrem

Repertoire. Alle sind herzlich eingeladen am 6. Juni vorbeizuschauen

und sich inspirieren zu lassen.

ANZEIGEN

HUMOR TRIFFT

FUSSBALLWELT

Am 14. Juni präsentiert der Lions Club Hamburg-Oberalster

eine Benefizveranstaltung mit dem ehemaligen Literaturhaus

Leiter und bekannten Literaturkritiker Rainer Moritz. Er wird

das Publikum auf eine literarische Reise durch die Fußballwelt

mitnehmen. An diesem Tag trifft nämlich die deutsche Nationalmannschaft

in ihrem ersten Spiel der Fußball Weltmeisterschaft

um 19 Uhr auf Curacao. Der jahrelange Schiedsrichter

Rainer Moritz wird vorher um 11:30 Uhr im Senator-Neumann-

Haus in Bergstedt unter dem Titel „Als der Ball noch rund war“

mit viel Humor und witzigen Anekdoten auf dieses Fußball-

Event einstimmen.

Der Reinerlös kommt den Serviceprojekten „Klinik Clowns

Hamburg e.V.“ und „Musica Altona e.V.“ zugute. Der Eintritt

beträgt 20 €, für junge Leute 15 €. Karten für dieses Veranstaltung

gibt es telefonisch unter 040 571 365 76, per Mail an

karten@lions-hamburg-oberalster.de oder an der Tageskasse.

KERAMIK-PRÄSENTATION

06. Juni, 10-14 Uhr, Teepavillon xiaodu tee,

Wellingsbüttler Weg 113. Mehr Infos unter

www.ninahkimkeramik.de und www.xiaodu-tee.de

Rainer Moritz war lange Zeit Leiter des Literaturhauses Hamburg,

ist Literaturkritiker und begeisterter Schiedsrichter.

©Isabell Köster

12 | ALSTERTAL MAGAZIN


NEWS

FITNESSPROGRAMM

FÜR DEN SOMMER

Sich endlich wieder fitter fühlen? Wieder beweglicher werden und

dem Körper etwas Gutes tun? Bei InShape in Poppenbüttel, Harksheider

Straße 10, kann man das mit professioneller Unterstützung

in Angriff nehmen. Für den Sommer hat das Team ein spannendes

Angebot erstellt, denn für nur 80 € kann man an einem 8-wöchigen

Fitnessprogramm teilnehmen. Mit einem individuell abgestimmten

Trainingsprogramm im chipgesteuerten Gerätezirkel und professioneller

Begleitung kann man gezielt an der eigenen Fitness

arbeiten und jeweils nach 4 und 8 Wochen den eigenen Fortschritt

überprüfen lassen. Ohne Vertragsbindung kann man nachhaltige

Ergebnisse erzielen, die auch im Alltag spürbar sein können. Wer

sich während der 8 Wochen für eine Mitgliedschaft entscheidet,

spart das komplette Startpaket im Wert von 99 €. Start ist am

01. Juli, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Mehr Infos und Anmeldung

unter Tel. (040) 671 074 10 und www.inshape-physio.de

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SPORT-MUSIK-

THEATER-SPASS

Opa poliert sein Sportabzeichen und konstatiert: „Das Kind soll

sich bewegen in seiner Freizeit.“ „Aber auch was mit Musik”, flötet

Oma. „Wichtig ist mir die soziale Interaktion”, betont Mama, die

mal zwei Semester Psychologie studiert hat. Papa behauptet: „Die

Entwicklung der Persönlichkeit steht für mich im Vordergrund“,

und denkt dabei an eine Karriere im diplomatischen Dienst. Und

was fordert die Hauptperson dieser Debatte? „Ich will Spaß!”

Recht haben sie! Alle! Und bei S-eins in Poppenbüttel bekommen

sie all das aus einer Hand: Auspowern bei HipHop, Ballett und

Breakdance, Musikalität und Stimme in der School of Pop, dazu

Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein beim Schauspiel. Dass

das Ganze dann auch noch einen Riesen-Spaß bringt, merkt man

spätestens in einer Probestunde: www.s-eins.de

ALSTERTAL MAGAZIN | 13


MAGAZIN

© Hamburger Kunsthalle Foto: Romanus Fuhrmann

SKULPTUREN VON DER ANTIKE ZUR GEGENWART

Kultursenator

Dr. Carsten Brosda,

Kuratorin Dr.

Annabelle Görgen-

Lammers, das Poppenbütteler

Stifterpaar

Dorit und Alexander

Otto und Kunsthallen-

Direktor Prof. Dr.

Alexander. (v.l.)

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert mit der Ausstellung

„SKULPTURAL. Die neuen Galerien“ noch bis zum 11. April 2027

erstmals die gesamte Bandbreite ihrer Skulpturensammlung,

ergänzt um ausgewählte Spitzenleihgaben und im Kontext aller

Kunstgattungen, in einer medien- und epochenübergreifenden

Schau. Und das in modernisierten Räumen und auf Grundlage

eines Forschungsprojektes, das durch eine Förderung in Höhe von

4 Mio. Euro von der Dorit & Alexander Otto Stiftung ermöglicht

wurde. Fast 1.000 große und kleine Skulpturen, Reliefs, Gemälde,

Grafiken, Fotos, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren

Bildgeschichte. Auf einem spannungsvollen Parcours entfalten

sich überraschende Gegenüberstellungen – von der Antike bis zur

Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur

bis monumental. Ein besonderer Fokus gilt neu entdeckten

Beständen an Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber

und Bronze. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden diese

rund 6.000 Kleinstskulpturen an der Kunsthalle erstmals umfassend

gesichtet, bestimmt, restauriert, sowie digitalisiert und

fortlaufend in ihren Kontexten erforscht. Eine Auswahl von rund

650 dieser Werke ist Teil der Schau.

Mehr Infos unter www.hamburger-kunsthalle.de

9.000€ FÜR DIE FF VOLKSDORF

Lars Kohn (Lions Club HH 67 (LC)), Julien Sundmacher (FFW Volksdorf FF), Norman

Hamann (FF Jugendfeuerwehr Wart), Sarah Wendt (FF Jugendfeuerwehr Wart/Stellvertreterin),

Hendrik Schmidt (FF Wehrführer), Christian Clerrmont (LC), Olaf Borkers (LC),

Ekkehard Rossow (LC), Gerrit Roosen (LC) und Volker Kapune (LC, v.l.).

© Rolf Dröge

Der 8. Lions Osterlauf in Volksdorf war

wieder ein voller Erfolg. Sportlich, gesellschaftlich

und vor allem für den guten Zweck:

Nun konnte der Lions Club Hamburg 67 einen

Spendenscheck in Höhe von 9.000€ an die

Freiwillige Feuerwehr Volksdorf übergeben.

Die Spendensumme stammt aus den Erlösen

des traditionellen Lions Osterlaufes und des

anschließenden Osterfeuers. Damit wird

insbesondere die Anschaffung eines neuen

Einsatzfahrzeuges der FF Volksdorf sowie

den laufenden Dienstbetrieb und die wichtige

Jugendarbeit der Wehr unterstützt. Darüber

hinaus wird, wie bereits in den Vorjahren,

auch die Pflegeeinrichtung Erlenbusch in

Volksdorf finanziell unterstützt. „Die große

Beteiligung und die positive Resonanz

zeigen auch in diesem Jahr, wie fest der Lions

Osterlauf und das Osterfeuer mittlerweile

in Volksdorf verankert sind“, erklärte Olaf

Borkers vom Lions Club Hamburg 67 bei der

Scheckübergabe. „Wir freuen uns sehr, mit

dem Erlös die wertvolle und wichtige Arbeit

der Freiwilligen Feuerwehr Volksdorf unterstützen

zu können.“

Organisiert wurde die Veranstaltung von der

Fördergesellschaft der Freunde des Lions

Club Hamburg 67 e.V. mit Unterstützung

zahlreicher lokaler Partner, Sponsoren und

vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

14 | ALSTERTAL MAGAZIN


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MAGAZIN

Gastgeber Sören

Bauer mit den beiden

KI-Experten Kassian

Alexander Goukassian

und Florian Bliesch (v.l.)

ÜBER DIE DIGITALE ZUKUNFT

© Ulrich Schaarschmidt

Das Face Club Networking Event des Monats Mai von Netzwerker Sören Bauer befasste sich mit der

spannenden Frage „Mensch. Macht. Maschine. Wie digital wollen wir leben?“. Es wurde ein inspirierender

Abend rund um Digitalisierung, künstliche Intelligenz und gesellschaftlicher Verantwortung.

Nach den einleitenden Worten des Gastgebers und Face

Club Initiators Sören Bauer sprach zunächst Florian

Bliesch, Head of Innovation CI bei der adesso SE,

Dozent und Buchautor, über Spatial AI und die Frage,

wie Maschinen Raum und Kontext verstehen.

Anschließend zeigte Kassian Alexander Goukassian, Gründer und

CEO der Falkemedia Group sowie Initiator des AI-Ready Campus,

in seiner Keynote konkrete und sofort umsetzbare KI-Hacks für

mehr Produktivität im Unternehmen. Kassian war rund zwei Jahre

lang auch Eigentümer des ALSTERTAL MAGAZINS, bis Luka

Plepp es im Juli des vergangenen Jahres übernommen hat.

Beide Speaker betonten die Wichtigkeit, sich mit KI auseinanderzusetzen,

statt sie zu verteufeln. Und beide legten Wert darauf, dass

die gewonnen Zeitersparnis nicht zu Lasten (eingesparter) Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter gehen muss, sondern Qualität durch

Zeitoptimierung bedeutet. „Wer hat schon Lust, sich durch 600

Seiten pdf zu lesen, wenn eine KI dank entsprechender Prompts das

Wesentliche in Sekunden findet“, erklärte Bliesch. Kassian stimmte

zu und gab vor allem Beispiele aus der eigenen Praxis. So nutze er

beispielsweise täglich ein selbst entwickeltes Tool, das seine Termine

und eingesprochenen Gedanken nach Wichtigkeit ordne.

Nach den inspirierenden Vorträgen und einer kurzen Fragerunde mit

den Gästen wurde bei einem leckeren Flying Buffet - unter anderem

gab es Lachs, gratinierten Ziegenkäse und Spargeltartelettes - in

entspannter Atmosphäre genetzwerkt und ein persönlicher Austausch

zum Thema KI unter den Anwesenden gesucht. Unter den

Gästen des Abends waren Hannelore Lay, Vorstandsvorsitzende

der Stiftung Kinderjahre, Erwin Eberich, CEO Check24, Marathon

Experte Boris Bansemer (Elbstaffeln), Sängerin und Keynotespeakerin

Nanée, Social Media Expertin Eva Tulipan, CEO Libra

Media und ALSTERTAL MAGAZIN Verleger Luka Plepp.

Mehr Infos unter www.face-club.com

Die Face Club Networking Events haben sich über die Jahre zu einer festen Größe in der Stadt etabliert. Inspiriert durch ausgewählte und

kompetente Speaker kommt es regelmäßig zu einem horizonterweiternden Austausch von Hamburger Unternehmer*innen.

16 | ALSTERTAL MAGAZIN


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MAGAZIN

VERMÖGEN WEITERGEBEN – WERTE BEWAHREN:

ERBEN UND VERERBEN MIT WEITBLICK

Erben und Vererben ist mehr als eine formale Vermögensübertragung.

Es ist eine bewusste Entscheidung darüber,

wie Werte und Lebensleistungen weitergegeben werden.

Ron Ziemann, Private Banking Berater der Sparkasse

Holstein, gibt passende Tipps.

NACHFOLGEPLANUNG ALS STRATEGISCHE AUFGABE

Eine frühzeitige und strukturierte Nachlassplanung schafft

Klarheit und vermeidet Konflikte. Testamentarische Regelungen,

Erbverträge und Schenkungen zu Lebzeiten bieten vielfältige

Gestaltungsmöglichkeiten, um Vermögen gezielt und steueroptimiert

zu übertragen.

UNTERNEHMENSNACHFOLGE: ZUKUNFT SICHERN

Bei Familienunternehmen ist die Nachfolge besonders sensibel.

Sie betrifft nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Verantwortung,

Arbeitsplätze und das Fortbestehen des Lebenswerks. Frühzeitige

und klare Regelungen – sei es die Übergabe innerhalb der

Familie oder an externe Führungskräfte – schaffen Stabilität und

sichern den Fortbestand des Unternehmens.

STIFTUNGEN ALS NACHHALTIGE ALTERNATIVE

In diesem Zusammenhang rücken Stiftungen verstärkt in den Fokus.

Sie bieten die Möglichkeit, Vermögen langfristig einem bestimmten

Zweck zu widmen – sei es im sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen

oder ökologischen Bereich. Stiftungen können zudem ein Instrument

sein, um Familienvermögen strukturiert zu bündeln und gleichzeitig

die Mitwirkung nachfolgender Generationen zu ermöglichen.

STEUERLICHE ASPEKTE IM BLICK BEHALTEN

Neben emotionalen Aspekten spielen steuerliche Überlegungen eine

wesentliche Rolle. Sowohl bei Erbschaften als auch bei der Errichtung

von Stiftungen bestehen Gestaltungsspielräume, die bei

professioneller Planung zu erheblichen Entlastungen führen können.

VERMÖGENSNACHFOLGE MIT WEITBLICK

Wer sich frühzeitig mit seiner

Nachfolge befasst, sorgt für rechtliche

Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität

und die bewusste Weitergabe

persönlicher Werte. Denn es geht

nicht nur darum, Vermögen zu vererben

– sondern darum, bleibende

Spuren zu hinterlassen.

ANSPRECHPARTNER

Ron Ziemann:

Tel. 04531 508-74971

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ALSTERTAL MAGAZIN | 17


MAGAZIN

© Joerg Farys

45 JAHRE BUND HAMBURG

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hamburg feiert in diesem Jahr

sein 45-jähriges Bestehen und lädt in der ganzen Stadt zu spannenden Veranstaltungen ein, bei

denen man die Natur hautnah erleben kann - auch hier im Alstertal .

Die Streuobstwiesen des BUND konnten im

April besucht werden - im Herbst spielen

Äpfel erneut eine große Rolle im Programm.

Seit der Gründung des Landesverbandes im Jahr 1981

setzt sich der BUND für den Schutz von Natur, Klima

und Lebensqualität in der Hansestadt ein. Mit zahlreichen

Veranstaltungen im Laufe des Jahres lädt der Verband

Hamburgerinnen und Hamburger dazu ein, Natur zu erleben,

Umweltpolitik zu diskutieren und selbst aktiv zu werden.

„45 Jahre BUND Hamburg zeigen, was engagierte Menschen

gemeinsam für Umwelt und Natur erreichen können“, sagt

Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg, „Gerade in

einer Großstadt ist es wichtig, Naturräume zu schützen, Umweltwissen

zu vermitteln und Menschen für nachhaltiges Handeln zu

begeistern.“

In den vergangenen 45 Jahren hat der BUND Hamburg wichtige

Impulse für Umweltpolitik, Naturschutz und Umweltbildung

gesetzt. Der Verband engagierte sich früh für den Schutz wertvoller

Naturräume wie des Schnaakenmoores, kämpfte gegen

Umweltverschmutzung wie im Boehringer-Dioxinskandal und

setzte sich immer wieder erfolgreich für sinnvolle Umweltauflagen

ein. Gerade in der Umweltpolitik prägte der BUND zentrale

© Robert Schlossnickel

Debatten der Stadt, etwa beim Volksentscheid zum Rückkauf der

Energienetze oder beim Kohleausstieg. Parallel dazu entstanden

zahlreiche Orte und Projekte für Umweltbildung und praktischen

Naturschutz. Dazu gehören etwa die Betreuung diverser

Streuobstwiesen, der Volksdorfer Teichwiesen, des Naturerlebnisgartens

in Wilhelmsburg und des Hauses der BUNDten Natur

in Eppendorf, das seit Jahrzehnten Kindern und Erwachsenen

Naturerfahrungen und Umweltwissen vermittelt.

„Seit 45 Jahren zeigt der BUND Hamburg, wie wichtig eine

starke Stimme für Natur und Umwelt in der Stadt ist“, sagt Sabine

Sommer, „Viele unserer heutigen Erfolge wären ohne das Engagement

von Ehrenamtlichen, Unterstützenden und Bündnispartnern

nicht möglich gewesen.“

Das Jubiläumsjahr wird mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm

gefeiert, das Naturerlebnis, Umweltbildung und Begegnung

miteinander verbindet. Mit dem Frühling beginnt zugleich

die neue Veranstaltungssaison des BUND Hamburg. Im Jahr 2026

bietet der Verband mehr als 120 Veranstaltungen an. Exkursionen,

Workshops, Feste und Mitmachaktionen bringen Menschen in der

ganzen Stadt mit Natur- und Umweltthemen in Kontakt und laden

dazu ein, Hamburgs Natur zu entdecken und sich selbst für ihren

Schutz zu engagieren.

TERMIN-TIPP

Es gibt noch einige spannende Veranstaltungen im

Jubiläumsjahr. Zum Volksdorfer Teichwiesentag

am 06. Juni gibt es mehr Infos auf Seite 20.

05. und 06. September: Wildes Wilhelmsburg mit WiWiVille

26. September: Entsiegelungs-Aktion

26. und 27. September: Norddeutsche Apfeltage

04. Oktober: Erntezeit im Inselpark.

Mehr Informationen unter www.bund-hamburg.de

18 | ALSTERTAL MAGAZIN


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DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR DAS EIGENHEIM:

JETZT HANDELN UND KLUG FINANZIEREN!

In Zeiten immer höherer Mieten, steigender Energiekosten und einer

Aufwärtstendenz bei den Bauzinsen lebt der Traum von den eigenen

vier Wänden mit vielen Fragen wieder auf. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt

für eine eigene Immobilie? Worauf Sie achten müssen und warum eine

ausführliche Beratung wichtig ist.

Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit in einem Eigenheim und einer

zukunftssicheren Planung ist groß. Dazu gehört die Gestaltung der

eigenen Energieversorgung“, sagt Tim Rosenberg, Leiter Private

Immobilien bei der Hamburger Volksbank. Wer heute baut oder kauft,

kann zudem von attraktiven Fördermitteln und langfristig planbaren

Zinsen profitieren.

Der Weg in die eigene Immobilie beginnt mit einer guten Vorbereitung.

Online-Rechner liefern eine erste Orientierung, doch Rosenberg betont:

„80 Prozent des Wissens können Sie sich selbständig zusammensuchen.

Auf die verbleibenden 20 Prozent kommt es bei der Finanzierung

an – mit einer perfekt individualisierten Beratung und allen staatlichen

Förderungen, regional direkt in Hamburg und in der Umgebung.“

Ob Neubau, Kauf oder Modernisierung: Förderprogramme von

KfW & Co. unterstützen energieeffiziente Projekte, vom Solardach

bis zur barrierefreien Sanierung. Auch Bausparen erlebt ein Comeback.

„Wer hat früher nicht geschmunzelt, wenn das Thema Bausparvertrag

aufkam. Bei den aktuell steigenden Zinsen lachen heute diejenigen,

die ihr Eigenheim entspannt mit einem Prozent finanzieren.“

Eine professionelle Beratung hilft, Eigenkapital, Zinsbindung und

Lebensplanung in Einklang zu bringen.

„Am Ende zählt, dass die Finanzierung

zu Ihrem Leben passt“, so der Experte.

Oder anders gesagt: “Echte Expertise

bedeutet, schon heute an die Zinsen von

übermorgen zu denken. Lassen Sie sich

beraten.” www.hamburger- volksbank.de

Tim Rosenberg, Finanzierungsexperte

der Hamburger Volksbank

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ALSTERTAL MAGAZIN | 19


MAGAZIN

EINE GRÜNE IDYLLE:

© Christian Schumacher (3)

VOLKSDORFER TEICHWIESEN

Die Volksdorfer Teichwiesen sind eines der letzten Tunneltäler Hamburgs

und begeistern mit einer großen Artenvielfalt. Seit über 30 Jahren betreut der BUND das

Naturschutzgebiet und lädt in diesem Jahr am 06. Juni wieder zu einem gemeinsamen

Erkunden abseits der ausgeschilderten Wege ein.

In der Hamburger Großstadt kann man die ein oder andere

grüne Idylle finden, so auch mitten in Volksdorf. Auf ca. 30

Hektar befindet sich dort das Naturschutzgebiet Volksdorfer

Teichwiesen, das mit seinen

Waldbeständen, Wanderwegen

und den zwei Teichen für viele

Menschen Erholung im trubeligen

Stadtalltag bietet. Das Gebiet ist

zusätzlich von Feuchtwiesen und

der Saselbek geprägt. Betreut wird

es seit über 30 Jahren federführend

durch den BUND gemeinsam mit

dem Botanischen Verein zu Hamburg

und der Loki-Schmidt-Naturschutzstiftung,

die gemeinsam

die Biodiversität vor Ort schützen

wollen.

Das NSG Volksdorfer Teichwiesen

ist eines der letzten erhaltenen

Tunneltäler Hamburgs und seine

Entstehungsgeschichte lässt sich

auf ungefähr 15.000 Jahre in der

Vergangenheit datieren. Während der Weichsel-Eiszeit drangen

Gletscher mit dem äußeren Eisrand auf Hamburgs Gebiet vor.

Eine Gletscherzunge reichte von Osten in die heutige Teichwiese

und in den Gletscherspalten versickerte Wasser. Dieses sammelte

sich mit der Zeit unter dem Eis und floss in einem Tunnel in

Richtung Westen ab. Dieser Vorgang ist auch namensgebend

Viele gefährdete Insektenarten lassen sich in den Volksdorfer

Teichwiesen entdecken - darunter auch Schmetterlingsarten.

für die Bezeichnung als Tunneltal. Dadurch wurde die heutige

Geländeform geschaffen. Danach wurde das Gebiet im Mittelalter

als Mühlteich und das Gewässer dann von Anfang des

16. Jahrhunderts bis 1882 als

Fischteich genutzt. Erst Ende

des 19. Jahrhunderts wurde der

Teich in extensives Grünland

umgewandelt.

Anfang des 20. Jahrhunderts

wurden dann die beiden heute

noch vorhandenen Teiche

angelegt. In der Nachkriegszeit

wurde das Gebiet teilweise zur

Torfgewinnung, teilweise landwirtschaftlich

genutzt und 1993

erfolgte dann die Unterschutzstellung

als NSG. Das heutige

Naturschutzgebiet zeichnet sich

besonders durch die auf kleinem

Raum vergleichsweise große

Artenvielfalt aus - es lassen sich

dort für Hamburgs Verhältnisse

viele seltene Arten finden. Unter anderem kann man verschiedene

Orchideen, Sumpf-Veilchen, Kuckucks-Lichtnelken und

viele bedrohte Pflanzenarten entdecken. Die abwechslungsreiche

Tierwelt wird durch die vielfältigen Lebensräume

begünstigt, so lassen sich zum Beispiel Graureiher, Störche,

Heuschrecken und Sumpfschrecken finden. Aber auch die selten

20 | ALSTERTAL MAGAZIN


vorkommenden Moorfrösche, Kiebitze und Sumpfveilchen-Perlmuttfalter,

welche in Hamburg gegenwärtig nur

noch hier vorkommen, konnten nachgewiesen werden.

Und obwohl - oder gerade weil - die Volksdorfer Teichwiesen

ein Naturschutzgebiet sind, werden die Wiesen

und Weiden nicht sich selbst überlassen. Es ist eine von

Menschen geschaffene Kulturlandschaft, die Pflege und

landwirtschaftliche Nutzung braucht, damit sie erhalten

bleiben kann. Viele seltene Pflanzenarten würden sonst

verdrängt werden und viele Tagfalter- und Heuschreckenarten

fänden keinen Lebensraum mehr. Ein Teil der stadteigenen

Flächen wird daher von einem Landwirt genutzt -

immer abgestimmt auf die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort.

Außerdem pflegen Mitglieder der Bezirksgruppe Wandsbek

in enger Abstimmung mit dem Naturschutzreferat des

Bezirks die besonders artenreichen Flächen, entfernen

Gehölzaufwuchs und schaffen neue Amphibiengewässer.

Termin-Tipp: Ein Nachmittag in den Teichwiesen!

Seit über 30 Jahren betreut der BUND dieses Naturschutzgebiet

bereits erfolgreich und zeigt die Vielfalt der artenreichen

Wiesen einmal im Jahr auch abseits der Wege. Das

findet in diesem Jahr im Zusammenhang mit den Jubiläumsfeierlichkeiten

zum 45-jährigen Bestehen des BUND

Hamburg am 06. Juni statt. Von 14:30 Uhr bis 18 Uhr kann

man gemeinsam mit der Bezirksgruppe Wandsbek dieses

besondere Gebiet mit seinen Orchideen und zahlreichen

weiteren seltenen Arten erkunden. Treffpunkt: Parallel

zum Waldweg auf Höhe des großen Teichs. Einfach vorbeikommen

- es ist keine Anmeldung nötig.

Mehr unter www.bund-hamburg.de

Fahrenkrön 91

Keramikausstellung: 6.6. 10-14 Uhr

Inhabergeführtes

Teefachgeschäft mit netter

und fundierter Beratung durch

zertifizierten Teesommelier (IHK)

Ausgewählte Teesorten &

demnächst neu im Sortiment:

asiatische Teekeramik

von Ninah Kim

Di, Fr & Sa von 10-13:30 und 14-18 Uhr

xiaodu tee • Christian Todt

Wellingsbüttler Weg 113 • 22391 Hamburg • Tel: 0171 845 2057

mail@xiaodu-tee.de • www.xiaodu-tee.de • xiaodu_tee

Erdbeeren

frisch vom Feld

auf unserem Glantz Markt

und den Verkaufs-Pavillons

Erdbeeren

selbst pflücken

ab sofort in Delingsdorf

Das zu den Orchideen gehörende gefleckte Knabenkraut liebt

feuchte Wiesen. Dieses Biotop wird in Deutschland immer seltener.

www.glantz.de

ALSTERTAL MAGAZIN | 21


VERANSTALTUNGSTIPPS

GEDICHTE UND

GESCHICHTEN

Die beiden renommierten und vielfach ausgezeichneten Künstler

Christian Maintz, Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler,

und Ulrich Kodjo Wendt, Akkordeonist in verschiedenen Formationen

und Filmkomponist, haben schon wiederholt in der

Ohlendorff’schen Villa Erfolge gefeiert. Beide sind in Volksdorf

aufgewachsen, aber noch nie zusammen aufgetreten. Höchste

Zeit für die Premiere eines gemeinsamen Heimspiels!

Maintz wird am 30. Juni herrlich komische Gedichte und

Geschichten über Tiere und Menschen vortragen, Wendt wird

dazu auf dem diatonischen Akkordeon improvisieren, mal begleitend,

mal kontrapunktisch.

DIE OHLENDORFF’SCHE VILLA

Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt 18€, erm. 16€, VVK ab 16.06. in der

Buchhandlung Ida v. Behr. Restkarten an der AK: 20€, erm. 18€.

Mehr Infos unter www.kulturkreis-walddoerfer.net

© Dietrrich Hecht

© Marco Borgreve

KLAVIERABEND MIT DER

MUSIKHOCHSCHULE

In jeder Saison bietet der Kulturkreis Torhaus einen Abend mit der Pianistin

Anna Vinnitskaya und ihren Studierenden. Das genaue Programm wird zwei

Wochen vor dem Konzert im Schulungshaus von HH-Wasser am 21. Juni auf

der Homepage veröffentlicht.

Anna Vinnitskaya wurde im russischen Novorossijsk geboren. Sie studierte

bei Sergei Ossipienko in Rostow und anschließend bei Evgeni Koroliov an der

Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, an der sie seit 2009 selbst

als Professorin lehrt. Der 1. Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel

2007 war für sie der Auftakt zu einer internationalen Karriere. Sie ist eine

geschätzte Partnerin der großen Orchester und führender Dirigenten.

Ihre CD-Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

BENEFIZKONZERT

FÜR DEN KULTBERG

SCHULUNGSHAUSS HH-WASSER

Beginn: 18 Uhr, Karten: 30€, Mitglieder 25€, Junge Leute unter 25: 15 €.

Mehr Infos unter www.kulturkreis-torhaus.de

Drei Sommer schon haben DUO DES & Friends den kultberg mit

Jazz-Covern, SingerSongWriter-Perlen und Mitsing-Popsongs

zum Schwingen gebracht. Und auch in diesem Jahr treten sie

wieder in Bergstedt auf - am 20. Juni ist es soweit.

Markus (Gitarre/Bass/Ukulele) und Kristina Deselaers (Gesang/

Keyboard/Metallophon) und ihr musikalischer Freundeskreis

mögen es ja kuschelig. Weshalb auch diesmal sicher wieder

diverse Liebeslieder den Abend versüßen werden. Spoiler: Harmoniegesang

und eine Mandoline sind auch dabei. Getränke und

Brezeln gibt es auch. Alle Einnahmen gehen an das Haus.

STADTTEILKULTURZENTRUM BERGSTEDT

Beginn: 19 Uhr. Eintritt: 12 €. Mehr unter www.kultberg.de

©Henri Deselaers

22 | ALSTERTAL MAGAZIN


VERANSTALTUNGSTIPPS

©Archiv Männerchor Salia

SINGEN AN DER

SCHUBERT-LINDE

täglich

frische Erdbeeren,

ab 27.5. auch zum

Selberpflücken

Vor fast hundert Jahren, anlässlich des 100. Todestages von Franz

Schubert, sang der Männerchor Salia beim 10. Deutschen Sängerbundfest

in Wien ein Lied von ihm und erhielt eine Ehrenmedaille

mit seinem Konterfei. Davon inspiriert entschied sich der Chor in

Sasel eine Linde zum Gedenken zu pflanzen - das einzige lebende

Schubert-Denkmal Deutschlands! Während der Feierstunde

zur Pflanzung sang der Chor und noch oft danach trafen sich

die Chöre und Saseler:innen dort zum Singen. So entstand das

Schubert-Linde-Singen, das seit 2023 jährlich stattfindet.

Am 20. Juni lädt der Männerchor Salia auch in diesem Jahr unter

der Linde am Saseler Marktplatz zum Offenen Singen und Kurzkonzert

ein. Unterstützt durch den Saseler Posaunenchor.

SASELER MARKTPLATZ

Beginn: 11 Uhr. Eintritt frei. Mehr Infos unter www.sasel-haus.de

Wiebke Hofmann-Jacobsen

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Fachanwältin für Erbrecht

Zertiizierte Testamentsvollstreckerin (AGT)

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Patientenverfügungen • Vorsorgevollmachten

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VON WOLF UND RABE

Gerade hatte die Eiszeit ganz Mitteleuropa fest im Griff. Da

trafen zwei Spezies aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht

sein konnten: der Wolf und der Rabe. Diese Arten, beide hochintelligente,

soziale Generalisten und Opportunisten, veränderten

die Welt durch eine neue Form der Zusammenarbeit. Begriffe

wie Bündnis, Allianz und Symbiose müssen neu definiert werden.

Der aus den Medien, durch seine Vorträge und Publikationen

bekannte, weltgereiste Tierökologe Micha Dudek entspinnt

am 16. Juni beim Kulturkreis Walddörfer einen wahren Kriminalroman

der Evolutionsgeschichte. Auch Fragen zur aktuellen

Diskussion wird er beantwortet.

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ALSTERTAL MAGAZIN | 23


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Mit den Camps im Aspria

Alstertal werden die Ferien zu

einem echten Abenteuer.

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DIE FERIENCAMPS IM ASPRIA

Aspria Alstertal bietet sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine

einzigartige Angebotsvielfalt. Das zeigt sich auch in diesem Sommer wieder, wenn der

Premium-Club in Hummelsbüttel mit seinem kunterbunten Ferienprogramm startet.

Im Aspria Alstertal findet die ganze Familie umfangreiche

Möglichkeiten, sportlich aktiv zu sein, zu entspannen

und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen, denn das

Club-Angebot besteht aus vielseitigen Aktivitäten für

Erwachsene und Kinder. Der Nachwuchs hat im Aspria sogar

einen eigenen Club, die Aspria Academy.

Und das Beste: Kids und Teens können sich im Aspria nicht nur

während der Ferienzeit ausgiebig austoben. Ob in sportlichen

Kursen, wie Hyrox Youngstars, Selbstverteidigung oder Rollersause,

beim Basketball oder Fußball oder auf dem Tennis- und

Padel-Court – die Aspria Academy bietet das ganze Jahr über

für jedes Interesse die passende Aktivität.

Ein Highlight der Academy ist das kunterbunte Camp-

Programm, das in allen Schulferien stattfindet. Auch in den

kommenden Sommerferien wartet eine sorgfältig zusammengestellte

Auswahl an Camps, die für Action und Spaß sorgt – und

dafür, dass in der schulfreien Zeit garantiert keine Langeweile

aufkommt.

Wasserratten freuen sich auf das Poolspaß-Camp, in den

Schwimm-Intensiv-Camps können neue Fähigkeiten erlernt

oder bereits bestehende Kenntnisse ausgebaut werden. Während

der Sportspaß- und Ballsport-Camps dreht sich alles um

Training und Teamgeist. Fans des gelben Filzballs kommen in

den Tennis-Camps auf ihre Kosten und auch die Trendsportart

Padel ist im Camp-Portfolio vertreten. Kleine Künstler:innen

werden sich im Kreativ-Camp wohlfühlen, wer auf die große

Bühne will, nimmt am Theater- oder Zirkus-Camp teil.

Die Feriencamps im Aspria Alstertal beginnen am 9. Juli. Auch

Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen, an den Sommerprogrammen

teilzunehmen. Gebucht wird bequem im Online-

Shop auf aspria.com.

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JOGGEN – GESUND, VIELSEITIG

UND IDEAL FÜR DEN ALLTAG

Joggen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten - und das aus gutem Grund. Es stärkt

das Herz-Kreislauf-System, kann den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken, verbessert

die Fitness und hilft dabei, Stress abzubauen. Gleichzeitig braucht man dafür kaum

Ausrüstung: gute Laufschuhe, bequeme Kleidung und etwas Motivation reichen oft schon aus.

Man sollte jedoch einige Dinge beachten: Besonders

Anfänger machen häufig den Fehler, zu schnell

oder zu intensiv zu starten. Wichtig ist es, langsam

zu beginnen und dem Körper Zeit zur Anpassung

zu geben. Ein lockeres Tempo, bei dem man sich noch unterhalten

könnte, ist ideal für den Einstieg.

Ebenso wichtig sind Regeneration und Schlaf, denn Muskeln

und Gelenke benötigen Erholung zwischen den Trainingseinheiten.

Auch Aufwärmen, Dehnen und ausreichend Flüssigkeit

spielen eine große Rolle. Wer dauerhaft über seine Belastungsgrenze

hinaus trainiert, riskiert Verletzungen oder Überlastungen.

Es gibt verschiedene Arten des Joggens, die jeweils

unterschiedliche Ziele verfolgen.

Beim lockeren Dauerlauf steht die Grundausdauer im Vordergrund

- ideal für Anfänger und für die allgemeine Fitness.

Intervalltraining kombiniert schnelle und langsame Phasen

und verbessert Tempo sowie Kondition. Trailrunning findet

auf Wald- und Naturwegen statt und fordert zusätzlich Koordination

und Konzentration. Daneben gibt es Long Runs für

die Ausdauer, regeneratives Joggen zur aktiven Erholung und

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Gerade im Hamburger Alstertal gibt es viele schöne Möglichkeiten

zum Joggen. Besonders beliebt sind die Wege

entlang der Alster rund ums Alstertal.

Dort läuft man durch viel Natur, vorbei an Wasserläufen

und ruhigen Grünflächen. Ebenfalls empfehlenswert ist

der Hohenbuchenpark Poppenbüttel mit seinen gepflegten

Wegen und schattigen Strecken. Wer längere Läufe durch

die Natur bevorzugt, findet im Wohldorfer Wald ideale

Bedingungen. Auch der Henneberg Park oder der Teetzpark

Wanderweg eignen sich hervorragend für entspannte

Laufrunden.

Beim regelmäßigen Joggen spielt auch die Ernährung eine

wichtige Rolle. Kohlenhydrate liefern Energie für das

Training, während Eiweiß die Regeneration der Muskeln

unterstützt. Empfehlenswert sind Vollkornprodukte, Obst,

Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und ausreichend Wasser.

Vor dem Laufen eignen sich leichte Mahlzeiten wie eine

Banane oder Haferflocken, nach dem Training helfen

proteinreiche Lebensmittel wie Joghurt, Skyr oder Eier bei

der Erholung. Viele erfahrene Läufer betonen außerdem,

dass Schlaf, ausgewogene Ernährung und genügend Flüssigkeit

wichtiger sind als teure Nahrungsergänzungsmittel.

Joggen ist damit weit mehr als nur Bewegung: Es verbindet

Gesundheit, Natur und mentale Entspannung miteinander.

Wer regelmäßig läuft und dabei auf seinen Körper hört,

kann langfristig fitter, ausgeglichener und leistungsfähiger

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MAGAZIN

©Verlag Friedrich Oetinger GmbH (4)

1969: Autorin Astrid Lindgren mit Verlagsgründer Friedrich Oetinger und Heidi Oetinger.

80 JAHRE VERLAGSGESCHICHTE

Die mutige Pippi Langstrumpf, das chaotische Sams und die wilden Olchis – diese Buchhelden

haben zahlreiche Kindheiten geprägt. Obwohl sie ganz unterschiedlich sind, verbindet sie eins:

Sie sind alle Teil des Friedrich Oetinger Verlags, der in diesem Jahr 80-jähriges Jubiläum feiert.

60 Jahre davon lag der Firmensitz in Duvenstedt.

Der gelernte Buchhändler Friedrich Oetinger gründete 1946 mit

39 Jahren den „Verlag für Wirtschaft und Sozialpolitik Friedrich

Oetinger & Co.“ in Hamburg – der Start für eine Erfolgsgeschichte,

die die Kinder- und Jugendbuchliteratur in Deutschland

nachhaltig beeinflussen sollte. Zwei Jahre später erscheint mit

„Der Kinderknigge“ das erste Buch für Kinder und der Name

wird zu „Verlag Friedrich Oetinger“ geändert. Außerdem beginnt

Heidi von Hacht zu der Zeit als Sekretärin im Verlag – sie kümmert

sich allein um ihre Tochter Silke, da ihr Mann im Krieg

gefallen ist.

1960 wird der Apfelhof in Duvenstedt zum Verlagsgebäude - erst 60

Jahre später zieht die Verlagsgruppe an einen neuen Standort.

EINE ÜBERRASCHENDE BEGEGNUNG

Im folgenden Jahr trifft Oetinger eine der Autorinnen, die bis

heute für den Verlag von großer Bedeutung ist, denn ihre Figuren

und Geschichten werden zu Ikonen der Kinderbuchliteratur -

vor allem ein rothaariges, superstarkes Mädchen. In Stockholm

lernt er Astrid Lindgren kennen. Fünf deutsche Verlage lehnten

zuvor ihr Manuskript ab. Friedrich Oetinger veröffentlicht die

Geschichte um das Mädchen Pippi Langstrumpf hingegen noch

28 | ALSTERTAL MAGAZIN


MAGAZIN

im selben Jahr. Das Buch begeistert die Kinder, obwohl es von

Pädagogen kritisiert wird. Mit der mutigen Heldin entwickelt sich

der Verlag endgültig zu einem Kinder- und Jugendbuchverlag.

EIN ZUHAUSE IN DUVENSTEDT

1952 heiraten Friedrich Oetinger und Heidi von Hacht und der

Verlag zieht in ihre Privatwohnung in Wellingsbüttel. Von 1960 -

2020 ist ein ehemaliger Apfelhof in Duvenstedt das neue Zuhause

des Verlages – ein Ort, an dem viele Feste stattfinden, etwa wenn

wieder die Geburtstage der Mitarbeiter gefeiert werden, und an

dem bekannte Autoren wie Astrid Lindgren oder James Krüss

zu Gast sind. Zwei Jahre später beginnt Heidi Oetingers Tochter

Silke im Lektorat des elterlichen Verlags zu arbeiten.

WEITERE KULTFIGUREN

Ein weiterer großer Name aus der Autoren- und Illustratorenkartei

des Verlags Friedrich Oetinger ist Paul Maar, der 1968 seine

Arbeit beim Verlag beginnt und ein paar Jahre später äußerst

bekannte Helden der Kinderbuchszene erschafft: Das freche Sams

und der schüchterne Herr Taschenbier treten auf den Plan und

helfen jungen Lesern und Leserinnen, selbstbewusster zu werden.

1990 erblickt dann außerdem eine chaotische Truppe kleiner

grüner Wesen das Licht der Welt. Erhard Dietls Olchis ziehen auf

der Schmuddelfinger Müllkippe ein - und begeistern Kinder mit

ihrer einzigartigen Lebensweise.

WANDEL DES VERLAGES

Friedrich Oetinger zieht sich 1973 komplett aus der Geschäftsführung

zurück, woraufhin Heidi Oetinger, Thomas Huggle sowie

Silkes Ehemann Uwe Weitendorf die Leitung des Verlages übernehmen.

1986 stirbt der Verlagsgründer mit 79 Jahren.

Zu ihrem 80. Geburtstag wird Heidi Oetinger vom schwedischen

Generalkonsul in Hamburg zum Ritter der Ersten Klasse des

Königlich Schwedischen Nordsternordens ernannt – als Dank für

die Förderung der schwedischen Literatur. Im selben Jahr übergibt

sie die Geschäftsführung an ihre Tochter.

Im 50. Jubiläumsjahr stirbt Uwe Weitendorf unerwartet und so

übernehmen seine und Silke Weitendorfs Kinder zunehmend

Verantwortung im Verlag. 2009 stirbt Heidi Oetinger im Alter von

100 Jahren, nachdem sie für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz

1. Klasse ausgezeichnet wurde.

Im selben Jahr erscheint der erste Band der „Die Tribute von

Panem“-Trilogie von Suzanne Collins. Bis heute begeistern die

Romane weltweit Leser und Leserinnen – so auch der neueste

Band der Reihe, der 2025 erschienen ist.

Die Enkelin von Heidi Oetinger und Tochter von Silke Weitendorf,

Julia Bielenberg, übernimmt 2017 die Geschäftsführung der

gesamten Verlagsgruppe Oetinger. Damit befindet sich der Verlag,

der 2020 nach Altona gezogen ist, bis heute in Familienbesitz

1983: Die heutige Oetinger-Verlegerin Julia Bielenberg und Astrid

Lindgren im Verlag.

DAS JUBILÄUM UND EIN BESONDERES BUCH

In diesem Jahr wird nicht nur Jubiläum gefeiert, sondern aus der

Verlagsgruppe wird auch das Medienhaus Oetinger. Verlegerin

Julia Bielenberg betont: „Wir wollen Innovationsführer für fantasievolle

Erlebnisformate sein, die Menschen jederzeit und überall

begeistern, besonders Kinder und Jugendliche.“

Außerdem erschien gerade ein ganz besonderes Buch: Die beliebten

Figuren Sams und Herr Taschenbier von Paul Maar treffen

in „Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine“

erstmals auf die grünen Olchis von Erhard Dietl.

Mehr Infos unter www.oetinger.de

BUCH-TIPP

Mit dem VW-Bus, der mit Kinderbuchfiguren bemalt ist, wurden die

Mitarbeiter in Poppenbüttel von der S-Bahn abgeholt.

Die Olchis und das Sams. Die kaputte

Wunschmaschine, von Paul Maar und

Erhard Dietl , 112 S., gebundenes Buch,

15€, Verlag Friedrich Oetinger GmbH

ALSTERTAL MAGAZIN | 29


MAGAZIN

LESUNG IN

VOLKSDORF

Leszek Rózga war einer der bekanntesten

polnischen Grafiker. Während des Krieges

musste er Zwangsarbeit in Deutschland verrichten,

von der er in einem Buch berichtete.

Sein enger Freund Hasko Schmodde liest

daraus am 03. Juni im Künstlerhaus Maetzel.

Für Hasko Schmodde war es ein normaler Nachmittag im

Jahre 1974: Er besuchte das Aufhängen der Werke für

eine neue Ausstellung in der Galerie L am Klosterstern,

die Freunde von ihm gerade eröffnet hatten. Die Grafiken

des polnischen Künstlers Leszek Rózga, die er vor Ort erblickte,

lösten direkt einen begeisterten Redefluss bei ihm aus. Ein

Moment, der sein Leben nachhaltig verändern sollte.

„Plötzlich spürte ich einen Blick in meinem Rücken, drehte mich

um und sah einen Herrn, der mich mit versteinertem Gesicht

ansah”, beschreibt Hasko Schmodde seine erste Begegnung

mit dem Künstler. „Als er auf mich zugelaufen kam und mich

umarmte, verwandelte es sich in ein strahlendes Lächeln, weil er

von dem Gefühl überwältigt war, gerade in Deutschland einen

Seelenverwandten gefunden zu haben.”

Eine Seelenverwandtschaft, die über 40 Jahre andauern sollte

– geprägt von unzähligen Gesprächen, Besuchen und Reisen.

Bis zum Tod Rózgas 2015 hat sie eine besondere Freundschaft

verbunden, die Hasko Schmodde noch immer dazu veranlasst,

das Gedenken an den polnischen Künstler aufrechtzuerhalten

und sogar dessen biografisches Buch „Erinnerungen an die Jahre

1924-1946” ins Deutsche übersetzen zu lassen. Damit geht er

nun auf Lesungen, erzählt von seinem Freund, der Jahrzehnte als

Professor unterrichtet hat und sogar Dekan der Hochschule für

Kunst in Lodz war, und zeigt ausgewählte Werke des Malers und

Grafikers – so auch am 03. Juni im Künstlerhaus Maetzel.

Über das bewegte Leben von Leszek Rózga lässt sich viel erzählen.

Es war geprägt von unbeschwerten Kindheitstagen in Polen,

dem Grauen des Krieges, traumatischen Erlebnissen während

der Zwangsarbeit in Stettin und im Ruhrgebiet sowie seiner

Rückkehr nach Polen im Jahr 1946. Das Grauen, das er erleben

musste, holte ihn auch auf den gemeinsamen Reisen mit Hasko

Schmodde ein: „Tagsüber genossen wir unsere Urlaubserlebnisse,

er skizzierend und aquarellierend, doch an den eigentlich

lauschigen Abenden erschütterte und bedrückte er uns mit den

Geschichten aus der mörderischen Zeit der Verbrechen unseres

deutschen Volkes an ihm und Millionen anderer.”

Von alledem wollte der bekannte Grafiker erzählen – ja, er

musste es sogar. „Als Leszek Rózga meiner Frau und mir, etwa

zwanzig Jahre nach Beginn unserer Freundschaft, die Erinnerungen

an seine Erlebnisse als Zwangsarbeiter erstmals in allen

Einzelheiten schilderte, wollte und konnte er als Erzähler von

ihnen Abstand gewinnen“, erinnert sich Schmodde, „Bis dahin

waren sie „nur“ in seinem Kopf und erschienen immer wieder in

seinen Albträumen. Das war der eigentliche Akt der Bewältigung

und Befreiung.“

Da Rózga als Künstler alles sehr visuell wahrnahm, waren auch

Zeichnungen ein integraler Bestandteil seiner Erinnerungen.

Hasko Schmodde beschreibt: „Er hat als Zwangsarbeiter viel

gezeichnet, meistens Selbstporträts und Porträts seiner „Mitstreiter

in der Not“. Er schreibt im Vorwort, manche Skizzen und

Zeichnungen hätten ihm nach dem Krieg als Inspiration gedient

Waren eng befreundet: Leszek Rózga, Maler, Grafiker und Hochschullehrer

und Hasko Schmodde (r.).

für grafische Arbeiten mit dem Thema Kriegsschicksale und Erlebnisse

von Menschen in Zeiten von Not. Das Buch enthält 32 von

ihm ausgewählte Zeichnungen als Drucke, davon einige aus seiner

Kinderzeit, die meisten aus der Zeit seiner Zwangsarbeit.“

Mit der Veröffentlichung seiner Geschichte wollte Leszek Rózga

nicht nur Zeugnis ablegen, sondern auch seine eigene Vergangenheit

aufarbeiten. Auf die große Bedeutung davon geht Professor

em. Dr. Frank Golczewski im Vorwort des Buches ein. So hätten

nur wenige der Millionen Polen und anderer Osteuropäer, die

unter deutsche Besetzung gerieten oder Zwangsarbeit verrichten

mussten, so persönliche Momente und Wahrnehmungen

beschrieben und geschildert, wie es ihnen im Einzelnen ging.

Gewidmet hat Rózga das Buch seiner Tochter, seinen Enkelinnen

und deren Kindern – aber auch für viele weitere Menschen kann

das Lesen seiner Lebensgeschichte lohnend sein.

„Diese Lektüre kann meiner Meinung nach den festen Entschluss

wecken, alles tun zu wollen, um eine Wiederkehr des Ungeistes

der Nazizeit und der daraus resultierenden Taten zu verhindern.

Gerade jetzt scheint mir das immer wichtiger zu werden, 80 Jahre

nach Ende des Krieges und dem schon wieder in fast ganz Europa

auflebenden rechtsextremen Faschismus”, erklärt Hasko Schmodde

abschließend. Leszek Rózga überlebte eine schreckliche Zeit.

Doch er war weit mehr als das: ein bedeutender Künstler, Mentor

und Lehrer – und für Hasko Schmodde bis zuletzt sein engster

Freund.

BUCH- UND

TERMINTIPP

Erinnerungen an die Jahre 1924-1946,

Leszek Rózga, 296 S., Hardcover,

22,50 €, edition zebra

Lesung /Vortrag mit Werken Rózgas,

03.06., 19 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr,

Langenwiesen 15.

Eintritt: 16 €, Mitglieder 14 €. Infos:

www.kuenstlerhaus-maetzel.de

© privat

30 | ALSTERTAL MAGAZIN


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MAGAZIN

7 von 25 „OmaLiebe“-

Mitmacherinnen: Gerlinde,

Helga, Cornelia, Angelika,

Michaela, Ute und Sophie

(v.l.)

© Boris Rogosch

32 | ALSTERTAL MAGAZIN


MAGAZIN

OMALIEBE AUF DEM TELLER

Der Zufall schreibt manchmal die schönsten Geschichten. Ein bisschen ist das auch

beim „OmaLiebe Lunch Club“ der Fall, denn er ist das Ergebnis eines gescheiterten Plans.

Wie und warum es dazu kam, erklärt Initiator Boris Rogosch.

Teller klappern, fröhliches Stimmengewirr, entspannt lächelndes

Servicepersonal trotz gefüllter Restauranttische – es ist so gut wie

jeder Platz besetzt im Restaurant manzels. Eine ältere, fröhlich

lächelnde Dame rauscht an mir vorbei, in beiden Händen Teller mit

dampfenden, gefüllten roten Paprika auf Reis. Es duftet köstlich.

Dabei ist heute alles anders. Denn es kocht und serviert nicht das

„normale“ Personal, sondern Omas. Und das ist nicht despektierlich

gemeint, sondern es ist Programm, denn heute ist der „OmaLiebe

Lunch Club“ zu Gast im Restaurant. Es geht um weit mehr als gutes

Essen - es geht um Erinnerungen, Gemeinschaft - darum, Menschen

wieder miteinander zu verbinden - und um den guten Zweck.

Die Idee hinter dem inzwischen weit über Hamburg hinaus bekannten

Kochclub fußt auf einem gescheiterten Plan: Der Podcaster

Boris Rogosch (u.a. „Foodtalker“ und „Vinyl & Wein“) wollte traditionelle

deutsche Gerichte sammeln und Rezepte bewahren.

Und vielleicht einen Podcast dazu machen oder

ein Buch darüber schreiben – das war ursprünglich

der Gedanke. „Denn jeder liebt Königsberger

Klopse oder Labskaus. Aber wer kocht diese

Gerichte heute noch wirklich zu Hause? Diese

Frage ließ mich nicht mehr los, denn genau das

wollte ich ja bewahren. Wie gesagt, bin nie dazu

gekommen. Dann sah ich aber glücklicherweise

einen Beitrag über die Enoteca Maria in New York,

wo es die „Nonnas of the World Community“ gibt.

Nonnas aus der ganzen Welt kochen in einem Restaurant. Eine

schöne Idee und eine gute Möglichkeit traditionelle Gerichte zu

bewahren“, sagt Boris Rogosch.

Der

„OmaLiebe Lunch

Club“ kocht an wechselnden

Orten traditionelle Hauptgerichte,

die einen in die

Kindheit zurückversetzen.

Traumhaft!

Einsamkeit im Alter. Viele ältere Menschen ziehen sich zurück,

fühlen sich nicht mehr gebraucht oder verlieren soziale Kontakte.

„OmaLiebe“ wirkt dagegen wie ein Gegenentwurf zur Isolation.

Hier wird gekocht, gelacht, gesungen und diskutiert. Nicht nur bei

den öffentlichen Restaurant-Kochtagen, an denen Erlöse für den

guten Zweck aus den Einnahmen erzielt werden, sondern auch bei

privaten Treffen, bei den Teilnehmerinnen zu Hause. Häufig bei

Monika Fuchs, denn sie hat am meisten Platz. Das Engagement

endet aber nicht am eigenen Tisch. Der Verein kocht regelmäßig

für obdachlose Menschen und bereitet dabei bis zu 80 Mahlzeiten

pro Einsatz zu. Besonders bewegend: Ein Teil der Speisen geht an

schwerkranke Obdachlose. „Die Omas wissen, dass das Essen, das

sie mit so viel Liebe zubereiten, manchmal die letzte warme Mahlzeit

dieser Menschen sein könnte“, erklärt Rogosch nachdenklich.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Kraft dieses Projekts:

Es verbindet generationsübergreifend Genuss

mit Menschlichkeit. Auch länderübergreifend. „Bei

und engagieren sich Omas aus unterschiedlichen

Ländern, deren Küche sie uns manchmal präsentieren.

So hatten wir beispielsweise schon einen

tschetschenischen und einen venezolanischen

Abend“, erklärt Boris Rogosch. Und die Reise

geht weiter. Ein Kochbuch mit traditionellen

Rezepten erscheint bereits demnächst, neue Veranstaltungen

sind geplant, genau wie Reisen zu ähnlichen

Projekten, etwa in Wien. Denn auch dort vereint ein Gedanke

das Engagement: Menschen zusammenbringen und dabei essen wie

bei Oma, am besten mit einem Nachschlag.

Die Idee traf einen Nerv bei ihm. Warum nicht auch hier? Warum

nicht auch in Hamburg einen Ort schaffen, an dem ältere Menschen

ihre Erfahrung, ihre Geschichten und ihre Rezepte weitergeben

können? „Mir fielen sofort zwei Freundinnen ein, die an so einem

Projekt ebenfalls Interesse haben könnten. Monika Fuchs, die

bei sich zu Hause regelmäßig kulinarische Abende veranstaltet,

und Simone Lücking, Inhaberin des Café Lorenz in Eimsbüttel.“

Gemeinsam mit ihnen entstand 2024 daraus der „OmaLiebe Lunch

Club“. Monika, inzwischen 88 Jahre alt, bringt jahrzehntelange

Kocherfahrung mit und steht bis heute voller Energie in der Küche.

Simone wiederum öffnete mit dem liebevoll im Stil der 50er-Jahre

eingerichteten Café die Türen für das Projekt. Was fehlte, waren nur

noch die Omas selbst.

Mir hat heute aber eine Paprika gereicht, sie war fantastisch. Besonders

gut hat mir auch die Stimmung im Restaurant gefallen. Man

hat gemerkt, wie viel Spaß die Omas beim Servieren und mit den

Gästen hatten. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend.

kw

„Wo willst du denn die Omas hernehmen?“, hieß es damals skeptisch.

Die Antwort kam schnell. Erst aus der Familie, dann aus

dem Freundeskreis – und plötzlich wurden es immer mehr. Heute

engagieren sich rund 25 aktive Frauen zwischen 62 und 88 Jahren.

Einige stehen am Herd, andere lieben den Service, manche erzählen

Gästen Geschichten oder kümmern sich um die Organisation. „Es

hat sich schnell herauskristallisiert, dass nicht jede alle Arbeiten

gleich gerne mag, aber es dauerte nicht lange, bis jede ihren Platz

gefunden hat.“

Und genau das macht „OmaLiebe“ so besonders: Hier wird niemand

auf das Alter reduziert. Im Gegenteil. Die Frauen erleben

Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft. Viele von

ihnen entdecken noch einmal ganz neue Seiten an sich selbst. Sie

geben Interviews, werden fotografiert, stehen plötzlich im Mittelpunkt.

„Einige werden inzwischen sogar beim Einkaufen erkannt.“

Doch hinter all der Herzlichkeit steckt auch ein ernstes Thema:

Initiator Boris Rogosch (l.)

und Chefredakteur Kai Wehl

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©Ute

ALSTERTAL MAGAZIN | 33


MAGAZIN

EIN LEBEN

FÜR DIE MUSIK

© Angelika Luft Fotografie

Wenn in der Hamburger Laeiszhalle am 07.

Juni Gustav Mahlers monumentale 3. Sinfonie

erklingt, steht hinter diesem außergewöhnlichen

Projekt einmal mehr ein Name, der die

Amateurmusik im Norden seit Jahrzehnten

prägt: Wulf Hilbert. Für den Hamburger Musiker,

Pädagogen und Kulturvermittler ist die

Aufführung weit mehr als ein Konzert - sie ist

Ausdruck einer lebenslangen Leidenschaft

für Musik, Bildung und Gemeinschaft.

„Klassik ist keineswegs ein Auslaufmodell“, sagt Hilbert sinngemäß.

Im Gegenteil: Gerade Gustav Mahler erlebt heute eine

bemerkenswerte Renaissance. Kaum ein Komponist fasziniert

das Publikum derzeit so sehr wie der österreichische Spätromantiker

mit seinen zehn Sinfonien und Liedzyklen. Werke, die zu

ihrer Entstehungszeit oft als überfordernd galten, werden heute

neu entdeckt und emotional verstanden. Besonders Mahlers 3.

Sinfonie gilt als Ausnahmeerscheinung. Rund 95 Minuten lang,

ist sie die längste Sinfonie der Musikgeschichte. Dass dieses

Werk nun in Hamburg erklingen wird, ist auch dem Engagement

von Wulf Hilbert zu verdanken. Gemeinsam mit dem Landesverband

Nord des BDLO und der Gustav-Mahler-Vereinigung

Hamburg bringt er rund 200 Mitwirkende auf die Bühne: fast 100

Orchestermusiker*innen, Fernorchester, Frauen- und Kinderchor

sowie die renommierte Solistin Dorothee Bienert. Die musikalische

Leitung übernimmt Wolf Tobias Maximilian Müller. Für

viele Beteiligte ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Bereits

die Aufführung von Mahlers „Auferstehungssinfonie“ vor zwei

Jahren hatte Musiker*innen wie Publikum tief bewegt.

Nun folgt mit der 3. Sinfonie die nächste Herausforderung -

technisch anspruchsvoll, emotional überwältigend und nur mit

großem Engagement zu bewältigen. Wer Wulf Hilbert kennt,

weiß: Solche Projekte entstehen nicht zufällig. Seit Jahrzehnten

widmet er sich mit unermüdlicher Energie der musikalischen

Erwachsenenbildung. Der in Niedersachsen Geborene, in Rellingen

Aufgewachsene und seit 1968 in Hamburg Lebende, spielte

schon früh Gitarre, Laute, Violine und Viola. Er wuchs mit 9

Geschwistern auf und machte viel Bekanntschaft mit dem Amateurbereich

Musik und Sport. Die Betonung lag immer auf einem

guten und respektvollen Gemeinschaftsleben. Sein Weg war

seit jeher vielfältig: Er ist zur See gefahren und hat nach einer

Werkzeugmacherlehre und dem 2. Bildungsweg dann mit dem

Staatsexamen an der Hochschule für Musik und Theater abgeschlossen.

Zunächst arbeitete Wulf Hilbert als Musikschullehrer,

dann als Leiter der Hamburger Volkshochschule in der Region

Ost. 1982 gründete er an der Volkshochschule das Wandsbeker

Sinfonieorchester - mit der damals ungewöhnlichen Idee,

professionelle und nichtprofessionelle Musiker*innen zusammenzubringen.

Bis heute ist das Orchester ein wichtiger Bestandteil

der Hamburger Kulturlandschaft. Doch Hilberts Wirken reicht

weit über Hamburg hinaus. Internationale Musikbegegnungen

führten ihn und seine Ensembles in verschiedene Länder. Besonders

Norwegen wurde für ihn zu einer zweiten musikalischen

Heimat. Gleichzeitig engagierte er sich kulturpolitisch zwölf

Jahre als Vizepräsident des Landesmusikrates Hamburg und im

Präsidium des Bundesverbandes Amateurmusik Sinfonie- und

Kammerorchester (BDLO), dessen Landesverband Nord er seit

vielen Jahren prägt.

Nach über drei Jahrzehnten Tätigkeit im BDLO verabschiedete

sich Hilbert 2024 aus dem höchsten Verbandsgremium - allerdings

keineswegs in den Ruhestand. Die Vorbereitungen für

Mahlers dritte Sinfonie laufen auf Hochtouren. Sein Abschied

aus dem Präsidium sei eher ein „Themenwechsel im langen Sinfoniesatz“,

hieß es treffend in einer Würdigung des Verbandes.

Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt Wulf Hilbert unter

anderem das Bundesverdienstkreuz. Vor allem aber genießt er

den Respekt zahlreicher Musiker*innen, die er inspiriert, gefördert

und zusammengeführt hat. Sein Lebensmotto scheint dabei

stets mitzuschwingen: Musik begleitet ein Leben lang.

TERMINTIPP

Die Aufführung von Mahlers 3. Sinfonie findet am 07. Juni

um 18 Uhr in der Laeiszhalle statt. www.elbphilharmonie.de

34 | ALSTERTAL MAGAZIN


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MAGAZIN

KONZERT

IM WAGNERHOF

Seit 1975 besteht der

Verein „Konzerte junger

Künstler im Spiekerhus“.

Damals noch im

„Spiekerhus“ mit seinem

historischen Ambiente,

findet die Konzertreihe

seit 2009 im neuen

Veranstaltungssaal des

Museumsdorfes Volksdorf,

dem Wagnerhof,

statt. Junge Musiker

erhalten hier die

Möglichkeit, vor interessiertem

Publikum

aufzutreten. Am 12. Juni

werden die Pianisten

Hin-Yat Tsang und Xavier Ricarte bei einem Klavierabend Werke

von Schubert, Beethoven, Schumann und Chopin präsentieren.

Hin-Yat Tsang wurde in 2010 als Hongkongs junger Musiker des

Jahres ausgezeichnet und absolvierte sein Studium an der Hong

Kong Academy for Performing Arts. Seine Studien führten ihn

nach Deutschland, wo er derzeit sein Studium an der Hochschule

für Musik und Theater Hamburg bei Anna Vinnitskaya fortsetzt.

Xavier Ricarte begann seine Klavierausbildung im Alter von sechs

Jahren und erhielt ein Förderstipendium für junge Talente sowie

zweimal ein Exzellenzstipendium. Er erweiterte seine Ausbildung

durch Meisterkurse und musikalische Begegnungen mit renommierten

Pianisten und Pädagogen. Derzeit unterrichtet er an

der Staatlichen Musikschule Pinneberg und absolviert ein Masterstudium

Klavierinterpretation an der Hochschule für Musik und

Theater Hamburg bei Hubert Rutkowski.

Beginn: 19:30 Uhr. Karten zu 15 € bei der Buchhandlung Ida v. Behr,

Restkarten an der AK. Eintritt für Mitglieder des Vereins: 11 €.

Mehr unter www.spiekerhus-konzerte.de

© Xavier Ricarte

ERDBEEREN & SPARGEL

IN DELINGSDORF

Nach langem Warten gibt es endlich wieder frische Erdbeeren,

die uns die warmen Tage versüßen können! Auf dem Glantz-

Markt vom Erdbeerhof Glantz in Delingsdorf, Hamburger Str. 2a,

findet man Erdbeeren von eigenen Feldern, leckere Hofprodukte

und bis zum 24. Juni auch noch frisch gestochenen Spargel.

Täglich von 8-19 Uhr kann man dort einige geschmackliche Highlights

entdecken, sogar an Sonn- und Feiertagen!

Im gemütlichen Weinladen „20Wines“, der sich im ehemaligen

GlantzHaus eingerichtet hat, findet man außerdem eine tolle

Auswahl an hochwertigen Weinen und regionalen Spirituosen.

Auch die Erdbeer-Verkaufspavillons von Glantz an verschiedenen

Standorten sind mittlerweile alle geöffnet und bieten neben

verschiedenen Erdbeersorten zusätzlich Hofprodukte wie Erdbeersenf,

Marmelade, Gelee, Wein und Saft an, hergestellt aus

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ALSTERTAL MAGAZIN | 35


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36 | ALSTERTAL MAGAZIN


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ALSTERTAL MAGAZIN | 37


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ALSTERTAL MAGAZIN

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DER LÄNGSTE

TAG DES JAHRES

Das Fest „Midsommar“ wird in vielen

skandinavischen Ländern gefeiert - und

auch in Deutschland gewinnt es immer mehr

an Popularität. Sogar in Sasel kann man

Feierlichkeiten beiwohnen.

In Schweden ist es nach Weihnachten einer der wichtigsten Feiertage:

Midsommar (auch Mittsommer geschrieben). Anlass für

das Fest ist zum einen die Sommersonnenwende, also der längste

Tag des Jahres, der zwischen dem 20. und 22. Juni stattfindet.

In nördlichen Regionen Skandinaviens ist es durch die Mitternachtssonne

dann fast 24 Stunden lang hell. In der christlichen

Tradition wird am 24. Juni der Johannistag begangen, an dem an

die Geburt des Heiligen Johannes dem Täufer erinnert wird. Da

die Daten nah beieinander liegen, verschmolzen die Feste in den

Jahren zu einem. Gefeiert wird Midsommar in Schweden traditionell

am Wochenende zwischen dem 19. und 25. Juni.

In Nordeuropa wird meist mit Feuer, Musik und besonderen

Speisen gefeiert. In Schweden sind das landestypische Klassiker

wie Kartoffeln, eingelegter Hering, das Getränk Aquavit und Erdbeeren.

Viele tragen weiße Kleider oder Trachten und es wird seit

dem späten Mittelalter eine geschmückte Mittsommerstange

(„majstång“) aufgestellt, um die getanzt wird. Außerdem galt die

Mittsommernacht als magische Zeit, in der Pflanzen heilende

Kräfte zugesprochen wurden. So sollte es beispielsweise die

Gesundheit fördern, barfuß durch Tau zu laufen, wenn die Nacht

in die Morgendämmerung übergeht.

Auch andere Länder wie Dänemark, Norwegen und Finnland

haben eigene Versionen und Traditionen des Festes - sogar in

Deutschland wird an manchen Orten gefeiert.

Mittsommer in Hamburg

Wie schon im vergangenen Jahr wird im Sasel-Haus wieder

Midsommar als buntes Nachbarschaftsfest gefeiert. Am 21. Juni

bilden Klassik für Kids, ein poppiges Chorkonzert und groovige

Sounds der Big Band Berne den kulturellen Rahmen auf der

Bühne vorm Sasel-Haus. Diesmal kann man selbst sportlich oder

künstlerisch aktiv werden: Urban Sketching und Fitness laden

zum Mitmachen ein, dazu Aktionen vom Kinderschminken bis zum

Vorlesezelt. Der Eintritt ist frei! Die Veranstaltung geht ca. von

14 bis 19 Uhr. Mehr unter www.sasel-haus.de

38 | ALSTERTAL MAGAZIN


„Aufgetaucht“ von

Susanne Strehlau

GEMEINSAMES

KUNSTPROJEKT

In gleich zwei Kunstausstellungen mit dem Titel „Unter

der Oberfläche“ kann man sich vom 30. Mai bis zum 05. Juli

inspirieren lassen. In diesem gemeinsamen Projekt stellen

Künstler:innen aus Volksdorf und Umgebung sowie „ART an

der Grenze“ aus Duvenstedt ihre Werke jeweils in der Kirche

am Rockenhof in Volksdorf (Öffnungszeiten: mittwochs und

samstags von 10 – 12 Uhr) und in der Cantate Kirche Duvenstedt

(Öffnungszeiten: jeden Sonntag von 15 – 17 Uhr) aus. Beide Ausstellungen

zeigen eine facettenreiche Auseinandersetzung mit

dem Thema. Aus verschiedenen Blickwinkeln gehen die Bilder

und Skulpturen mit den unterschiedlichen Räumen der Kirchen

in einen spannenden Dialog. Es werden Gedanken, Gefühle und

Geheimnisse aufgegriffen, die sich so oft unter der Oberfläche

versteckt halten oder unter Spannung hervorbrechen.

Das gemeinschaftliche Kunstprojekt entspringt dem Wunsch,

Kirche als lebendigen Ort der Kommunikation, des Austauschs

und eines Miteinanders auch über Ortsgrenzen hinaus ins

Bewusstsein zu rücken. Zusätzlich wird es ein Veranstaltungsprogramm

geben. Die Vernissagen finden am 30. Mai um 19:30

Uhr in Duvenstedt und am 31. Mai um 11 Uhr im Kunstgottesdienst

in Volksdorf statt. Dann folgt in der Cantate Kirche am

14. Juni um 10 Uhr ein Themengottesdienst zur Ausstellung, um

15:30 Uhr ein Werkstattgespräch mit den Künstlern und am 21.

Juni um 15:30 Uhr musikalische Interpretationen zum Thema mit

Andrea Paffrath (Orgel). Die Finissage findet am 05.Juli um 16

Uhr mit dem „Tanztraum Duvenstedt“ statt.

Mehr Infos unter www.artandergrenzeduvenstedt.de und

www.kirche-in-volksdorf.de

ADVERTORIAL

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DUVENSTEDT/WELLINGSBÜTTEL

Schleim im Rachen

und Räusperzwang

Wiederkehrendes Räuspern, Verschleimung

im Rachen und Druckgefühl am Kehlkopf -

viele Menschen leiden seit Jahren unter

diesen Beschwerden. Da die Ursache

häufig nicht gefunden wird, laufen die

Therapieversuche mit schleimlösenden

Medikamenten und Kortisonsprays

häufig ins Leere.

Seit wenigen Jahren ist bekannt, dass

die Ursache dieser Beschwerden im

Bereich der Speiseröhre und der

Expertentipp von

Magenklappe liegt. Mithilfe der

Befragung des Patienten und der Dr. med. R. Dannesberger

Untersuchung des Kehlkopfs kann der

HNO-Arzt erste Hinweise für die Erkrankung finden. Die 24-Stunden

Messung des pH-Wertes im Rachen führt zu weiteren Erkenntnissen.

Typischerweise kommt es bei diesen Patienten nachts zu einem

starken pH-Wert-Abfall.

Vom HNO-Arzt wird folgend eine funktionelle Endoskopie der

Speiseröhre und der Magenklappe durchgeführt. Im Gegensatz

zur Magenspiegelung, ist der Patient bei der Untersuchung wach.

Der Vorteil liegt darin, dass die Funktion der Magenklappe und der

umgebenden Strukturen beurteilt werden kann.

Wellingsbüttler Weg 119

22391 Hamburg

Dr. med. Rainer Dannesberger Telefon: 040 - 46 65 37 28

Facharzt für HNO-Heilkunde www.hnopraxis.hamburg

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Terminvereinbarung

„Innere Alchemie“

von Kerstin Carbow

ALSTERTAL MAGAZIN | 39


RUND UMS AEZ

MANUELLE TRIGGERPUNKT-

SCHMERZTHERAPIE

Ursache bei chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen können sogenannte

Triggerpunkte sein - „kalte“ Entzündungsknoten in Muskelfasern.

Diese sind permanent kontrahiert - auch im Ruhezustand - und

führen zu lokalen, häufig aber auch zu Schmerzen und Missempfindungen

an entfernten Stellen des Körpers. Triggerpunkte in den Gesäßmuskeln

führen oft zu Bein- und Ischiasschmerzen, die am Schulterblatt

verursachen oft Oberarmschmerzen und die in den tiefliegenden

Bauchmuskeln können zu Rückenschmerzen führen. Schmerzmittel

lösen Triggerpunkte nicht auf, der Schmerz bleibt. Die Funktion von

Muskelketten wird beeinträchtigt und die allgemeine Bewegungsfreiheit

eingeschränkt: Muskeln verkürzen und Faszien „verkleben“ auf

Dauer. Wird ein Triggerpunkt ertastet, strahlt er häufig einen „vertrauten“

Schmerz aus, der sich oft jahrelang anderen Behandlungsformen

entzieht. Während der Behandlung durch die Manuelle

Triggerpunkt-Schmerztherapie kann der

Schmerz allmählich verschwinden und

die Bewegungsfreiheit wieder hergestellt

werden.

Entzündungsknoten in

Muskelfasern können von

Experten behandelt werden!

Expertentipp von Juliane Koch

einzige zertifizierte Therapeutin der Internationalen

Gesellschaft für Schmerz- und Triggerpunkt Medizin IGTM e.V. in Hamburg, Autorin

Mund-, Kiefer-,

Gesichtschirurgie

Dr. Dr. Sebastian Flinzberg

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neurologische und psychotherapeutische

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Kinderzahnärztin

Dr. Katharina Dorandt

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Telefon: 040 • 61 13 60 70

Facharzt für Kinder- und

Jugendmedizin

Dr. Hans-Rudolf Drunkenmölle

Heegbarg 9

Telefon: 040 • 6 02 47 51

Zahnärzte am AEZ

Dr. Matthias Engeln

Dr. Sven Schomaker

Wenzelplatz 9

Telefon: 040 • 6 02 39 49

Fachärztin für Innere Medizin

und Naturheilverfahren

Dr. Apama Haskan

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Telefon: 040 • 64 42 42 26

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Telefon: 040 • 6 02 33 37

Fachärzte für Orthopädie

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Dr. Jürgen Schneeberger

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Telefon: 040 • 6 02 19 40

Ergotherapiepraxis

Angela Lein

Heegbarg 2

Telefon: 040 • 64 53 22 72

Fachärzte für Frauenheilkunde

Andreas Lesny

Dr. Sandra Nachtigäller

Heegbarg 10

Telefon: 040 • 6 02 15 15

40 | ALSTERTAL MAGAZIN


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SINNLICHKEIT

Die Rosenlinie

von Panier des

Sens enthält

verschiedene

Produkte.

Wer durch die Lavendelfelder der Provence reist, kennt den

Duft nach Sonne, Kräutern und mediterranen Blüten. Genau

dieses Lebensgefühl bringt die französische Marke Panier

des Sens seit über 20 Jahren durch ihre Pflegeprodukte –

jetzt auch bei „4individuals – etwas Besonderes“ im AEZ.

Das Familienunternehmen verbindet traditionelle Handwerkskunst

mit modernen Rezepturen. Besonders beliebt

sind die reichhaltigen Hand- und Körperpflegeprodukte, die

auf Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs basieren. Viele

Formeln verzichten auf Parabene, Silikone oder Aluminium.

Typisch für Panier des Sens sind außerdem die charakteristischen

Duftkompositionen, die in Grasse, Frankreich, entstehen.

Das Eau de Toilette der Rosenlinie verbindet florale

Rosennoten mit frischen Akzenten der Geranie und einer

sanften Moschusnote. Dadurch wirkt es modern, leicht und

alltagstauglich. Auch das sanfte Duschgel der Kollektion und

die pflegenden Körperlotionen und Handcremes erfreuen

sich großer Beliebtheit.

Für die Marke spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, so

wird überwiegend in Frankreich produziert, viele Verpackungen

sind recyclebar und zahlreiche Produkte sind vegan.

Überzeugen Sie sich selbst bei „4individuals – etwas Besonderes“

und machen Sie eine Schnupperprobe.

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Im AEZ, Heegbarg 31,

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ALSTERTAL MAGAZIN | 41


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FUSSLEISTEN & WAND

IN EINEM TON

Fußleisten müssen heute nicht mehr als sichtbarer

Abschluss inszeniert werden. Besonders

modern wirkt es, wenn sie im exakt gleichen

Farbton wie die Wand gestrichen werden.

Dadurch entstehen ruhige Flächen und ein harmonisches

Gesamtbild. Die Übergänge zwischen

Wand und Boden verschwimmen optisch,

wodurch Räume großzügiger und eleganter

erscheinen. Gerade in kleinen, verwinkelten oder

modernen Räumen sorgt dieser Ton-in-Ton-Look

für mehr Ruhe und Klarheit.

Wichtig ist dabei, Wandfarbe und Lack möglichst

exakt aufeinander abzustimmen – idealerweise

im gleichen Farbcode und mit unterschiedlichen

Oberflächen: matt an der Wand, leicht seidenmatt

auf der Fußleiste. So bleibt die Gestaltung

hochwertig und gleichzeitig alltagstauglich.

Besonders schön wirkt dieser Trend bei gedeckten

Naturtönen, warmen Greige-Nuancen oder

kräftigen Farben, die den Raum wie aus einem

Guss erscheinen lassen.

Wand und Fußleisten in einer Farbe

lassen den Raum ruhiger wirken.

Expertentipp von

Patrick Berndt, Malermeister

Geschäftsführer von ipb, TÜV-geprüfter

Sachkundiger für Schimmelsanierung

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42 | ALSTERTAL MAGAZIN


POPPENBÜTTEL

„Gans“ viel los an

der Außenalster.

© Linus Koch

NATUR IM, AM UND AUF

DEM WASSER

Zum 16. Mal findet der Lange Tag der StadtNatur statt – diesmal mit einem

wasserreichen Schwerpunkt unter dem Motto „Alles fließt“. Viele Veranstaltungen laden

dabei vom 13. - 14. Juni ein, die Natur in und um Hamburg besser kennenzulernen.

Über 200 Veranstaltungen laden am Langen Tag der

StadtNatur dazu ein, das vielfältige Leben von Pflanzen,

Tieren und Pilzen im, am und auf dem Wasser zu erkunden.

Hamburg, Zweistromland mit Elbe und Alster, Stadt

der Kanäle, über die so viele Brücken führen wie sonst nirgendwo

in Europa. Überall dort tobt das Leben, ebenso wie im Hafenbekken

mitten in der Stadt, in den Seen im Umland, in Teichen, Tümpeln

und selbst im kleinsten Wassertropfen. Zahlreiche Arten sind

hier zu finden: Vom Stint über den Kormoran bis hin zum Biber

und vielen weiteren. Wie greift der Mensch in diese Lebensräume

ein? Welche Konsequenzen haben Begradigungen von Wasserläufen

und die Wasserversorgung der Großstadt für die Natur?

Der Lange Tag der StadtNatur gibt am 13.-14. Juni bei zahlreichen

Veranstaltungen Antworten auf diese und viele weitere

Fragen. Wie immer gibt es viel Programm auch außerhalb des

Schwerpunktes – Exkursionen und Aktivitäten widmen sich

Pflanzen und Tieren in der Hansestadt und der Metropolregion.

Das Angebot umfasst Führungen in alle Landschaften, zu Fuß, mit

© Loki Schmidt Stiftung

Kormorane lassen sich in Hamburg in den Hafenbecken,

an der Elbe und der Billwerder Bucht gut beobachten.

dem Fahrrad oder Boot, Aktionen für Kinder und Familien, für

Kreative und Wissensdurstige. Hier ein paar Ideen!

Ein Kleinod am Alsterlauf

In Poppenbüttel liegt direkt am Alsterlauf das Arboretum Marienhof.

Hier wartet ein normalerweise unzugänglicher Park auf

die Entdeckung. Angelegt im Stile eines Englischen Landschaftsgartens,

bietet die Anlage ein Reichtum an exotischen oder meist

seltenen, heimischen Baum- und Straucharten. Bei jeweils zwei

geführten Wanderungen kann am 13. & 14. Juni dieses versteckte

Kleinod erkundet werden. Beginn: jeweils 10 Uhr und 14:30 Uhr.

Altersempfehlung: 16–99. Kosten: 5€. Treffpunkt: Arboretum

Marienhof, Poppenbüttler Markt 10

Achtsame Vogelbeobachtung

Die achtsame Vogelbeobachtung verbindet zwei Dinge: das

Absichtslose, Langsame, Mitfühlende der Achtsamkeit und das

Beobachten, Wahrnehmen und Zuhören von Vögeln. Ob man keine

oder zig Vogelarten und ihre Gesänge kennt, spielt am 13. Juni um

9 Uhr keine Rolle, denn es wird versucht, die Erwartungen abzulegen.

Altersempfehlung: 14–99. Empfohlene Ausrüstung: Fernglas,

Festes Schuhwerk, Regenkleidung, wasserdichte Sitzunterlage.

Teilnahme: kostenlos. Treffpunkt: Kapelle 7 (Friedhof Ohlsdorf)

Anpacken für eine Lebendige Alster!

Am 13. Juni soll ab 10 Uhr durch den Einbau von Einengungen und

Strömungslenkern zur ökologischen Aufwertung der Oberalster beigetragen

und aktiv bei der Auenwiesenpflege im Hohenbuchenpark

unterstützt werden. Um Material, Werkzeug und ein kleines

Mittagessen kümmert sich das Projekt Lebendige Alster. Keine

Vorkenntnisse notwendig. Feste Kleidung & evtl. Regenschutz

werden empfohlen. Altersempfehlung: 8–99. Teilnahme: kostenlos.

Treffpunkt: Wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Das ganze Programm auf www.tagderstadtnaturhamburg.de

Anmeldungen ab dem 27. Mai auch unter Tel. 040 2840998-44

ALSTERTAL MAGAZIN | 43


POPPENBÜTTEL

EIN KRIMI

GEGEN DAS

VERGESSEN

Die in Poppenbüttel aufgewachsene Autorin

Turid Müller hat sich in ihrem aktuellen

Kriminalroman „Unter dem Strand“ erneut

einer historischen Tragödie gewidmet. Am

12. Juni liest sie daraus im Forum Alstertal.

ALSTERTAL MAGAZIN: Mit „Unter dem Strand“ verweben

Sie erneut historische Ereignisse mit einem fiktiven Kriminalfall

- diesmal mit Fokus auf der Tragödie der Cap Arcona.

Woher kam Ihr Wunsch, diese Geschehnisse zu thematisieren?

Turid Müller: Eines Tages machte ich in der Lübecker Bucht auf

der Suche nach einem neuen Stoff einen Strandspaziergang. Wer

die Bucht kennt, weiß, die Gedenksteine zur Katastrophe sind dort

allgegenwärtig. Ich spürte: Diese Geschichte - vielen unbekannt

und doch mit großer Wirkung bis ins Hier und Heute - will erzählt

werden. Gerade in dieser Zeit, in der wir wieder hingucken

müssen, will ich nicht wegsehen. Sondern meinen Beitrag leisten.

Wie finden Sie die richtige Balance zwischen der Darstellung

einer realen Tragödie und einer fiktiven Krimihandlung?

Mir war klar: Wenn es gelingen soll, den schrecklichen historischen

Ereignissen gerecht zu werden, dann muss ich sehr

gründlich recherchieren. Allerdings war mein Anspruch ja, dass

es lesbar ist, berührt, und auf unterhaltsame Weise zum Denken

anregt. Damit das klappen kann, habe ich zwei Hauptfiguren entwickelt,

die uns durch die Gegenwarts- und die Vergangenheits-

Handlung führen, ohne sich in fünfhundert Seiten Betroffenheit

zu ergehen.

Sie haben extra das Krimi-Format gewählt, da viele Menschen

vielleicht eher einen Krimi als ein Geschichtsbuch in die Hand

nehmen. Schon in Ihrem vorherigen Roman haben Sie so auf

die Kinderverschickung aufmerksam gemacht. Wie war das

Feedback diesbezüglich bei „Im Schatten der Insel“?

Das Feedback ist sehr positiv. Es scheint vielen Lesenden ähnlich

zu gehen wie mir: Unterhaltung darf Tiefgang haben. Auch im

Strandkorb möchten Herz und Hirn was zu tun bekommen.

Sie haben „so viel recherchiert, wie nie zuvor” und mit vielen

Menschen gesprochen. Gab es für Sie eine Begegnung, die

Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Prägend für mein Buch war unter anderem das Gespräch mit

dem Nachfahren eines Überlebenden. Als ich ihn fragte, was

ihm wichtig sei, sagte er, dass die NS-Opfer mehr als nur Opfer

gewesen seien. Das ginge in unserer Geschichtsvermittlung oft

unter. Es waren Menschen. Mit einem Leben. Und viele von ihnen

waren im Widerstand. Es sei ihm ein Anliegen, dass das bekannter

wird, da wir Vorbilder brauchen. Gerade jetzt.

Im Buch wird vom „Massaker von Neustadt“ gesprochen und

dass die Hauptfigur Cay im Unterricht damals nichts davon

erfahren hat. Wo sehen Sie Defizite im Umgang mit solchen

Ereignissen – und was müsste sich ändern?

Erinnerungskultur braucht neue, zeitgemäße Formen, die viele

verschiedene Menschen erreichen - auch weil es immer weniger

Zeitzeug*innen gibt. Gesellschaftlich brauchen wir einerseits

mehr Ambiguitätstoleranz, und gleichzeitig eine klare Grenze, wo

das Ende der Toleranz von Intoleranz erreicht wird. Das setzt auch

Selbstreflexion und eine Herzensbildung voraus. Demokratie zu

schützen ist ja nicht nur eine Frage von Erinnerungskultur. Dieses

Vorhaben steht und fällt auch damit, unserer eigenen seelischen

Pluralität gegenüber offen zu sein, und die innere Ambivalenz zu

politischen Fragen willkommen zu heißen. In der zunehmenden

Polarisierung des politischen Diskurses ist für mich tagtäglich

erlebbar, was ich von Friedemann Schulz von Thun gelernt habe:

Wenn ich keine meiner Facetten verdrängen muss, laufe ich

weniger Gefahr, diese Züge im Gegenüber abzulehnen und zu

verfolgen. Die Kommunikationspsychologin in mir weiß, dass

diese Haltung mit dem Blick nach innen beginnt. Das gehört für

mich auf den Lehrplan.

Inwiefern haben Sie bei Ihrer Recherche gemerkt, wie stark

die Folgen dieser Katastrophe bis heute nachwirken?

Viele in der Bucht sind mit beiden kollektiven Traumata aufgewachsen.

Für das Massaker von Neustadt ist übrigens bis heute

niemand zur Rechenschaft gezogen worden. Und noch immer gibt

es Menschen, die nicht darüber sprechen wollen.

„Unter dem Strand“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe -

wird es weiter um die Cap Arcona gehen?

Verraten kann ich schon, dass es in jedem Band um den aktuellen

Rechtsruck gehen wird - jeweils vor dem Hintergrund historischer

Ereignisse mit Bedeutung fürs Hier und Jetzt. Die Lübecker Bucht

steckt voller Geschichte – und voller Geschichten.

Mehr Infos unter www.turid-mueller.de. Das ganze Interview

gibt es auf www.hamburg-woman.de.

BUCH- UND

TERMINTIPP

Unter dem Strand, Turid Müller,

528 S., Taschenbuch, 14€, Piper Verlag

Lesung , 12. Juni, Forum Alstertal,

Beginn: 18 Uhr. Eintritt: 16 €

Mehr unter www.forum-alstertal.de

© Torge Niemann

44 | ALSTERTAL MAGAZIN


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POPPENBÜTTEL

Limehouse

Jazzband

© Limehouse Jazzband

ZWEI MAL FEINER JAZZ,

EINE HOMMAGE & STADTGESCHICHTEN

Die PARKRESIDENZ ALSTERTAL steht als erfolgreiche Seniorenresidenz vor allem für ihre hohe

Wohn- und Service-Qualität. Zum Angebot gehört auch ein hochwertiges Kulturprogramm

im eigenen Veranstaltungssaal, das allen offen steht. Hier die Highlights im Juni.

Limehouse Jazzband: „The Best of Swing“

Dienstag, 02.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€

Die Limehouse Jazzband steht für klassischen Jazz mit viel

Spielfreude und authentischem New-Orleans-Flair. Die Musiker

interpretieren traditionelle Jazzstile wie Dixieland, Swing und

Ragtime mit großer Leidenschaft und handwerklicher Präzision. Bei

ihren Konzerten verbinden sie Musik und Humor.

Eine Hommage an die Facettenreiche Sängerin Milva

Dienstag, 16.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€

Anna Haentjens (Gesang und Rezitation) und der Pianist Sven Selle

präsentieren einen Querschnitt des umfangreichen, musikalischen

Schaffens der am 23. April 2021 mit 81 Jahren verstorbenen

Sängerin Milva und vermitteln zugleich Einblicke in die Biografie

einer Frau, die sich auf kein musikalisches Genre festlegte.

Vortrag: Hamburger Highlights von 1950 bis 2020

Dienstag, 30.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 15€

Die erfahrene Stadtführerin Katja Kruse nimmt das Publikum mit

auf eine virtuelle Zeitreise und zeigt den einzigartigen Wandel

Hamburgs – von den Anfängen des Wiederaufbaus in den 1950er-

Jahren bis hin zur modernen Metropole von heute. Zu erleben ist,

wie sich Hamburg stetig neu erfunden hat.

© Karin Gabriel

Jazzkulap: „ON BROADWAY“

Dienstag, 23.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€

Lebensfreude pur, das verspricht Jazzkulap, die Ärztebigband

am UKE allen, die sich auf eine musikalische Reise vom Alstertal

nach New York mitnehmen lassen wollen. Auf dem Broadway

sollen für einen Abend die Sorgen vergessen werden. Dafür sorgen

die bekannten Songs der legendären Swing Ära wie etwa Duke

Ellingtons berühmter A-Train.

Anna Haentjens

© Katharina Voss

KARTEN:

VVK tägl. 10-18 Uhr am Empfang der PARKRESIDENZ ALSTERTAL, Karl-Lippert-Stieg 1,

an der Abendkasse und online. Reservierungen möglich unter Tel. 040 60 60 80.

Mehr Infos: www.parkresidenz-alstertal.de/kultur und @parkresidenz_alstertal bei Instagram

ALSTERTAL MAGAZIN | 45


POPPENBÜTTEL

Am 18. Juni

fi n d e te i n

Vortrag und eine

Lesung in der

Gedenkstätte

Poppenbüttel

statt.

© Kai Wehl

VOR 80 JAHREN:

VERBRECHEN VOR GERICHT

1946 und 1947 fanden im Curio-Haus zwei Militärgerichtsprozesse

zu Verbrechen statt, die im Außenlager des KZ Neuengamme

in Hamburg-Sasel begangen worden waren. Insgesamt

waren 25 Frauen und Männer angeklagt.

Christine Eckel und Karin Heddinga (beide Stiftung Hamburger

Gedenkstätten und Lernorte) stellen am 18. Juni in der

Gedenkstätte Poppenbüttel, Kritenbarg 8, die Geschichte des

Außenlagers vor, das angeklagte SS-Personal sowie ehemalige

Häftlinge, die 1945 über ihre Verfolgung Zeugnis ablegten. Vor

dem Vortrag und der Lesung, die voraussichtlich von 18 Uhr bist

19:30 Uhr gehen, kann die Dauerausstellung zur Geschichte der

Hamburger Frauenaußenlager ab 16 Uhr besichtigt werden.

Die Veranstaltung der GEW ist Teil des Begleitprogramms zur

Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen

vor britischen Militärgerichten“, in dessen Zusammenhang

bereits zahlreiche Lesungen, Vorträge, Rundgänge

u.v.m. stattgefunden haben. Am 31. Oktober wird das Programm

mit einem Rundgang in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

beendet. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen gibt es unter

poppenbuettel.gedenkstaetten-hamburg.de

Cardio Hiit

Do. 04.06.-25.06.26, 17:15-18:15 Uhr,

OTB-Halle, Eichenredder 8

Langhantel Workout Mo. 01.06.-22.06.26, 20:30-21:30 Uhr,

Fr. 05.06.-26.06.26, 17:15-18:15 Uhr, OTB-Halle

Stretch & Mobility Fr. 22.05.-10.07.26, 12:30-13:30 Uhr, OTB-Halle

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Samstag, 27. Juni 2026 von 13:00-18:00 Uhr

findet unser Poppenbütteler Alstertal Vergnügen statt.

Ort: Sportplatz Bültenkoppel

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Gesundheit fördern und dabei Spaß haben – Dafür steht der SCP!

Geschäftsstelle Sport-Club Poppenbüttel

Mo. + Do. 14-18 Uhr, Di. + Mi. 9-12 Uhr

Bültenkoppel 1 – 22399 Hamburg – Tel. 606 14 14

E-Mail: geschaeftsstelle@scpoppenbuettel.de

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46 | ALSTERTAL MAGAZIN


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Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Karen Pein, Senatorin für

Stadtentwicklung und Wohnen, vor der neuen Boulder-Anlage.

EINWEIHUNG

DER SPORTANLAGE

TEGELSBARG

Die Sportanlage Tegelsbarg wurde nach umfassender

Modernisierung feierlich wiedereröffnet. Die Modernisierung

ist ein Meilenstein der Gebietsentwicklung

in Tegelsbarg/Müssenredder, das als Fördergebiet des

Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

festgelegt ist. Die ursprünglich aus den 1980er-Jahren stammende

Anlage wurde seit Oktober 2024 grundlegend saniert und modernisiert

– inklusive der Leichtathletikanlage und Kleinspielfelder.

Sport und Bewegung haben eine enorme Bedeutung für die

Lebensqualität in einer modernen Großstadt. Hamburg hat sich

daher mit der „Active City Strategie“ das Ziel gesetzt, Sport und

Bewegung in Hamburg umfassend, langfristig und nachhaltig

zu fördern. Die Kosten betrugen insgesamt rund 2,12 Mio. Euro,

finanziert mit 1.750.000 Euro aus RISE-Mitteln, 250.000 Euro aus

Mitteln des bezirklichen Sportstättenbaus und 120.000 Euro aus

dem Sanierungsfonds.

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff erklärt: „Mit der Fertigstellung

der neuen Sportanlage und ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten

wurde ein weiterer Meilenstein erreicht, um das Fördergebiet

Tegelsbarg/Müssenredder in unserem Bezirk zu einem

modernen und sehr attraktiven Ort für die Bewohnerinnen und

Bewohner zu machen, der vieles anbieten kann, was einzigartig

ist und ihn noch lebenswerter macht. Ich danke den Anwohnenden

und Nutzenden der Sportanlage für ihre Geduld während der

Bauphase und insbesondere den Kindern und Jugendlichen, die

sich hier mit ihren Ideen eingebracht haben.“

Martina Stahl vom Stadtteilbüro ergänzt: „Wir freuen uns heute,

mit allen die Einweihung feiern zu können. Es ist einfach ein

tolles Projekt. Die Kinder und Jugendlichen haben viel geplant

und der Planer hat es umgesetzt. Wir freuen uns, das hier gemeinsam

mit allen organisiert zu haben.“

Tegelsbarg/Müssenredder ist seit 2020 als RISE-Fördergebiet festgelegt

und soll sich zu einem attraktiven Wohnstandort für Familien,

Menschen jeden Alters, verschiedener Einkommensgruppen

und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft entwikkeln.

Die Modernisierung der Sportanlage ist eines der großen

Infrastrukturprojekte für das Quartier, das nach dem Umbau und

der Erweiterung des Hauses der Jugend und der in Kürze abgeschlossenen

Aufwertung der Parkanlage nun fertiggestellt werden

konnte. Um die Ziele der Gebietsentwicklung zu erreichen, wurde

die Laufzeit des Fördergebiets bis Ende 2030 verlängert.

ALSTERTAL MAGAZIN | 47


ESSEN & TRINKEN

SICH FRANKREICH

NACH HAUSE HOLEN

© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch

48 | ALSTERTAL MAGAZIN


ESSEN & TRINKEN

Die Maiferien sind Geschichte. Für alle, die

in Frankreich waren, sind hier leckere Rezepte

zum Zurückträumen. Und zum Hinträumen

für diejenigen, die es noch vorhaben.

AUBERGINENKAVIAR

Ob du zu dieser mediterranen Köstlichkeit Aufstrich, Kaviar oder

Creme sagst, das bleibt dir überlassen. Viel wichtiger finde ich:

Jeder Löffel dieser aromatischen Auberginencreme versetzt

dich unmittelbar in den Süden, außerdem bereitet sie sich ganz

unkompliziert nebenbei zu. Gründe genug, sonnengetanktes

Gemüse häufiger zu „Kaviar“ zu verarbeiten, findest du nicht?

FÜR 4 PERSONEN ALS VORSPEISE / DIP

2 Auberginen, 2–3 Tomaten, 1 Schalotte

2–3 Knoblauchzehen, 1–2 Stängel Oregano oder Basilikum

6–8 EL Olivenöl, 1–2 Spritzer Zitronensaft

Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad

Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die

Auberginen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach

unten aufs Blech legen. Die Haut mit einer Gabel mehrmals

einstechen. Im vorgeheizten Ofen 30–40 Minuten garen, bis sie

weich sind.

Inzwischen die Tomaten vom Stielansatz befreien, vierteln, nach

Belieben entkernen und fein würfeln. Die Schalotte und den

Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Die Kräuter abbrausen,

trocken schütteln und ebenfalls fein hacken.

Das Fruchtfleisch der Auberginen mit einem Esslöffel aus der

Schale lösen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Tomaten,

Schalotte, Knoblauch und Kräuter dazugeben. Dann Olivenöl,

Zitronensaft, etwas Meersalz und Pfeffer hinzufügen und alles

behutsam vermischen. Am besten abgedeckt mindestens 30

Minuten durchziehen lassen, sodass sich die Aromen gut vermischen

können. Vor dem Servieren abschmecken – fehlt etwas

Salz, Pfeffer oder ein Spritzer Zitrone?

TIPP:

Zum Servieren Baguette (auch vom Vortag) in dünne Scheiben

schneiden und in einer Pfanne in etwas Olivenöl von beiden

Seiten goldbraun rösten – fertig sind knusprige Baguettechips.

Zubereitungszeit

ca. 20 Minuten plus 30–40 Minuten backen

Fortsetzung auf S. 50

BUCHTIPP

Anne-Katrin Weber, Köchin und Ernährungswissenschaftlerin

(www.veggielicious.de), entführt auf eine Frankreichreise.

Die Hamburgerin erzählt von Begegnungen und Erlebnissen

und macht jedes Rezept zu einem Ausflug ins Herz seiner

französischen Herkunft. Das Buch verbindet Klassiker mit

moderner, nachhaltiger Küche und macht Lust, sich ein Stück

französisches Lebensgefühl nach Hause zu holen.

Anne-Katrin Weber, Meine grüne französische Bistro-Küche,

at Verlag, geb., 220 Seiten, EUR 36

ALSTERTAL MAGAZIN | 49


ESSEN & TRINKEN

SICH FRANKREICH NACH HAUSE HOLEN

Fortsetzung von S. 49

ZIEGENKÄSETARTELETTES

Diese Tartelettes serviere ich entweder als Vorspeise für Gäste

oder zusammen mit einem üppigen Salat als Hauptgericht. Das

Feigenblätteröl ist weit mehr als ein grüner Hingucker: Es duftet

nach dem Milchsaft der Blätter und schmeckt leicht nussig –

unbedingt einmal ausprobieren!

FÜR 6 PERSONEN: FÜR DAS FEIGENBLÄTTERÖL

10–12 Feigenblätter, 250 ml mildes Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)

FÜR DEN MÜRBETEIG

250 g Weizenmehl (Type 405) plus Mehl zum Arbeiten,

125 g sehr kalte Butter, 1 Ei (M), Meersalz und Butter für die

Förmchen, getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken

FÜR DEN BELAG

125 g milder, cremiger Ziegenkäse (z. B. Ziegenkäsetaler oder

-frischkäse), 125 g Crème fraîche (oder Sahnejoghurt),

schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 2–3 EL Pinienkerne,

6–8 kleine Feigen, ein paar kleine Stängel Thymian

Für das Feigenblätteröl die Feigenblätter abspülen und trocken

tupfen, die Stängel abschneiden, die Blätter kleiner schneiden

und mit dem Öl in einem leistungsstarken Mixer 6–8 Minuten

mixen. Das Öl erhitzt sich beim Mixen und wird leuchtend grün.

Durch ein feines Sieb abgießen. Für den Teig Mehl, die Butter in

Flöckchen, Ei, gut1/2 Teelöffel Meersalz und 1–2 Esslöffel kaltes

Wasser zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig in Folie

gewickelt 30 Minuten kaltstellen. Den Backofen auf 200 Grad

Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen. Die Tarteletteförmchen

(à ca. 12 cm Durchmesser) einfetten. Den Teig dünn

ausrollen, die Förmchen damit auskleiden. Den Teigboden mit

einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier bedecken und

mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen. Die Tartelettes im

vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten goldbraun backen, dann das

Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen.

Für die Ziegenkäsecreme den Ziegenkäse mit einer Gabel

zerdrücken, mit der Crème fraîche und etwas Pfeffer verrühren.

Die Pinienkerne in einer Pfanne goldbraun rösten. Die Feigen in

Scheiben schneiden. Den Thymian abbrausen und trocken schütteln.

Zum Servieren die Ziegenkäsecreme in die Tartelettes

streichen und die Feigen darauf verteilen. Auf Teller setzen, mit

den gerösteten Pinienkernen bestreuen, den Thymian daraufgeben

und etwas Feigenblätteröl außen herum träufeln.

Zubereitungszeit

ca. 50 Minuten plus 30 Minuten kühlen, 20–25 Minuten backen

50 | ALSTERTAL MAGAZIN


ZUCCHINI - MELONEN – SALAT

MIT KNUSPRIGEN KAPERN

Der leichte Salat erfrischt bei heißen Temperaturen, versorgt

dich dazu mit viel Flüssigkeit und ist in Nullkommanichts

fertig: Das sind – abgesehen von seinem Geschmack

natürlich – genug Gründe, ihn regelmäßig aufzutischen.

© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch (2)

SCHLEMMER SOMMER MENÜ

13. JUNI BIS 30. AUGUST

Rote Beete Hummus | Soja-Chaaps | Sommersalate

* * *

Sellerie-Schaumsüppchen | Black-Tiger-Garnele

* * *

Gebratenes Zanderfilet I grüner Spargel

oder

Gegrilltes Rumpsteak unter der Kräuterkruste

junge Möhren | Kartoffel-Pavé

* * *

Ananas-Carpaccio | Karamellisierte Banane

Limetten-Minz-Sorbet

€ 44,50 pro Person

im Courtyard Hamburg Airport

Flughafenstraße 47 - 22415 Hamburg

T 040 53102 357 - RestaurantHorizon.de

FÜR 4 PERSONEN

Je 1 grüne und gelbe Zucchini,

1/2 aromatische Charentais-Melone,

1 unbehandelte Zitrone,

4 EL gutes Olivenöl,

Meersalz, schwarzer Pfeffer, aus der Mühle,

100 g kräftiger Käse (z. B. Comté, Beaufort, alter Cantal)

2 EL Basilikumblättchen, 4 EL Olivenöl zum Braten

1 EL Kapern (in Meersalz eingelegt)

Die Enden der Zucchini abschneiden und die Zucchini der

Länge nach auf dem Gemüsehobel oder mit dem Sparschäler

in dünne Scheiben hobeln. Die Melone schälen, entkernen

und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden. Die

Zucchini- und Melonenscheiben auf eine Servierplatte oder

auf Teller verteilen.

Die Zitrone heiß abwaschen, trockenreiben, die Schale

fein abreiben und den Saft auspressen. Zitronenschale

und -saft, Olivenöl, etwas Meersalz und Pfeffer verrühren.

Den Käse in Späne hobeln, die Basilikumblättchen kleiner

zupfen.

In einer kleinen Pfanne das Olivenöl zum Braten erhitzen.

Die Kapern abwaschen (dabei das Meersalz entfernen), gut

trocken tupfen, ins heiße Öl geben und etwa 30 Sekunden

frittieren, dann herausnehmen und auf Küchenpapier entfetten.

Die Vinaigrette über die Zucchini- und Melonenscheiben

träufeln. Den Käse und die Basilikumblättchen darüberstreuen,

die knusprigen Kapern zuletzt daraufgeben.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Saseler Chaussee 166 * 22393 Hamburg

Telefon: 040 - 600 35 89

Mo., Di. und Do. - Sa. ab 17.00 Uhr, Küche 17.00 - 21.30 Uhr,

So. und Mi. geschlossen!

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Ab dem 26.05. wegen

Umbau geschlossen!

Wir freuen uns darauf,

Sie bald in neuer

Atmosphäre begrüßen

zu dürfen!

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Tel.: 040 / 6367 9073 • www.khan-mongolei.de

ALSTERTAL MAGAZIN | 51


GESUNDHEIT

GESTRESST

WIE DIE GROSSEN?

Leistungsdruck, Streit mit Freunden, Sorgen zuhause oder Stress durch digitale Medien –

psychische Belastungen beginnen heute oft schon im Grundschulalter. Eine aktuelle Umfrage der

KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt: Viele Kinder fühlen sich bereits in jungen Jahren überfordert.

Experten warnen deshalb davor, seelische Probleme bei Kindern zu unterschätzen.

Für eine repräsentative Studie über Stress bei Kindern

wurden deutschlandweit rund 1.000 Eltern von Kindern

zwischen sechs und zehn Jahren befragt. Das Ergebnis

ist alarmierend: Fast jedes vierte Kind fühlte sich nach

Einschätzung der Eltern in den vergangenen Wochen häufig

gestresst. Zudem berichten 42 Prozent der Befragten, dass der

psychische Druck auf Kinder in den vergangenen ein bis zwei

Jahren deutlich zugenommen habe. Besonders belastend seien laut

Eltern die hohen Erwartungen, die Kinder an sich selbst stellen. 58

Prozent nannten Versagensängste und den Wunsch, alles richtig

machen zu wollen, als größte Herausforderung. Fast ebenso häufig

wurden Konflikte mit anderen Kindern wie Mobbing, Streit oder

Gruppenzwang genannt. Auch Leistungsanforderungen in Schule,

Sport oder Freizeit setzen viele Kinder unter Druck. Hinzu kommt

ein weiteres Problem: Vielen Mädchen und Jungen fehlt noch

die Fähigkeit, mit Stress und negativen Gefühlen umzugehen.

Laut Umfrage können 44 Prozent der Kinder Belastungen nur

schwer oder gar nicht bewältigen. Kinder, die früh lernen, mit

Belastungen umzugehen, seien später jedoch widerstandsfähiger

gegen psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen.

Besonders wichtig sei dies für Kinder aus belasteten Familien, in

denen Stress, psychische Erkrankungen oder finanzielle Sorgen

den Alltag bestimmen. Tatsächlich zeigen auch die Daten der

Krankenkasse, wie früh psychische Probleme beginnen können.

Bereits bei Sechs- bis Zehnjährigen treten laut KKH-Daten

Auffälligkeiten wie Sozialverhaltensstörungen, Belastungsreaktionen

oder Angststörungen auf. Mit zunehmendem Alter steigen

die Zahlen deutlich an. Vor allem Angststörungen nehmen bei

Jugendlichen stark zu. Dabei zeigen Kinder oft lange Zeit keine

eindeutigen Symptome. Häufig äußern sich seelische Belastungen

zunächst durch Bauch- oder Kopfschmerzen, Rückzug, Schlafprobleme

oder Konzentrationsschwierigkeiten. „Die Anzeichen

sind oft unspezifisch und werden deshalb leicht übersehen“, erklärt

KKH-Psychologin Franziska Klemm. Umso wichtiger sei es, früh

hinzuschauen und Kinder ernst zu nehmen. Eine zentrale Rolle

spielen dabei Eltern, Schulen und Kitas gemeinsam. Fast alle

Befragten sehen die Familie als wichtigste Grundlage für Werte

wie Respekt, Empathie und Toleranz. Gleichzeitig wünschen sich

viele Eltern mehr Unterstützung durch Bildungseinrichtungen.

Präventionsprogramme wie „1000 Schätze“, das die KKH gemeinsam

mit Fachstellen entwickelt hat und das die sozialen und emotionalen

Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler der ersten

und zweiten Klasse stärken soll, setzen deshalb bewusst auf eine

enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Kinder

sollen lernen, Konflikte zu lösen, Gefühle wahrzunehmen, mit

anderen zusammenzuarbeiten und Herausforderungen besser zu

meistern. Psychische Gesundheit ist also längst kein Thema mehr,

das erst Jugendliche betrifft. Schon Grundschüler stehen heute

unter erheblichem Druck. Experten fordern deshalb mehr Prävention,

mehr Aufklärung und vor allem mehr Aufmerksamkeit für

die seelischen Bedürfnisse von Kindern – damit aus frühem Stress

nicht später eine ernsthafte Erkrankung wird.

52 | ALSTERTAL MAGAZIN


GESUNDHEIT

NOTAUFNAHME

OFT ERSTE ANLAUFSTELLE

Anlässlich des Notfallreformgesetzes hat die TK eine Umfrage in Hamburg in Auftrag gegeben:

Demnach sind Notaufnahme oft die erste Anlaufstelle bei akuten Beschwerden, was zeigt, dass

viele Menschen verunsichert sind, wo sie bei Gesundheitsproblemen Hilfe bekommen.

Viele Hamburger:innen wenden sich bei plötzlich auftretenden

gesundheitlichen Beschwerden außerhalb

der Praxisöffnungszeiten direkt an die Notaufnahme

oder den Rettungsdienst. Das zeigt eine repräsentative

Forsa-Umfrage, die im Auftrag der Techniker Krankenkasse

(TK) in der Hansestadt durchgeführt wurde. Demnach hatten 35

Prozent der Befragten innerhalb der letzten drei Jahre plötzliche

Gesundheitsprobleme außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten

- von diesen ging der Großteil (40 Prozent) direkt in die

Notaufnahme, jede bzw. jeder Sechste (15 Prozent) rief den

Krankenwagen. Insgesamt deutlich seltener wurden hingegen

ambulante Angebote genutzt: 24 Prozent kontaktierten den

ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117, sieben

Prozent suchten eine kassenärztliche Bereitschaftspraxis auf. 14

Prozent warteten, bis ihre Arztpraxis wieder geöffnet hatte.

„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen bei akuten Gesundheitsproblemen

unsicher sind, wo sie die richtige Hilfe bekommen.

Statt sie mit dieser Entscheidung allein zu lassen, brauchen

wir ein System, das die Patientinnen und Patienten unterstützt

und in Notfällen zielgerichtet in die geeigneten Hilfsangebote

lenkt“, sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung

Hamburg.

Im April hat das Bundeskabinett über einen Gesetzentwurf

zur Reform der Notfallversorgung beraten. Vorgesehen ist

unter anderem der Aufbau Integrierter Notfallzentren (INZ) an

geeigneten Krankenhausstandorten. Dort arbeiten Krankenhäuser,

Kassenärztliche Vereinigung (KV) und Ersteinschätzung

zusammen und leiten Patient:innen vor Ort in die passende

Versorgungsstruktur. Weiterhin sollen die Rufnummern der

Rettungsleitstelle 112 und die Akutleitstelle der KV miteinander

vernetzt werden. „Aus Sicht der TK müssen bundeseinheitliche

Kriterien zur Struktur und Ausstattung der INZ festgelegt

werden. Gleichzeitig muss gelten: Neue Strukturen sollten sinnvoll

in bestehende Versorgungsangebote integriert werden, statt

neue zu schaffen. Die INZ-Standorte müssen daher für Hamburg

bedarfsgerecht über das Stadtgebiet verteilt werden und sich nicht

auf einzelne Standorte konzentrieren“, so Puttfarcken.

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Seit 2007 gemeinsam für die Gesundheit

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ALSTERTAL MAGAZIN | 53


GARTEN

Je nach Lage und Bodensituation

schaffen Profis vertiefte Flächen,

Mulden oder Teiche, die Niederschläge

aufnehmen und verhindern, dass das

Wasser unkontrolliert abfließt.

© BGL

PRIVATE GÄRTEN UND DER KLIMAWANDEL

auf 4000m 2

Ausstellung mit Beratung, Service und Abhollager

in Norderstedt, Rugenbarg 51

Der Klimawandel führt zu neuen Herausforderungen für Gartenbesitzende:

Wie gelingt es, den Garten für wochenlange

Hitze- und Trockenphasen im Sommer sowie für anhaltende

Starkregenfälle fit zu machen? Welche Pflanzen sind klimatolerant,

welche Konzepte gibt es, um Schäden zu vermeiden

und den eigenen Garten bestmöglich zu schützen? Klar ist:

Das klassische Bewässern mit Trinkwasser wird zunehmend

problematisch - nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell.

In einigen Regionen Deutschlands ist es zeitweise sogar verboten,

Leitungswasser zur Gartenbewässerung einzusetzen.

Joana Gasper vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und

Sportplatzbau e. V. (BGL) beruhigt: „Die gute Nachricht ist,

dass es durchdachte Lösungen gibt, mit denen sich Gärten an

das neue Klima anpassen lassen - wassersensibel, nachhaltig

und ästhetisch ansprechend zugleich.“

Ein zentrales Konzept dabei, das Fachbetriebe des

Garten- und Landschaftsbaus (GaLaBau) empfehlen, ist

der sogenannte Schwammgarten. Hier wird die Natur zum

Vorbild genommen: Wie ein Schwamm kann der Boden große

Mengen Regenwasser aufnehmen, speichern und nach und

nach wieder abgeben. Das Prinzip beruht auf den drei Säulen

Wasserrückhalt, Versickerung und Speicherung.

Joana Gasper: „Je nach Lage und Bodensituation schaffen

wir vertiefte Flächen oder Mulden, die mit Pflanzen begrünt

werden, welche sowohl mit Dauernässe als auch mit Trockenheit

zurechtkommen. Auch die Anlage kleiner Teiche bietet

die Möglichkeit ein kleines Ökosystem zu entwickeln, welches

Niederschläge aufnimmt und peu à peu an den Boden

und an das Grundwasser wieder abgibt. Durch diese Methode

wird der natürliche Wasserkreislauf im eigenen Garten

gefördert. Für Wege- und Terrassenflächen empfehlen wir

durchlässige Beläge statt versiegelter Flächen, um die Versickerung

in den Untergrund zu ermöglichen.“

54 | ALSTERTAL MAGAZIN


TIERE

Das Mauswiesel ist eines der

kleinsten Raubtiere der Welt.

EIN STREIFZUG

DURCH DIE TIERWELT

Ab dem 13. Juni zeigt der Naturfotograf Wolfgang Schlueter im Duvenstedter BrookHus in der

Ausstellung „Wildlife“ neue Tierfotos, die er in Norddeutschland und Skandinavien fotografiert hat.

Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, ist schon etwas

ganz Besonders. Sie zu fotografieren und den perfekten

Moment abzupassen, erfordert genaue Kenntnisse über

das Verhaltens der Tiere, viel Zeit und Geduld auf den

richtigen Augenblick zu warten - und natürlich auch immer das

notwendige Quäntchen Glück.

Wolfgang Schlueter verbringt den größten Teil seiner Freizeit

in der Natur. Immer auf der Suche nach neuen Motiven. Er ist

Vollmitglied im GDT, der Gesellschaft für Naturfotografie und

möchte mit seinen Bildern nicht nur die Schönheit der Tiere

dokumentieren, sondern auch Emotionen transportieren und

damit auch Menschen erreichen, die sich sonst mit der Natur

nicht so sehr auseinandersetzen. Das ist sein kleiner Beitrag zum

Thema Naturschutz. Die Fotoausstellung „Wildlife“ zeigt neue

faszinierende Bilder von Eulen, Füchsen, Löfflern, Hermelinen,

Basstölpeln und vielen anderen Tieren. Es ist ein wahrer Streifzug

durch unsere wunderschöne heimische Tierwelt.

Die Ausstellung läuft vom 13. Juni bis 19. Juli im Duvenstedter

BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140. Der Eintritt ist frei.

Die Vernissage ist am Sonntag, 14. Juni um 12 Uhr. Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 13:30 - 17 Uhr, Samstag, Sonntag und

Feiertag 11-17 Uhr.

Mehr Informationen unter ws-photo.jimdofree.com

Goldhähnchen zählen

mit einer Körpergröße von

8-11 cm zu den kleinsten

Sperlingsvögeln.

Tierarztpraxis in Bergstedt

Tierärztliche Praxis für Kleintiere –

Chirurgie und Innere Medizin

Aktuelle Infos

bei Instagram

Termine

online über

PetLEO

© Wolfgang Schlueter (2)

Freie Sprechstunde, 8-9 Uhr am WE:

30.5., 6.6. + 13.6.

Bergstedter Chaussee 92 • 22395 HH

Mo.-Fr. 9-13 Uhr und Mo.-Do. 16-19 Uhr

Tel. 040 - 644 30 690 • www.tierarztpraxis-bergstedt.de

ALSTERTAL MAGAZIN | 55


SENIOREN

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... für Hamburg!

EIN SPORT FÜR

Egal wie alt, Sport und Bewegung sind wichtig

für die körperliche Gesundheit. Noch viel

besser, wenn man es mit Geselligkeit und

einer Menge Spaß verbinden kann. Perfekt

dafür sind Boule, Boccia und Pétanque.

Die Spielidee bei Boule, Boccia und Pétanque ist

immer die gleiche: Eine oder mehrere Kugeln

werden in die Nähe einer Zielkugel geworfen mit

der Absicht, sie so nah wie möglich zu platzieren.

Boule ist der Oberbegriff für verschiedene französische

Kugelspiele. Besonders bekannt ist die Variante Pétanque.

Boccia stammt ursprünglich aus Italien und wird oft mit

etwas größeren Kugeln gespielt.

Alle drei Spiele sind leicht zu erlernen und eignen sich

für Menschen jeden Alters. So können die Generationen

gemeinsam Sport machen, was bei vielen anderen Aktivitäten

schwierig ist, denn sie fördern Bewegung, Koordination

und Konzentration, ohne den Körper stark zu belasten.

Gespielt wird in ruhigem Tempo, sodass jeder nach seinen

eigenen Möglichkeiten teilnehmen kann. Gleichzeitig entstehen

schnell Gespräche und neue Kontakte. Viele Spieler

schätzen besonders das gemeinsame Erlebnis an der frischen

Luft.

Auch in Hamburg gibt es verschiedene Möglichkeiten, die

Kugelsportarten auszuprobieren. In Parks und Grünanlagen

treffen sich regelmäßig Freizeitgruppen und Vereine zum

56 | ALSTERTAL MAGAZIN


SENIOREN

FORUM ALSTERTAL

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JEDES ALTER

gemeinsamen Spielen. Beliebte Orte sind unter anderem

Planten un Blomen oder öffentliche Bouleplätze in verschiedenen

Stadtteilen. Viele Gruppen freuen sich über

neue Teilnehmer und bieten unverbindliche Schnuppertermine

an.

Oft genügt bereits bequeme Kleidung, denn Kugeln können

bei vielen Vereinen ausgeliehen werden. Dadurch ist der

Einstieg unkompliziert und ohne große Kosten möglich.

Besonders im Frühjahr und Sommer finden zahlreiche

offene Spieltreffen statt, bei denen Anfänger die Grundlagen

kennenlernen und erste Erfahrungen sammeln können.

Neben dem sportlichen Aspekt stehen bei Boule, Boccia

und Pétanque vor allem Geselligkeit und Fairness im Mittelpunkt.

Die Spiele leben von gegenseitigem Respekt und

einer entspannten Atmosphäre. Nicht Schnelligkeit oder

körperliche Stärke entscheiden über den Erfolg, sondern

Geschicklichkeit, Taktik und ein gutes Gefühl für Distanz.

Gerade deshalb entdecken immer mehr Menschen diese

Sportarten für sich – ob als Freizeitbeschäftigung, als

regelmäßigen Vereinssport oder einfach als Gelegenheit,

gemeinsam Zeit im Freien zu verbringen.

Wer eine entspannte Freizeitaktivität mit Bewegung und

Gemeinschaft sucht, findet in Boule, Boccia und Pétanque

eine ideale Möglichkeit. Die Spiele bringen Menschen

zusammen, sorgen für Abwechslung im Alltag und machen

in jedem Alter Spaß. Gleichzeitig fördern sie Konzentration,

Geduld und Teamgeist. Ob im Park, auf dem Vereinsgelände

oder im Urlaub – eine Partie mit Freunden oder der

Familie sorgt schnell für gute Stimmung und gemeinsame

Erlebnisse.

ALSTERTAL MAGAZIN | 57


TRAUMBÄDER

KLARHEIT IM BAD

Fugenlose und reduzierte Oberflächen stehen für eine neue Form von Luxus, die sich leise ausdrückt.

Es geht nicht mehr um opulente Details oder auffällige Akzente, sondern um Klarheit, Ruhe

und Großzügigkeit. Gerade im Badezimmer entfaltet dieser Ansatz eine besondere Wirkung.

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58 | ALSTERTAL MAGAZIN


TRAUMBÄDER

Großformatige Materialien wie gespachtelte Wände,

Mikrozement, Mineralputz oder durchgehende

Keramikplatten schaffen diesen Effekt. Ohne sichtbare

Unterbrechungen entsteht ein ruhiges Gesamtbild,

das das Auge nicht ständig lenkt, sondern ihm erlaubt, zu

verweilen. Weniger Linien, weniger Fugen, weniger visuelle

Reize - und genau darin liegt der neue Luxus. Er zeigt sich

nicht durch „mehr“, sondern durch das bewusste Weglassen.

Die Idee dahinter ist eng mit minimalistischen Designprinzipien

verbunden, die ihren Ursprung unter anderem in der modernen

Architektur und in japanisch inspirierten Gestaltungskonzepten

haben. Reduktion bedeutet hier nicht Verzicht, sondern

Konzentration auf das Wesentliche. Materialien, Licht und

Proportionen rücken in den Vordergrund. Jede Oberfläche wird

bewusst gewählt, jede Struktur bekommt Raum, ihre Wirkung

zu entfalten. Im Badezimmer zahlt sich das besonders aus.

Fugenlose Flächen sind nicht nur ästhetisch ansprechend,

sondern auch praktisch. Sie lassen sich leichter reinigen, da sich

weniger Schmutz und Kalk ablagern können.

Gerade in Nassbereichen ist das ein klarer Vorteil. Gleichzeitig

entsteht ein Gefühl von Hygiene und Ordnung, das weit über

die reine Funktion hinausgeht - ein Raum, der aufgeräumt

wirkt, beruhigt auch den Geist. Doch auch hier gibt es Aspekte,

die bedacht werden sollten. Die Verarbeitung fugenloser

Materialien erfordert Fachwissen und Präzision. Kleine Fehler

können schneller sichtbar werden als bei klassischen Fliesenlösungen.

Auch die Kosten können höher liegen, insbesondere

bei hochwertigen Materialien. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel

- klare Flächen kombiniert mit gezielten Akzenten.

Das fugenlose Bad erzählt eine klare Geschichte: Luxus entsteht

nicht durch Überfluss, sondern durch Konsequenz. Durch

das Weglassen von allem, was nicht notwendig ist.

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Geschäftsführer Jana Rosenthal und Ulf Eggers (l.) mit Team.

51 JAHRE ROSENTHAL

Ein Bad ist weit mehr als ein funktionaler Raum – es ist Rückzugsort,

Startpunkt in den Tag und Ort der Entspannung. Genau

diesem Anspruch widmet sich Rosenthal Bäder & Wärme OHG seit

nunmehr 51 Jahren. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in

Norderstedt zählt zu den festen Größen im Sanitär- und Heizungsbereich.

Was 1975 als klassischer Handwerksbetrieb begann, hat

sich stetig weiterentwickelt. Heute liegt ein besonderer Schwerpunkt

auf durchdachten Badlösungen, energieeffizienter Heiztechnik,

Wärmepumpen sowie cleveren Teilsanierungen. Dabei

bleibt eines unverändert: Die Leidenschaft für das Handwerk und

der Anspruch, für ihre Kunden die passende Lösung zu finden. „Ein

Badumbau ist immer Vertrauenssache. Deshalb nehmen wir uns

Zeit, hören zu und planen so, als wäre es unser eigenes Zuhause“,

sagt Jana Rosenthal. Inspiration gibt es in der Badausstellung in

der Ulzburger Straße 350 in Norderstedt. Für eine individuelle

Beratung gerne einen Termin per Mail service@rosenthal-bad.de,

Tel. 040 522 21 20 oder über www.rosenthal-bad.de vereinbaren.

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ALSTERTAL MAGAZIN | 59


IMMOBILIEN

Das Kaffeemühlenhaus steht für eine

funktionale Architektur mit hoher

Wohnqualität. Seine kompakte, würfelförmige

Form mit steilem Dach prägt bis

heute das hanseatische Stadtbild.

KLASSISCH HANSEATISCHE

KAFFEEMÜHLENHÄUSER

In den Walddörfer-Stadtteilen, wie etwa in Bergstedt, prägt ein

besonderer Haustyp häufig das idyllische Stadtbild: das sogenannte Kaffeemühlenhaus.

Trotz seines charmanten Namens beschreibt er eine klar definierte Bauform, die für die

Wohnkultur der 1920er- und 1930er-Jahre steht.

Entstanden in einer Phase des architektonischen Umbruchs

nach Jugendstil und Historismus, verkörpert das

Kaffeemühlenhaus eine ruhigere, funktionale Formensprache.

In Hamburg entwickelte sich daraus eine eigenständige,

hanseatisch geprägte Variante: kompakt, klar proportioniert

und mit hohem Anspruch an Wohnqualität. Diese Häuser

entstanden vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren und

spiegeln den Übergang zu einer sachlicheren, alltagstauglichen

Architektur wider, die zugleich Wert auf Dauerhaftigkeit, Solidität

und eine zeitlose Gestalt legte.

Namensgebend ist die charakteristische Form: ein nahezu

quadratischer Grundriss mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem

Dach, abgeschlossen durch ein steiles Walm- oder

Zeltdach. Die würfelförmige Silhouette erinnert an traditionelle

Kaffeemühlen und verleiht dem Haustyp seinen anschaulichen

Namen. Die kompakte Bauweise ermöglichte eine effiziente

Nutzung des Grundstücks bei gleichzeitig großzügiger Wirkung

im Inneren. Besonders in Stadtteilen wie Fuhlsbüttel, Bergstedt

oder Rotherbaum sind viele dieser Häuser bis heute erhalten.

Oft stehen sie leicht zurückgesetzt auf begrünten Grundstücken

und vermitteln ein Gefühl von Privatheit, Distanz zur Straße

und zugleich eine enge Verbindung zum Garten.

Architektonisch zeichnen sich Kaffeemühlenhäuser durch

Symmetrie und Zurückhaltung aus. Fassaden aus Klinker oder

Putz, regelmäßig angeordnete Fenster sowie dezente Erker,

Loggien oder Balkone prägen das Erscheinungsbild. Feine

Details wie profilierte Rahmen, zurückhaltende Gesimse oder

sorgfältig gestaltete Eingangsbereiche unterstreichen den Qualitätsanspruch,

ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auch

im Inneren folgt die Gestaltung einer klaren Struktur: zentrale

Treppenhäuser, kompakte Raumfolgen und eine funktionale

Trennung von Wohn- und Rückzugsbereichen bestimmen die

Organisation. Ursprünglich eher kleinteilig angelegt, wurden

viele Grundrisse im Laufe der Zeit behutsam geöffnet und an

heutige Wohnbedürfnisse angepasst.

Das zentrale Merkmal der Distanz zur Straße, lässt das Verhältnis

von Haus und Grundstück besonders „friedlich“ wirken.

Im Gegensatz zu dicht bebauten Gründerzeitquartieren stehen

60 | ALSTERTAL MAGAZIN


IMMOBILIEN

Kaffeemühlenhäuser meist freistehend oder halb freistehend.

Diese Bauweise spiegelt den gesellschaftlichen Wandel hin

zum individuellen Wohnen im Grünen bei gleichzeitiger Stadtnähe

wider. Gärten, Vorgärten und seitliche Abstände schaffen

eine aufgelockerte, ruhige Nachbarschaft und bieten zugleich

Raum für individuelle Gestaltung.

Im Inneren setzen sich die gestalterischen Prinzipien fort:

Dielenböden, zentrale Kamine und eine klare vertikale Gliederung

prägen viele Häuser bis heute. Während das Erdgeschoss

häufig repräsentativen Zwecken dient und Wohnen sowie

Essen aufnimmt, sind die oberen Etagen als private Rückzugsräume

organisiert. Dachgeschosse werden oft als zusätzliche

Wohn-, Arbeits- oder Gästebereiche genutzt und profitieren

von der kompakten, gut proportionierten Gebäudeform.

Das Kaffeemühlenhaus war nie als Massenprodukt gedacht,

sondern als flexibler Haustyp mit Gestaltungsspielraum für

Bauherren und Architekten. So entstanden zahlreiche Varianten

innerhalb einer gemeinsamen architektonischen Grundidee, die

sich in Details, Materialien und Grundrisslösungen unterscheiden.

Trotz dieser Vielfalt bleibt der Typus klar erkennbar und

besitzt einen hohen Wiedererkennungswert im Stadtbild. Bis

heute gelten diese Häuser als fester Bestandteil der Hamburger

Baukultur.

Viele wurden sorgfältig modernisiert, technisch aktualisiert

und energetisch ertüchtigt, ohne ihren charakteristischen

Ausdruck zu verlieren. Damit stehen Kaffeemühlenhäuser

exemplarisch für eine typisch hanseatische Architekturhaltung:

zurückhaltend, funktional und langlebig. In ihrer klaren Formensprache,

ihrer durchdachten Proportion und ihrer hohen

Wohnqualität prägen sie bis heute das Stadtbild – besonders

rund um die Alster und in den Walddörfern, wo Geschichte und

Gegenwart eng miteinander verwoben sind.

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Das etwa 1.957 m² Baugrundstück mit einer Breite von etwa

27 m eignet sich ideal für eine hochwertige 2-geschossige Villa

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ALSTERTAL MAGAZIN | 61


IMMOBILIEN

CHANCE FÜR DEN WOHNUNGSBAU

Der BFW Landesverband Nord, der Immobilienverband Deutschland (IVD) Nord und der Verband

norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) befürworten eine Bewerbung der Hansestadt um

die Olympischen und Paralympischen Spiele und sehen darin erhebliche Chancen für

Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Infrastruktur.

Hierfür ständen bereits finanzielle Mittel des Bundes

bereit. Zugleich betonen die Verbände, dass für eine

erfolgreiche Umsetzung noch wichtige Voraussetzungen

zu schaffen sind.

Der Bund hat zugesagt, die Ausrichtung der Olympischen und

Paralympischen Spiele in Deutschland zu fördern. Nun steht

Hamburg im Wettbewerb mit den anderen deutschen Bewerbungen:

Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr. Eine erfolgreiche

Bewerbung würde dazu führen, dass Fördermittel in die

Hansestadt fließen und hier langfristig wirken können.

Ein zentrales Element der Olympiabewerbung ist das olympische

Dorf, das in der Science City Hamburg Bahrenfeld entstehen

soll. Dort ist ohnehin ein neues Wohnquartier vorgesehen.

Durch die Spiele könnte dieses Projekt deutlich schneller realisiert

werden. Nach den Spielen würde Wohnraum für rund 9.000

Menschen bestehen bleiben – mit einem hohen Anteil geförderter

Wohnungen.

Auch im Bereich der Infrastruktur erwarten die wohnungswirtschaftlichen

Verbände positive Effekte von der Ausrichtung der

Olympischen und Paralympischen Spiele. Der dringend benötigte

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs könnte beschleunigt und

weiterentwickelt werden. Dadurch würde sich die Mobilität in

der gesamten Stadt auch über die Spiele hinaus verbessern. Über

die Bewerbung entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger

selbst. Das Referendum findet am 31. Mai 2026 statt.

Kay Brahmst, Vorsitzender des BFW Landesverbands Nord:

„Um den Wohnungsmarkt zu entlasten und die Mieten stabil zu

halten, brauchen wir vor allem eines: mehr Wohnungsbau. Die

Olympischen und Paralympischen Spiele können hierfür einen

wichtigen Impuls geben – durch beschleunigte Planungsprozesse,

neue Quartiere und zusätzliche Fördermittel des Bundes. Diese

Chance sollten wir nutzen.“

Carl-Christian Franzen, stellvertretender Vorsitzender des IVD

Nord für Hamburg: „Eine Olympiabewerbung in Hamburg

kann – wenn sie wirtschaftlich solide geplant, finanziert und

nachgenutzt wird – erhebliche Chancen für die Stadt, die

Bewohner und die Immobilienbranche schaffen. Imagegewinn,

verbesserte Infrastruktur und Stadtentwicklung sowie Schaffung

von dringend benötigtem Wohnraum wären für die Bürgerinnen

und Bürger von großem Nutzen. Jedoch entstehen diese Chancen

für Hamburg nicht automatisch. Sie hängen ab von: sauberem

Kostenmanagement, schneller Genehmigungspolitik, echter

Nachnutzung, sozialer Balance (Mieten/Wohnraum) und erfolgreicher

Umsetzung von Infrastrukturprojekten.“ Andreas Breitner,

Direktor des VNW: „Olympische Spiele wären ein Gewinn

für die Stadt. Allerdings müssen auch die Menschen etwas davon

haben. Eine attraktive und lebenswertere Stadt an sich ist nicht

für jeden ein Gewinn, weil mehr Attraktivität sie teurer machen

kann. Es geht also darum, die ,ganze Stadt‘ in den Blick zu

nehmen. Neben dem Bau von bezahlbaren Wohnungen geht es

um eine tragfähige Infrastruktur – angefangen bei Schulen, Kitas

bis hin zu einem leistungsfähigen ÖPNV. Olympische Spiele in

Hamburg müssen sowohl Sportereignis als auch Auftakt eines

großen Stadtentwicklungsprojekts sein.“

62 | ALSTERTAL MAGAZIN


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SANIERUNGSPFLICHT

AB 2030?

Was erwartet Immobilien-Eigentümer in den

nächsten Jahren? Maklerin Caroline Reich

klärt über die wichtigsten Fakten auf und gibt

hilfreiche Tipps!

„Aktuell gibt es keine allgemeine Pflicht, jedes Einfamilienhaus

bis 2030 energetisch komplett zu sanieren. Auch ein Verbot

älterer Häuser oder ein generelles Vermietungsverbot wegen

schlechter Energieeffizienz ist derzeit nicht beschlossen.

Die EU hat zunächst vor allem Klimaziele und Rahmenbedingungen

definiert, die die Mitgliedstaaten bis 2026 in nationales

Recht umsetzen müssen. Unterschieden wird hierbei zwischen

Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden und Neubauten. Bereits

heute gelten für neue Eigentümer oder bei Sanierungen in

Deutschland bestimmte gesetzliche Anforderungen wie die

Dämmung der obersten Geschossdecke/Dach, der Austausch

von Öl- und Gasheizungen (sofern noch keine Brennwert- oder

Niedertemperaturheizung vorhanden) sowie energetische Mindeststandards

bei größeren Sanierungen oder Bauteil-Erneuerungen.

Wer z.B. sein Dach komplett erneuert, muss zudem eine

PV-Anlage installieren.

Finanzierende Banken achten verstärkt auf Heizungsalter, Dämmung

und Energieklasse. Sofern die Immobilie eine schlechte

Energieklasse vorweist, wird meist ein Energiefahrplan verlangt.

Gut zu wissen: Die Stadt Hamburg bietet über die IFB zusätzliche

Förderprogramme an, die oft mit Bundesförderungen von KfW

und BAFA kombiniert werden können. Wichtig ist, sich frühzeitig

beraten zu lassen, denn häufig können Maßnahmen nur vor

Beginn der Sanierung beantragt werden. Ein Sanierungsfahrplan

verbessert dabei oft die Förderquote“, so Caroline Reich.

Mehr zu dem Thema unter: carolinereich-immobilien.de

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ALSTERTAL MAGAZIN | 63


HANDWERK

WERKZEUG VERSCHENKEN UND ABERGLAUBE

Werkzeug gilt als praktisches, hochwertiges und persönliches Geschenk. Rund um das Verschenken

von Werkzeug gibt es erstaunliche alte Bräuche und Aberglauben, die bis heute weiterleben.

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1970

55

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Werkzeug zu verschenken gilt für viele Menschen

als praktische und wertvolle Geschenkidee.

Besonders Heimwerker, Bastler oder Handwerker

freuen sich oft über hochwertiges Werkzeug,

das im Alltag nützlich ist und lange verwendet werden

kann. Dennoch ranken sich seit vielen Generationen verschiedene

Aberglauben um das Verschenken von Werkzeug.

Ähnlich wie bei Messern oder Scheren glaubte man früher,

dass solche Gegenstände Beziehungen „durchschneiden“

oder Unglück bringen könnten. Vor allem in handwerklich

geprägten Familien hielt sich die Vorstellung, dass verschenktes

Werkzeug symbolisch die eigene Kraft, das Glück

oder sogar den Wohlstand aus dem Haus trägt.

Der Ursprung dieses Glaubens liegt wahrscheinlich in

Zeiten, in denen gutes Werkzeug einen besonders hohen

Wert hatte. Für Handwerker war es nicht nur ein Gebrauchsgegenstand,

sondern die Grundlage ihrer Arbeit und ihres

Lebensunterhalts. Wer Werkzeug besaß, verfügte über die

Möglichkeit zu arbeiten und Geld zu verdienen. Deshalb

betrachtete man es als etwas sehr Persönliches, das man

nicht leichtfertig verschenkte. Bis heute kennen viele Menschen

einen kleinen Brauch, mit dem sich der Aberglaube

umgehen lässt. Der Beschenkte gibt dem Schenkenden

symbolisch eine kleine Münze zurück, oft nur einen Cent.

Dadurch gilt das Werkzeug nicht mehr als reines Geschenk,

sondern als gekauft. So soll verhindert werden, dass das

Geschenk Unglück bringt oder die Beziehung belastet.

Dieser Brauch wird auch heute noch häufig bei Messern,

Scheren oder Taschenmessern angewendet und oft mit einem

Lächeln weitergeführt.

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Trotz aller alten Geschichten ist Werkzeug heute eines der

beliebtesten Geschenke für Menschen, die gern handwerklich

arbeiten. Es steht für Unterstützung, Wertschätzung und

Vertrauen in die Fähigkeiten des anderen. Viele verbinden

mit ihrem Werkzeug zudem persönliche Erinnerungen, denn

nicht selten werden einzelne Stücke über viele Jahre genutzt

oder sogar innerhalb der Familie weitergegeben. Deshalb

hat Werkzeug oft nicht nur einen praktischen, sondern auch

einen emotionalen Wert. Auch wenn der Aberglaube heute

meist nicht mehr ernst genommen wird, faszinieren solche

Traditionen noch immer viele Menschen. Sie erinnern

daran, wie wichtig Handwerk und gutes Werkzeug früher

waren und wie eng damit Vorstellungen von Glück, Arbeit

und Zusammenhalt verbunden wurden. So wird aus einem

einfachen Geschenk manchmal ein kleines Stück gelebter

Geschichte.

64 | ALSTERTAL MAGAZIN


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ALSTERTAL MAGAZIN | 65


WHAT‘S UP IN

TOWN?

Sternekoch Karlheinz Hauser mit

seiner Frau Margarete

Michelle Hunger, Schauspielerin Farina Flebbe

und Elisabeth Weichsberger (v.l.)

Die beiden Moderatorinnen Vanessa Blumhagen

und Anna Funck mit Tochter (v.l.)

KINOPREVIEW

Die ASTOR Film Lounge HafenCity hatte

gemeinsam mit Breuninger und dem

OPIUM Magazin zur Kino-Preview des mit

Spannung erwarteten Films „Der Teufel

trägt Prada 2“ geladen. Gäste aus Mode,

Medien, Kultur und Wirtschaft einen

Abend voller Austausch und Inspiration,

beispielsweise durch eine von Alena

Gerber moderierte Modepräsentation mit

dem Model Sylwia. In Anwesenheit der

beiden Kino-Unternehmer und -Betreiber

Hans-Joachim Flebbe und seinem Sohn

Tom Flebbe (ASTOR) standen in einem zu

dem Film passenden glänzendem Ambiente

das Zusammenspiel von Film und

gesellschaftlichem Austausch und bester

Unterhaltung im Mittelpunkt.

Auf seiner frühen Amerika-Reise

entdeckte er in San Francisco das

cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.

Astor Kino-Betreiber

Tom Flebbe und Marie Küppers

© Claudia Tejeda

Christine Wolff, HochTief AG, Gastgeber Rainer Möller

und Dr. Mirriam Prieß, Stiftung Dialogstark! (v.l.)

Stifterin Dorit Otto und Herzchirurg

Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner

Birgit Wulff und Pedram Emami, beide

Präsidium der Hamburger Ärztekammer

Minister Dirk Schrödter, Senatorin Maryam

Blumenthal, Medizinethikerin Dr. Alena Buyx und

Dr. Christian Gerloff, Ärztl. Direktor UKE (v.l.)

© Bertold Fabricius

METROPOLENDIALOG

Der 16. MetropolenDialog mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz in der

Medizin – Chancen und Risiken“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg

wurde zum Gesundheitsgipfel. Auf Einladung von Rainer Möller, GF von Alsterconcept,

diskutierten maßgebliche Akteure der Gesundheitswirtschaft und dem

Bereich Digital Health Potenziale und Entwicklungen beim Einsatz Künstlicher

Intelligenz im Gesundheitswesen: Es sprachen Maryam Blumenthal, Senatorin

für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Medizinethikerin Prof. Dr.

Alena Buyx, Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Medienpolitik in

Schleswig-Holstein und Prof. Dr. Christian Gerloff, ärztlicher Direktor des UKE.

Zusammenfassend wurde deutlich, wie die beiden norddeutschen Bundesländer

kontinuierlich an dem Ziel arbeiten, die globale Gesundheitsversorgung zielgerichtet

aus Norddeutschland heraus zu unterstützen.

66 | ALSTERTAL MAGAZIN



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