Alstertal Magazin 05_2026
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05/2026
ALSTERTAL
MAGAZIN
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TRAGÖDIE
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KOLUMNE
LIEBE LESERINNEN
& LIEBE LESER,
jede und jeder kennt sie sicherlich - von der Oma liebevoll
gekochte Gerichte, die man mit Kindheit und Jugend verbindet.
Meist war es traditionelle Hausmannskost, beispielsweise
typisch hanseatisches Labskaus oder mit Hack gefüllte Paprika.
Letztere - und das wirklich perfekt kredenzt - durfte ich
kürzlich genießen. Zubereitet und serviert von den Ladies des
„OmaLiebe Lunch Club“. Der hat sich einiges auf die Fahnen
geschrieben, unter anderem lecker kochen für das Gemeinschaftsgefühl
und für den guten Zweck. Das Besondere, die
Macherinnen sind zwischen 62 und 88 Jahre alt. Mehr dazu auf
Seite 32. Um leckeres Essen geht es auch bei unserem aktuellen
Kochbuchtipp. Die Hamburgerin Anne-Katrin Weber hat es
geschrieben und entführt darin nach Frankreich. Nachkochen
lohnt sich (S. 48).
Wenn Ihnen statt kochen und essen eher nach lesen oder
zuhören zumute ist, haben wir ebenfalls einen Tipp: Die in
Poppenbüttel aufgewachsene Autorin Turid Müller hat sich in
ihrem aktuellen Kriminalroman „Unter dem Strand“ erneut
einer historischen Tragödie gewidmet. Am 12. Juni liest sie
daraus in Poppenbüttel. Ein Gespräch dazu mit der Autorin
gibt es auf Seite 44. Ebenfalls in Poppenbüttel zu hören, zwei
Mal feinster Jazz im kommenden Monat mit der Limehouse
Jazzband und Jazzkulap (S. 45). Natur statt Kultur bietet
hingegen der beliebte Volksdorfer Teichwiesentag, der die
Möglichkeit bietet, dessen Besonderheiten kennen zu lernen.
Wir stellen das von in diesem Jahr Jubiläum feiernden BUND
betreute Naturschutzgebiet auf Seite 20 vor.
Daneben haben wir wieder viele weitere lohnenswerte Kulturevents
der Region, Tipps und Trends zusammengetragen,
beispielsweise auf den Modeseiten Anregungen für warme
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Viel Spaß beim Lesen und lassen Sie sich inspirieren.
Kai Wehl,
Chefredakteur
Der „OmaLiebe Lunch
Club“ versetzt seine
Gäste mit traditionellen
Gerichte in die Kindheit
zurück. S. 32
© Boris Rogosch
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INHALT
48
Sich Frankreich nach
Hause holen
Mai 2026
INHALT
Magazin
03 Kolumne
06 Termine fürs Alstertal
08 News: Kieler Wochen Auftakt, Ausstellung zu Rio Reiser,
Park & Garden auf Gut Stockseehof, e-Bikes für jedes Alter
und Ausstellung am Kiekeberg
10 News: Kunst im Golfclub, Poppenbütteler Alstertal
Vergnügen, Gesundheits-Messe und Kreuzallergien-Tipp
12 News: Keramikausstellung, Benefizveranstaltung vom Lions
Club, Fitnessprogramm und Sport-Musik-Theater-Spaß
14 Ausstellung „SKULPTURAL. Die neuen Galerien“ und
Spendenübergabe an die FF Volksdorf
16 Face Club Networking Event
18 45 Jahre BUND Hamburg
20 Erkundung der Volksdorfer Teichwiesen möglich
22 Veranstaltungstipps von Klavierabend bis offenem Singen
24 Aspria Feriencamp
26 Sport: Joggen – gesund, vielseitig
28 80 Jahre Verlagsgeschichte: Oetinger
30 Buch- und Termintipp: Erinnerungen
32 OmaLiebe Lunch Club
34 Mahlers 3. Sinfonie in der Elbphilharmonie, Konzert
im Wagnerhof und Erdbeeren & Spargel in Delingsdorf
36 Mode-Trends: zeitlose Romantik
Wellingsbüttel/Sasel
38 MidsommarFest im Sasel-Haus
Duvenstedt/Wellingsbüttel
39 Ausstellungen von ART an der Grenze
Poppenbüttel
43 Langer Tag der StadtNatur
44 Buch- und Termin-Tipp: Unter dem Strand von Turid Müller
45 Veranstaltungen in der Parkresidenz Alstertal
46 Vortrag und der Lesung in Poppenbüttel und Einweihung
der Sportanlage Tegelsbarg
4 | ALSTERTAL MAGAZIN
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Service
48 Essen & Trinken
52 Gesundheit
54 Garten
55 Tiere
56 Senioren
58 Traumbäder
60 Immobilien
64 Handwerk
65 Kleinanzeigen/
Impressum
66 What‘s up in town
36
Leicht
und stylisch
in den Sommer
32
Wenn Omas kochen,
wird es gut.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 5
MAGAZIN
© Madeleine Krüger
Termine
für‘s Alstertal
24. Mai
Über das Pfingstwochenende
findet das 21. Traventhaler
Oldtimertreffen mit Antik-,
Trödel- und Teilemarkt,
Barock-Pferden, US-Car
Special und Livemusik statt.
An zwei Tagen trifft sich auf
dem Landgestüt Traventhal
von 9 – 18 Uhr wieder alles,
was Räder hat. Eintritt 13 €.
Kinder bis 12 Jahre frei. Mehr
Informationen unter: www.
landgestuet-traventhal.de
29. Mai
Der italienische Pianist und
Komponist Michele Nigrelli
nimmt das Publikum im Forum
Alstertal mit auf eine
musikalische Reise. Mit einer
Mischung aus Klassik, Neoklassik
und freier Improvisation
verwandelt er das Konzert
in ein einzigartiges Erlebnis.
Schauspieler Hans
Heller kommt für eine
Lesung am 03. Juni in die
Ohlendorff’sche Villa.
Beginn: 19 Uhr. Eintritt: 24
€, Karten an der Rezeption.
Mehr Informationen unter
www.forum-alstertal.de
03. Juni
Sanary-sur-Mer 1933, eine
Zuflucht vieler deutscher
Schriftsteller, die vor den
Nazis geflohen sind. Die
Schauspieler Astrid Kramer
und Hans Heller lesen in der
Ohlendorff’schen Villa aus
autobiografischen Texten von
Schriftstellern und Schriftstellerinnen
im französischen
Exil. Guido Jäger, Bassist und
Kontrabassist, begleitet den
Abend mit eigenen Kompositionen.
Beginn: 19:30 Uhr.
Eintritt 18€, erm. 16€, VVK in
der Buchhandlung Ida v. Behr.
Restkarten an der AK: 20€,
erm. 18€. Mehr unter www.
kulturkreis-walddoerfer.net
05. Juni
Das Improtheater-Ensemble
MOINPRO kommt ins Stadtteilkulturzentrum
Bergstedt
und wird auf Zuruf lustige
Konversationen aus der Taufe
heben. Ob es Schenkelklopfer,
menschliche Abgründe oder
berührende Szenen gibt, liegt
ganz beim Publikum. Beginn:
19:30 Uhr. Eintritt: 15 €.
Mehr unter www.kultberg.de
Im Duvenstedter Salon werden
die LineWalkers Cashund
Dylan-Klassiker zeigen,
wie sie in dieser Form zum
ersten Mal live dem Publikum
präsentiert werden. Einlass:
18 Uhr, Beginn: 19 Uhr. Karten:
25 €, Salonmitglieder zahlen
10 €. Mehr: www.vereinigungduvenstedt.de
07. Juni
Die Duvenstedter FlohMeile
lockt wieder zahlreiche Besucher
ins „Dorf“. Von 13 bis
18 Uhr ist die beliebte Jagd
auf Schnäppchen vom Kreisel
bis zur Haspa eröffnet und es
kann fleißig gestöbert und
geshoppt werden. Mehr unter
www.duvenstedt-aktiv.de
Sänger, Songwriter und
Schauspieler Jon Flemming
Olsen präsentiert in der
KunstKate Volksdorf sein
mittlerweile viertes Album
„Haus der Liebe“: Balladen
ohne Kitsch, Humor mit Hirn
– und Texte, die noch lange
nachklingen. Auf der Bühne
erlebt man Olsen als One-
Man-Band mit diversen Gitarren,
Mandoline, Irish Bouzouki,
Fußpercussion und voller
guter Geschichten. Beginn:
17 Uhr. Mehr Infos unter
www.kunst-kate-volksdorf.de
12. Juni
Autorin Turid Müller kommt
mit ihrem neuen Kriminalroman
„Unter dem Strand“ zu einer
Lesung mit Signierstunde
ins Forum Alstertal. Beginn:
18 Uhr. Eintritt: 16 €, Karten
an der Rezeption. Mehr unter
www.forum-alstertal.de
13. Juni
In der KunstKate Volksdorf
trifft mit dem Duo Paquet/
Stuarnig Bluespiano auf Violine.
Durch Zufall stand eines
Tages Bluesmann Marcus
Paquet gemeinsam mit dem
österreichischen Violinisten
Helmut Stuarnig auf der Bühne.
Nach etlichen Konzerten
mit großer Band entstand
dann die Idee eines Duos. Beginn:
20 Uhr. Mehr Infos unter
www.kunst-kate-volksdorf.de
14. Juni
An der Grundschule Poppenbüttel,
Schulbergredder 21,
findet ein Flohmarkt „Rund
ums Kind“ statt. Von 10-14
Uhr. Standgebühr: 14€ + einen
Kuchen oder Laugengebäck
pro 3m Stand. Anmeldung an:
flohmarkt@gsp-eltern.de
21. Juni
In der Marktkirche Poppenbüttel
präsentiert der
Giuseppe Verdi Chor mit
Solisten unter der Leitung von
Mike Steurenthaler Lieder
der deutschen Romantik von
Schubert, Schumann, Brahms
und Mendelssohn.
Beginn: 18 Uhr. Eintritt PK1:
24€, PK2: 18€. Mehr Informationen
unter www.kirchepoppenbuettel.de
28. Juni
Im Rahmen des Kurses „Lernen
durch Engagement“ wird
ein Flohmarkt am Walddörfer-Gymnasium
organisiert.
Die Einnahmen werden für
die Schulverschönerung genutzt.
Der Flohmarkt findet
von 11-15 Uhr. Ort: Im Allhorn
45, 22359 Hamburg. Standgebühr
(Max. 3 Meter): 5€ +
Kuchen. Anmeldung bis zum
14. Juni unter wdg.flohmarktanmeldung@gmx.de,
10 €
Müllpfand. Einnahmen gehen
zu 100% ins Schulleben.
In der Marktkirche Poppenbüttel
zeigen die zahlreichen
Musikgruppen der
Kirchengemeinde einen
sommerlichen Strauß unterschiedlichster
Musik. Mit
dabei sind unter anderem der
Jugendchor Poppenbüttel,
Vocal Garden, Voice Voyage
und Cantate. Beginn: 16 Uhr.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Mehr unter www.kirchepoppenbuettel.de
05. Juli
Der Kulturkreis Torhaus
präsentiert die Blues-Ikonen
Abi Wallenstein und Günther
Brackmann mit ihrem „Feel
Good Boogie“. Sie treten um
11:30 Uhr im Schulungshaus
von HH-Wasser auf. Karten:
30€, Mitglieder: 25€, Junge
Leute u. 25: 10€. Mehr unter
www.kulturkreis-torhaus.de
Alle Termine ohne Gewähr -
bitte vorher überprüfen.
6 | ALSTERTAL MAGAZIN
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Wellingsbüttler Weg 136, 22391 Hamburg
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NEWS
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© Jan-Michael Böckmann / Kiel-Marketing e.V.
Ein Highlight der
Kieler Woche ist die
Windjammerparade.
Vor allem, wenn man
sie an Bord eines
Traditionsseglers
selbst auf dem
Wasser erlebt.
KIELER WOCHE VOM WASSER AUS ERLEBEN
Die Kieler Woche steht vor der Tür – vom 20. bis 28. Juni – und
damit ein echtes Highlight: top Segelsport aus aller Welt und
jede Menge Sommer- und Festivalstimmung in der ganzen Stadt.
Seit 1882 verwandelt sie die Förde jedes Jahr in eine einzigartige
Mischung aus internationalem Spitzensport, maritimer Tradition
und ausgelassener Festivalstimmung dank Konzerten, Straßenkunst
und über 2.000 Veranstaltungen in der ganzen Stadt.
Zwischen Hafen, Bühnen und Promenade entsteht für einige Tage
eine fast mediterrane Leichtigkeit – norddeutsch, weltoffen und
voller Lebensfreude. Beispielsweise auf dem internationalen
Markt: 40 Länder verwandeln den Rathausplatz in einen Marktplatz
der Begegnungen und bietet Genüsse für jeden Gaumen.
Besonders beliebt bei den Besuchenden ist neben dem Spaß auf
der Kiellinie an der Kaikante die berühmte Windjammerparade,
bei der historische Großsegler, Traditionsschiffe und hunderte
Yachten gemeinsam über die Kieler Förde ziehen – ein spektakuläres
Bild, das jedes Jahr tausende Zuschauer begeistert.
Am besten lässt es sich vom Wasser aus genießen. Diverse
Traditionssegler bieten Törns und Tagesfahrten an und damit
ein unvergessliches Erlebnis zwischen Masten und Segeln. Mittendrin
statt nur dabei heißt dann das Motto für die glücklichen
Teilnehmenden.
Mehr Informationen, viele Termine und eine Auswahl an Schiffen
gibt es unter www.kiel-sailing-city.de/kiwo
INTERAKTIVE
AUSSTELLUNG ZU
RIO REISER
Der Musiker, Liedermacher und Sänger Rio Reiser in seinem
Haus in Fresenhagen.
Rio Reiser (1950-1996) war der politische Denker mit der
Reibeisenstimme, ein unbequemer Chronist und der wohl
einflussreichste Texter der deutschen Rockmusik. Wenn am
24. Mai im Nordfriesland Museum. Nissenhaus die Sonderausstellung
„Rio Reiser – aufgewacht und rebelliert“ startet,
erwartet die Besucher*innen kein staubiges Archiv, sondern
ein lebendiger Spiegel seiner Zeit. Anlässlich seines 30.
Todestages wird deutlich: Themen wie soziale Gerechtigkeit,
Freiheit und Identität, die Reiser einst in Hymnen wie „Der
Traum ist aus“ goss, haben auch heute nicht an Sprengkraft
eingebüßt. Die Ausstellung ist in elf Themenbereiche gegliedert,
die Reisers Schaffen wie ein Kaleidoskop auffächern.
WANN & WO
WANN: 24. Mai 2026 bis 7. März 2027.
WO: Nordfriesland Museum. Nissenhaus, Husum.
Infos: www.museumsverbund-nordfriesland.de.
© Christoph Keller / Alamy Stock Photo
NEUE GARTENIDEEN
IN TRAUMHAFTER KULISSE
Schleswig–Holsteins größte und älteste Gartenmesse auf dem
Lande, die Park & Garden Country Fair auf dem Gut Stockseehof,
lädt vom 4. - 7. Juni Besucher*innen dazu ein, Ideen zu pflücken,
Besonderes zu entdecken und ländliche Lebensart in ihrer ganzen
Vielfalt zu erleben. Eingebettet in den Park und die Hofanlage
des alten Gutes präsentieren sich über 200 Ausstellende aus dem
In- und Ausland mit ihren Pflanzen, Produkten und ihrer Handwerkskunst.
Gezeigt wird ländliche Kultur auf hohem Niveau –
kurz alles, was Haus & Hof, Garten, Terrasse und Balkon und deren
Besitzer schöner macht. Natürlich gibt es auch wieder jede Menge
Kulinarik, viele spannende Vorführungen und musikalische Begleitung
durch die Jazzband Michael Weiss. Öffnungszeiten: täglich
10 -19 Uhr, Sonntag 10 -18 Uhr. Eintritt: 16€/ Jugendliche bis 16 J.
frei. Mehr Infos: www.park-garden.de oder www.stockseehof.de
© Ferdinand Graf Luckner
8 | ALSTERTAL MAGAZIN
NEWS
E-BIKES: MEHRWERT
FÜR JEDES ALTER
e-Bikes sind eine ideale Mobilitätslösung für Menschen jeden
Alters. Familien nutzen Lasten e-Bikes oder Modelle mit
Kindersitz, während Jugendliche sportliche e-Mountainbikes
bevorzugen. Für Erwachsene bieten e-Bikes eine umweltfreundliche
Alternative im Alltag und ältere Menschen profitieren von
sicheren Modellen wie e-Dreirädern. In der e-motion e-Bike Welt
in Ahrensburg, Kornkamp 40, in HH-Alstertal, Poppenbütteler
Bogen 21 und in HH-Wandsbek Friedrich-Ebert-Damm 93A
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eine fachkundige Beratung auch noch erstklassige Unterstützung
bei der Kaufentscheidung. Vereinbaren Sie ganz einfach einen
Termin in einer der drei e-motion e-Bike Welten und freuen Sie
sich über ihr neues Lieblingsbike. Mehr Infos unter
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Hausanschlüsse
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Und was ist mit Wasser und Abwasser?
Wir sind ein spezialisierter und zertifizierter Betrieb für
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in jeder Größe. Alternativ „schießen“ wir den Anschluss
grundstücksfreundlich mit unserer „Erdrakete“.
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Das hier kennen
die Kids nicht mehr,
gibt‘s am Kiekeberg.
GESCHICHTE ERLEBEN
Das geht im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Bekannt ist es vor
allem für seine historischen Bauernhäuser, aber es lassen sich
auch prima die 1950er- bis 1970er-Jahre erkunden. Ob gelbe
Telefonzelle, Zapfsäule oder Tante Emma Laden - am Kiekeberg
ist eine in Zeitreise zu den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs
möglich. Highlights sind eine originale Gasolin-Tankstelle, in der
Besucher*innen den Aufbruch in das mobile Zeitalter erleben
können, aber auch eine Ladenzeile mit historischen Geschäften
jener Zeit, von der Drogerie über ein Fotogeschäft bis zur
Schlachterei. Sie vermitteln ein lebendiges Bild vom Einkaufen
und Arbeiten in der jungen Bundesrepublik. Genau wie ein ein
original eingerichtetes Quelle-Fertighaus der 1970er Jahre.
Wer sich danach stärken möchte, kann zum Glück auf das Heute
zurückgreifen: Der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ serviert
norddeutsche Gerichte und das Museumscafé mit Rösterei
Kaffee & Kuchen sowie Frühstücksvarianten am Wochenende.
Tickets: 12€, unter 18 frei. Infos: www.kiekeberg-museum.de
ALSTERTAL MAGAZIN | 9
KUNST IM GOLFCLUB
Am 07. Juni öffnet der Golfclub Hamburg Waldörfer im Schevenbarg
in Ammersbek um 15 Uhr die Türen zu einer faszinierenden
Ausstellung, die unter dem Titel „Kunst im Golfclub - Alte Meister
und eigene Werke“ die Werke von Jürgen Koch, besser bekannt
unter seinem Künstlernamen Bogo Bogomil, präsentiert.
Bereits im Alter von anderthalb Jahren entdeckte der geborene
Hamburger seine Faszination für die Kunst. Seine künstlerische
Reise führte ihn daraufhin durch verschiedene Lebensphasen.
Von seiner Ausbildung zum Transparent-Maler über seine Zeit
in der Gastronomie, wo er Werbeplakate gestaltete, bis hin
zu Porträtzeichnungen während seiner Wehrdienstzeit – die
Kunst war stets ein treuer Begleiter. Nach einer Ausbildung zum
© Bogo Bogomil (2)
Bogo Bogomil
kann verschiedenste
Stile
nachahmen. Hier
zu sehen: „Frau
mit Schirm und
Kind“ von Renoir
(1874-76) und
„Sonnenblumen“
von Monet (1880).
Tiefdruckätzer legte Jürgen Koch Pinsel und Stift für viele Jahre
beiseite. Im Ruhestand fand er jedoch zu seiner wahren Bestimmung
zurück. Die Begegnung mit der Galeristin Jorana Färber und
seine Idee, Monet-Kopien anzufertigen, markierten den Beginn
einer beeindruckenden Schaffensperiode. Und Bogo Bogomils
Talent blieb nicht unentdeckt. So meldete sich 2005 die Filmgesellschaft
Network Movie, um eine Renoir-Kopie für einen Film
zu erwerben und Monet-Kopien für die Kulisse auszuleihen. Es
folgten einige Ausstellungen, u. a. in Barcelona und für wohltätige
Zwecke, wie seine Teilnahme an Benefiz-Ausstellungen zugunsten
der Berliner Arche zeigt. Anmeldung zur Ausstellung im Golfclub
unter Tel. 040 605 13 37. Mehr Infos unter www.ghw.golf
Beispielbild
POPPENBÜTTELER
ALSTERTAL VERGNÜGEN
Am Samstag, den 27. Juni findet von 13 -18 Uhr auf der Sportanlage
des SC Poppenbüttel, Bültenkoppel 1, ein buntes Fest für die
ganze Familie statt. Es finden zahlreiche Aktionen auf dem Sportplatz
statt und auf der großen Showbühne werden abwechslungsreiche
Auftritte der Sportgruppen angeboten. Für die kleinen
Besucher und Besucherinnen findet eine Kinderolympiade statt
und bei der großen Tombola kann man tolle Gewinne ergattern.
Darüber hinaus können sich alle Kinder auf verschiedenen Hüpfburgen
austoben oder sich beim Kinderschminken „verwandeln“
lassen. Natürlich gibt es auch viele verschiedene Leckereien wie
Kaffee und Kuchen, Grillwurst, Crêpes und vieles mehr.
Jeder ist willkommen - ob Groß oder Klein, alle sind eingeladen.
Mehr Infos unter www.scpoppenbuettel.de
Beispielbild
Musik macht schon den
Kleinsten Spaß!
RINGELPIEZ MIT
SINN UND VERSTAND
Wenn Eltern mit ihren Babys im Kreis sitzen, singen, lachen und
sich austauschen, wirkt dies auf den ersten Blick wie ein netter
Zeitvertreib. Doch Eltern-Kind-Kurse sind viel mehr als das. Sie
bieten den Eltern Raum für Austausch und Vernetzung in einem
geschützten Rahmen, fördern die Eltern-Kind- Bindung, vermitteln
Wissen über die altersgerechte Entwicklung des Kindes,
machen Spaß und geben den Eltern Sicherheit im Familienalltag.
Qualifizierte Kursleitungen motivieren, trösten, stärken und
beraten niedrigschwellig und in einer gemütlichen Atmosphäre.
Ob Musikgarten, Babymassage, DELFI® oder andere Angebote:
In der Evangelischen Familienbildung gibt es für jede Familie ein
passendes Angebot.
Infos und Anmeldung unter www.fbs-poppenbuettel.de.
10 | ALSTERTAL MAGAZIN
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NEWS
GESUNDHEITS-MESSE
Gesundheit, Wohlbefinden und bewusstes Leben lautet das
Motto von „ANBEGINN – Die Messe der neuen Zeit”, die Yvonne
Lehner Ende Juni zum dritten Mal in Sasel ausrichten wird. Rund
60 Aussteller präsentieren sich aus den Bereichen Gesundheit,
Persönliche Entwicklung, Ernährung, Bewusstheit u.v.m.
Zahlreiche Vorträge, Anwendungen und Shops warten auf die
Besucher*innen. „Ob Sie auf der Suche nach Wissen, Anregungen,
Innehalten, Entspannung oder schönen Produkten sind, wir laden
Sie ein, sich etwas Gutes zu tun – wir freuen uns auf Ihren Besuch“,
erklärt Yvonne Lehner von ANBEGINN, Schmuggelstieg 39.
WANN & WO
Wann: 27. und 28. Juni, Sa. 11-18 Uhr, So 11-17 Uhr.
Wo: Sasel-Haus, Saseler Parkweg 3. Eintritt: 7€/erm. 4€,
Kinder bis 14 Jahre frei. 30 % des Eintrittserlöses werden
gespendet. Organisation: Yvonne Lehner.
Weitere Informationen: www.anbeginn.de/messe
WAS TUN BEI
KREUZ-
ALLERGIEN?
Im Frühjahr und Sommer klagen
Kinder und Erwachsene oftmals
über Kribbeln oder Juckreiz im
Mund- und Rachenraum, Hautausschlag,
geschwollene Lippen und
Atembeschwerden direkt nach
Prof. Dr. F.-M. Müller
Verzehr von bestimmten Lebensmitteln.
Vermutet wird dann eine Nahrungsmittelallergie. Dahinter
kann jedoch oftmals eine Kreuzallergie auf Birken-, Gräseroder
Getreidepollen stecken. Das Immunsystem „verwechselt“
hierbei Proteine in Nahrungsmitteln mit den Pollen und löst nach
Verzehr das sogenannte „orale Allergiesyndrom“ aus. Durch
Erhitzen können allergieauslösenden Proteine zerstört werden,
wodurch die Nahrungsmittel dann häufig vertragen werden.
Die Lungen- und Allergie Privatpraxis von Prof. Müller bietet
moderne Diagnostik und Therapie bei Allergien, Neurodermitis,
chronischem Husten, Asthma sowie bei Immunerkrankungen.
Mithilfe gezielter Allergietests und Lungenfunktionsdiagnostik
können Erkrankungen frühzeitig erkannt und chronische Verläufe
vermieden werden. Ein Schwerpunkt ist die molekulare
Allergiediagnostik z.B. bei Nahrungsmittelallergien. Es lässt
sich einschätzen, ob milde oder potenziell schwere allergische
Reaktionen zu erwarten sind. Eltern-Kind-Termine ermöglichen
eine gemeinsame Beratung. Neue Anschrift: Rathausplatz 34,
22926 Ahrensburg. Infos und Terminabsprache unter E-Mail:
info@lungen-doc.de, www.lungen-doc.de oder über Doctolib
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ALSTERTAL MAGAZIN | 11
© Christan Todt
NEWS
KERAMIK & TEE
Am 06. Juni zeigt Ninah Kim ihre handgetöpferte Keramik bei
xiaodu tee im und am Teepavillon in Wellingsbüttel. Besuchende
erhalten dabei auch Einblicke in die Herstellung und in
die Verwendung in der fernöstlichen Teezubereitung. Eine praktische
Vorführung im Rahmen einer Teeverkostung im Gongfu-
Style rundet dieses besondere Erlebnis ab. Die Präsentation
lädt dazu ein, Keramik nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern
als Teil eines bewussten Teeerlebnisses kennenzulernen.
Im Mittelpunkt von Ninah Kims Arbeiten steht die asiatische
Teekeramik, darunter Teekännchen, Deckeltassen (Gaiwan) und
Teeschalen, Einhandgusskannen (Kyusu) und Matchaschalen.
Darüber hinaus fertigt sie Auftragsarbeiten aus weißem
Ton an, glasiert mit selbst entwickelter Holzascheglasur und
bemalt mit verschiedenen Oxiden. Auch die japanische Kintsugi-
Technik zur Reparatur gesprungener Keramik gehört zu ihrem
Repertoire. Alle sind herzlich eingeladen am 6. Juni vorbeizuschauen
und sich inspirieren zu lassen.
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HUMOR TRIFFT
FUSSBALLWELT
Am 14. Juni präsentiert der Lions Club Hamburg-Oberalster
eine Benefizveranstaltung mit dem ehemaligen Literaturhaus
Leiter und bekannten Literaturkritiker Rainer Moritz. Er wird
das Publikum auf eine literarische Reise durch die Fußballwelt
mitnehmen. An diesem Tag trifft nämlich die deutsche Nationalmannschaft
in ihrem ersten Spiel der Fußball Weltmeisterschaft
um 19 Uhr auf Curacao. Der jahrelange Schiedsrichter
Rainer Moritz wird vorher um 11:30 Uhr im Senator-Neumann-
Haus in Bergstedt unter dem Titel „Als der Ball noch rund war“
mit viel Humor und witzigen Anekdoten auf dieses Fußball-
Event einstimmen.
Der Reinerlös kommt den Serviceprojekten „Klinik Clowns
Hamburg e.V.“ und „Musica Altona e.V.“ zugute. Der Eintritt
beträgt 20 €, für junge Leute 15 €. Karten für dieses Veranstaltung
gibt es telefonisch unter 040 571 365 76, per Mail an
karten@lions-hamburg-oberalster.de oder an der Tageskasse.
KERAMIK-PRÄSENTATION
06. Juni, 10-14 Uhr, Teepavillon xiaodu tee,
Wellingsbüttler Weg 113. Mehr Infos unter
www.ninahkimkeramik.de und www.xiaodu-tee.de
Rainer Moritz war lange Zeit Leiter des Literaturhauses Hamburg,
ist Literaturkritiker und begeisterter Schiedsrichter.
©Isabell Köster
12 | ALSTERTAL MAGAZIN
NEWS
FITNESSPROGRAMM
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arbeiten und jeweils nach 4 und 8 Wochen den eigenen Fortschritt
überprüfen lassen. Ohne Vertragsbindung kann man nachhaltige
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sich während der 8 Wochen für eine Mitgliedschaft entscheidet,
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SPORT-MUSIK-
THEATER-SPASS
Opa poliert sein Sportabzeichen und konstatiert: „Das Kind soll
sich bewegen in seiner Freizeit.“ „Aber auch was mit Musik”, flötet
Oma. „Wichtig ist mir die soziale Interaktion”, betont Mama, die
mal zwei Semester Psychologie studiert hat. Papa behauptet: „Die
Entwicklung der Persönlichkeit steht für mich im Vordergrund“,
und denkt dabei an eine Karriere im diplomatischen Dienst. Und
was fordert die Hauptperson dieser Debatte? „Ich will Spaß!”
Recht haben sie! Alle! Und bei S-eins in Poppenbüttel bekommen
sie all das aus einer Hand: Auspowern bei HipHop, Ballett und
Breakdance, Musikalität und Stimme in der School of Pop, dazu
Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein beim Schauspiel. Dass
das Ganze dann auch noch einen Riesen-Spaß bringt, merkt man
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ALSTERTAL MAGAZIN | 13
MAGAZIN
© Hamburger Kunsthalle Foto: Romanus Fuhrmann
SKULPTUREN VON DER ANTIKE ZUR GEGENWART
Kultursenator
Dr. Carsten Brosda,
Kuratorin Dr.
Annabelle Görgen-
Lammers, das Poppenbütteler
Stifterpaar
Dorit und Alexander
Otto und Kunsthallen-
Direktor Prof. Dr.
Alexander. (v.l.)
Die Hamburger Kunsthalle präsentiert mit der Ausstellung
„SKULPTURAL. Die neuen Galerien“ noch bis zum 11. April 2027
erstmals die gesamte Bandbreite ihrer Skulpturensammlung,
ergänzt um ausgewählte Spitzenleihgaben und im Kontext aller
Kunstgattungen, in einer medien- und epochenübergreifenden
Schau. Und das in modernisierten Räumen und auf Grundlage
eines Forschungsprojektes, das durch eine Förderung in Höhe von
4 Mio. Euro von der Dorit & Alexander Otto Stiftung ermöglicht
wurde. Fast 1.000 große und kleine Skulpturen, Reliefs, Gemälde,
Grafiken, Fotos, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren
Bildgeschichte. Auf einem spannungsvollen Parcours entfalten
sich überraschende Gegenüberstellungen – von der Antike bis zur
Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur
bis monumental. Ein besonderer Fokus gilt neu entdeckten
Beständen an Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber
und Bronze. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden diese
rund 6.000 Kleinstskulpturen an der Kunsthalle erstmals umfassend
gesichtet, bestimmt, restauriert, sowie digitalisiert und
fortlaufend in ihren Kontexten erforscht. Eine Auswahl von rund
650 dieser Werke ist Teil der Schau.
Mehr Infos unter www.hamburger-kunsthalle.de
9.000€ FÜR DIE FF VOLKSDORF
Lars Kohn (Lions Club HH 67 (LC)), Julien Sundmacher (FFW Volksdorf FF), Norman
Hamann (FF Jugendfeuerwehr Wart), Sarah Wendt (FF Jugendfeuerwehr Wart/Stellvertreterin),
Hendrik Schmidt (FF Wehrführer), Christian Clerrmont (LC), Olaf Borkers (LC),
Ekkehard Rossow (LC), Gerrit Roosen (LC) und Volker Kapune (LC, v.l.).
© Rolf Dröge
Der 8. Lions Osterlauf in Volksdorf war
wieder ein voller Erfolg. Sportlich, gesellschaftlich
und vor allem für den guten Zweck:
Nun konnte der Lions Club Hamburg 67 einen
Spendenscheck in Höhe von 9.000€ an die
Freiwillige Feuerwehr Volksdorf übergeben.
Die Spendensumme stammt aus den Erlösen
des traditionellen Lions Osterlaufes und des
anschließenden Osterfeuers. Damit wird
insbesondere die Anschaffung eines neuen
Einsatzfahrzeuges der FF Volksdorf sowie
den laufenden Dienstbetrieb und die wichtige
Jugendarbeit der Wehr unterstützt. Darüber
hinaus wird, wie bereits in den Vorjahren,
auch die Pflegeeinrichtung Erlenbusch in
Volksdorf finanziell unterstützt. „Die große
Beteiligung und die positive Resonanz
zeigen auch in diesem Jahr, wie fest der Lions
Osterlauf und das Osterfeuer mittlerweile
in Volksdorf verankert sind“, erklärte Olaf
Borkers vom Lions Club Hamburg 67 bei der
Scheckübergabe. „Wir freuen uns sehr, mit
dem Erlös die wertvolle und wichtige Arbeit
der Freiwilligen Feuerwehr Volksdorf unterstützen
zu können.“
Organisiert wurde die Veranstaltung von der
Fördergesellschaft der Freunde des Lions
Club Hamburg 67 e.V. mit Unterstützung
zahlreicher lokaler Partner, Sponsoren und
vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.
14 | ALSTERTAL MAGAZIN
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MAGAZIN
Gastgeber Sören
Bauer mit den beiden
KI-Experten Kassian
Alexander Goukassian
und Florian Bliesch (v.l.)
ÜBER DIE DIGITALE ZUKUNFT
© Ulrich Schaarschmidt
Das Face Club Networking Event des Monats Mai von Netzwerker Sören Bauer befasste sich mit der
spannenden Frage „Mensch. Macht. Maschine. Wie digital wollen wir leben?“. Es wurde ein inspirierender
Abend rund um Digitalisierung, künstliche Intelligenz und gesellschaftlicher Verantwortung.
Nach den einleitenden Worten des Gastgebers und Face
Club Initiators Sören Bauer sprach zunächst Florian
Bliesch, Head of Innovation CI bei der adesso SE,
Dozent und Buchautor, über Spatial AI und die Frage,
wie Maschinen Raum und Kontext verstehen.
Anschließend zeigte Kassian Alexander Goukassian, Gründer und
CEO der Falkemedia Group sowie Initiator des AI-Ready Campus,
in seiner Keynote konkrete und sofort umsetzbare KI-Hacks für
mehr Produktivität im Unternehmen. Kassian war rund zwei Jahre
lang auch Eigentümer des ALSTERTAL MAGAZINS, bis Luka
Plepp es im Juli des vergangenen Jahres übernommen hat.
Beide Speaker betonten die Wichtigkeit, sich mit KI auseinanderzusetzen,
statt sie zu verteufeln. Und beide legten Wert darauf, dass
die gewonnen Zeitersparnis nicht zu Lasten (eingesparter) Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gehen muss, sondern Qualität durch
Zeitoptimierung bedeutet. „Wer hat schon Lust, sich durch 600
Seiten pdf zu lesen, wenn eine KI dank entsprechender Prompts das
Wesentliche in Sekunden findet“, erklärte Bliesch. Kassian stimmte
zu und gab vor allem Beispiele aus der eigenen Praxis. So nutze er
beispielsweise täglich ein selbst entwickeltes Tool, das seine Termine
und eingesprochenen Gedanken nach Wichtigkeit ordne.
Nach den inspirierenden Vorträgen und einer kurzen Fragerunde mit
den Gästen wurde bei einem leckeren Flying Buffet - unter anderem
gab es Lachs, gratinierten Ziegenkäse und Spargeltartelettes - in
entspannter Atmosphäre genetzwerkt und ein persönlicher Austausch
zum Thema KI unter den Anwesenden gesucht. Unter den
Gästen des Abends waren Hannelore Lay, Vorstandsvorsitzende
der Stiftung Kinderjahre, Erwin Eberich, CEO Check24, Marathon
Experte Boris Bansemer (Elbstaffeln), Sängerin und Keynotespeakerin
Nanée, Social Media Expertin Eva Tulipan, CEO Libra
Media und ALSTERTAL MAGAZIN Verleger Luka Plepp.
Mehr Infos unter www.face-club.com
Die Face Club Networking Events haben sich über die Jahre zu einer festen Größe in der Stadt etabliert. Inspiriert durch ausgewählte und
kompetente Speaker kommt es regelmäßig zu einem horizonterweiternden Austausch von Hamburger Unternehmer*innen.
16 | ALSTERTAL MAGAZIN
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MAGAZIN
VERMÖGEN WEITERGEBEN – WERTE BEWAHREN:
ERBEN UND VERERBEN MIT WEITBLICK
Erben und Vererben ist mehr als eine formale Vermögensübertragung.
Es ist eine bewusste Entscheidung darüber,
wie Werte und Lebensleistungen weitergegeben werden.
Ron Ziemann, Private Banking Berater der Sparkasse
Holstein, gibt passende Tipps.
NACHFOLGEPLANUNG ALS STRATEGISCHE AUFGABE
Eine frühzeitige und strukturierte Nachlassplanung schafft
Klarheit und vermeidet Konflikte. Testamentarische Regelungen,
Erbverträge und Schenkungen zu Lebzeiten bieten vielfältige
Gestaltungsmöglichkeiten, um Vermögen gezielt und steueroptimiert
zu übertragen.
UNTERNEHMENSNACHFOLGE: ZUKUNFT SICHERN
Bei Familienunternehmen ist die Nachfolge besonders sensibel.
Sie betrifft nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Verantwortung,
Arbeitsplätze und das Fortbestehen des Lebenswerks. Frühzeitige
und klare Regelungen – sei es die Übergabe innerhalb der
Familie oder an externe Führungskräfte – schaffen Stabilität und
sichern den Fortbestand des Unternehmens.
STIFTUNGEN ALS NACHHALTIGE ALTERNATIVE
In diesem Zusammenhang rücken Stiftungen verstärkt in den Fokus.
Sie bieten die Möglichkeit, Vermögen langfristig einem bestimmten
Zweck zu widmen – sei es im sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen
oder ökologischen Bereich. Stiftungen können zudem ein Instrument
sein, um Familienvermögen strukturiert zu bündeln und gleichzeitig
die Mitwirkung nachfolgender Generationen zu ermöglichen.
STEUERLICHE ASPEKTE IM BLICK BEHALTEN
Neben emotionalen Aspekten spielen steuerliche Überlegungen eine
wesentliche Rolle. Sowohl bei Erbschaften als auch bei der Errichtung
von Stiftungen bestehen Gestaltungsspielräume, die bei
professioneller Planung zu erheblichen Entlastungen führen können.
VERMÖGENSNACHFOLGE MIT WEITBLICK
Wer sich frühzeitig mit seiner
Nachfolge befasst, sorgt für rechtliche
Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität
und die bewusste Weitergabe
persönlicher Werte. Denn es geht
nicht nur darum, Vermögen zu vererben
– sondern darum, bleibende
Spuren zu hinterlassen.
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Ron Ziemann:
Tel. 04531 508-74971
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Individuelle Finanzplanung –
über Generationen hinweg
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ALSTERTAL MAGAZIN | 17
MAGAZIN
© Joerg Farys
45 JAHRE BUND HAMBURG
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hamburg feiert in diesem Jahr
sein 45-jähriges Bestehen und lädt in der ganzen Stadt zu spannenden Veranstaltungen ein, bei
denen man die Natur hautnah erleben kann - auch hier im Alstertal .
Die Streuobstwiesen des BUND konnten im
April besucht werden - im Herbst spielen
Äpfel erneut eine große Rolle im Programm.
Seit der Gründung des Landesverbandes im Jahr 1981
setzt sich der BUND für den Schutz von Natur, Klima
und Lebensqualität in der Hansestadt ein. Mit zahlreichen
Veranstaltungen im Laufe des Jahres lädt der Verband
Hamburgerinnen und Hamburger dazu ein, Natur zu erleben,
Umweltpolitik zu diskutieren und selbst aktiv zu werden.
„45 Jahre BUND Hamburg zeigen, was engagierte Menschen
gemeinsam für Umwelt und Natur erreichen können“, sagt
Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg, „Gerade in
einer Großstadt ist es wichtig, Naturräume zu schützen, Umweltwissen
zu vermitteln und Menschen für nachhaltiges Handeln zu
begeistern.“
In den vergangenen 45 Jahren hat der BUND Hamburg wichtige
Impulse für Umweltpolitik, Naturschutz und Umweltbildung
gesetzt. Der Verband engagierte sich früh für den Schutz wertvoller
Naturräume wie des Schnaakenmoores, kämpfte gegen
Umweltverschmutzung wie im Boehringer-Dioxinskandal und
setzte sich immer wieder erfolgreich für sinnvolle Umweltauflagen
ein. Gerade in der Umweltpolitik prägte der BUND zentrale
© Robert Schlossnickel
Debatten der Stadt, etwa beim Volksentscheid zum Rückkauf der
Energienetze oder beim Kohleausstieg. Parallel dazu entstanden
zahlreiche Orte und Projekte für Umweltbildung und praktischen
Naturschutz. Dazu gehören etwa die Betreuung diverser
Streuobstwiesen, der Volksdorfer Teichwiesen, des Naturerlebnisgartens
in Wilhelmsburg und des Hauses der BUNDten Natur
in Eppendorf, das seit Jahrzehnten Kindern und Erwachsenen
Naturerfahrungen und Umweltwissen vermittelt.
„Seit 45 Jahren zeigt der BUND Hamburg, wie wichtig eine
starke Stimme für Natur und Umwelt in der Stadt ist“, sagt Sabine
Sommer, „Viele unserer heutigen Erfolge wären ohne das Engagement
von Ehrenamtlichen, Unterstützenden und Bündnispartnern
nicht möglich gewesen.“
Das Jubiläumsjahr wird mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm
gefeiert, das Naturerlebnis, Umweltbildung und Begegnung
miteinander verbindet. Mit dem Frühling beginnt zugleich
die neue Veranstaltungssaison des BUND Hamburg. Im Jahr 2026
bietet der Verband mehr als 120 Veranstaltungen an. Exkursionen,
Workshops, Feste und Mitmachaktionen bringen Menschen in der
ganzen Stadt mit Natur- und Umweltthemen in Kontakt und laden
dazu ein, Hamburgs Natur zu entdecken und sich selbst für ihren
Schutz zu engagieren.
TERMIN-TIPP
Es gibt noch einige spannende Veranstaltungen im
Jubiläumsjahr. Zum Volksdorfer Teichwiesentag
am 06. Juni gibt es mehr Infos auf Seite 20.
05. und 06. September: Wildes Wilhelmsburg mit WiWiVille
26. September: Entsiegelungs-Aktion
26. und 27. September: Norddeutsche Apfeltage
04. Oktober: Erntezeit im Inselpark.
Mehr Informationen unter www.bund-hamburg.de
18 | ALSTERTAL MAGAZIN
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DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR DAS EIGENHEIM:
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In Zeiten immer höherer Mieten, steigender Energiekosten und einer
Aufwärtstendenz bei den Bauzinsen lebt der Traum von den eigenen
vier Wänden mit vielen Fragen wieder auf. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt
für eine eigene Immobilie? Worauf Sie achten müssen und warum eine
ausführliche Beratung wichtig ist.
Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit in einem Eigenheim und einer
zukunftssicheren Planung ist groß. Dazu gehört die Gestaltung der
eigenen Energieversorgung“, sagt Tim Rosenberg, Leiter Private
Immobilien bei der Hamburger Volksbank. Wer heute baut oder kauft,
kann zudem von attraktiven Fördermitteln und langfristig planbaren
Zinsen profitieren.
Der Weg in die eigene Immobilie beginnt mit einer guten Vorbereitung.
Online-Rechner liefern eine erste Orientierung, doch Rosenberg betont:
„80 Prozent des Wissens können Sie sich selbständig zusammensuchen.
Auf die verbleibenden 20 Prozent kommt es bei der Finanzierung
an – mit einer perfekt individualisierten Beratung und allen staatlichen
Förderungen, regional direkt in Hamburg und in der Umgebung.“
Ob Neubau, Kauf oder Modernisierung: Förderprogramme von
KfW & Co. unterstützen energieeffiziente Projekte, vom Solardach
bis zur barrierefreien Sanierung. Auch Bausparen erlebt ein Comeback.
„Wer hat früher nicht geschmunzelt, wenn das Thema Bausparvertrag
aufkam. Bei den aktuell steigenden Zinsen lachen heute diejenigen,
die ihr Eigenheim entspannt mit einem Prozent finanzieren.“
Eine professionelle Beratung hilft, Eigenkapital, Zinsbindung und
Lebensplanung in Einklang zu bringen.
„Am Ende zählt, dass die Finanzierung
zu Ihrem Leben passt“, so der Experte.
Oder anders gesagt: “Echte Expertise
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Tim Rosenberg, Finanzierungsexperte
der Hamburger Volksbank
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ALSTERTAL MAGAZIN | 19
MAGAZIN
EINE GRÜNE IDYLLE:
© Christian Schumacher (3)
VOLKSDORFER TEICHWIESEN
Die Volksdorfer Teichwiesen sind eines der letzten Tunneltäler Hamburgs
und begeistern mit einer großen Artenvielfalt. Seit über 30 Jahren betreut der BUND das
Naturschutzgebiet und lädt in diesem Jahr am 06. Juni wieder zu einem gemeinsamen
Erkunden abseits der ausgeschilderten Wege ein.
In der Hamburger Großstadt kann man die ein oder andere
grüne Idylle finden, so auch mitten in Volksdorf. Auf ca. 30
Hektar befindet sich dort das Naturschutzgebiet Volksdorfer
Teichwiesen, das mit seinen
Waldbeständen, Wanderwegen
und den zwei Teichen für viele
Menschen Erholung im trubeligen
Stadtalltag bietet. Das Gebiet ist
zusätzlich von Feuchtwiesen und
der Saselbek geprägt. Betreut wird
es seit über 30 Jahren federführend
durch den BUND gemeinsam mit
dem Botanischen Verein zu Hamburg
und der Loki-Schmidt-Naturschutzstiftung,
die gemeinsam
die Biodiversität vor Ort schützen
wollen.
Das NSG Volksdorfer Teichwiesen
ist eines der letzten erhaltenen
Tunneltäler Hamburgs und seine
Entstehungsgeschichte lässt sich
auf ungefähr 15.000 Jahre in der
Vergangenheit datieren. Während der Weichsel-Eiszeit drangen
Gletscher mit dem äußeren Eisrand auf Hamburgs Gebiet vor.
Eine Gletscherzunge reichte von Osten in die heutige Teichwiese
und in den Gletscherspalten versickerte Wasser. Dieses sammelte
sich mit der Zeit unter dem Eis und floss in einem Tunnel in
Richtung Westen ab. Dieser Vorgang ist auch namensgebend
Viele gefährdete Insektenarten lassen sich in den Volksdorfer
Teichwiesen entdecken - darunter auch Schmetterlingsarten.
für die Bezeichnung als Tunneltal. Dadurch wurde die heutige
Geländeform geschaffen. Danach wurde das Gebiet im Mittelalter
als Mühlteich und das Gewässer dann von Anfang des
16. Jahrhunderts bis 1882 als
Fischteich genutzt. Erst Ende
des 19. Jahrhunderts wurde der
Teich in extensives Grünland
umgewandelt.
Anfang des 20. Jahrhunderts
wurden dann die beiden heute
noch vorhandenen Teiche
angelegt. In der Nachkriegszeit
wurde das Gebiet teilweise zur
Torfgewinnung, teilweise landwirtschaftlich
genutzt und 1993
erfolgte dann die Unterschutzstellung
als NSG. Das heutige
Naturschutzgebiet zeichnet sich
besonders durch die auf kleinem
Raum vergleichsweise große
Artenvielfalt aus - es lassen sich
dort für Hamburgs Verhältnisse
viele seltene Arten finden. Unter anderem kann man verschiedene
Orchideen, Sumpf-Veilchen, Kuckucks-Lichtnelken und
viele bedrohte Pflanzenarten entdecken. Die abwechslungsreiche
Tierwelt wird durch die vielfältigen Lebensräume
begünstigt, so lassen sich zum Beispiel Graureiher, Störche,
Heuschrecken und Sumpfschrecken finden. Aber auch die selten
20 | ALSTERTAL MAGAZIN
vorkommenden Moorfrösche, Kiebitze und Sumpfveilchen-Perlmuttfalter,
welche in Hamburg gegenwärtig nur
noch hier vorkommen, konnten nachgewiesen werden.
Und obwohl - oder gerade weil - die Volksdorfer Teichwiesen
ein Naturschutzgebiet sind, werden die Wiesen
und Weiden nicht sich selbst überlassen. Es ist eine von
Menschen geschaffene Kulturlandschaft, die Pflege und
landwirtschaftliche Nutzung braucht, damit sie erhalten
bleiben kann. Viele seltene Pflanzenarten würden sonst
verdrängt werden und viele Tagfalter- und Heuschreckenarten
fänden keinen Lebensraum mehr. Ein Teil der stadteigenen
Flächen wird daher von einem Landwirt genutzt -
immer abgestimmt auf die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort.
Außerdem pflegen Mitglieder der Bezirksgruppe Wandsbek
in enger Abstimmung mit dem Naturschutzreferat des
Bezirks die besonders artenreichen Flächen, entfernen
Gehölzaufwuchs und schaffen neue Amphibiengewässer.
Termin-Tipp: Ein Nachmittag in den Teichwiesen!
Seit über 30 Jahren betreut der BUND dieses Naturschutzgebiet
bereits erfolgreich und zeigt die Vielfalt der artenreichen
Wiesen einmal im Jahr auch abseits der Wege. Das
findet in diesem Jahr im Zusammenhang mit den Jubiläumsfeierlichkeiten
zum 45-jährigen Bestehen des BUND
Hamburg am 06. Juni statt. Von 14:30 Uhr bis 18 Uhr kann
man gemeinsam mit der Bezirksgruppe Wandsbek dieses
besondere Gebiet mit seinen Orchideen und zahlreichen
weiteren seltenen Arten erkunden. Treffpunkt: Parallel
zum Waldweg auf Höhe des großen Teichs. Einfach vorbeikommen
- es ist keine Anmeldung nötig.
Mehr unter www.bund-hamburg.de
Fahrenkrön 91
Keramikausstellung: 6.6. 10-14 Uhr
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Teefachgeschäft mit netter
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feuchte Wiesen. Dieses Biotop wird in Deutschland immer seltener.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 21
VERANSTALTUNGSTIPPS
GEDICHTE UND
GESCHICHTEN
Die beiden renommierten und vielfach ausgezeichneten Künstler
Christian Maintz, Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler,
und Ulrich Kodjo Wendt, Akkordeonist in verschiedenen Formationen
und Filmkomponist, haben schon wiederholt in der
Ohlendorff’schen Villa Erfolge gefeiert. Beide sind in Volksdorf
aufgewachsen, aber noch nie zusammen aufgetreten. Höchste
Zeit für die Premiere eines gemeinsamen Heimspiels!
Maintz wird am 30. Juni herrlich komische Gedichte und
Geschichten über Tiere und Menschen vortragen, Wendt wird
dazu auf dem diatonischen Akkordeon improvisieren, mal begleitend,
mal kontrapunktisch.
DIE OHLENDORFF’SCHE VILLA
Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt 18€, erm. 16€, VVK ab 16.06. in der
Buchhandlung Ida v. Behr. Restkarten an der AK: 20€, erm. 18€.
Mehr Infos unter www.kulturkreis-walddoerfer.net
© Dietrrich Hecht
© Marco Borgreve
KLAVIERABEND MIT DER
MUSIKHOCHSCHULE
In jeder Saison bietet der Kulturkreis Torhaus einen Abend mit der Pianistin
Anna Vinnitskaya und ihren Studierenden. Das genaue Programm wird zwei
Wochen vor dem Konzert im Schulungshaus von HH-Wasser am 21. Juni auf
der Homepage veröffentlicht.
Anna Vinnitskaya wurde im russischen Novorossijsk geboren. Sie studierte
bei Sergei Ossipienko in Rostow und anschließend bei Evgeni Koroliov an der
Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, an der sie seit 2009 selbst
als Professorin lehrt. Der 1. Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel
2007 war für sie der Auftakt zu einer internationalen Karriere. Sie ist eine
geschätzte Partnerin der großen Orchester und führender Dirigenten.
Ihre CD-Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
BENEFIZKONZERT
FÜR DEN KULTBERG
SCHULUNGSHAUSS HH-WASSER
Beginn: 18 Uhr, Karten: 30€, Mitglieder 25€, Junge Leute unter 25: 15 €.
Mehr Infos unter www.kulturkreis-torhaus.de
Drei Sommer schon haben DUO DES & Friends den kultberg mit
Jazz-Covern, SingerSongWriter-Perlen und Mitsing-Popsongs
zum Schwingen gebracht. Und auch in diesem Jahr treten sie
wieder in Bergstedt auf - am 20. Juni ist es soweit.
Markus (Gitarre/Bass/Ukulele) und Kristina Deselaers (Gesang/
Keyboard/Metallophon) und ihr musikalischer Freundeskreis
mögen es ja kuschelig. Weshalb auch diesmal sicher wieder
diverse Liebeslieder den Abend versüßen werden. Spoiler: Harmoniegesang
und eine Mandoline sind auch dabei. Getränke und
Brezeln gibt es auch. Alle Einnahmen gehen an das Haus.
STADTTEILKULTURZENTRUM BERGSTEDT
Beginn: 19 Uhr. Eintritt: 12 €. Mehr unter www.kultberg.de
©Henri Deselaers
22 | ALSTERTAL MAGAZIN
VERANSTALTUNGSTIPPS
©Archiv Männerchor Salia
SINGEN AN DER
SCHUBERT-LINDE
täglich
frische Erdbeeren,
ab 27.5. auch zum
Selberpflücken
Vor fast hundert Jahren, anlässlich des 100. Todestages von Franz
Schubert, sang der Männerchor Salia beim 10. Deutschen Sängerbundfest
in Wien ein Lied von ihm und erhielt eine Ehrenmedaille
mit seinem Konterfei. Davon inspiriert entschied sich der Chor in
Sasel eine Linde zum Gedenken zu pflanzen - das einzige lebende
Schubert-Denkmal Deutschlands! Während der Feierstunde
zur Pflanzung sang der Chor und noch oft danach trafen sich
die Chöre und Saseler:innen dort zum Singen. So entstand das
Schubert-Linde-Singen, das seit 2023 jährlich stattfindet.
Am 20. Juni lädt der Männerchor Salia auch in diesem Jahr unter
der Linde am Saseler Marktplatz zum Offenen Singen und Kurzkonzert
ein. Unterstützt durch den Saseler Posaunenchor.
SASELER MARKTPLATZ
Beginn: 11 Uhr. Eintritt frei. Mehr Infos unter www.sasel-haus.de
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VON WOLF UND RABE
Gerade hatte die Eiszeit ganz Mitteleuropa fest im Griff. Da
trafen zwei Spezies aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht
sein konnten: der Wolf und der Rabe. Diese Arten, beide hochintelligente,
soziale Generalisten und Opportunisten, veränderten
die Welt durch eine neue Form der Zusammenarbeit. Begriffe
wie Bündnis, Allianz und Symbiose müssen neu definiert werden.
Der aus den Medien, durch seine Vorträge und Publikationen
bekannte, weltgereiste Tierökologe Micha Dudek entspinnt
am 16. Juni beim Kulturkreis Walddörfer einen wahren Kriminalroman
der Evolutionsgeschichte. Auch Fragen zur aktuellen
Diskussion wird er beantwortet.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 23
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Mit den Camps im Aspria
Alstertal werden die Ferien zu
einem echten Abenteuer.
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DIE FERIENCAMPS IM ASPRIA
Aspria Alstertal bietet sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine
einzigartige Angebotsvielfalt. Das zeigt sich auch in diesem Sommer wieder, wenn der
Premium-Club in Hummelsbüttel mit seinem kunterbunten Ferienprogramm startet.
Im Aspria Alstertal findet die ganze Familie umfangreiche
Möglichkeiten, sportlich aktiv zu sein, zu entspannen
und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen, denn das
Club-Angebot besteht aus vielseitigen Aktivitäten für
Erwachsene und Kinder. Der Nachwuchs hat im Aspria sogar
einen eigenen Club, die Aspria Academy.
Und das Beste: Kids und Teens können sich im Aspria nicht nur
während der Ferienzeit ausgiebig austoben. Ob in sportlichen
Kursen, wie Hyrox Youngstars, Selbstverteidigung oder Rollersause,
beim Basketball oder Fußball oder auf dem Tennis- und
Padel-Court – die Aspria Academy bietet das ganze Jahr über
für jedes Interesse die passende Aktivität.
Ein Highlight der Academy ist das kunterbunte Camp-
Programm, das in allen Schulferien stattfindet. Auch in den
kommenden Sommerferien wartet eine sorgfältig zusammengestellte
Auswahl an Camps, die für Action und Spaß sorgt – und
dafür, dass in der schulfreien Zeit garantiert keine Langeweile
aufkommt.
Wasserratten freuen sich auf das Poolspaß-Camp, in den
Schwimm-Intensiv-Camps können neue Fähigkeiten erlernt
oder bereits bestehende Kenntnisse ausgebaut werden. Während
der Sportspaß- und Ballsport-Camps dreht sich alles um
Training und Teamgeist. Fans des gelben Filzballs kommen in
den Tennis-Camps auf ihre Kosten und auch die Trendsportart
Padel ist im Camp-Portfolio vertreten. Kleine Künstler:innen
werden sich im Kreativ-Camp wohlfühlen, wer auf die große
Bühne will, nimmt am Theater- oder Zirkus-Camp teil.
Die Feriencamps im Aspria Alstertal beginnen am 9. Juli. Auch
Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen, an den Sommerprogrammen
teilzunehmen. Gebucht wird bequem im Online-
Shop auf aspria.com.
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Joggen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten - und das aus gutem Grund. Es stärkt
das Herz-Kreislauf-System, kann den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken, verbessert
die Fitness und hilft dabei, Stress abzubauen. Gleichzeitig braucht man dafür kaum
Ausrüstung: gute Laufschuhe, bequeme Kleidung und etwas Motivation reichen oft schon aus.
Man sollte jedoch einige Dinge beachten: Besonders
Anfänger machen häufig den Fehler, zu schnell
oder zu intensiv zu starten. Wichtig ist es, langsam
zu beginnen und dem Körper Zeit zur Anpassung
zu geben. Ein lockeres Tempo, bei dem man sich noch unterhalten
könnte, ist ideal für den Einstieg.
Ebenso wichtig sind Regeneration und Schlaf, denn Muskeln
und Gelenke benötigen Erholung zwischen den Trainingseinheiten.
Auch Aufwärmen, Dehnen und ausreichend Flüssigkeit
spielen eine große Rolle. Wer dauerhaft über seine Belastungsgrenze
hinaus trainiert, riskiert Verletzungen oder Überlastungen.
Es gibt verschiedene Arten des Joggens, die jeweils
unterschiedliche Ziele verfolgen.
Beim lockeren Dauerlauf steht die Grundausdauer im Vordergrund
- ideal für Anfänger und für die allgemeine Fitness.
Intervalltraining kombiniert schnelle und langsame Phasen
und verbessert Tempo sowie Kondition. Trailrunning findet
auf Wald- und Naturwegen statt und fordert zusätzlich Koordination
und Konzentration. Daneben gibt es Long Runs für
die Ausdauer, regeneratives Joggen zur aktiven Erholung und
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Gerade im Hamburger Alstertal gibt es viele schöne Möglichkeiten
zum Joggen. Besonders beliebt sind die Wege
entlang der Alster rund ums Alstertal.
Dort läuft man durch viel Natur, vorbei an Wasserläufen
und ruhigen Grünflächen. Ebenfalls empfehlenswert ist
der Hohenbuchenpark Poppenbüttel mit seinen gepflegten
Wegen und schattigen Strecken. Wer längere Läufe durch
die Natur bevorzugt, findet im Wohldorfer Wald ideale
Bedingungen. Auch der Henneberg Park oder der Teetzpark
Wanderweg eignen sich hervorragend für entspannte
Laufrunden.
Beim regelmäßigen Joggen spielt auch die Ernährung eine
wichtige Rolle. Kohlenhydrate liefern Energie für das
Training, während Eiweiß die Regeneration der Muskeln
unterstützt. Empfehlenswert sind Vollkornprodukte, Obst,
Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und ausreichend Wasser.
Vor dem Laufen eignen sich leichte Mahlzeiten wie eine
Banane oder Haferflocken, nach dem Training helfen
proteinreiche Lebensmittel wie Joghurt, Skyr oder Eier bei
der Erholung. Viele erfahrene Läufer betonen außerdem,
dass Schlaf, ausgewogene Ernährung und genügend Flüssigkeit
wichtiger sind als teure Nahrungsergänzungsmittel.
Joggen ist damit weit mehr als nur Bewegung: Es verbindet
Gesundheit, Natur und mentale Entspannung miteinander.
Wer regelmäßig läuft und dabei auf seinen Körper hört,
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MAGAZIN
©Verlag Friedrich Oetinger GmbH (4)
1969: Autorin Astrid Lindgren mit Verlagsgründer Friedrich Oetinger und Heidi Oetinger.
80 JAHRE VERLAGSGESCHICHTE
Die mutige Pippi Langstrumpf, das chaotische Sams und die wilden Olchis – diese Buchhelden
haben zahlreiche Kindheiten geprägt. Obwohl sie ganz unterschiedlich sind, verbindet sie eins:
Sie sind alle Teil des Friedrich Oetinger Verlags, der in diesem Jahr 80-jähriges Jubiläum feiert.
60 Jahre davon lag der Firmensitz in Duvenstedt.
Der gelernte Buchhändler Friedrich Oetinger gründete 1946 mit
39 Jahren den „Verlag für Wirtschaft und Sozialpolitik Friedrich
Oetinger & Co.“ in Hamburg – der Start für eine Erfolgsgeschichte,
die die Kinder- und Jugendbuchliteratur in Deutschland
nachhaltig beeinflussen sollte. Zwei Jahre später erscheint mit
„Der Kinderknigge“ das erste Buch für Kinder und der Name
wird zu „Verlag Friedrich Oetinger“ geändert. Außerdem beginnt
Heidi von Hacht zu der Zeit als Sekretärin im Verlag – sie kümmert
sich allein um ihre Tochter Silke, da ihr Mann im Krieg
gefallen ist.
1960 wird der Apfelhof in Duvenstedt zum Verlagsgebäude - erst 60
Jahre später zieht die Verlagsgruppe an einen neuen Standort.
EINE ÜBERRASCHENDE BEGEGNUNG
Im folgenden Jahr trifft Oetinger eine der Autorinnen, die bis
heute für den Verlag von großer Bedeutung ist, denn ihre Figuren
und Geschichten werden zu Ikonen der Kinderbuchliteratur -
vor allem ein rothaariges, superstarkes Mädchen. In Stockholm
lernt er Astrid Lindgren kennen. Fünf deutsche Verlage lehnten
zuvor ihr Manuskript ab. Friedrich Oetinger veröffentlicht die
Geschichte um das Mädchen Pippi Langstrumpf hingegen noch
28 | ALSTERTAL MAGAZIN
MAGAZIN
im selben Jahr. Das Buch begeistert die Kinder, obwohl es von
Pädagogen kritisiert wird. Mit der mutigen Heldin entwickelt sich
der Verlag endgültig zu einem Kinder- und Jugendbuchverlag.
EIN ZUHAUSE IN DUVENSTEDT
1952 heiraten Friedrich Oetinger und Heidi von Hacht und der
Verlag zieht in ihre Privatwohnung in Wellingsbüttel. Von 1960 -
2020 ist ein ehemaliger Apfelhof in Duvenstedt das neue Zuhause
des Verlages – ein Ort, an dem viele Feste stattfinden, etwa wenn
wieder die Geburtstage der Mitarbeiter gefeiert werden, und an
dem bekannte Autoren wie Astrid Lindgren oder James Krüss
zu Gast sind. Zwei Jahre später beginnt Heidi Oetingers Tochter
Silke im Lektorat des elterlichen Verlags zu arbeiten.
WEITERE KULTFIGUREN
Ein weiterer großer Name aus der Autoren- und Illustratorenkartei
des Verlags Friedrich Oetinger ist Paul Maar, der 1968 seine
Arbeit beim Verlag beginnt und ein paar Jahre später äußerst
bekannte Helden der Kinderbuchszene erschafft: Das freche Sams
und der schüchterne Herr Taschenbier treten auf den Plan und
helfen jungen Lesern und Leserinnen, selbstbewusster zu werden.
1990 erblickt dann außerdem eine chaotische Truppe kleiner
grüner Wesen das Licht der Welt. Erhard Dietls Olchis ziehen auf
der Schmuddelfinger Müllkippe ein - und begeistern Kinder mit
ihrer einzigartigen Lebensweise.
WANDEL DES VERLAGES
Friedrich Oetinger zieht sich 1973 komplett aus der Geschäftsführung
zurück, woraufhin Heidi Oetinger, Thomas Huggle sowie
Silkes Ehemann Uwe Weitendorf die Leitung des Verlages übernehmen.
1986 stirbt der Verlagsgründer mit 79 Jahren.
Zu ihrem 80. Geburtstag wird Heidi Oetinger vom schwedischen
Generalkonsul in Hamburg zum Ritter der Ersten Klasse des
Königlich Schwedischen Nordsternordens ernannt – als Dank für
die Förderung der schwedischen Literatur. Im selben Jahr übergibt
sie die Geschäftsführung an ihre Tochter.
Im 50. Jubiläumsjahr stirbt Uwe Weitendorf unerwartet und so
übernehmen seine und Silke Weitendorfs Kinder zunehmend
Verantwortung im Verlag. 2009 stirbt Heidi Oetinger im Alter von
100 Jahren, nachdem sie für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz
1. Klasse ausgezeichnet wurde.
Im selben Jahr erscheint der erste Band der „Die Tribute von
Panem“-Trilogie von Suzanne Collins. Bis heute begeistern die
Romane weltweit Leser und Leserinnen – so auch der neueste
Band der Reihe, der 2025 erschienen ist.
Die Enkelin von Heidi Oetinger und Tochter von Silke Weitendorf,
Julia Bielenberg, übernimmt 2017 die Geschäftsführung der
gesamten Verlagsgruppe Oetinger. Damit befindet sich der Verlag,
der 2020 nach Altona gezogen ist, bis heute in Familienbesitz
1983: Die heutige Oetinger-Verlegerin Julia Bielenberg und Astrid
Lindgren im Verlag.
DAS JUBILÄUM UND EIN BESONDERES BUCH
In diesem Jahr wird nicht nur Jubiläum gefeiert, sondern aus der
Verlagsgruppe wird auch das Medienhaus Oetinger. Verlegerin
Julia Bielenberg betont: „Wir wollen Innovationsführer für fantasievolle
Erlebnisformate sein, die Menschen jederzeit und überall
begeistern, besonders Kinder und Jugendliche.“
Außerdem erschien gerade ein ganz besonderes Buch: Die beliebten
Figuren Sams und Herr Taschenbier von Paul Maar treffen
in „Die Olchis und das Sams. Die kaputte Wunschmaschine“
erstmals auf die grünen Olchis von Erhard Dietl.
Mehr Infos unter www.oetinger.de
BUCH-TIPP
Mit dem VW-Bus, der mit Kinderbuchfiguren bemalt ist, wurden die
Mitarbeiter in Poppenbüttel von der S-Bahn abgeholt.
Die Olchis und das Sams. Die kaputte
Wunschmaschine, von Paul Maar und
Erhard Dietl , 112 S., gebundenes Buch,
15€, Verlag Friedrich Oetinger GmbH
ALSTERTAL MAGAZIN | 29
MAGAZIN
LESUNG IN
VOLKSDORF
Leszek Rózga war einer der bekanntesten
polnischen Grafiker. Während des Krieges
musste er Zwangsarbeit in Deutschland verrichten,
von der er in einem Buch berichtete.
Sein enger Freund Hasko Schmodde liest
daraus am 03. Juni im Künstlerhaus Maetzel.
Für Hasko Schmodde war es ein normaler Nachmittag im
Jahre 1974: Er besuchte das Aufhängen der Werke für
eine neue Ausstellung in der Galerie L am Klosterstern,
die Freunde von ihm gerade eröffnet hatten. Die Grafiken
des polnischen Künstlers Leszek Rózga, die er vor Ort erblickte,
lösten direkt einen begeisterten Redefluss bei ihm aus. Ein
Moment, der sein Leben nachhaltig verändern sollte.
„Plötzlich spürte ich einen Blick in meinem Rücken, drehte mich
um und sah einen Herrn, der mich mit versteinertem Gesicht
ansah”, beschreibt Hasko Schmodde seine erste Begegnung
mit dem Künstler. „Als er auf mich zugelaufen kam und mich
umarmte, verwandelte es sich in ein strahlendes Lächeln, weil er
von dem Gefühl überwältigt war, gerade in Deutschland einen
Seelenverwandten gefunden zu haben.”
Eine Seelenverwandtschaft, die über 40 Jahre andauern sollte
– geprägt von unzähligen Gesprächen, Besuchen und Reisen.
Bis zum Tod Rózgas 2015 hat sie eine besondere Freundschaft
verbunden, die Hasko Schmodde noch immer dazu veranlasst,
das Gedenken an den polnischen Künstler aufrechtzuerhalten
und sogar dessen biografisches Buch „Erinnerungen an die Jahre
1924-1946” ins Deutsche übersetzen zu lassen. Damit geht er
nun auf Lesungen, erzählt von seinem Freund, der Jahrzehnte als
Professor unterrichtet hat und sogar Dekan der Hochschule für
Kunst in Lodz war, und zeigt ausgewählte Werke des Malers und
Grafikers – so auch am 03. Juni im Künstlerhaus Maetzel.
Über das bewegte Leben von Leszek Rózga lässt sich viel erzählen.
Es war geprägt von unbeschwerten Kindheitstagen in Polen,
dem Grauen des Krieges, traumatischen Erlebnissen während
der Zwangsarbeit in Stettin und im Ruhrgebiet sowie seiner
Rückkehr nach Polen im Jahr 1946. Das Grauen, das er erleben
musste, holte ihn auch auf den gemeinsamen Reisen mit Hasko
Schmodde ein: „Tagsüber genossen wir unsere Urlaubserlebnisse,
er skizzierend und aquarellierend, doch an den eigentlich
lauschigen Abenden erschütterte und bedrückte er uns mit den
Geschichten aus der mörderischen Zeit der Verbrechen unseres
deutschen Volkes an ihm und Millionen anderer.”
Von alledem wollte der bekannte Grafiker erzählen – ja, er
musste es sogar. „Als Leszek Rózga meiner Frau und mir, etwa
zwanzig Jahre nach Beginn unserer Freundschaft, die Erinnerungen
an seine Erlebnisse als Zwangsarbeiter erstmals in allen
Einzelheiten schilderte, wollte und konnte er als Erzähler von
ihnen Abstand gewinnen“, erinnert sich Schmodde, „Bis dahin
waren sie „nur“ in seinem Kopf und erschienen immer wieder in
seinen Albträumen. Das war der eigentliche Akt der Bewältigung
und Befreiung.“
Da Rózga als Künstler alles sehr visuell wahrnahm, waren auch
Zeichnungen ein integraler Bestandteil seiner Erinnerungen.
Hasko Schmodde beschreibt: „Er hat als Zwangsarbeiter viel
gezeichnet, meistens Selbstporträts und Porträts seiner „Mitstreiter
in der Not“. Er schreibt im Vorwort, manche Skizzen und
Zeichnungen hätten ihm nach dem Krieg als Inspiration gedient
Waren eng befreundet: Leszek Rózga, Maler, Grafiker und Hochschullehrer
und Hasko Schmodde (r.).
für grafische Arbeiten mit dem Thema Kriegsschicksale und Erlebnisse
von Menschen in Zeiten von Not. Das Buch enthält 32 von
ihm ausgewählte Zeichnungen als Drucke, davon einige aus seiner
Kinderzeit, die meisten aus der Zeit seiner Zwangsarbeit.“
Mit der Veröffentlichung seiner Geschichte wollte Leszek Rózga
nicht nur Zeugnis ablegen, sondern auch seine eigene Vergangenheit
aufarbeiten. Auf die große Bedeutung davon geht Professor
em. Dr. Frank Golczewski im Vorwort des Buches ein. So hätten
nur wenige der Millionen Polen und anderer Osteuropäer, die
unter deutsche Besetzung gerieten oder Zwangsarbeit verrichten
mussten, so persönliche Momente und Wahrnehmungen
beschrieben und geschildert, wie es ihnen im Einzelnen ging.
Gewidmet hat Rózga das Buch seiner Tochter, seinen Enkelinnen
und deren Kindern – aber auch für viele weitere Menschen kann
das Lesen seiner Lebensgeschichte lohnend sein.
„Diese Lektüre kann meiner Meinung nach den festen Entschluss
wecken, alles tun zu wollen, um eine Wiederkehr des Ungeistes
der Nazizeit und der daraus resultierenden Taten zu verhindern.
Gerade jetzt scheint mir das immer wichtiger zu werden, 80 Jahre
nach Ende des Krieges und dem schon wieder in fast ganz Europa
auflebenden rechtsextremen Faschismus”, erklärt Hasko Schmodde
abschließend. Leszek Rózga überlebte eine schreckliche Zeit.
Doch er war weit mehr als das: ein bedeutender Künstler, Mentor
und Lehrer – und für Hasko Schmodde bis zuletzt sein engster
Freund.
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Erinnerungen an die Jahre 1924-1946,
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Helga, Cornelia, Angelika,
Michaela, Ute und Sophie
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© Boris Rogosch
32 | ALSTERTAL MAGAZIN
MAGAZIN
OMALIEBE AUF DEM TELLER
Der Zufall schreibt manchmal die schönsten Geschichten. Ein bisschen ist das auch
beim „OmaLiebe Lunch Club“ der Fall, denn er ist das Ergebnis eines gescheiterten Plans.
Wie und warum es dazu kam, erklärt Initiator Boris Rogosch.
Teller klappern, fröhliches Stimmengewirr, entspannt lächelndes
Servicepersonal trotz gefüllter Restauranttische – es ist so gut wie
jeder Platz besetzt im Restaurant manzels. Eine ältere, fröhlich
lächelnde Dame rauscht an mir vorbei, in beiden Händen Teller mit
dampfenden, gefüllten roten Paprika auf Reis. Es duftet köstlich.
Dabei ist heute alles anders. Denn es kocht und serviert nicht das
„normale“ Personal, sondern Omas. Und das ist nicht despektierlich
gemeint, sondern es ist Programm, denn heute ist der „OmaLiebe
Lunch Club“ zu Gast im Restaurant. Es geht um weit mehr als gutes
Essen - es geht um Erinnerungen, Gemeinschaft - darum, Menschen
wieder miteinander zu verbinden - und um den guten Zweck.
Die Idee hinter dem inzwischen weit über Hamburg hinaus bekannten
Kochclub fußt auf einem gescheiterten Plan: Der Podcaster
Boris Rogosch (u.a. „Foodtalker“ und „Vinyl & Wein“) wollte traditionelle
deutsche Gerichte sammeln und Rezepte bewahren.
Und vielleicht einen Podcast dazu machen oder
ein Buch darüber schreiben – das war ursprünglich
der Gedanke. „Denn jeder liebt Königsberger
Klopse oder Labskaus. Aber wer kocht diese
Gerichte heute noch wirklich zu Hause? Diese
Frage ließ mich nicht mehr los, denn genau das
wollte ich ja bewahren. Wie gesagt, bin nie dazu
gekommen. Dann sah ich aber glücklicherweise
einen Beitrag über die Enoteca Maria in New York,
wo es die „Nonnas of the World Community“ gibt.
Nonnas aus der ganzen Welt kochen in einem Restaurant. Eine
schöne Idee und eine gute Möglichkeit traditionelle Gerichte zu
bewahren“, sagt Boris Rogosch.
Der
„OmaLiebe Lunch
Club“ kocht an wechselnden
Orten traditionelle Hauptgerichte,
die einen in die
Kindheit zurückversetzen.
Traumhaft!
Einsamkeit im Alter. Viele ältere Menschen ziehen sich zurück,
fühlen sich nicht mehr gebraucht oder verlieren soziale Kontakte.
„OmaLiebe“ wirkt dagegen wie ein Gegenentwurf zur Isolation.
Hier wird gekocht, gelacht, gesungen und diskutiert. Nicht nur bei
den öffentlichen Restaurant-Kochtagen, an denen Erlöse für den
guten Zweck aus den Einnahmen erzielt werden, sondern auch bei
privaten Treffen, bei den Teilnehmerinnen zu Hause. Häufig bei
Monika Fuchs, denn sie hat am meisten Platz. Das Engagement
endet aber nicht am eigenen Tisch. Der Verein kocht regelmäßig
für obdachlose Menschen und bereitet dabei bis zu 80 Mahlzeiten
pro Einsatz zu. Besonders bewegend: Ein Teil der Speisen geht an
schwerkranke Obdachlose. „Die Omas wissen, dass das Essen, das
sie mit so viel Liebe zubereiten, manchmal die letzte warme Mahlzeit
dieser Menschen sein könnte“, erklärt Rogosch nachdenklich.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Kraft dieses Projekts:
Es verbindet generationsübergreifend Genuss
mit Menschlichkeit. Auch länderübergreifend. „Bei
und engagieren sich Omas aus unterschiedlichen
Ländern, deren Küche sie uns manchmal präsentieren.
So hatten wir beispielsweise schon einen
tschetschenischen und einen venezolanischen
Abend“, erklärt Boris Rogosch. Und die Reise
geht weiter. Ein Kochbuch mit traditionellen
Rezepten erscheint bereits demnächst, neue Veranstaltungen
sind geplant, genau wie Reisen zu ähnlichen
Projekten, etwa in Wien. Denn auch dort vereint ein Gedanke
das Engagement: Menschen zusammenbringen und dabei essen wie
bei Oma, am besten mit einem Nachschlag.
Die Idee traf einen Nerv bei ihm. Warum nicht auch hier? Warum
nicht auch in Hamburg einen Ort schaffen, an dem ältere Menschen
ihre Erfahrung, ihre Geschichten und ihre Rezepte weitergeben
können? „Mir fielen sofort zwei Freundinnen ein, die an so einem
Projekt ebenfalls Interesse haben könnten. Monika Fuchs, die
bei sich zu Hause regelmäßig kulinarische Abende veranstaltet,
und Simone Lücking, Inhaberin des Café Lorenz in Eimsbüttel.“
Gemeinsam mit ihnen entstand 2024 daraus der „OmaLiebe Lunch
Club“. Monika, inzwischen 88 Jahre alt, bringt jahrzehntelange
Kocherfahrung mit und steht bis heute voller Energie in der Küche.
Simone wiederum öffnete mit dem liebevoll im Stil der 50er-Jahre
eingerichteten Café die Türen für das Projekt. Was fehlte, waren nur
noch die Omas selbst.
Mir hat heute aber eine Paprika gereicht, sie war fantastisch. Besonders
gut hat mir auch die Stimmung im Restaurant gefallen. Man
hat gemerkt, wie viel Spaß die Omas beim Servieren und mit den
Gästen hatten. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend.
kw
„Wo willst du denn die Omas hernehmen?“, hieß es damals skeptisch.
Die Antwort kam schnell. Erst aus der Familie, dann aus
dem Freundeskreis – und plötzlich wurden es immer mehr. Heute
engagieren sich rund 25 aktive Frauen zwischen 62 und 88 Jahren.
Einige stehen am Herd, andere lieben den Service, manche erzählen
Gästen Geschichten oder kümmern sich um die Organisation. „Es
hat sich schnell herauskristallisiert, dass nicht jede alle Arbeiten
gleich gerne mag, aber es dauerte nicht lange, bis jede ihren Platz
gefunden hat.“
Und genau das macht „OmaLiebe“ so besonders: Hier wird niemand
auf das Alter reduziert. Im Gegenteil. Die Frauen erleben
Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft. Viele von
ihnen entdecken noch einmal ganz neue Seiten an sich selbst. Sie
geben Interviews, werden fotografiert, stehen plötzlich im Mittelpunkt.
„Einige werden inzwischen sogar beim Einkaufen erkannt.“
Doch hinter all der Herzlichkeit steckt auch ein ernstes Thema:
Initiator Boris Rogosch (l.)
und Chefredakteur Kai Wehl
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ALSTERTAL MAGAZIN | 33
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EIN LEBEN
FÜR DIE MUSIK
© Angelika Luft Fotografie
Wenn in der Hamburger Laeiszhalle am 07.
Juni Gustav Mahlers monumentale 3. Sinfonie
erklingt, steht hinter diesem außergewöhnlichen
Projekt einmal mehr ein Name, der die
Amateurmusik im Norden seit Jahrzehnten
prägt: Wulf Hilbert. Für den Hamburger Musiker,
Pädagogen und Kulturvermittler ist die
Aufführung weit mehr als ein Konzert - sie ist
Ausdruck einer lebenslangen Leidenschaft
für Musik, Bildung und Gemeinschaft.
„Klassik ist keineswegs ein Auslaufmodell“, sagt Hilbert sinngemäß.
Im Gegenteil: Gerade Gustav Mahler erlebt heute eine
bemerkenswerte Renaissance. Kaum ein Komponist fasziniert
das Publikum derzeit so sehr wie der österreichische Spätromantiker
mit seinen zehn Sinfonien und Liedzyklen. Werke, die zu
ihrer Entstehungszeit oft als überfordernd galten, werden heute
neu entdeckt und emotional verstanden. Besonders Mahlers 3.
Sinfonie gilt als Ausnahmeerscheinung. Rund 95 Minuten lang,
ist sie die längste Sinfonie der Musikgeschichte. Dass dieses
Werk nun in Hamburg erklingen wird, ist auch dem Engagement
von Wulf Hilbert zu verdanken. Gemeinsam mit dem Landesverband
Nord des BDLO und der Gustav-Mahler-Vereinigung
Hamburg bringt er rund 200 Mitwirkende auf die Bühne: fast 100
Orchestermusiker*innen, Fernorchester, Frauen- und Kinderchor
sowie die renommierte Solistin Dorothee Bienert. Die musikalische
Leitung übernimmt Wolf Tobias Maximilian Müller. Für
viele Beteiligte ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Bereits
die Aufführung von Mahlers „Auferstehungssinfonie“ vor zwei
Jahren hatte Musiker*innen wie Publikum tief bewegt.
Nun folgt mit der 3. Sinfonie die nächste Herausforderung -
technisch anspruchsvoll, emotional überwältigend und nur mit
großem Engagement zu bewältigen. Wer Wulf Hilbert kennt,
weiß: Solche Projekte entstehen nicht zufällig. Seit Jahrzehnten
widmet er sich mit unermüdlicher Energie der musikalischen
Erwachsenenbildung. Der in Niedersachsen Geborene, in Rellingen
Aufgewachsene und seit 1968 in Hamburg Lebende, spielte
schon früh Gitarre, Laute, Violine und Viola. Er wuchs mit 9
Geschwistern auf und machte viel Bekanntschaft mit dem Amateurbereich
Musik und Sport. Die Betonung lag immer auf einem
guten und respektvollen Gemeinschaftsleben. Sein Weg war
seit jeher vielfältig: Er ist zur See gefahren und hat nach einer
Werkzeugmacherlehre und dem 2. Bildungsweg dann mit dem
Staatsexamen an der Hochschule für Musik und Theater abgeschlossen.
Zunächst arbeitete Wulf Hilbert als Musikschullehrer,
dann als Leiter der Hamburger Volkshochschule in der Region
Ost. 1982 gründete er an der Volkshochschule das Wandsbeker
Sinfonieorchester - mit der damals ungewöhnlichen Idee,
professionelle und nichtprofessionelle Musiker*innen zusammenzubringen.
Bis heute ist das Orchester ein wichtiger Bestandteil
der Hamburger Kulturlandschaft. Doch Hilberts Wirken reicht
weit über Hamburg hinaus. Internationale Musikbegegnungen
führten ihn und seine Ensembles in verschiedene Länder. Besonders
Norwegen wurde für ihn zu einer zweiten musikalischen
Heimat. Gleichzeitig engagierte er sich kulturpolitisch zwölf
Jahre als Vizepräsident des Landesmusikrates Hamburg und im
Präsidium des Bundesverbandes Amateurmusik Sinfonie- und
Kammerorchester (BDLO), dessen Landesverband Nord er seit
vielen Jahren prägt.
Nach über drei Jahrzehnten Tätigkeit im BDLO verabschiedete
sich Hilbert 2024 aus dem höchsten Verbandsgremium - allerdings
keineswegs in den Ruhestand. Die Vorbereitungen für
Mahlers dritte Sinfonie laufen auf Hochtouren. Sein Abschied
aus dem Präsidium sei eher ein „Themenwechsel im langen Sinfoniesatz“,
hieß es treffend in einer Würdigung des Verbandes.
Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt Wulf Hilbert unter
anderem das Bundesverdienstkreuz. Vor allem aber genießt er
den Respekt zahlreicher Musiker*innen, die er inspiriert, gefördert
und zusammengeführt hat. Sein Lebensmotto scheint dabei
stets mitzuschwingen: Musik begleitet ein Leben lang.
TERMINTIPP
Die Aufführung von Mahlers 3. Sinfonie findet am 07. Juni
um 18 Uhr in der Laeiszhalle statt. www.elbphilharmonie.de
34 | ALSTERTAL MAGAZIN
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MAGAZIN
KONZERT
IM WAGNERHOF
Seit 1975 besteht der
Verein „Konzerte junger
Künstler im Spiekerhus“.
Damals noch im
„Spiekerhus“ mit seinem
historischen Ambiente,
findet die Konzertreihe
seit 2009 im neuen
Veranstaltungssaal des
Museumsdorfes Volksdorf,
dem Wagnerhof,
statt. Junge Musiker
erhalten hier die
Möglichkeit, vor interessiertem
Publikum
aufzutreten. Am 12. Juni
werden die Pianisten
Hin-Yat Tsang und Xavier Ricarte bei einem Klavierabend Werke
von Schubert, Beethoven, Schumann und Chopin präsentieren.
Hin-Yat Tsang wurde in 2010 als Hongkongs junger Musiker des
Jahres ausgezeichnet und absolvierte sein Studium an der Hong
Kong Academy for Performing Arts. Seine Studien führten ihn
nach Deutschland, wo er derzeit sein Studium an der Hochschule
für Musik und Theater Hamburg bei Anna Vinnitskaya fortsetzt.
Xavier Ricarte begann seine Klavierausbildung im Alter von sechs
Jahren und erhielt ein Förderstipendium für junge Talente sowie
zweimal ein Exzellenzstipendium. Er erweiterte seine Ausbildung
durch Meisterkurse und musikalische Begegnungen mit renommierten
Pianisten und Pädagogen. Derzeit unterrichtet er an
der Staatlichen Musikschule Pinneberg und absolviert ein Masterstudium
Klavierinterpretation an der Hochschule für Musik und
Theater Hamburg bei Hubert Rutkowski.
Beginn: 19:30 Uhr. Karten zu 15 € bei der Buchhandlung Ida v. Behr,
Restkarten an der AK. Eintritt für Mitglieder des Vereins: 11 €.
Mehr unter www.spiekerhus-konzerte.de
© Xavier Ricarte
ERDBEEREN & SPARGEL
IN DELINGSDORF
Nach langem Warten gibt es endlich wieder frische Erdbeeren,
die uns die warmen Tage versüßen können! Auf dem Glantz-
Markt vom Erdbeerhof Glantz in Delingsdorf, Hamburger Str. 2a,
findet man Erdbeeren von eigenen Feldern, leckere Hofprodukte
und bis zum 24. Juni auch noch frisch gestochenen Spargel.
Täglich von 8-19 Uhr kann man dort einige geschmackliche Highlights
entdecken, sogar an Sonn- und Feiertagen!
Im gemütlichen Weinladen „20Wines“, der sich im ehemaligen
GlantzHaus eingerichtet hat, findet man außerdem eine tolle
Auswahl an hochwertigen Weinen und regionalen Spirituosen.
Auch die Erdbeer-Verkaufspavillons von Glantz an verschiedenen
Standorten sind mittlerweile alle geöffnet und bieten neben
verschiedenen Erdbeersorten zusätzlich Hofprodukte wie Erdbeersenf,
Marmelade, Gelee, Wein und Saft an, hergestellt aus
Erdbeeren und Himbeeren von hofeigenen Feldern.
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DER LÄNGSTE
TAG DES JAHRES
Das Fest „Midsommar“ wird in vielen
skandinavischen Ländern gefeiert - und
auch in Deutschland gewinnt es immer mehr
an Popularität. Sogar in Sasel kann man
Feierlichkeiten beiwohnen.
In Schweden ist es nach Weihnachten einer der wichtigsten Feiertage:
Midsommar (auch Mittsommer geschrieben). Anlass für
das Fest ist zum einen die Sommersonnenwende, also der längste
Tag des Jahres, der zwischen dem 20. und 22. Juni stattfindet.
In nördlichen Regionen Skandinaviens ist es durch die Mitternachtssonne
dann fast 24 Stunden lang hell. In der christlichen
Tradition wird am 24. Juni der Johannistag begangen, an dem an
die Geburt des Heiligen Johannes dem Täufer erinnert wird. Da
die Daten nah beieinander liegen, verschmolzen die Feste in den
Jahren zu einem. Gefeiert wird Midsommar in Schweden traditionell
am Wochenende zwischen dem 19. und 25. Juni.
In Nordeuropa wird meist mit Feuer, Musik und besonderen
Speisen gefeiert. In Schweden sind das landestypische Klassiker
wie Kartoffeln, eingelegter Hering, das Getränk Aquavit und Erdbeeren.
Viele tragen weiße Kleider oder Trachten und es wird seit
dem späten Mittelalter eine geschmückte Mittsommerstange
(„majstång“) aufgestellt, um die getanzt wird. Außerdem galt die
Mittsommernacht als magische Zeit, in der Pflanzen heilende
Kräfte zugesprochen wurden. So sollte es beispielsweise die
Gesundheit fördern, barfuß durch Tau zu laufen, wenn die Nacht
in die Morgendämmerung übergeht.
Auch andere Länder wie Dänemark, Norwegen und Finnland
haben eigene Versionen und Traditionen des Festes - sogar in
Deutschland wird an manchen Orten gefeiert.
Mittsommer in Hamburg
Wie schon im vergangenen Jahr wird im Sasel-Haus wieder
Midsommar als buntes Nachbarschaftsfest gefeiert. Am 21. Juni
bilden Klassik für Kids, ein poppiges Chorkonzert und groovige
Sounds der Big Band Berne den kulturellen Rahmen auf der
Bühne vorm Sasel-Haus. Diesmal kann man selbst sportlich oder
künstlerisch aktiv werden: Urban Sketching und Fitness laden
zum Mitmachen ein, dazu Aktionen vom Kinderschminken bis zum
Vorlesezelt. Der Eintritt ist frei! Die Veranstaltung geht ca. von
14 bis 19 Uhr. Mehr unter www.sasel-haus.de
38 | ALSTERTAL MAGAZIN
„Aufgetaucht“ von
Susanne Strehlau
GEMEINSAMES
KUNSTPROJEKT
In gleich zwei Kunstausstellungen mit dem Titel „Unter
der Oberfläche“ kann man sich vom 30. Mai bis zum 05. Juli
inspirieren lassen. In diesem gemeinsamen Projekt stellen
Künstler:innen aus Volksdorf und Umgebung sowie „ART an
der Grenze“ aus Duvenstedt ihre Werke jeweils in der Kirche
am Rockenhof in Volksdorf (Öffnungszeiten: mittwochs und
samstags von 10 – 12 Uhr) und in der Cantate Kirche Duvenstedt
(Öffnungszeiten: jeden Sonntag von 15 – 17 Uhr) aus. Beide Ausstellungen
zeigen eine facettenreiche Auseinandersetzung mit
dem Thema. Aus verschiedenen Blickwinkeln gehen die Bilder
und Skulpturen mit den unterschiedlichen Räumen der Kirchen
in einen spannenden Dialog. Es werden Gedanken, Gefühle und
Geheimnisse aufgegriffen, die sich so oft unter der Oberfläche
versteckt halten oder unter Spannung hervorbrechen.
Das gemeinschaftliche Kunstprojekt entspringt dem Wunsch,
Kirche als lebendigen Ort der Kommunikation, des Austauschs
und eines Miteinanders auch über Ortsgrenzen hinaus ins
Bewusstsein zu rücken. Zusätzlich wird es ein Veranstaltungsprogramm
geben. Die Vernissagen finden am 30. Mai um 19:30
Uhr in Duvenstedt und am 31. Mai um 11 Uhr im Kunstgottesdienst
in Volksdorf statt. Dann folgt in der Cantate Kirche am
14. Juni um 10 Uhr ein Themengottesdienst zur Ausstellung, um
15:30 Uhr ein Werkstattgespräch mit den Künstlern und am 21.
Juni um 15:30 Uhr musikalische Interpretationen zum Thema mit
Andrea Paffrath (Orgel). Die Finissage findet am 05.Juli um 16
Uhr mit dem „Tanztraum Duvenstedt“ statt.
Mehr Infos unter www.artandergrenzeduvenstedt.de und
www.kirche-in-volksdorf.de
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DUVENSTEDT/WELLINGSBÜTTEL
Schleim im Rachen
und Räusperzwang
Wiederkehrendes Räuspern, Verschleimung
im Rachen und Druckgefühl am Kehlkopf -
viele Menschen leiden seit Jahren unter
diesen Beschwerden. Da die Ursache
häufig nicht gefunden wird, laufen die
Therapieversuche mit schleimlösenden
Medikamenten und Kortisonsprays
häufig ins Leere.
Seit wenigen Jahren ist bekannt, dass
die Ursache dieser Beschwerden im
Bereich der Speiseröhre und der
Expertentipp von
Magenklappe liegt. Mithilfe der
Befragung des Patienten und der Dr. med. R. Dannesberger
Untersuchung des Kehlkopfs kann der
HNO-Arzt erste Hinweise für die Erkrankung finden. Die 24-Stunden
Messung des pH-Wertes im Rachen führt zu weiteren Erkenntnissen.
Typischerweise kommt es bei diesen Patienten nachts zu einem
starken pH-Wert-Abfall.
Vom HNO-Arzt wird folgend eine funktionelle Endoskopie der
Speiseröhre und der Magenklappe durchgeführt. Im Gegensatz
zur Magenspiegelung, ist der Patient bei der Untersuchung wach.
Der Vorteil liegt darin, dass die Funktion der Magenklappe und der
umgebenden Strukturen beurteilt werden kann.
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Dr. med. Rainer Dannesberger Telefon: 040 - 46 65 37 28
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„Innere Alchemie“
von Kerstin Carbow
ALSTERTAL MAGAZIN | 39
RUND UMS AEZ
MANUELLE TRIGGERPUNKT-
SCHMERZTHERAPIE
Ursache bei chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen können sogenannte
Triggerpunkte sein - „kalte“ Entzündungsknoten in Muskelfasern.
Diese sind permanent kontrahiert - auch im Ruhezustand - und
führen zu lokalen, häufig aber auch zu Schmerzen und Missempfindungen
an entfernten Stellen des Körpers. Triggerpunkte in den Gesäßmuskeln
führen oft zu Bein- und Ischiasschmerzen, die am Schulterblatt
verursachen oft Oberarmschmerzen und die in den tiefliegenden
Bauchmuskeln können zu Rückenschmerzen führen. Schmerzmittel
lösen Triggerpunkte nicht auf, der Schmerz bleibt. Die Funktion von
Muskelketten wird beeinträchtigt und die allgemeine Bewegungsfreiheit
eingeschränkt: Muskeln verkürzen und Faszien „verkleben“ auf
Dauer. Wird ein Triggerpunkt ertastet, strahlt er häufig einen „vertrauten“
Schmerz aus, der sich oft jahrelang anderen Behandlungsformen
entzieht. Während der Behandlung durch die Manuelle
Triggerpunkt-Schmerztherapie kann der
Schmerz allmählich verschwinden und
die Bewegungsfreiheit wieder hergestellt
werden.
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Muskelfasern können von
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Jugendmedizin
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Telefon: 040 • 64 53 22 72
Fachärzte für Frauenheilkunde
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40 | ALSTERTAL MAGAZIN
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auf Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs basieren. Viele
Formeln verzichten auf Parabene, Silikone oder Aluminium.
Typisch für Panier des Sens sind außerdem die charakteristischen
Duftkompositionen, die in Grasse, Frankreich, entstehen.
Das Eau de Toilette der Rosenlinie verbindet florale
Rosennoten mit frischen Akzenten der Geranie und einer
sanften Moschusnote. Dadurch wirkt es modern, leicht und
alltagstauglich. Auch das sanfte Duschgel der Kollektion und
die pflegenden Körperlotionen und Handcremes erfreuen
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Für die Marke spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, so
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Gesamtbild. Die Übergänge zwischen
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wodurch Räume großzügiger und eleganter
erscheinen. Gerade in kleinen, verwinkelten oder
modernen Räumen sorgt dieser Ton-in-Ton-Look
für mehr Ruhe und Klarheit.
Wichtig ist dabei, Wandfarbe und Lack möglichst
exakt aufeinander abzustimmen – idealerweise
im gleichen Farbcode und mit unterschiedlichen
Oberflächen: matt an der Wand, leicht seidenmatt
auf der Fußleiste. So bleibt die Gestaltung
hochwertig und gleichzeitig alltagstauglich.
Besonders schön wirkt dieser Trend bei gedeckten
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kräftigen Farben, die den Raum wie aus einem
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42 | ALSTERTAL MAGAZIN
POPPENBÜTTEL
„Gans“ viel los an
der Außenalster.
© Linus Koch
NATUR IM, AM UND AUF
DEM WASSER
Zum 16. Mal findet der Lange Tag der StadtNatur statt – diesmal mit einem
wasserreichen Schwerpunkt unter dem Motto „Alles fließt“. Viele Veranstaltungen laden
dabei vom 13. - 14. Juni ein, die Natur in und um Hamburg besser kennenzulernen.
Über 200 Veranstaltungen laden am Langen Tag der
StadtNatur dazu ein, das vielfältige Leben von Pflanzen,
Tieren und Pilzen im, am und auf dem Wasser zu erkunden.
Hamburg, Zweistromland mit Elbe und Alster, Stadt
der Kanäle, über die so viele Brücken führen wie sonst nirgendwo
in Europa. Überall dort tobt das Leben, ebenso wie im Hafenbekken
mitten in der Stadt, in den Seen im Umland, in Teichen, Tümpeln
und selbst im kleinsten Wassertropfen. Zahlreiche Arten sind
hier zu finden: Vom Stint über den Kormoran bis hin zum Biber
und vielen weiteren. Wie greift der Mensch in diese Lebensräume
ein? Welche Konsequenzen haben Begradigungen von Wasserläufen
und die Wasserversorgung der Großstadt für die Natur?
Der Lange Tag der StadtNatur gibt am 13.-14. Juni bei zahlreichen
Veranstaltungen Antworten auf diese und viele weitere
Fragen. Wie immer gibt es viel Programm auch außerhalb des
Schwerpunktes – Exkursionen und Aktivitäten widmen sich
Pflanzen und Tieren in der Hansestadt und der Metropolregion.
Das Angebot umfasst Führungen in alle Landschaften, zu Fuß, mit
© Loki Schmidt Stiftung
Kormorane lassen sich in Hamburg in den Hafenbecken,
an der Elbe und der Billwerder Bucht gut beobachten.
dem Fahrrad oder Boot, Aktionen für Kinder und Familien, für
Kreative und Wissensdurstige. Hier ein paar Ideen!
Ein Kleinod am Alsterlauf
In Poppenbüttel liegt direkt am Alsterlauf das Arboretum Marienhof.
Hier wartet ein normalerweise unzugänglicher Park auf
die Entdeckung. Angelegt im Stile eines Englischen Landschaftsgartens,
bietet die Anlage ein Reichtum an exotischen oder meist
seltenen, heimischen Baum- und Straucharten. Bei jeweils zwei
geführten Wanderungen kann am 13. & 14. Juni dieses versteckte
Kleinod erkundet werden. Beginn: jeweils 10 Uhr und 14:30 Uhr.
Altersempfehlung: 16–99. Kosten: 5€. Treffpunkt: Arboretum
Marienhof, Poppenbüttler Markt 10
Achtsame Vogelbeobachtung
Die achtsame Vogelbeobachtung verbindet zwei Dinge: das
Absichtslose, Langsame, Mitfühlende der Achtsamkeit und das
Beobachten, Wahrnehmen und Zuhören von Vögeln. Ob man keine
oder zig Vogelarten und ihre Gesänge kennt, spielt am 13. Juni um
9 Uhr keine Rolle, denn es wird versucht, die Erwartungen abzulegen.
Altersempfehlung: 14–99. Empfohlene Ausrüstung: Fernglas,
Festes Schuhwerk, Regenkleidung, wasserdichte Sitzunterlage.
Teilnahme: kostenlos. Treffpunkt: Kapelle 7 (Friedhof Ohlsdorf)
Anpacken für eine Lebendige Alster!
Am 13. Juni soll ab 10 Uhr durch den Einbau von Einengungen und
Strömungslenkern zur ökologischen Aufwertung der Oberalster beigetragen
und aktiv bei der Auenwiesenpflege im Hohenbuchenpark
unterstützt werden. Um Material, Werkzeug und ein kleines
Mittagessen kümmert sich das Projekt Lebendige Alster. Keine
Vorkenntnisse notwendig. Feste Kleidung & evtl. Regenschutz
werden empfohlen. Altersempfehlung: 8–99. Teilnahme: kostenlos.
Treffpunkt: Wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
Das ganze Programm auf www.tagderstadtnaturhamburg.de
Anmeldungen ab dem 27. Mai auch unter Tel. 040 2840998-44
ALSTERTAL MAGAZIN | 43
POPPENBÜTTEL
EIN KRIMI
GEGEN DAS
VERGESSEN
Die in Poppenbüttel aufgewachsene Autorin
Turid Müller hat sich in ihrem aktuellen
Kriminalroman „Unter dem Strand“ erneut
einer historischen Tragödie gewidmet. Am
12. Juni liest sie daraus im Forum Alstertal.
ALSTERTAL MAGAZIN: Mit „Unter dem Strand“ verweben
Sie erneut historische Ereignisse mit einem fiktiven Kriminalfall
- diesmal mit Fokus auf der Tragödie der Cap Arcona.
Woher kam Ihr Wunsch, diese Geschehnisse zu thematisieren?
Turid Müller: Eines Tages machte ich in der Lübecker Bucht auf
der Suche nach einem neuen Stoff einen Strandspaziergang. Wer
die Bucht kennt, weiß, die Gedenksteine zur Katastrophe sind dort
allgegenwärtig. Ich spürte: Diese Geschichte - vielen unbekannt
und doch mit großer Wirkung bis ins Hier und Heute - will erzählt
werden. Gerade in dieser Zeit, in der wir wieder hingucken
müssen, will ich nicht wegsehen. Sondern meinen Beitrag leisten.
Wie finden Sie die richtige Balance zwischen der Darstellung
einer realen Tragödie und einer fiktiven Krimihandlung?
Mir war klar: Wenn es gelingen soll, den schrecklichen historischen
Ereignissen gerecht zu werden, dann muss ich sehr
gründlich recherchieren. Allerdings war mein Anspruch ja, dass
es lesbar ist, berührt, und auf unterhaltsame Weise zum Denken
anregt. Damit das klappen kann, habe ich zwei Hauptfiguren entwickelt,
die uns durch die Gegenwarts- und die Vergangenheits-
Handlung führen, ohne sich in fünfhundert Seiten Betroffenheit
zu ergehen.
Sie haben extra das Krimi-Format gewählt, da viele Menschen
vielleicht eher einen Krimi als ein Geschichtsbuch in die Hand
nehmen. Schon in Ihrem vorherigen Roman haben Sie so auf
die Kinderverschickung aufmerksam gemacht. Wie war das
Feedback diesbezüglich bei „Im Schatten der Insel“?
Das Feedback ist sehr positiv. Es scheint vielen Lesenden ähnlich
zu gehen wie mir: Unterhaltung darf Tiefgang haben. Auch im
Strandkorb möchten Herz und Hirn was zu tun bekommen.
Sie haben „so viel recherchiert, wie nie zuvor” und mit vielen
Menschen gesprochen. Gab es für Sie eine Begegnung, die
Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Prägend für mein Buch war unter anderem das Gespräch mit
dem Nachfahren eines Überlebenden. Als ich ihn fragte, was
ihm wichtig sei, sagte er, dass die NS-Opfer mehr als nur Opfer
gewesen seien. Das ginge in unserer Geschichtsvermittlung oft
unter. Es waren Menschen. Mit einem Leben. Und viele von ihnen
waren im Widerstand. Es sei ihm ein Anliegen, dass das bekannter
wird, da wir Vorbilder brauchen. Gerade jetzt.
Im Buch wird vom „Massaker von Neustadt“ gesprochen und
dass die Hauptfigur Cay im Unterricht damals nichts davon
erfahren hat. Wo sehen Sie Defizite im Umgang mit solchen
Ereignissen – und was müsste sich ändern?
Erinnerungskultur braucht neue, zeitgemäße Formen, die viele
verschiedene Menschen erreichen - auch weil es immer weniger
Zeitzeug*innen gibt. Gesellschaftlich brauchen wir einerseits
mehr Ambiguitätstoleranz, und gleichzeitig eine klare Grenze, wo
das Ende der Toleranz von Intoleranz erreicht wird. Das setzt auch
Selbstreflexion und eine Herzensbildung voraus. Demokratie zu
schützen ist ja nicht nur eine Frage von Erinnerungskultur. Dieses
Vorhaben steht und fällt auch damit, unserer eigenen seelischen
Pluralität gegenüber offen zu sein, und die innere Ambivalenz zu
politischen Fragen willkommen zu heißen. In der zunehmenden
Polarisierung des politischen Diskurses ist für mich tagtäglich
erlebbar, was ich von Friedemann Schulz von Thun gelernt habe:
Wenn ich keine meiner Facetten verdrängen muss, laufe ich
weniger Gefahr, diese Züge im Gegenüber abzulehnen und zu
verfolgen. Die Kommunikationspsychologin in mir weiß, dass
diese Haltung mit dem Blick nach innen beginnt. Das gehört für
mich auf den Lehrplan.
Inwiefern haben Sie bei Ihrer Recherche gemerkt, wie stark
die Folgen dieser Katastrophe bis heute nachwirken?
Viele in der Bucht sind mit beiden kollektiven Traumata aufgewachsen.
Für das Massaker von Neustadt ist übrigens bis heute
niemand zur Rechenschaft gezogen worden. Und noch immer gibt
es Menschen, die nicht darüber sprechen wollen.
„Unter dem Strand“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe -
wird es weiter um die Cap Arcona gehen?
Verraten kann ich schon, dass es in jedem Band um den aktuellen
Rechtsruck gehen wird - jeweils vor dem Hintergrund historischer
Ereignisse mit Bedeutung fürs Hier und Jetzt. Die Lübecker Bucht
steckt voller Geschichte – und voller Geschichten.
Mehr Infos unter www.turid-mueller.de. Das ganze Interview
gibt es auf www.hamburg-woman.de.
BUCH- UND
TERMINTIPP
Unter dem Strand, Turid Müller,
528 S., Taschenbuch, 14€, Piper Verlag
Lesung , 12. Juni, Forum Alstertal,
Beginn: 18 Uhr. Eintritt: 16 €
Mehr unter www.forum-alstertal.de
© Torge Niemann
44 | ALSTERTAL MAGAZIN
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Limehouse
Jazzband
© Limehouse Jazzband
ZWEI MAL FEINER JAZZ,
EINE HOMMAGE & STADTGESCHICHTEN
Die PARKRESIDENZ ALSTERTAL steht als erfolgreiche Seniorenresidenz vor allem für ihre hohe
Wohn- und Service-Qualität. Zum Angebot gehört auch ein hochwertiges Kulturprogramm
im eigenen Veranstaltungssaal, das allen offen steht. Hier die Highlights im Juni.
Limehouse Jazzband: „The Best of Swing“
Dienstag, 02.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€
Die Limehouse Jazzband steht für klassischen Jazz mit viel
Spielfreude und authentischem New-Orleans-Flair. Die Musiker
interpretieren traditionelle Jazzstile wie Dixieland, Swing und
Ragtime mit großer Leidenschaft und handwerklicher Präzision. Bei
ihren Konzerten verbinden sie Musik und Humor.
Eine Hommage an die Facettenreiche Sängerin Milva
Dienstag, 16.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€
Anna Haentjens (Gesang und Rezitation) und der Pianist Sven Selle
präsentieren einen Querschnitt des umfangreichen, musikalischen
Schaffens der am 23. April 2021 mit 81 Jahren verstorbenen
Sängerin Milva und vermitteln zugleich Einblicke in die Biografie
einer Frau, die sich auf kein musikalisches Genre festlegte.
Vortrag: Hamburger Highlights von 1950 bis 2020
Dienstag, 30.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 15€
Die erfahrene Stadtführerin Katja Kruse nimmt das Publikum mit
auf eine virtuelle Zeitreise und zeigt den einzigartigen Wandel
Hamburgs – von den Anfängen des Wiederaufbaus in den 1950er-
Jahren bis hin zur modernen Metropole von heute. Zu erleben ist,
wie sich Hamburg stetig neu erfunden hat.
© Karin Gabriel
Jazzkulap: „ON BROADWAY“
Dienstag, 23.06., 19.00 Uhr, Eintritt: 20€
Lebensfreude pur, das verspricht Jazzkulap, die Ärztebigband
am UKE allen, die sich auf eine musikalische Reise vom Alstertal
nach New York mitnehmen lassen wollen. Auf dem Broadway
sollen für einen Abend die Sorgen vergessen werden. Dafür sorgen
die bekannten Songs der legendären Swing Ära wie etwa Duke
Ellingtons berühmter A-Train.
Anna Haentjens
© Katharina Voss
KARTEN:
VVK tägl. 10-18 Uhr am Empfang der PARKRESIDENZ ALSTERTAL, Karl-Lippert-Stieg 1,
an der Abendkasse und online. Reservierungen möglich unter Tel. 040 60 60 80.
Mehr Infos: www.parkresidenz-alstertal.de/kultur und @parkresidenz_alstertal bei Instagram
ALSTERTAL MAGAZIN | 45
POPPENBÜTTEL
Am 18. Juni
fi n d e te i n
Vortrag und eine
Lesung in der
Gedenkstätte
Poppenbüttel
statt.
© Kai Wehl
VOR 80 JAHREN:
VERBRECHEN VOR GERICHT
1946 und 1947 fanden im Curio-Haus zwei Militärgerichtsprozesse
zu Verbrechen statt, die im Außenlager des KZ Neuengamme
in Hamburg-Sasel begangen worden waren. Insgesamt
waren 25 Frauen und Männer angeklagt.
Christine Eckel und Karin Heddinga (beide Stiftung Hamburger
Gedenkstätten und Lernorte) stellen am 18. Juni in der
Gedenkstätte Poppenbüttel, Kritenbarg 8, die Geschichte des
Außenlagers vor, das angeklagte SS-Personal sowie ehemalige
Häftlinge, die 1945 über ihre Verfolgung Zeugnis ablegten. Vor
dem Vortrag und der Lesung, die voraussichtlich von 18 Uhr bist
19:30 Uhr gehen, kann die Dauerausstellung zur Geschichte der
Hamburger Frauenaußenlager ab 16 Uhr besichtigt werden.
Die Veranstaltung der GEW ist Teil des Begleitprogramms zur
Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen
vor britischen Militärgerichten“, in dessen Zusammenhang
bereits zahlreiche Lesungen, Vorträge, Rundgänge
u.v.m. stattgefunden haben. Am 31. Oktober wird das Programm
mit einem Rundgang in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
beendet. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen gibt es unter
poppenbuettel.gedenkstaetten-hamburg.de
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46 | ALSTERTAL MAGAZIN
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Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Karen Pein, Senatorin für
Stadtentwicklung und Wohnen, vor der neuen Boulder-Anlage.
EINWEIHUNG
DER SPORTANLAGE
TEGELSBARG
Die Sportanlage Tegelsbarg wurde nach umfassender
Modernisierung feierlich wiedereröffnet. Die Modernisierung
ist ein Meilenstein der Gebietsentwicklung
in Tegelsbarg/Müssenredder, das als Fördergebiet des
Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
festgelegt ist. Die ursprünglich aus den 1980er-Jahren stammende
Anlage wurde seit Oktober 2024 grundlegend saniert und modernisiert
– inklusive der Leichtathletikanlage und Kleinspielfelder.
Sport und Bewegung haben eine enorme Bedeutung für die
Lebensqualität in einer modernen Großstadt. Hamburg hat sich
daher mit der „Active City Strategie“ das Ziel gesetzt, Sport und
Bewegung in Hamburg umfassend, langfristig und nachhaltig
zu fördern. Die Kosten betrugen insgesamt rund 2,12 Mio. Euro,
finanziert mit 1.750.000 Euro aus RISE-Mitteln, 250.000 Euro aus
Mitteln des bezirklichen Sportstättenbaus und 120.000 Euro aus
dem Sanierungsfonds.
Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff erklärt: „Mit der Fertigstellung
der neuen Sportanlage und ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten
wurde ein weiterer Meilenstein erreicht, um das Fördergebiet
Tegelsbarg/Müssenredder in unserem Bezirk zu einem
modernen und sehr attraktiven Ort für die Bewohnerinnen und
Bewohner zu machen, der vieles anbieten kann, was einzigartig
ist und ihn noch lebenswerter macht. Ich danke den Anwohnenden
und Nutzenden der Sportanlage für ihre Geduld während der
Bauphase und insbesondere den Kindern und Jugendlichen, die
sich hier mit ihren Ideen eingebracht haben.“
Martina Stahl vom Stadtteilbüro ergänzt: „Wir freuen uns heute,
mit allen die Einweihung feiern zu können. Es ist einfach ein
tolles Projekt. Die Kinder und Jugendlichen haben viel geplant
und der Planer hat es umgesetzt. Wir freuen uns, das hier gemeinsam
mit allen organisiert zu haben.“
Tegelsbarg/Müssenredder ist seit 2020 als RISE-Fördergebiet festgelegt
und soll sich zu einem attraktiven Wohnstandort für Familien,
Menschen jeden Alters, verschiedener Einkommensgruppen
und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft entwikkeln.
Die Modernisierung der Sportanlage ist eines der großen
Infrastrukturprojekte für das Quartier, das nach dem Umbau und
der Erweiterung des Hauses der Jugend und der in Kürze abgeschlossenen
Aufwertung der Parkanlage nun fertiggestellt werden
konnte. Um die Ziele der Gebietsentwicklung zu erreichen, wurde
die Laufzeit des Fördergebiets bis Ende 2030 verlängert.
ALSTERTAL MAGAZIN | 47
ESSEN & TRINKEN
SICH FRANKREICH
NACH HAUSE HOLEN
© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch
48 | ALSTERTAL MAGAZIN
ESSEN & TRINKEN
Die Maiferien sind Geschichte. Für alle, die
in Frankreich waren, sind hier leckere Rezepte
zum Zurückträumen. Und zum Hinträumen
für diejenigen, die es noch vorhaben.
AUBERGINENKAVIAR
Ob du zu dieser mediterranen Köstlichkeit Aufstrich, Kaviar oder
Creme sagst, das bleibt dir überlassen. Viel wichtiger finde ich:
Jeder Löffel dieser aromatischen Auberginencreme versetzt
dich unmittelbar in den Süden, außerdem bereitet sie sich ganz
unkompliziert nebenbei zu. Gründe genug, sonnengetanktes
Gemüse häufiger zu „Kaviar“ zu verarbeiten, findest du nicht?
FÜR 4 PERSONEN ALS VORSPEISE / DIP
2 Auberginen, 2–3 Tomaten, 1 Schalotte
2–3 Knoblauchzehen, 1–2 Stängel Oregano oder Basilikum
6–8 EL Olivenöl, 1–2 Spritzer Zitronensaft
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad
Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die
Auberginen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach
unten aufs Blech legen. Die Haut mit einer Gabel mehrmals
einstechen. Im vorgeheizten Ofen 30–40 Minuten garen, bis sie
weich sind.
Inzwischen die Tomaten vom Stielansatz befreien, vierteln, nach
Belieben entkernen und fein würfeln. Die Schalotte und den
Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Die Kräuter abbrausen,
trocken schütteln und ebenfalls fein hacken.
Das Fruchtfleisch der Auberginen mit einem Esslöffel aus der
Schale lösen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Tomaten,
Schalotte, Knoblauch und Kräuter dazugeben. Dann Olivenöl,
Zitronensaft, etwas Meersalz und Pfeffer hinzufügen und alles
behutsam vermischen. Am besten abgedeckt mindestens 30
Minuten durchziehen lassen, sodass sich die Aromen gut vermischen
können. Vor dem Servieren abschmecken – fehlt etwas
Salz, Pfeffer oder ein Spritzer Zitrone?
TIPP:
Zum Servieren Baguette (auch vom Vortag) in dünne Scheiben
schneiden und in einer Pfanne in etwas Olivenöl von beiden
Seiten goldbraun rösten – fertig sind knusprige Baguettechips.
Zubereitungszeit
ca. 20 Minuten plus 30–40 Minuten backen
Fortsetzung auf S. 50
BUCHTIPP
Anne-Katrin Weber, Köchin und Ernährungswissenschaftlerin
(www.veggielicious.de), entführt auf eine Frankreichreise.
Die Hamburgerin erzählt von Begegnungen und Erlebnissen
und macht jedes Rezept zu einem Ausflug ins Herz seiner
französischen Herkunft. Das Buch verbindet Klassiker mit
moderner, nachhaltiger Küche und macht Lust, sich ein Stück
französisches Lebensgefühl nach Hause zu holen.
Anne-Katrin Weber, Meine grüne französische Bistro-Küche,
at Verlag, geb., 220 Seiten, EUR 36
ALSTERTAL MAGAZIN | 49
ESSEN & TRINKEN
SICH FRANKREICH NACH HAUSE HOLEN
Fortsetzung von S. 49
ZIEGENKÄSETARTELETTES
Diese Tartelettes serviere ich entweder als Vorspeise für Gäste
oder zusammen mit einem üppigen Salat als Hauptgericht. Das
Feigenblätteröl ist weit mehr als ein grüner Hingucker: Es duftet
nach dem Milchsaft der Blätter und schmeckt leicht nussig –
unbedingt einmal ausprobieren!
FÜR 6 PERSONEN: FÜR DAS FEIGENBLÄTTERÖL
10–12 Feigenblätter, 250 ml mildes Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
FÜR DEN MÜRBETEIG
250 g Weizenmehl (Type 405) plus Mehl zum Arbeiten,
125 g sehr kalte Butter, 1 Ei (M), Meersalz und Butter für die
Förmchen, getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken
FÜR DEN BELAG
125 g milder, cremiger Ziegenkäse (z. B. Ziegenkäsetaler oder
-frischkäse), 125 g Crème fraîche (oder Sahnejoghurt),
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 2–3 EL Pinienkerne,
6–8 kleine Feigen, ein paar kleine Stängel Thymian
Für das Feigenblätteröl die Feigenblätter abspülen und trocken
tupfen, die Stängel abschneiden, die Blätter kleiner schneiden
und mit dem Öl in einem leistungsstarken Mixer 6–8 Minuten
mixen. Das Öl erhitzt sich beim Mixen und wird leuchtend grün.
Durch ein feines Sieb abgießen. Für den Teig Mehl, die Butter in
Flöckchen, Ei, gut1/2 Teelöffel Meersalz und 1–2 Esslöffel kaltes
Wasser zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig in Folie
gewickelt 30 Minuten kaltstellen. Den Backofen auf 200 Grad
Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen. Die Tarteletteförmchen
(à ca. 12 cm Durchmesser) einfetten. Den Teig dünn
ausrollen, die Förmchen damit auskleiden. Den Teigboden mit
einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier bedecken und
mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen. Die Tartelettes im
vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten goldbraun backen, dann das
Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen.
Für die Ziegenkäsecreme den Ziegenkäse mit einer Gabel
zerdrücken, mit der Crème fraîche und etwas Pfeffer verrühren.
Die Pinienkerne in einer Pfanne goldbraun rösten. Die Feigen in
Scheiben schneiden. Den Thymian abbrausen und trocken schütteln.
Zum Servieren die Ziegenkäsecreme in die Tartelettes
streichen und die Feigen darauf verteilen. Auf Teller setzen, mit
den gerösteten Pinienkernen bestreuen, den Thymian daraufgeben
und etwas Feigenblätteröl außen herum träufeln.
Zubereitungszeit
ca. 50 Minuten plus 30 Minuten kühlen, 20–25 Minuten backen
50 | ALSTERTAL MAGAZIN
ZUCCHINI - MELONEN – SALAT
MIT KNUSPRIGEN KAPERN
Der leichte Salat erfrischt bei heißen Temperaturen, versorgt
dich dazu mit viel Flüssigkeit und ist in Nullkommanichts
fertig: Das sind – abgesehen von seinem Geschmack
natürlich – genug Gründe, ihn regelmäßig aufzutischen.
© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch (2)
SCHLEMMER SOMMER MENÜ
13. JUNI BIS 30. AUGUST
Rote Beete Hummus | Soja-Chaaps | Sommersalate
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Sellerie-Schaumsüppchen | Black-Tiger-Garnele
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Gebratenes Zanderfilet I grüner Spargel
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Gegrilltes Rumpsteak unter der Kräuterkruste
junge Möhren | Kartoffel-Pavé
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FÜR 4 PERSONEN
Je 1 grüne und gelbe Zucchini,
1/2 aromatische Charentais-Melone,
1 unbehandelte Zitrone,
4 EL gutes Olivenöl,
Meersalz, schwarzer Pfeffer, aus der Mühle,
100 g kräftiger Käse (z. B. Comté, Beaufort, alter Cantal)
2 EL Basilikumblättchen, 4 EL Olivenöl zum Braten
1 EL Kapern (in Meersalz eingelegt)
Die Enden der Zucchini abschneiden und die Zucchini der
Länge nach auf dem Gemüsehobel oder mit dem Sparschäler
in dünne Scheiben hobeln. Die Melone schälen, entkernen
und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden. Die
Zucchini- und Melonenscheiben auf eine Servierplatte oder
auf Teller verteilen.
Die Zitrone heiß abwaschen, trockenreiben, die Schale
fein abreiben und den Saft auspressen. Zitronenschale
und -saft, Olivenöl, etwas Meersalz und Pfeffer verrühren.
Den Käse in Späne hobeln, die Basilikumblättchen kleiner
zupfen.
In einer kleinen Pfanne das Olivenöl zum Braten erhitzen.
Die Kapern abwaschen (dabei das Meersalz entfernen), gut
trocken tupfen, ins heiße Öl geben und etwa 30 Sekunden
frittieren, dann herausnehmen und auf Küchenpapier entfetten.
Die Vinaigrette über die Zucchini- und Melonenscheiben
träufeln. Den Käse und die Basilikumblättchen darüberstreuen,
die knusprigen Kapern zuletzt daraufgeben.
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
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ALSTERTAL MAGAZIN | 51
GESUNDHEIT
GESTRESST
WIE DIE GROSSEN?
Leistungsdruck, Streit mit Freunden, Sorgen zuhause oder Stress durch digitale Medien –
psychische Belastungen beginnen heute oft schon im Grundschulalter. Eine aktuelle Umfrage der
KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt: Viele Kinder fühlen sich bereits in jungen Jahren überfordert.
Experten warnen deshalb davor, seelische Probleme bei Kindern zu unterschätzen.
Für eine repräsentative Studie über Stress bei Kindern
wurden deutschlandweit rund 1.000 Eltern von Kindern
zwischen sechs und zehn Jahren befragt. Das Ergebnis
ist alarmierend: Fast jedes vierte Kind fühlte sich nach
Einschätzung der Eltern in den vergangenen Wochen häufig
gestresst. Zudem berichten 42 Prozent der Befragten, dass der
psychische Druck auf Kinder in den vergangenen ein bis zwei
Jahren deutlich zugenommen habe. Besonders belastend seien laut
Eltern die hohen Erwartungen, die Kinder an sich selbst stellen. 58
Prozent nannten Versagensängste und den Wunsch, alles richtig
machen zu wollen, als größte Herausforderung. Fast ebenso häufig
wurden Konflikte mit anderen Kindern wie Mobbing, Streit oder
Gruppenzwang genannt. Auch Leistungsanforderungen in Schule,
Sport oder Freizeit setzen viele Kinder unter Druck. Hinzu kommt
ein weiteres Problem: Vielen Mädchen und Jungen fehlt noch
die Fähigkeit, mit Stress und negativen Gefühlen umzugehen.
Laut Umfrage können 44 Prozent der Kinder Belastungen nur
schwer oder gar nicht bewältigen. Kinder, die früh lernen, mit
Belastungen umzugehen, seien später jedoch widerstandsfähiger
gegen psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen.
Besonders wichtig sei dies für Kinder aus belasteten Familien, in
denen Stress, psychische Erkrankungen oder finanzielle Sorgen
den Alltag bestimmen. Tatsächlich zeigen auch die Daten der
Krankenkasse, wie früh psychische Probleme beginnen können.
Bereits bei Sechs- bis Zehnjährigen treten laut KKH-Daten
Auffälligkeiten wie Sozialverhaltensstörungen, Belastungsreaktionen
oder Angststörungen auf. Mit zunehmendem Alter steigen
die Zahlen deutlich an. Vor allem Angststörungen nehmen bei
Jugendlichen stark zu. Dabei zeigen Kinder oft lange Zeit keine
eindeutigen Symptome. Häufig äußern sich seelische Belastungen
zunächst durch Bauch- oder Kopfschmerzen, Rückzug, Schlafprobleme
oder Konzentrationsschwierigkeiten. „Die Anzeichen
sind oft unspezifisch und werden deshalb leicht übersehen“, erklärt
KKH-Psychologin Franziska Klemm. Umso wichtiger sei es, früh
hinzuschauen und Kinder ernst zu nehmen. Eine zentrale Rolle
spielen dabei Eltern, Schulen und Kitas gemeinsam. Fast alle
Befragten sehen die Familie als wichtigste Grundlage für Werte
wie Respekt, Empathie und Toleranz. Gleichzeitig wünschen sich
viele Eltern mehr Unterstützung durch Bildungseinrichtungen.
Präventionsprogramme wie „1000 Schätze“, das die KKH gemeinsam
mit Fachstellen entwickelt hat und das die sozialen und emotionalen
Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler der ersten
und zweiten Klasse stärken soll, setzen deshalb bewusst auf eine
enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Kinder
sollen lernen, Konflikte zu lösen, Gefühle wahrzunehmen, mit
anderen zusammenzuarbeiten und Herausforderungen besser zu
meistern. Psychische Gesundheit ist also längst kein Thema mehr,
das erst Jugendliche betrifft. Schon Grundschüler stehen heute
unter erheblichem Druck. Experten fordern deshalb mehr Prävention,
mehr Aufklärung und vor allem mehr Aufmerksamkeit für
die seelischen Bedürfnisse von Kindern – damit aus frühem Stress
nicht später eine ernsthafte Erkrankung wird.
52 | ALSTERTAL MAGAZIN
GESUNDHEIT
NOTAUFNAHME
OFT ERSTE ANLAUFSTELLE
Anlässlich des Notfallreformgesetzes hat die TK eine Umfrage in Hamburg in Auftrag gegeben:
Demnach sind Notaufnahme oft die erste Anlaufstelle bei akuten Beschwerden, was zeigt, dass
viele Menschen verunsichert sind, wo sie bei Gesundheitsproblemen Hilfe bekommen.
Viele Hamburger:innen wenden sich bei plötzlich auftretenden
gesundheitlichen Beschwerden außerhalb
der Praxisöffnungszeiten direkt an die Notaufnahme
oder den Rettungsdienst. Das zeigt eine repräsentative
Forsa-Umfrage, die im Auftrag der Techniker Krankenkasse
(TK) in der Hansestadt durchgeführt wurde. Demnach hatten 35
Prozent der Befragten innerhalb der letzten drei Jahre plötzliche
Gesundheitsprobleme außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten
- von diesen ging der Großteil (40 Prozent) direkt in die
Notaufnahme, jede bzw. jeder Sechste (15 Prozent) rief den
Krankenwagen. Insgesamt deutlich seltener wurden hingegen
ambulante Angebote genutzt: 24 Prozent kontaktierten den
ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117, sieben
Prozent suchten eine kassenärztliche Bereitschaftspraxis auf. 14
Prozent warteten, bis ihre Arztpraxis wieder geöffnet hatte.
„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen bei akuten Gesundheitsproblemen
unsicher sind, wo sie die richtige Hilfe bekommen.
Statt sie mit dieser Entscheidung allein zu lassen, brauchen
wir ein System, das die Patientinnen und Patienten unterstützt
und in Notfällen zielgerichtet in die geeigneten Hilfsangebote
lenkt“, sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung
Hamburg.
Im April hat das Bundeskabinett über einen Gesetzentwurf
zur Reform der Notfallversorgung beraten. Vorgesehen ist
unter anderem der Aufbau Integrierter Notfallzentren (INZ) an
geeigneten Krankenhausstandorten. Dort arbeiten Krankenhäuser,
Kassenärztliche Vereinigung (KV) und Ersteinschätzung
zusammen und leiten Patient:innen vor Ort in die passende
Versorgungsstruktur. Weiterhin sollen die Rufnummern der
Rettungsleitstelle 112 und die Akutleitstelle der KV miteinander
vernetzt werden. „Aus Sicht der TK müssen bundeseinheitliche
Kriterien zur Struktur und Ausstattung der INZ festgelegt
werden. Gleichzeitig muss gelten: Neue Strukturen sollten sinnvoll
in bestehende Versorgungsangebote integriert werden, statt
neue zu schaffen. Die INZ-Standorte müssen daher für Hamburg
bedarfsgerecht über das Stadtgebiet verteilt werden und sich nicht
auf einzelne Standorte konzentrieren“, so Puttfarcken.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 53
GARTEN
Je nach Lage und Bodensituation
schaffen Profis vertiefte Flächen,
Mulden oder Teiche, die Niederschläge
aufnehmen und verhindern, dass das
Wasser unkontrolliert abfließt.
© BGL
PRIVATE GÄRTEN UND DER KLIMAWANDEL
auf 4000m 2
Ausstellung mit Beratung, Service und Abhollager
in Norderstedt, Rugenbarg 51
Der Klimawandel führt zu neuen Herausforderungen für Gartenbesitzende:
Wie gelingt es, den Garten für wochenlange
Hitze- und Trockenphasen im Sommer sowie für anhaltende
Starkregenfälle fit zu machen? Welche Pflanzen sind klimatolerant,
welche Konzepte gibt es, um Schäden zu vermeiden
und den eigenen Garten bestmöglich zu schützen? Klar ist:
Das klassische Bewässern mit Trinkwasser wird zunehmend
problematisch - nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell.
In einigen Regionen Deutschlands ist es zeitweise sogar verboten,
Leitungswasser zur Gartenbewässerung einzusetzen.
Joana Gasper vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und
Sportplatzbau e. V. (BGL) beruhigt: „Die gute Nachricht ist,
dass es durchdachte Lösungen gibt, mit denen sich Gärten an
das neue Klima anpassen lassen - wassersensibel, nachhaltig
und ästhetisch ansprechend zugleich.“
Ein zentrales Konzept dabei, das Fachbetriebe des
Garten- und Landschaftsbaus (GaLaBau) empfehlen, ist
der sogenannte Schwammgarten. Hier wird die Natur zum
Vorbild genommen: Wie ein Schwamm kann der Boden große
Mengen Regenwasser aufnehmen, speichern und nach und
nach wieder abgeben. Das Prinzip beruht auf den drei Säulen
Wasserrückhalt, Versickerung und Speicherung.
Joana Gasper: „Je nach Lage und Bodensituation schaffen
wir vertiefte Flächen oder Mulden, die mit Pflanzen begrünt
werden, welche sowohl mit Dauernässe als auch mit Trockenheit
zurechtkommen. Auch die Anlage kleiner Teiche bietet
die Möglichkeit ein kleines Ökosystem zu entwickeln, welches
Niederschläge aufnimmt und peu à peu an den Boden
und an das Grundwasser wieder abgibt. Durch diese Methode
wird der natürliche Wasserkreislauf im eigenen Garten
gefördert. Für Wege- und Terrassenflächen empfehlen wir
durchlässige Beläge statt versiegelter Flächen, um die Versickerung
in den Untergrund zu ermöglichen.“
54 | ALSTERTAL MAGAZIN
TIERE
Das Mauswiesel ist eines der
kleinsten Raubtiere der Welt.
EIN STREIFZUG
DURCH DIE TIERWELT
Ab dem 13. Juni zeigt der Naturfotograf Wolfgang Schlueter im Duvenstedter BrookHus in der
Ausstellung „Wildlife“ neue Tierfotos, die er in Norddeutschland und Skandinavien fotografiert hat.
Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, ist schon etwas
ganz Besonders. Sie zu fotografieren und den perfekten
Moment abzupassen, erfordert genaue Kenntnisse über
das Verhaltens der Tiere, viel Zeit und Geduld auf den
richtigen Augenblick zu warten - und natürlich auch immer das
notwendige Quäntchen Glück.
Wolfgang Schlueter verbringt den größten Teil seiner Freizeit
in der Natur. Immer auf der Suche nach neuen Motiven. Er ist
Vollmitglied im GDT, der Gesellschaft für Naturfotografie und
möchte mit seinen Bildern nicht nur die Schönheit der Tiere
dokumentieren, sondern auch Emotionen transportieren und
damit auch Menschen erreichen, die sich sonst mit der Natur
nicht so sehr auseinandersetzen. Das ist sein kleiner Beitrag zum
Thema Naturschutz. Die Fotoausstellung „Wildlife“ zeigt neue
faszinierende Bilder von Eulen, Füchsen, Löfflern, Hermelinen,
Basstölpeln und vielen anderen Tieren. Es ist ein wahrer Streifzug
durch unsere wunderschöne heimische Tierwelt.
Die Ausstellung läuft vom 13. Juni bis 19. Juli im Duvenstedter
BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140. Der Eintritt ist frei.
Die Vernissage ist am Sonntag, 14. Juni um 12 Uhr. Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 13:30 - 17 Uhr, Samstag, Sonntag und
Feiertag 11-17 Uhr.
Mehr Informationen unter ws-photo.jimdofree.com
Goldhähnchen zählen
mit einer Körpergröße von
8-11 cm zu den kleinsten
Sperlingsvögeln.
Tierarztpraxis in Bergstedt
Tierärztliche Praxis für Kleintiere –
Chirurgie und Innere Medizin
Aktuelle Infos
bei Instagram
Termine
online über
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Freie Sprechstunde, 8-9 Uhr am WE:
30.5., 6.6. + 13.6.
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Mo.-Fr. 9-13 Uhr und Mo.-Do. 16-19 Uhr
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ALSTERTAL MAGAZIN | 55
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EIN SPORT FÜR
Egal wie alt, Sport und Bewegung sind wichtig
für die körperliche Gesundheit. Noch viel
besser, wenn man es mit Geselligkeit und
einer Menge Spaß verbinden kann. Perfekt
dafür sind Boule, Boccia und Pétanque.
Die Spielidee bei Boule, Boccia und Pétanque ist
immer die gleiche: Eine oder mehrere Kugeln
werden in die Nähe einer Zielkugel geworfen mit
der Absicht, sie so nah wie möglich zu platzieren.
Boule ist der Oberbegriff für verschiedene französische
Kugelspiele. Besonders bekannt ist die Variante Pétanque.
Boccia stammt ursprünglich aus Italien und wird oft mit
etwas größeren Kugeln gespielt.
Alle drei Spiele sind leicht zu erlernen und eignen sich
für Menschen jeden Alters. So können die Generationen
gemeinsam Sport machen, was bei vielen anderen Aktivitäten
schwierig ist, denn sie fördern Bewegung, Koordination
und Konzentration, ohne den Körper stark zu belasten.
Gespielt wird in ruhigem Tempo, sodass jeder nach seinen
eigenen Möglichkeiten teilnehmen kann. Gleichzeitig entstehen
schnell Gespräche und neue Kontakte. Viele Spieler
schätzen besonders das gemeinsame Erlebnis an der frischen
Luft.
Auch in Hamburg gibt es verschiedene Möglichkeiten, die
Kugelsportarten auszuprobieren. In Parks und Grünanlagen
treffen sich regelmäßig Freizeitgruppen und Vereine zum
56 | ALSTERTAL MAGAZIN
SENIOREN
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gemeinsamen Spielen. Beliebte Orte sind unter anderem
Planten un Blomen oder öffentliche Bouleplätze in verschiedenen
Stadtteilen. Viele Gruppen freuen sich über
neue Teilnehmer und bieten unverbindliche Schnuppertermine
an.
Oft genügt bereits bequeme Kleidung, denn Kugeln können
bei vielen Vereinen ausgeliehen werden. Dadurch ist der
Einstieg unkompliziert und ohne große Kosten möglich.
Besonders im Frühjahr und Sommer finden zahlreiche
offene Spieltreffen statt, bei denen Anfänger die Grundlagen
kennenlernen und erste Erfahrungen sammeln können.
Neben dem sportlichen Aspekt stehen bei Boule, Boccia
und Pétanque vor allem Geselligkeit und Fairness im Mittelpunkt.
Die Spiele leben von gegenseitigem Respekt und
einer entspannten Atmosphäre. Nicht Schnelligkeit oder
körperliche Stärke entscheiden über den Erfolg, sondern
Geschicklichkeit, Taktik und ein gutes Gefühl für Distanz.
Gerade deshalb entdecken immer mehr Menschen diese
Sportarten für sich – ob als Freizeitbeschäftigung, als
regelmäßigen Vereinssport oder einfach als Gelegenheit,
gemeinsam Zeit im Freien zu verbringen.
Wer eine entspannte Freizeitaktivität mit Bewegung und
Gemeinschaft sucht, findet in Boule, Boccia und Pétanque
eine ideale Möglichkeit. Die Spiele bringen Menschen
zusammen, sorgen für Abwechslung im Alltag und machen
in jedem Alter Spaß. Gleichzeitig fördern sie Konzentration,
Geduld und Teamgeist. Ob im Park, auf dem Vereinsgelände
oder im Urlaub – eine Partie mit Freunden oder der
Familie sorgt schnell für gute Stimmung und gemeinsame
Erlebnisse.
ALSTERTAL MAGAZIN | 57
TRAUMBÄDER
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58 | ALSTERTAL MAGAZIN
TRAUMBÄDER
Großformatige Materialien wie gespachtelte Wände,
Mikrozement, Mineralputz oder durchgehende
Keramikplatten schaffen diesen Effekt. Ohne sichtbare
Unterbrechungen entsteht ein ruhiges Gesamtbild,
das das Auge nicht ständig lenkt, sondern ihm erlaubt, zu
verweilen. Weniger Linien, weniger Fugen, weniger visuelle
Reize - und genau darin liegt der neue Luxus. Er zeigt sich
nicht durch „mehr“, sondern durch das bewusste Weglassen.
Die Idee dahinter ist eng mit minimalistischen Designprinzipien
verbunden, die ihren Ursprung unter anderem in der modernen
Architektur und in japanisch inspirierten Gestaltungskonzepten
haben. Reduktion bedeutet hier nicht Verzicht, sondern
Konzentration auf das Wesentliche. Materialien, Licht und
Proportionen rücken in den Vordergrund. Jede Oberfläche wird
bewusst gewählt, jede Struktur bekommt Raum, ihre Wirkung
zu entfalten. Im Badezimmer zahlt sich das besonders aus.
Fugenlose Flächen sind nicht nur ästhetisch ansprechend,
sondern auch praktisch. Sie lassen sich leichter reinigen, da sich
weniger Schmutz und Kalk ablagern können.
Gerade in Nassbereichen ist das ein klarer Vorteil. Gleichzeitig
entsteht ein Gefühl von Hygiene und Ordnung, das weit über
die reine Funktion hinausgeht - ein Raum, der aufgeräumt
wirkt, beruhigt auch den Geist. Doch auch hier gibt es Aspekte,
die bedacht werden sollten. Die Verarbeitung fugenloser
Materialien erfordert Fachwissen und Präzision. Kleine Fehler
können schneller sichtbar werden als bei klassischen Fliesenlösungen.
Auch die Kosten können höher liegen, insbesondere
bei hochwertigen Materialien. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel
- klare Flächen kombiniert mit gezielten Akzenten.
Das fugenlose Bad erzählt eine klare Geschichte: Luxus entsteht
nicht durch Überfluss, sondern durch Konsequenz. Durch
das Weglassen von allem, was nicht notwendig ist.
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Geschäftsführer Jana Rosenthal und Ulf Eggers (l.) mit Team.
51 JAHRE ROSENTHAL
Ein Bad ist weit mehr als ein funktionaler Raum – es ist Rückzugsort,
Startpunkt in den Tag und Ort der Entspannung. Genau
diesem Anspruch widmet sich Rosenthal Bäder & Wärme OHG seit
nunmehr 51 Jahren. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in
Norderstedt zählt zu den festen Größen im Sanitär- und Heizungsbereich.
Was 1975 als klassischer Handwerksbetrieb begann, hat
sich stetig weiterentwickelt. Heute liegt ein besonderer Schwerpunkt
auf durchdachten Badlösungen, energieeffizienter Heiztechnik,
Wärmepumpen sowie cleveren Teilsanierungen. Dabei
bleibt eines unverändert: Die Leidenschaft für das Handwerk und
der Anspruch, für ihre Kunden die passende Lösung zu finden. „Ein
Badumbau ist immer Vertrauenssache. Deshalb nehmen wir uns
Zeit, hören zu und planen so, als wäre es unser eigenes Zuhause“,
sagt Jana Rosenthal. Inspiration gibt es in der Badausstellung in
der Ulzburger Straße 350 in Norderstedt. Für eine individuelle
Beratung gerne einen Termin per Mail service@rosenthal-bad.de,
Tel. 040 522 21 20 oder über www.rosenthal-bad.de vereinbaren.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 59
IMMOBILIEN
Das Kaffeemühlenhaus steht für eine
funktionale Architektur mit hoher
Wohnqualität. Seine kompakte, würfelförmige
Form mit steilem Dach prägt bis
heute das hanseatische Stadtbild.
KLASSISCH HANSEATISCHE
KAFFEEMÜHLENHÄUSER
In den Walddörfer-Stadtteilen, wie etwa in Bergstedt, prägt ein
besonderer Haustyp häufig das idyllische Stadtbild: das sogenannte Kaffeemühlenhaus.
Trotz seines charmanten Namens beschreibt er eine klar definierte Bauform, die für die
Wohnkultur der 1920er- und 1930er-Jahre steht.
Entstanden in einer Phase des architektonischen Umbruchs
nach Jugendstil und Historismus, verkörpert das
Kaffeemühlenhaus eine ruhigere, funktionale Formensprache.
In Hamburg entwickelte sich daraus eine eigenständige,
hanseatisch geprägte Variante: kompakt, klar proportioniert
und mit hohem Anspruch an Wohnqualität. Diese Häuser
entstanden vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren und
spiegeln den Übergang zu einer sachlicheren, alltagstauglichen
Architektur wider, die zugleich Wert auf Dauerhaftigkeit, Solidität
und eine zeitlose Gestalt legte.
Namensgebend ist die charakteristische Form: ein nahezu
quadratischer Grundriss mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem
Dach, abgeschlossen durch ein steiles Walm- oder
Zeltdach. Die würfelförmige Silhouette erinnert an traditionelle
Kaffeemühlen und verleiht dem Haustyp seinen anschaulichen
Namen. Die kompakte Bauweise ermöglichte eine effiziente
Nutzung des Grundstücks bei gleichzeitig großzügiger Wirkung
im Inneren. Besonders in Stadtteilen wie Fuhlsbüttel, Bergstedt
oder Rotherbaum sind viele dieser Häuser bis heute erhalten.
Oft stehen sie leicht zurückgesetzt auf begrünten Grundstücken
und vermitteln ein Gefühl von Privatheit, Distanz zur Straße
und zugleich eine enge Verbindung zum Garten.
Architektonisch zeichnen sich Kaffeemühlenhäuser durch
Symmetrie und Zurückhaltung aus. Fassaden aus Klinker oder
Putz, regelmäßig angeordnete Fenster sowie dezente Erker,
Loggien oder Balkone prägen das Erscheinungsbild. Feine
Details wie profilierte Rahmen, zurückhaltende Gesimse oder
sorgfältig gestaltete Eingangsbereiche unterstreichen den Qualitätsanspruch,
ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auch
im Inneren folgt die Gestaltung einer klaren Struktur: zentrale
Treppenhäuser, kompakte Raumfolgen und eine funktionale
Trennung von Wohn- und Rückzugsbereichen bestimmen die
Organisation. Ursprünglich eher kleinteilig angelegt, wurden
viele Grundrisse im Laufe der Zeit behutsam geöffnet und an
heutige Wohnbedürfnisse angepasst.
Das zentrale Merkmal der Distanz zur Straße, lässt das Verhältnis
von Haus und Grundstück besonders „friedlich“ wirken.
Im Gegensatz zu dicht bebauten Gründerzeitquartieren stehen
60 | ALSTERTAL MAGAZIN
IMMOBILIEN
Kaffeemühlenhäuser meist freistehend oder halb freistehend.
Diese Bauweise spiegelt den gesellschaftlichen Wandel hin
zum individuellen Wohnen im Grünen bei gleichzeitiger Stadtnähe
wider. Gärten, Vorgärten und seitliche Abstände schaffen
eine aufgelockerte, ruhige Nachbarschaft und bieten zugleich
Raum für individuelle Gestaltung.
Im Inneren setzen sich die gestalterischen Prinzipien fort:
Dielenböden, zentrale Kamine und eine klare vertikale Gliederung
prägen viele Häuser bis heute. Während das Erdgeschoss
häufig repräsentativen Zwecken dient und Wohnen sowie
Essen aufnimmt, sind die oberen Etagen als private Rückzugsräume
organisiert. Dachgeschosse werden oft als zusätzliche
Wohn-, Arbeits- oder Gästebereiche genutzt und profitieren
von der kompakten, gut proportionierten Gebäudeform.
Das Kaffeemühlenhaus war nie als Massenprodukt gedacht,
sondern als flexibler Haustyp mit Gestaltungsspielraum für
Bauherren und Architekten. So entstanden zahlreiche Varianten
innerhalb einer gemeinsamen architektonischen Grundidee, die
sich in Details, Materialien und Grundrisslösungen unterscheiden.
Trotz dieser Vielfalt bleibt der Typus klar erkennbar und
besitzt einen hohen Wiedererkennungswert im Stadtbild. Bis
heute gelten diese Häuser als fester Bestandteil der Hamburger
Baukultur.
Viele wurden sorgfältig modernisiert, technisch aktualisiert
und energetisch ertüchtigt, ohne ihren charakteristischen
Ausdruck zu verlieren. Damit stehen Kaffeemühlenhäuser
exemplarisch für eine typisch hanseatische Architekturhaltung:
zurückhaltend, funktional und langlebig. In ihrer klaren Formensprache,
ihrer durchdachten Proportion und ihrer hohen
Wohnqualität prägen sie bis heute das Stadtbild – besonders
rund um die Alster und in den Walddörfern, wo Geschichte und
Gegenwart eng miteinander verwoben sind.
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ALSTERTAL MAGAZIN | 61
IMMOBILIEN
CHANCE FÜR DEN WOHNUNGSBAU
Der BFW Landesverband Nord, der Immobilienverband Deutschland (IVD) Nord und der Verband
norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) befürworten eine Bewerbung der Hansestadt um
die Olympischen und Paralympischen Spiele und sehen darin erhebliche Chancen für
Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Infrastruktur.
Hierfür ständen bereits finanzielle Mittel des Bundes
bereit. Zugleich betonen die Verbände, dass für eine
erfolgreiche Umsetzung noch wichtige Voraussetzungen
zu schaffen sind.
Der Bund hat zugesagt, die Ausrichtung der Olympischen und
Paralympischen Spiele in Deutschland zu fördern. Nun steht
Hamburg im Wettbewerb mit den anderen deutschen Bewerbungen:
Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr. Eine erfolgreiche
Bewerbung würde dazu führen, dass Fördermittel in die
Hansestadt fließen und hier langfristig wirken können.
Ein zentrales Element der Olympiabewerbung ist das olympische
Dorf, das in der Science City Hamburg Bahrenfeld entstehen
soll. Dort ist ohnehin ein neues Wohnquartier vorgesehen.
Durch die Spiele könnte dieses Projekt deutlich schneller realisiert
werden. Nach den Spielen würde Wohnraum für rund 9.000
Menschen bestehen bleiben – mit einem hohen Anteil geförderter
Wohnungen.
Auch im Bereich der Infrastruktur erwarten die wohnungswirtschaftlichen
Verbände positive Effekte von der Ausrichtung der
Olympischen und Paralympischen Spiele. Der dringend benötigte
Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs könnte beschleunigt und
weiterentwickelt werden. Dadurch würde sich die Mobilität in
der gesamten Stadt auch über die Spiele hinaus verbessern. Über
die Bewerbung entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger
selbst. Das Referendum findet am 31. Mai 2026 statt.
Kay Brahmst, Vorsitzender des BFW Landesverbands Nord:
„Um den Wohnungsmarkt zu entlasten und die Mieten stabil zu
halten, brauchen wir vor allem eines: mehr Wohnungsbau. Die
Olympischen und Paralympischen Spiele können hierfür einen
wichtigen Impuls geben – durch beschleunigte Planungsprozesse,
neue Quartiere und zusätzliche Fördermittel des Bundes. Diese
Chance sollten wir nutzen.“
Carl-Christian Franzen, stellvertretender Vorsitzender des IVD
Nord für Hamburg: „Eine Olympiabewerbung in Hamburg
kann – wenn sie wirtschaftlich solide geplant, finanziert und
nachgenutzt wird – erhebliche Chancen für die Stadt, die
Bewohner und die Immobilienbranche schaffen. Imagegewinn,
verbesserte Infrastruktur und Stadtentwicklung sowie Schaffung
von dringend benötigtem Wohnraum wären für die Bürgerinnen
und Bürger von großem Nutzen. Jedoch entstehen diese Chancen
für Hamburg nicht automatisch. Sie hängen ab von: sauberem
Kostenmanagement, schneller Genehmigungspolitik, echter
Nachnutzung, sozialer Balance (Mieten/Wohnraum) und erfolgreicher
Umsetzung von Infrastrukturprojekten.“ Andreas Breitner,
Direktor des VNW: „Olympische Spiele wären ein Gewinn
für die Stadt. Allerdings müssen auch die Menschen etwas davon
haben. Eine attraktive und lebenswertere Stadt an sich ist nicht
für jeden ein Gewinn, weil mehr Attraktivität sie teurer machen
kann. Es geht also darum, die ,ganze Stadt‘ in den Blick zu
nehmen. Neben dem Bau von bezahlbaren Wohnungen geht es
um eine tragfähige Infrastruktur – angefangen bei Schulen, Kitas
bis hin zu einem leistungsfähigen ÖPNV. Olympische Spiele in
Hamburg müssen sowohl Sportereignis als auch Auftakt eines
großen Stadtentwicklungsprojekts sein.“
62 | ALSTERTAL MAGAZIN
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AB 2030?
Was erwartet Immobilien-Eigentümer in den
nächsten Jahren? Maklerin Caroline Reich
klärt über die wichtigsten Fakten auf und gibt
hilfreiche Tipps!
„Aktuell gibt es keine allgemeine Pflicht, jedes Einfamilienhaus
bis 2030 energetisch komplett zu sanieren. Auch ein Verbot
älterer Häuser oder ein generelles Vermietungsverbot wegen
schlechter Energieeffizienz ist derzeit nicht beschlossen.
Die EU hat zunächst vor allem Klimaziele und Rahmenbedingungen
definiert, die die Mitgliedstaaten bis 2026 in nationales
Recht umsetzen müssen. Unterschieden wird hierbei zwischen
Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden und Neubauten. Bereits
heute gelten für neue Eigentümer oder bei Sanierungen in
Deutschland bestimmte gesetzliche Anforderungen wie die
Dämmung der obersten Geschossdecke/Dach, der Austausch
von Öl- und Gasheizungen (sofern noch keine Brennwert- oder
Niedertemperaturheizung vorhanden) sowie energetische Mindeststandards
bei größeren Sanierungen oder Bauteil-Erneuerungen.
Wer z.B. sein Dach komplett erneuert, muss zudem eine
PV-Anlage installieren.
Finanzierende Banken achten verstärkt auf Heizungsalter, Dämmung
und Energieklasse. Sofern die Immobilie eine schlechte
Energieklasse vorweist, wird meist ein Energiefahrplan verlangt.
Gut zu wissen: Die Stadt Hamburg bietet über die IFB zusätzliche
Förderprogramme an, die oft mit Bundesförderungen von KfW
und BAFA kombiniert werden können. Wichtig ist, sich frühzeitig
beraten zu lassen, denn häufig können Maßnahmen nur vor
Beginn der Sanierung beantragt werden. Ein Sanierungsfahrplan
verbessert dabei oft die Förderquote“, so Caroline Reich.
Mehr zu dem Thema unter: carolinereich-immobilien.de
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ALSTERTAL MAGAZIN | 63
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Werkzeug gilt als praktisches, hochwertiges und persönliches Geschenk. Rund um das Verschenken
von Werkzeug gibt es erstaunliche alte Bräuche und Aberglauben, die bis heute weiterleben.
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Werkzeug zu verschenken gilt für viele Menschen
als praktische und wertvolle Geschenkidee.
Besonders Heimwerker, Bastler oder Handwerker
freuen sich oft über hochwertiges Werkzeug,
das im Alltag nützlich ist und lange verwendet werden
kann. Dennoch ranken sich seit vielen Generationen verschiedene
Aberglauben um das Verschenken von Werkzeug.
Ähnlich wie bei Messern oder Scheren glaubte man früher,
dass solche Gegenstände Beziehungen „durchschneiden“
oder Unglück bringen könnten. Vor allem in handwerklich
geprägten Familien hielt sich die Vorstellung, dass verschenktes
Werkzeug symbolisch die eigene Kraft, das Glück
oder sogar den Wohlstand aus dem Haus trägt.
Der Ursprung dieses Glaubens liegt wahrscheinlich in
Zeiten, in denen gutes Werkzeug einen besonders hohen
Wert hatte. Für Handwerker war es nicht nur ein Gebrauchsgegenstand,
sondern die Grundlage ihrer Arbeit und ihres
Lebensunterhalts. Wer Werkzeug besaß, verfügte über die
Möglichkeit zu arbeiten und Geld zu verdienen. Deshalb
betrachtete man es als etwas sehr Persönliches, das man
nicht leichtfertig verschenkte. Bis heute kennen viele Menschen
einen kleinen Brauch, mit dem sich der Aberglaube
umgehen lässt. Der Beschenkte gibt dem Schenkenden
symbolisch eine kleine Münze zurück, oft nur einen Cent.
Dadurch gilt das Werkzeug nicht mehr als reines Geschenk,
sondern als gekauft. So soll verhindert werden, dass das
Geschenk Unglück bringt oder die Beziehung belastet.
Dieser Brauch wird auch heute noch häufig bei Messern,
Scheren oder Taschenmessern angewendet und oft mit einem
Lächeln weitergeführt.
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Trotz aller alten Geschichten ist Werkzeug heute eines der
beliebtesten Geschenke für Menschen, die gern handwerklich
arbeiten. Es steht für Unterstützung, Wertschätzung und
Vertrauen in die Fähigkeiten des anderen. Viele verbinden
mit ihrem Werkzeug zudem persönliche Erinnerungen, denn
nicht selten werden einzelne Stücke über viele Jahre genutzt
oder sogar innerhalb der Familie weitergegeben. Deshalb
hat Werkzeug oft nicht nur einen praktischen, sondern auch
einen emotionalen Wert. Auch wenn der Aberglaube heute
meist nicht mehr ernst genommen wird, faszinieren solche
Traditionen noch immer viele Menschen. Sie erinnern
daran, wie wichtig Handwerk und gutes Werkzeug früher
waren und wie eng damit Vorstellungen von Glück, Arbeit
und Zusammenhalt verbunden wurden. So wird aus einem
einfachen Geschenk manchmal ein kleines Stück gelebter
Geschichte.
64 | ALSTERTAL MAGAZIN
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ALSTERTAL MAGAZIN | 65
WHAT‘S UP IN
TOWN?
Sternekoch Karlheinz Hauser mit
seiner Frau Margarete
Michelle Hunger, Schauspielerin Farina Flebbe
und Elisabeth Weichsberger (v.l.)
Die beiden Moderatorinnen Vanessa Blumhagen
und Anna Funck mit Tochter (v.l.)
KINOPREVIEW
Die ASTOR Film Lounge HafenCity hatte
gemeinsam mit Breuninger und dem
OPIUM Magazin zur Kino-Preview des mit
Spannung erwarteten Films „Der Teufel
trägt Prada 2“ geladen. Gäste aus Mode,
Medien, Kultur und Wirtschaft einen
Abend voller Austausch und Inspiration,
beispielsweise durch eine von Alena
Gerber moderierte Modepräsentation mit
dem Model Sylwia. In Anwesenheit der
beiden Kino-Unternehmer und -Betreiber
Hans-Joachim Flebbe und seinem Sohn
Tom Flebbe (ASTOR) standen in einem zu
dem Film passenden glänzendem Ambiente
das Zusammenspiel von Film und
gesellschaftlichem Austausch und bester
Unterhaltung im Mittelpunkt.
Auf seiner frühen Amerika-Reise
entdeckte er in San Francisco das
cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.
Astor Kino-Betreiber
Tom Flebbe und Marie Küppers
© Claudia Tejeda
Christine Wolff, HochTief AG, Gastgeber Rainer Möller
und Dr. Mirriam Prieß, Stiftung Dialogstark! (v.l.)
Stifterin Dorit Otto und Herzchirurg
Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner
Birgit Wulff und Pedram Emami, beide
Präsidium der Hamburger Ärztekammer
Minister Dirk Schrödter, Senatorin Maryam
Blumenthal, Medizinethikerin Dr. Alena Buyx und
Dr. Christian Gerloff, Ärztl. Direktor UKE (v.l.)
© Bertold Fabricius
METROPOLENDIALOG
Der 16. MetropolenDialog mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz in der
Medizin – Chancen und Risiken“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
wurde zum Gesundheitsgipfel. Auf Einladung von Rainer Möller, GF von Alsterconcept,
diskutierten maßgebliche Akteure der Gesundheitswirtschaft und dem
Bereich Digital Health Potenziale und Entwicklungen beim Einsatz Künstlicher
Intelligenz im Gesundheitswesen: Es sprachen Maryam Blumenthal, Senatorin
für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Medizinethikerin Prof. Dr.
Alena Buyx, Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Medienpolitik in
Schleswig-Holstein und Prof. Dr. Christian Gerloff, ärztlicher Direktor des UKE.
Zusammenfassend wurde deutlich, wie die beiden norddeutschen Bundesländer
kontinuierlich an dem Ziel arbeiten, die globale Gesundheitsversorgung zielgerichtet
aus Norddeutschland heraus zu unterstützen.
66 | ALSTERTAL MAGAZIN
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