Programmheft «Das Vampirgerücht»
Das neue Musical «Das Vampirgerücht» ist eine spritzige Komödie mit feiner Satire und musikalischem Glanz. Es greift Thurgauer Skandale mit einem Augenzwinkern auf, spielt charmant mit Klischees und erzählt ernste Themen mit Leichtigkeit und Witz. Erleben Sie ein Musicalfeuerwerk voller Humor, Überraschungen und absolut spektakulärer Musik – ein Highlight, das Ihnen noch lange im Blut bleibt! Auf der Bühne: Fabienne Louves, Rolf Sommer, Marisa Jüni, Benjamin Fröhlich, Chasper Mani Infos und Tickets: https://www.buehne-mammern.ch
Das neue Musical «Das Vampirgerücht» ist eine spritzige Komödie mit feiner Satire und musikalischem Glanz. Es greift Thurgauer Skandale mit einem Augenzwinkern auf, spielt charmant mit Klischees und erzählt ernste Themen mit Leichtigkeit und Witz. Erleben Sie ein Musicalfeuerwerk voller Humor, Überraschungen und absolut spektakulärer Musik – ein Highlight, das Ihnen noch lange im Blut bleibt!
Auf der Bühne: Fabienne Louves, Rolf Sommer, Marisa Jüni, Benjamin Fröhlich, Chasper Mani
Infos und Tickets: https://www.buehne-mammern.ch
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Das
Vampirgerücht
Musical von david lang
@chalottedujour
Musical am See
29.5.–14.6.26
2. – 18. Juni 2023 buehne-mammern.ch
1
Der Verein Bühne Mammern bedankt sich
ganz herzlich für die wertvolle Unterstützung
Wir danken auch allen im Programmheft aufgeführten Inserenten sowie
allen Unterstützenden, die auf eine namentliche Erwähnung verzichten.
Hauptsponsorin
Thurgauer Kantonalbank
Goldsponsoren
Baugeschäft Wagner AG
Gemeinde Mammern
Silbersponsoren
Klinik Schloss Mammern
Tschanen AG
Bronzesponsoren
Ärzte am Rhein AG
Gebr. Umbricht AG
Ilg + Köstli AG
STAUB Immobilien Treuhand AG
Sponsoren
Brauchli Tankrevisionen AG
Dössegger Barbara
Fleisch-Silvestri Ruth
Goba Getränke AG
Götz & Rufer Treuhand AG
Graf Myrtha & Luzia
Restaurant Seegarten
Häberlin Architekten AG
Künzli René und Silvia
Küwa Haustechnik AG
«Der Thurgauer Leu»
Mirabit AG
Schäfer Regula und Ferdi
Schloss Liebenfels
Tröpfel GmbH
Windwärts AG
Sach- und Materialsponsoren
Füllemann Transporte AG
Getränke Schäfli AG
Kressibucher Daniel
Sonnenbräu
Gönnerinnen und Gönner
Bichsel Patrick
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Gemeinde Eschenz
Gemeinde Wagenhausen
Hagmann Katharina und Oscar
Oswald Ueli
Rhyner Jakob
Trachsel Hansueli
Schenk Ueli
Staub Heizungen AG
Vögtlin Marcel
Stiftungen & öffentliche Hand
Alice Wartemann-Stiftung
Dr. Heinrich Mezger-Stiftung
Ernst Göhner Stiftung
E. Fritz und Yvonne Hoffmann Stiftung
Fondation Suisa
Kedves-Stiftung
Kulturpool Untersee und Rhein
Lotteriefonds Kanton Thurgau
Migros Kulturprozent
TKB Jubiläums-Stiftung
Thurgauische Kulturstiftung Ottoberg
Medienpartner
Bote vom Untersee und Rhein
Radio Munot
2
Inhaltsverzeichnis
Grussworte 5-7
Handlung Musical «Das Vampirgerücht» 9
Gespräch mit Regisseur/Dramaturg Livio Beyeler 11-13
Kreativ- und Produktionsteam 15-19
Cast 20-25
Orchester | Musicalchor 27-29
Verein Bühne Mammern 31
Allgemeine Informationen 33
Hinter den Kulissen 35
Impressionen 38-39
3
Ihr Wagner-Team wünscht viel Vergnügen!
Neubau
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Renovation
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4
Grusswort · Regierungspräsident Dominik Diezi, Patronat
Liebe Besuchende des Musicals
Liebe Freundinnen und Freunde der
Bühne Mammern
Das Vampirgerücht verspricht ein aussergewöhnliches
Erlebnis voller Humor, einer guten
Portion Absurdität und zugleich berührender
Emotionen: «eine fiktionale Reflexion
über Anpassung und Ausgrenzung, über
Macht und Mitgefühl, über Liebe jenseits
von Artgrenzen – und über die Frage, was
es eigentlich heisst, Mensch zu sein».
Als Musikliebhaber bin ich besonders gespannt,
wie die Musik die Figuren und ihre
Gefühle lebendig werden lässt. Das gesamte
Stück stammt aus der Feder von David Lang,
sämtliche Dialoge, Liedtexte sowie die musikalische
Komposition. Unter seiner Leitung
wachsen Orchester und Chor zu einer Einheit
zusammen, die verschiedene Musikstile
aufgreift: mal mitreissend und kraftvoll, mal
leise und nachdenklich. Begleitet von zwei
Keyboards, Cello, Saxophon und Kontrabass
wird sicherlich eine farbenreiche Klangwelt
entstehen.
Ich wünsche dem gesamten Team viel Freude
und Inspiration bei der kreativen Umsetzung.
Es ist schön zu sehen, dass das
Projektteam alle drei Jahre ein neues, faszinierendes
Werk in meiner emotionalen Heimat
am Untersee auf die Bühne bringt und
dafür so viele begabte Künstlerinnen und
Künstler gewinnen kann.
Mein herzlicher Dank gilt auch allen Helferinnen
und Helfern sowie den Sponsorinnen
und Sponsoren aus der Region. Ihr alle tragt
dazu bei, dass der Thurgau ein lebendiger
Kulturkanton bleibt.
Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher
der Bühne Mammern, wünsche ich einen unvergesslichen
Abend voller Anregung, Begeisterung
und herzlicher Lacher.
Dominik Diezi
Regierungspräsident
5
rt den
cht» zu
t allen
el Spass
Die Gemeinde Mammern gratuliert den
Organisatoren von «Das Vampirgerücht» zu
dieser tollen Produktion und wünscht allen
Gästen ein unvergessliches Erlebnis, viel Spass
und eine fantastische Zeit in Mammern.
6
Grusswort · Anita Dähler-Engel, Gemeindepräsidentin Mammern
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitwirkende, geschätzte Gäste
Im Namen des Gemeinderates von Mammern
ist es mir eine grosse Freude, Sie zu
diesem ebenso schaurig-schönen wie humorvollen
Musicalabend willkommen zu
heissen. Der fiktive Handlungsort Johannashafen
liegt – wie unser schönes Mammern
– am Bodensee und verfügt ebenfalls über
eine renommierte Klinik.
Wenn sich das Zirkuszelt öffnet und die Bühne
zum geheimnisvollen Tummelplatz von
Vampiren und Menschen wird, erwartet uns
mehr als blosse Unterhaltung. Erzählt wird
eine Geschichte über Zusammenleben, Vertrauen
und Verantwortung – und darüber,
wie rasch ein sensibles Gleichgewicht ins
Wanken geraten kann.
Unerkannt leben die Vampire unter den
Menschen. Plötzlich verschwinden Blutkonserven
aus der Klinik, eine Nachbarskatze
wird blutleer aufgefunden, unerlaubte Medikamententests
verunreinigen das gespendete
Blut. Das Musical stellt die berechtigte
Frage: Was ist im Namen des wissenschaftlichen
Fortschritts erlaubt – und wo liegen
die Grenzen? Das Musical hält uns dabei
auf unterhaltsame und zugleich nachdenkliche
Weise den Spiegel vor: Wo Menschen
zusammenleben – in der Familie, im Verein,
in einer Dorfgemeinschaft – braucht es Regeln,
geschriebene und ungeschriebene. Es
braucht aber auch Rücksicht, Solidarität und
die Bereitschaft, Verantwortung füreinander
zu übernehmen.
Ein solches Projekt ist nur dank grossem freiwilligem
Engagement möglich. Viele Stunden
intensiver Vorbereitung liegen hinter
den Mitwirkenden. Unzählige Helferinnen
und Helfer stehen an den einzelnen Abenden
im Einsatz, um uns allen ein einmaliges
kulturelles Erlebnis hier in Mammern zu ermöglichen.
Dieses grosse freiwillige Engagement
verdient unseren besonderen Dank
und höchste Anerkennung.
Der Gemeinderat wünscht Ihnen einen spannenden,
unterhaltsamen und inspirierenden
Musicalabend. Geniessen Sie die Vorstellung
– und lassen Sie sich in die Welt der
Vampire entführen.
Freundliche Grüsse
Anita Dähler-Engel
Gemeindepräsidentin Mammern
7
ZURÜCK IN DEN ALLTAG
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Team Brustkrebs-Patientinnen und begleitet sie auf dem Weg zurück in
den gewohnten Alltag.
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8
Handlung Musical «Das Vampirgerücht»
Seit Jahrhunderten leben Vampire unerkannt
unter den Menschen. Ihr wichtigstes
Gesetz ist einfach und unerbittlich: Die
Menschen dürfen niemals erfahren, dass es
sie gibt. Um dieses Geheimnis zu schützen,
wacht eine streng organisierte Vampir-Kommission
über jedes ungewöhnliche Ereignis,
jede Unachtsamkeit und jeden Verdacht.
Als jedoch gegenüber der idyllischen Bodenseestadt
Johannashafen plötzlich Blutkonserven
aus einer Klinik verschwinden, schrillen
in der Vampirwelt alle Alarmglocken.
Blutdiebstahl ist nicht nur ein Tabubruch – er
könnte auch die Aufmerksamkeit der Menschen
wecken. Und wenn die Wahrheit ans
Licht kommt, wäre das Ende des friedlichen
Zusammenlebens besiegelt.
Die Sonderkommission reagiert sofort: Ihre
beste Ermittlerin, Dragana Arz von Straussenburg,
wird nach Johannashafen geschickt.
Für Dragana kommt der Auftrag denkbar ungelegen.
Eigentlich wollte sie endlich Ferien
machen und dem strengen Regelwerk der
Vampirwelt für ein paar Tage entkommen.
Stattdessen muss sie inkognito in eine Stadt
reisen, die sich gerade auf ihr grosses Hafenfest
vorbereitet.
Johannashafen wirkt auf den ersten Blick wie
der Inbegriff einer harmonischen Kleinstadt:
freundliche Menschen, bunte Girlanden, ein
Stadtfest voller Musik, Begegnungen und
Feuerwerk. Doch unter der Oberfläche dieser
Idylle scheint etwas nicht zu stimmen.
Immer wieder tauchen Hinweise auf, dass jemand
ein gefährliches Spiel spielt – und vielleicht
mehr über die geheimnisvollen Blutdiebstähle
weiss, als zunächst sichtbar ist.
Während Dragana versucht, unauffällig zu ermitteln,
begegnet sie den unterschiedlichsten
Menschen der Stadt: dem charmanten
Valentin, der ihr Johannashafen mit grosser
9
Begeisterung zeigt; seinem Freund Harry,
der überall Verschwörungen vermutet; der
besorgten Frau Theres mit ihrem treuen Begleiter
Theo; und dem geheimnisvollen Arzt
Dr. K., dessen Klinik eine zentrale Rolle im
Geschehen spielt. Je länger Dragana bleibt,
desto komplizierter wird ihre Mission. Gerüchte
beginnen zu kursieren, Verdächtigungen
wachsen – und plötzlich steht mehr
auf dem Spiel als nur ein gestohlener Vorrat
an Blut. Gleichzeitig gerät Dragana selbst in
einen inneren Konflikt zwischen ihrer Pflicht
gegenüber der Vampirwelt und den Begegnungen,
die ihr Herz berühren.
Langsam verdichten sich die Hinweise zu
einem Bild, das niemand erwartet hat. Doch
wenn die Wahrheit ans Licht kommt, könnte
sie alles verändern – für Johannashafen, für
die Menschen der Stadt und für die Welt der
Vampire.
Zum historischen Hintergrund:
Das Musical behandelt zentrale Themen wie
Macht, Abhängigkeit und Verantwortung im
medizinischen Kontext. Es nimmt dabei lose
Bezug auf reale Ereignisse aus der Bodenseeregion:
In der Psychiatrischen Klinik
Münsterlingen (TG) wurden im 20. Jahrhundert
über einen längeren Zeitraum Medikamente
an Patient:innen getestet, ohne dass
diese ausreichend informiert waren oder
wirksam einwilligen konnten.
Die künstlerische Auseinandersetzung versteht
sich ausdrücklich nicht als Nacherzählung
konkreter Personen oder Fälle. Vielmehr
dient der historische Bezug als Ausgangspunkt
für eine Reflexion: Was passiert, wenn
Fürsorge, Kontrolle und wissenschaftlicher
Fortschritt in Spannungsfelder geraten und
ethische Grenzen überschritten werden?
Bei uns wird beraten, gelacht, gemeinsam ausgehalten, aufgemuntert, nachgefragt,
gestaunt, gehofft und besprochen.
Unser Team gibt täglich das Beste für Ihre Gesundheit!
10
Gespräch mit Regisseur und Dramaturg Livio Beyeler
Gleichzeitig denken wir die Höhe des Zeltes
aktiv mit: Unsere dreistöckige Bühnenkonstruktion
ermöglicht es uns, auf verschiedenen
Ebenen zu spielen und dadurch sehr
dynamische Bilder zu erzeugen.
Ein Zirkuszelt hat eine ganz eigene Atmosphäre
– näher am Publikum, direkter, vielleicht
roher. Wie beeinflusst dieser Raum
Ihre Regiearbeit?
Die Nähe macht die Emotionen spürbarer –
und auch ehrlicher. Alles ist unmittelbarer, direkter
– das fordert eine grosse Präzision im
Spiel. Gleichzeitig entsteht gerade dadurch
eine sehr intensive Verbindung.
Wie unterscheidet sich die Arbeit im Zelt
von einer klassischen Theaterbühne?
Im Zelt arbeitet man stärker in alle Richtungen.
Es gibt kein «Vorne» im klassischen
Sinn – das Publikum umgibt einen. Das verändert
die Wege, die Blickachsen, die Choreografien.
Gleichzeitig ist der Raum weniger
kontrollierbar, was ihn aber auch lebendig
macht. Man muss ihn sich gewissermassen
erspielen.
Sie inszenieren zum ersten Mal in einem
Zirkuszelt. Was reizt Sie an diesem ungewöhnlichen
Spielort?
Ein Zirkuszelt bringt eine völlig andere Atmosphäre
mit sich als ein klassischer Theaterraum.
Unsere Bühne ist räumlich an die Manege
angepasst, das Publikum sitzt in einem
Halbkreis von 180 Grad – das schafft eine
unmittelbare Nähe, die man so selten erlebt.
Der Titel «Das Vampirgerücht» klingt geheimnisvoll.
Was hat Sie an der Geschichte
interessiert?
Vampirgeschichten sind tief in unser popkulturelles
Gedächtnis eingebrannt – es entstehen
sofort Bilder, Assoziationen, Referenzen.
Mit diesen Erwartungen zu spielen, ist unglaublich
reizvoll. Das Besondere an dieser
Geschichte ist, dass sie Motive aus der Vampirwelt
mit Elementen eines Krimis verbindet.
Dieses Spannungsfeld eröffnet ganz eigene
Möglichkeiten.
11
Weil Tradition
und Brauchtum
ein gutes
Fundament bilden.
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12
Gespräch mit Regisseur und Dramaturg Livio Beyeler
Welche Themen stehen für Sie im Zentrum
der Inszenierung?
Alle Figuren in diesem Stück sind Getriebene
– sei es durch einen Kriminalfall, unerwiderte
Liebe, Karriere oder pure Lebenslust. Mich
interessiert, was passiert, wenn diese unterschiedlichen
Kräfte aufeinandertreffen.
Und dann geht es natürlich auch um die
Liebe gegen Widerstände, gegen Zweifel,
gegen das, was man zu wissen glaubt.
Es handelt sich um eine Uraufführung mit
Musik von David Lang. Was bedeutet es
für Sie, ein Werk erstmals auf die Bühne zu
bringen?
Eine Uraufführung hat einen ganz eigenen
Reiz. Auf der Textebene kann man sehr direkt
mit dem Autor und Komponisten über
Ideen, Motive und Visionen sprechen – das
ist ein unglaublich spannender Prozess.
Gleichzeitig entsteht auch in der Arbeit mit
den Darsteller:innen etwas sehr Besonderes:
Die Figuren entwickeln sich während
der Proben weiter, werden persönlicher,
konkreter und lebendiger.
Wie eng war der Austausch mit dem Komponisten
während der Probenphase?
David und ich haben sehr eng zusammengearbeitet
– vieles wurde schon vor Probenbeginn
immer wieder überprüft, geschärft und
weiterentwickelt. In den Proben selbst bleibt
das Material dann sehr agil: Text und Musik
können sich weiter verändern, wachsen,
sich anpassen. Das ist ein sehr organischer
Prozess.
Wenn man mit einem lebenden Komponisten
arbeitet – ist das eher Freiheit oder
zusätzliche Verantwortung?
Es ist beides. Einerseits hat man die Möglichkeit,
direkt Einfluss zu nehmen und
Dinge gemeinsam zu gestalten – das ist
eine grosse Freiheit. Gleichzeitig arbeitet
man mit Material, das sehr persönlich ist, oft
noch ganz nah am Entstehungsprozess. Das
bringt auch eine besondere Verantwortung
mit sich.
Sie haben nicht nur Regie geführt, sondern
auch die Dramaturgie entwickelt. Wie beeinflussen
sich diese beiden Rollen gegenseitig?
Die beiden Rollen greifen stark ineinander.
Die dramaturgische Arbeit schafft die narrative
Grundlage – die Regie übersetzt sie
in konkrete Bilder, Situationen und Abläufe.
Wenn man beides verantwortet, hat man
einen sehr direkten Zugriff auf den Gesamtbogen.
Ist es schwieriger oder einfacher, wenn
man selbst die dramaturgische Grundlage
geschaffen hat?
Beides. Einerseits kennt man das Material
sehr genau und kann sehr gezielt damit arbeiten.
Andererseits muss man auch bereit
sein, die eigene Ausgangsidee immer wieder
infrage zu stellen – gerade im Probenprozess.
Und ganz persönlich: Glauben Sie eigentlich
selbst an Vampire?
Sagen wir so: Ich habe noch keinen getroffen
– aber ich würde es auch nicht kategorisch
ausschliessen. Man weiss ja nie, wer sich
jetzt gerade alles im Publikum versteckt…
13
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persönlichen Note
14
Kreativ- und Produktionsteam
Livio Beyeler Regie & Dramaturgie
Livio Beyeler ist Regisseur
für Theater,
Musical und Oper
sowie Konzept- und
Performancekünstler.
Er studierte an
der Zürcher Hochschule der Künste und an
der Hochschule Luzern – Design und Kunst.
Seit der Spielzeit 2022/23 ist er Hausregisseur
am Theater Uri. Dort inszenierte er u.a.
«Ein Sommernachtstraum», «Wilhelm Tell»,
«Faust» sowie das interdisziplinäre Kunstprojekt
«welcome home». Seine Arbeit «was ihr
wollt und wie es euch gefällt» war 2021 am
Schweizer Theatertreffen vertreten. Weitere
Stationen waren u. a. Theater Basel, Konzert
und Theater St. Gallen, Theater am Neumarkt
Zürich, Schlachthaus Theater Bern
und das Landschaftstheater Lenzburg.
Im Musiktheater realisierte er mehrere
Schweizer Erstaufführungen, darunter «tick,
tick…BOOM!» und «Elegies for Angels, Punks
and Raging Queens». Zudem inszenierte
er «The Last Five Years» sowie die schweizerdeutsche
Erstaufführung von «Next to
Normal» und arbeitete bei Disneys «Der
Glöckner von Notre Dame» an den Thunerseespielen.
Seine Arbeiten als Konzept- und Performancekünstler
wurden international gezeigt,
u. a. in Prag, Chicago und Hongkong. Zudem
entwickelt er partizipative Projekte und kuratiert
Festivals und Ausstellungen.
liviobeyeler.com
David Lang Komposition, Buch, musikalische Leitung
David Lang arbeitet
vorwiegend als
Komponist, Sänger,
Autor, Chorleiter und
Pianist. Er hat über
400 bei der SUISA
registrierte Werke geschaffen – darunter
Musicals, Singspiele und Chorwerke – und
wurde mehrfach bei nationalen Kompositionswettbewerben
ausgezeichnet.
Als Gründer und künstlerischer Leiter prägt
er die Formate «Chor der 100», «Männergesang»
und «Bühne Mammern», leitet verschiedene
Chöre und realisiert regelmässig
spannende Konzertprojekte. Er engagiert
sich als Experte der Schweizerischen Chorvereinigung
und als Botschafter für Gesang
in offenen Singveranstaltungen für Firmen
und Organisationen.
In Musicals ausserhalb Mammerns wirkte er
unter anderem als Orchesterleiter bei Billy
Elliot – Das Musical in der MAAG Halle Zürich.
Seine Ausbildung umfasst klassisches
Klavier, klassischen Gesang, Chor- und Orchesterdirigieren
sowie Komposition an der
Zürcher Hochschule der Künste und der
Musikhochschule Luzern sowie internationale
Meisterkurse in Gesang, Dirigieren und
Performance. David Lang verbindet kompositorische
Handschrift, dirigentische Erfahrung
und pädagogisches Engagement, um
Menschen für Musik und insbesondere für
Gesang zu begeistern.
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15
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Kreativ- und Produktionsteam
Gabor Nemeth · Bühnenbild
Gabor Nemeth, geboren
zwischen Nadelkissen
und Kreissäge,
absolvierte
erst die Ausbildung
zum Zimmermann,
danach die zum Schauspieler. Er wirkte vor
der Kamera als Lockvogel bei «Rätpäck», in
zahlreichen Sketches bei «Giacobbo/Müller»,
im «Kassensturz» und als Boulevardschauspieler
in diversen Stücken mit Walter
Andreas Müller und Erich Vock. Heute gestaltet
und produziert er in seinem Handwerksbetrieb
requisit.ch für SRF, das Casinotheater
Winterthur, die MAAG Halle sowie
für das Theater am Hechtplatz Bühnenbilder
und Spezialrequisiten. requisit.ch
Natalie Péclard · Kostüme
Natalie Péclard ist
Coutureschneiderin
und Industrieschnitttechnikerin.
Über 18
Jahre lang leitete sie
die Schneiderwerkstatt
und die Ausbildung von Lernenden bei
der Stiftung Märtplatz in Freienstein. Seit
2014 führt sie ihre eigene Kostümschneiderei
in Winterthur und fertigt Kostüme für Theater,
Tanz und Zirkus an – vom Kindertheater
bis zu grossen Bühnenproduktionen. Sie
arbeitet unter anderem mit dem Affentheater
Winterthur, dem Opernhaus Zürich, Karls
kühne Gassenschau und zahlreichen weiteren
Schweizer Theaterprojekten zusammen.
María Sala · Maske
Geboren und aufgewachsen
in Argentinien,
absolvierte
María Sala ihre Ausbildung
als Maskenbildnerin
am Instituto
Superior de Arte del Teatro Colón und
als Bühnenbildnerin am Instituto de Diseño
Escénico Saulo Benavente in Buenos Aires.
In der Schweiz arbeitet sie freischaffend und
wirkte in verschiedenen Theaterproduktionen
mit, u. a. am Theater der Künste Zürich,
am Theater St. Gallen, an den St. Galler Festspielen,
am See-Burgtheater Kreuzlingen
und an der Operettenbühne Vaduz.
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Kreativ- und Produktionsteam
Christina Schäfer · Produktionsleitung
Seit fünfzehn Jahren
organisiert und realisiert
Christina Auftritte
und Konzerte
für Künstler:innen
sowie Kulturvereine.
Zudem ist sie für die Durchführung des
Chorfestivals «Fest der Chöre» in Frauenfeld
verantwortlich. Sie ist Absolventin der
Schweizerischen Hotelfachschule Luzern
und hat sich im Bereich Human Resources
weitergebildet. Sie leitete mehrere Jahre die
Personalabteilung von drei Hotels in Zürich,
bevor sie sich 2010 auf die Organisation von
Events und Veranstaltungen spezialisierte.
kulturbuero-schaefer.com
Nina Rehn · Regieassistenz und Abendspielleitung
Nina Rehn schloss
ihre Musicalausbildung
2022 erfolgreich
an der Stage
School in Hamburg
ab. Bereits während
ihrer Ausbildung stand sie für die Produktion
„Die grosse Weihnachtsshow“ auf der Bühne
des First Stage Theater in Hamburg. Unmittelbar
nach der Ausbildung war sie als Solistin
in Musical Dinner Shows auf Tour. Ab 2023
folgten zwei Spielzeiten im festen Ensemble
des DasDa Theaters in Aachen, wo sie unter
anderem als Crystal im Musical «Der kleine
Horrorladen» und in der Hauptrolle Penny
in der Uraufführung der Komödie «Karaoke
für zwei» zu sehen war. Weitere Produktionen
waren «Die Goldfische», «Konferenz der
Tiere», «das Neinhorn» und «Willkommen bei
den Hartmanns». Seit 2025 lebt sie in Bern
und war im Sommer in der Schweizer Uraufführung
«Ungeheuerlich» auf der Seebühne
in Murg am Walensee als Lea Kälin zu sehen.
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19
Cast
Fabienne Louves · Dragana
Geprägt von einer unvergleichbaren Natürlichkeit
geht die Luzernerin seit dem Gewinn
der TV-Show «Musicstar» ihren Weg unaufhaltsam
vorwärts: Zwei Alben, ausgiebige
Tourneen, unzählige TV-Shows, hunderte
von Auftritten in Musicals wie «Ewigi Liebi»,
«Die kleine Niederdorfoper», «Ost Side Story»,
«Stägeli uf - Stägeli ab» und «Cabaret»,
Kooperationen mit Star-DJ Yves Larock, mit
Polo Hofer und mit dem Christoph Walter
Orchestra sind nur einige Highlights in einer
beispiellosen Karriere, welche Fabienne
Louves in den letzten Jahren gemacht hat.
Dank ihrer natürlichen Offenheit hat sich die
Frau mit der grossen Stimme zur vielleicht
vielseitigsten Schweizer Entertainerin der
Neuzeit entwickelt und gewinnt fast genau
10 Jahre nach Ihrem Erfolg bei «Musicstar»
in der SRF-Tanzshow «Darf ich bitten» erneut
einen vom Publikum gewählten Titel.
fabiennelouves.ch
IM GESPRÄCH mit Fabienne
Du kennst die grossen Bühnen des Landes
– was macht für dich den besonderen Zauber
aus, in Mammern aufzutreten?
Meine Freundin Marisa Jüni hat schon mehrmals
in Mammern gespielt und schwärmte
mir immer wieder vor, wie schön der Ort sei
und wie toll es sei, hier spielen zu dürfen.
Deswegen hat es mich umso mehr gefreut,
dieses Jahr auch dabei sein zu dürfen und
diesen Zauber spüren zu können.
Wenn du auf das letzte Jahr zurückblickst:
Welcher Moment hat dich als Künstlerin am
meisten berührt oder geprägt?
Nach meiner Chemotherapie im letzten
Jahr habe ich es wieder enorm geschätzt,
die Kraft zu haben, um auf der Bühne stehen
und als Sängerin performen zu dürfen.
Persönlichkeit, die kein Blatt vor den Mund
nimmt. Genau das macht auch mich aus. Ich
liebe es, vor allem positive Dinge anzusprechen,
habe aber auch keine Angst, unangenehme
Diskussionen zu führen.
Was steht auf deiner künstlerischen
Wunschliste noch ganz oben, trotz all deiner
bisherigen Erfolge?
Da ich leidenschaftlich gerne Filme und Serien
schaue, würde ich sehr gerne einmal in
einem Film oder einer Serie eine Rolle bekommen.
Ich durfte bereits ein wenig Kinoluft
im Film «Ewigi Liebi» schnuppern. Vor der
Kamera zu arbeiten hat mir enorm viel Spass
gemacht.
Mit welchem Charakterzug deiner Figur
kannst du dich am besten identifizieren?
Dragana ist eine sehr starke und direkte
20
Cast
Marisa Jüni · Frau Theres
Die Faszination für die Theaterwelt packte
die gebürtige Bernerin Marisa Jüni schon
in jungen Jahren. Sie machte ihre Leidenschaft
zum Beruf und absolvierte eine Ausbildung
in Gesang, Tanz und Schauspiel in
München. Seither stellte sie ihre Vielseitigkeit
in zahlreichen Produktionen unter Beweis:
Sie war in Mel Brooks’ «Young Frankenstein»
am Theater am Hechtplatz zu
sehen, tourte als «Heidi» durch die Schweiz,
spielte die Milena Vakulic im Musical «Die
Schweizermacher» und die Miriam Leibowitz
in der Komödie «Der Tag, an dem der
Papst gekidnappt wurde». Zudem begeisterte
sie zwei Jahre lang das Publikum als
Schwester Maria Roberta im Musical «Sister
Äct». Und wer Marisa von einer neuen
Seite hören möchte, kann sie ab September
erstmals mit ihrer Band «Interregio» live erleben.
marisajueni.ch, interregioband.ch.
IM GESPRÄCH mit Marisa
Seit 2016 bist du ein fester Teil von Bühne
Mammern. Was war das Bemerkenswerteste
oder Witzigste, was du hier erlebt
hast? Ich möchte mich gar nicht auf ein einzelnes
Ereignis festlegen müssen. Es ist die
Atmosphäre. Ich finde es bemerkenswert,
dass ein ganzes Dorf mit anpackt und alle
hier so wahnsinnig herzlich zu uns sind. Und
das alle Jahre wieder. Ich werde in Mammern
ganz oft von mir noch fremden Menschen
angesprochen, die mir ihre Begeisterung
kundtun. Es ist ein wahnsinnig wohlwollendes
Umfeld. Und ja, es gab da schon einen
lustigen Moment: Meine Hündin Mila hat mal
den Jagdhund von Davids Eltern befreit. Sie
hat seine Leine durchgebissen, damit er ausbüxen
konnte.
Ist es für dich ein Unterschied, ob du in der
MAAG Halle singst oder in einem Zirkuszelt
auf dem Lande? Absolut. Beide haben ihren
eigenen Zauber. Die MAAG Halle hat diesen
urbanen, industriellen Charme mit einer
21
gewissen Erwartungshaltung einer Grossproduktion.
Das Zirkuszelt in Mammern ist
intimer. Manchmal wahnsinnig heiss, wenn
die Sonne draufknallt, manchmal laut wegen
Wind und Regen. Es fordert mehr Flexibilität,
aber dafür ist die Kulisse unbezahlbar. Mir
gefällt das Unberechenbare.
Wo beginnt für dich die Magie: im Probenraum,
auf der Bühne oder beim ersten Publikumslachen?
Ich würde lügen, wenn ich sagen
würde, dass bei den Proben oder beim
Vorbereiten zu Hause die Magie entsteht.
Ich probe sehr gerne, aber der Austausch
mit dem Publikum und dessen Reaktion sind
unbezahlbar. Das passiert nur live.
Du bist unsere Vampir-Expertin: Welche
Superkraft hättest du gerne?
Zeitmanipulation. Die Fähigkeit, schöne Momente
zu dehnen oder die Zeit zwischen
Generalprobe und Premiere zu verdoppeln!
Cast
Rolf Sommer · Dr. K
Rolf Sommer absolvierte seine Ausbildung
zum Schauspieler und Musicaldarsteller
in München. In den letzten zwanzig Jahren
spielte er unzählige Rollen in diversen
Schweizer Theater- und Musicalproduktionen,
unter anderem den Hanspeter in der
Originalinszenierung von «Ewigi Liebi», Moritz
Fischer in «Die Schweizermacher», Dr.
Rock in «Io Senza Te» oder den Dällebach
Kari im gleichnamigen Musical an den Thunerseespielen,
wofür er in Berlin mit dem
«Deutschen Musical Theater Preis 2023» als
bester Darsteller in einer Hauptrolle ausgezeichnet
wurde. Seit 2017 ist er auch erfolgreich
als Regisseur tätig. Er inszenierte beispielsweise
die Neuauflage des Musicals
«Space Dream» in der Zürcher MAAG Halle,
die Komödie «Monsieur Claude und seine
Töchter» im Zürcher Bernhardtheater oder
den viralen Hit «Made in Switzerland» für
den Eurovision Song Contest 2025 in Basel.
rolfsommer.net
IM GESPRÄCH mit Rolf
Du bist ein echtes Multitalent: Schauspiel,
Gesang, Regie, Schreiben. Wo schlägt dein
Herz am lautesten, wenn niemand zuhört?
Ganz ehrlich: Ich kann‘s nicht sagen! Jahrelang
habe ich mich nur als Darsteller empfunden
und war in diesem Beruf überglücklich.
Dann kam Regie hinzu und diese Erweiterung
fühlte sich an, als würde ich plötzlich
vom Handwerker zum Künstler werden. Das
Schreiben scheint nun die logische Konsequenz
in dieser beruflichen Entwicklung zu
sein. Zum Glück muss ich mich nicht für eine
dieser Aufgaben entscheiden!
2023 wurdest du mit dem Deutschen Musical
Theater Preis als «Bester Darsteller in
einer Hauptrolle» ausgezeichnet. Was ging
dir in diesem Moment durch den Kopf? Ich
konnte es kaum fassen. Es war wie bei einer
Oscar-Verleihung! Da sitzt man im ehrwürdigen
«Theater des Westens» in Berlin, ist
umgeben von den wichtigsten Leuten der
deutschsprachigen Musical-Industrie, ein
Couvert wird geöffnet und jemand sagt: «Und
der Gewinner ist...» Als mein Name fiel, haben
22
alle um mich herum geschrien und gejubelt.
Ich war völlig überwältigt!
Was ist die verrückteste Bühnengeschichte,
die du je erlebt hast und die man im Programmheft
gerade noch erzählen darf?
Hmmm... Wie wär‘s mit dem Moment, als ich
im Theater am Hechtplatz beinahe in der
Unterhose die Show begonnen hätte? Oder
als bei den Thunerseespielen im dramatischsten
Moment der Strom ausfiel? Oder als ich
im Theater 11 direkt vom Flughafen auf die
Bühne hechtete? Oder vielleicht doch die
Geschichte vom Publikum, das noch während
der Applausordnung aufhörte zu klatschen...?
Vampir-Check: Wärst du eher der charismatische
Anführer, der stille Strippenzieher im
Hintergrund oder der, der nachts einfach
nur seine Ruhe will? Welcher Vampir will bitte
nachts seine Ruhe? Wäre ich ein Vampir, dann
würde mich nachts mit Blut besaufen, wäre
hemmungslos hedonistisch, ausschweifend
und verschwenderisch und würde mich erst
morgens, wenn die Sonne aufgeht, in meinen
Sarg legen.
Cast
Benjamin Fröhlich · Valentin
Benjamin Fröhlich ist ein vielseitiger Schauspieler
und Sänger. Zuletzt war er in «Billy
Elliot» und «Sister Äct» in der MAAG Halle
zu sehen und spielte parallel die Rolle des
Felix in «Bergen» an der Bühne Aarau. Zudem
ist er Co-Host des beliebten «Musical
Lovers Open Mic» im Millers Theater in Zürich.
Bevor er seine künstlerische Laufbahn
einschlug, studierte Benjamin einige Semester
Medizin an der Universität Zürich.
Anschliessend absolvierte er eine Ausbildung
an der StageArt Musical & Theatre
School Zürich und parallel ein DAS Chorleitung
Kirchenmusik an der ZHdK. Seinen
Abschluss machte er mit einem MA in
Musical Theatre an der Royal Academy of
Music, London. Benjamin wirkte in vielen
Haupt- und Nebenrollen in Musicals wie
«Schacher Sepp», «Rent» und «Titanic»
mit. Als Regisseur, Dramaturg und Produzent
prägte er unter anderem die Produktionen
«The Copyright Girl», «Die Goldig
Chetti» und «The Magic Barrel Organ».
benjaminfroehlich.com
IM GESPRÄCH mit Benjamin
Was überrascht dich selbst immer wieder
an deiner Arbeit auf der Bühne?
Der Spassfaktor mit Kolleginnen und Kollegen
auf und hinter der Bühne und die Interaktion
mit dem Publikum ist immer wieder
überraschend intensiv und wohltuend.
Was hast du für einen Bezug zu Produktionen
im Zirkuszelt?
Ich war in meinen Jugendjahren Teil des
Jugendzirkus Pipistrello und habe als
Clown und Zirkusdirektor gross aufgespielt.
In Mammern schliesst sich so ein Kreis.
Wie verarbeitest du einen intensiven Probentag?
Vorzugsweise mit einem Spaziergang (auch
bei Hudelwetter), gerne auch mit einem
Buch oder bei Gesprächen über irgendwas
ganz anderes als Bühnenstaub und Scheinwerferlicht.
Mit deinem medizinischen Hintergrund:
War dir der Münsterlinger Medikamentenskandal
bereits ein Begriff, bevor du dich
mit dem Stück beschäftigt hast?
Nein, aber ich weiss, dass es in der Medizingeschichte
viele Episoden gibt, wo Patient:innen
übergangen wurden oder als
Mittel zum Zweck dienten. David Langs investigative
Ader, die er in einem Musical versteckt,
finde ich sehr anregend.
23
Löwenstarke
Unterhaltung beim
Vampirgerücht
wünscht der Thurgauer Leu!
instagram.ch/derthugauerleu/
thurgauerleu.ch
24
Cast
Chasper-Curò Mani · Harry
Chasper-Curò Mani studierte Gesang und
Dirigieren an den Hochschulen der Künste
Zürich und Bern und an der Schola Cantorum
Basiliensis und schloss mit Auszeichnung
ab. Er ist Preisträger mehrerer Stiftungen
sowie des Förderpreises der Bündner
Regierung. Er ist ein gefragter Solist in Konzert,
Oper, zeitgenössischer Musik und Musiktheater.
Engagements führten ihn u. a. an
die Bühnen in Biel und Bern, zu den Zürcher
Festspielen sowie in die Tonhalle Zürich
und ins Opernhaus Zürich. Gastspiele bei
internationalen Festivals wie Eclat Stuttgart
und der Münchner Biennale ergänzen seine
Tätigkeit.
Er gründete mehrere Ensembles, darunter
das Helvetia Quartett, Ensemble Turicanto
und OPERETTA ARDEZ, dessen künstlerischer
Leiter er ist. Mit letzterem realisierte
er erfolgreiche Produktionen wie „Hänsel
e Grettina“ (2024). Neben seiner solistischen
Tätigkeit ist er als Dirigent aktiv und
leitet verschiedene Chöre und Projekte.
chaspermani.ch
IM GESPRÄCH mit Chasper
Singen auf hohem Niveau verlangt Ausdauer:
Was tust du im Alltag, um Stimme
und Körper fit zu halten? Neben dem ständigen
Üben, Lernen und sich weiterbilden,
gehören für mich gesunder Schlaf, Yoga, viel
Bewegung und ein gesundes Umfeld dazu,
um einen gesunden und nachhaltigen Gebrauch
der Stimme auf hohem Niveau zu erhalten.
25
Wie prägt dich die romanische Kultur in
deiner künstlerischen Identität? Die romanische
Kultur prägt mich seit meiner Kindheit.
Mit zehn Jahren sang ich an der 700-Jahr-
Feier der Eidgenossenschaft im Kanton Freiburg
vor 12’000 Zuschauern die romanische
Strophe des viersprachigen Liedes «Miin
Wunsch» solistisch. Geprägt haben mich
auch mein Grossvater und mein Vater, beide
Curò Mani, die sich mit Kompositionen, Musiktheater
und Texten intensiv für Sprache
und Kultur engagierten. Als künstlerischer
Leiter von OPERETTA ARDEZ ist es mir ein
Anliegen, das Romanische über die Sprachgrenzen
hinaus sichtbar und hörbar zu machen.
So haben wir die erste Oper von Rossini
komplett ins Romanische übersetzt und
den Inhalt angeglichen.
Wo entsteht für dich eine Rolle: im Kopf oder
erst auf der Bühne? Der erste Eindruck entsteht
beim Lesen und entwickelt sich während
des Übens und Auswendiglernens bis
zu den szenischen Proben und der Premiere
weiter. Auch im Zusammenspiel verändert
sich die Rolle und wächst bis zur Derniere.
Dabei prägen sowohl das Umfeld als auch
die Mitwirkenden auf der Bühne den Charakter
der Rolle entscheidend.
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26
Orchester und Chor
David Lang Keyboard 1 · Musikalische Leitung
David Lang ist Musiker
und Komponist
aus Mammern, der
sich insbesondere
in der Chor- und
Musiktheaterszene
einen Namen gemacht hat. Als Dirigent und
künstlerischer Leiter prägt er Ensembleprojekte
mit klarer musikalischer Handschrift
und stilistischer Vielseitigkeit.
Neben der Leitung von Chören und Orchestern
realisiert er eigene Konzert- und Bühnenformate,
in denen er Konzeption, Komposition
und musikalische Gesamtleitung
vereint. So übernahm er im Herbst 2025
auch die Co-Orchesterleitung des Musicals
«Billy Elliot». davidlang.ch
Mario Strebel · Keyboard 2
Mario Strebel ist
ein vielseitiger Akkordeonist,
der in
unterschiedlichsten
Stilrichtungen und
auf renommierten
Bühnen (u.a. MAAG Halle, Schauspielhaus
Zürich, Theater 11) tätig ist. Er gründete das
«PantaLeón Project», welches sich der Musik
von Astor Piazzolla verschrieb. Neben
der Bühnentätigkeit unterrichtet er an der
«Akkordeonschule Aarau» und leitet das
«Akkordeon-Orchester Luzern». Strebel arrangiert
für verschiedene Ensembles, wie
«Lovebirds» oder das «Luminis Quintett».
Nebst seiner Leidenschaft für das Klavierspiel
erlernte er Bass, Geige und Saxophon
und wirkte mit Freude in Kammerchören sowie
bei den «Zurich Chamber Singers» mit.
An der Hochschule Luzern hat Mario den Bachelor
of Arts in Classical Music und an der
Zürcher Hochschule der Künste den Master
of Arts Music Pedagogy abgeschlossen.
mariostrebel.ch
Regina Kobe · Violoncello
Die Kammermusik
bildet den Schwerpunkt
der Konzerttätigkeit
von Regina
Kobe, wobei
ihr Hauptinteresse
der Alten Musik und der zeitgenössischen
Musik gilt. Sie ist Mitglied verschiedener
Formationen mit historischen Instrumenten
(Ensemble Musicalina, Opera strumentale,
La Vuelta). An der Musikschule Kreuzlingen
27
unterrichtet Regina Kobe Cello und Ensemble.
Ausserdem ist sie Lehrerin für Musik,
Klassen- und Oberstufenorchester an der
Rudolf Steiner Schule Winterthur, wo sie
auch die Musik für die Theaterproduktionen
entwickelt, arrangiert und einstudiert.
Regina Kobe wuchs in Kreuzlingen auf. Sie
studierte bei Markus Stocker am Konservatorium
Winterthur und an der Schola Cantorum
Basiliensis bei Christophe Coin.
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Orchester und Chor
Felix Meisterhans · Saxophon und Klarinette
Nebst seinen Wurzeln
in der Blasmusik
entdeckte Felix
Meisterhans als
Jugendlicher seine
Leidenschaft für den
Jazz. Nach der Matura studierte er an der
Jazzschule St. Gallen und an der Kalaidos
Fachhochschule Saxophon bei Carlo Schöb
und Reto Suhner. Aktuell unterrichtet er Saxophon
und leitet die Blasorchester Polizeimusik
Schaffhausen, Alte Garde Winterthur
und den Musikverein Beringen und Neuhausen
am Rheinfall und ist als Co-Bandleader
der tonuM Big Band tätig. Nebst diversen
Projekten absolviert er berufsbegleitend den
Lehrgang Master of Arts in Musikpädagogik
Jazz/Pop an der Kalaidos FH.
Jean-Pierre Dix · Bass
In Bern geboren,
wuchs Jean-Pierre
Dix in Schaffhausen
auf. Er studierte E-
Bass an der Jazzschule
St.Gallen.
Anschliessend folgte Kontrabassunterricht
am Konservatorium Schaffhausen. Heute
arbeitet er als Schulleiter der Musikschule
Untersee und Rhein im Kanton Thurgau und
als Musiklehrer an der MKS in Schaffhausen.
Jean-Pierre Dix spielt in diversen Bands,
u.a. in Motek/CH (NuJazz), im Lake Side
Jazz Orchestra/D/CH (Big Band) und in Back
to Blues/D. bassdix.de
Musicalchor
Thomas Bächer
Rosemarie Brauchli
Silvia Buck
Anita Dähler-Engel
Mirjam Frey
Gabi Eisenegger
Christoph Ernst
Ute Gaisser
Sara Günter
Maria José Günter
Margrit Hübscher
Rebecca Muggli
Sandro Niklaus
Lucia Nötzli
Theres Oswald
Petra Rechsteiner
Brit Rollberg
Eveline Schmid
Maria Schneider
Adrian Schrepfer
Vreni Späni
Nadine Stäheli
Anja Wegmann
29
„Wöttsch garantiert frische Fisch us em
Untersee ha, muesch halt in Seegarte
z’Ermatinge go ässe ga…“
Wir wünschen allen
Beteiligten und
Zuschauern viel
Spass und Freude.
Euer Seegarten-Team
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Verein Bühne Mammern
Der Verein «Bühne Mammern» – ehemals
Mammern Classics – begeistert seit seiner
Gründung im Jahr 2012 mit lebendiger Kulturarbeit
und zählt heute rund 65 engagierte
Mitglieder.
Lassen Sie sich von Kultur begeistern!
Werden Sie Teil eines einzigartigen Netzwerks
mit besonderer Ausstrahlung und
echter Leidenschaft für Kunst und Gemeinschaft.
Machen Sie den Unterschied: Unterstützen
Sie «Bühne Mammern» mit einem Mitgliederbeitrag
von nur 50 CHF pro Jahr, oder
engagieren Sie sich als Gönnerin oder
Gönner mit einem Beitrag Ihrer Wahl.
Gemeinsam schaffen wir unvergessliche
Kulturmomente.
Wir freuen uns auf Sie!
Präsidentin: Monika Ribi Bichsel
Vizepräsident: Michael E. Nägeli
Finanzen: Margrit Hübscher
Beisitz: Nina Lang
Geschäftsstelle: Christina Schäfer
Revisoren: Geneviève Bachmann
und Reto Gugger
Anmeldung bei:
christina@buehne-mammern.ch oder
Tel. 076 325 29 34
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Der Mitgliederbeitrag beträgt 50 CHF pro Jahr.
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Allgemeine Informationen
Vorstellungsdauer
ca. 2 Stunden inklusive Pause
Abendkasse
1 Stunde vor Aufführung geöffnet
Gastronomie
90 Minuten vor Aufführung geöffnet
Zugverbindungen ab Mammern
Richtung Schaffhausen: 22.37 / 23.07
Richtung Kreuzlingen: 22.18 / 22.48
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Taxi Schmid 052 741 41 41
Bild- und Tonaufnahmen
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ist ohne ausdrückliche Genehmigung
nicht gestattet.
Weitere Informationen
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Hinter den Kulissen
Bühne Mammern bedankt sich ganz herzlich
für die tatkräftige Unterstützung in den
Bereichen:
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Künstler:innen
• Bistro Bernina und Badi Mammern für die
Verpflegung der Künstler:innen
• Gastronomie
• Abendkasse/Eingangskontrolle
• Kostümassistenz
• Maskenassistenz
• Backstage
• Technik, Bau
• Kulissen- und Bühnenbau
• Verkehrsdienst
• Fahr- und Transportdienste
Impressum
Herausgeber
Verein Bühne Mammern
www.buehne-mammern.ch
info@buehne-mammern.ch
Redaktion
Christina Schäfer
Fotos
Marc Faistauer – Faistauer.ch
und weitere
Stand: April 2026.
Änderungen vorbehalten.
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