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ADAC Urlaub 3/2026

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Ausgabe·03·2026

DAS MAGAZIN DER ADAC REISEBÜROS

adacreisen.de

Urlaub

INSPIRATION · TIPPS · ANGEBOTE

Wellness

weltweit

Acht wunderbare

Rituale

Japan

SIEBEN GEHEIMTIPPS

Versteckte Schönheiten und

stille Entdeckungen

Uganda

Zu Besuch bei

den Berggorillas

Schottland

Coole Citys, Highlands

und Hebriden

Danzig

Angesagte Adressen in

der alten Hansestadt


Berggorillas in Uganda

Weltweit existieren nur

noch etwa 1000 Tiere

03·26

Editorial

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Ich war …

… in Japan

Nach über 15 Japan-Reisen verrät

unser Autor verborgene Schönheiten

jenseits der Goldenen Route – ideal

zum Entdecken per Bahn,

Mietwagen oder

Kreuzfahrt. Seite 14

Peter Pfänder

Reisejournalist

… in Schottland

Die urbane Street-Art-Szene und

Pub-Kultur haben unsere Autorin

ebenso fasziniert wie Burgruinen,

der Loch Ness und die raue

Schönheit der Hebriden-

Inseln. Seite 24

… in Uganda

Unsere Autorin hat Gorillas aus nächster

Nähe erlebt, traf auf Schimpansen

und Baumlöwen – ein

unvergessliches Abenteuer.

Seite 32

Jutta Lemcke

Reisejournalistin

Stefanie Lindner

Reisejournalistin

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie das? Menschen drängen durch enge Altstadtgassen,

am Strand reiht sich Liege an Liege. Wer die Schönheit eines

Reiseziels entspannt erleben will, orientiert sich am besten an

charmanten, oft unterschätzten Orten abseits des großen

Andrangs. Zum Beispiel Danzig: Die Hansestadt an der Ostsee

begeistert mit farbenfrohen Patrizierhäusern, Kunstgalerien und

süßen Cafés. Nur wenige Kilometer weiter warten helle Sandstrände

und lange Spaziergänge am Meer (Seite 22). Auch in

Japan lohnt der Blick über Tokio und Kyoto hinaus: etwa nach

Kyushu mit seinen traditionellen Dörfern und dampfenden

Onsenbädern oder in die Tempelwelt von Koyasan mit Pilgerwegen

durch grüne Berglandschaften (Seite 14). Wer mediterranes

Lebensgefühl sucht, denkt schnell an Mallorca: spektakuläre

Natur, wunderschöne Strände, türkisblaues Wasser. Kein Wunder,

dass die Insel zu Europas meistbesuchten Zielen zählt. Ruhiger,

aber genauso reizvoll präsentiert sich Menorca. Die kleine

Schwesterinsel ist kompakter, ursprünglicher, gesegnet mit versteckten

Buchten und malerischen Dörfern (Seite 30).

Viel Freude beim Entdecken und Erleben wünscht Ihnen

Ihre Redaktion ADAC Urlaub

Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.de

„Schicke

das Kind,

das du

liebst, auf

Reisen.“

Japanisches

Sprichwort

03 · 2026

ADAC Urlaub 3



Faszination Autostadt in Wolfsburg:

Wo Mobilität zur Erlebniswelt wird

Entdecken Sie die Welt der Mobilität auf einzigartige Weise –

mit Ihrem Ameropa-Angebot inklusive Wunschhotel, Tageseintritt

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Erlebnisort für Automobilfans, Wissbegierige und Genießer.

Spannende Events in 2026: Frühling 21.03.26 – 07.04.26

Sommer 03.07.26 – 16.08.26

Winter 27.11.26 – 10.01.27

© michael jungblut

24

Schottland

Vielfalt am Rand

von Europa

14

Japan

Sieben Geheimtipps

22

Danzig

Ein perfektes

Wochenende

03·26

Inhalt

Inhalt

© Urban Zintel

Tageskarte

pro Person ab 21 €

• Tageskarte für die Autostadt: Besuch der 28

Hektar großen Park- und Lagunenlandschaft

und Einblicke in die bewegende Geschichte

der Mobilität im „Zeithaus“

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gelegen mit Rooftop-Bar und dem Restaurant

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am Anreisetag

• Tageskarte für die Autostadt am Folgetag

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um 10 Uhr am Folgetag

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mit einer Hotelübernachtung buchbar. Verlängerungsnächte möglich. Hoteltarife unterliegen tagesaktuellen Verfügbarkeiten und Preisänderungen. Keine Preisgarantie.

Fotos: Getty Images/MEDITERRANEAN, Peter Pfänder, Getty Images/Westend61, iStock/chaofann

03 · 2026

Digitales

ADAC Urlaub als E-Paper

und zum Download auf

adacreisen.de/magazin

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und nächste Ausgabe bestellen

6 Postkarte aus Águeda

Wo die Erfolgsgeschichte des

Umbrella Sky Project begann

8 Panorama Regional

Reisetipps von Ihrem

ADAC Reisebüro

11 Einmal um die Welt

Aktuelle Reise-News

14 Japans Geheimtipps

Unvergessliche Erlebnisse,

stille Glücksmomente

22 Ein Wochenende

in Danzig

Die besten Adressen der

alten Hansestadt

24 Spannende Städte,

Highlands und Hebriden

Schottland von seinen

schönsten Seiten

30 Mein Urlaub Menorca

Die ADAC Reiseexpertin

Monika Korn im Interview

32 Sinfonie in Grün

Eine Reise in das

Naturparadies Uganda

40 Ratgeber Reise

Tipps, Services und

praktische Produkte

42 Wellness weltweit

Acht wohltuende Rituale aus

verschiedenen Kulturen

48 Fotoalbum

49 Rätsel

50 Vorschau & Impressum

Alle Inhalte im Magazin ADAC Urlaub wenden sich an und gelten für alle Geschlechter (w/m/d). Soweit grammatikalisch weibliche, männliche oder

neutrale Personenbezeichnungen verwendet werden, dient dies allein der besseren Lesbarkeit.

ADAC Urlaub 5



Postkarte

Schicken Sie uns

Ihr schönstes

Urlaubsfoto und

nehmen Sie an

unserem Fotowettbewerb

(Seite 48) teil:

leserfotos@

adac-urlaub.de

ÁGUEDA, PORTUGAL

Ein Himmel voller Schirme

Hier wird die Welt bunt gemalt. Nicht mit Farbtopf und Pinsel, sondern mit

einem einfachen Alltagsgegenstand. Das Umbrella Sky Project nutzt Mary

Poppins’ treuen Begleiter für große Kunstinstallationen und verwandelt graue

Straßen in farbenfrohe Freiluftmuseen. Über den Köpfen schweben bunte

Regenschirme, darunter werfen sie farbige Schatten auf den Boden und tauchen

Gassen und Straßen in lebendiges Licht. Was 2012 in Águeda als kurzfristige

Installation begann, begeistert Besucherinnen und Besucher bis heute. In der

portugiesischen Stadt findet das Projekt jeden Sommer im Rahmen des Agit­

Águeda Art Festival statt. Die Installation mit ihren 3000 Regenschirmen zieht

jährlich Tausende Menschen an und ist zum Wahrzeichen Águedas geworden.

Mittlerweile war das Projekt bereits an Dutzenden Orten weltweit zu sehen –

von New York über Paris und Istanbul bis Zürich, Skopje, Mainz und Gelnhausen

in Hessen. Neben den Schirmen kommen je nach Ort bunte Sonnensegel hinzu

oder die Installationen werden mit Lichterketten versehen, sodass die Straßen

auch nach Sonnenuntergang strahlen. Wer selbst durch das bunte Licht der

Schirme flanieren möchte, reist 2026 zwischen dem 1. Juli und dem 30. September

nach Águeda oder zwischen Anfang Juni und Ende Juli in die japanische Stadt

Saitama. Die schönsten Beispiele aus der ganzen Welt und weitere aktuelle

Projekte gibt es auf impactplan.pt/umbrella-sky-project

Foto: Impactplan - Art Productions



Panorama Regional

Experten-Tipp

Katja Fleige,

Reiseexpertin für den

ADAC Westfalen,

T 0231 549 92 77,

katja.fleige@wfa.adac.de

Island ist nicht nur ein

ideales Ziel für eine längere

Rundreise, sondern

auch perfekt für einen

kurzen Zwischenstopp,

etwa auf dem Weg nach

Kanada. Icelandair bietet

bei Flügen über den Atlantik

einen Stopover

von bis zu einer Woche

ohne Flugaufpreis an.

Erhalten Sie einen ersten

Eindruck der faszinierenden

Natur Islands – von

Geysiren bis zu spektakulären

Wasserfällen. Wann

bekommt man schon einmal

zwei Flugziele zum

Preis von einem?

PANORAMA

Reise-Tipps, präsentiert von Ihrem ADAC in Westfalen

EINZIGARTIGE NATURKULISSEN

Urgewaltiges Island

Bunte Häuser, Street-Art und die

Kirche Hall grímskirkja – Reykjavík

ist voller Kontraste und der

perfekte Einstieg in eine Island-

Rundreise. Die am nördlichsten

gelegene Hauptstadt der Welt begeistert

zudem mit der modernen

Harpa-Konzerthalle, deren Glasfassade

sowohl Himmel als auch

Wasser reflektiert, und der ikonischen

Sun-Voyager-Skulptur, die

an ein Wi kingerschiff erinnert.

Mit ihren tollen Shops und Cafés

verströmt die Ein kaufsstraße

Laugavegur typisch isländisches

Flair. Im Herzen der Stadt lässt es

sich wunderbar ein paar Tage verweilen.

Tipp: Wer sich kulinarisch

durch Island schlemmen möchte,

sollte unbedingt an einem Food

Walk teilnehmen. Dieses besondere

Geschmackserlebnis kann man

übrigens bequem über die ADAC

Reisebüros buchen.

Dann wird es aber Zeit, die Natur

hautnah zu erfahren. Auf geht

es in Richtung Westen, zur rauen

Schönheit der Snæfellsnes-Halbinsel.

Der Weg führt uns entlang

der Küste: zur einen Seite der Atlantik,

zur anderen Berge und

zahlreiche Wasserfälle. Wir fahren

durch die vielfältigen Lavafelder

von Fischerort zu Fischerort. Zuerst

halten wir am Eldborg-Krater,

einem Vulkankrater, der einen

einzigartigen Ausblick auf die

Umgebung bietet. Danach geht es

weiter zum Strand von Ytri Tunga,

bekannt für seine Robbenkolonien,

die hier in den Sommermonaten

oft zu beobachten sind.

Schließlich erreicht man die

Lóndrangar-Klippen, die markant

in die Höhe ragen und die Küstenlandschaft

eindrucksvoll prägen.

All dies geschieht mit dem stetigen

Blick auf den schneebedeckten

Vulkan Snæfellsjökull, der wie

ein majestätischer Wäch ter über

der gesamten Region thront.

Unser Weg führt nun in den

Süden zur berühmten Rundreise-

Route Golden Circle entlang der

bekanntesten Sehenswürdigkeiten

Islands. Der erste Stopp heißt

Thingvellir-Nationalpark. Er beeindruckt

nicht nur landschaft -

lich, sondern ist auch geologisch

einzigartig, da hier die Silfra-

Spalte verläuft – ein Ort, an dem

die nordamerikanische und die

eurasische tektonische Platte auseinanderdriften.

Wer möchte,

kann in kristallklarem Wasser tauchen

oder schnorcheln und das

atem beraubende Naturschauspiel

– bei einer Sicht von bis zu 100

Metern – hautnah erleben.

Nicht weit entfernt brodelt es

im Geothermalgebiet Haukadalur,

wo die Erde ihre rohe Energie entfaltet.

Geysire schießen hier in

regelmäßigen Abständen als heiße

Fontänen aus dem Boden. Besonders

der Geysir Strokkur sorgt für

großes Staunen, indem er alle

zehn Minuten kochendes Wasser

bis zu 35 Meter in die Luft katapultiert.

Auf dem Weg zur Südküste

bietet die Strecke noch weitere

Highlights, etwa die Wasserfälle

Seljalandsfoss und Skógafoss.

Auch die Dyrhólaey-Halbinsel ist

ein Muss mit ihrem fotogenen

Leuchtturm, der eine tolle Aussicht

auf die Küste bietet. Mit etwas

Glück kann man hier neben

verschiedenen Meeresvögeln auch

Papageitaucher beobachten.

Natur phänomen

Geysire schießen

heiße Fon tänen

in die Höhe

Naturwunder

Der Gullfoss-Wasserfall fällt über

zwei Stufen 32 Meter in die Tiefe

Fotos: ADAC Westfalen, Adobe Stock/Stefan, iStock/Nick_Pandevonium, iStock/Diamonds-of-Nature, iStock/powerofforever

Mini-Metropole

Nur etwa 140.000 Einwohner

zählt Reykjavík, die nördlichste

Hauptstadt der Welt

Silfra-Spalte

Hier driften die Nordamerikanische

und die

Eurasische Platte auseinander

03 · 2026

ADAC Urlaub 9



Vor Ort Reisebüro

Meldungen Panorama

ANSPRECHPARTNER

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne!

EINMAL UM DIE WELT

ADAC Geschäftsstellen & Reisebüros

A

Aachen

Aalen

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Bremerhaven

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C

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T

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U

Ulm

V

VS-Villingen

W

Waiblingen

Weiden

Wiesbaden

Wildau

Wilhelmshaven

Wolfsburg

Worms

Wuppertal

Würzburg

Z

Zwickau

Fotos: Getty Images/Westend61, Getty Images/Ron Bouwhuis; Rendering Ookwemin Minising: © Waterfront Toronto

USEDOM

Deutschlands erster Strandmarathon

KANADA

Neuer urbaner Inselpark für Toronto

Toronto gestaltet seine Waterfront neu und setzt auf der künstlichen Insel Ookwemin

Minising auf eine Verbindung aus Stadt und Natur. Das Projekt begann 2024 mit der Umleitung

und Renaturierung des Don River, bei der Platz für die Neugestaltung der Insel

gewonnen wurde. Auf rund 40 Hektar sollen bis 2031 großzügige Grünflächen, Uferwege

und bebaute Areale entstehen, die nachhaltiges Stadtwachstum ermöglichen und den

Zugang zum Wasser erweitern. Teile der Insel sind bereits fertiggestellt: Seit 2025 ist der

Biidaasige Park für Besucher geöffnet und würdigt mit seiner Bezeichnung das indigene

Erbe der Region. Mehr Infos auf waterfrontoronto.ca/our-projects/ookwemin-minising

In Kürze

Premiere: Am 6. Juni findet der

erste Usedom Beach Marathon

statt. Das Besondere: Der Strand

auf Usedom hat die Länge einer

Marathon-Distanz. Teilnehmende

laufen dabei über 42,195 Kilometer

ausschließlich auf dem

Sandstrand entlang der Ostsee.

Alternativ kann der Lauf auch

als Staffel-Marathon, Halbmarathon,

Kurzdistanz (zehn

Kilometer) oder Bambini-Lauf

absolviert werden. Ziel ist es,

den durchgehenden Strand der

Insel verstärkt in den Fokus zu

rücken. Infos und Anmeldung

auf usedom.de/usedom-beachmarathon

202.080

Kilometer beträgt Kanadas

Küstenlinie – und ist damit

die längste der Welt laut The

World Factbook. Auf den

Plätzen zwei und drei liegen

Indonesien mit 54.716 und

Grönland mit 44.807 Kilometern.

10 ADAC Urlaub

03 · 2026

ADAC Urlaub 11



Meldungen Panorama

KONSTANZ

Naturwunder Marienschlucht

wieder zugänglich

Seit Ende März ist die Schlucht wieder für Besucher geöffnet. Sie

war nach einem dramatischen Felssturz vor elf Jahren geschlossen

worden. Der neue, sichere Panoramasteg führt durch die Schlucht

mit Blick auf die Felslandschaft, den Bachlauf und den Bodensee.

Über 280 Stufen, fünf Aussichtsplattformen und ein Höhenunterschied

von rund 56 Metern machen den Weg abwechslungsreich.

Neu gestaltet ist auch der Infopfad mit Wissenswertem über Tiere

und Pflanzen, Geologie und Geschichte. marienschlucht.de

PORTUGAL

Ein Fest der Vogelbeobachtung

Längst hat sich das Festival de Observação de Aves vom Event zur Vogelbeobachtung

zum umfassenden Naturfestival entwickelt. Im Herbst sind an der Algarve

neben den heimischen Vögeln auch besonders viele gefiederte Gäste zu sehen,

die auf ihrem Weg ins Winterquartier nach Afrika an der Costa Vicentina Station

machen. Auf dem Programm stehen vom 2. bis 5. Oktober 2026 aber auch Delfinbeobachtungen

oder Eselswanderungen. Mehr Infos auf birdwatchingsagres.com

SPIEKEROOG

Perseiden am

Nacht himmel

Was sich auf Spiekeroog immer lohnt, ist ein Blick in den

nächtlichen Himmel: Denn auf der offiziellen Sterneninsel

ist dieser dank der bewusst gering gehaltenen Lichtverschmutzung

ausgesprochen klar zu sehen. Deswegen

empfiehlt es sich, vor dem Urlaubsantritt auf den Sternschnuppenkalender

für 2026 zu schauen: Vom 17. Juli bis

zum 25. August fliegen zum Beispiel die Perseiden über

Deutschland (das Sternen-Maximum erblickt man am

12. August). Wer mehr über die faszinierenden Geheimnisse

der Milchstraße erfahren möchte, kann auf Spiekeroog

an Führungen, Vorträgen und Exkursionen wie dem Sternenspaziergang

teilnehmen. Mehr Infos auf spiekeroog.de

In Kürze

182

Kilometer lang ist der Weitwanderweg

Trilha Interparques,

den die brasilianische

Millionenmetropole São

Paulo 2025 eingeweiht hat.

Der Rundkurs verbindet

unter anderem Naturschutzgebiete

wie die städtischen

Naturparks Bororé und

Varginha, den Staatspark

Várzea do Embu-Guaçu und

den Billings-Stausee sowie

mehrere Aussichtspunkte.

Fotos: © Tourismus, Kultur und Marketing Bodman-Ludwigshafen, © Nordseebad Spiekeroog/Travelling Creatives, Tourismusvereine Jenesien und Sarntal/Reinhard Spögler, SFTA, Visit Copenhagen, Getty Images/Westend61

SÜDTIROL

Neue Hängebrücke

über dem Marterloch

Mit 270 Metern ist die neueste Hängebrücke im

Martertal die längste in Südtirol. Die Brücke schwebt

130 Meter über dem Talboden. Sie ist nicht nur eine

Touristenattraktion und verbindet Jenesien mit dem

Sarntal – sie ist auch kombiniert mit einer Wasserleitung,

die das kostbare Nass vom wasserreichen Sarntal

ins eher trockene Jenesien transportiert. Der Weg vom

– kleinen – Moarleit-Parkplatz am Ortsrand von Afing

(Dorf) zur Brücke ist barrierefrei, Stelen am Wegrand

erzählen Hintergründe zum Brückenbau und Geschichten

aus dem Tal. Mehr Infos auf marterloch.com

SAN FRANCISCO

Park statt Highway

San Francisco hat einen neuen Küstenpark am Ocean Beach. Der vor einigen

Monaten eröffnete Sunset Dunes Park ist das größte Fußgänger-Umbau projekt

in der Geschichte Kaliforniens. 3,2 Kilometer des ehemaligen Great Highway

wurden dabei in ein 20 Hektar großes Erholungsgebiet direkt am Meer umgewandelt.

Der Park liegt am Westrand der Stadt und reicht vom Lincoln Way

(Golden Gate Park) bis zum Sloat Boulevard (SF Zoo). Von hier aus bieten sich

schönste Blicke auf den Pazifik, die Surfer und den Strand. Parkbesucher können

sich auch auf farbenfrohe Murals und imposante Kunstwerke wie einen

Riesen-Oktopus, Giraffenskulpturen und eine große Herzinstallation freuen.

Außerdem wurden viele Sitzmöglichkeiten, Hängematten, Fitnessbereiche und

Geschicklichkeitsparcours für Fahrradfahrer und Skater geschaffen. Mehr Informationen

unter sf.gov/sunset-dunes

DÄNEMARK

Grüne

Gastfreundschaft

Kopenhagen gilt schon lange als eine der

nachhaltigsten Städte Europas. Mit dem Programm

CopenPay geht die dänische Hauptstadt

nun noch einen Schritt weiter und

macht Umweltschutz zum festen Bestandteil

des Reiseerlebnisses. Wer mit dem Zug oder

Elektroauto anreist statt mit dem Flugzeug,

wer auf zwei Rädern die Stadt erkundet oder

sich an Müllsammelaktionen beteiligt, wird

mit Punkten belohnt – und kann diese gegen

Eintritt zu Sehenswürdigkeiten, Workshops

oder besondere Erlebnisse eintauschen. Mehr

Infos auf visitcopenhagen.com/copenpay

03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 13



Sieben

Herbstzauber

Die Chureito-

Pagode während

der Momiji-Saison

Fotos: Getty Images/Witthaya Prasongsin, Getty Images/Satoshi-K, Getty Images/Image Provided by

Duane Walker, mauritius images/Alamy Stock Photos/Walter Rawlings, robertharding

Schmal und

schmäler

Durch viele Gassen

von Yanaka passen

keine Autos

Tokio hielt mit seinen 37 Millionen Einwohnern

in der Metropolregion bis Ende 2025 den Weltrekord

als größte Mega-City der Welt, vor Delhi

und Shanghai. Die Dimensionen dieser riesigen,

unglaublich sauberen und aufgeräumten Stadt

sind enorm. Japans Hauptstadt zählt 880 Bahn höfe

und -stationen, die täglich von über 15 Millionen

Menschen genutzt werden. Allein die Shinjuku

Station hat 200 Ausgänge. Da verläuft man sich

leicht, auch mit modernster Navigation.

Nur zehn Kilometer Luftlinie – und doch Welten

– liegen zwischen den neonflirrenden Hochhausschluchten

um die weltbekannte Kreuzung

Shibuya Crossing und der dörflichen „Unterstadt“.

Japan Inspiration

TOKIO

Yanaka und Nezu: Dorfidyllen in der Megapolis

Shitamachi nennen Tokioter Viertel wie Yanaka

und Nezu. Schmale Gassen, Handwerksbetriebe

und windschiefe Häuser prägen Yanaka. Es blieb

von der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg verschont,

deswegen stehen noch viele alte Tempel

wie der Choan-ji. Einen spannenden Kontrast setzt

das moderne Asakura Museum of Sculpture.

Im benachbarten Nezu leuchten neben dem

vor 1900 Jahren gegründeten Nezu-Schrein die

roten Torii-Bögen des Otome-Inari-Schreins.

Einen Besuch wert sind auch die sich dahinschlängelnde

Snake Road und die in einem ehemaligen

Badehaus gelegene Kunstgalerie SCAI

(scaithebathhouse.com).

Lust auf delikate Höhenflüge? Dann am besten

einen Platz am Tresen des hochkarätigen Sushi

Shin by Miyakawa reservieren (sushishin.jp). Im 38.

Stock des Hotels Mandarin Oriental mit Blick über

die nächtliche Skyline genießt man umwerfende

Sashimi und Nigiri. Vor den Augen der Gäste zaubern

Sushi-Meister Feinstes wie Torpedobarsch

mit Kabeljau-Fischmilch, Feilenfisch-Sashimi,

Anglerfisch-Leber mit frisch gehobeltem Wasabi

oder Torigai-Herzmuschel.

Geheimtipps für

Japan

Torii-Tunnel

Fast 50 rote Tore

führen zum

Otome-Inari-Schrein

im Tokioter Viertel

Yanaka

Rainbow Bridge

Die Hängebrücke an Tokios

Hafen wird im Dezember

nachts in Regenbogenfarben

beleuchtet

Japan ist ein wunderbares Reiseziel. Saubere

Bahnhöfe, pünktliche Züge. Eine großartige

Küche. Kunstvolle Tempel und alte Burgen.

Neonbunte Mega-Citys und dichte Bergwälder.

Wer jedoch nur auf der „Golden Route“ reist,

verpasst unvergessliche Entdeckungen und

stille Glücksmomente

Text Peter Pfänder

14 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 15



Inspiration Japan

OSAKA

Per Oldie-Tram zum

Sumiyoshi-Schrein

Takoyaki

Osakas Streetfood

Nummer 1 sind

gebackene Teigkugeln

mit einem

Stück Oktopus-Arm

Sumiyoshi-Taisha

Herzstück des

Shinto-Schreins ist

die zinnoberrote

Sorihashi-Brücke

Osaka liegt 40 Kilometer von Kobe entfernt.

Japans zweitgrößte Stadt ist zugänglicher, lässiger,

lauter als Tokio. Die „Küche der Nation“

lockt Feinschmecker mit aktuell 15 Zwei- und

Drei-Sterne-Restaurants sowie 65 Lokalen mit

einem Michelin-Stern.

Jenseits vom bunten Lärm des Ausgehviertels

Dotonbori, des Vintage-Viertels America-mura

und kilometerlanger Shopping ­

meilen wie der Tenjinbashi-suji zeigt sich

Osaka auch sehr spirituell. Die große Shinto-

Anlage Sumiyoshi-Taisha mit der ikonischen

roten Sorihashi-Brücke erreicht man am

schönsten in der rumpelnden Hankai Tramway

mit Wagen aus dem Jahr 1928. Sumi yoshi-

Taisha wurde vor über 1800 Jahren gegründet

und ist einer der wichtigsten und ältesten

Shinto-Schreine Japans. Seine vier Haupthallen

sind im authentischen urjapanischen Stil

erhalten: gerade Dächer, gekreuzte Giebelhölzer.

Kurios: der Nebenschrein Nankun-sha mit

seinen Hunderten Winkekatzen.

Hankai Tram

Nostalgische

Bahnreise zum

größten Shinto-

Schrein Osakas

Fotos: iStock/Sean Pavone, mauritius images/Alamy Stock Photos/JANCHAT PATARAWADEEKUL, Getty Images/Piero M. Bianchi, Getty Images/B.S.P.I., Getty Images/Gonzalo Azumendi, mauritius images/Alamy Stock Photos/Trevor Moggi

Friedhof Okuno-in

Zwischen Tausenden

Grabstätten steht

die Statue von Kōbō

Daishi, dem Begründer

des Shingon-Buddhismus

in Japan

KOYASAN

Auf dem heiligen

Berg Koyasan

Die Kombination von Spiritualität und Natur macht den Reiz

von Japans vielen Pilgerwegen wie dem 88-Tempel-Weg aus.

Wer reinschnuppern will, wandert auf dem 24 Kilometer langen

Choishi Michi von Kudoyama zum heiligen Berg Koyasan.

Am Berg angekommen, geht es über Wurzelpfade und Steintreppen

800 Höhenmeter bergauf. Alle 109 Meter markiert ein

im Japanischen Choishi genannter Wegstein die zurückgelegte

Distanz. Besucher mit weniger Wanderlust nehmen den

Schnellzug Limited Express Koya von Osaka (90 Minuten) und

die Standseilbahn, die auf kürzester Strecke die restlichen

340 Höhenmeter vom Bahnhof Gokurakubashi überwindet.

Der heilige Berg Koyasan ist ein einzigartiges Ensemble

aus Tempeln und Tausenden verwunschenen Gräbern unter

jahrhundertealten Baumriesen und leuchtenden Moosflächen.

Herzstücke sind der Tempel Kongobu-ji mit dem größten

Zen-Steingarten Japans sowie Danjo Garan mit der leuchtend

roten Pagode Konpon Daito und der majestätischen Kondo

Hall. Stundenlang kann man von Tempel zu Tempel und durch

den Friedhofswald Okuno-in mit seinen bis zu 600 Jahre alten

Zedern spazieren. Von den einst 2000 Tempeln sind noch 117

erhalten. 50 davon bieten Tempel-Übernachtungen (Shukubo)

mit Meditation und morgendlichen Sutra-Rezitationen an.

Rengejo-in heißt einer der wenigen Tempel mit Thermalbecken.

Im Männer-Onsen dürfen die Gäste sogar gemeinsam

mit Mönchen im heißen Wasser baden. Die Zimmer machen

mit kunstvoll bemalten Schiebetüren und Wänden die ästhetische

traditionelle Wohnkultur Japans greifbar. Nachts steigt

auf dem Futon der süßlich-grasige Geruch der Tatamimatten

in die Nase. Die morgens und abends servierten Shojin-

Ryori-Mahlzeiten sind, wie in allen Tempeln, vegetarisch.

Pracht-Pagode

Die knallrote Konpon Daito geht zurück

aufs Jahr 816 und ist das höchste

Gebäude auf dem Koyasan

Jison-in

Der den Müttern geweihte Tempel in

Kudoyama markiert den Beginn des

Pilgerwegs zum Koyasan

16 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 17



Inspiration Japan

Japan Inspiration

Wellness mit Stil

Im Onsen genießt man oft

während des Bads im heißen

Thermalwasser auch noch

japanische Gartenbaukunst

Zeitzeuge

Herr Minoru lebte von 1953 bis 1966 auf Hashima im

ersten Hochhaus Japans, das hinter ihm zu sehen ist

KYUSHU

Wellness auf Japanisch

NAGASAKI

Japanische Geschichte

und die Geisterinsel

Der Name dieser heiteren, mediterran wirkenden Hafenstadt

mit ihren 400.000 Einwohnern ist untrennbar

mit dem zweiten Atombombenabwurf der Menschheit

verbunden. Die Bombe „Fat Man“ legte am 9. August 1945,

drei Tage nach der Verwüstung Hiroshimas, Nagasaki in

Trümmer. An diese Katastrophe erinnert das sehenswerte

Atomic Bomb Museum. Um mehr von der Stadt zu sehen:

E-Bike mieten und vom Museum für Geschichte und

Kultur bergauf die Flanke des Bergs Tateyama entlangradeln,

weiter zum Peace Park und Museum.

30 Bootsminuten vor Nagasaki liegt zudem die Geisterinsel

Hashima. Fast 100 Jahre wurde dort 1000 Meter

unter dem Meeresboden Kohle gefördert. Zu Spitzenzeiten

lebten über 5300 Menschen auf der Insel, die der am dichtesten

besiedelte Ort der Welt war. Als die Kohle zur Neige

ging, wurde Hashima 1974 quasi über Nacht aufgegeben.

Bis 2009 war das Betreten verboten, jetzt gibt es Touren.

Auf Hashima entstand, so Guide Mi noru, 1916 das erste

Stahlbeton-Hochhaus Japans mit 140 Wohnungen. „Dort

habe ich mit meiner Familie gewohnt“, erzählt er und

zeigt Fotos aus dieser Zeit. Keine 200 Meter waren es von

der Wohnung zum Meerwasserpool, dessen Reste zu

sehen sind: „Abgelassen diente er als Sportplatz.“

GOTO-INSELN

Strände und Steilküsten

Die Goto-Inseln vor der Insel Kyushu punkten mit wilden

Steilküsten und einem der schönsten Strände Japans.

Die Hauptinsel Fukue erreicht man von Nagasaki aus in

90 Minuten mit dem Tragflächenboot – oder ab Fukuoka

in neun Stunden Fährfahrt quer durch den Archipel.

Landschaftlich fantastisch ist die Küste beim Leuchtturm

von Osezaki, der auf einer Klippe 150 Meter über

dem Meer thront. Hätte es nicht 33 Grad und fast 100

Prozent Luftfeuchtigkeit, wähnte man sich am schottischen

Mull of Kintyre. Überall flattern riesige Schmetterlinge

wie Tigerfalter und Faulbaum-Bläulinge und surren

fingerdicke Libellen. Der geschwungene Sandstrand von

Takahama ziert jede Broschüre über die Goto Islands. 500

Meter weiter thront auf einer Aussichtsplattform die Statue

vom Bodhisattva der Barmherzigkeit.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen christlichen

Kirchen. Die abgelegenen Inseln waren nach dem

Religionsverbot 1614 ein Rückzugsort für die japanischen

Katholiken. 250 Jahre praktizierten diese ihren Glauben

im Verborgenen. Als die Verfolgungen ein Ende hatten,

errichteten sie viele Kirchen wie die aus roten Ziegeln

gebaute Dozaki Church und große Marienstatuen.

Takahama Beach

Ein traumhafter Badestrand

auf der Insel Fukue

Fotos: Peter Pfänder (2), Getty Images/Marisa Vega Photographer, Getty Images/Bohistock, Getty Images/Ippei Naoi

Der Onsen ist integraler Bestandteil der japanischen Kultur.

Über 27.000 Quellen zwischen Hokkaido und Kyushu

versorgen Hunderte Badeorte und schöne, oft an Flüssen

gelegene Naturbecken unter freiem Himmel mit gesundem

Thermalwasser.

Besonders viele Onsen gibt es auf der Insel Kyushu

mit ihren neun sehr aktiven Vulkanen. Knapp 65 Kilometer

von Nagasaki entfernt qualmt der Unzen, ein Komplex

aus Schichtvulkanen, die zu den gefährlichsten Japans

zählen. Der vulkanisch-wilde Untergrund macht sich in

großen dampfenden Thermalfeldern mit blubbernden

Schlammlöchern und kleinen Geysiren bemerkbar – und

sorgt für gesunde Wohltaten. Die genießt man am besten

in einem Ryokan, einem klassisch japanischen Gasthaus

wie dem Unzen Fukudaya mit Freiluft- und Innenbädern.

Abends wird dort exzellente Kaiseki-Küche auf Basis

regionaler Produkte serviert wie das Feuertopf-Gericht

Shabu Shabu aus Nagasaki-Wagyu-Rindfleisch. Sogar spät

nachts, nach dem Dinner, ist ein Bad im Onsen möglich –

ideal für entspannte Bettschwere. Die könnte aber auch

dem Sake geschuldet sein, der zum Kaiseki-Menü in munteren

Mengen aus schönen Tokkuri-Karaffen fließt.

Kleiner Onsen-Knigge

Gründlich abseifen, bevor man

nackt ins Badebecken steigt.

Leise sein, nicht lärmen und

nicht laut lachen

18 ADAC Urlaub 03 · 2026

ADAC Urlaub 19



Japan Inspiration

Canal City Mall

Ein Einkaufszentrum mit über

250 Shops und Restaurants sowie

einer spektakulären 3D-Lightshow

ADAC Mitgliederreisen

An Bord der VASCO DA GAMA

von Japan ins bunte Vietnam

17 Tage Kreuzfahrt | Tokio – Japan – Taiwan – Vietnam – Ho-Chi-Minh-Stadt

Starten Sie in Tokio und entdecken Sie die faszinierendsten Highlights Japans

sowie die Vielfalt Taiwans und Vietnams. Freuen Sie sich auf unvergessliche

Erlebnisse wie Kyoto, Hiroshima, den majestätischen Mount Fuji und die heißen

Quellen von Beppu. Genießen Sie beeindruckende Landschaften und kulturelle

Schätze ganz entspannt – eine Reise, die lange in Erinnerung bleibt.

Für Sie inkludierte Mitgliedervorteile:

250 € Bordguthaben pro Person sowie Einladung zum Chefs Table, im Wert von

89 € p.P. – genießen Sie ein exquisites 9-Gänge-Menü in besonderem Ambiente.

ab 2.969 € * p.P.

in der Doppelkabine

Reisetermin: 9.3. - 25.3.2027

*Frühbucherpreis gültig bei Buchung bis 31.7.2026

Beratung und Buchung:

250 ADAC Reisebüros

adacreisen.de/mgr-japan-vietnam

069 945 15 97 40

FUKUOKA

Streetfood-Metropole

Japans mit 1,6 Millionen Einwohnern fünftgrößte Stadt ist von

Shanghai so weit entfernt wie von Tokio: 900 Kilometer. Das Nachtleben

in den Vierteln Tenjin und Nakasu kann mit dem Osakas mithalten.

Keine Stadt in Japan wächst schneller und hat eine jüngere Bevölkerung.

Und keine hat eine buntere Streetfood-Szene als Fukuoka.

Yatai, die mobilen Garküchen, sind einzigartig. Zwischen 18 Uhr

und Mitternacht hat man die Wahl unter lokalen Spezialitäten wie

Hakata Ramen mit Schweineknochenbrühe, Motsunabe und Yakisoba

(gebratene Nudeln) oder Mizutaki (Hühnchen mit Ponzu-Soße). Man

drängt sich an drei Seiten auf wackligen Hockern um die Karren. Dahinter

kocht und grillt ein kleines Team in Windeseile. Es ist schwülheiß,

die Grills heizen die Luft auf, kaltes Bier fließt in Strömen, der

Schweiß auch, ein fast schon bacchantisches Erlebnis.

Jenseits des Flusses sieht man Il Palazzo. Der extravagante

Bau war Japans erstes Designhotel. Die innen

wie außen sehenswerte Architektur verbindet

antike Palastmotive mit postmoderner Formensprache.

Die Lounge El Dorado im Untergeschoss

ist der zentrale Treffpunkt, zum Afternoon Tea

wie auf nächtliche Drinks.

Motsunabe

Ein Streetfood-Klassiker: Kutteln mit Kohl,

Seidentofu und Knoblauch in Sojasoßen-Brühe

Fotos: mauritius images/Alamy Stock Photos/Yuen Man Cheung, Getty Images/Takanori Ogawa, privat, Tokyo Convention & Visitors Bureau, Karte: Karin Kunkel-Jarvers; Kartengrundlagen: Made with Natural Earth, free vector and raster map data; OpenStreetMap contributors

Schauplätze in Japan

Anreise

Knapp 13 Stunden dauern Direktflüge

mit Lufthansa, All Nippon Airways oder

Japan Airlines. Für die Einreise sind ein

Reisepass sowie eine Registrierung auf

services.digital.go.jp/en/visit-japan-web

ausreichend. Da Japan ein Inselstaat mit

Häfen in vielen sehenswerten Städten

ist, bieten Kreuzfahrten ganz besondere

Perspektiven auf das Land.

Reisezeit

Viele Besucher und teurere Hotelpreise

bestimmen die Kirschblüte von Ende

März bis Mitte April sowie die Herbstlaubverfärbung

ab Mitte Oktober bis

Ende November. Hitze und Taifune

prägen Juli, August und September. Ein

guter Reisezeitraum ist von Mitte April

bis Mitte Juni. Meiden sollte man jedoch

die japanische Ferienzeit „Golden Week“

von Ende April bis Anfang Mai.

Auf einen Blick

Unterwegs

Japans Züge sind superpünktlich und

sauber, die großen Bahnhöfe ähneln

Shopping-Malls mit Gleisanschluss. Für

Regionalzug-, U-Bahn- und Busfahrten

empfiehlt sich die aufladbare Icoca

Card, die es auch als App gibt. Wer

flexibel auch abgelegene Ecken ansteuern

will, nimmt sich einen Mietwagen.

Deutsche müssen den nationalen Führerschein

und eine zertifizierte Übersetzung

(etwa vom ADAC, ca. 65 Euro)

vorlegen. Alkohol am Steuer ist in Japan

streng verboten. Bei Verstößen drohen

empfindliche Geld- und Freiheitsstrafen.

Essen & Trinken

Ramen, Udon, Soba: Man schafft es

nur schwer, in Japan nicht gut zu essen.

Beste Nudelgerichte für kleines Geld

findet man an jeder Ecke. Sushi-

Genuss zu erschwinglichen Preisen

bieten Ketten wie Kappa Sushi, Kura

Sushi, Hama Sushi und Sushiro. Gyoza,

Teigtaschen, gefüllt mit Schweinefleisch,

Kohl und Lauch, werden scharf

angebraten und dann gedämpft. Die

Kette Gyoza Ohsho verkauft in über

700 Filialen landesweit mehr als 600

Millionen Portionen jährlich.

Übernachten

Das Ritz-Carlton Fukuoka belegt die

obersten neun Etagen des Glasturms

Fukuoka Daimyo Garden City. Die Zimmer

sind luxuriös mit typisch japanischen

Shoji-Schiebetüren, Stofftapeten

und Holzböden. Pool über der Stadt.

Das Centara Grand Hotel Osaka liegt

nur zehn Minuten vom Vergnügungsviertel

Dotonbori entfernt. Die Dachterrassen-Bar

lockt mit tollem Panoramablick.

Das Designhotel One@Tokyo bietet

kleine, gemütliche Zimmer zu bezahlbaren

Preisen. Die Fassade und das Interieur

wurden von Star-Architekt Kengo

Kuma gestaltet – und der Blick aus der

Bar im obersten Stock auf den nachts

illuminierten Skytree ist fantastisch.

Information

Kartenzahlung, Apple Pay & Co. sind

weit verbreitet. Viele kleine Lokale und

Bars nehmen jedoch nur Bargeld. Der

Yen hat in den vergangenen Jahren

gegenüber dem Euro massiv an

Wert verloren: Gab es 2022

für einen Euro nur 128 Yen,

sind es 2026 schon 186 Yen.

Gut für die Reisekasse.

Wer auf seine Ausgaben

achtet, sollte Kyoto,

Osaka oder Tokio mit

Städten und Orten wie

Nagoya, Okayama,

Sendai, Matsumoto,

Nagasaki oder Takayama,

der Insel Kyushu,

San’in im Süden sowie Tohoku im

Norden von Honshu kombinieren.

Experten-Tipp

Steffen Reimann aus

dem ADAC Reisebüro in

Freiburg empfiehlt einen

Ausflug nach Südkorea

Zwischen Fukuoka und

Busan verkehren täglich

die Fähren der Camellia

Line. Die südkoreanische

Küstenmetropole mit

ihren Tempeln und

Stränden ist einen

Abstecher wert. Der

Hinweg von Fukuoka ist

eine sechsstündige

Tagesfahrt. Der Rückweg

dauert elf Stunden über

Nacht. Aufgrund der

großen Beliebtheit der

Strecke ist eine Vorausbuchung

empfehlenswert

– gerade wenn

man eine Kabine buchen

möchte. Das Ausreiseund

Einreiseprozedere

am jeweiligen Hafen

entspricht dem an den

Flughäfen.

Mehr Infos auf

adacreisen.de/japan

Bonsai

Die Kunst, Bäume

im Miniaturformat

zu züchten

03 · 2026

ADAC Urlaub 21

ADAC Reisevertrieb GmbH

Veranstalter: nicko cruises Schiffsreisen GmbH, 70499 Stuttgart Druckfehler, Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.



Danzig Inspiration

Empfohlen von

Martin Drzymalla

vom ADAC Reisebüro

in Essen

KULINARIK

Kreative Gastronomie

Das Wichtigste zuerst: Die besten Piroggen gibt

es in der Pierogarnia Mandu, vor der sich oft

Warteschlangen bilden (Elżbietańska 4/8). Das

Tygle Gdańskie serviert zum Blick auf die

Waterfront modern interpretierte pommersche

Spezialitäten (Chmielna 10). Mit dem Arco by

Paco Pérez hat die Hansestadt zudem seit 2024

ihr erstes Sternerestaurant (Aleja Grunwaldzka

472c). Guten Kaffee und veganes Essen gibt es

im Drukarnia Café (Mariacka 36) oder im angesagten

Viertel Wrzeszcz bei Fukafe (Wajdeloty

22) oder Lang.fuhr (Aldony 6).

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Flanieren auf

der Königsroute

Die Langgasse (Ulica Długa) und der Lange

Markt (Długi Targ) bilden das prunkvolle Herzstück

der Stadt. Die historische Achse erstreckt

sich vom Hohen Tor bis zum Grünen Tor direkt

an der Mottlau. In farbenprächtigen Patrizierhäusern

reihen sich Boutiquen, Cafés und

Kunstgalerien aneinander, über dem Geschehen

thront das Rathaus mit seinem markanten

Turm und dem Glockenspiel. Wenige Gehminuten

entfernt liegen das Krantor und die

Marienkirche, eine der größten Backsteinkirchen

der Welt. Von der Aussichtsplattform auf

dem 80 Meter hohen Glockenturm bietet sich

ein spektakulärer Blick über die Danziger

Bucht. Was viele nicht wissen: Das Stadtzentrum

wurde nach seiner fast vollständigen

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in den

1950er-Jahren originalgetreu wiederaufgebaut.

Ein Wochenende in ...

Danzig

Patrizierhäuser treffen auf moderne Architektur, traditionelle Bernsteinwerkstätten

auf vegane Cafés: Die Stadt an der polnischen Ostsee

verbindet historischen Glanz mit einer lebendigen Kreativ- und Gastro-Szene

Fotos: privat, mauritius images/Alamy Stock Photos/Jan Wlodarczyk, Agnieszka Stawrosiejko/MIIWS, iStock/Bestfotostudio, iStock/Andrey Danilovich, iStock/ewg3D, iStock/rudisill

KULTUR

Lebendige Geschichte

Das Europäische Zentrum der Solidarność erinnert

mit seiner rostroten Stahlfassade an einen

Schiffsrumpf (plac Solidarności 1). Das Museum

in dem modernen Bildungs- und Archivzentrum

dokumentiert die Solidarność-Bewegung, die in

den 1980ern eine entscheidende Rolle beim Sturz

des Kommunismus in Osteuropa spielte. Ebenfalls

beeindruckend ist das Museum des Zweiten

Weltkriegs. Das 40 Meter hohe, geneigte Gebäude

ragt weit über die Dächer der Altstadt. Die unter

der Erde gelegene Dauerausstellung zeigt die Geschichte

des Krieges aus polnischer Perspektive

(plac Władysława Bartoszewskiego 1, Foto).

SZENEVIERTEL

Kunst-Quartiere

Wo früher Schiffe gebaut wurden, entsteht

heute Kunst: Auf dem ehemaligen

Werftgelände (Stocznia Gdańska) findet

man Street-Art, alternative Clubs und

Kunstgalerien. In einem alten Industriegebäude

direkt am Mottlau-Ufer hat die

Künstlergruppe WL4 einen Kunstraum

eingerichtet. Das Przestrzeń Sztuki WL4

Mleczny Piotr zeigt auf drei Etagen kostenlose

Ausstellungen lokaler Künstlerinnen

und Künstler, im Außenbereich sind

XXL-Metallskulpturen zu sehen (Księdza

Jerzego Popiełuszki). In der Nähe liegt

das aus Schiffscontainern errichtete

Areal 100cznia mit Foodtrucks, Bars und

einem wechselnden Kulturprogramm

(Księdza Jerzego Popiełuszki 5, Foto).

Welthauptstadt des Bernsteins

In der Frauengasse (Ulica Mariacka) kann

man Kunsthandwerkern dabei zusehen, wie sie

Bernstein zu Schmuckstücken verarbeiten

TAGESAUSFLUG

Seebad trifft Hafenstadt

Danzig bildet zusammen mit Zoppot (Sopot, Foto) und Gdingen (Gdynia) die sogenannte

Dreistadt (Trójmiasto), einen der am schnellsten wachsenden Ballungsräume

Polens. Von Danzig aus erreicht man in nur 20 Bahnminuten den Kurort Sopot mit

seinem 511 Meter langen Holzpier – Europas längster Seebrücke. 15 Fahrminuten

weiter nördlich kann man in Gdynia die historischen Museumsschiffe Dar Pomorza

und ORP Błyskawica besichtigen und die Seepromenade Bulwar Nadmorski entlangschlendern.

Dank der guten Verkehrsanbindung lassen sich die drei Städte in der

Danziger Bucht bestens an einem Wochenende erkunden.

22 ADAC Urlaub 03 · 2026

ADAC Urlaub 23



Schottland Inspiration

Coole Citys,

Highlands &

Hebriden

Im hohen Norden des Vereinigten Königreichs locken lebendige

Städte, wilde Küsten und die raue Schönheit der Hebriden

Text Stefanie Lindner

Eine Reise durch das nördlichste Land der Britischen Inseln

ist eine ständige Überraschung, geprägt von Gegensätzen und

unerwarteten Entdeckungen: In Glasgow, Edinburgh und

Aberdeen erlebt man Kultur, Kreativität und Herzlichkeit. Die

Highlands beeindrucken mit grünen Bergen, nebelverhangenen

Tälern und tiefen Seen. Und die Hebriden wirken mit ihrer

Abgeschiedenheit und Stille wie das Ende der Welt. Drei Regionen,

drei unterschiedliche Schottland-Erlebnisse. Um das Land

in seiner ganzen Fülle kennenzulernen, braucht es Zeit – und

am besten keine festen Pläne.

Das Städtedreieck:

Aberdeen, Edinburgh

und Glasgow

Die meisten Schottland-Reisen beginnen

in Glasgow oder Edinburgh. Während

die Metropolen im Central Belt nur eine

Zugstunde auseinanderliegen, befindet

sich Aberdeen 200 Kilometer weiter nördlich

an der Ostküste. Die „Granitstadt“ war

lange das Rückgrat der schottischen Ölindustrie.

Das Maritime Museum erzählt

von dieser Ära ebenso wie von Aberdeens

langer Seefahrertradition. Die Aberdeen

Art Gallery zeigt eine beeindruckende

Sammlung von Gemälden, Skulpturen und

Kunsthandwerk vom 18. Jahrhundert bis

zur Gegenwart. Der Eintritt ist frei, von der

Dachterrasse aus hat man einen herrlichen

Blick über die Stadt. Auch ein Abstecher

an die Nordseeküste lohnt sich.

Rund eine Autostunde nördlich von

Aberdeen bietet die Felsbucht Bullers of

Buchan ein spektakuläres Naturschauspiel.

Hier peitscht das Meer in einen natürlichen

Felsbogen, im Sommer kann

man Papageitaucher beobachten.

Von Aberdeen aus erreicht man in

rund zweieinhalb Stunden die schottische

Hauptstadt Edinburgh. Die mittelalterliche

Old Town und die neoklassizistische

Fotos: Getty Images/Andrew Merry, iStock/Bosco Yip

Arthur’s Seat

Vom Parkplatz im Holyrood

Park sind es 45 Minuten zu

Fuß auf Edinburghs Hausberg

Papageitaucher

Die Vögel brüten

bevorzugt an Klippen

wie den Bullers of

Buchan bei Aberdeen

24 ADAC Urlaub

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ADAC Urlaub 25



Inspiration Schottland

Schottland Inspiration

New Town gehören seit 1995 zum Unesco-

Welterbe und liegen nur wenige Gehminuten

auseinander. Die prächtige Royal

Mile durchzieht das Herz der Altstadt und

endet am berühmten Edinburgh Castle,

das auf einem erloschenen Vulkan thront.

Von den Verteidigungswällen bietet sich

die wohl beste Aussicht über die Stadt.

Zu Fuß kann man wunderbar durch Edinburghs

Straßen schlendern und Museen,

Tearooms, Pubs und Shops erkunden.

Glasgow gilt als kreativste Stadt

Schottlands. Im Zentrum zieren Wandgemälde

die Hausfassaden, rund 30 von

ihnen kann man auf dem City Centre Mural

Trail entdecken (citycentremuraltrail.

co.uk). Kunstliebhaber sollten das Kelvingrove

Art Gallery and Museum besuchen.

Im benachbarten Kelvingrove Park kann

man am Ufer des Kelvin entlangflanieren

oder von einem der Hügel den Blick auf

die Türme der University of Glasgow genießen.

Sehenswert ist auch das Riverside

Museum, dessen Caféterrasse am Ufer des

Clyde liegt. Zum Shoppen und um moderne

schottische Küche und lokales Craft

Beer zu probieren, lohnt sich ein Abstecher

in die Merchant City. Das historische

Kaufmannsviertel bietet einen spannenden

Mix aus alter und neuer Architektur.

Die perfekte Welle

Das Riverside Museum in

Glasgow ist ein Entwurf von

Stararchitektin Zaha Hadid

Melvich Bay

Am nördlichen Ende

der NC500 liegt

einer der schönsten

Strände Schottlands

Die Highlands: eine Runde

auf Schottlands Traumstraße

Das schottische Hochland im Nordwesten ist eine der am

dünnsten besiedelten Regionen Europas. Mit schroffen Bergen,

tiefblauen Seen und nebelverhangenen Mooren wirkt die Landschaft

rau und ursprünglich. Überall stößt man auf alte Burgen

und Ruinen verlassener Häuser. Das Wetter trägt zur dramatischen

Stimmung bei: Innerhalb weniger Minuten kann Sonnenschein

in tief hängenden Nebel oder Regen umschlagen.

Um die Highlands im eigenen Tempo zu entdecken, ist ein

Mietwagen ideal. Ein guter Ausgangspunkt für Roadtrips ist

Inverness. Die 47.000-Einwohner-Stadt ist der Start- und Endpunkt

der Küstenstraße North Coast 500, Schottlands Antwort

auf die Route 66. Auf rund 830 Kilometern führt sie einmal um

die Nordspitze der Highlands und durch einige der beeindruckendsten

Landschaften Großbritanniens.

Wer die Strecke gegen den Uhrzeigersinn fährt, passiert an

der Ostküste sanfte Hügelketten, weite Küsten, Fischerdörfer,

Whiskydestillerien, Burgen und Schlösser wie das märchenhafte

Dunrobin Castle. Auf dem Weg nach Norden wird die Umgebung

zunehmend rauer und einsamer. In John o’ Groats, der

nördlichsten bewohnten Ortschaft des britischen Festlands,

erwarten einen neben dem oft fotografierten Wegweiser die

Duncansby Stacks – bis zu 60 Meter hohe Felsnadeln, die aus

dem Meer ragen. Den nördlichsten Punkt Großbritanniens

markiert Dunnet Head mit dramatischen Klippen und

einem Leuchtturm, der bei klarer Sicht einen fantastischen

Panoramaausblick bietet.

Fotos: Getty Images/Sam Spicer, VisitScotland/Kenny Lam, Getty Images/Ashley Cooper, Maurizio Rellini/HUBER IMAGES, Getty Images/James Brittain

Isle of Mull

The Glass Barn ist ein

Hofladen mit Café

und Ausblick auf den

Sound of Mull

Als Höhepunkt der NC500 gilt der Abschnitt an der Westküste,

wo die Straßen schmaler werden, die Berge höher und

die Natur ungezähmter. Bei Durness wirkt die Landschaft fast

mystisch, mit unberührten Stränden und der Smoo Cave, einer

Kalksteinhöhle mit einem Wasserfall im Inneren. Rund zwei

Autostunden weiter südlich liegt Ullapool, das Tor zu den

Äußeren Hebriden. Im Hafen legen nicht nur Fischerboote, sondern

auch Fähren zur Isle of Lewis an.

Eine besondere Herausforderung erwartet Autofahrer auf

dem Weg nach Applecross: Der historische Gebirgspass Bealach

na Bà ist die steilste Straße Großbritanniens. Die Strecke ist fast

durchgehend einspurig, mit engen Haarnadelkurven. Oben angekommen,

hat man bei klarem Wetter eine unglaubliche Aussicht

über das Meer bis hin zu den Bergen der Isle of Skye. Nach

der adrenalingeladenen Fahrt belohnt man sich im Örtchen

Applecross mit einem Bier im Applecross Inn. Der Pub ist auch

für seine fangfrischen Meeresfrüchte berühmt.

Der letzte Streckenabschnitt der NC500 führt schließlich

von der Küste zurück ins Landesinnere. Auf dem Weg nach

Osten wird die Landschaft grüner und bewaldeter, bevor man

in Inverness wieder in der Zivilisation ankommt.

Die Hebriden:

Inseln am Rand der Welt

Vor der rauen Westküste erstreckt sich

eine der faszinierendsten Inselwelten

Europas: die Hebriden – rund 500 Inseln,

die sich in eine innere und eine äußere

Gruppe gliedern. Die Inneren Hebriden

liegen direkt vor der Küste und sind bequem

per Fähre oder über die Skye-Brücke

erreichbar. Die größte Insel, Skye, zieht

besonders in den Sommermonaten Besucher

an. Mit ihren schwarzen Basaltbergen

bietet sie eine atemberaubende Naturkulisse.

Das Wahrzeichen der Insel, der Old

Man of Storr, ragt als 48 Meter hohe

Felsnadel markant aus der Hügellandschaft

der Trotternish-Halbinsel empor.

Die Isle of Mull empfängt ihre Gäste

mit den farbenfrohen Häuserfronten

im Hafen von Tobermory. Eine kurze

Fährfahrt entfernt liegt die Insel Iona,

die als Geburtsstätte des schottischen

Christentums gilt. Wer Einsamkeit und

unberührte Natur sucht, wird auf weniger

besuchten Inseln wie Jura fündig. Mit den

rund 200 Einwohnern leben hier etwa

6000 Rothirsche. Diese Abgeschiedenheit

wusste schon George Orwell zu schätzen,

der hier seinen Roman „1984“ schrieb.

Loch Dunvegan

Der fjordähnliche

Seearm liegt an

der Westküste

der Insel Skye

Sumpfohreulen

kommen an der

Nordküste, etwa

am Strathy Point,

oder auf den

Hebriden vor

26 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026



Inspiration Schottland

Lewis and Harris

Gälische Kultur und

dramatische Landschaften

inmitten

des Atlantiks

ADAC Mitgliederreisen

Schottland an Bord der

MS Hamburg entdecken

13-tägige Kreuzfahrt ab Kiel / bis Hamburg

Schottland verzaubert mit Geschichte, Mythen und atemberaubender Natur.

Von Loch Ness über die mystischen Steinkreise der Isle of Skye bis zu den

Schlössern von Inveraray und Edinburgh entdecken Sie die Magie der Highlands.

Folgen Sie Spuren alter Legenden, wandern Sie durch wilde Landschaften und

erleben Sie eine Reise voller Gänsehautmomente.

Für Sie inkludierte Mitgliedervorteile:

100 € Bordguthaben p.P. und eine Flasche Sekt auf der Kabine

ab 2.089 € * p.P.

in der Doppelkabine

Reisetermin: 19.5.- 31.5.2027

*Frühbucherpreis gültig bei Buchung bis 30.11.26

Beratung und Buchung:

250 ADAC Reisebüros

adacreisen.de/mgr-schottland

069 945 15 97 40

Die Äußeren Hebriden liegen

weit im Atlantik – und sind einsamer,

karger und tief in der gälischen

Sprache und Kultur verwurzelt.

Für die Anreise per Fähre

oder Flugzeug und die Wege vor

Ort sollte man etwas mehr Zeit

einplanen. Auf der Doppelinsel

Lewis and Harris erleben Besucher

zwei kulturell und landschaft lich

völlig verschiedene Welten. Lewis

im Norden ist bekannt für Torfmoore,

unzählige kleine Seen und

wilde, windumtoste Klippen am

nördlichsten Punkt; Harris im Süden

dagegen für seine karibisch

anmutenden Küsten mit weißem

Puderzuckersand und türkisfarbenem

Wasser. Das berühmteste Exportgut

der Insel ist der Harris

Tweed, dessen Herstellung man in

vielen kleinen Webereien hautnah

miterleben kann.

Auf der Nachbarinsel Barra

landen Linienflugzeuge bei Ebbe

direkt auf dem Sandstrand. Noch

abgeschiedener ist St. Kilda: Der

Archipel ist nur auf dem Seeweg

erreichbar und beherbergt gigantische

Vogelkolonien. Auch auf

den unbewohnten Shiant Isles

südöstlich von Lewis and Harris

brüten im Frühjahr Zehntausende

Seevögel. Wer eine Bootstour zu

einem dieser Orte unternimmt,

hat – im besten Sinne – das Gefühl,

am Ende der Welt zu sein.

Fotos: Getty Images/David Madison, ADAC Westfalen, iStock/robynmac; Karte: Karin Kunkel-Jarvers; Kartengrundlagen: Made with Natural Earth, free vector and raster map data; OpenStreetMap contributors

Schauplätze in Schottland

Anreise

Edinburgh und Glasgow werden von

allen größeren deutschen Flughäfen

direkt angeflogen. Von dort sind es

nach Inverness, der Hauptstadt der

Highlands, vier Stunden mit dem Zug.

Die Hebriden sind mit den Fähren von

Caledonian MacBrayne erreichbar, etwa

ab Ullapool, Uig und Oban. Zu einzelnen

Inseln wie Barra und Islay können auch

Inlandsflüge gebucht werden. Der wohl

schönste Blick auf Schottlands Inseln

und Landschaften eröffnet sich auf

einer Kreuzfahrt. Link-Tipp: Alle Infos

zur Einreise finden sich auf adac.de/

news/einreise-grossbritannien-eta

Reisezeit

Von Mai bis September sind die Tage

mild und die Preise günstiger. Wer die

NC500 fahren möchte, sollte die Hauptreisezeit

im Juli und August meiden.

Auf einen Blick

Unterwegs

Für die Highlands und die Inseln ist

ein Mietwagen empfehlenswert. Wichtig:

In Schottland herrscht Linksverkehr,

viele Straßen in den Highlands sind

einspurig mit Ausweichbuchten. In den

Städten Edinburgh, Glasgow und

Aberdeen nutzt man am besten öffentliche

Verkehrsmittel oder geht zu Fuß.

Essen & Trinken

Porridge ist eine schottische Spezialität

– der warme Haferbrei wurde

schon vor 1400 Jahren zum Frühstück

serviert. Für das köstliche Dessert

Cranachan werden Haferflocken mit

Himbeeren kombiniert. Ansonsten

stehen herzhafte Gerichte wie Haggis,

die Fischsuppe Cullen Skink und frische

Meeresfrüchte auf dem Speiseplan.

Eine Besonderheit ist auch die Craft-

Beer-Szene. Geheimtipp in Glasgow:

Das Drygate ist Brasserie, Bar und

Mikrobrauerei in einem. Bei einem

kühlen Ale können Gäste durch Glaswände

den Brauprozess verfolgen

(drygate.com).

Übernachten

In den Highlands und entlang der

NC500 gibt es eine große Auswahl an

Hotels, Bed & Breakfasts und Campingplätzen.

In den größeren Städten haben

Reisende die Wahl zwischen Luxusund

Boutique-Hotels. Früh buchen lohnt

sich in jedem Fall, denn vor allem in der

Hochsaison und auf den Inseln sind

gute Unterkünfte schnell vergeben.

Nicht verpassen

Die Tierwelt erleben: Geführte Wildtiertouren

gibt es in den Highlands, im

Cairngorms-Nationalpark und auf den

Hebriden. Bootstouren zu Delfinen,

Minkwalen und Seevögeln sind u. a.

ab Lewis, Harris und Uist buchbar. Wer

abgelegene Inseln wie die Shiant Isles

oder St. Kilda bei einer Tagestour erkunden

möchte, muss frühzeitig reservieren.

Versteckte Naturplätze: Glen Affric

gilt als eines der schönsten Täler

Schottlands, mit uralten Caledonian

Pines, klaren Lochs, stillen Wanderwegen

– und wenigen Menschen. Ähnlich

beschaulich sind die Trossachs nördlich

von Glasgow, wo kleine Seen wie Loch

Drunkie oder Loch Chon ruhige Picknickplätze,

Waldwege und schöne Ausblicke

ohne Gedränge bieten.

Manufakturen: Auf den Inseln werden

viele Produkte traditionell hergestellt

– etwa auf der Sgriob-ruadh Farm. Der

Familienbetrieb auf der Isle of Mull

züchtet Kühe, produziert Cheddar und

destilliert aus der Molke einen eigenen

Gin. Wer hier einkauft, sollte genug Zeit

mitbringen, um in das phänomenale

Hofcafé The Glass Barn einzukehren

(siehe Foto auf S. 27).

Experten-Tipp

Für Katja Fleige aus

dem ADAC Reisebüro in

Dortmund ist Schottland

eine ideale Kombination

aus Abenteuer und

Gemütlichkeit

Edinburgh ist nicht nur

ein perfekter Startpunkt

für eine Schottland-

Rundreise, sondern auch

ein Höhepunkt für sich.

Die Stadt lässt sich gut

zu Fuß erkunden und

verbindet Geschichte mit

viel Natur. Zu den wichtigsten

Stationen gehören

das Edinburgh

Castle auf einem erloschenen

Vulkan und der

Aufstieg auf Arthur’s

Seat im Holyrood Park.

Auch der Calton Hill mit

dem Nelson Monument

bietet gute Ausblicke.

Meine Lieblingspubs

sind das The World’s End

und das No. 1 High Street.

Viele weitere gemütliche

Pubs gibt es rund um

den Grassmarket. Gut

zu wissen: Die Aussprache

lautet „Edinbrah“.

Mehr Infos auf

adacreisen.de/

edinburgh

Afternoon Tea

Nachmittags gibt es

vielerorts Tee mit frisch

gebackenen Scones,

Clotted Cream und

Marmelade

ADAC Reisevertrieb GmbH

Veranstalter: plantours, Eine Marke der plantours & Partner GmbH, 20099 Hamburg. Druckfehler, Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.

03 · 2026

ADAC Urlaub 29



Experten Interview

40

Schluchten befinden sich

im Süden der Insel

185

Kilometer lang ist der

Camí de Cavalls – ein

Rundweg, der einmal um

die gesamte Insel führt

700

Quadratkilometer Fläche

machen Menorca zur

zweitgrößten Baleareninsel

20

Kilometer breit und

50 Kilometer lang ist die Insel

200

Kilometer misst die Küstenlänge

100

Strände und Buchten

gibt es auf Menorca

Cala Macarella

Zwischen Felsen und Kiefern

liegt versteckt die Bucht mit

ihrem weißen Sandstrand

110

Nationalitäten sind

auf der Insel vertreten

1993

erklärte die Unseco Menorca

aufgrund seiner Vielzahl und Vielfalt

an Habitaten zum Biosphärenreservat

2025

stieg die Einwohnerzahl

Menorcas auf über 100.000

Foto: Fotos: xxxxxxxxx mauritius images/Alamy Stock Photos/Max Bailen, Connect Images, ADAC

Mein Urlaub Menorca

Mehr Infos auf

adacreisen.de/

menorca

Bon dia,

Menorca! *

Monika Korn vom ADAC Reisebüro

Neustadt hat die Balearen bereits

mehrfach besucht. Besonders Menorca

hat sie mit seinen Stränden, Buchten

und lebendigen Küstenorten verzaubert

Was unterscheidet Menorca von Mallorca?

Menorca ist die kleine Schwester Mallorcas

– es geht ruhiger und entspannter zu.

Und was macht Menorca besonders?

Dank der kurzen Wege lässt sich hier an einem

einzigen Tag viel erleben: morgens

eine schöne Wanderung, nachmittags einen

der schönen Strände und abends das authentische

Inselleben. Etwa auf einem

Nachtmarkt: Hier schlendert man zwischen

den Ständen, probiert lokale Spezialitäten

wie die Ensaimada – ein luftiges, süßes Gebäck

–, während Kinder eine Runde Karussell

fahren. Bei frei zugänglichen Konzerten

mischt man sich unter die Einheimischen

und genießt die entspannte Atmosphäre.

Welche Strände empfehlen Sie?

Menorca gilt als die Insel der Buchten, über

100 Strände und kleine Calas säumen die

Küste. Besonders schön sind Santo Tomás

sowie die Traumbuchten Cala Macarella

und Cala Macarelleta mit ihrem hellen

Sand, türkisblauen Wasser und markanten

Kalksteinfelsen. Am Arenal de sa Mesquida

trifft man dagegen vor allem Einheimische,

die die Ruhe genießen – für mich ein typisches

Bild des Lebens auf Menorca.

Was empfehlen Sie Aktivurlaubern?

Der Camí de Cavalls verläuft rund um die Insel,

ein Abschnitt dieses alten Wegs beginnt

bei Santo Tomás. Dort führen Pfade die Küste

entlang, oft mit freiem Blick auf das Meer.

Zum Wandern sind das Frühjahr oder der

Herbst ideal, wenn es nicht zu heiß ist.

Welche kulturellen Highlights gibt es?

In Ciutadella spaziert man durch den Altstadtkern

aus maurischer Zeit, stöbert in

kleinen Kunsthandwerksläden und besucht

die Kathedrale. In der Inselhauptstadt

Mahón spürt man die Seefahrertradition.

Der Naturhafen ist einer der größten Europas.

Hier kann man den schaukelnden Booten

zusehen und in den Cafés den lokalen

Gin probieren. Dieser wird aus Wacholderbeeren

destilliert und mit aromatisiertem

Wein hergestellt – ein besonderer Geschmack.

Danach kann man an Palästen

und Kirchen vorbeischlendern und in der

großen Markthalle lokale Spezialitäten wie

den Käse Queso Mahón, süßen Mandelhonig

oder Trockenfrüchte probieren.

Wie bewegt man sich am besten fort?

Am flexibelsten lässt sich die Insel mit einem

Mietwagen erkunden. Aber auch viele

Buslinien fahren direkt an den Hotels vorbei

und bringen Besucher bequem zu den

schönsten Orten der Insel.

Haben Sie noch Geheimtipps?

Rund um den Monte Toro liegen Dörfer mit

kleinen Betrieben, die zum Entdecken einladen.

Einfach mal anklopfen lohnt sich, um

Wurst, Käse und andere handgemachte Spezialitäten

zu probieren und zu kaufen. Ein

Geheimtipp ist zudem das traditionelle

Schuhhandwerk. In den Werkstätten im Hinterland

entstehen Lederschuhe mit Sohlen

aus alten Autoreifen. Die handwerkliche Verarbeitung

ist beeindruckend und sie werden

in vielen Farben und Formen angeboten.

Und der schönste Sonnenuntergang?

An der Cova d’en Xoroi gibt es eine Höhle

mit Restaurantterrassen. Sie liegt etwa 25

Meter über dem Meer. Zum Sonnenuntergang

lässt sich hier ein Cocktail genießen.

Und ab 23 Uhr verwandelt sich die Location

in einen Club und es wird getanzt.

*Guten Tag auf Menorquinisch, einem Dialekt des Katalanischen.

ADAC Urlaub 31



Uganda Inspiration

Uganda ist eine Naturschönheit mit tropischen Wäldern,

mächtigen Vulkanen und glitzernden Seen. Dazu lockt die

„Perle Afrikas“ mit einzigartigen Tiererlebnissen – allen voran

einem Dschungel-Trekking zu den letzten Berggorillas dieser Erde

Versteckt im Dschungel

Nur noch rund 1000 der „sanften Riesen“

leben weltweit in freier Wildbahn – die

meisten in den Regenwäldern Ugandas

Text Jutta Lemcke

Murchison-Falls-Nationalpark

Der Nil zwängt sich durch

eine Schlucht und stürzt dann

donnernd mehr als

40 Meter in die Tiefe

Fotos: Getty Images/guenterguni, Getty Images/by Marc Guitard

Foto: xxxxxxxxx

Sinfonie in

Grün

03 · 2026 ADAC Urlaub 33



Berggorillas

Die ausgewachsenen

Männchen werden wegen

ihrer Fellfärbung

„Silberrücken“ genannt

Uganda Inspiration

„Perle Afrikas“

Die üppige Natur und die

dichten Wälder gaben

Uganda seinen Beinamen

Uganda-Kob

Die grazilen

Antilopen ziehen

in großen Herden

durch die Schutzgebiete

Nebelschwaden wabern über die

grünen Hügel, die sich wie Wellen

über das Land ziehen – undurchdringlich

und geheimnisvoll. Wir

sitzen auf einer Holzveranda beim

Frühstück – Spiegeleier, Toast, starker

Kaffee, neben uns ein kleiner

Rucksack mit Regencape und

Schutzhandschuhen, an den Füßen

Wanderschuhe und dicke Socken,

die wir zum Schutz über die Hosenbeine

gezogen haben. Es ist sehr

früh am Morgen. Geschlafen haben

wir wenig, die Anspannung war zu

groß. Gleich werden wir aufbrechen

und in den dichten Regenwald eindringen,

einen wassergetränkten

Dschungel mit Bambuswäldern,

Feigenbäumen und Riesenfarnen,

durch den die letzten Berggorillas

dieser Erde streifen.

Es kann anstrengend werden,

hat man uns erzählt. Vielleicht

müssen wir klettern,

durch Flüsse waten

und uns mit unseren

Handschuhen an dornigen

Sträuchern

hochhangeln. Vielleicht

ziehen uns die

mächtigen Tiere davon und

wir müssen hinter hereilen.

Aufgeben ist keine Option.

Wer einmal in den unwegsamen

Bergen unterwegs ist,

muss durchhalten. Natürlich

haben wir den Kultfilm „Gorillas

im Nebel“ über die Verhaltensforscherin

Dian Fossey gesehen. Werden

wir so resilient sein wie sie?

Bwindi-Nationalpark

Ranger sorgen dafür,

dass die Tiere und ihr

natürlicher Lebensraum

erhalten bleiben

Das Gorilla-Abenteuer beginnt

Ranger William Mfitumukiza erscheint

– ein breites Grinsen im

Gesicht. Er kennt die unausgesprochenen

Bedenken seiner

Schützlinge. „Habt mal keine Sorgen“,

tönt seine tiefe, freundliche

Stimme. „Die Tracker haben eure

Gorillagruppe schon gefunden. Ein

bisschen klettern müsst ihr wohl,

aber das schafft ihr locker“, sagt er

und checkt mit schnellem Blick

Ausrüstung und Schuhwerk seiner

Gruppe. Sofort kehrt unsere gute

Laune zurück. Mit William an der

Seite kann das Abenteuer beginnen.

An der Buhoma-Gorillastation

im Bwindi-Nationalpark werden

die Trekking-Gruppen eingeteilt.

Jede besteht aus maximal acht

Gästen, die genau eine Stunde bei

„ihrer“ Berggorillafamilie bleiben

Wasserreich und üppig grün

„Uganda ist ein einziger schöner

Garten – es ist die Perle Afrikas“,

fand schon Winston Churchill zu

Beginn des 20. Jahrhunderts und

pries die üppige Natur, die spektadürfen.

William und zwei weitere

Ranger begleiten uns. Dazu haben

wir uns alle für einen eigenen „Träger“

entschieden. „Das ist gut für

euch und auch für die Menschen

aus den Dörfern, die damit ein wenig

Geld verdienen“, hatte William

erklärt. Mich begleitet eine junge

Frau namens Amali. Sie läuft in

weiten Gummistiefeln die matschigen

Pfade hinauf und reicht

mir lächelnd die Hand, wenn es

rutschig wird. Es geht steil bergauf,

die Zeit verstreicht und jeder ist

mit dem eigenen Aufstieg beschäftigt.

„Stopp“, flüstert William plötzlich,

„wir sind ganz nah.“

Die Letzten ihrer Art

Erst hören wir nur das Knacken

von Ästen. Dann tut sich eine

Lichtung auf. Eine unwirkliche

Fotos: Guido Cozzi/HUBER IMAGES, Jutta Lemcke, mauritius images/Alamy Stock Photos/Eric Nathan

Fotos: Jutta Lemcke (2), Getty Images/Beata Whitehead

Szene erwartet uns. Die Fellriesen

hocken im tropfnassen Gras und

knabbern geräuschvoll an ihren

Bambusstangen. Ein muskelbepackter

Koloss starrt uns unverwandt

mit tiefschwarzen Augen

an. „Den Blick senken und ihn

nicht provozieren“, so hatten uns

die Ranger eingebläut. „Das ist

Mukasa“, höre ich William hinter

mir flüstern, „einer von fünf Silberrücken

in der Gruppe. Der eigentliche

Boss heißt Mark.“ Als

hätte er seinen Namen gehört,

bricht der 250-Kilo-Gigant aus

dem Gebüsch, knickt einen armdicken

Baum um, rempelt Mukasa

zur Seite und baut sich vor uns

auf. Wir halten den Atem an. Ein

leibhaftiger King Kong steht vor

uns. Sieben Meter Abstand, hatte

William gesagt – doch nicht im

Traum würde ich auf die Idee

kommen, mich näher heranzuwagen.

Nur Mark hat von der Sieben-

Meter-Regel offenbar noch nichts

gehört. Lässig schwenkt er seine

behaarten Arme und schiebt

seinen massigen Körper auf die

Lichtung. Er schickt ein tiefes

Grummeln in die Runde und fläzt

sich geschmeidig ins Gras. Mit sei-

nen schwarzen, ledrigen Fingern

krault er sich durchs dichte Fell

und schielt neugierig auf die verzagte

Menschengruppe. William

atmet erleichtert auf: „Wenn Gorillas

grummeln, fühlen sie sich

wohl. Ihr könnt euch entspannen,

das hier ist eine rundum gut

gelaunte Gorillafamilie.“

Nur noch gut 1000 Berggorillas

leben weltweit in freier Wildbahn

– die meisten in Uganda, eine kleinere

Anzahl in Ruanda und im

Kongo. Im Mgahinga-Gorilla- und

im Bwindi-Nationalpark in Uganda

wurden rund 20 Berggorillafamilien

an den Besuch von

Menschen gewöhnt. Für 800

US-Dollar können abenteuerlustige

Touristen einen der begehrten

Erlaubnisscheine erwerben und

sie in der Wildnis besuchen. Das

ist für viele der Höhepunkt ihrer

Uganda-Reise – doch es gibt noch

sehr viel mehr zu entdecken.

kuläre Bergwelt und die Fruchtbarkeit

der Felder. An Gründen für

einen Besuch fehlt es wahrlich

nicht. Allein zehn Nationalparks

und zwölf Wildreservate hat der

Staat ausgewiesen, es gibt die geheimnisvollen

Mondberge im

Ruwenzori-Gebirge, die heißen

Quellen im Semliki-Park und die

Nilfälle im Murchison-Falls-Nationalpark.

Es gibt Seenlandschaften,

milchig schimmernde Kratertümpel,

Afrikas beliebteste Wildtiere

und eine reiche Kultur unterschiedlicher

Stämme, wie etwa

die des Pygmäenvolks der Batwa.

Dazu zählt Ugandas Klima zu den

angenehmsten der Welt. Die

Äquatornähe bringt Sonne und

die Hochlage sorgt für moderate

Temperaturen, die tagsüber bei 25

bis 28 Grad Celsius liegen.

Uganda ist reich an Wasser:

Große Seen, Krater tümpel und

Flüsse überziehen das

Land. Im Queen-

Elizabeth-Nationalpark

sind der Lake Edward und

der Lake George ein Paradies

für Pflanzen und Tiere. Beide Seen

werden durch den natürlichen Kazinga-Kanal

verbunden – das Ziel

Aus nächster Nähe

Baby-Gorillas lernen von

ihren Familien, wie man in

der Wildnis überlebt

Dreihornchamäleon

In den regenreichen Bergwäldern

erlebt man Tiere

mit teils skurrilem Aussehen

34 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026



Uganda Inspiration

xxxxxxxx

Obis maximporiam cusandis

et Grandiose eum ullat eventus Aussichten id ut ea

nullores Uganda earum bietet volorro zahlreiche vel

Lodges mit luxuriöser

Ausstattung

Auf einen Blick

Kletterkunst

Uganda ist eines der wenigen

Länder, in denen man

Löwen findet, die auf Bäume

klettern können

unserer Sonnenuntergangsfahrt.

„Hippo“ heißt unser Boot, mit dem

wir am Ufer entlangschippern. Ein

gut gewählter Name, denn Nilpferde

planschen hier so zahlreich wie

Kinder bei Sonnenschein im Freibad.

Überall lugen ihre kugelrunden

Augen aus dem Wasser. Die

Mamas prusten Fontänen in die

Luft und sind von einer Schar

Baby-Hippos umringt, die auf- und

abtauchen.

Während sich die Sonne gen

Horizont schiebt und der Himmel

in hellem Orange leuchtet, geht es

am Ufer zu wie auf der Arche

Noah. Büffel grasen zwischen Elefanten,

Antilopen schlabbern am

Wasser und Krokodile genießen

die letzten Sonnenstrahlen. Die

würden hier ausschließlich Fisch

fressen, erklärt der Bootsführer.

Ich glaube ihm, würde die Hand

aber trotzdem nicht ins Wasser

halten.

Auf Safari in der Savanne

Am nächsten Morgen klingelt der

Wecker um fünf Uhr morgens – es

geht auf Safari im Queen-Elizabeth-Nationalpark.

Unser Guide

nimmt seine Sache ernst, erzählt

von Kraterseen, von seltenen Antilopen

und 1067 Vogelarten. Wir

dösen ein wenig. Die Sonne

schiebt sich langsam nach oben

und legt silbrige Strahlen über die

Savanne. Ein Heißluftballon

schwebt in der Ferne über den

Baumwipfeln, Büffel grasen im

Morgenlicht und blicken nur kurz

auf, als wir vorbeiruckeln.

Doch plötzlich ist Schluss mit

der meditativen Stimmung. Der

Guide hat einen Funkspruch bekommen

und stellt das Safari-Gefährt

auf Allrad um. Er sprintet

über die Huckelpiste und schleudert

durch Furten, dass der

Schlamm spritzt. Wir sind jetzt

hellwach, es geht auf Löwenpirsch.

Unser Ziel ist ein Kaktusbaum,

der von dichtem Gestrüpp

umgeben ist. Der Jäger ist hier der

Gejagte. Zwischen den stacheligen

Armen hockt ein Leopard, der uns

mit seinen bernsteinfarbenen Augen

fixiert. Vorsichtig setzt er seine

samtigen Pfoten zwischen die

Nilpferd in Sicht

Die höchste Hippopotami-

Dichte besteht im Queen-

Elizabeth-Nationalpark

Stacheln und schaut nach unten.

Dort wartet der Feind: Fünf dick

gefressene Löwinnen dösen im

Gras und verwehren der geschmeidigen

Katze den Abstieg.

Dabei hat der Leopard noch Glück.

Nicht weit entfernt, am Ishasha-Fluss,

gibt es die seltenen

Exemplare der Baumlöwen, die

bei Bedarf die Äste hochklettern.

Schimpansen mit Liebeskummer

Im Kibale-Forest-Nationalpark erwarten

uns mit den Schimpansen

noch einmal enge Verwandte des

Menschen. Sie erweisen sich –

ganz anders als die sanften Gorillas

– als zeternde Zankhähne. Im

Wald herrscht ein Höllenlärm, als

wir die Affenbande erreichen.

„Offenbar mal wieder Streit“, sagt

unser Guide Baluku. „Sie sind wie

wir – sie freuen sich, spielen,

streiten und sind traurig.“ Wie

wahr. Wir treffen Brunero, ein

Schimpansenmännchen, das im

Gebüsch kauert. „Ich glaube, er

hat Liebeskummer“, sagt Baluku.

Und tatsächlich: Brunero lässt den

Kopf hängen, krault sich an der

Schulter und wischt sich über die

Augen. „Kopf hoch, Kleiner“,

möchte man ihm zurufen. Doch

der Herzschmerz währt nicht lang.

Ein paar Kumpels kommen vorbei

und die gesamte Horde verschwindet

laut kreischend in den

Baumkronen.

Fotos: Bruno Cossa/HUBER IMAGES, Jutta Lemcke, iStock/Judith Engbers

Fotos: ADAC, Getty Images/Camille Delbos/Art In All of Us; Karte: Karin Kunkel-Jarvers; Kartengrundlagen: Made with Natural Earth, free vector and raster map data; OpenStreetMap contributors

Schauplätze in Uganda

Anreise

Günstige Flüge zum Flughafen Entebbe

bieten beispielsweise Turkish Airlines

oder Ethiopian Airlines. Ein E-Visum

kann auf visas.immigration.go.ug beantragt

werden (50 US-Dollar). Benötigt

werden Reisepass, Passbilder und ein

Gelbfieberimpfnachweis.

Reisezeit

Ideal für Wildtierbeobachtungen sind

die trockenen Monate Juni bis August

und Dezember bis Februar. Auch die

verbleibenden Monate haben Vorteile:

Die Natur ist grün, die Lodge-Preise sind

günstiger und es gibt viele Tierbabys.

Bei starkem Regen wird allerdings kein

Gorilla-Trekking durchgeführt, auch

Wege können unpassierbar sein.

Unterwegs

Neben den internationalen Flughäfen

gibt es eine Reihe kleinerer Airports für

Inlandsflüge, etwa von Entebbe nach

Kisoro oder Kasese im Süden (Gorilla-

Trekking, Queen-Elizabeth-Nationalpark).

Taxis nennen sich „Special Hires“.

Die Preise lieber vorab aushandeln.

Taxis mit Taxameter berechnen etwa

0,85 Euro pro Kilometer. Vor allem von

Einheimischen genutzt werden die

Matatus – Sammeltaxis ohne Komfort,

die auf festen Routen fahren und unterwegs

angehalten werden. Überlandbusse

verbinden zu kleinen Preisen alle größeren

Städte. Mietwagen sind am besten

vorab zu buchen, die Wochenpreise

starten ab 300 Euro. Es herrscht Linksverkehr

und ein internationaler Führerschein

ist Pflicht. Oft eine bessere Alternative:

einen Wagen mit Fahrer buchen

(80 bis 150 Euro am Tag).

Gesundheit

Eine Gelbfieberimpfung ist Pflicht.

Empfohlen sind zudem Impfungen

gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis

und Tollwut sowie eine Malaria-

Prophylaxe. Eine Auslandskrankenversicherung

sollte vorhanden sein.

!

Nicht vergessen

Fürs Gorilla-Trekking feste Schuhe,

Outdoor-Kleidung, eventuell Schutzhandschuhe.

Für die Safaris schützende

Kleidung in gedeckten Farben. Ferner

Sonnenschutz, Moskitospray, eine Stirnlampe

und ein Fernglas.

Nicht versäumen

Der Botanische Garten Entebbe liegt

direkt am Viktoriasee, zeigt verschiedene

Vegetationszonen und hat einen

Bereich für traditionelle Heilpflanzen.

Hier wurden einst einige „Tarzan“-Szenen

mit Johnny Weissmuller gedreht.

Die Abendshows im Ndere Cultural

Center in Kampala mit ihren Tänzen

und lokalen Spezialitäten sind ein

echtes Erlebnis (ndere.com).

Eine Bootsfahrt auf dem Viktoriasee

lässt sich mit einem Besuch des

Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary

verbinden. Dort finden verwaiste oder

verletzte Schimpansen ein neues

Zuhause (ngambaisland.org).

Spannend für Aktivurlauber ist Jinja.

In der viertgrößten Stadt Ugandas tritt

der Weiße Nil aus dem Viktoriasee aus.

Geboten werden u. a. Kajakfahrten und

Raftingtouren auf dem Nil.

Kakaofrüchte

71 Prozent des weltweiten

Kakaos stammen aus afrikanischen

Ländern wie Uganda

Experten-Tipp

Sonja Billing aus dem

ADAC Reisebüro in

Pforzheim hat in Uganda

die „Big Seven“ erlebt

Löwe, Elefant, Leopard,

Nashorn, Büffel – die

klassischen „Big Five“

der Tiere, die jeder

Safari-Reisende sehen

möchte, werden in Uganda

von Berggorillas und

Schimpansen ergänzt.

Kurz gesagt: Uganda ist

ein unvergessliches Ziel

für Natur- und Tierliebhaber.

Ich habe in den

Nationalparks Bwindi

und Kibale berührende

Begegnungen erlebt.

Begeistert hat mich

zudem die unglaubliche

landschaftliche Vielfalt

mit ihren Seen und

Flüssen, der üppigen

Vegetation und trockenen

Steppen. Auch

die hervorragende

Küche hat einen bleibenden

Eindruck

hinterlassen.

ADAC Medical App

ADAC Mitglieder

und Inhabende

einer ADAC Auslandskrankenversicherung

haben auch auf Reisen

Zugang zu telemedizinischer

Behandlung durch

deutschsprachige Ärzte.

adac.de/meinmedical

36 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026



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Details & Leistungen

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Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer

Dachterrasse in der Altstadt von

Kairo, während die Sonne hinter der

fernen Silhouette der Pyramiden von Gizeh

versinkt. Dabei verschmilzt das ferne Echo

der Rufe der Muezzin mit dem Pulsieren

einer Stadt, die niemals schläft.

Kairo ist kein Ort, den man einfach besucht

– Kairo ist ein Gefühl. Es ist der berauschende

Trubel in den Gassen des Khan el-

Khalili Basars, wo man den Duft von Kreuzkümmel,

Leder und süßem Tee atmet. Es

ist die wohltuende Stille in den kühlen

Mauern der Al-Azhar-Moschee, die Sie mitten

im Puls der Millionenmetropole sanft

umhüllt. Am Ufer dieser „Lebensader Ägyptens“

spüren Sie die jahrtausendealte Geschichte,

die in jedem Stein der Stadt weiterlebt.

Gleichzeitig vereint Kairo auf

faszinierende Weise antikes Erbe und modernen

Lifestyle.

Zwischen monumentalen Wundern der

Weltgeschichte und stilvollen Dinner-Cruises

auf dem Nil entfaltet sich eine Stadt

voller Kontraste – geprägt von der warmen

Gastfreundschaft ihrer Menschen. Die

spürt man gerade auch in den charmanten

Kaffeehäusern der Altstadt, in denen die

Zeit bei einem Glas Minztee stillzustehen

scheint und Geschichten von Generation zu

Generation wandern.

Mit der Eröffnung des spektakulären Grand

Egyptian Museum (GEM) schlägt die Stadt

zudem eine Brücke zwischen den Schätzen

der Pharaonen und der Architektur der Moderne.

Es ist dieser Schritt nach vorn, gepaart

mit der unerschütterlichen Gastfreundschaft

der „Cairenes“, der diese

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Früh am Tag öffnet man die Tür seines

Truckcampers und blickt direkt auf die

spiegelglatte Oberfläche eines smaragdgrünen

Sees, während am Horizont die

schneebedeckten Gipfel der Coast Mountains

in der Morgensonne glitzern.

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intensivste und authentischste Art, den Yukon,

Kanadas wilden Norden, zu entdecken:

Die Straßen sind weit, der Verkehr spärlich,

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bis zum Horizont. Hinter jeder Kurve

wartet ein neues Postkartenmotiv – mal

ein Grizzly, der am Straßenrand nach Bee-

Erstmalig als

Gruppenreise

ren sucht, mal ein Elchbulle, der majestätisch

einen Fluss durchquert.

Der Roadtrip beginnt meist in Whitehorse,

der charmanten Hauptstadt des Territoriums,

und führt über den Klondike Highway

direkt ins Abenteuer. Vorbei an Relikten

aus der Zeit des großen Goldrauschs von

1898 und der Westernstadt Dawson City

geht es tiefer in die Wildnis. Der legendäre

Dempster Highway zählt zu den spektakulärsten

und abgelegensten Straßen Kanadas.

Zunächst erreicht man den Tombstone Territorial

Park, dessen markante, gezackte

Berggipfel zu den beeindruckendsten

Landschaften Nordamerikas zählen. Von

dort führt die Schotterstraße weiter über

Eagle Plains bis zum Arctic-Circle-Schild,

wo der Dempster Highway den nördlichen

Polarkreis überquert und weiter Richtung

Arktis verläuft. Hier zeigt sich der Yukon

von seiner rauesten und zugleich schönsten

Seite.

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mehr als nur ein Urlaub – sie ist eine Expedition

zu sich selbst, umgeben von einer

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Der Weg in den Urlaub führt meistens durch unterschiedliche Mautsysteme.

Auf beliebten Reiserouten durch Frankreich, Italien, Kroatien, Spanien oder

Portugal bilden sich oft lange Schlangen an den Mautstationen. Wer viel

fährt, erleichtert sich das Reiseleben mit der ADAC Mautbox, die ab sofort

im ADAC Mautportal erhältlich ist: Die Box ist sofort einsatzfähig, klein wie

eine Streichholzschachtel, wird an der Windschutzscheibe befestigt und an

der Mautstation automatisch erkannt. Nutzer dürfen auf den mit einem

T-Symbol markierten Spuren fahren, die Schranken öffnen sich automatisch

und die Fahrt geht ohne Anhalten weiter. Die Mautgebühren werden im

Anschluss über die hinterlegte Zahlungsart abgerechnet. So läuft die Fahrt

Richtung Sonne reibungsloser! Alle Infos auf adac.de/mautbox

Maßgeschneiderte

Kulinarik an Bord

Auf Flügen der Lufthansa sowie von Swiss

und Austrian Airlines hat das größte deutsche

Luftfahrtunternehmen die „Culinary

Journey“ eingeführt. Wer diesen neuen Service

nutzen will, braucht die LH-App oder

geht auf die Website der Airline. Über den

Buchungscode kann man abfragen, welche

Mahlzeiten und Getränke angeboten werden,

und ein persönliches Bordmenü ordern.

Wer im Voraus wählt, profitiert von einem

maßgeschneiderten Menü sowie zehn Prozent

Vorbestellrabatt für kostenpflichtige

Snacks auf Kurzstrecken. Die Vorauswahl

ermöglicht zudem eine nachhaltigere

Planung für das Catering eines Fluges. Mehr

Infos auf lufthansa.com/de/de/menuekarten

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Einsätze ist die ADAC Luftrettung

2025 geflogen.

Fotos: Getty Images/Anchiy, Getty Images/F.J. Jimenez, ADAC Medien und Reise GmbH, Lufthansa, ADAC Luftrettung, ADAC

PRODUKT-TIPP

Eine Powerbank für Reisen –

darauf müssen Sie achten

Auf Reisen sind Smartphone- und Tablet-Akkus schnell leer. Eine

Powerbank sorgt dann auch ohne Stromanschluss für Energie. Die

verfügbaren Modelle unterscheiden sich in Ladegeschwindigkeit,

Kapazität und Effizienz. Der wichtigste Wert auf Reisen ist die Kapazität,

angegeben in Milliamperestunden (mAh). Ideal sind 20.000

mAh – damit lässt sich ein Smartphone bis zu fünfmal aufladen. Der

Nachteil: Sie wiegen mit bis zu 500 Gramm knapp das Doppelte wie

Powerbanks mit 10.000 mAh. Wichtig zu wissen: Powerbanks müssen

im Flugzeug im Handgepäck transportiert werden.

Mehr Komfort in der Economy

Class: Schlafreihe buchen

Immer mehr Airlines bieten Sleeper’s Rows in der Economy Class an, um den

Komfort auf Langstrecken zu steigern – und zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Diese günstige Alternative zur Business Class beinhaltet eine bequeme

Auflage, eine Decke und ein Kissen. Bei Lufthansa wurde das bereits seit 2021

bestehende Angebot jetzt erweitert: Die Sleeper’s Row ist auf Langstreckenflügen

weltweit ab etwa elf Stunden Flugdauer – je nach Verfügbarkeit –

direkt am Lufthansa-Schalter am Flughafen buchbar. Der Aufpreis liegt pro

Strecke zwischen 169 und 249 Euro.

AUTOBAHN-VIGNETTEN 2026

Die Autobahngebühren

sind digitaler denn je

2026 wird in Österreich letztmals die traditionelle

Klebevignette, das „Pickerl“, angeboten – zum Abschied

in Feuerrot. Ab 2027 wird es dann nur noch

digital möglich sein, die Autobahngebühren zu

begleichen. Die Slowenien-Maut ist ausschließlich

digital verfügbar. In der Schweiz gibt es nach wie vor

beide Varianten – die Klebevignette und die digitale

Maut. Um Stress zu vermeiden, können alle verfügbaren

Vignetten für die drei Länder vorab in den

ADAC Vertriebsstellen und im ADAC Mautportal auf

adac.de/mautportal erworben werden. Die Adressen

der nächstgelegenen ADAC Geschäftsstellen finden

Sie auf adac.de/vor-ort

40 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 41



Wellness Inspiration

Wellnessrituale

der Welt

Ayurveda und Yoga

Unterschiedliche

Wissenschaften, die sich

ideal ergänzen

Kräuterstempel

Kombination aus Wärme,

Massage und Heilkräutern

Was bringt Körper, Geist

und Seele in Einklang? Wir

stellen acht wohltuende

Rituale aus verschiedenen

Kulturen vor

Text Lena Kaeß, Alissa Selge,

Martin Haase und Özlem Sara Amet

Alpine Sauna

Zirbenholz duftet dank

ätherischer Öle und

wirkt dadurch entspannend

Foto: xxxxxxxxx

Fotos: iStock/exithamster, iStock/targovcom, Getty Images/Benedicte Vanderreydt, Getty Images/Oleh_Slobodeniuk, Steiermark Tourismus/Tom Lamm, Getty Images/Wong Yu Liang

Reisbeutelmassage

Die Behandlung stammt

aus dem indischen

Kerala, der Wiege des

Ayurveda

Sri Lanka und Indien

Ayurvedische Heilkunst

Sri Lankas Südküste

Rund um den

Badeort Weligama

gibt es zahlreiche

Ayurveda-Resorts

Jeden Tag eine vierhändige Massage, dazu Akupunktur,

Gesichtsmasken, Kräuterdampfbäder, Yoga und Tai-Chi,

frisches vegetarisches Essen und interessante Vorträge.

Zwischen den Anwendungen ist Raum für entspannte

Stunden am Pool, Privatstrand oder im paradiesischen

Garten des Resorts. Nach zehn Tagen Ayurveda-Kur an

der Südspitze Sri Lankas sehe ich nicht nur gut erholt aus

– ich fühle mich auch so: voller Energie und Leichtigkeit.

Seit 5000 Jahren wird in Indien und Sri Lanka Ayurveda

praktiziert, das Wissen (Veda) vom Leben (Ayur).

Diese umfassende Lehre verbindet Bewegung, Ernährung,

Kräuter und Gewürze sowie Anwendungen zu einem

ganzheitlichen Konzept. Einzelne Behandlungen wie der

berühmte Stirnölguss können in Wellnesszentren vor Ort

gebucht werden, noch besser ist eine mehrtägige Kur, die

immer mit einer ausgiebigen Konsultation bei spezialisierten

Ärzten beginnt.

Text: Özlem Sara Amet

03 · 2026

ADAC Urlaub 43



Wellness Inspiration

Ich liege in einem schlichten Behandlungsraum an

der Westküste von Malaysia, die Fenster stehen offen,

draußen bewegt sich träge die feuchte Hitze des Nachmittags.

Warmes Öl wird in langen, gleichmäßigen

Bahnen aufgetragen, die Hände der Therapeutin arbeiten

langsam und mit angenehmem Druck. Die traditionelle

malaysische Urut-Massage hat ihre Wurzeln in

der südostasiatischen Heilkunst. Ursprünglich diente

sie weniger der Entspannung als der Regeneration:

nach körperlicher Arbeit, nach Krankheiten oder der

Geburt. Das Wissen um Grifftechniken und Druckpunkte

wurde über Generationen weitergegeben.

In modernen Anwendungen wird die klassische

Urut-Massage häufig ergänzt – etwa durch Kräuterstempel

oder aromatische Öle. Was diese Form der

Körperarbeit auszeichnet, ist ihre Erdung. Meine Muskulatur

wird gelockert, der Atem wird ruhiger, mein

Körper reagiert unmittelbar. In Malaysia ist die

Urut-Massage bis heute präsent – in einfachen Massagesalons

ebenso wie in Hotel-Spas, wo sie bewusst als

kulturelles Erbe gepflegt wird. Text: Alissa Selge

Wellness à la Tirol

Erst wandern, dann im

Duft von Zirbenholz

oder Heu entspannen

Heubad

Die ätherischen Öle

der Heilkräuter

gelangen über die

Haut in den Körper

Malay-Massage

Massage, Wärme und

pflanzliche Wirkstoffe

wirken schmerzlindernd

und entgiftend

Österreich

Malaysia

Regeneration auf Malaysisch

Der alpine Duft von

Zirbe und Heu

Beim Saunieren bevorzuge ich die heißen Varianten. Wenn

ich spüre, wie die Luft durch meine Atemwege zirkuliert, das

Holz durch die Hitze seinen eigenen Duft verströmt und es sich

bei 90 bis 100 Grad Celsius so anfühlt, als wäre die Hitze eine

schwere Steppdecke, die mich in einer kalten Nacht wärmt,

verbinde ich damit wohlige Geborgenheit. Besonders die traditionell

in Österreich bekannten Zirbensaunen bieten sich

dafür an – der harzige, dezente Duft der „Königin der Alpen“,

wie Zirbenholz auch genannt wird, gibt mir ein Gefühl von

Ruhe im oft rastlosen Alltag.

Doch heute brauche ich etwas Milderes. Nach einer sechsstündigen

Wanderung mit Klettereinlagen im Kaisergebirge

freue ich mich auf die Heusauna, in der die getrockneten Gräser

durch die hohe Luftfeuchtigkeit bei etwa 60 Grad ihre ätherischen

Öle freisetzen. Es duftet wunderbar nach frisch

geschlagenem Heu. Durch die geringeren Temperaturen kann

ich so lange in der Sauna bleiben, wie es mir guttut. Und wenn

ich nach der Wellness-Auszeit doch noch den Duft der „Königin

der Alpen“ wahrnehmen möchte, bleibt mir eine weitere Spezialität

aus Österreich: der Zirbenlikör. Text: Martin Haase

Fotos: ©Tourism Malaysia, mauritius images/Alamy Stock Photos/Giles Robberts, iStock/byPaul, Getty Images/Westend61

Fotos: Per Pixel Peterson/imagebank.sweden.se, Getty Images/Westend61, Harri Tarvainen/Visit Finland, Getty Images/Cavan Images/Rachel Bell

Finnland und Schweden

Erst Hitze, dann Eiswasser

Auf meinem Schweden-Trip brauchen wir von Stockholm

nur eine Stunde Autofahrt gen Norden – und erreichen die

Gemeinde Norrtälje. Meine Reisebegleitung und ich finden

dort den perfekten Ort für das typisch nor dische Wellnessritual:

das Saunafloß im Osten der Stadt. Ein kleines Saunahäuschen

steht hier am Ende eines Holzstegs, der auf den

Norrtäljeviken führt – einen See, der in die Ostsee mündet.

Glastüren ermöglichen den Blick aus der Sauna hinaus auf

das Wasser. Wir sind beim schweigenden Schwitzen ganz

bei uns und genießen den Blick auf die ruhige Wasseroberfläche.

Mein Gedankenkarussell steht still.

Nach etwa zehn Minuten trete ich aus der Sauna. An der

frostigen Luft gehe ich wenige Schritte zum Ende des Stegs,

wo sich eine Leiter befindet, über die ich mich rückwärts

ins kalte Wasser gleiten lasse. Ich halte mich an der Leiter

fest und zähle bis dreißig. Dann steige ich wieder aus dem

See und hülle mich in meinen Bademantel. Schon jetzt spüre

ich die vitalisierende Kraft des Kaltbadens – ich bin vollkommen

entspannt. Die folgende Nacht schlafe ich tief und

neun Stunden am Stück – und bin am nächsten Morgen

voller Energie für eine Wanderung durch das nahe Naturschutzgebiet.

Text: Martin Haase

Temperaturwechsel

Von der Sauna ins

Eisloch – eine feste

Tradition in Finnland

Sauna und Eisbad

Eine Kombination,

die die körperliche

Widerstandskraft erhöht

Estland

Das Rauchsauna-Ritual

Kaum hat man die Schwelle des Holzhauses überschritten,

verschluckt einen die Dunkelheit beinahe. Die Wände sind

vom Rauch schwarz gefärbt, die Luft ist feucht und heiß.

Kurz zuvor hat man den Rauch hinausgefächert, doch sein

Geruch hängt weiterhin in der Luft. Die Rauchsauna, auf

Estnisch Suitsusaun, ist eine der ältesten Saunatraditionen

Europas. Anders als moderne Saunen besitzt sie keinen

Schornstein. Ein Holzfeuer wird in einer offenen Feuerstelle

entzündet, um große Steine über mehrere Stunden hinweg

zu erhitzen. Währenddessen füllt sich der Raum mit Rauch.

Erst wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, lässt man

das Feuer abklingen und lüftet. Zurück bleibt ein angenehmes,

warmes Klima. Nun darf man eintreten.

Auch das Saunieren selbst ist ein zeitintensives Ritual:

Wasser wird auf die heißen Steine gegossen, um Dampf zu

erzeugen. Währenddessen klopft man den Körper mit Zweigen

ab, um die Durchblutung anzuregen, und pflegt die Haut,

indem man sie mit Salz und Honig abreibt. Historisch war

die Rauchsauna ein zentraler Ort des Gemeinschaftslebens:

Hier fanden Geburten statt, hier wurde geheilt, hier bereitete

man Verstorbene auf den Abschied vor. Nach wie vor ist

die Sauna in Estland Treffpunkt für Familie und Freunde, ja

sogar Geschäftstermine finden hier statt. Text: Lena Kaeß

Mehr als Schwitzen

2014 wurde die

Rauchsauna-Tradition

von der Unesco als

immaterielles

Kulturerbe anerkannt

03 · 2026

ADAC Urlaub 45



Inspiration Wellness

Wellness Inspiration

Fusion Resort

Cam Ranh 5*

z. B. am 21. Juni 2026

ab München mit

Vietnam Airlines,

sieben Nächte mit

Frühstück

ab 1.851 € p. P.

Veranstalter: TUI

Deutschland GmbH

Mexiko

Rituelles Schwitzen

Die Kraft der Kräuter

Kräuterdampfbäder

Seit Jahrhunderten

Teil der traditionellen

Gesundheitskultur

Vietnam

Ninh Binh

Im grünen Herzen

Nordvietnams

gibt es auch

heiße Quellen

Temazcal ist eine Tradition, deren Ursprung in der Maya-Kultur liegt. Hier vereinen

sich spirituelle Reinigung und Heilpraxis. Bereits vor Betreten der kuppelförmigen

Schwitzhütte aus Lehm oder Stein beginnt das Ritual: Ein sogenannter

Temazcalero, der schamanische Leiter der Zeremonie, reinigt die Iglu-ähnliche

Hütte mit Räucherwerk. Dann darf man selbst durch einen niedrigen Eingang

hineinkriechen.

Alle Teilnehmenden nehmen rund um die in der Mitte liegenden heißen

Vulkan steine Platz. Über die Steine wird immer wieder ein Kräutersud, zum Beispiel

aus Arnika, gegossen, wodurch heilsame Dämpfe entstehen. Die Temperaturen

steigen kontinuierlich, der Körper beginnt, stark zu schwitzen. Muskeln und Gelenke

entspannen, die Poren öffnen sich und Giftstoffe können den Körper verlassen.

Außerdem setzt ein Gefühl tiefer Entspannung ein. Währenddessen führt der

Temazcalero mit Gebeten und Gesängen durch eine vierstufige Reise in einen

meditativen Zustand. Das Temazcal folgt vier symbolischen (Lebens-)Phasen, die

durch die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft dargestellt werden. Die Dauer

variiert: Denn die Zeit wird nicht gestoppt, sondern erlebt. Text: Lena Kaeß

Ich sitze in einer Holzhütte am Rand eines

Gartens nahe Tam Coc. Draußen zirpen Insekten,

Bananenblätter rascheln im Wind, drinnen

steigt dichter Dampf aus einem Metallkessel

auf. Er riecht nach Zitronengras, Ingwer

und Sternanis – warm, erdig und etwas süßlich.

Nach wenigen Atemzügen legt sich die

feuchte Hitze auf meine Haut, mein Körper

beginnt zu schwitzen und mein Kopf wird

ruhig, die Atmung wird freier.

Kräuterdampfbäder sind besonders im

grünen Hochland rund um Da Lat oder im

Norden nahe Sapa, wo Heilpflanzen in großer

Vielfalt wachsen, verbreitet. Oft werden die

Kräuter frisch vom Markt oder direkt aus dem

Garten verwendet: Basilikum, Eukalyptus,

Limettenblätter, manchmal ganze Bündel wilder

Pflanzen. Als Reisende begegnet man dem

Ritual heute in kleinen Familienbetrieben, in

ländlichen Gästehäusern oder als wohltuendem

Teil eines Spa-Besuchs nach einer Wanderung

oder langen Busfahrt.

Als ich Stunden später wieder nach draußen

trete, ist meine Haut warm und die Erschöpfung

des letzten Reisetags scheint

einfach verdampft zu sein. Ich atme tiefer und

klarer und merke, wie sich eine ruhige Wachheit

in mir ausbreitet. Der Rest der Reise kann

kommen!

Text: Alissa Selge

Rauch und Ruhe

Eine schamanische

Zeremonie, die Körper,

Geist und Seele heilen

und reinigen soll

Fotos: Getty Images/Witthaya Prasongsin, Getty Images/Mint Images, iStock/Mariya Borisova, Getty Images/COPYRIGHT, Jong-Won Heo,

Getty Images/Twenty47studio, iStock/Sanga Park, mauritius images/Alamy Stock Photos/Dzmity Khvayanok, ADAC, Hans-Peter Huber/HUBER IMAGES

Busan

Die Metropole ist bekannt

für ihre schöne Küste –

und ihre Jjimjilbangs

Experten-Tipp

Wer Körper, Geist und

Seele in Balance bringen

möchte, wird im

Cinnamon Sea Health

Care Resort an Sri

Lankas Südküste

fündig. Das familiäre

Haus bietet individuelle

Kuren mit ärztlicher

Betreuung, ayurvedischer

Küche, Yoga

und Meditation an.

Doch man muss nicht

um die halbe Welt

fliegen: In Marienbad

in Tschechien nutzen

die Ensana Hotels die

heilenden Quellen für

Mineralbäder und Inhalationen.

Noch näher

liegt das Hotel

Langenwaldsee im

Schwarzwald. Mitten

in der Natur genießt

man die Sauna mit

Seeblick und die

wohltuende Luft in

der Salzgrotte.

Denisa Mähner

aus dem ADAC Reisebüro

in Göppingen

Insel Jeju

Die Jjimjilbangs in Seogwipo bieten

sogar Thermalwasserbecken

Südkorea

Rund um die Uhr geöffnete

Badehäuser

Bukchon

Hanok Village

Traditionelles

Viertel im Herzen

von Seoul

Die Tür schließt sich und mit ihr der

Alltag. Ein Jjimjilbang ist kein gewöhnliches

Spa, sondern ein eigener Kosmos

und ein beliebter sozialer Treffpunkt.

Bevor man in die geschlechtergetrennten

Becken und Saunen darf,

sind das Ablegen der Kleidung und das

Duschen Pflicht. Anders als in Europa

sitzt man in den zahlreichen Saunakabinen

zum Schwitzen direkt auf dem Boden,

in den Saunen kommen Materialien

wie Salz, Jade oder Ton zum Einsatz. Wer

seinem Körper noch mehr Gutes tun

will, entscheidet sich für ein Seshin,

ein professionelles Ganzkörperpeeling.

Mit einem rauen Handschuh werden

abgestorbene Hautschichten entfernt.

Wechselt man schließlich in die Gemeinschaftsbereiche,

ändert sich die Kleiderordnung:

Hier trägt jeder einen kurzen

Baumwollpyjama, den man zuvor am

Eingang erhalten hat. Menschen ruhen

auf Matten, schlafen, unterhalten sich,

lachen leise. Meist gibt es gleich mehrere

Etagen, wo man auch Fitnessstudios,

Kinos sowie Karaoke-Räume vorfindet.

In Snackbars und Restaurants werden

traditionelle Speisen wie geröstete Eier

und Sikhye, ein süßes Reisgetränk, serviert.

Jjimjilbangs sind 24 Stunden geöffnet

– für einen geringen Aufpreis darf

man sogar über Nacht in einer kleinen

Schlafkabine bleiben. Text: Lena Kaeß

46 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 47



Gewinnspiel Leserfotos

Rätsel Gewinnspiel

KREUZ UND QUER DURCH DIE WELT

Fotoalbum

„Dieses Wrack habe ich auf dem

Schiffsfriedhof bei Étel in der

südlichen Bretagne fotografiert.“

Eingesendet von

Waltraud Riedel aus Bad Füssing

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WERT VON JE 104,70 EURO

In jedem Buchpaket sind

die Titel „50 legendäre Pässe“,

„Immer Richtung Süden“

und „Curves Japan “ je

einmal enthalten.

„Die Afrikanischen Pinguine habe ich am

Boulders Beach in Kapstadt beobachtet.“

Eingesendet von

Regina Wagner aus Frankfurt

„Mein Foto zeigt

den Lanikai Beach

auf Oahu, Hawaii,

aufgenommen vom

Lanikai Pillbox Hike.“

Eingesendet

von Stefan Dinauer

aus Wolfratshausen

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Senden Sie Ihr schönstes Urlaubsfoto

an leserfotos@adac- urlaub.de

Verlost werden die Preise unter allen,

die sich bis zum 2. Juni 2026 an der

Aktion „Leserfotos“ beteiligen. Bitte

geben Sie Ihre Adresse an. Die

Gewinnerinnen und Gewinner werden

von der Redaktion informiert. Details

zum Gewinnspiel finden Sie auf

adac-urlaub.de/teilnahmebedingungen

Glückliche Urlaubsmomente immer wieder neu erleben

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einen ganz besonderen Platz! Perfekt aufgehoben sind

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Fotos: Regina Wagner, Waltraud Riedel, Stefan Dinauer, PR (4)

Foto: PR

Nordinsel

Japans

Kapitän

bei

Jules

Verne

Schiffe

segelfähig

machen

japanische

Insel

2 einheit

8

Gasthaus

(engl.)

musikalisches

Bühnenwerk

Spazierfahrt,

Ausflug

Halbinsel

der

Danziger

Bucht

Bauwerk

in

Danzig

seemännisch:

Windseite

Rollkörper

regelmäßige

Abfolge

Gotteshaus,

große

Kirche

skandinavischer

Fluss

studentische

Vertretung

(Abk.)

Mündungsarm

der

Weichsel

japanische

Stadt auf

Honshu

Vorrichtung

zum

Heizen,

Kochen

Frau

Jakobs

im A. T.

9

vertraute

Anrede

Lösen Sie unser Rätsel und gewinnen Sie

ZWEI NÄCHTE IM AHORN SEEHOTEL TEMPLIN

den

Namen

haben

Segelbefehl

Korankapitel

spanischer

Maler

(Joan)

ausgestorbener

neuseel.

Vogel

4

Hauptstadt

von

Menorca

Bund,

Zusammenschluss

Tierhöhle

türkisches

Bad

griechischer

Hirtengott

Angehöriger

eines

Balkanvolkes

Gebirge

auf

Kreta

Direkt am glasklaren Lübbesee, inmitten von Wäldern und

nur 80 Kilometer von Berlin entfernt, liegt das AHORN

Seehotel Templin. Brandenburgs größtes Familienhotel

ist ein Paradies für Kinder und Aktivurlauber mit einem

eigenen Badestrand, einem Innen­Pool, einem Erlebnisgarten,

einer Elektro­Kartbahn und dem YOKI AHORN

Tobe­Paradies u.a. mit Kletterparcours und Trampolinen.

Auf dem großzügigen Außengelände locken ein Fußballfeld,

Bogenschießen, Minigolf, Beachvolleyball und vieles

mehr. Kulinarische Highlights werden im Restaurant in der

zwölften Etage mit Seeblick serviert.

Mehr Infos auf ahorn-hotels.de/templin

Verlost werden zwei Gutscheine für je zwei Übernachtungen

für zwei Personen inklusive Frühstück im AHORN Seehotel

Templin. Die Gutscheine sind direkt im Hotel einlösbar.

Gewinnspielauflösung Heft 2/2026: Gesucht war das

Lösungswort „REISEPLAN“. Die Gewinnerinnen und

Gewinner wurden per Post benachrichtigt.

Sandanhäufung,

-hügel

Honigwein

empfehlenswert

britische

Popband

Auflösung

3

Senke

im

Gelände

Stadt am

Rhein,

in NRW

kratzig,

rauchig

Beingelenk

unwirklich

portugiesisch:

heilig

kräftig,

stabil

1

ein

Balte

6

armenische

Währungs-

altägyptischer

Sonnengott

Strudelwirkung

eine Zahl

7

Roman

von

Émile

Zola

Stadt in

NRW,

am

Hellweg

Teil des

Wagens

Buchenfrucht

amerik.

Filmlegende

(James)

französisch,

lateinisch:

ist

ein

Europäer

amerik.

Zoologin

(Dian)

Stadt

in Südwestnigeria

erzählende

Versdichtung

australischer

Laufvogel

Sinnesorgan

1 2 3 4 5 6 7 8 9

tropischer

Redekunst

Gezeitenwald

italienische

Hauptstadt

Begriff

aus Jazz

und Popmusik

Ostgermane

Veranstalter des Gewinnspiels ist der ADAC (siehe Impressum)

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind volljährige natürliche Personen ab 18 Jahren. Mitarbeitende der ADAC Geschäftsstellen und

Reisebüros sowie verbundener Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Die Gewinne werden unter allen Teilnehmenden

ausgelost, Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung sowie ein

Umtausch der Gewinne sind nicht möglich. Die Teilnahme an den Gewinnspielen ist freiwillig und kostenlos, es fallen für Sie bei Teilnahme mittels

Postkarte/Brief lediglich Portokosten an. Schicken Sie das Lösungswort per Post an: ADAC Urlaub Magazin, Stichwort: ADAC Urlaub Gewinnspiel

– Heft 3/2026, Wiltrudenstraße 5, 80805 München. Oder mailen Sie es an: gewinnspiel@adac-urlaub.de, Betreff: ADAC Urlaub Gewinnspiel

– Heft 3/2026. Einsendeschluss ist der 22. Juni 2026, wobei der rechtzeitige Eingang bei uns maßgeblich ist. Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres

ADAC Reisebüros an. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden unter den richtigen Einsendungen ausgelost und von der Redaktion informiert.

Datenschutzhinweise: Der ADAC (siehe Impressum) veranstaltet diese Gewinnspiele und verwendet die von Ihnen angegebenen personenbezogenen

Daten ausschließlich zur Durchführung der Gewinnspiele (ausgenommen ggf. Gewinnerdaten, die veröffentlicht werden) und löscht diese

binnen drei Monaten nach Beendigung der Gewinnspiele, es sei denn, Sie haben in die weitergehende Nutzung für Werbezwecke eingewilligt.

Die Daten verbleiben grundsätzlich in unserem Hause und werden nicht an Dritte weitergegeben, ausgenommen Dienstleister, die uns bei der

Leistungserbringung unterstützen. Mit diesen haben wir eine entsprechende Datenschutzvereinbarung nach Art. 28 DSGVO geschlossen.

Ihre Daten werden nur so lange gespeichert, wie es der oben angegebene Verwendungszweck erfordert. Im Anschluss werden Ihre Daten unverzüglich

gelöscht, falls dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Einwilligungen werden unverzüglich nach Widerruf gelöscht.

Zu den Daten, die wir von Ihnen verarbeiten, stehen Ihnen folgende Rechte zu: Recht auf Auskunft über die Sie betreffenden personenbezogenen

Daten. Recht auf Berichtigung oder Löschung oder auf Einschränkung der Verarbeitung. Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung. Recht auf

Datenübertragbarkeit. Für den Fall, dass Sie den Eindruck haben, dass wir Ihre Daten nicht gesetzeskonform verarbeiten, haben Sie das Recht, sich

an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde zu wenden. Ein Widerruf ist zu richten an: Datenschutzbeauftragter, ADAC Hessen­Thüringen e. V.,

Lyoner Straße 22, 60528 Frankfurt, E­Mail: datenschutz@hth.adac.de

Bitte beachten Sie die ausführlichen Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweise im Internet auf adac-urlaub.de/teilnahmebedingungen

5

48 ADAC Urlaub 03 · 2026

03 · 2026

ADAC Urlaub 49



Vorschau

Albanien

Vom Gebirge an den Traumstrand –

die besten E-Bike-Routen

Urlaub

Die nächste Ausgabe erscheint

am 25. Juni 2026

Madeira

Wanderwege, Wasserfälle

und endlose Weiten

Impressum

Herausgeber der Regionalseiten

(Stand 6/2023)

ADAC Berlin-Brandenburg e. V., 10717 Berlin

ADAC Hansa e. V., 20097 Hamburg

ADAC Hessen-Thüringen e. V., 60528 Frankfurt

ADAC Mittelrhein e. V., 56068 Koblenz

ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.,

30880 Laatzen

ADAC Nordbaden e. V., 76135 Karlsruhe

ADAC Nordbayern e. V., 90491 Nürnberg

ADAC Nordrhein e. V., 50963 Köln

ADAC Ostwestfalen-Lippe e. V., 33609 Bielefeld

ADAC Pfalz e. V., 67433 Neustadt/Weinstraße

ADAC Saarland e. V., 66117 Saarbrücken

ADAC Sachsen e. V., 01307 Dresden

ADAC Schleswig-Holstein e. V., 24114 Kiel

ADAC Südbaden e. V., 79098 Freiburg

ADAC Südbayern e. V., 80339 München

ADAC Weser-Ems e. V., 28207 Bremen

ADAC Westfalen e. V., 44269 Dortmund

ADAC Württemberg e. V., 70190 Stuttgart

Die Adressen der jeweiligen ADAC Reise büros

finden Sie auf Seite 10 dieses Magazins.

Objektleitung: Nathalie Lambert

Projektmanagement ADAC: Annika Schön

KI-Bild

Kenia

Safari-Abenteuer und

weiße Sandstrände

Weitere Themen

Nordsee international

Weit mehr als Wattenmeer: Über sieben Länder hinweg locken Strände, Dünen

und Küsten mit vielen Überraschungen

Neapel und Pompeji

Die besten Adressen für ein

perfektes Wochenende

Sächsische Schweiz

Schroffe Sandsteinfelsen, spektakuläre Aussichten und unzählige Wanderwege –

im Osten Deutschlands wartet ein Naturparadies voller Entdeckungen

Verlag, Redaktion und

Contentverantwortlicher:

Klambt-Verlag GmbH & Co. KG, Rotweg 8,

76532 Baden-Baden

Gültige Anzeigenpreisliste: 1. Januar 2026

Redaktion: storyboard GmbH, Wiltruden -

straße 5, 80805 München; Geschäftsführung:

Dr. Markus Schönmann, Marie Bressem,

Christine Fehenberger

Redaktionsleitung: Özlem Sara Amet

Account Manager: Amelie Pfeiffer

Anzeigen: Jan Magatzki, Geschäftsführung

Klambt Media Sales GmbH; Carmen Kleinfeldt,

Geschäftsleitung Klambt Media Sales GmbH

Grafik: Simone Wilms, Claudia Homer

Bildredaktion: Christina Graf

Redaktionelle Mitarbeit: Lena Kaeß,

Martin Haase, Tinga Horny, Laura Koruga,

Jutta Lemcke, Stefanie Lindner, Dino Medic,

Peter Pfänder, Alissa Selge, Lilo Solcher

Kartographie: Karin Kunkel-Jarvers

Lithographie: storyboard GmbH

Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH

E-Mail: redaktion@adac-urlaub.de

ADAC Urlaub online: adacreisen.de/magazin

50 ADAC Urlaub 03 · 2026

Fotos: iStock/nisthor, Cycle Albania, iStock/Michael Lutz, Getty Images/Ayzenstayn, Adobe Stock/JFL Photography

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