Umwelterklärung_2026
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Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
Umwelterklärung 2026
für den Zeitraum 2023-2025
Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Produktionsprozess Flüssiglacke .............................................................................. 10
Abbildung 2: Produktionsprozess Pulverlacke ............................................................................... 11
Abbildung 3: Umfeldanalyse über die gesamte Wertschöpfungskette ....................................... 12
Abbildung 4: Langfristpositonierung FreiLacke 2032 .................................................................... 13
Abbildung 5: Säulen der FreiLacke Nachhaltigkeitsstrategie ...................................................... 13
Abbildung 6: FreiLacke Unternehmenspolitik 2026 ....................................................................... 14
Abbildung 7: Umweltausschuss ....................................................................................................... 15
Abbildung 8: Betriebliche Sicherheitsorganisation ........................................................................ 16
Abbildung 9: PV-Anlagen in Werk 2 ................................................................................................ 19
Abbildung 10: Heizzentrale ............................................................................................................... 20
Abbildung 11: Wärmepumpen .......................................................................................................... 20
Abbildung 12: Jahreshauptübung der Werkfeuerwehr 2025 ....................................................... 22
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Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht über relevante Gesetze und Verordnungen ............................................... 17
Tabelle 2: Übersicht direkter Umweltaspekt ................................................................................... 25
Tabelle 3: Übersicht indirekter Umweltaspekt ................................................................................ 27
Tabelle 4: Bewertung Umweltprogramm 2023-2025 .................................................................... 31
Tabelle 5: Umweltprogramm 2026 ................................................................................................... 32
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Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
Inhalt
Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................... 2
Tabellenverzeichnis ............................................................................................................... 3
1 Firmenportrait ................................................................................................................. 5
2 Unternehmenshistorie / Ökologische Meilensteine im Unternehmen .............................. 6
2.1 Anwendungslösungen und Systemlacke .......................................................................... 7
2.2 Branchen ................................................................................................................................ 7
2.3 Internationalität ...................................................................................................................... 8
2.4 Produktentwicklung .............................................................................................................. 9
2.5 Produktionsprozesse .......................................................................................................... 10
3 Umweltmanagementsystem ..........................................................................................12
3.1 Nachhaltigkeitsstrategie ..................................................................................................... 13
3.2 Unternehmenspolitik ........................................................................................................... 14
3.3 Umweltorganisation ............................................................................................................ 15
3.4 Einhaltung bindender Verpflichtungen ............................................................................ 17
3.5 Umweltleistung am Standort ............................................................................................. 19
3.5.1 Energie ........................................................................................................................... 19
3.5.2 Mobilität am Standort ................................................................................................... 21
3.5.3 Wassernutzung am Standort ....................................................................................... 21
3.5.4 Notfallvorsorge .............................................................................................................. 22
3.6 Technische Änderungen .................................................................................................... 23
3.7 Organisatorische Änderungen .......................................................................................... 23
4 Bedeutende Umweltaspekte ..........................................................................................24
4.1 Bewertung der Umweltaspekte ......................................................................................... 24
4.2 Direkte Umweltaspekte ...................................................................................................... 24
4.3 Indirekte Umweltaspekte ................................................................................................... 26
5 Kernindikatoren .............................................................................................................28
5.1 Bezugsgrößen ..................................................................................................................... 28
5.2 Energie ................................................................................................................................. 28
5.3 Material ................................................................................................................................. 29
5.4 Wasser ................................................................................................................................. 29
5.5 Emissionen .......................................................................................................................... 29
5.6 Abfall ..................................................................................................................................... 30
6 Umweltziele ...................................................................................................................31
6.1 Bewertung Umweltprogramm 2023-2025 ....................................................................... 31
6.2 Umweltprogramm 2026 ..................................................................................................... 32
7 Dialog und Termin für die nächste Umwelterklärung .....................................................33
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Emil Frei GmbH & Co. KG
1 Firmenportrait
FreiLacke. Mehr als Lack – Innovation trifft Tradition.
100 Jahre FreiLacke. Seit 1926 steht FreiLacke für innovative Farben und Lacke. Das Familienunternehmen
wird bereits in dritter Generation geführt und entwickelt mit über 650 Mitarbeitern am Standort
Döggingen/Schwarzwald maßgeschneiderte Lösungen für Kunden aus den Bereichen Räder, Fahrzeugbau,
Maschinen- und Apparatebau, Lohnbeschichtung, Schienenfahrzeuge, Windkraft, Funktionsmöbel,
Lagertechnik sowie Bau und Sanitär.
Als modernes Familienunternehmen in der dritten Generation ist die Sicherung des Stammsitzes genauso
wichtig wie ein weltweiter Vertrieb und die Nähe zu den Kunden durch Tochterunternehmen und
Partner im Ausland.
Die Produktpalette von Europas führendem Systemlack-Anbieter umfasst das gesamte Spektrum von
Pulverlacken, Flüssiglacken und Elektrotauchlacken bis hin zu Composites-Lösungen.
Der internationale Vertrieb erfolgt durch ein globales Netz aus Tochterunternehmen und Partnern weltweit.
Umweltschutz ist für FreiLacke seit jeher ein zentrales Anliegen.
Deshalb setzt das Unternehmen alles daran, umweltfreundliche Produkte zu entwickeln, Emissionen,
Verpackungsmaterial und Abfälle zu reduzieren sowie schonend mit den Ressourcen umzugehen.
2026 erhielt FreiLacke die Great Place to Work® Auszeichnungen „100 Beste Arbeitgeber Deutschland“,
„Beste Arbeitgeber Fertigung & Industrie 2026“ sowie „Beste Arbeitgeber Baden-Württemberg“,
die für eine besonders gute und attraktive Unternehmenskultur stehen.
Zudem wurde das Unternehmen mit dem Preis „Great Start“ ausgezeichnet, der für eine ausgezeichnete
Ausbildung steht und über ein Kultur-Audit ermittelt wurde.
Mit einer Quote von 10 % legt FreiLacke schon seit Jahren einen sehr hohen Wert auf das Thema
Ausbildung.
Mit dieser Umwelterklärung wollen wir die Öffentlichkeit und die Mitarbeiter über unsere in den vergangenen
Jahren durchgeführten sowie für die nächsten Jahre geplanten Umweltaktivitäten informieren.
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Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
2 Unternehmenshistorie / Ökologische Meilensteine im
Unternehmen
Der vorbeugende Umweltschutz ist ein fester Bestandteil der betrieblichen Planungen und
Maßnahmendurchführung, die im Folgenden aufgeführt sind und zum Umwelt- und Klimaschutz
maßgeblich beitragen:
1926 Gründung der Einzelfirma Emil Frei in Döggingen als Großhandel für Lacke, Farben
und Malerzubehör.
1968 Beginn der Entwicklung und Produktion von Pulverlacken.
1969 Aufnahme der Entwicklung und Produktion wasserlöslicher Elektrotauchlacke.
1995 Inbetriebnahme der neuen Flüssiglack-Produktion.
2000 Inbetriebnahme der erweiterten Produktion für Pulverlacke mit automatisierter
Steuerung der Dosier-Anlage für Rohstoffe über Silos und effizientem Kühlwasser-
Kreislauf.
2009 Inbetriebnahme des automatisierten Zentrallagers für Rohstoffe und Fertigwaren
mit einer Kapazität von ca. 5.000 Euro-Paletten-Stellplätzen incl. dazugehörigen
Sicherheitseinrichtungen.
2019 Neubau Pulverlackproduktion: Inbetriebnahme Neue Produktionslinie 23
2020 Inbetriebnahme Verwaltungsgebäude und Erweiterung Entwicklungslabor für Räderlacke
2026 100 Jahre FreiLacke
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Umwelterklärung 2026
Emil Frei GmbH & Co. KG
2.1 Anwendungslösungen und Systemlacke
FreiLacke entwickelt nicht nur einzelne Lackprodukte, sondern aufeinander abgestimmte
Lacklösungen für unterschiedliche Anwendungen. Dabei werden Produkte und ergänzende
Services so kombiniert, dass sie den Anforderungen unserer Kunden möglichst genau entsprechen.
Unter einem System versteht man die funktionale Einheit aus mehreren miteinander verbundenen
Komponenten. Das gilt heute für eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen. Die
besondere Herausforderung ist es, alle Komponenten so exakt aufeinander abzustimmen,
dass im Ergebnis eine optimale, ganzheitliche und qualitativ einzigartige Lösung entsteht.
FreiLacke ist Spezialist für Systemlack und Systemlack-Kompetenz. Beide Begriffe wurden
vom Unternehmen maßgeblich geprägt und permanent weiterentwickelt. Wir entwickeln und
produzieren alle gängigen Lacksysteme unter einem Dach. Damit können wir unseren Kunden
nicht nur alle wichtigen Lacktechnologien anbieten, sondern diese auch hinsichtlich Beschichtungsaufbau
und Optik optimal aufeinander abstimmen, um die passende Lösung anzubieten.
Die Vorteile: beste Materialeigenschaften, durchgängig gleiche Farbergebnisse (auch bei unterschiedlichen
Produkten und Lackarten) sowie bedarfsgerechte Konfiguration von einzelnen
Lacken – und das alles aus einer Hand.
2.2 Branchen
In partnerschaftlicher Zusammenarbeit entstehen bei FreiLacke maßgeschneiderte Systemkomponenten
und -techniken für alle Anwendungsbereiche in den Branchen Räder, Fahrzeugbau,
Maschinen- und Apparatebau, Lohnbeschichtung, Schienenfahrzeuge, Windkraft, Funktionsmöbel,
Lagertechnik sowie Bau und Sanitär.
Unabhängig davon welcher Branche Sie angehören – die persönliche Betreuung steht bei uns
immer im Vordergrund.
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2.3 Internationalität
Globale Ausrichtung, lokale Lösungsorientierung
Die Service- und Beratungsdienstleistungen von FreiLacke sind auf die konkreten Bedürfnisse
und technischen Gegebenheiten vor Ort sowie die Bedürfnisse des jeweiligen regionalen oder
internationalen Marktes abgestimmt.
Weltweit am Markt – immer nah bei Ihnen
FreiLacke ist ein in Europa führendes und global ausgerichtetes Unternehmen mit internationalem
Vertrieb und Tochterunternehmen. Unsere Kunden profitieren von unserer weltweiten
Marktpräsenz und dem stark ausgebauten Service in den von uns fokussierten Branchen.
Gleichzeitig profitieren auch wir von dieser Ausrichtung und der damit verbundenen Risikoverteilung.
Permanent bauen wir unsere Servicestrukturen aus, damit wir noch kundenfreundlicher
agieren können. Die nationalen und internationalen Trends sowie die politischen und gesetzgebenden
Einflüsse behalten wir dabei stets für unsere Kunden und Partner im Blick – ein
Erfolgsrezept für beste Zukunftsaussichten.
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2.4 Produktentwicklung
Nachhaltigkeit betrifft bei FreiLacke verschiedene Bereiche der Wertschöpfung, von der Rohstoffauswahl
über die Herstellung bis hin zu den Anforderungen von Kunden und Gesetzgebern
weltweit. Insbesondere in der chemischen Industrie ist die kontinuierliche Weiterentwicklung
von Produkten ein wichtiger Beitrag, um Umweltanforderungen, Sicherheitsaspekte und
wirtschaftliche Anforderungen miteinander zu verbinden.
Die Produktentwicklung spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung und Neuentwicklung
von Beschichtungslösungen. Dabei arbeitet FreiLacke eng mit Kunden und Lieferanten
zusammen und involviert alle relevanten internen Bereiche wie Vertrieb, Forschung und Entwicklung,
Produktion sowie Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement in multidisziplinären
Projektgruppen.
Ziel ist es, Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden
und die technischen, regulatorischen und anwendungsspezifischen Anforderungen zu erfüllen.
Dabei werden neue Rohstoffe und Verfahrenstechniken geprüft und berücksichtigt. Dazu gehören
insbesondere:
• Energieeinsparung: Reduzierte Aushärtungstemperaturen durch Niedertemperatur-
Einbrennsysteme bei Pulverlacken, Elektrotauchlacken und Flüssiglacken. Alternative
Produkte, welche bei Raumtemperatur vernetzen.
• VOC-Emissionen: Entwicklung von Wasserlacken, High-Solid- und Ultra-High-Solid-
Produkten mit geringerem VOC-Anteil sowie von Flüssiglackprodukten ohne VOC-Bestandteile.
• Nutzungsdauer: Langlebige Produkte, abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzbereich,
zum Beispiel mit erhöhtem Korrosionsschutz oder hoher Witterungsbeständigkeit.
Diese Eigenschaften können zur Verlängerung der Nutzungsdauer beschichteter Produkte
beitragen.
• Ressourceneffizienz: Ressourceneffiziente Lösungen durch geringeren Materialeinsatz,
etwa mit Dünnschicht-Pulverlacken, hohen Auftragungswirkungsgraden und der
Möglichkeit, Prozessschritte bei Kunden zu reduzieren oder zu optimieren.
• Reduzierte Umwelt- und Gesundheitsrisiken: Verzicht auf bestimmte gefährliche
Stoffe sowie deren Substitution auf Grundlage der FreiLacke-Leitlinie zum Rohstoffeinsatz
und deren konsequenter Anwendung in Rohstoffauswahl und Produktentwicklung.
Zur weiteren Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie investiert FreiLacke zusätzliche Ressourcen
in die Entwicklung nachhaltiger Produkte. Zukünftige Schwerpunkte sind unter anderem:
• Beobachtung des Forschungsstands zur Freisetzung von Mikroplastik.
• Entwicklung von Produkten, die sich auch unter veränderten klimatischen Bedingungen
lagern und verarbeiten lassen.
• Reduzierung des CO 2-Fußabdrucks und der VOC-Emissionen bei Rohstoffen, Fertigungsverfahren
sowie bei der Anwendung und Verarbeitung durch Kunden.
• Stärkere Berücksichtigung von Wasserverbrauch und zirkulärer Ressourcennutzung
neben Energie- und Materialeffizienz.
Diese Ansätze tragen dazu bei, Material- und Energieverbräuche zu senken, Prozesse effizienter
zu gestalten und Umweltwirkungen über den gesamten Anwendungsprozess hinweg
zu verringern.
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2.5 Produktionsprozesse
Auch in der Produktion verfolgt FreiLacke das Ziel, Abläufe effizient und bedarfsgerecht zu
gestalten, sowie die Umweltauswirkungen weiter zur reduzieren. Die enge Zusammenarbeit
zwischen Entwicklung und Produktion sowie die Organisation interner Prozesse unterstützen
eine flexible und wirtschaftliche Herstellung. Im Folgenden werden die Prozesse zur Herstellung
von Flüssig- und Pulverlacken vereinfacht dargestellt. Unsere Prozesse beginnen mit der
Lagerung der Rohstoffe. Dafür betreiben wir sowohl ortsfeste Tankanlagen als auch Lageranlagen
für ortsbewegliche Gebinde z. B. wie Fässer, IBC oder Sackwaren. In den Produktionsanlagen
werden die Rohstoffe anschließend vermischt und durch verschiedene Prozesse wie
Dispergieren und Vermahlen auf die gewünschte Qualität gebracht. Hierbei möchten wir erwähnen,
dass bei keinem unserer Produktionsprozesse chemische Umwandlungen durchgeführt
werden, von denen eine erhöhte Gefährdung ausgehen kann.
Unsere Endprodukte werden bis zum Versand zu unseren Kunden in Hochregallagern bereitgestellt.
Verschmutzte Produktionsbehälter werden in speziellen Anlagen gereinigt und verschmutze
Reinigungsmedien in einer Destillationsanlage wiederaufbereitet.
Lacke kommen in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz. Jede Anwendung stellt
dabei unterschiedliche Anforderungen an das Lacksystem. Bindemittel in Form von Kunstharzen
bilden dabei in jedem Fall die Basis des Lacksystems. Die Bindemittel werden mit Additiven,
Farbpigmenten und Füllstoffen gemischt. Bei Flüssiglacken kommen zudem noch Lösungsmittel
zum Einsatz. Anorganische Stoffe werden meist als Additive, Farbpigmente und
Füllstoffe eingesetzt. Die Verarbeitungsmengen sind hierbei im Vergleich zu den organischen
Rohstoffen relativ gering. Die größten Mengen werden dabei durch inerte Füllstoffe wie z. B.
Titandioxid oder Siliziumdioxid eingesetzt.
Abbildung 1: Produktionsprozess Flüssiglacke
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Abbildung 2: Produktionsprozess Pulverlacke
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3 Umweltmanagementsystem
Das FreiLacke Integrierte-Management-System bildet die Grundlage der Betriebsorganisation.
Es gewährleistet, dass sämtliche gesetzlichen Verpflichtungen sowie die Anforderungen aus
dem spezifischen Kontext und die Erwartungen der relevanten Interessengruppen systematisch
identifiziert und erfüllt werden. Durch die Integration von EMAS wird sichergestellt, dass
ökologische Aspekte dabei über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus optimiert werden.
Das Integrierte-Management-System dient der Umsetzung folgender Standards:
• ISO 9001/IATF 16949
• ISO 27001
• ISO 45001
• EMAS
• Nachhaltigkeitsmanagement in Anlehnung an Corporate Sustainability Reporting Directive
(CSRD)
• Sicherheitsmanagementsystem nach Anhang III der 12. BImSchV
Abbildung 3: Umfeldanalyse über die gesamte Wertschöpfungskette
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3.1 Nachhaltigkeitsstrategie
Die Nachhaltigkeitsstrategie ist eng verknüpft mit der Langfristpositionierung FreiLacke 2032,
in welcher die strategische Stoßrichtung Nachhaltigkeit & Regulatorik fest verankert ist.
Abbildung 4: Langfristpositonierung FreiLacke 2032
Die Nachhaltigkeitsstrategie unseres Unternehmens basiert auf den Vorgaben der Corporate
Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie den European Sustainability Reporting Standards
(ESRS). Obwohl derzeit keine gesetzliche Berichtspflicht besteht, wenden wir Teile dieses
Standards proaktiv an und harmonisieren sie mit unseren bestehenden ISO-Managementsystemen.
Kernelemente wie die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, das Chancen- und Risikomanagement
sowie eine zielbasierte Kennzahlenberichterstattung sind fester Bestandteil unseres
Integrierten Managementsystems (IMS) und fließen direkt in die regelmäßige Managementbewertung
ein.
Unsere strategischen Handlungsfelder orientieren sich an vier der 17 Nachhaltigkeitsziele der
Vereinten Nationen (SDGs), um ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen ganzheitlich
abzubilden.
Durch diese strategische Ausrichtung werden die ökologischen Schwerpunkte des EMAS-Umweltmanagementsystems
sinnvoll erweitert und in einen globalen Kontext gesetzt.
Abbildung 5: Säulen der FreiLacke Nachhaltigkeitsstrategie
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3.2 Unternehmenspolitik
Abbildung 6: FreiLacke Unternehmenspolitik 2026
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3.3 Umweltorganisation
FreiLacke verfügt über einen zweistufigen Umweltausschuss.
Der erweiterte Umweltausschuss verfolgt strategische Aufgaben:
• Durchführung der Managementbewertung
• Überprüfung der Ergebnisse der Beurteilung relevanter Umweltaspekte
• Festlegung der Umweltpolitik (Bestandteil der Unternehmenspolitik)
• Überwachung der Erreichung von Umweltzielen
• Verabschiedung Umwelterklärung
• Tagt einmal jährlich im April (vor dem externen EMAS-Audit)
Die Bewertung der relevanten Umweltaspekte erfolgt im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements. Die Bewertung berücksichtigt dabei
die Vorgaben des Anhang I der EMAS III Verordnung.
Der einfache Umweltausschuss verfolgt operative Aufgaben:
• Festlegung der Umweltziele (kurz und mittelfristig 1 )
• Festlegung von Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele (Umweltprogramm)
Zu den Ausschusssitzungen werden bedarfsorientiert interne Fachexperten hinzugezogen.
Der einfache und der erweiterte Umweltausschuss setzen sich wie folgt zusammen:
Abbildung 7: Umweltausschuss
Abbildung 8 stellt zudem die umweltrelevanten Funktionen in einem vereinfachten Organigramm
dar. Im Rahmen der umweltrelevanten Funktionen wird nicht auf externe Beauftragte
zurückgegriffen.
1
kurzfristig = 12 Monate, mittelfristig = 36 Monate
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Geschäftsführung
Leitender Sicherheitsingenieur
Störfallbeauftragter
Bereich
Kaufmännische Funktionen
Bereich
Materialwirtschaft
Bereich
Vertrieb
Bereich
Entwicklung
Bereich
Technik
Abteilung
Qualität, Umwelt, Sicherheit
Nachhaltigkeitsmanager
Gefahrgutbeauftragter
Gruppe Health, Safety &
Environment
Arbeitssicherheit
Umwelt
Gefahrenabwehr
& Brandschutz
Sicherheitsfachkräfte
Störfallbeauftragter
Werkfeuerwehr
Umweltmanagementbeauftragter
Brandschutzbeauftragter
Abfall
Abbildung 8: Betriebliche Sicherheitsorganisation
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3.4 Einhaltung bindender Verpflichtungen
FreiLacke hat sich in seiner Umweltpolitik zur Einhaltung sämtlicher für das Unternehmen geltenden
umweltrelevanten Anforderungen verpflichtet. Dies betrifft auszugsweise die Regelungen
folgender Gesetze mit ihren einschlägigen Verordnungen, nachgeschalteten Regelwerken
und behördlichen Auflagen:
Tabelle 1: Übersicht über relevante Gesetze und Verordnungen
Rechtsgebiet
Abfallrecht
Anlagensicherheitsrecht
Arbeitsschutzrecht
Chemikalienrecht und Gefahrgutrecht
Energierecht
Gewässerschutzrecht
Immissionsschutzrecht
Beispiel
• KrWG
• VerpackG
• ÜAnlG
• RL 2006/42/EG
• ASiG
• ArbSchG
• VO 1272/2008/EG (CLP-VO)
• VO 1907/2006/EG (REACH)
• Übereinkommen über die internationale Beförderung
gefährlicher Güter auf der Straße (ADR)
• ChemG
• GEG
• GEIG
• WHG
• WG Baden-Württemberg
• AbwV (Anhang 9 & Anhang 31)
• BImSchG
• 4. BImSchV
• 12. BImSchV
Es werden zwei Anlagen betrieben, welche zur Aufbereitung von Abwasser nach Anhang 9
AbwV dienen. Zudem werden Verdunstungskühlanlagen betrieben welche Abwasser nach Anhang
31 AbwV verursachen. Die Indirekteinleitung nach Anhang 31 befindet sich derzeit im
Genehmigungsverfahren.
Im Bahnhofsgebäude fällt Sickerwasser an, welches die Struktur des denkmalgeschützten Gebäudes
gefährdet. Die Nutzung des anfallenden Sickerwassers, welches zu einem gewissen
Anteil Grundwasser enthält, findet nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde statt und
befindet sich in Vorbereitung zur Antragstellung.
Die Behälterreinigungsanlage der Flüssiglackproduktion sowie die dazugehörige Destillationsanlage
fällt unter die 4. BImSchV. Der Anlagenverbund befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren.
Am Standort werden 23 wiederkehrend prüfpflichtige AwSV-Anlagen betrieben.
Die geltenden umweltrechtlichen Anforderungen werden regelmäßig unter Einbindung der Betriebsbeauftragten
bewertet, mit Hilfe eines Rechtskatasters verwaltet und im Rahmen der
Pflichtendelegation an die jeweiligen Anlagenbetreiber zwecks Umsetzung delegiert. Ferner
wird mittels Audits und Begehungen die Einhaltung der umweltrechtlichen Verpflichtungen regelmäßig
kontrolliert und bei Abweichungen geeignete Korrekturmaßnahmen eingeleitet.
Geltendes Recht wird eingehalten, erkannte rechtliche Handlungsmaßnahmen wurden mit den
Behörden abgestimmt. Erkannte Schwachstellen werden in Zusammenarbeit mit den zuständigen
Behörden behandelt und Maßnahmen festgelegt.
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Umwelterklärung 2026
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Seit 2023 erfolgt die Bewertung der Lärmemissionen über eine kontinuierliche Messung des
Lärmpegels. Zum angrenzenden Mischgebiet gilt der Immissionsrichtwert von tagsüber
60 dB (A) und nachts 45 dB (A). In der Vergangenheit gab es vereinzelte Lärmbeschwerden.
Weitere Maßnahmen zur Lärmminderung sind derzeit in Planung. Zum Umgang mit externen
Lärmbeschwerden wird ein interner Managementprozess umgesetzt.
Es bestehen keine Hinweise auf aktuelle Bodenkontaminationen. Im Rahmen von Bauvorhaben
werden Baugrundgutachten durchgeführt. Aufgrund der hundertjährigen Tätigkeit am
Standort treten im Rahmen der Baugrunduntersuchungen gelegentlich Altlasten auf. Das betroffene
Erdreich wird entnommen und in Abhängigkeit der Untersuchungsergebnisse der weiteren
Verwertung zugeführt.
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3.5 Umweltleistung am Standort
3.5.1 Energie
In den letzten Jahren wurden auf diversen Dachflächen PV-Anlagen nachgerüstet. Die Anlagen
verfügen über eine Gesamtleitung von 770 kWp. 2025 konnten somit 787 MWh selbsterzeugt
werden. Der hierbei erzeugte Strom wird werktags vollständig für den Eigenbedarf genutzt.
Lediglich am Wochenende erfolgt die Netzeinspeisung, sofern durch die Eigenerzeugung
die am Standort anliegende Grundlast überschritten wird
Abbildung 9: PV-Anlagen in Werk 2
Die Gebäudeleittechnik (GLT), welche ein wichtiges Instrument zur Energiesenkung darstellt,
wurde um eine automatisch, steuernde Lastspitzenkappung erweitert. Mit diesem Werkzeug
ist es möglich, das Lastprofil auf einen hinterlegten Sollwert zu begrenzen. Hierzu werden
definierte Verbraucher kurzzeitig außer Betrieb genommen (Lastabwurf).
Im Bereich unserer Pulverlackproduktion wurden die letzten Jahre mehrere Großchargenvermahlungsanlagen
installiert. Hierbei wurde die Anlagensteuerung so konzipiert, dass die Anlage
eigenständig einen Leerlauf (kein Material verfügbar) erkennt und die Leistung von Anlagenkomponenten
um 50 % reduziert. Steht das benötigte Produkt wieder zur Verfügung, steigert
die Anlage die Leistung der besagten Komponenten wieder auf 100 %. Dieser Regelkreis
ermöglicht es im Jahr mehrere kWh Strom einzusparen, ohne eine Auswirkung auf die Produktqualität
zu nehmen.
Im Bereich der Kühlwassererzeugung für die Pulverlackproduktion konnte im Jahr 2022 die
Wertschöpfung massiv gesteigert werden. Die zur Rückkühlung installierten Pumpen (4 Stk. á
11kW) sind mit einem Frequenzumrichter ausgestattet worden. Dadurch lassen sich die Pumpen
über die Gebäudeleittechnik regeln und verbrauchsorientiert steuern. Mit dieser Maßnahme
konnte der Stromverbrauch der Pumpen deutlich reduziert werden. Die Pumpenmotoren
sind teilweise in der Energieeffizienzklasse IE5 ausgeführt.
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In der Heizungszentrale befinden sich seit dem Jahr 2017 drei gasbetriebene Brenner mit einer
Gesamtwärmeleistung von 1,6 MWh. Der Wärmeverbrauch konnte weiter verringert werden,
da diverse Neubauten energieeffizient geplant und gebaut wurden und die Wärmepumpentechnik
seit dem Jahr 2010 erfolgreich im Einsatz ist.
(Abb. Neues Verwaltungsgebäude 2020)
Abbildung 10: Heizzentrale
Seit vielen Jahren setzt FreiLacke auf die Nutzung von Wärmepumpen. Mit dieser Technologie
nutzen wir erfolgreich die in den Kühlprozessen anfallende Wärmeenergie. Die so gespeicherte
Wärmeenergie wird dem Heizkreislauf zugeführt und das Kühlwasser vor der Wiederverwendung
abgekühlt.
Der Einsatz von Wärmepumpen wird kontinuierlich erweitert. Derzeit befindet sich ein Projekt
zur Nutzung der in der Pulverlackproduktion anfallenden Wärmeenergie. Mit Hilfe dieses Projekts
soll der Gasverbrauch in den nächsten Jahren weiter gesenkt werden. Informationen finden
sich in den Umweltzielen.
Abbildung 11: Wärmepumpen
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3.5.2 Mobilität am Standort
Im ersten Quartal 2026 wurde der Werkverkehr, bestehend aus Gabelstaplern und Lastkraftwagen
auf den synthetischen Kraftstoff HVO 100 umgestellt. Der Kraftstoff wird aus Biomasse
wie z. B. pflanzlichen Ölen, tierischen Fetten und anderen organischen Abfallstoffen hergestellt
und ist in der Lage die fossilen CO 2-Emissionen in diesem Anwendungsbereich, um bis zu 90
% zu reduzieren. Bei einem Dieselverbrauch von ca. 40 t (92 t CO 2) bedeutet dies eine Reduktion
der CO 2-Emissionen um ca. 83 t CO 2 auf ca. 9,2 t CO 2.
3.5.3 Wassernutzung am Standort
Dem Einsatz und der Umgang mit der Ressource Wasser wird im Unternehmen seit vielen
Jahren eine sehr große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei konnte seit dem Jahr 1995 der Verbrauch
an Frischwasser kontinuierlich reduziert werden. Frischwasser wird aktuell für Sanitärzwecke
(inkl. Abwasser), als auch zur Herstellung von VE-Wasser für die Wasserlackproduktion
eingesetzt. Regenwasser wird über die Dachflächen von mehreren Gebäuden in Zisternen
gesammelt und kommt bei mehreren Anwendungen zum Einsatz. Seit vielen Jahren wird Regenwasser
zur Kühlung der Produktionsprozesse der Pulverlacke, als auch Flüssiglacke im
Kreislaufverfahren eingesetzt. Dabei haben sich hierfür Verdunstungskühlanlagen bewährt,
welche sehr energieeffizient und wirtschaftlich betrieben werden. Seit dem Jahr 2017 unterliegt
dieses Verfahren der 42. BImSchV mit Überprüfung der Wasserqualität auf Legionellen. Aufgrund
der hohen Verdunstungsverluste ist in regenarmen Perioden der Einsatz von Frischwasser
notwendig.
Im Bereich der Pulverlack-Produktion wird die Anlagenreinigung auf wässriger Basis durchgeführt.
Das Reinigungswasser wird wiederaufbereitet und erneut zur Reinigung eingesetzt. In
regelmäßigen Abständen wird ein Teil des Reinigungswasser in die Mischwasserkanalisation
abgeleitet. Zum Ausgleich der abgeleiteten Wassermengen wird Wasser aus dem Kühlkreislauf
bzw. Regenwasserzisternen nachgespeist. Das Verfahren verfügt über eine wasserrechtliche
Genehmigung aus dem Jahr 2024 vom Regierungspräsidium Freiburg.
In der Acrylpulverlack-Produktion wird die Anlagenreinigung mittels Wasser aus dem Kühlkreislauf
durchgeführt. Die Indirekteinleitung des Abwassers verfügt über eine wasserrechtliche
Genehmigung aus dem Jahr 2024 vom Regierungspräsidium Freiburg.
Des Weiteren wird Kühlwasser in der Flüssiglackproduktion zu Reinigungszwecken eingesetzt.
Das hierbei anfallende Spülwasser wird als Abfall der externen Entsorgung zugeführt.
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3.5.4 Notfallvorsorge
„Wir ermitteln und minimieren die Gefahren in unseren Prozessen und schaffen auf diese
Weise ein gesundes und sicheres Umfeld für unsere Mitarbeitenden, Geschäftspartner und
Nachbarn.“
„[…] Wir schonen Ressourcen, minimieren Abfälle und Emissionen und reduzieren die Verwendung
von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen. Das Verhindern von Störfällen
und die Begrenzung möglicher Auswirkungen stellt für uns ein Unternehmensziel mit erhöhter
Priorisierung dar.“
Ein sicheres Produktions- und Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden und Nachbarn ist für
uns ein Anliegen mit besonders hohem Stellenwert. Am Standort Döggingen arbeiten wir mit
einer Vielzahl unterschiedlichster Gefahrstoffe. Eine große Menge davon ist brennbar oder
gewässergefährdend. Unsere Entwicklungsabteilung arbeitet fortlaufend daran, Stoffe mit gewissen
Gefahreneigenschaften zu substituieren, um die Sicherheit unserer Produkte und Produktionsprozesse
stetig zu verbessern.
Um unserer Verantwortung als Betreiber eines Betriebsbereichs gemäß Störfall-Verordnung
gerecht werden zu können, liegt uns viel daran die Sicherheit unserer Anlagen zu optimieren.
Zu diesem Zweck führen wir in regelmäßigen Abständen Risikobeurteilungen durch, auf deren
Grundlage die Schutzkonzepte der Anlagen überarbeitet werden. So befinden wir uns aktuell
in der Umsetzung neuer Explosionsschutz- und Gewässerschutzkonzepte für die beiden Produktionsbereiche
Flüssig- und Pulverlacke sowie die Logistik. Unsere überwachungsbedürftigen
Anlagen lassen wir wiederkehrend durch externe zugelassene Überwachungsstellen auf
einen ordnungsgemäßen Zustand überprüfen. Auch hier ist es unser Ziel die Prüfkonzepte
stetig weiterzuentwickeln, um die Sicherheit und Verfügbarkeit unserer Produktionsanlagen
gewährleisten zu können.
Die Reduktion von Beinaheunfällen stellt für uns die Grundlage der Vermeidung von Unfällen
mit Verletzungsfolge dar. Gefährdungssituationen zu verhindern, um Unfällen vorzubeugen,
steht somit im Kern unserer Präventionsarbeit. Besonders stolz sind wir auf unsere zahlreichen
Ersthelfer, die in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zur Erstversorgung bei medizinischen
Notfällen geleistet haben.
Störfalle können auch nach Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen nie ganz ausgeschlossen
werden. Unsere Werkfeuerwehr hat deshalb die Aufgabe die Auswirkungen eines potenziellen
Störfalls auf ein möglichst geringes Maß zu beschränken. Im Rahmen des abwehrenden
Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung und der ersten Hilfe, arbeiten unsere betriebseigenen
Feuerwehrangehörigen Hand in Hand mit Einsatzkräften der umliegenden BOS-
Einheiten. Im Rahmen der Störfallvorsorge soll die Zusammenarbeit mit diesen Einheiten in
Zukunft intensiviert werden.
Abbildung 12: Jahreshauptübung der Werkfeuerwehr 2025
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3.6 Technische Änderungen
2025 wurde ein Lackierautomat installiert in der Flüssiglack Qualitätssicherung in Betrieb genommen.
Dadurch können reproduzierbare und qualitativ hochwertige Applikationsergebnisse
gewährleistet werden. Neben der qualitativen Verbesserung der Qualitätsprüfungen werden
die Lösungsmittelemissionen bei der Applikation und Reinigung um ca. 3.500 kg pro Jahr reduziert.
Im Herbst 2025 wurde mit den Bauarbeiten des neuen Produkt Technologie Center (PTC) in
Werk 1 begonnen. Die geplante Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Im Jahr 2025 wurde eine Vielzahl an Projekten umgesetzt, welche keinen direkten Einfluss auf
die Umweltleistung besaßen. Im Rahmen der Projektbearbeitung wurden jedoch alle relevanten
Umweltaspekte betrachtet und in der Planung berücksichtigt.
3.7 Organisatorische Änderungen
Änderungen in der Unternehmensführung
Zum 31.12.2025 trat der bis dahin für den technischen Bereich verantwortliche Geschäftsführer
Hans-Peter Frei in den Ruhestand ein. Dr. Rainer Frei verantwortet die Geschäfte seitdem
als Alleingeschäftsführer. Der seit 2018 für die Produktionsbereiche verantwortliche Stefan
Kienzler wurde als Bereichsleiter Technik in die Geschäftsleitung berufen. In diesem Zusammenhang
wurde ihm Prokura erteilt. Die Geschäftsleitung besteht aus Dr. Rainer Frei, Roland
Bäurer und Stefan Kienzler.
Änderung des Umweltmanagementsystems
Im August 2025 übernahm Clemens Treyer die Funktion des Umweltmanagementbeauftragten
von Herrn Hans-Perter Frei. Herr Treyer ist in seiner Funktion als Gruppeleiter Health,
Safety & Environment bereits seit einigen Jahren bestens mit dem Umweltmanagementsystem
vertraut.
Des Weiteren ein Mitarbeiter als Umweltauditor weitergebildet. Ein neu erarbeitetes drei Jahres
Auditprogramm zur Durchführung der internen Umweltaudits wurde umgesetzt.
Nachhaltigkeit
In Vorbereitung auf die Umsetzung der CSRD-Verordnung setzte sich FreiLacke intensiv mit
dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Aufgrund des EU-Omnibusverfahrens ist die CSRD-
Verordnung für FreiLacke nicht mehr von Relevanz. Aufgrund des erkannten Mehrwerts wurde
die begonnene Durführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse dennoch abgeschlossen.
Auf Basis der daraus gewonnen Erkenntnisse wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie abgeleitet,
welche mit in die Langfristpositionierung FreiLacke 2032 einließt. Mehr hierzu findet sich in
Abschnitt 3.1.
Integriertes-Management-System
Zur Dokumentation und Lenkung von Prozessen und relevanten Dokumenten wurde 2025 eine
neue Software eingeführt. Die Software ersetz ein Vorgängerprodukt und stellt ein Schlüsselelement
zur Umsetzung des Umweltmanagementsystems dar.
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4 Bedeutende Umweltaspekte
4.1 Bewertung der Umweltaspekte
Im Rahmen des Umweltmanagements wurden direkte und indirekte Umweltaspekte betrachtet,
welche Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Die Bewertung der bedeutenden Umweltaspekten erfolgt auf Basis der doppelten Wesentlichkeitsanalyse,
welche auf Grundlage des CSRD 2 durchgeführt wurde. FreiLacke ist nicht
CSRD-pflichtig, erkennt jedoch den Mehrwert des Standards an.
Bei der Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden folgende Kriterien gemäß
Anhang 1 der EMAS-Verordnung berücksichtigt:
1. Umweltgefährdungspotenzial
2. Anfälligkeit der lokalen, regionalen oder globalen Umwelt
3. Ausmaß, Anzahl, Häufigkeit und Umkehrbarkeit der Aspekte oder der Auswirkungen
4. Vorliegen einschlägiger Umweltvorschriften und deren Anforderungen
5. Bedeutung für die Interessenträger und die Mitarbeiter der Organisation
4.2 Direkte Umweltaspekte
Folgende direkte Umweltaspekte wurden im Umweltausschuss bewertet und als bedeutend
identifiziert:
• Emissionen in die Atmosphäre
• Nutzung von Energie, natürlichen Ressourcen (einschließlich Wasser, Fauna und
Flora) und Rohstoffen
• Produktion, Recycling, Wiederverwendung, Transport und Beseitigung von festen und
anderen Abfällen, insbesondere von gefährlichen Abfällen
• Ein- und Ableitungen in Gewässer
• Aspekte des Transports von Produkten und bei Dienstleistungen sowie von Personal
auf Geschäftsreisen
• Notfallmanagement
In der folgenden Übersicht findet sich eine Zuordnung der ESRS-Code gemäß CSRD zu den
Tätigkeiten, direkten Umweltaspekten und deren Umweltauswirkungen. Zudem findet eine Zuordnung
der relevanten Kernindikatoren statt.
2
CSRD: Corporate Sustainability Reporting Directive
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Tabelle 2: Übersicht direkter Umweltaspekt
Code Unter-Thema Tätigkeit Umweltaspekt (EMAS) Umweltauswirkungen
ESRS
E1
ESRS
E1
ESRS
E1
ESRS
E1
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E3
ESRS
E3
ESRS
E5
Klimaschutz
Klimaschutz
Energie
Energie
- Betrieb von Infrastruktureinrichtungen
- Mobilität am Standort
- Mobilität am Standort
- Gebäudeheizung
- Betrieb von Infrastruktureinrichtungen
- Produktionsprozesse
- Produktionsprozesse
Emissionen in die Atmosphäre
Aspekte des Transports von Produkten und bei
Dienstleistungen sowie von Personal auf Geschäftsreisen
Nutzung von Energie, natürlichen Ressourcen
(einschließlich Wasser, Fauna und Flora) und
Rohstoffen
Nutzung von Energie, natürlichen Ressourcen
(einschließlich Wasser, Fauna und Flora) und
Rohstoffen
Luftverschmutzung - Produktionsprozesse Emissionen in die Atmosphäre
Boden- und Wasserverschmutzung
Boden- und Wasserverschmutzung
Boden- und Wasserverschmutzung
Wasser
Ressourcenzuflüsse,
einschließlich Ressourcennutzung
- Produktionsprozesse
- Produktionsprozesse Notfallmanagement
- Produktionsprozesse
- Betrieb von Infrastruktureinrichtungen
- Produktionsprozesse
- Betrieb von Infrastruktureinrichtungen
- Produktionsprozesse
Produktion, Recycling, Wiederverwendung,
Transport und Beseitigung von festen und anderen
Abfällen, insbesondere von gefährlichen Abfällen
Ein- und Ableitungen in Gewässer
Nutzung von Energie, natürlichen Ressourcen
(einschließlich Wasser, Fauna und Flora) und
Rohstoffen
Nutzung von Energie, natürlichen Ressourcen
(einschließlich Wasser, Fauna und Flora) und
Rohstoffen
- CO2 Emissionen durch Heizenergie, Werkverkehr
und Dienstreisen
- Werkverkehr (Energieverbrauch, Bezug von fossilen
Energieträgern)
- Nutzung von regenerativ hergestelltem Strom
- Bezug von fossilen Energieträgern
- Effiziente Energienutzung (fossile Energieträger &
elektrischer Strom)
- Abwärme
- Lösemittelemissionen (VOC)
- Feinstaub
- gefährliche und nicht gefährliche Abfälle
- nachgelagerte Emissionen bei der Abfallbeseitigung
- Umweltschäden durch Brand, Explosion, Stofffreisetzung
(Einsatz von Stoffen und Gemischen mit gefährlichen
bzw. umweltgefährdenden Eigenschaften)
- Indirekteinleitung von Abwässern aus der PL-Produktion
(Anhang 9) und dem Kühlkreislauf (Anhang
31)
Kernindikator
Emissionen
Energie
Energie
Energie
Emissionen
Abfall
Material
Wasser
- Wasserbezug inkl. Grundwasserentnahme Wasser
- Effiziente Rohstoffnutzung sowie Einfluss auf den
Bezug „nachhaltiger“
Material
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4.3 Indirekte Umweltaspekte
Folgende indirekte Umweltaspekte wurden im Umweltausschuss bewertet und als bedeutend
identifiziert:
• Herstellung von Rohstoffen
• Transport und Lagerung von Fertigwaren durch den Endanwender
• Verarbeitung von Fertigwaren durch den Endanwender
• Produktlebenszyklus
• Beseitigung von Abfällen durch den Endanwender
In der folgenden Übersicht findet sich eine Zuordnung der ESRS-Code gemäß CSRD zu den
indirekten Umweltaspekten und deren Umweltauswirkungen.
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Tabelle 3: Übersicht indirekter Umweltaspekt
Code Unter-Thema Umweltaspekt (EMAS) Umweltauswirkungen
ESRS
E1
ESRS
E1
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E2
ESRS
E3
Klimaschutz Herstellung von Rohstoffen Vorgelagerte Scope 3 Emissionen
Klimaschutz
Luftverschmutzung
Luftverschmutzung
Transport und Lagerung von Fertigwaren durch den
Endanwender
Herstellung von Rohstoffen
Nachgelagerte Scope 3 Emissionen
Emissionen aus Rohstoffproduktion und Transport (VOC, NOx
usw.)
Verarbeitung der Fertigwaren durch den Endanwender Emissionen bei der Anwendung
Luftverschmutzung Produktlebenszyklus Feinstaub durch Abschliff der Lacke
Luftverschmutzung
Beseitigung von Abfällen durch den Endanwender
Thermische Verwertung gefährlicher Abfälle (Lackreste, Verpackung)
Boden- und Wasserverschmutzung Herstellung von Rohstoffen Boden- und Wasserbelastung bei der Rohstoffgewinnung
Boden- und Wasserverschmutzung
(Besonders) Besorgniserregende Stoffe & Mikroplastik
Wasser
Herstellung von Rohstoffen
Produktlebenszyklus
Herstellung von Rohstoffen
Umweltschäden durch die Herstellung persistenter Stoffe
(PFAS)
Freisetzung von Mikroplastik in Boden und Gewässer (Verwitterung)
Wasserknappheit durch Erdöl- und Rohstoffförderung (Wasserintensive
Prozesse)
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5 Kernindikatoren
Nicht berichtete, aber von der EMAS geforderte Zahlen werden unter Bezugnahme der Bewertung
der Umweltaspekte als unwesentlich betrachtet.
5.1 Bezugsgrößen
Gefertigte Menge 3 2023 2024 2025
Flüssiglack [t] 8.345 8.079 8.265
Pulverlack [t] 18.699 19.195 18.420
Summe [t] 27.553 27.274 26.685
Umbauter Raum [m³] 315.057 315.057 315.057
5.2 Energie
Gebäudeheizung [MWh] 4 2023 2024 2025
Heizenergie (Erdgas) [MWh] 1.618 1.937 1.982
Heizenergie (Wärmepumpen) [MWh] 1.165 1.001 1.194
Heizenergie gesamt [MWh] 2.783 2.938 3.176
Heizenergie / umbauter Raum [kWh/m³] 8,83 9,33 10,08
Kraftstoff 2023 2024 2025
Diesel (Werkverkehr) [MWh] 426 414 412
Diesel (Leasingfahrzeuge) [MWh] 2.042 2.008 2.004
Summe Diesel [MWh] 2.468 2.456 2.454
Strom [MWh] 3 12 39
Kraftstoff / gefertigte Menge [kWh/t] 91 90 93
Strom 2023 2024 2025
Stromverbrauch [MWh] 5 11.825 11.834 11.861
davon Stromerzeugung PV-Anlagen [MWh] 266 354 787
Strom / gefertigte Menge [kWh/t] 437 434 445
Gesamtverbrauch 2023 2024 2025
Erneuerbare Energie [MWh] 11.825 11.834 11.861
Fossile Energieträger [MWh] 4.086 4.393 4.436
Gesamtenergie [MWh] 15.911 16.226 16.296
Anteil erneuerbarer Energie [%] 74,32 73,93 73,78
3
Die in dieser Umwelterklärung aufgeführte Menge der gefertigten Produkte berücksichtigt keine Verwendung von Halbfabrikaten
und keine Mehrfachverwendung von Rohstoffen durch Inlinerecycling. Die Kennzahl kann durch diese Betrachtung
durch die Angaben auf anderen Plattformen abweichen.
4
Der gestiegene Heizenergiebedarf ist durch eine im Vergleich zu 2023 höhere Raumtemperatur zu erklären.
5
100 % Naturstrom
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5.3 Material
Menge 2023 2024 2025
Rohstoffeinsatz gesamt [t] 6 27.553 28.136 27.035
Materialeinsatz / gefertigte Menge [t/t] 1,019 1,032 1,013
5.4 Wasser
Gesamtverbrauch 7 2023 2024 2025
Frischwasserbezug [m³] 6.947 6.370 6.679
Grundwasserentnahme [m³] 2.507 3.564 2.698
Wasserbezug gesamt 8 [m³] 9.454 9.934 9.677
Abwasser (Anhang 9 AbwV) [m³] 0 3.218 3.061
Abwasser / gefertigte Menge Pulverlack
[m³/t]
0,00 0,17 0,17
5.5 Emissionen
Emissionen 2023 2024 2025
CO 2e [t] 991 1.033 1.040
VOC [t] 9 54 56 47,22
VOC / gefertigte Menge Flüssiglack [%] 0,65 0,67 0,57
CO 2e / Produktionsmenge [kg/t] 36,7 37,9 39,0
6
Durch eine Veränderung der Ermittlung der Kennzahl ist zum Zeitpunkt der Erstellung der vorliegenden Umwelterklärung
keine Differenzierung der Rohstoffgruppen möglich. In der nächsten Umwelterklärung werden differenzierte Materialkennzahlen
dargestellt.
7
Zur den nach Anhang 31 AbwV abgeleiteten Mengen liegen keine Daten vor, da es sich lediglich um einen Notüberlauf
handelt. Die Grundwasserentnahme resultiert aus Sickerwasser, welches zum Erhalt einer Gebäudestruktur abgeleitet werden
muss. Eine hohe Die Menge des entnommenen Grundwassers steht mit der Niederschlagsmenge im Zusammenhang.
8
Ohne Regenwasser
9
Wert entspricht nicht den Angaben der aktuellen Lösungsmittelbilanz, da sich im Betrachtungszeitraum der Betrachtungsumfang
geändert hat
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5.6 Abfall
Gefährliche Abfälle [kg] 2023 2024 2025
07 02 08* Andere Reaktions- u. Destillationsabfälle
180 1.063 0
08 01 11* Farb- und Lackabfälle mit org. LM 186.597 197.658 199.462
08 01 17* Farb- und Lackentfernung mit org LM 30.878 27.222 31.030
08 04 09* Klebstoff und Dichtmasse mit org. LM 980 627 490
08 01 19* wässrige Suspensionen FL 10 187.579 234.305 246.347
11 01 07* Laugen 512 0 0
14 06 03* Lösemittel und Lösemittelgemische 11 13.040 18.280 19.220
15 02 02* Zellstofftücher 2.698 2.451 2.978
15 01 10* Kunststoffbehälter 3.206 5.347 4.094
16 02 13* Elektronikschrott, gef. Bestandteile 12 811 467 1.559
16 05 04* Gase in Druckbehältern 0 634 13
16 05 07* Anorg. Chemikalien, Laborchem. 1.400 190 88
16 05 08* Organische Chemikalien 33 0 33
Nicht gefährliche Abfälle [kg] 2023 2024 2025
08 01 16 Wässrige Schlämme 108.492 86.721 104.593
08 01 20 wässrige Suspensionen PL 13 229.720 237.880 0
08 02 01 Beschichtungspulver, Abfallkuchen 702.370 637.650 658.125
15 01 01 Verpackungen aus Papier und Pappe 252.090 263.160 274.320
15 01 02 Big-Bag 42.050 41.440 41.850
15 01 03 Verpackungen aus Holz 207.430 212.800 199.710
17 04 07 Gemischte Metalle 150.540 141.490 162.460
20 01 08 Kantinenabfälle 14 6.360 5.280 2.640
20 03 01 Gemischte Siedlungsabfälle (Restmüll
ohne Wertstoffe)
161.920 161.170 155.730
Abfälle 2023 2024 2025
Abfälle nicht gefährlich [t] 1.884 1.803 1.634
Abfälle gefährlich [t] 428 488 505
Abfälle gesamt [t] 2.312 2.291 2.139
Abfall gefährlich / Abfall nicht gefährlich [%] 22,7 27,1 30,9
Abfall nicht gefährlich / gefertigte Menge [%] 6,7 6,2 5,8
Abfall gefährlich / gefertigte Menge [%] 1,6 1,8 1,9
Abfall gesamt / gefertigte Menge [%] 8,5 8,4 8,0
10
wurde erst ab dem zweiten Quartal 2023 unter diesem Abfallschlüssel entsorgt.
11
stieg aufgrund erhöhter Kundenanforderungen in einem spezifischen Produktbereich.
12
Umbau der Beleuchtungstechnik in der Flüssiglack Produktion
13
Veränderung aufgrund der Einleitung von Anhang 9 Abwasser
14
Reduzierung der Kantinenabfälle durch neuen Dienstleister mit verbesserter Wochenplanung
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6 Umweltziele
6.1 Bewertung Umweltprogramm 2023-2025
Tabelle 4: Bewertung Umweltprogramm 2023-2025
Nr. Zielrichtung Zielwert 2025 Ergebnis 2025 Bewertung
1
Nachhaltigkeit zum CO2-neutralen
Unternehmen bis 2026
Nachhaltigkeits-bericht
im Jahr 2025
(für 2024)
Es wurde kein
Nachhaltigkeitsbericht
erstellt
1-1 Scope 1 Emissionen 724,1 t CO2e 1.040 t CO2e
Verzicht aufgrund geänderter
rechtlicher Rahmenbedingung
Ziel nicht erreicht
Begründung: Maßnahme
konnte aufgrund vertraglicher
Rahmenbedingungen nicht bis
zum Zieljahr umgesetzt werden
1-2 Scope 2 Emissionen 0,0 t CO2e 0,0 t CO2e Ziel erreicht
1-3 Scope 3
Entwicklung Roadmabeit
Roadmap in Ar-
Aktuell in Arbeit
Ziel nicht erreicht
Begründung: Einsatz von zwei
2 Stromverbrauch 401,3 kW/t 418,1 kW/t Lüftungsgeräten zur Raumklimatisierung
und gleichzeitig geringere
Produktionsmengen.
3 Druckluft 260,9 m³/t 248,0 m³/t Ziel erreicht
4 Heizenergie 94,6 kW/t 113,0 kW/t
Ziel nicht erreicht
Begründung: Die Heizenergie
steht nicht in direktem Zusammenhang
zur Produktionsmenge.
Geringere Produktionsmengen
und gleichzeig höhere
GTZ üben einen negativen Einfluss
auf die Zielerreichung aus.
5 Abfall (Flüssiglackproduktion) 20,0 kg/t 54,1 kg/t
Ziel wurde nicht erreicht
Begründung: Betriebsbedingt
müssen, seit Q2 2023 zusätzliche
Medien extern entsorgt
werden.
6 Abfall (Pulverlackproduktion) 37,0 kg/t 44,9 kg/t
Ziel wurde nicht erreicht
Begründung: Aufgrund von
Kundenvorgaben musste die
Wiedereinarbeitungsquoten reduziert
werden, hierdurch wurden
die positiven Effekte zur
Abfallvermeidung kompensiert.
Ziel nicht erreicht
Begründung: Emissionsmindernde
Maßnahmen waren zur
Zielerreichung nicht ausreichend
7 VOC-Emissionen < 1 % 1,52
Ergänzung: Wert entspricht
nicht den Angaben der aktuellen
Lösungsmittelbilanz, da sich
im Betrachtungszeitraum der
Betrachtungsumfang geändert
hat
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6.2 Umweltprogramm 2026
Tabelle 5: Umweltprogramm 2026
Ziel für 2026 Maßnahme Verantwortung
Umrüstung der Beleuchtung in Gebäude 10
zu LED-Technik
Einsparung von mindestens 50.000 kWh/a
Erneuerung einer Staubaspiration
Einsparung von mindestens 140.000 kWh/a
Gebäudemanagement
Engineering
Erhöhung der Energieeffizienz
Erhöhung der Materialeffizienz
Reduzierung des Stahlschrott
17 04 09*
Reduzierung der Scope 1
CO 2-Emissionen
Verbesserung des Umweltmanagementsystems
Überschussstrom der PV-Anlagen am Wochenende
in Kühlkreislauf einbringen
Nutzung von Prozessabwärme zur Gebäudeheizung
(Gebäude 5.2)
Zieljahr 2028
Verbindung der Heizkreisläufe Werk 1 und
Werk zwei zur flächendeckenden Nutzung der
Prozessabwärme (Gesamtenergiekonzept)
Einsparung von mindestens 800 MWh/a
Reduzierung der Prozessverluste in der Pulverlackproduktion
Einführung eines neuen Prozessleitsystems in
der Flüssiglackproduktion
Reduktion der zu entsorgenden Stahlgebinde
durch die Vermeidung von Gefahrstoffanhaftungen
an Blechgebinden
Umstellung des Werkverkehrs auf HVO
Einsparung von mindestens 80 t CO 2/a
Aufnahme der relevanten Umweltkennzahlen
in das Reportingsystem zum systematischen
Monitoring von Veränderungen
Gebäudemanagement
Engineering
Engineering
Engineering
Engineering
Abfallmanagement
Abteilungsleitung Logistik
Umweltmanagement Beauftragter
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7 Dialog und Termin für die nächste Umwelterklärung
Die nächste FreiLacke-Umwelterklärung ist in ausführlicher Form für das Jahr 2029 geplant.
Dazwischen wird das Unternehmen jährlich eine aktualisierte Umwelterklärung erstellen.
Die Umwelterklärung dient der Information unserer Mitarbeiter, die aktiv an der Verbesserung
der Umweltleistung des Unternehmens mitwirken sowie der Öffentlichkeit. Die vorliegende
Umwelterklärung wurde mit der Hilfe engagierter Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen
erstellt. Wir sind gerne bereit einen Dialog über unsere Umweltschutzaktivitäten zu führen.
Bitte wenden Sie sich hierfür an info@freilacke.de.
Bräunlingen-Döggingen, 07.05.2026
Dr. Rainer Frei Clemens Treyer Rosemarie Vasseur
Geschäftsführer
Umweltmanagement-
Beauftragter
BR-Vorsitzende
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Erklärung des Umweltgutachters
Der Unterzeichnende, Dipl.-Biol. Lennart Schleicher, EMAS-Umweltgutachter mit der Registrierungsnummer
DE-V-0404, akkreditiert oder zugelassen für den Bereich NACE-Code 20.3,
bestätigt, begutachtet zu haben, ob der Standort, wie in der Umwelterklärung der der Organisation
Emil Frei GmbH & Co. KG
Am Bahnhof 6
78199 Bräunlingen/Döggingen
mit der Registrierungsnummer D-169-00006 angegeben, alle Anforderungen der Verordnung
(EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009
über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement
und Umweltbetriebsprüfung (EMAS), aktualisiert durch Verordnung (EU)
2017/1505 und Verordnung (EU) 2018/2026, erfüllt.
Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass
• die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen
der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, aktualisiert durch Verordnung (EU) 2017/1505
und Verordnung (EU) 2018/2026, durchgeführt wurden,
• das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Belege für die
Nichteinhaltung der geltenden Umweltvorschriften vorliegen,
• die Daten und Angaben der Umwelterklärung der Organisation ein verlässliches, glaubhaftes
und wahrheitsgetreues Bild sämtlicher Tätigkeiten der Organisation innerhalb
des in der Umwelterklärung angegebenen Bereichs geben.
Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-
Registrierung kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr.
1221/2009 erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrichtung
der Öffentlichkeit verwendet werden.
Bräunlingen-Döggingen, 07.05.2026
Dipl.-Biol. Lennart Schleicher
Umweltgutachter
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