SHO_Theaterzeitung_06-2026
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JUNI 2026
Theater Zeitung
PROGRAMM, ENSEMBLE, SPIELPLAN
Spiel mit großen
Gefühlen
Bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall dreht sich im
Sommer wieder das Liebeskarussell – alle Infos zur
Festspielsaison zwischen Marktplatz und Neuem Globe.
GROSSE TREPPE
Das Musical „Cabaret“ entführt
in den berüchtigten Kit-Kat-
Club Ende der 1920er in Berlin.
Seite 8 und 9
NEUES GLOBE
Die Komödie „Stolz und
Vorurteil* (*oder so)“
als Jane-Austen-Party.
Seite 14 und 15
DIE AKTEURE
Von Schauspieler bis Bühnentechniker
– sie alle erwecken
das Theater zum Leben.
ab Seite 32
2 Der Mammon lässt in Hugo von Hofmannsthals
„Jedermann“ die Goldmünzen auf der Großen
Treppe vor St. Michael effektvoll glänzen.
Titelbild: Szene aus dem Musical „West Side
Story“ aus der Jubiläumsspielzeit 2025.
Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Ufuk Arslan
INHALT / EDITORIAL 3
Inhalt
Neues Globe
Eine große
Jane-Austen-Party
In „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“
übernehmen die Dienstmädchen im
Hause Bennet das Ruder.
Seite 14
08 Der Tanz
auf dem Vulkan
Das Musical „Cabaret“ zeigt
auf der Großen Treppe eine
Gesellschaft im Umbruch.
„Kabale
und Liebe“
Friedrich Schillers
Werk eröffnet die
Saison auf der
Großen Treppe.
Seite 6
12 Zeitgemäß und mit
Schmackes
Der Jubiläums-„Jedermann“
von 2025 kommt nochmal
auf die Große Treppe.
Mehrere Projekte machen
die Freilichtspiele für
Schulklassen erlebbar
Seite 22
18 Pfiffiger Kater
macht Mut
„Der gestiefelte Kater“
begeistert Groß und Klein
im Neuen Globe.
Liebe liegt in der
Haller Theaterluft
„Love is in the air“, sang John
Paul Young in seinem Disco-Hit
von 1977. Liebe liegt auch in der
Sommerluft der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall – dazu kommen
allerhand weitere Empfindungen
wie Furcht, Hoffnung, Wut,
Stolz, Erleichterung. Unter freiem
Himmel wird gestritten, gelacht,
umarmt, gelitten, gesungen,
getanzt. Wenn der Abend
über die Haller Altstadt sinkt
und der Himmel sein eigenes
Lichtdesign beisteuert, verwandeln
sich die Stufen vor St. Michael
in einen magischen Ort:
Die Treppe wird zur Bühne für
große Gefühle, mittlere Katastrophen,
schmachtende Blicke,
dramatische Missverständnisse
und für all das, was Theater so
menschlich macht.
Und über allem schwebt die
Liebe, die wohl verlässlichste
Hauptdarstellerin des Welttheaters.
Sie bringt Menschen zusammen,
treibt sie auseinander,
sorgt für Herzklopfen, Verwirrung,
Poesie und zuweilen für
ziemlich schlechte Entscheidungen
– bester Theaterstoff also.
Auch das Neue Globe öffnet seine
Türen für packende wie vergnügliche
Theatermomente –
wetterfest, aber kein bisschen
weniger leidenschaftlich.
10 Die Liebe in einer
Trümmer-Kulisse
Die „West Side Story“
kehrt auf die Stufen vor
St. Michael zurück.
16 Große Gefühle in
Schwarz-Weiß
William Shakespeares
Liebesdrama „Romeo und
Julia“ im Neuen Globe.
20 Zwischen Lachen
und Weinen
Dirk Weller bringt sein Solo
„All das Schöne“ erneut auf
die Bühne des Globes.
Bettina Lober
Redakteurin
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe
Impressum
Theater-Zeitung
Programm, Ensemble,
Spielplan Freilichtspiele
Schwäbisch Hall,
5. Juni 2026
Verlag & Herausgeber
SÜDWEST PRESSE
Hohenlohe GmbH & Co. KG
Haalstraße 5+7
74523 Schwäbisch Hall
Auflage
151.370 Exemplare
Verteilung
Haller Tagblatt, Hohenloher
Tagblatt, Rundschau,
Backnanger Kreiszeitung,
Fränkische Landeszeitung,
Fränkische Nachrichten,
Gmünder Tagespost, Heilbronner
Stimme, Hohenloher
Zeitung, Murrhardter Zeitung,
Schwäbische Post
Anzeigen
Vera Epple (verantw.), Martin
Haas, Afsoon Kamrani, Kai
Müller, Julia Winterfeldt Weiß
Gestaltung
Sara Ignasiak,
npg mediaservice
Redaktion
Ulrich Becker (V.i.S.d.P.),
Alisa Grün, Claudia Linz,
Bettina Lober, Eileen Schirle,
Franz Burkhard und weitere
Fotos
Ufuk Arslan (u.a. Titelfoto),
Freilichtspiele Schwäbisch
Hall, Presse-, Privat- und
Archivfotos (wie angegeben)
Druck
NPG Druckhaus
GmbH & Co. KG, Ulm
Siemensstraße 10
89079 Ulm-Donautal
Datenschutz
Den Datenschutzbeauftragten
erreichen Sie unter:
datenschutz@swp.de
4
SPIELSTÄTTEN
FOTO: FLS/UFUK ARSLAN
Stufen der Welt
Bühne Die Große Treppe vor St. Michael ist über 500 Jahre alt.
Aneinandergereiht würden
ihre 53 Stufen
schlappe zwei Kilometer
ergeben: die Große
Treppe vor St. Michael. Sie überwindet
eine Höhe von acht Metern
und misst in der Breite bis
zu 48 Meter. Das Monument ist
das Wahrzeichen der ehemaligen
Reichsstadt und gehört zu Schwäbisch
Hall wie der Kocher und
die Sieder – und das seit mehr als
500 Jahren. Die Stufen verbinden
Michaelskirche und Marktplatz.
Sie führen hinauf zum Gotteshaus
und ebenso hinab ins pralle
Leben der Stadt. Die weltliche
und die geistliche Macht liegen
einander gegenüber.
Jeden Sommer verwandelt
sich die imposante Treppe in eine
Theaterbühne. Sie ist der eigentliche
Star der Freilichtspiele Hall.
Zuweilen wird sie auch als „steinerne
Diva“ bezeichnet. Der Fotograf
Paul Swiridoff hat sie „eine
Sinfonie aus Stein“ genannt.
Dabei war sie einstmals nur
eine Notlösung. Denn zur Zeit
der Weihung der ersten Kirche
Halls im Jahr 1156 gab es noch
keine Treppe zum Markt, sondern
eine hohe Schildmauer.
Erst 1507, beim Bau des spätgotischen
Chors von St. Michael
ließ Kirchenbaumeister Konrad
Schaller die Mauer abreißen und
durch eine Freitreppe ersetzen
– zunächst mit 42 Stufen. Nach
170 Jahren waren sie baufällig.
1676/77 wurde die Treppe abgerissen
und erhielt mit neuen 53
Stufen ihre heutige Gestalt.
Von der Notlösung zur Bühne
Seit 1925 wird auf der Treppe vor
St. Michael professionelles Theater
gespielt: Hugo von Hofmannsthals
Mysterienspiel „Jedermann“
war das erste Stück.
Aus den „Jedermann“-Festspielen
wurden die Freilichtspiele
Schwäbisch Hall – die zweitältesten
Freilichtspiele Deutschlands.
Nur die Luisenburg-Festspiele in
Wunsiedel haben eine längere
Tradition, seit 1890. Anfangs waren
die Stufen in Schwäbisch Hall
geistlichen und klassischen Dramen
vorbehalten. Längst haben
sich auch Komödien und große
Musicals etabliert.
Millionenfach ist sie fotografiert
worden. Die Schauspielerinnen
und Schauspieler der
Freilichtspiele lieben und fürchten
sie gleichermaßen. Viele erleben
die Große Treppe als einen
„magischen Raum“, dessen
Gesetzmäßigkeiten man verstehen
muss. Oder wie es der frühere
Intendant Achim Plato
(1936 – 2022) einst ausdrückte:
„Man muss sich die Treppe zur
Freundin machen.“ blo
Eine runde
Sache
Theaterraum Im Neuen Globe entfaltet sich
Kunst am Fluss im Herzen der Stadt.
FOTO: JÜRGEN WELLER FOTOGRAFIE
Mitten in der Stadt und
gleichzeitig mitten
im Grünen liegt das
Neue Globe auf dem
Unterwöhrd direkt am Kocher.
Es ist ein mehrstöckiges, regensicheres
und temperierbares
Freilichttheater mit vielen Bespielmöglichkeiten.
Insgesamt
bietet es 370 Zuschauern Platz.
Es ist als Nachfolgebau des alten,
hölzernen Globe-Theaters
errichtet und Ende März 2019 eröffnet
worden.
Der Theaterbau entstand
nach Vorbild des elisabethanischen
Globe-Theaters, das jedoch
auch Elemente des griechischen
Amphitheaters und der
klassischen Guckkastenbühne
enthält. Der Rundbau erlaubt
eine große Nähe des Publikums
zu den Darstellern und dank des
säulenfreien Zuschauerraums
auch gute Sichtverhältnisse.
Im Sommer und Winter
Zur dreistöckige Bühne im Inneren
kommt auf der Rückseite
eine im Sommer nach außen bespielbare
Bühne mit beweglichen
Holzschiebelementen. Die
große runde Dachöffnung mit
den verfahrbaren Folienkissen
hat einen Durchmesser von 9,32
Metern. Sie gibt einerseits den
Blick frei in den Himmel, kann
bei Regen aber auch schnell geschlossen
werden. So können bei
jedem Wetter Vorstellungen
stattfinden – daher ist das Neue
Globe auch die Spielstätte des
Winterprogramms der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall. blo
GRUSSWORT 5
Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Daniel Bullinger (links) und Freilichtspiele-Intendant Christian Doll freuen sich darauf, mit dieser
Spielzeit in das nächste Theaterjahrhundert zu starten.
Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Liebes Publikum,
„Everybody, play the game of
love, yeah!“ – Mit dem Queen-
Song „Play the Game“ eröffnen
fünf junge Damen und zwei Musiker
im Neuen Globe die Inszenierung
„Stolz und Vorurteil*
(*oder so)“: Lasst uns das Spiel
der Liebe spielen! Das könnte
zugleich das Motto sein, mit dem
die Freilichtspiele Schwäbisch
Hall in den diesjährigen Theatersommer
starten. Die Liebe
und die Hindernisse und Widerstände,
gegen die sie sich behaupten
muss: gegen den Stolz
und die Vorurteile in der Adaption
von Jane Austens berühmtem
Roman. Und gegen die Intrigen
der Mächtigen in Schillers
berühmtem Werk „Kabale und
Liebe“. Im Musical „Cabaret“ ist
es die politische Situation zum
Ende der 1920er-Jahre mit dem
aufkommenden Nationalsozialismus,
die die Liebenden auseinandertreibt.
In Shakespeares
„Romeo und Julia“ macht die
Fehde zweier verfeindeter Familien
die Liebe unlebbar und in
Bernsteins „West Side Story“ der
Hass zwischen Menschen verschiedener
Herkunft.
Auch wenn manche Stücke
tragisch enden, erzählen sie
doch stets von der ungeheuren
Kraft, die das Lieben den Handelnden
verleihen kann, von den
Idealen und Träumen, die mit
diesem beflügelnden Gefühl verbunden
sind. Kann die Liebe
wirklich Berge versetzen? Oder
bleibt sie am Ende ohnmächtig
in einer Welt, die von Hass und
den Interessen der Mächtigen
bestimmt wird? Ist sie ein privates
Gefühl oder kann sie zur politischen
Haltung werden? Liegt
in der Liebe gar die Möglichkeit,
die Welt zu verändern? Das sind
Fragen, die wir in diesem Sommer
mit unseren Stücken auf der
Großen Treppe und im Neuen
Globe stellen. Sie dürfen sich
wieder auf eine spannende und
zugleich unterhaltsame Spielzeit
und auf ein großartiges Ensemble
freuen.
Ganz besonders freue ich
mich, dass wir Ihnen auf der
Großen Treppe am Ende der
Spielzeit noch einmal unsere
spektakuläre Jubiläumsproduktion
„Jedermann“ präsentieren
können. Ein Muss für alle, die
diese im letzten Jahr versäumt
haben. Doch auch für alle, die
nochmal kommen, bleibt es
spannend, denn die Hauptrolle
wird in diesem Jahr Regisseur
Philipp Moschitz selbst übernehmen.
Für große und kleine Zuschauerinnen
und Zuschauer
zeigen wir im Neuen Globe mit
„Der gestiefelte Kater“ wieder
eine Märchenbearbeitung mit
viel Musik. Auch das wird ein
Highlight – da sind wir uns sicher.
Nach unserem erfolgreichen
Jubiläumsjahr starten wir mit
viel Leidenschaft und neuer
Energie in diesen Theatersommer,
um Sie wieder an unseren
außergewöhnlichen Spielstätten
und in der besonders im Sommer
so zauberhaften Stadt
Schwäbisch Hall willkommen
heißen zu können. Wir freuen
uns auf Sie.
Auf in ein neues
Theaterjahrhundert!
Daniel Bullinger
Oberbürgermeister
und 1. Vorsitzender
Christian Doll
Intendant
6
GROSSE TREPPE
Bei der Bauprobe wird der Bühnenbild-Entwurf getestet.
Gefühlsstau im
Liebessturm
Drama Intendant Christian Doll eröffnet mit
seiner Inszenierung von Friedrich Schillers
„Kabale und Liebe“ die Saison auf der
Großen Treppe.
Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Zwei Liebenden bleibt das
gemeinsame Glück verwehrt:
Was im vergangenen
Jahr „Romeo und Julia“
im Neuen Globe oder Tony
und Maria in der „West Side Story“
auf der Großen Treppe widerfahren
ist, müssen ab dem 12.
Juni auch Luise und Ferdinand
in „Kabale und Liebe“ durchmachen.
Friedrich Schiller schrieb
das bürgerliche Trauerspiel 1783
– zunächst unter dem Titel „Louise
Millerin“ – im thüringischen
Bauerbach. Und er war selbst zu
dieser Zeit als damals 24-Jähriger
schwer verliebt: in die 16-jährige
Charlotte von Wolzogen, deren
Mutter Henriette Freifrau
von Wolzogen dem jungen Schil-
ler auf ihrem bei
Meiningen gelegenen
Landsitz Zuflucht
bot.
Schillers drittes
Theaterstück zeigt
eine hinterhältige
Intrige, durch die
zwei junge Menschen
in den Tod getrieben
werden: Ferdinand
vergiftet seine
Geliebte Luise und sich
selbst. Es ist eine ungleiche Liebe:
Ferdinand, der adelige Sohn
des Präsidenten, liebt Luise, ein
bürgerliches Mädchen aus einfachen
Verhältnissen. Er liebt sie
nicht nur wegen ihres bezaubernden
Wesens, sondern auch,
weil er der blutsaugerischen
Vorherrschaft des Adels, welche
eine solche unstandesgemäße
Beziehung keinesfalls dulden
kann, einen Begriff von wahrer
Freiheit und Gleichheit entgegensetzen
will.
Ein hinterlistiger Plan
Luise sieht klug die Gefahr, dass
ihre Liebesbeziehung scheitern
muss, dass der Präsident des
Willkürstaats sie sicher zu verhindern
weiß. Dieser verlangt
von seinem Sohn die Heirat mit
Lady Milford, der Favoritin des
Herzogs, welche dieser entrüstet
ablehnt, was wiederum eine
beispiellose Erpressung zur Folge
hat. Haussekretär Wurm ersinnt
die Kabale, also einen hinterlistigen
Plan: Luisens Vater
und Mutter werden ins Gefängnis
verbracht. So kann Wurm
Luise zwingen, einen Liebesbrief
an den Hofmarschall von
Kalb zu schreiben und bei Gott
zu schwören, niemandem von
dieser Erpressung zu erzählen.
Ferdinand findet den Brief und
„Kabale und Liebe“
Szenenbild aus „Kabale und Liebe“ im Jahr 2009.
Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Jürgen Weller
Bürgerliches Trauerspiel
von Friedrich Schiller.
Regie: Christian Doll. Bühne
und Kostüme: Cornelia Brey.
Es spielen: Jelena Kunz,
Gunter Heun, Marius Petrenz,
Tobias Rott, AnnPhie Fritz,
Nikolaij Janocha, Mario Gremlich,
Martina Maria Reichert
Premiere:
12. Juni, 20.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
13., 14., 18., 19., 20. Juni, 17., 18.,
19. Juli, 6., 7., und 8. August,
jeweils um 20.30 Uhr
GROSSE TREPPE 7
Jelena Kunz schlüpft in die Rolle von Luise Miller,
Marius Petrenz gibt den Heißsporn Ferdinand.
Fotos: Robin Kater (oben), privat (unten)
muss nun an der Treue, am ganzen
Wesen seiner geliebten Luise
zweifeln, obwohl alle Wahrscheinlichkeit
gegen den Anschein
spricht. Erst vom baldigen
Tode bedroht, weil
Ferdinand Gift in ihre Limonade
gemischt hat, kann sie die Intrige
gestehen.
Karriereinteressen, Willkürherrschaft
und die Zwänge einer
feudalen Gesellschaft, wie sie
Schillers Lebenswirklichkeit
entsprachen, lassen das Geschehen
unaufhaltsam in eine Tragödie
münden. Schiller zeichnet
die Figuren in dichter, hoch erregter
Sprache lebenssatt und
plastisch: die kluge und empfindsame
Luise neben dem heißspornigen
Ferdinand, die tapfere
Lady Milford, den anklagend
kummervollen Diener, den patriarchal-eigennützigen
Präsidenten
von Walter, den schleimigen
Wurm, den exzentrisch
selbstverliebten Hofmarschall
von Kalb und den rechtschaffen
bürgerlich-stolzen Miller. Eine
Milieu- und Charakterstudie als
Aufschrei gegen eine zutiefst inhumane
Staatsform.
Für die Regie des diesjährigen
Eröffnungsstücks ist Intendant
Christian Doll verantwortlich.
Nach dem Jubiläumsjahr 2025
findet er es interessant, nun wieder
auf Schiller zuzugehen. Das
Ich finde es
toll, dass
diese Figuren so
viele Ambivalenzen
haben.
Christian Doll
Intendant
Drama biete unterhaltsame Elemente,
poetische und komische
Momente und eine Thriller-ähnliche
Atmosphäre, freut sich
Doll: „Ich finde es toll, dass diese
Figuren so viele Ambivalenzen
haben.“ Es mache ihm „Spaß,
mit der Schillerschen Fabulierwut
umzugehen, die man aber
auch im Zaum halten muss“.
Ums Bühnenbild kümmert
sich Cornelia Brey, die in ihrem
Entwurf der Großen Treppe eine
Art riesigen Farbklecks verpassen
möchte. Gunter Heun, der
schon in vielen Titelrollen von
Jedermann bis Wilhelm
Tell in Hall zu erleben war,
wird Ferdinands Vater,
Präsident von Walter, verkörpern.
Jelena Kunz, die
als Ronja Räubertochter
und als Dienerin Toinette
im „Eingebildeten Kranken“
im Neuen Globe zu sehen
war, schlüpft in die Rolle
der Luise Miller. Ihr Vater
wird von Mario Gremlich
gespielt, ihre Mutter
von Martina Maria Reichert.
Marius Petrenz gibt
als aufbrausender Ferdinand
sein Debüt in Hall. Nikolaij
Janocha spielt den intriganten
Haussekretär
Wurm, Tobias Rott den Hofmarschall
von Kalb.
Franz Burkhard/Bettina Lober
Eine Liebesgeschichte von
Friedrich Schiller (1759 - 1805)
Im September 1782 muss Schiller
aus Stuttgart fliehen. Er hatte
dort als Regimentsmedicus
gedient, Herzog Carl Eugen hatte
ihn nach dem Erfolg der „Räuber“
mit einem Schreibverbot
belegt, ihm drohte gar Haft. In
Mannheim erhofft er sich weitere
Unterstützung durch den
Theaterintendanten von Dahlberg,
aber sein zweites Theaterstück
„Fiesco zu Genua“ stößt
auf Ablehnung. Er hofft, mit
„Louise Millerin“, seinem dritten,
bereits begonnenen Stück,
größeren Erfolg zu haben; das
modische Erfolgsgenre „bürgerliches
Trauerspiel“ würde mehr
Anklang finden, da es Welt und
Wertbewusstsein des bürgerlichen
Mittelstandes spiegelt. Als
Fahnenflüchtiger weiterhin aus
Stuttgart bedroht, flieht er Ende
1783 weiter zum Bauerbacher
Anwesen Henriette von Wolzogens
in Thüringen, seit Stuttgarter
Tagen eine Förderin seiner
literarischen Begabung. Er vollendet
eine erste Fassung von
„Louise Millerin“ und entwirft
Pläne zum „Don Carlos“.
Als Dahlberg ihm eine feste
Stelle als Theaterdichter anbietet,
kann er im Sommer nach
Mannheim zurückkehren, vollendet
trotz einer lebensbedrohlichen
Malariaerkrankung „Louise
Millerin“. Im Januar erscheint
das Drama im Druck, am
13. April ist die Uraufführung in
Frankfurt, am 15. Mai, im Beisein
Schillers, die umjubelte Premiere
in Mannheim, jetzt unter dem,
wie der berühmte Schauspieler
und Autor A.W. Iffland vorschlug,
wirkungsvolleren Titel
„Kabale und
Liebe“. In der
Umbaupause
nach dem
zweiten Akt
muss sich
Schiller dem
jubelnden
Publikum in
seiner Loge
zeigen. Und:
Ein wichtiges
Vorbild scheint
parallel in allen
Figurenzeichnungen
auf, es ist Gotthold
Ephraim Lessings
„Emilia Galotti“, die Eltern
Miller und Galotti, Präsident
und Prinz, Wurm und Marinelli,
Luise und Emilia. Der ursprüngliche
Titel lebt fort in
Verdis „Luisa Miller“. fb
Dieses Porträt von
Friedrich Schiller entstand
zwischen 1786 und 1791,
der Maler ist Anton Graff.
8
GROSSE TREPPE
Ab in die wilden Zwanziger hieß es in Hall
auch mit der Revue „In der Bar zum Krokodil“.
Foto: Freilichtspiele/Jürgen Weller
Tanz auf
dem Vulkan
Musical Mit „Cabaret“ reisen die Freilichtspiele
Hall auf der Großen Treppe zum Ende
der wilden Zwanziger Jahre – und nehmen
eine Gesellschaft im Umbruch in den Fokus.
Liza Minelli und Joel Grey in der Filmversion.
Foto: Archiv
Willkommen, bienvenue,
welcome /
Fremder, étranger,
stranger / Schön,
dass ihr da seid / Je suis enchanté!
/ Happy to see you …“, singt
der Conférencier und lockt mit
dieser dreisprachigen Begrüßung
die Gäste in die Unterwelt
seines berüchtigten Kit-Kat-
Clubs. Die Uraufführung von
„Cabaret“ 1966 am Broadway
wurde ein Erfolg. Von New York
aus startete das Musical seinen
Siegeszug um die ganze Welt –
und kommt ab 10. Juli als große
Neuproduktion der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall auch auf
die Große Treppe.
„Bei dem Stück haben wir
schon häufiger überlegt, ob das
auf die Treppe passt“, räumt Intendant
Christian Doll ein. Jetzt
ist die Zeit dafür gekommen. Regie
führt Georg Büttel, der selbst
bereits in der Zeit zwischen 1994
und 2002 als Schauspieler, Regisseur
und Dramaturg bei den
Freilichtspielen tätig war. Im
vergangenen Jahr hat er intensiv
am Freilichtspiele-Jubiläumsbuch
„Hundert Mal Sommer“
mitgearbeitet. Zudem ist Büttel
künstlerischer Leiter der Horváth-Tage
in Murnau, „und er ist
sehr in den Zwanzigern zu Hause“,
sagt Intendant Doll.
Der junge amerikanische
Schriftsteller Clifford Bradshaw
kommt nach Berlin, um Inspiration
für einen Roman zu finden,
und besucht am ersten Abend, es
ist Silvester 1929, den etwas verruchten
Kit-Kat-Klub, in dem der
zwielichtige Conférencier durch
das Programm führt. Dort lernt
er die exzentrische englische
Sängerin Sally Bowles kennen.
Sie verliebt sich in Cliff, wird im
Club entlassen und zieht kurzerhand
bei Cliff in die Pension von
Fräulein Schneider ein. Die beiden
werden ein Paar, doch ihre
Beziehung ist von finanziellen
Sorgen und Sallys Weigerung, die
Realität anzuerkennen, geprägt.
Ebenso erwartet Fräulein Schneider
ein spätes Glück: Ihr Pensionsgast,
der jüdische Obsthändler
Herr Schultz, macht ihr einen
Heiratsantrag.
Der heraufziehende Faschismus
aber zerstört das private
Glück. Die Verlobung von Schneider
und Schultz wird nach Drohungen
durch Nationalsozialisten
gelöst, da Fräulein Schneider
um ihre Existenz fürchtet. Cliff
erkennt die Gefahr und will mit
Sally nach Amerika. Sally entscheidet
sich, in den Kit-Kat-Club
zurückgekehrt, gegen eine gemeinsame
Zukunft und für ihr Leben
im Cabaret, woraufhin Cliff
allein abreist.
Mitreißende Revue-Nummern
Das Musical „Cabaret“ von 1966,
wie seine gleichermaßen populäre
Verfilmung mit Liza Minnelli,
zeichnet mit seinen Revue-
Nummern, Jazzrhythmen und einer
vom Ragtime inspirierten
Musik die grandiosen Klangwelten
der untergehenden Weimarer
Republik nach. Das Stück ist
bekannt für seine ikonischen
Songs von John Kander und Fred
Ebb wie „Willkommen“, „Maybe
This Time“ „Mein Herr“ und
„Life is a Cabaret“. Besonders
prägend ist die Rolle des Conferenciers,
der das Geschehen im
Club kommentiert und die politische
Entwicklung oft zynisch
widerspiegelt. Dirk Weiler spielt
GROSSE TREPPE 9
Das berühmte Triptychon „Großstadt“ von
Otto Dix entstand 1927/28 in Dresden. Das
Gemälde befindet sich im Kunstmuseum
Stuttgart. Foto: dpa/Norbert Försterling
den zwielichtigen, überdrehten,
Politisches und Erotisches kommentierenden
Conférencier. In
Hall hat er bereits vielfach seine
Wandlungsfähigkeit gezeigt, ob
als Jesus in „Don Camillo“, als
Tod in „Jedermann“, als Zauberkönig
im „Wienerwald“ oder in
seinem Monolog „All das Schöne“,
mit dem er auch in diesem
Sommer wieder im Neuen Globe
auftritt.
Frisch von der Hochschule
Salomé Ortiz war bereits in der
„West Side Story“ als Consuelo
zu sehen und spielt jetzt die
Hauptrolle Sally Bowles, die
Hauptattraktion im Kit-Kat-
Club. Den jungen Schriftsteller
Cliff, der sich unsterblich in Sally
Bowles verliebt, spielt Markus
Ücker, der eben sein Schauspielstudium
an der Hochschule für
Schauspielkunst Ernst Busch beendet
hat und Gewinner beim
Bundeswettbewerb Chanson ist.
Simon Staiger, der Tonys Freund
Riff in der „West Side Story“
spielt, ist der Nazi Ernst Ludwig.
Der zerstört das späte Glück des
zweiten Liebespaares, der Zimmerwirtin
Fräulein Schneider
und des Obsthändlers Herr
Schulz, gespielt von Ilona Christina
Schulz und Andrea Matthias
Pagani. Sie war zuletzt Gabi
in „Der schönste Tag im Leben“
und M. Diafoirus in „Der eingebildete
Kranke“, er war „die“
Mutter Edna in „Hairspray“ und
Dorfladenbesitzer Arne in „Wie
im Himmel“. Fräulein Kost wird
gespielt von Nadja Petri, die in
Hall zuletzt im „Eingebildeten
Kranken“ die sangesfreudige
und komische Gattin gab.
Die Hauptrollen werden von
einem Tanzensemble komplettiert:
fünf Kit-Kat-Girls und vier
Kit-Kat-Boys, die auch kleinere
Rollen übernehmen. Die musikalische
Leitung liegt, wie bei allen
Musicals seit 2017, bei Heiko
Lippmann. Das Bühnenbild
stammt von Thomas Bruner, die
Kostüme entwirft Kati Kolb, die
zuletzt die Kostüme für die
„West Side Story“ schuf. Dort
war Kati Farkas die Choreografin
und ist es jetzt in „Cabaret“.
Franz Burkhard/Bettina Lober
„Cabaret“
Musical. Buch von Joe Masteroff,
Gesangstexte von Fred
Ebb, Musik von John Kander,
Deutsch von Robert Gilbert, in
der Orchesterfassung von Chris
Walker. Nach dem Stück „Ich
bin eine Kamera“ von John van
Druten und Erzählungen von
Christopher Isherwood. Musikalische
Leitung: Heiko Lippmann.
Regie: Georg Büttel.
Bühne: Thomas Bruner. Kostüme:
Kati Kolb. Choreografie:
Kati Farkas.
Es spielen: Dirk Weiler,
Salomé Ortiz, Markus Ücker,
Ilona Christina Schulz, Andrea
Matthias Pagani, Simon Staiger,
Nadja Petri, Tobias Blinzler,
Robert Stumpf, Marc Biocca,
Alexander Sasanowitsch, Martina
Vinazza, Carina Fitzi, Meltem
Ürküt, Nicoletta Luna De
las Casas, Felipe Ramos
Premiere:
Freitag, 10. Juli
Weitere Vorstellungen:
11., 12., 14., 15., 16., 21., 22., 23.,
24., 25., 26., 28., 29., 30., 31. Juli,
1., 2., 4. und 5. August, jeweils
um 20.30 Uhr
Ein Cabaret ist uns‘re Welt
„Ich bin eine Kamera mit offenem
Verschluss, ganz passiv, ich
nehme auf, ich denke nicht. (…)
Eines Tages muss das alles entwickelt
werden, sorgfältig abgezogen,
fixiert.“ (aus: „Leb wohl,
Berlin“ von Christopher Isherwood).
Von 1929 bis 1933 lebte und arbeitete
der britische Schriftsteller
Christopher Isherwood in
Berlin, wo er sich ungehemmt
ins wilde Nachtleben stürzte,
aber auch als wacher politischer
Beobachter den Weg der Nazis
an die Macht verfolgte. In
Deutschlands pulsierender Metropole
traf er die Menschen, die
sich in legendäre Bühnen- und
Filmfiguren verwandeln sollten.
1951 machte in den USA der
Drehbuchautor John Van Druten
aus Isherwoods Werken „Mr.
Norris steigt um“ (1935) und
„Leb wohl, Berlin“ (1939) das
Theaterstück „Ich bin eine Kamera“.
Das Drama lief erfolgreich
am Broadway; und besonders
eine Rolle begeisterte das
Publikum: die quecksilbrige
Nachtclub-Sängerin Sally Bowles,
dargestellt von Julie Harris.
Mit ihr kam 1955 auch eine britische
Verfilmung von „Ich bin
eine Kamera“ heraus. In den
1960er Jahren nahm sich der legendäre
amerikanische Broadway-Produzent
und -Regisseur
Harold Prince des Stoffes an und
fand schließlich sein Dream-
Team für eine Musical-Version
unter dem Titel „Cabaret“: den
Autor Joe Masteroff, den Songtexter
Fred Ebb und den Komponisten
John Kander. Sie ließen
sich vom Geist und der Musik
der Weimarer Republik inspirieren
und schufen so ein Werk, das
unter anderem Kurt Weill viel
verdankt.
Weills Witwe Lotte Lenya
stand 1966 bei der Uraufführung
in New York als Fräulein Schneider
auf der Bühne. Den charismatischen
Conférencier spielte
Joel Grey. Die neuartige Verbindung
von ernster politischer
Thematik und Entertainment,
das sich selbst reflektiert, machte
„Cabaret“ zu einem Meilenstein
des Musical-Genres. Seither
reizt die Welt des „Kit Kat
Club“ immer wieder große Stars
zu neuen Interpretationen, die
am New Yorker Broadway oder
im Londoner West End Triumphe
feiern. Einen entscheidenden
Beitrag zur Popularität von
„Cabaret“ leistete die 1972 erschienene,
in den Münchner Bavaria-Studios
gedrehte Filmversion
des genialen Choreografen
und Regisseurs Bob Fosse. Sie
unterscheidet sich, was Handlung
und Songauswahl betrifft,
teilweise stark von der Bühnenversion
und wurde mit acht Oscars
ausgezeichnet, etwa für Joel
Grey als Conférencier und Liza
Minnelli als Sally. Georg Büttel
FOTO: DPA/HOFFMANN UND CAMPE VERLAG
10
RESSORT
Eine Liebe, die Provokationen und Drohungen zwischen zwei rivalisierenden Straßengangs der 1950er-Jahre erzeugt: Maria (gespielt von
Katia Bischoff) und Tony (Julian Culemann) inmitten eines eskalierten Streits.
Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Liebe und Lebensfreude in
Trümmer-Kulisse
Musical Leonard Bernsteins Meisterwerk
„West Side Story“ kehrt ab 14. August
zurück auf die Stufen vor St. Michael.
Dramatische Tänze und
eine atemberaubende
Kulisse, die New Yorks
Wahrzeichen auf die
Große Treppe bringt,
zeichnen das Stück aus.
Die Idee, William Shakespeares
„Romeo und Julia“
nach New York zu
verlegen und den Konflikt
in einen Bandenkrieg zwischen
eingewanderten Puerto-
Ricanern und selbsternannten
Amerikanern zu verwandeln,
war sicherlich ein Geniestreich.
Ebenso wichtig war die Entscheidung,
die Geschichte als
Musical zu erzählen. In Theatern
und Opernhäusern auf der ganzen
Welt gehört Leonard Bernsteins
„West Side Story“ zum festen
Repertoire. Zweimal verfilmte
Hollywood den Stoff für die
große Leinwand.
Im vergangenen Jahr haben
die Freilichtspiele Schwäbisch
Hall mit diesem Musical-Klassiker
ihre Jubiläumsspielzeit 100
Jahre Freilichtspiele eröffnet. Intendant
Christian Doll erntete
als Regisseur gemeinsam mit seinem
ganzen Team begeisterten
Applaus. Das Stück wurde zum
Publikumsrenner der Spielzeit:
Fast jede der 21 Vorstellungen im
Sommer 2025 war komplett ausverkauft,
31.750 Menschen besuchten
die Aufführungen.
„Die große Begeisterung dafür
hat uns natürlich alles dafür
geben lassen, uns Rechte und Ensemble
für die kommende Spielzeit
zu sichern“, sagte Intendant
Doll – und hatte Erfolg: So kehrt
das Erfolgsmusical ab 14. August
für elf Aufführungen noch einmal
auf die Große Treppe vor St.
Michael zurück.
Dann wird die riesige Freiheitsstatue
auf den Stufen vor St.
Michael wieder in Trümmern liegen:
Fackel und Zackenkrone liegen
da wie archäologische Fundstücke.
Ein Hoffnungszeichen ist
zerbrochen. Bühnenbildner Fabian
Lüdicke setzt damit ein starkes
Bild auf die Treppe. Und in
dieser beeindruckenden Kulisse
kämpfen zwei Gangs im New
York der 1950er-Jahre um die Vorherrschaft
– die Sharks der puerto-ricanischen
Einwanderer und
die Jets der „echten“ Amerikaner,
die aber auch alle einen Migrationshintergrund
haben. Rassismus,
Vorurteile und Gewalt prä-
GROSSE TREPPE 11
gen ihren Alltag, eine Verständigung
zwischen den Gruppen ist
undenkbar.
Aber Tony, einst Anführer der
Jets, und Maria, deren Bruder
Bernardo die Sharks anführt,
verlieben sich, ungeachtet der
Herkunft. Und diese Liebe erzeugt
Provokationen und Drohungen.
Während bei Shakespeares
„Romeo und Julia“ auch
viel Schicksal im Spiel ist, treiben
in der „West Side Story“
blinder Hass und eskalierende
Gewalt das Geschehen voran.
Der Konflikt eskaliert mit einem
Toten auf jeder Seite: Bernardo
tötet Tonys Freund Riff und wird
von Tony erstochen. Zuletzt
kann Maria nicht verhindern,
dass auch ihre große Liebe getötet
wird.
Explosive Tanzstile
Bernsteins Welterfolg ist musikalisch
vielschichtig und mitreißend.
„Tonight“, „Maria“ und
„Somewhere“ gehören zu den
Legenden des amerikanischen
Musiktheaters, mit Tanznummern
von dramatischer Eindringlichkeit.
Der explosive
Tanz, geprägt vom klassischen
Ballett, dient ebenso als narratives
Element wie die Musik. Jazz-
Melodien, insbesondere Bebop-
Motive, begleiten die Jets. Für
die Sharks integriert Bernstein
lateinamerikanische Tanzrhythmen:
Mambo und Cha-Cha-Cha
der Ballszene, in der beide Gangs
aufeinandertreffen, sind vom kubanischen
Tanz inspiriert. Das
Lied „America“ wird im mexikanischen
Huapango-Rhythmus
gespielt. Immer wieder schlagen
Variationen der „Maria“-Melodie
Brücken zwischen den Musikstilen.
Der Kritiker Kenneth
Tynan, der die „West Side Story“
1958 am Broadway gesehen
hatte, schrieb damals: „Bernsteins
Partitur ist so geschmeidig
und so wild wie eine Kobra:
sie klingt, als hätten Puccini und
Strawinsky gemeinsam eine
Achterbahnfahrt in die Bezirke
des Modern Jazz unternommen.“
In Schwäbisch Hall bringt ein
internationales 28-köpfiges Ensemble
das Musical auf die Bühne.
Was das Publikum bereits im
vergangenen Jahr besonders beeindruckte:
wie das fingerschnalzende
Ensemble in der
Choreografie von Kati Farkas auf
der steilen Treppe tanzte. Auch
in den Trümmern der Freiheitsstatue
ist Raum für überschäumende
Lebensfreude.
Dazu wird der Musikalische
Leiter Heiko Lippmann gemeinsam
mit einem 20-köpfigen Orchester
in einem 2025 neu errichteten
Pavillon live für den
passenden Sound sorgen: rhythmisch
antreibend, groovend, mit
klaren Bläser-Akzenten, aber
auch mit Streicherschmelz.
In der Rolle des Tony ist erneut
Julian Culemann zu sehen,
der schon als Dirigent Daniel
Daréus in „Wie im Himmel“ das
Publikum beeindruckt hat. Und
Katia Bischoff ist mit ihrer leuchtend
hellen Stimme wieder als
die von Tony angebetete Maria
zu erleben.
Bettina Lober
„West Side Story“
Musical Musikalische Leitung:
Heiko Lippmann. Regie: Christian
Doll. Bühne: Fabian Lüdicke.
Kostüme: Kati Kolb. Choreographie:
Kati Farkas
Es spielen: Julian Culemann,
Katia Bischoff, Simon Staiger,
Nils Klitsch, Alexander Sasanowitsch,
Robert Stump, Johannes
Summer, Tobias Blinzler,
Tayler Davis, Carina Fitzi,
Sarah Steinemer, Veronika
Enders, Josefine Rau, Kara
Kemeny, Mark Biocca, Felipe
Ramos, Ivan Delgado del Rio,
Giuseppe Brancato, David Valls,
Pierpaolo Scida, Meltem Ürküt,
Salomé Ortiz, Judith Urban,
Marlou Düster, Nicoletta Luna
De las Casas, Andrea Matthias
Pagani, Claudius Freyer, Johannes
Schön
Wiederaufnahme-Premiere:
14. August 2026
Vorstellungen: 15., 16., 18., 19.,
21., 22., 23., 25., 26. und 27. August,
jeweils 20.30 Uhr
„West Side Story“
Musical nach einer Idee von JEROME ROBBINS
Buch von ARTHUR LAURENTS
Musik von LEONARD BERNSTEIN
Gesangstexte von STEPHEN SONDHEIM
Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser und Nico Rabendal
Die Uraufführung wurde inszeniert und choreografiert von
JEROME ROBBINS
Original-Broadwayproduktion von Robert E. Griffith und
Harold S. Prince in Übereinkunft mit Roger L. Stevens
Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit
MUSIC THEATER INTERNATIONS (www.mtishows.co.uk) durch die
MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden.
12
GROSSE TREPPE
Bunte Show um
existenzielle Fragen
Schauspiel Mit Hugo von Hofmannsthal hat vor 101 Jahren alles
angefangen. Der Jubiläums-„Jedermann“ von 2025 kommt ab
2. September noch einmal auf die Theaterstufen.
Ohne den „Jedermann“
auf der Großen Treppe
vor St. Michael wären
die Freilichtspiele
Schwäbisch Hall überhaupt
nicht denkbar – haben sie doch
dereinst 1925 als „Jedermann-
Festspiele“ ihre Tradition begründet.
Zwar haftet dem altertümlichen
„Spiel vom Sterben
des reichen Mannes“ von Hugo
von Hofmannsthal eine Portion
Behäbigkeit und Belehrsamkeit
an – Mittelalter, Moral und Knittelverse.
Aber darin liegt auch
ein Reiz – nämlich das vor 115
Jahren uraufgeführte Stück
gründlich abzustauben, es von
seinem ehernen Sockel zu holen
und ins Hier und Heute zu setzten.
Genau das haben die Festspiele
in ihrer Jubiläumssaison 2025
getan: Unter der Regie von Philipp
Moschitz ist das weihevolle
Mysterienspiel kräftig gegen
den Strich gebürstet worden.
„Tradition gerne, aber bitte zeitgemäß
und mit Schmackes“, lautet
die Devise. Dabei ist dem
Team ein buntes Spektakel mit
frechen Songs, aber auch nachdenklichen
Momenten gelungen,
das im zurückliegenden Sommer
mehr als 11.000 Menschen gesehen
haben. Fast 200 Mitwirkende
hängen sich für dieses besondere
Musical mit vielen Bedeutungsschichen
mächtig ins Zeug.
Tradition
gerne, aber
bitte zeitgemäß
und mit
Schmackes.
Und so werden ab 2. September
erneut Schauspieler, Festspielchor
und der Große Siedershof
mit Spielmannszug und
Schützen auf den Haller Marktplatz
einziehen, um das „Spiel
vom Sterben des reichen Man-
Den „Jedermann“ ins Hier und Heute geholt: Unter der Regie
von Philipp Moschitz wird das weihevolle Mysterienspiel vor
St. Michael erneut kräftig gegen den Strich gebürstet.
„Jedermann“
Das Spiel vom Sterben des reichen
Mannes. Schauspiel von
Hugo von Hofmannsthal. Regie:
Philipp Moschitz. Musikalische
Leitung: Heiko Lippmann.
Bühne: Cornelia Brey. Kostüme:
Josef Grill junior. Chorleitung:
Birgit Busse. Choreographie:
Sven Niemeyer.
Es spielen: Philipp Moschitz,
Dirk Weiler, Franziska Schuster,
Uta-Maria Schütze, Barbara
Raunegger, Franziska Becker,
Johannes Schön, Maaike
Schuurmans, Matthias Zeeb,
Birgit Busse, Coul Sarademe,
Festspielchor der Freilichtspiele,
Großer Siedershof
Schwäbisch Hall
Wiederaufnahme-Premiere:
2. September
Vorstellungen:
3., 4., 5., 6. September, jeweils
um 20.30 Uhr. Jeweils 30 Minuten
vor Vorstellungsbeginn wird
eine Einführung zum Werk im
Haller Rathaus angeboten.
GROSSE TREPPE 13
Tobias Licht kann diesmal die Hauptrolle in dem bunten Spektakel
nicht übernehmen. Stattdessen schlüpft kurzerhand Regisseur
Philipp Moschitz in die Titelrolle. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
nes“ zu beginnen. Der Tod, gespielt
von Dirk Weiler als freundlicher
Sensenmann in weißer
Arbeitskleidung, der sogar steppen
kann, ist da schon mitten unter
ihnen: „Ich scheu keinen
Mann, tret jeglichen an und verschone
keinen.“ Das bekommt
auch der wohlhabende Jedermann
zu spüren – ein stinkreicher
Zeitgenosse, der mit Immobilien
handelt, ins Fitnessstudio
geht und Sportwagen fährt. Doch
dann muss der smarte Lebemann
die bittere Erfahrung machen,
dass ihm auf seinem letzten
Gang niemand beistehen will. Da
geht es plötzlich um die ganz
großen Fragen des Lebens. Wie
Schiedsrichter beim Tennis-
Match wachen der Teufel und
der Glaube über den Punktestand,
den Jedermann mit wachsender
Verzweiflung zu seinen
Gunsten beeinflussen will.
Regisseur schlüpft in Titelrolle
Tobias Licht, bekannt aus zahlreichen
TV-Formaten, hat 2025
die Titelfigur verkörpert. Doch
in diesem Sommer ergeben sich
für den gefragten Darsteller Terminüberschneidungen:
Er kann
nicht nach Hall kommen. Dafür
wird Regisseur Philipp Moschitz
kurzerhand selbst die Titelrolle
in seiner Inszenierung übernehmen.
Der 41-Jährige, als Schauspieler
an der Theaterakademie
August Everding ausgebildet, ist
ein versiertes Bühnen-Multitalent,
der zuletzt als Frank ‚n‘
Furter in der „Rocky Horror Picture
Show“ am Tiroler Landestheater
Innsbruck zu sehen war.
Das traditionelle Mysterienspiel
bekommt bei den Freilichtspielen
Schwäbisch Hall eine
kräftige Frischzellenkur verpasst.
Bühnenbildnerin Cornelia
Brey stattet die Treppe mit Symbolen
rund um die Vergänglichkeit
aus. Mit zahlreichen Songs,
unterschiedlichen Musikrichtungen
und dem vielseitigen Percussionisten
Coul Sarademe entsteht
quasi eine existenzielle
Show – ein zeitloses Spektakel
mit Anspruch und hohem Unterhaltungswert.
Bettina Lober
Hugo von Hofmannthal,
Schöpfer des Mysterienspiels
„Jedermann“
Der österreichische Schriftsteller, Dramatiker,
Lyriker und Librettist war Mitbegründer
der Salzburger Festspiele.
Hugo von Hofmannsthal hatte
böhmische, jüdische und lombardische
Vorfahren. Geboren wurde
er am 1. Februar 1874 in Wien. Er
war ein Einzelkind. Das Jurastudium
in seiner Heimatstadt begann
er nur widerwillig. Nach freiwilligem
Militärdienst und einer Venedig-Reise
studierte er Französische Philologie.
Im Jahr 1901 heiratete er Gertrud (Gerty)
Schlesinger, mit der er bis zu seinem Tod im Fuchsschlössl
in Rodaun bei Wien lebte. Dort kamen auch
die drei Kinder Christiane, Franz und Raimund zur Welt.
Sein Mysterienspiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben
des reichen Mannes“ wurde am 1. Dezember 1911
im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max
Reinhardt uraufgeführt. Das Stück ist seit 1920 das
Markenzeichen der Salzburger Festspiele. 1925 wurde
es erstmals auch in Schwäbisch Hall aufgeführt. Hugo
von Hofmannsthals Sohn Franz erschoss sich im Juli
1929 im Alter von 26 Jahren. Zwei Tage später starb der
Vater an einem Schlaganfall. Hugo von Hofmannsthal
wurde auf dem Kalksburger Friedhof in Wien in der
Kutte eines Franziskanermönchs beerdigt – so soll es
sein Wunsch gewesen sein.
blo
14
NEUES GLOBE
Dominik Dittrich und Benjamin
Leibbrand (im Hintergrund)
liefern Live-Musik dazu.
Fotos: Freilichtspiele Hall/
Ufuk Arslan
des Jane-Austen-Romans, die
man sich vorstellen kann“, sagt
Regisseurin Julia Friede.
Die Dienstmädchen legen Arbeitshandschuhe,
Feudel und Eimer
ab und spielen und singen
im rasanten Rollenwechsel Mütter,
Töchter, geeignete und ungeeignete
Heiratskandidaten,
Soldaten, Tanten und Cousinen.
Jane Austens berühmten Roman
von 1813 verwandeln sie in eine
ironische Show voller Popsongs
und pointierter Gesellschaftskritik.
Und: Sie können die vielen
männlichen Heiratskandidaten
sicher treffender porträtieren als
Männer das je könnten.
„Ich habe das große Glück, für
diese Produktion mit fünf Spielerinnen
zusammenarbeiten zu
Große Jane-Austen-
Party im Globe
Komödie In „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ übernehmen die
Dienstmädchen im Hause Bennet das Ruder – und lassen die
Romanfiguren tanzen und singen.
viel aufregender, wilder und
schlicht unterhaltsamer als das,
was so an der Oberfläche zu sehen
ist. Genau diese Philosophie
verfolgt das Theaterstück.
In Jane Austens vielfach verfilmten
und adaptierten Literaturklassiker
sollen die fünf
Töchter der Familie Bennet erfolgreich
verheiratet werden –
wobei die Ehepartner, streng individuell
abgewogen, einer idealen
Mischung aus tief empfun-
Wild, schnell, lustig,
romantisch, traurig,
leicht hitzig, verspielt
– so stellt sich
Regisseurin Julia Friede ihre Inszenierung
vor. Die erste Neuinszenierung
des Sommerspielplans
der Freilichtspiele hat am
31. Juli Premiere. Dann wird
„Stolz und Vorurteil* (*oder
so)“, eine Komödie mit viel Musik
von Isobel McArthur, nach
Motiven des weltberühmten Liebesromans
von Jane Austen, dener
erstmals im Neuen Globe zu sehen
sein – mit weiteren 19 Vorstellungen
im August. Manchmal
ist die Welt hinter den Kulissen
Herzensliebe,
ökonomischer Sicherheit und
höherer Standeszugehörigkeit
genügen sollen. Jane wird den
reichen attraktiven Junggesellen
Mr. Bingley, Elizabeth den noch
reicheren Fitzwilliam Darcy und
Lydia den betrügerischen
George Wickham heiraten.
Erzählt, gespielt und mit musikalischen
Einlagen versehen
wird diese preisgekrönte Neufassung
von Isobel McArthur
aber von denjenigen, die im Roman
nur am äußersten Rande Erwähnung
finden: fünf Dienstbotinnen.
Mit viel Geschick und
trotz zahlreicher Verwirrungen
versuchen sie, die Fäden so weiterzuspinnen,
dass es zu einem
Happy End kommt. „Manchmal
habe ich das Gefühl, die Dienstmädchen
sind die größten Fans
Ich weiß
einfach, wie
es sich anfühlt, da
auf der Bühne zu
stehen.
Julia Friede
Regisseurin
dürfen, die sich ganz wunderbar
verstehen und vor Spielfreude
nur so strotzen“, so die Regisseurin.
„Ich hatte zu Beginn für
diese Produktion die Parole ‚All
in‘ gegeben und die Spielerinnen
damit dazu eingeladen, alles zu
zeigen, was sie haben, ganz ohne
Verstecken und Zurückhalten.
Und tatsächlich erlebe ich ein
Ensemble, das sich voll darauf
einlässt und sich gegenseitig
sehr unterstützt.“
Zum Ensemble gehören Emily
Mrosek, die wie schon im Vorjahr
als Julia in „Romeo und Julia“
im Neuen Globe zu sehen
sein wird, sowie Silke Buchholz,
die 2017 in „Don Camillo und
Peppone“ und „Die Wahlverwandtschaften“
ihr Freilichtspiele-Debüt
gab. Mit Lena Maria
Eikenbusch, Camille Dombrowsky
und Anna Seeberger
sind gleich drei Schauspielerinnen
zum ersten Mal in Hall zu
erleben. Mit auf der Bühne werden
auch die bei den Freilichtspielen
wohlbekannten Musiker
NEUES GLOBE 15
Jane Austen (1775 - 1817)
Jane Austen ist eine der wichtigsten
englischen Schriftstellerinnen. Ihre
Romane sind: „Verstand und Gefühl“
(1811 erschienen), „Stolz und
Vorurteil“ (1813), „Mansfield
Park“ (1814) und „Emma“ (1816).
„Anne Elliot“ und „Die Abtei von
Northanger“ erschienen postum
1818. Sie gilt als Wegbereiterin des
modernen Romans, die mit scharfem
Witz, sprudelnder Ironie und psychologischer
Tiefe die Gesellschaft auf
dem Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschreibt.
Obwohl ihre Geschichten oft als reine
Liebesromane wahrgenommen werden, thematisieren
sie tiefgründig die wirtschaftliche
Abhängigkeit von Frauen sowie Standes- und
Klassenunterschiede. Vor allem „Stolz und Vorurteil“
und „Mansfield Park“ erscheinen bis
heute in hohen Auflagen und wurden oftmals
verfilmt. Besonders sehenswert ist „Stolz und
Vorurteil“ von 2005 mit Keira Knightley. fb
Emily Mrosek, Lena Maria Eikenbusch,
Camille Dombrowsky, Silke Buchholz und
Anna Seeberger spielen und singen sich im
rasanten Rollenwechsel durch das Stück.
Wild, turbulent und pointiert
gesellschaftskritisch wird es in
„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
Dominik Dittrich und Benjamin
Leibbrand sein, die mit einer
Musikmischung zwischen Hitparade,
Disco und Power-Balladen
für eine passende Atmosphäre
sorgen werden.
Für Julia Friede, die zurzeit eigentlich
als Schauspielerin am
Oldenburgischen Staatstheater
engagiert ist, ist „Stolz und Vorurteil*
(*oder so)“ erst die dritte
Inszenierung als Regisseurin,
Ihr erfolgreiches Regiedebüt
hatte sie vor zwei Jahren in
Schwäbisch Hall mit dem Kinder-
und Familienstück „Eselhundkatzehahn“.
„Ich merke immer
wieder, wie sehr mir meine
Erfahrung als Schauspielerin
auch in meiner Arbeit als Regisseurin
behilflich ist: Ich weiß
einfach, wie es sich anfühlt, da
auf der Bühne zu stehen“, beschreibt
sie. „Vor allem gibt es
mir aber ein unheimliches Vertrauen
in die Schauspielerinnen.
Und so bin ich mir sicher, dass
wir bald die Premiere einer wunderbar
wilden und turbulenten
Jane-Austen-Party hier in Hall
zeigen können.“
Florian Götz/Franz Burkhard
„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“
Komödie von Isobel McArthur
nach Jane Austen. Regie: Julia
Friede. Bühne und Kostüme:
Martin Dolnik. Musikalische
Leitung: Dominik Dittrich
Es spielen: Emily Mrosek,
Lena Maria Eikenbusch, Camille
Dombrowsky, Silke Buchholz,
Anna Seeberger
Live-Musik:
Dominik Dittrich,
Benjamin Leibbrand
Premiere: 31. Juli, 20.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
1., 2., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12., 13.,
14., 15., 16., 18., 19., 21. und 22.
August, jeweils um 20 Uhr
16
NEUES GLOBE
Große Gefühle
mit verheerenden Folgen
Tragödie William Shakespeares berühmtes
Liebesdrama „Romeo und Julia“ kommt ab
25. Juni erneut in reizvoller Schwarz-Weiß-
Optik auf die Globe-Bühne.
Todunglücklich, aber
weltberühmt: Romeo
und Julia. Mehr als 5600
Menschen haben den
beiden Teenagern bereits im vergangenen
Jahr im Neuen Globe
dabei zugeschaut, wie sie schlimme
Liebesqualen erleiden. Und
ab 25. Juni gibt es erneut Gelegenheit
dazu. Aber Shakespeares
berühmtes Stück ist nicht nur
eine Tragödie über eine unerfüllte
Liebe und unbändiges Verlangen,
sondern auch ein Stück über
die Macht des Hasses.
Schon seit Generationen sind
sich die Familien Capulet und
Montagu im italienischen Verona
spinnefeind. Romeo ist der
Sohn der Montagus, Julia die
Tochter der Capulets. Und ausgerechnet
diese beiden muss
Amors Pfeil erwischen: Beim
Maskenball der Capulets verliebt
sich Romeo in die jüngste
Tochter des Hauses – es ist die
ganz ganz große Liebe. Julias
Amme und Romeos Beichtvater,
Pater Lorenzo, ermöglichen bei
einem heimlichen Treffen sogar
eine Vermählung – vielleicht
könnten so auch die verfeindeten
Familien wieder versöhnt
werden. Doch der Stachel des
Hasses sitzt zu tief. Dennoch
können Julia und Romeo nicht
voneinander lassen, was sie zu
einem riskanten Plan verleitet.
Und der geht wegen etlicher
Widrigkeiten gehörig schief.
Zwei junge Menschen scheitern
an der Gewalt und an starren
Systemen. Erst am Grab der Kinder
können die verfeindeten Eltern
Frieden schließen.
Vorbilder der Geschichte gibt
es bereits in der römischen und
griechischen Mythologie sowie
in vielen Novellen. Doch erst
Shakespeares „Romeo und Julia“
– 1595 in London uraufgeführt –
machte das Schicksal zum Welterfolg.
Viele Künstler griffen das
Thema auf, es entstanden Verto-
Das weltberühmte
und herzergreifende
Liebesdrama
„Romeo und Julia“
von William
Shakespeare ist in
diesem Jahr erneut
im Globe-Theater
zu sehen.
RESSORT 17
Der Maskenball im Hause Capulet, bei dem sich Romeo und Julia
begegnen (Bild oben). Romeo und sein Freund und Cousin Benvolio
(Bild rechts).
Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
nungen, literarische Adaptionen
und Verfilmungen. Wie immer
bei Shakespeare (1564 – 1616) liegen
tiefgründiger Witz und düstere
Tragik eng beieinander und
zeigen so die komplexen Facetten
des menschlichen Lebens.
Im Haller Globe-Theater setzt
Regisseurin Silvia Armbruster,
die seit 2015 künstlerische Leiterin
des Theaters in Kempten ist,
auf eine musikalische, körperbetonte
Sprechtheaterversion des
Stücks. Rechts die Welt der Capulet,
ganz in Weiß, links die
Welt der Montagu, ganz in
Schwarz – Bühne und Kostüme,
die Michael S. Kraus entworfen
hat, markieren die strikte Trennung.
Dazwischen wird leidenschaftlich
gestritten, gekämpft,
geliebt und gelebt. Im Neuen
Globe schwingt eine kräftige Prise
James-Dean-Romantik mit.
Was im Original 32 Personen
und einen Chor benötigt, wird
in Schwäbisch Hall von acht
Schauspielenden gestemmt. In
den Titelrollen sind erneut Florian
Peters und Emily Mrosek zu
erleben. Musikalisch wird die Inszenierung
vom Gitarristen Toni
Eberle getragen. Seine auf der
Bühne live gespielten Stücke fügen
sich behutsam in das Geschehen
ein: Sie verstärken das
Gefühl des Unausweichlichen,
schlagen Brücken in die Gegenwart
und lassen die Szenen oft
filmisch wirken. Bettina Lober
„Romeo und Julia“
Tragödie von William Shakespeare.
Regie: Silvia Armbruster.
Bühne und Kostüme: Michael S.
Kraus. Komposition und Arrangements:
Toni Eberle.
Es spielen: Antonia Welke,
Alexander Sichel, Florian
Peters, Gunter Heun, Emily
Mrosek, Nils Klitsch, Michael
Del Coco, Toni Eberle
Wiederaufnahme-Premiere:
25. Juni 2026
Weitere Vorstellungen:
26., 27., 28., 30. Juni, 1., 2., 3. und
4. Juli, jeweils um 20 Uhr
Bruder Lorenzo (Michael Del Coco) traut Julia (Emily Mrosek)
und Romeo (Florian Peters).
Michael Del Coco (links) übernimmt die Titelrolle des gewitzten Katers. In seinen roten Stiefeln steht er der Müllerstochter zur Seite. Hier
ist Katharina Kessler als Müllerstochter zu sehen. Im Juli schlüpft Lena Maria Eikenbusch in diese Rolle. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Pfiffiger Kater macht Mut
Familientheater Im Neuen Globe erzählen
die Freilichtspiele Schwäbisch Hall ein
Märchen über Charme, Scharfsinn und
exzellentes Schuhwerk.
Nur ein Kater? Mehr
nicht? Ach, was kann
die Müllerstochter
bloß mit dem Kater anfangen,
den sie geerbt hat? Die
Freilichtspiele Hall bringen in
diesem Jahr das Kinder- und Familienstück
„Der gestiefelte Kater“
auf die Bühne. „Damit setzen
wir unsere Reihe mit Märchen-Neubearbeitungen
fort“,
sagt Intendant Christian Doll.
In der klassischen Fassung
des Märchens bei den Brüdern
Grimm erbt der jüngste Sohn eines
Müllers einen Kater. Im Haller
Globe-Theater ist das nun ein
bisschen anders: In der Neufassung
von Anne Spaeter, die auch
Regie führt und das Stück auch
schon vor 13 Jahren bei den Gandersheimer
Domfestspielen
zeigte, wo Doll damals Intendant
war, ist das jüngste Kind des
Müllers nämlich eine Tochter,
die nach dem Tod des Vaters nur
einen Kater erbt. Ihre Brüder erben
mehr und viel mehr, nämlich
einen Esel der eine und die
ganze Mühle der andere.
Vom Kater hat sie nichts,
denkt sich die Müllerstochter.
Aus seinem Fell kann sie sich
höchstens ein Paar Pelzhandschuhe
machen lassen. Aber da
hat sie den Kater vollkommen
unterschätzt. Denn der kann
sprechen und erweist sich obendrein
als überaus klug und gewitzt.
Und er weiß, dass zu einem
erfolgreichen Auftreten in
der Welt vor allem gute Stiefel
gehören. Mit gutem Schuhwerk
an den Hinterpfoten lässt sich alles
erreichen.
Hungrig nach Rebhühnern
Zudem regiert ein König im
Land, der eine kluge Tochter und
einen Heißhunger auf Rebhühner,
aber keine geschickten Jäger
an seinem Hofe hat. Die hat
ein machthungriger Zauberer
mit großen Ländereien und einem
gewaltigen Schloss nämlich
in Tiere verwandelt. Nun ist der
Kater aber ein geschickter Rebhuhnfänger
und überbringt diese
im Namen seiner Gräfin Carabas
– das ist aber lediglich die
FAMILIENTHEATER 19
Müllerstochter – dem hungrigen
König. Nach einem Bad im Fluss
versorgt der Kater die Müllerstochter
mit anständigen Kleidern
und erledigt den bösen
Zauberer, der bei aller Zauberkunst
nicht bedenkt, wie gerne
Katzen Mäuse fressen.
Zum guten Ende hat der Kater
die verzauberten Jäger befreit
und die Müllerstochter alias
Gräfin mit Zauberschloss und
Ländereien ausgestattet. Ihm
und der Müllerstochter steht
nun eine glückliche, auskömmliche
Zukunft bevor. Der Kater
aber wird zeitlebens seine Stiefel
tragen und erster Minister im
Staate sein.
Damit setzen
wir unsere
Reihe mit Märchen-
Neubearbeitungen
fort.
Christian Doll
Intendant der Freilichtspiele Hall
Die witzige Neufassung des
Grimmschen Märchens wird
wiederum, wie schon bei „ESEL-
HUNDKATZEHAHN“ vor zwei
Jahren, mit viel Musik und zahlreichen
Songs von und mit Dominik
Dittrich präsentiert. Mit
von der Partie ist auch Benjamin
Leibbrand. Beide sind mit ihrer
Band Tante Polly seit Jahren den
Freilichtspielen Schwäbisch Hall
eng verbunden und in der Stadt
bekannt. In die Rolle des cleveren
Katers schlüpft Michael Del
Coco, der seit 2020 noch keinen
Freilichtspiele-Sommer in
Schwäbisch Hall verpasst hat.
Und zuweilen kommt er auch im
Winter nach Hall – so zum Beispiel,
als er im Februar sein Solo
„Die Wanze“, eine Detektivgeschichte
für Kinder, im Globe gezeigt
hat. Michael Del Coco ist
übrigens im hessischen Hanau
aufgewachsen – der Heimatstadt
der Brüder Grimm.
Das Volksmärchen „Der gestiefelte
Kater“ hat seinen Ursprung
in der italienischen und
französischen Literatur des 17.
Jahrhunderts. Es wurde von
Charles Perrault 1679 aufgeschrieben
und erst später von
Wilhelm und Jacob Grimm in
ihre Sammlung der „Kinder- und
Hausmärchen“ aufgenommen.
Laut seiner Notiz hatte Wilhelm
Grimm das Märchen von Jeanette
Hassenpflug gehört, die einer
französischsprachigen Hugenottenfamilie
entstammte.
Freund in schweren Zeiten
Das Märchen zeigt, dass ein guter
Freund oder Weggefährte
sehr vieles lebenswerter machen
kann. Scheint eine Situation
noch so aussichtslos zu sein, mit
einem Freund an der Seite sowie
Mut und Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten, lassen sich Sorgen
und Zweifel aus der Welt
schaffen und schwierige Lebenslagen
meistern. Die Müllerstochter
hat diesen Freund im Kater
gefunden.
Franz Burkhard/Bettina Lober
„Der gestiefelte Kater“
Kinder- und Familienstück
(ab 6 Jahren), Neufassung des
Märchens der Gebrüder Grimm.
Regie: Anne Spaeter
Bühne: Anne Brüssel
Kostüme: Katharina Schweizer
Musik: Dominik Dittrich
Es spielen: Lena Maria Eikenbusch,
Michael Del Coco, Emily
Mrosek, Dominik Dittrich,
Benjamin Leibbrand
Premiere:
17. Mai, 15.15. Uhr. Neues Globe
Vorstellungen: 8., 9., 10., 14.,
15., 16., 17., 20., 21., 22., 23.,
24. Juli, jeweils um 10 Uhr;
Familienvorstellungen am 11.,
12., 18., 25., 26. Juli, jeweils um
15.15 Uhr.
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten,
keine Pause
Dirk Weller spielt das Solo-Stück „All das
Schöne“ im Neuen Globe.
Foto: Freilichtspiele Hall//Ufuk Arslan
20
NEUES GLOBE
Zwischen
Lachen
und Weinen
Monolog Dirk Weiler bringt sein umjubeltes
Solo „All das Schöne“ ab 23. August erneut
im Neuen Globe auf die Bühne.
Bewegend: Die beiden Autoren Duncan Macmillan und Jonny
Donahoe haben einen lebensbejahenden Monolog geschrieben.
Foto: Archiv/Theo Wargo/afp
Eiscreme, Wasserschlachten,
länger aufbleiben als
sonst und fernsehen dürfen,
die Farbe Gelb, Dinge
mit Streifen … so beginnt seine
Liste mit all den schönen Dingen
auf der Welt. Er ist sieben
Jahre alt, als seine Mutter zum
ersten Mal versucht, sich das Leben
zu nehmen. Mit der Liste
will er ihr zeigen, dass das Leben
schön ist – auch wenn es
sich manchmal vielleicht nicht
so anfühlt. Was als kindlich-liebevoller
Versuch der Trauerbewältigung
beginnt, wird über die
Jahre zu einem großen Lebensprojekt
über das, was im Leben
wirklich zählt.
Dieses Stück ist ein Phänomen:
Bereits in der fünften Saison
ist bei den Freilichtspielen
Schwäbisch Hall dieses zugleich
witzige und äußerst nachdenkliche
Solo zu sehen: „All das
Schöne“ von Duncan Macmillan
und Jonny Donahoe. Dirk Weiler
spielt darin jenen Jungen,
dessen Mutter mehrere Suizidversuche
unternimmt. Er hofft,
mittels der Liste, seine unter Depressionen
leidende Mutter vor
dem Selbstmord zu bewahren.
Doch sie korrigiert in seiner Liste
zunächst einmal die Schreibfehler.
Als junger Erwachsener
verliebt der Junge sich. Er heiratet
und führt die Liste natürlich
unermüdlich weiter – er kann
gar nicht mehr aufhören.
Duncan Macmillan hat einen
lebensbejahenden Monolog über
ein todernstes Thema geschrieben.
Mit feinfühliger Empathie
und großem Ernst, aber auch mit
einer erstaunlichen Leichtigkeit
und verblüffend viel Humor erzählt
er von Depression. Das
Stück versucht nicht, sich an Erklärungen
für die Entstehung einer
Depression abzumühen, sondern
macht die vielen Fragezeichen
erlebbar, mit welchen Betroffene
und Angehörige einer
solchen Störung konfrontiert
sind.
Publikum spielt mit
In der bewegenden Inszenierung
von Regisseur Franz Burkhard
wird das Publikum auch Teil des
Geschehens. „Es ist ein sehr, sehr
klug geschriebenes Stück. Es ist
so gebaut, dass sich die Menschen
gar nicht entziehen können.
Die meisten haben ja Angst
vor dem Mitspielen. Aber ich erlebe
kaum, dass Menschen sich
da verweigern – das Sujet geht
uns alle an“, sagt Schauspieler
Dirk Weiler, der mit seinem Solo
in Hall immer mehr Menschen
erreicht.
In der Geschichte gibt es kein
Happy End, dennoch ist das
Stück komisch und gibt den Zuschauern
positive Gedanken mit
nach Hause. Dirk Weiler: „Das
Stück ist ein Juwel. Es ist klug,
heiter und liebevoll.“ blo
„All das Schöne“
Schauspiel von Duncan
Macmillan und Jonny Donahoe
Es spielen: Dirk Weiler
Regie: Franz Burkhard
Wiederaufnahme-Premiere:
23. August, 20 Uhr, Neues Globe
Vorstellungen: 25., 26. und
27. August, jeweils 20 Uhr
RUND UMS THEATER 21
Singen macht
glücklich
Gesang Zu den Freilichtspielen Schwäbisch
Hall gehört auch ein Festspielchor, der unter
anderem im Traditionsstück „Jedermann“
eindrucksvoll mitwirkt.
Wir wollen auch einen
Festspielchor etablieren“,
sagte Intendant
Christian Doll
2021 im Zeitungsinterview. Ein
Jahr später war es so weit: Im
Herbst 2022 wurde der Chor ins
Leben gerufen – und hatte gleich
eine wichtige Aufgabe: Im Sommer
2023 kam das Musical „Wie
im Himmel“ auf die Große Treppe
vor St. Michael. In dem nach
dem gleichnamigen schwedischen
Film entstandenen Bühnenstück
spielt der Chor nämlich
eine tragende Rolle.
Längst ist der Chor festes Mitglied
der Theaterfamilie der
Freilichtspiele. Im vergangenen
Jahr wirkten die mehr als 40
Amateurinnen und Amateure im
Jubiläums-„Jedermann“. Und natürlich
werden sie ab 2. September
bei der Wiederaufnahme der
Produktion erneut dabei sein.
Seit Dezember leitet die Pianistin
und Musikpädagogin Larissa
Sauter den Festspielchor.
Alle zwei Wochen treffen sich
die sangesfreudigen Bürgerinnen
und Bürger dienstags ab
19.30 Uhr zur Probe. „Ich habe
mich hier sehr schnell angenommen
gefühlt. Eigentlich ist der
Funke schon innerhalb einer
Stunde übergesprungen“, erzählt
sie voll Freude vom ersten Kennenlernen.
Jürgen Lochner aus Hall, der
seit Beginn beim Festivalchor
dabei ist, schwärmt vom gemeinsamen
Singen im Chor. Meist ist
er der Erste bei den Proben –
„ich genieße die Zeit, bevor es
losgeht, da kann ich den Alltag
erst einmal abstreifen“. Larissa
Sauter beginnt die Probe mit Lockerungs-
und Einsingübungen.
Alle sind konzentriert bei der Sache
und lassen satte Chorklänge
entstehen.
Ich habe
mich hier
sehr schnell
angenommen
gefühlt.
Larissa Sauter
Chorleiterin
In der Sommerspielzeit 2026
sind die Chormitglieder nicht
nur im „Jedermann“ gefragt, sondern
einige werden auch bei einer
Szene im Musical „Cabaret“
mitwirken. Zudem sei geplant,
dass der Chor auch mal in einem
Gottesdienst auftritt, berichtet
Larissa Sauter. Von diesem Festspielchor
gibt’s noch viel zu hören.
Bettina Lober
Der Festspielchor der Freilichtspiele ist auch mal bei Gottesdiensten
im Einsatz – wie 2023 in St. Michael (oben). Seinen
ersten großen Auftritt hatte der Chor in dem Stück „Wie im
Himmel“ auf der Großen Treppe.
Fotos: Freilichtspiele/ars
Chorleiterin Larissa Sauter (vorne rechts) beginnt die Probe mit
gemeinsamen Lockerungsübungen.
Foto: Bettina Lober
50 Theaterbegeisterte aus der Region stehen
in „Glückskind“ gemeinsam mit Theaterprofi
Christine Dorner auf der Bühne.
Fotos: Stefan Weigand
22
JUNGES THEATER
Umfangreiche Arbeit mit
Partnerschulen
So besuchen rund 200 Klassen
und Gruppen – vom Kindergarten
bis zur Abschlussklasse – in
diesem Jahr Vorstellungen der
Freilichtspiele, auf die sie zuvor
vom Theaterpädagogik-Team intensiv
und spielerisch vorbereitet
werden. Die Aktivitäten mit
den Schulen reichen dabei vom
45- oder 90-minütigen Aktiv-
Workshop über Selbstwertworkshops,
die einen kompletten Vormittag
dauern, bis hin zum einwöchigen
Theaterprojekt. Fast
alle Schulklassen (erste bis vierte)
wurden auf den Besuch von
„Der gestiefelte Kater“ von Michael
Szutta, gemeinsam mit Anna-Carina
Pilzecker und Emma
Simon, in ihren Schulen vorbereitet.
Viele Angebote in
Hall für Menschen
jeden Alters
Theaterpädagogik Projekte mit
Schulklassen und Inszenierungen machen
die Freilichtspiele vor allem für Schülerinnen
und Schüler erlebbar.
Die Abteilung Theaterpädagogik
floriert bei den
Freilichtspielen. Konnten
vor wenigen Jahren
aufgrund von Personalknappheit
nur einzelne Projekte durchgeführt
werden, ist das Angebot
der Festspiele für Kinder und Jugendliche,
aber auch Menschen
in Hall jeglichen Alters, inzwischen
so breit gefächert wie nie
zuvor.
Viele spielen und
singen mit
Dazu kommt eine beträchtliche
Zahl an Projekten, in denen Theaterbegeisterte
aus Schwäbisch
Hall mitunter zum ersten Mal
selbst auf der Bühne stehen: 50
Menschen zwischen 10 und 73
Jahren spielen beim Projekt
„Glückskind“ des Ensemble Plus
im Neuen Globe, rund 50 Personen
singen mit dem Festspielchor
auf der Großen Treppe in
der „Jedermann“-Inszenierung
sowie teilweise im Musical „Cabaret“.
Außerdem treffen die
Freilichtspiele und der Club Alpha
aufeinander – eine Auskopplung
des Ensemble Plus bringt
einen echten Zensur-Skandal
aus dem Jahre 1978 auf die Bühne
des Clubs, im Rahmen dessen
Jubiläum.
Nach der sehr erfolgreichen
Jugendensemble-Inszenierung
„Jugend ohne Gott“, in der die
Beteiligten auch sangen, tanzten
und ihr eigenes Graffiti-Bühnenbild
sprayen durften, können
sich Spielerinnen und Spieler
zwischen 14 und 19 Jahren wieder
für das Jugendensemble-Projekt
anmelden, das im Oktober
2026 startet. Auch für das kommende
Projekt des Ensemble
Plus, das im September startet,
ist die Anmeldung wieder offen.
Angebot nur möglich durch
finanzielle Unterstützung
„Wir erfahren große Begeisterung
von den Menschen hier für
unsere diversen Aktivitäten“, berichtet
die Leiterin der Theaterpädagogik
Jennifer Sittler und
ergänzt: „Man merkt, dass sie lieber
ins Theater gehen, wenn sie
schon mal direkt damit in Berührung
gekommen sind. Projekte
an unserem Theater, bei denen
die Beteiligten echte Theaterluft
schnuppern können, Projekte an
den Schulen, die sie in ihrem Alltag
überraschen, und – ganz
wichtig – kompetentes, kreatives,
menschlich zugängliches
Personal, das den Jugendlichen
JUNGES THEATER 23
Das Jugendensemble der Freilichtspiele zeigt
„Jugend ohne Gott“ in der Haalhalle.
Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
auf Augenhöhe begegnet und sie
ehrlich für alles begeistern kann,
wofür Theater steht, sind der
Schlüssel dafür. Auch ohne unsere
ehrenamtlichen Theaterscouts
könnten wir unser Angebot
nicht aufrechterhalten. Momentan
vernetzen wir uns außerdem
im Netzwerk kulturelle
Bildung, um Projekte ins Leben
zu rufen, die viele Arten, das gesellschaftliche
Leben zu erfahren
und mitzugestalten, miteinander
verbinden. Zwölf Haller
Kulturinstitutionen sind Teil
dieses Netzwerks. Außerdem
spielt natürlich Geld eine große
Rolle: Die Stadt Schwäbisch Hall
finanziert eine 50-Prozent-Stelle
und die Christian Bürkert Stiftung
ermöglicht unser YOUNG-
VIP-Ticket. Der Freundeskreis
der Freilichtspiele mit vielen engagierten
Mitgliedern fördert
die Arbeit mit jungen Menschen
ganz gezielt, aber auch die Soroptimistinnen
und der Lion‘s
Club unterstützen diese Arbeit.
In Zeiten der extrem starken
Budgetierung werden zivilgesellschaftliches
Engagement für
die Kultur und die Finanzierung
dieses Engagements immer
wichtiger.“
Das Team
Theaterpädagogik
Neben Leiterin Jennifer Sittler
und den ehrenamtlichen Theaterscouts
Michael
Szutta und Thomas
Höll besteht
das diesjährige
Team der Theaterpädagogik
aus
den Theaterschaffenden
AnnPhie
Fritz und Anke
Walter, Workshop-Co-Leiterin
Belinda Rühr und
FSJlerin Emma
Simon. Sittler,
Fritz und Walter
bereiten parallel
auch Projekte für
die Spielzeit
26/27 vor. Das
Bürgerprojekt
„Glückskind“ inszenierte
Martina
Maria Reichert.
Leiterin des Festspielchors ist
Larissa Sauter.
pm
„Das tapfere Schneiderlein“, gespielt von den fünften
Klassen der Gemeinschaftsschule Schenkensee,
finanziert von den Soroptimistinnen Schwäbisch Hall.
Foto: Jürgen Müller
24
FÖRDERVEREIN
Ministerpräsident und Schirmherr Winfried Kretschmann spricht beim Premierenempfang des
Fördervereins Gesellschaft der Freundinnen und Freunde und Förderer der Freilichtspiele Schwäbisch
Hall zum Auftakt der 100. Festspielsaison 2025 im Neuen Globe. Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Großes Herz für
die Festspiele
Förderverein Die Gesellschaft der Freundinnen und Freunde der
Freilichtspiele Schwäbisch Hall unterstützt das Theater und lädt
zum Mitmachen ein.
Die bunte Theaterfamilie
wächst und gedeiht: Im
Jahr 2007 gegründet,
zählt die Gesellschaft
der Freundinnen und Freunde
der Freilichtspiele Schwäbisch
Hall mittlerweile mehr als 390
Mitglieder. Und Jutta Parpart,
Geschäftsführerin des gemeinnützigen
Vereins, lädt dazu ein,
den Förderverein kennenzulernen:
„Wir sind für alle Menschen
offen, die ein Herz für die Freilichtspiele
haben und sie auf
dem Weg in die Zukunft begleiten
möchten. Die Lust auf Theater
verbindet uns und wir haben
Freude am Austausch mit
Gleichgesinnten.“ Die Freundeskreismitglieder
sind nah dran am
Theatergeschehen und dürfen
immer wieder auch gerne hinter
die Kulissen blicken. Begegnungen
mit dem Ensemble gehören
auf jeden Fall dazu.
Ein schönes Highlight im Vereinsjahr
zur Eröffnung der Sommerspielzeit
ist der festliche
Empfang im Neuen Globe, zu
dem alle Mitglieder und Sponsoren
eingeladen werden. Als Festredner
für 2026 hat der Verein
Philipp Moschitz gewinnen können,
den Regisseur des umjubelten
„Jedermann“ aus dem Jubiläumsjahr
2025. Für seine Inszenierung
gewann er 2026 bei den
BroadwayWorld Germany
Awards 2025 die Auszeichnung
„Best direction of a Play“. Die
Mitglieder der Gesellschaft der
Freundinnen und Freunde der
Freilichtspiele Schwäbisch Hall
bringen sich auf vielfältige Weise
ins Theaterleben ein: Sie singen
im Festspielchor, unterstützen
tatkräftig das Gastro-Team
der Falstaff-Theaterbar und werben
Spenden ein. Mit 30.000 Euro
unterstützt der Verein die Inszenierung
des Kinderstücks und
das Bürgerensemble und ermöglicht
überdies Tickets sowie
Workshops für Schulklassen.
10.000 Euro erhält der Festspielchor
für das Honorar der Leitung
und das Probenwochenende.
Darüber hinaus trägt auf Initiative
des Fördervereins die
Christian-und-Dorothee-Bürkert-Stiftung
aus Ingelfingen
auch in diesem Jahr maßgeblich
zur Finanzierung des Young-VIP-
Tickets bei. Eine große Zahl von
Schülerinnen und Schülern, viele
Studierende und Freiwilligendienstleistende
bis einschließlich
25 Jahren haben bereits Eintrittskarten
für nur 12 Euro erworben
– und das für die besten
verfügbaren Plätze! „Dieses
großartige Projekt ermöglicht
jungen Menschen in Stadt und
Region einen Theaterbesuch
und damit Teilhabe an kultureller
Bildung“, freut sich Jutta Parpart.
Stuhlpatenschaften im Globe
Auch das Projekt „Stuhlpatenschaften
im Neuen Globe“ ist
vom Förderverein ins Leben gerufen
worden und läuft weiter. Es
seien noch etliche Stühle frei, die
auf Paten warten, erklärt die Geschäftsführerin.
Mit der Patenschaft
für einen Stuhl spendet
man nicht nur für einen guten
Zweck, sondern kann mit einer
kleinen Namenstafel im Theater
auch in Erinnerung bleiben. jp
Mitglieder Albert und Barbara Scheib
„Wir sind seit 2015 Mitglied im
Förderverein. Außerdem sind
wir Stuhlpaten im Neuen Globe
und seit diesem Sommer auch
mit unserer Firma Sponsor.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit,
die Freilichtspiele
nach Kräften zu unterstützen
und zu begleiten. Wir haben
die Gelegenheit, Künstlerinnen
und Künstler auch persönlich
kennenzulernen. Das macht
richtig Spaß. Darüber hinaus
sind der Mitgliederempfang
im Neuen Globe zum Start in
die Sommer-Spielzeit und
die Jahresversammlung im
Herbst tolle Events, die
wir nicht mehr missen
möchten.“
Echte Unterstützer: Albert und
Barbara Scheib. Foto: privat
Info Wer neugierig geworden ist
und mehr über die Theaterfamilie
der Freilichtspiele Schwäbisch Hall
wissen möchte, wendet sich an:
Gesellschaft der Freundinnen
und Freunde der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall e.V. Jutta Parpart,
Im Haal 14, 74523 Schwäbisch Hall,
foerderverein@freilichtspiele-hall.de
Der Verein ist gemeinnützig und
stellt eine steuerlich absetzbare
Spendenbescheinigung aus.
RUND UMS THEATER 25
Die Tanz-Profis Florian Lochner und Alice Klock.
Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Ufuk Arslan
Geschichten
in Bewegung
Tanz Das Tanz-Ensemble Flock um Florian
Lochner und Alice Klock bringt Ende
Oktober ein internationales Festival nach
Schwäbisch Hall.
Für das Jubiläumsjahr der
Freilichtspiele Schwäbisch
Hall hat die international
aktive Dance-Company
Flock im vergangenen Jahr
ein spannendes Projekt auf die
Beine gestellt: „Anima – Tanz in
St. Michael“. Im Dialog mit Theologie,
Musik und erweitert um ein
Tanzensemble mit rund 40 Laien
aus Hall und Umgebung wurde
eine Symbolwelt aus Bewegung
und Klang, Wort und Raum eigens
für die Haller Michaelskirche geschaffen.
Im März hat die Tanzkompanie
Flock mit der Uraufführung
ihres Werks „The Designer“
im Neuen Globe das Publikum
ebenfalls beeindruckt.
Die beiden Tanz-Profis Alice
Klock und Florian Lochner sind
gemeinsam der Kopf der Flock-
Company. Das englische Wort
„Flock“ bedeutet eigentlich
Schwarm oder Vogelschwarm.
So sei auch der Name der Company
entstanden, sagt Florian
Lochner. „Wir wollen immer
neue Künstler zusammenbringen.
Alice und ich sind der Kern,
aber wir möchten, dass das Publikum
immer etwas Neues zu
sehen bekommt.“
Jedes Jahr entwickelt Flock
ein neues Werk für die Haller
Freilichtspiele. Für Ende Oktober
organisieren Alice Klock und
Florian Lochner ihr erstes internationales
Tanzfestival in
Deutschland: Sieben moderne
Compagnien werden zwischen
28. Oktober und 1. November an
zwei Abenden im Neuen Globe
einen Querschnitt zeitgenössischen
Tanzes zeigen. Das Festival
wird ergänzt durch Workshops,
Filmvorführungen und
Diskussionsveranstaltungen.
Das Festival ist als Raum für
Begegnung und Feier konzipiert
– zwischen internationalen
Künstlerinnen, Künstlern und
lokalem Publikum, Bewegung
und historischen Schauplätzen,
Aufführung und Dialog. Florian
Lochner und Alice Klock freuen
sich, dazu Kunstschaffende in ihrem
kreativen Zuhause willkommen
zu heißen.
blo
Info
www.flockworksdance.com
Das Tanzensemble Flock ist
seit Jahren regelmäßiger
Bestandteil im Programm der
Freilichtspiele Hall.
26
SPIELPLAN
Große Treppe
Neues Globe
DO
FR
SA
SO
DO
FR
11 Juni
12 Juni
13 Juni
14 Juni
18 Juni
19 Juni
20.30 Uhr: Kabale und Liebe - öff. Generalprobe
20.30 Uhr: Kabale und Liebe - Premiere
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
SA 20 Juni
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
DO 25 Juni
20.00 Uhr: Romeo und Julia - WA-Premiere
FR 26 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia
SA 27 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia
SO 28 Juni
20.00 Uhr: Romeo und Julia
DI 30 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia
MI 01 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia
DO 02 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia
FR 03 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia
SA 04 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia
MI 08 Juli 10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
DO 09 Juli 20.30 Uhr: Cabaret - öff. Generalprobe
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
FR 10 Juli 20.30 Uhr: Cabaret - Premiere
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
SA 11 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater
SO 12 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater
DI 14 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
MI 15 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
DO 16 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
FR 17 Juli 20.30 Uhr: Kabale und Liebe
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
SA 18 Juli 20.30 Uhr: Kabale und Liebe
15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater
SO
19 Juli
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
MO 20 Juli
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
DI 21 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
MI 22 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
DO 23 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
FR 24 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater
SA 25 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater
SO 26 Juli 20.30 Uhr: Cabaret
15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater
DI
28 Juli
20.30 Uhr: Cabaret
MI
29 Juli
20.30 Uhr: Cabaret
DO
30 Juli
20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
- öff. Generalprobe
FR
31 Juli
20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
- Premiere
SA 01 Aug 20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SO 02 Aug
20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
FOTO: UFUK ARSLAN
Große Treppe
Neues Globe
SPIELPLAN 27
DI 04 Aug 20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
MI
05 Aug
20.30 Uhr: Cabaret
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
DO 06 Aug
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
FR
07 Aug
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SA 08 Aug
SO 09 Aug
20.30 Uhr: Kabale und Liebe
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
DI
11 Aug
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
MI
12 Aug
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
DO
13 Aug
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
FR
14 Aug
20.30 Uhr: West Side Story - WA-Premiere
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SA
15 Aug
20.30 Uhr: West Side Story
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SO
16 Aug
20.30 Uhr: West Side Story
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
DI
18 Aug
20.30 Uhr: West Side Story
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
MI
19 Aug
20.30 Uhr: West Side Story
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
FR 21 Aug 20.30 Uhr: West Side Story
20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SA
22 Aug
20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)
SO 23 Aug
20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne - WA-Premiere
DI
MI
25 Aug
26 Aug
20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne
20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne
DO 27 Aug
20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne
MI
02 Sep
20.30 Uhr: Jedermann - WA-Premiere
DO 03 Sep
FR 04 Sep
SA 05 Sep
SO 06 Sep
20.30 Uhr: Jedermann
20.30 Uhr: Jedermann
20.30 Uhr: Jedermann
20.30 Uhr: Jedermann
FOTO: FREILICHTSPIELE/UFUK ARSLAN
Kontakt und Information: Hier wird geholfen
Auskünfte und Kartenbestellung gibt es bei der Tourist Information Schwäbisch Hall, Hafenmarkt
3, 74523 Schwäbisch Hall, Telefon 07 91 / 75 16 00; karten@schwaebischhall.de sowie online
unter www.freilichtspiele-hall.de. Geöffnet ist das Kartenbüro normalerweise montags bis
freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr. An Aufführungstagen auf der Großen
Treppe ist das Kartenbüro in der Tourist Information zusätzlich von 18 bis 20.30 Uhr geöffnet.
Die Tages- beziehungsweise Abendkasse und die Theaterbar „Falstaff“ im Neuen Globe öffnen
jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Die Eintrittspreise auf der Großen Treppe reichen je nach Kategorie, Genre und Vorstellungstermin
von 17 bis 74 Euro. Im Neuen Globe erstreckt sich die Preisspanne von 18 bis 60 Euro.
Beim Familienstück zahlen Kinder 12 Euro, Erwachsene 20 Euro. Weitere Informationen dazu
gibt es auch im aktuellen Festspielflyer sowie auf der Website www.freilichtspiele-hall.de.
28 JUBILÄUM 2025: 100 JAHRE FREILICHTSPIELE
Ein Rückblick
in Bildern
Kultur-Jubiläumsfest in Schwäbisch Hall in der
Innenstadt und rund ums Neue Globe mit
geöffneter Außenbühne. Mit Songs bieten
stimmgewaltige Musical-Profis und der
Festspielchor Einblicke in die Spielzeit.
Die Gruppe Beefees tritt auf
der Außenbühne des Globes
auf. Die Feuershow „Das
erste Element“ setzt einen
spektakulären Höhepunkt
auf dem Grasbödele.
Im Hällisch-Fränkischen Museum
gewähren die Freilichtspiele Hall
und Gerhards Marionettentheater,
das 2025 ebenfalls 100 Jahre alt
wurde, in einer großen Ausstellung
spannende Einblicke.
Straßenmusik erklingt in der Stadt und
verbindet die Spielstätten des Kulturjubiläums.
16 Musiker in sechs Formationen sind
unterwegs. Die weiteste Anreise hatte eine
Gruppe aus Halls finnischer Partnerstadt
Lappeenranta. Fotos: Archiv/Ufuk Arslan
Oben: Die Theater-AG des Gymnasiums bei St. Michael zeigt, wo es
beim Theaterspaziergang langgeht. Oben rechts: Dominik Dittrich
und Benjamin Leibbrand von der Band Tante Polly sind Stammgäste
in Hall. Links: Der treue Betriebstechniker Rudi Wolfram erhält zu
seinem 50-Jahr-Jubiläum bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall
einen der seltenen Treppensteine. Bürgermeister Peter Klink (links)
und Christian Doll (rechts) würdigen das unermüdliche Engagement
des inzwischen leider verstorbenen Kollegen.
BILDBAND 29
Präsentieren den Bildband: Alexander
Schmid (von links), Florian Götz, Intendant
Christian Doll und Georg Büttel.
Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
„Hundert Mal Sommer“ – Die
Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Seit 1925 vor der Kirche St. Michael
erstmals der Ruf „Jedermann!“
erschallte, ist die Große
Treppe im Herzen von Schwäbisch
Hall Schauplatz für großes
Theater: Ein magischer Ort, der
mal erhaben monumental, mal
ganz intim sein kann, und deshalb
seit hundert Jahren Mitwirkende
und Publikum gleichermaßen
begeistert.
Mit dem Neuen Globe besitzen
die Freilichtspiele mittlerweile
eine zweite eindrucksvolle
Spielstätte, die zusätzlich zur
Sommersaison auch ganzjährig
bespielt wird.
Der umfangreiche Bildband
„Hundert Mal Sommer“ versammelt
liebevoll zusammengetragene
Geschichten rund um die
Kunst und das nun mehr als
100-jährige Leben bei den Freilichtspielen
und besondere Bilder
unvergesslicher wichtiger
Theaterereignisse. Die Festschrift
wurde konzipiert und
verfasst von Jennifer Sittler, Florian
Götz und Georg Büttel.
Viele Bühnenstars, Mitarbeitende
und Fans haben persönliche
Erinnerungen beigesteuert
und so gibt es beim Blick hinter
die Kulissen viel Komisches und
Tragisches, Rührendes und
Überraschendes zu entdecken.
Ergänzt werden die individuellen
Eindrücke in „Hundert Mal
Sommer“ mit Überblicken zu
den wesentlichen Kapiteln der
Freilichtspielgeschichte: von
den Anfängen mit „Jedermann“
über die Verstrickungen der NS-
Zeit, den Neubeginn nach dem
Krieg und den Aufstieg zum renommierten
Festspielort bis hin
zur sukzessiven Erweiterung des
Programms um Musiktheater,
Revue und Tanz.
Schwelgerische Schauwerte
bietet der Bildband „Hundert
Mal Sommer“ mit ausgewählten
Fotos, die in Porträts und Panoramen
spektakuläre Theatermomente
und kuriose Augenblicke
auch abseits des Bühnengeschehens
festhalten.
Ein besonderes Geschenk für
Freundinnen und Freunde der
Freilichtspiele! Eine faszinierende
Zeitreise für alle, die Theater
lieben! Ein Buch, das Lust auf
Kultur macht!
fb
Info „Hundert Mal Sommer“ ist
im Schwäbisch Haller Molino-Verlag
erschienen. Erhältlich ist der Bildband
bei den Freilichtspielen Hall
sowie im Buchhandel. Geschichten,
die darin keinen Platz mehr fanden,
sind online auf der Homepage
www.100jahre.freilichtspiele-hall.de
nachzulesen.
COVER: FREILICHTSPIELE HALL
30 SPIELZEITQUIZ 2026
Theaterkarten
zu gewinnen
Spielzeitquiz 2026 Musik, Bühnenbild und
Kunstschaffende: Hier ist Theaterwissen
gefragt. Wer die folgenden Fragen beantworten
kann, hat Chancen auf Freikarten.
Betriebsbüroleiter Alexander Schmid, Franziska Becker (der
„Teufel“ in „Jedermann“) und Intendant Christian Doll bei der
Ziehung der Gewinner 2025. Im Bild darüber ist die Große
Treppe von oben zu sehen. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Theater unter freiem
Himmel ist in Schwäbisch
Hall ein besonderes
Vergnügen, zumal
bei freiem Eintritt. Mit etwas
Glück und der richtigen Antwort
winken Freikarten für den Sommer.
Unter den richtigen Einsendungen
verlosen die Freilichtspiele
jeweils zwei Karten für
„Cabaret“, „Kabale und Liebe“,
„Romeo und Julia“ und „Stolz
und Vorurteil* (*oder so)“. Die
Antworten finden Sie beim aufmerksamen
Lesen dieser Theaterzeitung.
Der Reihe nach notiert ergeben
die Buchstaben aus den Antworten
das Lösungswort. Dieses
einfach per Mail, Postkarte oder
Fax zusammen mit dem Kennwort:
„Spielzeitquiz der Theaterzeitung
2026“ einsenden,
per Mail an: verlosung.sho@
swp.de, per Fax an 07 91 /
40 44 80 oder per Post an: SÜD-
WEST PRESSE Hohenlohe
GmbH, Verlagsbetrieb Haller
Tagblatt, Haalstr. 5+7, 74523
Schwäbisch Hall. Bitte geben Sie
bei der Antwort unbedingt Ihre
vollständige Adresse und Telefonnummer
an. Einsendeschluss
ist der 10. Juli. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
Buchstabe Das erste Wort in Schillers
Theaterstück ist heutzutage
1
nicht mehr sehr geläufig – Erster Buchstabe
Buchstabe Welches Kleidungsstück
macht den grimmschen Ka-
2
ter zum Weltmann – Dritter Buchstabe
Buchstabe Ist eine der Todsünden
3 im Titel von Jane Austens Welterfolgsroman
– Zweiter Buchstabe
Buchstabe Der seinen guten Hofmarschall-Namen
für ein angebli-
4
ches Verhältnis mit Luise hergeben muss.
– Erster Buchstabe
Buchstabe Der Vorname der
5 Hauptrolle im neuen Musical; im
Film von Liza Minnelli gespielt, in Hall von
Salomé Ortiz – Zweiter Buchstabe
6Buchstabe Jedermann meint, „er“
käme zu früh – Erster Buchstabe
Buchstabe Welche Rolle (das ist
7 auch eine Berufsbezeichnung) spielt
Dirk Weiler in „Cabaret“? – Erster Buchstabe
8Buchstabe Das große Thema
(nicht das Ende) im dies- und letztjährigen
Shakespeare-Stück – Erster
Buchstabe
9Buchstabe Er spielt wieder die
Hauptrolle an der Seite von Maria –
Zweiter Buchstabe des Nachnamens.
Buchstabe Leonard heißt er mit
10Vorname, der weltberühmte
Komponist des Musicals, welches in New
York spielt – Erster Buchstabe des Nachnamens.
Lösungswort
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
RUND UMS THEATER 31
Für jeden
Geschmack
Gastronomie Im Foyer des Neuen Globes
sorgt das Team der Theaterbar „Falstaff“
fürs leibliche Wohl der Gäste, und auch an
der Großen Treppe wird ausgeschenkt.
Bar-Leben im Theaterstück: In der Komödie „Titanic – Schöne
Menschen spielen schöne Gefühle“ auf der Parkbühne am Globe
war 2025 eine Bar Dreh- und Angelpunkt des vergnüglichen
Geschehens.
Foto: Freilichtspiele/Ufuk Arslan
Zu einem gelungenen
Theaterabend der Freilichtspiele
Schwäbisch
Hall gehört auch ein passendes
Drumherum. Um sich auf
den Bühnengenuss einzustimmen,
halten die Gastronominnen
und Gastronomen in und um
Schwäbisch Hall eine Vielzahl an
Angeboten bereit, damit sich die
Gäste stärken können – sei es im
rustikalen Biergarten oder im gepflegten
Gourmet-Restaurant.
Außerdem gibt es im Foyer
des Globe-Theaters die „Falstaff“-Theaterbar.
Eine Stunde vor
Beginn aller Abendvorstellungen
sorgt das Team um Heike Eggensperger
für das leibliche Wohl
der Gäste. Sie ist eine erfahrene
Gastronomin, die schon an der
Konzeption der 2019 eröffneten
Falstaff-Bar mitgearbeitet und
dabei auf reibungslose Abläufe
für den Bewirtungsbetrieb geachtet
hat. Schließlich müssen
auch in der Theaterpause viele
Menschen in kurzer Zeit versorgt
werden. Und natürlich können
die Gäste vorab die Getränke für
die Pause an der Falstaff-Kasse
reservieren.
Direkt auf dem
Marktplatz haben
die Freilichtspiele
Hall zudem seit
2022 einen eigens
angeschafften und
gestalteten Getränkewagen
platziert.
Dort können
sich die Theatergäste
ebenfalls
mit Getränken
fürs genussvolle
Bühnenerlebnis auf
der Großen Treppe
versorgen. blo
Die Falstaff-Theaterbar bietet eine
Getränkeauswahl und auch kleine Snacks.
Foto: FLS/Thumilan Selvakumaran
32
MENSCHEN IM THEATER
Das Team der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall 2026
Ensemble
Franziska Becker, Marc Biocca, Katia Bischoff,
Tobias Blinzler, Silke Buchholz, Birgit Busse,
Julian Culemann, Tayler Davis, Nicoletta Luna
De las Casas, Michael Del Coco, Ivan Delgado
del Rio, Dominik Dittrich, Camille Dombrowsky,
Marlou Düster, Toni Eberle, Lena Maria Eikenbusch,
Veronika Enders, Carina Fitzi, Claudius
Freyer, AnnPhie Fritz, Mario Gremlich, Gunter
Heun, Nikolaij Janocha, Kara Kemeny, Katharina
Kessler, Nils Klitsch, Jelena Kunz, Benjamin
Leibbrand, Emily Mrosek, Salomé Ortiz, Andrea
Matthias Pagani, Florian Peters, Marius Petrenz,
Nadja Petri, Felipe Ramos, Josefine Rau,
Barbara Raunegger, Martina Maria Reichert, Tobias
Rott, Coul Sarademe, Johannes Schön,
Uta Maria Schütze, Ilona Christina Schulz,
Franziska Schuster, Maaike Schuurmans, Pierpaolo
Scida, Anna Seeberger, Alexander Sichel,
Simon Staiger, Sarah Steinemer, Robert
Stumpf, Johannes Summer, Markus Ücker, Judith
Urban, Meltem Ürküt, David Valls, Martina
Vinazza, Dirk Weiler, Antonia Welke, Matthias
Zeeb
Orchester
Musikalische Leitung
Heiko Lippmann
Korrepetition
Gela Megrelidze
Violine
Johannes Krampen, Bartosz Korus,
Leidy Sorg-Jauregui
Cello
Diego Hernández Suárez
Kontrabass/Bass
Michael Deak
Reeds
Thomas Krause, Dirk Rumig,
David Romero Perálvarez, Melanie Werner
Horn
Ciprian Popa, Felicitas Stoffel
Trompete
Todor Gadjalov, Martin Tashev,
Tobias Weidinger
Posaune
Tobias Scheibeck
Banjo/Gitarre
Steffen Münster
Percussion
Timothée de la Morinerie
Drums
Marko Klotz
Bühnenmusik
David Romero Perálvarez
Fagott
Luis David Avendano Cespedes
Klavier/Celesta
Felicitas Stoffel
Synthesizer
Gela Megrelidze
Musiker „Romeo und Julia“
Toni Eberle
Musiker „Jedermann“
Coul Sarademe
Großer Siedershof
Musiker „Der gestiefelte Kater“ und
„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“
Dominik Dittrich, Benjamin Leibbrand
Das Gesamtteam
Intendant
Christian Doll
Kaufmännische Leitung
Michael Saur
Künstlerisches Betriebsbüro
Alexander Schmid (Leitung),
Ines Weidenbacher
Disponent und Mitarbeit KBB
Philipp Gröber
Marketing
Kathy Li
Buchhaltung
Inga Lüdtke (Leitung), Sonja Fischer
Theaterpädagogik
Jennifer Sittler (Jugendensemble & Koordination),
Anna-Sophie Fritz (Theaterpädagogik
und Dramaturgie), Michael Szutta
(Theaterscout), Emma Simon (FSJ)
Falstaff Gastronomie
Heike Eggensperger (Leitung), Andrea Elser,
Sarah-Marie von Berg, Lisa Stumpf, Gisela
Hannemann, Olga Krasavchikova
Regie
Christian Doll, Georg Büttel, Julia Friede,
Silvia Armbruster, Philipp Moschitz, Franz
Burkhard, Anne Spaeter
Musikalische Leitung
Heiko Lippmann (Musikalischer Leiter),
Dominik Dittrich, Toni Eberle
Leitung Festspielchor
Birgit Busse, Larissa Sauter
Choreografie
Kati Farkas, Sven Niemeyer
Ausstattung
Cornelia Brey, Anne Brüssel, Kati Kolb,
Josef Grill junior, Fabian Lüdicke,
Katharina Schweitzer, Thomas Bruner
Dramaturgie
Franz Burkhard, AnnPhie Fritz
Regieassistenz
Anna-Carina Pilzecker, Clarissa Ehlerding,
Robin Scheel, Anke Walter, Emma Simon,
Jonathan Rupprecht, Alessandra Giuriola
Fotografie
Ufuk Arslan
33
Intendant Christian Doll (vorne, Mitte, links) und Oberbürgermeister Daniel Bullinger (vorne, Mitte, rechts) präsentieren einen Großteil der
Mitglieder des Freilichtspiele-Ensembles 2026 auf der Treppe vor St. Michael.
Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan
Ausstattungsassistenz
Sophie Büscher, Marlen Duken,
Juliane Molitor
Video Konzeption und Bearbeitung
Holger Thelemann
Technische Leitung
Silke Cleve, Christian Gentner,
Leon Schneider (Assistenz)
Betriebstechnik
Michael Bulenda
Bühnentechnik
Aurelian Kuhn, Daniel Nitschke (Bühnentechnik
& Fundus), Thorsten Wienrich,
Kathrin Wilhelm
Bühnenmalerei
Martin Wolfram, Miriam Knappe
(Praktikantin)
Schlosserei
Rainer Fendt, Gereon
Requisite
Wolf von Gemmingen, Sophia Tüngler
Lichtgestaltung
Jonas Miermeister für „Stolz und Vorurteil*
(*oder so)“, Tim Mansfeld für „Der gestiefelte
Kater“, Tim Mansfeld und Jan Kalka für
„Kabale und Liebe“, Jan Kalka für „Cabaret“
Tongestaltung Große Treppe
Simon Hüging
Veranstaltungstechnik & Beleuchtung
Felix Gastauer, Jan Kalka , Tim Mansfeld,
Jonas Miermeister, Magdalena Müßig
Tontechnik
Simon Hüging, Lukas Prinz, Nils Schröder,
Matthis Schwarz, Nils Steinkamp, Malte
Weitkamp, Flurin Kößler (RadioTec)
Schneiderei
Barbara Rüberg (Damengewandmeisterin),
„Faden-Werk“: Martina Klander (Herrengewandmeisterin),
Vivien Pagel (Herrengewandmeisterin),
Fouad Kleij (Schneider),
Regina Krüger (Herrenschneiderin)
Maske
Karina Brachner, Nina Cesari, Tanja Löw,
Katja Lohenstein-Dengler, Nicole Rohner,
Natalie Schreier, Paulina Wagenlehner
Kostümfundus
Anne Brüssel
Ankleidedienst &
Kostümpflege Neues Globe
Kathrin Kärger
Kostümpflege Große Treppe
Johanna Dierlamm
Ankleidedienst Große Treppe
Christa Benzing, Katja Karle, Inge Kramer,
Ines Weidenbacher
Stage Hands
Marlin Brennenstuhl, Mike Gödl, Lukas
Grünling, Thomas Schlüter, Leif Jäschke
Haustechnik & Treppenwart
Ralph Berk
Reinigungsdienst
Jutta Cisse, Loretta Duarte Wanke, Swenja
Klenk, Michelina Paesano, Rasa Ruzeles
Ordnungsdienst
Alexander Schmid (Leitung), Ines Weidenbacher
(stellv. Leitung), Philipp Gröber
(Teamleitung Große Treppe), Ingo Schmidt
(Teamleitung Große Treppe), Loretta Duarte
Wanke (Teamleitung Neues Globe)
Daniela Christoph, Deacon Alber, Abdoulaye
Bangoura, Larissa Baumann, Isabell Boullion,
Klaus Büttner, Mantas Buzaitis, Daniela
Christoph, Yvonne Dams, Silvia Deiola, Jonas
Deutschmann, Renate Duarte Santos, Marco
Fallmerayer, Serena Franciosa, Fatios Gatos,
Ulrike Geissler-Schmidbauer, Aleyna Gündüz,
Hartmann Lisa, Frederik Jäschke, Othmane
Kandoussi, Penda Ngome Kangue, Angela
Kletschka, Urlike Korell, Krisztian Kovacs,
Birgit Kugler, Marco Küfer, Michelle Küfer,
Trude Küfer, Isabel Kümmerer, Monika
Laurinaityte, Kirsten Lederer, Heike
Liebezeit, Luka Matic, Jürgen Müller, Jessica
Multani, Jana Neumann, Silvia Ofori, Okan
Özkan, Birgit Pilzecker, Saskia Reimer, Rolf
Rothacker, Emil Rudolph, Ernestas Ruzele,
Mindaugas Rutkauskas, Yessica Salaverria,
Josef Schien, Sophie Schmid, Michael
Schmidt, Klara Schütz, Helene Schultes,
Theo Schultes, Nelly Schwahn, Giuseppe
Serio, Leo Thier, Caterina Torielli, Ben
Wallrapp, Celina Weber, Patrick Weigand,
Athanasia Zenidou
Absperrung
Yusuf Aysgülen, Jasemin Aysgülen
Security
Thomas Specht (TS-Security)
Die Akteure
im Porträt
Übersicht Die Künstlerische Leitung der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall sowie das Ensemble stellen sich vor.
FOTO: FREILICHTSPIELE HALL//UFUK ARSLAN
KÜNSTLERISCHE LEITUNG 35
FOTO: BETTINA LOBER
Christian Doll
Der Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Christian Doll, begann als
Schauspieler bei den Münchner Kammerspielen und den Wuppertaler Bühnen,
bevor er ins Regiefach wechselte. Er inszenierte unter anderem am Schauspielhaus
Düsseldorf, am Staatstheater Braunschweig und am Theater Freiburg. Vor
seinem Engagement in Schwäbisch Hall leitete er fünf Jahre lang die Gandersheimer
Domfestspiele, Niedersachsens größtes Freilichttheater. In Hall führte er
unter anderem Regie beim Musical „Wie im Himmel“, bei Horváths „Geschichten
aus dem Wiener Wald“, bei Schillers „Wilhelm Tell“ und „Maria Stuart“, Dürrenmatts
„Der Besuch der alten Dame“, Hofmannsthals „Jedermann“ und beim Musical
„West Side Story“. In diesem Jahr inszeniert er Schillers „Kabale und Liebe“.
FOTO: GELA MEGRELIDZE
Heiko Lippmann
Heiko Lippmann ist Musikalischer Leiter der Freilichtspiele sowie der Musicalproduktionen
„West Side Story“ und „Cabaret“ und dem Schauspiel „Jedermann“. Er
ist deutschlandweit als musikalischer Leiter von Musicalproduktionen tätig, unter
anderem an den Theatern in Berlin, Hamburg, Leipzig, Chemnitz und Hildesheim.
Dirigent und Musical Director war er für die Originalproduktionen von „Das
Phantom der Oper“, Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“, „Cats“ und „Aida –
Das Musical“. Ebenso für Tourneeproduktionen des Euro-Studios Landgraf wie
„Jekyll & Hyde“, „Sunset Boulevard“, „Der Mann von La Mancha“ und „Hairspray“.
Bei den Gandersheimer Domfestspielen war er ab 2012 Musikalischer Leiter und
komponierte und arrangierte Musik für vier Musiktheater-Uraufführungen.
FOTO: PRIVAT
Kati Farkas
Kati Farkas studierte Musical an der Hochschule für Schauspiel und Film Budapest
sowie am Tanz- und Gesangsstudio des Theaters an der Wien. Sie stand in
zahlreichen großen Rollen auf der Bühne, zum Beispiel in „Cats“ (Zürich), „Starlight
Express“ (Bochum), „Grease“ (Düsseldorf), „Les Miserables“ (Duisburg),
„Chicago“ (Berlin, Düsseldorf) und „Hairspray“ (Köln). Als Choreografin arbeitete
sie an den Opern Graz, Bonn, Wuppertal, Staatsoper Hannover, Staatsoperette
Dresden, an den Staatstheatern Mainz, Braunschweig, Kassel, am Landestheater
Linz, am Schauspielhaus Düsseldorf und Bochum, an den Theatern Dortmund,
Magdeburg, Heidelberg und an den Vereinigten Bühnen Bozen. In Hall kreiert sie
die Choreografie zu „West Side Story“ und „Cabaret“.
FOTO: GELA MEGRELIDZE
Cornelia Brey
Cornelia Brey absolvierte ihr Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule
der Künste in Berlin. Als freie Ausstatterin war sie unter anderem am Landestheater
Tübingen, am Wiener Volkstheater, am Staatstheater Braunschweig, am
Stadttheater Klagenfurt, an den Landesbühnen Niedersachsen Nord, am Stadttheater
Bremerhaven, an der WLB Esslingen und am Theater Vorpommern tätig.
Für zahlreiche Inszenierungen von Intendant Christian Doll schuf sie bereits bei
den Gandersheimer Domfestspielen Bühnen- und Kostümbild – beispielsweise
für „Othello“, „Tartuffe“ und „Gefährliche Liebschaften“, in Hall für „Jedermann“,
„Nathan der Weise“, „Maria Stuart“, und „Geschichten aus dem Wiener Wald“. In
diesem Jahr entwirft sie das Bühnen- und Kostümbild zu „Kabale und Liebe“.
Georg Büttel
Georg Büttel studierte Philosophie und Anglistik an der LMU München sowie Dramaturgie
an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und arbeitet seit
1994 als freiberuflicher Regisseur und Autor. Für die Freilichtspiele war er bereits
von 1997 bis 2002 tätig. 1998 war Büttel als Regieassistent in Friedo Solters Inszenierung
„Nathan der Weise“ auf der Großen Treppe beschäftigt und inszenierte
in der Eröffnungssaison im Jahr 2000 „Shakespeares sämtliche Werke (leicht
gekürzt)“ im neu erbauten Haller Globe Theater. Er ist Berater für Zauberkünstler
und Autor für das Bayerische Fernsehen. Seit 1998 ist er künstlerischer Leiter der
Murnauer Horváth-Tage und inszeniert am Teamtheater, am Hofspielhaus und
am Metropoltheater in München. In Hall führt er Regie beim Musical „Cabaret“.
CHRISTIAN KOLB MURNAU
36
KÜNSTLERISCHE LEITUNG
Julia Friede
In Hall spielte Julia Friede in „Für immer Azzurro!“, in „Williams weite Welt“, in
„Don Camillo und Peppone“ und als Buhlschaft und Glaube in „Jedermann“. Bereits
während ihrer Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst
Busch war sie am Berliner Ensemble und am Maxim Gorki Theater zu sehen. Festengagements
führten sie ans Theater Bielefeld, ans Stadttheater Bremerhaven
und zuletzt ans Staatstheater Oldenburg. Für ihre Darstellung der Rosalinde in
Shakespeares „Wie es euch gefällt“ wurde sie 2016 mit dem Roswitha-Ring der
Gandersheimer Domfestspiele ausgezeichnet. 2024 führte sie in Hall Regie im
Kinder- und Familienstück „ESELHUNDKATZEHAHN“, in diesem Jahr inszeniert sie
„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
FOTO: ULRIKE SOPHIE RINDERMANN
Katharina Schweizer
Aufgewachsen in Esslingen am Neckar, studierte Katharina Schweizer Modedesign
an der Hochschule Reutlingen. Bereits während des Studiums gestaltete sie
Kostümbilder für kleinere freie Produktionen in Berlin. Bei den Freilichtspielen in
Schwäbisch Hall begann sie als Ausstattungsassistenz bei den Produktionen
„Wie im Himmel“, „Hairspray“ und „West Side Story“. Die Kostüme der Compostellis
gestaltete sie für das zweite und dritte Haller Neujahrsvarieté sowie die Ensemblekostüme
der Produktion „Flock – Anima“ im Jahr 2025. Mit dem Kinderstück
„Die Wanze“ gestaltete sie erstmals Bühne und Kostüm für die Freilichtspiele.
In der aktuellen Spielzeit entwirft sie die Kostüme für das Stück „Der gestiefelte
Kater“.
FOTO: PRIVAT
Anne Brüssel
Die freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin Anne Brüssel stattete bereits
zahlreiche Produktionen der Freilichtspiele aus, unter anderem „Brenz 1548“, die
erste Inszenierung des neuen Intendanten Christian Doll auf der Großen Treppe
sowie mit „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ die letzte Regiearbeit
des vorigen Intendanten Christoph Biermeier im Haller Globe Theater. Sie war für
die Ausstattungen von „Was ihr wollt“ und von „Eine Sommernacht“, „Momo“ und
„Glückskind“ verantwortlich und entwarf das Bühnenbild für „Der Zinnsoldat und
die Papiertänzerin“, für „Die Schöne und das Biest“, für „Wie im Himmel“ und für
„Der Besuch der alten Dame“. In diesem Jahr entwirft sie die Bühne zu „Der gestiefelte
Kater“.
FOTO: PRIVAT
Kati Kolb
Die freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin Kati Kolb verbindet eine langjährige
Zusammenarbeit mit dem Intendanten Christian Doll und dem Musikalischen
Leiter Heiko Lippmann, mit denen sie unter anderem als Kostümbildnerin
für das Musical „Spring Awakening“ am Theater Heilbronn sowie bei Inszenierungen
bei den Gandersheimer Domfestspielen verantwortlich war. Neben ihrer Arbeit
als Ausstatterin an Stadttheatern und in der freien Szene arbeitet sie regelmäßig
mit großen Agenturen aus dem Event-Bereich zusammen. Für die Freilichtspiele
schuf sie zuletzt das Bühnen- und Kostümbild zu dem Musical „Aida“ und
zu „Der schönste Tag im Leben“ und das Kostümbild zu „Wie im Himmel“ und zu
„West Side Story“. In diesem Jahr entwirft sie das Kostümbild zu „Cabaret“.
FOTO: PRIVAT
Silvia Armbruster
Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Philosophie an der LMU in
München assistierte Silvia Armbruster unter anderem bei den Theaterregisseuren
George Tabori und Johann Kresnik. 2002 erhielt sie ein einjähriges Stipendium
der Hochschule für Fernsehen und Film München für Drehbuch. Nach Abschluss
des Studiums folgten eigene Inszenierungen in Wien, München, Stuttgart, Bremen
und Mainz, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden, etwa für „Hyänen“
von Kerstin Hensel, für „Wahlverwandtschaften“ nach Johann Wolfgang von
Goethe und für „Ich werde nicht hassen“ mit dem Monica-Bleibtreu-Preis. Seit
2015 ist sie künstlerische Leiterin des „THEATER IN KEMPTEN“. Nach „Tschick“ ist
„Romeo und Julia“ ihre zweite Regiearbeit in Hall.
FOTO: PRIVAT
KÜNSTLERISCHE LEITUNG 37
FOTO: FREILICHTSPIELE/UFUK ARSLAN
Franz Burkhard
Franz Burkhard begann seine berufliche Laufbahn als Assistent am Staatstheater
Stuttgart. Als Regisseur und Dramaturg war er seitdem an zahlreichen Theatern
in ganz Deutschland und darüber hinaus tätig, unter anderem in Tübingen, in Kiel,
Dresden, Zürich, Ulm, in Luxemburg und Stuttgart. Dort inszenierte er unter anderem
„Indien“ von Josef Hader und Alfred Dorfer. Zuletzt arbeitete Franz Burkhard
mehrere Jahre als Dramaturg am Theater Vorpommern und als Chefdramaturg
am Hessischen Landestheater Marburg. Bei den Freilichtspielen Schwäbisch
Hall ist er als Chefdramaturg unter anderem verantwortlich für die Neuinszenierungen
„Cabaret“, „Kabale und Liebe“ und „Jedermann“ sowie als Regisseur für
„All das Schöne“.
FOTO: PRIVAT
Anne Spaeter
Anne Spaeter studierte am Bretton Hall University College in England English
with Drama. 2008 gab sie ihr Regiedebüt mit der Shakespeare-Collage „Meuchlings
– per Eilpost zum Himmel“. Für ihre Inszenierung von Felicia Zellers „Kaspar
Häuser Meer“ am Theater Krefeld und Mönchengladbach gewann sie 2010 den
Joachim-Fontheim-Preis für Nachwuchsregie. Es folgten Arbeiten am Schauspiel
Essen, am Theater Kiel, am Stadttheater Bremerhaven, am Theater Krefeld und
Mönchengladbach, bei den Gandersheimer Domfestspielen sowie mit der Kieler
Theatergruppe „DeichArt“. Sie ist zudem als Dialogbuchautorin und Regisseurin
im Synchronbereich tätig. In diesem Sommer inszeniert sie das Kinder- und Familienstück
„Der gestiefelte Kater“ in ihrer eigenen Fassung.
FOTO: PRIVAT
Sven Niemeyer
Sven Niemeyer studierte Tanz, Gesang und Schauspiel in Hamburg, München und
Los Angeles. Nach fast 20 Jahren auf der Bühne und vor der Kamera arbeitet er
seit 2018 vermehrt als Choreograf und als Regisseur in Deutschland, Österreich,
Luxemburg und Dänemark. Seine Kurzfilme „Cold“ und „Ulrichs 1867“ wurden auf
Festivals gezeigt und mit Preisen ausgezeichnet (zum Beispiel Beste Regie auf
dem LGBTQ* Film Festival Los Angeles). Am Hamburger Theater „Das Zimmer“
inszenierte er unter anderem die deutsche. Erstaufführungen der Dramen „The
24th Day“, „Bye Bye Life“ und „Trümmer/Wreckage“. Mit Regisseur Philipp Moschitz
verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, zuletzt bei „Hair“ am Tiroler
Landestheater Innsbruck. In Hall erschuf er die Choreografie zu „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
Josef Grill Junior
Josef Grill Junior studierte Modedesign an der AMD München. Mit seiner Bachelorarbeit
„459 SOMATIC“ entwickelte er eine Kollektion, inspiriert von der intensiven
Bildsprache der Dramatikerin Sarah Kane. Die Verbindung von Bühne, Kostüm
und Konzept prägt seine gestalterische Handschrift. Im bewussten Spiel mit Proportionen
und Textilien entstehen spannungsvolle Materialkontraste und Entwürfe
mit theatralischer Ausdruckskraft. Seit der Spielzeit 2023/24 arbeitet Josef
Grill Junior am Landestheater Innsbruck, zunächst in der Damenschneiderei,
ab der Spielzeit 2024/25 als Ausstattungsassistent – zuletzt mitwirkend bei
„Hair“, „Der Rosenkavalier“, „König Arthur“ und „Im weißen Rössl“. Mit dem „Jedermann“
entwarf er zum ersten Mal Kostüme für Hall.
FOTO: HENRIETTE POGODA
Dominik Dittrich
Dominik Dittrich war bisher verantwortlich für die Musik in „Was ihr wollt“, „Don
Camillo und Peppone“, „Für immer Azzurro!“, „ESELHUNDKATZEHAHN“, „Der
schönste Tag im Leben“ und „Williams weite Welt“. Als Komponist und musikalischer
Leiter arbeitete er unter anderem am Schauspielhaus Wien, am Berliner
Ensemble, am Schauspiel Essen und am Landestheater Tübingen, bei der Uraufführung
von „Thaddäus Troll“ am Schauspiel Stuttgart und bei der „Dreigroschenoper“
am Theater Heidelberg. Die Puppen-Polit-Oper mit seiner Musik, „Palmer –
Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, wurde 2015 für den Theaterpreis „DER
FAUST“ nominiert. 2026 spielt und musiziert er nebst musikalischer Leitung in
„Der gestiefelte Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
38
KÜNSTLERISCHE LEITUNG
Michael S. Kraus
Michael S. Kraus studierte in Stuttgart bei Professor Rose und Professorin Rosalie.
Von 2001 bis 2004 war er Atelier-Stipendiat des Landkreises Esslingen. Engagements
führten ihn an die Bayerische Staatsoper, die Schauburg München, das
Schauspielhaus Leipzig, das Volkstheater Wien, das J.K. Tyla Theater in Pilsen,
das Nationaltheater Mannheim sowie an die Staatstheater von Braunschweig,
Cottbus, Wiesbaden und Darmstadt. Von 2013 bis 2016 war er Atelierleiter am
Theater St. Gallen. Mit Silvia Armbruster verbinden ihn zahlreiche gemeinsame
Arbeiten, zum Beispiel „David Bowie Asteroid 342843“, „Der Sturm“, „Die Jüdin
und der Kardinal“, „Ewig Jung“, „Peter Pan und Tinkerbell“ und „Die kleine Meerjungfrau“.
In Hall entwarf er das Bühnen- und Kostümbild zu „Romeo und Julia“.
FOTO: PRIVAT
Toni Eberle
Der Komponist und Gitarrist Toni Eberle studierte am Konservatorium in Feldkirch.
Er komponierte und veröffentlichte zahlreiche CDs mit seiner toni.eberle.
band und vier Alben mit der Sängerin Aja. Sie waren 2008 die Gewinner des internationalen
Wettbewerbs für Voice & Guitar und in den USA nominiert für die
Songwriting Competition. Es folgten Konzerttätigkeiten, unter anderem mit Joe
Zawinul in dessen Band „The Zawinul Syndicate“, und Studioarbeiten mit dem
Filmmusikproduzenten Peter Wolf („Terminator“ und „Die unendliche Geschichte“).
Er komponiert und spielt live Theatermusiken für das Theater in Bregenz,
das Theater in Kempten und das Deutsche Theater München. Zum ersten Mal in
Hall komponiert er die Bühnenmusik zu „Romeo und Julia“ und spielt diese live.
FOTO: PRIVAT
Philipp Moschitz
In Hall inszenierte Philipp Moschitz „Das Spiel von Liebe und Zufall“, „Sister Act“
und „Jedermann“. Er studierte Schauspiel an der Theaterakademie August
Everding. Seit 2006 gehört er zum Ensemble des Metropoltheaters München und
gastierte unter anderem am Residenztheater, an der Bayerischen Staatsoper
München und am Thalia Theater in Hamburg. Im TV war er in Serien wie „Um
Himmels Willen“, „In aller Freundschaft“ und im Münchner „Tatort“ zu sehen. Weitere
Regiearbeiten waren beispielsweise die Rockoper „Everyman“, „Shakespeare
in Love“, „Der kleine Horrorladen“, die Operette „Im weißen Rössl“ und die Oper
„Cendrillon“ von Pauline Viardot. Philipp Moschitz ist Dozent für Schauspiel/Rolle
an der Theaterakademie August Everding im Studienfach Schauspiel.
FOTO: KATE MOSCH
Fabian Lüdicke
Fabian Lüdicke studierte Bühnen- und Kostümbild in München bei den Professoren
Karl-Ernst und Ursel Herrmann. Während des Studiums realisierte er Bühnenbilder
an Off-Theatern und für Studienprojekte. Er war Bühnenbildassistent bei
den Wiener Festwochen, der Oper Bonn und dem Theater Freiburg, dort von
2004 bis 2006 Atelierleiter. Seit 2006 ist er freiberuflich an folgenden Stationen
tätig: Theater Freiburg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Städtische Bühnen
Münster, Staatstheater Darmstadt, Theater Pforzheim, Davos Festival, Theater
Phoenix in Linz, Neuköllner Oper Berlin, Theater Ingolstadt und für das Nationaltheater
Weimar. In Hall entwarf er das Bühnenbild zu „West Side Story“.
FOTO: PRIVAT
Thomas Bruner
Thomas Bruner studierte nach einer Schreinerausbildung an der Fachhochschule
München Architektur. Seit 1992 arbeitet er als freier Bühnenbildner – oft mit dem
Regisseur Georg Büttel – unter anderem bei den Murnauer Horváth-Tagen, beim
Kultursommer Garmisch-Partenkirchen und an der Deutschen Bühne Ungarn. Als
künstlerischer Mitarbeiter von Harald Thor und Wolfgang Gussman ist er weltweit
an diversen Opern- und Schauspielhäusern tätig, zum Beispiel in Wien, Zürich,
Paris, Barcelona, Buenos Aires, Tokyo, New York und bei den Salzburger Festspielen.
Seit 2020 ist er regelmäßig Bühnenbildner für verschiedene Münchner
Bühnen, darunter das Teamtheater, das Hofspielhaus und das Metropoltheater.
In Hall zeichnet er 2026 verantwortlich für das Bühnenbild zu „Cabaret“.
FOTO: CHRIS WALSH
ENSEMBLE 39
FOTO: PRIVAT/FLS/WELLER
Franziska Becker
Franziska Becker spielte im Musik- als auch im Sprechtheater bereits ungezählte
Hauptrollen großer Produktionen, unter anderem Lisa Wartberg im Musical „Ich
war noch niemals in New York“ im Hamburger Operettenhaus, Tanja in „Mamma
Mia“ am Stuttgarter Palladium Theater oder die Titelrolle in „Kiss me Kate“ an
der Wiener Volksoper. Weitere Stationen waren das Deutsche Theater München
und das Salzburger Landestheater. 2016 wurde sie bei den Gandersheimer Domfestspielen
mit dem „Roswitha-Ring“ ausgezeichnet und erhielt 2018 den „Deutschen
Musical Theater Preis“. In Hall war sie zuletzt in „Ewig Jung“, als Elisabeth
in „Maria Stuart“ und Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“ zu sehen.
In diesem Sommer spielt sie Teufel und Vetter in „Jedermann“.
FOTO: ANDREW JAMES
Mark Biocca
Mark Biocca ist ein schottisch-italienischer Performer mit Wohnsitz in London,
ausgebildet an der Royal Ballet School. Mark tanzte als Solist und Erster Solist
bei renommierten internationalen Compagnien, darunter das Northern Ballet, Alberta
Ballet, Royal Winnipeg Ballet, das Nationalballett Portugal und das Ungarische
Staatsballett. Im Anschluss etablierte er sich im Musicalbereich und übernahm
Hauptrollen in ganz Europa, darunter Bernardo in „West Side Story“, „Singin’
in the Rain“, „Seven Brides for Seven Brothers“ sowie in der italienischen
Erstaufführung von „Das Phantom der Oper“. Seine Arbeit umfasst Bühne und
Film, mit Engagements für Netflix, Fox und RAI. Zum ersten Mal in Hall ist er in
„Cabaret“ und als Bernardo in „West Side Story“ zu sehen.
FOTO: SASKIA ALLERS
Katia Bischoff
Nach ihrer Ausbildung an der UdK Berlin debütierte Katia Bischoff bei den Burgfestspielen
Bad Vilbel in „Emil und die Detektive“ und in „Saturday Night Fever“.
Erste Hauptrollen waren Nancy Sinatra und Ava Gardner in „That’s Life“ auf Tournee.
Sie spielte Constance in „3 Musketiere“ am Theater Magdeburg, Johanna in
„Sweeney Todd“ in Leipzig und unter anderem Schwester Mary Robert in „Sister
Act“, Constanze Weber in „Mozart!“ sowie Laura Gomez in „Miami Nights“ bei den
Freilichtspielen Tecklenburg. Sie war in der Titelrolle in „Lady Bess“ und als Éponine
in „Les Misérables“ am Theater St. Gallen und als Polly Baker in „Crazy for You“
an der Oper Graz zu erleben. In Hall spielte sie Amber von Tussle in „Hairspray“
und in diesem Jahr Maria in „West Side Story“.
FOTO: SASKIA ALLERS
Tobias Blinzler
Bereits vor seinem Studium an der Berliner Universität der Künste, welches er
2023 abschloss, tanzte Tobias Blinzler bei der Uraufführung von „A Spider Murphy
Story“ am Landestheater Coburg und war Ensemblemitglied beim „Blues-Brothers-Musical“
am Meininger Staatstheater. Im Rahmen des Studiums spielte er
in der Operette „Pariser Leben“, in der Uraufführung „Paradise Lost“ sowie im
„Hauptmann von Köpenick“ und in „Ladies Night“ bei den Rosenberg-Festspielen
in Kronach. Nach dem Studium war er das Weiße Kaninchen in „Alice im Wunderland“
am Theater in Klagenfurt. 2024 war er Kaiphas in „Jesus Christ Superstar“
bei den Eutiner Festspielen und Joey in „Sister Act“ am Theater Klagenfurt. In
diesem Jahr spielt er in „Cabaret“ und wiederum als Big Deal in „West Side Story“.
Silke Buchholz
Silke Buchholz war nach ihrem Schauspielstudium unter anderem am Staatstheater
Braunschweig, Residenztheater München, Landestheater Linz, Theater Konstanz,
Theater Neumarkt in Zürich und am Saarländischen Staatstheater engagiert
(dort etwa als Jenny in der „Dreigroschenoper“ und als Elmire in „Tartuffe“).
Sie war Mitbegründerin der Theater-/Performancegruppe „Landesbühne Berlin“,
tourte mit „Islands“ durch England, Zypern und die Kanaren und mit „Patentöchter“,
„#circe“, „Am Boden“ und „Wie Europa gelingt“ durch ganz Deutschland. Sie
arbeitet außerdem seit vielen Jahren als Hörbuchsprecherin. Nach Ariana in „Don
Camillo und Peppone“ und Alberta in „Titanic – Schöne Menschen spielen große
Gefühle“ spielt sie in Hall in diesem Jahr in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
FOTO: PRIVAT
40
ENSEMBLE
Birgit Busse
Nach dem Studium an der Joop van den Ende Academy und einem Folgestudium
klassischer Gesang und Gesangspädagogik war Birgit Busse am Altonaer Theater
und am Colosseum Theater in Essen, am Musiktheater im Revier, als Hänsel in
„Hänsel und Gretel“ an der Folkwang Uni und am Festspielhaus Neuschwanstein
engagiert. Zudem sang sie Konzerte und war in „My Fair Lady“ in der Elbphilharmonie
Hamburg zu erleben. Sie hat das „Haller Neujahrs-Varieté“ konzipiert und
inszeniert, war dort als Sängerin zu erleben und führte als Moderatorin durch den
Abend. Sie spielte in „Die Schöne und das Biest“, Frau Timm in „Der Messias“, die
Gemeindehelferin Siv in „Wie im Himmel“ und die Katze in „ESELHUNDKATZE-
HAHN“. In dieser Spielzeit ist sie Chorleiterin und spielt im „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
Julian Culemann
Engagements als Schauspieler und Musicaldarsteller führten Julian Culemann
unter anderem an die Staatstheater Braunschweig, Saarbrücken und Darmstadt,
die Theater Pforzheim, Heidelberg und Kaiserslautern, die Landestheater Detmold
und Neuss und die Tonhalle Düsseldorf. Er war erster Preisträger des Bundeswettbewerbs
Gesang Berlin in der Juniorkategorie, trat im Friedrichstadtpalast
auf und wirkt in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Am Hessischen
Staatstheater Wiesbaden verkörperte er Cliff in „Cabaret“, in Bonn die
Hauptrolle in „Tootsie“. In Hall spielte er in „Ein Sommernachtstraum“, den Bürgermeister
in „Der Besuch der alten Dame“ und den Stardirigenten Daniel Daréus
in „Wie im Himmel“. In diesem Jahr ist er wiederum Tony in „West Side Story“.
FOTO: PRIVAT
Tayler Davis
Tayler Davis studierte Musiktheater an der Performance Preparation Academy in
Guildford, England. Nach seinem Abschluss stand er in verschiedenen Rollen in
London auf der Bühne, bevor er in der deutschsprachigen Erstaufführung von
„Kinky Boots“ am Stage Operettenhaus Hamburg als einer von Lolas Angels zu
sehen war. Im Anschluss daran verkörperte er diese Rolle erneut an Bord der „Encore“
der Norwegian Cruise Lines. Es folgten ein Engagement als Solist in der Tribute-Produktion
„The Music of James Bond and More“, beim Konzert „Orchestra
On The Rocks“, als Priester Il in „Jesus Christ Superstar“ bei den Eutiner Festspielen
sowie als Teil des Casts von „Rock me Amadeus“ am Ronacher in Wien. In Hall
spielt er im zweiten Jahr Diesel in „West Side Story“.
FOTO: TANJA HALL
Nicoletta Luna Iparraguirre De las Casas
In Frankfurt am Main aufgewachsen begann Nicoletta Luna Iparraguirre De las
Casas bereits im Alter von drei Jahren mit Rollkunstlauf als Leistungssport und
widmete sich dieser Disziplin über viele Jahre hinweg. 2024 schloss sie ihre Ausbildung
zur Musicaldarstellerin ab. Schon während ihrer Ausbildungszeit sammelte
sie erste Bühnenerfahrungen am Staatstheater Wiesbaden, wo sie unter anderem
in „Bakchen“ und dem Musical „Follies“ zu sehen war. In der aktuellen
Spielzeit steht sie am Staatstheater Mainz als eine der Ahninnen in „The Addams
Family“, am Theater Hagen als Louise und Ms. Wilde in dem Musical „Flashdance“
und als Ermengarde in „Hello, Dolly!“ am Musiktheater im Revier auf der Bühne.
Zum ersten Mal in Hall ist sie in „West Side Story“ und in „Cabaret“ zu erleben.
FOTO: MARCO SOMMER
Michael Del Coco
Michael Del Coco absolvierte 2013 sein Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg.
Noch währenddessen spielte er 2010 im Rahmen der Salzburger Festspiele
den Zettel im „Sommernachtstraum“. Es folgten Gastengagements unter anderem
am Jungen Staatstheater an der Parkaue Berlin und am Stadttheater Klagenfurt.
Daneben ist er in diversen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. In
Hall spielte er in „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“ im Adriano-Celentano-
Abend „Für immer Azzurro!“, in „Cyrano de Bergerac“, in „Rotkäppchen und Herr
Wolff“, in „ESELHUNDKATZEHAHN“, in „Ein Sommernachtstraum“ sowie drei Rollen
in „Der eingebildete Kranke“. In diesem Jahr spielt er wiederum Amme und
Lorenzo in „Romeo und Julia“ und die Titelrolle in „Der gestiefelte Kater“.
FOTO: DAVID PARYLA
ENSEMBLE 41
FOTO: PRIVAT
Iván Delgado del Río
Iván Delgado del Río studierte Tanz am Konservatorium in Sevilla, danach am
Studio Centre in London und an der English National Ballet School, mit anschließenden
Engagements beim English National Ballet, Scottish Ballet, New English
Ballet Theater, dem Corella Ballet, dem Carmen Roche Ballet, dem Staatstheater
Nürnberg und bei Matthew Bournes New Adventures. Seit 2019 war er unter anderem
in Produktionen wie „Schwanensee“ am Théâtre Mogador und „Il était une
fois Casse-Noisette“ am Théâtre du Châtelet in Paris. Er tanzt bei Galas und arbeitet
als Tanzlehrer und Choreograf etwa am Institut del Teatre, bei PAR Dansa
und an Konservatorien in Sevilla, Valencia, Cáceres, Burgos sowie am Conservatorio
Carmen Amaya in Madrid. In Hall spielt er Pepe in „West Side Story“.
FOTO: HENRIETTE POGODA
Dominik Dittrich
Dominik Dittrich war bisher verantwortlich für die Musik in „Was ihr wollt“, „Don
Camillo und Peppone“, „Für immer Azzurro!“, „ESELHUNDKATZEHAHN“, „Der
schönste Tag im Leben“ und „Williams weite Welt“. Als Komponist und musikalischer
Leiter arbeitete er unter anderem am Schauspielhaus Wien, am Berliner
Ensemble, am Schauspiel Essen und am Landestheater Tübingen, bei der Uraufführung
von „Thaddäus Troll“ am Schauspiel Stuttgart und bei der „Dreigroschenoper“
am Theater Heidelberg. Die Puppen-Polit-Oper mit seiner Musik, „Palmer –
Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, wurde 2015 für den Theaterpreis „DER
FAUST“ nominiert. 2026 spielt und musiziert er nebst musikalischer Leitung in
„Der gestiefelte Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
FOTO: PRIVAT
Camille Dombrowsky
Camille Dombrowsky wurde in Berlin geboren und stand schon als Jugendliche
auf der Bühne. 2014 erlangte sie beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im
Fach Gesang den ersten Preis und studierte im Anschluss klassischen Gesang an
der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig,
gefolgt von einem Schauspielstudium ebendort. Ihr Studiojahr absolvierte sie am
Neuen Theater Halle, zudem gastierte sie unter anderem am Nationaltheater
Mannheim. Vor und während des Studiums wirkte sie in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen
mit. Bis zur Spielzeit 2023/24 gehörte sie zum Ensemble des
Schauspiel Stuttgart; seit 2024/25 arbeitet sie freischaffend etwa in Mannheim
und Berlin. Zum ersten Mal in Hall spielt sie in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
FOTO: ALEX BACH
Marlou Düster
Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin ist seit 2014 in diversen Musicals zu erleben,
unter anderem in „Ball im Savoy“ (Theater Lübeck), „Die lustige Witwe“
und als Zelda Zenders in „Singing in the Rain“ (Theater Heidelberg), „Saturday
Night Fever“ und „Ludwig2“ (Festspielhaus Füssen), „Die Päpstin“ (Stuttgart und
Füssen), als Alex Owens in „Flashdance“, in „Chess“ (Oldenburgisches Staatstheater),
„Orpheus in der Unterwelt“ (Theater Dortmund), „Der Graf von Monte
Christo“ (Theater Münster), „Cabaret“ (Landesbühnen Sachsen). Außerdem
schwebte Marlou Düster als Luftakrobatin am Aerial Silk, so als Elisabeth in „The
Cold Heart“ (Theater Hof). Zudem war sie als Dance Captain und als Abendspielleitung
tätig. In Hall spielt sie Francisca in „West Side Story“.
FOTO: SVEN SERKIS
Lena Maria Eikenbusch
Schon als Jugendliche spielte Lena Maria Eikenbusch die „Julia“ zur Eröffnung des
Jungen Schauspiel Hannover. Während ihrer Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule
in München arbeitete sie mit Herbert Fritsch und Dimiter Gotscheff
am Residenztheater München. Sie absolvierte eine Ausbildung in zeitgenössischem
Tanz und den M.A. Spiel und Objekt an der Hochschule für Schauspielkunst
Ernst Busch. Sie arbeitete unter anderem mit dem Medientheaterkollektiv
machina eX und dem Center for Literature, am Deutschen Theater Berlin, am
Düsseldorfer Schauspielhaus und am Theater der jungen Welt Leipzig, außerdem
für Film und Fernsehen. In Hall spielt sie in diesem Sommer in „Der gestiefelte
Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
42
ENSEMBLE
Veronika Enders
Schon während ihrer Musicalausbildung an der Joop van den Ende Academy
Hamburg stand Veronika Enders in „La Cage aux Folles“ sowie in „Das Apartment“
auf der Bühne. Danach spielte sie Patsy in „Crazy for You“ am Theater Kiel
und Rumpleteazer und Sillabub in der Europatournee von „Cats“. Es folgten Engagements
in „Blues Brothers“ bei den Burgfestspielen Bad Vilbel, in „Roxy und
ihr Wunderteam“ und „Jesus Christ Superstar“ an der Oper Dortmund, in „Singin’
In The Rain“ und „Bussi – Das Musical“ am Gärtnerplatztheater München, in
„West Side Story“ am Theater Wuppertal, in „Annie – Das Musical“ in Stuttgart, in
„Tanz der Vampire“ am Theater des Westens Berlin sowie in „Cabaret“ am Staatstheater
Wiesbaden. In Hall ist sie als Minnie in „West Side Story“ zu sehen.
FOTO: LASTRADAGRAPHY
Carina Fitzi
Nach ihre Musicalausbildung in Wien folgten zahlreiche Engagements, wie zuletzt
im Ensemble bei „Tanz der Vampire“ im Operettenhaus Hamburg. Carina Fitzi
tourte durch Europa als Wendy Jo und Dance Captain in „Footloose“, als Stephanie
Mangano in „Saturday Night Fever“, in „Das Spongebob Musical“ und als Clara/Louise/Mrs.
Santiago sowie als Dance Captain und Assistenz-Choreografin in
„Ghost – Nachricht von Sam“. In „West Side Story“ an den Landesbühnen Sachsen
spielte sie Velma. Zudem tritt sie als Luftakrobatin in den Disziplinen Aerial
Silk und Aerial Hoop bei verschiedenen Events auf. Ebenso war sie in Werbespots
(McDonald‘s, Penny, Karriere.at) im österreichischen TV zu sehen. In Hall spielt
sie in „Cabaret“ und Graziella in „West Side Story“.
FOTO: PRIVAT
Claudius Freyer
Claudius Freyer war als Großgrundbesitzer Pasotti in „Don Camillo und Peppone“,
als Pharao in „AIDA“ und als Vetter und Schuldknecht im „Jedermann“ zu sehen.
Er spielt den Rittmeister und die Baronin in „Geschichten aus dem Wiener Wald“,
Erik in „Wie im Himmel“ und Shrewsbury in „Maria Stuart“. Freyer kann auf eine
lange Karriere als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera zurückblicken.
Er spielte am Pfalztheater Kaiserslautern, am Grips-Theater und am Theater des
Westens in Berlin und war im Fernsehen unter anderem in „Zappek“, „Polizeiruf
110“ und „Pfarrer Braun“ zu sehen. Neben zahlreichen Konzertauftritten produziert
er mit seiner Rockband „Mates in Rock“ auch die Rockkomödie „Himmlisch
gerockt“. In diesem Jahr singt und spielt er in „West Side Story“.
FOTO: STEFFEN JAENICKE
AnnPhie Fritz
AnnPhie Fritz ist Schauspielerin, Kabarettistin, Autorin und Theaterpädagogin.
Sie studierte in Salzburg und Berlin, brachte die ÖEA von Kae Tempest’s „Wasted“
in Wien auf die Bühne, ihr Text „Nacht. Starre.“ war im Finale des Open Mike Literatur-Wettbewerbs.
Als Schauspielerin gastierte sie unter anderem am Staatstheater
Kassel, am Landestheater Marburg und im Alten Schauspielhaus Stuttgart
und in freien Produktionen in Wien. Als Theaterpädagogin und Dramaturgin
arbeitete sie in den letzten beiden Spielzeiten bei den Freilichtspielen. 2025 coinszenierte
sie das Jugendensemble und leitete das Ensemble Plus. Ihr Kabarettdebüt
„SHANTI SCHATZI“ feierte 2025 Deutschlandpremiere im Neuen Globe. In
diesem Sommer spielt sie Lady Milford in „Kabale und Liebe“.
FOTO: PRIVAT
Mario Gremlich
Mario Gremlich stand erstmals 2005 als Marquis von Posa in Schillers „Don Carlos“
auf der Großen Treppe. Es folgten Auftritte in „Wilhelm Tell“, „Gift“ und „In
der Bar zum Krokodil – Ab in die wilden 20er“. Zuletzt war der ehemalige Leiter
des Liechtensteiner Theaters am Kirchplatz im Festengagement am Theater Vorpommern
tätig, wo er unter anderem als Serge in Yasmina Rezas „Kunst“, Woyzeck
in Georg Büchners „Woyzeck“, Herodes Antipas in „Jesus Christ Superstar“,
Polonius und Fortinbras in „Hamlet“ zu sehen war. In Hall spielte er zuletzt Havlitschek,
Hierlinger Ferdinand und Mister in „Geschichten aus dem Wiener Wald“,
übernahm die Rolle Sir Tobi in „Was ihr wollt“ und spielte Paulet in „Maria Stuart“.
In diesem Jahr ist er Miller in „Kabale und Liebe“.
FOTO: PRIVAT
ENSEMBLE 43
FOTO: PRIVAT
Gunter Heun
Gunter Heun spielte in Hall unter anderem die Titelrollen in „Don Camillo und
Peppone“, in „Wilhelm Tell“, in „Cyrano de Bergerac“ sowie im „Jedermann“. Zudem
verkörpert er Monsignore O‘Hara in „Sister Act“, Malvolio in Shakespeares
„Was ihr wollt“, Saladin in „Nathan der Weise“ und Leicester in „Maria Stuart“. In
seiner langjährigen Laufbahn war Heun etwa am Deutschen Theater Göttingen,
am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg
und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert. 2025 spielt er die Titelrolle
in „Der eingebildete Kranke“, Ronjas Vater in „Ronja Räubertochter“ und Julias
Vater in „Romeo und Julia“. In diesem Jahr ist er wiederum in „Romeo und Julia“
und neu als Präsident in „Kabale und Liebe“ zu erleben.
FOTO: PRIVAT
Nikolaij Janocha
Nach dem Schauspielstudium an der Universität Mozarteum in Salzburg war Nikolaij
Janocha zunächst in Rottweil und am Staatstheater Braunschweig engagiert.
Es folgten Produktionen in Wien, so etwa die Uraufführung „Mutterseele“
von Thomas Perle, die ÖEA „Wasted“ von Kae Tempest und am Theater Kanton
Zürich „Die Schwarze Spinne“ von Jeremias Gotthelf. Er spielte am Theater Grand
Guignol in Braunschweig in fünf Uraufführungen, in fünf Produktionen an den
Schauspielbühnen Stuttgart, am Deutschen Theater Göttingen, zuletzt am Theater
am Wandlitzsee bei Berlin. Nikolaij Janocha lebt in Berlin und ist neben seiner
Theaterarbeit als Sprecher tätig. 2026 spielt er bei den Freilichtspielen in Hall
Wurm in „Kabale und Liebe“.
FOTO: ELBSHOT
Kara Kemeny
Kara Kemeny schloss ihr Studium mit einem B.A. am Institut für Musik an der
Hochschule Osnabrück ab. Seither sah man sie unter anderem in Stücken wie
„Kiss me, Kate“ als Lois Lane, „One Touch of Venus“ als Venus, „Young Frankenstein“
als Inga, „Hairspray“ als Amber von Tussle, „Trouble in Tahiti“, „Chaplin“ als
Hedda Hopper, „Addams Family“, „Love Never Dies“ als Meg Giry, „West Side Story“
als Rosalia, „Jesus Christ Superstar“, „In the Heights“ als Nina, „Cabaret“,
„Prinz von Preußen“ als Lily van Breek, „Street Scene“, „Avenue Q“ als Lucy, „Bibi
& Tina“, „Letterland“ und als Anna in „Die Schneekönigin“. In Schwäbisch Hall
spielte sie die Rolle Amber von Tussle in „Hairspray“ und ist in diesem Jahr Anita
in „West Side Story“.
FOTO: SVEN SERKIS
Nils Klitsch
Nils Klitsch studierte Musical an der Theaterakademie August Everding. Zuvor
spielte er am Jungen Staatsmusical Wiesbaden in „Das Geheimnis des Edwin
Drood“ und in „Superhero“. Im Rahmen des Studiums spielte er unter anderem
Don Price in „Big Fish“ und die Vogelscheuche in „Der Zauberer von Oz“, in „Hair“
am Staatstheater am Gärtnerplatz und bei den Bad Hersfelder Festspielen, in
Hall Maik in „Tschick“ und in „Wahnsinn – Das Wolfgang Petry Musical“. Er spielte
Fred in „Ich war noch niemals in New York“ bei den Thunerseespielen und Jim
Farrell in „Titanic – Das Musical“ am Mecklenburgischen Staatstheater und am
Theater Pforzheim. In Hall spielt er im zweiten Jahr Tybalt in „Romeo und Julia“
und neu auch Action in „West Side Story“.
FOTO: ROBIN KATER
Jelena Kunz
Bereits während ihres Schauspielstudiums an der Hochschule Stuttgart spielte
Jelena Kunz unter anderem in Calixto Bieitos Inszenierung „Bernarda Albas Haus“
am Staatstheater Stuttgart. Danach war sie am Pfalztheater Kaiserslautern,
spielte dort vor allem Haupt- und Titelrollen, etwa „Minna von Barnhelm“ und
„Katharina Blum“ und in der Uraufführung „Die toten Freunde (Dinosauriermonologe)“
von Ariane Koch (eingeladen zu den Berliner Theatertagen). Seither ist sie
als freiberufliche Theater-, Film-, Fernseh- sowie Synchronschauspielerin tätig,
zuletzt am Detmolder Landestheater in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“. In Hall
spielte sie die Titelrolle in „Ronja Räubertochter“ und Toinette in „Der eingebildete
Kranke“. In diesem Jahr ist sie Luise in „Kabale und Liebe“.
44
ENSEMBLE
Benjamin Leibbrand
Der freischaffende Kommunikations- und Mediendesigner Benjamin Leibbrand
tourt seit 2012 mit seiner Band „Tante Polly“ aus Hamburg St. Pauli durch die
Weltgeschichte. 2018 erschien mit „Tristesse Totale“ ihr drittes Album. Mit „Tante
Polly“ war er regelmäßig auch am Theater, etwa in der „Dreigroschenoper“ am
Theater Heidelberg, in „Der Zauberer von Oz“ in Essen und „Eselhundkatzehahn“
in Bad Gandersheim. In Hall war er bereits in „Don Camillo und Peppone“, in „Williams
weite Welt“, in „Für immer Azzurro!“ in „Was ihr wollt“, in „ESELHUNDKAT-
ZEHAHN“ und in „Der schönste Tag im Leben“ als Musiker und Spieler zu erleben.
In diesem Sommer ist er Musiker bei „Stolz und Vorurteil * (*oder so*)“ und
Spieler und Musiker in „Der gestiefelte Kater“.
FOTO: PRIVAT
Philipp Moschitz
In Hall inszenierte Philipp Moschitz „Das Spiel von Liebe und Zufall“, „Sister Act“
und den umjubelten Jubiläums-„Jedermann“ in 2025. Er studierte Schauspiel an
der Theaterakademie August Everding. Seit 2006 gehört er zum Ensemble des
Metropoltheaters München und gastierte unter anderem am Residenztheater, an
der Bayerischen Staatsoper München und am Thalia Theater in Hamburg. Im TV
war er in Serien wie „Um Himmels Willen“, „In aller Freundschaft“ und im Münchner
„Tatort“ zu sehen. Weitere Regiearbeiten waren beispielsweise die Oper „Cendrillon“
von Pauline Viardot. Philipp Moschitz ist Dozent für Schauspiel/Rolle an
der Theaterakademie August Everding im Studienfach Schauspiel. In Hall spielt er
in diesem Jahr die Titelrolle im „Jedermann“, für den er zudem Regie führt.
FOTO: KATE MOSCH
Emily Mrosek
Emily Mrosek wirkte bereits als Jugendliche in verschiedenen Produktionen der
Bonner Oper wie „Turandot“, „Tosca“ und dem Musical „Anatevka“ mit. 2024
schloss sie ihr Musicalstudium in München an der Theaterakademie August
Everding ab. Dort spielte sie im Prinzregententheater Sir Andrew in „Twelfth
Night“, Pam in „Baby“ und Winnifred in „Once upon a Mattress“. 2024 übernahm
sie die Rolle der Annette Reille in „Der Gott des Gemetzels“ im Theater an der Effingerstraße
in Bern. Anfang 2025 war sie als Ruth Maier im Musical „Briefe von
Ruth“ in der Kammeroper in Wien zu sehen. In Hall spielt sie Julia in „Romeo und
Julia“, die Prinzessin in „Der gestiefelte Kater“ und mehrere Rollen in „Stolz und
Vorurteil* (*oder so)“.
FOTO: SASKIA ALLERS
Salomé Ortiz
Erste Schauspielerfahrung sammelte Salomé Ortiz in der Company La Función
Teatro der Universität Granada und im Jugendclub des Staatstheaters am Gärtnerplatz.
Für ihre Rolle in „María Pacheco“ erhielt sie den Mariana-Pineda-Preis.
2016 wurde sie Süddeutsche Meisterin im Hip-Hop. Bereits während ihres Studiums
spielte sie unter anderem Sir Toby in „Twelfth Night“ am Prinzregententheater
und Audrey in „Der kleine Horrorladen“ am Deutschen Theater München. Es
folgten Engagements am Staatstheater Augsburg als Liz in „Chicago“, als Maulende
Myrte in „Harry Potter und das verwunschene Kind“ in Hamburg und als
Tribe in „Hair“ am Tiroler Landestheater. In Hall ist sie als Consuelo in „West Side
Story“ zu sehen und als Sally Bowles in „Cabaret“.
FOTO: SASKIA ALLERS
Andrea Matthias Pagani
Andrea Matthias Paganis Theaterkarriere begann am Stadttheater Pforzheim, wo
er zunächst im Schauspiel zu sehen war, etwa in der Titelrolle in „Don Carlos“
oder als Ruprecht in „Der zerbrochene Krug“. Danach folgten Hauptrollen im Musiktheater,
zum Beispiel Che in „Evita“ am Nationaltheater Mannheim, Jesus in
„Jesus Christ Superstar“ bei den Burgfestspielen Bad Vilbel oder Anatoly in
„Chess“ an der Staatsoperette Dresden. In Hall stellte er sich als Zoser in „Elton
John und Tim Rice’s AIDA“ erstmals dem Publikum vor, spielte den Zahnarzt Orin
in „Der kleine Horrorladen“, den Gangster Curtis in „Sister Act“, den Dorfladenbesitzer
Arne in „Wie im Himmel“ und Tracys Mutter Edna in „Hairspray“. In diesem
Jahr spielt er Doc in „West Side Story“ und Herr Schultz in „Cabaret“.
FOTO: CALVO CORRADO
ENSEMBLE 45
FOTO: PRIVAT
Florian Peters
Florian Peters studierte Musical an der Bayerischen Theaterakademie August
Everding. Er spielte in „Hair“ und „Rent“ und am Gärtnerplatztheater in München
in „Jesus Christ Superstar“, „Der Mann von La Mancha“, „Gefährliche Liebschaften“
und „Der Flaschengeist“. In New York gewann er den Lys Symonette Award
bei der „Lotte Lenya Competition“. In Wien spielte er etwa die Titelrolle in „Mozart“
und Johann Friedel in der Uraufführung des Stephen Schwartz-Musicals
„Schikaneder“. Es folgten Hauptrollen in unter anderem „3 Musketiere“, „Les Miserables“,
„Elisabeth“, „Wenn Rosenblätter fallen“, „Bluthochzeit“ und in der
„Dreigroschenoper“. Nachdem er vor zehn Jahren in „Tschick“ mitgespielt hat, ist
er in diesem Jahr wiederum als Romeo in „Romeo und Julia“ zu sehen.
FOTO: PRIVAT
Marius Petrenz
Marius Petrenz studierte ab 2019 Schauspiel an der Akademie für Darstellende
Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Gastengagements führten ihn ans
Schauspiel Stuttgart und an das Theater im Marienbad in Freiburg. Nach seinem
Abschluss wurde er ab 2023 für zwei Jahre Ensemblemitglied im Pfalztheater
Kaiserslautern, wo er unter anderem mit Elina Finkel („Untröstliche Schatten“)
und Sascha Hawemann („Bauern, Bonzen und Bomben“) arbeitete. Nach einem
Tanzintensivprogramm am ADDA Advanced Dance Institute Barcelona spielt Marius
Petrenz seit April 2026 in der Aalener Produktion „ich sehe was / was du
nicht siehst“ (eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt) und ab Juni als Ferdinand
in „Kabale und Liebe“ bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.
FOTO: URBAN RUTHS
Nadja Petri
Nadja Petri studierte in Leipzig Schauspiel und ist seitdem sowohl auf Theaterals
auch auf Musicalbühnen, sowie in TV- und Kinoproduktionen zu sehen. Sie
spielte am Staatsschauspiel Dresden und Hannover, Staatstheater Darmstadt,
Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum und Zürich, Schauspiel Frankfurt,
an der Oper Chemnitz, am Theater am Potsdamer Platz, Operettenhaus
Hamburg, an der Neuköllner Oper und am St. Pauli Theater Hamburg etwa in „Die
Dreigroschenoper“. Sie war Sängerin einiger Bands in Berlin und München und
hat die Genres Punk, Heavy Metal, Rock, (Elektro-)Pop und Chanson bedient. In
Hall spielte sie Undis und weitere Rollen in „Ronja Räubertochter“ und Béline in
„Der eingebildete Kranke“. In diesem Jahr ist sie Fräulein Kost in „Cabaret“.
FOTO: BJÖRN KLEIN
Felipe Ramos
Felipe Ramos studierte Musikpädagogik und Gesang an der Universität Brasília.
Er singt sowohl in Musicals als auch in Opern (Brasilien, Niederlande, China, Italien,
die Schweiz), war unter anderem Angel Schunard in „Rent“, Jesus in „Jesus
Christ Superstar“, Tony in „West Side Story“, Rocky in „Rocky Horror Show“, Claude
in „Hair“, Tamino in „Die Zauberflöte“, Alfredo in „La Traviata“, Don Jose in
„Carmen“, Almaviva in „Il Barbiere di Siviglia“ und Orfeo in „Orfeo ed Euridice“. Er
arbeitet als Opernregisseur, musikalischer Leiter und Vocal Coach und unterrichtet
in Opera Studios, Workshops und Masterclasses (zum Beispiel in Berlin Opera
Academy und Broadway Dreams). In Hall spielte er Gilbert in „Hairspray“ und in
diesem Jahr in „Cabaret“ und Pepe in „West Side Story“.
FOTO: MIRA BENSER
Josefine Rau
Nach ihrer Musicalausbildung in Mainz war Josefine Rau am Staatstheater Wiesbaden
unter anderem in „Cabaret“, „Follies“ und als Tänzerin in einigen Opern-
Produktionen zu sehen. Ihr Hauptrollendebüt gab sie als Hildegard Knef am Theater
der Altmark Stendal. Es folgte Sally Bowles in „Cabaret“ in Freiburg. Bei den
Burgfestspielen Bad Vilbel war sie in „Die 8 Frauen“ und in „Sekretärinnen“ zu sehen
sowie bei den Brüder Grimm-Festspielen in Hanau im Musical „Die Bremer
Stadtmusikanten“ als Kikki Rikki. Sie gewann den 2. Platz beim Bundeswettbewerb
Gesang „Chanson“. Außerdem absolvierte sie Weiterbildungen im Maskenspiel
bei „Familie Flöz“ und im Filmschauspiel. Zum ersten Mal in Hall übernimmt
sie die Rolle Anybody’s in „West Side Story“.
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ENSEMBLE
Barbara Raunegger
Barbara Raunegger studierte am Konservatorium der Stadt Wien sowie an der
University of Music in Denver/USA. Sie war Premierenbesetzung der Welturaufführung
von „Der Glöckner von Notre Dame“ und der Deutschlandpremiere von
„Mamma Mia!“ und war etwa in „Little Shop of Horrors“, „Les Miserables“, „Die
Schöne und das Biest“, „Robin Hood“, „Wicked – Die Hexen von Oz“ und „Tanz der
Vampire“ zu sehen. Sie spielte am Stage Theater des Westens Berlin, dem Metronom
Theater Oberhausen und dem Stage Apollo Theater Stuttgart, tourt mit der
Two Woman-Show „ABBA – Nackte Tatsachen“ und ihrer Soloshow. In Hall spielte
sie in „Sister Act“, als Olga in „Wie im Himmel“ und als Prudy Pingleton in „Hairspray“.
In diesem Jahr spielt sie wiederum Glaube und Vetter im „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
Martina Maria Reichert
Martina Maria Reichert war an den Münchener Kammerspielen, am Schauspiel
Frankfurt und am Theater Freiburg engagiert und erhielt für ihre Mitwirkung in
„Kaspar Häuser Meer“ am Theater Erlangen einen Darstellerpreis bei den Bayerischen
Theatertagen. Im Fernsehen war sie in der BBC-Produktion „Nuclear Secrets“
zu erleben. Zudem ist sie als Life- und Businesscoach tätig und leitet Jugendprojekte,
so das integrative Projekt „Wir sind Faust“. In Hall spielte sie Buhlschaft
und Glaube im „Jedermann“, die Mutter in „Geschichten aus dem Wiener
Wald“, Olivia in „Was ihr wollt“, die Titelrolle in „Maria Stuart“ und Lovis in „Ronja
Räubertochter“. Zudem führte sie Regie bei den Bürgerprojekten „Momo“ und
„Glückskind“. In diesem Jahr spielt sie Frau Miller in „Kabale und Liebe“.
FOTO: GELA MEGRELIDZE
Tobias Rott
Erste Engagements führten Tobias Rott unter anderem nach Koblenz, Hamburg,
Mainz und Potsdam, wo er etwa den Conférencier in „Cabaret“, Mephisto in
„Faust“ oder den Hermann in der „Hermannsschlacht“ spielte. Seit vielen Jahren
arbeitet er vorrangig als Regisseur, etwa in Berlin, Bremerhaven, Esslingen, Potsdam
und Meiningen, inszenierte unter anderem „Viel Lärm um nichts“, „Dantons
Tod“, „Kabale und Liebe“, die Musical-Uraufführung „Maria, ihm schmeckt’s
nicht!“ oder Operetten wie „Im weißen Rössl“ und „Schwarzwaldmädel“. Für
„Hinkemann“ war er 2020 in Kritikerumfragen zweimal als „Beste Regie“ nominiert.
Bis 2021 war er drei Jahre Schauspieldirektor am Meininger Staatstheater.
In Hall ist er als Hofmarschall von Kalb in „Kabale und Liebe“ zu sehen.
FOTO: MARIE LIEBIG
Coul Sarademe
In Côte d‘Ivoir absolvierte Coul Sarademe seine künstlerische Ausbildung am Kulturzentrum
Village Ki-Yi in Abidjan mit den Schwerpunkten Musik, Stelzenakrobatik
sowie Bau und Spiel von Großpuppen. Seit 2003 ist er als Performer international
tätig, tourte etwa mit der Zirkusproduktion „Mother Africa“, ebenso mit
den Compagnien „Possum Po“ und „Mandjani“. Er war Percussionist beim Tanztheater
„Mayumana”, beim „Circus Phönix Paris” und beim „Cirque du Soleil” in
Deutschland. In Spanien spielte er bei „Jean Bruce and Fang“ und leitete Percussion-Workshops
im Rahmen der Kulturreihe „Miradas de África“. Er ist als Musikpädagoge
aktiv und unterrichtet Trommel und Tanz in Schulen, Kindergärten und
kulturellen Projekten. In Hall ist er in „Jedermann“ zu erleben.
FOTO: PRIVAT
Johannes Schön
Johannes Schön studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er war fünf Jahre im Ensemble am Landestheater
Tübingen. Seit 2010 arbeitet er als freier Schauspieler und ist unter anderem
als Faust 1+2, Cyrano de Bergerac, Tartuffe, als der Meister aus „Der Meister
und Margarita“, als Valère in „Der Geizige“, als Pierre Curie in „Marie Curie“ und
nicht zuletzt als „Graf von Monte Christo“ durch die Republik getourt. Er hat als
Puppenspieler in „Ophelias Schattentheater“ fungiert und Improvisationsspiel
und Theaterarbeit mit Jugendlichen und Laien gemacht. In Hall spielte er mehrere
Rollen in „Der Besuch der alten Dame“ und spielt heuer den Schuldknecht im
„Jedermann“ und Krupke in „West Side Story“.
FOTO: LEA MAHLER
ENSEMBLE 47
FOTO: JENS SCHWARZ
Uta Maria Schütze
Nach Uta Maria Schützes Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater
„Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig folgten Festengagements am Theater
Meiningen, am Landestheater Salzburg, an den Bühnen der Stadt Köln, am
Staatstheater Hannover, am Stadttheater Aachen und am Schauspiel Essen. Danach
war sie Gast an zahlreichen Bühnen, unter anderem: Theater an der Kö Düsseldorf,
Komödie Bochum, Städtische Bühnen Krefeld, Bühnen Wuppertal, Altes
Schauspielhaus Stuttgart. Sie übernahm Rollen in Film und Fernsehen, so etwa in
„Lemmi und die Schmöker“, „Die Anrheiner“, „Lindenstraße“, „Tatort“ und „Taunuskrimi“,
„Soko 5113“ und „Soko Köln“, „Transpapa“, „Rentnercops“, „Nur eine
Handvoll Leben“. In Hall spielt sie Jedermanns Mutter in „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
Ilona Christina Schulz
Ilona Christina Schulz studierte in Mannheim Gesang und anschließend Schauspiel
in Stuttgart. Sie war unter anderem in Mannheim, Kaiserslautern, Karlsruhe,
Berlin, Braunschweig, Stuttgart und Luxembourg engagiert und war in „Tatort“
und „Ein Fall für 2“ zu sehen. Sie tritt mit verschiedenen Chanson- und Konzertprogrammen
auf, ist Bundespreisträgerin im Fach Chanson und gastiert mit
wechselnden Familienkonzerten in der Deutschen Staatsphilharmonie, der Südwestdeutschen
Philharmonie und der Deutschen Radiophilharmonie. In Hall
spielte sie in „Rotkäppchen und Herr Wolff“, Gabi in „Der schönste Tag im Leben“,
Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“ und Diafoirus und Fleurant in „Der eingebildete
Kranke“. In diesem Jahr ist sie Fräulein Schneider in „Cabaret“.
FOTO: STEFFI HENN
Franziska Schuster
Franziska Schuster war Teil der englischsprachigen Welturaufführung von „Tut
Ankh Amon“ in den Opernhäusern von Kairo & Alexandria, bevor man sie bei den
Gandersheimer Domfestspielen unter anderem in „Cabaret“ sowie in der Titelrolle
von „Evita“ (mit dem Roswitha-Ring ausgezeichnet) erleben konnte. In Wien
stand sie etwa in „Sister Act“, „Mamma Mia!“, „Jesus Christ Superstar“, „Mozart!“
und „Elisabeth“ auf der Bühne. In Hall war sie als Sara in „Maria, ihm schmeckt‘s
nicht“, als Solistin in „Blue Moon“, als Schwester Mary Robert in „Sister Act“ und
als Lena in „Wie im Himmel zu erleben, bevor sie mit „Kinky Boots“ und „Bat Out
of Hell“ in zwei Deutschlandpremieren brillierte. 2026 spielt sie im zweiten Jahr
die Buhlschaft in „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
Maaike Schuurmans
Nach ihrem Studium in Amsterdam spielte Maaike Schuurmans unter anderem
Lina Lamont in „Singin’ in the rain“ und die Titelrolle in „Peter Pan“. In Deutschland
war sie unter anderem Magda in der Deutschlandpremiere von „Tanz der
Vampire“, Baronin von Waldstätten in „Mozart!“, Grizabella in „Cats“, Madame
Giry in „Liebe stirbt nie“ sowie in Bad Hersfeld die Lucy in „Jekyll & Hyde“. Als
Miss Andrew in „Mary Poppins“ war sie in Stuttgart, Hamburg und Wien zu sehen,
dort auch als Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“. Weitere Rollen: Inger in „Wie
im Himmel“, Velma von Tussle in „Hairspray“, Mrs. Fairfax in „Jane Eyre“, Tod im
„Jedermann“, Madame de Volanges in „Gefährliche Liebschaften“. In diesem Jahr
steht sie wiederum als Mammon und Koch im „Jedermann“ auf der Bühne.
FOTO: PRIVAT
Pierpaolo Scida
Nach seiner Tanzausbildung am „Professione Musical Italia“ in Parma war Pierpaolo
Scida im Erstengagement in „Boléro“ im Béjart-Ballet-Lausanne am Teatro
Regio von Parma. Er war Tänzer für Costa Crociere Cruise S.p.a., war im Ballettkorps
der Oper „Jerusalem“ für das Verdi-Festival am Teatro Regio in Parma und
Solist in der Show „Sul Danubio Blu“ für die Kompanie „In Scena“. Er spielte Big
Deal in der TCBO-Produktion von „West Side Story“ in Bologna und für Peeparrow
Entertainment unter anderem in den Musicals „Billy Elliot“, „Jesus Christ Superstar“,
„We Will Rock You“ und wiederum „West Side Story“. Seit 2022 ist er Mr.
Mistoffelees in dem Musical „Cats“. In Hall ist er im zweiten Jahr als Anxious in
„West Side Story“ zu sehen.
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ENSEMBLE
Anna Seeberger
Nach ihrem Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg war Anna Seeberger festes
Ensemblemitglied am Oldenburgischen Staatstheater. Zuletzt war sie unter
anderem zu sehen als Antigone in „Antigone/Schwester von“ (Regie: Ebru Tartıcı
Borchers). Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin führte sie selbst Regie, leitete
Jugendclubs und entwickelte mit Iman Tekle und Calixto María Schmutter den
Abend „Was bin ich denn seit einer Handvoll Stunden (Pause, in welcher sie sich
sammelt)“, der am Oldenburgischen Staatstheater uraufgeführt wurde. Sie lebt
in Berlin und kommt für „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ erstmals nach Hall.
FOTO: JANALMR.DE
Alexander Sichel
Alexander Sichel studierte an der Theaterakademie August Everding in München.
Nach seinem Debüt im Musical „Chicago“ am Staatstheater Augsburg folgten
weitere Engagements in Deutschland und Österreich. Am Theater in Kempten
spielte er etwa in „Ewig Jung“, „Bluthochzeit“ und „Lysistrata“. Neben seiner Arbeit
auf der Bühne bildete er sich in Songwriting in Wien und Berlin weiter. 2023
wurde sein erstes Auftragswerk „Stimmen einer Winternacht“ als Textdichter mit
dem Leipziger Symphonieorchester uraufgeführt. In Hall ist er im zweiten Jahr als
Mercutio und Paris in „Romeo und Julia“ zu sehen.
FOTO: SASKIA ALLERS
Simon Staiger
Der Musicaldarsteller spielte noch vor seinem Diplom 2018 an der Hochschule
Osnabrück unter anderem in „Hairspray“ am Theater Dortmund und als Buffy in
„Die Blume von Hawaii“ am Theater Osnabrück. Simon Staiger war außerdem
etwa Pugsley Addams und Onkel Fester in „The Addams Family“ am Landestheater
Detmold und der Piccolo in „Im weißen Rössl“ am Staatstheater Saarbrücken.
2024 tourte er zum zweiten Mal mit „This Is The Greatest Show“ durch Deutschland
und Österreich ebenso als Alfred in „Eine Weihnachtsgeschichte“.
In Hall spielt er Riff in „West Side Story“ und Ernst Ludwig in „Cabaret“.
FOTO: PRIVAT
Sarah Steinemer
Sarah Steinemer stand bereits während ihrer Musicalausbildung in „Kiss me,
Kate“, „Die Fledermaus“ und „Footloose“ am Staatstheater Darmstadt auf der
Bühne. Es folgte die Hauptrolle in „Schwestern im Geiste“ bei den Mainzer Kammerspielen
sowie „The Producers“ am Staatstheater Mainz. Sie spielte unter anderem
Ilonka und Hermence und war Dance Captain in „Ball im Savoy“ in Darmstadt,
in „Chess“ und „Cabaret“ in Oldenburg sowie in „Singin’ in the Rain“ in Heidelberg,
in „Flashdance“ in Hagen und Amber von Tussle in „Hairspray“ wiederum
in Darmstadt. Zum ersten Mal in Hall spielt sie Velma in „West Side Story“.
FOTO: PRIVAT
Robert Stumpf
Robert Stumpf entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Tanz und Musik.
Nach Ballett im Kindesalter folgten Stepptanz und Turniertanzsport. Parallel
dazu nahm er Klavier- und Gesangsunterricht. Seine Ausbildung zum Musicaldarsteller
absolvierte er in Hamburg. Engagements in namhaften Stücken wie „Cabaret“,
„My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“ und „A Chorus Line“ brachten ihn quer
durch Deutschland, unter anderem an die renommierte Semperoper Dresden.
Zum ersten Mal in Schwäbisch Hall spielt er in „West Side Story“ und in seinem
Lieblingsstück „Cabaret“.
FOTO: PRIVAT
Johannes Summer
Johannes Summer spielte bereits während seiner Ausbildung an der Theaterakademie
August Everding Papageno in „Die Zauberflöte“ in St. Gilgen, in der „Dreigroschenoper“
am Prinzregententheater München und in „Chicago“ am Staatstheater
Augsburg. Er war der Zahnarzt in „Der kleine Horrorladen“, Orsino in
„Twelfth Night“, spielte in der Europapremiere von „Tootsie“, war der junge Ben in
„Follies“ am Staatstheater Wiesbaden und Sasha und Awram in „Anatevka“ am
Staatstheater Saarbrücken. In Hall spielte er Sketch im Musical „Hairspray“ und
ist heuer wiederum Snowboy in „West Side Story.“
FOTO: VERONIKA KÜHNELT
ENSEMBLE 49
FOTO: SIMON CHMEL
Markus Ücker
Als Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung ist Markus Ücker 2026 Absolvent der
Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Beim Berliner Kultursommerfestival
spielte er Lysander in „Ein Sommernachtstraum“ und entwickelte ein
Solostück über Karl Valentin. Er war in der Hauptrolle der Weihnachtsfestspiele
„Heilige Nacht“ in München zu sehen und wirkte im Humboldt Forum Berlin in der
Produktion „Bau auf, bau ab!“ mit. 2025 gewann er beim Bundeswettbewerb Gesang
Berlin den Charles-Kálmán-Preis für Chanson. In Hall spielt er Cliff in „Cabaret“.
FOTO: PRIVAT
Meltem Ürküt
Meltem Ürküt schloss ihre Ausbildung zur Musical-Darstellerin 2020 an der Stage
School Hamburg ab, um schon ein Jahr später bei Disneys Aladdin am Stuttgarter
Stage Apollo Theater mit der „Wahrsagerin“ ihre erste Featured-Ensemble-
Rolle zu spielen. 2023 schlüpfte sie am Saarländischen Staatstheater in die Rolle
der Linda in „Hair – Das Musical“, mit dem sie danach auch am Theater Heilbronn
zu erleben war. Ebenfalls 2023 übernahm sie in Hamburg mit Bulda in „Die Eiskönigin“
ihre zweite Featured-Ensemble-Rolle. Zum ersten Mal in Hall spielt sie ein
Kit-Kat-Girl in „Cabaret“ und Rosalia in „West Side Story“.
FOTO: PRIVAT
David Valls
David Valls begann bereits mit elf Jahren seine Ausbildung in Sitges. 2010 gewann
er ein Stipendium beim „Ciudad de Castellón National Competition“ um am
„London Studio Center“ in England zu studieren. Von 2014 bis 2019 tanzte er als
Solist beim Nürnberger Ballett. Zu seinem Repertoire gehören Werke von international
renommierten Choreografen wie Goyo Montero, Ohad Naharin und William
Forsythe. Seit 2020 tritt er in verschiedenen Musicals wie „Anastasia“, „Fame“,
„La Jaula de las Locas“ (La Cage aux Folles) und „Matilda“ auf. In Hall spielt und
tanzt er im zweiten Jahr in „West Side Story“.
Dirk Weiler
Dirk Weiler absolvierte seine Ausbildung in Schauspiel, Gesang und Tanz an der
Folkwang Universität der Künste, sowie in New York an der Manhattan School of
Music, dem City College, dem Brooklyn College und dem Studio Expressions. Er
arbeitete von 1998 bis 2008 in New York, danach in London und kehrte 2009
nach Deutschland zurück. Sowohl im Sprech- als auch im Musiktheater spielte er
seither zahlreiche Hauptrollen unter anderem in „Jesus Christ Superstar“ oder als
Ill in „Der Besuch der alten Dame“. In Hall ist er heuer wiederum in „All das Schöne“,
als Conférencier in „Cabaret“ und als Tod im „Jedermann“ zu sehen.
FOTO: PRIVAT
FOTO: PRIVAT
Antonia Welke
Antonia Welke studierte Musical an der Bayerischen Theaterakademie August
Everding. Danach spielte sie am Theater Augsburg in „Hair“, in der Telenovela
„Sturm der Liebe“ und tourte mit „Sunset Boulevard“. Außerdem war sie in „Luther
– Rebell Gottes“ in Fürth, als Blondie in „Cindy Rella“ in Schwedt, Gisela Geiß
in „Grimm“, Gabriella in „Wie im Himmel“ sowie im selbstgeschriebenen Solo
„Liebste Kitty – Aus dem Tagebuch der Anne Frank“ zu sehen. Seit 2023 spielt sie
am T:K-Theaters in Kempten. In Hall übernimmt sie die Rolle der Lady Capulet in
„Romeo und Julia“.
Matthias Zeeb
Matthias Zeeb spielte nach seinem Studium an der Hochschule „Felix Mendelssohn
Bartholdy“ am Hessischen Landestheater Marburg und am Neuen Theater
in Halle neben komödiantischen Hauptrollen auch oft musikalische, unter anderem
in „Comedian Harmonists“. Er war Robbie in „Dirty Dancing – Das Original live
on Stage“ am Metronom Theater Oberhausen und entwickelte mit dem Regiekollektiv
„Prinzip Gonzo“ interaktive Theaterformate. Zudem erarbeitet er regelmäßig
für TUI Cruises die Theaterprogramme und ist als Sprecher für Synchron und
Voice Over tätig. In Hall spielt er den Guten Gesellen im „Jedermann“.
FOTO: PRIVAT
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BACKSTAGE
Hinter den Kulissen
Akteure Damit die Schauspieler glänzen können und das Publikum
begeistert ist, benötigt es allen voran ein gutes Team im Hintergrund.
Zum Team der technischen Abteilungen (links) gehören: Rainer
Fendt, Miriam Knappe, Silke Cleve, Christian Gentner, Tim Mansfeld,
Martin Wolfram, Matthis Schwarz, Barbara Schmidt , Sophia
Tüngler, Wolf von Gemmingen, Ralph Berk, Mike Gödl, Barbara
Rüberg, Johanna Dierlamm, Gereon, Thomas Schlüter, Marlin
Brennenstuhl, Thorsten Wienrich, Michael Bulenda, Fuad Kleij,
Regina Krüger, Martina Klander, Vivien Pagel, Tanja Löw, Nicole
Rohner, Daniel Nitschke.
Das Team der Verwaltung/Betriebsbüro/Dramaturgie
(rechts): Inga Lüdtke, Alexander Schmid,
Michael Saur, Philipp Gröber, Ingo Schmidt, Jutta
Parpart, Ines Weidenbacher, Kathy Li, Christian
Doll, Sonja Fischer, Franz Burkhard .
Das Haller Freilichtspiele-Orchester (links)
sorgt bei den Aufführungen auf der Großen
Treppe für die Musik. Vorne, von links: Diego
Hernandez Suarez, Johannes Krampen, Leidy
Sorg. Zweite Reihe, von links: Gela Megrelidze,
Felicitas Stoffel, Timothee de la Morinerie,
Bartosz Korus. Dritte Reihe, von links: Melanie
Werner, Tobias Scheibeck, Ciprian Popa, Luis
David Avendano Cespedes, Michael Deak,
Steffen Münster. Letzte Reihe, von links: David
Romero Peralvarez, Thomas Krause, Dirk
Rumig, Heiko Lippmann, Marko Klotz, Martin
Tashev, Todor Gadjalov, Tobias Weidinger.
Bestuhlen, den Marktplatz absperren,
wieder freigeben, Karten kontrollieren,
den Besuchern bei der Platzssuche
behilflich sein, nicht nur an der Treppe,
sondern auch im Neuen Globe – um dies
und um einiges andere mehr kümmert
sich das Team der Ordnerinnen und
Ordner (rechts).
Szene aus William Shakespeares
„Romeo und Julia“ im Neuen Globe.
Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/
Ufuk Arslan
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