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SHO_Theaterzeitung_06-2026

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JUNI 2026

Theater Zeitung

PROGRAMM, ENSEMBLE, SPIELPLAN

Spiel mit großen

Gefühlen

Bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall dreht sich im

Sommer wieder das Liebeskarussell – alle Infos zur

Festspielsaison zwischen Marktplatz und Neuem Globe.

GROSSE TREPPE

Das Musical „Cabaret“ entführt

in den berüchtigten Kit-Kat-

Club Ende der 1920er in Berlin.

Seite 8 und 9

NEUES GLOBE

Die Komödie „Stolz und

Vorurteil* (*oder so)“

als Jane-Austen-Party.

Seite 14 und 15

DIE AKTEURE

Von Schauspieler bis Bühnentechniker

– sie alle erwecken

das Theater zum Leben.

ab Seite 32


2 Der Mammon lässt in Hugo von Hofmannsthals

„Jedermann“ die Goldmünzen auf der Großen

Treppe vor St. Michael effektvoll glänzen.

Titelbild: Szene aus dem Musical „West Side

Story“ aus der Jubiläumsspielzeit 2025.

Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Ufuk Arslan


INHALT / EDITORIAL 3

Inhalt

Neues Globe

Eine große

Jane-Austen-Party

In „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“

übernehmen die Dienstmädchen im

Hause Bennet das Ruder.

Seite 14

08 Der Tanz

auf dem Vulkan

Das Musical „Cabaret“ zeigt

auf der Großen Treppe eine

Gesellschaft im Umbruch.

„Kabale

und Liebe“

Friedrich Schillers

Werk eröffnet die

Saison auf der

Großen Treppe.

Seite 6

12 Zeitgemäß und mit

Schmackes

Der Jubiläums-„Jedermann“

von 2025 kommt nochmal

auf die Große Treppe.

Mehrere Projekte machen

die Freilichtspiele für

Schulklassen erlebbar

Seite 22

18 Pfiffiger Kater

macht Mut

„Der gestiefelte Kater“

begeistert Groß und Klein

im Neuen Globe.

Liebe liegt in der

Haller Theaterluft

„Love is in the air“, sang John

Paul Young in seinem Disco-Hit

von 1977. Liebe liegt auch in der

Sommerluft der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall – dazu kommen

allerhand weitere Empfindungen

wie Furcht, Hoffnung, Wut,

Stolz, Erleichterung. Unter freiem

Himmel wird gestritten, gelacht,

umarmt, gelitten, gesungen,

getanzt. Wenn der Abend

über die Haller Altstadt sinkt

und der Himmel sein eigenes

Lichtdesign beisteuert, verwandeln

sich die Stufen vor St. Michael

in einen magischen Ort:

Die Treppe wird zur Bühne für

große Gefühle, mittlere Katastrophen,

schmachtende Blicke,

dramatische Missverständnisse

und für all das, was Theater so

menschlich macht.

Und über allem schwebt die

Liebe, die wohl verlässlichste

Hauptdarstellerin des Welttheaters.

Sie bringt Menschen zusammen,

treibt sie auseinander,

sorgt für Herzklopfen, Verwirrung,

Poesie und zuweilen für

ziemlich schlechte Entscheidungen

– bester Theaterstoff also.

Auch das Neue Globe öffnet seine

Türen für packende wie vergnügliche

Theatermomente –

wetterfest, aber kein bisschen

weniger leidenschaftlich.

10 Die Liebe in einer

Trümmer-Kulisse

Die „West Side Story“

kehrt auf die Stufen vor

St. Michael zurück.

16 Große Gefühle in

Schwarz-Weiß

William Shakespeares

Liebesdrama „Romeo und

Julia“ im Neuen Globe.

20 Zwischen Lachen

und Weinen

Dirk Weller bringt sein Solo

„All das Schöne“ erneut auf

die Bühne des Globes.

Bettina Lober

Redakteurin

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

Impressum

Theater-Zeitung

Programm, Ensemble,

Spielplan Freilichtspiele

Schwäbisch Hall,

5. Juni 2026

Verlag & Herausgeber

SÜDWEST PRESSE

Hohenlohe GmbH & Co. KG

Haalstraße 5+7

74523 Schwäbisch Hall

Auflage

151.370 Exemplare

Verteilung

Haller Tagblatt, Hohenloher

Tagblatt, Rundschau,

Backnanger Kreiszeitung,

Fränkische Landeszeitung,

Fränkische Nachrichten,

Gmünder Tagespost, Heilbronner

Stimme, Hohenloher

Zeitung, Murrhardter Zeitung,

Schwäbische Post

Anzeigen

Vera Epple (verantw.), Martin

Haas, Afsoon Kamrani, Kai

Müller, Julia Winterfeldt Weiß

Gestaltung

Sara Ignasiak,

npg mediaservice

Redaktion

Ulrich Becker (V.i.S.d.P.),

Alisa Grün, Claudia Linz,

Bettina Lober, Eileen Schirle,

Franz Burkhard und weitere

Fotos

Ufuk Arslan (u.a. Titelfoto),

Freilichtspiele Schwäbisch

Hall, Presse-, Privat- und

Archivfotos (wie angegeben)

Druck

NPG Druckhaus

GmbH & Co. KG, Ulm

Siemensstraße 10

89079 Ulm-Donautal

Datenschutz

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen Sie unter:

datenschutz@swp.de


4

SPIELSTÄTTEN

FOTO: FLS/UFUK ARSLAN

Stufen der Welt

Bühne Die Große Treppe vor St. Michael ist über 500 Jahre alt.

Aneinandergereiht würden

ihre 53 Stufen

schlappe zwei Kilometer

ergeben: die Große

Treppe vor St. Michael. Sie überwindet

eine Höhe von acht Metern

und misst in der Breite bis

zu 48 Meter. Das Monument ist

das Wahrzeichen der ehemaligen

Reichsstadt und gehört zu Schwäbisch

Hall wie der Kocher und

die Sieder – und das seit mehr als

500 Jahren. Die Stufen verbinden

Michaelskirche und Marktplatz.

Sie führen hinauf zum Gotteshaus

und ebenso hinab ins pralle

Leben der Stadt. Die weltliche

und die geistliche Macht liegen

einander gegenüber.

Jeden Sommer verwandelt

sich die imposante Treppe in eine

Theaterbühne. Sie ist der eigentliche

Star der Freilichtspiele Hall.

Zuweilen wird sie auch als „steinerne

Diva“ bezeichnet. Der Fotograf

Paul Swiridoff hat sie „eine

Sinfonie aus Stein“ genannt.

Dabei war sie einstmals nur

eine Notlösung. Denn zur Zeit

der Weihung der ersten Kirche

Halls im Jahr 1156 gab es noch

keine Treppe zum Markt, sondern

eine hohe Schildmauer.

Erst 1507, beim Bau des spätgotischen

Chors von St. Michael

ließ Kirchenbaumeister Konrad

Schaller die Mauer abreißen und

durch eine Freitreppe ersetzen

– zunächst mit 42 Stufen. Nach

170 Jahren waren sie baufällig.

1676/77 wurde die Treppe abgerissen

und erhielt mit neuen 53

Stufen ihre heutige Gestalt.

Von der Notlösung zur Bühne

Seit 1925 wird auf der Treppe vor

St. Michael professionelles Theater

gespielt: Hugo von Hofmannsthals

Mysterienspiel „Jedermann“

war das erste Stück.

Aus den „Jedermann“-Festspielen

wurden die Freilichtspiele

Schwäbisch Hall – die zweitältesten

Freilichtspiele Deutschlands.

Nur die Luisenburg-Festspiele in

Wunsiedel haben eine längere

Tradition, seit 1890. Anfangs waren

die Stufen in Schwäbisch Hall

geistlichen und klassischen Dramen

vorbehalten. Längst haben

sich auch Komödien und große

Musicals etabliert.

Millionenfach ist sie fotografiert

worden. Die Schauspielerinnen

und Schauspieler der

Freilichtspiele lieben und fürchten

sie gleichermaßen. Viele erleben

die Große Treppe als einen

„magischen Raum“, dessen

Gesetzmäßigkeiten man verstehen

muss. Oder wie es der frühere

Intendant Achim Plato

(1936 – 2022) einst ausdrückte:

„Man muss sich die Treppe zur

Freundin machen.“ blo

Eine runde

Sache

Theaterraum Im Neuen Globe entfaltet sich

Kunst am Fluss im Herzen der Stadt.

FOTO: JÜRGEN WELLER FOTOGRAFIE

Mitten in der Stadt und

gleichzeitig mitten

im Grünen liegt das

Neue Globe auf dem

Unterwöhrd direkt am Kocher.

Es ist ein mehrstöckiges, regensicheres

und temperierbares

Freilichttheater mit vielen Bespielmöglichkeiten.

Insgesamt

bietet es 370 Zuschauern Platz.

Es ist als Nachfolgebau des alten,

hölzernen Globe-Theaters

errichtet und Ende März 2019 eröffnet

worden.

Der Theaterbau entstand

nach Vorbild des elisabethanischen

Globe-Theaters, das jedoch

auch Elemente des griechischen

Amphitheaters und der

klassischen Guckkastenbühne

enthält. Der Rundbau erlaubt

eine große Nähe des Publikums

zu den Darstellern und dank des

säulenfreien Zuschauerraums

auch gute Sichtverhältnisse.

Im Sommer und Winter

Zur dreistöckige Bühne im Inneren

kommt auf der Rückseite

eine im Sommer nach außen bespielbare

Bühne mit beweglichen

Holzschiebelementen. Die

große runde Dachöffnung mit

den verfahrbaren Folienkissen

hat einen Durchmesser von 9,32

Metern. Sie gibt einerseits den

Blick frei in den Himmel, kann

bei Regen aber auch schnell geschlossen

werden. So können bei

jedem Wetter Vorstellungen

stattfinden – daher ist das Neue

Globe auch die Spielstätte des

Winterprogramms der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall. blo


GRUSSWORT 5

Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Daniel Bullinger (links) und Freilichtspiele-Intendant Christian Doll freuen sich darauf, mit dieser

Spielzeit in das nächste Theaterjahrhundert zu starten.

Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Liebes Publikum,

„Everybody, play the game of

love, yeah!“ – Mit dem Queen-

Song „Play the Game“ eröffnen

fünf junge Damen und zwei Musiker

im Neuen Globe die Inszenierung

„Stolz und Vorurteil*

(*oder so)“: Lasst uns das Spiel

der Liebe spielen! Das könnte

zugleich das Motto sein, mit dem

die Freilichtspiele Schwäbisch

Hall in den diesjährigen Theatersommer

starten. Die Liebe

und die Hindernisse und Widerstände,

gegen die sie sich behaupten

muss: gegen den Stolz

und die Vorurteile in der Adaption

von Jane Austens berühmtem

Roman. Und gegen die Intrigen

der Mächtigen in Schillers

berühmtem Werk „Kabale und

Liebe“. Im Musical „Cabaret“ ist

es die politische Situation zum

Ende der 1920er-Jahre mit dem

aufkommenden Nationalsozialismus,

die die Liebenden auseinandertreibt.

In Shakespeares

„Romeo und Julia“ macht die

Fehde zweier verfeindeter Familien

die Liebe unlebbar und in

Bernsteins „West Side Story“ der

Hass zwischen Menschen verschiedener

Herkunft.

Auch wenn manche Stücke

tragisch enden, erzählen sie

doch stets von der ungeheuren

Kraft, die das Lieben den Handelnden

verleihen kann, von den

Idealen und Träumen, die mit

diesem beflügelnden Gefühl verbunden

sind. Kann die Liebe

wirklich Berge versetzen? Oder

bleibt sie am Ende ohnmächtig

in einer Welt, die von Hass und

den Interessen der Mächtigen

bestimmt wird? Ist sie ein privates

Gefühl oder kann sie zur politischen

Haltung werden? Liegt

in der Liebe gar die Möglichkeit,

die Welt zu verändern? Das sind

Fragen, die wir in diesem Sommer

mit unseren Stücken auf der

Großen Treppe und im Neuen

Globe stellen. Sie dürfen sich

wieder auf eine spannende und

zugleich unterhaltsame Spielzeit

und auf ein großartiges Ensemble

freuen.

Ganz besonders freue ich

mich, dass wir Ihnen auf der

Großen Treppe am Ende der

Spielzeit noch einmal unsere

spektakuläre Jubiläumsproduktion

„Jedermann“ präsentieren

können. Ein Muss für alle, die

diese im letzten Jahr versäumt

haben. Doch auch für alle, die

nochmal kommen, bleibt es

spannend, denn die Hauptrolle

wird in diesem Jahr Regisseur

Philipp Moschitz selbst übernehmen.

Für große und kleine Zuschauerinnen

und Zuschauer

zeigen wir im Neuen Globe mit

„Der gestiefelte Kater“ wieder

eine Märchenbearbeitung mit

viel Musik. Auch das wird ein

Highlight – da sind wir uns sicher.

Nach unserem erfolgreichen

Jubiläumsjahr starten wir mit

viel Leidenschaft und neuer

Energie in diesen Theatersommer,

um Sie wieder an unseren

außergewöhnlichen Spielstätten

und in der besonders im Sommer

so zauberhaften Stadt

Schwäbisch Hall willkommen

heißen zu können. Wir freuen

uns auf Sie.

Auf in ein neues

Theaterjahrhundert!

Daniel Bullinger

Oberbürgermeister

und 1. Vorsitzender

Christian Doll

Intendant


6

GROSSE TREPPE

Bei der Bauprobe wird der Bühnenbild-Entwurf getestet.

Gefühlsstau im

Liebessturm

Drama Intendant Christian Doll eröffnet mit

seiner Inszenierung von Friedrich Schillers

„Kabale und Liebe“ die Saison auf der

Großen Treppe.

Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Zwei Liebenden bleibt das

gemeinsame Glück verwehrt:

Was im vergangenen

Jahr „Romeo und Julia“

im Neuen Globe oder Tony

und Maria in der „West Side Story“

auf der Großen Treppe widerfahren

ist, müssen ab dem 12.

Juni auch Luise und Ferdinand

in „Kabale und Liebe“ durchmachen.

Friedrich Schiller schrieb

das bürgerliche Trauerspiel 1783

– zunächst unter dem Titel „Louise

Millerin“ – im thüringischen

Bauerbach. Und er war selbst zu

dieser Zeit als damals 24-Jähriger

schwer verliebt: in die 16-jährige

Charlotte von Wolzogen, deren

Mutter Henriette Freifrau

von Wolzogen dem jungen Schil-

ler auf ihrem bei

Meiningen gelegenen

Landsitz Zuflucht

bot.

Schillers drittes

Theaterstück zeigt

eine hinterhältige

Intrige, durch die

zwei junge Menschen

in den Tod getrieben

werden: Ferdinand

vergiftet seine

Geliebte Luise und sich

selbst. Es ist eine ungleiche Liebe:

Ferdinand, der adelige Sohn

des Präsidenten, liebt Luise, ein

bürgerliches Mädchen aus einfachen

Verhältnissen. Er liebt sie

nicht nur wegen ihres bezaubernden

Wesens, sondern auch,

weil er der blutsaugerischen

Vorherrschaft des Adels, welche

eine solche unstandesgemäße

Beziehung keinesfalls dulden

kann, einen Begriff von wahrer

Freiheit und Gleichheit entgegensetzen

will.

Ein hinterlistiger Plan

Luise sieht klug die Gefahr, dass

ihre Liebesbeziehung scheitern

muss, dass der Präsident des

Willkürstaats sie sicher zu verhindern

weiß. Dieser verlangt

von seinem Sohn die Heirat mit

Lady Milford, der Favoritin des

Herzogs, welche dieser entrüstet

ablehnt, was wiederum eine

beispiellose Erpressung zur Folge

hat. Haussekretär Wurm ersinnt

die Kabale, also einen hinterlistigen

Plan: Luisens Vater

und Mutter werden ins Gefängnis

verbracht. So kann Wurm

Luise zwingen, einen Liebesbrief

an den Hofmarschall von

Kalb zu schreiben und bei Gott

zu schwören, niemandem von

dieser Erpressung zu erzählen.

Ferdinand findet den Brief und

„Kabale und Liebe“

Szenenbild aus „Kabale und Liebe“ im Jahr 2009.

Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Jürgen Weller

Bürgerliches Trauerspiel

von Friedrich Schiller.

Regie: Christian Doll. Bühne

und Kostüme: Cornelia Brey.

Es spielen: Jelena Kunz,

Gunter Heun, Marius Petrenz,

Tobias Rott, AnnPhie Fritz,

Nikolaij Janocha, Mario Gremlich,

Martina Maria Reichert

Premiere:

12. Juni, 20.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

13., 14., 18., 19., 20. Juni, 17., 18.,

19. Juli, 6., 7., und 8. August,

jeweils um 20.30 Uhr


GROSSE TREPPE 7

Jelena Kunz schlüpft in die Rolle von Luise Miller,

Marius Petrenz gibt den Heißsporn Ferdinand.

Fotos: Robin Kater (oben), privat (unten)

muss nun an der Treue, am ganzen

Wesen seiner geliebten Luise

zweifeln, obwohl alle Wahrscheinlichkeit

gegen den Anschein

spricht. Erst vom baldigen

Tode bedroht, weil

Ferdinand Gift in ihre Limonade

gemischt hat, kann sie die Intrige

gestehen.

Karriereinteressen, Willkürherrschaft

und die Zwänge einer

feudalen Gesellschaft, wie sie

Schillers Lebenswirklichkeit

entsprachen, lassen das Geschehen

unaufhaltsam in eine Tragödie

münden. Schiller zeichnet

die Figuren in dichter, hoch erregter

Sprache lebenssatt und

plastisch: die kluge und empfindsame

Luise neben dem heißspornigen

Ferdinand, die tapfere

Lady Milford, den anklagend

kummervollen Diener, den patriarchal-eigennützigen

Präsidenten

von Walter, den schleimigen

Wurm, den exzentrisch

selbstverliebten Hofmarschall

von Kalb und den rechtschaffen

bürgerlich-stolzen Miller. Eine

Milieu- und Charakterstudie als

Aufschrei gegen eine zutiefst inhumane

Staatsform.

Für die Regie des diesjährigen

Eröffnungsstücks ist Intendant

Christian Doll verantwortlich.

Nach dem Jubiläumsjahr 2025

findet er es interessant, nun wieder

auf Schiller zuzugehen. Das

Ich finde es

toll, dass

diese Figuren so

viele Ambivalenzen

haben.

Christian Doll

Intendant

Drama biete unterhaltsame Elemente,

poetische und komische

Momente und eine Thriller-ähnliche

Atmosphäre, freut sich

Doll: „Ich finde es toll, dass diese

Figuren so viele Ambivalenzen

haben.“ Es mache ihm „Spaß,

mit der Schillerschen Fabulierwut

umzugehen, die man aber

auch im Zaum halten muss“.

Ums Bühnenbild kümmert

sich Cornelia Brey, die in ihrem

Entwurf der Großen Treppe eine

Art riesigen Farbklecks verpassen

möchte. Gunter Heun, der

schon in vielen Titelrollen von

Jedermann bis Wilhelm

Tell in Hall zu erleben war,

wird Ferdinands Vater,

Präsident von Walter, verkörpern.

Jelena Kunz, die

als Ronja Räubertochter

und als Dienerin Toinette

im „Eingebildeten Kranken“

im Neuen Globe zu sehen

war, schlüpft in die Rolle

der Luise Miller. Ihr Vater

wird von Mario Gremlich

gespielt, ihre Mutter

von Martina Maria Reichert.

Marius Petrenz gibt

als aufbrausender Ferdinand

sein Debüt in Hall. Nikolaij

Janocha spielt den intriganten

Haussekretär

Wurm, Tobias Rott den Hofmarschall

von Kalb.

Franz Burkhard/Bettina Lober

Eine Liebesgeschichte von

Friedrich Schiller (1759 - 1805)

Im September 1782 muss Schiller

aus Stuttgart fliehen. Er hatte

dort als Regimentsmedicus

gedient, Herzog Carl Eugen hatte

ihn nach dem Erfolg der „Räuber“

mit einem Schreibverbot

belegt, ihm drohte gar Haft. In

Mannheim erhofft er sich weitere

Unterstützung durch den

Theaterintendanten von Dahlberg,

aber sein zweites Theaterstück

„Fiesco zu Genua“ stößt

auf Ablehnung. Er hofft, mit

„Louise Millerin“, seinem dritten,

bereits begonnenen Stück,

größeren Erfolg zu haben; das

modische Erfolgsgenre „bürgerliches

Trauerspiel“ würde mehr

Anklang finden, da es Welt und

Wertbewusstsein des bürgerlichen

Mittelstandes spiegelt. Als

Fahnenflüchtiger weiterhin aus

Stuttgart bedroht, flieht er Ende

1783 weiter zum Bauerbacher

Anwesen Henriette von Wolzogens

in Thüringen, seit Stuttgarter

Tagen eine Förderin seiner

literarischen Begabung. Er vollendet

eine erste Fassung von

„Louise Millerin“ und entwirft

Pläne zum „Don Carlos“.

Als Dahlberg ihm eine feste

Stelle als Theaterdichter anbietet,

kann er im Sommer nach

Mannheim zurückkehren, vollendet

trotz einer lebensbedrohlichen

Malariaerkrankung „Louise

Millerin“. Im Januar erscheint

das Drama im Druck, am

13. April ist die Uraufführung in

Frankfurt, am 15. Mai, im Beisein

Schillers, die umjubelte Premiere

in Mannheim, jetzt unter dem,

wie der berühmte Schauspieler

und Autor A.W. Iffland vorschlug,

wirkungsvolleren Titel

„Kabale und

Liebe“. In der

Umbaupause

nach dem

zweiten Akt

muss sich

Schiller dem

jubelnden

Publikum in

seiner Loge

zeigen. Und:

Ein wichtiges

Vorbild scheint

parallel in allen

Figurenzeichnungen

auf, es ist Gotthold

Ephraim Lessings

„Emilia Galotti“, die Eltern

Miller und Galotti, Präsident

und Prinz, Wurm und Marinelli,

Luise und Emilia. Der ursprüngliche

Titel lebt fort in

Verdis „Luisa Miller“. fb

Dieses Porträt von

Friedrich Schiller entstand

zwischen 1786 und 1791,

der Maler ist Anton Graff.


8

GROSSE TREPPE

Ab in die wilden Zwanziger hieß es in Hall

auch mit der Revue „In der Bar zum Krokodil“.

Foto: Freilichtspiele/Jürgen Weller

Tanz auf

dem Vulkan

Musical Mit „Cabaret“ reisen die Freilichtspiele

Hall auf der Großen Treppe zum Ende

der wilden Zwanziger Jahre – und nehmen

eine Gesellschaft im Umbruch in den Fokus.

Liza Minelli und Joel Grey in der Filmversion.

Foto: Archiv

Willkommen, bienvenue,

welcome /

Fremder, étranger,

stranger / Schön,

dass ihr da seid / Je suis enchanté!

/ Happy to see you …“, singt

der Conférencier und lockt mit

dieser dreisprachigen Begrüßung

die Gäste in die Unterwelt

seines berüchtigten Kit-Kat-

Clubs. Die Uraufführung von

„Cabaret“ 1966 am Broadway

wurde ein Erfolg. Von New York

aus startete das Musical seinen

Siegeszug um die ganze Welt –

und kommt ab 10. Juli als große

Neuproduktion der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall auch auf

die Große Treppe.

„Bei dem Stück haben wir

schon häufiger überlegt, ob das

auf die Treppe passt“, räumt Intendant

Christian Doll ein. Jetzt

ist die Zeit dafür gekommen. Regie

führt Georg Büttel, der selbst

bereits in der Zeit zwischen 1994

und 2002 als Schauspieler, Regisseur

und Dramaturg bei den

Freilichtspielen tätig war. Im

vergangenen Jahr hat er intensiv

am Freilichtspiele-Jubiläumsbuch

„Hundert Mal Sommer“

mitgearbeitet. Zudem ist Büttel

künstlerischer Leiter der Horváth-Tage

in Murnau, „und er ist

sehr in den Zwanzigern zu Hause“,

sagt Intendant Doll.

Der junge amerikanische

Schriftsteller Clifford Bradshaw

kommt nach Berlin, um Inspiration

für einen Roman zu finden,

und besucht am ersten Abend, es

ist Silvester 1929, den etwas verruchten

Kit-Kat-Klub, in dem der

zwielichtige Conférencier durch

das Programm führt. Dort lernt

er die exzentrische englische

Sängerin Sally Bowles kennen.

Sie verliebt sich in Cliff, wird im

Club entlassen und zieht kurzerhand

bei Cliff in die Pension von

Fräulein Schneider ein. Die beiden

werden ein Paar, doch ihre

Beziehung ist von finanziellen

Sorgen und Sallys Weigerung, die

Realität anzuerkennen, geprägt.

Ebenso erwartet Fräulein Schneider

ein spätes Glück: Ihr Pensionsgast,

der jüdische Obsthändler

Herr Schultz, macht ihr einen

Heiratsantrag.

Der heraufziehende Faschismus

aber zerstört das private

Glück. Die Verlobung von Schneider

und Schultz wird nach Drohungen

durch Nationalsozialisten

gelöst, da Fräulein Schneider

um ihre Existenz fürchtet. Cliff

erkennt die Gefahr und will mit

Sally nach Amerika. Sally entscheidet

sich, in den Kit-Kat-Club

zurückgekehrt, gegen eine gemeinsame

Zukunft und für ihr Leben

im Cabaret, woraufhin Cliff

allein abreist.

Mitreißende Revue-Nummern

Das Musical „Cabaret“ von 1966,

wie seine gleichermaßen populäre

Verfilmung mit Liza Minnelli,

zeichnet mit seinen Revue-

Nummern, Jazzrhythmen und einer

vom Ragtime inspirierten

Musik die grandiosen Klangwelten

der untergehenden Weimarer

Republik nach. Das Stück ist

bekannt für seine ikonischen

Songs von John Kander und Fred

Ebb wie „Willkommen“, „Maybe

This Time“ „Mein Herr“ und

„Life is a Cabaret“. Besonders

prägend ist die Rolle des Conferenciers,

der das Geschehen im

Club kommentiert und die politische

Entwicklung oft zynisch

widerspiegelt. Dirk Weiler spielt


GROSSE TREPPE 9

Das berühmte Triptychon „Großstadt“ von

Otto Dix entstand 1927/28 in Dresden. Das

Gemälde befindet sich im Kunstmuseum

Stuttgart. Foto: dpa/Norbert Försterling

den zwielichtigen, überdrehten,

Politisches und Erotisches kommentierenden

Conférencier. In

Hall hat er bereits vielfach seine

Wandlungsfähigkeit gezeigt, ob

als Jesus in „Don Camillo“, als

Tod in „Jedermann“, als Zauberkönig

im „Wienerwald“ oder in

seinem Monolog „All das Schöne“,

mit dem er auch in diesem

Sommer wieder im Neuen Globe

auftritt.

Frisch von der Hochschule

Salomé Ortiz war bereits in der

„West Side Story“ als Consuelo

zu sehen und spielt jetzt die

Hauptrolle Sally Bowles, die

Hauptattraktion im Kit-Kat-

Club. Den jungen Schriftsteller

Cliff, der sich unsterblich in Sally

Bowles verliebt, spielt Markus

Ücker, der eben sein Schauspielstudium

an der Hochschule für

Schauspielkunst Ernst Busch beendet

hat und Gewinner beim

Bundeswettbewerb Chanson ist.

Simon Staiger, der Tonys Freund

Riff in der „West Side Story“

spielt, ist der Nazi Ernst Ludwig.

Der zerstört das späte Glück des

zweiten Liebespaares, der Zimmerwirtin

Fräulein Schneider

und des Obsthändlers Herr

Schulz, gespielt von Ilona Christina

Schulz und Andrea Matthias

Pagani. Sie war zuletzt Gabi

in „Der schönste Tag im Leben“

und M. Diafoirus in „Der eingebildete

Kranke“, er war „die“

Mutter Edna in „Hairspray“ und

Dorfladenbesitzer Arne in „Wie

im Himmel“. Fräulein Kost wird

gespielt von Nadja Petri, die in

Hall zuletzt im „Eingebildeten

Kranken“ die sangesfreudige

und komische Gattin gab.

Die Hauptrollen werden von

einem Tanzensemble komplettiert:

fünf Kit-Kat-Girls und vier

Kit-Kat-Boys, die auch kleinere

Rollen übernehmen. Die musikalische

Leitung liegt, wie bei allen

Musicals seit 2017, bei Heiko

Lippmann. Das Bühnenbild

stammt von Thomas Bruner, die

Kostüme entwirft Kati Kolb, die

zuletzt die Kostüme für die

„West Side Story“ schuf. Dort

war Kati Farkas die Choreografin

und ist es jetzt in „Cabaret“.

Franz Burkhard/Bettina Lober

„Cabaret“

Musical. Buch von Joe Masteroff,

Gesangstexte von Fred

Ebb, Musik von John Kander,

Deutsch von Robert Gilbert, in

der Orchesterfassung von Chris

Walker. Nach dem Stück „Ich

bin eine Kamera“ von John van

Druten und Erzählungen von

Christopher Isherwood. Musikalische

Leitung: Heiko Lippmann.

Regie: Georg Büttel.

Bühne: Thomas Bruner. Kostüme:

Kati Kolb. Choreografie:

Kati Farkas.

Es spielen: Dirk Weiler,

Salomé Ortiz, Markus Ücker,

Ilona Christina Schulz, Andrea

Matthias Pagani, Simon Staiger,

Nadja Petri, Tobias Blinzler,

Robert Stumpf, Marc Biocca,

Alexander Sasanowitsch, Martina

Vinazza, Carina Fitzi, Meltem

Ürküt, Nicoletta Luna De

las Casas, Felipe Ramos

Premiere:

Freitag, 10. Juli

Weitere Vorstellungen:

11., 12., 14., 15., 16., 21., 22., 23.,

24., 25., 26., 28., 29., 30., 31. Juli,

1., 2., 4. und 5. August, jeweils

um 20.30 Uhr

Ein Cabaret ist uns‘re Welt

„Ich bin eine Kamera mit offenem

Verschluss, ganz passiv, ich

nehme auf, ich denke nicht. (…)

Eines Tages muss das alles entwickelt

werden, sorgfältig abgezogen,

fixiert.“ (aus: „Leb wohl,

Berlin“ von Christopher Isherwood).

Von 1929 bis 1933 lebte und arbeitete

der britische Schriftsteller

Christopher Isherwood in

Berlin, wo er sich ungehemmt

ins wilde Nachtleben stürzte,

aber auch als wacher politischer

Beobachter den Weg der Nazis

an die Macht verfolgte. In

Deutschlands pulsierender Metropole

traf er die Menschen, die

sich in legendäre Bühnen- und

Filmfiguren verwandeln sollten.

1951 machte in den USA der

Drehbuchautor John Van Druten

aus Isherwoods Werken „Mr.

Norris steigt um“ (1935) und

„Leb wohl, Berlin“ (1939) das

Theaterstück „Ich bin eine Kamera“.

Das Drama lief erfolgreich

am Broadway; und besonders

eine Rolle begeisterte das

Publikum: die quecksilbrige

Nachtclub-Sängerin Sally Bowles,

dargestellt von Julie Harris.

Mit ihr kam 1955 auch eine britische

Verfilmung von „Ich bin

eine Kamera“ heraus. In den

1960er Jahren nahm sich der legendäre

amerikanische Broadway-Produzent

und -Regisseur

Harold Prince des Stoffes an und

fand schließlich sein Dream-

Team für eine Musical-Version

unter dem Titel „Cabaret“: den

Autor Joe Masteroff, den Songtexter

Fred Ebb und den Komponisten

John Kander. Sie ließen

sich vom Geist und der Musik

der Weimarer Republik inspirieren

und schufen so ein Werk, das

unter anderem Kurt Weill viel

verdankt.

Weills Witwe Lotte Lenya

stand 1966 bei der Uraufführung

in New York als Fräulein Schneider

auf der Bühne. Den charismatischen

Conférencier spielte

Joel Grey. Die neuartige Verbindung

von ernster politischer

Thematik und Entertainment,

das sich selbst reflektiert, machte

„Cabaret“ zu einem Meilenstein

des Musical-Genres. Seither

reizt die Welt des „Kit Kat

Club“ immer wieder große Stars

zu neuen Interpretationen, die

am New Yorker Broadway oder

im Londoner West End Triumphe

feiern. Einen entscheidenden

Beitrag zur Popularität von

„Cabaret“ leistete die 1972 erschienene,

in den Münchner Bavaria-Studios

gedrehte Filmversion

des genialen Choreografen

und Regisseurs Bob Fosse. Sie

unterscheidet sich, was Handlung

und Songauswahl betrifft,

teilweise stark von der Bühnenversion

und wurde mit acht Oscars

ausgezeichnet, etwa für Joel

Grey als Conférencier und Liza

Minnelli als Sally. Georg Büttel

FOTO: DPA/HOFFMANN UND CAMPE VERLAG


10

RESSORT

Eine Liebe, die Provokationen und Drohungen zwischen zwei rivalisierenden Straßengangs der 1950er-Jahre erzeugt: Maria (gespielt von

Katia Bischoff) und Tony (Julian Culemann) inmitten eines eskalierten Streits.

Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Liebe und Lebensfreude in

Trümmer-Kulisse

Musical Leonard Bernsteins Meisterwerk

„West Side Story“ kehrt ab 14. August

zurück auf die Stufen vor St. Michael.

Dramatische Tänze und

eine atemberaubende

Kulisse, die New Yorks

Wahrzeichen auf die

Große Treppe bringt,

zeichnen das Stück aus.

Die Idee, William Shakespeares

„Romeo und Julia“

nach New York zu

verlegen und den Konflikt

in einen Bandenkrieg zwischen

eingewanderten Puerto-

Ricanern und selbsternannten

Amerikanern zu verwandeln,

war sicherlich ein Geniestreich.

Ebenso wichtig war die Entscheidung,

die Geschichte als

Musical zu erzählen. In Theatern

und Opernhäusern auf der ganzen

Welt gehört Leonard Bernsteins

„West Side Story“ zum festen

Repertoire. Zweimal verfilmte

Hollywood den Stoff für die

große Leinwand.

Im vergangenen Jahr haben

die Freilichtspiele Schwäbisch

Hall mit diesem Musical-Klassiker

ihre Jubiläumsspielzeit 100

Jahre Freilichtspiele eröffnet. Intendant

Christian Doll erntete

als Regisseur gemeinsam mit seinem

ganzen Team begeisterten

Applaus. Das Stück wurde zum

Publikumsrenner der Spielzeit:

Fast jede der 21 Vorstellungen im

Sommer 2025 war komplett ausverkauft,

31.750 Menschen besuchten

die Aufführungen.

„Die große Begeisterung dafür

hat uns natürlich alles dafür

geben lassen, uns Rechte und Ensemble

für die kommende Spielzeit

zu sichern“, sagte Intendant

Doll – und hatte Erfolg: So kehrt

das Erfolgsmusical ab 14. August

für elf Aufführungen noch einmal

auf die Große Treppe vor St.

Michael zurück.

Dann wird die riesige Freiheitsstatue

auf den Stufen vor St.

Michael wieder in Trümmern liegen:

Fackel und Zackenkrone liegen

da wie archäologische Fundstücke.

Ein Hoffnungszeichen ist

zerbrochen. Bühnenbildner Fabian

Lüdicke setzt damit ein starkes

Bild auf die Treppe. Und in

dieser beeindruckenden Kulisse

kämpfen zwei Gangs im New

York der 1950er-Jahre um die Vorherrschaft

– die Sharks der puerto-ricanischen

Einwanderer und

die Jets der „echten“ Amerikaner,

die aber auch alle einen Migrationshintergrund

haben. Rassismus,

Vorurteile und Gewalt prä-


GROSSE TREPPE 11

gen ihren Alltag, eine Verständigung

zwischen den Gruppen ist

undenkbar.

Aber Tony, einst Anführer der

Jets, und Maria, deren Bruder

Bernardo die Sharks anführt,

verlieben sich, ungeachtet der

Herkunft. Und diese Liebe erzeugt

Provokationen und Drohungen.

Während bei Shakespeares

„Romeo und Julia“ auch

viel Schicksal im Spiel ist, treiben

in der „West Side Story“

blinder Hass und eskalierende

Gewalt das Geschehen voran.

Der Konflikt eskaliert mit einem

Toten auf jeder Seite: Bernardo

tötet Tonys Freund Riff und wird

von Tony erstochen. Zuletzt

kann Maria nicht verhindern,

dass auch ihre große Liebe getötet

wird.

Explosive Tanzstile

Bernsteins Welterfolg ist musikalisch

vielschichtig und mitreißend.

„Tonight“, „Maria“ und

„Somewhere“ gehören zu den

Legenden des amerikanischen

Musiktheaters, mit Tanznummern

von dramatischer Eindringlichkeit.

Der explosive

Tanz, geprägt vom klassischen

Ballett, dient ebenso als narratives

Element wie die Musik. Jazz-

Melodien, insbesondere Bebop-

Motive, begleiten die Jets. Für

die Sharks integriert Bernstein

lateinamerikanische Tanzrhythmen:

Mambo und Cha-Cha-Cha

der Ballszene, in der beide Gangs

aufeinandertreffen, sind vom kubanischen

Tanz inspiriert. Das

Lied „America“ wird im mexikanischen

Huapango-Rhythmus

gespielt. Immer wieder schlagen

Variationen der „Maria“-Melodie

Brücken zwischen den Musikstilen.

Der Kritiker Kenneth

Tynan, der die „West Side Story“

1958 am Broadway gesehen

hatte, schrieb damals: „Bernsteins

Partitur ist so geschmeidig

und so wild wie eine Kobra:

sie klingt, als hätten Puccini und

Strawinsky gemeinsam eine

Achterbahnfahrt in die Bezirke

des Modern Jazz unternommen.“

In Schwäbisch Hall bringt ein

internationales 28-köpfiges Ensemble

das Musical auf die Bühne.

Was das Publikum bereits im

vergangenen Jahr besonders beeindruckte:

wie das fingerschnalzende

Ensemble in der

Choreografie von Kati Farkas auf

der steilen Treppe tanzte. Auch

in den Trümmern der Freiheitsstatue

ist Raum für überschäumende

Lebensfreude.

Dazu wird der Musikalische

Leiter Heiko Lippmann gemeinsam

mit einem 20-köpfigen Orchester

in einem 2025 neu errichteten

Pavillon live für den

passenden Sound sorgen: rhythmisch

antreibend, groovend, mit

klaren Bläser-Akzenten, aber

auch mit Streicherschmelz.

In der Rolle des Tony ist erneut

Julian Culemann zu sehen,

der schon als Dirigent Daniel

Daréus in „Wie im Himmel“ das

Publikum beeindruckt hat. Und

Katia Bischoff ist mit ihrer leuchtend

hellen Stimme wieder als

die von Tony angebetete Maria

zu erleben.

Bettina Lober

„West Side Story“

Musical Musikalische Leitung:

Heiko Lippmann. Regie: Christian

Doll. Bühne: Fabian Lüdicke.

Kostüme: Kati Kolb. Choreographie:

Kati Farkas

Es spielen: Julian Culemann,

Katia Bischoff, Simon Staiger,

Nils Klitsch, Alexander Sasanowitsch,

Robert Stump, Johannes

Summer, Tobias Blinzler,

Tayler Davis, Carina Fitzi,

Sarah Steinemer, Veronika

Enders, Josefine Rau, Kara

Kemeny, Mark Biocca, Felipe

Ramos, Ivan Delgado del Rio,

Giuseppe Brancato, David Valls,

Pierpaolo Scida, Meltem Ürküt,

Salomé Ortiz, Judith Urban,

Marlou Düster, Nicoletta Luna

De las Casas, Andrea Matthias

Pagani, Claudius Freyer, Johannes

Schön

Wiederaufnahme-Premiere:

14. August 2026

Vorstellungen: 15., 16., 18., 19.,

21., 22., 23., 25., 26. und 27. August,

jeweils 20.30 Uhr

„West Side Story“

Musical nach einer Idee von JEROME ROBBINS

Buch von ARTHUR LAURENTS

Musik von LEONARD BERNSTEIN

Gesangstexte von STEPHEN SONDHEIM

Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser und Nico Rabendal

Die Uraufführung wurde inszeniert und choreografiert von

JEROME ROBBINS

Original-Broadwayproduktion von Robert E. Griffith und

Harold S. Prince in Übereinkunft mit Roger L. Stevens

Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit

MUSIC THEATER INTERNATIONS (www.mtishows.co.uk) durch die

MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden.


12

GROSSE TREPPE

Bunte Show um

existenzielle Fragen

Schauspiel Mit Hugo von Hofmannsthal hat vor 101 Jahren alles

angefangen. Der Jubiläums-„Jedermann“ von 2025 kommt ab

2. September noch einmal auf die Theaterstufen.

Ohne den „Jedermann“

auf der Großen Treppe

vor St. Michael wären

die Freilichtspiele

Schwäbisch Hall überhaupt

nicht denkbar – haben sie doch

dereinst 1925 als „Jedermann-

Festspiele“ ihre Tradition begründet.

Zwar haftet dem altertümlichen

„Spiel vom Sterben

des reichen Mannes“ von Hugo

von Hofmannsthal eine Portion

Behäbigkeit und Belehrsamkeit

an – Mittelalter, Moral und Knittelverse.

Aber darin liegt auch

ein Reiz – nämlich das vor 115

Jahren uraufgeführte Stück

gründlich abzustauben, es von

seinem ehernen Sockel zu holen

und ins Hier und Heute zu setzten.

Genau das haben die Festspiele

in ihrer Jubiläumssaison 2025

getan: Unter der Regie von Philipp

Moschitz ist das weihevolle

Mysterienspiel kräftig gegen

den Strich gebürstet worden.

„Tradition gerne, aber bitte zeitgemäß

und mit Schmackes“, lautet

die Devise. Dabei ist dem

Team ein buntes Spektakel mit

frechen Songs, aber auch nachdenklichen

Momenten gelungen,

das im zurückliegenden Sommer

mehr als 11.000 Menschen gesehen

haben. Fast 200 Mitwirkende

hängen sich für dieses besondere

Musical mit vielen Bedeutungsschichen

mächtig ins Zeug.

Tradition

gerne, aber

bitte zeitgemäß

und mit

Schmackes.

Und so werden ab 2. September

erneut Schauspieler, Festspielchor

und der Große Siedershof

mit Spielmannszug und

Schützen auf den Haller Marktplatz

einziehen, um das „Spiel

vom Sterben des reichen Man-

Den „Jedermann“ ins Hier und Heute geholt: Unter der Regie

von Philipp Moschitz wird das weihevolle Mysterienspiel vor

St. Michael erneut kräftig gegen den Strich gebürstet.

„Jedermann“

Das Spiel vom Sterben des reichen

Mannes. Schauspiel von

Hugo von Hofmannsthal. Regie:

Philipp Moschitz. Musikalische

Leitung: Heiko Lippmann.

Bühne: Cornelia Brey. Kostüme:

Josef Grill junior. Chorleitung:

Birgit Busse. Choreographie:

Sven Niemeyer.

Es spielen: Philipp Moschitz,

Dirk Weiler, Franziska Schuster,

Uta-Maria Schütze, Barbara

Raunegger, Franziska Becker,

Johannes Schön, Maaike

Schuurmans, Matthias Zeeb,

Birgit Busse, Coul Sarademe,

Festspielchor der Freilichtspiele,

Großer Siedershof

Schwäbisch Hall

Wiederaufnahme-Premiere:

2. September

Vorstellungen:

3., 4., 5., 6. September, jeweils

um 20.30 Uhr. Jeweils 30 Minuten

vor Vorstellungsbeginn wird

eine Einführung zum Werk im

Haller Rathaus angeboten.


GROSSE TREPPE 13

Tobias Licht kann diesmal die Hauptrolle in dem bunten Spektakel

nicht übernehmen. Stattdessen schlüpft kurzerhand Regisseur

Philipp Moschitz in die Titelrolle. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

nes“ zu beginnen. Der Tod, gespielt

von Dirk Weiler als freundlicher

Sensenmann in weißer

Arbeitskleidung, der sogar steppen

kann, ist da schon mitten unter

ihnen: „Ich scheu keinen

Mann, tret jeglichen an und verschone

keinen.“ Das bekommt

auch der wohlhabende Jedermann

zu spüren – ein stinkreicher

Zeitgenosse, der mit Immobilien

handelt, ins Fitnessstudio

geht und Sportwagen fährt. Doch

dann muss der smarte Lebemann

die bittere Erfahrung machen,

dass ihm auf seinem letzten

Gang niemand beistehen will. Da

geht es plötzlich um die ganz

großen Fragen des Lebens. Wie

Schiedsrichter beim Tennis-

Match wachen der Teufel und

der Glaube über den Punktestand,

den Jedermann mit wachsender

Verzweiflung zu seinen

Gunsten beeinflussen will.

Regisseur schlüpft in Titelrolle

Tobias Licht, bekannt aus zahlreichen

TV-Formaten, hat 2025

die Titelfigur verkörpert. Doch

in diesem Sommer ergeben sich

für den gefragten Darsteller Terminüberschneidungen:

Er kann

nicht nach Hall kommen. Dafür

wird Regisseur Philipp Moschitz

kurzerhand selbst die Titelrolle

in seiner Inszenierung übernehmen.

Der 41-Jährige, als Schauspieler

an der Theaterakademie

August Everding ausgebildet, ist

ein versiertes Bühnen-Multitalent,

der zuletzt als Frank ‚n‘

Furter in der „Rocky Horror Picture

Show“ am Tiroler Landestheater

Innsbruck zu sehen war.

Das traditionelle Mysterienspiel

bekommt bei den Freilichtspielen

Schwäbisch Hall eine

kräftige Frischzellenkur verpasst.

Bühnenbildnerin Cornelia

Brey stattet die Treppe mit Symbolen

rund um die Vergänglichkeit

aus. Mit zahlreichen Songs,

unterschiedlichen Musikrichtungen

und dem vielseitigen Percussionisten

Coul Sarademe entsteht

quasi eine existenzielle

Show – ein zeitloses Spektakel

mit Anspruch und hohem Unterhaltungswert.

Bettina Lober

Hugo von Hofmannthal,

Schöpfer des Mysterienspiels

„Jedermann“

Der österreichische Schriftsteller, Dramatiker,

Lyriker und Librettist war Mitbegründer

der Salzburger Festspiele.

Hugo von Hofmannsthal hatte

böhmische, jüdische und lombardische

Vorfahren. Geboren wurde

er am 1. Februar 1874 in Wien. Er

war ein Einzelkind. Das Jurastudium

in seiner Heimatstadt begann

er nur widerwillig. Nach freiwilligem

Militärdienst und einer Venedig-Reise

studierte er Französische Philologie.

Im Jahr 1901 heiratete er Gertrud (Gerty)

Schlesinger, mit der er bis zu seinem Tod im Fuchsschlössl

in Rodaun bei Wien lebte. Dort kamen auch

die drei Kinder Christiane, Franz und Raimund zur Welt.

Sein Mysterienspiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben

des reichen Mannes“ wurde am 1. Dezember 1911

im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max

Reinhardt uraufgeführt. Das Stück ist seit 1920 das

Markenzeichen der Salzburger Festspiele. 1925 wurde

es erstmals auch in Schwäbisch Hall aufgeführt. Hugo

von Hofmannsthals Sohn Franz erschoss sich im Juli

1929 im Alter von 26 Jahren. Zwei Tage später starb der

Vater an einem Schlaganfall. Hugo von Hofmannsthal

wurde auf dem Kalksburger Friedhof in Wien in der

Kutte eines Franziskanermönchs beerdigt – so soll es

sein Wunsch gewesen sein.

blo


14

NEUES GLOBE

Dominik Dittrich und Benjamin

Leibbrand (im Hintergrund)

liefern Live-Musik dazu.

Fotos: Freilichtspiele Hall/

Ufuk Arslan

des Jane-Austen-Romans, die

man sich vorstellen kann“, sagt

Regisseurin Julia Friede.

Die Dienstmädchen legen Arbeitshandschuhe,

Feudel und Eimer

ab und spielen und singen

im rasanten Rollenwechsel Mütter,

Töchter, geeignete und ungeeignete

Heiratskandidaten,

Soldaten, Tanten und Cousinen.

Jane Austens berühmten Roman

von 1813 verwandeln sie in eine

ironische Show voller Popsongs

und pointierter Gesellschaftskritik.

Und: Sie können die vielen

männlichen Heiratskandidaten

sicher treffender porträtieren als

Männer das je könnten.

„Ich habe das große Glück, für

diese Produktion mit fünf Spielerinnen

zusammenarbeiten zu

Große Jane-Austen-

Party im Globe

Komödie In „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ übernehmen die

Dienstmädchen im Hause Bennet das Ruder – und lassen die

Romanfiguren tanzen und singen.

viel aufregender, wilder und

schlicht unterhaltsamer als das,

was so an der Oberfläche zu sehen

ist. Genau diese Philosophie

verfolgt das Theaterstück.

In Jane Austens vielfach verfilmten

und adaptierten Literaturklassiker

sollen die fünf

Töchter der Familie Bennet erfolgreich

verheiratet werden –

wobei die Ehepartner, streng individuell

abgewogen, einer idealen

Mischung aus tief empfun-

Wild, schnell, lustig,

romantisch, traurig,

leicht hitzig, verspielt

– so stellt sich

Regisseurin Julia Friede ihre Inszenierung

vor. Die erste Neuinszenierung

des Sommerspielplans

der Freilichtspiele hat am

31. Juli Premiere. Dann wird

„Stolz und Vorurteil* (*oder

so)“, eine Komödie mit viel Musik

von Isobel McArthur, nach

Motiven des weltberühmten Liebesromans

von Jane Austen, dener

erstmals im Neuen Globe zu sehen

sein – mit weiteren 19 Vorstellungen

im August. Manchmal

ist die Welt hinter den Kulissen

Herzensliebe,

ökonomischer Sicherheit und

höherer Standeszugehörigkeit

genügen sollen. Jane wird den

reichen attraktiven Junggesellen

Mr. Bingley, Elizabeth den noch

reicheren Fitzwilliam Darcy und

Lydia den betrügerischen

George Wickham heiraten.

Erzählt, gespielt und mit musikalischen

Einlagen versehen

wird diese preisgekrönte Neufassung

von Isobel McArthur

aber von denjenigen, die im Roman

nur am äußersten Rande Erwähnung

finden: fünf Dienstbotinnen.

Mit viel Geschick und

trotz zahlreicher Verwirrungen

versuchen sie, die Fäden so weiterzuspinnen,

dass es zu einem

Happy End kommt. „Manchmal

habe ich das Gefühl, die Dienstmädchen

sind die größten Fans

Ich weiß

einfach, wie

es sich anfühlt, da

auf der Bühne zu

stehen.

Julia Friede

Regisseurin

dürfen, die sich ganz wunderbar

verstehen und vor Spielfreude

nur so strotzen“, so die Regisseurin.

„Ich hatte zu Beginn für

diese Produktion die Parole ‚All

in‘ gegeben und die Spielerinnen

damit dazu eingeladen, alles zu

zeigen, was sie haben, ganz ohne

Verstecken und Zurückhalten.

Und tatsächlich erlebe ich ein

Ensemble, das sich voll darauf

einlässt und sich gegenseitig

sehr unterstützt.“

Zum Ensemble gehören Emily

Mrosek, die wie schon im Vorjahr

als Julia in „Romeo und Julia“

im Neuen Globe zu sehen

sein wird, sowie Silke Buchholz,

die 2017 in „Don Camillo und

Peppone“ und „Die Wahlverwandtschaften“

ihr Freilichtspiele-Debüt

gab. Mit Lena Maria

Eikenbusch, Camille Dombrowsky

und Anna Seeberger

sind gleich drei Schauspielerinnen

zum ersten Mal in Hall zu

erleben. Mit auf der Bühne werden

auch die bei den Freilichtspielen

wohlbekannten Musiker


NEUES GLOBE 15

Jane Austen (1775 - 1817)

Jane Austen ist eine der wichtigsten

englischen Schriftstellerinnen. Ihre

Romane sind: „Verstand und Gefühl“

(1811 erschienen), „Stolz und

Vorurteil“ (1813), „Mansfield

Park“ (1814) und „Emma“ (1816).

„Anne Elliot“ und „Die Abtei von

Northanger“ erschienen postum

1818. Sie gilt als Wegbereiterin des

modernen Romans, die mit scharfem

Witz, sprudelnder Ironie und psychologischer

Tiefe die Gesellschaft auf

dem Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschreibt.

Obwohl ihre Geschichten oft als reine

Liebesromane wahrgenommen werden, thematisieren

sie tiefgründig die wirtschaftliche

Abhängigkeit von Frauen sowie Standes- und

Klassenunterschiede. Vor allem „Stolz und Vorurteil“

und „Mansfield Park“ erscheinen bis

heute in hohen Auflagen und wurden oftmals

verfilmt. Besonders sehenswert ist „Stolz und

Vorurteil“ von 2005 mit Keira Knightley. fb

Emily Mrosek, Lena Maria Eikenbusch,

Camille Dombrowsky, Silke Buchholz und

Anna Seeberger spielen und singen sich im

rasanten Rollenwechsel durch das Stück.

Wild, turbulent und pointiert

gesellschaftskritisch wird es in

„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.

Dominik Dittrich und Benjamin

Leibbrand sein, die mit einer

Musikmischung zwischen Hitparade,

Disco und Power-Balladen

für eine passende Atmosphäre

sorgen werden.

Für Julia Friede, die zurzeit eigentlich

als Schauspielerin am

Oldenburgischen Staatstheater

engagiert ist, ist „Stolz und Vorurteil*

(*oder so)“ erst die dritte

Inszenierung als Regisseurin,

Ihr erfolgreiches Regiedebüt

hatte sie vor zwei Jahren in

Schwäbisch Hall mit dem Kinder-

und Familienstück „Eselhundkatzehahn“.

„Ich merke immer

wieder, wie sehr mir meine

Erfahrung als Schauspielerin

auch in meiner Arbeit als Regisseurin

behilflich ist: Ich weiß

einfach, wie es sich anfühlt, da

auf der Bühne zu stehen“, beschreibt

sie. „Vor allem gibt es

mir aber ein unheimliches Vertrauen

in die Schauspielerinnen.

Und so bin ich mir sicher, dass

wir bald die Premiere einer wunderbar

wilden und turbulenten

Jane-Austen-Party hier in Hall

zeigen können.“

Florian Götz/Franz Burkhard

„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“

Komödie von Isobel McArthur

nach Jane Austen. Regie: Julia

Friede. Bühne und Kostüme:

Martin Dolnik. Musikalische

Leitung: Dominik Dittrich

Es spielen: Emily Mrosek,

Lena Maria Eikenbusch, Camille

Dombrowsky, Silke Buchholz,

Anna Seeberger

Live-Musik:

Dominik Dittrich,

Benjamin Leibbrand

Premiere: 31. Juli, 20.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

1., 2., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12., 13.,

14., 15., 16., 18., 19., 21. und 22.

August, jeweils um 20 Uhr


16

NEUES GLOBE

Große Gefühle

mit verheerenden Folgen

Tragödie William Shakespeares berühmtes

Liebesdrama „Romeo und Julia“ kommt ab

25. Juni erneut in reizvoller Schwarz-Weiß-

Optik auf die Globe-Bühne.

Todunglücklich, aber

weltberühmt: Romeo

und Julia. Mehr als 5600

Menschen haben den

beiden Teenagern bereits im vergangenen

Jahr im Neuen Globe

dabei zugeschaut, wie sie schlimme

Liebesqualen erleiden. Und

ab 25. Juni gibt es erneut Gelegenheit

dazu. Aber Shakespeares

berühmtes Stück ist nicht nur

eine Tragödie über eine unerfüllte

Liebe und unbändiges Verlangen,

sondern auch ein Stück über

die Macht des Hasses.

Schon seit Generationen sind

sich die Familien Capulet und

Montagu im italienischen Verona

spinnefeind. Romeo ist der

Sohn der Montagus, Julia die

Tochter der Capulets. Und ausgerechnet

diese beiden muss

Amors Pfeil erwischen: Beim

Maskenball der Capulets verliebt

sich Romeo in die jüngste

Tochter des Hauses – es ist die

ganz ganz große Liebe. Julias

Amme und Romeos Beichtvater,

Pater Lorenzo, ermöglichen bei

einem heimlichen Treffen sogar

eine Vermählung – vielleicht

könnten so auch die verfeindeten

Familien wieder versöhnt

werden. Doch der Stachel des

Hasses sitzt zu tief. Dennoch

können Julia und Romeo nicht

voneinander lassen, was sie zu

einem riskanten Plan verleitet.

Und der geht wegen etlicher

Widrigkeiten gehörig schief.

Zwei junge Menschen scheitern

an der Gewalt und an starren

Systemen. Erst am Grab der Kinder

können die verfeindeten Eltern

Frieden schließen.

Vorbilder der Geschichte gibt

es bereits in der römischen und

griechischen Mythologie sowie

in vielen Novellen. Doch erst

Shakespeares „Romeo und Julia“

– 1595 in London uraufgeführt –

machte das Schicksal zum Welterfolg.

Viele Künstler griffen das

Thema auf, es entstanden Verto-

Das weltberühmte

und herzergreifende

Liebesdrama

„Romeo und Julia“

von William

Shakespeare ist in

diesem Jahr erneut

im Globe-Theater

zu sehen.


RESSORT 17

Der Maskenball im Hause Capulet, bei dem sich Romeo und Julia

begegnen (Bild oben). Romeo und sein Freund und Cousin Benvolio

(Bild rechts).

Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

nungen, literarische Adaptionen

und Verfilmungen. Wie immer

bei Shakespeare (1564 – 1616) liegen

tiefgründiger Witz und düstere

Tragik eng beieinander und

zeigen so die komplexen Facetten

des menschlichen Lebens.

Im Haller Globe-Theater setzt

Regisseurin Silvia Armbruster,

die seit 2015 künstlerische Leiterin

des Theaters in Kempten ist,

auf eine musikalische, körperbetonte

Sprechtheaterversion des

Stücks. Rechts die Welt der Capulet,

ganz in Weiß, links die

Welt der Montagu, ganz in

Schwarz – Bühne und Kostüme,

die Michael S. Kraus entworfen

hat, markieren die strikte Trennung.

Dazwischen wird leidenschaftlich

gestritten, gekämpft,

geliebt und gelebt. Im Neuen

Globe schwingt eine kräftige Prise

James-Dean-Romantik mit.

Was im Original 32 Personen

und einen Chor benötigt, wird

in Schwäbisch Hall von acht

Schauspielenden gestemmt. In

den Titelrollen sind erneut Florian

Peters und Emily Mrosek zu

erleben. Musikalisch wird die Inszenierung

vom Gitarristen Toni

Eberle getragen. Seine auf der

Bühne live gespielten Stücke fügen

sich behutsam in das Geschehen

ein: Sie verstärken das

Gefühl des Unausweichlichen,

schlagen Brücken in die Gegenwart

und lassen die Szenen oft

filmisch wirken. Bettina Lober

„Romeo und Julia“

Tragödie von William Shakespeare.

Regie: Silvia Armbruster.

Bühne und Kostüme: Michael S.

Kraus. Komposition und Arrangements:

Toni Eberle.

Es spielen: Antonia Welke,

Alexander Sichel, Florian

Peters, Gunter Heun, Emily

Mrosek, Nils Klitsch, Michael

Del Coco, Toni Eberle

Wiederaufnahme-Premiere:

25. Juni 2026

Weitere Vorstellungen:

26., 27., 28., 30. Juni, 1., 2., 3. und

4. Juli, jeweils um 20 Uhr

Bruder Lorenzo (Michael Del Coco) traut Julia (Emily Mrosek)

und Romeo (Florian Peters).


Michael Del Coco (links) übernimmt die Titelrolle des gewitzten Katers. In seinen roten Stiefeln steht er der Müllerstochter zur Seite. Hier

ist Katharina Kessler als Müllerstochter zu sehen. Im Juli schlüpft Lena Maria Eikenbusch in diese Rolle. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Pfiffiger Kater macht Mut

Familientheater Im Neuen Globe erzählen

die Freilichtspiele Schwäbisch Hall ein

Märchen über Charme, Scharfsinn und

exzellentes Schuhwerk.

Nur ein Kater? Mehr

nicht? Ach, was kann

die Müllerstochter

bloß mit dem Kater anfangen,

den sie geerbt hat? Die

Freilichtspiele Hall bringen in

diesem Jahr das Kinder- und Familienstück

„Der gestiefelte Kater“

auf die Bühne. „Damit setzen

wir unsere Reihe mit Märchen-Neubearbeitungen

fort“,

sagt Intendant Christian Doll.

In der klassischen Fassung

des Märchens bei den Brüdern

Grimm erbt der jüngste Sohn eines

Müllers einen Kater. Im Haller

Globe-Theater ist das nun ein

bisschen anders: In der Neufassung

von Anne Spaeter, die auch

Regie führt und das Stück auch

schon vor 13 Jahren bei den Gandersheimer

Domfestspielen

zeigte, wo Doll damals Intendant

war, ist das jüngste Kind des

Müllers nämlich eine Tochter,

die nach dem Tod des Vaters nur

einen Kater erbt. Ihre Brüder erben

mehr und viel mehr, nämlich

einen Esel der eine und die

ganze Mühle der andere.

Vom Kater hat sie nichts,

denkt sich die Müllerstochter.

Aus seinem Fell kann sie sich

höchstens ein Paar Pelzhandschuhe

machen lassen. Aber da

hat sie den Kater vollkommen

unterschätzt. Denn der kann

sprechen und erweist sich obendrein

als überaus klug und gewitzt.

Und er weiß, dass zu einem

erfolgreichen Auftreten in

der Welt vor allem gute Stiefel

gehören. Mit gutem Schuhwerk

an den Hinterpfoten lässt sich alles

erreichen.

Hungrig nach Rebhühnern

Zudem regiert ein König im

Land, der eine kluge Tochter und

einen Heißhunger auf Rebhühner,

aber keine geschickten Jäger

an seinem Hofe hat. Die hat

ein machthungriger Zauberer

mit großen Ländereien und einem

gewaltigen Schloss nämlich

in Tiere verwandelt. Nun ist der

Kater aber ein geschickter Rebhuhnfänger

und überbringt diese

im Namen seiner Gräfin Carabas

– das ist aber lediglich die


FAMILIENTHEATER 19

Müllerstochter – dem hungrigen

König. Nach einem Bad im Fluss

versorgt der Kater die Müllerstochter

mit anständigen Kleidern

und erledigt den bösen

Zauberer, der bei aller Zauberkunst

nicht bedenkt, wie gerne

Katzen Mäuse fressen.

Zum guten Ende hat der Kater

die verzauberten Jäger befreit

und die Müllerstochter alias

Gräfin mit Zauberschloss und

Ländereien ausgestattet. Ihm

und der Müllerstochter steht

nun eine glückliche, auskömmliche

Zukunft bevor. Der Kater

aber wird zeitlebens seine Stiefel

tragen und erster Minister im

Staate sein.

Damit setzen

wir unsere

Reihe mit Märchen-

Neubearbeitungen

fort.

Christian Doll

Intendant der Freilichtspiele Hall

Die witzige Neufassung des

Grimmschen Märchens wird

wiederum, wie schon bei „ESEL-

HUNDKATZEHAHN“ vor zwei

Jahren, mit viel Musik und zahlreichen

Songs von und mit Dominik

Dittrich präsentiert. Mit

von der Partie ist auch Benjamin

Leibbrand. Beide sind mit ihrer

Band Tante Polly seit Jahren den

Freilichtspielen Schwäbisch Hall

eng verbunden und in der Stadt

bekannt. In die Rolle des cleveren

Katers schlüpft Michael Del

Coco, der seit 2020 noch keinen

Freilichtspiele-Sommer in

Schwäbisch Hall verpasst hat.

Und zuweilen kommt er auch im

Winter nach Hall – so zum Beispiel,

als er im Februar sein Solo

„Die Wanze“, eine Detektivgeschichte

für Kinder, im Globe gezeigt

hat. Michael Del Coco ist

übrigens im hessischen Hanau

aufgewachsen – der Heimatstadt

der Brüder Grimm.

Das Volksmärchen „Der gestiefelte

Kater“ hat seinen Ursprung

in der italienischen und

französischen Literatur des 17.

Jahrhunderts. Es wurde von

Charles Perrault 1679 aufgeschrieben

und erst später von

Wilhelm und Jacob Grimm in

ihre Sammlung der „Kinder- und

Hausmärchen“ aufgenommen.

Laut seiner Notiz hatte Wilhelm

Grimm das Märchen von Jeanette

Hassenpflug gehört, die einer

französischsprachigen Hugenottenfamilie

entstammte.

Freund in schweren Zeiten

Das Märchen zeigt, dass ein guter

Freund oder Weggefährte

sehr vieles lebenswerter machen

kann. Scheint eine Situation

noch so aussichtslos zu sein, mit

einem Freund an der Seite sowie

Mut und Vertrauen in die eigenen

Fähigkeiten, lassen sich Sorgen

und Zweifel aus der Welt

schaffen und schwierige Lebenslagen

meistern. Die Müllerstochter

hat diesen Freund im Kater

gefunden.

Franz Burkhard/Bettina Lober

„Der gestiefelte Kater“

Kinder- und Familienstück

(ab 6 Jahren), Neufassung des

Märchens der Gebrüder Grimm.

Regie: Anne Spaeter

Bühne: Anne Brüssel

Kostüme: Katharina Schweizer

Musik: Dominik Dittrich

Es spielen: Lena Maria Eikenbusch,

Michael Del Coco, Emily

Mrosek, Dominik Dittrich,

Benjamin Leibbrand

Premiere:

17. Mai, 15.15. Uhr. Neues Globe

Vorstellungen: 8., 9., 10., 14.,

15., 16., 17., 20., 21., 22., 23.,

24. Juli, jeweils um 10 Uhr;

Familienvorstellungen am 11.,

12., 18., 25., 26. Juli, jeweils um

15.15 Uhr.

Dauer: 1 Stunde 10 Minuten,

keine Pause


Dirk Weller spielt das Solo-Stück „All das

Schöne“ im Neuen Globe.

Foto: Freilichtspiele Hall//Ufuk Arslan

20

NEUES GLOBE

Zwischen

Lachen

und Weinen

Monolog Dirk Weiler bringt sein umjubeltes

Solo „All das Schöne“ ab 23. August erneut

im Neuen Globe auf die Bühne.

Bewegend: Die beiden Autoren Duncan Macmillan und Jonny

Donahoe haben einen lebensbejahenden Monolog geschrieben.

Foto: Archiv/Theo Wargo/afp

Eiscreme, Wasserschlachten,

länger aufbleiben als

sonst und fernsehen dürfen,

die Farbe Gelb, Dinge

mit Streifen … so beginnt seine

Liste mit all den schönen Dingen

auf der Welt. Er ist sieben

Jahre alt, als seine Mutter zum

ersten Mal versucht, sich das Leben

zu nehmen. Mit der Liste

will er ihr zeigen, dass das Leben

schön ist – auch wenn es

sich manchmal vielleicht nicht

so anfühlt. Was als kindlich-liebevoller

Versuch der Trauerbewältigung

beginnt, wird über die

Jahre zu einem großen Lebensprojekt

über das, was im Leben

wirklich zählt.

Dieses Stück ist ein Phänomen:

Bereits in der fünften Saison

ist bei den Freilichtspielen

Schwäbisch Hall dieses zugleich

witzige und äußerst nachdenkliche

Solo zu sehen: „All das

Schöne“ von Duncan Macmillan

und Jonny Donahoe. Dirk Weiler

spielt darin jenen Jungen,

dessen Mutter mehrere Suizidversuche

unternimmt. Er hofft,

mittels der Liste, seine unter Depressionen

leidende Mutter vor

dem Selbstmord zu bewahren.

Doch sie korrigiert in seiner Liste

zunächst einmal die Schreibfehler.

Als junger Erwachsener

verliebt der Junge sich. Er heiratet

und führt die Liste natürlich

unermüdlich weiter – er kann

gar nicht mehr aufhören.

Duncan Macmillan hat einen

lebensbejahenden Monolog über

ein todernstes Thema geschrieben.

Mit feinfühliger Empathie

und großem Ernst, aber auch mit

einer erstaunlichen Leichtigkeit

und verblüffend viel Humor erzählt

er von Depression. Das

Stück versucht nicht, sich an Erklärungen

für die Entstehung einer

Depression abzumühen, sondern

macht die vielen Fragezeichen

erlebbar, mit welchen Betroffene

und Angehörige einer

solchen Störung konfrontiert

sind.

Publikum spielt mit

In der bewegenden Inszenierung

von Regisseur Franz Burkhard

wird das Publikum auch Teil des

Geschehens. „Es ist ein sehr, sehr

klug geschriebenes Stück. Es ist

so gebaut, dass sich die Menschen

gar nicht entziehen können.

Die meisten haben ja Angst

vor dem Mitspielen. Aber ich erlebe

kaum, dass Menschen sich

da verweigern – das Sujet geht

uns alle an“, sagt Schauspieler

Dirk Weiler, der mit seinem Solo

in Hall immer mehr Menschen

erreicht.

In der Geschichte gibt es kein

Happy End, dennoch ist das

Stück komisch und gibt den Zuschauern

positive Gedanken mit

nach Hause. Dirk Weiler: „Das

Stück ist ein Juwel. Es ist klug,

heiter und liebevoll.“ blo

„All das Schöne“

Schauspiel von Duncan

Macmillan und Jonny Donahoe

Es spielen: Dirk Weiler

Regie: Franz Burkhard

Wiederaufnahme-Premiere:

23. August, 20 Uhr, Neues Globe

Vorstellungen: 25., 26. und

27. August, jeweils 20 Uhr


RUND UMS THEATER 21

Singen macht

glücklich

Gesang Zu den Freilichtspielen Schwäbisch

Hall gehört auch ein Festspielchor, der unter

anderem im Traditionsstück „Jedermann“

eindrucksvoll mitwirkt.

Wir wollen auch einen

Festspielchor etablieren“,

sagte Intendant

Christian Doll

2021 im Zeitungsinterview. Ein

Jahr später war es so weit: Im

Herbst 2022 wurde der Chor ins

Leben gerufen – und hatte gleich

eine wichtige Aufgabe: Im Sommer

2023 kam das Musical „Wie

im Himmel“ auf die Große Treppe

vor St. Michael. In dem nach

dem gleichnamigen schwedischen

Film entstandenen Bühnenstück

spielt der Chor nämlich

eine tragende Rolle.

Längst ist der Chor festes Mitglied

der Theaterfamilie der

Freilichtspiele. Im vergangenen

Jahr wirkten die mehr als 40

Amateurinnen und Amateure im

Jubiläums-„Jedermann“. Und natürlich

werden sie ab 2. September

bei der Wiederaufnahme der

Produktion erneut dabei sein.

Seit Dezember leitet die Pianistin

und Musikpädagogin Larissa

Sauter den Festspielchor.

Alle zwei Wochen treffen sich

die sangesfreudigen Bürgerinnen

und Bürger dienstags ab

19.30 Uhr zur Probe. „Ich habe

mich hier sehr schnell angenommen

gefühlt. Eigentlich ist der

Funke schon innerhalb einer

Stunde übergesprungen“, erzählt

sie voll Freude vom ersten Kennenlernen.

Jürgen Lochner aus Hall, der

seit Beginn beim Festivalchor

dabei ist, schwärmt vom gemeinsamen

Singen im Chor. Meist ist

er der Erste bei den Proben –

„ich genieße die Zeit, bevor es

losgeht, da kann ich den Alltag

erst einmal abstreifen“. Larissa

Sauter beginnt die Probe mit Lockerungs-

und Einsingübungen.

Alle sind konzentriert bei der Sache

und lassen satte Chorklänge

entstehen.

Ich habe

mich hier

sehr schnell

angenommen

gefühlt.

Larissa Sauter

Chorleiterin

In der Sommerspielzeit 2026

sind die Chormitglieder nicht

nur im „Jedermann“ gefragt, sondern

einige werden auch bei einer

Szene im Musical „Cabaret“

mitwirken. Zudem sei geplant,

dass der Chor auch mal in einem

Gottesdienst auftritt, berichtet

Larissa Sauter. Von diesem Festspielchor

gibt’s noch viel zu hören.

Bettina Lober

Der Festspielchor der Freilichtspiele ist auch mal bei Gottesdiensten

im Einsatz – wie 2023 in St. Michael (oben). Seinen

ersten großen Auftritt hatte der Chor in dem Stück „Wie im

Himmel“ auf der Großen Treppe.

Fotos: Freilichtspiele/ars

Chorleiterin Larissa Sauter (vorne rechts) beginnt die Probe mit

gemeinsamen Lockerungsübungen.

Foto: Bettina Lober


50 Theaterbegeisterte aus der Region stehen

in „Glückskind“ gemeinsam mit Theaterprofi

Christine Dorner auf der Bühne.

Fotos: Stefan Weigand

22

JUNGES THEATER

Umfangreiche Arbeit mit

Partnerschulen

So besuchen rund 200 Klassen

und Gruppen – vom Kindergarten

bis zur Abschlussklasse – in

diesem Jahr Vorstellungen der

Freilichtspiele, auf die sie zuvor

vom Theaterpädagogik-Team intensiv

und spielerisch vorbereitet

werden. Die Aktivitäten mit

den Schulen reichen dabei vom

45- oder 90-minütigen Aktiv-

Workshop über Selbstwertworkshops,

die einen kompletten Vormittag

dauern, bis hin zum einwöchigen

Theaterprojekt. Fast

alle Schulklassen (erste bis vierte)

wurden auf den Besuch von

„Der gestiefelte Kater“ von Michael

Szutta, gemeinsam mit Anna-Carina

Pilzecker und Emma

Simon, in ihren Schulen vorbereitet.

Viele Angebote in

Hall für Menschen

jeden Alters

Theaterpädagogik Projekte mit

Schulklassen und Inszenierungen machen

die Freilichtspiele vor allem für Schülerinnen

und Schüler erlebbar.

Die Abteilung Theaterpädagogik

floriert bei den

Freilichtspielen. Konnten

vor wenigen Jahren

aufgrund von Personalknappheit

nur einzelne Projekte durchgeführt

werden, ist das Angebot

der Festspiele für Kinder und Jugendliche,

aber auch Menschen

in Hall jeglichen Alters, inzwischen

so breit gefächert wie nie

zuvor.

Viele spielen und

singen mit

Dazu kommt eine beträchtliche

Zahl an Projekten, in denen Theaterbegeisterte

aus Schwäbisch

Hall mitunter zum ersten Mal

selbst auf der Bühne stehen: 50

Menschen zwischen 10 und 73

Jahren spielen beim Projekt

„Glückskind“ des Ensemble Plus

im Neuen Globe, rund 50 Personen

singen mit dem Festspielchor

auf der Großen Treppe in

der „Jedermann“-Inszenierung

sowie teilweise im Musical „Cabaret“.

Außerdem treffen die

Freilichtspiele und der Club Alpha

aufeinander – eine Auskopplung

des Ensemble Plus bringt

einen echten Zensur-Skandal

aus dem Jahre 1978 auf die Bühne

des Clubs, im Rahmen dessen

Jubiläum.

Nach der sehr erfolgreichen

Jugendensemble-Inszenierung

„Jugend ohne Gott“, in der die

Beteiligten auch sangen, tanzten

und ihr eigenes Graffiti-Bühnenbild

sprayen durften, können

sich Spielerinnen und Spieler

zwischen 14 und 19 Jahren wieder

für das Jugendensemble-Projekt

anmelden, das im Oktober

2026 startet. Auch für das kommende

Projekt des Ensemble

Plus, das im September startet,

ist die Anmeldung wieder offen.

Angebot nur möglich durch

finanzielle Unterstützung

„Wir erfahren große Begeisterung

von den Menschen hier für

unsere diversen Aktivitäten“, berichtet

die Leiterin der Theaterpädagogik

Jennifer Sittler und

ergänzt: „Man merkt, dass sie lieber

ins Theater gehen, wenn sie

schon mal direkt damit in Berührung

gekommen sind. Projekte

an unserem Theater, bei denen

die Beteiligten echte Theaterluft

schnuppern können, Projekte an

den Schulen, die sie in ihrem Alltag

überraschen, und – ganz

wichtig – kompetentes, kreatives,

menschlich zugängliches

Personal, das den Jugendlichen


JUNGES THEATER 23

Das Jugendensemble der Freilichtspiele zeigt

„Jugend ohne Gott“ in der Haalhalle.

Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

auf Augenhöhe begegnet und sie

ehrlich für alles begeistern kann,

wofür Theater steht, sind der

Schlüssel dafür. Auch ohne unsere

ehrenamtlichen Theaterscouts

könnten wir unser Angebot

nicht aufrechterhalten. Momentan

vernetzen wir uns außerdem

im Netzwerk kulturelle

Bildung, um Projekte ins Leben

zu rufen, die viele Arten, das gesellschaftliche

Leben zu erfahren

und mitzugestalten, miteinander

verbinden. Zwölf Haller

Kulturinstitutionen sind Teil

dieses Netzwerks. Außerdem

spielt natürlich Geld eine große

Rolle: Die Stadt Schwäbisch Hall

finanziert eine 50-Prozent-Stelle

und die Christian Bürkert Stiftung

ermöglicht unser YOUNG-

VIP-Ticket. Der Freundeskreis

der Freilichtspiele mit vielen engagierten

Mitgliedern fördert

die Arbeit mit jungen Menschen

ganz gezielt, aber auch die Soroptimistinnen

und der Lion‘s

Club unterstützen diese Arbeit.

In Zeiten der extrem starken

Budgetierung werden zivilgesellschaftliches

Engagement für

die Kultur und die Finanzierung

dieses Engagements immer

wichtiger.“

Das Team

Theaterpädagogik

Neben Leiterin Jennifer Sittler

und den ehrenamtlichen Theaterscouts

Michael

Szutta und Thomas

Höll besteht

das diesjährige

Team der Theaterpädagogik

aus

den Theaterschaffenden

AnnPhie

Fritz und Anke

Walter, Workshop-Co-Leiterin

Belinda Rühr und

FSJlerin Emma

Simon. Sittler,

Fritz und Walter

bereiten parallel

auch Projekte für

die Spielzeit

26/27 vor. Das

Bürgerprojekt

„Glückskind“ inszenierte

Martina

Maria Reichert.

Leiterin des Festspielchors ist

Larissa Sauter.

pm

„Das tapfere Schneiderlein“, gespielt von den fünften

Klassen der Gemeinschaftsschule Schenkensee,

finanziert von den Soroptimistinnen Schwäbisch Hall.

Foto: Jürgen Müller


24

FÖRDERVEREIN

Ministerpräsident und Schirmherr Winfried Kretschmann spricht beim Premierenempfang des

Fördervereins Gesellschaft der Freundinnen und Freunde und Förderer der Freilichtspiele Schwäbisch

Hall zum Auftakt der 100. Festspielsaison 2025 im Neuen Globe. Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Großes Herz für

die Festspiele

Förderverein Die Gesellschaft der Freundinnen und Freunde der

Freilichtspiele Schwäbisch Hall unterstützt das Theater und lädt

zum Mitmachen ein.

Die bunte Theaterfamilie

wächst und gedeiht: Im

Jahr 2007 gegründet,

zählt die Gesellschaft

der Freundinnen und Freunde

der Freilichtspiele Schwäbisch

Hall mittlerweile mehr als 390

Mitglieder. Und Jutta Parpart,

Geschäftsführerin des gemeinnützigen

Vereins, lädt dazu ein,

den Förderverein kennenzulernen:

„Wir sind für alle Menschen

offen, die ein Herz für die Freilichtspiele

haben und sie auf

dem Weg in die Zukunft begleiten

möchten. Die Lust auf Theater

verbindet uns und wir haben

Freude am Austausch mit

Gleichgesinnten.“ Die Freundeskreismitglieder

sind nah dran am

Theatergeschehen und dürfen

immer wieder auch gerne hinter

die Kulissen blicken. Begegnungen

mit dem Ensemble gehören

auf jeden Fall dazu.

Ein schönes Highlight im Vereinsjahr

zur Eröffnung der Sommerspielzeit

ist der festliche

Empfang im Neuen Globe, zu

dem alle Mitglieder und Sponsoren

eingeladen werden. Als Festredner

für 2026 hat der Verein

Philipp Moschitz gewinnen können,

den Regisseur des umjubelten

„Jedermann“ aus dem Jubiläumsjahr

2025. Für seine Inszenierung

gewann er 2026 bei den

BroadwayWorld Germany

Awards 2025 die Auszeichnung

„Best direction of a Play“. Die

Mitglieder der Gesellschaft der

Freundinnen und Freunde der

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

bringen sich auf vielfältige Weise

ins Theaterleben ein: Sie singen

im Festspielchor, unterstützen

tatkräftig das Gastro-Team

der Falstaff-Theaterbar und werben

Spenden ein. Mit 30.000 Euro

unterstützt der Verein die Inszenierung

des Kinderstücks und

das Bürgerensemble und ermöglicht

überdies Tickets sowie

Workshops für Schulklassen.

10.000 Euro erhält der Festspielchor

für das Honorar der Leitung

und das Probenwochenende.

Darüber hinaus trägt auf Initiative

des Fördervereins die

Christian-und-Dorothee-Bürkert-Stiftung

aus Ingelfingen

auch in diesem Jahr maßgeblich

zur Finanzierung des Young-VIP-

Tickets bei. Eine große Zahl von

Schülerinnen und Schülern, viele

Studierende und Freiwilligendienstleistende

bis einschließlich

25 Jahren haben bereits Eintrittskarten

für nur 12 Euro erworben

– und das für die besten

verfügbaren Plätze! „Dieses

großartige Projekt ermöglicht

jungen Menschen in Stadt und

Region einen Theaterbesuch

und damit Teilhabe an kultureller

Bildung“, freut sich Jutta Parpart.

Stuhlpatenschaften im Globe

Auch das Projekt „Stuhlpatenschaften

im Neuen Globe“ ist

vom Förderverein ins Leben gerufen

worden und läuft weiter. Es

seien noch etliche Stühle frei, die

auf Paten warten, erklärt die Geschäftsführerin.

Mit der Patenschaft

für einen Stuhl spendet

man nicht nur für einen guten

Zweck, sondern kann mit einer

kleinen Namenstafel im Theater

auch in Erinnerung bleiben. jp

Mitglieder Albert und Barbara Scheib

„Wir sind seit 2015 Mitglied im

Förderverein. Außerdem sind

wir Stuhlpaten im Neuen Globe

und seit diesem Sommer auch

mit unserer Firma Sponsor.

Es ist uns eine Herzensangelegenheit,

die Freilichtspiele

nach Kräften zu unterstützen

und zu begleiten. Wir haben

die Gelegenheit, Künstlerinnen

und Künstler auch persönlich

kennenzulernen. Das macht

richtig Spaß. Darüber hinaus

sind der Mitgliederempfang

im Neuen Globe zum Start in

die Sommer-Spielzeit und

die Jahresversammlung im

Herbst tolle Events, die

wir nicht mehr missen

möchten.“

Echte Unterstützer: Albert und

Barbara Scheib. Foto: privat

Info Wer neugierig geworden ist

und mehr über die Theaterfamilie

der Freilichtspiele Schwäbisch Hall

wissen möchte, wendet sich an:

Gesellschaft der Freundinnen

und Freunde der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall e.V. Jutta Parpart,

Im Haal 14, 74523 Schwäbisch Hall,

foerderverein@freilichtspiele-hall.de

Der Verein ist gemeinnützig und

stellt eine steuerlich absetzbare

Spendenbescheinigung aus.


RUND UMS THEATER 25

Die Tanz-Profis Florian Lochner und Alice Klock.

Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Ufuk Arslan

Geschichten

in Bewegung

Tanz Das Tanz-Ensemble Flock um Florian

Lochner und Alice Klock bringt Ende

Oktober ein internationales Festival nach

Schwäbisch Hall.

Für das Jubiläumsjahr der

Freilichtspiele Schwäbisch

Hall hat die international

aktive Dance-Company

Flock im vergangenen Jahr

ein spannendes Projekt auf die

Beine gestellt: „Anima – Tanz in

St. Michael“. Im Dialog mit Theologie,

Musik und erweitert um ein

Tanzensemble mit rund 40 Laien

aus Hall und Umgebung wurde

eine Symbolwelt aus Bewegung

und Klang, Wort und Raum eigens

für die Haller Michaelskirche geschaffen.

Im März hat die Tanzkompanie

Flock mit der Uraufführung

ihres Werks „The Designer“

im Neuen Globe das Publikum

ebenfalls beeindruckt.

Die beiden Tanz-Profis Alice

Klock und Florian Lochner sind

gemeinsam der Kopf der Flock-

Company. Das englische Wort

„Flock“ bedeutet eigentlich

Schwarm oder Vogelschwarm.

So sei auch der Name der Company

entstanden, sagt Florian

Lochner. „Wir wollen immer

neue Künstler zusammenbringen.

Alice und ich sind der Kern,

aber wir möchten, dass das Publikum

immer etwas Neues zu

sehen bekommt.“

Jedes Jahr entwickelt Flock

ein neues Werk für die Haller

Freilichtspiele. Für Ende Oktober

organisieren Alice Klock und

Florian Lochner ihr erstes internationales

Tanzfestival in

Deutschland: Sieben moderne

Compagnien werden zwischen

28. Oktober und 1. November an

zwei Abenden im Neuen Globe

einen Querschnitt zeitgenössischen

Tanzes zeigen. Das Festival

wird ergänzt durch Workshops,

Filmvorführungen und

Diskussionsveranstaltungen.

Das Festival ist als Raum für

Begegnung und Feier konzipiert

– zwischen internationalen

Künstlerinnen, Künstlern und

lokalem Publikum, Bewegung

und historischen Schauplätzen,

Aufführung und Dialog. Florian

Lochner und Alice Klock freuen

sich, dazu Kunstschaffende in ihrem

kreativen Zuhause willkommen

zu heißen.

blo

Info

www.flockworksdance.com

Das Tanzensemble Flock ist

seit Jahren regelmäßiger

Bestandteil im Programm der

Freilichtspiele Hall.


26

SPIELPLAN

Große Treppe

Neues Globe

DO

FR

SA

SO

DO

FR

11 Juni

12 Juni

13 Juni

14 Juni

18 Juni

19 Juni

20.30 Uhr: Kabale und Liebe - öff. Generalprobe

20.30 Uhr: Kabale und Liebe - Premiere

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

SA 20 Juni

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

DO 25 Juni

20.00 Uhr: Romeo und Julia - WA-Premiere

FR 26 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia

SA 27 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia

SO 28 Juni

20.00 Uhr: Romeo und Julia

DI 30 Juni 20.00 Uhr: Romeo und Julia

MI 01 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia

DO 02 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia

FR 03 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia

SA 04 Juli 20.00 Uhr: Romeo und Julia

MI 08 Juli 10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

DO 09 Juli 20.30 Uhr: Cabaret - öff. Generalprobe

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

FR 10 Juli 20.30 Uhr: Cabaret - Premiere

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

SA 11 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater

SO 12 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater

DI 14 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

MI 15 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

DO 16 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

FR 17 Juli 20.30 Uhr: Kabale und Liebe

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

SA 18 Juli 20.30 Uhr: Kabale und Liebe

15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater

SO

19 Juli

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

MO 20 Juli

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

DI 21 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

MI 22 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

DO 23 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

FR 24 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

10.00 Uhr: Der gestiefelte Kater

SA 25 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater

SO 26 Juli 20.30 Uhr: Cabaret

15.15 Uhr: Der gestiefelte Kater

DI

28 Juli

20.30 Uhr: Cabaret

MI

29 Juli

20.30 Uhr: Cabaret

DO

30 Juli

20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

- öff. Generalprobe

FR

31 Juli

20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

- Premiere

SA 01 Aug 20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SO 02 Aug

20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)


FOTO: UFUK ARSLAN

Große Treppe

Neues Globe

SPIELPLAN 27

DI 04 Aug 20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

MI

05 Aug

20.30 Uhr: Cabaret

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

DO 06 Aug

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

FR

07 Aug

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SA 08 Aug

SO 09 Aug

20.30 Uhr: Kabale und Liebe

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

DI

11 Aug

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

MI

12 Aug

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

DO

13 Aug

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

FR

14 Aug

20.30 Uhr: West Side Story - WA-Premiere

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SA

15 Aug

20.30 Uhr: West Side Story

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SO

16 Aug

20.30 Uhr: West Side Story

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

DI

18 Aug

20.30 Uhr: West Side Story

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

MI

19 Aug

20.30 Uhr: West Side Story

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

FR 21 Aug 20.30 Uhr: West Side Story

20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SA

22 Aug

20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: Stolz und Vorurteil* (*oder so)

SO 23 Aug

20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne - WA-Premiere

DI

MI

25 Aug

26 Aug

20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne

20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne

DO 27 Aug

20.30 Uhr: West Side Story 20.00 Uhr: All das Schöne

MI

02 Sep

20.30 Uhr: Jedermann - WA-Premiere

DO 03 Sep

FR 04 Sep

SA 05 Sep

SO 06 Sep

20.30 Uhr: Jedermann

20.30 Uhr: Jedermann

20.30 Uhr: Jedermann

20.30 Uhr: Jedermann

FOTO: FREILICHTSPIELE/UFUK ARSLAN

Kontakt und Information: Hier wird geholfen

Auskünfte und Kartenbestellung gibt es bei der Tourist Information Schwäbisch Hall, Hafenmarkt

3, 74523 Schwäbisch Hall, Telefon 07 91 / 75 16 00; karten@schwaebischhall.de sowie online

unter www.freilichtspiele-hall.de. Geöffnet ist das Kartenbüro normalerweise montags bis

freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr. An Aufführungstagen auf der Großen

Treppe ist das Kartenbüro in der Tourist Information zusätzlich von 18 bis 20.30 Uhr geöffnet.

Die Tages- beziehungsweise Abendkasse und die Theaterbar „Falstaff“ im Neuen Globe öffnen

jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Die Eintrittspreise auf der Großen Treppe reichen je nach Kategorie, Genre und Vorstellungstermin

von 17 bis 74 Euro. Im Neuen Globe erstreckt sich die Preisspanne von 18 bis 60 Euro.

Beim Familienstück zahlen Kinder 12 Euro, Erwachsene 20 Euro. Weitere Informationen dazu

gibt es auch im aktuellen Festspielflyer sowie auf der Website www.freilichtspiele-hall.de.


28 JUBILÄUM 2025: 100 JAHRE FREILICHTSPIELE

Ein Rückblick

in Bildern

Kultur-Jubiläumsfest in Schwäbisch Hall in der

Innenstadt und rund ums Neue Globe mit

geöffneter Außenbühne. Mit Songs bieten

stimmgewaltige Musical-Profis und der

Festspielchor Einblicke in die Spielzeit.

Die Gruppe Beefees tritt auf

der Außenbühne des Globes

auf. Die Feuershow „Das

erste Element“ setzt einen

spektakulären Höhepunkt

auf dem Grasbödele.

Im Hällisch-Fränkischen Museum

gewähren die Freilichtspiele Hall

und Gerhards Marionettentheater,

das 2025 ebenfalls 100 Jahre alt

wurde, in einer großen Ausstellung

spannende Einblicke.

Straßenmusik erklingt in der Stadt und

verbindet die Spielstätten des Kulturjubiläums.

16 Musiker in sechs Formationen sind

unterwegs. Die weiteste Anreise hatte eine

Gruppe aus Halls finnischer Partnerstadt

Lappeenranta. Fotos: Archiv/Ufuk Arslan

Oben: Die Theater-AG des Gymnasiums bei St. Michael zeigt, wo es

beim Theaterspaziergang langgeht. Oben rechts: Dominik Dittrich

und Benjamin Leibbrand von der Band Tante Polly sind Stammgäste

in Hall. Links: Der treue Betriebstechniker Rudi Wolfram erhält zu

seinem 50-Jahr-Jubiläum bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall

einen der seltenen Treppensteine. Bürgermeister Peter Klink (links)

und Christian Doll (rechts) würdigen das unermüdliche Engagement

des inzwischen leider verstorbenen Kollegen.


BILDBAND 29

Präsentieren den Bildband: Alexander

Schmid (von links), Florian Götz, Intendant

Christian Doll und Georg Büttel.

Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

„Hundert Mal Sommer“ – Die

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Seit 1925 vor der Kirche St. Michael

erstmals der Ruf „Jedermann!“

erschallte, ist die Große

Treppe im Herzen von Schwäbisch

Hall Schauplatz für großes

Theater: Ein magischer Ort, der

mal erhaben monumental, mal

ganz intim sein kann, und deshalb

seit hundert Jahren Mitwirkende

und Publikum gleichermaßen

begeistert.

Mit dem Neuen Globe besitzen

die Freilichtspiele mittlerweile

eine zweite eindrucksvolle

Spielstätte, die zusätzlich zur

Sommersaison auch ganzjährig

bespielt wird.

Der umfangreiche Bildband

„Hundert Mal Sommer“ versammelt

liebevoll zusammengetragene

Geschichten rund um die

Kunst und das nun mehr als

100-jährige Leben bei den Freilichtspielen

und besondere Bilder

unvergesslicher wichtiger

Theaterereignisse. Die Festschrift

wurde konzipiert und

verfasst von Jennifer Sittler, Florian

Götz und Georg Büttel.

Viele Bühnenstars, Mitarbeitende

und Fans haben persönliche

Erinnerungen beigesteuert

und so gibt es beim Blick hinter

die Kulissen viel Komisches und

Tragisches, Rührendes und

Überraschendes zu entdecken.

Ergänzt werden die individuellen

Eindrücke in „Hundert Mal

Sommer“ mit Überblicken zu

den wesentlichen Kapiteln der

Freilichtspielgeschichte: von

den Anfängen mit „Jedermann“

über die Verstrickungen der NS-

Zeit, den Neubeginn nach dem

Krieg und den Aufstieg zum renommierten

Festspielort bis hin

zur sukzessiven Erweiterung des

Programms um Musiktheater,

Revue und Tanz.

Schwelgerische Schauwerte

bietet der Bildband „Hundert

Mal Sommer“ mit ausgewählten

Fotos, die in Porträts und Panoramen

spektakuläre Theatermomente

und kuriose Augenblicke

auch abseits des Bühnengeschehens

festhalten.

Ein besonderes Geschenk für

Freundinnen und Freunde der

Freilichtspiele! Eine faszinierende

Zeitreise für alle, die Theater

lieben! Ein Buch, das Lust auf

Kultur macht!

fb

Info „Hundert Mal Sommer“ ist

im Schwäbisch Haller Molino-Verlag

erschienen. Erhältlich ist der Bildband

bei den Freilichtspielen Hall

sowie im Buchhandel. Geschichten,

die darin keinen Platz mehr fanden,

sind online auf der Homepage

www.100jahre.freilichtspiele-hall.de

nachzulesen.

COVER: FREILICHTSPIELE HALL


30 SPIELZEITQUIZ 2026

Theaterkarten

zu gewinnen

Spielzeitquiz 2026 Musik, Bühnenbild und

Kunstschaffende: Hier ist Theaterwissen

gefragt. Wer die folgenden Fragen beantworten

kann, hat Chancen auf Freikarten.

Betriebsbüroleiter Alexander Schmid, Franziska Becker (der

„Teufel“ in „Jedermann“) und Intendant Christian Doll bei der

Ziehung der Gewinner 2025. Im Bild darüber ist die Große

Treppe von oben zu sehen. Fotos: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Theater unter freiem

Himmel ist in Schwäbisch

Hall ein besonderes

Vergnügen, zumal

bei freiem Eintritt. Mit etwas

Glück und der richtigen Antwort

winken Freikarten für den Sommer.

Unter den richtigen Einsendungen

verlosen die Freilichtspiele

jeweils zwei Karten für

„Cabaret“, „Kabale und Liebe“,

„Romeo und Julia“ und „Stolz

und Vorurteil* (*oder so)“. Die

Antworten finden Sie beim aufmerksamen

Lesen dieser Theaterzeitung.

Der Reihe nach notiert ergeben

die Buchstaben aus den Antworten

das Lösungswort. Dieses

einfach per Mail, Postkarte oder

Fax zusammen mit dem Kennwort:

„Spielzeitquiz der Theaterzeitung

2026“ einsenden,

per Mail an: verlosung.sho@

swp.de, per Fax an 07 91 /

40 44 80 oder per Post an: SÜD-

WEST PRESSE Hohenlohe

GmbH, Verlagsbetrieb Haller

Tagblatt, Haalstr. 5+7, 74523

Schwäbisch Hall. Bitte geben Sie

bei der Antwort unbedingt Ihre

vollständige Adresse und Telefonnummer

an. Einsendeschluss

ist der 10. Juli. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Buchstabe Das erste Wort in Schillers

Theaterstück ist heutzutage

1

nicht mehr sehr geläufig – Erster Buchstabe

Buchstabe Welches Kleidungsstück

macht den grimmschen Ka-

2

ter zum Weltmann – Dritter Buchstabe

Buchstabe Ist eine der Todsünden

3 im Titel von Jane Austens Welterfolgsroman

– Zweiter Buchstabe

Buchstabe Der seinen guten Hofmarschall-Namen

für ein angebli-

4

ches Verhältnis mit Luise hergeben muss.

– Erster Buchstabe

Buchstabe Der Vorname der

5 Hauptrolle im neuen Musical; im

Film von Liza Minnelli gespielt, in Hall von

Salomé Ortiz – Zweiter Buchstabe

6Buchstabe Jedermann meint, „er“

käme zu früh – Erster Buchstabe

Buchstabe Welche Rolle (das ist

7 auch eine Berufsbezeichnung) spielt

Dirk Weiler in „Cabaret“? – Erster Buchstabe

8Buchstabe Das große Thema

(nicht das Ende) im dies- und letztjährigen

Shakespeare-Stück – Erster

Buchstabe

9Buchstabe Er spielt wieder die

Hauptrolle an der Seite von Maria –

Zweiter Buchstabe des Nachnamens.

Buchstabe Leonard heißt er mit

10Vorname, der weltberühmte

Komponist des Musicals, welches in New

York spielt – Erster Buchstabe des Nachnamens.

Lösungswort

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10


RUND UMS THEATER 31

Für jeden

Geschmack

Gastronomie Im Foyer des Neuen Globes

sorgt das Team der Theaterbar „Falstaff“

fürs leibliche Wohl der Gäste, und auch an

der Großen Treppe wird ausgeschenkt.

Bar-Leben im Theaterstück: In der Komödie „Titanic – Schöne

Menschen spielen schöne Gefühle“ auf der Parkbühne am Globe

war 2025 eine Bar Dreh- und Angelpunkt des vergnüglichen

Geschehens.

Foto: Freilichtspiele/Ufuk Arslan

Zu einem gelungenen

Theaterabend der Freilichtspiele

Schwäbisch

Hall gehört auch ein passendes

Drumherum. Um sich auf

den Bühnengenuss einzustimmen,

halten die Gastronominnen

und Gastronomen in und um

Schwäbisch Hall eine Vielzahl an

Angeboten bereit, damit sich die

Gäste stärken können – sei es im

rustikalen Biergarten oder im gepflegten

Gourmet-Restaurant.

Außerdem gibt es im Foyer

des Globe-Theaters die „Falstaff“-Theaterbar.

Eine Stunde vor

Beginn aller Abendvorstellungen

sorgt das Team um Heike Eggensperger

für das leibliche Wohl

der Gäste. Sie ist eine erfahrene

Gastronomin, die schon an der

Konzeption der 2019 eröffneten

Falstaff-Bar mitgearbeitet und

dabei auf reibungslose Abläufe

für den Bewirtungsbetrieb geachtet

hat. Schließlich müssen

auch in der Theaterpause viele

Menschen in kurzer Zeit versorgt

werden. Und natürlich können

die Gäste vorab die Getränke für

die Pause an der Falstaff-Kasse

reservieren.

Direkt auf dem

Marktplatz haben

die Freilichtspiele

Hall zudem seit

2022 einen eigens

angeschafften und

gestalteten Getränkewagen

platziert.

Dort können

sich die Theatergäste

ebenfalls

mit Getränken

fürs genussvolle

Bühnenerlebnis auf

der Großen Treppe

versorgen. blo

Die Falstaff-Theaterbar bietet eine

Getränkeauswahl und auch kleine Snacks.

Foto: FLS/Thumilan Selvakumaran


32

MENSCHEN IM THEATER

Das Team der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall 2026

Ensemble

Franziska Becker, Marc Biocca, Katia Bischoff,

Tobias Blinzler, Silke Buchholz, Birgit Busse,

Julian Culemann, Tayler Davis, Nicoletta Luna

De las Casas, Michael Del Coco, Ivan Delgado

del Rio, Dominik Dittrich, Camille Dombrowsky,

Marlou Düster, Toni Eberle, Lena Maria Eikenbusch,

Veronika Enders, Carina Fitzi, Claudius

Freyer, AnnPhie Fritz, Mario Gremlich, Gunter

Heun, Nikolaij Janocha, Kara Kemeny, Katharina

Kessler, Nils Klitsch, Jelena Kunz, Benjamin

Leibbrand, Emily Mrosek, Salomé Ortiz, Andrea

Matthias Pagani, Florian Peters, Marius Petrenz,

Nadja Petri, Felipe Ramos, Josefine Rau,

Barbara Raunegger, Martina Maria Reichert, Tobias

Rott, Coul Sarademe, Johannes Schön,

Uta Maria Schütze, Ilona Christina Schulz,

Franziska Schuster, Maaike Schuurmans, Pierpaolo

Scida, Anna Seeberger, Alexander Sichel,

Simon Staiger, Sarah Steinemer, Robert

Stumpf, Johannes Summer, Markus Ücker, Judith

Urban, Meltem Ürküt, David Valls, Martina

Vinazza, Dirk Weiler, Antonia Welke, Matthias

Zeeb

Orchester

Musikalische Leitung

Heiko Lippmann

Korrepetition

Gela Megrelidze

Violine

Johannes Krampen, Bartosz Korus,

Leidy Sorg-Jauregui

Cello

Diego Hernández Suárez

Kontrabass/Bass

Michael Deak

Reeds

Thomas Krause, Dirk Rumig,

David Romero Perálvarez, Melanie Werner

Horn

Ciprian Popa, Felicitas Stoffel

Trompete

Todor Gadjalov, Martin Tashev,

Tobias Weidinger

Posaune

Tobias Scheibeck

Banjo/Gitarre

Steffen Münster

Percussion

Timothée de la Morinerie

Drums

Marko Klotz

Bühnenmusik

David Romero Perálvarez

Fagott

Luis David Avendano Cespedes

Klavier/Celesta

Felicitas Stoffel

Synthesizer

Gela Megrelidze

Musiker „Romeo und Julia“

Toni Eberle

Musiker „Jedermann“

Coul Sarademe

Großer Siedershof

Musiker „Der gestiefelte Kater“ und

„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“

Dominik Dittrich, Benjamin Leibbrand

Das Gesamtteam

Intendant

Christian Doll

Kaufmännische Leitung

Michael Saur

Künstlerisches Betriebsbüro

Alexander Schmid (Leitung),

Ines Weidenbacher

Disponent und Mitarbeit KBB

Philipp Gröber

Marketing

Kathy Li

Buchhaltung

Inga Lüdtke (Leitung), Sonja Fischer

Theaterpädagogik

Jennifer Sittler (Jugendensemble & Koordination),

Anna-Sophie Fritz (Theaterpädagogik

und Dramaturgie), Michael Szutta

(Theaterscout), Emma Simon (FSJ)

Falstaff Gastronomie

Heike Eggensperger (Leitung), Andrea Elser,

Sarah-Marie von Berg, Lisa Stumpf, Gisela

Hannemann, Olga Krasavchikova

Regie

Christian Doll, Georg Büttel, Julia Friede,

Silvia Armbruster, Philipp Moschitz, Franz

Burkhard, Anne Spaeter

Musikalische Leitung

Heiko Lippmann (Musikalischer Leiter),

Dominik Dittrich, Toni Eberle

Leitung Festspielchor

Birgit Busse, Larissa Sauter

Choreografie

Kati Farkas, Sven Niemeyer

Ausstattung

Cornelia Brey, Anne Brüssel, Kati Kolb,

Josef Grill junior, Fabian Lüdicke,

Katharina Schweitzer, Thomas Bruner

Dramaturgie

Franz Burkhard, AnnPhie Fritz

Regieassistenz

Anna-Carina Pilzecker, Clarissa Ehlerding,

Robin Scheel, Anke Walter, Emma Simon,

Jonathan Rupprecht, Alessandra Giuriola

Fotografie

Ufuk Arslan


33

Intendant Christian Doll (vorne, Mitte, links) und Oberbürgermeister Daniel Bullinger (vorne, Mitte, rechts) präsentieren einen Großteil der

Mitglieder des Freilichtspiele-Ensembles 2026 auf der Treppe vor St. Michael.

Foto: Freilichtspiele Hall/Ufuk Arslan

Ausstattungsassistenz

Sophie Büscher, Marlen Duken,

Juliane Molitor

Video Konzeption und Bearbeitung

Holger Thelemann

Technische Leitung

Silke Cleve, Christian Gentner,

Leon Schneider (Assistenz)

Betriebstechnik

Michael Bulenda

Bühnentechnik

Aurelian Kuhn, Daniel Nitschke (Bühnentechnik

& Fundus), Thorsten Wienrich,

Kathrin Wilhelm

Bühnenmalerei

Martin Wolfram, Miriam Knappe

(Praktikantin)

Schlosserei

Rainer Fendt, Gereon

Requisite

Wolf von Gemmingen, Sophia Tüngler

Lichtgestaltung

Jonas Miermeister für „Stolz und Vorurteil*

(*oder so)“, Tim Mansfeld für „Der gestiefelte

Kater“, Tim Mansfeld und Jan Kalka für

„Kabale und Liebe“, Jan Kalka für „Cabaret“

Tongestaltung Große Treppe

Simon Hüging

Veranstaltungstechnik & Beleuchtung

Felix Gastauer, Jan Kalka , Tim Mansfeld,

Jonas Miermeister, Magdalena Müßig

Tontechnik

Simon Hüging, Lukas Prinz, Nils Schröder,

Matthis Schwarz, Nils Steinkamp, Malte

Weitkamp, Flurin Kößler (RadioTec)

Schneiderei

Barbara Rüberg (Damengewandmeisterin),

„Faden-Werk“: Martina Klander (Herrengewandmeisterin),

Vivien Pagel (Herrengewandmeisterin),

Fouad Kleij (Schneider),

Regina Krüger (Herrenschneiderin)

Maske

Karina Brachner, Nina Cesari, Tanja Löw,

Katja Lohenstein-Dengler, Nicole Rohner,

Natalie Schreier, Paulina Wagenlehner

Kostümfundus

Anne Brüssel

Ankleidedienst &

Kostümpflege Neues Globe

Kathrin Kärger

Kostümpflege Große Treppe

Johanna Dierlamm

Ankleidedienst Große Treppe

Christa Benzing, Katja Karle, Inge Kramer,

Ines Weidenbacher

Stage Hands

Marlin Brennenstuhl, Mike Gödl, Lukas

Grünling, Thomas Schlüter, Leif Jäschke

Haustechnik & Treppenwart

Ralph Berk

Reinigungsdienst

Jutta Cisse, Loretta Duarte Wanke, Swenja

Klenk, Michelina Paesano, Rasa Ruzeles

Ordnungsdienst

Alexander Schmid (Leitung), Ines Weidenbacher

(stellv. Leitung), Philipp Gröber

(Teamleitung Große Treppe), Ingo Schmidt

(Teamleitung Große Treppe), Loretta Duarte

Wanke (Teamleitung Neues Globe)

Daniela Christoph, Deacon Alber, Abdoulaye

Bangoura, Larissa Baumann, Isabell Boullion,

Klaus Büttner, Mantas Buzaitis, Daniela

Christoph, Yvonne Dams, Silvia Deiola, Jonas

Deutschmann, Renate Duarte Santos, Marco

Fallmerayer, Serena Franciosa, Fatios Gatos,

Ulrike Geissler-Schmidbauer, Aleyna Gündüz,

Hartmann Lisa, Frederik Jäschke, Othmane

Kandoussi, Penda Ngome Kangue, Angela

Kletschka, Urlike Korell, Krisztian Kovacs,

Birgit Kugler, Marco Küfer, Michelle Küfer,

Trude Küfer, Isabel Kümmerer, Monika

Laurinaityte, Kirsten Lederer, Heike

Liebezeit, Luka Matic, Jürgen Müller, Jessica

Multani, Jana Neumann, Silvia Ofori, Okan

Özkan, Birgit Pilzecker, Saskia Reimer, Rolf

Rothacker, Emil Rudolph, Ernestas Ruzele,

Mindaugas Rutkauskas, Yessica Salaverria,

Josef Schien, Sophie Schmid, Michael

Schmidt, Klara Schütz, Helene Schultes,

Theo Schultes, Nelly Schwahn, Giuseppe

Serio, Leo Thier, Caterina Torielli, Ben

Wallrapp, Celina Weber, Patrick Weigand,

Athanasia Zenidou

Absperrung

Yusuf Aysgülen, Jasemin Aysgülen

Security

Thomas Specht (TS-Security)


Die Akteure

im Porträt

Übersicht Die Künstlerische Leitung der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall sowie das Ensemble stellen sich vor.

FOTO: FREILICHTSPIELE HALL//UFUK ARSLAN


KÜNSTLERISCHE LEITUNG 35

FOTO: BETTINA LOBER

Christian Doll

Der Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Christian Doll, begann als

Schauspieler bei den Münchner Kammerspielen und den Wuppertaler Bühnen,

bevor er ins Regiefach wechselte. Er inszenierte unter anderem am Schauspielhaus

Düsseldorf, am Staatstheater Braunschweig und am Theater Freiburg. Vor

seinem Engagement in Schwäbisch Hall leitete er fünf Jahre lang die Gandersheimer

Domfestspiele, Niedersachsens größtes Freilichttheater. In Hall führte er

unter anderem Regie beim Musical „Wie im Himmel“, bei Horváths „Geschichten

aus dem Wiener Wald“, bei Schillers „Wilhelm Tell“ und „Maria Stuart“, Dürrenmatts

„Der Besuch der alten Dame“, Hofmannsthals „Jedermann“ und beim Musical

„West Side Story“. In diesem Jahr inszeniert er Schillers „Kabale und Liebe“.

FOTO: GELA MEGRELIDZE

Heiko Lippmann

Heiko Lippmann ist Musikalischer Leiter der Freilichtspiele sowie der Musicalproduktionen

„West Side Story“ und „Cabaret“ und dem Schauspiel „Jedermann“. Er

ist deutschlandweit als musikalischer Leiter von Musicalproduktionen tätig, unter

anderem an den Theatern in Berlin, Hamburg, Leipzig, Chemnitz und Hildesheim.

Dirigent und Musical Director war er für die Originalproduktionen von „Das

Phantom der Oper“, Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“, „Cats“ und „Aida –

Das Musical“. Ebenso für Tourneeproduktionen des Euro-Studios Landgraf wie

„Jekyll & Hyde“, „Sunset Boulevard“, „Der Mann von La Mancha“ und „Hairspray“.

Bei den Gandersheimer Domfestspielen war er ab 2012 Musikalischer Leiter und

komponierte und arrangierte Musik für vier Musiktheater-Uraufführungen.

FOTO: PRIVAT

Kati Farkas

Kati Farkas studierte Musical an der Hochschule für Schauspiel und Film Budapest

sowie am Tanz- und Gesangsstudio des Theaters an der Wien. Sie stand in

zahlreichen großen Rollen auf der Bühne, zum Beispiel in „Cats“ (Zürich), „Starlight

Express“ (Bochum), „Grease“ (Düsseldorf), „Les Miserables“ (Duisburg),

„Chicago“ (Berlin, Düsseldorf) und „Hairspray“ (Köln). Als Choreografin arbeitete

sie an den Opern Graz, Bonn, Wuppertal, Staatsoper Hannover, Staatsoperette

Dresden, an den Staatstheatern Mainz, Braunschweig, Kassel, am Landestheater

Linz, am Schauspielhaus Düsseldorf und Bochum, an den Theatern Dortmund,

Magdeburg, Heidelberg und an den Vereinigten Bühnen Bozen. In Hall kreiert sie

die Choreografie zu „West Side Story“ und „Cabaret“.

FOTO: GELA MEGRELIDZE

Cornelia Brey

Cornelia Brey absolvierte ihr Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule

der Künste in Berlin. Als freie Ausstatterin war sie unter anderem am Landestheater

Tübingen, am Wiener Volkstheater, am Staatstheater Braunschweig, am

Stadttheater Klagenfurt, an den Landesbühnen Niedersachsen Nord, am Stadttheater

Bremerhaven, an der WLB Esslingen und am Theater Vorpommern tätig.

Für zahlreiche Inszenierungen von Intendant Christian Doll schuf sie bereits bei

den Gandersheimer Domfestspielen Bühnen- und Kostümbild – beispielsweise

für „Othello“, „Tartuffe“ und „Gefährliche Liebschaften“, in Hall für „Jedermann“,

„Nathan der Weise“, „Maria Stuart“, und „Geschichten aus dem Wiener Wald“. In

diesem Jahr entwirft sie das Bühnen- und Kostümbild zu „Kabale und Liebe“.

Georg Büttel

Georg Büttel studierte Philosophie und Anglistik an der LMU München sowie Dramaturgie

an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und arbeitet seit

1994 als freiberuflicher Regisseur und Autor. Für die Freilichtspiele war er bereits

von 1997 bis 2002 tätig. 1998 war Büttel als Regieassistent in Friedo Solters Inszenierung

„Nathan der Weise“ auf der Großen Treppe beschäftigt und inszenierte

in der Eröffnungssaison im Jahr 2000 „Shakespeares sämtliche Werke (leicht

gekürzt)“ im neu erbauten Haller Globe Theater. Er ist Berater für Zauberkünstler

und Autor für das Bayerische Fernsehen. Seit 1998 ist er künstlerischer Leiter der

Murnauer Horváth-Tage und inszeniert am Teamtheater, am Hofspielhaus und

am Metropoltheater in München. In Hall führt er Regie beim Musical „Cabaret“.

CHRISTIAN KOLB MURNAU


36

KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Julia Friede

In Hall spielte Julia Friede in „Für immer Azzurro!“, in „Williams weite Welt“, in

„Don Camillo und Peppone“ und als Buhlschaft und Glaube in „Jedermann“. Bereits

während ihrer Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst

Busch war sie am Berliner Ensemble und am Maxim Gorki Theater zu sehen. Festengagements

führten sie ans Theater Bielefeld, ans Stadttheater Bremerhaven

und zuletzt ans Staatstheater Oldenburg. Für ihre Darstellung der Rosalinde in

Shakespeares „Wie es euch gefällt“ wurde sie 2016 mit dem Roswitha-Ring der

Gandersheimer Domfestspiele ausgezeichnet. 2024 führte sie in Hall Regie im

Kinder- und Familienstück „ESELHUNDKATZEHAHN“, in diesem Jahr inszeniert sie

„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.

FOTO: ULRIKE SOPHIE RINDERMANN

Katharina Schweizer

Aufgewachsen in Esslingen am Neckar, studierte Katharina Schweizer Modedesign

an der Hochschule Reutlingen. Bereits während des Studiums gestaltete sie

Kostümbilder für kleinere freie Produktionen in Berlin. Bei den Freilichtspielen in

Schwäbisch Hall begann sie als Ausstattungsassistenz bei den Produktionen

„Wie im Himmel“, „Hairspray“ und „West Side Story“. Die Kostüme der Compostellis

gestaltete sie für das zweite und dritte Haller Neujahrsvarieté sowie die Ensemblekostüme

der Produktion „Flock – Anima“ im Jahr 2025. Mit dem Kinderstück

„Die Wanze“ gestaltete sie erstmals Bühne und Kostüm für die Freilichtspiele.

In der aktuellen Spielzeit entwirft sie die Kostüme für das Stück „Der gestiefelte

Kater“.

FOTO: PRIVAT

Anne Brüssel

Die freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin Anne Brüssel stattete bereits

zahlreiche Produktionen der Freilichtspiele aus, unter anderem „Brenz 1548“, die

erste Inszenierung des neuen Intendanten Christian Doll auf der Großen Treppe

sowie mit „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ die letzte Regiearbeit

des vorigen Intendanten Christoph Biermeier im Haller Globe Theater. Sie war für

die Ausstattungen von „Was ihr wollt“ und von „Eine Sommernacht“, „Momo“ und

„Glückskind“ verantwortlich und entwarf das Bühnenbild für „Der Zinnsoldat und

die Papiertänzerin“, für „Die Schöne und das Biest“, für „Wie im Himmel“ und für

„Der Besuch der alten Dame“. In diesem Jahr entwirft sie die Bühne zu „Der gestiefelte

Kater“.

FOTO: PRIVAT

Kati Kolb

Die freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin Kati Kolb verbindet eine langjährige

Zusammenarbeit mit dem Intendanten Christian Doll und dem Musikalischen

Leiter Heiko Lippmann, mit denen sie unter anderem als Kostümbildnerin

für das Musical „Spring Awakening“ am Theater Heilbronn sowie bei Inszenierungen

bei den Gandersheimer Domfestspielen verantwortlich war. Neben ihrer Arbeit

als Ausstatterin an Stadttheatern und in der freien Szene arbeitet sie regelmäßig

mit großen Agenturen aus dem Event-Bereich zusammen. Für die Freilichtspiele

schuf sie zuletzt das Bühnen- und Kostümbild zu dem Musical „Aida“ und

zu „Der schönste Tag im Leben“ und das Kostümbild zu „Wie im Himmel“ und zu

„West Side Story“. In diesem Jahr entwirft sie das Kostümbild zu „Cabaret“.

FOTO: PRIVAT

Silvia Armbruster

Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Philosophie an der LMU in

München assistierte Silvia Armbruster unter anderem bei den Theaterregisseuren

George Tabori und Johann Kresnik. 2002 erhielt sie ein einjähriges Stipendium

der Hochschule für Fernsehen und Film München für Drehbuch. Nach Abschluss

des Studiums folgten eigene Inszenierungen in Wien, München, Stuttgart, Bremen

und Mainz, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden, etwa für „Hyänen“

von Kerstin Hensel, für „Wahlverwandtschaften“ nach Johann Wolfgang von

Goethe und für „Ich werde nicht hassen“ mit dem Monica-Bleibtreu-Preis. Seit

2015 ist sie künstlerische Leiterin des „THEATER IN KEMPTEN“. Nach „Tschick“ ist

„Romeo und Julia“ ihre zweite Regiearbeit in Hall.

FOTO: PRIVAT


KÜNSTLERISCHE LEITUNG 37

FOTO: FREILICHTSPIELE/UFUK ARSLAN

Franz Burkhard

Franz Burkhard begann seine berufliche Laufbahn als Assistent am Staatstheater

Stuttgart. Als Regisseur und Dramaturg war er seitdem an zahlreichen Theatern

in ganz Deutschland und darüber hinaus tätig, unter anderem in Tübingen, in Kiel,

Dresden, Zürich, Ulm, in Luxemburg und Stuttgart. Dort inszenierte er unter anderem

„Indien“ von Josef Hader und Alfred Dorfer. Zuletzt arbeitete Franz Burkhard

mehrere Jahre als Dramaturg am Theater Vorpommern und als Chefdramaturg

am Hessischen Landestheater Marburg. Bei den Freilichtspielen Schwäbisch

Hall ist er als Chefdramaturg unter anderem verantwortlich für die Neuinszenierungen

„Cabaret“, „Kabale und Liebe“ und „Jedermann“ sowie als Regisseur für

„All das Schöne“.

FOTO: PRIVAT

Anne Spaeter

Anne Spaeter studierte am Bretton Hall University College in England English

with Drama. 2008 gab sie ihr Regiedebüt mit der Shakespeare-Collage „Meuchlings

– per Eilpost zum Himmel“. Für ihre Inszenierung von Felicia Zellers „Kaspar

Häuser Meer“ am Theater Krefeld und Mönchengladbach gewann sie 2010 den

Joachim-Fontheim-Preis für Nachwuchsregie. Es folgten Arbeiten am Schauspiel

Essen, am Theater Kiel, am Stadttheater Bremerhaven, am Theater Krefeld und

Mönchengladbach, bei den Gandersheimer Domfestspielen sowie mit der Kieler

Theatergruppe „DeichArt“. Sie ist zudem als Dialogbuchautorin und Regisseurin

im Synchronbereich tätig. In diesem Sommer inszeniert sie das Kinder- und Familienstück

„Der gestiefelte Kater“ in ihrer eigenen Fassung.

FOTO: PRIVAT

Sven Niemeyer

Sven Niemeyer studierte Tanz, Gesang und Schauspiel in Hamburg, München und

Los Angeles. Nach fast 20 Jahren auf der Bühne und vor der Kamera arbeitet er

seit 2018 vermehrt als Choreograf und als Regisseur in Deutschland, Österreich,

Luxemburg und Dänemark. Seine Kurzfilme „Cold“ und „Ulrichs 1867“ wurden auf

Festivals gezeigt und mit Preisen ausgezeichnet (zum Beispiel Beste Regie auf

dem LGBTQ* Film Festival Los Angeles). Am Hamburger Theater „Das Zimmer“

inszenierte er unter anderem die deutsche. Erstaufführungen der Dramen „The

24th Day“, „Bye Bye Life“ und „Trümmer/Wreckage“. Mit Regisseur Philipp Moschitz

verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, zuletzt bei „Hair“ am Tiroler

Landestheater Innsbruck. In Hall erschuf er die Choreografie zu „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT

Josef Grill Junior

Josef Grill Junior studierte Modedesign an der AMD München. Mit seiner Bachelorarbeit

„459 SOMATIC“ entwickelte er eine Kollektion, inspiriert von der intensiven

Bildsprache der Dramatikerin Sarah Kane. Die Verbindung von Bühne, Kostüm

und Konzept prägt seine gestalterische Handschrift. Im bewussten Spiel mit Proportionen

und Textilien entstehen spannungsvolle Materialkontraste und Entwürfe

mit theatralischer Ausdruckskraft. Seit der Spielzeit 2023/24 arbeitet Josef

Grill Junior am Landestheater Innsbruck, zunächst in der Damenschneiderei,

ab der Spielzeit 2024/25 als Ausstattungsassistent – zuletzt mitwirkend bei

„Hair“, „Der Rosenkavalier“, „König Arthur“ und „Im weißen Rössl“. Mit dem „Jedermann“

entwarf er zum ersten Mal Kostüme für Hall.

FOTO: HENRIETTE POGODA

Dominik Dittrich

Dominik Dittrich war bisher verantwortlich für die Musik in „Was ihr wollt“, „Don

Camillo und Peppone“, „Für immer Azzurro!“, „ESELHUNDKATZEHAHN“, „Der

schönste Tag im Leben“ und „Williams weite Welt“. Als Komponist und musikalischer

Leiter arbeitete er unter anderem am Schauspielhaus Wien, am Berliner

Ensemble, am Schauspiel Essen und am Landestheater Tübingen, bei der Uraufführung

von „Thaddäus Troll“ am Schauspiel Stuttgart und bei der „Dreigroschenoper“

am Theater Heidelberg. Die Puppen-Polit-Oper mit seiner Musik, „Palmer –

Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, wurde 2015 für den Theaterpreis „DER

FAUST“ nominiert. 2026 spielt und musiziert er nebst musikalischer Leitung in

„Der gestiefelte Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.


38

KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Michael S. Kraus

Michael S. Kraus studierte in Stuttgart bei Professor Rose und Professorin Rosalie.

Von 2001 bis 2004 war er Atelier-Stipendiat des Landkreises Esslingen. Engagements

führten ihn an die Bayerische Staatsoper, die Schauburg München, das

Schauspielhaus Leipzig, das Volkstheater Wien, das J.K. Tyla Theater in Pilsen,

das Nationaltheater Mannheim sowie an die Staatstheater von Braunschweig,

Cottbus, Wiesbaden und Darmstadt. Von 2013 bis 2016 war er Atelierleiter am

Theater St. Gallen. Mit Silvia Armbruster verbinden ihn zahlreiche gemeinsame

Arbeiten, zum Beispiel „David Bowie Asteroid 342843“, „Der Sturm“, „Die Jüdin

und der Kardinal“, „Ewig Jung“, „Peter Pan und Tinkerbell“ und „Die kleine Meerjungfrau“.

In Hall entwarf er das Bühnen- und Kostümbild zu „Romeo und Julia“.

FOTO: PRIVAT

Toni Eberle

Der Komponist und Gitarrist Toni Eberle studierte am Konservatorium in Feldkirch.

Er komponierte und veröffentlichte zahlreiche CDs mit seiner toni.eberle.

band und vier Alben mit der Sängerin Aja. Sie waren 2008 die Gewinner des internationalen

Wettbewerbs für Voice & Guitar und in den USA nominiert für die

Songwriting Competition. Es folgten Konzerttätigkeiten, unter anderem mit Joe

Zawinul in dessen Band „The Zawinul Syndicate“, und Studioarbeiten mit dem

Filmmusikproduzenten Peter Wolf („Terminator“ und „Die unendliche Geschichte“).

Er komponiert und spielt live Theatermusiken für das Theater in Bregenz,

das Theater in Kempten und das Deutsche Theater München. Zum ersten Mal in

Hall komponiert er die Bühnenmusik zu „Romeo und Julia“ und spielt diese live.

FOTO: PRIVAT

Philipp Moschitz

In Hall inszenierte Philipp Moschitz „Das Spiel von Liebe und Zufall“, „Sister Act“

und „Jedermann“. Er studierte Schauspiel an der Theaterakademie August

Everding. Seit 2006 gehört er zum Ensemble des Metropoltheaters München und

gastierte unter anderem am Residenztheater, an der Bayerischen Staatsoper

München und am Thalia Theater in Hamburg. Im TV war er in Serien wie „Um

Himmels Willen“, „In aller Freundschaft“ und im Münchner „Tatort“ zu sehen. Weitere

Regiearbeiten waren beispielsweise die Rockoper „Everyman“, „Shakespeare

in Love“, „Der kleine Horrorladen“, die Operette „Im weißen Rössl“ und die Oper

„Cendrillon“ von Pauline Viardot. Philipp Moschitz ist Dozent für Schauspiel/Rolle

an der Theaterakademie August Everding im Studienfach Schauspiel.

FOTO: KATE MOSCH

Fabian Lüdicke

Fabian Lüdicke studierte Bühnen- und Kostümbild in München bei den Professoren

Karl-Ernst und Ursel Herrmann. Während des Studiums realisierte er Bühnenbilder

an Off-Theatern und für Studienprojekte. Er war Bühnenbildassistent bei

den Wiener Festwochen, der Oper Bonn und dem Theater Freiburg, dort von

2004 bis 2006 Atelierleiter. Seit 2006 ist er freiberuflich an folgenden Stationen

tätig: Theater Freiburg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Städtische Bühnen

Münster, Staatstheater Darmstadt, Theater Pforzheim, Davos Festival, Theater

Phoenix in Linz, Neuköllner Oper Berlin, Theater Ingolstadt und für das Nationaltheater

Weimar. In Hall entwarf er das Bühnenbild zu „West Side Story“.

FOTO: PRIVAT

Thomas Bruner

Thomas Bruner studierte nach einer Schreinerausbildung an der Fachhochschule

München Architektur. Seit 1992 arbeitet er als freier Bühnenbildner – oft mit dem

Regisseur Georg Büttel – unter anderem bei den Murnauer Horváth-Tagen, beim

Kultursommer Garmisch-Partenkirchen und an der Deutschen Bühne Ungarn. Als

künstlerischer Mitarbeiter von Harald Thor und Wolfgang Gussman ist er weltweit

an diversen Opern- und Schauspielhäusern tätig, zum Beispiel in Wien, Zürich,

Paris, Barcelona, Buenos Aires, Tokyo, New York und bei den Salzburger Festspielen.

Seit 2020 ist er regelmäßig Bühnenbildner für verschiedene Münchner

Bühnen, darunter das Teamtheater, das Hofspielhaus und das Metropoltheater.

In Hall zeichnet er 2026 verantwortlich für das Bühnenbild zu „Cabaret“.

FOTO: CHRIS WALSH


ENSEMBLE 39

FOTO: PRIVAT/FLS/WELLER

Franziska Becker

Franziska Becker spielte im Musik- als auch im Sprechtheater bereits ungezählte

Hauptrollen großer Produktionen, unter anderem Lisa Wartberg im Musical „Ich

war noch niemals in New York“ im Hamburger Operettenhaus, Tanja in „Mamma

Mia“ am Stuttgarter Palladium Theater oder die Titelrolle in „Kiss me Kate“ an

der Wiener Volksoper. Weitere Stationen waren das Deutsche Theater München

und das Salzburger Landestheater. 2016 wurde sie bei den Gandersheimer Domfestspielen

mit dem „Roswitha-Ring“ ausgezeichnet und erhielt 2018 den „Deutschen

Musical Theater Preis“. In Hall war sie zuletzt in „Ewig Jung“, als Elisabeth

in „Maria Stuart“ und Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“ zu sehen.

In diesem Sommer spielt sie Teufel und Vetter in „Jedermann“.

FOTO: ANDREW JAMES

Mark Biocca

Mark Biocca ist ein schottisch-italienischer Performer mit Wohnsitz in London,

ausgebildet an der Royal Ballet School. Mark tanzte als Solist und Erster Solist

bei renommierten internationalen Compagnien, darunter das Northern Ballet, Alberta

Ballet, Royal Winnipeg Ballet, das Nationalballett Portugal und das Ungarische

Staatsballett. Im Anschluss etablierte er sich im Musicalbereich und übernahm

Hauptrollen in ganz Europa, darunter Bernardo in „West Side Story“, „Singin’

in the Rain“, „Seven Brides for Seven Brothers“ sowie in der italienischen

Erstaufführung von „Das Phantom der Oper“. Seine Arbeit umfasst Bühne und

Film, mit Engagements für Netflix, Fox und RAI. Zum ersten Mal in Hall ist er in

„Cabaret“ und als Bernardo in „West Side Story“ zu sehen.

FOTO: SASKIA ALLERS

Katia Bischoff

Nach ihrer Ausbildung an der UdK Berlin debütierte Katia Bischoff bei den Burgfestspielen

Bad Vilbel in „Emil und die Detektive“ und in „Saturday Night Fever“.

Erste Hauptrollen waren Nancy Sinatra und Ava Gardner in „That’s Life“ auf Tournee.

Sie spielte Constance in „3 Musketiere“ am Theater Magdeburg, Johanna in

„Sweeney Todd“ in Leipzig und unter anderem Schwester Mary Robert in „Sister

Act“, Constanze Weber in „Mozart!“ sowie Laura Gomez in „Miami Nights“ bei den

Freilichtspielen Tecklenburg. Sie war in der Titelrolle in „Lady Bess“ und als Éponine

in „Les Misérables“ am Theater St. Gallen und als Polly Baker in „Crazy for You“

an der Oper Graz zu erleben. In Hall spielte sie Amber von Tussle in „Hairspray“

und in diesem Jahr Maria in „West Side Story“.

FOTO: SASKIA ALLERS

Tobias Blinzler

Bereits vor seinem Studium an der Berliner Universität der Künste, welches er

2023 abschloss, tanzte Tobias Blinzler bei der Uraufführung von „A Spider Murphy

Story“ am Landestheater Coburg und war Ensemblemitglied beim „Blues-Brothers-Musical“

am Meininger Staatstheater. Im Rahmen des Studiums spielte er

in der Operette „Pariser Leben“, in der Uraufführung „Paradise Lost“ sowie im

„Hauptmann von Köpenick“ und in „Ladies Night“ bei den Rosenberg-Festspielen

in Kronach. Nach dem Studium war er das Weiße Kaninchen in „Alice im Wunderland“

am Theater in Klagenfurt. 2024 war er Kaiphas in „Jesus Christ Superstar“

bei den Eutiner Festspielen und Joey in „Sister Act“ am Theater Klagenfurt. In

diesem Jahr spielt er in „Cabaret“ und wiederum als Big Deal in „West Side Story“.

Silke Buchholz

Silke Buchholz war nach ihrem Schauspielstudium unter anderem am Staatstheater

Braunschweig, Residenztheater München, Landestheater Linz, Theater Konstanz,

Theater Neumarkt in Zürich und am Saarländischen Staatstheater engagiert

(dort etwa als Jenny in der „Dreigroschenoper“ und als Elmire in „Tartuffe“).

Sie war Mitbegründerin der Theater-/Performancegruppe „Landesbühne Berlin“,

tourte mit „Islands“ durch England, Zypern und die Kanaren und mit „Patentöchter“,

„#circe“, „Am Boden“ und „Wie Europa gelingt“ durch ganz Deutschland. Sie

arbeitet außerdem seit vielen Jahren als Hörbuchsprecherin. Nach Ariana in „Don

Camillo und Peppone“ und Alberta in „Titanic – Schöne Menschen spielen große

Gefühle“ spielt sie in Hall in diesem Jahr in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.

FOTO: PRIVAT


40

ENSEMBLE

Birgit Busse

Nach dem Studium an der Joop van den Ende Academy und einem Folgestudium

klassischer Gesang und Gesangspädagogik war Birgit Busse am Altonaer Theater

und am Colosseum Theater in Essen, am Musiktheater im Revier, als Hänsel in

„Hänsel und Gretel“ an der Folkwang Uni und am Festspielhaus Neuschwanstein

engagiert. Zudem sang sie Konzerte und war in „My Fair Lady“ in der Elbphilharmonie

Hamburg zu erleben. Sie hat das „Haller Neujahrs-Varieté“ konzipiert und

inszeniert, war dort als Sängerin zu erleben und führte als Moderatorin durch den

Abend. Sie spielte in „Die Schöne und das Biest“, Frau Timm in „Der Messias“, die

Gemeindehelferin Siv in „Wie im Himmel“ und die Katze in „ESELHUNDKATZE-

HAHN“. In dieser Spielzeit ist sie Chorleiterin und spielt im „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT

Julian Culemann

Engagements als Schauspieler und Musicaldarsteller führten Julian Culemann

unter anderem an die Staatstheater Braunschweig, Saarbrücken und Darmstadt,

die Theater Pforzheim, Heidelberg und Kaiserslautern, die Landestheater Detmold

und Neuss und die Tonhalle Düsseldorf. Er war erster Preisträger des Bundeswettbewerbs

Gesang Berlin in der Juniorkategorie, trat im Friedrichstadtpalast

auf und wirkt in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Am Hessischen

Staatstheater Wiesbaden verkörperte er Cliff in „Cabaret“, in Bonn die

Hauptrolle in „Tootsie“. In Hall spielte er in „Ein Sommernachtstraum“, den Bürgermeister

in „Der Besuch der alten Dame“ und den Stardirigenten Daniel Daréus

in „Wie im Himmel“. In diesem Jahr ist er wiederum Tony in „West Side Story“.

FOTO: PRIVAT

Tayler Davis

Tayler Davis studierte Musiktheater an der Performance Preparation Academy in

Guildford, England. Nach seinem Abschluss stand er in verschiedenen Rollen in

London auf der Bühne, bevor er in der deutschsprachigen Erstaufführung von

„Kinky Boots“ am Stage Operettenhaus Hamburg als einer von Lolas Angels zu

sehen war. Im Anschluss daran verkörperte er diese Rolle erneut an Bord der „Encore“

der Norwegian Cruise Lines. Es folgten ein Engagement als Solist in der Tribute-Produktion

„The Music of James Bond and More“, beim Konzert „Orchestra

On The Rocks“, als Priester Il in „Jesus Christ Superstar“ bei den Eutiner Festspielen

sowie als Teil des Casts von „Rock me Amadeus“ am Ronacher in Wien. In Hall

spielt er im zweiten Jahr Diesel in „West Side Story“.

FOTO: TANJA HALL

Nicoletta Luna Iparraguirre De las Casas

In Frankfurt am Main aufgewachsen begann Nicoletta Luna Iparraguirre De las

Casas bereits im Alter von drei Jahren mit Rollkunstlauf als Leistungssport und

widmete sich dieser Disziplin über viele Jahre hinweg. 2024 schloss sie ihre Ausbildung

zur Musicaldarstellerin ab. Schon während ihrer Ausbildungszeit sammelte

sie erste Bühnenerfahrungen am Staatstheater Wiesbaden, wo sie unter anderem

in „Bakchen“ und dem Musical „Follies“ zu sehen war. In der aktuellen

Spielzeit steht sie am Staatstheater Mainz als eine der Ahninnen in „The Addams

Family“, am Theater Hagen als Louise und Ms. Wilde in dem Musical „Flashdance“

und als Ermengarde in „Hello, Dolly!“ am Musiktheater im Revier auf der Bühne.

Zum ersten Mal in Hall ist sie in „West Side Story“ und in „Cabaret“ zu erleben.

FOTO: MARCO SOMMER

Michael Del Coco

Michael Del Coco absolvierte 2013 sein Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg.

Noch währenddessen spielte er 2010 im Rahmen der Salzburger Festspiele

den Zettel im „Sommernachtstraum“. Es folgten Gastengagements unter anderem

am Jungen Staatstheater an der Parkaue Berlin und am Stadttheater Klagenfurt.

Daneben ist er in diversen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. In

Hall spielte er in „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“ im Adriano-Celentano-

Abend „Für immer Azzurro!“, in „Cyrano de Bergerac“, in „Rotkäppchen und Herr

Wolff“, in „ESELHUNDKATZEHAHN“, in „Ein Sommernachtstraum“ sowie drei Rollen

in „Der eingebildete Kranke“. In diesem Jahr spielt er wiederum Amme und

Lorenzo in „Romeo und Julia“ und die Titelrolle in „Der gestiefelte Kater“.

FOTO: DAVID PARYLA


ENSEMBLE 41

FOTO: PRIVAT

Iván Delgado del Río

Iván Delgado del Río studierte Tanz am Konservatorium in Sevilla, danach am

Studio Centre in London und an der English National Ballet School, mit anschließenden

Engagements beim English National Ballet, Scottish Ballet, New English

Ballet Theater, dem Corella Ballet, dem Carmen Roche Ballet, dem Staatstheater

Nürnberg und bei Matthew Bournes New Adventures. Seit 2019 war er unter anderem

in Produktionen wie „Schwanensee“ am Théâtre Mogador und „Il était une

fois Casse-Noisette“ am Théâtre du Châtelet in Paris. Er tanzt bei Galas und arbeitet

als Tanzlehrer und Choreograf etwa am Institut del Teatre, bei PAR Dansa

und an Konservatorien in Sevilla, Valencia, Cáceres, Burgos sowie am Conservatorio

Carmen Amaya in Madrid. In Hall spielt er Pepe in „West Side Story“.

FOTO: HENRIETTE POGODA

Dominik Dittrich

Dominik Dittrich war bisher verantwortlich für die Musik in „Was ihr wollt“, „Don

Camillo und Peppone“, „Für immer Azzurro!“, „ESELHUNDKATZEHAHN“, „Der

schönste Tag im Leben“ und „Williams weite Welt“. Als Komponist und musikalischer

Leiter arbeitete er unter anderem am Schauspielhaus Wien, am Berliner

Ensemble, am Schauspiel Essen und am Landestheater Tübingen, bei der Uraufführung

von „Thaddäus Troll“ am Schauspiel Stuttgart und bei der „Dreigroschenoper“

am Theater Heidelberg. Die Puppen-Polit-Oper mit seiner Musik, „Palmer –

Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, wurde 2015 für den Theaterpreis „DER

FAUST“ nominiert. 2026 spielt und musiziert er nebst musikalischer Leitung in

„Der gestiefelte Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.

FOTO: PRIVAT

Camille Dombrowsky

Camille Dombrowsky wurde in Berlin geboren und stand schon als Jugendliche

auf der Bühne. 2014 erlangte sie beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im

Fach Gesang den ersten Preis und studierte im Anschluss klassischen Gesang an

der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig,

gefolgt von einem Schauspielstudium ebendort. Ihr Studiojahr absolvierte sie am

Neuen Theater Halle, zudem gastierte sie unter anderem am Nationaltheater

Mannheim. Vor und während des Studiums wirkte sie in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen

mit. Bis zur Spielzeit 2023/24 gehörte sie zum Ensemble des

Schauspiel Stuttgart; seit 2024/25 arbeitet sie freischaffend etwa in Mannheim

und Berlin. Zum ersten Mal in Hall spielt sie in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.

FOTO: ALEX BACH

Marlou Düster

Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin ist seit 2014 in diversen Musicals zu erleben,

unter anderem in „Ball im Savoy“ (Theater Lübeck), „Die lustige Witwe“

und als Zelda Zenders in „Singing in the Rain“ (Theater Heidelberg), „Saturday

Night Fever“ und „Ludwig2“ (Festspielhaus Füssen), „Die Päpstin“ (Stuttgart und

Füssen), als Alex Owens in „Flashdance“, in „Chess“ (Oldenburgisches Staatstheater),

„Orpheus in der Unterwelt“ (Theater Dortmund), „Der Graf von Monte

Christo“ (Theater Münster), „Cabaret“ (Landesbühnen Sachsen). Außerdem

schwebte Marlou Düster als Luftakrobatin am Aerial Silk, so als Elisabeth in „The

Cold Heart“ (Theater Hof). Zudem war sie als Dance Captain und als Abendspielleitung

tätig. In Hall spielt sie Francisca in „West Side Story“.

FOTO: SVEN SERKIS

Lena Maria Eikenbusch

Schon als Jugendliche spielte Lena Maria Eikenbusch die „Julia“ zur Eröffnung des

Jungen Schauspiel Hannover. Während ihrer Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule

in München arbeitete sie mit Herbert Fritsch und Dimiter Gotscheff

am Residenztheater München. Sie absolvierte eine Ausbildung in zeitgenössischem

Tanz und den M.A. Spiel und Objekt an der Hochschule für Schauspielkunst

Ernst Busch. Sie arbeitete unter anderem mit dem Medientheaterkollektiv

machina eX und dem Center for Literature, am Deutschen Theater Berlin, am

Düsseldorfer Schauspielhaus und am Theater der jungen Welt Leipzig, außerdem

für Film und Fernsehen. In Hall spielt sie in diesem Sommer in „Der gestiefelte

Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.


42

ENSEMBLE

Veronika Enders

Schon während ihrer Musicalausbildung an der Joop van den Ende Academy

Hamburg stand Veronika Enders in „La Cage aux Folles“ sowie in „Das Apartment“

auf der Bühne. Danach spielte sie Patsy in „Crazy for You“ am Theater Kiel

und Rumpleteazer und Sillabub in der Europatournee von „Cats“. Es folgten Engagements

in „Blues Brothers“ bei den Burgfestspielen Bad Vilbel, in „Roxy und

ihr Wunderteam“ und „Jesus Christ Superstar“ an der Oper Dortmund, in „Singin’

In The Rain“ und „Bussi – Das Musical“ am Gärtnerplatztheater München, in

„West Side Story“ am Theater Wuppertal, in „Annie – Das Musical“ in Stuttgart, in

„Tanz der Vampire“ am Theater des Westens Berlin sowie in „Cabaret“ am Staatstheater

Wiesbaden. In Hall ist sie als Minnie in „West Side Story“ zu sehen.

FOTO: LASTRADAGRAPHY

Carina Fitzi

Nach ihre Musicalausbildung in Wien folgten zahlreiche Engagements, wie zuletzt

im Ensemble bei „Tanz der Vampire“ im Operettenhaus Hamburg. Carina Fitzi

tourte durch Europa als Wendy Jo und Dance Captain in „Footloose“, als Stephanie

Mangano in „Saturday Night Fever“, in „Das Spongebob Musical“ und als Clara/Louise/Mrs.

Santiago sowie als Dance Captain und Assistenz-Choreografin in

„Ghost – Nachricht von Sam“. In „West Side Story“ an den Landesbühnen Sachsen

spielte sie Velma. Zudem tritt sie als Luftakrobatin in den Disziplinen Aerial

Silk und Aerial Hoop bei verschiedenen Events auf. Ebenso war sie in Werbespots

(McDonald‘s, Penny, Karriere.at) im österreichischen TV zu sehen. In Hall spielt

sie in „Cabaret“ und Graziella in „West Side Story“.

FOTO: PRIVAT

Claudius Freyer

Claudius Freyer war als Großgrundbesitzer Pasotti in „Don Camillo und Peppone“,

als Pharao in „AIDA“ und als Vetter und Schuldknecht im „Jedermann“ zu sehen.

Er spielt den Rittmeister und die Baronin in „Geschichten aus dem Wiener Wald“,

Erik in „Wie im Himmel“ und Shrewsbury in „Maria Stuart“. Freyer kann auf eine

lange Karriere als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera zurückblicken.

Er spielte am Pfalztheater Kaiserslautern, am Grips-Theater und am Theater des

Westens in Berlin und war im Fernsehen unter anderem in „Zappek“, „Polizeiruf

110“ und „Pfarrer Braun“ zu sehen. Neben zahlreichen Konzertauftritten produziert

er mit seiner Rockband „Mates in Rock“ auch die Rockkomödie „Himmlisch

gerockt“. In diesem Jahr singt und spielt er in „West Side Story“.

FOTO: STEFFEN JAENICKE

AnnPhie Fritz

AnnPhie Fritz ist Schauspielerin, Kabarettistin, Autorin und Theaterpädagogin.

Sie studierte in Salzburg und Berlin, brachte die ÖEA von Kae Tempest’s „Wasted“

in Wien auf die Bühne, ihr Text „Nacht. Starre.“ war im Finale des Open Mike Literatur-Wettbewerbs.

Als Schauspielerin gastierte sie unter anderem am Staatstheater

Kassel, am Landestheater Marburg und im Alten Schauspielhaus Stuttgart

und in freien Produktionen in Wien. Als Theaterpädagogin und Dramaturgin

arbeitete sie in den letzten beiden Spielzeiten bei den Freilichtspielen. 2025 coinszenierte

sie das Jugendensemble und leitete das Ensemble Plus. Ihr Kabarettdebüt

„SHANTI SCHATZI“ feierte 2025 Deutschlandpremiere im Neuen Globe. In

diesem Sommer spielt sie Lady Milford in „Kabale und Liebe“.

FOTO: PRIVAT

Mario Gremlich

Mario Gremlich stand erstmals 2005 als Marquis von Posa in Schillers „Don Carlos“

auf der Großen Treppe. Es folgten Auftritte in „Wilhelm Tell“, „Gift“ und „In

der Bar zum Krokodil – Ab in die wilden 20er“. Zuletzt war der ehemalige Leiter

des Liechtensteiner Theaters am Kirchplatz im Festengagement am Theater Vorpommern

tätig, wo er unter anderem als Serge in Yasmina Rezas „Kunst“, Woyzeck

in Georg Büchners „Woyzeck“, Herodes Antipas in „Jesus Christ Superstar“,

Polonius und Fortinbras in „Hamlet“ zu sehen war. In Hall spielte er zuletzt Havlitschek,

Hierlinger Ferdinand und Mister in „Geschichten aus dem Wiener Wald“,

übernahm die Rolle Sir Tobi in „Was ihr wollt“ und spielte Paulet in „Maria Stuart“.

In diesem Jahr ist er Miller in „Kabale und Liebe“.

FOTO: PRIVAT


ENSEMBLE 43

FOTO: PRIVAT

Gunter Heun

Gunter Heun spielte in Hall unter anderem die Titelrollen in „Don Camillo und

Peppone“, in „Wilhelm Tell“, in „Cyrano de Bergerac“ sowie im „Jedermann“. Zudem

verkörpert er Monsignore O‘Hara in „Sister Act“, Malvolio in Shakespeares

„Was ihr wollt“, Saladin in „Nathan der Weise“ und Leicester in „Maria Stuart“. In

seiner langjährigen Laufbahn war Heun etwa am Deutschen Theater Göttingen,

am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg

und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert. 2025 spielt er die Titelrolle

in „Der eingebildete Kranke“, Ronjas Vater in „Ronja Räubertochter“ und Julias

Vater in „Romeo und Julia“. In diesem Jahr ist er wiederum in „Romeo und Julia“

und neu als Präsident in „Kabale und Liebe“ zu erleben.

FOTO: PRIVAT

Nikolaij Janocha

Nach dem Schauspielstudium an der Universität Mozarteum in Salzburg war Nikolaij

Janocha zunächst in Rottweil und am Staatstheater Braunschweig engagiert.

Es folgten Produktionen in Wien, so etwa die Uraufführung „Mutterseele“

von Thomas Perle, die ÖEA „Wasted“ von Kae Tempest und am Theater Kanton

Zürich „Die Schwarze Spinne“ von Jeremias Gotthelf. Er spielte am Theater Grand

Guignol in Braunschweig in fünf Uraufführungen, in fünf Produktionen an den

Schauspielbühnen Stuttgart, am Deutschen Theater Göttingen, zuletzt am Theater

am Wandlitzsee bei Berlin. Nikolaij Janocha lebt in Berlin und ist neben seiner

Theaterarbeit als Sprecher tätig. 2026 spielt er bei den Freilichtspielen in Hall

Wurm in „Kabale und Liebe“.

FOTO: ELBSHOT

Kara Kemeny

Kara Kemeny schloss ihr Studium mit einem B.A. am Institut für Musik an der

Hochschule Osnabrück ab. Seither sah man sie unter anderem in Stücken wie

„Kiss me, Kate“ als Lois Lane, „One Touch of Venus“ als Venus, „Young Frankenstein“

als Inga, „Hairspray“ als Amber von Tussle, „Trouble in Tahiti“, „Chaplin“ als

Hedda Hopper, „Addams Family“, „Love Never Dies“ als Meg Giry, „West Side Story“

als Rosalia, „Jesus Christ Superstar“, „In the Heights“ als Nina, „Cabaret“,

„Prinz von Preußen“ als Lily van Breek, „Street Scene“, „Avenue Q“ als Lucy, „Bibi

& Tina“, „Letterland“ und als Anna in „Die Schneekönigin“. In Schwäbisch Hall

spielte sie die Rolle Amber von Tussle in „Hairspray“ und ist in diesem Jahr Anita

in „West Side Story“.

FOTO: SVEN SERKIS

Nils Klitsch

Nils Klitsch studierte Musical an der Theaterakademie August Everding. Zuvor

spielte er am Jungen Staatsmusical Wiesbaden in „Das Geheimnis des Edwin

Drood“ und in „Superhero“. Im Rahmen des Studiums spielte er unter anderem

Don Price in „Big Fish“ und die Vogelscheuche in „Der Zauberer von Oz“, in „Hair“

am Staatstheater am Gärtnerplatz und bei den Bad Hersfelder Festspielen, in

Hall Maik in „Tschick“ und in „Wahnsinn – Das Wolfgang Petry Musical“. Er spielte

Fred in „Ich war noch niemals in New York“ bei den Thunerseespielen und Jim

Farrell in „Titanic – Das Musical“ am Mecklenburgischen Staatstheater und am

Theater Pforzheim. In Hall spielt er im zweiten Jahr Tybalt in „Romeo und Julia“

und neu auch Action in „West Side Story“.

FOTO: ROBIN KATER

Jelena Kunz

Bereits während ihres Schauspielstudiums an der Hochschule Stuttgart spielte

Jelena Kunz unter anderem in Calixto Bieitos Inszenierung „Bernarda Albas Haus“

am Staatstheater Stuttgart. Danach war sie am Pfalztheater Kaiserslautern,

spielte dort vor allem Haupt- und Titelrollen, etwa „Minna von Barnhelm“ und

„Katharina Blum“ und in der Uraufführung „Die toten Freunde (Dinosauriermonologe)“

von Ariane Koch (eingeladen zu den Berliner Theatertagen). Seither ist sie

als freiberufliche Theater-, Film-, Fernseh- sowie Synchronschauspielerin tätig,

zuletzt am Detmolder Landestheater in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“. In Hall

spielte sie die Titelrolle in „Ronja Räubertochter“ und Toinette in „Der eingebildete

Kranke“. In diesem Jahr ist sie Luise in „Kabale und Liebe“.


44

ENSEMBLE

Benjamin Leibbrand

Der freischaffende Kommunikations- und Mediendesigner Benjamin Leibbrand

tourt seit 2012 mit seiner Band „Tante Polly“ aus Hamburg St. Pauli durch die

Weltgeschichte. 2018 erschien mit „Tristesse Totale“ ihr drittes Album. Mit „Tante

Polly“ war er regelmäßig auch am Theater, etwa in der „Dreigroschenoper“ am

Theater Heidelberg, in „Der Zauberer von Oz“ in Essen und „Eselhundkatzehahn“

in Bad Gandersheim. In Hall war er bereits in „Don Camillo und Peppone“, in „Williams

weite Welt“, in „Für immer Azzurro!“ in „Was ihr wollt“, in „ESELHUNDKAT-

ZEHAHN“ und in „Der schönste Tag im Leben“ als Musiker und Spieler zu erleben.

In diesem Sommer ist er Musiker bei „Stolz und Vorurteil * (*oder so*)“ und

Spieler und Musiker in „Der gestiefelte Kater“.

FOTO: PRIVAT

Philipp Moschitz

In Hall inszenierte Philipp Moschitz „Das Spiel von Liebe und Zufall“, „Sister Act“

und den umjubelten Jubiläums-„Jedermann“ in 2025. Er studierte Schauspiel an

der Theaterakademie August Everding. Seit 2006 gehört er zum Ensemble des

Metropoltheaters München und gastierte unter anderem am Residenztheater, an

der Bayerischen Staatsoper München und am Thalia Theater in Hamburg. Im TV

war er in Serien wie „Um Himmels Willen“, „In aller Freundschaft“ und im Münchner

„Tatort“ zu sehen. Weitere Regiearbeiten waren beispielsweise die Oper „Cendrillon“

von Pauline Viardot. Philipp Moschitz ist Dozent für Schauspiel/Rolle an

der Theaterakademie August Everding im Studienfach Schauspiel. In Hall spielt er

in diesem Jahr die Titelrolle im „Jedermann“, für den er zudem Regie führt.

FOTO: KATE MOSCH

Emily Mrosek

Emily Mrosek wirkte bereits als Jugendliche in verschiedenen Produktionen der

Bonner Oper wie „Turandot“, „Tosca“ und dem Musical „Anatevka“ mit. 2024

schloss sie ihr Musicalstudium in München an der Theaterakademie August

Everding ab. Dort spielte sie im Prinzregententheater Sir Andrew in „Twelfth

Night“, Pam in „Baby“ und Winnifred in „Once upon a Mattress“. 2024 übernahm

sie die Rolle der Annette Reille in „Der Gott des Gemetzels“ im Theater an der Effingerstraße

in Bern. Anfang 2025 war sie als Ruth Maier im Musical „Briefe von

Ruth“ in der Kammeroper in Wien zu sehen. In Hall spielt sie Julia in „Romeo und

Julia“, die Prinzessin in „Der gestiefelte Kater“ und mehrere Rollen in „Stolz und

Vorurteil* (*oder so)“.

FOTO: SASKIA ALLERS

Salomé Ortiz

Erste Schauspielerfahrung sammelte Salomé Ortiz in der Company La Función

Teatro der Universität Granada und im Jugendclub des Staatstheaters am Gärtnerplatz.

Für ihre Rolle in „María Pacheco“ erhielt sie den Mariana-Pineda-Preis.

2016 wurde sie Süddeutsche Meisterin im Hip-Hop. Bereits während ihres Studiums

spielte sie unter anderem Sir Toby in „Twelfth Night“ am Prinzregententheater

und Audrey in „Der kleine Horrorladen“ am Deutschen Theater München. Es

folgten Engagements am Staatstheater Augsburg als Liz in „Chicago“, als Maulende

Myrte in „Harry Potter und das verwunschene Kind“ in Hamburg und als

Tribe in „Hair“ am Tiroler Landestheater. In Hall ist sie als Consuelo in „West Side

Story“ zu sehen und als Sally Bowles in „Cabaret“.

FOTO: SASKIA ALLERS

Andrea Matthias Pagani

Andrea Matthias Paganis Theaterkarriere begann am Stadttheater Pforzheim, wo

er zunächst im Schauspiel zu sehen war, etwa in der Titelrolle in „Don Carlos“

oder als Ruprecht in „Der zerbrochene Krug“. Danach folgten Hauptrollen im Musiktheater,

zum Beispiel Che in „Evita“ am Nationaltheater Mannheim, Jesus in

„Jesus Christ Superstar“ bei den Burgfestspielen Bad Vilbel oder Anatoly in

„Chess“ an der Staatsoperette Dresden. In Hall stellte er sich als Zoser in „Elton

John und Tim Rice’s AIDA“ erstmals dem Publikum vor, spielte den Zahnarzt Orin

in „Der kleine Horrorladen“, den Gangster Curtis in „Sister Act“, den Dorfladenbesitzer

Arne in „Wie im Himmel“ und Tracys Mutter Edna in „Hairspray“. In diesem

Jahr spielt er Doc in „West Side Story“ und Herr Schultz in „Cabaret“.

FOTO: CALVO CORRADO


ENSEMBLE 45

FOTO: PRIVAT

Florian Peters

Florian Peters studierte Musical an der Bayerischen Theaterakademie August

Everding. Er spielte in „Hair“ und „Rent“ und am Gärtnerplatztheater in München

in „Jesus Christ Superstar“, „Der Mann von La Mancha“, „Gefährliche Liebschaften“

und „Der Flaschengeist“. In New York gewann er den Lys Symonette Award

bei der „Lotte Lenya Competition“. In Wien spielte er etwa die Titelrolle in „Mozart“

und Johann Friedel in der Uraufführung des Stephen Schwartz-Musicals

„Schikaneder“. Es folgten Hauptrollen in unter anderem „3 Musketiere“, „Les Miserables“,

„Elisabeth“, „Wenn Rosenblätter fallen“, „Bluthochzeit“ und in der

„Dreigroschenoper“. Nachdem er vor zehn Jahren in „Tschick“ mitgespielt hat, ist

er in diesem Jahr wiederum als Romeo in „Romeo und Julia“ zu sehen.

FOTO: PRIVAT

Marius Petrenz

Marius Petrenz studierte ab 2019 Schauspiel an der Akademie für Darstellende

Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Gastengagements führten ihn ans

Schauspiel Stuttgart und an das Theater im Marienbad in Freiburg. Nach seinem

Abschluss wurde er ab 2023 für zwei Jahre Ensemblemitglied im Pfalztheater

Kaiserslautern, wo er unter anderem mit Elina Finkel („Untröstliche Schatten“)

und Sascha Hawemann („Bauern, Bonzen und Bomben“) arbeitete. Nach einem

Tanzintensivprogramm am ADDA Advanced Dance Institute Barcelona spielt Marius

Petrenz seit April 2026 in der Aalener Produktion „ich sehe was / was du

nicht siehst“ (eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt) und ab Juni als Ferdinand

in „Kabale und Liebe“ bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.

FOTO: URBAN RUTHS

Nadja Petri

Nadja Petri studierte in Leipzig Schauspiel und ist seitdem sowohl auf Theaterals

auch auf Musicalbühnen, sowie in TV- und Kinoproduktionen zu sehen. Sie

spielte am Staatsschauspiel Dresden und Hannover, Staatstheater Darmstadt,

Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum und Zürich, Schauspiel Frankfurt,

an der Oper Chemnitz, am Theater am Potsdamer Platz, Operettenhaus

Hamburg, an der Neuköllner Oper und am St. Pauli Theater Hamburg etwa in „Die

Dreigroschenoper“. Sie war Sängerin einiger Bands in Berlin und München und

hat die Genres Punk, Heavy Metal, Rock, (Elektro-)Pop und Chanson bedient. In

Hall spielte sie Undis und weitere Rollen in „Ronja Räubertochter“ und Béline in

„Der eingebildete Kranke“. In diesem Jahr ist sie Fräulein Kost in „Cabaret“.

FOTO: BJÖRN KLEIN

Felipe Ramos

Felipe Ramos studierte Musikpädagogik und Gesang an der Universität Brasília.

Er singt sowohl in Musicals als auch in Opern (Brasilien, Niederlande, China, Italien,

die Schweiz), war unter anderem Angel Schunard in „Rent“, Jesus in „Jesus

Christ Superstar“, Tony in „West Side Story“, Rocky in „Rocky Horror Show“, Claude

in „Hair“, Tamino in „Die Zauberflöte“, Alfredo in „La Traviata“, Don Jose in

„Carmen“, Almaviva in „Il Barbiere di Siviglia“ und Orfeo in „Orfeo ed Euridice“. Er

arbeitet als Opernregisseur, musikalischer Leiter und Vocal Coach und unterrichtet

in Opera Studios, Workshops und Masterclasses (zum Beispiel in Berlin Opera

Academy und Broadway Dreams). In Hall spielte er Gilbert in „Hairspray“ und in

diesem Jahr in „Cabaret“ und Pepe in „West Side Story“.

FOTO: MIRA BENSER

Josefine Rau

Nach ihrer Musicalausbildung in Mainz war Josefine Rau am Staatstheater Wiesbaden

unter anderem in „Cabaret“, „Follies“ und als Tänzerin in einigen Opern-

Produktionen zu sehen. Ihr Hauptrollendebüt gab sie als Hildegard Knef am Theater

der Altmark Stendal. Es folgte Sally Bowles in „Cabaret“ in Freiburg. Bei den

Burgfestspielen Bad Vilbel war sie in „Die 8 Frauen“ und in „Sekretärinnen“ zu sehen

sowie bei den Brüder Grimm-Festspielen in Hanau im Musical „Die Bremer

Stadtmusikanten“ als Kikki Rikki. Sie gewann den 2. Platz beim Bundeswettbewerb

Gesang „Chanson“. Außerdem absolvierte sie Weiterbildungen im Maskenspiel

bei „Familie Flöz“ und im Filmschauspiel. Zum ersten Mal in Hall übernimmt

sie die Rolle Anybody’s in „West Side Story“.


46

ENSEMBLE

Barbara Raunegger

Barbara Raunegger studierte am Konservatorium der Stadt Wien sowie an der

University of Music in Denver/USA. Sie war Premierenbesetzung der Welturaufführung

von „Der Glöckner von Notre Dame“ und der Deutschlandpremiere von

„Mamma Mia!“ und war etwa in „Little Shop of Horrors“, „Les Miserables“, „Die

Schöne und das Biest“, „Robin Hood“, „Wicked – Die Hexen von Oz“ und „Tanz der

Vampire“ zu sehen. Sie spielte am Stage Theater des Westens Berlin, dem Metronom

Theater Oberhausen und dem Stage Apollo Theater Stuttgart, tourt mit der

Two Woman-Show „ABBA – Nackte Tatsachen“ und ihrer Soloshow. In Hall spielte

sie in „Sister Act“, als Olga in „Wie im Himmel“ und als Prudy Pingleton in „Hairspray“.

In diesem Jahr spielt sie wiederum Glaube und Vetter im „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT

Martina Maria Reichert

Martina Maria Reichert war an den Münchener Kammerspielen, am Schauspiel

Frankfurt und am Theater Freiburg engagiert und erhielt für ihre Mitwirkung in

„Kaspar Häuser Meer“ am Theater Erlangen einen Darstellerpreis bei den Bayerischen

Theatertagen. Im Fernsehen war sie in der BBC-Produktion „Nuclear Secrets“

zu erleben. Zudem ist sie als Life- und Businesscoach tätig und leitet Jugendprojekte,

so das integrative Projekt „Wir sind Faust“. In Hall spielte sie Buhlschaft

und Glaube im „Jedermann“, die Mutter in „Geschichten aus dem Wiener

Wald“, Olivia in „Was ihr wollt“, die Titelrolle in „Maria Stuart“ und Lovis in „Ronja

Räubertochter“. Zudem führte sie Regie bei den Bürgerprojekten „Momo“ und

„Glückskind“. In diesem Jahr spielt sie Frau Miller in „Kabale und Liebe“.

FOTO: GELA MEGRELIDZE

Tobias Rott

Erste Engagements führten Tobias Rott unter anderem nach Koblenz, Hamburg,

Mainz und Potsdam, wo er etwa den Conférencier in „Cabaret“, Mephisto in

„Faust“ oder den Hermann in der „Hermannsschlacht“ spielte. Seit vielen Jahren

arbeitet er vorrangig als Regisseur, etwa in Berlin, Bremerhaven, Esslingen, Potsdam

und Meiningen, inszenierte unter anderem „Viel Lärm um nichts“, „Dantons

Tod“, „Kabale und Liebe“, die Musical-Uraufführung „Maria, ihm schmeckt’s

nicht!“ oder Operetten wie „Im weißen Rössl“ und „Schwarzwaldmädel“. Für

„Hinkemann“ war er 2020 in Kritikerumfragen zweimal als „Beste Regie“ nominiert.

Bis 2021 war er drei Jahre Schauspieldirektor am Meininger Staatstheater.

In Hall ist er als Hofmarschall von Kalb in „Kabale und Liebe“ zu sehen.

FOTO: MARIE LIEBIG

Coul Sarademe

In Côte d‘Ivoir absolvierte Coul Sarademe seine künstlerische Ausbildung am Kulturzentrum

Village Ki-Yi in Abidjan mit den Schwerpunkten Musik, Stelzenakrobatik

sowie Bau und Spiel von Großpuppen. Seit 2003 ist er als Performer international

tätig, tourte etwa mit der Zirkusproduktion „Mother Africa“, ebenso mit

den Compagnien „Possum Po“ und „Mandjani“. Er war Percussionist beim Tanztheater

„Mayumana”, beim „Circus Phönix Paris” und beim „Cirque du Soleil” in

Deutschland. In Spanien spielte er bei „Jean Bruce and Fang“ und leitete Percussion-Workshops

im Rahmen der Kulturreihe „Miradas de África“. Er ist als Musikpädagoge

aktiv und unterrichtet Trommel und Tanz in Schulen, Kindergärten und

kulturellen Projekten. In Hall ist er in „Jedermann“ zu erleben.

FOTO: PRIVAT

Johannes Schön

Johannes Schön studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik

und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er war fünf Jahre im Ensemble am Landestheater

Tübingen. Seit 2010 arbeitet er als freier Schauspieler und ist unter anderem

als Faust 1+2, Cyrano de Bergerac, Tartuffe, als der Meister aus „Der Meister

und Margarita“, als Valère in „Der Geizige“, als Pierre Curie in „Marie Curie“ und

nicht zuletzt als „Graf von Monte Christo“ durch die Republik getourt. Er hat als

Puppenspieler in „Ophelias Schattentheater“ fungiert und Improvisationsspiel

und Theaterarbeit mit Jugendlichen und Laien gemacht. In Hall spielte er mehrere

Rollen in „Der Besuch der alten Dame“ und spielt heuer den Schuldknecht im

„Jedermann“ und Krupke in „West Side Story“.

FOTO: LEA MAHLER


ENSEMBLE 47

FOTO: JENS SCHWARZ

Uta Maria Schütze

Nach Uta Maria Schützes Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater

„Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig folgten Festengagements am Theater

Meiningen, am Landestheater Salzburg, an den Bühnen der Stadt Köln, am

Staatstheater Hannover, am Stadttheater Aachen und am Schauspiel Essen. Danach

war sie Gast an zahlreichen Bühnen, unter anderem: Theater an der Kö Düsseldorf,

Komödie Bochum, Städtische Bühnen Krefeld, Bühnen Wuppertal, Altes

Schauspielhaus Stuttgart. Sie übernahm Rollen in Film und Fernsehen, so etwa in

„Lemmi und die Schmöker“, „Die Anrheiner“, „Lindenstraße“, „Tatort“ und „Taunuskrimi“,

„Soko 5113“ und „Soko Köln“, „Transpapa“, „Rentnercops“, „Nur eine

Handvoll Leben“. In Hall spielt sie Jedermanns Mutter in „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT

Ilona Christina Schulz

Ilona Christina Schulz studierte in Mannheim Gesang und anschließend Schauspiel

in Stuttgart. Sie war unter anderem in Mannheim, Kaiserslautern, Karlsruhe,

Berlin, Braunschweig, Stuttgart und Luxembourg engagiert und war in „Tatort“

und „Ein Fall für 2“ zu sehen. Sie tritt mit verschiedenen Chanson- und Konzertprogrammen

auf, ist Bundespreisträgerin im Fach Chanson und gastiert mit

wechselnden Familienkonzerten in der Deutschen Staatsphilharmonie, der Südwestdeutschen

Philharmonie und der Deutschen Radiophilharmonie. In Hall

spielte sie in „Rotkäppchen und Herr Wolff“, Gabi in „Der schönste Tag im Leben“,

Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“ und Diafoirus und Fleurant in „Der eingebildete

Kranke“. In diesem Jahr ist sie Fräulein Schneider in „Cabaret“.

FOTO: STEFFI HENN

Franziska Schuster

Franziska Schuster war Teil der englischsprachigen Welturaufführung von „Tut

Ankh Amon“ in den Opernhäusern von Kairo & Alexandria, bevor man sie bei den

Gandersheimer Domfestspielen unter anderem in „Cabaret“ sowie in der Titelrolle

von „Evita“ (mit dem Roswitha-Ring ausgezeichnet) erleben konnte. In Wien

stand sie etwa in „Sister Act“, „Mamma Mia!“, „Jesus Christ Superstar“, „Mozart!“

und „Elisabeth“ auf der Bühne. In Hall war sie als Sara in „Maria, ihm schmeckt‘s

nicht“, als Solistin in „Blue Moon“, als Schwester Mary Robert in „Sister Act“ und

als Lena in „Wie im Himmel zu erleben, bevor sie mit „Kinky Boots“ und „Bat Out

of Hell“ in zwei Deutschlandpremieren brillierte. 2026 spielt sie im zweiten Jahr

die Buhlschaft in „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT

Maaike Schuurmans

Nach ihrem Studium in Amsterdam spielte Maaike Schuurmans unter anderem

Lina Lamont in „Singin’ in the rain“ und die Titelrolle in „Peter Pan“. In Deutschland

war sie unter anderem Magda in der Deutschlandpremiere von „Tanz der

Vampire“, Baronin von Waldstätten in „Mozart!“, Grizabella in „Cats“, Madame

Giry in „Liebe stirbt nie“ sowie in Bad Hersfeld die Lucy in „Jekyll & Hyde“. Als

Miss Andrew in „Mary Poppins“ war sie in Stuttgart, Hamburg und Wien zu sehen,

dort auch als Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“. Weitere Rollen: Inger in „Wie

im Himmel“, Velma von Tussle in „Hairspray“, Mrs. Fairfax in „Jane Eyre“, Tod im

„Jedermann“, Madame de Volanges in „Gefährliche Liebschaften“. In diesem Jahr

steht sie wiederum als Mammon und Koch im „Jedermann“ auf der Bühne.

FOTO: PRIVAT

Pierpaolo Scida

Nach seiner Tanzausbildung am „Professione Musical Italia“ in Parma war Pierpaolo

Scida im Erstengagement in „Boléro“ im Béjart-Ballet-Lausanne am Teatro

Regio von Parma. Er war Tänzer für Costa Crociere Cruise S.p.a., war im Ballettkorps

der Oper „Jerusalem“ für das Verdi-Festival am Teatro Regio in Parma und

Solist in der Show „Sul Danubio Blu“ für die Kompanie „In Scena“. Er spielte Big

Deal in der TCBO-Produktion von „West Side Story“ in Bologna und für Peeparrow

Entertainment unter anderem in den Musicals „Billy Elliot“, „Jesus Christ Superstar“,

„We Will Rock You“ und wiederum „West Side Story“. Seit 2022 ist er Mr.

Mistoffelees in dem Musical „Cats“. In Hall ist er im zweiten Jahr als Anxious in

„West Side Story“ zu sehen.


48

ENSEMBLE

Anna Seeberger

Nach ihrem Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg war Anna Seeberger festes

Ensemblemitglied am Oldenburgischen Staatstheater. Zuletzt war sie unter

anderem zu sehen als Antigone in „Antigone/Schwester von“ (Regie: Ebru Tartıcı

Borchers). Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin führte sie selbst Regie, leitete

Jugendclubs und entwickelte mit Iman Tekle und Calixto María Schmutter den

Abend „Was bin ich denn seit einer Handvoll Stunden (Pause, in welcher sie sich

sammelt)“, der am Oldenburgischen Staatstheater uraufgeführt wurde. Sie lebt

in Berlin und kommt für „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ erstmals nach Hall.

FOTO: JANALMR.DE

Alexander Sichel

Alexander Sichel studierte an der Theaterakademie August Everding in München.

Nach seinem Debüt im Musical „Chicago“ am Staatstheater Augsburg folgten

weitere Engagements in Deutschland und Österreich. Am Theater in Kempten

spielte er etwa in „Ewig Jung“, „Bluthochzeit“ und „Lysistrata“. Neben seiner Arbeit

auf der Bühne bildete er sich in Songwriting in Wien und Berlin weiter. 2023

wurde sein erstes Auftragswerk „Stimmen einer Winternacht“ als Textdichter mit

dem Leipziger Symphonieorchester uraufgeführt. In Hall ist er im zweiten Jahr als

Mercutio und Paris in „Romeo und Julia“ zu sehen.

FOTO: SASKIA ALLERS

Simon Staiger

Der Musicaldarsteller spielte noch vor seinem Diplom 2018 an der Hochschule

Osnabrück unter anderem in „Hairspray“ am Theater Dortmund und als Buffy in

„Die Blume von Hawaii“ am Theater Osnabrück. Simon Staiger war außerdem

etwa Pugsley Addams und Onkel Fester in „The Addams Family“ am Landestheater

Detmold und der Piccolo in „Im weißen Rössl“ am Staatstheater Saarbrücken.

2024 tourte er zum zweiten Mal mit „This Is The Greatest Show“ durch Deutschland

und Österreich ebenso als Alfred in „Eine Weihnachtsgeschichte“.

In Hall spielt er Riff in „West Side Story“ und Ernst Ludwig in „Cabaret“.

FOTO: PRIVAT

Sarah Steinemer

Sarah Steinemer stand bereits während ihrer Musicalausbildung in „Kiss me,

Kate“, „Die Fledermaus“ und „Footloose“ am Staatstheater Darmstadt auf der

Bühne. Es folgte die Hauptrolle in „Schwestern im Geiste“ bei den Mainzer Kammerspielen

sowie „The Producers“ am Staatstheater Mainz. Sie spielte unter anderem

Ilonka und Hermence und war Dance Captain in „Ball im Savoy“ in Darmstadt,

in „Chess“ und „Cabaret“ in Oldenburg sowie in „Singin’ in the Rain“ in Heidelberg,

in „Flashdance“ in Hagen und Amber von Tussle in „Hairspray“ wiederum

in Darmstadt. Zum ersten Mal in Hall spielt sie Velma in „West Side Story“.

FOTO: PRIVAT

Robert Stumpf

Robert Stumpf entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Tanz und Musik.

Nach Ballett im Kindesalter folgten Stepptanz und Turniertanzsport. Parallel

dazu nahm er Klavier- und Gesangsunterricht. Seine Ausbildung zum Musicaldarsteller

absolvierte er in Hamburg. Engagements in namhaften Stücken wie „Cabaret“,

„My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“ und „A Chorus Line“ brachten ihn quer

durch Deutschland, unter anderem an die renommierte Semperoper Dresden.

Zum ersten Mal in Schwäbisch Hall spielt er in „West Side Story“ und in seinem

Lieblingsstück „Cabaret“.

FOTO: PRIVAT

Johannes Summer

Johannes Summer spielte bereits während seiner Ausbildung an der Theaterakademie

August Everding Papageno in „Die Zauberflöte“ in St. Gilgen, in der „Dreigroschenoper“

am Prinzregententheater München und in „Chicago“ am Staatstheater

Augsburg. Er war der Zahnarzt in „Der kleine Horrorladen“, Orsino in

„Twelfth Night“, spielte in der Europapremiere von „Tootsie“, war der junge Ben in

„Follies“ am Staatstheater Wiesbaden und Sasha und Awram in „Anatevka“ am

Staatstheater Saarbrücken. In Hall spielte er Sketch im Musical „Hairspray“ und

ist heuer wiederum Snowboy in „West Side Story.“

FOTO: VERONIKA KÜHNELT


ENSEMBLE 49

FOTO: SIMON CHMEL

Markus Ücker

Als Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung ist Markus Ücker 2026 Absolvent der

Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Beim Berliner Kultursommerfestival

spielte er Lysander in „Ein Sommernachtstraum“ und entwickelte ein

Solostück über Karl Valentin. Er war in der Hauptrolle der Weihnachtsfestspiele

„Heilige Nacht“ in München zu sehen und wirkte im Humboldt Forum Berlin in der

Produktion „Bau auf, bau ab!“ mit. 2025 gewann er beim Bundeswettbewerb Gesang

Berlin den Charles-Kálmán-Preis für Chanson. In Hall spielt er Cliff in „Cabaret“.

FOTO: PRIVAT

Meltem Ürküt

Meltem Ürküt schloss ihre Ausbildung zur Musical-Darstellerin 2020 an der Stage

School Hamburg ab, um schon ein Jahr später bei Disneys Aladdin am Stuttgarter

Stage Apollo Theater mit der „Wahrsagerin“ ihre erste Featured-Ensemble-

Rolle zu spielen. 2023 schlüpfte sie am Saarländischen Staatstheater in die Rolle

der Linda in „Hair – Das Musical“, mit dem sie danach auch am Theater Heilbronn

zu erleben war. Ebenfalls 2023 übernahm sie in Hamburg mit Bulda in „Die Eiskönigin“

ihre zweite Featured-Ensemble-Rolle. Zum ersten Mal in Hall spielt sie ein

Kit-Kat-Girl in „Cabaret“ und Rosalia in „West Side Story“.

FOTO: PRIVAT

David Valls

David Valls begann bereits mit elf Jahren seine Ausbildung in Sitges. 2010 gewann

er ein Stipendium beim „Ciudad de Castellón National Competition“ um am

„London Studio Center“ in England zu studieren. Von 2014 bis 2019 tanzte er als

Solist beim Nürnberger Ballett. Zu seinem Repertoire gehören Werke von international

renommierten Choreografen wie Goyo Montero, Ohad Naharin und William

Forsythe. Seit 2020 tritt er in verschiedenen Musicals wie „Anastasia“, „Fame“,

„La Jaula de las Locas“ (La Cage aux Folles) und „Matilda“ auf. In Hall spielt und

tanzt er im zweiten Jahr in „West Side Story“.

Dirk Weiler

Dirk Weiler absolvierte seine Ausbildung in Schauspiel, Gesang und Tanz an der

Folkwang Universität der Künste, sowie in New York an der Manhattan School of

Music, dem City College, dem Brooklyn College und dem Studio Expressions. Er

arbeitete von 1998 bis 2008 in New York, danach in London und kehrte 2009

nach Deutschland zurück. Sowohl im Sprech- als auch im Musiktheater spielte er

seither zahlreiche Hauptrollen unter anderem in „Jesus Christ Superstar“ oder als

Ill in „Der Besuch der alten Dame“. In Hall ist er heuer wiederum in „All das Schöne“,

als Conférencier in „Cabaret“ und als Tod im „Jedermann“ zu sehen.

FOTO: PRIVAT

FOTO: PRIVAT

Antonia Welke

Antonia Welke studierte Musical an der Bayerischen Theaterakademie August

Everding. Danach spielte sie am Theater Augsburg in „Hair“, in der Telenovela

„Sturm der Liebe“ und tourte mit „Sunset Boulevard“. Außerdem war sie in „Luther

– Rebell Gottes“ in Fürth, als Blondie in „Cindy Rella“ in Schwedt, Gisela Geiß

in „Grimm“, Gabriella in „Wie im Himmel“ sowie im selbstgeschriebenen Solo

„Liebste Kitty – Aus dem Tagebuch der Anne Frank“ zu sehen. Seit 2023 spielt sie

am T:K-Theaters in Kempten. In Hall übernimmt sie die Rolle der Lady Capulet in

„Romeo und Julia“.

Matthias Zeeb

Matthias Zeeb spielte nach seinem Studium an der Hochschule „Felix Mendelssohn

Bartholdy“ am Hessischen Landestheater Marburg und am Neuen Theater

in Halle neben komödiantischen Hauptrollen auch oft musikalische, unter anderem

in „Comedian Harmonists“. Er war Robbie in „Dirty Dancing – Das Original live

on Stage“ am Metronom Theater Oberhausen und entwickelte mit dem Regiekollektiv

„Prinzip Gonzo“ interaktive Theaterformate. Zudem erarbeitet er regelmäßig

für TUI Cruises die Theaterprogramme und ist als Sprecher für Synchron und

Voice Over tätig. In Hall spielt er den Guten Gesellen im „Jedermann“.

FOTO: PRIVAT


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BACKSTAGE

Hinter den Kulissen

Akteure Damit die Schauspieler glänzen können und das Publikum

begeistert ist, benötigt es allen voran ein gutes Team im Hintergrund.

Zum Team der technischen Abteilungen (links) gehören: Rainer

Fendt, Miriam Knappe, Silke Cleve, Christian Gentner, Tim Mansfeld,

Martin Wolfram, Matthis Schwarz, Barbara Schmidt , Sophia

Tüngler, Wolf von Gemmingen, Ralph Berk, Mike Gödl, Barbara

Rüberg, Johanna Dierlamm, Gereon, Thomas Schlüter, Marlin

Brennenstuhl, Thorsten Wienrich, Michael Bulenda, Fuad Kleij,

Regina Krüger, Martina Klander, Vivien Pagel, Tanja Löw, Nicole

Rohner, Daniel Nitschke.

Das Team der Verwaltung/Betriebsbüro/Dramaturgie

(rechts): Inga Lüdtke, Alexander Schmid,

Michael Saur, Philipp Gröber, Ingo Schmidt, Jutta

Parpart, Ines Weidenbacher, Kathy Li, Christian

Doll, Sonja Fischer, Franz Burkhard .

Das Haller Freilichtspiele-Orchester (links)

sorgt bei den Aufführungen auf der Großen

Treppe für die Musik. Vorne, von links: Diego

Hernandez Suarez, Johannes Krampen, Leidy

Sorg. Zweite Reihe, von links: Gela Megrelidze,

Felicitas Stoffel, Timothee de la Morinerie,

Bartosz Korus. Dritte Reihe, von links: Melanie

Werner, Tobias Scheibeck, Ciprian Popa, Luis

David Avendano Cespedes, Michael Deak,

Steffen Münster. Letzte Reihe, von links: David

Romero Peralvarez, Thomas Krause, Dirk

Rumig, Heiko Lippmann, Marko Klotz, Martin

Tashev, Todor Gadjalov, Tobias Weidinger.

Bestuhlen, den Marktplatz absperren,

wieder freigeben, Karten kontrollieren,

den Besuchern bei der Platzssuche

behilflich sein, nicht nur an der Treppe,

sondern auch im Neuen Globe – um dies

und um einiges andere mehr kümmert

sich das Team der Ordnerinnen und

Ordner (rechts).


Szene aus William Shakespeares

„Romeo und Julia“ im Neuen Globe.

Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/

Ufuk Arslan

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