22. Mai 2026
- Breite Front beschließt Bezirksreform - Neues Separee für vietnamesisches Fine-Dining im Restaurant Vina - ACP Süd eröffnet neuen Standort in Graz mit Vernissage
- Breite Front beschließt Bezirksreform
- Neues Separee für vietnamesisches Fine-Dining im Restaurant Vina
- ACP Süd eröffnet neuen Standort in Graz mit Vernissage
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Grazer22. MAI 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
27°
Morgen wird
es sonnig
und warm.
Die Temperaturen
liegen
am Samstag
zwischen 17 und 27 Grad.
Feine Kunst
Büro wird Galerie: ACP Süd eröffnet
neuen Standort in Graz mit einer
modernen Kunst-Vernissage. 7
Feine Küche
Asien-Genuss: Das Restaurant Vina
eröffnet ein edles Separee für vietnamesisches
Fine-Dining. 6
Mit Stimmen der NEOS
Breite Front
beschließt
Bezirksreform
PHIL LIHOTZKY GETTY, ACP
Rathaus. Der Gemeinderat beschloss eine fundamentale Reform samt Aufstockung der Bezirksräte und einem Verbot von Doppelfunktionen.
Während Bürgermeisterin Kahr den historischen Schritt zu mehr Rechten lobt, fordern die NEOS die Abschaffung der Bezirksräte. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 22. MAI 2026
Mehrheit für Bezirksreform,
doch NEOS wollen Kahlschlag
Im Grazer Rathaus wurden gestern bei der 61. Gemeinderatssitzung weitreichende Beschlüsse gefasst. Der NEOS-Vorschlag sorgt für Diskussionen.
RATHAUS-DEBATTE.
Große Reform beschlossen:
Mehr Rechte
vor Ort, doch NEOS
fordern das Aus.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Gestern ging im Grazer
Rathaus die 61. Gemeinderatssitzung
über die
Bühne – und sie brachte weitreichende
Entscheidungen für die
Murmetropole. Neben dem mit
Spannung erwarteten Grundsatzbeschluss
zur Modernisierung
des Stadions Liebenau
wurde auch die zukunftsweisende
„Haus Graz KI-Strategie“ verabschiedet.
Das demokratische
Kernstück der Sitzung bildete
jedoch die lang verhandelte Reform
der Bezirksräte im Rahmen
des „Konvents Bezirksdemokratie“.
Diese wurde mit einer breiten
Mehrheit gegen die Stimmen
der FPÖ angenommen und gilt
als historischer Schritt zu mehr
Mitsprache direkt vor Ort.
Bezirksräte abschaffen?
Ein Meilenstein, der im Sitzungssaal
allerdings von einer harten
Zukunftsdebatte begleitet wurde:
NEOS-Frontmann Philipp Pointner
forderte mittels Zusatzantrag –
der letztlich keine Mehrheit fand –
die Stärkung der Bezirksvorsteher
durch Direktwahl bei gleichzeiti-
ger Abschaffung der Bezirksräte.
Auf Anfrage des „Grazer24“, warum
die NEOS die gestrige Reform
trotz dieser gegensätzlichen Forderung
mitgetragen haben, heißt
es aus dem Team von Philipp
Pointner: „Wir haben die sogenannte
Reform der Bezirksräte
gestern mitgetragen, weil wir den
demokratischen Prozess respektieren
und die Verbesserungen für
die bezirksrätliche Arbeit in der jetzigen
Form begrüßen. Gleichzeitig
haben wir gestern im Gemeinderat
aber ebenso klar gesagt: Das
ist kein großer Wurf. Drei Jahre
Bezirkskonvent haben am Ende
nur eine kleinere Anpassung innerhalb
des bestehenden Systems
gebracht! Unser grundlegender
Kritikpunkt bleibt deshalb bestehen:
Graz hat mit 245 Politikern
einfach zu viel! Vergleichbare Städte
wie Linz kommen ganz ohne Bezirksstrukturen
aus. Ja, wir sehen
die Bezirke als wichtige lokale Ankerpunkte,
aber diese sollen Orte
echter Bürgerbeteiligung sein und
keine parteipolitische Spielwiese.
Deshalb haben wir gestern auch
unseren eigenen Reformvorschlag
eingebracht: Direktwahl der Bezirksvorsteher,
Abschaffung der
Bezirksräte und stattdessen halbjährliche
Bürgerversammlungen.
Damit würde die Zahl der Politiker
in Graz von 245 auf 65 sinken. Es
geht dabei nicht in erster Linie ums
Geld, sondern ums Prinzip: weniger
Parteifunktionäre, mehr direkte
Demokratie. Alle Parteien reden
ständig von Bürgerbeteiligung.
Hier wäre die Chance, sie tatsächlich
umzusetzen. Wer diesen Vorschlag
ablehnt, muss den Grazerinnen
und Grazern erklären,
warum ihm 180 Parteifunktionäre
wichtiger sind als echte Mitbestimmung.“
Bürgermeisterin Elke Kahr
verteidigt hingegen das bestehende
System und äußert sich auf Anfrage
wie folgt zu der NEOS-Idee:
„Das Anwohnerparken im Univiertel,
der Innenstadt und bald im
Herz-Jesu-Viertel wäre ohne das
Engagement der Bezirksvertretungen
nicht möglich gewesen. Und
der Einsatz des Bezirksrats in Geidorf
hat entscheidend dazu beigetragen,
dass die biedermeierliche
Häuserzeile in der Zinzendorfgasse
vor Investoreninteressen geschützt
wurde. In St. Leonhard gelingt
es immer wieder, durch kluge
kleine Maßnahmen Parkplätze zu
schaffen. Das ist möglich, wenn
engagierte Bezirksräte ihr Ohr an
der Bevölkerung haben. In dieser
Periode wurden die Möglichkeiten
der Bezirksräte ausgeweitet, weitere
Verbesserungen erfolgen in der
nächsten Periode. Ganz neue Konzepte,
wie die vorgeschlagenen,
können nur durch den Landtag
beschlossen werden.“
Bezirksvorsteher
„Bezirksräte sind oft die erste Anlaufstelle
für die Menschen im
Viertel und leisten damit wichtige
demokratische Arbeit in unserer
Stadt. Ihre Abschaffung würde
daher einen Verlust an Bürgernähe
bedeuten“, so Valentin Gritsch,
GETTY
BV von Jakomini.
Ähnlich sieht das auch Belinda
Walkner, BV von Wetzelsdorf: Sie
kritisiert diesen Vorschlag ebenfalls
und sieht in den Plänen sogar
einen finanziellen Widerspruch:
„Da das Amt für eine Einzelperson
ein zeitaufwendiger Vollzeitjob
wäre, müsste die Position deutlich
besser bezahlt werden“, so Walkner.
Bezirksräte sind ehrenamtlich
tätig und erhalten für ihre Arbeit
nur eine Öffi-Freikarte.
„Ich persönlich halte von einer
Abschaffung der Bezirksräte
gar nichts“, sagt Christian Carli,
BV von Lend. Helmuth Scheuch,
BV von Puntigam ist der gleichen
Meinung: „Ich bin natürlich gegen
die Abschaffung des Bezirksrates,
weil ich glaube, dass das ein Gremium
ist, das wirklich direkt am
Bürger ist.“
Land muss zustimmen
Die Zuständigkeit für strukturelle
Änderungen wie diese liegt beim
Land Steiermark, da alle grundlegenden
Bestimmungen über
den Bezirksrat direkt im Statut der
Landeshauptstadt Graz verankert
sind. Die Stadt Graz kann solche
Regeln also nicht im Alleingang
abändern. Daher muss auch über
die gestern im Gemeinderat beschlossene
Reform letztlich noch
im Landtag abgestimmt werden.
Da die FPÖ im Rathaus als einzige
Fraktion gegen das Paket gestimmt
hat, bleibt abzuwarten,
wie sich die Debatte auf Landesebene
weiterentwickelt.
derGrazer
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Wahlprogramm Grazer KPÖ
PRÄSENTATION. Die KPÖ präsentierte heute im Café Centraal ihr Wahlprogramm. Bürgermeisterin
Elke Kahr setzt auf eine Stadt, die an der Seite der Menschen in Graz steht.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Unter dem Titel „Wir alle
sind Graz“ und dem
„Stadtpark-Hansi“ auf
dem Wahlplakat, wurde das Kommunalprogramm
der Grazer KPÖ
von Bürgermeisterin Elke Kahr,
Stadtrat Robert Krotzer und
Klubobfrau Sahar Mohsenzada
heute im Café Centraal vorgestellt.
Vision
„Wir sind diesen Grundsätzen
verpflichtet und drehen deshalb
unsere Fahne nicht nach dem
Wind. Es gibt keine Bank und keine
anonymen Geldgeber, die uns
vorschreiben können, was wir tun
dürfen und was nicht. Wir wollen
für die Menschen auch im täglichen
Leben greifbar sein“, stellt
Kahr zu Beginn fest.
Wichtig sei der Partei mehr
Grünraum, mehr Sportanlagen
und mehr Freizeitangebote für
jeden. Die Vision ist, dass die Politik
an der Seite der Bevölkerung
steht, angefangen von der Kinderbildung
und -betreuung bis hin
zum Pflegebereich – ganz unabhängig
von der Herkunft oder der
sexuellen Orientierung.
„Wir wollen weiter eine Stadt
entwickeln, die an der Seite der
Menschen steht, denn ein gutes
soziales Netz nützt allen Menschen.
Wir alle wissen: manchmal
kann es schnell gehen: eine
Erkrankung, ein Unfall oder
plötzliche Job- oder Wohnungslosigkeit
und man braucht ein
gutes Auffangnetz. Wir stehen für
eine Stadt in der Solidarität und
Zusammenhalt gelebt wird“ so
KPÖ-Gesundheitsstadtrat Robert
Krotzer.
Klubobfrau Sahar Mohsenzada, Stadtrat Robert Krotzer und Bürgermeisterin
Elke Kahr stellten heute das Wahlprogramm vor. (v. l.)
KPÖ GRAZ
Der Baubeginn der Anschlussstelle soll frühestens 2031 erfolgen.
GETTY
A2 in Hart bei Graz
VERKEHR. Die Absichtserklärung
für den A2-
Anschluss von Hart bei
Graz wurde beschlossen.
Nachdem im November
letzten Jahres die ASFI-
NAG eine Zusage von
Bundesminister Peter Hanke
für den Anschluss von Hart bei
Graz an die A2-Südautobahn
erhalten hatte, wurde gestern
die entsprechende Absichtserklärung
beschlossen. Darin wird
von einer Investition in Höhe
von 21,8 Millionen Euro ausgegangen.
50 Prozent der Kosten
übernimmt die ASFINAG, 25
Prozent das Land Steiermark.
Die restlichen 25 Prozent übernehmen
die Gemeinde Hart bei
Graz gemeinsam mit der Firma
Knapp AG.
„Die geplante Anschlussstelle
Hart bei Graz ist ein wichtiger
Impuls für die Gemeinde und
den Wirtschaftsstandort im Osten
von Graz. Gerade in einer
wirtschaftlich starken und dynamischen
Region braucht es eine
moderne und leistungsfähige
Verkehrsanbindung, damit Betriebe
gute Rahmenbedingungen
für Wachstum, Investitionen
und Arbeitsplätze vorfinden“,
betont Verkehrslandesrätin
Claudia Holzer.
Weitere Schritte
Nach der Unterzeichnung der
Absichtserklärung durch die
Vertragspartner sowie der Finanzierungsfreigabe
durch das
Bundesministerium für Innovation,
Mobilität und Infrastruktur
beabsichtigt die ASFINAG, mit
der Erstellung des Vorprojekts
sowie der Unterlagen für die Umweltverträglichkeitserklärung
fortzufahren. Der Baubeginn des
Projekts wird derzeit frühestens
für das Jahr 2031 angesetzt, da
die notwendigen Verfahren noch
Zeit in Anspruch nehmen werden.
LS
22. MAI 2026 www.grazer.at
graz 5
Jetzt
mitdiskutieren
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Das nächste Fiasko?
Zu weit draußen. Das müsste in
unmittelbarer Nähe zur Straßenbahn
sein oder die Busse
müssen mindestens im 10-15
Minuten Intervall direkt in die
Stadt fahren. Sonst wird es das
nächste Fiasko.
Jörg Miklautz
* * *
Antwort auf Jörg Miklautz
Der Hauptzweck von P&R Anlagen
ist, den motorisierten Individualverkehr
möglichst zu reduzieren.
Je weiter „draußen“, also
je näher an der Wohnadresse die
Anlage liegt, desto kürzer sind
die Wege, die man mit dem Auto
zurücklegen muss. Im Idealfall
liegt er so nahe am Wohnort,
dass man ihn zu Fuß oder mit
dem Radl erreichen kann und
man das Auto gar nicht braucht.
Hans Reiter
* * *
Haltestelle Wetzelsdorf
Wäre ein P+R bei der Endhaltestelle
Wetzelsdorf der Linien 7
und 17 nicht besser? Mir dämmert
da was von Fölling.
Patrick René Pauritsch
* * *
Antwort auf Patrick René
Der Bus müsste im 10 Minutentakt
fahren, dann bringt es was.
Barbara Mugrauer
* * *
Andritz wird vergessen
(Ober-)Andritz geht wieder leer
aus?
Barbara Sowiedu
* * *
Eine mögliche Option
Hmm, der könnte eine Option
sein. Mal sehen ob das was
wird...
Samuel Reicher
* * *
Eine teure Fehlplanung
So etwas hat nur Sinn an einer
Stadtbus- oder Bim-Haltestelle
oder Endhaltestelle.
Wer mit dem Regiobus fährt,
braucht keinen P+R-Parkplatz!
Der fährt mit dem Regiobus eh
bis in die Stadtmitte. Wenn man
Geld versenken will wie in Fölling,
dann plant man das so wie
hier vorgesehen. Ich dachte, die
Stadt Graz (KPÖ + Grüne) hätte
2 Mrd. € Schulden und das Land
(FPÖ + ÖVP) 8 Mrd. € Schulden.
Jetzt schon wieder so eine unsinnige
und teure Fehlplanung!
Hans J. Wilhelmi
_sippovic
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Neue P+R-
Anlage am
Steinberg
In der Hitzendorferstraße
soll eine neue Park-and-
Ride-Anlage errichtet werden.
Rund 150 Stellplätze
soll das gemeinsame Projekt
von Stadt und Land umfassen.
Die Grundstückskosten
betragen rund 900.000 Euro.
Die Stadt Graz beteiligt sich
mit einem Anteil von 25 Prozent
an den Kosten.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
Neue Trends in der HüftchirurgieANZEIGE
Der vordere Zugang setzt neue Maßstäbe. Eine besonders gewebeschonende Operation.
In der modernen Hüftchirurgie
gewinnt ein Verfahren
zunehmend an Bedeutung:
der sogenannte vordere Zugang
bei der Implantation einer
Hüfttotalendoprothese. Diese
minimalinvasive Operationstechnik
gilt als besonders gewebeschonend
und ermöglicht
vielen Patientinnen und Patienten
eine raschere Erholung.
„Dieser moderne schonende
Zugang zum Hüftgelenk, erfolgt
über natürliche Muskellücken,
ohne Muskelgruppen durchtrennen
zu müssen. Im Unterschied
zu klassischen minimalinvasiven
Operationsmethoden
bleibt beim vorderen Zugang,
die wichtige beckenstabilisierende
Muskulatur unversehrt“,
erklärt Doz. Clar. „Diese wird
sonst verdrängt und zumindest
DR. CLAR
gequetscht“, führt Doz. Clar weiter
aus. Die Vorteile zeigen sich
bereits unmittelbar nach der
Operation: Viele Patientinnen
und Patienten berichten über
geringere Schmerzen und können
noch früher mobilisiert werden.
Auch das freie Gehen ohne
Hilfsmitteln ist vielfach rascher
möglich als bei herkömmlichen
Verfahren. Die frühe Wiedererlangung
der Beweglichkeit trägt
wesentlich zu einer verkürzten
Rehabilitationsphase bei.
Auch kosmetisch bietet die moderne
Technik Vorteile: Kleinere
Hautschnitte und eine moderne
Wundversorgung ohne Nähte
oder Klammern führen in der
Regel zu schöneren Narbenbildern.
Der vordere Zugang
steht damit beispielhaft für den
Fortschritt in der modernen Orthopädie:
weniger Gewebebelastung,
schnellere Mobilität
und ein schnellerer Gewinn an
Lebensqualität. „Aber trozdem
gilt- jede Hüfte ist individuell,
deshalb beherrsche ich als
Hüftspezialist sowohl den vorderen
minimalinvasiven Zugang,
als auch alle anderen etablierten
Verfahren der modernen
Hüftchirurgie, um für die PatientInnen
die optimale Behandlung
zu wählen,“ so Doz. Dr. Heimo
Clar. In der Ordination von Doz.
Dr. Clar werden Patientinnen
und Patienten persönlich durch
den gesamten Behandlungsverlauf
begleitet – von der Erstberatung
und Operationsplanung
über den minimalinvasiven Eingriff
bis hin zur Physiotherapie,
Rehabilitation und individuellen
Nachsorge.
Doz. Heimo Clar, Spezialist für
minimalinvasive Operationen
Priv.-Doz. Dr. Heimo Clar
Facharzt für Orthopädie und
orthopädische Chirurgie
Ordination:
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Reitschulgasse 1
8010 Graz
Tel. 0 316/830 312
anmeldung@orthoclar.at
Ambulatorium:
Hans-Sachs-Gasse 1
8010 Graz
Tel. 0 316/811 644
ambulatorium@orthoclar.at
6 graz
www.grazer.at 22. MAI 2026
Neues Separee
eröffnet
Das Vina bietet nun einen eigenen Bereich
für sein Fine-Dining-Menü. Thi Ba und Robert
Nguyen servieren typisches vietnamesisches
Streetfood auf Haubenniveau.
SABINE OMANN (4), PHIL LIHOTZKY
NEU. Das schönste Restaurant der Welt, die älteste Haubenköchin der Welt – Robert
Nguyens Vina bietet viele Superlativen. Nun hat sich der umtriebige Gastronom wieder
etwas neues einfallen lassen: Streetfood auf Haubenniveau.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wer einen Tisch im Vina
reservieren möchte,
ist gut beraten, das einige
Wochen im Voraus zu tun.
Besonders das 2024 gelaunchte
Fine-Dine Gourmet-Menü erfreut
sich großer Beliebtheit. So
groß, das Vina Eigentümer Robert
Nguyen nun beschlossen
hat diesem einen eigenen Raum
zu geben.
Ab ins Separee
Am 28. Mai eröffnet „Vina Fine
Dine“ mit 20 Sitzplätzen seine
Pforten. Geboten wird vietnamesisches
Streetfood auf Haubenniveau.
Mama Thi Ba Nguyen, stolze
85 Jahre und damit die älteste
Haubenköchin der Welt, steht
zwar noch in der Küche, kulinarisch
gibt aber Sohn Robert die
Richtung vor.
„Mir war es wichtig, die traditionelle
vietnamesische Straßenküche
auf die Teller zu holen und
ihr einen neuen, feinen Twist zu
geben“, erklärt Nguyen die Idee
hinter der neuen Fine-Dine-Linie.
Die Gäste erwartet sowohl
ein A-la-Carte-Angebot und ein
Sechs-Gang-Degustationsmenü.
„Man kann einzelne Gänge des
Degustationsmenüs auch gegen
Gänge aus dem A-la-Carte-Angebot
tauschen“, so der Gastronom.
Somit haben die Gäste eine breite
Auswahl an Speisen.
„Die vietnamesische Küche ist
so bunt und vielfältig, hier können
wir das komplette Spektrum
an den Tisch bringen. Ein Besuch
bei uns im ,VINA Fine Dine’
schmeckt wie ein Kurzurlaub in
Vietnam“, so Nguyen. Serviert
wird das Menü von Donnerstag
bis Samstag ab 18 Uhr.
Das Menü
Zum Start erwartet die Gäste
getrockneter Wolfsbarsch mit
hausgemachter Tamarinden-
Fischsauce, scharf frittierte Lotuswurzel
und Faschiertem vom
Schwein im Tia to Blatt. Vor allem
der getrocknete Fisch wird in Vietnam
viel gegessen, da er sehr
günstig zu erhalten ist und somit
auch für eine ärmere Bevölkerungsschicht
leistbar ist.
Als Gruß aus der Küche wird
eine Hommage an Mama Thi Ba
Nguyen serviert: die traditionelle
Pho.
Richtig los mit dem Menü
geht es mit Venusmuscheln in
einem Zitronengras Ingwersüppchen,
gefolgt von einer gedämpften
Reisrolle gefüllt mit
Schweinefleisch. „Traditionell
wird diese mit Wurst serviert, bei
uns kommt Gänseleber dazu“, erklärt
der Gastronom.
Spannend wird es im Anschluss:
serviert wird eine Wellhornschnecke.
Zwar steckt
Schnecke im Namen, das Produkt
stammt aber aus dem Nordatlantik
und erinnert eher an eine
Meeresfrucht. Serviert wird das
Gericht mit einer sensationellen
Sate-Sauce. Kindheitserinnerungen
lässt Robert Nguyen mit einer
gegrillten Aubergine auf Krabbenchips
wieder aufleben. Als
Hauptgang gibt es fein marinierte
Schweinerippchen mit Bruchreis,
der früher ein typisches Arme-Leute-Essen
war, und Ei.
Den krönenden Abschluss bildet
der vietnamesische Eierkaffee,
der mit Eigelb, Zucker und
Kondensmilch serviert wird.
Begleitet wird das Menü von einer
Auswahl an hervorragenden
Weinen und Champagner.
Pho, eine Hommage an die Mama
Wellhornschnecke mit Sate-Sauce
Typischer vietnamesischer Eierkaffee
Bruch-
Reis mit
Rippchen
22. MAI 2026 www.grazer.at
graz 7
Kunst trifft Digitalisierung
BUSINESSKUNST. Das IT-Unternehmen ACP hat zu einem ganz besonderen Abend an seinen Standort
in Graz geladen. Das Unternehmen wurde im Rahmen einer Vernissage zur Bühne für Urban Art.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Rund 170 Gäste folgten der
Einladung von ACP-Süd-
Geschäftsführer Hubertus
Seeberger in das neue ACP Bürogebäude
in der Herrgottwiesgasse.
Die Räumlichkeiten verwandelten
sich an diesem Abend in einen außergewöhnlichen
Schauplatz zeitgenössischer
Kunst. Das Künstlerduo
Stefan Temmel alias „stebo“
und Bildhauer Christian Gollob
präsentierte neue Werke aus Urban
Art, Pop Art, Street Art sowie
Skulpturen aus Stein, Bronze und
Edelstahl. Musikalisch begleitet
wurde der Abend von DJ Graszias.
Kunstvoll
„Mit unserem neuen Standort
wollten wir bewusst mehr schaffen
als ein klassisches Büroge-
bäude. Das Gebäude soll ein Ort
für Innovation, Begegnung und
Inspiration sein – und genau das
wurde bei dieser Vernissage eindrucksvoll
sichtbar“, Seeberger.
Besonders bemerkenswert:
stebo und Christian Gollob
zeichnen auch für den gesamten
künstlerischen Auftritt des
ACP-Standorts verantwortlich –
von der Fassadengestaltung bis
hin zu den Skulpturen im Innenbereich.
Damit wird Kunst integraler
Bestandteil eines Gebäudes,
das Technologie, moderne
Arbeitswelten und Kreativität
miteinander verbindet. Die Veranstaltung
zeigte eindrucksvoll,
dass Digitalisierung und Kunst
keine Gegensätze sein müssen
– sondern gemeinsam Räume
schaffen können, die Kreativität,
Austausch und neue Perspektiven
fördern.
Stefan Temmel alias „stebo“ eröfnet gemeinsam mit Hubertus Seeberger
die Vernissage „Urban Forms“ im ACP Standort in Graz.
ACP
8 graz
www.grazer.at 22. MAI 2026
Trotz Ausfalls ist Sieg Pflicht
HANDBALL. Das erste von drei „Endspielen“ in der Abstiegsrunde der HLA Meisterliga wartet am
Samstag auf die HSG Graz. In einer anderen Heimstätte und ohne den verletzten Matej Galina.
Für Matej Galina (rechts) ist die Saison nach einer schweren Knieverletzung
zu Ende. Der rechte Aufbau der HSG Graz muss operiert werden.
GEPA
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Nicht daheim und doch
zu Hause empfängt die
HSG Graz am Samstag in
der Abstiegsrunde Hollabrunn.
Weil im Sportpark die Badminton
Austrian Open stattfinden,
müssen Nemanja Belos und
Co. nach Eggenberg in die AS-
KÖ-Halle ausweichen – in die
alte Heimat des Vereins also.
Eine schlechte Nachricht gibt
es für die Grazer aber bereits,
bevor die Partie gegen die Niederösterreicher
am Samstag um
19 Uhr angepfiffen wird: Matej
Galina hat sich im Spiel gegen
Schwaz schwer am Knie verletzt,
muss operiert werden und
fällt für den Rest der Saison aus.
Auch ohne den rechten Aufbau
muss die HSG gegen Holla-
brunn aber einen Sieg einfahren,
liegt man in der Tabelle der Abstiegsrunde
doch einen Punkte
hinter dem Gegner und Bregenz
an der letzten Stelle.
Im Hinspiel musste sich die
Mannschaft von Neo-Trainer
Risto Arnaudovski mit zwei
Toren Differenz geschlagen geben.
„Uns erwartet ein enorm
wichtiges Heimspiel“, sagt Matic
Kotar ohne Umschweife. „Wir
müssen punkten, um den letzten
Tabellenplatz zu verlassen und
uns eine gute Ausgangsposition
für die letzten beiden Partien
zu schaffen.“ Hollabrunn sieht
Kotar gut in Form. „Daher rechnen
wir mit einem schwierigen
Match.“
Nach diesem Match wartet im
Kampf um den Klassenerhalt
noch das Spiel in Schwaz um
zum Abschluss Bregenz in Graz.
Zweite Chance
für Amy
Grazer
Pfoten
Amy braucht einen geregelten Tagesablauf.
Amy kam aus schlechter
Haltung und hatte bei ihrer
Ankunft in der Arche Noah
Kratzer, Schnitte und offene
Wunden. Schritt für Schritt
kämpfte sie sich zurück ins
Leben und ist heute eine gut
genährte Hündin mit viel Lebensfreude.
Im Auslauf tobt sie
gerne umher. Nun wünscht sie
sich ein rasseerfahrenes Zuhause.
- 10 Jahre
- weiblich
- nur ältere Kinder
- mag keine anderen Hunde
Kontakt: Arche Noah
www.aktivertierschutz.at
Tel. 0676 84 24 17 437
ARCHE NOAH
Das Landesfinale der Safety Tour fand dieses Jahr am Schlossberg statt. Die
15 Siegerklassen wurden von zahlreichen Zuschauern angefeuert. STADT GRAZ/FISCHER
Finale der Safety Tour
■ Zum ersten Mal fand heuer
das Landesfinale der „Safety
Tour“ in Graz am Schlossberg
statt. Insgesamt 15 Bezirkssiegerklassen
aus der gesamten
Steiermarkt traten gegeneinander
an und stellten in unterschiedlichen
Bewerben ihr
Können zu Sicherheit und Geschicklichkeit
unter Beweis,
wobei sogar einige Rekorde gebrochen
wurden. Auch zahlreiche
Einsatz- und Sicherheitsorganisationen
präsentierten ihre
Arbeit vor Ort, darunter das
Rote Kreuz, die Bergrettung,
die Holding Graz, die städtische
Ordnungswache sowie
das Grazer Umweltamt. Auch
das Rahmenprogramm bot mit
einer Trial-Show, einer Vorführung
der Rettungshundebrigade
und einer Höhenrettung der
Berufsfeuerwehr Graz spannende
Einblicke in die Arbeit
der Einsatzkräfte. Als Sieger
wurde dieses Jahr die Volksschule
Frauenberg gekührt.
22. MAI 2026 www.grazer.at
graz 9
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Neunjähriger
schwer verletzt
■ Im Bezirk Eggenberg ereignete
sich am Donnerstagnachmittag
ein Zusammenstoß zwischen
einem Pkw und einem
neunjährigen Kind, das mit
einem Scooter unterwegs war.
Kurz vor 18:00 Uhr lenkte ein
37-Jähriger seinen Pkw auf der
Einbahnstraße Rochelgasse
von Osten kommend in Richtung
Westen. Zur selben Zeit
befand sich der Neunjährige
mit seinem Scooter auf dem
Gehsteig der Rochelgasse und
war Richtung Osten unterwegs.
Laut Aussagen von Zeugen
und der Aussage des Fahrzeuglenkers
dürfte sich das Kind
kurz vor dem Pkw aus bislang
unbekannter Ursache auf die
Fahrbahn begeben haben. Der
Pkw-Lenker gab an, nicht mehr
rechtzeitig bremsen bzw. ausweichen
haben zu können. In
der Folge kam es zu einem Zusammenstoß,
bei dem der Neunjährige
schwer verletzt wurde. Er
wurde vom Roten Kreuz in die
Kinderklinik gebracht.
Menschenrettung
in der Lurgrotte
■ Die Feuerwehr Peggau wur-
de am Donnerstagnachmittag
zu einer Menschenrettung nach
einem medizinischen Notfall in
die Lurgrotte Peggau alarmiert.
Die betroffene Person wurde
gemeinsam mit den Einsatzkräften
mittels Schleifkorbtrage und
Tragetuch über eine Strecke von
rund einem Kilometer aus der
Höhle getragen und anschließend
dem Rettungsdienst übergeben.
Bei dem Einsatz waren
10 Einsatzkräfte sowie das Rote
Kreuz beteiligt.
In Eggenberg
kam es zu einem
Zusammenstoß
mit einem Pkw-
Lenker und einem
neunjährigem
Buben. Er wurde
in die Kinderklinik
gebracht.
GETTY
Rehkitzrettung in
Schirning und Stiwoll
■ Freitagfrüh ging es bereits um
04:15 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr
Stiwoll nach Eisbach-Rein
zu einem Einsatz, wo ein Kalb
entlaufen war. Leider konnte der
Einsatz nicht positiv abgeschlossen
werden. Anschließend ging
es weiter zur Rehkitzrettung nach
Schirning und Stiwoll, wo Rehkitze
gerettet werden konnten. Es
waren auch Jäger beteiligt.
So, 21. Juni 2026
ab 9.00 Uhr
Vizedirektor Thomas Ferk, Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler
und Vizedirektorin Petra Prattes (v.l.) präsentierten den Bericht. CARITAS / STREIF
Wirkungsbericht 2025
■ Heute wurde der Wirkungsbericht
der Caritas Steiermark
für das Jahr 2025 veröffentlicht.
Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler
betont angesichts
der aktuellen Herausforderungen:
„Auch wenn es enger wird:
Wir bleiben bei den Menschen
in Not.“ Aufgrund der Teuerungen,
ausbleibender Valorisierung
öffentlicher Beiträge und
Förderkürzungen musste die
Caritas Stellen reduzieren und
Angebote einschränken. „Wir
verstehen, dass gespart werden
muss. Das darf aber nicht
zu Lasten derer gehen, die es
ohnehin schon schwer haben“,
so Tödtling-Musenbichler.
2.524 Mitarbeiter und 2.267
Ehrenamtliche stehen derzeit
im Dienst der Organisation.
Das Gesamtvolumen der Hilfsorganisationen
belief sich im
Jahr 2025 auf 137,2 Millionen
Euro – im Vergleich zu 142,7
Millionen Euro im Vorjahr. Der
gesamte Bericht ist unter www.
caritas-wiewirwirken.at/2025
abrufbar.
Fotos: Werner Krug, Richard Mayr
Sa, 20. Juni
KONZERT DER
WALZERPERLEN
am Hauptplatz
Medienpartner
Biedermeierfest.at
TIPP:
ZUM FEST MIT
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GRAZ
Wenn Geschichte
lebendig wird ...
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Streetfood, Live-Musik, Hüpfburg und Co: In der Zinzendorfgasse geht am
morgigen Samstag wieder ein buntes Straßenfest über die Bühne. ZINZENGRINSEN
graz
10 www.grazer.at 22. MAI 2026
Ausblick
Was am Samstag
in Graz wichtig ist
■ Am morgigen Samstag gibt es bei einem der beliebtesten Grazer
Straßenfeste fast schon sommerliches Wetter: Das Zinzengrinsen findet
von 14 bis 22 Uhr statt. In der Zinzendorfgasse warten Live-Musik,
Kinderprogramm, Workshops und natürlich jede Menge Kulinarik.
■ Die Innenstadt verwandelt sich wieder in ein Footvolley-Zentrum.
Morgen findet am Freiheitsplatz der Roundnet Beach Cup statt. Die
vier besten Teams qualifizieren sich für die Finalspiele, die Anfang Juni
im Rahmen der Herren League of Champions ausgetragen werden.
■ Treffpunkt für hochwertige Tuning-Kultur und automobile Leidenschaft:
Das Parkhaus A des Citypark verwandelt sich in eine exklusive
Plattform für Automobilbegeisterte.
■ Aufgrund einer Demo kommt es am Nachmittag zu Verkehrsbehinderungen.
Diese beginnt um 15 Uhr in der Franz-Graf-Allee und
führt dann über den Opernring und die Herrengasse bzw. Sackstraße
zum Schloßbergplatz. Die Straßenbahnlinien 1, 4 und 7 werden über
den Andreas-Hofer-Platz umgeleitet. Für 3er und 5er fährt ein Schienenersatz.
Die Buslinie 30 wird über den Glacis geführt.
■ Der Club Wakuum wird zum Treffpunkt für alle Fans von handgemachter
Rockmusik, Alternative und außergewöhnlichen Live-
Sounds. Ab 20 Uhr gibt‘s einen intensiven Konzertabend mit Otto
Pesante, Smörebröht und Container of Fools.
■ Im Music House feiert Mace aus Salzburg zehn Jahre „Schubladendenken“.
Beginn ist um 21. 30 Uhr.
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