2026_Vital_Plus_Frühjahr
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AUSGABE MAI 2026
Vital Plus
MAGAZIN FÜRGESUNDHEIT UNDWELLNESS
Lecker!
Eisteemit
Floating-
Effekt
Aufdie Abwehr
kommt es an
Daskörpereigene Immunsystemist derwichtigste
Partner,wenn es um unsereGesundheit
geht. Seite12
GESUNDHEIT
Was kann einem helfen,
wenn die Lebensfreude
fehlt? Seite 6
FITNESS
Die Arbeit im Garten
hält Körper und
Seele fit. Seite 10
KÖRPERBILD
Der Weg zum
Wunschgewicht ohne
JoJo-Effekt Seite 8
Corporate
Publishing
aus einer
Hand
Alles aus
einer Hand
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EDITORIAL 3
Inhalt
Editorial
Psychologie
Mentale
Gesundheit
Im Frühling, wenn dasLeben wieder blüht,
regt sich bei vielen Menschen dieLustauf
eineninneren Neustart. Seite4
So unterstützt man
das Immunsystem
Seite12
05 Eistee mitEffekt
Wiewäreesmit einem
fruchtigen Teemit Spezialeffekt?
06 Lebensfreude
tanken fürlau
Tipps, um wieder mehr
Licht in den Alltagzubringen
08 Mitdem Körperbild
im Reinen
So gelingt dasAbnehmen
ohne JoJo-Effekt.
10 Gartenarbeit
hältmichfit
Studien zeigen, wiegut
dieArbeitimGartenfür
Körper undSeele ist.
Wenn die
Pollenfliegen
Wiekann mantrotz fieserAllergie die
Naturgenießen? Seite 14
Da liegt
wasinder Luft
„Frühling lässt sein blaues
Band wieder flattern durch
dieLüfte.Süße,wohlbekannte
Düfte streifen ahnungsvoll
das Land. Veilchen träumen
schon, wollenbalde kommen.
Horch, von fern ein leiser
Harfenton! Frühling, ja du
bist‘s! Dich hab ich vernommen!“
Schon dem schwäbischen Lyriker
Eduard Mörike (1804 -
1875) ging eswie vielen von
uns: Endlich hat der Winter
ein Ende und der Frühling
kehrt mit Farben, Wärme und
diesem unverwechselbaren
Duft zurück. Verbunden mit
dieser Jahreszeit istjaimmer
eine gewisseAufbruchsstimmung.
Dieeinen wollen fitter
werden, anderen –auch mental
–ausmisten und wieder
andere juckt esinden Fingern,
wenn sie in ihren Garten
Blicken.
In dieser Ausgabe unseres Vital-Plus
Magazins haben wir
für Sie, liebe Leserinnen und
Leser, wieder zahlreiche Gesundheits-
und Fitnessthemen
unter die Lupe genommen.
Von der positiven Wirkung
der Gartenarbeit, über
mentale Gesundheit, ausgewogene
Ernährung bis hin zu
Hilfe bei Allergien.
Ichwünsche Ihnen viel Freude
beim Lesen!
Anne Schur
Vital-Plus-Redaktion
Impressum
Verlag&Herausgeber
SÜDWEST PRESSE
Hohenlohe GmbH &Co. KG
Haalstraße 5+7
74523SchwäbischHall
Anzeigen
Vera Epple (verantw.),
Ingo Bölz,Martin Haas,
Afsoon Kamrani,Kai Müller,
MartinNaterski,
SebastianNutsch,
Julia WinterfeldtWeiß
Redaktion
Tobias Lehmann (verantw.),
Anne Schur,
AndreasBrücken, dpa
Gestaltung
EvaMariaSchmeiser,
Natalia Stawiszynska,
mediaservice ulm
Fotos
Shutterstock, Adobe Stock,
SWP-Archiv, SVH
Datenschutz
DenDatenschutzbeauftragten
erreichen Sieunter:
datenschutz@swp.de
Druck
NPG DruckhausUlm GmbH
&Co. KG
Siemensstraße 10,
89079Ulm-Donautal
4
PSYCHOLOGIE
Tief durchatmen, zur Ruhe
kommen und innere
Einkehr halten
Foto: Maridav/Adobe Stock
Frühjahresputz
fürKörperund Geist
MentaleGesundheit Wenn dieerstenKnospensprießenund derWintermantelimSchrank
verschwindet, regt sich beivielendie Lust auf eineninneren Neustart. VonAndreas Brücken
Der Frühling ist die
ideale Zeit für einen
kleinen oder
großen Frühjahrsputz
–nicht nur in der Wohnung,
sondern auch für Körper
und Geist. Denn Hand
aufs Herz: Über die dunklen,
kalten Monate sammeln sich
bei vielen von uns nicht nur
Staubflockenunter demSofa,
sondern auch Müdigkeit,
Trägheit und so manche
schlechte Gewohnheit an.
Mehr Süßes, weniger Bewegung,
spätes Einschlafen, zu
viel Bildschirmzeit und zu
wenig Zeit für sich selbst –
das alles hinterlässt Spuren.
Umso schöner ist es, wenn
derFrühling mitseinem Aufbruch
einlädt, Ballast abzuwerfen
und neue Energie zu
tanken.
Aufden Körper hören
Ein guter Startpunkt ist der
Körper.Erfreut sich jetzt besonders
über Bewegung an
der frischen Luft. Schon ein
täglicher Spaziergang kann
Wunder wirken: Das Tageslichthebtdie
Stimmung, regt
die Vitamin-D-Produktion an
und hilft dem Körper, seinen
Rhythmus wiederzufinden.
Wermag, steigert das Ganze
mit Radfahren, Joggen, Walkenodereiner
RundeYogaim
Park. Wichtig ist nicht die
sportliche Höchstleistung,
sondern die Regelmäßigkeit.
Der Körper liebt es, wenn er
wieder in Schwung kommt –
sanft, aber konsequent.
Auch die Ernährung darf
jetzt leichter werden. Statt
schwerer Wintergerichte sehnensichviele
Menschen nach
frischen Farben auf dem Teller:
knackiger Salat, Kräuter,
Gemüse, Obst und ausreichend
Wasser. Wer seinem
Körper etwas Gutes tun
möchte, setzt auf saisonale
Produkte wie Radieschen,
Spinat, Spargel oder Kräuter
derSaison.Und ganz ehrlich:
Ein bunter Teller machtnicht
nur fitter, sondern oft auch
einfach bessere Laune. Das
Auge isst schließlich mit.
Einfach mal
in sich hineinhören
Doch Frühjahrsputz bedeutet
mehr als Bewegung und gesunde
Küche. Mindestens
ebenso wichtig ist das Aufräumen
imKopf. Gerade wer
im Alltag ständig erreichbar
ist, zwischen Terminen,
PSYCHOLOGIE 5
FOTO: JAN RICKERS/TEEVERBAND.DE/DPA-MAG
Eistee mit
Floating Effekt
Zutaten für 1 Glas
à 400 ml:
2 Teebeutel oder
4 g loser Schwarztee
150 g Wasser
2 Stiele Thymian
1/2 Pfirsich, in Stücke
geschnitten
3 Kugeln Cantaloupe-
Melone à 2 cm
1 Kugel Vanille-Eiscreme
Mineralwasser mit Kohlensäure
zum Auffüllen
3Sobald der Tee
durchgekühlt ist in
ein Glas gießen, die
Pfirsich- und Melonenstücke
dazugeben.
4Eine Kugel Vanilleeis
vorsichtig in das Glas
gleiten lassen. Mit
Mineralwasser auffüllen.
Achtung, vorsichtig gießen –
es bildet sich ein cremiger
Schaum!
Nachrichten und Verpflichtungen
jongliert, spürt irgendwann
das Gefühl innerer
Unordnung. Dann hilft
es, bewusst Tempo herauszunehmen.
Vielleicht mit
festen Zeiten ohne Handy,
vielleichtmit einemSpaziergang
ohne Kopfhörer oder
mit ein paar Minuten Stille
am Morgen. Werden Geist
entlastet, schafft Platz für
Klarheit und Gelassenheit.
Hat Altbewährtes
noch Bestand?
Eine bewährte Methode ist
es, alte Gedankenmuster zu
prüfen: Muss wirklich alles
perfekt sein?Mussich immer
funktionieren? Darf ichauch
einfach mal nur sein?Gerade
der Frühling ist eine gute Gelegenheit,
sich von überholten
Ansprüchen zu verabschieden.
So wieman im KellerDingeaussortiert,
die man
seit Jahren nicht mehr
braucht, darf auch im Kopf
Platz geschaffenwerden –für
Leichtigkeit, neue Ideen und
etwas mehr Selbstfürsorge.
Hilfreich kann außerdem ein
kleines Ritual sein: eine Liste
mitDingen,die guttun. Mehr
schlafen,öfter lachen, wieder
lesen, weniger jammern,
mehr trinken,sich mit netten
Menschen treffen, öfter Nein
sagen. Klingt simpel? Ist es
auch. Und genau darin liegt
dieKraft.Gesundheit beginnt
oft nicht mit großen Veränderungen,
sondern mit kleinen,
freundlichen Entscheidungen
im Alltag.
(optional)
Schlagsahne
Keks-/Waffel-/
Kuchenstücke
Lemon Curd
Pfirsich- oder Melonenstücke
Zubereitung:
1Den Tee und die Thymianstiele
in ein hitzebeständiges
Gefäß geben
und mit 100 Grad heißem
Wasser übergießen.
215 Minuten ziehen
lassen, dann Teebeutel
beziehungsweise
die losen Bestandteile der
Teeblätter sowie die Thymianstiele
entfernen, abkühlen
und anschließend im Kühlschrank
2 Stunden durchkühlen
lassen.
Topping
1Wer möchte, kann den
Tea Float nun noch mit
Toppings versehen.
2Dazu das Glas mit etwas
Schlagsahne dekorieren
und darauf
einige kleine Keks-/Waffeloder
Kuchenstücke verteilen.
31 EL Lemon Curd
(steht in gut sortierten
Supermärkten im
Marmeladen-Regal) mit etwas
Wasser zu einer Soße
cremig rühren und über die
Sahne geben.
4Sind noch ein paar
Pfirsich- oder Melonenstücke
übrig,
kann man diese noch als
Deko auf die Sahne legen.
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6
GESUNDHEIT
Lebensfreude
tanken
istnicht teuer
Alltag DasLeben hält nichtimmernur Sonnenstunden bereit.
Doch waskannhelfen, wenn am Horizont dunkleWolkenaufziehen? VonAndreas Brücken
Wer kennt das
nicht, die erdrückenden
Sorgen, oder
die schlechten Gedanken
und belastendenGespräche,
die uns über den Alltag
hinaus fesseln, bis in die
Nacht begleiten und uns
dort nicht zur Ruhe kommen
lassen. Am nächsten
Tag fehlt der wichtige
Schlaf, um fit zu sein, für die
neuen Herausforderungen
des Tages. Stattdessen machen
sich Müdigkeit und
schlechte Konzentration
breit –das fördert neue Probleme
und der Teufelskreis
schließtsichaufsNeue. Um
dieSpirale in dieinnereUnzufriedenheit
zu unterbrechen,
gibt es jedoch einfache
Wege zur eigenen Kraftquelle:
Die Nachtruhe sollte
einem geordneten 1.Schlafen:
Ritual folgen. Die Anzeichen
von abendlicher Müdigkeit
müssen ernst genommen
werden unddürfen
nicht durch zwanghaften
Blick auf einen Bildschirm
unterdrückt werden. Egal,
wie spannend der Krimi
oder das Onlinespiel
scheint:Der Körper fordert
seine Ruhe,die er sich dann
auch verdient hat.
2.Natur:
Ein paar Schritte
an der frischen
Luft, imWald oder auf der
Wiese, machen den Kopf
frei. Der Spaziergang sollte
eine Auszeit vonLeistungsdruck
und Stress sei. Bäume,
Blumen und Gewässer
bieten dafür die ideale Kulisse.
Die Natur wirkt auf
uns ohne den Drang, etwas
zu verändern, zu optimieren
oder zu verbessern. Wer
hier ohne Erwartung nach
dem ultimativen Erlebnis
loszieht, kommt zur Ruhe
und kann sich selbst finden.
„Du bist, was du
3.Ernährung:
isst“, das wussten
schon unsereEltern–und sie
hatten recht. Essen undTrinken
sind der Input für unseren
Körper. Frisches Obst
und Gemüse halten gesund
und fit. Wer ausgewogene
und regelmäßigeMahlzeiten
zu sich nimmt, erlebt keinen
Verzicht, sondern Wohlbefinden.
Denn übermäßige Zufuhr
von Alkohol, Fett oder
künstlichen Aromen belasten
den Organismus. Gut Essen
bedeutet auch, sich Zeit zu
nehmen und jeden Bissenbewusst
zugenießen.
Unsere Umgebung
4.Beziehungen:
ist wie ein Spiegel
unserer selbst.Wer unzufrieden,
schlecht gelaunt oder
gar aggressiv auf seine Mitmenschen
zugeht, wird meistens
ähnlicheReaktionenzurückerhalten.
Anerkennende
Worte, Dankbarkeit oder einfach
ein Lächeln sorgen für
Entspannung –selbst in Konfliktsituationen.
Wer seine
Aufmerksamkeit auf positive
Dinge legt, wird positive Erfahrungen
machen. Das Gleiche
gilt auch für Gegenteiliges.
Nachrichten sind
5.Medien:
in unserer heutigenZeitimmergegenwärtig.
Ob eine kurze Botschaft auf
dem Handy, eine neue Mail
oder die Neuigkeiten imRadio
oder Fernseher,die Informationsflut
droht uns oft zu
überfordern. Wer sich die
Freiheit nimmt, fürseinetägliche
Auszeitwirklich offline
zu sein, wird erfahren, dass
die Welt deswegen nicht
untergeht. Zeit imHier und
Jetzt ist zum Luxus geworden.
Umso wertvoller ist die
„Quality Time“ mit dem Fokus
auf schöne Momente,
statt negativer Bilder geworden.
GRAFIK: PERFECT VECTOR/ADOBE STOCK
8
KÖRPERBILD
Ob man sich im Spiegel schön
findet, hat nicht nur mit dem
Gewicht zu tun, sondern auch
viel mit Selbstwahrnehmung
und Selbstbewusstsein.
Abnehmen
ohne JoJo-
Effekt
Wohlfühlen Crashdiäten bringenoft nicht
den gewünschtenEffekt, sondern bewirken
meistdas Gegenteil. VonAndreas Brücken
Herzhaft, süß oder
herb, obfrisches
Obst, saftiges
Fleisch oder leckere
Süßigkeiten –Lebensmittel,die
für unswie selbstverständlich
verfügbar sind.
Zu jeder Jahreszeit, in fast jeder
Menge und mit wenig
Aufwand zu bekommen. Paradiesische
Zustände wie im
Schlaraffenlandalso, vondenen
unsereVorfahren oftnur
träumen durften. Nur wenige
Generationen voruns war
der Speiseplan eintönig, im
Winter meist mangelhaft und
selten üppig. Die Fähigkeit
des Körpers, Fette und Kohlenhydrate
einzuspeichern,
wenn sie zur Verfügung standen,
warfür schlechte Zeiten
überlebenswichtig. Zentrales
Speicherorganfür Kohlenhydrate
inForm ist die Leber.
Überschüssige Energie wird
in Fettreserven umgewandelt
und hauptsächlich im Unterhautfettgewebe
sowie im
Bauchraum gespeichert. Die
Verlockungen von All-youcan-eat-Buffets,
Fastfood
Restaurants und zwischendurch
Snacks sorgen dafür,
dass die körpereigenen Speicher
gut gefüllt sind, nicht
selten zu viel: Nach aktuellen
Erhebungen sindrund 60 bis
67 Prozent der Erwachsenen
in Deutschland übergewichtig.
Selbst bei Kindern liegt
der Anteil bei 15 Prozent.
Kein Wunder also, dass Magazine
voller Diätensindund
im Internet unzählige Videos
zum Abnehmen zu sehen
sind.Überschattetwerdenall
dieseVorhabenvom gefürchteten„Jo-jo-Effekt“.Gemeint
damit ist die schnelle Gewichtszunahme
nach einer
Diät, die oft sogar über das
Ausgangsgewichtgeht. Ursache
ist meist ein zu starkes
Kaloriendefizit, dasden Stoffwechsel
auf „Sparflamme“
stellt und Muskeln abbaut.
Nach derDiätführennormale
Essgewohnheiten zum
Überschuss.
KÖRPERBILD 9
FOTO: DRAZEN/ADOBE STOCK
Das lässt sich weitestgehend
vermeiden, wenn Gewichtsverlust
nachhaltig und physiologisch
erfolgt. Wichtige
Prinzipien:
und realistisch
reduzieren:
1.Langsam
Ziel ist kein schneller
Gewichtsverlust, sondern
0,5–1 kgpro Woche bzw. ein
moderates Kaloriendefizit.
Zu starke Einschnitte führen
zu Muskelabbau,reduziertem
Grundumsatz und starkem
Heißhunger.
essen:
Eine erhöhte Eiweißzufuhr
schützt 2.Proteinreich
die Muskulatur, erhöht das
Sättigungsgefühlund stabilisiert
den Stoffwechsel. Bevorzugen:
mageres Fleisch,
Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte,
Nüsse.
integrieren: Muskelmasse
erhöht 3.Krafttraining
den Grundumsatz. Zwei- bis
dreimal pro Woche Kraftübungen
helfen, Fett statt
Muskeln zu verlieren.
gene Ernährung
4.Flexible,ausgewo-
stattVerbote:
Langfristig erfolgreicher
sind Ernährungsweisen, die
Lieblingsspeisen in Maßen
zulassen, statt rigider Verbote,
die zu Rückfällen führen.
Rückkehr
zurErhaltungsenergie:
Nach der Ab-
5.Langsame
nahme nichtplötzlichwieder
„normal“ essen. Kalorienzufuhr
schrittweise erhöhen
unddas Gewichtengmaschig
beobachten, umschnell gegenzusteuern.
Bewegung:
6.Regelmäßige
Neben Training ist
Alltagsaktivität (Spazierengehen,
Treppensteigen)
wichtig für den Kalorienverbrauch
und das Wohlbefinden.
und Stressmanagement:
Schlafmangel
und chroni-
7.Schlaf
scher Stress fördern Hungergefühle
und Fettanlagerung.
Gute Schlafhygiene und Entspannungstechnikenreduzieren
Rückfallrisiken.
ändern,
nicht nur Diät:
8.Verhalten
Achtsames Essen,
Mahlzeiten planen, emotionale
Auslöser kennen undAlternativen
zum Essen entwickeln.
Begleitung:
9.Professionelle
Ernährungsberatung
oder medizinische Unterstützung
helfengeradebei
Vorerkrankungen oder starkem
Übergewicht.
10
FITNESS
Gartenarbeit ist nicht nur
was für Erwachsene. Auch
die Kids können dabei sein
und so viel über die Natur
lernen.
Foto: tunedin/Adobe Stock
So viele Kalorien
verbrennen wirim
Garten proStunde:
Rasenmähen (mit elektrischemMäher):
300 bis400 kcal
Rasenmähen (mit Handrasenmäher):
400bis 500kcal
Graben oder Umgraben:
biszu600 kcal
Laub harken:
250 bis300 kcal
Heckeschneiden:
200 bis300 kcal
Pflanzen zupfen/ernten:
150 bis200 kcal
Quelle: AOK/ Zentrum für Gesundheit
durch Sport undBewegung
an der Deutschen
Sporthochschule Köln
Natur Wersichregelmäßig um seinen Garten kümmert,hältnicht
nur das Unkraut in Schach, sondern tutauch seiner Gesundheit
etwasGutes. VonAnne Schur
Unkraut jäten, Rasen
mähen, Pflanzen
von Anach B
tragen: Im Frühling
geht es im Garten wieder
rund. Und mal ehrlich: Uns
Mein Garten
hält mich fit
passionierte Hobbygärtner
juckt es doch schon ewig in
den Fingern. Wer gerne im
Garten werkelt weiß: In den
Wintermonaten fehlt einem
etwas–die Bewegung, die frische
Luft, der Muskelkater
und der Duft der Pflanzen.
Doch bildet man sich das nur
ein oder ist Gartenarbeit tatsächlich
eine Wohltat?
Eindeutige Studienlage
Ja, mit den Effekten der Gartenarbeit
haben sich auch
Forschende auseinandergesetzt.
Zum Beispiel von der
„AmericanPsychological Association“.
Laut deren Studienergebnissen
führt Gartenarbeit
zu einer Reduktionvon
Stress und steigert unser allgemeines
Wohlbefinden. Die
Expertinnen und Experten
des „Journal ofHealth Psychology“
stützen diese These
und weißen darauf hin,
dass die Arbeit nicht nur das
Risiko fürHerz-Kreislauf-Erkrankungen
senkt, sondern
auch das Immunsystem
stärkt. Zudem sorgt der Aufenthalt
im Garten für den
Rückgang von Entzündungsprozessen,
die vielleicht gerade
im Körper ablaufen.
EinMuskelspielan
derfrischen Luft
Beim Mähen,Graben, Umstechen
oder Schneiden kommenzahlreicheMuskelgruppen
zum Einsatz, die im Alltag
oft ihre Ruhe haben. Besonders
viel leisten die
Arm- und Schultermuskulatur,
die Rückenmuskulatur
oder die Muskeln in den
Oberschenkeln. Auch den
Händen wird einiges abverlangt.KeinWunder
also, dass
mannacheinem TagimGarten
seinen ganzen Körper
spürt -und oftnoch Tage danach.
Dasbedeutetaber auch:
Bitte nicht übertreiben! Besondersnachder
Winterpau-
FITNESS
11
se nicht. Denn der Körper
muss sich erst wieder langsamandie
Belastung gewöhnen.
Eine Wohltatfür dieSeele
Doch nicht nur der Körper
profitiert von der Arbeit im
Grünen, sondern auch unsere
Psyche. Auch indiesem
Bereich gibt esStudien, die
zeigen, die Zeit inder Natur
sich positiv auf den Schlaf
auswirkt und ein Baustein bei
der Behandlung von Angststörungen
oderDepressionen
sein kann. Es gibt sogar Studien,die
zeigen, dassdie Gewaltbereitschaft
sinkt, wenn
Menschen mehr Zugang zu
Parks, Gärten oder Grünflächen
haben. Die Gründe für
den positiven Effekt auf die
Psyche sind vielfältig. Die
einfachen und wiederkehrenden
Arbeiten, zum Beispiel
ein Jäten von Unkraut, beruhigen
und helfen uns dabei,
uns auf das Wesentliche zu
fokussieren. Auch bekommt
man das Gefühl, etwas Sinnvolles
undZukunftsgerichtetes
zutun: Wer im Frühling
Tomaten sät, kann später im
Jahr ernten. Wesentlich ist
auch der Kontakt zur Natur:
Der Duft und die Bewegung
der Pflanzen, die Beobachtung
derJahreszeitenund die
Freude, wenn alles
Nun hat ja nicht jeder einen
eignen Garten. Doch
auch auf dem Balkon lässt
sich ein kleines Gartenparadiesschaffen.Auchgibtesin
den letzten Jahren immer
mehrGartenprojekteinForm
von Community- oder Stadtgärten,
bei denen man sich
einbringen kann. Oder auch
denguten altenSchrebergarten.
Jeder SpatenstichbringtzahlreicheMuskeln in Gang.
Foto:Kzenon/AdobeStock
Schweben.Abschalten. Wohlfühlen.
Schwerelos im FränkischenToten Meer ®
Wer Körper und Geist etwas
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Hier, amFränkischen Toten
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und Wohlbefinden.
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von Leichtigkeit auf natürliche
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12
KÖRPER
DasImmunsystem, der
innere Abwehrschirm
Schutz UnserImmunsystemist einwahres Wunder undein wichtiger Partner fürein
gesundesLeben. VonAndreasBrücken
Inder Werbung wird es
gerne beschrieben: „Frei
von Bakterien“. Doch
das bleibt ein Wunsch.
Denn alleine aufder Hautbefindensichgeschätzt
eine BillionMikroorganismen.
Manche
davon sind nützlich, ja
sogar lebenswichtig für uns.
Damit schädliche Viren und
Bakterien dem Körper nicht
gefährlich werden können,
sorgt das Immunsystem für
Abwehr und Sicherheit.Doch
auch dem stärksten Krieger
geht mal diePusteaus. So ist
nicht jeder vonuns mit einem
starkenImmunsystemgesegnet.
Menschen, die ständig
kranksind, möchtenihreAbwehrkräfte
am besten schnell
stärken. Mit nur fünf Tipps
kann dasImmunsystemfitgehalten
werden.
1Frische und möglichst
naturbelassene Lebensmittel,
am besten aus
der Region und der Jahreszeit
angepasst, sind der beste Input
für die Abwehrkraft. Lebensmittel
wie Obst, Gemüse,Nüsse
und Saaten stecken
voller wichtiger Mikronährstoffe
und sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe.
Beeren oder
Zitrusfrüchten sind bekannt
für ihren hohen Vitamin-C
-Gehalt. Aber auch Paprika,
Petersilie oder Kohlsorten
beinhalten Ascorbinsäure.
Käse, Vollkornprodukte
und rotes Fleisch oder Käse,
Eier oder Butter sind reich an
Zink und Vitamin A. Diebeiden
sind wahre Immunklassiker
die nicht nur die Barrierefunktion
der Haut und
Schleimhäute unterstützen,
sondern die Abwehrzellen
bilden. Auch Vitamin Dspielt
eineRolle fürdas körpereigene
Immunsystem. Fettreicher
Fisch, wie Makrele, Lachs
oder Hering,Eigelb oder Pilze
sind dafür ergiebige Lieferanten.Die
B-Vitamine liefern
dasRundumpaket für ein
schlagkräftiges Immunsystem.
Sie helfen der Immunabwehr
dabei, Krankheitserregerzuerkennen
und tragen
zum Zellwachstum bei.
2Stress und Hektik vermeiden,
ausreichend
Schlaf und Ruhe sowie
stabile soziale Kontakte
und Familie sind zentrale
Säulen eines funktionierenden
Immunsystems. Chronischer
Stress führt zu einer
dauerhaften Erhöhung von
Stresshormonen wie Cortisol
und Adrenalin. Das stört
die entzündungshemmende
Balance, vermindert Produktion
und Funktion von
Abwehrzellen und erhöht so
die Anfälligkeit für Infekte
und chronische Entzündungen.
Guter Schlaf (in der Regel
7–9 Stunden) fördert die
Immunregulation: Während
des Tiefschlafs werden Zytokine
gebildet, das Immungedächtnis
konsolidiert und
Reparaturprozesse aktiviert.
Regelmäßige Ruhepausen
reduzieren Stressreaktionen
und ermöglichen physiologische
Erholung. SozialeUnterstützung
durch Familie und
Freunde wirkt protektiv: Geborgenheit
senkt Stresshormone,
fördert gesunde Verhaltensweisen
und stabilisiert
die psychische Widerstandskraft.
3Bewegung stärkt das
Immunsystemauf vielfältigeWeise.Moderate
Ausdaueraktivität fördert
die Zirkulation von Immunzellen,
sodass Krankheitserreger
schneller erkannt und
bekämpft werden. Sport senkt
chronische Entzündungsmarker,
verbessert Stoffwechselgesundheit,
Insulinsensitivität
und Körpergewicht —alles
Faktoren, die die Immunfunktion
positiv beeinflussen.
Bewegung unterstützt die
Darmflora, verbessert Schlafqualitätund
reduziert Stresshormone,
was indirekt die
Abwehrkräfte stärkt. Kurzfristig
steigert körperliche
Unverarbeitete Lebensmittel
wie Nüsse, Obst
und Gemüse füllen den
Körper mit Nährstoffen.
Foto: Prostock-studio/
Adobe Stock
Kostet nichts,bringtaber viel:Bewegung an derfrischen
Luft
Foto:RobertKneschke/Adobe Stock
KÖRPER
13
Aktivität die Immunantwort,
langfristig verbessert sie die
Wirkung vonImpfungenund
vermindert Infekthäufigkeit.
Wichtig: Maß halten —extremes
Training kann vorübergehend
immunsuppressiv
wirken. Praktisch gelten
etwa 150 Minuten moderates
Ausdauertrainingpro Woche
plus zwei Krafttrainingseinheiten,
regelmäßige Alltagsbewegung
und ausreichende
Erholung als ideal.
4Hygiene mit Augenmaß
schützt vor Infektionen,
ohne das
Immunsystem unnötig zu
entkoppeln. Händewaschen,
sichere Lebensmittelzubereitung
und sachgerechte
Wundversorgung reduzieren
Keimübertragung und sind
besonders in Risikosituationen
(Krankenhaus, Pflege,
bei Erkrankten) unverzichtbar.
Übertriebene Sterilität
im Alltag –ständiges Desinfizieren,
antibakterielle Seifen
oder eine extrem keimfreieUmgebungfür
Kinder–
kann die natürliche Besiedlung
von Haut und Darm
stören. Kontakt mit harmlosen
Umweltkeimen, Haustierenund
Erde fördert die Ausbildung
immunologischer
Toleranz und stärkt die Mikrobiomvielfalt,
was Allergien
entgegenwirken kann.
Praktisch heißt das: gezielte
Hygiene nach Toilettenbesuch,
vor dem Essen und
bei Krankheit; normale Reinigung
stattDauerdesinfektion
zu Hause; kindliches Spielen
in natürlicherUmgebung;bei
Epidemien oder Risikogruppen
strengere Maßnahmen.
Händewaschen ist eine einfache,
aber wichtige Hygienemaßnahme.
Foto: Maridav/Adobe Stock
5Alkohol und Rauchen
schaden dem Immunsystem
und erhöhen
das Infektrisiko. Alkohol
stört die Schleimbarrieren,
erhöht die Darmpermeabilität
und verursacht
Mikrobiom-Veränderungen.
Er schwächt die Funktion
von Makrophagen, Neutrophilenund
Lymphozytenund
reduziert die Antikörperantwort
nach Impfungen. Rauchen
beschädigt die Atemwegsepithelien
und macht
die Lunge anfälliger. Tabakrauch
moduliert Immunzellen,
fördert chronische Entzündung
und erhöht Risiko
für schwere Atemwegsinfekte,
Autoimmunerkrankungen
und verringert die Impfantwort.
Passivrauchen ist
ebenfalls schädlich. Praktisch:
Rauchen aufgeben, wenig
oder keinen Alkohol, bei
Abhängigkeit Hilfe suchen.
RuheForst. Ruhe finden.
WaldbestattungimRuheForst Landhege.
SingendeVögel,kühle Waldluft,uralteBäume:Der RuheForst Landhege, zwischen
Rothenburg ob derTauberund Creglingen,bietetMenschen die letzte Ruhestättein
einem herrlichen über 100-jährigen Eichen-Hainbuchen-Mischwald.
STADTROTHENBURGOBDER TAUBER
Ruheforst Landhege |Marktplatz 1|91541 Rothenburgobder Tauber
Tel.: 09861/404 -512 |E-Mail:ruheforst@rothenburg.de | www.ruheforst-landhege.de
14
ALLERGIEN
Frühlingszeit ist
Allergiezeit
Hatschi! So sehr der Frühling
mitall seiner Blütenpracht
herbeigesehnt wird:Für
Pollenallergiker beginnt mitihm
dieZeitder laufendenNaseund
derjuckendenAugen.
Bei einer Allergie
lautet der Rat normalerweise:
dem
Auslöser aus dem
Weggehen. Wasbei Erdnüssen
oderNickel klappenmag,
ist bei Pollen unmöglich.
Denn der feine Blütenstaub
wirdkilometerweit durch die
Luft getragen, bleibt in Stoff
und Haaren hängen, ist
überall. „Selbst wenn Sie
sich im Keller einschließen,
würden wahrscheinlich
noch kleine Pollen durch
die Fensterritzen hineinfliegen“,
sagt Prof. Regina
Fölster-Holst. Sie ist Oberärztin
der Dermatologie am
Campus Kiel des Universitätsklinikums
Schleswig-
Holstein. Die Nase läuft, die
Augentränen, die Hautjuckt.
All daspassiert, weil der Körperdie
Pollenals Gefahr deutet.
„Das Immunsystemhängt
an der Decke, esist viel zu
aktiv“, sagt Regina Fölster-
Holst.
Viele Menschen versuchen
im Alleingang, ihre Pollenallergieinden
Griffzubekommen.
Anja Schwalfenbergvom
Deutschen Allergiker-
und Asthmabund rät
dazu, sich die Pollenallergie
ärztlich diagnostizieren zu
lassen. Anlaufstelle ist dafür
einAllergologe oder eineAllergologin.
Oftsind es HNO-
,Lungen- oder Hautärzte,die
dieseZusatzqualifikation haben.
Warum ist die Einschätzung
einesProfis so wichtig?
„Die Pollenallergie kann sich
verstärken –eskann sogar
Blumen sind toll –aber
ihre Pollenkönnen fies
sein. Foto:Shrikant/
Adobe Stock
ein allergischesAsthma daraus
entstehen“, sagt Anja
Schwalfenberg.
Eine Gruppe von Medikamenten,
die die Symptome
einesHeuschnupfens lindern
können, sind Antihistaminika.Sie
unterbinden die allergische
Reaktion, indem sie
die Rezeptoren des Botenstoffs
Histamin blockieren.
Gängig sind Antihistaminika
derzweiten Generation. „Sie
machen weniger müde als die
der ersten Generation“, sagt
Regina Fölster-Holst. Wer
zum Beispiel eine Radtour in
der Natur vorhat,sollteinSachen
Medikamente ambesten
vorsorgen. Sie rät dazu,
das Antihistaminikum nicht
nachBedarfzunehmen, sondern
in der Blütezeit des jeweiligen
Allergens durchgängig
für drei oder vier Wochen.
„Mal nehmen, mal
nicht –das bringt nichts.“Die
Pollenallergie an derWurzel
packen –das geht nurmit einer
spezifischen Immuntherapie.
„Dabei wird das Immunsystemüberlistet,
indem
man dem Patienten eine
ganz, ganz, ganz kleine Menge
des Allergens verabreicht,
dieimweiterenVerlauflangsamaber
sicher gesteigert
wird“, so Fölster-
Holst. Aber: „Die spezifische
Immuntherapie muss mindestens
drei Jahre, besser
fünf Jahre, durchgeführt werden.“
dpa
Waspassiertbei
einer Allergie?
Beieiner Allergie laufen ähnliche
Vorgängeabwie beieiner
normalen Immunabwehr: Das
Immunsystemidentifiziert einen
Eindringlingals Gefahr
und setzt HebelinGang, um
den Störenfried loszuwerden.
Beieiner Grippe oder Erkältung
erfülltdieserAbwehrkampfeinewichtige
Funktion.
Eine allergischeReaktionist
problematisch, weil der Körper
harmlose Stoffe wiePollenals
gefährlichbewertet
und dann seineAbwehrkräfte
mobilisiert.
Quelle:European Centrefor
AllergyResearchFoundation
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