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acht.neun

N° 22

JUNI 2026

Dein Stadtmagazin

für Ulm,

Neu-Ulm

und die

Region

ABGEFAHREN

Janina Schall aus Dornstadt liebt

den Rennsport und ist Dauergast

auf dem Nürburgring.

Soundcheck

Vorbeigeschaut beim

Ulmer Vollblutmusiker

Hellmut Hattler.

Entdeckt

Zurückgekehrte Trikots,

Matcha-Tiramisu und

Selfie-Points für Zuhause.

Vielfalt

Annette Austin, Rektorin

der International School

Ulm/Neu-Ulm im Porträt.


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Inhalt

3

acht.neun

Dein Stadtmagazin

für Ulm,

Neu-Ulm

und die

Region

Editorial

5 24 34

6

Ulm Styles

Die Hingucker im Juni

Was macht eigentlich?

Er ist Autodidakt und lernt mit den

Ohren. Vollblutmusiker Hellmut

Hattler im Porträt

JANINA SCHALL

Die junge Rennfahrerin aus

Dornstadt im Gespräch

Spotted

Mode, Beauty, Einrichtung

und Leckereien in Ulm entdeckt

Wir sind Ulm

Zu Besuch bei Annette Austin,

der Rektorin der Internationalen

Schule Ulm/Neu-Ulm

26

28

Genussvolle Randnotiz

Jens Gehlert über Wein,

Reisen und mehr

Veranstaltungen

Wohin in Ulm und um Ulm herum?

Termine für Juni

40

42

Stadtflimmern

Was gibt es Neues in Ulm, Neu-Ulm

und drumherum?

Pommes & Pommery

Genuss-Gedanken von

Prof. Dr. Martin Hörmann

12

22

Gesundheit - Herz und Hirn

Unser Körper lügt nicht

32

Bilder sprechen Bände

Lange Nacht der Wissenschaft

und unitex Fashion Festival

Ich schwör‘s!

Die acht.neun-Kolumne

62

66

acht.neun


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Editorial : acht.neun

5

Saskia Mohr ist gelernte Medienkauffrau. Was schon

früh als Liebe zu Büchern und Geschichten begann, ist

nun eine Reise in den Journalismus – immer bereit, mit

Herz und Humor die Welt in Worte zu fassen.

Karsten Sander ist von Beruf eigentlich Werber. Seine Leidenschaft

für die 26 Buchstaben des Alphabets hilft ihm

auch bei seinem Ausflug in den Journalismus.

Es ist kaum zu glauben: Mit dieser Ausgabe von acht.neun beenden

wir schon die erste Halbzeit des aktuellen Jahres. Wir

wissen nicht, wie es euch ergangen ist, aber für uns ist die Zeit

gerast.

Mit Tempo kennt sich auch die Protagonistin unserer Titelgeschichte

bestens aus. Die einundzwanzigjährige Rennfahrerin

Janina Schall rast mit fast 300 km/h über die legendäre

Nordschleife am Nürburgring. Wie ihre Leidenschaft für den

Motorsport entstand und wie sie sich als junge Frau in einer

von Männern dominierten Szene behauptet, hat sie uns im

Gespräch erzählt und ganz nebenbei noch ein paar Einblicke

in ihren Alltag gewährt.

Für unsere Kolumne „Was macht eigentlich?“ haben wir Hellmut

Hattler getroffen und schnell festgestellt, dass diese Frage

reichlich vermessen ist. Das Ausnahmetalent am Bass ist ein

Tausendsassa mit einer beeindruckenden Geschichte. Mit seiner

Band Kraan hat er gerade ein neues Album veröffentlicht.

Außerdem sprachen wir mit Annette Austin. Der Weg, der

in Südafrika geborene Pädagogin, führte sie in viele verschiedene

Länder. Seit Juni vergangenen Jahres leitet sie

die Internationale Schule Ulm/Neu-Ulm.

Für unsere Rubrik „Ulm Styles“ waren wir wieder auf den

Straßen und in den Gassen Ulms unterwegs. Passend zum

Sommer sind wir dabei auf neue Looks gestoßen, die Lust

auf Sonne, Urlaub und laue Abende machen.

Da viele von euch schon in den Startlöchern zur ersten

Urlaubsreise in diesem Jahr stehen, lohnt sich ein Blick

auf unsere Medienseite. Filme, Serien, Bücher, Musik oder

Podcasts. Hier finden sich jede Menge Tipps für lange Autofahrten

oder entspannte Stunden am Strand. Aber auch

für gemütliche Sommerabende auf dem Balkon gibt es

reichlich Inspiration.

acht.neun


6

Titelthema : JANINA SCHALL

JANINA SCHALL

Mit 300 km/h über

die Nordschleife

Reifen quietschen, Motoren heulen auf, der Geruch von

Benzin liegt in der Luft. Genau in dieser Welt fühlt sich Janina

Schall zuhause. Dabei wirkt sie auf den ersten Blick

eher ruhig, freundlich, fast zurückhaltend. Doch sobald das

Gespräch auf Rennfahren, Autos oder Motorsport kommt,

verändert sich etwas. Ihr Blick driftet leicht zur Seite, wird

weicher und ihre Stimme lebendiger. Mit ihrer sanften, natürlichen

Art würde man zunächst kaum vermuten, dass sie

regelmäßig mit fast 300 km/h über die Nürburgring-Nordschleife

rast. Sie verkörpert Ruhe und gleichzeitig absolute

Entschlossenheit. Ihr Helm dagegen fällt im direkten Kontrast

sofort auf: knalliges Gelb und leuchtendes Grün. „Ich

liebe diese Farben“, sagt sie strahlend.

Mit gerade einmal 21 Jahren hat sich die Dornstadterin bereits

einen Namen in der deutschen Langstrecken-Szene

gemacht. Janina fährt professionellen Motorsport auf der

legendären Nürburgring-Nordschleife, einer der anspruchsvollsten

Rennstrecken der Welt. Dort steuert sie speziell umgebaute

Rennversionen von Sportwagen wie den Porsche 911

GT3 Cup oder zuvor den BMW M4 GT4. Die Fahrzeuge sehen

zwar aus wie normale Straßenautos, sind technisch aber

reine Rennmaschinen: mit Überrollkäfig, Rennfahrwerk,

Rennreifen, deutlich stärkerer Bremsleistung und mehreren

hundert PS. Innenräume, wie man sie aus gewöhnlichen Autos

kennt, existieren dort nicht mehr.

Aktuell startet sie unter anderem für das „Girls Only“-Team

von WS Racing, ein Projekt zur Förderung von Frauen im

Motorsport. Nach ihren Einsätzen im GT4-Bereich fährt sie

inzwischen den deutlich schnelleren Porsche GT3 Cup, ein

wichtiger nächster Schritt in Richtung professioneller GT3-

Rennsport. 2025 durfte sie außerdem erstmals den Formel-

E-Rennwagen Porsche 99X Electric testen und sammelte

damit erste Erfahrungen im Formelsport. Dass ein internationaler

Hersteller wie Porsche einer so jungen Fahrerin diese

Möglichkeit gibt, gilt in der Motorsportwelt als klares Zeichen

dafür, dass ihr Talent längst auch über die Nordschleife

hinaus wahrgenommen wird.

„Mit fünf Jahren war

ich das erste Mal an

der Rennstrecke.“

Diese Leidenschaft begleitet sie schon beinahe ihr ganzes Leben.

Ihr Vater Ralf Schall und ihr Großvater Andreas Schall

fuhren beide Rennen auf der Nordschleife. „Mein Opa war

nicht mehr aktiv, als ich alt genug war, um mitzugehen. Aber

bei meinem Papa war ich oft bei den Rennen dabei. Mit fünf

Jahren war ich zum ersten Mal an der Rennstrecke“, erzählt

sie. So bekam sie schon früh mit, wie Motorsport funktioniert,

von der Atmosphäre im Fahrerlager bis zur Anspannung

kurz vor dem Rennen. Zuhause lief ohnehin ständig

Motorsport im Fernsehen. „Mein Vater hat immer alles

angeschaut, was vier Reifen hat und Lärm macht“, sagt sie

lachend. Dann ergänzt sie grinsend: „Mein erstes Wort war

aber nicht Auto“.

Mit acht Jahren begann Janina schließlich selbst zu trainieren,

zunächst im Kartslalom beim MSC Al-Corsa in Pfaffenhofen.

Mit neun Jahren fuhr sie dort ihr erstes Rennen. Ge-


7

Mit gerade einmal 21 Jahren hat sich die Dornstadterin

Janina Schall im Rennsport einen Namen gemacht.

Foto: privat


8 Titelthema : INTERVIEW

JANINA SCHALL

Foto: Marc Hörger


9

Die Leidenschaft für den Motorsport

entstand durch die Familie. Der

Wunsch, selbst Rennfahrerin zu

werden, entwickelte Janina dann

aber aus eigener Motivation. Fast

könnte man meinen, der Motorsport

sei ihr in die Wiege gelegt worden.

Foto: privat

fahren wird meist auf Parkplätzen gegen die Zeit. „Ich war

ehrlich gesagt nicht von Anfang an ein Naturtalent“, erzählt

sie offen. „Ich musste wirklich viel üben und trainieren.“ Mit

jedem Training wurde sie sicherer und vor allem schneller.

„Damals konnte ich noch unglaublich viel fahren. Je weiter

man im Motorsport kommt, desto teurer wird alles. Irgendwann

ist man froh über jeden Meter, den man vor dem Rennen

überhaupt im Auto sitzen kann.“

Während ihre beiden älteren Schwestern nie wirklich etwas

mit Motorsport anfangen konnten, wollte Janina schon früh

in die Fußstapfen ihres Vaters und ihres Opas treten, und bekam

dabei viel Unterstützung von ihnen. Auch ihr Bruder

Matteo hat das Kartfahren für sich entdeckt. Die Leidenschaft

entstand zwar durch die Familie, doch den Wunsch,

selbst Rennfahrerin zu werden, entwickelte sie aus eigener

Motivation. Fast könnte man meinen, der Motorsport sei ihr

tatsächlich in die Wiege gelegt worden.

Mit 13 Jahren wechselte sie vom Kartslalom auf die Rundstrecke

und fuhr Langstrecken-Kartrennen. „Das waren

teilweise 12- oder sogar 24-Stunden-Rennen mit mehreren

Fahrern im Team“, erklärt sie. Schon damals faszinierte sie

besonders die Kombination aus Ausdauer, Konzentration

und Teamarbeit. Mit 18 Jahren stieg sie schließlich in die

Nürburgring Langstrecken-Serie ein, direkt im ersten Jahr,

in dem es altersbedingt möglich war. Ihren ersten Einsatz im

echten Rennwagen beschreibt sie bis heute als etwas ganz Besonderes.

„Im Rennauto zu sitzen, ist einfach nochmal eine

ganz andere Welt“, erzählt sie fast verträumt.

Neben dem Motorsport hatte Janina dennoch eine ganz normale

Kindheit. Sie machte lange Geräteturnen, war schon

immer sportlich aktiv und hat bis heute einen großen Freundeskreis.

Sie lebt mit ihrer Familie in Dornstadt und studiert

Fahrzeugtechnik in Ulm. Das Grundstudium hat sie bereits

abgeschlossen. Ihr Interesse an Technik entwickelte sich mit

den Jahren immer stärker. „Ich finde es spannend zu verstehen,

wie alles funktioniert. Auch vor dem Rennen hilft mir

das extrem weiter.“

Die Motorsport-Saison läuft für sie von März bis Oktober.

Etwa alle drei Wochen steht ein Rennwochenende an. Insgesamt

fährt sie ungefähr 13 Rennen pro Jahr. Zusätzlich sitzt

sie auch heute noch regelmäßig im Kart, um sich mit Freunden

die Zeit zu vertreiben. „Wenn mir langweilig ist“, sagt

sie lachend, als wäre das die normalste Sache der Welt. Ein

Rennwochenende folgt dabei einem festen Ablauf. Meist reist

das Team bereits am Donnerstag an. Die Box wird aufgebaut,

das Material vorbereitet, die Autos kontrolliert. Fahrerinnen

und Fahrer kommen meist Donnerstagabend oder Freitagmorgen

dazu. Dann folgt zunächst ein Teammeeting: Ziele,

Strategie und Ablauf werden besprochen. Der Freitag gehört

komplett dem Training. Dort wird das Set-up des Autos abgestimmt

und man versucht, sich möglichst perfekt auf Strecke

und Fahrzeug einzustellen. Am Samstag folgt dann das

eigentliche Rennen meist über vier Stunden. Danach geht es

am Sonntag wieder zurück nach Hause.

Was Motorsport für sie so besonders macht? „Es ist jedes Mal

etwas Neues“, sagt sie. „Und dieses Adrenalin ist einfach etwas

ganz Besonderes. Das habe ich in anderen Sportarten so nie

gefunden.“ Dabei sei Motorsport deutlich anstrengender, als

viele denken. „Viele sagen immer: Motorsport ist kein Sport.

Für mich stimmt das nicht.“ Gerade im Langstreckenbereich

werde man extrem gefordert – körperlich und mental. „Man

acht.neun


10

Mit Vater und Großvater auf der Strecke und bei der Siegerehrung oder Kartfahren

als Kind: Das Thema Rennsport zieht sich wie ein roter Faden

durch Janina Schalls Leben.

Fotos: privat

muss definitiv fit sein. Vielleicht ist Fitness nicht der entscheidende

Faktor, aber irgendwann wird sie zum limitierenden

Faktor“, stellt sie klar. Bis zu zweieinhalb Stunden sitzt sie am

Stück im Auto. Die Konzentration darf dabei keine Sekunde

nachlassen. Im Kartsport gehe die Belastung stärker auf Arme

und Oberkörper. Im Auto seien es eher die Hitze und die G-

Kräfte. „Wir haben teilweise bis zu 60 Grad im Auto. Das

zweieinhalb Stunden auszuhalten, ist nervenzehrend.“

Natürlich gehören auch Rückschläge dazu. Die aktuelle Saison

verlief bisher noch nicht perfekt. Technische Probleme,

Fahrfehler oder Situationen außerhalb der eigenen Kontrolle

sorgen immer wieder für Enttäuschungen. „Man muss

lernen, sich da selbst wieder rauszuholen und motiviert zu

bleiben“, macht sie deutlich. Auch das Risiko des Sports ist

allgegenwärtig. Erst vor wenigen Wochen kam es auf der

Nordschleife zu einem tödlichen Unfall. „In neueren Autos

passiert zum Glück deutlich weniger als früher“, sagt sie.

Wirklich Angst habe sie selbst nur selten, und glücklicherweise

hatte sie bisher auch keine schweren Verletzungen.

„Für das Umfeld ist das oft schwieriger als für mich. Meine

Oma sagt mir vor jedem Rennen, ich soll vorsichtig und

nicht so schnell fahren.“

Auf der Nordschleife erreichen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten

von bis zu 290 km/h. Dort zählt vor allem eines:

maximale Konzentration. „Man muss extrem schnell reagieren

können.“ Irgendwann komme man dabei in einen

besonderen Zustand – den sogenannten Flow. „Dann passiert

vieles fast automatisch. In diesem Moment fährt man

am schnellsten und konstantesten.“ Genau diesen Zustand

versuche jeder Rennfahrer zu erreichen. Mit zunehmendem

Erfolg verändert sich allerdings auch der Alltag. „Früher bin

ich einfach ins Auto gestiegen und gefahren.“ Heute gehören

Sponsoren, Organisation, Interviews und Social Media

genauso dazu wie das eigentliche Rennen. Je weiter man im

Motorsport kommt, desto größer wird der organisatorische

Teil. Unterstützt wird sie dabei seit Jahren von ihrem Hauptsponsor,

der Mack Gruppe aus Dornstadt.

Als Frau im Motorsport falle sie natürlich auf. „Niemand

kommt zu mir und fragt: ‚Was machst du hier?‘ Aber manchmal

merkt man die Blicke.“ Oft müsse sie sich zunächst beweisen.

„Ich glaube, die Generation vor mir hatte es deutlich

schwerer. Es wird mittlerweile immer normaler, dass Frauen

Motorsport machen.“ Schon mit neun Jahren war sie immer

das einzige Mädchen im Starterfeld. Trotzdem hat sie gelernt,

damit umzugehen und sich vor allem nicht zu verstecken.

Aktuell fährt Janina in einem reinen Frauenteam und fühlt

sich dort sehr wohl. Rund 20 junge Frauen gehören dazu,

Fahrerinnen ebenso wie Mechanikerinnen. Viele von ihnen

sind in ihren Zwanzigern. „Dadurch entsteht eine ganz be-


11

sondere Dynamik. Man entwickelt sich gemeinsam weiter.“

Und dann ist da natürlich noch die Nordschleife selbst – die

Strecke, mit der Janina inzwischen fast untrennbar verbunden

ist. 25,5 Kilometer lang, umgeben von Wald, berüchtigt

auf der ganzen Welt. Nicht umsonst trägt sie den Namen

„Grüne Hölle“. „Die Nordschleife verzeiht keine Fehler“, erklärt

Janina. Dort gibt es kaum Auslaufzonen. „Da kommt

Strecke, ein bisschen Gras und dann direkt die Leitplanke.“

Ein kleiner Fehler könne dort sofort große Folgen haben.

Gleichzeitig macht genau das die Strecke für sie so faszinierend.

Die Nordschleife vereint schnelle und langsame Passagen,

extreme Höhenunterschiede und einzigartige Streckenabschnitte

wie das berühmte „Karussell“, eine Steilkurve aus

schrägen Betonplatten, die sich tatsächlich anfühlt wie ein

Karussell. Vorbereitet wird heute vieles im Simulator, auch

Janina besitzt zuhause einen eigenen. Dort trainiert sie Strecken,

Bremspunkte und Abläufe. „Es ist ein bisschen wie Mario

Kart – nur deutlich realistischer“, erklärt sie das Ganze.

Gerade im Winter, wenn zwischen Oktober und März keine

Rennen stattfinden, wird das Simulatortraining besonders

wichtig. Dazu kommen Fitness, Kartfahren und das Studium.

Trotz ihres außergewöhnlichen Alltags beschreibt sie

sich selbst als ganz normale junge Frau: Zeit mit Freunden,

Sport, Skifahren, wandern, einfach aktiv sein.

„Wir haben teilweise bis

zu 60 Grad im Auto“

Für die Zukunft hat sie viele Ziele, aber keinen komplett festen

Plan. „Im Motorsport muss man offen bleiben. Es gibt

selten den einen geraden Weg.“ Ihr großer Traum bleibt der

GT3-Sport. Gleichzeitig weiß sie aber auch, wie schnelllebig

diese Branche ist. Deshalb sieht sie ihr Studium als wichtige

Absicherung und könnte sich gut vorstellen, später generell

in der Automobil- oder Motorsportbranche zu arbeiten.

Doch am Ende ist Erfolg für Janina Schall nicht nur eine

Platzierung oder ein Pokal. Natürlich will sie Rennen gewinnen.

Noch wichtiger ist ihr allerdings etwas anderes: die

Leidenschaft für den Sport niemals zu verlieren.

Text: Saskia Mohr


12

Stadtflimmern : STADTNOTIZEN

Foto: Matthias Kessler

Sonja Graus Markenzeichen ist der Hut, meist von Philipp

Treacy, der auch das britische Königshaus ausstattet.

Die Ulmer Personal-Shopping-Pionierin

Ihre Kunden sind Prominente und Geschäftsleute, die keine Zeit

und Lust zum Einkaufen oder Unsicherheit beim Thema Stil haben.

Seit „25 bis 30 Jahren“ ist Sonja Grau als Beraterin unterwegs. „Ich

war die Erste, man kann schon sagen, die Pionierin.“ Den Begriff

„Personal Shopper“ habe sie damals in den USA aufgeschnappt. In

der Branche wie auch bei den Kunden machte sie sich per Mundpropaganda

einen Namen.

„Anfangs hat man mich belächelt“, erinnert sich die Selbstständige.

Getuschel habe es sowohl von den Verkäuferinnen in Läden

gegeben als auch auf der Straße, wenn sie mit Trolley und auffälligem

Hut durch Ulms Straßen ging, um durch Geschäfte zu streifen

und Lieblingsteile für ihre Kunden zu finden. Dass jemand Hilfe

beim Einkaufen braucht, war für manchen lachhaft. Ihre Branche

habe sich stark verändert, sagt Sonja Grau. Sie blieb eisern und

ließ sich nicht von Online-Diensten oder Modemarken als deren

„Personal Shopper“ vereinnahmen. Denn gerade ihre Unabhängigkeit

werde von den Kundinnen und Kunden geschätzt.

Spritziges aus dem Bauwagen

Jonas Schäuffelen und Ruben Brannath haben schon lange vor

„etwas Eigenes" zu machen. Genau das tun sie jetzt und zwar in

einem Bauwagen am malerischen Söflinger Klosterhof.

Die beiden nennen sich Spritzbuben, ihr Bauwagen - den Jonas'

Schwester selbst gebaut hat - ist die Spritzbude. Beide haben

in der Gastro schon mal ausgeholfen. Standen also schon mal

hinter der Theke – "aber meistens vor der Theke", sagt Jonas.

Im Angebot sind, wie der Name schon sagt, Aperol Spritz und

Sarti Spritz. Ein Sanddorn-Spritz soll später noch dazukommen,

außerdem gibt es alkoholfreien Crodino-Spritz. Darüber

hinaus Weinschorle, Augustiner-Bier, Radler und alkoholfreies

Bier. Kaffee gibt es aktuell noch nicht, wäre aber in Zukunft

denkbar.

Die Premiere der Spritzbude war Mitte Mai im Rahmen des Söflinger

Flohmarktes und es lief alles gut. Wenn es weiterhin so

läuft, können sich die beiden vorstellen, auch bei anderen größeren

Festen den Wagen rauszurollen.

Jonas Schäuffelen und Ruben Brannath gaben dem

Bauwagen den Namen "Spritzbude".

Foto: Stefanie Müller


Advertorial : UNSERE HEIMAT 89 – PURES LEBENSGEFÜHL

Advertorial : TENTSCHERT

JETZT IST EIN IDEALER ZEITPUNKT

FÜR DEN VERKAUF VON IMMOBILIEN

13

Sonnenstrahlen, bunte Farben, gute Laune – pures Lebensgefühl.

Es sind einfach die wärmeren und farbenfroheren Monate.

Man hat bessere Laune und ist

einfach gut drauf

Nicht immer hat man beim Verkauf einer Immobilie

die Möglichkeit, sich die beste Jahreszeit oder

überhaupt einen Zeitpunkt herauszusuchen. Wer

allerdings die Wahl hat, sollte die Monate zwischen

April und Oktober nutzen. Helle Lichtverhältnisse,

gutes Wetter und blühende Gärten sorgen laut Studien

für eine besonders attraktive Präsentation von

Häusern und Wohnungen. Fotos wirken freundlicher,

Besichtigungen einladender und Interessenten erhalten

einen besseren ersten Eindruck. Gerade bei

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14 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN

Foto: Samantha Freinbichler-Kallabis

Gemeinsam marschieren Teilnehmende des CSD

durch die Innenstädte von Ulm und Neu-Ulm.

15 Jahre CSD in Ulm und Neu-Ulm

„Von Ufer zu Ufer: Wir halten zusammen!" – Das Motto des diesjährigen

CSD Ulm/Neu-Ulm ist mehr als ein Slogan. Es ist ein

Bild, das beide Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner

zu einem Gedanken vereint: Die Donau trennt Ulm und Neu-Ulm

geographisch – aber sie verbindet sie auch. In Zeiten, in denen

gesellschaftliche Gräben tiefer werden, antwortet der CSD mit

einem klaren Signal: Zusammenhalt kennt keine Stadtgrenzen,

keine Identitäten und keine Ufer.

Was 2011 mit einigen hundert Teilnehmenden auf den Straßen

Ulms begann, hat sich zu einer der bedeutendsten queeren Veranstaltungen

in Baden-Württemberg und Bayern entwickelt. Am

20. Juni steht das 15-jährige Jubiläum an und der Tag ist nicht

nur das Highlight des Pride Months Juni, sondern auch vollgepackt

mit Programm. Los geht es um 14 Uhr mit der Demo durch

die Innenstädte, gefolgt vom Straßenfest und dem Pride Open-

Air auf dem Münsterplatz. Die Afterparty findet ab 22 Uhr im Cocomo

Club statt.

Was gibt's in der neuen Galerie im Metzgerturm?

Man sollte auf seine Schritte achten, wenn man den Metzgerturm

emporsteigt, auf schmalen und steilen Holztreppen, durch Türen

und Öffnungen, bei denen größere Besucherinnen und Besucher

besser den Kopf einziehen sollten. Die Strapazen lohnen sich, wegen

des alten Gemäuers, aber auch wegen der Kunst, die jetzt

dort zu sehen ist.

Über Jahrzehnte für die Allgemeinheit unzugänglich, ist er nun

vom Kunstverein Ulm in einen (ziemlich vertikalen) Ausstellungsort

verwandelt worden. „KUM“ heißt das Projekt abgekürzt,

„Kunstverein Ulm im Metzgerturm“. Da steckt nicht nur Geld drin,

sondern auch viel Beinarbeit, am Schluss auch von Johannes

Pfeiffer, der nach eigenen Angaben den Turm einige Male hinaufund

hinabgeflitzt war, bis er mit der Hängung zufrieden war. Von

dem gebürtigen Ulmer stammt die Installation mit gespannten

Seilen, die das Gebäude seit 2022 mit der Stadtmauer verbindet.

Deswegen war für den Kunstverein klar, dass Pfeiffer die Ehre der

ersten Ausstellung zuteil werden sollte.

Altes Gemäuer, neue Arbeiten: Der Künstler Johannes

Pfeiffer präsentiert im Metzgerturm Radierungen, die

er mit geschlossenen Augen geschaffen hat.

Foto: Matthias Kessler


15

Bild: Ulmer Citymarketing (KI-generiert)

Die Genuss Tage bieten schwäbische Klassiker,

Lebensmittel und Handwerksprodukte,

die die Region widerspiegeln.

Ulmer City Schwaben Genuss Tage 2026

Die Ulmer City Schwaben Genuss

Tage laden vom 25. bis 28. Juni

2026 auf den südlichen Münsterplatz

in Ulm zu einer familienfreundlichen

Genuss- und Kulturveranstaltung

ein. Im Mittelpunkt

stehen dabei echte schwäbische

Kulinarik, regionale Produkte und

traditionelles Handwerk aus Ulm

und der Umgebung.

Besucherinnen und Besucher erwartet

ein vielfältiges Angebot mit

liebevoll gestalteten Essensstän-

den, regionalen Erzeugnissen direkt

vom Produzenten sowie handwerklichen

Spezialitäten aus der

Region. Ergänzt wird das kulinarische

Programm durch kulturelle

Beiträge und Mitmachangebote für

alle Altersgruppen.

Am Donnerstag und Freitag sie die

Genuss Tage von 16 Uhr bis 22 Uhr

geöffnet, am Samstag von 11 Uhr

bis 22 Uhr und am Sonntag von 10

Uhr bis 19 Uhr.

Advertorial : BAD BLAU

ENTSPANNEN UND GENIESSEN

DAS NEUE ENTSPANNUNGSBECKEN IM BAD BLAU

Entspannung ist blau: Ab Juni lädt das Bad Blau in Blaustein mit

einem neuen, über 110 Quadratmeter großen Entspannungsbecken

zum Wohlfühlen ein. Es ist der ideale Ort für einen wohltuenden Ausklang

nach dem Schwimmen, einem Familienbadetag oder einem

Besuch in der Sauna.

Zwei Bereiche für Bewegung und Ruhe

Das neue Becken gliedert sich in zwei Bereiche: Ein aktiver Teil eignet

sich ideal für Wassergymnastik und sanfte Bewegungen im Wasser.

Der Ruhebereich ermöglicht bei einer wohligen Wassertemperatur

von 33 Grad Entspannung und Erholung. Das Wasser ist mit 0,7 Prozent

Mineralien von der Schwäbischen Alb angereichert. Sein hoher

Anteil an Calcium und Magnesium sorgt für ein angenehmes Wassergefühl

und unterstützt die Regeneration auf natürliche Weise.

Wellness für alle Sinne

Die Ausstattung erfüllt höchste Wellnessansprüche und spricht alle

Sinne an: Massagedüsen, Nackenduschen und ein neuer Champagnersprudel

mit fein perlenden Luftblasen sorgen für besondere

Wohlfühlmomente. Die neue, lichtdurchflutete Halle mit Liegebereichen

grenzt direkt an die bestehende Schwimmhalle. Großflächige,

verschiebbare Glasfronten geben einen weiten Blick ins Grüne frei.

Das Bad Blau freut sich auf Ihren Besuch! Alles Wissenswerte rund

um das neue Entspannungsbecken finden Sie stets aktuell online

unter www.badblau.de.

acht.neun


16 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN

Foto: Steffi Müller

Phillip Syhachak startet Soi1 – einen neuen asiatischen

Lieferservice, der sich auf Sushi und Thai-Streetfood

spezialisiert hat.

Neuer Lieferservice mit Sushi und Thai-Streetfood

Hinter "Soi1" steht der 33-jährige Phillip Syhachak, der in Deutschland

aufgewachsen ist, seine Wurzeln aber in Laos hat. „Soi1 steht

für authentisches asiatisches Essen. Der Fokus liegt auf hochwertigem

Sushi, Thai-Streetfood und beliebten Asia-Klassikern, die

frisch zubereitet und mit viel Liebe zum Detail gekocht werden“,

sagt Syhachak.

In den vergangenen Monaten war Syhachak viel in Asien unterwegs.

„Ich habe mich verliebt in die Menschen, in die Kultur und

hauptsächlich auch in das Essen“, sagt er. Die Eindrücke aus Thailand

und Laos wolle er jetzt nach Ulm bringen. In den Räumlichkeiten

in der Zinglerstraße 1, die aus einem Büro und einer großen

Küche bestehen, kocht er nun Klassiker wie Pad Thai, Pad Kra Pao

oder Chicken Cashewnut. Besonders Thai-Streetfood sei in Ulm,

Neu-Ulm und Umgebung in dieser Qualität bislang nur vereinzelt

zu finden. Genau hier wolle Soi1 ansetzen – mit authentischem

Geschmack, frischen Zutaten und einer Zubereitung, die sich an

echten Vorbildern aus Thailand orientiert.

Der „Königstransfer“ der Neu-Ulmer Devils

Bei der Konkurrenz des Eishockey-Bayernligisten VfE Ulm/Neu-

Ulm hat die Verpflichtung des lettischen Stürmers Elvijs Biezais für

Aufsehen gesorgt. Der 34-Jährige kommt vom Oberligisten Saale

Bulls, die in Halle (Sachsen-Anhalt) ihre Heimat haben. „Die Leute

sprechen schon von einem Transfercoup für den VfE“, berichtet

Devils-Geschäftsführer Patrick Meißner. Der Torgarant hat sich

für die kommenden drei Jahre an den Klub gebunden. „Er ist ein

Spieler, der unsere jungen Akteure weiterbringen kann“, ergänzt

Meißner.

Seine Zahlen sprechen jedenfalls für die Klasse von Biezais. In 191

Oberligapartien trug er sich selbst 126 Mal in die Torschützenliste

ein und bereitete weitere 191 Treffer vor. Er kommt also mit großen

Vorschusslorbeeren. „Er ist auch menschlich ein toller Typ. Er

muss aber natürlich hier erst einmal spielen“, betont Meißner. Biezais,

der mittlerweile in Ludwigsfeld wohnt, sagt: „Ich spiele gerne

schnelles Eishockey und will meine Mitspieler in vielversprechende

Situationen bringen. Ich versuche dabei zu helfen, jedes Spiel zu

gewinnen und in die Playoffs zu kommen.“

Elvijs Biezais soll für Tore beim Bayernligisten

VfE Ulm/Neu-Ulm sorgen.

Foto: Lars Appel, VfE Ulm/Neu-Ulm


Advertorial : SORIUM EDELMETALLE

17

SORIUM BRINGT FRISCHEN WIND IN DEN GOLDANKAUF NACH ULM

Fotos: Sorium

Wer an Goldankauf denkt, hat vielleicht eher ein nüchternes

Bild im Kopf. Zwei junge Unternehmer aus der Region wollen

genau das ändern: Mit Sorium haben Robby Schiehle und

Alexander Trelle, beide 21 Jahre alt, in der Ulmer City einen Laden eröffnet,

der moderne Optik, faire Abläufe und persönliche Beratung

verbindet. In der Pfauengasse 26 ist seit Anfang des Jahres ein Geschäft

entstanden, das sich bewusst von klassischen Ankaufstellen

abheben will.

Kennengelernt haben sich die beiden über die Schule – gemeinsam

haben sie Abi gemacht. Der Start ins Geschäft war zunächst gar nicht

geplant: Während der Corona-Zeit

begannen sie aus Spaß online mit

Münzen und Gold zu handeln. Aus

dem Hobby wurde ein Unternehmen.

„Einfach mal machen – das

spiegelt unseren Charakter wider“,

sagt Alexander Trelle.

Interessierte finden SORIUM

in der Ulmer Pfauengasse 26.

Heute steht hinter Sorium ein klarer

Anspruch: transparent, seriös

und nah an den Menschen. Nach

dem ersten Standort in Geislingen

fiel die Wahl auf Ulm. „Wir sind nach Ulm gekommen, um zu bleiben.

Wir haben hier für die Zukunft geplant“, so Robby Schiehle. Dass

es den beiden damit ernst ist, zeigt auch der sorgfältig renovierte

Laden. Holzpaneele an den Wänden, edle Materialien, helle Farben

und großzügiger Raum schaffen eine Atmosphäre, die hochwertig,

aber nicht distanziert wirkt. Besonders ins Auge fällt eine große Wasserwand

hinter dem Verkaufstresen, die dem Raum etwas Lebendiges

verleiht.

Persönliche Beratung

und die Abgrenzung von

klassischen Ankaufstellen

- dafür steht das SORIUM-

Team: Alexander Trelle,

Robby Schiehle, Corinna

Haderer und Christian

Schmid (v.l.n.r.)

„Wir stehen für eine junge Generation, authentisch und persönlich“,

so Alexander Trelle. „Wir möchten uns von der Masse und der

Schnelllebigkeit abgrenzen.“ Unterstützt werden die beiden Inhaber

am Ulmer Standort von Corinna Haderer, in Geislingen berät Christian

Schmid. Sorium setzt auf einen Service, der für Kundinnen und Kunden

möglichst unkompliziert ist: Ein Termin ist nicht nötig, Prüfung

und Analyse sind kostenlos und unverbindlich. Besonders bei Zahngold

komme es auf eine exakte Bestimmung an, erklärt das Team

– dafür wird unter anderem eine Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA)

eingesetzt, da der Goldgehalt je nach Stück stark variieren kann.

Danach wird ein Angebot gemacht, orientiert am Tageskurs und am

Feingehalt. Gezahlt wird bei Verkauf sofort, entweder bar oder per

Überweisung. Auch beim Weiterverkauf setzt Sorium auf Transparenz:

Ausgesuchte Stücke werden knapp über Materialwert im Laden

angeboten. Der größere Teil wird eingeschmolzen und inhouse zu

Barren verarbeitet.

„Oft werden unsere Kunden plötzlich wach, wenn wir ihnen sagen,

was ihr Schmuck, ihre Uhr oder Münzen wert sind“, sagt Trelle mit

einem Lächeln. „Die allermeisten verkaufen dann auch direkt an

uns - und kommen oft wieder, wenn sie zuhause noch etwas gefunden

haben.“ Ein bisschen Schatzsuche liegt also durchaus in der

Luft. Eine überraschende Geschichte gab es auch schon: Ein Kunde

brachte vermeintlich nur Modeschmuck vorbei – und ging am Ende

mit einer Überweisung über 60.000 Euro aus dem Laden.

Sorium Edelmetalle

Pfauengasse 26 | 89073 Ulm

Tel. 0731 / 175 993 55

www.sorium-edelmetalle.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:

10 – 13 und 14 – 18 Uhr

Samstag: 11 – 16 Uhr


18 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN

divi DIVINE

Wenn Divi Divine auftritt, wird schnell klar: Hier geht es um weit

mehr als Glitzer, Perücken und Lip-Sync. Hinter der Kunstfigur

steckt ein Mensch, der schon immer kreativ war, sich

gerne verkleidete und früh die Liebe zu Make-up und Styling entdeckte.

Mit einer Friseurausbildung vertiefte sich das Interesse an Beauty

und Inszenierung weiter, doch der entscheidende Wendepunkt kam

mit 19 Jahren nach dem Umzug nach Berlin. Die Hauptstadt wurde zur

Inspiration. „Dort kann man alles sein“, beschreibt Divi Divine die Atmosphäre

der bunten und wilden Szene. Bei einem Gay-Quizabend in

einer Bar landete er plötzlich bei einem Lip-Sync-Battle auf der Bühne,

und so entstand der erste eigene Auftritt. Kurz darauf folgten erste

Drag-Wettbewerbe in Nürnberg, Frankfurt am Main und München.

Geboren in Weißenhorn und heute in München lebend, ist die Verbindung

zur Heimat jedoch geblieben. Gerade in der Region Ulm sah Divi

Divine lange wenig Angebote im Bereich Drag und queere Unterhaltung.

Während Veranstaltungen wie die „Bi Home Bi Hetero“-Partys im

Rockside auslaufen, entstand gleichzeitig der Wunsch, selbst etwas

aufzubauen und Vielfalt sichtbarer zu machen. Der Start gelang mit

Bingo-Abenden im Café Aegis. Aufmerksamkeit bekamen ihre Auftritte

schließlich im Rahmen der Ulmer Vielfaltswoche, die von der Stadt

finanziert wurden. Dadurch entstand der erste Drag-Brunch im Café

Calvi. Die Resonanz war so positiv, dass daraus ein dauerhaftes Format

wurde. Besonders schätzt Divi Divine dabei das gemischte Publikum:

Viele Gäste hätten zuvor kaum Berührungspunkte mit Drag gehabt

und seien neugierig und offen zugleich. Denn Drag sei weit mehr

als Lip-Sync. Stand-up-Comedy, Gesang, Moderation und vor allem

die direkte Interaktion mit dem Publikum gehören ebenso dazu. Gerade

kleinere Formate wie Brunches oder Bingo-Abende schaffen Nähe.

„Mitten unter den Menschen zu sein und sie einzubeziehen, macht den

besonderen Reiz aus.“ Größere Shows mit Bühne und Technik seien

zwar ebenfalls spannend – und bereits in Planung –, doch die persönliche

Atmosphäre bleibe etwas Besonderes.

Auch gesellschaftlich versteht Divi Divine die eigene Arbeit als Beitrag

für mehr Vielfalt. Ohne bewusst provozieren zu wollen, möchte die

Drag-Künstlerin Sichtbarkeit schaffen und zeigen, dass Offenheit und

Akzeptanz auch mit Leichtigkeit und Spaß vermittelt werden können.

Dafür arbeitet Divi Divine immer wieder auch mit der Stadt zusammen,

nicht nur bei Unterhaltungsformaten, sondern auch im Rahmen

von Veranstaltungen mit Katrin Albsteiger und Martin Ansbacher, bei

Menschen zu unterhalten und sie in die Shows

einzubeziehen, macht für Divi Divine den

besonderen Reiz aus.

Reden sowie bei gesellschaftlich ernsteren Themen. Das Ziel: Vielfalt

nahbar machen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Das

Feedback sei dabei eindeutig: solche Veranstaltungen würden Ulm

guttun und die Stadt weiter voranbringen.

Der Name Divi Divine entstand übrigens aus einer Mischung aus persönlicher

Geschichte und Gefühl für Klang. Ein Tattoo mit „Divine“ existierte

bereits vor der Drag-Karriere, die Alliteration sollte zudem leicht

über die Zunge gehen.

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Neben weiteren Bingo-

Abenden im Aegis und regelmäßigen Brunch-Events ist Divi Divine

auch beim Christopher Street Day am 20. Juni 2026 als Moderatorin

unterwegs.

Foto: mashfotografie


19

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Bild: Thomas Heckmann

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konfrontiert sind – etwa nach schweren

Verkehrsunfällen, plötzlichen Todesfällen, Suiziden

oder Gewaltverbrechen. In den ersten Stunden nach

einem Ereignis begleitet sie Betroffene, Angehörige,

Zeugen sowie Einsatzkräfte. Ziel ist es, Stabilität zu

geben, Gespräche anzubieten, beim Abschied zu unterstützen

und Orientierung in Ausnahmesituationen

zu ermöglichen.

Das Angebot besteht in der Region seit über 25 Jahren.

Mehr als 400 Einsätze pro Jahr werden von derzeit

53 ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und

-seelsorgern übernommen – rund um die Uhr an 365

Tagen. Die Vorbereitung auf diese Aufgabe erfolgt

in einer umfassenden Ausbildung mit Inhalten wie

Psychotraumatologie, Krisenkommunikation und Katastrophenschutz

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20 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN

gassenSCHAUER

RUND UMS

FISCHERVIERTEL

Die Fischergasse ist ein echter Besuchermagnet für Stadtbummler und Touristen. Doch wie in

vielen Städten liegen auch hier einige der spannendsten Adressen abseits der Hauptwege. Nur

wenige Gehminuten von der historischen Flaniermeile entfernt finden sich individuelle Läden

und Restaurants – oft ebenso geschichtsträchtig wie die bekannten Adressen, aber mit ganz

eigenem Konzept und besonderem Charakter.

01

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Fotos: Karsten Sander

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21

01 | Galerie Tobias Schrade

Im Fischerviertel, direkt an der Blau gelegen, präsentiert die Galerie

Tobias Schrade seit 2003 zeitgenössische Kunst. In bis zu zehn Einzelund

Gruppenausstellungen pro Jahr wird ein vielfältiges Spektrum

an Malerei, Skulptur und Objekt gezeigt. Ergänzt wird das Galerieprogramm

durch Konzerte, Lesungen, Performances und den vorweihnachtlichen

ARTventsmarkt.

02 | Goldschmiede Dentler

Seit zwei Generationen entsteht in der Goldschmiede Dentler im Ulmer

Fischerviertel handgefertigter Schmuck mit Charakter. Inspiriert von

Natur, Kunst und Emotionen fertigt das Atelier nachhaltige Schmuckstücke

aus recyceltem Silber und Edelmetallen – mit Liebe zum Detail,

handwerklicher Präzision und einem Gespür für außergewöhnliches

Design

03 | MIU

Zwischen Rathaus und Metzgerturm findet man ein uraltes Haus aus

dem Jahr 1450, das vor allem durch seine Höhe und die massiven

Ziehläden auffällt. In der ehemaligen Metzgerei hat Caroline Schwarz,

deren Familie 1876 die traditionsreiche Ulmer Schmuckmanufaktur

Ehinger-Schwarz gründete, einen Concept Store der besonderen Art.

Eine Wunderkammer: das MIU. MIU ist die Abkürzung für „made in Ulm“

− es gibt Dinge, die in Ulm hergestellt sind oder mit Ulm in Verbindung

stehen und eben auch von Außerhalb den Weg in die Donaustadt gefunden

haben − Altes und Neues.

04 | Taverna Azzurra

Das italienische Restaurant in der Kronengasse gehört zu den Geheimtipps

in der Ulmer Altstadt. Im historischen Gewölbe trifft mediterranes

Flair auf italienische Gastfreundschaft. Besonders beliebt ist das

Restaurant für seine klassische italienische Küche mit frischer Pasta,

knuspriger Pizza, Fisch- und Fleischgerichten sowie einer feinen Auswahl

an italienischen Weinen. Im Sommer lädt der ruhige Innenhof mitten

im Fischerviertel zum entspannten Genießen ein.

05 | Hotel Schiefes Haus

Wer Verwandten oder Freunden ein Hotel empfehlen möchte, sollte

diese besondere Unterkunft auf dem Schirm haben. Das mehr als 500

Jahre alte Gebäude im Fischerviertel zählt zu den außergewöhnlichsten

Hotels der Stadt. Der Überlieferung nach verbrachte hier die Witwe

des Schneiders von Ulm ihren Lebensabend. Seit 1997 gilt das Haus laut

Guinness-Buch der Rekorde als schiefstes Hotel der Welt. Damit Gäste

in den geschmackvoll eingerichteten Zimmern dennoch ruhig schlafen

können, wurde das Mobiliar handwerklich exakt ins Wasser gebracht.


22 Kolumne : POMMES & POMMERY

POMMES & POMMERY

MARILLE STATT APRIKOSE

Ich habe das große Glück, einmal im Jahr

mit der Schachtel Elchingen unterwegs sein

zu dürfen. Auch in diesem Juni wird uns der

Weg wieder die Donau entlang nach Österreich

– genauer in die Wachau – führen.

Was diese Gegend besonders macht, ist die

eigenartige Mischung aus großer Landschaft

und sehr konkretem Genuss. Es hat etwas

Beruhigendes, dem Fluss zu folgen. Die Donau

macht keinen Stress. Sie fließt. Und man

folgt ihr gern. Irgendwann merkt man: Ein

bisschen Wachau würde uns allen guttun.

In der Wachau ist die Marille kein Obst. Sie

ist Identität. Fast eine Staatsangelegenheit.

Man spricht von ihr mit einer Ernsthaftigkeit,

als hinge der Haussegen davon ab. Und

man sagt eben „Marille“, nicht Aprikose.

Aprikose klingt nach Supermarkt und Plastikschale.

Marille klingt nach einem Nachmittag,

an dem man nichts muss.

Und dann natürlich der Marillenknödel.

Diese wunderbar schlichte Idee, eine ganze

Frucht in einen zarten Teig zu hüllen, sie in

Bröseln zu wenden und schließlich – jetzt

kommt der entscheidende Moment – mit geschmolzener

Butter zu übergießen.

Bei einer dieser Fahrten habe ich im Restaurant

Jamek in Weißenkirchen einen Marillenknödel

gegessen, der mich für einen Augenblick

verstummen ließ. Der Teller kam,

noch leicht dampfend. Die Butter glänzte wie

Martin Hörmann ist

Rechtsanwalt in Ulm.

Tagsüber bewahrt er am

liebsten Unternehmen

vor dem wirtschaftlichen

Untergang. Abends rettet

er als leidenschaftlicher

Genussmensch

gerne Reste vom Teller

und genießt das kulinarische

Angebot seiner

Heimatstadt.

Keine Tiefkühltruhe

der Welt

kann dieses

flirrende

Frühsommer-

Gefühl

konservieren.

flüssiges Licht. Beim ersten Schnitt öffnete

sich der Knödel, und die Marille darin leuchtete

wie eine kleine Sonne. Süß, aber nicht

aufdringlich. Warm, aber nicht schwer. Ich

war kurz versucht, mich für die Dauer der

Saison dort einzumieten.

In diesem Moment war mir klar: Wenn es so

etwas wie kulinarische Poesie gibt, dann liegt

sie hier. Vielleicht hätte Rainer Maria Rilke

ein Gedicht über die Marille schreiben sollen.

Er konnte schließlich auch einem Panther im

Jardin des Plantes Unsterblichkeit verleihen.

Warum nicht einer Frucht in der Wachau?

Vielleicht ist das das Geheimnis der Marille:

Sie bleibt nicht. Ein paar Wochen nur, dann

ist alles wieder vorbei. Keine Tiefkühltruhe

der Welt kann dieses flirrende Frühsommer-

Gefühl konservieren. Man sitzt länger. Man

redet langsamer. Man bestellt noch einen

Kaffee. Und keiner hat es eilig.

Wenn bei uns die Aprikosenzeit beginnt, stehe

ich auf dem Wochenmarkt in Ulm. Die

Früchte liegen geschniegelt in ihren Kisten.

Ich betrachte sie wohlwollend. Ihr gebt euch

Mühe, denke ich. Aber ihr seid keine Marillen

aus der Wachau.

Zum Glück habe ich vorgesorgt. Im Schrank

steht eine Flasche Marillenschnaps aus der

Wachau. Ein kleines Glas genügt. Und für einen

Moment ist sie wieder da, diese Wachau.

Einfach mal probieren.


23

Wortgefecht:

Wie heißt die Frucht

nun wirklich?

Marille oder Aprikose?

Egal, Hauptsache eingeknödelt.

Foto: AdobeStock_Anastasiia

„In der Wachau ist die Marille kein Obst.

Sie ist Identität. Fast eine Staatsangelegenheit.“

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acht.neun


24 Ulmstyles : FEEL GOOD

ulmSTYLES

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Fotos: Martina Strilic

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LÄSSIG. INDIVIDUELL. FARBENFROH.

Auf den Straßen und Gassen von Ulm eingefangen: Von Denim über Leinen zu floralen Prints zeigen diese Looks, wie vielseitig Sommermode

interpretiert werden kann. Hauptsache das Wetter spielt ein bisschen mit.

01 | Yasemin und Büsra: perfektes Stilgefühl im Duo: Der floral bestickte Jeans-Zweiteiler harmoniert mit den warmen Naturtönen aus brauner Sommerhose

und lässiger grüner Jacke 02 | Mut zur Farbe: Carola kombiniert leuchtende Orangetöne mit weißer Hose und schafft so einen frischen Look

voller Sommerenergie 03 | Gelungener Mix: Glitzer, Oversize-Silhouette und glänzende Lackschuhe verleiht Zükejs’ Outfit eine Dollcore-Ästhetik mit

stilvollem Fashion-Faktor 04 | Allover-White: Mit ihrem cleanen All-White-Look kreiert Lucia einen puren Sommer-Style 05 | Mit ihrem detailverliebten

Denim-Einteiler und den perfekt abgestimmten Accessoires versprüht Clarissa charmante Retro-Vibes 06 | DIY: Der coole Kunststudent aus

Karlsruhe beweist Stilbewusstsein. Das selbst genähte Denim-Outfit verbindet Vintage-Vibes mit kreativer Individualität 07 | Florale Prints, lockerer

Denim und schicke Slipper. René zeigt, wie charmant moderner Sommerstil sein kann 08 | Ein Hauch Paris: Mit Retro-Brille, weißem Leinenhemd und

luftiger Stoffhose versprüht Julia entspannte französische Eleganz – lesend in der Sonne.

acht.neun


26 Ulm Styles Spezial : SCHÖNES ENTDECKEN

spotted

SPORT

Das letzte DFB-Auswärtstrikot von Adidas

Trikot: 99,99 € / Hose: 44,99 €

„Das Trefoil-Logo kehrt zur WM zurück…“ so jubelt der DFB auf seiner Website

über das neue Auswärtstrikot, dessen Design an die ikonische Ästhetik der

90er-Jahre erinnern soll.

Dann hoffen wir mal, dass sich unsere Mannschaft an die Form des 1990er-

Teams erinnert und nicht das 1994er neu interpretiert. Als Fan ist man im

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DESSERT

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Wer dachte, Tiramisu könne nicht noch verrückter werden, hat noch nicht das neue

Matcha-Erdbeer-Tiramisu von Della Mamma probiert. Cremige Mascarpone, ein Hauch

Grüntee-Magie und freche Erdbeeren vereinen sich zu einer Liaison, die selbst Italien

blass vor Neid werden lässt. Perfekt für alle, die Süßes lieben – und Grün nicht nur im

Park sehen wollen, sondern auch im Dessert.

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Hafenbad 3, Ulm

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lecker


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DEKO

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Fotos: acht-neun

acht.neun


28 Wir sind Ulm : PORTRÄTS INTERNATIONALER ULMER

Bildung

Verbindung

Liebe

Annette Austin im Porträt

Annette Austin steht bereits im Türrahmen ihres Rektorenbüros – erwartungsvoll

und mit einem breiten Lächeln. Hinter ihr: eine Wand voller Geschichten. Bilder

aus verschiedenen Lebensabschnitten und Reisen, dazwischen ein Mitbringsel aus

Indien, auf dem ein Elefant abgebildet ist. Er steht für Eigenschaften, die ihr wichtig

sind: Weisheit, Stärke, Geduld und Familienzusammenhalt. „Elefanten sind meine

Lieblingstiere“, erzählt sie später.

In frühlingshaften Pastelltönen gekleidet, wirkt sie, als hätte sie sich nicht nur auf

das Gespräch vorbereitet, sondern auch auf die Begegnung selbst. Ihre Kollegin

Jennifer Haselbach sitzt mit im Raum. „Ich möchte das Gespräch natürlich auf

Deutsch führen“, sagt Austin, „aber manchmal fehlt mir vereinzelt das perfekte

Wort.“ Ihr Deutsch ist gut, ihr Akzent hörbar und gerade das macht sie zugänglich,

die Internationalität dieser Schule wird dadurch noch greifbarer.

„Kinder sind

überall auf der

Welt gleich.

Sie brauchen

Liebe.“

Seit Juni vergangenen Jahres leitet Annette Austin die Internationale Schule Ulm/

Neu-Ulm. Sie ist die zweite Frau in dieser Position seit der Gründung im Jahr 2005.

Austin selbst wurde in Südafrika geboren und ist dort aufgewachsen. Ihre Kindheit

beschreibt sie als naturverbunden: viel Sport, Camping, draußen sein an der

frischen Luft. Mit 22 verließ sie das Land. „Die Zustände wurden für uns damals

irgendwann schwierig.“ Eigentlich wollte sie Ärztin werden. Doch das Studium

war für ihre Familie nicht finanzierbar. Also wurde es das Lehramt, zunächst ihre

zweite Wahl, wie sie offen sagt. Heute klingt das anders: „Es ist schön, Kinder in

ihrer Entwicklung begleiten zu können“. Vielleicht auch, weil ihr eigenes Leben von

Bewegung geprägt ist. „Ich habe sehr international gelebt, das hilft, Menschen zu

verstehen.“ Gemeinsam mit ihrem Mann zog sie durch die Welt: Bern, München,

Tschechien, Indien. Perspektiven wechselten, Sprachen auch. Und mit der Zeit

wuchs der Wunsch, diese Vielfalt nicht nur privat zu erleben, sondern auch beruflich.

Ihr Studium absolvierte sie damals in Südafrika, eine vierjährige Ausbildung

für die Grundschule, ergänzt durch zahlreiche Weiterbildungen.


29

Annette Austin wurde in Südafrika geboren.

Ihr Weg führte sie über die Schweiz, Tschechien

und Indien nach Ulm. Seit genau einem

Jahr leitet sie die Internationale Schule Ulm/

Neu-Ulm.

Fotos: Saskia Mohr

Anfang der 90er-Jahre kam die Familie nach Deutschland,

in die Nähe von München. Zunächst betrieben sie hier eine

Tankstelle, ein Kapitel, das heute wie ein Zwischenton wirkt.

Denn schnell wurde klar: Die Schule fehlte ihr. Sie arbeitete daraufhin

sieben Jahre an der International School in München.

Doch Irgendwann zog es sie zurück nach Südafrika, auch ihren

Kindern zuliebe. Doch das Gefühl, angekommen zu sein,

stellte sich nicht mehr richtig ein. „Das Internationale hat mir

gefehlt.“ Also wechselte sie dort an eine internationale Schule,

zu einer Zeit, in der dieses Konzept noch in den Kinderschuhen

steckte. Sie blieb, entwickelte sich weiter, wurde schließlich

Schulleiterin, blieb sechs Jahre in dieser Position und sammelte

dabei viele Erfahrungen. Zwischendurch wagte sie noch einen

ganz anderen Schritt. Für ein Jahr eröffnete sie in Südafrika

sogar ihre eigene Kochschule und bot Kurse für Kinder und

Erwachsene an. Backen und Kochen seien schon immer große

Leidenschaften gewesen, erzählt sie.

Doch Stillstand liegt ihr nicht. „Es wurde mir zu eng in Südafrika.

Ich wollte etwas Neues, etwas Aufregendes.“ Auf weitere

acht Jahre an der Bavarian International School sollte ein ganz

neuer Abschnitt folgen. Dieses Neue fand sie in Indien. Drei

Jahre lang war sie dort am Aufbau von gleich drei Schulen beteiligt.

Es ging nicht nur um Gebäude oder die richtige Ausstattung,

sondern um Haltung. „In Indien ist vieles sehr strikt

– richtig oder falsch, hier zählen in erster Linie die Noten. Ich

wollte das verändern.“ Bildung, so ihr Ansatz, sollte mehr sein

als Bewertung. „Oft geht es dort um das, was man offensichtlich

sieht, nicht um das, was in einem Menschen vorgeht.“ Sie

erzählt von dieser Zeit mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit

und Humor. Etwa von einer Frau, die sie einmal fragte, ob

sie täglich Milch und Joghurt esse, um so helle Haut zu bekommen.

Austin lacht, während sie die Geschichte erzählt – und

überprüft zwischendurch immer wieder, ob ihr Deutsch noch

trägt.

Doch schließlich führte sie ihr Weg wieder zurück nach

Deutschland. Indien war eine aufregende und anstrengende

Zeit, doch Austin sehnte sich nach mehr Ruhe und nach ihrer

Familie. „Wenn man so viel unterwegs war, passt man überall

hin – und gleichzeitig nirgendwo richtig.“ Eine kurze Pause.

Dann: „Zuhause ist für mich mittlerweile da, wo meine Familie

ist.“ Die Stelle in Neu-Ulm kam fast beiläufig und doch

nicht ganz zufällig. „Ich war schon in den Neunzigern hier, auf

dem Weihnachtsmarkt“, erinnert sie sich. Ein Ort, der hängen

geblieben ist. Heute ist sie hier nicht nur beruflich angekommen,

sondern auch näher bei ihren Kindern und Enkeln, die

mittlerweile ebenfalls von Südafrika zurück nach München

gezogen sind. „Nach Mumbai ist das hier ein Kontrast“, sagt

sie und lacht. „So ruhig, so sauber.“ Was sie aus all den Jahren

mitgenommen hat, klingt fast schlicht und ist gerade deshalb so

präzise: „Kinder sind überall auf der Welt gleich. Sie brauchen

Liebe. Und sie können so viel mehr, als man oft denkt.“

Als Schulleiterin setzt sie auf ein Miteinander: Führung bedeutet

für sie nicht Distanz, sondern Verbindung. „Wir sind ein

Team. Ich trage die Verantwortung, aber ich höre zu.“ Dass die

Internationale Schule Ulm/Neu-Ulm oft als Ort „für andere“

acht.neun


30 Wir sind Ulm : PORTRÄTS INTERNATIONALER ULMER

Fotos: privat; Oliver Schulz

Weil es sich ihre Enkelin zum Geburtstag

gewünscht hatte, verkleidete

Annette Austin sich als Prinzessin

(links). Auch in traditioneller indischer

Kleidung macht sie eine gute Figur. Für

Annette ist es sehr wichtig, die Kultur

des Gastlandes zu respektieren und

aktiv mitzuleben (Mitte). Eine passende

Einstellung für ihren Beruf in der International

School.

wahrgenommen wird, sieht sie differenziert. Ein erheblicher

Teil der Schülerinnen und Schüler kommt aus Deutschland.

Entscheidend sei nicht die Herkunft, sondern die Haltung: unterschiedliche

Perspektiven zulassen, voneinander lernen, sich

verstehen. Rund 34 Kulturen treffen hier aufeinander, sowohl

bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften.

Die Unterrichtssprache ist Englisch, doch die eigentliche

Verständigung passiert auf einer anderen Ebene. Vielfalt ist hier

„Zuhause ist für

mich da, wo meine

Familie ist.“

kein Schlagwort, sondern Alltag, mit allen Herausforderungen,

die dieser mit sich bringt. „Deshalb ist es wichtig, jede Kultur

zu sehen und zu verstehen“, ergänzt Austin. Einmal im Jahr

gibt es ein übergeordnetes Thema. Dieses Jahr lautet es: „Belonging“

− Zugehörigkeit. Jede und jeder hat eine kleine Figur

von sich selbst gestaltet, die nun im Eingangsbereich der Schule

ausgestellt ist, als Symbol dafür, Teil von etwas zu sein. Auch die

Eltern spielen natürlich eine wichtige Rolle. Erwartungen gebe

es überall, sagt Austin, relativiert aber zugleich: „In Indien war

das deutlich anspruchsvoller.“ Entscheidend sei der Austausch,

Schule funktioniere nur als gemeinsames Projekt. Und dann ist

da noch der Alltag oder besser das, was sich so nennen lässt.

„Kein Tag ist wie der andere“, sagt sie. Morgens steht sie an der

Tür und begrüßt die Schülerinnen und Schüler. Danach folgen

Meetings, Organisation und Weiterentwicklung. „Ich würde

gerne jeden Tag in alle Klassen gehen“, sagt sie, „aber das schaffe

ich zeitlich leider nicht immer.“

Nach Schulschluss wird es ruhiger, zumindest ein bisschen.

Zeit mit ihrem Golden Retriever, eine neue Sportart ausprobieren

wie Padel, Badminton oder Federball. Bewegung gehört für

sie einfach dazu. Auch das Backen lebt sie weiterhin mit Leidenschaft

aus. „Alles, was kreativ ist, mag ich“, sagt sie. Hin und

wieder bringt sie auch eine Leckerei mit in die Schule. Camping

wie früher spielt heute kaum noch eine Rolle. „Mittlerweile

ist es eher Glamping geworden“, sagt sie und lacht. Wenn

die Familie nach Südafrika reist, um Verwandte zu besuchen,

kommen oft mehr als 30 Menschen zusammen – Geschwister,

Cousins, Tanten und Onkel. Gemeinsam geht es dann in die

afrikanische Wildnis, in Lodges und auf Safari.

Nach dem Gespräch steht ein langes Wochenende bevor, für

sie und die ganze Schule. Eine kleine Pause, bevor der nächste

Schulalltag wieder anklopft. Doch während Annette Austin

ihre Bürotür hinter sich schließt, bleibt vor allem ein Eindruck:

der einer Frau, die in vielen Ländern gelebt hat, aber ihren Platz

vor allem dort gefunden zu haben scheint, wo Menschen miteinander

wachsen können.

Text: Saskia Mohr


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acht.neun


32 Gesundheit : HERZ UND HIRN

UNSER KÖRPER

LÜGT NICHT

An dieser Stelle schreiben PD Dr. Eva

Rothermund-Nassir und Prof. Dr. Harald

Gündel, Fachärzte für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie, im Wechsel

über Psychosomatik und seelische Gesundheit.

Ich erinnere mich gerne an das Sofa im

Wohnzimmer meiner Großeltern, auf dem

ich als Jugendlicher gelegen und in liebevoller

Umgebung Bücher aus deren kleiner Bibliothek

gelesen habe – wenn ich daran denke,

spüre ich ein warmes Gefühl in der Magengegend.

Einige Jahre später ... ein junger Mann

fühlt sich zu einer jungen Frau hingezogen,

die er ganz neu kennengelernt hat, und spürt

sofort das berühmte „Kribbeln im Bauch“.

Ähnlich geschieht es auch bei negativen Themen:

Ein 57-jähriger tüchtiger Handwerker

erfährt, dass sein Arbeitsplatz in Gefahr ist,

und klagt in den folgenden Wochen über

Rückenschmerzen und Durchschlafstörung,

die trotz Behandlung nicht verschwinden

wollen. Eine 50-jährige Frau trauert um ihren

verstorbenen Ehemann − und wenn sie

Jahre später sein Bild anschaut, ist da wieder

ein Druck- und Schweregefühl auf der Brust.

Und noch etwas aus dem Alltag: Wir gehen

immer wieder in Räume, in denen schon andere

Menschen versammelt sind, und fühlen

uns dabei manchmal – wenn wir darauf achten

– körperlich sofort gelöst und entspannt,

manchmal aber auch angespannt und „auf

der Hut“.

Was ist diesen Situationen gemeinsam? Unser

Körper reagiert manchmal, bevor oder

ohne dass wir selbst ein bewusstes Gefühl

wahrnehmen. Oft „spricht“ nur unser Körper

zu uns – und es tut scheinbar „einfach

so“ etwas weh. Häufig bringen wir das dann

aber nicht mit einer auslösenden Situation in

Verbindung. Wie kommt das?

Unser Körper

reagiert

manchmal,

bevor oder ohne

dass wir selbst

ein bewusstes

Gefühl

wahrnehmen.

Die moderne neurobiologische Forschung

erklärt, was schon viele weise Großmütter

wussten: Gefühle machen den Kern unseres

Erlebens und unseres Bewusstseins aus.

Gefühle haben die Funktion, uns zu helfen,

eine Reihe von grundlegenden persönlichen

Bedürfnissen zu erfüllen. Hierzu gehören

nach Lichtenberg das Bedürfnis nach Erfüllung

physiologischer Erfordernisse (Hunger,

Durst, Schlaf…), nach Zugehörigkeit und

Verbindung zu anderen Menschen, nach

Erkundung und Selbstbehauptung bzw.

Selbstwert, nach Abwehr unangenehmer

Reize, und das Bedürfnis nach körperlichem

Wohlbefinden und sinnlicher Freude. Um

als Mensch gesund zu bleiben, sollten unsere

grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sein

bzw. im Gleichgewicht miteinander stehen.

Negative Gefühle signalisieren oft, dass wir

wesentliche Bedürfnisse vernachlässigt haben

und wieder aktiv werden müssen, um

unser persönliches Gleichgewicht zu finden.

Eine ähnliche Signalfunktion gilt z.B. auch

bei negativen Gefühlen wie Traurigkeit oder

Niedergeschlagenheit („mir fehlt etwas“).

Ärger signalisiert oft, dass ein Mensch seine

persönlichen Grenzen als verletzt bzw. nicht

respektiert empfindet. Weitere Beispiele

könnten hier noch aufgezählt werden.

Aber es gibt dabei auch eine Schwierigkeit:

Gefühle (gerade auch Ärger) äußern sich oft

nicht direkt als bewusstes emotionales Befinden,

sondern drücken sich häufig nur körperlich

aus. Dies geschieht etwa in Form von

Rückenschmerzen, Magen-Darmbeschwer-


33

den oder Erschöpfung, oder sie verstärken vorbestehende körperliche

Erkrankungen (etwa bei Migräne, Bandscheibenvorfall).

Über 90 Prozent aller empfundenen Gefühle bleiben so

„unbewusst“, das heißt wir erkennen sie nicht. Dies können

wir aber ändern, wenn wir auf unseren Körper achten und

uns dafür interessieren, wieso sich plötzlich bestimmte Körperempfindungen

melden. Wenn Menschen in einer solchen

Situation nicht versuchen, die emotionale Ursache für die körperlichen

Beschwerden zu suchen und bezogen darauf etwas

im Leben konkret zu ändern, können körperliche Missempfindungen,

wie zum Beispiel Schmerzen, chronisch werden.

Etwa 50 Prozent aller Patienten beim Hausarzt sind von diesen

Zusammenhängen betroffen. (Und klar: gerade, wenn so etwas

länger anhält, sollte auch ein Arzt konsultiert werden.)

Gefühle machen den Kern unseres Erlebens

und unseres Bewusstsein aus.

Unser Körper lügt nicht, sagte sinngemäß der Heidelberger

Internist und Psychosomatiker Viktor von Weizäcker schon

in den 1950er Jahren. Die ganz aktuelle Forschung kann dies

heute belegen. Wir sollten uns fragen: Könnte es einen tieferen

Sinn haben, dass ein Körpersymptom gerade jetzt auftritt?

Wenn wir uns hier ein bisschen sensibilisieren, kann dies in

verschiedensten Lebensfragen sehr hilfreich für persönliche

Entscheidungen sein.

Kolumne: Harald Gündel

Bild: stock.adobe.com

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acht.neun


34

Ulmerinnen und Ulmer im Porträt : NACHGEFRAGT

eigentlich...

Hellmut Hattler

Foto: Hans Bürkle


35

Musik ist aus seinem Leben nicht

wegzudenken. Oft schießen ihm

Melodien in den Kopf. Die meisten

vergisst Hellmut Hattler aber

gleich wieder, ein paar wenige

dienen als spontane Inspiration

für spätere Kompositionen.

Einen interessanten Funfact

hat der Vollblutmusiker dazu

auch parat: „Weil mein Kopf

ständig arbeitet, läuft bei

mir nie Musik, das würde

mich ablenken“.

Foto: Christoph Marquardt

Hellmut Hattler ist Bassist. Genau genommen spielt er Bass-

Gitarre aber derartige Haarspaltereien sind nicht sein Ding. Im

Internet finden sich Fotos, auf denen er ein schwarzes T-Shirt

trägt. In großen Lettern steht darauf geschrieben: „Bassisten

gegen Rassisten“. Am Instrument mit den vier Saiten ist der gebürtige

Ulmer ein Ausnahmetalent. Zudem ist er ein großartiger

Geschichtenerzähler, launig, verschmitzt und wenn es das

Thema erfordert, beherrscht er ebenso die leisen Töne.

Das Gespräch für diesen Text möchte er bei sich zu Hause

führen. Der 74-Jährige lebt mit seiner Freundin, der Sängerin

Siyou, in einem kleinen Ort nahe Senden. Aus dem Küchenfenster

blickt er auf weitläufige Wiesen, der Garten ist zu dieser

Jahreszeit schon knallgrün und die Hochbeete sind bereit für

die Aussaat. Auf dem Esstisch stehen frische Croissants, die er

gerade noch beim Bäcker besorgt hat, nur den Kaffee will er

noch schnell zubereiten und pfeift dabei ein Duett mit der Espressokanne,

die auf dem Herd blubbert. Überhaupt pfeift der

Musiker gerne und viel, es seien Melodien, die ihm in den Kopf

schießen. Die meisten vergisst er gleich wieder, ein paar wenige

dienen als spontane Inspiration für spätere Kompositionen.

„Weil mein Kopf ständig arbeitet, läuft bei mir nie Musik, das

würde mich ablenken“.

Ein ähnliches Störgefühl hatte er bei seinem Namen. Helmut

besteht nur aus sechs Buchstaben, Hattler aus sieben. Aus seiner

Sicht fehlte die Symmetrie. Kurzerhand verpasste er seinem

Vornamen ein zweites „l“ und ließ die neue Kreation in

seinem Pass eintragen. Vielleicht eine späte Reminiszenz an

seine Schulzeit in der Waldorfschule, wo Linien und Symmetrien

eine besondere Bedeutung besitzen.

In der dritten Klasse kam er im Geigenunterricht zum ersten

Mal mit einem Instrument in Berührung. Es war weder Liebe

auf den ersten noch auf den zweiten Blick. Alles, was er der Violine

entlocken konnte, waren schräge, quietschende Töne. Er

hasste die „Fidel“. Ein paar Jahre später wurde er erlöst. In der

Metallbaufirma seines Vaters konnte sich der Vierzehnjährige

etwas Taschengeld verdienen und kaufte sich für die ersten 30

Mark eine Gitarre. Die erfüllte gerade so die Mindestanforderungen,

um als Instrument zu gelten. Dennoch gelang ihm das

„Ich bin Autodidakt

und will nicht mit

den Augen, sondern

den Ohren lernen.“

Kunststück, der Klampfe ein paar passable Töne abzuringen.

Beflügelt von diesem Erfolg bestellte er sich eine E-Gitarre aus

dem Katalog. Anders als üblich hatte er sie nicht erst getestet,

dennoch war es ein Upgrade.

Nun war es an der Zeit mit ein paar Gleichgesinnten eine Band

zu gründen, die den Namen „Fatum Bonum“ erhielt, was so

viel heißt wie: Das Schicksal ist gut. Wahrscheinlich war die

Namensgebung damals weniger Weitsicht als eine Laune der

Natur. Einer der wenigen Auftritte der Formation blieb ihm bis

heute im Gedächtnis. Ein Konzert im „Club Christlicher Pfadfinder“

lief komplett anders als geplant. Vor allem die anwe-

acht.neun


36 Ulmerinnen und Ulmer im Porträt : NACHGEFRAGT

Fotos: Siyou (1); Bassball Recordings (2); Hellmut Hattler (3)

Hellmut Hattler führt ein

Leben voll Musik. Erst im

April hat er mit der Band

KRAAN ein neues Album

„All In“ veröffentlicht.

senden Mädchen interessierten sich nicht besonders für Musik,

erinnert sich Hattler: „Die waren voll auf Party gebürstet

und wollten nur knutschen, da war es dann doch von Vorteil

Musiker zu sein“. Als Nachteil stellte sich jedoch heraus, dass es

im Freundeskreis zahlreiche Gitarristen gab, die alle besser waren

als er. Bassisten aber waren Mangelware. Dem Prinzip von

Angebot und Nachfrage folgend, beschäftigte er sich intensiv

mit dem Instrument und es stellte sich heraus, dass man auf

ihm auch hervorragend komponieren konnte. Aus seiner Sicht

gab es noch einen weiteren Vorteil: Im Bandgefüge war er jetzt

der Libero, der das Spiel kreativ aufbauen konnte. Rhythmisch

eine starke Achse mit dem Schlagzeuger und harmonisch ein

kongenialer Parter des Gitarristen. Weder für diese Erkenntnis

noch für das Erlernen des Basses benötigte Hattler einen

Lehrer. „Ich bin militanter Autodidakt und will nicht mit den

Augen, sondern mit den Ohren lernen.“ Das war offensichtlich

prägend, denn nur wenige Wochen vor der Abiturprüfung

fasste er einen, vorsichtig ausgedrückt, kühnen Entschluss.

„Ich wusste, dass Musik für mich der einzige Weg ist, und habe

meine Schullaufbahn beendet.“

Dass seine Bandkollegen damals nach Berlin zogen und in einem

alten Kino wohnten, hat sein Vorhaben mit Sicherheit beflügelt.

Hattler wollte schnell zu seinen Freunden, lieber heute

als morgen. In der damals noch geteilten Stadt entstand dann

der Bandname „Kraan“. Die Berlin-Episode dauerte nur kurz,

nach wenigen Wochen war die Truppe wieder in Ulm. Zurück

in der Heimat verfestigte sich der Plan des Quartetts, im Musikbusiness

durchstarten zu wollten. Hellmut Hattler hatte ein

recht überschaubares finanzielles Polster, das für

eine Bassanlage sowie einen alten Transporter

reichte.

Dann begann die Zeit des Wartens. „Wir waren

ein bisschen frustriert, dass nicht gleich eine Welttournee

anstand“, sagt der Vater von sechs Kindern

und ergänzt, dass er diesen Weg nicht zur Nachahmung

empfehlen würde. Es folgten ein paar Gigs

in Süddeutschland und die Anfrage einer in Auflösung

befindlichen Band, die zwar Buchungen,

aber keinen Bassisten mehr hatten. Hattler sprang

ein. Die Band ohne Bassisten wohnte zu dieser Zeit in einem

alten Hofgut im Kreis Lippe, wo auch Hattler temporär eingezogen

war. Die Einladung an die anderen Kraan-Mitglieder,

einmal zu Besuch vorbeizukommen, haben die aber komplett

missverstanden und standen mit einem Möbelwagen auf dem

Gelände. Wo sie schon einmal da waren, zogen die Musiker

aus Ulm ein und die bisherigen Bewohner sukzessive aus – bis

auf einen. Der Manager der gescheiterten Band blieb, bot seine

Unterstützung an und fuhr mit einem Tape zu einer Plattenfirma

nach Stuttgart. Zurück kam er mit einem Plattenvertrag.

„Ich wusste, dass

Musik für mich

der einzige Weg

ist, und habe meine

Schullaufbahn

beendet.“

Dann ging es Schlag auf Schlag. Über 100 Konzerte spielte die

Band nach Veröffentlichung ihres ersten Albums und wohnte

die übrige Zeit zusammen im Hofgut am Rand des Teutoburger

Waldes. Hattler sagt heute über diese Zeit: „Wintrup war

das erste selbstverwaltete Irrenhaus Deutschlands“. Dennoch,

die Kritiker liebten den komplexen und neuartigen Stil. Aber

es musste eine Schublade für diesen neuen Sound gefunden

werden. Krautrock, Progressive Rock oder Jazz-Fusion sind

die gängigsten Klassifizierungen. Kraan selbst nannte es einfach

„Wintrup Musik“. Die Band erarbeitet sich rasch den Ruf,

eine der fesselndsten Live-Bands Europas zu sein. Trotz des Erfolgs

folgte nach zahlreichen Umbesetzungen 1984 die Auflö-


37

sung. Hattler, dessen Spiel der Deutschlandfunk einmal so beschrieb:

„recht höhenlastig, mit kräftigem Plektrum-Anschlag

nah am Steg gespielt, knarzig und präsent, mehr Melodie- und

Soloinstrument als reiner Tieftöner“, hatte zu der Zeit keine

Idee, was jetzt aus ihm werden sollte. Immerhin, sein Ruf und

sein Talent verhalfen ihm zu Workshops rund um den Globus,

einem Werbevertrag mit einem Basshersteller und einem kurzen

Intermezzo bei der NDW-Band „Fehlfarben“.

Die Phase der Unsicherheit und der immer wieder auftauchenden

Frage nach einer musikalischen Zukunftsperspektive endete

1992, als er mit Joo Kraus die Formation „Tab Two“ gründete.

Die Ulmer Musiker entwickelten einen coolen, urbanen

Sound zwischen Acid Jazz mit Hip-Hop und trafen damit den

Zeitgeist. Heinz Koch (heute Theatermacher des AuGuSTheater

Neu-Ulm), schrieb nach ihrem ersten Aufritt in der „Südwest

Presse“ fast schon prophetisch: „Die Band muss zum

Montreux Jazz Festival“. Fünf Jahre später war es so weit. Tab

Two hatte sich zu einem international erfolgreichen Act entwickelt.

Das Duo spielte unter anderem in den USA, Kanada,

Japan und Polen. In unserem Nachbarland mussten die Musiker

aufgrund ihrer Popularität von Bodyguards abgeschirmt

werden. Hellmut Hattler sagt über diese Zeit: „Es roch nach

Weltkarriere“. Trotz des Höhenflugs kam es 1999, auf dem Höhepunkt

der Karriere, zur Auflösung. Kommentieren möchte

er das nicht mehr, es sei alles gesagt.

Erneut musste sich der Ausnahme-Bassist neu erfinden. Ein

Jahr nach der Auflösung von Tab Two gründete er das Projekt

„Hattler“. Dafür suchte er sich eine hochkarätig

besetzte Band und erhielt auf Anhieb

für sein erstes Album den Musikpreis Echo.

Mit Kraan, zu dessen Bandmitgliedern er

nie den Kontakt verlor, veröffentlichte er

in diesem Jahr die Platte „All In“, die auf

Anhieb in die deutschen Albumcharts einstieg.

Nicht zu vergessen ist die Formation

Wenn man sich beim

Interview besonders

gut versteht, Lebensgefährtin Siyou, bei dem die beiden

„Siyou’n’Hell“ - ein reines Duo mit seiner

gibt‘s ein Selfie sich auch musikalisch als kongeniale Partner

zum Schluss.

präsentieren.

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Grundstück VERMITTELN

„Nicht nur ein Makler,

sondern auch ein Berater“

Am Ende des Gesprächs verschwindet Hellmut Hattler kurz

und kommt mit Schildmütze und Sonnenbrille wieder. „Wir

müssen noch kurz ein Selfie machen“.

Text: Karsten Sander

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38 Medien : GUTE UNTERHALTUNG

GUTE UNTERHALTUNG

Was liest, hört oder sieht die Redaktion gerade. Auf dieser Seite findet ihr jeden Monat unsere Tipps für

längere Autofahrten oder eine Auszeit auf dem Sofa.

reingeschaut

reingelesen

In Hamnet, jetzt auch bei Amazon Prime Video,

erzählt Regisseurin Chloé Zhao die Geschichte von

William Shakespeare und dem Verlust seines Sohnes

– leise, intensiv und unglaublich berührend. Besonders

Jessie Buckley trägt den Film mit einer Wucht,

die völlig zurecht mit einem Oscar ausgezeichnet

wurde.

Mich hat vor allem die Kombination aus Musik, Bildsprache

und dieser einnehmenden Emotionalität

mitgerissen. Schwer, wunderschön und lange nachhallend.

// reingeschaut von Saskia

Seit ich meinen ersten Scheibenwelt-Roman gelesen

habe, wusste ich: „Ich will sie alle lesen!“ Der mittlerweile

leider verstorbene Autor Terry Pratchett hatte

eine ganz besondere Art zu schreiben. Er nimmt das

Fantasy-Genre, garniert es mit abstrusen Charakteren,

würzt es unter anderem mit Themen wie Kapitalismus,

Rassismus, Sexismus und vielen weiteren „Ismen“

und zaubert daraus unglaublich unterhaltsame,

lustige und hintersinnige Geschichten. Den Roman

Wachen, Wachen würde ich als guten Einstieg in die

Scheibenwelt empfehlen. // reingelesen von Don

reingehorcht

Eine Pfarrersfamilie im freien Fall: Vater, Mutter, vier erwachsene Kinder. Alle wollen moralisch

glänzen und scheitern an ihrem eigenen Ego. Die Geschichte spielt in den 70er Jahren –

ein glasklarer Blick auf das Chaos, das auch „Familie“ genannt wird.

Interessant: Autor Jonathan Franzen hat verkündet, das könnte sein letzter Roman sein.

Gleichzeitig stellte sich Crossroads als erster Teil einer Trilogie heraus. Was nun? Tolles Buch,

stark auch als Hörbuch – gelesen von Sascha Rotermund. // reingehorcht von Ulrike

reingehört

Ich habe Bon Iver erst vor zwei Jahren entdeckt. Sowohl der Künstler als

auch sein gleichnamiges Album sind für mich nicht mehr wegzudenken.

Das Album höre ich total gerne beim Autofahren oder zu Hause,

wenn ich etwas entspannen möchte. „Bon Iver“ ist extrem gut produziert

und macht mit guten Kopfhörern sehr viel Spaß. Wenn man auf

der Suche nach Musik ist, die einen in den Bann zieht und in eine andere

Welt entfliehen lässt, ist es genau das Richtige. Viel Spaß.

// der Tipp von

Yasi Hofer

Musikerin


39

werben MITworten

„Die Einsteins“: Führungen

Das Museum einer Ulmer Familie. Jeden Donnerstag finden

öffentliche Führungen durch das Museum „Die Einsteins“

statt. Erfahren Sie mehr über die bewegenden Lebensgeschichten

der Einstein-Familie und die Geschichte

der jüdischen Gemeinde in Ulm. Die Führungen beginnen

jeweils um 17 Uhr und dauern etwa eine Stunde. Anmeldung

empfohlen!

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40 Kolumne : GENUSSVOLLE RANDNOTIZ

DIE

NONNA-LÜGE

Jens Gehlert, KSM-Verlag-Gründer und ehemaliger Spazz-Herausgeber,

lebt heute mit seiner Frau sowohl im Piemont als auch in Ulm.

Warum gute Pasta, frisch oder aus der Packung, immer glücklich macht!

In dieser Kolumne haben wir schon so manches Italien-

Klischee mit leichter Hand seziert: die lange kulinarische

Tafel im Weinberg? Italiener essen drinnen. Romantik

beim Essen? Italienische Lokale sind oft eher OP-Saal als

Kerzenschein. Und doch gibt es ein Bild, das sich hartnäckiger

hält als al dente: die Nonna, die irgendwo zwischen

Mehlstaub und Sonnenuntergang täglich Pasta von Hand

macht. Und die natürlich in jeder Region, jedem Landstrich

– und vor allem in jedem Dorf Italiens – das beste

Essen der Welt kocht. Ein schönes Bild, aber ein falsches.

Historisch gesehen standen viele dieser Nonnas nämlich

nicht am Nudelholz, sondern auf dem Feld bei der Landarbeit.

Der Alltag roch weniger nach frisch gemachter

Pasta und Ragù als nach harter Arbeit. Und dann brachte

ausgerechnet der Süden Italiens, gern verklärt als Hort

der Ursprünglichkeit, eine der größten kulinarischen

Rationalisierungen hervor: Trockenpasta. Haltbar, transportfähig,

verlässlich. Keine tägliche Teigakrobatik mehr,

sondern ein Vorratsschrank, der funktioniert. Eine kleine

Revolution, die vor allem eines war: eine enorme Erleichterung

im Alltag.

Und heute? Zahlen helfen gegen Nostalgie. Italien liegt

beim Pastakonsum weltweit vorn. Rund 23 Kilo pro Kopf

und Jahr. Dahinter folgen Länder wie Tunesien (17 Kilo),

Venezuela (14 Kilo), Griechenland (zwölf Kilo), Peru

(zehn Kilo), Schweiz (neun Kilo) und die USA (acht Kilo).

Deutschland kommt auf etwa acht bis neun Kilogramm.

Spannender ist diese Verteilung: In Italien stammen etwa

80 bis 85 Prozent des Konsums aus trockener Pasta, also

dem, was im Supermarktregal steht. Frische, gekühlte

Pasta macht etwa zehn bis 15 Prozent aus. Und selbstgemachte

Pasta? Ein romantischer Restposten von geschätzt

zwei bis drei Prozent. Die pastamachende Nonna ist statistisch

gesehen also eher eine Ausnahme als die Regel.

Eine Ikone, kein Alltag. Verständlich, denn eine raffinierte,

gefüllte Ravioli etwa für zehn Personen kann schon

mal einen Tag Arbeit machen.

Warum hält sich das Bild trotzdem so hartnäckig? Weil

Essen nie nur Nahrung ist. Es ist Wertschätzung für den

Bekochten, Identität, Trostpflaster und Heimat auf dem

Teller. Klischees sind kulinarische Abkürzungen fürs

Herz. Man weiß, dass sie nicht ganz stimmen. Aber man

möchte, dass sie stimmen.

Und dann kommt da noch jemand wie Alberto Grandi

und rührt einmal kräftig im Topf der nationalen Gewissheiten.

In Büchern und Interviews – unter anderem mit

der Financial Times – stellt der Wirtschaftshistoriker unbequeme

Thesen auf: Carbonara? Möglicherweise in Chicago

entstanden. Pizza, wie wir sie heute kennen? Stark

von den USA geprägt. Tiramisù? Jünger als gedacht.

Die Reaktionen in Italien: irgendwo zwischen Empörung

und kollektiver Schnappatmung. Denn wer an der Küche

rührt, rührt an der Seele. Und die verteidigt sich.


41

Dabei ist die Wahrheit, wie so oft, weniger spektakulär

als die Aufregung. Gerichte entstehen nicht im luftleeren

Raum, sondern im Austausch: Migration, Handel, Zufall,

Improvisation. Küche ist kein Museum, sondern ein

lebendiger Prozess. Die Antwort liegt vielleicht

näher, als man denkt. Wer die große

italienische Auswanderung nach

Amerika im 19. und frühen 20.

Jahrhundert kennt, findet

sofort eine charmante

Erzählung: Die

Italiener brachten

ihre Menschen und

ihre Küche in die

USA, und von dort

schwappte vieles − verändert,

angepasst, angereichert − wieder zurück

über den Atlantik. Kein Verrat, sondern ein Kreislauf.

Küche als Pingpong-Spiel der Geschichte. Die Italiener

haben ihre Küche exportiert, und sie sich später selbst

wieder neu importiert. Mir gefällt dieses Bild.

Zurück zur Nonna. Sie hat wohl nie täglich Pasta gemacht.

Vielleicht hat sie sie manchmal gekauft. Vielleicht

hat sie improvisiert. Und vielleicht war genau das

ihre eigentliche Stärke. Am Ende ist es für mich ohnehin

zweitrangig, wer was, wann und wo erfunden hat. Entscheidend

ist, was heute auf dem Teller liegt. Und wie es

schmeckt. Gute Pasta ist kein Herkunftsnachweis, sondern

ein Erlebnis.

Und wer sich fragt, wo man im Alltag anfangen soll: Eine

wunderbare Wahrheit aus dem Supermarktregal lautet

für mich Rummo. Die gibt’s bei uns, wenn la mia moglie

mal keine frische Pasta zaubert. Kommt aus Kampanien,

eine fabelhafte Pasta, und ganz nebenbei der Beweis, dass

Genuss nicht zwingend mit Mehl an den Händen beginnen

muss. Und dann passiert etwas Erstaunliches: Man

kocht diese Pasta, ganz unspektakulär. Mit etwas Olivenöl,

Knoblauch und Zitrone. Etwas feingehackten Prezzemolo

und Parmigiano drüber. Man setzt sich hin. Drinnen,

unter ehrlichem Licht.

Und merkt plötzlich, dass all die großen Fragen nebensächlich

werden. Ob Nonna oder Fabrik, Norden

oder Süden, Tradition oder Importgeschichte:

Es zählt dieser Moment.

Diese einfache, fast unverschämte

Qualität. Dieses Gefühl, dass ein

Teller Pasta gleichzeitig Glück,

Freude und eine kleine Feier sein

kann. Und manchmal auch Trost.

Ist das die eigentliche Wahrheit

hinter all den Mythen? Nicht, wie

Pasta hergestellt wird. Sondern wie

glücklich sie macht. Die Nonna würde

vermutlich zustimmen. Vielleicht nicht laut.

Aber mit einem leichten Nicken. Und sich lächelnd

zu uns an den Tisch setzen.

KLOSTER WIBLINGEN

ORT ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

BIBLIOTHEKSSAAL – MUSEUM IM KONVENTBAU

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di bis So und an

Feiertagen 10-17 Uhr

INFORMATIONEN:

Klosterverwaltung Wiblingen

Schlossstraße 38, 89079 Ulm

Telefon +49 (0) 7 31 . 27 01 35 00

info@kloster-wiblingen.de

www.kloster-wiblingen.de

Bild: Designed by Magnific (magnific.com)

acht.neun


42 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

Ulm...

und um

Ulm

herum

01 MO

NACHTLEBEN

FUCKIN' MONDAY

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

BIS 4. JULI

VOLKSFESTPLATZ - ULM

Unser TIPP

ulmer zelt

Das diesjährige ulmer zelt startete Ende Mai und läuft noch bis Juli.

Beinahe täglich geben sich hier Musikerinnen, Musiker, diverse

Bands, Kabarettistinnen, Kabarettisten, Artisten, Künstlerinnen

und Künstler aus den unterschiedlichsten Genres die Klinke in die

Hand. Daneben bietet Ulms Kulturfestival einiges an Kinder- und

Familienprogramm, Flohmärkte und Biergartenfeeling. Das lohnt

sich − und zwar jedes Jahr aufs Neue!

Foto: Ulmer Zelt 2024

ULMER ZELT

Element of Crime

Unscharf mit Katze

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Die Spatzenwiese mit Mendes

Historischer Jahrmarkt

Ulm, Friedrichsau, 11.00-19.00

02 DI

LIVE MUSIK

Punkt 12 – Orgelmusik

zur Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster, 12.00-12.30


43

KINDER

Die Spatzenwiese mit

Mendes Historischer Jahrmarkt

Ulm, Friedrichsau, 11.00-

19.00

FÜHRUNG

Ulmer Lach- und Sachgeschichten

– Wissen und

hULMor to go – NEU!

Ulmer Extras

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 18.00-

20.00

03 MI

BÜHNE

Creative Dialogues

Tanztheater von Steffen

Fuchs und Annett Göhre

Ulm, Theater Ulm, 20.00

Vater unser

nach dem Roman von

Angela Lehner

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

PA R T Y S

Flussabwärts

Dayparty

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 15.00

ULMER ZELT

Heather Nova

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Spatzenwiese

Ulm, Friedrichsau, 11.00-

19.00

Kleine Leseratz

Langenau, StadtBücherei

im Pfleghof, 10.00

FÜHRUNG

Hofnarr in Ulm,

Narr ohne Hof

Erlebnisführung im historischen

Gewand

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 18.00-

19.30

Nachtwächter-Führung

Erlebnisführung im historischen

Gewand

Ulm, Treff Gerberhaus,

21.00-22.30

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Projekt gegen Armut und

Einsamkeit

Ulm, Magirushof, 15.00-

18.00

Magic Dinner

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 18.00

Wirtshaussingen für jedermann

Ehingen, Kirchen, Gasthaus

Fuchs, 15.00-17.30

04 DO

BÜHNE

Die Meistersinger von

Nürnberg

Oper in drei Aufzügen

Ulm, Theater Ulm, 17.00

ULMfassbar

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 19.30

LIVE MUSIK

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

An der Blaubeurer Straße

Telefon 0731 9342 180

Mo. bis Fr. 9 – 18 Uhr

Sa. 9 – 15 Uhr

NACHTLEBEN

STUDY FEVER: Spätvorlesung

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

ULMER ZELT

DOTA – Springbrunnen

Ulm, ulmer zelt, 20.00

ulmer zelt Kinderkleiderflohmarkt

Ulm, ulmer zelt, 10.00-

16.00

KINDER

Spatzenwiese

Ulm, Friedrichsau, 11.00

Wir können auch Geschenke –

Garten und mehr!


44 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

SONSTIGES

NACHTLEBEN

LIVE MUSIK

FÜHRUNG

Sandbergfest

Senden, Hittistetten,

Sandbergweg Hittistetten,

11.00

05 FR

BÜHNE

Abdel Boudii – Hause geht!

Comedy

Ulm, Roxy, Werkhalle,

20.00

Creative Dialogues

Ulm, Theater Ulm, 20.00

Italo Disco

Simon X. Rost

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

19.00

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy für die ganze

Familie

Ulm, KCC Theater, 19.00

ULMfassbar

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 20.30

LIVE MUSIK

Pop.Rock.Live: MAXIMILIAN

JÄGER & VIELLEICHT WENDY

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 20.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

The Robert Cray Band

2026 All Amped Up Tour

Ulm, ulmer zelt, 20.00-

22.00

Afterwork-Party

Ulm, Medienschmiede,

18.00

KINDER

Spatzenwiese

Ulm, Friedrichsau, 11.00-

19.00

FÜHRUNG

Donauschwaben. Aufbruch

und Begegnung

Ulm, Donauschwäbisches

Zentralmuseum, 15.30

06 SA

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Operette in zwei Akten

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Italo Disco

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

20.00

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy für die ganze

Familie

Ulm, KCC Theater, 19.00

Öffentliche Bühnenprobe:

Ewig jung

Ulm, Theater Ulm, Treff

Bühnenpforte, 9.45

Olaf Schubert

Jetzt oder now!

Ulm, Roxy, 20.00

ULMfassbar

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 20.30

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

PARTYS

Decadance

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 16.00

Mallorca Sommer Festival

Ulm, Wiblingen, Großsportanlage

Wiblingen,

14.00-22.00

ULMER ZELT

Beyond the Black

Ulm, ulmer zelt, 20.00

VORTRAG

Einsichten in Wagners

„komische Oper“

Ulm, Theater Ulm, Foyer,

16.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

Pflanzenraritätenmarkt

Süd

Illertissen, Staudengärtnerei

Gaißmayer und

Museum der Gartenkultur,

9.00-16.00

KINDER

Spatzenwiese

Ulm, Friedrichsau, 11.00-

19.00

Mit Agathe Streicher, der

ersten Ärztin, durch Ulm

Kinder- und Jugendführung

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 11.00-

12.00

True Crime

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 20.15-

21.45

07 SO

BÜHNE

Die Meistersinger von

Nürnberg

Oper in drei Aufzügen

Ulm, Theater Ulm, 17.00

Italo Disco

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

17.00

Matinée „Ewig jung“

Wissenswertes zur Produktion!

Ulm, Theater Ulm, Foyer,

11.00

ULMfassbar

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 15.00

LIVE MUSIK

Paradekonzert

Ulm, Weinhof, 11.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30


45

Sonntagskonzert

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 11.00

ULMER ZELT

Jochen Malmsheimer:

Statt wesentlich die Welt

bewegt, hab ich wohl nur

das Meer gepflügt – ein

Rigorosum sondershausen.

Kabarett

Ulm, ulmer zelt, 20.00

Zirkus Pantomimi

Kindertheater

Ingrid Irrlicht

Ulm, ulmer zelt, 14.00

LITERATUR

Ernst Barlach – Bildhauer,

Dichter, Visionär. Ein literarischer

Rundgang durch

die Ausstellung

Neu-Ulm, Edwin Scharff

Museum, 15.30-16.30

KINDER

Bunt gedacht

Ulm, Kunsthalle Weishaupt,

15.00

Spatzenwiese

Ulm, Friedrichsau, 11.00-

19.00

Flo-Zirkus

Neu-Ulm, Florian Zimmer

Theater, 13.00

FÜHRUNG

Der Henker ist in der

Stadt!

Ulm, Metzgerturm, 16.00-

17.30

Die Würde des Menschen

ist unantastbar

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Führung

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Führungen in der Bundesfestung

Ulm: Fort Oberer

Kuhberg

Ulm, Fort Oberer Kuhberg

Werk XXXII, 14.00

Gruselführung

Erlebnisführung

Ulm, Treffpunkt: In der

Höll, 18.00-19.30

Guck-in-die-Luft-Tour

Ulmer Extras

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 11.00-

13.00

Im Schatten des

amerikanischen Traums

Führung mit Künstler

Richard Sharum in englischer

Sprache

Ulm, Stadthaus, 15.00

Tag der Arzneipflanze

Ulm, Botanischer Garten

der Universität Ulm, Gewächshäuser,

14.00-18.00

08 MO

LIVE MUSIK

Trio Kimura – Guy – Hemingway

Ulm, Stadthaus, 20.00

JETZT TICKETS SICHERN!

Für die

OLAF SCHUBERT UND SEINE

FREUNDE – JETZT ODER NOW!

Sa, 6. Juni 2026 | 20:00 Uhr

© spoTLight

Anmeldung

ab 30 €

Tickets

ab 47,50 €

VIP-TICKETS

164 €

GROSS MIT KLEIN

ARENA HINDERNISLAUF

So, 05. Juli 2026 | ab 10:00 Uhr

Tickets sind erhältlich unter www.ulmtickets.de und in den

ulmtickets-Vorverkaufsstellen in der ratiopharm arena in

Neu-Ulm und in der Tourist-Information im Stadthaus in Ulm.

Foto: Amac Garbe

in Neu-Ulm:

Tickets

ab 49 €

UNDERDOGS MMA

CHARITY FIGHT NIGHT

Sa, 27. Juni 2026 | 18:00 Uhr

Tickets

ab 52,45 €

VIP-TICKETS

164 €

COMFORT SEATS

72,45 €

VIP-TICKETS

164 €

KAYA YANAR

LOST!

Do, 12. Nov. 2026 | 20:00 Uhr


46 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

NACHTLEBEN

FUCKIN' MONDAY: No Fuckin'

– No Monday!

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

09 DI

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Operette

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Öffentliche Bühnenprobe:

Together in Motion

Ulm, Roxy, 18.00

LIVE MUSIK

Semesterabschlusskonzert

– Universitätsorchester

Ulm

Neu-Ulm, Glacis-Park,

Veranstaltungsbühne,

19.00

LITERATUR

Lesekreis

Ulm, Aegis Café, 19.30

VORTRAG

SÜDWEST PRESSE forum mit

Paul Ronzheimer, Stellv.

Chefredakteur BILD

Ulm, Stadthaus, 19.00

FÜHRUNG

Feierabend in Ulm – Stadtführung

für den guten

Zweck

mit Oberbürgermeister

Martin Ansbacher

Ulm, Fischkastenbrunnen,

18.00-19.00

10 MI

BÜHNE

Vater unser

nach dem Roman von

Angela Lehner

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Bunter Liedermix mit

Walter Spira solo

Neu-Ulm, Barfüßer Biergarten

im Glacis, 19.00

Punkt 12

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

ULMER ZELT

Nik West

Ulm, ulmer zelt, 20.00

FÜHRUNG

Markt-Zeit Tour

Erlebnisführung

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 10.00-

11.30

Nachtwächter-Führung

Erlebnisführung

Ulm, Treff Gerberhaus,

21.00-22.30

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Projekt gegen Armut und

Einsamkeit

Ulm, Magirushof, 15.00-

18.00

11 DO

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy für die ganze

Familie

Ulm, KCC Theater, 19.00

BraunB

Baumschule

Mephisto

Nach dem Roman von

Klaus Mann

Ulm, Theater Ulm, 20.00

NACHTLEBEN

STUDY FEVER: Spätvorlesung

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

ULMER ZELT

Subway to Sally – Post

Mortem

Ulm, ulmer zelt, 20.00

... die Pflanzen

für Balkon

und Garten !

89079 Ulm-Eggingen, Erminger Str. 8

Montag bis Freitag 8-12 Uhr und 13-18 Uhr,

Samstag 8-13 Uhr

www.baumschule-braun.de Tel. 07305/6159


47

LITERATUR

Wolfgang Schukraft rezitiert

„Reineke Fuchs“

Blaustein, Lautern, Gasthaus

zum Lamm, 19.00

VORTRAG

Blumen & Pflanzen: Mythen,

Hexen, Aberglaube

Ulm, Stadthaus, 18.00-

19.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Donnerstagsgeschichten

Ulm, Stadtteilbibliothek

Weststadt, 15.00-17.00

FÜHRUNG

Frauen be-wegen!

Ulmer Extras

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 16.30-

18.30

SONSTIGES

Lederhosentraining

Illertissen, Gesundheitszentrum,

19.00-20.00

Wie arbeitet die Rettungs-

Hundestaffel

Langenau, Vereinsheim

der Landjugend, 17.00-

18.30

12 FR

BÜHNE

Creative Dialogues

Tanztheater

Ulm, Theater Ulm, 20.00

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy für die ganze

Familie

Ulm, KCC Theater, 19.00

lautten compagney BERLIN

& Asya Fateyeva

Ehingen, Lindenhalle,

19.00

Vater unser

nach dem Roman von

Angela Lehner

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

blaurock umsonst &

draußen

Ulm, Söflingen, Meinloh-

Forum im Klosterhof,

18.30

Echo aus Paris – Kammermusikkonzert

Neu-Ulm, Edwin-Scharff-

Haus, 18.30

Pop.Rock.Live: TUNE CIR-

CUS & THE EYES

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 20.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

Herzliche

Frühlingsgrüße

aus dem

Seniorenzentrum

Weststadt!

Seniorenzentrum Weststadt

Tagespflege I Kurzzeit- und Dauerpflege

Magirusstraße 39 I 89077 Ulm

0731 -155393 0 I 0731 -155393 19

szulm@awo-wuerttemberg.de

www.awo-wuerttemberg.de


48 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

kulturGUT

Tanzt, sonst seid ihr verloren!

Vom 25. bis 28. Juni 2026 verwandelt

das ZANT Tanzfestival das ROXY

Ulm erneut in einen pulsierenden Treffpunkt

für internationalen und lokalen Tanz. 30 Choreografien,

Weltklasse-Ensembles und ein

großes kostenloses Open-Air-Programm –

hier ist für jeden etwas dabei.

Den Auftakt macht eine Internationale Tanzgala

mit Highlights aus aller Welt: Das Tschechische

Nationalballett, das Ballett des Theater

Basel mit Star-Choreograf Marco Goecke,

die preisgekrönte Hung Dance Company aus

Taiwan sowie die energetische spanische

Compagnie HURyCAN sind nur einige der Acts.

Ein besonderes Highlight: Das Scottish Dance

Theatre feiert sein 40-jähriges Bestehen mit

zwei Europa-Premieren zeitgenössischer

Choreografen.

Foto: Franco Wang

Auch die lokale Szene kommt groß raus – mit inklusiven Projekten, Breakdance-Battles, einer immersiven Tanzinstallation und einem

Abend mit sechs Ulmer Eigenproduktionen. Den Abschluss bildet „TRAMA“ von Compagnie Lowlands, ein weltweit gefeierter zeitgenössischer

Klassiker.

Das ZANT feiert und fördert lokale Kreativität

und internationalen Austausch: Ein

derart diverses, mutiges und bereicherndes

Programm in Ulm auf die Beine stellen

zu können, ist wirklich ein tolles Zeichen

für die kulturelle und soziale Struktur unserer

Stadt,“ freut sich Pablo Sansalvador,

der Leiter des Festivals.

Foto: Cia Moveo (links); Underground Movement

ZANT Tanzfestival / 25. - 28. Juni /

Roxy Ulm / Schillerstr. 1/12, 89077 Ulm /

Tickets unter www.roxy.ulm.de / Unter

www.zant-festival.de kann das Programm

eingesehen werden.


PREMIEREN

49

DIE MEISTERSINGER

VON NÜRNBERG

OPER IN DREI AUFZÜGEN

MUSIK UND TEXT VON

RICHARD WAGNER

MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

PREMIERE

DONNERSTAG, 4. JUNI 2026

(FRONLEICHNAM), 17.00 UHR,

GROßES HAUS

NÄCHSTE VORSTELLUNGEN

SO. 7.6. / SA, 13.6. / SO, 21.6. /

SA, 27.6. / SO, 5.7.2026

Mit freundlicher

Unterstützung

SAMSTAG, 6. JUNI, 16.00 UHR, FOYER

RICHARD WAGNERS »DIE MEISTER-

SINGER VON NÜRNBERG« — WIRKLICH

NUR EINE MUSIKALISCHE KOMÖDIE?

EINSICHTEN IN WAGNERS ›KOMISCHE

OPER‹ VON JOHN H. MÜLLER

SONNTAG, 14. JUNI, 11.00 UHR, FOYER

»DER FLIEDER WAR’S«.

ODER DOCH NICHT?

WAGNERS »MEISTERSINGER« IM SPIEGEL

IHRER REZEPTION

VORTRAG VON PROF. STEPHAN MÖSCH

GASTSPIELE

DIENSTAG, 30. JUNI 2025, 19.30 UHR,

GROßES HAUS

COMEDIAN HARMONISTS

IN CONCERT

SAMSTAG, 11. JULI 2025, 19.00 UHR,

GROßES

HARALD SCHMIDT UND

BERNADETTE SCHOOG

EIN TALKABEND

DAS ATELIER AM

BODENSEE

OPERETTE IN ZWEI AKTEN

MUSIK UND TEXT VON

ULRICH WIEDERSPAHN

URAUFFÜHRUNG

SAMSTAG, 6. JUNI, 19.30 UHR, PODIUM

NÄCHSTE VORSTELLUNGEN

DI, 9.6. / DO. 11.6. / SO, 14.6. / DI, 16.6. /

MI, 17.6. / SA, 20.6.2026

Mit freundlicher

Unterstützung

EWIG JUNG

EIN SONGDRAMA VON ERIK GEDEON

PREMIERE

FREITAG, 19. JUNI 2026, 19.30 UHR,

GROßES HAUS

EXTRAS

WORT-REICH

MITTWOCH, 24. JUNI 2026,

19.00 UHR, AEGIS CAFÉ

IRRE TEXTE

NACHRICHTEN VON

VERQUEREN HIRNEN

MITTWOCH, 15. JULI, DONNERSTAG,

16. JULI, FREITAG, 17. JULI 2026 JEWEILS

19.00 UHR, GARTEN DES AEGIS CAFÉ

»GARTEN EDEN DER LITERATUR« —

BEST OF WORT-REICH

TOGETHER IN

MOTION

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM ROXY

ULM MIT CHOREOGRAFIEN VON

ENSEMBLEMITGLIEDERN DES THEATERS

ULM UND GÄSTEN

URAUFFÜHRUNG

SONNTAG, 14. JUNI 2026, 19.00 UHR,

ROXY ULM

ÖFFENTLICHE BÜHNENPROBE

DIENSTAG, 9. JUNI 2026, 18.00 UHR,

ROXY ULM

NÄCHSTE VORSTELLUNGEN

Sa, 20.6. / So, 21.6. / Do, 2.7. /

Sa, 11.7. / So, 12.7. / Do, 16.7.2026

Mit freundlicher Unterstützung

von PETER LIEBCHEN

KONZERTE

DIENSTAG, 30. JUNI 2026,

20.00 UHR, CCU

5. PHILHARMONISCHES KONZERT

GEORGE GERSHWIN

KLAVIERKONZERT F-DUR

RICHARD WAGNER

»DER RING OHNE WORTE«

(ARR. LORIN MAAZEL)

SONNTAG, 12. JULI 2026,

19.30 UHR, FOYER

7. KAMMERKONZERT 2026

MIT WERKEN VON FRANZ SCHMIDT

UND HANS PFITZNER

KASSE 0731 — 161 44 44

WWW.THEATER-ULM.DE


50 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

ULMER ZELT

The Led Farmers – Irish

Night

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Kasperle und das

Zauberduell

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

FÜHRUNG

Sophie und Hans Scholl

und die weiße Rose

Ulm, Martin-Luther-Kirche,

17.00-19.00

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Ulm, Söflingen, Söflinger

Friedhof, 15.00-18.00

13 SA

BÜHNE

Die Meistersinger von

Nürnberg

Oper in drei Aufzügen

Ulm, Theater Ulm, 17.00

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy

Ulm, KCC Theater, 19.00

LIVE MUSIK

blaurock

umsonst & draußen

Ulm, Söflingen, Meinloh-

Forum im Klosterhof,

18.30

Clean Water Festival

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 16.00

Vivaldi´s Salterio

Illertissen, Kolleg der

Schulbrüder, 19.00

ULMER ZELT

The Sweet

Ulm, ulmer zelt, 20.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Kasperle und das

Zauberduell

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

Das tapfere Schneiderlein

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

15.00

FÜHRUNG

Black Cowboys, Fotografie

von Sabine Bungert und

Stefan Dolfen

Künstlerführung

Ulm, Stadthaus, 11.30

Führung zum Mit-Rätseln:

„Ja, wer glaubt denn

sowas?“

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 18.30-

20.00

SONSTIGES

Offenes Atelier für Jugendliche

und Erwachsene

mit Christine Söffing

Neu-Ulm, Edwin Scharff

Museum, 13.00-17.00

14 SO

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Operette

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Together in Motion

Ulm, Roxy, Werkhalle,

19.00

LIVE MUSIK

Eva Möritz

Sommerkonzert

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 18.00

JazzSommerAbend: Bawelino

& Brunner

Neu-Ulm, Caponniere 4,

19.00

Paradekonzert

Ulm, Weinhof, 11.00

Sonntagskonzert

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 11.00

NACHTLEBEN

Musikfrühstück

BlautalBrass

Blaustein, Spielburg Cafe,

10.00

ULMER ZELT

„interBALLOOaktiv“

Tobi van Deisner – Europameister

der Ballonkunst

Ulm, ulmer zelt, 14.00

Sebastian 23 – Zusammenhaltestelle

Kabarett

Ulm, ulmer zelt, 20.00

LITERATUR

Ulmer Lyriksommer:

„Hiersein ist herrlich“

– musikalische Rilke-Performance

Ulm, Kunstverein Ulm,

Schuhhaussaal, 20.00

VORTRAG

Die Meistersinger von

Nürnberg

Vortrag

Ulm, Theater Ulm, Foyer,

11.00

KINDER

Das Märchen von der

blauen Blume und kleine

Bastelaktion

Ulm, Stadthaus, 15.00-

16.00

Kasperle und das

Zauberduell

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

Das tapfere Schneiderlein

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

11.00


51

BAUR IMMOBILIEN

IHR IMMOBILIENMAKLER

IM HERZEN VON ULM

BAUR Immobilien Ulm

Münsterplatz 38 | 89073 Ulm

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Im Herzen

von Ulm

Die BAUR-Immobilienbörse

für Ulm und die Umgebung:


52 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

FÜHRUNG

Die Würde des Menschen

ist unantastbar

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Donau. Flussgeschichten

Ulm, Donauschwäbisches

Zentralmuseum, 14.00

Kunsthistorischer Rundgang

Neu-Ulm, Edwin Scharff

Museum, 11.30

SONSTIGES

Oldtimertreffen

Senden, Reitplatz des Reitund

Fahrverein, 10.00-

17.00

15 MO

NACHTLEBEN

FUCKIN' MONDAY

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

KINDER

Silent Book Club in der

Glaspyramide

Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek

Ulm, 18.00-20.00

16 DI

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Operette

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Jahreskonzert der Sinfonietta

Ulm

Ulm, Stadthaus, 19.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

WoodwindVibes!

Ulm, Klostermühle Söflingen,

18.00

VORTRAG

Ignatianische Impulse –

Enthaltungsbereitschaft

Vortrag Wolfgang Steffel

Ulm, Bischof-Sproll-Haus,

19.30

FÜHRUNG

Black Cowboys Führung

mit Eileen Schumacher

Ulm, Stadthaus, 18.00

Stadthaus-Architektur

Ulm, Stadthaus, 16.30-

17.30

17 MI

BÜHNE

Creative Dialogues

Tanztheater

Ulm, Theater Ulm, 20.00

Das Atelier am Bodensee

Operette

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Bunter Liedermix mit Walter

Spira solo

Pfaffenhofen, Martinushaus,

15.00

JAZZ SPÄTZLE

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 19.00

ULMER ZELT

Gardi Hutter – gardiZERO

poetisches Clowntheater

mit Tiefgang und Humor

Ulm, ulmer zelt, 20.00

FÜHRUNG

Nachtwächter-Führung

Erlebnisführung

Ulm, Treff Gerberhaus,

21.00-22.30

Orgelführung an die

Hauptorgel

Ulm, Ulmer Münster,

18.00-19.30

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Ulm, Magirushof, 15.00-

18.00

18 DO

BÜHNE

Das Kriminal Dinner – Krimidinner

für Jung & Alt

Ulm, Krone, 19.00

Kind zu verschenken. 2.0

Ulm, KCC Theater, 19.00

Vater unser

nach dem Roman von

Angela Lehner

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Mein Weg aus Sucht und

Depression

mir WALTERs SPIRAtuellen

Liedinterpretationen

Blaustein, Markbronn,

Scheune, 19.00

NACHTLEBEN

STUDY FEVER: Spätvorlesung

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

ULMER ZELT

Marlo Grosshardt

Ulm, ulmer zelt, 20.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Donnerstagsgeschichten

Ulm, Stadtteilbibliothek

Weststadt, 15.00-17.00

FÜHRUNG

Stadtgrün

Ulmer Extras

Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek

Ulm, 17.00-19.00


53

WM2026

PUBLIC VIEWING

RATIOPHARM ARENA

14. JUNI

Deutschland : Curaçao

Einlass 17:30 Uhr | Anpfiff 19:00 Uhr

20. JUNI

Deutschland : Elfenbeinküste

Einlass 20:30 Uhr | Anpfiff 22:00 Uhr

Sichert euch einen Platz und holt euch eure

kostenlosen Tickets auf ulmtickets.de

PRÄSENTIERT VON:


54 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

SONSTIGES

NACHTLEBEN

SONSTIGES

FESTE

Art & Apèro – Kunstgenuss

am Abend

Ulm, Kunsthalle Weishaupt

& Museum Ulm,

18.00-20.00

19 FR

BÜHNE

Ewig jung – Ein Songdrama

von Erik Gedeon

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy

Ulm, KCC Theater, 19.00

Schmerz lass nach

Komödie von Jasmin

Leuthe

Erbach, Bach, Nikolaushaus,

Pfarrgarten, 20.00

Vater unser

nach dem Roman von

Angela Lehner

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Pascal Schumacher (Vibraphon)

Ulm, Kornhaus, 19.30

Pop.Rock.Live: ATLANTIS

BEACH MOTEL & MOTEL ERB

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 20.00

WKO & Pascal Schumacher

– Minimal Vibes für großes

Orchester

Minimal Vibes für großes

Orchester

Ulm, Kornhaus, 19.30

Summer Vibes – White

Party

Neu-Ulm, Wiley Club,

21.00-3.00

ULMER ZELT

MINE

Ulm, ulmer zelt, 20.00

LITERATUR

Ulmer Lyriksommer:

„Schweizer Lesefest“ –

Lesungen und Gespräche

mit Regina Dürig und Ilma

Rakusa

Ulm, Kunstverein Ulm,

Schuhhaussaal, 19.30

KINDER

Bunt ist meine

Lieblingsfarbe

Neu-Ulm, Edwin Scharff

Museum, 14.30-17.30

Fledermausnacht

Ulm, Botanischer Garten

der Universität Ulm, Treff

Eingang Gewächshäuser,

21.00

Kasperle und die Suche

nach Schnuffi

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

FÜHRUNG

Känguru-Kunst

Führung durch die Ausstellung

„Willi Siber.

Cosmos Color“

Ulm, Kunsthalle Weishaupt,

11.00

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Ulm, Söflingen, Söflinger

Friedhof, 15.00-18.00

20 SA

BÜHNE

Das Atelier am Bodensee

Operette in zwei Akten

Ulm, Theater Ulm, 19.30

Ewig jung – Ein Songdrama

von Erik Gedeon

Ulm, Theater Ulm, 19.00

Kind zu verschenken. 2.0

Comedy für die ganze

Familie

Ulm, KCC Theater, 19.00

Schmerz lass nach

Komödie von Jasmin

Leuthe

Erbach, Bach, Nikolaushaus,

Pfarrgarten, 20.00

Together in Motion

Ulm, Roxy, Werkhalle,

19.00

LIVE MUSIK

Jahreskonzert des Ulmer

Spatzen Chors

Kein Weg zu weit

Neu-Ulm, Edwin-Scharff-

Haus, 19.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

Ulmer Altstadtfest

Ulm, Fischerplätzle,

11.00-23.00

ULMER ZELT

Get Well Soon

Ulm, ulmer zelt, 20.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Kasperle und die Suche

nach Schnuffi

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

Das tapfere Schneiderlein

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

15.00

FÜHRUNG

4 Museen – kurz und

fündig

Ulmer Extras

Ulm, Dentler-Museum,

13.00-15.00

Unterwegs mit Lilli Langohr

im Ulmer Münster

Familienführung

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 10.00-

11.00



56 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

kulturGUT

Blues spüren, den Moment leben

Zu einem spannenden Abend mit großartigen

Bluesbands laden die Veranstalter KunstWerk e.V.

und Indauna e.V. in den Kulturbiergarten Liederkranz ein.

Mit dabei die neue Ulmer OKAPI BLUESBAND mit Sängerin Silke

Dilling und drei erfahrenen Mitmusikern im Bereich des Bluesrock.

Auch die andere Band des Abends hat mit Revana eine Frau vorne

dran, die dem Publikum kräftig einheizt. MAD AT YOUR MAN ist

ebenfalls eine Bluesband, die es versteht, wie man der Tradition

mit Hilfe von zwei Stromgitarren ein zeitgemäßes Gewand verpasst.

Calling Blues

Okapi Bluesband und Mad At Your Man

Freitag, 19.6. / 19 Uhr

Kulturbiergarten Liederkranz Ulm (Friedrichsau 9)

Veranstalter: KunstWerk e. V. und Indauna e. V.

Foto: Reinhard Köhler

Umsonst & Draußen

Hier finden die Kurse statt:

Körperkultur: Ulm macht Sport

Auch 2026 finden wieder kostenlose Sportkurse unter freiem Himmel statt, verteilt auf

fünf Ulmer Stadtteile. Angeboten werden unter anderem Yoga, Fitness, Tanzen, funktionelles Training

und Selbstverteidigung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme steht allen offen,

unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder Vorerfahrung. Alle Termine, Zeiten und Kursangebote

sind online einsehbar. Das Projekt ist eine Initiative der Stadt Ulm, Abteilung Bildung und Sport.

Foto: Veranstalter

im Westen:

neben dem Westbad

in Wiblingen:

beim Burgauer Weg

in Böfingen:

gegenüber der Stadtteilbibliothek

in der Friedrichsau:

unterhalb des SSV-Geländes

am Eselsberg:

unterhalb der Adalbert-Stifter-

Schule

www.ulm.de/ulm-macht-sport


Geschichten aus dem Pflegealltag

Du bist gefordert

und hast trotzdem Zeit

für Nähe.

adk-gesichter.de


58 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

SONSTIGES

Christopher Street Day

Ulm Neu-Ulm 2026: 15 Jahre

Stolz, Solidarität und

Sichtbarkeit

Ulm und Neu-Ulm, Innenstadt

21 SO

BÜHNE

Die Meistersinger von

Nürnberg

Oper in drei Aufzügen

Ulm, Theater Ulm, 17.00

Schmerz lass nach

Komödie von Jasmin

Leuthe

Erbach, Bach, Nikolaushaus,

Pfarrgarten, 19.00

Together in Motion

Ulm, Roxy, Werkhalle,

19.00

LIVE MUSIK

Fusionskonzert – Mendelssohn:

„Lobgesang“-Sinfonie,

Jenkins: „Adiemus“

Langenau, Martinskirche,

18.00

Orgel trifft Wein

Genießen mit allen Sinnen

Neu-Ulm, Petruskirche,

19.00-21.00

FESTE

Sommerfest

Ulm, Botanischer Garten

der Universität Ulm, 14.00

ULMER ZELT

Andi & die Affenbande

(Kindermusik)

Ulm, ulmer zelt, 14.00

Ohne Rolf – Unter Druck

Kabarett

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Bunt gedacht

Ulm, Kunsthalle Weishaupt,

15.00

Das tapfere Schneiderlein

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

11.00

Kasperle und die Suche

nach Schnuffi

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

FÜHRUNG

Die Würde des Menschen

ist unantastbar

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Wer jetzo zieht

ins Ungarland...

Schauspielführung

Ulm, Donauschwäbisches

Zentralmuseum, 14.00

22 MO

NACHTLEBEN

FUCKIN' MONDAY

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

23 DI

ULMER ZELT

Herbert Pixner Projekt

Ulm, ulmer zelt, 20.00

24 MI

BÜHNE

Kampf der Reality Shows

Jugendtheater

Ehingen, Lindenhalle,

10.00

LIVE MUSIK

Früh übt sich!

Ulm, Musikschule der

Stadt Ulm, Konzertsaal,

18.00

FUNKY PILOTS

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 19.00

Kultur auf Stufen: Akrobatik

mit Chris und Iris

Gap of 42

Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek

Ulm, 19.30

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

SINGER PUR: Ein Brausen

vom Himmel

Ulm, Ulmer Münster,

19.00

ULMER ZELT

ROXY singt im Zelt – Das

Bandspecial! (ausverkauft!)

Ulm, ulmer zelt, 20.00

FÜHRUNG

Nachtwächter-Führung

Erlebnisführung

Ulm, Treff Gerberhaus,

21.00-22.30

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Ulm, Magirushof, 15.00-

18.00

Infopoint Energie und

Umwelt

Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek

Ulm, 14.00-18.00

11. Netzwerk-Forum im BCU

Kunst trifft Netzwerken

Ulm, Business Center Ulm

GmbH & Co. KG, 17.30-

21.00

25 DO

BÜHNE

#ShowMeYourMoves! –

International Gala

Ulm, Roxy, 20.00

LIVE MUSIK

Jonah Stabe – Hommage

an Ludovico Einaudi

Solo-Klavierprogramm

Ulm, Kornhaus, 19.30


59

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

NACHTLEBEN

STUDY FEVER: Spätvorlesung

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

ULMER ZELT

Maria Serrano – Las voces

de mi vida

Tanzperformance

Ulm, ulmer zelt, 20.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Donnerstagsgeschichten

Ulm, Stadtteilbibliothek

Weststadt, 15.00-17.00

SONSTIGES

Lederhosentraining

Illertissen, Gesundheitszentrum,

19.00-20.00

26 FR

BÜHNE

Ewig jung – Ein Songdrama

von Erik Gedeon

Ulm, Theater Ulm, 20.00

Dance Dialogues

Ulm, Roxy, 20.00

Italo Disco

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

19.00

Man kann nicht ewig

glücklich sein; man muss

irgendwann auch mal

heiraten

Comedy-Kabarett

Ulm, KCC Theater, 19.00

PAVILLON DER KÜNSTE #2

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 19.00

LIVE MUSIK

Banana Republic und Tonphobie

und Inframince

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 18.30

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

Wincent Weiss, Special

Guest: Kayef

Ulm, Wiblingen, Klosterhof,

19.00

Wincent Weiss – VIP Ticket

– Sommertour 2026

Ulm, Kloster Wiblingen,

19.00

ULMER ZELT

Tankus – Valley of Distraction

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Kasperle an der Nordsee

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

FREITAG I 26. JUNI I 22 UHR

Open Air Kino:

„Der Teufel trägt Prada 2“

SONNTAG I 28. JUNI I 19.30 UHR

Carolin No

Konzert

Singer-Songwriter, Indie-Pop

kulturbuero@langenau.de

Tel. 07345 9622-141

pfleghof-langenau.de

PFLEGHOF

OPEN AIR

VOM 26.–28. JUNI

SAMSTAG I 27. JUNI I 20 UHR

Kroatische Nacht

Literarisch-musikalische Begegnung

KEINE

PARTY OHNE

GEORG

HERRLICH SÜFFIG

Bei

schlechtem

Wetter im

Pfleghofsaal.


60 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN

Vöhringer Kinderfest

Vöhringen, Sportpark,

15.00-17.00

SONSTIGES

Canapé Café Mobil

„Cookie“

Ulm, Söflingen, Söflinger

Friedhof, 15.00-18.00

27 SA

BÜHNE

#TANZ – Made in Ulm

Ulm, Roxy, 18.00

Die Meistersinger von

Nürnberg

Oper in drei Aufzügen

Ulm, Theater Ulm, 17.00

Italo Disco

Solostück von Simon X.

Rost

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

20.00

Man kann nicht ewig

glücklich sein; man muss

irgendwann auch mal

heiraten

Comedy-Kabarett

Ulm, KCC Theater, 19.00

Scottish Dance Theatre

40th Anniversary Tour

Ulm, Roxy, 20.00

LIVE MUSIK

MONTEZ – 15 JAHRE MONTEZ

– DIE JUBILÄUMSTOUR

Ulm, Kloster Wiblingen,

19.00

Punkt 12 – Orgelmusik zur

Mittagszeit

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

ULMER ZELT

High Voltage! Splendid –

Die Absolventenshow

Ulm, ulmer zelt, 20.00

MÄRKTE

Flohmarkt

Senden, Festplatz, 7.00-

15.00

KINDER

Kasperle an der Nordsee

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

Am Blaubeurer Tor da tut

sich was!

Kinderführung

Ulm, Roter Baucontainer

neben Leonardo-Hotel!,

10.00-11.30

SONSTIGES

Kroatische Nacht

Literatur & Musik

Langenau, Pfleghof, 19.00

Ritmo Latino Festival

Musik, Kultur, Kulinarik

Ulm, Kulturbiergarten

Liederkranz, 16.00

28 SO

BÜHNE

Ewig jung – Ein Songdrama

von Erik Gedeon

Ulm, Theater Ulm, 19.00

Italo Disco

Solostück von Simon X.

Rost

Blaustein, Theaterei Herrlingen,

17.00

Kasper Schlabbergosch

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 15.00

TRAMA

Ulm, Roxy, 19.00

Was machst du mit dem

Knie, lieber Hans?

Ulm, Theater Ulm, 19.30

LIVE MUSIK

Deep Purple – Mad In

Europe 2026

Ulm, Wiblingen, Klosterhof

, 19.00

If music be the food of

love

A-Cappella-Konzert

Ulm, Eselsberg, Lukaskirche,

17.00-19.00

„Spuren“

Blaustein, Kreuzkirche,

17.00

Matinée: 5. Philharmonisches

Konzert 2026

Wissenswertes zur Produktion!

Ulm, Theater Ulm, Foyer,

11.00

Paradekonzert

Ulm, Weinhof, 11.00

Serenade: FOAIE VERDE

Neu-Ulm, Glacis-Park,

19.00

Sonntagskonzert

Neu-Ulm, Veranstaltungsbühne

im Glacis, 11.00

NACHTLEBEN

Musikfrühstück

Stay

Blaustein, Spielburg Cafe,

10.00

AKTION 100 000

Tag der offenen Tür

Ulm, Oststadt, Ashram

Brindavon, 11.00-18.00

ULMER ZELT

Die Kuh Carmen

Ulm, ulmer zelt, 14.00

High Voltage! Splendid –

Die Absolventenshow

Ulm, ulmer zelt, 20.00

KINDER

Kasperle an der Nordsee

Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,

15.00

FÜHRUNG

Atlantis – Versunkene

Welten

Führung durch die Sonderausstellung

Ulm, Donauschwäbisches

Zentralmuseum, 14.00


Die Würde des Menschen

ist unantastbar

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Führung

Ulm, Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg,

KZ-Gedenkstätte, 14.30

Im Schatten des amerikanischen

Traums – Richard

Sharums Amerika-Trilogie

Führung mit Kuratorin

Daniela Yvonne Baumann

Ulm, Stadthaus, 11.30-

12.30

Kunsthistorischer Rundgang

Neu-Ulm, Edwin Scharff

Museum, 11.30

29 MO

NACHTLEBEN

FUCKIN' MONDAY

Ulm, Altstadtkneipe Hinteres

Kreuz, 21.00

IMPRESSUM

Herausgeber:

Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG

Olgastraße 121 | 89073 Ulm

www.acht-neun.de

Anzeigen:

Stefan Schaumburg (verantwortlich),

Anschrift wie Verlag

Tel: 0731 156-442

anzeigen@acht-neun.de

Redaktion:

Tobias Lehmann (verantwortlich),

Ulrike Hoche, Saskia Mohr, Julika Nehb,

Dominik Schele, Heike Viefhaus sowie

Karsten Sander

SVH GmbH & Co. KG

Olgastraße 121 | 89073 Ulm

redaktion@acht-neun.de

FÜHRUNG

Kleine Erlebniswelt-Tour

in der Seeberger Genusswelt

Ulm, Seeberger Genusswelt

GmbH, 10.00-10.45

30 DI

LIVE MUSIK

5. Philharmonisches Konzert

2026

Ulm, Congress Centrum

Ulm (CCU), 20.00

Streichclubkonzert

Ulm, Musikschule der

Stadt Ulm, Konzertsaal,

18.30

VORTRAG

SÜDWEST PRESSE forum mit

Dr. Gregor Gysi, Alterspräsident

des Deutschen

Bundestages Fraktion Die

Linke im Bundestag

Ulm, Stadthaus, 19.00

Gestaltung:

stacheder und sander

Cover:

Marc Hörger

S. 3: abybak, vectorstock.com

S. 22: AltoClassic, stock.adobe.com

S. 22: suricoma, vectorstock.com

Datenschutz:

datenschutz@n-pg.de

Druck:

Druckerei R. le Roux GmbH

Daimlerstr. 4-6 | 89155 Erbach

OPER

KONZERT

EXTRAS

OPERNFESTSPIELE

HEIDENHEIM

6. JUNI BIS 26. JULI 2026

M acht M enschen!

OTELLO GIUSEPPE VERDI PREMIERE, 3. JULI 2026

MACBETH GIUSEPPE VERDI PREMIERE, 16. JULI 2026

HOLLE! JUNGE OPER PREMIERE, 24. JUNI 2026

Marcus Bosch | Rosetta Cucchi | Andreas Baesler | Tuuli Takala | Pietari

Inkinen | TOYTOY | Steffen Schorn | Alexej Gerassimez | Thilo Wolf Quartett

Cappella Aquileia | Stuttgarter Philharmoniker | Deutsche Radio Philharmonie

Saarbrücken Kaiserslautern | NDR Bigband | Tschechischer Philharmonischer

Chor Brünn

WWW.OPERNFESTSPIELE.DE

Mit dabei:

Frontm3n, Tan Çağlar,

Joo Kraus, Tatjana Geßler,

Andreas Müller, Cordes y Butons,

Robbi & Friends, Stadttheater,

Höhlenforscher

und andere …

10. Juli bis 2. August 2026

im Klosterkirchensaal in Blaubeuren

Infos und Tickets unter:

www.sommerbuehne.com

61


62

People : BILDER SPRECHEN BÄNDE

an der UNI ULM

❢ Noah entdeckt am praktischen Beispiel,

wie sich Schall verbreitet.

❢ Marlene und Lara wollen mit ihrem Projekt Lust

aufs Studium machen.

LANGER ABEND DER

WISSENSCHAFT

Mit einer großen Vielfalt

an Experimenten,

Demonstrationen,

Führungen und Vorträgen

haben sich

die vier Fakultäten

der Uni Ulm Anfang

Mai von ihrer besten

und buntesten Seite

präsentiert.

❢ Der Mathe-Influencer Johannes Mensing in der

MatheMind-Show.

❢ Mitmach-Experimente, die die Besucherinnen und Besucher begeisterten, gab es

unter anderem im Botanischen Garten.

Fotos: Andreas Brücken; Elvira Eberhardt und Heiko Grandel / Uni Ulm

❢ Einstein Motorsport der Uni Ulm: Luca steigt in

die „Formula Student“.

❢ Simon wirft einen ersten Blick in die

virtuelle Realität.

❢ Tamara und Carolin erklären das Grundprinzip

eines Exoskeletts.


63

❢ Rund 2000 Menschen kamen zu der Veranstaltung an der Uni Ulm. ❢ Die beiden Medizinstudentinnen Romy und Lilian.

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64

People : BILDER SPRECHEN BÄNDE

mode und MEHR

❢ Nadine Tröndle und Marie Bennenhei bringen

Strandfeeling in die Donauhalle.

❢ Ruth und Roland Eisenlauer sind

sehr interessiert am Festival.

❢ Unitex-Geschäftsführer Xaver Albrecht gibt einen

„Daumen hoch“ für das Fashion-Festival.

FASHION

FESTIVAL

Im Mai kam das

Who is Who der

Fashion- und

Lifestyle-Branche

nach Ulm und

feierte das unitex-

Fashion-Festival.

❢ Felix Sonnenschein und Oliver Ranzenbacher

vertreten sportlich elegante und coole Outfits.

❢ Es gab viel zu sehen: Diverse Ausstellende zeigten aktuelle Kollektionen, visionäre Konzepte

und frische Impulse für den Modehandel.

Fotos: Andreas Brücken

❢ Dirk Müller, Sarah Martello, Michael Strubel, Tina

Weiler und Cenk Esgin stehen für dezente Mode.

❢ Sabina Aldini und Rumeysa Yagiz zeigen

Schmuck und Accessoires.

❢ Stefan Naber zeigt mit „Miss Goodlife“

Statements in grellen Farben.


65

❢ Antje Schweiger und Mia

Graf auf dem Laufsteg.

❢ Neben Masterclasses, Panels und Vorträgen gab es auch

unterschiedliche Live-Acts zu bestaunen.

❢ Thomas Hickmann und Juliane Brandt haben Lösungen

für Personalprobleme im Gepäck.

Auch 26/27 dem SSV treu!

Alle Infos unter

www.ssvulm1846-fussball.de


66 Kolumne : ICH SCHWÖR‘S

ICH

SCHWÖR‘S

Aus und vorbei! Die Ulmer Fußballer des SSV 1846 stehen

wieder dort, wo sie 2022 ihren für die ganze Stadt so inspirierenden

Aufstieg bis in die zweite Liga begonnen haben.

Regionalliga! In der Saison 26/27 kommen statt 1860 München

und dem MSV Duisburg wieder Steinbach/Haiger

und Barockstadt Fulda ins Donaustadion. Das muss nicht

schlimm sein, wenn man als Fan etwas mehr Platz auf der

Tribüne schätzt und für den Becher Bier und die Stadionwurst

weniger lange anstehen will.

Zumindest vorübergehend. Denn wenn man dem Club-

Vorsitzenden Dominik Schwärzel glaubt, soll die Ulmer

DNA die Regionalliga-Misere in absehbarer Zeit wieder

beenden helfen. Ulmer DNA? Das Kürzel DNA steht für

deoxyribonucleic acid (Desoxyribonukleinsäure). Sie wissen

schon, jenen grundlegenden Bauplan des Lebens, der

auf vier Buchstaben und chemischen Basen fußt: A für

Adenin, T für Thymin, C für Cytosin und G für Guanin.

Aber was bedeutet das jetzt für den Ulmer Fußball? Lassen

Sie es uns mit einer entsprechenden Buchstabenreihe versuchen:

Die Ulmer DNA der letzten Monate war geprägt

von A wie Abstiegen, T wie Trainerwechseln, C wie Chaos

und G wie Geltungsbedürfnis. C und G dabei sowohl in

Geschäftsführung und Aufsichtsrat verbreitet.

Das soll sich nun massiv ändern. Es geht um die metaphorische

Bedeutung des DNA-Begriffs, um die charakteristischen

Eigenschaften, die man dem Ulmer Fußball

zusprechen will. Das von der Vereinsführung dazu kommunizierte

Zukunftsrezept hat drei wesentliche Zutaten:

Regionalität bei der Spielerauswahl, die Förderung junger

Talente aus der eigenen Jugend und eine Bodenständigkeit,

die mithilfe dreier Insolvenzen und langen Jahren in unteren

Liegen erprobt und erlernt wurde.

Das klingt vernünftig. Allerdings fallen einem da sofort

Typen, wie der seit Monaten verletzte Kapitän Jo Reichert,

ein. „Ulmer DNA?! Nicht ohne Reichert“ war auf einem

Banner im Stadion zu lesen. Eine Ansage, die die Vereinsverantwortlichen

verdammt ernstnehmen sollten – auch

über Reicherts Spielerkarriere hinaus. Denn der emotionale

Mannschaftsleader, der schon fast 450 mal für den

SSV auflief, steht wie kein anderer für den formulierten

Zukunftsweg. Jo Reichert ist in Ulm und der Region tief

verankert, er ist seit Jahren ein Vorbild für den Vereinsnachwuchs,

ist geerdet, treu und loyal. Mehr SSV Ulm

1846 geht nicht!

Seine tiefe Verbundenheit hat Jo Reichert übrigens auch

bewiesen, als er in der Absicht, Schaden vom SSV abzuwenden,

einen Hinweis an die Aufsichtsgremien des Vereins

geschickt hatte, um auf das schlechte Betriebsklima

unter der Führung von Ex-Geschäftsführer und Vorstand

Markus Thiele aufmerksam zu machen. Der Kapitän ist

genau an der Stelle eingesprungen, an der sich die Vereinsverantwortlichen

Vorwürfe machen lassen müssen. Sie

hatten Thiele und seinen Getreuen viel zu viel unkontrollierte

Macht überlassen.

Keine Spur von Compliance-Management. Das wird sich

mit Blick auf die nun ausgerufene DNA ändern müssen.

Im Zweifel mithilfe der vier Basen: A wie Aufrichtigkeit, T

wie Transparenz, C wie Charakterstärke und G wie Grundvertrauen.

Ich schwör’s!

Text:

Die acht.neun-Redaktion


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