Color Management für Bilder

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Color Management für Bilder

Application Notes


Farben im Bild

kontrollieren


Inhalt

Einleitung ...................................................................................................................................................................... 1

Color Management für Bilder ............................................................................................................................... 1

Color Management für Rasterdaten ............................................................................................................. 1

Color Management für PostScript- und PDF-Dateien ........................................................................... 3

Color Management für OPI-Bilder ................................................................................................................ 5

Direkte Farbkontrolle für Bilder ............................................................................................................................ 6

Farbabstimmung .................................................................................................................................................. 6

Reine Farben .......................................................................................................................................................... 7

Farben ersetzen .................................................................................................................................................... 8

Das ErgoSoft RIP ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich. Die hier abgedruckte Beschreibung der verfügbaren

Features bildet deshalb nicht zwingend die Lizenzdetails Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs ab. Informationen

über die in Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs enthaltenen Features können Sie auf der ErgoSoft Homepage erhalten

oder von Ihrem Händler.

Rev. 1.0

Farben im Bild kontrollieren i


Einleitung

Die Werkzeuge zur Kontrolle der Farben im Bild können in zwei Gruppen aufgeteilt werden.

Die erste Gruppe, das Eingabe Color Management beeinflusst das gesamte Bild durch die

Verwendung eines bestimmten Profils oder einer bestimmten Regel zur Konvertierung des

Bildfarbraums nach Lab. Die zweite Gruppe, die direkte Farbkontrolle, wird zur Bearbeitung

des Bildes verwendet oder zur Ausgabekontrolle eines bestimmten Teils des Bildes, um manuell

sicherzustellen, dass bestimmte Farben wie erwartet gedruckt werden.

Color Management für Bilder

Bilder können in verschiedenen Quellen und mit verschiedenen Farbeinstellungen erstellt

werden. Deshalb muss für die korrekte Konvertierung des Bildfarbraums nach Lab die „richtige“

Konvertierung verwendet werden. Dies geschieht durch die Verwendung eines Eingabeprofils.

Als Spezialfall können PostScript- und PDF-Dateien Objekte aus unterschiedlichen Farbräumen

enthalten sowie verschiedene Objekttypen. Das ErgoSoft RIP bietet zum Umgang mit

diesen Dateien ein ausgeklügeltes PostScript Color Management.

Das Color Management kann global als Voreinstellung für importierte Bilder

konfiguriert werden oder für jedes Bild einzeln. Die globale Einstellung wird

vorgenommen in Menü Extras > Optionen > Voreinstellungen > Bild > Color

Management, wo Sie Eingabeprofile für Rasterdaten und PostScript/PDF für PostScript- und

PDF-Dateien wählen. Das Color Management für das ausgewählte Bild wird vorgenommen

über den Befehl Color Management bzw. Color Management PS/PDF im Bild-

Eigenschaften-Fenster.

Color Management für Rasterdaten

Um das Color Management für die

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ausgewählten Bilder festzulegen,

wählen Sie Color Management im Eigenschaften-Fenster.

Wählen Sie in der Liste das Farbprofil,

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das zu der Quelle der Bilddaten

passt. Wenn nur ein Bild ausgewählt ist,

können Sie die Auswirkungen des gewählten

Farbprofils im Vorschaufenster sehen.

Wenn in der Bilddatei ein Farbprofil eingebettet

ist, das das ErgoSoft RIP auswerten

kann, wird die Liste um einen Eintrag

„(Eingebettet)“ erweitert. Profile, die in eine

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mit Adobe Photoshop 5 oder höher erstellten Bilddatei eingebettet sind, können in der Regel

ausgewertet werden.

Wählen Sie den Rendering Intent, der zum Drucken des ausgewählten Bildes verwen-

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det werden soll, wenn die entsprechende Konvertierungstabelle im Druckerprofil gespeichert

ist. Wenn die Konvertierungstabelle nicht im Druckerprofil gespeichert ist, wird die

erste Konvertierungstabelle verwendet (Automatisch).

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Das globale Color Management wird

festgelegt in Menü Extras > Optionen.

Es können die Bilddatenprofile bestimmt

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werden, die – getrennt für RGB-, CMY- und

Lab-Bilder –als Voreinstellung beim Impor-

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tieren von Bildern verwendet werden sollen,

auf die das spezielle PostScript Color

Management nicht angewendet werden

2

kann wie TIFF-Dateien, Jpeg-Dateien, DCS-

Dateien, usw.

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Bei den RGB-Eingabeprofilen handelt es

sich um alle Profile, die RGB-Bilddaten in

den Lab-Modus umrechnen können.

Bei den CMYK-Eingabeprofilen handelt

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es sich um alle Profile, die CMYK-Bilddaten in den Lab-Modus umrechnen können. In der

Installation des ErgoSoft RIPs ist ein Standardprofil enthalten.

Lab-Eingabeprofile werden nur in einigen Spezialfällen gebraucht, in denen – aus bestimmten

Gründen – eine Art Transformation von einer Lab-Grundlage in eine andere notwendig

ist.

In der Installation des ErgoSoft RIPs sind einige RGB- und CMYK-Standardprofile enthalten.

Wenn In Bilddaten eingebettete Profile verwenden markiert ist, wird das in der Bild-

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datei abgespeicherte Profil als Eingabeprofil verwendet. Einschränkung: Die Bilddatei

muss mindestens mit Adobe Photoshop Version 5 oder höher erstellt worden sein. Ist Nach

fehlendem eingebetteten Profil fragen markiert, müssen Sie das Eingabeprofil immer auswählen,

wenn ein Bild ohne eingebettetes Profil importiert wird.

Nach Drücken von Löschen wird das ausgewählte Profil nach der Bestätigung einer

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Sicherheitsrückfrage des Systems von der Festplatte entfernt.

Mit Hilfe der Funktion Importieren können Farbprofile in die Ordner kopiert werden, in denen

das ErgoSoft RIP die Profile erwartet.

Eine spezielle Workflow-Simulation kann erfordern, dass die Bilddaten die Farbmetri-

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sche Ausgabe-Absicht für Eingabeprofile verwenden müssen, während für den Ausdruck

ein anderer Rendering Intent verwendet werden muss.

Informationen über den Rendering Intent und die Verwendung von Eingabeprofilen sind im

Handbuchteil über das Color Management enthalten.

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Color Management für PostScript- und PDF-Dateien

Um das Color Management für die

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ausgewählten Bilder festzulegen,

wählen Sie Color Management im Eigenschaften-Fenster.

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Wählen Sie eine Voreinstellung für

PostScript/PDF-Dateien.

Die aktuellen Einstellungen können

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bearbeitet werden. Ausserdem kann

eine neue Voreinstellung erstellt werden,

die auf der aktuellen basiert.

Das globale Color Management wird

festgelegt in Menü Extras > Optionen.

Bei der automatischen Farbersetzung

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müssen die Namen der Sonderfarben

in der PostScript- oder PDF-Datei mit

den Farbnamen im Benannte-Farben-Profil

übereinstimmen. Gross- und Kleinschreibung

muss beachtet werden.

den.

Die aktuellen Einstellungen können

als Voreinstellung gespeichert wer-

Für PostScript- oder PDF-Dateien

7

kann das Color Management des

PostScript Interpreters verwendet werden. Dann wird der Farbraum des Bildes auf „separiert“

gestellt (SEP in der Statusleiste des Programmfensters), so dass kein zusätzliches Color Management

verwendet wird.

Das Color Management des ErgoSoft RIPs rastert PostScript-Dateien in den Farbraum der

aktuellen Druckumgebung. Es weisst ausserdem Standard-Eingabeprofile und Rendering Intents

zum Rastern in den CMYK- oder RGB-Farbraum zu. Diese Einstellungen können sich von

den Standard-Eingabeprofilen und Rendering Intents für Rasterdateien unterscheiden.

Wenn die PostScript-Dateien Daten enthält, die in einem anderen Farbraum gespeichert

sind als der Ausgabefarbraum, empfehlen wir dringend die Verwendung des Color Managements

des PostScript Interpreters.

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Statt den gerasterten Daten ein Eingabeprofil zuzuweisen, kann auch das Color Management

des PostScript-Interpreters während des Rasterprozesses kontrolliert werden.

Das Color Management kann getrennt für CMYK- und RGB-Daten bestimmt werden.

Für Bilder (Rasterdaten), Grafiken (Vektordaten) und Text können verschiedene Eingabeprofile

und Rendering Intents verwendet werden.

Anstelle externer Profile können eingebettete Profile verwendet werden.

Die PDF/X (stehen nur für PDF-Dateien zur Verfügung) und erweiterte Einstellungen

erlauben:

Graue (monochrome) Farbräume können nach RGB konvertiert werden, so dass sie mit

allen Tinten statt nur mit Schwarz und Grau gedruckt werden.

Wenn alle Kanalnamen des DeviceN-Farbraums mit Farbnamen im Benannte-Farben-Profil

übereinstimmen (Gross-/Kleinschreibung beachten), werden die Mischungen im Benannte-Farben-Profil

zur Konvertierung des DeviceN-Farbraums nach CMYK verwendet.

Wenn die aktuelle Druckumgebung kein Druckerprofil enthält, wird das Standard-

Ausgabeprofil des PostScript/PDF Color Managements verwendet.

Wenn im PDF kein eingebettetes Eingabeprofil sondern ein Output Intent enthalten ist,

kann der eingebettete Output Intent als Eingabeprofil verwendet werden. Eingebettete

Profile haben aber Vorrang vor dem eingebetteten Output Intent, der wiederum Vorrang

vor externen Profilen hat.

Wenn Eingeb. Output Intent als Druckersimulationsprofil nutzen markiert ist, wird

während des Druckens berücksichtigt, dass mit dem Einbetten eines bestimmten Profils

(Gamut) beim Erstellen des PDFs ein bestimmtes Ziel verfolgt wurde. Dies kann zu einem

kleineren Gamut führen, als die Ausdrucke mit Ihrem Drucker normalerweise haben.

Der eingebettete Output Intent kann anstelle des Druckerprofils, das in der Druckumgebung

enthalten ist, verwendet werden.

Beachten Sie bitte, dass nach der Aktivierung des PostScript Interpreter Color Managements

die PostScript- und PDF-Dateien als separierte Dateien behandelt werden und die Funktionen

für Farbersatz und Farbabstimmung nicht zur Verfügung stehen.

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Color Management für OPI-Bilder

Um das Color Management für das

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markierte OPI-Bild festlegen zu können,

müssen Sie zuerst den Legacy-Modus

für das Kontext-Menü über Menü Extras >

Optionen > Voreinstellungen > Anwendung

> Präferenzen Benutzeroberfläche aktivieren.

Wir empfehlen, diese Einstellung nach

Beendigung der Arbeit mit dem OPI-Bild

auf Standard zurückzustellen, da diese

Einstellung das Bild-Kontext-Menü um alle

Einträge reduziert, die direkt im Bild-

Eigenschaften-Fenster zur Verfügung stehen

und so die Übersichtlichkeit des Bild-

Kontext-Menüs erhöht.

2

Wählen Sie Color Management im Bild-

Kontext-Menü (Rechtsklick auf das Bild).

Das ErgoSoft RIP lässt Sie für den PostSc-

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ript-Teil und für jedes über OPI in die (Encapsulated)

PostScript-Datei eingebundene Bild

ein Farbprofil wählen, indem es die Komponenten

der Reihe nach markiert. Sie können diese

Markierung jederzeit einer anderen Komponente

zuweisen. Die Zuordnung des Farbprofils wird

durch Drücken von OK gestartet. Der PostScript-Teil

wird durch die Bezeichnung PostScript

gekennzeichnet; die eingebundenen Bilder werden

namentlich aufgeführt.

Wenn Sie allen Teilen die gewünschten Farbprofile zugeordnet

haben, müssen Sie das Dialogfenster über Schliessen

beenden.

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Direkte Farbkontrolle für Bilder

Zusätzlich zum Eingabe Color Management bietet das ErgoSoft RIP einige weitere Werkzeuge

zur Farbkontrolle in einem Bild.

Farbabstimmung

Das Werkzeug Farbabstimmung kann für Farbkorrekturen am ausgewählten Bild verwendet

werden. Beachten Sie bitte, dass diese Funktion nicht ein Bildbearbeitungsprogramm ersetzen

soll; sie soll nur ein Hilfsmittel für globale Änderungen am Bild sein.

Da sie innerhalb ihrer Grenzen komplexe Änderungen am Bild erlaubt, können Abstimmen-

Voreinstellungen erstellt werden.

Weitere Information finden Sie im Handbuchteil über Bildvoreinstellungen („Automatisierung

der Bildbearbeitung“).

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Reine Farben

Mit dem Werkzeug Reine Farben können reine CMYK- und/oder RGB-Bildfarben automatisch

mit reinen Tinten ohne Hinzufügen von wenigen Punkten anderer Tinten gedruckt werden.

Die Einstellungen können global vorgenommen werden, so dass sie beim Import von

Bildern zugewiesen werden, oder für die ausgewählten Bilder.

Die Funktion Reine Farben wird

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für die globalen Einstellungen

gestartet über Menü Extras > Optionen

oder für das ausgewählte Bild

über Reine Farben in den Bild-

Eigenschaften.

Im Dialog können die reinen

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Farben bestimmt werden, die

vom Color Management nicht geändert

werden sollen.

Die Farben für das Werkzeug Reine Farben müssen wie folgt festgelegt werden:

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in CMYK in RGB

Cyan 100% C 255 G + 255 B

Magenta 100% M 255 R + 255 B

Gelb 100% Y 255 R + 255 G

Rot 100% M + 100% Y 255 R

Grün 100% C + 100% Y 255 G

Blau 100% C + 100% M 255 B

Weiss alle Werte 0% alle Werte 255

Grau beliebige % K R + G + B mit demselben Wert,

z.B. 175 R + 175 G + 175 B

Nur Schwarz 100% K alle Werte 0

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Das Beispiel unten zeigt das Druckergebnis. Die linken Bilder wurden in CMYK erstellt

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mit den Werten aus obiger Tabelle; die rechten Bilder wurden in RGB erstellt mit den

Werten aus obiger Tabelle. Die oberen Bilder verwenden ein Eingabeprofil und gehen durch

das Color Management; die unteren Bilder verwenden ein Eingabeprofil und Reine Farben

(alle Möglichkeiten ausgewählt).

Beachten Sie bitte, dass im Ausdruck zur besseren Veranschaulichung ein sehr grobes Raster

verwendet wurde.

Farben ersetzen

Mit den Funktionen zur Farbersetzungen können Sie die Tintenmischungen für bestimmte

Farben im Bild Ihren Bedürfnissen anpassen und dem Color Management die Kontrolle über

die Tintenmischungen für den Rest des Bildes übergeben.

Weitere Informationen finden Sie im Handbuchteil über Ersetzen von Farben.

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