Globale Farbersetzung

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Globale Farbersetzung

Application Notes


Farben ersetzen


Inhalt

Einleitung ...................................................................................................................................................................... 1

Methoden der Farbersetzung ............................................................................................................................... 1

Globale Farbersetzung ....................................................................................................................................... 2

Pixelwert (CMYK oder RGB) ....................................................................................................................... 2

Farbwert (CMYK) ............................................................................................................................................ 3

Pixelwert (CMYK oder RGB) definieren .................................................................................................. 3

Farbwert (CMYK) definieren ....................................................................................................................... 3

Farbwert wählen und übernehmen ......................................................................................................... 4

Farbwert anzeigen ......................................................................................................................................... 4

Globale Farbersetzung aktivieren ............................................................................................................ 4

Globale Farbersetzung ist aktiviert.......................................................................................................... 4

Globale Farbersetzung deaktivieren ....................................................................................................... 4

Globale Farbersetzung laden .................................................................................................................... 4

Manuelle Farbersetzung ................................................................................................................................... 5

Funktion „Farben ersetzen“ starten ......................................................................................................... 6

Farbliste erstellen ........................................................................................................................................... 6

Zu ersetzende Farbe definieren ................................................................................................................ 6

Farbquelle wählen ......................................................................................................................................... 6

Ersatz-Farbwert wählen ............................................................................................................................... 6

Vorschau ........................................................................................................................................................... 6

Automatischer Farbersatz in PostScript- und PDF-Dateien ................................................................. 7

PostScript-Datei erstellen ........................................................................................................................... 7

Definition des CMYK-Ersatz-Farbwerts .................................................................................................. 7

Aktivierung der automatische Farbersetzung in PostScript-Dateien ......................................... 8

Ersatzfarben definieren ............................................................................................................................................ 8

Listen mit Ersatzfarben ...................................................................................................................................... 9

Swatch Books .................................................................................................................................................. 9

Benannte Farben ......................................................................................................................................... 11

Ersatzfarbe in der Farbersetzung definieren .......................................................................................... 13

Farbwähler ..................................................................................................................................................... 13

Farben messen ............................................................................................................................................. 14

Hilfsmittel zum Finden der Ersatzfarbe .................................................................................................... 16

Ähnliche Farben drucken ......................................................................................................................... 16

Farbenbücher ............................................................................................................................................... 17

Farbgenauigkeit prüfen ............................................................................................................................ 18

Das ErgoSoft RIP ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich. Die hier abgedruckte Beschreibung der verfügbaren

Features bildet deshalb nicht zwingend die Lizenzdetails Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs ab. Informationen

über die in Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs enthaltenen Features können Sie auf der ErgoSoft Homepage erhalten

oder von Ihrem Händler.

Rev. 1.0

Farben ersetzen i


Einleitung

In diesem Kapitel werden die im ErgoSoft RIP zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erläutert,

die zur Ersetzung von Farben im bereits druckfertigen Bild angewandt werden können.

Um die Verwendung dieser Dokumentation für Sie so effizient wie möglich zu gestalten,

werden im ersten Teil dieses Kapitels die erwähnten Möglichkeiten zur Farbersetzung thematisiert.

Die einzelnen Werkzeuge zur Definition von Farben werden im zweiten Teil der Dokumentation

genauer erläutert.

Methoden der Farbersetzung

Das ErgoSoft RIP stellt drei verschiedene Arten der Farbersetzung zur Verfügung:

1) Globale Farbersetzung

Die Funktion Farben global ersetzen erlaubt die Definition einer globalen Farbtabelle

für die automatische Ersetzung von Farben. Wird diese Funktion verwendet, wird ein definierter

Farbwert in jedem importieren Bild automatisch durch den gewünschten Farbwert

ersetzt.

2) Manuelle Farbersetzung in einem Bild

Die Funktion Farben ersetzen ermöglicht die individuelle Farbersetzung für einzelne

Bilder.

3) Automatische Farbersetzung in PostScript- und PDF-Dateien

Die Funktion Benannte Farben bietet die Möglichkeit, Farben aus PostScript- und PDF-

Dateien automatisch ersetzen zu lassen. Dazu wird eine PostScript- oder PDF-Datei benötigt,

in welcher anhand eines in der Datei gespeicherten Farbfeldes der zu ersetzenden

Farbbereich eindeutig benannt ist.

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Globale Farbersetzung

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, dient die globale Farbersetzung dazu, Farben job- und

druckumgebungs-übergreifend zu ersetzen. D.h. ist eine globale Farbersetzung aktiv, werden

die definierten Farben in jedem Bild unabhängig von der verwendeten Druckumgebung ersetzt.

Um den Dialog für die globale Farbersetzung zu öffnen, wählen Sie Menü Extras > Farben

global ersetzen.

Bei der Funktion Farben global ersetzen handelt es sich im eigentlichen Sinne um eine Liste,

in welcher einer oder mehrere Einträge zur Farbersetzung enthalten sind resp. Einträge hinzugefügt

werden. Ein solcher Eintrag besteht aus folgenden Teilen: Dem zu ersetzenden Pixelwert

(CMYK oder RGB) und dem zur Ersetzung zu verwendenden Farbwert (CMYK).

Pixelwert (CMYK oder RGB)

Die Pixelwerte können im CMYK-Farbraum oder

RGB-Farbraum definiert werden.

Zu beachten ist, dass es sich um Pixel- und nicht

um Farbwerte handelt. D.h. es können Pixelwerte

von 0-255 verwendet werden.

Am einfachsten erhalten Sie die entsprechenden

Pixelwerte über die Funktion Abstimmen im Bild

Eigenschaften-Fenster.

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Farbwert (CMYK)

Um eine Ersatzfarbe zu definieren, stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Aus diesen

Anwendungen kann der zu verwendende Farbwert importiert werden und dem zu ersetzenden

Pixelwert zugeordnet werden.

Sind sowohl der zu ersetzende Pixelwert als auch der zur Ersetzung zu benutzende Farbwert

definiert, muss die Farbenersetzungsliste gespeichert und aktiviert werden. Von nun an wird,

solange die Globale Farbersetzung aktiv ist, jeder importierte Pixelwert, der z.B. gleich 255

Cyan ist, durch die gewünschte Farbe ersetzt.

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Pixelwert (CMYK oder RGB) definieren

Im Beispiel wurde ein Pixelwert von 255 Cyan und 255 Gelb definiert. Um z.B. einen RGB Wert

als Vorgabe zu verwenden, genügt es, RGB anstelle von CMYK anzuklicken.

Farbwert (CMYK) definieren

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Um einen Farbwert resp. die Farbe, die anstelle des gewählten Pixelwertes gedruckt werden

soll, zu definieren, stellt das ErgoSoft RIP vier Instrumente zur Verfügung: Farbwähler, Farbe

messen, Benannte Farben und Swatch Books. Diese können über die entsprechenden Schaltflächen

aufgerufen werden.

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Farbwert wählen und übernehmen

In dem gewählten Instrument kann nun ein Farbwert gewählt oder definiert werden. Dieser

kann durch Klicken auf die Schaltfläche Übernehmen nun im Dialog Farbwerte ersetzen

dem zu ersetzenden Pixelwert zugeordnet werden.

Farbwert anzeigen

Der z.B. im Werkzeug Swatch Books definierte Farbwert wird nun im Dialog Farben ersetzen

angezeigt. Dabei werden der Name, der Lab- und der CMYK-Wert angezeigt. Das Symbol

gibt Aufschluss darüber, aus welchem Werkzeug der Farbwert stammt.

Globale Farbersetzung aktivieren

Um nun die definierte Farbersetzung zu aktivieren resp. auf jedes importiere Bild anzuwenden,

muss Aktivieren angeklickt werden. Danach kann die Farbersetzungstabelle gespeichert

werden.

Globale Farbersetzung ist aktiviert

Damit Sie jederzeit sicher

sein können, ob

die globale Farbersetzung

aktiv ist oder

nicht, wird bei Verwendung

der globalen

Farbersetzung die oben

zu sehende Warnung in

der Statusleiste eingeblendet.

Globale Farbersetzung deaktivieren

Um die globale Farbersetzung zu deaktivieren, muss Aktivieren im Dialog Farben ersetzen

deaktiviert werden.

Globale Farbersetzung laden

Sie können beliebig viele globale Farbersetzungs-Dateien erstellen. Öffnen Sie Ihr Archiv über

die Schaltfläche Laden und wählen Sie die zu verwendende Datei aus. Die eingeblendete Beschreibung

erleichtert die Auswahl. Über die Schaltfläche Öffnen laden Sie die gewünschte

Datei. Vergessen Sie nicht, im gegebenen Falle, die geladene Datei zu aktivieren.

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Manuelle Farbersetzung

Neben der im vorherigen Kapitel behandelten Möglichkeit der globalen Farbersetzung erlaubt

das ErgoSoft RIP auch, Farben nur in einem Bild zu ersetzen. Der Aufbau dieser Funktion

ist derjenigen der globalen Farbersetzung sehr ähnlich.

Bei der Funktion Farben ersetzen handelt es sich im eigentlichen Sinne um eine Liste, in welcher

maximal die 30 prozentual am häufigsten im Bild vorkommenden Farben enthalten sind.

Für jede dieser Farben kann nun im Dialog eine zur Ersetzung zu verwendende Farbe definiert

werden.

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3

Wenn das Bild im CMYK- RGB- oder Lab-Farbmodus geladen ist, bietet die Funktion Farben

ersetzen die Möglichkeit, drei verschiedene Vorschau-Sets anzuzeigen:

1) Ein Vorschau-Fenster, das das Bild mit den ersetzten Farben zeigt (b).

2) Zwei Vorschau-Fenster: Das erste zeigt das Originalbild, in dem der zu ersetzende Bereich

markiert ist (a); das zweite zeigt das Bild mit den ersetzten Farben (b).

3) Vier Vorschau-Fenster: Das Originalbild (a), das Bild mit den ersetzten Farben (b), eine

Vorschau mit der Druckersimulation (c) und eine Vorschau mit Druckersimulation, in der

nicht im Gamut liegende Farben markiert sind (d).

Beachten Sie bitte, dass die Vorschau für PostScript-Bilder, die für die Verwendung des

PostScript Interpreter Color Managements konfiguriert sind (Farbmodus „SEP“) nicht angezeigt

werden kann.

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a

c

b

d


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Funktion „Farben ersetzen“ starten

Der Zugriff auf die Funktion Farben ersetzen erfolgt durch Markieren des Bildes, in dem Sie

die Farben ersetzen möchten, und Wahl von Farben ersetzen im Eigenschaften-Fenster.

Farbliste erstellen

Bevor die Farben in einem Bild ersetzt werden können, muss die Liste mit den 30 Farben, die

die grösste Fläche im Bild bedecken, durch Drücken der Schaltfläche Farben anzeigen erstellt

werden.

Zu ersetzende Farbe definieren

Im Dialog Farben ersetzen wird nun eine Liste mit den im Bild vorhandenen Farben angezeigt.

Wählen Sie aus der Liste die zu ersetzende Farbe an oder wählen Sie mit der Pipette

den gewünschten Bereich im Vorschaufenster mit dem Originalbild (a). Der gewählte Eintrag

in der Liste ist jetzt in der Liste markiert und im Fenster mit dem Originalbild hervorgehoben.

Farbquelle wählen

Um einen Ersatz-Farbwert zu bestimmen, muss die gewünschte Farbquelle bzw. das gewünschte

Werkzeug gewählt werden. Verfügbare Werkzeuge sind Farbwähler, Swatch Book,

Benannte Farben Profile und Farben messen. Zusätzlich steht noch ein Informationsfenster

zur Verfügung, in dem noch der Pixelwert der gewählten Originalfarbe sowie die Ersatzfarbe

angezeigt werden.

Ersatz-Farbwert wählen

In dem gewählten Werkzeug kann nun ein Farbwert gewählt oder definiert werden. Dieser

kann durch Klicken auf die Schaltfläche Übernehmen nun der Farbenliste dem zu ersetzenden

Pixelwert zugeordnet werden. Zudem kann der gewählte Farbwert auch durch Doppelklicken

oder Drag & Drop übernommen werden. Der gewählte Farbwert wird nun in der rechten

Spalte der Farbenliste angezeigt. In der linken Spalte derselben Zeile ist der Original-

Farbwert dargestellt.

Wählen Sie den Rendering Intent, der zum Drucken der Ersatzfarben verwendet werden

soll, die nicht im geräteabhängigen Farbraum CMYK (und zusätzliche Profilfarben) definiert

sind sondern im Lab-Farbraum.

Vorschau

Wenn die Farbe ersetzt ist, wird diese im Vorschaufenster (b) angezeigt.

Wenn alle Farbersetzungen durchgeführt wurden, müssen sie noch durch Drücken der

7

Schaltfläche Übernehmen unter der Farbenliste dem Bild zugewiesen werden. Dann

werden die Änderungen auch in der Vorschau des Bildes im Job angezeigt.

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Automatischer Farbersatz in PostScript- und PDF-Dateien

Die Funktion Benannte Farben bietet die Möglichkeit, Farben in PostScript- und PDF-

Dateien automatisch ersetzen zu lassen. Dazu wird eine PostScript- oder PDF-Datei benötigt,

in welcher anhand eines in der Datei gespeicherten Farbfeldes der zu ersetzenden Farbbereich

eindeutig benannt ist.

Die in diesem Beispiel verwendete PostScript-Datei enthält ein Farbfeld mit dem Namen My-

Color. Die verwendete Ersatzfarbe spielt für die automatische Farbersetzung keine Rolle.

PostScript-Datei erstellen

Wählen Sie zur Erstellung eines neuen Farbfeldes

z.B. in Adobe Illustrator CS3 den Befehl

Neues Farbfeld.

Definieren Sie nun den Namen des zu ersetzenden

Farbbereiches und stellen Sie sicher, dass als

Farbart der Wert Volltonfarbe gewählt ist.

Färben Sie nun den zu ersetzenden Farbbereich

des Bildes mit der erstellten Farbe ein und speichern

Sie das Bild im EPS-Dateiformat ab.

Definition des CMYK-Ersatz-Farbwerts

Um die automatische Farbersetzung zu verwenden, muss ein Benannte-Farben-Profil erstellt

oder das bereits vorhandene Profil ergänzt werden.

Fügen Sie dem Benannte-Farben-Profil einen

Eintrag hinzu, für welchen Sie denselben Namen

verwenden, den Sie auch für den zu ersetzenden

Farbbereich definiert haben. In diesem Beispiel

wird ein Eintrag mit dem Namen MyColor

erstellt. Der Lab-Wert dient auch hier nur zur

Darstellung der Farbe und hat keinen Einfluss

auf die Ausgabe des Farbtones.

Definieren Sie nun den CMYK-Wert, welcher

anstelle des im DTP-Programm definierten

Farbbereichs gedruckt werden soll. Mehr Informationen

dazu finden Sie im Handbuchteil zu

Benannten Farben.

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Aktivierung der automatische Farbersetzung in PostScript-Dateien

Um die automatische Farbersetzung zu aktivieren,

muss das Kontrollkästchen Benannte

Farben Profil für Sonderfarbenersetzung

verwenden angewählt sein. Sie finden

dieses Kontrollkästchen in Menü Extras >

Optionen > Voreinstellungen > Bild > Color

Management > PostScript/PDF oder beim

Bearbeiten der Einstellungen der Color Management

Ps/PDF Funktion im Eigenschaften-Fenster.

Wird nun eine PostScript-Datei in das

ErgoSoft RIP importiert, in welcher die

Bezeichnung eines Farbwertes mit dem im

angewählten Benannte-Farben-Profil verwendeten

Farbnamen übereinstimmt, wird

dieser automatisch ersetzt.

Ersatzfarben definieren

Um einen Farbwert zu ersetzen, muss neben dem zu ersetzenden Farbwert auch der Farbwert,

der zur Ersetzung verwendet werden soll, definiert sein. Das ErgoSoft RIP stellt dazu

folgende Instrumente zur Verfügung:

Farbwähler (Ersatzfarbe wird in der Farbersetzung definiert)

Farbe messen (Ersatzfarbe wird in der Farbersetzung definiert)

Swatch Book (Liste mit Ersatzfarben)

Benannte Farben (Liste mit Ersatzfarben)

Zusätzlich gibt es noch einige Hilfsmittel zum Finden der Ersatzfarbe und zum Testen der

Qualität von Ersatzfarben:

Ähnliche Farben drucken

Farbenbücher

Farbgenauigkeit prüfen

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Listen mit Ersatzfarben

Swatch Books

Das Instrument Swatch Book bietet die Möglichkeit, Farben in sogenannten Farbsets zu verwalten

und diese selektiv zur Farbersetzung zu verwenden.

Die Ersatzfarben werden als Lab-Werte definiert, die mit dem Druckerprofil gedruckt werden,

das in der Druckumgebung festgelegt ist, die bei der Farbersetzung verwendet wird. Der

Rendering Intent für Ersatzfarben ist Relativ Farbmetrisch.

Bevor ein Farbset zur Farbersetzung verwendet werden kann, muss dieses im Dialog

Swatch Books definiert werden. Der Dialog Swatch Books kann gestartet werden

über das angezeigte Symbol in der Liste Farb & Spezial Features in der Symbolleiste

Standard oder über Menü Extras > Farb & Spezial Features > Swatch Books.

Swatch Books verwalten

Bei einem Swatch Book handelt es sich um eine Liste bestehend aus Farbnamen mit entsprechenden

Lab-Werten. Ein aus Farbname und zugehörigem Lab-Wert bestehendes Paar wird

„Farbmuster“ genannt. Ein Swatch Book kann eine unbegrenzte Anzahl Farbmuster enthalten.

Aber da im ErgoSoft RIP eine unbegrenzte Anzahl Swatch Books verwaltet werden kann,

empfehlen wir, die Farbmuster in mehrere Swatch Books zu gruppieren.

Bevor ein Swatch Book mit Farbmustern gefüllt

werden kann, muss es erstellt werden. Das

ErgoSoft RIP bietet dafür folgende Möglichkeiten:

1

Erstellen eines neuen, leeren Swatch Books.

Erstellen eines neuen Swatch Books und

2

füllen mit Farbmustern, die aus Lch-Werten

generiert werden.

Erstellen eines neuen Swatch Books und

3

füllen mit Farbmustern, die aus anderen

Quellen wie einem anderen ErgoSoft RIP Swatch

Book, Adobe color books, Color Exchange Formaten

und anderen.

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Bestehende Swatch Books können

umbenannt oder gelöscht sowie in

verschiedenen Formaten exportiert oder schreibgeschützt

werden.

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Um ein vollständiges Swatch Book zu drucken, muss zuerst ein Job erzeugt werden, in

6

den das aktuelle Swatch Book importiert wird. Dann können andere Swatch Books zum

selben Job hinzugefügt werden. Über die Schaltfläche Druckoptionen können Druckparameter

wie z.B. Schriftgrösse, Farbfeldgrösse, Schriftauflösung etc. sowie fixe Untertitel definiert

werden. Der Titel und die Feldbezeichnungen werden aus dem Namen des Swatch Books und

den Namen der Farbmuster automatisch generiert. Beachten Sie bitte, dass die Druckoptionen

auch für das Hilfsmittel Benannte Farben verwendet werden.

Farbmuster verwalten

Zusätzlich zur automatischen Generierung

7

können Farbmuster auch manuell erstellt

werden über:

a) Wahl der Farbe im Farbwähler

b) Messen der Farbe mit einem Messgerät, das

Einzelfeldmessung unterstützt

c) Wahl eines Verschnitts des gewählten Farbmusters

mit Weiss durch Doppelklicken des

Feldes im Dialog Verschnitt mit Weiss

d) Wahl eines Verschnitts der beiden zuletzt

gewählten Farbmuster und Schwarz durch

Doppelklicken des Feldes im Dialog Verschnitt

mit Schwarz

Bei der Wahl einer neuen Farbe in einem Verschnitt-Fenster

oder wenn Automatische Namensgenerierung

aktiviert ist, müssen Sie keinen

Namen für das neue Farbmuster eingeben.

Farbmuster können unbenannt und bear-

8

beitet, wobei Ändern der Farbe über den

Farbwähler oder durch Messen der Farbe eingeschlossen

sind, sowie gelöscht werden.

9

Das Hilfsmittel Ähnliche Farben drucken hilft beim Finden des richtigen Lab-Wertes

für das Farbmuster.

10 Farbmuster können gesucht werden durch Eingabe eines Teils des Namens im Feld

Farbname suchen und, wenn notwendig, Drücken von Nächste oder visuell in der Palette,

in der Sie auf ein Feld klicken können, um zum entsprechenden Eintrag in der Liste der

Farbmuster zu wechseln und umgekehrt.

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Benannte Farben

Das Instrument Benannte Farben bietet die Möglichkeit, Farben in sogenannten Benannte-

Farben-Profilen zu verwalten und sie wahlweise zum Farbersatz zu verwenden.

Diese Farbwerte werden in dem jeweiligen gerätespezifischen Farbraum definiert und werden

demnach in CMYK + Zusatzfarben angegeben. Das bedeutet, dass ein Benannte-Farben-

Profil ähnlich wie ein ICC-Profil auf nur eine Kombination von Drucker, Tinten und Medien

passt. Deshalb ist es Teil der Druckumgebung sollte nicht ohne sorgfältige Überprüfung (und

Korrektur) der Farbwerte für eine andere Druckumgebung verwendet werden.

Die Benannte-Farben-Profile bzw. die darin enthaltene Liste von fix im Gerätefarbraum definierten

und benannten Farben werden meist dazu verwendet, sicherzustellen, dass innerhalb

eines Color Management Workflows gewisse Farbwerte exakt so gedruckt werden, wie sie

erwartet werden. Dadurch ist es z.B. möglich, in einem fotografischen ICC-Workflow gewisse

Farben an diesem Workflow vorbei möglichst gesättigt zu drucken, ohne die Farbechtheit im

Rest der Datei zu verlieren.

Benannte-Farben-Profile verwalten

Da das Benannte-Farben-Profil Teil der Druckumgebung ist, wird es in der Druckumgebung

verwaltet, wo es importiert, exportiert und gelöscht werden kann.

Bevor ein Benannte-Farben-Profil für die Farbersetzung verwendet werden kann,

muss es im Dialog Benannte Farben zuordnen definiert werden. Auf den Dialog

Benannte Farben zuordnen kann zugegriffen werden durch Drücken des angezeigten

Symbols in der Liste Farb & Spezial Features in der Symbolleiste Standard oder

durch Wahl des Menüs Extras > Farb & Spezial Features > Benannte Farben.

Stellen Sie vor dem Bearbeiten eines Benannte-Farben-Profils sicher, dass die Druckumgebung

aktiviert ist, in der Sie die Farben verwenden möchten.

Benannte Farben verwalten

Bei den Benannten Farben handelt es sich um Paare aus Farbnamen und geräteabhängigen

Rezepten für Tintenmischungen aus CMYK plus Zusatzfarben. Zusätzlich ist der Benannten

Farbe ein Lab-Wert zugeordnet, der die Farbe für die Anzeige im RIP festlegt zur effizienten

Verwaltung und Verwendung der Benannten Farbe. Im Dialog Benannte Farben zuordnen

können der Name, die Farbe für die Anzeige sowie das Farbrezept für den Druck festgelegt

werden.

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Farben hinzufügen

Das Instrument Benannte

Farben bietet mehrere Wege

zum Hinzufügen von Farbe

zur Liste durch Doppelklicken

der gewünschten Farbe oder

Drücken der Schaltfläche

Übernehmen:

Farben können im

1

Farbwähler ausgewählt

werden.

Farben aus Swatch

2

Books können zur Liste

hinzugefügt werden einschliesslich

Farben der Optionen

„Verschnitt mit Weiss“

und „Verschnitt mit Schwarz“

des Swatch Book Instruments.

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Farben können mit einem Messgerät, das Einzelfeldmessung unterstützt, gemessen

werden.

Vollständige Farblisten in verschiedenen Formaten einschliesslich der ErgoSoft RIP

Swatch Books können in das aktuelle Benannte-Farben-Profil importiert werden.

Farbrezept bearbeiten

Wird eine Farbe unter Verwendung des Farbwählers oder durch Messen hinzugefügt,

5

werden die Farbwerte für die Ausgabe aufgrund der Lab-Wert und des aktuellen Druckerprofils

vorgeschlagen. Sie können jederzeit durch Eingabe der gewünschten Werte in die

Felder für CMYK und zusätzliche Tintenkanäle geändert werden. Durch Klicken auf die Schaltfläche

Aus Profil werden die CMYK-Werte aufgrund der aktuellen Lab-Werte (für die Anzeige)

und des Druckerprofils geändert, so dass die Ausgabewerte an die (unter Umständen

stark geänderte) Anzeige der Benannten Farbe angepasst werden.

Das Hilfsmittel Ähnliche Farben drucken hilft beim Finden der korrekten Ausgabewerte.

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Namen und Anzeige bearbeiten

Der Name der Benannten Farbe sowie das Farbfeld für die Anzeige können mit Hilfe

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des Farbwählers, durch Messen der Farbe oder des Swatch Books geändert werden. Die

Ausgabewerte sind durch diese Änderungen nicht betroffen; sie können durch Drücken der

Schaltfläche Aus Profil an die neue Anzeige angepasst werden (siehe oben).

Wenn alle Benannten Farben in der Liste mit derselben Sequenz beginnen und/oder

8

enden sollen, können ein Namenspräfix und/oder Suffix angefügt und abgetrennt werden.

Das manuelle Entfernen eines Präfixes und/oder Suffixes von mindestens einer Benannten

Farbe verhindert das Entfernen des Präfixes/Suffixes von allen anderen Benannten Farben.

Liste der Benannten Farben drucken

Um die Liste der Benannten Farben zu drucken, muss zuerst ein Job erzeugt werden, in

9

den die aktuellen Benannten Farben importiert werden. Über die Schaltfläche Druckoptionen

können Druckparameter wie z.B. Schriftgrösse, Farbfeldgrösse, Schriftauflösung etc.

sowie fixe Untertitel definiert werden. Der Titel und die Feldbezeichnungen werden aus dem

Namen der Druckumgebung und der Benannten Farben automatisch generiert. Beachten Sie

bitte, dass die Druckoptionen auch für das Hilfsmittel Swatch Books verwendet werden.

Eine Benannte Farbe suchen

Benannte Farben gesucht werden durch Eingabe eines Teils des Namens im Feld Farb-

10

name suchen und, wenn notwendig, Drücken von Nächste.

Ersatzfarbe in der Farbersetzung definieren

Farbwähler

Das Hilfsmittel Farbwähler ist vielleicht

bereits aus Programmen wie Adobe Photoshop

bekannt. Es bietet Ihnen die Möglichkeit,

visuell einen zu verwendenden Lab-

Wert zu definieren. Je nach der verwendeten

Farbersetzungs-Option werden Ihnen

im Farbwähler-Werkzeug zudem die CMYK-

Werte angezeigt Wenn der CMYK-Wert

angegeben wird, wird die Farbersetzung

ohne Druckerprofil durchgeführt. Wenn der

CMYK-Wert nicht angegeben wird, wird zur Farbersetzung der Lab-Wert verwendet, der über

das Druckerprofil umgerechnet wird. Desweiteren können die Ersatz-CMYK-Werte nach Aktivierung

von Gerät direkt eingegeben werden. Auf den zur Darstellung verwendeten Lab-

oder RGB-Wert hat dies allerdings keinen Einfluss. Um eine Farbe in die verwendete Farbersetzungs-Option

zu importieren, genügt ein Klick auf die Schaltfläche Übernehmen.

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Farben messen

Das Instrument Farben Messen ermöglicht es, Farben mit einem Messgerät, das Einzelfeldmessungen

unterstützt, einzumessen und für die Farbersetzung bereitzustellen. Zudem stellt

dieser Dialog die Funktion zur Verfügung, gemessene Farben zu vergleichen und gemessene

Werte automatisch in Microsoft Excel zu schreiben.

Eine Farbe messen

Um eine Farbe zu messen, positionieren Sie das Messgerät auf der zu messenden Farbe und

führen die Messung durch. Die gemessene Farbe wird automatisch für die verwendete Farbersetzungs-

oder Farbdefinitions-Option übernommen. Um den Messvorgang zu wiederholen,

kann die Messung erneut gestartet werden. Um eine weitere Farbe zu messen, müssen

Sie im jeweiligen Dialog, aus welchem das Instrument Farbe Messen aufgerufen wurde, eine

andere zu ersetzende oder zu definierende Farbe anwählen.

Nachdem Sie eine Farbe gemessen haben, stehen Ihnen folgende Informationen zur Verfügung:

1

zeigt.

Im Abschnitt Spektral werden die

gemessenen Spektralwerte ange-

2

Im Abschnitt Colorimetrisch werden

die anhand der gemessenen

Spektralwerte

angezeigt.

errechneten Lab-Werte

3

Im Abschnitt Bildschirm werden die errechneten RGB-Werte angezeigt.

Im Abschnitt Drucker werden die anhand der gemessenen Spektralwerte errechneten

4

CMYK-Werte angezeigt. Dazu wird jedoch die Verwendung eines Ausgabeprofiles vorausgesetzt.

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1


Referenzfarbe messen – Delta E Wert ermitteln

Im Erweiterten Modus ermög-

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5

licht es der Dialog Farbe messen,

5

eine Referenzfarbe einzumessen, mit

welcher die als Farbmuster gemessene

Farbe verglichen wird. Durch die beiden

Messungen wird der Delta E Wert ermittelt,

welcher die Abweichung der

Musterfarbe von der gemessenen Referenzfarbe

im Lab-Farbraum angibt. Mit

anderen Worten setzt sich der Delta E

Wert, also die Farbdifferenz von Probe zum Bezug im Lab-Farbraum, aus Unterschieden in

Helligkeit, Chroma und Farbton zusammen.

6

Um eine Referenzfarbe zu messen, muss der erweiterte Modus aktiviert sein. Wird anschliessend

ein Farbmuster gemessen, wird automatisch der Delta E Wert angezeigt.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass ein durchschnittlicher Betrachter Unterschiede

in Farben erkennen kann, die 5-6 Delta E auseinander liegen. Ein trainiertes Auge kann

Unterschiede von 3-4 Delta E erkennen. Am extremsten sind für das menschliche Auge

Unterschiede in Graustufen sichtbar, welche bereits ab einem Unterschied bzw. Delta E

Wert von 0.5 erkannt werden.

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Hilfsmittel zum Finden der Ersatzfarbe

Ähnliche Farben drucken

Das Hilfsmittel Ähnliche Farben drucken

hilft beim Finden des besten Ausgabewertes

für die gewünschte Farbe.

Es steht für die Instrumente Swatch Book und

Benannte Farben zur Verfügung.

Zur Definition eines verbindlichen Farbre-

1

zeptes anhand eines ungefähren Farbrezeptes

können über das Hilfsmittel Ähnliche

Farben drucken mögliche Rezepte ausgewertet

werden.

Über diesen Dialog kann ein Farbchart ge-

2

neriert werden, welches der „Ausgangsfarbe“

ähnliche Farbrezepturen enthält. Bei der Erstellung

des Chart können folgende Parameter

festgelegt werden:

Variieren in Druckfarben

Anzahl Farbfelder

Farbabstände

Über die Schaltfläche Job erzeugen

3

wird im ErgoSoft RIP ein Job angelegt,

in welchem die generierte Farbtabelle

enthalten ist und nun gedruckt werden

kann. Jede gedruckte Farbrezeptur ist mit

den prozentual verwendeten Druckfarben

beschriftet.

4

Die dem gewünschten Farbton zugeordneten

Werte können nun im Benannte Farben

oder Swatch Books Dialog eingetragen werden.

Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt

werden.

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4


Farbenbücher

Mit dem Hilfsmittel Farbenbücher können Lab- oder RGB-Farbbücher für den Druck erstellt

werden. Die Farbbücher können über visuelle Prüfung der gedruckten Felder zum Finden von

Lab- oder RGB-Werten für bestimmte Farbtöne verwendet werden. Das Hilfsmittel Farbenbücher

wird gestartet über Menü Extras > Farb & Spezial Features > Farbbuch erstellen.

1

3

4 Um Material zu sparen, kann das Farbenbuch

als fortlaufende Felder gedruckt

werden statt Seiten, die den Schnitt anzeigen.

Ist Farben ausserhalb des Gamuts drucken

nicht markiert, werden nur die Farben

gedruckt, die mit dem aktuellen Druckerprofil

exakt produziert werden können.

5

Das Farbenbuch kann im Lab- oder

RGB-Farbraum erstellt werden.

Das Lab-Farbenbuch kann für Farb-

2

oder für Grautöne erstellt werden.

Wenn nicht alle Farben gedruckt werden

sollen, müssen Sie das Segment als Winkel

eines Kreises angeben.

Über den Abstand bestimmen Sie den

Abstand der Farbtöne (Hue) als vertikale

Schnitte innerhalb des angegebenen Winkelbereichs,

über die das System die Anzahl

der Seiten berechnen kann.

Die RGB-Werte werden als Bereich

angegeben. Über den Schritt bestimmen

Sie den Abstand der Farbtöne (Hue) als

vertikale Schnitte innerhalb des angegebenen

Bereichs, über die das System die Anzahl

der Seiten berechnen kann.

Über die Zeilen pro Seite wird die Anzahl der horizontalen Schnitte im Segment bestimmt.

Oft werden die gewünschten Farben im Farbenbuch nicht gedruckt, weil sie zwischen

den Farben liegen, die durch den ausgewählten Abstand der Farben und der Anzahl Zeilen

berechnet werden. Je kleiner der Abstand und je mehr Zeilen pro Seite im Farbenbuch

sind desto mehr unterschiedlich Farbtöne werden gedruckt.

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6

4

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Über die Schaltfläche Optionen kann das Farbenbuch

konfiguriert werden:

Wählen Sie Schriftgrösse für den Titel (Hue …), das Info-

Feld mit beliebigem Text, das zwischen Titel und Farbfelder

gedruckt wird, und die Beschriftung der Farbfelder

(LAB …).

Bestimmen Sie die Grösse und den Abstand der Farb-

Felder und geben Sie die Auflösung für den Text an.

Farbgenauigkeit prüfen

Mit dem Hilfsmittel Farbgenauigkeit prüfen können Farbfelder gedruckt und gemessen

werden, um automatisch den Unterschied zwischen dem Ausdruck und der theoretischen

Farbe zu prüfen.

Sie können entweder ein

1

Swatch Book drucken, indem

Sie es in der Liste auswählen, oder

die in der aktuellen Druckumgebung

gespeicherten Benannten

Farben. Legen Sie fest, ob alle Farben

gedruckt werden oder nur die,

die innerhalb des Gamuts des aktuellen

Druckerprofils liegen.

Wählen Sie die Geometrie für

2

den Ausdruck, die zu Ihrem

Messgerät passt und legen Sie die

3

gewünschten Druckoptionen fest.

4

5

Drucken Sie das Chart. Wenn

3

Sie aufgrund von Nachbehandlung

einige Zeit auf den Ausdruck warten müssen, können Sie die Session auch speichern

und später auswählen und laden.

Messen Sie das Chart.

1

Sessions können gespeichert und später ausgewählt und geladen werden, um die Farbgenauigkeit

zu prüfen.

Nach Drücken der Schaltfläche Weiter werden die für den Ausdruck verwendeten Werte

und die Messwerte miteinander verglichen und der Delta E Wert berechnet.

Farben ersetzen 18

2

6

5

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