Emser Alpen Jahresbericht 2025
Jahresbericht der Emser Alpen 2025. Einer der größten Alpen Vorarlbergs und Österreichs.
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AGRARGEMEINSCHAFT
Emser Alpen
Jahresbericht 2025
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Emser Alpen
Auftriebsdaten
7 Rinder bis 1/2 Jahr | 2,8 GVE
441 Rinder 1/2 bis 2 Jahre | 264,6 GVE
113 Rinder älter 2 Jahre | 113 GVE
4 gemolkene Kühe | 4 GVE
565 Rinder Gesamt | 384,4 GVE
44 Betriebe aus 16 Gemeinden davon 12 Emser
Betriebe
Stand: 29. Juni 2025 (laut AMA Meldung)
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en
Vorder-, Hintermellen
Auftriebsdaten
4 Rinder bis 1/2 Jahr
212 Rinder 1/2 bis 2 Jahre
57 Rinder älter 2 Jahre
2 gemolkene Kühe
276 Rinder Gesamt
22 Betriebe | 10 Gemeinden
Stand: 29. Juni 2025 (laut AMA Meldung)
Petra Amann (Beihirtin), Julian Mathis (Hirte),
Anton Franz (Pfister), Hund (Benni)
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Süns
Auftriebsdaten
3 Rinder bis 1/2 Jahr
229 Rinder 1/2 bis 2 Jahre
56 Rinder älter 2 Jahre
2 gemolkene Kühe
290 Rinder Gesamt
22 Betriebe | 13 Gemeinden
Stand: 29. Juni 2025 (laut AMA Meldung)
Magdalena Muxel (Beihirtin) und Mario Muxel (Hirte),
Silas Meusburger (Pfister)
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Tätigkeitsbericht 2025
Zu trocken - zu nass, zu heiß - zu kalt, zu viel Gras - zu wenig Gras. So lässt sich
der Alpsommer 2025 in Kurzform beschreiben. Und so gesehen war es ein ganz
normaler Alpsommer. Dies so runterzubrechen würde aber dem Geleisteten
nicht genüge tun. So zeigen schon die Zahlen, dass es mehr als nur ein
gewöhnlicher Alpsommer gewesen ist.
Die Rekordlänge mit 127 Alptagen aus dem Vorjahr wurde eingestellt.
Die Anzahl Vieh mit 565 Stück ist immer noch auf Höchststand.
Rund 2.500 ehrenamtlichen Stunden wurden von zahlreichen
Helfer:innen geleistet.
Wir sind auch sehr dankbar dafür, dass die zahlreichen Mitwirkenden – bis auf
die eine oder andere Schramme oder Verstauchung – wieder gesund aus den
Alpen zurückgekehrt sind. Wir wissen, dass dies keine Selbstverständlichkeit
ist.
Hirtschaften und Jubiläen
Die bewährten Hirtschaften haben auch in diesem Jahr großartige Arbeit
geleistet:
Julian Mathis und Petra Amann mit Pfister Anton Franz betreuten in ihrem
zweiten Jahr die Bereiche Wendelinshütte sowie Vorder- und
Hintermellen.
Mario und Magdalena Muxel mit Pfister Silas Meusburger feierten ihr
fünfjähriges Jubiläum und kümmerten sich um die Gebiete Ruheshütte
sowie die Hochalpe Süns.
Beide Hirtschaften zeigten viel Umsicht, Einsatzbereitschaft und trugen
maßgeblich zum Erfolg der Alpzeit bei.
Alpzeit
Mit einer Rekordlänge von 127 Alptagen, wie auch im Vorjahr, begann die
Saison mit dem Auftrieb am 24. Mai und endete mit dem Abtrieb am 27.
September, der traditionell im Rahmen des Emser-Alptag gefeiert wurde.
Insgesamt wurden 565 Rinder aus 44 landwirtschaftlichen Betrieben, davon
13 aus Hohenems, betreut und bestens versorgt. Die Betriebe kamen aus 16
Vorarlberger Gemeinden. Zusätzlich wurden zur Nachweide in der
Schuttannen 22 Ziegen sowie im Herbst 22 Pferde gehalten.
Wetter und Natur
Der Alpsommer bot die gesamte Palette an Wetterbedingungen: ein trockener
Beginn, gefolgt von einem regenreichen Juli mit nur fünf niederschlagsfreien
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Tagen. Selbst Schnee ließ sich kurzzeitig blicken – ein
Zeichen für die Vielfalt und Unberechenbarkeit der
alpinen Natur.
Investitionen in Infrastruktur
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft war die
Erweiterung der Photovoltaikanlagen auf allen
Hütten sowie die Installation des Internets (Starlink).
Damit verfügen nun alle Hütten über eine
Grundversorgung mit Strom und
Kommunikationsmöglichkeiten was ein
entscheidender Beitrag zur Sicherheit gewährleistet.
Gemeinschaftsprojekte und Engagement
Ein besonderes Highlight war die gelungene
Zusammenarbeit mit dem Maurer
Ausbildungszentrum (MAZ) und dem Bäuerlichen
Schul- und Bildungszentrum (BSBZ) Hohenems:
Gemeinsam wurde ein neuer Brunnen für die Emser
Alpen geschaffen. Hochbaulehrlinge und Schüler:innen
führten das Projekt von der Schalung bis zur finalen
Aufstellung mit großem Engagement durch.
Weiters wurde von Mitarbeitenden der Stadt
Hohenems (Forst) ein Schiebetor beim Stall der
Wendelinshütte eingebaut, was vor allem das Verladen
von Rindern erleichtert. Beim Stalldach (Anbau)
Ruheshütte wurden die morschen Balken
ausgewechselt und das Dach neu eingedeckt.
Weitere Tätigkeiten:
Versetzung des Brunnens beim oberen Skilift.
Abdichtung des Daches bei der Hütte Vordermellen
durch die Firma Tectum.
Seilbahnwartungsarbeiten (Vordermellen und
Süns)
Schwenden, Weidepflege
Der öffentliche Schwendtag zeigte einmal mehr die
Verbundenheit zur Natur und zur Gemeinschaft: Rund
100 Freiwillige aus den verschiedensten Emser
Vereinen halfen tatkräftig mit, die Gebiete oberer Skilift
und Gerstenböden von Unkraut und kleinen Tannen zu
befreien. Geschwendet wurde über das ganze Jahr
hindurch und so wurde die stolze Zahl von knapp 800
Schwendstunden erreicht. Besonders erfreulich ist die
wachsende Beteiligung der Jugendlichen, die
eigenständig Schwendeaktionen am Ranzenberg und
Hintermellen organisierten.
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Emser Alpmesse
Die Emser Alpmesse musste wetterbedingt erneut im Stall stattfinden, was der guten Stimmung jedoch keinen
Abbruch tat. Pfarrer Rainer Büchel gestaltete die feierliche Messe und gedachte zusammen mit den zahlreichen
Gästen Georg Klocker, der 20 Jahre lang als Hirte in Vorder- und Hintermellen tätig war.
Abtrieb und Emser Alptag
Nach fünf Wochen Frühjahrsweide in den Schuttannen, neun Wochen auf der Hochalpe und weiteren vier Wochen
in den Schuttannen kehrte das Vieh am 27. September ins Tal zurück. Bei der Viehscheide in der Ledi wurden die
Tiere an die Landwirte übergeben. Am Abend feierten über 100 Helfer:innen sowie die Hirtschaften im
Arbeiterheim den Emser Alptag – ein geselliger Abschluss einer erfolgreichen Saison.
Vielen Dank
Dank an ALLE die zum erfolgreichen Gelingen mitgewirkt haben.
Allen voran den beiden Hirtschaften Julian mit Petra und Pfister Anton sowie Mario mit Magdalena und Pfister
Silas. Den Kolleg:innen im Ausschuss, sowie den Landwirt:innen die uns ihr Vieh anvertraut haben.
Der Stadt Hohenems und dem Land Vorarlberg mit
ihren Abteilungen und Mitarbeiter:innen und den
politischen Vertreter:innen.
Den Hohenemser Vereinen für das gute Miteinander.
Ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlichen
Helfer:innen die einen Beitrag geleistet haben.
Mit einem freudigen "Juuuchizer"
Mario Amann, Obmann Emser Alpen
links vorne: Robert Franz, Julia Fenkart, Arnulf
Amann, David Klien, Christian Winklehner, Karl Klien,
links hinten: Thomas Franz, Edgar Häfele, Mario
Amann, Norbert Fenkart
Ausschuss und Bereichsleitungen 2025 Abgehaltene Ausschusssitzungen 2025
Obmann:
Obmann Stellvertreter:
Kassierin/Schriftführerin:
Alpmeister:
Tiermeldungen:
Öffentlichkeitsarbeit:
Instandhaltung:
Seilbahn, Viehweg
Beirat:
Mario Amann
Christian Winklehner
Julia Fenkart
Arnulf Amann
David Klien
Thomas Franz
Robert Franz
Karl Klien
Norbert Fenkart
Edgar Häfele
25. Jänner 2025 | 25. ordentliche Vollversammlung
25. Jänner 2025 | 59. Ausschusssitzung
02. April 2025 | 60. Ausschusssitzung
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Instandhaltung
In Kooperation mit dem Maurer-
Ausbildungszentrum und dem
Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum
wurde ein neuer Brunnen
geschaffen und in der Schuttannen
platziert. Mit einem Fassungsvermögen
von 600 Litern leistet dieser einen
wichtigen Beitrag in der Infrastruktur
der Emser Alpen. Ein praxisnahes
Projekt mit echtem Mehrwert für die
Region und eine erfolgreiche
Zusammenarbeit von hand- und
landwirtschaftlicher Zusammenarbeit.
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Installation Photovoltaikanlage und Starlink bei den
Hütten Vorder- und Hintermellen. Team: oben von links:
Thomas Franz, Pascal Bartel, Moritz Tschofen, Bernd
(Moler) Franz, Christian Franz, Karl Klien, Robert Franz
Oben: Einbau Schiebetor bei der Wendelinshütte. Unten: Dachstuhlrenovierung beim Stallanbau
Ruheshütte jeweils durch die Stadt (Forst) unter der Leitung (Polier) von Thomas Wohlgenannt.
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Öffentlicher
Schwendetag
Der öffentliche Schwendtag am 03. Mai war ein echtes
Gemeinschaftserlebnis und ein voller Erfolg! Rund 100 engagierte
Helfer:innen aus zahlreichen Emser Vereinen haben mit Herzblut und
Tatkraft angepackt, um das Naturjuwel oberhalb H’ems zu pflegen. Nach
den intensiven Schwendearbeiten bedankten sich Obmann Mario Amann,
Bürgermeister Dieter Egger und Stadtrat Simon Aberer herzlich bei allen
Beteiligten sowie beim Hauptkoordinator Thomas Franz für die tolle
Organisation. Den Tag krönte ein stimmungsvoller Ausklang bei der
Wendelinshütte - ein Moment, der die Verbundenheit und den
Zusammenhalt aller Beteiligten spürbar machte.
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Schwendearbeiten
Mit rund 800 geleisteten Arbeitsstunden haben zahlreiche
engagierte Helfer:innen einen wertvollen Beitrag zur Pflege der
Emser Alpen geleistet. Besonders erfreulich: Im Jahr 2025 hat sich
eine junge, motivierte Mannschaft zusammengetan und aktiv
eingebracht, um die Alpen in ihrer Vielfalt und Schönheit für
kommende Generationen zu bewahren.
Oben von links: Noah Seidl, Anton Aberer, Pius Aberer, Moritz
Tschofen, Pascal Bartel, Mathias Peter, Lars Amann
Unten: Mitglieder des Ausschusses und Helfer:innen beim Farnmähen
mit der Sense in der Schuttannen im Bereich Hintere Halde.
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Tierische Schwender
Die positiven Auswirkungen des Nachweiden
mittels Pferde und Ziegen konnte schon in den
letzten Jahren beobachtet werden. Und so
wurden auch diesen Alpsommer insgesamt 22
Ziegen von zwei Landwirten vom 13.06.25 -
17.08.25 im Tobel gehalten und von mitte
September bis Anfang November 22 Pferde in
der Schuttannen gealpt.
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Viehtriebe
Die Viehtriebe auf und von den Hochalpen
fanden am Samstag den 28. Juni 2025 sowie
am Samstag den 30. August 2025 statt.
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Emser Alptag
Am 27.09.25 ging es beim “Emser Alptag” für die Älpler
und das Vieh wieder Nachhause. In der Ledi wurde das
Vieh an die Landwirte übergeben und am Abend mit einem
würdigen Fest der erfolgreiche Alpsommer im
Katholischen Arbeiterheim gefeiert. Musikalisch sorgte die
“Grümpelmusik” für beste Stimmung.
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Daten und Zahlen
Auf- und Abtriebsdatum, Alptage sowie Viehanzahl der letzten 11 Jahren
Jahr Auftrieb Abtrieb Alptage Anzahl Vieh
2015 06. Juni 26. Sept. 114 550
2016 04. Juni 24. Sept. 113 550
2017 03. Juni 23. Sept. 113 550
2018 01. Juni 29. Sept. 121 530
2019 07. Juni 28. Sept. 114 500
2020 29. Mai 26. Sept. 121 500
2021 05. Juni 25. Sept. 113 500
2022 28. Mai 24. Sept. 120 545
2023 27. Mai 23. Sept. 120 567
2024 25. Mai 28. Sept. 127 561
2025 24. Mai 27. Sept. 127 565
Mittel 31. Mai 25. Sept. 118 538
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Allerhand
Die drei tapferen Helden: Bernd Mathis, Moler (Bernd) Franz, Herbert Schuler
“Ein mysteriöses schealalla - drei Helden und das unsichtbare Veahstückle”
Beim großen Viehtrieb von der Hochalpe erklärten sich Bernd, Moler und Herbert bereit, als Fahrer und „zämma
rummer“ (die wahren Helden des Alltags!) mit anzupacken. Alles lief wie am Schnürchen – bis sie im Töst den Zaun
ablegten. Plötzlich spitzen Bernd und Moler die Ohren:
„Hörscht du des o? Do schealat doch eppas!“
Erster Gedanke:
„Jetzt würand dia Helda vo Trieber doch nit a Stückle z’ruck lo ha!“
Sofort rufen sie zu Herbert der weiter unten beim PKW und Hänger steht:
„Herbert! Hörscht du des schealalla o?!“
Herbert lauscht, nickt ernst:
„Jo, do isch ebbas!“ Nimmt sich ohne zu zögern den Stock vom Hänger und schreitet zu den anderen.
Voller Tatendrang starten die drei eine große Suchaktion. Doch die Glocke spielt Verstecken: Mal lauter, mal leise,
doch ein Viehstück finden sie keines. „Des gieht’s doch nit! Des Vieh muss doch ganz i dar Nöhe si!“
Nach einer gefühlten Alpenüberquerung – körperlich und mental am Limit – sagt Herbert trocken:
„Künnt aber o no si, dass as des Stückle i üserem Veahahänger ischt, wo ma am Morga no glada hond!“
Und tatsächlich: Das mysteriöse „schealalla“ kam vom Viehstück, das längst brav im Hänger gestanden ist.
Somit endete eine epische Suchaktion.
Wir danken Euch für diese tolle Geschichte und dass ihr sie uns erzählt habt. :-)
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@Zitat Mario: Alles lief nach Plan - nur
Plan war Schei..!
@Magdalena: Also wenn
as no eppas gia dät...
@Martin Vogt: Es gieht koa schleachts
Weattar höchschtens z’wenig Reagaschirm...
@Julian: So schwierig
ka das nit si...
@Petra: ...luagamar
amol.
@Anton, Silas: 3, 2, 1 lofa lo...
Spezial gsi!
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DANKE
Gemeinsam haben wir nicht nur gearbeitet, sondern Erinnerungen
geschaffen. Danke für eine unvergessliche Zeit!
Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Agrargemeinschaft Emser Alpen, Erlachstraße 45a, 6845 Hohenems |
Gestaltung und Inhalt: Mario Amann, Thomas Franz | Bildnachweis: Mario Amann, Thomas Franz, Franziska Häfele,
Magdalena Muxel, Petra Amann
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