28.05.2026 Aufrufe

s'Psairer Heftl & Exklusiv - Mai/Juni Ausgabe 2026

Exklusiv s'Psairer Heftl - Ausgabe Mai/Juni Ausgabe 2026 s'Psairer Heftl - Magazin für das Passeiertal Herausgeber: Ratio KG des Helmuth Fritz Grafik & Redaktion: Monika Pfitscher - Gourmet Südtirol

Exklusiv s'Psairer Heftl - Ausgabe Mai/Juni Ausgabe 2026
s'Psairer Heftl - Magazin für das Passeiertal
Herausgeber: Ratio KG des Helmuth Fritz
Grafik & Redaktion: Monika Pfitscher - Gourmet Südtirol

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Monatsmagazin für das Passeiertal

Kuens | Riffian | St. Martin | St. Leonhard | Hinterpasseier

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TIPPS & NEWS

Poste Italiane S.P.A. - Spedizione in abbonamento Postale-Aut. n°31319330-003

TERMINE Ausg. Mai/Juni 2026 - Jahrgang 17

ROC 32966 /2020/BZ Periodico Roc

Exklusiv

Passeiertal

Ihr Ferienspezial für das Passeiertal

Sonderausgabe des ’s Psairer Heftl

Sonderteil

Exklusiv

für Ihre Urlaubszeit:

Foto © TV Passeiertal - Benjamin Pfitscher

Passeirer Geschichten

& Menschen, Almen,

Restaurants, Einkaufs-

& Ausflugstipps

WEITERE THEMEN

Einkaufen in St. Leonhard & St. Martin

Wie der Niedersteinhof die Energiewende lebt

Jung sein heintzutog: Wie sozial ist Social Media?

Almleben und Sommerfrische in der Schweiz

Kraedu: Die Mariendistel

"Nochgfrogg" bei Matteo Lattanzi

Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht

Digitale Bildung im Kindergarten

Über die Reportage: "Wann hört Heimat auf?"


Lebe deinen

Traum im

Auszeitparadies

Pfelders

> Öffnungszeiten Grünbodenexpress:

06.06. – 27.09.2026 täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr

> Wandertipp: Naturerlebnis Steinlabyrinth -

auf dem Panoramaweg von Alm zu Alm wandern

> MOUNTAINCART: 06.06. – 27.09.2026, täglich

geöffnet. 3,5 km Abfahrtsspaß für die gesamte Familie!

> EINEN TAG GRATIS PARKEN!

Für alle Nutzer des Grünbodenexpress:

Bitte das Autokennzeichen am Seilbahnschalter

angeben. Ausgenommen Inhaber

des Guest Pass Premium.

> www.pfelders.info


INHALT

Sonderteil

Exklusiv

für Ihre Urlaubszeit:

Foto © TV Passeiertal - Benjamin Pfitscher

Passeirer Geschichten

& Menschen, Almen,

Restaurants, Einkaufs-

& Ausflugstipps

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gäste.

Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm erwacht das

Tal. Auf Plätzen, Almen und in den Dörfern entsteht wieder

jene unverwechselbare Mischung aus Tradition, Begegnung

und Naturgenuss, die das Passeiertal so besonders

macht.

Mit dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Menschen vorstellen,

die mit Leidenschaft wirken, Vereine, die unser

Dorfleben bereichern, und Geschichten erzählen, die zeigen,

wie tief die Verbundenheit zu unserer Heimat hier

verwurzelt ist. Gleichzeitig erwarten Sie Ausflugstipps,

Veranstaltungshinweise sowie Einblicke in Betriebe und

Initiativen, die das Tal prägen und bewegen.

Für unsere Gäste soll das ’s Psairer Heftl Inspirationen und

Eindrücke vermitteln, die Ihren Urlaub bereichern. Für alle

Einheimischen soll es ein Spiegel unserer Gemeinschaft

sein, die von Zusammenhalt, Engagement und einem starken

Miteinander lebt.

Nehmen Sie sich ein paar ruhige Momente, lassen Sie sich

überraschen, verweilen Sie bei den Bildern und Geschichten

und entdecken Sie vielleicht auch Neues zwischen den

Zeilen.

Wir freuen uns auf unsere neue Mitarbeiterin Melanie

Gögele, die Sie künftig über Werbemöglichkeiten in unserer

Zeitung beraten wird, Geschichten und Themen

verfassen und vor allem auch unseren Jugendlichen ein

offenes Ohr schenken möchte.

Barbara Hofer, die uns aus beruflichen Gründen leider

zeitweise verlassen wird, danke ich als Herausgeber herzlich

für ihre jahrelange, freundliche, humorvolle und erfolgreiche

Mitarbeit.

Wo auch immer Sie Ihre Zeit verbringen – auf der Alm,

bei einer Wanderung, im Garten oder gemütlich daheim –

wünschen Ihnen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

und ich viel Freude beim Lesen!

Helmuth Fritz

Herausgeber ‘s Psairer Heftl

Inhaltsverzeichnis

Exklusiv-Sonderteil

Herzlich Willkommen auf der Faltmar Alm! 4

Herzlich willkommen bei uns im Pisten Pub! 4

Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht 5

Wie ein Hof die Energiewende lebt: Ein Blick auf den Niedersteinhof 6-7

Almleben und Sommerfrische in der Schweiz 8-9

Einkaufen in St. Leonhard 10-11

Sicherheit am Berg 12

Psairer Kreizwortretsl 12

Einkaufen in St. Martin 14

Altes Handwerk: Herstellung einer echten “Psairer Goasl" 16-17

„Nochgfrogg“ bei Matteo Lattanzi, Maître d’hôtel und Sommelier 18

„Wo die Alpenrosen blühn“ 18

Timmelsjoch Erfahrung - Natur, Geschichte & spektakuläre Ausblicke 19

Maria Kosmetik: Neu bei Koka Kosmetik in St. Leonhard 19

Über die Reportage: „Wann hört Heimat auf?“ 20-21

Herzlich Willkommen auf der Wanseralm! 22

Herzlich willkommen auf der Obisell Alm! 22

Psairer Powerfrauen im Gespräch: Klara Kröss 24

SVP-Ortsgruppe St. Leonhard besucht Region in Trient 24

Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin 25

Psairer Heftl

Kraedu: Die Mariendistel 26

Alles was Recht ist: Baur & Tappeiner Rechtsberatung 27

Alte Bauernregeln 28

Die Psairer Mecker-Goas 28

Impressum 28

Benefizpreiswatten: Gemeinsam GUTES tun! 29

Ein Jahr „Julias Lebensgenuss“ 29

Janah Maria Andreis - Direktorin des Gesundheitsbezirks Meran 30

Kolumne: Die Qual der Warteschleife 30

Digitale Bildung im Kindergarten, eine Gemeinschaftsaufgabe 31

Heilfasten Woche nach Dr. Buchinger – mit Leichtigkeit aufblühen 31

Nachhaltigkeit: Waschen mit Wirkung 32

Raiffeisen Passeier - Kinobesuch mit den fleißigen Punktesparern 32

Krebshilfe Passeier: „Getraut enk, mir sein für enk do!“ 34

Dr. Christian Wenter: Warum Trinken so wichtig ist... 35

Jung sein heintzutog: Wie sozial ist Social Media? 36

Volksbank: Filiale St. Leonhard in Passeier feiert 50-jähriges Jubiläum 37

Hand in Hand. Netzwerk Elternhaus - Kindergarten 38

Die NIXE aus dem Passeiertal werden 39

Kleinanzeiger 40-41

Rosmarie Pamer: Årbitn fir di Lait 42

Neugründung des Vereins „St. Leonhard hilft EO“ 42

Jugendkapelle (JuKa) St. Leonhard, St. Martin und Saltaus 43

Mamie’s: Wenn die Seele mit dem Alltag Schritt halten muss 43

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

3

Redaktion/Werbung: Monika Pfitscher 348 464 30 54 grafik@gourmetsuedtirol.com

PSAIRER HEFTL

INFO BOX

Werbung/Texte: Isabella Halbeisen 349 445 75 15 isabella.halbeisen@gmail.com

Werbung/Texte: Melanie Gögele 348 762 52 54 mel.goegele@gmail.com

Werbung: Ernst Müller 333 464 33 34 redaktion@wochenblatt

Werbung: Allgemein 0473 49 15 05 werbung@heftl.it

Verwaltung/Werbung: Helmuth Fritz 335 63 777 53 - Fax 0473 49 15 03 heftl@heftl.it


Wander- & Einkehrtipp

4 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Herzlich Willkommen

auf der Faltmar Alm!

Die Alm liegt auf 1.682m, kurz oberhalb der Waldgrenze zu

Beginn des idyllischen Faltmartals und ist bequem über einen

Forstweg, auch mit dem Kinderwagen, in einer halben Stunde

erreichbar.

Unsere Gäste verwöhnen wir mit traditionellen Almgerichten,

Kaffee und hausgemachten Kuchen.

Wer eine längere Wanderung plant, kann die Alm über Pfelders

auf Weg Nr. 5 und 5b in ca. 2 Stunden erreichen.

Der großzügige Spielplatz mit Schaukeln, Rutsche, Sandkasten

und Trampolin lädt Kinder zum Spielen und

Toben ein. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Michael & Birgit

Ausgangsort:

Parkplatz Bergkristall, 2 km

vor Pfelders - Gehzeit: 30 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Handy: 339 77 74 421

Passeiertal-Alm

des Jahres 2018 +

2019 + 2020

Herzlich willkommen

bei uns im Pisten Pub!

Ob für eine kleine Genusspause zwischendurch, ein gemütliches

Mittagessen oder einen entspannten Abend mit Freunden

- bei uns ist für jeden das Passende dabei.

Neben leckeren Eisbechern, hausgemachten Kuchen und verschiedenen

Strudeln bieten wir auch kleine, feine Gerichte zur

Mittagszeit.

Ab 17:00 Uhr verwöhnen wir euch zudem mit knuspriger Pizza

aus dem Holzofen - ideal, um den Tag in gemütlicher Atmosphäre

ausklingen zu lassen.

TIPP: Für eine leicht bekömmliche Pizza-Variante gibt es

unsere Low Carb Pizza.

Die muss man einfach probiert haben!

Wir freuen uns, euch kulinarisch verwöhnen zu dürfen!

Heidi, Werner und Tobias und das Pisten-Pub Team.

Öffnungszeiten: 11.00 - 01.00 Uhr

Pizza von 17.00 - 22.00 Uhr

Ruhetag: Dienstag

Montag Ruhetag

Reservierung unter T. +39 333 52 11 421


Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht •

Zum inzwischen fünften Mal organisierten

die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard,

das Jagdrevier, die Musikkapelle „Andreas

Hofer“ sowie die Schützenkompanie

„Andreas Hofer“ gemeinsam das traditionelle

Maibaumfest. Längst hat sich die

Veranstaltung zu einem festen Bestandteil

im Dorfleben entwickelt und steht sinnbildlich

für den starken Zusammenhalt der

örtlichen Vereine.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher

aus dem gesamten Passeiertal ließen sich

das Fest nicht entgehen und sorgten für

eine rundum gelungene Stimmung. Das

Organisationskomitee zeigte sich erfreut

über den großen Zuspruch und sieht darin

zugleich Motivation, auch in Zukunft an

dieser Tradition festzuhalten.

Ein besonderer Höhepunkt war erneut der

feierliche Umzug durch das Dorf. Begleitet

von der Musikkapelle, festlich geschmückten

Wägen und Goaslschnöllern zog der

Maibaum durch das Zentrum. Auch der

Pinzgauer der Feuerwehr Walten war Teil

des Zuges. Für Aufsehen sorgte einmal

mehr die über vier Meter hohe Statue von

Andreas Hofer, die eindrucksvoll mitgeführt

wurde.

Der offizielle Fassanstich fand auf der

Dorfbrücke statt und wurde von Siegfried

Öttl vorgenommen, der in diesem Jahr

den Maibaum gestiftet hatte. Ein Böllerschuss

der Schützenkompanie verlieh dem

Moment zusätzlichen Nachdruck. Im Anschluss

wurde der rund 24,5 Meter hohe

und etwa 1.200 Kilogramm schwere Baum

unter großem Einsatz vieler Helfer am

Raiffeisenplatz aufgestellt, wo er nun bis

in den Herbst hinein das Dorfbild prägt.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich

sehen lassen: Musikalisch führte die Liertner

Böhmische schwungvoll durch den

Nachmittag und sorgte für beste Unterhaltung.

Am Abend fand heuer erstmals ein

Dämmerschoppen statt, bei dem „Pseirer

Schwung“ und anschließend „Partyvolk“

dem Publikum ordentlich einheizten und

für ausgelassene Stimmung sorgten. Für

die kleinen Gäste wurde ebenfalls einiges

geboten – mit einer Hüpfburg und einem

Kinderkino kam auch bei den Jüngsten keine

Langeweile auf. Ein weiteres Highlight

war die bereits zum zweiten Mal organisierte

Lotterie, die erneut großen Anklang

fand. Die Ziehung der Gewinnernummern

wurde mit Spannung verfolgt. Die veranstaltenden

Vereine bedanken sich herzlich

bei den unterstützenden Betrieben – darunter

Auto Hofer, Bike Passeier, Check

in Travel, Gufler Hubert, Stroblhof, C & C

Euromarkt, Golf Lodge, Tandemclub, Wiesenhof

und Torgglerhof.

Im Rahmen des Festes wurde außerdem

eine Seilziehmeisterschaft ausgetragen,

an der mehrere Gruppen teilnahmen. Mit

beeindruckender Kraft setzte sich dabei

die „Feuerwehrgruppe 2“ durch und sicherte

sich den ersten Platz.

Ein besonderer Dank gilt neben den

Sponsoren – darunter die Raiffeisenkasse

Passeier, die ITAS-Versicherung St.

Leonhard, der Tourismusverein Passeier,

das Brauhaus Brückenwirt, die Moosmair

GmbH und Federservizi – vor allem den

engagierten Vereinsmitgliedern. Ohne ihren

unermüdlichen Einsatz wäre eine solche

Veranstaltung nicht möglich.

Mit Vorfreude blicken die Vereine bereits

auf das traditionelle „Verplindern“

im Herbst sowie auf die Neuauflage des

Maibaumfestes im kommenden Jahr – ein

lebendiges Zeichen für gelebte Gemeinschaft

im Dorf.

Fabian Gufler - Fotos © Roman Schenk

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

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Vergelt‘s Gott

allen Helfern

und Besuchern!

6 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Wie ein Hof die Energiewende lebt: Ein Blick auf den Niedersteinhof •

Am 25. April 2026 wurde der Niedersteinhof

in St. Leonhard im Passeiertal

zum Treffpunkt für alle, die sich für nachhaltige

Landwirtschaft und zukunftsfähige

Energiekonzepte interessieren. Unter

dem Motto „Zu Gast beim Bio Power-

Bauer“ luden Biolandwirt Walter und seine

Frau Caroline zu einer Veranstaltung,

die nicht nur Einblicke in ihren Betrieb

bot, sondern auch Raum für Austausch

und Diskussion schuf. Moosmair, Ceres-

Award-Gewinner 2025 in der Kategorie

„Energielandwirt“, zeigte gemeinsam

mit seiner Familie eindrucksvoll, welches

Potenzial auch kleine Höfe im Bereich erneuerbarer

Energien entfalten können.

Bereits ab dem späten Vormittag standen

die Hoftore offen. An die 150 Interessierte

kamen mit dem gut organisierten

Shuttle-Dienst ab St. Leonhard, aber

auch zu Fuß oder mit dem E-Bike auf den

Niedersteinhof. Die Besucherinnen und

Besucher konnten bei der Hofführung

und der Präsentation moderner E-Maschinen

hautnah erleben, wie nachhaltige

Energieversorgung und effizientes

Energiemanagement in der Praxis funktionieren.

Auch kulinarisch spiegelte

sich die Philosophie

des Hofes

konsequent

wider: Bei der

Veranstaltung

wurde

transparent

auf regionale

und

biologische

Lebensmittel

geachtet.

Die verwendeten

Zutaten

stammten

aus dem Bioland-Netzwerk

– darunter Fleisch

vom Niedersteinhof

selbst, Brot aus der Profanter Natur-

Backstube in Brixen, Käse vom Schupferhof

in St. Martin in Passeier, Polenta von

Alma Calliari sowie Kartoffeln von Daniele

Piscopiello. Ein besonderes Highlight

war der „Hai“-Fisch, der von Siegi und

seinem Team vom Jägerhof – Partner

von Bio Fair Südtirol – frisch vor Ort zubereitet

wurde.

Ein besonderes Augenmerk

lag auch auf dem Angebot

für Kinder und

Familien: Heuhüpfen

und Vorlesestunden

mit Isabella Halbeisen

sorgten für Unterhaltung

bei den

jüngsten Besucherinnen

und Besuchern

und machten

das Hoffest zu einem

Erlebnis für alle Generationen.

Im Zentrum des Interesses stand

jedoch das innovative Energiekonzept

des Niedersteinhofs. Eine Photovoltaikanlage

mit 65 kWp, eine Wärmepumpe,

ein Kleinwindrad und ein durchdachtes

System zur Steuerung von Wärme und

Stromversorgung zeigen, wie die Energiewende

auch im kleinstrukturierten

Berggebiet gelingen kann. Moosmair

hatte bereits vor Jahren begonnen, Maschinen

und Infrastruktur konsequent

auf erneuerbare Energien umzustellen.

Ein Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion

zum Thema „Ökonomische

und ökologische Kreisläufe schließen“.

Vertreterinnen und Vertreter aus

Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft

diskutierten über Chancen und Herausforderungen

regionaler Kreisläufe.

Dabei wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit

nicht nur eine ökologische, sondern

auch eine soziale und wirtschaftliche Dimension

hat.

Caroline Moosmair, die Bäuerin vom

Hof unterstrich dass ökonomische und

ökologische Kreisläufe nur funktionieren

können, wenn jeder Einzelne auf seine

mentale Gesundheit acht gibt, sich seiner

Stärken und Bedürfnisse bewusst ist

und diese auch lebt.

Walter Steger, Obmann von Bioland

Südtirol, betonte die Bedeutung starker

Netzwerke, die Landwirtinnen und Landwirte

unterstützen und widerstandsfähiger

machen. Kreislaufwirtschaft

sei kein neues Konzept, gewinne

jedoch angesichts

globaler Krisen zunehmend

an Bedeutung.

Matthias Bertagnolli

vom Südtiroler Bauernbund

verwies auf

die enge Verflechtung

der Landwirtschaft mit

der Weltwirtschaft und

unterstrich zugleich die

zentrale Rolle regionaler

Strukturen und biologischer

Produktion.

Auch die energiepolitische Abhängigkeit

Südtirols wurde thematisiert.

Thomas Egger vom Klima Club Südtirol

machte deutlich, dass sich die Region nicht

von globalen Entwicklungen abkoppeln

könne. Derzeit sei Südtirol stark von fossilen

Energieträgern abhängig – insbesondere in

der Mobilität und im Heizbereich. Jährlich

fließen laut Egger zwischen 500 Millionen

und einer Milliarde Euro in den Ankauf fossiler

Energie, obwohl die technischen Voraussetzungen

für mehr Eigenständigkeit

gegeben wären. Nach mehreren Energiekrisen

in den vergangenen Jahrzehnten sei

es höchste Zeit, konsequent umzusteuern,

um auch soziale Spannungen zu vermeiden.

Gleichzeitig plädierte er dafür, den

Wandel positiv anzugehen und konkrete

Beispiele wie den Niedersteinhof als Motivation

zu nutzen.

Landesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin

Rosmarie Pamer hob hervor,

dass die Politik bereits wichtige Fördermaßnahmen

auf den Weg gebracht habe,

etwa im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen.

Ziel sei es, langfristig mehr

Energieautarkie zu erreichen und gleich-


Ceres Award 2025 für Walter

Moosmair vom Niedersteinhof

Im Herbst 2025 wurde Familie Moosmair vom

Niedersteinhof in St. Leonhard in Berlin mit

dem renommierten CERES AWARD ausgezeichnet.

In der Kategorie „Energielandwirt

des Jahres“ überzeugte

Walter die Jury mit einem

außergewöhnlich nachhaltigen

Betriebsmodell und seinem innovativen

Umgang mit erneuerbaren

Energien. Besonders hervorgehoben

wurden dabei seine

praxisnahen Lösungen und sein

verantwortungsvoller Einsatz natürlicher

Ressourcen. Der Ceres Award

zählt zu den angesehensten Auszeichnungen

der Landwirtschaft und würdigt Persönlichkeiten

mit Innovationsgeist und Verantwortungsbewusstsein.

Die deutsche Fachzeitschrift

agrarheute vergibt diesen renommierten Preis

jährlich für besonders innovative und nachhaltige

Leistungen in der Landwirtschaft. Mehr

als 200 Landwirte aus Deutschland,

Österreich, der Schweiz, Dänemark

und Südtirol hatten sich beworben,

nur 21 erreichten das Finale. Walter

Moosmair setzte sich dabei

gegen starke Mitbewerber durch.

Auf dem Niedersteinhof stammen

nahezu alle Energien aus eigenen

Anlagen: Photovoltaiksysteme, ein

Windgenerator, eine Wärmepumpe

und Wasserkraft liefern rund 65.000 kWh

grünen Strom pro Jahr. Versorgt werden damit

Haus, Stall, Ferienwohnungen und zunehmend

zeitig soziale Nachhaltigkeit zu stärken.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der

Verbindung von Energie, Landwirtschaft

und Tourismus. Daniel Campisi, Experte

für Ladeinfrastruktur, sprach über die

Chancen einer flächendeckenden Elektromobilität.

Gerade im Tourismus könne

Südtirol eine Vorreiterrolle einnehmen,

indem Mobilität neu gedacht und konsequent

auf nachhaltige Lösungen gesetzt

werde. Das Hoffest am Niedersteinhof

zeigte eindrucksvoll, wie innovative Ansätze

und gelebte Praxis zusammenwirken

können. Es machte deutlich, dass

die Energiewende nicht nur eine globale

Herausforderung ist, sondern auch im

Kleinen beginnt – auf Höfen wie jenem

von Walter und Caroline.

elektrische Maschinen, darunter auch ein

vollelektrischer Balkenmäher. Neben der

Energieinnovation bewirtschaftet Walter

Moosmair seinen Biohof auf 900 m mit großer

Sorgfalt, züchtet die seltene Rinderrasse

„Sprinzen“ und produziert hochwertiges

Bergheu auf über 2.000 m.

Sein Erfolg zeigt eindrucksvoll, welche wichtige

Rolle auch kleine Bergbauernhöfe für die

Zukunft der Landwirtschaft spielen können.

* Hofführungen am Niedersteinhof:

Ganzjährig werden Hofführungen für Gruppen

und Familien angeboten. Dabei erhalten

Besucher spannende Einblicke in das

Leben und Arbeiten am Bioland-Bergbauernhof

– inklusive Verkostung hofeigener

Bio-Produkte. Termine nach Vereinbarung.

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

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8 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Almleben und Sommerfrische in der Schweiz •

Thomas, Andrea und die Mädels Hanna

und Lina aus Stuls im Passeiertal verbringen

die Sommermonate auf einer Alm in

der Schweiz. Das war aber nicht immer

so. Vor sieben Jahren kam eher spontan

als geplant von Andrea der Vorschlag

auf die Alm zu gehen. Die gelernte Verkäuferin

und Vollzeitmami wollte beruflich

einfach mal was Neues probieren.

Thomas erste Reaktion: “Na bitte, mit

dir? Spinnsche? Fi die Kiah Ongscht,

nit melken kennen und vi olls grausen.“

(„Wie bitte? Mit dir? Spinnst du? Vor den

Kühen Angst, nicht melken können und

du ekelst dich vor allem!“). Zwar war es

für Thomas immer ein großer Traum gewesen,

doch mit Andrea nicht realisierbar,

so dachte der Bauarbeiter...

MUT steht am Anfang des HANDELNS

Doch Andrea bewies ihm das Gegenteil.

Online fand sie in Arosa eine Alp auf ca.

1900 Metern. Wenig später trafen sie

sich mit dem Alpmeister und schauten

sich vor Ort alles an. Für Andrea, Hanna

und Lina war nur die Almhütte wichtig.

Während sie diese begutachteten und

nach eventuellen Mäusespuren absuchten,

denn das hätte sicher eine Panikattacke

bei Andrea ausgelöst, schaute sich

Thomas den Stall an. Innerhalb von

drei Tagen mussten sie die Entscheidung

fällen. Die Mädels

damals neun und

sieben Jahre alt waren

richtig begeistert

von der Idee

und so sagten sie

spontan zu.

Doch so ein

Almleben ist

nicht nur schön,

sondern auch

anstrengend

und das durften

sie mehr als nur

einmal erleben. Es

begann mit Einkaufen

von Stallstiefeln,

Stalltuta, und endete

beim Knödel und Ragout machen um

möglichst viel eingefroren und vorbereitet

zu haben. Andrea überwand ihre

Angst vor Kühen und lernte noch bevor

sie in die Schweiz ging das Melken.

Gib alles, nur nicht auf!

Und dann ging das Abenteuer Almleben

los. Die ersten zwei Wochen

waren: anstrengend,

chaotisch, schrecklich.

Von Überforderung,

wenig Schlaf und dem

Gedanken „Was haben

wir uns da angetan“,

war alles

dabei. Doch das

auszusprechen, kam

für Andrea nicht in

Frage, wenn sie auch

ein paar Mal zwischen

den Kühen heimlich

weinte.

Thomas Sorgen und schlaflose

Nächte drehten sich eher um die Gedanken:

Was, wenn einer Kuh etwas passiert,

sie am Euter erkrankt oder sich eine

Klaue verletzt. Zu allem Übel kam am

zweiten Tag auf der Alm noch eine Fußverstauchung

dazu. Aber Thomas blieb

nichts anderes übrig als humpelnd seine

Arbeit zu verrichten. Die Weiden waren

zu zäunen, der Stall herzurichten, bevor

die Kühe der fünf Bauern zur Sommerfrische

auf die Alm kommen. Zum Glück

kam ein Nachbarshirte, um der Familie

ein paar Tage beizustehen, ihnen wichtige

Tipps und Ratschläge zu geben. Von

da an ging es Tag für Tag besser, die Arbeit

leichter von der Hand.

Wenn der Wecker mitten

in der Nacht klingelt

Der Tag ist geprägt von frühem Aufstehen

um drei Uhr morgens. Die sechzig

Kühe werden von der Nachtweide geholt

und im Stall angebunden. Dies ist

für die Kühe in den ersten zwei bis drei

Wochen eine Umstellung. Daheim werden

sie mit einem Melkroboter gemolken.

Nach dem Melken wird die Melkmaschine,

das Melkzimmer und alles,

was dazu gehört gründlich gereinigt. Die

Milch wird immer zur selben Uhrzeit an

eine Sennerei geliefert. Die Kühe kommen

nun auf die Tagweide und die Familie

setzt sich gegen acht Uhr beim Frühstück

zusammen. Der Vormittag geht mit

Putz- und Aufräumarbeiten am

Stall, in der Sennerei und am

Platz weiter, wo alle nach

ihren Möglichkeiten mithelfen.

Doch bevor es

zum Mittagessen geht,

schauen Thomas, Hanna

und Lina nochmals

bei den Kühen vorbei.

Geht es allen gut? Ist

der Zaun nicht kaputt

gegangen? Am Nachmittag

werden die Kühe

von der Weide geholt

und zusammen gemolken.

Dass die Mädels da mithelfen,

ist für sie selbstverständlich. Am

frühen Abend werden die Kühe wiederum

auf die Nachtweide getrieben.

Die Tiere sind neunzig Tage bei jedem

Wetter im Freien ob Regen, Schnee,

Blitz, Hagel oder Sonnenschein. Ja, es

schneit auf der Alm meistens ein bis

zweimal herunter. Gerade dann muss

mit viel Sorgfalt nachgeschaut werden,

ob die „Galtkühe“ (Kühe, welche nicht

gemolken werden) an einem sicheren

Ort weiden oder schlafen damit sie nicht

ausrutschen und abstürzen.

Am Abend ist ab neun Uhr Ruhe in der

Almhütte, denn um diese Uhrzeit fallen

alle todmüde, aber glücklich ins Bett.

Almzeit - Familienzeit

Wenn man die Familie fragt, was das

Schönste am Almleben ist, so antworten

sie: „Auf der Alm tut man alles zusammen,

jeder hilft jedem. Man wächst zusammen

und erfreut sich an Kleinigkeiten.“

Und so ist es für die Familie nun schon

der siebte Almensommer in der Schweiz.


Andrea hat sich mittlerweile so gut eingelebt,

dass sie nebenbei noch in einer

Sennerei mitarbeitet, wo Alpkäse, Joghurt,

Butter und Mutschli (Rohmilchkäse)

hergestellt wird. Dann übernehmen

die Mädels auf der Alm einen Teil ihrer

Arbeit.

Auch Thomas fällt die Arbeit leichter, er

kennt die Abläufe, hat Erfahrungen gesammelt

und durch Fehler gelernt. Im

Herbst wenn die Schule beginnt, heißt

es für die Hanna und Lina Abschied nehmen.

Wenn sie sich auch freuen wieder

ihre Freunde zu sehen, fällt der Abschied

dennoch schwer.

Neben der großen Verantwortung um

die Tiere hat die Familie aber vor allem

eines gelernt. Man wird zufriedener auf

der Alm, obwohl man weniger hat als daheim.

Und dabei doch so viel mehr: jeden Tag

die schönste Aussicht, Menschen an seiner

Seite, die man liebt, die Gewissheit,

dass man alles lernen kann, wenn man

fest genug an sich glaubt und dass Zusammenhalt

in der Familie das Wichtigste

und Schönste ist, dass man sich wünschen

kann. Familienzeit die prägt und

unvergessen bleibt.

Isabella Halbeisen

WANDERGEBIET

HIRZER:

Immer einen Ausflug wert!

Die Seilbahnen Hirzer und der

Sessellift Grube sind in Betrieb,

die Almhütten und Gasthäuser

haben geöönet und die Wege

sind gut begehbar.

Derzeit kann man die volle

Naturpracht der Krokus- und

Enzianblüte genießen, das sollte

man sich nicht entgehen lassen.

Genaue Auskünfte erhalten Sie

an der Seilbahnkasse

unter Tel. 0473/645498

Das Wandergebiet Hirzer

freut sich auf Ihren geschätzten

Besuch.

www.hirzer.info

seilbahn.hirzer@rolmail.net


EINKAUFEN

IN ST. LEONHARD

Die Kaufleute von

„St. Leonhard Aktiv“

heißen Sie herzlich

willkommen und wünschen

Ihnen einen schönen

Aufenthalt!

10 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Lokal Einkaufen: Unterstützung

für unsere Gemeinschaft

Warum lokales Einkaufen zählt

In Zeiten von Onlinehandel und schnellen

Bestellungen gewinnt das Einkaufen

vor Ort immer mehr an Bedeutung.

Wer lokale Betriebe unterstützt, stärkt

nicht nur die Wirtschaft der eigenen Region,

sondern sichert auch Arbeitsplätze

und trägt dazu bei, dass Dörfer und

Ortszentren lebendig bleiben.

Lokale Geschäfte bieten oft persönliche

Beratung, individuelle Produkte und

handwerkliche Qualität, die man in großen

Handelsketten kaum findet. Gleichzeitig

fördern sie Begegnungen und das

soziale Miteinander.

Schon kleine, bewusste Einkäufe bei Betrieben

vor Ort helfen, die Vielfalt und

Lebensqualität unserer Heimat langfristig

zu erhalten.

Passeirerstr. 5

St. Leonhard i. Pass.

T. +39 0473 659 115

info@nolimitfashion.it

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Der Heidrun Hofer

Kohlstatt 21

39015 St. Leonhard

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Sicherheit am Berg •

Berg- und Wanderunfälle gehören leider

immer wieder zum Alltag in den Alpen.

Oft entstehen gefährliche Situationen

durch mangelnde Vorbereitung, schlechte

Wetterbedingungen oder Selbstüberschätzung.

Auch im Passeiertal und in den

umliegenden Bergen ist die Bergrettung

deshalb regelmäßig im Einsatz.

Der AVS St. Leonhard erklärt, dass viele

Menschen die Anforderungen einer Tour

unterschätzen. Häufig fehle es bereits an

einer guten Tourenplanung oder an der

nötigen körperlichen Vorbereitung. Lange

Wanderungen, schwierige Wege oder

Klettersteige würden oft leichter eingeschätzt,

als sie tatsächlich sind. Auch

Wetter und Temperaturen seien wichtige

Faktoren: Große Hitze im Sommer könne

schnell zu Erschöpfung führen, während

plötzliche Wetterumschwünge zusätzliche

Gefahren mit sich bringen.

Besonders im Frühjahr und Herbst werde

zudem die frühe Dunkelheit häufig unterschätzt.

Im Frühjahr komme es außerdem

immer wieder zu Unfällen auf Schneefeldern,

vor allem dort, wo Lawinen abgegangen

sind. Diese Schneefelder seien

oft extrem rutschig und gefährlich. Wenn

ein Weg durch ein Schneefeld versperrt

sei, sollte man laut Bergrettung unbedingt

umkehren. Viele Notfälle entstehen

laut den Rettern auch deshalb, weil Wanderer

glauben, ein Ziel schnell und einfach

erreichen zu können.

Wie eine Rettung durchgeführt wird,

hängt immer von der jeweiligen Situation

ab. Wenn eine Person nur leicht verletzt

oder erschöpft ist und sich in erreichbarer

Nähe befindet, erfolgt die Bergung

oft zu Fuß. Bei schwereren Verletzungen

oder extremer Erschöpfung wird hingegen

meist der Hubschrauber eingesetzt,

da dieser wesentlich schneller Hilfe leisten

kann und die verletzte Person rasch

in Sicherheit oder ins Krankenhaus bringt.

Eine sorgfältige Tourenplanung spielt

deshalb eine entscheidende Rolle. Vor jeder

Bergtour sollte man sich über Wetter,

Schwierigkeit und aktuelle Bedingungen

informieren. Auch die richtige Ausrüstung

ist wichtig. Zwar seien Fälle von Wanderern

mit ungeeignetem Schuhwerk heute

seltener geworden, dennoch komme

es immer wieder vor, dass Menschen

schlecht ausgerüstet unterwegs sind. Im

Allgemeinen beobachtet die Bergrettung

jedoch, dass viele Wanderer heute besser

vorbereitet sind als früher.

Besonders bei anspruchsvolleren Touren

rät die Bergrettung davon ab, alleine unterwegs

zu sein. Wer allein in abgelegenen

Gebieten wandert, sollte zumindest

Angehörigen oder Freunden das Ziel

und die geplante Rückkehrzeit mitteilen.

Wichtig sei außerdem, immer ein Mobiltelefon

oder eine GPS-Uhr dabeizuhaben,

um im Notfall Hilfe rufen zu können.

Über die Notrufnummer 112 kann in

Südtirol neben allen anderen Notfällen

auch die Bergrettung alarmiert werden.

In einen Wander- oder Bergrucksack gehören

laut den Experten ausreichend Getränke,

kleine Snacks oder Energieriegel,

Sonnen- und Regenschutz, eine Kopfbedeckung,

Pflaster für kleinere Verletzungen

sowie ein voll aufgeladenes Handy.

Auch bei E-Mountainbikes beobachtet

die Bergrettung zunehmend Unfälle. Besonders

das hohe Gewicht der Fahrräder

werde bei Abfahrten oft unterschätzt.

Deshalb sei es sinnvoll, Touren im Voraus

gut zu planen und sich realistisch einzuschätzen.

In Südtirol sind Einsätze der Bergrettung

ohne Hubschrauber kostenlos. Bei

Hubschraubereinsätzen fallen jedoch

Kosten an. Deshalb empfiehlt die Bergrettung

Gästen und auch Südtirolern, die

im Alpenraum unterwegs sind, eine entsprechende

Versicherung oder eine Mitgliedschaft

im Alpenverein mit Rückholversicherung

abzuschließen.

Bergrettungsdienst im AVS - St. Leonhard

Notfallnummer: 112

www.bergrettung.it/stleonhard

Psairer Kreizwortretsl

Des miassit a richtige/r Psairer/in derrichtn

1. flink

2. fehlend, ausständig

3. aschtrocken

4. Haken

5. Im Frühling geborenes Ferkel

6. Großmutter

7. Sehr niedriger Preis oder Lohn

8. unheimlich

9. der Rasen

10. mit Absicht, aus Bosheit

11. bitter

12. kleines Tuch, Geschirrtuch

Folls man decht a bissl Hilfe braucht,

war do die Lösung:

1. fuarl; 2. mengl; 3. proattruckn; 4. Hoonggn; 5. Langisfacke; 6. Naandl;

7. Spottgält; 8. unhuambl; 9. Woosn; 10. ziflaiß; 11. hantig; 12. Hangerle


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voller Abenteuer!

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Museumsstandorts Schneeberg

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“A Hetz brauchts a” •

16 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Er hat den richtigen Dreh ‘raus, wenn es

um das Herstellen einer echten “Psairer

Goasl” geht - Karl Lahner aus St. Martin

im Porträt.

Den Brauch des “Goaslschnöllens” kennen

wohl fast alle Passeirer, aber ist allen

auch klar, wie man eigentlich so eine

Goasl herstellt, wie viele Stunden man

dafür braucht und wo man die Materialien

dafür bekommt?

Wir haben einen gefragt, der es nicht

nur weiß, sondern ganz genau weiß: Karl

Lahner aus St. Martin, Jahrgang 1944 und

wohl der Einzige im ganzen Tal, der diese

Kunst beherrscht wie kein anderer. Er

stellt Goasln aus reiner Handarbeit her,

ganz ohne maschinelle Hilfe.

Karl wartet bereits in seiner Garage in

der Dorfstraße auf mich, “i hon schun

amol a bissl eppes hergerichet” sagt er.

Karl zeigt mir ein langes Brett, auf dem

mehrere Nägel in gewissen Abständen

von ihm hineingeschlagen wurden. An

den Nägeln wickelt er das typische Garn

in einer besonderen vorgegeben Technik

auf, macht es nass und wickelt dann einen

Strang daraus, einen Strang von insgesamt

drei oder vier, die dann wieder

ineinander gewickelt die

finale “Goasl” ergeben.

Ich erkläre Karl gleich,

dass er Geduld mit mir

haben muss, denn

ich habe so viel Ahnung

vom Goaslschnöllen,

wie

eine Kuh davon,

wie es ist auf einem

Surfbrett

zu stehen. Aber

alles der Reihe

nach.

Was brauchst

du alles, um eine

Goasl herzustellen?

“Ich brauche ein dünnes

Garn, die dickeren

eignen sich nicht und sehen

auch nicht schön aus” sagt Karl “außerdem

ein Nylonband, einen “Schmitzl”

(farbiges Schlauch-Seidenstoffband am

Ende), einen beweglichen Draht für das

Innere des Stiels (an dessen Ende man die

Goasl festhält”), damit er biegsam und

somit rückenschonend ist, dann ein Stück

Kuhleder um den Stiel zu umwickeln

und mit Nadel und Faden festzunähen

und zu guter Letzt:

viel Zeit, Genauigkeit und

Geduld” lacht er.

Eine Goasl kann von

1,80 m bis sogar 4m

lang sein, je nach

Größe und Talent

des Goaslschnöllers

oder der Goaslschnöllerin.

Da benötigt

Karl einiges an Material

und vor allem Zeit.

Bis er eine ganze Goasl

von Anfang bis Ende fertiggestellt

hat, dauert es

ganze zwei Tage. “Verdiant isch

do nicht derbei” verrät er “aber ich mache

das, damit ich eine Beschäftigung

habe und es macht mir einfach Freude”

gibt Karl zu. Auch kleine Reparaturarbeiten

übernimmt er hin und wieder. “Die

guten Schmitzl kaufe ich in der Schweiz”

sagt Karl, da kostet der Meter schon einmal

16 € und auch mehr. Wie lange so

ein “Schmitzl“ hält, hängt vom Talent

des “Schnöllers” ab, erfahre ich, “umso

geschickter er oder sie ist, desto länger

hält der Schmitzl” verrät Karl mit einem

Augenzwinkern.

Karl Lahner muss es wissen, denn er hat

viele Preise gewonnen und ist mit seinem

Verein den “Pseirer Goaslschnöller” weit

herumgekommen. Er war Gründungsmitglied

des 1982 gegründeten Vereins.

Ein mutiger Schritt, denn davor galt die

Goasl als Waffe und war eigentlich verboten.

Ursprünglich war das Goaslschnöllen

nur eine Mittel zur Kommunikation, Hirten

benutzten sie um Hilfe zu holen und Ähnliches.

Erst später wurde es zum Freizeitsport

und eine festliche Begleitung vor

der Hochzeit oder bei Festen.

Im Mai 1982 wurde der Meraner Höhenweg

eröffnet. Der AVS (Sektion St. Martin)

hatte die drei Gründer Verdorfer Sepp,

Lahner Karl und Marth Sepp eingeladen

mit ihren Goasln die Veranstaltung mit

Feldmesse zu begleiten. “Ich kann mich

noch gut an den Tag erinnern, es war

wirklich schön. Und a Hetz hobm mir

uenfoch olm kop.” Vielleicht

gefällt es deswegen auch

so vielen Kindern gut. “Es

gibt eigentlich nie einen

Nachwuchsmangel”

weiß Karl.

“Was macht einen

guten Goaslschnöller

oder Goaslschnöllerin

aus?” frage ich.

“Das kann man nicht so

pauschal sagen, meistens

merkt man bald

einmal, ob es jemand im

Blut hat oder nicht. Es ist

eine Mischung aus Kraft, Technik

und Talent würde ich sagen.” In

einer flüssigen Bewegung muss mit dem

Stiel eine liegende 8 geformt werden, dabei

wird der Stiel über den Kopf hin und

zurück bewegt. Durch den Richtungswechsel

bekommt der “Schmitzl” für eine

kurze Zeit Überschallgeschwindigkeit und

wir nehmen das typische “Schnölln” wahr.

Und wann kann man damit beginnen?

“Sobald die Kinder stehen können, können

sie auch mit dem Schnölln beginnen”

lacht Karl. Er zeigt mir kleine Goasln, die

für Kinder geeignet sind. In seiner Garage

würde wohl jeder etwas finden, es

gibt kleine, große, kurze, lange, dünnere

und dickere, neue und ältere Goasln.

Eine Goasl zeigt Karl mit Freude, sie ist

aus dem Jahr 1925, also bereits stolze 101

Jahre alt. Seine persönlichen Lieblingsgoasln

bewahrt er in einem separaten

Raum auf. “ De hobm für mir an bsundern

Wert” betont er, während er liebevoll

über das Leder streicht.

Das Herstellen der Goasln hat sich Karl

selbst beigebracht, es habe ihn einfach

interessiert und sobald er genug Zeit dafür

fand, habe er sich dem besonderen


Altes Handwerk

Handwerk gewidmet. Für die Herstellung

benötigt man viel Zeit, Geduld und Genauigkeit.

Das alles hat Karl Lahner auf

jeden Fall. Wer einmal in seiner Garage

war, sieht es auf den ersten Blick: alles hat

seine Ordnung und seinen Platz. Für die

verschiedenen Längen der Goasln gibt

es verschiedene Bretter und auch für die

3-strängige Goasl und für die 4-strängige

Goasl gibt es ein eigenes Brett und die

geschlagenen Nägel haben andere Abstände.

“Man muss viel probieren” verrät

er. Man lernt somit nach dem Prinzip

von Versuch und Irrtum. “Man sieht dann

schon was funktioniert und was nicht, man

muss einfach Geduld haben. Und ich stelle

sie erst fertig, wenn sie für mich perfekt

ist, sie soll schließlich auch schön aussehen.”

Karl hat inzwischen mehrere Jahrzehnte

Erfahrung, er ist ein Meister seines

Handwerks und wer eine Goasl aus seiner

“Schmiede” sein Eigen nennen darf, kann

sich glücklich schätzen, wohl auch dank

Karl, gehören die “Schnöller” aus dem

Passeiertal zu den besten im Alpenraum.

Danke Karl für deine Zeit, das großartige

Gespräch und dass du über meine “Anfängerfragen”

mit einem Schmunzeln hinweg

gesehen hast.

Melanie Gögele

Fotos: Pseirer Goaslschnöller

„Tradition trifft Maßarbeit“

„Das Original. Maszschuhe seit 1875“

Passeirerstraße 39

39015 St. Leonhard i. P. (IT)

www.volgger1957.it

+39 377 387 19 73

Untere Marktstraße 9

4822 Bad Goisern (AT)

www.dergoiserer.at

+43 676 940 59 91


Im Gespräch

NochGFROGG

Der in St. Martin wohnhafte Matteo Lattanzi, Maître

d’hôtel und Sommelier mit über 20 Jahren Berufserfahrung

im Quellenhof Luxury Resort liebt seine Familie,

Wein, gute Gespräche und seinen Beruf. Dabei ist seine

höfliche, nette aber auch bescheidene Art ausschlaggebend

und zeichnet ihn aus. Er lebt nach dem Motto:

„Mach heute etwas, wofür dein zukünftiges Ich dankbar

sein wird!“ und lässt sich selbst in stressigen Situationen

nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Wir haben Matteo

zum spontanen Interview gebeten.

18 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Name: Matteo Lattanzi

I wohn in: St. Martin

In der Schuale wor i: logisch dor lieblingsschüler fe die

Lehrpersonen

Gelernte Beruaf(e): Maître d’hôtel & Sommelier

Schualische Ausbildung: Klassische Lehre im Savoy, dann

den Sommelier und anschließend die Restaurant & Bar -

Meisterausbildung.

Hobbies: mit Leidenschaft Betreuer beim Juniorteam

St. Martin U13, suscht bleibt nit mear viel Zeit für Hobbys

Des les i gern: Ols wos mit Weiterbildung zu tien hot vor

allem zum Thema Wein und Gastronomie

In Fernsehen schaug i gern: Netflix und schlof nor in

Des Lied gfollt mer richtig guat: Olls wos meine Tochter

mir ihrer Band singt

I iss/trink gern: Pizza und Nudel und logisch die neu

kreierten Gerichte vom Mike aus inserm Sternerestaurant

Des konn i guat: Organisieren, vor Leit reidn,

kommunikativ sein.

Des tat i mol gern: Weltreise mochen

Mit denn Fohrzuig bin i unterwegs: Mit meinem

Elektroflitzer

Unter der Dusche sing i: is leschte lied wos grot im Radio

gongen isch

I spiel des Instrument: aktuell leider niemor, frior

Klarinette, Saxophon und Klavier

Lieblingskleidungsstück: Kurze hosen und T-Shirt, da i is

gonze Johr mit Anzug und Kravatte rumlauf

Schuachgreaße: 44

Lieblingsort in Passeier: Dorhuem in mein Gorten mit

Blick übers Tool

Des mog i: Zeit mit Familie und Freunde

Des mog i nitte: wenn dor Wein mit dor folschen

Temperatur serviert wert

Psair isch für mi: Huamet

Matteo Lattanzi

„Wo die Alpenrosen blühn“ •

Die Alpenrose (im Dialekt auch Olmroase

oder Donderbuschn genannt) zählt zu

den bekanntesten und schönsten Blütenpflanzen

der Alpen und prägt im

Frühsommer zahlreiche Berglandschaften

mit ihrer intensiven Blütenpracht. Besonders

in Südtirol verwandeln sich ganze

Berghänge zwischen Mai und Juli in ein

leuchtendes Rosa bis kräftiges Purpurrot.

Für viele Menschen gehört die Alpenrosenblüte

zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen

im alpinen Raum und ist ein

beliebtes Ziel für Wanderungen und Ausflüge

in die Berge.

Die Alpenrose gehört zur Familie der Heidekrautgewächse

und wächst vor allem in

höheren Lagen zwischen etwa 1.500 und

2.800 Metern. Besonders wohl fühlt sie

sich auf sauren Böden, in lichten Bergwäldern,

auf Almen und sonnigen Hängen.

In den Alpen sind vor allem zwei Arten

verbreitet: die Rostblättrige und die

Bewimperte Alpenrose. Beide

begeistern mit ihren farbenfrohen

Blüten und tragen

wesentlich zum besonderen

Landschaftsbild der Alpen

bei.

Während der Blütezeit locken

Alpenrosen zahlreiche

Insekten wie Bienen und

Hummeln an und leisten damit

einen wichtigen Beitrag zum

empfindlichen Ökosystem der Berge.

Gleichzeitig bieten die dichten Sträucher

Schutz für kleinere Tiere und helfen dabei,

Berghänge zu stabilisieren. Die Pflanze

erfüllt somit nicht nur eine landschaftliche,

sondern auch eine bedeutende

ökologische Funktion.

Rund um die Alpenrose ranken sich seit

Jahrhunderten Geschichten und Traditionen.

In der Volkskultur gilt sie oft als

Symbol für die Schönheit und Kraft der

Berge. Früher wurde sie vereinzelt auch

in der Naturheilkunde verwendet, wobei

Vorsicht geboten ist, da Teile der Pflanze

giftige Stoffe enthalten können. Heute

steht vor allem ihr landschaftlicher und

touristischer Wert im Mittelpunkt. Zahlreiche

Wanderwege führen im Frühsommer

durch blühende Alpenrosenfelder und

bieten beeindruckende Ausblicke auf die

alpine Natur.

In Südtirol stehen Alpenrosen teilweise

unter Schutz. Kleine Mengen außerhalb

von Schutzgebieten werden zwar oft toleriert,

in Naturparks und sensiblen alpinen

Lebensräumen sollten die Pflanzen

jedoch keinesfalls gepflückt oder beschädigt

werden. Besonders faszinierend ist

das Zusammenspiel aus den kräftigen

Farben der Blüten, den dunklen Bergwäldern

und den oft noch schneebedeckten

Gipfeln im Hintergrund. An sonnigen Tagen

entsteht dadurch eine einzigartige

Stimmung, die viele Naturliebhaber und

Fotografen begeistert.

Die Alpenrose inspirierte über Generationen

hinweg auch Musiker und Dichter.

Besonders bekannt ist das Volkslied „Wo

die Alpenrosen blühn“, ursprünglich

„Wo den Himmel Berge

kränzen“, das bereits im 19.

Jahrhundert von Franz Abt

vertont wurde. Später griffen

auch Karl Valentin und

Liesl Karlstadt das Lied humorvoll

auf. Eine besonders

bekannte Version stammt

von Lolita, auch der Montanara

Chor hat das Lied in seinem

Repertoire. Von Heimatliedern

und Volksmusik kann man halten, was

man möchte – doch zwischen blühenden

Alpenrosen, Almen und Gipfeln entfaltet

diese Musik oft einen ganz besonderen

Zauber.

Die Alpenrosenblüte im Passeiertal beginnt

meist zwischen Mitte Juni und Anfang

Juli. Besonders schön ist sie rund um

Pfelders, in der Hirzerregion, entlang der

Timmelsjochstraße und auf zahlreichen

Hochalmen im hinteren Passeiertal zu erleben.

Je nach Wetter und Schneelage

kann sich die Hauptblüte etwas verschieben.

An warmen Frühsommertagen verwandeln

sich die Berghänge jedoch oft in

ein eindrucksvolles rosa Blütenmeer.

Monika Pfitscher


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Die Timmelsjoch Erfahrung - Natur, Geschichte und spektakuläre Ausblicke •

Die „Timmelsjoch Erfahrung“ macht die

Fahrt über die Timmelsjoch Hochalpenstraße

zu einem besonderen Erlebnis zwischen

Natur, Geschichte und Architektur.

Entlang der beeindruckenden Passstraße

laden fünf außergewöhnliche Stationen

zum Innehalten, Entdecken und Genießen

ein. Die modernen, harmonisch in

die Landschaft eingebetteten Bauwerke

vermitteln spannende Einblicke in die

Natur- und Kulturlandschaft rund um das

Passeiertal, das Ötztal und den Naturpark

Texelgruppe.

Der „Granat“ oberhalb von Moos in Passeier

begeistert mit einem herrlichen Ausblick

auf das Tal und informiert über die

Passstraße und die umliegenden Orte.

Maria Kosmetik: Neu bei Koka Kosmetik in St. Leonhard

Seit wenigen Wochen bereichert Maria mit

ihrem Können den Kosmetiksalon Koka.

Und nein... sie macht keine neue Ausbildung

oder Lehre.

Maria ist nicht nur gelernte Friseurin mit Gesellenabschluss,

sondern hat vor dieser Ausbildung

in jungen Jahren die Kosmetikfachschule

besucht und auch den Gesellenbrief

gemacht. Einige Jahre hat sie dann in verschiedenen

Hotels als Kosmetikerin gearbeitet,

bis sie sich mit 24 Jahren ihren Kindheitstraum

erfüllt und die Lehre als Friseurin beim

damaligen Salon Curly Style in St. Leonhard

begonnen hat. Vielen Passeirer/innen kommt

sie deswegen bekannt vor.

Nach ihrer Lehre hat sie eine Familie gegründet,

aber immer wieder in Hotels als Kosmetikerin

gearbeitet, um nicht „einzurosten“.

Dabei konnte sie über die Jahre wertvolle Erfahrungen

sammeln und ihr Wissen ständig

erweitern.

Beim „Fernrohr“ am Scheibkopf eröffnet

sich den Besuchern eine beeindruckende

180-Grad-Aussicht auf die Bergwelt, verbunden

mit spannenden Informationen

über Natur, Geschichte und Bergbau.

Das grenzüberschreitende „Passmuseum“

direkt am Timmelsjoch erzählt die

Geschichte des Straßenbaus und symbolisiert

die enge Verbindung zwischen

Nord- und Südtirol. Besonders spannend

ist auch die Station „Schmuggler“ bei

der Timmelsbachbrücke, die an die jahrhundertealte

Tradition des Schmuggels

über das Timmelsjoch erinnert und Geschichten

mutiger Kraxenträger erzählt.

Die Station „Steg“ in Hochgurgl bietet

schließlich einen spektakulären Panoramablick

auf das hintere Ötztal und seine

imposante Bergwelt. Alle Stationen der

„Timmelsjoch Erfahrung“ können kostenlos

besichtigt werden und machen

die Hochalpenstraße zu weit mehr als nur

einer Passstraße – nämlich zu einer eindrucksvollen

Erlebnisroute durch die alpine

Natur- und Kulturgeschichte.

Die „Timmelsjoch Erfahrung“ eignet sich

hervorragend für einen abwechslungsreichen

Tagesausflug. Besonders schön wird

das Erlebnis in Kombination mit einer gemütlichen

Einkehr entlang der Strecke

– zahlreiche Almhütten, Gasthäuser und

Restaurants laden dazu ein, die beeindruckende

Bergwelt auch kulinarisch zu

genießen.

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

19

Seit März 2026 arbeiten Katrin und Maria,

welche schon seit ewigen Zeiten Freundinnen

sind, beide unabhängig voneinander

selbstständig auf Nachfrage im Salon. Die

Preise sind bei beiden Kosmetikerinnen identisch.

Die Kundinnen und Kunden dürfen sich

somit über noch mehr Flexibilität und individuelle

Terminmöglichkeiten freuen.

KOSMETIK

Sie können sich somit ihre Arbeitszeiten und

die Zeit mit der Familie besser einteilen.

Maria freut sich auf viele alte und neue Kunden

mit individueller Terminvereinbarung.


20 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Über die Reportage: „Wann hört Heimat auf?“•

Mit ihrer eindrucksvollen Reportage

„Wann hört Heimat auf?“ haben Annalena

Gufler und Fabian Pircher nicht nur den

Gabriel-Grüner-Schülerpreis 2026 gewonnen,

sondern auch ein Thema aufgegriffen,

das viele Menschen im Passeiertal bewegt.

Am Beispiel des Altbauern Klaus Schwarz

vom Klotz-Hof in Moos erzählen die beiden

jungen Berufsschüler vom Wandel

der bäuerlichen Kultur, vom Verschwinden

traditionsreicher Höfe und von der Frage,

was Heimat eigentlich bedeutet. Mit viel

Feingefühl, starken Bildern und ehrlichem

Interesse ist eine Reportage entstanden,

die weit über das Passeiertal hinaus Aufmerksamkeit

erregt hat.

Mit dem Gewinn des renommierten Schülerpreises

erhielten die beiden zudem die

Möglichkeit, Praktika beim Südtiroler Wochenmagazin

ff in Bozen sowie beim deutschen

Wochenmagazin Stern in Hamburg

zu absolvieren. Außerdem erscheint ihre

Reportage auch im ff Wochenmagazin.

Um was geht es bei der Reportage

„Wann hört Heimat auf?“

Unsere Reportage erzählt die Geschichte

von Klaus Schwarz, einem alten Bauer aus

Moos im Passeiertal. Wir zeigen Einblicke

aus seinem Leben und begleiten ihn durch

einen klassischen Abend auf seinem Hof.

Gleichzeitig beschäftigt sich die Reportage

mit dem Verschwinden traditioneller

Bauernhöfe. In Südtirol sind es rund 130

pro Jahr. Und mit der Frage, was verloren

geht, wenn solche Orte keine Zukunft

mehr haben.

Wie seid ihr auf die Idee zu dieser

Reportage gekommen?

Uns war wichtig, Menschen eine Stimme

zu geben, die sonst selten gehört werden.

Oft spricht man darüber, wie sich Landwirtschaft

oder gesellschaftliche Strukturen

verändern, aber nur selten über die

Menschen dahinter. Viele wissen, dass

immer mehr kleine Bauernhöfe in Südtirol

aufgegeben werden und dass sich große

Industriebetriebe wirtschaftlich wohl mehr

rentieren. Aber welche Höfe sind eigentlich

betroffen? Welche Menschen stehen

dahinter?

Wie habt ihr Klaus Schwarz kennengelernt

und was hat euch an seiner Geschichte

besonders berührt?

Ursprünglich haben wir nach abgelegenen

Höfen gesucht, die möglicherweise

irgendwann aufgegeben werden. Dabei

hat uns mein Vater von Klaus und seiner

Geschichte erzählt. Abgelegen ist der

Klotz-Hof eigentlich gar nicht, trotzdem

war für uns schnell klar, dass wir mit

Klaus sprechen und seine Geschichte

erzählen möchten.

Klaus hat uns von Anfang

an unglaublich herzlich

aufgenommen und uns

mit seiner Gelassenheit

sehr beeindruckt. Bei

jeder Begegnung hat

man gespürt, wie tief er

mit dem Hof verwurzelt

ist und wie viel Erfahrung

und Lebensweisheit er in

sich trägt.

Was hat euch während der

Recherche besonders bewegt?

Besonders berührend waren die Momente,

in denen sich Klaus geöffnet und

von seiner Vergangenheit erzählt hat.

Zum Beispiel von seiner Kindheit, seiner

Schulzeit und davon, dass er manchmal

gestottert hat und sich deshalb von einer

Lehrerin nicht verstanden fühlte. Auch die

Geschichten über Menschen, die ihn geprägt

haben, sind uns sehr nahegegangen.

Vor allem, wenn man gemerkt hat,

wie lebendig diese Erinnerungen für ihn

bis heute noch sind.

Die Momente, die für uns persönlich aber

am schönsten waren, waren jene, in denen

wir Klaus im Umgang mit seinen Tieren

erleben durften. Es war beeindruckend

zu sehen, mit welcher Ruhe, Geduld und

Liebe er mit ihnen umgeht. Man hat sofort

gemerkt, wie wichtig sie für ihn sind.

Was bedeutet „Heimat“ für euch?

Heimat ist für uns viel mehr als nur ein

Ort. Heimat sind Erinnerungen, Menschen

und das Gefühl, irgendwo wirklich angekommen

zu sein. Durch die Arbeit an der

Reportage haben wir gemerkt, wie stark

Heimat auch mit Geschichten verbunden

ist. Mit Orten, zu denen Menschen über

Generationen hinweg immer wieder zurückgekehrt

sind.

Hat sich eure Sicht auf Landwirtschaft

und das Höfesterben durch die Arbeit

verändert?

Uns war schon im Vorfeld klar, dass jedes

Jahr viele Höfe aufgegeben werden.

Dass es tatsächlich so viele sind, hat uns

dann aber doch überrascht. Durch

die Gespräche mit Klaus haben

wir außerdem verstanden,

wie viel Arbeit, Geschichte

und persönliches Leben

hinter einem einzelnen

Hof steckt. Dadurch sieht

man das Thema plötzlich

viel emotionaler und bewusster.

Warum verschwinden

immer mehr traditionelle

Bauernhöfe – und welche

Rolle spielen junge Menschen

für die Zukunft der Berglandwirtschaft?

Traditionelle Bauernhöfe waren früher vor

allem auf das tägliche Überleben ausgelegt.

Vieles war selbstverständlich einfacher

und gleichzeitig härter. Urlaub, Internet

oder viele Dinge, die heute als normal

gelten, spielten damals kaum eine Rolle.

Heute reicht ein kleiner Hof oft nicht mehr

aus, um davon leben zu können. Dazu

kommt, dass sich viele junge Menschen

ein Leben mit Stallgeruch, körperlicher Arbeit

und wenig Freizeit nicht mehr vorstellen

können. Das ist auch verständlich, weil

sich die Zeiten verändert haben. Gleichzeitig

ist die Verbindung zu Höfen oft schwieriger

geworden, wenn man selbst nicht aus

einer bäuerlichen Familie kommt oder – so

wie Klaus – keine Nachkommen hat.

Was hat euch bei diesem Thema

am meisten überrascht?

Am meisten überrascht hat uns der geschichtliche

Hintergrund des Klotz-Hofes.

In diesem Boden stecken Jahrhunderte an

Geschichten. Die ersten Aufzeichnungen

reichen bis ins Jahr 1562 zurück. In eine

Zeit, als Moos noch kaum mehr als zehn

Häuser zählte. Uns wurde dadurch be-


735 Jahre

Tradition und Genuss

wusst, wie viel Geschichte und Erinnerung

mit einem einzelnen Hof verbunden sein

können.

Wie habt ihr auf den Gewinn des Gabriel-

Grüner-Schülerpreises reagiert und was

bedeutet Euch diese Auszeichnung?

Zuerst konnten wir es eigentlich gar nicht

glauben. Unsere Motivation war vor allem,

neue Erfahrungen zu sammeln und etwas

dazuzulernen. Umso schöner war es, dass

wir die Jury mit unserer Reportage überzeugen

konnten. Der Preis bedeutet uns

vor allem, dass die Geschichte von Klaus

gesehen und gehört wird – genau das war

von Anfang an unser Ziel. Gleichzeitig motiviert

uns die Auszeichnung, weiterhin kreativ

zu arbeiten und offen auf Menschen

und ihre Geschichten zuzugehen.

Worauf freut ihr euch bei den Praktika

beim ff und beim Stern am meisten?

Vor allem darauf, neue Erfahrungen zu

sammeln und einen echten Einblick in die

journalistische Arbeit zu bekommen. Wir

freuen uns darauf, neue Menschen kennenzulernen,

unterschiedliche Arbeitsweisen

zu erleben und uns sowohl fotografisch

als auch journalistisch weiterzuentwickeln.

Könnt ihr euch vorstellen, später journalistisch

oder medial zu arbeiten?

Wir besuchen beide die LBS Gutenberg in

der Fachrichtung Grafik und beschäftigen

uns deshalb täglich mit digitalen und analogen

Medien. Besonders das Fotografieren

und das Filmen gefällt uns sehr. Ob wir

später tatsächlich journalistisch arbeiten

möchten, können wir wahrscheinlich nach

dem Praktikum beim Stern und der FF besser

beurteilen.

Welche Botschaft möchtet ihr den Leserinnen

und Lesern mit eurer Reportage

mitgeben?

Uns war wichtig zu zeigen, dass hinter jedem

Hof eine Lebensgeschichte steckt.

Wenn Höfe verschwinden, verschwinden

nicht nur Gebäude oder Betriebe, es geht

immer auch um Geschichte.

Außerdem wollten wir zeigen, wie wichtig

es ist, sich nicht nur mit großen Themen

wie Landwirtschaft oder strukturellem

Wandel zu beschäftigen, sondern vor allem

mit den Menschen dahinter.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der

bäuerlichen Kultur im Passeiertal?

Wir wünschen uns, dass es auch in Zukunft

Menschen gibt, die ihren Lebenssinn in

diesem naturverbundenen und bereichernden

Leben finden. Dafür wünschen

wir uns vor allem mehr Anerkennung für

all das, was Bäuerinnen und Bauern täglich

leisten. Die meisten der Produkte, die

wir jeden Tag konsumieren, entstehen nur

durch ihren unermüdlichen Einsatz. Oft

wird das als selbstverständlich angesehen,

obwohl dahinter unglaublich viel Arbeit

steckt.

Worauf seid ihr bei dieser Arbeit am

meisten stolz?

Am meisten stolz sind wir darauf, Menschen

wie Klaus mit unserer Reportage

eine Bühne gegeben zu haben. Wir hoffen,

dass wir damit Menschen zum Nachdenken

anregen konnten vielleicht sogar

beim nächsten Mal, wenn sie an einem

alten Hof vorbeifahren.

Gibt es schon Ideen für nächste Projekte?

Für die Praktika beim Stern dürfen wir

unsere Projekte teilweise selbst mitentwickeln

und recherchieren. Im Moment sammeln

wir noch Ideen.

Monika Pfitscher

Über die Autoren:

Annalena Gufler aus Stuls im

Passeiertal und Fabian Pircher

aus Goldrain im Vinschgau besuchen

beide die vierte Klasse

der Landesberufsschule Gutenberg

für Handel und Grafik in

Bozen.

Die beiden 18-Jährigen begeistern

sich für Grafikdesign, Fotografie

und kreative Medienarbeit.

Während Annalena gerne

neue Rezepte ausprobiert und

ihre Freizeit in den Bergen verbringt,

verbindet Fabian seine

Leidenschaft für Design, Fotografie

und Musik mit seiner Begeisterung

für Natur und Sport.

Alle Fotos in diesem Bericht

stammen von Ihnen.

Über diesen QR-Code gelangen

Sie zu einem sehenswerten

ORF-Südtirol-Beitrag auf Youtube

mit Bauer Klaus, Annalena

und Fabian auf dem Klotz-Hof

in Moos im Passeiertal.

Besuchen Sie unseren

EINZIGARTIGEN

Bio Bauernhof Obergereuthof

Hier finden Sie:

◆ Bio Craft – Brennerei

◆ Schildhof (aus dem Jahre 1288)

◆ Historische Doppel - Getreidemühle

(aus dem Jahre 1831)

◆ Greiter‘s Hof-Kaffee

Bauernladen

mit vielen Produkten

bäuerlicher Herkunft:

Speck, erlesene Weine, Käse

Honig, Fruchtaudstriche,

Säfte, Distillate.

..auch Knödel zum mitnehmen

(auf Reservierung)

Hof-Kaffee Greiter‘s

FR-SO: 8.30 - 17.00 Uhr

(28/03/26 - 03/01/27)

MI-DO: 8.30 - 14.00 Uhr

(17/06 - 30/08/26)

Brotbackkurs

Knödelkochkurs

Strudelkurs

auch für Privatgruppen

Brennerei

mit personalisierten Führungen,

Verkostungen und

kulinarischem Essen

Frühstück & Brunch

auf Reservierung (auch zum Mitnehmen)

Schildhof Obergereuth

Ritterweg 22

39010 St. Martin i. Pass.

1831@obergereuthof.it

+39 324 0758061

www.obergereuthof.it


Wander- & Einkehrtipp

22 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Herzlich Willkommen

auf der Wanseralm!

Auf der Wanseralm genießt man die Ruhe der Berge, typische

Südtiroler Küche und echte Gastfreundschaft. Sie ist sowohl für

groß & klein als auch jung & alt bestens zu erreichen und bietet

viele lokale Köstlichkeiten aus eigener Herstellung.

Wanseralm (1.640 m)

Ausgangspunkt: Walten, Parkplatz Wanserhof

Wegnummer: 14 oder 15+12+15+14a (Jägersteig)

Höhenmeter: 200 m oder 400 m (Aufstieg)

170 m (Abstieg)

Gehzeit: 1 Stunde oder 2 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht oder mittel

Öffnungszeiten: Juni - Anfang Oktober

Kein Ruhetag

Wanderweg für Kinderwagen geeignet

(über Weg Nr. 14) - Spielplatz

Herzlich willkommen

auf der Obisell Alm!

Malerisch umgeben von steilen Berghängen liegt unsere kleine

bewirtschaftete Alm. Es erwartet Sie eine traditionelle Südtiroler

Küche. Wir servieren Ihnen hausgemachte Gerichte und Säfte

von unseren hofeigenen Produkten.

Die frisch gewonnene Rohmilch von unseren Grauvieh-Kühen

wird zu verschiedenen Almkäsesorten veredelt und kann als

Stück "Obisellalm" mit nach Hause genommen werden.

Obisell Alm (2.160 m)

Ausgangspunkt: Öbersthöfe Vernuer Wegnummer: 5

oder 21a+21

Höhenmeter: 760 m

Gehzeit: 2 Stunden oder 2,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel

Öffnungszeiten: Mitte Juni - Mitte Oktober

Ruhetag: kein Ruhetag

T +39 349 6208134

T +39 347 1341721


VOLKSBANK VERSICHERUNGEN

SICHERHEIT, DIE PASST.

Werbemitteilung zur Verkaufsförderung. Die Bilder wurden mithilfe von KI erstellt.

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

23

Volksbank. Ihre Bank.

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Versicherungslösungen.

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Psairer Powerfrauen

Frauen jonglieren täglich mit vielen Rollen: Familie, Beruf,

Haushalt, Freundschaften und das eigene Wohlbefinden.

Und doch gelingt es ihnen, ihren Alltag mit Kraft,

Feingefühl und einer Prise Humor zu meistern.

In unserer Serie „Passeier Powerfrauen“ verraten sie

ihre Geheimnisse. Es geht um kleine Rituale, Orte der

Kraft und darum, wie sie es schaffen, in bewegten Zeiten

bei sich zu bleiben. Geschichten über Stärke im Alltag

– leise, authentisch und inspirierend.

Klara, ursprünglich kommst du aus dem Sarntal, irgendwann

hat es dich der Liebe wegen ins Passeiertal verschlagen

und du bist geblieben – zum Glück. Viele im

Dorf kennen dich von der KFS-Nachmittagsbetreuung,

an vielen vielen Nachmittagen hast du Kinder und Jugendliche

aus dem Tal bei Lebens- und Hausaufgaben

begleitet. Viele Sommer hast du auf der Alm in der

Schweiz verbracht und musstest mit Kindern, Almwirtschaft

und Haushalt jonglieren.

24 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Hast du bestimmte Morgen- oder Abendrituale, die dir

helfen, gut in den Tag zu starten oder abends abzuschalten?

Am Morgen hilft mir eine guter Gedanke für den neuen

Tag und ein kurzer „Luftschnappspaziergang“. Am Abend

lasse ich meistens den Tag noch einmal Revue passieren.

Mir hilft ein dankbares Gebet für alle meine Lieben im

Himmel und auf der Erde.

Was bedeutet „Zeit für sich selbst“ für dich

und wie wichtig ist sie in deinem Leben?

„Zeit für mich selbst“ bedeutet das tun zu können, was

mir gerade Freude macht. Diese Zeit wird für mich immer

wichtiger im Leben, da Zeit eben begrenzt ist.

Gibt es Aktivitäten, die du nur für dich alleine genießt?

Für mich alleine genieße ich einen Spaziergang in der

Natur, wo ich verschiedene Materialien sammle um daraus

kreative Objekte zu gestalten. Auch die Kurse in der

Winterschule Ulten besuche ich allein.

Wie gehst du mit stressigen Phasen oder

unerwarteten Herausforderungen um?

Da gilt für mich der Spruch: „in der Ruhe liegt die Kraft“ –

und er hat sich schon oft bestätigt.

Starkes Gottvertrauen und tiefer Glauben, geben mir

Kraft und Mut in unerwarteten, schwierigen Herausforderungen,

den Weg, wenn auch steinig, weiterzugehen.

Welche Rolle spielen deine Familie, Freunde oder

Kollegen bei der Bewältigung von Stress?

Familie und Freunde spielen in meinem Leben eine unverzichtbare

Rolle. „Familie ist da, wo Liebe beginnt und

niemals endet“ „Freunde kommen, wenn andere gehen.“

Wie wichtig ist Humor für Dich?

Humor ist für mich lebenswichtig, Humor ist das Salz in

der Suppe, Humor kann Spannungen lösen, ohne zu verletzen.

Welchen Rat würdest du deinem eigenen 20 Jahre

jüngeren Ich für das Leben als Frau mitgeben?

Meinem jüngeren Ich würde ich sagen: Habe Selbstvertrauen

und richte deinen Blick stets nach vorne. Höre auf

dein Inneres – du hast die richtige Antwort bereits in dir.

Aus Hürden lernt man und geht gestärkt hervor.

Es gibt noch viel zu tun, um ein Gleichgewicht zwischen

Mann und Frau herzustellen. Es ist unsere Aufgabe, unsere

Söhne dahingehend

gut zu erziehen. Das

habe ich bei meinem

Sohn genauso gemacht.“

SVP-Ortsgruppe St. Leonhard besucht Region in Trient •

Heute (18.03.2026) besuchte die SVP-Ortsgruppe

St. Leonhard den Regionalrat sowie

die Regionalverwaltung in Trient. Der

Besuch der Regionalratssitzung und ein

Blick hinter die Kulissen der Verwaltungsämter

gewährten Einblicke in die institutionellen

Abläufe und die Zuständigkeiten

der Region.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer –

Ortsobfrau Julia Tschöll, ihre Stellvertreterin

Johanna Gögele, Vizebürgermeisterin

Magdalena Haller, Gemeindereferentin

Andrea Marth, Gemeinderat Stefan Schiefer

sowie die Ortsausschussmitglieder Bernadette

Erlacher Reichhalter und Manuel

Winkler – erhielten bei ihrem Besuch eine

umfassende Einführung in die Arbeitsweise

des Regionalrates.

Der stellvertretende Vizepräsident Josef

Noggler erläuterte dabei die Entstehungsgeschichte

der Region, die Entwicklung

der Autonomie sowie die Zusammenarbeit

zwischen den beiden autonomen

Provinzen Südtirol und Trient. „Bei einem

Besuch im Regionalrat kann man hautnah

miterleben, welche Themen in der Regionalpolitik

im Moment wichtig sind, und es

ist sehr positiv, dass sich auch Südtiroler

Gemeindepolitiker für die Politik unserer

Region interessieren“, fasst Vizepräsident

Josef Noggler im Anschluss an seinen

Vortrag zusammen. Die Ortsgruppe hatte

auch die Möglichkeit, eine Sitzung des Regionalrates

vor Ort mitzuverfolgen und danach

einen Rundgang durch das Gebäude

der Regionalverwaltung zu machen.

Ein weiterer Programmpunkt war der Austausch

mit dem Vizepräsidenten der Regionalregierung

und Regionalassessor für

örtliche Körperschaften, Franz Locher. Er

erläuterte die zentralen Zuständigkeiten

der Region, darunter die Ordnung der

Gemeinden, die Sozialvorsorge und Sozialversicherung,

die Förderung des Genossenschaftswesens

sowie die Aufsicht

über Genossenschaften. Weitere wichtige

Kompetenzen betreffen unter anderem

das Kreditwesen, das Grundbuch, die

Handelskammern sowie die Ordnung der

öffentlichen Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen.

„Die Gemeinden sind das Fundament unserer

Autonomie. Ihre Stärkung und Unterstützung

sind eine zentrale Aufgabe der

Region, denn sie sind die erste Anlaufstelle

für die Bürgerinnen und Bürger und tragen

wesentlich zur Lebensqualität vor Ort

bei“, betonte Franz Locher.

Den Abschluss des Besuchs bildete ein

gemeinsamer Rundgang durch die historische

Altstadt von Trient.

SVP-Ortsobfrau Julia Tschöll zeigte sich

zufrieden: „Der Einblick in die Arbeit des

Regionalrates und der Austausch mit den

politischen Verantwortungsträgern haben

unser Verständnis für die Rolle der Region

und ihrer Kompetenzen deutlich vertieft.

Besonders wertvoll war es, die Abläufe direkt

vor Ort mitzuerleben.“

Die SVP-Ortsgruppe St. Leonhard bedankt

sich bei allen Gesprächspartnern für die

Zeit sowie für die offenen und informativen

Einblicke in ihre Arbeit.

Klara Kröss

Im Bild, vlnr.: Vizebürgermeisterin Magdalena Haller,

stllv. Ortsobfrau Johanna Gögele, Gemeindereferentin

Andrea Marth, Vizepräsident der Regionalregierung

Franz Locher, Ortsausschussmitglied Manuel

Winkler, Ortsobfrau Julia Tschöll, Gemeinderat Stefan

Schiefer, Ortsausschussmitglied Bernadette Erlacher

Reichhalter, Gemeinderat Fabian Gufler


Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin •

Mit dem traditionellen Frühjahrskonzert

am Palmsamstag, den 28. März 2026, startete

die Musikkapelle St. Martin feierlich

die diesjährige Konzertsaison. Das Konzert

fand um 20 Uhr im Vereinshaus von

St. Leonhard statt und stellte zugleich das

zweite Frühjahrskonzert unter der Leitung

von Kapellmeister Thomas Wallnöfer dar,

der die Kapelle Ende 2024 übernommen

hatte. Der 23-jährige Tisner präsentierte

gemeinsam mit seinen Musikant*innen

ein beeindruckendes Konzertprogramm,

das vom Publikum mit langanhaltendem

Applaus honoriert wurde. Die intensive

Probenarbeit machte sich hörbar bezahlt:

Geboten wurde ein abwechslungsreiches

Repertoire, das von anspruchsvollen modernen

Werken bis hin zu traditionellen

Polkas und Märschen reichte.

Charmant und souverän führte Marketenderin

Jennifer Marth durch den Abend

und verlieh der Veranstaltung mit ihrer

wohlklingenden Stimme einen besonderen

Rahmen. Alle Stücke können auch auf

dem YouTube Kanal der Musikkapelle St.

Martin nachgehört werden.

Die Musikkapelle St. Martin darf sich in

diesem Jahr über gleich sieben Neuzugänge

freuen: Franziska Pichler (Saxofon),

Janina Marth (Querflöte), Christine

Schwienbacher und Annalena Schenk

(Klarinette) verstärken die Reihen der

Musikantinnen. Zudem wurden mit

Stefanie Pichler, Marlies Schaffler

und Leni Walder drei neue

Marketenderinnen willkommen

geheißen. Besonderes

musikalisches Engagement

zeigten auch mehrere Mitglieder

durch erfolgreich

abgelegte Leistungsprüfungen:

Das Leistungsabzeichen

in Bronze erhielt Clara Schwarz

(Horn) und das Leistungsabzeichen

in Silber absolvierte Anna Schwarz (Saxofon).

Tabea Plangger erreichte mit der

Klarinette das höchste Leistungsabzeichen

in Gold.

Bereits im vergangenen Jahr wurden im

Rahmen der Cäcilienfeier verdiente Mitglieder

für ihre langjährige Treue geehrt:

Christian Ennemoser erhielt das Ehrenzeichen

in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft.

Für 25 Jahre wurden Patrick Mair und Ursula

Schwarz mit dem Ehrenzeichen in Silber

ausgezeichnet. Eine ganz besondere

Ehrung wurde Sepp Scherer zuteil, der

der Musikkapelle seit beeindruckenden

70 Jahren angehört. Ihnen allen gebührt

großer Dank, Respekt und Anerkennung

für ihr langjähriges Engagement. Im Anschluss

an das Konzert klang der Abend

bei einem gemütlichen Umtrunk

und kulinarischen Köstlichkeiten

gesellig aus.

Für die kommende Saison

stehen neben den traditionellen

Konzerten auf dem

Dorfplatz und kirchlichen

Ausrückungen weitere Höhepunkte

auf dem Programm:

Im Mai nimmt die Kapelle

an der „Brass Pyramide“ in

Unterinn am Ritten teil, im Juni folgt

ein Austauschkonzert beim Kirchtag in

Wangen.

Mit rund 80 Ausrückungen jährlich – inklusive

Proben – leistet die Musikkapelle St.

Martin einen bedeutenden Beitrag zum

kulturellen Leben. Ein besonderer Dank

gilt daher allen Musikant*innen, den Marketenderinnen

sowie der Fahnenabordnung

für ihren unermüdlichen Einsatz und

ihre verlässliche Teilnahme.

Alle Termine und weitere Infos sind auf

der Internetseite www.mkstmartin.com

einsehbar.

Fotos: AlpaPhotography

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

25

Durchgehend ab 15. Mai

von 12:00–22:00 Uhr geöffnet

Warme Küche von 12:00–14:30 Uhr und

von 18:00–20:30 Uhr

Pizza durchgehend von 12:00–22:00 Uhr

Ruhetag: Montag bis Dienstag, 16:00 Uhr

Wir freuen uns, Sie bei uns

verwöhnen zu dürfen!

Fam. Holzknecht und Mitarbeiter

Mooserstraße 27 - 39015 St. Leonhard - T. 0473 424 750 - www.passeirerweinstube.com


GESUNDHEIT & NATUR

dreckig ist, so das Motto von vielen Kräuterheilkundigen.

Alles Gift im Körper wandert

zur Leber, aber wenn diese schwer arbeitende

Kläranlage des Körpers schwächelt, fühlt

man sich müde oder unwohl. Eine Distel-Kur

gibt der Leber neue Kraft. Dabei empfiehlt

sich täglich bis zu 10 Tropfen Mariendistel-

Elixier.

Der „Schluck“ unterstützt das Organ auch

bei lästigen Krankheiten, wie eine schwere

Grippe.

Die Mariendistel

Die Mariendistel macht nicht nur die Leber

flott. So wirkt der ölige Tee aus der Pflanze

wie ein Magenbitter. Er schickt Bitterstoffe in

die Galle, die daraufhin Fette leichter verdaut.

Der Tee ist rasch zubereitet: über einem gehäuften

Teelöffel frisch zerstoßene Früchte

gießt man 150 Milliliter heißem Wasser, lässt

es 10 bis 15 Minuten ziehen und seiht es

ab. Davon trinkt man von jedem Essen eine

Tasse Tee, dabei zu bedenken ist, dass die

Kur höchstens 6 Wochen dauern darf. Die

Wirkstoffe der Mariendistel stecken in einigen

fertigen Präparaten. Diese Mittel sollen

die Produktion von Magensäure regulieren,

schützen gleichzeitig die Magenzellen und

beugen so Geschwüren vor. Wer braucht da

die Mariendistel noch als Milchproduzenten?

26 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Früher wurde die Ägypterin nur vernascht.

Dann stellte sich heraus, dass die appetitliche

Mariendistel mehr kann: sie hilft vor allem

der Leber. Als Maria ihren Sohn stillte, tropfte

nach einer Legende ein bisschen Milch auf

die grünen Blätter einer stacheligen Pflanze.

Die Tropfen färben die Blätter milchig weiß.

Seither heißt die Pflanze nach der Mutter

von Jesus Mariendistel.

Eine Distel klingt nicht danach, als könne

man sie verspeisen. Trotzdem galt sie lange

vor dem Mittelalter als Leckerei. Die Leute

zupften die lilafarbenen Kugel-Blüten vom

Stängel und entfernten Stielreste und äußere

Blätter. Dann landeten die daumendicken

Leckerbissen mit Öl und Salz in der Pfanne.

Die Küchenchefs zogen die Dornen von den

länglichen Blättern ab und schnippelten daraus

einen würzigen Salat. Die Samen der

Mariendistel gaben dem Salat ein öliges Aroma.

Auch die nussig schmeckenden Wurzeln

wurden geschält und gekocht.

Im Mittelalter brachten Mönche die Distel

über die Alpen und pflanzten sie in ihre Klostergärten.

Sie dachten, das Aussehen einer

Pflanze demonstriere, welche Probleme sie

lösen könne. Folglich sollte die Mariendistel

mit ihren milchfleckigen Blättern die Milch

bei Müttern fließen lassen. Ein Irrtum. Nur in

einem Fall lagen die Mönche richtig: sie verordneten

die Distel bei Problemen mit der

Leber.

Später geriet die Heilpflanze in Vergessenheit.

Sie spross trotz ihrer großartigen Heilkräfte

völlig unbeachtet an Wegesrändern,

auf Äckern und Schuttplätzen. Erst in den

1960er Jahren machten Forscher eine aufregende

Entdeckung: Frucht und Samen der

Mariendistel enthalten das seltene Silymarin.

Dieser Stoff dichtet sozusagen die Leberzellen

ab und hindert Gifte am Eindringen.

Bei einer Behandlung mit dem Silymarin gewonnenen

Wirkstoffen überleben Patienten

sogar schwere Pilzvergiftungen. Mariendistelextrakte

helfen auch alle Alkoholiker mit

Leberzirrhose. Neue Tests gaben Hinweise

darauf, dass die Distelstoffe auch die schwerwiegende

Hepatitis C heilen kann.

Die Mariendistel nützt aber auch gesunde

Menschen. Schließlich tut ein Großputz immer

gut, auch wenn es im Haus noch nicht

Reise mit Schirm. Die rot-lila Farbkleckse der

Mariendistel sind im Garten gern gesehen

Weil die beliebte Zierpflanze aus Nordafrika

und Südeuropa kommt, mag sie es sonnig

bis halbschattig, warm und trocken. Sie blüht

bis September. So lange kann man die kugeligen

Blüten zu Gemüse verarbeiten. Verwelkte

Blüten auf den ein Meter 50 hohen,

fein behaarten Stängeln, bilden sich weizenkorngroße

Früchte, die dunkelbraun glänzen.

In den Früchten sitzen Samen. Was Finken

übriglassen, reist an weißen Schirmen in alle

Richtungen. Man kann die Mariendistel aber

auch vermehren, indem man bis Ende August

selbst aussät, saattiefe 2 bis 3 Zentimeter,

reihen Abstand 40 cm. Sie keimt nach 2 bis 3

Wochen. Wenig Gießen, nicht düngen, dann

wächst sie schnell. Im ersten Jahr breiten sich

die Blattrosetten über den Boden aus, im

zweiten kommt der verzweigte Stängel.

Kommt gut in den Sommer,

Eure Rosi

Flotte Leber

Mariendistel Tinktur macht die Leber

flott. Es gibt sie in der Apotheke oder

man setzt sich selbst an. Ab September

können Mariendistelsamen gesammelt

und in der Getreidemühle gequetscht

werden Punkt mit 50 bis 60% igem Alkohol

aufgießen, 4 bis 6 Wochen in der

Wärme stehenlassen, abfiltern. 3-mal

täglich 8 bis 10 Tropfen einnehmen, die

homöopathische Kur nach spätestens 6

Wochen beenden. Alkoholiker können

täglich 4 bis 5 Samen im Mund zerkauen,

diese helfen genauso.

Vorsicht: Mariendistel kann leicht abführend

wirken Punkt nicht in Schwangerschaft

und Stillzeit einnehmen. Vorsicht

bei Korbblütler-Allergie.


Pr-Info

ALLES WAS RECHT IST

Immissionen

RA Dr. Janis Noel Tappeiner und RA Dr. Lorenz Michael Baur

Grundsätzlich ist es so, dass der Eigentümer

einer Sache (Grundstück, Wohnhaus) diese

im Rahmen des Erlaubten nach seinem freien

Belieben nutzen kann, sofern er damit

nicht das ebenso volle und uneingeschränkte

Recht des Nachbarn in irgendeiner Form beeinträchtigt.

Der Gesetzgeber gibt in diesem Zusammenhang

eine Reihe von Bestimmungen und

zwingenden Verhaltensregeln vor, um die Interessen

der jeweiligen Rechtsinhaber untereinander

abzustimmen und bei Zuwiderhandeln

gegebenenfalls zu schützen. Allgemein

spricht man dabei vom Nachbarrecht, welches

unter anderem auch die Abstandsregeln

zwischen Gebäuden und die bereits in einer

vorangegangenen Ausgabe behandelten

Grenzabstände von Bäumen und Pflanzungen

gemäß Art. 892 u.ff. ZGB einschließt. Es

handelt sich um gegenseitige und unentgeltliche

Beschränkungen, welche unverzichtbar

mit dem Eigentumsrecht verbunden sind.

Hinsichtlich der vom Nachbargrundstück

ausgehenden Einwirkungen (immissioni) wie

etwa Rauch, Lärm, Gerüche, Wärme, usw.

kommt der Bestimmung nach Art. 844 ZGB

eine zentrale Bedeutung zu, wobei bezüglich

des Schutzes der jeweiligen Interessenssphäre

der Nachbarn auf das nicht Überschreiten

des gewöhnlichen Maßes des Erträglichen

(criterio generale della normale tollerabilità)

abgestellt wird. Die benachbarten Liegenschaften

müssen auch nicht direkt aneinander

angrenzen. Es reicht aus, wenn diese sich

im gegenseitigen Einflussbereich befinden.

Zumal es sich bei vorgenanntem Grundprinzip

um eine sehr allgemein gehaltene Be-

stimmung handelt und erfahrungsgemäß die

einzelnen Einwirkungen vor allem subjektiver

Wahrnehmung unterliegen (jede Person hat

unterschiedliche Wahrnehmungs- und Belastungsgrenzen),

versteht es sich von selbst,

dass eine gewisse Elastizität in der konkreten

Anwendung des Kriteriums unabdingbar ist

um die Aufrechterhaltung der gutnachbarschaftlichen

Verhältnisse zu gewährleisten.

Das Prinzip ist unter Berücksichtigung der

örtlichen Verhältnisse und Gegebenheiten

und objektiv, sprich in Bezug auf den Durchschnittsmenschen,

betreffend den jeweiligen

Anlassfall anzuwenden. Ein gewisses Maß an

Toleranz wird von jedermann gefordert, widrigenfalls

ein Zusammenleben nicht möglich

wäre. Kommt es jedoch zur Überschreitung

des gewöhnlichen Maßes des Erträglichen

sieht der Gesetzgeber neben konkreten

Unterlassungsansprüchen zu Gunsten der

jeweils beeinträchtigten Partei auch Schadenersatz-

und gegebenenfalls auch Entschädigungsforderungen

vor. Des Weiteren sieht

Abs. 2 der Bestimmung ex Art. 844 ZGB vor,

dass die jeweilige Gerichtsbehörde die Erfordernisse

der Produktion (z.B. industrielle Tätigkeit)

mit den Rechten aus dem Eigentum

(z.B. Recht auf Ruhe) abzustimmen hat, wobei

diese auch den Vorrang eines bestimmten

Gebrauchs berücksichtigen kann (criterio

del preuso).

Befindet sich beispielsweise eine Wohnimmobile

in unmittelbarer Nähe zu einem Industrie-

oder Handwerksbetreib, welcher

unerträgliche Abgase produziert, so kann

den anrainenden Bewohnern – sofern der

Ausstoß der Abluft technisch nicht nachhal-

tig unterbunden bzw. reduziert werden kann

– eine Entschädigung zugesprochen werden,

wobei das Gericht auch dem Umstand Rechnung

trägt, welcher der beiden Rechtsinhaber

zuerst an Ort und Stelle war.

Zwecks Aufrechterhaltung der gutnachbarschaftlichen

Verhältnisse wird es sohin immer

notwendig sein, dass das mit dem Anlassfall

beschäftige Gericht im Rahmen der gesetzlichen

Vorgaben, vor allem aber mit gesundem

Menschenverstand (buon senso) die

gegenseitigen Interessen der Rechtsinhaber

abwägt, entsprechend vereinbart und allenfalls

schützt.

RA Dr. Lorenz Michael Baur &

RA Dr. Janis Noel Tappeiner

„Rechtsanwälte eingetragen in

der Rechtsanwaltskammer Bozen“

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

27

Brauchst du Hilfe?

ist für dich da!

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INTERESSANTES

WAHLEN

IMPRESSUM

Bauernregeln

im Juni

• Justin klar, gutes Jahr (01/06)

• Schönes Wetter auf Fortunat (08/06), ein

gutes Jahr zu bedeuten hat.

• Wie's wittert auf Medardustag (08/06), so

bleibts sechs Wochen dann danach.

• Regnet's am Medardustag, regnet's noch

40 Tag danach.

• Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis

Monatsende hält.

• Margarete (10/06) - die Regenfrau.

• Hat Margarete keinen Sonnenschein,

kommt das Heu nie trocken rein.

• Regnet es an Barnabas (11/06), schwimmen

die Trauben bis ins Fass.

• Barnabas macht Bäum` und Dächer naß.

• Regen an St. Barnabas, währet 40 Tage

ohne Unterlass.

• Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder

gut, was verdorben ist.

• Zu Sankt Barnabas gehört die Sense auf

die Wiese.

• Ist's am Fortunatstag (12/06) klar, so

verheißt's ein gutes Jahr.

• Wenn an St. Anton (13/06) gut Wetter

lacht, St. Peter (29.) viel in Wasser macht.

• Hat Antonius starken Regen, geht ‘s mit

der Gerste wohl daneben.

• Der Wind dreht sich um St. Veit (15/06), da

legt sich`s Laub auf die andere Seit`.

• Wer dem Veit nicht traut, kriegt auch kein

Kraut.

• Regnet`s an Veit, Gerste nicht leid`t.

• Hat St. Veit starken Regen, bringt er unermeßlichen

Segen.

• Heiliger Veit, regne nicht, daß es uns nicht

an Gerst' gebricht.

• Ist zu St. Vitus der Himmel klar, gibt es ein

fruchtbares Jahr.

• Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles

geht auf die andere Seit'.

• Wer auf Benno (16/06) baut, kriegt auch

viel Kraut.

• Wenn's regnet an Sankt Gervasius (19/06),

es vierzehn Tage regnen muss.

• Johannisnacht (24/06): Vor Johanni bitt

um Regen, hernach kommt er ungelegen.

• Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner

Juni ist zur Stelle.

• Regnet's am Johannistag, regnet es noch

vierzehn Tag.

• Johanni trocken und warm, macht den

Bauern nicht arm.

• Johannis tut dem Winter wieder die Türe

auf.

• Der Kuckuck kündet gar teure Zeit, wenn er

nach Johanni schreit.

• Vor dem Johannistag, keine Gerste man

loben mag.

• Regen am Johannistag, nasse Ernt` man

erwarten mag.

• Sankt Johannis Regengüsse, verderben

uns die besten Nüsse.

• An Sankt Johanni Abend, leg die Zwiebel

in ihr kühles Beet.

• Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst

du richten deine Sensen.

• Wie's Wetter am Johanni war, so bleibt's

wohl 40 Tage gar.

• Ist der Siebenschläfer (27/06) nass,

regnet's ohne Unterlass.

• Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben

Wochen regnen mag.

• Wie`s Wetter am Siebenschläfertag, so

bleibt es sieben Wochen danach.

• St. Peter und Paul (29/06) klar, bringt ein

gutes Jahr.

• Um Peter und Paul wird dem Korn schon

mal die Wurzel faul.

• Schön zu St. Paul, füllt Tasche und Maul.

• Wenn es am Peterstag regnet, so regnet es

im ganzen Schnitt.

• Peter und Paul hat Wasser im Maul.

Die

Psairer

Mecker-Goas

„A sett a Gsumse“

Ich habe am Wochenende endgültig die Geduld auf den

Parkplatz gestellt und bin ohne sie heimgefahren. Nach

mehreren Begegnungen mit der olympischen Disziplin

des Dauerjammerns kam die große Erkenntnis: Es

reicht. Die persönliche Toleranzgrenze für Menschen,

die ihr Innenleben wie ungefragtes Sondermüllmaterial

bei anderen abladen, scheint offiziell erreicht.

Das sind jene Menschen, die aus jedem Kieselstein

einen persönlichen Schicksalsberg formen. Dauerbeleidigt

vom Leben, permanent im Beschwerdemodus,

Gemeinderatswahlen

chronisch 2025 empört und stets auf der Suche nach dem

nächsten Schuldigen. Hauptsache nicht der Mensch im

Spiegel. Die Welt ist unfair, die Umstände böse, die anderen

sowieso unmöglich. Nur der eigene Anteil? Ach

nein, darüber sprechen wir lieber morgen. Oder nie.

Wer sein Leben aber ändern will, wird irgendwann

selbst die unbequeme Aufgabe übernehmen müssen,

den Hintern hochzubekommen.

Natürlich muss niemand von heute auf morgen spirituell

erleuchtet auf einem Berg sitzen und sämtliche

Traumata weggeatmet haben. Aber irgendwo anfangen

wäre vielleicht eine Idee. Ein kleiner Schritt. Ein ehrlicher

Blick auf sich selbst. Irgendwas. Statt Jahr für Jahr

dieselbe Leidensoper auf Repeat laufen zu lassen und

sich zu wundern, warum das Publikum langsam müde

wird.

Kurz gesagt: Weniger Mimimi, mehr Eigenverantwortung.

Und zwar JETZT. Nicht morgen.

Die Veränderung beginnt nicht draußen, nicht morgen

und schon gar nicht bei den anderen, sondern leider

ausgerechnet bei einem selbst.

Tragisch, ich weiß.

MÄÄÄäääh

*Die Psairer Mecker-Goas möchte anonym bleiben, der Name

ist der Redaktion bekannt. Sie wird über Themen, die im

Passeiertal polarisieren oder die Gemüter hochkochen lassen, „a

bissl ummermeckern”. Alles ist mit einem Augenzwinkern,

viel Ironie und Schalk im Nacken geschrieben.

Wir hoffen, auch Sie können darüber schmunzeln,

Ihre Redaktion vom s'Psairer Heftl

Helmuth Fritz

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Isabella Halbeisen

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Form. Damit mochten wir keinesfalls das jeweils andere

Geschlecht benachteiligen. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle

Gründe und beinhaltet keine Wertung. Alle Menschen,

unabhängig von ihrem Geschlecht, können sich gleichermaßen an

der Lektüre unserer Zeitung erfreuen. Fotos: Hubert Gögele Photographie,

Andrea Pflug, Michael Tschöll, TV Passeiertal, IDM, MGM,

Benjamin Pfitscher. Shutterstock, Freepik, iStockphoto, Unsplash,

Pixabay. Fotos ohne Quellenangabe wurden von Einsendern geliefert

oder stammen aus der Redaktion.


BENEFIZ-PREISWATTEN

Gemeinsam GUTES tun!

Ein erfolgreiches Benefizpreiswatten bringt

2.500, - € für die Krebshilfe Passeier“

Am Samstag, den 14. März 2026 fand im

Vereinssaal von St. Martin das Benefizpreiswatten

der freien Bürgerliste FÜR St. Martin

zugunsten der Krebshilfe Passeier statt. Fast

120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten

für einen großen Erfolg und einen geselligen

Nachmittag.

Die Organisatoren betonten die wichtige

und wertvolle Arbeit der Krebshilfe Passeier

als bedeutende Anlaufstelle für Betroffene

und Angehörige und bedankten sich herzlich

bei allen Unterstützern, Helfern, Sponsoren

und Teilnehmern. Dank des starken Gemeinschaftssinns

und der großen Hilfsbereitschaft

konnte eine wertvolle Unterstützung für die

Krebshilfe ermöglicht werden.

Die Krebshilfe Passeier ist ein wichtiger Anlaufpunkt

für Menschen, die an Krebs erkrankt

sind, und deren Angehörige. Sie begleitet

in bürokratischen Angelegenheiten,

hilft bei finanziellen Engpässen oder Rückerstattungen

von Behelfen wie z.B. einer Echthaarperücke.

„Wir finden es sehr gut, dass es eine solche

aktive Gruppe in unserem Tal gibt! Wir

schätzen die fleißige Tätigkeit zum Wohle

der Menschen, welche krankheitsbedingt in

Schwierigkeiten geraten sind! Aus diesem

Grund haben wir das ganze organisiert. Das

Benefizpreiswatten zugunsten der Krebshilfe

Passeier war ein großer Erfolg. Viele engagierte

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

haben gezeigt, wie stark unsere Gemeinschaft

zusammenhält. Danke an alle, die

mitgemacht haben und die damit wertvolle

Unterstützung ermöglicht haben. Ein großes

Vergelt´s Gott allen Unterstützern, Teilnehmern,

Freunden, freiwilligen Helfern, Sponsoren

und Gönnern“ so das Team der freien

Bürgerliste FÜR St. Martin in einer Stellungnahme.

„Wenn Menschen von sich aus Hilfe und Unterstützung

anbieten, dann ist das für uns ein

großes Zeichen von Vertrauen in unser Tun.

Wir sind überwältigt von so viel Zusammenhalt,

Solidarität und gelebter Menschlichkeit.

Wir danken ALLEN die dabei waren von

ganzem Herzen!“ so Isabella Halbeisen vom

Vorstand der Krebshilfe Passeier in einer

Stellungnahme.

Ein Jahr „Julias Lebensgenuss“ - für besondere Momente mit Herz & Geschmack

Vor einem Jahr habe

ich den Schritt gewagt

und mit „Julias

Lebensgenuss“ meine

Leidenschaft zum

Beruf gemacht. Was

als Herzensidee begonnen

hat, ist heute

Teil meines Alltags.

Kochen bedeutet für

mich weit mehr als

nur Essen zuzubereiten.

Es geht um Genuss, um gemeinsame Zeit und

um besondere Momente, die in Erinnerung

bleiben. Genau das möchte ich mit meinen

Caterings, Buffets, Finger Food, selbstgemachten

Kuchen, privaten Kochabenden und Kochkursen

weitergeben, bei denen ich auch mit

dem Thermomix (Bimby) arbeite.

Ich begleite kleine Feiern, besondere Anlässe,

Vereins- und Firmenveranstaltungen oder gemütliche

Abende im kleinen Kreis. Auch Hochzeiten

darf ich immer wieder kulinarisch

mitgestalten, sei es beim Dessertbuffet, Kuchen

oder zum Beispiel auch beim „Absperren”.

Dabei übernehme ich auf Wunsch nicht nur

das Essen, sondern auch das Rundherum –

von Geschirr über Aufbau bis hin zu einer

stimmigen, liebevollen Dekoration. So können

Gastgeber ihren Anlass wirklich genießen.

Regionalität und Saisonalität spielen dabei

eine große Rolle. Viele Zutaten beziehe ich

von Produzenten aus der Umgebung. Von

Brot über Saucen und Aufstrichen bis hin zu

süßen Kleinigkeiten wird bei mir alles selbst

gemacht – mit viel Liebe zum Detail. Jedes

Menü entsteht individuell und wird auf die

Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt. Mir ist

wichtig, dass sich meine Kunden verstanden

fühlen und ihre Gäste unbeschwert genießen

können.

Dieses erste Jahr hat mir gezeigt, wie viel man

mit jeder Erfahrung wächst – Schritt für Schritt.

Ein herzliches Danke an alle, die mich begleitet

und mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ich freue mich auf viele weitere

genussvolle Momente.

Julia Gufler

Julias Lebensgenuss

+39 3463032984

julia@lebensgenuss.it

www.lebensgenuss.it

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

29


GESUNDHEITSBEZIRK MERAN - SCHLANDERS

30 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Direktorin des Gesundheitsbezirks

Meran stellt sich vor

Seit dem 2. Jänner leitet Janah Maria Andreis

den Gesundheitsbezirk Meran - Schlanders.

Die 39-Jährige stellte sich nun erstmals den

Medien vor und gab Einblicke in ihre ersten

Wochen im Amt, ihren Arbeitsalltag sowie

die aktuelle Lage im Bezirk.

Mit der neuen Funktion ist ihr Verantwortungsbereich

deutlich gewachsen: Führte sie

zuvor als Direktorin des Landesökonomats

rund 50 Mitarbeitende, sind es in Meran nun

etwa 2.700. Dennoch empfand Andreis den

Wechsel als weniger schwierig als erwartet

– nicht zuletzt aufgrund der klaren hierarchischen

Strukturen. Auch wenn sie noch nicht

alle Beschäftigten persönlich kennt, ist es ihr

ein Anliegen, dies nach und nach nachzuholen.

Eine direkte Übergabe mit ihrer Vorgängerin

Irene Pechlaner fand nicht statt. Stattdessen

wurde Andreis von Beginn an vom Vize-Direktor

Frank Blumtritt unterstützt. Insgesamt

habe sie einen gut organisierten Bezirk übernommen

und sei offen aufgenommen worden.

Ein zentrales Thema bleibt die Weiterentwicklung

der Infrastruktur. So sollen die Gemeinschaftshäuser

in Mals und Naturns im

Mai den Betrieb aufnehmen – vorgesehen

ist eine Öffnung an sechs Tagen pro Woche

für jeweils zwölf Stunden. Ebenfalls im Mai

soll im alten Spitalstrakt in Meran ein kleines

Gemeinschaftshaus starten, das über zehn

Übergangsbetten verfügt. Diese sind für Patientinnen

und Patienten gedacht, die keine

stationäre Behandlung mehr benötigen, aber

weiterhin Betreuung brauchen.

Beim geplanten Gemeinschaftskrankenhaus

gegenüber dem bestehenden Spital kommt es

hingegen zu Verzögerungen. Die ursprünglich

für Mitte des Jahres geplante Inbetriebnahme

ist nicht mehr realistisch. Laut Andreis liegt

dies an der Baufirma, die aktuell einen Rückstand

von 188 Tagen aufweist. Nun hofft man

auf eine Fertigstellung im November. Zwischenzeitlich

könnte der Reha-Trakt als Ausweichlösung

genutzt werden.

Auch im Personalbereich gibt es Herausforderungen.

Derzeit werden per Inserat 20 bis 30

Pflegekräfte für die Krankenhäuser in Meran

und Schlanders gesucht. In einem weiteren

Schritt sollen zusätzlich 30 Krankenpflegerinnen

und -pfleger sowie 13 Pflegehelfer für die

neuen Gemeinschaftsstrukturen eingestellt

werden.

Ein weiteres Problem stellt die Verkehrssituation

rund um das Krankenhaus in Meran dar.

Mit dem neuen Gemeinschaftskrankenhaus

könnte sich diese weiter verschärfen. Andreis

betont, dass gemeinsam mit Gemeinde und

Land an einem umfassenden Mobilitätskon-

zept gearbeitet wird. Da vor dem Neubau

keine Parkplätze vorgesehen sind, greift die

Stadtpolizei bereits ein und weist etwa Touristen

ab, die den Parkplatz ohne Bezug zum

Krankenhaus nutzen. Besonders angespannt

ist die Lage vormittags und an Freitagen.

Die Erhöhung der Parkgebühren zeigt bereits

Wirkung: Die Zahl der parkenden Touristen

ist zurückgegangen. Auch die Verlegung der

Kassen ins Krankenhaus habe sich positiv ausgewirkt.

Gleichzeitig wird geprüft, wie sich

die Parktarife für Patientinnen, Patienten und

Besuchende durch ein eigenes Bezahlsystem

reduzieren lassen.

Handlungsbedarf besteht auch bei internen

organisatorischen Themen. So stehen neue

Räumlichkeiten für das Gynäkologie-Ambulatorium

bereits seit rund eineinhalb Jahren leer.

Andreis kündigt an, dass hier Bewegung in die

Angelegenheit kommen soll – ein Start ist für

den Sommer geplant.

Gerüchte über eine mögliche Verlagerung

des onkologischen Bereichs der Gynäkologie

nach Bozen weist sie zurück. Eine solche Maßnahme

sei ihr nicht bekannt. Vielmehr wolle

man die bestehenden Kompetenzen in Meran

erhalten, zumal das dortige Brustgesundheitszentrum

als Einrichtung von besonderer

Qualität gilt.

Neben ihren beruflichen Aufgaben ist Andreis

Mutter von zwei Kindern. Die Vereinbarkeit

von Familie und Führungsposition beschreibt

sie als gut organisiert. Sie könne sich auf die

Unterstützung ihrer Familie verlassen, insbesondere

auf ihren Ehemann, der sich aktiv in

die Kinderbetreuung einbringt. Dennoch endet

ihr Arbeitstag selten nach acht Stunden.

Charakterlich sieht sich Andreis als zielstrebig

und durchsetzungsstark, zugleich aber auch als

freundlich und offen im Umgang mit anderen.

Ernst Müller

Kolumne: Die Qual der Warteschleife

Ach, die Warteschleife. Dieser akustische Ort,

an dem die Zeit nicht vergeht, sondern zäh

dahinfließt wie kalter Sirup. Kaum hat man sich

durch die ersten Tastendrücke gekämpft („Für

Deutsch drücken Sie bitte die 1, für Verzweiflung

bleiben Sie einfach dran“), setzt sie ein:

diese brutale Hintergrundmusik. Ein Klangteppich,

der klingt, als hätte jemand einen Fahrstuhl

emotional verletzt.

Und dann ertappt man sich bei einem nostalgischen

Gedanken: Früher konnte man sich

Musik aussuchen. Nicht in der Warteschleife

– im eigenen Handy! Man konnte festlegen,

was andere hören, wenn sie einen anrufen.

Ein kleiner Akt der Selbstinszenierung. Die einen

wählten lässig Smooth Operator, andere

setzten auf dramatische Größe mit Eye of the

Tiger. Es war die persönliche Duftmarke des

21. Jahrhunderts: „Du willst mich sprechen?

Dann hör erst mal, wer ich bin.“

Heute dagegen? Einheitsbrei. Und vor allem:

Zwangsbeschallung. Besonders eindrucksvoll

bei Hotlines, bei denen man sich ohnehin

schon nicht freiwillig meldet. Etwa bei der

Sanität oder ähnlichen Diensten. Man hängt

da, vielleicht ohnehin schon leicht gestresst

– und dann dieses Gedudel. Fröhlich. Unpassend.

Fast schon zynisch. Als würde jemand im

Wartezimmer auf dem Akkordeon „La vie en

rose“ spielen, während man gerade versucht,

ruhig zu atmen.

Und genau da kippt es: Diese Musik will beruhigen

und schafft das Gegenteil. Sie macht

aus Minuten kleine Ewigkeiten und aus Wartenden

Menschen, die plötzlich bereit wären,

wirklich alles zu akzeptieren – Hauptsache, es

hört auf. Man beginnt, sich nach dem Nichts

zu sehnen. Nach Stille. Nach diesem unspektakulären,

ehrlichen Ton der Leere.

Vielleicht ist das die eigentliche Pointe: Früher

konnten wir entscheiden, wie wir klingen.

Heute entscheiden andere, wie wir leiden.

Und manchmal wäre selbst Schweigen schon

ein Fortschritt.

Barbara Hofer


KINDERGARTEN

geben, die digitale Welt auszuprobieren und

wem diese Erfahrungen verwehrt bleiben, der

sieht sich der Welt ausgeliefert.

Es ist unsere Pflicht als Erwachsene, die Lebensrealität

der uns anvertrauten Kinder bei

den Erziehungs und Bildungsbemühungen zu

berücksichtigen. Deshalb sollten wir mutig

und zuversichtlich sein und uns mit der digitalen

Welt auseinandersetzen und sie uns aneignen,

denn nur mit diesem Wissen können

wir die Kinder in eine für uns alle heute noch

fremde Zukunft begleiten

Digitale Bildung im Kindergarten, eine Gemeinschaftsaufgabe

„Die Hälfte der Berufe, die es im Jahr 2030 geben

wird, ist heute noch nicht erfunden“ dieser

Ausspruch eines Wissenschaftlers im Jahre

2014 zeigt deutlich, in welchem Umbruch sich

unsere Gesellschaft durch die Digitalisierung

befindet und wie visionär diese Aussage vor

mehr als 10 Jahren war.

Wenn wir allerdings von Digitalisierung in der

frühen Bildung, im Kindergarten sprechen,

klingt das in den Ohren vieler Eltern und Fachkräfte

nicht besonders gut.

Sie befürchten einerseits, dass ihre Kinder nun

auch noch im Kindergarten auf irgendwelchen

Tablets rumdaddeln und andererseits müssen

sie sich ihrer eignen Lücken in diesem Bereich

bewusst werden. Das sind sicher keine abwegigen

Gedanken, schließlich machen sich viele

Kindergärten gerade erst auf den Weg, den

neuen Anforderungen zu genügen. Es ist, ehrlich

gesagt, ein Weg ins Ungewisse.

Wir haben schlichtweg keine Erfahrungswerte,

wie sich die Digitalisierung auf die Entwicklung

der Kinder auswirkt, ob eine frühe

Bildung in diesem Bereich Segen oder Fluch

ist. Wir wissen auch nicht, was angemessen

ist, welches Ausmaß an Zeit, die diesem „Bildungsbereich“

zugestanden wird, das richtige

ist. Wir befinden uns im Niemandsland und

versuchen unser Bestes, versuchen in die Zukunft

zu gestalten, versuchen die Balance zu

finden, zwischen digital und analog. Und wir

stellen fest, den Generationenvorteil gibt es in

diesem Bereich nicht, hier lernen Erwachsene

und Kinder gleichermaßen

Es kann also passieren, dass der Kindergarten

Fehler macht. Doch der Kindergarten ist

nicht alleine verantwortlich für die Kinder von

morgen. Eltern und Pädagoginnen arbeiten

gemeinsam daran, dass aus den Kindern von

heute zur Verantwortung fähige Erwachsene

werden

Beide Seiten müssen sich deshalb mit den

Veränderungen auseinandersetzen, beide Seiten

müssen den Kindern, die mit den gigitalen

Techniken aufwachsen, zur Seite stehen

Die Idee, Kinder von digitalen Technologien

fernzuhalten, bedeutet, sie nicht darüber zu

informieren, ihnen keine Möglichkeiten zu

Und eins muss uns dabei klar sein,

hier geht es nicht um Tablets:

• Es geht um die Beschäftigung mit Technik,

Strom und technischen Bauteilen, denn alle

digitalen Geräte basieren auf Stromkreisen

• Es braucht das Wissen darüber, mit welchen

Technologien die Dinge, die wir täglich konsumieren,

hergestellt werden

• Es braucht die Erfahrung im Umgang mit

Informationstechnologien und Medien, dass

Internet wird von jedem Mensch benutzt und

verändert daher unsere Gesellschaft und unsere

Demokratie

• Es braucht die Auseinandersetzung mit den

Herausforderungen des Klimawandels, der

Globalisierung, Hunger, Umweltverschmutzung

und der ungerechten Verteilung von

Ressourcen

Eltern und Fachkräfte im Kindergarten müssen

bei der Auseinandersetzung mit dem

Thema „digitale Bildung“ größer denken und

sich nicht auf Tablets oder Handys fixieren:

Der Einsatz digitaler Medien im pädagogischen

Alltag ist nicht

das Ziel! Das Ziel ist

die lernende Auseinandersetzung

mit

der digitalen Welt.

Geräte wie Tablets,

kleine Roboter oder

Technikbausteine sind

Werkzeuge, die uns

dabei helfen, nicht

mehr.

Sudabeh Kalantari

Leiterin

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

31

Heilfasten Woche nach Dr. Buchinger – mit Leichtigkeit aufblühen

Manchmal braucht es nur eines: Weglassen,

um Heilung und Klarheit zu finden.

Schon Dr. Hellmut Lützner wusste: „Die Natur

heilt allein durch Weglassen.“

Das Buchinger-Fasten ist mehr als Verzicht.

Es ist eine bewusste Reise zu dir selbst. Du

spürst Leichtigkeit, gewinnst Energie und lässt

Altes los, um Neues einzuladen. Körper, Geist

und Seele finden dabei zurück in ihre natürliche

Balance.

Die Weckbecker Klinik beschreibt es als „das

beste Allerheilmittel, das wir kennen“ und genau

das darfst du erfahren: Reinigung, Regeneration

und innere Ruhe.

Unter der einfühlsamen Begleitung von Denise

Britschgi (ärztlich geprüfte Fastenleiterin

dfa) erlebst du, wie wohltuend es ist, dich auf

das Wesentliche zu besinnen. Schon nach wenigen

Tagen fühlst du dich klarer, lebendiger

und gestärkt – von innen heraus.

Gönn dir diese Zeit für dich.

Fasten – der erste Schritt zu deinem neuen

Lebensgefühl. Mach mit!

Gönne dir eine Auszeit,

die wirkt – innen wie außen.

Erlebe, wie das ganzheitliche Buchinger-Fasten

Körper, Geist und Seele in

Einklang bringt und du mit Leichtigkeit

aufblühst.

04. - 11. Juli 2026

19. - 26.September 2026

info@daslisann.it

T. +39 0473 646749

Pfelders


NACHHALTIGKEIT

32 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Waschen mit Wirkung

Nachhaltigkeit riecht selten nach Waschmittel.

Und doch entscheidet sich genau hier, im

Alltag zwischen Waschmaschine und Wäscheständer,

erstaunlich viel. Nicht spektakulär,

nicht sichtbar – aber messbar.

Denn Waschen verbraucht Energie. Viel

Energie. Rund 10 bis 15 Prozent des Stromverbrauchs

in privaten Haushalten gehen aufs

Konto der Waschmaschine. Der größte Teil

davon entsteht nicht durch das Drehen der

Trommel, sondern durch das Erhitzen des

Wassers. Heiß waschen heißt: viel Energie

verbrauchen.

Der durchschnittliche Stromverbrauch pro

Haushalt liegt bei etwa 2.500 bis 3.000 kWh

im Jahr. Wer hier ansetzt, kann tatsächlich

etwas bewegen. Und das Erstaunliche: Es

braucht keine neue Maschine, kein großes Investment.

Es reicht oft, an der Temperatur zu

drehen.

Moderne Waschmittel sind längst darauf ausgelegt,

auch bei niedrigen Temperaturen effektiv

zu reinigen. 30 Grad statt 60 Grad – das

kann den Energieverbrauch pro Waschgang

um bis zu 50 Prozent senken.

Und jetzt wird es konkret: Diese paar Grad

Unterschied machen auf den ersten Blick wenig

aus – ein paar Cent vielleicht. Tatsächlich

spart man pro Waschgang etwa 15 bis 25

Cent. Das klingt nach Kleingeld. Aber hochgerechnet

auf ein Jahr kommen schnell 30, 40

oder sogar 70 Euro zusammen. Und das ganz

ohne Verzicht, ohne Umstellung, ohne Komfortverlust.

Noch deutlicher wird es beim Trockner.

Bequem und schnell, aber ein echter Energiefresser.

In vielen Haushalten gehört er zu

den größten Stromverbrauchern überhaupt.

Dabei funktioniert die älteste Technik der

Welt immer noch: Luft. Ein Wäscheständer,

ein Balkon, ein offenes Fenster. Nachhaltigkeit

beginnt hier nicht mit Verzicht, sondern mit

Gewohnheit.

Ein konkreter Alltagstipp: Die 30-Grad-Regel

Einfach festlegen: Alles, was nicht wirklich stark

verschmutzt ist, wird bei 30 Grad gewaschen.

Bettwäsche, Unterwäsche, stark verschmutzte

Kleidung - Ausnahmen erlaubt. Aber der

Großteil? Kälter.

Zusätzlich: Waschmaschine immer gut füllen,

statt halb leer laufen lassen. Und wenn möglich:

Lufttrocknen statt Trockner.

Es sind keine großen Gesten. Eher kleine

Drehbewegungen. Aber genau die summieren

sich.

Extra-Tipp: Viele Waschmaschinen besitzen

heute ein Eco-Programm. Dieses dauert zwar

oft etwas länger, verbraucht aber deutlich

weniger Strom und Wasser. Wer zusätzlich

möglichst außerhalb der Spitzenzeiten wäscht

und die Wäsche direkt nach dem Waschgang

aufhängt, spart nicht nur Energie, sondern verhindert

auch unangenehme Gerüche und erneutes

Waschen.

Barbara Hofer

Raiffeisen Passeier - Kinobesuch mit den fleißigen Punktesparern

Einzahlungen auf ihr Sparkonto Punkte gesammelt.

Diese wurden am Ende der Aktion in einen

Kinogutschein umgewandelt – eine schöne

Belohnung für Disziplin und Sparfreude.

Gleichzeitig zeigt die Aktion, dass ein bewusster

Umgang mit Geld auch motivierend und

gemeinschaftlich gestaltet werden kann. Viele

Teilnehmer*innen fieberten dem gemeinsamen

Ausflug bereits seit Wochen entgegen

und freuten sich darauf, diesen besonderen

Tag miteinander zu verbringen.

Der Kinotag selbst wurde schließlich zu einem

echten Highlight. Ausgestattet mit Popcorn

und Nachos genossen die Teilnehmer den

Film „Super Mario Galaxy“ auf der großen

Leinwand. Während der Vorstellung wurde

gemeinsam gelacht, mitgefiebert und gestaunt.

Neben dem Film stand vor allem auch das

gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt, das für

viele schöne Erinnerungen sorgte. Auch nach

dem Film blieb noch Zeit für Gespräche und

ein gemütliches Beisammensein.

Bereits zum 11. Mal organisierte die Raiffeisenkasse

Passeier am 13. April 2026 einen besonderen

Ausflug für ihre engagierten Punktesparer.

Insgesamt 62 Teilnehmerinnen durften

sich im Rahmen der beliebten Aktion „Raiffeisen

Punktesparen“ über einen gemeinsamen

Kinobesuch im Cineplexx Algo freuen.

Die Initiative verbindet seit Jahren auf schöne

Weise das Thema Sparen mit gemeinsamen

Erlebnissen und sorgt besonders bei den jüngeren

Teilnehmerinnen stets für große Begeisterung.

In den Monaten von Oktober bis Februar

hatten die fleißigen Sparer durch regelmäßige

Solche Initiativen zeigen, wie wichtig es ist,

nicht nur finanzielle Ziele zu fördern, sondern

auch Gemeinschaft erlebbar zu machen. Der

Ausflug bot eine gelungene Mischung aus Unterhaltung,

Belohnung und sozialem Miteinander

und bleibt sicherlich allen Beteiligten in

schöner Erinnerung.


Bad. Technik. Fliese.

Badglück.

Glück hat so viele Bedeutungen und jeder strebt

danach. Gemeinsam finden wir die perfekte

Umgebung für glückliche Momente.

Ihr Bad. Ihr Glück.

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St. Lorenzen.


34 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Krebshilfe Passeier

Getraut enk,

mir sein für enk do!

Gemeinsam trägt sich vieles leichter!

Man lacht und weint zusammen... fühlt miteinander

und hilft sich gegenseitig, tauscht Erfahrungen

aus und darf einfach so sein, wie man

ist! Mal gut drauf, dann wieder traurig mit sich,

seinem Körper, seiner Krankheit.

All das bereichert die Gruppe und gibt

das Gefühl, nicht allein zu sein.

Wir ermöglichen: Finanzielle Unterstützungen,

Rechtsberatung, Psychologische Beratung,

Krebsnachsorgeturnen, Erholungswochen,

Ausflüge und Treffen, Fahrten in entlegene

Krankenhäuser, Gezielte Massagen bei Lymphödemen,

Rückvergütung Hilfsmittel, Rückvergütung

Komplementärmedizin

Werde auch DU Mitglied der Südtiroler

Krebshilfe!

Programm Mai - August 2026:

Dienstag, 26. Mai

Eis essen für alle Betroffenen in der Zentral Bar

in St. Leonhard. Wir sind von 15.00 bis 17.00

Uhr vor Ort.

Jeden Montag dürfen wir uns dem KVW

St. Martin anschließen um ausgehend vom

Festplatz St. Martin um 8:30 Uhr eine kleine

Runde „gesund“ zu wandern. Rückkehr um

9:30 Uhr

Ende August findet der Sommerausflug ins

Ultental statt. Genauere Infos folgen noch.

KREBSHILFE PASSEIER

DANKE, ein kleines Wort…

In der letzten Ausgabe (März/April) des

„Psairer Heftl” haben wir uns uns, unsere Leistungen

und Angebote vorgestellt. Einige der

Betroffenen haben uns kurze Rückmeldungen

geschickt, die wir veröffentlichen durften.

Leider konnten nicht alle berücksichtigt werden.

Wir möchten sie euch aber nicht vorenthalten,

damit ihr, liebe Passeirer, die ihr uns

immer wieder mit Spenden unterstützt, auch

seht, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht

wird. Hier dürft ihr nun noch einige

auf „pseirerisch“ lesen. Eben so, wie wir sie

zugeschickt bekommen haben.

„Die Krebshilfe Passeier hot mi noch dr Diagnose

seelisch, wie menschlich ober vor allem

finanziell unterstützt. Ins hots nit lei in Boden

unter die Fiesse aweck gerissn, sondern a riessigs

finanziells Loch au giton. Donk dr Krebshilfe

hobm mir ins a bissl leichter giton und

man hot gspiert, dass man nit alluene isch.

Mecht mi gonz, gonz fescht bedonkn vi jeder

Ort vi Unterstützung und bsunders bei insre

liebm, helfenden Händen in Psaier do!“

„Es wor nit leicht um finanzielle Hilfe zu bitten.

Ober der Sotz hot mein Denken verändert.

Die Isabella hot zu mir gsogg: Es seid im

Moment in an totalen Ausnahmesituation.

Lott enk finanziell unterstützen, so dass die

sem Sorgen a bissl klianer sein. Bolds enk besser

geat, kennt es jo nor amol epas Guats tian,

ins ba epas helfen oder a mol a kluane Spende

mochen. Nor isch es mir leichter gfollen, des

Onsuachen zu mochen.

A monatliche Hilfe für a gonzes Johr zu kriagn

isch nit selbstverständlich, vor ollem wenn

man Schulden hot und zrugg zohlen muat.

Haint, viele Johr spater bin i krebsfrei, es geat

mir guat und mir als Familie sein haint nou unendlich

donkbor für de Unterstützung.“

„Ich möchte mich auch für die finanzielle

Unterstützung für meinen Enkel herzlich

bedanken.“

Kräuterverkauf zugunsten der Krebshilfe Passeier

Ende April fand der alljährliche Kräuterverkauf

zugunsten der Krebshilfe Passeier statt.

In den Dörfern Stuls, Rabenstein, Moos, Platt,

Pfelders, Walten, St. Leonhard, St. Martin,

Schweinsteg, Tall, Riffian überlegten zahlreiche

Personen mit Herz nicht lange und unterstützten

selbstverständlich und mit helfenden

Händen diese Aktion. Ein DANKE allein,

reicht hierfür nicht aus. Es bedarf eines aufrichtigen

„Vergelts Gott“ für dieses Zeichen

gelebter Solidarität und Menschlichkeit. Der

gesamte Reinerlös kommt wieder betroffenen

Passeirern zugute, welche krankheitsbedingt

in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Danke

an ALLE, die diese Aktion unterstützt haben.

Für die Krebshilfe Passeier

Isabella Halbeisen, Anita Santoni,

Sonja Kobler, Benedikta Gufler.

Jeden Mittwoch um 13.00 Uhr darf im Gasthaus

Haselstaude zu Musik von der "Gruppe Hou“

getanzt werden.

Wer lieber eine Runde „wattet“ oder einfach

nur gemütlich plaudern möchte, ist natürlich

auch HERZLICH willkommen.

Rennweg, 27 - 39012 Meran

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Pfarrcaritas Riffian

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der

Pfarrcaritas Riffian sagen im Namen der Südtiroler

Krebshilfe Danke!

Beim Blumen- und Kräuterverkauf zugunsten

der Südtiroler Krebshilfe am Samstag, dem

25.04., und Sonntag, dem 26.04.2026, konnten

wir alle Pflanzen und Blumen nach der

Messfeier verkaufen.

Den Erlös von 1.267,00 € konnten wir an die

Südtiroler Krebshilfe weitergeben. Ein ganz

großes Vergelt's Gott für eure Mithilfe und

Unterstützung!

Monika Hopfhauer


Warum Trinken so wichtig ist...

GESUNDHEIT

...der unterschätzte

Schlüssel zur

Gesundheit Viele

von uns machen

sich Gedanken

über die Ernährung,

nehmen

aber eher selten

ihre Trinkgewohnheiten

unter die

Dr. Christian Wenter Lupe. Zu Unrecht:

Eine regelmäßige

Flüssigkeitszufuhr ist für die Gesundheit unverzichtbar.

Fehlt sie, geraten zentrale Körperfunktionen

schnell aus dem Gleichgewicht.

Ausreichend und richtig zu trinken ist daher

mindestens ebenso wichtig wie eine ausgewogene

Ernährung. Dennoch nehmen viele Erwachsene

täglich zu wenig Flüssigkeit zu sich.

Schon ein kurzfristiger Mangel kann spürbare,

mitunter ernsthafte Folgen haben. Wer erst

trinkt, wenn sich Durst bemerkbar macht, hat

häufig bereits ein Defizit aufgebaut.

Wieviel Wasser braucht der Mensch?

Doch wie viel sollte man trinken? Die Frage

nach der optimalen Trinkmenge lässt sich wissenschaftlich

nicht pauschal beantworten. Als

grobe Orientierung gilt: Ein gesunder Erwachsener

sollte bei ausgewogener Ernährung,

leichter körperlicher Aktivität und normalen

Lebensbedingungen etwa 1,5 Liter Flüssigkeit

pro Tag über Getränke aufnehmen - idealerweise

in Form von Wasser oder ungesüßten

Tee. Das entspricht den Empfehlungen vieler

Fachgesellschaften. Zusätzlich nehmen wir bis

zu etwa einen Liter Flüssigkeit über feste Nahrung

auf.

Dabei gilt nicht nur für ältere, sondern für alle

Menschen: Der tatsächliche Bedarf variiert

jedoch individuell und hängt unter anderem

von Körpergewicht,

Aktivitätsniveau und

Außentemperatur

ab. Bei körperlicher

Anstrengung, Sport

oder Hitze steigt

der Flüssigkeitsbedarf

deutlich. Auch

bei Fieber, Durchfall

oder der Einnahme

von Diuretika oder

Abführmitteln müssen

zusätzliche Verluste

ausgeglichen

werden. Umgekehrt kann es bei bestimmten

Erkrankungen – etwa schwerer Herzinsuffizienz

oder Nierenschäden – notwendig sein,

die Trinkmenge zu begrenzen. In solchen

Fällen sollte die Flüssigkeitszufuhr unbedingt

ärztlich abgestimmt werden.

Warum ältere Menschen besonders

gefährdet sind

1.500 Milliliter pro Tag sind eigentlich gut erreichbar

– dennoch unterschreiten insbesondere

ältere Menschen diese Menge häufig. Mit

zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden

nach, sodass viele ältere Menschen deshalb

gar nicht bemerken, dass sie zu wenig

trinken. Oft haben Ältere auch falsche Vorstellungen

über den tatsächlichen Flüssigkeitsbedarf,

fürchten den nächtlichen Toilettengang

oder vergessen ganz einfach, etwas zu

trinken. Manche Senioren trinken so wenig,

dass es zu einer Dehydratation kommt – einem

Zustand, der ernsthafte gesundheitliche

Risiken birgt und im Extremfall eine Krankenhausbehandlung

erforderlich machen kann.

Warnzeichen und einfache Trinktipps

Trockene Schleimhäute, ein trockener Mund

sowie dunkler, konzentrierter Urin sind typische

Warnzeichen. Damit es nicht so weit

kommt, sollte man grundsätzlich nicht erst

warten, bis sich das Durstgefühl einstellt, sondern

regelmäßig über den Tag verteilt trinken.

Wer dazu neigt, zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen,

kann sein Trinkverhalten gezielt trainieren

und sich durch ein regelmäßiges Trinkverhalten

an eine ausreichende Trinkmenge

gewöhnen. Hilfreich ist es beispielsweise,

den Tag mit einem Glas Wasser zu beginnen,

Getränke stets griffbereit zu haben, zu jeder

Mahlzeit zu trinken und für Abwechslung zu

sorgen. Besonders geeignet sind Wasser und

ungesüßte Tees. Auch ein Blick auf die Urinfarbe

kann Orientierung geben: Hellgelb spricht

für eine gute Versorgung, dunklere Farbtöne

deuten darauf hin, dass mehr getrunken werden

sollte.

Fazit: Trinken als Basis für Gesundheit

Ausreichend zu trinken ist keine Nebensache,

sondern eine grundlegende Voraussetzung

für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer regelmäßig

zur Wasserflasche greift, unterstützt

nicht nur seinen Körper, sondern auch seine

geistige Leistungsfähigkeit – und legt damit

den Grundstein für einen gesunden Alltag.

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36 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

JUNG SEIN HEINTZUTOG

Wie sozial ist Social Media?

Lukas* hat 700 Freunde auf Facebook, sitzt

aber trotzdem jedes Wochenende allein zuhause,

Lisa* bekommt 1400 Likes auf Instagram,

wenn sie ihr Gipfelfoto postet, aber niemand

fragt sie, ob sie einmal zusammen eine

Wanderung unternehmen.

Facebook, Instagram, YouTube, TikTok,

WhatsApp, LinkedIn, Pinterest, Snapchat und

X (ehemals Twitter – über 90% der Jugendlichen

zwischen 10 und 18 Jahren nutzen eine

oder mehrere dieser bekannten Plattformen,

durchschnittlich zwei Stunden am Tag. Sie versprechen

uns Gemeinschaft, Vernetzung und

Unterhaltung, aber wie sozial ist das wirklich

alles?

Wir wissen, was Max* in Amsterdam zum

Frühstück isst, aber nicht, dass unser Nachbar

Hilfe beim Einkaufen nötig hätte. Das Gardasee-Foto

verspricht Familienidylle, während

hinter verschlossenen Türen ein Rosenkrieg

herrscht.

Aber ist alles so schwarz, wie wir es uns ausmalen?

Social Media hat auch positive Seiten.

Ohne die Tierschutz-Seite würden vermisste

Hunde nicht so schnell wiedergefunden, der

Verein XY könnte nicht kostenlos Werbung

für seine Veranstaltung schalten und Berta*

könnte nicht sehen, dass sie nicht die Einzige

ist, die manchmal Streit mit ihren Eltern hat.

Für einige Länder überwiegen mittlerweile

dermaßen die negativen Aspekte, dass sie

sich für ein Verbot der sozialen Medien unter

einer gewissen Altersgrenze ausgesprochen

haben.

Australien hat Ende 2025 als weltweit erstes

Land ein Social-Media-Verbot für unter

16-Jährige (u.a. TikTok, Instagram, Snapchat)

in Kraft gesetzt, um Jugendliche vor psychischen

Schäden zu schützen. Zwar wurden

Millionen Accounts gesperrt, jedoch ist die

Wirksamkeit durch einfache Umgehungen

noch begrenzt (tagesschau.de).

In Frankreich benötigen Kinder unter 15 Jahren

die Zustimmung der Eltern, um auf soziale

Netzwerke zugreifen zu können, Italien diskutiert

bereits, ob es ein Verbot unter 14 Jahren

geben soll.

Die Frage bleibt, ob Verbot eine Lösung sein

kann. Verbot allein ist aus pädagogischer

Sicht nie die einzige Lösung, sie kann Teil eines

großen Ganzen sein. Wichtig wäre, den

Kindern und Jugendlichen den Umgang mit

Social Media beizubringen, sie über Gefahren

aufzuklären, klare Regeln auf den Plattformen

zu schaffen und sie altersgerecht zu gestalten.

Jugendliche und ihre Eltern müssen sich

gemeinsam den neuen Herausforderungen

stellen und den für sie am besten passenden

Umgang damit finden.

Ein Hammer kann helfen en Haus zu bauen

oder es zu zerstören – es kommt darauf an,

wie man ihn benutzt. Und so ähnlich dürfen

wir darüber nachdenken, wie wir mit etwas

umgehen, das bereits da ist.

Nutze die sozialen Medien zur Vernetzung –

aber triff dich anschließend!

Suche den Kontakt im Internet – aber dann

ruf an!

Nutze die Facebook-Gruppe als Hilfe, aber

nicht zum Streit.

Am eigenen Küchentisch hat man meistens

schneller eine Lösung gefunden als in den

sozialen Netzwerken, mit echten Menschen,

die dich gut kennen und meistens schon sehr

lange!

Zusammen schaffen wir das –

ganz social eben!

*Name zufällig gewählt

Melanie Gögele

JUBPA

INFOBOX

Zum Thema:

„Digitale Medien &

Soziale Netzwerke“

Welche Regeln gibt es in den

Jugendtreffpunkten?

Unser Ziel ist es ein analoges,

offenes und attraktives Rahmenprogramm

zu bieten, um die Smartphone-Nutzung

während des Aufenthalts

bei uns als nebensächlich

und unwichtig zu gestalten. Wenn

dies gelingt, funktioniert ein angemessener

Umgang mit digitalen

Medien auch ohne Verbote.

Wichtiger ist es, dass sich Erwachsene

ihrer Vorbildrolle bewusst sind!

Vorschriften werden wirkungslos

sein, wenn sie von wichtigen

Bezugspersonen nicht vorgelebt

werden. Vielmehr müssen Heranwachsende

in der digitalen Welt

begleitet werden und dürfen dabei

nicht alleine gelassen werden.

Welche Rolle spielt dabei das „YOU

MediaLab“ im Jugendzentrum?

Die digitale Jugendarbeit im YOU

MediaLab ist ein sehr wichtiger Bestandteil

der Präventionsarbeit mit

dem Ziel, Erfahrungen im Medienbereich

zu sammeln und weiterzugeben.

Immer in Begleitung von

pädagogischem Personal, erhalten

junge Menschen hier die Möglichkeit

vielfältigste Medien auszuprobieren,

zu nutzen, zu verstehen und

vor allem ihre eigene Mediennutzung

zu reflektieren.

JUBPA Tipp:

Hört auf Spotify in den Podcast

„Polit-Appdate – Folge 19“ rein!

Manuel Oberkalmsteiner, vom Forum

Prävention und der bekannte

Influencer Gabriel Mair aka. „Buonomemes“,

verklickern euch ihre

Meinung zu diesem Thema.

JUGENDBÜRO PASSEIER * WIR SCHAFFEN OFFENE RAHMEN.


VOLKSBANK ST. LEONHARD

Volksbank: Filiale St. Leonhard in Passeier feiert 50-jähriges Jubiläum

Seit einem halben Jahrhundert steht die Volksbank-Filiale

für Vertrauen und Nähe – und ist

zu einer festen Größe in der lebendigen Gemeinschaft

von St. Leonhard geworden.

Am 15. Mai wurde dieses besondere Jubiläum

gefeiert: Vor 50 Jahren wurde die Filiale im

Passeiertal eröffnet, die zuerst im Gerberweg

2 untergebracht war und im Jahr 1987 in die

aktuellen Räumlichkeiten in der Passeirer Straße

wechselte. Was einst als kleiner Standort

begann, ist im Laufe der Jahrzehnte zu einer

zentralen Anlaufstelle für die Menschen und

Unternehmen vor Ort geworden und die Filiale

entwickelte sich zu einem unverzichtbaren

Bestandteil der Gemeinde. Ihre Geschichte ist

eng mit den Bewohnerinnen und Bewohnern

von St. Leonhard verknüpft. Von Anfang an

legte das Team großen Wert darauf, persönliche

Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

Das derzeitige Filialteam – bestehend aus

Beraterin Karin Gufler sowie den Beratern

Martin Sanin und Dominik Lanthaler unter

der Leitung von Reinhard Wohlfarter – kennt

die Bedürfnisse seiner Kundinnen und Kunden

genau und steht ihnen in allen finanziellen Belangen

kompetent zur Seite.

Mit der Bank hat sich auch das Angebot der

Filiale stetig weiterentwickelt: Moderne Bankdienstleistungen,

digitale Services und innovative

Produkte sind heute ebenso selbstverständlich

wie persönliche Beratung in diskreter

Atmosphäre. Ob individuell zugeschnittene Finanzierungsmodelle,

passende Altersvorsorge

oder maßgeschneiderte Versicherungen – die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen

sich für ihre Kundschaft Zeit, um gemeinsam

optimale Lösungen zu finden.

Das 50-jährige Jubiläum ist nicht nur Anlass

zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit,

den treuen Kundinnen und Kunden, Partnern

und Mitarbeitenden zu danken. Die Filiale in

St. Leonhard in Passeier bleibt ihrem Grundsatz

treu: Nähe, Vertrauen und Professionalität

gehen Hand in Hand mit Innovation und

Weiterentwicklung. So wird auch zukünftig

sichergestellt, dass die Beziehungen zu den

Menschen und Unternehmen vor Ort weiter

wachsen und die Filiale ein verlässlicher Partner

bleibt.

Bild links: (oben von links): Stephan Theiner, Niederlassungsleiter

Bozen/Meran der Volksbank;

Alberto Naef, geschäftsführender Verwaltungsrat

und Generaldirektor der Volksbank; Hannes

Wieser, Vertriebsdirektor der Volksbank und Robert

Tschöll, Bürgermeister von St. Leonhard in

Passeier. (unten von links): Martin Sanin, stellvertretender

Filialleiter; Karin Gufler, Beraterin der

Filiale; Reinhard Wohlfarter, Filialleiter; Dominik

Lanthaler, Berater der Filiale; Horst Sparer, Filialleiter

von Merano/Kronplatz und Stefan Ilmer,

Bürgermeister von Moos in Passeier.

Bild rechts: Zahlreiche Kundinnen und Kunden waren

in die Filiale gekommen, um dieses wichtige Jubiläum

zu feiern. Neben den offiziellen Reden und

der Segnung durch Pater Markus Mur, war natürlich

der Tortenanschnitt durch das Filialteam ein

besonderer Höhepunkt.

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

37


KINDERGARTEN

38 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Hand in Hand. Netzwerk Elternhaus - Kindergarten

Netzwerkarbeit zwischen Eltern und pädagogischen

Einrichtungen gilt heute als wichtiger

Bestandteil frühkindlicher Bildung. Kinder

profitieren davon, wenn Eltern aktiv eingebunden

sind: Sie erleben mehr Kontinuität,

Sicherheit und stärken ihre sozialen Kompetenzen.

Gleichzeitig erfordert dieses Modell

Zeit, Verlässlichkeit und Engagement aller

Beteiligten.

Damit Elternnetzwerkarbeit

gelingt,

braucht es klare

Strukturen, offene

Kommunikation

und gegenseitiges

Verständnis.

Transparenz, Mitbestimmung

und

ein wertschätzender

Umgang

schaffen nicht nur

organisatorische

Unterstützung, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Im Waldkindergarten wird genau dieses Zusammenspiel

lebendig. Der wöchentliche Jausedienst

und Putzdienst liegt in den Händen

der Eltern. Gibt es Fragen, Unsicherheiten

oder Terminüberschneidungen, werden gemeinsam

Lösungen gefunden. Für das Bringen

und Abholen der Kinder werden Fahrgemeinschaften

gebildet und ein Busdienst

angeboten (Danke Taxi Lampe), ein kleiner

Beitrag für den Umweltschutz und das morgendliche

Verkehrschaos. Wenn einmal Lebensmittel

fehlen, genügt eine kurze Nachricht

im Gruppenchat: Binnen kürzester Zeit

wird geholfen.

Dieser Gruppenchat ist sozusagen das digitale

Herzstück der Gemeinschaft. Hier werden

vor allem organisatorische Fragen geklärt.

Doch besonders beliebt ist die wöchentliche

„Wochenschau“, ein Einblick der vergan-

genen Woche in Form von Fotos, Collagen

und Schnappschüssen. Das gemeinsame „Fotos

onschaugen“ hat sich in einigen Familien

längst zu einem festen Wochenritual entwickelt.

Auch der persönliche Austausch kommt nicht

zu kurz. In klassischen Elterngesprächen nehmen

sich die Erzieherinnen Zeit, um die Entwicklung

des Kindes zu besprechen – ganz so,

wie man es aus anderen Einrichtungen kennt,

und doch eingebettet in eine besonders enge

Beziehung.

Manchmal zeigt sich diese Nähe auch auf

ganz kreative Art und Weise: Wenn zur Faschingszeit

plötzlich ein mobiler Friseursalon,

gespielt von Eltern, im Wald auftaucht

oder eine Mami heimlich in die Rolle des

Osterhasen schlüpft. Eine engagierte „Papisgruppe“

kümmert sich das ganze Jahr über

um anstehende Reparaturen oder setzt die

Ideen der Erzieherinnen um – pragmatisch,

tatkräftig und mit viel Freude. (Sofern diese

nicht schon vorab von Martin, Martina oder

anderen Waldwichteln in Angriff genommen

wurden).

Die Höhepunkte dieses gemeinsamen Wirkens

sind die zahlreichen Feste im Jahreslauf.

Das stimmungsvolle Laternenfest mit Lagerfeuer

und Kerzenschein im Wald haben wir

euch bereits vorgestellt. Ebenso besonders

sind das Vatertags- und Muttertagsfrühstück:

ein reich gedecktes Buffet mitten in der Natur,

bei dem gesungen, gespielt und vor allem

gemeinsam Zeit verbracht wird. Und wenn

sich das Kindergartenjahr dem Ende zuneigt,

feiern Eltern, Kinder und Erzieherinnen gemeinsam

ein großes Abschlussfest voller

schöner und unvergesslicher Momente.

Dieser Waldkindergarten wird von einem

sehr wertvollen Netzwerk und einer starken

Gemeinschaft getragen. Wenn alle mit

anpacken, entsteht etwas, das weit über den

Alltag hinaus wirkt.

Du möchtest uns unterstützen?

Dann freuen wir uns über deine Spende.

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MEERJUNGFRAUEN

Doch hinter der glitzernden Flosse steckt ein

anspruchsvoller Sport, der Technik, Kraft und

Sicherheit verlangt. Die Passeirerin Bettina

Marth lebt diesen Traum. Sie ist professionelle

Meerjungfrau und Meerjungfrauen-Instruktorin.

Schon als Kind wusste Bettina, was sie

werden wollte. „Als ich in der Schule gefragt

wurde, was ich werden möchte, habe ich gesagt:

Meerjungfrau“, erzählt sie lachend.

Obwohl sie in den Bergen aufwuchs, entdeckte

sie mit 20 Jahren beim Tauchen auf

Elba ihre Leidenschaft fürs Wasser. Über das

Tauchen und Apnoe kam sie schließlich zum

Meerjungfrauenschwimmen. „Als ich zum ersten

Mal eine Monoflosse angezogen habe, war

ich sofort fasziniert.“ Heute unterrichtet Bettina

Kinder sowie Erwachsene und warnt vor

den Risiken. Denn einfach eine Flosse online

kaufen und ins Wasser springen sei gefährlich.

Sicherheit geht vor

„Viele unterschätzen das. In der Monoflosse

sind die Beine verbunden, man muss wissen,

wie man sich bewegt und die Flosse im Notfall

schnell auszieht.“ Gerade Kinder könnten in

Panik geraten oder Schwierigkeiten bekommen,

sich über Wasser zu halten. Deshalb

empfiehlt sie professionelle Kurse. Meerjungfrauenschwimmen

ist deutlich anstrengender,

als viele glauben.

Bildrechte Nereidina Aquatics

Die NIXE aus dem Passeiertal werden... davon träumen viele Kinder und Erwachsene

Ein hartes Workout

„Die ganze Körperausbildung ist ein hartes

Workout“, sagt Bettina. Geschwommen wird

in einer Delfinbewegung, die Bauch-, Rücken-,

und Beinmuskulatur stark beansprucht. Eine

„Schnupperstunde“ dauert daher wirklich nur

etwa eine Stunde und ist für Anfänger völlig

ausreichend. Neben Kraft braucht es Technik.

Wer professionell schwimmt, soll sich elegant

und fließend bewegen. „Es muss schön aussehen,

wie ein Delfin oder Fisch“, erklärt Bettina.

Die wellenförmige Bewegung erfordert

Körperkontrolle und Training. Gleichzeitig ist

man mit einer Monoflosse oft deutlich schneller

unterwegs als mit normalen Flossen.

Nicht nur für Mädchen

Ein Vorurteil: Meerjungfrauenschwimmen sei

nur etwas für Mädchen. Das sieht Bettina anders.

„Leider trauen sich manche Jungs nicht,

weil es als Mädchensache gilt.“ Dabei gebe es

längst Communities von Meermännern, Tritonen

oder Neptunen, die mit Monoflossen

schwimmen oder bei Events auftreten.

Auch bei der Ausrüstung rät Bettina zur Vorsicht.

Für Anfänger reichen einfache Flossen,

professionelle Silikonflossen sehen zwar beeindruckend

aus, können aber bis zu 20 Kilo

wiegen und mehrere tausend Euro kosten.

Bettina selbst nutzt sie nicht: „Ich muss jederzeit

schnell reagieren können.“

Ob Kind oder Erwachsener ,Meerjungfrau

oder Meermann werden kann grundsätzlich

jede/r. Neben Spaß und Bewegung schätzen

viele die Schwerelosigkeit und Entspannung

unter Wasser. Menschen mit Rückenproblemen

sollten jedoch vorsichtig sein.

Bettinas Rat ist klar: „Probiert es aus, seid

mutig.“ Denn Meerjungfrau werden ist heute

kein unerreichbarer Traum mehr, sondern ein

Sport, Hobby und Abenteuer für jedes Alter.

Interesse geweckt?

Wer an Kursen mit Bettina interessiert ist,

kann sich gerne unverbindlich bei ihr melden.

Isabella Halbeisen

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

39

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■ Mehrere Jahrgänge der ornithologischen Fachzeitschrift

„Vögel“ und „Der Falke“ zu verschenken.

Tel. 349-3040187

■ Flohmarktartikel in Gargazon zu verschenken.

WhatsApp 348-0039682

Weckgläser in verschiedenen Größen zu verschenken.

Tel. 333-4515533

■ 2 Holzdachfenster Velux 70 x 130 cm zweifach verglast,

in gutem Zustand - ideal für Stadel, Garten- oder

Baumhaus zu verschenken.

Tel. 335-7609880

KINDERZUSATZRENTE mit Fördermaßnahmen der Region Trentino-Südtirol

Weitere Vorteile:

- Geldanlage mit Rendite

- Anrecht auf ein begünstigtes Bauspardarlehen

- Jährlich steuerlich absetzbar

- Vorschüsse möglich:

- bei Ausgaben im Gesundheitsbereich

- bei Kauf oder Renovierung der Erstwohnung

- sonstige Erfordernisse

- Ersparnisse unterliegen nicht der Angabe

bei ISEE und EEVE

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

41

Vor Unterzeichnung lesen Sie bitte das

Informationsblatt aufmerksam durch;

erhältlich in Ihrer ITAS-Agentur oder unter

www.gruppoitas.it

Mit kleinen Schritten

eine große Zukunft schaffen

Für die Zukunft sparen & vorsorgen

Die Region Trentino-Südtirol ist die erste

Region in Italien, die einen Anreiz für die Kinderzusatzrente

einführt. Damit unterstützt

sie junge Familien mit einem finanziellen Beitrag

und macht es ihnen leichter, schon heute

für die Zukunft des Kindes vorzusorgen.

Bei Einschreibung des Neugeborenen oder

von Kindern bis 5 Jahren können folgende

finanzielle Vorteile genutzt werden:

- Beitrag von 300 Euro bei Geburt

- Beitrag von zusätzlichen 200 Euro für die

folgenden 4 Jahre

Somit kann ein Gesamtbeitrag von 1.100

Euro (unabhängig vom Einkommen) erreicht

werden: bei einer jährlichen Selbsteinzahlung

von mindestens 100 Euro.

Voraussetzung:

Die antragstellende Person muss seit 3 Jahren

ihren Wohnsitz in der Region haben, das

Kind muss bei der Geburt ebenfalls in der

Region wohnhaft sein und in den Folgejahren

muss der Wohnsitz des Kleinkindes in der

Region bleiben.

Wir bieten Ihnen gerne eine umfassende

Beratung über eine Zusatzvorsorge an und

würden uns über eine unverbindliche Terminvereinbarung

freuen.

Pichler Walter KG - AGENTUR PASSEIER

Kohlstatt 85 - 39015 St. Leonhard in Passeier

Tel. 0473 656 384 - Fax 0473 656 584

www.gruppoitas.it

agenzia.valpassiria@gruppoitas.it

Büro St. Martin

Jaufenstrasse 7 - (bei Raiffeisenkasse St. Martin)

Di und Do von 9.00 bis 12.30 Uhr

Tel. 0473 650 511


ÅRBITN FIR DI LAIT

SOLIDARITÄT

Pflegeeinstufung mit

Demenzdiagnose

42 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen

steigt, und mit ihr die Herausforderung

für Familien, Angehörige und das gesamte

Pflegesystem. Gerade deshalb ist es wichtig,

dass Unterstützung dort ankommt, wo sie

gebraucht wird: möglichst rasch, unbürokratisch

und gerecht.

Eine zentrale Neuerung betrifft die Pflegeeinstufung

von Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Wer eine fachärztlich bestätigte

Demenzdiagnose und attestiertem

CDR-Wert hat, erhält künftig automatisch

Anspruch auf Pflegegeld – ohne zusätzliche

Begutachtung durch das Einstufungsteam.

Diese Regelung gilt auch für bereits eingereichte

Anträge, bei denen die Pflegeeinstufung

noch nicht durchgeführt wurde

und bei denen die Demenzdiagnose nach

dem 1. Oktober 2025 attestiert wurde. Die

Antragstellung auf Pflegegeld aufgrund Demenzdiagnose

kann direkt beim Patronat

oder beim Sozialsprengel erfolgen. Ein zusätzliches

ärztliches Zeugnis des Hausarztes

ist dafür nicht mehr notwendig. Dadurch

schaffen wir eine große Erleichterung für

Betroffene und ihre Familien. Denn Demenz

bedeutet oft schon früh einen hohen

Betreuungsaufwand im Alltag, auch wenn

dieser bei einer klassischen Einstufung nicht

immer sofort sichtbar war.

Familien sollen damit in einer ohnehin belastenden

Situation nicht monatelang auf

Termine und Verfahren warten müssen.

Gleichzeitig entlasten wir dadurch auch die

Einstufungsteams, sodass Wartezeiten insgesamt

reduziert werden können.

Pflegegeld ist weit mehr als eine finanzielle

Leistung. Es ist Anerkennung für all jene

Menschen, die tagtäglich Verantwortung

übernehmen, häufig Angehörige, die ihre

Eltern, Partner oder Familienmitglieder begleiten

und betreuen. Im Jahr 2025 hat das

Land Südtirol dafür über 314 Millionen Euro

bereitgestellt. Fast 16.000 Menschen erhalten

Pflegegeld, die meisten werden zuhause

gepflegt.

Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen Pflege

möglichst lange zuhause ermöglichen und

Familien dabei bestmöglich unterstützen.

Denn gute Pflegepolitik bedeutet nicht nur

Versorgung, sondern auch Würde, Sicherheit

und Entlastung für die Menschen im

Alltag.

Neugründung des Vereins „St. Leonhard hilft

EO“ – Schnelle Hilfe für Menschen in Not

Kürzlich wurde im Gemeindeamt von St. Leonhard

der Verein „St. Leonhard hilft“ neu

gegründet. Bereits vor einigen Jahren hatte

es unter Altbürgermeister Konrad Pfitscher

eine gleichnamige Initiative gegeben, die nun

entsprechend den heutigen Bestimmungen als

Organisation des Dritten Sektors (EO) offiziell

neu aufgestellt wurde.

Am eigentlichen Anliegen hat sich nichts geändert:

Der Verein möchte weiterhin Menschen

rasch und unbürokratisch unterstützen, wenn

sie in eine schwierige Lebenslage geraten. Geholfen

wird vor allem bei finanziellen Engpässen

infolge von Krankheit, Unfall, Todesfällen,

Arbeitsproblemen oder Altersarmut. Der Fokus

liegt auf dem Gemeindegebiet von St. Leonhard,

in Ausnahmefällen wird auch darüber

hinaus geholfen.

Den Vorsitz hat Maria Oberprantacher übernommen.

Unterstützt wird sie von Albin Pixner

als Vizepräsident und Priska Ennemoser

als Schriftführerin. Im Vorstand arbeiten zudem

Robert Tschöll, Robert Haniger, Andrea

Marth und Thomas Pichler mit.

Wer selbst Hilfe benötigt oder auf jemanden

aufmerksam machen möchte, kann sich vertrauensvoll

an die Vorstandsmitglieder wenden.

Es besteht auch eine gute Zusammenarbeit

mit den sozialen Einrichtungen im Dorf

und den Diensten im Sprengel.

Der Verein lebt von freiwilligen Spenden,

welche auch steuerlich absetzbar sind und bedankt

sich herzlich bei allen, die diese Initiative

bisher unterstützt haben und auch weiterhin

unterstützen. Denn es gibt immer wieder Fälle,

in denen Hilfe besonders wichtig ist.

Spendenkonto: Raiffeisenbank Passeier

IBAN: IT22D0899858810000300227234.

Gerne können Sie den Verein auch mit 5 Promille

bei Ihrer Steuererklärung unterstützen.

Steuernummer:91075800218

Verein St. Leonhard hilft EO

Tel. 3495956767

stleonhardhilft@outlook.com

KONZERTE

der Musikschule Passeier

Beschallung | Beleuchtung | Bühnenbau | Zeltverleih

Mittwoch, 27. Mai 26

18.00 Uhr

VEREINSHAUS ST. LEONHARD

Rosmarie Pamer

Landesrätin für Sozialen Zusammenhalt,

Familie und Ehrenamt

Landeshauptmannstellvertreterin

Beschallung | Beleuchtung | Bühnenbau | Zeltverleih

+39 335 1050837 - info@passeierevents.com

Donnerstag, 28. Mai 26

18.00 Uhr

BÜRGERSAAL MOOS


JUKA ST. LEONHARD - ST. MARTIN - SALTAUS

Jugend musiziert gemeinsam

Die Jugendkapelle (JuKa) St. Leonhard, St.

Martin und Saltaus geht auch in diesem Jahr

wieder an den Start. Das bewährte Gemeinschaftsprojekt

bringt junge Musikantinnen und

Musikanten aus den drei Orten zusammen

und schafft Raum für gemeinsames Musizieren,

neue Erfahrungen und gelebte Kameradschaft.

Mit über 20 Teilnehmenden ist die

Im letzten Artikel

haben wir darüber

gesprochen, wie

sehr wir Frauen -

zwischen Beruf, Familie,

Haus und Hof

- oft im „Leistungs-

Modus“ gefangen

sind. Wir funktionieren.

Aber wo bleiben

wir selbst dabei?

Der Name Soulbirth

Doula, trägt das

Wort „Seele“ nicht

ohne Grund. Eine Doula begleitet nicht nur

den Körper durch die Geburt, sondern hält

den Raum für die seelische Wandlung, die

eine Frau durchläuft. Doch diese „Seelengeburt“

endet nicht nach dem Wochenbett. Sie

ist ein fortlaufender Prozess.

JuKa heuer besonders gut aufgestellt. Für die

Jugendlichen bedeutet das Zusammenspiel

nicht nur musikalische Weiterentwicklung,

sondern auch jede Menge Freude und Teamgeist.

Gleichzeitig profitieren die Musikkapellen

vor Ort, denn die gezielte Nachwuchsförderung

sichert die Zukunft der Blasmusik in

der Region langfristig.

Wenn die Seele mit dem Alltag Schritt halten muss

klingt in einer Welt voller To-do-Listen fast

radikal, ist aber lebensnotwendig.

Hier sind drei kleine Impulse, wie du deine

Seele wieder einladen kannst, mit dir Schritt

zu halten:

• Der bewusste Übergang: Nutze die Wege.

Von der Arbeit nach Hause, der Heimweg

vom Kindergarten nach Hause...: Halte für

drei tiefe Atemzüge inne, bevor du die Türklinke

drückst. Lass das „Alte“ kurz draußen,

um präsent im „Neuen“ anzukommen.

• Die Kraft unserer Natur: Wir leben an einem

der schönsten Orte der Welt. Ein kurzer

Blick auf die Berge oder das Rauschen

der Passer kann uns sofort erden. Nicht als

„Wanderung“, die man auch noch „schaffen“

muss, sondern als bloßes Wahrnehmen für

fünf Minuten.

Das Programm im Jahresverlauf ist abwechslungsreich

und bietet den jungen Musikantinnen

und Musikanten zahlreiche Möglichkeiten,

gemeinsam aufzutreten und wertvolle Erfahrungen

zu sammeln. Bereits im Mai war die

JuKa beim Familienfest in St. Martin sowie

bei einem Auftritt in St. Leonhard zu hören.

Weitere Termine stehen schon fest, darunter

das Musikfest in St. Leonhard am 30. August

und ein Auftritt Anfang September in Saltaus.

Auch in den kommenden Monaten warten

wieder viele musikalische und gemeinschaftliche

Momente auf die Jugendlichen.

Auch Traditionen kommen nicht zu kurz, denn

die JuKa wird wieder beim Martinsumzug in

St. Martin sowie bei den Nikolausumzügen in

St. Leonhard und St. Martin mitwirken. Gerade

diese traditionellen Veranstaltungen sind

für viele ein besonderer Höhepunkt im Jahreslauf

und zeigen die enge Verbindung der

Jugendkapelle mit dem Dorfleben.

Hinter dem Projekt steht ein engagiertes Organisationsteam

aus den Jugendleiterinnen

und Jugendleitern der drei Musikkapellen. Die

musikalische Leitung wird im Laufe des Jahres

von mehreren Dirigentinnen übernommen,

die die jungen Talente begleiten und fördern.

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für ihren

Einsatz. Neue Jungmusikantinnen und Jungmusikanten

sind jederzeit willkommen und eingeladen,

Teil dieser starken Gemeinschaft zu

werden.

Tobias Egger-Karlegger

• Das Ja zu mir selbst: „Soulbirth“ heißt auch,

öfter mal „Nein“ zu einer äußeren Erwartung

zu sagen, um ein „Ja“ zu sich selbst zu finden.

Was würde mir jetzt gerade wirklich guttun?

Wir als Doulas sind da, diesen Raum für die

Seele zu hüten. Es geht nicht darum, noch

mehr zu optimieren, sondern darum, weicher

mit sich selbst zu werden. Wenn wir lernen,

unsere eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu

nehmen, schenken wir nicht nur uns selbst

etwas, sondern auch unseren Kindern - denn

eine Mutter, die mit ihrer Seele im Einklang ist,

strahlt eine ganz andere Ruhe und Kraft aus.

Lassen wir uns diesen Monat öfter mal die

Zeit, einfach nur durchzuatmen.

Mamie’s - Ganzheitliche Begleitung für Frauen

s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026

43

Warum wir oft „neben uns stehen“

Hast du dich schon einmal gefühlt, als würdest

du nur noch ferngesteuert agieren? Das passiert,

wenn unser Tempo im Außen schneller

ist als das Tempo unserer Seele. Die Seele ist

langsam. Sie braucht Stille, um gehört zu werden.

Wenn wir ständig leisten, verlieren wir

die Verbindung zu unserer inneren Stimme

– und damit oft auch die Freude und die Intuition,

die wir gerade als Mütter so dringend

bräuchten.

Kleine Inseln im Alltag

„Soulbirth“ bedeutet auch, sich selbst im Alltag

immer wieder neu zu gebären – sich den

Raum zu nehmen, einfach nur zu sein. Das


Wenn‘s um dich geht.

Raiffeisen.

Werbemitteilung

www.raiffeisen.it/junge-erwachsene

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