s'Psairer Heftl & Exklusiv - Mai/Juni Ausgabe 2026
Exklusiv s'Psairer Heftl - Ausgabe Mai/Juni Ausgabe 2026 s'Psairer Heftl - Magazin für das Passeiertal Herausgeber: Ratio KG des Helmuth Fritz Grafik & Redaktion: Monika Pfitscher - Gourmet Südtirol
Exklusiv s'Psairer Heftl - Ausgabe Mai/Juni Ausgabe 2026
s'Psairer Heftl - Magazin für das Passeiertal
Herausgeber: Ratio KG des Helmuth Fritz
Grafik & Redaktion: Monika Pfitscher - Gourmet Südtirol
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MENSCHEN
TRADITIONEN
Monatsmagazin für das Passeiertal
Kuens | Riffian | St. Martin | St. Leonhard | Hinterpasseier
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TIPPS & NEWS
Poste Italiane S.P.A. - Spedizione in abbonamento Postale-Aut. n°31319330-003
TERMINE Ausg. Mai/Juni 2026 - Jahrgang 17
ROC 32966 /2020/BZ Periodico Roc
Exklusiv
Passeiertal
Ihr Ferienspezial für das Passeiertal
Sonderausgabe des ’s Psairer Heftl
Sonderteil
Exklusiv
für Ihre Urlaubszeit:
Foto © TV Passeiertal - Benjamin Pfitscher
Passeirer Geschichten
& Menschen, Almen,
Restaurants, Einkaufs-
& Ausflugstipps
WEITERE THEMEN
Einkaufen in St. Leonhard & St. Martin
Wie der Niedersteinhof die Energiewende lebt
Jung sein heintzutog: Wie sozial ist Social Media?
Almleben und Sommerfrische in der Schweiz
Kraedu: Die Mariendistel
"Nochgfrogg" bei Matteo Lattanzi
Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht
Digitale Bildung im Kindergarten
Über die Reportage: "Wann hört Heimat auf?"
Lebe deinen
Traum im
Auszeitparadies
Pfelders
> Öffnungszeiten Grünbodenexpress:
06.06. – 27.09.2026 täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr
> Wandertipp: Naturerlebnis Steinlabyrinth -
auf dem Panoramaweg von Alm zu Alm wandern
> MOUNTAINCART: 06.06. – 27.09.2026, täglich
geöffnet. 3,5 km Abfahrtsspaß für die gesamte Familie!
> EINEN TAG GRATIS PARKEN!
Für alle Nutzer des Grünbodenexpress:
Bitte das Autokennzeichen am Seilbahnschalter
angeben. Ausgenommen Inhaber
des Guest Pass Premium.
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INHALT
Sonderteil
Exklusiv
für Ihre Urlaubszeit:
Foto © TV Passeiertal - Benjamin Pfitscher
Passeirer Geschichten
& Menschen, Almen,
Restaurants, Einkaufs-
& Ausflugstipps
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gäste.
Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm erwacht das
Tal. Auf Plätzen, Almen und in den Dörfern entsteht wieder
jene unverwechselbare Mischung aus Tradition, Begegnung
und Naturgenuss, die das Passeiertal so besonders
macht.
Mit dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Menschen vorstellen,
die mit Leidenschaft wirken, Vereine, die unser
Dorfleben bereichern, und Geschichten erzählen, die zeigen,
wie tief die Verbundenheit zu unserer Heimat hier
verwurzelt ist. Gleichzeitig erwarten Sie Ausflugstipps,
Veranstaltungshinweise sowie Einblicke in Betriebe und
Initiativen, die das Tal prägen und bewegen.
Für unsere Gäste soll das ’s Psairer Heftl Inspirationen und
Eindrücke vermitteln, die Ihren Urlaub bereichern. Für alle
Einheimischen soll es ein Spiegel unserer Gemeinschaft
sein, die von Zusammenhalt, Engagement und einem starken
Miteinander lebt.
Nehmen Sie sich ein paar ruhige Momente, lassen Sie sich
überraschen, verweilen Sie bei den Bildern und Geschichten
und entdecken Sie vielleicht auch Neues zwischen den
Zeilen.
Wir freuen uns auf unsere neue Mitarbeiterin Melanie
Gögele, die Sie künftig über Werbemöglichkeiten in unserer
Zeitung beraten wird, Geschichten und Themen
verfassen und vor allem auch unseren Jugendlichen ein
offenes Ohr schenken möchte.
Barbara Hofer, die uns aus beruflichen Gründen leider
zeitweise verlassen wird, danke ich als Herausgeber herzlich
für ihre jahrelange, freundliche, humorvolle und erfolgreiche
Mitarbeit.
Wo auch immer Sie Ihre Zeit verbringen – auf der Alm,
bei einer Wanderung, im Garten oder gemütlich daheim –
wünschen Ihnen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und ich viel Freude beim Lesen!
Helmuth Fritz
Herausgeber ‘s Psairer Heftl
Inhaltsverzeichnis
Exklusiv-Sonderteil
Herzlich Willkommen auf der Faltmar Alm! 4
Herzlich willkommen bei uns im Pisten Pub! 4
Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht 5
Wie ein Hof die Energiewende lebt: Ein Blick auf den Niedersteinhof 6-7
Almleben und Sommerfrische in der Schweiz 8-9
Einkaufen in St. Leonhard 10-11
Sicherheit am Berg 12
Psairer Kreizwortretsl 12
Einkaufen in St. Martin 14
Altes Handwerk: Herstellung einer echten “Psairer Goasl" 16-17
„Nochgfrogg“ bei Matteo Lattanzi, Maître d’hôtel und Sommelier 18
„Wo die Alpenrosen blühn“ 18
Timmelsjoch Erfahrung - Natur, Geschichte & spektakuläre Ausblicke 19
Maria Kosmetik: Neu bei Koka Kosmetik in St. Leonhard 19
Über die Reportage: „Wann hört Heimat auf?“ 20-21
Herzlich Willkommen auf der Wanseralm! 22
Herzlich willkommen auf der Obisell Alm! 22
Psairer Powerfrauen im Gespräch: Klara Kröss 24
SVP-Ortsgruppe St. Leonhard besucht Region in Trient 24
Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin 25
Psairer Heftl
Kraedu: Die Mariendistel 26
Alles was Recht ist: Baur & Tappeiner Rechtsberatung 27
Alte Bauernregeln 28
Die Psairer Mecker-Goas 28
Impressum 28
Benefizpreiswatten: Gemeinsam GUTES tun! 29
Ein Jahr „Julias Lebensgenuss“ 29
Janah Maria Andreis - Direktorin des Gesundheitsbezirks Meran 30
Kolumne: Die Qual der Warteschleife 30
Digitale Bildung im Kindergarten, eine Gemeinschaftsaufgabe 31
Heilfasten Woche nach Dr. Buchinger – mit Leichtigkeit aufblühen 31
Nachhaltigkeit: Waschen mit Wirkung 32
Raiffeisen Passeier - Kinobesuch mit den fleißigen Punktesparern 32
Krebshilfe Passeier: „Getraut enk, mir sein für enk do!“ 34
Dr. Christian Wenter: Warum Trinken so wichtig ist... 35
Jung sein heintzutog: Wie sozial ist Social Media? 36
Volksbank: Filiale St. Leonhard in Passeier feiert 50-jähriges Jubiläum 37
Hand in Hand. Netzwerk Elternhaus - Kindergarten 38
Die NIXE aus dem Passeiertal werden 39
Kleinanzeiger 40-41
Rosmarie Pamer: Årbitn fir di Lait 42
Neugründung des Vereins „St. Leonhard hilft EO“ 42
Jugendkapelle (JuKa) St. Leonhard, St. Martin und Saltaus 43
Mamie’s: Wenn die Seele mit dem Alltag Schritt halten muss 43
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
3
Redaktion/Werbung: Monika Pfitscher 348 464 30 54 grafik@gourmetsuedtirol.com
PSAIRER HEFTL
INFO BOX
Werbung/Texte: Isabella Halbeisen 349 445 75 15 isabella.halbeisen@gmail.com
Werbung/Texte: Melanie Gögele 348 762 52 54 mel.goegele@gmail.com
Werbung: Ernst Müller 333 464 33 34 redaktion@wochenblatt
Werbung: Allgemein 0473 49 15 05 werbung@heftl.it
Verwaltung/Werbung: Helmuth Fritz 335 63 777 53 - Fax 0473 49 15 03 heftl@heftl.it
Wander- & Einkehrtipp
4 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Herzlich Willkommen
auf der Faltmar Alm!
Die Alm liegt auf 1.682m, kurz oberhalb der Waldgrenze zu
Beginn des idyllischen Faltmartals und ist bequem über einen
Forstweg, auch mit dem Kinderwagen, in einer halben Stunde
erreichbar.
Unsere Gäste verwöhnen wir mit traditionellen Almgerichten,
Kaffee und hausgemachten Kuchen.
Wer eine längere Wanderung plant, kann die Alm über Pfelders
auf Weg Nr. 5 und 5b in ca. 2 Stunden erreichen.
Der großzügige Spielplatz mit Schaukeln, Rutsche, Sandkasten
und Trampolin lädt Kinder zum Spielen und
Toben ein. Wir freuen uns auf Euren Besuch!
Michael & Birgit
Ausgangsort:
Parkplatz Bergkristall, 2 km
vor Pfelders - Gehzeit: 30 Minuten
Schwierigkeit: leicht
Handy: 339 77 74 421
Passeiertal-Alm
des Jahres 2018 +
2019 + 2020
Herzlich willkommen
bei uns im Pisten Pub!
Ob für eine kleine Genusspause zwischendurch, ein gemütliches
Mittagessen oder einen entspannten Abend mit Freunden
- bei uns ist für jeden das Passende dabei.
Neben leckeren Eisbechern, hausgemachten Kuchen und verschiedenen
Strudeln bieten wir auch kleine, feine Gerichte zur
Mittagszeit.
Ab 17:00 Uhr verwöhnen wir euch zudem mit knuspriger Pizza
aus dem Holzofen - ideal, um den Tag in gemütlicher Atmosphäre
ausklingen zu lassen.
TIPP: Für eine leicht bekömmliche Pizza-Variante gibt es
unsere Low Carb Pizza.
Die muss man einfach probiert haben!
Wir freuen uns, euch kulinarisch verwöhnen zu dürfen!
Heidi, Werner und Tobias und das Pisten-Pub Team.
Öffnungszeiten: 11.00 - 01.00 Uhr
Pizza von 17.00 - 22.00 Uhr
Ruhetag: Dienstag
Montag Ruhetag
Reservierung unter T. +39 333 52 11 421
Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht •
Zum inzwischen fünften Mal organisierten
die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard,
das Jagdrevier, die Musikkapelle „Andreas
Hofer“ sowie die Schützenkompanie
„Andreas Hofer“ gemeinsam das traditionelle
Maibaumfest. Längst hat sich die
Veranstaltung zu einem festen Bestandteil
im Dorfleben entwickelt und steht sinnbildlich
für den starken Zusammenhalt der
örtlichen Vereine.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher
aus dem gesamten Passeiertal ließen sich
das Fest nicht entgehen und sorgten für
eine rundum gelungene Stimmung. Das
Organisationskomitee zeigte sich erfreut
über den großen Zuspruch und sieht darin
zugleich Motivation, auch in Zukunft an
dieser Tradition festzuhalten.
Ein besonderer Höhepunkt war erneut der
feierliche Umzug durch das Dorf. Begleitet
von der Musikkapelle, festlich geschmückten
Wägen und Goaslschnöllern zog der
Maibaum durch das Zentrum. Auch der
Pinzgauer der Feuerwehr Walten war Teil
des Zuges. Für Aufsehen sorgte einmal
mehr die über vier Meter hohe Statue von
Andreas Hofer, die eindrucksvoll mitgeführt
wurde.
Der offizielle Fassanstich fand auf der
Dorfbrücke statt und wurde von Siegfried
Öttl vorgenommen, der in diesem Jahr
den Maibaum gestiftet hatte. Ein Böllerschuss
der Schützenkompanie verlieh dem
Moment zusätzlichen Nachdruck. Im Anschluss
wurde der rund 24,5 Meter hohe
und etwa 1.200 Kilogramm schwere Baum
unter großem Einsatz vieler Helfer am
Raiffeisenplatz aufgestellt, wo er nun bis
in den Herbst hinein das Dorfbild prägt.
Auch das Rahmenprogramm konnte sich
sehen lassen: Musikalisch führte die Liertner
Böhmische schwungvoll durch den
Nachmittag und sorgte für beste Unterhaltung.
Am Abend fand heuer erstmals ein
Dämmerschoppen statt, bei dem „Pseirer
Schwung“ und anschließend „Partyvolk“
dem Publikum ordentlich einheizten und
für ausgelassene Stimmung sorgten. Für
die kleinen Gäste wurde ebenfalls einiges
geboten – mit einer Hüpfburg und einem
Kinderkino kam auch bei den Jüngsten keine
Langeweile auf. Ein weiteres Highlight
war die bereits zum zweiten Mal organisierte
Lotterie, die erneut großen Anklang
fand. Die Ziehung der Gewinnernummern
wurde mit Spannung verfolgt. Die veranstaltenden
Vereine bedanken sich herzlich
bei den unterstützenden Betrieben – darunter
Auto Hofer, Bike Passeier, Check
in Travel, Gufler Hubert, Stroblhof, C & C
Euromarkt, Golf Lodge, Tandemclub, Wiesenhof
und Torgglerhof.
Im Rahmen des Festes wurde außerdem
eine Seilziehmeisterschaft ausgetragen,
an der mehrere Gruppen teilnahmen. Mit
beeindruckender Kraft setzte sich dabei
die „Feuerwehrgruppe 2“ durch und sicherte
sich den ersten Platz.
Ein besonderer Dank gilt neben den
Sponsoren – darunter die Raiffeisenkasse
Passeier, die ITAS-Versicherung St.
Leonhard, der Tourismusverein Passeier,
das Brauhaus Brückenwirt, die Moosmair
GmbH und Federservizi – vor allem den
engagierten Vereinsmitgliedern. Ohne ihren
unermüdlichen Einsatz wäre eine solche
Veranstaltung nicht möglich.
Mit Vorfreude blicken die Vereine bereits
auf das traditionelle „Verplindern“
im Herbst sowie auf die Neuauflage des
Maibaumfestes im kommenden Jahr – ein
lebendiges Zeichen für gelebte Gemeinschaft
im Dorf.
Fabian Gufler - Fotos © Roman Schenk
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
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und Besuchern!
6 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Wie ein Hof die Energiewende lebt: Ein Blick auf den Niedersteinhof •
Am 25. April 2026 wurde der Niedersteinhof
in St. Leonhard im Passeiertal
zum Treffpunkt für alle, die sich für nachhaltige
Landwirtschaft und zukunftsfähige
Energiekonzepte interessieren. Unter
dem Motto „Zu Gast beim Bio Power-
Bauer“ luden Biolandwirt Walter und seine
Frau Caroline zu einer Veranstaltung,
die nicht nur Einblicke in ihren Betrieb
bot, sondern auch Raum für Austausch
und Diskussion schuf. Moosmair, Ceres-
Award-Gewinner 2025 in der Kategorie
„Energielandwirt“, zeigte gemeinsam
mit seiner Familie eindrucksvoll, welches
Potenzial auch kleine Höfe im Bereich erneuerbarer
Energien entfalten können.
Bereits ab dem späten Vormittag standen
die Hoftore offen. An die 150 Interessierte
kamen mit dem gut organisierten
Shuttle-Dienst ab St. Leonhard, aber
auch zu Fuß oder mit dem E-Bike auf den
Niedersteinhof. Die Besucherinnen und
Besucher konnten bei der Hofführung
und der Präsentation moderner E-Maschinen
hautnah erleben, wie nachhaltige
Energieversorgung und effizientes
Energiemanagement in der Praxis funktionieren.
Auch kulinarisch spiegelte
sich die Philosophie
des Hofes
konsequent
wider: Bei der
Veranstaltung
wurde
transparent
auf regionale
und
biologische
Lebensmittel
geachtet.
Die verwendeten
Zutaten
stammten
aus dem Bioland-Netzwerk
– darunter Fleisch
vom Niedersteinhof
selbst, Brot aus der Profanter Natur-
Backstube in Brixen, Käse vom Schupferhof
in St. Martin in Passeier, Polenta von
Alma Calliari sowie Kartoffeln von Daniele
Piscopiello. Ein besonderes Highlight
war der „Hai“-Fisch, der von Siegi und
seinem Team vom Jägerhof – Partner
von Bio Fair Südtirol – frisch vor Ort zubereitet
wurde.
Ein besonderes Augenmerk
lag auch auf dem Angebot
für Kinder und
Familien: Heuhüpfen
und Vorlesestunden
mit Isabella Halbeisen
sorgten für Unterhaltung
bei den
jüngsten Besucherinnen
und Besuchern
und machten
das Hoffest zu einem
Erlebnis für alle Generationen.
Im Zentrum des Interesses stand
jedoch das innovative Energiekonzept
des Niedersteinhofs. Eine Photovoltaikanlage
mit 65 kWp, eine Wärmepumpe,
ein Kleinwindrad und ein durchdachtes
System zur Steuerung von Wärme und
Stromversorgung zeigen, wie die Energiewende
auch im kleinstrukturierten
Berggebiet gelingen kann. Moosmair
hatte bereits vor Jahren begonnen, Maschinen
und Infrastruktur konsequent
auf erneuerbare Energien umzustellen.
Ein Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion
zum Thema „Ökonomische
und ökologische Kreisläufe schließen“.
Vertreterinnen und Vertreter aus
Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft
diskutierten über Chancen und Herausforderungen
regionaler Kreisläufe.
Dabei wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit
nicht nur eine ökologische, sondern
auch eine soziale und wirtschaftliche Dimension
hat.
Caroline Moosmair, die Bäuerin vom
Hof unterstrich dass ökonomische und
ökologische Kreisläufe nur funktionieren
können, wenn jeder Einzelne auf seine
mentale Gesundheit acht gibt, sich seiner
Stärken und Bedürfnisse bewusst ist
und diese auch lebt.
Walter Steger, Obmann von Bioland
Südtirol, betonte die Bedeutung starker
Netzwerke, die Landwirtinnen und Landwirte
unterstützen und widerstandsfähiger
machen. Kreislaufwirtschaft
sei kein neues Konzept, gewinne
jedoch angesichts
globaler Krisen zunehmend
an Bedeutung.
Matthias Bertagnolli
vom Südtiroler Bauernbund
verwies auf
die enge Verflechtung
der Landwirtschaft mit
der Weltwirtschaft und
unterstrich zugleich die
zentrale Rolle regionaler
Strukturen und biologischer
Produktion.
Auch die energiepolitische Abhängigkeit
Südtirols wurde thematisiert.
Thomas Egger vom Klima Club Südtirol
machte deutlich, dass sich die Region nicht
von globalen Entwicklungen abkoppeln
könne. Derzeit sei Südtirol stark von fossilen
Energieträgern abhängig – insbesondere in
der Mobilität und im Heizbereich. Jährlich
fließen laut Egger zwischen 500 Millionen
und einer Milliarde Euro in den Ankauf fossiler
Energie, obwohl die technischen Voraussetzungen
für mehr Eigenständigkeit
gegeben wären. Nach mehreren Energiekrisen
in den vergangenen Jahrzehnten sei
es höchste Zeit, konsequent umzusteuern,
um auch soziale Spannungen zu vermeiden.
Gleichzeitig plädierte er dafür, den
Wandel positiv anzugehen und konkrete
Beispiele wie den Niedersteinhof als Motivation
zu nutzen.
Landesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin
Rosmarie Pamer hob hervor,
dass die Politik bereits wichtige Fördermaßnahmen
auf den Weg gebracht habe,
etwa im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen.
Ziel sei es, langfristig mehr
Energieautarkie zu erreichen und gleich-
Ceres Award 2025 für Walter
Moosmair vom Niedersteinhof
Im Herbst 2025 wurde Familie Moosmair vom
Niedersteinhof in St. Leonhard in Berlin mit
dem renommierten CERES AWARD ausgezeichnet.
In der Kategorie „Energielandwirt
des Jahres“ überzeugte
Walter die Jury mit einem
außergewöhnlich nachhaltigen
Betriebsmodell und seinem innovativen
Umgang mit erneuerbaren
Energien. Besonders hervorgehoben
wurden dabei seine
praxisnahen Lösungen und sein
verantwortungsvoller Einsatz natürlicher
Ressourcen. Der Ceres Award
zählt zu den angesehensten Auszeichnungen
der Landwirtschaft und würdigt Persönlichkeiten
mit Innovationsgeist und Verantwortungsbewusstsein.
Die deutsche Fachzeitschrift
agrarheute vergibt diesen renommierten Preis
jährlich für besonders innovative und nachhaltige
Leistungen in der Landwirtschaft. Mehr
als 200 Landwirte aus Deutschland,
Österreich, der Schweiz, Dänemark
und Südtirol hatten sich beworben,
nur 21 erreichten das Finale. Walter
Moosmair setzte sich dabei
gegen starke Mitbewerber durch.
Auf dem Niedersteinhof stammen
nahezu alle Energien aus eigenen
Anlagen: Photovoltaiksysteme, ein
Windgenerator, eine Wärmepumpe
und Wasserkraft liefern rund 65.000 kWh
grünen Strom pro Jahr. Versorgt werden damit
Haus, Stall, Ferienwohnungen und zunehmend
zeitig soziale Nachhaltigkeit zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der
Verbindung von Energie, Landwirtschaft
und Tourismus. Daniel Campisi, Experte
für Ladeinfrastruktur, sprach über die
Chancen einer flächendeckenden Elektromobilität.
Gerade im Tourismus könne
Südtirol eine Vorreiterrolle einnehmen,
indem Mobilität neu gedacht und konsequent
auf nachhaltige Lösungen gesetzt
werde. Das Hoffest am Niedersteinhof
zeigte eindrucksvoll, wie innovative Ansätze
und gelebte Praxis zusammenwirken
können. Es machte deutlich, dass
die Energiewende nicht nur eine globale
Herausforderung ist, sondern auch im
Kleinen beginnt – auf Höfen wie jenem
von Walter und Caroline.
elektrische Maschinen, darunter auch ein
vollelektrischer Balkenmäher. Neben der
Energieinnovation bewirtschaftet Walter
Moosmair seinen Biohof auf 900 m mit großer
Sorgfalt, züchtet die seltene Rinderrasse
„Sprinzen“ und produziert hochwertiges
Bergheu auf über 2.000 m.
Sein Erfolg zeigt eindrucksvoll, welche wichtige
Rolle auch kleine Bergbauernhöfe für die
Zukunft der Landwirtschaft spielen können.
* Hofführungen am Niedersteinhof:
Ganzjährig werden Hofführungen für Gruppen
und Familien angeboten. Dabei erhalten
Besucher spannende Einblicke in das
Leben und Arbeiten am Bioland-Bergbauernhof
– inklusive Verkostung hofeigener
Bio-Produkte. Termine nach Vereinbarung.
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
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8 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Almleben und Sommerfrische in der Schweiz •
Thomas, Andrea und die Mädels Hanna
und Lina aus Stuls im Passeiertal verbringen
die Sommermonate auf einer Alm in
der Schweiz. Das war aber nicht immer
so. Vor sieben Jahren kam eher spontan
als geplant von Andrea der Vorschlag
auf die Alm zu gehen. Die gelernte Verkäuferin
und Vollzeitmami wollte beruflich
einfach mal was Neues probieren.
Thomas erste Reaktion: “Na bitte, mit
dir? Spinnsche? Fi die Kiah Ongscht,
nit melken kennen und vi olls grausen.“
(„Wie bitte? Mit dir? Spinnst du? Vor den
Kühen Angst, nicht melken können und
du ekelst dich vor allem!“). Zwar war es
für Thomas immer ein großer Traum gewesen,
doch mit Andrea nicht realisierbar,
so dachte der Bauarbeiter...
MUT steht am Anfang des HANDELNS
Doch Andrea bewies ihm das Gegenteil.
Online fand sie in Arosa eine Alp auf ca.
1900 Metern. Wenig später trafen sie
sich mit dem Alpmeister und schauten
sich vor Ort alles an. Für Andrea, Hanna
und Lina war nur die Almhütte wichtig.
Während sie diese begutachteten und
nach eventuellen Mäusespuren absuchten,
denn das hätte sicher eine Panikattacke
bei Andrea ausgelöst, schaute sich
Thomas den Stall an. Innerhalb von
drei Tagen mussten sie die Entscheidung
fällen. Die Mädels
damals neun und
sieben Jahre alt waren
richtig begeistert
von der Idee
und so sagten sie
spontan zu.
Doch so ein
Almleben ist
nicht nur schön,
sondern auch
anstrengend
und das durften
sie mehr als nur
einmal erleben. Es
begann mit Einkaufen
von Stallstiefeln,
Stalltuta, und endete
beim Knödel und Ragout machen um
möglichst viel eingefroren und vorbereitet
zu haben. Andrea überwand ihre
Angst vor Kühen und lernte noch bevor
sie in die Schweiz ging das Melken.
Gib alles, nur nicht auf!
Und dann ging das Abenteuer Almleben
los. Die ersten zwei Wochen
waren: anstrengend,
chaotisch, schrecklich.
Von Überforderung,
wenig Schlaf und dem
Gedanken „Was haben
wir uns da angetan“,
war alles
dabei. Doch das
auszusprechen, kam
für Andrea nicht in
Frage, wenn sie auch
ein paar Mal zwischen
den Kühen heimlich
weinte.
Thomas Sorgen und schlaflose
Nächte drehten sich eher um die Gedanken:
Was, wenn einer Kuh etwas passiert,
sie am Euter erkrankt oder sich eine
Klaue verletzt. Zu allem Übel kam am
zweiten Tag auf der Alm noch eine Fußverstauchung
dazu. Aber Thomas blieb
nichts anderes übrig als humpelnd seine
Arbeit zu verrichten. Die Weiden waren
zu zäunen, der Stall herzurichten, bevor
die Kühe der fünf Bauern zur Sommerfrische
auf die Alm kommen. Zum Glück
kam ein Nachbarshirte, um der Familie
ein paar Tage beizustehen, ihnen wichtige
Tipps und Ratschläge zu geben. Von
da an ging es Tag für Tag besser, die Arbeit
leichter von der Hand.
Wenn der Wecker mitten
in der Nacht klingelt
Der Tag ist geprägt von frühem Aufstehen
um drei Uhr morgens. Die sechzig
Kühe werden von der Nachtweide geholt
und im Stall angebunden. Dies ist
für die Kühe in den ersten zwei bis drei
Wochen eine Umstellung. Daheim werden
sie mit einem Melkroboter gemolken.
Nach dem Melken wird die Melkmaschine,
das Melkzimmer und alles,
was dazu gehört gründlich gereinigt. Die
Milch wird immer zur selben Uhrzeit an
eine Sennerei geliefert. Die Kühe kommen
nun auf die Tagweide und die Familie
setzt sich gegen acht Uhr beim Frühstück
zusammen. Der Vormittag geht mit
Putz- und Aufräumarbeiten am
Stall, in der Sennerei und am
Platz weiter, wo alle nach
ihren Möglichkeiten mithelfen.
Doch bevor es
zum Mittagessen geht,
schauen Thomas, Hanna
und Lina nochmals
bei den Kühen vorbei.
Geht es allen gut? Ist
der Zaun nicht kaputt
gegangen? Am Nachmittag
werden die Kühe
von der Weide geholt
und zusammen gemolken.
Dass die Mädels da mithelfen,
ist für sie selbstverständlich. Am
frühen Abend werden die Kühe wiederum
auf die Nachtweide getrieben.
Die Tiere sind neunzig Tage bei jedem
Wetter im Freien ob Regen, Schnee,
Blitz, Hagel oder Sonnenschein. Ja, es
schneit auf der Alm meistens ein bis
zweimal herunter. Gerade dann muss
mit viel Sorgfalt nachgeschaut werden,
ob die „Galtkühe“ (Kühe, welche nicht
gemolken werden) an einem sicheren
Ort weiden oder schlafen damit sie nicht
ausrutschen und abstürzen.
Am Abend ist ab neun Uhr Ruhe in der
Almhütte, denn um diese Uhrzeit fallen
alle todmüde, aber glücklich ins Bett.
Almzeit - Familienzeit
Wenn man die Familie fragt, was das
Schönste am Almleben ist, so antworten
sie: „Auf der Alm tut man alles zusammen,
jeder hilft jedem. Man wächst zusammen
und erfreut sich an Kleinigkeiten.“
Und so ist es für die Familie nun schon
der siebte Almensommer in der Schweiz.
Andrea hat sich mittlerweile so gut eingelebt,
dass sie nebenbei noch in einer
Sennerei mitarbeitet, wo Alpkäse, Joghurt,
Butter und Mutschli (Rohmilchkäse)
hergestellt wird. Dann übernehmen
die Mädels auf der Alm einen Teil ihrer
Arbeit.
Auch Thomas fällt die Arbeit leichter, er
kennt die Abläufe, hat Erfahrungen gesammelt
und durch Fehler gelernt. Im
Herbst wenn die Schule beginnt, heißt
es für die Hanna und Lina Abschied nehmen.
Wenn sie sich auch freuen wieder
ihre Freunde zu sehen, fällt der Abschied
dennoch schwer.
Neben der großen Verantwortung um
die Tiere hat die Familie aber vor allem
eines gelernt. Man wird zufriedener auf
der Alm, obwohl man weniger hat als daheim.
Und dabei doch so viel mehr: jeden Tag
die schönste Aussicht, Menschen an seiner
Seite, die man liebt, die Gewissheit,
dass man alles lernen kann, wenn man
fest genug an sich glaubt und dass Zusammenhalt
in der Familie das Wichtigste
und Schönste ist, dass man sich wünschen
kann. Familienzeit die prägt und
unvergessen bleibt.
Isabella Halbeisen
WANDERGEBIET
HIRZER:
Immer einen Ausflug wert!
Die Seilbahnen Hirzer und der
Sessellift Grube sind in Betrieb,
die Almhütten und Gasthäuser
haben geöönet und die Wege
sind gut begehbar.
Derzeit kann man die volle
Naturpracht der Krokus- und
Enzianblüte genießen, das sollte
man sich nicht entgehen lassen.
Genaue Auskünfte erhalten Sie
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freut sich auf Ihren geschätzten
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Die Kaufleute von
„St. Leonhard Aktiv“
heißen Sie herzlich
willkommen und wünschen
Ihnen einen schönen
Aufenthalt!
10 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Lokal Einkaufen: Unterstützung
für unsere Gemeinschaft
Warum lokales Einkaufen zählt
In Zeiten von Onlinehandel und schnellen
Bestellungen gewinnt das Einkaufen
vor Ort immer mehr an Bedeutung.
Wer lokale Betriebe unterstützt, stärkt
nicht nur die Wirtschaft der eigenen Region,
sondern sichert auch Arbeitsplätze
und trägt dazu bei, dass Dörfer und
Ortszentren lebendig bleiben.
Lokale Geschäfte bieten oft persönliche
Beratung, individuelle Produkte und
handwerkliche Qualität, die man in großen
Handelsketten kaum findet. Gleichzeitig
fördern sie Begegnungen und das
soziale Miteinander.
Schon kleine, bewusste Einkäufe bei Betrieben
vor Ort helfen, die Vielfalt und
Lebensqualität unserer Heimat langfristig
zu erhalten.
Passeirerstr. 5
St. Leonhard i. Pass.
T. +39 0473 659 115
info@nolimitfashion.it
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Der Heidrun Hofer
Kohlstatt 21
39015 St. Leonhard
Tel. +39 0473 659 022
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Sicherheit am Berg •
Berg- und Wanderunfälle gehören leider
immer wieder zum Alltag in den Alpen.
Oft entstehen gefährliche Situationen
durch mangelnde Vorbereitung, schlechte
Wetterbedingungen oder Selbstüberschätzung.
Auch im Passeiertal und in den
umliegenden Bergen ist die Bergrettung
deshalb regelmäßig im Einsatz.
Der AVS St. Leonhard erklärt, dass viele
Menschen die Anforderungen einer Tour
unterschätzen. Häufig fehle es bereits an
einer guten Tourenplanung oder an der
nötigen körperlichen Vorbereitung. Lange
Wanderungen, schwierige Wege oder
Klettersteige würden oft leichter eingeschätzt,
als sie tatsächlich sind. Auch
Wetter und Temperaturen seien wichtige
Faktoren: Große Hitze im Sommer könne
schnell zu Erschöpfung führen, während
plötzliche Wetterumschwünge zusätzliche
Gefahren mit sich bringen.
Besonders im Frühjahr und Herbst werde
zudem die frühe Dunkelheit häufig unterschätzt.
Im Frühjahr komme es außerdem
immer wieder zu Unfällen auf Schneefeldern,
vor allem dort, wo Lawinen abgegangen
sind. Diese Schneefelder seien
oft extrem rutschig und gefährlich. Wenn
ein Weg durch ein Schneefeld versperrt
sei, sollte man laut Bergrettung unbedingt
umkehren. Viele Notfälle entstehen
laut den Rettern auch deshalb, weil Wanderer
glauben, ein Ziel schnell und einfach
erreichen zu können.
Wie eine Rettung durchgeführt wird,
hängt immer von der jeweiligen Situation
ab. Wenn eine Person nur leicht verletzt
oder erschöpft ist und sich in erreichbarer
Nähe befindet, erfolgt die Bergung
oft zu Fuß. Bei schwereren Verletzungen
oder extremer Erschöpfung wird hingegen
meist der Hubschrauber eingesetzt,
da dieser wesentlich schneller Hilfe leisten
kann und die verletzte Person rasch
in Sicherheit oder ins Krankenhaus bringt.
Eine sorgfältige Tourenplanung spielt
deshalb eine entscheidende Rolle. Vor jeder
Bergtour sollte man sich über Wetter,
Schwierigkeit und aktuelle Bedingungen
informieren. Auch die richtige Ausrüstung
ist wichtig. Zwar seien Fälle von Wanderern
mit ungeeignetem Schuhwerk heute
seltener geworden, dennoch komme
es immer wieder vor, dass Menschen
schlecht ausgerüstet unterwegs sind. Im
Allgemeinen beobachtet die Bergrettung
jedoch, dass viele Wanderer heute besser
vorbereitet sind als früher.
Besonders bei anspruchsvolleren Touren
rät die Bergrettung davon ab, alleine unterwegs
zu sein. Wer allein in abgelegenen
Gebieten wandert, sollte zumindest
Angehörigen oder Freunden das Ziel
und die geplante Rückkehrzeit mitteilen.
Wichtig sei außerdem, immer ein Mobiltelefon
oder eine GPS-Uhr dabeizuhaben,
um im Notfall Hilfe rufen zu können.
Über die Notrufnummer 112 kann in
Südtirol neben allen anderen Notfällen
auch die Bergrettung alarmiert werden.
In einen Wander- oder Bergrucksack gehören
laut den Experten ausreichend Getränke,
kleine Snacks oder Energieriegel,
Sonnen- und Regenschutz, eine Kopfbedeckung,
Pflaster für kleinere Verletzungen
sowie ein voll aufgeladenes Handy.
Auch bei E-Mountainbikes beobachtet
die Bergrettung zunehmend Unfälle. Besonders
das hohe Gewicht der Fahrräder
werde bei Abfahrten oft unterschätzt.
Deshalb sei es sinnvoll, Touren im Voraus
gut zu planen und sich realistisch einzuschätzen.
In Südtirol sind Einsätze der Bergrettung
ohne Hubschrauber kostenlos. Bei
Hubschraubereinsätzen fallen jedoch
Kosten an. Deshalb empfiehlt die Bergrettung
Gästen und auch Südtirolern, die
im Alpenraum unterwegs sind, eine entsprechende
Versicherung oder eine Mitgliedschaft
im Alpenverein mit Rückholversicherung
abzuschließen.
Bergrettungsdienst im AVS - St. Leonhard
Notfallnummer: 112
www.bergrettung.it/stleonhard
Psairer Kreizwortretsl
Des miassit a richtige/r Psairer/in derrichtn
1. flink
2. fehlend, ausständig
3. aschtrocken
4. Haken
5. Im Frühling geborenes Ferkel
6. Großmutter
7. Sehr niedriger Preis oder Lohn
8. unheimlich
9. der Rasen
10. mit Absicht, aus Bosheit
11. bitter
12. kleines Tuch, Geschirrtuch
Folls man decht a bissl Hilfe braucht,
war do die Lösung:
1. fuarl; 2. mengl; 3. proattruckn; 4. Hoonggn; 5. Langisfacke; 6. Naandl;
7. Spottgält; 8. unhuambl; 9. Woosn; 10. ziflaiß; 11. hantig; 12. Hangerle
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16 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Er hat den richtigen Dreh ‘raus, wenn es
um das Herstellen einer echten “Psairer
Goasl” geht - Karl Lahner aus St. Martin
im Porträt.
Den Brauch des “Goaslschnöllens” kennen
wohl fast alle Passeirer, aber ist allen
auch klar, wie man eigentlich so eine
Goasl herstellt, wie viele Stunden man
dafür braucht und wo man die Materialien
dafür bekommt?
Wir haben einen gefragt, der es nicht
nur weiß, sondern ganz genau weiß: Karl
Lahner aus St. Martin, Jahrgang 1944 und
wohl der Einzige im ganzen Tal, der diese
Kunst beherrscht wie kein anderer. Er
stellt Goasln aus reiner Handarbeit her,
ganz ohne maschinelle Hilfe.
Karl wartet bereits in seiner Garage in
der Dorfstraße auf mich, “i hon schun
amol a bissl eppes hergerichet” sagt er.
Karl zeigt mir ein langes Brett, auf dem
mehrere Nägel in gewissen Abständen
von ihm hineingeschlagen wurden. An
den Nägeln wickelt er das typische Garn
in einer besonderen vorgegeben Technik
auf, macht es nass und wickelt dann einen
Strang daraus, einen Strang von insgesamt
drei oder vier, die dann wieder
ineinander gewickelt die
finale “Goasl” ergeben.
Ich erkläre Karl gleich,
dass er Geduld mit mir
haben muss, denn
ich habe so viel Ahnung
vom Goaslschnöllen,
wie
eine Kuh davon,
wie es ist auf einem
Surfbrett
zu stehen. Aber
alles der Reihe
nach.
Was brauchst
du alles, um eine
Goasl herzustellen?
“Ich brauche ein dünnes
Garn, die dickeren
eignen sich nicht und sehen
auch nicht schön aus” sagt Karl “außerdem
ein Nylonband, einen “Schmitzl”
(farbiges Schlauch-Seidenstoffband am
Ende), einen beweglichen Draht für das
Innere des Stiels (an dessen Ende man die
Goasl festhält”), damit er biegsam und
somit rückenschonend ist, dann ein Stück
Kuhleder um den Stiel zu umwickeln
und mit Nadel und Faden festzunähen
und zu guter Letzt:
viel Zeit, Genauigkeit und
Geduld” lacht er.
Eine Goasl kann von
1,80 m bis sogar 4m
lang sein, je nach
Größe und Talent
des Goaslschnöllers
oder der Goaslschnöllerin.
Da benötigt
Karl einiges an Material
und vor allem Zeit.
Bis er eine ganze Goasl
von Anfang bis Ende fertiggestellt
hat, dauert es
ganze zwei Tage. “Verdiant isch
do nicht derbei” verrät er “aber ich mache
das, damit ich eine Beschäftigung
habe und es macht mir einfach Freude”
gibt Karl zu. Auch kleine Reparaturarbeiten
übernimmt er hin und wieder. “Die
guten Schmitzl kaufe ich in der Schweiz”
sagt Karl, da kostet der Meter schon einmal
16 € und auch mehr. Wie lange so
ein “Schmitzl“ hält, hängt vom Talent
des “Schnöllers” ab, erfahre ich, “umso
geschickter er oder sie ist, desto länger
hält der Schmitzl” verrät Karl mit einem
Augenzwinkern.
Karl Lahner muss es wissen, denn er hat
viele Preise gewonnen und ist mit seinem
Verein den “Pseirer Goaslschnöller” weit
herumgekommen. Er war Gründungsmitglied
des 1982 gegründeten Vereins.
Ein mutiger Schritt, denn davor galt die
Goasl als Waffe und war eigentlich verboten.
Ursprünglich war das Goaslschnöllen
nur eine Mittel zur Kommunikation, Hirten
benutzten sie um Hilfe zu holen und Ähnliches.
Erst später wurde es zum Freizeitsport
und eine festliche Begleitung vor
der Hochzeit oder bei Festen.
Im Mai 1982 wurde der Meraner Höhenweg
eröffnet. Der AVS (Sektion St. Martin)
hatte die drei Gründer Verdorfer Sepp,
Lahner Karl und Marth Sepp eingeladen
mit ihren Goasln die Veranstaltung mit
Feldmesse zu begleiten. “Ich kann mich
noch gut an den Tag erinnern, es war
wirklich schön. Und a Hetz hobm mir
uenfoch olm kop.” Vielleicht
gefällt es deswegen auch
so vielen Kindern gut. “Es
gibt eigentlich nie einen
Nachwuchsmangel”
weiß Karl.
“Was macht einen
guten Goaslschnöller
oder Goaslschnöllerin
aus?” frage ich.
“Das kann man nicht so
pauschal sagen, meistens
merkt man bald
einmal, ob es jemand im
Blut hat oder nicht. Es ist
eine Mischung aus Kraft, Technik
und Talent würde ich sagen.” In
einer flüssigen Bewegung muss mit dem
Stiel eine liegende 8 geformt werden, dabei
wird der Stiel über den Kopf hin und
zurück bewegt. Durch den Richtungswechsel
bekommt der “Schmitzl” für eine
kurze Zeit Überschallgeschwindigkeit und
wir nehmen das typische “Schnölln” wahr.
Und wann kann man damit beginnen?
“Sobald die Kinder stehen können, können
sie auch mit dem Schnölln beginnen”
lacht Karl. Er zeigt mir kleine Goasln, die
für Kinder geeignet sind. In seiner Garage
würde wohl jeder etwas finden, es
gibt kleine, große, kurze, lange, dünnere
und dickere, neue und ältere Goasln.
Eine Goasl zeigt Karl mit Freude, sie ist
aus dem Jahr 1925, also bereits stolze 101
Jahre alt. Seine persönlichen Lieblingsgoasln
bewahrt er in einem separaten
Raum auf. “ De hobm für mir an bsundern
Wert” betont er, während er liebevoll
über das Leder streicht.
Das Herstellen der Goasln hat sich Karl
selbst beigebracht, es habe ihn einfach
interessiert und sobald er genug Zeit dafür
fand, habe er sich dem besonderen
Altes Handwerk
Handwerk gewidmet. Für die Herstellung
benötigt man viel Zeit, Geduld und Genauigkeit.
Das alles hat Karl Lahner auf
jeden Fall. Wer einmal in seiner Garage
war, sieht es auf den ersten Blick: alles hat
seine Ordnung und seinen Platz. Für die
verschiedenen Längen der Goasln gibt
es verschiedene Bretter und auch für die
3-strängige Goasl und für die 4-strängige
Goasl gibt es ein eigenes Brett und die
geschlagenen Nägel haben andere Abstände.
“Man muss viel probieren” verrät
er. Man lernt somit nach dem Prinzip
von Versuch und Irrtum. “Man sieht dann
schon was funktioniert und was nicht, man
muss einfach Geduld haben. Und ich stelle
sie erst fertig, wenn sie für mich perfekt
ist, sie soll schließlich auch schön aussehen.”
Karl hat inzwischen mehrere Jahrzehnte
Erfahrung, er ist ein Meister seines
Handwerks und wer eine Goasl aus seiner
“Schmiede” sein Eigen nennen darf, kann
sich glücklich schätzen, wohl auch dank
Karl, gehören die “Schnöller” aus dem
Passeiertal zu den besten im Alpenraum.
Danke Karl für deine Zeit, das großartige
Gespräch und dass du über meine “Anfängerfragen”
mit einem Schmunzeln hinweg
gesehen hast.
Melanie Gögele
Fotos: Pseirer Goaslschnöller
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Im Gespräch
NochGFROGG
Der in St. Martin wohnhafte Matteo Lattanzi, Maître
d’hôtel und Sommelier mit über 20 Jahren Berufserfahrung
im Quellenhof Luxury Resort liebt seine Familie,
Wein, gute Gespräche und seinen Beruf. Dabei ist seine
höfliche, nette aber auch bescheidene Art ausschlaggebend
und zeichnet ihn aus. Er lebt nach dem Motto:
„Mach heute etwas, wofür dein zukünftiges Ich dankbar
sein wird!“ und lässt sich selbst in stressigen Situationen
nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Wir haben Matteo
zum spontanen Interview gebeten.
18 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Name: Matteo Lattanzi
I wohn in: St. Martin
In der Schuale wor i: logisch dor lieblingsschüler fe die
Lehrpersonen
Gelernte Beruaf(e): Maître d’hôtel & Sommelier
Schualische Ausbildung: Klassische Lehre im Savoy, dann
den Sommelier und anschließend die Restaurant & Bar -
Meisterausbildung.
Hobbies: mit Leidenschaft Betreuer beim Juniorteam
St. Martin U13, suscht bleibt nit mear viel Zeit für Hobbys
Des les i gern: Ols wos mit Weiterbildung zu tien hot vor
allem zum Thema Wein und Gastronomie
In Fernsehen schaug i gern: Netflix und schlof nor in
Des Lied gfollt mer richtig guat: Olls wos meine Tochter
mir ihrer Band singt
I iss/trink gern: Pizza und Nudel und logisch die neu
kreierten Gerichte vom Mike aus inserm Sternerestaurant
Des konn i guat: Organisieren, vor Leit reidn,
kommunikativ sein.
Des tat i mol gern: Weltreise mochen
Mit denn Fohrzuig bin i unterwegs: Mit meinem
Elektroflitzer
Unter der Dusche sing i: is leschte lied wos grot im Radio
gongen isch
I spiel des Instrument: aktuell leider niemor, frior
Klarinette, Saxophon und Klavier
Lieblingskleidungsstück: Kurze hosen und T-Shirt, da i is
gonze Johr mit Anzug und Kravatte rumlauf
Schuachgreaße: 44
Lieblingsort in Passeier: Dorhuem in mein Gorten mit
Blick übers Tool
Des mog i: Zeit mit Familie und Freunde
Des mog i nitte: wenn dor Wein mit dor folschen
Temperatur serviert wert
Psair isch für mi: Huamet
Matteo Lattanzi
„Wo die Alpenrosen blühn“ •
Die Alpenrose (im Dialekt auch Olmroase
oder Donderbuschn genannt) zählt zu
den bekanntesten und schönsten Blütenpflanzen
der Alpen und prägt im
Frühsommer zahlreiche Berglandschaften
mit ihrer intensiven Blütenpracht. Besonders
in Südtirol verwandeln sich ganze
Berghänge zwischen Mai und Juli in ein
leuchtendes Rosa bis kräftiges Purpurrot.
Für viele Menschen gehört die Alpenrosenblüte
zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen
im alpinen Raum und ist ein
beliebtes Ziel für Wanderungen und Ausflüge
in die Berge.
Die Alpenrose gehört zur Familie der Heidekrautgewächse
und wächst vor allem in
höheren Lagen zwischen etwa 1.500 und
2.800 Metern. Besonders wohl fühlt sie
sich auf sauren Böden, in lichten Bergwäldern,
auf Almen und sonnigen Hängen.
In den Alpen sind vor allem zwei Arten
verbreitet: die Rostblättrige und die
Bewimperte Alpenrose. Beide
begeistern mit ihren farbenfrohen
Blüten und tragen
wesentlich zum besonderen
Landschaftsbild der Alpen
bei.
Während der Blütezeit locken
Alpenrosen zahlreiche
Insekten wie Bienen und
Hummeln an und leisten damit
einen wichtigen Beitrag zum
empfindlichen Ökosystem der Berge.
Gleichzeitig bieten die dichten Sträucher
Schutz für kleinere Tiere und helfen dabei,
Berghänge zu stabilisieren. Die Pflanze
erfüllt somit nicht nur eine landschaftliche,
sondern auch eine bedeutende
ökologische Funktion.
Rund um die Alpenrose ranken sich seit
Jahrhunderten Geschichten und Traditionen.
In der Volkskultur gilt sie oft als
Symbol für die Schönheit und Kraft der
Berge. Früher wurde sie vereinzelt auch
in der Naturheilkunde verwendet, wobei
Vorsicht geboten ist, da Teile der Pflanze
giftige Stoffe enthalten können. Heute
steht vor allem ihr landschaftlicher und
touristischer Wert im Mittelpunkt. Zahlreiche
Wanderwege führen im Frühsommer
durch blühende Alpenrosenfelder und
bieten beeindruckende Ausblicke auf die
alpine Natur.
In Südtirol stehen Alpenrosen teilweise
unter Schutz. Kleine Mengen außerhalb
von Schutzgebieten werden zwar oft toleriert,
in Naturparks und sensiblen alpinen
Lebensräumen sollten die Pflanzen
jedoch keinesfalls gepflückt oder beschädigt
werden. Besonders faszinierend ist
das Zusammenspiel aus den kräftigen
Farben der Blüten, den dunklen Bergwäldern
und den oft noch schneebedeckten
Gipfeln im Hintergrund. An sonnigen Tagen
entsteht dadurch eine einzigartige
Stimmung, die viele Naturliebhaber und
Fotografen begeistert.
Die Alpenrose inspirierte über Generationen
hinweg auch Musiker und Dichter.
Besonders bekannt ist das Volkslied „Wo
die Alpenrosen blühn“, ursprünglich
„Wo den Himmel Berge
kränzen“, das bereits im 19.
Jahrhundert von Franz Abt
vertont wurde. Später griffen
auch Karl Valentin und
Liesl Karlstadt das Lied humorvoll
auf. Eine besonders
bekannte Version stammt
von Lolita, auch der Montanara
Chor hat das Lied in seinem
Repertoire. Von Heimatliedern
und Volksmusik kann man halten, was
man möchte – doch zwischen blühenden
Alpenrosen, Almen und Gipfeln entfaltet
diese Musik oft einen ganz besonderen
Zauber.
Die Alpenrosenblüte im Passeiertal beginnt
meist zwischen Mitte Juni und Anfang
Juli. Besonders schön ist sie rund um
Pfelders, in der Hirzerregion, entlang der
Timmelsjochstraße und auf zahlreichen
Hochalmen im hinteren Passeiertal zu erleben.
Je nach Wetter und Schneelage
kann sich die Hauptblüte etwas verschieben.
An warmen Frühsommertagen verwandeln
sich die Berghänge jedoch oft in
ein eindrucksvolles rosa Blütenmeer.
Monika Pfitscher
timmelsjoch - tv passeiertal - mgm - benjamin pfitscher
Die Timmelsjoch Erfahrung - Natur, Geschichte und spektakuläre Ausblicke •
Die „Timmelsjoch Erfahrung“ macht die
Fahrt über die Timmelsjoch Hochalpenstraße
zu einem besonderen Erlebnis zwischen
Natur, Geschichte und Architektur.
Entlang der beeindruckenden Passstraße
laden fünf außergewöhnliche Stationen
zum Innehalten, Entdecken und Genießen
ein. Die modernen, harmonisch in
die Landschaft eingebetteten Bauwerke
vermitteln spannende Einblicke in die
Natur- und Kulturlandschaft rund um das
Passeiertal, das Ötztal und den Naturpark
Texelgruppe.
Der „Granat“ oberhalb von Moos in Passeier
begeistert mit einem herrlichen Ausblick
auf das Tal und informiert über die
Passstraße und die umliegenden Orte.
Maria Kosmetik: Neu bei Koka Kosmetik in St. Leonhard
Seit wenigen Wochen bereichert Maria mit
ihrem Können den Kosmetiksalon Koka.
Und nein... sie macht keine neue Ausbildung
oder Lehre.
Maria ist nicht nur gelernte Friseurin mit Gesellenabschluss,
sondern hat vor dieser Ausbildung
in jungen Jahren die Kosmetikfachschule
besucht und auch den Gesellenbrief
gemacht. Einige Jahre hat sie dann in verschiedenen
Hotels als Kosmetikerin gearbeitet,
bis sie sich mit 24 Jahren ihren Kindheitstraum
erfüllt und die Lehre als Friseurin beim
damaligen Salon Curly Style in St. Leonhard
begonnen hat. Vielen Passeirer/innen kommt
sie deswegen bekannt vor.
Nach ihrer Lehre hat sie eine Familie gegründet,
aber immer wieder in Hotels als Kosmetikerin
gearbeitet, um nicht „einzurosten“.
Dabei konnte sie über die Jahre wertvolle Erfahrungen
sammeln und ihr Wissen ständig
erweitern.
Beim „Fernrohr“ am Scheibkopf eröffnet
sich den Besuchern eine beeindruckende
180-Grad-Aussicht auf die Bergwelt, verbunden
mit spannenden Informationen
über Natur, Geschichte und Bergbau.
Das grenzüberschreitende „Passmuseum“
direkt am Timmelsjoch erzählt die
Geschichte des Straßenbaus und symbolisiert
die enge Verbindung zwischen
Nord- und Südtirol. Besonders spannend
ist auch die Station „Schmuggler“ bei
der Timmelsbachbrücke, die an die jahrhundertealte
Tradition des Schmuggels
über das Timmelsjoch erinnert und Geschichten
mutiger Kraxenträger erzählt.
Die Station „Steg“ in Hochgurgl bietet
schließlich einen spektakulären Panoramablick
auf das hintere Ötztal und seine
imposante Bergwelt. Alle Stationen der
„Timmelsjoch Erfahrung“ können kostenlos
besichtigt werden und machen
die Hochalpenstraße zu weit mehr als nur
einer Passstraße – nämlich zu einer eindrucksvollen
Erlebnisroute durch die alpine
Natur- und Kulturgeschichte.
Die „Timmelsjoch Erfahrung“ eignet sich
hervorragend für einen abwechslungsreichen
Tagesausflug. Besonders schön wird
das Erlebnis in Kombination mit einer gemütlichen
Einkehr entlang der Strecke
– zahlreiche Almhütten, Gasthäuser und
Restaurants laden dazu ein, die beeindruckende
Bergwelt auch kulinarisch zu
genießen.
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
19
Seit März 2026 arbeiten Katrin und Maria,
welche schon seit ewigen Zeiten Freundinnen
sind, beide unabhängig voneinander
selbstständig auf Nachfrage im Salon. Die
Preise sind bei beiden Kosmetikerinnen identisch.
Die Kundinnen und Kunden dürfen sich
somit über noch mehr Flexibilität und individuelle
Terminmöglichkeiten freuen.
KOSMETIK
Sie können sich somit ihre Arbeitszeiten und
die Zeit mit der Familie besser einteilen.
Maria freut sich auf viele alte und neue Kunden
mit individueller Terminvereinbarung.
20 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Über die Reportage: „Wann hört Heimat auf?“•
Mit ihrer eindrucksvollen Reportage
„Wann hört Heimat auf?“ haben Annalena
Gufler und Fabian Pircher nicht nur den
Gabriel-Grüner-Schülerpreis 2026 gewonnen,
sondern auch ein Thema aufgegriffen,
das viele Menschen im Passeiertal bewegt.
Am Beispiel des Altbauern Klaus Schwarz
vom Klotz-Hof in Moos erzählen die beiden
jungen Berufsschüler vom Wandel
der bäuerlichen Kultur, vom Verschwinden
traditionsreicher Höfe und von der Frage,
was Heimat eigentlich bedeutet. Mit viel
Feingefühl, starken Bildern und ehrlichem
Interesse ist eine Reportage entstanden,
die weit über das Passeiertal hinaus Aufmerksamkeit
erregt hat.
Mit dem Gewinn des renommierten Schülerpreises
erhielten die beiden zudem die
Möglichkeit, Praktika beim Südtiroler Wochenmagazin
ff in Bozen sowie beim deutschen
Wochenmagazin Stern in Hamburg
zu absolvieren. Außerdem erscheint ihre
Reportage auch im ff Wochenmagazin.
Um was geht es bei der Reportage
„Wann hört Heimat auf?“
Unsere Reportage erzählt die Geschichte
von Klaus Schwarz, einem alten Bauer aus
Moos im Passeiertal. Wir zeigen Einblicke
aus seinem Leben und begleiten ihn durch
einen klassischen Abend auf seinem Hof.
Gleichzeitig beschäftigt sich die Reportage
mit dem Verschwinden traditioneller
Bauernhöfe. In Südtirol sind es rund 130
pro Jahr. Und mit der Frage, was verloren
geht, wenn solche Orte keine Zukunft
mehr haben.
Wie seid ihr auf die Idee zu dieser
Reportage gekommen?
Uns war wichtig, Menschen eine Stimme
zu geben, die sonst selten gehört werden.
Oft spricht man darüber, wie sich Landwirtschaft
oder gesellschaftliche Strukturen
verändern, aber nur selten über die
Menschen dahinter. Viele wissen, dass
immer mehr kleine Bauernhöfe in Südtirol
aufgegeben werden und dass sich große
Industriebetriebe wirtschaftlich wohl mehr
rentieren. Aber welche Höfe sind eigentlich
betroffen? Welche Menschen stehen
dahinter?
Wie habt ihr Klaus Schwarz kennengelernt
und was hat euch an seiner Geschichte
besonders berührt?
Ursprünglich haben wir nach abgelegenen
Höfen gesucht, die möglicherweise
irgendwann aufgegeben werden. Dabei
hat uns mein Vater von Klaus und seiner
Geschichte erzählt. Abgelegen ist der
Klotz-Hof eigentlich gar nicht, trotzdem
war für uns schnell klar, dass wir mit
Klaus sprechen und seine Geschichte
erzählen möchten.
Klaus hat uns von Anfang
an unglaublich herzlich
aufgenommen und uns
mit seiner Gelassenheit
sehr beeindruckt. Bei
jeder Begegnung hat
man gespürt, wie tief er
mit dem Hof verwurzelt
ist und wie viel Erfahrung
und Lebensweisheit er in
sich trägt.
Was hat euch während der
Recherche besonders bewegt?
Besonders berührend waren die Momente,
in denen sich Klaus geöffnet und
von seiner Vergangenheit erzählt hat.
Zum Beispiel von seiner Kindheit, seiner
Schulzeit und davon, dass er manchmal
gestottert hat und sich deshalb von einer
Lehrerin nicht verstanden fühlte. Auch die
Geschichten über Menschen, die ihn geprägt
haben, sind uns sehr nahegegangen.
Vor allem, wenn man gemerkt hat,
wie lebendig diese Erinnerungen für ihn
bis heute noch sind.
Die Momente, die für uns persönlich aber
am schönsten waren, waren jene, in denen
wir Klaus im Umgang mit seinen Tieren
erleben durften. Es war beeindruckend
zu sehen, mit welcher Ruhe, Geduld und
Liebe er mit ihnen umgeht. Man hat sofort
gemerkt, wie wichtig sie für ihn sind.
Was bedeutet „Heimat“ für euch?
Heimat ist für uns viel mehr als nur ein
Ort. Heimat sind Erinnerungen, Menschen
und das Gefühl, irgendwo wirklich angekommen
zu sein. Durch die Arbeit an der
Reportage haben wir gemerkt, wie stark
Heimat auch mit Geschichten verbunden
ist. Mit Orten, zu denen Menschen über
Generationen hinweg immer wieder zurückgekehrt
sind.
Hat sich eure Sicht auf Landwirtschaft
und das Höfesterben durch die Arbeit
verändert?
Uns war schon im Vorfeld klar, dass jedes
Jahr viele Höfe aufgegeben werden.
Dass es tatsächlich so viele sind, hat uns
dann aber doch überrascht. Durch
die Gespräche mit Klaus haben
wir außerdem verstanden,
wie viel Arbeit, Geschichte
und persönliches Leben
hinter einem einzelnen
Hof steckt. Dadurch sieht
man das Thema plötzlich
viel emotionaler und bewusster.
Warum verschwinden
immer mehr traditionelle
Bauernhöfe – und welche
Rolle spielen junge Menschen
für die Zukunft der Berglandwirtschaft?
Traditionelle Bauernhöfe waren früher vor
allem auf das tägliche Überleben ausgelegt.
Vieles war selbstverständlich einfacher
und gleichzeitig härter. Urlaub, Internet
oder viele Dinge, die heute als normal
gelten, spielten damals kaum eine Rolle.
Heute reicht ein kleiner Hof oft nicht mehr
aus, um davon leben zu können. Dazu
kommt, dass sich viele junge Menschen
ein Leben mit Stallgeruch, körperlicher Arbeit
und wenig Freizeit nicht mehr vorstellen
können. Das ist auch verständlich, weil
sich die Zeiten verändert haben. Gleichzeitig
ist die Verbindung zu Höfen oft schwieriger
geworden, wenn man selbst nicht aus
einer bäuerlichen Familie kommt oder – so
wie Klaus – keine Nachkommen hat.
Was hat euch bei diesem Thema
am meisten überrascht?
Am meisten überrascht hat uns der geschichtliche
Hintergrund des Klotz-Hofes.
In diesem Boden stecken Jahrhunderte an
Geschichten. Die ersten Aufzeichnungen
reichen bis ins Jahr 1562 zurück. In eine
Zeit, als Moos noch kaum mehr als zehn
Häuser zählte. Uns wurde dadurch be-
735 Jahre
Tradition und Genuss
wusst, wie viel Geschichte und Erinnerung
mit einem einzelnen Hof verbunden sein
können.
Wie habt ihr auf den Gewinn des Gabriel-
Grüner-Schülerpreises reagiert und was
bedeutet Euch diese Auszeichnung?
Zuerst konnten wir es eigentlich gar nicht
glauben. Unsere Motivation war vor allem,
neue Erfahrungen zu sammeln und etwas
dazuzulernen. Umso schöner war es, dass
wir die Jury mit unserer Reportage überzeugen
konnten. Der Preis bedeutet uns
vor allem, dass die Geschichte von Klaus
gesehen und gehört wird – genau das war
von Anfang an unser Ziel. Gleichzeitig motiviert
uns die Auszeichnung, weiterhin kreativ
zu arbeiten und offen auf Menschen
und ihre Geschichten zuzugehen.
Worauf freut ihr euch bei den Praktika
beim ff und beim Stern am meisten?
Vor allem darauf, neue Erfahrungen zu
sammeln und einen echten Einblick in die
journalistische Arbeit zu bekommen. Wir
freuen uns darauf, neue Menschen kennenzulernen,
unterschiedliche Arbeitsweisen
zu erleben und uns sowohl fotografisch
als auch journalistisch weiterzuentwickeln.
Könnt ihr euch vorstellen, später journalistisch
oder medial zu arbeiten?
Wir besuchen beide die LBS Gutenberg in
der Fachrichtung Grafik und beschäftigen
uns deshalb täglich mit digitalen und analogen
Medien. Besonders das Fotografieren
und das Filmen gefällt uns sehr. Ob wir
später tatsächlich journalistisch arbeiten
möchten, können wir wahrscheinlich nach
dem Praktikum beim Stern und der FF besser
beurteilen.
Welche Botschaft möchtet ihr den Leserinnen
und Lesern mit eurer Reportage
mitgeben?
Uns war wichtig zu zeigen, dass hinter jedem
Hof eine Lebensgeschichte steckt.
Wenn Höfe verschwinden, verschwinden
nicht nur Gebäude oder Betriebe, es geht
immer auch um Geschichte.
Außerdem wollten wir zeigen, wie wichtig
es ist, sich nicht nur mit großen Themen
wie Landwirtschaft oder strukturellem
Wandel zu beschäftigen, sondern vor allem
mit den Menschen dahinter.
Was wünscht ihr euch für die Zukunft der
bäuerlichen Kultur im Passeiertal?
Wir wünschen uns, dass es auch in Zukunft
Menschen gibt, die ihren Lebenssinn in
diesem naturverbundenen und bereichernden
Leben finden. Dafür wünschen
wir uns vor allem mehr Anerkennung für
all das, was Bäuerinnen und Bauern täglich
leisten. Die meisten der Produkte, die
wir jeden Tag konsumieren, entstehen nur
durch ihren unermüdlichen Einsatz. Oft
wird das als selbstverständlich angesehen,
obwohl dahinter unglaublich viel Arbeit
steckt.
Worauf seid ihr bei dieser Arbeit am
meisten stolz?
Am meisten stolz sind wir darauf, Menschen
wie Klaus mit unserer Reportage
eine Bühne gegeben zu haben. Wir hoffen,
dass wir damit Menschen zum Nachdenken
anregen konnten vielleicht sogar
beim nächsten Mal, wenn sie an einem
alten Hof vorbeifahren.
Gibt es schon Ideen für nächste Projekte?
Für die Praktika beim Stern dürfen wir
unsere Projekte teilweise selbst mitentwickeln
und recherchieren. Im Moment sammeln
wir noch Ideen.
Monika Pfitscher
Über die Autoren:
Annalena Gufler aus Stuls im
Passeiertal und Fabian Pircher
aus Goldrain im Vinschgau besuchen
beide die vierte Klasse
der Landesberufsschule Gutenberg
für Handel und Grafik in
Bozen.
Die beiden 18-Jährigen begeistern
sich für Grafikdesign, Fotografie
und kreative Medienarbeit.
Während Annalena gerne
neue Rezepte ausprobiert und
ihre Freizeit in den Bergen verbringt,
verbindet Fabian seine
Leidenschaft für Design, Fotografie
und Musik mit seiner Begeisterung
für Natur und Sport.
Alle Fotos in diesem Bericht
stammen von Ihnen.
Über diesen QR-Code gelangen
Sie zu einem sehenswerten
ORF-Südtirol-Beitrag auf Youtube
mit Bauer Klaus, Annalena
und Fabian auf dem Klotz-Hof
in Moos im Passeiertal.
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Bio Bauernhof Obergereuthof
Hier finden Sie:
◆ Bio Craft – Brennerei
◆ Schildhof (aus dem Jahre 1288)
◆ Historische Doppel - Getreidemühle
(aus dem Jahre 1831)
◆ Greiter‘s Hof-Kaffee
Bauernladen
mit vielen Produkten
bäuerlicher Herkunft:
Speck, erlesene Weine, Käse
Honig, Fruchtaudstriche,
Säfte, Distillate.
..auch Knödel zum mitnehmen
(auf Reservierung)
Hof-Kaffee Greiter‘s
FR-SO: 8.30 - 17.00 Uhr
(28/03/26 - 03/01/27)
MI-DO: 8.30 - 14.00 Uhr
(17/06 - 30/08/26)
Brotbackkurs
Knödelkochkurs
Strudelkurs
auch für Privatgruppen
Brennerei
mit personalisierten Führungen,
Verkostungen und
kulinarischem Essen
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auf Reservierung (auch zum Mitnehmen)
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Ritterweg 22
39010 St. Martin i. Pass.
1831@obergereuthof.it
+39 324 0758061
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Wander- & Einkehrtipp
22 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Herzlich Willkommen
auf der Wanseralm!
Auf der Wanseralm genießt man die Ruhe der Berge, typische
Südtiroler Küche und echte Gastfreundschaft. Sie ist sowohl für
groß & klein als auch jung & alt bestens zu erreichen und bietet
viele lokale Köstlichkeiten aus eigener Herstellung.
Wanseralm (1.640 m)
Ausgangspunkt: Walten, Parkplatz Wanserhof
Wegnummer: 14 oder 15+12+15+14a (Jägersteig)
Höhenmeter: 200 m oder 400 m (Aufstieg)
170 m (Abstieg)
Gehzeit: 1 Stunde oder 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht oder mittel
Öffnungszeiten: Juni - Anfang Oktober
Kein Ruhetag
Wanderweg für Kinderwagen geeignet
(über Weg Nr. 14) - Spielplatz
Herzlich willkommen
auf der Obisell Alm!
Malerisch umgeben von steilen Berghängen liegt unsere kleine
bewirtschaftete Alm. Es erwartet Sie eine traditionelle Südtiroler
Küche. Wir servieren Ihnen hausgemachte Gerichte und Säfte
von unseren hofeigenen Produkten.
Die frisch gewonnene Rohmilch von unseren Grauvieh-Kühen
wird zu verschiedenen Almkäsesorten veredelt und kann als
Stück "Obisellalm" mit nach Hause genommen werden.
Obisell Alm (2.160 m)
Ausgangspunkt: Öbersthöfe Vernuer Wegnummer: 5
oder 21a+21
Höhenmeter: 760 m
Gehzeit: 2 Stunden oder 2,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Öffnungszeiten: Mitte Juni - Mitte Oktober
Ruhetag: kein Ruhetag
T +39 349 6208134
T +39 347 1341721
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Psairer Powerfrauen
Frauen jonglieren täglich mit vielen Rollen: Familie, Beruf,
Haushalt, Freundschaften und das eigene Wohlbefinden.
Und doch gelingt es ihnen, ihren Alltag mit Kraft,
Feingefühl und einer Prise Humor zu meistern.
In unserer Serie „Passeier Powerfrauen“ verraten sie
ihre Geheimnisse. Es geht um kleine Rituale, Orte der
Kraft und darum, wie sie es schaffen, in bewegten Zeiten
bei sich zu bleiben. Geschichten über Stärke im Alltag
– leise, authentisch und inspirierend.
Klara, ursprünglich kommst du aus dem Sarntal, irgendwann
hat es dich der Liebe wegen ins Passeiertal verschlagen
und du bist geblieben – zum Glück. Viele im
Dorf kennen dich von der KFS-Nachmittagsbetreuung,
an vielen vielen Nachmittagen hast du Kinder und Jugendliche
aus dem Tal bei Lebens- und Hausaufgaben
begleitet. Viele Sommer hast du auf der Alm in der
Schweiz verbracht und musstest mit Kindern, Almwirtschaft
und Haushalt jonglieren.
24 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Hast du bestimmte Morgen- oder Abendrituale, die dir
helfen, gut in den Tag zu starten oder abends abzuschalten?
Am Morgen hilft mir eine guter Gedanke für den neuen
Tag und ein kurzer „Luftschnappspaziergang“. Am Abend
lasse ich meistens den Tag noch einmal Revue passieren.
Mir hilft ein dankbares Gebet für alle meine Lieben im
Himmel und auf der Erde.
Was bedeutet „Zeit für sich selbst“ für dich
und wie wichtig ist sie in deinem Leben?
„Zeit für mich selbst“ bedeutet das tun zu können, was
mir gerade Freude macht. Diese Zeit wird für mich immer
wichtiger im Leben, da Zeit eben begrenzt ist.
Gibt es Aktivitäten, die du nur für dich alleine genießt?
Für mich alleine genieße ich einen Spaziergang in der
Natur, wo ich verschiedene Materialien sammle um daraus
kreative Objekte zu gestalten. Auch die Kurse in der
Winterschule Ulten besuche ich allein.
Wie gehst du mit stressigen Phasen oder
unerwarteten Herausforderungen um?
Da gilt für mich der Spruch: „in der Ruhe liegt die Kraft“ –
und er hat sich schon oft bestätigt.
Starkes Gottvertrauen und tiefer Glauben, geben mir
Kraft und Mut in unerwarteten, schwierigen Herausforderungen,
den Weg, wenn auch steinig, weiterzugehen.
Welche Rolle spielen deine Familie, Freunde oder
Kollegen bei der Bewältigung von Stress?
Familie und Freunde spielen in meinem Leben eine unverzichtbare
Rolle. „Familie ist da, wo Liebe beginnt und
niemals endet“ „Freunde kommen, wenn andere gehen.“
Wie wichtig ist Humor für Dich?
Humor ist für mich lebenswichtig, Humor ist das Salz in
der Suppe, Humor kann Spannungen lösen, ohne zu verletzen.
Welchen Rat würdest du deinem eigenen 20 Jahre
jüngeren Ich für das Leben als Frau mitgeben?
Meinem jüngeren Ich würde ich sagen: Habe Selbstvertrauen
und richte deinen Blick stets nach vorne. Höre auf
dein Inneres – du hast die richtige Antwort bereits in dir.
Aus Hürden lernt man und geht gestärkt hervor.
Es gibt noch viel zu tun, um ein Gleichgewicht zwischen
Mann und Frau herzustellen. Es ist unsere Aufgabe, unsere
Söhne dahingehend
gut zu erziehen. Das
habe ich bei meinem
Sohn genauso gemacht.“
SVP-Ortsgruppe St. Leonhard besucht Region in Trient •
Heute (18.03.2026) besuchte die SVP-Ortsgruppe
St. Leonhard den Regionalrat sowie
die Regionalverwaltung in Trient. Der
Besuch der Regionalratssitzung und ein
Blick hinter die Kulissen der Verwaltungsämter
gewährten Einblicke in die institutionellen
Abläufe und die Zuständigkeiten
der Region.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer –
Ortsobfrau Julia Tschöll, ihre Stellvertreterin
Johanna Gögele, Vizebürgermeisterin
Magdalena Haller, Gemeindereferentin
Andrea Marth, Gemeinderat Stefan Schiefer
sowie die Ortsausschussmitglieder Bernadette
Erlacher Reichhalter und Manuel
Winkler – erhielten bei ihrem Besuch eine
umfassende Einführung in die Arbeitsweise
des Regionalrates.
Der stellvertretende Vizepräsident Josef
Noggler erläuterte dabei die Entstehungsgeschichte
der Region, die Entwicklung
der Autonomie sowie die Zusammenarbeit
zwischen den beiden autonomen
Provinzen Südtirol und Trient. „Bei einem
Besuch im Regionalrat kann man hautnah
miterleben, welche Themen in der Regionalpolitik
im Moment wichtig sind, und es
ist sehr positiv, dass sich auch Südtiroler
Gemeindepolitiker für die Politik unserer
Region interessieren“, fasst Vizepräsident
Josef Noggler im Anschluss an seinen
Vortrag zusammen. Die Ortsgruppe hatte
auch die Möglichkeit, eine Sitzung des Regionalrates
vor Ort mitzuverfolgen und danach
einen Rundgang durch das Gebäude
der Regionalverwaltung zu machen.
Ein weiterer Programmpunkt war der Austausch
mit dem Vizepräsidenten der Regionalregierung
und Regionalassessor für
örtliche Körperschaften, Franz Locher. Er
erläuterte die zentralen Zuständigkeiten
der Region, darunter die Ordnung der
Gemeinden, die Sozialvorsorge und Sozialversicherung,
die Förderung des Genossenschaftswesens
sowie die Aufsicht
über Genossenschaften. Weitere wichtige
Kompetenzen betreffen unter anderem
das Kreditwesen, das Grundbuch, die
Handelskammern sowie die Ordnung der
öffentlichen Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen.
„Die Gemeinden sind das Fundament unserer
Autonomie. Ihre Stärkung und Unterstützung
sind eine zentrale Aufgabe der
Region, denn sie sind die erste Anlaufstelle
für die Bürgerinnen und Bürger und tragen
wesentlich zur Lebensqualität vor Ort
bei“, betonte Franz Locher.
Den Abschluss des Besuchs bildete ein
gemeinsamer Rundgang durch die historische
Altstadt von Trient.
SVP-Ortsobfrau Julia Tschöll zeigte sich
zufrieden: „Der Einblick in die Arbeit des
Regionalrates und der Austausch mit den
politischen Verantwortungsträgern haben
unser Verständnis für die Rolle der Region
und ihrer Kompetenzen deutlich vertieft.
Besonders wertvoll war es, die Abläufe direkt
vor Ort mitzuerleben.“
Die SVP-Ortsgruppe St. Leonhard bedankt
sich bei allen Gesprächspartnern für die
Zeit sowie für die offenen und informativen
Einblicke in ihre Arbeit.
Klara Kröss
Im Bild, vlnr.: Vizebürgermeisterin Magdalena Haller,
stllv. Ortsobfrau Johanna Gögele, Gemeindereferentin
Andrea Marth, Vizepräsident der Regionalregierung
Franz Locher, Ortsausschussmitglied Manuel
Winkler, Ortsobfrau Julia Tschöll, Gemeinderat Stefan
Schiefer, Ortsausschussmitglied Bernadette Erlacher
Reichhalter, Gemeinderat Fabian Gufler
Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin •
Mit dem traditionellen Frühjahrskonzert
am Palmsamstag, den 28. März 2026, startete
die Musikkapelle St. Martin feierlich
die diesjährige Konzertsaison. Das Konzert
fand um 20 Uhr im Vereinshaus von
St. Leonhard statt und stellte zugleich das
zweite Frühjahrskonzert unter der Leitung
von Kapellmeister Thomas Wallnöfer dar,
der die Kapelle Ende 2024 übernommen
hatte. Der 23-jährige Tisner präsentierte
gemeinsam mit seinen Musikant*innen
ein beeindruckendes Konzertprogramm,
das vom Publikum mit langanhaltendem
Applaus honoriert wurde. Die intensive
Probenarbeit machte sich hörbar bezahlt:
Geboten wurde ein abwechslungsreiches
Repertoire, das von anspruchsvollen modernen
Werken bis hin zu traditionellen
Polkas und Märschen reichte.
Charmant und souverän führte Marketenderin
Jennifer Marth durch den Abend
und verlieh der Veranstaltung mit ihrer
wohlklingenden Stimme einen besonderen
Rahmen. Alle Stücke können auch auf
dem YouTube Kanal der Musikkapelle St.
Martin nachgehört werden.
Die Musikkapelle St. Martin darf sich in
diesem Jahr über gleich sieben Neuzugänge
freuen: Franziska Pichler (Saxofon),
Janina Marth (Querflöte), Christine
Schwienbacher und Annalena Schenk
(Klarinette) verstärken die Reihen der
Musikantinnen. Zudem wurden mit
Stefanie Pichler, Marlies Schaffler
und Leni Walder drei neue
Marketenderinnen willkommen
geheißen. Besonderes
musikalisches Engagement
zeigten auch mehrere Mitglieder
durch erfolgreich
abgelegte Leistungsprüfungen:
Das Leistungsabzeichen
in Bronze erhielt Clara Schwarz
(Horn) und das Leistungsabzeichen
in Silber absolvierte Anna Schwarz (Saxofon).
Tabea Plangger erreichte mit der
Klarinette das höchste Leistungsabzeichen
in Gold.
Bereits im vergangenen Jahr wurden im
Rahmen der Cäcilienfeier verdiente Mitglieder
für ihre langjährige Treue geehrt:
Christian Ennemoser erhielt das Ehrenzeichen
in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft.
Für 25 Jahre wurden Patrick Mair und Ursula
Schwarz mit dem Ehrenzeichen in Silber
ausgezeichnet. Eine ganz besondere
Ehrung wurde Sepp Scherer zuteil, der
der Musikkapelle seit beeindruckenden
70 Jahren angehört. Ihnen allen gebührt
großer Dank, Respekt und Anerkennung
für ihr langjähriges Engagement. Im Anschluss
an das Konzert klang der Abend
bei einem gemütlichen Umtrunk
und kulinarischen Köstlichkeiten
gesellig aus.
Für die kommende Saison
stehen neben den traditionellen
Konzerten auf dem
Dorfplatz und kirchlichen
Ausrückungen weitere Höhepunkte
auf dem Programm:
Im Mai nimmt die Kapelle
an der „Brass Pyramide“ in
Unterinn am Ritten teil, im Juni folgt
ein Austauschkonzert beim Kirchtag in
Wangen.
Mit rund 80 Ausrückungen jährlich – inklusive
Proben – leistet die Musikkapelle St.
Martin einen bedeutenden Beitrag zum
kulturellen Leben. Ein besonderer Dank
gilt daher allen Musikant*innen, den Marketenderinnen
sowie der Fahnenabordnung
für ihren unermüdlichen Einsatz und
ihre verlässliche Teilnahme.
Alle Termine und weitere Infos sind auf
der Internetseite www.mkstmartin.com
einsehbar.
Fotos: AlpaPhotography
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
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GESUNDHEIT & NATUR
dreckig ist, so das Motto von vielen Kräuterheilkundigen.
Alles Gift im Körper wandert
zur Leber, aber wenn diese schwer arbeitende
Kläranlage des Körpers schwächelt, fühlt
man sich müde oder unwohl. Eine Distel-Kur
gibt der Leber neue Kraft. Dabei empfiehlt
sich täglich bis zu 10 Tropfen Mariendistel-
Elixier.
Der „Schluck“ unterstützt das Organ auch
bei lästigen Krankheiten, wie eine schwere
Grippe.
Die Mariendistel
Die Mariendistel macht nicht nur die Leber
flott. So wirkt der ölige Tee aus der Pflanze
wie ein Magenbitter. Er schickt Bitterstoffe in
die Galle, die daraufhin Fette leichter verdaut.
Der Tee ist rasch zubereitet: über einem gehäuften
Teelöffel frisch zerstoßene Früchte
gießt man 150 Milliliter heißem Wasser, lässt
es 10 bis 15 Minuten ziehen und seiht es
ab. Davon trinkt man von jedem Essen eine
Tasse Tee, dabei zu bedenken ist, dass die
Kur höchstens 6 Wochen dauern darf. Die
Wirkstoffe der Mariendistel stecken in einigen
fertigen Präparaten. Diese Mittel sollen
die Produktion von Magensäure regulieren,
schützen gleichzeitig die Magenzellen und
beugen so Geschwüren vor. Wer braucht da
die Mariendistel noch als Milchproduzenten?
26 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Früher wurde die Ägypterin nur vernascht.
Dann stellte sich heraus, dass die appetitliche
Mariendistel mehr kann: sie hilft vor allem
der Leber. Als Maria ihren Sohn stillte, tropfte
nach einer Legende ein bisschen Milch auf
die grünen Blätter einer stacheligen Pflanze.
Die Tropfen färben die Blätter milchig weiß.
Seither heißt die Pflanze nach der Mutter
von Jesus Mariendistel.
Eine Distel klingt nicht danach, als könne
man sie verspeisen. Trotzdem galt sie lange
vor dem Mittelalter als Leckerei. Die Leute
zupften die lilafarbenen Kugel-Blüten vom
Stängel und entfernten Stielreste und äußere
Blätter. Dann landeten die daumendicken
Leckerbissen mit Öl und Salz in der Pfanne.
Die Küchenchefs zogen die Dornen von den
länglichen Blättern ab und schnippelten daraus
einen würzigen Salat. Die Samen der
Mariendistel gaben dem Salat ein öliges Aroma.
Auch die nussig schmeckenden Wurzeln
wurden geschält und gekocht.
Im Mittelalter brachten Mönche die Distel
über die Alpen und pflanzten sie in ihre Klostergärten.
Sie dachten, das Aussehen einer
Pflanze demonstriere, welche Probleme sie
lösen könne. Folglich sollte die Mariendistel
mit ihren milchfleckigen Blättern die Milch
bei Müttern fließen lassen. Ein Irrtum. Nur in
einem Fall lagen die Mönche richtig: sie verordneten
die Distel bei Problemen mit der
Leber.
Später geriet die Heilpflanze in Vergessenheit.
Sie spross trotz ihrer großartigen Heilkräfte
völlig unbeachtet an Wegesrändern,
auf Äckern und Schuttplätzen. Erst in den
1960er Jahren machten Forscher eine aufregende
Entdeckung: Frucht und Samen der
Mariendistel enthalten das seltene Silymarin.
Dieser Stoff dichtet sozusagen die Leberzellen
ab und hindert Gifte am Eindringen.
Bei einer Behandlung mit dem Silymarin gewonnenen
Wirkstoffen überleben Patienten
sogar schwere Pilzvergiftungen. Mariendistelextrakte
helfen auch alle Alkoholiker mit
Leberzirrhose. Neue Tests gaben Hinweise
darauf, dass die Distelstoffe auch die schwerwiegende
Hepatitis C heilen kann.
Die Mariendistel nützt aber auch gesunde
Menschen. Schließlich tut ein Großputz immer
gut, auch wenn es im Haus noch nicht
Reise mit Schirm. Die rot-lila Farbkleckse der
Mariendistel sind im Garten gern gesehen
Weil die beliebte Zierpflanze aus Nordafrika
und Südeuropa kommt, mag sie es sonnig
bis halbschattig, warm und trocken. Sie blüht
bis September. So lange kann man die kugeligen
Blüten zu Gemüse verarbeiten. Verwelkte
Blüten auf den ein Meter 50 hohen,
fein behaarten Stängeln, bilden sich weizenkorngroße
Früchte, die dunkelbraun glänzen.
In den Früchten sitzen Samen. Was Finken
übriglassen, reist an weißen Schirmen in alle
Richtungen. Man kann die Mariendistel aber
auch vermehren, indem man bis Ende August
selbst aussät, saattiefe 2 bis 3 Zentimeter,
reihen Abstand 40 cm. Sie keimt nach 2 bis 3
Wochen. Wenig Gießen, nicht düngen, dann
wächst sie schnell. Im ersten Jahr breiten sich
die Blattrosetten über den Boden aus, im
zweiten kommt der verzweigte Stängel.
Kommt gut in den Sommer,
Eure Rosi
Flotte Leber
Mariendistel Tinktur macht die Leber
flott. Es gibt sie in der Apotheke oder
man setzt sich selbst an. Ab September
können Mariendistelsamen gesammelt
und in der Getreidemühle gequetscht
werden Punkt mit 50 bis 60% igem Alkohol
aufgießen, 4 bis 6 Wochen in der
Wärme stehenlassen, abfiltern. 3-mal
täglich 8 bis 10 Tropfen einnehmen, die
homöopathische Kur nach spätestens 6
Wochen beenden. Alkoholiker können
täglich 4 bis 5 Samen im Mund zerkauen,
diese helfen genauso.
Vorsicht: Mariendistel kann leicht abführend
wirken Punkt nicht in Schwangerschaft
und Stillzeit einnehmen. Vorsicht
bei Korbblütler-Allergie.
Pr-Info
ALLES WAS RECHT IST
Immissionen
RA Dr. Janis Noel Tappeiner und RA Dr. Lorenz Michael Baur
Grundsätzlich ist es so, dass der Eigentümer
einer Sache (Grundstück, Wohnhaus) diese
im Rahmen des Erlaubten nach seinem freien
Belieben nutzen kann, sofern er damit
nicht das ebenso volle und uneingeschränkte
Recht des Nachbarn in irgendeiner Form beeinträchtigt.
Der Gesetzgeber gibt in diesem Zusammenhang
eine Reihe von Bestimmungen und
zwingenden Verhaltensregeln vor, um die Interessen
der jeweiligen Rechtsinhaber untereinander
abzustimmen und bei Zuwiderhandeln
gegebenenfalls zu schützen. Allgemein
spricht man dabei vom Nachbarrecht, welches
unter anderem auch die Abstandsregeln
zwischen Gebäuden und die bereits in einer
vorangegangenen Ausgabe behandelten
Grenzabstände von Bäumen und Pflanzungen
gemäß Art. 892 u.ff. ZGB einschließt. Es
handelt sich um gegenseitige und unentgeltliche
Beschränkungen, welche unverzichtbar
mit dem Eigentumsrecht verbunden sind.
Hinsichtlich der vom Nachbargrundstück
ausgehenden Einwirkungen (immissioni) wie
etwa Rauch, Lärm, Gerüche, Wärme, usw.
kommt der Bestimmung nach Art. 844 ZGB
eine zentrale Bedeutung zu, wobei bezüglich
des Schutzes der jeweiligen Interessenssphäre
der Nachbarn auf das nicht Überschreiten
des gewöhnlichen Maßes des Erträglichen
(criterio generale della normale tollerabilità)
abgestellt wird. Die benachbarten Liegenschaften
müssen auch nicht direkt aneinander
angrenzen. Es reicht aus, wenn diese sich
im gegenseitigen Einflussbereich befinden.
Zumal es sich bei vorgenanntem Grundprinzip
um eine sehr allgemein gehaltene Be-
stimmung handelt und erfahrungsgemäß die
einzelnen Einwirkungen vor allem subjektiver
Wahrnehmung unterliegen (jede Person hat
unterschiedliche Wahrnehmungs- und Belastungsgrenzen),
versteht es sich von selbst,
dass eine gewisse Elastizität in der konkreten
Anwendung des Kriteriums unabdingbar ist
um die Aufrechterhaltung der gutnachbarschaftlichen
Verhältnisse zu gewährleisten.
Das Prinzip ist unter Berücksichtigung der
örtlichen Verhältnisse und Gegebenheiten
und objektiv, sprich in Bezug auf den Durchschnittsmenschen,
betreffend den jeweiligen
Anlassfall anzuwenden. Ein gewisses Maß an
Toleranz wird von jedermann gefordert, widrigenfalls
ein Zusammenleben nicht möglich
wäre. Kommt es jedoch zur Überschreitung
des gewöhnlichen Maßes des Erträglichen
sieht der Gesetzgeber neben konkreten
Unterlassungsansprüchen zu Gunsten der
jeweils beeinträchtigten Partei auch Schadenersatz-
und gegebenenfalls auch Entschädigungsforderungen
vor. Des Weiteren sieht
Abs. 2 der Bestimmung ex Art. 844 ZGB vor,
dass die jeweilige Gerichtsbehörde die Erfordernisse
der Produktion (z.B. industrielle Tätigkeit)
mit den Rechten aus dem Eigentum
(z.B. Recht auf Ruhe) abzustimmen hat, wobei
diese auch den Vorrang eines bestimmten
Gebrauchs berücksichtigen kann (criterio
del preuso).
Befindet sich beispielsweise eine Wohnimmobile
in unmittelbarer Nähe zu einem Industrie-
oder Handwerksbetreib, welcher
unerträgliche Abgase produziert, so kann
den anrainenden Bewohnern – sofern der
Ausstoß der Abluft technisch nicht nachhal-
tig unterbunden bzw. reduziert werden kann
– eine Entschädigung zugesprochen werden,
wobei das Gericht auch dem Umstand Rechnung
trägt, welcher der beiden Rechtsinhaber
zuerst an Ort und Stelle war.
Zwecks Aufrechterhaltung der gutnachbarschaftlichen
Verhältnisse wird es sohin immer
notwendig sein, dass das mit dem Anlassfall
beschäftige Gericht im Rahmen der gesetzlichen
Vorgaben, vor allem aber mit gesundem
Menschenverstand (buon senso) die
gegenseitigen Interessen der Rechtsinhaber
abwägt, entsprechend vereinbart und allenfalls
schützt.
RA Dr. Lorenz Michael Baur &
RA Dr. Janis Noel Tappeiner
„Rechtsanwälte eingetragen in
der Rechtsanwaltskammer Bozen“
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
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WAHLEN
IMPRESSUM
Bauernregeln
im Juni
• Justin klar, gutes Jahr (01/06)
• Schönes Wetter auf Fortunat (08/06), ein
gutes Jahr zu bedeuten hat.
• Wie's wittert auf Medardustag (08/06), so
bleibts sechs Wochen dann danach.
• Regnet's am Medardustag, regnet's noch
40 Tag danach.
• Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis
Monatsende hält.
• Margarete (10/06) - die Regenfrau.
• Hat Margarete keinen Sonnenschein,
kommt das Heu nie trocken rein.
• Regnet es an Barnabas (11/06), schwimmen
die Trauben bis ins Fass.
• Barnabas macht Bäum` und Dächer naß.
• Regen an St. Barnabas, währet 40 Tage
ohne Unterlass.
• Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder
gut, was verdorben ist.
• Zu Sankt Barnabas gehört die Sense auf
die Wiese.
• Ist's am Fortunatstag (12/06) klar, so
verheißt's ein gutes Jahr.
• Wenn an St. Anton (13/06) gut Wetter
lacht, St. Peter (29.) viel in Wasser macht.
• Hat Antonius starken Regen, geht ‘s mit
der Gerste wohl daneben.
• Der Wind dreht sich um St. Veit (15/06), da
legt sich`s Laub auf die andere Seit`.
• Wer dem Veit nicht traut, kriegt auch kein
Kraut.
• Regnet`s an Veit, Gerste nicht leid`t.
• Hat St. Veit starken Regen, bringt er unermeßlichen
Segen.
• Heiliger Veit, regne nicht, daß es uns nicht
an Gerst' gebricht.
• Ist zu St. Vitus der Himmel klar, gibt es ein
fruchtbares Jahr.
• Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles
geht auf die andere Seit'.
• Wer auf Benno (16/06) baut, kriegt auch
viel Kraut.
• Wenn's regnet an Sankt Gervasius (19/06),
es vierzehn Tage regnen muss.
• Johannisnacht (24/06): Vor Johanni bitt
um Regen, hernach kommt er ungelegen.
• Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner
Juni ist zur Stelle.
• Regnet's am Johannistag, regnet es noch
vierzehn Tag.
• Johanni trocken und warm, macht den
Bauern nicht arm.
• Johannis tut dem Winter wieder die Türe
auf.
• Der Kuckuck kündet gar teure Zeit, wenn er
nach Johanni schreit.
• Vor dem Johannistag, keine Gerste man
loben mag.
• Regen am Johannistag, nasse Ernt` man
erwarten mag.
• Sankt Johannis Regengüsse, verderben
uns die besten Nüsse.
• An Sankt Johanni Abend, leg die Zwiebel
in ihr kühles Beet.
• Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst
du richten deine Sensen.
• Wie's Wetter am Johanni war, so bleibt's
wohl 40 Tage gar.
• Ist der Siebenschläfer (27/06) nass,
regnet's ohne Unterlass.
• Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben
Wochen regnen mag.
• Wie`s Wetter am Siebenschläfertag, so
bleibt es sieben Wochen danach.
• St. Peter und Paul (29/06) klar, bringt ein
gutes Jahr.
• Um Peter und Paul wird dem Korn schon
mal die Wurzel faul.
• Schön zu St. Paul, füllt Tasche und Maul.
• Wenn es am Peterstag regnet, so regnet es
im ganzen Schnitt.
• Peter und Paul hat Wasser im Maul.
Die
Psairer
Mecker-Goas
„A sett a Gsumse“
Ich habe am Wochenende endgültig die Geduld auf den
Parkplatz gestellt und bin ohne sie heimgefahren. Nach
mehreren Begegnungen mit der olympischen Disziplin
des Dauerjammerns kam die große Erkenntnis: Es
reicht. Die persönliche Toleranzgrenze für Menschen,
die ihr Innenleben wie ungefragtes Sondermüllmaterial
bei anderen abladen, scheint offiziell erreicht.
Das sind jene Menschen, die aus jedem Kieselstein
einen persönlichen Schicksalsberg formen. Dauerbeleidigt
vom Leben, permanent im Beschwerdemodus,
Gemeinderatswahlen
chronisch 2025 empört und stets auf der Suche nach dem
nächsten Schuldigen. Hauptsache nicht der Mensch im
Spiegel. Die Welt ist unfair, die Umstände böse, die anderen
sowieso unmöglich. Nur der eigene Anteil? Ach
nein, darüber sprechen wir lieber morgen. Oder nie.
Wer sein Leben aber ändern will, wird irgendwann
selbst die unbequeme Aufgabe übernehmen müssen,
den Hintern hochzubekommen.
Natürlich muss niemand von heute auf morgen spirituell
erleuchtet auf einem Berg sitzen und sämtliche
Traumata weggeatmet haben. Aber irgendwo anfangen
wäre vielleicht eine Idee. Ein kleiner Schritt. Ein ehrlicher
Blick auf sich selbst. Irgendwas. Statt Jahr für Jahr
dieselbe Leidensoper auf Repeat laufen zu lassen und
sich zu wundern, warum das Publikum langsam müde
wird.
Kurz gesagt: Weniger Mimimi, mehr Eigenverantwortung.
Und zwar JETZT. Nicht morgen.
Die Veränderung beginnt nicht draußen, nicht morgen
und schon gar nicht bei den anderen, sondern leider
ausgerechnet bei einem selbst.
Tragisch, ich weiß.
MÄÄÄäääh
*Die Psairer Mecker-Goas möchte anonym bleiben, der Name
ist der Redaktion bekannt. Sie wird über Themen, die im
Passeiertal polarisieren oder die Gemüter hochkochen lassen, „a
bissl ummermeckern”. Alles ist mit einem Augenzwinkern,
viel Ironie und Schalk im Nacken geschrieben.
Wir hoffen, auch Sie können darüber schmunzeln,
Ihre Redaktion vom s'Psairer Heftl
Helmuth Fritz
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Andrea Pflug, Michael Tschöll, TV Passeiertal, IDM, MGM,
Benjamin Pfitscher. Shutterstock, Freepik, iStockphoto, Unsplash,
Pixabay. Fotos ohne Quellenangabe wurden von Einsendern geliefert
oder stammen aus der Redaktion.
BENEFIZ-PREISWATTEN
Gemeinsam GUTES tun!
Ein erfolgreiches Benefizpreiswatten bringt
2.500, - € für die Krebshilfe Passeier“
Am Samstag, den 14. März 2026 fand im
Vereinssaal von St. Martin das Benefizpreiswatten
der freien Bürgerliste FÜR St. Martin
zugunsten der Krebshilfe Passeier statt. Fast
120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten
für einen großen Erfolg und einen geselligen
Nachmittag.
Die Organisatoren betonten die wichtige
und wertvolle Arbeit der Krebshilfe Passeier
als bedeutende Anlaufstelle für Betroffene
und Angehörige und bedankten sich herzlich
bei allen Unterstützern, Helfern, Sponsoren
und Teilnehmern. Dank des starken Gemeinschaftssinns
und der großen Hilfsbereitschaft
konnte eine wertvolle Unterstützung für die
Krebshilfe ermöglicht werden.
Die Krebshilfe Passeier ist ein wichtiger Anlaufpunkt
für Menschen, die an Krebs erkrankt
sind, und deren Angehörige. Sie begleitet
in bürokratischen Angelegenheiten,
hilft bei finanziellen Engpässen oder Rückerstattungen
von Behelfen wie z.B. einer Echthaarperücke.
„Wir finden es sehr gut, dass es eine solche
aktive Gruppe in unserem Tal gibt! Wir
schätzen die fleißige Tätigkeit zum Wohle
der Menschen, welche krankheitsbedingt in
Schwierigkeiten geraten sind! Aus diesem
Grund haben wir das ganze organisiert. Das
Benefizpreiswatten zugunsten der Krebshilfe
Passeier war ein großer Erfolg. Viele engagierte
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
haben gezeigt, wie stark unsere Gemeinschaft
zusammenhält. Danke an alle, die
mitgemacht haben und die damit wertvolle
Unterstützung ermöglicht haben. Ein großes
Vergelt´s Gott allen Unterstützern, Teilnehmern,
Freunden, freiwilligen Helfern, Sponsoren
und Gönnern“ so das Team der freien
Bürgerliste FÜR St. Martin in einer Stellungnahme.
„Wenn Menschen von sich aus Hilfe und Unterstützung
anbieten, dann ist das für uns ein
großes Zeichen von Vertrauen in unser Tun.
Wir sind überwältigt von so viel Zusammenhalt,
Solidarität und gelebter Menschlichkeit.
Wir danken ALLEN die dabei waren von
ganzem Herzen!“ so Isabella Halbeisen vom
Vorstand der Krebshilfe Passeier in einer
Stellungnahme.
Ein Jahr „Julias Lebensgenuss“ - für besondere Momente mit Herz & Geschmack
Vor einem Jahr habe
ich den Schritt gewagt
und mit „Julias
Lebensgenuss“ meine
Leidenschaft zum
Beruf gemacht. Was
als Herzensidee begonnen
hat, ist heute
Teil meines Alltags.
Kochen bedeutet für
mich weit mehr als
nur Essen zuzubereiten.
Es geht um Genuss, um gemeinsame Zeit und
um besondere Momente, die in Erinnerung
bleiben. Genau das möchte ich mit meinen
Caterings, Buffets, Finger Food, selbstgemachten
Kuchen, privaten Kochabenden und Kochkursen
weitergeben, bei denen ich auch mit
dem Thermomix (Bimby) arbeite.
Ich begleite kleine Feiern, besondere Anlässe,
Vereins- und Firmenveranstaltungen oder gemütliche
Abende im kleinen Kreis. Auch Hochzeiten
darf ich immer wieder kulinarisch
mitgestalten, sei es beim Dessertbuffet, Kuchen
oder zum Beispiel auch beim „Absperren”.
Dabei übernehme ich auf Wunsch nicht nur
das Essen, sondern auch das Rundherum –
von Geschirr über Aufbau bis hin zu einer
stimmigen, liebevollen Dekoration. So können
Gastgeber ihren Anlass wirklich genießen.
Regionalität und Saisonalität spielen dabei
eine große Rolle. Viele Zutaten beziehe ich
von Produzenten aus der Umgebung. Von
Brot über Saucen und Aufstrichen bis hin zu
süßen Kleinigkeiten wird bei mir alles selbst
gemacht – mit viel Liebe zum Detail. Jedes
Menü entsteht individuell und wird auf die
Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt. Mir ist
wichtig, dass sich meine Kunden verstanden
fühlen und ihre Gäste unbeschwert genießen
können.
Dieses erste Jahr hat mir gezeigt, wie viel man
mit jeder Erfahrung wächst – Schritt für Schritt.
Ein herzliches Danke an alle, die mich begleitet
und mir ihr Vertrauen geschenkt haben.
Ich freue mich auf viele weitere
genussvolle Momente.
Julia Gufler
Julias Lebensgenuss
+39 3463032984
julia@lebensgenuss.it
www.lebensgenuss.it
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
29
GESUNDHEITSBEZIRK MERAN - SCHLANDERS
30 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Direktorin des Gesundheitsbezirks
Meran stellt sich vor
Seit dem 2. Jänner leitet Janah Maria Andreis
den Gesundheitsbezirk Meran - Schlanders.
Die 39-Jährige stellte sich nun erstmals den
Medien vor und gab Einblicke in ihre ersten
Wochen im Amt, ihren Arbeitsalltag sowie
die aktuelle Lage im Bezirk.
Mit der neuen Funktion ist ihr Verantwortungsbereich
deutlich gewachsen: Führte sie
zuvor als Direktorin des Landesökonomats
rund 50 Mitarbeitende, sind es in Meran nun
etwa 2.700. Dennoch empfand Andreis den
Wechsel als weniger schwierig als erwartet
– nicht zuletzt aufgrund der klaren hierarchischen
Strukturen. Auch wenn sie noch nicht
alle Beschäftigten persönlich kennt, ist es ihr
ein Anliegen, dies nach und nach nachzuholen.
Eine direkte Übergabe mit ihrer Vorgängerin
Irene Pechlaner fand nicht statt. Stattdessen
wurde Andreis von Beginn an vom Vize-Direktor
Frank Blumtritt unterstützt. Insgesamt
habe sie einen gut organisierten Bezirk übernommen
und sei offen aufgenommen worden.
Ein zentrales Thema bleibt die Weiterentwicklung
der Infrastruktur. So sollen die Gemeinschaftshäuser
in Mals und Naturns im
Mai den Betrieb aufnehmen – vorgesehen
ist eine Öffnung an sechs Tagen pro Woche
für jeweils zwölf Stunden. Ebenfalls im Mai
soll im alten Spitalstrakt in Meran ein kleines
Gemeinschaftshaus starten, das über zehn
Übergangsbetten verfügt. Diese sind für Patientinnen
und Patienten gedacht, die keine
stationäre Behandlung mehr benötigen, aber
weiterhin Betreuung brauchen.
Beim geplanten Gemeinschaftskrankenhaus
gegenüber dem bestehenden Spital kommt es
hingegen zu Verzögerungen. Die ursprünglich
für Mitte des Jahres geplante Inbetriebnahme
ist nicht mehr realistisch. Laut Andreis liegt
dies an der Baufirma, die aktuell einen Rückstand
von 188 Tagen aufweist. Nun hofft man
auf eine Fertigstellung im November. Zwischenzeitlich
könnte der Reha-Trakt als Ausweichlösung
genutzt werden.
Auch im Personalbereich gibt es Herausforderungen.
Derzeit werden per Inserat 20 bis 30
Pflegekräfte für die Krankenhäuser in Meran
und Schlanders gesucht. In einem weiteren
Schritt sollen zusätzlich 30 Krankenpflegerinnen
und -pfleger sowie 13 Pflegehelfer für die
neuen Gemeinschaftsstrukturen eingestellt
werden.
Ein weiteres Problem stellt die Verkehrssituation
rund um das Krankenhaus in Meran dar.
Mit dem neuen Gemeinschaftskrankenhaus
könnte sich diese weiter verschärfen. Andreis
betont, dass gemeinsam mit Gemeinde und
Land an einem umfassenden Mobilitätskon-
zept gearbeitet wird. Da vor dem Neubau
keine Parkplätze vorgesehen sind, greift die
Stadtpolizei bereits ein und weist etwa Touristen
ab, die den Parkplatz ohne Bezug zum
Krankenhaus nutzen. Besonders angespannt
ist die Lage vormittags und an Freitagen.
Die Erhöhung der Parkgebühren zeigt bereits
Wirkung: Die Zahl der parkenden Touristen
ist zurückgegangen. Auch die Verlegung der
Kassen ins Krankenhaus habe sich positiv ausgewirkt.
Gleichzeitig wird geprüft, wie sich
die Parktarife für Patientinnen, Patienten und
Besuchende durch ein eigenes Bezahlsystem
reduzieren lassen.
Handlungsbedarf besteht auch bei internen
organisatorischen Themen. So stehen neue
Räumlichkeiten für das Gynäkologie-Ambulatorium
bereits seit rund eineinhalb Jahren leer.
Andreis kündigt an, dass hier Bewegung in die
Angelegenheit kommen soll – ein Start ist für
den Sommer geplant.
Gerüchte über eine mögliche Verlagerung
des onkologischen Bereichs der Gynäkologie
nach Bozen weist sie zurück. Eine solche Maßnahme
sei ihr nicht bekannt. Vielmehr wolle
man die bestehenden Kompetenzen in Meran
erhalten, zumal das dortige Brustgesundheitszentrum
als Einrichtung von besonderer
Qualität gilt.
Neben ihren beruflichen Aufgaben ist Andreis
Mutter von zwei Kindern. Die Vereinbarkeit
von Familie und Führungsposition beschreibt
sie als gut organisiert. Sie könne sich auf die
Unterstützung ihrer Familie verlassen, insbesondere
auf ihren Ehemann, der sich aktiv in
die Kinderbetreuung einbringt. Dennoch endet
ihr Arbeitstag selten nach acht Stunden.
Charakterlich sieht sich Andreis als zielstrebig
und durchsetzungsstark, zugleich aber auch als
freundlich und offen im Umgang mit anderen.
Ernst Müller
Kolumne: Die Qual der Warteschleife
Ach, die Warteschleife. Dieser akustische Ort,
an dem die Zeit nicht vergeht, sondern zäh
dahinfließt wie kalter Sirup. Kaum hat man sich
durch die ersten Tastendrücke gekämpft („Für
Deutsch drücken Sie bitte die 1, für Verzweiflung
bleiben Sie einfach dran“), setzt sie ein:
diese brutale Hintergrundmusik. Ein Klangteppich,
der klingt, als hätte jemand einen Fahrstuhl
emotional verletzt.
Und dann ertappt man sich bei einem nostalgischen
Gedanken: Früher konnte man sich
Musik aussuchen. Nicht in der Warteschleife
– im eigenen Handy! Man konnte festlegen,
was andere hören, wenn sie einen anrufen.
Ein kleiner Akt der Selbstinszenierung. Die einen
wählten lässig Smooth Operator, andere
setzten auf dramatische Größe mit Eye of the
Tiger. Es war die persönliche Duftmarke des
21. Jahrhunderts: „Du willst mich sprechen?
Dann hör erst mal, wer ich bin.“
Heute dagegen? Einheitsbrei. Und vor allem:
Zwangsbeschallung. Besonders eindrucksvoll
bei Hotlines, bei denen man sich ohnehin
schon nicht freiwillig meldet. Etwa bei der
Sanität oder ähnlichen Diensten. Man hängt
da, vielleicht ohnehin schon leicht gestresst
– und dann dieses Gedudel. Fröhlich. Unpassend.
Fast schon zynisch. Als würde jemand im
Wartezimmer auf dem Akkordeon „La vie en
rose“ spielen, während man gerade versucht,
ruhig zu atmen.
Und genau da kippt es: Diese Musik will beruhigen
und schafft das Gegenteil. Sie macht
aus Minuten kleine Ewigkeiten und aus Wartenden
Menschen, die plötzlich bereit wären,
wirklich alles zu akzeptieren – Hauptsache, es
hört auf. Man beginnt, sich nach dem Nichts
zu sehnen. Nach Stille. Nach diesem unspektakulären,
ehrlichen Ton der Leere.
Vielleicht ist das die eigentliche Pointe: Früher
konnten wir entscheiden, wie wir klingen.
Heute entscheiden andere, wie wir leiden.
Und manchmal wäre selbst Schweigen schon
ein Fortschritt.
Barbara Hofer
KINDERGARTEN
geben, die digitale Welt auszuprobieren und
wem diese Erfahrungen verwehrt bleiben, der
sieht sich der Welt ausgeliefert.
Es ist unsere Pflicht als Erwachsene, die Lebensrealität
der uns anvertrauten Kinder bei
den Erziehungs und Bildungsbemühungen zu
berücksichtigen. Deshalb sollten wir mutig
und zuversichtlich sein und uns mit der digitalen
Welt auseinandersetzen und sie uns aneignen,
denn nur mit diesem Wissen können
wir die Kinder in eine für uns alle heute noch
fremde Zukunft begleiten
Digitale Bildung im Kindergarten, eine Gemeinschaftsaufgabe
„Die Hälfte der Berufe, die es im Jahr 2030 geben
wird, ist heute noch nicht erfunden“ dieser
Ausspruch eines Wissenschaftlers im Jahre
2014 zeigt deutlich, in welchem Umbruch sich
unsere Gesellschaft durch die Digitalisierung
befindet und wie visionär diese Aussage vor
mehr als 10 Jahren war.
Wenn wir allerdings von Digitalisierung in der
frühen Bildung, im Kindergarten sprechen,
klingt das in den Ohren vieler Eltern und Fachkräfte
nicht besonders gut.
Sie befürchten einerseits, dass ihre Kinder nun
auch noch im Kindergarten auf irgendwelchen
Tablets rumdaddeln und andererseits müssen
sie sich ihrer eignen Lücken in diesem Bereich
bewusst werden. Das sind sicher keine abwegigen
Gedanken, schließlich machen sich viele
Kindergärten gerade erst auf den Weg, den
neuen Anforderungen zu genügen. Es ist, ehrlich
gesagt, ein Weg ins Ungewisse.
Wir haben schlichtweg keine Erfahrungswerte,
wie sich die Digitalisierung auf die Entwicklung
der Kinder auswirkt, ob eine frühe
Bildung in diesem Bereich Segen oder Fluch
ist. Wir wissen auch nicht, was angemessen
ist, welches Ausmaß an Zeit, die diesem „Bildungsbereich“
zugestanden wird, das richtige
ist. Wir befinden uns im Niemandsland und
versuchen unser Bestes, versuchen in die Zukunft
zu gestalten, versuchen die Balance zu
finden, zwischen digital und analog. Und wir
stellen fest, den Generationenvorteil gibt es in
diesem Bereich nicht, hier lernen Erwachsene
und Kinder gleichermaßen
Es kann also passieren, dass der Kindergarten
Fehler macht. Doch der Kindergarten ist
nicht alleine verantwortlich für die Kinder von
morgen. Eltern und Pädagoginnen arbeiten
gemeinsam daran, dass aus den Kindern von
heute zur Verantwortung fähige Erwachsene
werden
Beide Seiten müssen sich deshalb mit den
Veränderungen auseinandersetzen, beide Seiten
müssen den Kindern, die mit den gigitalen
Techniken aufwachsen, zur Seite stehen
Die Idee, Kinder von digitalen Technologien
fernzuhalten, bedeutet, sie nicht darüber zu
informieren, ihnen keine Möglichkeiten zu
Und eins muss uns dabei klar sein,
hier geht es nicht um Tablets:
• Es geht um die Beschäftigung mit Technik,
Strom und technischen Bauteilen, denn alle
digitalen Geräte basieren auf Stromkreisen
• Es braucht das Wissen darüber, mit welchen
Technologien die Dinge, die wir täglich konsumieren,
hergestellt werden
• Es braucht die Erfahrung im Umgang mit
Informationstechnologien und Medien, dass
Internet wird von jedem Mensch benutzt und
verändert daher unsere Gesellschaft und unsere
Demokratie
• Es braucht die Auseinandersetzung mit den
Herausforderungen des Klimawandels, der
Globalisierung, Hunger, Umweltverschmutzung
und der ungerechten Verteilung von
Ressourcen
Eltern und Fachkräfte im Kindergarten müssen
bei der Auseinandersetzung mit dem
Thema „digitale Bildung“ größer denken und
sich nicht auf Tablets oder Handys fixieren:
Der Einsatz digitaler Medien im pädagogischen
Alltag ist nicht
das Ziel! Das Ziel ist
die lernende Auseinandersetzung
mit
der digitalen Welt.
Geräte wie Tablets,
kleine Roboter oder
Technikbausteine sind
Werkzeuge, die uns
dabei helfen, nicht
mehr.
Sudabeh Kalantari
Leiterin
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
31
Heilfasten Woche nach Dr. Buchinger – mit Leichtigkeit aufblühen
Manchmal braucht es nur eines: Weglassen,
um Heilung und Klarheit zu finden.
Schon Dr. Hellmut Lützner wusste: „Die Natur
heilt allein durch Weglassen.“
Das Buchinger-Fasten ist mehr als Verzicht.
Es ist eine bewusste Reise zu dir selbst. Du
spürst Leichtigkeit, gewinnst Energie und lässt
Altes los, um Neues einzuladen. Körper, Geist
und Seele finden dabei zurück in ihre natürliche
Balance.
Die Weckbecker Klinik beschreibt es als „das
beste Allerheilmittel, das wir kennen“ und genau
das darfst du erfahren: Reinigung, Regeneration
und innere Ruhe.
Unter der einfühlsamen Begleitung von Denise
Britschgi (ärztlich geprüfte Fastenleiterin
dfa) erlebst du, wie wohltuend es ist, dich auf
das Wesentliche zu besinnen. Schon nach wenigen
Tagen fühlst du dich klarer, lebendiger
und gestärkt – von innen heraus.
Gönn dir diese Zeit für dich.
Fasten – der erste Schritt zu deinem neuen
Lebensgefühl. Mach mit!
Gönne dir eine Auszeit,
die wirkt – innen wie außen.
Erlebe, wie das ganzheitliche Buchinger-Fasten
Körper, Geist und Seele in
Einklang bringt und du mit Leichtigkeit
aufblühst.
04. - 11. Juli 2026
19. - 26.September 2026
info@daslisann.it
T. +39 0473 646749
Pfelders
NACHHALTIGKEIT
32 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Waschen mit Wirkung
Nachhaltigkeit riecht selten nach Waschmittel.
Und doch entscheidet sich genau hier, im
Alltag zwischen Waschmaschine und Wäscheständer,
erstaunlich viel. Nicht spektakulär,
nicht sichtbar – aber messbar.
Denn Waschen verbraucht Energie. Viel
Energie. Rund 10 bis 15 Prozent des Stromverbrauchs
in privaten Haushalten gehen aufs
Konto der Waschmaschine. Der größte Teil
davon entsteht nicht durch das Drehen der
Trommel, sondern durch das Erhitzen des
Wassers. Heiß waschen heißt: viel Energie
verbrauchen.
Der durchschnittliche Stromverbrauch pro
Haushalt liegt bei etwa 2.500 bis 3.000 kWh
im Jahr. Wer hier ansetzt, kann tatsächlich
etwas bewegen. Und das Erstaunliche: Es
braucht keine neue Maschine, kein großes Investment.
Es reicht oft, an der Temperatur zu
drehen.
Moderne Waschmittel sind längst darauf ausgelegt,
auch bei niedrigen Temperaturen effektiv
zu reinigen. 30 Grad statt 60 Grad – das
kann den Energieverbrauch pro Waschgang
um bis zu 50 Prozent senken.
Und jetzt wird es konkret: Diese paar Grad
Unterschied machen auf den ersten Blick wenig
aus – ein paar Cent vielleicht. Tatsächlich
spart man pro Waschgang etwa 15 bis 25
Cent. Das klingt nach Kleingeld. Aber hochgerechnet
auf ein Jahr kommen schnell 30, 40
oder sogar 70 Euro zusammen. Und das ganz
ohne Verzicht, ohne Umstellung, ohne Komfortverlust.
Noch deutlicher wird es beim Trockner.
Bequem und schnell, aber ein echter Energiefresser.
In vielen Haushalten gehört er zu
den größten Stromverbrauchern überhaupt.
Dabei funktioniert die älteste Technik der
Welt immer noch: Luft. Ein Wäscheständer,
ein Balkon, ein offenes Fenster. Nachhaltigkeit
beginnt hier nicht mit Verzicht, sondern mit
Gewohnheit.
Ein konkreter Alltagstipp: Die 30-Grad-Regel
Einfach festlegen: Alles, was nicht wirklich stark
verschmutzt ist, wird bei 30 Grad gewaschen.
Bettwäsche, Unterwäsche, stark verschmutzte
Kleidung - Ausnahmen erlaubt. Aber der
Großteil? Kälter.
Zusätzlich: Waschmaschine immer gut füllen,
statt halb leer laufen lassen. Und wenn möglich:
Lufttrocknen statt Trockner.
Es sind keine großen Gesten. Eher kleine
Drehbewegungen. Aber genau die summieren
sich.
Extra-Tipp: Viele Waschmaschinen besitzen
heute ein Eco-Programm. Dieses dauert zwar
oft etwas länger, verbraucht aber deutlich
weniger Strom und Wasser. Wer zusätzlich
möglichst außerhalb der Spitzenzeiten wäscht
und die Wäsche direkt nach dem Waschgang
aufhängt, spart nicht nur Energie, sondern verhindert
auch unangenehme Gerüche und erneutes
Waschen.
Barbara Hofer
Raiffeisen Passeier - Kinobesuch mit den fleißigen Punktesparern
Einzahlungen auf ihr Sparkonto Punkte gesammelt.
Diese wurden am Ende der Aktion in einen
Kinogutschein umgewandelt – eine schöne
Belohnung für Disziplin und Sparfreude.
Gleichzeitig zeigt die Aktion, dass ein bewusster
Umgang mit Geld auch motivierend und
gemeinschaftlich gestaltet werden kann. Viele
Teilnehmer*innen fieberten dem gemeinsamen
Ausflug bereits seit Wochen entgegen
und freuten sich darauf, diesen besonderen
Tag miteinander zu verbringen.
Der Kinotag selbst wurde schließlich zu einem
echten Highlight. Ausgestattet mit Popcorn
und Nachos genossen die Teilnehmer den
Film „Super Mario Galaxy“ auf der großen
Leinwand. Während der Vorstellung wurde
gemeinsam gelacht, mitgefiebert und gestaunt.
Neben dem Film stand vor allem auch das
gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt, das für
viele schöne Erinnerungen sorgte. Auch nach
dem Film blieb noch Zeit für Gespräche und
ein gemütliches Beisammensein.
Bereits zum 11. Mal organisierte die Raiffeisenkasse
Passeier am 13. April 2026 einen besonderen
Ausflug für ihre engagierten Punktesparer.
Insgesamt 62 Teilnehmerinnen durften
sich im Rahmen der beliebten Aktion „Raiffeisen
Punktesparen“ über einen gemeinsamen
Kinobesuch im Cineplexx Algo freuen.
Die Initiative verbindet seit Jahren auf schöne
Weise das Thema Sparen mit gemeinsamen
Erlebnissen und sorgt besonders bei den jüngeren
Teilnehmerinnen stets für große Begeisterung.
In den Monaten von Oktober bis Februar
hatten die fleißigen Sparer durch regelmäßige
Solche Initiativen zeigen, wie wichtig es ist,
nicht nur finanzielle Ziele zu fördern, sondern
auch Gemeinschaft erlebbar zu machen. Der
Ausflug bot eine gelungene Mischung aus Unterhaltung,
Belohnung und sozialem Miteinander
und bleibt sicherlich allen Beteiligten in
schöner Erinnerung.
Bad. Technik. Fliese.
Badglück.
Glück hat so viele Bedeutungen und jeder strebt
danach. Gemeinsam finden wir die perfekte
Umgebung für glückliche Momente.
Ihr Bad. Ihr Glück.
www.innerhofer.it
4x in Südtirol
Meran. Bozen.
Interior Tower Vahrn.
St. Lorenzen.
34 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Krebshilfe Passeier
Getraut enk,
mir sein für enk do!
Gemeinsam trägt sich vieles leichter!
Man lacht und weint zusammen... fühlt miteinander
und hilft sich gegenseitig, tauscht Erfahrungen
aus und darf einfach so sein, wie man
ist! Mal gut drauf, dann wieder traurig mit sich,
seinem Körper, seiner Krankheit.
All das bereichert die Gruppe und gibt
das Gefühl, nicht allein zu sein.
Wir ermöglichen: Finanzielle Unterstützungen,
Rechtsberatung, Psychologische Beratung,
Krebsnachsorgeturnen, Erholungswochen,
Ausflüge und Treffen, Fahrten in entlegene
Krankenhäuser, Gezielte Massagen bei Lymphödemen,
Rückvergütung Hilfsmittel, Rückvergütung
Komplementärmedizin
Werde auch DU Mitglied der Südtiroler
Krebshilfe!
Programm Mai - August 2026:
Dienstag, 26. Mai
Eis essen für alle Betroffenen in der Zentral Bar
in St. Leonhard. Wir sind von 15.00 bis 17.00
Uhr vor Ort.
Jeden Montag dürfen wir uns dem KVW
St. Martin anschließen um ausgehend vom
Festplatz St. Martin um 8:30 Uhr eine kleine
Runde „gesund“ zu wandern. Rückkehr um
9:30 Uhr
Ende August findet der Sommerausflug ins
Ultental statt. Genauere Infos folgen noch.
KREBSHILFE PASSEIER
DANKE, ein kleines Wort…
In der letzten Ausgabe (März/April) des
„Psairer Heftl” haben wir uns uns, unsere Leistungen
und Angebote vorgestellt. Einige der
Betroffenen haben uns kurze Rückmeldungen
geschickt, die wir veröffentlichen durften.
Leider konnten nicht alle berücksichtigt werden.
Wir möchten sie euch aber nicht vorenthalten,
damit ihr, liebe Passeirer, die ihr uns
immer wieder mit Spenden unterstützt, auch
seht, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht
wird. Hier dürft ihr nun noch einige
auf „pseirerisch“ lesen. Eben so, wie wir sie
zugeschickt bekommen haben.
„Die Krebshilfe Passeier hot mi noch dr Diagnose
seelisch, wie menschlich ober vor allem
finanziell unterstützt. Ins hots nit lei in Boden
unter die Fiesse aweck gerissn, sondern a riessigs
finanziells Loch au giton. Donk dr Krebshilfe
hobm mir ins a bissl leichter giton und
man hot gspiert, dass man nit alluene isch.
Mecht mi gonz, gonz fescht bedonkn vi jeder
Ort vi Unterstützung und bsunders bei insre
liebm, helfenden Händen in Psaier do!“
„Es wor nit leicht um finanzielle Hilfe zu bitten.
Ober der Sotz hot mein Denken verändert.
Die Isabella hot zu mir gsogg: Es seid im
Moment in an totalen Ausnahmesituation.
Lott enk finanziell unterstützen, so dass die
sem Sorgen a bissl klianer sein. Bolds enk besser
geat, kennt es jo nor amol epas Guats tian,
ins ba epas helfen oder a mol a kluane Spende
mochen. Nor isch es mir leichter gfollen, des
Onsuachen zu mochen.
A monatliche Hilfe für a gonzes Johr zu kriagn
isch nit selbstverständlich, vor ollem wenn
man Schulden hot und zrugg zohlen muat.
Haint, viele Johr spater bin i krebsfrei, es geat
mir guat und mir als Familie sein haint nou unendlich
donkbor für de Unterstützung.“
„Ich möchte mich auch für die finanzielle
Unterstützung für meinen Enkel herzlich
bedanken.“
Kräuterverkauf zugunsten der Krebshilfe Passeier
Ende April fand der alljährliche Kräuterverkauf
zugunsten der Krebshilfe Passeier statt.
In den Dörfern Stuls, Rabenstein, Moos, Platt,
Pfelders, Walten, St. Leonhard, St. Martin,
Schweinsteg, Tall, Riffian überlegten zahlreiche
Personen mit Herz nicht lange und unterstützten
selbstverständlich und mit helfenden
Händen diese Aktion. Ein DANKE allein,
reicht hierfür nicht aus. Es bedarf eines aufrichtigen
„Vergelts Gott“ für dieses Zeichen
gelebter Solidarität und Menschlichkeit. Der
gesamte Reinerlös kommt wieder betroffenen
Passeirern zugute, welche krankheitsbedingt
in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Danke
an ALLE, die diese Aktion unterstützt haben.
Für die Krebshilfe Passeier
Isabella Halbeisen, Anita Santoni,
Sonja Kobler, Benedikta Gufler.
Jeden Mittwoch um 13.00 Uhr darf im Gasthaus
Haselstaude zu Musik von der "Gruppe Hou“
getanzt werden.
Wer lieber eine Runde „wattet“ oder einfach
nur gemütlich plaudern möchte, ist natürlich
auch HERZLICH willkommen.
Rennweg, 27 - 39012 Meran
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meran-burggrafenamt@krebshilfe.it
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Pfarrcaritas Riffian
Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der
Pfarrcaritas Riffian sagen im Namen der Südtiroler
Krebshilfe Danke!
Beim Blumen- und Kräuterverkauf zugunsten
der Südtiroler Krebshilfe am Samstag, dem
25.04., und Sonntag, dem 26.04.2026, konnten
wir alle Pflanzen und Blumen nach der
Messfeier verkaufen.
Den Erlös von 1.267,00 € konnten wir an die
Südtiroler Krebshilfe weitergeben. Ein ganz
großes Vergelt's Gott für eure Mithilfe und
Unterstützung!
Monika Hopfhauer
Warum Trinken so wichtig ist...
GESUNDHEIT
...der unterschätzte
Schlüssel zur
Gesundheit Viele
von uns machen
sich Gedanken
über die Ernährung,
nehmen
aber eher selten
ihre Trinkgewohnheiten
unter die
Dr. Christian Wenter Lupe. Zu Unrecht:
Eine regelmäßige
Flüssigkeitszufuhr ist für die Gesundheit unverzichtbar.
Fehlt sie, geraten zentrale Körperfunktionen
schnell aus dem Gleichgewicht.
Ausreichend und richtig zu trinken ist daher
mindestens ebenso wichtig wie eine ausgewogene
Ernährung. Dennoch nehmen viele Erwachsene
täglich zu wenig Flüssigkeit zu sich.
Schon ein kurzfristiger Mangel kann spürbare,
mitunter ernsthafte Folgen haben. Wer erst
trinkt, wenn sich Durst bemerkbar macht, hat
häufig bereits ein Defizit aufgebaut.
Wieviel Wasser braucht der Mensch?
Doch wie viel sollte man trinken? Die Frage
nach der optimalen Trinkmenge lässt sich wissenschaftlich
nicht pauschal beantworten. Als
grobe Orientierung gilt: Ein gesunder Erwachsener
sollte bei ausgewogener Ernährung,
leichter körperlicher Aktivität und normalen
Lebensbedingungen etwa 1,5 Liter Flüssigkeit
pro Tag über Getränke aufnehmen - idealerweise
in Form von Wasser oder ungesüßten
Tee. Das entspricht den Empfehlungen vieler
Fachgesellschaften. Zusätzlich nehmen wir bis
zu etwa einen Liter Flüssigkeit über feste Nahrung
auf.
Dabei gilt nicht nur für ältere, sondern für alle
Menschen: Der tatsächliche Bedarf variiert
jedoch individuell und hängt unter anderem
von Körpergewicht,
Aktivitätsniveau und
Außentemperatur
ab. Bei körperlicher
Anstrengung, Sport
oder Hitze steigt
der Flüssigkeitsbedarf
deutlich. Auch
bei Fieber, Durchfall
oder der Einnahme
von Diuretika oder
Abführmitteln müssen
zusätzliche Verluste
ausgeglichen
werden. Umgekehrt kann es bei bestimmten
Erkrankungen – etwa schwerer Herzinsuffizienz
oder Nierenschäden – notwendig sein,
die Trinkmenge zu begrenzen. In solchen
Fällen sollte die Flüssigkeitszufuhr unbedingt
ärztlich abgestimmt werden.
Warum ältere Menschen besonders
gefährdet sind
1.500 Milliliter pro Tag sind eigentlich gut erreichbar
– dennoch unterschreiten insbesondere
ältere Menschen diese Menge häufig. Mit
zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden
nach, sodass viele ältere Menschen deshalb
gar nicht bemerken, dass sie zu wenig
trinken. Oft haben Ältere auch falsche Vorstellungen
über den tatsächlichen Flüssigkeitsbedarf,
fürchten den nächtlichen Toilettengang
oder vergessen ganz einfach, etwas zu
trinken. Manche Senioren trinken so wenig,
dass es zu einer Dehydratation kommt – einem
Zustand, der ernsthafte gesundheitliche
Risiken birgt und im Extremfall eine Krankenhausbehandlung
erforderlich machen kann.
Warnzeichen und einfache Trinktipps
Trockene Schleimhäute, ein trockener Mund
sowie dunkler, konzentrierter Urin sind typische
Warnzeichen. Damit es nicht so weit
kommt, sollte man grundsätzlich nicht erst
warten, bis sich das Durstgefühl einstellt, sondern
regelmäßig über den Tag verteilt trinken.
Wer dazu neigt, zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen,
kann sein Trinkverhalten gezielt trainieren
und sich durch ein regelmäßiges Trinkverhalten
an eine ausreichende Trinkmenge
gewöhnen. Hilfreich ist es beispielsweise,
den Tag mit einem Glas Wasser zu beginnen,
Getränke stets griffbereit zu haben, zu jeder
Mahlzeit zu trinken und für Abwechslung zu
sorgen. Besonders geeignet sind Wasser und
ungesüßte Tees. Auch ein Blick auf die Urinfarbe
kann Orientierung geben: Hellgelb spricht
für eine gute Versorgung, dunklere Farbtöne
deuten darauf hin, dass mehr getrunken werden
sollte.
Fazit: Trinken als Basis für Gesundheit
Ausreichend zu trinken ist keine Nebensache,
sondern eine grundlegende Voraussetzung
für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer regelmäßig
zur Wasserflasche greift, unterstützt
nicht nur seinen Körper, sondern auch seine
geistige Leistungsfähigkeit – und legt damit
den Grundstein für einen gesunden Alltag.
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36 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
JUNG SEIN HEINTZUTOG
Wie sozial ist Social Media?
Lukas* hat 700 Freunde auf Facebook, sitzt
aber trotzdem jedes Wochenende allein zuhause,
Lisa* bekommt 1400 Likes auf Instagram,
wenn sie ihr Gipfelfoto postet, aber niemand
fragt sie, ob sie einmal zusammen eine
Wanderung unternehmen.
Facebook, Instagram, YouTube, TikTok,
WhatsApp, LinkedIn, Pinterest, Snapchat und
X (ehemals Twitter – über 90% der Jugendlichen
zwischen 10 und 18 Jahren nutzen eine
oder mehrere dieser bekannten Plattformen,
durchschnittlich zwei Stunden am Tag. Sie versprechen
uns Gemeinschaft, Vernetzung und
Unterhaltung, aber wie sozial ist das wirklich
alles?
Wir wissen, was Max* in Amsterdam zum
Frühstück isst, aber nicht, dass unser Nachbar
Hilfe beim Einkaufen nötig hätte. Das Gardasee-Foto
verspricht Familienidylle, während
hinter verschlossenen Türen ein Rosenkrieg
herrscht.
Aber ist alles so schwarz, wie wir es uns ausmalen?
Social Media hat auch positive Seiten.
Ohne die Tierschutz-Seite würden vermisste
Hunde nicht so schnell wiedergefunden, der
Verein XY könnte nicht kostenlos Werbung
für seine Veranstaltung schalten und Berta*
könnte nicht sehen, dass sie nicht die Einzige
ist, die manchmal Streit mit ihren Eltern hat.
Für einige Länder überwiegen mittlerweile
dermaßen die negativen Aspekte, dass sie
sich für ein Verbot der sozialen Medien unter
einer gewissen Altersgrenze ausgesprochen
haben.
Australien hat Ende 2025 als weltweit erstes
Land ein Social-Media-Verbot für unter
16-Jährige (u.a. TikTok, Instagram, Snapchat)
in Kraft gesetzt, um Jugendliche vor psychischen
Schäden zu schützen. Zwar wurden
Millionen Accounts gesperrt, jedoch ist die
Wirksamkeit durch einfache Umgehungen
noch begrenzt (tagesschau.de).
In Frankreich benötigen Kinder unter 15 Jahren
die Zustimmung der Eltern, um auf soziale
Netzwerke zugreifen zu können, Italien diskutiert
bereits, ob es ein Verbot unter 14 Jahren
geben soll.
Die Frage bleibt, ob Verbot eine Lösung sein
kann. Verbot allein ist aus pädagogischer
Sicht nie die einzige Lösung, sie kann Teil eines
großen Ganzen sein. Wichtig wäre, den
Kindern und Jugendlichen den Umgang mit
Social Media beizubringen, sie über Gefahren
aufzuklären, klare Regeln auf den Plattformen
zu schaffen und sie altersgerecht zu gestalten.
Jugendliche und ihre Eltern müssen sich
gemeinsam den neuen Herausforderungen
stellen und den für sie am besten passenden
Umgang damit finden.
Ein Hammer kann helfen en Haus zu bauen
oder es zu zerstören – es kommt darauf an,
wie man ihn benutzt. Und so ähnlich dürfen
wir darüber nachdenken, wie wir mit etwas
umgehen, das bereits da ist.
Nutze die sozialen Medien zur Vernetzung –
aber triff dich anschließend!
Suche den Kontakt im Internet – aber dann
ruf an!
Nutze die Facebook-Gruppe als Hilfe, aber
nicht zum Streit.
Am eigenen Küchentisch hat man meistens
schneller eine Lösung gefunden als in den
sozialen Netzwerken, mit echten Menschen,
die dich gut kennen und meistens schon sehr
lange!
Zusammen schaffen wir das –
ganz social eben!
*Name zufällig gewählt
Melanie Gögele
JUBPA
INFOBOX
Zum Thema:
„Digitale Medien &
Soziale Netzwerke“
Welche Regeln gibt es in den
Jugendtreffpunkten?
Unser Ziel ist es ein analoges,
offenes und attraktives Rahmenprogramm
zu bieten, um die Smartphone-Nutzung
während des Aufenthalts
bei uns als nebensächlich
und unwichtig zu gestalten. Wenn
dies gelingt, funktioniert ein angemessener
Umgang mit digitalen
Medien auch ohne Verbote.
Wichtiger ist es, dass sich Erwachsene
ihrer Vorbildrolle bewusst sind!
Vorschriften werden wirkungslos
sein, wenn sie von wichtigen
Bezugspersonen nicht vorgelebt
werden. Vielmehr müssen Heranwachsende
in der digitalen Welt
begleitet werden und dürfen dabei
nicht alleine gelassen werden.
Welche Rolle spielt dabei das „YOU
MediaLab“ im Jugendzentrum?
Die digitale Jugendarbeit im YOU
MediaLab ist ein sehr wichtiger Bestandteil
der Präventionsarbeit mit
dem Ziel, Erfahrungen im Medienbereich
zu sammeln und weiterzugeben.
Immer in Begleitung von
pädagogischem Personal, erhalten
junge Menschen hier die Möglichkeit
vielfältigste Medien auszuprobieren,
zu nutzen, zu verstehen und
vor allem ihre eigene Mediennutzung
zu reflektieren.
JUBPA Tipp:
Hört auf Spotify in den Podcast
„Polit-Appdate – Folge 19“ rein!
Manuel Oberkalmsteiner, vom Forum
Prävention und der bekannte
Influencer Gabriel Mair aka. „Buonomemes“,
verklickern euch ihre
Meinung zu diesem Thema.
JUGENDBÜRO PASSEIER * WIR SCHAFFEN OFFENE RAHMEN.
VOLKSBANK ST. LEONHARD
Volksbank: Filiale St. Leonhard in Passeier feiert 50-jähriges Jubiläum
Seit einem halben Jahrhundert steht die Volksbank-Filiale
für Vertrauen und Nähe – und ist
zu einer festen Größe in der lebendigen Gemeinschaft
von St. Leonhard geworden.
Am 15. Mai wurde dieses besondere Jubiläum
gefeiert: Vor 50 Jahren wurde die Filiale im
Passeiertal eröffnet, die zuerst im Gerberweg
2 untergebracht war und im Jahr 1987 in die
aktuellen Räumlichkeiten in der Passeirer Straße
wechselte. Was einst als kleiner Standort
begann, ist im Laufe der Jahrzehnte zu einer
zentralen Anlaufstelle für die Menschen und
Unternehmen vor Ort geworden und die Filiale
entwickelte sich zu einem unverzichtbaren
Bestandteil der Gemeinde. Ihre Geschichte ist
eng mit den Bewohnerinnen und Bewohnern
von St. Leonhard verknüpft. Von Anfang an
legte das Team großen Wert darauf, persönliche
Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.
Das derzeitige Filialteam – bestehend aus
Beraterin Karin Gufler sowie den Beratern
Martin Sanin und Dominik Lanthaler unter
der Leitung von Reinhard Wohlfarter – kennt
die Bedürfnisse seiner Kundinnen und Kunden
genau und steht ihnen in allen finanziellen Belangen
kompetent zur Seite.
Mit der Bank hat sich auch das Angebot der
Filiale stetig weiterentwickelt: Moderne Bankdienstleistungen,
digitale Services und innovative
Produkte sind heute ebenso selbstverständlich
wie persönliche Beratung in diskreter
Atmosphäre. Ob individuell zugeschnittene Finanzierungsmodelle,
passende Altersvorsorge
oder maßgeschneiderte Versicherungen – die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen
sich für ihre Kundschaft Zeit, um gemeinsam
optimale Lösungen zu finden.
Das 50-jährige Jubiläum ist nicht nur Anlass
zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit,
den treuen Kundinnen und Kunden, Partnern
und Mitarbeitenden zu danken. Die Filiale in
St. Leonhard in Passeier bleibt ihrem Grundsatz
treu: Nähe, Vertrauen und Professionalität
gehen Hand in Hand mit Innovation und
Weiterentwicklung. So wird auch zukünftig
sichergestellt, dass die Beziehungen zu den
Menschen und Unternehmen vor Ort weiter
wachsen und die Filiale ein verlässlicher Partner
bleibt.
Bild links: (oben von links): Stephan Theiner, Niederlassungsleiter
Bozen/Meran der Volksbank;
Alberto Naef, geschäftsführender Verwaltungsrat
und Generaldirektor der Volksbank; Hannes
Wieser, Vertriebsdirektor der Volksbank und Robert
Tschöll, Bürgermeister von St. Leonhard in
Passeier. (unten von links): Martin Sanin, stellvertretender
Filialleiter; Karin Gufler, Beraterin der
Filiale; Reinhard Wohlfarter, Filialleiter; Dominik
Lanthaler, Berater der Filiale; Horst Sparer, Filialleiter
von Merano/Kronplatz und Stefan Ilmer,
Bürgermeister von Moos in Passeier.
Bild rechts: Zahlreiche Kundinnen und Kunden waren
in die Filiale gekommen, um dieses wichtige Jubiläum
zu feiern. Neben den offiziellen Reden und
der Segnung durch Pater Markus Mur, war natürlich
der Tortenanschnitt durch das Filialteam ein
besonderer Höhepunkt.
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
37
KINDERGARTEN
38 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Hand in Hand. Netzwerk Elternhaus - Kindergarten
Netzwerkarbeit zwischen Eltern und pädagogischen
Einrichtungen gilt heute als wichtiger
Bestandteil frühkindlicher Bildung. Kinder
profitieren davon, wenn Eltern aktiv eingebunden
sind: Sie erleben mehr Kontinuität,
Sicherheit und stärken ihre sozialen Kompetenzen.
Gleichzeitig erfordert dieses Modell
Zeit, Verlässlichkeit und Engagement aller
Beteiligten.
Damit Elternnetzwerkarbeit
gelingt,
braucht es klare
Strukturen, offene
Kommunikation
und gegenseitiges
Verständnis.
Transparenz, Mitbestimmung
und
ein wertschätzender
Umgang
schaffen nicht nur
organisatorische
Unterstützung, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Im Waldkindergarten wird genau dieses Zusammenspiel
lebendig. Der wöchentliche Jausedienst
und Putzdienst liegt in den Händen
der Eltern. Gibt es Fragen, Unsicherheiten
oder Terminüberschneidungen, werden gemeinsam
Lösungen gefunden. Für das Bringen
und Abholen der Kinder werden Fahrgemeinschaften
gebildet und ein Busdienst
angeboten (Danke Taxi Lampe), ein kleiner
Beitrag für den Umweltschutz und das morgendliche
Verkehrschaos. Wenn einmal Lebensmittel
fehlen, genügt eine kurze Nachricht
im Gruppenchat: Binnen kürzester Zeit
wird geholfen.
Dieser Gruppenchat ist sozusagen das digitale
Herzstück der Gemeinschaft. Hier werden
vor allem organisatorische Fragen geklärt.
Doch besonders beliebt ist die wöchentliche
„Wochenschau“, ein Einblick der vergan-
genen Woche in Form von Fotos, Collagen
und Schnappschüssen. Das gemeinsame „Fotos
onschaugen“ hat sich in einigen Familien
längst zu einem festen Wochenritual entwickelt.
Auch der persönliche Austausch kommt nicht
zu kurz. In klassischen Elterngesprächen nehmen
sich die Erzieherinnen Zeit, um die Entwicklung
des Kindes zu besprechen – ganz so,
wie man es aus anderen Einrichtungen kennt,
und doch eingebettet in eine besonders enge
Beziehung.
Manchmal zeigt sich diese Nähe auch auf
ganz kreative Art und Weise: Wenn zur Faschingszeit
plötzlich ein mobiler Friseursalon,
gespielt von Eltern, im Wald auftaucht
oder eine Mami heimlich in die Rolle des
Osterhasen schlüpft. Eine engagierte „Papisgruppe“
kümmert sich das ganze Jahr über
um anstehende Reparaturen oder setzt die
Ideen der Erzieherinnen um – pragmatisch,
tatkräftig und mit viel Freude. (Sofern diese
nicht schon vorab von Martin, Martina oder
anderen Waldwichteln in Angriff genommen
wurden).
Die Höhepunkte dieses gemeinsamen Wirkens
sind die zahlreichen Feste im Jahreslauf.
Das stimmungsvolle Laternenfest mit Lagerfeuer
und Kerzenschein im Wald haben wir
euch bereits vorgestellt. Ebenso besonders
sind das Vatertags- und Muttertagsfrühstück:
ein reich gedecktes Buffet mitten in der Natur,
bei dem gesungen, gespielt und vor allem
gemeinsam Zeit verbracht wird. Und wenn
sich das Kindergartenjahr dem Ende zuneigt,
feiern Eltern, Kinder und Erzieherinnen gemeinsam
ein großes Abschlussfest voller
schöner und unvergesslicher Momente.
Dieser Waldkindergarten wird von einem
sehr wertvollen Netzwerk und einer starken
Gemeinschaft getragen. Wenn alle mit
anpacken, entsteht etwas, das weit über den
Alltag hinaus wirkt.
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Dann freuen wir uns über deine Spende.
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MEERJUNGFRAUEN
Doch hinter der glitzernden Flosse steckt ein
anspruchsvoller Sport, der Technik, Kraft und
Sicherheit verlangt. Die Passeirerin Bettina
Marth lebt diesen Traum. Sie ist professionelle
Meerjungfrau und Meerjungfrauen-Instruktorin.
Schon als Kind wusste Bettina, was sie
werden wollte. „Als ich in der Schule gefragt
wurde, was ich werden möchte, habe ich gesagt:
Meerjungfrau“, erzählt sie lachend.
Obwohl sie in den Bergen aufwuchs, entdeckte
sie mit 20 Jahren beim Tauchen auf
Elba ihre Leidenschaft fürs Wasser. Über das
Tauchen und Apnoe kam sie schließlich zum
Meerjungfrauenschwimmen. „Als ich zum ersten
Mal eine Monoflosse angezogen habe, war
ich sofort fasziniert.“ Heute unterrichtet Bettina
Kinder sowie Erwachsene und warnt vor
den Risiken. Denn einfach eine Flosse online
kaufen und ins Wasser springen sei gefährlich.
Sicherheit geht vor
„Viele unterschätzen das. In der Monoflosse
sind die Beine verbunden, man muss wissen,
wie man sich bewegt und die Flosse im Notfall
schnell auszieht.“ Gerade Kinder könnten in
Panik geraten oder Schwierigkeiten bekommen,
sich über Wasser zu halten. Deshalb
empfiehlt sie professionelle Kurse. Meerjungfrauenschwimmen
ist deutlich anstrengender,
als viele glauben.
Bildrechte Nereidina Aquatics
Die NIXE aus dem Passeiertal werden... davon träumen viele Kinder und Erwachsene
Ein hartes Workout
„Die ganze Körperausbildung ist ein hartes
Workout“, sagt Bettina. Geschwommen wird
in einer Delfinbewegung, die Bauch-, Rücken-,
und Beinmuskulatur stark beansprucht. Eine
„Schnupperstunde“ dauert daher wirklich nur
etwa eine Stunde und ist für Anfänger völlig
ausreichend. Neben Kraft braucht es Technik.
Wer professionell schwimmt, soll sich elegant
und fließend bewegen. „Es muss schön aussehen,
wie ein Delfin oder Fisch“, erklärt Bettina.
Die wellenförmige Bewegung erfordert
Körperkontrolle und Training. Gleichzeitig ist
man mit einer Monoflosse oft deutlich schneller
unterwegs als mit normalen Flossen.
Nicht nur für Mädchen
Ein Vorurteil: Meerjungfrauenschwimmen sei
nur etwas für Mädchen. Das sieht Bettina anders.
„Leider trauen sich manche Jungs nicht,
weil es als Mädchensache gilt.“ Dabei gebe es
längst Communities von Meermännern, Tritonen
oder Neptunen, die mit Monoflossen
schwimmen oder bei Events auftreten.
Auch bei der Ausrüstung rät Bettina zur Vorsicht.
Für Anfänger reichen einfache Flossen,
professionelle Silikonflossen sehen zwar beeindruckend
aus, können aber bis zu 20 Kilo
wiegen und mehrere tausend Euro kosten.
Bettina selbst nutzt sie nicht: „Ich muss jederzeit
schnell reagieren können.“
Ob Kind oder Erwachsener ,Meerjungfrau
oder Meermann werden kann grundsätzlich
jede/r. Neben Spaß und Bewegung schätzen
viele die Schwerelosigkeit und Entspannung
unter Wasser. Menschen mit Rückenproblemen
sollten jedoch vorsichtig sein.
Bettinas Rat ist klar: „Probiert es aus, seid
mutig.“ Denn Meerjungfrau werden ist heute
kein unerreichbarer Traum mehr, sondern ein
Sport, Hobby und Abenteuer für jedes Alter.
Interesse geweckt?
Wer an Kursen mit Bettina interessiert ist,
kann sich gerne unverbindlich bei ihr melden.
Isabella Halbeisen
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
39
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■ Mehrere Jahrgänge der ornithologischen Fachzeitschrift
„Vögel“ und „Der Falke“ zu verschenken.
Tel. 349-3040187
■ Flohmarktartikel in Gargazon zu verschenken.
WhatsApp 348-0039682
Weckgläser in verschiedenen Größen zu verschenken.
Tel. 333-4515533
■ 2 Holzdachfenster Velux 70 x 130 cm zweifach verglast,
in gutem Zustand - ideal für Stadel, Garten- oder
Baumhaus zu verschenken.
Tel. 335-7609880
KINDERZUSATZRENTE mit Fördermaßnahmen der Region Trentino-Südtirol
Weitere Vorteile:
- Geldanlage mit Rendite
- Anrecht auf ein begünstigtes Bauspardarlehen
- Jährlich steuerlich absetzbar
- Vorschüsse möglich:
- bei Ausgaben im Gesundheitsbereich
- bei Kauf oder Renovierung der Erstwohnung
- sonstige Erfordernisse
- Ersparnisse unterliegen nicht der Angabe
bei ISEE und EEVE
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
41
Vor Unterzeichnung lesen Sie bitte das
Informationsblatt aufmerksam durch;
erhältlich in Ihrer ITAS-Agentur oder unter
www.gruppoitas.it
Mit kleinen Schritten
eine große Zukunft schaffen
Für die Zukunft sparen & vorsorgen
Die Region Trentino-Südtirol ist die erste
Region in Italien, die einen Anreiz für die Kinderzusatzrente
einführt. Damit unterstützt
sie junge Familien mit einem finanziellen Beitrag
und macht es ihnen leichter, schon heute
für die Zukunft des Kindes vorzusorgen.
Bei Einschreibung des Neugeborenen oder
von Kindern bis 5 Jahren können folgende
finanzielle Vorteile genutzt werden:
- Beitrag von 300 Euro bei Geburt
- Beitrag von zusätzlichen 200 Euro für die
folgenden 4 Jahre
Somit kann ein Gesamtbeitrag von 1.100
Euro (unabhängig vom Einkommen) erreicht
werden: bei einer jährlichen Selbsteinzahlung
von mindestens 100 Euro.
Voraussetzung:
Die antragstellende Person muss seit 3 Jahren
ihren Wohnsitz in der Region haben, das
Kind muss bei der Geburt ebenfalls in der
Region wohnhaft sein und in den Folgejahren
muss der Wohnsitz des Kleinkindes in der
Region bleiben.
Wir bieten Ihnen gerne eine umfassende
Beratung über eine Zusatzvorsorge an und
würden uns über eine unverbindliche Terminvereinbarung
freuen.
Pichler Walter KG - AGENTUR PASSEIER
Kohlstatt 85 - 39015 St. Leonhard in Passeier
Tel. 0473 656 384 - Fax 0473 656 584
www.gruppoitas.it
agenzia.valpassiria@gruppoitas.it
Büro St. Martin
Jaufenstrasse 7 - (bei Raiffeisenkasse St. Martin)
Di und Do von 9.00 bis 12.30 Uhr
Tel. 0473 650 511
ÅRBITN FIR DI LAIT
SOLIDARITÄT
Pflegeeinstufung mit
Demenzdiagnose
42 s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen
steigt, und mit ihr die Herausforderung
für Familien, Angehörige und das gesamte
Pflegesystem. Gerade deshalb ist es wichtig,
dass Unterstützung dort ankommt, wo sie
gebraucht wird: möglichst rasch, unbürokratisch
und gerecht.
Eine zentrale Neuerung betrifft die Pflegeeinstufung
von Menschen mit einer Demenzerkrankung.
Wer eine fachärztlich bestätigte
Demenzdiagnose und attestiertem
CDR-Wert hat, erhält künftig automatisch
Anspruch auf Pflegegeld – ohne zusätzliche
Begutachtung durch das Einstufungsteam.
Diese Regelung gilt auch für bereits eingereichte
Anträge, bei denen die Pflegeeinstufung
noch nicht durchgeführt wurde
und bei denen die Demenzdiagnose nach
dem 1. Oktober 2025 attestiert wurde. Die
Antragstellung auf Pflegegeld aufgrund Demenzdiagnose
kann direkt beim Patronat
oder beim Sozialsprengel erfolgen. Ein zusätzliches
ärztliches Zeugnis des Hausarztes
ist dafür nicht mehr notwendig. Dadurch
schaffen wir eine große Erleichterung für
Betroffene und ihre Familien. Denn Demenz
bedeutet oft schon früh einen hohen
Betreuungsaufwand im Alltag, auch wenn
dieser bei einer klassischen Einstufung nicht
immer sofort sichtbar war.
Familien sollen damit in einer ohnehin belastenden
Situation nicht monatelang auf
Termine und Verfahren warten müssen.
Gleichzeitig entlasten wir dadurch auch die
Einstufungsteams, sodass Wartezeiten insgesamt
reduziert werden können.
Pflegegeld ist weit mehr als eine finanzielle
Leistung. Es ist Anerkennung für all jene
Menschen, die tagtäglich Verantwortung
übernehmen, häufig Angehörige, die ihre
Eltern, Partner oder Familienmitglieder begleiten
und betreuen. Im Jahr 2025 hat das
Land Südtirol dafür über 314 Millionen Euro
bereitgestellt. Fast 16.000 Menschen erhalten
Pflegegeld, die meisten werden zuhause
gepflegt.
Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen Pflege
möglichst lange zuhause ermöglichen und
Familien dabei bestmöglich unterstützen.
Denn gute Pflegepolitik bedeutet nicht nur
Versorgung, sondern auch Würde, Sicherheit
und Entlastung für die Menschen im
Alltag.
Neugründung des Vereins „St. Leonhard hilft
EO“ – Schnelle Hilfe für Menschen in Not
Kürzlich wurde im Gemeindeamt von St. Leonhard
der Verein „St. Leonhard hilft“ neu
gegründet. Bereits vor einigen Jahren hatte
es unter Altbürgermeister Konrad Pfitscher
eine gleichnamige Initiative gegeben, die nun
entsprechend den heutigen Bestimmungen als
Organisation des Dritten Sektors (EO) offiziell
neu aufgestellt wurde.
Am eigentlichen Anliegen hat sich nichts geändert:
Der Verein möchte weiterhin Menschen
rasch und unbürokratisch unterstützen, wenn
sie in eine schwierige Lebenslage geraten. Geholfen
wird vor allem bei finanziellen Engpässen
infolge von Krankheit, Unfall, Todesfällen,
Arbeitsproblemen oder Altersarmut. Der Fokus
liegt auf dem Gemeindegebiet von St. Leonhard,
in Ausnahmefällen wird auch darüber
hinaus geholfen.
Den Vorsitz hat Maria Oberprantacher übernommen.
Unterstützt wird sie von Albin Pixner
als Vizepräsident und Priska Ennemoser
als Schriftführerin. Im Vorstand arbeiten zudem
Robert Tschöll, Robert Haniger, Andrea
Marth und Thomas Pichler mit.
Wer selbst Hilfe benötigt oder auf jemanden
aufmerksam machen möchte, kann sich vertrauensvoll
an die Vorstandsmitglieder wenden.
Es besteht auch eine gute Zusammenarbeit
mit den sozialen Einrichtungen im Dorf
und den Diensten im Sprengel.
Der Verein lebt von freiwilligen Spenden,
welche auch steuerlich absetzbar sind und bedankt
sich herzlich bei allen, die diese Initiative
bisher unterstützt haben und auch weiterhin
unterstützen. Denn es gibt immer wieder Fälle,
in denen Hilfe besonders wichtig ist.
Spendenkonto: Raiffeisenbank Passeier
IBAN: IT22D0899858810000300227234.
Gerne können Sie den Verein auch mit 5 Promille
bei Ihrer Steuererklärung unterstützen.
Steuernummer:91075800218
Verein St. Leonhard hilft EO
Tel. 3495956767
stleonhardhilft@outlook.com
KONZERTE
der Musikschule Passeier
Beschallung | Beleuchtung | Bühnenbau | Zeltverleih
Mittwoch, 27. Mai 26
18.00 Uhr
VEREINSHAUS ST. LEONHARD
Rosmarie Pamer
Landesrätin für Sozialen Zusammenhalt,
Familie und Ehrenamt
Landeshauptmannstellvertreterin
Beschallung | Beleuchtung | Bühnenbau | Zeltverleih
+39 335 1050837 - info@passeierevents.com
Donnerstag, 28. Mai 26
18.00 Uhr
BÜRGERSAAL MOOS
JUKA ST. LEONHARD - ST. MARTIN - SALTAUS
Jugend musiziert gemeinsam
Die Jugendkapelle (JuKa) St. Leonhard, St.
Martin und Saltaus geht auch in diesem Jahr
wieder an den Start. Das bewährte Gemeinschaftsprojekt
bringt junge Musikantinnen und
Musikanten aus den drei Orten zusammen
und schafft Raum für gemeinsames Musizieren,
neue Erfahrungen und gelebte Kameradschaft.
Mit über 20 Teilnehmenden ist die
Im letzten Artikel
haben wir darüber
gesprochen, wie
sehr wir Frauen -
zwischen Beruf, Familie,
Haus und Hof
- oft im „Leistungs-
Modus“ gefangen
sind. Wir funktionieren.
Aber wo bleiben
wir selbst dabei?
Der Name Soulbirth
Doula, trägt das
Wort „Seele“ nicht
ohne Grund. Eine Doula begleitet nicht nur
den Körper durch die Geburt, sondern hält
den Raum für die seelische Wandlung, die
eine Frau durchläuft. Doch diese „Seelengeburt“
endet nicht nach dem Wochenbett. Sie
ist ein fortlaufender Prozess.
JuKa heuer besonders gut aufgestellt. Für die
Jugendlichen bedeutet das Zusammenspiel
nicht nur musikalische Weiterentwicklung,
sondern auch jede Menge Freude und Teamgeist.
Gleichzeitig profitieren die Musikkapellen
vor Ort, denn die gezielte Nachwuchsförderung
sichert die Zukunft der Blasmusik in
der Region langfristig.
Wenn die Seele mit dem Alltag Schritt halten muss
klingt in einer Welt voller To-do-Listen fast
radikal, ist aber lebensnotwendig.
Hier sind drei kleine Impulse, wie du deine
Seele wieder einladen kannst, mit dir Schritt
zu halten:
• Der bewusste Übergang: Nutze die Wege.
Von der Arbeit nach Hause, der Heimweg
vom Kindergarten nach Hause...: Halte für
drei tiefe Atemzüge inne, bevor du die Türklinke
drückst. Lass das „Alte“ kurz draußen,
um präsent im „Neuen“ anzukommen.
• Die Kraft unserer Natur: Wir leben an einem
der schönsten Orte der Welt. Ein kurzer
Blick auf die Berge oder das Rauschen
der Passer kann uns sofort erden. Nicht als
„Wanderung“, die man auch noch „schaffen“
muss, sondern als bloßes Wahrnehmen für
fünf Minuten.
Das Programm im Jahresverlauf ist abwechslungsreich
und bietet den jungen Musikantinnen
und Musikanten zahlreiche Möglichkeiten,
gemeinsam aufzutreten und wertvolle Erfahrungen
zu sammeln. Bereits im Mai war die
JuKa beim Familienfest in St. Martin sowie
bei einem Auftritt in St. Leonhard zu hören.
Weitere Termine stehen schon fest, darunter
das Musikfest in St. Leonhard am 30. August
und ein Auftritt Anfang September in Saltaus.
Auch in den kommenden Monaten warten
wieder viele musikalische und gemeinschaftliche
Momente auf die Jugendlichen.
Auch Traditionen kommen nicht zu kurz, denn
die JuKa wird wieder beim Martinsumzug in
St. Martin sowie bei den Nikolausumzügen in
St. Leonhard und St. Martin mitwirken. Gerade
diese traditionellen Veranstaltungen sind
für viele ein besonderer Höhepunkt im Jahreslauf
und zeigen die enge Verbindung der
Jugendkapelle mit dem Dorfleben.
Hinter dem Projekt steht ein engagiertes Organisationsteam
aus den Jugendleiterinnen
und Jugendleitern der drei Musikkapellen. Die
musikalische Leitung wird im Laufe des Jahres
von mehreren Dirigentinnen übernommen,
die die jungen Talente begleiten und fördern.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für ihren
Einsatz. Neue Jungmusikantinnen und Jungmusikanten
sind jederzeit willkommen und eingeladen,
Teil dieser starken Gemeinschaft zu
werden.
Tobias Egger-Karlegger
• Das Ja zu mir selbst: „Soulbirth“ heißt auch,
öfter mal „Nein“ zu einer äußeren Erwartung
zu sagen, um ein „Ja“ zu sich selbst zu finden.
Was würde mir jetzt gerade wirklich guttun?
Wir als Doulas sind da, diesen Raum für die
Seele zu hüten. Es geht nicht darum, noch
mehr zu optimieren, sondern darum, weicher
mit sich selbst zu werden. Wenn wir lernen,
unsere eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu
nehmen, schenken wir nicht nur uns selbst
etwas, sondern auch unseren Kindern - denn
eine Mutter, die mit ihrer Seele im Einklang ist,
strahlt eine ganz andere Ruhe und Kraft aus.
Lassen wir uns diesen Monat öfter mal die
Zeit, einfach nur durchzuatmen.
Mamie’s - Ganzheitliche Begleitung für Frauen
s‘Psairer Heftl - N° 05+06 ▪ 2026
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Warum wir oft „neben uns stehen“
Hast du dich schon einmal gefühlt, als würdest
du nur noch ferngesteuert agieren? Das passiert,
wenn unser Tempo im Außen schneller
ist als das Tempo unserer Seele. Die Seele ist
langsam. Sie braucht Stille, um gehört zu werden.
Wenn wir ständig leisten, verlieren wir
die Verbindung zu unserer inneren Stimme
– und damit oft auch die Freude und die Intuition,
die wir gerade als Mütter so dringend
bräuchten.
Kleine Inseln im Alltag
„Soulbirth“ bedeutet auch, sich selbst im Alltag
immer wieder neu zu gebären – sich den
Raum zu nehmen, einfach nur zu sein. Das
Wenn‘s um dich geht.
Raiffeisen.
Werbemitteilung
www.raiffeisen.it/junge-erwachsene