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28. Mai 2026

- Debatte um Zukunft von Wohnen Graz - Neues Grazer Buchprojekt schenkt Frauen Mut - Das war die Lange Nacht der Jungen Wirtschaft

- Debatte um Zukunft von Wohnen Graz
- Neues Grazer Buchprojekt schenkt Frauen Mut
- Das war die Lange Nacht der Jungen Wirtschaft

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Grazer28. MAI 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG

Getty

Quelle: GeoSphere Austria

26°

Freundlicher

Mix aus

Sonne

und Wolken.

Die Temperaturen

liegen morgen Freitag

zwischen 15 und 26 Grad.

Mutmachen

Unterstützen per Crowdfunding: Ein

neues Grazer Buchprojekt der Autorin

Karin Weiskopf schenkt Frauen Mut. 10

Durchstarten

Netzwerken am Schloßberg: Das war

die Lange Nacht der Jungen Wirtschaft

mit Auszeichnung für Nova Labs. 7

Jährliche Verluste von elf Millionen Euro

Debatte um Zukunft

von Wohnen Graz

SCHERIAU; WEISKOPF; GETTY

Gemeindebau. Ein neuer Prüfbericht stellt Wohnen Graz ein verheerendes Zeugnis aus: Elf Millionen Euro Verlust jährlich, Leerstände und Mietschulden

belasten das Budget. Kritisiert wird zudem eine mangelnde Strategie. Bürgermeisterin Elke Kahr verteidigt die niedrigen Mieten. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 28. MAI 2026

Kontrollamt ortet massive Missstände

Millionen-Desaster

bei Wohnen Graz

Der heute veröffentlichte Kontrollbericht, den das Kontrollamt – vormals Stadtrechnungshof – erstellt hat, übt starke Kritik.

FOTO FISCHER

VERNICHTEND. Der

Kontrollbericht bescheinigt

Wohnen Graz

massive Missstände

und jährliche Verluste

von elf Millionen Euro.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Vor elf Jahren, im Jahr 2015,

richtete die Stadt Graz den

Eigenbetrieb Wohnen Graz

ein. Damit konnte das Vermögen

der Stadt in den Büchern erhöht,

und die Schulden ausgelagert werden.

Seit der Gründung konnten

laut dem aktuellen Prüfbericht

keine Gewinne geschrieben werden,

die Verluste wurden noch

dazu immer größer und liegen laut

Rechnungshof nun bei elf Millionen

Euro jährlich. Allein durch

zu gering gehaltene Mieten gab es

laut Kontrollbericht bis Ende 2024

über zwei Millionen Euro Einnahmeverlust.

Dazu entstanden nur

im Jahr 2024 1,1 Millionen Euro

Kosten durch leerstehende Wohnungen.

Auch seien im selben

Jahr laut Kontrollamt 1,2 Millionen

Euro an Mietschulden ausständig

gewesen, die Stadt habe jedoch

damit gerechnet, nur etwa 200.000

Euro davon zurückzubekommen.

Damit entstanden im Jahr 2024 fast

elf Millionen Euro Verlust.

Kritik

Kritik kommt von Neos-Chef Philipp

Pointner: „Das Kontrollamt

bestätigt schwarz auf weiß, wovor

wir seit Jahren warnen: Wohnen

Graz wurde politisch verwaltet

statt strategisch gesteuert. Bürgermeisterin

Elke Kahr hat ihre politische

Verantwortung als zuständige

Stadtsenatsreferentin nicht wahrgenommen!“

Besonders alarmierend:

laut Kontrollamtleiter Hans-

Georg Windhaber lässt sich keine

langfristige Strategie für das kommunale

Wohnen in Graz erkennen.

Ebenso ist für die Grazer Grünen,

immerhin Koalitionspartner

der KPÖ klar, dass die aufgezeigten

Mängel ernst genommen

werden und in konkrete Verbesse-

rungen übersetzt werden müssen.

„Der Bericht des Kontrollamts

ist ernst zu nehmen. Wir sollten

strukturiert und gemeinsam mit

Experten ab Beginn der nächsten

Periode eine langfristige Strategie

für die Zukunft von Wohnen Graz

erarbeiten“, betont Gemeinderat

und Kontrollsprecher Gerhard

Hackenberger.

Auch seitens der FPÖ kommt

ein Statement dazu: „Der Prüfbericht

zeigt eindeutig, dass das von

der KPÖ geführte Wohnungsressort

völlig unverantwortlich agiert

hat. Die dunkelrote Wohnungspolitik

ist auf Sand gebaut und nicht

zukunftsfähig. Gerade in diesem

Bereich braucht es einen echten

und nachhaltigen Paradigmenwechsel“,

so Spitzenkandidat

René Apfelknab.

VP-Wohnungssprecher Markus

Huber kritisiert: „Leistbares

Wohnen ist wichtig, aber öffentliche

Betriebe müssen verantwortungsvoll

geführt werden. Wir

fordern seit Jahren Maßnahmen

im Gemeinderat ein, um die Situation

wieder zu verbessern, etwa

eine sozial treffsichere Mietstaffel

bei Gemeindewohnungen oder

klare und faire Zugangskriterien

mit einer erhöhten Mindest-

Hauptwohnsitzdauer in Graz.“

Statement

Bürgermeisterin Elke Kahr meldet

sich dazu auch zu Wort: „Die

Gemeindewohnungen der Stadt

Graz bieten tausenden Grazer

Familien, Pensionisten und jungen

Menschen eine Wohnung,

die sie sich dauerhaft leisten

können. Dadurch, dass die Mieten

deutlich unter den Richtwerten

liegen, helfen sie auch

mit, die Wohnkosten in Graz

insgesamt zu regulieren. Ich bin

als Bürgermeisterin jenen verpflichtet,

die keine Lobby haben

und es sich nicht richten können.

Daher ist es für mich, wie

es schon für meinen Vorgänger

Ernest Kaltenegger war, selbstverständlich,

die Mieten im Gemeindebau

nicht auf das Niveau

des freien Marktes anzuheben.“

Wohnen Graz verfolgt das Ziel,

leistbaren Wohnraum zu schaffen,

und nicht, Gewinne zu erzielen.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr

| GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | PROKURA, LEITUNG HR & FINANZEN: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538),

Victoria Weitenthaler (Stv.-CR, 0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (Leitung Grazer24, 0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at |

ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666

6642), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890), Azra Mehinagic (0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl |

VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


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www.grazer.at 28. MAI 2026

Medientalk mit Ernst Gödl

POLITIK. Seit knapp drei Wochen ist der Steirer Ernst Gödl in seiner neuen Funktion als Klubobmann

der ÖVP. Heute zog er am Grazer Karmeliterplatz eine kurze erste Zwischenbilanz für die Presse.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Der Steirer Ernst Gödl

ist ein Politiker, der das

Handwerk von der Pike

auf gelernt hat. Aufgewachsen in

Zwaring-Pöls, schrieb er schon

1995 Geschichte, als er mit gerade

einmal 23 Jahren zum jüngsten

Bürgermeister Österreichs

gewählt wurde. Nach Stationen

im steirischen Landtag, im Bundesrat

und langjähriger Arbeit

als Nationalratsabgeordneter

für Graz und Graz-Umgebung

hat der zweifache Familienvater

nun den vorläufigen Höhepunkt

seiner politischen Laufbahn erreicht:

Seit Kurzem zieht er als

Klubobmann des ÖVP-Parlamentsklubs

in Wien die Fäden.

Bei einem Presse-Hintergrund-

gespräch in der STVP-Parteizentrale

am Grazer Karmeliterplatz

ließ der neue Klubchef nun seine

ersten, intensiven Wochen

im Amt Revue passieren. Besonders

stolz blickt er auf die geheime

Wahl des Parlamentsklubs

zurück, bei der er 100 Prozent

Zustimmung erhielt. Aus seiner

Zeit als Bürgermeister ist

es Gödl gewohnt, den Konsens

zu leben. Eine Qualität, die er

auch in Wien einbringen will:

Er sehe sich als „Brückenbauer“,

allerdings „mit klarer Kante“. Zu

den anderen Fraktionen pflege

er einen guten Kontakt. Selbst

mit Oppositionsführer Herbert

Kickl gebe es eine aufrechte

„Gesprächsbasis“, auch wenn

sich die parlamentarische Zusammenarbeit

mit den Freiheitlichen

grundsätzlich schwierig

gestalte. Die Grazer Gemeinderatswahl

verfolgt Gödl mit

großem Interesse und antwortete

auf die Frage, mit welchen

Parteien die ÖVP eine Koalition

Klubobmann

Ernst Gödl

über die Grazer

Gemeinderatswahl.

eingehen sollte: „Mit allen im

Rathaus vertretenen“. Prinzipiell

habe er jedoch „eine große Abneigung

gegen den Kommunismu

s“.

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www.grazer.at 28. MAI 2026

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mitdiskutieren

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Eine Veranstaltungsfrage

Und wo ist da am Fischplatz

jetzt die großartige Veränderung?

Chris Wagner

* * *

Nur ein besserer Parkplatz

Eine Umlandgemeinde zeigt

Graz wie ein ordentlicher Busbahnhof

im Jahre 2026 aussehen

sollte. Grosses Dach für

ordentlich Schatten und Schutz

vor Regen zum trockenen Einund

Aussteigen. Das was Graz

hier vorhat, ist ein besserer

Parkplatz mit Standard Mini-

Wartehäuschen. Typisch Graz

eben, schade.

Michael Hochreiter

* * *

Antwort auf Micheal H.

Auch in Faßlberg ist der kleine

Umsteigebusbahnhof überdacht.

Aber Graz hat 2 Milliarden

€ Schulden und sehr hohe

Sozialausgaben und wird sich

daher so etwas Extravagantes

wie ein Dach einfach nicht leisten

können. Außerdem regnet

es in Graz selten und in Zukunft

angeblich noch seltener.

Hans J. Wilhelmi

* * *

Eine neue Asphalt-Hölle

Mmmmh angenehme kühle

Asphalt-Hölle.

Verena Hadler

* * *

Begrünung fehlt noch

Wenn jetzt noch die Schießbude

mit integriertem Café geschliffen

werden würde, wäre der

Schandfleck fast beseitigt. Einzig

die Begrünung fehlt noch.

Alexander Beer

* * *

Viele kleine Bäumchen

Hat unsere Grüne nicht mal

Bäumchen gesetzt?

Andrea Hein

* * *

Eine Haltestelle fehlt

Und wo ist die Straßenbahnhaltestelle

? Völlig daneben.

Friedrich Schwarzenberger

* * *

Eine fulminante Leistung

Schon eine fulminante Leistung...

Jutta Poglitsch

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Eröffnung

Busbahnhof

Am 26. Juni ist es soweit:

Der Busbahnhof am

Andreas-Hofer-Platz wird

eröffnet. Künftig bietet der

Platz sieben Bussteige, an

denen 20 RegioBus-Linien

halten. Der alte Busbahnhof

wird vollständig neugestaltet,

um die steigende

Zahl an Fahrgästen künftig

barrierefrei und komfortabel

bedienen zu können.

REAKTIONEN & KOMMENTARE


28. MAI 2026 www.grazer.at

Lange Nacht der jungen Wirtschaft

Eine Nacht für

Jungunternehmer

NETZWERK. Bei der

Langen Nacht der jungen

Wirtschaft kamen

junge Unternehmer

zum Netzwerken und

Austausch zusammen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Auch ein kurzer Gewitterschauer

konnte die Stimmung

bei der Langen Nacht

der jungen Wirtschaft in der Sky

Bar am Grazer Schloßberg nicht

trüben. Hunderte Jungunternehmer

folgten der Einladung von

Junge Wirtschaft Graz Obmann

Achim Wippel, einen gemeinsamen

Netzwerkabend zu genießen.

Der Abend stand zudem ganz im

Zeichen der Wahl zum Jungunternehmer

des Jahres. Die Auszeichnung

ging an David Schweiger und

Christian Gubik, die Gründer und

Eigentümer von Nova Labs. „Wir

haben uns sehr viele Gedanken

gemacht, wer diese Auszeichnung

bekommen könnte. Unsere Wahl

ist dann auf zwei Unternehmer gefallen,

die ihr Unternehmen vor

fünf Jahren in Graz gegründet haben

und heute bereits knapp 100

Mitarbeiter an zwei Standorten beschäftigen“,

begründet Wippel die

Wahl.

Mit dabei

Den Abend genossen: der Nationalratsabgeordnete

Kurt Egger,

Stadtrat Kurt Hohensinner, VP

Graz Geschäftsführer Markus Huber,

Bezirksvorsteher-Stellvertreter

Robert Hagenhofer, Junge Wirtschaft

Steiermark Landesvorsitzender

Christiam Wipfler, Junge Wirtschaft

Graz Obmann-Stellvertreter

Max Schell, Martin Sykora, Junge

Wirtschaft Graz-Umgebung Obfrau

Silke Kurzmann, Carolin Kogler

und Simon Aldrian von idlab uvm.

graz 7

Die Eigentümer

von Nova

Labs David

Schweiger, (l.)

und Christian

Gubik (3. v.l.)

wurden als

Jungunternehmer

des Jahres

ausgezeichnet,

Martin Sykora,

Junge Wirtschaft

Graz

(2.v.l.), und

Wirtschaftsstadtrat

Kurt

Hohensinner

(r.) gratulierten

herzlich.

SCHERIAU (4)

Alle Fotos auf

www.grazer.at

VP Graz Geschäftsführer Markus Huber, Martin Sykora, Junge Wirtschaft

Graz Obmann Achim Wippel und Nationalratsabgeordneter Kurt Egger (v.l.).

Junge Wirtschaft: Max Schell, Silke

Kurzmann und Christian Wipfler (v.l.).

Tolle Auszeichnung durch die Junge

Wirtschaft Graz.


8 graz

www.grazer.at 28. MAI 2026

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ anna.stocker@grazer.at

Verkehrsunfall mit

Schwerverletztem

■ Am Mittwochvormittag kam es

im Bezirk Gries zu einem schweren

Verkehrsunfall mit Fahrerflucht.

Ein 62-jähriger Fußgänger

befand sich gegen 10:06 Uhr auf

der Verkehrsinsel, Kreuzungsbereich

Auf der Tändelwiese/

Herrgottwiesgasse/Puchstraße,

nördlich der Trafik. Nach derzeitigen

Erkenntnissen dürfte er im

Bereich der dortigen Taxiparkplätze,

aus bislang ungeklärter

Ursache von einem gelben PKW

erfasst worden sein. Durch den

Zusammenstoß erlitt der Mann,

welcher stark alkoholisiert war,

lebensbedrohliche Verletzungen

und wurde vom Roten Kreuz in

das LKH Graz eingeliefert. Der

Lenker des beteiligten Fahrzeu-

Die Freiwillige Feuerwehr Judendorf-Straßengel wurde gestern mit vier

weiteren Feuerwehren zu einem Gebäudebrand alamiert. FF JUDENDORF-STRASSENGEL

ges setzte die Fahrt fort. Da der

Bereich zur genannten Uhrzeit

stark frequentiert war, ersucht die

Polizei mögliche Zeugen, die den

Unfall beobachtet haben oder

Hinweise zur fahrzeuglenkenden

Person geben können, sich bei

der Verkehrsinspektion unter 059

133/654110 zu melden.

Ein Dachstuhlbrand

in St. Oswald

■ Am Mittwochabend wurde die

Freiwillige Feuerwehr Judendorf-Straßengel

gemeinsam mit

vier weiteren Feuerwehren zu

einem Brand bei einem Wirtschaftsgebäude

in St. Oswald

bei Plankenwarth alarmiert.

Gegen 17:50 Uhr bemerkten die

Hausbesitzer den Brand und

verständigten umgehend die

Einsatzkräfte. Durch das rasche

Eingreifen aller eingesetzten

Kräfte konnte der Brand unter

Kontrolle gebracht und gegen

19:12 Uhr vollständig gelöscht

werden. Auch das Rote Kreuz

stand vorsorglich im Einsatz.

Glücklicherweise wurden weder

Personen noch Tiere verletzt.

Die Brandursache ist

derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Während des Einsatzes

war die L316 vollständig

gesperrt.

Verkehrsunfall im

Baustellenbereich

Die Freiwillige Feuerwehr Unterpremstätten

wurde gestern

Nachmittag zu einem Verkehrsunfall

auf die A9 Höhe Schwarzlsee

Fahrtrichtung Linz im Baustellenbereich

alarmiert. Ein

PKW ist mit der linken Heckseite

eines LKW zusammengestoßen.

Beide Fahrzeuge kamen

auf dem ersten Fahrstreifen

zum Stillstand. Die Aufgabe der

Freiwilligen Feuerwehr Unterpremstätten

beschränkte sich auf

das Freimachen und Sichern der

Verkehrswege. Verletzt wurde

niemand. Nach etwa 45 Minuten

konnte wieder ins Rüsthaus

eingerückt werden.

Linda sucht

ein Zuhause

Grazer

Pfoten

Linda wünscht sich ein liebevolles neues Zuhause.

Linda, eine etwa acht Jahre

alte Englisch Kurzhaar

Katze, wünscht sich ein neues

Zuhause, in dem sie ankommen

kann. Sie ist eine liebevolle

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versteht sich gut mit anderen

Katzen, die ebenfalls chronischen

Schnupfen haben.

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Tel. 0676 84 24 17 437

ARCHE NOAH

Heute fand in Graz eine große Demonstration gegen die geplanten

Budgetkürzungen an den österreichischen Universitäten statt. DER GRAZER

Proteste gegen Sparpläne

■ Heute gingen in Graz Studierende,

Lehrende und Universitätsmitarbeiter

auf die Straße,

um zu protestieren. Unter dem

Motto „#UnisRetten“ wurde

gegen die geplanten Budgetkürzungen

an Österreichs Universitäten

demonstriert. Treffpunkt

der Demonstration war

in der Wilhelm-Fischer-Allee,

die Abschlusskundgebung

fand am Hauptplatz statt. Die

Proteste richteten sich gegen

angekündigte Einsparungen

im Hochschulbereich. Universitäten

und Hochschülervertretungen

warnen vor überfüllten

Hörsälen, schlechteren

Betreuungsverhältnissen und

Personalkürzungen. Studierendenvertretungen

und Initiativen

riefen zur Teilnahme

auf. Bereits in Wien gingen am

Mittwoch tausende Menschen

auf die Straße. Die heutige Demonstration

soll ein Zeichen

gegen den Sparkurs im Bildungsbereich

setzen.


28. MAI 2026 www.grazer.at

graz 9

Ein letztes Mal in der Fremde

ABSTIEGSKAMPF. Die HSG Graz muss in der Abstiegsrunde der HLA Meisterliga am Freitag (18.30

Uhr) nach Schwaz. Dabei heißt es für Nemanja Belos bei den Tirolern: verlieren streng verboten.

Nemo in Action. Nemanja Belos (l.) und die HSG Graz treten am Freitag ab

18.30 Uhr in Schwaz zum vorletzten Match der Abstiegsrunde an. GEPA

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Das Ende naht. Zwei Spiele

gilt es für die HSG

Graz in der Abstiegsrunde

der HLA Meisterliga noch zu

spielen. Am Freitag geht es in

die Fremde zu Schwaz Handball

Tirol, ehe am Mittwoch das abschließende

Heimspiel gegen

Bregenz auf dem Programm

steht. Aktuell sind Nemanja

Belos und Co. Dritter, einen

Punkt vor Hollabrunn, das am

Samstag Bregenz zu Gast hat.

Gleichzeitig liegt die HSG auch

nur einen Zähler hinter Leader

Schwaz. Spannender geht es

also kaum und zwei Runden vor

dem Ende ist noch kein Team

gerettet – weshalb auch alle alles

geben werden.

„Der Heimsieg gegen Holla-

brunn war durch die Bank eine

starke Teamleistung“, sagt Trainer

Risto Arnaudovski. „Unser

Gameplan ist voll aufgegangen

und wir haben bis zur letzten

Sekunde um die zwei Punkte

gekämpft.“ Durch das 35:30

konnten die Graz den letzten

Platz wieder verlassen und Hollabrunn

ans Ende stoßen. „Jetzt

in Tirol wartet aber ein ganz

anderes Spiel auf uns“, sagt Arnaudovski.

„Wir haben uns diese

Woche intensiv vorbereitet

und werden alles dafür tun, die

nächsten wichtigen Punkte zu

holen.“

Eine Entscheidung darüber,

wer den Gang in die zweite Liga

antreten muss, wird wohl erst in

der letzten Runde am Mittwoch

fallen, wenn die HSG ab 18.30

Bregenz empfängt und Hollabrunn

Schwaz zu Gast hat.

Fünfmal genießen und dabei sparen

Der „Grazer“ Schlemmer-Pass

enthält je einen Gutschein für:

• Flann O‘Brien: Flann- oder Veggie-Burger

• Ristorante Paradiso: italienischer Klassiker

• Coffeeshop Barista‘s Kalsdorf:

Bagel-Frühstücks-Combo

• Novapark Flugzeughotel: reichhaltiges

Frühstücksbuffet

• Café Restaurant LEO: moderne

Frühstückskreationen

der Grazer

Schlemmer-

Pass

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Erhältlich in den s’Fachl Filialen Murpark, Citypark und Herrengasse,

sowie in allen oeticket-Verkaufsstellen. Gültig bis 30. September 2026

www.grazer.at


10 graz

www.grazer.at 28. MAI 2026

Doris Kampus (l.) und Verena Nussbaum

wollen eine Frauen-PVE. SPÖ

SP will eigenes

Frauenzentrum

■ „Wir haben nur noch 15

Frauenärzte in Graz, nur vier

davon sind Frauen. Das ist für

eine Stadt mit 300.000 Einwohnern

einfach zu wenig.

Und dass Frauen nur zu vier

Frauenärztinnen mit Kassenvertrag

gehen können, ist ein

unhaltbarer Zustand“, analysiert

SPÖ-Spitzenkandidatin

Doris Kampus die aktuelle

Situation in der Gynäkologie.

Österreichweit sind rund 63

Prozent der Kassenfrauenärzte

Männer. Sie fordert deshalb

fordert die Einrichtung eines

eigenen Gesundheitszentrums

für Frauen in Graz. Unterstützt

wird sie dabei von

ÖKG-Vorsitzendem Andreas

Huss, der solche Frauengesundheitszentren

bereits im

Jahr 2024 im ORF gefordert

und auf die schlechte Versorgungslage

hingewiesen hat.

Eine Frauen-PVE könnte laut

Kampus bereits 2027 umgesetzt

werden. Unterstützung

kommt außerdem von der

Nationalratsabgeordneten

Verena Nussbaum, die als

Grazer SP-Frauenvorsitzende

die Probleme in der Gesundheitsversorgung

von Frauen

kennt. Sie lud gestern Mirijam

Hall, eine Gendermedizinerin

aus Wien in die Landeshauptstadt

ein, um über

gendergerechte Medizin zu

informieren.

Ein Buch, das

Hoffnung schenkt

FRAUENGESUNDHEIT.

Ein Grazer Buchprojekt

bricht das Tabu rund

um den Beckenboden

und schenkt Betroffenen

neuen Mut.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Seit mittlerweile knapp vier

Jahrzehnten steht der 28.

Mai im Zeichen der weiblichen

Gesundheit. Der weltweite

Aktionstag, der 1987 ins Leben

gerufen wurde, rückt unter

dem Leitmotiv „Our health, our

rights, our lives“ essenzielle Themen

in den Vordergrund. Neben

der körperlichen und seelischen

Verfassung von Frauen macht

die Initiative auch auf das drängende

Problem der Gewalt aufmerksam.

Tabu Beckenboden

Ob chronische Schmerzen, Endometriose

oder unwillkürlicher

Harnverlust: Millionen von

Frauen teilen diese Last – und

schweigen oft darüber. „Frauengesundheit

lässt sich nicht bloß

auf Zahlen, Fakten und reine Diagnostik

reduzieren, wie es in der

Schulmedizin leider häufig pas-

siert“, erzählt die Expertin Karin

Weiskopf. Für sie gehen Themen

wie Gebärmuttererkrankungen

viel tiefer: „Wertschätzung ist dabei

ein zentraler Punkt, einerseits

im Umgang mit

dem eigenen Körper,

andererseits wie die

Gesellschaft betroffene

Frauen behandelt.

Es geht dabei

häufig nur um Kleinigkeiten,

wie Worte oder Karin Weiskopf

Gesten, die den Unterschied

ausmachen können.

Negativ wie positiv.“ Um diesem

Leiden eine Stimme zu geben,

hat die Autorin kein trockenes

Fachbuch geschrieben, sondern

einen berührenden Roman. In

„Da gibt es etwas, das du wissen

solltest …“ verwebt sie die echten

Lebenswege von Frauen, die

sie seit 15 Jahren begleitet, ganz

behutsam mit ihrer eigenen Geschichte.

Lesung im Studyo

Damit dieses Herzensprojekt

im Grazer Kintsugi Verlag (gestaltet

von Anna Haerdtl) überhaupt

gedruckt werden kann,

läuft noch bis zum 7. Juni eine

Crowdfunding-Kampagne auf

wemakeit. Dass manche Menschen

bei dem Thema noch zögern,

kann Karin Weiskopf gut

verstehen: „Der Beckenboden

GETTY; WEISKOPF

und Erkrankungen des Unterleibs

sind nicht nur ein Tabu

sondern unbewusst haben wir

Frauen auch Angst. Angst vor

dem was dort in unserer

Mitte schlummert: an

unangenehmen Körpererinnerungen

und verdrängten

Gefühlen. Respekt

haben wir aber auch

vor der eigenen Kraft,

die Vieles in uns und

unserem täglichen

Leben auf den Kopf stellen

kann.“ Ihre wichtigste Botschaft

zum heutigen Tag der Frauengesundheit

ist ein echtes Geschenk:

„Sei mutig und selbstbestimmt

in allem, was du tust,

und lass dir von niemandem

einreden, mit dir stimme etwas

nicht.“ Ein Körper muss nicht

perfekt funktionieren – er darf

leben. Wer Lust hat, gemeinsam

in diese Kraft einzutauchen und

das eigene Vertrauen zu wecken,

ist herzlich eingeladen:

Am 5. Juli gibt es in Graz eine

exklusive Lesung samt Beckenbodenworkshop

im Yogastudio

„ Stu d yo“.

Hier geht es direkt zur Unterstützung

der Crowdfunding-

Kampagne: https://wemakeit.

com/projects/kraft-der-weiblichen-mitte


SCHLOSSBERG

Sommer

NEUER TERMIN!

BIERGARTEN

OPENING

von 10 –11 Uhr

GRATIS

AUFFAHRT

mit der

Schloßbergbahn

So, 31. Mai 26

ab 11 Uhr

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AUSTROPOP LIVE von

Ein Fest für die ganze Familie:

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Paar Weißwürste mit Breze &

süßem Senf um € 5,50

bis zum „Zwölfe-Läut‘n“

Steirische Riesenbratwurst vom Feuerring-Grill

mit Haussenf & Semmerl zum

halben Preis um € 5,50

(Solange der Vorrat reicht!)

-Leser-Goodie

€ 2,90 für 0,5 l Gösser für die

ersten 200 Gäste

(Gutscheine werden vor Ort vergeben)

GOURMET-TOMBOLA

WINZERSTANDL mit Weinverkostung &

SARTI-COCKTAIL-BAR mit Sundowner

Essen | Trinken | Feiern


12 graz

www.grazer.at 28. MAI 2026

Ab morgen finden die ersten Gemeinschaftsgarten-Tage in Graz statt. HERZGARTEN

Ausblick

Was am Freitag in

Graz wichtig ist

■ Die Universität Graz öffnet am morgigen Freitag gemeinsam mit

dem Festival La Strada ihren Campus. Bei „Uni Vibes“ werden Wissenschaft,

Kunst, Musik und gesellschaftliche Debatte miteinander

verbunden. Los geht‘s um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, für einzelne Programmpunkte

ist allerdings eine Anmeldung erforderlich.

■ Die Grünen laden zum fünften clim@ Festival auf dem Mariahilferplatz.

Ab 15 Uhr gibt es dort ein buntes Programm mit Marionettenspielern,

Clowns und Stelzengehern, Kleider-Börse und Vintage-

Flohmarkt, Live-Musik und Kulinarik.

■ Zum Tag der Nachbarschaft veranstalten mehr als zwanzig Einrichtungen

der Stadtteilarbeit einen Nachmittag der offenen Tür.

■ Im Rahmen der ersten Gemeinschaftsgarten-Tage öffnen von

morgen bis 31. Mai zahlreiche Gemeinschaftsgärten ihre Tore. Es gibt

Führungen, Workshops und gemeinsames Gärtnern.

■ Der Verein „Soziale Projekte Steiermark“ lädt zum neunten Ball

der Vielfalt in die Kammersäle. Das Konzept: ein Ball ohne Barrieren

– kein Eintritt, keine Bekleidungsvorschrift, kein großes Budget nötig.

Beginn ist um 18.30 Uhr (Einlass 17 Uhr), ein Highlight die inklusive

Modenschau mit nachhaltiger Kleidung aus den Carla-Läden.

■ Die Kunstuniversität Graz setzt in Kooperation mit Amnesty International

ein klingendes Zeichen gegen Unterdrückung und Hass und

lädt zu einem Konzert ins MUMUTH. Ab 19 Uhr gibt‘s im Proberaum

„Musik gegen Angst“.

4. Markt fest

LEND-

PLATZ

FREITAG

19. JUNI

Feiern Sie mit uns das

4. „Grazer“-Marktfest

am Lendplatz!

• 14 Uhr: DJ Wurzinger

• 17 Uhr: Edi and Friends

www.grazer.at

präsentiert

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