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Vorschau Kunst Herbst 2026

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KUNST

HERBST 2026


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Marketing und Presse

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Liebe Leserinnen und Leser,

vier Jahre sind vergangen, seit Antisemitismus-Vorwürfe

die documenta fifteen erschütterten. Seither wurden die

Ereignisse nicht nur ausführlich aufgearbeitet. Die Debatten

haben zugleich eine intensive kunsthistorische Beschäftigung

mit antisemitischer Bildsprache angestoßen. Erstmals

wurde dieses Themenfeld in seiner historischen Dimension

untersucht, wodurch antisemitische Kulturtechniken

neu kontextualisiert werden konnten. Nach der jüngst

erschienenen Publikation Antisemitismus und Kunst vor 1933

legen wir im Herbst mit dem Sammelband Antisemitische

Symbole in Kunstobjekten einen weiteren Beitrag zu diesem

leider sehr aktuellen Thema vor.

Wie reagiert Kunst auf eine Gegenwart, die von Gewalt,

Migration und Zerstörung geprägt ist? Publikationen

wie der Ausstellungskatalog zum Werk des französischen

Künstlers Nicolas Daubanes, der Sammelband Times

of Waste oder die Bände der neuen Reihe Spectropia.

Experiments in Trace eröffnen vielfältige Perspektiven auf

diese Frage und geben zugleich differenzierte Impulse

für eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen

unserer Zeit.

Ich wünsche Ihnen wertvolle Anregungen beim Entdecken

dieser und vieler weiterer Titel zur Kunst von der Antike

bis heute in unserer Vorschau!

Katja Richter

Editorial Director Arts


INHALT

Nicolas Daubanes 4

Heia Norge! 6

Ashkan Sahihi 8

Unter Druck 10

Felix Nussbaum 12

Carl Schuch 1846–1903 14

Spielerische Allianzen 16

Tatort Ephesos. Kleopatra in Rom 18

Stories from the Post-Ethnological Museum 20

Times of Waste—Handling Matter 21

Counter-Cartographies of Trace 22

Fossil Aesthetics 23

AI Halftime 24

Crossing Borders 25

Theorien der Praxis – vor und nach Artistic Research 28

Rethinking Transcultural Interactions in Visual Art 29

Wachstum und Form 30

Tele-Monumente – Tele-Monuments 31

Malerei als Verkleidung 32

Feminist Insurgences 33

Körperidealen trotzen 34

Private: Please Come In 35

Objekte der Begierde 37

Mehr als Ironie 40

Carlo Scarpa 41

Armando. Das skulpturale Werk 1988–2017 42

Malen mit dem Körper 43


Zum Schreiben ermutigt 44

Tracing Provenance in Italy 46

Antisemitische Symbole in Kunstobjekten 47

Fragmented Modernity in Interwar France 48

Paul Posenenske und die Kunsthochschule Kassel 49

Ein kalifornischer Zauberberg 50

Aufbrüche zur Abstraktion in der europäischen Architektur der Moderne 52

Brasilianische Belle Epoque 54

Chinoiserie and Chinese Art in Siam 55

Wahnfried 56

Luxus 57

Gefällige Unordnung oder didaktische Innovation? 58

Poesie des Lichts 59

Katastrophe 60

Mimicry and Masks 61

Dynamische Kombinationen 62

Rubens und die Immanenz des Bildes 63

Silber 66

Fragile Masterpieces 67

Golden Glow 68

Der Schild und das Bild 69

Die Glasmalereien im Westchor des Naumburger Doms 70

Gesamtinstandsetzung der Kirche St. Michael in Bamberg 72

Der Berliner Dom 74

BACKLIST

Ausgewählte Titel 75


Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Hrsg.)

Nicolas Daubanes

Le feu intérieur

Seiten 200

Abb. 70

Format 21,0 × 28,0 cm

Br.

978-3-422-80444-9 De/En

€ 40,00 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH

OKTOBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Katalog zur ersten großen Werkschau

in Deutschland

Engagierte Kunst über Mut zum

Ungehorsam, Befreiung und Demokratie –

mit kunsthistorischen Bezügen und

partizipativer Arbeit mit Betroffenen

4

Ausstellung

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

26. September 2026 bis 10. Januar 2027

9 783422 804449

Der französische Künstler Nicolas

Daubanes (*1983) beschäftigt sich mit

Machtstrukturen und dem Willen zum

Widerstand gegen sie. Seine Werke –

großformatige, zuweilen monumentale

Zeichnungen mit Eisenpuder auf magnetischen

Platten und Installationen

– reflektieren die Ursachen und Folgen

von Gewalt, sozialer Ungerechtigkeit,

Unterdrückung und Krieg. Historische

Recherchen widmet er vor allem der

jüngeren französischen und deutschen

Geschichte und Gegenwart, der Resistance

im Zweiten Weltkrieg und

dem Schicksal von Inhaftierten und

Deportierten.

Das Buch mit dem Titel Le feu intérieur

– was sowohl auf schwelende Brände

innerhalb von Gesellschaften als auch

auf das „innere Feuer“ als Antrieb von

Widerstand leistenden Künstler*innen,

Wissenschaftler*innen, Politiker*innen

oder Bürger*innen verweist – stellt

Daubanes´ Arbeiten und seine Themen

anhand von umfangreichem Bildmaterial

und fundierten Essays vor.

Mit Beiträgen von

Kirsten Claudia Voigt, Julien Voinot,

Laëtitia Desserrières, Frédéric Bußmann

u. a.


5


Mathias Listl, Nils Ohlsen, Theres Rhode

(Hrsg.)

Heia Norge!

Konkrete Kunst in Norwegen seit 1970 / Concrete

Art in Norway since 1970 / Konkret kunst i Norge

siden 1970

Seiten 192

Abb. 90

Format 22,0 × 28,0 cm

Br.

978-3-422-80437-1 De/En/Nor

ca. € 38,00 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH/NORWEGISCH

NOVEMBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erster umfassender Überblick zur

Konkreten Kunst in Norwegen seit

1970 – mit rund 100 Werken von über

25 Künstler*innen

6

Ausstellungen

Kunstmuseum Lillehammer, 24. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027

Museum für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt, voraussichtlich Herbst/Winter 2027/28

9 783422 804371

Kurz nach 1968 begannen einige norwegische

Kunstpionier*innen, radikal

vereinfachte Gemälde mit stark gefärbten

monochromen Flächen und

streng geometrischen Formen zu

schaffen. Dies markiert den Beginn

der Konkreten Kunst in Norwegen.

Völlig zu Unrecht sind viele ihrer Vertreter*innen

nicht nur in Deutschland,

sondern auch in ihrer Heimat bis

heute noch zu wenig bekannt. Der

Begleitband zu einer Ausstellung im

Kunstmuseum Lillehammer und dem

Museum für Konkrete Kunst und Design

Ingolstadt widmet sich erstmals

übergreifend diesem Thema und zeigt

die enorme Vielfalt und Qualität dieser

Strömung im nördlichsten Königreich

Europas. Dabei rücken nicht nur Gemälde,

Grafiken, Skulpturen und Installationen

ab den 1970er-Jahren bis

heute in den Fokus. Darüber hinaus

werden Video-, Textilkunst und Fotografie

in den Blick genommen und

zeigen das breite Spektrum der Konkreten

Kunst in Norwegen seit 1970.

Mit Beiträgen von

Mathias Listl, Nils Ohlsen,

Theres Rohde

Künstler*innen

Eirin Bjørsland Hansen, Paul Brand, Marie Buskov, Herbert Hebler, Callum Inness,

Hennie-Ann Isdahl, Marte Johnslien, Camilla Løw, Edith Lundebrekke, Arne Malmedal,

Trine Mauritz, Tone Myskja, Kristin Nordhøy, Thomas Pihl, Bjørn Ransve, Stein Rønning,

Dag Skedsmo, Anders Sletvold Moe, Thorbjørn Sørensen, Lars Strandh, André Tehrani,

Mouche Thomsen, Gerd Tinglum, Tone Vigeland, Sidsel Westbø, Erlend Grytbakk Wold,

Martin Woll Godal, Sverre Wyller


7


Ashkan Sahihi (Hrsg.)

Ashkan Sahihi

ParisNewYorkPortraits

Seiten 128

Abb. 38

Format 24,0 × 30,0 cm

Br.

978-3-422-80428-9 En

€ 38,00 [D]

ENGLISCH

APRIL 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

38 black-and-white studio portraits capture

young people from Paris and New York

beyond digital self-staging

With a reflection by Ocean Vuong

8

Exhibition

Lea Bischofberger Gallery, Zurich

March 19 to April 30, 2026

9 783422 804289

With ParisNewYorkPortraits, photographer

Ashkan Sahihi presents a

compelling portrait series that challenges

and refines the way we see.

Envisioning a radiant and optimistic

future, the book brings together 38

young people in their twenties from

Paris and New York—a generation

shaped by pandemic isolation and the

constant exposure of digital hypervisibility.

Captured in analogue black-andwhite,

without artificial light or digital

alteration, each face resists easy

categorization. Ethnic background,

identity, and belonging remain fluid

rather than fixed. With remarkable

sensitivity and restraint, Sahihi creates

images that privilege presence

over performance.

Accompanied by three thought-provoking

essays, the volume reflects on

contemporary image cultures, social

media self-staging, and the question

of what it means today not just to be

looked at but truly seen. ParisNew-

YorkPortraits is a celebration of

youth, individuality, and hope amid

the complexities of our time.

Ashkan Sahihi,

born in Tehran in 1963, is an Iranian-

American photographer who began

his artistic career in the cultural

avant-garde of 1980s New York.

Known for his portrait-based social

studies, often dealing with the question

of perception, he created significant

works in the cities of New York,

Istanbul, London, and Berlin, which

have been exhibited and published

internationally.

With contributions by

Sussan Babaie, Saskia Trebing,

Natascha Schoenaich-Carolath and

Ocean Vuong


9


Astrid Wallmann (Hrsg.)

Unter Druck

Politische Plakate 1918–1991

Seiten 144

Abb. 110

Format 24,0 × 28,0 cm

Geb.

978-3-422-80423-4 De

€ 28,00 [D]

DEUTSCH

APRIL 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Das 20. Jahrhundert im Spiegel

politischer Plakate

Mit Werken von A. M. Cay, Heinz Fuchs,

Ludwig Hohlwein, Käthe Kollwitz,

Holger Matthies, Max Pechstein,

Walter Schnackenberg, Klaus Staeck,

Franz von Stuck u. v. m.

10

Ausstellungen

Museum Wiesbaden, 6. Februar bis 9. August 2026

Hessischer Landtag, 18. März bis 12. April 2026

9 783422 804234

Politische Plakate werden in Europa

erstmals massiv im Kontext der Propaganda

des Ersten Weltkriegs eingesetzt.

Seither begleiten sie als visuelle

Kommentare gesellschaftliche und politische

Umbrüche. Die Publikation zeigt

die gestalterische und thematische

Entwicklung des politischen Plakats ab

1918. Während nach dem Ersten Weltkrieg

eine expressionistische Gestaltung

den traumatisierten Zustand der

Nation zum Ausdruck brachte, zeugen

Formen und Motive der Plakate aus

den 1920er- und 1930er-Jahren zunehmend

von der Brutalität der politischen

Auseinandersetzungen. Nach dem

Zweiten Weltkrieg rücken Themen wie

die Auseinandersetzung der Systeme

und individuelle Politiker in den Fokus.

Eine jüngere Zielgruppe sprechen die

Plakate der 1960er- und 1970er-Jahre

im Pop-Art-Stil an. Die 1980er- und

1990er-Jahre markieren schließlich den

Beginn eines Stilpluralismus.

Bearbeitet von

Peter Forster, René Grohnert, Nikolas

Werner Jacobs

Mit Beiträgen von

Petra Eisele, Peter Forster, René

Grohnert, Nikolas Werner Jacobs,

Astrid Wallmann


11


Museumsquartier der Stadt Osnabrück

(Hrsg.)

Felix Nussbaum

Maskeraden / Masquerades

Seiten 200

Abb. 60

Format 18,5 × 23,5 cm

Geb.

978-3-422-80443-2 De/En

ca. € 38,00 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Neue Erkenntnisse zum Werk von

Felix Nussbaum

Maskendarstellungen in der ersten

Hälfte des 20. Jahrhunderts

Chancen und Risiken von „Masken“ in

postmigrantischen Gesellschaften heute

12

Ausstellung

Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier Osnabrück

22. November 2026 bis 4. April 2027

9 783422 804432

Maskeraden spielen im Werk des

deutsch-jüdischen Künstlers Felix

Nussbaum (1904–1944) eine besondere

Rolle. Sie sind Mittel der Selbstreflexion

in Zeiten des Umbruchs und der

Versuch, angesichts der zunehmenden

Bedrohung durch den Nationalsozialismus

die eigene künstlerische Identität

zu bewahren.

Der Katalog widmet sich diesem im

Werk Nussbaums bisher wenig erforschten

Motiv und zeigt seine Maskenbilder

in Gegenüberstellung mit

Werken von Zeitgenoss*innen, darunter

Max Beckmann, James Ensor, Karl

Hofer, Emil Nolde und Lea Grundig.

Die Präsentation der Werke wird mit

vertiefenden kunstwissenschaftlichen

Beiträgen zum Thema ergänzt. Sie

schlagen eine Brücke zu gesellschaftsund

identitätspolitischen Diskursen

unserer Gegenwart, in der „Maskierungen“

allgegenwärtig sind.

Mit Beiträgen von

Katharina Henkel, Maren Koormann,

María do Mar Castro Varela, Anne

Sibylle Schwetter, Herwig Todts u. a.


13


Österreichische Galerie

Belvedere (Hrsg.)

Carl Schuch 1846–1903

Catalogue raisonné

Seiten 482

Abb. 650

Format 24,0 × 28,0 cm

Geb.

978-3-422-80445-6 De

€ 55,00 [D]

DEUTSCH

DEZEMBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erstes Werkverzeichnis zu Carl Schuch –

unter Berücksichtigung jüngster

maltechnischer Analysen und Befunde

Essays zu Biografie, Werk und Rezeption:

Schuch als unabhängiger Künstler im

Spannungsfeld zwischen Realismus und

Moderne

14

9 783422 804456

Die Malerei Carl Schuchs ist ein profunder

Beitrag zur europäischen Kunst

im ausgehenden 19. Jahrhundert. Sein

Œuvre spannt den Bogen vom Wiener

Biedermeier über den Realismus deutscher

Prägung hin zur französischen

Avantgarde, von Waldmüller über

Leibl zu Manet, Monet und Cézanne. In

stetiger Auseinandersetzung mit aktuellen

Entwicklungen und in skeptischer

Distanz zum eigenen Schaffen kulminiert

sein Werk während seiner Jahre

in Paris in Stillleben und Landschaften

eigenster Prägung.

Schuch selbst hat der Nachwelt den

Zugang zu seinem Werk nicht leicht

gemacht, indem er verwarf, was ihm

nicht gut genug erschien. Rund 350

Gemälde und etwa 250 Arbeiten auf

Papier haben sich erhalten. Ein beachtlicher

Teil davon ist verschollen.

Erstmals liegt nun mit dem Catalogue

raisonné eine kritische Bestandsaufnahme

des Werks vor.

Roland Dorn,

Vorsitzender der Carl Schuch Gesellschaft

e. V.


15


Fritz Backhaus, Wolfgang Cortjaens,

Thomas Weißbrich (Hrsg.)

Spielerische Allianzen

Bernsteinpolitik und höfische Kultur

in der Frühen Neuzeit

Seiten 256

Abb. 100

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

978-3-422-80427-2 De

€ 30,00 [D]

DEUTSCH

MAI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erste interdisziplinäre Studie zu

Königsberger Bernstein-Brettspielkästen um

1600

Neue Perspektiven auf ein bisher wenig

untersuchtes Feld frühneuzeitlicher

Luxusobjekte

16

Ausstellung

Deutsches Historisches Museum, Berlin

8. Mai 2026 bis 31. Oktober 2027

9 783422 804272

Zwischen 1590 und 1620 entstanden

im Umfeld des preußischen Hofes in

Königsberg zahlreiche Brettspielkästen

für Mühle, Schach und Tric Trac,

die einen künstlerischen Höhepunkt

der Bernsteinverarbeitung markieren.

In diesem Band wird erstmals der Entstehungskontext

der kostbaren Kunstkammerobjekte

vor dem Hintergrund

höfischer (Spiel-)Kultur und dynastischer

Bündnispolitik untersucht.

Die Erwerbung einer Königsberger

Brettspielkassette von 1607 durch das

Deutsche Historische Museum gab

2021 den Anlass, diese kulturhistorisch

signifikante Untergruppe der preußischen

„Bernstein-Diplomatie“ interdisziplinär

zu erforschen. Die 13 Beiträge

des Bandes verbinden kunst-, kulturund

wirtschaftshistorische Perspektiven

und machen den Ostseeraum als

strategischen Brennpunkt der Zeit „um

1600“ greifbar.

Mit Beiträgen von

Valeria Butera, Wolfgang Cortjaens,

Mathias Herman, Katharina Küster-

Heise, Rahul Kulka, Markus Laufs,

Ulrich Schädler, Antje Scherner, Verena

Wasmuth, Klaus Weber, Thomas Weißbrich,

Sabine Witt


4 Brettspielkasten, Königsberg, 1607

(wie Abb. 1), Detail des Außenrandes:

ameliertes Ornamentplättchen

mit Blumen und Vögeln

5 Bernstein-Kästchen, Königsberg,

Anfang 17. Jahrhundert, signiert

Hans Klingenberg, Detail eines

Ornamentplättchens, Hamburg,

Altonaer Museum

einem engen Kontakt beider Meister ausgegangen werden kann. 10 Doch auch

materialkundliche Vergleiche haben ihre Grenzen, denn oft bezogen die Bernsteindreher

vorgefertigte Teile aus lokalen oder auswärtigen Werkstätten. So

erlauben etwa die Bildplättchen mit amelierten Pflanzen- und Vogeldarstellungen

an den Außenseiten des Berliner Brettspielkastens, zu denen sich identische

Amelierungen an einem Klingenberg zugeschriebenen Kästchen im

Altonaer Museum finden (Abb. 4, 5), keineswegs eine Zuschreibung an diesen

Meister, könnte es sich dabei doch ebenso gut um Importware einer der

Augsburger oder Nürnberger Goldarbeiterwerkstätten handeln, die sich auf

diese spezielle, aus der Hinterglasmalerei abgeleitete Fertigungs- und Dekortechnik

in Blattgold oder Metallfolie spezialisiert hatten. 11

Sowohl Hans Klingenberg als auch Georg Schreiber haben für den

Königsberger Hof gearbeitet. Die ab den 1560er-Jahren in fürstlichen Inventaren

und in den Ausgabenbüchern der preußischen Herzöge urkundlich

nachgewiesenen Bernstein-„Brettspiele“ (Abb. 6) waren vor allem Repräsentationsstücke,

zu bewundern in den Kunstkammern und Privatgemächern

der Herrschenden. In diesen nur ausgewählten Personen zugänglichen Räumen

fürstlicher Repräsentation befanden sich neben kunsthandwerklichen

Preziosen auch naturwissenschaftliche Fund- und Schaustücke aus den Bereichen

Botanik, Zoologie, Mineralogie und Archäologie. 12 Die Sammlungen

waren Teil der Selbstdarstellung des Adels, der sich in einem ständigen Konkurrenzverhältnis

und Überbietungswettbewerb befand.

6 Ausgabenbuch der herzoglichen Familie für das Jahr 1610, darin: Erwähnung

eines von Hans Klingenberg im Auftrag des Herzogs Albrecht Friedrich von

Preußen gefertigten Brettspiels aus Bernstein, Elfenbein und Silber, 19. Februar

1610, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK), XX. HA Ostpr.

Fol., Nr. 13521

12

13

17

3a Klappspielbrett mit drei Spielbrettern, Norditalien, zweite Hälfte 15. Jahrhundert,

Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. KK 3715

3b Klappspielbrett mit drei Spielbrettern, Norditalien, zweite Hälfte 15. Jahrhundert

(wie Abb. 3a), Innenseiten

vertieft eingesetzt. Es war also noch nicht daran gedacht, Spielsteine im Innern

zu verstauen. In etwa die gleiche Zeit dürfte ein Klappspielbrett aus Glasscheiben

im Schloss Ambras gehören: 20 Durch das ebenfalls leicht rechteckige Format

entsteht auf zwei Seiten des Schach- und des Mühlebretts jeweils ein recht

breiter Rand. Die Zuschreibung der die Spielbretter umrahmenden orientalisierenden

Pflanzenmotive ist ungeklärt; außerdem ist der originale Rahmen

leider nicht erhalten, sodass eine genauere Einschätzung schwierig ist.

Neben dem dualen Spielbrett wurde also ein dreifaches Spielsystem

etabliert. Es führte dem bestehenden Schach- bzw. Damebrett und dem Brett

für Backgammon-Spiele das Mühlespiel hinzu. Dieses Spiel war in dem hier

betrachteten Zeitraum besonders im Süden Europas beliebt, wo es zur gleichen

Spielfamilie wie die kleine Mühle und das aus dem arabischen Raum stammende,

das Damespiel vorwegnehmende Alquerque gezählt wurde. 21 Nun

lässt sich beobachten, dass das typische Spielbrett für Alquerque nach 1500

in Europa kaum noch vorkommt, wohl weil das Spiel nun auf das Schachbrett

übertragen wurde. 22 Diese Entwicklung scheint durch die Brettspielkassette

maßgeblich beeinflusst worden zu sein. Nun finden wir das Dreigestirn

Schach–„Backgammon“–Mühle in dieser Form in Norditalien, nämlich in der

Problemsammlung eines unter dem Pseudonym Bonus Socius schreibenden

lombardischen Verfassers, die seit dem 14. Jahrhundert weite Verbreitung in

Europa fand. 23 Die Sammlung umfasst für Wetten gedachte Aufgaben für

Schach, 24 verschiedene Backgammon-Spiele und Mühle mitsamt ihren Lösungen.

Von Norditalien aus gelangte die Schrift schon im frühen 14. Jahrhundert

nach Frankreich, wo prächtig ausgestattete Handschriften und Übersetzungen

für des Lateinischen unkundige, aber wohlhabende Interessenten angefertigt

wurden, als deren Autor sich ein gewisser Nicolas de Nicolai ausgibt.

42

43


Georg A. Plattner, Regina Hölzl,

Stephanie Stoss, Martina Minas-Nerpel,

Hilmar Klinkott (Hrsg.)

Tatort Ephesos.

Kleopatra und Rom

Seiten 272

Abb. 270

Format 21 × 25,0 cm

Br.

978-3-68924-334-0 De

€ 45,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

Neue Erkenntnisse zum sogenannten

Oktogon in Ephesos

Skulpturen, Inschriften, Grabreliefs und

Handschriften erzählen von Intrigen und

Machtkämpfen der Antike

18

Ausstellung

Kunsthistorisches Museum, Wien, Neue Hofburg

20. Oktober 2026 bis 29. März 2027

9 783689 243340

Ein geheimnisvoller Grabbau, ein skandalöser

Mord, eine Welt im Umbruch

– in Ephesos, einer der prunkvollsten

Städte der antiken Welt, wurde Kleopatras

Schwester Arsinoë ermordet

und begraben. Wer waren die handelnden

Personen und welche Rolle

spielten dabei die politischen Umwälzungen

des ersten Jahrhunderts vor

und nach Christus?

Die Beiträge des Bandes diskutieren

kulturhistorische Fragen zu den

zentralen Akteur*innen der Zeit, zu

Caesar, Marc Anton, Augustus und

Kleopatra. Neueste Ergebnisse der

österreichischen archäologischen

Grabungen in Ephesos ergänzen die

archäologischen, historischen und kulturwissenschaftlichen

Perspektiven. Es

entsteht das facettenreiche Panorama

einer vernetzten antiken Welt, in der

man sich kultureller „Codes“ bewusst

bediente, um Herrschaft zu sichern –

einer Welt, in der die Mittel zur Macht

vielfältig und Morde alltäglich waren.

Georg A. Plattner, Regina Hölzl,

Stephanie Stoss,

Kunsthistorisches Museum, Wien

Martina Minas-Nerpel,

Institut für Ägyptologie, Universität

Trier

Hilmar Klinkott,

Institut für Klassische Altertumskunde,

Universität Kiel


19


Claudia Banz (Hrsg.)

Stories from the

Post-Ethnological

Museum

Re-Reading Ethnographic Collections Today

WMW NOW 2

Seiten 88

Abb. 15

Format 15,0 × 23,0 cm

Br.

978-3-68924-324-1 En

€ 18,00 [D]

ENGLISCH

JUNI 2026

DE GRUYTER

Invites readers to explore new forms of

relationship between humans and the wider

world, moving beyond an anthropocentric

perspective

20

Exhibition

“The Craftocene” Weltmuseum Wien

March 3 to August 16, 2026

9 783689 243241

The post-ethnological museum no

longer regards ethnological collections

as archives of “foreign cultures”, but

as dynamic repositories of knowledge

on global relationships. It critically

examines their origins and provides

new forms of interpretation, cooperation,

and authorship. Central to this

approach is dialogue with contemporary

art: artistic practices create new

ways of engaging with the collections,

challenge established meanings, and

link them to current social and ecological

discourses. The museum sees

itself as a translator between different

knowledge systems and provides a

space in which the past, present, and

possible futures are negotiated.

The volume brings together artistic

and research-based positions that link

historical collections with current ecological

issues.

With essays by

Debbie Chachra, Mathias Muwonge

Kyazze, Natasha Doroshenko Murray,

Emanuele Quinz, and Superflux

20

infrastructures reinforce what we know. The Craftocene,

our first major solo show, invites us all to re-examine

this relationship to the world.

The Craftocene at the Weltmuseum

To enter the three rooms that house The Craftocene,

one must first walk through the grand marble hall of the

museum entrance. The Weltmuseum Wien is a place

where civilizations are studied and fragments of culture

preserved, where tens of thousands of objects from

around the world have undergone careful conservation

fig. 1 Superflux, The Craftocene, installation view of Refuge for Resurgence.

Weltmuseum Wien, 2026

and restoration. Passing through the hall and entering

The Craftocene, this context lingers. Inside the show,

the civilization being examined is our present, all-too

familiar one.

Our work has always aimed to challenge audiences

to question what we take as given. The behaviours and

purchases we make, the habits and customs we enact

and hold dear; these are deeply at odds with the kind of

futures we want for ourselves and our descendants.

Resolving this tension requires turning an ethnographic

lens on to ourselves.

The history of studying the ‘other’, which is woven

into the traditions of ethnography and anthropology, is

part of the same cultural impulse by which we separate

ourselves from the ecological systems that support us.

Much of our studio’s speculative work is focused on

building tangible worlds where this false separation

stops being the reason behind how and why we exist,

make, and create. The last six years of thinking and

making that are on display in The Craftocene embody

our belief that to change our actions we must reexamine

our fundamental understanding of where we

stand in relation to the more-than-human world. The

three elements that make up the exhibition build

alternative possibilities for people to step into, to

provoke other ways of being and sensing: sculptural

weather sensors resurface the ecological intelligence of

rivers (Nobody Told Me Rivers Dream, 2025; fig. 1) a

multi-species banquet sets the stage for reconciliation

with the more-than-human world (Refuge for

Resurgence, 2021; fig. 2), and a speculative archaeology

21

Deb Chachra

On

Technological

Complexity

and Systems

For many thousands of years, Indigenous communities

of the northwest coast of North America have used

distinctive wooden fishing hooks to catch the large,

bottom-dwelling Pacific halibut that are an important

food source for them. Some of these hooks can be

found in anthropological museums around the world,

including the Weltmuseum Wien (fig. 1). Three hooks,

from the Haida community, are currently on display at

the Museum of Anthropology at the University of British

Columbia in Vancouver. 1

1 MOA 2026.

47


Flavia Caviezel, Mirjam Bürgin,

Nina Samuel (Hrsg.)

Times of Waste —

Handling Matter

Seiten 264

Abb. 100

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-11-132066-3 En

€ 49,00 [D]

978-3-11-132092-2 En

Open Access

ENGLISCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Waste and beyond

Caring for planetary conditions

Multifaceted perspectives on materiality

21

9 783111 320663

Waste is political. Waste is social. Waste

is economic, ecological, and colonial.

It embodies traces of the past and

imaginaries of the future. In this book,

artists, designers, and art scholars

discuss the perception and handling of

waste materiality, including practical

approaches to coexistence. Exploring

transnational narratives of material

traces, the contributions examine the

interplay of representation, temporality,

and technology. Attentive to the accumulated

leftovers of previous generations

and the unsettling prospect of a

‘new world disorder’, the publication

emphasizes interconnectedness and

dependency within a more-than-human

world. Against the backdrop of a

postcolonial understanding of material

culture and the implications of the

Anthropocene, how could a multiperspective

conception of waste in space

and time be embraced?

Flavia Caviezel,

Basel Academy of Art and Design

FHNW

Mirjam Bürgin,

Basel Academy of Art and Design

FHNW

Nina Samuel,

Cluster Matters of Activity, Humboldt

Universität zu Berlin


Lee Douglas, Aimée Joyce,

Magdalena Buchczyk (Hrsg.)

Counter-Cartographies

of Trace

Theoretical, Methodological and Ethical

Approaches Across Disciplines

Spectropia 1

Seiten 320

Abb. 210

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-68924-269-5 En

€ 69,00 [D]

978-3-68924-052-3 En

Open Access

ENGLISCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

First articulation of Traces Studies

Opens fresh pathways for engaging with

the legacies of violence, the climate crisis,

technological change, imperial histories, and

everyday practices of resistance

Featuring contributions from academic and

artistic, non-academic voices

22

9 783689 242695

This volume provides a road map for

a new field of transdisciplinary Traces

Studies. Based on four years of collaborative,

interdisciplinary research, it

adopts an experimental approach to

traces. In a world marked by layered

forms of violence – political, economic,

social, and environmental – the

contributions offer a vital and timely

intervention. Instead of searching for

lost or silenced histories, they turn to

counter-cartography: a radical practice

where gaps, absences, and fragments

become powerful sites of possibility.

In this way, the authors seek to open

space for speculation, incompleteness

and the possibility of imagining:

What might it be like – or feel like – to

move through fractured, uncertain

worlds guided by traces? How might

we reimagine complex social realities

and contested terrains through what

remains? And what new possibilities

might emerge from the act of tracing?

Aimée Joyce,

University of St Andrews

Magdalena Buchczyk,

Humboldt-Universität zu Berlin

Lee Douglas,

Goldsmiths, University of London


Jaime Vindel

Fossil Aesthetics

Energy Imaginaries and Global Warming

Spectropia 3

Seiten 176

Abb. 9

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-68924-102-5 En

€ 69,00 [D]

978-3-68924-103-2 En

Open Access

ENGLISCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

23

9 783689 241025

Fossil Aesthetics explores how fossil

fuels, thermodynamic science, and

industrial capitalism have shaped

modern cultural imaginaries. Bridging

political ecology, eco-Marxism, and

aesthetic theory, the book argues that

energy is not only a material force but

also a powerful symbolic construct

that has naturalized productivism and

domination. From the steam engine

to neoliberal “creative energy,” it traces

how fossil imaginaries structure

perception, labor, and worldviews in

the ‘Capitalocene’. At a time of climate

crisis, this essay calls for a denaturalization

of fossil culture and the imagining

of alternative, post-fossil energy

cultures.

Jaime Vindel,

Spanish National Research Council,

CSIC, Madrid


Zeynep Aksöz,

Margarete Jahrmann (Hrsg.)

AI Halftime

Becoming Human Through Art

Edition Angewandte

Seiten 180

Abb. 100

Format 19,5 × 25,0 cm

Geb.

978-3-68924-336-4 En

€ 48,00 [D]

ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Reframes AI as part of a hybrid ecology

New perspectives on AI and artistic practice

24

9 783689 243364

As AI evolves in increasingly autonomous

and difficult-to-govern ways,

it has become clear that we are no

longer at an early moment of experimentation.

AI halftime presents a

suspended moment within an unfolding

transformation.

Challenging the divide between technology

and nature, the book argues

that technology is not an external

force but part of the hybrid ecology

we inhabit, evolving in continuous

intra-action with biological, social, and

perceptual systems.

This book investigates the roles, embodiments,

and agencies AI assumes

within artistic practice. It explores

emerging hybrid ecologies shaped by

multiple intelligences and asks: How

artistic practices can intervene structurally,

reshaping the trajectories of

technological evolution and redefining

what intelligence might become.

Zeynep Aksöz, Margarete Jahrmann,

University of Applied Arts Vienna


Elana Shapira,

Anne-Katrin Rossberg (Hrsg.)

Crossing Borders

Central European Women in the Arts

Edition Angewandte

Seiten 256

Abb. 102

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-262-6 En

978-3-68924-049-3 En

€ 62,00 [D]

ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Central European women artists influencing

global art and design

Presents women artists who crossed borders

and shaped modernism

25

9 783689 242626

This book highlights the contributions

of Central European women to global

modernism in architecture, design, art,

photography, and museology. It spotlights

trailblazers including designers

Ilonka Karasz and Mariska Karasz,

artist Amrita Sher-Gil, photographer

Irena Blühová, architect Dora Gad, and

ceramicist Susi Singer. It also explores

the groundbreaking practices of jewelry

designer Cissy Zoltowska, artist

Kiki Kogelnik, museologist Zdenka

Munk, and visual artist Mira Schendel.

Concluding with contemporary multimedia

positions, the book examines

how these women navigated materiality

and spirituality, bridging concept

and matter, gender dynamics, and the

East–West divide within and beyond

Europe.

Elana Shapira,

University of Applied Arts Vienna

Anne-Katrin Rossberg,

Museum of Applied Arts Vienna


Elana Shapira, Daniela Finzi (Hrsg.)

It Hurts!

Violence against Women in Art and

Psychoanalysis

2025

Br. 978-3-11-133596-4 En/De

E-Book 978-3-11-133607-7 En/De

€ 72,00 [D]

Ernst Logar (Hrsg.)

Reflecting Oil

2025

Br. 978-3-68924-253-4 En

E-Book 978-3-68924-046-2 En

€ 32,00 [D]

Barbara Putz-Plecko (Hrsg.)

Heterotopien des

Künstlerischen

Lehren als künstlerische Praxis

2025

Br. 978-3-11-145774-1 De

E-Book 978-3-11-145819-9 De

€ 52,00 [D]

Başak Şenova (Hrsg.)

The Octopus

On Diversities, Art Production,

Educational Models, and

Curatorial Trajectories

2024

Br. 978-3-11-136534-3 En

E-Book 978-3-11-136554-1 En

€ 42,00 [D]

Parlamentsdirektion, Universität

für angewandte Kunst Wien, Pascal

Petignat (Hrsg.)

Probelauf

Performative Szenen zum

parlamentarischen Betrieb

2024

Br. 978-3-11-133716-6 De

€ 45,00 [D]

Jacqueline Rugo,

Rainer Wölzl (Hrsg.)

Rainer Wölzl – Konstellationen

2024

Br. 978-3-68924-132-2 De

E-Book 978-3-68924-010-3 De

€ 45,00 [D]

Peter Weibel,

Katharina Gsöllpointner (Hrsg.)

Ruth Schnell – WORKBOOK

Mirrors of the Unseen

2023

Br. 978-3-11-124998-8 En

E-Book 978-3-11-125010-6 En

€ 45,00 [D]

Alfred Vendl,

Martina R. Fröschl (Hrsg.)

Doors to Hidden Worlds

The Power of Visualization in

Science, Media, and Art

2023

Geb. 978-3-11-125000-7 En

E-Book 978-3-11-125012-0 En

€ 52,00 [D]

Cosima Rainer,

Eva Maria Stadler (Hrsg.)

Schule Oberhuber

Der Künstler, Rektor,

Ausstellungsmacher und sein

Programm

2023

Br. 978-3-11-106160-3 De

E-Book 978-3-11-106222-8 De

€ 42,00 [D]

Sammelbände, Dokumentationen und

Monografien aus den Bereichen


Die Buchreihe der

Universität für angewandte Kunst Wien

Barbara Putz-Plecko (Hrsg.)

Geografien des Textilen

Lehren als künstlerische Praxis

2025

Br. 978-3-11-145760-4 De

E-Book 978-3-11-145818-2 De

€ 52,00 [D]

Sven Ingmar Thies (Hrsg.)

Grafikdesign unterrichten

Ansätze, Einblicke, die Bedeutung

des Zuhörens und 24 Interviews mit

inspirierenden Lehrenden

2025

Br. 978-3-0356-2965-1 De

E-Book 978-3-0356-2967-5 De

€ 42,00 [D]

Thomas Feuerstein, Jens Hauser,

Lucie Strecker (Hrsg.)

Life Is Other

A/Biotic Entanglements in Art

and Curating

2025

Br. 978-3-68924-133-9 En

E-Book 978-3-68924-011-0 En

€ 42,00 [D]

Monika Sommer, Nora Sternfeld,

Luisa Ziaja, Martina Griesser-Stermscheg

(Hrsg.)

Nicht einfach ausstellen

Kuratorische Formate und

Strategien im Postnazismus

2025

Br. 978-3-11-136449-0 De

€ 42,00 [D]

Bernadette Reinhold,

Christina Wieder (Hrsg.)

„Sonderfall“ Angewandte

Die Universität für angewandte

Kunst Wien im Austrofaschismus,

Nationalsozialismus und in der

Nachkriegszeit

2024

Br. 978-3-11-136632-6 De

E-Book 978-3-11-137149-8 De

€ 49,00 [D]

Universität für angewandte Kunst

Wien (Hrsg.)

Radikale Universität

Universitäten in Zeiten globaler

Umbrüche. Die Angewandte und

Rektor Gerald Bast

2023

Br. 978-3-11-134156-9 De

E-Book 978-3-11-134167-5 De

€ 49,00 [D]

Martina Griesser-Stermscheg, Christine

Haupt-Stummer,

Renate Höllwart, Beatrice Jaschke,

Monika Sommer, Nora Sternfeld, Luisa

Ziaja (Hrsg.)

Widersprüche. Kuratorisch

handeln zwischen Theorie und Praxis

2023

Br. 978-3-11-101452-4 De

E-Book 978-3-11-102717-3 De

€ 42,00 [D]

Eva Maria Stadler,

Jenni Tischer (Hrsg.)

Abstraction & Economy

Myths of Growth

2024

Br. 978-3-11-136634-0 En

E-Book 978-3-11-137134-4 En

€ 45,00 [D]

Payer Gabriel

A plus minus Z

Payer Gabriel. Abwesenheit – Zufall /

Absence – Accidental

2023

Br. 978-3-11-106624-0 De/En

E-Book 978-3-11-106658-5 De/En

€ 45,00 [D]

# Architektur

# Bildende und Mediale Kunst

# Design

# Konservierung und Restaurierung

# Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung

# Sprachkunst


Christiane Kues

Theorien der Praxis –

vor und nach Artistic

Research

Seiten 160

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-68924-079-0 De

978-3-68924-080-6 De

€ 28,00 [D]

DEUTSCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Grundlegende Studie zu Geschichte und

Aktualität künstlerischer Forschung

Untersucht erstmals historische und soziale

Kontexte der Vorgeschichte von Artistic

Research

28

9 783689 240790

„Artistic Research“ bezeichnet sowohl

künstlerisch‐forschende Praktiken als

auch deren zunehmende institutionelle

Verankerung, etwa in Promotionsprogrammen.

Das Buch untersucht erstmals

die Entwicklung dieses Feldes

entlang zentraler Transformationsprozesse

in den Künsten – von kritischen

Impulsen seit den 1970er-Jahren bis

zur Etablierung von Artistic Research

als eigenständigem Diskurs. Im Fokus

steht Artistic Research als Theorie

der Praxis: als ein Denken aus dem

künstlerischen Handeln heraus, mit

seinen Vorstufen, Verfestigungen und

Bruchstellen. Ein fundierter Beitrag zur

aktuellen Diskussion an der Schnittstelle

von Kunst, Forschung und Wissensproduktion.

Christiane Kues,

Research Fellow am ifk (Internationales

Forschungs zentrum Kulturwissenschaften)

in Wien


Gunhild Ravn Borggreen (Hrsg.),

Mette Højsgaard, Kristine Sandal Hansen

Rethinking Transcultural

Interactions in Visual Art

Contact Zones 10

Seiten 472

Abb. 140

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-245-9 En

€ 99,00 [D]

978-3-68924-041-7 En

Open Access

ENGLISCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Transdisciplinary approaches to modern and

contemporary visual art

Includes interviews, photo essays, artworks,

and scholarly articles

Broad outlook from different geographical

positions and viewpoints

29

9 783689 242459

This book examines the transcultural

and global turn in art research as well

as in curatorial and artistic practice.

Bringing together contributions from

scholars, curators, and artists, the

volume approaches transculturation

as a critical lens for understanding the

complex flows of people, objects, and

ideas across the globe. The authors

examine how knowledge systems are

challenged and reconfigured, how

plural identities are negotiated within

entangled communities, and how

alternative historiographic frameworks

take shape beyond Western paradigms.

Attention to material practices

highlights the role of objects and

artworks as carriers of memory and

affective solidarity. In this way, transculturation

emerges as both an analytical

framework and a transformative

practice shaped by movement across

borders.

Gunhild Ravn Borggreen,

University of Copenhagen

Mette Højsgaard,

University of Copenhagen

Kristine Sandal Hansen,

University of Copenhagen

28 Transculturation as a Paradigm for Art History

Monica Juneja and Anne Ring Petersen 29

322 Conscious Creations

Anita Markmiller 323

urbanized gentleman-painters, to recreate life-like illustrations of Hindu mythology and

history, as well as portraits commissioned by elite patrons. This saw the professionalization

of the artist in the modern sense—as in the case of Ravi Varma, whose business

acumen helped him create a pan-Indian network of viewers and customers. The

transcultured aesthetic of Victorian illusionism that gave both human subjects as well as

divinities a sensuous immanence came to enjoy an appeal across class and geography.

This portrait of a senior rani (queen) of the royal family of Travancore taps the potential

of naturalist painting to draw out the luxuriance of silks, brocades, and jewels as well as

the textures of the red velvet curtain, imposing pillars, and an ornate marble table, all

set within her reception room in the palace. The rani rests her hand on a book bound in

red leather, with two others lying behind it (fig. 1). Thanks to the availability of German

technology, a number of printing presses supplied an eager market of buyers with a profusion

of mechanically reproducible, chromolithographic prints of painted works that

fed into other genres such as calendar art, advertising, and film. Instead of speaking of

incomplete modernization or an imperfect understanding that often results as a consequence

of forcible imposition, this particular transcultured conception of art asks us

to think of the telos of modernity together with, rather than replacing, other notions of

temporality, in an uneven, even frictional coexistence. Instead of having to make a case

for multiple or alternative or decolonial modernities, we see how a putatively singular

modern concept of art can transformatively unfold in heterogeneous settings.

We cannot, however, fully grasp these conceptual dynamics without asking how

they were constituted by the pre-histories of image-making in the subcontinent, where

illusionism was a subject of intense discussions across religious traditions—the Hindu,

the Buddhist, and the Islamic. Debates on the production of images, both painted and

sculpted, were lively and contested at the courts of Hindu and Muslim rulers during the

sixteenth to eighteenth centuries. The thorny question of illusionism—maya in Sanskrit

or tamathil in Arabic (translated as “likeness which deceives”)—and the legitimacy of

visual representation lay at the heart of many discussions across religious divides. Buddhist

practices of image-making strove to negotiate the slippery ground between art

and beauty as modes of persuasion and the traps present within the illusory nature of

the material world. Though the Buddha was portrayed as a sensuous human body, art

practice drew on both the Buddhist canon as well as Hellenistic idioms to explore a language

to represent him as embodying a peace offered in his teachings that transcended

worldly attachments. These discussions acquired a keener edge following the arrival of

European works during the late sixteenth and seventeenth centuries—mainly engravings

but also small format paintings—via the agency of diplomats, but primarily Jesuit

missionaries. The presence of a plurality of traditions and practices of representation

engendered a form of self-reflection about the nature of image-making itself. The aesthetic

category of “art” came to be disaggregated into several component elements—for

which a precise lexicon of terms was available in several Indian languages: skill, material,

idiom (or style, to use a modern term)—and further broken down into tasks such

as drawing, coloring, rendering faces, or burnishing, to mention a few. This copious

Fig. 1: Raja Ravi Varma, Portrait of Maharani Thirunal Lakshmibai of Travancore, 1883, oil on canvas. Sri

Chitra Art Gallery, Thiruvanthapuram

vocabulary carried its sedimented meanings into the nineteenth and twentieth centuries:

art as making with materials and transforming these, which transacted with the

more modern concept to pluralize it. In other words, the persistence of the pre-modern

should not be read as an anachronistic presence, but as a resignifiable corpus of lan-

Fig. 1: Annarita Serra, La Venere, various plastic materials and sea shell, 2012, Private Collection.

Since 1950, only nine percent of discarded plastics have been recycled worldwide,

while the majority have been landfilled or mismanaged rather than prevented or

returned to a circular economy.7 These past and ongoing failures of sustainable waste

management pose political, social, and environmental challenges. By reacting to them,

plastic waste in contemporary art is often read as an expression of activism and interpreted

as a social, political, or economic critique. Such readings are also shaped by the

complexity of plastic waste networks and their lack of transparency from a consumer’s

7 Heinrich-Böll-Stiftung and Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Plastikatlas: Daten und

Fakten über eine Welt voller Kunststoff (Heinrich-Böll-Stiftung, 2021), 36.

perspective. However, focusing on art primarily as an act of raising awareness favors

the message over the creative process and the meaning-making that emerges through

the artwork itself. Additionally, analyzing the transformation of waste into art solely

from the perspectives of value or recycling risks treating the artwork as a final product,

neglecting material agency. This obscures the friction and complexity that plastic waste

encounters along the way, which is necessary to understand the artwork. In La Venere,

the broken materials not only address the pollution of bodies of water from discarded

plastic; assembled into a plastic Venus, they also visually convey the entanglement of

material culture, mythology, living beings, and natural forces.

This study explores plastic waste as an artistic material within a dynamic global

network beyond human agency. Using a transcultural approach, it reframes the artwork

from a final product to a temporary pause in the lives of discarded plastic objects. In

dialogue with new materialism, the analysis focuses on the journey of plastic waste,

examining its taxonomic and physical transformations. It demonstrates how art-historical

attention to material, form, and subject enriches the transcultural method.

The article is structured around Michael Thompson’s socio-anthropological perspective

on the shifting valuation of objects, especially art, in his Rubbish Theory (1979).8

As one of the earliest publications on waste theory,9 Thompson understands value as

socially attributed, based on shared distinctions between relevance and irrelevance.10

He categorizes objects as durable, transient, or rubbish depending on whether their

value increases, decreases, or remains zero, while the concept of “transfer” describes

how objects move between these categories as they transition from one context to

another. This framework provides the structural basis for examining transformations

of waste into art, tracing movements from transient to rubbish, through rubbish itself,

and from rubbish to durable.

The analysis of Serra’s La Venere proceeds by engaging with the individual objects

and their material histories as they appear within the artwork. Focusing on their fragmented

state, the study treats the plastic fragments as displaced remnants comparable

to spolia, whose prior uses and meanings remain legible in the composition. Comparison

to their previous forms, recalled through visual and practical memory, serves as

a method for identifying physical change. Waste appears throughout the analysis as a

plural and indeterminate condition rather than a fixed category. It encompasses collections

of discarded objects, individual fragments, and microplastics, whose persistence

8 Michael Thompson, Rubbish Theory: The Creation and Destruction of Value – New Edition (Pluto Press,

2017).

9 For a broad discussion of theories on waste, see Lucy Bell, “Place, People and Processes in Waste

Theory: A Global South Critique,” Cultural Studies 33, no. 1 (2019), https://doi.org/10.1080/09502386.20

17.1420810.

10 Thompson, Rubbish Theory, 72.


K. Lee Chichester

Wachstum und Form

Gestaltungsprozesse in der Kunst und Biologie

der Britischen Moderne

Seiten 464

Abb. 150

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-11-124908-7 De

978-3-11-124921-6 De

€ 79,00 [D]

DEUTSCH

DEZEMBER 2026

DE GRUYTER

Kunst und ihre Einflüsse auf die

Wissenschaft um 1900

Neue Perspektiven auf das Werk Barbara

Hepworths und John Pipers

30

9 783111 249087

Welche Relevanz hat Kunst für die

Wissenschaft? Nur wenige Studien

konnten bisher konkrete Auswirkungen

künstlerischer Werke auf wissenschaftliche

Theoriebildung nachweisen.

Dies gelingt jedoch in diesem

Buch. K. Lee Chichester zeigt auf, wie

die Begegnung von Biolog*innen mit

Kunstwerken zur Entwicklung neuer

Bilder in der Biologie geführt hat. Sie

folgt der Spur des einflussreichen

schottischen Biologen D’Arcy W.

Thompson, der um 1900 eine Theorie

organischer Formbildung formulierte,

die sich am kunsthandwerklichen

Verständnis von Form und Kraft orientierte.

Seine Ansätze wurden von

jüngeren Biolog*innen aufgegriffen,

die unter dem Eindruck der Kunst des

Britischen Konstruktivismus und in

Zusammenarbeit mit Künstler*innen

wie Barbara Hepworth und John Piper

neue Bilder für Gestaltungsprozesse

im Organismus entwickelten.

K. Lee Chichester,

Universität Bremen


Andrea Pinotti

Tele-Monumente –

Tele-Monuments

Erinnerungspraktiken und digitale Technologien –

Memorial Practices and Digital Technologies

Panofsky-Professur am Zentralinstitut

für Kunstgeschichte München

Seiten 112

Abb. 24

Format 13,0 × 21,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80404-3 De/En

978-3-422-80405-0 De/En

€ 16,90 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH

SEPTEMBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Innovativer kritischer Vergleich

digitaler Technologien (VR, AR, KI) als

Erinnerungsstrategien

Tele-Erinnerung betrachtet im Kontext der

menschlichen Dialektik Nähe/Ferne

Analyse der Neugestaltung des sozialen

Gedächtnisses im Zeitalter algorithmischer

Medien

31

9 783422 804043

Bei Monumenten denken wir normalerweise

an Objekte aus Stein oder

Bronze, die das soziale Gedächtnis

einer Nation oder Gemeinschaft verkörpern

und es in materiellen Objekten

greifbar machen. Neue digitale Technologien

– virtuelle Realität, erweiterte

Realität und künstliche Intelligenz –

verleihen Gedenkpraktiken eine unerwartete

Materialität und ein neuartiges

Potenzial. Dieses Buch bietet einen

kritischen Vergleichsüberblick über die

verschiedenen Arten digitaler Denkmäler

und betrachtet sie als Strategien

der Telepräsenz, sowohl ästhetisch

als auch ethisch und soziopolitisch.

Paradigmatische Fallstudien werden

analysiert, um aufzuzeigen, wie die Erfahrung

des externalisierten Gedächtnisses

im Zeitalter der algorithmischen

Medien tiefgreifend umgestaltet wird.

Andrea Pinotti,

Institut für Philosophie an der Universität

Mailand La Statale


Barbara Reisinger

Malerei als Verkleidung

Andy Warhols Tapeten 1964–1974

Oyster 8

Seiten 312

Abb. 100

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-11-079393-2 De

€ 59,00 [D]

978-3-11-079407-6 De

Open Access

DEUTSCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Erste Monografie zu Andy Warhols Tapeten

Neue Erkenntnisse durch Aufarbeitung von

bisher unbeachtetem Archivmaterial

Aktuelle Methodik kombiniert queer theory

und Männlichkeitsforschung

32

9 783110 793932

Andy Warhol begann Mitte der 1960er-

Jahre, Tapete als künstlerisches Medium

zu verwenden. Trotz der intensiven

Forschung zu seinem Werk wurde

dieser Bereich seines Œuvres bisher

kaum untersucht oder diskutiert. Das

Buch nimmt diese vermeintlich marginale

Werkgruppe zum Ausgangspunkt,

um zentrale Umbrüche in Warhols

künstlerischer Produktion neu zu betrachten:

Sowohl für den Wandel vom

erfolgreichen Grafiker zum Pop-Künstler

als auch für Warhols Bezug zur

Malerei spielten Innenraumgestaltung

und Tapete eine wesentliche Rolle. Das

massenhaft reproduzierbare, billige

Medium der Tapete ermöglichte Warhol,

die seriöse, heteronorm-männlich

geprägte Domäne der Malerei umzudeuten.

Diese medialen Besonderheiten

korrespondieren mit seiner Selbstinszenierung

als Künstler, der durch

queere Verkleidungsstrategien gezielt

Mehrdeutigkeiten produzierte.

Barbara Reisinger,

Kunsthistorikerin in Wien

Auch interessant

Christiane Kruse, Sven Christian Schuch, Ileana

Pascalau, Mona Behfeld (Hrsg.)

Make – Get – Be Visible

A Queer_Feminist Perspective on Art and Design

Oyster 3

Seiten 304

Abb. 112 in Farbe

Format 17,0 × 24,0 cm

Br. 978-3-68924-215-2

E-Book 978-3-68924-036-3 Open Access

€ 59,00[D]

ENGLISCH/DEUTSCH

OKTOBER 2025

DE GRUYTER


Ulla Angkjær-Jørgensen,

Sigrun Åsebø (Hrsg.)

Feminist Insurgences

Women Restructuring the Arts in 1970s Norway

Oyster 9

Seiten 336

Abb. 70

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-242-8 En

€ 89,00 [D]

978-3-68924-040-0 En

Open Access

ENGLISCH

DEZEMBER 2026

DE GRUYTER

Groundbreaking contribution to Nordic and

European transnational feminist history

Investigates how women artists interfered

with existing institutional frameworks and

built new structures

Explores overlooked work by women

in the visual arts, theater, dance, and

documentary film

33

9 783689 242428

Feminist Insurgences takes the first

steps toward mapping the previously

unknown territory of the feminist art

movement and women’s art in Norway

and Sápmi in the 1970s. By examining

how women artists challenged existing

institutional frameworks and created

new structures, this edited volume

offers groundbreaking new insights

into Nordic and European transnational

feminist history and suggests

new premises for cultural heritage. It

explores overlooked work by women

in the visual arts, theater, dance, and

documentary film, as well as critically

examining art history, its institutions,

and their collecting practices by

studying women’s activism and exhibitions.

Ulla Angkjær-Jørgensen,

Norwegian University of Science and

Technology, Trondheim

Sigrun Åsebø,

University of Bergen


Fabienne Huguenin, Sofina Dembruk,

Daniele Maira (Hrsg.)

Körperidealen trotzen

Inszenierung unkonventioneller Weiblichkeit in

Kunst und Literatur (1400–1800)

Oyster 10

Seiten 320

Abb. 41

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-11-078689-7 De/Fr

978-3-11-171240-6 De/Fr

€ 69,00 [D]

DEUTSCH/FRANZÖSISCH

JULI 2026

DE GRUYTER

Neueste Forschungserkenntnisse zur

weiblichen Handlungsmacht

Ein neuer Blick auf die Gattung des Porträts

Aktuelle Untersuchungen zum Topos der

„unschönen” Intellektuellen

34

9 783110 786897

Über Epochen hinweg wird das Talent

intellektuell tätiger Frauen mit einem

vermeintlich unattraktiven Äußeren

verknüpft. Der Band untersucht erstmals

dieses wirkmächtige Narrativ

anhand literarischer und künstlerischer

Frauenporträts der Frühen Neuzeit –

etwa der Dichterin Laura Battiferri, der

Philosophin Marie de Gournay und der

Malerin Rosalba Carriera – und stellt

heraus, wie eng intellektuelle Legitimität

mit Vorstellungen weiblicher Physis

verflochten war. Zugleich wird aufgezeigt,

dass ein den Schönheitsnormen

„trotzendes“ Erscheinungsbild nicht

nur als Defizit, sondern als bewusst

eingesetztes emanzipatorisches Mittel

inszeniert wurde. Der Band lädt ein,

vertraute Deutungsmuster zu überdenken

und die Geschichte weiblicher

Autorität als Geschichte strategischer

Selbstinszenierung sowie intellektueller

Selbstbehauptung neu zu lesen.

Sofina Dembruk,

Universität Stuttgart

Fabienne Huguenin,

Staatliche Archive Bayerns

Daniele Maira,

Georg-August-Universität Göttingen

5 Rosalba Carriera, Selbstbildnis,

Pastell, 71× 57 cm,

1709, Florenz, Galleria degli

Uffizi

2 Vania Elettra Tam, „Laura Battiferri” aus dem Gemäldezyklus „Kanon Regole Ferree“, 2015, Acryl auf Leinwand, 40 × 40 cm

(Abb. 5). Das Brustbildnis, in dem sie den Betrachter in einer leichten Drehung zwischen

Kopf und Oberkörper frontal anblickt, folgt mit der Aufnahme der Hände, Pastellstiften

und dem Bildnis ihrer Schwester, das uns Rosalba Carriera präsentiert, den Konventionen

des Künstlerselbstbildnisses. Das zeitgenössische Gewand, die reiche Spitzenbordüre

und das hochgesteckte Haar mit einer den Namen der Künstlerin alludierenden

Rose betonen eine Weiblichkeit, die auch die künstlerische Technik aufruft. Obwohl die

Technik des Pastells als weiblich konnotiert galt, attestiert Dézallier d’Argenville diesem

Porträt einen männlichen, noblen Stil:

1 Agnolo Bronzino, Laura Battiferri, ca. 1560, Öl auf Leinwand, 87,5 × 70 cm, Museo di Palazzo Vecchio, Florenz

Ce morceau fait le désespoir des gens de sa profession, on y trouve un style noble, mâle,

soutenu; beaucoup de justesse dans les expressions, des chairs d’une vérité surprenante;

enfin, il n’y manque qu’une ame. 26

4 Abraham Wuchters, Christina von Schweden, 1661, Öl auf Leinwand, 116 × 81 cm, 1661, Schloss Skokloster

26 Dézallier d’Argenville 1762, S. 316. Das fehlende Lob der Lebendigkeit – ein Topos frühneuzeitlicher

14

Sofnn eembuuk nmienne uguenin unn nniele

nibn

Einleitung 15

168

Christina Posselt-Kuhli

Selbstbestimmung durch das eigene Bild 169


Elena Zanichelli

Private: Please Come In

Privacy and Its Rhetorics in 1990s Art

Oyster 11

Seiten 448

Abb. 125

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-68924-294-7 En

978-3-68924-067-7 En

€ 59,00 [D]

ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Shows how the private sphere itself became a

stage in artistic practices

Offers a new, theoretically grounded

perspective on intimate artistic self-exposure

First systematic study of how art makes the

supposedly hidden visible, renegotiating

autonomy, freedom, and their limits

35

9 783689 242947

Why should we be interested in what

is, strictly speaking, none of our

business? Where has our growing

fascination with the private sphere

come from? Artistic practices of the

1990s operate precisely in this field of

tension when they claim to “honestly”

reproduce private life experiences –

or even stage them live. Wolfgang

Tillmans photographed intimate

scenes from his circle of friends; Félix

González-Torres presented billboards

with close-ups of his unmade bed

in New York in 1992; Elke Krystufek

masturbated at the Kunsthalle Wien in

1994. In this book, Elena Zanichelli examines

artistic practices that visualize

a sphere that is supposed to remain

hidden, yet at the same time promises

and regulates autonomy and freedom.

Elena Zanichelli,

University of Marburg

Auch interessant

Änne Söll, Maike Wagner,

Katharina Boje (Hrsg.)

Under Construction

Kunst, Männlichkeiten und Queerness

seit 1970

Oyster 1

Seiten 231

Abb. 43

Format 17,0 × 24,0 cm

Br. 978-3-11-099109-3

E-Book 978-3-11-134732-5

€ 59,00[D]

DEUTSCH/ENGLISCH

FEBRUAR 2024

DE GRUYTER


Schriften des Rheinischen Archivs

für Künstlernachlässe

Das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe (RAK) in Bonn widmet

sich der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung der Kunst des 20.

und 21. Jahrhunderts im Rheinland. Mit über 200 Vor- und Nachlässen

bildet es eine zentrale Forschungsstätte zur regionalen und

internationalen Moderne. Die wissenschaftliche Erschließung, universitäre

Anbindung und konservatorische Sicherung der Bestände

gewährleisten ihre nachhaltige Zugänglichkeit.

Mit der neuen Schriftenreihe macht das RAK seine Bestände und

Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und

beleuchtet zentrale Fragen rheinischer Kunstgeschichte: künstlerische

Netzwerke, Künstlergruppen sowie die Wechselwirkungen

regionaler und internationaler Moderne. Im Fokus stehen u. a. der

„Sonderbund“, „Das Junge Rheinland“, die „Kölner Progressiven“ und

die „Gruppe 53“.

Die Reihe umfasst Ausstellungskataloge, monografische Studien und

kommentierte Quelleneditionen. Den Auftakt bildet der Katalog zur

Ausstellung über Konrad Klapheck. Es folgen monografische Publikationen

zu Richard Paling (2026) und Käthe Schmitz-Imhoff (2027).

Ergänzt wird die Reihe durch Editionen bedeutender Primärquellen

wie Briefwechsel und Tagebücher, die einzigartige Einblicke in künstlerische

Netzwerke und Lebenswelten eröffnen.

In einem klar gestalteten, wiedererkennbaren Format konzipiert, erscheint

jährlich mindestens ein Band.

Die Reihe unterstreicht die Rolle des Rheinlandes als bedeutende

Keimzelle der Moderne und macht seine künstlerischen Entwicklungen

nachhaltig erfahrbar.

Schriften des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe

ISSN 3054-5129

In Vorbereitung

Richard Paling

Geb. 978-3-422-80450-0

DEUTSCH

voraussichtlich Ende 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Käthe Schmitz-Imhoff.

Die Künstlerin und der Nationalsozialismus

Geb. 978-3-422-80451-7

DEUTSCH

2027

DEUTSCHER KUNSTVERLAG


Rheinisches Archiv für

Künstlernachlässe (Hrsg.)

Objekte der Begierde

Konrad Klapheck und seine Welt der Dinge

Seiten 160

Abb. 80

Format 23,0 × 28,0 cm

Geb.

978-3-422-80430-2 De

€ 38,00 [D]

DEUTSCH

MAI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Bisher unbekanntes Material aus dem

Nachlass Konrad Klaphecks zu seinen

Vorlagen und seiner Arbeitsweise

Seltener Blick auf das Frühwerk

des Künstlers

Ausstellung

Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

13. April bis 20. Mai 2026

37

9 783422 804302

Der Maler und Grafiker Konrad Klapheck

(1935–2023) zählt zu den

zentralen Vertretern der Neuen Gegenständlichkeit.

Er wurde durch seine

technisch präzisen, zugleich surreal

überhöhten Darstellungen von Maschinen

und Apparaten, die er zu psychologisch

aufgeladenen Bildikonen

steigerte, berühmt.

Der Band stellt erstmals die Objekte

in den Vordergrund, die Grundlage für

Klaphecks Bildwelt sind: angefangen

mit der ersten Schreibmaschine aus

dem Jahr 1955 über Näh- und Rechenmaschinen,

Schuhspanner bis hin zu

Fahrradschellen. Ihnen werden die

Werke Klaphecks gegenübergestellt,

in denen er diese meist alltäglichen

Dinge präzise ins Bild setzt und zugleich

metaphorisch überhöht. Neben

Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken

wird erstmals auch ein Einblick

in den umfangreichen Nachlass

Klaphecks mit Dokumenten, Skizzen

und akribisch angelegten Sammelmappen

zu thematisch geordneten

Objektgruppen gewährt.

Mit Beiträgen von

Daniel Schütz, Siegfried Gohr, Hansdieter

Erbsmehl, Konrad Klapheck


RHEINLAND

38

Kunstakademie Düsseldorf (Hrsg.)

Die Geschichte der Kunstakademie Düsseldorf seit 1945

2014. 480 Seiten, 24,0 × 30,0 cm, 400 Abbildungen

Geb. 978-3-422-07229-9 De

€ 44,90 [D]

Rainer Pabst

Wie die Bilder ins Museum kamen

Biografien von Kunstwerken aus dem

Wallraf-Richartz-Museum in Köln

2021. 224 Seiten, 13,5 × 21,5 cm, 92 Abbildungen

Br. 978-3-422-98438-7 De

€ 19,00 [D]

Johannes Myssok (Hrsg.)

Die Kunstakademie Düsseldorf 1773–2023

Kunstgeschichte einer Institution

2023. 400 Seiten, 24,0 × 30,0 cm, 243 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80165-3 De

€ 48,00 [D]

Vanessa Sondermann (Hrsg.)

Mit Beiträgen von: Kunibert Bering, Susanne Deicher,

John Morgan, Cornelia Nowak, Vanessa Sondermann,

Hans-Peter Thurn, Alexander Zschokke

Walter Kaesbach und die Kunstakademie Düsseldorf

2024. 312 Seiten, 22,5 × 30,0 cm, 201 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80203-2 De

€ 44,00 [D]


Andrea Pufke (Hrsg.)

Die Kreuzigung Petri von Rubens / The Crucifixion of Saint

Peter by Rubens

Band der Reihe Arbeitshefte der rheinischen Denkmalpflege

2022. 256 Seiten, 21,0 × 29,7 cm, 128 Abbildungen

Geb. 978-3-422-98952-8 De/En

€ 48,00 [D]

Georg Dehio

Dehio Vereinigung e. V. (Hrsg.)

Nordrhein-Westfalen I

Rheinland

Band der Reihe Dehio -

Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler

2005. 1344 Seiten, 12,5 × 18,5 cm

Geb. 978-3-422-03093-0 De

E-Book 978-3-422-80156-1 De

€ 58,00 [D]

39

Marcel Schumacher (Hrsg.)

A–Z Kunst in NRW 2000–2023

Sammlung Kunsthaus NRW

2024. 384 Seiten, 16,6 x 22,0 cm, 262 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80123-3 De

€ 36,00 [D]

Maximilian Rück

Zwischen den Kulissen

Der Maler Otto Erdmann und

die Aufführung des 19. Jahrhunderts

2024. 376 Seiten, 17,0 x 24,0 cm, 60 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80254-4 De

E-Book 978-3-422-80255-1 De

€ 42,00 [D]


Christian van Hummel

Mehr als Ironie

Zur Bedeutungstiefe in Martin Parrs Tourismus-

Bildern

Seiten 224

Abb. 51

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80410-4 Ger

978-3-422-80411-1 Ger

€ 32,00 [D]

DEUTSCH

JULI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Tiefgehende bildwissenschaftliche Analyse

der Fotobücher

Exemplarische Analysen von Einzelbildern

sowie Fotobüchern

Umfassende Berücksichtigung des

Œuvres Martin Parrs bis 2025

40

9 783422 804104

Martin Parr (1952–2025) ist aktuell

einer der einflussreichsten und zugleich

populärsten Fotografen. Chris

von Hummel nähert sich der unverwechselbaren

Bildsprache Parrs mit

dem Blickwinkel auf visuelle Spielarten

der Ironie. Der Fokus liegt dabei nicht

auf dem einzelnen Bild, vielmehr stellt

der Autor die Fotobücher The Last

Resort (1986), Small World (ab 1995)

sowie Death by Selfie (2019) und ihre

Themen wie Freizeitverhalten, Reisen

sowie Tourismus ins Zentrum. Von

diesen zeitgenössischen Ikonen der

Fotografie ausgehend, wird die Bedeutung

des Fotobuchs als eigenständiges

Genre reflektiert. So entsteht

ein umfassendes Gesamtbild, das

neue Aspekte der Rezeption von Parrs

Arbeit und seiner Relevanz für die

zeitgenössische Kunst vorstellt. Kurze,

punktuelle Interviews mit Parr ergänzen

die Analysen.

Christian van Hummel,

Kunsthistoriker


Francine Giese, Jennifer Burkard,

Ariane Varela Braga (Hrsg.)

Carlo Scarpa

Architecture et vitrail

Seiten 108

Abb. 80

Format 14,8 × 21,0 cm

Br.

E-Book

978-3-68924-315-9 Fr/It

978-3-68924-316-6 Fr/It

€ 29,00 [D]

FRANZÖSISCH/ITALIENISCH

JUNI 2026

DE GRUYTER

Dedicated to one of Italy’s most important

20th-century architects and designers

Focuses on Scarpa’s stained glass designs,

little known to date

Links Scarpa’s early experiments in the

decorative arts with his later architectural

achievements

41

9 783689 243159

Carlo Scarpa (1906–1978) was an influential

Italian architect and designer

whose handling of materials, craftsmanship,

and detail made him a major

figure in 20th-century architecture.

Written by Swiss and Italian experts,

this book compares Scarpa’s aesthetic

experiments with stained glass in

Venice during the 1920s and 1930s

with the work of several important

20th-century Swiss artists: Edmond

Bille, Bodjol, Charles Hindenlang, Felix

Hoffmann, Burkhard Mangold, Robert

Schär, Otto Staiger, Hans Stocker, and

Peter Travaglini, among others. Special

attention is paid to Scarpa’s early

experimentation with little-known

projects for the Venetian glassworks

M.V.M. Cappellin & C.: a set of stainedglass

windows that reveal key aspects

of his emerging approach to the material,

light, and craftsmanship.

Francine Giese,

Vitromusée and Vitrocentre Romont

Jennifer Burkard,

Vitromusée Romont

Ariane Varela Braga,

UNED, Facultad de Geografía e

Historia, Madrid

10 Carlo Scarpa per

M.V.M. Cappellin, bozzetto

per pannello decorativo

con natura morta, 1930

ca., matita, acquerello,

tempera, inchiostri colorati

su carta, 63.2 × 48.2 cm,

collezione privata

© Ayants droit .

con quest’ultima fotografia d’epoca e con una brochure promozionale del

periodo, che si è potuto attribuire con certezza a Scarpa anche tale opera

inedita (fig. 10). 3

6 Carlo Scarpa pour M.V.M. Cappellin, étude pour verrière pour le magasin

M.V.M. à Florence, 1927–1928, crayon, tempera et aquarelle sur papier,

101.3 × 74 cm, Archive Carlo Moretti e Giovanni Moretti, Centro Studi del Vetro,

Istituto di Storia dell’Arte, Fondazione Giorgio Cini, Venise. © Ayants droit /

Photo : Matteo De Fina.

7 Carlo Scarpa pour M.V.M. Cappellin, étude pour verrière à deux portes pour le

magasin M.V.M. Cappellin à Florence, 1927–1928, crayon, pastel coloré, aquarelle,

tempera, encre coloré sur papier, 61.8 × 49.6 cm (recto), Archive Carlo Moretti e

Giovanni Moretti, Centro Studi del Vetro, Istituto di Storia dell’Arte, Fondazione

Giorgio Cini, Venise. © Ayants droit / Photo : Matteo De Fina.

Osservando i cataloghi e i materiali di studio, si evince come la policromia e

la leggerezza delle appliques e delle vetrate, si traducono graficamente me-

on peut reconnaître son célèbre vase sphérique sur base tronconique, pré-

ment avec l’héritage futuriste italien (fig. 6). Il ne s’agit toutefois jamais de

diante il sapiente accostamento di campiture di colori vibranti e complemen-

senté au Salon d’automne de Paris en 1926 et devenu le symbole de la maison

copier un motif existant, mais toujours de traduire l’esprit de l’époque à tra-

9 Carlo Scarpa per M.V.M. Cappellin, bozzetto per vetrata con nudo femminile per la IV Esposizione

Triennale Internazionale delle Arti decorative e industriali moderne, Monza, 1930 ca., acquerello,

tempera, inchiostri colorati su carta, 39.1 × 27 cm, Collezione Centro Studi del Vetro, Istituto di Storia

dell’Arte, Fondazione Giorgio Cini, Venezia. © Ayants droit / Photo : Matteo de Fina.

tari. Se però i termini policromia e leggerezza appartengono al lessico vetrario

di Scarpa, va certamente ricordato che tali erano le caratteristiche riconosciute

unanimemente alla ditta Cappellin, che nel periodo in esame eccelleva

anche nella produzione di pannelli in vetro e invetriate. Il recente intervento di

Cappellin. Il figurait d’ailleurs bien en vue dans la boutique de Florence (fig.

3). Ces éléments figuratifs disparaissent progressivement pour aboutir dans

la solution définitive à une composition beaucoup plus abstraite, dynamique

et aérée, où l’inspiration des avant-gardes internationales dialogue étroite-

vers un langage plastique spécifique au vitrail.

La tension entre figuration et abstraction est explicite dans une étude pour la

double-porte vitrée (fig. 7) : sur la droite, Scarpa illustre clairement des vases

et coupes disposés sur plusieurs plans qui viennent rythmer la composition.

30 Marzia Scalon Le molte vite degli archivi del vetro

31

62 Ariane Varela Braga Carlo Scarpa et l’expÉrience du vitrail commercial

63


Melanie Lange

Armando. Das skulpturale

Werk 1988–2017

Erinnern als Symbiose von historischer Seismik

und archaischer Tektonik

Seiten 440

Abb. 76

Format 21,0 × 28,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-108-7 De

978-3-68924-109-4 De

€ 68,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Erste systematische Analyse von Armandos

skulpturalem Œuvre

Werkästhetische Auseinandersetzung mit

Armandos Kunstschaffen im Kontext der

Zeitgeschichte

Kunst im Spannungsfeld analytischer

Reflexion und mimetischer Einfühlung

42

9 783689 241087

Das Œuvre des niederländischen

Künstlers Armando umfasst 173

Bronzeskulpturen, die im Zeitraum

zwischen 1988 und 2017 entstanden.

Melanie Lange analysiert erstmals die

bildhauerischen Arbeiten in Hinsicht

auf Form und Gehalt, Materialität und

Struktur und ordnet die Bronzen in

das Gesamtwerk des Künstlers ein.

Sechs Schlüsselmotive – „Die Leiter“,

„Das Rad“, „Das Blatt“, „Kopf“,

„Gestalt“, „Bruchstück“ – verkörpern

ästhetische Konzeptionen und das

Credo einer verantwortungsbewussten

Kunst, die dem Vergessen und Verschweigen

bildnerisch entgegenwirkt.

Armandos Skulpturen weiten die zeitgeschichtliche

Dimension der Malerei

auf archaische Topoi der frühzeitlichen

Menschwerdung aus. Angesichts aktueller

Entwicklungen von Autokratie,

Gewalt und Krieg gewinnt seine sich

in den Skulpturen spiegelnde Weltanschauung,

eine besondere Aktualität.

Melanie Lange,

Museum Folkwang, Essen


Dominik Eckel

Malen mit dem Körper

Konzeptionen des gestischen Farbauftrags

1952–1959

Schriftenreihe der Forschungsstelle

Informelle Kunst 5

Seiten 288

Abb. 44

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80400-5 De

978-3-422-80401-2 De

€ 48,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Transdisziplinäre Geschichte der

Verknüpfung von Choreografie und Malerei

Transkulturelle Studie zu Karl Otto Götz,

Georges Mathieu, Jackson Pollock und

Kazuo Shiraga

Kritische Revision von

Innovationsvorstellungen, Gendernormen

und der „Weltsprache Abstraktion“

43

9 783422 804005

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht

die Frage, wie sich der malende Körper

unmittelbar in abstrakte Gemälde

der 1950er-Jahre einschrieb. Führte

dieser Ansatz von 1952–1959 dazu,

dass in verschiedenen Orten eine

ähnlich verstandene Idee von Malerei

entstehen konnte? Über die Analyse

der Netzwerke um Götz, Shiraga,

Pollock und Mathieu hinaus etabliert

die Studie erstmals eine konstruktive

Schnittstelle: die Konfrontation von

Malprozessen mit einer Choreografiegeschichte.

Dieser Ansatz macht das

Zirkulieren verkörperlichter Konzepte

über Sprachgrenzen hinweg greifbar.

Die Publikation unterzieht die „Weltsprache

Abstraktion“, Innovationsvorstellungen

und Maskulinitätsnormen

einer kritischen Revision und trägt zu

Studien zur Performativität des Bildes

bei.

Dominik Eckel,

Institut für Europäische Kunstgeschichte,

Universität Heidelberg


Felix Billeter, Maria Leitmeyer (Hrsg.)

Zum Schreiben ermutigt

Hans Purrmann und das Ehepaar Göpel.

Der Briefwechsel 1954–1966

Edition Purrmann Briefe

Seiten 544

Abb. 75

Format 13,5 × 21 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80398-5 De

978-3-422-80399-2 De

€ 56,00 [D]

DEUTSCH

JUNI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erstmalige Veröffentlichung des

Briefwechsels

Kunst, Politik und Gesellschaft in der

deutschen Nachkriegszeit

Max Beckmann und Deutschland

44

9 783422 803985

Der Briefwechsel zwischen dem Maler

Hans Purrmann und dem Kunsthistoriker-Ehepaar

Barbara und Erhard

Göpel eröffnet neue Perspektiven auf

die Kunstwelt und Gesellschaft der

deutschen Nachkriegszeit. Die 280

bislang unveröffentlichten Briefe erzählen

auch die Entstehungsgeschichte

des von dem Ehepaar herausgegebenen

Buches „Leben und Meinungen

des Malers Hans Purrmann“, das 1961

erschien. Die Korrespondenz vermittelt

eindrücklich neue Kenntnisse über

künstlerische und kunstpolitische

Fragestellungen jener Zeit. Nicht zuletzt

bietet sie Material, um Erhard

Göpels Beschäftigung mit der zeitgenössischen

Kunst nach 1950 vor dem

Hintergrund seiner Verstrickung in den

Kunstraub der Nationalsozialisten neu

zu bewerten.

Felix Billeter,

Purrmann Archiv, München

Maria Leitmeyer,

Museum Purrmann-Haus, Speyer


EDITION PURRMANN BRIEFE

Felix Billeter, Maria Leitmeyer (Hrsg.)

Sehnsucht nach dem Anderen -

Eine Künstlerehe in Briefen 1909-1914

Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann

Band 2

2019. 184 Seiten, 13,5 × 21,0 cm, 50 Abbildungen

Br. 978-3-422-89286-6 De

€ 14,90 [D]

Felix Billeter, Maria Leitmeyer (Hrsg.)

Stürmische Zeiten –

Eine Künstlerehe in Briefen 1915-1943

Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann

Band 3

2020. 256 Seiten, 13,5 × 21,0 cm, 50 Abbildungen

Br. 978-3-422-98242-0 De

€ 18,00 [D]

45

Felix Billeter, Maria Leitmeyer (Hrsg.)

Künstlerpaare der Moderne

Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs

Band 4

2021. 176 Seiten, 13,5 × 21,0 cm, 50 Abbildungen

Br. 978-3-422-98650-3 De

€ 18,00 [D]

Rainer Stamm, Gloria Köpnick (Hrsg.)

Matisse kommt mir vor wie vom Himmel

Hans Purrmann, Karl Ernst Osthaus, Henri Matisse.

Der Briefwechsel 1907–1919

Band 7

2024. 120 Seiten, 13,5 × 21,0 cm, 32 Abbildungen

Br. 978-3-422-80212-4 De

€ 18,00 [D]


Alice Cazzola, Katharina Hüls-Valenti,

Madeleine Schneider (Hrsg.)

Tracing Provenance

in Italy

Navigating through Post-Unitarian Primary

Sources and Archival Collections

Schriftenreihe der Forschungsstelle Provenienzforschung,

Kunst- und Kulturgutschutzrecht 13

Seiten 288

Abb. 60

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-296-1 En

€ 79,00 [D]

978-3-68924-068-4 En

Open Access

ENGLISCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Fundamental contribution to provenance

research in Italy between academia and

practice

Current case studies and unpublished

archival materials

Transnational cooperation and

interdisciplinary knowledge exchange

between Italy and Germany

46

9 783689 242961

Following the guiding question Quo

vadis provenance research in Italy?,

this volume brings together interdisciplinary

approaches and outlines

current developments in the research

field on the basis of concrete case

studies. In addition to focusing on

historical contexts of injustice such

as colonialism, National Socialism

and Fascism, the publication provides

insights into the rich, heterogeneous

archival sources for Italian collection

and art market research. The relevance

of researching the provenance

and transfer of art and cultural assets

is demonstrated at both the academic

and the practical level.

Alice Cazzola,

Universität Heidelberg/Kunsthistorisches

Institut in Florenz –

Max-Planck-Institut

Katharina Hüls-Valenti,

Deutsches Historisches Institut, Rom

Madeleine Schneider,

Ludwig-Maximilians-Universität

München

Auch interessant

Ulrike Saß, Matthias Weller,

Christoph Zuschlag (Hrsg.)

Provenienz und Kulturgutschutz

Juristische und kunsthistorische Perspektiven

Schriftenreihe der Forschungsstelle Provenienzforschung,

Kunst- und Kulturgutschutzrecht 1

Seiten 128

Abb. 14 s/w, 8 in Farbe

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-11-066282-5 De

978-3-11-066420-1 De

€ 49,95[D]

DEUTSCH/ENGLISCH

SEPTEMBER 2022

DE GRUYTER


Dorothee Wimmer, Ines Gerber,

Meike Hopp (Hrsg.)

Antisemitische Symbole

in Kunstobjekten

Abb. 168

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80390-9 De

€ 48,00 [D]

978-3-422-80391-6 De

Open Access

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Neue bildhistorische und bildkritische

Forschungen zu antisemitischen Codes

Gesellschaftliche, politische und

ökonomische Kontextualisierungen

antisemitischer Kulturtechniken

Kuratorische Strategien im Umgang mit

antisemitischen Kunstobjekten

Mit deutschen und englischen Beiträgen

47

9 783422 803909

Wie manifestieren sich antisemitische

Weltbilder in Kunstwerken? Welche

Wirkungen entfalten sie in ihrer manipulativen

visuellen Macht in Kulturkämpfen

bis in die Gegenwart? Die

Fragen sind drängender denn je ob des

wieder weltweit zunehmenden Antisemitismus,

der sich auch in der documenta

fifteen offenbarte. Die Beiträge

des Bandes zeigen, wie Antisemitismus

als visueller Code teils plakativ, teils

subversiv operiert/e. Analysiert werden

Motive des tradierten christlichen Antijudaismus,

nationalistische und antikapitalistische

antisemitische Bildsprachen

sowie das Zusammenwirken von

antisemitischen und kolonialistischen

Kulturtechniken. Ergänzend bietet die

Publikation Impulse zur NS-Provenienzforschung

sowie zu kuratorischen Strategien

im Umgang mit antisemitischen

Quellen und Objekten.

Ines Gerber,

Graduiertenkolleg „Belongings“,

Universität Leipzig

Meike Hopp,

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

/ Universität zu Köln

Dorothee Wimmer,

Centre for Art Market Studies /

Technische Universität Berlin

Mit Beiträgen von

Peter Bell, Gabriela Benner, Nikolaus

Bernau, Johanna Bork, Christina Brinkmann,

Louisa Denker, Ines Gerber, Meike

Hopp, Andreas Huth, Sylvia Karges,

Alexey Markin, Mira Anneli Naß, Anne

D. Peiter, Nora Sternfeld, Julia Stolba,

Elke Anna Werner, Annika Wienert,

Dorothee Wimmer

Auch interessant

Nike Bätzner, Christina Brinkmann (Hrsg.)

Antisemitismus und Kunst vor 1933

Seiten 128

Abb. 40 in Farbe

Format 17,0 × 24,0 cm

Br. 978-3-422-80332-9

€ 48,00[D]

E-Book 978-3-422-80334-3

Open Access

DEUTSCH

MÄRZ 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG


Chara Kolokytha

Fragmented Modernity

Art and the Politics of Form in Interwar France

Seiten 184

Abb. 23

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-317-3 En

978-3-68924-318-0 En

€ 109,00 [D]

ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Challenges the long-standing narrative of

pluralist modernism

Reconfigures the modernist field and its

canon

Study that offers archival depth and

addresses ongoing debates about diversity,

gatekeeping, and cultural power

48

9 783689 243173

Fragmented Modernity offers a critical

reappraisal of interwar modernism,

challenging the assumption that its

pluralism was a lived historical reality.

Through an analysis of French cultural

institutions, independent salons,

private academies, critical discourse

and market dynamics, it argues that

modernism was consolidated through

selective recognition and exclusion.

Fragmentation emerges not as a

transitional phase but as a structural

condition administered through

institutional practices. Reframing

the interwar years as a threshold in

mod ernism’s formation, the book

contributes to debates in modernist

studies, art history, and the sociology

of culture.

Chara Kolokytha,

Art historian, Athens, Greece


Alexis Joachimides,

Philipp Oswalt (Hrsg.)

Paul Posenenske und die

Kunsthochschule Kassel

Seiten 184

Abb. 50

Format 28,0 × 21,0 cm

Geb.

978-3-422-80414-2 De

€ 40,00 [D]

DEUTSCH

JULI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Gebäudemonografie mit unpublizierten

historischen Plänen und Fotos

Ungewöhnliche Blicke auf Fragen wie

Baustelleneinrichtung, Hacking und

dystopische Zukünfte

Grafische Gestaltung basierend auf Ideen

des Architekten und in Anlehung an das

Gebäude

49

9 783422 804142

Die von Paul Posenenske entworfene

Kasseler Hochschule für bildende

Künste ist mit ihrem differenzierten

Raumgefüge, ihrer hohen Variabilität

und einer Atmosphäre der Leichtigkeit

ein herausragendes Beispiel der Nachkriegsarchitektur.

Die Gebäudemonografie

zeigt mit bislang unpublizierten

Dokumenten, Plänen und Fotografien

die Entstehungsgeschichte des Gebäudes

auf – von den biografischen

Prägungen des Architekten über die

institutionsgeschichtlichen und kulturpolitischen

Voraussetzungen, bis zum

Entwurfs- und Bauprozess und der

Analyse des 1968 fertiggestellten Projekts,

einschließlich der zugehörigen

Möbel und Lampen. Auf die spätere

Nutzungsgeschichte folgt eine Skizze

möglicher Zukünfte – von den Schwierigkeiten

der angestrebten energetischen

Sanierung bis zu dystopischen

Fantasien.

Alexis Joachimides,

Kunsthochschule, Kassel

Philipp Oswalt,

Universität Kassel


Nina Lucia Groß

Ein kalifornischer

Zauberberg

Das Hearst Castle als Assemblage

mobilisierter Kunst

Studien aus dem Warburg-Haus 29

Seiten 416

Abb. 125

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-308-1 De

978-3-68924-071-4 De

€ 99,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

Das Hearst Castle und die kalifornische

Moderne

Neubewertung des Hearst Castle als

architektonische Assemblage

Innovative Verbindung von Architektur-,

Sammlungs- und Kulturtransferforschung

50

9 783689 243081

Das in den 1920er-Jahren errichtete Hearst Castle gilt als hyperreales

Schloss zwischen Mythos und Monument, Kitsch und Kuriosität.

Nina Lucia Groß bietet erstmals eine fundierte kunsthistorische

Bewertung des Ensembles und verortet es im Kontext kalifornischer

Moderne. Architektur, Interieur, Sammlung und gestaltete Landschaft

werden als Assemblage mobilisierter Objekte, Bilder und

Stile untersucht. Auf der Grundlage intensiver Quellenforschung

rekonstruiert die Studie die kollaborative Praxis von Julia Morgan

und William Randolph Hearst und liest das Anwesen zugleich als

kulturelles Transferprojekt. Historische Analyse und die Untersuchung

der populärkulturellen und touristischen Fortschreibung des

Schlosses greifen ineinander und zeigen Hearst Castle als gebauten

Ort und als dynamischen Raum kollektiver Imagination.

Nina Lucia Groß,

Kunsthistorikerin, Hamburg


51


Anselm Treichler

Aufbrüche zur

Abstraktion in der

europäischen Architektur

der Moderne

Schinkel – Berlage –

Mies van der Rohe – Le Corbusier

Kunstwissenschaftliche Studien

Seiten 368

Abb. 89

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80376-3 De

978-3-422-80377-0 De

€ 58,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Umfassende Analyse und Neubewertung der

Abstraktionsprozesse in der europäischen

Architektur

Kritische Perspektiven auf ästhetische,

technische und gesellschaftliche

Entwicklungen

Zentrale Werke der modernen Architektur in

neuer Perspektive

52

9 783422 803763

Welche Rolle spielten Abstraktionsprozesse

in der Architektur der Moderne

im Kontext kultureller, technischer

und gesellschaftlicher Entwicklungen?

Dieser Frage geht Anselm Treichler

durch die Analyse und Neubewertung

von Entwürfen und Bauwerken der

Moderne nach. Die enge Verknüpfung

der neuen Materialien und Konstruktionen

aus Eisen, Stahl, Beton sowie

Glas mit technischen Innovationen und

gestalterischen Konzepten steht im

Zentrum der Überlegungen. Inmitten

dieser Veränderungen steht der spannungsvolle

Aufbruch zu einer neuen

Architektursprache, die in ausgewählten

Werken von Schinkel, Berlage,

Loos, Gropius, Mies van der Rohe und

Le Corbusier vorgestellt wird.

Anselm Treichler,

Kunsthistorisches Institut, Universität

Köln


KUNSTWISSENSCHAFTLICHE

STUDIEN

Marlen Schneider

Bildnis – Maske – Galanterie

Das portrait historié zwischen Grand Siècle und Zeitalter der Aufklärung

Band 197

2018. 272 Seiten, 17,0 × 24,0 cm, 102 Abbildungen

Br. 978-3-422-07487-3 De

€ 38,00 [D]

Friederike Voßkamp

Im Wandel der Zeit

Die Darstellung der Vier Jahreszeiten in der bildenden Kunst

des 18. und frühen 19. Jahrhunderts

Band 201

2023. 356 Seiten, 17,0 × 24,0 cm, 115 Abbildungen

Br. 978-3-422-98686-2 De

E-Book 978-3-422-80110-3 De

€ 68,00 [D]

53

Andrea Deichmann

Säkularisation und Kunst in Köln

Die Entdeckung und Rettung der Tafelbilder der Alten Meister

und ihre frühen Sammler

Band 202

2023. 367 Seiten, 17,0 × 24,0 cm, 46 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80112-7 De

E-Book 978-3-422-80162-2 De

€ 68,00 [D]

Julia Selzer

Architektur von innen denken

Zur Genese und Ausgestaltung des Raumkonzepts von

August Schmarsow

Band 203

2026. 416 Seiten, 17,0 × 24,0 cm, 29 Abbildungen

Br. 978-3-422-80349-7 De

E-Book 978-3-422-80350-3 De

€ 72,00 [D]


Alina Hofmann

Brasilianische

Belle Époque

Irritationen fotografischer Normen bei Valério

Vieira um 1900

Kunstwissenschaftliche Studien

Seiten 384

Abb. 116

Format 17,0 × 24,0 cm

hardcover

Br. 978-3-422-80378-7 De

E-Book 978-3-422-80379-4 De

€ 88,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erste deutschsprachige Monografie zu

Valério Vieira

Wichtiger Forschungsbeitrag zur

Internationalen Moderne außerhalb Europas

Vereint kunst- und medienwissenschaftliche

Diskurse mit der Fotografiegeschichte

54

9 783422 803787

Die Internationale Moderne außerhalb

Europas wurde in der Geschichte

der Fotografie bisher selten berücksichtigt.

So ist kaum bekannt, dass

Brasilien seit den 1830er-Jahren eine

herausragende Rolle in der Fotografie

einnahm und ein bemerkenswertes

Repertoire an Techniken, Diskursen

und individueller Formensprache

entwickelte. Auf der Basis intensiver

Archivarbeit und ausgehend von dem

Fotografen Valério Vieira rekonstruiert

Alina Hofmann den ästhetisch-kulturellen

Kontext der Fotografie der

‚brasilianischen Belle Époque’. Sie geht

der Frage nach, was ein fotografisches

Bild um 1900 leisten konnte oder sollte.

Vieira fand darauf humorvolle wie

kritische Antworten. Seine Fotografien

vermitteln ein umfassenderes Bild der

Jahrhundertwende als bisher in der

Forschung beachtet.

Alina Hofmann,

Fotohistorikerin und Kuratorin mit

Schwerpunkt auf der Internationalen

Moderne und eurpäischer Ideengeschichte


Jessica Lee Patterson

Chinoiserie and Chinese

Art in Siam

New Designs for Buddhist Temples in the

Third Reign, 1824–1851

Seiten 240

Abb. 66

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-312-8 En

978-3-68924-313-5 En

€ 109,00 [D]

ENGLISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Thai Buddhist temples presented as tangible

sites of cross-cultural exchange between

Siam and China

Examines the concept of chinoiserie from a

broader, non-Eurocentric perspective

55

9 783689 243128

Early 19th-century Siam enjoyed vigorous

maritime trade with China that

coincided with an influx of Chinese migrants

to Bangkok, reshaping the city‘s

culture. The wealth and prestige of

the Qing Empire attracted admiration

even from Thai royalty, who became

fond of Chinese literature and decorative

art. As this publication highlights,

these two strands converged in the

creation of a new artistic style, a kind

of Siamese chinoiserie, that became

fashionable among court-affiliated

elites. Known as “the royal preference,”

this style was applied to numerous

temples that were built or renovated

during the Third Reign (1824–1851).

It did not reproduce Chinese art and

architecture, but adapted and altered

specific forms, objects, and motifs to

fit the devotional constraints of Theravada

Buddhism and the exuberance of

Thai aesthetics.

Jessica Lee Patterson,

Art historian and curator, USA


Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth

(Hrsg.)

Wahnfried

50 Jahre Richard Wagner Museum 1976–2026

Seiten 200

Abb. 80

Format 22,0 × 28,0 cm

Geb.

978-3-422-80440-1 De

€ 34,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

50 Jahre Wahnfried – Geschichte,

Geschichten und Einblicke in das Richard

Wagner Museum, nicht nur für Wagner-Fans

56

9 783422 804401

In Bayreuth gründete Wagner 1876

die Festspiele im eigenen Theater für

ausschließlich das eigene Werk. Hier

verbrachte er in seinem ersten eigenen

Wohnhaus, genannt „Wahnfried“,

sein letztes Lebensjahrzehnt. Nach

seinem Tod wurde es zum Mittelpunkt

eines ideologischen Wagner-Kults.

Während des Nationalsozialismus war

es als Wohnort der Wagner-Familie

eng mit Adolf Hitler verbunden. 1945

durch einen Bombentreffer teilweise

zerstört, wurde Wahnfried ab 1974

originalgetreu wiederaufgebaut und

1976 als Richard Wagner Museum

eröffnet.

Das Buch zeichnet die 50-jährige

Geschichte des Museums nach und

beleuchtet Wahnfried als Erinnerungsort

zwischen künstlerischem

Erbe, politischer Instrumentalisierung

und kritischer Neubewertung. Reich

bebildert dokumentiert es Wandel,

Forschung und Vermittlung eines

bedeutsamen Hauses der deutschen

Kulturgeschichte.

Sven Friedrich,

Richard-Wagner-Museum mit Nationalarchiv,

Franz-Liszt-Museum,

Jean-Paul-Museum in Bayreuth


Sabine Becker,

Tabea Mannßhardt (Hrsg.)

Luxus

Die Lust am Überfluss

Seiten 160

Abb. 51

Format 17,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-422-80425-8 De

978-3-422-80426-5 De

€ 24,00 [D]

DEUTSCH

SEPTEMBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Interdisziplinäre Beiträge zur Geschichte

von Konsum und Luxus

Mit Fokus auf den deutsch- und

französischsprachigen Raum

Baden-Baden als europäischer Schauplatz

luxuriöser Lebenswelten

57

9 783422 804258

Einst ein aristokratisches Privileg, wandelte

sich Luxus vom 18. Jahrhundert

bis zum Ende der Weimarer Republik

zu einem bürgerlichen Statussymbol

und wurde zu einem Fundament der

modernen Konsumgesellschaft. Die

Publikation untersucht die Ambivalenz

des Luxusbegriffs zwischen moralischer

Kritik und seiner Rolle als Motor

kapitalistischer Dynamiken. Während

die Industrialisierung Luxusgüter massenhaft

verfügbar machte, erzeugte

sie zugleich neue soziale Ungleichheiten.

Anhand zentraler Themenfelder –

von kolonialer Kulinarik und Architektur

über Mode und Design bis hin zu

Mobilität und Freizeit – entfaltet der

Band eine Genealogie des Überflusses

an der Schwelle zur Moderne und

eröffnet vor dem Hintergrund aktueller

Debatten um Inflation, Ressourcenknappheit

und soziale Spaltung

eine kritische Perspektive auf Luxus

und Reichtum in der Gegenwart.

Mit Beiträgen von

Sabine Becker, Tabea Mannßhardt,

Frank Trentmann, Michael G. Esch,

Burcu Dogramaci, Peter Peter, Eva

Zimmermann, Sebastian Meixner


Alice Hoppe-Harnoncourt

Gefällige Unordnung

oder didaktische

Innovation?

Die kaiserliche Gemäldegalerie unter

Heinrich Füger im Spannungsfeld von

Klassizismus und Frühromantik

Schriften des Kunsthistorischen Museums 23

Seiten 224

Abb. 200

Format 24 × 28 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-325-8 De

978-3-68924-326-5 De

€ 79,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

Sammlungsgeschichte der kaiserlichen

Gemäldegalerie Wien, heute Teil des

Kunsthistorischen Museums Wien

Die Galerie-Einrichtung unter Füger

präsentiert als innovative Weiterentwicklung

und visuelle Repräsentation des

zeitgenössischen Diskurses

58

9 783689 243258

Die Wiener Gemäldegalerie ist als

innovative Gründung der Aufklärung

bekannt. Doch wie veränderte sich die

Präsentation der Gemälde unter Heinrich

Füger (1806–1818)? Während seine

Hängung der Gemälde oft als willkürliche

Unordnung missverstanden

wurde, legt Alice Hoppe-Harnoncourt

erstmals die didaktische Innovation

des Konzeptes frei. Erst durch die

Berücksichtigung von Fügers Rolle als

akademischer Lehrer und seiner künstlerischen

Verortung zwischen Klassizismus

und Frühromantik erschließt

sich die Neueinrichtung. Füger brach

das statische System der 1780er-Jahre

auf, um Raum für zeitgenössische

Kunst und eine neue Einteilung „alter

Schulen“ zu schaffen. Diese Neuordnung

wird als visuelle Repräsentation

des zeitgenössischen Diskurses im

Übergang zur institutionellen Ausformung

des Museums im 19. Jahrhundert

gedeutet.

Alice Hoppe-Harnoncourt,

Kunsthistorikerin, Wien


Stiftung „Fürst-Pückler-Park

Bad Muskau“ (Hrsg.)

Poesie des Lichts.

Der Landschaftsmaler

Carl Graeb (1816–1884)

und seine Muskauer

Aquarellserie

Seiten 208

Abb. 80

Format 30,0 × 24,0 cm

Geb.

978-3-422-80429-6 De

€ 38,00 [D]

DEUTSCH

JULI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Erstmalige Veröffentlichung des 2021 aus

Privatbesitz angekauften Aquarellzyklus mit

Ansichten des Muskauer Parks

Eindrucksvolles Zeugnis vom Zustand

des Muskauer Parks in der Mitte des

19. Jahrhunderts, einem der international

bedeutendsten Landschaftsgärten und

UNESCO-Welterbestätte

Ausstellung

Neues Schloss Bad Muskau

5. Juni bis 16. August 2026

59

9 783422 804296

Carl Graeb zählte zu den gefeierten

Künstlern des 19. Jahrhunderts. Mit

feinen Pinselstrichen, beeindruckender

Detailgenauigkeit und gekonnter

Lichtführung schuf er Architektur- und

Landschaftsdarstellungen, die bis

heute faszinieren. Sie avancierten zu

beliebten Sammlungsgegenständen,

weswegen zu Graebs Mäzenen Vertreter

hochrangiger deutscher und

europäischer Adelshäuser gehörten,

die ihn mit prestigeträchtigen Aufträgen

betrauten. Die Publikation zeigt

eine seiner umfangreichsten Serien,

den zwischen 1855 und 1860 für Prinz

Friedrich der Niederlande angefertigten

Aquarellzyklus zur Standesherrschaft

Muskau. Mit kräftigen Farben

und gekonntem Lichtspiel hielt er

hierbei ephemere Momente für die

Ewigkeit fest, die Zeitgenossen als

eine „Poesie des Lichts“ feierten.

Stefanie Fink,

Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad

Muskau“


Laura Isengard

Katastrophe

Erzählte Naturgewalten im

deutschsprachigen Realismus

Imaginarien der Kraft 9

Seiten 312

Format 15,5 × 23,0cm

Br.

E-Book

978-3-68924-104-9 De

978-3-68924-105-6 De

€ 69,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Innovative Neubewertung des

deutschsprachigen Realismus am Beispiel

der erzählten Naturkatastrophe

Verknüpfung von Literatur-, Kultur- und

Wahrnehmungstheorie

60

9 783689 241049

Katastrophendarstellungen in Literatur

und Kunst verweisen auf einen

Grundwiderspruch: Naturkatastrophen

erscheinen einerseits als Herausforderung

der symbolischen Ordnung,

zugleich sind sie immer schon kulturell

gedeutet. Die Dichtung selbst ist an

der Entstehung dieser Deutungsmuster

beteiligt. Sie kann jedoch nicht

nur auf die eigene Deutungsleistung

reflektieren, sondern sie auch problematisieren

und blockieren. Vor

diesem Hintergrund untersucht Laura

Isengard die erzählte Naturgewalt in

ausgewählten Texten des deutschsprachigen

Realismus als krisenhafte

‚Wahrnehmungsstörung‘. Am Beispiel

der erzählten Katastrophe wird die

Spannung zwischen Realismus und

Idealismus sichtbar gemacht.

Laura Isengard,

DFG-Kollegforschungsgruppe

„Imaginarien der Kraft“, Universität

Hamburg

Auch interessant

Frank Fehrenbach, Laura Isengard, Gerd M.

Micheluzzi, Cornelia Zumbusch (Hrsg.)

Wahrnehmungskräfte - Kräfte wahrnehmen

Dynamiken der Sinne in Wissenschaft, Kunst

und Literatur

Imaginarien der Kraft 7

Seiten 456

Abb. 29 s/w, 26 in Farbe

Format 15,0 × 24,0 cm

Br.

E-Book

978-3-11-105987-7 De

978-3-11-106038-5 De

€ 89,00[D]

DEUTSCH/ENGLISCH

MAI 2024

DE GRUYTER


Caroline van Eck, Bram van Oostveldt,

Zoë Vanderhaeghen (Hrsg.)

Mimicry and Masks

Camouflage in Nature and Art

Seiten 256

Abb. 90

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-124-7 En

978-3-68924-006-6 En

€ 59,00 [D]

ENGLISCH

DEZEMBER 2026

DE GRUYTER

First history of camouflage before Darwin,

showing connections between image-making

by animals and by humans in the arts

Offers a new way of thinking about the mask

and masquerade as a paradigm for imagemaking

Major contribution to rethinking animalhuman

relations

61

9 783689 241247

This book is the first to contribute to

the pre-history of camouflage, that

is its history before its codification

in evolution theory in the 1860s and

1870s, and its military use in World

War I. Its history is in fact much older,

going back to the zoological writings

of Aristotle and observations of mimicry

among animals and humans in

Homer’s Odyssey. Defining camouflage

as an adaptive change of appearance

or behaviour, this publication

starts from the fact that this is a very

common phenomenon among humans

and animals, based on our shared

ability to create images. The mask is

the point where animal and human

camouflage meet. The essays do not

only present a major stage in the history

of camouflage, but also develop

a new history and theory of the mask

by reconstructing its origins in animal

behavior.

Caroline van Eck,

University of Cambridge

Bram van Oostveldt,

University of Ghent

Zoë Vanderhaeghen,

University of Ghent


Joel Fischer

Dynamische

Kombinationen

Eugène Delacroix' rekursive Bildpraxis

Phoenix 11

Seiten 464

Abb. 200

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-100-1 De

978-3-68924-101-8 De

€ 98,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

Neue Perspektive auf das Werk Eugène

Delacroix´ und die französische Malerei des

19. Jahrhundert

Differenzierte Betrachtung der Vielfalt

künstlerischer Selbstwiederholungen

Abgrenzung mehrteiliger

Selbstwiederholungen zur Serie

62

9 783689 241001

Das Werk Eugène Delacroix' weist

zahlreiche Selbstwiederholungen

auf, in denen der Künstler auf frühere

Kompositionen, Themen und Motive

zurückgriff oder sie in andere Techniken

übersetzte. Diese Rückbezüge

stellen eine Form der malerischen

Selbstreflexion über die eigene künstlerische

Produktion dar. Ihre Vielfalt

und Unregelmäßigkeit sind zudem ein

wichtiger Indikator für die Umbrüche

und Herausforderungen der künstlerischen

Arbeit im 19. Jahrhundert. Die

Monografie stellt erstmals systematisch

die Selbstwiederholungen und

ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen

im Werk Delacroix´ in den

Mittelpunkt und analysiert ihre wechselhaften

Kombinationen, in denen

sich persönliche, ästhetische und kommerzielle

Motive zu einer komplexen

rekursiven Bildpraxis verbinden.

Joel Fischer,

Museum für Kommunikation, Frankfurt


Maximilian Geiger

Rubens und die

Immanenz des Bildes

Sehen und Erzählen im Norden

Kunstwissenschaftliche Studien

Seiten 752

Abb. 222

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-422-80374-9 De

978-3-422-80375-6 De

€ 88,00 [D]

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Neue Forschungen zu Wahrnehmungs- und

Raumtheorien des 17. Jahrhunderts

Bilderzählung als methodische

Herausforderung

Exemplarische Studie zu zentralen

Aspekten der frühneuzeitlichen Bildtheorie

63

9 783422 803749

Ausgehend von Peter Paul Rubens’

Amazonenschlacht (1617/1618)

erforscht Maximilian Geiger in

dieser Studie die Entwicklung des

frühneuzeitlichen Historienbildes in

den Niederlanden. Er untersucht,

welche religiösen, wirtschaftlichen

und empirischen Faktoren und

welche ästhetischen und

erkenntnistheoretischen Aspekte

diese Entwicklung seit dem

Quattrocento prägten. Rubens’

Werke, die an der Wende in ein neues

politisches und ökonomisches

Zeitalter entstanden, führen ein

gewandeltes Bildverständnis vor

Augen, in dem die Bildkonzepte Leon

Battista Albertis und der katholischen

Reform reflektiert und modifiziert

wurden. Maximilian Geiger zeigt, dass

die Erzählstrukturen der Malerei in

verschiedenen Wahrnehmungsräumen

und Darstellungsmodi gründen und

die Materialität der Bilder Bestandteil

einer neuen Form der visuellen

Wahrnehmung ist. Er verdeutlicht,

dass Rubens mit seinem Gemälde zu

einer neuen Erschließung der

Wirklichkeit beitrug.

Maximilian Geiger,

lehrte Kunstgeschichte an den Universitäten

Konstanz und Wuppertal


Sonja Stummerer, Martin Hablesreiter

Cleaning

A Cultural Technique

Seiten 216

Abb. 100

Format 26,0 × 26,0 cm

Geb.

978-3-422-80408-1 En

€ 45,00 [D]

ENGLISCH

JUNI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

BÖHLAU

Überraschender Blick auf eine

alltägliche Kulturtechnik.

Verbindet Putzen mit Themen

wie Care-Arbeit, Nachhaltigkeit und

Gesellschaft.

Fundiert, originell und hochaktuell –

von den Designforschern honey & bunny.

“Cleaning” takes a closer look at everyday

life in Western societies. Culture

takes place every day: in every household,

with every bite, with every piece

of clothing; it is negotiated through

the products we choose and how we

use them. The book sets out to highlight

cleaning as a cultural technique

through which culture is lived and

nature is vanquished, through which

hierarchies are created, social rankings

manifested, and traditions implemented.

Addressing dirt and cleanliness,

cleaning agents, equipment,

and machines, (clean) surfaces and

polluted environments, it interrogates

the unwritten cultural rules around

cleanliness and order, asking what

they reveal about our beliefs and

value systems. In 2020, the original

German-language edition of this book

was published under the title “Putzen.

Eine Kulturtechnik”. It triggered

tremendous media coverage in German-speaking

countries

Sonja Stummerer und

Martin Hablesreiter

Sie studierten Architektur und Design

in Wien, London und Barcelona.

Nach beruflichen Stationen in Tokio

gründeten sie das Wiener Designstudio

honey & bunny, das sich mit

Alltagskultur und nachhaltigem Design

beschäftigt.

Auch interessant

Philipp Weber, Inka Meyer, Simon

Büttner, Marc Christian (Hrsg.)

KUNST ESSEN

Kochrezepte inspiriert von großen

Meisterwerken

2025. 152 Seiten. 21,0 × 23,5 cm

50 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80329-9 De

€ 42,00 [D]

Sonja Stummerer, Martin Hablesreiter

Putzen

Eine Kulturtechnik

2020. 216 Seiten. 21,0 × 26,0 cm

120 Abbildungen

Geb. 978-3-205-21242-3 De

E-Book 978-3-205-21243-0 De

€ 40,00 [D]

Sonja Stummerer, Martin Hablesreiter

wie wir essen

Tischkultur | Geschichte, Design

und Klima

2021. 221 Seiten. 17,5 × 24,5 cm

zahlreiche Abbildungen

Geb. 978-3-422-80329-9 De

E-Book 978-3-205-21381-9 De

€ 35,00 [D]


© honey & bunny, Daisuke Akita, Ulrike Köb


KUNST BEI BÖHLAU

ManfreDu Schu, Günther Moschig,

Hannes Priesch (Hrsg.)

REMbox

Die Wiener Künstlergruppe REM. 1984–1990 /

The Viennese artists group REM. 1984–1990

2026. 432 Seiten

zahlr. Abbildungen

19,5 x 26,8 cm

Geb. 978-3-205-22519-5 De

€ 65,00 [D]

Janine Freeston

Exhibitions, Societies, and the Press

The Emergence of Color Photography

in Britain, 1906–1932

2026. ca. 200 Seiten

ca. 100 Abbildungen

17,0 x 24,0 cm

Geb. 978-3-205-22297-2 En

E-Book 978-3-205-22298-9 En

€ 35,00 [D]

Felix Steffan

Die Peripherie als Zentrum

Der Kunstbetrieb in Rosenheim und dem

Chiemgau 1904–1968

2025. 737 Seiten

66 Abbildungen

17,0 x 24,0 cm

Br. 978-3-412-53318-2 De

E-Book 978-3-412-53319-9 De

€ 95,00 [D]

Rebecca Welkens

Die Tronie in der Druckgrafik

Funktionen, Rezeptionen und Vermarktung

vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

2026. 375 Seiten

147 Abbildungen

17,5 x 24,5 cm

Geb. 978-3-412-53477-6 De

E-Book 978-3-412-57478-9 De

€ 70,00 [D]


Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an Karin Gasch:

karin.gasch@boehlau-verlag.com

Clara Bolin

fotoform

Fotografische Ausstellungspraktiken nach 1945

2025. 413 Seiten

165 Abbildungen

17,0 x 24,0 cm

Br. 978-3-205-22217-0 De

E-Book 978-3-205-22218-7 De

€ 69,00 [D]

Magdalena Bushart, Livia Cárdenas, Andreas Huth (Hrsg.)

Die Vielfalt des Vervielfältigten

Bildgebende Verfahren in der Kunst der Neuzeit

und ihre Produkte

2025. 348 Seiten

126 Abbildungen

17,0 x 24,0 cm

Br. 978-3-412-53205-5 De

E-Book 978-3-412-53206-2 De

€ 59,00 [D]

Günter Brucher

Venezianische Veduten- und Landschaftsmalerei

des 18. Jahrhunderts

2026. 224 Seiten,

176 Abbildungen

21,0 x 27,0 cm

Geb. 978-3-205-22469-3 De

€ 60,00 [D]

Kathrin Borgers

Monster gestalten

Die Bildgenese monströser Figuren in der

Tafelmalerei des 15. Jahrhunderts

2026. ca. 352 Seiten

ca. 164 Abbildungen

17,0 x 24,0 cm

Geb. 978-3-412-53494-3 De

E-Book 978-3-412-53495-0 De

€ 59,00 [D]


Esther Wipfler (Hrsg.)

Silber

Produktion – Distribution – Semantik

Seiten 496

Abb. 260

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-422-80402-9 De

978-3-422-80403-6 De

€ 88,00 [D]

DEUTSCH

AUGUST 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Epochenübergreifende Studien

zur Silberschmiedekunst

im deutschsprachigen Raum

Neue Forschungen zu Produktion, Funktion,

Bedeutung und Distribution von Objekten

aus Silber

Reich illustriert mit zum Teil bislang

unveröffentlichten Abbildungen

66

9 783422 804029

Nicht alles, was glänzt, ist Gold, sondern

es ist häufig Silber: getrieben,

poliert, emailliert, punziert und auch

vergoldet. Die Beiträge des Bandes

setzen sich mit semantischen, wirtschaftlichen

und technischen Dimensionen

der künstlerischen Verarbeitung

von Silber auf einer breiten Basis von

Objekttypen und Quellen auseinander.

Internationale Expertinnen und Experten

aus den Bereichen Kunstgeschichte,

Geschichte und Sprachwissenschaft

stellen ihre aktuellen Forschungsergebnisse

zu Produktion, Handel,

Translokation und gesellschaftlicher

Bedeutung von Silberobjekten exemplarisch

und im Wandel der Zeit vor.

Dabei werden auch aktuelle Fragen

von Raub und Restitution thematisiert.

Esther Wipfler,

Forschungsstelle Realienkunde am

Zentralinstitut für Kunstgeschichte in

München


Zuzanna Sarnecka, Claudio Paolinelli,

Susanne Prillwitz (Hrsg.)

Fragile Masterpieces

Ceramics from the Collection of the Pharmacy

Museum, University of Basel (1500–1700)

Seiten 200

Abb. 100

Format 24,0 × 24,0 cm

Br.

978-3-68924-329-6 De/En/It

€ 32,00 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH/ITALIENISCH

NOVEMBER 2026

DE GRUYTER

Exhibition

Pharmacy Museum Basel

Starting October 15, 2026

Provides the first detailed art historical study

of the ceramic collection of the Pharmacy

Museum, University of Basel

243296

9 783689 243296

Focusing on Renaissance albarelli –

iconic tin-glazed jars used by apothecaries

for the storage and display

of medicinal ingredients – this publication

explores the intersection of

science, art, and globalization in early

modern Europe from the 15th to the

17th centuries. In that era, these

decorated vessels permitted those

authorized to handle them to claim

authority and command of

knowledge within the rapidly growing

field of

pharmaceutical and medical studies.

By highlighting the materiality of

these ceramic containers, the authors

point to the scientific community’s

continual search for knowledge and

technologies. The lustrous surfaces

testify to the networks of exchange

established across the early modern

world, and to the experimentation that

linked early modern pottery workshops

with apothecary practices.

Zuzanna Sarnecka,

University of Bern

Claudio Paolinelli,

University of Urbino

Susanne Prillwitz,

Pharmacy Museum, University of Basel

67


Stefania Gerevini, Giosuè Fabiano,

Andrew J. Hopkins (Hrsg.)

Golden Glow

Gold and Silver Altarpieces in Medieval Venetia

Object Studies in Art History 9

Seiten 432

Abb. 130

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-297-8 En

€ 79,00 [D]

978-3-68924-069-1 En

Open Access

ENGLISCH

AUGUST 2026

DE GRUYTER

Reassessment of the arts of medieval

and Renaissance Venice

Reframes “Venetian art” as the product

of dynamic exchanges between the

city, its Adriatic colonies, and the wider

Mediterranean

Including two Italian contributions

68

9 783689 242978

In medieval and early modern Venice,

churches gleamed with the brilliance

of gold and silver altarpieces and altar

frontals. Large-scale, sumptuous, and

visually ingenious, these altarpieces

functioned as dramatic “viewing machines”,

dominating the architectural

space and framing the liturgy. The

essays in this volume bring those

awe-inspiring and long-neglected

objects back to light, exposing their

significance as the forgotten heart

of Venice’s visual and religious landscape

and situating them within their

broader Adriatic and Mediterranean

contexts. In doing so, this volume

contributes to key art-historical debates

about materiality and the “object

archive”; fragmentation and the

afterlives of artworks; the interactions

between space and liturgy; visuality,

and the history of the senses.

Stefania Gerevini,

Bocconi University, Milan

Giosuè Fabiano,

University of Vienna

Andrew J. Hopkins,

Università degli Studi dell’Aquila


Julia Saviello

Der Schild und das Bild

Geschichte einer engen Verbindung

Object Studies in Art History 11

Seiten 376

Abb. 110

Format 17,0 × 24,0 cm

Geb.

E-Book

978-3-68924-112-4 De

€ 79,00 [D]

978-3-68924-113-1 De

Open Access

DEUTSCH

OKTOBER 2026

DE GRUYTER

Widmet sich erstmals eingehend dem

Schild als Bildträger und Gegenstand der

Kunsttheorie

Präsentation wenig bekannter Objekte

aus europäischen und amerikanischen

Sammlungen

Bezüge zum Tierreich (Schildkröte) und

transkulturelle Verflechtungsprozessen

69

9 783689 241124

Der Schild ist Waffe und Bildträger

zugleich. Die enge Verbindung seiner

Funktionen reicht zurück bis in die

Antike und erfuhr in der Frühen Neuzeit

eine neue Gewichtung: Zu einem

Zeitpunkt, da der Schild an militärischer

Relevanz einbüßte, wurde er als

Bildträger umso gefragter. Die Waffe

fand darin eine neue Bestimmung. Die

Publikation geht dem Wandel in der

Nutzung des Schildes nach. Sie zeigt

auf, was es heißt, den Schild als Bildträger

am eigenen Körper zu tragen,

untersucht welchen Anteil das Objekt

bei der Generierung und Vermittlung

von bildlicher Bedeutung hat, und

rekonstruiert die neuen funktionalen,

räumlichen und narrativen Kontexte

der Bildschilde. Fokussiert wird

die zentrale Phase vom 15. bis zum

17. Jahrhundert, mit Einblicken in die

Antike und in kulturelle Kontexte außerhalb

Europas.

Julia Saviello,

Goethe-Universität Frankfurt am Main


Cornelia Aman, Maria Deiters,

Sarah Jarron

Die Glasmalereien

im Westchor des Naumburger

Doms

Untersuchungen zu Gestaltung, Werkprozess

und historischer Technologie vom 13. bis zum

20. Jahrhundert

Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland.

Studien 4

Seiten 256

Abb. 350

Format 24,5 × 31,5 cm

Geb.

978-3-68924-314-2 De/En

€ 69,00 [D]

DEUTSCH/ENGLISCH

MAI 2026

DE GRUYTER

Einblicke in das Zusammenwirken

von mittelalterlicher Bauhütte und

Glaswerkstatt

Ausführliche Erforschung der

Restaurierungsgeschichte

Reich bebilderte Publikation zu einem

bedeutenden Beispiel mittelalterlicher

Glasmalerei

70

9 783689 243142

Im Westchor des Naumburger Doms,

einem der bedeutendsten Ensembles

der europäischen Gotik, stehen Architektur,

Skulptur und Glasmalerei in

engem Verhältnis. Der Band widmet

sich nach einer aktuellen Restaurierung

den bisher wenig erforschten

Glasmalereien aus kunsthistorischer

und kunsttechnologischer Perspektive.

Er diskutiert die Einbindung der Glaswerkstatt

des 13. Jahrhunderts in die

Entwurfs- und Konstruktionsprozesse

der Bauhütte, zeigt die künstlerische

und technische Qualität der mittelalterlichen

Glasmalereien und würdigt

die Rekonstruktionsleistung des 19.

Jahrhunderts. Das Buch ist zudem ein

wichtiger Beitrag zur Geschichte und

Methodik der Glasmalereirestaurierung.

Cornelia Aman, Maria Deiters,

Corpus VitrearumMedii Aevi (CVMA) ,

Potsdam

Sarah Jarron,

Lincoln Cathedral

Auch interessant

Matthias Ludwig, Holger Kunde

Der Dom zu Naumburg

Große DKV-Kunstführer

Seiten 160

Format 16,5 × 24,0 cm

Br.

978-3-422-02305-5 De

€ 14,90[D]

DEUTSCH

AUGUST 2018

DEUTSCHER KUNSTVERLAG


32

maria deiters

33

2. Planung und Gesamtgestaltung

Maria Deiters

2.1. Die besondere Gestalt der Eisenarmaturen des Westchors

die Glasmalereien des Westchors zeichnen sich durch ein sehr charakteristisches armatur system aus: bestimmendes

Gestaltungselement der Glasmalereien sind die großen langpässe, in denen die heiligen bzw. tugenden stehen. die

armatureisen sind im bogen um die langpässe geführt und binden – ohne weitere senkrechte unterteilungen – links

und rechts in die Fenstergewände ein. senkrechte streben

am scheitelpunkt der bögen verbinden die über einander

gestapelten, großen For men und halten gleichzeitig die

eingefügten ornamentalen zwickelscheiben. in der untersten

zeile umfassten die armatureisen die kreisförmigen

bi schofsmedaillons (abb. 1, 2).

dieses armatursystem ist weitgehend noch im mittelalterlichen

erscheinungsbild erhalten. in den Fenstern

swiii, nwii und nwiii sind zudem große teile der mittelalterlichen

substanz überliefert. die vor der domrestaurierung

von 1874 bis 1878 entstandenen Fotografien vermitteln

ein bild von der ur sprünglichen montagesituation

(abb. 3): in den a-bahnen der Fenster nwii und nwiii

sind die im kreis um die medaillons mit den bischofsbildnissen

geführten eisen noch erhalten und belegen

damit die grundsätzliche richtigkeit der rekonstruktion

des damaligen bauleiters karl memmin ger 1 . erkennbar

ist außerdem die montage der Glasscheiben auf den

armatureisen mittels geschmiedeter Ösen und splinten.

alle eisen wiesen vermutlich deckschienen auf. diese

sind allerdings im mittleren bereich der auf der Fo tografie

erkennbaren Bildfelder nicht mehr erhalten, so

dass hier die randbleie der Glasmalereifelder zu sehen

sind. an den seitli chen partien erkennbare stummel legen

jedoch nahe, dass die deck schienen im mittelbe reich

verloren gegangen sind; möglicherweise in Folge von

vibrationsbelastun gen, Feuch tigkeitsanfall und korrosion.

auch an den Glastafeln selbst sind randstreifen zu

erken nen, die weniger korrodiert sind, weil sie vermutlich

durch abdeckende schienen stärker geschützt wa ren.

die Form der naumburger armaturen und die teilung

2. naumburg, dom, Westchor. sog. priesterheiligenfenster (swiii).

der Glasmalereifelder ist in der mittel alterlichen Glasmalerei

dieser zeit in deutschland ungewöhnlich. in den

meisten überlieferten verglasungen des 13. Jahrhunderts

wird hier im Wesentlichen eine rechtwink lige teilung 1 vgl. kap. 6.2 (cornelia aman).

vorgenom men 2 . auch die spannweite der Figurentafeln 2 ein naumburg geographisch benachbarter weiterer ausnahmefall

ist die um 1240 entstandene verglasung der erfurter barfüßerkirche.

über die ganze breite der bahn ist unüblich. so verläuft

hier waren in der zu rekonstruierenden dreifenstergruppe im chor

z.b. im Falle der langpassformen mit heiligen in st. kunibert

in köln die eisenführung eng um den langpass medaillons mit szenen der Wurzel Jesse, des christuslebens und der

des romanischen erstbaus mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls

vita des hl. Franziskus in kreisförmige armaturen eingefügt. siehe

herum und ein senkrechtes eisen trennt die rah mende dazu cvma Deutschland Xv,1, 1976 (karl-Joachim maercker), bes.

borte zusätzlich ab (abb. 4).

s. 11 (mit rekonstruktionszeichnung).

1. naumburg, dom, Westchor. sog. ritterheiligenfenster (nwiii).

1_CVMA_Studien_IV_Text_Seiten_1-231_EF.indd 32 09.04.2026 11:52:18

1_CVMA_Studien_IV_Text_Seiten_1-231_EF.indd 33 09.04.2026 11:52:20

71

60

sarah jarron

3. techniques and materials of the 13th-century stained glass

61

3. Layered amber glass from panel swIII, 18a2.

blurs the line between the conventional notion of pot-metal colours being

created from a single colour batch and requiring less expertise to produce

than flashed glasses 24 .

The medieval glaziers were keenly aware of the different properties of

the glass they were using. The red flashed glass was always glazed with

the red layer to the exterior side of the panel. This has resulted in visible

corrosion where it has been lost (Fig. 5). This effect was not witnessed

on any of the other colours of glass, regardless of the severity of the

corrosion. Whilst the technology for abrading and hand etching flashed

4. A tiny fragment of stripey blue glass from

swIII, 15a1.

glasses was developing during the thirteenth century, this technique

was not employed in the West Choir.

The glass sheets exhibited undulations in colour as well as small

impurities, bubbles etc. Whilst the master glazier made the decision

about which colours were to be used for which aspects of the design,

the choice of how to use these materials clearly fell to the glazing team.

Despite the ravages of time, the glass colours in the decorative borders

of the design remain remarkably uniform. Evidently it was important

to use bold, uniform colours with no swap serrations for striations for

these small pieces of glass.

Conversely, glass sheets with colour variations were employed in the

robes and drapery of the central figures. Even when accounting for the

current level of glass corrosion, there is evidence that variations within

the coloured sheet were used to highlight lighter and darker areas of

5. Corroded red flashed glass on the exterior

side of panel swIII, 2AB3.

the design, e.g. in the robes of St Margaret (Fig. 6). When observed in

reflected light, it is clear that corrosion is not limited to the paler areas

of the glass and that adjacent glasses are also corroded but not tonally affected. This demonstrates a great sophistication

in the realisation of these designs as well as providing evidence that the Master delegated some decision making to

individual craftsmen within his team 25 .

Another example of the careful selection of glass is the use of the blue-red streaky. Unusually, this exquisite glass only

appears in panels nwII, 7a (as the crown of Hirtac) and nwII, 7b (as the sword of Ira), though it is possible that it also

6. St Margaret (nwIII, 10–11b). Detail in reflective and transmitted light

7. blue-red streaky glass in panels nwii, 7a.

(interior side), and reflective light (exterior side).

featured in the two lost windows of swii and wi. the stripe of red through hirtac’s crown has been carefully chosen

to complement this shape (Fig. 7). similarly, the red streak on the sword of ira is representative of blood. the use of

this glass indicates that this project was not tightly constrained by finances. Today, similar two-toned glass is more

expensive and by only using certain areas of the sheet, there would have been a lot of wastage.

the use of multiple shades of glass for skin and hair has enabled subtle variations between the different saints and again

demonstrates that this project was not limited by access to materials (Fig. 8). Whilst the original face of st mauritius

(nwiii, 17a) was lost, we can ascertain from the grey-violet tone of the hand that he was originally represented with

dark skin in line with his ethnicity (bottom right) 26 .

24 Frenzel/Frodl-Kraft 1963, p. 94. This paper includes a survey

of layered glasses from the twelfth to the fourteenth century. It is interesting

to note that Frenzel suspected multi-layered glass was a result

of a poor mastery of the colouring process, rather than a sign of expertise.

He based this on the false assertion that multi-layered glass was

mainly produced in the twefth century and that the transition to pot

metal glass took place in the thirteenth century. This topic has been

little researched and requires further investigation.

25 Brown 2019, p. 15.

26 See for the presentation of St Mauritius as African, especially in the

archbishopric of Magdeburg during the thirteenth century, Suckale-

Redlefsen 1987.

8. Various skin and hair tones – Top row: panels nwIII, 8b; nwIII, 14a; nwIII, 11b; and nwII, 11a.

Bottom row: panels nwIII, 5a; swIII, 14b; swIII, 17b; and nwIII, 17a.

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1_CVMA_Studien_IV_Text_Seiten_1-231_EF.indd 61 09.04.2026 11:53:30


Bürgerspitalstiftung Bamberg (Hrsg.)

Gesamtinstandsetzung

der Kirche St. Michael

in Bamberg

Im Schutz des Engels

Seiten 174

Abb. 135

Format 21,0 × 30,0 cm

Br.

978-3-422-80432-6 De

€ 28,00 [D]

DEUTSCH

MAI 2026

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

Dokumentation einer außergewöhnlichen

Restaurierung

Interdisziplinäre Einblicke in eine moderne

Denkmalpflege

72

9 783422 804326

Die ehemalige Benediktinerklosterkirche

St. Michael auf dem Michelsberg

zählt zu den historisch und kunsthistorisch

bedeutendsten Monumenten

Bambergs und ist Teil des UNES-

CO-Welterbes der oberfränkischen Bischofsstadt.

Im Jahr 2012 machte die

akute Einsturzgefahr eine Schließung

der Kirche unumgänglich und leitete

eine der umfangreichsten Restaurierungskampagnen

in der Geschichte

des Bauwerks ein.

Dieser Band umfasst mehr als 30

Beiträge, die die außergewöhnliche

Instandsetzung von St. Michael aus

unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Sie zeichnen die einzelnen

Etappen der Restaurierung nach, erläutern

die komplexen Aufgaben, Entscheidungen

und Herausforderungen

und geben Einblicke in neue Erkenntnisse

aus Bauforschung, Archäologie

sowie Kunstgeschichte und Kunsttechnologie.

Mit Beiträgen von

Julia Brandt, Kerstin Brendel, Annette

Faber, Susanne Fischer, Madlen

Gulitsch, Karin Hamper, Theresa Hilger,

Angelina Klassen, Katharina von Miller,

Nicole Röring, Claudia Schelbert,

Sabine Schwab, Petra Spiller, Marianne

Tauber, Ivonne Tschoepe

Ebenfalls neu erschienen

Peter Ruderich

St. Michael in Bamberg

DKV-Kunstführer 614

Seiten 40

Abb. 20

Format 11,6 × 17,4 cm

Br. 978-3-422-80435-7

€ 3,50[D]

DEUTSCH

MAI 2025

DEUTSCHER KUNSTVERLAG


Selbst in der reichen Kunstlandschaft Frankens besticht

die Ausstattung von St. Michael durch ihre Speer (1702–1765) und Johann Joseph Scheubel d. Ä.

Zu ihnen gehörten die Schöpfer der Gemälde Martin

hohe künstlerische- und ausführungstechnische (1686–1769), die Kunstschreiner Servatius Brickard

Qualität.

(1676–1742) und Hans-Georg Eichler († nach 1746),

Für die holzsichtige Ausstattung beauftragte die die Bildschnitzer Leonhard Gollwitzer (1682–1746),

Benediktinerabtei in den Jahren 1726 bis 1730 eine Thomas Esterbauer (um 1685–1737) und Franz Anton

Gemeinschaft aus seinerzeit gefragten Künstlern. Schlott (1697–1736). Georg Reuß (1704–1768) wirkte

ab 1751 als Bildschnitzer wohl mit dem Kunstschreiner

Franz Anton Thomas (1705–1773) an der architektonisch

wie kunsttechnologisch großartig gestalteten

Rokokokanzel zusammen (Abb. 92). Ein Hauptwerk

Servatius Brickards ist das Chorgestühl im Hochchor,

er fertigte aber auch Mobiliar im Langhaus wie das

Laiengestühl.

MASSNAHMEN AN DER HOLZSICHTIGEN

AUSSTATTUNG

Eine einschneidende Bearbeitung weiter Teile der

holzsichtigen Ausstattung fand 1889 statt. Hierbei

wurden unter anderem die originalen Lacke der Entstehungszeit

– stets wesentliches künstlerisches Gestaltungsmittel

holzsichtiger Werke – entfernt und

durch einen neuen Überzug auf der Basis von Schellack

ersetzt. Dieser Überzug wurde im Gegensatz zu

den Lacken des 18. Jahrhunderts, die durch den Auftrag

mit dem Pinsel offenporig waren, porenfüllend

aufgetragen. Aus restaurierungswissenschaftlicher

Sicht war es wichtig, anhand letzter erhaltener Frag-

92 | Die Kanzel nach Abschluss der Restaurierung.

mente die Zusammensetzung und damit das Erscheinungsbild

der Originallacke naturwissenschaftlich

bestimmen zu lassen. Dies gelang in Kooperation mit

einem externen Fachlabor; dabei wurde festgestellt,

dass man im 18. Jahrhundert einen Kolophoniumlack

auf der Basis von Leinöl verwendet hatte.

Anlässlich der Kirchenrestaurierung im Jahr 1952

erfolgten nochmals Maßnahmen an den Altären

und dem Kanzelkorb. Die Schellackoberflächen von

1889 blieben hierbei erhalten, man überarbeitete sie

jedoch mit einer kompakten Paraffinwachsschicht.

Diese hatte in der Zwischenzeit derartig viel Staub

und Schmutz gebunden, dass entschieden wurde,

das Wachs zu entfernen. Hierdurch wurde die freigelegte

Schellackoberfläche matt. Im Wissen um die

einstige Glanzwirkung der Originallacke entschied

man sich für eine reversible Überarbeitung dieser

Schellackschicht durch eine differenzierte Vorgehensweise,

sodass der Oberflächenglanz der zunächst

unterschiedlich erscheinenden Ausstattungsstücke

Stück um Stück aufeinander abgestimmt

wurde, nachdem sämtliche Furniere gefestigt und

ergänzt worden waren.

Ein optisches Vorbild für die Einstellung des Glanzgrads

war der Schalldeckel der Kanzel. Er hatte, vermutlich

durch seine Höhe, eine ganz eigene Restaurierungsgeschichte:

Im Gegensatz zu allen anderen

marketerierten Ausstattungsstücken blieb hier der

Originallack bei den restauratorischen Aktivitäten

im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erhalten. Er

wurde durch einen ölhaltigen Überzug überarbeitet.

Bei der aktuellen Restaurierung gelang es dem

Team, den ölhaltigen Überzug unter Erhalt des Originals

abzunehmen (Abb. 93). So wurde der Schalldeckel

hinsichtlich seines Glanzgrads zu einer wichtigen

Referenzfläche.

DIE SKULPTUREN UND VERGOLDETEN

SCHNITZAPPLIKATIONEN IM LANGHAUS

Die gefassten Objekte im Langhaus, insbesondere

die vergoldete Ornamentik und die nur wenigen

polychromen Fassungen, sollten analog der Objekte

im Hochchor bearbeitet werden. Schwerpunkt war

hier die bildhauerische Ergänzung der reichen, aber

oft nicht mehr vollständigen Schnitzornamentik

(Abb. 94) und die anschließende Neuvergoldung der

Ergänzungen passend zum Bestand. An der Kanzel

93 | Detail vom Schalldeckel der Kanzel: Abnahme des

stark gedunkelten ölhaltigen Überzugs unter Erhalt des

originalen Lacks (Vorzustand).

94 | Arbeitsfoto während einer holzbildhauerischen

Ergänzung am Kanzelkorb.

D IE AUSSTATTUNG DES LANGHAUSES | 103

73

118 | Isometrie der verschränkten Eckverbindung der unteren

Ringbalkenlage an der Südostecke des südlichen Querhausarmes.

Beide hochrechteckigen Eichenbalken sind mit einem angeschrägten

Sitz als kraftschlüssige Verbindung aufeinandergesetzt und

werden durch die Einmauerung und Auflast lagestabil gehalten.

119 | Isometrie des romanischen Baus der Klosterkirche

St. Michael von Südosten mit farbiger

Eintragung der Lage der Ringbalken im Querhaus

und Presbyterium (rot: obere Ringbalkenlage,

blau: untere Ringbalkenlage).

116 | Isometrie des romanischen Baus der Klosterkirche

St. Michael von Südosten. Die Zeichnung zeigt die heute

gesichert romanische Bausubstanz.

117 | Blick auf die verschränkte Eckverbindung der

Ringbalkenlage aus dem 12. Jahrhundert, die nach

Entfernung eines Quaders an der Südostecke des südlichen

Querhausarms sichtbar wurde.

und klammerten so das Mauerwerk des Querhausarms

zusammen (Abb. 119). Die Hölzer sind jeweils

errichtet wurde. Die Balken übernehmen somit die

Funktion von Zugstäben, die die Mauern zusammen-

10,7 m lang und haben eine Stärke von 17 auf 27 cm.

halten und somit das Ausweichen des Mauerwerks

An den Ecken wurden sie zimmermannstechnisch

verhindern, das eben nur Druckkräfte aufnehmen

oftmals sensationellen neuen Befunde wurden in

rungslöcher im Mauerwerk weisen auf solch einen

verschränkt und durch die direkt folgende Aufmaue-

kann. Auf diese Weise wurde die Standfestigkeit

Text und Bild dokumentiert. Die daraus resultieren-

Einsatz hin. Anders verhält es sich mit Hölzern, die

rung lagefest gehalten. Diese Formation einer Ring-

im Bereich des Querhauses Süd gewährleistet. Ein

den Erkenntnisse konnten somit in die zahlreichen

im Mauerwerk als Zug- oder Armierungselemente

balkenlage konnte auch in einer Höhe von 16,8 m

ebensolches Ringankersystem kann auch für den

zu treffenden Entscheidungen während des Arbeits-

integriert sind. Sie wurden zur Unterstützung und

nachgewiesen werden. Sie liegt etwa 1 Meter unter

Querhausarm Nord sowie über der Vierung, dem

prozesses mit einfließen.

Verbesserung der Standfestigkeit des romanischen

der Traufe – also dem oberen Mauerabschluss – der

mittigen Quadrat im Schnittpunkt des kreuzförmi-

Baus im Mauerwerk eingebracht und sind heute

Querhauswände. Hier haben sich jedoch die für die

gen Grundrisses angenommen werden (Abb. 119).

noch zum Teil nachweisbar.

Tragstruktur wichtigen eingebauten Hölzer nicht

HOLZ ALS BAUSTOFF

mehr erhalten, da diese beim Brand im Jahr 1610

im Mauerwerk verbacken wurden und gegenwärtig

Jeder repräsentative, aus Werksteinen erbaute Mo-

DIE WIEDERENTDECKTEN RINGANKERLAGEN

nur noch in Form von Holzkohle in Bruchstücken

numentalbau strahlt eine gewisse Langlebigkeit und

IM QUERHAUS

nachweisbar sind. Heutzutage ist an dieser Stelle

Robustheit aus. Ohne Zweifel ist aber ein solches

ein Kanal vorzufinden, der an den Wänden Negativ-

Bauwerk nicht ohne den Werkstoff Holz zu errich-

Durch den notwendigen Ausbau eines Werksteins

spuren der eingelegten Hölzer im Mörtel abbildet

ten. Nicht nur für Gerüste und andere Hilfsmittel war

an der südöstlichen Eckquaderung des südlichen

(Abb. 120). Zudem begrenzt sich der Befund auf

Holz notwendig. Auch für die Überdeckung von weit

Querhausarmes konnte ein Blick in das technische

den Bereich des südlichen Querhausgiebels, da die

zu überspannenden Räumen durch Gewölbe wur-

Know-how des 12. Jahrhunderts erlangt werden.

oberen Wandabschnitte der Ost- und Westwand des

den sogenannte Lehrgerüste aus Holzkonstruktio-

In der Mitte des zweischaligen Mauerwerks wurden

südlichen Querhausarms nach dem Brand 1610 neu

nen gebaut. Sie gewährleisteten das Aufmauern der

während der Errichtung der Wand auf einer Höhe

aufgemauert wurden.

Gewölbe während des Bauens und wurden nach der

Aushärtung der Kalkmörtel wieder entfernt. Hiervon

zeugen heute nur noch die Negativspuren von Abdrücken

im Mörtel, aber auch zugesetzte Veranke-

von 11,80 m Eichenbalken eingelegt. Diese wurden

satt in Kalkmörtel gebettet und beidseitig bündig

mit den Werksteinen eingemauert (Abb. 117 und

118). Jeweils vier Eichenbalken bildeten ein Geviert

Notwendig waren diese eingelegten Armierungsbalken,

durch die das Mauerwerk auch Zugkräfte

aufnehmen konnte, da der Kirchenbau ohne jegliche

Stützpfeiler oder Abstrebungen geplant und

120 | Blick in den hochrechteckigen Kanal der oberen

Ringbalkenlage unterhalb des Südgiebels am Querhaus

Süd. Im Mörtel des 12. Jahrhunderts zeichnen sich die Abdrücke

des hölzernen Ringbalkens als Negativspuren ab.

128 | B AUBEGLEITENDE FORSCHUNG

B LICK IN DIE ENTSTEHUNGSZEIT DER ABTEIKIRCHE | 129


Lars Zimmermann

Der Berliner Dom

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Der Berliner Dom

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Überblick zu Geschichte, Architektur und

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Mit zahlreichen Neuaufnahmen, die

Außenbau, Innenraum und Kunstwerke

zeigen

Einordnung in die neobarocke Architektur

und Analyse der Bedeutung des Doms als

„Hauskirche des Kaisers“

74

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Der Berliner Dom gehört zu den

eindrucksvollsten Sakralbauten

Deutschlands und ist eines der prägenden

Wahrzeichen der Hauptstadt.

Im Auftrag Kaiser Wilhelms II. als

repräsentative Hof- und Domkirche

der Hohenzollern errichtet, wurde

das monumentale Bauwerk am 27.

Februar 1905 feierlich eingeweiht. Mit

seiner mächtigen Kuppel, der reich

gegliederten Hauptfassade und dem

aufwendigen Skulpturenprogramm

verkörpert der Dom den Anspruch des

deutschen Neobarock auf imperiale

Repräsentation.

Der Innenraum beeindruckt durch seine

prachtvolle Ausstattung: den farbenprächtigen

Altarraum, großformatige

Mosaiken, zahlreiche Standbilder und

Skulpturen sowie die Hohenzollerngruft

als bedeutende dynastische Begräbnisstätte.

Architektur, Kunst und politische

Symbolik verbinden sich hier zu einem

einzigartigen Gesamtkunstwerk.

Dieser reich bebilderte Kunstführer

stellt Geschichte, Baugestalt und Ausstattung

des Berliner Doms anschaulich

vor. Neue Fotografien und präzise

Erläuterungen eröffnen einen fundierten

Zugang zu einem der wichtigsten

Bauwerke der deutschen Architekturgeschichte

und zur einstigen „Hauskirche

des Kaisers“.

Lars Zimmermann,

Kunsthistoriker und Autor zahlreicher

Publikationen. Lebt und arbeitet auf

Rügen

Baugeschichte und Architekten

Kaiserkunst – die Idee des Doms

kirche im Zuge des Wiederaufbaus, die die Länge Dom überführt, wo er vom 12. bis zum 15. März

des Gebäudekomplexes nahezu halbierte, und der öffentlich aufgebahrt werden sollte.

sehr vereinfachten und verkleinerten Kuppel. 400 Soldaten aus allen Regimentern der Berliner

Garnison bildeten vom Schloss zum Dom

Zwei Ereignisse sind es letztlich, die dem Berliner

Dom bei seiner Einweihung 1905 Gestalt auf der Strecke ein Fackelspalier. Die Domgeistlichkeit

mit Oberhofprediger Kögel an der Spitze

und Bedeutung gaben: Der Sieg über Frankreich

1871 und das Drei-Kaiser-Jahr 1888. Denn obgleich

die Millionen von Besuchern und Tou-

Nachdem der Sarg aufgestellt war, fand eine kur-

empfing den Zug am Haupteingang des Doms.

risten den Dom immer wieder mit Kaiser Wilhelm

II. in Verbindung bringen, waren es doch Am Morgen des 12. März legten zunächst eize

Andacht statt.

vor allem sein Großvater und Vater, die dem nige Städte- und Regimentsvertreter, der Reichstagspräsident

sowie ausgewählte Einzelpersonen

Dombau ihre prägende Kraft verliehen.

Die Aufbahrung Kaiser Wilhelms I. war die Kränze nieder. Dann brach ein unglaublicher

letzte große Nationalfeier im alten Berliner Dom. Ansturm los: Schon am Mittag führte der große

Am Morgen des 9. März 1888, kurz vor seinem Andrang – noch verstärkt durch die (falsche) Information,

der neue Kaiser Friedrich III. werde

91. Geburtstag, war Wilhelm I. in seinem Palais

Unter den Linden gestorben. Am Abend des zum Dom kommen – zu Streitereien und Gedränge.

Es gab Verletzte. Nach den »Scenen« am

11. März segnete Oberhofprediger Kögel den Toten

im Sterbezimmer aus. In der darauf folgenden

Nacht vom 11. auf den 12. März wurde der gungszeiten auf täglich 8 bis 22 Uhr ausgedehnt.

ersten Tag der Aufbahrung wurden die Besichti-

Leichnam durch dichtes Schneegestöber in den Dennoch: Am 14. März riet die National-Zeitung

Dom und Lustgarten, Anfang des 20. Jahrhunderts

die auf Pergament verfasste Stiftungsurkunde, reichen Staats- und Domchors, Konzerte von

die die Geschichte des Doms in seinen Vorgängerbauten

zusammenfasst. 2

Sauer-Orgel oder auch historisch fundierte Aus-

Star-Musikern aus aller Welt an der berühmten

Erst am 27. Februar 1905, dem Hochzeitstag stellungen machen das Gotteshaus zu einem Ort

des Herrscherpaares, wird der Dom mit nie gesehenem

Aufwand geweiht. Marschmusik erklingt, tion und des Beisammenseins.

der Besinnung und des Austauschs, der Inspira-

am Lustgarten paradiert Militär – zum Teil in Im und mit dem Berliner Dom, wie die ehemalige

Hof- und Domkirche kurzerhand genannt

historischen Kostümen. Der Oberhofprediger

Ernst von Dryander begrüßt das »erlauchteste wird, manifestierten sich das preußische und

Herrscherpaar der evangelischen Christenheit«; deutsche Herrschaftsverständnis der Hohenzollern

einerseits und die Theologie der reformier-

den prachtvollen Bau feiert er als Erfüllung des

Prophetenworts: »Ich will das Haus voll Herrlichkeit

machen.«

und Museen – Altar, Thron, Schwert und Geistesten

Kirche andererseits. Dom, Schloss, Zeughaus

Der Berliner Dom, der heute die Museumsinsel

überragt, war seit seiner Einweihung 1905 die in seiner ursprünglichen Gestalt überwölbte alles,

kultur – waren die Säulen des Staates. Der Dom

Krone des historischen Schlossbezirks. Bis heute machte das Herrscheramt zum Gottesdienst und

ist die Oberpfarr- und Domkirche einer der letzten

verbliebenen Orte im historischen Zentrum der Regierenden. Das war der Anspruch. »Ein

verdeutlichte gleichzeitig das Gottesgnadentum

der Hauptstadt, an dem sich das urbane Leben feste Burg ist unser Gott« – hier hat Luthers Liedzeile

anschaulich Form angenommen. Mächtig

einst und jetzt authentisch erspüren lässt: Eine

sehr vitale Domgemeinde mit beeindruckenden

Gottesdiensten, die Auftritte des traditions- seumsinsel – trotz der Sprengung der

und trutzig ragt der Dom bis heute über die Mu-

Denkmals-

William Pape, Die Aufbahrung Wilhelms I., 1888, 425 × 549 cm

10

11


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E-Book 978-3-11-134223-8 De/En

€ 45,00 [D]

Ruth Schnell – WORKBOOK

Mirrors of the Unseen

Peter Weibel,

Katharina Gsöllpointner (Hrsg.)

2023. 360 Seiten. 21,0 × 27,0 cm

387 Abbildungen

Br. 978-3-11-124998-8 En

E-Book 978-3-11-125010-6 En

€ 45,00 [D]

A plus minus Z

Payer Gabriel. Abwesenheit –

Zufall / Absence – Accidental

2023. 246 Seiten. 20,5 × 28,5 cm

145 Abbildungen

Br. 978-3-11-106624-0 De/En

E-Book 978-3-11-106658-5 De/En

€ 45,00 [D]

Schule Oberhuber

Der Künstler, Rektor,

Ausstellungsmacher und sein

Programm

Cosima Rainer,

Eva Maria Stadler (Hrsg.)

2023. 224 Seiten. 16,5 × 22,0 cm

138 Abbildungen

Br. 978-3-11-106160-3 De

E-Book 978-3-11-106222-8 De

€ 42,00 [D]

Friedl Dicker-Brandeis

Werke aus der Sammlung der

Universität für angewandte

Kunst Wien

Stefanie Kitzberger,

Cosima Rainer,

Linda Schädler (Hrsg.)

2022. 352 Seiten. 16,5 × 24,0 cm

170 Abbildungen

Geb. 978-3-11-078907-2 De

E-Book 978-3-11-078912-6 De

€ 49,95 [D]

Barbis Ruder. Werk – Zyklus –

Körper / Work – Cycle – Body

Madeleine Frey (Hrsg.)

2023. 400 Seiten. 21,0 × 26,0 cm

27 s/w-Abbildungen,

706 Abbildungen

Br. 978-3-11-106146-7 De/En

E-Book 978-3-11-106256-3 De/En

€ 49,00 [D]

Wenn der Wind weht /

When the Wind Blows

Luft, Wind und Atem in der zeitgenössischen

Kunst / Air, Wind,

and Breath in Contemporary Art

Liddy Scheffknecht, Ernst

Strouhal (Hrsg.), Ernst Strouhal,

Verena Kaspar-Eisert, Liddy

Scheffknecht, Helga Kromp-Kolb,

Philipp Blom

2022. 232 Seiten. 24,0 × 30,0 cm

190 Abbildungen

Br. 978-3-11-078520-3 De/En

E-Book 978-3-11-078524-1 De/En

€ 48,00 [D]

Barbara Holub – Stiller

Aktivismus / Silent Activism

Başak Şenova (Hrsg.)

2022. 312 Seiten. 22,0 × 28,0 cm

321 Abbildungen

Geb. 978-3-11-079081-8 De/En

E-Book 978-3-11-079082-5 De/En

€ 49,95 [D]

Judith P. Fischer – Linie Form

Raum / Line Shape Space

Theresia Hauenfels (Hrsg.)

2022. 256 Seiten. 20,5 × 26,0 cm

292 Abbildungen

Geb. 978-3-11-054250-9 De/En

E-Book 978-3-11-076986-9 De/En

€ 39,95 [D]

Liddy Scheffknecht –

Points in Time

Arbeiten/Works 2010–2020

Ernst Strouhal (Hrsg.)

2021. 248 Seiten. 22,0 × 28,0 cm

334 Abbildungen

Geb. 978-3-11-076943-2 De/En

E-Book 978-3-11-076956-2 De/En

€ 39,95 [D]

LINDA BERGER –

PEACH-BLOW

MONOGRAFIE/MONOGRAPH

Linda Berger,

Maria Christine Holter (Hrsg.)

2021. 224 Seiten. 21,9 × 25,8 cm

90 Abbildungen

77

Geb. 978-3-11-074475-0 De/En

E-Book 978-3-11-074703-4 De/En

€ 39,95 [D]

Rini Tandon. to spaces unsigned

Works, Concepts, Processes

1976–2020 / Arbeiten, Konzepte,

Prozesse 1976–2020

Sabine Folie (Hrsg.)

2020. 328 Seiten. 23,0 × 30,0 cm

400 Farbabbildungen

Br. 978-3-11-070045-9 De/En

€ 39,95 [D]

Widersprüche. Kuratorisch handeln

zwischen Theorie und Praxis

Martina Griesser-Stermscheg,

Christine Haupt-Stummer,

Renate Höllwart, Beatrice Jaschke,

Monika Sommer,

Nora Sternfeld, Luisa Ziaja (Hrsg.)

2022. 240 Seiten. 14,8 × 21,0 cm

63 Abbildungen

Br. 978-3-11-101452-4 De

E-Book 978-3-11-102717-3 De

€ 42,00 [D]

Für eine neue Agenda der

Kulturpolitik

Michael Wimmer (Hrsg.)

2022. 448 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

Geb. 978-3-11-079162-4 De

E-Book 978-3-11-079172-3 De

€ 39,95 [D]

Toxic Temple

An Artistic and Philosophical

Adventure into the Toxicity of

the Now

Anna Lerchbaumer, Kilian Jörg

(Hrsg.)

2022. 256 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

112 Abbildungen

Geb. 978-3-11-076914-2 En

E-Book 978-3-11-076924-1 En

€ 39,95 [D]

Plastic Ocean: Art and Science

Responses to Marine Pollution

Ingeborg Reichle (Hrsg.)

2021. 272 Seiten. 20,0 × 25,0 cm

164 Abbildungen

Geb. 978-3-11-074472-9 En

E-Book 978-3-11-074477-4 En

€ 39,95 [D]

Oskar Kokoschka: Neue Einblicke

und Perspektiven / New Insights

and Perspectives

Régine Bonnefoit,

Bernadette Reinhold (Hrsg.)

2021. 452 Seiten. 14,8 × 21,0 cm

63 Abbildungen

Br. 978-3-11-072420-2 De/En

E-Book 978-3-11-072422-6 De/En

€ 39,95 [D]


Remix

Von Gerhard Richter bis

Katharina Grosse / From Gerhard

Richter to Katharina Grosse

2025. 208 Seiten. 24,0 × 30,0 cm

120 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80324-4 De/En

€ 44,00 [D]

Paris 1955

Deutsche Abstrakte im Zentrum

der Moderne

Rouven Lotz (Hrsg.), Anne-Kathrin

Hinz, Christoph Zuschlag,

Rouven Lotz

2025. 192 Seiten. 24,0 × 30,0 cm

140 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80342-8 De

€ 35,00 [D]

Auf zu neuen Werken!

Max Slevogt und sein Verleger

Bruno Cassirer

Generaldirektion Kulturelles Erbe

(GDKE) (Hrsg.), Karoline Feulner

2025. 240 Seiten. 24,0 × 29,0 cm

150 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80346-6 De

€ 50,00 [D]

Auf zu neuen Werken!

Der Briefwechsel zwischen Max

Slevogt und seinem Verleger

Bruno Cassirer 1899−1932

Generaldirektion Kulturelles Erbe

(GDKE) (Hrsg.), Eva Wolf, Armin

Schlechter, Karoline Feulner

2025. 500 Seiten. 24,0 × 29,0 cm

30 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80347-3 De

€ 94,00 [D]

Kirchner, Lehmbruck, Nolde

Geschichten des Expressionismus

in Mannheim

Luisa Heese, Johan Holten (Hrsg.)

2025. 192 Seiten. 23,0 × 27,5 cm

150 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80339-8 De/En

€ 44,00 [D]

Jugendstil im Quadrat

Art Nouveau Squared

Heike Maria Johenning

2025. 224 Seiten. 20,0 × 20,0 cm

193 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80331-2 De/En

E-Book 978-3-422-80333-6 De/En

€ 45,00 [D]

Nürnberg GLOBAL

1300–1600

Benno Baumbauer, Sven Jakstat,

Marie-Therese Feist (Hrsg.)

2025. 350 Seiten. 22,0 × 27,0 cm

280 Abbildungen

Br. 978-3-422-80321-3 De

€ 48,00 [D]

Materialisierte Heiligkeit

Jüdische Buchkunst im

kulturellen Kontext

Annett Martini (Hrsg.)

2025. 400 Seiten. 22,0 × 28,0 cm

175 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80325-1 De

E-Book 978-3-422-80326-8 De

€ 48,00 [D]

Ich drucke! Signet, Marke

und Druckerzeichen seit dem

Zeitalter Gutenbergs

Hui Luan Tran,

Nino Nanobashvili (Hrsg.)

2025. 192 Seiten. 23,0 × 28,0 cm

130 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80320-6 De

€ 48,00 [D]

78

KUNST ESSEN

Kochrezepte inspiriert von

großen Meisterwerken

Philipp Weber, Inka Meyer, Simon

Büttner, Marc Christian (Hrsg.)

2025. 152 Seiten. 21,0 × 23,5 cm

50 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80329-9 De

€ 42,00 [D]

Barbara Klemm

Entscheidende Momente

Astrid Wallmann (Hrsg.),

Peter Forster, Nikolas Werner

Jacobs, Astrid Wallmann

2025. 112 Seiten. 24,0 × 28,0 cm

80 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80327-5 De

€ 24,00 [D]

„Liebe Mutti!“ Postkarten aus

Theresienstadt 1943–1944 mit

künstlerischen Arbeiten von

Inbar Chotzen

Gedenk- und Bildungsstätte Haus

der Wannsee-Konferenz (Hrsg.),

Inbar Chotzen, Klaus Hillenbrand,

Ruth Preusse

2025. 160 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

100 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80305-3 De

€ 36,00 [D]

Kunst sammeln,

Kunstgeschichte schreiben

Werner Busch zum Geburtstag

Jonas Beyer, Karin Gludovatz,

Yannis Hadjinicolaou (Hrsg.)

2025. 224 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

71 Abbildungen

Br. 978-3-422-80213-1 De

E-Book 978-3-422-80219-3 De

€ 48,00 [D]

Sigmar Polke am Gaspelshof

Kunst und Alltag im

Spannungsfeld von Autorschaft

und Pluralität

Willicher Kunstverein e. V. (Hrsg.),

Lucy Degens

2025. 125 Seiten. 15,5 × 23,0 cm

43 Abbildungen

Br. 978-3-422-80337-4 De

E-Book 978-3-422-80338-1 De

€ 28,00 [D]

Die neue Akademie

Die Kunstakademie Düsseldorf

1919–1933

Jürgen Wiener (Hrsg.)

2025. 231 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

59 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80322-0 De

E-Book 978-3-422-80323-7 De

€ 59,00 [D]

Antisemitismus und

Kunst vor 1933

Nike Bätzner,

Christina Brinkmann (Hrsg.)

2026. 128 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

40 Abbildungen

Br. 978-3-422-80332-9 De

E-Book 978-3-422-80334-3 De

€ 48,00 [D]

Fotopoesie

Fotogedichte in deutschsprachigen

Zeitschriften 1920–1940

Michael Will

2025. 320 Seiten. 21,0 × 28,0 cm

256 Abbildungen

Br. 978-3-422-80314-5 De

E-Book 978-3-422-80317-6 De

€ 56,00 [D]

Bastowerkstatt

Else Stadler-Jacobs und ihre

Tiere aus Bast

Christoph Sauter, Daniel Karrasch

2025. 160 Seiten. 18,0 × 25,0 cm

200 Abbildungen

Br. 978-3-422-80335-0 De

E-Book 978-3-422-80336-7 De

€ 32,00 [D]


Friedrich Nerly –

Von Erfurt in die Welt

Die Gemälde und Ölstudien des

Nerly-Bestandes im Angermuseum

Erfurt

Claudia Denk, Kai Uwe Schierz,

Thomas von Taschitzki (Hrsg.)

2024. 560 Seiten. 25,0 × 29,0 cm

450 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80257-5 De

€ 62,00 [D]

In Motion

Kunst und Fußball

Manuel Neukirchner (Hrsg.)

2024. 344 Seiten. 24,0 × 30,0 cm

120 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80134-9 De

€ 48,00 [D]

Paulus Potter

Zurück in Kassel

Justus Lange

2025. 79 Seiten. 14,7 × 22,0 cm

38 Abbildungen

Br. 978-3-422-80307-7 De

E-Book 978-3-422-80309-1 De

€ 15,00 [D]

Rüstkammer Dresden

Gewehrgalerie im Langen Gang

Marius Winzeler, Staatliche

Kunstsammlungen Dresden

(Hrsg.)

2025. 152 Seiten. 15,0 × 23,0 cm

120 Abbildungen

Br. 978-3-422-80312-1 De

€ 19,00 [D]

Wachs in seinen Händen

Daniel Neubergers Kunst der

Täuschung

Johanna Diel, Barbara Goldmann,

Paulus Rainer,

Konrad Schlegel (Hrsg.)

2025. 184 Seiten. 20,5 × 26,0 cm

150 Abbildungen

Br. 978-3-422-80318-3 De

E-Book 978-3-422-80319-0 De

€ 42,00 [D]

Zwischen Zeichen und Material

Die Figur in den Bildkünsten

der Frühen Neuzeit

Maximilian Geiger (Hrsg.)

2026. 176 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

100 Abbildungen

Br. 978-3-422-80303-9 De

E-Book 978-3-422-80304-6 De

€ 48,00 [D]

InformELLE Künstlerinnen

der 1950er/60er Jahre –

InformELLEs: Women Artists

and Art Informel in the

1950s/60s

2024. 256 Seiten. 23,0 × 29,0 cm

160 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80279-7 De/En

€ 45,00 [D]

Otto Dix – Adolf Dietrich

Andreas Rüfenacht

2025. 152 Seiten. 23,0 × 28,0 cm

87 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80290-2 De

€ 40,00 [D]

KörperGeometrie

Ilse Leda und Friedrich

Vordemberge-Gildewart

Roman Zieglgänsberger, Arta

Valstar-Verhoff (Hrsg.)

2025. 224 Seiten. 19,5 × 25,5 cm

176 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80283-4 De

€ 38,00 [D]

Von der Linie zur Landschaft

TANAKA RYŌHEI. Radierungen

Japans

Chris van Otterloo (Hrsg.)

2024. 184 Seiten. 24,5 × 29,7 cm

200 Abbildungen

Br. 978-3-422-80270-4 De

€ 48,00 [D]

Den Menschen vor Augen

Künstlerische Strategien seiner

Darstellung in italienischen

Zeichnungen 1450–1750

Kurt Zeitler (Hrsg.)

2025. 304 Seiten. 24,0 × 30,0 cm

150 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80248-3 De

€ 62,00 [D]

Decolonial History of Art

A Methodological Introduction

Carolin Overhoff Ferreira

2025. 304 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

102 Abbildungen

Br. 978-3-422-80267-4 En

E-Book 978-3-422-80269-8 En

€ 38,00 [D]

79

Dehio – Handbuch der deutschen

Kunstdenkmäler / Thüringen I

Kreis Eichsfeld, Kreis Gotha,

Kreis Hildburghausen, Ilm-Kreis,

Kyffhäuserkreis, Kreis Nordhausen,

Kreis Schmalkalden-

Meiningen, Kreis Sonneberg,

Stadt Suhl, Unstrut-Hainich-Kreis,

Wartburgkreis

Georg Dehio

3. Auflage

2025. 880 Seiten. 12,0 × 18,0 cm

Zahlreiche Abbildungen

Geb. 978-3-422-80101-1 De

E-Book 978-3-422-80260-5 De

€ 52,00 [D]

Dehio – Handbuch der deutschen

Kunstdenkmäler / Thüringen II

Kreis Altenburger Land, Stadt

Erfurt, Stadt Gera, Kreis Greiz,

Stadt Jena, Saale-Holzland-Kreis,

Saale-Orla-Kreis, Kreis Saalfeld-Rudolstadt,

Kreis Sömmerda,

Stadt Weimar, Kreis Weimarer

Land

Georg Dehio

3. Auflage

2025. 928 Seiten. 12,0 × 18,0 cm

Zahlreiche Abbildungen

Geb. 978-3-422-80272-8 De

E-Book 978-3-422-80273-5 De

€ 52,00 [D]

Hans-Hendrik Grimmling

Malerei von 1978 bis 2024 /

Paintings from 1978 to 2024

Annegret Laabs (Hrsg.)

2025. 132 Seiten. 24,0 × 28,5 cm

50 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80296-4 De/En

€ 34,00 [D]

Der Zustand des Erlebens –

The Condition of Experience

Workshop Manuscripts

Katharina Neuburger (Hrsg.),

Gereon Beuckers, Lisa

Beißwanger, Nick Böhnke, Paula

Kohlmann, Barbara Könches,

Raha Golestani, Konstantin

Schönfelder, Georg Winter,

Xiao Xiao

2025. 200 Seiten. 14,8 × 21,0 cm

74 Abbildungen

Br. 978-3-422-80293-3 De/En

€ 28,00 [D]

Der Ruhm und sein Preis

Die Malerfürstin Vilma Parlaghy

Ulrich Schulte-Wülwer

2025. 196 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

70 Abbildungen

Br. 978-3-422-80274-2 De

E-Book 978-3-422-80275-9 De

€ 36,00 [D]

Duett der Moderne /

Duet of Modernism

Hansaviertel & Karl-Marx-Allee,

Berlin Fotografien von / Photographs

by Bettina Cohnen

Jan Dimog, Hendrik Bohle (Hrsg.),

Bettina Cohnen

2025. 128 Seiten. 23,0 × 28,0 cm

80 Abbildungen

Br. 978-3-422-80282-7 De/En

€ 30,00 [D]


Alte Baukunst und

Neue Architektur

Wie die Architektur wurde, was

sie heute ist

Günther Fischer

2025. 256 Seiten. 19,0 × 25,0 cm

423 Abbildungen

Br. 978-3-422-80280-3 De

E-Book 978-3-422-80281-0 De

€ 38,00 [D]

Dichterzimmer

2025. 144 Seiten. 15,0 × 23,0 cm

80 Abbildungen

Br. 978-3-422-80228-5 De

€ 14,90 [D]

Die Neue Sachlichkeit /

The New Objectivity

Ein Jahrhundertjubiläum /

A Centennial

Inge Herold, Johan Holten (Hrsg.)

2024. 408 Seiten. 23,0 × 27,5 cm

350 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80250-6 De/En

€ 56,00 [D]

Alberto Giacometti

Surrealistische Entdeckungen |

Unveiled Surrealism |

Le surréalisme dévoilé

Madeleine Frey,

Friederike Voßkamp (Hrsg.)

2024. 208 Seiten. 22,0 × 28,0 cm

140 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80258-2

De/En/Fr

€ 42,00 [D]

Jugendstil. Made in Munich

Roger Diederen, Anja Huber,

Nico Kirchberger,

Antonia Voit (Hrsg.)

2024. 272 Seiten. 24,0 × 29,0 cm

310 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80241-4 De

€ 45,00 [D]

Plakatfrauen. Frauenplakate

Peter Forster (Hrsg.),

Peter Forster, Petra Eisele

2024. 128 Seiten. 21,0 × 26,0 cm

77 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80259-9 De

€ 28,00 [D]

Heilende Kunst

Wege zu einem besseren Leben

Sabine Becker, Ksenija Chochkova

Giese, Elena Korowin (Hrsg.)

2024. 144 Seiten. 14,0 × 21,0 cm

64 Abbildungen

Br. 978-3-422-80226-1 De

E-Book 978-3-422-80227-8 De

€ 24,00 [D]

Impressions of the Land

The Story of a Photographic

Collection of Palestine-Eretz

Israel

Vivienne Silver-Brody

2024. 424 Seiten. 24,0 × 28,0 cm

300 Abbildungen

Br. 978-3-422-80263-6 En

€ 88,00 [D]

ARCHISTORIES

Architektur in der Kunst

2025. 304 Seiten. 21,0 × 25,0 cm

180 Abbildungen

Br. 978-3-422-80072-4 De

€ 48,00 [D]

80

Helen and Newton Harrison

California Work

Tatiana Sizonenko

2024. 224 Seiten. 29,0 × 29,0 cm

220 Abbildungen

Geb. 978-3-422-80211-7 En

€ 50,00 [D]

Hermann Czech und die

Dialektik der Architektur

Maximilian Müller

2024. 184 Seiten. 16,5 × 23,5 cm

102 Abbildungen

Br. 978-3-422-80225-4 De

€ 34,90 [D]

Virtuelle Museen –

Ein Plädoyer

Rund um die Uhr.

Rund um die Welt

Isabelle Becker, Otmar Böhmer,

Reinhard Gröne, Bernd Günter,

Rebecca Heinzelmann, Anja

Kircher-Kannemann, Yasmin

Mahmoudi, Julia Römhild, Holger

Simon, Theresa Stärk,

Laura Zebisch, Anne Seebeck,

Karl-Ludwig Döring

2024. 108 Seiten. 15,5 × 23,0 cm

4 Abbildungen

Br. 978-3-422-80232-2 De

E-Book 978-3-422-80233-9 De

€ 12,00 [D]

Graffiti Expressionism

DARE / Sigi von Koeding in Basel

Kai Hendrik Schlusche

2024. 176 Seiten. 23,0 × 25,0 cm

191 Abbildungen

Br. 978-3-422-80231-5 De/En

€ 38,00 [D]

Berührung im Entzug

Struktur, Temporalität und Haptik

des malerischen Handelns

an den frühen Strukturreliefs

Günther Ueckers

Katharina Neuburger (Hrsg.),

Nick Böhnke

2024. 120 Seiten. 14,8 × 21,0 cm

17 Abbildungen

Br. 978-3-422-80242-1 De/En

€ 28,00 [D]

Koloniales Erbe in Thüringen

Sahra Rausch,

Christiane Bürger (Hrsg.)

2024. 144 Seiten. 21,0 × 28,5 cm

50 Abbildungen

Br. 978-3-422-80210-0 De/En

€ 32,00 [D]

Bilder des Textilen

Mode und Stoffe in der Malerei

Pierre-Auguste Renoirs

Agnes Sawer

2024. 252 Seiten. 17,0 × 24,0 cm

69 Abbildungen

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Friedrich von Amerling.

Werkverzeichnis der Gemälde

Stella Rollig, Sabine Grabner

(Hrsg.), Sabine Grabner,

Katharina Lovecky, Martin Böhm,

Udo Felbinger, Sabine Grabner,

Katharina Lovecky, Stella Rollig

2024. 336 Seiten. 24,0 × 31,0 cm

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der Gemälde

Stella Rollig, Luisa Ziaja, Christian

Huemer (Hrsg.)

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ABBILDUNGSNACHWEIS

4 unten La fenêtre de Galilée de la Villa

Médicis, 2025 © Nicolas Daubanes, Foto:

D. Molajoli, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

5 oben nach unten „L‘Hallali“, 2023, 12 portes

de prison, bois, acier, gravue, © Nicolas

Daubanes, Foto: N. Brasseur, Adagp, Paris,

VG-Bild-Kunst, Bonn 2026; La Colonne Marc-

Aurèle, 2025 © Nicolas Daubanes, Foto:

D. Molajoli, VG Bild-Kunst, Bonn 2026;

Ancien camp de concentration de Natzweiler-Struthof,

forêt, 2025 © Nicolas Daubanes,

Foto: Didier Plowy, Adagp, Paris, VG-Bild-

Kunst, Bonn 2026

6 Tone Vigeland, Sculpture I (Skulptur I),

2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto:

Børre Høstland

7 oben links André Tehrani, HEX #FCFEFC

> #676C89, 2023 © Courtesy of the artist

and Galleri Haaken, Oslo; Foto: Øystein

Thorvaldsen; oben rechts Eirin Bjørsland

Hansen, Ohne Titel (aus der Serie: Føniks/

Phönix), 2024, © Eirin Bjørsland Hansen,

Foto: Line Møllerhaug; unten Martin Woll

Godal, Kryss (Kreuz), 2023, © VG Bild-

Kunst, Bonn 2026, Foto: Simen Ulstein

8 und 9 © Ashkan Sahihi

10 Coverabbildung Barbara Klemm, Bundestagswahl,

Frankfurt am Main, 1972,

© 2026 Barbara Klemm; links nach rechts

Ludwig Hohlwein, Volksspende für die

deutschen Kriegs- und Zivil-Gefangenen,

Deutsches Reich, 1916; N. N., Es geht um

Deutschland – wählt CDU, Deutsches Reich,

1949; N. N. (nach John Heartfield), Wählt

Liste 5 – Kommunisten, Deutsches Reich,

1956

11 Max Pechstein, Erwürgt nicht die junge

Freiheit durch Unordnung und Brudermord.

Sonst verhungern Eure Kinder, Deutsches

Reich, 1919

12 links Felix Nussbaum, Selbstbildnis an

der Staffelei, 1943, Felix-Nussbaum-Haus

im Museumsquartier Osnabrück, Leihgabe

der Niedersächsischen Sparkassenstiftung;

© Museumsquartier Osnabrück, Fotograf:

Christian Grovermann; rechts Felix

Nussbaum, Masken und Katze, 1935, Felix-

Nussbaum-Haus im Museumsquartier

Osnabrück, Leihgabe der Niedersächsischen

Sparkassenstiftung © Museumsquartier

Osnabrück, Foto: Christian Grovermann

13 Felix Nussbaum, Zwei Masken, 1935,

Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier

Osnabrück, Sammlung Dr. Koritz © Museumsquartier

Osnabrück, Foto: Hermann

Pentermann

14 links Carl Schuch, Pariser Häuser, um

1885–90, Belvedere, Wien, Foto: Belvedere,

Wien / Johannes Stoll; rechts Carl Schuch,

Selbstporträt, um 1875/76, Belvedere, Wien,

Foto: Belvedere, Wien / Johannes Stoll

15 oben Carl Schuch, Stillleben mit Kürbis,

Pfirsich und Weintrauben, um 1884,

Belvedere, Wien, Foto: Belvedere, Wien /

Johannes Stoll; unten Carl Schuch, Waldinneres

bei Saut du Doubs, um 1887, Belvedere,

Wien, Foto: Belvedere, Wien / Johannes Stoll

16 Brettspielkasten aus Bernstein, Königsberg

1607 @ DHM/Sebastian Ahlers

18 links nach rechts Statue der Isis, © SMÄK,

Leihgabe des Wittelsbacher Ausgleichsfonds,

Gl. WAF 26b, Foto: Roy Hessing;

Büste einer Kolossalstatue eines jugendlichen

Königs (Prinzen), © KHM-Museumsverband;

Gemma Augustea, © KHM-

Museumsverband

19 Oktogon von Ephesos, © KHM-Museumsverband

21 Still eines Livestreams: Mirjam Buergin

und Flavia Caviezel im Gespräch mit Astrid

Schwarz und Baruch Gottlieb im Rahmen

des Symposiums “Times of Waste – Handling

Matter”, Basel/Berlin 2021

24 links nach rechts Zeynep Aksöz, Nicolaj

Kirisits, Alexander Urban Resonant Blech

Performative Human AI Collaboration, 2024,

© Kathrin Stumreich; Martina Menegon

Glitche-lia, 2025, © Martina Menegon; Shira

Wachsmann John Wild Forest Installation,

2025, © Chris Lee

25 links Mariska Karasz in einem von einem

Szür inspirierten Mantel, Foto: Nickolas

Muray, New York, ca. 1926, Fotografie auf

Karton aufgezogen; Fotografie 25,4 × 20,32

Zoll; Karton 44,45 × 5,08 cm. ©Nickolas

Muray Photo Archives. Sammlung der

Künstlerfamilie; rechts Zoya Laktionova,

Diorama, 2018, Video, 12 min (Produktion:

Nadia Parfan, Schnitt: Mykola Bazarkin, Ton:

Andrew Borysenko)

28 © Christiane Kues

30 links nach rechts George Dutch Davidson,

Abstract Decoration, ca. 1898, Aquarell auf

Papier, Bridgeman Images, Dundee Art

Galleries & Museums, The McManus; Hugh

Allan, Allander Pottery Vase, 1905, Ton,

glasiert, 15,2 × 19,0 cm, Glasgow Museums,

J. Arnold Fleming Collection, gifted by Miss

A Fleming, 1938, E.1938.10.fl, Glasgow Life,

Creative Commons Attribution-Non

Commercial 4.0 International License;

D’Arcy W. Thompson, Querschnitt einer

Nautilus-Schale, aus: D’Arcy W. Thompson,

On Growth and Form, Cambridge 1917, S. 581

31 links nach rechts Still of Cenotaph for

Newton VR (Femme Fatale Studio, 2021);

Kinfolk, Toussaint l’Ouverture AR monument

in Columbus Circle, New York (Monuments

Project, 2021)

37 links Konrad Klapheck, Der mütterliche

Vater, 1980, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe,

Bonn, Foto: Daniel Cremer;

rechts Peter Sevriens, Konrad Klapheck im

Atelier, 1983 © Peter Sevriens

40 links nach rechts New Brighton, England,

1983–1985. Aus: The Last Resort. © Martin

Parr / Magnum Photos; Imperial War Museum,

London, England, 2015. Aus: Death by Selfie.

© Martin Parr / Magnum Photos

42 links nach rechts Armando, Die Leiter

(Detailansicht in nordöstliche Richtung),

1994, reg.nr.: 29, Bronze, Sammlung

Gemeinde Amersfoort; Armando, Das Rad,

1992, reg.nr.: 18, Bronze, Sammlung Gemeinde

Rosmalen; Detailansicht diverser

Skulpturen „Das Blatt“, 2015, reg.nr.: 161-166,

6 verschiedenfarbige Fassungen, Kunstpark

Soestdijk, Baarn

43 links nach rechts Raoul Auger Feuillet,

Chorégraphie, ou l‘art de décrire la danse

par caractères, figures et signes démonstratifs,

Paris 1700, © Bibliothèque nationale

de France; Kazuo Shiraga, Scrapbook 1953–

1965. Fotografien zu 泥 に 挑 む/Challenging

mud, Performance, 1955, O’Hara Keikan,

© The Estate of Kazuo Shiraga, Tokio; Oliver

Baker, An installation view of the Jackson

Pollock show at the Sidney Janis Gallery,

1955, fotografischer Schwarz-Weiß-Abzug,

21 × 25 cm, Washington D. C., Archives of

American Art, Smithsonian Institution

44 links nach rechts Hans Purrmann in

Montagnola, Foto 1959, Hans Purrmann

Archiv München; Hans Purrmann bei der

Jury-Sitzung des Künstlerbundes in Berlin,

Foto 1957, Hans Purrmann Archiv München;

Hans Purrmann porträtiert Barbara Göpel,

Foto 1959, Hans Purrmann Archiv München

48 links El Lissitzky, Läufer in der Stadt, ca.

1926, Silbergelatineabzug, 13,1 × 12,8 cm,

The Metropolitan Museum, New York.

https://pdimagearchive.org/images/

f25b9834-bd51-4b2b-9b62-0621175f4e15/

(public domain); rechts Édouard Vuillard,

Maillol bei der Arbeit am Cezanne-Denkmal,

ca. 1930–1935, Leimfarbe auf Leinwand,

116 × 115,5 cm, Musée d‘Art Moderne de la

Ville de Paris, Foto: Julien Vidal/Parisienne

de Photographie, https://www.mam.paris.

fr/fr/collections-en-ligne#/artwork/

edouard-vuillard-portrait-d-aristide-maillol-

180000000001686?filters=query%3Avuillard,

,authors%3AVUILLARD%20Edouard%E2%

86%B9VUILLARD%20Edouard&page1&

layout=grid&sort=by_author (public domain)

49 links nach rechts Paul Posenenske,

perspektivische Ansicht der Staatlichen

Hochschule für Bildende Künste in Kassel,

ca. 1963, Nachlass Paul Posenenske, Archiv

der Universität Kassel; Nordbau der Kunsthochschule

Kassel von der Parkseite, 2015

(Aufnahme Nicolas Wefers), Archiv des

Fotografen; Aufblick an einem Stahlträger

des Hörsaalblocks der Staatlichen Hochschule

für Bildende Künste in Kassel, ca. 1968

(Aufnahme Tile Westermann), Nachlass Paul

Posenenske, Archiv der Universität Kassel

50 oben Detailansicht Glockenturm der

Westfassade, Foto: Tilman Walther, 2023.

Courtesy of California State Parks, 2023;

unten Martin Munkacsi, o. T. [Gruppe mit

Carmel Snow, Charlie Chaplin und Marion

Davies, Hearst Ranch, San Simeon, California],

1933, Glasnegativ, International Center of

Photography, New York. © Estate of James

Karales, Courtesy of Howard Greenberg

Gallery, New York / Courtesy of the International

Center of Photography, New York

51 oben Westfassade des Hauptgebäudes

La Casa Grande, Detail, Foto: Tilman

Walther, 2023. Courtesy of California State

Parks, 2023 unten Erich Salomon, Erich Salomon

zu Gast bei William Randolph Hearst,

Blick in den Park auf den rechten Turm des

81


82

Schlosses in San Simeon, Kalifornien,

1930, Silbergelatinepapier, 17,9 × 24,2 cm,

Berlinische Galerie, Landesmuseum für

Moderne Kunst, Fotografie und Architektur,

Berlin. Scan: Anja Elisabeth Witte/Berlinische

Galerie

52 links nach rechts Hendrik Petrus Berlage,

Amsterdamer Börse, Südfassade, letzter

ausgeführter Entwurf, 1899/1900, Nederlands

Architectuurinstituut; Ludwig Mies

van der Rohe, Glashochhaus „Wabe”, Wettbewerbsentwurf

für „Hochhaus am Bahnhof

Friedrichstrasse” in Berlin, 1921/22, überzeichnete

Fotomontage, Bauhaus-Archiv

Berlin, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

54 links nach rechts Valério Vieira, Fotohülle

zur Aufbewahrung einer Kabinettkarte,

1900, Balady; Sonia Umbaranas, Valério

Vieira. Um dos Pioneiros da Experimentação

Fotográfica no Brasil, São Paulo 2012,

S. 60; Valério Vieira, Os Trinta Valérios

(1901), Biblioteca Nacional, Rio de Janeiro,

FOTOS-ARM.1.7.2(13), Iconografia

55 links Detail der Wandmalereien im oberen

Bereich des Tempels Wat Nak Prok,

Bangkok, Foto 2025, Archiv der Autorin;

rechts Details der Wandmalereien im oberen

Bereich des Tempels Wat Ratcha Orot,

Bangkok, Foto 2025, Archiv der Autorin

56 links nach rechts Wahnfried Halle,

© Thomas Köhler; Wahnfried Saal,

© Thomas Köhler; Wahnfried Vorderseite,

© Thomas Köhler

57 links nach rechts Titanic, Rauchsalon

der 1. Klasse, (Fotografie des baugleichen

Schwestern-Schiffs Olympic), © Malte

Fiebing-Petersen, Archiv Deutscher

Titanic-Verein von 1997 e.V.; Abraham

Hendricksz. van Beyeren, Prunkstillleben,

1655, Öl auf Leinwand, 136,5 × 126,0 cm,

© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; Honore

Daumier, Auf den Champs-Elysées – Von

drei bis sechs Uhr große Ausstellung der

neuen Ballonröcke. (Die Weltausstellung,

13), 1855, Lithografie, Papier (rohweiß),

26,80× 36 cm © Staatsgalerie Stuttgart

58 links Pieter Bruegel d. Ä., Turmbau zu

Babel, Öl/Holz, 1563 © KHM-Museumsverband;

rechts Giovanni Bellini, Junge Frau

bei der Toilette, Öl/Holz, 1515 © KHM-

Museumsverband

59 links Carl Graeb, Wehreichenblick, Foto:

René E. Pech; rechts Carl Graeb, Blick von

der Moosgalerie, Foto: René E. Pech

Horatio auf dem Friedhof, 1859, Musée

du Louvre, Paris, © 2015 GrandPalaisRmn

(musée du Louvre) / Philippe Fuzeau

63 links nach rechts Peter Paul Rubens, Die

Amazonenschlacht, Inv. Nr. 324, Öl auf

Eichenholz, um 1617, 1,20 × 1,60 m, München,

Bayerische Staatsgemäldesammlungen –

Alte Pinakothek © Bayerische Staatsgemäldesammlungen

München, bpk / Bayerische

Staatsgemäldesammlungen; Sebastian

Vrancx, Het Kranenhoofd am Hafen von

Antwerpen an der gefrorenen Schelde,

SK-A-1699-00, 1622, Öl auf Holz, 58,3 × 114 cm,

Amsterdam, Rijksmuseum, public domain;

Paul Bril/Peter Paul Rubens, Landschaft

mit Jupiter und Psyche, ca. 1610/1617–1618,

Öl auf Leinwand, 95 × 129 cm, (Inv. Nr.

P001849), Madrid, Museo Nacional del Prado,

© Photographic Archive Museo Nacional

del Prado

66 links nach rechts Nautiluspokal in

Gestalt eines Pelikans, Christoph Cunad,

Nürnberg, 1603–1609, Silber, vergoldet,

Nautilusgehäuse, H 41 cm, Grünes Gewölbe,

SKD, Inv.-Nr. III 145, Foto: Staatliche Kunstsammlungen

Dresden; Benno-Fisch, Fritz

von Miller, 1897–1900, Sockel ergänzt:

zwischen 1910–1922, H 50 x B 125 cm,

Münchner Stadtmuseum, Inv.Nr. K-76/109,

Foto: Münchner Stadtmuseum; Reliquiar,

Vorderansicht, Tirol (?), 1487, 23,5 × 19 × 7,2 cm,

Innsbruck, Stift Wilten, Foto: Watzek

67 links nach rechts Werkstatt aus Faenza,

Apothekengefäß (Albarello) mit einer

männlichen Heiligenfigur, ca. 1580–1600,

Inv. Nr. K782, Pharmaziemuseum, Universität

Basel, Foto: Natascha Jansen; Werkstatt

aus den Marken, Apothekengefäß (Albarello)

mit der Jungfrau von Loreto, ca. 1620– 1640,

Pharmaziemuseum, Universität of Basel, Inv.

Nr. K 50, Foto: Natascha Jansen; Werkstatt

aus Sizilien (Sciacca), Apothekengefäß

(Albarello) mit heiligem Petrus und Hahn,

Mitte 17. Jahrhundert, Inv. Nr. K61, Pharmaziemuseum,

Universität Basel, Foto:

Natascha Jansen

68 Caorle, Santo Stefano, Pala d‘Oro, Detail:

Erzengel, Foto: Domenico Ventura

61 Gerald und Emma Abott Thayer, Das

Baumwollschwanzkaninchen zwischen trockenem

Gras und Laub t, ca. 1904, Gouache

über Grafit auf cremefarbenem, glatt strukturiertem

Karton mit Papieroberfläche,

Brooklyn Museum, New York. Foto: Brooklyn

Museum https://commons.wikimedia.org/

wiki/File:Brooklyn_Museum_-_The_Cotton-

Tail_Rabbit_among_Dry_Grasses_and_

Leaves_-_Gerald_H._Thayer_-_overall.jpg

(public domain)

62 rechts / links Eugène Delacroix, Christus

im Sturm, 1854, © The Walters Art Museum,

Baltimore; Eugène Delacroix, Hamlet und


AUTOR*INNEN- UND

HERAUSGEBER*INNEN-INDEX

A

Aksöz, Zeynep 13, 41

Aman, Cornelia 36

Angkjær-Jørgensen, Ulla 17

Åsebø, Sigrun 17

B

Backhaus, Fritz 9

Banz, Claudia 11

Becker, Sabine 29, 41

Billeter, Felix 23

Buchczyk, Magdalena 12

Bürgin, Mirjam 11

Burkard, Jennifer 21

C

Caviezel, Flavia 11, 41

Cazzola, Alice 24

Chichester, K. Lee 16

Cortjaens, Wolfgang 9

D

Deiters, Maria 36

Dembruk, Sofina 18

Douglas, Lee 12

E

Eckel, Dominik 22

F

Fabiano, Giosuè 35

Fischer, Joel 32, 37, 39, 41

G

Geiger, Maximilian 32, 40

Gerber, Ines 24

Gerevini, Stefania 35

Giese, Francine 21, 41

Groß, Nina Lucia 26

H

Hofmann, Alina 28

Højsgaard, Mette 15

Hölzl, Regina 10

Hopkins, Andrew J. 35

Hopp, Meike 24

Hoppe-Harnoncourt, Alice 30

Huguenin, Fabienne 18

Hüls-Valenti, Katharina 24

O

Oswalt, Philipp 25

P

Pinotti, Andrea 16

Plattner, Georg A. 10

Ravn Borggreen, Gunhild 15

Reisinger, Barbara 17

Rossberg, Anne-Katrin 13, 39

S

Sahihi, Ashkan 2, 5, 41

Samuel, Nina 11, 39

Sandal Hansen, Kristine 15

Sarnecka, Zuzanna 34

Saviello, Julia 35

Schneider, Madeleine 24, 27

Shapira, Elana 13, 14, 38, 39

Stoss, Stephanie 10

T

Treichler, Anselm 27

V

van Eck, Caroline 31

van Hummel, Christian 21

van Oostveldt, Bram 31

Vanderhaeghen, Zoë 31

Varela Braga, Ariane 21

Vindel, Jaime 12

W

Wallmann, Astrid 6, 40

Walter, Birgit 6, 20, 38

Weißbrich, Thomas 9

Wimmer, Dorothee 24, 39

Wipfler, Esther 34

Z

Zanichelli, Elena 18

Zimmermann, Lars 29, 38

I

Isengard, Laura 31

J

Jahrmann, Magarete 13

Jarron, Sarah 36

Joachimides, Alexis 25

Joyce, Aimée 12

K

Klinkott, Hilmar 10

Kolokytha, Chara 25

Kues, Christiane 15, 41

L

Lange, Melanie 22, 40

Lee Patterson, Jessica 28

Leitmeyer, Maria 23

Listl, Mathias 4

M

Maira, Daniele 18

Mannßhardt, Tabea 29

Minas-Nerpel, Martina 10


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