01.06.2026 Aufrufe

bauMAGAZIN Juni 2026

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

2026

06

Das Magazin & Fachportal für

Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge

BOBCAT

Kompakter Alleskönner

Der neue »T650« setzt auf Leistung und Präzision

BLICKPUNKT

SONDERTHEMA

BLICKPUNKT

DEVELON

Neue Maschinen und smarte Tools

in Tschechien vorgestellt

ANBAUGERÄTE

Der Bagger hat sich zu einem

Multi-Geräteträger weiterentwickelt

HD HYUNDAI

In Belgien durften viele Neuheiten

auf Herz und Nieren geprüft werden


ABBRUCHZANGE

Sie werden an Bagger, Baggerlader und Kompaktlader angebaut und sind

für die Primär- und Sekundärzerkleinerung konzipiert.

1,5 - 7 t

Entdecken Sie alle Anbaugeräte

MBCRUSHER.COM


EINFACH

ONLINE KAUFEN

Leistung, die begeistert.

Ihr direkter Weg zur passenden JCB Maschine.

Im neuen JCB Machine Store finden Sie

vom Minibagger bis zum Teleskoplader die

passende Maschine für Ihre Anforderungen.

Schnell gewählt und einfach bestellt für einen

effizienten Start auf Ihrer Baustelle.

machinestore.jcb.com/de/machines

Hier scannen

und Maschine

anfragen

Juni 2026


38

INHALT34

46

06/2026

8 | Editorial

10 | Zum Titel – Bobcat | Mit dem neuen

Kompakt-Raupenlader des Typs »T650« zeigt

Bobcat eine Stage-V-konforme Maschine, die auf

AdBlue verzichten und dabei extrem starke Leistung,

Präzision und Vielseitigkeit abliefern kann.

12 | Namen und Neuigkeiten |

Baubranche aktuell

16 | bauGEFLÜSTER | Die bauMAGAZIN-

Kolumne ist brachial ehrlich, auf Krawall

gebürstet und hoch subjektiv. Mit

»bauGEFLÜSTER« rücken wir die wichtigsten

News und Streitthemen der Branche klar

in den Mittelpunkt.

1 GALABAU

34 | Yanmar CE | Der neue Minibagger

»SV10« wurde speziell für Arbeiten in besonders

beengten Einsatzbereichen entwickelt

35 | Sennebogen | Neuer Teleskoplader

»360 G« unterstützt mit seiner hohen Leistungsfähigkeit

effektiv im Biomasseumschlag

36 | Hermann Paus | Der kompakte Dumper

»SMK 9036« punktet im Einsatz durch seine

Effizienz und Multifunktionalität

36

37 | Zeppelin | Auf starke Maschinenpower

gesetzt: Der Galabauer Gzimi investierte kürzlich

in insgesamt 26 Cat-Baumaschinen

38 | Ammann | Kompakt und leistungsstark:

Minifertiger und vollelektrische Tandemwalze

bewähren sich im harten Einsatz

39 | Optimas | Vakuumtechnik und Pflasterverlegemaschinen

entlasten den Arbeiter und

sorgen für eine hohe Qualität auf der Baustelle

40 | bauMAGAZIN | Welche Rüttelplatte bei

Pflasterarbeiten sinnvoll ist und warum diese

Geräte so wichtig für die Arbeiten sind

41 | Ammann Verdichtung | Die Modelle

»APF 12/40-2« und »APF 12/50-2« erweitern

das Portfolio im Segment der leichten Verdichter

42 | Coreum | Von Profis direkt vor Ort lernen:

Die Coreum-Akademie bietet individuelle

Trainings in Stockstadt an

44 | E/D/E | Fachhändler wie die Nettelbeck

GmbH bringen die benötigten Lösungen direkt

auf die Baustelle und zu Handwerksbetrieben

BLICKPUNKTE

18 | Develon | Anlässlich der Demo Days

2026 ist das bauMAGAZIN kürzlich nach

Tschechien gereist und hat die neuesten

Maschinen, eine autonome Baggerlösungen

sowie Assistenzsysteme von Develon

praxisnah unter die Lupe genommen.

24 | Zeppelin |

Kürzlich wurden die Zahlen

für das Geschäftsjahr 2025

von Zeppelin vorgestellt. Das

Unternehmen verzeichnete

ein Umsatzplus.

28 | HD Hyundai | In Belgien traf das

bauMAGAZIN auf eine Vielzahl an neu

entwickelten Maschinen, die direkt vor

Ort getestet werden durften – darunter

neue Raupenbagger, Muldenkipper und

Kompaktlader.

4 Juni 2026

Inhaltsverzeichnis


61

76 84

53 | Epiroc | Der Hydraulikhammer »EC 122«

kommt mit intelligenten Wartungsfunktionen

für eine verlängerte Lebensdauer daher

2 SONDERTHEMA:

ANBAUGERÄTE

46 | bauMAGAZIN | Schnellwechsler, Tiltrotatoren und

Anbaugeräte sind heute unverzichtbare Helfer, um die

Effizienz am Bau zu steigern. Das bauMAGAZIN hat sich

nun genauer mit diesen innovativen Lösungen befasst.

49 | Zeppelin-Caterpillar | Caterpillar hat ein neues

»Greifer-Duo« für den Umschlag entwickelt und setzt

dabei auf Präzision, Zuverlässigkeit und Kraft

50 | Steelwrist | Zu den Demo Days von Develon

durfte Steelwrist eine breite Produktpalette vorstellen,

die vor Ort unter realistischen Einsatzbedingungen

ausgiebig von den Teilnehmern getestet wurde

52 | MB Crusher | Direkt vor Ort das Material bearbeiten

für mehr Flexibilität: Anbaugeräte unterstützen die

Arbeiten im GaLaBau und sparen Kosten

57 | Liebherr | Neue Sortier- und Mehrschalengreifer

sowie Schnellwechsler vorgestellt, die das Arbeiten für

den Maschinisten einfacher und schneller machen

58 | Tibatek | Klug, innovativ und anwendernah

entwickelt: Effiziente Lösung für die Herstellung

von Beton mittels Betonmischschaufel

59 | DMS Technologie | Grundsätzlich gilt:

Der Rotatorlöffel kann mit hoher Effizienz und

Flexibilität auf der Baustelle punkten

60 | Hain | »Pister Powerfork« vorgestellt, um

generelles Materialhandling sicher, effizient und

vor allem auch praxisgerecht gestalten

61 | Westtech | Die »Woodcracker C«-Serie bietet eine

breite Auswahl an vielseitig einsetzbaren Fällgreifern

und liefert damit Unterstützung für den Bediener

3 OEM & AFTERMARKET

INTERVIEW

54 | OSA Anbaugeräte | Im Gespräch

mit Geschäftsführer Gerd Schmidle erfährt

das bauMAGAZIN von der Investition in den

deutschen Markt, um langfristiges Wachstum

zu schaffen.

INTERVIEW

62 | Oiltesco | Im Interview sprechen die

Spezialisten von Oiltesco über die Möglichkeiten

sowie die Notwendigkeit von professionellen

Gebrauchtöl-Analysen für Baumaschinen

im Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Juni 2026


66 | SAF-Holland | Smarte Entwicklungsarbeit:

Eine Rekuperationsachse zur Elektrifizierung von

Trailerflotten vorgestellt

67 | Welte | Gelenkwellen werden wenig

beachtet, sind aber essenziell für die sichere

Kraftübertragung bei Baumaschinen

67 | Makita | Effizienz, Zuverlässigkeit und

Leistungskraft: Neue Akku-Motoreinheit »GU01G«

für den Ersatz von Benzinmotoren vorgestellt

66

75 | Tyrolit | Neu im Portfolio: Die beiden

neu konzipierten Nass- / Trockenbohrmotoren

»DME32UP« und »DME35UP«

76 | Kärcher | Erfolgreich eingesetzt:

Reinigung der historischen Kapelle am Fuße

des Unesco-Welterbes Mont-Saint-Michel

77 | Nilfisk | Die neue Heißwasser-

Hochdruckreinigerserie verdeutlicht

die transparente »2-Produktlinien«-

Strategie des Unternehmens

78 | BKT | Hohe Leistung und

Zuverlässigkeit verspricht BKT bei seinem

Reifen des Typs »Multimax MP 527«

78 | Heuver | Großes Interesse geweckt:

Auf der »Tire Cologne« werden neue

Reifenkonzepte vorgestellt

75

68 | Bosch Rexroth | Aus der Entwicklerschublade:

Neuer Offroad-Robotic-Controller erweitert

das »Bodas«-Ecosystem

69 | Moog | Produktpalette an Federleitungstrommeln

mit den Serien »F 6947« und »F 6948«

um neue Generation erweitert

70 | Horton | Kürzlich bekannt gegeben:

Serienproduktion der Lüfterkupplungen

»LCX50« und »LCX100« gestartet

71 | Mann+Hummel | Zuverlässig, sicher

und einfach in der Handhabung: Neue

Kompaktluftfilter für Baumaschinen entwickelt

72 | Kaeser Kompressoren | Die kleinsten Modelle

der »Mobilair«-Baureihe haben eine Reihe

an wichtigen Verbesserungen erhalten

74 | DKS | Neue »Airmix«-Druckbecherpistole

soll die generelle Effizienz gezielt mit Ergonomie

in Verbindung bringen

4 ARBEITSSCHUTZ

80 | Milwaukee | Sortiment an kühlender

Arbeitskleidung wurde kürzlich durch

neuartige Textilien mit Kühleffekt erweitert

82

81 | Carhartt | Für die Baustelle:

Hoch entwickelte Arbeitshose wurde

speziell für die weibliche Anatomie designt

82 | Helly Hansen | Neue »Oxford 2.0«-

Kollektion soll Tragekomfort und

Funktionalität miteinander vereinen

5 BAU- & NUTZFAHRZEUGE

84 | Kässbohrer | Müssen sicher, zuverlässig

und robust sein: Lösungen für effizienten

Baustoff- und Baumaschinen transport

85 | Moravia | »LaSi«-Broschüre als

Digitalausgabe: Damit wichtige Regeln und

nützliches Praxiswissen schnell verfügbar sind

86 | ES-GE | Kürzlich wurde ein komplett

abgestimmter Sattelzug aus dem eigenen

Bestand erfolgreich übergeben

86 | Brigade | Vor der Anschaffung beachten:

Fördermittel für die Nachrüstung von

Fahrzeugsicherheitslösungen nutzen

87 | Rosenberger | Ab 1. Juli greift die letzte

Frist zur Umrüstung auf den intelligenten

Fahrtenschreiber der zweiten Generation

88 | Sortimo | Das »Sortimo Rail System«

ist ab sofort bei Stellantis werkseitig für

verschiedene Nutzfahrzeugmodelle erhältlich

89 | Brenderup | Die »MT«-Serie kommt

mit einer Konstruktion, die gezielt für

den Maschinentransport ausgelegt ist

RUBRIKEN

90 | Aktuelles |

96 | Impressum |

96 | Redaktionsverzeichnis A – Z |

97 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |

Facebook Instagram LinkedIn

87

6

Juni 2026

Inhaltsverzeichnis


S E R I E S

MADE TO

MAXIMISE

UPPER

EXTREMELY

ROBUST

RAPID

RE-DRYING

LIGHTER THAN

LEATHER

EASY TO

CLEAN

100 PRO S3S 150 BOA PRO S3S 500 PRO S3S 510 PRO S3S

550 BOA PRO S3S

Juni 2026


EDITORIAL

»Versetzung gefährdet«

Der Sommer ist da, die Halbjahreszeugnisse sind geschrieben und die Versuchung

ist groß, der Bundesregierung schlechte Noten zu konstatieren. Man könnte sagen:

Friedrich und Lars stritten ständig um die Wahl zum Klassensprecher, während Verena

nur ihren Bauturbo im Kopf hat, Johann vorrangig mit Fehlstunden im Ausland glänzte

und Patrick die Nachhilfe für »Wie setze ich ein Infrastrukturpaket in die Tat um«

geschwänzt hatte. Einzig dem Boris ließe sich bescheinigen, dass er (im Rahmen

seiner ihm zugetragenen Hausaufgaben) stets bemüht war…

»Die aktuelle Lage bleibt

von großer Unsicherheit

geprägt.«

ugegeben, das ist ziemlich polemisches

Salz, dass sich aktuell in die Wunde(n)

der Bundesregierung streuen lässt –

aber gemessen an den jüngsten Steilvorlagen

lässt sich das nur bedingt zurückhalten:

Während das Finanzministerium (plötzlich)

mit weniger Steuereinnahmen rechnen muss, weil

die oft zitierte »schwäbische Hausfrau« angesichts

der Inflation und gestiegener Ausgaben das Geld

noch mehr zusammenhält, spuckt nun auch noch

der Bundesrat der Regierung gehörig in die

»Entlastungssuppe«, indem die beschlossene

1 000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer nun auf Eis

gelegt wurde. Der Vollständigkeit halber muss aber

gesagt sein, dass diese freiwillige

Ausschüttungsoption

ohnehin

wenig Anklang innerhalb der

Bevölkerung fand, da viele

Arbeitgeber aktuell überhaupt

nicht dazu in der Lage wären,

Geldgeschenke an die Belegschaft zu verteilen. Was

die geringeren Steuereinnahmen betrifft, teilte

Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil

(SPD) mit: »Die Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns

der Iran-Krieg wirtschaftlich schadet. Trumps verantwortungsloser

Krieg und der daraus resultierende

weltweite Energiepreis-Schock bremsen die

positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus.« Im

Klartext heißt das: Für dieses Jahr rechnet das Bundesfinanzministerium

mit Steuereinnahmen von

998,7 Mrd. Euro. Insgesamt rechnet die Bundesregierung

beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch

mit einem Zuwachs von (preisbereinigt) 0,5 Prozent

im laufenden sowie 0,9 Prozent im kommenden

Jahr. Kurzum: »Die aktuelle Lage bleibt von großer

Unsicherheit geprägt. Das erfordert permanentes

Krisenmanagement«, wie Klingbeil ergänzt. Gleichwohl

weist der Vizekanzler darauf hin, dass man

sich vorbereite: »Wir müssen weiter hart daran

arbeiten, dass wir krisenfester werden. Wir setzen

deshalb auf Investitionen und Reformen, um

Deutschland stärker zu machen.«

Genau das tut im Übrigen die Baubranche. Trotz

der verhaltenen Investitionsbereitschaft und weiterhin

ausbleibender Großaufträge ist der Trend

zu mehr Effizienz ungebrochen. Gerade im Baumaschinensektor

zeigt sich, dass langlebige, zuverlässige

und vor allem vielseitig einsetzbare Maschinen

gefragt sind. Einher geht das mit der Devise,

auf »Multi Tool Carrier« zu setzen: Mittels Schnellwechsler,

Tiltrotator und Anbaugeräte wird der Bagger

zum hochfunktionalen »Schweizer Taschenmesser«,

was zusätzliche Baumaschinen einsparen und

die Effektivität der eigenen Flotte deutlich erhöhen

kann. Ab Seite 45 geht das bauMAGAZIN explizit darauf

ein und zeigt, was die Hersteller hier technisch

möglich machen, um gerade in wirtschaftlich angespannten

Zeiten möglichst hohe Produktivität und

Effizienz zu erzielen. Gleichzeitig war die Redaktion

bei Develon in Tschechien, bei Zeppelin in München

sowie bei HD Hyundai in Belgien vor Ort und hat sich

die neuesten Maschinenentwicklungen angeschaut.

Und auch hier zeigt sich: Die Branche setzt auf klugen

Erfindergeist, der sich bei Baufirmen aufgrund

verbesserter Kosteneffizienz letztlich auch im Portemonnaie

bemerkbar macht. In diesem Sinne: Lassen

Sie uns weiterhin mutig sein und darauf hoffen,

dass die Politik ihre Reform-Hausaufgaben diesmal

richtig macht. Ansonsten, so sind sich Ökonomen

wie Politikwissenschaftler einig, droht uns allen auf

kurz oder lang der »blaue Brief«.

Dan Windhorst

Chefredakteur

8

Juni 2026

Editorial


iVT EXPO | 3020

Besuchen Sie uns!

Offroad Robotic

Controller ORC2

Beschleunigte Automatisierung mit dem ORC2.

Leistungsstarke Rechenpower, integrierte KI-

Beschleunigung, funktionale Sicherheit und

offene Software ermöglichen fortschrittliche

Umfelderkennung und automatisierte

Funktionen in mobilen Arbeitsmaschinen.

The future of

machine automation

– powered by BODAS

www.boschrexroth.com/mobile-automation


ZUM TITEL

Der neue Kompakt-Raupenlader »T650«

erfüllt die Stage-V-Abgasnorm ohne

AdBlue und wird serienmäßig mit»

Bob-Tach«-Schnellwechselsystem

für Anbaugeräte und Telematik

ausgestattet.

Kompakter Alleskönner:

»T650« setzt auf Leistung

und Präzision

BOBCAT – Mit dem »T650« bringt Bobcat einen Kompakt-Raupenlader

auf den Markt, der keine Kompromisse eingeht: Stage-V-konform, kraftvoll,

wendig – und eingebettet in eine Lader-Generation, die mit der »R«-Serie

gerade neu definieren soll, was moderne Baumaschinen können.

55

Kilowatt

Die hohe Leistungskraft

erhält der »T650« durch einen

Bobcat-Motor des Typs »D24« –

ein 2,4-l-Dieselmotor mit 55 kW

Leistung bei 2 600 U/min.

Wer auf einer engen Innenstadtbaustelle arbeitet,

kennt das Dilemma: Die Maschine muss

stark genug sein, um schwere Lasten zu bewegen –

und gleichzeitig kompakt genug, um zwischen Wänden,

Leitungsgräben und Baustellenabsperrungen

zu manövrieren. In dieser Klasse möchte Bobcat

mit dem neuen »T650« einen klaren Maßstab setzen.

Der Kompakt-Raupenlader steht in der Tradition

der bewährten »600er M«-Serie – und bringt

nun vollständige Stage-V-Konformität ohne AdBlue

mit sich. Das heißt: kein Nachfüllen, kein Einfrieren

im Winter, keine zusätzliche Fehlerquelle – einfach

einsteigen und arbeiten.

Kraft ohne Aufwand

Im Zentrum arbeitet der Bobcat »D24«, ein 2,4-l-Dieselmotor

mit 55 kW bei 2 600 U/min, präzise auf Hydraulik,

Fahrverhalten und Kühlung des »T650« abgestimmt.

Die Nennbetriebslast liegt bei 1,19 t, die

Kipplast bei 3,4 t. Somit eignet sich der »T650« für

Lkw-Beladung, Paletten-Bewegen und Erdmassen-Verschieben

– der »T650« bleibt dabei aber mit

1 981 mm Breite und 4,19 t Betriebsgewicht kompakt

und transportfreundlich, wodurch kein Sondertransport

notwendig ist und der Aufwand drastisch

reduziert werden kann. Wer mit leistungsintensiven

Anbaugeräten arbeitet, greift zum optionalen

High-Flow-Paket: Mit einem Hydraulikfluss von bis

zu 115,5 l/min sind die Voraussetzungen für effizientes

Arbeiten mit Kaltfräsen, Stubbenfräsen oder

Forstanbaugeräten geschaffen. Über 100 kompatible

Anbaugeräte stehen zur Verfügung, wechselbar

10

Juni 2026

Zum Titel


BOBCAT

Hohe Präzision – starke Arbeitsergebnisse: Der

»T650« erweist sich als hochpräzises Werkzeug

und setzt dabei auf das Zusammenspiel von

Leistung und smarter Technik.

passt sich dem Bediener an: klassische Hand- / Fußbedienung

oder Selectable Joystick Controls (SJC)

mit Lenkdrift ausgleich, Drehzahlmanagement

und Kriechgang, optional sogar Fernsteuerung per

Funk oder Wi-Fi. Serienmäßig an Bord: »Machine

IQ«-Telematik für Standort, Betriebsstunden und

Maschinenzustand – abrufbar von überall.

in Sekunden aufgrund des »Bob-Tach«-Schnellwechselsystems

– optional ist das auch mittels

»Power Bob-Tach« direkt aus der Kabine möglich.

Nullwendekreis

Der »T650« dreht auf der Stelle. Kein Kurvenradius,

kein Rangieren. Auf innerstädtischen Baustellen,

in Kellern oder zwischen Gebäuden ist das kein

nettes Feature, sondern der entscheidende Produktivitätsvorteil.

Die Raupen sorgen dabei für gleichmäßige

Lastverteilung und geringen Bodendruck

– fertig angelegte Grünflächen und empfindliche

Beläge bleiben geschont. Die nach vorne positionierte

Kabine mit vollständig transparenter Fronttür

bietet direkte Sicht auf Anbaugerät und Arbeitsbereich

– auch auf Bodenniveau. Serienmäßig sind

LED-Arbeitsscheinwerfer verbaut. Die Steuerung

BOBCAT (3)

Die nächste Generation

Der »T650« ist Teil eines größeren Bilds. Bobcat präsentiert

die »R«-Serie und damit die nächste Evolutionsstufe

seiner Kompaktlader. Modelle wie »T66-2«,

»T76-2« und »T86-«2 (Raupenlader) sowie »S66-2«,

»S76-2« und »S86-2« (Kompaktlader) stehen für eine

neue Generation: mit 8-Zoll-Touchdisplay, bis zu

20 Bedienerprofilen, Split-Screen-Kameraansichten

und vier Fahrmodi – von »Balanced« für Präzisionsarbeiten

bis »Charged« für maximale Reaktionsgeschwindigkeit

im offenen Gelände. Der »T86-

«2 soll mit 115 PS und 3,7 m Hubhöhe im Übrigen

neue Maßstäbe in der Klasse setzen – abgesichert

durch eine Garantie von 36 Monaten Vollabdeckung

in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das erklärte

Fazit lautet: Der äußerst kompakte und vielseitig

einsetzbare Raupenlader »T650« sowie die

»R«- Serie sollen gemeinsam zeigen, wohin Bobcat

nunmehr steuert: hin zu Maschinen, die nicht nur

Lasten bewegen, sondern aktiv mitdenken.

KOMPAKT-RAUPENLADER

»T650« von Bobcat

Betriebsgewicht (t) 4,19

Motortyp

Motorleistung (kW) 55

Bobcat »D24«

Abmessungen (mm) L x B 3 475 x 1 981

Nennbetriebslast (t) 1,19

Kipplast (t) 3,40

d

Großer Vorteil

Der »T650« dreht auf der Stelle,

das bedeutet: kein Kurvenradius,

kein Rangieren. Auf innerstädtischen

Baustellen, in Kellern oder

zwischen Gebäuden ist das

kein nettes Feature, sondern

der entscheidende

Produktivitätsvorteil.

Zum Titel Juni 2026 11


NAMEN & NEUIGKEITEN

Steelwrist stärkt seine Präsenz in Polen

mit neuem Standort in Falenty Nowe

STEELWRIST – Der Spezialist für Tiltrotatoren, Schnellwechsler und Anbauwerkzeuge

baut seine Präsenz in Polen mit der Eröffnung neuer Räumlichkeiten in Falenty Nowe

weiter aus. Die Investition stellt laut eigener Angaben einen wichtigen Schritt im weiteren

Wachstum des Unternehmens auf dem polnischen Markt dar und unterstützt eine engere

Zusammenarbeit mit Kunden und Händlern durch eine verbesserte lokale Verfügbarkeit,

Serviceleistungen und Logistik.

Steelwrist ist seit 2018 in Polen mit einer

eigenen Vertriebs- und Serviceorganisation

vertreten. Seitdem hat sich das Unternehmen

eine starke Marktposition aufgebaut

– getragen von der steigenden Nachfrage

nach Lösungen zur Steigerung von

Effizienz, Sicherheit und Vielseitigkeit von

Baggern. Die neuen Räumlichkeiten sowie

die kürzlich gegründete Gesellschaft Steelwrist

Sp. z o.o. stellen laut Unternehmen einen

Meilenstein für die Organisation in Polen

dar. Der neue Standort stärke die lokale

Präsenz von Steelwrist und verbessere die

Fähigkeit, Kunden in ganz Polen mit einem

Bosch Rexroth hält Umsatz 2025 stabil

und sieht dieses Jahr Perspektiven für Wachstum

BOSCH REXROTH – Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Bosch Rexroth einen Umsatz

von rund 6,5 Mrd. Euro. Damit gelang es dem Unternehmen, sein Geschäft trotz des anhaltend

schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau zu halten. Ein deutliches Wachstum verzeichnete

der Auftragseingang, der um knapp 9 Prozent auf rund 6,6 Mrd. Euro stieg und somit

erstmals seit 2022 wieder den Umsatz übertraf.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet

Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum

– vorausgesetzt, die geopolitische Lage

eskaliert nicht weiter. Zur Sicherung des

zukünftigen Wachstums investierte Bosch

Rexroth in Forschung und Entwicklung sowie

Gebäude und Anlagen rund 560 Mio.

Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen

weltweit rund 31 900 Mitarbeitende.

»Das wirtschaftliche und geopolitische

Umfeld bleibt für unsere Kunden

und uns eine Herausforderung. Außerdem

drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere

Heimatmärkte. Innovationskraft,

Kundennähe,

Anpassungsfähigkeit

und Kostenbewusstsein

sind deshalb auch

zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren

für Bosch

Stefan Stockhaus bei

der feierlichen Eröffnung.

lokalen Lager für Produkte und Ersatzteile

zu versorgen. Die Produktion und Montage

der Steelwrist-Produkte bleiben weiterhin

in Rosersberg nördlich von Stockholm

(Schweden) angesiedelt. Die neuen

Räumlichkeiten wurden offiziell im April

im Rahmen einer Veranstaltung mit Kunden,

Händlern und Geschäftspartnern in

Anwesenheit von Steelwrist-CEO Stefan

Stockhaus eingeweiht.

Rexroth«, sagt Jochen Peter, seit März Vorstandsvorsitzender

der Bosch Rexroth AG.

So hat Bosch Rexroth beispielsweise sein

Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten

in Japan gestärkt und das Produktportfolio

fortlaufend an die Bedürfnisse

seiner Kunden angepasst. Nach rund zwei

Jahren mit niedrigeren Auftragseingängen

als Umsätzen hat sich dieses Verhältnis

zum Besseren gewendet. »Wir haben

2025 sowie bisher im laufenden Jahr wieder

mehr Aufträge gewonnen – das lässt

uns verhalten zuversichtlich nach vorne

schauen,

vorausgesetzt,

die geopolitischen Herausforderungen

belasten das

Geschäft nicht stärker«, erläutert

Peter weiter. Die Investitionen

beliefen sich

auf 560 Mio. Euro.

STEELWRIST

d

d

ZEPPELIN

Henning Jansen wird

neuer Niederlassungsleiter

ZEPPELIN – Mitte April hat Henning Jansen

die Leitung der Zeppelin-Niederlassung Garching

übernommen. Der Vertriebsprofi verfügt über langjährige

Erfahrungen in der Baumaschinenbranche

und war zuletzt erfolgreich als Verkaufsleiter im

Zeppelin-Konzernkundenbereich tätig.

Seine Stärken liegen laut Aussage des Unternehmens

in der strategischen Marktentwicklung

sowie in der bereichsübergreifenden

Teamkoordination. Henning Jansen verfügt über

ein starkes technisches Verständnis für Maschinen,

tiefgehende Marktkenntnisse in Deutschland

sowie langjährige Kundenbeziehungen in

den Bereichen Bau, Entsorgung und Recycling,

wie Zeppelin mitteilt. Seit 2015 ist Henning

Jansen bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH

im Konzernkundenbereich als Verkaufsleiter tätig.

In dieser Funktion verantwortet er die Betreuung

und Weiterentwicklung strategischer

Großkunden, insbesondere im Recyclingsektor.

Sein Fokus liegt auf dem systematischen Ausbau

der Marktpräsenz, der Implementierung digitaler

Vertriebsprozesse sowie der Optimierung interner

Abläufe. Dabei legt er großen Wert auf die

enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Service

und Produktmanagement. »Henning Jansen

ist durch seinen absoluten Kundenfokus sowie

sein Teamplay prädestiniert für seine neue

Aufgabe«, bekräftigt sein Vorgänger als Niederlassungsleiter

sowie Leiter Vertrieb und Marketing

bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Stefan

Besendorfer, und wünscht ihm viel Erfolg für

die neue Aufgabe. Die Zeppelin Baumaschinen

GmbH ist seit 1954 in Deutschland Vertriebs- und

Servicepartner von Caterpillar, dem weltgrößten

Hersteller von Baumaschinen. Mit 1 969 Mitarbeitenden

und einem 2025 erwirtschafteten Umsatz

von rund 1,32 Mrd. Euro ist die Zeppelin Baumaschinen

GmbH die größte Gesellschaft der

Zeppelin-Gruppe. Zum Produktprogramm zählen

neue und gebrauchte Cat-Baumaschinen mit

bis zu 150 t Einsatzgewicht, zum Dienstleistungsspektrum

gehört auch der bundesweite Service,

der in 35 Niederlassungen erfolgt.

Mit Henning

Jansen hat Zeppelin

einen neuen Niederlassungsleiter

am Standort in

Garching.

d

12

Juni 2026

Namen & Neuigkeiten


Nach über vier Jahrzehnten: Thomas Pott

wurde bei Bohnenkamp in den verdienten

Ruhestand verabschiedet

BOHNENKAMP – Der Reifen- und Räder-Großhändler Bohnenkamp hat

seinen langjährigen Gesamtvertriebsleiter Thomas Pott in den Ruhestand

verabschiedet. »Mit ihm verlässt eine Persönlichkeit das Unternehmen,

die Bohnenkamp 43 Jahre maßgeblich sowohl fachlich als auch menschlich

mitgestaltet und geprägt hat«, wie das Unternehmen mitteilt.

Der Weg von Thomas Pott bei Bohnenkamp begann 1983 als kaufmännischer

Angestellter – zu einer Zeit, als das Unternehmen noch ausschließlich

im landwirtschaftlichen Bereich und nur in Deutschland aktiv

war. In den folgenden Jahren übernahm er zunehmend Verantwortung:

vom Aufbau und der Leitung zentraler Geschäftsbereiche bis zur

Gesamtverantwortung für den Vertrieb. Besonders prägend war sein

Engagement beim Ausbau des Geschäftsbereichs Erstausrüstung sowie

bei der Weiterentwicklung von Produkt- und Serviceangeboten. Er

war maßgeblich am Aufbau neuer Geschäftsfelder beteiligt und prägte

die strukturelle sowie inhaltliche Ausrichtung des Vertriebs. »Thomas

Pott war Treiber, Gestalter und verlässlicher Ansprechpartner zugleich.

Er hat dazu beigetragen, dieses Unternehmen zu dem zu machen, was

uns heute auszeichnet«, sagt Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der

Bohnenkamp SE. »Viele Entwicklungen, die heute selbstverständlich

sind, tragen seine Handschrift. So hat er beispielsweise die Entwicklung

der IF-/VF-Technologie im Bereich Flotation maßgeblich mitvorangetrieben.

Als alle Welt sich vor allem auf Traktoren konzentriert

hat, hatte Pott bereits den Weitblick, zu hinterfragen, was eigentlich

mit den Fahrzeugen dahinter ist. Hier und auf anderen Gebieten konnte

Bohnenkamp den Markt überraschen und war entsprechend erfolgreich.«

Für Pott hätten zudem nie nur Zahlen im Fokus gestanden: »Verlässlichkeit,

langfristige Kundenbeziehungen und kollegiales Arbeiten

waren für ihn zentrale Werte. Viele Strukturen, die heute selbstverständlich

sind, gehen auf seine Arbeitsweise zurück.« Auch im Vertrieb

hinterlässt Thomas Potts Abschied eine große Lücke. »Thomas hat den

Vertrieb nicht nur geführt, sondern Maßstäbe gesetzt. Er hatte immer

einen klaren Blick für das Wesentliche, ein offenes Ohr für das Team und

den Anspruch, immer einen Schritt voraus zu sein«, sagt Heiko Holthaus,

Leitung des Geschäftsbereichs

Agrar und langjähriger Wegbegleiter

von Thomas Pott. Er fügt hinzu:

»Thomas war nicht nur ein herausragender

Gesamtvertriebsleiter, sondern

auch ein geschätzter Mensch

und Kollege.« Pott selbst blickt mit

großer Dankbarkeit auf seine Zeit

zurück: »Besonders stolz bin ich darauf,

dass wir Bohnenkamp gemeinsam

und kontinuierlich weiterentwickelt

haben. Es ging immer auch um

Menschen. Teams aufzubauen, Mitarbeiter

zu fördern und gemeinsam

Lösungen zu finden, das war für mich

entscheidend.«

d

BOHNENKAMP

Thomas Pott.

KRAFT, DIE PLATZ SPART.

Kompaktmaschinen für Profis

www.kiesel.net

Unsere Kompaktmaschinen, Anbaugeräte und Assistenzsysteme

stehen für hohe Effizienz und präzises Handling – in jeder Situation.

Mit einem breiten Portfolio, starken Marken und verlässlichem

Service bieten wir Lösungen, die Leistung und Wirtschaftlichkeit

von Anfang an ideal verbinden.

Namen & Neuigkeiten Juni 2026 13


DAF Trucks: Jim Walenczak wurde

zum Präsidenten von DAF Trucks N.V. ernannt

DAF TRUCKS – Jim Walenczak wurde kürzlich zum Präsidenten von DAF Trucks N.V.

befördert und übernimmt die neue Position Anfang Juli. Er tritt damit die Nachfolge

von Harald Seidel an, der sich am 17. Juli aus dem Geschäft zurückziehen wird.

Jim Walenczak (l.) und Harald Seidel.

Jim Walenczak ist bereits seit 15 Jahren

bei Paccar tätig. Im Zuge seiner Karriere

bei Paccar hatte Walenczak Positionen

mit zunehmender Verantwortung inne,

darunter Assistant General Manager –

Operations bei Paccar Parts, Assistant General

Manager of Sales & Marketing bei

Kenworth und zuletzt Paccar-Vizepräsident

und General Manager – Kenworth

DAF TRUCKS

Truck Company. Walenczak ist Absolvent

der Michigan State University (B.A.), der

University of Washington (M.B.A.) und des

Stanford Executive Program. Harald Seidel

ist seit 25 Jahren bei Paccar tätig und

hatte im Laufe seiner Karriere Positionen

mit zunehmender Verantwortlichkeit in

verschiedenen Bereichen von Paccar inne.

Zu seinen Rollen gehören Paccar Parts

Europe Controller, Controller Marketing &

Sales, Group Controller und DAF Finance

Director. Seit 2022 ist Seidel Vizepräsident

von Paccar und Präsident von DAF.

»Wir danken Harald aufrichtig für seine

Freundschaft, seine Führungsstärke und

seine wichtigen Beiträge zum Erfolg von

Paccar und dessen Kunden«, erklärt Preston

Feight, Chief Executive Officer von

Paccar. DAF Trucks N.V. ist eine Tochtergesellschaft

von Paccar Inc., einem globalen

Technologieunternehmen, das leichte,

mittelschwere und schwere Lkw entwickelt

und herstellt. Mit einer Produktpalette

an Zugmaschinen und Nutzfahrzeugen

bietet DAF eine große Bandbreite an Lösungen

für jegliche Transportanforderung.

d

Neues Innovationszentrum

feierlich eröffnet

LEE COMPANY – Die Lee Company hat am

Stammsitz in Westbrook ein neues Innovationszentrum

eröffnet. Mit der mehr als 2 500 m 2

großen Anlage soll die Produkt- und Innovationsentwicklung

beschleunigt werden.

Im Innovationszentrum sollen neue Anwendungsbereiche

erkundet und fortschrittliche

Prototypen getestet werden – aber natürlich

auch weiterhin Fluid-Control-Lösungen in Miniaturbauweise

für die Schlüsselmärkte Luft- und

Raumfahrt, Automotive, Medizin- und Diagnosetechnik

und den Maschinenbau entwickelt werden,

wie das Unternehmen mitteilt. Das Innovationszentrum

bringe Ingenieure in einem offenen

Arbeitsbereich mit integrierten Labors zusammen,

in denen Ideen schnell zu realen Lösungen

werden können. Das Herzstück bildet eine voll

ausgestattete Maschinenwerkstatt, die auf Hochpräzisionsfertigung

ausgelegt ist. Die Einrichtung

bietet zudem hochauflösende additive Fertigung.

Weitere Laboreinrichtungen sind geplant, um anspruchsvolle

Tests, Automatisierung und Experimente

auf Systemebene zu unterstützen.

Hanna Ihnatovich zur Leiterin der Vertriebsregion

International bei Volvo CE ernannt

VOLVO CE – Mit Wirkung zum 1. Mai wurde Hanna Ihnatovich zur Leiterin

der Vertriebsregion International bei Volvo Construction Equipment (Volvo CE) ernannt.

Hanna Ihnatovich kam 2013 zu Volvo

CE und ist damit bereits seit vielen

Jahren fester Bestandteil der Volvo-Familie.

Ihre berufliche Erfahrung umfasst die

Hanna Ihnatovich.

VOLVO CE

Bereiche Absatzplanung, Preisstrategien

und Geschäftskontrolle; zuletzt war sie als

Leiterin der Finanzabteilung für die Vertriebsregion

International tätig, womit sie

umfassende Expertise mitbringt und nun

in neuer Funktion ihre Stärken und Fertigkeiten

gut ausspielen kann. Seit Januar

fungiert sie als stellvertretende Leiterin

der Vertriebsregion International. »Hanna

bringt fundierte kaufmännische Fachkenntnisse

und ein tiefes Verständnis unserer

internationalen Märkte mit. Sie ist

bestens geeignet, um profitables Wachstum

voranzutreiben und die langfristige

Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens

zu stärken«, sagt Melker Jernberg,

Präsident von Volvo CE.

d

LEE COMPANY

(v. l. n. r.) Jeff Dickey, Executive Vice President Hydraulics,

Bill Lee, Chairman, Marietta Lee, CEO und President, und

Thomas Frosell, Vice President Innovation.

Zusammenarbeit zwischen

Kuhn-Baumaschinen und Indeco

INDECO – KUHN – Kürzlich gaben Kuhn-

Baumaschinen und Indeco die Partnerschaft im

Bereich hydraulischer Anbaugeräte bekannt.

Beide Unternehmen können auf viele Jahrzehnte

Erfahrung im Bereich der Baumaschinentechnik

zurückblicken: Kuhn hat laut

eigener Aussage neben den hochwertigen Maschinen

von Komatsu nun mit Indeco auch einen

weiteren Qualitätshersteller an seiner Seite,

der ein Full-Range-Programm anbietet. Die

Vertriebsmannschaft von Kuhn sei laut Unternehmen

»bereits bestens geschult und steht ihren

Kunden mit einem großen Portfolio und sehr

guter Kenntnis zur Verfügung«.

d

14

Juni 2026

Namen & Neuigkeiten


Vorbereitungen laufen auch Hochtouren:

SteinExpo soll vielfältiges Live-Programm bieten

GEOPLAN – In wenigen Monaten trifft sich das Who's who der Roh-

und Baustoffbranche auf der SteinExpo in Nieder-Ofleiden. Die Vorbereitungen

für die XXL-Demomesse laufen bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren.

Schon jetzt wird klar: Das Branchen-Highlight wartet mit optimierten Abläufen,

vielfältigem Live-Programm und attraktiven Details auf. Ein Update.

Starkes Geschäftsjahr:

»Flottweg wächst deutlich«

FLOTTWEG – Mit einem Umsatz von 312 Mio. Euro,

einem Wachstum von 9,67 Prozent gegenüber dem

Vorjahr und einem weiterhin starken Exportanteil

von über 80 Prozent bestätigt der Trenntechnikspezialist

seine Marktposition.

Branchenexperten sind sich einig: Dieses

Jahr bekommt einen heißen Messe-Herbst.

Dieser beginnt mit der SteinExpo

an bekannter Stelle – in Europas größtem

Basaltsteinbruch im nordhessischen

Nieder-Ofleiden. Vom 2. bis 5. September

verwandelt sich die Gewinnungsstätte

in Europas größten aktiven Messe-Steinbruch.

Bereits jetzt haben sich zahlreiche

Key-Player ihre individuelle Präsentation

in dieser einzigartigen Kulisse gesichert.

»Die SteinExpo mit ihren einzigartigen

Alleinstellungsmerkmalen zählt zu

den wichtigsten Branchentreffs des Jahres

– national und international. Erleben

Sie den praxisnahen Einsatz von Maschinen

und Anlagen hautnah in diesem einmaligen

Set-up«, sagt Messechef Dominik

Rese von der veranstaltenden Geoplan

GmbH aus Iffezheim. Vor der einzigartigen

Kulisse des Steinbruchs bilden

die Live-Demonstrationen leistungsfähiger

Baumaschinen das absolute Alleinstellungsmerkmal

dieser Messe. Für die

SteinExpo wurden die Demoabläufe weiter

optimiert, um Publikum und Ausstellenden

noch mehr zu bieten.

SteinExpo mit vielfältigem Live-Programm.

GEOPLAN

d

Zum Jahresende 2025 beschäftigte Flottweg

weltweit 1 260 Mitarbeitende, davon rund

1 000 am Hauptsitz in Vilsbiburg. Mit fast 100

Auszubildenden und Werkstudierenden bleibt

das Unternehmen ein bedeutender Ausbilder

und Arbeitgeber in der Region. Zu den wichtigsten

Projekten des Jahres 2025 zählte der Bau des

neuen Process Centers, das Flottweg eine hochmoderne

Umgebung für Kundenversuche, Laborarbeiten

und Prozessentwicklung bietet. Mit

der Vorstellung des neuen Separators »AC2800«

Kersten

Christoph Link

(l.) und Jörg

Lengenfelder.

Kramp stärkt Antriebstechnik-Sortiment:

Partnerschaft mit Hydro-Gear in Deutschland

KRAMP – Kramp baut sein Geschäft im Bereich Antriebssysteme deutlich aus und

kooperiert künftig mit dem US-Hersteller Hydro-Gear, einem der weltweit führenden Anbieter

von hydrostatischen Getrieben und Antriebslösungen für Outdoor-Power-Equipment.

Für Kunden in Deutschland bedeutet

die Partnerschaft laut Kramp vor allem

mehr Verfügbarkeit, besseren Service und

kompetente Ansprechpartner. Eine umfassende

Auswahl an Hydro-Gear-Originalteilen

sind bei Kramp Deutschland ab

Lager verfügbar. Unterstützt werden sollen

Kunden zudem von versierten Kramp-Produktspezialisten,

die bei der Auswahl des

passenden Ersatzteils helfen und

technische Fragen kompetent beantworten,

wie das Unternehmen

sagt. Die Garantieabwicklung erfolge

direkt über Kramp – schnell,

transparent und ohne Umwege. Die Übernahme

von Endress & Lehmann durch

Kramp liefere darüber hinaus eine starke

Basis für Service und Garantieabwicklung

– ein zentraler Bestandteil für langfristige

Kundenbeziehungen und eine zuverlässige

After-Sales-Betreuung. Hydro-Gear ist

spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung

hocheffizienter hydrostatischer

und elektrischer Antriebskomponenten –

sowohl für Zero-Turn-Mäher als auch für

klassische Ride-On-Mäher. Durch die europaweite

Verfügbarkeit über Kramp wird

die Marke für Fachhändler, Werkstätten

und Maschinenbesitzer flächendeckend

und unkompliziert zugänglich. Mit der Integration

von Hydro-Gear ergänzt Kramp

sein Sortiment um einen weiteren

globalen Marktführer und vereint

nun die drei Top Player Hydro-

Gear, Tuff Torq und Peerless unter

einem Dach. Damit etabliert

Kramp sich fest als Partner im Bereich Antriebstechnik

für den Aftermarket. »Unsere

Produktspezialisten unterstützen Kunden

entlang des gesamten Prozesses: von

der Identifikation der richtigen Ersatzteile

über technische Beratung bis hin zur Unterstützung

bei der Garantieabwicklung«,

so Kramp.

d

FLOTTWEG

zeigte das Unternehmen die bislang größte Tellerzentrifuge

der Flottweg-Geschichte. Ein weiterer

Höhepunkt war die Fertigung der 16 000. Maschine

– ein bedeutender Meilenstein für den

Maschinenbauer mit 70 Jahren Erfahrung in der

mechanischen Trenntechnik. Auch auf internationaler

Ebene setzte Flottweg 2025 ein sichtbares

Zeichen: Die italienische Tochtergesellschaft,

zuvor bekannt als Veronesi Separatori S.p.A., firmiert

seit Oktober unter dem Namen Flottweg

Italia S.p.A. Mit der Umfirmierung stärkt das Unternehmen

seine einheitliche Markenpräsenz am

italienischen Markt und unterstreicht laut eigener

Angaben seine langfristige Ausrichtung auf

Kundennähe und Servicequalität vor Ort. Nach

dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 setzt Flottweg

seinen Wachstumskurs auch in diesem Jahr

fort und investiert laut Unternehmen in moderne

Technologien, neue Infrastrukturen im In- und

Ausland sowie in die kontinuierliche Weiterentwicklung

des Standorts Vilsbiburg. Damit will

das Unternehmen die Grundlage für nachhaltiges

Wachstum und zukünftige Innovationskraft

bereiten. »Mit unseren Investitionen in Technologie,

Standorte und Mitarbeitende schaffen wir

die Basis für langfristigen Erfolg«, betont Kersten

Christoph Link, Vorsitzender des Vorstands

bei Flottweg.

d

Namen & Neuigkeiten Juni 2026 15


BAU

GEFLÜSTER

Pfusch am Bau:

Der (Alb)traum vom Eigenheim

Willkommen in der »Hall of Fame«

der skurrilsten Baumängel: Es hat

Treppen gegeben, die ins Nichts

führten, Toiletten, die nicht ans Abwasser

angeschlossen wurden, und Sicherungskästen,

die man kurzerhand in den Kleiderschrank

verfrachtet hat. Mein persönliches

Highlight: Ein Bauherr stellte bei der Schlüsselübergabe

fest, dass der Elektriker eine 230-V-Steckdose

im Innenbereich einer Duschkabine installiert

hatte. Zugegeben, diese Beispiele sind skurril, aber

bittere Realität. Und was noch viel wichtiger ist: So

was passiert mitten in Deutschland. Grundsätzlich

gilt: Mit Baumängeln hat nahezu jeder Hausherr zu

kämpfen. In der Regel geht es dabei aber eher um Lücken

in der Fensterabdichtung, ein zu großes Spaltmaß,

beschädigte Fassadenelemente, offene Bohrlöcher

oder darum, dass zu großzügig mit Spachtelmasse

gearbeitet wurde, um Pfusch zu kaschieren.

Hat man es mit einem halbwegs seriösen Bauunternehmen

zutun, lassen sich derartige Fehler spätestens

nach der Rohbaukontrolle beheben. Aber genau hier

beginnt der Ärger. In vielen Fällen haben Bauherren

schlichtweg keine Ahnung von der Materie und

übersehen bauliche Mängel. Hinzu kommt,

dass man dem Profi vertraut: Aussagen wie

»Das sieht man später nicht mehr«,

»Das setzt sich« oder »Das muss so

wegen der Luftzirkulation« sind leider

gängige Praxis, wenn sich das

ausführende Bauunternehmen

aus der Verantwortung ziehen

will. Schnell werden dann mal

Abnahmen unterzeichnet in

Dan Windhorst

dem Glauben, dass »die« schon wissen werden,

was richtig ist. Dasselbe Phänomen kennen

wir im Übrigen aus der Medizin: Die »Götter

in Weiß« machen keine Fehler und wenn

ein Arzt sagt, dass das so ist, dann ist das halt

so. Steht ein unerfahrener Bauherr in seinem

neuen Traumhaus und stellt fest, dass

das Mauerwerk Risse aufweist, die Decke uneben

ist oder die Dachziegel falsch gesetzt wurden, vertraut

man auf jene, die vom Fach sind. Und so mancher

Bauprofi wird einen Teufel tun und Fehler eingestehen.

Denn die bedeuten in der Regel massive Mehrkosten:

Müssen Baumängel beseitigt werden, geht das mit unbezahlter

Arbeitszeit und neuen Materialkosten einher,

die dann die beauftragte Baufirma übernehmen muss.

In der Regel ist es ratsam, sich immer einen sachkundigen

Fachmann an die Seite zu holen, der die einzelnen

Bauphasen begleitet, bei Kontrollen

und Abnahmen zugegen

ist und einschreiten kann, bevor

der Traum vom Eigenheim

im Albtraum endet. Die goldene

Regel lautet: Vertraue niemandem

– und unterschreibe

nichts, was dein Architekt,

»Ach, das sieht

man später nicht

mehr. Das setzt

sich noch!«

dein Bausachverständiger oder dein Anwalt nicht abgesegnet

hat. Hinzu kommt, dass die meisten Baumängel

gar nicht auf der Baustelle entstehen, sondern auf dem

Papier. Eine gute Vorplanung, die Koordination aller

Gewerke, vollständige Ausführungspläne, klare Verträge,

detaillierte Leistungsbeschreibungen sowie regelmäßige

Baustellenkontrollen sind zwingend notwendig,

um die gröbsten Problemfaktoren schon im Vorfeld

zu beseitigen. Die traurige Wahrheit ist, dass sich

16 Juni März Februar Mai 2026

2026

Namen bauMagazin & Neuigkeiten Kolumne


die meisten von uns das Bauen nur ein einziges

Mal im Leben leisten können – kommen weitere

Kosten durch Baumängel, für Gutachten oder Gerichtsverfahren

hinzu, steht man schnell vor gewaltigen

finanziellen Problemen. Eine weitere Gefahr ist

»Das muss

so wegen der

Luftzirkulation!!!«

im Übrigen, wenn der Bauträger noch während des laufenden

Bauprojekts Insolvenz anmeldet. Das führt häufig

zu Baustillstand und finanziellem

Ruin der Bauherren

– nicht selten wird das noch

verschärft durch Baumängel.

Hier raten Experten dazu, sich

umgehend anwaltliche Hilfe

zu suchen, die Baumängel sowie den Baufortschritt zu

dokumentieren und Ansprüche im Insolvenzverfahren

anzumelden. Ein Tipp: Der Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung

kann helfen, die Schäden zumindest

zu begrenzen und die Mehrkosten durch eine

neue Firma zu decken. Und: Hohe Abschlagszahlungen

ohne Gegenleistung sind bei einer Insolvenz oft verloren.

Überdies ist dringend zu empfehlen, sich noch

vor Vertragsabschluss über die Bonität des Bauträgers

oder Partners zu informieren. Abschließend

lässt sich also festhalten: Investieren Sie, auch

wenn es wehtut, in Ihre rechtliche Absicherung.

Beauftragen

Sie Fachleute, nehmen

Sie nicht das erstbeste

Angebot an – und lassen

Sie sich nicht von Sprücheklopfern

umgarnen, die auf den ersten

Blick zwar seriös wirken, Ihnen letztlich aber

das Geld aus der Tasche ziehen. Und um das Ganze abschließend

dann doch noch in ein halbwegs positives

Licht zu rücken: Pfusch ist zwar keine Seltenheit, aber

zum Glück auch keine gängige Praxis. In Deutschland

genießen wir sehr wohl den Luxus, über herausragende

Handwerksbetriebe mit gut ausgebildetem Personal

zu verfügen. Man muss nur darauf achten, dass einem

der »Richtige« die Steckdose setzt und man die schwarzen

Schafe der Baubranche klug und vor allem rechtzeitig

umschifft.

d

Namen & Neuigkeiten Juni 2026

17


IM BLICKPUNKT

Demo Days 2026:

Eine wahre

Spielwiese für

Maschinisten

VON

DAN WINDHORST

DEVELON – Das hat wirklich Eindruck hinterlassen: Knapp 60 km südwestlich von

Prag durfte das bauMAGAZIN kürzlich die neuesten Bagger, Radlader, Dumper, Minibagger

und Planierraupen aus dem Hause Develon erleben – und das inmitten einer

bemerkenswerten Kulisse: Im »Háje Quarry«, einem ehemaligen Uran-Bergbaugebiet,

das mit dem 1 838 m tiefen »Schacht 16« über einen der tiefsten Vertikalschächte in

Europa verfügt, durfte die Redaktion alles testen, was Räder, Löffel, Schaufeln oder

Ketten besaß. Und die erste Erkenntnis lautet: Statt auf Hochglanzbroschüren zu

setzen, hat Develon smarten Stahl sprechen lassen.

Die Wahrheit lautet: Events mit Live-Vorführungen

sind ein Drahtseilakt. Nur

selten erhalten die großen Baumaschinenhersteller

die Gelegenheit, ihre

neuesten Maschinen mit großem Tamtam

vor einem Fachpublikum zu präsentieren, weshalb

alles nach Möglichkeit im perfekten Licht erscheinen

soll. Oder anders gesagt: Da darf nichts

Rund 60 km von Prag

entfernt wurden

die Demo Days im

Steinbruch »Háje

Quarry« veranstaltet.

18

Juni 2026

Im Blickpunkt


DEVELON

schiefgehen. Gleichzeitig, und damit beginnt das

Problem, könnte das Fachpublikum kaum kritischer

sein. Zu den Demo Days waren fast 900 Unternehmer,

Journalisten und Händler geladen – und

damit Menschen, die sich tagtäglich im Detail mit

der Materie befassen. Im weitestgehend stillgelegten

Steinbruch »Háje Quarry«, der heute noch zur

Kiesgewinnung genutzt wird, fuhr Develon über

25 Maschinen auf – darunter die intelligenten Raupenbagger

der »9er«-Serie, die erstmals unter realen

Einsatzbedingungen vorgestellt wurden. Um

das Fazit der Redaktion bereits vorwegzunehmen:

»Das war authentisch, laut – und eindrucksvoll.«

Autonomes High-End-Baggern

Für Develon stand auf der Agenda, die Produktivität,

Sicherheit und Effizienz ihrer Baumaschinen

in den Mittelpunkt zu rücken. Und das wollte man

mit zwei Dingen forcieren: mit tonnenschwerem

Eisen und smarter Technologie. Ein Paradebeispiel

dafür war die Vorstellung des »Real-X«-Systems, einer

Entwicklungsarbeit, die in Kooperation mit

Gravis Robotics Systems entstanden ist. In Tschechien

hatte Develon einen »DX225LC« mit »Real X«

ausgestattet, um aufzuzeigen, wie der Grabenaushub

heute mittels KI-gestützter Aushubtechnik

gelingt. Und das Ergebnis war bemerkenswert:

Ausleger, Stiel und Löffel arbeiteten mit erstaunlicher

Präzision – ohne großes Rütteln, Abwägen

oder Nachjustieren. Und auch das Umpositionieren

wirkte schnell und flüssig. Auf diese Weise hat

Develon gezeigt, wie Automatisierung die Sicherheit

und Produktivität auf Baustellen durchaus verbessern

kann. Tatsächlich konnte Develon bereits

das erste System dieser Art erfolgreich an einen

Anwender in Europa ausliefern – ein laut Hersteller

»wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur praktischen

Anwendung der nächsten Generation autonomer

Bagger«.

Neunte Baggergeneration vorgestellt

Mit dem rund 37 t schweren »DX360LC-9« sowie

dem 42-Tonner »DX400HD-9«, die erst kürzlich

auf den Markt gebracht worden waren, zeigte

sich in Tschechien außerdem eine neue Generation

an Baggerplattformen mit vollelektrohydraulischer

(FEH) Technologie und integrierter KI, die

für verbesserte Präzision und Steuerung stehen

soll. Zur Erklärung: Beide Neumaschinen ergänzen

die bereits vorgestellten Modelle »DX230LC-9«

und »DX260LC-9«, wobei letztlich alle vier Maschinen

der neunten Generation vor Ort für Tests zur

Verfügung standen. Ein genauer Blick auf die beiden

Neulinge zeigt: Der »DX360LC-9« wurde für anspruchsvolles

Arbeiten konzipiert. Er verfügt über

einen hauseigenen Motor des Typs »DX08«, der eine

Leistung von 227 kW mit sich bringt. Bei einer

Grabtiefe von bis zu 7 510 mm, einer maximalen

Reichweite von 11 110 mm und einem Schaufelvolumen

von 2,03 m 3 ist die Maschine vielseitig einsetzbar

– insbesondere aber überall da, wo hohe

Stabilität und Belastbarkeit gefordert sind. Der größere

Bruder »DX400HD-9« bringt hingegen knapp

42 t auf die Waage. Auch er verfügt über einen

»DX08«-Motor, schafft es auf rund 254 kW Leistung

und erreicht eine Grabtiefe von maximal 7 400 mm

– die Reichweite liegt ebenfalls bei bis zu 11 110 mm.

Was beide Modelle miteinander teilen, ist die erhöhte

Produktivität: Der »DX08«-Motor bringt richtig

viel Perfomance mit sich, während die Grab-

und Hubkräfte durchaus bemerkenswert sind.

»Die ›E-Stop‹-Technologie

ist vergleichbar mit

Notbremssystemen aus

der Automobilindustrie

und hat bereits großes

Interesse bei Anwendern

geweckt, die nach praktischen

Lösungen zur

Verbesserung der Sicherheitsstandards

auf der

Baustelle suchen.«

DEVELON

Stephane Dieu,

Produktmanager

für Develon-Bagger in Europa

DEVELON

Sicher, produktiv und schlau

Bei nahezu allen Maschinen, die im Rahmen der

Demo Days vorgestellt wurden, waren digitale

Tools und Assistenzsysteme die heimlichen Stars:

So stellte Develon gleich mehrere neue Sicherheits-

und Produktivitätsfunktionen vor, darunter

beispielsweise das »E-Stop«-System, das optional

in der »9er«-Serie zum Einsatz kommen kann. Sobald

Personen oder Objekte im umliegenden Arbeitsbereich

auftauchen und sich der Maschine

bedrohlich nähern, stellt das System die Baggerbewegungen

ein. »Die E-Stop-Technologie ist vergleichbar

mit Notbremssystemen aus der Automobilindustrie

und hat bereits großes Interesse bei

Anwendern geweckt, die nach praktischen Lösungen

zur Verbesserung der Sicherheitsstandards

auf der Baustelle suchen«, erklärte Stephane Dieu,

Im Blickpunkt Juni 2026 19


IM BLICKPUNKT

25

Maschinen

Im Rahmen der Demo Days stellte

Develon den Fachbesuchern über

25 Maschinen sowie zahlreiche

Assistenzsysteme und digitale

Tools zur Verfügung.

Die Planierraupen punkten nach

Ansicht der Fachbesucher aufgrund

ihrer Genauigkeit, einfachen

Handhabung und Leistungskraft.

DAN WINDHORST (5)

DEVELON

Transparente Schaufel:

Der Radladerfahrer erhält eine

bessere Sicht auf den Arbeitsbereich

– das macht das Arbeiten

effizienter und sicherer.

Produktmanager für Develon-Bagger in Europa.

Demonstriert wurde darüber hinaus die neueste

Version der »Transparent Bucket 2.0«, kurz,

»TB2.0«. Dabei handelt es sich um ein neuartiges

Sichtsystem für Radlader, das tote Winkel im Frontbereich

effektiv beseitigt und die Schaufel auf dem

Display sozusagen durchsichtig werden lässt. Der

Maschinist erhält einen besseren Überblick, kann

Gefahrenquellen genauer abschätzen und ist weniger

in der Sicht behindert.

Bühne frei für Elektrobagger

Viel Bewegung ist im Übrigen auch in die Entwicklung

elektrisch betriebener Bagger geraten.

Develon hat vor Ort gleich mehrere Lösungen für

den Übergang von dieselbetriebenen zu lokal emissionsfreien

Maschinen gezeigt. Basierend auf der

Plattform der »7er«-Serie sollen die neuen Maschinen

mit Zuverlässigkeit, reduzierter Umweltbelastung

und Kompaktheit punkten. Zu den ausgestellten

Modellen zählten die beiden elektrischen Minibagger

»DX20ZE-7« und »DX23E-7«, der elektrische

Raupenbagger »DX230LCE-7« sowie der elektrische

Mobilbagger »DX160WE-7K« – sie alle standen

für ausgiebige Tests zur Verfügung und unterm

Strich lässt sich festhalten: Develon räumt Vorurteile

gern mit brachialer Ehrlichkeit aus. Die Maschinen

liefern vernünftige Leistungsdaten, lassen

sich alltagstauglich laden und punkten zweifelsohne

mit geringer Geräuschkulisse. Gegenüber den

Dieselpendants lässt sich, Stand heute, wirklich

nichts vermissen. Allerdings, und auch das gehört

an dieser Stelle zur Wahrheit, müssen die E-Maschinen

zum jeweiligen Einsatzbereich passen.

Überall da, wo es Zeit, Einsatzumfang und vorhandene

Infrastruktur zulassen, können diese elektrisch

betriebenen Bagger wirklich überzeugen.

Spezialmaschinen in Aktion

Die Demo Days boten im Übrigen auch die Gelegenheit,

sich ausgiebig mit Spezialmaschinen auseinanderzusetzen,

die im Abbruch und Materialumschlag

zum Einsatz kommen. Gezeigt wurden der neue

kompakte Abbruchbagger »DX140RDM-7« sowie

die Materialumschlagmaschinen »DX160WMH-7«

und »DX350WMH-7«. Mit einem Gewicht von 14 t

kombiniert der »140er« laut Develon »maximale

Leistung mit außergewöhnlicher Wendigkeit«

und eigne sich besonders für Arbeiten auf engstem

Raum. Und das kann die Redaktion bestätigen:

Die Maschine ist kompakt aufgebaut, lässt sich flexibel

einsetzen und fällt vor allem durch ihre einfache

Bedienung, schlaue Zusatzsysteme und hohe

Arbeitsleistung auf. Hinzu kommt, dass dieser Bagger

nicht nur für den Abbruch entwickelt wurde – er

erweist sich als multifunktionaler Helfer, der dem

Bauunternehmer weit mehr Flexibilität erlaubt.

Der »DX140RDM-7« ist Teil der umfassenderen Develon-Abbruchpalette,

zu der auch die Modelle »DX-

245DM-7«, »DX380DM-7« und »DX530DM-7« zählen.

Die vorgestellten Materialumschlagmaschinen

»DX160WMH-7« und »DX350WMH-7« wiederum

unterstützen anspruchsvolle Anwendungen wie

20

Juni 2026

Im Blickpunkt


DEVELON

Recycling, Abfallwirtschaft und Industrieeinsätze.

Bei näherer Betrachtung fallen die Robustheit, Effizienz

und Leistungskraft auf – nutzen lassen sich

beide Maschinen durchaus für hochintensive Arbeitseinsätze.

Rückenwind für Dozer-Markt

Weder zu überhören noch zu übersehen waren die

Planierraupen: In Tschechien trug Develon Sorge dafür,

dass die Fachbesucher einen genauen Blick auf

ihre neuen Dozer warfen. Nach der erfolgreichen

Markteinführung des »DD130-7« möchte der Hersteller

mit der Vorstellung des neuen »DD100-7« seine

Position im europäischen Dozer-Sektor weiter stärken.

Der »DD100-7«, so Develon, sei mit Blick auf Betriebsgewicht

und Leistung in seiner Klasse führend.

Entwickelt hatte man die Maschine für Anwendungen

im Wohnungsbau, im leichten Gewerbebau sowie

im Straßenbau. Seine auf Präzision ausgerichtete

Leistung mache ihn besonders geeignet für Feinplanierarbeiten,

bei denen Genauigkeit und Kontrolle

entscheidend seien. Der »100er« bringt eine Leistung

von 91 kW bei einem Einsatzgewicht von 11,6 t mit

sich. Die maximale Traktion beträgt 16 t – die Steigfähigkeit

liegt wiederum bei 35°/70 Prozent, während

der maximale Förderstrom der Hauptpumpe knapp

103 l/min misst. Die mittelgroße Planierraupe weist

eine recht schmale Front, minimale Säulen und eine

Vollglas-Kabine auf, was dem Bediener eine erstaunlich

gute Sicht auf den Arbeitsbereich ermöglicht.

Zwischen Radlader und Dumper

Ein Publikumsliebling war im Übrigen der

bis zu 34,4 t schwere Radlader »DL550«-7.

Dieses Arbeitstier verfügt über ein

Schaufelvolumen

von bis zu 6,6 m 3 und bringt eine Kipplast

von 24,3 t mit sich. Der verbaute »DC13«-Motor von

Scania liefert bis zu 294 kW Leistung – und genau

die bringt der Radlader auch ziemlich eindrucksvoll

auf die »Straße«. Die Besonderheit: In Kombination

mit der kraftvollen Hydraulik besitzt die

Maschine ein hervorragendes Eindringvermögen,

wodurch eine optimale Schaufelbefüllung geboten

wird. Auch hier kann das bereits erwähnte transparente

Schaufelsystem zum Einsatz kommen. Die

Ausbrechkraft dieses Kraftpakets liegt bei 230 kN,

die Ausschütthöhe im 45°-Winkel bei 1 504 mm

und die Ausschüttreichweite bei 3 700 mm. Und

während sich die Schaufeln der Radlader

unaufhörlich in die Sandund

Kiesberge gruben, ratterte

im Hintergrund

ein vielbeachteter

Der knickgelenkte

Muldenkipper »DA30«

setzt auf hohe Leistung,

gute Bedienbarkeit

und bemerkenswerte

Effizienz.

»Da sitzt keiner drin!« Develon hat

mit »Real X« aufgezeigt, wie autonomes

Arbeiten auf der Baustelle der

Zukunft aussehen kann.

Im Blickpunkt Juni 2026 21


IM BLICKPUNKT

Großaufgebot an Maschinen: Die Teilnehmer

durften sich ein genaues Bild von den Mobilbaggern,

Planierraupen, Muldenkippern

sowie Radladern und Kettenbaggern machen.

1 838

Meter

Mit einer beeindruckenden Tiefe

von 1 838 m befand sich auf dem

»Háje Quarry« einer der tiefsten

Vertikalschächte in Europa.

»DA30-7«-Dumper vorbei. Mit einer Länge von

9 555 mm und einer Breite von 3 000 mm bringt es

dieser 6x6-knickgelenkte Muldenkipper auf ein

Nettogewicht von 23,1 t – ohne Heckklappe liegt

das Ladevolumen bei rund 24,4 m 3 . Im Inneren

verbergen sich ein »DC09«-Motor mit 276 kW sowie

ein ZF-Getriebe des Typs »ZF8 EP320«. Die Konfiguration

beruht auf fünf in Reihe geschalteten Zylindern

mit 9,3 l.

Ein erfolgreiches Event

Die Zusammenfassung lautet: Develon hat abgeliefert.

Die Veranstaltung war geprägt davon, selbst

in die Maschinen zu steigen, sich ein Bild von den

wichtigsten Neuerungen zu machen und direkt

vor Ort mit den Produktspezialisten ins Gespräch

zu kommen. Spürbar war, dass der Hersteller viel

Wert darauf gelegt hat, ganze Prozessketten abzubilden.

Gerade mit Blick auf den besonderen Veranstaltungsort

sollte gezeigt werden, was Bagger,

Radlader, Dumper und Dozer im Verbund aufbieten

können – und wie sie sich mittels neu entwickelter

Assistenzsysteme noch effizienter und sicherer

nutzen lassen. Und zugeben muss man: Develon

hat wenig »herumgespielt«. Natürlich sollten

die neuen Maschinen im Scheinwerferlicht präsentiert

und damit von ihrer besten Seite gezeigt werden.

Was aber überzeugte, war, dass der Stahl gehalten

hat, was versprochen wurde. Insbesondere

bei den neuen Kettenbaggern der neunten Generation

ist spürbar, dass der Hersteller smarte

Technologien in den Mittelpunkt rückt: Die Handhabung

ist, ebenso wie die Präzision, deutlich verbessert

worden. Gleichzeitig stimmt die Vorführung

von »Real X« nachdenklich, denn das autonom

agierende System läuft bemerkenswert flüssig,

weshalb der Gedanke an die Baustelle der Zukunft

deutlich näher gerückt ist. Als Entwickler und Hersteller

ist Develon zweifelsohne in einem hart umkämpften

Markt unterwegs und insbesondere die

neuen Maschinen müssen nun zeigen, dass sie ihre

im »Háje Quarry« bewiesene Leistung auch im Arbeitsalltag

auf die Baustelle bringen. Einen Mehrwert

hat das Develon-Event im Übrigen damit geboten,

dass auch weitere Partner wie Leica, Engcon,

Trimble, Strickland und Steelwrist mit vor Ort

waren und deren Lösungen aktiv in die Live-Vorführungen

eingebunden wurden.

d

Der »DL 280« wurde von den Fachbesuchern

ausgiebig getestet – und

das schonungslos im Dauerbetrieb.

Uran-Abbau

Das spektakuläre Steinbruchgelände

»Háje Quarry« war früher ein

Abbaugebiet für Uran – heute wird

dort lediglich noch Kies gewonnen.

22

Juni 2026

Im Blickpunkt


Next Level

Generation 8: Der neue Mobilbagger

A 916 Compact Litronic

Maximale Leistung auf engstem Raum – der neue Compact-

Mobilbagger bündelt Kraft, Geschwindigkeit und Wendigkeit. Die

neue Kabine mit optimaler Rundumsicht und das neue

Bedienkonzept INTUSI mit individuell belegbaren Funktionen

ermöglichen präzises, komfortables und flexibles Arbeiten.

www.liebherr.com

Mobilbagger

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH • Liebherrstraße 12 • 88457 Kirchdorf • Tel.: +49 7354 80 0

E-Mail: info.lhb@liebherr.com • www.facebook.com/LiebherrConstruction • www.liebherr.com

Im Blickpunkt Juni 2026 23


IM BLICKPUNKT

Matthias Benz,

Vorsitzender der

Geschäftsführung der

Zeppelin-Gruppe, bei

der Vorstellung der

Geschäftszahlen 2025.

Weichen für

nachhaltigen

Wachstumskurs

gestellt

ZEPPELIN – Mitte April stellte die Zeppelin-Gruppe in der Deutschlandzentrale

in Garching bei München ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Trotz eines

herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds wurde ein Umsatz von

4,4 Mrd. Euro (2024: 3,8 Mrd. Euro) und ein Ergebnis vor Steuern von rund 135 Mio. Euro

(2024: 108 Mio. Euro) erzielt. Für dieses Jahr peilt die Zeppelin-Gruppe eine Steigerung

auf rund 5 Mrd. Euro an. Auf aktuelle Krisen wie die Hormus-Blockade reagiert das Unternehmen

mit einem wöchentlich tagenden Krisenstab und der Bevorratung von Treibstoff.

VON

THOMAS SEIBOLD

Mit der Bilanz für 2025 zeigte sich

Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Zeppelin-Gruppe,

grundsätzlich zufrieden. Neben

einer stabilen Entwicklung des

operativen Geschäfts war das letzte Jahr maßgeblich

durch die Akquisition der Pepp Group B. V.

geprägt. In diesem Zuge übernahm Zeppelin die

Verantwortung für den Vertrieb und Service von

Caterpillar-Produkten in den Niederlanden und

Norwegen. Der bislang größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte

führte – mit einer Teilkonsolidierung

über sieben Monate – nach Unternehmensangaben

zu einem deutlichen exogenen Wachstum

und zu einer signifikanten Ausweitung der Präsenz

in Europa. Bei voller Konsolidierung der Akquisition

rechnet die Zeppelin-Gruppe mit einem Umsatz

von rund 5 Mrd. Euro in diesem Jahr.

»2025 war für Zeppelin ein Jahr des Fortschritts

und wichtiger Weichenstellungen«, ordnet Matthias

Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Zeppelin-Gruppe, die Gesamtentwicklung ein. »Wir

haben unsere Marktposition weiter gestärkt, unsere

internationale Präsenz ausgebaut und damit die

Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt.

Die Akquisition der Pepp Group war dabei ein

24

Juni 2026

Im Blickpunkt


ZEPPELIN

wichtiger Schritt und beinhaltet auch den bewussten

Ausbau eines Geschäftsmodells, das breit, international

und langfristig tragfähig aufgestellt ist.«

Finanziell präsentiert sich die Zeppelin-Gruppe

auch im Geschäftsjahr 2025 solide. Ein operativer

Cashflow von über 410 Mio. Euro, ein Eigenkapital

von rund 1,3 Mrd. Euro sowie eine langfristig gesicherte

und diversifizierte Finanzierung unterstreichen

die gute Aufstellung des Unternehmens. Das

Investment‐Grade‐Rating (BBB+, stabiler Ausblick

der Creditreform Rating AG) bestätigt dies. »Gerade

in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden

Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine solide finanzielle

Aufstellung ist, um nachhaltiges und profitables

Wachstum abzusichern bzw. überhaupt erst

zu ermöglichen. Das haben wir 2025 erneut bewiesen«,

so Christian Dummler, Geschäftsführer und

CFO der Zeppelin-Gruppe.

Operative und strukturelle Veränderungen

Das vergangene Jahr stand für Zeppelin auch im

Zeichen zentraler operativer und struktureller Veränderungen.

So wurden mit Wirkung zum 2. Juni

2025 die bisherigen Strategischen Geschäftseinheiten

(SGE) Baumaschinen Deutschland & Österreich

(BDA) und Baumaschinen International (BIN) zur

neuen SGE Construction Industry & Mining (CIM)

zusammengeführt. In Folge gibt es seitdem vier

statt wie vorher fünf SGE: CIM, Rental, Power Systems

und Plant Engineering. Der neue Zuschnitt der

SGEs soll mit klareren Verantwortlichkeiten und einer

noch stärkeren Kundenorientierung einhergehen

sowie die konsequente Ausrichtung auf Effizienz

unterstützen. Bei der Anzahl der Mitarbeitenden

gab es im Vergleich zu 2024 einen deutlichen

Zuwachs: Im Jahresdurchschnitt wuchs deren Anzahl

von 10 490 (2024) auf 12 314 im vergangenen

Jahr. Was die wirtschaftliche Rückschau angeht,

zeigt sich in den einzelnen SGE ein differenziertes

Bild, wie die nachfolgende Aufschlüsselung zeigt.

Bei Zeppelin Rental

sind neben Baugeräten

und -maschinen

auch Arbeitsbühnen

und viele weitere

Produkte erhältlich.

Zuwachs bei Construction Industry & Mining (CIM)

Die SGE CIM konnte im Vergleich zu 2024 ein Umsatzplus

von 15 Prozent erzielen. Mit 53,1 Prozent

und 2 404 Mio. Euro (2024: 2 086 Mio. Euro) trug sie

damit den Löwenanteil zum Konzernumsatz bei.

Profitiert hat der Geschäftsbereich insbesondere

von einer höchst erfolgreichen Bauma 2025: Dort

wurden 1 368 neue und gebrauchte Cat-Baumaschinen

sowie Anbaugeräte, Technologien und Services

verkauft, ein neuer Stückzahlrekord. Ein weiterer

Treiber war die erweiterte internationale Aufstellung.

Auf dieser Grundlage konnte die Geschäftseinheit

die eigene Marktposition weiter festigen

und ausbauen.

Zeppelin-Mietgeschäft mit stabilem Ergebnis

Die SGE Rental behauptete sich in einem insgesamt

herausfordernden Marktumfeld und erwirtschaftete

mit 820 Mio. Euro (2024: 805 Mio. Euro) einen Anteil

von 18,1 Prozent am Konzern umsatz. Eine Herausforderung

in diesem Bereich ist laut Matthias

Benz jedoch, dass »die Nachfrage nach gebrauchten

Maschinen extrem hoch sei und kaum welche

zu bekommen seien«. So lag die Anzahl der zu Mietzwecken

erstmals in den Markt gebrachten Maschinen

und Geräte mit 1 060 Einheiten unter dem Niveau

des Vorjahres mit 1 596 Einheiten. Viele Unternehmen

würden in der gegenwärtigen wirtschaftlichen

Lage jedoch vermehrt Maschinen mieten

anstatt zu investieren. Dementsprechend positiv

sei die Erwartung, hier künftig weitere Zuwächse

zu generieren.

Power Systems mit Umsatzsprung

Die Geschäftseinheit Power Systems konnte mit einem

Anteil von 19,1 Prozent und 862 Mio. Euro das

Ergebnis im Vergleich zu 2024 mit 553 Mio. Euro

Das Serviceversprechen

von Zeppelin garantiert

Ersatzteile am nächsten

Werktag und Servicetechniker

innerhalb von zwei

Werktagen – ansonsten

erfolgt ebenfalls eine

Gutschrift für zukünftige

Dienstleistungen und

Ersatzteile.

»Gerade in wirtschaftlich

und geopolitisch herausfordernden

Zeiten

zeigt sich, wie wichtig

eine solide finanzielle

Aufstellung ist.«

Christian Dummler,

Geschäftsführer,

CFO der Zeppelin-Gruppe

Im Blickpunkt Juni 2026 25


IM BLICKPUNKT

Der Brennstoffzellen-Stromerzeuger

von Zeppelin Power Systems ist mit

einem Schaltschrank, einem Kühler, einer

Lithium-Ionen-Batterie, Wasserstoff-Flaschen

und einer PEM-Brennstoffzelle ausgestattet.

Die Nennleistung liegt bei 50 kVA.

»2025 war für Zeppelin

ein Jahr des Fortschritts

und wichtiger

Weichenstellungen.«

Matthias Benz,

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Zeppelin-Gruppe

deutlich steigern. Sie profitierte von einer hohen

Nachfrage nach Energie‐, Antriebs‐ und Serviceleistungen.

Matthias Benz wies in diesem Zusammenhang

u. a. auf die Erstellung von Stromkonzepten

für Baustellen hin. Dadurch werde Unternehmen

der Einsatz elektrisch betriebener Maschinen und

Geräte erleichtert, da sie sich nicht selber um die

Stromversorgung kümmern müssen.

Umsatzrückgang bei Plant Engineering

Die SGE Plant Engineering verzeichnete im Jahr

2025 einen Umsatz von 437 Mio. Euro, während

2024 noch 472 Mio. Euro erwirtschaftet wurden. Einer

der Gründe dafür sind laut Matthias Benz Kunden,

für die der deutsche Wirtschaftsstandort nicht

mehr attraktiv genug sei und die zunehmend ins

Ausland abwandern. Vor diesem Hintergrund wurde

das vergangene Geschäftsjahr »konsequent zur

Effizienzsteigerung, Fokussierung und organisatorischen

Weiterentwicklung in einem weiterhin sehr

anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld genutzt«.

Blick nach vorn: Ausrichtung auf »Megatrends«

Beim Blick nach vorn richtet die Zeppelin-Gruppe

den Fokus nun bereits auf die kommenden Jahre.

Ein auf mehrere »Megatrends« ausgerichtetes

Portfolio soll dabei die Grundlage für weiteres

nachhaltiges Wachstum bilden. In diesem Rahmen

baut Zeppelin beispielsweise die Aktivitäten im Bereich

von Sicherheit und Verteidigung aus. Eine

leistungsfähige Infrastruktur und resiliente Energieversorgung

gewinnen dabei europaweit an Bedeutung.

Zeppelin will sich in diesem Umfeld als

verlässlicher und kompetenter Partner mit einem

ZEPPELIN (7)

vielfältigen und breit aufgestellten Produkt- und

Dienstleistungsportfolio verstehen.

Auf globale Krisen wie die Hormus-Blockade reagiert

das Unternehmen mit einem wöchentlich tagenden

Krisenstab, welcher die Preisentwicklung

im Energiebereich beobachtet, und der Bevorratung

von Treibstoff, der laut Matthias Benz »für

zwei Wochen reicht«.

Darüber hinaus treibt Zeppelin die eigene

Transformation voran. Im Mittelpunkt stehen eine

weiterentwickelte Organisationsstruktur sowie

harmonisierte Prozesse, Daten und Systeme. Das

Transformationsprogramm ermöglicht es Zeppelin,

sich langfristig als verlässlichen Lösungsanbieter,

attraktiven Arbeitgeber und starken Partner

in wachstumsrelevanten Märkten noch besser

zu positionieren.

»Für 2026 liegt unser Fokus klar auf der konsequenten

Realisierung von Synergien, der abschließenden

Integration der zugekauften Pepp Group

und profitablem Wachstum. Unser Anspruch ist

es, aus Marktchancen nachhaltige Wertschöpfung

zu machen – für unsere Kunden, für unsere Partner

und für die langfristige Stärke von Zeppelin«, erläutert

Matthias Benz. »Zugleich zeigten sich in den

ersten Monaten dieses Jahres große geopolitische

und weltwirtschaftliche Herausforderungen. Dennoch

sollte Zeppelin auch in 2026 auf Wachstumskurs

bleiben, sofern sich keine noch größeren Verwerfungen

auftun.«

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Zeppelin

GmbH, Simon Blümcke, ergänzt: »2025 hat gezeigt,

dass die Zeppelin-Gruppe verantwortungsvoll, stabil

und zukunftsorientiert geführt wird. Die wirtschaftliche

Solidität, die klare strategische Ausrichtung

und das hohe Engagement der Mitarbeitenden

bilden eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung

des Unternehmens.«

s

Auf der Bauma 2025 feierte Caterpillar den 100. Geburtstag und

legte zum Jubiläum eine Sonderedition an grauen Baumaschinen

in »Centennial Grey« auf – eine Hommage an die Anfänge.

26

Juni 2026

Im Blickpunkt


DIE PLATTFORM

FÜR MASCHINENTESTER

BENEFITS

FÜR TESTER

■ Exklusiver Zugang

■ Kostenfreie Nutzung

■ Exklusive Angebote

■ Einfluss auf Entwicklungen

■ Netzwerkmöglichkeiten

#DIEPROFITESTER

Tester

werden!

Im Blickpunkt Juni 2026 27


IM BLICKPUNKT

Neue Maschinen unter realen

Einsatzbedingungen: In

Belgien fuhr HD Hyundai

alles auf, was Räder und

Ketten besitzt.

Eine Armada

an Baumaschinen

für Europa

HD HYUNDAI (7)

HD HYUNDAI – Im belgischen Tessenderlo-Ham traf das bauMAGAZIN kürzlich auf

die neuesten Kettenbagger, Knick-Muldenkipper, Minibagger, Abbruchmaschinen und

Kompaktlader, die HD Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE) aktuell für

Europa aufbieten kann – eine eindrucksvolle Show, die mit der Möglichkeit gespickt

war, sich selbst hinter das Steuer zu setzen. Das erste Resümee: Hyundai setzt hier

klar auf smarte Technik und hat sich der Herausforderung gestellt, neue Baureihen

zu konstruieren, die mit Kraftstoffeffizienz punkten, dabei aber keinen Deut auf hohe

Leistungskraft verzichten.

VON

DAN WINDHORST,

NORMAN ZENZINGER &

SINA LANDERER

Am europäischen Hauptsitz von HCEE

wurde im Grunde das fortgeführt, was

der südkoreanische Baumaschinenhersteller

bereits im vergangenen Jahr mit

viel Aufsehen angestoßen hatte: Aufbauend

auf der erfolgreichen Markteinführung seiner

neuen Generation an Raupenbaggern im Jahr

2025 erschließt HCEE jetzt weitere Marktsegmente

in Europa – und setzt dabei auf richtig kraftvollen

Stahl. Mit den beiden Raupenbaggern »HX230«

und »HX260« erweitert das Unternehmen die bestehende

»Next Generation«-Baureihe, während

der »HX300« das 30-t-Segment stärkt. Im Bereich

der Minibagger vervollständigt der »HX10A Z« nun

die angestrebte Aktualisierung der »A«-Serie. Aber

damit nicht genug: HCEE zeigte mit dem »HA45A«

als 4x4 einen zweiachsigen knickgelenkten Dumper,

der die Baureihe nunmehr ergänzen wird. Und

was sicherlich viele Unternehmer in Europa freuen

dürfte: Hyundai bringt seine Kompaktlader und

kompakten Raupenlader auf den Kontinent. Last

but not least ließ es sich HCEE nicht nehmen, im

Rahmen des Launch-Events auch den »HX520A

HRD« vorzustellen – eine leistungsstarke Abbruchmaschine,

die hierzulande sicherlich mit großer

Reichweite, hoher Stabilität und Robustheit punkten

dürfte.

Smarte Technologie verbaut

Bevor das bauMAGAZIN in die neuen Maschinen

steigen und diese ausgiebig testen durfte, begrüßten

Sanhoh Shin, CEO von HCEE, sowie Vertriebsleiter

Mauricio Chiarotti die Fachbesucher und

28

Juni 2026

Im Blickpunkt


HD HYUNDAI

Ein Highlight stellte der neue Raupenbagger »HX230« dar,

der aufgrund seiner starken Leistungsdaten und hoher

Produktivität in Europa punkten soll.

zeigten die Agenda des Herstellers auf. Und zwischen

den Zeilen lässt sich durchaus lesen, dass

HD Hyundai keine halben Sachen plant. Man

möchte den europäischen Markt mit sinnigen Maschinen

versorgen, die auch und gerade aufgrund

der gestiegenen Anforderungen sowohl Leistung

als auch Einsparpotenzial mit sich bringen. Was

auffällt: Der Hersteller verbaut High-End-Technologie

– und dürfte damit so manchem Maschinisten

eine Freude bereiten. Sichtbar wurde das beispielsweise

bei den neuen Baggern: Die Modelle

der nächsten Generation sind mit dem »Smart

Around View-Monitor« (»SAVM«) ausgestattet. Da-

bei handelt es sich um eine strikte Weiterentwicklung

der bewährten »AAVM«-Technologie, die aus

der vorangegangenen Baggergeneration stammt.

Das »SAVM«-System verfügt über sechs an der

Oberwagenkonstruktion der Maschine montierte

Kameras mit KI-basierter Personenerkennung und

der Option einer Radar-Objekterkennung, um den

Fahrer auf Gefahren in der Nähe aufmerksam zu

machen. Für die Baustelle bedeutet das eine deutliche

Steigerung der Sicherheit.

Neue Raupenbagger vorgestellt

Ein Highlight war zweifelsohne die Vorstellung

des neuen Raupenbaggers »HX230«. Nachdem

Hyundai das Modell im Rahmen der ConExpo in Las

Vegas gezeigt hatte, sollte nun auch Europa die Möglichkeit

erhalten, einen genauen Blick auf die neue

Bagger-Generation zu werfen. Was direkt auffällt,

ist der Antrieb: Verbaut wurde ein leistungsstarker

»DX05«-Dieselmotor, der samt Doppelturbo eine

Leistung von 141 kW »auf die Kette« bringt. Laut

Herstellerangaben verbraucht die Maschine bis zu

7 Prozent weniger Kraftstoff sowie knapp 30 Prozent

weniger AdBlue als das Modell der »A«-Serie,

das der 23-Tonner nun ersetzt. Wichtig zu erwähnen

ist außerdem, dass der »230er« über eine vollelektrohydraulische

Steuerung (FEH) verfügt: Der

Maschinist kann die Hebelsteuerung und das Ansprechverhalten

individuell abstimmen. Gleichzeitig,

so Hyundai weiter, habe man die Wartungsintervalle

auf 1 000 Stunden verdoppelt, was die Betriebskosten

verringern und Ausfallzeiten reduzieren soll.

Die größeren Brüder des »HX230« sind im Übrigen

der »HX260« sowie der »HX260N« – diese Modelle

kommen auf ein Einsatzgewicht von rund 26 t

und profitieren ebenfalls vom verbauten »DX05«-

»HA45A«

Der neue Muldenkipper

»HA45A« wurde mit neuer

Kabine sowie selbstnivellierender

Hydro-Gas-Federung und mit

Sperrdifferenzialen an Vorder- und

Hinterachse ausgestattet.

@c@c077 %

Der neue Raupenbagger

»HX230« soll bis zu 7 Prozent

weniger Kraftstoff sowie knapp

30 Prozent weniger AdBlue

benötigen.

Vorgestellt wurden mit dem »HS80V« und dem »HS120V«

zwei neue Kompaktlader sowie mit dem »HT100V« ein

Kompakt-Raupenlader – das Trio vereint hohe Leistung und Zuverlässigkeit

mit Wendigkeit und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

Im Blickpunkt Juni 2026 29


IM BLICKPUNKT

30

Tonnen

Der 30 t schwere Raupenbagger

»HX300« verfügt

über einen »DX08«-Motor

mit 207 kW Leistung.

Motor und der FEH-Steuerung. Und wo wir schon

dabei sind: Mit dem »HX300«, den wir hier in Europa

bereits kennen, setzt Hyundai auf einen 30-Tonner,

der aufgrund seines »DX08«-Motors mit 207 kW

Leistung auftrumpfen kann und als waschechtes

Arbeitstier gilt. Geeignet ist dieser Koloss insbesondere

für schwere Grab-, Hub- und Planierarbeiten.

Kompakt und vielseitig

In der Riege neuer Bagger darf der »HX10A Z« nicht

unerwähnt bleiben: In der Kompaktbaggerreihe der

»A«-Serie setzt diese 1,1 t schwere Maschine auf einen

7,6 kW starken Dieselmotor sowie ein einziehbares

Fahrwerk. Auf diese Weise kann der Bagger

auch auf engsten Baustellen agieren. Ein Blick in

die Fah rerkabine zeigt, dass hier viel Wert auf hohen

Bedienkomfort gelegt wurde – die Steuerung ist

hochpräzise und der Bediener erhält eine gute Sicht

auf den Arbeitsbereich. Zu den weiteren kompakten

Maschinen, die

Ort testen durf-

auch die neuen

»HS80V« und

das bauMAGAZIN vor

te, zählen im Übrigen

Kompaktlader

»HS120V«

sowie der Kompakt-Raupenlader »HT100V«. Gerade

in Nordamerika gelten diese Modelle als bewährte

»Vielkönner« – jetzt sollen sie ihr Können auch in Europa

unter Beweis stellen. Und bereits nach den ersten

gefahrenen Metern wurde deutlich: Diese kleinen,

kompakten Stahlmonster haben es wirklich in

sich. Alle drei Modelle verfügen über einen hauseigenen

Dieselmotoren der Stufe V – die Motorleistung

reicht von 49,5 kW beim »80er« über 52 kW für den

»HS120V« bis zum »HT100V«, der satte 54,9 kW mit

sich bringt. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass

alle Kompaktmodelle mit guter Handhabung und

hoher Leistungskraft überzeugen können. Letztlich

deckt das Trio eine auffallend große Bandbreite an

Einsatzmöglichkeiten ab. Bei einem Einsatzgewicht

von 3,2 t, 3,7 t und 4,4 t gehen sie zudem mit ordentlicher

Performance an den Start. Von Vorteil ist sicherlich

auch die generelle Geometrie mit vertikalem

Hubweg.

Knickgelenkte Geländegänger

Schweres Gerät wurde auch für das Segment der

knickgelenkten Muldenkipper (ADT) aufgefahren.

Hier stellte Hyundai beispielsweise den »HA45A«

in einer 4x4-Version vor: Diese Maschine kommt

mit einer neu gestalteten Kabine daher – das sorgt

für weitaus mehr Platz und geringere Geräuschentwicklung.

Der neue Zweiachser soll laut Hersteller

die Geschwindigkeit und Kraftstoffeffizienz eines

starren Muldenkippers bieten, ohne dabei auf die

gute Geländegängigkeit sowie Steigfähigkeit eines

klassischen ADT zu verzichten. Eine Besonderheit

ist, dass man das Modell mit einer selbstnivellierenden

Hydro-Gas-Federung sowie mit Sperrdifferenzialen

an Vorder- und Hinterachse ausgestattet

hat – laut Hyundai sei das geschehen, um im

Der »HX520A HRD« ist eine 52 t schwere Großmaschine,

die speziell für das Abbruchsegment entwickelt

wurde. Die Maschine kann sowohl mit geradem

Abbruchausleger als auch mit Standard-Grabarm oder

Long-Reach-Ausleger ausgestattet werden und bietet

eine Arbeitshöhe von bis zu 27 m.

30

Juni 2026

Im Blickpunkt


HD HYUNDAI

Bedarfsfall die maximale Traktion zu gewährleisten.

Entwickelt wurde der knickgelenkte Muldenkipper

für den Einsatz in Steinbrüchen, im Bergbau

sowie für die klassische Erdbewegung. Aufgrund

der Tandem-Hinterachse und der Einzelradaufhängung

an der Vorderachse ist diese Maschine gerade

für den Einsatz bei schwierigen Bodenverhältnissen

geeignet. Unter der Haube hat der »HA45A« einen

»DC13«-Motor von Scania, der 368 kW Leistung

mit sich bringt. Das Volumen (mit Heckklappe) beträgt

rund 26 m 3 – die Nutzlast liegt bei 41 t. Was vor

Ort auffiel: Der Muldenkipper besitzt eine herausragende

Manövrierfähigkeit. Aufgrund des schrägen

Heckrahmens, der die Lasten nach vorn leitet,

erhöht sich außerdem die Traktion.

52-Tonner für Abbruchsektor

In Belgien ließ es sich HCEE nicht nehmen, auch

auf Spezialmaschinen aufmerksam zu machen. Im

Repertoire hatte der Hersteller beispielsweise einen

»HX520A« in HRD«-Abbruchausführung, der

in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Abbruchspezialisten

STC entwickelt worden war. Die

52 t schwere Großmaschine kann sowohl mit geradem

Abbruchausleger als auch mit Standard-Grabarm

oder Long-Reach-Ausleger ausgestattet werden.

Die Maschine bietet eine Arbeitshöhe von bis

zu 27 m, eine Reichweite von knapp 16 m sowie eine

maximale Gerätetragkraft von 3 t. Der Hersteller

hierzu: »Ausgestattet mit einem hydraulisch verstellbaren

Fahrwerk, einer kippbaren Fahrerkabine

und einem Staubunterdrückungssystem, erschließt

der ›HX520A HRD‹ einen der beliebtesten

Hochreichweiten-Sektoren des Markts. Die Maschine

unterstreicht unser Engagement, Kunden in allen

Bereichen der Baubranche mit spezialisierten

Maschinen zu versorgen.« Tatsache ist, dass dieser

Abbruchgigant extrem vielseitig eingesetzt werden

kann – je nach Konfiguration übernimmt der Bagger

verschiedene Aufgaben. Nach Ansicht der Redaktion

handelt es sich bei diesem Modell um eine

eindrucksvolle Maschine. Zur Wahrheit gehört aber

auch, dass gerade das 50- bis 60-t-Segment der Abbruchbagger

als hart umkämpft gilt. Angesichts der

Leistungsdaten und der Anwendungsvielfalt dürfte

der »HX520A« in »HRD«-Ausführung jedoch keine

Probleme haben, sich insbesondere am deutschen

Markt zu behaupten.

Im Segment der knickgelenkten

Muldenkipper

wurde der »HA45A«

in einer 4x4-Version

gezeigt: Diese

Maschine kommt mit

einer neu gestalteten

Kabine daher – das

sorgt für weitaus mehr

Platz und geringere

Geräuschentwicklung.

Im Blickpunkt Juni 2026 31


IM BLICKPUNKT

Der »HX230«

verfügt über eine

vollektrohydraulische

Steuerung (FEH). Der

Maschinist kann die

Hebelsteuerung und

das Ansprechverhalten

individuell abstimmen.

Neue Segmente

HCEE möchte weitere Marktsegmente

in Europa erschließen.

Mit den beiden Raupenbaggern

»HX230« und »HX260« erweitert

man u. a. die bestehende »Next

Generation«-Baureihe.

Ein Fazit: Die Praxisnähe zählt

Rückblickend betrachtet, hat das HCEE-Event in

Belgien mächtig Eindruck hinterlassen. Das lag in

erster Linie an der klug gewählten Auswahl an präsentierten

Maschinen, die gerade jetzt für den europäischen

Markt von Interesse sind. Herauszuhören

war unter den Teilnehmern, dass Hyundai

(mal wieder) ein gutes Gespür dafür bewiesen habe,

was die Bauunternehmer da draußen zum aktuellen

Zeitpunkt brauchen. Eine tragende Rolle

spielen leistungsstarke Maschinen, die die Kraftstoff-

und Wartungskosten möglichst niedrig halten.

Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen,

die sich mitunter täglich ändern, sind viele Firmen

der Branche verunsichert und suchen nach sparsamen

und effizienten Lösungen für ihren Fuhrpark.

Die neue Generation an Raupenbaggern

deckt ein großes Einsatzspektrum ab und dürfte,

ähnlich der Kompaktbagger und -lader, gerade in

Deutschland auf großes Interesse stoßen. Hinzu

kommt, dass HD Hyundai seit Jahren in das »Weiterdenken«

investiert: Die Maschinen sind Stateof-the-Art

und verfügen über smarte Lösungen

wie das »SAVM«-System, was den Einsatz auf der

Baustelle übersichtlicher und vor allem sicherer

macht. Ein großer Pluspunkt war, dass das bauMA-

GAZIN die neuen Maschinenlösungen direkt vor

Ort testen durfte. Getreu der Devise: »Der Schlüssel

steckt schon« durfte man die Neuentwicklungen

auf Herz und Nieren prüfen. Und genau das ist

es, was solche Events so wertvoll macht: Die Bau-

und Baumaschinenbranche lebt davon, unkompliziert,

direkt und ehrlich zu sein. Und ob eine Maschine

halten kann, was versprochen wurde, lässt

sich nur dann herausfinden, wenn man selbst in

die Fahrerkabine klettert.

d

Die Raupenbagger der neuesten Generation sind mit einer

Vielzahl digitaler Tools sowie Assistenzsystemen ausgestattet, um

das Arbeiten effizienter, schneller, aber auch sicherer zu machen.

32

Juni 2026

Im Blickpunkt


KOMPAKTE

MAXIMALE

GRÖßE

LEISTUNG

Maximale Vielseitigkeit – bereit für jede Herausforderung.

Dank des variablen Fahrwerks und der großen Auswahl an

Anbaugeräten garantiert der SV10 perfekte Stabilität und

unvergleichliche Wendigkeit. Einfach zu transportieren

und schnell einsatzbereit, wurde sie dazu entwickelt, um

Ausfallzeiten zu reduzieren und Ihre Betriebskosten zu

optimieren.

Besuchen Sie

uns auf der

GALABAU

STAND

5-201

yanmar.com

Im Blickpunkt Juni 2026 33


1

GALABAU

YANMAAR CE

Ein variables Fahrwerk

ermöglicht bei Bedarf

eine Verbreiterung auf

990 mm und sorgt so für

zusätzliche Stabilität.

Kompaktes Kraftpaket:

Neuer Minibagger vorgestellt

YANMAR CE – Mit dem neuen »SV10« bringt Yanmar CE einen kompakten Minibagger

auf den Markt, der speziell für Arbeiten in besonders beengten Einsatzbereichen

konzipiert wurde. Entwickelt für die sich wandelnden Anforderungen im 0- bis 2-t-Segment,

vereint der »SV10« präzise Steuerung, einfache Bedienbarkeit und zuverlässige

Leistung für ein breites Anwendungsspektrum.

740

Millimeter

Mit einer Gesamtbreite von

nur 740 mm in der schmalsten

Konfiguration passt der »SV10«

sogar durch Standardtüren.

Im Mittelpunkt des »SV10« steht seine Kompaktheit:

Mit einer Gesamtbreite von nur 740 mm in

der schmalsten Konfiguration passt die Maschine

durch Standardtüren und lässt sich mühelos in engen

Innenräumen oder urbanen Umgebungen einsetzen.

Ein variables Fahrwerk ermöglicht bei Bedarf

eine Verbreiterung auf 990 mm und sorgt so für

zusätzliche Stabilität sowie flexible Anpassung an

unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Der geringe

Schwenkradius in Verbindung mit einer Auslegerverstellung

von 60° ermöglicht präzises Arbeiten

und exakte Positionierung auch auf engstem Raum.

Mit einem Betriebsgewicht von rund 1,06 t und einem

Transportgewicht von ca. 1,18 t lässt sich die

Maschine einfach zwischen Einsatzorten transportieren

und schnell in Betrieb nehmen – ideal für

Bauunternehmen wie auch Vermieter.

Vielseitige Leistung für

unterschiedlichste Anwendungen

Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der

»SV10« eine konstante Leistungsfähigkeit. Ange-

trieben von einem Yanmar-»3TNV70«-Motor mit

9,2 kW Nettoleistung, erreicht die Maschine Grabkräfte

von 5,2 kN am Löffelstiel und 7,6 kN am Löffel

sowie eine maximale Grabtiefe von 1 800 mm. Der

große Arbeitsbereich und die Kompatibilität mit

verschiedenen Anbaugeräten machen den »SV10«

vielseitig einsetzbar.

Auf einfache

Bedienung ausgelegt

Die Bedienerfreundlichkeit stand nach Angaben

von Yanmar im Mittelpunkt der Entwicklung des

Minibaggers. Verbesserte Ergonomie, neu positionierte

Seitenhebel und intuitiv angeordnete Bedienelemente

sorgen für ein angenehmes und unkompliziertes

Arbeiten – auch für weniger erfahrene

Anwender. Gerade im Mietgeschäft ist dies ein entscheidender

Vorteil, da Maschinen schnell verstanden

und sicher bedient werden müssen – unabhängig

vom Erfahrungsniveau des Nutzers. Eine robuste

ROPS-Struktur erhöht zusätzlich die Sicherheit des

Fahrers, während das übersichtliche Maschinenlayout

einen sicheren und komfortablen Einsatz über

den gesamten Arbeitstag unterstützt. Die wartungsfreundliche

Konstruktion, u. a. durch eine aufklappbare

Motorhaube für schnellen Zugang zu zentralen

Komponenten, reduziert Servicezeiten und erhöht

die Einsatzdauer.

j

34

Juni 2026

GaLaBau


Der »360 G« unterstützt bei GAP Service

den effizienten Umschlag von Biomasse und

trägt so zur CO 2

-Reduktion im Betrieb bei.

»360 G« sorgt

für Sicherheit

und Effizienz im

Biomasseumschlag

SENNEBOGEN (2)

SENNEBOGEN – Effiziente

und sichere Prozesse sind

in der Biomasseverwertung

entscheidend. Unter

Mitwirkung von GAP und dem

italienischen Vertriebspartner

Cesaro Mac Import ist der neue

Teleskoplader »360 G« vom

Prototypen zur Serienreife entwickelt

worden. GAP ist Teil der

Piantoni Group, betreibt eine

Flotte von über 780 Maschinen

und ist spezialisiert auf Logistikund

Umschlagprozesse in

verschiedenen Branchen.

4,25

Meter

Die auf 4,25 m hochfahrbare

Kabine bietet einen

Rund umblick

auf den Arbeitsbereich.

GAP betreibt in Norditalien mehrere Anlagen

zur Biomasseverwertung, in denen organische

Reststoffe zu Energie aufbereitet werden. Hier

spielt die Maschinenleistung eine zentrale Rolle:

Jede Bewegung entscheidet über Energieeffizienz,

Durchsatz und CO₂-Bilanz. »Wir wollten eine Maschine,

die genau für diesen Prozess gebaut ist«, erklärt

Alberto Gallini, Leiter von GAP. »Der ›360 G‹

ist nicht nur stark, sondern auch sparsam, er unterstützt

direkt unsere Nachhaltigkeitsstrategie.«

In der Biomassehalle in Finale Emilia arbeitet

der »360 G« täglich bis zu 24 Stunden im Dreischichtbetrieb.

Er übernimmt das Be- und Entladen

von organischem Material, beschickt Förderlinien

und verdichtet Schüttgut in Containern. Dank seiner

Z-Kinematik kann er mühelos verdichtetes Material

aufnehmen. Durch die Geometrie der Ausleger

zusammen mit der Ladeschwinge erzielt der Teleskoplader

zudem eine bis zu 20 Prozent höhere Ladedichte

im Container. Das reduziert Transportfahrten,

Energieverbrauch und Emissionen, ein direkter Beitrag

zur CO₂-Reduktion in der gesamten Prozesskette.

»360 G« überzeugt im Handling

Die auf 4,25 m hochfahrbare Kabine bietet einen

Rundumblick auf den Arbeitsbereich, was besonders

beim Be- und Entladen oder Verdichten von

Biomasse ein wichtiger Faktor ist. Der robuste Auf-

bau sorgt auch unter Dauerlast für ruhige Bewegungen

und hohe Standsicherheit. Darüber hinaus lassen

sich unterschiedliche Anbaugeräte in kurzer

Zeit wechseln, was Stillstand reduziert. Die präzise

Steuerung ermöglicht exaktes Arbeiten und steigert

die Produktivität.

Der »360 G« läuft im Biomasseeinsatz nahezu

rund um die Uhr. »Der Teleskoplader reagiert schnell,

ist kraftvoll und extrem stabil, perfekt auf unsere Anforderungen

abgestimmt«, fasst Marcello Cannavacciuolo,

Supervisor bei GAP, zusammen.Auch im Vergleich

zu klassischen Radladern überzeugt der »360

G«. »Der Teleskopausleger, die hochfahrbare Kabine

und die Vielseitigkeit machen den Unterschied. Die

Stabilität ist hervorragend, und das Arbeiten fühlt

sich natürlich an«, so Cannavacciuolo.

Die Sennebogen-Schaufeln sind auf die

anspruchsvollen Einsatzbedingungen der

Recyclingindustrie ausgerichtet.

j

Jetzt vollverzinkt!

Die neuen MultiClean Schiebebesen

LANGLEBIG &

MULTIFUNKTIONAL

bema-multiclean.de

Film ab! Entdecke die vollverzinkten Schiebebesen

bema 11 MultiClean und bema 6 MultiClean.

GaLaBau Juni 2026 35


Durch seine breiten

Reifen verteilt der

»SMK 9036« das

Gewicht gleichmäßig

und hinterlässt keine

tiefen Fahrspuren.

ZEPPELIN (2)

Multitalent »SMK 9036«

ersetzt Lader und Lkw

auf der Baustelle

HERMANN PAUS (2)

HERMANN PAUS – Enge Zufahrten, empfindliche Flächen und ein straffer Zeitplan

gehören im Garten- und Landschaftsbau zum Alltag. Gleichzeitig müssen auf der Baustelle

unterschiedlichste Materialien bewegt werden vom Aushub über Sand und Splitt

bis hin zu Pflastersteinen. Für diese Einsatzzwecke hat sich der Paus-Senkmuldenkipper

»SMK 9036« bewährt. Was auf den ersten Blick wie ein kompakter Dumper wirkt, zeigt

sich im täglichen Einsatz als multifunktionale Arbeitsmaschine, die im GaLaBau gleich

mehrere Aufgaben übernimmt und dabei Lader und Lkw auf der Baustelle ersetzen kann.

Gut zu wissen

Paus lässt seine Dumper als

Flurförderzeuge zu, sodass sie

ohne Lkw-Führerschein betrieben

werden können. Ein Führerschein

der Klasse L genügt.

Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen

Muldenkippern liegt nach Angaben von

Paus in der »einzigartigen Muldenkinematik«.

Durch die hydraulisch absenkbare Mulde kann sich

der Senkmuldenkipper selbst befüllen. Damit lassen

sich Aushubmaterial aufnehmen sowie Sand, Splitt

oder Tragschichten transportieren und direkt vor

Ort abkippen. Das Material kann unmittelbar verteilt

und die Fläche planiert werden, was Arbeitsabläufe

deutlich beschleunigt und den Bedarf an weiteren

Maschinen reduziert.

Wendigkeit und Flexibilität

auf innerstädtischen Baustellen

Gerade auf engen Baustellen spielt der »SMK 9036«

seine Stärken aus. Dank seiner kompakten Abmessungen

und hohen Wendigkeit ist er auch dort einsetzbar,

wo größere Maschinen keinen Platz finden.

Ob schmale Zufahrten, Innenhöfe oder innerstädtische

Baustellen: Der Senkmuldenkipper bleibt flexibel

und effizient. Die geringe Transporthöhe, ermöglicht

durch den klappbaren ROPS-Überrollbügel, erleichtert

zusätzlich den Einsatz in Bereichen mit

niedrigen Durchfahrten oder beengten Platzverhältnissen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist

der bodenschonende Einsatz. Durch seine breiten

Reifen verteilt der »SMK 9036« das Gewicht gleichmäßig

und hinterlässt keine tiefen Fahrspuren. So

lassen sich Flurschäden vermeiden und zeitaufwen-

dige Nacharbeiten reduzieren. Gleichzeitig überzeuge

die Maschine durch ihre hohe Geländegängigkeit

und bleibt auch auf weichem oder un ebenem Untergrund

zuverlässig im Einsatz.

Multitalent leistet mehr

als nur Materialtransport

Über den klassischen Materialtransport hinaus zeigt

sich der Senkmuldenkipper als echtes Multitalent.

Neben dem Transport von Schüttgut übernimmt er

Planierarbeiten, transportiert Werkzeuge, Baustellenmaterial

oder Pflastersteine direkt an den gewünschten

Einsatzort und kann im Winterdienst

eingesetzt werden. Auch als Zugmaschine für Anhänger

bewährt sich der »SMK« im täglichen Baustellenbetrieb.

Wo früher Radlader und Lkw notwendig

waren, übernimmt heute der Senkmuldenkipper

mehrere Aufgaben in einem einzigen Arbeitsgerät.

Das bedeutet konkret weniger Maschinen, geringeren

Personalaufwand und eine deutlich höhere

Wirtschaftlichkeit – insbesondere auf

engen und anspruchsvollen Baustellen.j

Durch die hydraulisch absenkbare Mulde kann

sich der Senkmuldenkipper selbst befüllen.

36

Juni 2026

GaLaBau


Wachstum im

grünen Bereich

ZEPPELIN – Der GaLaBauer Gzimi aus Olching hat seine

bestehende Flotte erneuert und ausgebaut: 26 Maschinen sind Teil

der umfassenden Investition. Die kontinuierliche Modernisierung

und Erweiterung der Maschinenflotte ist seit Jahren fester

Bestandteil der Unternehmensstrategie – zuletzt wurde 2021 ein

großes Paket mit Zeppelin-Cat geschnürt. Auch diesmal stellt der

Betrieb die Weichen in Richtung Effizienz und wird mit den neuen

Baumaschinen künftig öffentliche und private Großprojekte in der

Metropolregion München bearbeiten. So will Gzimi schlagkräftig

und wettbewerbsfähig bleiben.

(v. l. n. r.) Oliver Hartmann, Thomas

Dobmann, Stefan Besendorfer, Gzim

Krasniqi und Fabian Schäfer.

Das Maschinenpaket, bestehend

aus einem Mikrobagger

»300.9«, einem Minibagger »301.7«,

sieben Minibaggern »301.8«, drei

Minibaggern »303 CR«, fünf Minibaggern

»305 CR«, fünf Minibaggern

»308 CR« sowie einem Kettenbagger

»315« und drei Radladern

»914«, schnürte Fabian Schäfer,

Verkaufsrepräsentant der Zeppelin-Niederlassung

München. »Wir

haben eine klare Vision und entwickeln

unseren Maschinenpark

laufend weiter, um langfristig

leistungsfähig zu bleiben. Dabei

wollen wir uns damit technisch

so aufstellen, dass wir wachsende

Anforderungen an Projektvolumen,

Termindruck und Nachhaltigkeit

zuverlässig bedienen

können«, erklärt Geschäftsführer

Gzim Krasniqi.

Der Fokus liegt bei dem GaLa-

Bauer auf großen und komplexen

Projekten, die bis ins Voralpenland

reichen. Dabei geht

es darum, möglichst alles aus einer

Hand anzubieten. Das spiegelt

sich in der maschinentechnischen

Ausstattung wider, die

auf Produktivität und Praxistauglichkeit

ausgerichtet ist. Bestandteil

sind deshalb abgestimmte

Löffelpakete mit Tief- und Grabenräumlöffel.

»Wir realisieren

viele großflächige Erdbewegungen

und müssen das Gelände

modellieren. Zudem gehört ein

›Power-Tilt‹ zur Grundausstattung,

womit wir die Gesamtleistung

jeder Kolonne erhöhen wollen«,

so Gzim Krasniqi, der auf

die Beweglichkeit und Präzision

des Tools im GaLaBau vertraut.

Durch den Schwenkwinkel lassen

sich Löffel oder andere Anbaugeräte

deutlich flexibler einsetzen,

sodass der Bagger seltener

umgesetzt werden muss. Das

spart Zeit, Kraftstoff und schont

den Untergrund. Außerdem soll

der »Power-Tilt« das Arbeiten in

engen Bereichen erleichtern und

bei vielen typischen Aufgaben

im GaLaBau unterstützen. Das

Unternehmen beschäftigt rund

hundert Mitarbeiter – 17 Kolonnen

sind im Einsatz und realisieren

täglich anspruchsvolle Projekte,

umfangreiche Erdarbeiten

und großflächige Landschaftsgestaltungen.

Auf sie wird die Maschinenflotte

aufgeteilt.

j

26

Maschinen

Der Galabauer Gzimi

investiert in insgesamt

26 Cat-Baumaschinen.

MIDLAND G18 PRO

Rauschfreie, kristallklare Sprachqualität.

Rauschfreie Teamkommunikation mit den

Midland G18 Pro Baustellen Kits

ZEPPELIN (2)

Stefan Besendorfer (l.) überreicht

Gzim Krasniqi symbolisch den Schlüssel.

GaLaBau Juni 2026 37

www.midland.de


Die vollelektrische Tandemwalze

»eARX 26-2« verdichtet lokal

emissionsfrei und geräuscharm.

sionsfreien Antrieb und einem besonders niedrigen

Geräuschpegel – sie sei rund 46 Prozent leiser

im Bedienbereich als vergleichbare Dieselmaschinen,

so Ohlraun – ist sie prädestiniert für innerstädtische

Baustellen und Wohngebiete. Mit

der von Ammann bekannten Steigfähigkeit von

30 und ohne Vibration von 35 Prozent sind auch

steile Einfahrten und Zugänge zu Tiefgaragen kein

Problem für die Tandemwalze. Durch den Elektroantrieb

bringt sie mit 2,6 t sogar mehr Betriebsgewicht

als die Verbrenner-Variante auf die Straße.

Die 1 200 mm breite Bandage, eine Vibrationsfrequenz

von 55 bis 66 Hz sowie eine Zentrifugalkraft

von 29 bis 41 kN sorgen für eine gleichmäßige und

effiziente Verdichtung. Der Akku (48 V / 31,5 kWh)

ermöglicht einen durchgehenden Einsatz von bis

zu acht Stunden, abhängig von Einsatzprofil und

Projektgröße.

Full-Liner-Konzept

für den Wegebau

AMMANN – Im modernen Wegebau setzt Ammann mit der Kombination aus

dem Minifertiger »ABG 1570« und der vollelektrischen Tandemwalze »eARX

26-2« ein Full-Liner-Konzept um, das sich ideal für Wege, Zufahrten oder

kleine Bereiche eignet. Erreicht werden soll mehr Effizienz, Qualität sowie

Nachhaltigkeit durch den maschinellen Einbau.

2,6

Tonnen

Die vollelektrische Tandemwalze

»eARX 26-2« bringt

ein Betriebsgewicht von

rund 2,6 t auf die Waage.

Mit dem Minifertiger »ABG 1570« und der vollelektrischen

Tandemwalze »eARX 26-2« stellt

Ammann ein Tandem aus zwei Maschinen für diffizile

Aufgaben, enge Baustellen oder Bereiche mit

vielen Hindernissen. »Genau in diesen Anwendungen

spielen der kleinste Fertiger im ABG-Portfolio

und die rein elektrisch betriebene Tandemwalze ihre

Stärken aus«, so Thilo Ohlraun, Vertriebsleiter

bei Ammann Deutschland.

Kleine Kraftpakete

Der »ABG 1570« ist nach Angaben von Ammann

der kompakteste Minifertiger auf dem Markt und

trotz seiner Kompaktheit vielseitig einsetzbar. Die

Einbaubreite von 0,95 m mit einer hydraulisch ausziehbaren

Bohle lässt sich bis auf 1,65 m erweitern.

Gleichzeitig erlaubt seine Leistungsfähigkeit von

bis zu rund 35 t Asphalt pro Stunde auch den wirtschaftlichen

Einsatz auf mittleren Baustellen. Optional

kann der Fertiger mit einer Vibrationseinheit

an der Bohle ausgestattet werden, die bereits beim

Einbau zur Vorverdichtung beiträgt und damit eine

gleichmäßige, langlebige Asphaltdecke unterstützt.

Die vollelektrische Tandemwalze »eARX 26-2«

übernimmt die Verdichtung. Mit ihrem lokal emis-

Optimale Zusammenarbeit

Besonders überzeugend sei das Zusammenspiel

beider Maschinen: Der »ABG 1570« bringt den Asphalt

präzise auch in engen oder verwinkelten Bereichen

auf, während die »eARX 26-2« dank knickgelenktem

Fahrgestell mit einstellbarem Bandagenversatz

und automatischer Vibrationskontrolle

(AVC) wendig folgt und selbst entlang von Bordsteinen

oder auf schmalen Wegen eine gleichmäßig

ebene Verdichtung sicherstellt.

»Gerade bei kleineren oder urbanen Projekten

bietet diese Kombination klare Vorteile. Wege, Radwege,

Zufahrten oder kleine Parkflächen lassen sich

effizient realisieren, ohne Anwohner durch Lärm

oder Abgase zu belasten«, erklärt Ohlraun. Doch vor

allem bringe der maschinelle Einbau eine gleichmäßige

Materialverteilung und die Bohle liefere durchgängig

hervorragende Einbauergebnisse und damit

verbunden eine gleichbleibend hohe sowie bessere

Qualität. »Die Risiken und eventuelle Nachbesserungen,

wie sie beim manuellen Einbau vorkommen,

gehören dank unseres Dream-Teams der Vergangenheit

an«, so Ohlrauns Fazit.

AMMANN (2)

Der Minifertiger »ABG 1570« hat Einbaubreiten von 0,95

bis 1,65 m. Er ist ebenso geeignet für schmale Wege wie

für kleinere Straßenabschnitte.

j

38

Juni 2026

GaLaBau


Maschinell pflastern statt per Hand

OPTIMAS – Um in einen Straßenkilometer Hochborde, Absenker und Rinnsteinen einzubauen,

müssen etwa 200 t Material in die Hand genommen werden – oder eben auch nicht, wenn Maschinen

von Optimas zum Einsatz kommen. Diese entlasten die Arbeiter dauerhaft von schwerer körperlicher

Arbeit. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Alles geht schneller und wirtschaftlicher vonstatten.

Insgesamt 1 000 m² Steine mit 10 cm Stärke ergeben

etwa 220 t Material. Diese Last beim Verlegen ist für

Gelenke, Muskeln, Sehnen und das Knochengerüst

enorm. Kaum ein Körper hält das über das ganze Berufsleben

aus. Dabei muss er das auch nicht. Denn

Vakuumtechnik und Pflasterverlegemaschinen

nehmen diese Belastung komplett ab. 100 kg Borde

können mit nur einer Hand und der Hilfe von Vakuumtechnik

bewegt oder 48 Steine im Verbund in

Sekunden mit Pflastergreifer oder Verlegemaschine

exakt verlegt werden. Weil diese Verlegetechnik den

Körper fast komplett entlastet, bleibt die Leistungsfähigkeit

über den Tag und die Woche gleich hoch.

Wirtschaftlicher bauen

Die körperliche Entlastung geht zudem mit einer

schnelleren Arbeitsweise einher. An einem Arbeitstag

1 000 m² Pflaster zu verlegen, ist keine Ausnahme.

Denn die Erstellung längerer Strecken im Wegebau

mit Vakuumtechnik ist leicht, ohne dass dafür

mehr Personal nötig ist. Über das Jahr gerechnet

heißt das, dass mehr Aufträge ausgeführt werden

können. Da sich der Mehraufwand für das Personal

in Grenzen hält, verringern sich laut Optimas

auch die Ausfallzeiten wegen Krankheit.

Höhere Qualität

Verlegemaschinen bauen dauerhaft präzise Steine

ein, was sich in einem sauberen Pflaster- und

Fugenbild widerspiegelt. Diese Qualität

ist zudem reproduzierbar –

jeden Tag von morgens bis

abends. Mit der Vakuumtechnik

lassen sich laut Optimas

selbst 120 kg schwere Betonborde

absolut exakt in bester

Verlegequalität einbauen.

Attraktiv für Mitarbeiter

In Zeiten des Fachkräftemangels

schauen potenzielle Mitarbeiter

heute sehr genau, was

ein Arbeitgeber zu bieten hat.

Wenn die Kandidaten erleben, wie vorteilhaft

die Firma mit Optimas-Geräten ausgerüstet

ist, hat der Betrieb mit Geräten für Muskelarbeit unter

Umständen das Nachsehen. Um für eine Vielzahl

an Aufgaben gerüstet zu sein, bietet Optimas drei

unterschiedliche Pflasterverlegemaschinen. Diese

sind unterschiedlich konzipiert und reichen von

Einsätzen bei gelegentlichen Pflasterungen bis hin

zur Höchstleistung. Ergänzend dazu ist ein Pflastergreifer

als Anbaugerät für Bagger erhältlich.

In der Vakuumtechnik umfasst das Portfolio

zehn Optimas-Maschinen und -Geräte inklusive solcher

mit Elektroantrieb oder integriertem Materialtransport.

Alle sind robust konstruiert, arbeiten

wirtschaftlich und lassen sich einfach bedienen.s

OPTIMAS

Die Pflasterverlegemaschine

»PaveJet-S24« bietet laut Optimas eine

mögliche Verlegeleistung von 1 000 m²

oder mehr am Tag.

Miethotline

0800 246 43 83

MIETE MICH

Baumaschinen und

Baugeräte mieten

beutlhauser.de/miete

GaLaBau Juni 2026 39


Die richtige Rüttelplatte

für Pflasterarbeiten

BAUMAGAZIN – Eine dauerhaft stabile Pflasterfläche beginnt mit der richtigen

Verdichtung. Ganz gleich ob nun eine Einfahrt, ein Gehweg oder eine Terrasse realisiert

wird: Ist die Tragschicht nicht ausreichend verdichtet oder kommt die falsche

Rüttelplatte zum Einsatz, drohen später Setzungen, lockere Steine oder Schäden an

der Oberfläche. Entsprechend wichtig ist die Wahl der passenden Maschine.

Bei der Verlegung von Pflastersteinen ist die Wahl

der richtigen Rüttelplatte ein entscheidender

Faktor – gleichzeitig hängt das Endergebnis von

der richtigen Handhabung ab.

ADOBE STOCK

läufer vor allem auf kleineren Flächen überzeugen,

bieten reversierbare Modelle mehr Leistung und

Komfort auf größeren Baustellen.

Die richtige Wahl treffen

Entscheidend für die Auswahl sind Gewicht, Arbeitsbreite

und Zentrifugalkraft. Für Pflasterarbeiten

gelten Maschinen zwischen etwa 130 und 200 kg

sowie rund 20 kN Verdichtungskraft als praxisgerechter

Standard. Leichtere Geräte eignen sich eher

für kleinere Garten- und Reparaturarbeiten, während

schwere Maschinen bei empfindlichen Belägen

schnell zu aggressiv arbeiten können. Besondere

Aufmerksamkeit verdient die Wahl der richtigen

Schutzmatte. Beim Abrütteln von Pflasterflächen

sollte grundsätzlich mit einer Gummimatte

gearbeitet werden. Sie verhindert Kratzer, Kantenabplatzungen

und Oberflächenschäden durch den

direkten Kontakt der Stahlplatte mit dem Belag. Gerade

bei Betonpflaster, beschichteten Steinen oder

Naturstein ist dies unverzichtbar. Wichtig ist zudem,

dass Matte und Maschine kompatibel sind, da viele

Hersteller eigene Systeme verwenden.

Unterschiede

Während kompakte Vorwärtsläufer

vor allem auf kleineren

Flächen überzeugen, bieten

reversierbare Modelle mehr

Leistung und Komfort auf

größeren Baustellen.

Für klassische Pflasterarbeiten kommen meist

handgeführte Vibrationsplatten zum Einsatz.

Sie verdichten Schotter, Splitt und Pflasterbettung

durch hohe Zentrifugalkräfte und sorgen dafür,

dass die Steine gleichmäßig in die Bettung eingebracht

werden. Moderne Geräte arbeiten dabei entweder

vorwärtslaufend oder reversierbar, also mit

Vor- und Rücklauf. Während kompakte Vorwärts-

Arbeitsabläufe einhalten

Auch die Bedienung beeinflusst das Ergebnis. Experten

empfehlen, die Fläche gleichmäßig und möglichst

von außen nach innen abzurütteln. Mehrere

Überfahrten sorgen für eine homogene Verdichtung.

Anschließend werden die Fugen erneut mit Material

verfüllt und eingekehrt. Bei großformatigen oder

besonders empfindlichen Platten können alternative

Systeme wie Rollenrüttler Vorteile bieten, da sie

die Schwingungen schonender übertragen. Neben

der Verdichtungsleistung gewinnt inzwischen auch

die Ergonomie an Bedeutung. Moderne Maschinen

verfügen über vibrationsgedämpfte Führungsbügel,

verbesserte Transportlösungen und zunehmend

emissionsarme Antriebe. Vor allem Akku-Rüttelplatten

werden für innerstädtische Baustellen und lärmsensible

Bereiche immer interessanter. Damit entwickelt

sich die klassische Verdichtungstechnik zunehmend

in Richtung effizienter, komfortabler und

nachhaltiger Baustellenprozesse.

d

STARK IN DER AUSWAHL.

PASSEND FÜR JEDEN EINSATZ.

www.robert-aebi.de

MEHR ALS MASCHINEN. ECHTE PARTNERSCHAFT.

VERTRIEB SERVICE VERMIETUNG ANBAUGERÄTE

GEBRAUCHT MASCHINEN

40

Juni 2026

GaLaBau


Neue Generation vorwärtslaufender

Rüttelplatten vorgestellt

AMMANN VERDICHTUNG – Eine neue Generation

vorwärtslaufender Rüttelplatten ergänzt das

Angebot der leichten Verdichter bei Ammann. Mit

den neuen Maschinen »APF 12/40-2« und »APF

12/50-2« zeigt das Unternehmen, dass etablierte

Verdichtungstechnik kontinuierlich optimiert und

den Bedürfnissen der Nutzer angepasst wird.

Das Herzstück der neuen Modelle ist der leistungsstärkere

»Honda GX160«. Mit 3,6 kW Motorleistung

sowie einem auf 3,1 l vergrößerten Tank

(zuvor 2 l) bieten die Maschinen mehr Reichweite

und eine um rund zehn Prozent höhere Arbeitsgeschwindigkeit.

Das entspricht einer deutlich gesteigerten

Flächenleistung: Die »APF 12/40-2« erreicht

bis zu 528 m²/h, »die APF 12/50-2« sogar 660 m²/h.

Auch die Grundplatte wurde überarbeitet. Sie ist

nun noch verschleißfester und selbstreinigend ausgeführt.

Der wartungsfreie Erreger reduziert Stillstandzeiten

und senkt langfristig die Servicekosten.

Mit Hand-Arm-Vibrationswerten unter 2,5 m/s²

verbessert Ammann zudem die Arbeitssicherheit

und steigert gleichzeitig die Produktivität. Der ergonomische,

klappbare Führungsgriff erleichtert

Transport und Lagerung, während der zentrale Hebehaken

ein sicheres Handling ermöglicht. Ein serienmäßiger

Betriebsstundenzähler unterstützt die

Planung von Wartungsintervallen und Einsatzzeiten.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Das Betriebsgewicht der neuen Zweier-Modelle liegt

bei rund 82 kg (»APF 12/40-2«) bzw. 86 kg (»APF 12/

AMMANN VERDICHTUNG

Bei den neuen vorwärtslaufenden Rüttelplatten wurde die Haube reduziert,

aber Motor und Erreger bleiben durch den stabilen Rahmen geschützt.

50-2«) mit Arbeitsbreiten von 400 bzw. 500 mm. Die

bekannte Steigfähigkeit von 30 Prozent bleibt erhalten.

Integrierte Transporträder sorgen für zusätzliche

Mobilität auf der Baustelle. Die vorwärtslaufenden

Vibrationsplatten sind vielseitige Arbeitsgeräte

für den Garten- und Landschaftsbau sowie

für Anwendungen im Graben- und Rohrleitungsbau.

Während die »APF 12/50-2« für größere Flächen ausgelegt

ist, spielt die »APF 12/40-2« ihre Stärken besonders

in engen Arbeitsbereichen aus. Optionales

Zubehör wie eine werkzeuglos montierbare Pflastermatte

oder ein 12-l-Wassertank erweitert das Einsatzspektrum

für Pflaster- und Asphaltarbeiten.j

82

Kilogramm

Die »APF 12/40-2« bringt

ein Betriebsgewicht von

82 kg auf die Waage.

Dritte

Generation

Neu!

Tiltrotator Technologie

VOM FEINSTEN!

Die Tiltrotatoren der dritten Generation von Steelwrist bringen die Effizienz von Baggern

auf ein neues Niveau. Die beste Neigungsgeometrie ihrer Klasse, LockSense – eine neue

patentierte Sicherheitslösung für die Arbeitswerkzeugverriegelung und OptiLube – ein integriertes

Schmiersystem – sind nur einige der technischen Entwicklungen der leistungsstarken

Steelwrist-Tiltrotatoren der dritten Generation.

XTR10

Schmierfreie, dreifach abgedichtete Lager

XTR2

rgen Dietrich +43 (660) 4463493

rgen Dietrich +43 (660) 4463493

XTR15

XTR20

XTR23

Modularer Aufbau für Upgrade auf SQ/Open-S (OS ® )

Absolute Neigungs- und Rotationssensoren serienmäßig

Optionaler abgewinkelter Dreifingergreifer

Member

of Open-S

Alliance

Steelwrist Deutschland GmbH

www.steelwrist.com

GaLaBau Juni 2026 41


Training für Peter Gross Bau

im Coreum

Von der Theorie zur Praxis

sind es nur ein paar Schritte:

Direkt vor Ort können die

Teilnehmer das umsetzen, was

vermittelt wurde.

COREUM (2)

COREUM – Auf der Baustelle geht es nicht nur darum, die Technik zu beherrschen,

sondern auch um Sicherheit, gesetzliche Rahmenbedingungen, Kommunikation und

um die Menschen, die die Maschine bedienen. Deshalb bietet die Coreum Akademie

ein einzigartiges, integriertes Trainingskonzept an: In Theorie und Praxis lernen die

Teilnehmenden, Maschinen sicher zu bedienen und zu warten, Abläufe abzustimmen

und in Stresssituationen klar zu kommunizieren. Das begeisterte auch die rund

80 Mitarbeitenden von Peter Gross Bau, die in den vergangenen Monaten ein individuell

abgestimmtes, umfassendes Training besuchten.

nahes Training der Coreum Akademie, das Maschinentechnik,

Arbeitssicherheit und Kommunikation

gezielt miteinander verbindet. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal

der Coreum Akademie, dass bei

Schulungen für Baufachkräfte neben den technischen

und fachlichen Inhalten auch Aspekte wie

Stressbewältigung, Teamabstimmung und klare

Kommunikation auf dem Plan stehen.

»Das Training war

sehr informativ und

verständlich erklärt. Es

vermittelt viel neues

Wissen und zeigt

praxisnah, wie wichtig

Sicherheit und Effizienz

auf der Baustelle sind.«

Christoph Klemm,

Baugeräteführer bei Peter Gross Bau

Acht Termine, Kleingruppen zu je zehn Personen,

unterschiedliche Erfahrungsstufen: Das

für Peter Gross Bau ausgearbeitete Training bot

ein Lernumfeld, das gezielt auf individuelle Wissensstände

einging. Dabei wurden theoretische

Grundlagen mit intensiven Praxiseinheiten kombiniert:

Die Inhalte des Trainings reichten von

rechtlichen Aspekten der Maschinen- und Ladungssicherung

über Themen wie Wartung, Schadensvermeidung

und effizientes Fahren bis hin zu

praktischen Übungen – ganz realitätsnah in den

Aktionsflächen. Denn um neues Wissen direkt anzuwenden

und so zu verankern, bietet das Coreum

in Stockstadt mit seinen über 100 Maschinen

und Fahrzeugen und mehr als 500 Anbaugeräten,

top ausgestatteten Schulungsräumen sowie Indoor-

und Outdoor-Trainingsbaustellen ein ideales

Umfeld.

Sicherheit, Technik und Kommunikation

Gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Peter

Gross Bau wurden die Inhalte individuell an die

Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Grundlage

hierfür war das »Training hoch 3«, ein praxis-

Technische und menschliche Faktoren wichtig

Die Idee zu diesem Ansatz entstand aus einer einfachen

Beobachtung: Werden Unfälle auf Baustellen

analysiert, stellt sich fast immer heraus, dass

sowohl technische als auch menschliche Faktoren

eine Rolle gespielt haben. Selten ist ein Unfall

rein technisch bedingt – oft spielen Stress, Missverständnisse,

Zeitdruck oder fehlende Kommunikation

eine entscheidende Rolle. Umgekehrt

führen auch die besten Kommunikationsfähigkeiten

nicht zu Sicherheit, wenn das technische

Grundverständnis fehlt. »Auf modernen Baustellen

arbeiten Menschen mit unterschiedlichen

Hintergründen zusammen. Sie müssen Maschinen

bedienen, Prozesse koordinieren und gemeinsam

Lösungen finden. Genau hier setzen

wir mit ›Training hoch 3‹ an: Wir wollen unsere

Teilnehmenden stärken, dass sie Verantwortung

übernehmen, klar kommunizieren und Technik

wie Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen

verstehen – damit Sicherheit und Effizienz auch

unter Zeitdruck und in ungeplanten Situationen

gewährleistet sind«, erklärt Merle-Johann Brück,

Head of Coreum Akademie.

d

42

Juni 2026

GaLaBau


Erleben Sie, was

der Rotatorlöffel

leisten kann.

Jetzt

5 Tage

kostenfrei

testen!

Hier anmelden

& testen!

GaLaBau Juni 2026 43


NETTELBECK GMBH

Beim Team Nettelbeck stehen kurze Wege

zwischen Handel und Anwender im Fokus.

Vom Fachhandel direkt auf die Baustelle

E/D/E – In der Baupraxis kommt es auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und

Kompetenz an: Maschinen, Werkzeuge und technische Komponenten müssen

funktionieren, und zwar genau dann, wenn sie gebraucht werden. Für viele

Bauunternehmen, GaLaBau-Betriebe oder kommunale Dienstleister ist deshalb der

Fachhandel Versorgungspartner und Problemlöser zugleich. Ein Beispiel dafür liefert

die mittelständisch geprägte Nettelbeck GmbH aus Wuppertal. Das Unternehmen hat

sich über Jahrzehnte vom klassischen Werkzeughandel zu einem praxisorientierten

Systemlieferanten entwickelt mit dem klaren Ziel des direkten Wegs vom Fachhandel

zum Anwender auf der Baustelle.

Versorgung

Ein regional greifbarer Fachhandel

ermöglicht eine zuverlässige

Versorgungskette für die

Bauunternehmen und

Handwerksbetriebe.

Der Alltag auf Baustellen ist geprägt von Zeitdruck,

Materialbedarf und technischen Herausforderungen.

Geräte fallen aus, Verschleißteile

müssen ersetzt und Spezialwerkzeuge kurzfristig

geliefert werden. Genau an dieser Stelle setzt die

Strategie der Nettelbeck GmbH mit kurzen Wegen

zwischen Handel und Anwender an. Insbesondere

bei handgeführten Baugeräten, Werkzeugen oder

Verdichtungstechnik entscheidet diese Nähe häufig

über den reibungslosen Ablauf eines Projekts.

Sowohl klassische Bauunternehmen als auch

Industrie- und Kommunalbetriebe sollen sich auf

die schnelle Beschaffung von Werkzeugen und Baugeräten,

eine praxisorientierte Beratung durch

Fachpersonal, Serviceleistungen wie Wartung, Reparatur

oder Ersatzteilversorgung sowie Lösungen

für unterschiedliche Gewerke verlassen können.

Fachhandel im Verbund: Stärke durch Netzwerk

Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein leistungsfähiges

Netzwerk im Hintergrund. Die Nettelbeck

GmbH ist Teil des Händlerverbundes Einkaufsbüro

Deutscher Eisenhändler GmbH (E/D/E).

Der Verbund ist nach eigener Angabe die größte

Einkaufs- und Marketingorganisation des Produktionsverbindungshandels

in Europa und bündelt

die Interessen zahlreicher Fachhändler aus den

Bereichen Werkzeuge, Maschinen und Industriebedarf.

Dadurch entstehen Vorteile, die auch beim

Anwender ankommen und Mehrwerte schaffen,

wie leistungsfähige Beschaffungsstrukturen, den

Zugriff auf ein breites Lieferantenportfolio, eine

moderne Logistik und digitale Services in Verbindung

mit Marketing- und Schulungsangeboten für

Händler.

Für den Fachhandel bedeutet das: regional bleiben,

aber global agieren können. Für Bauunternehmen

und Handwerksbetriebe entsteht daraus eine

zuverlässige Versorgungskette – von der Industrie

über den Fachhandel bis zum Einsatzort. Gerade

in Zeiten schwankungsanfälliger Lieferketten zeigt

sich die Bedeutung des mittelständischen Fachhandels.

Persönliche Beratung, technisches Know-how

und kurzfristige Verfügbarkeit bleiben zentrale

Faktoren für Bau- und Handwerksbetriebe.

s

BOSCH BETON KOMMT

NACH DEUTSCHLAND!

Bosch Beton baut seine Präsenz in

Deutschland weiter aus und investiert

in einen modernen Produktionsstandort in

Münsingen (Baden Württemberg).

Für noch kürzere Wege, mehr Kapazität und

regionale Nähe zu unseren Kunden.

44

BUILDING A

SOLID Juni 2026 FUTURE

Haben Sie weitere Fragen?

Tel: +49 (0)2821-9783740 E-mail: info@boschbeton.de

Mehr Erfahren?

GaLaBau


SONDER

THEMA

STEELWRIST

ANBAUGERÄTE


Schnellwechsler, Tiltrotatoren und Anbaugeräte

sorgen für Flexibilität, Schnelligkeit

und Präzision am Bagger.

CATERPILLAR

Schnellwechsler,

Tiltrotatoren und Anbaugeräte

– die wahren »Gamechanger«

VON

DAN WINDHORST

BAUMAGAZIN – Keine technische Spielerei, sondern knallharte

Wirtschaftlichkeit: Der moderne Hydraulikbagger hat sich in den vergangenen

Jahrzehnten zum brachialen Multi-Tool-Carrier entwickelt

– eine Maschine, die auf Effizienz, Vielseitigkeit und Produktivität

getrimmt wurde und heute so wirkt, als habe man sie mit Steroiden

vollgepumpt. Im nachfolgenden Sonderthema »Anbaugeräte« stellt

das bauMAGAZIN die aktuellen Lösungen des Markts vor. Doch bevor

wir damit beginnen, werfen wir in diesem Beitrag einen Blick darauf,

wie diese bemerkenswerte Maschinenrevolution begonnen hat – und

welche Erfindungen zu den wahren Meilensteinen zählen.

Die Baumaschine ist längst kein starres Werkzeug

mehr – sie hat sich zu einer vielschichtigen

Plattform weiterentwickelt, die für hohe

Flexibilität, Zeitersparnis und präzises Arbeiten

steht. Was heute aber als selbstverständlicher Bestandteil

effizienter Baustellen gilt, begann vergleichsweise

unspektakulär: In den 1960er- und

1970er-Jahren betraten die ersten mechanischen

Schnellwechslersysteme die Bühne. Konzipiert

wurden sie, um Stillstandszeiten beim Werkzeugwechsel

zu reduzieren und um die Produktivität

ihrer Hydraulikbagger massiv zu steigern. Was

anfänglich als technischer »Humbug« belächelt

wurde, entwickelte sich zu einem rasant wachsenden

Maschinensegment. Und spätestens mit

der Einführung hydraulischer Schnellwechsler

rannte man den Herstellern sprichwörtlich die

Türen ein. Plötzlich war der Kettenbagger universales

Trägergerät – ein Alleskönner, der das

Werkzeug in Sekunden wechselt und damit verschiedenste

Aufgaben auf der Baustelle erledigen

konnte.

Mit »Tilt« kam endlich Bewegung ins Spiel

Die Liste der Pioniere für Schnellwechsler, Tiltrotatoren

und Anbaugeräte ist lang – insbesondere deshalb,

weil die Branche seit Jahrzehnten vor Erfindergeist

strotzt und die Technik bis heute beständig

weiterentwickelt. Die Geschichte der Tiltrotatoren

Vielfalt am Bau: Mit Lösungen wie

etwa der »P-Line« bietet der Markt

umfangreiche Wahlmöglichkeiten.

KIESEL

46

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


ist unweigerlich mit Skandinavien verknüpft: In

den 1980er-Jahren liefen die ersten Tiltrotatoren

serienmäßig vom Band. Ab den 1990ern gelang es

den Skandinaviern, das Tilt-Konzept über die eigenen

Landesgrenzen hinweg zu kommerzialisieren.

Wenig später wurde das System modular aufgebaut:

Man brachte Tiltrotatoren mit integrierten

Schnellwechselsystemen in Verbindung. Die Krönung

des Ganzen war sicherlich das Verschmelzen

von vollhydraulischem Schnellwechsler und Tiltrotator

– die Integration von Hydraulikanschlüssen

wurde automatisiert.

Schnell gewechselt: Eine wahre Innovation

Zu den wohl wichtigsten Meilensteinen darf sicherlich

die Standardisierung von mechanischen

Schnellwechslern zählen. Hinzu kam die »Kabinenbedienung«

durch das Aufkommen hydraulischer

Schnellwechsler. Die Folge waren eine enorme Zeitersparnis

und eine deutliche Steigerung der Sicherheit.

Der Maschinist musste plötzlich nicht mehr

die Fahrerkabine für den Wechselvorgang verlassen

– überdies wurde die Hydraulikverriegelung

von zahlreichen Herstellern integriert. Ein weiterer

wichtiger Schritt war letztlich die Entwicklung

vollhydraulischer Systeme. Die Schlüsselentwicklung

hierbei ist das automatische Kuppeln von Hydraulikleitungen,

Elektrik und Zentralschmierung.

Auf diese Weise konnte eine massive Produktivitätssteigerung

erzielt werden, was letztlich einen

der wohl größten Evolutionssprünge in diesem Segment

bedeutet. Ein weiterer spannender Gedanke

war die Integration: Verschiedene Hersteller haben

ihre Schnellwechsler als Bestandteil eines Gesamtsystems

begriffen – auf diese Weise wurden Tiltrotator,

Steuerung und Software miteinander verknüpft.

Oder anders gesagt: Hier entstand letztlich ein komplettes

»Ökosystem«, bei dem Mechanik mit Elektronik

verschmilzt. Was alle Hersteller vereint, waren,

besonders seit 2015, die Einführung von doppelt

verriegelten Systemen, die Entwicklung von

Sensorüberwachung und die Nutzung visueller

bzw. akustischer Warnsysteme, um das Herabfallen

von Anbaugeräten und damit schwere Unfälle

zu vermeiden. Die skandinavischen Hersteller

setzten überdies auf symmetrische Schnellwechsler:

Die Aufnahme von Werkzeugen gelingt damit

vorwärts wie rückwärts identisch, was das Arbeiten

am Bagger vereinfachen und schneller machen

soll. Interessant ist überdies die Entwicklung besonders

kompakter Bauweisen: Hierbei setzt man

mitunter auf geringe Bauhöhen und eine höhere

Kraftübertragung, damit weniger Leistungsverlust

am Bagger vorhanden ist – gerade für kleinere Maschinenklassen

kann das erhebliche Vorteile mit

sich bringen. Mittlerweile sind im Übrigen auch

viele Schnellwechsler ab Werk integriert. Durch

diese OEM-Integration ist weniger Nachrüstung

notwendig – außerdem erhöht das die generelle

Systemkompatibilität.

Anbaugeräte so weit das Auge reicht

Ist die Rede von Anbaugeräten, würde die Auflistung

von Herstellern jeden redaktionellen Rahmen

maßlos sprengen – es gibt schlichtweg Hunderte

Produzenten, die von globalen OEMs bis zu

regionalen Spezialisten reichen. Hier lässt sich

festhalten, dass der Markt für Anbaugeräte um ein

Vielfaches breiter ist als etwa der für Schnellwechsler

oder Tiltrotatoren. Ähnlich verhält es sich mit

den einzelnen Segmenten. Allein im Bereich der

Löffel-Hersteller treffen wir auf Tief-, Graben-, Fels-,

Seitenkipp- und Planierlöffel sowie auf

Hochkipp- und Mehrzweckschaufeln. In

der klassischen Erdbewegung waren und

sind diese Löffel unverzichtbar und haben

sich gerade mit Blick auf Robustheit, geringen Wartungsaufwand

und Variantenvielfalt extrem weiterentwickelt.

Im Abbruch wiederum stehen Hydraulikhämmer,

Abbruchscheren, Pulverisierer, Betonbeißer

und Sortiergreifer im Mittelpunkt. Die Devise

hier: Langlebigkeit und Durchhaltevermögen.

Im Abbruch müssen die Anbaugeräte schlichtweg

alles ertragen – die Anforderungen an das Material

sind gewaltig, weshalb sich die Hersteller gerade bei

den Hämmern, Scheren und Pulverisierer auf jahrelange

Entwicklungsarbeit einstellen mussten, damit

die kostenintensiven Geräte über Jahre hinweg

RÄDLINGER

Abbruch

Gerade im Abbruch

sind leistungsstarke

Anbaugeräte

unverzichtbar.

Vor allem im Abbruchsegment

profitieren Maschinisten

vom schnellen Wechsel

verschiedener Anbaugeräte.

FlipScreen, der beste Sieblöffel im Markt – schneller Siebwechsel, Bürstenkit, für alle Trägergeräte

Save the Date –

besuchen Sie uns vom

15.– 18.09.2026 an

der GaLaBau in Nürnberg

(Halle 7A, Stand 301)

Terrasystems AG | Wengistrasse 35 | 3257 Grossaffoltern | info@terrasystems.ch | Telefon +41 31 724 33 44 | www.terrasystems.ch

Inserat_TSAG_Handel_bauMAGAZIN_185x65mm_GaLaBau_2026.indd 1 14.05.26 14:43

Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 47


Schnell und sicher gewechselt: Das

Anbaugerät von der Kabine aus wechseln,

während das Sicherungssystem das

Risiko von Unfällen verringert.

MB CRUSHER

LEHNHOFF

funktionieren, ohne an Produktivität oder Zuverlässigkeit

einzubüßen. Und auch im Materialhandling

treffen wir auf zahllose Greifer und Gabeln: Mehrschalengreifer,

Palettengabeln sowie Sortier- und

Rohrgreifer wurden über die Jahrzehnte hinweg individuell

an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst

– abhängig etwa davon, welche Materialarten

verarbeitet werden. Was innerhalb der Branche eine

wichtige Entwicklung darstellt, war im Übrigen

das Aufkommen von Sieb-, Brech- und Aufbereitungstechnik

und damit die »Vor-Ort-Veredelung«

von Material. Mittels Sieb- und Brecherlöffeln

sowie Schaufelseparatoren und Mischlöffeln können

Erde, Schutt und Kies heutzutage weit effizienter

und flexibler weiterverarbeitet werden

– und das direkt auf der Baustelle. In

vielen Bereichen kann deshalb auf stationäre

und damit weit unflexiblere sowie

kostspieligere Anlagen verzichtet werden.

Ein weiteres spannendes Segment

sind Anbaugeräte für den Forst- und Kommunalbereich:

Hier stehen vor allem Mulcher,

Forstfräsen, Astscheren und Roderechen im Mittelpunkt.

Hinzu kommen Anbaugeräte für Kommunalfahrzeuge,

darunter Pflüge und Fräsen für den Winterdienst

sowie Kehrmaschinen, Sauger und Hochdruckreiniger

für die Straßenpflege. Ein Sektor, der

innerhalb der Baubranche auf viele Anbaugeräte

setzt, ist im Übrigen der Straßen- und Tiefbau: Hier

geht es um Millimeterarbeit und darum, nahezu perfekte

Einbauergebnisse zu erzielen. Das beginnt bei

Asphaltfräsen, geht über Verdichterplatten bis hin

zu Kabelpflügen und Grabenfräsen. Für den Spezialtiefbau

kommen dann noch Erdbohrer, Pfahlbohrgeräte

sowie Vibrationswerkzeuge und ganze Bohrantriebe

zum Einsatz.

Hohe Präzision ist beim

Abbruch ebenso gefragt wie

effizientes und schnelles

Arbeiten mit der Maschine.

MB S.P.A

Wir sind ein Tilt- und Schnellwechslerland

Der absolute Vordenker war Skandinavien: Im

hohen Norden von Europa hat man die Vorzüge

von Schnellwechslern, Tiltrotatoren und spezialisierten

Anbaugeräten erstaunlich früh erkannt.

Und zur Wahrheit gehört auch, dass gerade die

skandinavischen Hersteller unverzichtbare Innovationen

auf den Weg gebracht haben. Der deutsche

Markt zählt heute ebenfalls zu den starken

Verfechtern dieser Technologien und hat bemerkenswerte

Innovationen hervorgebracht. Hierzulande

hat sich der Bagger als multifunktionaler

Geräteträger fest etabliert. Zentrale Gründe dafür

sind u. a. die hohe Technologiedichte im Bauwesen,

ein ausgeprägtes Bewusstsein für möglichst

hohe Effizienz sowie strenge Anforderungen an

Arbeitssicherheit. Ein Bagger mit hydraulischem

Schnellwechselsystem samt automatischer Verriegelung

und integrierter Sensorik ist hier längst

Stand der Technik. Gleichzeitig wächst die Nachfrage

nach vollhydraulischen Lösungen, die nicht

nur mechanisch kuppeln, sondern auch Hydraulik-

und Elektroleitungen automatisch verbinden.

Die Verbreitung solcher Systeme fällt anderswo

aber deutlich geringer aus – beispielsweise in den

USA. Dort gilt bis heute die eiserne Devise: »Wenn

ich einen anderen Löffel brauche, kaufe ich mir

auch gleich den passenden Bagger dazu.« Grundsätzlich

lässt sich festhalten: In den USA dominieren

nach wie vor einfache Kupplungssysteme

und ein starker maschinenzentrierter Ansatz. Das

lässt sich sicherlich in Teilen auf andere Baustellenstrukturen,

eine geringere Standardisierung

bei Anbaugeräten sowie historisch gewachsene

Arbeitsprozesse zurückführen. Allerdings, und

das bekommt das bauMAGAZIN in den vergangenen

Jahren immer häufiger von den Herstellern

und Händlern zu hören, wächst auch in Nordamerika

das Interesse. Abschließend lässt sich eines

festhalten: Die Evolution von starrer Geradlinigkeit

hin zu individueller Flexibilität ist gerade in

Europa ein treibender Faktor dafür, warum Baumaschinen

hierzulande derart effizient arbeiten.

Und genau das ist auch der Hauptgrund für die

Nutzung von Schnellwechslern, Tiltrotatoren und

spezialisierten Anbaugeräten: Ein 20 t schwerer

Bagger, der innerhalb weniger Sekunden vom

Grabenlöffel auf einen Hydraulikhammer oder

Greifer wechseln kann, ersetzt gleich mehrere

Maschinen – die Rüstzeiten reduzieren sich, ebenso

wie die Personal-, Energie- und Anschaffungskosten

mitunter erheblich. Und gerade Tiltrotatoren

ermöglichen höchst feinfühliges Arbeiten in

komplexen Situationen, etwa im innerstädtischen

Tiefbau. Vor diesem Hintergrund wird abschließend

deutlich: Schnellwechsler, Tiltrotatoren und

Anbaugeräte sind längst mehr als nur Zubehör. Sie

erweisen sich als Schlüsseltechnologien für eine

moderne, produktive und sichere Baustelle – und

das Potenzial dieser Systeme ist noch lange nicht

ausgeschöpft.

d

48

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


oilquick.de

Cat-Mehrschalengreifer wie

der neue« GSV425« sind

für 20 bis 40 t schwere

Umschlagbagger und

14 bis 31 t schwere

Kettenbagger

entwickelt

worden.

CATERPILLAR

IM

KLEINSTEN

BAGGER

STECKT

EIN HELD

Schneller zupacken

mit neuem Greifer-Duo

≤ 45°

360°

ZEPPELIN-CATERPILLAR – Auf der ConExpo in Las Vegas stellte

Caterpillar nicht nur neue Baumaschinen-Technologien wie den

KI-Assistenten vor, sondern bot auch neuen Anbaugeräten eine

Bühne. Im Fokus standen die Cat-Mehrschalengreifer »GSV420«

und »GSV425« in zwei verfügbaren Größen für 20 bis 40 t schwere

Umschlagbagger und 14 bis 31 t schwere Kettenbagger.

Die neuen Greifer bieten schnellere

Zykluszeiten und höhere

Kapazitäten als frühere Modelle –

Kunden können so mehr Material

pro Tag bewegen und die Produktivität

steigern, nicht zuletzt,

weil ihr Gewicht reduziert wurde.

Verbessert wurde außerdem

die Krümmung der Zinken. Damit

erhöhte sich der Füllfaktor

des Greifers nach Angaben von

Cat von 140 auf 200 Prozent. Die

neuen halboffenen Zinken sind

für das Handling von großteiligem

und zerkleinertem Schrott

optimiert, um Stahlträger, Rohre

und Profile zu greifen. Ebenso

wurde die Durchfluss-Kapazität

beim Hydrauliköl verbessert.

Fokus auf Langlebigkeit

Gegossene Bauteile ersetzen

Schweißnähte, was die Haltbarkeit

erhöht. Leichte, kraftverteilende

Gussteile verlängern die Lebensdauer.

Abriebfeste Anschläge

verhindern ein Überstrecken

der Zylinder und reduzieren Verschleiß

an den Gelenkpunkten.

Austauschbare Guss-Zinkenspitzen

und hochfester Stahl an Innenzinken

sowie Spitzen tragen

zur Langlebigkeit bei. Kunden

profitieren von deutlich längeren

Einsatzzeiten bis zum ersten Serviceintervall.

Leichter zugängliche

Hydraulik-Komponenten

und verbesserte Leitungsführung

reduzieren Schlauchspannung

und Materialkontakt.

Produktivität

Durch die verbesserte Krümmung

der Zinken erhöhte sich

der Füllfaktor des Greifers von

140 auf 200 Prozent.

j

HIER

MEHR ERFAHREN

BE BETTER

Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 49

≤ 45°

WER SAGT,

DASS HELDEN

GROSS SEIN MÜSSEN?

WIR SEHEN UNS:

Mit unseren vollhydraulischen Mini-Tiltrotatoren

machst du deinen Bagger zum Hero

jeder GaLa-Baustelle und arbeitest schneller,

günstiger, gesünder und ökologischer.

IMPROVE

YOUR MACHINE


Effizienz am Bagger

sichtbar machen

DAN WINDHORST (3)

Die Mobilbagger nebst Steelwrist-Tiltrotatoren

und Anbaugeräten standen kaum still

und wurden ausgiebig von den Besuchern

der Demo Days getestet.

STEELWRIST – Im Rahmen der Demo Days, die kürzlich von Develon in der Nähe von Prag

veranstaltet wurden (das bauMAGAZIN berichtet darüber in dieser Ausgabe ab Seite 18),

trafen die Teilnehmer nicht nur auf zahlreiche neue Baumaschinen, denn mit Steelwrist war

auch ein hochkarätiger Gerätespezialist vor Ort. Als Entwickler und Hersteller von Tiltrotatoren,

Schnellwechslern und Arbeitsgeräten hat Steelwrist die Gelegenheit genutzt, um neue

Lösungen vorzustellen, die für deutliche Effizienzsteigerung am Bagger stehen. Was auffiel:

»Die Tester waren kaum mehr aus den Maschinen zu bekommen.«

VON

DAN WINDHORST

»Die Demo Days haben viel

Zeit und Raum für intensive

technische Gespräche mit

Endkunden und Händlern

geboten.«

Joachim Schier,

Geschäftsführer der Steelwrist

Deutschland GmbH

Das bauMAGAZIN kennt die Lösungen

von Steelwrist seit vielen Jahren und

hat die Geräte bereits in zahlreichen Einsätzen

erlebt – sowohl die Tiltrotatoren als

auch Schnellwechsler wurden mehrfach

von der Redaktion unter die Lupe genommen.

Und das Fazit lautet auch heute noch:

Da trifft schwedischer Erfindergeist auf

wirklich ungetrübtes Praxiswissen. Denn

zur Wahrheit gehört, dass Steelwrist insbesondere

bei der Erprobung neuer Systeme

geschickt auf die Nähe zum Anwender setzt

und gleichzeitig auf zu großspurige Werbefloskeln

verzichtet. Joachim Schier, Geschäftsführer

der Steelwrist Deutschland

GmbH, brachte es gegenüber dem bau-

MAGAZIN in Tschechien auf den Punkt:

»Ein erfahrener Maschinist will keine schicke

Broschüre lesen, er muss die Systeme

selbst vor Ort testen.« Und genau das haben

die Demo-Days-Teilnehmer offensichtlich

sehr ausgiebig getan: »Teilweise

haben wir die Tester kaum mehr aus den

Maschinen wieder rausbekommen.«

Eine Vielzahl an Lösungen

Vor Ort war Steelwrist mit einer ganzen

Wagenladung an Systemen, darunter

beispielsweise ein Tiltrotator des Typs

»XTR20 SQ60/SQ60«, der, ausgestattet mit

einer Greifzange und dem vollproportionalen

Steuersystem »Quantum«, am Develon-Mobilbagger

»DX165« getestet werden

konnte. Zur Verfügung standen außerdem

Grabenräumlöffel, Palettengabeln

und Kabellöffel, die am Markt vor

allem aufgrund ihrer robusten Bauweise

und Zuverlässigkeit bekannt sind. Mit

von der Partie waren überdies der vollhydraulische

Schnellwechsler »SQ60« an einem

Kettenbagger des Typs »DX140«. Ausgestattet

wurde diese Maschine mit einem

TILTROTATOR

»X26 S70/S70« von Steelwrist

Maschinengewichtsklasse (t) 18 bis 26

Eigengewicht (kg) 570

Abmessungen (mm) L x B 827 x 690

Maximaler Schwenkwinkel (°) 45

Ölmenge (l/min) 100 bis 120

Arbeitsdruck (bar) 210

50

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


Eine vielbeachtete Kombination:

der »XTR20«-Tiltrotator in Verbindung

mit einem Planierlöffel von Steelwrist.

Abbruchhammer von Develon. Und diese

Kombination hat durchaus großes Interesse

geweckt: Diskutiert wurde unter den

Demo-Days-Teilnehmern beispielsweise,

dass sie den Einsatz von Schnellwechslern

(auch und gerade im Abbruch) nicht

mehr missen möchten. Der Grund hierfür:

Auf der Baustelle muss relativ häufig spontan

reagiert und das Equipment angepasst

werden. Wer hier großen Aufwand beim

Gerätewechsel treibt, verliert neben kostbarer

Zeit auch bares Geld.

Präzises Grabenräumen ermöglicht

Ein Highlight war die Kombination aus dem

Tiltrotator »X26 S70/S70« und einem Grabenräumlöffel

– installiert am autonom arbeitenden

Hydraulikbagger »DX230«. Die

Maschine wurde mit dem »Real X«-System

ausgestattet, einer neuen autonomen Lösung,

die als KI-gestützte Aushubtechnologie

verwendet wird. Entwickelt wurde das

Ganze von Develon und Gravis Robotics.

Der verwendete Tiltrotator »X26/S70« wurde

für Bagger von 18 bis 26 t Einsatzgewicht

konzipiert. Ausgelegt ist das Gerät darauf,

die Kraft und Haltbarkeit von großen Baggern

zu übertragen. Entscheidend sei laut

Steelwrist, dass Kraft, Präzision und Laufruhe

in der Dreh- und Schwenkfunktion

kombiniert werden. Die Ober- und Unterteile

des Tiltrotator-Gehäuses bestehen

aus solidem Stahlguss sowie gehärteten

Wellen und Kolbenstangen. Hinzu kommen

doppelt wirkende Schwenkzylinder

als Standardausrüstung – eine Vier-Finger-Greiferkassette

und Zentralschmierung

sind hingegen optional erhältlich. In

Kombination mit dem Steelwrist-Tiltrotator

sowie dem Grabenräumlöffel erntete

das Aushubergebnis viel Lob: Aufgrund

der hohen Flexibilität, die der Tilt mit

sich bringt, und der beachtlichen Präzision

durch das »Real X«-System zeigte sich, wie

das Baggern der Zukunft tatsächlich aussehen

kann. Die Verknüpfung dieser Systeme

bringt hohe Präzision und Schnelligkeit

mit sich und verschafft gleichzeitig den

Vorteil, individueller, schneller und gezielter

auf der Baustelle zu agieren. Insgesamt,

so das Fazit von Joachim Schier, war das

Event in Tschechien auch für Steelwrist ein

voller Erfolg: »Die Demo Days haben viel

Zeit und Raum für intensive technische Gespräche

mit Endkunden und Händlern geboten.

Der Schwerpunkt lag ganz klar auf

den beiden Mobilbaggern mit den Tiltrotatoren,

die von erfahrenen Nutzern von

Tiltrotatoren, aber auch von ›Neulingen‹

getestet wurden«, wie Joachim Schier abschließend

klarstellte.

d

Lobte die Veranstaltung für die

guten Gespräche: Joachim Schier,

Geschäftsführer bei Steelwrist

Deutschland.

Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 51


Mit dem MB-Backenbrecherlöffel

lässt sich

der Schutt direkt vor

Ort zu hochwertigem

Recycling-Material

zerkleinern.

ge keine Deponiekosten anfallen, kein Material

zugekauft werden muss und natürlich weniger

Lkw-Verkehr anfällt, verbessert sich die CO2-Bilanz

massiv.

Mutterboden behalten statt entsorgen

Nach der Grobreinigung folgt mit der Bodenaufbereitung

der nächste Schritt. Anstatt den lehmigen,

durchwurzelten Aushub kostenintensiv

abzutransportieren, kann der Mutterboden mit

dem MB-Schaufelseparator aufbereitet werden.

Das Material lässt sich direkt über den geplanten

Beeten sieben, mischen und belüften. Der große

Vorteil dabei: Steine und Wurzeln bleiben im Löffel

und übrig bleibt nur die Erde an sich – bereit

für Rasenflächen und Neupflanzungen.

MB S.P.A (2)

Frühlingserwachen

im GaLaBau

MB CRUSHER – Wenn die Natur erwacht, beginnt für Garten- und Landschaftsbauer

die intensivste Zeit des Jahres. Mit moderner Technik lässt sich

die Gestaltung exklusiver Pool-Landschaften, moderner Terrassen oder die

Revitalisierung verwilderter Grundstücke trotz hohen Zeitdrucks und knapper

Ressourcen oft schneller, nachhaltiger und kosteneffizienter erledigen. Wer

sich über den Einsatz von MB-Crusher-Anbaugeräten zudem den Abtransport

und die Deponiekosten spart, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Maßarbeit beim Garten-Finale

Wenn es zum Abschluss an die filigrane Gestaltung

geht, schlägt die Stunde des MB-Sortiergreifers.

Er kombiniert enorme Hubkraft

mit einer feinfühligen Steuerung. Damit lassen

sich schwere Natursteinblöcke punktgenau für

Böschungen oder Mauern platzieren, knorrige

Baumstämme mühelos stapeln und Gestrüpp

sauber sortieren. Sämtliche Arbeiten können

schneller erledigt werden, was u. a. das Gelände

schont. Da der Greifer Materialien anhebt und

punktgenau platziert, wird der Boden nicht unnötig

aufgerissen. Er übernimmt schwere Aufgaben,

die sonst in mühsamer Handarbeit erledigt

werden mussten.

Am Ende steht nicht nur eine perfekte Außenanlage,

die aus ihren eigenen Ressourcen erschaffen

wurde, sondern auch das gute Gefühl, die vorhandenen

Materialien intelligent genutzt und den

Grundstein für bleibende Gartenfreude gelegt zu

haben. Effizienter und nachhaltiger lässt sich die

neue Saison im GaLaBau kaum einläuten.

s

Hubkraft

Die Sortiergreifer kombinieren

enorme Hubkraft mit einer

feinfühligen Steuerung. Damit

lassen sich schwere Natursteinblöcke

für Böschungen oder

Mauern platzieren, knorrige

Baumstämme stapeln und

Gestrüpp sortieren.

So romantisch ein seit Jahrzehnten unberührtes

und verwildertes Villengrundstück auf den

ersten Blick auch aussehen mag: Der Gartenprofi

weiß, dass der Weg zum modernen Terrassengarten

beschwerlich sein kann. Denn oft verbergen

sich unter dem Gestrüpp alte Mauerwerke, Betonfundamente,

Bauschutt und schwerer, lehmiger

Aushub. Insbesondere bei einem straffen Budget

kommt es darauf an, Ressourcen zu schonen und

so viel wie möglich wiederzuverwenden. Nur so

halten sich die Entsorgungskosten in Grenzen.

Vom Schuttberg zum Fundament

Anstatt tonnenweise alten Beton und Mauerreste

teuer auf Deponien zu entsorgen, zerkleinert

der Bagger mit dem MB-Brecherlöffel direkt vor

Ort den Schutt zu hochwertigem Recycling-Material

– die ideale Basis für den neuen Terrassengarten.

Darüber hinaus lassen sich alte Gehwegplatten

und Fundamente zu frostsicherem Unterbau-Schotter

verarbeiten. Da auf diesem We-

Für die punktgenaue

Platzierung von Material

aller Art kombiniert der

Sortiergreifer eine

hohe Hubkraft mit einer

feinfühligen Steuerung.

52

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


Neuer Hydraulikhammer mit

intelligenten Wartungsfunktionen

Der »EC 122« ist für eine

Vielzahl von Aufgaben

geeignet – darunter

Abbrucharbeiten,

Sekundärzerkleinerung,

Steinbruchbetrieb

und kommunale

Versorgungsprojekte.

EPIROC – Verbesserte Handhabung, verlängerte Lebensdauer

und vereinfachte Wartung: Das verspricht der

neue Hydraulikhammer »EC 122« von Epiroc. Nach der

erfolgreichen Einführung des »EC 102« auf der Bauma

2025 folgt nun das zweite Modell-Update dieser Baureihe.

EPIROC

Die Wartung wurde durch

Epirocs neuen Verschleißeinsatz

weiter optimiert. Die untere

Verschleißbuchse verfügt nun

über einen drehbaren Einsatz.

Dieser ermöglicht es dem Bediener,

die Komponente zu drehen,

um den Verschleiß gleichmäßig

zu verteilen und die Lebensdauer

zu verlängern. Dieses

Design macht Spezialwerkzeuge

überflüssig und erlaubt einen

schnellen Austausch direkt vor

Ort, wodurch Ausfallzeiten reduziert

werden. Zusätzlich verbessert

die austauschbare Kolbenlaufbuchse

die Reparaturfähigkeit

und sorgt für eine kosten-

effiziente Wartung sowie eine längere

Betriebsdauer.

Kompaktes Design

für höhere Effizienz

Der überarbeitete »EC 122« ist

80 kg leichter als sein Vorgänger

und reduziert die Gesamtbelastung

des Trägergeräts bei gleichzeitig

verbesserter Manövrierfähigkeit.

Mit einem Einsatzgewicht

von 1,12 t ist der »EC 122«

für Trägergeräte von 15 bis 24 t

ausgelegt und damit eine ideale

Wahl für Betreiber, die Effizienz

ohne Leistungsverlust suchen.

Der »EC 22« kombiniert

die hydraulische Energie des Trägergeräts

mit einem Gaskolbenspeicher

und liefert dadurch eine

gleichmäßige Schlagenergie

und einen ruhigen Betrieb. Das

»VibroSilenced Plus«-System von

Epiroc reduziert Lärm und Vibrationen,

indem der Schlagmechanismus

isoliert und alle Öffnungen

abgedichtet werden, was

ein sichereres und komfortableres

Arbeitsumfeld schafft.

Vielseitig für

zahlreiche Anwendungen

Das integrierte Steuerventil und

das »EnergyRecovery«-System

optimieren die hydraulische Effizienz

und reduzieren gleichzeitig

Vibrationen. Die aktive Entlüftung

der Schlagkammer minimiert

den internen Verschleiß

und sorgt dafür, dass der Hammer

über längere Zeiträume in

optimalem Zustand bleibt. Der

»EC 122« ist für eine Vielzahl

von Aufgaben geeignet – darunter

Abbrucharbeiten, Sekundärzerkleinerung,

Steinbruchbetrieb

und kommunale Versorgungsprojekte.

j

Erfolg beginnt mit der

richtigen Technik.

HKS Anbaugeräte stehen für höchste Qualität und

Langlebigkeit. Dadurch werden Stillstandzeiten reduziert

und die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht. Zudem profitieren

Sie von höheren Schwenkwinkeln, mehr Flexibilität und

wartungsfreien Schwenkeinheiten. Seit über 20 Jahren sind

unsere Anbaugeräte weltweit im Einsatz!

HKS. Besser ohne Zylinder.

Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 53


IM INTERVIEW

»Der Markt braucht

wirtschaftliche und

praxisnahe Lösungen«

VON

DAN WINDHORST

OSA ANBAUGERÄTE – Am Markt ist OSA Demolition Equipment als

Spezialist für leistungsstarke und robuste Anbaugeräte bekannt. In

Deutschland setzt der Hersteller auf eine tiefgreifende Partnerschaft

mit der OSA Anbaugeräte GmbH, die zuletzt mit dem Aufbau einer

neuen Werksniederlassung in Reimlingen massiv in die Zukunft investiert

hat. Im Gespräch mit bauMAGAZIN-Chefredakteur Dan Windhorst

spricht Geschäftsführer Gerd Schmidle über die Entstehung dieser

Zusammenarbeit – er berichtet von den Vorzügen aktueller Lösungen

und erklärt, warum OSA auch und gerade in herausfordernden Zeiten

großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum sieht.

bauMAGAZIN: Herr Schmidle, seit Jahresbeginn ist die

Schmidle GmbH nun unter dem Namen OSA Anbaugeräte

GmbH als offizielle Herstellerniederlassung von OSA

Demolition Equipment am deutschen Markt vertreten –

ein wichtiger Meilenstein für beide Seiten. Lassen Sie

uns an dieser Stelle aber kurz noch etwas weiter zurückblicken:

Erläutern Sie unseren Lesern doch bitte, wie es

zu dieser Zusammenarbeit kam. Was hat Sie schlussendlich

davon überzeugt, die Partnerschaft mit OSA einzugehen?

Gerd Schmidle: Die Zusammenarbeit mit OSA besteht

bereits seit 2017. Die ersten Geräte erhielten wir damals

kundenseitig zur Regenerierung in unsere

Werkstatt und hatten somit bereits einen ersten guten

Eindruck über Verarbeitung und die verwendete

Technik. Die Entscheidung, die Herstellerniederlassung

zu übernehmen, hat sich somit nicht aus einer

kurzfristigen Entscheidung heraus ergeben, sondern

ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Uns hat

vor allem die Kombination aus starkem Preis-Leistungs-Verhältnis,

praxisnahen Produkten und einer

echten partnerschaftlichen Zusammenarbeit überzeugt.

Gemeinsam können wir den deutschen Markt

deutlich gezielter und näher am Kunden bearbeiten –

und genau das war für uns der entscheidende Punkt.

bauMAGAZIN: Nicht nur der Name hat sich geändert:

Die OSA Anbaugeräte GmbH ist auch nach Reimlingen

umgezogen. Was waren die Beweggründe für die neu gebaute

Werksniederlassung?

Gerd Schmidle: Der Umzug nach Reimlingen und

der Aufbau der neuen Werksniederlassung waren

für uns ein ganz bewusster strategischer Schritt.

Mit der Transformation zur offiziellen Niederlassung

von OSA Demolition Equipment sind auch die

54

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


OSA ANBAUGERÄTE

Das aktuelle Portfolio

von OSA umfasst

zahlreiche Lösungen

– darunter Hämmer,

Greifer und Zangen

für herausfordernde

Abbrucharbeiten.

bauMAGAZIN: Zur Wahrheit gehört, dass sich OSA als einer

der wenigen am Markt als echter Full-Liner bezeichnen

darf. Tatsächlich fertigt das italienische Familienunternehmen

seine komplette Produktpalette im eigenen

Haus. Wie beurteilen Sie das? Was sind aus Ihrer

Sicht die Vorzüge?

Anforderungen deutlich gestiegen – insbesondere in

den Bereichen Lagerkapazität, Service, Ersatzteilverfügbarkeit

und Logistik. Am bisherigen Standort waren

diese Entwicklungsmöglichkeiten schlicht begrenzt.

In Reimlingen haben wir nun die Möglichkeit,

unsere Strukturen von Grund auf neu und zukunftsorientiert

aufzubauen. Das betrifft nicht nur

größere Flächen, sondern vor allem optimierte Abläufe

– vom Wareneingang über die Werkstatt bis hin

zum Versand. Gerade in der heutigen Zeit, in der Verfügbarkeit

und Geschwindigkeit eine immer größere

Rolle spielen, ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Darüber hinaus verstehen wir den neuen Standort

auch als klares Signal: Wir investieren bewusst in den

deutschen Markt und schaffen die Voraussetzungen,

um gemeinsam mit OSA langfristig weiter zu wachsen.

Kurz gesagt: Der neue Standort ist nicht nur ein

Umzug – sondern ein wichtiger Schritt in Richtung

Zukunftsfähigkeit und Kundennähe.

OSA (5)

Gerd Schmidle: Das Thema Full-Liner ist aus unserer

Sicht ein ganz entscheidender Faktor – gerade in der

aktuellen Marktsituation. Als europäischer Hersteller

seine komplette Produktpalette im eigenen Haus

entwickeln und fertigen zu können, bedeutet vor allem

eines: maximale Kontrolle über Qualität, Prozesse

und Lieferfähigkeit. Ein großer Vorteil liegt

in der Unabhängigkeit von externen Zulieferern. In

Zeiten, in denen Lieferketten immer wieder unter

Druck geraten, ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil.

Wir sind deutlich weniger anfällig für Engpässe

und können unseren Kunden eine wesentlich höhere

Verlässlichkeit bieten. Gleichzeitig entsteht dadurch

eine hohe Flexibilität. Anpassungen an Marktanforderungen,

kundenspezifische Lösungen oder auch

kurzfristige Änderungen lassen sich deutlich schneller

umsetzen als in stark fragmentierten Produktionsstrukturen.

Ein weiterer Punkt ist die durchgängige

Produktphilosophie. Alle Geräte folgen einer klaren

Linie in Bezug auf Qualität, Bedienbarkeit und

Wartungsfreundlichkeit – das schafft Vertrauen beim

Kunden und vereinfacht den Einsatz im Alltag. Aus

unserer Sicht ist das ein wesentlicher Unterschied

zu vielen anderen Anbietern im Markt und ein klarer

Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit

von OSA.

bauMAGAZIN: Zuletzt standen vor allem die Hydraulikhämmer

der »HB«-Serie im Mittelpunkt. Und im Gedächtnis

sind mir dabei zwei Dinge geblieben: Die Regulierung

des variablen Schlags und die automatische

Leerschlagsicherung. Haben sich diese Weiterentwicklungen

auf der Baustelle bewährt? Und: Was sind aus

Ihrer Sicht die wichtigsten Vorzüge der OSA-Hämmer?

INTERVIEW MIT

GERD SCHMIDLE

Als Geschäftsführer

der OSA Anbaugeräte GmbH setzt

Gerd Schmidle auf langfristiges

Wachstum und darauf, dem deutschen

Markt hochwertige Lösungen

und guten Service anzubieten.

Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe

kann OSA als Hersteller

weit unabhängiger und

flexibler agieren.

bauMAGAZIN: Kurz und knapp: Was bringen Sie mit

den Anbaugeräten von OSA generell in Verbindung?

Gerd Schmidle: Wenn ich OSA Demolition Equipment

in wenigen Worten beschreiben müsste, dann sind

das für mich: Wirtschaftlichkeit, Robustheit und Praxisnähe.

OSA steht für Anbaugeräte, die genau das

tun, was sie sollen – zuverlässig, effizient und ohne

unnötige Komplexität. Das ist im täglichen Einsatz

entscheidend. Was OSA aus meiner Sicht besonders

macht, ist die konsequente Ausrichtung auf den realen

Bedarf der Kunden. Während andere Hersteller

oft den Fokus auf maximale technische Ausstattung

legen, konzentriert sich OSA darauf, die beste

Lösung im Verhältnis von Leistung, Preis und Einsatznutzen

zu bieten. Genau das macht am Ende den

Unterschied.

Im Abbruch gelten OSA-Anbaugeräte als

zuverlässige, robuste und effiziente Helfer.

Sonderthema: Anbaugeräte

Juni 2026 55


Das Portfolio von OSA ist immer

weiter gewachsen: Vor Ort kann OSA

Anbaugeräte auf hohe Lagerkapazitäten

zurückgreifen, um Anfragen des Markts

schnell gerecht zu werden.

»Der neue Standort ist

nicht nur ein Umzug,

sondern ein wichtiger

Schritt in Richtung

Zukunftsfähigkeit und

Kundennähe.«

Gerd Schmidle,

Geschäftsführer der

OSA Anbaugeräte GmbH

Gerade im Service kann die

OSA Anbaugeräte GmbH durch

starke Nähe zum Anwender,

schnelle Unterstützung und

langjährige Erfahrung punkten.

Gerd Schmidle: Ja, absolut – diese Weiterentwicklungen

haben sich im Baustellenalltag klar bewährt. Gerade

die Regulierung des variablen Schlages bietet

dem Anwender einen echten Mehrwert. Je nach Material

und Einsatz kann die Schlagenergie angepasst

werden, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern

auch den Verschleiß am Gerät und am Träger deutlich

reduziert. Das sorgt für eine bessere Kontrolle

im Einsatz und letztlich für geringere Betriebskosten.

Die automatische Leerschlagsicherung ist aus unserer

Sicht mindestens genauso wichtig. Sie schützt den

Hammer vor unnötiger Belastung, wenn kein Material

mehr anliegt – ein Thema, das im täglichen Einsatz

häufig unterschätzt wird. Das erhöht die Lebensdauer

des Geräts erheblich und reduziert Ausfallzeiten.

Was die Hämmer der ›HB‹-Serie von OSA Demolition

Equipment insgesamt auszeichnet, ist die Kombination

aus robuster Bauweise für den harten Einsatz, hoher

Schlagleistung bei gleichzeitig effizientem Energieeinsatz,

einfacher Wartung und Servicefreundlichkeit

sowie einem insgesamt sehr attraktiven

Preis-Leistungs-Verhältnis Das Entscheidende ist:

Die Technik ist nicht Selbstzweck, sondern bringt

dem Kunden einen klar messbaren Nutzen auf der

Baustelle – und genau darauf kommt es am Ende an.

bauMAGAZIN: Zum aktuellen Zeitpunkt trägt die geopolitische

Entwicklung (mal wieder) dazu bei, dass der

deutsche Markt unter Druck gerät: Bauunternehmer

müssen aufgrund gestiegener Energie-, Transport- und

Materialpreise tiefer in die Tasche greifen – gleichzeitig

wartet man noch immer ungeduldig auf die vollmundigen

Versprechungen der Bundesregierung, die Baubranche

mit milliardenschweren Sondervermögen zu unterstützen.

Wie beurteilen Sie das? Wie nehmen Sie die Situation

der Branche wahr?

Gerd Schmidle: Die Situation ist aktuell ohne Frage

herausfordernd – das spüren wir genauso wie unsere

Kunden. Auf der einen Seite stehen deutlich

gestiegene Kosten für Energie, Material und Transport,

welche die Margen der Bauunternehmen erheblich

unter Druck setzen. Auf der anderen Seite

sorgt die Unsicherheit rund um politische Maßnahmen

und angekündigte Investitionsprogramme

dafür, dass viele Projekte verzögert oder vorsichtiger

geplant werden. Das führt insgesamt zu einer

gewissen Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere

bei größeren Anschaffungen. Gleichzeitig

sehen wir aber auch, dass die Branche grundsätzlich

stabil ist. Der Bedarf an Infrastruktur, Rückbau

und Modernisierung ist nach wie vor hoch –

und wird mittelfristig eher noch zunehmen. Insofern

sprechen wir weniger von einer Krise als von

einer Phase der Neuorientierung und Anpassung.

Was sich allerdings klar verändert hat, ist das Entscheidungsverhalten:

Kunden schauen heute deutlich

genauer auf die Wirtschaftlichkeit und Amortisation

ihrer Investitionen. Genau hier sehen wir

sowohl unsere Chance als auch unsere Stärke. Mit

Lösungen von OSA Demolition Equipment bieten

wir Produkte, die sich im täglichen Einsatz schnell

rechnen und keine unnötigen Kosten verursachen.

Gerade in einem angespannten Markt umfeld ist das

für viele Unternehmen ein entscheidender Faktor.

Der Markt ist vorsichtiger geworden – aber keineswegs

handlungsunfähig. Es wird weiterhin investiert,

nur deutlich bewusster.

bauMAGAZIN: Zugegeben, eine langfristige Prognose

ist dieser Tage kaum seriös abzugeben. Wissen würde

ich aber dennoch gern, wie Sie das Marktpotenzial für

OSA-Geräte im deutschsprachigen Raum für die kommenden

Jahren einschätzen.

Gerd Schmidle: Sie haben recht – langfristige Prognosen

sind aktuell nur mit Vorsicht zu genießen.

Dennoch sehen wir das Marktpotenzial für OSA Demolition

Equipment im deutschsprachigen Raum

sehr positiv. Der grundlegende Bedarf ist klar vorhanden:

Themen wie Infrastrukturerneuerung,

Rückbau und Recycling werden in den kommenden

Jahren eher zunehmen als abnehmen. Das

sind genau die Einsatzbereiche, in denen unsere

Anbaugeräte eine zentrale Rolle spielen. Was sich

allerdings verändert, ist die Art und Weise, wie investiert

wird. Kunden entscheiden heute bewusster,

vergleichen intensiver und legen einen deutlich

stärkeren Fokus auf die Wirtschaftlichkeit und eine

schnelle Amortisation. Und genau hier sehen wir

großes Potenzial für OSA. Mit unserem klaren Fokus

auf robuste, praxisorientierte und wirtschaftliche

Lösungen treffen wir sehr genau den aktuellen

Bedarf im Markt. Wir gehen daher davon aus, dass

wir unsere Position im deutschsprachigen Raum in

den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen

können – nicht durch kurzfristige Effekte, sondern

durch nachhaltiges Wachstum und eine klare Ausrichtung

am Kundenbedarf. Kurz gesagt: Der Markt

wird anspruchsvoller – aber genau hier sehen wir

unsere Vorteile.

d

56

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


Leistung und

Flexibilität am Bagger

LIEBHERR – Kürzlich hat Liebherr im

Rahmen der IFAT leistungsstarke Sortier- und

Mehrzinkengreifer sowie zahlreiche weitere

Anbaugeräte vorgestellt. Als besonderes Highlight

beschreibt der Hersteller den neu entwickelten

Mehrschalengreifer »GMM 20-5«. Genutzt

wurde die Gelegenheit aber auch, um das

»Solidlink«-Schnellwechselsystem sowie eine

Liebherr-Stielverlängerung zu zeigen.

Im Vorführbereich wurden ausgewählte Anbaugeräte

live in Aktion gezeigt, sodass Besucher die

Möglichkeit hatten, die Mehrschalengreifer »GMM

35« und »GM 55B«, die Sortiergreifer »SG 20B« und

»SG 30B« sowie eine Stielverlängerung unter realen

Einsatzbedingungen zu erleben. Die Mehrschalengreifer

sind laut Liebherr für anspruchsvolle Einsatzbedingungen

im Recycling und in der Schrottumschlagtechnik

entwickelt worden. Ein umfassendes

Angebot an Greiferschalenformen, Ausführungen

und optionalen Ausstattungsmerkmalen

biete die Flexibilität, eine Vielzahl von Materialien

effizient und wirtschaftlich zu handhaben. Die

Greiferschalen sind mit offenen, halbgeschlossenen

und geschlossenen Schalen erhältlich, sodass

der Anwender laut Hersteller die für seine Anwendung

am besten geeignete Konfiguration auswählen

kann. Als Nachfolger des »GM 55B« und kleinster

Mehrschalengreifer der neuen Generation von

Liebherr war der »GMM 20 5« ein zentrales Highlight

am Liebherr-Stand. Der für anspruchsvolle

Einsätze konzipierte Greifer verbinde hohe Tragfähigkeit

mit außergewöhnlicher Stabilität und überzeuge

durch zuverlässige Leistung sowie eine lange

Lebensdauer. Diese Langlebigkeit werde durch

eine Reihe technischer Raffinessen erreicht, dar-

Unter anderem zeigte Liebherr den

Mehrschalengreifer »GMM 35«, der mit

hoher Zuverlässigkeit, Robustheit und

Präzision punkten soll.

unter ein sicher verschraubtes Kolbenstangenlager.

Der »GMM 20 5« ist ab Ende des Jahres am Markt

vertreten. Durch die Optimierung der Schalen-Geometrie

hat Liebherr das Schalenvolumen um 100 l

auf 0,5 m³ erhöht, ohne die äußeren Öffnungsmaße

zu vergrößern. Serienmäßig ist der »GMM 20 5«

mit einem großzügig dimensionierten Drehmotor

ausgestattet. Optional ist auch ein Drehantrieb mit

zwei Drehmotoren erhältlich, eine Konfiguration,

die insbesondere bei der Wahl der Zentralschmierung

erforderlich ist. Ein charakteristisches Merkmal

des »GMM 20 5« ist die Verfügbarkeit von drei

verschiedenen Zentralschmierungsvarianten – eine

Lösung, die laut Aussage von Liebherr in dieser

Greiferklasse ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Große, strömungsoptimierte Ölkanäle ermöglichen

hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und sollen zu

einem effizienten Betrieb beitragen. Darüber hinaus

sind die Drehverbindung, der verstärkte Drehantrieb,

der Kolbenstangenschutz, die Lagerpunkte

und die Gehäuselager mehrfach abgedichtet, was

den Verschleiß wirksam reduzieren und das Eindringen

von Schmutz minimieren soll.

LIEBHERR (2)

Born to

transform.

Built to

last.

Seit 40 Jahren ist

Rototilt® führend in

der Entwicklung von

Tiltrotatoren – und hat

damit die Arbeitsweise

von Bedienern sowie das

Potenzial von Baggern

verändert. Während

wir diesen Meilenstein

feiern, streben wir weiter

nach Innovationen in

der Branche. Ein Hoch

auf das nächste Kapitel

des Wandels.

Mehr Info unter

rototilt.com

Gleich mehrere Modelle der Sortiergreifer-Serie

wurden von Liebherr im Rahmen der IFAT vorgestellt.

Sortiergreifer: Verladen und Material trennen

Die Sortiergreifer sind für effiziente und präzise

Recyclingvorgänge ausgelegt. Sie beschicken Sortier-,

Zerkleinerungs- und Aufbereitungsanlagen,

trennen eine Vielzahl von Wertstoffen schonend

und präzise und sorgen für einen schnellen und

effektiven Verladeprozess. Sie sind mit einer Endlosdrehvorrichtung

ausgestattet und zeichnen sich

laut Liebherr neben ihrer extrem robusten Bauweise

durch eine hohe Schließkraft aus. Das Sortiment

umfasst vier Größenklassen, die jeweils in

drei Schalenausführungen erhältlich sind.

d

rototilt.com

Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 57


Beton direkt

vor Ort herstellen

TIBATEK – Mit ihrer Betonmischschaufel

setzt die Tibatek

GmbH auf eine praxisorientierte

Lösung für die mobile Herstellung

von Beton – direkt auf der

Baustelle. Ob im Tiefbau, Gartenund

Landschaftsbau, Kabelbau

oder bei kommunalen Arbeiten:

Der sogenannte »Betonmaster«

ermöglicht es, kleinere bis

mittlere Betonmengen flexibel

und wirtschaftlich anzumischen.

TIBATEK (2)

Ein Effizienzgewinn auf der

Baustelle: die Betonmischschaufel

von Tibatek.

Im Fokus stehen vor allem die Zeit- und Kostenersparnis

auf der Baustelle. Beton kann unmittelbar

dort produziert werden, wo er benötigt wird –

Transportwege, Wartezeiten und Materialverluste

werden deshalb deutlich reduziert. Gleichzeitig

ermöglicht die Lösung ein präzises und bedarfsgerechtes

Anmischen kleinerer Mengen, etwa für

Fundamentarbeiten, Reparaturen, Randbefestigungen

oder Leitungsbauarbeiten.

An Maschinenpark angepasst

Ein besonderer Vorteil liegt nach Ansicht von

Tibatek in der geschraubten Aufnahmeplatte:

Die Betonmischschaufel lässt sich flexibel an

unterschiedlichen Trägerfahrzeugen wie Radladern,

Baggern oder Teleskopladern einsetzen.

Durch die wechselbare Adapterplatte kann das

System einfach an bestehende Maschinenparks

angepasst werden. Gerade auf Baustellen mit

wechselnden Einsatzorten oder begrenzter Infrastruktur

bietet dies Vorteile gegenüber stationären

Mischern oder der Anlieferung per Fahrmischer.

Für den Baustellenalltag setzt Tibatek

auf robuste und wartungsfreundliche Komponenten.

Die auswechselbaren »Hardox«-Mischelemente

sollen für

hohe Verschleißfestigkeit

sorgen und gleichzeitig einen

schnellen

Abnutzung

Austausch bei

ermögli-

Effiziente Lösung für

die Betonherstellung.

chen. Ergänzt wird die Konstruktion durch einen

widerstandsfähigen Schaufelboden aus Spezialstahl.

Mit der Betonmischschaufel reagiert Tibatek

laut eigener Aussage auf die steigende Nachfrage

nach flexiblen und wirtschaftlichen Baustellenlösungen.

Insbesondere bei dezentralen

Einsätzen oder kleineren Betonierarbeiten könne

die mobile Betonherstellung einen wichtigen

Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten.

Breit aufgestelltes Produktportfolio

Aktuell deckt Tibatek eine große Bandbreite

an Lösungen ab. Im Bereich »Bauequipment«

finden sich Böschungs-, Verbau- und Spundwandleitern

sowie Absturzsicherungen, Kettenständer,

Schachtmützen als auch Asphaltdeckel,

Schüttgutmulden, Hammerständer,

Rohrklemmvorrichtungen und Hydraulikzangen.

Hinzu kommt eine große Auswahl an Anbaugeräten:

Hier setzt Tibatek mitunter auf Palettengabeln,

den bekannten »Rohrmaster«, seine

Flüssigbodenschaufel, einen »Dosiermaster«,

Kabel- und Vliesdorn sowie Lasthaken, Verbauzieher

und den »Vliesmaster«. Gleichzeitig verfügt

Tibatek mit »Tibalok« über eine hydraulische

Leitungskupplung, die den schnellen

Werkzeugwechsel am Bagger erlaubt: Sie dient

als Vorrichtung zum Verbinden und Trennen

von Hydraulikleitungen sowie deren zugehörigen

Anbaugeräten – das betrifft beispielsweise

Schwenkkübel, Sortiergreifer oder Anbauverdichter.

Das »Tibalok«-System wird an einem

vorhandenen hydraulischen Schnellwechsler

angebaut, um die Hydraulikleitungen automatisch

zu kuppeln – übrigens lässt sich das System

auch an Radladern bis 30 t nach Absprache

montieren.

d

58

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


DMS (2)

»Rotatorlöffel nicht

mehr hergeben«

DMS TECHNOLOGIE – Gerade auf engen Baustellen mit

wenig Rangierfläche und hoher Anforderung an Präzision

sind Anbaugeräte unabdingbar. Diese Erfahrung teilt

auch das GaLaBau-Unternehmen »Gaa« aus Mutterstadt.

Dort kommt u. a. ein Rotatorlöffel von DMS zum Einsatz.

Geschäftsführer Tom Gaa und sein Team nutzen den Löffel

inzwischen regelmäßig im Baustellenalltag – und möchten

ihn laut eigener Aussage nicht mehr missen.

Der erfahrene GaLaBauer stellt

klar: »Seit wir den Rotatorlöffel

haben, ist er nicht mehr wegzudenken.«

Besonders seine Baggerfahrerin

sei begeistert: »Sie

will ihn gar nicht mehr hergeben.«

Der Grund dafür liege auf

der Hand – oder besser gesagt am

Baggerarm. Denn der Rotatorlöffel

soll dafür sorgen, dass Arbeiten

deutlich flexibler und präziser

ausgeführt werden können, ohne

den Bagger ständig neu positionieren

zu müssen. Gerade bei

engen Baustellen, wie zuletzt bei

einem Poolbau in einem schmalen

Privatgarten, spielte der Löffel

seine Stärken voll aus. Wo früher

mehrfach umgesetzt werden

musste, konnte nun nahezu aus

einer Position heraus gearbeitet

werden. Das spart laut seiner

Aussage Zeit, reduziert unnötige

Bewegungen auf der Baustelle

und ermöglicht sauberes, kontrolliertes

Arbeiten selbst unter

schwierigen Platzverhältnissen.

»Der Löffel macht uns einfach flexibler.

Er ist ein echter Allrounder«,

sagt Tom Gaa. Besonders

die Kombination aus Drehfunktion

und klassischer Löffelarbeit

überzeuge das Team täglich aufs

Neue. »Von Hoch- auf Tieflöffel in

einem Ablauf – einfach genial.«

Der Rotatorlöffel wurde speziell

für maximale Bewegungsfreiheit

bei kompakter Bauweise entwickelt.

Durch den integrierten

Das GaLaBau-Unternehmen aus

Mutterstadt zeigt sich zufrieden mit dem

Rotatorlöffel und lobt insbesondere die

Flexibilität, Handhabung und Effizienz.

Drehantrieb bleibt die Bauhöhe

niedrig, während die endlose Rotation

präzises Modellieren, Planieren

und Ausheben ermöglicht

– ohne ständiges Umsetzen des

Baggers. Zusätzliche Vorteile ergeben

sich in Kombination mit einem

Powertilt am Bagger. Durch

das Zusammenspiel von Dreh-

und Neigefunktion entsteht ein

besonders hohes Maß an Flexibilität

im täglichen Einsatz. Gleichzeitig

bleibt die Stielspitze vergleichsweise

schlank, was dem

Maschinenführer eine bessere

Übersicht ermöglicht und das Arbeiten

in engen Bereichen deutlich

erleichtert. Insgesamt ergibt

sich dadurch laut DMS ein kompakter

und leistungsstarker Aufbau,

der Effizienz und Vielseitigkeit

optimal verbindet. Ein weiterer

Vorteil für Betriebe wie den

»Gaa« Garten- und Landschaftsbau:

Der Rotatorlöffel lässt sich

an verschiedenen Kompaktbaggern

einsetzen. Durch die einfache

Hydraulik ist ein Plug-and-

Play-Betrieb möglich, wodurch

der Löffel schnell zwischen unterschiedlichen

Maschinen genutzt

werden kann. Für Tom Gaa

steht fest: »Toller Löffel, absolut

zu empfehlen.« Mit innovativer

Technik, hoher Alltagstauglichkeit

und echter Zeitersparnis zeige

sich der Rotatorlöffel im täglichen

Einsatz als modernes Werkzeug

für den professionellen Ga-

LaBau – und als Helfer, auf den

man nach kurzer Zeit nicht mehr

verzichten möchte.

Der Löffel von DMS lässt sich

für die verschiedensten Arbeiten

einsetzen, wodurch hohe Vielfalt

bzw. Flexibilität entsteht.

d

RÄDLINGER HYDRAULIKHAMMER

HAMMER

AKTION:

BIS ENDE MAI

Ersatz-Spitzmeißel* gratis!

Schnell

verfügbar!

* bis einschließlich RHH05 3,4 - 5 t

RÄDLINGER

MASCHINENBAU

Kammerdorfer Straße 16

D-93413 Cham

Tel.: +49 9971 8088-0

info@raedlinger.de

Sonderthema: Anbaugeräte www.raedlinger.de Juni 2026 59


Materialhandling:

Sicher und

praxisgerecht

HAIN (2)

HAIN – Auf beengten Baustellen kommen immer häufiger

Palettengabeln an Hydraulikbaggern zum Einsatz. Einfach

eine Gabel an den Bagger kuppeln und schon ist der

Radlader gespart. Klingt einfach – ist es aber nicht.

Die BG Bau schreibt neben

der Gefährdungsbeurteilung

eine Reihe von zusätzlichen

Einrichtungen vor, darunter

die Rohrbruchsicherungen

am Löffelzylinder, sowohl stangen-

als auch bodenseitig oder

Angaben über die maximalen

Traglasten der Gesamtkonfiguration

(Bagger, Schnellwechsler

und Palettengabel) sowie ei-

»Pister Powerfork«: Materialhandling

sicher, effizient und

praxisgerecht gestalten.

ne Traglasttabelle des Typs »TP-

1«. Bei einigen dieser Angaben

ist der Maschinist auf die Information

von den Herstellern an-

genügt die Eignung für Hebe-

den. Es besteht jederzeit beste

gewiesen. Liegen diese nicht

betrieb nach DIN EN 474:5.

Sicht auf das Ladegut – sowohl

vor, ist ein sicherer Betrieb

grundsätzlich nicht möglich.

Es gibt jedoch eine Ausnahme:

Warum die Ausnahme?

Bei zentral unter dem Schnell-

im Radladermodus als auch seitlich.

Und genau das ist heutzutage

ein entscheidender Faktor.

Palettengabeln mit zentralem

wechsler hängenden Lasten

Grundsätzlich gilt: Das Arbei-

Schwerpunkt unter der Aufhän-

(wie es mit der »Pister Power

ten mit der Maschine soll ein-

gung am Bagger. Diese Vorgabe

Fork« der Fall ist) erfolgt auf-

fach, effizient und schnell er-

erfüllt die patentierte »Pister

grund des minimalen Hebel-

möglicht werden – gleichzeitig

Powerfork« laut Unternehmen

arms der Last keine nennens-

darf aber weder auf hohe Sicher-

Bei Verlegearbeiten

sind hohe Präzision und

Produktivität gefragt.

»als Einzige am Markt«. Daher

gelten die genannten Anforderungen

laut BG Bau nicht. Es

werte Beanspruchung auf den

Löffelzylinder. Tests haben laut

Unternehmensangaben

erge-

heit noch auf einfache Handhabung

verzichtet werden. Offenbar

ist es hier gelungen, diese

ben, dass der Lastdruck bei ei-

Aspekte praxisnah in die Ent-

Neuer

Baustand 26

nem Testgewicht von 1,2 t bei

herkömmlichen Gabeln um den

Faktor 3 erhöht ist. Das gleiche

Ergebnis liegt in der Rotation

und dem stangenseitigen Spitzendruck

vor. Subsummiert

lässt sich feststellen – es gibt we-

wicklungsarbeit zu integrieren.

Und darüber hinaus gilt es zu beachten:

Mit der optional erhältlichen

hydraulischen Gabelzinkenverstellung

muss sich kein

Mitarbeiter im Gefahrenbereich

aufhalten. Die Gabel gibt

der einen Hebelarm noch kriti-

es derzeit in der 2-t-Variante für

sche Druckbereiche am Löffel-

Kompaktbagger, sowie einer

zylinder mit der »Pister Power-

3,5 t schweren Variante für Mo-

fork«. Für die Praxis ergeben

bilbagger (15 t) auf innerstädti-

sich daraus laut Unternehmen

schen Baustellen. Zur GaLaBau

klare Vorteile. Schwere Lasten

soll im Übrigen eine 750-kg-Vari-

können deutlich sicherer, auch

ante für Minibagger erscheinen

hunklinger-allortech.com

über Hindernisse weg, präzise

gehoben und platziert wer-

– die Besucher dürfen also einen

ersten Blick darauf werfen. d

60

Juni 2026

Sonderthema: Anbaugeräte


»C«-Serie: Vielseitig

und flexibel einsetzbar

WESTTECH

Der »Woodcracker

C650« präsentiert

sich mit einem hohen

Schneiddurchmesser

von 70 cm.

WESTTECH – Die Fällgreifer der »Woodcracker C«-Serie bieten

durch das schlanke Design ein hohes Schneidevolumen. Mit einem

Schneiddurchmesser von 33 bis 70 cm und Baggerklassen von 7

bis 40 t steht mit sechs Größen eine breite Auswahl zur Verfügung.

Durch vielseitige Montagemöglichkeiten an unterschiedliche

Trägerfahrzeugen eignen sich die Fällgreifer auch für die Baumernte

im Gelände, an Hängen, entlang von Verkehrswegen oder bei der

Problembaumfällung.

750

Kilogramm

Der »Woodcracker C300«

wiegt in der Basisausführung

rund 750 kg.

Gefertigt aus robustem und

verschleißfestem »Hardox«-

Stahl, wird der »Woodcracker C«

mit einer kathodischen Tauchlackierung

grundiert. Diese sorgt

für hohen Korrosionsschutz und

eine gleichmäßige Beschichtung

bis in alle Hohlräume. Darauf

wird anschließend eine Pulver-

deckbeschichtung eingebrannt,

welche optimal für den Außeneinsatz

geeignet ist.

Highrunner der Serie

Mit einem Schneiddurchmesser

von bis zu 30 cm in Hartholz

und 35 cm in Weichholz sowie einer

Greiferöffnung von 143 cm

und einer Scherenöffnung von

55 cm ist der Fällgreifer »Woodcracker

C300« für den Anbau an

12- bis 18-t-Bagger ausgelegt. Die

Maschine wiegt in der Basisausführung

750 kg und vollausgestattet

rund 1,1 t. Die Einsatzgebiete

reichen von der herkömmlichen

Ernte von Bäumen und Sträuchern

über die Ernte von Kurzumtriebsplantagen

bis zu Problembaumfällung

und Landschaftspflege.

Wie die gesamte »C«-Serie

ist auch der neue »C300« mit

einer Multigrip-Steuerung ausgestattet.

Diese kontrolliert das

Schließen und Öffnen von Greifer

und Schneidwerk automatisch.

Der Greifer schließt zuerst,

gefolgt vom Schneidwerk, um einen

sicheren Griff zu gewährleisten.

Optional ist ein Sammelgreifer

mit Schnellwechsler erhältlich,

dieser eignet sich ideal,

um schnell im schwachen Holz

zu arbeiten und Material gebündelt

abzulegen. Die zusätzli-

che Auto speed-Funktion ermöglicht

schnelleres Schließen des

Schneidwerks im kleinen, schwachen

Holz. Als weitere Option ist

ein endlos drehbarer Tiltrotator

verfügbar.

Der Größte in der Reihe

Der »Woodcracker C650« präsentiert

sich mit einem hohen

Schneiddurchmesser von 70 cm.

Hierbei ist aber nicht nur dieser

entscheidend. Da diese Art von

Fällgreifer z. B. für Verkehrssicherungen

konstruiert wurde,

spielt auch der Greifer eine

wichtige Rolle. Aus diesem

Grund wurde die Greifkraft weiterentwickelt

und wesentlich erhöht.

Somit kann das Schnittgut

während des Schnittvorgangs sicher

im Griff behalten und eine

erhöhte Sicherheit der Arbeiter

gewährleistet werden. Außerdem

schließt der Greifer synchron

zueinander und bietet

eine große Öffnungsweite von

172 cm. Die Serie bietet verschiedene

Montagemöglichkeiten,

darunter fest angebracht an einen

baggerseitigen Schwenkantrieb

mit wartungsarmem Zylinder-Schwenkwerk

(2x48°). Auch

ein Tiltrotator-Anbau ist möglich.

j

Hydraulische Berti-Mulcher

Für jede Anforderung

das passende Modell

SCAN MICH!

NEU I NEU I NEU

Ab jetzt Exklusiv-Vertrieb für BERTI Professional

Deutschland bei Wilmers - Ihr Spezialist für Profi-Mulchtechnik

Sonderthema: Anbaugeräte wilmers-kommunaltechnik.de

Juni 2026 61


3

OEM & AFTERMARKET

Öldiagnose: »Schäden

vermeiden, bevor

sie teuer werden«

OILTESCO – Öl ist das Blut jeder Baumaschine – ohne es ist sie schlichtweg nicht

überlebensfähig. Ähnlich wie beim menschlichen Körper können Krankheiten in Form

von Verunreinigungen, Alterungsprozessen, Verschleiß oder Überlastung zum schlussendlichen

»Tod« führen. Als Mensch würden wir deshalb regelmäßig zum Arzt gehen:

Ein großes Blutbild liefert uns Informationen darüber, ob noch »gesundes Blut« durch

unsere Adern fließt. Was viele nicht wissen: Dieser Test ist auch für Baumaschinen

möglich. Genau darüber hat das bauMAGAZIN kürzlich mit Oiltesco-Geschäftsführer

Norman Rohrwick sowie Vertriebsleiter Markus Matias gesprochen. Das in den

Chiemgauer Alpen ansässige Unternehmen stellt der Baubranche anwendernahe

Gebrauchtölanalysen zur Verfügung, um den Zustand des Öls im Labor zu bewerten.

Erklärtes Ziel ist es, kostenintensive Stillstände zu vermeiden, Ausfallzeiten zu

verringern, Wartungen planbarer zu machen und jeden Kettenbagger, Radlader oder

Muldenkipper vor dem »Öl-Tod« zu bewahren.

VON

DAN WINDHORST

bauMAGAZIN: Oiltesco ist Spezialist für die Überwachung

von Gebrauchtölen. Erklären Sie unseren Lesern

bitte, was genau es damit im Detail auf sich hat.

Norman Rohrwick: Maschinen und Anlagen unterliegen

im Betrieb einem natürlichen Verschleiß. Deshalb

werden sie in regelmäßigen Intervallen inspiziert,

gewartet oder instandgesetzt. Diese Intervalle

basieren häufig auf Erfahrungswerten oder

Herstellervorgaben. Jede Inspektion und jede Instandsetzung

verursacht jedoch Kosten — nicht nur

durch die eigentlichen Wartungsarbeiten, sondern

auch durch Stillstandszeiten und Produktionsausfälle.

Gerade diese Ausfallkosten werden in der

Praxis häufig unterschätzt oder nicht vollständig

berücksichtigt. In vielen Fällen wird im Rahmen

solcher Wartungen auch das Öl routinemäßig gewechselt,

unabhängig davon, ob es tatsächlich am

Ende seiner Einsatzfähigkeit angekommen ist. Genau

hier setzt die Gebrauchtölanalyse an. Sie ver-

Das Gebrauchtöl wird von

Oiltesco im hauseigenen

Labor analysiert.

OILTESCO (4)

62

Juni 2026

OEM & Aftermarket


OILTESCO

folgt im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen lässt

sich der tatsächliche Zustand des Öls bewerten. Auf

dieser Grundlage kann entschieden werden, ob ein

Ölwechsel notwendig ist oder ob das Öl weiterhin

verwendet werden kann. In vielen Fällen lässt sich

ein Ölwechsel dadurch gezielt verschieben, beispielsweise

um eine weitere Instandsetzungsperiode.

Zum anderen liefert die Ölanalyse wertvolle

Informationen über den Zustand der Maschine

oder Anlage selbst. Vereinfacht gesagt kann man sie

mit einer Blutuntersuchung beim Arzt vergleichen:

Bestimmte Messwerte geben Hinweise darauf, ob

im System etwas nicht stimmt. Auffällige Werte im

Öl können beispielsweise auf Verschleiß, Feuchtigkeit,

Schmutzeintrag, thermische Überlastung, Ölalterung

oder Vermischungen mit anderen Fluiden

hinweisen. Die Gebrauchtölanalyse ist damit ein

wichtiges Instrument der zustandsorientierten Instandhaltung.

Sie hilft, Wartungsmaßnahmen besser

zu planen, unnötige Ölwechsel zu vermeiden,

Schäden frühzeitig zu erkennen und die Betriebssicherheit

von Maschinen und Anlagen zu erhöhen.

bauMAGAZIN: Lassen Sie uns kurz hinter die Kulissen

blicken: Seit wann ist die Oiltesco GmbH am Markt vertreten

– und wie ist die Idee überhaupt entstanden, sich

als Ansprechpartner für Öl-Diagnostik zu etablieren?

Norman Rohrwick: Die Oiltesco GmbH wurde 2024

gegründet. Unsere fachlichen Wurzeln reichen jedoch

deutlich weiter zurück. Wir beschäftigen uns

seit vielen Jahren mit Schmierstoffen, Probenahme

und technischem Zubehör rund um die Ölanalyse.

Unser Ursprung liegt also nicht ausschließlich

im Labor, sondern vor allem in der praktischen Anwendung.

Als Hersteller und Lieferant von Probenahme-Equipment

— darunter eigene Entwicklungen

wie unsere Probenahme-Spritze und das »Ultra

Clean«-Probenglas — hatten wir früh Berührungspunkte

mit Kunden aus Industrie, Werkstätten, Fuhrparks

und Instandhaltung. Dabei wurde deutlich,

dass der Bedarf an Ölanalysen groß ist, die Hemmschwelle

für viele Anwender aber ebenfalls. Häufig

wirkten Analyseangebote zu komplex, zu technisch

oder waren nicht ausreichend auf die praktische Fragestellung

des Kunden ausgerichtet. Aus dieser Erfahrung

entstand die Idee, Öldiagnostik zugänglicher

und praxisnäher zu gestalten. Im Jahr 2020 haben

wir begonnen, Ölanalysen so anzubieten, dass

sie auch für Anwender ohne tiefes Laborwissen gut

nutzbar sind. Der Anspruch war von Anfang an, die

technische Tiefe einer professionellen Analyse mit

einer klaren, verständlichen Bewertung zu verbinden.

Zu Beginn haben wir mit ausgewählten Partnerlaboren

zusammengearbeitet. Diese Phase war für

uns wichtig, weil wir unterschiedliche Abläufe kennenlernen

konnten. Gleichzeitig hat sich unser eigener

Anspruch immer weiter geschärft: Wir wollten

mehr Einfluss auf Qualität, Geschwindigkeit, Auswertungstiefe

und die Verständlichkeit der Befunde

nehmen. Deshalb war der Aufbau eines eigenen Labors

der nächste logische Schritt. Seit 2024 betreiben

wir unser eigenes und können dadurch unsere Erfahrung

aus Probenahme, Anwendungstechnik und Laboranalytik

deutlich enger miteinander verbinden.

Heute verstehen wir uns nicht nur als Labor, sondern

als technischer Ansprechpartner für alle Fragen

rund um den Zustand von Öl, Maschine und Anlage.

bauMAGAZIN: Aufgrund der geopolitischen Entwicklung

sind die Energiekosten drastisch gestiegen. Die Dienstleistungen

von Oiltesco können hier aus meiner Sicht

eine wertvolle Hilfe sein. Denn: Die Motoren, Getriebe

und Hydrauliksysteme müssen gerade jetzt zuverlässig

funktionieren – Maschinen- und Anlagenausfälle, teure

Reparaturen sowie zu lange Stillstandzeiten können

sich die Unternehmen im Augenblick schlichtweg nicht

leisten. Wie beurteilen Sie das?

Norman Rohrwick: Ja, absolut. Gerade in wirtschaftlich

angespannten Zeiten gewinnt die Zustandsüberwachung

von Maschinen und Anlagen deutlich

an Bedeutung. Wenn Energie, Ersatzteile, Schmierstoffe

und Stillstandszeiten teurer werden, steigt

auch der Druck, vorhandene Ressourcen möglichst

effizient einzusetzen. Für viele Unternehmen bedeutet

das: Maschinen müssen zuverlässig laufen,

Wartungsmaßnahmen müssen planbarer werden

und ungeplante Ausfälle sollten möglichst vermieden

werden. Eine regelmäßige Ölanalyse kann hier

einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie frühzeitig

Hinweise auf kritische Veränderungen liefert — sowohl

im Öl als auch in der Maschine selbst. Dabei

geht es nicht nur darum, Schäden zu vermeiden. Es

geht auch darum, Entscheidungen auf eine belastbare

Grundlage zu stellen. Muss ein Öl wirklich gewechselt

werden? Gibt es Hinweise auf beginnenden

Verschleiß? Ist Wasser oder Schmutz ins System

gelangt? Wird das Öl thermisch zu stark belastet?

Solche Fragen lassen sich durch Laborwerte deutlich

objektiver beantworten als durch reine Erfahrungswerte.

Gerade bei teuren Anlagen, schwer

verfügbaren Ersatzteilen oder Maschinen mit hoher

Auslastung kann eine rechtzeitige Analyse helfen,

Risiken besser einzuschätzen und Instandhaltungsmaßnahmen

gezielt zu planen. In diesem

Sinne ist Ölanalyse kein zusätzlicher Kostenfaktor,

sondern ein Werkzeug, um Betriebssicherheit,

Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

bauMAGAZIN: Kommen wir zu Ihrem Fachgebiet, Herr

Matias: Wie läuft eine Analyse im Detail ab? Erklären

Sie unseren Lesern doch bitte Schritt für Schritt. Und:

Welche Verfahren bzw. Analysemethoden werden hierfür

genutzt?

Markus Matias: Der Ablauf einer Ölanalyse ist bei

Oiltesco bewusst einfach und praxisnah gestaltet.

INTERVIEW MIT

NORMAN ROHRWICK

Als Geschäftsführer der Oiltesco

GmbH bringt Norman Rohrwick

mehr als 20 Jahre Erfahrung

in der Zustandsüberwachung

sowie Schmierstoff- und Schadensanalytik

mit sich. »Mit der

Gründung von Oiltesco habe ich

meine Erfahrungen aus Technik,

Laboranalytik und praktischer

Anwendung gebündelt. Mein Ziel

ist es, Öldiagnostik so zugänglich

zu machen, dass Anwender nicht

nur Messwerte erhalten, sondern

eine verständliche Bewertung und

konkrete Handlungsempfehlung für

ihre Maschinen und Anlagen.«

OEM & Aftermarket Juni 2026 63


IM INTERVIEW

Bestandteile der

Gebrauchtölanalyse sind die

Bestimmung von Verschleißmetallen,

Additivelementen

und Verunreinigungen

mittels Elementanalyse.

im konkreten Anwendungsfall bedeutet. Dazu berücksichtigen

wir u. a. den Maschinentyp, das eingesetzte

Öl, die Laufzeit, Voranalysen sowie typische

Grenz- und Erfahrungswerte aus vergleichbaren

Anwendungen. Spätestens 48 Stunden nach

Probeneingang erhält der Kunde seinen Analysebericht

per E-Mail. Dieser enthält die Messergebnisse,

eine verständliche Bewertung des Öl- und Anlagenzustands

sowie eine konkrete Handlungsempfehlung.

So sieht der Kunde auf einen Blick, ob das

Öl weiterverwendet werden kann, ob ein Ölwechsel

sinnvoll ist oder ob Hinweise auf Verschleiß, Verunreinigung

oder andere Auffälligkeiten vorliegen.

Bei Rückfragen zum Bericht oder zur empfohlenen

Maßnahme stehen wir unseren Kunden selbstverständlich

auch persönlich zur Verfügung.

INTERVIEW MIT

MARKUS MATIAS

Mit Markus Matias verfügt die

Oiltesco GmbH über einen erfahrenen

Vertriebsleiter, der viele Jahre

im Vertriebsaußendienst im Bereich

Schmierstoffe tätig war. In dieser

Funktion betreute er Kunden aus

der Industrie sowie dem Baubereich

und beriet sie hinsichtlich

der optimalen Anwendung von

Schmierstoffen. »Dabei ist es

sinnvoll, nicht nur das aktuell eingesetzte

Öl, sondern den gesamten

Maschinenpark zu analysieren, um

eine technisch und wirtschaftlich

optimale Wahl sicherzustellen.«

Seit Oktober 2020 ist Markus

Matias im Vertrieb im Bereich der

Ölanalytik tätig.

Auf unserer Homepage bieten wir unterschiedliche

Ölanalysensets an, die auf verschiedene Anwendungen

und Maschinentypen abgestimmt sind. Der

Kunde kann entweder über die Auswahl seiner Maschine

den passenden Analyseumfang bestimmen

oder direkt zwischen den einzelnen Analysensets

wählen. Nach der Bestellung wird das Probenentnahmekit

bei uns vorbereitet. In der Regel bearbeiten

wir Bestellungen innerhalb von 24 Stunden und

versenden sie anschließend mit DHL. Sobald das Set

beim Kunden angekommen ist, kann die Ölprobe

entnommen werden. Dem Set liegt ein Probenbegleitschein

bei, auf dem wichtige Angaben zur Maschine,

zum Öl, dessen Einsatzdauer und zu möglichen

Auffälligkeiten eingetragen werden. Diese Informationen

sind für die spätere Bewertung wichtig,

da ein Analysewert immer im Zusammenhang

mit der Anwendung und den Betriebsbedingungen

betrachtet werden muss. Nach der Probenentnahme

wird das befüllte Probengefäß zusammen mit

dem Probenbegleitschein an unser Labor zurückgesendet.

Sobald die Probe bei uns eingetroffen ist,

wird sie registriert und anschließend im Labor untersucht.

Je nach gewähltem Analyseumfang kommen

verschiedene Prüfverfahren zum Einsatz. Typische

Bestandteile einer Gebrauchtölanalyse sind

die Bestimmung von Verschleißmetallen, Additivelementen

und Verunreinigungen mittels Elementanalyse.

Außerdem betrachten wir u. a. die

Viskosität, den Wassergehalt, mögliche Kraftstoffoder

Fremdöleinträge, Ruß- oder Partikelbelastung

sowie Alterungs- und Oxidationsprozesse. Auch infrarotspektroskopische

Verfahren, Partikelzählungen

oder weitere spezifische Prüfmethoden können

je nach Öltyp und Anwendung Bestandteil der

Analyse sein. Die einzelnen Messwerte werden anschließend

nicht isoliert betrachtet, sondern fachlich

bewertet. Entscheidend ist nicht nur, ob ein

Wert erhöht ist, sondern was diese Veränderung

bauMAGAZIN: Das Einsatzspektrum für Oiltesco-Analysen

ist gewaltig: Im Grunde können Sie die Diagnostik

für alle mobilen Anwendungen abdecken. Das heißt:

Die Baubranche dürfte hier zur idealen Zielgruppe zählen.

Gibt es noch weitere Branchen bzw. Wirtschaftsbereiche,

in denen Oiltesco unterwegs ist?

Norman Rohrwick: Ja, die Baubranche ist tatsächlich

ein sehr typisches Einsatzfeld für unsere Analysen.

Dort sind viele Maschinen im täglichen Betrieb hohen

Belastungen ausgesetzt — zum Beispiel Bagger,

Radlader, Krane, Bohrgeräte oder andere mobile

Arbeitsmaschinen. Gerade bei solchen Anwendungen

kann eine regelmäßige Ölanalyse helfen, den

Zustand der Maschinen besser zu überwachen und

Ausfälle planbarer zu machen. Das Einsatzspektrum

von Oiltesco geht jedoch deutlich darüber hinaus.

Grundsätzlich bieten wir Gebrauchtölanalysen

für das gesamte industrielle Umfeld an. Dazu

gehören mobile Anwendungen ebenso wie stationäre

Anlagen. Ein wichtiger Bereich ist die Überwachung

von Hydrauliksystemen. Darüber hinaus

analysieren wir Motoren- und Getriebeöle aus unterschiedlichsten

Bereichen. Das reicht von Nutzfahrzeugen,

Baumaschinen und Landmaschinen über

Industriegetriebe bis hin zu Sondermaschinen und

Produktionsanlagen. Ein weiterer wichtiger Bereich

ist der Energiesektor, insbesondere Kraftwerksanwendungen.

Hier untersuchen wir beispielsweise

Turbinenöle, bei denen die Überwachung des Ölzustands

eine zentrale Rolle für Betriebssicherheit,

Verfügbarkeit und langfristige Anlagenzuverlässigkeit

spielt. Zusammengefasst sind unsere Analysen

überall dort relevant, wo Schmierstoffe oder Hydraulikflüssigkeiten

eine kritische Funktion übernehmen.

Das betrifft u. a. die Bauwirtschaft, Industrie,

Energieerzeugung, Landwirtschaft, Logistik,

kommunale Betriebe, produzierende Unternehmen

und Betreiber größerer Maschinenparks.

bauMAGAZIN: Die Ölanalyse ist im Grunde eine Zustandsüberwachung,

ohne die Maschine dafür öffnen

64

Juni 2026

OEM & Aftermarket


OILTESCO

zu müssen. Das heißt also, es ist eine präventive Maßnahme,

um Verschleiß frühzeitig zu erkennen oder

um Wartungsintervalle besser planen zu können. Um

aber die Notwendigkeit solcher Analysen aufzuzeigen,

braucht es manchmal auch das »Horrorszenario« quasi

als Vorwarnung: Was waren die bislang »schlimmsten«

Analyse-Ergebnisse?

Norman Rohrwick: Solche Fälle gibt es in der Praxis

leider immer wieder. Typische Probleme sehen

wir bei Hydraulikanlagen, insbesondere im mobilen

Bereich, durch Verschmutzung des Fluids. Bei

Baumaschinen mit häufig wechselnden Arbeitswerkzeugen

kommt es immer wieder zu starkem

Schmutzeintrag. Wenn Hydraulikkupplungen oder

Anschlüsse verschmutzt sind, gelangen Partikel direkt

ins System. Diese Verunreinigungen wirken

dort wie Schleifmittel und beschleunigen den Verschleiß

an Pumpen, Ventilen, Zylindern und Dichtungen

erheblich. Auch Fehlbefüllungen sind ein

häufiges und ernstzunehmendes Thema. Dabei

wird beispielsweise ein ungeeignetes Öl nachgefüllt

oder ein Schmierstoff mit einer anderen Additivierung

mit dem vorhandenen Öl vermischt. Das

kann dazu führen, dass sich die Eigenschaften des

Öls verändern, Additive nicht mehr wie vorgesehen

wirken oder sich Ablagerungen bilden. Für

den Betreiber ist das oft zunächst nicht erkennbar

— im Labor zeigen sich solche Auffälligkeiten aber

sehr deutlich. Aber auch die Kombination ungünstiger

Betriebsparameter kann ungewollte Folgeerscheinungen

nach sich ziehen. Ein besonders kritisches

Beispiel ist die Verwendung von reinem Biodiesel

beziehungsweise FAME in Verbindung mit

mineralischen Grundölen. In solchen Fällen beobachten

wir immer wieder chemische Reaktionen

und Polymerisationseffekte. Das Öl verändert

dabei seine Eigenschaften massiv, kann eindicken

oder im Extremfall regelrecht stocken. Für

die betroffene Maschine bedeutet das ein erhebliches

Risiko: Schmierstellen werden nicht mehr

ausreichend versorgt, Filter können zusetzen und

es kann zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen.

Diese Beispiele zeigen, warum regelmäßige

Ölanalysen so wertvoll sind. Sie liefern frühzeitig

Hinweise auf falsche Betriebsbedingungen,

Verschmutzung, Fehlbefüllungen oder beginnende

Schäden. Im Idealfall wird dadurch aus einem

möglichen Maschinenschaden lediglich eine planbare

Wartungsmaßnahme. Genau das ist der entscheidende

wirtschaftliche Vorteil: Schäden vermeiden,

bevor sie teuer werden.

d

Die Oiltesco GmbH mit

Sitz in Unterwössen

(Chiemgauer Alpen) ist

Spezialist für die Überwachung

von Gebrauchtölen. Mittels

personalisierter Entnahmetests,

individueller Analyseumfänge

sowie persönlicher Beratung

bietet das Unternehmen professionelle

Ölanalysen für Baumaschinen.

Als unabhängiges Labor

unterstützt Oiltesco dabei, Öldiagnosen

richtig zu interpretieren

und auf Basis präziser Daten

die richtigen Maßnahmen zu

ergreifen. So sollen Ausfallzeiten

verringert, Maschinenschäden

vermieden und Wartungsaufgaben

planbarer gemacht werden.

HOCHDRUCKPUMPEN UND -SYSTEME

ENERGIEEFFIZIENT, SICHER, LEISTUNGSSTARK

Hammelmann GmbH

Carl-Zeiss-Straße 6-8

D-59302 Oelde

OEM & Aftermarket

mail@hammelmann.de

www.hammelmann.de

Juni 2026 65


Umweltfreundlich

auf (E-)Achse

SAF-HOLLAND – Mit

der »SAF Trakr« bietet

SAF-Holland eine elektrische

Trailerachse, die gleichermaßen

für Erstausrüstung wie zur

Nachrüstung geeignet ist. Die

Rekuperationsachse soll mit

Effizienz, Umweltvorteilen und

Zukunftssicherheit überzeugen.

Damit wird die Elektrifizierung

von Trailerflotten laut SAF nicht

nur technisch, sondern auch

wirtschaftlich attraktiv.

SAF-HOLLAND

20

Kilowatt

Die flüssigkeitsgekühlte

»SAF Trakr« erreicht eine

Spitzenleistung von bis zu

20 kW und ist für Achslasten

von 9 bis 10 t verfügbar.

In Innenstädten ist kein Platz für Lärm oder Emissionen.

Umso besser, wenn der Trailer unabhängig

vom Diesel arbeiten kann: Die elektrische Trailerachse

»SAF Trakr« erzeugt während der Fahrt

Strom für den Anhänger und ermöglicht das umweltfreundliche

Betreiben von elektrischen Nebenverbrauchern

im Trailer. »Mit der modular konzipierten

Rekuperationsachse ›SAF Trakr‹ haben wir

eine leistungsstarke und technologisch richtungsweisende

E-Achse entwickelt. Damit bieten wir einen

entscheidenden Hebel auf dem Weg zur klimaneutralen

Transportzukunft«, erklärt Olaf Drewes,

Director Group Innovation Trailer bei SAF-Holland.

Rekuperation reduziert Emissionen

Die E-Achse »SAF Trakr« vereint das bewährte technische

Fundament der »Intra«-Achse mit zukunftsweisender

E-Mobilität und baut auf jahrzehntelange

Erfahrung des Unternehmens. Im Fahrbetrieb wandelt

die zentral angeordnete Hochspannungs-Generatoreinheit

der »SAF Trakr« kinetische Energie in

Strom um – etwa beim Bremsen oder in Schubphasen.

Die so gewonnene Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie

gespeichert und kann elektrische

Nebenverbraucher im Trailer, wie Kühlaggregate,

Heizungen, Ladebordwände, hydraulische

Schubböden oder E-Gabelstapler, versorgen. Dies

reduziert nach Unternehmensangaben den Dieselverbrauch,

den CO₂-Ausstoß und die Feinstaubemissionen

signifikant. Auch die Lärmbelastung

sinkt, was sich insbesondere bei innerstädtischen

Lieferungen, Nachttransporten und Logistikbereichen

wie Häfen und Flughäfen auszahlt.

Die Nachrüstung der

vollelektrifizierten Rekuperationsachse

erfolgt über

standardisierte Schnittstellen

und ohne spezielle

Fahrzeuganpassungen.

Energiegewinnung während der Fahrt

Ein zentrales Plus der »SAF Trakr« ist die Energiegewinnung

während der Fahrt: Die Batterie wird

durch Rekuperation geladen – externe Ladepausen

entfallen weitgehend, wodurch kostspielige Standzeiten

sowie zusätzliche Stromkosten reduziert und

die Fahrzeugverfügbarkeit erhöht werden. Für den

Fahrer bedeutet das mehr Komfort, weniger Lärm

und weniger Aufwand im Alltag. Durch die gleichmäßige

Drehmomentabnahme an beiden Rädern

wird der Reifenverschleiß gleichmäßig verteilt –

das soll die Wartungsplanung erleichtern und langfristig

die Betriebskosten senken.

Die flüssigkeitsgekühlte »SAF Trakr« erreicht eine

Spitzenleistung von bis zu 20 kW und ist für Achslasten

von 9 bis 10 t verfügbar. Eine luftgekühlte Variante

befindet sich derzeit in einer umfangreichen

Erprobungsphase. Diese wird sogar ohne die Metalle

der seltenen Erden hergestellt – ein weiterer Beitrag

zur Ressourcenschonung. Der modulare Aufbau

ermöglicht die Integration mit dem bewährten

SAF-»Intra«-Fahrwerk und – seit 2024 – auch mit

dem »Modul«-System von SAF-Holland. Die Kombination

aus Energieeffizienz, Umweltvorteilen und

Servicefreundlichkeit macht die E-Achse nach Einschätzung

des Unternehmens zur zukunftssicheren

Lösung für moderne Transportlogistik.

Elektrifizierung auch für Bestandsfahrzeuge

Die Nachrüstung der vollelektrifizierten Rekuperationsachse

erfolgt dank ihrer Plug-and-Play-Struktur

über standardisierte Schnittstellen und ohne

spezielle Fahrzeuganpassungen. Gleiches gilt

für die Wartung: Komponenten wie Bremsbeläge,

Bremsscheiben oder Radköpfe entsprechen denen

nicht-elektrifizierter Achsen, was die Ersatzteilversorgung

vereinfacht und die »SAF Trakr« auch in

bestehende Fahrzeugflotten problemlos integrieren

lässt. Ob Neuanschaffung oder Nachrüstung

– damit kann laut Aussage von SAF-Holland jeder

Flottenbetreiber die Vorteile umweltfreundlicher

E-Achsen genießen. Die Kombination aus technischer

Innovation, wirtschaftlichen Vorteilen, geringer

Lärmemission und einfacher Integration

in Neu- und Bestandsfahrzeuge erfüllt nicht nur

aktuelle gesetzliche Anforderungen, sondern verschafft

Flottenbetreibern handfeste Vorteile im

Alltag. Drewes resümiert abschließend: »Die SAF

Trakr‹ ist mehr als eine technische Innovation: Sie

ist ein strategischer Baustein für die emissionsfreie

Transportzukunft.«

s

66

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Lebensdauer von

Gelenkwellen verlängern

WELTE – Die Gelenkwelle ist ein wenig beachtetes Teil im Antriebsstrang

von Lkw sowie Bau- und Agrarmaschinen – und dennoch

essenziell für die sichere Kraftübertragung. Wie lange sie unter

unterschiedlichen Einsatzbedingungen hält, hängt jedoch stark

vom Einsatzzweck ab. Die Experten der Welte Cardan-Service geben

Einblicke in die Technik an sich und Tipps zur Wartung.

Solange der Lkw im Fernverkehr

rollt, wird die Gelenkwelle

kaum wahrgenommen. Das

liegt auch an ihrer mittlerweile

sehr hohen Lebensdauer. War

früher regelmäßiges Abschmieren

notwendig, was in der Praxis

ebenso regelmäßig nicht beachtet

wurde, haben moderne Dichtungssysteme

die Lebensdauer

der Kreuzgelenke deutlich erhöht.

Im Fernverkehr erreichen

Gelenkwellen heutzutage bis zu

einer Million Kilometer Laufleistung,

bevor sie reif für die Überholung

durch den Gelenkwellenspe-

zialisten sind. »Egal, ob sich der

Kunde für eine komplette Welle

oder die Aufarbeitung entscheidet

– die Gelenkwellen und Komponenten

der Marke ›EDS – All

Driveshaft‹ liefern kompromisslose

Qualität für einen leistungsstarken

Antriebsstrang«, so Robert

Sanchez, technischer Leiter

der Welte Cardan-Service. Maßgeblich

für die Steigerung der

Laufleistung sind die verbesserten

Abdichtungen der Lagerbuchsen,

die auf den Zapfen

der Kreuzgelenke sitzen. Durch

die Entwicklung von einfachen

Gummitüllen hin zu Doppelund

Dreifachdichtlösungen mit

speziellen Staubkappen wird

gleichermaßen der Schmierstoffaustritt

sowie das Eindringen

von Schmutz und Feuchtigkeit

in das Lager verhindert. Somit

ist bei den meisten Gelenkwellen

im Onroad-Bereich ein

Abschmieren nicht mehr notwendig.

»Die Entwicklung hin

zu mit Spezialfetten gefüllten

›service-free‹-Gelenkwellen wurde

durch die Anzahl an Schäden,

die auf Wartungsmängel zurückzuführen

waren, begünstigt«, so

Sanchez. Generell stärker gefordert

werden Gelenkwellen hingegen

im Off road-Bereich: Zum

einen ist der Antriebsstrang starken

Belastungen ausgesetzt, zum

anderen erhöhen starke Wankbewegungen

die Belastung.

j

ADOBESTOCK

Im Off-Highway- und Offroad-Bereich

ist der Antriebsstrang sehr

starken, ungleichmäßigen Belastungen

ausgesetzt, wie dem Anfahren

unter Höchstlast im Gelände.

Abschmieren

entfällt

Bei den meisten Gelenkwellen ist

ein Abschmieren dank moderner

Dichtungssysteme nicht mehr

notwendig.

Akku-Motoreinheit für

den Ersatz von Benzinmotoren

MAKITA – Die neue »GU01G« mit einer maximalen elektrischen

Leistung von bis zu 1,5 kW erweitert das »40V max. XGT«-Akku-System

um eine leistungsstarke und vielseitig einsetzbare Akku-Motoreinheit.

Sie wurde dafür entwickelt, klassische Benzinmotoren im

Leistungsbereich von 25 bis 50 cm³ zu ersetzen und den Übergang zu

modernen, emissionsfreien Antriebslösungen zu ermöglichen.

Die »GU01G« stellt eine kompakte,

vollelektronische Alternative

zu herkömmlichen

Verbrennungsmotoren dar und

richtet sich gezielt an Hersteller,

die ihre bestehenden Maschinen

auf Akku-Technologie umstellen

möchten. Durch die standardisierten

Befestigungsmaße

– kompatibel mit gängigen Benzinmotoren

wie dem »GX35«-

Typ – lässt sich die Integration

in bestehende Anwendungen be-

sonders einfach realisieren. Mit

dem »40V max.«-Antrieb profitieren

Anwender und Hersteller

gleichermaßen von den Vorteilen

der »XGT«-Technologie. Das

System umfasst ein breites Portfolio

von über 230 Geräten und

bietet damit eine zukunftssichere

Plattform für unterschiedlichste

Anwendungen – von professionellen

Gartengeräten über

Bauanwendungen bis hin zu

Spezialmaschinen. Ein beson-

derer Fokus liegt auf der Vereinfachung

des Einstiegs in die Akku-Technologie:

Im Gegensatz zu

reinen Akku-Plattformlösungen

vereint die »GU01G« Motor, Steuerung

und Energieversorgung

in einer abgestimmten Einheit.

Dadurch reduziert sich der Entwicklungsaufwand

für Hersteller

erheblich, während gleichzeitig

hohe Sicherheits- und Leistungsstandards

gewährleistet

werden. Die Motoreinheit bietet

umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten,

um spezifische Anforderungen

unterschiedlicher

Anwendungen zu erfüllen. Darüber

hinaus kann die Steuerung

der Einheit über einen Adapter

programmiert werden.

j

Die »GU01G« vereint Motor,

Steuerung und Energieversorgung

in einer abgestimmten Einheit.

MAIKTA

OEM & Aftermarket Juni 2026 67


Bosch Rexroth treibt mit »Bodas«

die digitale Transformation mobiler

Arbeitsmaschinen voran. Dazu gehören

IoT-Lösungen, Software und

elektronische Hardware

für den Off-Highway-Markt.

Automatisierung mobiler

Arbeitsmaschinen

beschleunigen

BOSCH REXROTH AG (2)

BOSCH REXROTH – Mit dem

Offroad-Robotic-Controller

»ORC2« erweitert Bosch

Rexroth sein »Bodas«-Ecosystem

um eine leistungsfähige

Architektur für datenintensive

Automatisierungsfunktionen in

mobilen Arbeitsmaschinen. Der

speziell für Off-Highway-Anwendungen

entwickelte High-Performance-Computer

verarbeitet

komplexe Sensordaten direkt

auf der Maschine und soll damit

die Grundlage für Assistenzsysteme

sowie automatisierte

Arbeitsabläufe schaffen.

Der neue High-Performance-Computer

»ORC2« von Bosch Rexroth bildet das

Herzstück eines Ecosystems zur Automatisierung

von Fahr- und Arbeitsfunktionen.

Die Automatisierung mobiler Arbeitsmaschinen

gewinnt in vielen Anwendungen zunehmend

an Bedeutung. Assistenzfunktionen, automatisierte

Prozesse und perspektivisch autonome Arbeitsabläufe

stellen jedoch hohe Anforderungen an

die elektronische Architektur der Fahrzeuge. Insbesondere

die Verarbeitung großer Datenmengen

aus Kameras, Radar- oder Lidarsensoren erfordert

leistungsfähige Steuergeräte, die komplexe

Algorithmen zuverlässig und in Echtzeit ausführen

können.

Mit dem Offroad-Robotic-Controller »ORC2«

hat Bosch Rexroth ein Steuergerät entwickelt, das

speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten ist.

Robust ausgelegt, passiv gekühlt und speziell an die

Bedingungen hinsichtlich Staub und Wasser in mobilen

Arbeitsmaschinen angepasst, ermöglicht die

kompakte Bauweise nach Herstellerangaben trotz

passiver Kühlung eine einfache Integration in unterschiedlichste

Maschinenkonzepte.

Der High-Performance-Computer übernimmt

die zentrale Verarbeitung großer Datenströme

aus unterschiedlichen Sensorquellen.

Punktwolken aus Lidarsensoren, Videodaten

von Kameras oder Signale

von Radarsensoren können parallel

analysiert und miteinander

kombiniert

werden. Diese Fähigkeit

bildet die Grundlage für

Funktionen wie präzise Umfeldwahrnehmung,

intelligente Objekterkennung

oder komplexe Automatisierungsfunktionen.

Hohe Rechenleistung für komplexe Sensordaten

Im Zentrum des »ORC2« arbeitet ein leistungsfähiger

System-on-a-Chip, der speziell für Fahrerassistenz-

und autonome Anwendungen entwickelt

wurde. Dieser vereint neueste DSP‘s, dezidierte

Beschleuniger für Deep Learning und traditionelle

Algorithmen, Arm- und GPU-Prozessoren. Dadurch

lassen sich rechenintensive Anwendungen

aus den Bereichen Sensorfusion, Computer Vision

und künstliche Intelligenz parallel ausführen.

Offene Architektur für flexible Entwicklung

Neben der Hardware spielt die Softwarearchitektur

eine entscheidende Rolle. Der »ORC2« wird

standardmäßig mit einem sicherheitszertifizierten

Echtzeitbetriebssystem ausgeliefert, kann aber

auch für Nicht-Sicherheitsanwendungen optimal

eingesetzt werden. Ergänzend integriert Bosch

Rexroth beispielsweise einen hardwarebeschleunigten

ISP (Image Signal Processing), der den Einsatz

von kostenoptimierten GMSL2-Kameras ermöglicht,

ROS2 und viele weitere Funktionen.

Diese Architektur eröffnet Maschinenherstellern

große Freiheiten bei der Entwicklung eigener

Anwendungen. Über Programmierschnittstellen

können Entwickler direkt auf Hardware-Ressourcen

wie Ein- und Ausgänge, Kommunikationsschnittstellen

oder Systemfunktionen zugreifen.

Dadurch lässt sich das Steuergerät flexibel an unterschiedliche

Maschinenkonzepte anpassen und

bietet laut Aussage des Unternehmens außerdem

eine maximale Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung

neuer Funktionen.

s

68

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Neue Generation modularer

Federleitungstrommeln

MOOG – Bereits im Jahr 2024 hat Moog Rekofa sein Portfolio

aus hochleistungsfähigen Antriebs- und Steuerungssystemen

sowie Hydraulik durch die Entwicklung einer ersten federgetriebenen

Kabeltrommel erweitert. Nach positiver Resonanz

aus dem Markt auf das Entwicklungsprojekt entschieden

die Verantwortlichen, die neue Produktsparte gezielt weiterzuentwickeln

und auszubauen. Nun stellt Moog die neue

Produktgeneration mit den Serien »F 6947« und

»F 6948« vor. Im Vergleich zur Vorgängergeneration bieten die

neuen Produktlinien neben der bewährten Leistungsfähigkeit

und Robustheit einen modularen Aufbau und ein effizienteres

Leichtbau-Design bei erweiterter Funktionalität.

MOOG

Die Federleitungstrommeln

der Serien »F 6947« und »F

6948« nutzen ein modulares

Baukastensystem, mit dem unterschiedliche

Konfigurationen

bereitgestellt werden können.

Dabei gewährleistet die Konzentration

auf wenige Feder- und

Seitenronden-Varianten

eine

reduzierte Variantenvielfalt und

Komplexität und trägt insgesamt

zu einer Kostenreduzierung

bei. Voraussetzung hierfür ist

die optimale Kombinierbarkeit

Baukasten

Die Serien »F 6947« und

»F 6948« nutzen ein modulares

System, mit dem unterschiedliche

Konfigurationen bereitgestellt

werden können.

der verschiedenen Komponenten,

die den neuen Serien hohe

Flexibilität sowie eine schnelle

Realisierung kundenspezifischer

Anpassungen ermöglicht.

Möglich sind dabei neben variablen

Außenabmessungen, Wickellängen

und Federkräften sowohl

flexible Kabel- und Steckerkonfigurationen,

unterschiedliche

Leitungsführungen und

Befestigungsadapter als auch

eine optionale Integration von

anwendungsspezifischen

Sensorsystemen.

Gegenüber ihren

Vorgängern zeichnen sich die

neuen Modelle auch durch eine

vergrößerte Kabelkapazität aus.

Zusammen mit einer Erhöhung

der Zahl an Federumdrehungen

reagiert Moog damit auf steigende

Anforderungen an Wickellängen

und Lebensdauer der Kabeltrommeln.

Sicherheit und

Leistungsfähigkeit im Design

Beim Design der neuen Federkabeltrommeln

setzt Moog auf

geringes Gewicht bei optimierter

Leistungsfähigkeit. Die verbesserten

Leistungsmerkmale,

wie der Einsatz größerer Federn,

unterstützen anspruchsvolle Anwendungen

mit höheren Rückzugskräften

oder Federmomenten.

Realisiert werden so mit den

Standard-Modellen Verfahrgeschwindigkeiten

bis 1 m/s. Die

Schleifringe erfüllen modellabhängig

die Anforderungen der

Schutzklasse IP6K9K. Die eingesetzten

Bauteile sind seewasser-,

UV- und ölbeständig und damit

für anspruchsvolle industrielle

Anwendungen geeignet und

gewährleisten Funktionssicherheit

in einem Temperaturbereich

zwischen -40 °C und 80 °C.

Die Serien werden in sechs

Varianten angeboten, mit Wickellängen

von 10 m bis 80 m, Wickeldurchmessern

von 202 mm

oder 302 mm, Wickelbreiten

von 85 mm, 120 mm, 155 mm

und 190 mm sowie Ronden mit

einem Durchmesser von 330 mm

oder 500 mm. Weitere Varianten

können individuell auf Kundenwunsch

realisiert werden.

Federgetriebene Kabeltrommeln

sind essenziell, um Effizienz,

Sicherheit und Zuverlässigkeit

elektrisch betriebener Maschinen

in der Baubranche zu gewährleisten.

SCHLAUCHMANAGEMENT UND

HYDRAULIK-SOFORTSERVICE

Setzen Sie auf präventive Instandhaltung und sichern Sie sich den reibungslosen

Betrieb Ihrer Maschinen und Anlagen! Mit My.HANSA-FLEX haben Sie ein

effizientes Schlauchmanagement-Tool, das Ihnen hilft, Ausfälle zu vermeiden

und die Lebensdauer Ihrer Hydraulik-Schlauchleitungen zu verlängern.

Sollte es doch mal zu einem Notfall kommen: Unser Hydraulik-Sofortservice

steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung – nur einen Anruf entfernt.

QR-Code scannen

für mehr Informationen

www.hansa-flex.de

j

OEM & Aftermarket Juni 2026 69


Ab sofort in Serie:

Lüfterkupplungen

»LCX50« und »LCX100«

HORTON – Im bayerischen

Schweinfurt hat Horton erfolgreich

die Serienproduktion der

Mid-Size-Viscous-Kupplungen

»LCX50« und »LCX100«

aufgenommen. Nach einer

intensiven Entwicklungsphase

wird die Kupplung nun erstmals

in mehreren Applikationen

namhafter Hersteller aus den

Bereichen Agriculture und

Construction verbaut.

Die »LCX50« und »LCX100«

sind speziell für kompakte

On- und Off-Highway-Anwendungen

mit 3- bis 9-l-Motoren

ausgelegt. Sie eignen sich insbesondere

für Fahrzeuge, bei

denen eine kompakte Bauweise,

hohe Zuverlässigkeit und eine

effiziente Motorkühlung entscheidend

sind. Die »LCX50« ist

für Anwendungen im Leistungsbereich

von 70 bis 150 PS ausgelegt,

die »LCX100« für den Bereich

von 150 bis 300 PS. Sie ergänzen

die bestehende »LCX«-Familie,

zu der bereits die größeren

Lüfterkupplungen »LCX170« und

»LCX230« gehören, die für Großmotoren

im Bereich von 9 bis

18 l etabliert sind. Innerhalb dieser

Plattform stellen die »LCX50«

und »LCX100« nun die Mid-Size-Lösungen

dar.

Wie alle Kupplungen der

»LCX-Serie bieten sie, so Horton,

drei zentrale technologische Vorteile:

eine niedrige Leerlaufdrehzahl,

die präzise Regelbarkeit

bei niedrigen Drehzahlen sowie

das »Cold-Start Disengagement«

(CSD). Diese Technologie sorgt

dafür, dass die Kupplung direkt

Die »LCX50« ist für Anwendungen

im Leistungsbereich von

70 bis 150 PS ausgelegt.

nach dem Motorstart auskuppelt

und zunächst nur mit minimaler

Drehzahl läuft. Damit steht

dem Motor sofort die volle Leistung

zur Verfügung, was ein entscheidender

Vorteil insbesondere

bei niedrigen Temperaturen

und anspruchsvollen Einsatzbedingungen

ist.

j

V. l. n. r.: Dominik Derleder (Teamleiter

Application Engineering), Markus Ploss

(Produktionsleiter), Dieter Tilsner

(Bereichskoordinator Montage), Jordan

DeBruhl (Vertriebsleiter Off-Highway Europe)

präsentieren eine der ersten seriell

produzierten »LCX100«-Kupplungen.

HORTON (2)

Bereit, um die Schaufel voll zu machen

Markantes Profildesgin: Selbstreinigend, gewährleistet sicheren

Halt auf feuchtem und losem Untergrund

Gleichmäßig verteilte Profilblöcke: Ruhigeres Fahrgefühl und

reduziert Vibrationen

Kurb-Rib-Schulter: Strapazierfähig und verstärkt die Seitenwand

Robuste Karkasse - ALL STEEL: Widerstandsfähig und pannensicher

Hochwertige Gummimischung: Schnittfest mit reduzierter

Wärmeentwicklung, verlängert die Lebensdauer

*

* bes. Geltungsrahmen

70

Juni 2026

Ascenso Tyres CE GmbH, Hansastraße 13, DE 49134 Wallenhorst

P: +49 5407 80327-60, E: info@ascensotyres.de, W: www.ascensotyres.de OEM & Aftermarket


Weniger Integration,

mehr Leistung

MANN+HUMMEL – Ob im Steinbruch, auf der Baustelle oder im

Bergbau – der Maschinist verlässt sich auf sein funktionsfähiges

Arbeitsgerät, und das Tag für Tag bei jedem Einsatz. Luftfiltration

spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie bestimmt, ob die

Maschine im Einsatz halten kann, was versprochen wurde.

DER SPEZIALIST

gegen den Verschleiß

MANN+HUMMEL

Mit den Kompaktluftfiltern

der »Iqoron«-Serie bietet

Mann+Hummel eine Lösung,

die für den harten Alltag im

Heavy-Duty-Einsatz entwickelt

wurde. Aufgrund der hochkompakten

Bauform lassen sich die

Filter gerade in beengten Bauräumen

gut einsetzen – hinzu

kommen hohe Luftdurchsätze.

Neu am Markt ist die »Iqoron

V8«-Ausführung, die sowohl als

horizontale als auch als vertikale

Version erhältlich ist. Sie wurde

speziell für den Betrieb mit

und ohne Absaugung entwickelt

– laut Hersteller arbeitet diese Lösung

zuverlässig auch unter härtesten

Staubbedingungen.

Der Kompaktluftfilter folgt

laut Aussage des Herstellers einem

klaren Grundprinzip: leichtere

Abreinigung des Filterelements

bei weit weniger Stillstand.

Hauptelement und Vorabscheider

lassen sich reinigen,

was die Betriebskosten über den

gesamten Lebenszyklus reduzieren

soll. Für eine deutlich längere

Betriebsdauer im Feldeinsatz

wird die Filterfläche laut Hersteller

weit weniger blockiert.

Die Kompaktluftfilter des Typs

»Iqoron V8« sind in waagerechter oder

senkrechter Ausführung erhältlich.

Hohe Filterleistung

Das Herzstück der »Iqoron«-Serie

ist das von Mann+Hummel

entwickelte »CompacPleat«-Filterelement

mit Einfach- oder

Doppelbalgtechnologie. Mit der

hier umgesetzten Strömungsführung

wird eine lineare Durchströmung

des Luftfilters erreicht,

was flexible Einbauvarianten ermöglicht.

Im Vergleich zu konventionellen

Filterelementen

verfügt das »CompacPleat«-Element

laut Hersteller bei gleichem

Bauraum über eine deutlich

größere Filterfläche und

punktet so mit einer hohen Leistungsdichte

für maximale Standzeiten.

Das Filterelement ist metallfrei

und vollständig veraschbar.

Der bei einigen Modellen

vorhandene Entnahmerahmen

lässt sich wiederverwenden.

Für die »Iqoron-V«-Luftfilter mit

seitlichem Wartungskonzept bietet

der Hersteller speziell entwickelte

Ansaughutzen in verschiedenen

Varianten pro Filtergröße.

Diese Luftführungsteile verbinden

den Multi-Zyklonblock des

Filters mit Standardkomponenten

auf der Schmutzseite.

d

ANFERTIGUNGEN + REPARATUREN + VERSCHLEISSTEILE

für Erdbewegung, Abbruch, Recycling und Gewinnung

www.verotool.de

Ratingen:

Tel. +49(0)2102 | 700 76-0

kontakt@verotool.de

Jena:

Tel. +49(0)364 28 | 13 00-0

jena@verotool.de

OEM & Aftermarket Juni 2026 71


Kompakte

Kraftpakete:

Upgrade für »M13«

und »M17«

Der Baukompressor ist

mit integriertem und mit

externem Nachkühler

ausrüstbar.

KAESER KOMPRESSOREN – Leistungsstark, leicht, geräuscharm, vielseitig einsetzbar

und einfach zu transportieren: Die kleinsten Modelle der »Mobilair«-Baureihe

»M13« und »M17« haben einiges zu bieten. Bei den aktuellen Versionen sorgen eine

ganze Reihe an Detailverbesserungen und Zusatzausstattungen für noch mehr Vorteile.

Erstmals gibt es den »M13« und »M17« jetzt auch mit integriertem Druckluftnachkühler.

den beide Schraubenkompressoren jeweils über einen

wartungsarmen Keilriemen von einem luftgekühlten

Honda-Viertakt-Benzinmotor. Für dessen

lange Ausdauer im täglichen Einsatz sorgt ein groß

dimensionierter 20-l-Kraftstofftank.

KAESER (2)

Platzsparend

Selbst auf sehr kleinen Ladeflächen

finden die kompakten

Kompressoren noch Platz.

Drucklufthämmer, -bohrmaschinen, -sägen,

-schleifmaschinen, -schrauber oder auch Erdraketen

oder Kanalroboter betreibt der Baukompressor

»M13« mit einer Liefermenge von 1,2 m³

Druckluft pro Minute bei 7 bar. Als eine »Idealbesetzung

für das grabenlose Verlegen von Glasfaserkabeln«

beschreibt Kaeser die 15-bar-Version des

Modells »M17« mit einer Liefermenge von 1 m³/min.

Darüber hinaus stehen vom »M13« auch 10- und

13-bar-Versionen zur Verfügung. Angetrieben wer-

Der »M13« und der »M17«

bieten Druckluft für zahlreiche

Anwendungsmöglichkeiten.

Wartung leicht gemacht

Auch die Wartung gestaltet sich problemlos. Die

Ölabscheidung ist mit einer Spin-on-Filterpatrone

ausgestattet, die sich einfach austauschen lässt.

Sie sorgt auch dafür, dass der Restölgehalt in der

Druckluft sehr niedrig ist. Alle Modelle sind mit einer

korrosionsfreien Schallschutzhaube aus rotationsgesintertem

Polyethylen (PE) ausgestattet und

punkten durch geringe Lautstärke. Für Einsätze in

geschlossenen Räumen, auf der Baustelle oder in

der Werkstatt gibt es eine abgasfreie Elektroversion

mit Drehstrommotor. Außerdem finden die kompakten

Kompressoren auch auf sehr kleinen Ladeflächen

noch Platz: Sie lassen sich leicht mit jedem

geschlossenen Lieferwagen, auf der Pritsche eines

Lkws oder Pick-ups mitnehmen. So bleibt die Anhängerkupplung

frei für andere Transportzwecke.

Wenn für bestimmte Einsätze kühle und kondensatfreie

oder sogar technisch ölfreie Druckluft erforderlich

ist, können die Kompressoren zusätzlich

mit einem externen oder einem integrieren Druckluft-Nachkühler,

wahlweise mit oder ohne Mikrofilterkombination,

ausgerüstet werden. Der externe

Nachkühler ist in ein Tragegestell eingebaut und

verfügt über fest montierte Leitungen für Druckluft,

Kondensatrückführung und zum Antrieb des Nachkühler-Lüfters.

j

72

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Anzeige

Elektrifizierung

industrieller Fahrzeuge

Aufgrund schwankender Energiekosten, geopolitischer

Spannungen und einem wachsenden regulatorischen

Druck in Bezug auf Emissionen rückt bei Herstellern,

OEMs und Systemintegratoren die Elektrifizierung industrieller

Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen in den Fokus.

Der Übergang zu elektrifizierten Systemen betrifft dabei

längst nicht mehr nur die ökologische Nachhaltigkeit. Die

strategische Entscheidung dafür wirkt sich unmittelbar

auf wirtschaftliche, produktive und wettbewerbsrelevante

Aspekte aus, welche die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen

beeinflussen.

Mit dem Wechsel zu elektrischen Plattformen geht eine

höhere Planbarkeit der Betriebskosten, Reduzierung des Risikos

durch die Volatilität fossiler Brennstoffe sowie eine Verbesserung

der Gesamteffizienz von Flotten einher. In diesem

Szenario gewinnt die Lithium-Eisenphosphat-Batterietechnologie

(LFP) aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, Sicherheit und

Lebensdauer zunehmend an Bedeutung – insbesondere für

anspruchsvolle und kontinuierliche industrielle Anwendungen.

Genau in diesem Bereich positioniert sich Aliant Battery,

eine Marke der ELSA Solutions S.p.A., die auf die Entwicklung

und Produktion vollständig kundenspezifischer LFP-

Batterien für Industriefahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Spezialanwendungen

sowie hybride und elektrische Systeme in den

Off-Highway- und Marine-Sektoren spezialisiert ist. Denn

immer mehr Einsatzumgebungen – wie innerstädtische Baustellen,

Indoor-Anwendungen und sensible Industrieareale –

verlangen Fahrzeuge mit lokal emissionsfreiem Betrieb oder

setzen zunehmend strengere Grenzen für traditionelle Verbrennungssysteme.

Die Möglichkeit, mit elektrifizierten Plattformen

zu arbeiten, stellt daher auch einen direkten Wettbewerbsvorteil

dar: Unternehmen können neue Marktsegmente

erschließen und zukünftige regulatorische Entwicklungen

frühzeitig antizipieren. Die Lithium-Eisenphosphat-Technologie

bietet eine hohe thermische Stabilität, Betriebssicherheit

und lange Zyklenlebensdauer. In der Welt industrieller

Anwendungen reicht jedoch die Technologie allein nicht

aus. Jede Maschine weist unterschiedliche Betriebscharakteristika

auf: spezifische Lade- und Entladeprofile, variable

Umgebungsbedingungen, Platz- und Integrationsrestriktionen

sowie besondere Anforderungen an die elektronische

Einbindung. Aus diesem Grund verfolgt Aliant Battery einen

vollständig kundenspezifischen Ansatz und entwickelt jedes

Batteriesystem auf Basis der realen Einsatzbedingungen des

Fahrzeugs. Die von Aliant entwickelten Batterien integrieren

ein oder mehrere proprietäre Battery-Management-Systeme

(BMS), die intern entwickelt werden. Dadurch ist eine fortschrittliche

Kontrolle des gesamten Energiesystems möglich.

Über das BMS können zentrale Parameter wie Temperatur,

Spannung, Ladezustand und Zellenwirkungsgrad kontinuierlich

überwacht werden – um Leistung, Sicherheit und

Lebensdauer der Batterie auch bei Anwendungen mit hoher

Betriebsintensität zu optimieren. Dieser Ansatz ermöglicht

Energiesysteme, die tatsächlich optimiert und perfekt in das

Fahrzeug oder die Maschine integriert sind.

Senkung der TCO und

bessere Planbarkeitder Betriebskosten

Ein weiterer wichtiger Aspekt der industriellen Elektrifizierung

ist die Verbesserung der Total Cost of Ownership

(TCO). Elektrische Antriebssysteme mit LFP-Batterien

ermöglichen eine deutliche Reduzierung der gesamten

Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

Der Vorteil ergibt sich nicht ausschließlich

aus den niedrigeren Energiekosten, sondern auch aus der

erheblichen Verringerung von Wartungsaufwänden, dem

Wegfall zahlreicher verschleißanfälliger Komponenten

sowie der Reduktion von Maschinenstillständen. Der Nutzen

wird noch deutlicher, wenn die für das Laden verwendete

Energie aus erneuerbaren Quellen wie Photovoltaik oder

Windkraft stammt – wodurch die Betriebskosten von Flotten

weiter gesenkt werden können. All diese Faktoren tragen

zu einer höheren Betriebskontinuität und zu einer besseren

Produktionseffizienz bei. Aliant Battery versteht sich in

diesem Szenario nicht als reiner Batterielieferant, sondern

als Technologiepartner für fortschrittliche Elektrifizierung.

Das Unternehmen begleitet OEMs, Systemintegratoren und

Hersteller über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg –

von der Anwendungsanalyse bis zur Industrialisierung und

dem After-Sales-Support.

www.go-aliant.com

OEM & Aftermarket Juni 2026 73


Geht leichter

von der Hand

Professioneller Korrosionsschutz in

der Bau- und Baumaschinenbranche.

DKS – Mit der handlichen

»kLine Spray Gun Ergo«

präsentiert Rostschutz-Profi

DKS Technik eine Weltneuheit

im Bereich Korrosionsschutz,

die Ergonomie, Effizienz

und Anwendergesundheit

verbindet: die erste Airmix-Druckbecherpistole

zum

Auftragen von Hohlraum- und

Unterbodenschutz, bei der Pistole

und Druckbecher getrennt

sind. Die ergonomische

Bauweise entlastet gezielt das

Handgelenk, indem 90 Prozent

des Gewichts von Hand und

Arm auf den restlichen Körper

verlagert werden.

Die »kLine Spray Gun Ergo« von DKS

Technik entlastet das Handgelenk durch

die bauliche Trennung von Pistole und

Aluminium-Druckbecher.

Die Pistole hat nach Herstellerangaben mehrere

klare Vorteile. Bauweise und Tragegurt verteilen

das Gewicht von Druckbecher und Manometer auf

den gesamten Körper. In der Hand bleibt die leichte

und wendige Sprühpistole, die durch einen Luft-Material-Doppelschlauch

in der Länge von 1 m mit dem

Druckbecher verbunden ist. So können selbst verwinkelte

Strukturen am Fahrwerk mühelos erreicht werden.

Dies stellt laut DKS nicht nur einen großen Vorteil

im Pkw-Bereich dar, sondern vor allem im Lkw-

DKS TECHNIK GMBH/ALEX GRETTER (2)

und Busbereich, da hier die Räder nicht immer entfernt

werden können und die Bereiche innerhalb des

Rahmens teilweise aufwendig verbaut sind.

Auch bei Über-Kopf-Arbeiten sorgt die »kLine

Spray Gun Ergo« für deutlich mehr Komfort und Kontrolle.

Viele Einstellmöglichkeiten und verschiedene

Düsen ermöglichen den Einsatz von Produkten unterschiedlicher

Viskositäten. In Kombination mit diversen

Düsen und Sonden ermöglicht die »kLine Spray

Gun Ergo« laut Hersteller eine gleichmäßige und materialeffiziente

Beschichtung von Hohlräumen und

Flächen. Literdosen lassen sich schnell und mühelos

einschrauben – das spart Zeit beim Materialwechsel

und erhöht die Produktivität.

Die DKS Technik GmbH zählt seit bald 60

Jahren zu den Top-Unternehmen im Bereich

Korrosionsschutz, Dichtmassen, Klebstoffe

und Fahrzeugpflege für Industrie sowie Kfz-Nachmarkt

und beliefert namhafte Unternehmen wie Liebherr,

Rosenbauer oder Meiller. Die Branchenerfahrung

und der enge Kontakt zu Produzenten, Erstausstattern

und Kunden ermöglichen ausgezeichnete Beratung

und individuelle Serviceleistungen.

s

Zukunftsweisend

und individuell.

Motorentechnologie, Beratung

und Service abgestimmt

auf Ihre Anwendung.

BU Power Systems GmbH & Co. KG

Perkinsstraße 1, 49479 Ibbenbüren

www.bu-power.com

74

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Neue Trockenbohrlösungen

für staubarmes Arbeiten

TYROLIT – Mit den neuen

Bohrmotoren »DME32UP«

und »DME35UP« erweitert

Tyrolit sein Portfolio um

zwei leistungsstarke und

zuverlässige Kernbohrmotoren.

Beide Modelle sollen durch

hohe Produktivität, maximale

Zuverlässigkeit und durchdachte

Features beim täglichen

Baustelleneinsatz überzeugen

– vor allem beim Trockenbohren.

TYROLIT (2)

Die Zuverlässigkeit des »DME32UP« wird

durch die stabile Konstruktion des Vollmetallgehäuses,

das Dreiganggetriebe

mit Ölbadschmierung, die Ölpumpe und

eine Überlastkupplung garantiert.

Die neuen Bohrmotoren

»DME32UP« und »DME35UP« eignen

sich besonders dann, wenn es

gilt, ohne Wasser und Bohrschlamm

zu bohren.

Neben dem kürzlich lancierten »DME42QC«-Nassbohrmotor

präsentiert Tyrolit in diesem Jahr

zwei weitere Kraftpakete zum Kernbohren: Die

Bohrmotoren »DME32UP« und »DME35UP« eignen

sich ebenso zum Nassbohren, spielen vor allem

aber beim Trockenbohren im System mit Tyrolit-»DDX-C3«-Trockenbohrkronen

sowie mit dem

neuen »DRA400 MKII«-Bohrständer ihre Stärken

aus. Der »DME32UP« ist ein kompakter und vielseitiger

Nass-/Trockenbohrmotor für Kernbohrungen

mit Durchmessern von bis zu 350 mm. Die zuschaltbare

Softschlag-Funktion beschleunigt den

Bohrfortschritt insbesondere in armiertem Beton

und harten Materialien, der Bohrstaub wird durch

die integrierte Absaugung effizient entfernt. Das

robuste Vollmetallgehäuse, das Dreiganggetriebe

mit Ölbadschmierung, eine integrierte Ölpumpe

sowie eine Überlastkupplung sorgen für eine

lange Lebensdauer und hohe Betriebssicherheit.

Noch mehr Leistung bietet der »DME35UP«: Der

3,5 kW starke Motor eignet sich für Kernbohrungen

von Durchmessern bis 400 mm und ist damit ideal

für anspruchsvolle Anwendungen. Das mechanische

Dreiganggetriebe in Kombination mit ebenso

zuschaltbarem Softschlag ermöglicht maximale

Bohrleistung und hohe Effizienz – auch bei größeren

Durchmessern. Besonders beim ständergeführten

Trockenbohren könne der »DME35UP« mit sehr

hohen Bohrgeschwindigkeiten überzeugen. Auch

hier sorgt die integrierte Staubabsaugung für eine

saubere und sichere Arbeitsumgebung. Für bestmögliche

Fortschritte und Ergebnisse beim Trockenbohren

empfiehlt Tyrolit die kürzlich lancierten

»DDX-C3«-Trockenbohrkronen. Das Bindungssystem

der Segmente in der »TGD+«-Technologie

macht die »DDX-C3«-Trockenbohrkronen mit patentiertem

integrierten Kernstopper »zur ersten

Wahl beim trockenen Kernbohren«, so Tyrolit. Ihre

hohe thermische Belastbarkeit ermögliche ausgezeichnete

und schnelle Schnittleistung.

j

Kompakte Power für große Herausforderungen

MOBILAIR M 13 & M 17

Druckluft bis zu 1,2 m 3 /min, bis 15 bar Maximaldruck

• Leistung, Flexibilität & Zuverlässigkeit vereint:

Luftgekühlter Honda-Viertakt-Benzinmotor für starke

Performance bei leisem Betrieb

• Anwenderfreundlichkeit serienmäßig:

Leichter Transport, einfache Bedienung, optimale Zugänglichkeit

• Optionale Druckluftaufbereitung:

Mit integriertem Druckluftnachkühler für kondensatfreie Druckluft oder

mit externem PURPAC-Tragegestell für technisch ölfreie Druckluft

NEU

OEM & Aftermarket www.kaeser.com

Juni 2026 75


Für die Mosaikfliesen auf

dem Boden im Innenbereich

der Kapelle kommt die

kompakte, handgeführte

Scheuersaugmaschine

»K-Mop 46« zum Einsatz.

KÄRCHER (2)

Im Schatten des Erzengels

KÄRCHER – Hoch über der

Kapelle Saint-Aubert, an der

Spitze des Mont-Saint-Michel,

thront die vergoldete Kupferstatue

des namensgebenden

Erzengels Michael. Im Schatten

dieser monumentalen Figur

widmet sich Kärcher im Rahmen

seines Kultursponsorings

der kostenlosen Reinigung

der Kapelle am Fuße des

Klosterbergs.

Die Reinigung der Außenbereiche – einschließlich

der Treppen, Mauern, des Dachs und der Statue

des heiligen Aubert – erfolgt mit Heißwasser-Hochdruckreinigern

in der schonenden Dampfstufe. Die

Reinigung erfolgt dabei mit nur 0,5 bis 1 bar Druck

und 95 °C Dampftemperatur auf der Steinoberfläche.

Durch den Verzicht auf Druck und die Verwendung

von Chemie gelingt es, die Originalsubstanz des Bauwerks

bestmöglich zu schonen. Ein weiterer Vorteil

der Reinigung mit heißem Dampf ist, dass die in den

Gesteinsporen befindlichen Samen und Sporen

durch die hohe Tempera-

tur abgetötet werden, was den erneuten Bewuchs

verzögern wird. Für die Mosaikfliesen auf dem Boden

im Innenbereich der Kapelle kommt eine spezialisierte

Technik für die Bodenpflege zum Einsatz:

Die kompakte, handgeführte Scheuersaugmaschine

»K-Mop 46« ist dank ihrer Wendigkeit sehr gut für

die Reinigung des kleinen Kapellenraums ausgelegt

und erleichtert eine gründliche und zugleich sanfte

Befreiung der Bodenflächen von Verschmutzungen.

Ein zweiphasiges Projekt für die Zukunft

Die aktuelle Reinigung durch Kärcher markiert den

Beginn einer umfassenden Aufwertung des Standorts.

In einer zweiten Phase, die für den Zeitraum

2026-2027 geplant ist, werden die weiteren Arbeiten

von den zuständigen Denkmalverantwortlichen

durchgeführt. Diese Maßnahmen werden sich auf

Ausbesserungsarbeiten an den Mauern und am

Dach der Kapelle sowie auf die Konservierung des

Altarbilds und der historischen Glasfenster konzentrieren.

Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Kapelle

wieder für die Öffentlichkeit im Rahmen von

geführten Touren zugänglich sein.

j

Durch die Reinigung im restauratorischen Sinne werden

die oberflächlichen Verschmutzungen von Treppen, Mauern,

Dach und der Statue des heiligen Aubert entfernt.

76

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Die neue Heißwasser-Hochdruckreinigerserie

von Nilfisk ist in den Kollektionen »Standard«

und »Advanced« erhältlich, die sich gezielt an

einsatztypischen Arbeitsprofilen orientieren.

NILFISK

Die Plugand-Play

Luftfilterlösung:

Der IQORON-V 8

Neue »MH«-Serie zur

◊◊Heißwasser-Hochdruckreinigung

gelauncht

Weniger

Integrationsaufwand -

mehr Leistung!

NILFISK – Mit dem offiziellen Verkaufsstart

der neuen »MH«-Serie schlägt Nilfisk

ein weiteres Kapitel in der professionellen

Heißwasser-Hochdruckreinigung auf.

Die ersten Modelle der Kompakt- und

Mittelklasse sind ab sofort verfügbar

und sollen einen Paradigmenwechsel in

der Lösungsarchitektur des Reinigungsgeräteherstellers

markieren. Wie dieser

den Arbeitsalltag der Anwender konkret

verbessert, erfahren Nilfisk-Kunden und

Geschäftspartner bei einer bundesweiten

Roadshow. In intensiven Live-Demonstrationen

können die Teilnehmenden alle Highlights

der neuen Maschinengeneration

persönlich auf Herz und Nieren testen.

Die neue Heißwasser-Hochdruckreinigerserie

verdeutlicht die transparente

»2-Produktlinien«-Strategie von Nilfisk. Die

Kollektionen »Standard« und » Advanced«

orientieren sich gezielt an einsatztypischen

Arbeitsprofilen und decken dabei unterschiedlichste

Anforderungen ab: vom funktionalen

Heißwassergerät ohne »Schnickschnack«

für robuste Einsätze bis hin zum

technisch voll ausgestatteten Modell für

maßgeschneiderte, effiziente Lösungen im

Zusammenhang mit besonders anspruchsvollen

Reinigungsanwendungen. Trotz

der klaren Abgrenzung teilen beide Produktreihen

zentrale Eigenschaften: etwa

das neue ergonomische Nilfisk-Design in

»Dark Blue« mit »LightBlue«-Touchpoints,

die Kompatibilität zu nachhaltigen Biokraftstoffen

sowie das effiziente Service-Konzept

durch die neue Nilfisk- Service-App. Die Produktlinie

»MH Standard« konzentriert sich

bewusst auf das Wesentliche: Heißwasserleistung

bis 90 °C, eine analoge, intuitiv zu

bedienende Maschinensteuerung und den

bewährten »EcoPower«-Wärmetauscher mit

einem Wirkungsgrad von rund 92 Prozent.

Die Kollektion richtet sich an Anwender,

die eine zuverlässige und kraftvolle Heißwasser-Reinigung

benötigen und dabei auf

der Suche nach einer leistungsstarken Alternative

zu Geräten mit Vollausstattung sind.

Individuelle Steuerung

Über die »Standard«-Linie hinaus adressiert

die Produktreihe »MH Advanced« professionelle

Nutzer mit höheren Ansprüchen an

Individualisierung, Effizienz und Bedienkomfort.

Herzstück bildet ein neu entwickelter

Wärmetauscher, der das Wasser bereits

vor dem Eintritt in die Pumpe über das

Heizsystem vorerhitzt. Dadurch steigt der

Wirkungsgrad auf bis zu 96 Prozent, was

Kraftstoff spart und auch konstantere Temperaturen

im Heißwasserbetrieb ermöglicht.

Hinzu kommt eine Dampfstufe mit

150 °C für Tiefenreinigung und Desinfektion.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal

findet der Benutzer im Bedienkonzept der

»Advanced«-Modelle: Eine digitale Benutzeroberfläche

in Verbindung mit LCD-Display

führt den Anwender durch voreingestellte

Waschprogramme, benutzerdefinierte

Reinigungsmodi und interaktive Features

wie Quickstart-Guides oder umfassende Diagnosefunktionen.

j

OEM & Aftermarket Juni 2026 77


»Multimax«: Langlebiger

und vielseitiger Reifen

BKT (2)

BKT – Als Hersteller von Off-Highway-Reifen bietet BKT eine Mehrzwecklösung,

die speziell für kompakte Maschinen wie Radlader, Baggerlader und Teleskoplader

entwickelt wurde, die bei Anwendungen im Bauwesen vielfältigen Herausforderungen

ausgesetzt sind. »Multimax MP 527« soll die Antwort von BKT auf die Herausforderungen

in komplexen Umgebungen sein – in der Regel gekennzeichnet durch schwere

Lasten, einen hohen Schwerpunkt, raues Gelände und enge Manövrierbereiche, in

denen zuverlässige, vielseitige und anpassungsfähige Reifen unerlässlich sind.

Hohe Leistung und

Zuverlässigkeit

verspricht BKT beim

Reifen »Multimax

MP 527«.

Kompaktmaschinen sind auf einer ganzen Reihe

unterschiedlicher Untergründe im Einsatz,

darunter Asphalt, befestigte Straßen, Hofbereiche,

Schotter, Sand und lockere Böden. »Multimax MP

527« soll die notwendige zuverlässige Leistung auf

zahlreichen harten und festen Untergründen bieten:

Das unidirektionale Blockprofil sorgt laut BKT

für effektive Traktion bei Schub- und Ladearbeiten,

während die überlappenden Blöcke einen hervorragenden

Bedienerkomfort bieten. Das Manövrieren

ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen

Betriebs von Kompaktladern oder Teleskopladern,

insbesondere dort, wo häufige Richtungswechsel

an der Tagesordnung sind. Dies erfordert eine verschleißfeste

Gummimischung und ein geeignetes

Profil: Die Lösung von BKT Tires soll genau diese

spezifischen Anforderungen erfüllen. Beispiele für

»Multimax MP 527«, der über 4 000 Betriebsstunden

erreiche, seien keine Seltenheit. Außerdem

sind Effizienz und Stabilität bei Lade- und Hebevorgängen

gleichermaßen entscheidend: Die hochbelastbare

Karkasse mit verstärkter Seitenwand gewährleistet

laut BKT-Angaben dies mit Sicherheit.

Willem-Jan Straatman, Product Manager Agricultural

and Construction Tires bei BKT, erklärt: »Teleskoplader

erfreuen sich aufgrund ihrer Vielseitigkeit

im landwirtschaftlichen Sektor zunehmender

Beliebtheit, und genau darin liegt die Hauptstärke

dieser Art von Maschinen. Unsere Reifen für

dieses Segment folgen derselben Philosophie: Wir

suchen nicht einfach nach einem Produkt für viele

Anwendungen; sondern streben nach dem richtigen

Produkt, das in jeder einzelnen Anwendung

überzeugt und dabei entscheidende Aspekte wie

Stärke und Stabilität optimal nutzt. Mit ›Multimax

MP 527‹ haben wir einen Reifen entwickelt, der auf

jeder Art von festem oder hartem Untergrund hohe

Leistung bietet.« Die speziell entwickelte Laufflächenmischung

bietet laut Herstellerangaben »eine

lange Lebensdauer in allen Anwendungsbereichen,

unabhängig davon, wie hart oder rau der Untergrund

ist.«

d

Neue Reifenkonzepte entwickelt

HEUVER – Mit der Einführung

der »Core«-Serie im Jahr

2025 hat Albourgh einen

klaren Fokus auf schwere

industrielle Anwendungen

gesetzt – Einsatzbereiche, in

denen Stillstand keine Option

ist. Auf der »Tire Cologne«

stellt das Unternehmen diese

Produktlinie vom 9. bis 11. Juni

erstmals einem internationalen

Publikum vor und präsentiert

zugleich neue Reifenentwicklungen.

Die »Core«–Reifenserie wurde für Maschinen

entwickelt, die täglich in anspruchsvollen Umgebungen

wie Metallrecycling, Abfallentsorgung

und Schwerindustrie im Einsatz sind. In diesen Anwendungen

sind Reifen ständig hohen Belastungen,

abrasiven Untergründen und intensiven Arbeitszyklen

ausgesetzt, während ungeplante Ausfallzeiten

direkte Auswirkungen auf Produktivität

und Betriebskontinuität haben. Die Serie besteht

laut Hersteller zu 100 Prozent aus pannensicheren

Vollgummireifen mit hoher Tragfähigkeit und

schnittfester Mischung. Die Produktlinie sei bereits

erfolgreich in mehreren europäischen Märkten

im Einsatz, darunter Frankreich und Rumänien,

und beweise ihren Mehrwert in Anwendungen,

in denen unterbrechungsfreier Betrieb unerlässlich

sei. Aufgrund eines kontrollierten Produktionsprozesses

und umfangreicher Qualitätskontrollen

sollen die Reifen konstante Leistung, eine

lange Lebensdauer und maximale Betriebssicherheit

bieten. Auf der »Tire Cologne« zeigt

Auf der »Tire Cologne«

möchte der Hersteller

neue Reifenkonzepte

sowie seine »Core«-Serie

vorstellen.

Albourgh den »Core Grip«, wobei insbesondere der

20.5-25-»CoreGrip« ein wichtiges Highlight darstellen

soll. Dieser Reifen wurde für Radlader in

Schrott- und Recycling-Anwendungen entwickelt,

wo Traktion, Stabilität und Zuverlässigkeit unerlässlich

sind. Das tiefe Profildesign sorgt laut Herstelleraussage

für starke Traktion und eine lange

Lebensdauer unter hoher Belastung. Zwei Reihen

von Komfort- und Kühlbohrungen unterstützen

ein stabiles Fahrverhalten und eine effektive Wärmeableitung,

während die schnittfeste Mischung

Schutz vor Beschädigungen bietet. Aufgrund des

geringen Rollwiderstands trägt der »Core Grip« zudem

zu einem effizienten Einsatz und niedrigeren

Betriebskosten bei. Der Reifen ist in den Größen

17.5–25 bis 35/65–33 erhältlich. d

HEUVER

78

Juni 2026

OEM & Aftermarket


Anzeige

Die richtigen LED-Arbeitsscheinwerfer wählen:

Qualität macht den Unterschied

Die Auswahl geeigneter LED-Arbeitsscheinwerfer ist oft schwieriger als gedacht –

und wird nicht selten vom Preis bestimmt. Doch günstige Produkte gehen häufig

mit minderwertigen Komponenten und fehlender Qualitätskontrolle einher. Das

Ergebnis: Abweichungen bei Helligkeit, Farbtemperatur und Lebensdauer sowie

große Unterschiede zwischen einzelnen Geräten.

TYRI setzt dagegen auf kompromisslose Qualität und entwickelt

Scheinwerfer, die auch unter härtesten Bedingungen zuverlässig

funktionieren.

Lichtleistung richtig vergleichen

Ein zentraler Faktor ist die Angabe der Lichtleistung. Während viele

Hersteller theoretische Lumenwerte nennen, die in der Praxis nicht

erreicht werden, setzt TYRI ausschließlich auf effektiv gemessene

Lumen. Diese liefern ein realistisches Bild der tatsächlichen Lichtleistung

im Einsatz.

Robustheit und Schutz

Im hauseigenen Lichtlabor werden TYRI-Produkte umfassend getestet.

Die meisten Scheinwerfer erfüllen die IP69K-Schutzklasse

und sind damit vollständig staubdicht sowie gegen Hochdruck- und

Dampfstrahlreinigung geschützt – ideal für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.

Vorsicht vor falschen Versprechen

Billige Scheinwerfer werben oft mit hochwertigen Komponenten,

halten dieses Versprechen jedoch selten. Die Qualität zeigt sich

letztlich in Verarbeitung und Lebensdauer.

Elektromagnetische Verträglichkeit

LED-Scheinwerfer können andere Systeme stören. Deshalb testet

TYRI alle Produkte nach CISPR 25, um sicherzustellen, dass keine

Beeinträchtigungen von Steuerungen, Kameras oder Bordelektronik

auftreten.

Entwickelt für extreme Bedingungen

Hitze ist ein entscheidender Faktor für die Leistung von LEDs.

Große Kühlrippen und integrierte Temperaturregelungen sorgen bei

TYRI für effektive Wärmeableitung und verhindern vorzeitige Ausfälle.

Zusätzliche Salznebeltests garantieren Beständigkeit auch in

korrosiven Umgebungen.

Zuverlässige Verbindungen

DT-Steckverbindungen sorgen für sichere, wasserdichte und vibrationsfeste

Anschlüsse – ein klarer Vorteil gegenüber günstigeren

Alternativen, die anfälliger für Störungen sind.

Optimale Ausleuchtung

Gute Beleuchtung ist mehr als nur Helligkeit. Unterschiedliche

Lichtmuster ermöglichen eine gleichmäßige und bedarfsgerechte

Ausleuchtung. TYRI bietet mehrere Optionen pro Modell und unterstützt

Kunden bei der Auswahl der passenden Lösung.

Qualität als Standard

Mit langjähriger Erfahrung und intensiven Tests unter realistischen

Bedingungen steht TYRI für langlebige, leistungsstarke Beleuchtungslösungen.

Hochwertige Materialien und präzise Verarbeitung sichern

dabei den entscheidenden Vorsprung in Qualität und Zuverlässigkeit.

OEM & Aftermarket Juni 2026 79


4

ARBEITSSCHUTZ

MILWAUKEE (2)

Zu den neuen

Produkten mit kühlenden

Eigenschaften

gehört ein kühlender

Arm-Schnittschutz mit

40 cm Länge.

Cool bleiben unter Belastung

MILWAUKEE – Mit der Erweiterung seines PSA-Sortiments um zusätzliche Textilien

mit kühlenden Eigenschaften reagiert Milwaukee auf die steigenden Anforderungen

bei Arbeiten unter Hitzeeinwirkung. Das Angebot ist darauf ausgelegt, professionelle

Anwender unter hochsommerlichen Bedingungen zu unterstützen. Durch die

Kombination aus Kühltechnologie und Schutzfunktionen entstehen praxisorientierte

Lösungen zur Reduzierung thermischer Belastungen und für ein angenehmeres Körperklima.

Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Produktivität aus, sondern reduziert

auch das Risiko von Arbeitsunfällen infolge von Konzentrationsmängeln.

Teil des bereits etablierten Produktportfolios

mit Kühltechnologie im PSA-Sortiment sind

Helmeinsätze für das »Bolt 200«-System.

Zu den neuen Produkten mit kühlenden Eigenschaften

gehören ein kühlender Arm-Schnittschutz

mit 40 cm Länge sowie ein Kühl-Schlauchtuch.

Beide Produkte kombinieren eine unmittelbar

spürbare Kühlwirkung mit funktionalen Eigenschaften

für den professionellen Einsatz. Grundlage

ist ein sogenanntes »Cool-To-Touch«-Material, das

bei Hautkontakt für einen kühlenden Effekt sorgt.

Ergänzt wird dies beim Arm-Schnittschutz durch eine

zertifizierte Schnittschutzklasse A gemäß EN 388.

Die Textilien sind so konzipiert, dass sie sich

flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen

lassen. Der integrierte UV-Schutz mit UPF 50+

bietet zusätzlichen Schutz bei Arbeiten im Freien.

Verdunstungskühlung

für spürbare Entlastung

Das neue Kühl-Schlauchtuch setzt auf Verdunstungskühltechnologie

und erreicht eine Kühlwirkung

von bis zu zwei Stunden. Zur Aktivierung genügt

es, das Material zu befeuchten und auszuwringen.

Durch die Kombination aus leichter Struktur

und hoher Atmungsaktivität wird die Luftzirkula-

tion gefördert und die Schweißverdunstung unterstützt.

Ziel ist es, die Wärmeentwicklung insbesondere

im Bereich von Hals, Gesicht und Kopf zu reduzieren

und so die körperliche Belastung zu senken.

Bewährte Lösungen

weiterhin verfügbar

Die Neuheiten ergänzen die bereits etablierten

Produkte mit Kühltechnologie im Sortiment. Dazu

zählen Mikrofaser- und PVA-Kühltücher, die je

nach Ausführung eine Kühlwirkung von bis zu vier

Stunden bieten. Auch Kühlmützen sowie Schweißbänder

und Helmeinsätze für das »Bolt 200«-System

sind Bestandteil des Angebots. Diese Lösungen

lassen sich direkt in das bestehende Schutzhelmsystem

integrieren und tragen dazu bei, eine Überhitzung

im Kopfbereich zu vermeiden. Die Kühlmütze

ist dehnbar und passt sich unterschiedlichen

Kopfgrößen an. Helmeinsätze bieten zusätzlich eine

weiche Polsterung und lassen sich über definierte

Befestigungspunkte einfach montieren. Dadurch

wird die Kombination aus Schutz und Komfort auch

bei längeren Einsätzen unterstützt. Alle Textilien

sind pflegeleicht und für die Maschinenwäsche geeignet.

Anpassbar

Die Textilien sind so konzipiert,

dass sie sich flexibel

an unterschiedliche Anforderungen

anpassen lassen.

j

80

Juni 2026

Arbeitssicherheit


CARHARTT (2)

Meilenstein für

Handwerkerinnen

Die Kniepolstertaschen

bestehen aus »Flex-Cordura«-Gewebe

und sind

nach der neuesten Norm

EN 14404-4:2024 für den

Typ 2 zertifiziert.

CARHARTT – Lange Zeit mussten Frauen

im Handwerk und auf dem Bau oft auf

Kompromisse oder kleinere Männergrößen

zurückgreifen, wenn es um robuste Arbeitsbekleidung

ging. Damit soll jetzt Schluss

sein. Unter dem Motto »History in the

Making« präsentiert der Workwear-Spezialist

Carhartt mit der »Women’s Steel Pants«

eine hochentwickelte Arbeitshose, die

speziell für die weibliche Anatomie designt

wurde, ohne bei Schutz und Funktionalität

Abstriche zu machen.

Bisher war es in der Branche oft eine Herausforderung,

Arbeitskleidung zu finden, die gleichzeitig

ideal sitzt und die strengen gesetzlichen Sicherheitsnormen

für den professionellen Einsatz

erfüllt. Diese Marktlücke will Carhartt schließen.

Das Herzstück der neuen Hose ist ihre enorme Belastbarkeit.

Gefertigt aus einem strapazierfähigen

8-oz-Stretch-Ripstop-Gewebe, das sich aus 59 Prozent

Baumwolle, 39 Prozent Polyester und 2 Prozent

Elastan zusammensetzt, kombiniert sie die

nach Unternehmensangaben »typische Carhartt-

Robust heit« mit der nötigen Flexibilität für den harten

Baustellenalltag.

Besonders im Fokus steht der Knieschutz, da

die Kniepolstertaschen aus »Flex-Cordura«-Gewebe

bestehen. Diese sind nach der neuesten

Norm EN 14404-4:2024 für den Typ 2 zertifiziert.

In Kombination mit den passenden Carhartt-»Interoperable-Kneepads«

wird damit ein zertifizierter

Level-1-Schutz erreicht, was ein essenzielles

Feature für alle Gewerke ist, die viel im

Knien arbeiten. Zusätzliche Sicherheit im professionellen

Einsatz garantiert zudem die Zertifizierung

nach Oeko-Tex-Standard 100 sowie nach

EN ISO 13688:2013.

Dass bei der Entwicklung echte Praktikerinnen

am Werk waren, zeigt sich an den zahlreichen

durchdachten Detaillösungen für Werkzeug

und Tragekomfort. Ein flexibler »Comfortflex«-Bund

und ein komfortabler Schrittbereich

mit speziellem Zwickel sollen maximale Bewegungsfreiheit

beim Bücken und Strecken garantieren.

Um das Durchscheuern durch scharfe

Werkzeuge zu verhindern, wurden die vorderen

Eingriffstaschen sowie die Gesäßtaschen komplett

mit robustem »Cordura«-Gewebe verstärkt.

Für reichlich Stauraum sorgen eine Werkzeugtasche

mit doppelter Zollstocktasche auf der rechten

Seite, ein praktisches Utility-Band, eine lose

hängende Zollstocktasche für mehr Kapazität

sowie eine zusätzliche Reißverschluss-Hängetasche.

Sogar an die Längenanpassung wurde gedacht:

Sogenannte »Kick Panels« am Hosensaum

ermöglichen problemlose nachträgliche Änderungen.

Die funktionale Arbeitshose kommt in

den Weiten W2 bis W18 mit einer langen Schrittlänge

von 33 Zoll auf den Markt.

s

Um das Durchscheuern durch

scharfe Werkzeuge zu verhindern,

wurden die vorderen Eingriffs- sowie die

Gesäßtaschen komplett mit robustem

»Cordura«-Gewebe verstärkt.

Arbeitssicherheit Juni 2026 81


Die neuen »Oxford

2.0«-Styles sind auf

anspruchsvolle Einsätze

in unterschiedlichsten

Arbeitsumgebungen

zugeschnitten.

»Oxford 2.0«-Kollektion:

Funktionalität und Komfort

HELLY HANSEN – Für alle,

die auf der Baustelle täglich

Höchstleistung bringen, hat das

norwegische Unternehmen die

neue »Oxford 2.0«-Kollektion

gelauncht, die Komfort, Langlebigkeit

und Funktionalität

vereinen soll. Mit der überarbeiteten

Linie will Helly Hansen

eines seiner erfolgreichsten

Bekleidungskonzepte auf das

nächste Level heben.

Anpassen

Aufgrund der Kompatibilität

mit dem modularen »HH

Connect«-Taschen-System

lässt sich die Hose flexibel an

individuelle Anforderungen

anpassen.

Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Handwerkern

und Fachkräften aus der Industrie, sind

die neuen »Oxford 2.0«-Styles auf anspruchsvolle

Einsätze in unterschiedlichsten Arbeitsumgebungen

zugeschnitten. Alle Produkte bestehen aus einem

baumwollreichen Hauptmaterial, das durch

seine hohe Atmungsaktivität auch bei körperlich

fordernden Tätigkeiten angenehm zu tragen ist –

ideal für warme oder wechselhafte Bedingungen.

»Cordura«-Verstärkungen an Hose, Shorts und Latzhose

sorgen für zusätzliche Strapazierfähigkeit.

»Unsere ›Oxford‹-Kollektion ist eines unserer

beliebtesten Konzepte«, erklärt Produktmanagerin

Jenny Horn. »Für die kommende Saison wollten

wir dieses System gezielt weiterentwickeln. Dabei

haben wir vor allem auf das gehört, was unsere

Endnutzer uns rückgemeldet haben: Sie wünschen

sich Arbeitskleidung, die komfortabel, funktional

und langlebig ist.«

Strapazierfähig und bequem

Zur Kollektion gehört u. a. die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke.

Sie kommt ohne Schulternähte, mit verlängertem

Rücken, elastischen Einsätzen und weichem

Fleecefutter im Kragen – für maximale Bewegungsfreiheit

und hohen Tragekomfort. Vorgeformte Ärmel

und ein individuell verstellbarer Saum sorgen

für eine passgenaue Silhouette und Flexibilität

im Einsatz. Die »Oxford 2.0 HH Connect«-Hose

kombiniert durchdachte Funktion mit Ergonomie:

Stretch-Einsätze und vorgeformte Knie garantieren

volle Bewegungsfreiheit. Kniepolstertaschen mit

Außenzugang, eine verstellbare Kniepolsterposition

sowie anpassbare Beinlängen bieten maßgeschneiderten

Komfort. Durch die Kompatibilität

mit dem modularen »HH Connect«-Taschen-System

lässt sich die Hose flexibel an individuelle Anforderungen

anpassen. Reflektierende Details erhöhen

zudem die Sichtbarkeit und Sicherheit am

Arbeitsplatz. Neu in der Kollektion ist das »Oxford

Hybrid Insulated Jacket« für kühlere Arbeitsbedingungen.

Mit einem Materialmix aus recyceltem Polyester

mit »PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und

elastischen Einsätzen sorgt es für zuverlässige Wärme

und hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit

vorgeformten Ärmeln, reflektierenden Designelementen

und praktischen Taschenlösungen bietet

es optimalen Schutz und Komfort.

HELLY HANSEN (2)

Teil der neuen »Oxford 2.0«-Kollektion sind

auch die »Oxford 2.0 HH Connect«-Shorts.

j

82

Juni 2026

Arbeitssicherheit


ANZEIGE

Atemschutz bringt

sicher saubere Luft

Auf Baustellen lauern diverse

Gefahren. Für die Lunge sind es

Staub, Rauch, giftige Gase sowie

Dämpfe. Daher ist der Atemschutz

für Bauarbeiter so unverzichtbar

wie der Bauhelm. Das swiss air

von Optrel leistet einen wesentlichen

Beitrag zur langfristigen

Gesundheit der Arbeiter.

So vielseitig wie die Herausforderungen

auf dem Bau, so flexibel

ist das swiss air einsetzbar. Ob

in staubigen Umgebungen, bei

Schweißarbeiten oder in Bereichen

mit chemischen Dämpfen,

es bietet stets optimalen Schutz.

Dank dem Partikelfilter werden

selbst feinste Partikel wie scharfkantiger

Quarzstaub aus der

Atemluft entfernt. Das schont die

Lunge und reduziert das Risiko

von Atemwegserkrankungen und

langfristigen Gesundheitsschäden

auf ein Minimum.

Ein grosser Pluspunkt des swiss

air ist sein Tragekomfort. Die

flexibel anliegende Stoffhalbmaske

mit Schutzfaktor 500

für einen TH3-Schutz passt sich

jeder Gesichtsform perfekt an,

selbst wenn jemand nicht frisch

rasiert ist. Die Stoffhalbmaske

deckt Mund und Nase vollständig

ab. Das swiss air unterstützt

die Atmung mit einem leichten

Überdruck und eliminiert so den

ermüdenden Atemwiderstand,

den man von Passivmasken

kennt, und erlaubt so eine höhere

Leistungsfähigkeit der Arbeiter

sowie eine lange Einsatzdauer.

Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende

Silikonmaske mit Schutzfaktor

2000 gewechselt werden.

Beide Maskentypen können mit

wenig Aufwand gereinigt werden.

Die ultraleichte Gebläseeinheit

des swiss air ist ergonomisch geformt

und wird für die maximale

Bewegungsfreiheit mit einem

anpassbaren Schultergurt bequem

auf dem Rücken getragen.

Der hohe Tragekomfort lässt den

Atemschutz vergessen und sein

Tragen wird zum Dauerzustand.

Ein Atemschutz gehört wie der

Bauhelm zur Basisausrüstung.

Dieser kontinuierliche Schutz

trägt dazu bei, gesundheitsbedingte

Folgeschäden durch

Schadstoffexposition im Arbeitsalltag

zu vermeiden.

Um die Kapazität der Batterie

oder des Filters zu kontrollieren,

reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.

Über diese kann auch

der Lüfter ein- und ausgeschaltet

sowie die Luftmenge stufenlos

eingestellt werden. Sollte die Batterie

leer oder der Filter voll sein,

wird ein Alarm angezeigt.

Dank des hohen Komforts wird das

Atemschutzsystem swiss air gerne

getragen. Somit ist der Atemschutz

immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen

verbessern sich

für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre

Neugierde geweckt? Dann lassen

Sie sich jetzt ein System vorführen

und testen Sie den innovativen

swiss air Atemschutz live.

Arbeitssicherheit Juni 2026 83


5

BAU- & NUTZFAHRZEUGE

Anforderungen des

Bausektors erfüllen

KÄSSBOHRER – Mit

» Enginuity« entwickelt und produziert

Kässbohrer Fahrzeuge,

um die Anforderungen seiner

Kunden in mehr als 70 Ländern

zu erfüllen. Dabei werden alle

Bereiche des Transportgeschäfts

– vom Stückgut über

Schwer- und Sondertransporte

bis hin zu intermodalen Anwendungen

sowie Schütt- und

Flüssiggütern – abgedeckt. Für

den Baustoff- und Maschinentransport

stehen Tieflader-,

Schwerlast-Plattformen-,

Kipper- sowie Siloauflieger-Produktreihen

bereit.

Die Tieflader- und Schwerlast-Plattformreihen von

Kässbohrer sind hinsichtlich Leistungsfähigkeit

und Kapazität für 1 Mio. km Normalbetrieb freigegeben.

Zusätzlich werden sie auf der laut Kässbohrer

ersten und einzigen OEM-eigenen Außenteststrecke

eines Trailerherstellers in Europa getestet – für maximale

Lebensdauer, Haltbarkeit, Funktionalität und

Sicherheit. Um die anspruchsvollen Anforderungen

des Bausektors zu erfüllen, verfügen die Fahrzeuge

neben einer robusten Konstruktion über vielfältige

Konfigurationsmöglichkeiten, wie Ausziehbarkeit,

Radmulden, Baggerarm-Aussparungen, seitliche

Verbreiterungen mit Konsolen oder breitere Chassis-Ausführungen.

Dadurch wird der Transport sämtlicher

Arten von Baumaschinen ermöglicht.

Die Produktreihen verfügen nach Herstellerangaben

zudem über die höchste Anzahl und Tragfähigkeit

an Zurrpunkten in Europa für eine besonders

zuverlässige Ladungssicherung. Außerdem

werde auch der europäische Maßstab im Korrosionsschutz

übertroffen. So wird laut Kässbohrer die

Metallisierung nachgewiesen durch 3 800 Stunden

Salzsprühtests ohne Rotrostbildung.

Die Stahl- und Aluminium-Muldenkipper in

Zwei‐ und Drei‐Achs‐Konfigurationen mit 24, 26

und ​27 m³ Volumen sind dementsprechend

für höchste Leistung

unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen ausgelegt.

In dem Zusammenhang weist der Hersteller

auf die maximale Nutzlast, hohe Bedienfreundlichkeit

durch den pneumatisch klappbaren Unterfahrschutz

sowie Langlebigkeit dank eines Chassis aus

S700MC‐Stahl und eines verifizierten, fortschrittlichen

Fahrgestelldesigns hin.

Transport von Baumaschinen

Der ausziehbare Tieflader-Sattelauflieger »K.SLA R 4«

mit Radmulden ist für den sicheren und effizienten

Transport von Baumaschinen, landwirtschaftlichen

Geräten und Forstmaschinen unter anspruchsvollen

Schwertransportbedingungen ausgelegt. Mit einem

Eigengewicht ab 13,25 t bietet der »K.SLA R 4« eine

hohe Nutzlast. Das aus hochfestem S700MC-Stahl gefertigte

Fahrgestell ist laut Hersteller für die Dauerbeanspruchung

unter hohen Lasten ausgelegt, während

die Ausziehlänge von bis zu 6 200 mm den Transport

übergroßer Ladungen ermöglicht.

Dank der serienmäßigen Radmulden erlaubt

der »K.SLA R 4« den sicheren Transport von Fahrzeugen

mit großen Rädern, ohne die zulässigen Höhenvorgaben

zu überschreiten. Dadurch entfällt

die Notwendigkeit von Sondertransportgenehmigungen,

was Zeit- und Kostenvorteile schafft. Ein

umfangreiches Optionsangebot ermöglicht die Anpassung

an unterschiedliche Einsatzanforderungen,

darunter ein Hartholzboden für hohe Belastungen

sowie Rampenkonfigurationen am Heck oder

am Schwanenhals für flexible Ladevorgä nge. Die

84

Juni 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Fahrstabilität, Betriebssicherheit und eine konstante

Leistungsfähigkeit über viele Einsatzjahre auswirken

soll.

Die Plattform verfügt über ein bis zu 6 900 mm

ausziehbares Chassis, das in 500‐mm‐Schritten verriegelbar

ist und damit eine hohe operative Flexibilität

bietet. Mit einer Plattformhöhe von 1 040 mm

wird der Transport von Lasten bis zu 36 t ohne Sondergenehmigung

ermöglicht. Zur Ladungssicherung

sind Schwerlast‐Zurringe, Containerverriegelungen

sowie Eumos‐zertifizierte vertikale und horizontale

Rungenaufnahmen verbaut. Zusätzlich sorgt die

Code‐XL‐zertifizierte Stirnwand, ausgelegt für Längslasten

bis zu 22,5 t, für erhöhten Schutz von Fahrer,

Ladung und umliegendem Verkehr in Notsituationen.

Für den Transport von Schüttgütern wie

Sandstein, Kies und Gestein verfügt der

dreiachsige Stahl‐Muldenkipper »K.SKS

B« mit einem Eigengewicht ab 5,935 t

über ein Volumen von 24 m³.

Beim Tieflader-Sattelauflieger »K.SLA R 4« mit

Radmulden ermöglicht die Ausziehlänge von bis

zu 6 200 mm den Transport übergroßer Ladungen.

ausziehbare »Mega«-Schwerlastplattform »K.SPA

M3« mit drei Achsen ist für den Transport langer,

schwerer und übergroßer Ladungen wie Betonblöcke,

Brückenelemente, Stahlkonstruktionen, Marmorblöcke

und Ballastladungen ausgelegt. Das durch

Lebenszyklustests geprüfte Kastenrahmen-Fahrgestell

bietet auch bei konzentrierten Punktlasten eine

hohe Widerstandsfähigkeit und gewährleistet eine

ausgewogene Lastverteilung, was sich positiv auf

KÄSSBOHRER (3)

Effizienter Schüttguttransport

Der für härteste Einsatzbedingungen entwickelte

dreiachsige Stahl‐Muldenkipper »K.SKS B« vereint

Langlebigkeit und hohe Leistungsfähigkeit

für den Transport von Schüttgütern wie Sandstein,

Kies und Gestein. Mit einem Eigengewicht

ab 5,935 t bei 4-mm-HB450‐Seitenwänden und

4-mm-TUF500‐Bodenmaterial sowie einem Volumen

von 24 m³ bietet der »K.SKS B« eine hohe Betriebseffizienz

und Nutzlast. Das hochfeste Chassis

aus S700MC‐Stahl wird durch ein kathodisches

Tauchlackierungsverfahren (KTL) beschichtet, um

den Korrosionsschutz für eine lange Fahrzeuglebensdauer

zu gewährleisten. Eine Königszapfenlast

von 12 t sowie ein präzise ausgelegter Aufbau

sollen für eine optimale Lastverteilung und hohe

Traktionsstabilität sorgen. Das U‐förmige Bodendesign

verhindert Materialrückstände und ermöglicht

ein schnelles Entladen von Schüttgütern. Der

fünfstufige Hydraulikzylinder mit einem Betriebsdruck

von 250 bar gewährleistet laut Kässbohrer eine

effiziente Kippfunktion auch unter anspruchsvollen

Bedingungen.

s

Langlebig

Der dreiachsige Stahl‐Muldenkipper

»K.SKS B« vereint Langlebigkeit

und hohe Leistungsfähigkeit

für den Transport von

Schüttgütern.

»Ladungssicherung für

Straßenfahrzeuge« als PDF verfügbar

MORAVIA – Die Broschüre

»Ladungssicherung auf

Straßenfahrzeugen« ist seit

März dieses Jahres auch als

Digitalausgabe verfügbar.

Damit richtet sich das Angebot

an Verlader, Disposition,

Fuhrpark und alle, die im

Transport- und Baustellenalltag

schnelle Orientierung zum

Thema Ladungssicherung

benötigen.

Inken Hallberg, Geschäftsführerin von Moravia

Akademie + Verlag, erklärt: »Viele Anwender

brauchen schnelle, verlässliche Antworten direkt

am Einsatzort. Mit der Digitalausgabe liefern wir

das ›LaSi‹-Wissen genau dann, wenn es gebraucht

wird.« Die Digitalausgabe lässt sich auf Smartphone,

Tablet oder PC nutzen – ideal für Werkstatt,

Rampe oder Baustelle. Tabellen und Abbildungen

können je nach Gerät vergrößert werden; zudem

entfallen Versandwege und -kosten. Auf insgesamt

64 Seiten vermittelt die Broschüre praxisnahes

Basiswissen zur Ladungssicherung. Abbildungen

und Tabellen liefern schnell anwendbare

Orientierung und machen »LaSi« zu einem kompakten

Nachschlagewerk. Behandelt werden u. a.

MORAVIA

Die Broschüre ist nun auch digital verfügbar.

Schwerpunkte wie rechtliche und physikalische

Grundlagen sowie Anforderungen an das Transportfahrzeug

und Zurrpunkte und deren Nutzung.

Ebenfalls beleuchtet werden Anforderungen an

das Transportfahrzeug und Arten der Ladungssicherung.

Anwendungsbeispiele sowie ein Überblick

über die verschiedenen Ladungssicherungsmittel

runden die Broschüre ab.

j

Bau- & Nutzfahrzeuge Juni 2026 85


Kompletter Zug für

die Spedition Rinneberg

ES-GE – Die Spedition

Rinneberg aus Erfurt steht für

zuverlässige Transportlösungen

und einen klaren Blick nach

vorn. Das Unternehmen deckt

ein breites Einsatzspektrum ab

– von Containertransporten über

Baustoffe bis hin zu Baumaschinen.

Wenn sich Anforderungen

im Transportalltag kurzfristig

verändern, sind Lösungen

gefragt, die ohne lange

Vorlaufzeiten verfügbar sind.

Vor diesem Hintergrund hat die

ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH

der Spedition Rinneberg einen

komplett abgestimmten Sattelzug

aus dem eigenen Bestand

übergeben. Die Kombination

besteht aus einer »Volvo FH 510

6x2T VLA«-Sattelzugmaschine

sowie einem »Max210«-Telesattel-Megatrailer.

Mit der aktuellen Entscheidung für einen komplett

abgestimmten Zug wird die langjährige

Zusammenarbeit zwischen Rinneberg und ES-GE

konsequent fortgeführt. »In der Praxis entscheiden

unsere Kunden situationsabhängig, ob Miete oder

Kauf die richtige Lösung ist«, erklärt Markus Hurdelhey,

ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH. »Unser Fahrzeugbestand

ermöglicht beides – bis hin zur Übernahme

kompletter, abgestimmter Züge.« Die eingesetzte

Sattelzugmaschine »Volvo FH 510 6x2« in

»Lowliner«-Ausführung verfügt über eine Leistung

von 375 kW und ist für den wirtschaftlichen Fernverkehr

ausgelegt. Automatikgetriebe, luftgefeder-

Die eingesetzte Sattelzugmaschine »Volvo FH

510 6x2« in »Lowliner«-Ausführung verfügt

über eine Leistung von 375 kW und ist für den

wirtschaftlichen Fernverkehr ausgelegt.

te Hinterachse sowie Retarder bzw. Intarder, Standheizung

und Standklima sorgen für praxisgerechten

Einsatz. Das Leergewicht beträgt rund 9,06 t, das zulässige

Gesamtgewicht 27 t. Als Auflieger kommt ein

»Max210«-Telesattel-Megatrailer zum Einsatz. Der

dreiachsige Plattformauflieger ist hydraulisch gelenkt,

luftgefedert und zweifach teleskopierbar. Mit

48 t Gesamtgewicht, rund 34,66 t Nutzlast und einer

Sattellast von 18 t bietet er die notwendigen Reserven

für vielseitige Transportaufgaben. Die Grundlänge

von etwa 13 000 mm lässt sich um rund 15 600 mm erweitern,

wodurch Gesamtlängen von über 29 m möglich

sind.

ES-GE NUTZFAHRZEUGE

s

Fördermittel für Nachrüstung

von Fahrzeugsicherheitslösungen

BRIGADE ELECTRONICS

Als Spezialist für die Sicherheit

von Nutzfahrzeugen möchte

Brigade Electronics Germany

die Betreiber beim Zugang zu

einer Vielzahl an Förderprogrammen

unterstützen, die auf

die Nachrüstung bestehender

Fahrzeuge im Bausektor mit

Sicherheitslösungen abzielen.

BRIGADE

Nachrüstbar sind etwa Kamerasysteme,

um die Sicherheit zu erhöhen.

Zwischen 2011 und 2021 ereigneten sich auf

deutschen Baustellen durchschnittlich 118000

Unfälle pro Jahr, von denen rund 2 700 als schwerwiegend

eingestuft wurden. Im Jahr 2022 gab es

laut der deutschen Baugewerkschaft IG Bau 74

tödliche Unfälle – mehr als einen pro Woche. Da

große Fahrzeuge in hoher Frequenz über Baustellen

fahren, wenden und rückwärtsfahren, gibt es

zahlreiche Gefahren für das Bodenpersonal. Die

Wahrscheinlichkeit, dass tote Winkel vorne, hinten

und an den Seiten zu Kollisionen führen,

wird auch dadurch erhöht, dass viele Arbeiter

Gehörschutz tragen und daher herannahende

Fahrzeuge oder sogar akustische

Warnsignale nicht hören können. Geeignete Sicherheitslösungen

sind unerlässlich, um möglichst

sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Für die Nachrüstung bestehender Fahrzeugflotten

können Betreiber nun Fördermittel in

Anspruch nehmen. Die BG Bau fördert kamerabasierte

Personenerkennungssysteme, die mit GS-

BAU-71 zertifiziert sind, und übernimmt 50 Prozent

der Anschaffungskosten pro Maßnahme bis

zu einem Höchstbetrag von 2 500 Euro. Brigade

hat hierfür drei verschiedene Sets zusammengestellt.

Kabel müssen separat bestellt werden, und

die Set-Nummer muss in der Bestellung angegeben

werden, da dies eine Voraussetzung für den

Förderantrag ist. Maurizio Cagno, Geschäftsführer

von Brigade Electronics Germany: »Die Förderung

von mehr Sicherheit im Straßenverkehr

war schon immer unsere Mission. Die Kenntnis

der verschiedenen verfügbaren Optionen und der

Zugang zu staatlichen Fördermitteln machen es

noch einfacher, in hochwertige Sicherheitssysteme

zu investieren. Unsere fortschrittlichen Lösungen

sind für alle wichtigen Förderprogramme

zugelassen und helfen den Fahrern, mit größerem

Bewusstsein und mehr Selbstvertrauen zu

fahren. Wir ermutigen die Betreiber, die verfügbaren

Mittel zu nutzen, solange sie noch zugänglich

sind.«

d

86

Juni 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


»Smart Tacho 2«:

Was Bauunternehmer

jetzt wissen müssen

Transporter und Sprinter, die

Material oder Personal über

die Grenze befördern, fallen

ab Juli dieses Jahres unter die

»Smart-Tacho-2«-Pflicht.

ROSENBERGER

ROSENBERGER – Wer auf der Baustelle

den Überblick behält, weiß: Fahrzeuge und

Maschinen sind das Rückgrat des Betriebs.

Umso wichtiger ist es, dass die rechtlichen

Rahmenbedingungen rund um diese Fahrzeuge

bekannt sind und rechtzeitig umgesetzt werden.

Mit dem 1. Juli läuft die letzte Umstellungsfrist

im Rahmen des EU-Mobilitätspakets ab.

Betroffen sind diesmal nicht nur schwere Lkw,

sondern auch leichte Nutzfahrzeuge, die viele

Baubetriebe täglich im Einsatz haben.

Die Umrüstpflicht auf den »Smart Tacho 2« (SMT2)

gilt ab 1. Juli für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen

Gesamtgewicht zwischen 2,5 und 3,5 t, die

gewerblich grenzüberschreitend eingesetzt werden.

Im Baugewerbe betrifft das typischerweise Transporter

und Sprinter, die Material, Werkzeug oder

Personal über die Grenze befördern – etwa auf Baustellen

in Deutschland, der Schweiz oder anderen

EU-Nachbarstaaten. Wichtig dabei: Bereits ein einziger

Grenzübertritt macht die Tachografenpflicht

relevant. Wer also gelegentlich für Aufträge ins benachbarte

Ausland fährt, ist genauso betroffen wie

Betriebe mit regelmäßigem internationalem Einsatz.

Nationale Ausnahmen – etwa die Handwerkerregelung

im 100-km-Radius – gelten bei grenzüberschreitenden

Fahrten ausdrücklich nicht. Für schwere

Nutzfahrzeuge über 3,5 t sind die Fristen bereits abgelaufen.

Seit August 2025 ist der »Smart Tacho 2«

hier ohne Ausnahme Pflicht. Wer in diesem Bereich

noch nicht umgerüstet hat, riskiert bei Kontrollen

empfindliche Bußgelder und im schlimmsten Fall

die Stilllegung des Fahrzeugs im Ausland.

Pflicht und Chance zugleich

Die Umrüstung auf den »Smart Tacho 2« muss durch

zertifizierte Fachwerkstätten erfolgen. Dieser obligatorische

Werkstattbesuch ist jedoch mehr als ein

Pflichtprogramm – er ist der ideale Zeitpunkt, um

gleichzeitig Telematik zu installieren. Der »SMT2«

selbst bringt bereits wesentliche Neuerungen mit:

Er erfasst Grenzübertritte automatisch, protokolliert

Be- und Entladevorgänge und liefert manipulationsgeschützte

Positionsdaten. Über standardisierte

Schnittstellen lässt er sich nahtlos mit Telematiksystemen

verbinden – und genau hier liegt

der Mehrwert für den Baubetrieb.

Ein modernes Telematiksystem, das mit

dem »SMT2« kombiniert wird, bietet einen Echtzeit-Überblick

über die gesamte Flotte. Disponenten

sehen jederzeit, wo sich welches Fahrzeug befindet

– ob auf der Baustelle, beim Lieferanten oder auf

dem Weg. Auch Restlenkzeiten und Pausenpflichten

sind in Echtzeit einsehbar. Tachografendaten werden

fernausgelesen und automatisch archiviert. Der

administrative Aufwand, der im Schnitt bei mindestens

einer Stunde pro Fahrzeug und Monat liegt, entfällt

weitgehend. Auch das Wartungsmanagement

wird erleichtert: Betriebsstunden, Kilometerstände

und Servicefälligkeiten lassen sich zentral überwachen.

Das verhindert ungeplante Ausfälle und reduziert

Folgekosten. Alle relevanten Daten sind revisionssicher

gespeichert und jederzeit für Kontrollen,

Abrechnungen oder interne Auswertungen verfügbar.

Anbieter wie Rosenberger Telematics bieten

speziell auf den »SMT2« abgestimmte Lösungen an,

die sich auch für gemischte Fuhrparks einheitlich

einsetzen lassen.

j

Telematik

Rosenberger bietet speziell auf

den »SMT2« abgestimmte

Lösungen an, die sich auch

für gemischte Fuhrparks

einheitlich einsetzen lassen.

Bau- & Nutzfahrzeuge Juni 2026 87


Mit dem »SRS« lassen

sich Anpassungen am

Laderaum schnell und

ohne Werkstatttermine

durchführen.

SORTIMO (2)

»Sortimo Rail System«

ab sofort bei Stellantis

ab Werk verfügbar

SORTIMO – Gemeinsam mit Stellantis feiert Sortimo, einer der führenden

Anbieter von Fahrzeugeinrichtungen und Mobilitätslösungen,

die Einführung des »Sortimo Rail System« (SRS) in das Stellantis-»Pro

One CustomFit Personalization«-Tool. Ab sofort kann das innovative

System werkseitig für verschiedene Nutzfahrzeugmodelle der Marken

Citroën, Fiat, Opel und Peugeot konfiguriert und bestellt werden.

ZANDTcargo

SattelTieflader ST 480

Das »Sortimo Rail System«

erfüllt zwei Aufgaben zugleich:

Es dient der Ladungssicherung

und als stabile Basis

für die flexibel einsetzbare

Fahrzeugeinrichtung. Diese

T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth

lässt sich formschlüssig einrasten

und bei Bedarf werkzeuglos

wieder entnehmen. Die Idee:

ein wiederverwendbares System,

dank dem sich Nutzfahrzeuge

schnell an wechselnde

Kundenanforderungen und Anwender

anpassen lassen.

Mehr Flexibilität im

Arbeitsalltag

Mit dem »SRS« lassen sich

Anpassungen am Laderaum

schnell und ohne Werkstatttermine

durchführen: Die Fahrzeugeinrichtung

kann werkzeuglos

in das Fahrzeug eingesetzt

oder daraus entnommen

werden, auch im laufenden Betrieb.

Zudem ist das »Sortimo

Rail System« darauf ausgelegt,

Ausstattungen über mehrere

Fahrzeugzyklen hinweg weiterzuverwenden.

Das Herzstück der Lösung

bildet dabei die werkseitig installierte

Basis-Ausstattung

im Fahrzeug. Dieses besteht

aus den »SRS«-Schienen für

Grip«-Montageboden und der

Wand und Boden, dem »Sobo-

»SowaFlex«-Seitenwandverkleidung

sowie zwei Zurrgurten mit

Ratsche (3,5 m). Drei vorkonfigurierte

Pakete für die Einsatzbereiche

Service, Elektriker und

SHK sind ab Werk bestellbar.

Reinhold Braun, Geschäftsführer

Sortimo International,

erklärt: »Wir denken intelligente

Mobilitätslösungen nicht nur

als einmalige Investition, sondern

als Infrastruktur, die über

mehrere Fahrzeugzyklen hinweg

Bestand hat. Das ›Sortimo

Rail System‹ ist konsequent darauf

ausgelegt, langfristig nutzbar

zu bleiben und so echten

wirtschaftlichen Mehrwert zu

schaffen.«

Langlebiges

System

Das »Sortimo Rail

System« ist konsequent

darauf ausgelegt, langfristig

nutzbar zu bleiben.

j

88

Juni 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


»MT«-Serie für den sicheren

Transport von Maschinen

BRENDERUP – Minibagger,

Kompaktlader, kleine Walzen

oder Arbeitsbühnen stellen

erhebliche Investitionen dar. Ihr

sicherer Transport zwischen

verschiedenen Einsatzorten ist

daher nicht nur eine logistische

Aufgabe, sondern ein entscheidender

Faktor für Produktivität

und zur Vermeidung kostspieliger

Ausfallzeiten. Genau dafür

wurde die »Brenderup MT«-Serie

entwickelt. Als spezialisierte

Lösung für den Maschinentransport

verfolgt sie ein klares

Ziel: den sicheren, stabilen

und effizienten Transport von

Arbeitsgeräten unter anspruchsvollen

Einsatzbedingungen.

Als spezialisierte Lösung für den Maschinentransport dient die »MT«-Serie dem sicheren,

stabilen und effizienten Transport von Arbeitsgeräten unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.

Der Transport von Maschinen unterscheidet sich

grundlegend vom Transport von Schüttgut. Er

erfordert Stabilität beim Verladen, eine sichere Positionierung

während der Fahrt sowie volle Kontrolle

beim Entladen. Bereits kleine Ineffizienzen

können zu Zeitverlust oder im schlimmsten Fall zu

Schäden an den Maschinen führen. Die »MT«-Serie

begegnet diesen Anforderungen mit einer Konstruktion,

die gezielt für den Maschinentransport

ausgelegt ist. Von optimierten Auffahrwinkeln bis

hin zu einem ausgewogenen Fahrgestellkonzept

ist jedes Detail darauf ausgelegt, präzises Handling

und sichere Abläufe zu unterstützen. Die »MT«-Serie

bietet eine stabile Plattform, die Bewegungen re-

duziert und die Kontrolle verbessert, wenn Maschinen

auf den Anhänger gefahren oder manövriert

werden. Die niedrige Ladehöhe erleichtert den Zugang

für Maschinen und verbessert gleichzeitig die

Fahreigenschaften. Für Anwender unter Zeitdruck

bedeutet das schnellere und sicherere Ladeprozesse

im Arbeitsalltag. Ebenso verfügt die »MT«-Serie

über robuste und optimal positionierte Zurrpunkte,

mit denen Maschinen schnell fixiert werden können.

So bleibt auch schwere Ausrüstung während

des Transports stabil. Ein widerstandsfähiges Fahrgestell

und eine langlebigen Konstruktion ermöglichen

den Intensiveinsatz – auch unter harten Einsatzbedingungen.

BRENDERUP

j

MARS | STARS

REIFENWASCHANLAGE

Bau- & Nutzfahrzeuge Tel.: +49 8331 / 857 100 • sales@christ-ag.com

Juni 2026 89


AKTUELLES

Auch das war die IFAT: Die VDMA-Crushing-Zone im

Freigelände bot beeindruckende Live-Demonstrationen für

das hochwertige Recycling von Bau- und Abbruchabfällen.

IFAT Munich:

Umwelttechnologien

im Fokus

THOMAS SEIBOLD (3)

BAUMAGAZIN – Seit 1966 ist die IFAT Munich der globale Treffpunkt der Umwelttechnologiebranche.

Dass die Fachmesse auch in ihrem 60. Jubiläumsjahr nichts von ihrer Bedeutung

eingebüßt hat, zeigen die Abschlusszahlen zur Veranstaltung von Anfang Mai: Rund 3 400

Aussteller (2024: 3 211) und etwa 142 000 Besucher (gleichauf mit 2024) machten sich auf

den Weg nach München. Unternehmen aus rund 60 Ländern und Regionen stellten dort auf

300 000 m 2 ihre Lösungen für Wasser, Recycling und Circularity vor und gaben zugleich Antworten

auf einige der drängendsten globalen Herausforderungen. Auch die Redaktion des

bauMAGAZIN war mit dabei und verschaffte sich einen Eindruck von der Veranstaltung.

VON

THOMAS SEIBOLD

Angesichts der großen Bandbreite an unterschiedlichen

Themen auf der IFAT stellen die für die

Baubranche relevanten Lösungen sicherlich einen

kleineren Anteil dar – sind deswegen aber nicht weniger

wichtig. Aktuelle Herausforderungen, wie fragile

Lieferketten und geopolitische Spannungen, betreffen

alle Anbieter am Markt. Dabei sind vor allem

beim Thema Kreislaufwirtschaft moderne und

effiziente Lösungen erforderlich, um die anstehenden

Aufgaben rund um das Materialhandling und

Recycling bewältigen zu können. Stefan Rummel,

CEO der Messe München, bilanziert: »Die Rekordbeteiligung

auf der IFAT Munich 2026 zeigt deutlich:

Kreislauf- und Wasserwirtschaft hat Systemrelevanz

und ist die nächste globale Schlüsselindustrie. Umso

wichtiger ist die IFAT Munich als Plattform. Sie ermöglicht

den entscheidenden Wissenstransfer und

verschafft der Branche die nötige Sichtbarkeit, um

gemeinsam mit der Politik in den Dialog zu kommen

und die richtigen Weichen zu stellen.«

Geschlossene Stoffkreisläufe im Fokus

Die geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung

der Kreislaufwirtschaft prägte die IFAT maßgeblich.

Im Fokus standen effiziente Ressourcennutzung, geschlossene

Stoffkreisläufe und reduzierte Abhängigkeit

von Primärrohstoffen. »Die IFAT zeigt, dass wir

in Deutschland in der Lage sind, eine weltführende

Position in der Kreislaufwirtschaft nicht nur zu verteidigen,

sondern sogar auszubauen«, sagt Remondis-Vorstand

Thomas Conzendorf. »Denn die Ausstellerzahlen

liegen mittlerweile höher als vor Corona.

Wir arbeiten also in einer echten Zukunftsbranche.

Das sollte uns allen Mut machen, zuversichtlich

und positiv in die Zukunft zu schauen.«

IFAT-Rundgang: Impressionen vom Außengelände

Besucher mit einem starken Interesse an Baumaschinen

wurden auch dieses Jahr auf der IFAT

90

Juni 2026

Aktuelles


VOR ORT

wieder fündig. Die VDMA-Crushing-Zone im Freigelände

war dank ihrer beeindruckenden Live-Demonstrationen

für hochwertiges Recycling von Bauund

Abbruchabfällen eine beliebte Anlaufstelle für

viele Besucher. Zu sehen und erleben waren u. a. die

Maschinen und Geräte von Arjes, Doppstadt Umwelttechnik,

EuRec environmental technology, JCB,

Kleemann, Komplet, Rockster, Sennebogen, Volvo

CE, Wima Wilsdruffer Maschinen- und Anlagenbau,

Zemmler Siebanlagen und Zeppelin Baumaschinen.

Im selben Bereich zeigten die VDMA Praxistage

moderne Aufbereitungstechnik für Altholz sowie

Park- und Gartenabfälle unter Beteiligung der Firmen

Doppstadt Umwelttechnik, Fuchs Terex, Haas

Recycling-Systems, Jenz, Komptech, Sennebogen,

Vermeer Corporation und Willibald. Nicht zuletzt

dank des sommerlichen Wetters waren diese Bereiche

stets gut besucht.

Produkt- und Anbietervielfalt in den Hallen

In den Innenbereichen war deswegen kaum weniger

los. So stellte die Lüra GmbH, Hersteller von

mobilen Schüttgutboxen und Stahlstellwänden, ihre

flexiblen Lagersysteme für die Recycling- und Abfallwirtschaft

vor. Highlights am Messestand waren

die Präsentation einer 3 m hohen Original-Lüra-Stellwand

aus Stahl, die sich nach Herstellerangaben

durch besondere statische Stärke und

hundertprozentige Recyclingfähigkeit auszeichnet.

Außerdem zu sehen waren die speziell für Schüttgüter

konzipierten mobilen, modularen und erweiterbaren

Lagerboxen und Hallenkonzepte.

Die IFAT bot zudem die Bühne für den ersten

gemeinsamen Auftritt der neu formierten Gruppe

aus Polypipe GmbH, resinnovation GmbH, Amex

Sanivar und IMS Group GmbH mit dem klaren

Anspruch »Alles aus einer Hand«. Frisch dabei war

das litauische Unternehmen Lateral Repairs, das

die Gruppe mit einem umfangreichen Angebot an

hochwertigen Linern, Harzsystemen und Glasfasermatten

verstärkt. Am gemeinsamen Stand präsentierte

sich die gesamte Bandbreite moderner

Rohr- und Kanalsanierung – vom Coating-System

über moderne Harzlösungen bis hin zu Linern und

Fräsrobotern – und wurde in zwölf Live-Demos erlebbar

gemacht. Ein besonderes Highlight war der

»rabbitcoater 2.0«, der zeigte, wie effizient und praxisnah

moderne Sanierungstechnologie heute bereits

Rohre in wenigen Minuten beschichten kann.

Bei Flottweg SE stand die »FW400 HTS«-Dekanterzentrifuge

prominent im Vordergrund. Diese

wurde speziell für die effiziente Entwässerung

von Klärschlamm entwickelt und unterstützt Kläranlagen

bei der kostengünstigen und zuverlässigen

Schlammbehandlung. Ing. Bonfiglioli s.r.l. brachte

mit der »Ariete« eine leistungsstarke, mobile

Schrottballenpresse mit nach München, die insbesondere

für die Verdichtung von Metallschrott,

Autos und Industrieabfällen entwickelt wurde.

Am Messestand von Vermeer waren u. a. Horizontal-Grinder

»HG400TX« auf Raupenketten für

die Holzzerkleinerung, Kompaktlader sowie der

langsam laufende Schredder »LS3600TX« und der

»ML100«-Minilader zu sehen.

Die Aqua Evolution Systems GmbH (»Der-

Blaue«) zeigte ihre große Palette an professionellen

Flüssigkeits-Auffangsystemen. Diese wurden

für eine Vielzahl an Branchen entwickelt und können

grundsätzlich überall dort eingesetzt werden,

wo Flüssigkeiten umgeleitet, aufgefangen, abgepumpt

oder eingefüllt werden sollen. Das System

ist zudem leicht zu transportieren.

Von der Sennebogen Maschinenfabrik GmbH

gab es moderne Materialumschlaglösungen für die

Recycling- und Abfallbranche zu sehen, darunter

akkubetriebene Umschlagbagger der »G-Serie« sowie

die Weltpremiere des »826 G Electro Battery«

auf dem VDMA-Freigelände. Auf großes Interesse

stieß außerdem die Vorstellung des neuen fünfschaligen

Mehrschalengreifers »MG4.1«, welcher

auf der IFAT erstmals öffentlich präsentiert wurde

und das Portfolio des Herstellers im Bereich Schrottund

Recyclingumschlag erweitert.

Auf einem gemeinsamen Messestand präsentierte

sich die Kiesel GmbH mit Fuchs und Kramer

und einer Auswahl leistungsstarker Maschinen. Darunter

befanden sich der Umschlagbagger »Fuchs

MHL340 G« mit »HGT«-Greifer, der Radlader »Hitachi

ZW160-7PL«, der Mini-Bagger »KTEG 63US

MTC« mit Toolbox sowie der Kompaktlader »Giant

In der Crushing-Zone zeigte ein

Cat-Kettenbagger »330 UHD«

mit Pulverisierer »MP324«

seine geballte Power.

142 000

Besucher

Etwa 142 000 Besucher machten

sich auf den Weg nach München.

3 400

Aussteller

Rund 3 400 Aussteller

stellten auf 300 000 m 2

ihre Lösungen für Wasser,

Recycling und Circularity vor.

Aktuelles Juni 2026 91


AKTUELLES

Sennebogen präsentierte seinen

neuen fünfschaligen Mehrschalengreifer

»MG4.1« auf der IFAT erstmals der

Öffentlichkeit.

»Kreislauf- und Wasserwirtschaft

hat Systemrelevanz

und ist die

nächste globale Schlüsselindustrie.«

Stefan Rummel,

Geschäftsführer und CEO Messe

München GmbH

2028

Die nächste IFAT Munich findet

vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt.

MESSE MÜNCHEN GMBH

GS800« mit Greifer. Aus dem Produktbereich Kramer

wurden insgesamt fünf Maschinen gezeigt, wie

etwa der Industrie-Teleskoplader »ITL55-9« und der

Industrie-Radlader »IRL12-70 T«.

Aus dem Vollen geschöpft hat auch die Zeppelin

Baumaschinen GmbH. Auf der 526 m 2 großen

Ausstellungsfläche reichten die Exponate vom großen

Umschlagbagger »MH3032« über den kleineren

Radlader »908« in der Highlift-Ausführung bis

zum elektrischen Zeppelin-Teleskoplader »6.26«. In

der Crushing-Zone zeigte zudem ein Cat-Kettenbagger

»330 UHD« mit Pulverisierer »MP324« seine geballte

Power.

Seitens der Komatsu Germany GmbH gab

es am Messestand u. a. den Kompaktradlader

»WA170M-11« zu sehen. Dieser lässt sich laut Hersteller

vielseitig einsetzen und bewährt sich insbesondere

im Recycling sowie bei kommunalen Aufgaben.

Zur Wahl stehen zwei Hubgerüst-Kinematiken:

Z-Kinematik (Z-Bar) für maximale Losbrechkraft

und schnelle Ladezyklen sowie »Tool Linkage«

für paralleles Heben sowie präzise Geräteführung

und Gabel-/Palettenarbeit.

Mit dem »L 507 E« präsentierte Liebherr den

ersten elektrifizierten Radlader der Firmengruppe.

Er verbindet die Vorteile eines Liebherr-Stereoladers

mit einem selbst entwickelten batterieelektrischen

Antriebskonzept. Die Leistungsfähigkeit

des »L 507 E« sei identisch mit herkömmlich angetriebenen

Liebherr-Radladern derselben Größenklasse.

Aus dem Bereich der mittelgroßen Radlader

wurde das Modell »L 546« gezeigt, ausgestattet

mit einem Hubgerüst mit Z-Kinematik. Dadurch

sollen sich beim Materialumschlag schnelle Taktzeiten

und dynamische Arbeitsbewegungen ergeben

– auch mit schweren Anbauwerkzeugen wie

Hochkippschaufeln im Recycling. Für Einsätze,

die regelmäßig unterschiedliche Anbauwerkzeuge

erfordern, gibt es einen sichtoptimierten Schnellwechsler

sowie das vollautomatische Schnellwechselsystem

»Likufix«. Weitere Highlights waren die

erstmals gezeigten zwei Prototypen »LH 18 M Industry

G8« und »LH 22 M Industry E G8« der neuen

Generation 8 an Umschlagmaschinen. Ebenfalls

zu sehen war ein Teleskoplader »T 55-7s«, der sich

laut Liebherr ideal für Einsätze in Kompostieranlagen,

dem Recycling oder Heizkraftwerken eignet.

Die Schöffel Pro GmbH überraschte mit einem

ungewöhnlichen Standkonzept in Form einer langen

Präsentationsfläche entlang des Hauptgangs

anstelle eines klassischen Messestands. Besucher

hatten so beim Durchqueren der Halle durchgängig

die Produkte von Schöffel Pro im Blick. Ein Highlight

waren die verschiedenen Workwear-Kollektionen,

darunter vor allem die »Hi-Vis«-Shirts, die

hohe Sichtbarkeit mit klimaregulierenden Materialien

kombinieren – ideal für Arbeitseinsätze bei

hohen Temperaturen.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Daimler

Truck AG standen ein Unimog »U 530« und

die beiden batterieelektrischen Fahrzeuge Mercedes-Benz

»eEconic 400« und »eActros 400« der

zweiten Modellgeneration. Außerdem präsentierte

Mercedes-Benz Trucks ein batterieelektrisches

Entsorgungsfahrzeug, das teilweise aus recycelten

Materialien besteht und begleitend zu einer umfassenden

Studie zur Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich

mit 32 Partnern als Konzeptfahrzeug

gebaut wurde. Theoretisch sind bis zu 80 Prozent

der Hauptmaterialien ersetzbar.

Im Rahmen der IFAT stellte der Spezialfahrzeughersteller

Mulag ein neu entwickeltes Auslegersystem

für den Straßenbetriebsdienst vor. Die

technische Neuentwicklung soll Anwender effektiv

bei ihren täglichen Arbeiten unterstützen.Mit zahlreichen

Reinigungslösungen für den Kommunalbereich

trat die Kärcher Municipal GmbH auf. Eines

der Highlights war das Anbaugerät » CityZASC6« zur

elektrischen Unkrautbeseitigung. Dieses kann mit

den Geräteträgern der Holder »C«-Reihe und »MIC

42« verwendet werden und umfasst einen Generator,

der Strom von bis zu 8 000 V erzeugt.

Unter dem Motto »Löwen im Alltag« stellte

MAN Truck & Bus seine (Elektro-)Mobilitätslösungen

für kommunale Anforderungen vor. Anhand

von drei unterschiedlichen »eTGS« wurden die Vorteile

des modularen Batteriekonzepts aufgezeigt. Je

nach Fahrgestellkonfiguration kann das Rahmenlayout

des »eTGS« drei bis sieben, speziell für den

Einsatz im Nutzfahrzeug optimierte NMC-Hochvoltbatterien

fassen. So lassen sich Reichweite und

Nutzlast bedarfsgerecht auf das jeweilige Nutzungsprofil

des Kunden abstimmen und spezielle Bauraumanforderungen

erfüllen.

Gemeinsam mit Volvo Construction Equipment

und Volvo Penta zeigt die Volvo Group unter dem

Leitspruch »Together Towards Zero«, wie emissionsärmere

Lösungen über den Lkw hinaus gedacht

werden können. Ob Baumaschine, Antriebssystem

oder Nutzfahrzeug: Der Ansatz ist derselbe. So bietet

der ausgestellte 15 t schwere elektrische Radlader

»L90 Electric« eine Hubkapazität von 4,5 t.

Als abgasfreie Lösung eignet er sich ideal für innerstädtische

Arbeitsvorgänge sowie für Bereiche

wie den industriellen Materialumschlag, Forstwirtschaft,

Landwirtschaft und Landschaftsbau, Steinbrüche

und Bergbau sowie Abfall und Recycling.

Volvo gibt eine anwendungsabhängige Laufzeit von

4 bis 5 h an.

Der Termin für die nächste IFAT Munich steht

bereits fest: Die kommende Veranstaltung findet

vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt.

s

92

Juni 2026

Aktuelles


Rückblick SaMoTer

SAMOTER – Die 32. Ausgabe der

SaMoTer ist nach vier Messetagen

mit einem positiven Fazit des

Weitere Highlights stellten die

internationale Beteiligung

dar, die um 38 Prozent zunahm,

Veranstalters zu Ende gegangen:

und ein Plus von 20 Prozent bei

42 000 Fachbesucher aus 78

Ländern fanden den Weg auf

das Messegelände Veronafiere,

wodurch das Ergebnis von 2023

übertroffen wurde. Damals wa-

der Ausstellungsfläche auf insgesamt

52 000 m 2 , verteilt auf sechs

Hallen und drei Außenbereiche.

An der Messe nahmen 526 Aussteller

teil, darunter 124 internationa-

An der Messe nahmen 526 Aussteller

teil, darunter 124 internationale

Unternehmen aus 22 Ländern.

VERONAFIERE S.P.A. SAMOTER

ren an fünf Messetagen 41 000

le Unternehmen aus 22 Ländern.

Besucher gezählt worden. Der

Alle großen globalen Hersteller

statt, die Trend themen behan-

zu gestalten, die noch stärker an

Veranstalter sieht sich in der

von Baumaschinen waren wieder

delten: Digitalisierung, Nach-

den Bedürfnissen der Lieferket-

Wirksamkeit eines kompakteren

in Verona vertreten und präsen-

haltigkeit, Sicherheit, europäi-

te ausgerichtet ist – mit größe-

Formats bekräftigt, das gezielt

tierten die gesamte Bandbreite

sche Vorschriften, Infrastruktur,

rer internationaler Reichweite,

auf die Bedürfnisse der Aussteller

der Branche: Erdbewegung, He-

Markttrends, Ausbildung und In-

einem qualifizierten Fachpubli-

zugeschnitten wurde.

be- und Fördertechnik, Abbruch,

dustriepolitik. »Die Reaktion des

kum sowie Inhalten und Forma-

Bohrtechnik, Brech- und Sieb-

Marktes bestätigt die Richtigkeit

ten, die gezielt auf die Prioritä-

anlagen, Straßenbaumaschinen,

des eingeschlagenen Weges seit

ten der Branche zugeschnitten

Steinbruch- und Baustellenfahr-

der SaMoTer 2023«, erklärte Fe-

sind.« Die nächste Ausgabe der

zeuge, Betontechnik, Ausrüstung,

derico Bricolo, Präsident von Ve-

internationalen Fachmesse für

Komponenten, Ersatzteile, Logis-

ronafiere. »Die technischen Ge-

Baumaschinen findet vom 9. bis

tik und Dienstleistungen. Außer-

spräche, die Ende letzten Jahres

12. Mai 2029 statt und soll er-

dem fanden Konferenzen, Work-

begonnen wurden, haben dazu

neut eine wichtige Plattform der

shops, Seminare und Fachtreffen

beigetragen, eine Veranstaltung

Branche sein.

s

WEIL JEDES PROJEKT

EIN SOLIDES FUNDAMENT

BRAUCHT.

JAN 2026

Maschinen- und Gerätevermietung,

temporäre Infrastruktur und Baulogistik –

natürlich von Zeppelin Rental.

0800 -1805 8888 oder zeppelin-rental.de

Aktuelles Juni 2026 93


AKTUELLES

Wipro Hydraulics übernimmt

Anbaugeräte-Spezialisten Indeco

Dynapac verabschiedet letzten

»SD2500CS«-Großfertiger

INDECO – Kürzlich gab Indeco bekannt, dass eine endgültige Vereinbarung über die

Übernahme durch Wipro Hydraulics, einem Hersteller von Hydraulikzylindern und Teil

der Wipro Infrastructure Engineering-Gruppe, die zu den führenden internationalen

Akteuren im Bereich der Industrietechnik zählt, unterzeichnet worden war.

(v. l. n. r.) Sitaram

Ganeshan, Susanna

Vitulano und Pratik Kumar.

Dieser Zusammenschluss ist nicht nur

eine geschäftliche Vereinbarung, sondern

das Zusammentreffen zweier Marktführer:

Indecos jahrzehntelange Fertigungskompetenz

trifft auf Wipros globale

Stärke. »Gemeinsam sind wir bereit, neue

Grupo Roxu übernimmt dritten Steiger

»T 900 HF« von Ruthmann auf der Smopyc 2026

RUTHMANN – Das spanische Unternehmen Grupo Roxu setzt erneut auf

Ruthmann und hat im Rahmen der Messe Smopyc 2026 in Zaragoza seinen

dritten »T 900 HF« übernommen. Mit dieser weiteren Investition baut das Unternehmen

seine Flotte an Lkw-Arbeitsbühnen im Segment der Großgeräte weiter aus.

Die erneute Entscheidung für den Steiger

»T 900 HF« unterstreiche laut Unternehmen

das Vertrauen in die Ruthmann-Lösungen.

Ausschlaggebend seien

dabei insbesondere die hohen Arbeitsbereiche,

die flexible Einsatzfähigkeit

sowie die positive Erfahrung mit dem

technischen Support durch Amco Machinery

& Consulting gewesen, den offiziellen

Vertriebs- & Servicepartner von

Ruthmann in Spanien. Der »T 900 HF«

bietet eine Arbeitshöhe von 90 m, eine

maximale Korblast von 600 kg sowie eine

seitliche Reichweite von bis zu 42 m.

Ausgestattet mit dem »highflex«-Rüssel

INDECO

Gebiete zu erschließen und eine breitere

Marktpräsenz sowie technologische Kompetenz

zu gewährleisten: Der Beitritt zur

Wipro-Gruppe wird es uns ermöglichen,

die Produktentwicklung zu beschleunigen,

unsere industrielle und kommerzielle

Struktur zu stärken und Produktionsprozesse

zu optimieren«, wie Indeco mitteilt.

Trotz derglobalen Ausrichtung sollen die

Wurzeln fest verankert bleiben. Die Produktion

wird vor Ort verbleiben und die

Familie Vitulano wird weiterhin in die Unternehmensführung

eingebunden sein,

gemeinsam mit dem Management der internationalen

Niederlassungen, um sowohl

operative als auch strategische Kontinuität

zu gewährleisten. »Nach 50 Jahren

beginnt ein neues und bedeutendes Kapitel

in unserer Geschichte«, sagt Michele

Vitulano, Global Sales & Marketing Manager

bei Indeco, der insbesondere lobt, dass

Wipro die Werte von Indeco teile.

(220°-Schwenkwinkel) und dem »highflex«-Korb

(440°-Drehwinkel), ermögliche

die Maschine maximale Flexibilität

bei komplexen Arbeitseinsätzen. Ein zentrales

Merkmal sei das integrierte dynamische

Reichweiten System (DRS), das eine

Echtzeit-Berechnung der Reichweite

auf Basis der individuellen Maschinenkonfiguration

ermögliche. Ergänzt werde

dies durch das bewährte Doppel-Konzept

mit »Sky Performance«- und »Height

Performance«-Modus, das sowohl vertikales

Arbeiten als auch maximale seitliche

Reichweite effizient kombiniere, wie

Ruthmann an dieser Stelle mitteilt. Mit

der Übergabe des dritten Steigers setze

Grupo Roxu ein klares Zeichen für weiteres

Wachstum und stärke gleichzeitig die

langjährige Partnerschaft.

d

d

Feierliche Verabschiedung

der Baureihe in Wardenburg.

DYNAPAC – Mit einem besonderen Moment

ging im Werk in Wardenburg die Produktion

der bewährten »SD2500er«-Reihe zu Ende: Der

letzte Fertiger ist nunmehr vom Band gelaufen,

ein echter Meilenstein in der Unternehmensgeschichte

seit seinem Start im Jahr 2019. Bei Sonnenschein

versammelten sich die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, um diesen Anlass gemeinsam

zu feiern. Als Zeichen der Verbundenheit

unterschrieben alle Beschäftigten, einschließlich

der gesamten Dynapac-Geschäftsführung,

auf der Seitentür der letzten Maschine. Bei seiner

Rede würdigte Mathias Kayser, Werksleiter

Dynapac Wardenburg, diesen besonderen Moment

und dankte den Teams für ihr Engagement

und ihre hervorragende Arbeit. Und auch M.

Jean-Claude Fayat, Präsident der Fayat Group,

ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu unterschreiben.

Seit 2017 ist Dynapac

Teil des französischen

Baukonzerns Fayat Group.

Im Anschluss wurde auf die

gemeinsamen Erfolge angestoßen,

bevor ein großes

Gruppenfoto das Ereignis

festhielt. Der Abschied von

der »SD2500«-Reihe erfolgt

mit einem lachenden und

einem weinenden Auge.

Das Ende schafft gleichzeitig

Raum für die Zukunft:

Mit der neuen »SD25«-Reihe, einschließlich

des vollelektrischen Großfertigers, des »Protac

Spraypaver« und sowie des »Imix Feeder«, richtet

sich der Standort konsequent auf kommende

Anforderungen und Innovationen aus. Das

Unternehmen blickt stolz auf die vergangenen

Jahre zurück und gleichzeitig mit großer Zuversicht

nach vorn – bereit für die nächsten Kapitel

der Erfolgsgeschichte. Dynapac ist Anbieter von

Hightech-Boden- und -Asphaltwalzen, leichter

Verdichtung sowie Straßenfertigern und hat

sich zum Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit

seiner Kunden zu stärken, als Partner »on the

Road ahead«.

DYNAPAC (2)

Die letzte vom Band

gelaufene Maschine

wurde von allen

signiert.

d

94

Juni 2026

Aktuelles


Erster Spatenstich markiert

Beginn der Bauphase

Feierlicher erster Spatenstich:

Bosch Beton investiert in die

eigene Zukunftsfähigkeit.

BOSCH BETON – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Bau

des neuen Produktionsstandorts von Bosch Beton in Münsingen offiziell

begonnen. Dieser Moment markiert den offiziellen Start der Realisierung

des Projekts. Für Bosch Beton beginnt damit ein neues Kapitel in

Deutschland. In Münsingen realisiert das Unternehmen nicht nur einen

Produktionsstandort, sondern schafft eine nachhaltige Basis für seine

Aktivitäten in einem der wichtigsten Märkte für das Unternehmen.

Der Fokus liegt laut Unternehmen auf der Produktion hochwertiger

Betonlösungen, insbesondere auf Stützwänden mit Höhen

von 50 cm bis zu 7,5 m, sowohl für den deutschen Agrarmarkt als

auch für den Straßen- und Infrastrukturbau. Der Standortentscheidung

ging eine sorgfältige Suche voraus. Bosch Beton prüfte mehrere

Optionen in Süddeutschland, insbesondere im wirtschaftlichen

Dreieck zwischen Nürnberg, München und Stuttgart. Geeignete Industrieflächen,

die sowohl kurzfristig verfügbar als auch langfristig

zukunftsfähig sind, sind dabei begrenzt. In Münsingen erkannte

Bosch Beton eine Kombination aus mehreren entscheidenden Vorteilen:

ein modernes Industriegebiet in Entwicklung, eine gute infrastrukturelle

Anbindung sowie eine Kommune, die das Projekt von

Beginn an offen und konstruktiv begleitet. Ausschlaggebend war für

BOSCH BETON

Bosch Beton nicht allein die Verfügbarkeit des Grundstücks, sondern

vor allem auch die angenehme und partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit der Stadt Münsingen. Darüber hinaus bietet die Region

eine hohe Lebensqualität, gute Bildungseinrichtungen und eine

starke lokale Identität. Als Familienunternehmen ist es Bosch Beton

wichtig, Teil einer Region zu werden, in der Menschen gerne leben

und arbeiten. Bosch Beton beabsichtigt, zukünftige Mitarbeiter lokal

zu rekrutieren und sich langfristig in Münsingen zu verankern.

Die Entwicklung des Standorts Münsingen erfolgt in mehreren Phasen.

In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf dem Bau der Produktionsanlage

sowie dem Aufbau der organisatorischen Struktur.

Die Position des Standortleiters wurde bereits mit Gerd Baur besetzt,

der gemeinsam mit dem bestehenden Managementteam den Aufbau

des neuen Standorts vorantreibt. Parallel dazu hat die Rekrutierung

neuer Kollegen begonnen.

d

Strategische Partnerschaft für Skandinavien

zwischen CMC und Maskin Experten

CMC ARBEITSBÜHNEN – Der italienische Hersteller CMC, ein Spezialist

für selbstfahrende Raupen-Hubarbeitsbühnen, gab kürzlich die Unterzeichnung

eines Vertriebsvertrags mit dem schwedischen Unternehmen

Maskin Experten bekannt.

Die Vereinbarung, die bereits im April in Anwesenheit von Alessandro

Mastrogiacomo, Vertriebs- und Marketingleiter bei CMC,

Federico Tomba, Exportbereichsleiter bei CMC, sowie Marcus Berg als

Vertreter von Maskin Experten unterzeichnet wurde, macht letzteres

Unternehmen zum exklusiven CMC-Händler für Schweden und Finnland.

In einer späteren Phase soll diese Exklusivität auf weitere Länder

in der skandinavischen Region ausgeweitet werden. CMC verfolgt

seine Konsolidierungsstrategie auf den internationalen Märkten durch

den Ausbau seines Netzwerks qualifizierter Partner. Mit über 30 Jahren

Erfahrung im Hebemarkt und mehr als 200 Mitarbeitern in vier Niederlassungen

erzielt das Unternehmen einen Jahresumsatz von über

80 Mio. Euro. CMC investiert über 20 Prozent seines Umsatzes in Forschung

und Entwicklung und wird dabei von einem robusten Netzwerk

aus mehr als 50 Händlern auf fünf Kontinenten unterstützt. Die vollständig

in Italien entwickelten und hergestellten Raupen-Hubarbeitsbühnen

von CMC werden in über 30 Ländern verkauft und durchlaufen

strenge, zertifizierte Qualitätskontrollprozesse. Maskin Experten ist

hingegen ein schwedischer Anbieter von Maschinen, Dienstleistungen

und Aftermarket-Lösungen, die speziell auf Unternehmen aus den Bereichen

Industrie, Logistik und Bauwesen zugeschnitten sind. Das Unternehmen

verfolgt einen langfristigen Ansatz.

d

Auktion: Zuschlagsumme

von 19,5 Mio. Euro erzielt

EURO AUCTIONS – Bei seiner jüngsten Auktion in Dormagen erzielte

Euro Auctions einen starken Zuschlagssumme von 19,5 Mio. Euro. Die

Auktion zog Käufer aus ganz Europa und darüber hinaus an und festigte

laut eigener Aussage die Position des Standorts als einer der wichtigsten

Auktionsstandorte.

Von dem erzielten Gesamtumsatz wurden 15,58 Mio. Euro online erzielt,

weitere 3,9 Mio. Euro wurden im Auktionssaal verkauft. Dies

unterstreiche die anhaltende Wirksamkeit des hybriden Verkaufsformats

von Euro Auctions, das eine starke physische Präsenz mit globaler

digitaler Reichweite verbinde. Die Auktion zog 250 Anbieter an, die

insgesamt 4 932 Lose einlieferten, darunter Baumaschinen, Industrieausrüstung,

Anlagen, Transportmittel und ein deutlich erweiterter Bereich

für landwirtschaftliche Maschinen. Insgesamt registrierten sich

2 795 Kunden für die Auktion im März, was einem starken Anstieg von

30 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im März 2025 entspricht,

so Euro Auctions. Mehr als 500 dieser Registrierungen entfielen auf Erstkäufer,

von denen etwa 10 Prozent zu erfolgreichen Käufern wurden,

was sowohl die Stärke der Nachfrage als auch das anhaltende Wachstum

der Käuferbasis von Euro Auctions in Deutschland unterstreiche.

Die Käufer kamen aus ganz Europa, Skandinavien, Nordafrika, dem Nahen

Osten, Asien sowie aus Großbritannien und Irland. Festhalten lässt

sich, dass Euro Auctions hier mit seinem Auktionsaufgebot seit Jahren

einen Zulauf verzeichnet. Der Markt, so scheint es, setzt gerade in angespannten

Wirtschaftszeiten darauf, kosteneffizient und individuell

auf den expliziten Bedarf angepasst einzukaufen.

d

Aktuelles Juni 2026 95


REDAKTIONSVERZEICHNIS

Unternehmen

Seite

A Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH 76

A Ammann ABG Allgemeine Baumaschinen GmbH 38

A Ammann Verdichtung GmbH 41

B BKT Europe Sri 78

B Bohnenkamp SE 13

B Bosch Beton 95

B Bosch Rexroth AG 12, 68

B Brenderup GmbH 89

B Brigade Electronics (EU) BV 86

C Carhartt EMEA B.V. 81

C CMC Arbeitsbühnen GmbH & Co. KG 95

C Coreum GmbH 42

D DAF Trucks Deutschland GmbH 14

D Develon Construction Equipment 18

D DKS Technik GmbH 74

D DMS Technologie GmbH 59

D Doosan Bobcat EMEA 10

D Dynapac GmbH 94

E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH E/D/E 44

E Epiroc Construction Tools GmbH 53

E ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH 86

E Euro Auctions 95

F Flottweg SE 15

G Geoplan GmbH Planungsabteilung 15

H Hain GmbH 60

H HD Hyundai Construction Equipment Europe 28

H Helly Hansen Deutschland GmbH 82

H Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH 36

H Heuver Bandengroothandel B.V. 78

H Horton Europe GmbH & Co. KG 70

H Indeco Deutschland GmbH 14

I Indeco Ind. S.p.A. 94

K Kaeser Kompressoren SE 72

K Kässbohrer Sales GmbH 84

K Kramp GmbH 15

L Lee – Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH 14

L Liebherr Hydraulikbagger GmbH 57

M Makita Werkzeug GmbH 67

M Mann + Hummel Automotive GmbH 71

M MB S.p.A 52

M Moog Rekofa GmbH 69

M Moravia Akademie + Verlag GmbH 85

N Nilfisk GmbH 77

O Oiltesco GmbH 62

O Optimas Maschinenfabrik H. Kleinemas GmbH 39

O OSA Anbaugeräte GmbH 54

R Rosenberger Telematics GmbH 87

R Ruthmann Holdings GmbH 94

S SAF-Holland GmbH 66

S Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 35

S Sortimo International GmbH 88

S Steelwrist Deutschland GmbH 12, 50

T Techtronic Industries Central Europe GmbH 80

T Tibatek GmbH 58

T Tyrolit Construction Products GmbH 75

V Volvo Construction Equipment Germany GmbH 14

W Welte Cardan-Service GmbH 67

W Westtech Maschinenbau GmbH 61

Y Yanmar C.E. Europe S.A.S. 34

Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 12, 24, 37, 49

IMPRESSUM

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

baumagazin@sbm-verlag.de

www.baumagazin-online.de

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-0)

Joachim Plath (-0)

Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)

OBJEKTLEITUNG

Tobias Haslach (-39)

REDAKTION

Dan Windhorst

Thomas Seibold

Jessy von Berg

KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT

Norman Zenzinger (-33)

ANZEIGENDISPOSITION

Benjamin Chucholowski (-18)

Emilie Plath (-45)

ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf

Simon Schmalholz (-13)

1 10.05.21 11:

MAGAZIN-LAYOUT

Lisa Schröder Leitung (-23)

Jessica Grahle (-0)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,

Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de

BANKVERBINDUNG

IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87

HypoVereinsbank Kempten

BIC HYVEDEMM428

BEILAGEN

Dieser Ausgabe liegen Beilagen für Geoplan bei.

AUTORENBILDER

Petra Reger; Markus Maier

TITELBILDER

Doosan Bobcat; Develon; HD Hyundai; Caterpillar

IVW angeschlossen

ISSN 1610-3785

Alle Rechte vorbehalten.

© Layout-Konzept: Thomas Schürger

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom

1. Januar 2026. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages.

Jahresabonnements können nur bei Einhaltung

der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)

schriftlich beim Verlag gekündigt

werden.

Das Jahresabo kostet 55,– Euro

(11 Ausgaben, eine Doppelnummer)

inkl. MwSt. und Versandkosten;

bei Auslandslieferung 89,– Euro inkl. Versand.

Einzelpreis: 6,50 Euro (D), 6,65 SFr

verlag gmbh

96

Juni 2026

Redaktionsverzeichnis & Impressum


MARKTPLATZ

1-65 Teleskoplader Vermietung

... gut drauf

— und dran !

Teleskoplader

Vermietung

❙ alle Größen

❙ alle Tragfähigkeiten

Vertragshändler

www.schoenke.de Tel.: 07807 800 999 5

Seit 1999 Ihr Spezialist

S e i t

1 9 9 9

Telefon: +49 (0) 29 92/97 03-0

wiegers-gabelstapler.de

Besuchen Sie uns

auch im Internet

www.baumagazin-online.de

Geldern

Essen

Bergheim

Drucklufttechnik Herne GmbH

Friedrich der Große 42, 44628 Herne

Telefon +49 2323 94666-0

www.wilking-drucklufttechnik.de

VERKAUF

VERMIETUNG

SERVICE

Individuelle Transporttechnik –

seit über 60 Jahren

Verkauf und Vermietung

www.michels-online.de (02831) 131-0

Peter Kröger GmbH · 49429 Rechterfeld

T 04445 9636-0 · www.terraliner.de

SOFORT

LIEFERBAR

Tandemkipper

teils mit Rampen

10 bis 19 t

Tridemtieflader 31 t GG

Lenkachse, verbreiterbar,

feuerverzinkt

2-, 3- und 4-Achs-Tieflader-Anhänger

verbreiterbar,

feuerverzinkt

Tandem-Tieflader

10 bis 21 t

Möslein Fahrzeugbau | Gulbranssonstraße | D-97525 Schwebheim

Tel. 00 49-97 23-9 34 60 | Fax 00 49-97 23-93 46 46 | info@moeslein-nfz.de

Hydraulische Generatoren, Hochdruckwasserpumpen,

Kompressoren,

Schweissgeräte, Magnetanlagen,

Straßen- und Rohrreinigungsanlagen,

Vibrationspumpen, Staubbindungs-,

Vakuum-Saugsysteme, Tauchpumpen,

Bohrflüssigkeitspumpen

PT-Hydraulik Vertrieb OHG

Untereggstr. 15 • 86971 Peiting

Tel. +49 88 61/24 69-100 • Fax-109

info@pt-dynaset.de

www.pt-dynaset.de

Marktplatz Juni 2026 97


MARKTPLATZ

PROFIS LESEN

DEN baustoffPARTNER

Erfahren Sie, was die Baubranche

antreibt! Der baustoffPARTNER

zeigt die Themen auf,

die den Markt wirklich bewegen.

EGAL WANN,

EGAL WO

Magazin

Newsletter

Jetzt

abonnieren!

Stundenzähler

· Servicezeiten · Ereigniszähler

· Timer · Garantie-Überwachung

N110 Induktiv ??

N151 Vibration ??

N160 Rotating Shaft ??

N330 AC/DC, Induktiv ??

N410 AC/DC, Induktiv ??

N431 AC/DC, Induktiv ??

N510/N530 AC/DC, Induktiv ??

GDI METERS

Das Komplett-Programm vom Weltmarktführer.

Drehzahlmesser/

Stundenzähler

· Servicezeiten · Ereigniszähler

· Timer · Garantie-Überwachung

N110 Induktiv ??

N111 Induktiv ??

N231 AC/DC, Induktiv ??

N310 AC/DC, Induktiv ??

N160 Rotating Shaft ??

Batterie-LED-

Messgeräte

L1J Mini Snap-in ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

L1K Two-Hole ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

L1L Round ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

??

nachträglicher Aufbau

besonders für

robusten Einsatz!

Multifunktionsmessgeräte

D1N/D5N LED-Batterie-Anzeige/

Voltmeter, Stundenzähler,

Batterie-Shut-Down ??

D1N Kraftstoffanzeige,

Stundenzähler ??

D1N/D5N LED-Batterie-Anzeige,

Voltmeter, Stundenzähler ??

Info: www.imd-europe.com

Einbau (benötigt Ausschnitt)

TOP CASE PRO

ANBAUGERÄTE

ÜBERWACHEN

...auch wenn‘s

hart kommt!

High Impact Protection Case für GDI

Hour Meters.

Ideal für vibrations-

& rotationsaktivierte

Zähler. ??

Leichte Bedienbarkeit

& Manipulations- und

Diebstahlsicherheit.

· schützt die Zähler wie ein Panzer

· erfasst bezahlbar und sicher

Betriebs- und Servicedaten bei

Anbaugeräten wie z.B. Hydraulikhämmern,

Abbruchzangen, Bohrern, ...

· hilft Serviceintervalle einzuhalten

· erhöht Lebensdauer & Betriebssicherheit

· bezahlt sich quasi selbst

· höchste professionelle Military-Qualität · für Benzin- & Elektro/Dieselmotoren,

· dauerhaft zuverlässig & robust

unmotorisierte, rotierende Anbaugeräte

· autark mit eigener Batterie (12 Jahre) · Funktionsweise über Induktion (für 1- & 2-

98

· wasserdicht bis 20m (IP69K)

Zylinder-Motoren), Rotation, Vibration

Juni 2026

Marktplatz

N161 Rotating Shaft ?? · Beschleunigung bis 90 G

· hält Hochdruck-Reinigung stand

??


Robust. Geprüft.

GEBRAUCHT-

MASCHINEN.

RUBBLEMASTER RM120GO + MS125

Raupenmobiler Prallbrecher

Baujahr: 2017 I Betriebsstunden: ca. 3.900

METSO LT120

Raupenmobiler Backenbrecher

Baujahr: 2022 I Betriebsstunden: ca. 2.500

PORTAFILL MR5

Raupenmobile Siebanlage

Baujahr: 2023 I Betriebsstunden: ca. 330

PRONAR MPB14.44

Raupenmobile Trommelsiebanlage

Baujahr: 2022 I Betriebsstunden: ca. 15

MEHR INFOS

& MASCHINEN

koelsch.com/Gebrauchtmaschinen

Zemmler MS 5200-R

Raupenmobile Doppeltrommelsiebanlage

Baujahr: 2021 I Betriebsstunden: ca. 385

JÜRGEN KÖLSCH GMBH

Wildspitzstraße 2

87751 Heimertingen

08335 9895-0 info@koelsch.com

koelsch.com


GREIFERSÄGEN FÜR DEN BAGGER

KRAFTVOLLER GREIFER

trotz geringem Eigengewicht

VIDEO

LEISTUNGSSTARKER ROTATOR

• 360° endlose Rotation

• Entnahme von stehenden Baumteilstücken

• Optional: Power-Tiltator

GEFEDERTER SÄGEKASTEN

verhindert das Verbiegen des

Sägeschwertes bei Krafteinwirkung

AUSGEKLÜGELTE

SÄGEEINHEIT

zuverlässiger Arbeitsprozess durch

automatischen Kettenspanner

CS545 compact

54 cm

127 cm

8 - 15 t

CS610 compact

PRODUKT

61 cm

128 cm

15 - 20 t

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!