bauMAGAZIN Juni 2026
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2026
06
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
BOBCAT
Kompakter Alleskönner
Der neue »T650« setzt auf Leistung und Präzision
BLICKPUNKT
SONDERTHEMA
BLICKPUNKT
DEVELON
Neue Maschinen und smarte Tools
in Tschechien vorgestellt
ANBAUGERÄTE
Der Bagger hat sich zu einem
Multi-Geräteträger weiterentwickelt
HD HYUNDAI
In Belgien durften viele Neuheiten
auf Herz und Nieren geprüft werden
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Juni 2026
38
INHALT34
46
06/2026
8 | Editorial
10 | Zum Titel – Bobcat | Mit dem neuen
Kompakt-Raupenlader des Typs »T650« zeigt
Bobcat eine Stage-V-konforme Maschine, die auf
AdBlue verzichten und dabei extrem starke Leistung,
Präzision und Vielseitigkeit abliefern kann.
12 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
16 | bauGEFLÜSTER | Die bauMAGAZIN-
Kolumne ist brachial ehrlich, auf Krawall
gebürstet und hoch subjektiv. Mit
»bauGEFLÜSTER« rücken wir die wichtigsten
News und Streitthemen der Branche klar
in den Mittelpunkt.
1 GALABAU
34 | Yanmar CE | Der neue Minibagger
»SV10« wurde speziell für Arbeiten in besonders
beengten Einsatzbereichen entwickelt
35 | Sennebogen | Neuer Teleskoplader
»360 G« unterstützt mit seiner hohen Leistungsfähigkeit
effektiv im Biomasseumschlag
36 | Hermann Paus | Der kompakte Dumper
»SMK 9036« punktet im Einsatz durch seine
Effizienz und Multifunktionalität
36
37 | Zeppelin | Auf starke Maschinenpower
gesetzt: Der Galabauer Gzimi investierte kürzlich
in insgesamt 26 Cat-Baumaschinen
38 | Ammann | Kompakt und leistungsstark:
Minifertiger und vollelektrische Tandemwalze
bewähren sich im harten Einsatz
39 | Optimas | Vakuumtechnik und Pflasterverlegemaschinen
entlasten den Arbeiter und
sorgen für eine hohe Qualität auf der Baustelle
40 | bauMAGAZIN | Welche Rüttelplatte bei
Pflasterarbeiten sinnvoll ist und warum diese
Geräte so wichtig für die Arbeiten sind
41 | Ammann Verdichtung | Die Modelle
»APF 12/40-2« und »APF 12/50-2« erweitern
das Portfolio im Segment der leichten Verdichter
42 | Coreum | Von Profis direkt vor Ort lernen:
Die Coreum-Akademie bietet individuelle
Trainings in Stockstadt an
44 | E/D/E | Fachhändler wie die Nettelbeck
GmbH bringen die benötigten Lösungen direkt
auf die Baustelle und zu Handwerksbetrieben
BLICKPUNKTE
18 | Develon | Anlässlich der Demo Days
2026 ist das bauMAGAZIN kürzlich nach
Tschechien gereist und hat die neuesten
Maschinen, eine autonome Baggerlösungen
sowie Assistenzsysteme von Develon
praxisnah unter die Lupe genommen.
24 | Zeppelin |
Kürzlich wurden die Zahlen
für das Geschäftsjahr 2025
von Zeppelin vorgestellt. Das
Unternehmen verzeichnete
ein Umsatzplus.
28 | HD Hyundai | In Belgien traf das
bauMAGAZIN auf eine Vielzahl an neu
entwickelten Maschinen, die direkt vor
Ort getestet werden durften – darunter
neue Raupenbagger, Muldenkipper und
Kompaktlader.
4 Juni 2026
Inhaltsverzeichnis
61
76 84
53 | Epiroc | Der Hydraulikhammer »EC 122«
kommt mit intelligenten Wartungsfunktionen
für eine verlängerte Lebensdauer daher
2 SONDERTHEMA:
ANBAUGERÄTE
46 | bauMAGAZIN | Schnellwechsler, Tiltrotatoren und
Anbaugeräte sind heute unverzichtbare Helfer, um die
Effizienz am Bau zu steigern. Das bauMAGAZIN hat sich
nun genauer mit diesen innovativen Lösungen befasst.
49 | Zeppelin-Caterpillar | Caterpillar hat ein neues
»Greifer-Duo« für den Umschlag entwickelt und setzt
dabei auf Präzision, Zuverlässigkeit und Kraft
50 | Steelwrist | Zu den Demo Days von Develon
durfte Steelwrist eine breite Produktpalette vorstellen,
die vor Ort unter realistischen Einsatzbedingungen
ausgiebig von den Teilnehmern getestet wurde
52 | MB Crusher | Direkt vor Ort das Material bearbeiten
für mehr Flexibilität: Anbaugeräte unterstützen die
Arbeiten im GaLaBau und sparen Kosten
57 | Liebherr | Neue Sortier- und Mehrschalengreifer
sowie Schnellwechsler vorgestellt, die das Arbeiten für
den Maschinisten einfacher und schneller machen
58 | Tibatek | Klug, innovativ und anwendernah
entwickelt: Effiziente Lösung für die Herstellung
von Beton mittels Betonmischschaufel
59 | DMS Technologie | Grundsätzlich gilt:
Der Rotatorlöffel kann mit hoher Effizienz und
Flexibilität auf der Baustelle punkten
60 | Hain | »Pister Powerfork« vorgestellt, um
generelles Materialhandling sicher, effizient und
vor allem auch praxisgerecht gestalten
61 | Westtech | Die »Woodcracker C«-Serie bietet eine
breite Auswahl an vielseitig einsetzbaren Fällgreifern
und liefert damit Unterstützung für den Bediener
3 OEM & AFTERMARKET
INTERVIEW
54 | OSA Anbaugeräte | Im Gespräch
mit Geschäftsführer Gerd Schmidle erfährt
das bauMAGAZIN von der Investition in den
deutschen Markt, um langfristiges Wachstum
zu schaffen.
INTERVIEW
62 | Oiltesco | Im Interview sprechen die
Spezialisten von Oiltesco über die Möglichkeiten
sowie die Notwendigkeit von professionellen
Gebrauchtöl-Analysen für Baumaschinen
im Einsatz.
Inhaltsverzeichnis
Juni 2026
66 | SAF-Holland | Smarte Entwicklungsarbeit:
Eine Rekuperationsachse zur Elektrifizierung von
Trailerflotten vorgestellt
67 | Welte | Gelenkwellen werden wenig
beachtet, sind aber essenziell für die sichere
Kraftübertragung bei Baumaschinen
67 | Makita | Effizienz, Zuverlässigkeit und
Leistungskraft: Neue Akku-Motoreinheit »GU01G«
für den Ersatz von Benzinmotoren vorgestellt
66
75 | Tyrolit | Neu im Portfolio: Die beiden
neu konzipierten Nass- / Trockenbohrmotoren
»DME32UP« und »DME35UP«
76 | Kärcher | Erfolgreich eingesetzt:
Reinigung der historischen Kapelle am Fuße
des Unesco-Welterbes Mont-Saint-Michel
77 | Nilfisk | Die neue Heißwasser-
Hochdruckreinigerserie verdeutlicht
die transparente »2-Produktlinien«-
Strategie des Unternehmens
78 | BKT | Hohe Leistung und
Zuverlässigkeit verspricht BKT bei seinem
Reifen des Typs »Multimax MP 527«
78 | Heuver | Großes Interesse geweckt:
Auf der »Tire Cologne« werden neue
Reifenkonzepte vorgestellt
75
68 | Bosch Rexroth | Aus der Entwicklerschublade:
Neuer Offroad-Robotic-Controller erweitert
das »Bodas«-Ecosystem
69 | Moog | Produktpalette an Federleitungstrommeln
mit den Serien »F 6947« und »F 6948«
um neue Generation erweitert
70 | Horton | Kürzlich bekannt gegeben:
Serienproduktion der Lüfterkupplungen
»LCX50« und »LCX100« gestartet
71 | Mann+Hummel | Zuverlässig, sicher
und einfach in der Handhabung: Neue
Kompaktluftfilter für Baumaschinen entwickelt
72 | Kaeser Kompressoren | Die kleinsten Modelle
der »Mobilair«-Baureihe haben eine Reihe
an wichtigen Verbesserungen erhalten
74 | DKS | Neue »Airmix«-Druckbecherpistole
soll die generelle Effizienz gezielt mit Ergonomie
in Verbindung bringen
4 ARBEITSSCHUTZ
80 | Milwaukee | Sortiment an kühlender
Arbeitskleidung wurde kürzlich durch
neuartige Textilien mit Kühleffekt erweitert
82
81 | Carhartt | Für die Baustelle:
Hoch entwickelte Arbeitshose wurde
speziell für die weibliche Anatomie designt
82 | Helly Hansen | Neue »Oxford 2.0«-
Kollektion soll Tragekomfort und
Funktionalität miteinander vereinen
5 BAU- & NUTZFAHRZEUGE
84 | Kässbohrer | Müssen sicher, zuverlässig
und robust sein: Lösungen für effizienten
Baustoff- und Baumaschinen transport
85 | Moravia | »LaSi«-Broschüre als
Digitalausgabe: Damit wichtige Regeln und
nützliches Praxiswissen schnell verfügbar sind
86 | ES-GE | Kürzlich wurde ein komplett
abgestimmter Sattelzug aus dem eigenen
Bestand erfolgreich übergeben
86 | Brigade | Vor der Anschaffung beachten:
Fördermittel für die Nachrüstung von
Fahrzeugsicherheitslösungen nutzen
87 | Rosenberger | Ab 1. Juli greift die letzte
Frist zur Umrüstung auf den intelligenten
Fahrtenschreiber der zweiten Generation
88 | Sortimo | Das »Sortimo Rail System«
ist ab sofort bei Stellantis werkseitig für
verschiedene Nutzfahrzeugmodelle erhältlich
89 | Brenderup | Die »MT«-Serie kommt
mit einer Konstruktion, die gezielt für
den Maschinentransport ausgelegt ist
RUBRIKEN
90 | Aktuelles |
96 | Impressum |
96 | Redaktionsverzeichnis A – Z |
97 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |
Facebook Instagram LinkedIn
87
6
Juni 2026
Inhaltsverzeichnis
S E R I E S
MADE TO
MAXIMISE
UPPER
EXTREMELY
ROBUST
RAPID
RE-DRYING
LIGHTER THAN
LEATHER
EASY TO
CLEAN
100 PRO S3S 150 BOA PRO S3S 500 PRO S3S 510 PRO S3S
550 BOA PRO S3S
Juni 2026
EDITORIAL
»Versetzung gefährdet«
Der Sommer ist da, die Halbjahreszeugnisse sind geschrieben und die Versuchung
ist groß, der Bundesregierung schlechte Noten zu konstatieren. Man könnte sagen:
Friedrich und Lars stritten ständig um die Wahl zum Klassensprecher, während Verena
nur ihren Bauturbo im Kopf hat, Johann vorrangig mit Fehlstunden im Ausland glänzte
und Patrick die Nachhilfe für »Wie setze ich ein Infrastrukturpaket in die Tat um«
geschwänzt hatte. Einzig dem Boris ließe sich bescheinigen, dass er (im Rahmen
seiner ihm zugetragenen Hausaufgaben) stets bemüht war…
»Die aktuelle Lage bleibt
von großer Unsicherheit
geprägt.«
ugegeben, das ist ziemlich polemisches
Salz, dass sich aktuell in die Wunde(n)
der Bundesregierung streuen lässt –
aber gemessen an den jüngsten Steilvorlagen
lässt sich das nur bedingt zurückhalten:
Während das Finanzministerium (plötzlich)
mit weniger Steuereinnahmen rechnen muss, weil
die oft zitierte »schwäbische Hausfrau« angesichts
der Inflation und gestiegener Ausgaben das Geld
noch mehr zusammenhält, spuckt nun auch noch
der Bundesrat der Regierung gehörig in die
»Entlastungssuppe«, indem die beschlossene
1 000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer nun auf Eis
gelegt wurde. Der Vollständigkeit halber muss aber
gesagt sein, dass diese freiwillige
Ausschüttungsoption
ohnehin
wenig Anklang innerhalb der
Bevölkerung fand, da viele
Arbeitgeber aktuell überhaupt
nicht dazu in der Lage wären,
Geldgeschenke an die Belegschaft zu verteilen. Was
die geringeren Steuereinnahmen betrifft, teilte
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil
(SPD) mit: »Die Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns
der Iran-Krieg wirtschaftlich schadet. Trumps verantwortungsloser
Krieg und der daraus resultierende
weltweite Energiepreis-Schock bremsen die
positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus.« Im
Klartext heißt das: Für dieses Jahr rechnet das Bundesfinanzministerium
mit Steuereinnahmen von
998,7 Mrd. Euro. Insgesamt rechnet die Bundesregierung
beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch
mit einem Zuwachs von (preisbereinigt) 0,5 Prozent
im laufenden sowie 0,9 Prozent im kommenden
Jahr. Kurzum: »Die aktuelle Lage bleibt von großer
Unsicherheit geprägt. Das erfordert permanentes
Krisenmanagement«, wie Klingbeil ergänzt. Gleichwohl
weist der Vizekanzler darauf hin, dass man
sich vorbereite: »Wir müssen weiter hart daran
arbeiten, dass wir krisenfester werden. Wir setzen
deshalb auf Investitionen und Reformen, um
Deutschland stärker zu machen.«
Genau das tut im Übrigen die Baubranche. Trotz
der verhaltenen Investitionsbereitschaft und weiterhin
ausbleibender Großaufträge ist der Trend
zu mehr Effizienz ungebrochen. Gerade im Baumaschinensektor
zeigt sich, dass langlebige, zuverlässige
und vor allem vielseitig einsetzbare Maschinen
gefragt sind. Einher geht das mit der Devise,
auf »Multi Tool Carrier« zu setzen: Mittels Schnellwechsler,
Tiltrotator und Anbaugeräte wird der Bagger
zum hochfunktionalen »Schweizer Taschenmesser«,
was zusätzliche Baumaschinen einsparen und
die Effektivität der eigenen Flotte deutlich erhöhen
kann. Ab Seite 45 geht das bauMAGAZIN explizit darauf
ein und zeigt, was die Hersteller hier technisch
möglich machen, um gerade in wirtschaftlich angespannten
Zeiten möglichst hohe Produktivität und
Effizienz zu erzielen. Gleichzeitig war die Redaktion
bei Develon in Tschechien, bei Zeppelin in München
sowie bei HD Hyundai in Belgien vor Ort und hat sich
die neuesten Maschinenentwicklungen angeschaut.
Und auch hier zeigt sich: Die Branche setzt auf klugen
Erfindergeist, der sich bei Baufirmen aufgrund
verbesserter Kosteneffizienz letztlich auch im Portemonnaie
bemerkbar macht. In diesem Sinne: Lassen
Sie uns weiterhin mutig sein und darauf hoffen,
dass die Politik ihre Reform-Hausaufgaben diesmal
richtig macht. Ansonsten, so sind sich Ökonomen
wie Politikwissenschaftler einig, droht uns allen auf
kurz oder lang der »blaue Brief«.
Dan Windhorst
Chefredakteur
8
Juni 2026
Editorial
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ZUM TITEL
Der neue Kompakt-Raupenlader »T650«
erfüllt die Stage-V-Abgasnorm ohne
AdBlue und wird serienmäßig mit»
Bob-Tach«-Schnellwechselsystem
für Anbaugeräte und Telematik
ausgestattet.
Kompakter Alleskönner:
»T650« setzt auf Leistung
und Präzision
BOBCAT – Mit dem »T650« bringt Bobcat einen Kompakt-Raupenlader
auf den Markt, der keine Kompromisse eingeht: Stage-V-konform, kraftvoll,
wendig – und eingebettet in eine Lader-Generation, die mit der »R«-Serie
gerade neu definieren soll, was moderne Baumaschinen können.
55
Kilowatt
Die hohe Leistungskraft
erhält der »T650« durch einen
Bobcat-Motor des Typs »D24« –
ein 2,4-l-Dieselmotor mit 55 kW
Leistung bei 2 600 U/min.
Wer auf einer engen Innenstadtbaustelle arbeitet,
kennt das Dilemma: Die Maschine muss
stark genug sein, um schwere Lasten zu bewegen –
und gleichzeitig kompakt genug, um zwischen Wänden,
Leitungsgräben und Baustellenabsperrungen
zu manövrieren. In dieser Klasse möchte Bobcat
mit dem neuen »T650« einen klaren Maßstab setzen.
Der Kompakt-Raupenlader steht in der Tradition
der bewährten »600er M«-Serie – und bringt
nun vollständige Stage-V-Konformität ohne AdBlue
mit sich. Das heißt: kein Nachfüllen, kein Einfrieren
im Winter, keine zusätzliche Fehlerquelle – einfach
einsteigen und arbeiten.
Kraft ohne Aufwand
Im Zentrum arbeitet der Bobcat »D24«, ein 2,4-l-Dieselmotor
mit 55 kW bei 2 600 U/min, präzise auf Hydraulik,
Fahrverhalten und Kühlung des »T650« abgestimmt.
Die Nennbetriebslast liegt bei 1,19 t, die
Kipplast bei 3,4 t. Somit eignet sich der »T650« für
Lkw-Beladung, Paletten-Bewegen und Erdmassen-Verschieben
– der »T650« bleibt dabei aber mit
1 981 mm Breite und 4,19 t Betriebsgewicht kompakt
und transportfreundlich, wodurch kein Sondertransport
notwendig ist und der Aufwand drastisch
reduziert werden kann. Wer mit leistungsintensiven
Anbaugeräten arbeitet, greift zum optionalen
High-Flow-Paket: Mit einem Hydraulikfluss von bis
zu 115,5 l/min sind die Voraussetzungen für effizientes
Arbeiten mit Kaltfräsen, Stubbenfräsen oder
Forstanbaugeräten geschaffen. Über 100 kompatible
Anbaugeräte stehen zur Verfügung, wechselbar
10
Juni 2026
Zum Titel
BOBCAT
Hohe Präzision – starke Arbeitsergebnisse: Der
»T650« erweist sich als hochpräzises Werkzeug
und setzt dabei auf das Zusammenspiel von
Leistung und smarter Technik.
passt sich dem Bediener an: klassische Hand- / Fußbedienung
oder Selectable Joystick Controls (SJC)
mit Lenkdrift ausgleich, Drehzahlmanagement
und Kriechgang, optional sogar Fernsteuerung per
Funk oder Wi-Fi. Serienmäßig an Bord: »Machine
IQ«-Telematik für Standort, Betriebsstunden und
Maschinenzustand – abrufbar von überall.
in Sekunden aufgrund des »Bob-Tach«-Schnellwechselsystems
– optional ist das auch mittels
»Power Bob-Tach« direkt aus der Kabine möglich.
Nullwendekreis
Der »T650« dreht auf der Stelle. Kein Kurvenradius,
kein Rangieren. Auf innerstädtischen Baustellen,
in Kellern oder zwischen Gebäuden ist das kein
nettes Feature, sondern der entscheidende Produktivitätsvorteil.
Die Raupen sorgen dabei für gleichmäßige
Lastverteilung und geringen Bodendruck
– fertig angelegte Grünflächen und empfindliche
Beläge bleiben geschont. Die nach vorne positionierte
Kabine mit vollständig transparenter Fronttür
bietet direkte Sicht auf Anbaugerät und Arbeitsbereich
– auch auf Bodenniveau. Serienmäßig sind
LED-Arbeitsscheinwerfer verbaut. Die Steuerung
BOBCAT (3)
Die nächste Generation
Der »T650« ist Teil eines größeren Bilds. Bobcat präsentiert
die »R«-Serie und damit die nächste Evolutionsstufe
seiner Kompaktlader. Modelle wie »T66-2«,
»T76-2« und »T86-«2 (Raupenlader) sowie »S66-2«,
»S76-2« und »S86-2« (Kompaktlader) stehen für eine
neue Generation: mit 8-Zoll-Touchdisplay, bis zu
20 Bedienerprofilen, Split-Screen-Kameraansichten
und vier Fahrmodi – von »Balanced« für Präzisionsarbeiten
bis »Charged« für maximale Reaktionsgeschwindigkeit
im offenen Gelände. Der »T86-
«2 soll mit 115 PS und 3,7 m Hubhöhe im Übrigen
neue Maßstäbe in der Klasse setzen – abgesichert
durch eine Garantie von 36 Monaten Vollabdeckung
in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das erklärte
Fazit lautet: Der äußerst kompakte und vielseitig
einsetzbare Raupenlader »T650« sowie die
»R«- Serie sollen gemeinsam zeigen, wohin Bobcat
nunmehr steuert: hin zu Maschinen, die nicht nur
Lasten bewegen, sondern aktiv mitdenken.
KOMPAKT-RAUPENLADER
»T650« von Bobcat
Betriebsgewicht (t) 4,19
Motortyp
Motorleistung (kW) 55
Bobcat »D24«
Abmessungen (mm) L x B 3 475 x 1 981
Nennbetriebslast (t) 1,19
Kipplast (t) 3,40
d
Großer Vorteil
Der »T650« dreht auf der Stelle,
das bedeutet: kein Kurvenradius,
kein Rangieren. Auf innerstädtischen
Baustellen, in Kellern oder
zwischen Gebäuden ist das
kein nettes Feature, sondern
der entscheidende
Produktivitätsvorteil.
Zum Titel Juni 2026 11
NAMEN & NEUIGKEITEN
Steelwrist stärkt seine Präsenz in Polen
mit neuem Standort in Falenty Nowe
STEELWRIST – Der Spezialist für Tiltrotatoren, Schnellwechsler und Anbauwerkzeuge
baut seine Präsenz in Polen mit der Eröffnung neuer Räumlichkeiten in Falenty Nowe
weiter aus. Die Investition stellt laut eigener Angaben einen wichtigen Schritt im weiteren
Wachstum des Unternehmens auf dem polnischen Markt dar und unterstützt eine engere
Zusammenarbeit mit Kunden und Händlern durch eine verbesserte lokale Verfügbarkeit,
Serviceleistungen und Logistik.
Steelwrist ist seit 2018 in Polen mit einer
eigenen Vertriebs- und Serviceorganisation
vertreten. Seitdem hat sich das Unternehmen
eine starke Marktposition aufgebaut
– getragen von der steigenden Nachfrage
nach Lösungen zur Steigerung von
Effizienz, Sicherheit und Vielseitigkeit von
Baggern. Die neuen Räumlichkeiten sowie
die kürzlich gegründete Gesellschaft Steelwrist
Sp. z o.o. stellen laut Unternehmen einen
Meilenstein für die Organisation in Polen
dar. Der neue Standort stärke die lokale
Präsenz von Steelwrist und verbessere die
Fähigkeit, Kunden in ganz Polen mit einem
Bosch Rexroth hält Umsatz 2025 stabil
und sieht dieses Jahr Perspektiven für Wachstum
BOSCH REXROTH – Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Bosch Rexroth einen Umsatz
von rund 6,5 Mrd. Euro. Damit gelang es dem Unternehmen, sein Geschäft trotz des anhaltend
schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau zu halten. Ein deutliches Wachstum verzeichnete
der Auftragseingang, der um knapp 9 Prozent auf rund 6,6 Mrd. Euro stieg und somit
erstmals seit 2022 wieder den Umsatz übertraf.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet
Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum
– vorausgesetzt, die geopolitische Lage
eskaliert nicht weiter. Zur Sicherung des
zukünftigen Wachstums investierte Bosch
Rexroth in Forschung und Entwicklung sowie
Gebäude und Anlagen rund 560 Mio.
Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen
weltweit rund 31 900 Mitarbeitende.
»Das wirtschaftliche und geopolitische
Umfeld bleibt für unsere Kunden
und uns eine Herausforderung. Außerdem
drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere
Heimatmärkte. Innovationskraft,
Kundennähe,
Anpassungsfähigkeit
und Kostenbewusstsein
sind deshalb auch
zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren
für Bosch
Stefan Stockhaus bei
der feierlichen Eröffnung.
lokalen Lager für Produkte und Ersatzteile
zu versorgen. Die Produktion und Montage
der Steelwrist-Produkte bleiben weiterhin
in Rosersberg nördlich von Stockholm
(Schweden) angesiedelt. Die neuen
Räumlichkeiten wurden offiziell im April
im Rahmen einer Veranstaltung mit Kunden,
Händlern und Geschäftspartnern in
Anwesenheit von Steelwrist-CEO Stefan
Stockhaus eingeweiht.
Rexroth«, sagt Jochen Peter, seit März Vorstandsvorsitzender
der Bosch Rexroth AG.
So hat Bosch Rexroth beispielsweise sein
Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten
in Japan gestärkt und das Produktportfolio
fortlaufend an die Bedürfnisse
seiner Kunden angepasst. Nach rund zwei
Jahren mit niedrigeren Auftragseingängen
als Umsätzen hat sich dieses Verhältnis
zum Besseren gewendet. »Wir haben
2025 sowie bisher im laufenden Jahr wieder
mehr Aufträge gewonnen – das lässt
uns verhalten zuversichtlich nach vorne
schauen,
vorausgesetzt,
die geopolitischen Herausforderungen
belasten das
Geschäft nicht stärker«, erläutert
Peter weiter. Die Investitionen
beliefen sich
auf 560 Mio. Euro.
STEELWRIST
d
d
ZEPPELIN
Henning Jansen wird
neuer Niederlassungsleiter
ZEPPELIN – Mitte April hat Henning Jansen
die Leitung der Zeppelin-Niederlassung Garching
übernommen. Der Vertriebsprofi verfügt über langjährige
Erfahrungen in der Baumaschinenbranche
und war zuletzt erfolgreich als Verkaufsleiter im
Zeppelin-Konzernkundenbereich tätig.
Seine Stärken liegen laut Aussage des Unternehmens
in der strategischen Marktentwicklung
sowie in der bereichsübergreifenden
Teamkoordination. Henning Jansen verfügt über
ein starkes technisches Verständnis für Maschinen,
tiefgehende Marktkenntnisse in Deutschland
sowie langjährige Kundenbeziehungen in
den Bereichen Bau, Entsorgung und Recycling,
wie Zeppelin mitteilt. Seit 2015 ist Henning
Jansen bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH
im Konzernkundenbereich als Verkaufsleiter tätig.
In dieser Funktion verantwortet er die Betreuung
und Weiterentwicklung strategischer
Großkunden, insbesondere im Recyclingsektor.
Sein Fokus liegt auf dem systematischen Ausbau
der Marktpräsenz, der Implementierung digitaler
Vertriebsprozesse sowie der Optimierung interner
Abläufe. Dabei legt er großen Wert auf die
enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Service
und Produktmanagement. »Henning Jansen
ist durch seinen absoluten Kundenfokus sowie
sein Teamplay prädestiniert für seine neue
Aufgabe«, bekräftigt sein Vorgänger als Niederlassungsleiter
sowie Leiter Vertrieb und Marketing
bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Stefan
Besendorfer, und wünscht ihm viel Erfolg für
die neue Aufgabe. Die Zeppelin Baumaschinen
GmbH ist seit 1954 in Deutschland Vertriebs- und
Servicepartner von Caterpillar, dem weltgrößten
Hersteller von Baumaschinen. Mit 1 969 Mitarbeitenden
und einem 2025 erwirtschafteten Umsatz
von rund 1,32 Mrd. Euro ist die Zeppelin Baumaschinen
GmbH die größte Gesellschaft der
Zeppelin-Gruppe. Zum Produktprogramm zählen
neue und gebrauchte Cat-Baumaschinen mit
bis zu 150 t Einsatzgewicht, zum Dienstleistungsspektrum
gehört auch der bundesweite Service,
der in 35 Niederlassungen erfolgt.
Mit Henning
Jansen hat Zeppelin
einen neuen Niederlassungsleiter
am Standort in
Garching.
d
12
Juni 2026
Namen & Neuigkeiten
Nach über vier Jahrzehnten: Thomas Pott
wurde bei Bohnenkamp in den verdienten
Ruhestand verabschiedet
BOHNENKAMP – Der Reifen- und Räder-Großhändler Bohnenkamp hat
seinen langjährigen Gesamtvertriebsleiter Thomas Pott in den Ruhestand
verabschiedet. »Mit ihm verlässt eine Persönlichkeit das Unternehmen,
die Bohnenkamp 43 Jahre maßgeblich sowohl fachlich als auch menschlich
mitgestaltet und geprägt hat«, wie das Unternehmen mitteilt.
Der Weg von Thomas Pott bei Bohnenkamp begann 1983 als kaufmännischer
Angestellter – zu einer Zeit, als das Unternehmen noch ausschließlich
im landwirtschaftlichen Bereich und nur in Deutschland aktiv
war. In den folgenden Jahren übernahm er zunehmend Verantwortung:
vom Aufbau und der Leitung zentraler Geschäftsbereiche bis zur
Gesamtverantwortung für den Vertrieb. Besonders prägend war sein
Engagement beim Ausbau des Geschäftsbereichs Erstausrüstung sowie
bei der Weiterentwicklung von Produkt- und Serviceangeboten. Er
war maßgeblich am Aufbau neuer Geschäftsfelder beteiligt und prägte
die strukturelle sowie inhaltliche Ausrichtung des Vertriebs. »Thomas
Pott war Treiber, Gestalter und verlässlicher Ansprechpartner zugleich.
Er hat dazu beigetragen, dieses Unternehmen zu dem zu machen, was
uns heute auszeichnet«, sagt Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der
Bohnenkamp SE. »Viele Entwicklungen, die heute selbstverständlich
sind, tragen seine Handschrift. So hat er beispielsweise die Entwicklung
der IF-/VF-Technologie im Bereich Flotation maßgeblich mitvorangetrieben.
Als alle Welt sich vor allem auf Traktoren konzentriert
hat, hatte Pott bereits den Weitblick, zu hinterfragen, was eigentlich
mit den Fahrzeugen dahinter ist. Hier und auf anderen Gebieten konnte
Bohnenkamp den Markt überraschen und war entsprechend erfolgreich.«
Für Pott hätten zudem nie nur Zahlen im Fokus gestanden: »Verlässlichkeit,
langfristige Kundenbeziehungen und kollegiales Arbeiten
waren für ihn zentrale Werte. Viele Strukturen, die heute selbstverständlich
sind, gehen auf seine Arbeitsweise zurück.« Auch im Vertrieb
hinterlässt Thomas Potts Abschied eine große Lücke. »Thomas hat den
Vertrieb nicht nur geführt, sondern Maßstäbe gesetzt. Er hatte immer
einen klaren Blick für das Wesentliche, ein offenes Ohr für das Team und
den Anspruch, immer einen Schritt voraus zu sein«, sagt Heiko Holthaus,
Leitung des Geschäftsbereichs
Agrar und langjähriger Wegbegleiter
von Thomas Pott. Er fügt hinzu:
»Thomas war nicht nur ein herausragender
Gesamtvertriebsleiter, sondern
auch ein geschätzter Mensch
und Kollege.« Pott selbst blickt mit
großer Dankbarkeit auf seine Zeit
zurück: »Besonders stolz bin ich darauf,
dass wir Bohnenkamp gemeinsam
und kontinuierlich weiterentwickelt
haben. Es ging immer auch um
Menschen. Teams aufzubauen, Mitarbeiter
zu fördern und gemeinsam
Lösungen zu finden, das war für mich
entscheidend.«
d
BOHNENKAMP
Thomas Pott.
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Namen & Neuigkeiten Juni 2026 13
DAF Trucks: Jim Walenczak wurde
zum Präsidenten von DAF Trucks N.V. ernannt
DAF TRUCKS – Jim Walenczak wurde kürzlich zum Präsidenten von DAF Trucks N.V.
befördert und übernimmt die neue Position Anfang Juli. Er tritt damit die Nachfolge
von Harald Seidel an, der sich am 17. Juli aus dem Geschäft zurückziehen wird.
Jim Walenczak (l.) und Harald Seidel.
Jim Walenczak ist bereits seit 15 Jahren
bei Paccar tätig. Im Zuge seiner Karriere
bei Paccar hatte Walenczak Positionen
mit zunehmender Verantwortung inne,
darunter Assistant General Manager –
Operations bei Paccar Parts, Assistant General
Manager of Sales & Marketing bei
Kenworth und zuletzt Paccar-Vizepräsident
und General Manager – Kenworth
DAF TRUCKS
Truck Company. Walenczak ist Absolvent
der Michigan State University (B.A.), der
University of Washington (M.B.A.) und des
Stanford Executive Program. Harald Seidel
ist seit 25 Jahren bei Paccar tätig und
hatte im Laufe seiner Karriere Positionen
mit zunehmender Verantwortlichkeit in
verschiedenen Bereichen von Paccar inne.
Zu seinen Rollen gehören Paccar Parts
Europe Controller, Controller Marketing &
Sales, Group Controller und DAF Finance
Director. Seit 2022 ist Seidel Vizepräsident
von Paccar und Präsident von DAF.
»Wir danken Harald aufrichtig für seine
Freundschaft, seine Führungsstärke und
seine wichtigen Beiträge zum Erfolg von
Paccar und dessen Kunden«, erklärt Preston
Feight, Chief Executive Officer von
Paccar. DAF Trucks N.V. ist eine Tochtergesellschaft
von Paccar Inc., einem globalen
Technologieunternehmen, das leichte,
mittelschwere und schwere Lkw entwickelt
und herstellt. Mit einer Produktpalette
an Zugmaschinen und Nutzfahrzeugen
bietet DAF eine große Bandbreite an Lösungen
für jegliche Transportanforderung.
d
Neues Innovationszentrum
feierlich eröffnet
LEE COMPANY – Die Lee Company hat am
Stammsitz in Westbrook ein neues Innovationszentrum
eröffnet. Mit der mehr als 2 500 m 2
großen Anlage soll die Produkt- und Innovationsentwicklung
beschleunigt werden.
Im Innovationszentrum sollen neue Anwendungsbereiche
erkundet und fortschrittliche
Prototypen getestet werden – aber natürlich
auch weiterhin Fluid-Control-Lösungen in Miniaturbauweise
für die Schlüsselmärkte Luft- und
Raumfahrt, Automotive, Medizin- und Diagnosetechnik
und den Maschinenbau entwickelt werden,
wie das Unternehmen mitteilt. Das Innovationszentrum
bringe Ingenieure in einem offenen
Arbeitsbereich mit integrierten Labors zusammen,
in denen Ideen schnell zu realen Lösungen
werden können. Das Herzstück bildet eine voll
ausgestattete Maschinenwerkstatt, die auf Hochpräzisionsfertigung
ausgelegt ist. Die Einrichtung
bietet zudem hochauflösende additive Fertigung.
Weitere Laboreinrichtungen sind geplant, um anspruchsvolle
Tests, Automatisierung und Experimente
auf Systemebene zu unterstützen.
Hanna Ihnatovich zur Leiterin der Vertriebsregion
International bei Volvo CE ernannt
VOLVO CE – Mit Wirkung zum 1. Mai wurde Hanna Ihnatovich zur Leiterin
der Vertriebsregion International bei Volvo Construction Equipment (Volvo CE) ernannt.
Hanna Ihnatovich kam 2013 zu Volvo
CE und ist damit bereits seit vielen
Jahren fester Bestandteil der Volvo-Familie.
Ihre berufliche Erfahrung umfasst die
Hanna Ihnatovich.
VOLVO CE
Bereiche Absatzplanung, Preisstrategien
und Geschäftskontrolle; zuletzt war sie als
Leiterin der Finanzabteilung für die Vertriebsregion
International tätig, womit sie
umfassende Expertise mitbringt und nun
in neuer Funktion ihre Stärken und Fertigkeiten
gut ausspielen kann. Seit Januar
fungiert sie als stellvertretende Leiterin
der Vertriebsregion International. »Hanna
bringt fundierte kaufmännische Fachkenntnisse
und ein tiefes Verständnis unserer
internationalen Märkte mit. Sie ist
bestens geeignet, um profitables Wachstum
voranzutreiben und die langfristige
Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens
zu stärken«, sagt Melker Jernberg,
Präsident von Volvo CE.
d
LEE COMPANY
(v. l. n. r.) Jeff Dickey, Executive Vice President Hydraulics,
Bill Lee, Chairman, Marietta Lee, CEO und President, und
Thomas Frosell, Vice President Innovation.
Zusammenarbeit zwischen
Kuhn-Baumaschinen und Indeco
INDECO – KUHN – Kürzlich gaben Kuhn-
Baumaschinen und Indeco die Partnerschaft im
Bereich hydraulischer Anbaugeräte bekannt.
Beide Unternehmen können auf viele Jahrzehnte
Erfahrung im Bereich der Baumaschinentechnik
zurückblicken: Kuhn hat laut
eigener Aussage neben den hochwertigen Maschinen
von Komatsu nun mit Indeco auch einen
weiteren Qualitätshersteller an seiner Seite,
der ein Full-Range-Programm anbietet. Die
Vertriebsmannschaft von Kuhn sei laut Unternehmen
»bereits bestens geschult und steht ihren
Kunden mit einem großen Portfolio und sehr
guter Kenntnis zur Verfügung«.
d
14
Juni 2026
Namen & Neuigkeiten
Vorbereitungen laufen auch Hochtouren:
SteinExpo soll vielfältiges Live-Programm bieten
GEOPLAN – In wenigen Monaten trifft sich das Who's who der Roh-
und Baustoffbranche auf der SteinExpo in Nieder-Ofleiden. Die Vorbereitungen
für die XXL-Demomesse laufen bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren.
Schon jetzt wird klar: Das Branchen-Highlight wartet mit optimierten Abläufen,
vielfältigem Live-Programm und attraktiven Details auf. Ein Update.
Starkes Geschäftsjahr:
»Flottweg wächst deutlich«
FLOTTWEG – Mit einem Umsatz von 312 Mio. Euro,
einem Wachstum von 9,67 Prozent gegenüber dem
Vorjahr und einem weiterhin starken Exportanteil
von über 80 Prozent bestätigt der Trenntechnikspezialist
seine Marktposition.
Branchenexperten sind sich einig: Dieses
Jahr bekommt einen heißen Messe-Herbst.
Dieser beginnt mit der SteinExpo
an bekannter Stelle – in Europas größtem
Basaltsteinbruch im nordhessischen
Nieder-Ofleiden. Vom 2. bis 5. September
verwandelt sich die Gewinnungsstätte
in Europas größten aktiven Messe-Steinbruch.
Bereits jetzt haben sich zahlreiche
Key-Player ihre individuelle Präsentation
in dieser einzigartigen Kulisse gesichert.
»Die SteinExpo mit ihren einzigartigen
Alleinstellungsmerkmalen zählt zu
den wichtigsten Branchentreffs des Jahres
– national und international. Erleben
Sie den praxisnahen Einsatz von Maschinen
und Anlagen hautnah in diesem einmaligen
Set-up«, sagt Messechef Dominik
Rese von der veranstaltenden Geoplan
GmbH aus Iffezheim. Vor der einzigartigen
Kulisse des Steinbruchs bilden
die Live-Demonstrationen leistungsfähiger
Baumaschinen das absolute Alleinstellungsmerkmal
dieser Messe. Für die
SteinExpo wurden die Demoabläufe weiter
optimiert, um Publikum und Ausstellenden
noch mehr zu bieten.
SteinExpo mit vielfältigem Live-Programm.
GEOPLAN
d
Zum Jahresende 2025 beschäftigte Flottweg
weltweit 1 260 Mitarbeitende, davon rund
1 000 am Hauptsitz in Vilsbiburg. Mit fast 100
Auszubildenden und Werkstudierenden bleibt
das Unternehmen ein bedeutender Ausbilder
und Arbeitgeber in der Region. Zu den wichtigsten
Projekten des Jahres 2025 zählte der Bau des
neuen Process Centers, das Flottweg eine hochmoderne
Umgebung für Kundenversuche, Laborarbeiten
und Prozessentwicklung bietet. Mit
der Vorstellung des neuen Separators »AC2800«
Kersten
Christoph Link
(l.) und Jörg
Lengenfelder.
Kramp stärkt Antriebstechnik-Sortiment:
Partnerschaft mit Hydro-Gear in Deutschland
KRAMP – Kramp baut sein Geschäft im Bereich Antriebssysteme deutlich aus und
kooperiert künftig mit dem US-Hersteller Hydro-Gear, einem der weltweit führenden Anbieter
von hydrostatischen Getrieben und Antriebslösungen für Outdoor-Power-Equipment.
Für Kunden in Deutschland bedeutet
die Partnerschaft laut Kramp vor allem
mehr Verfügbarkeit, besseren Service und
kompetente Ansprechpartner. Eine umfassende
Auswahl an Hydro-Gear-Originalteilen
sind bei Kramp Deutschland ab
Lager verfügbar. Unterstützt werden sollen
Kunden zudem von versierten Kramp-Produktspezialisten,
die bei der Auswahl des
passenden Ersatzteils helfen und
technische Fragen kompetent beantworten,
wie das Unternehmen
sagt. Die Garantieabwicklung erfolge
direkt über Kramp – schnell,
transparent und ohne Umwege. Die Übernahme
von Endress & Lehmann durch
Kramp liefere darüber hinaus eine starke
Basis für Service und Garantieabwicklung
– ein zentraler Bestandteil für langfristige
Kundenbeziehungen und eine zuverlässige
After-Sales-Betreuung. Hydro-Gear ist
spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung
hocheffizienter hydrostatischer
und elektrischer Antriebskomponenten –
sowohl für Zero-Turn-Mäher als auch für
klassische Ride-On-Mäher. Durch die europaweite
Verfügbarkeit über Kramp wird
die Marke für Fachhändler, Werkstätten
und Maschinenbesitzer flächendeckend
und unkompliziert zugänglich. Mit der Integration
von Hydro-Gear ergänzt Kramp
sein Sortiment um einen weiteren
globalen Marktführer und vereint
nun die drei Top Player Hydro-
Gear, Tuff Torq und Peerless unter
einem Dach. Damit etabliert
Kramp sich fest als Partner im Bereich Antriebstechnik
für den Aftermarket. »Unsere
Produktspezialisten unterstützen Kunden
entlang des gesamten Prozesses: von
der Identifikation der richtigen Ersatzteile
über technische Beratung bis hin zur Unterstützung
bei der Garantieabwicklung«,
so Kramp.
d
FLOTTWEG
zeigte das Unternehmen die bislang größte Tellerzentrifuge
der Flottweg-Geschichte. Ein weiterer
Höhepunkt war die Fertigung der 16 000. Maschine
– ein bedeutender Meilenstein für den
Maschinenbauer mit 70 Jahren Erfahrung in der
mechanischen Trenntechnik. Auch auf internationaler
Ebene setzte Flottweg 2025 ein sichtbares
Zeichen: Die italienische Tochtergesellschaft,
zuvor bekannt als Veronesi Separatori S.p.A., firmiert
seit Oktober unter dem Namen Flottweg
Italia S.p.A. Mit der Umfirmierung stärkt das Unternehmen
seine einheitliche Markenpräsenz am
italienischen Markt und unterstreicht laut eigener
Angaben seine langfristige Ausrichtung auf
Kundennähe und Servicequalität vor Ort. Nach
dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 setzt Flottweg
seinen Wachstumskurs auch in diesem Jahr
fort und investiert laut Unternehmen in moderne
Technologien, neue Infrastrukturen im In- und
Ausland sowie in die kontinuierliche Weiterentwicklung
des Standorts Vilsbiburg. Damit will
das Unternehmen die Grundlage für nachhaltiges
Wachstum und zukünftige Innovationskraft
bereiten. »Mit unseren Investitionen in Technologie,
Standorte und Mitarbeitende schaffen wir
die Basis für langfristigen Erfolg«, betont Kersten
Christoph Link, Vorsitzender des Vorstands
bei Flottweg.
d
Namen & Neuigkeiten Juni 2026 15
BAU
GEFLÜSTER
Pfusch am Bau:
Der (Alb)traum vom Eigenheim
Willkommen in der »Hall of Fame«
der skurrilsten Baumängel: Es hat
Treppen gegeben, die ins Nichts
führten, Toiletten, die nicht ans Abwasser
angeschlossen wurden, und Sicherungskästen,
die man kurzerhand in den Kleiderschrank
verfrachtet hat. Mein persönliches
Highlight: Ein Bauherr stellte bei der Schlüsselübergabe
fest, dass der Elektriker eine 230-V-Steckdose
im Innenbereich einer Duschkabine installiert
hatte. Zugegeben, diese Beispiele sind skurril, aber
bittere Realität. Und was noch viel wichtiger ist: So
was passiert mitten in Deutschland. Grundsätzlich
gilt: Mit Baumängeln hat nahezu jeder Hausherr zu
kämpfen. In der Regel geht es dabei aber eher um Lücken
in der Fensterabdichtung, ein zu großes Spaltmaß,
beschädigte Fassadenelemente, offene Bohrlöcher
oder darum, dass zu großzügig mit Spachtelmasse
gearbeitet wurde, um Pfusch zu kaschieren.
Hat man es mit einem halbwegs seriösen Bauunternehmen
zutun, lassen sich derartige Fehler spätestens
nach der Rohbaukontrolle beheben. Aber genau hier
beginnt der Ärger. In vielen Fällen haben Bauherren
schlichtweg keine Ahnung von der Materie und
übersehen bauliche Mängel. Hinzu kommt,
dass man dem Profi vertraut: Aussagen wie
»Das sieht man später nicht mehr«,
»Das setzt sich« oder »Das muss so
wegen der Luftzirkulation« sind leider
gängige Praxis, wenn sich das
ausführende Bauunternehmen
aus der Verantwortung ziehen
will. Schnell werden dann mal
Abnahmen unterzeichnet in
Dan Windhorst
dem Glauben, dass »die« schon wissen werden,
was richtig ist. Dasselbe Phänomen kennen
wir im Übrigen aus der Medizin: Die »Götter
in Weiß« machen keine Fehler und wenn
ein Arzt sagt, dass das so ist, dann ist das halt
so. Steht ein unerfahrener Bauherr in seinem
neuen Traumhaus und stellt fest, dass
das Mauerwerk Risse aufweist, die Decke uneben
ist oder die Dachziegel falsch gesetzt wurden, vertraut
man auf jene, die vom Fach sind. Und so mancher
Bauprofi wird einen Teufel tun und Fehler eingestehen.
Denn die bedeuten in der Regel massive Mehrkosten:
Müssen Baumängel beseitigt werden, geht das mit unbezahlter
Arbeitszeit und neuen Materialkosten einher,
die dann die beauftragte Baufirma übernehmen muss.
In der Regel ist es ratsam, sich immer einen sachkundigen
Fachmann an die Seite zu holen, der die einzelnen
Bauphasen begleitet, bei Kontrollen
und Abnahmen zugegen
ist und einschreiten kann, bevor
der Traum vom Eigenheim
im Albtraum endet. Die goldene
Regel lautet: Vertraue niemandem
– und unterschreibe
nichts, was dein Architekt,
»Ach, das sieht
man später nicht
mehr. Das setzt
sich noch!«
dein Bausachverständiger oder dein Anwalt nicht abgesegnet
hat. Hinzu kommt, dass die meisten Baumängel
gar nicht auf der Baustelle entstehen, sondern auf dem
Papier. Eine gute Vorplanung, die Koordination aller
Gewerke, vollständige Ausführungspläne, klare Verträge,
detaillierte Leistungsbeschreibungen sowie regelmäßige
Baustellenkontrollen sind zwingend notwendig,
um die gröbsten Problemfaktoren schon im Vorfeld
zu beseitigen. Die traurige Wahrheit ist, dass sich
16 Juni März Februar Mai 2026
2026
Namen bauMagazin & Neuigkeiten Kolumne
die meisten von uns das Bauen nur ein einziges
Mal im Leben leisten können – kommen weitere
Kosten durch Baumängel, für Gutachten oder Gerichtsverfahren
hinzu, steht man schnell vor gewaltigen
finanziellen Problemen. Eine weitere Gefahr ist
»Das muss
so wegen der
Luftzirkulation!!!«
im Übrigen, wenn der Bauträger noch während des laufenden
Bauprojekts Insolvenz anmeldet. Das führt häufig
zu Baustillstand und finanziellem
Ruin der Bauherren
– nicht selten wird das noch
verschärft durch Baumängel.
Hier raten Experten dazu, sich
umgehend anwaltliche Hilfe
zu suchen, die Baumängel sowie den Baufortschritt zu
dokumentieren und Ansprüche im Insolvenzverfahren
anzumelden. Ein Tipp: Der Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung
kann helfen, die Schäden zumindest
zu begrenzen und die Mehrkosten durch eine
neue Firma zu decken. Und: Hohe Abschlagszahlungen
ohne Gegenleistung sind bei einer Insolvenz oft verloren.
Überdies ist dringend zu empfehlen, sich noch
vor Vertragsabschluss über die Bonität des Bauträgers
oder Partners zu informieren. Abschließend
lässt sich also festhalten: Investieren Sie, auch
wenn es wehtut, in Ihre rechtliche Absicherung.
Beauftragen
Sie Fachleute, nehmen
Sie nicht das erstbeste
Angebot an – und lassen
Sie sich nicht von Sprücheklopfern
umgarnen, die auf den ersten
Blick zwar seriös wirken, Ihnen letztlich aber
das Geld aus der Tasche ziehen. Und um das Ganze abschließend
dann doch noch in ein halbwegs positives
Licht zu rücken: Pfusch ist zwar keine Seltenheit, aber
zum Glück auch keine gängige Praxis. In Deutschland
genießen wir sehr wohl den Luxus, über herausragende
Handwerksbetriebe mit gut ausgebildetem Personal
zu verfügen. Man muss nur darauf achten, dass einem
der »Richtige« die Steckdose setzt und man die schwarzen
Schafe der Baubranche klug und vor allem rechtzeitig
umschifft.
d
Namen & Neuigkeiten Juni 2026
17
IM BLICKPUNKT
Demo Days 2026:
Eine wahre
Spielwiese für
Maschinisten
VON
DAN WINDHORST
DEVELON – Das hat wirklich Eindruck hinterlassen: Knapp 60 km südwestlich von
Prag durfte das bauMAGAZIN kürzlich die neuesten Bagger, Radlader, Dumper, Minibagger
und Planierraupen aus dem Hause Develon erleben – und das inmitten einer
bemerkenswerten Kulisse: Im »Háje Quarry«, einem ehemaligen Uran-Bergbaugebiet,
das mit dem 1 838 m tiefen »Schacht 16« über einen der tiefsten Vertikalschächte in
Europa verfügt, durfte die Redaktion alles testen, was Räder, Löffel, Schaufeln oder
Ketten besaß. Und die erste Erkenntnis lautet: Statt auf Hochglanzbroschüren zu
setzen, hat Develon smarten Stahl sprechen lassen.
Die Wahrheit lautet: Events mit Live-Vorführungen
sind ein Drahtseilakt. Nur
selten erhalten die großen Baumaschinenhersteller
die Gelegenheit, ihre
neuesten Maschinen mit großem Tamtam
vor einem Fachpublikum zu präsentieren, weshalb
alles nach Möglichkeit im perfekten Licht erscheinen
soll. Oder anders gesagt: Da darf nichts
Rund 60 km von Prag
entfernt wurden
die Demo Days im
Steinbruch »Háje
Quarry« veranstaltet.
18
Juni 2026
Im Blickpunkt
DEVELON
schiefgehen. Gleichzeitig, und damit beginnt das
Problem, könnte das Fachpublikum kaum kritischer
sein. Zu den Demo Days waren fast 900 Unternehmer,
Journalisten und Händler geladen – und
damit Menschen, die sich tagtäglich im Detail mit
der Materie befassen. Im weitestgehend stillgelegten
Steinbruch »Háje Quarry«, der heute noch zur
Kiesgewinnung genutzt wird, fuhr Develon über
25 Maschinen auf – darunter die intelligenten Raupenbagger
der »9er«-Serie, die erstmals unter realen
Einsatzbedingungen vorgestellt wurden. Um
das Fazit der Redaktion bereits vorwegzunehmen:
»Das war authentisch, laut – und eindrucksvoll.«
Autonomes High-End-Baggern
Für Develon stand auf der Agenda, die Produktivität,
Sicherheit und Effizienz ihrer Baumaschinen
in den Mittelpunkt zu rücken. Und das wollte man
mit zwei Dingen forcieren: mit tonnenschwerem
Eisen und smarter Technologie. Ein Paradebeispiel
dafür war die Vorstellung des »Real-X«-Systems, einer
Entwicklungsarbeit, die in Kooperation mit
Gravis Robotics Systems entstanden ist. In Tschechien
hatte Develon einen »DX225LC« mit »Real X«
ausgestattet, um aufzuzeigen, wie der Grabenaushub
heute mittels KI-gestützter Aushubtechnik
gelingt. Und das Ergebnis war bemerkenswert:
Ausleger, Stiel und Löffel arbeiteten mit erstaunlicher
Präzision – ohne großes Rütteln, Abwägen
oder Nachjustieren. Und auch das Umpositionieren
wirkte schnell und flüssig. Auf diese Weise hat
Develon gezeigt, wie Automatisierung die Sicherheit
und Produktivität auf Baustellen durchaus verbessern
kann. Tatsächlich konnte Develon bereits
das erste System dieser Art erfolgreich an einen
Anwender in Europa ausliefern – ein laut Hersteller
»wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur praktischen
Anwendung der nächsten Generation autonomer
Bagger«.
Neunte Baggergeneration vorgestellt
Mit dem rund 37 t schweren »DX360LC-9« sowie
dem 42-Tonner »DX400HD-9«, die erst kürzlich
auf den Markt gebracht worden waren, zeigte
sich in Tschechien außerdem eine neue Generation
an Baggerplattformen mit vollelektrohydraulischer
(FEH) Technologie und integrierter KI, die
für verbesserte Präzision und Steuerung stehen
soll. Zur Erklärung: Beide Neumaschinen ergänzen
die bereits vorgestellten Modelle »DX230LC-9«
und »DX260LC-9«, wobei letztlich alle vier Maschinen
der neunten Generation vor Ort für Tests zur
Verfügung standen. Ein genauer Blick auf die beiden
Neulinge zeigt: Der »DX360LC-9« wurde für anspruchsvolles
Arbeiten konzipiert. Er verfügt über
einen hauseigenen Motor des Typs »DX08«, der eine
Leistung von 227 kW mit sich bringt. Bei einer
Grabtiefe von bis zu 7 510 mm, einer maximalen
Reichweite von 11 110 mm und einem Schaufelvolumen
von 2,03 m 3 ist die Maschine vielseitig einsetzbar
– insbesondere aber überall da, wo hohe
Stabilität und Belastbarkeit gefordert sind. Der größere
Bruder »DX400HD-9« bringt hingegen knapp
42 t auf die Waage. Auch er verfügt über einen
»DX08«-Motor, schafft es auf rund 254 kW Leistung
und erreicht eine Grabtiefe von maximal 7 400 mm
– die Reichweite liegt ebenfalls bei bis zu 11 110 mm.
Was beide Modelle miteinander teilen, ist die erhöhte
Produktivität: Der »DX08«-Motor bringt richtig
viel Perfomance mit sich, während die Grab-
und Hubkräfte durchaus bemerkenswert sind.
»Die ›E-Stop‹-Technologie
ist vergleichbar mit
Notbremssystemen aus
der Automobilindustrie
und hat bereits großes
Interesse bei Anwendern
geweckt, die nach praktischen
Lösungen zur
Verbesserung der Sicherheitsstandards
auf der
Baustelle suchen.«
DEVELON
Stephane Dieu,
Produktmanager
für Develon-Bagger in Europa
DEVELON
Sicher, produktiv und schlau
Bei nahezu allen Maschinen, die im Rahmen der
Demo Days vorgestellt wurden, waren digitale
Tools und Assistenzsysteme die heimlichen Stars:
So stellte Develon gleich mehrere neue Sicherheits-
und Produktivitätsfunktionen vor, darunter
beispielsweise das »E-Stop«-System, das optional
in der »9er«-Serie zum Einsatz kommen kann. Sobald
Personen oder Objekte im umliegenden Arbeitsbereich
auftauchen und sich der Maschine
bedrohlich nähern, stellt das System die Baggerbewegungen
ein. »Die E-Stop-Technologie ist vergleichbar
mit Notbremssystemen aus der Automobilindustrie
und hat bereits großes Interesse bei
Anwendern geweckt, die nach praktischen Lösungen
zur Verbesserung der Sicherheitsstandards
auf der Baustelle suchen«, erklärte Stephane Dieu,
Im Blickpunkt Juni 2026 19
IM BLICKPUNKT
25
Maschinen
Im Rahmen der Demo Days stellte
Develon den Fachbesuchern über
25 Maschinen sowie zahlreiche
Assistenzsysteme und digitale
Tools zur Verfügung.
Die Planierraupen punkten nach
Ansicht der Fachbesucher aufgrund
ihrer Genauigkeit, einfachen
Handhabung und Leistungskraft.
DAN WINDHORST (5)
DEVELON
Transparente Schaufel:
Der Radladerfahrer erhält eine
bessere Sicht auf den Arbeitsbereich
– das macht das Arbeiten
effizienter und sicherer.
Produktmanager für Develon-Bagger in Europa.
Demonstriert wurde darüber hinaus die neueste
Version der »Transparent Bucket 2.0«, kurz,
»TB2.0«. Dabei handelt es sich um ein neuartiges
Sichtsystem für Radlader, das tote Winkel im Frontbereich
effektiv beseitigt und die Schaufel auf dem
Display sozusagen durchsichtig werden lässt. Der
Maschinist erhält einen besseren Überblick, kann
Gefahrenquellen genauer abschätzen und ist weniger
in der Sicht behindert.
Bühne frei für Elektrobagger
Viel Bewegung ist im Übrigen auch in die Entwicklung
elektrisch betriebener Bagger geraten.
Develon hat vor Ort gleich mehrere Lösungen für
den Übergang von dieselbetriebenen zu lokal emissionsfreien
Maschinen gezeigt. Basierend auf der
Plattform der »7er«-Serie sollen die neuen Maschinen
mit Zuverlässigkeit, reduzierter Umweltbelastung
und Kompaktheit punkten. Zu den ausgestellten
Modellen zählten die beiden elektrischen Minibagger
»DX20ZE-7« und »DX23E-7«, der elektrische
Raupenbagger »DX230LCE-7« sowie der elektrische
Mobilbagger »DX160WE-7K« – sie alle standen
für ausgiebige Tests zur Verfügung und unterm
Strich lässt sich festhalten: Develon räumt Vorurteile
gern mit brachialer Ehrlichkeit aus. Die Maschinen
liefern vernünftige Leistungsdaten, lassen
sich alltagstauglich laden und punkten zweifelsohne
mit geringer Geräuschkulisse. Gegenüber den
Dieselpendants lässt sich, Stand heute, wirklich
nichts vermissen. Allerdings, und auch das gehört
an dieser Stelle zur Wahrheit, müssen die E-Maschinen
zum jeweiligen Einsatzbereich passen.
Überall da, wo es Zeit, Einsatzumfang und vorhandene
Infrastruktur zulassen, können diese elektrisch
betriebenen Bagger wirklich überzeugen.
Spezialmaschinen in Aktion
Die Demo Days boten im Übrigen auch die Gelegenheit,
sich ausgiebig mit Spezialmaschinen auseinanderzusetzen,
die im Abbruch und Materialumschlag
zum Einsatz kommen. Gezeigt wurden der neue
kompakte Abbruchbagger »DX140RDM-7« sowie
die Materialumschlagmaschinen »DX160WMH-7«
und »DX350WMH-7«. Mit einem Gewicht von 14 t
kombiniert der »140er« laut Develon »maximale
Leistung mit außergewöhnlicher Wendigkeit«
und eigne sich besonders für Arbeiten auf engstem
Raum. Und das kann die Redaktion bestätigen:
Die Maschine ist kompakt aufgebaut, lässt sich flexibel
einsetzen und fällt vor allem durch ihre einfache
Bedienung, schlaue Zusatzsysteme und hohe
Arbeitsleistung auf. Hinzu kommt, dass dieser Bagger
nicht nur für den Abbruch entwickelt wurde – er
erweist sich als multifunktionaler Helfer, der dem
Bauunternehmer weit mehr Flexibilität erlaubt.
Der »DX140RDM-7« ist Teil der umfassenderen Develon-Abbruchpalette,
zu der auch die Modelle »DX-
245DM-7«, »DX380DM-7« und »DX530DM-7« zählen.
Die vorgestellten Materialumschlagmaschinen
»DX160WMH-7« und »DX350WMH-7« wiederum
unterstützen anspruchsvolle Anwendungen wie
20
Juni 2026
Im Blickpunkt
DEVELON
Recycling, Abfallwirtschaft und Industrieeinsätze.
Bei näherer Betrachtung fallen die Robustheit, Effizienz
und Leistungskraft auf – nutzen lassen sich
beide Maschinen durchaus für hochintensive Arbeitseinsätze.
Rückenwind für Dozer-Markt
Weder zu überhören noch zu übersehen waren die
Planierraupen: In Tschechien trug Develon Sorge dafür,
dass die Fachbesucher einen genauen Blick auf
ihre neuen Dozer warfen. Nach der erfolgreichen
Markteinführung des »DD130-7« möchte der Hersteller
mit der Vorstellung des neuen »DD100-7« seine
Position im europäischen Dozer-Sektor weiter stärken.
Der »DD100-7«, so Develon, sei mit Blick auf Betriebsgewicht
und Leistung in seiner Klasse führend.
Entwickelt hatte man die Maschine für Anwendungen
im Wohnungsbau, im leichten Gewerbebau sowie
im Straßenbau. Seine auf Präzision ausgerichtete
Leistung mache ihn besonders geeignet für Feinplanierarbeiten,
bei denen Genauigkeit und Kontrolle
entscheidend seien. Der »100er« bringt eine Leistung
von 91 kW bei einem Einsatzgewicht von 11,6 t mit
sich. Die maximale Traktion beträgt 16 t – die Steigfähigkeit
liegt wiederum bei 35°/70 Prozent, während
der maximale Förderstrom der Hauptpumpe knapp
103 l/min misst. Die mittelgroße Planierraupe weist
eine recht schmale Front, minimale Säulen und eine
Vollglas-Kabine auf, was dem Bediener eine erstaunlich
gute Sicht auf den Arbeitsbereich ermöglicht.
Zwischen Radlader und Dumper
Ein Publikumsliebling war im Übrigen der
bis zu 34,4 t schwere Radlader »DL550«-7.
Dieses Arbeitstier verfügt über ein
Schaufelvolumen
von bis zu 6,6 m 3 und bringt eine Kipplast
von 24,3 t mit sich. Der verbaute »DC13«-Motor von
Scania liefert bis zu 294 kW Leistung – und genau
die bringt der Radlader auch ziemlich eindrucksvoll
auf die »Straße«. Die Besonderheit: In Kombination
mit der kraftvollen Hydraulik besitzt die
Maschine ein hervorragendes Eindringvermögen,
wodurch eine optimale Schaufelbefüllung geboten
wird. Auch hier kann das bereits erwähnte transparente
Schaufelsystem zum Einsatz kommen. Die
Ausbrechkraft dieses Kraftpakets liegt bei 230 kN,
die Ausschütthöhe im 45°-Winkel bei 1 504 mm
und die Ausschüttreichweite bei 3 700 mm. Und
während sich die Schaufeln der Radlader
unaufhörlich in die Sandund
Kiesberge gruben, ratterte
im Hintergrund
ein vielbeachteter
Der knickgelenkte
Muldenkipper »DA30«
setzt auf hohe Leistung,
gute Bedienbarkeit
und bemerkenswerte
Effizienz.
»Da sitzt keiner drin!« Develon hat
mit »Real X« aufgezeigt, wie autonomes
Arbeiten auf der Baustelle der
Zukunft aussehen kann.
Im Blickpunkt Juni 2026 21
IM BLICKPUNKT
Großaufgebot an Maschinen: Die Teilnehmer
durften sich ein genaues Bild von den Mobilbaggern,
Planierraupen, Muldenkippern
sowie Radladern und Kettenbaggern machen.
1 838
Meter
Mit einer beeindruckenden Tiefe
von 1 838 m befand sich auf dem
»Háje Quarry« einer der tiefsten
Vertikalschächte in Europa.
»DA30-7«-Dumper vorbei. Mit einer Länge von
9 555 mm und einer Breite von 3 000 mm bringt es
dieser 6x6-knickgelenkte Muldenkipper auf ein
Nettogewicht von 23,1 t – ohne Heckklappe liegt
das Ladevolumen bei rund 24,4 m 3 . Im Inneren
verbergen sich ein »DC09«-Motor mit 276 kW sowie
ein ZF-Getriebe des Typs »ZF8 EP320«. Die Konfiguration
beruht auf fünf in Reihe geschalteten Zylindern
mit 9,3 l.
Ein erfolgreiches Event
Die Zusammenfassung lautet: Develon hat abgeliefert.
Die Veranstaltung war geprägt davon, selbst
in die Maschinen zu steigen, sich ein Bild von den
wichtigsten Neuerungen zu machen und direkt
vor Ort mit den Produktspezialisten ins Gespräch
zu kommen. Spürbar war, dass der Hersteller viel
Wert darauf gelegt hat, ganze Prozessketten abzubilden.
Gerade mit Blick auf den besonderen Veranstaltungsort
sollte gezeigt werden, was Bagger,
Radlader, Dumper und Dozer im Verbund aufbieten
können – und wie sie sich mittels neu entwickelter
Assistenzsysteme noch effizienter und sicherer
nutzen lassen. Und zugeben muss man: Develon
hat wenig »herumgespielt«. Natürlich sollten
die neuen Maschinen im Scheinwerferlicht präsentiert
und damit von ihrer besten Seite gezeigt werden.
Was aber überzeugte, war, dass der Stahl gehalten
hat, was versprochen wurde. Insbesondere
bei den neuen Kettenbaggern der neunten Generation
ist spürbar, dass der Hersteller smarte
Technologien in den Mittelpunkt rückt: Die Handhabung
ist, ebenso wie die Präzision, deutlich verbessert
worden. Gleichzeitig stimmt die Vorführung
von »Real X« nachdenklich, denn das autonom
agierende System läuft bemerkenswert flüssig,
weshalb der Gedanke an die Baustelle der Zukunft
deutlich näher gerückt ist. Als Entwickler und Hersteller
ist Develon zweifelsohne in einem hart umkämpften
Markt unterwegs und insbesondere die
neuen Maschinen müssen nun zeigen, dass sie ihre
im »Háje Quarry« bewiesene Leistung auch im Arbeitsalltag
auf die Baustelle bringen. Einen Mehrwert
hat das Develon-Event im Übrigen damit geboten,
dass auch weitere Partner wie Leica, Engcon,
Trimble, Strickland und Steelwrist mit vor Ort
waren und deren Lösungen aktiv in die Live-Vorführungen
eingebunden wurden.
d
Der »DL 280« wurde von den Fachbesuchern
ausgiebig getestet – und
das schonungslos im Dauerbetrieb.
Uran-Abbau
Das spektakuläre Steinbruchgelände
»Háje Quarry« war früher ein
Abbaugebiet für Uran – heute wird
dort lediglich noch Kies gewonnen.
22
Juni 2026
Im Blickpunkt
Next Level
Generation 8: Der neue Mobilbagger
A 916 Compact Litronic
Maximale Leistung auf engstem Raum – der neue Compact-
Mobilbagger bündelt Kraft, Geschwindigkeit und Wendigkeit. Die
neue Kabine mit optimaler Rundumsicht und das neue
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Im Blickpunkt Juni 2026 23
IM BLICKPUNKT
Matthias Benz,
Vorsitzender der
Geschäftsführung der
Zeppelin-Gruppe, bei
der Vorstellung der
Geschäftszahlen 2025.
Weichen für
nachhaltigen
Wachstumskurs
gestellt
ZEPPELIN – Mitte April stellte die Zeppelin-Gruppe in der Deutschlandzentrale
in Garching bei München ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Trotz eines
herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds wurde ein Umsatz von
4,4 Mrd. Euro (2024: 3,8 Mrd. Euro) und ein Ergebnis vor Steuern von rund 135 Mio. Euro
(2024: 108 Mio. Euro) erzielt. Für dieses Jahr peilt die Zeppelin-Gruppe eine Steigerung
auf rund 5 Mrd. Euro an. Auf aktuelle Krisen wie die Hormus-Blockade reagiert das Unternehmen
mit einem wöchentlich tagenden Krisenstab und der Bevorratung von Treibstoff.
VON
THOMAS SEIBOLD
Mit der Bilanz für 2025 zeigte sich
Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Zeppelin-Gruppe,
grundsätzlich zufrieden. Neben
einer stabilen Entwicklung des
operativen Geschäfts war das letzte Jahr maßgeblich
durch die Akquisition der Pepp Group B. V.
geprägt. In diesem Zuge übernahm Zeppelin die
Verantwortung für den Vertrieb und Service von
Caterpillar-Produkten in den Niederlanden und
Norwegen. Der bislang größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte
führte – mit einer Teilkonsolidierung
über sieben Monate – nach Unternehmensangaben
zu einem deutlichen exogenen Wachstum
und zu einer signifikanten Ausweitung der Präsenz
in Europa. Bei voller Konsolidierung der Akquisition
rechnet die Zeppelin-Gruppe mit einem Umsatz
von rund 5 Mrd. Euro in diesem Jahr.
»2025 war für Zeppelin ein Jahr des Fortschritts
und wichtiger Weichenstellungen«, ordnet Matthias
Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Zeppelin-Gruppe, die Gesamtentwicklung ein. »Wir
haben unsere Marktposition weiter gestärkt, unsere
internationale Präsenz ausgebaut und damit die
Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt.
Die Akquisition der Pepp Group war dabei ein
24
Juni 2026
Im Blickpunkt
ZEPPELIN
wichtiger Schritt und beinhaltet auch den bewussten
Ausbau eines Geschäftsmodells, das breit, international
und langfristig tragfähig aufgestellt ist.«
Finanziell präsentiert sich die Zeppelin-Gruppe
auch im Geschäftsjahr 2025 solide. Ein operativer
Cashflow von über 410 Mio. Euro, ein Eigenkapital
von rund 1,3 Mrd. Euro sowie eine langfristig gesicherte
und diversifizierte Finanzierung unterstreichen
die gute Aufstellung des Unternehmens. Das
Investment‐Grade‐Rating (BBB+, stabiler Ausblick
der Creditreform Rating AG) bestätigt dies. »Gerade
in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden
Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine solide finanzielle
Aufstellung ist, um nachhaltiges und profitables
Wachstum abzusichern bzw. überhaupt erst
zu ermöglichen. Das haben wir 2025 erneut bewiesen«,
so Christian Dummler, Geschäftsführer und
CFO der Zeppelin-Gruppe.
Operative und strukturelle Veränderungen
Das vergangene Jahr stand für Zeppelin auch im
Zeichen zentraler operativer und struktureller Veränderungen.
So wurden mit Wirkung zum 2. Juni
2025 die bisherigen Strategischen Geschäftseinheiten
(SGE) Baumaschinen Deutschland & Österreich
(BDA) und Baumaschinen International (BIN) zur
neuen SGE Construction Industry & Mining (CIM)
zusammengeführt. In Folge gibt es seitdem vier
statt wie vorher fünf SGE: CIM, Rental, Power Systems
und Plant Engineering. Der neue Zuschnitt der
SGEs soll mit klareren Verantwortlichkeiten und einer
noch stärkeren Kundenorientierung einhergehen
sowie die konsequente Ausrichtung auf Effizienz
unterstützen. Bei der Anzahl der Mitarbeitenden
gab es im Vergleich zu 2024 einen deutlichen
Zuwachs: Im Jahresdurchschnitt wuchs deren Anzahl
von 10 490 (2024) auf 12 314 im vergangenen
Jahr. Was die wirtschaftliche Rückschau angeht,
zeigt sich in den einzelnen SGE ein differenziertes
Bild, wie die nachfolgende Aufschlüsselung zeigt.
Bei Zeppelin Rental
sind neben Baugeräten
und -maschinen
auch Arbeitsbühnen
und viele weitere
Produkte erhältlich.
Zuwachs bei Construction Industry & Mining (CIM)
Die SGE CIM konnte im Vergleich zu 2024 ein Umsatzplus
von 15 Prozent erzielen. Mit 53,1 Prozent
und 2 404 Mio. Euro (2024: 2 086 Mio. Euro) trug sie
damit den Löwenanteil zum Konzernumsatz bei.
Profitiert hat der Geschäftsbereich insbesondere
von einer höchst erfolgreichen Bauma 2025: Dort
wurden 1 368 neue und gebrauchte Cat-Baumaschinen
sowie Anbaugeräte, Technologien und Services
verkauft, ein neuer Stückzahlrekord. Ein weiterer
Treiber war die erweiterte internationale Aufstellung.
Auf dieser Grundlage konnte die Geschäftseinheit
die eigene Marktposition weiter festigen
und ausbauen.
Zeppelin-Mietgeschäft mit stabilem Ergebnis
Die SGE Rental behauptete sich in einem insgesamt
herausfordernden Marktumfeld und erwirtschaftete
mit 820 Mio. Euro (2024: 805 Mio. Euro) einen Anteil
von 18,1 Prozent am Konzern umsatz. Eine Herausforderung
in diesem Bereich ist laut Matthias
Benz jedoch, dass »die Nachfrage nach gebrauchten
Maschinen extrem hoch sei und kaum welche
zu bekommen seien«. So lag die Anzahl der zu Mietzwecken
erstmals in den Markt gebrachten Maschinen
und Geräte mit 1 060 Einheiten unter dem Niveau
des Vorjahres mit 1 596 Einheiten. Viele Unternehmen
würden in der gegenwärtigen wirtschaftlichen
Lage jedoch vermehrt Maschinen mieten
anstatt zu investieren. Dementsprechend positiv
sei die Erwartung, hier künftig weitere Zuwächse
zu generieren.
Power Systems mit Umsatzsprung
Die Geschäftseinheit Power Systems konnte mit einem
Anteil von 19,1 Prozent und 862 Mio. Euro das
Ergebnis im Vergleich zu 2024 mit 553 Mio. Euro
Das Serviceversprechen
von Zeppelin garantiert
Ersatzteile am nächsten
Werktag und Servicetechniker
innerhalb von zwei
Werktagen – ansonsten
erfolgt ebenfalls eine
Gutschrift für zukünftige
Dienstleistungen und
Ersatzteile.
»Gerade in wirtschaftlich
und geopolitisch herausfordernden
Zeiten
zeigt sich, wie wichtig
eine solide finanzielle
Aufstellung ist.«
Christian Dummler,
Geschäftsführer,
CFO der Zeppelin-Gruppe
Im Blickpunkt Juni 2026 25
IM BLICKPUNKT
Der Brennstoffzellen-Stromerzeuger
von Zeppelin Power Systems ist mit
einem Schaltschrank, einem Kühler, einer
Lithium-Ionen-Batterie, Wasserstoff-Flaschen
und einer PEM-Brennstoffzelle ausgestattet.
Die Nennleistung liegt bei 50 kVA.
»2025 war für Zeppelin
ein Jahr des Fortschritts
und wichtiger
Weichenstellungen.«
Matthias Benz,
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Zeppelin-Gruppe
deutlich steigern. Sie profitierte von einer hohen
Nachfrage nach Energie‐, Antriebs‐ und Serviceleistungen.
Matthias Benz wies in diesem Zusammenhang
u. a. auf die Erstellung von Stromkonzepten
für Baustellen hin. Dadurch werde Unternehmen
der Einsatz elektrisch betriebener Maschinen und
Geräte erleichtert, da sie sich nicht selber um die
Stromversorgung kümmern müssen.
Umsatzrückgang bei Plant Engineering
Die SGE Plant Engineering verzeichnete im Jahr
2025 einen Umsatz von 437 Mio. Euro, während
2024 noch 472 Mio. Euro erwirtschaftet wurden. Einer
der Gründe dafür sind laut Matthias Benz Kunden,
für die der deutsche Wirtschaftsstandort nicht
mehr attraktiv genug sei und die zunehmend ins
Ausland abwandern. Vor diesem Hintergrund wurde
das vergangene Geschäftsjahr »konsequent zur
Effizienzsteigerung, Fokussierung und organisatorischen
Weiterentwicklung in einem weiterhin sehr
anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld genutzt«.
Blick nach vorn: Ausrichtung auf »Megatrends«
Beim Blick nach vorn richtet die Zeppelin-Gruppe
den Fokus nun bereits auf die kommenden Jahre.
Ein auf mehrere »Megatrends« ausgerichtetes
Portfolio soll dabei die Grundlage für weiteres
nachhaltiges Wachstum bilden. In diesem Rahmen
baut Zeppelin beispielsweise die Aktivitäten im Bereich
von Sicherheit und Verteidigung aus. Eine
leistungsfähige Infrastruktur und resiliente Energieversorgung
gewinnen dabei europaweit an Bedeutung.
Zeppelin will sich in diesem Umfeld als
verlässlicher und kompetenter Partner mit einem
ZEPPELIN (7)
vielfältigen und breit aufgestellten Produkt- und
Dienstleistungsportfolio verstehen.
Auf globale Krisen wie die Hormus-Blockade reagiert
das Unternehmen mit einem wöchentlich tagenden
Krisenstab, welcher die Preisentwicklung
im Energiebereich beobachtet, und der Bevorratung
von Treibstoff, der laut Matthias Benz »für
zwei Wochen reicht«.
Darüber hinaus treibt Zeppelin die eigene
Transformation voran. Im Mittelpunkt stehen eine
weiterentwickelte Organisationsstruktur sowie
harmonisierte Prozesse, Daten und Systeme. Das
Transformationsprogramm ermöglicht es Zeppelin,
sich langfristig als verlässlichen Lösungsanbieter,
attraktiven Arbeitgeber und starken Partner
in wachstumsrelevanten Märkten noch besser
zu positionieren.
»Für 2026 liegt unser Fokus klar auf der konsequenten
Realisierung von Synergien, der abschließenden
Integration der zugekauften Pepp Group
und profitablem Wachstum. Unser Anspruch ist
es, aus Marktchancen nachhaltige Wertschöpfung
zu machen – für unsere Kunden, für unsere Partner
und für die langfristige Stärke von Zeppelin«, erläutert
Matthias Benz. »Zugleich zeigten sich in den
ersten Monaten dieses Jahres große geopolitische
und weltwirtschaftliche Herausforderungen. Dennoch
sollte Zeppelin auch in 2026 auf Wachstumskurs
bleiben, sofern sich keine noch größeren Verwerfungen
auftun.«
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Zeppelin
GmbH, Simon Blümcke, ergänzt: »2025 hat gezeigt,
dass die Zeppelin-Gruppe verantwortungsvoll, stabil
und zukunftsorientiert geführt wird. Die wirtschaftliche
Solidität, die klare strategische Ausrichtung
und das hohe Engagement der Mitarbeitenden
bilden eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung
des Unternehmens.«
s
Auf der Bauma 2025 feierte Caterpillar den 100. Geburtstag und
legte zum Jubiläum eine Sonderedition an grauen Baumaschinen
in »Centennial Grey« auf – eine Hommage an die Anfänge.
26
Juni 2026
Im Blickpunkt
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Im Blickpunkt Juni 2026 27
IM BLICKPUNKT
Neue Maschinen unter realen
Einsatzbedingungen: In
Belgien fuhr HD Hyundai
alles auf, was Räder und
Ketten besitzt.
Eine Armada
an Baumaschinen
für Europa
HD HYUNDAI (7)
HD HYUNDAI – Im belgischen Tessenderlo-Ham traf das bauMAGAZIN kürzlich auf
die neuesten Kettenbagger, Knick-Muldenkipper, Minibagger, Abbruchmaschinen und
Kompaktlader, die HD Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE) aktuell für
Europa aufbieten kann – eine eindrucksvolle Show, die mit der Möglichkeit gespickt
war, sich selbst hinter das Steuer zu setzen. Das erste Resümee: Hyundai setzt hier
klar auf smarte Technik und hat sich der Herausforderung gestellt, neue Baureihen
zu konstruieren, die mit Kraftstoffeffizienz punkten, dabei aber keinen Deut auf hohe
Leistungskraft verzichten.
VON
DAN WINDHORST,
NORMAN ZENZINGER &
SINA LANDERER
Am europäischen Hauptsitz von HCEE
wurde im Grunde das fortgeführt, was
der südkoreanische Baumaschinenhersteller
bereits im vergangenen Jahr mit
viel Aufsehen angestoßen hatte: Aufbauend
auf der erfolgreichen Markteinführung seiner
neuen Generation an Raupenbaggern im Jahr
2025 erschließt HCEE jetzt weitere Marktsegmente
in Europa – und setzt dabei auf richtig kraftvollen
Stahl. Mit den beiden Raupenbaggern »HX230«
und »HX260« erweitert das Unternehmen die bestehende
»Next Generation«-Baureihe, während
der »HX300« das 30-t-Segment stärkt. Im Bereich
der Minibagger vervollständigt der »HX10A Z« nun
die angestrebte Aktualisierung der »A«-Serie. Aber
damit nicht genug: HCEE zeigte mit dem »HA45A«
als 4x4 einen zweiachsigen knickgelenkten Dumper,
der die Baureihe nunmehr ergänzen wird. Und
was sicherlich viele Unternehmer in Europa freuen
dürfte: Hyundai bringt seine Kompaktlader und
kompakten Raupenlader auf den Kontinent. Last
but not least ließ es sich HCEE nicht nehmen, im
Rahmen des Launch-Events auch den »HX520A
HRD« vorzustellen – eine leistungsstarke Abbruchmaschine,
die hierzulande sicherlich mit großer
Reichweite, hoher Stabilität und Robustheit punkten
dürfte.
Smarte Technologie verbaut
Bevor das bauMAGAZIN in die neuen Maschinen
steigen und diese ausgiebig testen durfte, begrüßten
Sanhoh Shin, CEO von HCEE, sowie Vertriebsleiter
Mauricio Chiarotti die Fachbesucher und
28
Juni 2026
Im Blickpunkt
HD HYUNDAI
Ein Highlight stellte der neue Raupenbagger »HX230« dar,
der aufgrund seiner starken Leistungsdaten und hoher
Produktivität in Europa punkten soll.
zeigten die Agenda des Herstellers auf. Und zwischen
den Zeilen lässt sich durchaus lesen, dass
HD Hyundai keine halben Sachen plant. Man
möchte den europäischen Markt mit sinnigen Maschinen
versorgen, die auch und gerade aufgrund
der gestiegenen Anforderungen sowohl Leistung
als auch Einsparpotenzial mit sich bringen. Was
auffällt: Der Hersteller verbaut High-End-Technologie
– und dürfte damit so manchem Maschinisten
eine Freude bereiten. Sichtbar wurde das beispielsweise
bei den neuen Baggern: Die Modelle
der nächsten Generation sind mit dem »Smart
Around View-Monitor« (»SAVM«) ausgestattet. Da-
bei handelt es sich um eine strikte Weiterentwicklung
der bewährten »AAVM«-Technologie, die aus
der vorangegangenen Baggergeneration stammt.
Das »SAVM«-System verfügt über sechs an der
Oberwagenkonstruktion der Maschine montierte
Kameras mit KI-basierter Personenerkennung und
der Option einer Radar-Objekterkennung, um den
Fahrer auf Gefahren in der Nähe aufmerksam zu
machen. Für die Baustelle bedeutet das eine deutliche
Steigerung der Sicherheit.
Neue Raupenbagger vorgestellt
Ein Highlight war zweifelsohne die Vorstellung
des neuen Raupenbaggers »HX230«. Nachdem
Hyundai das Modell im Rahmen der ConExpo in Las
Vegas gezeigt hatte, sollte nun auch Europa die Möglichkeit
erhalten, einen genauen Blick auf die neue
Bagger-Generation zu werfen. Was direkt auffällt,
ist der Antrieb: Verbaut wurde ein leistungsstarker
»DX05«-Dieselmotor, der samt Doppelturbo eine
Leistung von 141 kW »auf die Kette« bringt. Laut
Herstellerangaben verbraucht die Maschine bis zu
7 Prozent weniger Kraftstoff sowie knapp 30 Prozent
weniger AdBlue als das Modell der »A«-Serie,
das der 23-Tonner nun ersetzt. Wichtig zu erwähnen
ist außerdem, dass der »230er« über eine vollelektrohydraulische
Steuerung (FEH) verfügt: Der
Maschinist kann die Hebelsteuerung und das Ansprechverhalten
individuell abstimmen. Gleichzeitig,
so Hyundai weiter, habe man die Wartungsintervalle
auf 1 000 Stunden verdoppelt, was die Betriebskosten
verringern und Ausfallzeiten reduzieren soll.
Die größeren Brüder des »HX230« sind im Übrigen
der »HX260« sowie der »HX260N« – diese Modelle
kommen auf ein Einsatzgewicht von rund 26 t
und profitieren ebenfalls vom verbauten »DX05«-
»HA45A«
Der neue Muldenkipper
»HA45A« wurde mit neuer
Kabine sowie selbstnivellierender
Hydro-Gas-Federung und mit
Sperrdifferenzialen an Vorder- und
Hinterachse ausgestattet.
@c@c077 %
Der neue Raupenbagger
»HX230« soll bis zu 7 Prozent
weniger Kraftstoff sowie knapp
30 Prozent weniger AdBlue
benötigen.
Vorgestellt wurden mit dem »HS80V« und dem »HS120V«
zwei neue Kompaktlader sowie mit dem »HT100V« ein
Kompakt-Raupenlader – das Trio vereint hohe Leistung und Zuverlässigkeit
mit Wendigkeit und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Im Blickpunkt Juni 2026 29
IM BLICKPUNKT
30
Tonnen
Der 30 t schwere Raupenbagger
»HX300« verfügt
über einen »DX08«-Motor
mit 207 kW Leistung.
Motor und der FEH-Steuerung. Und wo wir schon
dabei sind: Mit dem »HX300«, den wir hier in Europa
bereits kennen, setzt Hyundai auf einen 30-Tonner,
der aufgrund seines »DX08«-Motors mit 207 kW
Leistung auftrumpfen kann und als waschechtes
Arbeitstier gilt. Geeignet ist dieser Koloss insbesondere
für schwere Grab-, Hub- und Planierarbeiten.
Kompakt und vielseitig
In der Riege neuer Bagger darf der »HX10A Z« nicht
unerwähnt bleiben: In der Kompaktbaggerreihe der
»A«-Serie setzt diese 1,1 t schwere Maschine auf einen
7,6 kW starken Dieselmotor sowie ein einziehbares
Fahrwerk. Auf diese Weise kann der Bagger
auch auf engsten Baustellen agieren. Ein Blick in
die Fah rerkabine zeigt, dass hier viel Wert auf hohen
Bedienkomfort gelegt wurde – die Steuerung ist
hochpräzise und der Bediener erhält eine gute Sicht
auf den Arbeitsbereich. Zu den weiteren kompakten
Maschinen, die
Ort testen durf-
auch die neuen
»HS80V« und
das bauMAGAZIN vor
te, zählen im Übrigen
Kompaktlader
»HS120V«
sowie der Kompakt-Raupenlader »HT100V«. Gerade
in Nordamerika gelten diese Modelle als bewährte
»Vielkönner« – jetzt sollen sie ihr Können auch in Europa
unter Beweis stellen. Und bereits nach den ersten
gefahrenen Metern wurde deutlich: Diese kleinen,
kompakten Stahlmonster haben es wirklich in
sich. Alle drei Modelle verfügen über einen hauseigenen
Dieselmotoren der Stufe V – die Motorleistung
reicht von 49,5 kW beim »80er« über 52 kW für den
»HS120V« bis zum »HT100V«, der satte 54,9 kW mit
sich bringt. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass
alle Kompaktmodelle mit guter Handhabung und
hoher Leistungskraft überzeugen können. Letztlich
deckt das Trio eine auffallend große Bandbreite an
Einsatzmöglichkeiten ab. Bei einem Einsatzgewicht
von 3,2 t, 3,7 t und 4,4 t gehen sie zudem mit ordentlicher
Performance an den Start. Von Vorteil ist sicherlich
auch die generelle Geometrie mit vertikalem
Hubweg.
Knickgelenkte Geländegänger
Schweres Gerät wurde auch für das Segment der
knickgelenkten Muldenkipper (ADT) aufgefahren.
Hier stellte Hyundai beispielsweise den »HA45A«
in einer 4x4-Version vor: Diese Maschine kommt
mit einer neu gestalteten Kabine daher – das sorgt
für weitaus mehr Platz und geringere Geräuschentwicklung.
Der neue Zweiachser soll laut Hersteller
die Geschwindigkeit und Kraftstoffeffizienz eines
starren Muldenkippers bieten, ohne dabei auf die
gute Geländegängigkeit sowie Steigfähigkeit eines
klassischen ADT zu verzichten. Eine Besonderheit
ist, dass man das Modell mit einer selbstnivellierenden
Hydro-Gas-Federung sowie mit Sperrdifferenzialen
an Vorder- und Hinterachse ausgestattet
hat – laut Hyundai sei das geschehen, um im
Der »HX520A HRD« ist eine 52 t schwere Großmaschine,
die speziell für das Abbruchsegment entwickelt
wurde. Die Maschine kann sowohl mit geradem
Abbruchausleger als auch mit Standard-Grabarm oder
Long-Reach-Ausleger ausgestattet werden und bietet
eine Arbeitshöhe von bis zu 27 m.
30
Juni 2026
Im Blickpunkt
HD HYUNDAI
Bedarfsfall die maximale Traktion zu gewährleisten.
Entwickelt wurde der knickgelenkte Muldenkipper
für den Einsatz in Steinbrüchen, im Bergbau
sowie für die klassische Erdbewegung. Aufgrund
der Tandem-Hinterachse und der Einzelradaufhängung
an der Vorderachse ist diese Maschine gerade
für den Einsatz bei schwierigen Bodenverhältnissen
geeignet. Unter der Haube hat der »HA45A« einen
»DC13«-Motor von Scania, der 368 kW Leistung
mit sich bringt. Das Volumen (mit Heckklappe) beträgt
rund 26 m 3 – die Nutzlast liegt bei 41 t. Was vor
Ort auffiel: Der Muldenkipper besitzt eine herausragende
Manövrierfähigkeit. Aufgrund des schrägen
Heckrahmens, der die Lasten nach vorn leitet,
erhöht sich außerdem die Traktion.
52-Tonner für Abbruchsektor
In Belgien ließ es sich HCEE nicht nehmen, auch
auf Spezialmaschinen aufmerksam zu machen. Im
Repertoire hatte der Hersteller beispielsweise einen
»HX520A« in HRD«-Abbruchausführung, der
in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Abbruchspezialisten
STC entwickelt worden war. Die
52 t schwere Großmaschine kann sowohl mit geradem
Abbruchausleger als auch mit Standard-Grabarm
oder Long-Reach-Ausleger ausgestattet werden.
Die Maschine bietet eine Arbeitshöhe von bis
zu 27 m, eine Reichweite von knapp 16 m sowie eine
maximale Gerätetragkraft von 3 t. Der Hersteller
hierzu: »Ausgestattet mit einem hydraulisch verstellbaren
Fahrwerk, einer kippbaren Fahrerkabine
und einem Staubunterdrückungssystem, erschließt
der ›HX520A HRD‹ einen der beliebtesten
Hochreichweiten-Sektoren des Markts. Die Maschine
unterstreicht unser Engagement, Kunden in allen
Bereichen der Baubranche mit spezialisierten
Maschinen zu versorgen.« Tatsache ist, dass dieser
Abbruchgigant extrem vielseitig eingesetzt werden
kann – je nach Konfiguration übernimmt der Bagger
verschiedene Aufgaben. Nach Ansicht der Redaktion
handelt es sich bei diesem Modell um eine
eindrucksvolle Maschine. Zur Wahrheit gehört aber
auch, dass gerade das 50- bis 60-t-Segment der Abbruchbagger
als hart umkämpft gilt. Angesichts der
Leistungsdaten und der Anwendungsvielfalt dürfte
der »HX520A« in »HRD«-Ausführung jedoch keine
Probleme haben, sich insbesondere am deutschen
Markt zu behaupten.
Im Segment der knickgelenkten
Muldenkipper
wurde der »HA45A«
in einer 4x4-Version
gezeigt: Diese
Maschine kommt mit
einer neu gestalteten
Kabine daher – das
sorgt für weitaus mehr
Platz und geringere
Geräuschentwicklung.
Im Blickpunkt Juni 2026 31
IM BLICKPUNKT
Der »HX230«
verfügt über eine
vollektrohydraulische
Steuerung (FEH). Der
Maschinist kann die
Hebelsteuerung und
das Ansprechverhalten
individuell abstimmen.
Neue Segmente
HCEE möchte weitere Marktsegmente
in Europa erschließen.
Mit den beiden Raupenbaggern
»HX230« und »HX260« erweitert
man u. a. die bestehende »Next
Generation«-Baureihe.
Ein Fazit: Die Praxisnähe zählt
Rückblickend betrachtet, hat das HCEE-Event in
Belgien mächtig Eindruck hinterlassen. Das lag in
erster Linie an der klug gewählten Auswahl an präsentierten
Maschinen, die gerade jetzt für den europäischen
Markt von Interesse sind. Herauszuhören
war unter den Teilnehmern, dass Hyundai
(mal wieder) ein gutes Gespür dafür bewiesen habe,
was die Bauunternehmer da draußen zum aktuellen
Zeitpunkt brauchen. Eine tragende Rolle
spielen leistungsstarke Maschinen, die die Kraftstoff-
und Wartungskosten möglichst niedrig halten.
Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen,
die sich mitunter täglich ändern, sind viele Firmen
der Branche verunsichert und suchen nach sparsamen
und effizienten Lösungen für ihren Fuhrpark.
Die neue Generation an Raupenbaggern
deckt ein großes Einsatzspektrum ab und dürfte,
ähnlich der Kompaktbagger und -lader, gerade in
Deutschland auf großes Interesse stoßen. Hinzu
kommt, dass HD Hyundai seit Jahren in das »Weiterdenken«
investiert: Die Maschinen sind Stateof-the-Art
und verfügen über smarte Lösungen
wie das »SAVM«-System, was den Einsatz auf der
Baustelle übersichtlicher und vor allem sicherer
macht. Ein großer Pluspunkt war, dass das bauMA-
GAZIN die neuen Maschinenlösungen direkt vor
Ort testen durfte. Getreu der Devise: »Der Schlüssel
steckt schon« durfte man die Neuentwicklungen
auf Herz und Nieren prüfen. Und genau das ist
es, was solche Events so wertvoll macht: Die Bau-
und Baumaschinenbranche lebt davon, unkompliziert,
direkt und ehrlich zu sein. Und ob eine Maschine
halten kann, was versprochen wurde, lässt
sich nur dann herausfinden, wenn man selbst in
die Fahrerkabine klettert.
d
Die Raupenbagger der neuesten Generation sind mit einer
Vielzahl digitaler Tools sowie Assistenzsystemen ausgestattet, um
das Arbeiten effizienter, schneller, aber auch sicherer zu machen.
32
Juni 2026
Im Blickpunkt
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Im Blickpunkt Juni 2026 33
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Kompaktes Kraftpaket:
Neuer Minibagger vorgestellt
YANMAR CE – Mit dem neuen »SV10« bringt Yanmar CE einen kompakten Minibagger
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Mit einer Gesamtbreite von
nur 740 mm in der schmalsten
Konfiguration passt der »SV10«
sogar durch Standardtüren.
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Mit einer Gesamtbreite von nur 740 mm in
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durch Standardtüren und lässt sich mühelos in engen
Innenräumen oder urbanen Umgebungen einsetzen.
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eine Verbreiterung auf 990 mm und sorgt so für
zusätzliche Stabilität sowie flexible Anpassung an
unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Der geringe
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von 60° ermöglicht präzises Arbeiten
und exakte Positionierung auch auf engstem Raum.
Mit einem Betriebsgewicht von rund 1,06 t und einem
Transportgewicht von ca. 1,18 t lässt sich die
Maschine einfach zwischen Einsatzorten transportieren
und schnell in Betrieb nehmen – ideal für
Bauunternehmen wie auch Vermieter.
Vielseitige Leistung für
unterschiedlichste Anwendungen
Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der
»SV10« eine konstante Leistungsfähigkeit. Ange-
trieben von einem Yanmar-»3TNV70«-Motor mit
9,2 kW Nettoleistung, erreicht die Maschine Grabkräfte
von 5,2 kN am Löffelstiel und 7,6 kN am Löffel
sowie eine maximale Grabtiefe von 1 800 mm. Der
große Arbeitsbereich und die Kompatibilität mit
verschiedenen Anbaugeräten machen den »SV10«
vielseitig einsetzbar.
Auf einfache
Bedienung ausgelegt
Die Bedienerfreundlichkeit stand nach Angaben
von Yanmar im Mittelpunkt der Entwicklung des
Minibaggers. Verbesserte Ergonomie, neu positionierte
Seitenhebel und intuitiv angeordnete Bedienelemente
sorgen für ein angenehmes und unkompliziertes
Arbeiten – auch für weniger erfahrene
Anwender. Gerade im Mietgeschäft ist dies ein entscheidender
Vorteil, da Maschinen schnell verstanden
und sicher bedient werden müssen – unabhängig
vom Erfahrungsniveau des Nutzers. Eine robuste
ROPS-Struktur erhöht zusätzlich die Sicherheit des
Fahrers, während das übersichtliche Maschinenlayout
einen sicheren und komfortablen Einsatz über
den gesamten Arbeitstag unterstützt. Die wartungsfreundliche
Konstruktion, u. a. durch eine aufklappbare
Motorhaube für schnellen Zugang zu zentralen
Komponenten, reduziert Servicezeiten und erhöht
die Einsatzdauer.
j
34
Juni 2026
GaLaBau
Der »360 G« unterstützt bei GAP Service
den effizienten Umschlag von Biomasse und
trägt so zur CO 2
-Reduktion im Betrieb bei.
»360 G« sorgt
für Sicherheit
und Effizienz im
Biomasseumschlag
SENNEBOGEN (2)
SENNEBOGEN – Effiziente
und sichere Prozesse sind
in der Biomasseverwertung
entscheidend. Unter
Mitwirkung von GAP und dem
italienischen Vertriebspartner
Cesaro Mac Import ist der neue
Teleskoplader »360 G« vom
Prototypen zur Serienreife entwickelt
worden. GAP ist Teil der
Piantoni Group, betreibt eine
Flotte von über 780 Maschinen
und ist spezialisiert auf Logistikund
Umschlagprozesse in
verschiedenen Branchen.
4,25
Meter
Die auf 4,25 m hochfahrbare
Kabine bietet einen
Rund umblick
auf den Arbeitsbereich.
GAP betreibt in Norditalien mehrere Anlagen
zur Biomasseverwertung, in denen organische
Reststoffe zu Energie aufbereitet werden. Hier
spielt die Maschinenleistung eine zentrale Rolle:
Jede Bewegung entscheidet über Energieeffizienz,
Durchsatz und CO₂-Bilanz. »Wir wollten eine Maschine,
die genau für diesen Prozess gebaut ist«, erklärt
Alberto Gallini, Leiter von GAP. »Der ›360 G‹
ist nicht nur stark, sondern auch sparsam, er unterstützt
direkt unsere Nachhaltigkeitsstrategie.«
In der Biomassehalle in Finale Emilia arbeitet
der »360 G« täglich bis zu 24 Stunden im Dreischichtbetrieb.
Er übernimmt das Be- und Entladen
von organischem Material, beschickt Förderlinien
und verdichtet Schüttgut in Containern. Dank seiner
Z-Kinematik kann er mühelos verdichtetes Material
aufnehmen. Durch die Geometrie der Ausleger
zusammen mit der Ladeschwinge erzielt der Teleskoplader
zudem eine bis zu 20 Prozent höhere Ladedichte
im Container. Das reduziert Transportfahrten,
Energieverbrauch und Emissionen, ein direkter Beitrag
zur CO₂-Reduktion in der gesamten Prozesskette.
»360 G« überzeugt im Handling
Die auf 4,25 m hochfahrbare Kabine bietet einen
Rundumblick auf den Arbeitsbereich, was besonders
beim Be- und Entladen oder Verdichten von
Biomasse ein wichtiger Faktor ist. Der robuste Auf-
bau sorgt auch unter Dauerlast für ruhige Bewegungen
und hohe Standsicherheit. Darüber hinaus lassen
sich unterschiedliche Anbaugeräte in kurzer
Zeit wechseln, was Stillstand reduziert. Die präzise
Steuerung ermöglicht exaktes Arbeiten und steigert
die Produktivität.
Der »360 G« läuft im Biomasseeinsatz nahezu
rund um die Uhr. »Der Teleskoplader reagiert schnell,
ist kraftvoll und extrem stabil, perfekt auf unsere Anforderungen
abgestimmt«, fasst Marcello Cannavacciuolo,
Supervisor bei GAP, zusammen.Auch im Vergleich
zu klassischen Radladern überzeugt der »360
G«. »Der Teleskopausleger, die hochfahrbare Kabine
und die Vielseitigkeit machen den Unterschied. Die
Stabilität ist hervorragend, und das Arbeiten fühlt
sich natürlich an«, so Cannavacciuolo.
Die Sennebogen-Schaufeln sind auf die
anspruchsvollen Einsatzbedingungen der
Recyclingindustrie ausgerichtet.
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GaLaBau Juni 2026 35
Durch seine breiten
Reifen verteilt der
»SMK 9036« das
Gewicht gleichmäßig
und hinterlässt keine
tiefen Fahrspuren.
ZEPPELIN (2)
Multitalent »SMK 9036«
ersetzt Lader und Lkw
auf der Baustelle
HERMANN PAUS (2)
HERMANN PAUS – Enge Zufahrten, empfindliche Flächen und ein straffer Zeitplan
gehören im Garten- und Landschaftsbau zum Alltag. Gleichzeitig müssen auf der Baustelle
unterschiedlichste Materialien bewegt werden vom Aushub über Sand und Splitt
bis hin zu Pflastersteinen. Für diese Einsatzzwecke hat sich der Paus-Senkmuldenkipper
»SMK 9036« bewährt. Was auf den ersten Blick wie ein kompakter Dumper wirkt, zeigt
sich im täglichen Einsatz als multifunktionale Arbeitsmaschine, die im GaLaBau gleich
mehrere Aufgaben übernimmt und dabei Lader und Lkw auf der Baustelle ersetzen kann.
Gut zu wissen
Paus lässt seine Dumper als
Flurförderzeuge zu, sodass sie
ohne Lkw-Führerschein betrieben
werden können. Ein Führerschein
der Klasse L genügt.
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen
Muldenkippern liegt nach Angaben von
Paus in der »einzigartigen Muldenkinematik«.
Durch die hydraulisch absenkbare Mulde kann sich
der Senkmuldenkipper selbst befüllen. Damit lassen
sich Aushubmaterial aufnehmen sowie Sand, Splitt
oder Tragschichten transportieren und direkt vor
Ort abkippen. Das Material kann unmittelbar verteilt
und die Fläche planiert werden, was Arbeitsabläufe
deutlich beschleunigt und den Bedarf an weiteren
Maschinen reduziert.
Wendigkeit und Flexibilität
auf innerstädtischen Baustellen
Gerade auf engen Baustellen spielt der »SMK 9036«
seine Stärken aus. Dank seiner kompakten Abmessungen
und hohen Wendigkeit ist er auch dort einsetzbar,
wo größere Maschinen keinen Platz finden.
Ob schmale Zufahrten, Innenhöfe oder innerstädtische
Baustellen: Der Senkmuldenkipper bleibt flexibel
und effizient. Die geringe Transporthöhe, ermöglicht
durch den klappbaren ROPS-Überrollbügel, erleichtert
zusätzlich den Einsatz in Bereichen mit
niedrigen Durchfahrten oder beengten Platzverhältnissen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist
der bodenschonende Einsatz. Durch seine breiten
Reifen verteilt der »SMK 9036« das Gewicht gleichmäßig
und hinterlässt keine tiefen Fahrspuren. So
lassen sich Flurschäden vermeiden und zeitaufwen-
dige Nacharbeiten reduzieren. Gleichzeitig überzeuge
die Maschine durch ihre hohe Geländegängigkeit
und bleibt auch auf weichem oder un ebenem Untergrund
zuverlässig im Einsatz.
Multitalent leistet mehr
als nur Materialtransport
Über den klassischen Materialtransport hinaus zeigt
sich der Senkmuldenkipper als echtes Multitalent.
Neben dem Transport von Schüttgut übernimmt er
Planierarbeiten, transportiert Werkzeuge, Baustellenmaterial
oder Pflastersteine direkt an den gewünschten
Einsatzort und kann im Winterdienst
eingesetzt werden. Auch als Zugmaschine für Anhänger
bewährt sich der »SMK« im täglichen Baustellenbetrieb.
Wo früher Radlader und Lkw notwendig
waren, übernimmt heute der Senkmuldenkipper
mehrere Aufgaben in einem einzigen Arbeitsgerät.
Das bedeutet konkret weniger Maschinen, geringeren
Personalaufwand und eine deutlich höhere
Wirtschaftlichkeit – insbesondere auf
engen und anspruchsvollen Baustellen.j
Durch die hydraulisch absenkbare Mulde kann
sich der Senkmuldenkipper selbst befüllen.
36
Juni 2026
GaLaBau
Wachstum im
grünen Bereich
ZEPPELIN – Der GaLaBauer Gzimi aus Olching hat seine
bestehende Flotte erneuert und ausgebaut: 26 Maschinen sind Teil
der umfassenden Investition. Die kontinuierliche Modernisierung
und Erweiterung der Maschinenflotte ist seit Jahren fester
Bestandteil der Unternehmensstrategie – zuletzt wurde 2021 ein
großes Paket mit Zeppelin-Cat geschnürt. Auch diesmal stellt der
Betrieb die Weichen in Richtung Effizienz und wird mit den neuen
Baumaschinen künftig öffentliche und private Großprojekte in der
Metropolregion München bearbeiten. So will Gzimi schlagkräftig
und wettbewerbsfähig bleiben.
(v. l. n. r.) Oliver Hartmann, Thomas
Dobmann, Stefan Besendorfer, Gzim
Krasniqi und Fabian Schäfer.
Das Maschinenpaket, bestehend
aus einem Mikrobagger
»300.9«, einem Minibagger »301.7«,
sieben Minibaggern »301.8«, drei
Minibaggern »303 CR«, fünf Minibaggern
»305 CR«, fünf Minibaggern
»308 CR« sowie einem Kettenbagger
»315« und drei Radladern
»914«, schnürte Fabian Schäfer,
Verkaufsrepräsentant der Zeppelin-Niederlassung
München. »Wir
haben eine klare Vision und entwickeln
unseren Maschinenpark
laufend weiter, um langfristig
leistungsfähig zu bleiben. Dabei
wollen wir uns damit technisch
so aufstellen, dass wir wachsende
Anforderungen an Projektvolumen,
Termindruck und Nachhaltigkeit
zuverlässig bedienen
können«, erklärt Geschäftsführer
Gzim Krasniqi.
Der Fokus liegt bei dem GaLa-
Bauer auf großen und komplexen
Projekten, die bis ins Voralpenland
reichen. Dabei geht
es darum, möglichst alles aus einer
Hand anzubieten. Das spiegelt
sich in der maschinentechnischen
Ausstattung wider, die
auf Produktivität und Praxistauglichkeit
ausgerichtet ist. Bestandteil
sind deshalb abgestimmte
Löffelpakete mit Tief- und Grabenräumlöffel.
»Wir realisieren
viele großflächige Erdbewegungen
und müssen das Gelände
modellieren. Zudem gehört ein
›Power-Tilt‹ zur Grundausstattung,
womit wir die Gesamtleistung
jeder Kolonne erhöhen wollen«,
so Gzim Krasniqi, der auf
die Beweglichkeit und Präzision
des Tools im GaLaBau vertraut.
Durch den Schwenkwinkel lassen
sich Löffel oder andere Anbaugeräte
deutlich flexibler einsetzen,
sodass der Bagger seltener
umgesetzt werden muss. Das
spart Zeit, Kraftstoff und schont
den Untergrund. Außerdem soll
der »Power-Tilt« das Arbeiten in
engen Bereichen erleichtern und
bei vielen typischen Aufgaben
im GaLaBau unterstützen. Das
Unternehmen beschäftigt rund
hundert Mitarbeiter – 17 Kolonnen
sind im Einsatz und realisieren
täglich anspruchsvolle Projekte,
umfangreiche Erdarbeiten
und großflächige Landschaftsgestaltungen.
Auf sie wird die Maschinenflotte
aufgeteilt.
j
26
Maschinen
Der Galabauer Gzimi
investiert in insgesamt
26 Cat-Baumaschinen.
MIDLAND G18 PRO
Rauschfreie, kristallklare Sprachqualität.
Rauschfreie Teamkommunikation mit den
Midland G18 Pro Baustellen Kits
ZEPPELIN (2)
Stefan Besendorfer (l.) überreicht
Gzim Krasniqi symbolisch den Schlüssel.
GaLaBau Juni 2026 37
www.midland.de
Die vollelektrische Tandemwalze
»eARX 26-2« verdichtet lokal
emissionsfrei und geräuscharm.
sionsfreien Antrieb und einem besonders niedrigen
Geräuschpegel – sie sei rund 46 Prozent leiser
im Bedienbereich als vergleichbare Dieselmaschinen,
so Ohlraun – ist sie prädestiniert für innerstädtische
Baustellen und Wohngebiete. Mit
der von Ammann bekannten Steigfähigkeit von
30 und ohne Vibration von 35 Prozent sind auch
steile Einfahrten und Zugänge zu Tiefgaragen kein
Problem für die Tandemwalze. Durch den Elektroantrieb
bringt sie mit 2,6 t sogar mehr Betriebsgewicht
als die Verbrenner-Variante auf die Straße.
Die 1 200 mm breite Bandage, eine Vibrationsfrequenz
von 55 bis 66 Hz sowie eine Zentrifugalkraft
von 29 bis 41 kN sorgen für eine gleichmäßige und
effiziente Verdichtung. Der Akku (48 V / 31,5 kWh)
ermöglicht einen durchgehenden Einsatz von bis
zu acht Stunden, abhängig von Einsatzprofil und
Projektgröße.
Full-Liner-Konzept
für den Wegebau
AMMANN – Im modernen Wegebau setzt Ammann mit der Kombination aus
dem Minifertiger »ABG 1570« und der vollelektrischen Tandemwalze »eARX
26-2« ein Full-Liner-Konzept um, das sich ideal für Wege, Zufahrten oder
kleine Bereiche eignet. Erreicht werden soll mehr Effizienz, Qualität sowie
Nachhaltigkeit durch den maschinellen Einbau.
2,6
Tonnen
Die vollelektrische Tandemwalze
»eARX 26-2« bringt
ein Betriebsgewicht von
rund 2,6 t auf die Waage.
Mit dem Minifertiger »ABG 1570« und der vollelektrischen
Tandemwalze »eARX 26-2« stellt
Ammann ein Tandem aus zwei Maschinen für diffizile
Aufgaben, enge Baustellen oder Bereiche mit
vielen Hindernissen. »Genau in diesen Anwendungen
spielen der kleinste Fertiger im ABG-Portfolio
und die rein elektrisch betriebene Tandemwalze ihre
Stärken aus«, so Thilo Ohlraun, Vertriebsleiter
bei Ammann Deutschland.
Kleine Kraftpakete
Der »ABG 1570« ist nach Angaben von Ammann
der kompakteste Minifertiger auf dem Markt und
trotz seiner Kompaktheit vielseitig einsetzbar. Die
Einbaubreite von 0,95 m mit einer hydraulisch ausziehbaren
Bohle lässt sich bis auf 1,65 m erweitern.
Gleichzeitig erlaubt seine Leistungsfähigkeit von
bis zu rund 35 t Asphalt pro Stunde auch den wirtschaftlichen
Einsatz auf mittleren Baustellen. Optional
kann der Fertiger mit einer Vibrationseinheit
an der Bohle ausgestattet werden, die bereits beim
Einbau zur Vorverdichtung beiträgt und damit eine
gleichmäßige, langlebige Asphaltdecke unterstützt.
Die vollelektrische Tandemwalze »eARX 26-2«
übernimmt die Verdichtung. Mit ihrem lokal emis-
Optimale Zusammenarbeit
Besonders überzeugend sei das Zusammenspiel
beider Maschinen: Der »ABG 1570« bringt den Asphalt
präzise auch in engen oder verwinkelten Bereichen
auf, während die »eARX 26-2« dank knickgelenktem
Fahrgestell mit einstellbarem Bandagenversatz
und automatischer Vibrationskontrolle
(AVC) wendig folgt und selbst entlang von Bordsteinen
oder auf schmalen Wegen eine gleichmäßig
ebene Verdichtung sicherstellt.
»Gerade bei kleineren oder urbanen Projekten
bietet diese Kombination klare Vorteile. Wege, Radwege,
Zufahrten oder kleine Parkflächen lassen sich
effizient realisieren, ohne Anwohner durch Lärm
oder Abgase zu belasten«, erklärt Ohlraun. Doch vor
allem bringe der maschinelle Einbau eine gleichmäßige
Materialverteilung und die Bohle liefere durchgängig
hervorragende Einbauergebnisse und damit
verbunden eine gleichbleibend hohe sowie bessere
Qualität. »Die Risiken und eventuelle Nachbesserungen,
wie sie beim manuellen Einbau vorkommen,
gehören dank unseres Dream-Teams der Vergangenheit
an«, so Ohlrauns Fazit.
AMMANN (2)
Der Minifertiger »ABG 1570« hat Einbaubreiten von 0,95
bis 1,65 m. Er ist ebenso geeignet für schmale Wege wie
für kleinere Straßenabschnitte.
j
38
Juni 2026
GaLaBau
Maschinell pflastern statt per Hand
OPTIMAS – Um in einen Straßenkilometer Hochborde, Absenker und Rinnsteinen einzubauen,
müssen etwa 200 t Material in die Hand genommen werden – oder eben auch nicht, wenn Maschinen
von Optimas zum Einsatz kommen. Diese entlasten die Arbeiter dauerhaft von schwerer körperlicher
Arbeit. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Alles geht schneller und wirtschaftlicher vonstatten.
Insgesamt 1 000 m² Steine mit 10 cm Stärke ergeben
etwa 220 t Material. Diese Last beim Verlegen ist für
Gelenke, Muskeln, Sehnen und das Knochengerüst
enorm. Kaum ein Körper hält das über das ganze Berufsleben
aus. Dabei muss er das auch nicht. Denn
Vakuumtechnik und Pflasterverlegemaschinen
nehmen diese Belastung komplett ab. 100 kg Borde
können mit nur einer Hand und der Hilfe von Vakuumtechnik
bewegt oder 48 Steine im Verbund in
Sekunden mit Pflastergreifer oder Verlegemaschine
exakt verlegt werden. Weil diese Verlegetechnik den
Körper fast komplett entlastet, bleibt die Leistungsfähigkeit
über den Tag und die Woche gleich hoch.
Wirtschaftlicher bauen
Die körperliche Entlastung geht zudem mit einer
schnelleren Arbeitsweise einher. An einem Arbeitstag
1 000 m² Pflaster zu verlegen, ist keine Ausnahme.
Denn die Erstellung längerer Strecken im Wegebau
mit Vakuumtechnik ist leicht, ohne dass dafür
mehr Personal nötig ist. Über das Jahr gerechnet
heißt das, dass mehr Aufträge ausgeführt werden
können. Da sich der Mehraufwand für das Personal
in Grenzen hält, verringern sich laut Optimas
auch die Ausfallzeiten wegen Krankheit.
Höhere Qualität
Verlegemaschinen bauen dauerhaft präzise Steine
ein, was sich in einem sauberen Pflaster- und
Fugenbild widerspiegelt. Diese Qualität
ist zudem reproduzierbar –
jeden Tag von morgens bis
abends. Mit der Vakuumtechnik
lassen sich laut Optimas
selbst 120 kg schwere Betonborde
absolut exakt in bester
Verlegequalität einbauen.
Attraktiv für Mitarbeiter
In Zeiten des Fachkräftemangels
schauen potenzielle Mitarbeiter
heute sehr genau, was
ein Arbeitgeber zu bieten hat.
Wenn die Kandidaten erleben, wie vorteilhaft
die Firma mit Optimas-Geräten ausgerüstet
ist, hat der Betrieb mit Geräten für Muskelarbeit unter
Umständen das Nachsehen. Um für eine Vielzahl
an Aufgaben gerüstet zu sein, bietet Optimas drei
unterschiedliche Pflasterverlegemaschinen. Diese
sind unterschiedlich konzipiert und reichen von
Einsätzen bei gelegentlichen Pflasterungen bis hin
zur Höchstleistung. Ergänzend dazu ist ein Pflastergreifer
als Anbaugerät für Bagger erhältlich.
In der Vakuumtechnik umfasst das Portfolio
zehn Optimas-Maschinen und -Geräte inklusive solcher
mit Elektroantrieb oder integriertem Materialtransport.
Alle sind robust konstruiert, arbeiten
wirtschaftlich und lassen sich einfach bedienen.s
OPTIMAS
Die Pflasterverlegemaschine
»PaveJet-S24« bietet laut Optimas eine
mögliche Verlegeleistung von 1 000 m²
oder mehr am Tag.
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GaLaBau Juni 2026 39
Die richtige Rüttelplatte
für Pflasterarbeiten
BAUMAGAZIN – Eine dauerhaft stabile Pflasterfläche beginnt mit der richtigen
Verdichtung. Ganz gleich ob nun eine Einfahrt, ein Gehweg oder eine Terrasse realisiert
wird: Ist die Tragschicht nicht ausreichend verdichtet oder kommt die falsche
Rüttelplatte zum Einsatz, drohen später Setzungen, lockere Steine oder Schäden an
der Oberfläche. Entsprechend wichtig ist die Wahl der passenden Maschine.
Bei der Verlegung von Pflastersteinen ist die Wahl
der richtigen Rüttelplatte ein entscheidender
Faktor – gleichzeitig hängt das Endergebnis von
der richtigen Handhabung ab.
ADOBE STOCK
läufer vor allem auf kleineren Flächen überzeugen,
bieten reversierbare Modelle mehr Leistung und
Komfort auf größeren Baustellen.
Die richtige Wahl treffen
Entscheidend für die Auswahl sind Gewicht, Arbeitsbreite
und Zentrifugalkraft. Für Pflasterarbeiten
gelten Maschinen zwischen etwa 130 und 200 kg
sowie rund 20 kN Verdichtungskraft als praxisgerechter
Standard. Leichtere Geräte eignen sich eher
für kleinere Garten- und Reparaturarbeiten, während
schwere Maschinen bei empfindlichen Belägen
schnell zu aggressiv arbeiten können. Besondere
Aufmerksamkeit verdient die Wahl der richtigen
Schutzmatte. Beim Abrütteln von Pflasterflächen
sollte grundsätzlich mit einer Gummimatte
gearbeitet werden. Sie verhindert Kratzer, Kantenabplatzungen
und Oberflächenschäden durch den
direkten Kontakt der Stahlplatte mit dem Belag. Gerade
bei Betonpflaster, beschichteten Steinen oder
Naturstein ist dies unverzichtbar. Wichtig ist zudem,
dass Matte und Maschine kompatibel sind, da viele
Hersteller eigene Systeme verwenden.
Unterschiede
Während kompakte Vorwärtsläufer
vor allem auf kleineren
Flächen überzeugen, bieten
reversierbare Modelle mehr
Leistung und Komfort auf
größeren Baustellen.
Für klassische Pflasterarbeiten kommen meist
handgeführte Vibrationsplatten zum Einsatz.
Sie verdichten Schotter, Splitt und Pflasterbettung
durch hohe Zentrifugalkräfte und sorgen dafür,
dass die Steine gleichmäßig in die Bettung eingebracht
werden. Moderne Geräte arbeiten dabei entweder
vorwärtslaufend oder reversierbar, also mit
Vor- und Rücklauf. Während kompakte Vorwärts-
Arbeitsabläufe einhalten
Auch die Bedienung beeinflusst das Ergebnis. Experten
empfehlen, die Fläche gleichmäßig und möglichst
von außen nach innen abzurütteln. Mehrere
Überfahrten sorgen für eine homogene Verdichtung.
Anschließend werden die Fugen erneut mit Material
verfüllt und eingekehrt. Bei großformatigen oder
besonders empfindlichen Platten können alternative
Systeme wie Rollenrüttler Vorteile bieten, da sie
die Schwingungen schonender übertragen. Neben
der Verdichtungsleistung gewinnt inzwischen auch
die Ergonomie an Bedeutung. Moderne Maschinen
verfügen über vibrationsgedämpfte Führungsbügel,
verbesserte Transportlösungen und zunehmend
emissionsarme Antriebe. Vor allem Akku-Rüttelplatten
werden für innerstädtische Baustellen und lärmsensible
Bereiche immer interessanter. Damit entwickelt
sich die klassische Verdichtungstechnik zunehmend
in Richtung effizienter, komfortabler und
nachhaltiger Baustellenprozesse.
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40
Juni 2026
GaLaBau
Jü
Jü
Neue Generation vorwärtslaufender
Rüttelplatten vorgestellt
AMMANN VERDICHTUNG – Eine neue Generation
vorwärtslaufender Rüttelplatten ergänzt das
Angebot der leichten Verdichter bei Ammann. Mit
den neuen Maschinen »APF 12/40-2« und »APF
12/50-2« zeigt das Unternehmen, dass etablierte
Verdichtungstechnik kontinuierlich optimiert und
den Bedürfnissen der Nutzer angepasst wird.
Das Herzstück der neuen Modelle ist der leistungsstärkere
»Honda GX160«. Mit 3,6 kW Motorleistung
sowie einem auf 3,1 l vergrößerten Tank
(zuvor 2 l) bieten die Maschinen mehr Reichweite
und eine um rund zehn Prozent höhere Arbeitsgeschwindigkeit.
Das entspricht einer deutlich gesteigerten
Flächenleistung: Die »APF 12/40-2« erreicht
bis zu 528 m²/h, »die APF 12/50-2« sogar 660 m²/h.
Auch die Grundplatte wurde überarbeitet. Sie ist
nun noch verschleißfester und selbstreinigend ausgeführt.
Der wartungsfreie Erreger reduziert Stillstandzeiten
und senkt langfristig die Servicekosten.
Mit Hand-Arm-Vibrationswerten unter 2,5 m/s²
verbessert Ammann zudem die Arbeitssicherheit
und steigert gleichzeitig die Produktivität. Der ergonomische,
klappbare Führungsgriff erleichtert
Transport und Lagerung, während der zentrale Hebehaken
ein sicheres Handling ermöglicht. Ein serienmäßiger
Betriebsstundenzähler unterstützt die
Planung von Wartungsintervallen und Einsatzzeiten.
Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
Das Betriebsgewicht der neuen Zweier-Modelle liegt
bei rund 82 kg (»APF 12/40-2«) bzw. 86 kg (»APF 12/
AMMANN VERDICHTUNG
Bei den neuen vorwärtslaufenden Rüttelplatten wurde die Haube reduziert,
aber Motor und Erreger bleiben durch den stabilen Rahmen geschützt.
50-2«) mit Arbeitsbreiten von 400 bzw. 500 mm. Die
bekannte Steigfähigkeit von 30 Prozent bleibt erhalten.
Integrierte Transporträder sorgen für zusätzliche
Mobilität auf der Baustelle. Die vorwärtslaufenden
Vibrationsplatten sind vielseitige Arbeitsgeräte
für den Garten- und Landschaftsbau sowie
für Anwendungen im Graben- und Rohrleitungsbau.
Während die »APF 12/50-2« für größere Flächen ausgelegt
ist, spielt die »APF 12/40-2« ihre Stärken besonders
in engen Arbeitsbereichen aus. Optionales
Zubehör wie eine werkzeuglos montierbare Pflastermatte
oder ein 12-l-Wassertank erweitert das Einsatzspektrum
für Pflaster- und Asphaltarbeiten.j
82
Kilogramm
Die »APF 12/40-2« bringt
ein Betriebsgewicht von
82 kg auf die Waage.
Dritte
Generation
Neu!
Tiltrotator Technologie
VOM FEINSTEN!
Die Tiltrotatoren der dritten Generation von Steelwrist bringen die Effizienz von Baggern
auf ein neues Niveau. Die beste Neigungsgeometrie ihrer Klasse, LockSense – eine neue
patentierte Sicherheitslösung für die Arbeitswerkzeugverriegelung und OptiLube – ein integriertes
Schmiersystem – sind nur einige der technischen Entwicklungen der leistungsstarken
Steelwrist-Tiltrotatoren der dritten Generation.
XTR10
Schmierfreie, dreifach abgedichtete Lager
XTR2
rgen Dietrich +43 (660) 4463493
rgen Dietrich +43 (660) 4463493
XTR15
XTR20
XTR23
Modularer Aufbau für Upgrade auf SQ/Open-S (OS ® )
Absolute Neigungs- und Rotationssensoren serienmäßig
Optionaler abgewinkelter Dreifingergreifer
Member
of Open-S
Alliance
Steelwrist Deutschland GmbH
www.steelwrist.com
GaLaBau Juni 2026 41
Training für Peter Gross Bau
im Coreum
Von der Theorie zur Praxis
sind es nur ein paar Schritte:
Direkt vor Ort können die
Teilnehmer das umsetzen, was
vermittelt wurde.
COREUM (2)
COREUM – Auf der Baustelle geht es nicht nur darum, die Technik zu beherrschen,
sondern auch um Sicherheit, gesetzliche Rahmenbedingungen, Kommunikation und
um die Menschen, die die Maschine bedienen. Deshalb bietet die Coreum Akademie
ein einzigartiges, integriertes Trainingskonzept an: In Theorie und Praxis lernen die
Teilnehmenden, Maschinen sicher zu bedienen und zu warten, Abläufe abzustimmen
und in Stresssituationen klar zu kommunizieren. Das begeisterte auch die rund
80 Mitarbeitenden von Peter Gross Bau, die in den vergangenen Monaten ein individuell
abgestimmtes, umfassendes Training besuchten.
nahes Training der Coreum Akademie, das Maschinentechnik,
Arbeitssicherheit und Kommunikation
gezielt miteinander verbindet. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal
der Coreum Akademie, dass bei
Schulungen für Baufachkräfte neben den technischen
und fachlichen Inhalten auch Aspekte wie
Stressbewältigung, Teamabstimmung und klare
Kommunikation auf dem Plan stehen.
»Das Training war
sehr informativ und
verständlich erklärt. Es
vermittelt viel neues
Wissen und zeigt
praxisnah, wie wichtig
Sicherheit und Effizienz
auf der Baustelle sind.«
Christoph Klemm,
Baugeräteführer bei Peter Gross Bau
Acht Termine, Kleingruppen zu je zehn Personen,
unterschiedliche Erfahrungsstufen: Das
für Peter Gross Bau ausgearbeitete Training bot
ein Lernumfeld, das gezielt auf individuelle Wissensstände
einging. Dabei wurden theoretische
Grundlagen mit intensiven Praxiseinheiten kombiniert:
Die Inhalte des Trainings reichten von
rechtlichen Aspekten der Maschinen- und Ladungssicherung
über Themen wie Wartung, Schadensvermeidung
und effizientes Fahren bis hin zu
praktischen Übungen – ganz realitätsnah in den
Aktionsflächen. Denn um neues Wissen direkt anzuwenden
und so zu verankern, bietet das Coreum
in Stockstadt mit seinen über 100 Maschinen
und Fahrzeugen und mehr als 500 Anbaugeräten,
top ausgestatteten Schulungsräumen sowie Indoor-
und Outdoor-Trainingsbaustellen ein ideales
Umfeld.
Sicherheit, Technik und Kommunikation
Gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Peter
Gross Bau wurden die Inhalte individuell an die
Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Grundlage
hierfür war das »Training hoch 3«, ein praxis-
Technische und menschliche Faktoren wichtig
Die Idee zu diesem Ansatz entstand aus einer einfachen
Beobachtung: Werden Unfälle auf Baustellen
analysiert, stellt sich fast immer heraus, dass
sowohl technische als auch menschliche Faktoren
eine Rolle gespielt haben. Selten ist ein Unfall
rein technisch bedingt – oft spielen Stress, Missverständnisse,
Zeitdruck oder fehlende Kommunikation
eine entscheidende Rolle. Umgekehrt
führen auch die besten Kommunikationsfähigkeiten
nicht zu Sicherheit, wenn das technische
Grundverständnis fehlt. »Auf modernen Baustellen
arbeiten Menschen mit unterschiedlichen
Hintergründen zusammen. Sie müssen Maschinen
bedienen, Prozesse koordinieren und gemeinsam
Lösungen finden. Genau hier setzen
wir mit ›Training hoch 3‹ an: Wir wollen unsere
Teilnehmenden stärken, dass sie Verantwortung
übernehmen, klar kommunizieren und Technik
wie Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen
verstehen – damit Sicherheit und Effizienz auch
unter Zeitdruck und in ungeplanten Situationen
gewährleistet sind«, erklärt Merle-Johann Brück,
Head of Coreum Akademie.
d
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Juni 2026
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GaLaBau Juni 2026 43
NETTELBECK GMBH
Beim Team Nettelbeck stehen kurze Wege
zwischen Handel und Anwender im Fokus.
Vom Fachhandel direkt auf die Baustelle
E/D/E – In der Baupraxis kommt es auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und
Kompetenz an: Maschinen, Werkzeuge und technische Komponenten müssen
funktionieren, und zwar genau dann, wenn sie gebraucht werden. Für viele
Bauunternehmen, GaLaBau-Betriebe oder kommunale Dienstleister ist deshalb der
Fachhandel Versorgungspartner und Problemlöser zugleich. Ein Beispiel dafür liefert
die mittelständisch geprägte Nettelbeck GmbH aus Wuppertal. Das Unternehmen hat
sich über Jahrzehnte vom klassischen Werkzeughandel zu einem praxisorientierten
Systemlieferanten entwickelt mit dem klaren Ziel des direkten Wegs vom Fachhandel
zum Anwender auf der Baustelle.
Versorgung
Ein regional greifbarer Fachhandel
ermöglicht eine zuverlässige
Versorgungskette für die
Bauunternehmen und
Handwerksbetriebe.
Der Alltag auf Baustellen ist geprägt von Zeitdruck,
Materialbedarf und technischen Herausforderungen.
Geräte fallen aus, Verschleißteile
müssen ersetzt und Spezialwerkzeuge kurzfristig
geliefert werden. Genau an dieser Stelle setzt die
Strategie der Nettelbeck GmbH mit kurzen Wegen
zwischen Handel und Anwender an. Insbesondere
bei handgeführten Baugeräten, Werkzeugen oder
Verdichtungstechnik entscheidet diese Nähe häufig
über den reibungslosen Ablauf eines Projekts.
Sowohl klassische Bauunternehmen als auch
Industrie- und Kommunalbetriebe sollen sich auf
die schnelle Beschaffung von Werkzeugen und Baugeräten,
eine praxisorientierte Beratung durch
Fachpersonal, Serviceleistungen wie Wartung, Reparatur
oder Ersatzteilversorgung sowie Lösungen
für unterschiedliche Gewerke verlassen können.
Fachhandel im Verbund: Stärke durch Netzwerk
Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein leistungsfähiges
Netzwerk im Hintergrund. Die Nettelbeck
GmbH ist Teil des Händlerverbundes Einkaufsbüro
Deutscher Eisenhändler GmbH (E/D/E).
Der Verbund ist nach eigener Angabe die größte
Einkaufs- und Marketingorganisation des Produktionsverbindungshandels
in Europa und bündelt
die Interessen zahlreicher Fachhändler aus den
Bereichen Werkzeuge, Maschinen und Industriebedarf.
Dadurch entstehen Vorteile, die auch beim
Anwender ankommen und Mehrwerte schaffen,
wie leistungsfähige Beschaffungsstrukturen, den
Zugriff auf ein breites Lieferantenportfolio, eine
moderne Logistik und digitale Services in Verbindung
mit Marketing- und Schulungsangeboten für
Händler.
Für den Fachhandel bedeutet das: regional bleiben,
aber global agieren können. Für Bauunternehmen
und Handwerksbetriebe entsteht daraus eine
zuverlässige Versorgungskette – von der Industrie
über den Fachhandel bis zum Einsatzort. Gerade
in Zeiten schwankungsanfälliger Lieferketten zeigt
sich die Bedeutung des mittelständischen Fachhandels.
Persönliche Beratung, technisches Know-how
und kurzfristige Verfügbarkeit bleiben zentrale
Faktoren für Bau- und Handwerksbetriebe.
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GaLaBau
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sorgen für Flexibilität, Schnelligkeit
und Präzision am Bagger.
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BAUMAGAZIN – Keine technische Spielerei, sondern knallharte
Wirtschaftlichkeit: Der moderne Hydraulikbagger hat sich in den vergangenen
Jahrzehnten zum brachialen Multi-Tool-Carrier entwickelt
– eine Maschine, die auf Effizienz, Vielseitigkeit und Produktivität
getrimmt wurde und heute so wirkt, als habe man sie mit Steroiden
vollgepumpt. Im nachfolgenden Sonderthema »Anbaugeräte« stellt
das bauMAGAZIN die aktuellen Lösungen des Markts vor. Doch bevor
wir damit beginnen, werfen wir in diesem Beitrag einen Blick darauf,
wie diese bemerkenswerte Maschinenrevolution begonnen hat – und
welche Erfindungen zu den wahren Meilensteinen zählen.
Die Baumaschine ist längst kein starres Werkzeug
mehr – sie hat sich zu einer vielschichtigen
Plattform weiterentwickelt, die für hohe
Flexibilität, Zeitersparnis und präzises Arbeiten
steht. Was heute aber als selbstverständlicher Bestandteil
effizienter Baustellen gilt, begann vergleichsweise
unspektakulär: In den 1960er- und
1970er-Jahren betraten die ersten mechanischen
Schnellwechslersysteme die Bühne. Konzipiert
wurden sie, um Stillstandszeiten beim Werkzeugwechsel
zu reduzieren und um die Produktivität
ihrer Hydraulikbagger massiv zu steigern. Was
anfänglich als technischer »Humbug« belächelt
wurde, entwickelte sich zu einem rasant wachsenden
Maschinensegment. Und spätestens mit
der Einführung hydraulischer Schnellwechsler
rannte man den Herstellern sprichwörtlich die
Türen ein. Plötzlich war der Kettenbagger universales
Trägergerät – ein Alleskönner, der das
Werkzeug in Sekunden wechselt und damit verschiedenste
Aufgaben auf der Baustelle erledigen
konnte.
Mit »Tilt« kam endlich Bewegung ins Spiel
Die Liste der Pioniere für Schnellwechsler, Tiltrotatoren
und Anbaugeräte ist lang – insbesondere deshalb,
weil die Branche seit Jahrzehnten vor Erfindergeist
strotzt und die Technik bis heute beständig
weiterentwickelt. Die Geschichte der Tiltrotatoren
Vielfalt am Bau: Mit Lösungen wie
etwa der »P-Line« bietet der Markt
umfangreiche Wahlmöglichkeiten.
KIESEL
46
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
ist unweigerlich mit Skandinavien verknüpft: In
den 1980er-Jahren liefen die ersten Tiltrotatoren
serienmäßig vom Band. Ab den 1990ern gelang es
den Skandinaviern, das Tilt-Konzept über die eigenen
Landesgrenzen hinweg zu kommerzialisieren.
Wenig später wurde das System modular aufgebaut:
Man brachte Tiltrotatoren mit integrierten
Schnellwechselsystemen in Verbindung. Die Krönung
des Ganzen war sicherlich das Verschmelzen
von vollhydraulischem Schnellwechsler und Tiltrotator
– die Integration von Hydraulikanschlüssen
wurde automatisiert.
Schnell gewechselt: Eine wahre Innovation
Zu den wohl wichtigsten Meilensteinen darf sicherlich
die Standardisierung von mechanischen
Schnellwechslern zählen. Hinzu kam die »Kabinenbedienung«
durch das Aufkommen hydraulischer
Schnellwechsler. Die Folge waren eine enorme Zeitersparnis
und eine deutliche Steigerung der Sicherheit.
Der Maschinist musste plötzlich nicht mehr
die Fahrerkabine für den Wechselvorgang verlassen
– überdies wurde die Hydraulikverriegelung
von zahlreichen Herstellern integriert. Ein weiterer
wichtiger Schritt war letztlich die Entwicklung
vollhydraulischer Systeme. Die Schlüsselentwicklung
hierbei ist das automatische Kuppeln von Hydraulikleitungen,
Elektrik und Zentralschmierung.
Auf diese Weise konnte eine massive Produktivitätssteigerung
erzielt werden, was letztlich einen
der wohl größten Evolutionssprünge in diesem Segment
bedeutet. Ein weiterer spannender Gedanke
war die Integration: Verschiedene Hersteller haben
ihre Schnellwechsler als Bestandteil eines Gesamtsystems
begriffen – auf diese Weise wurden Tiltrotator,
Steuerung und Software miteinander verknüpft.
Oder anders gesagt: Hier entstand letztlich ein komplettes
»Ökosystem«, bei dem Mechanik mit Elektronik
verschmilzt. Was alle Hersteller vereint, waren,
besonders seit 2015, die Einführung von doppelt
verriegelten Systemen, die Entwicklung von
Sensorüberwachung und die Nutzung visueller
bzw. akustischer Warnsysteme, um das Herabfallen
von Anbaugeräten und damit schwere Unfälle
zu vermeiden. Die skandinavischen Hersteller
setzten überdies auf symmetrische Schnellwechsler:
Die Aufnahme von Werkzeugen gelingt damit
vorwärts wie rückwärts identisch, was das Arbeiten
am Bagger vereinfachen und schneller machen
soll. Interessant ist überdies die Entwicklung besonders
kompakter Bauweisen: Hierbei setzt man
mitunter auf geringe Bauhöhen und eine höhere
Kraftübertragung, damit weniger Leistungsverlust
am Bagger vorhanden ist – gerade für kleinere Maschinenklassen
kann das erhebliche Vorteile mit
sich bringen. Mittlerweile sind im Übrigen auch
viele Schnellwechsler ab Werk integriert. Durch
diese OEM-Integration ist weniger Nachrüstung
notwendig – außerdem erhöht das die generelle
Systemkompatibilität.
Anbaugeräte so weit das Auge reicht
Ist die Rede von Anbaugeräten, würde die Auflistung
von Herstellern jeden redaktionellen Rahmen
maßlos sprengen – es gibt schlichtweg Hunderte
Produzenten, die von globalen OEMs bis zu
regionalen Spezialisten reichen. Hier lässt sich
festhalten, dass der Markt für Anbaugeräte um ein
Vielfaches breiter ist als etwa der für Schnellwechsler
oder Tiltrotatoren. Ähnlich verhält es sich mit
den einzelnen Segmenten. Allein im Bereich der
Löffel-Hersteller treffen wir auf Tief-, Graben-, Fels-,
Seitenkipp- und Planierlöffel sowie auf
Hochkipp- und Mehrzweckschaufeln. In
der klassischen Erdbewegung waren und
sind diese Löffel unverzichtbar und haben
sich gerade mit Blick auf Robustheit, geringen Wartungsaufwand
und Variantenvielfalt extrem weiterentwickelt.
Im Abbruch wiederum stehen Hydraulikhämmer,
Abbruchscheren, Pulverisierer, Betonbeißer
und Sortiergreifer im Mittelpunkt. Die Devise
hier: Langlebigkeit und Durchhaltevermögen.
Im Abbruch müssen die Anbaugeräte schlichtweg
alles ertragen – die Anforderungen an das Material
sind gewaltig, weshalb sich die Hersteller gerade bei
den Hämmern, Scheren und Pulverisierer auf jahrelange
Entwicklungsarbeit einstellen mussten, damit
die kostenintensiven Geräte über Jahre hinweg
RÄDLINGER
Abbruch
Gerade im Abbruch
sind leistungsstarke
Anbaugeräte
unverzichtbar.
Vor allem im Abbruchsegment
profitieren Maschinisten
vom schnellen Wechsel
verschiedener Anbaugeräte.
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Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 47
Schnell und sicher gewechselt: Das
Anbaugerät von der Kabine aus wechseln,
während das Sicherungssystem das
Risiko von Unfällen verringert.
MB CRUSHER
LEHNHOFF
funktionieren, ohne an Produktivität oder Zuverlässigkeit
einzubüßen. Und auch im Materialhandling
treffen wir auf zahllose Greifer und Gabeln: Mehrschalengreifer,
Palettengabeln sowie Sortier- und
Rohrgreifer wurden über die Jahrzehnte hinweg individuell
an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst
– abhängig etwa davon, welche Materialarten
verarbeitet werden. Was innerhalb der Branche eine
wichtige Entwicklung darstellt, war im Übrigen
das Aufkommen von Sieb-, Brech- und Aufbereitungstechnik
und damit die »Vor-Ort-Veredelung«
von Material. Mittels Sieb- und Brecherlöffeln
sowie Schaufelseparatoren und Mischlöffeln können
Erde, Schutt und Kies heutzutage weit effizienter
und flexibler weiterverarbeitet werden
– und das direkt auf der Baustelle. In
vielen Bereichen kann deshalb auf stationäre
und damit weit unflexiblere sowie
kostspieligere Anlagen verzichtet werden.
Ein weiteres spannendes Segment
sind Anbaugeräte für den Forst- und Kommunalbereich:
Hier stehen vor allem Mulcher,
Forstfräsen, Astscheren und Roderechen im Mittelpunkt.
Hinzu kommen Anbaugeräte für Kommunalfahrzeuge,
darunter Pflüge und Fräsen für den Winterdienst
sowie Kehrmaschinen, Sauger und Hochdruckreiniger
für die Straßenpflege. Ein Sektor, der
innerhalb der Baubranche auf viele Anbaugeräte
setzt, ist im Übrigen der Straßen- und Tiefbau: Hier
geht es um Millimeterarbeit und darum, nahezu perfekte
Einbauergebnisse zu erzielen. Das beginnt bei
Asphaltfräsen, geht über Verdichterplatten bis hin
zu Kabelpflügen und Grabenfräsen. Für den Spezialtiefbau
kommen dann noch Erdbohrer, Pfahlbohrgeräte
sowie Vibrationswerkzeuge und ganze Bohrantriebe
zum Einsatz.
Hohe Präzision ist beim
Abbruch ebenso gefragt wie
effizientes und schnelles
Arbeiten mit der Maschine.
MB S.P.A
Wir sind ein Tilt- und Schnellwechslerland
Der absolute Vordenker war Skandinavien: Im
hohen Norden von Europa hat man die Vorzüge
von Schnellwechslern, Tiltrotatoren und spezialisierten
Anbaugeräten erstaunlich früh erkannt.
Und zur Wahrheit gehört auch, dass gerade die
skandinavischen Hersteller unverzichtbare Innovationen
auf den Weg gebracht haben. Der deutsche
Markt zählt heute ebenfalls zu den starken
Verfechtern dieser Technologien und hat bemerkenswerte
Innovationen hervorgebracht. Hierzulande
hat sich der Bagger als multifunktionaler
Geräteträger fest etabliert. Zentrale Gründe dafür
sind u. a. die hohe Technologiedichte im Bauwesen,
ein ausgeprägtes Bewusstsein für möglichst
hohe Effizienz sowie strenge Anforderungen an
Arbeitssicherheit. Ein Bagger mit hydraulischem
Schnellwechselsystem samt automatischer Verriegelung
und integrierter Sensorik ist hier längst
Stand der Technik. Gleichzeitig wächst die Nachfrage
nach vollhydraulischen Lösungen, die nicht
nur mechanisch kuppeln, sondern auch Hydraulik-
und Elektroleitungen automatisch verbinden.
Die Verbreitung solcher Systeme fällt anderswo
aber deutlich geringer aus – beispielsweise in den
USA. Dort gilt bis heute die eiserne Devise: »Wenn
ich einen anderen Löffel brauche, kaufe ich mir
auch gleich den passenden Bagger dazu.« Grundsätzlich
lässt sich festhalten: In den USA dominieren
nach wie vor einfache Kupplungssysteme
und ein starker maschinenzentrierter Ansatz. Das
lässt sich sicherlich in Teilen auf andere Baustellenstrukturen,
eine geringere Standardisierung
bei Anbaugeräten sowie historisch gewachsene
Arbeitsprozesse zurückführen. Allerdings, und
das bekommt das bauMAGAZIN in den vergangenen
Jahren immer häufiger von den Herstellern
und Händlern zu hören, wächst auch in Nordamerika
das Interesse. Abschließend lässt sich eines
festhalten: Die Evolution von starrer Geradlinigkeit
hin zu individueller Flexibilität ist gerade in
Europa ein treibender Faktor dafür, warum Baumaschinen
hierzulande derart effizient arbeiten.
Und genau das ist auch der Hauptgrund für die
Nutzung von Schnellwechslern, Tiltrotatoren und
spezialisierten Anbaugeräten: Ein 20 t schwerer
Bagger, der innerhalb weniger Sekunden vom
Grabenlöffel auf einen Hydraulikhammer oder
Greifer wechseln kann, ersetzt gleich mehrere
Maschinen – die Rüstzeiten reduzieren sich, ebenso
wie die Personal-, Energie- und Anschaffungskosten
mitunter erheblich. Und gerade Tiltrotatoren
ermöglichen höchst feinfühliges Arbeiten in
komplexen Situationen, etwa im innerstädtischen
Tiefbau. Vor diesem Hintergrund wird abschließend
deutlich: Schnellwechsler, Tiltrotatoren und
Anbaugeräte sind längst mehr als nur Zubehör. Sie
erweisen sich als Schlüsseltechnologien für eine
moderne, produktive und sichere Baustelle – und
das Potenzial dieser Systeme ist noch lange nicht
ausgeschöpft.
d
48
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
oilquick.de
Cat-Mehrschalengreifer wie
der neue« GSV425« sind
für 20 bis 40 t schwere
Umschlagbagger und
14 bis 31 t schwere
Kettenbagger
entwickelt
worden.
CATERPILLAR
IM
KLEINSTEN
BAGGER
STECKT
EIN HELD
Schneller zupacken
mit neuem Greifer-Duo
≤ 45°
360°
ZEPPELIN-CATERPILLAR – Auf der ConExpo in Las Vegas stellte
Caterpillar nicht nur neue Baumaschinen-Technologien wie den
KI-Assistenten vor, sondern bot auch neuen Anbaugeräten eine
Bühne. Im Fokus standen die Cat-Mehrschalengreifer »GSV420«
und »GSV425« in zwei verfügbaren Größen für 20 bis 40 t schwere
Umschlagbagger und 14 bis 31 t schwere Kettenbagger.
Die neuen Greifer bieten schnellere
Zykluszeiten und höhere
Kapazitäten als frühere Modelle –
Kunden können so mehr Material
pro Tag bewegen und die Produktivität
steigern, nicht zuletzt,
weil ihr Gewicht reduziert wurde.
Verbessert wurde außerdem
die Krümmung der Zinken. Damit
erhöhte sich der Füllfaktor
des Greifers nach Angaben von
Cat von 140 auf 200 Prozent. Die
neuen halboffenen Zinken sind
für das Handling von großteiligem
und zerkleinertem Schrott
optimiert, um Stahlträger, Rohre
und Profile zu greifen. Ebenso
wurde die Durchfluss-Kapazität
beim Hydrauliköl verbessert.
Fokus auf Langlebigkeit
Gegossene Bauteile ersetzen
Schweißnähte, was die Haltbarkeit
erhöht. Leichte, kraftverteilende
Gussteile verlängern die Lebensdauer.
Abriebfeste Anschläge
verhindern ein Überstrecken
der Zylinder und reduzieren Verschleiß
an den Gelenkpunkten.
Austauschbare Guss-Zinkenspitzen
und hochfester Stahl an Innenzinken
sowie Spitzen tragen
zur Langlebigkeit bei. Kunden
profitieren von deutlich längeren
Einsatzzeiten bis zum ersten Serviceintervall.
Leichter zugängliche
Hydraulik-Komponenten
und verbesserte Leitungsführung
reduzieren Schlauchspannung
und Materialkontakt.
Produktivität
Durch die verbesserte Krümmung
der Zinken erhöhte sich
der Füllfaktor des Greifers von
140 auf 200 Prozent.
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Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 49
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DAN WINDHORST (3)
Die Mobilbagger nebst Steelwrist-Tiltrotatoren
und Anbaugeräten standen kaum still
und wurden ausgiebig von den Besuchern
der Demo Days getestet.
STEELWRIST – Im Rahmen der Demo Days, die kürzlich von Develon in der Nähe von Prag
veranstaltet wurden (das bauMAGAZIN berichtet darüber in dieser Ausgabe ab Seite 18),
trafen die Teilnehmer nicht nur auf zahlreiche neue Baumaschinen, denn mit Steelwrist war
auch ein hochkarätiger Gerätespezialist vor Ort. Als Entwickler und Hersteller von Tiltrotatoren,
Schnellwechslern und Arbeitsgeräten hat Steelwrist die Gelegenheit genutzt, um neue
Lösungen vorzustellen, die für deutliche Effizienzsteigerung am Bagger stehen. Was auffiel:
»Die Tester waren kaum mehr aus den Maschinen zu bekommen.«
VON
DAN WINDHORST
»Die Demo Days haben viel
Zeit und Raum für intensive
technische Gespräche mit
Endkunden und Händlern
geboten.«
Joachim Schier,
Geschäftsführer der Steelwrist
Deutschland GmbH
Das bauMAGAZIN kennt die Lösungen
von Steelwrist seit vielen Jahren und
hat die Geräte bereits in zahlreichen Einsätzen
erlebt – sowohl die Tiltrotatoren als
auch Schnellwechsler wurden mehrfach
von der Redaktion unter die Lupe genommen.
Und das Fazit lautet auch heute noch:
Da trifft schwedischer Erfindergeist auf
wirklich ungetrübtes Praxiswissen. Denn
zur Wahrheit gehört, dass Steelwrist insbesondere
bei der Erprobung neuer Systeme
geschickt auf die Nähe zum Anwender setzt
und gleichzeitig auf zu großspurige Werbefloskeln
verzichtet. Joachim Schier, Geschäftsführer
der Steelwrist Deutschland
GmbH, brachte es gegenüber dem bau-
MAGAZIN in Tschechien auf den Punkt:
»Ein erfahrener Maschinist will keine schicke
Broschüre lesen, er muss die Systeme
selbst vor Ort testen.« Und genau das haben
die Demo-Days-Teilnehmer offensichtlich
sehr ausgiebig getan: »Teilweise
haben wir die Tester kaum mehr aus den
Maschinen wieder rausbekommen.«
Eine Vielzahl an Lösungen
Vor Ort war Steelwrist mit einer ganzen
Wagenladung an Systemen, darunter
beispielsweise ein Tiltrotator des Typs
»XTR20 SQ60/SQ60«, der, ausgestattet mit
einer Greifzange und dem vollproportionalen
Steuersystem »Quantum«, am Develon-Mobilbagger
»DX165« getestet werden
konnte. Zur Verfügung standen außerdem
Grabenräumlöffel, Palettengabeln
und Kabellöffel, die am Markt vor
allem aufgrund ihrer robusten Bauweise
und Zuverlässigkeit bekannt sind. Mit
von der Partie waren überdies der vollhydraulische
Schnellwechsler »SQ60« an einem
Kettenbagger des Typs »DX140«. Ausgestattet
wurde diese Maschine mit einem
TILTROTATOR
»X26 S70/S70« von Steelwrist
Maschinengewichtsklasse (t) 18 bis 26
Eigengewicht (kg) 570
Abmessungen (mm) L x B 827 x 690
Maximaler Schwenkwinkel (°) 45
Ölmenge (l/min) 100 bis 120
Arbeitsdruck (bar) 210
50
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
Eine vielbeachtete Kombination:
der »XTR20«-Tiltrotator in Verbindung
mit einem Planierlöffel von Steelwrist.
Abbruchhammer von Develon. Und diese
Kombination hat durchaus großes Interesse
geweckt: Diskutiert wurde unter den
Demo-Days-Teilnehmern beispielsweise,
dass sie den Einsatz von Schnellwechslern
(auch und gerade im Abbruch) nicht
mehr missen möchten. Der Grund hierfür:
Auf der Baustelle muss relativ häufig spontan
reagiert und das Equipment angepasst
werden. Wer hier großen Aufwand beim
Gerätewechsel treibt, verliert neben kostbarer
Zeit auch bares Geld.
Präzises Grabenräumen ermöglicht
Ein Highlight war die Kombination aus dem
Tiltrotator »X26 S70/S70« und einem Grabenräumlöffel
– installiert am autonom arbeitenden
Hydraulikbagger »DX230«. Die
Maschine wurde mit dem »Real X«-System
ausgestattet, einer neuen autonomen Lösung,
die als KI-gestützte Aushubtechnologie
verwendet wird. Entwickelt wurde das
Ganze von Develon und Gravis Robotics.
Der verwendete Tiltrotator »X26/S70« wurde
für Bagger von 18 bis 26 t Einsatzgewicht
konzipiert. Ausgelegt ist das Gerät darauf,
die Kraft und Haltbarkeit von großen Baggern
zu übertragen. Entscheidend sei laut
Steelwrist, dass Kraft, Präzision und Laufruhe
in der Dreh- und Schwenkfunktion
kombiniert werden. Die Ober- und Unterteile
des Tiltrotator-Gehäuses bestehen
aus solidem Stahlguss sowie gehärteten
Wellen und Kolbenstangen. Hinzu kommen
doppelt wirkende Schwenkzylinder
als Standardausrüstung – eine Vier-Finger-Greiferkassette
und Zentralschmierung
sind hingegen optional erhältlich. In
Kombination mit dem Steelwrist-Tiltrotator
sowie dem Grabenräumlöffel erntete
das Aushubergebnis viel Lob: Aufgrund
der hohen Flexibilität, die der Tilt mit
sich bringt, und der beachtlichen Präzision
durch das »Real X«-System zeigte sich, wie
das Baggern der Zukunft tatsächlich aussehen
kann. Die Verknüpfung dieser Systeme
bringt hohe Präzision und Schnelligkeit
mit sich und verschafft gleichzeitig den
Vorteil, individueller, schneller und gezielter
auf der Baustelle zu agieren. Insgesamt,
so das Fazit von Joachim Schier, war das
Event in Tschechien auch für Steelwrist ein
voller Erfolg: »Die Demo Days haben viel
Zeit und Raum für intensive technische Gespräche
mit Endkunden und Händlern geboten.
Der Schwerpunkt lag ganz klar auf
den beiden Mobilbaggern mit den Tiltrotatoren,
die von erfahrenen Nutzern von
Tiltrotatoren, aber auch von ›Neulingen‹
getestet wurden«, wie Joachim Schier abschließend
klarstellte.
d
Lobte die Veranstaltung für die
guten Gespräche: Joachim Schier,
Geschäftsführer bei Steelwrist
Deutschland.
Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 51
Mit dem MB-Backenbrecherlöffel
lässt sich
der Schutt direkt vor
Ort zu hochwertigem
Recycling-Material
zerkleinern.
ge keine Deponiekosten anfallen, kein Material
zugekauft werden muss und natürlich weniger
Lkw-Verkehr anfällt, verbessert sich die CO2-Bilanz
massiv.
Mutterboden behalten statt entsorgen
Nach der Grobreinigung folgt mit der Bodenaufbereitung
der nächste Schritt. Anstatt den lehmigen,
durchwurzelten Aushub kostenintensiv
abzutransportieren, kann der Mutterboden mit
dem MB-Schaufelseparator aufbereitet werden.
Das Material lässt sich direkt über den geplanten
Beeten sieben, mischen und belüften. Der große
Vorteil dabei: Steine und Wurzeln bleiben im Löffel
und übrig bleibt nur die Erde an sich – bereit
für Rasenflächen und Neupflanzungen.
MB S.P.A (2)
Frühlingserwachen
im GaLaBau
MB CRUSHER – Wenn die Natur erwacht, beginnt für Garten- und Landschaftsbauer
die intensivste Zeit des Jahres. Mit moderner Technik lässt sich
die Gestaltung exklusiver Pool-Landschaften, moderner Terrassen oder die
Revitalisierung verwilderter Grundstücke trotz hohen Zeitdrucks und knapper
Ressourcen oft schneller, nachhaltiger und kosteneffizienter erledigen. Wer
sich über den Einsatz von MB-Crusher-Anbaugeräten zudem den Abtransport
und die Deponiekosten spart, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Maßarbeit beim Garten-Finale
Wenn es zum Abschluss an die filigrane Gestaltung
geht, schlägt die Stunde des MB-Sortiergreifers.
Er kombiniert enorme Hubkraft
mit einer feinfühligen Steuerung. Damit lassen
sich schwere Natursteinblöcke punktgenau für
Böschungen oder Mauern platzieren, knorrige
Baumstämme mühelos stapeln und Gestrüpp
sauber sortieren. Sämtliche Arbeiten können
schneller erledigt werden, was u. a. das Gelände
schont. Da der Greifer Materialien anhebt und
punktgenau platziert, wird der Boden nicht unnötig
aufgerissen. Er übernimmt schwere Aufgaben,
die sonst in mühsamer Handarbeit erledigt
werden mussten.
Am Ende steht nicht nur eine perfekte Außenanlage,
die aus ihren eigenen Ressourcen erschaffen
wurde, sondern auch das gute Gefühl, die vorhandenen
Materialien intelligent genutzt und den
Grundstein für bleibende Gartenfreude gelegt zu
haben. Effizienter und nachhaltiger lässt sich die
neue Saison im GaLaBau kaum einläuten.
s
Hubkraft
Die Sortiergreifer kombinieren
enorme Hubkraft mit einer
feinfühligen Steuerung. Damit
lassen sich schwere Natursteinblöcke
für Böschungen oder
Mauern platzieren, knorrige
Baumstämme stapeln und
Gestrüpp sortieren.
So romantisch ein seit Jahrzehnten unberührtes
und verwildertes Villengrundstück auf den
ersten Blick auch aussehen mag: Der Gartenprofi
weiß, dass der Weg zum modernen Terrassengarten
beschwerlich sein kann. Denn oft verbergen
sich unter dem Gestrüpp alte Mauerwerke, Betonfundamente,
Bauschutt und schwerer, lehmiger
Aushub. Insbesondere bei einem straffen Budget
kommt es darauf an, Ressourcen zu schonen und
so viel wie möglich wiederzuverwenden. Nur so
halten sich die Entsorgungskosten in Grenzen.
Vom Schuttberg zum Fundament
Anstatt tonnenweise alten Beton und Mauerreste
teuer auf Deponien zu entsorgen, zerkleinert
der Bagger mit dem MB-Brecherlöffel direkt vor
Ort den Schutt zu hochwertigem Recycling-Material
– die ideale Basis für den neuen Terrassengarten.
Darüber hinaus lassen sich alte Gehwegplatten
und Fundamente zu frostsicherem Unterbau-Schotter
verarbeiten. Da auf diesem We-
Für die punktgenaue
Platzierung von Material
aller Art kombiniert der
Sortiergreifer eine
hohe Hubkraft mit einer
feinfühligen Steuerung.
52
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
Neuer Hydraulikhammer mit
intelligenten Wartungsfunktionen
Der »EC 122« ist für eine
Vielzahl von Aufgaben
geeignet – darunter
Abbrucharbeiten,
Sekundärzerkleinerung,
Steinbruchbetrieb
und kommunale
Versorgungsprojekte.
EPIROC – Verbesserte Handhabung, verlängerte Lebensdauer
und vereinfachte Wartung: Das verspricht der
neue Hydraulikhammer »EC 122« von Epiroc. Nach der
erfolgreichen Einführung des »EC 102« auf der Bauma
2025 folgt nun das zweite Modell-Update dieser Baureihe.
EPIROC
Die Wartung wurde durch
Epirocs neuen Verschleißeinsatz
weiter optimiert. Die untere
Verschleißbuchse verfügt nun
über einen drehbaren Einsatz.
Dieser ermöglicht es dem Bediener,
die Komponente zu drehen,
um den Verschleiß gleichmäßig
zu verteilen und die Lebensdauer
zu verlängern. Dieses
Design macht Spezialwerkzeuge
überflüssig und erlaubt einen
schnellen Austausch direkt vor
Ort, wodurch Ausfallzeiten reduziert
werden. Zusätzlich verbessert
die austauschbare Kolbenlaufbuchse
die Reparaturfähigkeit
und sorgt für eine kosten-
effiziente Wartung sowie eine längere
Betriebsdauer.
Kompaktes Design
für höhere Effizienz
Der überarbeitete »EC 122« ist
80 kg leichter als sein Vorgänger
und reduziert die Gesamtbelastung
des Trägergeräts bei gleichzeitig
verbesserter Manövrierfähigkeit.
Mit einem Einsatzgewicht
von 1,12 t ist der »EC 122«
für Trägergeräte von 15 bis 24 t
ausgelegt und damit eine ideale
Wahl für Betreiber, die Effizienz
ohne Leistungsverlust suchen.
Der »EC 22« kombiniert
die hydraulische Energie des Trägergeräts
mit einem Gaskolbenspeicher
und liefert dadurch eine
gleichmäßige Schlagenergie
und einen ruhigen Betrieb. Das
»VibroSilenced Plus«-System von
Epiroc reduziert Lärm und Vibrationen,
indem der Schlagmechanismus
isoliert und alle Öffnungen
abgedichtet werden, was
ein sichereres und komfortableres
Arbeitsumfeld schafft.
Vielseitig für
zahlreiche Anwendungen
Das integrierte Steuerventil und
das »EnergyRecovery«-System
optimieren die hydraulische Effizienz
und reduzieren gleichzeitig
Vibrationen. Die aktive Entlüftung
der Schlagkammer minimiert
den internen Verschleiß
und sorgt dafür, dass der Hammer
über längere Zeiträume in
optimalem Zustand bleibt. Der
»EC 122« ist für eine Vielzahl
von Aufgaben geeignet – darunter
Abbrucharbeiten, Sekundärzerkleinerung,
Steinbruchbetrieb
und kommunale Versorgungsprojekte.
j
Erfolg beginnt mit der
richtigen Technik.
HKS Anbaugeräte stehen für höchste Qualität und
Langlebigkeit. Dadurch werden Stillstandzeiten reduziert
und die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht. Zudem profitieren
Sie von höheren Schwenkwinkeln, mehr Flexibilität und
wartungsfreien Schwenkeinheiten. Seit über 20 Jahren sind
unsere Anbaugeräte weltweit im Einsatz!
HKS. Besser ohne Zylinder.
Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 53
IM INTERVIEW
»Der Markt braucht
wirtschaftliche und
praxisnahe Lösungen«
VON
DAN WINDHORST
OSA ANBAUGERÄTE – Am Markt ist OSA Demolition Equipment als
Spezialist für leistungsstarke und robuste Anbaugeräte bekannt. In
Deutschland setzt der Hersteller auf eine tiefgreifende Partnerschaft
mit der OSA Anbaugeräte GmbH, die zuletzt mit dem Aufbau einer
neuen Werksniederlassung in Reimlingen massiv in die Zukunft investiert
hat. Im Gespräch mit bauMAGAZIN-Chefredakteur Dan Windhorst
spricht Geschäftsführer Gerd Schmidle über die Entstehung dieser
Zusammenarbeit – er berichtet von den Vorzügen aktueller Lösungen
und erklärt, warum OSA auch und gerade in herausfordernden Zeiten
großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum sieht.
bauMAGAZIN: Herr Schmidle, seit Jahresbeginn ist die
Schmidle GmbH nun unter dem Namen OSA Anbaugeräte
GmbH als offizielle Herstellerniederlassung von OSA
Demolition Equipment am deutschen Markt vertreten –
ein wichtiger Meilenstein für beide Seiten. Lassen Sie
uns an dieser Stelle aber kurz noch etwas weiter zurückblicken:
Erläutern Sie unseren Lesern doch bitte, wie es
zu dieser Zusammenarbeit kam. Was hat Sie schlussendlich
davon überzeugt, die Partnerschaft mit OSA einzugehen?
Gerd Schmidle: Die Zusammenarbeit mit OSA besteht
bereits seit 2017. Die ersten Geräte erhielten wir damals
kundenseitig zur Regenerierung in unsere
Werkstatt und hatten somit bereits einen ersten guten
Eindruck über Verarbeitung und die verwendete
Technik. Die Entscheidung, die Herstellerniederlassung
zu übernehmen, hat sich somit nicht aus einer
kurzfristigen Entscheidung heraus ergeben, sondern
ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Uns hat
vor allem die Kombination aus starkem Preis-Leistungs-Verhältnis,
praxisnahen Produkten und einer
echten partnerschaftlichen Zusammenarbeit überzeugt.
Gemeinsam können wir den deutschen Markt
deutlich gezielter und näher am Kunden bearbeiten –
und genau das war für uns der entscheidende Punkt.
bauMAGAZIN: Nicht nur der Name hat sich geändert:
Die OSA Anbaugeräte GmbH ist auch nach Reimlingen
umgezogen. Was waren die Beweggründe für die neu gebaute
Werksniederlassung?
Gerd Schmidle: Der Umzug nach Reimlingen und
der Aufbau der neuen Werksniederlassung waren
für uns ein ganz bewusster strategischer Schritt.
Mit der Transformation zur offiziellen Niederlassung
von OSA Demolition Equipment sind auch die
54
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
OSA ANBAUGERÄTE
Das aktuelle Portfolio
von OSA umfasst
zahlreiche Lösungen
– darunter Hämmer,
Greifer und Zangen
für herausfordernde
Abbrucharbeiten.
bauMAGAZIN: Zur Wahrheit gehört, dass sich OSA als einer
der wenigen am Markt als echter Full-Liner bezeichnen
darf. Tatsächlich fertigt das italienische Familienunternehmen
seine komplette Produktpalette im eigenen
Haus. Wie beurteilen Sie das? Was sind aus Ihrer
Sicht die Vorzüge?
Anforderungen deutlich gestiegen – insbesondere in
den Bereichen Lagerkapazität, Service, Ersatzteilverfügbarkeit
und Logistik. Am bisherigen Standort waren
diese Entwicklungsmöglichkeiten schlicht begrenzt.
In Reimlingen haben wir nun die Möglichkeit,
unsere Strukturen von Grund auf neu und zukunftsorientiert
aufzubauen. Das betrifft nicht nur
größere Flächen, sondern vor allem optimierte Abläufe
– vom Wareneingang über die Werkstatt bis hin
zum Versand. Gerade in der heutigen Zeit, in der Verfügbarkeit
und Geschwindigkeit eine immer größere
Rolle spielen, ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Darüber hinaus verstehen wir den neuen Standort
auch als klares Signal: Wir investieren bewusst in den
deutschen Markt und schaffen die Voraussetzungen,
um gemeinsam mit OSA langfristig weiter zu wachsen.
Kurz gesagt: Der neue Standort ist nicht nur ein
Umzug – sondern ein wichtiger Schritt in Richtung
Zukunftsfähigkeit und Kundennähe.
OSA (5)
Gerd Schmidle: Das Thema Full-Liner ist aus unserer
Sicht ein ganz entscheidender Faktor – gerade in der
aktuellen Marktsituation. Als europäischer Hersteller
seine komplette Produktpalette im eigenen Haus
entwickeln und fertigen zu können, bedeutet vor allem
eines: maximale Kontrolle über Qualität, Prozesse
und Lieferfähigkeit. Ein großer Vorteil liegt
in der Unabhängigkeit von externen Zulieferern. In
Zeiten, in denen Lieferketten immer wieder unter
Druck geraten, ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil.
Wir sind deutlich weniger anfällig für Engpässe
und können unseren Kunden eine wesentlich höhere
Verlässlichkeit bieten. Gleichzeitig entsteht dadurch
eine hohe Flexibilität. Anpassungen an Marktanforderungen,
kundenspezifische Lösungen oder auch
kurzfristige Änderungen lassen sich deutlich schneller
umsetzen als in stark fragmentierten Produktionsstrukturen.
Ein weiterer Punkt ist die durchgängige
Produktphilosophie. Alle Geräte folgen einer klaren
Linie in Bezug auf Qualität, Bedienbarkeit und
Wartungsfreundlichkeit – das schafft Vertrauen beim
Kunden und vereinfacht den Einsatz im Alltag. Aus
unserer Sicht ist das ein wesentlicher Unterschied
zu vielen anderen Anbietern im Markt und ein klarer
Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit
von OSA.
bauMAGAZIN: Zuletzt standen vor allem die Hydraulikhämmer
der »HB«-Serie im Mittelpunkt. Und im Gedächtnis
sind mir dabei zwei Dinge geblieben: Die Regulierung
des variablen Schlags und die automatische
Leerschlagsicherung. Haben sich diese Weiterentwicklungen
auf der Baustelle bewährt? Und: Was sind aus
Ihrer Sicht die wichtigsten Vorzüge der OSA-Hämmer?
INTERVIEW MIT
GERD SCHMIDLE
Als Geschäftsführer
der OSA Anbaugeräte GmbH setzt
Gerd Schmidle auf langfristiges
Wachstum und darauf, dem deutschen
Markt hochwertige Lösungen
und guten Service anzubieten.
Fertigungstiefe
Aufgrund der hohen Fertigungstiefe
kann OSA als Hersteller
weit unabhängiger und
flexibler agieren.
bauMAGAZIN: Kurz und knapp: Was bringen Sie mit
den Anbaugeräten von OSA generell in Verbindung?
Gerd Schmidle: Wenn ich OSA Demolition Equipment
in wenigen Worten beschreiben müsste, dann sind
das für mich: Wirtschaftlichkeit, Robustheit und Praxisnähe.
OSA steht für Anbaugeräte, die genau das
tun, was sie sollen – zuverlässig, effizient und ohne
unnötige Komplexität. Das ist im täglichen Einsatz
entscheidend. Was OSA aus meiner Sicht besonders
macht, ist die konsequente Ausrichtung auf den realen
Bedarf der Kunden. Während andere Hersteller
oft den Fokus auf maximale technische Ausstattung
legen, konzentriert sich OSA darauf, die beste
Lösung im Verhältnis von Leistung, Preis und Einsatznutzen
zu bieten. Genau das macht am Ende den
Unterschied.
Im Abbruch gelten OSA-Anbaugeräte als
zuverlässige, robuste und effiziente Helfer.
Sonderthema: Anbaugeräte
Juni 2026 55
Das Portfolio von OSA ist immer
weiter gewachsen: Vor Ort kann OSA
Anbaugeräte auf hohe Lagerkapazitäten
zurückgreifen, um Anfragen des Markts
schnell gerecht zu werden.
»Der neue Standort ist
nicht nur ein Umzug,
sondern ein wichtiger
Schritt in Richtung
Zukunftsfähigkeit und
Kundennähe.«
Gerd Schmidle,
Geschäftsführer der
OSA Anbaugeräte GmbH
Gerade im Service kann die
OSA Anbaugeräte GmbH durch
starke Nähe zum Anwender,
schnelle Unterstützung und
langjährige Erfahrung punkten.
Gerd Schmidle: Ja, absolut – diese Weiterentwicklungen
haben sich im Baustellenalltag klar bewährt. Gerade
die Regulierung des variablen Schlages bietet
dem Anwender einen echten Mehrwert. Je nach Material
und Einsatz kann die Schlagenergie angepasst
werden, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern
auch den Verschleiß am Gerät und am Träger deutlich
reduziert. Das sorgt für eine bessere Kontrolle
im Einsatz und letztlich für geringere Betriebskosten.
Die automatische Leerschlagsicherung ist aus unserer
Sicht mindestens genauso wichtig. Sie schützt den
Hammer vor unnötiger Belastung, wenn kein Material
mehr anliegt – ein Thema, das im täglichen Einsatz
häufig unterschätzt wird. Das erhöht die Lebensdauer
des Geräts erheblich und reduziert Ausfallzeiten.
Was die Hämmer der ›HB‹-Serie von OSA Demolition
Equipment insgesamt auszeichnet, ist die Kombination
aus robuster Bauweise für den harten Einsatz, hoher
Schlagleistung bei gleichzeitig effizientem Energieeinsatz,
einfacher Wartung und Servicefreundlichkeit
sowie einem insgesamt sehr attraktiven
Preis-Leistungs-Verhältnis Das Entscheidende ist:
Die Technik ist nicht Selbstzweck, sondern bringt
dem Kunden einen klar messbaren Nutzen auf der
Baustelle – und genau darauf kommt es am Ende an.
bauMAGAZIN: Zum aktuellen Zeitpunkt trägt die geopolitische
Entwicklung (mal wieder) dazu bei, dass der
deutsche Markt unter Druck gerät: Bauunternehmer
müssen aufgrund gestiegener Energie-, Transport- und
Materialpreise tiefer in die Tasche greifen – gleichzeitig
wartet man noch immer ungeduldig auf die vollmundigen
Versprechungen der Bundesregierung, die Baubranche
mit milliardenschweren Sondervermögen zu unterstützen.
Wie beurteilen Sie das? Wie nehmen Sie die Situation
der Branche wahr?
Gerd Schmidle: Die Situation ist aktuell ohne Frage
herausfordernd – das spüren wir genauso wie unsere
Kunden. Auf der einen Seite stehen deutlich
gestiegene Kosten für Energie, Material und Transport,
welche die Margen der Bauunternehmen erheblich
unter Druck setzen. Auf der anderen Seite
sorgt die Unsicherheit rund um politische Maßnahmen
und angekündigte Investitionsprogramme
dafür, dass viele Projekte verzögert oder vorsichtiger
geplant werden. Das führt insgesamt zu einer
gewissen Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere
bei größeren Anschaffungen. Gleichzeitig
sehen wir aber auch, dass die Branche grundsätzlich
stabil ist. Der Bedarf an Infrastruktur, Rückbau
und Modernisierung ist nach wie vor hoch –
und wird mittelfristig eher noch zunehmen. Insofern
sprechen wir weniger von einer Krise als von
einer Phase der Neuorientierung und Anpassung.
Was sich allerdings klar verändert hat, ist das Entscheidungsverhalten:
Kunden schauen heute deutlich
genauer auf die Wirtschaftlichkeit und Amortisation
ihrer Investitionen. Genau hier sehen wir
sowohl unsere Chance als auch unsere Stärke. Mit
Lösungen von OSA Demolition Equipment bieten
wir Produkte, die sich im täglichen Einsatz schnell
rechnen und keine unnötigen Kosten verursachen.
Gerade in einem angespannten Markt umfeld ist das
für viele Unternehmen ein entscheidender Faktor.
Der Markt ist vorsichtiger geworden – aber keineswegs
handlungsunfähig. Es wird weiterhin investiert,
nur deutlich bewusster.
bauMAGAZIN: Zugegeben, eine langfristige Prognose
ist dieser Tage kaum seriös abzugeben. Wissen würde
ich aber dennoch gern, wie Sie das Marktpotenzial für
OSA-Geräte im deutschsprachigen Raum für die kommenden
Jahren einschätzen.
Gerd Schmidle: Sie haben recht – langfristige Prognosen
sind aktuell nur mit Vorsicht zu genießen.
Dennoch sehen wir das Marktpotenzial für OSA Demolition
Equipment im deutschsprachigen Raum
sehr positiv. Der grundlegende Bedarf ist klar vorhanden:
Themen wie Infrastrukturerneuerung,
Rückbau und Recycling werden in den kommenden
Jahren eher zunehmen als abnehmen. Das
sind genau die Einsatzbereiche, in denen unsere
Anbaugeräte eine zentrale Rolle spielen. Was sich
allerdings verändert, ist die Art und Weise, wie investiert
wird. Kunden entscheiden heute bewusster,
vergleichen intensiver und legen einen deutlich
stärkeren Fokus auf die Wirtschaftlichkeit und eine
schnelle Amortisation. Und genau hier sehen wir
großes Potenzial für OSA. Mit unserem klaren Fokus
auf robuste, praxisorientierte und wirtschaftliche
Lösungen treffen wir sehr genau den aktuellen
Bedarf im Markt. Wir gehen daher davon aus, dass
wir unsere Position im deutschsprachigen Raum in
den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen
können – nicht durch kurzfristige Effekte, sondern
durch nachhaltiges Wachstum und eine klare Ausrichtung
am Kundenbedarf. Kurz gesagt: Der Markt
wird anspruchsvoller – aber genau hier sehen wir
unsere Vorteile.
d
56
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
Leistung und
Flexibilität am Bagger
LIEBHERR – Kürzlich hat Liebherr im
Rahmen der IFAT leistungsstarke Sortier- und
Mehrzinkengreifer sowie zahlreiche weitere
Anbaugeräte vorgestellt. Als besonderes Highlight
beschreibt der Hersteller den neu entwickelten
Mehrschalengreifer »GMM 20-5«. Genutzt
wurde die Gelegenheit aber auch, um das
»Solidlink«-Schnellwechselsystem sowie eine
Liebherr-Stielverlängerung zu zeigen.
Im Vorführbereich wurden ausgewählte Anbaugeräte
live in Aktion gezeigt, sodass Besucher die
Möglichkeit hatten, die Mehrschalengreifer »GMM
35« und »GM 55B«, die Sortiergreifer »SG 20B« und
»SG 30B« sowie eine Stielverlängerung unter realen
Einsatzbedingungen zu erleben. Die Mehrschalengreifer
sind laut Liebherr für anspruchsvolle Einsatzbedingungen
im Recycling und in der Schrottumschlagtechnik
entwickelt worden. Ein umfassendes
Angebot an Greiferschalenformen, Ausführungen
und optionalen Ausstattungsmerkmalen
biete die Flexibilität, eine Vielzahl von Materialien
effizient und wirtschaftlich zu handhaben. Die
Greiferschalen sind mit offenen, halbgeschlossenen
und geschlossenen Schalen erhältlich, sodass
der Anwender laut Hersteller die für seine Anwendung
am besten geeignete Konfiguration auswählen
kann. Als Nachfolger des »GM 55B« und kleinster
Mehrschalengreifer der neuen Generation von
Liebherr war der »GMM 20 5« ein zentrales Highlight
am Liebherr-Stand. Der für anspruchsvolle
Einsätze konzipierte Greifer verbinde hohe Tragfähigkeit
mit außergewöhnlicher Stabilität und überzeuge
durch zuverlässige Leistung sowie eine lange
Lebensdauer. Diese Langlebigkeit werde durch
eine Reihe technischer Raffinessen erreicht, dar-
Unter anderem zeigte Liebherr den
Mehrschalengreifer »GMM 35«, der mit
hoher Zuverlässigkeit, Robustheit und
Präzision punkten soll.
unter ein sicher verschraubtes Kolbenstangenlager.
Der »GMM 20 5« ist ab Ende des Jahres am Markt
vertreten. Durch die Optimierung der Schalen-Geometrie
hat Liebherr das Schalenvolumen um 100 l
auf 0,5 m³ erhöht, ohne die äußeren Öffnungsmaße
zu vergrößern. Serienmäßig ist der »GMM 20 5«
mit einem großzügig dimensionierten Drehmotor
ausgestattet. Optional ist auch ein Drehantrieb mit
zwei Drehmotoren erhältlich, eine Konfiguration,
die insbesondere bei der Wahl der Zentralschmierung
erforderlich ist. Ein charakteristisches Merkmal
des »GMM 20 5« ist die Verfügbarkeit von drei
verschiedenen Zentralschmierungsvarianten – eine
Lösung, die laut Aussage von Liebherr in dieser
Greiferklasse ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.
Große, strömungsoptimierte Ölkanäle ermöglichen
hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und sollen zu
einem effizienten Betrieb beitragen. Darüber hinaus
sind die Drehverbindung, der verstärkte Drehantrieb,
der Kolbenstangenschutz, die Lagerpunkte
und die Gehäuselager mehrfach abgedichtet, was
den Verschleiß wirksam reduzieren und das Eindringen
von Schmutz minimieren soll.
LIEBHERR (2)
Born to
transform.
Built to
last.
Seit 40 Jahren ist
Rototilt® führend in
der Entwicklung von
Tiltrotatoren – und hat
damit die Arbeitsweise
von Bedienern sowie das
Potenzial von Baggern
verändert. Während
wir diesen Meilenstein
feiern, streben wir weiter
nach Innovationen in
der Branche. Ein Hoch
auf das nächste Kapitel
des Wandels.
Mehr Info unter
rototilt.com
Gleich mehrere Modelle der Sortiergreifer-Serie
wurden von Liebherr im Rahmen der IFAT vorgestellt.
Sortiergreifer: Verladen und Material trennen
Die Sortiergreifer sind für effiziente und präzise
Recyclingvorgänge ausgelegt. Sie beschicken Sortier-,
Zerkleinerungs- und Aufbereitungsanlagen,
trennen eine Vielzahl von Wertstoffen schonend
und präzise und sorgen für einen schnellen und
effektiven Verladeprozess. Sie sind mit einer Endlosdrehvorrichtung
ausgestattet und zeichnen sich
laut Liebherr neben ihrer extrem robusten Bauweise
durch eine hohe Schließkraft aus. Das Sortiment
umfasst vier Größenklassen, die jeweils in
drei Schalenausführungen erhältlich sind.
d
rototilt.com
Sonderthema: Anbaugeräte Juni 2026 57
Beton direkt
vor Ort herstellen
TIBATEK – Mit ihrer Betonmischschaufel
setzt die Tibatek
GmbH auf eine praxisorientierte
Lösung für die mobile Herstellung
von Beton – direkt auf der
Baustelle. Ob im Tiefbau, Gartenund
Landschaftsbau, Kabelbau
oder bei kommunalen Arbeiten:
Der sogenannte »Betonmaster«
ermöglicht es, kleinere bis
mittlere Betonmengen flexibel
und wirtschaftlich anzumischen.
TIBATEK (2)
Ein Effizienzgewinn auf der
Baustelle: die Betonmischschaufel
von Tibatek.
Im Fokus stehen vor allem die Zeit- und Kostenersparnis
auf der Baustelle. Beton kann unmittelbar
dort produziert werden, wo er benötigt wird –
Transportwege, Wartezeiten und Materialverluste
werden deshalb deutlich reduziert. Gleichzeitig
ermöglicht die Lösung ein präzises und bedarfsgerechtes
Anmischen kleinerer Mengen, etwa für
Fundamentarbeiten, Reparaturen, Randbefestigungen
oder Leitungsbauarbeiten.
An Maschinenpark angepasst
Ein besonderer Vorteil liegt nach Ansicht von
Tibatek in der geschraubten Aufnahmeplatte:
Die Betonmischschaufel lässt sich flexibel an
unterschiedlichen Trägerfahrzeugen wie Radladern,
Baggern oder Teleskopladern einsetzen.
Durch die wechselbare Adapterplatte kann das
System einfach an bestehende Maschinenparks
angepasst werden. Gerade auf Baustellen mit
wechselnden Einsatzorten oder begrenzter Infrastruktur
bietet dies Vorteile gegenüber stationären
Mischern oder der Anlieferung per Fahrmischer.
Für den Baustellenalltag setzt Tibatek
auf robuste und wartungsfreundliche Komponenten.
Die auswechselbaren »Hardox«-Mischelemente
sollen für
hohe Verschleißfestigkeit
sorgen und gleichzeitig einen
schnellen
Abnutzung
Austausch bei
ermögli-
Effiziente Lösung für
die Betonherstellung.
chen. Ergänzt wird die Konstruktion durch einen
widerstandsfähigen Schaufelboden aus Spezialstahl.
Mit der Betonmischschaufel reagiert Tibatek
laut eigener Aussage auf die steigende Nachfrage
nach flexiblen und wirtschaftlichen Baustellenlösungen.
Insbesondere bei dezentralen
Einsätzen oder kleineren Betonierarbeiten könne
die mobile Betonherstellung einen wichtigen
Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten.
Breit aufgestelltes Produktportfolio
Aktuell deckt Tibatek eine große Bandbreite
an Lösungen ab. Im Bereich »Bauequipment«
finden sich Böschungs-, Verbau- und Spundwandleitern
sowie Absturzsicherungen, Kettenständer,
Schachtmützen als auch Asphaltdeckel,
Schüttgutmulden, Hammerständer,
Rohrklemmvorrichtungen und Hydraulikzangen.
Hinzu kommt eine große Auswahl an Anbaugeräten:
Hier setzt Tibatek mitunter auf Palettengabeln,
den bekannten »Rohrmaster«, seine
Flüssigbodenschaufel, einen »Dosiermaster«,
Kabel- und Vliesdorn sowie Lasthaken, Verbauzieher
und den »Vliesmaster«. Gleichzeitig verfügt
Tibatek mit »Tibalok« über eine hydraulische
Leitungskupplung, die den schnellen
Werkzeugwechsel am Bagger erlaubt: Sie dient
als Vorrichtung zum Verbinden und Trennen
von Hydraulikleitungen sowie deren zugehörigen
Anbaugeräten – das betrifft beispielsweise
Schwenkkübel, Sortiergreifer oder Anbauverdichter.
Das »Tibalok«-System wird an einem
vorhandenen hydraulischen Schnellwechsler
angebaut, um die Hydraulikleitungen automatisch
zu kuppeln – übrigens lässt sich das System
auch an Radladern bis 30 t nach Absprache
montieren.
d
58
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
DMS (2)
»Rotatorlöffel nicht
mehr hergeben«
DMS TECHNOLOGIE – Gerade auf engen Baustellen mit
wenig Rangierfläche und hoher Anforderung an Präzision
sind Anbaugeräte unabdingbar. Diese Erfahrung teilt
auch das GaLaBau-Unternehmen »Gaa« aus Mutterstadt.
Dort kommt u. a. ein Rotatorlöffel von DMS zum Einsatz.
Geschäftsführer Tom Gaa und sein Team nutzen den Löffel
inzwischen regelmäßig im Baustellenalltag – und möchten
ihn laut eigener Aussage nicht mehr missen.
Der erfahrene GaLaBauer stellt
klar: »Seit wir den Rotatorlöffel
haben, ist er nicht mehr wegzudenken.«
Besonders seine Baggerfahrerin
sei begeistert: »Sie
will ihn gar nicht mehr hergeben.«
Der Grund dafür liege auf
der Hand – oder besser gesagt am
Baggerarm. Denn der Rotatorlöffel
soll dafür sorgen, dass Arbeiten
deutlich flexibler und präziser
ausgeführt werden können, ohne
den Bagger ständig neu positionieren
zu müssen. Gerade bei
engen Baustellen, wie zuletzt bei
einem Poolbau in einem schmalen
Privatgarten, spielte der Löffel
seine Stärken voll aus. Wo früher
mehrfach umgesetzt werden
musste, konnte nun nahezu aus
einer Position heraus gearbeitet
werden. Das spart laut seiner
Aussage Zeit, reduziert unnötige
Bewegungen auf der Baustelle
und ermöglicht sauberes, kontrolliertes
Arbeiten selbst unter
schwierigen Platzverhältnissen.
»Der Löffel macht uns einfach flexibler.
Er ist ein echter Allrounder«,
sagt Tom Gaa. Besonders
die Kombination aus Drehfunktion
und klassischer Löffelarbeit
überzeuge das Team täglich aufs
Neue. »Von Hoch- auf Tieflöffel in
einem Ablauf – einfach genial.«
Der Rotatorlöffel wurde speziell
für maximale Bewegungsfreiheit
bei kompakter Bauweise entwickelt.
Durch den integrierten
Das GaLaBau-Unternehmen aus
Mutterstadt zeigt sich zufrieden mit dem
Rotatorlöffel und lobt insbesondere die
Flexibilität, Handhabung und Effizienz.
Drehantrieb bleibt die Bauhöhe
niedrig, während die endlose Rotation
präzises Modellieren, Planieren
und Ausheben ermöglicht
– ohne ständiges Umsetzen des
Baggers. Zusätzliche Vorteile ergeben
sich in Kombination mit einem
Powertilt am Bagger. Durch
das Zusammenspiel von Dreh-
und Neigefunktion entsteht ein
besonders hohes Maß an Flexibilität
im täglichen Einsatz. Gleichzeitig
bleibt die Stielspitze vergleichsweise
schlank, was dem
Maschinenführer eine bessere
Übersicht ermöglicht und das Arbeiten
in engen Bereichen deutlich
erleichtert. Insgesamt ergibt
sich dadurch laut DMS ein kompakter
und leistungsstarker Aufbau,
der Effizienz und Vielseitigkeit
optimal verbindet. Ein weiterer
Vorteil für Betriebe wie den
»Gaa« Garten- und Landschaftsbau:
Der Rotatorlöffel lässt sich
an verschiedenen Kompaktbaggern
einsetzen. Durch die einfache
Hydraulik ist ein Plug-and-
Play-Betrieb möglich, wodurch
der Löffel schnell zwischen unterschiedlichen
Maschinen genutzt
werden kann. Für Tom Gaa
steht fest: »Toller Löffel, absolut
zu empfehlen.« Mit innovativer
Technik, hoher Alltagstauglichkeit
und echter Zeitersparnis zeige
sich der Rotatorlöffel im täglichen
Einsatz als modernes Werkzeug
für den professionellen Ga-
LaBau – und als Helfer, auf den
man nach kurzer Zeit nicht mehr
verzichten möchte.
Der Löffel von DMS lässt sich
für die verschiedensten Arbeiten
einsetzen, wodurch hohe Vielfalt
bzw. Flexibilität entsteht.
d
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Sonderthema: Anbaugeräte www.raedlinger.de Juni 2026 59
Materialhandling:
Sicher und
praxisgerecht
HAIN (2)
HAIN – Auf beengten Baustellen kommen immer häufiger
Palettengabeln an Hydraulikbaggern zum Einsatz. Einfach
eine Gabel an den Bagger kuppeln und schon ist der
Radlader gespart. Klingt einfach – ist es aber nicht.
Die BG Bau schreibt neben
der Gefährdungsbeurteilung
eine Reihe von zusätzlichen
Einrichtungen vor, darunter
die Rohrbruchsicherungen
am Löffelzylinder, sowohl stangen-
als auch bodenseitig oder
Angaben über die maximalen
Traglasten der Gesamtkonfiguration
(Bagger, Schnellwechsler
und Palettengabel) sowie ei-
»Pister Powerfork«: Materialhandling
sicher, effizient und
praxisgerecht gestalten.
ne Traglasttabelle des Typs »TP-
1«. Bei einigen dieser Angaben
ist der Maschinist auf die Information
von den Herstellern an-
genügt die Eignung für Hebe-
den. Es besteht jederzeit beste
gewiesen. Liegen diese nicht
betrieb nach DIN EN 474:5.
Sicht auf das Ladegut – sowohl
vor, ist ein sicherer Betrieb
grundsätzlich nicht möglich.
Es gibt jedoch eine Ausnahme:
Warum die Ausnahme?
Bei zentral unter dem Schnell-
im Radladermodus als auch seitlich.
Und genau das ist heutzutage
ein entscheidender Faktor.
Palettengabeln mit zentralem
wechsler hängenden Lasten
Grundsätzlich gilt: Das Arbei-
Schwerpunkt unter der Aufhän-
(wie es mit der »Pister Power
ten mit der Maschine soll ein-
gung am Bagger. Diese Vorgabe
Fork« der Fall ist) erfolgt auf-
fach, effizient und schnell er-
erfüllt die patentierte »Pister
grund des minimalen Hebel-
möglicht werden – gleichzeitig
Powerfork« laut Unternehmen
arms der Last keine nennens-
darf aber weder auf hohe Sicher-
Bei Verlegearbeiten
sind hohe Präzision und
Produktivität gefragt.
»als Einzige am Markt«. Daher
gelten die genannten Anforderungen
laut BG Bau nicht. Es
werte Beanspruchung auf den
Löffelzylinder. Tests haben laut
Unternehmensangaben
erge-
heit noch auf einfache Handhabung
verzichtet werden. Offenbar
ist es hier gelungen, diese
ben, dass der Lastdruck bei ei-
Aspekte praxisnah in die Ent-
Neuer
Baustand 26
nem Testgewicht von 1,2 t bei
herkömmlichen Gabeln um den
Faktor 3 erhöht ist. Das gleiche
Ergebnis liegt in der Rotation
und dem stangenseitigen Spitzendruck
vor. Subsummiert
lässt sich feststellen – es gibt we-
wicklungsarbeit zu integrieren.
Und darüber hinaus gilt es zu beachten:
Mit der optional erhältlichen
hydraulischen Gabelzinkenverstellung
muss sich kein
Mitarbeiter im Gefahrenbereich
aufhalten. Die Gabel gibt
der einen Hebelarm noch kriti-
es derzeit in der 2-t-Variante für
sche Druckbereiche am Löffel-
Kompaktbagger, sowie einer
zylinder mit der »Pister Power-
3,5 t schweren Variante für Mo-
fork«. Für die Praxis ergeben
bilbagger (15 t) auf innerstädti-
sich daraus laut Unternehmen
schen Baustellen. Zur GaLaBau
klare Vorteile. Schwere Lasten
soll im Übrigen eine 750-kg-Vari-
können deutlich sicherer, auch
ante für Minibagger erscheinen
hunklinger-allortech.com
über Hindernisse weg, präzise
gehoben und platziert wer-
– die Besucher dürfen also einen
ersten Blick darauf werfen. d
60
Juni 2026
Sonderthema: Anbaugeräte
»C«-Serie: Vielseitig
und flexibel einsetzbar
WESTTECH
Der »Woodcracker
C650« präsentiert
sich mit einem hohen
Schneiddurchmesser
von 70 cm.
WESTTECH – Die Fällgreifer der »Woodcracker C«-Serie bieten
durch das schlanke Design ein hohes Schneidevolumen. Mit einem
Schneiddurchmesser von 33 bis 70 cm und Baggerklassen von 7
bis 40 t steht mit sechs Größen eine breite Auswahl zur Verfügung.
Durch vielseitige Montagemöglichkeiten an unterschiedliche
Trägerfahrzeugen eignen sich die Fällgreifer auch für die Baumernte
im Gelände, an Hängen, entlang von Verkehrswegen oder bei der
Problembaumfällung.
750
Kilogramm
Der »Woodcracker C300«
wiegt in der Basisausführung
rund 750 kg.
Gefertigt aus robustem und
verschleißfestem »Hardox«-
Stahl, wird der »Woodcracker C«
mit einer kathodischen Tauchlackierung
grundiert. Diese sorgt
für hohen Korrosionsschutz und
eine gleichmäßige Beschichtung
bis in alle Hohlräume. Darauf
wird anschließend eine Pulver-
deckbeschichtung eingebrannt,
welche optimal für den Außeneinsatz
geeignet ist.
Highrunner der Serie
Mit einem Schneiddurchmesser
von bis zu 30 cm in Hartholz
und 35 cm in Weichholz sowie einer
Greiferöffnung von 143 cm
und einer Scherenöffnung von
55 cm ist der Fällgreifer »Woodcracker
C300« für den Anbau an
12- bis 18-t-Bagger ausgelegt. Die
Maschine wiegt in der Basisausführung
750 kg und vollausgestattet
rund 1,1 t. Die Einsatzgebiete
reichen von der herkömmlichen
Ernte von Bäumen und Sträuchern
über die Ernte von Kurzumtriebsplantagen
bis zu Problembaumfällung
und Landschaftspflege.
Wie die gesamte »C«-Serie
ist auch der neue »C300« mit
einer Multigrip-Steuerung ausgestattet.
Diese kontrolliert das
Schließen und Öffnen von Greifer
und Schneidwerk automatisch.
Der Greifer schließt zuerst,
gefolgt vom Schneidwerk, um einen
sicheren Griff zu gewährleisten.
Optional ist ein Sammelgreifer
mit Schnellwechsler erhältlich,
dieser eignet sich ideal,
um schnell im schwachen Holz
zu arbeiten und Material gebündelt
abzulegen. Die zusätzli-
che Auto speed-Funktion ermöglicht
schnelleres Schließen des
Schneidwerks im kleinen, schwachen
Holz. Als weitere Option ist
ein endlos drehbarer Tiltrotator
verfügbar.
Der Größte in der Reihe
Der »Woodcracker C650« präsentiert
sich mit einem hohen
Schneiddurchmesser von 70 cm.
Hierbei ist aber nicht nur dieser
entscheidend. Da diese Art von
Fällgreifer z. B. für Verkehrssicherungen
konstruiert wurde,
spielt auch der Greifer eine
wichtige Rolle. Aus diesem
Grund wurde die Greifkraft weiterentwickelt
und wesentlich erhöht.
Somit kann das Schnittgut
während des Schnittvorgangs sicher
im Griff behalten und eine
erhöhte Sicherheit der Arbeiter
gewährleistet werden. Außerdem
schließt der Greifer synchron
zueinander und bietet
eine große Öffnungsweite von
172 cm. Die Serie bietet verschiedene
Montagemöglichkeiten,
darunter fest angebracht an einen
baggerseitigen Schwenkantrieb
mit wartungsarmem Zylinder-Schwenkwerk
(2x48°). Auch
ein Tiltrotator-Anbau ist möglich.
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Juni 2026 61
3
OEM & AFTERMARKET
Öldiagnose: »Schäden
vermeiden, bevor
sie teuer werden«
OILTESCO – Öl ist das Blut jeder Baumaschine – ohne es ist sie schlichtweg nicht
überlebensfähig. Ähnlich wie beim menschlichen Körper können Krankheiten in Form
von Verunreinigungen, Alterungsprozessen, Verschleiß oder Überlastung zum schlussendlichen
»Tod« führen. Als Mensch würden wir deshalb regelmäßig zum Arzt gehen:
Ein großes Blutbild liefert uns Informationen darüber, ob noch »gesundes Blut« durch
unsere Adern fließt. Was viele nicht wissen: Dieser Test ist auch für Baumaschinen
möglich. Genau darüber hat das bauMAGAZIN kürzlich mit Oiltesco-Geschäftsführer
Norman Rohrwick sowie Vertriebsleiter Markus Matias gesprochen. Das in den
Chiemgauer Alpen ansässige Unternehmen stellt der Baubranche anwendernahe
Gebrauchtölanalysen zur Verfügung, um den Zustand des Öls im Labor zu bewerten.
Erklärtes Ziel ist es, kostenintensive Stillstände zu vermeiden, Ausfallzeiten zu
verringern, Wartungen planbarer zu machen und jeden Kettenbagger, Radlader oder
Muldenkipper vor dem »Öl-Tod« zu bewahren.
VON
DAN WINDHORST
bauMAGAZIN: Oiltesco ist Spezialist für die Überwachung
von Gebrauchtölen. Erklären Sie unseren Lesern
bitte, was genau es damit im Detail auf sich hat.
Norman Rohrwick: Maschinen und Anlagen unterliegen
im Betrieb einem natürlichen Verschleiß. Deshalb
werden sie in regelmäßigen Intervallen inspiziert,
gewartet oder instandgesetzt. Diese Intervalle
basieren häufig auf Erfahrungswerten oder
Herstellervorgaben. Jede Inspektion und jede Instandsetzung
verursacht jedoch Kosten — nicht nur
durch die eigentlichen Wartungsarbeiten, sondern
auch durch Stillstandszeiten und Produktionsausfälle.
Gerade diese Ausfallkosten werden in der
Praxis häufig unterschätzt oder nicht vollständig
berücksichtigt. In vielen Fällen wird im Rahmen
solcher Wartungen auch das Öl routinemäßig gewechselt,
unabhängig davon, ob es tatsächlich am
Ende seiner Einsatzfähigkeit angekommen ist. Genau
hier setzt die Gebrauchtölanalyse an. Sie ver-
Das Gebrauchtöl wird von
Oiltesco im hauseigenen
Labor analysiert.
OILTESCO (4)
62
Juni 2026
OEM & Aftermarket
OILTESCO
folgt im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen lässt
sich der tatsächliche Zustand des Öls bewerten. Auf
dieser Grundlage kann entschieden werden, ob ein
Ölwechsel notwendig ist oder ob das Öl weiterhin
verwendet werden kann. In vielen Fällen lässt sich
ein Ölwechsel dadurch gezielt verschieben, beispielsweise
um eine weitere Instandsetzungsperiode.
Zum anderen liefert die Ölanalyse wertvolle
Informationen über den Zustand der Maschine
oder Anlage selbst. Vereinfacht gesagt kann man sie
mit einer Blutuntersuchung beim Arzt vergleichen:
Bestimmte Messwerte geben Hinweise darauf, ob
im System etwas nicht stimmt. Auffällige Werte im
Öl können beispielsweise auf Verschleiß, Feuchtigkeit,
Schmutzeintrag, thermische Überlastung, Ölalterung
oder Vermischungen mit anderen Fluiden
hinweisen. Die Gebrauchtölanalyse ist damit ein
wichtiges Instrument der zustandsorientierten Instandhaltung.
Sie hilft, Wartungsmaßnahmen besser
zu planen, unnötige Ölwechsel zu vermeiden,
Schäden frühzeitig zu erkennen und die Betriebssicherheit
von Maschinen und Anlagen zu erhöhen.
bauMAGAZIN: Lassen Sie uns kurz hinter die Kulissen
blicken: Seit wann ist die Oiltesco GmbH am Markt vertreten
– und wie ist die Idee überhaupt entstanden, sich
als Ansprechpartner für Öl-Diagnostik zu etablieren?
Norman Rohrwick: Die Oiltesco GmbH wurde 2024
gegründet. Unsere fachlichen Wurzeln reichen jedoch
deutlich weiter zurück. Wir beschäftigen uns
seit vielen Jahren mit Schmierstoffen, Probenahme
und technischem Zubehör rund um die Ölanalyse.
Unser Ursprung liegt also nicht ausschließlich
im Labor, sondern vor allem in der praktischen Anwendung.
Als Hersteller und Lieferant von Probenahme-Equipment
— darunter eigene Entwicklungen
wie unsere Probenahme-Spritze und das »Ultra
Clean«-Probenglas — hatten wir früh Berührungspunkte
mit Kunden aus Industrie, Werkstätten, Fuhrparks
und Instandhaltung. Dabei wurde deutlich,
dass der Bedarf an Ölanalysen groß ist, die Hemmschwelle
für viele Anwender aber ebenfalls. Häufig
wirkten Analyseangebote zu komplex, zu technisch
oder waren nicht ausreichend auf die praktische Fragestellung
des Kunden ausgerichtet. Aus dieser Erfahrung
entstand die Idee, Öldiagnostik zugänglicher
und praxisnäher zu gestalten. Im Jahr 2020 haben
wir begonnen, Ölanalysen so anzubieten, dass
sie auch für Anwender ohne tiefes Laborwissen gut
nutzbar sind. Der Anspruch war von Anfang an, die
technische Tiefe einer professionellen Analyse mit
einer klaren, verständlichen Bewertung zu verbinden.
Zu Beginn haben wir mit ausgewählten Partnerlaboren
zusammengearbeitet. Diese Phase war für
uns wichtig, weil wir unterschiedliche Abläufe kennenlernen
konnten. Gleichzeitig hat sich unser eigener
Anspruch immer weiter geschärft: Wir wollten
mehr Einfluss auf Qualität, Geschwindigkeit, Auswertungstiefe
und die Verständlichkeit der Befunde
nehmen. Deshalb war der Aufbau eines eigenen Labors
der nächste logische Schritt. Seit 2024 betreiben
wir unser eigenes und können dadurch unsere Erfahrung
aus Probenahme, Anwendungstechnik und Laboranalytik
deutlich enger miteinander verbinden.
Heute verstehen wir uns nicht nur als Labor, sondern
als technischer Ansprechpartner für alle Fragen
rund um den Zustand von Öl, Maschine und Anlage.
bauMAGAZIN: Aufgrund der geopolitischen Entwicklung
sind die Energiekosten drastisch gestiegen. Die Dienstleistungen
von Oiltesco können hier aus meiner Sicht
eine wertvolle Hilfe sein. Denn: Die Motoren, Getriebe
und Hydrauliksysteme müssen gerade jetzt zuverlässig
funktionieren – Maschinen- und Anlagenausfälle, teure
Reparaturen sowie zu lange Stillstandzeiten können
sich die Unternehmen im Augenblick schlichtweg nicht
leisten. Wie beurteilen Sie das?
Norman Rohrwick: Ja, absolut. Gerade in wirtschaftlich
angespannten Zeiten gewinnt die Zustandsüberwachung
von Maschinen und Anlagen deutlich
an Bedeutung. Wenn Energie, Ersatzteile, Schmierstoffe
und Stillstandszeiten teurer werden, steigt
auch der Druck, vorhandene Ressourcen möglichst
effizient einzusetzen. Für viele Unternehmen bedeutet
das: Maschinen müssen zuverlässig laufen,
Wartungsmaßnahmen müssen planbarer werden
und ungeplante Ausfälle sollten möglichst vermieden
werden. Eine regelmäßige Ölanalyse kann hier
einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie frühzeitig
Hinweise auf kritische Veränderungen liefert — sowohl
im Öl als auch in der Maschine selbst. Dabei
geht es nicht nur darum, Schäden zu vermeiden. Es
geht auch darum, Entscheidungen auf eine belastbare
Grundlage zu stellen. Muss ein Öl wirklich gewechselt
werden? Gibt es Hinweise auf beginnenden
Verschleiß? Ist Wasser oder Schmutz ins System
gelangt? Wird das Öl thermisch zu stark belastet?
Solche Fragen lassen sich durch Laborwerte deutlich
objektiver beantworten als durch reine Erfahrungswerte.
Gerade bei teuren Anlagen, schwer
verfügbaren Ersatzteilen oder Maschinen mit hoher
Auslastung kann eine rechtzeitige Analyse helfen,
Risiken besser einzuschätzen und Instandhaltungsmaßnahmen
gezielt zu planen. In diesem
Sinne ist Ölanalyse kein zusätzlicher Kostenfaktor,
sondern ein Werkzeug, um Betriebssicherheit,
Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
bauMAGAZIN: Kommen wir zu Ihrem Fachgebiet, Herr
Matias: Wie läuft eine Analyse im Detail ab? Erklären
Sie unseren Lesern doch bitte Schritt für Schritt. Und:
Welche Verfahren bzw. Analysemethoden werden hierfür
genutzt?
Markus Matias: Der Ablauf einer Ölanalyse ist bei
Oiltesco bewusst einfach und praxisnah gestaltet.
INTERVIEW MIT
NORMAN ROHRWICK
Als Geschäftsführer der Oiltesco
GmbH bringt Norman Rohrwick
mehr als 20 Jahre Erfahrung
in der Zustandsüberwachung
sowie Schmierstoff- und Schadensanalytik
mit sich. »Mit der
Gründung von Oiltesco habe ich
meine Erfahrungen aus Technik,
Laboranalytik und praktischer
Anwendung gebündelt. Mein Ziel
ist es, Öldiagnostik so zugänglich
zu machen, dass Anwender nicht
nur Messwerte erhalten, sondern
eine verständliche Bewertung und
konkrete Handlungsempfehlung für
ihre Maschinen und Anlagen.«
OEM & Aftermarket Juni 2026 63
IM INTERVIEW
Bestandteile der
Gebrauchtölanalyse sind die
Bestimmung von Verschleißmetallen,
Additivelementen
und Verunreinigungen
mittels Elementanalyse.
im konkreten Anwendungsfall bedeutet. Dazu berücksichtigen
wir u. a. den Maschinentyp, das eingesetzte
Öl, die Laufzeit, Voranalysen sowie typische
Grenz- und Erfahrungswerte aus vergleichbaren
Anwendungen. Spätestens 48 Stunden nach
Probeneingang erhält der Kunde seinen Analysebericht
per E-Mail. Dieser enthält die Messergebnisse,
eine verständliche Bewertung des Öl- und Anlagenzustands
sowie eine konkrete Handlungsempfehlung.
So sieht der Kunde auf einen Blick, ob das
Öl weiterverwendet werden kann, ob ein Ölwechsel
sinnvoll ist oder ob Hinweise auf Verschleiß, Verunreinigung
oder andere Auffälligkeiten vorliegen.
Bei Rückfragen zum Bericht oder zur empfohlenen
Maßnahme stehen wir unseren Kunden selbstverständlich
auch persönlich zur Verfügung.
INTERVIEW MIT
MARKUS MATIAS
Mit Markus Matias verfügt die
Oiltesco GmbH über einen erfahrenen
Vertriebsleiter, der viele Jahre
im Vertriebsaußendienst im Bereich
Schmierstoffe tätig war. In dieser
Funktion betreute er Kunden aus
der Industrie sowie dem Baubereich
und beriet sie hinsichtlich
der optimalen Anwendung von
Schmierstoffen. »Dabei ist es
sinnvoll, nicht nur das aktuell eingesetzte
Öl, sondern den gesamten
Maschinenpark zu analysieren, um
eine technisch und wirtschaftlich
optimale Wahl sicherzustellen.«
Seit Oktober 2020 ist Markus
Matias im Vertrieb im Bereich der
Ölanalytik tätig.
Auf unserer Homepage bieten wir unterschiedliche
Ölanalysensets an, die auf verschiedene Anwendungen
und Maschinentypen abgestimmt sind. Der
Kunde kann entweder über die Auswahl seiner Maschine
den passenden Analyseumfang bestimmen
oder direkt zwischen den einzelnen Analysensets
wählen. Nach der Bestellung wird das Probenentnahmekit
bei uns vorbereitet. In der Regel bearbeiten
wir Bestellungen innerhalb von 24 Stunden und
versenden sie anschließend mit DHL. Sobald das Set
beim Kunden angekommen ist, kann die Ölprobe
entnommen werden. Dem Set liegt ein Probenbegleitschein
bei, auf dem wichtige Angaben zur Maschine,
zum Öl, dessen Einsatzdauer und zu möglichen
Auffälligkeiten eingetragen werden. Diese Informationen
sind für die spätere Bewertung wichtig,
da ein Analysewert immer im Zusammenhang
mit der Anwendung und den Betriebsbedingungen
betrachtet werden muss. Nach der Probenentnahme
wird das befüllte Probengefäß zusammen mit
dem Probenbegleitschein an unser Labor zurückgesendet.
Sobald die Probe bei uns eingetroffen ist,
wird sie registriert und anschließend im Labor untersucht.
Je nach gewähltem Analyseumfang kommen
verschiedene Prüfverfahren zum Einsatz. Typische
Bestandteile einer Gebrauchtölanalyse sind
die Bestimmung von Verschleißmetallen, Additivelementen
und Verunreinigungen mittels Elementanalyse.
Außerdem betrachten wir u. a. die
Viskosität, den Wassergehalt, mögliche Kraftstoffoder
Fremdöleinträge, Ruß- oder Partikelbelastung
sowie Alterungs- und Oxidationsprozesse. Auch infrarotspektroskopische
Verfahren, Partikelzählungen
oder weitere spezifische Prüfmethoden können
je nach Öltyp und Anwendung Bestandteil der
Analyse sein. Die einzelnen Messwerte werden anschließend
nicht isoliert betrachtet, sondern fachlich
bewertet. Entscheidend ist nicht nur, ob ein
Wert erhöht ist, sondern was diese Veränderung
bauMAGAZIN: Das Einsatzspektrum für Oiltesco-Analysen
ist gewaltig: Im Grunde können Sie die Diagnostik
für alle mobilen Anwendungen abdecken. Das heißt:
Die Baubranche dürfte hier zur idealen Zielgruppe zählen.
Gibt es noch weitere Branchen bzw. Wirtschaftsbereiche,
in denen Oiltesco unterwegs ist?
Norman Rohrwick: Ja, die Baubranche ist tatsächlich
ein sehr typisches Einsatzfeld für unsere Analysen.
Dort sind viele Maschinen im täglichen Betrieb hohen
Belastungen ausgesetzt — zum Beispiel Bagger,
Radlader, Krane, Bohrgeräte oder andere mobile
Arbeitsmaschinen. Gerade bei solchen Anwendungen
kann eine regelmäßige Ölanalyse helfen, den
Zustand der Maschinen besser zu überwachen und
Ausfälle planbarer zu machen. Das Einsatzspektrum
von Oiltesco geht jedoch deutlich darüber hinaus.
Grundsätzlich bieten wir Gebrauchtölanalysen
für das gesamte industrielle Umfeld an. Dazu
gehören mobile Anwendungen ebenso wie stationäre
Anlagen. Ein wichtiger Bereich ist die Überwachung
von Hydrauliksystemen. Darüber hinaus
analysieren wir Motoren- und Getriebeöle aus unterschiedlichsten
Bereichen. Das reicht von Nutzfahrzeugen,
Baumaschinen und Landmaschinen über
Industriegetriebe bis hin zu Sondermaschinen und
Produktionsanlagen. Ein weiterer wichtiger Bereich
ist der Energiesektor, insbesondere Kraftwerksanwendungen.
Hier untersuchen wir beispielsweise
Turbinenöle, bei denen die Überwachung des Ölzustands
eine zentrale Rolle für Betriebssicherheit,
Verfügbarkeit und langfristige Anlagenzuverlässigkeit
spielt. Zusammengefasst sind unsere Analysen
überall dort relevant, wo Schmierstoffe oder Hydraulikflüssigkeiten
eine kritische Funktion übernehmen.
Das betrifft u. a. die Bauwirtschaft, Industrie,
Energieerzeugung, Landwirtschaft, Logistik,
kommunale Betriebe, produzierende Unternehmen
und Betreiber größerer Maschinenparks.
bauMAGAZIN: Die Ölanalyse ist im Grunde eine Zustandsüberwachung,
ohne die Maschine dafür öffnen
64
Juni 2026
OEM & Aftermarket
OILTESCO
zu müssen. Das heißt also, es ist eine präventive Maßnahme,
um Verschleiß frühzeitig zu erkennen oder
um Wartungsintervalle besser planen zu können. Um
aber die Notwendigkeit solcher Analysen aufzuzeigen,
braucht es manchmal auch das »Horrorszenario« quasi
als Vorwarnung: Was waren die bislang »schlimmsten«
Analyse-Ergebnisse?
Norman Rohrwick: Solche Fälle gibt es in der Praxis
leider immer wieder. Typische Probleme sehen
wir bei Hydraulikanlagen, insbesondere im mobilen
Bereich, durch Verschmutzung des Fluids. Bei
Baumaschinen mit häufig wechselnden Arbeitswerkzeugen
kommt es immer wieder zu starkem
Schmutzeintrag. Wenn Hydraulikkupplungen oder
Anschlüsse verschmutzt sind, gelangen Partikel direkt
ins System. Diese Verunreinigungen wirken
dort wie Schleifmittel und beschleunigen den Verschleiß
an Pumpen, Ventilen, Zylindern und Dichtungen
erheblich. Auch Fehlbefüllungen sind ein
häufiges und ernstzunehmendes Thema. Dabei
wird beispielsweise ein ungeeignetes Öl nachgefüllt
oder ein Schmierstoff mit einer anderen Additivierung
mit dem vorhandenen Öl vermischt. Das
kann dazu führen, dass sich die Eigenschaften des
Öls verändern, Additive nicht mehr wie vorgesehen
wirken oder sich Ablagerungen bilden. Für
den Betreiber ist das oft zunächst nicht erkennbar
— im Labor zeigen sich solche Auffälligkeiten aber
sehr deutlich. Aber auch die Kombination ungünstiger
Betriebsparameter kann ungewollte Folgeerscheinungen
nach sich ziehen. Ein besonders kritisches
Beispiel ist die Verwendung von reinem Biodiesel
beziehungsweise FAME in Verbindung mit
mineralischen Grundölen. In solchen Fällen beobachten
wir immer wieder chemische Reaktionen
und Polymerisationseffekte. Das Öl verändert
dabei seine Eigenschaften massiv, kann eindicken
oder im Extremfall regelrecht stocken. Für
die betroffene Maschine bedeutet das ein erhebliches
Risiko: Schmierstellen werden nicht mehr
ausreichend versorgt, Filter können zusetzen und
es kann zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen.
Diese Beispiele zeigen, warum regelmäßige
Ölanalysen so wertvoll sind. Sie liefern frühzeitig
Hinweise auf falsche Betriebsbedingungen,
Verschmutzung, Fehlbefüllungen oder beginnende
Schäden. Im Idealfall wird dadurch aus einem
möglichen Maschinenschaden lediglich eine planbare
Wartungsmaßnahme. Genau das ist der entscheidende
wirtschaftliche Vorteil: Schäden vermeiden,
bevor sie teuer werden.
d
Die Oiltesco GmbH mit
Sitz in Unterwössen
(Chiemgauer Alpen) ist
Spezialist für die Überwachung
von Gebrauchtölen. Mittels
personalisierter Entnahmetests,
individueller Analyseumfänge
sowie persönlicher Beratung
bietet das Unternehmen professionelle
Ölanalysen für Baumaschinen.
Als unabhängiges Labor
unterstützt Oiltesco dabei, Öldiagnosen
richtig zu interpretieren
und auf Basis präziser Daten
die richtigen Maßnahmen zu
ergreifen. So sollen Ausfallzeiten
verringert, Maschinenschäden
vermieden und Wartungsaufgaben
planbarer gemacht werden.
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Juni 2026 65
Umweltfreundlich
auf (E-)Achse
SAF-HOLLAND – Mit
der »SAF Trakr« bietet
SAF-Holland eine elektrische
Trailerachse, die gleichermaßen
für Erstausrüstung wie zur
Nachrüstung geeignet ist. Die
Rekuperationsachse soll mit
Effizienz, Umweltvorteilen und
Zukunftssicherheit überzeugen.
Damit wird die Elektrifizierung
von Trailerflotten laut SAF nicht
nur technisch, sondern auch
wirtschaftlich attraktiv.
SAF-HOLLAND
20
Kilowatt
Die flüssigkeitsgekühlte
»SAF Trakr« erreicht eine
Spitzenleistung von bis zu
20 kW und ist für Achslasten
von 9 bis 10 t verfügbar.
In Innenstädten ist kein Platz für Lärm oder Emissionen.
Umso besser, wenn der Trailer unabhängig
vom Diesel arbeiten kann: Die elektrische Trailerachse
»SAF Trakr« erzeugt während der Fahrt
Strom für den Anhänger und ermöglicht das umweltfreundliche
Betreiben von elektrischen Nebenverbrauchern
im Trailer. »Mit der modular konzipierten
Rekuperationsachse ›SAF Trakr‹ haben wir
eine leistungsstarke und technologisch richtungsweisende
E-Achse entwickelt. Damit bieten wir einen
entscheidenden Hebel auf dem Weg zur klimaneutralen
Transportzukunft«, erklärt Olaf Drewes,
Director Group Innovation Trailer bei SAF-Holland.
Rekuperation reduziert Emissionen
Die E-Achse »SAF Trakr« vereint das bewährte technische
Fundament der »Intra«-Achse mit zukunftsweisender
E-Mobilität und baut auf jahrzehntelange
Erfahrung des Unternehmens. Im Fahrbetrieb wandelt
die zentral angeordnete Hochspannungs-Generatoreinheit
der »SAF Trakr« kinetische Energie in
Strom um – etwa beim Bremsen oder in Schubphasen.
Die so gewonnene Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie
gespeichert und kann elektrische
Nebenverbraucher im Trailer, wie Kühlaggregate,
Heizungen, Ladebordwände, hydraulische
Schubböden oder E-Gabelstapler, versorgen. Dies
reduziert nach Unternehmensangaben den Dieselverbrauch,
den CO₂-Ausstoß und die Feinstaubemissionen
signifikant. Auch die Lärmbelastung
sinkt, was sich insbesondere bei innerstädtischen
Lieferungen, Nachttransporten und Logistikbereichen
wie Häfen und Flughäfen auszahlt.
Die Nachrüstung der
vollelektrifizierten Rekuperationsachse
erfolgt über
standardisierte Schnittstellen
und ohne spezielle
Fahrzeuganpassungen.
Energiegewinnung während der Fahrt
Ein zentrales Plus der »SAF Trakr« ist die Energiegewinnung
während der Fahrt: Die Batterie wird
durch Rekuperation geladen – externe Ladepausen
entfallen weitgehend, wodurch kostspielige Standzeiten
sowie zusätzliche Stromkosten reduziert und
die Fahrzeugverfügbarkeit erhöht werden. Für den
Fahrer bedeutet das mehr Komfort, weniger Lärm
und weniger Aufwand im Alltag. Durch die gleichmäßige
Drehmomentabnahme an beiden Rädern
wird der Reifenverschleiß gleichmäßig verteilt –
das soll die Wartungsplanung erleichtern und langfristig
die Betriebskosten senken.
Die flüssigkeitsgekühlte »SAF Trakr« erreicht eine
Spitzenleistung von bis zu 20 kW und ist für Achslasten
von 9 bis 10 t verfügbar. Eine luftgekühlte Variante
befindet sich derzeit in einer umfangreichen
Erprobungsphase. Diese wird sogar ohne die Metalle
der seltenen Erden hergestellt – ein weiterer Beitrag
zur Ressourcenschonung. Der modulare Aufbau
ermöglicht die Integration mit dem bewährten
SAF-»Intra«-Fahrwerk und – seit 2024 – auch mit
dem »Modul«-System von SAF-Holland. Die Kombination
aus Energieeffizienz, Umweltvorteilen und
Servicefreundlichkeit macht die E-Achse nach Einschätzung
des Unternehmens zur zukunftssicheren
Lösung für moderne Transportlogistik.
Elektrifizierung auch für Bestandsfahrzeuge
Die Nachrüstung der vollelektrifizierten Rekuperationsachse
erfolgt dank ihrer Plug-and-Play-Struktur
über standardisierte Schnittstellen und ohne
spezielle Fahrzeuganpassungen. Gleiches gilt
für die Wartung: Komponenten wie Bremsbeläge,
Bremsscheiben oder Radköpfe entsprechen denen
nicht-elektrifizierter Achsen, was die Ersatzteilversorgung
vereinfacht und die »SAF Trakr« auch in
bestehende Fahrzeugflotten problemlos integrieren
lässt. Ob Neuanschaffung oder Nachrüstung
– damit kann laut Aussage von SAF-Holland jeder
Flottenbetreiber die Vorteile umweltfreundlicher
E-Achsen genießen. Die Kombination aus technischer
Innovation, wirtschaftlichen Vorteilen, geringer
Lärmemission und einfacher Integration
in Neu- und Bestandsfahrzeuge erfüllt nicht nur
aktuelle gesetzliche Anforderungen, sondern verschafft
Flottenbetreibern handfeste Vorteile im
Alltag. Drewes resümiert abschließend: »Die SAF
Trakr‹ ist mehr als eine technische Innovation: Sie
ist ein strategischer Baustein für die emissionsfreie
Transportzukunft.«
s
66
Juni 2026
OEM & Aftermarket
Lebensdauer von
Gelenkwellen verlängern
WELTE – Die Gelenkwelle ist ein wenig beachtetes Teil im Antriebsstrang
von Lkw sowie Bau- und Agrarmaschinen – und dennoch
essenziell für die sichere Kraftübertragung. Wie lange sie unter
unterschiedlichen Einsatzbedingungen hält, hängt jedoch stark
vom Einsatzzweck ab. Die Experten der Welte Cardan-Service geben
Einblicke in die Technik an sich und Tipps zur Wartung.
Solange der Lkw im Fernverkehr
rollt, wird die Gelenkwelle
kaum wahrgenommen. Das
liegt auch an ihrer mittlerweile
sehr hohen Lebensdauer. War
früher regelmäßiges Abschmieren
notwendig, was in der Praxis
ebenso regelmäßig nicht beachtet
wurde, haben moderne Dichtungssysteme
die Lebensdauer
der Kreuzgelenke deutlich erhöht.
Im Fernverkehr erreichen
Gelenkwellen heutzutage bis zu
einer Million Kilometer Laufleistung,
bevor sie reif für die Überholung
durch den Gelenkwellenspe-
zialisten sind. »Egal, ob sich der
Kunde für eine komplette Welle
oder die Aufarbeitung entscheidet
– die Gelenkwellen und Komponenten
der Marke ›EDS – All
Driveshaft‹ liefern kompromisslose
Qualität für einen leistungsstarken
Antriebsstrang«, so Robert
Sanchez, technischer Leiter
der Welte Cardan-Service. Maßgeblich
für die Steigerung der
Laufleistung sind die verbesserten
Abdichtungen der Lagerbuchsen,
die auf den Zapfen
der Kreuzgelenke sitzen. Durch
die Entwicklung von einfachen
Gummitüllen hin zu Doppelund
Dreifachdichtlösungen mit
speziellen Staubkappen wird
gleichermaßen der Schmierstoffaustritt
sowie das Eindringen
von Schmutz und Feuchtigkeit
in das Lager verhindert. Somit
ist bei den meisten Gelenkwellen
im Onroad-Bereich ein
Abschmieren nicht mehr notwendig.
»Die Entwicklung hin
zu mit Spezialfetten gefüllten
›service-free‹-Gelenkwellen wurde
durch die Anzahl an Schäden,
die auf Wartungsmängel zurückzuführen
waren, begünstigt«, so
Sanchez. Generell stärker gefordert
werden Gelenkwellen hingegen
im Off road-Bereich: Zum
einen ist der Antriebsstrang starken
Belastungen ausgesetzt, zum
anderen erhöhen starke Wankbewegungen
die Belastung.
j
ADOBESTOCK
Im Off-Highway- und Offroad-Bereich
ist der Antriebsstrang sehr
starken, ungleichmäßigen Belastungen
ausgesetzt, wie dem Anfahren
unter Höchstlast im Gelände.
Abschmieren
entfällt
Bei den meisten Gelenkwellen ist
ein Abschmieren dank moderner
Dichtungssysteme nicht mehr
notwendig.
Akku-Motoreinheit für
den Ersatz von Benzinmotoren
MAKITA – Die neue »GU01G« mit einer maximalen elektrischen
Leistung von bis zu 1,5 kW erweitert das »40V max. XGT«-Akku-System
um eine leistungsstarke und vielseitig einsetzbare Akku-Motoreinheit.
Sie wurde dafür entwickelt, klassische Benzinmotoren im
Leistungsbereich von 25 bis 50 cm³ zu ersetzen und den Übergang zu
modernen, emissionsfreien Antriebslösungen zu ermöglichen.
Die »GU01G« stellt eine kompakte,
vollelektronische Alternative
zu herkömmlichen
Verbrennungsmotoren dar und
richtet sich gezielt an Hersteller,
die ihre bestehenden Maschinen
auf Akku-Technologie umstellen
möchten. Durch die standardisierten
Befestigungsmaße
– kompatibel mit gängigen Benzinmotoren
wie dem »GX35«-
Typ – lässt sich die Integration
in bestehende Anwendungen be-
sonders einfach realisieren. Mit
dem »40V max.«-Antrieb profitieren
Anwender und Hersteller
gleichermaßen von den Vorteilen
der »XGT«-Technologie. Das
System umfasst ein breites Portfolio
von über 230 Geräten und
bietet damit eine zukunftssichere
Plattform für unterschiedlichste
Anwendungen – von professionellen
Gartengeräten über
Bauanwendungen bis hin zu
Spezialmaschinen. Ein beson-
derer Fokus liegt auf der Vereinfachung
des Einstiegs in die Akku-Technologie:
Im Gegensatz zu
reinen Akku-Plattformlösungen
vereint die »GU01G« Motor, Steuerung
und Energieversorgung
in einer abgestimmten Einheit.
Dadurch reduziert sich der Entwicklungsaufwand
für Hersteller
erheblich, während gleichzeitig
hohe Sicherheits- und Leistungsstandards
gewährleistet
werden. Die Motoreinheit bietet
umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten,
um spezifische Anforderungen
unterschiedlicher
Anwendungen zu erfüllen. Darüber
hinaus kann die Steuerung
der Einheit über einen Adapter
programmiert werden.
j
Die »GU01G« vereint Motor,
Steuerung und Energieversorgung
in einer abgestimmten Einheit.
MAIKTA
OEM & Aftermarket Juni 2026 67
Bosch Rexroth treibt mit »Bodas«
die digitale Transformation mobiler
Arbeitsmaschinen voran. Dazu gehören
IoT-Lösungen, Software und
elektronische Hardware
für den Off-Highway-Markt.
Automatisierung mobiler
Arbeitsmaschinen
beschleunigen
BOSCH REXROTH AG (2)
BOSCH REXROTH – Mit dem
Offroad-Robotic-Controller
»ORC2« erweitert Bosch
Rexroth sein »Bodas«-Ecosystem
um eine leistungsfähige
Architektur für datenintensive
Automatisierungsfunktionen in
mobilen Arbeitsmaschinen. Der
speziell für Off-Highway-Anwendungen
entwickelte High-Performance-Computer
verarbeitet
komplexe Sensordaten direkt
auf der Maschine und soll damit
die Grundlage für Assistenzsysteme
sowie automatisierte
Arbeitsabläufe schaffen.
Der neue High-Performance-Computer
»ORC2« von Bosch Rexroth bildet das
Herzstück eines Ecosystems zur Automatisierung
von Fahr- und Arbeitsfunktionen.
Die Automatisierung mobiler Arbeitsmaschinen
gewinnt in vielen Anwendungen zunehmend
an Bedeutung. Assistenzfunktionen, automatisierte
Prozesse und perspektivisch autonome Arbeitsabläufe
stellen jedoch hohe Anforderungen an
die elektronische Architektur der Fahrzeuge. Insbesondere
die Verarbeitung großer Datenmengen
aus Kameras, Radar- oder Lidarsensoren erfordert
leistungsfähige Steuergeräte, die komplexe
Algorithmen zuverlässig und in Echtzeit ausführen
können.
Mit dem Offroad-Robotic-Controller »ORC2«
hat Bosch Rexroth ein Steuergerät entwickelt, das
speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten ist.
Robust ausgelegt, passiv gekühlt und speziell an die
Bedingungen hinsichtlich Staub und Wasser in mobilen
Arbeitsmaschinen angepasst, ermöglicht die
kompakte Bauweise nach Herstellerangaben trotz
passiver Kühlung eine einfache Integration in unterschiedlichste
Maschinenkonzepte.
Der High-Performance-Computer übernimmt
die zentrale Verarbeitung großer Datenströme
aus unterschiedlichen Sensorquellen.
Punktwolken aus Lidarsensoren, Videodaten
von Kameras oder Signale
von Radarsensoren können parallel
analysiert und miteinander
kombiniert
werden. Diese Fähigkeit
bildet die Grundlage für
Funktionen wie präzise Umfeldwahrnehmung,
intelligente Objekterkennung
oder komplexe Automatisierungsfunktionen.
Hohe Rechenleistung für komplexe Sensordaten
Im Zentrum des »ORC2« arbeitet ein leistungsfähiger
System-on-a-Chip, der speziell für Fahrerassistenz-
und autonome Anwendungen entwickelt
wurde. Dieser vereint neueste DSP‘s, dezidierte
Beschleuniger für Deep Learning und traditionelle
Algorithmen, Arm- und GPU-Prozessoren. Dadurch
lassen sich rechenintensive Anwendungen
aus den Bereichen Sensorfusion, Computer Vision
und künstliche Intelligenz parallel ausführen.
Offene Architektur für flexible Entwicklung
Neben der Hardware spielt die Softwarearchitektur
eine entscheidende Rolle. Der »ORC2« wird
standardmäßig mit einem sicherheitszertifizierten
Echtzeitbetriebssystem ausgeliefert, kann aber
auch für Nicht-Sicherheitsanwendungen optimal
eingesetzt werden. Ergänzend integriert Bosch
Rexroth beispielsweise einen hardwarebeschleunigten
ISP (Image Signal Processing), der den Einsatz
von kostenoptimierten GMSL2-Kameras ermöglicht,
ROS2 und viele weitere Funktionen.
Diese Architektur eröffnet Maschinenherstellern
große Freiheiten bei der Entwicklung eigener
Anwendungen. Über Programmierschnittstellen
können Entwickler direkt auf Hardware-Ressourcen
wie Ein- und Ausgänge, Kommunikationsschnittstellen
oder Systemfunktionen zugreifen.
Dadurch lässt sich das Steuergerät flexibel an unterschiedliche
Maschinenkonzepte anpassen und
bietet laut Aussage des Unternehmens außerdem
eine maximale Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung
neuer Funktionen.
s
68
Juni 2026
OEM & Aftermarket
Neue Generation modularer
Federleitungstrommeln
MOOG – Bereits im Jahr 2024 hat Moog Rekofa sein Portfolio
aus hochleistungsfähigen Antriebs- und Steuerungssystemen
sowie Hydraulik durch die Entwicklung einer ersten federgetriebenen
Kabeltrommel erweitert. Nach positiver Resonanz
aus dem Markt auf das Entwicklungsprojekt entschieden
die Verantwortlichen, die neue Produktsparte gezielt weiterzuentwickeln
und auszubauen. Nun stellt Moog die neue
Produktgeneration mit den Serien »F 6947« und
»F 6948« vor. Im Vergleich zur Vorgängergeneration bieten die
neuen Produktlinien neben der bewährten Leistungsfähigkeit
und Robustheit einen modularen Aufbau und ein effizienteres
Leichtbau-Design bei erweiterter Funktionalität.
MOOG
Die Federleitungstrommeln
der Serien »F 6947« und »F
6948« nutzen ein modulares
Baukastensystem, mit dem unterschiedliche
Konfigurationen
bereitgestellt werden können.
Dabei gewährleistet die Konzentration
auf wenige Feder- und
Seitenronden-Varianten
eine
reduzierte Variantenvielfalt und
Komplexität und trägt insgesamt
zu einer Kostenreduzierung
bei. Voraussetzung hierfür ist
die optimale Kombinierbarkeit
Baukasten
Die Serien »F 6947« und
»F 6948« nutzen ein modulares
System, mit dem unterschiedliche
Konfigurationen bereitgestellt
werden können.
der verschiedenen Komponenten,
die den neuen Serien hohe
Flexibilität sowie eine schnelle
Realisierung kundenspezifischer
Anpassungen ermöglicht.
Möglich sind dabei neben variablen
Außenabmessungen, Wickellängen
und Federkräften sowohl
flexible Kabel- und Steckerkonfigurationen,
unterschiedliche
Leitungsführungen und
Befestigungsadapter als auch
eine optionale Integration von
anwendungsspezifischen
Sensorsystemen.
Gegenüber ihren
Vorgängern zeichnen sich die
neuen Modelle auch durch eine
vergrößerte Kabelkapazität aus.
Zusammen mit einer Erhöhung
der Zahl an Federumdrehungen
reagiert Moog damit auf steigende
Anforderungen an Wickellängen
und Lebensdauer der Kabeltrommeln.
Sicherheit und
Leistungsfähigkeit im Design
Beim Design der neuen Federkabeltrommeln
setzt Moog auf
geringes Gewicht bei optimierter
Leistungsfähigkeit. Die verbesserten
Leistungsmerkmale,
wie der Einsatz größerer Federn,
unterstützen anspruchsvolle Anwendungen
mit höheren Rückzugskräften
oder Federmomenten.
Realisiert werden so mit den
Standard-Modellen Verfahrgeschwindigkeiten
bis 1 m/s. Die
Schleifringe erfüllen modellabhängig
die Anforderungen der
Schutzklasse IP6K9K. Die eingesetzten
Bauteile sind seewasser-,
UV- und ölbeständig und damit
für anspruchsvolle industrielle
Anwendungen geeignet und
gewährleisten Funktionssicherheit
in einem Temperaturbereich
zwischen -40 °C und 80 °C.
Die Serien werden in sechs
Varianten angeboten, mit Wickellängen
von 10 m bis 80 m, Wickeldurchmessern
von 202 mm
oder 302 mm, Wickelbreiten
von 85 mm, 120 mm, 155 mm
und 190 mm sowie Ronden mit
einem Durchmesser von 330 mm
oder 500 mm. Weitere Varianten
können individuell auf Kundenwunsch
realisiert werden.
Federgetriebene Kabeltrommeln
sind essenziell, um Effizienz,
Sicherheit und Zuverlässigkeit
elektrisch betriebener Maschinen
in der Baubranche zu gewährleisten.
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j
OEM & Aftermarket Juni 2026 69
Ab sofort in Serie:
Lüfterkupplungen
»LCX50« und »LCX100«
HORTON – Im bayerischen
Schweinfurt hat Horton erfolgreich
die Serienproduktion der
Mid-Size-Viscous-Kupplungen
»LCX50« und »LCX100«
aufgenommen. Nach einer
intensiven Entwicklungsphase
wird die Kupplung nun erstmals
in mehreren Applikationen
namhafter Hersteller aus den
Bereichen Agriculture und
Construction verbaut.
Die »LCX50« und »LCX100«
sind speziell für kompakte
On- und Off-Highway-Anwendungen
mit 3- bis 9-l-Motoren
ausgelegt. Sie eignen sich insbesondere
für Fahrzeuge, bei
denen eine kompakte Bauweise,
hohe Zuverlässigkeit und eine
effiziente Motorkühlung entscheidend
sind. Die »LCX50« ist
für Anwendungen im Leistungsbereich
von 70 bis 150 PS ausgelegt,
die »LCX100« für den Bereich
von 150 bis 300 PS. Sie ergänzen
die bestehende »LCX«-Familie,
zu der bereits die größeren
Lüfterkupplungen »LCX170« und
»LCX230« gehören, die für Großmotoren
im Bereich von 9 bis
18 l etabliert sind. Innerhalb dieser
Plattform stellen die »LCX50«
und »LCX100« nun die Mid-Size-Lösungen
dar.
Wie alle Kupplungen der
»LCX-Serie bieten sie, so Horton,
drei zentrale technologische Vorteile:
eine niedrige Leerlaufdrehzahl,
die präzise Regelbarkeit
bei niedrigen Drehzahlen sowie
das »Cold-Start Disengagement«
(CSD). Diese Technologie sorgt
dafür, dass die Kupplung direkt
Die »LCX50« ist für Anwendungen
im Leistungsbereich von
70 bis 150 PS ausgelegt.
nach dem Motorstart auskuppelt
und zunächst nur mit minimaler
Drehzahl läuft. Damit steht
dem Motor sofort die volle Leistung
zur Verfügung, was ein entscheidender
Vorteil insbesondere
bei niedrigen Temperaturen
und anspruchsvollen Einsatzbedingungen
ist.
j
V. l. n. r.: Dominik Derleder (Teamleiter
Application Engineering), Markus Ploss
(Produktionsleiter), Dieter Tilsner
(Bereichskoordinator Montage), Jordan
DeBruhl (Vertriebsleiter Off-Highway Europe)
präsentieren eine der ersten seriell
produzierten »LCX100«-Kupplungen.
HORTON (2)
Bereit, um die Schaufel voll zu machen
Markantes Profildesgin: Selbstreinigend, gewährleistet sicheren
Halt auf feuchtem und losem Untergrund
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reduziert Vibrationen
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Robuste Karkasse - ALL STEEL: Widerstandsfähig und pannensicher
Hochwertige Gummimischung: Schnittfest mit reduzierter
Wärmeentwicklung, verlängert die Lebensdauer
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* bes. Geltungsrahmen
70
Juni 2026
Ascenso Tyres CE GmbH, Hansastraße 13, DE 49134 Wallenhorst
P: +49 5407 80327-60, E: info@ascensotyres.de, W: www.ascensotyres.de OEM & Aftermarket
Weniger Integration,
mehr Leistung
MANN+HUMMEL – Ob im Steinbruch, auf der Baustelle oder im
Bergbau – der Maschinist verlässt sich auf sein funktionsfähiges
Arbeitsgerät, und das Tag für Tag bei jedem Einsatz. Luftfiltration
spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie bestimmt, ob die
Maschine im Einsatz halten kann, was versprochen wurde.
DER SPEZIALIST
gegen den Verschleiß
MANN+HUMMEL
Mit den Kompaktluftfiltern
der »Iqoron«-Serie bietet
Mann+Hummel eine Lösung,
die für den harten Alltag im
Heavy-Duty-Einsatz entwickelt
wurde. Aufgrund der hochkompakten
Bauform lassen sich die
Filter gerade in beengten Bauräumen
gut einsetzen – hinzu
kommen hohe Luftdurchsätze.
Neu am Markt ist die »Iqoron
V8«-Ausführung, die sowohl als
horizontale als auch als vertikale
Version erhältlich ist. Sie wurde
speziell für den Betrieb mit
und ohne Absaugung entwickelt
– laut Hersteller arbeitet diese Lösung
zuverlässig auch unter härtesten
Staubbedingungen.
Der Kompaktluftfilter folgt
laut Aussage des Herstellers einem
klaren Grundprinzip: leichtere
Abreinigung des Filterelements
bei weit weniger Stillstand.
Hauptelement und Vorabscheider
lassen sich reinigen,
was die Betriebskosten über den
gesamten Lebenszyklus reduzieren
soll. Für eine deutlich längere
Betriebsdauer im Feldeinsatz
wird die Filterfläche laut Hersteller
weit weniger blockiert.
Die Kompaktluftfilter des Typs
»Iqoron V8« sind in waagerechter oder
senkrechter Ausführung erhältlich.
Hohe Filterleistung
Das Herzstück der »Iqoron«-Serie
ist das von Mann+Hummel
entwickelte »CompacPleat«-Filterelement
mit Einfach- oder
Doppelbalgtechnologie. Mit der
hier umgesetzten Strömungsführung
wird eine lineare Durchströmung
des Luftfilters erreicht,
was flexible Einbauvarianten ermöglicht.
Im Vergleich zu konventionellen
Filterelementen
verfügt das »CompacPleat«-Element
laut Hersteller bei gleichem
Bauraum über eine deutlich
größere Filterfläche und
punktet so mit einer hohen Leistungsdichte
für maximale Standzeiten.
Das Filterelement ist metallfrei
und vollständig veraschbar.
Der bei einigen Modellen
vorhandene Entnahmerahmen
lässt sich wiederverwenden.
Für die »Iqoron-V«-Luftfilter mit
seitlichem Wartungskonzept bietet
der Hersteller speziell entwickelte
Ansaughutzen in verschiedenen
Varianten pro Filtergröße.
Diese Luftführungsteile verbinden
den Multi-Zyklonblock des
Filters mit Standardkomponenten
auf der Schmutzseite.
d
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OEM & Aftermarket Juni 2026 71
Kompakte
Kraftpakete:
Upgrade für »M13«
und »M17«
Der Baukompressor ist
mit integriertem und mit
externem Nachkühler
ausrüstbar.
KAESER KOMPRESSOREN – Leistungsstark, leicht, geräuscharm, vielseitig einsetzbar
und einfach zu transportieren: Die kleinsten Modelle der »Mobilair«-Baureihe
»M13« und »M17« haben einiges zu bieten. Bei den aktuellen Versionen sorgen eine
ganze Reihe an Detailverbesserungen und Zusatzausstattungen für noch mehr Vorteile.
Erstmals gibt es den »M13« und »M17« jetzt auch mit integriertem Druckluftnachkühler.
den beide Schraubenkompressoren jeweils über einen
wartungsarmen Keilriemen von einem luftgekühlten
Honda-Viertakt-Benzinmotor. Für dessen
lange Ausdauer im täglichen Einsatz sorgt ein groß
dimensionierter 20-l-Kraftstofftank.
KAESER (2)
Platzsparend
Selbst auf sehr kleinen Ladeflächen
finden die kompakten
Kompressoren noch Platz.
Drucklufthämmer, -bohrmaschinen, -sägen,
-schleifmaschinen, -schrauber oder auch Erdraketen
oder Kanalroboter betreibt der Baukompressor
»M13« mit einer Liefermenge von 1,2 m³
Druckluft pro Minute bei 7 bar. Als eine »Idealbesetzung
für das grabenlose Verlegen von Glasfaserkabeln«
beschreibt Kaeser die 15-bar-Version des
Modells »M17« mit einer Liefermenge von 1 m³/min.
Darüber hinaus stehen vom »M13« auch 10- und
13-bar-Versionen zur Verfügung. Angetrieben wer-
Der »M13« und der »M17«
bieten Druckluft für zahlreiche
Anwendungsmöglichkeiten.
Wartung leicht gemacht
Auch die Wartung gestaltet sich problemlos. Die
Ölabscheidung ist mit einer Spin-on-Filterpatrone
ausgestattet, die sich einfach austauschen lässt.
Sie sorgt auch dafür, dass der Restölgehalt in der
Druckluft sehr niedrig ist. Alle Modelle sind mit einer
korrosionsfreien Schallschutzhaube aus rotationsgesintertem
Polyethylen (PE) ausgestattet und
punkten durch geringe Lautstärke. Für Einsätze in
geschlossenen Räumen, auf der Baustelle oder in
der Werkstatt gibt es eine abgasfreie Elektroversion
mit Drehstrommotor. Außerdem finden die kompakten
Kompressoren auch auf sehr kleinen Ladeflächen
noch Platz: Sie lassen sich leicht mit jedem
geschlossenen Lieferwagen, auf der Pritsche eines
Lkws oder Pick-ups mitnehmen. So bleibt die Anhängerkupplung
frei für andere Transportzwecke.
Wenn für bestimmte Einsätze kühle und kondensatfreie
oder sogar technisch ölfreie Druckluft erforderlich
ist, können die Kompressoren zusätzlich
mit einem externen oder einem integrieren Druckluft-Nachkühler,
wahlweise mit oder ohne Mikrofilterkombination,
ausgerüstet werden. Der externe
Nachkühler ist in ein Tragegestell eingebaut und
verfügt über fest montierte Leitungen für Druckluft,
Kondensatrückführung und zum Antrieb des Nachkühler-Lüfters.
j
72
Juni 2026
OEM & Aftermarket
Anzeige
Elektrifizierung
industrieller Fahrzeuge
Aufgrund schwankender Energiekosten, geopolitischer
Spannungen und einem wachsenden regulatorischen
Druck in Bezug auf Emissionen rückt bei Herstellern,
OEMs und Systemintegratoren die Elektrifizierung industrieller
Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen in den Fokus.
Der Übergang zu elektrifizierten Systemen betrifft dabei
längst nicht mehr nur die ökologische Nachhaltigkeit. Die
strategische Entscheidung dafür wirkt sich unmittelbar
auf wirtschaftliche, produktive und wettbewerbsrelevante
Aspekte aus, welche die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen
beeinflussen.
Mit dem Wechsel zu elektrischen Plattformen geht eine
höhere Planbarkeit der Betriebskosten, Reduzierung des Risikos
durch die Volatilität fossiler Brennstoffe sowie eine Verbesserung
der Gesamteffizienz von Flotten einher. In diesem
Szenario gewinnt die Lithium-Eisenphosphat-Batterietechnologie
(LFP) aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, Sicherheit und
Lebensdauer zunehmend an Bedeutung – insbesondere für
anspruchsvolle und kontinuierliche industrielle Anwendungen.
Genau in diesem Bereich positioniert sich Aliant Battery,
eine Marke der ELSA Solutions S.p.A., die auf die Entwicklung
und Produktion vollständig kundenspezifischer LFP-
Batterien für Industriefahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Spezialanwendungen
sowie hybride und elektrische Systeme in den
Off-Highway- und Marine-Sektoren spezialisiert ist. Denn
immer mehr Einsatzumgebungen – wie innerstädtische Baustellen,
Indoor-Anwendungen und sensible Industrieareale –
verlangen Fahrzeuge mit lokal emissionsfreiem Betrieb oder
setzen zunehmend strengere Grenzen für traditionelle Verbrennungssysteme.
Die Möglichkeit, mit elektrifizierten Plattformen
zu arbeiten, stellt daher auch einen direkten Wettbewerbsvorteil
dar: Unternehmen können neue Marktsegmente
erschließen und zukünftige regulatorische Entwicklungen
frühzeitig antizipieren. Die Lithium-Eisenphosphat-Technologie
bietet eine hohe thermische Stabilität, Betriebssicherheit
und lange Zyklenlebensdauer. In der Welt industrieller
Anwendungen reicht jedoch die Technologie allein nicht
aus. Jede Maschine weist unterschiedliche Betriebscharakteristika
auf: spezifische Lade- und Entladeprofile, variable
Umgebungsbedingungen, Platz- und Integrationsrestriktionen
sowie besondere Anforderungen an die elektronische
Einbindung. Aus diesem Grund verfolgt Aliant Battery einen
vollständig kundenspezifischen Ansatz und entwickelt jedes
Batteriesystem auf Basis der realen Einsatzbedingungen des
Fahrzeugs. Die von Aliant entwickelten Batterien integrieren
ein oder mehrere proprietäre Battery-Management-Systeme
(BMS), die intern entwickelt werden. Dadurch ist eine fortschrittliche
Kontrolle des gesamten Energiesystems möglich.
Über das BMS können zentrale Parameter wie Temperatur,
Spannung, Ladezustand und Zellenwirkungsgrad kontinuierlich
überwacht werden – um Leistung, Sicherheit und
Lebensdauer der Batterie auch bei Anwendungen mit hoher
Betriebsintensität zu optimieren. Dieser Ansatz ermöglicht
Energiesysteme, die tatsächlich optimiert und perfekt in das
Fahrzeug oder die Maschine integriert sind.
Senkung der TCO und
bessere Planbarkeitder Betriebskosten
Ein weiterer wichtiger Aspekt der industriellen Elektrifizierung
ist die Verbesserung der Total Cost of Ownership
(TCO). Elektrische Antriebssysteme mit LFP-Batterien
ermöglichen eine deutliche Reduzierung der gesamten
Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren.
Der Vorteil ergibt sich nicht ausschließlich
aus den niedrigeren Energiekosten, sondern auch aus der
erheblichen Verringerung von Wartungsaufwänden, dem
Wegfall zahlreicher verschleißanfälliger Komponenten
sowie der Reduktion von Maschinenstillständen. Der Nutzen
wird noch deutlicher, wenn die für das Laden verwendete
Energie aus erneuerbaren Quellen wie Photovoltaik oder
Windkraft stammt – wodurch die Betriebskosten von Flotten
weiter gesenkt werden können. All diese Faktoren tragen
zu einer höheren Betriebskontinuität und zu einer besseren
Produktionseffizienz bei. Aliant Battery versteht sich in
diesem Szenario nicht als reiner Batterielieferant, sondern
als Technologiepartner für fortschrittliche Elektrifizierung.
Das Unternehmen begleitet OEMs, Systemintegratoren und
Hersteller über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg –
von der Anwendungsanalyse bis zur Industrialisierung und
dem After-Sales-Support.
www.go-aliant.com
OEM & Aftermarket Juni 2026 73
Geht leichter
von der Hand
Professioneller Korrosionsschutz in
der Bau- und Baumaschinenbranche.
DKS – Mit der handlichen
»kLine Spray Gun Ergo«
präsentiert Rostschutz-Profi
DKS Technik eine Weltneuheit
im Bereich Korrosionsschutz,
die Ergonomie, Effizienz
und Anwendergesundheit
verbindet: die erste Airmix-Druckbecherpistole
zum
Auftragen von Hohlraum- und
Unterbodenschutz, bei der Pistole
und Druckbecher getrennt
sind. Die ergonomische
Bauweise entlastet gezielt das
Handgelenk, indem 90 Prozent
des Gewichts von Hand und
Arm auf den restlichen Körper
verlagert werden.
Die »kLine Spray Gun Ergo« von DKS
Technik entlastet das Handgelenk durch
die bauliche Trennung von Pistole und
Aluminium-Druckbecher.
Die Pistole hat nach Herstellerangaben mehrere
klare Vorteile. Bauweise und Tragegurt verteilen
das Gewicht von Druckbecher und Manometer auf
den gesamten Körper. In der Hand bleibt die leichte
und wendige Sprühpistole, die durch einen Luft-Material-Doppelschlauch
in der Länge von 1 m mit dem
Druckbecher verbunden ist. So können selbst verwinkelte
Strukturen am Fahrwerk mühelos erreicht werden.
Dies stellt laut DKS nicht nur einen großen Vorteil
im Pkw-Bereich dar, sondern vor allem im Lkw-
DKS TECHNIK GMBH/ALEX GRETTER (2)
und Busbereich, da hier die Räder nicht immer entfernt
werden können und die Bereiche innerhalb des
Rahmens teilweise aufwendig verbaut sind.
Auch bei Über-Kopf-Arbeiten sorgt die »kLine
Spray Gun Ergo« für deutlich mehr Komfort und Kontrolle.
Viele Einstellmöglichkeiten und verschiedene
Düsen ermöglichen den Einsatz von Produkten unterschiedlicher
Viskositäten. In Kombination mit diversen
Düsen und Sonden ermöglicht die »kLine Spray
Gun Ergo« laut Hersteller eine gleichmäßige und materialeffiziente
Beschichtung von Hohlräumen und
Flächen. Literdosen lassen sich schnell und mühelos
einschrauben – das spart Zeit beim Materialwechsel
und erhöht die Produktivität.
Die DKS Technik GmbH zählt seit bald 60
Jahren zu den Top-Unternehmen im Bereich
Korrosionsschutz, Dichtmassen, Klebstoffe
und Fahrzeugpflege für Industrie sowie Kfz-Nachmarkt
und beliefert namhafte Unternehmen wie Liebherr,
Rosenbauer oder Meiller. Die Branchenerfahrung
und der enge Kontakt zu Produzenten, Erstausstattern
und Kunden ermöglichen ausgezeichnete Beratung
und individuelle Serviceleistungen.
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74
Juni 2026
OEM & Aftermarket
Neue Trockenbohrlösungen
für staubarmes Arbeiten
TYROLIT – Mit den neuen
Bohrmotoren »DME32UP«
und »DME35UP« erweitert
Tyrolit sein Portfolio um
zwei leistungsstarke und
zuverlässige Kernbohrmotoren.
Beide Modelle sollen durch
hohe Produktivität, maximale
Zuverlässigkeit und durchdachte
Features beim täglichen
Baustelleneinsatz überzeugen
– vor allem beim Trockenbohren.
TYROLIT (2)
Die Zuverlässigkeit des »DME32UP« wird
durch die stabile Konstruktion des Vollmetallgehäuses,
das Dreiganggetriebe
mit Ölbadschmierung, die Ölpumpe und
eine Überlastkupplung garantiert.
Die neuen Bohrmotoren
»DME32UP« und »DME35UP« eignen
sich besonders dann, wenn es
gilt, ohne Wasser und Bohrschlamm
zu bohren.
Neben dem kürzlich lancierten »DME42QC«-Nassbohrmotor
präsentiert Tyrolit in diesem Jahr
zwei weitere Kraftpakete zum Kernbohren: Die
Bohrmotoren »DME32UP« und »DME35UP« eignen
sich ebenso zum Nassbohren, spielen vor allem
aber beim Trockenbohren im System mit Tyrolit-»DDX-C3«-Trockenbohrkronen
sowie mit dem
neuen »DRA400 MKII«-Bohrständer ihre Stärken
aus. Der »DME32UP« ist ein kompakter und vielseitiger
Nass-/Trockenbohrmotor für Kernbohrungen
mit Durchmessern von bis zu 350 mm. Die zuschaltbare
Softschlag-Funktion beschleunigt den
Bohrfortschritt insbesondere in armiertem Beton
und harten Materialien, der Bohrstaub wird durch
die integrierte Absaugung effizient entfernt. Das
robuste Vollmetallgehäuse, das Dreiganggetriebe
mit Ölbadschmierung, eine integrierte Ölpumpe
sowie eine Überlastkupplung sorgen für eine
lange Lebensdauer und hohe Betriebssicherheit.
Noch mehr Leistung bietet der »DME35UP«: Der
3,5 kW starke Motor eignet sich für Kernbohrungen
von Durchmessern bis 400 mm und ist damit ideal
für anspruchsvolle Anwendungen. Das mechanische
Dreiganggetriebe in Kombination mit ebenso
zuschaltbarem Softschlag ermöglicht maximale
Bohrleistung und hohe Effizienz – auch bei größeren
Durchmessern. Besonders beim ständergeführten
Trockenbohren könne der »DME35UP« mit sehr
hohen Bohrgeschwindigkeiten überzeugen. Auch
hier sorgt die integrierte Staubabsaugung für eine
saubere und sichere Arbeitsumgebung. Für bestmögliche
Fortschritte und Ergebnisse beim Trockenbohren
empfiehlt Tyrolit die kürzlich lancierten
»DDX-C3«-Trockenbohrkronen. Das Bindungssystem
der Segmente in der »TGD+«-Technologie
macht die »DDX-C3«-Trockenbohrkronen mit patentiertem
integrierten Kernstopper »zur ersten
Wahl beim trockenen Kernbohren«, so Tyrolit. Ihre
hohe thermische Belastbarkeit ermögliche ausgezeichnete
und schnelle Schnittleistung.
j
Kompakte Power für große Herausforderungen
MOBILAIR M 13 & M 17
Druckluft bis zu 1,2 m 3 /min, bis 15 bar Maximaldruck
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Luftgekühlter Honda-Viertakt-Benzinmotor für starke
Performance bei leisem Betrieb
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Leichter Transport, einfache Bedienung, optimale Zugänglichkeit
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Mit integriertem Druckluftnachkühler für kondensatfreie Druckluft oder
mit externem PURPAC-Tragegestell für technisch ölfreie Druckluft
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Juni 2026 75
Für die Mosaikfliesen auf
dem Boden im Innenbereich
der Kapelle kommt die
kompakte, handgeführte
Scheuersaugmaschine
»K-Mop 46« zum Einsatz.
KÄRCHER (2)
Im Schatten des Erzengels
KÄRCHER – Hoch über der
Kapelle Saint-Aubert, an der
Spitze des Mont-Saint-Michel,
thront die vergoldete Kupferstatue
des namensgebenden
Erzengels Michael. Im Schatten
dieser monumentalen Figur
widmet sich Kärcher im Rahmen
seines Kultursponsorings
der kostenlosen Reinigung
der Kapelle am Fuße des
Klosterbergs.
Die Reinigung der Außenbereiche – einschließlich
der Treppen, Mauern, des Dachs und der Statue
des heiligen Aubert – erfolgt mit Heißwasser-Hochdruckreinigern
in der schonenden Dampfstufe. Die
Reinigung erfolgt dabei mit nur 0,5 bis 1 bar Druck
und 95 °C Dampftemperatur auf der Steinoberfläche.
Durch den Verzicht auf Druck und die Verwendung
von Chemie gelingt es, die Originalsubstanz des Bauwerks
bestmöglich zu schonen. Ein weiterer Vorteil
der Reinigung mit heißem Dampf ist, dass die in den
Gesteinsporen befindlichen Samen und Sporen
durch die hohe Tempera-
tur abgetötet werden, was den erneuten Bewuchs
verzögern wird. Für die Mosaikfliesen auf dem Boden
im Innenbereich der Kapelle kommt eine spezialisierte
Technik für die Bodenpflege zum Einsatz:
Die kompakte, handgeführte Scheuersaugmaschine
»K-Mop 46« ist dank ihrer Wendigkeit sehr gut für
die Reinigung des kleinen Kapellenraums ausgelegt
und erleichtert eine gründliche und zugleich sanfte
Befreiung der Bodenflächen von Verschmutzungen.
Ein zweiphasiges Projekt für die Zukunft
Die aktuelle Reinigung durch Kärcher markiert den
Beginn einer umfassenden Aufwertung des Standorts.
In einer zweiten Phase, die für den Zeitraum
2026-2027 geplant ist, werden die weiteren Arbeiten
von den zuständigen Denkmalverantwortlichen
durchgeführt. Diese Maßnahmen werden sich auf
Ausbesserungsarbeiten an den Mauern und am
Dach der Kapelle sowie auf die Konservierung des
Altarbilds und der historischen Glasfenster konzentrieren.
Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Kapelle
wieder für die Öffentlichkeit im Rahmen von
geführten Touren zugänglich sein.
j
Durch die Reinigung im restauratorischen Sinne werden
die oberflächlichen Verschmutzungen von Treppen, Mauern,
Dach und der Statue des heiligen Aubert entfernt.
76
Juni 2026
OEM & Aftermarket
Die neue Heißwasser-Hochdruckreinigerserie
von Nilfisk ist in den Kollektionen »Standard«
und »Advanced« erhältlich, die sich gezielt an
einsatztypischen Arbeitsprofilen orientieren.
NILFISK
Die Plugand-Play
Luftfilterlösung:
Der IQORON-V 8
Neue »MH«-Serie zur
◊◊Heißwasser-Hochdruckreinigung
gelauncht
Weniger
Integrationsaufwand -
mehr Leistung!
NILFISK – Mit dem offiziellen Verkaufsstart
der neuen »MH«-Serie schlägt Nilfisk
ein weiteres Kapitel in der professionellen
Heißwasser-Hochdruckreinigung auf.
Die ersten Modelle der Kompakt- und
Mittelklasse sind ab sofort verfügbar
und sollen einen Paradigmenwechsel in
der Lösungsarchitektur des Reinigungsgeräteherstellers
markieren. Wie dieser
den Arbeitsalltag der Anwender konkret
verbessert, erfahren Nilfisk-Kunden und
Geschäftspartner bei einer bundesweiten
Roadshow. In intensiven Live-Demonstrationen
können die Teilnehmenden alle Highlights
der neuen Maschinengeneration
persönlich auf Herz und Nieren testen.
Die neue Heißwasser-Hochdruckreinigerserie
verdeutlicht die transparente
»2-Produktlinien«-Strategie von Nilfisk. Die
Kollektionen »Standard« und » Advanced«
orientieren sich gezielt an einsatztypischen
Arbeitsprofilen und decken dabei unterschiedlichste
Anforderungen ab: vom funktionalen
Heißwassergerät ohne »Schnickschnack«
für robuste Einsätze bis hin zum
technisch voll ausgestatteten Modell für
maßgeschneiderte, effiziente Lösungen im
Zusammenhang mit besonders anspruchsvollen
Reinigungsanwendungen. Trotz
der klaren Abgrenzung teilen beide Produktreihen
zentrale Eigenschaften: etwa
das neue ergonomische Nilfisk-Design in
»Dark Blue« mit »LightBlue«-Touchpoints,
die Kompatibilität zu nachhaltigen Biokraftstoffen
sowie das effiziente Service-Konzept
durch die neue Nilfisk- Service-App. Die Produktlinie
»MH Standard« konzentriert sich
bewusst auf das Wesentliche: Heißwasserleistung
bis 90 °C, eine analoge, intuitiv zu
bedienende Maschinensteuerung und den
bewährten »EcoPower«-Wärmetauscher mit
einem Wirkungsgrad von rund 92 Prozent.
Die Kollektion richtet sich an Anwender,
die eine zuverlässige und kraftvolle Heißwasser-Reinigung
benötigen und dabei auf
der Suche nach einer leistungsstarken Alternative
zu Geräten mit Vollausstattung sind.
Individuelle Steuerung
Über die »Standard«-Linie hinaus adressiert
die Produktreihe »MH Advanced« professionelle
Nutzer mit höheren Ansprüchen an
Individualisierung, Effizienz und Bedienkomfort.
Herzstück bildet ein neu entwickelter
Wärmetauscher, der das Wasser bereits
vor dem Eintritt in die Pumpe über das
Heizsystem vorerhitzt. Dadurch steigt der
Wirkungsgrad auf bis zu 96 Prozent, was
Kraftstoff spart und auch konstantere Temperaturen
im Heißwasserbetrieb ermöglicht.
Hinzu kommt eine Dampfstufe mit
150 °C für Tiefenreinigung und Desinfektion.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal
findet der Benutzer im Bedienkonzept der
»Advanced«-Modelle: Eine digitale Benutzeroberfläche
in Verbindung mit LCD-Display
führt den Anwender durch voreingestellte
Waschprogramme, benutzerdefinierte
Reinigungsmodi und interaktive Features
wie Quickstart-Guides oder umfassende Diagnosefunktionen.
j
OEM & Aftermarket Juni 2026 77
»Multimax«: Langlebiger
und vielseitiger Reifen
BKT (2)
BKT – Als Hersteller von Off-Highway-Reifen bietet BKT eine Mehrzwecklösung,
die speziell für kompakte Maschinen wie Radlader, Baggerlader und Teleskoplader
entwickelt wurde, die bei Anwendungen im Bauwesen vielfältigen Herausforderungen
ausgesetzt sind. »Multimax MP 527« soll die Antwort von BKT auf die Herausforderungen
in komplexen Umgebungen sein – in der Regel gekennzeichnet durch schwere
Lasten, einen hohen Schwerpunkt, raues Gelände und enge Manövrierbereiche, in
denen zuverlässige, vielseitige und anpassungsfähige Reifen unerlässlich sind.
Hohe Leistung und
Zuverlässigkeit
verspricht BKT beim
Reifen »Multimax
MP 527«.
Kompaktmaschinen sind auf einer ganzen Reihe
unterschiedlicher Untergründe im Einsatz,
darunter Asphalt, befestigte Straßen, Hofbereiche,
Schotter, Sand und lockere Böden. »Multimax MP
527« soll die notwendige zuverlässige Leistung auf
zahlreichen harten und festen Untergründen bieten:
Das unidirektionale Blockprofil sorgt laut BKT
für effektive Traktion bei Schub- und Ladearbeiten,
während die überlappenden Blöcke einen hervorragenden
Bedienerkomfort bieten. Das Manövrieren
ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen
Betriebs von Kompaktladern oder Teleskopladern,
insbesondere dort, wo häufige Richtungswechsel
an der Tagesordnung sind. Dies erfordert eine verschleißfeste
Gummimischung und ein geeignetes
Profil: Die Lösung von BKT Tires soll genau diese
spezifischen Anforderungen erfüllen. Beispiele für
»Multimax MP 527«, der über 4 000 Betriebsstunden
erreiche, seien keine Seltenheit. Außerdem
sind Effizienz und Stabilität bei Lade- und Hebevorgängen
gleichermaßen entscheidend: Die hochbelastbare
Karkasse mit verstärkter Seitenwand gewährleistet
laut BKT-Angaben dies mit Sicherheit.
Willem-Jan Straatman, Product Manager Agricultural
and Construction Tires bei BKT, erklärt: »Teleskoplader
erfreuen sich aufgrund ihrer Vielseitigkeit
im landwirtschaftlichen Sektor zunehmender
Beliebtheit, und genau darin liegt die Hauptstärke
dieser Art von Maschinen. Unsere Reifen für
dieses Segment folgen derselben Philosophie: Wir
suchen nicht einfach nach einem Produkt für viele
Anwendungen; sondern streben nach dem richtigen
Produkt, das in jeder einzelnen Anwendung
überzeugt und dabei entscheidende Aspekte wie
Stärke und Stabilität optimal nutzt. Mit ›Multimax
MP 527‹ haben wir einen Reifen entwickelt, der auf
jeder Art von festem oder hartem Untergrund hohe
Leistung bietet.« Die speziell entwickelte Laufflächenmischung
bietet laut Herstellerangaben »eine
lange Lebensdauer in allen Anwendungsbereichen,
unabhängig davon, wie hart oder rau der Untergrund
ist.«
d
Neue Reifenkonzepte entwickelt
HEUVER – Mit der Einführung
der »Core«-Serie im Jahr
2025 hat Albourgh einen
klaren Fokus auf schwere
industrielle Anwendungen
gesetzt – Einsatzbereiche, in
denen Stillstand keine Option
ist. Auf der »Tire Cologne«
stellt das Unternehmen diese
Produktlinie vom 9. bis 11. Juni
erstmals einem internationalen
Publikum vor und präsentiert
zugleich neue Reifenentwicklungen.
Die »Core«–Reifenserie wurde für Maschinen
entwickelt, die täglich in anspruchsvollen Umgebungen
wie Metallrecycling, Abfallentsorgung
und Schwerindustrie im Einsatz sind. In diesen Anwendungen
sind Reifen ständig hohen Belastungen,
abrasiven Untergründen und intensiven Arbeitszyklen
ausgesetzt, während ungeplante Ausfallzeiten
direkte Auswirkungen auf Produktivität
und Betriebskontinuität haben. Die Serie besteht
laut Hersteller zu 100 Prozent aus pannensicheren
Vollgummireifen mit hoher Tragfähigkeit und
schnittfester Mischung. Die Produktlinie sei bereits
erfolgreich in mehreren europäischen Märkten
im Einsatz, darunter Frankreich und Rumänien,
und beweise ihren Mehrwert in Anwendungen,
in denen unterbrechungsfreier Betrieb unerlässlich
sei. Aufgrund eines kontrollierten Produktionsprozesses
und umfangreicher Qualitätskontrollen
sollen die Reifen konstante Leistung, eine
lange Lebensdauer und maximale Betriebssicherheit
bieten. Auf der »Tire Cologne« zeigt
Auf der »Tire Cologne«
möchte der Hersteller
neue Reifenkonzepte
sowie seine »Core«-Serie
vorstellen.
Albourgh den »Core Grip«, wobei insbesondere der
20.5-25-»CoreGrip« ein wichtiges Highlight darstellen
soll. Dieser Reifen wurde für Radlader in
Schrott- und Recycling-Anwendungen entwickelt,
wo Traktion, Stabilität und Zuverlässigkeit unerlässlich
sind. Das tiefe Profildesign sorgt laut Herstelleraussage
für starke Traktion und eine lange
Lebensdauer unter hoher Belastung. Zwei Reihen
von Komfort- und Kühlbohrungen unterstützen
ein stabiles Fahrverhalten und eine effektive Wärmeableitung,
während die schnittfeste Mischung
Schutz vor Beschädigungen bietet. Aufgrund des
geringen Rollwiderstands trägt der »Core Grip« zudem
zu einem effizienten Einsatz und niedrigeren
Betriebskosten bei. Der Reifen ist in den Größen
17.5–25 bis 35/65–33 erhältlich. d
HEUVER
78
Juni 2026
OEM & Aftermarket
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Die richtigen LED-Arbeitsscheinwerfer wählen:
Qualität macht den Unterschied
Die Auswahl geeigneter LED-Arbeitsscheinwerfer ist oft schwieriger als gedacht –
und wird nicht selten vom Preis bestimmt. Doch günstige Produkte gehen häufig
mit minderwertigen Komponenten und fehlender Qualitätskontrolle einher. Das
Ergebnis: Abweichungen bei Helligkeit, Farbtemperatur und Lebensdauer sowie
große Unterschiede zwischen einzelnen Geräten.
TYRI setzt dagegen auf kompromisslose Qualität und entwickelt
Scheinwerfer, die auch unter härtesten Bedingungen zuverlässig
funktionieren.
Lichtleistung richtig vergleichen
Ein zentraler Faktor ist die Angabe der Lichtleistung. Während viele
Hersteller theoretische Lumenwerte nennen, die in der Praxis nicht
erreicht werden, setzt TYRI ausschließlich auf effektiv gemessene
Lumen. Diese liefern ein realistisches Bild der tatsächlichen Lichtleistung
im Einsatz.
Robustheit und Schutz
Im hauseigenen Lichtlabor werden TYRI-Produkte umfassend getestet.
Die meisten Scheinwerfer erfüllen die IP69K-Schutzklasse
und sind damit vollständig staubdicht sowie gegen Hochdruck- und
Dampfstrahlreinigung geschützt – ideal für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.
Vorsicht vor falschen Versprechen
Billige Scheinwerfer werben oft mit hochwertigen Komponenten,
halten dieses Versprechen jedoch selten. Die Qualität zeigt sich
letztlich in Verarbeitung und Lebensdauer.
Elektromagnetische Verträglichkeit
LED-Scheinwerfer können andere Systeme stören. Deshalb testet
TYRI alle Produkte nach CISPR 25, um sicherzustellen, dass keine
Beeinträchtigungen von Steuerungen, Kameras oder Bordelektronik
auftreten.
Entwickelt für extreme Bedingungen
Hitze ist ein entscheidender Faktor für die Leistung von LEDs.
Große Kühlrippen und integrierte Temperaturregelungen sorgen bei
TYRI für effektive Wärmeableitung und verhindern vorzeitige Ausfälle.
Zusätzliche Salznebeltests garantieren Beständigkeit auch in
korrosiven Umgebungen.
Zuverlässige Verbindungen
DT-Steckverbindungen sorgen für sichere, wasserdichte und vibrationsfeste
Anschlüsse – ein klarer Vorteil gegenüber günstigeren
Alternativen, die anfälliger für Störungen sind.
Optimale Ausleuchtung
Gute Beleuchtung ist mehr als nur Helligkeit. Unterschiedliche
Lichtmuster ermöglichen eine gleichmäßige und bedarfsgerechte
Ausleuchtung. TYRI bietet mehrere Optionen pro Modell und unterstützt
Kunden bei der Auswahl der passenden Lösung.
Qualität als Standard
Mit langjähriger Erfahrung und intensiven Tests unter realistischen
Bedingungen steht TYRI für langlebige, leistungsstarke Beleuchtungslösungen.
Hochwertige Materialien und präzise Verarbeitung sichern
dabei den entscheidenden Vorsprung in Qualität und Zuverlässigkeit.
OEM & Aftermarket Juni 2026 79
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ARBEITSSCHUTZ
MILWAUKEE (2)
Zu den neuen
Produkten mit kühlenden
Eigenschaften
gehört ein kühlender
Arm-Schnittschutz mit
40 cm Länge.
Cool bleiben unter Belastung
MILWAUKEE – Mit der Erweiterung seines PSA-Sortiments um zusätzliche Textilien
mit kühlenden Eigenschaften reagiert Milwaukee auf die steigenden Anforderungen
bei Arbeiten unter Hitzeeinwirkung. Das Angebot ist darauf ausgelegt, professionelle
Anwender unter hochsommerlichen Bedingungen zu unterstützen. Durch die
Kombination aus Kühltechnologie und Schutzfunktionen entstehen praxisorientierte
Lösungen zur Reduzierung thermischer Belastungen und für ein angenehmeres Körperklima.
Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Produktivität aus, sondern reduziert
auch das Risiko von Arbeitsunfällen infolge von Konzentrationsmängeln.
Teil des bereits etablierten Produktportfolios
mit Kühltechnologie im PSA-Sortiment sind
Helmeinsätze für das »Bolt 200«-System.
Zu den neuen Produkten mit kühlenden Eigenschaften
gehören ein kühlender Arm-Schnittschutz
mit 40 cm Länge sowie ein Kühl-Schlauchtuch.
Beide Produkte kombinieren eine unmittelbar
spürbare Kühlwirkung mit funktionalen Eigenschaften
für den professionellen Einsatz. Grundlage
ist ein sogenanntes »Cool-To-Touch«-Material, das
bei Hautkontakt für einen kühlenden Effekt sorgt.
Ergänzt wird dies beim Arm-Schnittschutz durch eine
zertifizierte Schnittschutzklasse A gemäß EN 388.
Die Textilien sind so konzipiert, dass sie sich
flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen
lassen. Der integrierte UV-Schutz mit UPF 50+
bietet zusätzlichen Schutz bei Arbeiten im Freien.
Verdunstungskühlung
für spürbare Entlastung
Das neue Kühl-Schlauchtuch setzt auf Verdunstungskühltechnologie
und erreicht eine Kühlwirkung
von bis zu zwei Stunden. Zur Aktivierung genügt
es, das Material zu befeuchten und auszuwringen.
Durch die Kombination aus leichter Struktur
und hoher Atmungsaktivität wird die Luftzirkula-
tion gefördert und die Schweißverdunstung unterstützt.
Ziel ist es, die Wärmeentwicklung insbesondere
im Bereich von Hals, Gesicht und Kopf zu reduzieren
und so die körperliche Belastung zu senken.
Bewährte Lösungen
weiterhin verfügbar
Die Neuheiten ergänzen die bereits etablierten
Produkte mit Kühltechnologie im Sortiment. Dazu
zählen Mikrofaser- und PVA-Kühltücher, die je
nach Ausführung eine Kühlwirkung von bis zu vier
Stunden bieten. Auch Kühlmützen sowie Schweißbänder
und Helmeinsätze für das »Bolt 200«-System
sind Bestandteil des Angebots. Diese Lösungen
lassen sich direkt in das bestehende Schutzhelmsystem
integrieren und tragen dazu bei, eine Überhitzung
im Kopfbereich zu vermeiden. Die Kühlmütze
ist dehnbar und passt sich unterschiedlichen
Kopfgrößen an. Helmeinsätze bieten zusätzlich eine
weiche Polsterung und lassen sich über definierte
Befestigungspunkte einfach montieren. Dadurch
wird die Kombination aus Schutz und Komfort auch
bei längeren Einsätzen unterstützt. Alle Textilien
sind pflegeleicht und für die Maschinenwäsche geeignet.
Anpassbar
Die Textilien sind so konzipiert,
dass sie sich flexibel
an unterschiedliche Anforderungen
anpassen lassen.
j
80
Juni 2026
Arbeitssicherheit
CARHARTT (2)
Meilenstein für
Handwerkerinnen
Die Kniepolstertaschen
bestehen aus »Flex-Cordura«-Gewebe
und sind
nach der neuesten Norm
EN 14404-4:2024 für den
Typ 2 zertifiziert.
CARHARTT – Lange Zeit mussten Frauen
im Handwerk und auf dem Bau oft auf
Kompromisse oder kleinere Männergrößen
zurückgreifen, wenn es um robuste Arbeitsbekleidung
ging. Damit soll jetzt Schluss
sein. Unter dem Motto »History in the
Making« präsentiert der Workwear-Spezialist
Carhartt mit der »Women’s Steel Pants«
eine hochentwickelte Arbeitshose, die
speziell für die weibliche Anatomie designt
wurde, ohne bei Schutz und Funktionalität
Abstriche zu machen.
Bisher war es in der Branche oft eine Herausforderung,
Arbeitskleidung zu finden, die gleichzeitig
ideal sitzt und die strengen gesetzlichen Sicherheitsnormen
für den professionellen Einsatz
erfüllt. Diese Marktlücke will Carhartt schließen.
Das Herzstück der neuen Hose ist ihre enorme Belastbarkeit.
Gefertigt aus einem strapazierfähigen
8-oz-Stretch-Ripstop-Gewebe, das sich aus 59 Prozent
Baumwolle, 39 Prozent Polyester und 2 Prozent
Elastan zusammensetzt, kombiniert sie die
nach Unternehmensangaben »typische Carhartt-
Robust heit« mit der nötigen Flexibilität für den harten
Baustellenalltag.
Besonders im Fokus steht der Knieschutz, da
die Kniepolstertaschen aus »Flex-Cordura«-Gewebe
bestehen. Diese sind nach der neuesten
Norm EN 14404-4:2024 für den Typ 2 zertifiziert.
In Kombination mit den passenden Carhartt-»Interoperable-Kneepads«
wird damit ein zertifizierter
Level-1-Schutz erreicht, was ein essenzielles
Feature für alle Gewerke ist, die viel im
Knien arbeiten. Zusätzliche Sicherheit im professionellen
Einsatz garantiert zudem die Zertifizierung
nach Oeko-Tex-Standard 100 sowie nach
EN ISO 13688:2013.
Dass bei der Entwicklung echte Praktikerinnen
am Werk waren, zeigt sich an den zahlreichen
durchdachten Detaillösungen für Werkzeug
und Tragekomfort. Ein flexibler »Comfortflex«-Bund
und ein komfortabler Schrittbereich
mit speziellem Zwickel sollen maximale Bewegungsfreiheit
beim Bücken und Strecken garantieren.
Um das Durchscheuern durch scharfe
Werkzeuge zu verhindern, wurden die vorderen
Eingriffstaschen sowie die Gesäßtaschen komplett
mit robustem »Cordura«-Gewebe verstärkt.
Für reichlich Stauraum sorgen eine Werkzeugtasche
mit doppelter Zollstocktasche auf der rechten
Seite, ein praktisches Utility-Band, eine lose
hängende Zollstocktasche für mehr Kapazität
sowie eine zusätzliche Reißverschluss-Hängetasche.
Sogar an die Längenanpassung wurde gedacht:
Sogenannte »Kick Panels« am Hosensaum
ermöglichen problemlose nachträgliche Änderungen.
Die funktionale Arbeitshose kommt in
den Weiten W2 bis W18 mit einer langen Schrittlänge
von 33 Zoll auf den Markt.
s
Um das Durchscheuern durch
scharfe Werkzeuge zu verhindern,
wurden die vorderen Eingriffs- sowie die
Gesäßtaschen komplett mit robustem
»Cordura«-Gewebe verstärkt.
Arbeitssicherheit Juni 2026 81
Die neuen »Oxford
2.0«-Styles sind auf
anspruchsvolle Einsätze
in unterschiedlichsten
Arbeitsumgebungen
zugeschnitten.
»Oxford 2.0«-Kollektion:
Funktionalität und Komfort
HELLY HANSEN – Für alle,
die auf der Baustelle täglich
Höchstleistung bringen, hat das
norwegische Unternehmen die
neue »Oxford 2.0«-Kollektion
gelauncht, die Komfort, Langlebigkeit
und Funktionalität
vereinen soll. Mit der überarbeiteten
Linie will Helly Hansen
eines seiner erfolgreichsten
Bekleidungskonzepte auf das
nächste Level heben.
Anpassen
Aufgrund der Kompatibilität
mit dem modularen »HH
Connect«-Taschen-System
lässt sich die Hose flexibel an
individuelle Anforderungen
anpassen.
Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Handwerkern
und Fachkräften aus der Industrie, sind
die neuen »Oxford 2.0«-Styles auf anspruchsvolle
Einsätze in unterschiedlichsten Arbeitsumgebungen
zugeschnitten. Alle Produkte bestehen aus einem
baumwollreichen Hauptmaterial, das durch
seine hohe Atmungsaktivität auch bei körperlich
fordernden Tätigkeiten angenehm zu tragen ist –
ideal für warme oder wechselhafte Bedingungen.
»Cordura«-Verstärkungen an Hose, Shorts und Latzhose
sorgen für zusätzliche Strapazierfähigkeit.
»Unsere ›Oxford‹-Kollektion ist eines unserer
beliebtesten Konzepte«, erklärt Produktmanagerin
Jenny Horn. »Für die kommende Saison wollten
wir dieses System gezielt weiterentwickeln. Dabei
haben wir vor allem auf das gehört, was unsere
Endnutzer uns rückgemeldet haben: Sie wünschen
sich Arbeitskleidung, die komfortabel, funktional
und langlebig ist.«
Strapazierfähig und bequem
Zur Kollektion gehört u. a. die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke.
Sie kommt ohne Schulternähte, mit verlängertem
Rücken, elastischen Einsätzen und weichem
Fleecefutter im Kragen – für maximale Bewegungsfreiheit
und hohen Tragekomfort. Vorgeformte Ärmel
und ein individuell verstellbarer Saum sorgen
für eine passgenaue Silhouette und Flexibilität
im Einsatz. Die »Oxford 2.0 HH Connect«-Hose
kombiniert durchdachte Funktion mit Ergonomie:
Stretch-Einsätze und vorgeformte Knie garantieren
volle Bewegungsfreiheit. Kniepolstertaschen mit
Außenzugang, eine verstellbare Kniepolsterposition
sowie anpassbare Beinlängen bieten maßgeschneiderten
Komfort. Durch die Kompatibilität
mit dem modularen »HH Connect«-Taschen-System
lässt sich die Hose flexibel an individuelle Anforderungen
anpassen. Reflektierende Details erhöhen
zudem die Sichtbarkeit und Sicherheit am
Arbeitsplatz. Neu in der Kollektion ist das »Oxford
Hybrid Insulated Jacket« für kühlere Arbeitsbedingungen.
Mit einem Materialmix aus recyceltem Polyester
mit »PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und
elastischen Einsätzen sorgt es für zuverlässige Wärme
und hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit
vorgeformten Ärmeln, reflektierenden Designelementen
und praktischen Taschenlösungen bietet
es optimalen Schutz und Komfort.
HELLY HANSEN (2)
Teil der neuen »Oxford 2.0«-Kollektion sind
auch die »Oxford 2.0 HH Connect«-Shorts.
j
82
Juni 2026
Arbeitssicherheit
ANZEIGE
Atemschutz bringt
sicher saubere Luft
Auf Baustellen lauern diverse
Gefahren. Für die Lunge sind es
Staub, Rauch, giftige Gase sowie
Dämpfe. Daher ist der Atemschutz
für Bauarbeiter so unverzichtbar
wie der Bauhelm. Das swiss air
von Optrel leistet einen wesentlichen
Beitrag zur langfristigen
Gesundheit der Arbeiter.
So vielseitig wie die Herausforderungen
auf dem Bau, so flexibel
ist das swiss air einsetzbar. Ob
in staubigen Umgebungen, bei
Schweißarbeiten oder in Bereichen
mit chemischen Dämpfen,
es bietet stets optimalen Schutz.
Dank dem Partikelfilter werden
selbst feinste Partikel wie scharfkantiger
Quarzstaub aus der
Atemluft entfernt. Das schont die
Lunge und reduziert das Risiko
von Atemwegserkrankungen und
langfristigen Gesundheitsschäden
auf ein Minimum.
Ein grosser Pluspunkt des swiss
air ist sein Tragekomfort. Die
flexibel anliegende Stoffhalbmaske
mit Schutzfaktor 500
für einen TH3-Schutz passt sich
jeder Gesichtsform perfekt an,
selbst wenn jemand nicht frisch
rasiert ist. Die Stoffhalbmaske
deckt Mund und Nase vollständig
ab. Das swiss air unterstützt
die Atmung mit einem leichten
Überdruck und eliminiert so den
ermüdenden Atemwiderstand,
den man von Passivmasken
kennt, und erlaubt so eine höhere
Leistungsfähigkeit der Arbeiter
sowie eine lange Einsatzdauer.
Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende
Silikonmaske mit Schutzfaktor
2000 gewechselt werden.
Beide Maskentypen können mit
wenig Aufwand gereinigt werden.
Die ultraleichte Gebläseeinheit
des swiss air ist ergonomisch geformt
und wird für die maximale
Bewegungsfreiheit mit einem
anpassbaren Schultergurt bequem
auf dem Rücken getragen.
Der hohe Tragekomfort lässt den
Atemschutz vergessen und sein
Tragen wird zum Dauerzustand.
Ein Atemschutz gehört wie der
Bauhelm zur Basisausrüstung.
Dieser kontinuierliche Schutz
trägt dazu bei, gesundheitsbedingte
Folgeschäden durch
Schadstoffexposition im Arbeitsalltag
zu vermeiden.
Um die Kapazität der Batterie
oder des Filters zu kontrollieren,
reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.
Über diese kann auch
der Lüfter ein- und ausgeschaltet
sowie die Luftmenge stufenlos
eingestellt werden. Sollte die Batterie
leer oder der Filter voll sein,
wird ein Alarm angezeigt.
Dank des hohen Komforts wird das
Atemschutzsystem swiss air gerne
getragen. Somit ist der Atemschutz
immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen
verbessern sich
für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre
Neugierde geweckt? Dann lassen
Sie sich jetzt ein System vorführen
und testen Sie den innovativen
swiss air Atemschutz live.
Arbeitssicherheit Juni 2026 83
5
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
Anforderungen des
Bausektors erfüllen
KÄSSBOHRER – Mit
» Enginuity« entwickelt und produziert
Kässbohrer Fahrzeuge,
um die Anforderungen seiner
Kunden in mehr als 70 Ländern
zu erfüllen. Dabei werden alle
Bereiche des Transportgeschäfts
– vom Stückgut über
Schwer- und Sondertransporte
bis hin zu intermodalen Anwendungen
sowie Schütt- und
Flüssiggütern – abgedeckt. Für
den Baustoff- und Maschinentransport
stehen Tieflader-,
Schwerlast-Plattformen-,
Kipper- sowie Siloauflieger-Produktreihen
bereit.
Die Tieflader- und Schwerlast-Plattformreihen von
Kässbohrer sind hinsichtlich Leistungsfähigkeit
und Kapazität für 1 Mio. km Normalbetrieb freigegeben.
Zusätzlich werden sie auf der laut Kässbohrer
ersten und einzigen OEM-eigenen Außenteststrecke
eines Trailerherstellers in Europa getestet – für maximale
Lebensdauer, Haltbarkeit, Funktionalität und
Sicherheit. Um die anspruchsvollen Anforderungen
des Bausektors zu erfüllen, verfügen die Fahrzeuge
neben einer robusten Konstruktion über vielfältige
Konfigurationsmöglichkeiten, wie Ausziehbarkeit,
Radmulden, Baggerarm-Aussparungen, seitliche
Verbreiterungen mit Konsolen oder breitere Chassis-Ausführungen.
Dadurch wird der Transport sämtlicher
Arten von Baumaschinen ermöglicht.
Die Produktreihen verfügen nach Herstellerangaben
zudem über die höchste Anzahl und Tragfähigkeit
an Zurrpunkten in Europa für eine besonders
zuverlässige Ladungssicherung. Außerdem
werde auch der europäische Maßstab im Korrosionsschutz
übertroffen. So wird laut Kässbohrer die
Metallisierung nachgewiesen durch 3 800 Stunden
Salzsprühtests ohne Rotrostbildung.
Die Stahl- und Aluminium-Muldenkipper in
Zwei‐ und Drei‐Achs‐Konfigurationen mit 24, 26
und 27 m³ Volumen sind dementsprechend
für höchste Leistung
unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen ausgelegt.
In dem Zusammenhang weist der Hersteller
auf die maximale Nutzlast, hohe Bedienfreundlichkeit
durch den pneumatisch klappbaren Unterfahrschutz
sowie Langlebigkeit dank eines Chassis aus
S700MC‐Stahl und eines verifizierten, fortschrittlichen
Fahrgestelldesigns hin.
Transport von Baumaschinen
Der ausziehbare Tieflader-Sattelauflieger »K.SLA R 4«
mit Radmulden ist für den sicheren und effizienten
Transport von Baumaschinen, landwirtschaftlichen
Geräten und Forstmaschinen unter anspruchsvollen
Schwertransportbedingungen ausgelegt. Mit einem
Eigengewicht ab 13,25 t bietet der »K.SLA R 4« eine
hohe Nutzlast. Das aus hochfestem S700MC-Stahl gefertigte
Fahrgestell ist laut Hersteller für die Dauerbeanspruchung
unter hohen Lasten ausgelegt, während
die Ausziehlänge von bis zu 6 200 mm den Transport
übergroßer Ladungen ermöglicht.
Dank der serienmäßigen Radmulden erlaubt
der »K.SLA R 4« den sicheren Transport von Fahrzeugen
mit großen Rädern, ohne die zulässigen Höhenvorgaben
zu überschreiten. Dadurch entfällt
die Notwendigkeit von Sondertransportgenehmigungen,
was Zeit- und Kostenvorteile schafft. Ein
umfangreiches Optionsangebot ermöglicht die Anpassung
an unterschiedliche Einsatzanforderungen,
darunter ein Hartholzboden für hohe Belastungen
sowie Rampenkonfigurationen am Heck oder
am Schwanenhals für flexible Ladevorgä nge. Die
84
Juni 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Fahrstabilität, Betriebssicherheit und eine konstante
Leistungsfähigkeit über viele Einsatzjahre auswirken
soll.
Die Plattform verfügt über ein bis zu 6 900 mm
ausziehbares Chassis, das in 500‐mm‐Schritten verriegelbar
ist und damit eine hohe operative Flexibilität
bietet. Mit einer Plattformhöhe von 1 040 mm
wird der Transport von Lasten bis zu 36 t ohne Sondergenehmigung
ermöglicht. Zur Ladungssicherung
sind Schwerlast‐Zurringe, Containerverriegelungen
sowie Eumos‐zertifizierte vertikale und horizontale
Rungenaufnahmen verbaut. Zusätzlich sorgt die
Code‐XL‐zertifizierte Stirnwand, ausgelegt für Längslasten
bis zu 22,5 t, für erhöhten Schutz von Fahrer,
Ladung und umliegendem Verkehr in Notsituationen.
Für den Transport von Schüttgütern wie
Sandstein, Kies und Gestein verfügt der
dreiachsige Stahl‐Muldenkipper »K.SKS
B« mit einem Eigengewicht ab 5,935 t
über ein Volumen von 24 m³.
Beim Tieflader-Sattelauflieger »K.SLA R 4« mit
Radmulden ermöglicht die Ausziehlänge von bis
zu 6 200 mm den Transport übergroßer Ladungen.
ausziehbare »Mega«-Schwerlastplattform »K.SPA
M3« mit drei Achsen ist für den Transport langer,
schwerer und übergroßer Ladungen wie Betonblöcke,
Brückenelemente, Stahlkonstruktionen, Marmorblöcke
und Ballastladungen ausgelegt. Das durch
Lebenszyklustests geprüfte Kastenrahmen-Fahrgestell
bietet auch bei konzentrierten Punktlasten eine
hohe Widerstandsfähigkeit und gewährleistet eine
ausgewogene Lastverteilung, was sich positiv auf
KÄSSBOHRER (3)
Effizienter Schüttguttransport
Der für härteste Einsatzbedingungen entwickelte
dreiachsige Stahl‐Muldenkipper »K.SKS B« vereint
Langlebigkeit und hohe Leistungsfähigkeit
für den Transport von Schüttgütern wie Sandstein,
Kies und Gestein. Mit einem Eigengewicht
ab 5,935 t bei 4-mm-HB450‐Seitenwänden und
4-mm-TUF500‐Bodenmaterial sowie einem Volumen
von 24 m³ bietet der »K.SKS B« eine hohe Betriebseffizienz
und Nutzlast. Das hochfeste Chassis
aus S700MC‐Stahl wird durch ein kathodisches
Tauchlackierungsverfahren (KTL) beschichtet, um
den Korrosionsschutz für eine lange Fahrzeuglebensdauer
zu gewährleisten. Eine Königszapfenlast
von 12 t sowie ein präzise ausgelegter Aufbau
sollen für eine optimale Lastverteilung und hohe
Traktionsstabilität sorgen. Das U‐förmige Bodendesign
verhindert Materialrückstände und ermöglicht
ein schnelles Entladen von Schüttgütern. Der
fünfstufige Hydraulikzylinder mit einem Betriebsdruck
von 250 bar gewährleistet laut Kässbohrer eine
effiziente Kippfunktion auch unter anspruchsvollen
Bedingungen.
s
Langlebig
Der dreiachsige Stahl‐Muldenkipper
»K.SKS B« vereint Langlebigkeit
und hohe Leistungsfähigkeit
für den Transport von
Schüttgütern.
»Ladungssicherung für
Straßenfahrzeuge« als PDF verfügbar
MORAVIA – Die Broschüre
»Ladungssicherung auf
Straßenfahrzeugen« ist seit
März dieses Jahres auch als
Digitalausgabe verfügbar.
Damit richtet sich das Angebot
an Verlader, Disposition,
Fuhrpark und alle, die im
Transport- und Baustellenalltag
schnelle Orientierung zum
Thema Ladungssicherung
benötigen.
Inken Hallberg, Geschäftsführerin von Moravia
Akademie + Verlag, erklärt: »Viele Anwender
brauchen schnelle, verlässliche Antworten direkt
am Einsatzort. Mit der Digitalausgabe liefern wir
das ›LaSi‹-Wissen genau dann, wenn es gebraucht
wird.« Die Digitalausgabe lässt sich auf Smartphone,
Tablet oder PC nutzen – ideal für Werkstatt,
Rampe oder Baustelle. Tabellen und Abbildungen
können je nach Gerät vergrößert werden; zudem
entfallen Versandwege und -kosten. Auf insgesamt
64 Seiten vermittelt die Broschüre praxisnahes
Basiswissen zur Ladungssicherung. Abbildungen
und Tabellen liefern schnell anwendbare
Orientierung und machen »LaSi« zu einem kompakten
Nachschlagewerk. Behandelt werden u. a.
MORAVIA
Die Broschüre ist nun auch digital verfügbar.
Schwerpunkte wie rechtliche und physikalische
Grundlagen sowie Anforderungen an das Transportfahrzeug
und Zurrpunkte und deren Nutzung.
Ebenfalls beleuchtet werden Anforderungen an
das Transportfahrzeug und Arten der Ladungssicherung.
Anwendungsbeispiele sowie ein Überblick
über die verschiedenen Ladungssicherungsmittel
runden die Broschüre ab.
j
Bau- & Nutzfahrzeuge Juni 2026 85
Kompletter Zug für
die Spedition Rinneberg
ES-GE – Die Spedition
Rinneberg aus Erfurt steht für
zuverlässige Transportlösungen
und einen klaren Blick nach
vorn. Das Unternehmen deckt
ein breites Einsatzspektrum ab
– von Containertransporten über
Baustoffe bis hin zu Baumaschinen.
Wenn sich Anforderungen
im Transportalltag kurzfristig
verändern, sind Lösungen
gefragt, die ohne lange
Vorlaufzeiten verfügbar sind.
Vor diesem Hintergrund hat die
ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH
der Spedition Rinneberg einen
komplett abgestimmten Sattelzug
aus dem eigenen Bestand
übergeben. Die Kombination
besteht aus einer »Volvo FH 510
6x2T VLA«-Sattelzugmaschine
sowie einem »Max210«-Telesattel-Megatrailer.
Mit der aktuellen Entscheidung für einen komplett
abgestimmten Zug wird die langjährige
Zusammenarbeit zwischen Rinneberg und ES-GE
konsequent fortgeführt. »In der Praxis entscheiden
unsere Kunden situationsabhängig, ob Miete oder
Kauf die richtige Lösung ist«, erklärt Markus Hurdelhey,
ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH. »Unser Fahrzeugbestand
ermöglicht beides – bis hin zur Übernahme
kompletter, abgestimmter Züge.« Die eingesetzte
Sattelzugmaschine »Volvo FH 510 6x2« in
»Lowliner«-Ausführung verfügt über eine Leistung
von 375 kW und ist für den wirtschaftlichen Fernverkehr
ausgelegt. Automatikgetriebe, luftgefeder-
Die eingesetzte Sattelzugmaschine »Volvo FH
510 6x2« in »Lowliner«-Ausführung verfügt
über eine Leistung von 375 kW und ist für den
wirtschaftlichen Fernverkehr ausgelegt.
te Hinterachse sowie Retarder bzw. Intarder, Standheizung
und Standklima sorgen für praxisgerechten
Einsatz. Das Leergewicht beträgt rund 9,06 t, das zulässige
Gesamtgewicht 27 t. Als Auflieger kommt ein
»Max210«-Telesattel-Megatrailer zum Einsatz. Der
dreiachsige Plattformauflieger ist hydraulisch gelenkt,
luftgefedert und zweifach teleskopierbar. Mit
48 t Gesamtgewicht, rund 34,66 t Nutzlast und einer
Sattellast von 18 t bietet er die notwendigen Reserven
für vielseitige Transportaufgaben. Die Grundlänge
von etwa 13 000 mm lässt sich um rund 15 600 mm erweitern,
wodurch Gesamtlängen von über 29 m möglich
sind.
ES-GE NUTZFAHRZEUGE
s
Fördermittel für Nachrüstung
von Fahrzeugsicherheitslösungen
BRIGADE ELECTRONICS
Als Spezialist für die Sicherheit
von Nutzfahrzeugen möchte
Brigade Electronics Germany
die Betreiber beim Zugang zu
einer Vielzahl an Förderprogrammen
unterstützen, die auf
die Nachrüstung bestehender
Fahrzeuge im Bausektor mit
Sicherheitslösungen abzielen.
BRIGADE
Nachrüstbar sind etwa Kamerasysteme,
um die Sicherheit zu erhöhen.
Zwischen 2011 und 2021 ereigneten sich auf
deutschen Baustellen durchschnittlich 118000
Unfälle pro Jahr, von denen rund 2 700 als schwerwiegend
eingestuft wurden. Im Jahr 2022 gab es
laut der deutschen Baugewerkschaft IG Bau 74
tödliche Unfälle – mehr als einen pro Woche. Da
große Fahrzeuge in hoher Frequenz über Baustellen
fahren, wenden und rückwärtsfahren, gibt es
zahlreiche Gefahren für das Bodenpersonal. Die
Wahrscheinlichkeit, dass tote Winkel vorne, hinten
und an den Seiten zu Kollisionen führen,
wird auch dadurch erhöht, dass viele Arbeiter
Gehörschutz tragen und daher herannahende
Fahrzeuge oder sogar akustische
Warnsignale nicht hören können. Geeignete Sicherheitslösungen
sind unerlässlich, um möglichst
sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
Für die Nachrüstung bestehender Fahrzeugflotten
können Betreiber nun Fördermittel in
Anspruch nehmen. Die BG Bau fördert kamerabasierte
Personenerkennungssysteme, die mit GS-
BAU-71 zertifiziert sind, und übernimmt 50 Prozent
der Anschaffungskosten pro Maßnahme bis
zu einem Höchstbetrag von 2 500 Euro. Brigade
hat hierfür drei verschiedene Sets zusammengestellt.
Kabel müssen separat bestellt werden, und
die Set-Nummer muss in der Bestellung angegeben
werden, da dies eine Voraussetzung für den
Förderantrag ist. Maurizio Cagno, Geschäftsführer
von Brigade Electronics Germany: »Die Förderung
von mehr Sicherheit im Straßenverkehr
war schon immer unsere Mission. Die Kenntnis
der verschiedenen verfügbaren Optionen und der
Zugang zu staatlichen Fördermitteln machen es
noch einfacher, in hochwertige Sicherheitssysteme
zu investieren. Unsere fortschrittlichen Lösungen
sind für alle wichtigen Förderprogramme
zugelassen und helfen den Fahrern, mit größerem
Bewusstsein und mehr Selbstvertrauen zu
fahren. Wir ermutigen die Betreiber, die verfügbaren
Mittel zu nutzen, solange sie noch zugänglich
sind.«
d
86
Juni 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
»Smart Tacho 2«:
Was Bauunternehmer
jetzt wissen müssen
Transporter und Sprinter, die
Material oder Personal über
die Grenze befördern, fallen
ab Juli dieses Jahres unter die
»Smart-Tacho-2«-Pflicht.
ROSENBERGER
ROSENBERGER – Wer auf der Baustelle
den Überblick behält, weiß: Fahrzeuge und
Maschinen sind das Rückgrat des Betriebs.
Umso wichtiger ist es, dass die rechtlichen
Rahmenbedingungen rund um diese Fahrzeuge
bekannt sind und rechtzeitig umgesetzt werden.
Mit dem 1. Juli läuft die letzte Umstellungsfrist
im Rahmen des EU-Mobilitätspakets ab.
Betroffen sind diesmal nicht nur schwere Lkw,
sondern auch leichte Nutzfahrzeuge, die viele
Baubetriebe täglich im Einsatz haben.
Die Umrüstpflicht auf den »Smart Tacho 2« (SMT2)
gilt ab 1. Juli für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen
Gesamtgewicht zwischen 2,5 und 3,5 t, die
gewerblich grenzüberschreitend eingesetzt werden.
Im Baugewerbe betrifft das typischerweise Transporter
und Sprinter, die Material, Werkzeug oder
Personal über die Grenze befördern – etwa auf Baustellen
in Deutschland, der Schweiz oder anderen
EU-Nachbarstaaten. Wichtig dabei: Bereits ein einziger
Grenzübertritt macht die Tachografenpflicht
relevant. Wer also gelegentlich für Aufträge ins benachbarte
Ausland fährt, ist genauso betroffen wie
Betriebe mit regelmäßigem internationalem Einsatz.
Nationale Ausnahmen – etwa die Handwerkerregelung
im 100-km-Radius – gelten bei grenzüberschreitenden
Fahrten ausdrücklich nicht. Für schwere
Nutzfahrzeuge über 3,5 t sind die Fristen bereits abgelaufen.
Seit August 2025 ist der »Smart Tacho 2«
hier ohne Ausnahme Pflicht. Wer in diesem Bereich
noch nicht umgerüstet hat, riskiert bei Kontrollen
empfindliche Bußgelder und im schlimmsten Fall
die Stilllegung des Fahrzeugs im Ausland.
Pflicht und Chance zugleich
Die Umrüstung auf den »Smart Tacho 2« muss durch
zertifizierte Fachwerkstätten erfolgen. Dieser obligatorische
Werkstattbesuch ist jedoch mehr als ein
Pflichtprogramm – er ist der ideale Zeitpunkt, um
gleichzeitig Telematik zu installieren. Der »SMT2«
selbst bringt bereits wesentliche Neuerungen mit:
Er erfasst Grenzübertritte automatisch, protokolliert
Be- und Entladevorgänge und liefert manipulationsgeschützte
Positionsdaten. Über standardisierte
Schnittstellen lässt er sich nahtlos mit Telematiksystemen
verbinden – und genau hier liegt
der Mehrwert für den Baubetrieb.
Ein modernes Telematiksystem, das mit
dem »SMT2« kombiniert wird, bietet einen Echtzeit-Überblick
über die gesamte Flotte. Disponenten
sehen jederzeit, wo sich welches Fahrzeug befindet
– ob auf der Baustelle, beim Lieferanten oder auf
dem Weg. Auch Restlenkzeiten und Pausenpflichten
sind in Echtzeit einsehbar. Tachografendaten werden
fernausgelesen und automatisch archiviert. Der
administrative Aufwand, der im Schnitt bei mindestens
einer Stunde pro Fahrzeug und Monat liegt, entfällt
weitgehend. Auch das Wartungsmanagement
wird erleichtert: Betriebsstunden, Kilometerstände
und Servicefälligkeiten lassen sich zentral überwachen.
Das verhindert ungeplante Ausfälle und reduziert
Folgekosten. Alle relevanten Daten sind revisionssicher
gespeichert und jederzeit für Kontrollen,
Abrechnungen oder interne Auswertungen verfügbar.
Anbieter wie Rosenberger Telematics bieten
speziell auf den »SMT2« abgestimmte Lösungen an,
die sich auch für gemischte Fuhrparks einheitlich
einsetzen lassen.
j
Telematik
Rosenberger bietet speziell auf
den »SMT2« abgestimmte
Lösungen an, die sich auch
für gemischte Fuhrparks
einheitlich einsetzen lassen.
Bau- & Nutzfahrzeuge Juni 2026 87
Mit dem »SRS« lassen
sich Anpassungen am
Laderaum schnell und
ohne Werkstatttermine
durchführen.
SORTIMO (2)
»Sortimo Rail System«
ab sofort bei Stellantis
ab Werk verfügbar
SORTIMO – Gemeinsam mit Stellantis feiert Sortimo, einer der führenden
Anbieter von Fahrzeugeinrichtungen und Mobilitätslösungen,
die Einführung des »Sortimo Rail System« (SRS) in das Stellantis-»Pro
One CustomFit Personalization«-Tool. Ab sofort kann das innovative
System werkseitig für verschiedene Nutzfahrzeugmodelle der Marken
Citroën, Fiat, Opel und Peugeot konfiguriert und bestellt werden.
ZANDTcargo
SattelTieflader ST 480
Das »Sortimo Rail System«
erfüllt zwei Aufgaben zugleich:
Es dient der Ladungssicherung
und als stabile Basis
für die flexibel einsetzbare
Fahrzeugeinrichtung. Diese
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
lässt sich formschlüssig einrasten
und bei Bedarf werkzeuglos
wieder entnehmen. Die Idee:
ein wiederverwendbares System,
dank dem sich Nutzfahrzeuge
schnell an wechselnde
Kundenanforderungen und Anwender
anpassen lassen.
Mehr Flexibilität im
Arbeitsalltag
Mit dem »SRS« lassen sich
Anpassungen am Laderaum
schnell und ohne Werkstatttermine
durchführen: Die Fahrzeugeinrichtung
kann werkzeuglos
in das Fahrzeug eingesetzt
oder daraus entnommen
werden, auch im laufenden Betrieb.
Zudem ist das »Sortimo
Rail System« darauf ausgelegt,
Ausstattungen über mehrere
Fahrzeugzyklen hinweg weiterzuverwenden.
Das Herzstück der Lösung
bildet dabei die werkseitig installierte
Basis-Ausstattung
im Fahrzeug. Dieses besteht
aus den »SRS«-Schienen für
Grip«-Montageboden und der
Wand und Boden, dem »Sobo-
»SowaFlex«-Seitenwandverkleidung
sowie zwei Zurrgurten mit
Ratsche (3,5 m). Drei vorkonfigurierte
Pakete für die Einsatzbereiche
Service, Elektriker und
SHK sind ab Werk bestellbar.
Reinhold Braun, Geschäftsführer
Sortimo International,
erklärt: »Wir denken intelligente
Mobilitätslösungen nicht nur
als einmalige Investition, sondern
als Infrastruktur, die über
mehrere Fahrzeugzyklen hinweg
Bestand hat. Das ›Sortimo
Rail System‹ ist konsequent darauf
ausgelegt, langfristig nutzbar
zu bleiben und so echten
wirtschaftlichen Mehrwert zu
schaffen.«
Langlebiges
System
Das »Sortimo Rail
System« ist konsequent
darauf ausgelegt, langfristig
nutzbar zu bleiben.
j
88
Juni 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
»MT«-Serie für den sicheren
Transport von Maschinen
BRENDERUP – Minibagger,
Kompaktlader, kleine Walzen
oder Arbeitsbühnen stellen
erhebliche Investitionen dar. Ihr
sicherer Transport zwischen
verschiedenen Einsatzorten ist
daher nicht nur eine logistische
Aufgabe, sondern ein entscheidender
Faktor für Produktivität
und zur Vermeidung kostspieliger
Ausfallzeiten. Genau dafür
wurde die »Brenderup MT«-Serie
entwickelt. Als spezialisierte
Lösung für den Maschinentransport
verfolgt sie ein klares
Ziel: den sicheren, stabilen
und effizienten Transport von
Arbeitsgeräten unter anspruchsvollen
Einsatzbedingungen.
Als spezialisierte Lösung für den Maschinentransport dient die »MT«-Serie dem sicheren,
stabilen und effizienten Transport von Arbeitsgeräten unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.
Der Transport von Maschinen unterscheidet sich
grundlegend vom Transport von Schüttgut. Er
erfordert Stabilität beim Verladen, eine sichere Positionierung
während der Fahrt sowie volle Kontrolle
beim Entladen. Bereits kleine Ineffizienzen
können zu Zeitverlust oder im schlimmsten Fall zu
Schäden an den Maschinen führen. Die »MT«-Serie
begegnet diesen Anforderungen mit einer Konstruktion,
die gezielt für den Maschinentransport
ausgelegt ist. Von optimierten Auffahrwinkeln bis
hin zu einem ausgewogenen Fahrgestellkonzept
ist jedes Detail darauf ausgelegt, präzises Handling
und sichere Abläufe zu unterstützen. Die »MT«-Serie
bietet eine stabile Plattform, die Bewegungen re-
duziert und die Kontrolle verbessert, wenn Maschinen
auf den Anhänger gefahren oder manövriert
werden. Die niedrige Ladehöhe erleichtert den Zugang
für Maschinen und verbessert gleichzeitig die
Fahreigenschaften. Für Anwender unter Zeitdruck
bedeutet das schnellere und sicherere Ladeprozesse
im Arbeitsalltag. Ebenso verfügt die »MT«-Serie
über robuste und optimal positionierte Zurrpunkte,
mit denen Maschinen schnell fixiert werden können.
So bleibt auch schwere Ausrüstung während
des Transports stabil. Ein widerstandsfähiges Fahrgestell
und eine langlebigen Konstruktion ermöglichen
den Intensiveinsatz – auch unter harten Einsatzbedingungen.
BRENDERUP
j
MARS | STARS
REIFENWASCHANLAGE
Bau- & Nutzfahrzeuge Tel.: +49 8331 / 857 100 • sales@christ-ag.com
Juni 2026 89
AKTUELLES
Auch das war die IFAT: Die VDMA-Crushing-Zone im
Freigelände bot beeindruckende Live-Demonstrationen für
das hochwertige Recycling von Bau- und Abbruchabfällen.
IFAT Munich:
Umwelttechnologien
im Fokus
THOMAS SEIBOLD (3)
BAUMAGAZIN – Seit 1966 ist die IFAT Munich der globale Treffpunkt der Umwelttechnologiebranche.
Dass die Fachmesse auch in ihrem 60. Jubiläumsjahr nichts von ihrer Bedeutung
eingebüßt hat, zeigen die Abschlusszahlen zur Veranstaltung von Anfang Mai: Rund 3 400
Aussteller (2024: 3 211) und etwa 142 000 Besucher (gleichauf mit 2024) machten sich auf
den Weg nach München. Unternehmen aus rund 60 Ländern und Regionen stellten dort auf
300 000 m 2 ihre Lösungen für Wasser, Recycling und Circularity vor und gaben zugleich Antworten
auf einige der drängendsten globalen Herausforderungen. Auch die Redaktion des
bauMAGAZIN war mit dabei und verschaffte sich einen Eindruck von der Veranstaltung.
VON
THOMAS SEIBOLD
Angesichts der großen Bandbreite an unterschiedlichen
Themen auf der IFAT stellen die für die
Baubranche relevanten Lösungen sicherlich einen
kleineren Anteil dar – sind deswegen aber nicht weniger
wichtig. Aktuelle Herausforderungen, wie fragile
Lieferketten und geopolitische Spannungen, betreffen
alle Anbieter am Markt. Dabei sind vor allem
beim Thema Kreislaufwirtschaft moderne und
effiziente Lösungen erforderlich, um die anstehenden
Aufgaben rund um das Materialhandling und
Recycling bewältigen zu können. Stefan Rummel,
CEO der Messe München, bilanziert: »Die Rekordbeteiligung
auf der IFAT Munich 2026 zeigt deutlich:
Kreislauf- und Wasserwirtschaft hat Systemrelevanz
und ist die nächste globale Schlüsselindustrie. Umso
wichtiger ist die IFAT Munich als Plattform. Sie ermöglicht
den entscheidenden Wissenstransfer und
verschafft der Branche die nötige Sichtbarkeit, um
gemeinsam mit der Politik in den Dialog zu kommen
und die richtigen Weichen zu stellen.«
Geschlossene Stoffkreisläufe im Fokus
Die geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung
der Kreislaufwirtschaft prägte die IFAT maßgeblich.
Im Fokus standen effiziente Ressourcennutzung, geschlossene
Stoffkreisläufe und reduzierte Abhängigkeit
von Primärrohstoffen. »Die IFAT zeigt, dass wir
in Deutschland in der Lage sind, eine weltführende
Position in der Kreislaufwirtschaft nicht nur zu verteidigen,
sondern sogar auszubauen«, sagt Remondis-Vorstand
Thomas Conzendorf. »Denn die Ausstellerzahlen
liegen mittlerweile höher als vor Corona.
Wir arbeiten also in einer echten Zukunftsbranche.
Das sollte uns allen Mut machen, zuversichtlich
und positiv in die Zukunft zu schauen.«
IFAT-Rundgang: Impressionen vom Außengelände
Besucher mit einem starken Interesse an Baumaschinen
wurden auch dieses Jahr auf der IFAT
90
Juni 2026
Aktuelles
VOR ORT
wieder fündig. Die VDMA-Crushing-Zone im Freigelände
war dank ihrer beeindruckenden Live-Demonstrationen
für hochwertiges Recycling von Bauund
Abbruchabfällen eine beliebte Anlaufstelle für
viele Besucher. Zu sehen und erleben waren u. a. die
Maschinen und Geräte von Arjes, Doppstadt Umwelttechnik,
EuRec environmental technology, JCB,
Kleemann, Komplet, Rockster, Sennebogen, Volvo
CE, Wima Wilsdruffer Maschinen- und Anlagenbau,
Zemmler Siebanlagen und Zeppelin Baumaschinen.
Im selben Bereich zeigten die VDMA Praxistage
moderne Aufbereitungstechnik für Altholz sowie
Park- und Gartenabfälle unter Beteiligung der Firmen
Doppstadt Umwelttechnik, Fuchs Terex, Haas
Recycling-Systems, Jenz, Komptech, Sennebogen,
Vermeer Corporation und Willibald. Nicht zuletzt
dank des sommerlichen Wetters waren diese Bereiche
stets gut besucht.
Produkt- und Anbietervielfalt in den Hallen
In den Innenbereichen war deswegen kaum weniger
los. So stellte die Lüra GmbH, Hersteller von
mobilen Schüttgutboxen und Stahlstellwänden, ihre
flexiblen Lagersysteme für die Recycling- und Abfallwirtschaft
vor. Highlights am Messestand waren
die Präsentation einer 3 m hohen Original-Lüra-Stellwand
aus Stahl, die sich nach Herstellerangaben
durch besondere statische Stärke und
hundertprozentige Recyclingfähigkeit auszeichnet.
Außerdem zu sehen waren die speziell für Schüttgüter
konzipierten mobilen, modularen und erweiterbaren
Lagerboxen und Hallenkonzepte.
Die IFAT bot zudem die Bühne für den ersten
gemeinsamen Auftritt der neu formierten Gruppe
aus Polypipe GmbH, resinnovation GmbH, Amex
Sanivar und IMS Group GmbH mit dem klaren
Anspruch »Alles aus einer Hand«. Frisch dabei war
das litauische Unternehmen Lateral Repairs, das
die Gruppe mit einem umfangreichen Angebot an
hochwertigen Linern, Harzsystemen und Glasfasermatten
verstärkt. Am gemeinsamen Stand präsentierte
sich die gesamte Bandbreite moderner
Rohr- und Kanalsanierung – vom Coating-System
über moderne Harzlösungen bis hin zu Linern und
Fräsrobotern – und wurde in zwölf Live-Demos erlebbar
gemacht. Ein besonderes Highlight war der
»rabbitcoater 2.0«, der zeigte, wie effizient und praxisnah
moderne Sanierungstechnologie heute bereits
Rohre in wenigen Minuten beschichten kann.
Bei Flottweg SE stand die »FW400 HTS«-Dekanterzentrifuge
prominent im Vordergrund. Diese
wurde speziell für die effiziente Entwässerung
von Klärschlamm entwickelt und unterstützt Kläranlagen
bei der kostengünstigen und zuverlässigen
Schlammbehandlung. Ing. Bonfiglioli s.r.l. brachte
mit der »Ariete« eine leistungsstarke, mobile
Schrottballenpresse mit nach München, die insbesondere
für die Verdichtung von Metallschrott,
Autos und Industrieabfällen entwickelt wurde.
Am Messestand von Vermeer waren u. a. Horizontal-Grinder
»HG400TX« auf Raupenketten für
die Holzzerkleinerung, Kompaktlader sowie der
langsam laufende Schredder »LS3600TX« und der
»ML100«-Minilader zu sehen.
Die Aqua Evolution Systems GmbH (»Der-
Blaue«) zeigte ihre große Palette an professionellen
Flüssigkeits-Auffangsystemen. Diese wurden
für eine Vielzahl an Branchen entwickelt und können
grundsätzlich überall dort eingesetzt werden,
wo Flüssigkeiten umgeleitet, aufgefangen, abgepumpt
oder eingefüllt werden sollen. Das System
ist zudem leicht zu transportieren.
Von der Sennebogen Maschinenfabrik GmbH
gab es moderne Materialumschlaglösungen für die
Recycling- und Abfallbranche zu sehen, darunter
akkubetriebene Umschlagbagger der »G-Serie« sowie
die Weltpremiere des »826 G Electro Battery«
auf dem VDMA-Freigelände. Auf großes Interesse
stieß außerdem die Vorstellung des neuen fünfschaligen
Mehrschalengreifers »MG4.1«, welcher
auf der IFAT erstmals öffentlich präsentiert wurde
und das Portfolio des Herstellers im Bereich Schrottund
Recyclingumschlag erweitert.
Auf einem gemeinsamen Messestand präsentierte
sich die Kiesel GmbH mit Fuchs und Kramer
und einer Auswahl leistungsstarker Maschinen. Darunter
befanden sich der Umschlagbagger »Fuchs
MHL340 G« mit »HGT«-Greifer, der Radlader »Hitachi
ZW160-7PL«, der Mini-Bagger »KTEG 63US
MTC« mit Toolbox sowie der Kompaktlader »Giant
In der Crushing-Zone zeigte ein
Cat-Kettenbagger »330 UHD«
mit Pulverisierer »MP324«
seine geballte Power.
142 000
Besucher
Etwa 142 000 Besucher machten
sich auf den Weg nach München.
3 400
Aussteller
Rund 3 400 Aussteller
stellten auf 300 000 m 2
ihre Lösungen für Wasser,
Recycling und Circularity vor.
Aktuelles Juni 2026 91
AKTUELLES
Sennebogen präsentierte seinen
neuen fünfschaligen Mehrschalengreifer
»MG4.1« auf der IFAT erstmals der
Öffentlichkeit.
»Kreislauf- und Wasserwirtschaft
hat Systemrelevanz
und ist die
nächste globale Schlüsselindustrie.«
Stefan Rummel,
Geschäftsführer und CEO Messe
München GmbH
2028
Die nächste IFAT Munich findet
vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt.
MESSE MÜNCHEN GMBH
GS800« mit Greifer. Aus dem Produktbereich Kramer
wurden insgesamt fünf Maschinen gezeigt, wie
etwa der Industrie-Teleskoplader »ITL55-9« und der
Industrie-Radlader »IRL12-70 T«.
Aus dem Vollen geschöpft hat auch die Zeppelin
Baumaschinen GmbH. Auf der 526 m 2 großen
Ausstellungsfläche reichten die Exponate vom großen
Umschlagbagger »MH3032« über den kleineren
Radlader »908« in der Highlift-Ausführung bis
zum elektrischen Zeppelin-Teleskoplader »6.26«. In
der Crushing-Zone zeigte zudem ein Cat-Kettenbagger
»330 UHD« mit Pulverisierer »MP324« seine geballte
Power.
Seitens der Komatsu Germany GmbH gab
es am Messestand u. a. den Kompaktradlader
»WA170M-11« zu sehen. Dieser lässt sich laut Hersteller
vielseitig einsetzen und bewährt sich insbesondere
im Recycling sowie bei kommunalen Aufgaben.
Zur Wahl stehen zwei Hubgerüst-Kinematiken:
Z-Kinematik (Z-Bar) für maximale Losbrechkraft
und schnelle Ladezyklen sowie »Tool Linkage«
für paralleles Heben sowie präzise Geräteführung
und Gabel-/Palettenarbeit.
Mit dem »L 507 E« präsentierte Liebherr den
ersten elektrifizierten Radlader der Firmengruppe.
Er verbindet die Vorteile eines Liebherr-Stereoladers
mit einem selbst entwickelten batterieelektrischen
Antriebskonzept. Die Leistungsfähigkeit
des »L 507 E« sei identisch mit herkömmlich angetriebenen
Liebherr-Radladern derselben Größenklasse.
Aus dem Bereich der mittelgroßen Radlader
wurde das Modell »L 546« gezeigt, ausgestattet
mit einem Hubgerüst mit Z-Kinematik. Dadurch
sollen sich beim Materialumschlag schnelle Taktzeiten
und dynamische Arbeitsbewegungen ergeben
– auch mit schweren Anbauwerkzeugen wie
Hochkippschaufeln im Recycling. Für Einsätze,
die regelmäßig unterschiedliche Anbauwerkzeuge
erfordern, gibt es einen sichtoptimierten Schnellwechsler
sowie das vollautomatische Schnellwechselsystem
»Likufix«. Weitere Highlights waren die
erstmals gezeigten zwei Prototypen »LH 18 M Industry
G8« und »LH 22 M Industry E G8« der neuen
Generation 8 an Umschlagmaschinen. Ebenfalls
zu sehen war ein Teleskoplader »T 55-7s«, der sich
laut Liebherr ideal für Einsätze in Kompostieranlagen,
dem Recycling oder Heizkraftwerken eignet.
Die Schöffel Pro GmbH überraschte mit einem
ungewöhnlichen Standkonzept in Form einer langen
Präsentationsfläche entlang des Hauptgangs
anstelle eines klassischen Messestands. Besucher
hatten so beim Durchqueren der Halle durchgängig
die Produkte von Schöffel Pro im Blick. Ein Highlight
waren die verschiedenen Workwear-Kollektionen,
darunter vor allem die »Hi-Vis«-Shirts, die
hohe Sichtbarkeit mit klimaregulierenden Materialien
kombinieren – ideal für Arbeitseinsätze bei
hohen Temperaturen.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Daimler
Truck AG standen ein Unimog »U 530« und
die beiden batterieelektrischen Fahrzeuge Mercedes-Benz
»eEconic 400« und »eActros 400« der
zweiten Modellgeneration. Außerdem präsentierte
Mercedes-Benz Trucks ein batterieelektrisches
Entsorgungsfahrzeug, das teilweise aus recycelten
Materialien besteht und begleitend zu einer umfassenden
Studie zur Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich
mit 32 Partnern als Konzeptfahrzeug
gebaut wurde. Theoretisch sind bis zu 80 Prozent
der Hauptmaterialien ersetzbar.
Im Rahmen der IFAT stellte der Spezialfahrzeughersteller
Mulag ein neu entwickeltes Auslegersystem
für den Straßenbetriebsdienst vor. Die
technische Neuentwicklung soll Anwender effektiv
bei ihren täglichen Arbeiten unterstützen.Mit zahlreichen
Reinigungslösungen für den Kommunalbereich
trat die Kärcher Municipal GmbH auf. Eines
der Highlights war das Anbaugerät » CityZASC6« zur
elektrischen Unkrautbeseitigung. Dieses kann mit
den Geräteträgern der Holder »C«-Reihe und »MIC
42« verwendet werden und umfasst einen Generator,
der Strom von bis zu 8 000 V erzeugt.
Unter dem Motto »Löwen im Alltag« stellte
MAN Truck & Bus seine (Elektro-)Mobilitätslösungen
für kommunale Anforderungen vor. Anhand
von drei unterschiedlichen »eTGS« wurden die Vorteile
des modularen Batteriekonzepts aufgezeigt. Je
nach Fahrgestellkonfiguration kann das Rahmenlayout
des »eTGS« drei bis sieben, speziell für den
Einsatz im Nutzfahrzeug optimierte NMC-Hochvoltbatterien
fassen. So lassen sich Reichweite und
Nutzlast bedarfsgerecht auf das jeweilige Nutzungsprofil
des Kunden abstimmen und spezielle Bauraumanforderungen
erfüllen.
Gemeinsam mit Volvo Construction Equipment
und Volvo Penta zeigt die Volvo Group unter dem
Leitspruch »Together Towards Zero«, wie emissionsärmere
Lösungen über den Lkw hinaus gedacht
werden können. Ob Baumaschine, Antriebssystem
oder Nutzfahrzeug: Der Ansatz ist derselbe. So bietet
der ausgestellte 15 t schwere elektrische Radlader
»L90 Electric« eine Hubkapazität von 4,5 t.
Als abgasfreie Lösung eignet er sich ideal für innerstädtische
Arbeitsvorgänge sowie für Bereiche
wie den industriellen Materialumschlag, Forstwirtschaft,
Landwirtschaft und Landschaftsbau, Steinbrüche
und Bergbau sowie Abfall und Recycling.
Volvo gibt eine anwendungsabhängige Laufzeit von
4 bis 5 h an.
Der Termin für die nächste IFAT Munich steht
bereits fest: Die kommende Veranstaltung findet
vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt.
s
92
Juni 2026
Aktuelles
Rückblick SaMoTer
SAMOTER – Die 32. Ausgabe der
SaMoTer ist nach vier Messetagen
mit einem positiven Fazit des
Weitere Highlights stellten die
internationale Beteiligung
dar, die um 38 Prozent zunahm,
Veranstalters zu Ende gegangen:
und ein Plus von 20 Prozent bei
42 000 Fachbesucher aus 78
Ländern fanden den Weg auf
das Messegelände Veronafiere,
wodurch das Ergebnis von 2023
übertroffen wurde. Damals wa-
der Ausstellungsfläche auf insgesamt
52 000 m 2 , verteilt auf sechs
Hallen und drei Außenbereiche.
An der Messe nahmen 526 Aussteller
teil, darunter 124 internationa-
An der Messe nahmen 526 Aussteller
teil, darunter 124 internationale
Unternehmen aus 22 Ländern.
VERONAFIERE S.P.A. SAMOTER
ren an fünf Messetagen 41 000
le Unternehmen aus 22 Ländern.
Besucher gezählt worden. Der
Alle großen globalen Hersteller
statt, die Trend themen behan-
zu gestalten, die noch stärker an
Veranstalter sieht sich in der
von Baumaschinen waren wieder
delten: Digitalisierung, Nach-
den Bedürfnissen der Lieferket-
Wirksamkeit eines kompakteren
in Verona vertreten und präsen-
haltigkeit, Sicherheit, europäi-
te ausgerichtet ist – mit größe-
Formats bekräftigt, das gezielt
tierten die gesamte Bandbreite
sche Vorschriften, Infrastruktur,
rer internationaler Reichweite,
auf die Bedürfnisse der Aussteller
der Branche: Erdbewegung, He-
Markttrends, Ausbildung und In-
einem qualifizierten Fachpubli-
zugeschnitten wurde.
be- und Fördertechnik, Abbruch,
dustriepolitik. »Die Reaktion des
kum sowie Inhalten und Forma-
Bohrtechnik, Brech- und Sieb-
Marktes bestätigt die Richtigkeit
ten, die gezielt auf die Prioritä-
anlagen, Straßenbaumaschinen,
des eingeschlagenen Weges seit
ten der Branche zugeschnitten
Steinbruch- und Baustellenfahr-
der SaMoTer 2023«, erklärte Fe-
sind.« Die nächste Ausgabe der
zeuge, Betontechnik, Ausrüstung,
derico Bricolo, Präsident von Ve-
internationalen Fachmesse für
Komponenten, Ersatzteile, Logis-
ronafiere. »Die technischen Ge-
Baumaschinen findet vom 9. bis
tik und Dienstleistungen. Außer-
spräche, die Ende letzten Jahres
12. Mai 2029 statt und soll er-
dem fanden Konferenzen, Work-
begonnen wurden, haben dazu
neut eine wichtige Plattform der
shops, Seminare und Fachtreffen
beigetragen, eine Veranstaltung
Branche sein.
s
WEIL JEDES PROJEKT
EIN SOLIDES FUNDAMENT
BRAUCHT.
JAN 2026
Maschinen- und Gerätevermietung,
temporäre Infrastruktur und Baulogistik –
natürlich von Zeppelin Rental.
0800 -1805 8888 oder zeppelin-rental.de
Aktuelles Juni 2026 93
AKTUELLES
Wipro Hydraulics übernimmt
Anbaugeräte-Spezialisten Indeco
Dynapac verabschiedet letzten
»SD2500CS«-Großfertiger
INDECO – Kürzlich gab Indeco bekannt, dass eine endgültige Vereinbarung über die
Übernahme durch Wipro Hydraulics, einem Hersteller von Hydraulikzylindern und Teil
der Wipro Infrastructure Engineering-Gruppe, die zu den führenden internationalen
Akteuren im Bereich der Industrietechnik zählt, unterzeichnet worden war.
(v. l. n. r.) Sitaram
Ganeshan, Susanna
Vitulano und Pratik Kumar.
Dieser Zusammenschluss ist nicht nur
eine geschäftliche Vereinbarung, sondern
das Zusammentreffen zweier Marktführer:
Indecos jahrzehntelange Fertigungskompetenz
trifft auf Wipros globale
Stärke. »Gemeinsam sind wir bereit, neue
Grupo Roxu übernimmt dritten Steiger
»T 900 HF« von Ruthmann auf der Smopyc 2026
RUTHMANN – Das spanische Unternehmen Grupo Roxu setzt erneut auf
Ruthmann und hat im Rahmen der Messe Smopyc 2026 in Zaragoza seinen
dritten »T 900 HF« übernommen. Mit dieser weiteren Investition baut das Unternehmen
seine Flotte an Lkw-Arbeitsbühnen im Segment der Großgeräte weiter aus.
Die erneute Entscheidung für den Steiger
»T 900 HF« unterstreiche laut Unternehmen
das Vertrauen in die Ruthmann-Lösungen.
Ausschlaggebend seien
dabei insbesondere die hohen Arbeitsbereiche,
die flexible Einsatzfähigkeit
sowie die positive Erfahrung mit dem
technischen Support durch Amco Machinery
& Consulting gewesen, den offiziellen
Vertriebs- & Servicepartner von
Ruthmann in Spanien. Der »T 900 HF«
bietet eine Arbeitshöhe von 90 m, eine
maximale Korblast von 600 kg sowie eine
seitliche Reichweite von bis zu 42 m.
Ausgestattet mit dem »highflex«-Rüssel
INDECO
Gebiete zu erschließen und eine breitere
Marktpräsenz sowie technologische Kompetenz
zu gewährleisten: Der Beitritt zur
Wipro-Gruppe wird es uns ermöglichen,
die Produktentwicklung zu beschleunigen,
unsere industrielle und kommerzielle
Struktur zu stärken und Produktionsprozesse
zu optimieren«, wie Indeco mitteilt.
Trotz derglobalen Ausrichtung sollen die
Wurzeln fest verankert bleiben. Die Produktion
wird vor Ort verbleiben und die
Familie Vitulano wird weiterhin in die Unternehmensführung
eingebunden sein,
gemeinsam mit dem Management der internationalen
Niederlassungen, um sowohl
operative als auch strategische Kontinuität
zu gewährleisten. »Nach 50 Jahren
beginnt ein neues und bedeutendes Kapitel
in unserer Geschichte«, sagt Michele
Vitulano, Global Sales & Marketing Manager
bei Indeco, der insbesondere lobt, dass
Wipro die Werte von Indeco teile.
(220°-Schwenkwinkel) und dem »highflex«-Korb
(440°-Drehwinkel), ermögliche
die Maschine maximale Flexibilität
bei komplexen Arbeitseinsätzen. Ein zentrales
Merkmal sei das integrierte dynamische
Reichweiten System (DRS), das eine
Echtzeit-Berechnung der Reichweite
auf Basis der individuellen Maschinenkonfiguration
ermögliche. Ergänzt werde
dies durch das bewährte Doppel-Konzept
mit »Sky Performance«- und »Height
Performance«-Modus, das sowohl vertikales
Arbeiten als auch maximale seitliche
Reichweite effizient kombiniere, wie
Ruthmann an dieser Stelle mitteilt. Mit
der Übergabe des dritten Steigers setze
Grupo Roxu ein klares Zeichen für weiteres
Wachstum und stärke gleichzeitig die
langjährige Partnerschaft.
d
d
Feierliche Verabschiedung
der Baureihe in Wardenburg.
DYNAPAC – Mit einem besonderen Moment
ging im Werk in Wardenburg die Produktion
der bewährten »SD2500er«-Reihe zu Ende: Der
letzte Fertiger ist nunmehr vom Band gelaufen,
ein echter Meilenstein in der Unternehmensgeschichte
seit seinem Start im Jahr 2019. Bei Sonnenschein
versammelten sich die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, um diesen Anlass gemeinsam
zu feiern. Als Zeichen der Verbundenheit
unterschrieben alle Beschäftigten, einschließlich
der gesamten Dynapac-Geschäftsführung,
auf der Seitentür der letzten Maschine. Bei seiner
Rede würdigte Mathias Kayser, Werksleiter
Dynapac Wardenburg, diesen besonderen Moment
und dankte den Teams für ihr Engagement
und ihre hervorragende Arbeit. Und auch M.
Jean-Claude Fayat, Präsident der Fayat Group,
ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu unterschreiben.
Seit 2017 ist Dynapac
Teil des französischen
Baukonzerns Fayat Group.
Im Anschluss wurde auf die
gemeinsamen Erfolge angestoßen,
bevor ein großes
Gruppenfoto das Ereignis
festhielt. Der Abschied von
der »SD2500«-Reihe erfolgt
mit einem lachenden und
einem weinenden Auge.
Das Ende schafft gleichzeitig
Raum für die Zukunft:
Mit der neuen »SD25«-Reihe, einschließlich
des vollelektrischen Großfertigers, des »Protac
Spraypaver« und sowie des »Imix Feeder«, richtet
sich der Standort konsequent auf kommende
Anforderungen und Innovationen aus. Das
Unternehmen blickt stolz auf die vergangenen
Jahre zurück und gleichzeitig mit großer Zuversicht
nach vorn – bereit für die nächsten Kapitel
der Erfolgsgeschichte. Dynapac ist Anbieter von
Hightech-Boden- und -Asphaltwalzen, leichter
Verdichtung sowie Straßenfertigern und hat
sich zum Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit
seiner Kunden zu stärken, als Partner »on the
Road ahead«.
DYNAPAC (2)
Die letzte vom Band
gelaufene Maschine
wurde von allen
signiert.
d
94
Juni 2026
Aktuelles
Erster Spatenstich markiert
Beginn der Bauphase
Feierlicher erster Spatenstich:
Bosch Beton investiert in die
eigene Zukunftsfähigkeit.
BOSCH BETON – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Bau
des neuen Produktionsstandorts von Bosch Beton in Münsingen offiziell
begonnen. Dieser Moment markiert den offiziellen Start der Realisierung
des Projekts. Für Bosch Beton beginnt damit ein neues Kapitel in
Deutschland. In Münsingen realisiert das Unternehmen nicht nur einen
Produktionsstandort, sondern schafft eine nachhaltige Basis für seine
Aktivitäten in einem der wichtigsten Märkte für das Unternehmen.
Der Fokus liegt laut Unternehmen auf der Produktion hochwertiger
Betonlösungen, insbesondere auf Stützwänden mit Höhen
von 50 cm bis zu 7,5 m, sowohl für den deutschen Agrarmarkt als
auch für den Straßen- und Infrastrukturbau. Der Standortentscheidung
ging eine sorgfältige Suche voraus. Bosch Beton prüfte mehrere
Optionen in Süddeutschland, insbesondere im wirtschaftlichen
Dreieck zwischen Nürnberg, München und Stuttgart. Geeignete Industrieflächen,
die sowohl kurzfristig verfügbar als auch langfristig
zukunftsfähig sind, sind dabei begrenzt. In Münsingen erkannte
Bosch Beton eine Kombination aus mehreren entscheidenden Vorteilen:
ein modernes Industriegebiet in Entwicklung, eine gute infrastrukturelle
Anbindung sowie eine Kommune, die das Projekt von
Beginn an offen und konstruktiv begleitet. Ausschlaggebend war für
BOSCH BETON
Bosch Beton nicht allein die Verfügbarkeit des Grundstücks, sondern
vor allem auch die angenehme und partnerschaftliche Zusammenarbeit
mit der Stadt Münsingen. Darüber hinaus bietet die Region
eine hohe Lebensqualität, gute Bildungseinrichtungen und eine
starke lokale Identität. Als Familienunternehmen ist es Bosch Beton
wichtig, Teil einer Region zu werden, in der Menschen gerne leben
und arbeiten. Bosch Beton beabsichtigt, zukünftige Mitarbeiter lokal
zu rekrutieren und sich langfristig in Münsingen zu verankern.
Die Entwicklung des Standorts Münsingen erfolgt in mehreren Phasen.
In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf dem Bau der Produktionsanlage
sowie dem Aufbau der organisatorischen Struktur.
Die Position des Standortleiters wurde bereits mit Gerd Baur besetzt,
der gemeinsam mit dem bestehenden Managementteam den Aufbau
des neuen Standorts vorantreibt. Parallel dazu hat die Rekrutierung
neuer Kollegen begonnen.
d
Strategische Partnerschaft für Skandinavien
zwischen CMC und Maskin Experten
CMC ARBEITSBÜHNEN – Der italienische Hersteller CMC, ein Spezialist
für selbstfahrende Raupen-Hubarbeitsbühnen, gab kürzlich die Unterzeichnung
eines Vertriebsvertrags mit dem schwedischen Unternehmen
Maskin Experten bekannt.
Die Vereinbarung, die bereits im April in Anwesenheit von Alessandro
Mastrogiacomo, Vertriebs- und Marketingleiter bei CMC,
Federico Tomba, Exportbereichsleiter bei CMC, sowie Marcus Berg als
Vertreter von Maskin Experten unterzeichnet wurde, macht letzteres
Unternehmen zum exklusiven CMC-Händler für Schweden und Finnland.
In einer späteren Phase soll diese Exklusivität auf weitere Länder
in der skandinavischen Region ausgeweitet werden. CMC verfolgt
seine Konsolidierungsstrategie auf den internationalen Märkten durch
den Ausbau seines Netzwerks qualifizierter Partner. Mit über 30 Jahren
Erfahrung im Hebemarkt und mehr als 200 Mitarbeitern in vier Niederlassungen
erzielt das Unternehmen einen Jahresumsatz von über
80 Mio. Euro. CMC investiert über 20 Prozent seines Umsatzes in Forschung
und Entwicklung und wird dabei von einem robusten Netzwerk
aus mehr als 50 Händlern auf fünf Kontinenten unterstützt. Die vollständig
in Italien entwickelten und hergestellten Raupen-Hubarbeitsbühnen
von CMC werden in über 30 Ländern verkauft und durchlaufen
strenge, zertifizierte Qualitätskontrollprozesse. Maskin Experten ist
hingegen ein schwedischer Anbieter von Maschinen, Dienstleistungen
und Aftermarket-Lösungen, die speziell auf Unternehmen aus den Bereichen
Industrie, Logistik und Bauwesen zugeschnitten sind. Das Unternehmen
verfolgt einen langfristigen Ansatz.
d
Auktion: Zuschlagsumme
von 19,5 Mio. Euro erzielt
EURO AUCTIONS – Bei seiner jüngsten Auktion in Dormagen erzielte
Euro Auctions einen starken Zuschlagssumme von 19,5 Mio. Euro. Die
Auktion zog Käufer aus ganz Europa und darüber hinaus an und festigte
laut eigener Aussage die Position des Standorts als einer der wichtigsten
Auktionsstandorte.
Von dem erzielten Gesamtumsatz wurden 15,58 Mio. Euro online erzielt,
weitere 3,9 Mio. Euro wurden im Auktionssaal verkauft. Dies
unterstreiche die anhaltende Wirksamkeit des hybriden Verkaufsformats
von Euro Auctions, das eine starke physische Präsenz mit globaler
digitaler Reichweite verbinde. Die Auktion zog 250 Anbieter an, die
insgesamt 4 932 Lose einlieferten, darunter Baumaschinen, Industrieausrüstung,
Anlagen, Transportmittel und ein deutlich erweiterter Bereich
für landwirtschaftliche Maschinen. Insgesamt registrierten sich
2 795 Kunden für die Auktion im März, was einem starken Anstieg von
30 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im März 2025 entspricht,
so Euro Auctions. Mehr als 500 dieser Registrierungen entfielen auf Erstkäufer,
von denen etwa 10 Prozent zu erfolgreichen Käufern wurden,
was sowohl die Stärke der Nachfrage als auch das anhaltende Wachstum
der Käuferbasis von Euro Auctions in Deutschland unterstreiche.
Die Käufer kamen aus ganz Europa, Skandinavien, Nordafrika, dem Nahen
Osten, Asien sowie aus Großbritannien und Irland. Festhalten lässt
sich, dass Euro Auctions hier mit seinem Auktionsaufgebot seit Jahren
einen Zulauf verzeichnet. Der Markt, so scheint es, setzt gerade in angespannten
Wirtschaftszeiten darauf, kosteneffizient und individuell
auf den expliziten Bedarf angepasst einzukaufen.
d
Aktuelles Juni 2026 95
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen
Seite
A Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH 76
A Ammann ABG Allgemeine Baumaschinen GmbH 38
A Ammann Verdichtung GmbH 41
B BKT Europe Sri 78
B Bohnenkamp SE 13
B Bosch Beton 95
B Bosch Rexroth AG 12, 68
B Brenderup GmbH 89
B Brigade Electronics (EU) BV 86
C Carhartt EMEA B.V. 81
C CMC Arbeitsbühnen GmbH & Co. KG 95
C Coreum GmbH 42
D DAF Trucks Deutschland GmbH 14
D Develon Construction Equipment 18
D DKS Technik GmbH 74
D DMS Technologie GmbH 59
D Doosan Bobcat EMEA 10
D Dynapac GmbH 94
E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH E/D/E 44
E Epiroc Construction Tools GmbH 53
E ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH 86
E Euro Auctions 95
F Flottweg SE 15
G Geoplan GmbH Planungsabteilung 15
H Hain GmbH 60
H HD Hyundai Construction Equipment Europe 28
H Helly Hansen Deutschland GmbH 82
H Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH 36
H Heuver Bandengroothandel B.V. 78
H Horton Europe GmbH & Co. KG 70
H Indeco Deutschland GmbH 14
I Indeco Ind. S.p.A. 94
K Kaeser Kompressoren SE 72
K Kässbohrer Sales GmbH 84
K Kramp GmbH 15
L Lee – Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH 14
L Liebherr Hydraulikbagger GmbH 57
M Makita Werkzeug GmbH 67
M Mann + Hummel Automotive GmbH 71
M MB S.p.A 52
M Moog Rekofa GmbH 69
M Moravia Akademie + Verlag GmbH 85
N Nilfisk GmbH 77
O Oiltesco GmbH 62
O Optimas Maschinenfabrik H. Kleinemas GmbH 39
O OSA Anbaugeräte GmbH 54
R Rosenberger Telematics GmbH 87
R Ruthmann Holdings GmbH 94
S SAF-Holland GmbH 66
S Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 35
S Sortimo International GmbH 88
S Steelwrist Deutschland GmbH 12, 50
T Techtronic Industries Central Europe GmbH 80
T Tibatek GmbH 58
T Tyrolit Construction Products GmbH 75
V Volvo Construction Equipment Germany GmbH 14
W Welte Cardan-Service GmbH 67
W Westtech Maschinenbau GmbH 61
Y Yanmar C.E. Europe S.A.S. 34
Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 12, 24, 37, 49
IMPRESSUM
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VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
baumagazin@sbm-verlag.de
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GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-0)
Joachim Plath (-0)
Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)
OBJEKTLEITUNG
Tobias Haslach (-39)
REDAKTION
Dan Windhorst
Thomas Seibold
Jessy von Berg
KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT
Norman Zenzinger (-33)
ANZEIGENDISPOSITION
Benjamin Chucholowski (-18)
Emilie Plath (-45)
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Simon Schmalholz (-13)
1 10.05.21 11:
MAGAZIN-LAYOUT
Lisa Schröder Leitung (-23)
Jessica Grahle (-0)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
LESER- UND ABONNENTENSERVICE
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Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,
Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de
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BEILAGEN
Dieser Ausgabe liegen Beilagen für Geoplan bei.
AUTORENBILDER
Petra Reger; Markus Maier
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Doosan Bobcat; Develon; HD Hyundai; Caterpillar
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ISSN 1610-3785
Alle Rechte vorbehalten.
© Layout-Konzept: Thomas Schürger
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom
1. Januar 2026. Für unverlangt eingesandte
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96
Juni 2026
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