Aktuelle Ausgabe Haus+Hof zum Download - RUHR MEDIEN ...

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träglich installierbar. Zwischen

2.000 und 2.500 Euro muss

man für eine effiziente einbruchhemmende

Grundsicherung in

der Regel veranschlagen.

Wichtig ist, dass Fenster und

Türen nicht nur von der Griffseite,

sondern auch von der Band- bzw.

Scharnierseite gesichert werden.

Andernfalls kann das Bauteil

nämlich einfach von der ungeschützten

Seite her aufgehebelt

werden. Sicherheit bei Fenstern

heißt, dass es rundum verlaufende

Sicherheitsverriegelungen mit

möglichst vielen Verriegelungspunkten

gibt. Dafür besonders

geeignet sind Pilzkopf-Zapfen,

die beim Verriegeln in das Stahl-

Schließblech des Fensterrahmens

greifen. Abschließbare Griffe allein

bieten keinen Schutz gegen

das Aufhebeln. Und noch etwas

sollte längst allgemein bekannt

sein: Fenster in Kippstellung sind

für Einbrecher eher Einladung als

Hindernis.

Fenster beidseitig sichern

Fensterbeschläge kann man

auch von einem Fachbetrieb

nachrüsten lassen. Am sinnvollsten

ist es natürlich, bei Neu-

und Umbauten gleich geprüfte

einbruchhemmende Fenster,

Balkon- und Terrassentüren

mindestens der Widerstandsklasse

(WK) 2 einzubauen. WK 2

bedeutet, dass ein Gelegenheitstäter

mindestens drei Minuten

braucht, um mit einfachem

Werkzeug wie Schraubendreher,

Zange oder Keil ein verriegeltes

oder verschlossenes Bauteil

aufzuhebeln.

Zusätzlichen Schutz bieten moderne

Rollläden, bei denen eine

Sicherung das Hochschieben von

außen verhindert. Wichtig bei

Türen: Das Zylinderschloss sollte

bündig mit dem Türbeschlag

abschließen, damit es nicht

mit einer Zange herausgezogen

werden kann. Mehrfachverriegelungsschlösser

verbessern die

Sicherheit.

Alarmsysteme nach Maß

Elektronische Alarmanlagen

können die mechanischen Sicherungsmaßnahmen

gut ergänzen.

Man unterscheidet dabei

zwischen der sogenannten

Gelegenheit macht Diebe...

Wenn jetzt die Tage kürzer werden und die frühe Dämmerung Einbrechern Schutz vor dem Entdecken

bietet, steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche drastisch an. Im Vergleich zum Sommer wird

im Spätherbst und Winter fast doppelt so oft eingebrochen .

„Effektiver Schutz gegen Einbrecher fängt bei einfachen Verhaltensregeln an“, unterstreicht Dr.

Helmut Rieche von der bundesweiten Initiative für aktiven Einbruchschutz “Nicht bei mir!“, in der

sich die Polizei und Verbände der Sicherheitswirtschaft zusammengeschlossen haben. Angekippte

Fenster und Terrassentüren seien nahezu eine Einladung für Diebe, nur ins Schloss gezogene

Türen stellten kaum ein Hindernis dar. Bei längerer Abwesenheit empfehlen die Experten, über

Zeitschaltuhren zeitweise Räume zu beleuchten und so Anwesenheit vorzutäuschen. Verschiedene

strategisch platzierte Bewegungsmelder und Scheinwerfer im Außenbereich nehmen Einbrechern

den Schutz der Dunkelheit.

Den wirkungsvollsten Schutz bietet die richtige Sicherheitstechnik, denn fast 40 Prozent aller

Versuche scheitert bereits an geeignetem Einbruchschutz. Einbruchhemmende Fenster und Türen

verhindern zum Beispiel das sekundenschnelle Öffnen einer Terrassentür mit einem Schraubendreher.

Alarmanlagen bieten einen Zugewinn von Sicherheit und Komfort und tragen dazu bei,

die Einbrecher zu schnappen. In mehr als 50 Prozent der Fälle, in denen ein Einbruch durch eine

Alarmanlage mit sogenanntem „stillem Alarm“ verhindert wurde, konnten der oder die Täter in

flagranti erwischt und dingfest gemacht werden . „Stiller Alarm“ ist die lautlose Alarmweiterleitung

an einen Sicherheitsdienst.

Ob das richtige Sicherheitsschloss, verschließbare Fenstergriffe oder die über Bewegungsmelder

gesteuerte Außenbeleuchtung: Bürger und Gewerbetreibende können sich auf der Website www.

nicht-bei-mir.de über die Schwachstellen von Wohnungen, Häusern und Büros sowie über geeignete

Schutzmaßnahmen informieren. Mit der Expertensuche der Initiative unter www.experten-gegeneinbruch.de

findet sich schnell der Kontakt zu qualifizierten Unternehmen der Sicherheitsbranche

und zu Spezialisten, die individuell zu Fragen rund um den Einbruchschutz beraten.

Initiative "Nicht bei mir!"

Fallenüberwachung, bei der

bestimmte Bereiche durch einen

Bewegungsmelder kontrolliert

werden, und der Außenhausüberwachung,

die über Kontakte

an Fenstern und Türen erfolgt.

Statt Verkabelung kommt dabei

heute meist moderne Funktechnologie

zum Einsatz, externe

Sirenen sind oft nicht mehr vorgesehen.

Ausgelöst wird dafür ein

interner oder telefonischer Alarm.

Der kann, muss aber nicht zu

einem Wachdienst aufgeschaltet

sein. Es ist auch möglich, die Personen,

die im Ernstfall informiert

werden, individuell festzulegen.

Alarmanlagen mit fixer Basiskonstellation

zum Selbsteinbau gibt

es schon im zweistelligen Eurobereich.

Installation und Wartung

überlässt man trotzdem besser

einer Fachfirma. Nach oben

gibt es kaum Grenzen: Profi-

Alarmanlagen im gehobenen

Privathausbereich mit individueller

Schwachstellenanalyse

kosten ab etwa 3.000 Euro. Der

Preis für die Aufschaltung zum

Wachdienst ist je nach Größe

des Objekts und der vertraglichen

Bindung sehr unterschiedlich.

Schwäbisch Hall

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