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Der Harz_06_26_I

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AKTUELL

Niedersachswerfen erinnert an Lorenz Rhodomann

Ein Stück kulturelle Identität von Harztor

Etwa 30 Gäste, interessierte Bürgerinnen

und Bürger sowie die Bürgermeister

Stephan Klante (Gemeinde Harztor) und

Thomas Apel (Ortschaft Niedersachswerfen)

kamen zur feierlichen Eröffnung

der neuen Gedenktafel für Sachswerfens

berühmten Sohn Lorenz Rhodomann in

der gleichnamigen Straße.

Eingeladen hatte das Seniorenheim Haus

Harztor (soweno), dessen Leiter Dirk Erfurt

die Gäste herzlich begrüßte und die Enthüllung

übernahm. Die Bürgermeister dankten

der Initiative, die mit der Tafel ein Stück

Heimatgeschichte und kulturelle Identität

sichtbar macht.

„Harztor hat viel zu bieten – Lorenz Rhodomann

ist ein herausragendes Beispiel“,

betonte Bürgermeister Klante.

Ortschaftsbürgermeister Thomas Apel freute

sich besonders über die neue, hochwertige

Gedenktafel in der Rhodomannstraße,

die über Barcodes nun die deutsche Version

des Rhodomann Epos Ilfelda Hercynica

bietet – ein Stück kultureller Identität für

Harztor und ein berühmtes Heimatlied.

Nach der Enthüllung lud soweno zu Kaffee

und belegten Brötchen ein. In der entspannten

Runde kam es zu vielen guten

Gesprächen zwischen Bürgern, Gästen und

Verantwortlichen. Ein herzliches Dankeschön

gilt dem gesamten soweno Team für

die Vorbereitung, die Gastfreundschaft und

die verlässliche Unterstützung.

Im anschließenden Vortrag spannte Tim

Schäfer den Bogen vom „wohl klügsten

Bauernsohn“ Rhodomann bis zur kulturellen

Identität Harztors. Er schilderte, wie

der junge Lorenz durch die Förderung des

Pfarrers Andreas Wacker und später des

Humanisten Michael Neander seinen Weg

vom Dorfkind zum europaweit gefeierten

Gelehrten fand.

Rhodomanns Worte über Ilfeld – „Ilfeld,

liebliche Wohnung der frommen Musen,

mein Ilfeld!“ – zeigen seine tiefe Verbundenheit

mit der Region.

Schäfer erinnerte daran, dass Rhodomann

seinerzeit als „alter Homer“ geehrt wurde

– ein Titel, der heute mit einem Augenzwinkern

auch als „voll lit“ verstanden werden

könnte. Humorvoll und zugleich respektvoll

verband der Vortrag Geschichte mit

Gegenwart:

„Wenn junge Menschen heute bei ‚alter

Homer‘ schmunzeln und zugleich wissen,

wer dieser Mann war – dann hat die Tafel

ihr Ziel erreicht.“

Mit der neuen Gedenktafel wird Rhodomanns

Werk wieder zugänglich. Sie steht

würdevoll für Bildung, Herkunft und die

Kraft regionaler Geschichte – und dafür,

dass große Geister oft aus kleinen Orten

kommen.

Dank gilt den Sponsoren Herr Benjamin

Lukat und Herr David Lukat für die Unterstützung

des Projekts sowie Reimut

Baumgarten aus Niedersachswerfen für

das durchdachte Design und die inhaltliche

Gestaltung der Tafel. Ein weiterer Dank geht

an die Gemeinde Harztor und den Bauhof

Harztor.

Tim Schäfer

Dirk Erfurt

10 06 | 2026

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