Alster Magazin 06-2026
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ALSTER
LOCAL | PEOPLE | LIFESTYLE | 06 2026
MAGAZIN
CHARITY
KOCHEN FÜR
den guten Zweck
VISIONÄR
KULINARIK & DESIGN:
Das Hotel Atlantic erfindet sich neu
© OLIVER HELBIG
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KOLUMNE
LIEBE LESERINNEN & LIEBE LESER
Gleich drei Mal geht es in dieser Ausgabe - neben
vielen anderen schönen Dingen des Lebens -
um die Kulinarik. Von der Sterneküche über
traditionelle Seelenwärmer bis hin zum Selberkochen.
Kürzlich hatte ich das Vergnügen, die mit
einem Michelin-Stern ausgezeichnete Küche des Atlantic
Restaurants genießen zu dürfen. Küchenchef Fokke Mick
hat seine neu interpretierte klassisch-französiche Küche
mit internationalen Einflüssen vorgestellt. Besonders überrascht
und begeistert haben dabei die fein ausgewogenen
Aromenspiele. Mehr zu den Neuerungen gibt es auf Seite
18. Ebenfalls zu Gast sein durfte ich beim „OmaLiebe
Lunch Club“. Wie der Name bereits verrät, gibt es von
Omas im Alter zwischen 62 und 88 Jahren liebevoll
gekochte Gerichte, die einen in die Kindheit und Jugend
zurückversetzen. Ich hatte mit Hack gefüllte Paprika.
Lecker! Es geht im Club aber nicht nur ums Kochen,
sondern auch um Gemeinschaft und den guten Zweck.
Mehr dazu auf Seite 26. Um leckeres Essen geht es auch
bei unserem aktuellen Kochbuchtipp. Die Hamburgerin
Anne-Katrin Weber hat es geschrieben und entführt darin
nach Frankreich. Dabei liegt der Autorin, die bereits 41
Kochbücher veröffentlicht hat, vor allem eine grüne Küche
am Herzen. Nachkochen lohnt sich (S. 28).
Lohnen tut sich auch das Engagement rund um den Verein
HerzPiraten, der herzkranken Kindern Erfolgserlebnisse
durch Teamgeist und Gruppendynamik ermöglichen
möchte. Initiatorin Nova Meierhenrich hat dazu eine
Regatta auf der Alster ins Leben gerufen. Gerade gab es
die 10. Auflage. Top! Mehr dazu auf Seite 16.
Dazu haben wir wieder viele Tipps und Termine im Magazin.
So bieten sich beispielsweise Besuche beim Triathlon,
den Hamburger Stiftungstagen, der Triennale der Photographie
oder der 7er-Rugby-Europameisterschaft an.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und jede Menge
Inspirationen.
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Kai Wehl,
Chefredakteur
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Fokke Mick, Küchenchef im
Atlantic Restaurant. Mehr
über ihn und Neues aus dem
Hotel gibt es auf S. 18
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ALSTER | 3
INHALT
28
LECKER: GRÜNES
FRANKREICH
INHALT
© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch (2)
03 EDITORIAL
06 NEWS
Premiere der Tanztriennale, Preis für Eppendorfer
„Lokalheldin“, Beratungsangebot für Eltern
08 NEWS
Hamburger Stiftungstage und ein Abend des Erinnerns
9 IMMOBILIEN
Expertentipp zur Bedeutung der energetischen Sanierung
10 NEWS
Neues Brunch-Angebot, Triathlon und Rugby in Hamburg
12 VERANSTALTUNGSTIPPS
Von Weinfest über Klassik bis Jazz-Klänge
14 FOTOKUNST
Ausstellungen bei der Triennale der Photographie
15 EUROPAPASSAGE
Klettern mitten im Einkaufszentrum
16 CHARITY
10. HerzPiraten Regatta und neues Zentrum am
UKE eröffnet
18 ATLANTIC HOTEL
Neue Gestaltung und kulinarische Highlights
20 FOTOGRAFIE
Ein Künstler stellt sich vor
22 BADEZEIT
Über die Pläne für ein Naturfreibad in der Alster
24 INTERVIEW
Gisela Graichen über ihr Buch zu Dschingis Khan
26 GESPRÄCH
Boris Rogosch über das Projekt
„OmaLiebe Lunch Club“
28 FOOD
Leichte und grüne Gerichte aus Frankreich
32 IMMOBILIEN / IMPRESSUM
Wie viel Wohnraum bekommt man noch für 1.000 €?
34 WHAT‘S UP IN TOWN
Pflegemahl und Charity-Vernissage
der Stiftung Kinderjahre
4 | ALSTER
INHALT
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ALSTER | 5
NEWS
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© Öncü Gültekin
PREMIEREN-
TANZTRIENNALE
Die erste Ausgabe der Tanztriennale erkundet das
unglaubliche Potenzial des Tanzes – als Kunstform, als
soziale Kraft, als Impuls für neue Perspektiven. Über
Kulturen, Communities und Generationen hinweg lädt die
Tanztriennale vom 14. bis zum 21. Juni Tanzschaffende und
die breite Öffentlichkeit ein, zuzuschauen, mitzumachen,
nachzudenken, ins Gespräch zu kommen und zu tanzen!
Ideengeberin, Initiatorin und Förderin der Tanztriennale
ist die Kulturstiftung des Bundes. Im Rahmen eines bundesweiten
Auswahlverfahrens erhielt die Stadt Hamburg
den Zuschlag gemeinsam mit dem Tanztriennale Hamburg
e.V. – ein Zusammenschluss aus dem Hamburg Ballett/
Hamburgische Staatsoper, Kampnagel Internationale
Kulturfabrik GmbH und K3 – Choreographisches Zentrum I
Tanzplan Hamburg . Die Hamburger Behörde für Kultur und
Medien fördert die Tanztriennale ebenfalls substanziell.
Das Programm der ersten Tanztriennale kuratieren die
beiden künstlerischen Co-Leiterinnen Gwen Hsin-Yi Chang
und Monica Gillette. Tipp: Gehen Sie gleich zu Beginn der
Tanztriennale zur Open-air City Parade mit mehr als 550
Tänzer*innen. Startpunkt ist am 14.06. um 14 Uhr vor dem
Museum der Arbeit. Mehr Infos und alle Vorstellungen
unter www.tanztriennale.de
Tanz im öffentlichen Raum: Regina Rossi mit POLIPOLIS –
einem performativem Audiowalk, der die Hamburger Innenstadt
bespielt.
Cornelia
Poletto und
Katrin Koch
(r.)
Wenn das
Kind nicht
schlafen will,
ist guter Rat
willkommen.
„LOKALHELDIN“
KOMMT AUS HAMBURG
Kleine Cafés und Restaurants sind für viele Menschen weit mehr
als ein Ort zum Essen: Sie sind Treffpunkt, Arbeitgeber und
ein Stück lokaler Identität. Gleichzeitig stehen viele Betriebe
aufgrund hoher Kosten und Fachkräftemangel stark unter Druck.
Aus diesem Grund haben die Online-Druckerei VistaPrint und
die Spitzenköchin Cornelia Poletto die bundesweite Aktion
„Lokalhelden gesucht“ ins Leben gerufen, um kleine Unternehmen
zu unterstützen, Unternehmen – ihnen zu helfen, sich professionell
zu präsentieren und zu wachsen. 200 Betriebe hatten sich
beworben, prämiert wurde in diesem Jahr Katrin Koch, Inhaberin
des Frühstückscafés kropkå im Eppendorfer Weg. Sie erhielt von
Cornelia Poletto einen Scheck über 20.000 Euro von VistaPrint
und 1.000 Euro Produkt-Guthaben. Mehr Infos: www.vistaprint.de
© VitaPrint
EIN GUTER RAT
ZUR RICHTIGEN ZEIT
Jede*r von uns braucht ab und an einen guten Rat – bei Eltern ist
das nicht anders. Warum schläft mein Kind nicht durch, wie schaffen
wir den Einstieg in die Beikost, wie verhandeln wir als Paar
unseren Alltag mit Baby neu oder was tun, wenn mir alles zu viel
wird? So unterschiedlich die Themen, Sorgen und Fragen sind, so
vielseitig ist das Beratungsangebot für Eltern in Hamburg. Die
Evangelische Familienbildung steht mit ihrem breiten Beratungsangebot
Eltern zu allen Alltagsfragen zur Seite – von der
Kurberatung über die Paarberatung bis zur Schlafberatung. Die
erfahrenen Berater*innen sind qualifiziert und helfen entspannt
und zugewandt, Themen zu sortieren und Fragen zu klären.
Mehr Infos und Anmeldung unter www.fbs-eppendorf.de in der
Kategorie „Wissenswertes & Beratung“.
6 | ALSTER
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Ob Eigentumswohnung, Einfamilienhaus, Stadtvilla oder Mehrfamilienhaus – jede Immobilie erzählt
ihre eigene Geschichte. Deshalb ist eine Vermarktung entscheidend, die individuelle Faktoren wie
Charakter und Lage berücksichtigt und das Potenzial bestmöglich herausarbeitet.
Gerade in einem bewegten Markt kommt es darauf an, Chancen realistisch einzuschätzen und Entscheidungen
auf einer verlässlichen Grundlage zu treffen. Mit über 33 Jahren Erfahrung, ausgeprägter
Marktkenntnis und einem feinen Gespür für Menschen und Immobilien begleiten wir Eigentümer in
Hamburg und Umgebung auf dem Weg zum erfolgreichen Verkauf.
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Sie möchten wissen, welchen Wert Ihre Immobilie aktuell hat oder
denken über einen Verkauf nach? Dann sprechen Sie uns gerne an
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Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.
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Rothenbaumchausee 103, 20148 Hamburg
BÜRO ALSTERTAL
Hummelsbüttler Hauptstraße 59, 22339 Hamburg
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040 53 88 88 88
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© Stiftungsbüro Hamburg / Sven Wied
19.-28. JUNI: HAMBURGER STIFTUNGSTAGE 2026
Unsere Stadtgesellschaft lebt von und durch Menschen, die jeden
Tag gemeinsam das soziale Gefüge Hamburgs modellieren. Viele
von denen, die dabei dauerhaft etwas bewegen wollen, organisieren
sich in Stiftungen und engagieren sie sich in den Bereichen
Politik, Sport, Umwelt, Kultur, Inklusion, Kinder und Familie,
Geschichte und Gesellschaft. Das bürgerschaftliche Engagement
in Stiftungen hat in Hamburg eine über 800 Jahre währende
Tradition – kein Wunder also, dass Hamburg mit mehr als 1.500
Stiftungen die deutsche Hochburg des Stiftungswesens ist.
Was Stiftungen tun und wie sich alle, die mögen, aktiv einbringen
können, ist immer noch nicht bekannt genug! Deswegen feiern die
Stiftungen der Hansestadt auch in diesem Jahr die Hamburger
Die Stiftungstage
bieten zahlreiche Ausstellungen,
Lesungen,
Events für Kinder
und Jugendliche,
eine Fahrradtour mit
Baumpflanzaktion,
Siebdruck-Workshops,
Konzerte,
Theater und und und...
Stiftungstage. Zum 11. Mal öffnen vom 19. bis 28. Juni über 150
Stiftungen ihre Türen - von Allermöhe bis Rissen, von Harburg bis
Volksdorf zeigen sie in vielen Veranstaltungen buchstäblich, was
in ihnen steckt. Das Programm umfasst über 250 Termine und
Angebote. Viele Veranstaltungen kostenfrei, bei Veranstaltungen
mit begrenzten Kapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich.
Zwei Highlights sind Hamburgs längste Tafel für Demokratie,
Vielfalt und Zusammenhalt auf dem Rathausmarkt am Samstag,
dem 20.6. ab 12 Uhr und am Mittwoch, 24.6. um 19 Uhr der
Stiftungstage-Talk u.a. mit Rolf Zuckowski in der JazzHall
Hamburg unter dem Motto „Herzenssache stiften“.
Mehr Infos und alle Termine: www.hamburger-stiftungstage.de
„SPUREN AN DER
ROTHENBAUMCHAUSSEE 26“
Das Kulturnetzwerk MIT . 2 . WO lädt am 18. Juni in Kooperation
mit dem Bürgerverein vor dem Dammtor / Pöseldorf zu einem
besonderen Abend des Erinnerns ein und präsentiert im Rahmen
des Besuchsprogramm des Hamburger Senats - es ermöglicht
jüdischen ehemaligen Hamburgerinnen und Hamburgern sowie
ihren Nachkommen die Rückkehr in die Stadt ihrer Vorfahren -
eine besondere Familiengeschichte. Denn diesem Jahr kommt
Inés Gross aus Buenos Aires in die Hansestadt. Sie ist die Enkelin
von Harry und Gretchen Meyer, ehemaligen Bewohnern des
Hauses an der Rothenbaumchaussee 26. Inés Gross berichtet
gemeinsam mit dem Autor und Lichtkünstler Michael Batz anhand
historischer Bilder über die bewegende Geschichte ihrer Familie.
Im Anschluss an den Vortrag findet ein gemeinsamer Besuch
des Hauses Rothenbaumchaussee 26 statt, das durch das im
November 2022 erschienene und mehrfach ausgezeichnete Buch
„Das Haus des Paul Levy“ (Dölling und Gallitz Verlag, 32 Euro) von
Michael Batz in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt ist.
© Markus Galic
WAS, WANN WO:
Vortrag „Spuren an der Rothenbaumchaussee 26“ am 18.06.
um 19 Uhr im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 13. Eintritt:
Frei, Anmeldung über kontakt@mit2wo.de erforderlich (Zahl
der Plätze begrenzt), Einlass nur mit Anmeldebestätigung.
Infos zum Kulturnetzwerk gibt es unter www.mit2wo.de
Rothenbaumchaussee 26, ein Ort mit bewegender Geschichte.
8 | ALSTER
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INVESTIEREN STATT REPARIEREN:
SANIERUNG ALS WERT-TURBO FÜR IMMOBILIEN
Ein Gespräch mit Patrick Klingbeil, Direktor Haspa Private Banking, über die
zunehmende Bedeutung der energetischen Sanierung als Erfolgsfaktor beim
Erhalt von Immobilienvermögen.
NEWS
© Corinna Nogat
ALSTER MAGAZIN: Herr Klingbeil, warum wird
die energetische Sanierung immer wichtiger?
Patrick Klingbeil: Immobilien sind seit jeher ein zentraler
Baustein einer ausgewogenen Vermögensstruktur – ob als Eigenheim
oder Kapitalanlage. Sie stehen für Stabilität und langfristiges
Wertsteigerungspotenzial. Neben der Lage entscheidet
der energetische Zustand über den Marktwert einer Immobilie.
Unsanierte Objekte müssen zunehmend Preisabschläge aufgrund
gesetzlicher Vorgaben und steigender Erwartungen von Käufern
und Mietern hinnehmen. Energetische Modernisierung ist damit
entscheidend für den Werterhalt.
Wie kann die Haspa Immobilienbesitzer dabei unterstützen?
Durch unseren „Haspa Sanierungslotsen“. Mit ihm begleiten wir
unsere Kunden schrittweise durch den gesamten Modernisierungsprozess
– von der ersten Einschätzung bis zum Abschluss.
Grundlage ist eine datenbasierte Analyse des Immobilienzustands
vor Ort. Dann kann ein Sanierungsfahrplan entwickelt
werden, der bis zu fünfzehn Jahre gültig ist und als Basis für
Förderprogramme dient.
Worin liegt der Mehrwert für Ihre Kunden?
Im Rundum-Service: Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern
werden die Maßnahmen geplant, Angebote eingeholt und Gewerke
koordiniert. Gleichzeitig erfolgen die Prüfung und die Beantragung
passender Fördermittel. Nach Abschluss der Maßnahmen
rundet ein neuer Energiebedarfsausweis das Projekt ab – ein
wichtiges Dokument mit einer Gültigkeit von zehn Jahren, etwa
für Vermietung oder Verkauf. Der Haspa Sanierungslotse macht
aus einem komplexen Vorhaben einen klar strukturierten Prozess
und gibt Eigentümern die Sicherheit, ihre Immobilie zukunftsfähig
aufzustellen.
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KONTAKT:
Haspa Privat Banking
Patrick Klingbeil
Mail: patrick.klingbeil@haspa.de
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ALSTER | 9
LOCAL PEOPLE
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Die kulinarische
Vielfalt der Hansestadt
ist groß - das
beweist auch die
BRICKS Bar mit
ihrem Nordic
Brunch.
© Renaissance Hamburg Hotel
EIN NEUER SONNTAGSGENUSS: NORDIC BRUNCH
Mit dem „Nordic Brunch“ bringt die BRICKS Bar im Renaissance
Hamburg Hotel frischen Wind in die lokale Frühstückskultur. Jeden
Monat kann man hier eine neue geschmackliche Reise durch die
vielfältigen Stadtbezirke der Hansestadt erleben. Der Sonntag
wird dabei zwischen 12 und 15 Uhr für 39 € p. P. (20 € für Kinder von
6-15 Jahren) zu einem wahren Genusserlebnis.
Unter dem Motto „All You Can Eat & Drink“ richtet sich der Brunch
an alle, die Genuss modern denken und den Tag bewusst zum Genießen
und Austauschen nutzen möchten. Die Stadtteil-Spezialitäten
verleihen stets eine inspirierende Note mit überraschenden
Kreationen: So zum Beispiel im Juni mit dem Kichererbsen-Gemü-
THE WORLD’S BIGGEST TRI
ZURÜCK IN DER HANSESTADT
securry, wenn die Sternenschanze im Fokus steht, oder im Juli,
wenn es passend zum Karolinenviertel Deutsche Sommerrollen
geben wird. Im August zeigt die Scholle „Finkenwerder Art“, was
Eimsbüttel zu bieten hat und ein komplettes Büffet im BBQ Style
entführt im September nach Winterhude. Matjesbrötchen spiegeln
im Oktober den kulinarischen Charakter der Altstadt wider.
Natürlich gibt es auch durchgängig die beliebten Frühstücks- und
Brunch-Klassiker sowie die Pancakes der Live-Cooking-Stationen.
Dazu werden ausgewählte Getränke wie z. B. Kaffeespezialitäten
oder der Hauswein serviert, die das Brunch-Erlebnis abrunden.
Reservierungen über www.brickshamburg.com/nordic-brunch
Hamburg wird am 11. und 12. Juli erneut zur internationalen
Triathlon-Hauptstadt: Beim SUZUKI World Triathlon Hamburg
2026 treffen Weltklasse-Sport und Breitensport auf einzigartige
Weise zusammen. Mit bis zu 10.000 Teilnehmenden und
hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern
gilt das Event als „The World’s Biggest Tri“ –
der größte Triathlon der Welt. Neben den Rennen der World
Triathlon Championship Series sowie den Mixed-Relay-
Weltmeisterschaften stehen erneut die beliebten Open Races
für Altersklassenathletinnen und -athleten im Mittelpunkt.
Gestartet wird auf ikonischen Strecken durch die Hamburger
Innenstadt – vom Schwimmen in Binnen- und Außenalster über
die Radpassagen entlang der Speicherstadt bis hin zum Zieleinlauf
auf dem Rathausmarkt.
Die Online-Anmeldung für die Open Races läuft noch.
Angeboten werden Wettbewerbe über die
Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen / 20 km Rad / 5 km Laufen),
als Einzel- oder Staffelwettbewerb.
Die Kurzdistanz (1,5 - 40 - 10 km, Einzel & Staffeln)
ist bereits ausgebucht!
Weitere Informationen und Anmeldung unter
events.triathlon.org/2026-wtcs-hamburg
Start der Elite in der Kleinen Alster.
© Henning Angerer
10 | ALSTER
LOCAL PEOPLE
Weniger Spieler als
beim klassischen
Rugby ermöglichen
mehr Geschwindigkeit
und spektakulärere
Läufe im Spiel.
© RHR-Foto, Tim Rehbein
HAMBURG WIRD ERNEUT ZUR RUGBY-HAUPTSTADT EUROPAS
Vom 3. bis 5. Juli richtet Hamburg bereits zum vierten Mal in
Folge die Rugby Europe 7s Championship aus. Im Sportpark am
Steinwiesenweg in Eidelstedt treffen die jeweils zwölf besten
Frauen- und Männer-Nationalteams Europas im olympischen 7er-
Rugby aufeinander und kämpfen um die kontinentalen Titel.
Die „Hamburg 7s“ haben sich in den vergangenen Jahren als
fester Bestandteil des Hamburger Sportkalenders etabliert. Mit
schnellen Spielen, spektakulären Aktionen und einer besonderen
Atmosphäre lockt das Turnier nicht nur Rugby-Fans, sondern
auch zahlreiche neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer an.
Die Veranstaltung gilt inzwischen als eines der bedeutendsten
Rugby-Events Europas.
Auch die deutschen Nationalteams wollen vor heimischem
Publikum wieder für Begeisterung sorgen. Die deutschen Männer
zählen erneut zum erweiterten Favoritenkreis. In fünf der vergangenen
sieben Spielzeiten gelang ihnen der Sprung auf das EM-
Podium. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles
ist eine erfolgreiche Europameisterschaft ein wichtiger Schritt
auf dem weiteren Weg. Zu den stärksten Konkurrenten gehören
Titelverteidiger Frankreich sowie Spanien und Großbritannien.
Die deutschen Frauen haben in den vergangenen Jahren ebenfalls
eine beeindruckende Entwicklung genommen. Das junge Team
möchte den Anschluss an die europäische Spitze weiter verkür-
zen und erstmals die Qualifikation für den World Rugby Challenger
schaffen. Als Favoriten gelten unter anderem Großbritannien,
Frankreich und Irland.
Neben dem Sport steht erneut das Thema Nachhaltigkeit im
Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Active City Hamburg und dem
Partner green4sports setzt Rugby Deutschland sein nachhaltiges
Veranstaltungskonzept fort. Das Turnier wurde bereits zweimal
mit dem „Green Events Siegel“ ausgezeichnet. Für 2026 streben
die Organisatoren sogar die Gold-Auszeichnung an.
Unterstützt wird die Veranstaltung auch vom Hamburger Rugby-
Verband, der zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer stellt.
Verbandsvorsitzender Nils Zurawski sieht Hamburg weiterhin
als idealen Standort: Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass
sich die Europameisterschaft in der Hansestadt hervorragend
entwickelt habe und inzwischen weit über die Rugby-Szene hinaus
Aufmerksamkeit erhalte.
TERMIN & TICKETS
Hamburg 7s – Rugby Europe 7s Championship
3. bis 5. Juli, Sportpark Steinwiesenweg, Eidelstedt
Tickets unter: rugby-deutschland-geti.vivenushop.com/
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ALSTER | 11
©Lucas Martens
VERANSTALTUNGSTIPPS
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WEINFEST AM GOLDBEKHAUS
Am wunderschönen Goldbekufer wird vom 11. bis zum 13. Juni
beim Weinfest Hamburg am Goldbekhaus wieder das Glas erhoben,
die Musik aufgedreht und das Leben gefeiert. Rindchen‘s
Weinkontor bringt hier zusammen, was ein perfektes Sommerwochenende
ausmacht: großartige Weine, fantastisches Essen
und gute Musik. Mit dabei sind die besten Foodtrucks der Region
sowie unkomplizierte Weine und prickelnder Champagner – das
Genussglück ist also garantiert. Spannende Wein-Workshops und
Gespräche mit Winzerinnen und Winzern runden das Erlebnis in
genussvoller und lockerer Atmosphäre ab, während DJs für den
perfekten Soundtrack zum Abend sorgen.
AM GOLDBEKHAUS
11.06.-12.06. von 16-22 Uhr, 13.06. von 14-22 Uhr.
Tagesticket im VVK: 19€, inkl. 10€ Verzehrbon und Welcome-Sekt.
Tageskasse: 25€. Mehr Infos unter www.rindchen.de
MIT MUSIK IN EINE
TRÄUMERISCHE WELT
Die dänische Ausnahmekünstlerin Agnes Obel erschafft mit ihrer
Mischung aus Folk, Neoklassik und Pop einzigartige Klangwelten, die
zugleich zart, eindringlich und überwältigend sind.
Geboren 1980 in Kopenhagen, wuchs Obel in einem Zuhause auf, in
dem Musik allgegenwärtig war: Ihre Mutter spielte ihr Chopin vor,
ihr Vater sammelte seltene Instrumente. Kein Wunder also, dass sie
früh zum Klavier fand. Sie begann schon als Teenager eigene Stücke
zu schreiben und gründete erste Folk-Bands. Nach ihrem Umzug nach
Berlin entdeckte sie auch das Produzieren für sich.
Ihre Stimme – elegant, nuancenreich und berührend – nimmt das
Publikum mit auf eine poetische Reise durch ihre charakteristisch
träumerische Welt – am 14. August auch beim Stadtpark Open Air.
STADTPARK OPEN AIR
Beginn: 19 Uhr. Tickets: 61,25€.
Mehr Infos unter www.stadtparkopenair.de
© Alex Bruel Flagstad
© Caro Pedace
SPRACHE DES CUMBIA
La Delio Valdez sind seit über 15 Jahren ein musikalisches Kollektiv
– unabhängig, genossenschaftlich organisiert und geprägt von
der gemeinsamen Sprache des Cumbia als Musik- und Tanzstil. Am
17. Juli treten sie in der Fabrik in Hamburg auf.
Seit 2009 entwickeln La Delio Valdez ihr künstlerisches Konzept,
in dem sie Cumbia als gemeinsame musikalische Sprache des
lateinamerikanischen Kontinents verstehen. Mit 15 Musiker*innen
auf der Bühne lassen sie die große orchestrale Tradition des
Kontinents wieder aufleben und knüpfen dabei an die nationalen
Tango-Orchester der 1950er Jahre und an die Theatralik großer
karibischer Ensembles an – mit Tanz und einem kraftvollen Sound
im Mittelpunkt. In ihrem Stil verschmelzen traditionelle andine
Elemente mit Salsa, Rock, Jazz und Reggae zu einer Klangwelt, die
gleichzeitig tief verwurzelt und modern wirkt.
FABRIK
Einlass: 19 Uhr. Beginn: 20 Uhr. VVK: 41,50€. Infos: www.fabrik.de
12 | ALSTER
VERANSTALTUNGSTIPPS
KLASSISCH UND MODERN
© Kenny McCracken
Claire Martin gehört zu den profiliertesten Jazzsängerinnen
Großbritanniens. Seit über drei Jahrzehnten schon begeistert
sie das Publikum mit ihrer warmen Stimme, einem feinen
Gespür für Phrasierung und der unverwechselbaren Mischung
aus klassischem Jazzgesang und modernen Klangfarben.
Für das Konzert am 08. September im Nica Jazz Club bringt die
vielfach preisgekrönte und international gefeierte Sängerin ein
abwechslungsreiches Programm aus Jazzstandards in eigenen
Interpretationen mit. Eingebettet in den kraftvollen und nuancenreichen
Sound ihrer Band entsteht rhythmische Leichtigkeit
und musikalische Klasse.
NICA JAZZ CLUB
Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 20 Uhr.
Mehr Infos unter www.nica-jazzclub.de
JUNGE ZUHÖRER BEGEISTERN
Vier Klaviertrios aus unterschiedlichen Kulturen, über 200 Jahre
hinweg entstanden – wo ist da der rote Faden? Es ist die spezielle
Inspirationsquelle, derer sich die Komponist*innen bedient haben:
die Volksmusik verschiedener Länder, die regional verwurzelte
Musik, Lieder und Tänze, die sie in ihre Werke einfließen lassen.
Joseph Haydn überrascht mit einem rustikalen, lebhaften Tanzsatz
im Dreivierteltakt; im Brahms’schen Trio klingen Volkslieder
und ungarisches Temperament durch; bei Rebecca Clarke finden
sich modale Wendungen, die an irische Volksmusik erinnern, und
Bright Sheng verbindet in seinem zeitgenössischen Werk seine
»Muttersprache«, die chinesische Volksmusik, mit seiner »Vatersprache«,
der westlichen klassischen Tradition.
Das Tovesco Trio spielt diese Werke am 07. Juli in der Elbphilharmonie.
Bei ihren Auftritten haben sie besonders die jungen Zuhörenden
im Blick, die Konzertbesucher:innen von morgen. Diese für
klassische Musik zu begeistern ist dem Trio Freude und Anliegen.
ELBPHILHARMONIE
Foyereinlass: 18:30 Uhr. Beginn: 19:30 Uhr. Tickets: 25€.
Mehr Infos unter www.elbphilharmonie.de
© Anna Tena
JAZZIGE SOUNDS AM HAFEN
© Svenja Scholz
Auch in diesem Jahr findet am 10. und 11. Juli wieder das
Elbjazz Festival im Hamburger Hafen statt. Auf mehreren
Bühnen können diesen Sommer Jazz, Soul, Blues und mehr in
einer besonderen Atmosphäre erlebt werden. Am Freitag, dem
ersten Festivaltag, treten um 19 Uhr zum Beispiel gleich zwei
Acts zusammen auf der Hamburg Stage auf.
Das Hamburger Jazz Quartett Amelia (Bild) bewegt sich mit
seinen Eigenkompositionen am Puls der jungen, urbanen
Jazzszene. Gemeinsam mit dem preisgekrönten Trompeter
Jakob Sørensen aus Kopenhagen erwecken sie in ihrer Musik
Momente der Schönheit und Melancholie. Komposition und
Improvisation greifen nahtlos ineinander und werden durch
fließende Melodien getragen.
ELBJAZZ
Mehr Infos und Tickets unter www.elbjazz.de
ALSTER | 13
LOCAL PEOPLE
© F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach © Franki Raffles Estate
Zu sehen im Museum der Arbeit:
Franki Raffles, Community, childcare,
housing, Children playing,
Edinburgh, 1987–90
9. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE
Die Triennale präsentiert vom 5. Juni bis 22. September unter dem Titel „Alliance, Infinity, Love -
in the Face of the Other“ elf Ausstellungen in acht renommierten Museen und Ausstellungshäusern der Stadt.
Mit dabei sind beispielsweise das Museum der Arbeit und das Bucerius Kunst Forum.
Kuratiert vom künstlerischen Leiter Mark Sealy, rückt
das Festival eine fotografische Praxis ins Zentrum, die
Verantwortung für unterschiedliche, auch unvertraute
Lebenswelten übernimmt, Gemeinschaft stiftet und das
fotografische Bild als Mittel historischer Gewalt und Unterdrükkung
hinter sich lässt.
So zeigt etwa das Museum der Arbeit im Rahmen der Triennale
vom 06.06.-06.09. „Franki Raffles. Photography, Activism,
Campaign Works“. Raffles (1955 bis 1994) war eine britische
Fotografin, die in ihren sozialdokumentarischen Arbeiten die
Lebensrealitäten von Frauen von den 1970er- bis frühen 1990er-
Jahren in den Vordergrund stellte - durch rund 40.000 Aufnahmen!
Das Bucerius Kunst Forum zeigt noch bis zum 16.08. die Ausstellung
„F.C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone“, die sich
dem facettenreichen Wirken des Fotografen, Galeristen, Sammlers
und Unternehmers F.C. Gundlach (1926-2021) widmet. Zu sehen
sind über 200 Exponate - von Magazin-Covern über noch nie
gezeigte Schwarzweiß- und Farbaufnahmen bis hin zu Werken
von Weggefährt:innen, Vorbildern und Nachfolger:innen wie
Richard Avedon und vielen anderen.
Zu sehen im Bucerius Kunst Forum: F.C. Gundlach,
Uschi Obermeier mit Sinalco-Puppe Rita, Hamburg, 1970
KUNST-TIPP
Die Triennale der Photographie Hamburg findet seit 1999
alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit den großen Museen,
Ausstellungshäusern und kulturellen Institutionen der Stadt
statt und ist ein deutschlandweit wichtiges Fotoevent von
internationaler Ausstrahlung. Mehr Infos und alle Termine
unter www.2026.phototriennale.de
14 | ALSTER
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© WITTERS
KLETTERN AN DER ALSTER
Ab dem 18. Juni geht es in der Europa Passage wieder hoch hinaus! An zwei
Kletterwänden - geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene - können Hamburger*innen ihre Fitness testen
und Spaß haben. Sportliches Highlight ist der Deutsche Jugendcup im Speedklettern.
Auch im Jubiläumsjahr darf das beliebte „Klettern an
der Alster“ natürlich nicht fehlen. Vom 18. bis 26.
Juni verwandelt sich die Europa Passage erneut in ein
echtes Kletterparadies und lädt Besucher*innen dazu
ein, die eigenen Grenzen auszutesten - und die Passage aus einer
völlig neuen Perspektive zu erleben. Das Beste daran: Die Teilnahme
ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.
Vor Ort erwartet die Gäste eine beeindruckende, zweiseitige
Kletterwand: Während die 9 Meter hohe Seite perfekt für
Einsteiger*innen geeignet ist, können sich erfahrene Kletterfans
und Mutige an der über 16 Meter hohen Wand beweisen. Ob
Anfängerin, Fortgeschrittener oder Profi - hier kommt jeder auf
seine Kosten.
Täglich ab 10 Uhr haben Schulklassen die Möglichkeit, gemeinsam
hoch hinaus zu klettern und ein besonderes Gruppenerlebnis
zu genießen. Ab 14:15 Uhr bis 19:30 Uhr ist die Kletterwand dann
für alle geöffnet. Zusätzlich warten kleine Jubiläums-Giveaways
auf die Teilnehmenden.
© POP MART (2)
Für Sicherheit und Komfort ist selbstverständlich gesorgt: Die
komplette Sicherheitsausrüstung, Kletterschuhe sowie die Betreuung
durch professionelle Kletterexpert*innen werden vor Ort
gestellt. Alles, was ihr mitbringen müsst, sind ein wenig Mut,
Lust auf Bewegung und Spaß am Klettern. Bei minderjährigen
Teilnehmenden ist die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten
erforderlich.
Auch für Zuschauer*innen wird einiges geboten: Ein besonderes
Highlight erwartet euch am 27. und 28. Juni, wenn der Deutsche
Jugendcup im Speedklettern in der Europa Passage stattfindet.
Zwischen 8 und 20 Uhr treten junge Klettertalente gegeneinander
an und sorgen für spannende Wettkampfatmosphäre und echtes
Mitfiebern.
EUROPA PASSAGE
Ballindamm 40,
www.europa-passage.de
ALSTER | 15
LOCAL PEOPLE
Freude und
Zusammenhalt
zeigten sich bei
allen Teilnehmenden,
auch beim
Team von Topseglerin
Susann
Beucke.
HERZPIRATEN WIEDER AM START
Die HerzPiraten haben nach kurzer Pause ihre 10. Regatta auf der Alster bestritten und lieferten sich einen
fairen sportlichen Wettkampf. Insgesamt 12 Kinder mit angeborenem Herzfehler, die seit ihrer Geburt im
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Behandlung sind, hatten Spaß auf dem Wasser und an Land.
„Als ich den Verein in 2014 gegründet habe, habe selbst ich
nicht ahnen können, dass wir in 2026 bereits die 10. HerzPiraten
Regatta veranstalten würden und seit der Gründung über 100.000
Euro an Spendengeldern auftreiben und verteilen konnten“, so
Nova Meierhenrich. Auch nach dem Ausstieg ihres Gründungspartners
Malte Kamrath 2017, ist die Schauspielerin mit vollem
Herz bei der Sache und legt seit dem in 100 % aller Bereiche
erst recht selbst Hand an. In diesem Jahr feierte die HerzPiraten
Regatta ihre Premiere im Hamburger Segel-Club (HSC) - in
Kooperation mit dem Verein „Wir sind Wir – Inclusion in Sailing
e.V.“ - und wurde wieder tatkräftig unterstützt von international
erfolgreichen Top Seglerinnen & Seglern. Mit dabei: Seglerin
Susann „Sanni“ Beucke, Skipperin Bernadette Zipfel & Crew und
Johannes Ludwig (Gold-Rodler).
Bei der Gründung des Vereins stand für Nova Meierhenrich die
Idee im Vordergrund, einen Verein zu gründen, der herzkranken
Kindern Erfolgserlebnisse durch Teamgeist und Gruppendynamik
ermöglicht und die betroffenen Kinder absolut in den Mittelpunkt
stellt. Schnell war klar, dass Segeln sich dafür hervorragend
eignet: „Viele Leute wissen gar nicht, dass Segeln im Grunde
der ideale Sport für Kinder mit Herzleiden ist“, erklärt sie. „Sie
sind dabei aktiv an der frischen Luft und in der Gemeinschaft
organisiert – alles aber eben im Rahmen ihrer physischen Möglichkeiten.
Und an Bord muss alles Hand in Hand gehen, ohne
Teamgeist geht hier nichts. Eine ganz besondere Erfahrung für die
16 | ALSTER
Kinder, die oft monatelang nur den Klinikalltag kennen.“ Nach
dem Wettkampf wurde auf dem Gelände des Hamburger Segelclubs
(HSC) für alle Beteiligten, Helfer und Familien traditionell
das große Grillfest samt Siegerehrung ausgerichtet. Außerdem
hielt der Nachmittag noch einige schöne Überraschungen für die
Kinder bereit. Die Regatta war wieder ein voller Erfolg: Über
eine Rekordsumme in Höhe von 10.000 Euro darf sich die Kinderkardiologie
des UKE freuen, die Nova mit ihrem Verein für sie
gesammelt hat. Der Spendenscheck wurde am Nachmittag feierlich
an Prof. Dr. med. Thomas Mir, Stellvertretender Klinikdirektor
und Oberarzt des Universitären Herzzentrums übergeben.
Mehr unter www.herzpiraten.com
Prof. Dr. med
Tom Mir, Kinderherzmedizin
UKE HH, mit
Initiatorin Nova
Meierhenrich
und Piraten.
© Brian Bojsen (2)
LOCAL PEOPLE
©Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (2)
Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Maryam Blumenthal, Barbara Napp, Dr.
Peter Tschentscher, Prof. Dr. Christian Gerloff (v.l.)
HERZ- UND GEFÄSSZENTRUM
AM UKE ERÖFFNET
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen
in Deutschland und der Bedarf an hochspezialisierter
medizinischer Versorgung wächst kontinuierlich. Das Universitäre
Herz- und Gefäßzentrum Hamburg des Universitätsklinikums
Hamburg-Eppendorf (UKE), dessen Neubau gerade feierlich
eröffnet wurde, verfolgt dabei einen besonderen Ansatz:
Patient*innen werden organ- und krankheitsorientiert versorgt.
Interdisziplinäre Teams aus verschiedenen Fachbereichen entscheiden
gemeinsam über die jeweils beste Therapie. Durch die
enge Vernetzung entstehen kurze Wege und eine hochintegrierte
Versorgung. Gleichzeitig ermöglicht der Neubau, auch künftig
flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren. Das Gebäude ist in
seiner Ausstattung wegweisend, z. B. mit der „Heart Failure Unit“
für Patient*innen mit Herzinsuffizienz und dem „Cardiovascular
Imaging Center“. Dort ermöglichen CT- und MRT-Verfahren sowie
der Herzultraschall eine präzise Diagnostik und Therapie von
Herz-Gefäß-Erkrankungen in sehr frühen Stadien.
„Der Neubau des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des
UKE ist ein doppelter Gewinn für die gesamte Stadt und die
Metropolregion. Von nun an werden Herzkranke jeden Alters hier
bestmöglich versorgt und gleichzeitig Forschung auf internationalem
Spitzenniveau vorangetrieben“, sagt Senatorin Maryam
Blumenthal von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und
Gleichstellung. Mehr Infos unter www.uke.de
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Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg
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ALSTER | 17
LOCAL PEOPLE
Erschafft mit seinem Team
einzigartige Genussreisen:
Sternekoch Fokke Mick,
Küchenchef im Atlantic
Restaurant.
NEUER GLANZ UND GENUSS IM
HOTEL ATLANTIC HAMBURG
Überraschende Kulinarik auf höchstem Niveau und ein frisches, luxuriöses Design für alle Zimmer und Suiten:
Gäste aus Hamburg und der ganzen Welt können das Hotel Atlantic jetzt neu entdecken.
Seit seiner Gründung ist das Grandhotel an der Hamburger
Außenalster gleichermaßen ein Treffpunkt für Kosmopoliten
wie der gesellschaftliche Mittelpunkt Hamburgs und
heute eine Hotelikone sowie eine der ersten Adressen für
anspruchsvolle Geschäfts- und Privatreisende. Aufbruch zu Reisen
in ferne Länder und hanseatische Weltoffenheit prägen den Geist
des Hotel Atlantic und sein Selbstverständnis als modernes Grandhotel.
Für die Gäste ist das jetzt in vielen neuen Facetten erlebbar.
Frisches Design für Zimmer und Suiten
Seit Januar hat bereits die Hälfte der 221 Zimmer und Suiten ein
vollständig frisches und zugleich behagliches Design erhalten.
Mit einer Mischung aus klassischen und modernen Gestaltungselementen
schafft das Grandhotel eine raffinierte Eleganz. So
sorgen beispielsweise handgewebte Teppiche in Blau-Weiß-Beige
für ein maritimes Flair, Tapeten und Vorhänge sind in einem Bronzeton
gehalten. Cremefarbene, maßgefertigte Möbel und Marmortische
runden das Ambiente ab, das sich durch eine unaufgeregte
Grandezza auszeichnet. „Das ist Atlantic pur, mit hanseatischer
Eleganz“, sagt der geschäftsführende Direktor André Vedovelli.
„Es zeigt auch, dass wir uns als modernes Grandhotel verstehen.“
In den kommenden zwei Jahren wird zudem noch ein luxuriöses
Spa auf 1.500 Quadratmetern entstehen.
Die neu gestalteten Zimmer und Suiten
vereinen gekonnt hanseatische Eleganz
mit modernem Komfort.
© Hamak, Hotel Atlantic Hamburg, Autograph Collection © Anna-Lena Ehlers
18 | ALSTER
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LOCAL PEOPLE
Authentisches und modernes Fine Dining im
Atlantic Restaurant
Ein frischer Wind weht auch im Atlantic Restaurant.
Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete gastronomische
Flaggschiff des hanseatischen Grandhotels nimmt seine Gäste
mit auf eine Entdeckungsreise klassisch-französischer Cuisine
mit internationalen Einflüssen. Küchenchef Fokke Mick, der die
kulinarische Handschrift im Fine-Dining-Restaurant verantwortet,
hat für das Frühjahr eine spannende Auswahl innovativer Gerichte
und beliebter Klassiker entwickelt. Neben den inspirierten Speisen,
überraschenden Aromen und Texturen erwartet die Gäste
noch eine besondere Neuerung: Ausgewählte, erlesene Klassiker
werden neu und kreativ interpretiert und sind à la carte bestellbar.
Parallel bietet das Atlantic Restaurant weiterhin ein Gourmetmenü
an – für Gäste, die ein kuratiertes Gesamterlebnis und außergewöhnliche
Geschmackskompositionen schätzen.
Die erfahrene Servicebrigade
um Maximilian Seidel
verwöhnt die Gäste.
André Vedovelli erklärt die Motivation dahinter: „Gourmetküche
ist in unserem Atlantic Restaurant ab einem Gang zu genießen.
Das entspricht unserem Verständnis von moderner Sternegastronomie:
Das gastronomische Erlebnis muss entspannt und nahbar
sein, damit es relevant bleibt.
Wir interpretieren es als eine ausgewogene Balance von hervorragendem
Geschmack, erstklassigen Produkten, charmant-elegantem
Service und einem exklusiven Ambiente – und das zu einem
fairen Preis. Das bedeutet auch, dass jeder Gast frei wählen kann,
wie viele Gänge er essen oder wie er diese individuell zusammenstellen
möchte.“
© Anna-Lena Ehlers
Kulinarische Handschrift von Küchenchef
Fokke Mick
Exemplarisch für Fokke Micks kulinarische Handschrift sind
dabei Taschenkrebssalat mit Petersilie, Salzzitrone und Kaviar,
glaciertes Kalbsbries mit Polenta, Leipziger Allerlei mit Flusskrebsschwänzen,
Morchel, Erbse und Spargel oder auch eine
Crème Brûlée vom Munster Käse mit Birne, Macadamia und
Bittersalat. Ergänzt werden die neuen Gerichte und Menüs durch
eine Auswahl traditionsreicher Favoriten wie der Atlantic Hummersuppe
oder der Seezunge „Müllerin Art“.
Hier kann mit Blick
auf die Außenalster
Gourmetküche
genossen werden.
Die Verbindung von charakterstarker Küche mit einer herzlichen
und authentischen Atmosphäre und Servicekultur sorgt dafür, dass
sich Hamburger Gäste und internationale Besucher gleichermaßen
wohlfühlen – ganz im Sinne des weltoffenen Geistes, für den das
Hotel Atlantic steht.
Infos: Tel. 040 28 88 0
www.atlantic.de, @hotelatlantic
© Oliver Helbig
Raffinierte Geschmackskomposition: Taschenkrebssalat
mit Petersilie, Salzzitrone und Kaviar.
Desserttraum aus Rhabarber, Haselnuss,
Himbeere und Joghurt.
ALSTER | 19
Wenn Bilder
Atmosphäre
tragen.
David Böttcher fotografiert und
filmt Unternehmen, Orte und
Menschen mit einem ruhigen,
hochwertigen Blick
Der erste Eindruck entsteht oft,
bevor ein Gespräch beginnt: auf
der Website, in der Presse, auf
Social Media oder in einer Präsentation.
Professionelle Bilder zeigen
nicht nur, was ein Unternehmen
anbietet, sie vermitteln Atmosphäre,
Vertrauen und Qualität.
Der Hamburger Fotograf David
Böttcher arbeitet für Hotels,
Restaurants, Interiors, Marken,
Praxen, Kanzleien sowie Unternehmerinnen
und Unternehmer,
die ihre Außenwirkung bewusst
gestalten möchten.
Seine Bildsprache ist ruhig,
authentisch und klar komponiert.
Er arbeitet bevorzugt mit natürlichem
Licht, echten Situationen
und einem aufmerksamen Blick
für Räume, Menschen, Materialien
und Details.
Im Mittelpunkt steht dabei immer
die Frage, wie sich ein Ort,
eine Marke oder eine Person so
zeigen lässt, dass nicht nur ein
schönes Bild entsteht, sondern
ein Gefühl für Qualität, Charakter
und Haltung.
Ob Website, Portrait, Unternehmensauftritt,
Restaurant, Hotel,
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entwickelt Bilder, die hochwertig
wirken, ohne laut zu sein.
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„Ein gutes Bild zeigt nicht nur, wie etwas aussieht.
Es vermittelt, wie es sich anfühlt.“
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Bilder können mehr als tausend Worte sagen. Ob im Business- oder
Privatbereich - eine visuelle Sprache, mit der man sich identifizieren
kann, ist daher unverzichtbar.
KONTAKT
David Böttcher
davidboettcher.de
david@unanim.de
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LOCAL PEOPLE
BALD BADEN IN DER ALSTER?
Baden in der Alster wird offiziel nicht empfohlen. Vielleicht ist das aber bald wieder möglich, denn in Hamburg
wurden jetzt Pläne für ein öffentliches Naturfreibad vorgestellt. Wir haben uns angeschaut, welche Ideen
es gibt und was noch getan werden muss, damit man bald seine Bahnen in dem Hamburger Gewässer ziehen kann.
Im Auftrag von Bäderland Hamburg haben die Architekten
von Gerkan, Marg und Partner (gmp) eine Machbarkeitsstudie
erstellt, mit der die Pläne für ein öffentliches Naturfreibad an
der Außenalster konkretisiert werden. Anhand von Visualisierungen
wurde gezeigt, wie das aussehen könnte. Der Entwurf
orientiert sich an skandinavischen Vorbildern, wo viele innerstädtische
Badestellen eine sehr gute Wasserqualität aufweisen und
Abkühlung und Erholung in der Stadt ermöglichen. Sie dienen
als soziale Treffpunkte und Ruheoasen, was die Lebensqualität in
der Stadt aufwerten kann. Auch in Hamburg soll nun ein solcher
Ort entstehen. Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und
Umweltsenatorin, erklärt: „Hamburg ist eine Stadt am Wasser und
es ist wichtig, dass wir dieses Wasser auch wirklich gemeinsam
nutzen. Bald wieder sicher in der Alster zu schwimmen – das ist
für viele Menschen in unserer Stadt ein echter Traum.“
DAS KONZEPT
Der Vorschlag des Architekturbüros gmp beinhaltet ein Konzept,
bei dem die Anlage mit einem unbeheizten Schwimmbecken und
zwei separaten Kinderbecken direkt in die Außenalster integriert
ist. Um sicher und unbesorgt im Wasser der Alster, deren Wasserqualität
teilweise unzureichend sein und dadurch ein gesundheitliches
Risiko darstellen kann, baden zu können, wurde die Nutzung
eines biologischen Filtersystems vorgeschlagen. Dies soll das
Alsterwasser für den Badebetrieb aufbereiten. Die Schilfzonen am
Ufer und Filtertechnik im Bereich der Steganlagen sollen gemeinsam
die Wasserqualität verlässlich sichern und gleichzeitig Naturund
Uferbereiche schützen.
Auch eine mögliche Neugestaltung der Alsterwiese wurde ausgearbeitet.
Ein begehbarer Hügel könnte zum Verweilen einladen und
einen weiten Blick über die Außenalster ermöglichen. Außerdem
sind Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen und ein gastronomisches
Angebot in den Plänen vorgesehen. Dieses Naturfreibad soll
jedoch nicht nur in der Badesaison, sondern ganzjährig zu einem
attraktiven Anlaufpunkt werden.
DER STANDORT
Als ein möglicher Standort wurde Schwanenwik ausgewählt,
womit an die historische Nutzung dieses Ortes angeknüpft wird.
Am Schwanenwik wurde bereits 1869 eine Badestelle eröffnet, die
Eine Fotografie von Anton Joachim Christian Bruhn, Knackstedt &
Näther, zeigt die Badeanstalt Schwanenwik um 1909. Aus dem Archiv
des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Public Domain).
© Anton Joachim Christian Bruhn / Archiv MK&G
22 | ALSTER
LOCAL PEOPLE
jedoch den Betrieb mit der Verschlechterung der Wasserqualität
eingestellt hatte. Die ursprüngliche Badeanstalt wurde im Zweiten
Weltkrieg zurückgebaut.
BEDENKEN
Auch Katharina Fegebank erklärt, dass das Alsterbad am Schwanenwik
„an eine alte Hamburger Tradition“ anknüpfen würde. Sie
geht zudem auf ein Thema ein, das bei einigen noch Fragen aufwirft.
Denn ausschlaggebend für das Projekt sei auch die Vereinbarung
mit Natur und Umwelt, damit die Wasserqualität dauerhaft
verlässlich gesichert und Ufer- sowie Naturbereiche geschützt sind:
„Wenn das gelingt, ist das ein echter Gewinn für Hamburg – und
auch ein erster Schritt hin zu weiteren öffentlichen Badestellen in
der Stadt.”
Für den NABU Hamburg ist die Frage bezüglich des Naturschutzes
noch nicht ausreichend geklärt, so gebe es schon jetzt erhebliche
Nutzungskonflikte auf und um die Alster, worunter ökologisch
sensible Zonen leiden würden. „Wegen des hohen Nutzungsdrucks
auf und um der Außenalster sehen wir bereits heute die negativen
Auswirkungen auf das Gewässer sowie die wenigen wertvollen
ökologischen Bereiche. Ein zusätzliches Angebot sehen wir daher
grundsätzlich kritisch“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender vom
NABU Hamburg. Dennoch betont er, dass bei einer Realisierung
eines öffentlichen Schwimmbades sowohl Mensch als auch Natur
profitieren sollen. „Das bedeutet sich im Zusammenhang mit
dem Schwimmbad von Beginn an adäquate Maßnahmen für eine
ökologische Aufwertung des Gewässers und seiner Uferzonen zu
überlegen. Gleichzeitig sollte es ein kluges Konzept geben, wie
eine Übernutzung in einem ohnehin schon stark frequentierten
Naherholungsbereich gerade während der schönen Sommertage
vermieden werden kann, um nicht noch mehr Druck auf multifunktional
genutzten Flächen zu machen“
Laut Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister, habe es schon
erste Prüfungen gegeben, die darlegen würden, dass der Entwurf
mit den Anforderungen des Naturschutzes und den sonstigen
Nutzungen auf der Außenalster vereinbar sei. „Damit ergibt sich
eine realistische Perspektive, den Auftrag der Bürgerschaft und den
Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen und einen historischen
Ort wieder für eine hoch attraktive öffentliche Nutzung zu
öffnen”, erklärt er.
UND JETZT?
Bisher handelt es sich nur um einen Entwurf, weder die Umsetzung
noch der Standort Schwanenwik stehen fest. Daher sollen als nächstes
die Detail- und Machbarkeitsplanungen vertieft werden, wobei
u. a. Fragen der Wasseraufbereitung, des Naturschutzes sowie der
Sicherheit und Finanzierung geklärt werden sollen. Währenddessen
werden auch weitere Standorte im Stadtgebiet geprüft, um zusätzliche
Badestellen für die Hamburger*innen zu ermöglichen.
© gmp moka (2)
Wenn das Naturfreibad am Schwanenwik umgesetzt
wird, könnte es für viele Hamburger*innen ein
sozialer Treffpunkt und Ort zum Abkühlen werden.
ALSTER | 23
LOCAL PEOPLE
In der Nähe Ulaanbaatars
(Mongolei) erinnert diese
40 m hohe Statue an Dschingis
Khan. (nicht im Buch)
GENIAL UND ERBARMUNGSLOS
Wer kennt ihn nicht, den Song Dschingis Khan: 1979 ein Hit und bis heute immer
wieder gespielt. Es hat die allgemeine Vorstellung des Mongolenherrschers geprägt -
auch die von Gisela Graichen. Die Eppendorfer Buch- und Filmautorin hat jetzt
zusammen mit dem Museumsleiter und Archäologen Matthias Wemhoff ein Buch
über Dschingis Khan (vermutlich 1167-1227) veröffentlicht.
© Gisela Graichen
Dschingis Khan schuf im 13. Jahrhundert den Grundstein
für das größte zusammenhängende Reich der Geschichte
und bis heute fasziniert der sagenumwogene Herrscher
zahlreiche Menschen. Aber warum ist das so?
„Es ist vor allem diese Doppelgesichtigkeit, die ihn so spannend
macht“, meint Autorin Gisela Graichen. „Einerseits ist da das
Bild des grausamen Eroberers, andererseits das des fürsorglichen
Ehemanns und Sohnes, der seine Mutter ehrt und seine Familie
respektiert.“ Auch für Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für
Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer
Kulturbesitz, sei diese Doppelgesichtigkeit zentral: „Dschingis
Khan gelang es, aus einer zunächst unbedeutenden Position
heraus die mongolischen Stämme zu einen und eine völlig neue
Ordnung zu schaffen.“ Entscheidend sei dabei seine Zielstrebigkeit
im Machtaufbau gewesen. Der Mongolenherrscher schuf mit der
Auflösung alter Clanstrukturen und festen militärischen Einheiten
ein neues Ordnungsprinzip. Die mongolische Kriegsführung war
hochgradig organisiert, weshalb - anders als die europäischen Heere
- das mongolische Heer nicht an Ackerbau und Jahreszeiten gebunden,
sondern stets einsatzbereit war. Die Gewalt war dabei extrem.
In Asien und Europa kamen nach Schätzungen bis zu 30 Millionen
Menschen ums Leben. Trotzdem sei genau diese Brutalität Teil
des militärischen Erfolgs gewesen, betont Graichen: „Widerstand
erschien sinnlos, weil ganze Städte ausgelöscht werden konnten.“
Dschingis Khan schuf nach Graichens Darstellung aber nicht nur
ein Reich der Gewalt, sondern auch einen einheitlichen und sicheren
Wirtschaftsraum. Handelswege wurden sicherer, Zölle seltener, und
die Seidenstraße konnte besser funktionieren.
Auch das religiöse Miteinander in dem Reich sei sehr interessant.
„Solange niemand seinen Schamanismus antastete, war religiöse
Vielfalt offenbar möglich. Jeder konnte nach seiner Façon selig
werden“, beschreibt Gisela Graichen. Matthias Wemhoff vermutet,
dass es damit zusammenhängt, dass der Schamanismus keinen
starren Ritus kennt, den man allen vorschreiben müsste. Dschingis
Khan habe aber durchaus ein religiöses Sendungsbewusstsein
besessen. „Für ihn war klar, dass er zur Weltherrschaft bestimmt
war“, meint Wemhoff und weist darauf hin, dass das Mongolenreich
gleichzeitig eine enorme religiöse Vielfalt mit buddhistischen
Tempeln, Moscheen und christlichen Gemeinschaften aufwies.
Bemerkenswert ist auch, dass Frauen eine erstaunlich starke Stellung
hatten. „Ohne die Frauen wäre die Herrschaft von Dschingis
Khan nicht möglich gewesen“, betont Graichen. Während die
Männer im Feld waren, hielten die Frauen das Reich zusammen,
verwalteten Lager und Vermögen. Frauen empfingen Gesandte,
begleiteten Feldzüge und führten eigene Haushalte mit großem
Aufwand.
„Dschingis Khan ist heute auch deshalb so aktuell, weil sein Aufstieg
und der Zusammenbruch ganzer Reiche an heutige Erfahrungen
erinnern“, sagt Matthias Wemhoff. Niemand hätte sich
vorstellen können, dass Weltordnungen in so kurzer Zeit zusammenbrechen.
Genau diese Frage nach Resilienz, nach Verteidigungsfähigkeit
und nach dem Umgang
mit Umbrüchen sei hochaktuell.
Im nächsten Jahr jährt sich der Todestag
des Mongolenherrschers zum 800.
Mal. Bereits im Oktober wird es eine
große Ausstellung in Berlin geben,
verrät Matthias Wemhoff, die neue
Einblicke in das Leben und Wirken
Dschingis Khans geben soll.
BUCHTIPP
Dschingis Khan – Der Fürst des
Unermesslichen, Gisela Graichen,
Matthias Wemhoff, Propyläen Verlag,
Klappenbroschur, 304 Seiten, 22 Euro
24 | ALSTER
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7 von 25 „OmaLiebe“-
Mitmacherinnen: Gerlinde,
Helga, Cornelia, Angelika,
Michaela, Ute und Sophie (v.l.)
© Boris Rogosch
26 | ALSTER
OMALIEBE IN EPPENDORF
Der Zufall schreibt manchmal die schönsten Geschichten. Ein bisschen ist das auch
beim „OmaLiebe Lunch Club“ der Fall, denn er ist das Ergebnis eines gescheiterten Plans.
Wie und warum es dazu kam, erklärt Initiator Boris Rogosch.
LOCAL PEOPLE
Teller klappern, fröhliches Stimmengewirr, entspannt
lächelndes Servicepersonal trotz gefüllter Restauranttische
– es ist so gut wie jeder Platz besetzt im Restaurant manzels.
Eine ältere, fröhlich lächelnde Dame rauscht an mir
vorbei, in beiden Händen Teller mit dampfenden, gefüllten roten
Paprika auf Reis. Es duftet köstlich. Dabei ist heute alles anders.
Denn es kocht und serviert nicht das „normale“ Personal, sondern
Omas. Und das ist nicht despektierlich gemeint, sondern es ist
Programm, denn heute ist der „OmaLiebe Lunch Club“ zu Gast im
Restaurant. Es geht um weit mehr als gutes Essen - es geht um Erinnerungen,
Gemeinschaft - darum, Menschen wieder miteinander zu
verbinden - und um den guten Zweck.
Die Idee hinter dem inzwischen weit über Hamburg hinaus bekannten
Kochclub fußt auf einem gescheiterten Plan: Der Podcaster
Boris Rogosch (u.a. „Foodtalker“ und „Vinyl & Wein“)
wollte traditionelle deutsche Gerichte sammeln und
Rezepte bewahren. Und vielleicht einen Podcast
dazu machen oder ein Buch darüber schreiben –
das war ursprünglich der Gedanke. „Denn jeder
liebt Königsberger Klopse oder Labskaus. Aber
wer kocht diese Gerichte heute noch wirklich
zu Hause? Diese Frage ließ mich nicht mehr
los, denn genau das wollte ich ja bewahren. Wie
gesagt, bin nie dazu gekommen. Dann sah ich aber
glücklicherweise einen Beitrag über die Enoteca Maria
in New York, wo es die „Nonnas of the World Community“
gibt. Nonnas aus der ganzen Welt kochen in einem Restaurant. Eine
schöne Idee und eine gute Möglichkeit traditionelle Gerichte zu
bewahren“, sagt Boris Rogosch.
Die Idee traf einen Nerv bei ihm. Warum nicht auch hier? Warum
nicht auch in Hamburg einen Ort schaffen, an dem ältere Menschen
ihre Erfahrung, ihre Geschichten und ihre Rezepte weitergeben
können? „Mir fielen sofort zwei Freundinnen ein, die an so einem
Projekt ebenfalls Interesse haben könnten. Monika Fuchs, die
bei sich zu Hause regelmäßig kulinarische Abende veranstaltet,
und Simone Lücking, Inhaberin des Café Lorenz in Eimsbüttel.“
Gemeinsam mit ihnen entstand 2024 daraus der „OmaLiebe Lunch
Club“. Monika, inzwischen 88 Jahre alt, bringt jahrzehntelange
Kocherfahrung mit und steht bis heute voller Energie in der Küche.
Simone wiederum öffnete mit dem liebevoll im Stil der 50er-Jahre
eingerichteten Café die Türen für das Projekt. Was fehlte, waren nur
noch die Omas selbst.
Der
„OmaLiebe Lunch
Club“ kocht an wechselnden
Orten traditionelle Hauptgerichte,
die einen in die
Kindheit zurückversetzen.
Traumhaft!
fühlen sich nicht mehr gebraucht oder verlieren soziale Kontakte.
„OmaLiebe“ wirkt dagegen wie ein Gegenentwurf zur Isolation.
Hier wird gekocht, gelacht, gesungen und diskutiert. Nicht nur bei
den öffentlichen Restaurant-Kochtagen, an denen Erlöse für den
guten Zweck aus den Einnahmen erzielt werden, sondern auch bei
privaten Treffen, bei den Teilnehmerinnen zu Hause. Häufig bei
Monika Fuchs, denn sie hat am meisten Platz. Das Engagement
endet aber nicht am eigenen Tisch. Der Verein kocht regelmäßig
für obdachlose Menschen und bereitet dabei bis zu 80 Mahlzeiten
pro Einsatz zu. Besonders bewegend: Ein Teil der Speisen geht an
schwerkranke Obdachlose. „Die Omas wissen, dass das Essen, das
sie mit so viel Liebe zubereiten, manchmal die letzte warme Mahlzeit
dieser Menschen sein könnte“, erklärt Rogosch nachdenklich.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Kraft dieses Projekts: Es
verbindet generationsübergreifend Genuss mit Menschlichkeit.
Auch länderübergreifend. „Bei und engagieren sich
Omas aus unterschiedlichen Ländern, deren Küche
sie uns manchmal präsentieren. So hatten wir
beispielsweise schon einen tschetschenischen
und einen venezolanischen Abend“, erklärt Boris
Rogosch. Und die Reise geht weiter. Ein Kochbuch
mit traditionellen Rezepten erscheint bereits
demnächst, neue Veranstaltungen sind geplant,
genau wie Reisen zu ähnlichen Projekten, etwa in
Wien. Denn auch dort vereint ein Gedanke das Engagement:
Menschen zusammenbringen und dabei essen wie
bei Oma, am besten mit einem Nachschlag.
Mir hat heute aber eine Paprika gereicht, sie war fantastisch. Besonders
gut hat mir auch die Stimmung im Restaurant gefallen. Man
hat gemerkt, wie viel Spaß die Omas beim Servieren und mit den
Gästen hatten. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend.
kw
„Wo willst du denn die Omas hernehmen?“, hieß es damals skeptisch.
Die Antwort kam schnell. Erst aus der Familie, dann aus
dem Freundeskreis – und plötzlich wurden es immer mehr. Heute
engagieren sich rund 25 aktive Frauen zwischen 62 und 88 Jahren.
Einige stehen am Herd, andere lieben den Service, manche erzählen
Gästen Geschichten oder kümmern sich um die Organisation. „Es
hat sich schnell herauskristallisiert, dass nicht jede alle Arbeiten
gleich gerne mag, aber es dauerte nicht lange, bis jede ihren Platz
gefunden hat.“
Und genau das macht „OmaLiebe“ so besonders: Hier wird niemand
auf das Alter reduziert. Im Gegenteil. Die Frauen erleben
Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft. Viele von
ihnen entdecken noch einmal ganz neue Seiten an sich selbst. Sie
geben Interviews, werden fotografiert, stehen plötzlich im Mittelpunkt.
„Einige werden inzwischen sogar beim Einkaufen erkannt.“
Doch hinter all der Herzlichkeit steckt auch ein ernstes Thema:
Einsamkeit im Alter. Viele ältere Menschen ziehen sich zurück,
Initiator Boris Rogosch (l.)
und Chefredakteur Kai Wehl
KOCHBUCH-LAUNCH-MENÜ
Am 26. & 27.08. wird jeweils um 19 Uhr das erste OmaLiebe-
Kochbuch mit einem 4-Gänge Sharing-Menü des OmaLiebe-
Teams vorgestellt - alles kommt ohne klassische Menüfolge auf
den Tisch, 70€ (inkl. Buch für 26€), manzels in Eppendorf. Mehr
Infos dazu auf www.omaliebe.org.
Vorverkauf bei Heymann und www.heymann-buecher.de
©Ute
ALSTER | 27
FOOD-TRENDS
SICH FRANKREICH NACH
© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch
28 | ALSTER
FOOD-TRENDS
HAUSE HOLEN
Die Maiferien sind Geschichte. Für alle, die in
Frankreich waren, sind hier leckere Rezepte zum
Zurückträumen. Und zum Hinträumen für
diejenigen, die es noch vorhaben.
AUBERGINENKAVIAR
Ob du zu dieser mediterranen Köstlichkeit Aufstrich, Kaviar oder
Creme sagst, das bleibt dir überlassen. Viel wichtiger finde ich:
Jeder Löffel dieser aromatischen Auberginencreme versetzt
dich unmittelbar in den Süden, außerdem bereitet sie sich ganz
unkompliziert nebenbei zu. Gründe genug, sonnengetanktes
Gemüse häufiger zu „Kaviar“ zu verarbeiten, findest du nicht?
FÜR 4 PERSONEN ALS VORSPEISE / DIP
2 Auberginen, 2–3 Tomaten, 1 Schalotte
2–3 Knoblauchzehen, 1–2 Stängel Oregano oder Basilikum
6–8 EL Olivenöl, 1–2 Spritzer Zitronensaft
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad
Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die
Auberginen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach
unten aufs Blech legen. Die Haut mit einer Gabel mehrmals
einstechen. Im vorgeheizten Ofen 30–40 Minuten garen, bis sie
weich sind.
Inzwischen die Tomaten vom Stielansatz befreien, vierteln, nach
Belieben entkernen und fein würfeln. Die Schalotte und den
Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Die Kräuter abbrausen,
trocken schütteln und ebenfalls fein hacken.
Das Fruchtfleisch der Auberginen mit einem Esslöffel aus der
Schale lösen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Tomaten,
Schalotte, Knoblauch und Kräuter dazugeben. Dann Olivenöl,
Zitronensaft, etwas Meersalz und Pfeffer hinzufügen und alles
behutsam vermischen. Am besten abgedeckt mindestens 30
Minuten durchziehen lassen, sodass sich die Aromen gut vermischen
können. Vor dem Servieren abschmecken – fehlt etwas
Salz, Pfeffer oder ein Spritzer Zitrone?
TIPP:
Zum Servieren Baguette (auch vom Vortag) in dünne Scheiben
schneiden und in einer Pfanne in etwas Olivenöl von beiden
Seiten goldbraun rösten – fertig sind knusprige Baguettechips.
Zubereitungszeit
ca. 20 Minuten plus 30–40 Minuten backen
Fortsetzung auf S. 30
BUCHTIPP
Anne-Katrin Weber, Köchin und Ernährungswissenschaftlerin
(www.veggielicious.de), entführt auf eine Frankreichreise.
Die Hamburgerin erzählt von Begegnungen und Erlebnissen
und macht jedes Rezept zu einem Ausflug ins Herz seiner
französischen Herkunft. Das Buch verbindet Klassiker mit
moderner, nachhaltiger Küche und macht Lust, sich ein Stück
französisches Lebensgefühl nach Hause zu holen.
Anne-Katrin Weber, Meine grüne französische Bistro-Küche,
at Verlag, geb., 220 Seiten, EUR 36
ALSTER | 29
FOOD-TRENDS
SICH FRANKREICH NACH HAUSE HOLEN
Fortsetzung von S. 29
© Wolfgang Schardt, AT Verlag, www.at-verlag.ch
ZIEGENKÄSETARTELETTES
Diese Tartelettes serviere ich entweder als Vorspeise für Gäste
oder zusammen mit einem üppigen Salat als Hauptgericht.
Das Feigenblätteröl ist weit mehr als ein grüner Hingucker:
Es duftet nach dem Milchsaft der Blätter und schmeckt leicht
nussig – unbedingt einmal ausprobieren!
FÜR 6 PERSONEN: FÜR DAS FEIGENBLÄTTERÖL
10–12 Feigenblätter, 250 ml mildes Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
FÜR DEN MÜRBETEIG
250 g Weizenmehl (Type 405) plus Mehl zum Arbeiten,
125 g sehr kalte Butter, 1 Ei (M), Meersalz und Butter für die
Förmchen, getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken
FÜR DEN BELAG
125 g milder, cremiger Ziegenkäse (z. B. Ziegenkäsetaler oder
-frischkäse), 125 g Crème fraîche (oder Sahnejoghurt),
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 2–3 EL Pinienkerne,
6–8 kleine Feigen, ein paar kleine Stängel Thymian
Für das Feigenblätteröl die Feigenblätter abspülen und trocken
tupfen, die Stängel abschneiden, die Blätter kleiner schneiden
und mit dem Öl in einem leistungsstarken Mixer 6–8 Minuten
mixen. Das Öl erhitzt sich beim Mixen und wird leuchtend grün.
Durch ein feines Sieb abgießen. Für den Teig Mehl, die Butter in
Flöckchen, Ei, gut1/2 Teelöffel Meersalz und 1–2 Esslöffel kaltes
Wasser zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig in Folie
gewickelt 30 Minuten kaltstellen. Den Backofen auf 200 Grad
Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen. Die Tarteletteförmchen
(à ca. 12 cm Durchmesser) einfetten. Den Teig dünn
ausrollen, die Förmchen damit auskleiden. Den Teigboden mit
einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier bedecken und
mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen. Die Tartelettes im
vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten goldbraun backen, dann das
Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen.
Für die Ziegenkäsecreme den Ziegenkäse mit einer Gabel
zerdrücken, mit der Crème fraîche und etwas Pfeffer verrühren.
Die Pinienkerne in einer Pfanne goldbraun rösten. Die Feigen in
Scheiben schneiden. Den Thymian abbrausen und trocken schütteln.
Zum Servieren die Ziegenkäsecreme in die Tartelettes
streichen und die Feigen darauf verteilen. Auf Teller setzen, mit
den gerösteten Pinienkernen bestreuen, den Thymian daraufgeben
und etwas Feigenblätteröl außen herum träufeln.
Zubereitungszeit
ca. 50 Minuten plus 30 Minuten kühlen, 20–25 Minuten backen
30 | ALSTER
DIE NEUE
AUSGABE
IST DA!
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HAMBURG WOMAN kommt aus dem Hause des ALSTER MAGAZINS.
IMMOBILIEN
Bezahlbaren Wohnraum zu finden
wird immer schwerer - besonders
in Großstädten wie Hamburg.
WAS GIBT ES FÜR 1000 EURO?
Wie weit kommt man heute noch mit 1.000 Euro Budget für die Kaltmiete im Monat? Die Antwort fällt für
Wohnungssuchende in deutschen Großstädten zunehmend ernüchternd aus.
Eine aktuelle immowelt Analyse der Angebotsmieten von
Bestandswohnungen in den 80 größten deutschen Städten
vergleicht die Wohnfläche für ein Budget von 1.000 Euro
im März 2022 mit dem Stand von März 2026. Das Ergebnis:
Der Wohnraum für das gleiche Geld ist in den vergangenen
4 Jahren deutlich geschrumpft. In Berlin beispielsweise um 16
Quadratmeter - das entspricht der Fläche eines ganzen Zimmers.
„Die Mietentwicklung in den Großstädten ist besorgniserregend:
Wenn in Berlin für 1.000 Euro binnen vier Jahren die Fläche eines
Zimmers wegbricht und in München für dasselbe Geld nicht einmal
mehr 50 Quadratmeter übrigbleiben, entzieht das Normalverdienern
die Lebensgrundlage“, sagt immowelt CEO Theo Mseka.
„Ohne gezielte Entlastungen beim Bauen wird sich die Spirale aus
schrumpfenden Flächen und steigenden Mieten weiterdrehen.“
IMPRESSUM
ALSTER MAGAZIN, ALSTERTAL MAGAZIN, HOME & LIFE, AEZ-INSIDE, HAMBURG WOMAN – alles auch online kostenlos lesbar.
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Inke Block, Tel. 0152-24 27 17 39
VerlagsvertretungHirsch_HH@web.de
Ömer Kantar, Tel: 0176-66 33 44 80
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Ann-Katrin Nittscher, Tel. 040-538 930-17
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Kai Wehl | Redaktion: Luca Mohr, Hanna Odenwald | Produktionsleitung: Birgit Schümann-Nickelsen | Grafik: Juliane Oldhaver, Susanne Kaps, Sandra Schorr
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Vertrieb: Hamburg Lokal Zeitung GmbH - © 2026 Magazin Verlag Hamburg
Das nächste Alster Magazin erscheint am 03. Juli 2026
32 | ALSTER
Den prozentual stärksten Rückgang an Wohnfläche müssen
Mieter in Berlin verkraften: Erhielt man in der Hauptstadt
vor vier Jahren für 1.000 Euro noch rund 86 Quadratmeter,
sind es heute lediglich 70 Quadratmeter und somit fast 19
Prozent weniger. In den anderen Metropolen ist der Effekt
ebenfalls spürbar. Da dort die Mieten bereits vor 4 Jahren
hoch waren, fallen die Rückgänge der Wohnfläche jedoch
nicht ganz so drastisch aus: In Hamburg sank die leistbare
Fläche von 87 auf 75 Quadratmeter (-13,8 Prozent),
in Frankfurt von 69 auf 61 Quadratmeter (-11,6 Prozent).
Für 1.000 Euro Kaltmiete gibt es in der bayerischen Landeshauptstadt
München heute im Schnitt nur noch 48
Quadratmeter statt zuvor 55 Quadratmeter (-12,7 Prozent).
Das entspricht in etwa einer 2-Zimmer-Wohnung. Familientaugliche
Wohnungen sind für ein Budget von 1.000 Euro in
München nicht mehr zu finden. Bemerkenswert ist, dass die
Rückgänge bundesweit relativ einheitlich ausfallen. In 60
der 80 untersuchten Städte ist die leistbare Wohnfläche um
mindestens 10 Prozent binnen 4 Jahren geschrumpft. Um
diese Entwicklung einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die
finanzielle Realität der Bürger: Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen
in Deutschland liegt im Durchschnitt bei
3.176 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt). Ein Budget
von 1.000 Euro für die reine Kaltmiete verschlingt somit
bereits fast ein Drittel des gesamten Nettoeinkommens eines
Durchschnittshaushalts. Nebenkosten, Heizung oder Stromverbrauch
sind noch nicht eingerechnet. Die Gründe für den
rasanten Mietenanstieg sind vorrangig durch das Zusammenspiel
von vier Faktoren angetrieben:
1. Steigende Baukosten und Handwerkerpreise
Die Kosten für Baumaterialien, Energie und Handwerker
sind in den letzten Jahren massiv in die Höhe geschossen.
Mit fatalen Folgen: Zum einen liegt der Neubau brach. Weil
Bauen extrem teuer geworden ist, rechnen sich viele Projekte
für Investoren schlicht nicht mehr. Es wird deutlich weniger
neuer Wohnraum geschaffen als benötigt. Zum anderen wird
die Instandhaltung teurer. Wohnungskonzerne sowie private
Vermieter müssen die gestiegenen Kosten für Modernisierungen
und Instandhaltung an die Mieter weitergeben.
2. Zinswende ab 2022 und der Fluchtreflex in die Miete
Durch den sprunghaften Anstieg der Bauzinsen ab 2022 ist
der Traum vom Eigenheim für viele Familien der Mittelschicht
geplatzt. Menschen, die eigentlich eine Immobilie
kaufen wollten, können sich die Kredite nicht mehr leisten.
Die Konsequenz: Sie bleiben als Mieter auf dem Markt oder
drängen neu hinein. Das erhöht den Druck auf bestehende
Mietwohnungen massiv.
3. Überlauf-Effekt aus den teuren Metropolen
Es ist oft nicht die eigene Wirtschaftsleistung, die das Mietniveau
in den Regionen antreibt, sondern die Überhitzung
der Nachbarzentren. Städte wie Düsseldorf und Köln, aber
auch die Kernstädte des Ruhrgebiets wie Dortmund und
Essen, sind auch für viele Normalverdiener teuer geworden.
Wohnungssuchende weichen daher zunehmend auf traditionell
günstigere Randlagen und umliegende Städte wie
Krefeld oder Hagen aus. Diese plötzliche, enorme Nachfragewelle
trifft dort auf ein viel zu geringes Angebot.
4. Der Nachholeffekt
Hier kommt ein statistischer Effekt ins Spiel: Da Städte wie
Duisburg oder Gelsenkirchen jahrelang ein im Vergleich sehr
niedriges Mietniveau hatten, schlägt jede absolute Erhöhung
prozentual extrem zu Buche. Steigt die Miete um einen Euro
pro Quadratmeter, bedeutet das sofort einen zweistelligen
prozentualen Sprung - während derselbe Anstieg in bereits
teuren Städten statistisch weniger schwer ins Gewicht fällt.
Die steigende Belastung für Mieter ist also längst nicht mehr
auf Hochpreis-Metropolen beschränkt, sondern hat inzwischen
breite Teile des deutschen Wohnungsmarktes erfasst
- auch jene Städte, die eigentlich als preiswert gelten.
ALSTER | 33
WHAT‘S UP IN
TOWN?
Hubert Neubacher (Barkassen-Meyer-Elbreederei
Abicht) und Birgit Hahn (NDR)
Henning Riecken (Breuninger)
und Stefan Heruth (Porsche Hamburg, r.)
Pflegemahl-Initiator Lars Meier, Kathrin Wirth-Ueberschär (Hotel Reichshof),
Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Polizeipräsident Falk Schnabel (v.l.)
PFLEGEMAHL
Der Verein MenscHHamburg e.V. sowie
das Asklepios Klinikum hatten wieder ins
Hotel Reichshof zum fünften Pflegemahl
eingeladen, um all diejenigen zu ehren,
die in Krankenhäusern und Pflegeheimen
tagtäglich Unglaubliches leisten. Insgesamt
kamen über 100 Gäste im stilvollen
Reichshof-Restaurant zu einem kulinarisch
und kulturell inspirierenden Abend
zusammen. Ein Höhepunkt war wie in den
vergangenen Jahren auch die Tombola
„ P fl e g ef ü rP fl e g e “ , bei der in diesem Jahr
erstmals alle Lose verkauft wurden und
somit eine Rekordsumme in Höhe von
30.300€ erreicht wurde. Mehr Infos zum
Abend unter www.alster-aktuell.de und
zum Verein unter www.mensch.hamburg
Auf seiner frühen Amerika-Reise
entdeckte er in San Francisco das
cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.
@ollinklusiv-Gründerin Mitra Kassai
und Schauspieler Stephan A. Tölle
© MenscHHamburg e.V.
Gastgerberin Hannelore Lay mit dem Initiator
Albrecht Behmel und Gutsbesitzer Enno von Ruffin (r.)
Künstler
Ole Ohlendorff
Dennis Schulze und Sonja Metz,
beide von der Stage School
Wolfgang Raike (Tourismusverb. Hamburg e. V.)
und Politiker Heino Vahldieck (r.)
© PublicAddress
CHARITY KUNSTPROJEKT
Die Hamburgerin Hannelore Lay hatte mit ihrer Stiftung Kinderjahre zu einer
Vernissage ins Levantehaus geladen. Gäste aus Kunst, Kultur und Wirtschaft
bestaunten Kunstwerke, die Schülerinnen und Schüler in dem Projekt „Pizza
& Pinsel“ bei Enno von Ruffin auf Gut Basthorst gemalt haben. Initiiert wurde
das Projekt vom Maler und Historiker Albrecht Behmel. Ihm geht es darum,
gemeinsam anhand von Original-Kunstwerken, Maltechniken, Medien und
Materialien Kunst kennenzulernen und selbst Neues zu erschaffen: Es ergibt
stets viele Geschichten und Inspirationen. Im Anschluss malen alle Teilnehmenden
selbst eine Reihe von Kunstwerken zu verschiedensten Themen
mit Profiwerkzeugen. Dazu gibt es Pizza und Getränke. Einige der nun im
Levantehaus gezeigten Kunstwerke konnten in einer stillen Auktion ersteigert
werden. Mehr Infos gibt es auf www.stiftung-kinderjahre.de
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