02. Juni 2026
- Graz im Fokus von Integration - Weniger Schulden als geplant - Kurt Hohensinner äußert Kritik an Prioritätensetzung der Grazer Stadtpolitik
- Graz im Fokus von Integration
- Weniger Schulden als geplant
- Kurt Hohensinner äußert Kritik an Prioritätensetzung der Grazer Stadtpolitik
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Grazer2. JUNI 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
21°
Bewölkt,
Regen sehr
wahrscheinlich.Die
Temperaturen
liegen
morgen zwischen
13 und 21Grad.
Wirtschaft
Bereits zum 24. Mal wurden die Sieger
des Steirischen Gesundheitspreises
„Fit im Job“ gekürt. 7
Gesellschaft
ÖIF-Seminar in Graz: Alarm wegen
Radikalisierung im Netz und fehlender
Deutschkenntnisse an Schulen. 2
Graz drückt
Schuldenberg
GETTY
Budget-Krimi. Graz senkt die Schulden um 17,2 Prozent. Doch trotz des Erfolgs zwingen landesgesetzliche Sozialausgaben und der neue Stabilitätspakt
die Stadt zu einem klaren Sparkurs: Ab 2027 werden die jährlichen Investitionen – abseits selbsttragender Projekte – drastisch gedeckelt. SEITE 4
2 graz
www.grazer.at 2. JUNI 2026
Graz im Fokus von Integration
Auch Landeshauptmann
Mario Kunasek
nahm
am heutigen
Seminar des
ÖIF teil. Am
Foto mit
ÖIF-Direktor
Franz Wolf
(l.) und Lena
Weithaler
ÖIF/SOLDATENKO
EXPERTEN-TREFFEN.
ÖIF-Veranstaltung
beleuchtete auch die
Situation in Graz.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Beim heutigen Seminar des
Österreichischen Integrationsfonds
(ÖIF) in Graz
zum Thema „Religiös motivierter
Extremismus: Strömungen und
Trends“ diskutierten Vertreter
aus Politik, alles voran Landeshauptmann
Mario Kunasek und
Wissenschaft über die aktuellen
Herausforderungen in den Bereichen
Zuwanderung und Extremismus.
Die steirische Landesregierung
betonte dabei die
exzellente Zusammenarbeit mit
dem ÖIF, dessen Studien eine
wichtige Entscheidungsgrundlage
für politische Reformen
bilden. Besonders im Bildungsbereich
werden Versäumnisse
sichtbar. In der Steiermark hat
mittlerweile mehr als ein Drittel
der Schüler eine andere Mutter-
sprache als Deutsch. Für Graz ist
die Situation noch dramatischer:
Hier liegt die Zahl jenseits der 50
bis 60 Prozent. Am rechten Murufer
gibt es Schulen, an denen
kein einziges Kind mehr Deutsch
als Muttersprache hat, berichtete
Bildungslandesrat Stefan Hermann.
Um dieser Entwicklung
entgegenzuwirken, investiert das
Land Steiermark 11 Millionen
Euro in die frühe Deutschförderung
in Kindergärten.
Gefahren im Netz
Neben sprachlichen Barrieren
bereitet den Verantwortlichen die
Radikalisierung junger Muslime
über soziale Medien große Sorgen.
Lisa Fellhofer, die Direktorin
der Dokumentationsstelle Politischer
Islam, gab einen Einblick
in die Arbeit ihrer Institution, die
2016 gegründet wurde. Die öffentlich
finanzierte, aber behördenunabhängige
Stelle erforscht
Landeshauptmann
Mario
Kunasek (li.)
und Landesrat
Karlheinz
Kornhäusl im
Interview.
den nicht gewaltbereiten Bereich
des politischen Islams, den sie
als Herrschaftsideologie definiert.
Fellhofer warnte vor Akteuren, die
geschickt online und offline agieren.
Ein konkretes Beispiel dafür
ist die salafistische Online-Akteurin
Hanna Hansen aus Deutschland,
die neben Wien auch Graz
besucht, um sich dort im realen
Leben mit ihren Followern zu treffen
und die Inhalte anschließend
wieder ins Internet einzuspielen.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr
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Weniger Schulden als geplant
Finanzstadtrat
Manfred Eber (l.)
und Finanzdirektor
Johannes
Müller präsentierten
erste
Auszüge aus dem
Strategiebericht
2026. Darin
zeichnet sich eine
leichte Stabilisierung
ab. Dennoch
werden 65
Millionen Euro im
haus eingespart
werden müssen,
sowie ein Investitionsdeckel
eingeführt.
FOTO FISCHER
TEUER. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds scheint laut Strategiebericht eine Abflachung
der städtischen Neuverschuldung zu gelingen. Weitere Sparmaßnahmen werden kommen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Als Basis für die mittelfristige
Finanzplanung zeigt
der Strategiebericht
2026 den finanziellen Pfad der
Stadt Graz auf. Der Bericht,
der die künftigen budgetären
Spielräume festlegt, wird im
Juni dem Gemeinderat zur
Beschlussfassung vorgelegt.
Ausgehend vom Budget 2021
wurde für das Jahr 2025 ursprünglich
ein Schuldenstand
von 2,32 Milliarden Euro beschlossen.
Mit dem Rechnungsabschluss
2025 liegt die Verschuldung
nun bei 1,92 Milliarden
Euro. Damit konnte
die Stadt Graz die erwartete
Verschuldung um 17,2 Prozent
abflachen. „Die Zahlen zeigen
klar, dass die eingeleiteten
Maßnahmen greifen“, meint
Finanzstadtrat Manfred Eber,
der den Bericht gemeinsam
mit Fionanzdirektor Johannes
Müller Präsentierte. „Wir
konnten den operativen Saldo
deutlich verbessern und
gleichzeitig durch die Umschuldung
endfälliger Kredite
die finanzielle Stabilität der
Stadt stärken.“ Die Ertragsanteile
entwickeln sich mit
durchschnittlich plus 2,66 Prozent
pro Jahr bis 2031 positiv,
die Gemeindeabgaben mit
2,18 Prozent p.a. ebenfalls. Die
Personalkosten steigen aufgrund
einer restriktiven Nachbesetzungspolitik
mit 1,63
Prozent moderat.
Stabilitätspakt
Deutlich problematischer ist
hingegen die Entwicklung bei
den landesgesetzlich geregelten
Sozial- und Pflegeausgaben,
auf die die Stadt keinen direkten
Einfluss hat: Diese steigen
aktuell um durchschnittlich
7,92 Prozent pro Jahr bis 2031.
Der neue Österreichische
Stabilitätspakt 2025 zur Umsetzung
der EU-Fiskalvorgaben
verschärft die Finanzlage
der Kommunen. Das Abkommen
regelt die Aufteilung der
gesamtstaatlichen Defizite
und fixiert für die Jahre 2026
bis 2029 verbindliche Maastricht-Zielwerte.
Für Städte und
Gemeinden ist dieser Budgetpfad
aus heutiger Sicht jedoch
unrealistisch, sofern Bund
und Länder keine zusätzliche
Unterstützung und Koordinierung
leisten. Finanzdirektor
Müller warnt vor den Folgen
des Abkommen, die speziell
die Steiermark und damit
auch Graz stark betreffen werden:
„Der Stabilitätspakt darf
nicht zu einem Blame-Game
auf Kosten der Städte und Gemeinden
werden. Wenn Bund
und Länder die finanziellen
Rahmenbedingungen verändern,
braucht es auch eine faire
und nachhaltige Mitfinanzierung
jener Bereiche, die die
Kommunen tagtäglich stemmen
müssen.“
Sparkurs
Für die Budgetjahre 2027 und
2028 verordnet der Strategiebericht
der Stadt Graz einen
klaren Sparkurs, um den Weg
zum stabilen Budget abzusichern.
Das Ziel: Eine Verbesserung
des operativen Saldos
um 65 Millionen Euro im
Konzern „Haus Graz“. Parallel
dazu werden die jährlichen
Investitionen rigide auf 150
Millionen Euro begrenzt – ausgenommen
davon sind selbsttragende
Projekte wie etwa das
Energiewerk oder Photovoltaik-Anlagen.
Diese Maßnahmen
sind notwendig, um den
eingeschlagenen Pfad eines
stabilen Budgets weiterhin abzusichern.
2. JUNI 2026 www.grazer.at
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6 graz
www.grazer.at 2. JUNI 2026
Remise und
Hundemarken
NACHBETRACHTUNG. Bei unserer Diskussion der
Spitzenkandidaten sorgte unter anderem Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner mit einem Kurswechsel
bei der Remise Steyrergasse für Aufsehen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Unsere Diskussion der
Spitzenkandidaten hat
zahlreiche Themen aufgeworfen,
die wir im Nachklang
analysieren. Unter anderem die
Frage nach dem Schuldigen am
Millionendebakel bei der Remise
Steyrergasse (wir berichteten
am Sonntag in unserer Printausgabe).
Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner sorgte mit
einem Posting für Aufsehen, in
dem sie der Holding ausrichtete:
Der Ausbau der Remise
Steyrergasse Süd wurde ihr in
einer Planung übergeben, die
„gar nicht umsetzbar“ war, nicht
einmal die neuen, langen Straßenbahnen
hätten dort Platz
gehabt. Deshalb musste sie das
„reparieren“, statt ursprünglich
156 Millionen Euro kostet das
Projekt nun 230 Millionen Euro.
Im Rahmen unserer Diskussion
machte sie jedoch einen Rückzieher.
Auf die konkrete Frage
Kurt Hohensinner (ÖVP), Elke Kahr (KPÖ) und Judith Schwentner (die Grünen,
v.l.) schenkten sich bei unserer Spitzenkandidaten-Runde nichts. SCHERIAU
von Kurt Hohensinner: „War
die Holding Schuld?“, antwortete
die Vizebürgermeisterin: „Nein,
niemand war schuld.“
Teure Tiergravuren
Für ungläubiges Staunen sorgte
Philipp Pointner, der kritisierte,
dass die Stadt Gravierungen
von Hunde- und Katzenhalsbänder
mit 5000 Euro fördere.
Tierschutz-Stadträtin Claudia
Schönbacher klärt ihre Sicht
der Dinge: „Die Tiermarken
werden mit den Kontaktdaten
des Besitzers versehen, um ein
entlaufenes Tier auf schnelle,
kostengünstige und unkomplizierte
Weise an den Besitzer
zurückgeben zu können.“
Kritik an Prioritätensetzung
BILDUNG. Stadtrat Kurt Hohensinner kritisierte heute die Prioritätensetzung der Grazer Stadtpolitik:
Während Millionenprojekte vorangetrieben werden, fehlen Kindergartenplätze und Schulausbauten.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Für die Grazer Volkspartei
steht fest: So kann und darf
es nicht weitergehen. Im
Rahmen der heutigen Pressekonferenz
setzten VP-Spitzenkandidat
Stadtrat Kurt Hohensinner,
VP-Clubobfrau Anna
Hopper und der Grazer Lehrerbund-Obmann
Alexander Ivanescu
ein klares Zeichen gegen
die derzeit falschen politischen
Schwerpunktsetzungen.
Verlust
Besonders was die Kinderbetreuung
betrifft sieht Hohensinner
eine falsche Prioritätensetzung.
Unter Bürgermeisterin Elke Kahr
sind rund 500 Kindergartenplätze
verloren gegangen. „Diese Absenkung
war eine pädagogisch richti-
ge und wichtige Maßnahme. Aber
es wäre notwendig gewesen, der
Gruppenabsenkung mit einem
raschen Ausbau zu begegnen.
Ich habe der Kahr-Schwentner-
Koalition dazu frühzeitig ein Ausbauprogramm
vorgelegt, das aber
nie die notwendige Unterstützung
bekommen hat“, so Hohensinner.
Die Folge ist, dass jedes zehnte
Kind derzeit keinen Kindergartenplatz
bekommt. Auch der abrupte
Stopp mehrerer geplanter
Schulbauprojekte sorgt für Kritik.
Betroffen sind Mittelschulplätze
sowie der Ausbau von PTS-
Klassen und Partnerklassen im
Bereich der inklusiven Bildung.
„Geld verschwenden, aber bei
Kindern kürzen. So kann es nicht
weitergehen. Graz braucht dringend
einen Kurswechsel“, appelliert
Hohensinner abschließend.
Alexander Ivanescu (Grazer Lehrerbund-Obmann und Mittelschuldirektor), VP-
2. JUNI 2026 www.grazer.at
Fit im Job
graz 7
Ein Hoch auf die Gesundheit
„Fit im Job“ Preisträger 2026 (v.l.): Martina Auerbäck/Sparkasse Pöllau; Isabella Stoiser/Thermenhotel Stoiser, Bad Loipersdorf; Dagmar Wendler/FH Joanneum, Graz; Edwin
Aigner/Bezirkspolizeikommando Murtal, Knittelfeld; Michaela Drexel/Krankenhaus der Elisabethinen, Graz; Michaela Reinbacher/Landesgericht für Zivilrechtssachen, Graz. FISCHER
TOP. Am gestrigen 1. Juni wurden die Sieger des steirischen Gesundheitspreises Fit im Job gekürt. Bereits
zum 24. Mal wurden Betriebe für ihr Engagement für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ausgezeichnet.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Seit 2002 wird der von der
Fachgruppe Sport- und Freizeitbetriebe
initiierte Gesundheitspreis
bereits vergeben.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten
fiebern die Unternehmen mit, ob
ihre Maßnahmen für die Gesundheit
ihrer Mitarbeiter ausgezeichnet
werden. In dieser Zeit wurden
850 Projekte eingereicht, von denen
bereits 255.000 Mitarbeiter
profitiert haben.
Denn Fit im Job ist mehr als nur
ein Obstkorb oder eine gesunde
Jause. Die Unternehmen setzen
gezielte Maßnahmen um die körperliche
und geistige Gesundheit
ihrer Mitarbeiter zu erhalten und
zu fördern.
Wichtig
„Gesunde Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind kein ‚Nice-tohave‘
mehr, sondern eine Grundvoraussetzung
für wirtschaftlichen
Erfolg“, betont Daniela
Gmeinbauer, Fachgruppenobfrau
der Sport- und Freizeitbe-
triebe in der WKO Steiermark.
„Wer heute konsequent in betriebliche
Gesundheitsförderung
investiert, reduziert Ausfälle,
steigert die Produktivität und
gewinnt einen klaren Vorteil im
Kampf um Fachkräfte. Die heurigen
‚Fit im Job‘-Preisträger zeigen
eindrucksvoll, dass sich Verantwortung
für die Menschen und
wirtschaftlicher Erfolg nicht widersprechen,
sondern einander
bedingen.“ Für die Zukunft wäre
es sinnvoll, betriebliche Gesundheitsinitiativen
noch stärker mit
arbeitsmarkt- und standortpolitischen
Strategien zu verknüpfen,
sind sich alle Partner einig.
Den Gesundheitspreis ebenfalls
nicht verpassen wollten:
Landesrat Karlheinz Kornhäusl,
WKO Steiermark-Vizepräsidentin
Gabi Lechner, WKO Graz Regionalstellen
Obmann Bernhard
Bauer, AK Steiermark Präsident
Josef Pesserl, WB Steiermark Direktor
Jochen Pack, ebenfalls
von der WKO mit dabei waren,
Klaus Friedl, Johann Spreitzhofer
und Alfred Grabner.
Karlheinz Kornhäusl, Gabi Lechner, Daniela Gmeinbauer und Josef Pesserl (v.l.) SCHERIAU
Fit im Job: Die Sieger
Betrieblich Gesundheitsförderung (BGF)
• 1 bis 10 Mitarbeiter: Bezirkspolizeikommando Murtal
• 11 bis 50 Mitarbeiter: Sparkasse Pöllau AG
• 51 bis 250 Mitarbeiter: Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM):
• 51 bis 250 Mitarbeiter: Thermenhotel Franz Stoiser GmbH & Co KG
• Über 250 Mitarbeiter: Krankenhaus der Elisabethinen GmbH
Sonderpreis:
• FH Joanneum Gesellschaft mbH
8 graz
www.grazer.at 2. JUNI 2026
Sieglinde sucht
ein Zuhause
Grazer
Pfoten
Sieglinde ist sehr verspielt und verschmust.
Sieglinde ist etwa fünf Jahre
alt und wünscht sich eine
neue Familie. Sie kann sowohl
als Wohnungskatze als auch
mit Freigang gehalten werden
und ist mit anderen Katzen
verträglich. Sieglinde ist sehr
verschmust, verspielt und liebt
ausgiebige Kuscheleinheiten.
Wichtig ist, dass sie sensibles
beziehungsweise
Futter erhält.
- etwa 5 Jahre
- weiblich
- Wohnung/Freigang
- mag andere Katzen
spezielles
Kontakt: Arche Noah
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Tel. 0676 84 24 17 437
ARCHE NOAH
Florian Weitzer und seine Frau Astrid Weitzer mit einer Hommage an Rom,
an knusprig-dünne Pizza Romana und legendäre Pasta.
FLORIAN WEITZER
Der Duft von Rom in Graz
■ Mit dem Grazie Roma öffnete
heute ganz offiziell eine
neue Pizzeria direkt am Grazer
Hauptbahnhof. Gemeinsam mit
der Wiener Pizzapionierin Maria
Fuchs haben Astrid und Florian
Weitzer ein Stück Rom nach Graz
geholt. Das Interieur verbindet
die Mid-Century-DNA des Hotel
Daniel mit italienischem Design.
„Eine knusprige Pizza, ein Espresso
an der Bar, der Duft von
frischem Teig, eine grüne Oase
auf der Terrasse, Schirmpinien
im Licht – genau dieses Lebensgefühl
transportieren wir“, so
Astrid Weitzer. Im Mittelpunkt
steht die traditionelle römische
Variante von Italiens Nationalgericht
- die echte Pizza Romana
mit einem hauchdünnen aber
knusprig gebackenen Teig. „Echte
Pizza Romana, puristische
Pasta, starke Produkte und große
Wirkung – nicht laut, nicht überladen,
sondern voller Seele“, fasst
Florian Weitzer das Konzept von
Grazie Roma zusammen.
Jetzt
mitdiskutieren
www.facebook.com/derGrazer
Meine Meinung
Ich habe es mir jetzt sehr aufmerksam
angeschaut! Meine
persönliche Reihung zur Wählbarkeit
der Kandidaten ist folgende:
1. Doris Kampus 2. Kurt
Hohensinner 3. Michael Winter
4. Rene Apfelknab 5. Philipp
Pointner 6. Elke Kahr 7. Judith
Schwentner. Nur beurteilt nach
Themen, die mich als geborene
Grazerin interessieren!
Karin Tschernko
* * *
Bin mir noch nicht sicher
Sehr spannende Diskussion. Ich
habe mich in meiner Wahlentscheidung
noch nicht festgelegt.
Alles, was für mich feststeht, ist,
dass ich heuer nicht zu dem in
Graz viel zu großen Nichtwählerpool
gehören werde. Deshalb
hat diese Diskussion durchaus
ein gewisses Gewicht in Bezug
auf mein Wahlverhalten. Es
würde mich interessieren, ob es
anderen auch so geht.
Wolfgang Wagner
* * *
Antwort
Ich sehe das genauso! Elefantenrunden
sind entlarvend. Und
ich appelliere hiermit an alle
wahlberechtigten Grazerinnen
und Grazern von ihrem Stimmrecht
Gebrauch zu machen!
Es ist dumm, über die aktuelle
Stadtpolitik zu schimpfen und
dann darauf zu verzichten mitzubestimmen,
wer künftig in
Graz die Fäden zieht.
Nahema Guerlain
* * *
Faktencheck
Ich bin schon sehr gespannt auf
den Faktencheck von der Grazer.
Interessant wäre es auch, die
Körpersprache zu analysieren.
Nur ein besonders auffallendes
Beispiel (ich beziehe mich auf
die erste Stunde der Diskussion).
Elke Kahr erstarrt buchstäblich,
wenn Kurt Hohensinner spricht,
der rechts von ihr steht, und
starrt wie hypnotisiert oder
in Trance geradeaus, wenn
er sie direkt anspricht (was
umso befremdlicher wirkt,
als er sie, wie unter vielen Politikern
üblich, duzt). Es gibt in
dieser ersten Stunde eine ganze
Serie von aussagekräftigen körperlichen
bzw. gestischen Signalen
jenseits der „Sachebenen“.
Wolfgang Wagner
* * *
Erfahrung
Man sieht halt, dass die Kampus
langjährige Erfahrung als
Mitglied der Landesregierung
hat! Was gibt es Besseres als eine
Anpackerin für Graz?
Bernd Weiss
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Elefantenrunde
zur
Graz Wahl
Am 28. Juni wäh len die Gra zer
ih ren neu en Ge mein de rat.
Wir ha ben die Spit zen kan di daten
der der zeit im Ge mein de rat
ver tre te nen Par tei en zur gro ßen
Wahl dis kus si on in die Sky bar
ge be ten. Dabei ging es zeitweise
hoch her. Das gesamte Video
steht auf unserem YouTube-
Kanal zum Nachschauen bereit.
Viele Leser haben sich dazu bereits
eine Meinung gebildet.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
2. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 9
Neuer Demenz-Wegweiser
INFORMATIONEN. Der Demenz-Wegweiser Graz erscheint in überarbeiteter Form und ist ab sofort
kostenlos in seiner dritten Auflage erhältlich. Heute wurde die neue Ausgabe vorgestellt.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Rund 21.000 Menschen leben
derzeit in der Steiermark mit
Demenz. Hinzu kommen
zahlreiche Angehörige, die täglich
Verantwortung übernehmen und
die Betreuung ihrer Familienmitglieder
sicherstellen. Aufgrund
neuer Entwicklungen, insbesondere
im Bereich der Alzheimer-
Demenz, wurde der Demenz-
Wegweiser Graz überarbeitet
und ist ab sofort in seiner dritten
Auflage kostenlos erhältlich. Der
Wegweiser ist das Ergebnis der
Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen
und Fachpersonen
im Netzwerk „vergissdeinnicht
– Demenzhilfe“. „Der Demenz-
Wegweiser schafft Orientierung,
macht bestehende Angebote
sichtbar und hilft dabei, rasch die
passende Unterstützung zu finden“,
betont Gesundheits- und
Pflegestadtrat Robert Krotzer.
Schwerpunkte
In der neuen Ausgabe wurden
mehrere inhaltliche Schwerpunkte
gesetzt. Ein besonderer
Fokus liegt auf der Bedeutung
einer frühen Diagnose. Darüber
hinaus werden neue Therapieformen,
die in den vergangenen
Jahren stark weiterentwickelt
wurden, vorgestellt. Auch Prävention,
Bewegung, soziale Kontakte
sowie gesellschaftliche Teilhabe
nehmen einen wichtigen
Stellenwert in der Ausgabe ein.
Der neue Demenz-Wegweiser
kann kostenlos telefonisch unter
0316 872 2070 oder per E-Mail
an stadtrat.krotzer@stadt.graz.at
bestellt werden.
Stadtrat Robert Krotzer sowie Claudia Knopper von der Steirischen Alzheimerhilfe
stellten den neuen Wegweiser gemeinsam vor. STADT GRAZ / FOTO FISCHER
REGIONALER GENUSS
VOM BAUERNMARKT
achtzigzehn | Foto: Stadt Graz/Fischer | Bezahlte Anzeige
Kaiser-Josef-Platz
Montag bis Samstag, 6–13 Uhr
Lendplatz
Montag bis Samstag, 6–13 Uhr
Geidorfplatz
Mittwoch und Samstag, 6–13 Uhr
Hofbauerplatz
Mittwoch und Samstag, 6–13 Uhr
Andritz, Volkschule Viktor Kaplan
Dienstag, 9.30–19 Uhr
Samstag, 6–13 Uhr
Triester Markt
Mittwoch und Samstag, 6–13 Uhr
Hasnerplatz
Mittwoch und Samstag, 6–13 Uhr
graz.at/maerkte
Waltendorf – St. Peter, St.-Peter-Pfarrweg Nr. 35
Dienstag, 11.30–19 Uhr
Samstag, 6–13 Uhr
Ragnitz, Ragnitzstraße 168
Dienstag und Freitag, 6–13 Uhr
Shopping Nord/Gösting
Samstag, 7–13 Uhr
Wetzelsdorf, Peter-Rosegger-Straße 125
Samstag, 6–13 Uhr
Straßgang, Kärntnerstraße 451
Samstag, 6–13 Uhr
Reininghaus, UNESCO-Esplanade bei der
Haltestelle der Linie 4 „Reininghauspark / tim“
Freitag, 13–17 Uhr
Mariatrost, P+R Mariatrost/P+R Parkplatz
Samstag, 7–13 Uhr
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10 38 www.grazer.at 31. 2. MAI JUNI 2026
UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM_GRAFPROM
JOHANNA LAMPRECHT, ÖFM STÜBING
Blumig wird das heurige Jahr im Österreichischen Skulpturenpark Premstätten und im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing.
Blühende Kunstmomente
an besonderen Orten
Mit dem Jahresthema BLOOM erwartet Besucher im Universalmuseum Joanneum
ein blütenprächtiges Programm: 1 Thema, 8 Standorte, 10 Ausstellungen.
Bis 8. November verwandeln
sich Museen, historische
Schauplätze und
außergewöhnliche Ausstellungsorte
in Graz in lebendige Räume
für zeitgenössische Kunst,
Naturwissenschaft und kulturelle
Perspektiven. Insgesamt
beschäftigen sich zehn Ausstellungen
an acht Standorten auf
unterschiedlichste Weise mit
der Bedeutung der Blume. Internationale
Kunst trifft dabei auf
historische Sammlungen, botanische
Themenwelten und moderne
Installationen.
Besonders spannend ist die
Vielfalt der Schauplätze in Graz.
Im Kunsthaus Graz sorgen Ausstellungen
wie „30 % Löwenzahn“
oder „Hybrid Pleasures“
für neue Blickwinkel auf Natur,
Körper und Gesellschaft.
Die markante Architektur des
„Friendly Alien“ bildet dafür
ebenso einen Teil des Erlebnisses
wie die Werke selbst.
Auch das Joanneumsviertel wird
zu einem BLOOM-Standort.
In der Neuen Galerie Graz und
im Naturkundemuseum verbinden
sich Kunstgeschichte, Forschung
und Gegenwartskunst
zu einem abwechslungsreichen
Zugang zwischen Ästhetik und
Wissenschaft.
Außerhalb des Stadtzentrums
entfaltet BLOOM eine ganz eigene
Atmosphäre. Schloss Eggenberg
verbindet historische
Prunkräume mit floralen Motiven
und Gartenkultur, während
der Österreichische Skulpturenpark
in Premstätten Kunst unter
freiem Himmel erlebbar macht.
Ergänzt wird das Programm
unter anderem durch Standorte
wie das Volkskundemuseum am
Paulustor oder das Österreichische
Freilichtmuseum Stübing.
Gerade diese Verbindung unterschiedlicher
Orte macht BLOOM
besonders. Besucher bewegen
sich zwischen moderner Architektur,
historischen Schlössern,
weitläufigen Parkanlagen und
zeitgenössischer Kunst. So entsteht
ein Kulturformat, das Graz
2026 um eine spannende Facette
erweitert.
Performances, Workshops, Führungen
und interaktive Formate
ergänzen die Ausstellungen und
machen BLOOM zu einem Erlebnis,
das weit über den klassischen
Museumsbesuch hinausgeht.
Graz zeigt sich dabei
einmal mehr als Stadt, in der
Kunst, Kultur und kreative Ideen
auf außergewöhnliche Weise zusammenfinden.
Tourismusinformation
Region Graz
Herrengasse 16
8010 Graz
Tel. 0 316/8075-0
info@regiongraz.at
www.regiongraz.at
#visitregiongraz
Weitere Standorte in Frohnleiten,
Laßnitzhöhe, Premstätten und
Köflach.
BLOOM-Tage und -Feste bei
freiem Eintritt:
06.06. Schloss Eggenberg
13.06. Volkskundemuseum
20.06. Kunsthaus Graz
21.06. Österreichisches
Freilichtmuseum Stübing
BLOOM-Feste
14.06. Sommerfest im
Österr. Skulpturenpark
27.06. Wildwuchs im
Joanneumsviertel
regiongraz.at/veranstaltungen
2. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 11
Neuanfang beim UBSC Graz
KNALLEFFEKT. Langzeit-Manager Michael Fuchs und der Vorstand der Grazer Basketballer treten ab
und übergeben den Verein. Das neue Team um Obfrau Kerstin Höger will künftig einiges verändern.
Hofübergabe (von links): Pascal Seidl, Sportdirektor Karl Sommer, Obfrau
Kerstin Höger, Martin Mitter, Michael Fuchs und Walter Brückler. DER GRAZER
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Nach 20 Jahren treten
UBSC-Manager Michael
Fuchs Obmann Johannes
Simenko und Kasssier
Walter Brückler ab – und übergeben
den Verein an ein neues
Team: Obfrau Kerstin Höger,
Geschäftsführer Martin Mitter
und Pascal Seidl, der für Marketing
und Kommunikation
zuständig ist. „Im Moment verspüre
ich Erleichterung“, sagt
Fuchs. Die immer schwieriger
werdende Sponsorensuche hat
ihn aufgerieben. „Das Sportlerherz
blutet, aber aus wirtschaftlicher
Sicht bin ich froh,
den Verein jetzt in gute Hände
übergeben zu können.
Allzu viel verraten will das
neue Team aber noch nicht.
„Nur soviel: Es wird Veränderungen
in allen Bereichen geben“,
sagt Geschäftsführer Mitter.
Der eigene Nachwuchs soll
stärker gefördert werden. Ob
Name, Logo oder Vereinsfarben
geändert werden? „Dazu können
wir jetzt nichts sagen“, kommt es
von dem Dreigestirn unisono.
Offen ist auch noch, ob Trainer
Ervin Dragsic in seine zehnte
Saison als UBSC-Trainer gehen
wird. „Wir laden ihn ein, weiter
mit uns zu arbeiten und werden
in dem kommenden Tagen Gespräche
mit ihm führen“, sagt
Höger. Dragsic selbst signalisiert
auch, in Graz weiterzumachen.
Klar ist, dass diese Entscheidungen
schnell getroffen werden
müssen, denn Ende September
geht die neue Saison los. „Und in
der Superliga spielen wir jedenfalls“,
sagt Mitter.
Fünfmal genießen und dabei sparen
Der „Grazer“ Schlemmer-Pass
enthält je einen Gutschein für:
• Flann O‘Brien: Flann- oder Veggie-Burger
• Ristorante Paradiso: italienischer Klassiker
• Coffeeshop Barista‘s Kalsdorf:
Bagel-Frühstücks-Combo
• Novapark Flugzeughotel: reichhaltiges
Frühstücksbuffet
• Café Restaurant LEO: moderne
Frühstückskreationen
der Grazer
Schlemmer-
Pass
www.grazer.at
5-mal
Schlemmen
um
5-mal
Schlemmen
um
€ 45,–
€ 45,–
FOTOS: Getty, Beigestellt (6)
Mehr Infos
Erhältlich in den s’Fachl Filialen Murpark, Citypark und Herrengasse,
sowie in allen oeticket-Verkaufsstellen. Gültig bis 30. September 2026
www.grazer.at
12 graz
www.grazer.at 2. JUNI 2026
Ausblick
Was am Mittwoch
in Graz wichtig ist
■ Der vierte und letzte Bauabschnitt des Hochwasserschutzprojekts
am Schöckelbach zwischen der Brücke Rotmoosweg bis zur Stadtgrenze
ist fertig und wird am morgigen Mittwoch von Vertretern des
Bundesministeriums, der Landes und der Stadt eröffnet. Der offizielle
Schutzgrad in diesem Bereich ist dann HQ30.
■ Der Lange Tag der Energie am 20. Juni steht vor der Tür. Zu diesem
Anlass öffnen wieder mehr als hundert Energieschauplätze in
der Steiermark ihre Türen und bieten Interessierten Einblicke hinter
die Kulissen der heimischen Energiewirtschaft. Landesrätin Simone
Schmiedtbauer präsentiert morgen das Programm.
■ Die Autobahnbrücke Gradnerstraße wird von der ASFINAG saniert.
Zwischen morgen 19 Uhr und Freitag 7 Uhr kommt es deshalb
zu einer Totalsperre. Deshalb muss auch die Buslinie 62 umgeleitet
werden. Nach dem Ende der Arbeiten an dieser Brücke ist die Autobahnbrücke
Hafnerstraße dran.
■ Mit „Born to be child“präsentiert Alex Kristan nicht nur ein Kabarettprogramm,
sondern ein Lebensgefühl, denn er weigert sich sehr
über fünfzig Jahren konsequent, erwachsen zu werden. Wie das funktioniert
verrät der Comedian ab 19.30 Uhr auf den Kasematten.
Am Schöckelbach kam es in der Vergangenheit häufig zu verheerenden Hochwassern.
Damit soll jetzt Schluss sein. Das Schutzprojekt wird eröffnet. CAGRAN
■ Feinster Heavy Metal aus der Schweiz kommt mit voller Wucht
nach Graz. Paleface Swiss sind um 19 Uhr im p.p.c. zu Gast. Das Konzert
mit Support von PRÆYA ist bereits ausverkauft.
4. Markt fest
LEND-
PLATZ
FREITAG
19. JUNI
Feiern Sie mit uns das
4. „Grazer“-Marktfest
am Lendplatz!
• 14 Uhr: DJ Wurzinger
• 17 Uhr: Edi and Friends
www.grazer.at
präsentiert