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KLEEBLATT Mai 2026

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Das nächste KLEEBLATT

erscheint am 30.06.2026

Volks- und Kreisschützenfest in

Sarstedt beginnt mit einem Knall

12. bis 15. Juni 2026

Zu viele Anmeldungen, zu wenig Plätze

Wie geht es weiter am

Gymnasium Sarstedt?

Sarstedt (jph). Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Während im vergangenen

Jahr noch kollektiv aufgeatmet und allen am Gymnasium Sarstedt

angemeldeten Kindern ein Schulplatz zugesichert werden konnte,

ist nur ein Jahr später alles anders. Denn auf die lediglich 120 vorhandenen

Schulplätze in Jahrgang 5 gingen für das Schuljahr 2026/2027 ganze 137

Anmeldungen in der Schule ein. Über das Schicksal der „unglücklichen

Siebzehn“ entschied im Mai das Los – und traf auch Sarstedter Familien.

Was dies für die Betroffenen bedeutet und wie eine Wiederholung im

kommenden Jahr vermieden werden kann? KLEEBLATT fragte nach.

Dass dem gymnasialen Neubau aufgrund räumlicher Kapazitätsgrenzen

eine Vierzügigkeit quasi vorgeschrieben wurde, stieß bereits früh auf Kritik.

Eine Schule im stetig wachsenden Sarstedt, die prinzipiell auch dem

restlichen Landkreis zur Verfügung stehen soll, mit derart limitierten

Schulplätzen auszustatten, führe unweigerlich früher oder später zu

Problemen, so der Tenor zahlreicher Bürgerinnen und Bürger. Doch der

Landkreis widerspricht. Fortsetzung auf Seite 8

Sarstedt (jph). Es kehrt jedes Jahr

zur – zumeist – gleichen Zeit zurück,

ist jedes Jahr ähnlich und doch irgendwie

anders: Das Freischießen,

Volks- und Kreisschützenfest in Sarstedt

lockt auch 2026 wieder zahlreiche

Besucherinnen und Besucher

vom 12. bis 15. Juni auf den Schützenplatz

am Bruchgraben, um vier

Tage voller Musik, Spaß und Schlemmerei

miteinander zu verbringen.

Dabei setzt der Festausschuss des

Schützenvereins Sarstedt von 1951

(SV 51) und der Alten Schützengilde

von 1813 zu Sarstedt (ASG) erneut

auf bewährte Klassiker und wagt

sich erstmals an Neuerungen, die

frischen Wind in die Traditionsveranstaltung

bringen sollen.

3. Berufsmesse „Let´s work together“ in Sarstedt

Alles rund um Beruf & Ausbildung!

Sarstedt. Am Dienstag, 9. Juni, dreht

sich in der Sarstedter Fußgängerzone

alles rund um den perfekten Start ins

Berufsleben. Das persönliche Kennenlernen

steht dabei im Vordergrund:

Ob für eine Ausbildung, eine

offene Stelle oder, um die Möglichkeiten

für einen Quereinstieg oder

eine Umschulung auszuloten.

Viele ortsansässige Unternehmen

Schützenfest startet

früher, lauter und bunter

Wie in jedem Jahr, beginnt der offizielle

Teil des Freischießen, Volksund

Kreisschützenfestes mit einem

ökumenischen Gottesdienst und

anschließender Kranzniederlegung

am Ehrenmal am Freitagabend.

Doch in diesem Jahr ist der Ablauf

um eine Stunde nach vorne verlegt.

Und das hat einen ganz bestimmten

– besonders lauten und farbenfrohen

– Grund.

„Wir starten dieses Jahr das Fest mit

einem Knall, anstatt es zu beenden“,

wirbt der Festausschuss und

spielt damit auf das traditionelle

aus den unterschiedlichsten Branchen

wie Industrie, Umwelttechnik,

Handwerk, Banken und soziale Berufe

stehen auch in diesem Jahr für

Fragen rund um die Themen Beruf,

Ausbildung, Karrieremöglichkeiten

und Quereinstieg bereit.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele

Unternehmen an diesem Tag dabei

sind und sich auf der Berufsmesse

präsentieren. Damit zeigen wir gemeinsam,

wie vielfältig das Angebot

in Sarstedt und im Umland ist:

Innovativ, international, handwerklich

oder dienstleistungsorientiert.

Die Branchenvielfalt ist ebenso groß

wie das Angebot an Unternehmen.

Besonders für junge Menschen ist

die Messe eine gute Gelegenheit,

die Unternehmen in einem ersten

Gespräch kennenzulernen und sich

über Fragen zur Einstellung, Karrieremöglichkeiten

oder was man schon

immer mal fragen wollte, zu informieren.

Auf der Berufsmesse zeigen

die Unternehmen, was sie zu bieten

haben: Ausbildungsplätze, Praktika

oder ein Duales Studium. Und das direkt

vor der Haustür,“ so Andrea Satli,

Stadtmanagerin der Stadt Sarstedt.

Wer sich an diesem Tag einfach mal

orientieren möchte, welche offenen

Stellen es auf dem Arbeitsmarkt in

Sarstedt und dem Umland gibt, ob

als Fach- oder Arbeitskraft, oder um

Höhenfeuerwerk an, das bis dato

am jeweiligen Montagabend das

Ende eines jeden Schützenfestes

markierte. „Wir haben in den Vorjahren

beobachtet, dass die Leute um

sieben, halb acht verschwinden“,

erklärt Kai Kosowski, Schäffer des

SV 51. Nur die wenigsten blieben

am letzten Festtag bis in die späten

Abendstunden, um das Feuerwerk

anzuschauen, die Schausteller jedoch

müssten bis zum Schluss ausharren

und hätten erst am Folgetag

die Möglichkeit, mit dem Abbau zu

beginnen.

In diesem Jahr wolle man den Festmontag

daher gegen 20 Uhr allmählich

„ausplätschern“ lassen, so

Kosowski, und bereits am Freitagabend

mit dem Höhenfeuerwerk das

diesjährige Schützenfest einläuten.

Damit dieses jedoch noch zu zumutbarer

Uhrzeit stattfinden könne,

beginnt das Freitagabendprogramm

bereits eine Stunde früher

als bisher gewohnt.

Internationale

Köstlichkeiten und

rasantes Fahrgefühl

Mit 23 Schaustellern kann das diesjährige

Angebot zahlenmäßig zwar

nicht ganz an jenes aus dem Vorjahr

anknüpfen, der Festplatz sei dennoch

randvoll, verspricht Tobias Pätzold,

Schäffer der ASG.

Fortsetzung auf Seite 13

etwas ganz Neues auszuprobieren,

der ist an diesem Tag auch genau

richtig.

Fortsetzung auf Seite 9

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langfristige Lösungen für den Platzmangel im Neubau des Gymnasiums Sarstedt.

Eine Schulbezirkssatzung könnte hier Abhilfe schaffen – doch nicht vor 2027.

Schnelle Sprinter beim

Sparkassenmeeting gemeldet

Sarstedt. Hochklassige Leichtathletik verspricht das Sparkassenmeeting

am Samstag, 6. Juni, auf der Sportanlage am Schulzentrum im Wellweg.

Mehr als 300 Aktive haben für die Veranstaltung gemeldet.

Besonders stark besetzt ist der Sprint der Männer über 100 Meter. Mit

Bestzeiten von unter elf Sekunden zählen Niklas Haaker (10,39 Sekunden)

und Noah Olabisi (10,47 Sekunden) zu den Topfavoriten auf den

Sieg. Auch in den technischen Disziplinen sind zahlreiche leistungsstarke

Athleten am Start. Der 21-jährige Lukas Tsoleridis vom VfL Eintracht

Hannover hat im Speerwurf bereits die 65-Meter-Marke übertroffen.

Tilman Meyer (Hannover 96) steht mit einer Bestleistung von über 60

Metern ebenfalls weit oben in der Meldeliste. Bei den Frauen gehören

Emily Kühn vom VfL Eintracht Hannover (12,11 Sekunden über 100 Meter)

sowie ihre Vereinskameradin Charlotte Waldkirch (5,99 Meter im

Weitsprung) zu den stärksten Teilnehmerinnen. Ebenfalls hoch einzuschätzen

ist die erst 19-jährige Klara Härke vom MTV Holzminden, die mit

4,01 Metern im Stabhochsprung antritt. Das Meeting beginnt um 11 Uhr.

Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf spannende Wettkämpfe

und Leistungen auf hohem Niveau freuen. Für das leibliche Wohl ist

gesorgt. Vertreten ist das gesamte Altersspektrum – von den achtjährigen

Nachwuchsathleten bis zu den Erwachsenen. Auch die traditionell in

Weiß gekleideten Kampfrichter freuen sich bereits auf das Sportfest. n

Zurück zum

Natürlichen

Hören!


2 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

Love in Many Forms

Liebeslieder aus Pop und Jazz

Sarstedt. Am Sonntag, dem 7. Juni

lädt die Heilig-Geist-Gemeinde ein

zu einer musikalischen Liebeserklärung.

Zu Gast ist die Pop- und

© Andreas Blauth

Jazzsängerin Aleksandra Lison, begleitet

von ihrem Pianisten Bastian

Maas. „Love in Many Forms – A Jazz

& Pop Romance“ ist ihr Konzert

überschrieben.

Liebe ist selten nur eines. Sie ist das

Kribbeln beim ersten Blick, die Stille,

die bleibt, wenn jemand geht,

und die Wärme der Menschen, die

einfach immer da sind. In ihrem

Programm "Love in Many Forms" nimmt Aleksandra Lison ihr Publikum

mit auf eine musikalische Reise durch all die Facetten der Liebe.

Mit ihrer warmen, samtigen Stimme bewegt sich Aleksandra Lison zwischen

Jazzstandards und zeitgenössischen Pop-Songs. Songs wie Bewitched,

Cry Me a River und Misty treffen auf Dive von Olivia Dean und Valerie

von Amy Winehouse.

Das Konzert beginnt am Sonntag, dem 7. Juni um 17.00 Uhr in der Heilig-

Geist-Kirche, Bischof-von-Ketteler-Platz 1, 31157 Sarstedt. Der Eintritt ist

frei, um Spenden wird gebeten.

n

Kindergottesdienst beschäftigt

sich mit „Streit im Hause Jakob“

Sarstedt (stb). Zum Kindergottesdienst für Kinder im Alter von 5 bis 12

Jahren lädt die Ev.-luth. St. Nicolai-Kirchengemeinde Sarstedt am Sonntag,

dem 14. Juni, von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr, ins Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum,

Paul-Gerhardt-Str. 2 in Sarstedt ein. Der KiGo für die Kinder

der Gemeinde und gerne auch für junge Gäste hat diesmal das Motto

"Streit im Hause Jakob". „Streit in der Familie und unter Geschwistern, wer

kennt das nicht. Schon die Bibel erzählt davon. Josef und seine Brüder

sind so zerstritten, da ist eine Annäherung schwierig. Am Ende kommt

es aber doch zu einer großen Versöhnung. Von dieser besonderen Familiengeschichte

wollen wir an diesem Vormittag erfahren", gibt Diakonin

Gritlis Rowl einen Ausblick auf das zu Erwartende.

Nähere Infos bei der Diakonin unter T. 6 97 60 33 oder per mail an gritlis.

rowel@evlka.de.

n

Save the Dates: Gemeindeverbund lädt zur

Sommerkirche

Auftanken mal anders

Sarstedt (stb). Im Alltag ist es oft wie auf Reisen: Wir wollen vorankommen.

Planen, ziehen durch – möglichst ohne Unterbrechung. Und merken

nicht, wie müde wir werden. Die Anzeige steht längst auf Reserve.

Trotzdem fahren wir weiter, merken dabei kaum, dass wir die Pause

längst verschieben. Auf später", so beschreibt Pastorin Carola Bachstein,

die aktuell die evangelischen Gemeinden in Sarstedt als Springerpastorin

unterstützt, wie wichtig es ist, auch mal aufzutanken, sich eine Pause

zu gönnen, durchzuatmen und Kraft zu schöpfen, Pausen, wie kleine

Tankstellen auf dem Weg.

Unter dem Motto "Tank-Stelle" steht die diesjährige „Sommerkirche“, die

während der Sommerferienzeit in den Kirchen des Ev.-luth. Gemeindeverbunds

stattfindet. Dabei sind die Gottesdienstbesuchenden eingeladen,

sich immer samstags, am frühen Abend, auf den Weg zu machen

und die Kirchen und Gemeinden im Verbund kennenzulernen. Dabei

treffen sie nicht selten auch mal auf Pastorinnen oder Lektoren oder

Prädikantinnen oder Prädikanten aus den anderen Gemeinden des Verbunds,

die in der Sommerkirche in einer Art Gottesdienstreihe ein Kernthema

vertiefen. Diesmal eben "Tank-Stelle".

Jeweils sonnabends um 17.00 Uhr finden reihum in den Gemeinden die

Gottesdienste statt, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem „Rahmen-Motto“

nähern. Am 4. Juli beschäftigen sich in St. Nikolai Heisede

Pastor Matthias Fricke und Lektor Thomas Nehls mit "Papst oder nicht

Papst - auf den Respekt kommt es an", am 11. Juli heißt es in St. Peter

und Paul Rössing "Reset - neu anfangen bei Gott" mit Prädikantin Gundula

Wallbrecht und Lektor Marco Thorenz. Am 18. Juli geht es im Paul-

Gerhardt-Gemeindezentrum in Sarstedt mit Prädikant Michael Tölke und

Lektorin Christine Hoschke um das Thema "Zwischenstopp fürs Leben -

Pause machen".

Am 25. Juli denken in Martin Luther Giften Prädikantin Gundula Wallbrecht

und Lektor Marco Thorenz über den "Akku für die Seele" nach,

und am 1. August wissen Prädikant Michael Tölke und Lektorin Christine

Hoschke in Katharinen Barnten "Die Seele braucht Treibstoff - was

uns innerlich nährt und stärkt". Den Abschluss macht dann Pastor Peter

Borcholt in St. Paulus Sarstedt am 8. August, wenn er zu "Stau, Panne,

Tank leer – wenn Gott anders wirkt als gedacht" predigt.

Verlässlich Gottesdienste in St. Nicolai

In der St. Nicolai-Kirche Sarstedt finden während der Sommerferien zusätzlich

jeden Sonntag verlässlich um 10.00 Uhr Gottesdienste statt. n

Save the date: Sarstedt macht

mit beim Hitzeaktionstag

Sarstedt. Die Stadt Sarstedt beteiligt sich am bundesweiten Hitzeaktionstag

und lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Donnerstag,

11. Juni, von 14 bis 18 Uhr vor dem Rathaus vorbeizuschauen.

Mit einem abwechslungsreichen Programm möchte die Stadtverwaltung

für die Themen Gesundheitsvorsorge und Klimawandelanpassung

sensibilisieren. Erwartet werden unter anderem Infostände mit praktischen

Tipps zum Schutz bei Hitze, Interviews mit Fachleuten sowie

eine gemeinsame Radtour durch Wald, Feld und Stadt, um die unterschiedlichen

Temperaturunterschiede zu fühlen.

Hitzewellen werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver –

besonders ältere Menschen, Kinder und kranke Personen sind gefährdet.

Der Hitzeaktionstag in Sarstedt bietet die Möglichkeit, sich zu informieren

und ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Das vollständige Programm ist in Kürze unter www.sarstedt.de abrufbar.

Weitere Informationen zum bundesweiten Hitzeaktionstag unter www.

hitzeaktionstag.de

n

Goldene Klänge aus der Vergangenheit

Sarstedt (stb). Dem Saal der Kulturgemeinschaft

Sarstedt fehlt ein bisschen

der Plüsch und Pomp und Nippes,

um als „Salon“ durchzugehen,

aber im Bühnenhintergrund hängt

am Abend des 8. Mai wenigstens

ein Goldrahmen. Schief. Muss eine

wilde Party gewesen sein, könnte

man denken. Ist aber nur Deko für

die letzte Veranstaltung im Saal am

Junkernhof für diese Wintersaison.

Am 7. Juni geht´s im Biergarten

open air mit einem üppigen Programm

weiter.

An diesem Freitagabend aber stehen

zum Abschluss Swing Gold auf

der Bühne. Das sind fünf in sehr viel

Gold und Funkel und Glitzer und

schwarze Federn gekleidete Damen

und ihre Instrumente. Ulrike Stern

(Klavier) und Anke Horn (Klarinette,

Saxophon, Arrangements) haben

das Ensemble vor Jahren mitgegründet,

das in seinen Anfangstagen in

anderer Zusammensetzung früher

„SaSaQu“ hieß. Nun also Swing Gold.

Außer Stern und Horn gehören noch

Iris Düsseldorf (Querflöte, Altflöte,

Percussion), Katrin Opitz (Bassklarinette,

Percussion) und die Sopranistin

Lauren Welliehausen dazu. Alles

Frauen, die auch in ihrem Berufsalltag

mit Musik ihr Geld verdienen.

„I got Rhythm“ von George und Ira

Sarstedt (stb). Dass am 25. April gut

zwei Dutzend Frauen und Männer

auf der Bühne im Stadtsaal saßen

und Akkordeon spielten, hat nichts

damit zu tun, dass 2026 nach dem

Willen der Landesmusikräte bundesweit

das „Jahr des Akkordeons“ ist. In

Sarstedt ist jedes Jahr „Jahr des Akkordeons“.

Zumindest, wenn es nach

der Präsenz des Harmonika Club

Sarstedt (HCS) im kulturellen Leben

der Stadt geht. Und zum alljährlichen

Konzertprogramm gehört auch das

Frühjahrskonzert, das 2026 aber nur

ein Auftakt zu zahlreichen Veranstaltungen

ist, die die Sarstedter Musizierenden

erwartet.

Am letzten Aprilsamstag beglückte

der HCS sein Publikum mit einer

großen Bandbreite, von Musical

über gar nicht so „schwerem Metall“

wie dem klanggewaltigen „Nothing

Else Matters“ von Metallica bis zur

klassischen Polka. Oder auch, Inbegriff

des sehnsüchtigen Akkordeons,

ein „Tango Appassionado“. Das HCS

beweist mühelos die Vielfältigkeit

und Wandlungsfähigkeit des Instruments.

Dirigent Olaf Ahrend kitzelt

aus seinem Groß-Ensemble Spannung

und Wucht ebenso wie Zartheit

und friedvolle Geschmeidigkeit. Das

gefällt Jung und Alt.

Und wenn das Hauptorchester üppigen

Sound und großartige Arrangements

lieferte, so mit der Filmmusik

zu „Die Glorreichen Sieben“, dem

Kopfkino auslösenden „Games of

Thrones“ oder einem Roxette-Medley

oder dem unverwüstlich herzschmelzenden

„Tie a Yellow Ribbon“,

und das „Hobby“orchester Joy unter

Leitung von Maik Prietzel schmissig

„It´s my Life“ und Elton John präsentierten,

so waren es doch die Jüngsten,

die „Quietschies“, die unter der

Leitung von Adrian Bambynek bei

ihrem ersten öffentlichen Auftritt die

Gershwin intonieren sie zum Auftakt,

„schnipp, schnipp“, der Rhythmus

reißt mit. Der Saal ist gut gefüllt,

auch, obwohl das Programm des

Quintetts mit Unterhaltungshits der

1920er, 30er und 40er Jahre heutzutage

eher eine Nische bedient.

Kleinkunst heute, was früher, vor

achtzig bis hundert Jahren, echte

Schlager und Gassenhauer (auch

so ein aus der Mode gekommener

Begriff) waren und (auch wieder

so was Altmodisches) „nicht von

schlechten Eltern“ und „ziemlich gewitzt“

und auf jeden Fall meist mit

frechen, anzüglichen Texten. „Ich

hab´ ein kleines Pi-Pa-Paddelboot“

ist die musikalische Anmache eines

potentiellen Co-Kapitäns für das

Bötchen, „Warum soll eine Frau kein

Verhältnis haben?“ oder „Kauf Dir einen

bunten Luftballon“ sind ebenso

luftige Lieder aus dunklen Zeiten, als

die Gegenwart schwarz bzw. braun

und die Zukunft im Nebel des Ungewissen

war und zumindest die Musik

unbeschwert sein oder wenigstens

Hoffnung spenden sollte. Eskapismus,

Flucht in eine angenehme

Scheinwelt, in Bestform.

Dazu Jazzstandards wie „Ain’t Misbehavin’“

von Fats Waller, „Puttin´ On

The Ritz“ oder „Fly Me to The Moon“,

auch wenn das richtige Jazzfeeling

ausbleibt, die Improvisationen

fehlen. Dabei sind die fünf Damen

bestens aufeinander eingespielt.

Aber ein Dialog der Instrumente ist

es – wie bei Jazz üblich - eben nicht.

Lauren Welliehausens klarer Sopran

ist vor allem dann am schönsten,

wenn sie nicht die ganz hohen Töne

Kleine und Große des Harmonika Club begeistern Jung und Alt

Große Gefühle und großer Applaus

Herzen des Publikums besonders erreichten

mit Kindgerechtem wie u.a.

dem „Marsch der Zwerge“, gespielt

auf der Melodika. Dafür gab es zum

Weitermachen mutmachenden Applaus

für die Quietschies ebenso

wie für die, die den Quietschies erst

jüngst entwachsen sind und nun auf

dem Akkordeon üben.

Sie präsentierten neben anderem die

Titelmelodie aus „Wickie“ Ein Song,

der übrigens dem schon ziemlich

lange erwachsenen Moderator Dirk

Eichler ebenso wie vielen anderen

Zuhörenden noch äußerst präsent

ist. Kindheitserinnerungen.

Im Hintergrund der Kinder, wenn

nicht selbst mit dem Taktstock dem

Conjunto Picante kommen zur Kulturgemeinschaft

Kubanischer Abend im Biergarten

Sarstedt. Der Sommer naht und

damit auch die Biergartensaison

im Haus am Junkernhof der Kulturgemeinschaft

Sarstedt. Nach der

Eröffnung am 7. Juni mit den Lokalmatadoren

der Bluesrockband Anda-

Cava bei Kaffee und Kuchen folgt am

Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr die Band

Conjunto Picante, die afrokubanische

Klänge nach Sarstedt bringen – genau

das richtige für einen lauen Sommerabend.

Afrokubanische Musik entwickelte

sich aus der Verschmelzung westafrikanischer

Trommelrhythmen und

spanischen Liedstrukturen und eroberte

ab den 1940er Jahren von New

York aus die Welt. Wim Wenders Film

über den Buena Vista Social Club

(1999) in Havanna hatte dazu sicher

beigetragen. Als Conjunto Picante

zelebrieren erfahrene Musiker aus

der Region unter Leitung des Trompeters

Olaf Sens die Klassiker dieses

Musikstils wie „Oye como va“, „Besame

Mucho“ und „Sway (Quien sera)“.

Verstärkt durch die Sängerin Ana

Iglesias erklingen gefühlvolle Boleros,

mitreißende Montunos, Mambos und

ChaChaChas, die in die Beine gehen.

Das ist pure Lebensfreude aus der Karibik

zum Zuhören und Tanzen!

„So etwas hatten wir noch nie in unserem

Biergarten“, schwärmt Dirk

Eichler, Pressebeauftragter der Kulturgemeinschaft.

Dabei sind Conjunto

Picante in Sarstedt spätestens seit

den Sarstedter Musiktagen im letzten

Jahr keine Unbekannten mehr. Da begeisterte

die Combo im spanischen

Restaurant an der Innerste das Publikum

und lies es praktisch „aus allen

Nähten platzen“.

ansteuert, sondern ihrer Stimme

Volumen und Tiefe gibt. Dazu gibt

es glücklicherweise einige Gelegenheit,

auch wenn die Spritzigkeit

einer Marika Rökk – wie z.B. bei den

Film-Schlagern „Nur eine Nacht voller

Seligkeit“ oder „In der Nacht ist

der Mensch nicht gern alleine“ –

fehlt.

Swing Gold spielt auch flott Charleston

und nutzt dazu eher Ungewöhnliches

wie Tröte und Hupe, nach der

Pause swingen auch endlich die ersten

Oberkörper im Publikum sacht

mit, während auf der Bühne schon

länger sanft gegroovt wird. Als das

weltbekannte „Bei mir biste Schein“

der Andrew Sisters als reine Instrumentalversion

angestimmt wird,

singt nur eine: Eine Dame in der letzten

Reihe des Publikums kann nicht

an sich halten und summt und singt

mit.

Bei „Blue Moon“ hat sich das Publikum

dann endgültig warmgeklatscht.

Und schon ist der Abend

fast schon wieder vorbei. „Merci

Mon Ami“ und dann noch ein paar

Zugaben. „Somewhere Over The

Rainbow“. Ein schöner Titel, um

träumend in die Nacht hinaus nach

Hause zu gehen, während die Diskokugel

über der Bühne sich noch

verträumt funkelnd dreht. n

Hauptorchester vorstehend: Chef

Olaf Ahrens, der mitspielte, dezent

auch hier die Richtung vorgebend.

Währenddessen stehen dann die

Mitglieder des Hauptorchesters geschlossen

im Hintergrund des Stadtsaales

und klatschen mit und sind ein

bisschen stolz auf den Nachwuchs.

Als ob es der eigene wäre.

Als Zugabe erklatschen sich die Zuschauenden

stehend „Sweet Caroline“

und dann vehement noch eine

und noch eine. Und hätte wohl auch

noch eine vierte genommen, wenn

die Musikerinnen und Musiker noch

auf der Bühne sitzen geblieben wären.

Man freut sich aufs nächste Mal. n

Im Biergarten am Junkernhof dürfte

dagegen ausreichend Platz sein.

Tickets gibt es bereits für 12 Euro im

Vorverkauf, bequem online unter

www.kulturgemeinschaft-sarstedt.de

oder bei Petri & Waller in der Steinstraße

zu kaufen. Sollten noch Restkarten

verfügbar sein, wird es diese

für 14 Euro an der Abendkasse geben.

Wer gar nicht genug bekommt,

für den lohnt sich zudem die neu

angebotene Saisonkarte der Kulturgemeinschaft.

Diese ist für 48 Euro zu

haben und berechtigt zum Eintritt in

alle fünf kostenpflichtigen Konzerte

während der gesamten Biergartensaison

2026, obwohl nur der Preis für

vier Veranstaltungen bezahlt wird.

Und wer einmal keine Zeit hat in den

Biergarten zu gehen, kann diese Karte

auch an andere übertragen, um

diesen eine Freude zu machen. n


2. Juni 2026

Lebendige deutsch-französische

Städtepartnerschaft an Himmelfahrt

Gleidingen (jph). Die Proklamation

der diesjährigen Majestäten machte

den Auftakt für einen bunten, sportlichen

und geselligen Schützenmonat

in Gleidingen, der am Pfingstwochenende

mit dem dreitägigen

Schützenfest seinen Höhepunkt erreichte

und einmal mehr zeigte: die

Gleidinger Vereine stellen da jedes

Jahr mächtig etwas auf die Beine.

Bereits am 16. Mai wurden die diesjährigen

Würdensträgerinnen und

-träger in einem feierlichen Rahmen

geehrt. Dabei wurden erstmals sieben

Königinnen bzw. Könige ausgeschossen

– ein eindrucksvolles

Zeichen für „die rege Beteiligung

sowie den starken Zusammenhalt

innerhalb des Vereins“, so der Schützenverein

Gleidingen von 1928 e.V.

Über besonders gute Treffsicherheit

und damit entsprechende Ehrungen

Sarstedt. Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee

hatte die Freude,

das Himmelfahrtswochenende mit 28

französischen Gästen aus Aubevoye

(Val d’Hazey) und Gaillon zu verbringen.

Trotz einer aufgrund von Staus

sehr langen Anfahrt waren die französischen

Gäste in bester Stimmung

und wurden nach einer kurzen Begrüßung

im Stadtsaal von ihren deutschen

Gastfamilien aufgenommen.

Am folgenden Donnerstag konnten

die französischen Gäste und ihre

deutschen Gastgeber an einer kleinen

Wanderung von Giesen nach Hasede

teilnehmen, die das Städtepartnerschaftskomitee

Giesen für seine Gäste

aus Chabanais organisiert hatte. Dabei

ging es durchaus recht sportlich

zu. Der anschließende Grillnachmittag

in Hasede war auch musikalisch

geprägt. Sangesfreudige französische

Gäste animierten zum gemeinsamen

Singen von unterhaltsamen Liedern.

Für Jugendliche organisierte Thalea

Paggel aus dem Sarstedter Komitee

ein Gamingprogramm in Hannover

als Alternativangebot.

Am Freitag unternahm die von einigen

Sarstedter Komiteemitgliedern

betreute französische Gruppe eine

Tagesfahrt zum Freilichtmuseum in

Kiekeberg bei Hamburg. Das Kiekebergmuseum

bot den französischen

Gästen Gelegenheit zum Kennenlernen

vieler kulturgeschichtlicher

Aspekte Norddeutschlands, nicht nur

mit Bezug auf die Nachkriegszeit. Der

anschließende Besuch Celles wurde

fürs Shopping und eine Stadtführung

freuten sich in diesem Jahr Jugendkönig

Lennard Wagner, Schützenkönigin

Andrea Maneke, Schützenkönig

Peter Maneke, Seniorenkönig

Jörg Schlamilch, Dart-König Pascal

Barszcz, Schülerkönigin Nora Briegert

und Bürgerkönigin Tanja Schulz.

Die neuen Majestäten werden den

Verein nicht nur auf den anstehenden

Schützenfesten in der Region

repräsentieren, sondern hatten auch

beim Gleidinger Schützenfest am

vergangenen Pfingstwochenende

allen Grund zum Feiern.

Bei wahrlich bestem Sommerwetter

stand dies unter einem besonders

guten Stern. An allen drei Tagen lachte

die Sonne über dem zum Festplatz

umgewandelten Fußballfeld und lud

neben Gleidinger Bürgerinnen und

Bürgern auch Neugierige der umliegenden

Gemeinden zu Spaß, Musik

in der „Bimmelbahn” genutzt. Besonders

kulturinteressierte französische

Gäste bearbeiteten mit großem Eifer

einen Fragebogen, um die Stadt Celle

nochmals besser kennenzulernen.

Der Samstag wurde von den deutschen

Gastfamilien im Einvernehmen

mit den französischen Gästen gestaltet.

Ein Highlight war sicherlich auch

die abendliche Festveranstaltung

im Stadtsaal, wobei auch kulturell

interessante „Spectacles” sowohl der

Franzosen (deutsch-französisches

Ratespiel) als auch ihrer Gastgeber

aufgeführt wurden. Sarstedter Komiteemitglieder

präsentierten einen

sorgfältig vorbereiteten musikalischen

Auftritt mit dem Hit „Winds

of Change” in Erinnerung an den

Besuch der Scorpions in Sarstedt im

und kalten Getränken ein. Neben

der Proklamation der Königinnen

und Könige am Festsamstag war es

vor allem der Schützenausmarsch

am Pfingstsonntag, der für reges

Treiben im Ortskern sorgte. Mit der

Unterstützung zahlreicher Vereine

und Musikkapellen war dieser erneut

ein Fest für Augen und Ohren

und ein klares Statement für das

LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 3

vergangenen Jahr. Die Reden des Bürgermeisters

von Aubevoye, Philippe

Colas, der Sarstedter Bürgerneisterin

Heike Brennecke und der deutschen

und französischen Komiteemitglieder

bildeten einen zusätzlichen würdigen

Rahmen. „Gerade in einer Zeit, in der

Europa und die Welt vor vielen Herausforderungen

stehen, sind solche

Partnerschaften wichtiger denn je”,

betonte Brennecke. Mit vielen Gelegenheiten,

das Tanzbein zu schwingen,

endete der Abend.

Das Wichtigste an dieser seit 1992 bestehenden

Städtepartnerschaft sind

sicherlich die vielen Gespräche und

Aktivitäten mit den guten Freunden

aus Frankreich. Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee

zeigt sich

dankbar über die Kommunikation,

den regen Ideenaustausch sowie

viele schöne Momente im Geist der

auch gerade in der aktuellen Zeit

notwendigen, deutsch-französischen

Verständigung – ein kleiner Beitrag

zur Bewältigung aktueller Probleme

in Europa und zum Feiern mit guten

Freunden.

Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee,

das auch über die Homepage

der Stadt Sarstedt erreichbar ist, freut

sich jederzeit über neue Interessentinnen

und Interessenten, die sich vorstellen

können, an dem Fortleben der

Städtepartnerschaft mitzuwirken. n

Neue Majestäten und reges Treiben

Gleidinger Schützenfest hinterlässt Eindruck

Großer Blues im kleinen Jeinsen

6. Jeinser Bluesfestival

Jeinsen. In seiner mittlerweile 6.

Ausgabe des Bluesfestivals setzt der

Veranstalter und selbst vielfach ausgezeichnete

Bluesdrummer Andreas

Bock vom 24. bis 27. Juni erneut gezielt

auf Nachhaltigkeit und Diversität

und freut sich einmal mehr, Musik

und Kultur in die dörfliche Region

bringen zu können – und das Ganze

an vier Tagen, auf drei Bühnen und

mit sage und schreibe vierzehn Formationen.

Mit Mrs. King & Her Jewels am Freitag

(CD-Release-Party) und Anja Tschenischs

Woman in Boogie & Blues am

Samstag sind zwei von Bocks eigenen

Formationen im Line-up vertreten.

Darüber hinaus wird erneut ein

vielseitiges und kurzweiliges Programm

unter dem Motto „regional,

national, international“ präsentiert.

Das Festival startet am Mittwoch,

dem 24. Juni, im rustikalen Biergarten

des Landgasthauses Jeinsen. Am

Donnerstag, 25. Juni, geht es dann

in der besonderen Atmosphäre der

Jeinser Dorfkirche weiter. Hier gibt es

Drei Bühnen, vier Tage, vierzehn Formationen: Zum nunmehr sechsten Mal bringt das

Jeinser Bluesfestival den Rhythm & Blues ins dörfliche Idyll.

außerordentlich aktive Vereinsleben

im beschaulichen Dörfchen. Ein

besonderes Highlight stellte dabei

der Besuch des norwegischen Musikzuges

Langhus Blaeselag dar, der

seine Gleidinger Freunde während

des Schützenfestes tatkräftig unterstützte

und die vielzähligen Gäste

mit musikalischen Darbietungen verwöhnte.

n

ein Wiedersehen mit dem singenden

Landarzt Dr. Kuddel Renner und seiner

Bluesband aus Hildesheim.

In der gemütlichen Scheune von Nötels

Poolbau (mitten im Ort gelegen)

geht das Mini-Festival schließlich ins

Wochenende. Die Besonderheit hier:

Die Bühne ist als Bar dekoriert und

schafft dadurch eine einzigartige

Stimmung. Highlights sind am Freitag

der Voodoo Blues King und seine

Band, Dr. Will & The Wizards, aus München

sowie am Samstag das Quartett

The See See Riders aus Bamberg, die

German Blues Award Gewinner 2025.

Für das leibliche Wohl sorgen lokale

Anbieter vor Ort.

Das Jeinser Bluesfestival wird von der

Region Hannover gefördert. Die SPD-

Landtagsabgeordnete Silke Lesemann:

„Das Festival ist eine kulturelle

Bereicherung für die Region Pattensen

und hat große Bedeutung für das

Land Niedersachsen.“

Tickets und Infos unter www.bluesdrumming.com

oder per E-Mail an

bock-kathrin@gmx.de.

Das Programm im

Überblick

Mittwoch, 24. Juni

Blues Rudy & The Domino Snakes,

Peter Schmidt & Axel Merseburger,

Bumblebee Blues Band Session

Donnerstag, 25. Juni

Best of Jeinsen, Joaco Rodriguez

Band (ESP), Kuddel Renner and His

Amazing Blues Orchestra

Freitag, 26. Juni

Jimmy Reiter Band, Mrs. King & Her

Jewels XXL, Dr. Will & The Wizards

Samstag, 27. Juni

Little Boogie Boy (NL), Peter Kern

(AUT), Woman in Boogies & Blues,

The See See Riders, Cat Lee King and

his Cocks

n

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4 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

So klingt das Weltall

Letzter Tag der offenen Tür

bei GEO600

Benjamin Knispel/Max-Planck-Institut für

Gravitationsphysik

Der Hightech-Detektor GEO600 macht mittels Gravitationswellen das Weltall hörbar.

Beim Tag der offenen Tür bekommen Interessierte zum letzten Mal die Möglichkeit,

einen Blick hinter die Kulissen des Forschungszentrums zu werfen, ehe der

Detektor zum Jahresende den Betrieb einstellt.

Sarstedt/Ruthe. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und das

Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover laden am

4. Juli zum elften und damit letzten Mal zum Tag der offenen Tür beim

Gravitationswellen-Detektor GEO600 in Ruthe ein. Die Veranstaltung

präsentiert Aktuelles zum Stand und zur Zukunft der Gravitationswellen-

Astronomie und den Beiträgen von GEO600 als Ideenschmiede der internationalen

Forschung.

Da der deutsch-britische Detektor zum Jahresende den Betrieb einstellen

wird, ist dies die letzte Gelegenheit, am Ruther Standpunkt in die

Welt der Gravitationsphysik einzutauchen.

Der Tag der offenen Tür findet am Samstag, dem 4. Juli, von 12.00 bis

16.00 Uhr statt. Die Anreise ist bequem per Fahrrad, Pkw oder mit öffentlichen

Verkehrsmitteln möglich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht

erforderlich. Weiterführende Informationen zum Gravitationswellen-Detektor

sowie Hinweise zur Anreise und zu Parkmöglichkeiten finden sich

online unter https://www.geo600.org/tdot2026.

n

Garagenflohmarkt im Giebelstieg

Sarstedt. Am 7. Juni findet von 11.00 bis 16.00 Uhr ein Garagenflohmarkt

im Sarstedter Stadtteil Giebelstieg statt. Ganz nach dem Motto

„Kommen, stöbern, Schnäppchen machen“ sind Besuchende ebenso

wie weitere mitmachende Haushalte herzlich dazu eingeladen. Über

fünfzig Familien haben schon ihre Teilnahme angekündigt. Interessierte

können sich unter dem Gruppenlink bei WhatsApp gern anmelden.

Alle teilnehmenden Haushalte werden am Tag des Flohmarktes mit Luftballons

markiert. Bereits jetzt können alle bisher gemeldeten Haushalte

über eine interaktive Karte nachverfolgt werden. Diese wird bis 2. Juni

final aktualisiert.

n

Schön (und) nass: Tagesfahrt des

Turnklub Jahn nach Nienburg

Sarstedt (stb). Es ist gerade noch

so ein Durchkommen an diesem

sonnigen ersten Sonntag im Mai in

der Sarstedter Fußgängerzone. Die

Gemeinschaft Handel und Gewerbe

(GHG) hat zum 26. Maimarkt geladen

und die Leute lassen sich nicht

zweimal bitten. Die ansässigen Geschäfte

locken mit guter Beratung

und speziellen Angeboten, dazu

haben allerlei „fliegende Händler“

quer durch die Innenstadt ihre Stände

aufgebaut.

Es gibt rustikales Brot frisch aus

dem Holzofen vor der Calenberger

Backstube, schräg gegenüber informieren

die Mitarbeitenden von

KLEEBLATT Reisen über die attraktivsten

Kreuzfahrtangebote, ein

paar Meter weiter gibt es Fischbröt-

Sarstedt/Nienburg a. d. Weser. Zu

ihrer ersten Tagesfahrt in diesem

Jahr führte es die Abteilung Freizeit

und Kultur des TKJ Sarstedt am 6.

Mai zum Spargelhof Thiermann und

in die Stadt Nienburg an der Weser.

Abteilungsleiterin Heidi Siemers begrüßte

die 38 Teilnehmenden, die

der Fahrt, trotz des Regenwetters,

bereits mit Vorfreude entgegenblickten.

Um 9.30 Uhr startete die Busfahrt in

Richtung Norden zum Spargelhof

Thiermann, wo das leckere Buffet

mit Spargel und Beilagen ausgiebig

genossen wurde.

Gegen 13.00 Uhr ging es weiter

nach Nienburg. Dort wurde die

Reisegruppe bereits von zwei

Stadtführern erwartet, die auf der

„Nienburger Bärenspur“ durch die

historische Altstadt mit ihren Fachwerkfassaden,

Renaissancefronten

und Ziegelmauerwerken führten.

Da der Regen sich weiterhin als

steter Begleiter zeigte, wurde der

Buntes Treiben zum Maiauftakt

chen und Bubble Tea, Lederwaren

und türkische Leckereien auf der Innerstebrücke

und Flohmarktschätze

in einem Hofdurchgang, Jeans und

Zuckerwatte bei Schmidt Häder

und bequeme und trotzdem elegante

Schuhe bei Schuhhaus Link,

das Gesundheitszentrum Sarstedt

berät zu „endlich rauchfrei“ und

die Volksbank lädt zu zwei Kugeln

italienischem Eis ein. Auch, wenn

man kein Kunde ist. Für den festtypischen

Zuckerschock sorgen Lebkuchenherzen,

Lollys und anderer

Schnökerkram oder Crêpes, für die

„solide Grundlage“ aber natürlich

auch Bratwurst und Co. Dazu süffige

Maibowle, vollmundiges Bier

oder erfrischende Kaltgetränke - alles,

was den Durst löscht oder dem

Gaumen mundet, ist an diesem Tag

gefragt. Das gilt für die Angebote

von Forsters Weinlädchen oder Marinellos

Eisbecher ebenso wie für

die Kreationen der Sarstedter Bierfreunde.

Die haben sich seit einiger Zeit

mehr als nur die Herstellung von

Gerstensaft und Hopfenbrause

auf die Fahnen geschrieben. Auch

wenn die Altbierbowle auf Basis

des Dickebast Klosterbräus, die

beim Maimarkt ausgeschenkt wurde,

schon ihre Vorzüge hat. Etwas

für die Gemeinschaft und die Stadt

wollen die Bierfreunde und -freundinnen

beitragen. Auf dem Maimarkt

ist das diesmal ein Stand mit

einem Filz-Angebot für Jung und

Alt. Geduldig sitzen die Helferinnen

am langen Tisch und erklären, wie

aus farbiger Wolle und Seifenwasser

oder mit einer Filz-Nadel dekorative

Formen entstehen. Dass daraus kleine

Tier- oder Märchenfiguren werden

können, zeigt ein Tisch mit ausgestellten,

kunstvollen Exemplaren,

die man auch erwerben kann.

Die GHG hat sich diesmal als kleines

Extra Samentütchen ausgedacht,

die sie unter den Besuchenden verteilt.

Musik darf natürlich nicht fehlen,

gleich an mehreren Ecken wird

sie dargeboten, entweder „aus der

Konserve“ vom DJ oder live, nur mit

Gitarre und Gesang.

Dass das Karussell an diesem Tag

defekt ist, ist für die Kinder schade,

aber die Bungee-Anlage auf dem

Hallenbadparkplatz sorgt auch für

Spaß. Ebenso wie der traditionelle

Wettbewerb der FSV- Tischtennisabteilung,

das beliebte Entenrennen.

In zwei Kategorien wurde

wieder gewertet: Die Kreativenten

gingen nur symbolisch an den Start

und wurden nach ihrer Attraktivität

bewertet. Mit dabei auch die

sechs Enten der Familie Fischer,

die sich über das Angebot freute.

„Wir haben da ein Familienbasteln

Rundgang verkürzt und die Pfarrkirche

St. Martin, das Wahrzeichen

der Stadt Nienburg, aufgesucht, die

gleichzeitig den Abschluss der Führung

markierte. Zum Aufwärmen

ging es abschließend noch in ein

Café.

Die Erkenntnis der Teilnehmenden:

Ein Besuch der Stadt Nienburg

lohnt – beim nächsten Mal aber gerne

bei schönerem Wetter.

Auf der Rückfahrt verkündete Heidi

Siemers die nächste Tagesfahrt

nach Detmold und zum Hermannsdenkmal

am 17. Juni und teilte ein

besonderes Anliegen: Die Beteiligung

am Spielkreisnachmittag –

auch Klönkreis genannt –, der immer

am letzten Mittwoch im Monat

um 14.30 Uhr in der Begegnungsstätte

der Stadt Sarstedt stattfindet,

ist stark zurückgegangen. Interessierte

sind also herzlich eingeladen,

sich der Gruppe anzuschließen. Bei

anhaltend geringer Nachfrage wird

der Spielkreis eingestellt. n

draus gemacht. Sechs Personen,

sechs Enten“, berichtet Mutter Jasmin

Fischer. Und so sind unter den

Bewerteten diesmal auch eine

Horror-Ente, eine Kuschel-Ente, eine

Ethno-Ente, eine Indianer-Ente, eine

Basketball-Ente und eine Zorro-

Ente. Auf den Maimarkt ist Jasmin

Fischer durch das große Banner am

Friedrich-Ebert-Park aufmerksam

geworden. Und auf die Enten, als sie

sie in der Apotheke sah. „Wir wohnen

erst seit einem Dreivierteljahr

hier…“ Gewonnen hat dann übrigens

eine blau-lila-rosa funkelnde

Ente mit Glaspaillettengefieder.

Die Rennenten wurden nachmittags

auf der Innerste zu Wasser gelassen

und mussten sich ein Stück

über den Fluss kämpfen. Nicht

allen gelang das einwandfrei. So

beobachteten die aufmerksamen

Zuschauenden eine Ente, die sich

besonders schnell an die Spitze der

gelben Schwimmobjekte gesetzt

hatte, um dann doch kurz vor dem

Ziel am Innersterastplatz, wo die

Enten von FSV-Kanuten wieder aus

dem Wasser gefischt wurden, am

Ufer zu stranden und damit den Einzug

ins Ziel zu verfehlen. Es dürfte

an diesem Tag der Unterhaltung

einer der wenigen Punkte gewesen

sein, die jemanden nicht glücklich

machten.

n


2. Juni 2026 LOKALE NACHRICHTEN

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losradeln!

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wie Sie gehen wollen?

Bürgermeisterin Heike Brennecke, Wolfgang Jäckel von der FSV, TKJ-Radsportler Werner Vahlbruch, Sponsor Heiko Jacob, Büchereileiterin Elke Rebiger-Burkhardt, Sponsor Thorsten

Ußkurat, Tourenplaner Axel Böringer vom Ökumenischen Kirchenteam, Stadtmanagerin Kerstin Sobania und TKJ-Rennradler Siegfried Meitz machen sich stark für ein erfolgreiches

STATRADELN 2026.

Sarstedt (stb). Egal ob das humorvolle

„Mein Fahrrad“ von den

Prinzen, das den täglichen Stau

der Autofahrer thematisiert, „Fahrrad

fahr'n“ von Max Raabe, das ein

Loblied singt auf die Fortbewegung

ohne Benzin oder das die Freiheit

und Unabhängigkeit feiernde „Bicycle

Race“ von Queen: Die Zahl der

potentiellen Soundtracks für die,

die beim diesjährigen STADTRA-

DELN, der bundesweiten Aktion des

Klima-Bündnisses, mitmachen, ist

groß. Und jede nur mögliche Motivation

zu radeln wird besungen.

Das diesjährige STADTRADELN findet

landkreisweit vom 7. bis zum 27.

Juni statt. Wie immer rufen die Stadt

Sarstedt und viele aktive Teams die

Bevölkerung, große wie kleine Menschen,

solche, die in Sarstedt leben

und die, die hier arbeiten, zur Schule

gehen oder einem Verein angehören,

dazu auf, fleißig in die Pedale

zu treten. Wer das Auto einfach mal

stehen lässt, tut nicht nur der Umwelt

etwas Gutes, sondern vor allem

sich selbst, denn Radeln ist gesund

für Körper, Geist und Seele. Dabei ist

es egal, ob man allein mit eigener

Muskelkraft vorwärts strebt oder

sich ein bisschen helfen lässt durch

den E-Antrieb des Rades.

Los geht es in Sarstedt wie im vergangenen

Jahr mit einem „Radel-

Gottesdienst“ mit „Radel-Segnung“.

Wer will, kann am 7. Juni um 11.00

Uhr beim Familiengottesdienst mit

Pastorin Carola Bachstein im Paul-

Gerhardt-Gemeindezentrum, Paul-

Gerhardt-Str. 2, dabei sein und sich

gegen 11.45 Uhr dort den eigenen

Drahtesel segnen lassen. Für eine

unfall-, platten- und pannenfreie

Radelsaison. Der Gottesdienst hat

das Thema „Voll im Wind“, auch

wenn das natürlich für die Radelnden

nicht zu wünschen ist.

Danach sind alle eingeladen, loszuradeln.

Das geht natürlich ganz für

sich allein, aber auch gesellig und

erkenntnisreich in der Gruppe. Die

Stadtradeln-Freunde“, also Gruppen

und Teams, die sich in Sarstedt engagieren,

haben bereits einige Touren

zusammengestellt, die die Lust

am Radfahren noch steigern. Und

eine neue Gewinnkategorie gibt es

dieses Jahr auch noch, die extra prämiert

wird.

Zum Bäcker und

Supermarkt

„Alltagsheld/Innen“, so heißt die

neue Gewinnkategorie: Gemeint

sind damit Personen, die viele kurze

Fahrten für Alltagsbesorgungen

zurücklegen, also zum Job, zum

Einkaufen, mal schnell zum Briefkasten,

statt für all das das Auto zu

nehmen. Dabei zählt die Strecke

zum Supermarkt - unabhängig von

eventuellen Zwischenstopps - als

eine Strecke und die Rückfahrt nach

Hause als eine zweite. „Das Fahrrad

als Alltagsverkehrsmittel – darauf

wollen wir künftig mehr Fokus legen“,

so Sarstedts Klimaschutzmanagerin

Kerstin Sobania, warum

man diejenigen mit den meisten

Strecken extra wertschätzen wolle.

31157

Und noch eine weitere „Challenge“

wird es geben: Unter dem Titel „Wir

radeln unsere Postleitzahl: 3-11-57“

sind alle aufgerufen, sich mit kreativen

Ideen einzubringen, diese zu

dokumentieren und Kerstin Sobania

zukommen zu lassen. Wer also

drei Stunden, elf Minuten und 57

Sekunden radelt oder auch bei drei

Touren mit elf Menschen jeweils 57

Kilometer radelt, wäre dabei. Oder

halt mit einer ganz eigenen, witzigen

Idee.

Touren

Das Ökumenische Kirchenteam ist

wieder mit dabei und bieten drei

Touren an: Am Samstag, 13. Juni als

Tour nur für E-Bikes zum Kloster Marienrode,

inklusive Kirchen-Führung

(mit „Hutspende“) und optional

Teilnahme am Stundengebet der

Benediktinerinnen, danach geht es

über den Hildesheimer Wald nach

Gronau, wo ein Eisdielenbesuch geplant

ist (Start 9.30 Uhr, ca. 65 km).

Eine Anmeldung ist erforderlich,

ebenso, wie bei der zweiten E-Bike-

Tour (48 km) am Freitag, 19. Juni

zum Park Walshausen nähe Heinde

(Start 12.30 Uhr, mit Führung, mit

„Hutspende“). Auch hier ist eine Einkehr

geplant. Für alle Fahrradarten

und ohne Anmeldung hingegen die

Tour nach Wassel und Lühnde (Start

13.30 Uhr, 28 km, mit Kirchenführungen)

am Sonntag, 21. Juni.

Wer gleich am Starttag, dem 7. Juni

loslegen will, begleitet vielleicht

Bürgermeisterin Heike Brenneke bei

der Auftakttour durch die Koldinger

Seenplatte zum Hoffest im Rahmen

des Tages des offenen Hofes nach

Gleidingen (Start 12.00 Uhr am

Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum,

ca. 20 km) oder radelt mit der TKJ-

Radsportsparte ab 12.30 Uhr ab

dem Rathaus (drei verschiedene

Touren: 40, 58 und 68 km). Und der

ADFC-Radwandertag ist am 7. Juni

außerdem (https://touren-termine.

adfc.de/radveranstaltung/173568-

26-adfc-familienradwandertag).

Die Stadtbücherei Sarstedt bietet

wieder ihre gemütlichen – und die

Muskeln nicht überanstrengenden

– „LiteraTouren“ an. Das Motto 2026:

„Tierisch gut“. Die Bücher, die bei

den Stopps während der dienstäglichen

Touren am 9., 16. und 23. Juni

(Start jeweils 18.00 Uhr, mit Anmeldung)

vorgestellt werden, hätten

immer irgendwie einen Bezug zu

Tieren, erklärt Büchereileiterin Elke

Rebiger-Burkhardt.

Dienstags und mittwochs lädt die

TKJ-Radsportsparte außerdem regelmäßig

zu verschiedenen Radwander-

oder Rennradtouren. Und

E-Bikes sind auch willkommen.

Am Samstag, 20. Juni, sind besonders

Familien mit jüngeren Kindern

eingeladen zu den „Spielplatz-Touren“,

die die Stadtbücherei ausarbeitet.

Die Stadt organisiert die Tour

„Drei Kommunen, ein Ziel: Radtour

über Grenzen“, mit Getränken unterwegs

und einem Imbiss am Ziel

am Freitag, 26. Juni (Start 13.45 Uhr,

Engestraße, mit Anmeldung). Und

am Samstag, 27. Juni geht es mit der

FSV bei einem eher gemütlich ausfallenden

Endspurt, wie Wolfgang

Jäckel von der FSV verspricht, um 14

Uhr vom Rathaus aus zum Straßenfest

der Junggesellen und der Hotties

nach Hotteln (ca. 20 km).

Eine Woche später, am Freitag, dem

3. Juli, soll dann die Abschlussveranstaltung

mit Siegerehrung steigen.

Und einem besonderen Highlight:

einem Solarkino auf dem Gelände

des Innerstebades. Nähere Infos

folgen.

Weitere Aktionen und aktuelle Informationen

unter www.stadtradeln.de/sarstedt

und im Flyer der

Stadt Sarstedt. Dort finden sich

auch die „Spielregeln“, also z.B. Hinweise,

wie eine Fahrt definiert wird,

welche preiswürdigen Kategorien

es gibt und wie Mitfahrende (z.B.

Kinder im Anhänger oder Mitfahrende

im Tandem) gezählt werden.

Wie immer gibt es für Radfahrende

attraktive Preise. Und Spaß ganz

einfach so. Machen Sie also schon

mal ihren Drahteseln fit für die kommende

Saison!

Teilnehmen

Registrieren kann man sich unter

www.stadtradeln.de/sarstedt. Alle

Fahrten und die dabei geradelten

Kilometer werden online eingegeben

oder man trackt sie per

STADTRADELN-App. Menschen

ohne Internet können ihre Fahrten

und Kilometer auf Papier dokumentieren

und bei der städtischen

Ansprechpartnerin, Klimaschutzmanagerin

Kerstin Sobania einreichen.

Kilometer-Erfassungsbögen

können als Vordruck zur Verfügung

gestellt werden.

Sei ein (STADTRADELN)-

Star!

21 Tage ganz ohne Auto. Wer sich

das vorstellen kann, der sollte sich

bei Klimaschutzmanagerin Kerstin

Sobania im Rathaus als „STADTRA-

DEL-Star“ bewerben, der im Radelzeitraum

ausschließlich mit dem

Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln

unterwegs sein wird. n

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6 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

Angebote von aktiv bis kreativ

Sommerferienprogramm

der Kommunalen Jugendpflege

Sarstedt (stb). Die Kommunalen Jugendpflegen im Nordkreis des Landkreises

Hildesheim organisieren auch in den kommenden Sommerferien

wieder ein tolles Programm, auch in Kooperation mit vielen Vereinen

und anderen Akteuren.

Sei es eine Zeltübernachtung am Klecks, Igelhäuser bauen, T-Shirts upcyceln,

Spiel-, Sport- und Spaßangebote, Kinderflohmarkt oder diverse

spannende oder lustige Ausflüge: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Brettspielnachmittage stehen ebenso auf dem Programm wie Nachtkino.

Boule, Tennis oder SUP, Kanu, Angeln und Windsurfen locken ebenso

wie die Angebote der Feuerwehr oder der DLRG.

Und die Stadt Sarstedt bietet auch wieder ihre Badekarte an, die für

8 Euro zehnmal Badespaß möglich macht.

Den Sommerferienpass gibt es nur online. Unter www.unser-ferienprogramm.de/sarstedt

finden sich alle Angebote, dort kann man sein Kind

auch registrieren und für die einzelnen Aktionen anmelden. Und auch

bei den anderen Jugendpflegen ist das Programm gut gefüllt. Kinder

können auch dort angemeldet werden: Algermissen unter www.unserferienprogramm.de/algermissen

und Harsum unter www.unser-ferienprogramm.de/harsum.

Anfallende Teilnahmebeiträge rechnet das Programm

am Ende zusammen; die Zahlungsmodalitäten können je nach

Gemeinde variieren. Sie werden unter den von Gemeinde zu Gemeinde

unterschiedlichen „Teilnahmebedingungen“ näher erklärt.

In Sarstedt ist die Bezahlung direkt nach der Anmeldebestätigung bar

im JUZ Klecks notwendig. Die Vereine sammeln ihre Teilnahmebeiträge

eigenständig ein.

Die Jugendpflege Sarstedt ist erreichbar unter Sarstedt T. 05066-61730,

klecks@sarstedt.de.

Alle Angebote in allen Gemeinden sind über das Bildungs- und Teilhabepaket

unterstützungsfähig. Bei Beratungsbedarf kann man sich gerne an

die Jugendpflegen wenden.

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LiteraTouren, Lektüren und mehr

Das Juni-Programm in der Stadtbücherei

Mit der 20. Ausgabe des Bücherschnacks

geht das beliebte Format der Stadtbücherei

in die Sommerpause. Doch langweilig

wird es keinesfalls, denn auch für die

kommenden Wochen hat sich das Team um

Elke Rebiger-Burkhardt und Marc Mutke

einiges einfallen lassen.

Sarstedt (jph). Mit vielfältigen Veranstaltungen

läutet das Team Stadtbücherei

Sarstedt den Sommer ein

und zeigt einmal mehr: In der Bücherei

wird mehr als nur gelesen!

Sie dürfen bei keinem STADTRA-

DELN in Sarstedt fehlen: Die gemütlichen

LiteraTouren, die literarische

Leckerbissen und gemütliche Fahrradtouren

vereinen, dieses Jahr am

9., 16. und 23. Juni, immer dienstags

um 18.00 Uhr. Und am Samstag, dem

20. Juni, darf geradelt und gespielt

werden, was das Zeug hält. Zwischen

11.00 und 18.00 Uhr sind alle

Familien zur Stadtradel-Spielplatz-

Tour eingeladen. Die Länge der Tour

kann selbstbestimmt werden, um

15.00 Uhr wird auf dem Spielplatz in

Giften ein Kamishibai (japanisches

Erzähltheater) präsentiert.

Auch beim Hitzeaktionstag der Stadt

Sarstedt am 11. Juni ist die Stadtbücherei

mit einem Stand in der Fußgängerzone

vertreten. „Kommen Sie

zwischen 14.00 und 18.00 Uhr vorbei

und erfahren Sie, wie Sie auch bei

größter Hitze einen kühlen Kopf bewahren“,

wirbt das Team.

Unterhaltung für Kinder ab drei Jahren

bietet das Bilderbuchkino, das

alle zwei Wochen mit spannenden,

unterhaltsamen und lehrreichen Geschichten

aufwartet. Am 11. und 12.

Juni mit dabei sind die Geschichten

„Wir gehören dazu“ und „OTTO fährt

los – Ein Sommer in den Bergen“,

während am 25. und 26. Juni „Ein

verrückter Tag auf dem Bauernhof“

und „Das tollste Boot der ganzen

Welt“ für Unterhaltung sorgen. Das

Bilderbuchkino findet jeweils um

16.00 Uhr im Obergeschoss der

Stadtbücherei statt. Die Teilnahme

ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung

ist nicht nötig.

In der Woche vom 15. bis 19. Juni

sind alle Kinder im Grundschulalter

zur Entdecker-Rallye durch die Bücherei

eingeladen. „Findet Hinweise,

löst Rätsel, entdeckt tolle Geschichten

und spannende Bücher!“, so die

Aufforderung.

Spielerische Sprachentwicklung und

ein gemütliches Miteinander gibt es

mit Susanne Westphal vom Sarstedter

Familienzentrum und den „Lesebabys“.

Das Angebot richtet sich

an Kinder von 0-24 Monaten und

ihre Bezugspersonen. Das nächste

Treffen findet am Donnerstag, dem

18. Juni, um 10.00 Uhr statt.

Und dann heißt es noch: „Auf die

Plätze, fertig, lesen!“ Nach einem

fulminanten letzten Jahr sind auch

in diesem Sommer alle Schülerinnen

und Schüler zwischen 11 und 14 Jahren

zum JULIUS-CLUB eingeladen.

Weitere Informationen bei der Stadtbücherei

Sarstedt, Kirchplatz 2, T.

05066-63626, stadtbuecherei@sarstedt.de.

n

Jetzt mitmachen: 20 Jahre JULIUS-CLUB

Sarstedt (jph). Auch in seiner

zwanzigsten Ausgabe ist die Stadtbücherei

Sarstedt beim beliebten

JULIUS-CLUB (Jugend liest und

schreibt) dabei. Das ist ein Programm

der VGH-Stiftung und der

Büchereizentrale Niedersachsen,

das in 45 öffentlichen Bibliotheken

Niedersachsens stattfindet. Die Aktion

richtet sich an Jugendliche im

Alter zwischen 11 und 14 Jahren

und findet vom 19. Juni bis zum 19.

August 2026 statt. Auch diesmal

warten wieder mehr als 100 neue

und spannende Bücher auf alle

Viellesenden und die, die es noch

werden wollen. Bei mindestens

zwei gelesenen Büchern winkt ein

JULIUS-CLUB-Diplom, fünf oder

mehr gelesene Bücher werden mit

einem Vielleser-Diplom belohnt.

Zudem wird es wieder allerhand Begleitveranstaltungen

rund um den

Julius-Club geben. Für Club-Mitglieder

sind diese selbstverständlich

kostenfrei.

Nachdem im vergangenen Jahr ein

neuer Rekord aufgestellt werden

konnte, hofft das Team der Stadtbücherei

auch in diesem Jahr wieder

auf zahlreiche Teilnehmende.

Angemeldet werden kann sich ab

sofort online unter www.julius-club.

de oder direkt in der Stadtbücherei

Sarstedt, Kirchplatz 2, T. 05066-

63626, stadtbuecherei@sarstedt.de.

Zur Auftaktveranstaltung am Freitag,

dem 19. Juni, um 18.00 Uhr in

der Stadtbücherei sind bereits jetzt

alle herzlich eingeladen. n

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Inhaber Martin Helmers

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2. Juni 2026

Planschen, trainieren, Spaß haben –

das Freibad hat wieder geöffnet

Sarstedt (stb). Noch ist es mit 22 °C

ziemlich frisch an diesem 18. Mai, als

das Sarstedter Freibad wieder seine

Tore für die Sommersaison öffnet.

Doch das soll nun von Tag zu Tag

besser werden, wie Betriebsleiter

Ewald Thielebürger verspricht. Die

Heizanlage arbeite, täglich rechne

man mit ca. einem Grad Wassertemperatur

mehr.

Zum Anbaden am 18. Mai, das gleich

zur ersten Schulstunde die Schulklassen

eröffneten, die „unbedingt

springen“ wollten, wie Badbetriebsleiter

Ewald Thielebürger erzählt, ist

auch wieder ein Stammgast erschienen.

Udo Lukat gehörte 1959 zu den

ersten Dauerkarteninhabern im Innerstebad.

Eine Dauerkarte hat der

inzwischen 85-Jährige nicht mehr.

Das liegt aber nicht daran, dass er

nicht mehr schwimmt, sondern daran,

dass er vor ein paar Jahren zusammen

mit seiner Frau in die Nähe

der Tochter bei Uelzen gezogen ist,

wo er natürlich auch Stammgast im

dortigen Bad ist. Zum Anbaden in

Sarstedt aber kommt er immer noch,

steigt in seinen ikonischen geringelten

Badeanzug, setzt sich die Fiddler-Mütze

auf den Kopf, bindet sich

ein flottes Halstuch um und springt.

Mit einem sauberen Kopfsprung

vom Fünf-Meter-Brett, so, wie er es

die letzten rund 15 Jahre auch schon

gemacht hat.

Da können Bürgermeisterin Heike

Brennecke und ihr Stellvertreter

Christoph Neuber immer wieder nur

staunen. 2022 hat Lukat verkündet,

den Kopfsprung vom Fünfer wolle

er, „übrigens noch bis zu meinem 90.

Lebensjahr“ absolvieren. „Solange

ich das kann…“ Die Chancen stehen

gut, wenn man ihn so sieht.

In Sarstedt sind nun wieder Groß

und Klein eingeladen, das Freibad

und seine Annehmlichkeiten in

vollen Zügen zu genießen, ob sportlich

beim Bahnen ziehen auf einer

der acht 50-Meter-Bahnen, beim

Toben im Nichtschwimmerbecken

oder beim Spielen von Federball,

Tischtennis und Beachvolleyball. Für

jede Bewegung und Spaß ist etwas

dabei.

Das Kinderplanschbecken werde

übrigens, so Thielebürger, erst „bei

entsprechendem Wetter, wenn dann

auch die Familien mit den Kindern“

kämen, gefüllt. Die Duschen in den

LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 7

Umkleiden im Außenbereich hingegen

sind schon „in Aktion. Mit

warmem Wasser!“

„Auch in diesem Jahr bleiben das

Frei- und Hallenbad parallel geöffnet,“

erklärt Christoph Neuber, Leiter

des Fachbereichs 1 Zentrales, Kinder,

Kultur und Brandschutz. „Damit sind

wir über die ganze Saison und während

der Ferien wetterunabhängig,

egal, ob bei Sonne oder Regen.“

Die jeweilige Tagestemperatur im

Freibad wird jeden Morgen aktualisiert

und kann unter https://innerstebad.sarstedt.de

eingesehen

werden.

Die Sommersaison endet am Sonntag,

13. September.

Bis dahin aber ist einen ganzen Sommer

lang Zeit, im Schatten unter den

großen Schirmen am Beckenrand

oder unter den schönen alten Bäumen

zu entspannen oder auf den Rasenflächen

in der Sonnen knusprig

zu bräunen.

Sommeröffnungszeiten

Ein bisschen hat sich gegenüber den

vergangenen Saisons was an den

Öffnungszeiten im Innerstebad geändert:

Am Samstag und Sonntag

öffnen Bad und Sauna jeweils erst

um 10 Uhr. Von Montag bis Freitag

ist das Bad wie gewohnt geöffnet,

die Sauna ist montags und dienstags

geschlossen. Das ist auch der

knappen Personaldecke geschuldet.

Das Innerstebad sucht weiterhin

sowohl Fachangestellte für Bäderbetrieb

als auch Aufsichtspersonal

wie Rettungsschwimmerinnen und

Rettungsschwimmer.

Sommerhighlights

Ein besonderes Highlight bietet das

Innerstebad allen Schülerinnen und

Schülern am Mittwoch, 1. Juli, mit

der School´s out Party: Der perfekte

Start in die Sommerferien.

Wer es sportlich mag, ist am Samstag,

22. August, beim 4. Beachvolleyball-Turnier

im Innerstebad genau

richtig. Dafür trainieren kann man

jederzeit während der regulären Öffnungszeiten

im Bad. Weitere Informationen

folgen, so die Stadt.

Alle Informationen zum Innerstebad

auch immer unter https://innerstebad.sarstedt.de.

n

Coming Home 2.0 – nach 61 Jahren zurück

Sarstedt (jüki). Es war ein beschwingter

Nachmittag in den gerade im Umbau

befindlichen Räumlichkeiten der

ehemaligen Gaststätte in der Sarstedter

Lönsstraße 14, ein Treffen unter alten,

sehr alten und auch neuen Freunden

– verbunden mit dem Austausch

von Fotos und vor allem Geschichten

und Anekdoten aus längst vergangenen

Zeiten.

Und genau hier beginnt der Blick zurück:

Der damals 16-jährige Wolfgang

hatte schon lange den Nachbarsjungen

Rudolf (beide Familien wohnten

im Erdgeschoss in der Lönsstraße 16)

dabei beobachtet, wie dieser mit seiner

Gitarre und einem Transistorradio

auf dem Spielplatz gegenüber ihres

Wohnhauses Elvis-Songs nachspielte.

Irgendwann kamen die beiden Jungs

ins Gespräch über Musik, und es war

im Sommer 1965, als Wolfgang und

Rudolf beschlossen: „Wir gründen eine

Band.“ Mit Karl-Heinz „Katti“ Vollmer

an der Sologitarre und dem Giebelstieger

Joachim Kirchhoff am Bass fanden

sie schnell die nötigen Mitspieler.

Rudolfs Vater Heinrich schaffte es irgendwie,

die damals noch namenlose

Schüler-Formation (genannt „The Nameless“)

bei einer sogenannten „Beat-

Show“ im Zentral-Theater an der Maiwiese

spät abends als letzten „Act“

auftreten zu lassen. Wolfgang erzählt

schmunzelnd: „Wir konnten damals

lediglich drei Stücke. ‚Dizzy Miss Lizzy“

war wohl dabei.“

Dieser Tag Ende November 1965 war

die Geburtsstunde der „Scorpions“,

Deutschlands erfolgreichste Hard-

Karl-Heinz "Katti" Vollmer trägt sich neben Scorpions-Gründungsdrummer Wolfgang

Dziony ins Gästebuch der "Sarstedter Bierfreunde" ein

10 Jahre Kinderfeuerwehr Algermissen

Das muss gefeiert werden!

Algermissen. Nachwuchsarbeit ist

das Wichtigste, um das Ehrenamt

aufrecht zu erhalten – das erkannten

die Algermissener Feuerwehren bereits

vor mehreren Jahrzehnten und

gründeten die Jugendfeuerwehr.

Doch dass die Bindung neuer Mitglieder

nicht erst ab zehn Jahren

starten darf, diese Erkenntnis entwickelte

sich erst in den letzten Jahren.

Mittlerweile blickt die Kinderfeuerwehr

Algermissen auf ein erstes

spannendes Jahrzehnt zurück – und

das muss gefeiert werden!

Am 20. Juni begrüßt die Freiwillige

Feuerwehr Algermissen ihren Feuerwehrnachwuchs,

sowie Familien,

Freunde und Interessierte ab 15

Uhr am Gerätehaus Algermissen im

Kranzweg 20. Begleitet wird das Fest

von Spiel, Spaß und Spannung, für

die nicht zuletzt der Gemeindewettbewerb

der Jugendfeuerwehren

sorgt.

n

Rock-Formation mit Weltformat, die

im vergangenen Jahr unter dem

Motto „Coming Home“ mit einer fulminanten

Show im ausverkauften

Fußballstadion in Hannover ihren 60.

Geburtstag zelebrierte. Obendrein

trugen sich die aktuellen Bandmitglieder

um den Ex-Sarstedter Rudolf

Schenker am 8. März vergangenen

Jahres ins „Goldene Buch“ der Stadt

Sarstedt ein.

Doch zurück zur eigentlichen Geschichte:

Es mag der Umstand sein,

dass die „Sarstedter Bierfreunde“

derzeit die ehemalige Kneipe in der

Lönsstraße zu einer Begegnungsstätte

für den Ortsteil Giebelstieg und zu

ihrem Vereinsdomizil umbauen. Unter

dem Motto „Coming Home 2.0“ wird

derzeit, auch live vor Ort, eine Dokumentation

über die Anfangsjahre der

Scorpions von 1965 bis 1972 gedreht.

Denn im Jahr 1965 war Hermine Dziony

aus der Lönsstraße 16 die Wirtin

des damaligen „Gilde-Ecks“ nebenan.

Wolfgang Dziony berichtet: „Mittwochnachmittags

war dort ‚Ruhetag‘. Gelegenheit

genug, dort mit den Jungs

Krach zu machen. Musik konnte man

das noch nicht nennen… Das war der

allererste Proberaum der Scorpions.“

Und süffisant lächeln ergänzt Dziony:

„Wir sind mit Bollerwagen samt

leichtem Equipment von der Lönsstraße

aus in Richtung Giebelstieger

Kiesteiche gewandert, wo wir damals

den nötigen Strom für die Anlage aus

einem Verteilerkasten des Saugbaggers

des damaligen Kieswerkes entliehen

haben – und dort ganz Giebelstieg

beschallten.“

Zum „Coming Home 2.0 – nach 61 Jahren

back home“ trafen sich die ehemaligen

Bandmitglieder aus besagtem

Zeitraum 1965 bis 1972, Wolfgang

Dziony, Katti Vollmer und Lothar „Lollo“

Heimberg, im ehemaligen „Gilde-

Eck“ und ließen mit ihren Geschichten

die Anfangszeit der Band nochmals

aufleben. Und trugen sich gern ins Gästebuch

der „Sarstedter Bierfreunde“

ein.

„Hausherr“ Maik Oliver Towet, Chef

der „Sarstedter Bierfreunde“, gab in

seiner Begrüßung zunächst einen historischen

Rückblick auf die jahrhundertealte

Brautradition in Sarstedt,

bevor er dem „Scorpions“-Gründer

Wolfgang Dziony und dessen Frau Karin

eine selbstkreierte Plakette mit der

Wir machen das besser!

Wir machen das besser!

Aufschrift „Musik verbindet Menschen

– Braukultur verbindet Generationen“

überreichte. Und das Besondere: Der

dort aufgebachte Schriftzug „Scorpions“

wurde entlehnt aus einem

uralten Auftrittsplakat der Band, das

damals noch mit der Hand gemalt

worden war.

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Von Polka bis Pop: Sarstedter

Blasorchester begeistert

Sarstedt (stb). Himmelfahrtstag. Für die einen ein wichtiger christlicher

Feiertag, für andere Gelegenheit, mit den Kumpeln und Bollerwagen auf

(Sauf-)Tour zu gehen. Und für viele schon seit langem der Tag, an dem man

sich entspannt im Boksbergwäldchen trifft, um nette Menschen zu treffen,

Musik zu hören und es sich gut gehen zu lassen.

Gegrilltes und Torte, Flammkuchen und Fischbrötchen, Schmalzbrot und

Saure Gurke. Dazu außer allerlei Heiß- und Kaltgetränken auch Obstwein,

im Glas oder gleich flaschenweise. Das ist wohl eine Besonderheit des Familientages

des Sarstedter Blasorchesters. Vor allem aber ist es ein Tag, an

dem immer was los ist auf der kleinen Lichtung mit Grillplatz unweit des

Wellweg in Sarstedt.

Am 14. Mai waren sie alle wieder unterwegs, auch wenn das Wetter höchst

wechselhaft war. Doch der große Regen kam erst am späten Nachmittag,

sodass das Blasorchester einfach etwas früher einpackte. Kalt war es im

Schatten unter den Bäumen. Und den Instrumenten tut Nässe auch nicht

gut. Den Auftakt aber machten bei freundlichem Himmel besondere Gäste

an diesem Tag. Eine Gruppe Alphornbläser aus Loccum waren zu Besuch,

einer ihrer Mitspieler ist Henrik Polak, der im Sarstedter Blasorchester die

Trompete bläst. Mit ihren langen Instrumenten, die ursprünglich Hirten in

den Bergen als Signalinstrumente zur Kommunikation über lange Distanzen

dienten, waren sie eine ungewöhnliche Bereicherung der Veranstaltung.

Da staunte auch die Vatertagstruppe nicht schlecht, die ihren Bollerwagen

am Rand der Wiese geparkt hatten, um sich am Getränkestand ein

frisch gezapftes Bier zu gönnen.

Währenddessen war unter einem Pavillon weiter hinten schon viel los, wo

einige jüngere Mitglieder des Blasorchesters für Kinder ein Bastel- und

Malangebot vorhielten. Ein paar Schritte weiter versuchten sich andere

mit dem Hula Hoop-Reifen, spielten Leitergolf oder standen an Bratwurstoder

Flammkuchenstand an.

Als dann das Blasorchester aufspielte, waren dann eher moderne Klänge

zu hören: „Highway to Hell“, ein Filmmusik-Medley, der Puppenkisten-Hit

„Eine Insel mit zwei Bergen“ als Techno-Kracher oder der Italo-Schlager

„Bella Napoli“ ließen viele mitwippen. Was allerdings auch den Klassikern

der Blasmusik-Literatur, den guten alten Polkas und Märschen wie „Von

Freund zu Freund“ oder dem Marsch „Stars and Stripes Forever“ von John

Philip Sousa problemlos gelang. Trotz des Termins während der sogenannten

„Eisheiligen“ – Himmelfahrt fiel dieses Jahr auf den Tag des Heiligen

Bonifatius, dem vierten der fünf traditionell oft kalten Tage – hat der Familientag

somit seinem Namen wieder alle Ehre gemacht.

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8 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

Zu viele Anmeldungen, zu wenig Plätze

Wie geht es weiter am Gymnasium Sarstedt?

Fortsetzung von Seite 1

„Sowohl die statistischen Werte der

Vergangenheit als auch die Prognosen

für die künftigen Jahrgänge

sprechen auch heute noch für eine

konstante, jahrgangsübergreifende

Vierzügigkeit in Sarstedt“, so das

offizielle Statement. Ohnehin hat

der fast 45 Millionen Euro teure

Neubau ein beachtliches Loch in

die knappen Haushaltskassen des

Landkreises gefressen. Mehr wäre

hier wohl nur schwerlich zu vertreten

gewesen.

Für den stadteigenen Nachwuchs

hätte das Gymnasium Sarstedt

grundsätzlich ausreichend Kapazitäten

zur Verfügung. Wenn da nicht

das Problem mit dem fehlenden

Schulbezirk wäre. Denn während

Sarstedter Kinder im Grundschulalter

gemäß ihrer Wohnanschrift einer

der drei Grundschulen zugeteilt

werden (hier ist der Schulträger die

Stadt Sarstedt), ist mit dem Wechsel

auf die weiterführende Schule

alles offen. Der Vorteil: Eltern und

Spross haben das Recht, frei zu

entscheiden, an welcher Schule sie

sich für einen Platz anmelden. Ein

Recht, das jedoch für alle Familien

im Landkreis gilt, auch für all jene,

deren Gemeinde über eigene weiterführende

Schulen verfügt.

Auch in der Wahl der Schulform

sind Familien in Niedersachsen

seit Wegfall der verpflichtenden

Schullaufbahnempfehlung im Jahr

2015 frei. Und hier folgen Sarstedter

Familien dem überregionalen

Trend: Trotz anhaltender Werbung

für die benachbarte Schiller-Oberschule

bleibt das Gymnasium im

Raum Sarstedt die Schulform erster

Wahl. Eine Entwicklung, die durchaus

auch kritisch gesehen wird.

Heutzutage würden auch all jene

Eltern ihre Kinder an einem Gymnasium

anmelden, deren Nachwuchs

dem dortigen Leistungsanspruch

nicht gerecht werden könne, so die

aktuelle Diskussion in den Sozialen

Medien.

Grundsätzlich hat jedoch jede Familie

die Möglichkeit, nach abschließenden

Beratungsgesprächen in

Klasse 4, die Schulwahl für ihr Kind

eigenverantwortlich zu treffen.

Entsprechende Forderungen, nach

denen Anmeldungen von Kindern

leistungsbezogen „herausgefiltert“

werden sollten, seien daher rechtswidrig,

gibt Dr. Joris Doelle, Schulleiter

am Gymnasium Sarstedt, zu

bedenken. Lediglich Familien mit

mindestens einem Geschwisterkind,

das bereits das GySar besucht,

dürfe er Vortritt geben, ebenso, wie

Kinder aus dem Landkreis Hildesheim

all jenen aus der Region Hannover

vorzuziehen seien.

Viel Ratlosigkeit, wenig

Hilfe

Dass es grundsätzlich zu einem Losverfahren

kommen könne, sei zwar

mehrfach und zu verschiedenen

Gelegenheiten betont worden, so

Dr. Doelle. Wie wahrscheinlich dieses

Risiko jedoch tatsächlich ist,

habe man unterschätzt, gesteht

Auch in Zukunft:

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täglich an zukunftsfähigen Wohnkonzepten.

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Maibaum steht – das Fest fehlt

Heisede. Am 1. Mai fand das mittlerweile traditionelle Aufstellen des

Maibaums des Vereins Dorfleben-Heisede im kleinen Kreis statt. Die

Sonne strahlte vom Himmel und der Maibaum war mit ein paar Handgriffen

aufgestellt.

„In der Vergangenheit gab es dazu auch ein kleines Fest, jedoch ist die

Zahl der aktiven Vereinsmitglieder nicht so groß, sodass es für den Verein

unmöglich geworden ist, dies alleine zu stemmen“, so Organisator

Norbert Neef.

Damit auch in Zukunft wieder ein richtiges Maifest in Heisede stattfinden

kann, freut sich der Verein Dorfleben Heisede über neue Mitglieder.

Denn wie im Fußball gilt auch hier: Nach dem Maibaum ist vor dem

Maibaum! Interessierte kontaktieren den Verein per Mail an info@

dorfleben-heisede.de.

n

Familie Z. aus Sarstedt (alle Namen

auf Wunsch der Betroffenen unkenntlich

gemacht). Dass ihr Sohn

nach den Sommerferien das GySar

besuchen sollte, sei für die Familie

zu Beginn völlig klar gewesen. Der

Zehnjährige wohnt fußläufig und

nur wenige Minuten vom Schulzentrum

entfernt und hat im Beratungsgespräch

in der Grundschule

eine klare Gymnasialempfehlung

erhalten. Doch dann der Schock:

eine Absage. „Ich bin aus allen Wolken

gefallen“, erinnert sich die Mutter.

Im GySar habe man ihr zunächst

geraten, das Regionale Landesamt

für Schule und Bildung (RLSB) in

Hannover zu kontaktieren, von dort

aus sei sie weiter an den Landkreis

als Schulträger verwiesen worden.

Doch hier habe man sich wenig

hilfsbereit gezeigt. Man sei lediglich

verpflichtet, Kindern mit einer

Gymnasialempfehlung einen Gymnasialplatz

innerhalb des Landkreises

anzubieten, habe man ihr

mitgeteilt. Und ihr dann geraten,

es einmal im 30 km entfernten Alfeld

oder an einem der Gymnasien

in Hildesheim zu probieren – wohl

wissend, dass letztere ebenfalls

kaum noch freie Kapazitäten aufwiesen.

Der Vorschlag seitens des

GySar, den Sohn zunächst an der

Schiller-Oberschule anzumelden

und es gegebenenfalls in ein, zwei

Jahren nochmals am Gymnasium

zu versuchen, sei für sie „überhaupt

nicht in Frage“ gekommen, erzählt

die Mutter. Das „Tempo“ sei dort ein

völlig anderes, „und wir wissen alle,

Sarstedt (jph). Matthias Kaufmann,

Geschäftsführer der Kreiswohnbaugesellschaft

(kwg) Hildesheim,

kommt aus dem Zelebrieren nicht

mehr heraus. Rund einen Monat

nach dem Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus

in Hotteln und

der Grundsteinlegung der neuen

Sarstedter Rettungswache in der

Breslauer Straße – beide durch die

zur kwg gehörenden Gesellschaft

für Kommunale Immobilien (GKHi) –

durfte für den letztgenannten Neubau

am 28. Mai bereits das Richtfest

gefeiert werden.

Von der ersten Idee bis zu diesem Tag

seien mehr als fünf Jahre vergangen,

erklärt Kaufmann. Schuld daran trage

niemand, vielmehr sei dies mit

komplexen Vertragskonstellationen

zwischen Kreisverwaltung und dem

niedersächsischen Innenministerium

zu begründen. Doch wenn erst

einmal Richtfest ist, „nimmt’s ordentlich

an Fahrt auf“, zeigt sich Landrat

Bernd Lynack zuversichtlich.

Damit kommt der modernisierte

Neubau genau zum richtigen Zeitpunkt.

Zum 01.07.2026 tritt der neue

Rettungsdienstbedarfsplan für den

Landkreis Hildesheim in Kraft. Dieser

folgt einem „bedarfsorientierten

Modell“, dass eine differenziertere

Verteilung der Kapazitäten vorsieht

und damit ein Einhalten der vorgegebenen

Hilfsfrist von 15 Minuten

in 95 % aller Notfalleinsätze (ausgenommen:

Krankentransporte) ermöglichen

soll. Ebenfalls zum 01.07.

wechselt zudem die Zuständigkeit

für den Rettungsdienst in Sarstedt.

Während dieser bisher von der Falck

Rettungsdienst Nord GmbH durchgeführt

wurde, sorgt ab Sommer

die Malteser Hilfsdienst gGmbh

für Sicherheit nicht nur im Sarstedter

Stadtgebiet, sondern auch in

den Gemeinden Giesen, Harsum,

Kinder, die sich langweilen, fangen

dann an, Blödsinn zu machen“, so

ihre Einschätzung. Schlussendlich

erhielt die Familie aufgrund ihrer

schnellen Reaktion einen der wenigen

freien Plätze am Gymnasium

Himmelsthür.

Damit ist Familie Z. nicht der einzige

Haushalt, dessen Kind künftig

in Himmelsthür die Schulbank

drücken wird. Auch die Tochter von

Familie L. wird nach den Sommerferien

jeden Morgen um 6.40 Uhr

das Haus verlassen müssen, um mit

zwei verschiedenen Linienbussen

pünktlich zum Unterrichtsbeginn

einzutreffen. Seit der Trennung der

Eltern pendelt die Zehnjährige bereits

im Wechselmodell zwischen

dem Wohnort des Vaters in Sarstedt

und dem Wohnort der Mutter in

Nordstemmen. Die Sorge der Familie:

Der zusätzliche Fahraufwand

nach Himmelsthür sei nicht nur eine

Zumutung, er nehme Kind und Eltern

die ohnehin knapp bemessene

Familienzeit und koste die Tochter

Lebenszeit, die sie andernfalls für

ihre Schulaufgaben oder ihren Vereinssport

aufbringen könnte. Die

Absage aus Sarstedt habe die Familie

auch deshalb hart getroffen,

da die Tochter zuvor hart für ihren

Einserschnitt gearbeitet habe, berichtet

die Mutter. Zu sehen, dass

Klassenkameraden, die womöglich

“nicht ansatzweise die gleiche Leistung

in der Schule erbracht haben“,

das GySar besuchen dürften, sei für

ein zehnjähriges Kind „absolut demotivierend

und unverständlich“.

Auch Familie T. sei diesbezüglich in

Erklärungsnot geraten. Der zehnjährige

Sohn hat, ebenfalls mit guten

Noten auf dem Zeugnis, den

Platz in Sarstedt nicht erhalten.

Nun wird er ab dem kommenden

Schuljahr in Harsum den Gymnasialzweig

der dortigen Sekundarschule

besuchen – aufgrund fehlender

Oberstufe wird er sich hier

jedoch nach der 10. Klasse wieder

neu orientieren müssen. Darüber

sei man sich im Klaren, so die Eltern.

Die Harsumer Schule habe

bereits zuvor zur Wahl gestanden,

somit fiel die Entscheidung nach

der Absage aus Sarstedt nicht allzu

schwer. In ihrem Fall sei also alles

noch relativ glimpflich abgelaufen,

zeigt sich die Mutter erleichtert –

und gibt dennoch zu bedenken,

dass der Besuch einer „gleichwertigen“

Schule im Landkreis in jedem

Fall mit reichlich Mehraufwand verbunden

sei. Mehraufwand, der unterm

Strich vor allem auf Kosten der

Kinder gehe.

Steht eine Lösung kurz

bevor?

Ob sich mit den diesjährigen Erfahrungen

im Hinterkopf in den

kommenden Jahren etwas an den

Anmeldezahlen am Gymnasium

Sarstedt ändern wird, bleibt abzuwarten.

Zumindest in Sarstedter

Haushalten ist davon auszugehen,

dass Familien weiterhin versuchen

werden, ihr Kind am örtlichen Gymnasium

anzumelden. Damit sich

Nordstemmen und Algermissen.

Diese finde mit dem modernen Neubau

nun „beste Bedingungen“ vor,

so Lynack.

Die Investitionskosten für die neue

Rettungswache belaufen sich auf

ca. 3,2 Millionen Euro. Das Gebäude

verfügt über einen Sozialtrakt

mitsamt Schulungsraum und einer

Fahrzeughalle mit fünf Fahrzeugboxen

sowie einem Außenbereich

mit Platz für bis zu zwanzig Pkw.

Die Wärmeversorgung wird durch

eine Kombination aus einer Luft-/

dieses Schauspiel jedoch nicht alle

Jahre wiederholt und Eltern und

Verantwortliche die gleichen frustrierenden

Gespräche führen, müssen

klare Lösungen gefunden werden.

Laut Auskunft des Landkreises

werde eine Fünfzügigkeit aufgrund

räumlicher Gegebenheiten auch

künftig ausgeschlossen.

Neue Hoffnung bringt nun ein

Antrag der Mehrheitsgruppe – bestehend

aus SPD, Bündnis 90/Die

Grünen, Die Partei, Georgios Konstantopoulos

(parteilos) und GUT

für Sarstedt – im Kreistag, demzufolge

die Einrichtung eines Schulbezirkes

für das Gymnasium Sarstedt

geprüft werden solle. Käme es infolgedessen

zu einer entsprechenden

Schulbezirkssatzung, müssten

rechtlich gesehen am Gymnasium

Sarstedt Anmeldungen von im Sarstedter

Stadtgebiet lebenden Kindern

bevorzugt behandelt werden.

Würde eine Schule außerhalb des

Schulbezirkes präferiert werden,

müsste im Umkehrschluss jedoch

eine Ausnahmegenehmigung beantragt

werden.

Der Ausschuss für Schule und Kultur

tagt erneut am 16. Juni. Ob es dann

zu einem Beschluss des Prüfungsantrags

kommt, bleibt abzuwarten.

Für all jene Sarstedter Familien, die

für das Schuljahr 2026/2027 keinen

Platz am GySar bekommen haben,

käme dies jedoch ohnehin zu spät.

Die Festlegung eines Schulbezirkes

ist frühestens für das Schuljahr

2027/2028 möglich. n

Die Hälfte ist geschafft

Rettungswache in der Breslauer Straße

feiert Richtfest

Hilfe, die schnell, professionell und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird: Mit der neuen Rettungswache in der Breslauer

Straße setze man ein „starkes Zeichen für Verantwortung“, so Christoph Neuber (li.) von der Sarstedter Stadtverwaltung.

Ein Kranz, ein Schnaps, ein letzter Nagel: Mit dem traditionellen Richtspruch feierten

kwg-Geschäftsführer Matthias Kaufmann und Marvin Bremer, Inhaber der Holzbau

Meinholz GmbH, Halbzeit beim Neubau der Rettungswache.

Wasser-Wärmepumpe und einem

Gasbrennwertgerät gewährleistet,

zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage

errichtet. Nach dem

Baubeginn am 01.12.2025 sei man

zeitweise durch den Wintereinbruch

zwar ein wenig in Zeitverzug geraten,

dieser sei jedoch im Wesentlichen

wieder aufgeholt worden, berichtet

Matthias Kaufmann, sodass

einer Fertigstellung im Januar bis

Februar 2027 laut aktuellem Stand

nichts im Wege stehe.

Doch was dem Neubau zum perfekten

Glück noch fehlt: ein klassischer

Dachstuhl. Dieser ist zwar für

den Rettungsdienst unwesentlich,

doch zu einem traditionellen Richtfest

gehört nun mal das Einschlagen

des symbolischen letzten Nagels

ins Dachgebälk. Zum Glück habe er

Heiko Kollien vom Planungs- und

Ingenieurbüro Himstedt + Kollien

noch überreden können, von der Firma

Holzbau Mainholz zumindest ein

paar Dachbalken über dem Schulungsraum

anzubringen, scherzt

Kaufmann. Und zeigt beim Umgang

mit Hammer und Nagel Geschick. n


2. Juni 2026

LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 9

I 9. Juni 2026

10:00 – 15:00 Uhr

Fußgängerzone Sarstedt

3. Berufsmesse „Let´s work together“ in Sarstedt

Alles rund um Beruf & Ausbildung!

Wir sind dabei – besuchen Sie uns!

Informieren Sie sich vor Ort oder auf

unserer Karriereseite über unsere aktuellen

Stellenangebote und

Einstiegsmöglichkeiten.

https//:heil-kfzteile.de/Karriere/Stellenangebote/

A.-W. HEIL & SOHN GmbH & Co. KG | Bergstr. 4-7 | 30539 Hannover

Maya-Emily Fricke, Auszubildende zur Bankkauffrau

erreichen. Ob mit Bus, Bahn oder

Straßenbahn… jede Station ist fußläufig

von der Fußgängerzone entfernt“,

berichtet Satli.

Die Berufsmesse ist eine Veranstaltung

der Stadt Sarstedt in Kooperation

mit der Univent GbR. n

Eine Ausbildung für

heute. Und morgen.

Wir haben den Job,

den du dir vorstellst.

Bewirb dich jetzt:

Weil’s um mehr

als Geld geht.

sparkasse-hgp.de/

ausbildung

Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in, Klasse I

Voraussetzung: Realschulabschluss oder gymnasiales

Versetzungszeugnis Klasse 9/10

Ziel:

Versetzung in Klasse II

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in, Klasse II

Voraussetzung: BFS Sozialpädagogische/r Assistent/in, Kl. I oder

abgeschlossene Kinder eger/innenausbildung

oder Fachhochschulreife oder Abitur

Ziel:

Staatlich geprüfte/r Sozialpädagogische/r

Assistent/in, Erw. Sek. 1

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Fachschule Sozialpädagogik

Voraussetzung: Abschluss als Sozialpädagogische/r Assistent/in

Abschluss Ber iches Gymnasium,

Schwerpunkt Gesundheit und Soziales

Ziel:

Staatlich anerkannte/r Erzieher/in,

Allgemeine Fachhochschulreife

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Die Schulformen Berufsfachschule und Fachschule

sind Schulgeld frei.

Fachoberschule Gesundheit u. Soziales,

Schwerpunkt Sozialpädagogik, Klasse 11

Voraussetzung:

Realschulabschluss

oder gymnasiales Versetzungszeugnis Klasse 9/10

Ziel: Versetzung in Klasse 12

Fachoberschule Sozialwesen

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Fachoberschule Gesundheit u. Soziales,

Schwerpunkt Sozialpädagogik, Klasse 12

Voraussetzung: FOS Klasse 11 oder Realschulabschluss

und abgeschlossene Berufsausbildung

Ziel:

Allgemeine Fachhochschulreife

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Berufsoberschule Gesundheit u. Soziales, Klasse 13

Voraussetzung: Fachhochschulreife und abgeschlossene

Berufsausbildung

Ziel:

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

Fachgebundene Hochschulreife

Unterrichtsbeginn: 13. August 2026

Information bei: Elisabeth-von-Rantzau-Schule

Wiesenstr. 23e, 31134 Hildesheim, Tel. 0 51 21 / 80 90 49-0

www.evrs.de ∙ E-Mail: info@evrs.de

Fortsetzung von Seite 1

Das Jobcenter steht mit einem Informationsstand

neben der Begegnungsstätte

(Steinstraße 13) für Fragen

zur Verfügung. Ein schwarzes

Brett informiert über offene Stellen.

Auch die Handwerkskammer als Vertreterin

für das Handwerk ist als Aussteller

dabei.

Junge Menschen zwischen 14 bis

einschließlich 26 Jahren, die noch

keine Idee haben, wie es nach der

Schule weitergehen soll, können sich

am Stand vom Pro Aktiv Center informieren.

Die Mitarbeitenden beraten

kostenlos u.a. bei der Berufsberatung

und -planung, unterstützen bei

der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche

und bereiten junge Menschen

auf Vorstellungsgespräche vor.

Wer sich über Möglichkeiten bei der

Stadt Sarstedt oder in einer der städtischen

Einrichtungen informieren

möchte, kann dies ebenfalls tun. Neben

Vertretern und Vertreterinnen

aus der Verwaltung freuen sich die

Mitarbeitenden aus dem Innerstebad

und den Kindertagesstätten auf

einen regen Austausch. „Wir freuen

uns, dass auch die Elisabeth-von-

Rantzau-Schule als Ansprechpartnerin

dabei. Die Schule in Hildesheim

bildet anerkannte Erzieher/innen

aus. Und auf unserer Live-Bühne vor

dem Rathaus geben unter anderem

Auszubildende einen Einblick in ihren

Berufsalltag“, berichtet die Stadtmanagerin

weiter. „Das Programm

zum Tag geben wir rechtzeitig bekannt“,

ergänzt sie. Die Jobschmiede

bietet in der Begegnungsstätte,

Steinstraße 13, umfassende Beratung

zu Bewerbung, Lebenslauf und

Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch

an.

Die Berufsmesse beginnt morgens

um 10 Uhr und endet um 15 Uhr.

Wer sich zwischendurch stärken

möchte, ist in den (Eis-)Cafés und Restaurants

herzlich willkommen.

Zur Anreise: „Sie kommen nicht

aus Sarstedt, sondern aus den umliegenden

Städten? Kein Problem.

Sarstedt ist einfach und bequem mit

den öffentlichen Verkehrsmitteln zu

9. Juni 2026

10:00 – 15:00 Uhr

Fußgängerzone

Sarstedt

alles rund um

Ausbildung

Quereinstieg

Fachkräfte


10 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

Stadt Sarstedt informiert über kostenfreie Beratung

Private Modernisierungs- und

Instandsetzungsmaßnahmen

Sarstedt. Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden im ausgewiesenen

Sanierungsgebiet „Innenstadt – Steinstraße/Holztor Ost“

in Sarstedt, die Modernisierungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen

planen und damit noch nicht begonnen haben, sind herzlich zu kostenfreien

Beratungsgesprächen eingeladen. Die Stadt Sarstedt und der beauftragte

Sanierungsträger DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft

mbH informieren über Fördermöglichkeiten auf

Grundlage der neuen kommunalen Förderrichtlinie der Stadt.

Gefördert werden private Maßnahmen zur Beseitigung von Missständen

und Mängeln. Reine Instandhaltungsarbeiten, wie etwa ein Fassadenanstrich,

sind nicht förderfähig.

Für die Beantragung der Förderung sind wichtige Voraussetzungen und

Hinweise zu beachten. Daher bietet die Stadt Sarstedt am 1. Juli von

13.00 bis 18.00 Uhr Beratungsgespräche im Rathaus an.

Termine werden im 30-Minuten-Takt vergeben. Eine vorherige Anmeldung

ist erforderlich:

Ansprechpartnerin: Frau Marzena Borchardt, Stadtplanung, E-Mail: marzena.Borchardt@Sarstedt.de

oder per T. 05066 805-68.

Wer an diesem Termin nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, einen

telefonischen Beratungstermin an einem anderen Tag zu vereinbaren. n

Kommunalwahl am 13. September 2026

Wer wird Bürgermeister oder

Bürgermeisterin? Die Kandidaten

Sarstedt (stb). Am 13. September

finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen

statt. In der Region

werden dann neben dem Kreistag,

dem Rat der Stadt Sarstedt, dem

Landrat oder der Landrätin und

den Ortsräten auch in Direktwahl

der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin

in Sarstedt gewählt. Die

kommende Amtszeit für Bürgermeisterinnen

und Bürgermeister beträgt

acht Jahre.

Das KLEEBLATT hat mit den bislang

drei Kandidierenden für das höchste

Verwaltungsamt in Sarstedt, der

amtierenden SPD-Frau Heike Brennecke

sowie den Herausforderern,

dem CDU-Mann Sebastian Brandes

und dem Grünen-Politiker Christof

Gebhardt, an ihren Lieblingsorten

im Stadtgebiet gesprochen und

Am 13. September entscheidet sich, wer für die nächsten acht Jahre das höchste Amt im

Rathaus bekleidet.

stellt sie in dieser Ausgabe vor. Für

die Wahl der kommunalen Vertretungen

können Wahlvorschläge von

Parteien, Wählergruppen oder einzelner

Personen bis Montag, den 20.

Juli 2026, 18 Uhr, bei der Stadt eingereicht

werden. Für die Direktwahlen

endet die Einreichungsfrist bereits

am Montag, den 6. Juli 2026, 18 Uhr.

In Sarstedt gibt es Direktwahlen des

Postens an der Stadtspitze erst seit

1996. Davor war die Verwaltung der

Stadt zweigeteilt in einen ehrenamtlichen

Bürgermeister (der den Rat

leitete) und einen hauptamtlichen

Stadtdirektor. Dieser wurde als Wahlbeamter

vom Rat der Stadt für einen

bestimmten Zeitraum gewählt.

Mit der Reform des Kommunalverfassungsrechts

1996 wurde das

Amt des Stadtdirektors in den meisten

niedersächsischen Kommunen

abgeschafft und mit dem Amt des

(Ober-)Bürgermeisters zusammengelegt.

Der Bürgermeister ist heute

hauptamtlicher Chef der Verwaltung

und oberster Repräsentant. n

Kartenausschnitt – Sanierungsgebiet Sarstedt „Innenstadt – Steinstraße/Holztor

Ost“ / Stadt Sarstedt.

Blutspende in Sarstedt am 12.06.

Sarstedt. Der DRK-Ortsverein Barnten-Giesen-Sarstedt lädt für Freitag,

12. Juni, zur nächsten Blutspende ein. Die Blutentnahme findet von 16

bis 19.30 Uhr in der Schiller-Oberschule am Wellweg statt.

Blut spenden können alle gesunden Menschen ab 18 Jahren. Mitzubringen

sind ein Personalausweis oder Reisepass, Wiederholungsspender

sollten zudem ihren Blutspendepass vorlegen. Zwischen zwei Blutspenden

müssen mindestens acht Wochen liegen.

Nach der Spende erwartet die Teilnehmer ein Imbiss vom Grill. Jede Blutspende

wird umfassend untersucht, mögliche Auffälligkeiten werden

den Spendern mitgeteilt. Während des Termins gelten die üblichen Sicherheits-

und Hygienevorschriften.

n

Justus König wird Bezirksmeister im Vierkampf

Erfolgreiche FSV-Leichtathleten

(v.l.n.r.) Trainerin Kathrin Froböse, Justus König, Johanna König, Marisa Treichel,

Betreuer Niclas Legler.

Sarstedt/Burgdorf. Am 17. Mai, richtete der TSV Burgdorf die Bezirksmeisterschaften

im Vierkampf der U16 und U14 aus. Bei guten äußeren

Bedingungen gingen für die FSV Sarstedt Johanna König (W13), Marisa

Treichel (W12) und Justus König (M12) an den Start.

Einen Supertag erwischte Justus König. Der Elfjährige gewann den

75-Meter-Sprint souverän in starken 10,83 Sek. Im folgenden Ballwurf

(200 Gramm) konnte König mit 33,0 m seine Führung weiter ausbauen.

Beim nachfolgenden Weitsprung behielt er nach zwei ungültigen Versuchen

die Nerven und landete im dritten Versuch bei 4,38 m im Sand.

Abschließend mobilisierte er noch einmal alle Kräfte und schloss den

Hochsprung mit 1,28 m ab. In allen vier Disziplinen erzielte der junge

FSV-Athlet persönliche Bestleistungen (pB). Das galt dann ebenso für

die Gesamtpunktzahl von 1.524 Punkten, die den verdienten Bezirksmeistertitel

bedeuteten – und das mit einem Vorsprung von mehr als

260 Punkten auf Platz 2 (Jonathan Erik Agyei vom TK Hannover).

Seine Schwester Johanna König (W13) sprintete die 75 m in einer neuen

pB von 11,32 Sek., sprang 1,20 m hoch, warf den Ball auf eine gute

Weite von 27,0 m und verfehlte im Weitsprung dieses Mal mit 3,98 m

nur knapp die 4-Meter-Marke. Sie platzierte sich mit einer Endpunktzahl

von 1.509 Punkten auf Platz 10 im Mittelfeld. Bezirksmeisterin wurde

Clara Stubendorff vom TSV Bemerode mit 1.704 Punkten. Aus dem

Landkreis Hildesheim schaffte es mit Mirja Brückner vom TSV Gronau

noch eine weitere Athletin aufs Treppchen (Platz 3).

Auch Marisa Treichel (W12) ging ihren Wettkampf couragiert an. Sie

sprintete die 75 m in 12,16 Sek., sprang starke 3,48 m weit, warf den

Ball auf eine neue pB von 29,0 m und konnte im Hochsprung eine Höhe

von 1,16 m überspringen. Sie freute sich mit 1.369 Punkten über eine

pB und Platz 7 im Bezirk Hannover. Den Titel gewann Henrike Weis vom

TuS Altwarmbüchen (1.621 Punkte).

n

„Ich kenne die Menschen im Rathaus, wir sind ein großes Team.“

Heike Brennecke kandidiert für das Amt

der Bürgermeisterin

Sarstedt (stb). Die SPD Sarstedt hat

im August 2025 Heike Brennecke einstimmig

als Kandidatin für die Wahl

zur Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt

nominiert.

Die 65-Jährige ist ledig und kinderlos.

Sie hat nach dem Schulabschluss

ihre Beamtenlaufbahn in der Bezirksregierung

Hannover begonnen und

anschließend im Landessozialamt

Hildesheim gearbeitet. Es folgte der

Wechsel nach Sarstedt als Stellvertretende

Hauptamtsleitung im Rathaus

Sarstedt unter Stadtdirektor Karl-

Heinz Wondratschek und dem damals

noch ehrenamtlichen Bürgermeister

Walter Gleitz. 2013 trat Brennecke im

Vorfeld ihrer ersten Kandidatur in die

SPD ein. Sie selbst stammt „aus einem

Nordstemmer SPD-Haushalt“.

Nun kandidiert Brennecke für eine

dritte Amtszeit, die acht Jahre dauern

wird. Dazu sagt sie: „Ja, ich will das machen,

ich bin voll bereit, weiter berufstätig

zu sein.“

Ich will die ganze Erfahrung, die ich

habe, weiter einsetzen.“

Ihren persönlichen Schwerpunkt

sieht Heike Brennecke darin, „das soziale

und kulturelle Miteinander und

die vielen engagierten Menschen als

Stadt zu unterstützen. Ein gutes Miteinander

im Leben steht im Vordergrund.“

Ferner zählt sie als wichtige

Punkte den Hochwasserschutz, die

Feuerwehr und die Sicherheit in der

Stadt auf. Im Amt an der Stadtspitze

müsse man im Blick haben, was Situationen

wie „Corona oder die Flüchtlingslage

mit der Stadt machen“.

Dazu müssten Risiken bedacht werden,

die „von außen“ kämen, also z.B.

Stromausfälle. Es sei immer zu bedenken:

„Was dient der Sicherheit der

Bürger?“ Die Menschen müssten sich

aber auch „selber vorbereiten, dass sie

wenigstens ein paar Tage autark sein

können, mit Trinkwasser zum Beispiel.

Und dann gerne auch auf den Nachbarn

achten, ist der versorgt?“

Hinsichtlich des Klimawandels

müssten Ereignisse wie Starkregen,

Hochwasser oder Hitzewellen zukünftig

immer mitgedacht werden. „Jeder

kann selbst etwas machen, auf seinem

Grundstück, durch sein Verhalten.“

Als ein Beispiel für Projekte nennt sie

die geplante Eindeichung bei Ruthe.

Und – als Negativbeispiel, das bei

vielen vor der eigenen Haustür liegt -

Schottergärten.

Das Familienzentrum die KLEIne Stube,

das Stadtteilmütterprojekt und

die Stelle des Integrationsbeauftragten:

Heike Brennecke verweist im

Gespräch auf mehrere Einrichtungen,

die die Stadt unter ihrer Leitung in

den letzten Jahren auf den Weg gebracht

hat. Sie sagt: „Wir haben jetzt

gute Akteure. Es hat sich ganz viel

entwickelt, das strahlt aus auf die

Stadt.“

Auch das Soziale Kaufhaus, betrieben

von der gemeinnützigen LABORA

gGmbH, und der Gute Hirt Sarstedt,

ein ökumenisch ins Leben gerufenes

und bürgerschaftlich organisiertes

Hilfsprojekt „mitten in der Stadt, das

ist wichtig“. Die Sozialstruktur in einer

Stadt wie Sarstedt sei naturgemäß anders

als in anderen, ländlichen, Gebieten.

„Da greifen dann unsere Sozialsysteme.

Es sei anzustreben „Kindern

gegebenenfalls zu helfen, aus ihren

Sozialstrukturen raus zu können.“

Die Unterstützung solcher Angebote

wie auch z.B. „Räume für das Rote

Kreuz, auch unabhängig von der neuen

Rettungswache“, seien wichtig.

Ebenso wie das Jugendparlament,

das nun realisiert werden soll. (Eine

Gruppe engagierter, interessierter

Jugendlicher hatte dieses vorangetrieben

und forderte eine offizielle

politische Beteiligungsform für junge

Menschen, Anm. d. Redaktion).

„Man muss die jungen Menschen mitnehmen

und ihnen ein Sprachrohr

geben, so Brennecke.

Mit Blick auf die immer wieder thematisierte

Lage bei den Sporthallen,

sieht Heike Brennecke perspektivisch

etwas Entspannung durch die neue

Halle der gerade entstehenden dritten

Grundschule in Giebelstieg. „Und

dann haben wir nach dem Abriss

der alten Halle in Giebelstieg ja auch

mehr Möglichkeiten für kleinere Angebote

geschaffen.“ Die Zusammenarbeit

mit den Sportvereinen sei gut,

„ein enger Austausch“, sie verweist

zudem auf die neuen Schießanlagen

bei den Schützenvereinen und die Sanierung

des dritten Platzes beim 1. FC.

„Und bei den LED-Flutlichtanlagen an

den Sportplätzen sind wir Vorzeigegemeinde!“

Nun sei man in Gesprächen mit den

Vereinen, wie diese beim Ganztag

in den Grundschulen unterstützen

könnten. „Ich weiß, das ist für die Vereine

und ihre Ehrenamtlichen schwierig…“

Denn ab dem 1. August 2026 hätten

Familien einen Rechtsanspruch auf

Ganztagsbetreuung ab der 1. Klasse

und vier Wochen in den Ferien. „Das

machen wir in Sarstedt schon seit

2011 und seit Anfang an auch Ferienbetreuung“,

ergänzt Heike Brennecke

zu dem an der Innerste schon Erreichten.

Durch die Einrichtung der Stelle des

Stadtmanagements habe man auch

eine „Nahtstelle“ mit den Vereinen geschaffen.

Dass sich Sarstedt kulturell,

„mit einem prall gefüllten Veranstaltungskalender“

toll entwickelt habe,

freue sie sehr.

Das Amt des Bürgermeisters oder

der Bürgermeisterin sei kein parteipolitisches

Amt, versichert Heike

Brennecke, sondern unabhängig von

der Partei. „Man muss für die Menschen

in der Stadt da sein, hinter

allen Projekten steht, das Leben der

Menschen gut zu gestalten.“ Dazu

gehört auch die Wirtschaft. Es gäbe

„viele tolle Unternehmen in der Stadt,

die auch international tätig sind, mit

spannenden Arbeitsplätzen“. Und die

suchten Mitarbeitende. „Das versuchen

wir zu unterstützen. Zum Beispiel

durch die Berufsmesse.“ Es sei

eine Gelegenheit, sich bekannter zu

machen. Beim Nachwuchs, aber auch

bei Arbeitnehmern, „Am Bürgermeisteramt

„hängen so viele Facetten.“

„Die dritte Grundschule zu unterhalten,

wird finanziell ein Brocken für

unseren Haushalt.“

Dabei sei die Lage bei den Kommunen

„finanziell sehr angespannt. Wir

wünschen uns, besser vom Land

und Bund ausgestattet zu sein.“ Dennoch:

„Unsere Finanzlage konnten

wir bisher gut ausgleichen. Aber die

dritte Grundschule wird demnächst

in unserem Haushalt viel Raum einnehmen,

das zu unterhalten, wird ein

Brocken. Auch wegen der Personalkosten.“

Bei der Ansiedlung von weiterem

Gewerbe sei die Stadt noch nicht so

vorangekommen, wie es möglich

wäre. Dabei gebe es noch unbebaute

Flächen, zum Beispiel am Nullpunkt,

wobei eine Verdichtung, keine Ausweitung

angestrebt werde. Man sein

mit Investoren im Gespräch. „Mir ist

daran gelegen, die Firmen, die es gibt,

zu halten. Wir brauchen weiterhin

Betriebe, wo etwas produziert wird,

nicht nur Lager…“

Vieles in Sarstedt laufe gut, die Stadt

habe sich „an vielen Stellen gut entwickelt,

das können die Verantwortlichen

in der Stadt, Bürgermeisterin,

Rat und Verwaltung, vor sich hertragen!“

Aber es gebe auch Verbesserungspotential:

„Viele Prozesse dauern

sehr, sehr lange, es gibt Gründe dafür,

das ist aber schwierig, den Leuten zu

erklären.“ Die Zeit „von einer Idee bis

zu einem Bebauungsplan, das müsste

besser sein“. In der Verwaltung habe

man gerade „viele neue Mitarbeitende

eingestellt, das sollte die Personalsituation

verbessern.“ Andernorts sei

es schwieriger. „Mit dem Innerstebad

haben wir eine tolle Einrichtung, aber

kein Personal. Schwimmmeister und

Fachangestellte fehlen.“ Man habe

zudem im Verwaltungsausschuss beschlossen,

noch weitere Mitarbeitende

fürs Bauamt einzustellen und eine

Art „Hausmeister für viele verschiedene

Gebäude, z.B. Kitas oder Dorfgemeinschaftshäuser.“

Bei der Digitalisierung

hingegen komme man stetig

voran, auch innerhalb des Rathauses.

Aber das dauere.

Ihr großer Vorteil sei „die große Erfahrung.

Ich weiß über Entwicklungen

Bescheid oder habe sie mitgestaltet,

daraus kann ich Schwerpunkte bilden.

Und ich kenne die Menschen im

Rathaus, wir sind ein großes Team.“ n


2. Juni 2026

LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 11

„Es wird jemand gebraucht, der einen anderen Blick mitbringt!“

Sebastian Brandes kandidiert für das Amt des Bürgermeisters

Sarstedt (stb). Die CDU Sarstedt

hat im Dezember 2025 Sebastian

Brandes einstimmig als Kandidaten

für die Wahl zum Bürgermeister der

Stadt Sarstedt nominiert.

Brandes ist seit März 2025 im Vorstand

des CDU-Stadtverbands Sarstedt

und seit 35 Jahren Mitglied

der CDU. Der 60-Jährige ist verheiratet

und Vater zweier erwachsener

Töchter. Der studierte Betriebswirt

lebt dort, wo er als Sohn von Landwirt

Hans-Henning Brandes aufgewachsen

ist: in Schliekum. Und

durch seinen Vater, selbst Kommunalpolitiker,

hat er auch gelernt, was

Kommunalpolitik bedeutet und

welche Gestaltungsmöglichkeiten

sie bietet: „Über Politik wurde zu

Hause immer gesprochen.“

Seinen beruflichen Werdegang hat

Sebastian Brandes mit einer Ausbildung

zum Landwirt begonnen.

„Da habe ich anpacken gelernt, auf

einem Hof in der Lüneburger Heide,

Ackerwirtschaft und Viehhaltung.“

Dem schloss sich dann eine

Reserveoffizier-Ausbildung bei der

Bundeswehr an. Diese Zeit hat bei

Sebastian Brandes nach seiner Aussage

viele positive Entwicklungen

befördert. „Die regionale und soziale

Durchmischung auf einer Stube,

die Ausbildung mit dem Ziel,

eine Gruppe zu formen, die eine

Einheit ist. Gemeinschaftlicher Zusammenhalt

und die Ausrichtung

auf ein Ziel… das hat unheimlich

viel gebracht. Ich habe dort gelernt,

dass jeder einen Beitrag leisten und

man von jedem etwas lernen kann.

Wenn man sich öffnet, lernt man

dazu, überall.“ Er befürwortet deshalb

eine allgemeine Dienstpflicht

für alle, Männer wie Frauen, auch

wenn das in der Kommunalpolitik

letztendlich keine Rolle spielt. Doch

das Miteinander, das gemeinsame

Erreichen eines Ziels, das ist ihm

auch in allen anderen Bereichen

wichtig.

Quereinsteiger mit

Führungserfahrung

Nach dem BWL-Studium arbeitete

Sebastian Brandes rund dreißig

Jahre in Maschinenbau-Firmen,

davon etwa 25 Jahre in geschäftsführender

Verantwortung bei mittelständischen

Unternehmen im

In- und Ausland, zuletzt 15 Jahre

als Vorstandsvorsitzender der Salzgitter

Maschinenbau AG, einem

Mittelständler mit rund fünfhundert

Mitarbeitenden. Organisationserfahrung,

Finanzverstand und

Personalführung gehören zu dem,

was er daraus mitgenommen habe.

„Ich wollte in die Industrie, da wo

was gebaut, geschaffen wird.“ Und

weiter: „Ich habe wegen meiner beruflichen

Aktivitäten bislang kein

politisches Mandat gehabt. Aber als

Geschäftsführer im Mittelstand ist

man immer auch in die Lokalpolitik

eingebunden“, sagt Brandes und

betont, dass es ihm immer wichtig

gewesen sei, in tarifgebundenen

Unternehmen zu arbeiten, „ich finde,

das ist in Deutschland ein gutes

System.“ Das Miteinander mit den

Sozialpartnern findet er „höchst

spannend“ und nutzbringend. Und

ein Mittelständler funktioniere nur

dann gut, wenn das Miteinander mit

den Mitarbeitenden wertschätzend

und von Verantwortung getragen

sei. „So ein Betrieb ist ein soziales

Wesen, da kennt man viele. Ein gesundes

Miteinander ist wichtig.“

Über die Jahrzehnte hat Sebastian

Brandes durch die Arbeit in internationalen

Unternehmen gelernt, was

es heißt, in flachen Hierarchien und

pragmatisch zu arbeiten. „Man geht

ran und macht´s Beste draus.“ Er sei

es zudem aus dem Beruf, aber auch

durch sein Engagement in einem

landwirtschaftlichen Realverband

gewohnt, „widerstrebende Interessen

zusammenzuführen, die Argumente

der Gegenseite wertzuschätzen

und ausgleichend einzuwirken.“

„Verbrannte Erde“ sei nicht seine Art,

„man muss Verantwortung für das

Nachfolgende tragen“, das gelte im

zwischenmenschlichen wie im beruflichen

oder politischen Kontext.

„Ich bin auch unzufrieden mit dem,

was in Berlin passiert“, so Brandes.

Sich selbst beschreibt Sebastian

Brandes, als „wertkonservativ und

wirtschaftsliberal. Und das ist für

mich auch sozial. Denn sozial ist für

mich, was Arbeit schafft. Wirtschaft

braucht Freiraum, um sich zu entwickeln.

Ein Sozialstaat lebt davon,

dass Wirtschaft funktioniert.“

„Es braucht eine sachorientierte,

offene Kommunikation mit allen

Fraktionen des Rates.“

In Sarstedt sieht der CDU-Bürgermeisterkandidat

Handlungsbedarf,

auch gerade an der Führungsspitze.

Er beklagt festgefahrene Prozesse

und Intransparenz. Man müsse

sich bemühen, mit allen Gremien

im Stadtrat zusammenzuarbeiten,

die Kommunikation und vor allem

Transparenz müsse verbessert werden

zwischen Verwaltung und allen

Fraktionen im Rat, „um bessere und

vor allem schnellere Beschlüsse zu

erreichen“.

Ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger

lebe in den Ortsteilen. Deshalb

müsse der Bürgermeister auch regelmäßig

an den Ortsratssitzungen

teilnehmen und sich mit den Ortsbürgermeistern

austauschen.

Masterplan Sarstedt

2040

Als Betriebswirt kennt Brandes sich

aber auch aus mit Zahlen. Und hat

in Sarstedt schon genau hingesehen

und sich informiert: „Sarstedt ist

grundsätzlich keine finanzschwache

Stadt. Allerdings zeigt der Haushaltsplan

für dieses Jahr ein Millionen-

Defizit, und gleichzeitig liegen keine

Jahresabschlüsse aus den letzten

Jahren vor. Hierin liegt ein Versäumnis,

das dringend korrigiert werden

muss. Nur durch volle Transparenz

in den Zahlen ist eine verlässliche

Analyse und die Ableitung von Maßnahmen

möglich. Es ist bekannt,

dass alle Kommunen in Deutschland

und auch in Niedersachsen durch

Aufgaben und Ausgaben belastet

werden, die aus der Gesetzgebung

der Länder und des Bundes resultieren,

aber nicht mit entsprechenden

Finanzzuweisungen verbunden

sind. Dies schränkt die Handlungsfähigkeit

ein. Gleichzeitig wird es

schwierig sein, die Einnahmesituation

der Stadt ohne Weiteres schnell

aus eigener Kraft zu verbessern. Eine

starke Erhöhung der Steuern verbietet

sich, und die schnelle Ansiedlung

von mehr Industrie, Gewerbe

und Handel ist auch nicht möglich,

sondern nur mittel- und langfristig.

Dies bedeutet, auch wenn es unpopulär

ist, dass wir uns der Ausgabenseite

zuwenden müssen. Wir müssen

danach trachten, eine sparsame

Haushaltsführung zu betreiben und

hierzu alle Ausgabenpositionen des

Haushalts in den bestehenden Dispositionsmöglichkeiten

anzuschauen.“

„Einsparungen durch besseres

Management, mit Augenmaß“, erhofft

er sich.

Für Sarstedt möchte Brandes einen

„Masterplan 2040“ aufstellen, für die

Entwicklung der öffentlichen Gebäude

wie Dorfgemeinschaftshäuser,

Rathaus, Feuerwehrhäuser oder

Bürgercenter, für die Sportstätten

und Spielplätze, das Innerstebad,

aber auch die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur

mit Straßen und

Brücken, der Beleuchtung und des

Hochwasserschutzes.

„Ja, das Bad ist mir wichtig, das

halte ich für eine Errungenschaft.“

Nach einer Bestandsaufnahme

müsse man ein Konzept entwickeln

und den Plan dann auch verbindlich

umsetzen. „Meine Erfahrung ist,

dass man auch harte Beschlüsse mit

den Leuten besprechen kann, wenn

man einen Plan hat. (…) Das nicht

alles gleichzeitig geht, versteht jeder.“

Und die Digitalisierung der Verwaltung

„zur Entlastung der Mitarbeitenden“

sei natürlich auch zu

beschleunigen. Es sei auch in der

Verwaltung absehbar, dass der Personalmangel

zunehme.

Seine Aufgabe sei es, den Ausgleich

der Interessen zu fördern – „zum

Wohle aller Bürgerinnen und Bürger

unserer Stadt, unabhängig von Parteibuch,

Herkunft oder persönlicher

Lebenssituation.“

Weitere Themen

Auch zu Klimaschutz, Ehrenamt und

anderem hat Sebastian Brandes klare

Meinungen.

„Alle Belange der Umwelt und des

Naturschutzes sind mit wichtig.

Aber die große Umweltpolitik können

wir in Sarstedt nicht umsetzen“,

jeder aber könne bei sich anfangen

durch eigenes Tun. Als Landwirt,

indem man im Ort Biotope schaffe

und für Ausgewogenheit zwischen

Wirtschaftlichkeit und Ökosystemen

sorge, als Bürger seinen Müll

wegräume, Gebäude energetisch

ertüchtige.

Das in Sarstedt vorhandene „weit

ausdifferenzierte Soziale Netz“ sei

wichtig und ehrenamtliches Engagement

das „A und O, das von der

Stadt gefördert werden“ müsse. Die

beste „Sozialhilfe“ sei aber ein gesunder

familiärer Zusammenhalt,

„Schulbildung, Ausbildung, Weiterbildung.“

n

„Nicht das Problem, sondern die Lösung interessiert mich.“

Christof Gebhardt kandidiert für das Amt des Bürgermeisters

Sarstedt (stb). Das Bündnis 90/

Die Grünen in Sarstedt hat im Februar

2026 Christof Gebhardt einstimmig

als Kandidaten für die

Wahl zum Bürgermeister der Stadt

Sarstedt nominiert. Seit 2021 sitzt

Gebhardt für die Grünen im Stadtrat,

er ist Ausschussvorsitzender im

Sozialausschuss sowie als Mitglied

im Schulausschuss aktiv. Zur Kommunalpolitik

ist er als Initiator und

Vorsitzender des KiTa Stadtelternrats

und als aktives Mitglied des

bürgerschaftlichen Vereins „Wir und

Giebelstieg e. V.“ gekommen.

Warum es gerade das Bündnis 90/

Die Grünen geworden ist, erklärt

er so: „Mit meiner Mitgliedschaft

bei den Grünen setze ich ein klares

demokratisches Zeichen gegen

antidemokratische Strukturen und

Tendenzen. Die Themen soziale

Gerechtigkeit, soziale Teilhabe und

sozialer Klimaschutz sind Bestandteil

meines Wertekatalogs. Klimaschutz

funktioniert, wenn er keine

Menschen in der Gesellschaft ausschließt

und alle mitnimmt. Gesunde

Menschen leben in einer gesunden

Welt und wir haben nur diese

eine!“

Der studierte Dipl. Sozialpädagoge

und Dipl. Sozialarbeiter wurde 1979

in Magdeburg geboren. Er ist verheiratet

und hat zwei Kinder, neun

bzw. elf Jahre alt. Der Giebelstieger

sagt für sich und seine Familie über

seinen Wohnort: „Sarstedt ist Heimat,

es ist unser zu Hause! Sarstedt

ist Geborgenheit, Verantwortung,

Sicherheit und Liebe!“

Nach seinem Studium hat Gebhardt

ab 2003 zuerst beim Jugendamt

in Hildesheim gearbeitet. Diese

Zeit sei für ihn „mit einer enormen

Lernkurve“ verbunden, „ich kann

Krise, und ich kann vermitteln“, sagt

er über die Fähigkeiten, die er dabei

erlangt hat. „Ich weiß, wie man

Menschen und auch diametrale

Perspektiven, d.h. völlig entgegengesetzte

oder unversöhnliche Sichtweisen,

zusammenbringt, um Ziele

zu erreichen.“

Es folgten verschiedene leitende

Positionen, in denen er direkt oder

mittelbar bis zu dreihundert Mitarbeitende

führte und umfassende

Berufserfahrung in der öffentlichen

Verwaltung und im Projektmanagement

sammelte. Von 2007 bis 2012

war er als Fachexperte Arbeitsmarktpolitik

mit einem großen Etat

bei der NBank tätig. Berufsbegleitend

erwarb er zudem einen Master

in Sozialmanagement. Seit 2006 ist

Gebhardt, der seit 2023 im Niedersächsischen

Ministerium für Soziales,

Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

in Hannover als Referent für

Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten

der Kinder- und Jugendhilfe

inklusive Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung,

Armutsprävention,

Inklusion und Bildung tätig

und damit Niedersachsens „höchster

Landesjugendhilfeplaner“ ist,

zudem nebenberuflich Lehrbeauftragter

an der HAWK in Hildesheim,

„Fallmanagement, pädagogische

Konzeptentwicklung und Finanzierung

und Jugendhilfe mit dem

Fokus Sicherstellung des Kindeswohls“

sind die Schwerpunkte.

„Ich kann delegieren, ich vertraue

den Fachleuten in der Verwaltung

und ich habe einen klaren Plan,

wie wir Sarstedt wirtschaftlich,

ökologisch und auch ökonomisch

und sozial wetterfest machen.“

Sich selbst nennt Christof Gebhardt

einen „Anpacker aus Notwehr und

Gestaltungswillen.“ Verwaltung

sei kein Selbstzweck. Er möchte in

Sarstedt in der Verwaltung mehr

faktenbasierte und sachorientierte

Entscheidungen in allen Bereichen

und mehr Transparenz durch alle

Gremien hindurch. „Unser Rathaus

muss entbürokratisiert werden (…)

Das bedeutet, das Prozesse digitalisiert

werden und Fachgebiete mehr

Eigenverantwortung erhalten. (…)

Ein guter Bürgermeister muss nicht

alles wissen, aber er muss sich darum

kümmern, dass die Expertise

im Rathaus angestellt ist und dann

diese Expertise auch ernst nehmen.“

Und als „Grüner“ hat er natürlich

bei einigen Themen nicht nur Sachverstand,

sondern auch eine klare

Haltung: „Grüne Themen sind existentiell

für den Fortbestand der

Menschheit.“ Krisenschutz und Bevölkerungsschutz

müssten bei Investitionen

in die Infrastruktur immer

mitgedacht werden.

„Wir müssen Sarstedt krisenfest

machen.“

Praktisch sieht er die Notwendigkeit,

die Kanalisation zu ertüchtigen,

eine intelligente Wasserspeicherung

zu planen und den

Hochwasserschutz voranzutreiben,

auch hinsichtlich kommender

Hochwasserereignisse oder Dürreperioden.

Aktuell nennt Gebhardt vor allem

auch die Stadtbahnlinie 1 als wichtiges

Thema, das es nachdrücklich

zu verfolgen gälte. „Das ist echte

Daseinsvorsorge“ sagt er im Hinblick

auf die Abhängigkeit vieler

Bürgerinnen und Bürger vom öffentlichen

Nahverkehr. Auch hier

fordert er „mehr Transparenz und

belastbare Fakten statt vager Hoffnungen.“

Das gilt für ihn auch in anderen

Bereichen, sei es die Sozialstruktur

in der Stadt, die analysiert werden

müsse, um Verbesserungen einzuleiten,

oder bei der Förderung von

Einzelhandel und Wirtschaft oder

der aktiven Belebung des Leerstands

in der Stadt. „Alles hängt vor

Ort zusammen“, weiß er und sieht

dahingehend kommunale Verantwortung.

„Wer Mut beweist, braucht

Rückendeckung von der Stadt.“ Er

möchte deshalb eine „Stadtverwaltung,

die für alle, unabhängig vom

Parteibuch, da ist.“

Und das alles finanziell solide. „Eine

solide Haushaltsführung bedeutet

für mich, dass sich die Stärkung

unserer Wirtschaft und soziale Verantwortung

– wie der Erhalt von

Bibliothek, Klecks und Quartiersmanagement

– nicht ausschließen.

Sie bedingen einander.“ Sollte er

gewählt werden, werde er den

Haushalt „konsequent auf unsere

Pflichtaufgaben und die kommunale

Daseinsvorsorge ausrichten.

Unser Ziel muss sein, strukturelle

Defizite abzubauen und die langfristige

Handlungsfähigkeit der

Stadt zu sichern.“ Das bedeute verantwortungsvolles

Wirtschaften.

Er weiß: „Wir können nur das ausgeben,

was wir auch einnehmen.

(…) Wir müssen im Rathaus einen

klaren Schwerpunkt auf ein schlagkräftiges

Fördermittelmanagement

setzen. Denn jeder Euro von Land,

Bund oder EU entlastet unseren

Haushalt und macht Projekte erst

möglich. Mit Blick auf die kommenden

Jahre ist es mir wichtig, dass

wir eine langfristige und stabile

Haushaltsstrategie entwickeln, die

zukünftige Investitionen vorausschauend

plant und schaut, wo entsprechende

Fördermittel abgerufen

werden können.“

„Wir müssen mehr über die Strukturen

wissen. Mehr Transparenz ist

notwendig!“

Gebhardt ist ein Freund klarer,

manchmal provokanter Sprache.

Und es gibt einiges, das ihm aktuell

nicht gefällt in Sarstedt, darunter

„Sporthallen, in denen man nicht

niesen darf, weil sonst das Dach bröckelt.“

Er sei schon auch „enttäuscht,

dass die Vereine bei der Planung der

dritten Grundschule nicht beteiligt

wurden“ oder über das nicht umgesetzte

Sportentwicklungskonzept.

Warum man ihn nun wählen sollte?

Sein Versprechen: „Wenn ich Bürgermeister

werde, setze ich mich ans

Klavier und singe!“ Das darf man allerdings

nicht als Drohung werten.

Gebhardt ist Bassbariton, hat am

Landesgymnasium Musik in Wernigerode

sein Abitur gemacht und

hat eine klassische Gesangsausbildung.

Auch die Kulturförderung ist

ihm, man kann es sich denken bei

dieser Vorbildung, „extrem wichtig.“

Zudem möchte Christof Gebhardt

das ehrenamtliche Engagement

in der Stadt gerne fördern, denkt

über einen „unbürokratischen Ehrenamtlichenfonds“

nach, denn

Vereine seien „das Rückgrat der Gesellschaft“.

Die Verwaltung hingegen sei dazu

da, die Stadt auf die „Herausforderungen,

die die Zukunft bringt, vorzubereiten.“

n


12 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

Anfahrt des Motorsport-Club

Sarstedt zum Wildgatter

Sarstedt. Am 25. April begrüßte Siegfried Himstedt die Mitglieder und

Gäste des MSC Sarstedt im ADAC e.V. auf dem Penny-Parkplatz an der

Hildesheimer Straße in Sarstedt zur gemeinsamen Anfahrt. Himstedt hatte

die Veranstaltung zuvor ausgearbeitet und vorbereitet, diese aufgrund

der derzeit hohen Kraftstoffpreise auf Wunsch der Mitglieder beim letzten

Stammtisch jedoch verkürzt.

Zu Beginn erhielt jedes Team einen Zettel mit dem Namen des Ziels,

dem Wildgatter am Steinberg in Hildesheim, auf dem in großen Freigehegen

auf einer sechs Hektar großen Fläche viele verschiedene Tiere wie

Schwarzwild, Dammwild, Zwergziegen, Kaninchen, Fasane und Pfaue leben.

Nach der Ankunft führte Siegfried Himstedt die Mitglieder und Gäste

auf den Wanderwegen durch das Gehege und vorbei an den Tafeln, auf

denen die mehr als 300 Tiere erklärt werden.

Besucht wurde auch die Auffangstation zur Rettung von Eulen und Greifvögeln,

die in freier Wildnis verletzt wurden und im Wildgatter gepflegt und

versorgt werden. Nach dem Ende der Wanderung ging es in das Restaurant

Kupferschmiede zu einem gemeinsamem Kaffeetrinken mit Kuchen.

Nach vielen Gesprächen bedankte sich der 1. Vorsitzende Jürgen Kietzman

im Namen der Mitglieder und Gäste bei Siegfried Himstedt für die

schöne, kurze Veranstaltung und wünschte allen eine gute Heimfahrt. n

TKJ-Sportler beim Abend-

Kanallauf in Rethmar

Rethmar (bb). Auch bei der

dritten Auflage des Abend-Kanallaufs

in Rethmar war der TKJ

Sarstedt wieder vertreten. Nachdem

bereits im Vorjahr mehrere

Aktive des Lauftreffs und der

Leichtathletikabteilung an den

Start gegangen waren, nutzten

auch 2026 zahlreiche TKJ-Sportlerinnen

und Sportler die Gelegenheit,

auf den abwechslungsreichen

Strecken entlang des Kanals Wettkampferfahrung zu sammeln.

Besonders stark vertreten war die Familie Menzel. Der jüngste Teilnehmer

aus den TKJ-Reihen, Jan Menzel, absolvierte den 400-Meter-Bambinilauf

und erreichte in 2:06 Minuten den 16. Platz der Altersklasse U8. Seine

Schwester Hanna ging im „10 Grad Ost-Schülerlauf“ über 1.500 Meter

an den Start und belegte mit 8:46 Minuten Rang 27 der weiblichen U10.

Vater Pascal Menzel stellte sich der Herausforderung über 5.000 Meter.

Mit einer Zeit von 28:14 Minuten erreichte er den 6. Platz in der Altersklasse

M40.

Ebenfalls über 1.500 Meter im Schülerlauf lief Charlotte Vetault. Die junge

TKJ-Athletin überquerte nach 8:27 Minuten die Ziellinie und belegte

Platz 23 der Altersklasse U10. Im Vergleich zum Vorjahr, als sie mit 8:40

Minuten und Rang drei in der Altersklasse U8 auf dem Podest stand,

konnte sie ihre Laufzeit um 13 Sekunden verbessern. Durch den Wechsel

in die nächsthöhere Altersklasse war die Konkurrenz allerdings deutlich

stärker, sodass die Platzierungen nur bedingt vergleichbar sind.

Komplettiert wurde das TKJ-Aufgebot im Schülerlauf durch Sofie Seidel.

Sie lief die 1.500 Meter in 8:18 Minuten und erreichte damit den 19. Platz

der Altersklasse U10. Damit war sie zugleich die schnellste TKJ-Läuferin

auf dieser Distanz.

Nicht nur Sofie ging an den Start, sondern auch ihre Mutter Anke Seidel

über die 5.000 Meter. Sie erreichte nach 37:36 Minuten den 6. Platz der

Altersklasse W45. Vater Oliver Seidel und Bruder Thorben Seidel nahmen

zudem am 5.000-Meter-Walking teil und komplettierten damit das familiäre

Aufgebot.

Auch Julia Vetault war erneut in Rethmar am Start und absolvierte wie

bereits im Vorjahr die 5.000-Meter-Distanz. Bereits 2025 hatte sie die

Strecke in 37:03 Minuten bewältigt und den 9. Platz der Altersklasse W45

erreicht. In diesem Jahr steigerte sie sich deutlich und erreichte nach

33:55 Minuten den 4. Platz der Altersklasse W45.

Der Abend-Kanallauf in Rethmar bleibt damit ein beliebtes Ziel für die

Läuferinnen und Läufer des TKJ Sarstedt. Die naturnahe Strecke entlang

des Kanals, die familiäre Atmosphäre und die verschiedenen Distanzen

für alle Altersklassen machten auch die dritte Auflage der Veranstaltung

zu einem gelungenen Lauferlebnis.

n

Selbstverteidigungskurs für

Frauen ab 16 Jahren in Hotteln

Hotteln. Selbstverteidigung bedeutet, mehr Sicherheit im Alltag zu

gewinnen und zu lernen, sich in schwierigen Situationen souverän zu

behaupten. Nach einem ersten erfolgreichen Kurs im vergangenen Jahr

bietet der TV Deutsche Eiche Hotteln vom 9. bis 11. Oktober 2026 eine

neue Möglichkeit zur Teilnahme am Selbstverteidigungskurs speziell für

Frauen ab 16 Jahren an.

Der Kurs kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen

Übungen. Die Teilnehmerinnen lernen, Gefahrensituationen frühzeitig

zu erkennen, richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln. Neben

effektiven Selbstverteidigungstechniken steht vor allem die Stärkung

der eigenen Selbstsicherheit im Mittelpunkt.

Geleitet wird der Kurs von Kampfsporttrainer Christian Radau, der neben

der Vermittlung von Techniken auch Raum für Austausch und Fragen

schafft. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen nicht nur körperliche Fähigkeiten,

sondern auch mentale Stärke und ein sicheres Auftreten zu

vermitteln.

Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro für Vereinsmitglieder und 30 Euro

für externe Teilnehmerinnen. Infos unter tvdehotteln@outlook.de n

Barcamp? Das ist Diskussion und Erkenntnisgewinn, niedrigschwellig

Was fällt Ihnen zu „Jugendkultur“ ein?

Hotteln erhält neue Heimat der Sicherheit

Spatenstich für neues

Feuerwehrgerätehaus gesetzt

Ein geschichtsträchtiges Datum für die Ortsfeuerwehr Hotteln. Genau 131 Jahre nach seiner Gründung freut sich Ortsbrandmeister

Florian Potrykus gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden über das neue Feuerwehrgerätehaus: „Ein starkes Zeichen für

Entwicklung.“

Louisa Meisner und Jessica Schablow von der Stadtjugendpflege im Jugendzentrum

Klecks fragen nach: Wie ist das mit der Jugendkultur in Sarstedt. Hat sie genug Raum?

Findet sie Ausdruck?

Hotteln (jph). „Vielleicht finden wir

ja hier den Ur-Hottelner“, scherzt Sarstedts

Bürgermeisterin Heike Brennecke.

Und macht damit den Auftakt

für einen „running gag“, über den so

manch Einer gar nicht mehr lachen

mag. Das sich am östlichen Ortsrand

befindliche Grundstück, auf dem

sich am 24. April neben Brennecke

auch Vertretende der Politik, Einsatzkräfte,

Vereine und Verbände sowie

zahlreiche Hottelnerinnen und

Hottelner versammelt haben, liegt

in einer, aus archäologischer Sicht,

hochinteressanten Gegend. Doch

selten hat man so sehr gehofft, rein

gar nichts zu finden. Denn gebuddelt

werden soll hier, um Platz für das

neue Feuerwehrgerätehaus der Hottelner

Ortsfeuerwehr zu schaffen.

Und dieses hat nun wahrlich lang

genug auf sich warten lassen.

„Der Weg hierher war kein Sprint“,

konstatiert Stephanie Franke, die an

diesem Tag Hottelns Ortsbürgermeister

Dirk Warneke vertritt. Gut Ding

will Weile haben, hieße es. „Aber acht

Jahre Weile sind selbst für das gute

Ding eine Menge.“ Eine gefühlte

Ewigkeit habe man auf die Bearbeitung

der benötigten Anträge warten

müssen, erzählt Franke, und stellt

fest: „Die Bürokratie ist langsamer als

ein Löschzug im Berufsverkehr.“

Dabei habe der Feuerwehrbedarfsplan

in 2017 bereits deutlich gemacht,

dass die Gegebenheiten am

alten Standort mit ca. 450 qm Raumfläche

für die Bedürfnisse der Ortsfeuerwehr

nicht mehr ausreichen,

erklärt Sarstedts Stadtbrandmeister

Jens Klug. Dass diese gut aufgestellt

ist, sei nicht zuletzt aufgrund ihrer

Nähe zur Autobahn A7 unerlässlich,

zu der die Ortsfeuerwehr regelmäßig

zu Einsätzen ausrückt. Ein passender

Standort ward ebenfalls vor

geraumer Zeit gefunden. Bereits

im Frühjahr 2019 habe Hottelnerin

Elke Hahne, in deren Besitz sich das

Grundstück bis dato befand, die

3.376 qm große, ungenutzte Fläche

angeboten. Ein deutliches Bekenntnis

und eine Wertschätzung der

Ortsfeuerwehr, so Klug weiter.

„Dass hier ein ganzer Ort hinter seiner

Feuerwehr steht“, stellt auch

Landrat Bernd Lynack fest und zollt

den ehrenamtlichen Einsatzkräften

in Hotteln seinen „allergrößten Respekt“.

Für das Bauprojekt hat sich ein bereits

bekanntes Team erneut zusammengefunden.

Wie bereits beim

Neubau der Sarstedter Rettungswache

in der Breslauer Straße liegt

auch hier die Steuerung des Bauprojektes

bei der Kreiswohnbaugesellschaft

Hildesheim, während die

Gesamtplanung der kwg-Tochter

GKHi Gesellschaft für kommunale

Immobilien sowie dem Hildesheimer

Architekturbüro Himstedt und

Kollien obliegt. Dass es nach langer

Wartezeit und mühseliger Vorarbeit

nun endlich ans Eingemachte geht,

freut denn auch kwg-Geschäftsführer

Matthias Kaufmann. „Mit einem

„Wir wollen Menschen

zum Austausch über

Themen bringen.“

Jessica Schablow

Stadtjugendpflegerin

Bauvorhaben ist es wie mit einem

Eisberg“, so Kaufmann, „und jetzt

wird es sichtbar“.

Insgesamt 13 Monate Bauzeit sind

für das Bauvorhaben vorgesehen, im

Juni 2027 soll das vollendete Feuerwehrgerätehaus

bezugsfertig sein.

Mit dem symbolischen Spatenstich

am 24. April ist der erste Schritt bereits

getan. Und während das Datum

rein zufällig gewählt wurde, ist dieses

für die Hottelner Ortsfeuerwehr

Sarstedt (stb). Stadtjugendpflegerin

Jessica Schablow von der Kommunalen

Jugendpflege Sarstedt lädt

zum „Barcamp“. Das ist ein offenes

Veranstaltungsformat, bei dem die

Teilnehmenden die Inhalte, den

Ablauf und die Ergebnisse selbst

gestalten. In sogenannten Sessions,

kleinen Diskussionsrunden, werden

Themen besprochen, Fragen aus der

spontanen Runde heraus beantwortet

oder Wissen ausgetauscht. Zur

Spielregel gehört auch: Jeder kann

mitmachen, jeder kann selbst ein

Thema einbringen, muss aber nicht.

Es geht um Interaktion und Netzwerken.

Das Format wird auch oft „Unkonferenz“

genannt, weil diese interaktive,

offene Mitmach-Konferenz keine

vorher festgelegte Agenda hat.

In Sarstedt plant die Jugendpflege

ein Barcamp zum weitgespannten

Thema „Jugendkulturen“. Alles, so

Jessica Schablow, was im weitesten

Sinne damit zu tun hat, kann Thema

einer der maximal 45 Minuten dauernden

Sessions werden.

Die Planung des Mitmachformats

ist Resultat des „Pimp your Town!“-

Planspiels aus dem Februar 2023.

Damals wurden von den jugendlichen

Teilnehmenden rund 65 Themen

formuliert, drei davon wurden

weiterverfolgt: das Jugendparlament,

Wasserstationen in der Stadt

und das Thema Jugendkultur. Der

Rat der Stadt sagte zu, diese zu unterstützen.

„Ich glaube, vielen älteren Menschen

fällt gar nicht auf, dass Jugend

nicht mitgedacht wird“, bedauert

Schablow. Deshalb nun das Barcamp,

das beileibe nicht nur für junge

Leute gedacht ist, sondern auch

für diejenigen, die sich für deren

Themen interessieren, unabhängig

vom Alter. „Es ist ein Experiment“, so

Schablow. Jeder könne etwas beitragen,

sei es Wissen oder Erfahrungen

oder auch vielleicht spannende

Ideen, wie man etwas lösen könnte.

Ein Geben und Nehmen. Je aktiver

man mitmacht, umso mehr kann

man persönlich profitieren.

Am Samstag, 6. Juni, in der Zeit

von 10.00 bis 18.45 Uhr ist das Jugendzentrum

Klecks deshalb Austragungsort

der ersten derartigen

Veranstaltung in Sarstedt. In der

Mittagspause ist für einen Imbiss

gesorgt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Dabei gilt das „Gesetz der zwei Füße“,

das besagt, dass die Teilnehmenden

Sessions jederzeit verlassen können,

wenn sie nichts mehr beitragen oder

lernen können oder wollen.

Wem ein Thema oder ein Problem

einfällt, das er gerne besprechen

oder eine Lösung dafür finden würde,

kann sich anmelden auf der

Homepage der Stadt Sarstedt, www.

sarstedt.de, unter www.sarstedt.

de/portal/meldungen/einladungzum-barcamp-jugend-kultur-dieunkonferenz-in-sarstedt-am-sa

mstag-6-juni--900000363-33660.

html?rubrik=900000007.

Infos erteilt auch Stadtjugendpflegerin

Jessica Schablow, T. 05066-61730,

jessica.schablow@sarstedt.de. n

wahrlich geschichtsträchtig. Am 24.

April 1895, exakt 131 Jahre zuvor,

wurde die Ortsfeuerwehr Hotteln

von 43 engagierten Bürgern gegründet.

„Treffender kann es kaum sein“,

findet Ortsbrandmeister Florian Potrykus.

Im Laufe der Jahre habe sich die

Einsatzlage jedoch geändert, erklärt

Potrykus. Bei steigenden Anforderungen

und schwindenden Mitgliedszahlen

sei es umso wichtiger,

dass die Feuerwehren sich untereinander

unterstützen, um in jeder

Einsatzlage schnellstmöglich helfen

zu können. Der Bau des neuen

Gerätehauses sei diesbezüglich ein

„starkes Zeichen“ einer Feuerwehr,

„die sich weiterentwickeln will und

muss“. Dennoch lebe eine Feuerwehr

nicht von Gebäuden, sondern

von Menschen – sowohl den fördernden

als auch den aktiven –, so

Potrykus weiter. Und schließt mit

einem Augenzwinkern: „Wir haben

heute auch entsprechende Eintrittsformulare

dabei.“

Der Neubau in Zahlen

Stephanie Franke, stellvertretende Ortsbürgermeisterin Hottelns, Landrat Bernd Lynack,

Stadtbrandmeister Jens Klug, Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke, Ortsbrandmeister

Florian Potrykus und kwg-Geschäftsführer Matthias Kaufmann (v.li.) setzen den

ersten Spatenstich.

Mit der voraussichtlichen Fertigstellung

im Juni 2027 stehen der

Ortsfeuerwehr Hotteln künftig 622

qm Raumfläche auf dem insgesamt

3.376 qm großen Grundstück zur

Verfügung. Die Fahrzeughalle bietet

Platz für bis zu drei Einsatzfahrzeuge

und kann bei Bedarf um eine weitere

Fahrzeugbox erweitert werden. Der

neue Sozialtrakt beherbergt neben

dem Einsatzleitungsbüro auch Sanitär-

und Umkleideräume sowie

einen Schulungsraum mit mobiler

Trennwand, eine Werkstatt und mehrere

Lagerräume.

Die Wärmeerzeugung erfolgt durch

eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, zudem

sind eine Photovoltaikanlage

zur Eigenstromversorgung und eine

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

geplant. Die Baukosten belaufen

sich auf rund 2.550.00 Euro. n


2. Juni 2026

LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 13

Schützenfest in Sarstedt

12. bis 15. Juni 2026

Volks- und Kreisschützenfest in Sarstedt

beginnt mit einem Knall

Fortsetzung von Seite 1

So gilt es, sich in diesem Jahr unter

anderem zwischen deftigen Lángos,

fettig-süßen Churros, hauchzarten

Crêpes oder ostasiatischen Nudelgerichten

zu entscheiden. Generell

wolle man langfristig „weg von diesem

Bratwurststand“, so Pätzold, und

den Besucherinnen und Besuchern

neben klassisch Pizza und Pommes

auch ausgefallenere Köstlichkeiten

anbieten.

Besonders, mega, weltmeisterlich, der

Hammer! Beim Bewerben des diesjährigen

Volks- und Kreisschützenfestes überbieten

sich die Schäffer und Reserveschäffer der

Sarstedter Schützenvereine gegenseitig:

Kai Kosowski und Andreas Horst (Schäffer

und Reserveschäffer SV 51) sowie Thomas

Gebke und Tobias Pätzold (Reserveschäffer

und Schäffer ASG).

Gleicher Betreiber, neues Geschäft:

Auch in diesem Jahr muss niemand

auf wilde Rasereien mit dem Autoscooter

verzichten, allerdings trumpfen

die neuen Fahrzeuge mit aufregender

Drifting-Funktion auf – „Fast

and the Furious“-Feeling garantiert.

Bereits bekannte Fahrgeschäfte wie

der Break Dance, der Twister, das

Kinderkarussell oder die Bungee-

Trampoline ergänzen das Angebot

in gewohnter Manier.

Ganz neu mit dabei ist in diesem

Jahr der von Tobias Pätzold hochgepriesene

Hip Hop Jumper. Das

Fahrgeschäft des Typs Schunkler,

dessen Rundbank Platz für bis zu 50

Personen bietet, setzt die Fahrgäste

mit seinem rasanten Tempo nicht

nur enormen Fliehkräften aus, die

Berg-und-Talfahrt lässt auch schon

mal das eine oder andere Fußpaar

abheben.

Alles hört auf ihr

Kommando

Im Umgang mit Gewehr & Co. macht

ihr so schnell niemand etwas vor:

Julia Boie ist nicht nur begeisterte

Querflötistin im Sarstedter Blasorchester

und selbstredend Mitglied

im Sarstedter Schützenleben – die

Berufssoldatin hat zudem den militärischen

Dienstgrad des Stabsfeldwebels

inne und damit eine ausgeprägte

Führungsverantwortung.

Nun gibt Boie auch in Sarstedt den

Ton an und übernimmt im Rahmen

des Volks- und Kreisschützenfestes

als erste Frau überhaupt die Funktion

der Bürgeroberführerin. Als solche

befehligt sie den Festausschuss,

erstellt die Marschpläne und kommandiert

die Schützenausmärsche.

Dass Menschen auf ihr Kommando

hören, findet Julia Boie „durch meine

Diensthaltung normal“. Dass sie nun

vom Festausschuss zur Bürgeroberführerin

gewählt wurde, empfinde

sie zwar durchaus als Ehre, so Boie,

dass sie dabei die erste weibliche

Schützin in dieser Funktion ist, spiele

für sie jedoch keine große Rolle.

Gleichberechtigung sei, im Gegensatz

zum angestaubten Image so

mancher Schützenvereine, in Sarstedt

längst gelebter Alltag. „Das

wird auch von allen mitgetragen“,

so die Erfahrung der Schützin. Und

dennoch kann sich Boie ein Schmunzeln

nicht verkneifen, als sie verkündet:

„Jetzt hört ihr aber alle mal auf

mich!“

Das Festprogramm im

Überblick

Bereits eine Stunde früher als gewohnt,

nämlich um 18.15 Uhr, beginnt

der Schützenfestfreitag am 12.

Juni mit einem ökumenischen Gottesdienst

in der Heilig-Geist-Kirche

und der anschließenden Kranzniederlegung

am Ehrenmal im Friedrich-Ebert-Park

gegen 18.45 Uhr.

Zur Eröffnung des Festes und dem

Fassanstich durch Bürgermeisterin

Heike Brennecke und die Schäffer

beider Vereine sind um 20.00 Uhr

alle ins Festzelt eingeladen. Hier finden

auch die ersten Siegerehrungen

und die Übergabe der ersten Festscheiben

statt. Bei Einbruch der Dunkelheit

gegen 22.45 Uhr markiert das

große Höhenwerk das offizielle Ende

des ersten Festtages, davor und danach

kann mit den DJs von „partyalarm!“

im Festzelt ausgelassen gefeiert

werden.

Wie an allen anderen Tagen auch öffnet

der Festplatz am Samstag, dem

13. Juni, um 14.00 Uhr seine sinnbildlichen

Pforten. Als besonderes Highlight

startet um 20.00 Uhr unter dem

Motto „Take-on-me!“ die große 80erund

90er-Party von „partyalarm!“ im

Festzelt.

Am Sonntag, dem 14. Juni, folgt auf

den Schäffertrunk um 12.10 Uhr die

Übergabe der Festscheibe Jugend

und des Stadtschützenpokals auf

der Rathaustreppe. Zum 75-jährigen

Bestehen des SV 51 wird die neue

Standarte des Vereins in einer feierlichen

Zeremonie eingeweiht. Um

kommunal.avacon.de

13.30 bzw. 14.00 Uhr folgen dann

die Proklamationen der Kreiskönige

sowie der Bürgerkönige. Der große

Festumzug startet um 15.00 Uhr vor

der St. Paulus Kirche im Sarstedter

Giebelstieg und zieht mit gewohnt

lautem Hallo durch die Innenstadt

bis zum Festzelt, in dem die teilnehmenden

Klangkörper anschließend

weiter für musikalische Unterhaltung

sorgen. Während die DJs von

„partyalarm!“ ab 18.00 Uhr die Stimmung

im Festzelt schon mal auf Betriebstemperatur

bringen, folgt im

Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft

der Männer um 19.00 Uhr die

Live-Übertragung des Länderspiels

Deutschland gegen Curaçao.

Gestärkt in den Montag geht es

mit dem Katerfrühstück in der Festhalle

um 12.00 Uhr. Um 13.00 Uhr

folgen u.a. die Ehrungen der Ritter

sowie der (Jugend-)Prinzessinnen

und -Prinzen. Der vor allem bei den

Kleinsten beliebte Kinderumzug,

bei dem auch Ehrengast Clown Floh

nicht fehlen darf, macht sich um

15.00 Uhr vom Innerstebad-Parkplatz

aus auf den Weg gen Festzelt.

Hier erhält jedes Kind ein kostenloses

Bingo-Los und darf sich anschließend

garantiert über einen kleinen

oder auch großen Preis freuen, denn:

Jedes Los gewinnt! Wichtig: Am 15.

Juni ist Familientag, d.h. für Familien

gelten auf dem gesamten Festplatz

sowie auf alkoholfreie Getränke im

Festzelt ermäßigte Preise.

Der Festplatz mit seinen Fahrgeschäften

ist an allen Tagen ab 14.00

Uhr geöffnet.

n

Gemeinsam treffen

wir ins Schwarze.

Zukunft beginnt zusammen

Stabsfeldwebel Julia Boie gibt nun auch

in Sarstedt das Kommando an – als erste

weibliche Bürgeroberführerin führt sie

im Rahmen des Volks- und Kreisschützenfestes

2026 die Ausmärsche an.

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14 KLEEBLATT SPORT

2. Juni 2026

Tischtennisteam gelingt

sensationeller Aufstieg

Ingeln-Oesselse. Riesenfreude für die Tischtennis-Mannschaft des TSV

Ingeln-Oesselse nach dem letzten Spieltag in der Kreisliga: Mit einem

klaren 7:3 Auswärtssieg beim Tabellendritten aus Arnum sicherte sich

die Erste des TSV die Meisterschaft und steigt somit nach zehn Jahren

Abwesenheit wieder in die Bezirksklasse auf.

Die Mannschaft hatte eine, vor Saisonbeginn nicht erwartete, grandiose

Punktspielserie hingelegt und sich bei lediglich zwei Saisonniederlagen

den Kreisligatitel gesichert. Patric Fischer, Julian Ehrenteit, Klaus Fick

und Hannes Wolf sowie Marcus Born und Alexander Hornschuh als erfolgreiche

Ersatzkräfte verantworten diesen Sensationserfolg. n

Mit einem klaren Auswärtssieg gelang der Mannschaft um Patric Fischer, Klaus Fick,

Julian Ehrenteit, Hannes Wolf, Alexander Hornschu (v.li.) und Marcus Born (nicht im

Bild) der Aufstieg in die Bezirksklasse.

Start bei den Deutschen

Staffelmeisterschaften

Sarstedt/Celle. Die TKJ-Mixed-Staffel hat am ersten Mai-Wochenende

bei den Deutschen Staffelmeisterschaften in Celle wertvolle Erfah-

Harmening

Anelya wird Bezirksmeisterin

TKJ BEM G-Stufen

Sarstedt. Zweimal im Jahr werden

auf Bezirksebene die Grundstufen

mit erhöhten Anforderungen ausgeschrieben.

Im Frühjahr geht es dabei

um die Qualifikation für Auswahlmannschaften

des Turnbezirks auf

Landesebene. Hierzu fanden in Holle

die Qualifikationswettkämpfe statt.

Der TKJ war mit elf Turnerinnen vertreten,

die FSV mit drei Turnerinnen.

Nachdem Merle Lauenstein und Anelya-Milia

Lochmann (FSV Sarstedt)

sowie die TKJlerin Lena Stautmeister

im letzten Jahr die Grundstufe 3 auf

Bezirksebene dominierten, mussten

sie sich in diesem Jahr in der G4 behaupten.

Die Mädchen, die seit Ende

letzten Jahres im niedersächsischen

Nachwuchskader sind, trainierten

viermal in der Woche im Turn-Leistungszentrum

Hannover-Badenstedt

und meist dazu noch einmal

im Heimatverein. Und das intensive

Training zeigte Früchte.

Die FSV-Mädels begannen am Boden.

Merle zeigte erstmals ihren

Flick-Flack und kam gut durch die

Übung. Für Anelya war es das Paradegerät.

Sie turnte sogar zwei Flick-

Flack hintereinander und bekam

mit ihrer Eleganz die beste Wertung.

Am Sprung war ein Handstand mit

Abdruck in die Rückenlage auf den

Mattenberg gefordert. Dazu kam ein

Salto vorwärts auf den Mattenberg.

Beides gelang Anelya ganz hervorragend,

während Merle noch etwas

mit dem Salto vorwärts zu kämpfen

hatte. Doch auch ihre Stunde kam.

Mit Schlaufen ging es ans hohe Reck.

Extrem hohe Schwünge auf dem

Weg zu Riesenfelgen überzeugten

die Kampfrichterinnen. Auch hier

gab es noch eine zweite Anforderung.

Am Stufenbarren mussten die

Mädchen erstmal die Kippe turnen,

ein Teil, für das oft Jahre benötigt

wird. Merle turnte nach der Kippe

sogar einen direkten hohen Rückschwung,

ein Bonuselement. Am

Ende bekam sie die mit Abstand

höchste Wertung. Anelya kam gut

durch beide Übungen und schaffte

ebenfalls die Kippe.

Abschließend ging es zum Schwebebalken,

bei der der Aufgang und

das Rad die größten Schwierigkeiten

waren. Für beide lief es an dem Gerät

nicht optimal, dennoch dürfen sie

mit ihren Leistungen zufrieden sein.

Bei der Siegerehrung hatte diesmal

Frühlingssonne und Bestleistungen

Gelungener Kreis-Schüler-Cup

Anelya die Nase vorn und gewann

den Wettkampf vor Merle - ein FSV-

Doppelerfolg! Damit haben sich

beide für die erste Mannschaft des

Turnbezirks qualifiziert, die im Juni

gegen die anderen Mannschaften

aus Niedersachen antreten wird.

Lena Stautmeister (Jg. 2018) vom TKJ

startete ebenfalls in diesem Wettkampf.

Am Boden traute sie sich erstmals,

den Flickflack in ihrer Übung zu

präsentieren, und am Reck turnte sie

erstmals ihre Kippe. Am Schwebebalken

erreichte Lena dann ihre Bestleistung.

Trotz des Auslassens des

Bogengangs rückwärts zeigte sie,

wie sicher sie ihre Übung bereits beherrscht.

Am Ende schaffte sie es mit

nur 0,2 Punkten Abstand leider nicht

auf’s Treppchen, aber der 4. Platz

qualifiziert sie ebenfalls, an der Landesmeisterschaft

teilzunehmen. n

FSV-Turnerinnen Merle Lauenstein und

Anelya-Milia Lochmann

Sie gehören zur Top 20 in Deutschland: die Mixed-Staffel (U20) des TKJ Sarstedt mit

Charlotte Schwabe, Nils Passow, Anni Schwarze und Luca Willig (v.li.).

rungen auf nationaler Ebene gesammelt. Nachdem sich das U20-Team

erst zwei Wochen zuvor mit neuem Vereinsrekord bei den niedersächsischen

Meisterschaften für diesen Wettkampf qualifizieren konnte,

ging das Quartett motiviert in den Wettbewerb.

In der 4x400-Meter-Mixed-Staffel liefen Luca Willig, Anni Schwarze,

Nils Passow und Charlotte Schwabe eine Zeit von 3:54,20 Min.. Damit

blieben sie zwar rund 1,5 Sek. über ihrer Qualifikationsleistung, konnten

sich aber dennoch über einen respektablen 19. Platz bei den Deutschen

Staffelmeisterschaften freuen und gehören somit zur Top 20 der

deutschen Staffeln. Besonders bemerkenswert: Anni Schwarze und

Charlotte Schwabe gehören noch dem jüngeren U18-Jahrgang an und

mussten sich gegen teils bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz behaupten.

Umso höher ist die Leistung des Teams einzuordnen, so Trainer Matthias

Harmening. Mit Blick in die Zukunft gibt es zusätzlichen Grund zur

Zuversicht beim TKJ Sarstedt: Auch Nils Passow und Luca Willig sind im

kommenden Jahr noch in der U20 startberechtigt. Damit besteht die

realistische Chance, dass die Staffel 2027 erneut in gleicher Besetzung

antritt – dann mit noch mehr Erfahrung im Gepäck.

n

Besondere Atmosphäre beim ZOO-RUN in Hannover

Tierischer Laufspaß

Hannover/Sarstedt (bb). Wenn

im Erlebnis-Zoo Hannover langsam

Ruhe einkehrt und die Tiere

sich auf die Nacht vorbereiten,

beginnt einmal im Jahr ein ganz

besonderes Sporterlebnis: der

ZOO-RUN. Am Donnerstag, 21. Mai,

verwandelte sich der Zoo erneut in

eine außergewöhnliche Laufstrecke

– mittendrin auch Charlotte

und Charly Vetault vom Lauftreff

des TKJ Sarstedt. Die Teilnehmer

liefen auf einem rund 2,7 Kilometer

langen Rundkurs quer durch

die Erlebniswelten des Zoos. Vom

Eingangsbereich führte die Strecke über Meyers Hof, durch das australische

Outback und den eindrucksvollen Dschungelpalast bis in die

Unterwasserwelt von Yukon Bay und hinauf zum Afi Mountain. Je nach

Kondition konnten die Laufenden die Runde bis zu viermal absolvieren.

Für Charly Vetault stand dabei vor allem das Erlebnis im Vordergrund.

„Es ist generell ein schöner Lauf ohne Zeitmessung – mehr ein Entdeckungslauf,

bei dem man nicht auf Geschwindigkeit geht, sondern auf

Entdeckungstour“, erzählt er. Besonders die tierischen Begegnungen

entlang der Strecke machten den Abend einzigartig: „Da ein Lama, da

Elefanten. Die Robben schienen nicht an unserer Leistung interessiert

zu sein, aber Erdmännchen und die Löwen schon.“ Auch die äußeren Bedingungen

hätten perfekt gepasst. Bei angenehmen 20 Grad und vielen

schattigen Abschnitten sei das Wetter „ideal“ gewesen. Trotz der vielen

Teilnehmenden habe die Organisation überzeugt. Alle fünfzehn Minuten

gingen rund dreihundert Läuferinnen und Läufer auf die Strecke –

begleitet von zahlreichen Zuschauenden, besonders beim Kinder- und

Familienlauf. „Sehr zu empfehlen“, findet Vetault. So wurde der ZOO-RUN

auch 2026 wieder zu einem sportlichen Familienabend der besonderen

Art – mit Bewegung, guter Stimmung und tierischen Eindrücken, die

man bei keinem gewöhnlichen Volkslauf erlebt.

n

FSV-Teilnehmenden

Sarstedt. Mit dem traditionellen

„Mehrkampf im Mai“ ist der Kreis-

Schüler-Cup 2026 auf der Sportanlage

am Wellweg erfolgreich in die

neue Saison gestartet. Bei sonnigem

Frühlingswetter und idealen Bedingungen

richtete die FSV Sarstedt

den ersten von insgesamt vier Wettkämpfen

der beliebten Nachwuchsserie

aus. Zahlreiche junge Leichtathletinnen

und Leichtathleten aus

der Region nutzten die Gelegenheit,

um erste Standortbestimmungen

vorzunehmen und persönliche Bestleistungen

aufzustellen.

Besonders stark präsentierten sich

die Gastgebervereine FSV Sarstedt

und TKJ Sarstedt. Während die FSV

mit vielen gelungenen Wettkampfdebüts

und mehreren Altersklassensiegen

überzeugte, stellte der TKJ

mit 52 Aktiven das größte Teilnehmerfeld

des Tages und wurde für

seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit

mit dem Wanderpokal ausgezeichnet.

Für die FSV Sarstedt ragten mehrere

Ergebnisse heraus: Sverre Lauenstein

dominierte die Altersklasse

M11 mit 1.123 Punkten und starken

Leistungen im Sprint, Weitsprung

und Ballwurf. Justus König gewann

bei seinem ersten Vierkampf in der

M12 mit 1.405 Punkten. In der M10

sicherte sich Jakob Fazius mit 895

Punkten Rang zwei und stellte in

allen Disziplinen persönliche Bestleistungen

auf. Auch die Mädchen

überzeugten: Marlene Kitt belegte

mit 1.152 Punkten Platz zwei in der

W10, Carlotta Hellwinkel gewann

bei ihrem Vierkampfdebüt die W12

und Johanna König holte in der W13

zweimal Bronze mit persönlichen

Bestleistungen in sämtlichen Disziplinen.

Beim TKJ Sarstedt sorgte insbesondere

Amelie Schwabe in der W13

für ein Glanzlicht. Mit 1.856 Punkten

gewann sie den Vierkampf souverän

und glänzte unter anderem mit 1,44

TKJ Wanderpokal

m im Hochsprung sowie 4,68 m im

Weitsprung. Einen weiteren Sieg für

den TKJ holte Mira Aue in der W11

mit 1.199 Punkten. Knapp ging es in

der W9 zu: Tilda Schaal belegte mit

nur neun Punkten Rückstand Rang

zwei. Weitere Podestplätze erreichten

unter anderem Leni Hödtke, Tom

Holling, Matej Hrvatić, Imke Friedrichsen

und Frederica Radestock.

Viele Kinder sammelten beim Saisonauftakt

ihre ersten Wettkampferfahrungen

überhaupt. Zahlreiche

persönliche Bestleistungen und die

große Beteiligung sorgten bei beiden

Vereinen für ein rundum positives

Fazit. Der Kreis-Schüler-Cup

wird mit weiteren Wettkämpfen

fortgesetzt, ehe das Finale am 12.

September erneut in Sarstedt stattfindet

– dann als Heimveranstaltung

des TKJ Sarstedt.

n

Einen umfangreichen Bericht finden

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2. Juni 2026

SPORT · KLEINANZEIGEN · SERVICE

Medaillenregen und beeindruckender Erfolg

TKJ-Boxer stürmen den Greifenpokal 2026

Sarstedt/Rostock. Ein sensationelles

Wochenende lag hinter den

Boxern des TKJ Sarstedt. Beim „5th

International Greifenpokal 2026“

– dem größten Boxturnier Deutschlands

– lieferte das Team eine historische

Performance ab. Mit einer

bravourösen Mannschaftsleistung

kehrten die Sarstedter als erfolgreichster

Verein Niedersachsens zurück.

Drei Tage lang, von Freitag, 15. Mai,

bis Sonntag, 17. Mai, herrschte in

der Rostocker Arena absolute Hochspannung.

Bei dem riesigen Turnier

traten insgesamt fünfhundert Teilnehmerinnen

und Teilnehmer aus

mehr als zwanzig Ländern an, die

sich zeitgleich in drei Boxringen packende

Kämpfe lieferten. Die Boxer

des TKJ Sarstedt zeigten dabei nicht

nur eisernen Willen, sondern auch

boxerische Extraklasse. Unterstützt

wurde das Team dabei tatkräftig von

Trainer-Kollege Chaib Atlas von den

Hannover Heros, der den Sarstedtern

am Ring den Rücken stärkte.

Harte Kämpfe am Freitag

und Samstag

TKJlerin Charlotte Schwabe qualifiziert

sich für Deutsche Jugendmeisterschaften

Charlotte Schwabe hat im 100-Meter-Sprint die Nase vorn und läuft DM-Norm.

Impressum

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Steinstr. 25, 31157 Sarstedt Telefax 05066/707090

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E-Mail: Hallo@KLEEBLATT.de

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Martin Helmers (V.i.S.d.P.)

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Redaktion - Marlene Helmers Telefon 05066/707070

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Freie Mitarbeiterinnen:

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Erscheinungsweise

Christina Steffani-Böringer,

Justina Philipp

Mittwoch

Freitag, 12 Uhr

monatlich

Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos kann keine Haftung übernommen

werden. Mit der Übergabe der Manuskripte und Fotos an die Redaktion

erteilt der Verfasser dem KLEEBLATT Verlag Exklusivrechte zur Veröffentlichung.

Die Arbeiten gehen in das Verfügungsrecht vom KLEEBLATT Verlag über.

Mit zahlreichen Medaillen kämpften sich die Boxer des TKJ Sarstedt an die Spitze und

kürten ihren Verein zum erfolgreichsten Verein Niedersachsens (v.li.): Taha Miliani, Samir

Omeirat, Alparslan Özdemir, TKJ-Trainer Halil Evcil, Soher Omeirat, Zaid Miliani und

Trainerkollege Chaib Atlas von den Hannover Heros.

Bereits am Freitag startete Samir

Omeirat in der extrem stark besetzten

Elite-Gruppe A, in der die besten

Boxer Deutschlands antraten. Er bekam

es direkt mit einem sechsfachen

Meister aus Bayern zu tun und musste

sich nach einem großen Kampf

nur hauchdünn geschlagen geben.

Am Samstag ging es in den Halbfinals

Schlag auf Schlag: Soher

Omeirat trat in der Elite-Gruppe A

gegen den amtierenden deutschen

Vizemeister an. Mit einer beeindruckenden

Leistung dominierte er

alle Runden deutlich und zog hochverdient

ins Finale ein. Taha Miliani

boxte im Halbfinale gegen einen

starken Kontrahenten aus Kiel. Nach

einem harten Fight musste er sich

Zeven. Das nationale Pfingstsportfest

in Zeven ist als Sportfest bekannt,

bei dem vor allem die Sprinter

optimale Bedingungen vorfinden.

So auch in diesem Jahr, indem zur

schnellen Laufbahn auch noch

warme Temperaturen und viel Sonnenschein

hinzukamen. Mit dabei

waren drei Leichtathletinnen und

Leichtathleten des TKJ Sarstedt, die

in teils großen Feldern Tagessiege

feiern konnten.

Die guten Voraussetzungen nutzte

Charlotte Schwabe in der Altersklasse

wU18. Die junge Athletin pulverisierte

im Vorlauf über 100 Meter

ihre Bestleistung aus dem Vorjahr

und kam in hervorragenden 12,13

Sek. ins Ziel. Im Finale bestätigte

die Sprinterin ihre gute Form: Bei

leichtem Gegenwind gewann sie

das Rennen und blieb mit 12,36 Sek.

erneut unter der Norm für die Deutschen

Jugendmeisterschaften von

12,40 Sek..

Charlotte startete zudem über die

200-Meter-Distanz – und war auch

hier nicht zu schlagen. Bereits nach

geschlagen geben und sicherte sich

damit die Bronzemedaille. Zaid Miliani

(Gruppe B) überzeugte am Samstag

auf ganzer Linie, dominierte

seinen Gegner aus Niedersachsen in

allen Runden und buchte souverän

sein Finalticket.

Packende Finalkämpfe

am Sonntag

Der Finalsonntag brachte die Halle

zum Kochen. Soher Omeirat traf in

der Gewichtsklasse bis 63 kg (Elite)

auf den amtierenden Meister aus

24,62 Sek. stoppte die Uhr. Eine herausragende

Leistung, mit der die

Qualifikationsnorm für die Deutschen

Jugendmeisterschaften um

mehr als eine Sekunde unterboten

wurde.

TKJ-Mehrkämpfer Luca Willig nutzte

das Pfingstsportfest als letzten Test

vor den anstehenden Landesmeisterschaften

im Mehrkampf. Auch

Luca konnte sich über 100 Meter

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Thüringen. Mit präzisen Treffern und

einem absolut dominanten Führungsstil

ließ er dem Favoriten keine

Chance. Soher gewann das Finale

und wurde zudem als bester Boxer

des gesamten Turniers in der 63-kg-

Elite-Klasse ausgezeichnet.

Alparslan Özdemir stand im Finale

einem Boxer aus Brandenburg gegenüber,

der deutlich mehr Ringerfahrung

aufwies. Doch Alparslan

hielt mit unbändigem Kampfgeist

und Härte dagegen, drehte den

Kampf zu seinen Gunsten und holte

sensationell Gold.

Zaid Miliani traf in seinem Finale auf

einen Berliner Boxer, der bereits über

dreißig Kämpfe mehr Erfahrung auf

dem Buckel hatte. Zaid lieferte sich

ein Duell auf Augenhöhe und verlor

am Ende nur hauchdünn mit 2:3

Richterstimmen – ein großartiger

Vize-Titel und Silber für Sarstedt.

Erfolgreichster Verein aus

Niedersachsen

Zusammen mit den Bronzemedaillen

von Samir Omeirat und Taha Miliani

war die Ausbeute perfekt. Der

TKJ Sarstedt setzte sich mit dieser

herausragenden Teamleistung an

die Spitze und krönte sich zum erfolgreichsten

teilnehmenden Verein

aus ganz Niedersachsen.

n

über eine neue persönliche Bestleistung

freuen (11,72 Sek.). Hoch hinaus

ging es für den U20-Athleten

im Hochsprung: Erst die neue Bestleistung

von 1,85 m war für Luca

zu hoch. Die übersprungen 1,81 m

reichten trotzdem zum Hochsprungsieg.

Im Weitsprung erreichte Luca

mit 6,07 m den zweiten Platz.

Ebenfalls in der U20 startete Nils Passow

über die 400-Meter-Distanz. In

seinem ersten Rennen der Sommersaison

lief Nils die ersten Rennhälfte

zu langsam, mit 53,14 Sek. blieb

er knapp eine halbe Sekunde über

seiner Bestzeit. Über die 200 Meter

verfehlte Nils hingegen in 24,12 Sek.

seine Bestzeit nur um eine Hundertstelsekunde.

Trainer Matthias Harmening zeigte

sich mit den Ergebnissen seiner

Athleten zufrieden und freut sich,

Charlotte Schwabe Anfang Juli bei

den Deutschen Meisterschaften in

Bochum begleiten zu können. n

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Änderungen sind vorbehalten


16 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN

2. Juni 2026

AWO auf Tagesfahrt nach Magdeburg

Sarstedt/Magdeburg. Die AWO

Sarstedt unternahm am 7. Mai ihre

diesjährige Tagesfahrt nach Magdeburg

zum Schiffshebewerk. Morgens

wurden die Teilnehmenden

von Busfahrer Wolfgang Bärwalde

an den einzelnen Zwischenstationen

abgeholt. Die Fahrt führte dann über

die Autobahn vorbei an blühenden

Rapsfeldern und durch eine frühlingshafte

Landschaft.

In Magdeburg ging es mittags an

Bord eines Schiffes der Weißen Flotte.

Während der rund vierstündigen

Fahrt auf der Elbe erlebten die Teilnehmenden

die Passage durch die

Schleusen und fuhren auch ein Stück

auf dem Kanal. Für das leibliche Wohl

sorgte die Bordgastronomie mit Getränken

und Speisen.

Gegen 17 Uhr kehrte die Gruppe

wieder zum Ausgangspunkt zurück

und trat anschließend die Heimfahrt

an. Da es auf der Autobahn zu einem

Stau kam, führte die Rückfahrt über

die umliegenden Dörfer. So bot sich

den Mitreisenden zusätzlich die Gelegenheit,

etwas vom Umland Magdeburgs

kennenzulernen.

Am frühen Abend erreichte die Reisegruppe

wieder ihre Heimat. Alle Teilnehmenden

waren sich einig, einen

schönen und erlebnisreichen Tag

miteinander verbracht zu haben. n

Zwischen Altstadt und Automuseum

KHV Nordstemmen erkundet Einbeck

Nordstemmen/Einbeck. Eine Reisegruppe

von rund zwanzig Personen

erlebte am 9. Mai einen interessanten

Ausflug in die historische Altstadt

von Einbeck und ins Automuseum

„PS.Speicher“ mit anschließendem

Kaffeetrinken. Der Kultur- und Heimatverein

Nordstemmen e.V. hatte

die Fahrt mit zwei Kleinbussen und

einem PKW organisiert.

Die einstündige Hinfahrt durch das

schöne Leinebergland gefiel allen

gut. Nach der Ankunft in Einbeck

schlenderten die kleinen Grüppchen

bei schönstem Frühlingswetter

durch die historische Altstadt.

Auf dem Wochenmarkt konnte man

Spargel oder Erdbeeren kaufen,

Pflanzen für den Garten finden oder

einen Imbiss einnehmen. Auch die

Senfmühle und die vielen schönen

alten Fachwerkhäuser lagen auf dem

Weg durch die Bierbrauerstadt Einbeck.

Um 13.00 Uhr begann für die Reisegruppe

eine Führung durch das

Automuseum. Der „PS.Speicher“

bietet auf fünf Etagen anhand von

Exponaten und Themenwelten einen

hervorragenden Einblick in die

Entstehungsgeschichte des Autos

seit der Erfindung des Laufrades. Im

Anschluss an die Museumsführung

gab es eine gemeinsame Kaffeetafel

in der „Genusswerkstatt“ direkt neben

dem Museum.

Die Teilnehmenden traten gegen

16.30 Uhr die Rückfahrt durch das

hügelige Leinetal an.

n

Für Feinschmecker und Serienjunkies

Freie Plätze dank Zusatzterminen

Sarstedt (jph). Ob per Pedes oder mit dem Radl, zu kulinarischen oder

cineastischen Zielen, in den kommenden Wochen lädt die Stadt Sarstedt

wieder zu mehreren spannenden Stadtführungen ein – von der sommerlichen

Landpartie bis zum Besuch berühmter Drehorte. Aufgepasst: Wer

bei besonders beliebten, bereits ausgebuchten Führungen keinen Platz

mehr ergattern konnte, bekommt nun eine weitere Chance.

Zu einer gemeinsamen Radtour durch die Natur laden Stadtführer Peter

Brede und Klimaschutzmanagerin Kerstin Sobania zum Abschluss des

Hitzeaktionstags am Donnerstag, dem 11. Juni ein. Bei einer etwa eineinhalbstündigen

Tour durch Wald, Feld und Stadt ab 18.00 Uhr kann man

ganz unmittelbar die unterschiedlichen Umgebungstemperaturen erleben.

Treffpunkt ist vor dem Rathaus, die Kosten belaufen sich auf 5 Euro

pro Person.

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang am Sonntag, dem 21.

Juni, lädt Stadtführerin und Ortsheimatpflegerin Elke Pytel-Weber zu

einem Abendspaziergang durch den landwirtschaftlich geprägten Dorfkern

von Schliekum ein. Ein Bummel entlang der Leine ins Landschaftsschutzgebiet

am Weißen Berge rundet den Abend ab – der bei einem

Glas Wein auf einem bäuerlichen Betrieb im Herzen von Schliekum ausklingt.

Treffpunkt ist um 17.00 Uhr an der Einmündung Ringstraße, die

Dauer beträgt ca. 90 Minuten, die Kosten belaufen sich auf 14 Euro pro

Person (inkl. Glas Wein).

Jetzt zweite Chance nutzen!

Aufgrund hoher Nachfrage gibt es für die kulinarische Stadtführung unter

dem Motto „Draußen vor dem Tore“ einen Zusatztermin. Am Freitag,

dem 17. Juli führt die Tour von Stadtführerin Elke Pytel-Weber, die Stadtgeschichte

und lokale Gastronomie miteinander verbindet, an historischen

Plätzen der Stadt entlang – nicht, ohne sich zwischendurch immer

wieder in gastronomischen Betrieben zu stärken. Die Stadtführung

beginnt um 17.00 Uhr am Ehrenmal im Friedrich-Ebert-Park, die Teilnahme

kostet 40 Euro pro Person (inkl. Speisen und Getränke).

Ein echtes Muss für Fans der Serie „Maxton Hall“: Da die Führung durch

das Schloss Marienburg im August bereits ausgebucht ist, bekommen

Interessierte am Freitag, dem 4. September, ein weiteres Mal die Möglichkeit,

auf den Spuren von Ruby und James zu wandeln. Stadtführerin

Elke Pytel-Weber gibt dabei Einblicke in die Dreharbeiten der Serie und

ihren beeindruckenden Drehort. Beginn ist auf dem Parkplatz am Schloss

Marienburg in Pattensen (Anreise mit dem eigenen Pkw) um 17.00 Uhr.

Die Teilnahme kostet 14 Euro pro Person und ist auf maximal 20 Personen

beschränkt.

Anmeldungen zu den einzelnen Stadtführungen unter anmeldung@sarstedt.de,

weitere Informationen können unter www.sarstedt.de/freizeitkultur/tourismus/stadtfuehrungen

nachgelesen werden.

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Bürgercenter geschlossen

Sarstedt. Am Freitag, dem 5. Juni, bleibt das Bürgercenter wegen Umbauarbeiten

ganztätig geschlossen. Bei dringenden Anliegen ist das

Bürgercenter telefonisch unter T. 05066 805-88 erreichbar. Als Ausgleich

öffnet das Bürgercenter am Freitag, dem 12. Juni, in der Zeit von 9.00 Uhr

bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr.

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