KLEEBLATT Mai 2026
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I www.KLEEBLATT.de I 44. Jahrgang seit 1982 I 2. Juni 2026 I Nr. 4
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Das nächste KLEEBLATT
erscheint am 30.06.2026
Volks- und Kreisschützenfest in
Sarstedt beginnt mit einem Knall
12. bis 15. Juni 2026
Zu viele Anmeldungen, zu wenig Plätze
Wie geht es weiter am
Gymnasium Sarstedt?
Sarstedt (jph). Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Während im vergangenen
Jahr noch kollektiv aufgeatmet und allen am Gymnasium Sarstedt
angemeldeten Kindern ein Schulplatz zugesichert werden konnte,
ist nur ein Jahr später alles anders. Denn auf die lediglich 120 vorhandenen
Schulplätze in Jahrgang 5 gingen für das Schuljahr 2026/2027 ganze 137
Anmeldungen in der Schule ein. Über das Schicksal der „unglücklichen
Siebzehn“ entschied im Mai das Los – und traf auch Sarstedter Familien.
Was dies für die Betroffenen bedeutet und wie eine Wiederholung im
kommenden Jahr vermieden werden kann? KLEEBLATT fragte nach.
Dass dem gymnasialen Neubau aufgrund räumlicher Kapazitätsgrenzen
eine Vierzügigkeit quasi vorgeschrieben wurde, stieß bereits früh auf Kritik.
Eine Schule im stetig wachsenden Sarstedt, die prinzipiell auch dem
restlichen Landkreis zur Verfügung stehen soll, mit derart limitierten
Schulplätzen auszustatten, führe unweigerlich früher oder später zu
Problemen, so der Tenor zahlreicher Bürgerinnen und Bürger. Doch der
Landkreis widerspricht. Fortsetzung auf Seite 8
Sarstedt (jph). Es kehrt jedes Jahr
zur – zumeist – gleichen Zeit zurück,
ist jedes Jahr ähnlich und doch irgendwie
anders: Das Freischießen,
Volks- und Kreisschützenfest in Sarstedt
lockt auch 2026 wieder zahlreiche
Besucherinnen und Besucher
vom 12. bis 15. Juni auf den Schützenplatz
am Bruchgraben, um vier
Tage voller Musik, Spaß und Schlemmerei
miteinander zu verbringen.
Dabei setzt der Festausschuss des
Schützenvereins Sarstedt von 1951
(SV 51) und der Alten Schützengilde
von 1813 zu Sarstedt (ASG) erneut
auf bewährte Klassiker und wagt
sich erstmals an Neuerungen, die
frischen Wind in die Traditionsveranstaltung
bringen sollen.
3. Berufsmesse „Let´s work together“ in Sarstedt
Alles rund um Beruf & Ausbildung!
Sarstedt. Am Dienstag, 9. Juni, dreht
sich in der Sarstedter Fußgängerzone
alles rund um den perfekten Start ins
Berufsleben. Das persönliche Kennenlernen
steht dabei im Vordergrund:
Ob für eine Ausbildung, eine
offene Stelle oder, um die Möglichkeiten
für einen Quereinstieg oder
eine Umschulung auszuloten.
Viele ortsansässige Unternehmen
Schützenfest startet
früher, lauter und bunter
Wie in jedem Jahr, beginnt der offizielle
Teil des Freischießen, Volksund
Kreisschützenfestes mit einem
ökumenischen Gottesdienst und
anschließender Kranzniederlegung
am Ehrenmal am Freitagabend.
Doch in diesem Jahr ist der Ablauf
um eine Stunde nach vorne verlegt.
Und das hat einen ganz bestimmten
– besonders lauten und farbenfrohen
– Grund.
„Wir starten dieses Jahr das Fest mit
einem Knall, anstatt es zu beenden“,
wirbt der Festausschuss und
spielt damit auf das traditionelle
aus den unterschiedlichsten Branchen
wie Industrie, Umwelttechnik,
Handwerk, Banken und soziale Berufe
stehen auch in diesem Jahr für
Fragen rund um die Themen Beruf,
Ausbildung, Karrieremöglichkeiten
und Quereinstieg bereit.
„Wir freuen uns sehr, dass so viele
Unternehmen an diesem Tag dabei
sind und sich auf der Berufsmesse
präsentieren. Damit zeigen wir gemeinsam,
wie vielfältig das Angebot
in Sarstedt und im Umland ist:
Innovativ, international, handwerklich
oder dienstleistungsorientiert.
Die Branchenvielfalt ist ebenso groß
wie das Angebot an Unternehmen.
Besonders für junge Menschen ist
die Messe eine gute Gelegenheit,
die Unternehmen in einem ersten
Gespräch kennenzulernen und sich
über Fragen zur Einstellung, Karrieremöglichkeiten
oder was man schon
immer mal fragen wollte, zu informieren.
Auf der Berufsmesse zeigen
die Unternehmen, was sie zu bieten
haben: Ausbildungsplätze, Praktika
oder ein Duales Studium. Und das direkt
vor der Haustür,“ so Andrea Satli,
Stadtmanagerin der Stadt Sarstedt.
Wer sich an diesem Tag einfach mal
orientieren möchte, welche offenen
Stellen es auf dem Arbeitsmarkt in
Sarstedt und dem Umland gibt, ob
als Fach- oder Arbeitskraft, oder um
Höhenfeuerwerk an, das bis dato
am jeweiligen Montagabend das
Ende eines jeden Schützenfestes
markierte. „Wir haben in den Vorjahren
beobachtet, dass die Leute um
sieben, halb acht verschwinden“,
erklärt Kai Kosowski, Schäffer des
SV 51. Nur die wenigsten blieben
am letzten Festtag bis in die späten
Abendstunden, um das Feuerwerk
anzuschauen, die Schausteller jedoch
müssten bis zum Schluss ausharren
und hätten erst am Folgetag
die Möglichkeit, mit dem Abbau zu
beginnen.
In diesem Jahr wolle man den Festmontag
daher gegen 20 Uhr allmählich
„ausplätschern“ lassen, so
Kosowski, und bereits am Freitagabend
mit dem Höhenfeuerwerk das
diesjährige Schützenfest einläuten.
Damit dieses jedoch noch zu zumutbarer
Uhrzeit stattfinden könne,
beginnt das Freitagabendprogramm
bereits eine Stunde früher
als bisher gewohnt.
Internationale
Köstlichkeiten und
rasantes Fahrgefühl
Mit 23 Schaustellern kann das diesjährige
Angebot zahlenmäßig zwar
nicht ganz an jenes aus dem Vorjahr
anknüpfen, der Festplatz sei dennoch
randvoll, verspricht Tobias Pätzold,
Schäffer der ASG.
Fortsetzung auf Seite 13
etwas ganz Neues auszuprobieren,
der ist an diesem Tag auch genau
richtig.
Fortsetzung auf Seite 9
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Modern und geräumig. Und dennoch nicht groß genug. Sarstedter Familien fordern
langfristige Lösungen für den Platzmangel im Neubau des Gymnasiums Sarstedt.
Eine Schulbezirkssatzung könnte hier Abhilfe schaffen – doch nicht vor 2027.
Schnelle Sprinter beim
Sparkassenmeeting gemeldet
Sarstedt. Hochklassige Leichtathletik verspricht das Sparkassenmeeting
am Samstag, 6. Juni, auf der Sportanlage am Schulzentrum im Wellweg.
Mehr als 300 Aktive haben für die Veranstaltung gemeldet.
Besonders stark besetzt ist der Sprint der Männer über 100 Meter. Mit
Bestzeiten von unter elf Sekunden zählen Niklas Haaker (10,39 Sekunden)
und Noah Olabisi (10,47 Sekunden) zu den Topfavoriten auf den
Sieg. Auch in den technischen Disziplinen sind zahlreiche leistungsstarke
Athleten am Start. Der 21-jährige Lukas Tsoleridis vom VfL Eintracht
Hannover hat im Speerwurf bereits die 65-Meter-Marke übertroffen.
Tilman Meyer (Hannover 96) steht mit einer Bestleistung von über 60
Metern ebenfalls weit oben in der Meldeliste. Bei den Frauen gehören
Emily Kühn vom VfL Eintracht Hannover (12,11 Sekunden über 100 Meter)
sowie ihre Vereinskameradin Charlotte Waldkirch (5,99 Meter im
Weitsprung) zu den stärksten Teilnehmerinnen. Ebenfalls hoch einzuschätzen
ist die erst 19-jährige Klara Härke vom MTV Holzminden, die mit
4,01 Metern im Stabhochsprung antritt. Das Meeting beginnt um 11 Uhr.
Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf spannende Wettkämpfe
und Leistungen auf hohem Niveau freuen. Für das leibliche Wohl ist
gesorgt. Vertreten ist das gesamte Altersspektrum – von den achtjährigen
Nachwuchsathleten bis zu den Erwachsenen. Auch die traditionell in
Weiß gekleideten Kampfrichter freuen sich bereits auf das Sportfest. n
Zurück zum
Natürlichen
Hören!
2 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
Love in Many Forms
Liebeslieder aus Pop und Jazz
Sarstedt. Am Sonntag, dem 7. Juni
lädt die Heilig-Geist-Gemeinde ein
zu einer musikalischen Liebeserklärung.
Zu Gast ist die Pop- und
© Andreas Blauth
Jazzsängerin Aleksandra Lison, begleitet
von ihrem Pianisten Bastian
Maas. „Love in Many Forms – A Jazz
& Pop Romance“ ist ihr Konzert
überschrieben.
Liebe ist selten nur eines. Sie ist das
Kribbeln beim ersten Blick, die Stille,
die bleibt, wenn jemand geht,
und die Wärme der Menschen, die
einfach immer da sind. In ihrem
Programm "Love in Many Forms" nimmt Aleksandra Lison ihr Publikum
mit auf eine musikalische Reise durch all die Facetten der Liebe.
Mit ihrer warmen, samtigen Stimme bewegt sich Aleksandra Lison zwischen
Jazzstandards und zeitgenössischen Pop-Songs. Songs wie Bewitched,
Cry Me a River und Misty treffen auf Dive von Olivia Dean und Valerie
von Amy Winehouse.
Das Konzert beginnt am Sonntag, dem 7. Juni um 17.00 Uhr in der Heilig-
Geist-Kirche, Bischof-von-Ketteler-Platz 1, 31157 Sarstedt. Der Eintritt ist
frei, um Spenden wird gebeten.
n
Kindergottesdienst beschäftigt
sich mit „Streit im Hause Jakob“
Sarstedt (stb). Zum Kindergottesdienst für Kinder im Alter von 5 bis 12
Jahren lädt die Ev.-luth. St. Nicolai-Kirchengemeinde Sarstedt am Sonntag,
dem 14. Juni, von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr, ins Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum,
Paul-Gerhardt-Str. 2 in Sarstedt ein. Der KiGo für die Kinder
der Gemeinde und gerne auch für junge Gäste hat diesmal das Motto
"Streit im Hause Jakob". „Streit in der Familie und unter Geschwistern, wer
kennt das nicht. Schon die Bibel erzählt davon. Josef und seine Brüder
sind so zerstritten, da ist eine Annäherung schwierig. Am Ende kommt
es aber doch zu einer großen Versöhnung. Von dieser besonderen Familiengeschichte
wollen wir an diesem Vormittag erfahren", gibt Diakonin
Gritlis Rowl einen Ausblick auf das zu Erwartende.
Nähere Infos bei der Diakonin unter T. 6 97 60 33 oder per mail an gritlis.
rowel@evlka.de.
n
Save the Dates: Gemeindeverbund lädt zur
Sommerkirche
Auftanken mal anders
Sarstedt (stb). Im Alltag ist es oft wie auf Reisen: Wir wollen vorankommen.
Planen, ziehen durch – möglichst ohne Unterbrechung. Und merken
nicht, wie müde wir werden. Die Anzeige steht längst auf Reserve.
Trotzdem fahren wir weiter, merken dabei kaum, dass wir die Pause
längst verschieben. Auf später", so beschreibt Pastorin Carola Bachstein,
die aktuell die evangelischen Gemeinden in Sarstedt als Springerpastorin
unterstützt, wie wichtig es ist, auch mal aufzutanken, sich eine Pause
zu gönnen, durchzuatmen und Kraft zu schöpfen, Pausen, wie kleine
Tankstellen auf dem Weg.
Unter dem Motto "Tank-Stelle" steht die diesjährige „Sommerkirche“, die
während der Sommerferienzeit in den Kirchen des Ev.-luth. Gemeindeverbunds
stattfindet. Dabei sind die Gottesdienstbesuchenden eingeladen,
sich immer samstags, am frühen Abend, auf den Weg zu machen
und die Kirchen und Gemeinden im Verbund kennenzulernen. Dabei
treffen sie nicht selten auch mal auf Pastorinnen oder Lektoren oder
Prädikantinnen oder Prädikanten aus den anderen Gemeinden des Verbunds,
die in der Sommerkirche in einer Art Gottesdienstreihe ein Kernthema
vertiefen. Diesmal eben "Tank-Stelle".
Jeweils sonnabends um 17.00 Uhr finden reihum in den Gemeinden die
Gottesdienste statt, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem „Rahmen-Motto“
nähern. Am 4. Juli beschäftigen sich in St. Nikolai Heisede
Pastor Matthias Fricke und Lektor Thomas Nehls mit "Papst oder nicht
Papst - auf den Respekt kommt es an", am 11. Juli heißt es in St. Peter
und Paul Rössing "Reset - neu anfangen bei Gott" mit Prädikantin Gundula
Wallbrecht und Lektor Marco Thorenz. Am 18. Juli geht es im Paul-
Gerhardt-Gemeindezentrum in Sarstedt mit Prädikant Michael Tölke und
Lektorin Christine Hoschke um das Thema "Zwischenstopp fürs Leben -
Pause machen".
Am 25. Juli denken in Martin Luther Giften Prädikantin Gundula Wallbrecht
und Lektor Marco Thorenz über den "Akku für die Seele" nach,
und am 1. August wissen Prädikant Michael Tölke und Lektorin Christine
Hoschke in Katharinen Barnten "Die Seele braucht Treibstoff - was
uns innerlich nährt und stärkt". Den Abschluss macht dann Pastor Peter
Borcholt in St. Paulus Sarstedt am 8. August, wenn er zu "Stau, Panne,
Tank leer – wenn Gott anders wirkt als gedacht" predigt.
Verlässlich Gottesdienste in St. Nicolai
In der St. Nicolai-Kirche Sarstedt finden während der Sommerferien zusätzlich
jeden Sonntag verlässlich um 10.00 Uhr Gottesdienste statt. n
Save the date: Sarstedt macht
mit beim Hitzeaktionstag
Sarstedt. Die Stadt Sarstedt beteiligt sich am bundesweiten Hitzeaktionstag
und lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Donnerstag,
11. Juni, von 14 bis 18 Uhr vor dem Rathaus vorbeizuschauen.
Mit einem abwechslungsreichen Programm möchte die Stadtverwaltung
für die Themen Gesundheitsvorsorge und Klimawandelanpassung
sensibilisieren. Erwartet werden unter anderem Infostände mit praktischen
Tipps zum Schutz bei Hitze, Interviews mit Fachleuten sowie
eine gemeinsame Radtour durch Wald, Feld und Stadt, um die unterschiedlichen
Temperaturunterschiede zu fühlen.
Hitzewellen werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver –
besonders ältere Menschen, Kinder und kranke Personen sind gefährdet.
Der Hitzeaktionstag in Sarstedt bietet die Möglichkeit, sich zu informieren
und ins Gespräch zu kommen.
Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Das vollständige Programm ist in Kürze unter www.sarstedt.de abrufbar.
Weitere Informationen zum bundesweiten Hitzeaktionstag unter www.
hitzeaktionstag.de
n
Goldene Klänge aus der Vergangenheit
Sarstedt (stb). Dem Saal der Kulturgemeinschaft
Sarstedt fehlt ein bisschen
der Plüsch und Pomp und Nippes,
um als „Salon“ durchzugehen,
aber im Bühnenhintergrund hängt
am Abend des 8. Mai wenigstens
ein Goldrahmen. Schief. Muss eine
wilde Party gewesen sein, könnte
man denken. Ist aber nur Deko für
die letzte Veranstaltung im Saal am
Junkernhof für diese Wintersaison.
Am 7. Juni geht´s im Biergarten
open air mit einem üppigen Programm
weiter.
An diesem Freitagabend aber stehen
zum Abschluss Swing Gold auf
der Bühne. Das sind fünf in sehr viel
Gold und Funkel und Glitzer und
schwarze Federn gekleidete Damen
und ihre Instrumente. Ulrike Stern
(Klavier) und Anke Horn (Klarinette,
Saxophon, Arrangements) haben
das Ensemble vor Jahren mitgegründet,
das in seinen Anfangstagen in
anderer Zusammensetzung früher
„SaSaQu“ hieß. Nun also Swing Gold.
Außer Stern und Horn gehören noch
Iris Düsseldorf (Querflöte, Altflöte,
Percussion), Katrin Opitz (Bassklarinette,
Percussion) und die Sopranistin
Lauren Welliehausen dazu. Alles
Frauen, die auch in ihrem Berufsalltag
mit Musik ihr Geld verdienen.
„I got Rhythm“ von George und Ira
Sarstedt (stb). Dass am 25. April gut
zwei Dutzend Frauen und Männer
auf der Bühne im Stadtsaal saßen
und Akkordeon spielten, hat nichts
damit zu tun, dass 2026 nach dem
Willen der Landesmusikräte bundesweit
das „Jahr des Akkordeons“ ist. In
Sarstedt ist jedes Jahr „Jahr des Akkordeons“.
Zumindest, wenn es nach
der Präsenz des Harmonika Club
Sarstedt (HCS) im kulturellen Leben
der Stadt geht. Und zum alljährlichen
Konzertprogramm gehört auch das
Frühjahrskonzert, das 2026 aber nur
ein Auftakt zu zahlreichen Veranstaltungen
ist, die die Sarstedter Musizierenden
erwartet.
Am letzten Aprilsamstag beglückte
der HCS sein Publikum mit einer
großen Bandbreite, von Musical
über gar nicht so „schwerem Metall“
wie dem klanggewaltigen „Nothing
Else Matters“ von Metallica bis zur
klassischen Polka. Oder auch, Inbegriff
des sehnsüchtigen Akkordeons,
ein „Tango Appassionado“. Das HCS
beweist mühelos die Vielfältigkeit
und Wandlungsfähigkeit des Instruments.
Dirigent Olaf Ahrend kitzelt
aus seinem Groß-Ensemble Spannung
und Wucht ebenso wie Zartheit
und friedvolle Geschmeidigkeit. Das
gefällt Jung und Alt.
Und wenn das Hauptorchester üppigen
Sound und großartige Arrangements
lieferte, so mit der Filmmusik
zu „Die Glorreichen Sieben“, dem
Kopfkino auslösenden „Games of
Thrones“ oder einem Roxette-Medley
oder dem unverwüstlich herzschmelzenden
„Tie a Yellow Ribbon“,
und das „Hobby“orchester Joy unter
Leitung von Maik Prietzel schmissig
„It´s my Life“ und Elton John präsentierten,
so waren es doch die Jüngsten,
die „Quietschies“, die unter der
Leitung von Adrian Bambynek bei
ihrem ersten öffentlichen Auftritt die
Gershwin intonieren sie zum Auftakt,
„schnipp, schnipp“, der Rhythmus
reißt mit. Der Saal ist gut gefüllt,
auch, obwohl das Programm des
Quintetts mit Unterhaltungshits der
1920er, 30er und 40er Jahre heutzutage
eher eine Nische bedient.
Kleinkunst heute, was früher, vor
achtzig bis hundert Jahren, echte
Schlager und Gassenhauer (auch
so ein aus der Mode gekommener
Begriff) waren und (auch wieder
so was Altmodisches) „nicht von
schlechten Eltern“ und „ziemlich gewitzt“
und auf jeden Fall meist mit
frechen, anzüglichen Texten. „Ich
hab´ ein kleines Pi-Pa-Paddelboot“
ist die musikalische Anmache eines
potentiellen Co-Kapitäns für das
Bötchen, „Warum soll eine Frau kein
Verhältnis haben?“ oder „Kauf Dir einen
bunten Luftballon“ sind ebenso
luftige Lieder aus dunklen Zeiten, als
die Gegenwart schwarz bzw. braun
und die Zukunft im Nebel des Ungewissen
war und zumindest die Musik
unbeschwert sein oder wenigstens
Hoffnung spenden sollte. Eskapismus,
Flucht in eine angenehme
Scheinwelt, in Bestform.
Dazu Jazzstandards wie „Ain’t Misbehavin’“
von Fats Waller, „Puttin´ On
The Ritz“ oder „Fly Me to The Moon“,
auch wenn das richtige Jazzfeeling
ausbleibt, die Improvisationen
fehlen. Dabei sind die fünf Damen
bestens aufeinander eingespielt.
Aber ein Dialog der Instrumente ist
es – wie bei Jazz üblich - eben nicht.
Lauren Welliehausens klarer Sopran
ist vor allem dann am schönsten,
wenn sie nicht die ganz hohen Töne
Kleine und Große des Harmonika Club begeistern Jung und Alt
Große Gefühle und großer Applaus
Herzen des Publikums besonders erreichten
mit Kindgerechtem wie u.a.
dem „Marsch der Zwerge“, gespielt
auf der Melodika. Dafür gab es zum
Weitermachen mutmachenden Applaus
für die Quietschies ebenso
wie für die, die den Quietschies erst
jüngst entwachsen sind und nun auf
dem Akkordeon üben.
Sie präsentierten neben anderem die
Titelmelodie aus „Wickie“ Ein Song,
der übrigens dem schon ziemlich
lange erwachsenen Moderator Dirk
Eichler ebenso wie vielen anderen
Zuhörenden noch äußerst präsent
ist. Kindheitserinnerungen.
Im Hintergrund der Kinder, wenn
nicht selbst mit dem Taktstock dem
Conjunto Picante kommen zur Kulturgemeinschaft
Kubanischer Abend im Biergarten
Sarstedt. Der Sommer naht und
damit auch die Biergartensaison
im Haus am Junkernhof der Kulturgemeinschaft
Sarstedt. Nach der
Eröffnung am 7. Juni mit den Lokalmatadoren
der Bluesrockband Anda-
Cava bei Kaffee und Kuchen folgt am
Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr die Band
Conjunto Picante, die afrokubanische
Klänge nach Sarstedt bringen – genau
das richtige für einen lauen Sommerabend.
Afrokubanische Musik entwickelte
sich aus der Verschmelzung westafrikanischer
Trommelrhythmen und
spanischen Liedstrukturen und eroberte
ab den 1940er Jahren von New
York aus die Welt. Wim Wenders Film
über den Buena Vista Social Club
(1999) in Havanna hatte dazu sicher
beigetragen. Als Conjunto Picante
zelebrieren erfahrene Musiker aus
der Region unter Leitung des Trompeters
Olaf Sens die Klassiker dieses
Musikstils wie „Oye como va“, „Besame
Mucho“ und „Sway (Quien sera)“.
Verstärkt durch die Sängerin Ana
Iglesias erklingen gefühlvolle Boleros,
mitreißende Montunos, Mambos und
ChaChaChas, die in die Beine gehen.
Das ist pure Lebensfreude aus der Karibik
zum Zuhören und Tanzen!
„So etwas hatten wir noch nie in unserem
Biergarten“, schwärmt Dirk
Eichler, Pressebeauftragter der Kulturgemeinschaft.
Dabei sind Conjunto
Picante in Sarstedt spätestens seit
den Sarstedter Musiktagen im letzten
Jahr keine Unbekannten mehr. Da begeisterte
die Combo im spanischen
Restaurant an der Innerste das Publikum
und lies es praktisch „aus allen
Nähten platzen“.
ansteuert, sondern ihrer Stimme
Volumen und Tiefe gibt. Dazu gibt
es glücklicherweise einige Gelegenheit,
auch wenn die Spritzigkeit
einer Marika Rökk – wie z.B. bei den
Film-Schlagern „Nur eine Nacht voller
Seligkeit“ oder „In der Nacht ist
der Mensch nicht gern alleine“ –
fehlt.
Swing Gold spielt auch flott Charleston
und nutzt dazu eher Ungewöhnliches
wie Tröte und Hupe, nach der
Pause swingen auch endlich die ersten
Oberkörper im Publikum sacht
mit, während auf der Bühne schon
länger sanft gegroovt wird. Als das
weltbekannte „Bei mir biste Schein“
der Andrew Sisters als reine Instrumentalversion
angestimmt wird,
singt nur eine: Eine Dame in der letzten
Reihe des Publikums kann nicht
an sich halten und summt und singt
mit.
Bei „Blue Moon“ hat sich das Publikum
dann endgültig warmgeklatscht.
Und schon ist der Abend
fast schon wieder vorbei. „Merci
Mon Ami“ und dann noch ein paar
Zugaben. „Somewhere Over The
Rainbow“. Ein schöner Titel, um
träumend in die Nacht hinaus nach
Hause zu gehen, während die Diskokugel
über der Bühne sich noch
verträumt funkelnd dreht. n
Hauptorchester vorstehend: Chef
Olaf Ahrens, der mitspielte, dezent
auch hier die Richtung vorgebend.
Währenddessen stehen dann die
Mitglieder des Hauptorchesters geschlossen
im Hintergrund des Stadtsaales
und klatschen mit und sind ein
bisschen stolz auf den Nachwuchs.
Als ob es der eigene wäre.
Als Zugabe erklatschen sich die Zuschauenden
stehend „Sweet Caroline“
und dann vehement noch eine
und noch eine. Und hätte wohl auch
noch eine vierte genommen, wenn
die Musikerinnen und Musiker noch
auf der Bühne sitzen geblieben wären.
Man freut sich aufs nächste Mal. n
Im Biergarten am Junkernhof dürfte
dagegen ausreichend Platz sein.
Tickets gibt es bereits für 12 Euro im
Vorverkauf, bequem online unter
www.kulturgemeinschaft-sarstedt.de
oder bei Petri & Waller in der Steinstraße
zu kaufen. Sollten noch Restkarten
verfügbar sein, wird es diese
für 14 Euro an der Abendkasse geben.
Wer gar nicht genug bekommt,
für den lohnt sich zudem die neu
angebotene Saisonkarte der Kulturgemeinschaft.
Diese ist für 48 Euro zu
haben und berechtigt zum Eintritt in
alle fünf kostenpflichtigen Konzerte
während der gesamten Biergartensaison
2026, obwohl nur der Preis für
vier Veranstaltungen bezahlt wird.
Und wer einmal keine Zeit hat in den
Biergarten zu gehen, kann diese Karte
auch an andere übertragen, um
diesen eine Freude zu machen. n
2. Juni 2026
Lebendige deutsch-französische
Städtepartnerschaft an Himmelfahrt
Gleidingen (jph). Die Proklamation
der diesjährigen Majestäten machte
den Auftakt für einen bunten, sportlichen
und geselligen Schützenmonat
in Gleidingen, der am Pfingstwochenende
mit dem dreitägigen
Schützenfest seinen Höhepunkt erreichte
und einmal mehr zeigte: die
Gleidinger Vereine stellen da jedes
Jahr mächtig etwas auf die Beine.
Bereits am 16. Mai wurden die diesjährigen
Würdensträgerinnen und
-träger in einem feierlichen Rahmen
geehrt. Dabei wurden erstmals sieben
Königinnen bzw. Könige ausgeschossen
– ein eindrucksvolles
Zeichen für „die rege Beteiligung
sowie den starken Zusammenhalt
innerhalb des Vereins“, so der Schützenverein
Gleidingen von 1928 e.V.
Über besonders gute Treffsicherheit
und damit entsprechende Ehrungen
Sarstedt. Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee
hatte die Freude,
das Himmelfahrtswochenende mit 28
französischen Gästen aus Aubevoye
(Val d’Hazey) und Gaillon zu verbringen.
Trotz einer aufgrund von Staus
sehr langen Anfahrt waren die französischen
Gäste in bester Stimmung
und wurden nach einer kurzen Begrüßung
im Stadtsaal von ihren deutschen
Gastfamilien aufgenommen.
Am folgenden Donnerstag konnten
die französischen Gäste und ihre
deutschen Gastgeber an einer kleinen
Wanderung von Giesen nach Hasede
teilnehmen, die das Städtepartnerschaftskomitee
Giesen für seine Gäste
aus Chabanais organisiert hatte. Dabei
ging es durchaus recht sportlich
zu. Der anschließende Grillnachmittag
in Hasede war auch musikalisch
geprägt. Sangesfreudige französische
Gäste animierten zum gemeinsamen
Singen von unterhaltsamen Liedern.
Für Jugendliche organisierte Thalea
Paggel aus dem Sarstedter Komitee
ein Gamingprogramm in Hannover
als Alternativangebot.
Am Freitag unternahm die von einigen
Sarstedter Komiteemitgliedern
betreute französische Gruppe eine
Tagesfahrt zum Freilichtmuseum in
Kiekeberg bei Hamburg. Das Kiekebergmuseum
bot den französischen
Gästen Gelegenheit zum Kennenlernen
vieler kulturgeschichtlicher
Aspekte Norddeutschlands, nicht nur
mit Bezug auf die Nachkriegszeit. Der
anschließende Besuch Celles wurde
fürs Shopping und eine Stadtführung
freuten sich in diesem Jahr Jugendkönig
Lennard Wagner, Schützenkönigin
Andrea Maneke, Schützenkönig
Peter Maneke, Seniorenkönig
Jörg Schlamilch, Dart-König Pascal
Barszcz, Schülerkönigin Nora Briegert
und Bürgerkönigin Tanja Schulz.
Die neuen Majestäten werden den
Verein nicht nur auf den anstehenden
Schützenfesten in der Region
repräsentieren, sondern hatten auch
beim Gleidinger Schützenfest am
vergangenen Pfingstwochenende
allen Grund zum Feiern.
Bei wahrlich bestem Sommerwetter
stand dies unter einem besonders
guten Stern. An allen drei Tagen lachte
die Sonne über dem zum Festplatz
umgewandelten Fußballfeld und lud
neben Gleidinger Bürgerinnen und
Bürgern auch Neugierige der umliegenden
Gemeinden zu Spaß, Musik
in der „Bimmelbahn” genutzt. Besonders
kulturinteressierte französische
Gäste bearbeiteten mit großem Eifer
einen Fragebogen, um die Stadt Celle
nochmals besser kennenzulernen.
Der Samstag wurde von den deutschen
Gastfamilien im Einvernehmen
mit den französischen Gästen gestaltet.
Ein Highlight war sicherlich auch
die abendliche Festveranstaltung
im Stadtsaal, wobei auch kulturell
interessante „Spectacles” sowohl der
Franzosen (deutsch-französisches
Ratespiel) als auch ihrer Gastgeber
aufgeführt wurden. Sarstedter Komiteemitglieder
präsentierten einen
sorgfältig vorbereiteten musikalischen
Auftritt mit dem Hit „Winds
of Change” in Erinnerung an den
Besuch der Scorpions in Sarstedt im
und kalten Getränken ein. Neben
der Proklamation der Königinnen
und Könige am Festsamstag war es
vor allem der Schützenausmarsch
am Pfingstsonntag, der für reges
Treiben im Ortskern sorgte. Mit der
Unterstützung zahlreicher Vereine
und Musikkapellen war dieser erneut
ein Fest für Augen und Ohren
und ein klares Statement für das
LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 3
vergangenen Jahr. Die Reden des Bürgermeisters
von Aubevoye, Philippe
Colas, der Sarstedter Bürgerneisterin
Heike Brennecke und der deutschen
und französischen Komiteemitglieder
bildeten einen zusätzlichen würdigen
Rahmen. „Gerade in einer Zeit, in der
Europa und die Welt vor vielen Herausforderungen
stehen, sind solche
Partnerschaften wichtiger denn je”,
betonte Brennecke. Mit vielen Gelegenheiten,
das Tanzbein zu schwingen,
endete der Abend.
Das Wichtigste an dieser seit 1992 bestehenden
Städtepartnerschaft sind
sicherlich die vielen Gespräche und
Aktivitäten mit den guten Freunden
aus Frankreich. Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee
zeigt sich
dankbar über die Kommunikation,
den regen Ideenaustausch sowie
viele schöne Momente im Geist der
auch gerade in der aktuellen Zeit
notwendigen, deutsch-französischen
Verständigung – ein kleiner Beitrag
zur Bewältigung aktueller Probleme
in Europa und zum Feiern mit guten
Freunden.
Das Sarstedter Städtepartnerschaftskomitee,
das auch über die Homepage
der Stadt Sarstedt erreichbar ist, freut
sich jederzeit über neue Interessentinnen
und Interessenten, die sich vorstellen
können, an dem Fortleben der
Städtepartnerschaft mitzuwirken. n
Neue Majestäten und reges Treiben
Gleidinger Schützenfest hinterlässt Eindruck
Großer Blues im kleinen Jeinsen
6. Jeinser Bluesfestival
Jeinsen. In seiner mittlerweile 6.
Ausgabe des Bluesfestivals setzt der
Veranstalter und selbst vielfach ausgezeichnete
Bluesdrummer Andreas
Bock vom 24. bis 27. Juni erneut gezielt
auf Nachhaltigkeit und Diversität
und freut sich einmal mehr, Musik
und Kultur in die dörfliche Region
bringen zu können – und das Ganze
an vier Tagen, auf drei Bühnen und
mit sage und schreibe vierzehn Formationen.
Mit Mrs. King & Her Jewels am Freitag
(CD-Release-Party) und Anja Tschenischs
Woman in Boogie & Blues am
Samstag sind zwei von Bocks eigenen
Formationen im Line-up vertreten.
Darüber hinaus wird erneut ein
vielseitiges und kurzweiliges Programm
unter dem Motto „regional,
national, international“ präsentiert.
Das Festival startet am Mittwoch,
dem 24. Juni, im rustikalen Biergarten
des Landgasthauses Jeinsen. Am
Donnerstag, 25. Juni, geht es dann
in der besonderen Atmosphäre der
Jeinser Dorfkirche weiter. Hier gibt es
Drei Bühnen, vier Tage, vierzehn Formationen: Zum nunmehr sechsten Mal bringt das
Jeinser Bluesfestival den Rhythm & Blues ins dörfliche Idyll.
außerordentlich aktive Vereinsleben
im beschaulichen Dörfchen. Ein
besonderes Highlight stellte dabei
der Besuch des norwegischen Musikzuges
Langhus Blaeselag dar, der
seine Gleidinger Freunde während
des Schützenfestes tatkräftig unterstützte
und die vielzähligen Gäste
mit musikalischen Darbietungen verwöhnte.
n
ein Wiedersehen mit dem singenden
Landarzt Dr. Kuddel Renner und seiner
Bluesband aus Hildesheim.
In der gemütlichen Scheune von Nötels
Poolbau (mitten im Ort gelegen)
geht das Mini-Festival schließlich ins
Wochenende. Die Besonderheit hier:
Die Bühne ist als Bar dekoriert und
schafft dadurch eine einzigartige
Stimmung. Highlights sind am Freitag
der Voodoo Blues King und seine
Band, Dr. Will & The Wizards, aus München
sowie am Samstag das Quartett
The See See Riders aus Bamberg, die
German Blues Award Gewinner 2025.
Für das leibliche Wohl sorgen lokale
Anbieter vor Ort.
Das Jeinser Bluesfestival wird von der
Region Hannover gefördert. Die SPD-
Landtagsabgeordnete Silke Lesemann:
„Das Festival ist eine kulturelle
Bereicherung für die Region Pattensen
und hat große Bedeutung für das
Land Niedersachsen.“
Tickets und Infos unter www.bluesdrumming.com
oder per E-Mail an
bock-kathrin@gmx.de.
Das Programm im
Überblick
Mittwoch, 24. Juni
Blues Rudy & The Domino Snakes,
Peter Schmidt & Axel Merseburger,
Bumblebee Blues Band Session
Donnerstag, 25. Juni
Best of Jeinsen, Joaco Rodriguez
Band (ESP), Kuddel Renner and His
Amazing Blues Orchestra
Freitag, 26. Juni
Jimmy Reiter Band, Mrs. King & Her
Jewels XXL, Dr. Will & The Wizards
Samstag, 27. Juni
Little Boogie Boy (NL), Peter Kern
(AUT), Woman in Boogies & Blues,
The See See Riders, Cat Lee King and
his Cocks
n
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4 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
So klingt das Weltall
Letzter Tag der offenen Tür
bei GEO600
Benjamin Knispel/Max-Planck-Institut für
Gravitationsphysik
Der Hightech-Detektor GEO600 macht mittels Gravitationswellen das Weltall hörbar.
Beim Tag der offenen Tür bekommen Interessierte zum letzten Mal die Möglichkeit,
einen Blick hinter die Kulissen des Forschungszentrums zu werfen, ehe der
Detektor zum Jahresende den Betrieb einstellt.
Sarstedt/Ruthe. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und das
Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover laden am
4. Juli zum elften und damit letzten Mal zum Tag der offenen Tür beim
Gravitationswellen-Detektor GEO600 in Ruthe ein. Die Veranstaltung
präsentiert Aktuelles zum Stand und zur Zukunft der Gravitationswellen-
Astronomie und den Beiträgen von GEO600 als Ideenschmiede der internationalen
Forschung.
Da der deutsch-britische Detektor zum Jahresende den Betrieb einstellen
wird, ist dies die letzte Gelegenheit, am Ruther Standpunkt in die
Welt der Gravitationsphysik einzutauchen.
Der Tag der offenen Tür findet am Samstag, dem 4. Juli, von 12.00 bis
16.00 Uhr statt. Die Anreise ist bequem per Fahrrad, Pkw oder mit öffentlichen
Verkehrsmitteln möglich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht
erforderlich. Weiterführende Informationen zum Gravitationswellen-Detektor
sowie Hinweise zur Anreise und zu Parkmöglichkeiten finden sich
online unter https://www.geo600.org/tdot2026.
n
Garagenflohmarkt im Giebelstieg
Sarstedt. Am 7. Juni findet von 11.00 bis 16.00 Uhr ein Garagenflohmarkt
im Sarstedter Stadtteil Giebelstieg statt. Ganz nach dem Motto
„Kommen, stöbern, Schnäppchen machen“ sind Besuchende ebenso
wie weitere mitmachende Haushalte herzlich dazu eingeladen. Über
fünfzig Familien haben schon ihre Teilnahme angekündigt. Interessierte
können sich unter dem Gruppenlink bei WhatsApp gern anmelden.
Alle teilnehmenden Haushalte werden am Tag des Flohmarktes mit Luftballons
markiert. Bereits jetzt können alle bisher gemeldeten Haushalte
über eine interaktive Karte nachverfolgt werden. Diese wird bis 2. Juni
final aktualisiert.
n
Schön (und) nass: Tagesfahrt des
Turnklub Jahn nach Nienburg
Sarstedt (stb). Es ist gerade noch
so ein Durchkommen an diesem
sonnigen ersten Sonntag im Mai in
der Sarstedter Fußgängerzone. Die
Gemeinschaft Handel und Gewerbe
(GHG) hat zum 26. Maimarkt geladen
und die Leute lassen sich nicht
zweimal bitten. Die ansässigen Geschäfte
locken mit guter Beratung
und speziellen Angeboten, dazu
haben allerlei „fliegende Händler“
quer durch die Innenstadt ihre Stände
aufgebaut.
Es gibt rustikales Brot frisch aus
dem Holzofen vor der Calenberger
Backstube, schräg gegenüber informieren
die Mitarbeitenden von
KLEEBLATT Reisen über die attraktivsten
Kreuzfahrtangebote, ein
paar Meter weiter gibt es Fischbröt-
Sarstedt/Nienburg a. d. Weser. Zu
ihrer ersten Tagesfahrt in diesem
Jahr führte es die Abteilung Freizeit
und Kultur des TKJ Sarstedt am 6.
Mai zum Spargelhof Thiermann und
in die Stadt Nienburg an der Weser.
Abteilungsleiterin Heidi Siemers begrüßte
die 38 Teilnehmenden, die
der Fahrt, trotz des Regenwetters,
bereits mit Vorfreude entgegenblickten.
Um 9.30 Uhr startete die Busfahrt in
Richtung Norden zum Spargelhof
Thiermann, wo das leckere Buffet
mit Spargel und Beilagen ausgiebig
genossen wurde.
Gegen 13.00 Uhr ging es weiter
nach Nienburg. Dort wurde die
Reisegruppe bereits von zwei
Stadtführern erwartet, die auf der
„Nienburger Bärenspur“ durch die
historische Altstadt mit ihren Fachwerkfassaden,
Renaissancefronten
und Ziegelmauerwerken führten.
Da der Regen sich weiterhin als
steter Begleiter zeigte, wurde der
Buntes Treiben zum Maiauftakt
chen und Bubble Tea, Lederwaren
und türkische Leckereien auf der Innerstebrücke
und Flohmarktschätze
in einem Hofdurchgang, Jeans und
Zuckerwatte bei Schmidt Häder
und bequeme und trotzdem elegante
Schuhe bei Schuhhaus Link,
das Gesundheitszentrum Sarstedt
berät zu „endlich rauchfrei“ und
die Volksbank lädt zu zwei Kugeln
italienischem Eis ein. Auch, wenn
man kein Kunde ist. Für den festtypischen
Zuckerschock sorgen Lebkuchenherzen,
Lollys und anderer
Schnökerkram oder Crêpes, für die
„solide Grundlage“ aber natürlich
auch Bratwurst und Co. Dazu süffige
Maibowle, vollmundiges Bier
oder erfrischende Kaltgetränke - alles,
was den Durst löscht oder dem
Gaumen mundet, ist an diesem Tag
gefragt. Das gilt für die Angebote
von Forsters Weinlädchen oder Marinellos
Eisbecher ebenso wie für
die Kreationen der Sarstedter Bierfreunde.
Die haben sich seit einiger Zeit
mehr als nur die Herstellung von
Gerstensaft und Hopfenbrause
auf die Fahnen geschrieben. Auch
wenn die Altbierbowle auf Basis
des Dickebast Klosterbräus, die
beim Maimarkt ausgeschenkt wurde,
schon ihre Vorzüge hat. Etwas
für die Gemeinschaft und die Stadt
wollen die Bierfreunde und -freundinnen
beitragen. Auf dem Maimarkt
ist das diesmal ein Stand mit
einem Filz-Angebot für Jung und
Alt. Geduldig sitzen die Helferinnen
am langen Tisch und erklären, wie
aus farbiger Wolle und Seifenwasser
oder mit einer Filz-Nadel dekorative
Formen entstehen. Dass daraus kleine
Tier- oder Märchenfiguren werden
können, zeigt ein Tisch mit ausgestellten,
kunstvollen Exemplaren,
die man auch erwerben kann.
Die GHG hat sich diesmal als kleines
Extra Samentütchen ausgedacht,
die sie unter den Besuchenden verteilt.
Musik darf natürlich nicht fehlen,
gleich an mehreren Ecken wird
sie dargeboten, entweder „aus der
Konserve“ vom DJ oder live, nur mit
Gitarre und Gesang.
Dass das Karussell an diesem Tag
defekt ist, ist für die Kinder schade,
aber die Bungee-Anlage auf dem
Hallenbadparkplatz sorgt auch für
Spaß. Ebenso wie der traditionelle
Wettbewerb der FSV- Tischtennisabteilung,
das beliebte Entenrennen.
In zwei Kategorien wurde
wieder gewertet: Die Kreativenten
gingen nur symbolisch an den Start
und wurden nach ihrer Attraktivität
bewertet. Mit dabei auch die
sechs Enten der Familie Fischer,
die sich über das Angebot freute.
„Wir haben da ein Familienbasteln
Rundgang verkürzt und die Pfarrkirche
St. Martin, das Wahrzeichen
der Stadt Nienburg, aufgesucht, die
gleichzeitig den Abschluss der Führung
markierte. Zum Aufwärmen
ging es abschließend noch in ein
Café.
Die Erkenntnis der Teilnehmenden:
Ein Besuch der Stadt Nienburg
lohnt – beim nächsten Mal aber gerne
bei schönerem Wetter.
Auf der Rückfahrt verkündete Heidi
Siemers die nächste Tagesfahrt
nach Detmold und zum Hermannsdenkmal
am 17. Juni und teilte ein
besonderes Anliegen: Die Beteiligung
am Spielkreisnachmittag –
auch Klönkreis genannt –, der immer
am letzten Mittwoch im Monat
um 14.30 Uhr in der Begegnungsstätte
der Stadt Sarstedt stattfindet,
ist stark zurückgegangen. Interessierte
sind also herzlich eingeladen,
sich der Gruppe anzuschließen. Bei
anhaltend geringer Nachfrage wird
der Spielkreis eingestellt. n
draus gemacht. Sechs Personen,
sechs Enten“, berichtet Mutter Jasmin
Fischer. Und so sind unter den
Bewerteten diesmal auch eine
Horror-Ente, eine Kuschel-Ente, eine
Ethno-Ente, eine Indianer-Ente, eine
Basketball-Ente und eine Zorro-
Ente. Auf den Maimarkt ist Jasmin
Fischer durch das große Banner am
Friedrich-Ebert-Park aufmerksam
geworden. Und auf die Enten, als sie
sie in der Apotheke sah. „Wir wohnen
erst seit einem Dreivierteljahr
hier…“ Gewonnen hat dann übrigens
eine blau-lila-rosa funkelnde
Ente mit Glaspaillettengefieder.
Die Rennenten wurden nachmittags
auf der Innerste zu Wasser gelassen
und mussten sich ein Stück
über den Fluss kämpfen. Nicht
allen gelang das einwandfrei. So
beobachteten die aufmerksamen
Zuschauenden eine Ente, die sich
besonders schnell an die Spitze der
gelben Schwimmobjekte gesetzt
hatte, um dann doch kurz vor dem
Ziel am Innersterastplatz, wo die
Enten von FSV-Kanuten wieder aus
dem Wasser gefischt wurden, am
Ufer zu stranden und damit den Einzug
ins Ziel zu verfehlen. Es dürfte
an diesem Tag der Unterhaltung
einer der wenigen Punkte gewesen
sein, die jemanden nicht glücklich
machten.
n
2. Juni 2026 LOKALE NACHRICHTEN
STADTRADELN
Benzin sparen, Muskeln trainieren,
losradeln!
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Bürgermeisterin Heike Brennecke, Wolfgang Jäckel von der FSV, TKJ-Radsportler Werner Vahlbruch, Sponsor Heiko Jacob, Büchereileiterin Elke Rebiger-Burkhardt, Sponsor Thorsten
Ußkurat, Tourenplaner Axel Böringer vom Ökumenischen Kirchenteam, Stadtmanagerin Kerstin Sobania und TKJ-Rennradler Siegfried Meitz machen sich stark für ein erfolgreiches
STATRADELN 2026.
Sarstedt (stb). Egal ob das humorvolle
„Mein Fahrrad“ von den
Prinzen, das den täglichen Stau
der Autofahrer thematisiert, „Fahrrad
fahr'n“ von Max Raabe, das ein
Loblied singt auf die Fortbewegung
ohne Benzin oder das die Freiheit
und Unabhängigkeit feiernde „Bicycle
Race“ von Queen: Die Zahl der
potentiellen Soundtracks für die,
die beim diesjährigen STADTRA-
DELN, der bundesweiten Aktion des
Klima-Bündnisses, mitmachen, ist
groß. Und jede nur mögliche Motivation
zu radeln wird besungen.
Das diesjährige STADTRADELN findet
landkreisweit vom 7. bis zum 27.
Juni statt. Wie immer rufen die Stadt
Sarstedt und viele aktive Teams die
Bevölkerung, große wie kleine Menschen,
solche, die in Sarstedt leben
und die, die hier arbeiten, zur Schule
gehen oder einem Verein angehören,
dazu auf, fleißig in die Pedale
zu treten. Wer das Auto einfach mal
stehen lässt, tut nicht nur der Umwelt
etwas Gutes, sondern vor allem
sich selbst, denn Radeln ist gesund
für Körper, Geist und Seele. Dabei ist
es egal, ob man allein mit eigener
Muskelkraft vorwärts strebt oder
sich ein bisschen helfen lässt durch
den E-Antrieb des Rades.
Los geht es in Sarstedt wie im vergangenen
Jahr mit einem „Radel-
Gottesdienst“ mit „Radel-Segnung“.
Wer will, kann am 7. Juni um 11.00
Uhr beim Familiengottesdienst mit
Pastorin Carola Bachstein im Paul-
Gerhardt-Gemeindezentrum, Paul-
Gerhardt-Str. 2, dabei sein und sich
gegen 11.45 Uhr dort den eigenen
Drahtesel segnen lassen. Für eine
unfall-, platten- und pannenfreie
Radelsaison. Der Gottesdienst hat
das Thema „Voll im Wind“, auch
wenn das natürlich für die Radelnden
nicht zu wünschen ist.
Danach sind alle eingeladen, loszuradeln.
Das geht natürlich ganz für
sich allein, aber auch gesellig und
erkenntnisreich in der Gruppe. Die
Stadtradeln-Freunde“, also Gruppen
und Teams, die sich in Sarstedt engagieren,
haben bereits einige Touren
zusammengestellt, die die Lust
am Radfahren noch steigern. Und
eine neue Gewinnkategorie gibt es
dieses Jahr auch noch, die extra prämiert
wird.
Zum Bäcker und
Supermarkt
„Alltagsheld/Innen“, so heißt die
neue Gewinnkategorie: Gemeint
sind damit Personen, die viele kurze
Fahrten für Alltagsbesorgungen
zurücklegen, also zum Job, zum
Einkaufen, mal schnell zum Briefkasten,
statt für all das das Auto zu
nehmen. Dabei zählt die Strecke
zum Supermarkt - unabhängig von
eventuellen Zwischenstopps - als
eine Strecke und die Rückfahrt nach
Hause als eine zweite. „Das Fahrrad
als Alltagsverkehrsmittel – darauf
wollen wir künftig mehr Fokus legen“,
so Sarstedts Klimaschutzmanagerin
Kerstin Sobania, warum
man diejenigen mit den meisten
Strecken extra wertschätzen wolle.
31157
Und noch eine weitere „Challenge“
wird es geben: Unter dem Titel „Wir
radeln unsere Postleitzahl: 3-11-57“
sind alle aufgerufen, sich mit kreativen
Ideen einzubringen, diese zu
dokumentieren und Kerstin Sobania
zukommen zu lassen. Wer also
drei Stunden, elf Minuten und 57
Sekunden radelt oder auch bei drei
Touren mit elf Menschen jeweils 57
Kilometer radelt, wäre dabei. Oder
halt mit einer ganz eigenen, witzigen
Idee.
Touren
Das Ökumenische Kirchenteam ist
wieder mit dabei und bieten drei
Touren an: Am Samstag, 13. Juni als
Tour nur für E-Bikes zum Kloster Marienrode,
inklusive Kirchen-Führung
(mit „Hutspende“) und optional
Teilnahme am Stundengebet der
Benediktinerinnen, danach geht es
über den Hildesheimer Wald nach
Gronau, wo ein Eisdielenbesuch geplant
ist (Start 9.30 Uhr, ca. 65 km).
Eine Anmeldung ist erforderlich,
ebenso, wie bei der zweiten E-Bike-
Tour (48 km) am Freitag, 19. Juni
zum Park Walshausen nähe Heinde
(Start 12.30 Uhr, mit Führung, mit
„Hutspende“). Auch hier ist eine Einkehr
geplant. Für alle Fahrradarten
und ohne Anmeldung hingegen die
Tour nach Wassel und Lühnde (Start
13.30 Uhr, 28 km, mit Kirchenführungen)
am Sonntag, 21. Juni.
Wer gleich am Starttag, dem 7. Juni
loslegen will, begleitet vielleicht
Bürgermeisterin Heike Brenneke bei
der Auftakttour durch die Koldinger
Seenplatte zum Hoffest im Rahmen
des Tages des offenen Hofes nach
Gleidingen (Start 12.00 Uhr am
Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum,
ca. 20 km) oder radelt mit der TKJ-
Radsportsparte ab 12.30 Uhr ab
dem Rathaus (drei verschiedene
Touren: 40, 58 und 68 km). Und der
ADFC-Radwandertag ist am 7. Juni
außerdem (https://touren-termine.
adfc.de/radveranstaltung/173568-
26-adfc-familienradwandertag).
Die Stadtbücherei Sarstedt bietet
wieder ihre gemütlichen – und die
Muskeln nicht überanstrengenden
– „LiteraTouren“ an. Das Motto 2026:
„Tierisch gut“. Die Bücher, die bei
den Stopps während der dienstäglichen
Touren am 9., 16. und 23. Juni
(Start jeweils 18.00 Uhr, mit Anmeldung)
vorgestellt werden, hätten
immer irgendwie einen Bezug zu
Tieren, erklärt Büchereileiterin Elke
Rebiger-Burkhardt.
Dienstags und mittwochs lädt die
TKJ-Radsportsparte außerdem regelmäßig
zu verschiedenen Radwander-
oder Rennradtouren. Und
E-Bikes sind auch willkommen.
Am Samstag, 20. Juni, sind besonders
Familien mit jüngeren Kindern
eingeladen zu den „Spielplatz-Touren“,
die die Stadtbücherei ausarbeitet.
Die Stadt organisiert die Tour
„Drei Kommunen, ein Ziel: Radtour
über Grenzen“, mit Getränken unterwegs
und einem Imbiss am Ziel
am Freitag, 26. Juni (Start 13.45 Uhr,
Engestraße, mit Anmeldung). Und
am Samstag, 27. Juni geht es mit der
FSV bei einem eher gemütlich ausfallenden
Endspurt, wie Wolfgang
Jäckel von der FSV verspricht, um 14
Uhr vom Rathaus aus zum Straßenfest
der Junggesellen und der Hotties
nach Hotteln (ca. 20 km).
Eine Woche später, am Freitag, dem
3. Juli, soll dann die Abschlussveranstaltung
mit Siegerehrung steigen.
Und einem besonderen Highlight:
einem Solarkino auf dem Gelände
des Innerstebades. Nähere Infos
folgen.
Weitere Aktionen und aktuelle Informationen
unter www.stadtradeln.de/sarstedt
und im Flyer der
Stadt Sarstedt. Dort finden sich
auch die „Spielregeln“, also z.B. Hinweise,
wie eine Fahrt definiert wird,
welche preiswürdigen Kategorien
es gibt und wie Mitfahrende (z.B.
Kinder im Anhänger oder Mitfahrende
im Tandem) gezählt werden.
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Registrieren kann man sich unter
www.stadtradeln.de/sarstedt. Alle
Fahrten und die dabei geradelten
Kilometer werden online eingegeben
oder man trackt sie per
STADTRADELN-App. Menschen
ohne Internet können ihre Fahrten
und Kilometer auf Papier dokumentieren
und bei der städtischen
Ansprechpartnerin, Klimaschutzmanagerin
Kerstin Sobania einreichen.
Kilometer-Erfassungsbögen
können als Vordruck zur Verfügung
gestellt werden.
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Star!
21 Tage ganz ohne Auto. Wer sich
das vorstellen kann, der sollte sich
bei Klimaschutzmanagerin Kerstin
Sobania im Rathaus als „STADTRA-
DEL-Star“ bewerben, der im Radelzeitraum
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6 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
Angebote von aktiv bis kreativ
Sommerferienprogramm
der Kommunalen Jugendpflege
Sarstedt (stb). Die Kommunalen Jugendpflegen im Nordkreis des Landkreises
Hildesheim organisieren auch in den kommenden Sommerferien
wieder ein tolles Programm, auch in Kooperation mit vielen Vereinen
und anderen Akteuren.
Sei es eine Zeltübernachtung am Klecks, Igelhäuser bauen, T-Shirts upcyceln,
Spiel-, Sport- und Spaßangebote, Kinderflohmarkt oder diverse
spannende oder lustige Ausflüge: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Brettspielnachmittage stehen ebenso auf dem Programm wie Nachtkino.
Boule, Tennis oder SUP, Kanu, Angeln und Windsurfen locken ebenso
wie die Angebote der Feuerwehr oder der DLRG.
Und die Stadt Sarstedt bietet auch wieder ihre Badekarte an, die für
8 Euro zehnmal Badespaß möglich macht.
Den Sommerferienpass gibt es nur online. Unter www.unser-ferienprogramm.de/sarstedt
finden sich alle Angebote, dort kann man sein Kind
auch registrieren und für die einzelnen Aktionen anmelden. Und auch
bei den anderen Jugendpflegen ist das Programm gut gefüllt. Kinder
können auch dort angemeldet werden: Algermissen unter www.unserferienprogramm.de/algermissen
und Harsum unter www.unser-ferienprogramm.de/harsum.
Anfallende Teilnahmebeiträge rechnet das Programm
am Ende zusammen; die Zahlungsmodalitäten können je nach
Gemeinde variieren. Sie werden unter den von Gemeinde zu Gemeinde
unterschiedlichen „Teilnahmebedingungen“ näher erklärt.
In Sarstedt ist die Bezahlung direkt nach der Anmeldebestätigung bar
im JUZ Klecks notwendig. Die Vereine sammeln ihre Teilnahmebeiträge
eigenständig ein.
Die Jugendpflege Sarstedt ist erreichbar unter Sarstedt T. 05066-61730,
klecks@sarstedt.de.
Alle Angebote in allen Gemeinden sind über das Bildungs- und Teilhabepaket
unterstützungsfähig. Bei Beratungsbedarf kann man sich gerne an
die Jugendpflegen wenden.
n
www.KLEEBLATT.de
LiteraTouren, Lektüren und mehr
Das Juni-Programm in der Stadtbücherei
Mit der 20. Ausgabe des Bücherschnacks
geht das beliebte Format der Stadtbücherei
in die Sommerpause. Doch langweilig
wird es keinesfalls, denn auch für die
kommenden Wochen hat sich das Team um
Elke Rebiger-Burkhardt und Marc Mutke
einiges einfallen lassen.
Sarstedt (jph). Mit vielfältigen Veranstaltungen
läutet das Team Stadtbücherei
Sarstedt den Sommer ein
und zeigt einmal mehr: In der Bücherei
wird mehr als nur gelesen!
Sie dürfen bei keinem STADTRA-
DELN in Sarstedt fehlen: Die gemütlichen
LiteraTouren, die literarische
Leckerbissen und gemütliche Fahrradtouren
vereinen, dieses Jahr am
9., 16. und 23. Juni, immer dienstags
um 18.00 Uhr. Und am Samstag, dem
20. Juni, darf geradelt und gespielt
werden, was das Zeug hält. Zwischen
11.00 und 18.00 Uhr sind alle
Familien zur Stadtradel-Spielplatz-
Tour eingeladen. Die Länge der Tour
kann selbstbestimmt werden, um
15.00 Uhr wird auf dem Spielplatz in
Giften ein Kamishibai (japanisches
Erzähltheater) präsentiert.
Auch beim Hitzeaktionstag der Stadt
Sarstedt am 11. Juni ist die Stadtbücherei
mit einem Stand in der Fußgängerzone
vertreten. „Kommen Sie
zwischen 14.00 und 18.00 Uhr vorbei
und erfahren Sie, wie Sie auch bei
größter Hitze einen kühlen Kopf bewahren“,
wirbt das Team.
Unterhaltung für Kinder ab drei Jahren
bietet das Bilderbuchkino, das
alle zwei Wochen mit spannenden,
unterhaltsamen und lehrreichen Geschichten
aufwartet. Am 11. und 12.
Juni mit dabei sind die Geschichten
„Wir gehören dazu“ und „OTTO fährt
los – Ein Sommer in den Bergen“,
während am 25. und 26. Juni „Ein
verrückter Tag auf dem Bauernhof“
und „Das tollste Boot der ganzen
Welt“ für Unterhaltung sorgen. Das
Bilderbuchkino findet jeweils um
16.00 Uhr im Obergeschoss der
Stadtbücherei statt. Die Teilnahme
ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung
ist nicht nötig.
In der Woche vom 15. bis 19. Juni
sind alle Kinder im Grundschulalter
zur Entdecker-Rallye durch die Bücherei
eingeladen. „Findet Hinweise,
löst Rätsel, entdeckt tolle Geschichten
und spannende Bücher!“, so die
Aufforderung.
Spielerische Sprachentwicklung und
ein gemütliches Miteinander gibt es
mit Susanne Westphal vom Sarstedter
Familienzentrum und den „Lesebabys“.
Das Angebot richtet sich
an Kinder von 0-24 Monaten und
ihre Bezugspersonen. Das nächste
Treffen findet am Donnerstag, dem
18. Juni, um 10.00 Uhr statt.
Und dann heißt es noch: „Auf die
Plätze, fertig, lesen!“ Nach einem
fulminanten letzten Jahr sind auch
in diesem Sommer alle Schülerinnen
und Schüler zwischen 11 und 14 Jahren
zum JULIUS-CLUB eingeladen.
Weitere Informationen bei der Stadtbücherei
Sarstedt, Kirchplatz 2, T.
05066-63626, stadtbuecherei@sarstedt.de.
n
Jetzt mitmachen: 20 Jahre JULIUS-CLUB
Sarstedt (jph). Auch in seiner
zwanzigsten Ausgabe ist die Stadtbücherei
Sarstedt beim beliebten
JULIUS-CLUB (Jugend liest und
schreibt) dabei. Das ist ein Programm
der VGH-Stiftung und der
Büchereizentrale Niedersachsen,
das in 45 öffentlichen Bibliotheken
Niedersachsens stattfindet. Die Aktion
richtet sich an Jugendliche im
Alter zwischen 11 und 14 Jahren
und findet vom 19. Juni bis zum 19.
August 2026 statt. Auch diesmal
warten wieder mehr als 100 neue
und spannende Bücher auf alle
Viellesenden und die, die es noch
werden wollen. Bei mindestens
zwei gelesenen Büchern winkt ein
JULIUS-CLUB-Diplom, fünf oder
mehr gelesene Bücher werden mit
einem Vielleser-Diplom belohnt.
Zudem wird es wieder allerhand Begleitveranstaltungen
rund um den
Julius-Club geben. Für Club-Mitglieder
sind diese selbstverständlich
kostenfrei.
Nachdem im vergangenen Jahr ein
neuer Rekord aufgestellt werden
konnte, hofft das Team der Stadtbücherei
auch in diesem Jahr wieder
auf zahlreiche Teilnehmende.
Angemeldet werden kann sich ab
sofort online unter www.julius-club.
de oder direkt in der Stadtbücherei
Sarstedt, Kirchplatz 2, T. 05066-
63626, stadtbuecherei@sarstedt.de.
Zur Auftaktveranstaltung am Freitag,
dem 19. Juni, um 18.00 Uhr in
der Stadtbücherei sind bereits jetzt
alle herzlich eingeladen. n
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2. Juni 2026
Planschen, trainieren, Spaß haben –
das Freibad hat wieder geöffnet
Sarstedt (stb). Noch ist es mit 22 °C
ziemlich frisch an diesem 18. Mai, als
das Sarstedter Freibad wieder seine
Tore für die Sommersaison öffnet.
Doch das soll nun von Tag zu Tag
besser werden, wie Betriebsleiter
Ewald Thielebürger verspricht. Die
Heizanlage arbeite, täglich rechne
man mit ca. einem Grad Wassertemperatur
mehr.
Zum Anbaden am 18. Mai, das gleich
zur ersten Schulstunde die Schulklassen
eröffneten, die „unbedingt
springen“ wollten, wie Badbetriebsleiter
Ewald Thielebürger erzählt, ist
auch wieder ein Stammgast erschienen.
Udo Lukat gehörte 1959 zu den
ersten Dauerkarteninhabern im Innerstebad.
Eine Dauerkarte hat der
inzwischen 85-Jährige nicht mehr.
Das liegt aber nicht daran, dass er
nicht mehr schwimmt, sondern daran,
dass er vor ein paar Jahren zusammen
mit seiner Frau in die Nähe
der Tochter bei Uelzen gezogen ist,
wo er natürlich auch Stammgast im
dortigen Bad ist. Zum Anbaden in
Sarstedt aber kommt er immer noch,
steigt in seinen ikonischen geringelten
Badeanzug, setzt sich die Fiddler-Mütze
auf den Kopf, bindet sich
ein flottes Halstuch um und springt.
Mit einem sauberen Kopfsprung
vom Fünf-Meter-Brett, so, wie er es
die letzten rund 15 Jahre auch schon
gemacht hat.
Da können Bürgermeisterin Heike
Brennecke und ihr Stellvertreter
Christoph Neuber immer wieder nur
staunen. 2022 hat Lukat verkündet,
den Kopfsprung vom Fünfer wolle
er, „übrigens noch bis zu meinem 90.
Lebensjahr“ absolvieren. „Solange
ich das kann…“ Die Chancen stehen
gut, wenn man ihn so sieht.
In Sarstedt sind nun wieder Groß
und Klein eingeladen, das Freibad
und seine Annehmlichkeiten in
vollen Zügen zu genießen, ob sportlich
beim Bahnen ziehen auf einer
der acht 50-Meter-Bahnen, beim
Toben im Nichtschwimmerbecken
oder beim Spielen von Federball,
Tischtennis und Beachvolleyball. Für
jede Bewegung und Spaß ist etwas
dabei.
Das Kinderplanschbecken werde
übrigens, so Thielebürger, erst „bei
entsprechendem Wetter, wenn dann
auch die Familien mit den Kindern“
kämen, gefüllt. Die Duschen in den
LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 7
Umkleiden im Außenbereich hingegen
sind schon „in Aktion. Mit
warmem Wasser!“
„Auch in diesem Jahr bleiben das
Frei- und Hallenbad parallel geöffnet,“
erklärt Christoph Neuber, Leiter
des Fachbereichs 1 Zentrales, Kinder,
Kultur und Brandschutz. „Damit sind
wir über die ganze Saison und während
der Ferien wetterunabhängig,
egal, ob bei Sonne oder Regen.“
Die jeweilige Tagestemperatur im
Freibad wird jeden Morgen aktualisiert
und kann unter https://innerstebad.sarstedt.de
eingesehen
werden.
Die Sommersaison endet am Sonntag,
13. September.
Bis dahin aber ist einen ganzen Sommer
lang Zeit, im Schatten unter den
großen Schirmen am Beckenrand
oder unter den schönen alten Bäumen
zu entspannen oder auf den Rasenflächen
in der Sonnen knusprig
zu bräunen.
Sommeröffnungszeiten
Ein bisschen hat sich gegenüber den
vergangenen Saisons was an den
Öffnungszeiten im Innerstebad geändert:
Am Samstag und Sonntag
öffnen Bad und Sauna jeweils erst
um 10 Uhr. Von Montag bis Freitag
ist das Bad wie gewohnt geöffnet,
die Sauna ist montags und dienstags
geschlossen. Das ist auch der
knappen Personaldecke geschuldet.
Das Innerstebad sucht weiterhin
sowohl Fachangestellte für Bäderbetrieb
als auch Aufsichtspersonal
wie Rettungsschwimmerinnen und
Rettungsschwimmer.
Sommerhighlights
Ein besonderes Highlight bietet das
Innerstebad allen Schülerinnen und
Schülern am Mittwoch, 1. Juli, mit
der School´s out Party: Der perfekte
Start in die Sommerferien.
Wer es sportlich mag, ist am Samstag,
22. August, beim 4. Beachvolleyball-Turnier
im Innerstebad genau
richtig. Dafür trainieren kann man
jederzeit während der regulären Öffnungszeiten
im Bad. Weitere Informationen
folgen, so die Stadt.
Alle Informationen zum Innerstebad
auch immer unter https://innerstebad.sarstedt.de.
n
Coming Home 2.0 – nach 61 Jahren zurück
Sarstedt (jüki). Es war ein beschwingter
Nachmittag in den gerade im Umbau
befindlichen Räumlichkeiten der
ehemaligen Gaststätte in der Sarstedter
Lönsstraße 14, ein Treffen unter alten,
sehr alten und auch neuen Freunden
– verbunden mit dem Austausch
von Fotos und vor allem Geschichten
und Anekdoten aus längst vergangenen
Zeiten.
Und genau hier beginnt der Blick zurück:
Der damals 16-jährige Wolfgang
hatte schon lange den Nachbarsjungen
Rudolf (beide Familien wohnten
im Erdgeschoss in der Lönsstraße 16)
dabei beobachtet, wie dieser mit seiner
Gitarre und einem Transistorradio
auf dem Spielplatz gegenüber ihres
Wohnhauses Elvis-Songs nachspielte.
Irgendwann kamen die beiden Jungs
ins Gespräch über Musik, und es war
im Sommer 1965, als Wolfgang und
Rudolf beschlossen: „Wir gründen eine
Band.“ Mit Karl-Heinz „Katti“ Vollmer
an der Sologitarre und dem Giebelstieger
Joachim Kirchhoff am Bass fanden
sie schnell die nötigen Mitspieler.
Rudolfs Vater Heinrich schaffte es irgendwie,
die damals noch namenlose
Schüler-Formation (genannt „The Nameless“)
bei einer sogenannten „Beat-
Show“ im Zentral-Theater an der Maiwiese
spät abends als letzten „Act“
auftreten zu lassen. Wolfgang erzählt
schmunzelnd: „Wir konnten damals
lediglich drei Stücke. ‚Dizzy Miss Lizzy“
war wohl dabei.“
Dieser Tag Ende November 1965 war
die Geburtsstunde der „Scorpions“,
Deutschlands erfolgreichste Hard-
Karl-Heinz "Katti" Vollmer trägt sich neben Scorpions-Gründungsdrummer Wolfgang
Dziony ins Gästebuch der "Sarstedter Bierfreunde" ein
10 Jahre Kinderfeuerwehr Algermissen
Das muss gefeiert werden!
Algermissen. Nachwuchsarbeit ist
das Wichtigste, um das Ehrenamt
aufrecht zu erhalten – das erkannten
die Algermissener Feuerwehren bereits
vor mehreren Jahrzehnten und
gründeten die Jugendfeuerwehr.
Doch dass die Bindung neuer Mitglieder
nicht erst ab zehn Jahren
starten darf, diese Erkenntnis entwickelte
sich erst in den letzten Jahren.
Mittlerweile blickt die Kinderfeuerwehr
Algermissen auf ein erstes
spannendes Jahrzehnt zurück – und
das muss gefeiert werden!
Am 20. Juni begrüßt die Freiwillige
Feuerwehr Algermissen ihren Feuerwehrnachwuchs,
sowie Familien,
Freunde und Interessierte ab 15
Uhr am Gerätehaus Algermissen im
Kranzweg 20. Begleitet wird das Fest
von Spiel, Spaß und Spannung, für
die nicht zuletzt der Gemeindewettbewerb
der Jugendfeuerwehren
sorgt.
n
Rock-Formation mit Weltformat, die
im vergangenen Jahr unter dem
Motto „Coming Home“ mit einer fulminanten
Show im ausverkauften
Fußballstadion in Hannover ihren 60.
Geburtstag zelebrierte. Obendrein
trugen sich die aktuellen Bandmitglieder
um den Ex-Sarstedter Rudolf
Schenker am 8. März vergangenen
Jahres ins „Goldene Buch“ der Stadt
Sarstedt ein.
Doch zurück zur eigentlichen Geschichte:
Es mag der Umstand sein,
dass die „Sarstedter Bierfreunde“
derzeit die ehemalige Kneipe in der
Lönsstraße zu einer Begegnungsstätte
für den Ortsteil Giebelstieg und zu
ihrem Vereinsdomizil umbauen. Unter
dem Motto „Coming Home 2.0“ wird
derzeit, auch live vor Ort, eine Dokumentation
über die Anfangsjahre der
Scorpions von 1965 bis 1972 gedreht.
Denn im Jahr 1965 war Hermine Dziony
aus der Lönsstraße 16 die Wirtin
des damaligen „Gilde-Ecks“ nebenan.
Wolfgang Dziony berichtet: „Mittwochnachmittags
war dort ‚Ruhetag‘. Gelegenheit
genug, dort mit den Jungs
Krach zu machen. Musik konnte man
das noch nicht nennen… Das war der
allererste Proberaum der Scorpions.“
Und süffisant lächeln ergänzt Dziony:
„Wir sind mit Bollerwagen samt
leichtem Equipment von der Lönsstraße
aus in Richtung Giebelstieger
Kiesteiche gewandert, wo wir damals
den nötigen Strom für die Anlage aus
einem Verteilerkasten des Saugbaggers
des damaligen Kieswerkes entliehen
haben – und dort ganz Giebelstieg
beschallten.“
Zum „Coming Home 2.0 – nach 61 Jahren
back home“ trafen sich die ehemaligen
Bandmitglieder aus besagtem
Zeitraum 1965 bis 1972, Wolfgang
Dziony, Katti Vollmer und Lothar „Lollo“
Heimberg, im ehemaligen „Gilde-
Eck“ und ließen mit ihren Geschichten
die Anfangszeit der Band nochmals
aufleben. Und trugen sich gern ins Gästebuch
der „Sarstedter Bierfreunde“
ein.
„Hausherr“ Maik Oliver Towet, Chef
der „Sarstedter Bierfreunde“, gab in
seiner Begrüßung zunächst einen historischen
Rückblick auf die jahrhundertealte
Brautradition in Sarstedt,
bevor er dem „Scorpions“-Gründer
Wolfgang Dziony und dessen Frau Karin
eine selbstkreierte Plakette mit der
Wir machen das besser!
Wir machen das besser!
Aufschrift „Musik verbindet Menschen
– Braukultur verbindet Generationen“
überreichte. Und das Besondere: Der
dort aufgebachte Schriftzug „Scorpions“
wurde entlehnt aus einem
uralten Auftrittsplakat der Band, das
damals noch mit der Hand gemalt
worden war.
n
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Wir machen das besser!
Wir sprechen jederzeit für Sie:
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Versicherungskompetenz
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Von Polka bis Pop: Sarstedter
Blasorchester begeistert
Sarstedt (stb). Himmelfahrtstag. Für die einen ein wichtiger christlicher
Feiertag, für andere Gelegenheit, mit den Kumpeln und Bollerwagen auf
(Sauf-)Tour zu gehen. Und für viele schon seit langem der Tag, an dem man
sich entspannt im Boksbergwäldchen trifft, um nette Menschen zu treffen,
Musik zu hören und es sich gut gehen zu lassen.
Gegrilltes und Torte, Flammkuchen und Fischbrötchen, Schmalzbrot und
Saure Gurke. Dazu außer allerlei Heiß- und Kaltgetränken auch Obstwein,
im Glas oder gleich flaschenweise. Das ist wohl eine Besonderheit des Familientages
des Sarstedter Blasorchesters. Vor allem aber ist es ein Tag, an
dem immer was los ist auf der kleinen Lichtung mit Grillplatz unweit des
Wellweg in Sarstedt.
Am 14. Mai waren sie alle wieder unterwegs, auch wenn das Wetter höchst
wechselhaft war. Doch der große Regen kam erst am späten Nachmittag,
sodass das Blasorchester einfach etwas früher einpackte. Kalt war es im
Schatten unter den Bäumen. Und den Instrumenten tut Nässe auch nicht
gut. Den Auftakt aber machten bei freundlichem Himmel besondere Gäste
an diesem Tag. Eine Gruppe Alphornbläser aus Loccum waren zu Besuch,
einer ihrer Mitspieler ist Henrik Polak, der im Sarstedter Blasorchester die
Trompete bläst. Mit ihren langen Instrumenten, die ursprünglich Hirten in
den Bergen als Signalinstrumente zur Kommunikation über lange Distanzen
dienten, waren sie eine ungewöhnliche Bereicherung der Veranstaltung.
Da staunte auch die Vatertagstruppe nicht schlecht, die ihren Bollerwagen
am Rand der Wiese geparkt hatten, um sich am Getränkestand ein
frisch gezapftes Bier zu gönnen.
Währenddessen war unter einem Pavillon weiter hinten schon viel los, wo
einige jüngere Mitglieder des Blasorchesters für Kinder ein Bastel- und
Malangebot vorhielten. Ein paar Schritte weiter versuchten sich andere
mit dem Hula Hoop-Reifen, spielten Leitergolf oder standen an Bratwurstoder
Flammkuchenstand an.
Als dann das Blasorchester aufspielte, waren dann eher moderne Klänge
zu hören: „Highway to Hell“, ein Filmmusik-Medley, der Puppenkisten-Hit
„Eine Insel mit zwei Bergen“ als Techno-Kracher oder der Italo-Schlager
„Bella Napoli“ ließen viele mitwippen. Was allerdings auch den Klassikern
der Blasmusik-Literatur, den guten alten Polkas und Märschen wie „Von
Freund zu Freund“ oder dem Marsch „Stars and Stripes Forever“ von John
Philip Sousa problemlos gelang. Trotz des Termins während der sogenannten
„Eisheiligen“ – Himmelfahrt fiel dieses Jahr auf den Tag des Heiligen
Bonifatius, dem vierten der fünf traditionell oft kalten Tage – hat der Familientag
somit seinem Namen wieder alle Ehre gemacht.
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8 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
Zu viele Anmeldungen, zu wenig Plätze
Wie geht es weiter am Gymnasium Sarstedt?
Fortsetzung von Seite 1
„Sowohl die statistischen Werte der
Vergangenheit als auch die Prognosen
für die künftigen Jahrgänge
sprechen auch heute noch für eine
konstante, jahrgangsübergreifende
Vierzügigkeit in Sarstedt“, so das
offizielle Statement. Ohnehin hat
der fast 45 Millionen Euro teure
Neubau ein beachtliches Loch in
die knappen Haushaltskassen des
Landkreises gefressen. Mehr wäre
hier wohl nur schwerlich zu vertreten
gewesen.
Für den stadteigenen Nachwuchs
hätte das Gymnasium Sarstedt
grundsätzlich ausreichend Kapazitäten
zur Verfügung. Wenn da nicht
das Problem mit dem fehlenden
Schulbezirk wäre. Denn während
Sarstedter Kinder im Grundschulalter
gemäß ihrer Wohnanschrift einer
der drei Grundschulen zugeteilt
werden (hier ist der Schulträger die
Stadt Sarstedt), ist mit dem Wechsel
auf die weiterführende Schule
alles offen. Der Vorteil: Eltern und
Spross haben das Recht, frei zu
entscheiden, an welcher Schule sie
sich für einen Platz anmelden. Ein
Recht, das jedoch für alle Familien
im Landkreis gilt, auch für all jene,
deren Gemeinde über eigene weiterführende
Schulen verfügt.
Auch in der Wahl der Schulform
sind Familien in Niedersachsen
seit Wegfall der verpflichtenden
Schullaufbahnempfehlung im Jahr
2015 frei. Und hier folgen Sarstedter
Familien dem überregionalen
Trend: Trotz anhaltender Werbung
für die benachbarte Schiller-Oberschule
bleibt das Gymnasium im
Raum Sarstedt die Schulform erster
Wahl. Eine Entwicklung, die durchaus
auch kritisch gesehen wird.
Heutzutage würden auch all jene
Eltern ihre Kinder an einem Gymnasium
anmelden, deren Nachwuchs
dem dortigen Leistungsanspruch
nicht gerecht werden könne, so die
aktuelle Diskussion in den Sozialen
Medien.
Grundsätzlich hat jedoch jede Familie
die Möglichkeit, nach abschließenden
Beratungsgesprächen in
Klasse 4, die Schulwahl für ihr Kind
eigenverantwortlich zu treffen.
Entsprechende Forderungen, nach
denen Anmeldungen von Kindern
leistungsbezogen „herausgefiltert“
werden sollten, seien daher rechtswidrig,
gibt Dr. Joris Doelle, Schulleiter
am Gymnasium Sarstedt, zu
bedenken. Lediglich Familien mit
mindestens einem Geschwisterkind,
das bereits das GySar besucht,
dürfe er Vortritt geben, ebenso, wie
Kinder aus dem Landkreis Hildesheim
all jenen aus der Region Hannover
vorzuziehen seien.
Viel Ratlosigkeit, wenig
Hilfe
Dass es grundsätzlich zu einem Losverfahren
kommen könne, sei zwar
mehrfach und zu verschiedenen
Gelegenheiten betont worden, so
Dr. Doelle. Wie wahrscheinlich dieses
Risiko jedoch tatsächlich ist,
habe man unterschätzt, gesteht
Auch in Zukunft:
Zuhause um Hildesheim
Für die Menschen in unserer Region arbeiten wir
täglich an zukunftsfähigen Wohnkonzepten.
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Maibaum steht – das Fest fehlt
Heisede. Am 1. Mai fand das mittlerweile traditionelle Aufstellen des
Maibaums des Vereins Dorfleben-Heisede im kleinen Kreis statt. Die
Sonne strahlte vom Himmel und der Maibaum war mit ein paar Handgriffen
aufgestellt.
„In der Vergangenheit gab es dazu auch ein kleines Fest, jedoch ist die
Zahl der aktiven Vereinsmitglieder nicht so groß, sodass es für den Verein
unmöglich geworden ist, dies alleine zu stemmen“, so Organisator
Norbert Neef.
Damit auch in Zukunft wieder ein richtiges Maifest in Heisede stattfinden
kann, freut sich der Verein Dorfleben Heisede über neue Mitglieder.
Denn wie im Fußball gilt auch hier: Nach dem Maibaum ist vor dem
Maibaum! Interessierte kontaktieren den Verein per Mail an info@
dorfleben-heisede.de.
n
Familie Z. aus Sarstedt (alle Namen
auf Wunsch der Betroffenen unkenntlich
gemacht). Dass ihr Sohn
nach den Sommerferien das GySar
besuchen sollte, sei für die Familie
zu Beginn völlig klar gewesen. Der
Zehnjährige wohnt fußläufig und
nur wenige Minuten vom Schulzentrum
entfernt und hat im Beratungsgespräch
in der Grundschule
eine klare Gymnasialempfehlung
erhalten. Doch dann der Schock:
eine Absage. „Ich bin aus allen Wolken
gefallen“, erinnert sich die Mutter.
Im GySar habe man ihr zunächst
geraten, das Regionale Landesamt
für Schule und Bildung (RLSB) in
Hannover zu kontaktieren, von dort
aus sei sie weiter an den Landkreis
als Schulträger verwiesen worden.
Doch hier habe man sich wenig
hilfsbereit gezeigt. Man sei lediglich
verpflichtet, Kindern mit einer
Gymnasialempfehlung einen Gymnasialplatz
innerhalb des Landkreises
anzubieten, habe man ihr
mitgeteilt. Und ihr dann geraten,
es einmal im 30 km entfernten Alfeld
oder an einem der Gymnasien
in Hildesheim zu probieren – wohl
wissend, dass letztere ebenfalls
kaum noch freie Kapazitäten aufwiesen.
Der Vorschlag seitens des
GySar, den Sohn zunächst an der
Schiller-Oberschule anzumelden
und es gegebenenfalls in ein, zwei
Jahren nochmals am Gymnasium
zu versuchen, sei für sie „überhaupt
nicht in Frage“ gekommen, erzählt
die Mutter. Das „Tempo“ sei dort ein
völlig anderes, „und wir wissen alle,
Sarstedt (jph). Matthias Kaufmann,
Geschäftsführer der Kreiswohnbaugesellschaft
(kwg) Hildesheim,
kommt aus dem Zelebrieren nicht
mehr heraus. Rund einen Monat
nach dem Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus
in Hotteln und
der Grundsteinlegung der neuen
Sarstedter Rettungswache in der
Breslauer Straße – beide durch die
zur kwg gehörenden Gesellschaft
für Kommunale Immobilien (GKHi) –
durfte für den letztgenannten Neubau
am 28. Mai bereits das Richtfest
gefeiert werden.
Von der ersten Idee bis zu diesem Tag
seien mehr als fünf Jahre vergangen,
erklärt Kaufmann. Schuld daran trage
niemand, vielmehr sei dies mit
komplexen Vertragskonstellationen
zwischen Kreisverwaltung und dem
niedersächsischen Innenministerium
zu begründen. Doch wenn erst
einmal Richtfest ist, „nimmt’s ordentlich
an Fahrt auf“, zeigt sich Landrat
Bernd Lynack zuversichtlich.
Damit kommt der modernisierte
Neubau genau zum richtigen Zeitpunkt.
Zum 01.07.2026 tritt der neue
Rettungsdienstbedarfsplan für den
Landkreis Hildesheim in Kraft. Dieser
folgt einem „bedarfsorientierten
Modell“, dass eine differenziertere
Verteilung der Kapazitäten vorsieht
und damit ein Einhalten der vorgegebenen
Hilfsfrist von 15 Minuten
in 95 % aller Notfalleinsätze (ausgenommen:
Krankentransporte) ermöglichen
soll. Ebenfalls zum 01.07.
wechselt zudem die Zuständigkeit
für den Rettungsdienst in Sarstedt.
Während dieser bisher von der Falck
Rettungsdienst Nord GmbH durchgeführt
wurde, sorgt ab Sommer
die Malteser Hilfsdienst gGmbh
für Sicherheit nicht nur im Sarstedter
Stadtgebiet, sondern auch in
den Gemeinden Giesen, Harsum,
Kinder, die sich langweilen, fangen
dann an, Blödsinn zu machen“, so
ihre Einschätzung. Schlussendlich
erhielt die Familie aufgrund ihrer
schnellen Reaktion einen der wenigen
freien Plätze am Gymnasium
Himmelsthür.
Damit ist Familie Z. nicht der einzige
Haushalt, dessen Kind künftig
in Himmelsthür die Schulbank
drücken wird. Auch die Tochter von
Familie L. wird nach den Sommerferien
jeden Morgen um 6.40 Uhr
das Haus verlassen müssen, um mit
zwei verschiedenen Linienbussen
pünktlich zum Unterrichtsbeginn
einzutreffen. Seit der Trennung der
Eltern pendelt die Zehnjährige bereits
im Wechselmodell zwischen
dem Wohnort des Vaters in Sarstedt
und dem Wohnort der Mutter in
Nordstemmen. Die Sorge der Familie:
Der zusätzliche Fahraufwand
nach Himmelsthür sei nicht nur eine
Zumutung, er nehme Kind und Eltern
die ohnehin knapp bemessene
Familienzeit und koste die Tochter
Lebenszeit, die sie andernfalls für
ihre Schulaufgaben oder ihren Vereinssport
aufbringen könnte. Die
Absage aus Sarstedt habe die Familie
auch deshalb hart getroffen,
da die Tochter zuvor hart für ihren
Einserschnitt gearbeitet habe, berichtet
die Mutter. Zu sehen, dass
Klassenkameraden, die womöglich
“nicht ansatzweise die gleiche Leistung
in der Schule erbracht haben“,
das GySar besuchen dürften, sei für
ein zehnjähriges Kind „absolut demotivierend
und unverständlich“.
Auch Familie T. sei diesbezüglich in
Erklärungsnot geraten. Der zehnjährige
Sohn hat, ebenfalls mit guten
Noten auf dem Zeugnis, den
Platz in Sarstedt nicht erhalten.
Nun wird er ab dem kommenden
Schuljahr in Harsum den Gymnasialzweig
der dortigen Sekundarschule
besuchen – aufgrund fehlender
Oberstufe wird er sich hier
jedoch nach der 10. Klasse wieder
neu orientieren müssen. Darüber
sei man sich im Klaren, so die Eltern.
Die Harsumer Schule habe
bereits zuvor zur Wahl gestanden,
somit fiel die Entscheidung nach
der Absage aus Sarstedt nicht allzu
schwer. In ihrem Fall sei also alles
noch relativ glimpflich abgelaufen,
zeigt sich die Mutter erleichtert –
und gibt dennoch zu bedenken,
dass der Besuch einer „gleichwertigen“
Schule im Landkreis in jedem
Fall mit reichlich Mehraufwand verbunden
sei. Mehraufwand, der unterm
Strich vor allem auf Kosten der
Kinder gehe.
Steht eine Lösung kurz
bevor?
Ob sich mit den diesjährigen Erfahrungen
im Hinterkopf in den
kommenden Jahren etwas an den
Anmeldezahlen am Gymnasium
Sarstedt ändern wird, bleibt abzuwarten.
Zumindest in Sarstedter
Haushalten ist davon auszugehen,
dass Familien weiterhin versuchen
werden, ihr Kind am örtlichen Gymnasium
anzumelden. Damit sich
Nordstemmen und Algermissen.
Diese finde mit dem modernen Neubau
nun „beste Bedingungen“ vor,
so Lynack.
Die Investitionskosten für die neue
Rettungswache belaufen sich auf
ca. 3,2 Millionen Euro. Das Gebäude
verfügt über einen Sozialtrakt
mitsamt Schulungsraum und einer
Fahrzeughalle mit fünf Fahrzeugboxen
sowie einem Außenbereich
mit Platz für bis zu zwanzig Pkw.
Die Wärmeversorgung wird durch
eine Kombination aus einer Luft-/
dieses Schauspiel jedoch nicht alle
Jahre wiederholt und Eltern und
Verantwortliche die gleichen frustrierenden
Gespräche führen, müssen
klare Lösungen gefunden werden.
Laut Auskunft des Landkreises
werde eine Fünfzügigkeit aufgrund
räumlicher Gegebenheiten auch
künftig ausgeschlossen.
Neue Hoffnung bringt nun ein
Antrag der Mehrheitsgruppe – bestehend
aus SPD, Bündnis 90/Die
Grünen, Die Partei, Georgios Konstantopoulos
(parteilos) und GUT
für Sarstedt – im Kreistag, demzufolge
die Einrichtung eines Schulbezirkes
für das Gymnasium Sarstedt
geprüft werden solle. Käme es infolgedessen
zu einer entsprechenden
Schulbezirkssatzung, müssten
rechtlich gesehen am Gymnasium
Sarstedt Anmeldungen von im Sarstedter
Stadtgebiet lebenden Kindern
bevorzugt behandelt werden.
Würde eine Schule außerhalb des
Schulbezirkes präferiert werden,
müsste im Umkehrschluss jedoch
eine Ausnahmegenehmigung beantragt
werden.
Der Ausschuss für Schule und Kultur
tagt erneut am 16. Juni. Ob es dann
zu einem Beschluss des Prüfungsantrags
kommt, bleibt abzuwarten.
Für all jene Sarstedter Familien, die
für das Schuljahr 2026/2027 keinen
Platz am GySar bekommen haben,
käme dies jedoch ohnehin zu spät.
Die Festlegung eines Schulbezirkes
ist frühestens für das Schuljahr
2027/2028 möglich. n
Die Hälfte ist geschafft
Rettungswache in der Breslauer Straße
feiert Richtfest
Hilfe, die schnell, professionell und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird: Mit der neuen Rettungswache in der Breslauer
Straße setze man ein „starkes Zeichen für Verantwortung“, so Christoph Neuber (li.) von der Sarstedter Stadtverwaltung.
Ein Kranz, ein Schnaps, ein letzter Nagel: Mit dem traditionellen Richtspruch feierten
kwg-Geschäftsführer Matthias Kaufmann und Marvin Bremer, Inhaber der Holzbau
Meinholz GmbH, Halbzeit beim Neubau der Rettungswache.
Wasser-Wärmepumpe und einem
Gasbrennwertgerät gewährleistet,
zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage
errichtet. Nach dem
Baubeginn am 01.12.2025 sei man
zeitweise durch den Wintereinbruch
zwar ein wenig in Zeitverzug geraten,
dieser sei jedoch im Wesentlichen
wieder aufgeholt worden, berichtet
Matthias Kaufmann, sodass
einer Fertigstellung im Januar bis
Februar 2027 laut aktuellem Stand
nichts im Wege stehe.
Doch was dem Neubau zum perfekten
Glück noch fehlt: ein klassischer
Dachstuhl. Dieser ist zwar für
den Rettungsdienst unwesentlich,
doch zu einem traditionellen Richtfest
gehört nun mal das Einschlagen
des symbolischen letzten Nagels
ins Dachgebälk. Zum Glück habe er
Heiko Kollien vom Planungs- und
Ingenieurbüro Himstedt + Kollien
noch überreden können, von der Firma
Holzbau Mainholz zumindest ein
paar Dachbalken über dem Schulungsraum
anzubringen, scherzt
Kaufmann. Und zeigt beim Umgang
mit Hammer und Nagel Geschick. n
2. Juni 2026
LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 9
I 9. Juni 2026
10:00 – 15:00 Uhr
Fußgängerzone Sarstedt
3. Berufsmesse „Let´s work together“ in Sarstedt
Alles rund um Beruf & Ausbildung!
Wir sind dabei – besuchen Sie uns!
Informieren Sie sich vor Ort oder auf
unserer Karriereseite über unsere aktuellen
Stellenangebote und
Einstiegsmöglichkeiten.
https//:heil-kfzteile.de/Karriere/Stellenangebote/
A.-W. HEIL & SOHN GmbH & Co. KG | Bergstr. 4-7 | 30539 Hannover
Maya-Emily Fricke, Auszubildende zur Bankkauffrau
erreichen. Ob mit Bus, Bahn oder
Straßenbahn… jede Station ist fußläufig
von der Fußgängerzone entfernt“,
berichtet Satli.
Die Berufsmesse ist eine Veranstaltung
der Stadt Sarstedt in Kooperation
mit der Univent GbR. n
Eine Ausbildung für
heute. Und morgen.
Wir haben den Job,
den du dir vorstellst.
Bewirb dich jetzt:
Weil’s um mehr
als Geld geht.
sparkasse-hgp.de/
ausbildung
Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in, Klasse I
Voraussetzung: Realschulabschluss oder gymnasiales
Versetzungszeugnis Klasse 9/10
Ziel:
Versetzung in Klasse II
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in, Klasse II
Voraussetzung: BFS Sozialpädagogische/r Assistent/in, Kl. I oder
abgeschlossene Kinder eger/innenausbildung
oder Fachhochschulreife oder Abitur
Ziel:
Staatlich geprüfte/r Sozialpädagogische/r
Assistent/in, Erw. Sek. 1
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Fachschule Sozialpädagogik
Voraussetzung: Abschluss als Sozialpädagogische/r Assistent/in
Abschluss Ber iches Gymnasium,
Schwerpunkt Gesundheit und Soziales
Ziel:
Staatlich anerkannte/r Erzieher/in,
Allgemeine Fachhochschulreife
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Die Schulformen Berufsfachschule und Fachschule
sind Schulgeld frei.
Fachoberschule Gesundheit u. Soziales,
Schwerpunkt Sozialpädagogik, Klasse 11
Voraussetzung:
Realschulabschluss
oder gymnasiales Versetzungszeugnis Klasse 9/10
Ziel: Versetzung in Klasse 12
Fachoberschule Sozialwesen
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Fachoberschule Gesundheit u. Soziales,
Schwerpunkt Sozialpädagogik, Klasse 12
Voraussetzung: FOS Klasse 11 oder Realschulabschluss
und abgeschlossene Berufsausbildung
Ziel:
Allgemeine Fachhochschulreife
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Berufsoberschule Gesundheit u. Soziales, Klasse 13
Voraussetzung: Fachhochschulreife und abgeschlossene
Berufsausbildung
Ziel:
Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
Fachgebundene Hochschulreife
Unterrichtsbeginn: 13. August 2026
Information bei: Elisabeth-von-Rantzau-Schule
Wiesenstr. 23e, 31134 Hildesheim, Tel. 0 51 21 / 80 90 49-0
www.evrs.de ∙ E-Mail: info@evrs.de
Fortsetzung von Seite 1
Das Jobcenter steht mit einem Informationsstand
neben der Begegnungsstätte
(Steinstraße 13) für Fragen
zur Verfügung. Ein schwarzes
Brett informiert über offene Stellen.
Auch die Handwerkskammer als Vertreterin
für das Handwerk ist als Aussteller
dabei.
Junge Menschen zwischen 14 bis
einschließlich 26 Jahren, die noch
keine Idee haben, wie es nach der
Schule weitergehen soll, können sich
am Stand vom Pro Aktiv Center informieren.
Die Mitarbeitenden beraten
kostenlos u.a. bei der Berufsberatung
und -planung, unterstützen bei
der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche
und bereiten junge Menschen
auf Vorstellungsgespräche vor.
Wer sich über Möglichkeiten bei der
Stadt Sarstedt oder in einer der städtischen
Einrichtungen informieren
möchte, kann dies ebenfalls tun. Neben
Vertretern und Vertreterinnen
aus der Verwaltung freuen sich die
Mitarbeitenden aus dem Innerstebad
und den Kindertagesstätten auf
einen regen Austausch. „Wir freuen
uns, dass auch die Elisabeth-von-
Rantzau-Schule als Ansprechpartnerin
dabei. Die Schule in Hildesheim
bildet anerkannte Erzieher/innen
aus. Und auf unserer Live-Bühne vor
dem Rathaus geben unter anderem
Auszubildende einen Einblick in ihren
Berufsalltag“, berichtet die Stadtmanagerin
weiter. „Das Programm
zum Tag geben wir rechtzeitig bekannt“,
ergänzt sie. Die Jobschmiede
bietet in der Begegnungsstätte,
Steinstraße 13, umfassende Beratung
zu Bewerbung, Lebenslauf und
Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch
an.
Die Berufsmesse beginnt morgens
um 10 Uhr und endet um 15 Uhr.
Wer sich zwischendurch stärken
möchte, ist in den (Eis-)Cafés und Restaurants
herzlich willkommen.
Zur Anreise: „Sie kommen nicht
aus Sarstedt, sondern aus den umliegenden
Städten? Kein Problem.
Sarstedt ist einfach und bequem mit
den öffentlichen Verkehrsmitteln zu
9. Juni 2026
10:00 – 15:00 Uhr
Fußgängerzone
Sarstedt
alles rund um
Ausbildung
Quereinstieg
Fachkräfte
10 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
Stadt Sarstedt informiert über kostenfreie Beratung
Private Modernisierungs- und
Instandsetzungsmaßnahmen
Sarstedt. Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden im ausgewiesenen
Sanierungsgebiet „Innenstadt – Steinstraße/Holztor Ost“
in Sarstedt, die Modernisierungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen
planen und damit noch nicht begonnen haben, sind herzlich zu kostenfreien
Beratungsgesprächen eingeladen. Die Stadt Sarstedt und der beauftragte
Sanierungsträger DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft
mbH informieren über Fördermöglichkeiten auf
Grundlage der neuen kommunalen Förderrichtlinie der Stadt.
Gefördert werden private Maßnahmen zur Beseitigung von Missständen
und Mängeln. Reine Instandhaltungsarbeiten, wie etwa ein Fassadenanstrich,
sind nicht förderfähig.
Für die Beantragung der Förderung sind wichtige Voraussetzungen und
Hinweise zu beachten. Daher bietet die Stadt Sarstedt am 1. Juli von
13.00 bis 18.00 Uhr Beratungsgespräche im Rathaus an.
Termine werden im 30-Minuten-Takt vergeben. Eine vorherige Anmeldung
ist erforderlich:
Ansprechpartnerin: Frau Marzena Borchardt, Stadtplanung, E-Mail: marzena.Borchardt@Sarstedt.de
oder per T. 05066 805-68.
Wer an diesem Termin nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, einen
telefonischen Beratungstermin an einem anderen Tag zu vereinbaren. n
Kommunalwahl am 13. September 2026
Wer wird Bürgermeister oder
Bürgermeisterin? Die Kandidaten
Sarstedt (stb). Am 13. September
finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen
statt. In der Region
werden dann neben dem Kreistag,
dem Rat der Stadt Sarstedt, dem
Landrat oder der Landrätin und
den Ortsräten auch in Direktwahl
der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin
in Sarstedt gewählt. Die
kommende Amtszeit für Bürgermeisterinnen
und Bürgermeister beträgt
acht Jahre.
Das KLEEBLATT hat mit den bislang
drei Kandidierenden für das höchste
Verwaltungsamt in Sarstedt, der
amtierenden SPD-Frau Heike Brennecke
sowie den Herausforderern,
dem CDU-Mann Sebastian Brandes
und dem Grünen-Politiker Christof
Gebhardt, an ihren Lieblingsorten
im Stadtgebiet gesprochen und
Am 13. September entscheidet sich, wer für die nächsten acht Jahre das höchste Amt im
Rathaus bekleidet.
stellt sie in dieser Ausgabe vor. Für
die Wahl der kommunalen Vertretungen
können Wahlvorschläge von
Parteien, Wählergruppen oder einzelner
Personen bis Montag, den 20.
Juli 2026, 18 Uhr, bei der Stadt eingereicht
werden. Für die Direktwahlen
endet die Einreichungsfrist bereits
am Montag, den 6. Juli 2026, 18 Uhr.
In Sarstedt gibt es Direktwahlen des
Postens an der Stadtspitze erst seit
1996. Davor war die Verwaltung der
Stadt zweigeteilt in einen ehrenamtlichen
Bürgermeister (der den Rat
leitete) und einen hauptamtlichen
Stadtdirektor. Dieser wurde als Wahlbeamter
vom Rat der Stadt für einen
bestimmten Zeitraum gewählt.
Mit der Reform des Kommunalverfassungsrechts
1996 wurde das
Amt des Stadtdirektors in den meisten
niedersächsischen Kommunen
abgeschafft und mit dem Amt des
(Ober-)Bürgermeisters zusammengelegt.
Der Bürgermeister ist heute
hauptamtlicher Chef der Verwaltung
und oberster Repräsentant. n
Kartenausschnitt – Sanierungsgebiet Sarstedt „Innenstadt – Steinstraße/Holztor
Ost“ / Stadt Sarstedt.
Blutspende in Sarstedt am 12.06.
Sarstedt. Der DRK-Ortsverein Barnten-Giesen-Sarstedt lädt für Freitag,
12. Juni, zur nächsten Blutspende ein. Die Blutentnahme findet von 16
bis 19.30 Uhr in der Schiller-Oberschule am Wellweg statt.
Blut spenden können alle gesunden Menschen ab 18 Jahren. Mitzubringen
sind ein Personalausweis oder Reisepass, Wiederholungsspender
sollten zudem ihren Blutspendepass vorlegen. Zwischen zwei Blutspenden
müssen mindestens acht Wochen liegen.
Nach der Spende erwartet die Teilnehmer ein Imbiss vom Grill. Jede Blutspende
wird umfassend untersucht, mögliche Auffälligkeiten werden
den Spendern mitgeteilt. Während des Termins gelten die üblichen Sicherheits-
und Hygienevorschriften.
n
Justus König wird Bezirksmeister im Vierkampf
Erfolgreiche FSV-Leichtathleten
(v.l.n.r.) Trainerin Kathrin Froböse, Justus König, Johanna König, Marisa Treichel,
Betreuer Niclas Legler.
Sarstedt/Burgdorf. Am 17. Mai, richtete der TSV Burgdorf die Bezirksmeisterschaften
im Vierkampf der U16 und U14 aus. Bei guten äußeren
Bedingungen gingen für die FSV Sarstedt Johanna König (W13), Marisa
Treichel (W12) und Justus König (M12) an den Start.
Einen Supertag erwischte Justus König. Der Elfjährige gewann den
75-Meter-Sprint souverän in starken 10,83 Sek. Im folgenden Ballwurf
(200 Gramm) konnte König mit 33,0 m seine Führung weiter ausbauen.
Beim nachfolgenden Weitsprung behielt er nach zwei ungültigen Versuchen
die Nerven und landete im dritten Versuch bei 4,38 m im Sand.
Abschließend mobilisierte er noch einmal alle Kräfte und schloss den
Hochsprung mit 1,28 m ab. In allen vier Disziplinen erzielte der junge
FSV-Athlet persönliche Bestleistungen (pB). Das galt dann ebenso für
die Gesamtpunktzahl von 1.524 Punkten, die den verdienten Bezirksmeistertitel
bedeuteten – und das mit einem Vorsprung von mehr als
260 Punkten auf Platz 2 (Jonathan Erik Agyei vom TK Hannover).
Seine Schwester Johanna König (W13) sprintete die 75 m in einer neuen
pB von 11,32 Sek., sprang 1,20 m hoch, warf den Ball auf eine gute
Weite von 27,0 m und verfehlte im Weitsprung dieses Mal mit 3,98 m
nur knapp die 4-Meter-Marke. Sie platzierte sich mit einer Endpunktzahl
von 1.509 Punkten auf Platz 10 im Mittelfeld. Bezirksmeisterin wurde
Clara Stubendorff vom TSV Bemerode mit 1.704 Punkten. Aus dem
Landkreis Hildesheim schaffte es mit Mirja Brückner vom TSV Gronau
noch eine weitere Athletin aufs Treppchen (Platz 3).
Auch Marisa Treichel (W12) ging ihren Wettkampf couragiert an. Sie
sprintete die 75 m in 12,16 Sek., sprang starke 3,48 m weit, warf den
Ball auf eine neue pB von 29,0 m und konnte im Hochsprung eine Höhe
von 1,16 m überspringen. Sie freute sich mit 1.369 Punkten über eine
pB und Platz 7 im Bezirk Hannover. Den Titel gewann Henrike Weis vom
TuS Altwarmbüchen (1.621 Punkte).
n
„Ich kenne die Menschen im Rathaus, wir sind ein großes Team.“
Heike Brennecke kandidiert für das Amt
der Bürgermeisterin
Sarstedt (stb). Die SPD Sarstedt hat
im August 2025 Heike Brennecke einstimmig
als Kandidatin für die Wahl
zur Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt
nominiert.
Die 65-Jährige ist ledig und kinderlos.
Sie hat nach dem Schulabschluss
ihre Beamtenlaufbahn in der Bezirksregierung
Hannover begonnen und
anschließend im Landessozialamt
Hildesheim gearbeitet. Es folgte der
Wechsel nach Sarstedt als Stellvertretende
Hauptamtsleitung im Rathaus
Sarstedt unter Stadtdirektor Karl-
Heinz Wondratschek und dem damals
noch ehrenamtlichen Bürgermeister
Walter Gleitz. 2013 trat Brennecke im
Vorfeld ihrer ersten Kandidatur in die
SPD ein. Sie selbst stammt „aus einem
Nordstemmer SPD-Haushalt“.
Nun kandidiert Brennecke für eine
dritte Amtszeit, die acht Jahre dauern
wird. Dazu sagt sie: „Ja, ich will das machen,
ich bin voll bereit, weiter berufstätig
zu sein.“
Ich will die ganze Erfahrung, die ich
habe, weiter einsetzen.“
Ihren persönlichen Schwerpunkt
sieht Heike Brennecke darin, „das soziale
und kulturelle Miteinander und
die vielen engagierten Menschen als
Stadt zu unterstützen. Ein gutes Miteinander
im Leben steht im Vordergrund.“
Ferner zählt sie als wichtige
Punkte den Hochwasserschutz, die
Feuerwehr und die Sicherheit in der
Stadt auf. Im Amt an der Stadtspitze
müsse man im Blick haben, was Situationen
wie „Corona oder die Flüchtlingslage
mit der Stadt machen“.
Dazu müssten Risiken bedacht werden,
die „von außen“ kämen, also z.B.
Stromausfälle. Es sei immer zu bedenken:
„Was dient der Sicherheit der
Bürger?“ Die Menschen müssten sich
aber auch „selber vorbereiten, dass sie
wenigstens ein paar Tage autark sein
können, mit Trinkwasser zum Beispiel.
Und dann gerne auch auf den Nachbarn
achten, ist der versorgt?“
Hinsichtlich des Klimawandels
müssten Ereignisse wie Starkregen,
Hochwasser oder Hitzewellen zukünftig
immer mitgedacht werden. „Jeder
kann selbst etwas machen, auf seinem
Grundstück, durch sein Verhalten.“
Als ein Beispiel für Projekte nennt sie
die geplante Eindeichung bei Ruthe.
Und – als Negativbeispiel, das bei
vielen vor der eigenen Haustür liegt -
Schottergärten.
Das Familienzentrum die KLEIne Stube,
das Stadtteilmütterprojekt und
die Stelle des Integrationsbeauftragten:
Heike Brennecke verweist im
Gespräch auf mehrere Einrichtungen,
die die Stadt unter ihrer Leitung in
den letzten Jahren auf den Weg gebracht
hat. Sie sagt: „Wir haben jetzt
gute Akteure. Es hat sich ganz viel
entwickelt, das strahlt aus auf die
Stadt.“
Auch das Soziale Kaufhaus, betrieben
von der gemeinnützigen LABORA
gGmbH, und der Gute Hirt Sarstedt,
ein ökumenisch ins Leben gerufenes
und bürgerschaftlich organisiertes
Hilfsprojekt „mitten in der Stadt, das
ist wichtig“. Die Sozialstruktur in einer
Stadt wie Sarstedt sei naturgemäß anders
als in anderen, ländlichen, Gebieten.
„Da greifen dann unsere Sozialsysteme.
Es sei anzustreben „Kindern
gegebenenfalls zu helfen, aus ihren
Sozialstrukturen raus zu können.“
Die Unterstützung solcher Angebote
wie auch z.B. „Räume für das Rote
Kreuz, auch unabhängig von der neuen
Rettungswache“, seien wichtig.
Ebenso wie das Jugendparlament,
das nun realisiert werden soll. (Eine
Gruppe engagierter, interessierter
Jugendlicher hatte dieses vorangetrieben
und forderte eine offizielle
politische Beteiligungsform für junge
Menschen, Anm. d. Redaktion).
„Man muss die jungen Menschen mitnehmen
und ihnen ein Sprachrohr
geben, so Brennecke.
Mit Blick auf die immer wieder thematisierte
Lage bei den Sporthallen,
sieht Heike Brennecke perspektivisch
etwas Entspannung durch die neue
Halle der gerade entstehenden dritten
Grundschule in Giebelstieg. „Und
dann haben wir nach dem Abriss
der alten Halle in Giebelstieg ja auch
mehr Möglichkeiten für kleinere Angebote
geschaffen.“ Die Zusammenarbeit
mit den Sportvereinen sei gut,
„ein enger Austausch“, sie verweist
zudem auf die neuen Schießanlagen
bei den Schützenvereinen und die Sanierung
des dritten Platzes beim 1. FC.
„Und bei den LED-Flutlichtanlagen an
den Sportplätzen sind wir Vorzeigegemeinde!“
Nun sei man in Gesprächen mit den
Vereinen, wie diese beim Ganztag
in den Grundschulen unterstützen
könnten. „Ich weiß, das ist für die Vereine
und ihre Ehrenamtlichen schwierig…“
Denn ab dem 1. August 2026 hätten
Familien einen Rechtsanspruch auf
Ganztagsbetreuung ab der 1. Klasse
und vier Wochen in den Ferien. „Das
machen wir in Sarstedt schon seit
2011 und seit Anfang an auch Ferienbetreuung“,
ergänzt Heike Brennecke
zu dem an der Innerste schon Erreichten.
Durch die Einrichtung der Stelle des
Stadtmanagements habe man auch
eine „Nahtstelle“ mit den Vereinen geschaffen.
Dass sich Sarstedt kulturell,
„mit einem prall gefüllten Veranstaltungskalender“
toll entwickelt habe,
freue sie sehr.
Das Amt des Bürgermeisters oder
der Bürgermeisterin sei kein parteipolitisches
Amt, versichert Heike
Brennecke, sondern unabhängig von
der Partei. „Man muss für die Menschen
in der Stadt da sein, hinter
allen Projekten steht, das Leben der
Menschen gut zu gestalten.“ Dazu
gehört auch die Wirtschaft. Es gäbe
„viele tolle Unternehmen in der Stadt,
die auch international tätig sind, mit
spannenden Arbeitsplätzen“. Und die
suchten Mitarbeitende. „Das versuchen
wir zu unterstützen. Zum Beispiel
durch die Berufsmesse.“ Es sei
eine Gelegenheit, sich bekannter zu
machen. Beim Nachwuchs, aber auch
bei Arbeitnehmern, „Am Bürgermeisteramt
„hängen so viele Facetten.“
„Die dritte Grundschule zu unterhalten,
wird finanziell ein Brocken für
unseren Haushalt.“
Dabei sei die Lage bei den Kommunen
„finanziell sehr angespannt. Wir
wünschen uns, besser vom Land
und Bund ausgestattet zu sein.“ Dennoch:
„Unsere Finanzlage konnten
wir bisher gut ausgleichen. Aber die
dritte Grundschule wird demnächst
in unserem Haushalt viel Raum einnehmen,
das zu unterhalten, wird ein
Brocken. Auch wegen der Personalkosten.“
Bei der Ansiedlung von weiterem
Gewerbe sei die Stadt noch nicht so
vorangekommen, wie es möglich
wäre. Dabei gebe es noch unbebaute
Flächen, zum Beispiel am Nullpunkt,
wobei eine Verdichtung, keine Ausweitung
angestrebt werde. Man sein
mit Investoren im Gespräch. „Mir ist
daran gelegen, die Firmen, die es gibt,
zu halten. Wir brauchen weiterhin
Betriebe, wo etwas produziert wird,
nicht nur Lager…“
Vieles in Sarstedt laufe gut, die Stadt
habe sich „an vielen Stellen gut entwickelt,
das können die Verantwortlichen
in der Stadt, Bürgermeisterin,
Rat und Verwaltung, vor sich hertragen!“
Aber es gebe auch Verbesserungspotential:
„Viele Prozesse dauern
sehr, sehr lange, es gibt Gründe dafür,
das ist aber schwierig, den Leuten zu
erklären.“ Die Zeit „von einer Idee bis
zu einem Bebauungsplan, das müsste
besser sein“. In der Verwaltung habe
man gerade „viele neue Mitarbeitende
eingestellt, das sollte die Personalsituation
verbessern.“ Andernorts sei
es schwieriger. „Mit dem Innerstebad
haben wir eine tolle Einrichtung, aber
kein Personal. Schwimmmeister und
Fachangestellte fehlen.“ Man habe
zudem im Verwaltungsausschuss beschlossen,
noch weitere Mitarbeitende
fürs Bauamt einzustellen und eine
Art „Hausmeister für viele verschiedene
Gebäude, z.B. Kitas oder Dorfgemeinschaftshäuser.“
Bei der Digitalisierung
hingegen komme man stetig
voran, auch innerhalb des Rathauses.
Aber das dauere.
Ihr großer Vorteil sei „die große Erfahrung.
Ich weiß über Entwicklungen
Bescheid oder habe sie mitgestaltet,
daraus kann ich Schwerpunkte bilden.
Und ich kenne die Menschen im
Rathaus, wir sind ein großes Team.“ n
2. Juni 2026
LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 11
„Es wird jemand gebraucht, der einen anderen Blick mitbringt!“
Sebastian Brandes kandidiert für das Amt des Bürgermeisters
Sarstedt (stb). Die CDU Sarstedt
hat im Dezember 2025 Sebastian
Brandes einstimmig als Kandidaten
für die Wahl zum Bürgermeister der
Stadt Sarstedt nominiert.
Brandes ist seit März 2025 im Vorstand
des CDU-Stadtverbands Sarstedt
und seit 35 Jahren Mitglied
der CDU. Der 60-Jährige ist verheiratet
und Vater zweier erwachsener
Töchter. Der studierte Betriebswirt
lebt dort, wo er als Sohn von Landwirt
Hans-Henning Brandes aufgewachsen
ist: in Schliekum. Und
durch seinen Vater, selbst Kommunalpolitiker,
hat er auch gelernt, was
Kommunalpolitik bedeutet und
welche Gestaltungsmöglichkeiten
sie bietet: „Über Politik wurde zu
Hause immer gesprochen.“
Seinen beruflichen Werdegang hat
Sebastian Brandes mit einer Ausbildung
zum Landwirt begonnen.
„Da habe ich anpacken gelernt, auf
einem Hof in der Lüneburger Heide,
Ackerwirtschaft und Viehhaltung.“
Dem schloss sich dann eine
Reserveoffizier-Ausbildung bei der
Bundeswehr an. Diese Zeit hat bei
Sebastian Brandes nach seiner Aussage
viele positive Entwicklungen
befördert. „Die regionale und soziale
Durchmischung auf einer Stube,
die Ausbildung mit dem Ziel,
eine Gruppe zu formen, die eine
Einheit ist. Gemeinschaftlicher Zusammenhalt
und die Ausrichtung
auf ein Ziel… das hat unheimlich
viel gebracht. Ich habe dort gelernt,
dass jeder einen Beitrag leisten und
man von jedem etwas lernen kann.
Wenn man sich öffnet, lernt man
dazu, überall.“ Er befürwortet deshalb
eine allgemeine Dienstpflicht
für alle, Männer wie Frauen, auch
wenn das in der Kommunalpolitik
letztendlich keine Rolle spielt. Doch
das Miteinander, das gemeinsame
Erreichen eines Ziels, das ist ihm
auch in allen anderen Bereichen
wichtig.
Quereinsteiger mit
Führungserfahrung
Nach dem BWL-Studium arbeitete
Sebastian Brandes rund dreißig
Jahre in Maschinenbau-Firmen,
davon etwa 25 Jahre in geschäftsführender
Verantwortung bei mittelständischen
Unternehmen im
In- und Ausland, zuletzt 15 Jahre
als Vorstandsvorsitzender der Salzgitter
Maschinenbau AG, einem
Mittelständler mit rund fünfhundert
Mitarbeitenden. Organisationserfahrung,
Finanzverstand und
Personalführung gehören zu dem,
was er daraus mitgenommen habe.
„Ich wollte in die Industrie, da wo
was gebaut, geschaffen wird.“ Und
weiter: „Ich habe wegen meiner beruflichen
Aktivitäten bislang kein
politisches Mandat gehabt. Aber als
Geschäftsführer im Mittelstand ist
man immer auch in die Lokalpolitik
eingebunden“, sagt Brandes und
betont, dass es ihm immer wichtig
gewesen sei, in tarifgebundenen
Unternehmen zu arbeiten, „ich finde,
das ist in Deutschland ein gutes
System.“ Das Miteinander mit den
Sozialpartnern findet er „höchst
spannend“ und nutzbringend. Und
ein Mittelständler funktioniere nur
dann gut, wenn das Miteinander mit
den Mitarbeitenden wertschätzend
und von Verantwortung getragen
sei. „So ein Betrieb ist ein soziales
Wesen, da kennt man viele. Ein gesundes
Miteinander ist wichtig.“
Über die Jahrzehnte hat Sebastian
Brandes durch die Arbeit in internationalen
Unternehmen gelernt, was
es heißt, in flachen Hierarchien und
pragmatisch zu arbeiten. „Man geht
ran und macht´s Beste draus.“ Er sei
es zudem aus dem Beruf, aber auch
durch sein Engagement in einem
landwirtschaftlichen Realverband
gewohnt, „widerstrebende Interessen
zusammenzuführen, die Argumente
der Gegenseite wertzuschätzen
und ausgleichend einzuwirken.“
„Verbrannte Erde“ sei nicht seine Art,
„man muss Verantwortung für das
Nachfolgende tragen“, das gelte im
zwischenmenschlichen wie im beruflichen
oder politischen Kontext.
„Ich bin auch unzufrieden mit dem,
was in Berlin passiert“, so Brandes.
Sich selbst beschreibt Sebastian
Brandes, als „wertkonservativ und
wirtschaftsliberal. Und das ist für
mich auch sozial. Denn sozial ist für
mich, was Arbeit schafft. Wirtschaft
braucht Freiraum, um sich zu entwickeln.
Ein Sozialstaat lebt davon,
dass Wirtschaft funktioniert.“
„Es braucht eine sachorientierte,
offene Kommunikation mit allen
Fraktionen des Rates.“
In Sarstedt sieht der CDU-Bürgermeisterkandidat
Handlungsbedarf,
auch gerade an der Führungsspitze.
Er beklagt festgefahrene Prozesse
und Intransparenz. Man müsse
sich bemühen, mit allen Gremien
im Stadtrat zusammenzuarbeiten,
die Kommunikation und vor allem
Transparenz müsse verbessert werden
zwischen Verwaltung und allen
Fraktionen im Rat, „um bessere und
vor allem schnellere Beschlüsse zu
erreichen“.
Ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger
lebe in den Ortsteilen. Deshalb
müsse der Bürgermeister auch regelmäßig
an den Ortsratssitzungen
teilnehmen und sich mit den Ortsbürgermeistern
austauschen.
Masterplan Sarstedt
2040
Als Betriebswirt kennt Brandes sich
aber auch aus mit Zahlen. Und hat
in Sarstedt schon genau hingesehen
und sich informiert: „Sarstedt ist
grundsätzlich keine finanzschwache
Stadt. Allerdings zeigt der Haushaltsplan
für dieses Jahr ein Millionen-
Defizit, und gleichzeitig liegen keine
Jahresabschlüsse aus den letzten
Jahren vor. Hierin liegt ein Versäumnis,
das dringend korrigiert werden
muss. Nur durch volle Transparenz
in den Zahlen ist eine verlässliche
Analyse und die Ableitung von Maßnahmen
möglich. Es ist bekannt,
dass alle Kommunen in Deutschland
und auch in Niedersachsen durch
Aufgaben und Ausgaben belastet
werden, die aus der Gesetzgebung
der Länder und des Bundes resultieren,
aber nicht mit entsprechenden
Finanzzuweisungen verbunden
sind. Dies schränkt die Handlungsfähigkeit
ein. Gleichzeitig wird es
schwierig sein, die Einnahmesituation
der Stadt ohne Weiteres schnell
aus eigener Kraft zu verbessern. Eine
starke Erhöhung der Steuern verbietet
sich, und die schnelle Ansiedlung
von mehr Industrie, Gewerbe
und Handel ist auch nicht möglich,
sondern nur mittel- und langfristig.
Dies bedeutet, auch wenn es unpopulär
ist, dass wir uns der Ausgabenseite
zuwenden müssen. Wir müssen
danach trachten, eine sparsame
Haushaltsführung zu betreiben und
hierzu alle Ausgabenpositionen des
Haushalts in den bestehenden Dispositionsmöglichkeiten
anzuschauen.“
„Einsparungen durch besseres
Management, mit Augenmaß“, erhofft
er sich.
Für Sarstedt möchte Brandes einen
„Masterplan 2040“ aufstellen, für die
Entwicklung der öffentlichen Gebäude
wie Dorfgemeinschaftshäuser,
Rathaus, Feuerwehrhäuser oder
Bürgercenter, für die Sportstätten
und Spielplätze, das Innerstebad,
aber auch die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur
mit Straßen und
Brücken, der Beleuchtung und des
Hochwasserschutzes.
„Ja, das Bad ist mir wichtig, das
halte ich für eine Errungenschaft.“
Nach einer Bestandsaufnahme
müsse man ein Konzept entwickeln
und den Plan dann auch verbindlich
umsetzen. „Meine Erfahrung ist,
dass man auch harte Beschlüsse mit
den Leuten besprechen kann, wenn
man einen Plan hat. (…) Das nicht
alles gleichzeitig geht, versteht jeder.“
Und die Digitalisierung der Verwaltung
„zur Entlastung der Mitarbeitenden“
sei natürlich auch zu
beschleunigen. Es sei auch in der
Verwaltung absehbar, dass der Personalmangel
zunehme.
Seine Aufgabe sei es, den Ausgleich
der Interessen zu fördern – „zum
Wohle aller Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt, unabhängig von Parteibuch,
Herkunft oder persönlicher
Lebenssituation.“
Weitere Themen
Auch zu Klimaschutz, Ehrenamt und
anderem hat Sebastian Brandes klare
Meinungen.
„Alle Belange der Umwelt und des
Naturschutzes sind mit wichtig.
Aber die große Umweltpolitik können
wir in Sarstedt nicht umsetzen“,
jeder aber könne bei sich anfangen
durch eigenes Tun. Als Landwirt,
indem man im Ort Biotope schaffe
und für Ausgewogenheit zwischen
Wirtschaftlichkeit und Ökosystemen
sorge, als Bürger seinen Müll
wegräume, Gebäude energetisch
ertüchtige.
Das in Sarstedt vorhandene „weit
ausdifferenzierte Soziale Netz“ sei
wichtig und ehrenamtliches Engagement
das „A und O, das von der
Stadt gefördert werden“ müsse. Die
beste „Sozialhilfe“ sei aber ein gesunder
familiärer Zusammenhalt,
„Schulbildung, Ausbildung, Weiterbildung.“
n
„Nicht das Problem, sondern die Lösung interessiert mich.“
Christof Gebhardt kandidiert für das Amt des Bürgermeisters
Sarstedt (stb). Das Bündnis 90/
Die Grünen in Sarstedt hat im Februar
2026 Christof Gebhardt einstimmig
als Kandidaten für die
Wahl zum Bürgermeister der Stadt
Sarstedt nominiert. Seit 2021 sitzt
Gebhardt für die Grünen im Stadtrat,
er ist Ausschussvorsitzender im
Sozialausschuss sowie als Mitglied
im Schulausschuss aktiv. Zur Kommunalpolitik
ist er als Initiator und
Vorsitzender des KiTa Stadtelternrats
und als aktives Mitglied des
bürgerschaftlichen Vereins „Wir und
Giebelstieg e. V.“ gekommen.
Warum es gerade das Bündnis 90/
Die Grünen geworden ist, erklärt
er so: „Mit meiner Mitgliedschaft
bei den Grünen setze ich ein klares
demokratisches Zeichen gegen
antidemokratische Strukturen und
Tendenzen. Die Themen soziale
Gerechtigkeit, soziale Teilhabe und
sozialer Klimaschutz sind Bestandteil
meines Wertekatalogs. Klimaschutz
funktioniert, wenn er keine
Menschen in der Gesellschaft ausschließt
und alle mitnimmt. Gesunde
Menschen leben in einer gesunden
Welt und wir haben nur diese
eine!“
Der studierte Dipl. Sozialpädagoge
und Dipl. Sozialarbeiter wurde 1979
in Magdeburg geboren. Er ist verheiratet
und hat zwei Kinder, neun
bzw. elf Jahre alt. Der Giebelstieger
sagt für sich und seine Familie über
seinen Wohnort: „Sarstedt ist Heimat,
es ist unser zu Hause! Sarstedt
ist Geborgenheit, Verantwortung,
Sicherheit und Liebe!“
Nach seinem Studium hat Gebhardt
ab 2003 zuerst beim Jugendamt
in Hildesheim gearbeitet. Diese
Zeit sei für ihn „mit einer enormen
Lernkurve“ verbunden, „ich kann
Krise, und ich kann vermitteln“, sagt
er über die Fähigkeiten, die er dabei
erlangt hat. „Ich weiß, wie man
Menschen und auch diametrale
Perspektiven, d.h. völlig entgegengesetzte
oder unversöhnliche Sichtweisen,
zusammenbringt, um Ziele
zu erreichen.“
Es folgten verschiedene leitende
Positionen, in denen er direkt oder
mittelbar bis zu dreihundert Mitarbeitende
führte und umfassende
Berufserfahrung in der öffentlichen
Verwaltung und im Projektmanagement
sammelte. Von 2007 bis 2012
war er als Fachexperte Arbeitsmarktpolitik
mit einem großen Etat
bei der NBank tätig. Berufsbegleitend
erwarb er zudem einen Master
in Sozialmanagement. Seit 2006 ist
Gebhardt, der seit 2023 im Niedersächsischen
Ministerium für Soziales,
Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
in Hannover als Referent für
Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten
der Kinder- und Jugendhilfe
inklusive Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung,
Armutsprävention,
Inklusion und Bildung tätig
und damit Niedersachsens „höchster
Landesjugendhilfeplaner“ ist,
zudem nebenberuflich Lehrbeauftragter
an der HAWK in Hildesheim,
„Fallmanagement, pädagogische
Konzeptentwicklung und Finanzierung
und Jugendhilfe mit dem
Fokus Sicherstellung des Kindeswohls“
sind die Schwerpunkte.
„Ich kann delegieren, ich vertraue
den Fachleuten in der Verwaltung
und ich habe einen klaren Plan,
wie wir Sarstedt wirtschaftlich,
ökologisch und auch ökonomisch
und sozial wetterfest machen.“
Sich selbst nennt Christof Gebhardt
einen „Anpacker aus Notwehr und
Gestaltungswillen.“ Verwaltung
sei kein Selbstzweck. Er möchte in
Sarstedt in der Verwaltung mehr
faktenbasierte und sachorientierte
Entscheidungen in allen Bereichen
und mehr Transparenz durch alle
Gremien hindurch. „Unser Rathaus
muss entbürokratisiert werden (…)
Das bedeutet, das Prozesse digitalisiert
werden und Fachgebiete mehr
Eigenverantwortung erhalten. (…)
Ein guter Bürgermeister muss nicht
alles wissen, aber er muss sich darum
kümmern, dass die Expertise
im Rathaus angestellt ist und dann
diese Expertise auch ernst nehmen.“
Und als „Grüner“ hat er natürlich
bei einigen Themen nicht nur Sachverstand,
sondern auch eine klare
Haltung: „Grüne Themen sind existentiell
für den Fortbestand der
Menschheit.“ Krisenschutz und Bevölkerungsschutz
müssten bei Investitionen
in die Infrastruktur immer
mitgedacht werden.
„Wir müssen Sarstedt krisenfest
machen.“
Praktisch sieht er die Notwendigkeit,
die Kanalisation zu ertüchtigen,
eine intelligente Wasserspeicherung
zu planen und den
Hochwasserschutz voranzutreiben,
auch hinsichtlich kommender
Hochwasserereignisse oder Dürreperioden.
Aktuell nennt Gebhardt vor allem
auch die Stadtbahnlinie 1 als wichtiges
Thema, das es nachdrücklich
zu verfolgen gälte. „Das ist echte
Daseinsvorsorge“ sagt er im Hinblick
auf die Abhängigkeit vieler
Bürgerinnen und Bürger vom öffentlichen
Nahverkehr. Auch hier
fordert er „mehr Transparenz und
belastbare Fakten statt vager Hoffnungen.“
Das gilt für ihn auch in anderen
Bereichen, sei es die Sozialstruktur
in der Stadt, die analysiert werden
müsse, um Verbesserungen einzuleiten,
oder bei der Förderung von
Einzelhandel und Wirtschaft oder
der aktiven Belebung des Leerstands
in der Stadt. „Alles hängt vor
Ort zusammen“, weiß er und sieht
dahingehend kommunale Verantwortung.
„Wer Mut beweist, braucht
Rückendeckung von der Stadt.“ Er
möchte deshalb eine „Stadtverwaltung,
die für alle, unabhängig vom
Parteibuch, da ist.“
Und das alles finanziell solide. „Eine
solide Haushaltsführung bedeutet
für mich, dass sich die Stärkung
unserer Wirtschaft und soziale Verantwortung
– wie der Erhalt von
Bibliothek, Klecks und Quartiersmanagement
– nicht ausschließen.
Sie bedingen einander.“ Sollte er
gewählt werden, werde er den
Haushalt „konsequent auf unsere
Pflichtaufgaben und die kommunale
Daseinsvorsorge ausrichten.
Unser Ziel muss sein, strukturelle
Defizite abzubauen und die langfristige
Handlungsfähigkeit der
Stadt zu sichern.“ Das bedeute verantwortungsvolles
Wirtschaften.
Er weiß: „Wir können nur das ausgeben,
was wir auch einnehmen.
(…) Wir müssen im Rathaus einen
klaren Schwerpunkt auf ein schlagkräftiges
Fördermittelmanagement
setzen. Denn jeder Euro von Land,
Bund oder EU entlastet unseren
Haushalt und macht Projekte erst
möglich. Mit Blick auf die kommenden
Jahre ist es mir wichtig, dass
wir eine langfristige und stabile
Haushaltsstrategie entwickeln, die
zukünftige Investitionen vorausschauend
plant und schaut, wo entsprechende
Fördermittel abgerufen
werden können.“
„Wir müssen mehr über die Strukturen
wissen. Mehr Transparenz ist
notwendig!“
Gebhardt ist ein Freund klarer,
manchmal provokanter Sprache.
Und es gibt einiges, das ihm aktuell
nicht gefällt in Sarstedt, darunter
„Sporthallen, in denen man nicht
niesen darf, weil sonst das Dach bröckelt.“
Er sei schon auch „enttäuscht,
dass die Vereine bei der Planung der
dritten Grundschule nicht beteiligt
wurden“ oder über das nicht umgesetzte
Sportentwicklungskonzept.
Warum man ihn nun wählen sollte?
Sein Versprechen: „Wenn ich Bürgermeister
werde, setze ich mich ans
Klavier und singe!“ Das darf man allerdings
nicht als Drohung werten.
Gebhardt ist Bassbariton, hat am
Landesgymnasium Musik in Wernigerode
sein Abitur gemacht und
hat eine klassische Gesangsausbildung.
Auch die Kulturförderung ist
ihm, man kann es sich denken bei
dieser Vorbildung, „extrem wichtig.“
Zudem möchte Christof Gebhardt
das ehrenamtliche Engagement
in der Stadt gerne fördern, denkt
über einen „unbürokratischen Ehrenamtlichenfonds“
nach, denn
Vereine seien „das Rückgrat der Gesellschaft“.
Die Verwaltung hingegen sei dazu
da, die Stadt auf die „Herausforderungen,
die die Zukunft bringt, vorzubereiten.“
n
12 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
Anfahrt des Motorsport-Club
Sarstedt zum Wildgatter
Sarstedt. Am 25. April begrüßte Siegfried Himstedt die Mitglieder und
Gäste des MSC Sarstedt im ADAC e.V. auf dem Penny-Parkplatz an der
Hildesheimer Straße in Sarstedt zur gemeinsamen Anfahrt. Himstedt hatte
die Veranstaltung zuvor ausgearbeitet und vorbereitet, diese aufgrund
der derzeit hohen Kraftstoffpreise auf Wunsch der Mitglieder beim letzten
Stammtisch jedoch verkürzt.
Zu Beginn erhielt jedes Team einen Zettel mit dem Namen des Ziels,
dem Wildgatter am Steinberg in Hildesheim, auf dem in großen Freigehegen
auf einer sechs Hektar großen Fläche viele verschiedene Tiere wie
Schwarzwild, Dammwild, Zwergziegen, Kaninchen, Fasane und Pfaue leben.
Nach der Ankunft führte Siegfried Himstedt die Mitglieder und Gäste
auf den Wanderwegen durch das Gehege und vorbei an den Tafeln, auf
denen die mehr als 300 Tiere erklärt werden.
Besucht wurde auch die Auffangstation zur Rettung von Eulen und Greifvögeln,
die in freier Wildnis verletzt wurden und im Wildgatter gepflegt und
versorgt werden. Nach dem Ende der Wanderung ging es in das Restaurant
Kupferschmiede zu einem gemeinsamem Kaffeetrinken mit Kuchen.
Nach vielen Gesprächen bedankte sich der 1. Vorsitzende Jürgen Kietzman
im Namen der Mitglieder und Gäste bei Siegfried Himstedt für die
schöne, kurze Veranstaltung und wünschte allen eine gute Heimfahrt. n
TKJ-Sportler beim Abend-
Kanallauf in Rethmar
Rethmar (bb). Auch bei der
dritten Auflage des Abend-Kanallaufs
in Rethmar war der TKJ
Sarstedt wieder vertreten. Nachdem
bereits im Vorjahr mehrere
Aktive des Lauftreffs und der
Leichtathletikabteilung an den
Start gegangen waren, nutzten
auch 2026 zahlreiche TKJ-Sportlerinnen
und Sportler die Gelegenheit,
auf den abwechslungsreichen
Strecken entlang des Kanals Wettkampferfahrung zu sammeln.
Besonders stark vertreten war die Familie Menzel. Der jüngste Teilnehmer
aus den TKJ-Reihen, Jan Menzel, absolvierte den 400-Meter-Bambinilauf
und erreichte in 2:06 Minuten den 16. Platz der Altersklasse U8. Seine
Schwester Hanna ging im „10 Grad Ost-Schülerlauf“ über 1.500 Meter
an den Start und belegte mit 8:46 Minuten Rang 27 der weiblichen U10.
Vater Pascal Menzel stellte sich der Herausforderung über 5.000 Meter.
Mit einer Zeit von 28:14 Minuten erreichte er den 6. Platz in der Altersklasse
M40.
Ebenfalls über 1.500 Meter im Schülerlauf lief Charlotte Vetault. Die junge
TKJ-Athletin überquerte nach 8:27 Minuten die Ziellinie und belegte
Platz 23 der Altersklasse U10. Im Vergleich zum Vorjahr, als sie mit 8:40
Minuten und Rang drei in der Altersklasse U8 auf dem Podest stand,
konnte sie ihre Laufzeit um 13 Sekunden verbessern. Durch den Wechsel
in die nächsthöhere Altersklasse war die Konkurrenz allerdings deutlich
stärker, sodass die Platzierungen nur bedingt vergleichbar sind.
Komplettiert wurde das TKJ-Aufgebot im Schülerlauf durch Sofie Seidel.
Sie lief die 1.500 Meter in 8:18 Minuten und erreichte damit den 19. Platz
der Altersklasse U10. Damit war sie zugleich die schnellste TKJ-Läuferin
auf dieser Distanz.
Nicht nur Sofie ging an den Start, sondern auch ihre Mutter Anke Seidel
über die 5.000 Meter. Sie erreichte nach 37:36 Minuten den 6. Platz der
Altersklasse W45. Vater Oliver Seidel und Bruder Thorben Seidel nahmen
zudem am 5.000-Meter-Walking teil und komplettierten damit das familiäre
Aufgebot.
Auch Julia Vetault war erneut in Rethmar am Start und absolvierte wie
bereits im Vorjahr die 5.000-Meter-Distanz. Bereits 2025 hatte sie die
Strecke in 37:03 Minuten bewältigt und den 9. Platz der Altersklasse W45
erreicht. In diesem Jahr steigerte sie sich deutlich und erreichte nach
33:55 Minuten den 4. Platz der Altersklasse W45.
Der Abend-Kanallauf in Rethmar bleibt damit ein beliebtes Ziel für die
Läuferinnen und Läufer des TKJ Sarstedt. Die naturnahe Strecke entlang
des Kanals, die familiäre Atmosphäre und die verschiedenen Distanzen
für alle Altersklassen machten auch die dritte Auflage der Veranstaltung
zu einem gelungenen Lauferlebnis.
n
Selbstverteidigungskurs für
Frauen ab 16 Jahren in Hotteln
Hotteln. Selbstverteidigung bedeutet, mehr Sicherheit im Alltag zu
gewinnen und zu lernen, sich in schwierigen Situationen souverän zu
behaupten. Nach einem ersten erfolgreichen Kurs im vergangenen Jahr
bietet der TV Deutsche Eiche Hotteln vom 9. bis 11. Oktober 2026 eine
neue Möglichkeit zur Teilnahme am Selbstverteidigungskurs speziell für
Frauen ab 16 Jahren an.
Der Kurs kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen
Übungen. Die Teilnehmerinnen lernen, Gefahrensituationen frühzeitig
zu erkennen, richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln. Neben
effektiven Selbstverteidigungstechniken steht vor allem die Stärkung
der eigenen Selbstsicherheit im Mittelpunkt.
Geleitet wird der Kurs von Kampfsporttrainer Christian Radau, der neben
der Vermittlung von Techniken auch Raum für Austausch und Fragen
schafft. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen nicht nur körperliche Fähigkeiten,
sondern auch mentale Stärke und ein sicheres Auftreten zu
vermitteln.
Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro für Vereinsmitglieder und 30 Euro
für externe Teilnehmerinnen. Infos unter tvdehotteln@outlook.de n
Barcamp? Das ist Diskussion und Erkenntnisgewinn, niedrigschwellig
Was fällt Ihnen zu „Jugendkultur“ ein?
Hotteln erhält neue Heimat der Sicherheit
Spatenstich für neues
Feuerwehrgerätehaus gesetzt
Ein geschichtsträchtiges Datum für die Ortsfeuerwehr Hotteln. Genau 131 Jahre nach seiner Gründung freut sich Ortsbrandmeister
Florian Potrykus gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden über das neue Feuerwehrgerätehaus: „Ein starkes Zeichen für
Entwicklung.“
Louisa Meisner und Jessica Schablow von der Stadtjugendpflege im Jugendzentrum
Klecks fragen nach: Wie ist das mit der Jugendkultur in Sarstedt. Hat sie genug Raum?
Findet sie Ausdruck?
Hotteln (jph). „Vielleicht finden wir
ja hier den Ur-Hottelner“, scherzt Sarstedts
Bürgermeisterin Heike Brennecke.
Und macht damit den Auftakt
für einen „running gag“, über den so
manch Einer gar nicht mehr lachen
mag. Das sich am östlichen Ortsrand
befindliche Grundstück, auf dem
sich am 24. April neben Brennecke
auch Vertretende der Politik, Einsatzkräfte,
Vereine und Verbände sowie
zahlreiche Hottelnerinnen und
Hottelner versammelt haben, liegt
in einer, aus archäologischer Sicht,
hochinteressanten Gegend. Doch
selten hat man so sehr gehofft, rein
gar nichts zu finden. Denn gebuddelt
werden soll hier, um Platz für das
neue Feuerwehrgerätehaus der Hottelner
Ortsfeuerwehr zu schaffen.
Und dieses hat nun wahrlich lang
genug auf sich warten lassen.
„Der Weg hierher war kein Sprint“,
konstatiert Stephanie Franke, die an
diesem Tag Hottelns Ortsbürgermeister
Dirk Warneke vertritt. Gut Ding
will Weile haben, hieße es. „Aber acht
Jahre Weile sind selbst für das gute
Ding eine Menge.“ Eine gefühlte
Ewigkeit habe man auf die Bearbeitung
der benötigten Anträge warten
müssen, erzählt Franke, und stellt
fest: „Die Bürokratie ist langsamer als
ein Löschzug im Berufsverkehr.“
Dabei habe der Feuerwehrbedarfsplan
in 2017 bereits deutlich gemacht,
dass die Gegebenheiten am
alten Standort mit ca. 450 qm Raumfläche
für die Bedürfnisse der Ortsfeuerwehr
nicht mehr ausreichen,
erklärt Sarstedts Stadtbrandmeister
Jens Klug. Dass diese gut aufgestellt
ist, sei nicht zuletzt aufgrund ihrer
Nähe zur Autobahn A7 unerlässlich,
zu der die Ortsfeuerwehr regelmäßig
zu Einsätzen ausrückt. Ein passender
Standort ward ebenfalls vor
geraumer Zeit gefunden. Bereits
im Frühjahr 2019 habe Hottelnerin
Elke Hahne, in deren Besitz sich das
Grundstück bis dato befand, die
3.376 qm große, ungenutzte Fläche
angeboten. Ein deutliches Bekenntnis
und eine Wertschätzung der
Ortsfeuerwehr, so Klug weiter.
„Dass hier ein ganzer Ort hinter seiner
Feuerwehr steht“, stellt auch
Landrat Bernd Lynack fest und zollt
den ehrenamtlichen Einsatzkräften
in Hotteln seinen „allergrößten Respekt“.
Für das Bauprojekt hat sich ein bereits
bekanntes Team erneut zusammengefunden.
Wie bereits beim
Neubau der Sarstedter Rettungswache
in der Breslauer Straße liegt
auch hier die Steuerung des Bauprojektes
bei der Kreiswohnbaugesellschaft
Hildesheim, während die
Gesamtplanung der kwg-Tochter
GKHi Gesellschaft für kommunale
Immobilien sowie dem Hildesheimer
Architekturbüro Himstedt und
Kollien obliegt. Dass es nach langer
Wartezeit und mühseliger Vorarbeit
nun endlich ans Eingemachte geht,
freut denn auch kwg-Geschäftsführer
Matthias Kaufmann. „Mit einem
„Wir wollen Menschen
zum Austausch über
Themen bringen.“
Jessica Schablow
Stadtjugendpflegerin
Bauvorhaben ist es wie mit einem
Eisberg“, so Kaufmann, „und jetzt
wird es sichtbar“.
Insgesamt 13 Monate Bauzeit sind
für das Bauvorhaben vorgesehen, im
Juni 2027 soll das vollendete Feuerwehrgerätehaus
bezugsfertig sein.
Mit dem symbolischen Spatenstich
am 24. April ist der erste Schritt bereits
getan. Und während das Datum
rein zufällig gewählt wurde, ist dieses
für die Hottelner Ortsfeuerwehr
Sarstedt (stb). Stadtjugendpflegerin
Jessica Schablow von der Kommunalen
Jugendpflege Sarstedt lädt
zum „Barcamp“. Das ist ein offenes
Veranstaltungsformat, bei dem die
Teilnehmenden die Inhalte, den
Ablauf und die Ergebnisse selbst
gestalten. In sogenannten Sessions,
kleinen Diskussionsrunden, werden
Themen besprochen, Fragen aus der
spontanen Runde heraus beantwortet
oder Wissen ausgetauscht. Zur
Spielregel gehört auch: Jeder kann
mitmachen, jeder kann selbst ein
Thema einbringen, muss aber nicht.
Es geht um Interaktion und Netzwerken.
Das Format wird auch oft „Unkonferenz“
genannt, weil diese interaktive,
offene Mitmach-Konferenz keine
vorher festgelegte Agenda hat.
In Sarstedt plant die Jugendpflege
ein Barcamp zum weitgespannten
Thema „Jugendkulturen“. Alles, so
Jessica Schablow, was im weitesten
Sinne damit zu tun hat, kann Thema
einer der maximal 45 Minuten dauernden
Sessions werden.
Die Planung des Mitmachformats
ist Resultat des „Pimp your Town!“-
Planspiels aus dem Februar 2023.
Damals wurden von den jugendlichen
Teilnehmenden rund 65 Themen
formuliert, drei davon wurden
weiterverfolgt: das Jugendparlament,
Wasserstationen in der Stadt
und das Thema Jugendkultur. Der
Rat der Stadt sagte zu, diese zu unterstützen.
„Ich glaube, vielen älteren Menschen
fällt gar nicht auf, dass Jugend
nicht mitgedacht wird“, bedauert
Schablow. Deshalb nun das Barcamp,
das beileibe nicht nur für junge
Leute gedacht ist, sondern auch
für diejenigen, die sich für deren
Themen interessieren, unabhängig
vom Alter. „Es ist ein Experiment“, so
Schablow. Jeder könne etwas beitragen,
sei es Wissen oder Erfahrungen
oder auch vielleicht spannende
Ideen, wie man etwas lösen könnte.
Ein Geben und Nehmen. Je aktiver
man mitmacht, umso mehr kann
man persönlich profitieren.
Am Samstag, 6. Juni, in der Zeit
von 10.00 bis 18.45 Uhr ist das Jugendzentrum
Klecks deshalb Austragungsort
der ersten derartigen
Veranstaltung in Sarstedt. In der
Mittagspause ist für einen Imbiss
gesorgt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Dabei gilt das „Gesetz der zwei Füße“,
das besagt, dass die Teilnehmenden
Sessions jederzeit verlassen können,
wenn sie nichts mehr beitragen oder
lernen können oder wollen.
Wem ein Thema oder ein Problem
einfällt, das er gerne besprechen
oder eine Lösung dafür finden würde,
kann sich anmelden auf der
Homepage der Stadt Sarstedt, www.
sarstedt.de, unter www.sarstedt.
de/portal/meldungen/einladungzum-barcamp-jugend-kultur-dieunkonferenz-in-sarstedt-am-sa
mstag-6-juni--900000363-33660.
html?rubrik=900000007.
Infos erteilt auch Stadtjugendpflegerin
Jessica Schablow, T. 05066-61730,
jessica.schablow@sarstedt.de. n
wahrlich geschichtsträchtig. Am 24.
April 1895, exakt 131 Jahre zuvor,
wurde die Ortsfeuerwehr Hotteln
von 43 engagierten Bürgern gegründet.
„Treffender kann es kaum sein“,
findet Ortsbrandmeister Florian Potrykus.
Im Laufe der Jahre habe sich die
Einsatzlage jedoch geändert, erklärt
Potrykus. Bei steigenden Anforderungen
und schwindenden Mitgliedszahlen
sei es umso wichtiger,
dass die Feuerwehren sich untereinander
unterstützen, um in jeder
Einsatzlage schnellstmöglich helfen
zu können. Der Bau des neuen
Gerätehauses sei diesbezüglich ein
„starkes Zeichen“ einer Feuerwehr,
„die sich weiterentwickeln will und
muss“. Dennoch lebe eine Feuerwehr
nicht von Gebäuden, sondern
von Menschen – sowohl den fördernden
als auch den aktiven –, so
Potrykus weiter. Und schließt mit
einem Augenzwinkern: „Wir haben
heute auch entsprechende Eintrittsformulare
dabei.“
Der Neubau in Zahlen
Stephanie Franke, stellvertretende Ortsbürgermeisterin Hottelns, Landrat Bernd Lynack,
Stadtbrandmeister Jens Klug, Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke, Ortsbrandmeister
Florian Potrykus und kwg-Geschäftsführer Matthias Kaufmann (v.li.) setzen den
ersten Spatenstich.
Mit der voraussichtlichen Fertigstellung
im Juni 2027 stehen der
Ortsfeuerwehr Hotteln künftig 622
qm Raumfläche auf dem insgesamt
3.376 qm großen Grundstück zur
Verfügung. Die Fahrzeughalle bietet
Platz für bis zu drei Einsatzfahrzeuge
und kann bei Bedarf um eine weitere
Fahrzeugbox erweitert werden. Der
neue Sozialtrakt beherbergt neben
dem Einsatzleitungsbüro auch Sanitär-
und Umkleideräume sowie
einen Schulungsraum mit mobiler
Trennwand, eine Werkstatt und mehrere
Lagerräume.
Die Wärmeerzeugung erfolgt durch
eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, zudem
sind eine Photovoltaikanlage
zur Eigenstromversorgung und eine
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
geplant. Die Baukosten belaufen
sich auf rund 2.550.00 Euro. n
2. Juni 2026
LOKALE NACHRICHTEN KLEEBLATT 13
Schützenfest in Sarstedt
12. bis 15. Juni 2026
Volks- und Kreisschützenfest in Sarstedt
beginnt mit einem Knall
Fortsetzung von Seite 1
So gilt es, sich in diesem Jahr unter
anderem zwischen deftigen Lángos,
fettig-süßen Churros, hauchzarten
Crêpes oder ostasiatischen Nudelgerichten
zu entscheiden. Generell
wolle man langfristig „weg von diesem
Bratwurststand“, so Pätzold, und
den Besucherinnen und Besuchern
neben klassisch Pizza und Pommes
auch ausgefallenere Köstlichkeiten
anbieten.
Besonders, mega, weltmeisterlich, der
Hammer! Beim Bewerben des diesjährigen
Volks- und Kreisschützenfestes überbieten
sich die Schäffer und Reserveschäffer der
Sarstedter Schützenvereine gegenseitig:
Kai Kosowski und Andreas Horst (Schäffer
und Reserveschäffer SV 51) sowie Thomas
Gebke und Tobias Pätzold (Reserveschäffer
und Schäffer ASG).
Gleicher Betreiber, neues Geschäft:
Auch in diesem Jahr muss niemand
auf wilde Rasereien mit dem Autoscooter
verzichten, allerdings trumpfen
die neuen Fahrzeuge mit aufregender
Drifting-Funktion auf – „Fast
and the Furious“-Feeling garantiert.
Bereits bekannte Fahrgeschäfte wie
der Break Dance, der Twister, das
Kinderkarussell oder die Bungee-
Trampoline ergänzen das Angebot
in gewohnter Manier.
Ganz neu mit dabei ist in diesem
Jahr der von Tobias Pätzold hochgepriesene
Hip Hop Jumper. Das
Fahrgeschäft des Typs Schunkler,
dessen Rundbank Platz für bis zu 50
Personen bietet, setzt die Fahrgäste
mit seinem rasanten Tempo nicht
nur enormen Fliehkräften aus, die
Berg-und-Talfahrt lässt auch schon
mal das eine oder andere Fußpaar
abheben.
Alles hört auf ihr
Kommando
Im Umgang mit Gewehr & Co. macht
ihr so schnell niemand etwas vor:
Julia Boie ist nicht nur begeisterte
Querflötistin im Sarstedter Blasorchester
und selbstredend Mitglied
im Sarstedter Schützenleben – die
Berufssoldatin hat zudem den militärischen
Dienstgrad des Stabsfeldwebels
inne und damit eine ausgeprägte
Führungsverantwortung.
Nun gibt Boie auch in Sarstedt den
Ton an und übernimmt im Rahmen
des Volks- und Kreisschützenfestes
als erste Frau überhaupt die Funktion
der Bürgeroberführerin. Als solche
befehligt sie den Festausschuss,
erstellt die Marschpläne und kommandiert
die Schützenausmärsche.
Dass Menschen auf ihr Kommando
hören, findet Julia Boie „durch meine
Diensthaltung normal“. Dass sie nun
vom Festausschuss zur Bürgeroberführerin
gewählt wurde, empfinde
sie zwar durchaus als Ehre, so Boie,
dass sie dabei die erste weibliche
Schützin in dieser Funktion ist, spiele
für sie jedoch keine große Rolle.
Gleichberechtigung sei, im Gegensatz
zum angestaubten Image so
mancher Schützenvereine, in Sarstedt
längst gelebter Alltag. „Das
wird auch von allen mitgetragen“,
so die Erfahrung der Schützin. Und
dennoch kann sich Boie ein Schmunzeln
nicht verkneifen, als sie verkündet:
„Jetzt hört ihr aber alle mal auf
mich!“
Das Festprogramm im
Überblick
Bereits eine Stunde früher als gewohnt,
nämlich um 18.15 Uhr, beginnt
der Schützenfestfreitag am 12.
Juni mit einem ökumenischen Gottesdienst
in der Heilig-Geist-Kirche
und der anschließenden Kranzniederlegung
am Ehrenmal im Friedrich-Ebert-Park
gegen 18.45 Uhr.
Zur Eröffnung des Festes und dem
Fassanstich durch Bürgermeisterin
Heike Brennecke und die Schäffer
beider Vereine sind um 20.00 Uhr
alle ins Festzelt eingeladen. Hier finden
auch die ersten Siegerehrungen
und die Übergabe der ersten Festscheiben
statt. Bei Einbruch der Dunkelheit
gegen 22.45 Uhr markiert das
große Höhenwerk das offizielle Ende
des ersten Festtages, davor und danach
kann mit den DJs von „partyalarm!“
im Festzelt ausgelassen gefeiert
werden.
Wie an allen anderen Tagen auch öffnet
der Festplatz am Samstag, dem
13. Juni, um 14.00 Uhr seine sinnbildlichen
Pforten. Als besonderes Highlight
startet um 20.00 Uhr unter dem
Motto „Take-on-me!“ die große 80erund
90er-Party von „partyalarm!“ im
Festzelt.
Am Sonntag, dem 14. Juni, folgt auf
den Schäffertrunk um 12.10 Uhr die
Übergabe der Festscheibe Jugend
und des Stadtschützenpokals auf
der Rathaustreppe. Zum 75-jährigen
Bestehen des SV 51 wird die neue
Standarte des Vereins in einer feierlichen
Zeremonie eingeweiht. Um
kommunal.avacon.de
13.30 bzw. 14.00 Uhr folgen dann
die Proklamationen der Kreiskönige
sowie der Bürgerkönige. Der große
Festumzug startet um 15.00 Uhr vor
der St. Paulus Kirche im Sarstedter
Giebelstieg und zieht mit gewohnt
lautem Hallo durch die Innenstadt
bis zum Festzelt, in dem die teilnehmenden
Klangkörper anschließend
weiter für musikalische Unterhaltung
sorgen. Während die DJs von
„partyalarm!“ ab 18.00 Uhr die Stimmung
im Festzelt schon mal auf Betriebstemperatur
bringen, folgt im
Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft
der Männer um 19.00 Uhr die
Live-Übertragung des Länderspiels
Deutschland gegen Curaçao.
Gestärkt in den Montag geht es
mit dem Katerfrühstück in der Festhalle
um 12.00 Uhr. Um 13.00 Uhr
folgen u.a. die Ehrungen der Ritter
sowie der (Jugend-)Prinzessinnen
und -Prinzen. Der vor allem bei den
Kleinsten beliebte Kinderumzug,
bei dem auch Ehrengast Clown Floh
nicht fehlen darf, macht sich um
15.00 Uhr vom Innerstebad-Parkplatz
aus auf den Weg gen Festzelt.
Hier erhält jedes Kind ein kostenloses
Bingo-Los und darf sich anschließend
garantiert über einen kleinen
oder auch großen Preis freuen, denn:
Jedes Los gewinnt! Wichtig: Am 15.
Juni ist Familientag, d.h. für Familien
gelten auf dem gesamten Festplatz
sowie auf alkoholfreie Getränke im
Festzelt ermäßigte Preise.
Der Festplatz mit seinen Fahrgeschäften
ist an allen Tagen ab 14.00
Uhr geöffnet.
n
Gemeinsam treffen
wir ins Schwarze.
Zukunft beginnt zusammen
Stabsfeldwebel Julia Boie gibt nun auch
in Sarstedt das Kommando an – als erste
weibliche Bürgeroberführerin führt sie
im Rahmen des Volks- und Kreisschützenfestes
2026 die Ausmärsche an.
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14 KLEEBLATT SPORT
2. Juni 2026
Tischtennisteam gelingt
sensationeller Aufstieg
Ingeln-Oesselse. Riesenfreude für die Tischtennis-Mannschaft des TSV
Ingeln-Oesselse nach dem letzten Spieltag in der Kreisliga: Mit einem
klaren 7:3 Auswärtssieg beim Tabellendritten aus Arnum sicherte sich
die Erste des TSV die Meisterschaft und steigt somit nach zehn Jahren
Abwesenheit wieder in die Bezirksklasse auf.
Die Mannschaft hatte eine, vor Saisonbeginn nicht erwartete, grandiose
Punktspielserie hingelegt und sich bei lediglich zwei Saisonniederlagen
den Kreisligatitel gesichert. Patric Fischer, Julian Ehrenteit, Klaus Fick
und Hannes Wolf sowie Marcus Born und Alexander Hornschuh als erfolgreiche
Ersatzkräfte verantworten diesen Sensationserfolg. n
Mit einem klaren Auswärtssieg gelang der Mannschaft um Patric Fischer, Klaus Fick,
Julian Ehrenteit, Hannes Wolf, Alexander Hornschu (v.li.) und Marcus Born (nicht im
Bild) der Aufstieg in die Bezirksklasse.
Start bei den Deutschen
Staffelmeisterschaften
Sarstedt/Celle. Die TKJ-Mixed-Staffel hat am ersten Mai-Wochenende
bei den Deutschen Staffelmeisterschaften in Celle wertvolle Erfah-
Harmening
Anelya wird Bezirksmeisterin
TKJ BEM G-Stufen
Sarstedt. Zweimal im Jahr werden
auf Bezirksebene die Grundstufen
mit erhöhten Anforderungen ausgeschrieben.
Im Frühjahr geht es dabei
um die Qualifikation für Auswahlmannschaften
des Turnbezirks auf
Landesebene. Hierzu fanden in Holle
die Qualifikationswettkämpfe statt.
Der TKJ war mit elf Turnerinnen vertreten,
die FSV mit drei Turnerinnen.
Nachdem Merle Lauenstein und Anelya-Milia
Lochmann (FSV Sarstedt)
sowie die TKJlerin Lena Stautmeister
im letzten Jahr die Grundstufe 3 auf
Bezirksebene dominierten, mussten
sie sich in diesem Jahr in der G4 behaupten.
Die Mädchen, die seit Ende
letzten Jahres im niedersächsischen
Nachwuchskader sind, trainierten
viermal in der Woche im Turn-Leistungszentrum
Hannover-Badenstedt
und meist dazu noch einmal
im Heimatverein. Und das intensive
Training zeigte Früchte.
Die FSV-Mädels begannen am Boden.
Merle zeigte erstmals ihren
Flick-Flack und kam gut durch die
Übung. Für Anelya war es das Paradegerät.
Sie turnte sogar zwei Flick-
Flack hintereinander und bekam
mit ihrer Eleganz die beste Wertung.
Am Sprung war ein Handstand mit
Abdruck in die Rückenlage auf den
Mattenberg gefordert. Dazu kam ein
Salto vorwärts auf den Mattenberg.
Beides gelang Anelya ganz hervorragend,
während Merle noch etwas
mit dem Salto vorwärts zu kämpfen
hatte. Doch auch ihre Stunde kam.
Mit Schlaufen ging es ans hohe Reck.
Extrem hohe Schwünge auf dem
Weg zu Riesenfelgen überzeugten
die Kampfrichterinnen. Auch hier
gab es noch eine zweite Anforderung.
Am Stufenbarren mussten die
Mädchen erstmal die Kippe turnen,
ein Teil, für das oft Jahre benötigt
wird. Merle turnte nach der Kippe
sogar einen direkten hohen Rückschwung,
ein Bonuselement. Am
Ende bekam sie die mit Abstand
höchste Wertung. Anelya kam gut
durch beide Übungen und schaffte
ebenfalls die Kippe.
Abschließend ging es zum Schwebebalken,
bei der der Aufgang und
das Rad die größten Schwierigkeiten
waren. Für beide lief es an dem Gerät
nicht optimal, dennoch dürfen sie
mit ihren Leistungen zufrieden sein.
Bei der Siegerehrung hatte diesmal
Frühlingssonne und Bestleistungen
Gelungener Kreis-Schüler-Cup
Anelya die Nase vorn und gewann
den Wettkampf vor Merle - ein FSV-
Doppelerfolg! Damit haben sich
beide für die erste Mannschaft des
Turnbezirks qualifiziert, die im Juni
gegen die anderen Mannschaften
aus Niedersachen antreten wird.
Lena Stautmeister (Jg. 2018) vom TKJ
startete ebenfalls in diesem Wettkampf.
Am Boden traute sie sich erstmals,
den Flickflack in ihrer Übung zu
präsentieren, und am Reck turnte sie
erstmals ihre Kippe. Am Schwebebalken
erreichte Lena dann ihre Bestleistung.
Trotz des Auslassens des
Bogengangs rückwärts zeigte sie,
wie sicher sie ihre Übung bereits beherrscht.
Am Ende schaffte sie es mit
nur 0,2 Punkten Abstand leider nicht
auf’s Treppchen, aber der 4. Platz
qualifiziert sie ebenfalls, an der Landesmeisterschaft
teilzunehmen. n
FSV-Turnerinnen Merle Lauenstein und
Anelya-Milia Lochmann
Sie gehören zur Top 20 in Deutschland: die Mixed-Staffel (U20) des TKJ Sarstedt mit
Charlotte Schwabe, Nils Passow, Anni Schwarze und Luca Willig (v.li.).
rungen auf nationaler Ebene gesammelt. Nachdem sich das U20-Team
erst zwei Wochen zuvor mit neuem Vereinsrekord bei den niedersächsischen
Meisterschaften für diesen Wettkampf qualifizieren konnte,
ging das Quartett motiviert in den Wettbewerb.
In der 4x400-Meter-Mixed-Staffel liefen Luca Willig, Anni Schwarze,
Nils Passow und Charlotte Schwabe eine Zeit von 3:54,20 Min.. Damit
blieben sie zwar rund 1,5 Sek. über ihrer Qualifikationsleistung, konnten
sich aber dennoch über einen respektablen 19. Platz bei den Deutschen
Staffelmeisterschaften freuen und gehören somit zur Top 20 der
deutschen Staffeln. Besonders bemerkenswert: Anni Schwarze und
Charlotte Schwabe gehören noch dem jüngeren U18-Jahrgang an und
mussten sich gegen teils bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz behaupten.
Umso höher ist die Leistung des Teams einzuordnen, so Trainer Matthias
Harmening. Mit Blick in die Zukunft gibt es zusätzlichen Grund zur
Zuversicht beim TKJ Sarstedt: Auch Nils Passow und Luca Willig sind im
kommenden Jahr noch in der U20 startberechtigt. Damit besteht die
realistische Chance, dass die Staffel 2027 erneut in gleicher Besetzung
antritt – dann mit noch mehr Erfahrung im Gepäck.
n
Besondere Atmosphäre beim ZOO-RUN in Hannover
Tierischer Laufspaß
Hannover/Sarstedt (bb). Wenn
im Erlebnis-Zoo Hannover langsam
Ruhe einkehrt und die Tiere
sich auf die Nacht vorbereiten,
beginnt einmal im Jahr ein ganz
besonderes Sporterlebnis: der
ZOO-RUN. Am Donnerstag, 21. Mai,
verwandelte sich der Zoo erneut in
eine außergewöhnliche Laufstrecke
– mittendrin auch Charlotte
und Charly Vetault vom Lauftreff
des TKJ Sarstedt. Die Teilnehmer
liefen auf einem rund 2,7 Kilometer
langen Rundkurs quer durch
die Erlebniswelten des Zoos. Vom
Eingangsbereich führte die Strecke über Meyers Hof, durch das australische
Outback und den eindrucksvollen Dschungelpalast bis in die
Unterwasserwelt von Yukon Bay und hinauf zum Afi Mountain. Je nach
Kondition konnten die Laufenden die Runde bis zu viermal absolvieren.
Für Charly Vetault stand dabei vor allem das Erlebnis im Vordergrund.
„Es ist generell ein schöner Lauf ohne Zeitmessung – mehr ein Entdeckungslauf,
bei dem man nicht auf Geschwindigkeit geht, sondern auf
Entdeckungstour“, erzählt er. Besonders die tierischen Begegnungen
entlang der Strecke machten den Abend einzigartig: „Da ein Lama, da
Elefanten. Die Robben schienen nicht an unserer Leistung interessiert
zu sein, aber Erdmännchen und die Löwen schon.“ Auch die äußeren Bedingungen
hätten perfekt gepasst. Bei angenehmen 20 Grad und vielen
schattigen Abschnitten sei das Wetter „ideal“ gewesen. Trotz der vielen
Teilnehmenden habe die Organisation überzeugt. Alle fünfzehn Minuten
gingen rund dreihundert Läuferinnen und Läufer auf die Strecke –
begleitet von zahlreichen Zuschauenden, besonders beim Kinder- und
Familienlauf. „Sehr zu empfehlen“, findet Vetault. So wurde der ZOO-RUN
auch 2026 wieder zu einem sportlichen Familienabend der besonderen
Art – mit Bewegung, guter Stimmung und tierischen Eindrücken, die
man bei keinem gewöhnlichen Volkslauf erlebt.
n
FSV-Teilnehmenden
Sarstedt. Mit dem traditionellen
„Mehrkampf im Mai“ ist der Kreis-
Schüler-Cup 2026 auf der Sportanlage
am Wellweg erfolgreich in die
neue Saison gestartet. Bei sonnigem
Frühlingswetter und idealen Bedingungen
richtete die FSV Sarstedt
den ersten von insgesamt vier Wettkämpfen
der beliebten Nachwuchsserie
aus. Zahlreiche junge Leichtathletinnen
und Leichtathleten aus
der Region nutzten die Gelegenheit,
um erste Standortbestimmungen
vorzunehmen und persönliche Bestleistungen
aufzustellen.
Besonders stark präsentierten sich
die Gastgebervereine FSV Sarstedt
und TKJ Sarstedt. Während die FSV
mit vielen gelungenen Wettkampfdebüts
und mehreren Altersklassensiegen
überzeugte, stellte der TKJ
mit 52 Aktiven das größte Teilnehmerfeld
des Tages und wurde für
seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit
mit dem Wanderpokal ausgezeichnet.
Für die FSV Sarstedt ragten mehrere
Ergebnisse heraus: Sverre Lauenstein
dominierte die Altersklasse
M11 mit 1.123 Punkten und starken
Leistungen im Sprint, Weitsprung
und Ballwurf. Justus König gewann
bei seinem ersten Vierkampf in der
M12 mit 1.405 Punkten. In der M10
sicherte sich Jakob Fazius mit 895
Punkten Rang zwei und stellte in
allen Disziplinen persönliche Bestleistungen
auf. Auch die Mädchen
überzeugten: Marlene Kitt belegte
mit 1.152 Punkten Platz zwei in der
W10, Carlotta Hellwinkel gewann
bei ihrem Vierkampfdebüt die W12
und Johanna König holte in der W13
zweimal Bronze mit persönlichen
Bestleistungen in sämtlichen Disziplinen.
Beim TKJ Sarstedt sorgte insbesondere
Amelie Schwabe in der W13
für ein Glanzlicht. Mit 1.856 Punkten
gewann sie den Vierkampf souverän
und glänzte unter anderem mit 1,44
TKJ Wanderpokal
m im Hochsprung sowie 4,68 m im
Weitsprung. Einen weiteren Sieg für
den TKJ holte Mira Aue in der W11
mit 1.199 Punkten. Knapp ging es in
der W9 zu: Tilda Schaal belegte mit
nur neun Punkten Rückstand Rang
zwei. Weitere Podestplätze erreichten
unter anderem Leni Hödtke, Tom
Holling, Matej Hrvatić, Imke Friedrichsen
und Frederica Radestock.
Viele Kinder sammelten beim Saisonauftakt
ihre ersten Wettkampferfahrungen
überhaupt. Zahlreiche
persönliche Bestleistungen und die
große Beteiligung sorgten bei beiden
Vereinen für ein rundum positives
Fazit. Der Kreis-Schüler-Cup
wird mit weiteren Wettkämpfen
fortgesetzt, ehe das Finale am 12.
September erneut in Sarstedt stattfindet
– dann als Heimveranstaltung
des TKJ Sarstedt.
n
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2. Juni 2026
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Medaillenregen und beeindruckender Erfolg
TKJ-Boxer stürmen den Greifenpokal 2026
Sarstedt/Rostock. Ein sensationelles
Wochenende lag hinter den
Boxern des TKJ Sarstedt. Beim „5th
International Greifenpokal 2026“
– dem größten Boxturnier Deutschlands
– lieferte das Team eine historische
Performance ab. Mit einer
bravourösen Mannschaftsleistung
kehrten die Sarstedter als erfolgreichster
Verein Niedersachsens zurück.
Drei Tage lang, von Freitag, 15. Mai,
bis Sonntag, 17. Mai, herrschte in
der Rostocker Arena absolute Hochspannung.
Bei dem riesigen Turnier
traten insgesamt fünfhundert Teilnehmerinnen
und Teilnehmer aus
mehr als zwanzig Ländern an, die
sich zeitgleich in drei Boxringen packende
Kämpfe lieferten. Die Boxer
des TKJ Sarstedt zeigten dabei nicht
nur eisernen Willen, sondern auch
boxerische Extraklasse. Unterstützt
wurde das Team dabei tatkräftig von
Trainer-Kollege Chaib Atlas von den
Hannover Heros, der den Sarstedtern
am Ring den Rücken stärkte.
Harte Kämpfe am Freitag
und Samstag
TKJlerin Charlotte Schwabe qualifiziert
sich für Deutsche Jugendmeisterschaften
Charlotte Schwabe hat im 100-Meter-Sprint die Nase vorn und läuft DM-Norm.
Impressum
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Christina Steffani-Böringer,
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Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos kann keine Haftung übernommen
werden. Mit der Übergabe der Manuskripte und Fotos an die Redaktion
erteilt der Verfasser dem KLEEBLATT Verlag Exklusivrechte zur Veröffentlichung.
Die Arbeiten gehen in das Verfügungsrecht vom KLEEBLATT Verlag über.
Mit zahlreichen Medaillen kämpften sich die Boxer des TKJ Sarstedt an die Spitze und
kürten ihren Verein zum erfolgreichsten Verein Niedersachsens (v.li.): Taha Miliani, Samir
Omeirat, Alparslan Özdemir, TKJ-Trainer Halil Evcil, Soher Omeirat, Zaid Miliani und
Trainerkollege Chaib Atlas von den Hannover Heros.
Bereits am Freitag startete Samir
Omeirat in der extrem stark besetzten
Elite-Gruppe A, in der die besten
Boxer Deutschlands antraten. Er bekam
es direkt mit einem sechsfachen
Meister aus Bayern zu tun und musste
sich nach einem großen Kampf
nur hauchdünn geschlagen geben.
Am Samstag ging es in den Halbfinals
Schlag auf Schlag: Soher
Omeirat trat in der Elite-Gruppe A
gegen den amtierenden deutschen
Vizemeister an. Mit einer beeindruckenden
Leistung dominierte er
alle Runden deutlich und zog hochverdient
ins Finale ein. Taha Miliani
boxte im Halbfinale gegen einen
starken Kontrahenten aus Kiel. Nach
einem harten Fight musste er sich
Zeven. Das nationale Pfingstsportfest
in Zeven ist als Sportfest bekannt,
bei dem vor allem die Sprinter
optimale Bedingungen vorfinden.
So auch in diesem Jahr, indem zur
schnellen Laufbahn auch noch
warme Temperaturen und viel Sonnenschein
hinzukamen. Mit dabei
waren drei Leichtathletinnen und
Leichtathleten des TKJ Sarstedt, die
in teils großen Feldern Tagessiege
feiern konnten.
Die guten Voraussetzungen nutzte
Charlotte Schwabe in der Altersklasse
wU18. Die junge Athletin pulverisierte
im Vorlauf über 100 Meter
ihre Bestleistung aus dem Vorjahr
und kam in hervorragenden 12,13
Sek. ins Ziel. Im Finale bestätigte
die Sprinterin ihre gute Form: Bei
leichtem Gegenwind gewann sie
das Rennen und blieb mit 12,36 Sek.
erneut unter der Norm für die Deutschen
Jugendmeisterschaften von
12,40 Sek..
Charlotte startete zudem über die
200-Meter-Distanz – und war auch
hier nicht zu schlagen. Bereits nach
geschlagen geben und sicherte sich
damit die Bronzemedaille. Zaid Miliani
(Gruppe B) überzeugte am Samstag
auf ganzer Linie, dominierte
seinen Gegner aus Niedersachsen in
allen Runden und buchte souverän
sein Finalticket.
Packende Finalkämpfe
am Sonntag
Der Finalsonntag brachte die Halle
zum Kochen. Soher Omeirat traf in
der Gewichtsklasse bis 63 kg (Elite)
auf den amtierenden Meister aus
24,62 Sek. stoppte die Uhr. Eine herausragende
Leistung, mit der die
Qualifikationsnorm für die Deutschen
Jugendmeisterschaften um
mehr als eine Sekunde unterboten
wurde.
TKJ-Mehrkämpfer Luca Willig nutzte
das Pfingstsportfest als letzten Test
vor den anstehenden Landesmeisterschaften
im Mehrkampf. Auch
Luca konnte sich über 100 Meter
Ärzte-Notdienst
Bereitschaftsdienst für den gesamten Landkreis
Hildesheim einschließlich der Ortschaften des Flecken
Delligsen:
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Thüringen. Mit präzisen Treffern und
einem absolut dominanten Führungsstil
ließ er dem Favoriten keine
Chance. Soher gewann das Finale
und wurde zudem als bester Boxer
des gesamten Turniers in der 63-kg-
Elite-Klasse ausgezeichnet.
Alparslan Özdemir stand im Finale
einem Boxer aus Brandenburg gegenüber,
der deutlich mehr Ringerfahrung
aufwies. Doch Alparslan
hielt mit unbändigem Kampfgeist
und Härte dagegen, drehte den
Kampf zu seinen Gunsten und holte
sensationell Gold.
Zaid Miliani traf in seinem Finale auf
einen Berliner Boxer, der bereits über
dreißig Kämpfe mehr Erfahrung auf
dem Buckel hatte. Zaid lieferte sich
ein Duell auf Augenhöhe und verlor
am Ende nur hauchdünn mit 2:3
Richterstimmen – ein großartiger
Vize-Titel und Silber für Sarstedt.
Erfolgreichster Verein aus
Niedersachsen
Zusammen mit den Bronzemedaillen
von Samir Omeirat und Taha Miliani
war die Ausbeute perfekt. Der
TKJ Sarstedt setzte sich mit dieser
herausragenden Teamleistung an
die Spitze und krönte sich zum erfolgreichsten
teilnehmenden Verein
aus ganz Niedersachsen.
n
über eine neue persönliche Bestleistung
freuen (11,72 Sek.). Hoch hinaus
ging es für den U20-Athleten
im Hochsprung: Erst die neue Bestleistung
von 1,85 m war für Luca
zu hoch. Die übersprungen 1,81 m
reichten trotzdem zum Hochsprungsieg.
Im Weitsprung erreichte Luca
mit 6,07 m den zweiten Platz.
Ebenfalls in der U20 startete Nils Passow
über die 400-Meter-Distanz. In
seinem ersten Rennen der Sommersaison
lief Nils die ersten Rennhälfte
zu langsam, mit 53,14 Sek. blieb
er knapp eine halbe Sekunde über
seiner Bestzeit. Über die 200 Meter
verfehlte Nils hingegen in 24,12 Sek.
seine Bestzeit nur um eine Hundertstelsekunde.
Trainer Matthias Harmening zeigte
sich mit den Ergebnissen seiner
Athleten zufrieden und freut sich,
Charlotte Schwabe Anfang Juli bei
den Deutschen Meisterschaften in
Bochum begleiten zu können. n
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Änderungen sind vorbehalten
16 KLEEBLATT LOKALE NACHRICHTEN
2. Juni 2026
AWO auf Tagesfahrt nach Magdeburg
Sarstedt/Magdeburg. Die AWO
Sarstedt unternahm am 7. Mai ihre
diesjährige Tagesfahrt nach Magdeburg
zum Schiffshebewerk. Morgens
wurden die Teilnehmenden
von Busfahrer Wolfgang Bärwalde
an den einzelnen Zwischenstationen
abgeholt. Die Fahrt führte dann über
die Autobahn vorbei an blühenden
Rapsfeldern und durch eine frühlingshafte
Landschaft.
In Magdeburg ging es mittags an
Bord eines Schiffes der Weißen Flotte.
Während der rund vierstündigen
Fahrt auf der Elbe erlebten die Teilnehmenden
die Passage durch die
Schleusen und fuhren auch ein Stück
auf dem Kanal. Für das leibliche Wohl
sorgte die Bordgastronomie mit Getränken
und Speisen.
Gegen 17 Uhr kehrte die Gruppe
wieder zum Ausgangspunkt zurück
und trat anschließend die Heimfahrt
an. Da es auf der Autobahn zu einem
Stau kam, führte die Rückfahrt über
die umliegenden Dörfer. So bot sich
den Mitreisenden zusätzlich die Gelegenheit,
etwas vom Umland Magdeburgs
kennenzulernen.
Am frühen Abend erreichte die Reisegruppe
wieder ihre Heimat. Alle Teilnehmenden
waren sich einig, einen
schönen und erlebnisreichen Tag
miteinander verbracht zu haben. n
Zwischen Altstadt und Automuseum
KHV Nordstemmen erkundet Einbeck
Nordstemmen/Einbeck. Eine Reisegruppe
von rund zwanzig Personen
erlebte am 9. Mai einen interessanten
Ausflug in die historische Altstadt
von Einbeck und ins Automuseum
„PS.Speicher“ mit anschließendem
Kaffeetrinken. Der Kultur- und Heimatverein
Nordstemmen e.V. hatte
die Fahrt mit zwei Kleinbussen und
einem PKW organisiert.
Die einstündige Hinfahrt durch das
schöne Leinebergland gefiel allen
gut. Nach der Ankunft in Einbeck
schlenderten die kleinen Grüppchen
bei schönstem Frühlingswetter
durch die historische Altstadt.
Auf dem Wochenmarkt konnte man
Spargel oder Erdbeeren kaufen,
Pflanzen für den Garten finden oder
einen Imbiss einnehmen. Auch die
Senfmühle und die vielen schönen
alten Fachwerkhäuser lagen auf dem
Weg durch die Bierbrauerstadt Einbeck.
Um 13.00 Uhr begann für die Reisegruppe
eine Führung durch das
Automuseum. Der „PS.Speicher“
bietet auf fünf Etagen anhand von
Exponaten und Themenwelten einen
hervorragenden Einblick in die
Entstehungsgeschichte des Autos
seit der Erfindung des Laufrades. Im
Anschluss an die Museumsführung
gab es eine gemeinsame Kaffeetafel
in der „Genusswerkstatt“ direkt neben
dem Museum.
Die Teilnehmenden traten gegen
16.30 Uhr die Rückfahrt durch das
hügelige Leinetal an.
n
Für Feinschmecker und Serienjunkies
Freie Plätze dank Zusatzterminen
Sarstedt (jph). Ob per Pedes oder mit dem Radl, zu kulinarischen oder
cineastischen Zielen, in den kommenden Wochen lädt die Stadt Sarstedt
wieder zu mehreren spannenden Stadtführungen ein – von der sommerlichen
Landpartie bis zum Besuch berühmter Drehorte. Aufgepasst: Wer
bei besonders beliebten, bereits ausgebuchten Führungen keinen Platz
mehr ergattern konnte, bekommt nun eine weitere Chance.
Zu einer gemeinsamen Radtour durch die Natur laden Stadtführer Peter
Brede und Klimaschutzmanagerin Kerstin Sobania zum Abschluss des
Hitzeaktionstags am Donnerstag, dem 11. Juni ein. Bei einer etwa eineinhalbstündigen
Tour durch Wald, Feld und Stadt ab 18.00 Uhr kann man
ganz unmittelbar die unterschiedlichen Umgebungstemperaturen erleben.
Treffpunkt ist vor dem Rathaus, die Kosten belaufen sich auf 5 Euro
pro Person.
Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang am Sonntag, dem 21.
Juni, lädt Stadtführerin und Ortsheimatpflegerin Elke Pytel-Weber zu
einem Abendspaziergang durch den landwirtschaftlich geprägten Dorfkern
von Schliekum ein. Ein Bummel entlang der Leine ins Landschaftsschutzgebiet
am Weißen Berge rundet den Abend ab – der bei einem
Glas Wein auf einem bäuerlichen Betrieb im Herzen von Schliekum ausklingt.
Treffpunkt ist um 17.00 Uhr an der Einmündung Ringstraße, die
Dauer beträgt ca. 90 Minuten, die Kosten belaufen sich auf 14 Euro pro
Person (inkl. Glas Wein).
Jetzt zweite Chance nutzen!
Aufgrund hoher Nachfrage gibt es für die kulinarische Stadtführung unter
dem Motto „Draußen vor dem Tore“ einen Zusatztermin. Am Freitag,
dem 17. Juli führt die Tour von Stadtführerin Elke Pytel-Weber, die Stadtgeschichte
und lokale Gastronomie miteinander verbindet, an historischen
Plätzen der Stadt entlang – nicht, ohne sich zwischendurch immer
wieder in gastronomischen Betrieben zu stärken. Die Stadtführung
beginnt um 17.00 Uhr am Ehrenmal im Friedrich-Ebert-Park, die Teilnahme
kostet 40 Euro pro Person (inkl. Speisen und Getränke).
Ein echtes Muss für Fans der Serie „Maxton Hall“: Da die Führung durch
das Schloss Marienburg im August bereits ausgebucht ist, bekommen
Interessierte am Freitag, dem 4. September, ein weiteres Mal die Möglichkeit,
auf den Spuren von Ruby und James zu wandeln. Stadtführerin
Elke Pytel-Weber gibt dabei Einblicke in die Dreharbeiten der Serie und
ihren beeindruckenden Drehort. Beginn ist auf dem Parkplatz am Schloss
Marienburg in Pattensen (Anreise mit dem eigenen Pkw) um 17.00 Uhr.
Die Teilnahme kostet 14 Euro pro Person und ist auf maximal 20 Personen
beschränkt.
Anmeldungen zu den einzelnen Stadtführungen unter anmeldung@sarstedt.de,
weitere Informationen können unter www.sarstedt.de/freizeitkultur/tourismus/stadtfuehrungen
nachgelesen werden.
n
Bürgercenter geschlossen
Sarstedt. Am Freitag, dem 5. Juni, bleibt das Bürgercenter wegen Umbauarbeiten
ganztätig geschlossen. Bei dringenden Anliegen ist das
Bürgercenter telefonisch unter T. 05066 805-88 erreichbar. Als Ausgleich
öffnet das Bürgercenter am Freitag, dem 12. Juni, in der Zeit von 9.00 Uhr
bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr.
n
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