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FOMO 24_26

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moneyeditorial

EDITORIAL

Mehr Netto

vom Brutto!

GEORG MECK

Chefredakteur

FOCUS MONEY

haben Sie noch den Überblick über die Reformbaustelle in Berlin? Da wird

gebohrt, gehämmert, geflucht. Zwischendurch sind auch mal vernünftige

Ideen zu hören (etwa zur Gesundheit), einzig die Ergebnisse sind bisher wenig

vorzeigbar. Und unser Vertrauen ins Gelingen des Werkes wäre größer,

wüssten wir dort die Elite des Handwerks im Einsatz, dem ist aber nicht so,

da es an Interesse wie Kompetenz fehlt, wie etwa eine der führenden Wissenschaftlerinnen

im Land bemängelt. „Es gibt durchaus Finanzminister, die

mehr von Steuern verstanden haben als Lars Klingbeil“, sagt Steuerprofessorin

Johanna Hey. „Ich habe nicht den Eindruck, dass ihn Steuerpolitik interessiert.“

Ein vernichtendes Urteil. Höchst beunruhigend für das Volk.

Dabei ist das Ziel der Reformen so klar wie dringlich: „Mehr Netto vom

Brutto.“ Das ist das, was wir erwarten dürfen. Der Staat hat sich gefälligst zu

bescheiden, auf dass uns mehr bleibt von dem, was wir mit Hirn und Hand

erwirtschaften. Dieses Verhältnis ist längst aus dem Lot geraten, die Staatsquote

kratzt – getrieben von Sozialausgaben wie dem Bürgergeld – an der bedenklichen

50-Prozent-Marke, bei den Abzügen behauptet sich Deutschland,

wenig ruhmreich, an der internationalen Spitze. „Mit 49,3 Prozent liegt die

Belastung deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 35,1 Prozent“, stellt

das Statistische Bundesamt fest. Lediglich Belgien schröpft die Arbeitnehmer

noch mehr. Besserung tut not. Nur ist die nicht in Sicht. Im Gegenteil.

Die Beiträge zur Sozialversicherung erreichen demnächst neue historische

Rekorde, warnt der Sachverständigenrat: „fast 50 Prozent im Jahr 2040“.

Bleibt den Leuten aber weniger netto in der Tasche, sinkt ihr Konsum, das

schwächt das Wachstum und erdrosselt die Wirtschaft. Ungerecht ist das

Ganze obendrein, „wenn jüngere Geburtsjahrgänge über ihr Erwerbsleben

einen deutlichen höheren Teil des Einkommens“ abtreten müssen, schreiben

die Wirtschaftsweisen. Der Kampf der Generationen wird zwangsläufig eskalieren,

wenn nichts passiert, wenn die Politik sich ihrer Aufgabe weiter verweigert.

„Wunschdenken und Realitätsverweigerung werden die heftige Kostendynamik

nicht dämpfen“, mahnt der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr.

„Es wird nicht anders gehen, als Leistungen und Leistbarkeit wieder stärker

in den Einklang zu bringen.“ Was meinen Sie? Wie viel Abgabenlast ist dem

Volk zuzumuten? Schreiben Sie an leserservice@focus-money.de.

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FOCUS MONEY 24/2026

Foto: FOCUS-Magazin

3


moneyinhalt

5. JUNI 2026 www.focusplus.de

moneykompakt

6 Nvidia-Coup: Revolution im

Massenmarkt für PC-Chips

7 Das kaufe ich jetzt: Trigano

profitiert vom Camping-Boom

7 Hit & Shit: Dollar Tree mit starken

Zahlen, Wise verliert wegen

Geldwäsche-Verdacht

7 Chart der Woche: 15

Unternehmen knacken jetzt die

Billionen-Dollar-Marke

8 Bitcoin: Warum die

Kryptowährung unter Druck ist

8 Tech-IPOs: Die nächsten

billionenschweren Börsengange

buhlen um Kapital

9 Mikas Markt-Monitor: Tomatenkrise

und Hummer-Revolte

entscheiden die US-Wahl

9 Blockchain.com: Nächster großer

Krypto-IPO als Vertrauenstest

9 Astrotech: Börsencasino in

Reinstform

12

Nase für Gewinne

Machen Sie es einfach wie die

Gurus: Das können Anleger von

den besten Investoren der Welt

lernen. Welche Aktien die

Investmentstars im Visier haben,

wo eine Kurschance von bis zu

111 Prozent winkt

10 E-Autos: Tesla ist

Preis-Reichweiten-König

10 Energiekrise: Ölpreis droht auf

bis zu 160 Dollar zu steigen

11 Tagesgeld: Der Deutschland-Start

der US-Bank Chase verschärft den

Kampf um die Sparer

106 Andis Börsenbarometer:

Fundamentale Annahmen im Test

106 Das Geld-Gespräch: Tobias

Korenke von Yes!Con über

Gemeinschaft, Halt und Hoffnung

44

Alarmstufe Rot

Das neue Ferrari-Modell mit

Elektroantrieb wird mit Häme

überschüttet. Die Aktie bricht

ein. Der Kursrutsch bietet jetzt

Einstiegschancen, sind viele

Analysten überzeugt

moneytitel

12 Strategie: Mit den besten

Anlagegurus gewinnen – wie

aktivistische Investoren wie Paul

Singer, Dan Loeb oder Bill

Ackman sich und Anleger reich

machen

18 Nächste Generation: Diese

„neuen schlauen Köpfe“ stehen

für Erfolg: Cathie Wood, Chris

Hohn und Cliff Asness

22 Berkshire Hathaway: Der

Nachfolger von Warren Buffett

übernimmt die Strategie

26 Donald Trump: Wie der Milliardär

sein Vermögen investiert und

mehrt – verstößt der Präsident

gegen Insiderregeln?

moneymarkets

28 Japan: Japans Aktien feiern

Rekorde – trotz Gegenwind. Geht

die Rally jetzt weiter?

34 Revolut: Die Super-App, vor der

sich Europas Banken fürchten

37 Kolumne: JPMAM-Stratege

Tilmann Galler über Chancen und

Risiken von Tech-Aktien

4 Titel: Composing: KI/FOCUS MONEY Inhalt: Adobe Stock (2), Ferrari, ifo Institut/E. Hassos Composing: KI/FOCUS MONEY FOCUS MONEY 24/2026


38 Netflix: Was die Klage von Texas

gegen den Streaming-Konzern für

Anleger bedeutet

40 Zertifikate-Serie: Wie Sie mit

Kapitalschutz-Zertifikaten ohne

Risiko mitverdienen

44 Ferrari: Alarmstufe Rot beim

Sportwagenbauer

46 Hensoldt: Die Rüstungsaktie

kommt wieder in Schwung

50 El Niño: Hohes Risiko für die

Agrar- und Energiemärkte

54 Gastbeitrag: Der Flop mit dem

Neun-Euro-Ticket

56 Taiwan: China-Angriff als düsteres

Szenario für die Weltwirtschaft

59 Musterdepot: Radikaler Umbau

60 Economist: Das Offshore-Finanzwesen

boomt – trotz Kontrollen

64 Chartsignal: Bodenbildung beim

Goldpreis

64 Wette der Woche: Lenzing bietet

Stoff für ein Comeback

moneydigital

65 Trends: Statistiken, Watchlists und

Anlegertrends von Finanzen100

dswanlegerschutz

67 Kommentar: SpaceX – mit

Allmachtsfantasien an die Börse?

moneysteuern&recht

68 Steuerberatertest: FOCUS MONEY

nennt 360-Top-Kanzleien, die

erstklassig beraten

moneyservice

80 Konsumentenkredite: Hier

bekommen Kunden die besten

Konditionen

56

Risiko Taiwan

US-Präsident Trump gefährdet die

Unabhängigkeit Taiwans – und die

Weltwirtschaft. Denn: Techkonzerne

und Chiphersteller hängen am Tropf

von Weltmarktführer TSMC

moneyanalyse

86 Marktüberblick

88 Deutsche Aktien

96 Internationale Aktien

102 ETFs

103 Zertifikate

104 Fonds

105 Kryptowährungen

moneyrubriken

3 Editorial

66 Leserbriefe – Impressum

105 Termine

Unternehmensregister

Alphabet 24

Anthropic8

Astrotech9

Berkshire Hathaway 25

BMW 88

BP 99

Carpenter Technology 16

Corteva 52

Dell 100

Delta Airlines 25

Deutsche Telekom 91

DHL Group90

Dollar Tree 7

Ferrari 44

Hensoldt 46

Hewlett Packard Enterprise 15

Invesco 16

Lamb Weston 17

Lenzing 64

Macy‘s 24

New York Times 25

Nvidia6

OpenAI 8

PDD Holdings 98

Phillips 66 15

Pinterest 15

Revolut 34

Samsung Electronics 58

Schaeffler 93

Siltronic 95

SK Hynix 58

Southwest Airlines 15

SpaceX8

STMicroelectronics101

Suncor Energy 15

Triple Flag Precious Metals 15

TSMC57

Uber Technologies 17

Wise 7

54

„Wer günstig Bahn fahren

kann, verzichtet deshalb nicht

zwangsläufig auf das Auto.“

SARAH NECKER,

IFO INSTITUT

FOCUS MONEY 24/2026

5


moneykompakt

MÄCHTIGER CHIP: Nvidia

läutet mit dem neuen „RTX

Spark“-Superchip ein neues

Zeitalter bei KI-PCs ein

Starkes Gespann

Nvidias neuer Chip für KI-PCs wurde vom britischen

Chipdesigner ARM Holdings entwickelt.

Beide Halbleiter-Aktien heben ab

Nasdaq wird abgehängt

prozentuale Entwicklung seit 1.1.2025

2025

JAN

Quelle: Factset UK Limited 2026

Chiphersteller heben ab

prozentuale Entwicklung seit 1.1.2025

2025

JAN

Nasdaq

Samsung Electronics

Nvidia

Micron Technology

Arm Holdings

2026

JAN

2026

JAN

SK Hynix

JUL

JUL

+200

+150

+100

+50

0

–50

Historische Kursrally

Weil Speicherchips zum Engpass im KI-Boom

werden, explodieren Preise und Margen der

Hersteller. Folge: eine nie da gewesene Rally

Quelle: Factset UK Limited 2026

1000

800

600

400

200

0

CHIP-OFFENSIVE

Nvidias nächster Coup

Der Weltmarktführer von KI-Chips in Rechenzentren

will den Massenmarkt für PC-Chips revolutionieren.

FOCUS MONEY verrät die Gewinner und Verlierer

Nvidia revolutioniert das Geschäft mit KI-PCs – ein Frontalangriff auf

Prozessorplatzhirsch Intel und eine Art Déjà-vu für den größten Hersteller

von X86-Prozessorchips. Vor knapp zehn Jahren war es der deutlich

kleinere Rivale AMD (US0079031078), der sich aufschwang, Intel im

Stammgeschäft kräftig Marktanteile abzujagen. Anfangs belächelt, zeigte

David dem Goliath der Branche am Ende, wie schnell der Wind in der

Branche drehen, und schlimmer noch, selbst der Platzhirsch Intel an den

Rand des Ruins gedrängt werden kann.

Jetzt kündigt Nvidia (US67066G1040) an, das Geschäft neu zu erfinden.

Bereits die Ansage, ab Herbst den „RTX Spark“-Superchip, eine

Kombination aus Mikroprozessor und Grafikchip, für die Lap- und Desktops

der PC-Hersteller Dell (US24703L2025), HP (US40434L1052) und

Lenovo (HK0992009065) zu liefern, trieb deren Aktienkurse bis zu sechs

Prozent nach oben. Besser noch: Weil der Nvidia-Chip künftig das Betriebssystem

„Windows for arm“ von Microsoft (US5949181045) unterstützt,

schoss die Aktie des britischen Chipdesigners ARM Holdings

(US0420682058) gleich um mehr als 15 Prozent in den Kurshimmel.

Papiere der Chip-Konkurrenz wie Apple, AMD, Intel und Qualcomm gerieten

dagegen mit Verlusten von bis zu acht Prozent unter die Räder.

Kein Wunder: Mit dem RTX Spark bringt Nvidia (nach eigenen Angaben)

den effizientesten PC-Chip der Welt auf den Markt. Zusammen mit dem

„N1X-Prozessor“ expandieren die Kalifornier damit als wichtigster Zulieferer

von KI-Chips für Rechenzentren ins milliardenschwere Stammgeschäft

der Rivalen. Der Vorstoß dürfte auch die Nachfrage bei Anbietern

von Speicherlösungen wie Sandisk (US80004C2008), Micron

Technology (US5951121038), Samsung Electronics (US796058882)

und SK Hynix (US78392B1070) befeuern. Weitere Nutznießer: die Entwickler

von Datenträgern, Netzwerktechnik und PC-Hardware – etwa

Broadcom (US11135F1012), Cisco (US17275R1023) und Arista Networks

(US0404132054).

JM

6 Foto: Nvidia

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


Trigano: Kurstreiber

Camping-Boom

Das Unternehmen aus Frankreich, einer

begeisterten Campernation, fertigt

Reisemobile unter den Marken

Challenger, Eden, Mobilvetta & Co.,

Faltcaravans, Vorzelte, Outdoor-Möbel

sowie Campingzubehör wie Kocher

oder Geschirr – und kann somit

als besonders breit aufgestelltes Brancheninvestment

im Campingbereich

gelten. Die Firma ist in Europa Marktführer

(Weltmarktprimus ist Thor Industries

aus den USA). Auf den Bereich

Wohnmobile entfallen derzeit

rund 75 Prozent der Umsätze. Die Gesellschaft

unterhält mit Partnern 1300

Niederlassungen weltweit und betreibt

selbst 80 Verkaufsstellen.

Der bestehende Trend zu mehr

Camping könnte sich noch beschleunigen.

Schon einmal hat eine

Krise – die Coronapandemie ab

2020 – zu einem starken Anstieg

des Individualtourismus geführt, da

Hotels geschlossen blieben und

Flugreisen nur unter Schwierigkeiten

möglich waren. Auch der aktuelle

Krieg in Nahost, der ebenfalls zu

DAS

KAUFE

ICH JETZT

massiven Behinderungen im Luftverkehr

führt, könnte bei vielen Menschen

den Wunsch wecken, sich

ohne Hotel- oder Flugbuchung einfach

ins eigene Wohnmobil zu setzen

und loszufahren.

Die Aktie ist mit einem 2026er-KGV

von 10,3 sehr günstig, 2027 soll der

Wert auf 9,5 sinken. Die für dieses

Jahr erwartete Dividendenrendite

beträgt 2,5 Prozent, jene für 2027 2,7

Prozent (ISIN: FR0005691656).

Trigano

Aktienkurs in Euro

200-Tage-

Linie

2022 23 24 25 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

Mehr Aktien-Tipps von

Andreas Körner gibt es auch

in seinem Börsenbrief. Den

finden Sie unter folgendem

QR-Code

ANDREAS KÖRNER,

CHEFSTRATEGE

NEBENWERTE

BÖRSENBRIEF UND

EX-WERTPAPIER-

HÄNDLER

160

140

120

100

80

60

DOLLAR TREE

Starke Zahlen und Ausblick

Der US-Einzelhändler litt lange unter im

Branchenvergleich hohen Verlusten

durch Diebstähle. Hinzu kamen die

wachsende Konkurrenz durch den Onlinehandel

sowie Zölle und gestiegene

Großhandelspreise. Vor diesem Hintergrund

war die Erwartungshaltung für die

Zahlen zum ersten Quartal eher gering.

Das nun gemeldete Umsatzplus von 7,2

Prozent im Vorjahresvergleich und der um

38 Prozent auf 1,74 Dollar (1,50 Euro) erhöhte

Gewinn je Aktie ließen das Papier

um bis zu 20 Prozent nach oben springen.

Auch der für den Gewinn je Aktie deutlich

angehobene Korridor von 6,70 bis 7,10

Dollar sowie weniger Diebstähle überraschten

die Analysten positiv.

HIT

SHIT

In Fällen, in denen der Autor selbst in die hier vorgestellten Anlageinstrumente investiert, erfolgt das frühestens zwei Wochen nach Publikation

CHART DER WOCHE

Die glorreichen

Fünfzehn

Apple war vor acht Jahren das

erste Unternehmen, das an der

Börse die Marke von einer Billion

Dollar knackte. Später wurden

daraus die „Mag7“. Inzwischen

gehören nicht nur US-Firmen dazu.

Auch asiatische Unternehmen wie

Samsung, TSMC und SK Hynix

gehören inzwischen zum Klub.

2026 dürften weitere Unternehmen

dazustoßen. So wird erwartet,

dass SpaceX nach dem IPO aus

dem Stand die Billionen-Dollar-Marke

reißt. Auch die KI-Stars Anthropic

und OpenAI dürften bei einem

möglichen IPO im Jahresverlauf

diese Schwelle überschreiten.

FOCUS MONEY 24/2026

Die wertvollsten Unternehmen

Börsenwert in Milliarden US-Dollar

Nvidia 5110

Alphabet 4585

Apple 4583

Microsoft 3345

Amazon 2911

Broadcom 2115

TSMC 1947

Saudi-Aramco 1797

Tesla 1637

Meta 1608

Samsung 1238

SK Hynix 1113

Micron 1095

Eli Lilly 1041

Berkshire

Hathaway 1023

Quelle: Bloomberg

WISE

Geldwäscheverdacht

Um bis zu 22 Prozent ging es mit dem

Aktienkurs des Londoner Fintechs mit Fokus

auf internationale Geldtransfers vergangene

Woche nach unten. Auslöser für

den Rutsch waren Berichte, dass die belgische

Staatsanwaltschaft gegen die europäische

Einheit des Unternehmens ermittelt.

Dabei geht es um mutmaßlich

verdächtige Transaktionen in Höhe von

mehr als einer halben Milliarde Euro.

Sollte sich die Vermutung bestätigen,

könnte der Reputationsschaden die Notierung

des Papiers noch stärker belasten.

Auch, weil Börsianer angesichts des

Skandals bei der deutschen Wirecard bei

derlei Risiken besonders genau hinschauen

und eher frühzeitig aussteigen.

Composing: FOCUS MONEY 7


moneykompakt

BITCOIN

Wieder unter

70 000 Dollar

Er hat es getan. Der Mann, für den Bitcoin

so etwas wie der heilige Gral ist und der Anleger

stets davon abriet, Bitcoin zu verkaufen.

Michael Saylor – genauer gesagt seine Firma

Strategy – hat am 1. Juni insgesamt 32 Bitcoin

für rund 2,5 Millionen Dollar verkauft.

Damit sollen die Dividenden für die Strategy-

Vorzüge bezahlt werden. Zwar hatte Saylor

diesen Schritt angekündigt, und Strategy

selbst hält immer noch mehr als 843 000 Bitcoin.

Im Krypto-Space löste dies dennoch

Zweifel an Saylors Bitcoin-Treue aus.

Das allein dürfte allerdings nicht der

Grund dafür sein, dass Bitcoin zuletzt wieder

unter die Marke von 70 000 Dollar rutschte –

und sich der jüngste Erholungsversuch damit

vorerst in Luft aufgelöst hat. Die Kryptowährung

steht generell unter Abgabedruck.

Einstige Bitcoin-Verfechter stoßen zunehmend

Teile ihrer Bestände ab. So hatte Mark

Cuban, Selfmade-Milliardär und Minderheitseigentümer

des Basketballteams Dallas

Mavericks, erst kürzlich weitere Einheiten

verkauft. Auch der selbst ernannte „Krypto-

Präsident” Donald Trump trennte sich von

einigen Coins. Hinzu kommt, dass Investoren

an der Nasdaq derzeit deutlich mehr verdienen

können als mit Kryptos.

Der Vertrauensverlust zeigt sich vor allem

an den Beständen der „Bitcoin-Wale“ (1000

bis 10 000 Bitcoin), die so schnell schrumpfen

wie noch nie in diesem Jahr. Auch zeigten

Bitcoin-Spot-ETFs die dritte Woche in

Folge hohe Mittelabflüsse. Die größte Cybervaluta

bewegt sich zudem charttechnisch

weiterhin auf dünnem Eis.

SR

Angespanntes Bild

Preis für 1 Bitcoin

in Tausend US-Dollar

120

US-Geschäft mit KI Modellen

Anteil an Geschäften mit bezahlten

KI-Diensten in Prozent

Gesamt

OpenAI

KI-getriebene

Expansion

Anthropic

80

20

100 in gut zwei Jahrzehnten auf 30000 Punkte

15

200-Tage-Linie

40 Nasdaq-100

Cloud-, Platform-

Kursindex in Tsd. Punkten Anbieter und mobiler Boom

10

0

Dotcom-Blase

5

2023 2024 2025 2026 0

2000 02 04 06 08 10 12 14 16 18 20 22 24 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

Google

2023 2024 2025 2026

IPOS: SpaceX, Anthropic und OpenAI könnten in den Club der teuersten Unternehmen aufsteigen

TECH-IPOS

Wette auf die

Zukunft

SpaceX, Anthropic & OpenAI:

Das KI-Rennen wird nicht mehr

nur im Rechenzentrum, sondern

am Finanzmarkt entschieden

Willkommen im Billionärs-Klub – das dürfte

es nächste Woche für SpaceX heißen.

Elon Musk peilt für seinen Super-IPO offenbar

einen Stückpreis von 135 Dollar je

Aktie an und käme damit auf 1,75 Billionen

Dollar. Damit würde SpaceX zum teuersten

Börsenneuling aller Zeiten – vor

dem bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco,

2019 mit 1,7 Billionen Dollar bewertet.

Das Raumfahr-IPO bildet die Vorhut.

Auch das KI-Schwergewicht Anthropic

strebt an die Börse. Entsprechende Dokumente

sind bei der US-Börsenaufsicht SEC

eingereicht. Der Konkurrent OpenAI

dürfte folgen. „Die IPO-Meldungen machen

aus dem KI-Rennen endgültig einen

Kapital- und Infrastrukturwettbewerb“,

beobachtet Martin Geßler, Partner der Unternehmensberatung

Argon & Co. Ging es

bisher vor allem um Modelle, Talente und

Rechenleistung, kommt nun die Frage

hinzu, wer zuerst die öffentlichen Märkte

als Finanzierungsquelle erschließt.

Treiber Innovation

Vom Computer ins Internet, in die Cloud, zu künstlicher

Intelligenz: Innovationen trieben den Nasdaq

Anthropic schlägt OpenAI

Quelle: Ramp AI Index, Ramp Economics Lab

50

40

30

20

10

0

Bei der Bewertung ist Anthropic an

Sam Altmans OpenAI vorbeigezogen.

Beim Ringen um frisches Kapital an der

Börse könnte es dem Konkurrenten ebenfalls

den Rang ablaufen. „Bei vielen Fortschrittlichkeitskennzahlen

ist Anthropic

inzwischen führend, das Umsatzwachstum

begeistert die Branche“, so Geßler.

Nach dem von Ramp Economic berechneten

Ramp AI Index nutzen 34 Prozent

der US-Unternehmen die kostenpflichten

KI-Dienste von Anthropic gegenüber

32 Prozent von OpenAI. Doch was die

Präferenz-Verschiebung verdeutlicht, ist

die Geschwindigkeit. Die Akzeptanz von

Anthropic hat sich 2025 vervierfacht.

Die Nutzung von OpenAI ist nur um 0,3

Prozent gestiegen.

Für Anleger stellen die Nutzungszahlen

nur eine Richtlinie dar. Sie müssen

eine ganz andere Entscheidung

treffen. „Die drei Firmen weisen hohe

Cash-Burn-Rates auf – eine nachhaltige

Rendite auf das investierte Kapital

ist nicht in Sicht“, gibt Xiadong Bao,

Manager des Edmond de Rothschild Big

Data Fund, zu bedenken. Hinzu

kommt: Im ersten Schritt kommen nur

fünf Prozent der SpaceX-Aktien an die

Börse. Sie sind bei Anlegern heiß begehrt,

was den Kurs anfangs nach oben

treibt. Ähnlich dürfte es sich bei Anthropic

und OpenAI verhalten. Vorsicht

ist also angebracht – bei diesen

Wetten auf die Zukunft. BAN

25

Quelle: Factset UK Limited 2026

8 Foto: Adobe Stock

Composing: FOCUS MONEY FOCUS MONEY 24/2026


Zu hohe Preise

Die Amerikaner haben genug

von hohen Preisen. Vor allem

Tomaten, eines der beliebtesten

Lebensmittel, wurden empfindlich

teurer. 2024 kosteten hohe

Eierpreise als Symbol für Inflation

Joe Biden die Wiederwahl

Tomatenkrise und

Hummer-Revolte

Tomaten sind die neuen Eier. 2024

verdarben die Eierpreise Joe Biden

die Wiederwahl. Zeitweise um 70 Prozent

stieg der Preis im Wahljahr: Die

Zwölferpackung kostete in Kalifornien

mehr als neun Dollar. Eier wurden

zu einem Symbol für die Inflation.

Die hohen Preissteigerungsraten

waren eines der wichtigsten Wahlkampfthemen

für Donald Trump.

Schuld war in den Trump‘schen

Wahlkampfveranstaltungen natürlich

Amtsinhaber Biden – und die

Amerikaner glaubten Trumps Versprechen,

für niedrigere Preise zu

sorgen. Nicht nur für Eier, sondern

vor allem für niedrigere Spritpreise.

Damit ist Trump krachend gescheitert.

Die Inflationsrate lag zuletzt

bei 3,8 Prozent und damit deutlich

höher als am Wahltag 2024. Die

Tomatenpreise stiegen in den vergangenen

zwölf Monaten um 40

Prozent, das Pfund kostet bis zu

acht Dollar. Schuld sind vor allem

die Zölle. Auf Tomaten

aus Mexiko, dem Hauptimportland,

werden an der

Grenze 17 Prozent fällig.

Erste Restaurants nehmen

Tomatenscheiben

aus ihren Burgern und

Preisentwicklung in den USA

Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Eier

allgemeine Inflationsrate

Tomaten

2024 2025 2026

MIKA

HOFFMANN,

REDAKTEUR

FOCUS

MONEY

60

20

–20

–60

Clubsandwiches. Die Lebensmittelpreise

insgesamt stiegen um 17 Prozent.

Das spüren die Amerikaner jeden

Tag im Geldbeutel – und sie

sind alles andere als glücklich damit.

In Maine gehen die Hummerfischer

auf die Barrikaden. Die hohen

Dieselpreise für die Bootsmotoren –

wegen des Irankriegs – drohen, den

Fang der edlen Krustentiere unrentabel

zu machen. Von einer „Hummer-Revolte“

ist schon die Rede. Bei

den Wahlen im November könnten

die Republikaner in Maine einen

Senatssitz verlieren – und

damit die Mehrheit in der

Parlamentskammer. Die

hohe Inflationsrate

könnte wieder die

Wahl entscheiden.

Dieses Mal gegen

Trump.

LUXUSGUT TOMATE:

Die Preise stiegen

zuletzt um 40 Prozent

MIKAS

MARKT

MONITOR

Quelle: Factset UK Limited 2026

BLOCKCHAIN.COM

Nächster großer

Krypto-IPO

Stimmungstest für den Krypto-Markt. Mit

Blockchain.com könnte eines der ältesten

und bekanntesten Krypto-Finanzunternehmen

der Welt an die Börse gehen. Der

2011 gegründete Krypto-Dienstleister hat

im Mai vertraulich einen Registrierungsentwurf

(Form S-1) bei der US-Börsenaufsicht

eingereicht. Blockchain.com verwaltet

mehr als 94 Millionen Wallets bei mehr

als 39 Millionen bestätigten Nutzerkonten.

Der Zeitpunkt ist jedoch anspruchsvoll:

Zwar sorgten 2025 Börsengänge von Circle,

eToro und Bullish für viel Aufmerksamkeit,

doch eine inzwischen durchwachsende

Handelsaktivität und geringere Kursentwicklung

trüben die Stimmung. Für Anleger

könnte der mögliche Börsengang von Blockchain.com

zum Stimmungstest werden. Die

Entwicklung der Aktie dürfte zeigen, wie

groß das Vertrauen der Kapitalmärkte in das

Krypto-Geschäft derzeit tatsächlich ist. LV

ASTROTECH

Börsencasino

in Reinstform

Allein die Ankündigung von Astrotech,

sich strategisch neu auf die „Entwicklung

von Mondressourcen“ auszurichten und

nicht mehr vorwiegend Miniatur-Massenspektrometer

für chemische Analysen zu

fertigen, ließ den Kurs explodieren. Binnen

Wochenfrist schoss die Aktie des US-Unternehmens

von umgerechnet rund zwei Euro

auf 58 Euro in die Höhe – ein gigantisches

Plus von 2800 Prozent. Konkret sollen eine

„autonome lunare Industrieinfrastruktur

und zukünftige Geschäftsfelder in den Bereichen

Advanced Computing und Chipfertigung

auf dem Mond“ aufgebaut werden.

Im Mittelpunkt stehen dortige Ressourcen

wie Silizium, Helium und Platinmetalle.

Zum Redaktionsschluss am Dienstagmittag

kostete das Papier 26,50 Euro und hat sich

damit gegenüber dem Hoch wieder mehr als

halbiert. Ob die Pläne tatsächlich aufgehen,

steht in den Sternen.

KÖR

FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: Adobe Stock 9


moneykompakt

MODEL 3: Mit 69,30

Euro pro Kilometer

fährt die E-Limousine

von Tesla der

Konkurrenz davon

E-MOBILITÄT

Tesla ist der Preis-Reichweiten-König

Bei welchen reinen Elektroautos (BEV) ist

der Kilometer Reichweite am günstigsten?

Dieser Frage ist das Center of Automotive

Management (CAM) nachgegangen. Um

den Preis pro Kilometer zu ermitteln, teilte

das CAM den Basis-Listenpreis eines neuen

BEV durch die nach WLTP-Norm vom Hersteller

angegebene elektrische Reichweite.

Die Ergebnisse: Mit 69,30 Euro pro Kilometer

am günstigsten fahren E-Mobilisten

mit einem Tesla Model 3. Auf Platz zwei

rangiert der China-Kleinwagen Leapmotor

T03 mit 71,30 Euro je Kilometer. Und den

dritten Platz im Hinblick auf den besten

Preis-Reichweiten-Quotienten kann der

Kleinstwagen Hyundai Inster mit 74,60

Euro pro Kilometer für sich beanspruchen.

Die große Bedeutung von Unterhaltskosten

bei Kaufentscheidungen zeigt das

neue „DAT Barometer“ der Deutschen Automobil

Treuhand: 80 Prozent der Befragten

erklären, dass ihnen ein günstiger Unterhalt

des Autos wichtiger sei als früher.

Leider sinken die Restwerte der BEV in

Deutschland erheblich: So erzielen drei

Jahre alte reine Stromer laut DAT-Datenbank

am Gebrauchtwagenmarkt aktuell

im Schnitt gerade mal 50,2 Prozent ihres

ehemaligen Listenneupreises. Deutlich

stabiler hingegen präsentieren sich hierzulande

Benziner- und Diesel-Fahrzeuge.

Diese können als Gebrauchte nach drei Jahren

immerhin 60 respektive 59,3 Prozent

ihres ehemaligen Listenpreises ergattern.

Dafür vergrößerte sich die Palette von E-

Flitzern aus zweiter Hand: Vom Stadtfahrzeug

bis zum Top-Modell bietet der Markt

eine breite Auswahl von Autos mit soliden

Reichweiten und Ladeleistungen. Auch gibt

es Entwarnung im Hinblick auf die Batterie

Gebrauchter: „Bedenken gegenüber der

Batterie lassen sich durch neue Daten weitgehend

entkräften“, sagt Patrick Plötz vom

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

(ISI). Moderne Batteriesysteme

seien langlebiger und verlässlicher

als gedacht. Die Kapazität sinke nur um ein

bis zwei Prozentpunkte pro Jahr. „Nach

fünf Jahren haben die meisten Fahrzeuge

noch gut 95 Prozent ihrer ursprünglichen

Reichweite“, erklärt ISI-Forscher Plötz.TS

ENERGIEVERSORGUNG

Krise hoch zwei

Die Straße von Hormus und kein Ende.

Kürzlich warnten die Leiter des Internationalen

Währungsfonds, der Weltbank,

der Internationalen Energieagentur und

der Welthandelsorganisation unisono

vor einer drohenden Kraftstoffkrise im

Sommer. Denn aufgrund der Turbulenzen

am Persischen Golf werden die globalen

Ölvorräte derzeit in einem Rekordtempo

aufgebraucht.

Die US-Bank Goldman Sachs hält es

für möglich, dass Brent-Rohöl im vierten

Quartal „nur“ durchschnittlich rund 90

US-Dollar pro Barrel kosten wird. Bedingung

aber: Die Schifffahrt durch die

Meerenge von Hormus muss sich bis

Ende Juni normalisieren. Andernfalls

könnten die Preise auf 115 bis 120 US-

Dollar pro Barrel steigen. Einige Exper-

ten sprechen sogar von 160 Dollar pro

Barrel. Laut Goldman Sachs belaufen

sich die Produktionsausfälle bei Rohöl

am Persischen Golf derzeit auf 14 Millionen

Barrel pro Tag. Dadurch sinken die

globalen Lagerbestände täglich um elf

bis zwölf Millionen Barrel. Schon jetzt

wird eine mögliche Versorgungskrise

prognostiziert.

Wo eine Krise ist, ist eine andere oft

nicht weit. So warnt der Energieversorger

Uniper, dass die deutschen Gasspeicher

nicht schnell genug gefüllt werden.

Nach Daten von Gas Infrastructure Europe

sind Deutschlands Gasspeicher derzeit

zu 30,64 Prozent gefüllt, verglichen

mit 38,65 Prozent vor einem Jahr. Das

kann im Winter zu einem Problem führen

und die Gaspreise in die Höhe treiben.

Doch aktuell herrscht an den Rohstoffmärkten

noch eine gespannte Ruhe. Der

Rohölpreis schwankt seit Wochen zwischen

90 und 110 Dollar (siehe Grafik).

Charttechnisch orientierte Anleger be-

zeichnen dies als Rechteck. Erst ein Ausbruch

aus dieser Formation liefert ihnen

neue Signale. Falls der Ölpreis teurer wird

und die obere Begrenzung des Rechtecks

überwindet, kaufen Charttechniker

beispielsweise den WisdomTree Brent

Crude Oil ETC (ISIN: JE00B78CGV99).

Die Gesamtkostenquote beträgt 0,49

Prozent p. a., die Replikation ist synthetisch.

Das ETC legte in zwölf Monaten 87

Prozent zu. Stoppkurs: 60 Euro. DR

Gespannte Ruhe

Future-Preis für Rohöl, Sorte Brent

in US-Dollar

je Barrel

Rechteck

Aufwärtstrend

JAN F M A M JUN

Quelle: Factset UK Limited 2026

110

100

90

80

70

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10 Foto: Tesla

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


JP MORGAN CHASE ist in den USA ein

Bankriese mit Filialnetz – in Deutschland

setzt der Konzern nun auf den digitalen

Einstieg über Tagesgeld

TAGESGELD

Was kommt nach den 4 Prozent?

Der Deutschland-Start der US-Bank Chase verschärft den Kampf um

Sparer. Dabei geht es um mehr als hohe Tagesgeldzinsen

Die eigentliche Nachricht ist nicht der

Aktionszins. Viel interessanter ist sein

Absender: Mit JPMorgan Chase startet

die größte US-Bank in Deutschland und

greift damit einen Markt an, der bislang

als schwer zu erobern galt. Und die Konkurrenz

reagiert bereits mit ähnlichen

Angeboten.

Glaubt man Andreas Hackethal, Professor

für Personal Finance an der

Goethe-Universität Frankfurt, ziehen solche

An-gebote vor allem wechselbereite

Kunden an. „Das Zins-Hopping ist in

Deutschland Volkssport: Viele werden

auch jetzt die Top-Zinsen für vier Monate

mitnehmen und dann weiterziehen.“

Genau darin liegt die eigentliche Frage

des Chase-Starts: Bleiben die Kunden

auch dann, wenn aus dem Lockzins ein

normales Bankangebot wird?

In den USA ist Chase als große Privatkundenbank

mit breitem Filialnetz fest

etabliert. In Europa setzt die Marke dagegen

auf ein rein digitales Modell, und

nach ihrem Start in Großbritannien im

Jahr 2021 ist Deutschland nun der erste

EU-Markt. Der Plan? Wie in Großbritannien

möchte man als reine Onlinebank

Kunden gewinnen, dort sind es laut eigenen

Angaben inzwischen mehr als

drei Millionen. In Deutschland soll nun

ein Tagesgeldangebot den Einstieg erleichtern:

vier Prozent für vier Monate,

danach zwei Prozent variabel.

Ganz neu ist diese Strategie nicht. Internationale

Banken drängen seit einiger

Zeit verstärkt in den deutschen Sparmarkt

– häufig zunächst mit einfachen

Einlagenprodukten wie Tages- oder

Festgeld. Der Einstieg über Sparangebote

ist naheliegend: Er ist leicht verständlich,

niedrigschwellig und eignet sich, um

Vertrauen bei neuen Kundinnen und

Kunden aufzubauen.

„In Deutschland ist die Kundschaft tendenziell

sparbewusster“, sagt Daniel Llano

Manibardo, Deutschlandchef von

Chase. In der Vorbereitung auf den

Markt habe sich gezeigt, dass viele Verbraucher

mit den Zinsen auf ihre Ersparnisse

unzufrieden seien. Den Startzins

von 4 Prozent bezeichnet Llano als „klares

Statement, dass wir die Sparer sehr

ernst nehmen“.

Hackethal sieht im Markteintritt von

Chase vor allem zusätzlichen Druck auf

den deutschen Bankenmarkt. Das betrifft

Direktbanken, Neobroker und Institute,

die stark um digitale und zinsaffine

Kunden konkurrieren. Einen Tag nach

dem Deutschlandstart von Chase schickt

die Deutsche Bank ihre Online-Tochter

Norisbank mit einem eigenen 4-Prozent-

Angebot ins Rennen. Anders als bei Chase

ist es jedoch an die Eröffnung eines

Girokontos gekoppelt und die Einlage

auf 250 000 Euro begrenzt (Chase:

1 000 000 Euro). Die Tagesgeldangebote

sind nur begrenzt vergleichbar und oft

an individuelle Bedingungen geknüpft,

denn: Wer Kunden will, will oft gleich die

ganze Bankbeziehung.

Auch Oliver Maier, Geschäftsführer der

Verivox Finanzvergleich GmbH, erwartet,

dass der aggressive Markteintritt von

Chase den Wettbewerb weiter anheizt.

Chase positioniere sich mit den 4 Prozent

zum Start im Spitzenfeld. Auch der Basiszins

von 2 Prozent liege über vielen derzeitigen

Bestandskundenangeboten.

Das Tagesgeld ist nur der Anfang

Bis 2028 will Chase in Deutschland Girokonten,

Brokerage mit ETFs und Sparplänen

sowie Kreditprodukte einführen.

„Die Roadmap bis 2028 steht“, sagt Llano

Manibardo. Über Reihenfolge und Tempo

werde man jedoch je nach Marktbedürfnis

entscheiden. Noch sei Chase in

Deutschland wenig bekannt, räumt Llano

Manibardo ein: „Wir sind uns dessen

bewusst und werden das jetzt ändern.“

Genau daran wird sich der Erfolg am

Ende messen lassen. Entscheidend ist

schließlich nicht die Zahl der Kontoeröffnungen,

sondern vor allem die Frage, ob

aus Zinsjägern langfristige Kunden

werden.

LT

Tagesgeld im Vergleich

Die Tabelle zeigt die höchsten Tagesgeldrenditen bei 25 000 Euro und

zwölf Monaten Laufzeit ab 1. Juni 2026. Entscheidend ist der Gesamtertrag

nach einem Jahr

Anbieter Rendite in Euro Effektivzins in %

1 Raisin 889,22 3,56

2 Chase 665,42 2,66

3 Scalable Capital 632,24 2,53

4 Volksbanken Raiffeisenbanken 628,71 2,51

5 Cosmos direkt 554,73 2,22

Aktionszinsen jeweils befristet (z. B. Raisin: 3 Monate, Chase: 4 Monate,) und oft an Voraussetzungen oder

Zusatzbedingungen geknüpft(z. B. Depot Pflicht bei derselben Bank)

Quelle: Verivox, JPMorgan Chase

FOCUS MONEY 24/2026

Foto: picture alliance/dpa Composing: FOCUS MONEY 11


moneytitel

HUND: Umsichtige Anleger

können mit Gurus ordentlich

Geld verdienen

TITEL

WITTER

AUFGENOMMEN

Investoren wie Bill Ackman, Paul Singer oder

Dan Loeb haben ein feines Näschen für Rendite. Wo die

Gurus Gewinne wittern, was Anleger davon lernen können

12 Fotos: Adobe Stock

Composing: KI/FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


von DIRK REICHMANN

US-Präsident Donald Trump genießt bei

einigen Anlegern neuerdings Guru-

Status. Auslöser war Dell. Seit Trump

seine Landsleute vor wenigen Wochen

aufforderte, Produkte des Computerherstellers

zu kaufen, ist der Aktienkurs

um 80 Prozent gestiegen. Ein Milliardenauftrag

des Pentagons trug ebenfalls dazu bei.

Auch Trump selbst griff beherzt zu und kaufte am 10.

Februar erstmals Dell-Aktien im Wert von mindestens

einer Million US-Dollar. Danach kannte das Papier kein

Halten mehr. Kein Wunder, dass Investoren weltweit inzwischen

ganz genau hinhören, wenn sich der milliarden-schwere

Guru aus dem Weißen Haus zu börsennotierten

Unternehmen äußert.

Dabei steht der Begriff „Guru“ eigentlich für etwas

ganz anderes. Ursprünglich kommt der Begriff aus

Asien und bezeichnete einen spirituellen Lehrer, der

seine Schüler auf den Weg zur Selbsterkenntnis führte.

Im Westen wurde daraus eine einflussreiche Person

mit Spezialwissen, wie der „Finanz-Guru“.

Aber Vorsicht: In der Szene treiben sich viele

Scharlatane unter den vermeintlichen „Finanz-Gurus“

herum. FOCUS MONEY hat deshalb nach Gurus

gesucht, die nicht einfach nur (Insider?)-Wissen nutzen,

sondern dank cleverer Strategien an der Börse

auch noch nachweislich Erfolge feiern - so wie Greg

Abel, Paul Singer oder Cathie Wood.

Die Jagd auf die Macher

Zu der am weitesten verbreiteten Spezies unter den

Gurus zählen aktivistische Investoren. Das sind Anleger,

die sich an einer Aktiengesellschaft beteiligen,

um Einfluss auf deren Geschäftspolitik zu nehmen.

Sie fordern Kostensenkungen, Führungswechsel,

Kapitalmaßnahmen oder strukturelle Veränderungen

- und kämpfen mitunter mit harten Bandagen.

Das unterscheidet sie deutlich von traditionellen Investmentfonds.

Verbreitet ist diese Strategie vor allem

unter Hedgefonds, die Firmen massiv unter

Druck setzen und oftmals weitreichende Veränderungen

durchboxen.

UNG

FOCUS MONEY 24/2026

13


moneytitel

Aber der Erfolg gibt vielen aktivistischen Anlegern recht:

Aktivistische Investoren erzielt direkt nach der Bekanntgabe

einer Kampagne eine durchschnittliche Aktienrendite

von rund vier bis neun Prozent. Laut einer Untersuchung

der Asset-Management-Boutique Vates Invest von Anfang

2025 stammt ein Teil der besonders erfolgreichen Asset-Manager

aus dem Lager der Aktivisten. „Auch wenn nicht jeder

aktivistische Investor überdurchschnittlich erfolgreich ist,

sind doch überraschend viele der Aktiven in der Gruppe der

Besten vertreten“, resümiert etwa Portfoliomanager Maik

Konos.

Wie sich Angriffe im Idealfall auswirken können, zeigt die

Aktie von Dynatrace (ISIN US2681501092). Am 28. April

sickerte durch: Der aktivistische Investor Starboard Value

erwarb eine bedeutende Beteiligung an dem KI-Softwareunternehmen

und drängt auf strategische und finanzielle

Veränderungen. Seitdem ist die Aktie um rund 20 Prozent

gestiegen.

Aktivisten machen Kurse

Auch bei Bio-Rad Laboratories (US0905722072) mischen

Aktivisten mit. Das Wall-Street-Journal berichtet, dass Elliott

Investment Management bei dem Laborausrüster eingestiegen

ist. Das Ziel: die schwache Kursperformance beenden.

Seit Anfang 2022 hatte sich der Wert der Aktie halbiert.

Seit dem 18. Mai gewann das Papier jedoch wieder zehn Prozent.

Elliott hält zudem Anteile am deutschen Laborgerätehersteller

Sartorius (DE0007165607). An diesem Unternehmen

besitzt wiederum Bio-Rad eine strategische Beteiligung

im Wert von rund fünf Milliarden US-Dollar.

Attacken auf Rekordniveau

Laut einer Übersicht von Barclays starteten aktivistische Investoren

im Jahr 2025 eine Rekordzahl an Kampagnen. Insgesamt

255 Attacken zählte etwa die Nachrichtenagentur

Reuters. Das übertrifft den bisherigen Rekord von 249 Angriffen

aus dem Jahr 2018. „Wir sind von maximaler Unsicherheit

in der ersten Hälfte des Jahres 2025 zu M&A-Märkten

und dem Interesse von Private Equity in der zweiten

Hälfte des Jahres übergegangen, was sich wie ein Neustart

anfühlte“, sagte Jim Rossman, globaler Leiter der Shareholder-Advisory

bei Barclays, gegenüber Reuters.

Und ein Ende ist nicht in Sicht, erwartet Thomas Hornberger

von der Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis. Zur Begründung

verweist er auf ungeahnte, neue Möglichkeiten. Künftig werde

die Zahl aktivistischer Kampagnen auch deshalb steigen,

weil Angreifer „Daten- und KI-gestützt in deutlich kürzerer

Zeit tragfähige Thesen entwickeln können“ als bisher.

Gurus im FOCUS-MONEY-Check

Name Firma/Position Anlagestil Seite

Paul Singer

Dan Loeb

Nelson Peltz

Bill Ackman

Jeffrey Smith

Cathie Wood

Chris Hohn

Cliff Asness

Greg Abel

Donald Trump

Elliott Investment

Management

Third Point

Trian Fund Management

Pershing Square Capital

Management

Starboard Value

Ark Invest

The Children's Investment

Fund

AQR

Berkshire Hathaway

US-Präsident

Er ist der aggressivste Marktführer im aktivistischen Segment und kauft vor allem Technologie- und

Industrieunternehmen sowie große Traditionskonzerne mit komplexen Strukturen. Singer zwingt

Mischkonzerne zu Abspaltungen (Spin-offs) und zum Verkauf von Randbereichen. Er fordert bei

Underperformern radikale Neubesetzungen im Management.

Die Analysetaktik von Dan Loeb und seinem Hedgefonds Third Point LLC basiert in erster Linie auf einem

ereignisorientierten, wertorientierten und aktivistischen Investmentansatz. Das Ziel: erhebliche

Marktineffizienzen zu identifizieren und den Unternehmenswert aktiv mitzugestalten.

Die Anlagestrategie von Nelson Peltz und seinem Hedgefonds Trian Fund Management basiert auf einem

konstruktiv-aktivistischen und fokussierten Value-Ansatz. Im Gegensatz zu rein finanzorientierten Investoren

agiert Trian wie ein strategischer Industriepartner, der langfristig operativen Wert schaffen möchte.

Ackman kombiniert die Prinzipien des Value-Investings à la Warren Buffett mit einem aktivistischen und stark

fokussierten Ansatz. Er sucht nach widerstandsfähigen Geschäftsmodellen, die unabhängig vom

Konjunkturzyklus Cashflow generieren. Das Motto von Ackman lautet: „Diversifikation überdeckt

Unwissenheit.”

Einflussreicher Hedgefonds, der sich bei Onlineplattformen und Software-Unternehmen einkauft. Starboard

sieht bei Tech-Firmen oft überproportional hohe Verwaltungskosten und fordert strikte Sparprogramme.

Wood setzt auf disruptive Strategien, die bestehende Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle radikal

verändern. Die von ihr gegründete Fondsgesellschaft Ark Invest veröffentlicht börsentäglich die größten

Positionen. Derzeit liegt Tesla auf Platz eins.

Der milliardenschwere Fonds von Hohn ist nur in 15 Positionen investiert. Die Beziehung zu Deutschland ist

eng: Er verhinderte im Jahr 2005 die Übernahme der Londoner Börse durch die Deutsche Börse und wettete

2020 mit Leerverkäufen gegen Wirecard.

Der Vermögensverwalter kombiniert dabei Faktoren aus den Bereichen Verhaltensökonomie, Daten und

Technologie.

Abel ist der Nachfolger von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway. Der erste Paukenschlag: Im ersten Quartal

verkaufte er mehr Aktien, als er kaufte. Und: Er stockte die Position bei Alphabet weiter auf.

Neben Kryptoinvestments und Immobilien greift US-Präsident Donald Trump über seine Firmen auch zu Aktien.

In diesem Jahr stehen insbesondere Technologiewerte auf seiner Watchlist. Sein Vermögen ist in den

vergangenen beiden Jahren um rund vier Milliarden US-Dollar gestiegen.

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Quelle: Eigene Recherche

14 FOCUS MONEY 24/2026


PAUL SINGER: Der Hedgefonds-Manager ist seit

Jahrzehnten im Geschäft. Er gilt als einer der

gefürchtetsten Akteure an der Wall Street und legt

sich auch mit Staaten an. Singer ist zudem Vorsitzender

des konservativen Thinktanks Manhattan Institute

370 Prozent mit Argentinien

Paul Elliott Singer ist ein amerikanischer Hedgefonds-Manager und Multimilliardär.

Er gehört zu den bekanntesten aktivistischen Investoren weltweit. 1977

gründete er Elliott Investment Management und kämpfte rasch mit harten Bandagen.

Sein Fonds kaufte etwa Staatsanleihen nahezu bankrotter Staaten zu

niedrigen Beträgen und zwang die Regierungen, diese zu begleichen. Das

‚Center for Economic and Policy Research‘ schrieb dazu im Jahr 2016: „Nach

15 Jahren voller Gerichtsstreitigkeiten, einstweiliger Verfügungen, Verleumdungskampagnen,

Lobbyarbeit und anderer Interventionen haben die Geierfonds

endlich eine vorläufige Einigung mit der neuen argentinischen Regierung

erzielt. Im Fall Argentiniens wird der Anführer der Geier, der amerikanische

Milliardär und große Wahlkampfspender der Republikaner Paul Singer, eine

geschätzte Rendite von 370 Prozent erhalten.“

Auch bei deutschen Unternehmen hat Singer seine Finger im Spiel. So schrieb

die Nachrichtenagentur Reuters im März des vergangenen Jahres, dass Elliott

Investment Management eine Beteiligung von fast fünf Prozent an Deutschlands

größtem Energieversorger RWE hält und das Unternehmen aufgefordert

hat, sein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Euro deutlich

auszuweiten. Die fünf größten Aktienpositionen des Fonds finden Sie in der

folgenden Tabelle, Position sechs ist Hewlett Packard Enterprise (siehe Kasten

unten).

Die fünf größten Positionen von Elliott Investment Management

Name Branche ISIN Marktkapitalisierung

in Mrd. Euro

erwartetes KGV

aktuelles GJ nächstes GJ

höchstes Kursziel

in Euro*

Kurspotenzial

in %

5-Jahres-

Performance

in %

Stoppkurs

in Euro

Triple Flag Precious Metals Edelmetalle CA89679M1041 5,4 20,8 18,5 46,7 77,2 152,7 22,0

Phillips 66 Raffinerie US7185461040 60,2 10,2 10,4 184,9 21,4 117,1 135,0

Suncor Energy Öl CA8672241079 65,2 10,2 12,5 73,3 33,3 191,1 45,0

Southwest Airlines Fluggesellschaft US8447411088 18,4 16,1 9,5 51,6 39,4 –25,7 29,5

Pinterest Soziales Netzwerk US72352L1061 9,7 10,8 9,2 36,1 104,7 –67,3 15,0

Quelle: Factset UK Limited 2026, whalewisdom.com, * höchstes Kursziel der Analysten

HEWLETT PACKARD ENTERPRISE

Mit Singer kam die Wende

Auf Rang sechs der bedeutendsten Beteiligungen von Elliott Investment

Management liegt das Unternehmen Hewlett-Packard Enterprise, das in der

KI-Infrastruktur oder im Cloud-Computing tätig ist. Singer beteiligte sich an

dem Unternehmen im zweiten Quartal 2025. Die Finanzseite Yahoo finance

vermutete damals, dass Singer in der Transformationsgeschichte von Hewlett-

Packard Enterprise erhebliches Aufwärtspotenzial sieht. Er hatte einen guten

Riecher. So denken auch andere Investoren.

Die Investition hat sich ausgezahlt: Im zweiten Quartal kostete die Aktie zeitweise

unter 15 US-Dollar, heute ist sie mehr als doppelt so teuer. Singer hat

ursprünglich offenbar keine Forderungen gestellt, wird aber vermutlich hinter

den Kulissen Gespräche mit Hewlett-Packard Enterprise geführt haben. Denn

Hewlett-Packard Enterprise stand Anfang 2025 nicht gut da: Ein Analyst der

Deutschen Bank bezeichnete die Ergebnisse des ersten Quartals damals als

„enttäuschend“. Mittlerweile scheint die Wende da zu sein. Der Aktienkurs beendete

im März/April 2026 eine Konsolidierung. Den Stoppkurs zur Verlustbegrenzung

können Anleger bei 27,50 Euro setzen.

Enormer Kursanstieg

Hewlett-Packard

Kurs der HP-Aktie in Euro

10

200-Tage-Linie

5

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A140KD/ US42824C1099

Börsenwert 43,5 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,8/13,9

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,5/1,6 %

Kursziel*/Stoppkurs 34,3/27,5 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 5 %

Quelle: Factset UK Limited 2026; * höchstes Kursziel der Analysten

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FOCUS MONEY 24/2026

Foto: World Economic Forum/swiss-image Composing: FOCUS MONEY 15


moneytitel

DAN LOEB: Der Multimilliardär

gründete 1995 die

Firma Third Point. Loeb ist

bekannt für seine

„Giftbriefe” an Unternehmen,

in denen er den

Arbeitsstil von Managern

öffentlich kritisiert, um sie

zum Rücktritt zu bewegen.

Laut valuesider.com ist die

größte Position im Depot

Amazon vor Telephone

and Data Systems

Überflieger im Depot

Loeb stieg im dritten Quartal 2024 erstmals bei Carpenter

Technology ein. Das Unternehmen hat sich auf

die Entwicklung und Produktion von Hochleistungslegierungen

spezialisiert. Im dritten Quartal 2024 schwankte

der Aktienkurs um 140 US-Dollar. Die Position wurde in

mehreren Wellen aufgestockt, aber auch durch Teilverkäufe

zur Gewinn-Mitnahme reduziert. Zuletzt machte

Carpenter Technology 5,9 Prozent des Portfolios aus.

Seit dem Einstieg von Loeb hat sich einiges getan. Die

Aktie kostet mittlerweile 462 US-Dollar. Dies ist unter anderem

auf den Anstieg der Nettomarge zurückzuführen.

Diese lag im Geschäftsjahr 2024 laut den Daten von Tradingview.com

bei 6,75 Prozent und kletterte im Geschäftsjahr

2025 auf 13,06 Prozent. Die Nettomarge zeigt, welcher

Prozentsatz des Umsatzes nach Abzug aller Kosten

als Gewinn im Unternehmen verbleibt. Den Stoppkurs zur

Verlustbegrenzung können Anleger bei 330 Euro setzen.

Auch mal Kasse machen

NELSON PELTZ: Peltz

brach sein Studium ab, um

Skilehrer zu werden.

Anschließend stieg er in

den Lebensmittelgroßhandel

seines Vaters ein. Er

hat zehn Kinder, eine

Tochter heiratete den Sohn

des ehemaligen Fußballers

David Beckham. Über

seine Gesellschaft Trian

Fund Management ist er in

acht Firmen investiert

Im Oktober 2020 sicherte sich Trian Fund Management

einen Anteil von 9,6 Prozent am Investmentmanager

Invesco. Damit bewies Nelson Peltz ein goldenes Näschen:

Der Aktienkurs von Invesco legte bis zum Sommer

2021 um über 100 Prozent zu. Peltz setzte eine aktivistische

Strategie um: Invesco strich Hunderte Stellen. Außerdem

wollte Peltz Invesco mit dem Vermögensverwalter

Janus Henderson fusionieren. Damit wäre ein Konzern

mit einem verwalteten Vermögen von weit über 1,5 Billionen

US-Dollar entstanden. Das hat nicht funktioniert.

Zwischen 2025 und Anfang 2026 baute Trian Fund Management

große Anteile an Invesco ab. Invesco ist dank

einer erwarteten Dividendenrendite von gut drei Prozent

und eines erwarteten KGVs von zehn durchaus attraktiv.

Aus charttechnischer Sicht muss allerdings der Widerstand

bei 25 Euro dauerhaft fallen. Stoppkurs zur Verlustbegrenzung:

21 Euro.

Kontinuierliche Verteuerung

Carpenter Technology

Kurz vor dem Durchmarsch

Invesco

Kurs der Carpenter-Aktie in Euro

300

Kurs der Invesco-Aktie in Euro

22

200

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

858605/ US1442851036

Börsenwert 19,7 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e43,7/36,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,2/0,2 %

Kursziel*/Stoppkurs 429,30/ 330.00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 9 %

100

Quelle: Factset UK Limited 2026, * höchstes Kursziel der Analysten e = erwartet

200-Tage-Linie

10

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A0M6U7/ BMG491BT1088

Börsenwert 10,6 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e10,9/9,5

Dividendenrendite für 2026e/27e 3,1/3,2 %

Kursziel*/Stoppkurs 27,5/21,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 14 %

18

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Quelle: Factset UK Limited 2026, * höchstes Kursziel der Analysten e = erwartet

16 Fotos: Reuters, Bloomberg/Getty

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


BILL ACKMAN: Er gehört

zu den renommiertesten

Akteuren. Ackman

steht für aktives Value-Investing,

kauft also

unterbewertete und

schlecht geführte

Unternehmen. Während

der Finanzkrise und der

Coronapandemie

verdiente er Milliarden.

Ein Neuzugang im Depot

ist Microsoft

Vom Saulus zum Paulus

Mit einem Gewicht von 15,7 Prozent ist Uber Technologies

ein dicker Brocken im Portfolio. Ackman gab den

Einstieg im Februar 2025 bekannt. Wie häufig bei aktivistischen

Investments kam es zunächst zu einem starken

Anstieg, dem eine Abwärtsbewegung folgte. Wie der

Volksmund sagt: Wie gewonnen, so zerronnen. Ackman

hält jedoch an der Investition fest. Es kam zu keinen nennenswerten

Verkäufen. Trotz seines Rufs als aktivistischer

Investor übte Ackman bislang offenbar keinen Druck auf

das Uber-Management aus.

Die Tendenz bei Uber stimmt: Der Umsatz steigt und

der Gewinn ist seit Jahren positiv. Im Geschäftsjahr 2025

lag die Nettomarge bei 22,4 Prozent. Der optimistischste

Analyst ruft ein Kursziel von 128,80 Euro aus. Das würde

praktisch einer Verdopplung des Aktienkurses entsprechen.

Anleger können den Stoppkurs zur

Verlustbegrenzung bei 55 Euro setzen.

Böser Brief

JEFF SMITH: Das Magazin

Fortune nannte ihn einmal

„den gefürchtetsten Mann

der amerikanischen

Unternehmenswelt“. Der

Hintergrund: Smith greift

ergebnisschwache

Unternehmen an und

erzwingt drastische

Änderungen, einschließlich

der Entfernung ganzer

Vorstände. 2002 gründete

er Starboard Value

In der Rangliste der Datenplattform Hedgefollow liegt

das Lebensmittelunternehmen Lamb Weston mit einem

Gewicht von 5,89 Prozent auf dem achten Platz des Starboard-Value-Portfolios

von Jeff Smith. Dieser Wert erscheint

einigen Quellen zu hoch, sie sehen den Anteil

des Unternehmens aus dem US-Bundesstaat Idaho eher

unter fünf Prozent. Die ersten Käufe von Starboard wurden

im vierten Quartal 2025 offengelegt.

Im März 2026 schrieb Smith einen offenen Brief an den

Vorstand des Kartoffel- und Pommes-Spezialisten, in dem

er weitere Kostensenkungen, operative Verbesserungen

und einen Investorentag zur Stärkung des Anlegervertrauens

forderte. Die Botschaft war klar: Starboard ist unzufrieden.

Dabei hat Lamb Weston die Analysten auf seiner

Seite. Das höchste Kursziel der Experten liegt 28

Prozent über dem aktuellen Aktienkurs. Anleger können

den Stoppkurs bei 32 Euro setzen.

Versuch einer Stabilisierung

Uber Technologys

Tief gefallen

Lamb Weston

Kurs der Uber-Aktie in Euro

80

Kurs der Lamb-Weston-

Aktie in Euro

90

200-Tage-Linie

20

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A2PHHG/ US90353T1007

Börsenwert 123,9 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e21,4/16,1

Dividendenrendite für 2026e/27e –/– %

Kursziel*/Stoppkurs 128,80/55,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 111 %

60

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Quelle: Factset UK Limited 2026, * höchstes Kursziel der Analysten e = erwartet

200-Tage-Linie

30

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A2ATEK/ US5132721045

Börsenwert 5,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,6/14,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 3,5/3,6 %

Kursziel/Stoppkurs 47,10/32,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 28 %

70

50

Quelle: Factset UK Limited 2026, * höchstes Kursziel der Analysten e = erwartet

FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: dpa/picture alliance/ZUMAPRESS, Bloomberg/Getty Composing: FOCUS MONEY

17


moneytitel

WITTERUNG AUFGENOMMEN:

Auch nach Abgang der alten

Gurus, gibt es noch Jüngere mit

einer feinen Nase für lukrative

Investments

NEUE INVESTMENT-GURUS

Mit erfolgreichem Riecher

Die Zeiten der ganz großen Namen an den Finanzmärkten sind vorbei. Doch es gibt „neue schlaue

Köpfe“, die sich als Vorbilder für Anleger anbieten. FOCUS MONEY nennt drei von ihnen

von LUDWIG BÖHM

Sie haben die Finanzmärkte geprägt wie kaum jemand

vor oder nach ihnen: Benjamin Graham, Peter Lynch

oder auch André Kostolany. Graham gilt als Erfinder

des Value-Investings. Ihm ging es vor allem darum, unterbewertete

Aktien zu identifizieren. Warren Buffett, sein wohl

bekanntester Schüler, brachte es einmal auf den Punkt:

„Kaufe einen Dollar, zahle aber nur 50 Cent.“

Benjamin Graham kam 1894 in London zur Welt. Kurz

darauf wanderte er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten

aus. Nach dem Tod seines Vaters begann der wirtschaftliche

Abstieg der Familie. Aufgrund dieser Erfahrung fokussierte

Graham sich vor allem auf den Kapitalerhalt. Er

gründete später eine Vermögensverwaltungsgesellschaft

und lehrte fast 30 Jahre lang an der Columbia University, die

auch Buffett besuchte.

Vom Caddy zum Fondsmanager. Auch Peter Lynch wuchs

in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen auf, nachdem

sein Vater, ein Mathematik-Professor, früh verstarb. Lynch

arbeitete als Caddy auf einem Golfplatz, wo er Gespräche über

die Wall Street aufschnappte. Mitte der 1960er Jahre begann

er seine Karriere bei der Fondsgesellschaft Fidelity. 1977

übernahm er den Magellan-Fonds mit einem Volumen von

22 Millionen Dollar. Dieses wuchs innerhalb von zehn Jahren

auf rund zwölf Milliarden Dollar an.

Kostolany war vor allem für seine Bonmots bekannt. Anlegern

riet er: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten …

Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ Dabei geht

aber unter, dass der Vollblut-Börsianer zu den Ersten gehörte,

die die Bedeutung der Psychologie an der Börse erkannten. Jetzt

gibt es eine neue Generation von Investment-Gurus.

18

Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 24/2026


HEISSER REIFEN: Die Fondsmanagerin hat nicht nur

zahlreiche Anleger reich gemacht, sondern auch sich

selbst. Aufgrund ihres risikoreichen Anlagestils gilt

sie jedoch als umstritten. Ihre Fonds schwanken

extrem stark

Cathie Wood

Die technikbegeisterte Fondsmanagerin gehört zu den wenigen Frauen, die

sich an der Wall Street einen Namen gemacht haben. Die ETFs ihrer Investmentgesellschaft

Ark Invest sorgen regelmäßig für Furore – mit spektakulären

Gewinnen, aber auch immer wieder mit horrenden Verlusten. Wood, Jahrgang

1955, hat nach verschiedenen Stationen bei Vermögensverwaltern vor

zwölf Jahren ihr eigenes Unternehmen gegründet.

Sie setzt auf sogenannte disruptive Technologien, also Innovationen, die bestehende

Technologien, Produkte oder Geschäftsmodelle radikal verändern, ersetzen

oder vom Markt verdrängen. Dazu zählen beispielsweise künstliche Intelligenz

(KI), Telemedizin, Robotik oder autonomes Fahren. Schon früh hat die

risikoaffine Investorin auf Tesla und Bitcoin gesetzt und war damit ihrer Zeit voraus.

Ihr Mantra lautet: „Wir sind davon überzeugt, dass Innovation der Schlüssel

zum langfristigen Wachstum von Umsatz und Gewinn eines Unternehmens ist.“

Ark Invest zeichnet sich durch ein hohes Maß an Transparenz aus und veröffentlicht

börsentäglich ihre größten Positionen. Das kommt vor allem bei jungen,

internetbegeisterten Anlegern gut an. Mit einem Anteil von mehr als zehn Prozent

stellt Tesla nach wie vor die mit Abstand größte Position im Ark Innovation

ETF dar. Auf Platz zwei rangiert Advanced Micro Devices (AMD), der größte Konkurrent

von Nvidia im Bereich der Grafikprozessoren. Ebenfalls hoch gewichtet

ist die Circle Internet, die unter anderem den Stablecoin USDC emittiert.

Die fünf größten Positionen des Ark Innovation ETF

Unternehmen WKN/ISIN Kurs in € Börsenwert

in Mrd. €

KGV 2026

Dividendenrendite

2026 in %

Risiko

Tesla A1CX3T/US88160R1014 377,25 1426,5 356,9 0,0 ■■■■■

AMD 863186/US0079031078 448,40 725,1 95,0 0,0 ■■■■■

Circle Internet Group A417ZL/US1725731079 94,15 21,4 113,4 0,0 ■■■■■

Tempus AI A40EDP/US88023B1035 44,75 7,7 – 0,0 ■■■■■

Crispr Therapeutics A2AT0Z/CH0334081137 48,60 4,7 – 0,0 ■■■■■

Quelle: Ark Invest, Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

TEMPUS AI

KI im Gesundheitswesen

Zuletzt hat Cathie Wood unter anderem ihren Anteil an Tempus AI aufgestockt.

Das Technologieunternehmen aus dem Gesundheitsbereich nutzt künstliche

Intelligenz (KI), um eine intelligente Diagnostik zu entwickeln. Eric Lefkofsky

gründete das Unternehmen im Jahr 2015, kurz nachdem bei seiner Frau Liz

Brustkrebs diagnostiziert worden war. Tempus AI sammelt im großen Stil klinische

und molekulare Daten und wertet sie mithilfe eines speziellen Betriebssystems

aus. Dadurch will es Tempus Ärzten ermöglichen, nahezu in Echtzeit

datengestützte Entscheidungen zu treffen und eine personalisierte Patientenversorgung

zu gewährleisten. Gleichzeitig unterstützt das Unternehmen die Erforschung

und Entwicklung von Therapeutika. Der Fokus liegt dabei auf den

Bereichen Onkologie (Krebs) und Kardiologie (Herz-Kreislauferkrankungen).

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 36,1 Prozent auf 348,1 Millionen Dollar.

Den größten Teil davon lieferte die Diagnostiksparte. Allerdings hat sich

der Nettoverlust auf 125,9 Millionen Dollar fast verdoppelt. Dies ist allerdings

auch auf verschiedene Sondereffekte zurückzuführen. Operativ steuert das

Unternehmen auf eine schwarze Null zu.

Starke Kursschwankungen

Tempus AI

Kurs der Tempus-Aktie in Euro

100

2024 2025 2026 20

JUL JAN JAN JUL

WKN/ISIN

A40EDP / US88023B1035

Börsenwert 7,7 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e – / –

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0 / 0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 55,00 / 38,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 23 %

Quelle: Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

80

60

40

e = erwartet

FOCUS MONEY 24/2026

Foto: ARK Investment Management Composing: FOCUS MONEY

19


moneytitel

ÄUSSERST SPENDABEL: Der knallharte Hedgefondsmanager

ist gleichzeitig auch ein großer

Philanthrop. Im vergangenen Jahr soll er mehr als

eine Milliarde Pfund für wohltätige Zwecke gespendet

haben. Hohn wird gerne mit Warren Buffett verglichen

Chris Hohn

Der erfolgreiche Hedgefondsmanager und die lebende Investorenlegende

Warren Buffett haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sind große Philanthropen

und spenden umfangreich. Bei Hohn spiegelt sich das auch im Namen

seines Fonds wider: Er heißt The Children’s Investment Fund, kurz TCI. Seine

Stiftung zählt zu den größten in Großbritannien. Sowohl Hohn als auch Buffett,

die sich kennen, schätzen und sich regelmäßig austauschen, setzen auf kleine

Teams. Bei TCI arbeiten nur eine Handvoll Analysten. Zudem setzen beide

Investoren mit großem Erfolg auf wenige, stark konzentrierte Wetten. Der milliardenschwere

Fonds von Hohn ist nur in rund 15 Positionen investiert.

Hohn stammt eigenen Angaben zufolge aus sehr armen Verhältnissen. Der

heute 59-Jährige hat TCI im Jahr 2004 gegründet und einen der erfolgreichsten

Hedgefonds aller Zeiten aufgebaut. In Deutschland wurde er 2005 bekannt,

als er die Übernahme der London Stock Exchange durch die Deutsche

Börse verhinderte. Der damalige Vorstandsvorsitzende Werner Seifert und der

Chef des Aufsichtsrats Rolf Breuer mussten nach dem verlorenen Machtkampf

ihre Posten räumen. Nun ist Hohn bei der Deutschen Börse erneut eingestiegen

und hat seinen Anteil von knapp einem auf gut fünf Prozent erhöht.

Ein gutes Geschäft in Deutschland hat Hohn 2020 mit Wirecard gemacht.

Vor dessen Zusammenbruch wettete er mit Leerverkäufen gegen den Zahlungsdienstleister

und erzielte damit hohe Gewinne.

Die fünf größten Positionen des TCI

Unternehmen WKN/ISIN Kurs in € Börsenwert

in Mrd. €

KGV 2026

Dividendenrendite

2026 in %

Risiko

GE Aerospace A3CSML/US3696043013 275,45 289,1 40,0 0,6 ■■■■■

Visa A0NC7B/US92826C8394 278,95 497,1 25,6 0,8 ■■■■■

Moody`s 915246/US6153691059 387,00 67,6 28,8 0,9 ■■■■■

S&P Global A2AHZ7/US78409V1044 358,70 106,2 24,4 0,9 ■■■■■

Canadian Pacific Kan A3D9ZG/CA13646K1084 77,46 65,9 25,5 0,9 ■■■■■

Quelle: Whalewisdom, Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

GE AEROSPACE

Leap-Triebwerke heben ab

Der amerikanische Hersteller von Flugzeugtriebwerken stellt die größte Position

im TCI dar. Die Aktie ist innerhalb eines Jahres in Euro um mehr als ein

Viertel gestiegen. GE Aerospace ist aus der Aufspaltung von GE Electric hervorgegangen

und baut unter anderem gemeinsam mit dem französischen Unternehmen

Safran die Leap-Triebwerke. Diese kommen in der 737 Max von

Boeing und im A320neo von Airbus zum Einsatz. Sie sind derzeit extrem gefragt.

Der Absatz ist in den ersten drei Monaten um rund 60 Prozent gestiegen.

GE Aerospace stellt auch Triebwerke für Militärflugzeuge her.

Im ersten Quartal erhöhten die Amerikaner den Umsatz um 25 Prozent auf

12,4 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang ging um 87 Prozent auf 23,0 Milliarden

Dollar durch die Decke. Verschiedene Fluggesellschaften wie American

Airlines und Ryanair bestellten mehr als 650 neue Triebwerke. CEO Lawrence

Culp kündigte an, eine weitere Milliarde Dollar in die Produktionsstätten in den

USA zu investieren. Hinzu kommt das brummende Servicegeschäft. Allein im

zivilen Bereich hat sich ein Auftragsbestand von 170 Milliarden Dollar angehäuft.

Der operative Gewinn stieg um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.

Hohe Kerosinpreise schüren Sorgen

GE Aerospace

Kurs der Aerospace-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

250

200

150

100

0

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A3CSML / US3696043013

Börsenwert 289,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 40,0 / 35,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,6 / 0,7 %

Kursziel/Stoppkurs 340,00 / 230,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 23 %

Quelle: Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

50

e = erwartet

20 Foto: dpa/Picture-Alliance

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


WISSEN ZAHLT SICH AUS: Sein Vermögen schätzte

Forbes 2024 auf zwei Milliarden Dollar. Asness hat

eine umfangreiche akademische Karriere hinter sich.

Sein Vater war stellvertretender Bezirksstaatsanwalt,

seine Mutter leitete ein Bildungsunternehmen

Cliff Asness

Der in Deutschland eher wenig bekannte Fondsmanager hat 1998 zusammen

mit drei Partnern AQR gegründet. Das Akronym steht für Applied Quantitative

Research und bedeutet auf Deutsch in etwa angewandte quantitative

Forschung. Laut eigenen Angaben kombiniert der Vermögensverwalter Wirtschaftswissenschaften,

Verhaltensökonomie, Daten und Technologie. Die Firma

startete in New York mit zehn Mitarbeitern. Heute gibt es Niederlassungen

in sieben Ländern, darunter auch in Deutschland.

Asness, Jahrgang 1966, arbeitet bei AQR als Chief Investment Officer und ist

somit für die Anlagestrategie verantwortlich. Zuletzt setzte er stark auf Aktien mit

KI-Fantasie. Der Fondsmanager veröffentlicht regelmäßig Fachartikel, für die er

bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Bevor er AQR aus der Taufe hob, leitete

er die quantitative Forschung bei Goldman Sachs. Dort überzeugte er die Partner,

ihm zehn Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen, um computergestützte

Modelle für Investitionen am Markt einzusetzen. So entstand der Goldman Sachs

Global Alpha Fund, der für den Hochfrequenzhandel bekannt wurde.

Der Amerikaner absolvierte ein Doppelstudium der Informatik und des Finanzwesens,

welches er 1988 mit der Bestnote abschloss. Später promovierte er an

der Universität Chicago. Dort arbeitete er als Lehrassistent für Eugene Fama, der

sein Doktorvater war. Fama gilt als der „Vater der modernen Finanzwissenschaften“

und erhielt im Jahr 2013 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Die fünf größten Positionen von AQR

Unternehmen WKN/ISIN Kurs in € Börsenwert

in Mrd. €

KGV 2026

Dividendenrendite

2026 in %

Risiko

Nvidia 918422/US67066G1040 184,66 4454,2 43,4 0,0 ■■■■■

Microsoft 870747/US5949181045 368,95 2737,8,3 23,8 0,9 ■■■■■

Apple 865985/US0378331005 267,40 3939,2 35,5 0,4 ■■■■■

Amazon 906866/US0231351067 233,30 2544,3 31,0 0,0 ■■■■■

Broadcom A2JG9Z/US11135F1012 371,95 1754,2 47,6 0,8 ■■■■■

Quelle: Whalewisdom, Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

CENTENE

Besser als erwartet

Im Februar gab AQR eine Beteiligung von knapp 6,5 Prozent an Centene bekannt.

Im Gegensatz zu den Top-5-Positionen dürfte hier KI-Fantasie keine Rolle

gespielt haben. Bei Centene handelt es sich um einen großen amerikanischen

Gesundheitsdienstleister, dessen Kunden vor allem Medicaid- und

Medicare-Mitglieder sowie über den Health Insurance Marketplace versicherte

Einzelpersonen und Familien sind. Medicaid und Medicare sind Krankenversicherungen

für Personen mit niedrigem Einkommen, mit Behinderungen

oder für ältere Menschen.

In den ersten drei Monaten belief sich der Gewinn je Aktie auf 3,37 Dollar.

Das bedeutet im Jahresvergleich ein Plus von gut 16 Prozent und lag 0,50 Dollar

über den eigenen Erwartungen. Gleichzeitig gelang es, Schulden in Höhe

von einer Milliarde Dollar abzubauen. CEO Sarah London äußerte sich zuletzt

auch für das Gesamtjahr optimistisch. Asness hat mit der Beteiligung einen

echten Treffer gelandet. Der Kurs ist seit seinem Einstieg um fast 50 Prozent

gestiegen. Die jüngsten Quartalsergebnisse sorgten für einen deutlichen

Schub. Zuletzt ließ das Momentum allerdings etwas nach.

Keine Aktie für schwache Nerven

Centene

Kurs der Centene-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

20

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN

766458 / US15135B1017

Börsenwert 25,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 23,0 / 16,6

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0 / 0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 60,00 / 40,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 19 %

Quelle: Factset UK Limited 2026, eigene Schätzungen

80

60

40

e = erwartet

FOCUS MONEY 24/2026

Foto: picture alliance/ASSOCIATED PRESS Composing: FOCUS MONEY

21


moneytitel

BERKSHIRE HATHAWAY

Moderner

Buffett

Der Nachfolger von Warren Buffett geht mit

der Zeit und setzt verstärkt auf Tech. Auch

wenn Greg Abel den größten Umbruch der

Firmengeschichte einläutet: Ein Einstieg von

Berkshire gilt nach wie vor als Ritterschlag

Schlechte Nachrichten für Börsenbullen: Der Buffett-

Indikator deutet auf Crash. Das Blöde: Der berühmte

Börsenseismograf funktioniert sehr häufig sehr gut.

Zeichen auf Crash. Angelehnt an den Namen seines berühmten

Anhängers, Warren Buffett, misst das Barometer

die Größe des Aktienmarktes (ausgedrückt als Börsenwert aller

notierten Unternehmen eines Landes) und setzt sie ins

Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ein Wert um

100 entspricht einer fairen Bewertung. Werte zwischen 70

und 80 deuten auf eine Kaufgelegenheit, über 100 auf eine

Überbewertung hin. Ab 150 gilt er als Vorbote eines Crashs.

Zur besseren Einordnung: Vor der Dotcom-Blase war der Index

auf über 150 geklettert. Auch vor der Finanzkrise zuckte

der Zeiger bedrohlich nach oben. Als das Barometer 2009

unter 50 fiel, war es quasi die beste Kaufgelegenheit einer

ganzen Generation. Der Wert aktuell: glutheiße 220!

Börsianer sind alarmiert. Kein Wunder: Namensgeber

Warren Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten.

Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ist Symbol

eines Anlagestils, der jahrzehntelang Ausnahmerenditen

von durchschnittlich rund 20 Prozent pro Jahr abwirft.

Mit seinem Rücktritt als Berkshire-CEO Ende vergangenen

Jahres übergab der 95-Jährige das Ruder an seinen Nachfolger

und bisherigen Vorstandskollegen Greg Abel.

von JENS

MASUHR

VITA

Greg Abel (63 Jahre)

Karrierestart in San Francisco als Wirtschaftsprüfer

bei PricewaterhouseCoopers (PwC)

2008 CEO von MidAmerican (ab 2014 Berkshire

Hathaway Energy), 2018 Vize-Chef des Nicht-

Versicherungsgeschäfts bei Berkshire Hathaway

Seit 2026 Nachfolger von Warren Buffett als

Vorstandschef von Berkshire Hathaway

BERKSHIRE-CEO

ABEL: Verantwortet den

größten Depot-Umbau

in der Firmengeschichte

22

Foto: Reuters

FOCUS MONEY 24/2026


Depotveränderungen zum Jahresauftakt

Unternehmen ISIN Aktivität (Veränderung

der Position)

Quelle: Dataroma, *zum 31. März 2026

Anzahl

der

Aktien

(in Mio.)

Veränderung

im

Portfolio

(in %)

Alphabet US02079K3059 Hinzugefügt (204 %) 36,40 3,98

New York Times A US6501111073 Hinzugefügt (199 %) 10,08 0,32

Lennar A US5260571048 Hinzugefügt (43,2 %) 3,05 0,10

Delta Air Lines US2473617023 Gekauft 39,80 1,01

Macy's US55616P1049 Gekauft 3,04 0,02

Bank of America US55616P1049 Reduziert (0,71 %) 3,67 0,07

Liberty Media C US5312297899 Reduziert (3,03 %) 0,33 0,01

Chevron US1667641005 Reduziert (35,2 %) 45,78 3,60

Constellat. Brands US21036P1084 Reduziert (95,1 %) 12,37 0,78

Visa US92826C8394 Verkauft (100,0 %) 8,30 1,06

Mastercard US57636Q1040 Verkauft (100,0 %) 4,00 0,83

United Health US91324P1021 Verkauft (100,0 %) 5,04 0,61

Domino's Pizza US25754A2015 Verkauft (100,0 %) 3,35 0,51

Amazon US0231351067 Verkauft (100,0 %) 2,28 0,19

Heico US4228061093 Verkauft (100,0 %) 1,29 0,12

Diageo GB0002374006 Verkauft (100,0 %) 0,23 0,01

Für Buffett mehr als nur der Stabwechsel an einen langjährigen

Weggefährten. „Ich würde lieber Greg mein Geld verwalten

lassen als irgendeinen der besten Anlageberater oder

CEOs in den USA“, lobt Buffett den neuen Berkshire-Chef.

Tabula Rasa bei Berkshire. Was zum Crash-Barometer

passt: Abel macht dort weiter, wo sein berühmter Vorgänger

aufgehört hat. Buffett sprach kürzlich von „Casino-Mentalität“

an den Märkten, weswegen der Börsenaltmeister zuletzt

kaum noch attraktive Anlagemöglichkeiten fand. Laut den

13F-Mitteilungen an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde

SEC verkaufte auch Abel in Q1 mehr Aktien als er auf der anderen

Seite ins Depot nahm. Der Bestand im Portfolio fiel um

weitere 14 Positionen (siehe auch Tabelle unten). Um Gewinne

zu sichern, reduzierte Abel unter anderem Top-Performer

wie Bank of America. Dabei legte Abel die Axt auch an Werte,

die Buffett teilweise über Jahrzehnte als solide Gewinnund

Dividendenbringer im Bestand hatte. Unter dem Strich

schrumpfte die Zahl der Unternehmen im Berkshire-Portfolio

das 14. Quartal in Folge – der größte Umbruch in der Firmengeschichte.

Aktuell liegt der Depotwert bei gut 263 Milliarden

Dollar. Die gute Nachricht: In „Absprache mit Buffett“

kauft Abel auch mal zu. Zwei Positionen sind neu, eine weitere

setzt auf die Chancen bei KI (s. Kästen S. 24/25). Erst

kürzlich meldete Berkshire eine 8,5-Milliarden-Dollar-

Übernahme des US-Wohnbau-Konzerns Taylor Morrison.

Buffetts Liebling. Immerhin: Abel kann aus dem Vollen

schöpfen. In der Kasse sammeln sich Barmittel von fast 400

Milliarden Dollar (Ende März). Auch für den erfahrenen Konzernmanager

kein Pappenstiel. Der frühere Wirtschaftsprüfer

bei PricewaterhouseCoopers (PwC) machte schnell Karriere

und schaffte es zum Präsidenten des Energieunternehmens

MidAmerican Energy Holdings, das als späterer

Mischkonzern im Berkshire-Portfolio landete. Abel zog daraufhin

als Vize-Chef für das Nicht-Versicherungsgeschäft in

den Vorstand von Berkshire Hathaway ein. Inzwischen

kommt der 63-Jährige auf 30 Jahre Erfahrung in verschiedenen

Funktionen bei Berkshire Hathaway Energy (BHE) darunter

zehn Jahre als CEO. BHE macht mit seinen Töchtern

(Kohle, Erdgas, Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Geothermie

und Kernenergie) aktuell rund 26 Milliarden Dollar

Umsatz. Zuvor war Vorstandschef Abel an einigen der größten

Übernahmen von Berkshire beteiligt, darunter Pacifi-

Corp (2006), der Energieversorger NV Energy aus Nevada

(2013) und das Pipeline-Geschäft von Dominion Energy

(2020). Zudem baute Abel Home Services auf, ein vergleichsweise

kleiner Immobilienmakler, der mit dem Kauf eines anderen

Unternehmens hinzukam und heute eine der erfolgreichsten

Beteiligungen von Berkshire ist.

Trotz aller Nähe zu Buffett drückt Abel dem Vermögensmanagement

seinen Stempel auf. Vor allem in Bezug auf

Tech-Investments ziehen Abel und Ted Weschler, verantwortlicher

Vermögensmanager unter Buffett, an einem

Top-Ten im ersten Abel-Depot

Unternehmen

Depot-Anteil

(in %)

Anzahl der Aktien (in

Millionen)

gemeldeter Preis

(in Dollar)

Wert der Position* (in

Mrd. Dollar)

Aktienkurs*

(in Dollar)

Gewinn/Verlust

(in %)

Apple 21,99 227,9 253,79 57,8 300,23 18,3

American Express 17,43 151,6 302,48 45,9 313,48 3,6

Coca Cola 11,56 400,0 76,05 30,4 80,82 6,3

Bank of America 9,52 513,6 48,75 25,0 49,77 2,1

Chevron 6,64 84,4 206,90 17,5 191,10 –7,6

Occidental Petroleum 6,55 264,9 65,00 17,2 59,62 –8,3

Alphabet 5,93 54,2 287,56 15,6 396,78 38,0

Chubb Limited 4,24 34,2 325,39 11,2 324,15 –0,6

Moody's 4,09 24,7 436,25 10,8 428,90 –1,7

Kraft Heinz 2,78 325,6 22,49 7,3 22,92 1,9

Quelle: Dataroma, *zum 31. März 2026

FOCUS MONEY 24/2026

23


Ich würde lieber Greg mein Geld verwalten lassen als

irgendeinen der besten Anlageberater oder CEOs in

den Vereinigten Staaten.“

Warren Buffett

Gründer von Berkshire Hathaway

Strang. Auch wenn Abel nach alter Buffett-Manier die Kursschwäche

zu Jahresbeginn und damit eine günstige Einstiegsgelegenheit

ausnutzt, bedeutet der Milliardenkauf von

Alphabet-Aktien eine Art Kulturbruch. Zwar eröffnete Buffett

die Position bereits im dritten Quartal 2025. Abel aber

verdreifachte den Anteil an der Google-Mutter mit dem Kauf

von weiteren 36 Millionen Aktien auf 54 Millionen (plus 204

Prozent). Damit schafft es der Online-Suchriese auf einen

Schlag zur siebtgrößten Position im Depot (siehe untere Tabelle

Seite 23). Die Rechnung ging auf: Das Plus seit dem

jüngsten Tief Ende März beträgt aktuell etwa 40 Prozent.

Altmeister lässt grüßen. Abel baute zudem mit der Warenhauskette

Macy‘s (Wert Ende März: 55 Millionen Dollar) und

der US-Fluglinie Delta Airlines (2,6 Milliarden Dollar) zwei

neue Positionen auf. Weil der Einstieg der Buffett-Holding

als Ritterschlag gilt, stiegen die Aktien danach um bis zu fünf

Prozent. Mindestens ebenso bemerkenswert: Erstmals nach

zwei Jahren kauft Abel eigene Aktien zurück - für insgesamt

234 Millionen Dollar. Dabei nutzte der CEO die Kursdelle

nach dem Buffett-Rücktritt aus, worauf die Berkshire-Aktie

gerade mal mit dem 1,4-Fachen des Buchwerts bezahlt wurde

– ein Deal ganz nach dem Geschmack des Altmeisters.

ALPHABET

Nach den Sternen greifen

Alphabet (Google) steht als Inbegriff fürs Stöbern im Internet. Dabei bietet

der Onlineriese weit mehr als dauerhaft hohe Werbeerlöse im Umfeld der Suchtreffer

und der Onlineplattform Youtube. Konzernkenner loben den Mix aus eigenen

KI-Chips, der neuen Version seines eigenen Sprachmodells („Gemini 3“),

jeder Menge Rechenpower und der enormen Finanzkraft, um die gigantischen

Investitionen zu stemmen, die nötig sind, wenn man in Zukunft das Geschäft

mit KI beherrschen will. Überhaupt: Das Management macht einen exzellenten

Job und plant weit in die Zukunft hinein. Auch am Raketenkonzern SpaceX von

Elon Musk hat man sich frühzeitig beteiligt, um eigene Rechenzentren (und

Chips) von den Musk-Raketen ins All schießen zu lassen. Netter Nebeneffekt:

Sollte es zur erwarteten Billionen-Dollar-Bewertung beim SpaceX-IPO kommen,

wird sich der Wert der 7,4-Prozent-Beteiligung am Musk-Konzern mehr als

verhundertfachen. Fazit: klarer Kauf – nicht nur für Berkshire.

Alphabet

Kurs der Alphabet-A-Aktie in Euro

300

250

200

150

100

200-Tage-Linie

50

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA14Y6F/US02079K3059

Börsenwert 3 770,0 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e27,4/27,0

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,2/0,2 %

Kursziel/Stoppkurs 370,00/276,80 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 11 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

MACY‘S

Wie für Berkshire gemacht

Macy‘s verkauft als exklusive Warenhauskette stationär in Top-City-Lagen

und über Onlineshops. Den Schwerpunkt der Palette bilden Bekleidung,

Accessoires, Kosmetik und Haushaltswaren. Für den Konzern ist die Verknüpfung

von Filialgeschäft, E-Commerce und Markenpräsenz zentral, weil der US-

Markt hart umkämpft ist und die Kaufentscheidungen verstärkt von Preis, Verfügbarkeit

und Markenimage abhängen. Für Macy’s wiederum ist entscheidend,

wie stark Rabattaktionen, Lagerbestände sowie die Kundenfrequenz in den

Warenhäusern die Bruttomarge beeinflussen. Keine Frage: An den jüngsten

Quartalszahlen gibts nix zu meckern. Warum Berkshire trotz wachsender Inflations-

und Zinsängste dennoch ins Risiko geht und erstmals seit 1966 eine Warenhaus-Aktie

kauft: Mit der relativ günstigen Bewertung, einem großen Immobilienportfolio,

23 Milliarden Dollar Umsatz sowie drei bis vier Prozent

Dividendenrendite bis 2029 ist Macy’s ein klassisches Buffett-Value-Investment.

Macy‘s

Kurs der Macy‘s-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0MS7Y/US55616P1049

Börsenwert 5,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis* 2027e/28e10,6/9,8

Dividendenrendite* für 2027e/28e 3,3/3,4 %

Kursziel/Stoppkurs 21,50/15,90 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 12 %

Quelle: Factset UK Limited 2026, *versetztes Geschäftsjahr

30

25

20

15

10

5

e = erwartet

24 Foto: dpa/Picture-Alliance

FOCUS MONEY 24/2026


moneytitel

DELTA AIR LINES

Aktie im Höhenflug

Als Mitglied der Luftfahrtallianz Sky Team zählt die US-Fluglinie Delta Air Lines

mit einer Flotte von 700 bis 1000 Jets sowie mit mehr als 200 Millionen

Passagieren pro Jahr zu den Top-3 der weltgrößten Airlines. Die Beteiligung

bildet seit Q1 – neben der US-Warenhauskette Macy’s – eine von zwei neuen

Positionen im Berkshire-Bestand. Für Beobachter ein überraschender Schritt

(nicht nur wegen der aktuell hohen Kerosinpreise). Zwar hielt bereits Berkshire-Gründer

Warren Buffett Anteile an Airline-Aktien, verkaufte allerdings seine

Beteiligungen an Delta, Southwest, United und American nach Ausbruch

von Corona. Laut Buffett habe sich die Welt für die Branche verändert, so die

Begründung des Starinvestors. „Ich hoffe, dass sich die Fluggesellschaften in

einer einigermaßen absehbaren Zeit wieder fangen“, sagte Buffett damals.

Berkshire-CEO Abel setzt indes auf eine weitere Branchenerholung bei gleichzeitig

starker Finanzlage des Konzerns. Die Delta-Aktie notiert auf Allzeithoch.

Delta Airlines

Kurs der Delta-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

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20

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0MQV8/US2473617023

Börsenwert 47,0 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e17,6/10,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,9/1,0 %

Kursziel/Stoppkurs 79,00/58,80 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 12 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

70

60

50

40

e = erwartet

NEW YORK TIMES

Wachsendes Digitalgeschäft

Bekannt ist die New York Times als altehrwürdiges Zeitungshaus. Der Unterschied

zur Konkurrenz wie Washington Post oder Los Angeles Times: Der Medienriese

aus Big Apple entwickelt sich zusehends zum Digitalanbieter. Rund zwölf

Millionen Online-Abonnenten begeistern sich für Spiele wie „Wordle“ oder die

Sportplattform „The Athletic“. Folge: Regelmäßige Nachrichten um Donald Trump,

Krisenherde wie der US-Iran-Krieg oder die US-Midterms liefern den Treibstoff

für ein florierendes Mediengeschäft, gestützt durch ein immer stärkeres Online-

Segment. Die Börse klatscht Beifall: Auf Zehn-Jahressicht ließ das Papier den

S&P 500-Index klar hinter sich. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie erneut mit 20

Prozent Plus vorn. 450000 neue Abonnenten, zehn Prozent mehr Umsatz und

ein Ebit-Plus von 12,8 Prozent: Auch in Q4 hakte die Zeitung die Medienkrise ab.

Die Analysten erwarten für Q1 noch mehr: bis zu elf Prozent Plus bei Abos und

überraschend gute Zahlen im Nachrichtengeschäft.

New York Times

Kurs der NY-Times-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

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2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN857534/US6501111073

Börsenwert 10,5 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e28,3/25,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,2/1,4 %

Kursziel/Stoppkurs 72,00/53,50 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 12 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

70

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e = erwartet

BERKSHIRE HATHAWAY

Günstig zu haben

Mit Warren Buffett muss man rechnen – auch nach dem Rücktritt als CEO. Auf

der Hauptversammlung nahm Buffett als Chef des Verwaltungsrats kein Blatt

vor den Mund. Die aktuelle Stimmung an den Märkten beschrieb der Börsenaltmeister

mit „Casino-Atmosphäre“. Und weiter: „Es ist nicht gerade unser ideales

Umfeld, um Barmittel für Berkshire einzusetzen.“ Rühmliche Ausnahme: die

Berkshire-Aktie selbst. Die Beteiligungsholding hält 29 Posten (darunter Tech,

Finanzen, Rohstoffe, Energie, Versorger) im Wert von gut 263 Milliarden Dollar.

Barmittel: fast 400 Milliarden Dollar. Die Aktie notierte nach der Rücktrittsmeldung

Ende 2025 mit dem 1,4-Fachen ihres Buchwerts – günstig. CEO Abel nutzte

die Gunst der Stunde und kaufte zum Jahresauftakt erstmals seit zwei Jahren

eigene Aktien (im Wert von 234 Millionen Dollar) zurück. Analysten erwarten

noch mehr. UBS-Analyst Brian Meredith glaubt, „dass das Ausmaß weiterer Buybacks

ein entscheidender Faktor für die Stimmung der Anleger sein wird“.

Berkshire Hathaway

Kurs der Berkshire-

B-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

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2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0YJQ2/US0846707026

Börsenwert 888,0 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e23,2/21,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 480,00/340,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 17 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

FOCUS MONEY 24/2026

25


moneytitel

Vita

Donald Trump

45. und 47. Präsident der Vereinigten

Staaten (2017-2021 und seit Januar 2025)

Berufliche Laufbahn: Immobilienunternehmer,

Medienpersönlichkeit, Politiker (79

Jahre)

Vermögen ca. 6,5 Milliarden Dollar

(Forbes, Mai 2026). Treiber sind Real Estates

(Hotels, Golfplätze etc.), Trump Media &

Technology Group, Krypto-Investments und

-Ventures

Familie: Verheiratet mit Melania Trump. Fünf

Kinder. Die Söhne Donald Jr. und Eric sind

stark in die Finanzgeschäfte involviert

US-PRÄSIDENT TRUMP:

Verfechter der „America

First“-Politik mit harter Linie

bei der Außenpolitik

DONALD TRUMP

Clevere Familienbande

Donald Trump bewegt die Märkte. Der jüngste

OGE-Bericht verrät, in welche Bereiche der

Milliardär sein Vermögen investiert. Wie

Anleger wertvolle Schlüsse hieraus ziehen

– und sich strategisch positionieren

von MARTINA SIMON

Während die US-Staatsverschuldung rasant ansteigt,

hat Donald Trump sein Vermögen in den vergangenen

zwei Jahren von geschätzt 2,4 Milliarden Dollar

auf rund 6,5 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Wesentliche

Treiber sind neben Kryptoinvestments die Trump

Media & Technology Group sowie das klassische Immobiliengeschäft

mit Luxusimmobilien, Golfplätzen und Hotels.

Ein beachtlicher Teil von US-Präsident Donald Trumps Vermögen

besteht derzeit auch aus Aktien und ETFs.

In seinem Depot geht es hoch her. So wurden im ersten Quartal

2026 mehr als 3642 Transaktionen im Portfolio von US-Präsident

Donald Trump vorgenommen. Dies geht aus den Unterlagen

der US-Ethikbehörde OGE hervor, die im Mai 2026 den

„Form 278-T“-Bericht veröffentlichte und damit Einblicke in die

26

Foto: A. Schwartz/imago images

FOCUS MONEY 24/2026


Investitionen der Familie Trump ermöglicht. Die Gesamtsumme

lag dabei geschätzt zwischen 220 Millionen und 750 Millionen

US-Dollar. Innerhalb von 90 Tagen wurden 2346 Käufe und

1296 Verkäufe von Aktien und börsengehandelten Fonds (ETFs)

beobachtet. Dabei wurden pro Transaktion teilweise eine bis 25

Millionen Dollar bewegt. Anleger können daraus wertvolle

Schlüsse für ihre eigenen Handelsentscheidungen ziehen.

FOCUS MONEY hat die größten Bewegungen analysiert (siehe

Tabellen unten). Das Ergebnis: Das Portfolio offenbart eine

Strategie, die präzise auf die wirtschafts- und außenpolitischen

Weichenstellungen der eigenen Regierung abgestimmt ist.

Beispiele gefällig? Im Februar dieses Jahres erlebte der Softwaresektor

eine enorme Kurskorrektur. Rund 300 Milliarden

Dollar an Marktwert wurden in Luft aufgelöst. Genau in dieser

Schwächephase kaufte Trumps Trust Servicenow-, Adobe- und

Workday-Aktien. Noch aufschlussreicher als diese SaaS-Käufe

ist die gigantische Rotation im Hardware- und Infrastrukturbereich.

Während Trump große Positionen in Hyperscalern wie

Meta, Amazon und Microsoft (jeweils Verkäufe im Bereich von

fünf bis 25 Millionen) reduzierte, kaufte er für bis zu fünf Millionen

Dollar Nvidia-Aktien ein – und das genau am 6. Januar 2026,

neun Tage, bevor das Handelsministerium Chip-Exporte nach

China genehmigte. Auch die Käufe von Dell (Server) und Broadcom

(Netzwerk-Chips) unterstreichen den Fokus auf die Hardware-Ebene

(„Body” und „Brain” in der Morgan-Stanley-Segmentierung).

Insbesondere der Aufbau einer millionenschweren

Position bei Dell wurde äußerst kritisch gesehen, da die Dell-Familie

zuvor Milliarden in ein von Trumps Regierung gefördertes

Rentenprojekt gesteckt hatte.

Auch bei Apple hat Trump in großem Stil zugeschlagen. Insgesamt

flossen von Januar bis März 7,2 Millionen Dollar aus

Trumps Vermögen in den iPhone-Produzenten.

Der März 2026 war geprägt von der Eskalation des Iran-

Konflikts, der die globalen Märkte massiv verunsicherte.

Doch auch hierauf war Trumps Portfolio vorbereitet. Am 12.

Januar 2026, dem Tag, an dem Trump 25 Prozent Strafzölle

auf Käufer von iranischem Öl ankündigte, erfolgte der größte

Einzelverkauf des Quartals (Vanguard Dividend Apprecia-

tion ETF, in der Bandbreite zwischen fünf bis 25 Millionen

Dollar). Kurz vor der Eskalation (Schließung der Straße von

Hormus am 2. März) wurden zudem Positionen im S&P 500

ETF gekauft und kurz danach wieder abgestoßen. Dies spiegelt

das klassische institutionelle Verhalten wider, das in Krisenzeiten

in sichere Häfen (Gold, Staatsanleihen) flüchtet,

hier jedoch mit scheinbar perfektem Timing.

Ein weiteres klares Muster ist die Investition in Unternehmen,

die kurz vor oder nach der Transaktion massive Regierungsaufträge

erhielten oder von strategischen Initiativen profitierten.

Hierzu gehören Palantir, Boeing oder Axon Enterprise. Daneben

steht bei Trump die Kryptobranche weiterhin hoch im Kurs.

Die OGE hat unter anderem Käufe bei Strategy (ehemals Micro-

Strategy), Coinbase und der Mining-Firma Mara notiert. Während

die Regierung kryptofreundliche Dekrete erließ und eine

staatliche Bitcoin-Reserve aufbaute, kauften Trumps Vermögensverwalter

im ersten Quartal Aktien von Bitcoin-Minern (wie

Mara Holdings) und Krypto-Börsen (Coinbase).

Unzulässiger Insiderhandel? Die Beispiele belegen es: Die

Grenze zwischen staatlicher Industriepolitik und privatem Kapital

verschwimmt zunehmend. Kritiker werfen diesem Vorgehen

daher unzulässigen Insiderhandel vor.

Laut dem Weißen Haus werden Trumps Vermögenswerte

allerdings von seinen Kindern verwaltet. Somit bestünden

keine Interessenskonflikte mit seinem Amt als US-Präsident.

Insiderhandel ist ein eindeutiger Gesetzesverstoß. Der sogenannte

STOCK Act verbietet es Inhabern politischer Ämter

in den USA zwar, auf Basis von Informationen aus Regierungskreisen

eigene Börsengeschäfte durchzuführen. Allerdings

ist es sehr schwierig, die bewusste Ausnutzung solcher

Informationen zu beweisen. Eindeutige Beweise für Interessenkonflikte

seiner Transaktionen gibt es bisher nicht. Vizepräsident

JD Vance erklärte, dass die Anlageentscheidungen

von unabhängigen Finanzberatern getroffen würden, an denen

der Präsident nicht beteiligt sei. Politisch und ethisch

bleibt es jedoch ein beispielloser Fall, da hier ein Präsident

direkt von den regulatorischen Entscheidungen profitiert,

die er am Schreibtisch im Oval Office selbst unterschreibt.

Gezielte Branchen-Käufe

Der OGE-Bericht der US-Ethikbehörde enthüllt:

Trumps Portfolio ist technologisch ausgerichtet.

KI- und Infrastrukturanbieter stehen hoch im Kurs

Sektor Wichtigste Einzelwerte/ETFs Anteil (ca.)

Verkäufe im großen Stil

Auch wenn es mehr Käufe als Verkäufe gab, ist das

Gesamtvolumen der Verkäufe viel höher ausgefallen,

teilweise waren dies Gewinnmitnahmen

Sektor Wichtigste Einzelwerte/ETFs Anteil (ca.)

Technologie

– Software

Oracle, Servicenow, Adobe, Workday, Cadence,

Synopsys, Apple, Dell, Intel, Microsoft u.a.

45 %

Technologie

– Halbleiter

Nvidia, Broadcom, Synopsys, Applied Materials,

Microchip Techn., Micron, AMD, Datadog u.a.

22 %

Konsumgüter Amazon, Costco, Home Depot, Chipotle u.a. 12 %

Industrie

Eaton, Trane Technologies, Emcor, Boeing,

Transdigm, Uber, Axon, Comcast u.a.

10 %

ETFs / Diversifizierte

Anlagen

Vanguard S&P 500, Ishares GSCI, Ishares

Russell 1000, SPDR ETFs u.a.

11 %

Quelle: US-Ethikbehörde OGE Formular 278-T; 12.Mai 2026 Quelle: US-Ethikbehörde OGE Formular 278-T; 12.Mai 2026

ETF – Breiter Markt

Vanguard S&P 500, Vanguard Dividend

Appreciation, Ishares CORE S&P 500, SPDR u.a.

38 %

Technologie

– Software/KI

Microsoft, Amazon, Meta, Palantir, Accenture,

Salesforce, Oracle u.a.

28 %

Kommunikationsdienste

Meta Platforms, Netflix, AT&T, Verizon u.a. 10 %

Finanzwesen Mastercard, Visa, Blackstone, Prudential u.a. 12 %

Gesundheitswesen

Unitedhealth, Abbott Labs, Stryker, Danaher,

Elovance Health u.a.

12 %

FOCUS MONEY 24/2026

27


moneymarkets

ASIEN

TOKIOS STADTTEIL AKIHABARA:

Gemessen am Börsenwert, hat

Softbank gerade Toyota überholt –

zum ersten Mal seit über 20 Jahren

28

Foto: Adobe Stock FOCUS MONEY 24/2026


Weltweit steigen die Kurse in kaum einem

anderen Land so rasant wie in Japan – trotz

Ölschock, schwachem Yen und einer

Notenbank im Stresstest. Wie lange das

noch gut gehen kann, wie Anleger dabei sind

von PHILIPP EMANUEL EISEL

Den Grundstein für Japans jüngste Rekordjagd an der

Börse legte die Politik. Aus der Parlamentswahl am 8.

Februar 2026 ging das Lager um die neue Premierministerin

Sanae Takaichi mit einer Zweidrittelmehrheit hervor,

woraufhin der Aktienmarkt mit frischen Rekordhochs

reagierte – getragen von der Aussicht auf eine großzügige Fiskalpolitik.

Doch je weiter das Jahr voranschritt, desto weniger

passte dieses Bild zur makroökonomischen Kulisse. Der

Iran-Konflikt erschütterte die Ölmärkte, trieb die Sorte WTI

über 100 Dollar und ließ die Importrechnung Japans explodieren;

das Land bezieht gut 95 Prozent seines Öls aus dem

Nahen Osten. Der Yen geriet unter Druck und die Rendite

zehnjähriger japanischer Staatsanleihen kletterte erstmals

in diesem Jahrtausend über die Marke von zwei Prozent (siehe

Grafik S. 30), während sich die Bank of Japan (BoJ) in einem

Spagat wiederfindet – die Inflationsprognose hob sie gerade

an, während sie die Wachstumsprognose für 2026

zusammenstrich. Viele Investoren fragen sich nun: Trotzt

der japanische Aktienmarkt dem aufziehenden Gewitter,

oder hat die Rally noch Luft nach oben? Aber der Reihe nach.

Einen Beleg für Japans Sonderstellung liefert ein Blick auf

die Regionen: Seit Jahresbeginn führt der japanische Aktienmarkt

das Feld mit einem Plus von rund 25 Prozent an, vor

den Schwellenländern und mit deutlichem Abstand vor den

USA, die es auf ein Plus von vergleichsweise niedrigen zehn

Prozent bringen (siehe Grafik S. 29). Doch bemerkenswert

Top-Region

Wer seit Jahresbeginn auf einen Japan-ETF setzte,

konnte weitaus bessere Renditen einfahren als in

Europa und den USA.

Entwicklung von Aktienmärkten seit Anfang 2026

in Prozent

Japan 24,9

Schwellenländer 21,5

USA 10,4

China 9,8

Asien Pazifik 9,4

Quelle: Bloomberg

Europa 7,3

FOCUS MONEY 24/2026

29


moneymarkets

Inflationsprognose über dem Zinsniveau

Kürzlich hob die Bank of Japan ihre Prognose zu

den Kern-Verbraucherpreisen für das Jahr 2026 auf

2,8 Prozent an.

prognostizierte Inflation und

aktueller Leitzins in Japan

in Prozent

Inflationsrate,

Prognose 2026 2,80

Leitzins der

Bank of Japan 0,75 Quelle: eigene Recherche

Zehnjährige japanische Anleihen

Rendite in Prozent

8

6

4

2

0

–2

So hoch wie vor der Jahrtausendwende

Die Normalisierung der japanischen Geldpolitik und

hohe Schuldenberge treiben Renditen am Anleihemarkt

weiter nach oben.

1990 95 2000 05 10 15 20 2025

Quelle: Factset UK Limited 2026

30

ist weniger die Höhe des Vorsprungs als seine Herkunft.

Stammte er aus einem globalen Aktien-Boom, läge der US-

Markt vermutlich näher am japanischen Markt – dass er es

nicht tut, verweist auf Kräfte, die in Japan selbst wurzeln

dürften. Inzwischen kann die Regierung um Premierministerin

Takaichi neue Gesetze ohne Rücksicht auf die Opposition

verabschieden – was bereits für ein Konjunkturpaket

von umgerechnet knapp 115 Milliarden Euro genutzt wurde,

das von der Entlastung bei den Lebenshaltungskosten

über strategische Investitionen in Halbleiter und künstliche

Intelligenz bis zur Verteidigung reicht. Dieser Impuls trifft

auf eine Wirtschaft, die unterschiedliche Signale sendet: Die

BoJ halbierte jüngst ihre Wachstumsprognose zur japanischen

Wirtschaft für 2026 auf 0,5 Prozent. Gleichzeitig zogen

die Reallöhne drei Monate in Folge an – ein Signal dafür,

dass die Binnennachfrage Tritt fasst.

Ebenfalls nicht eindeutig scheint die Antwort auf die Frage

nach der Preisentwicklung im Land. Im April wurde eine

moderate Teuerung von 1,4 Prozent gemessen, die nur

knapp über dem Leitzins von 0,75 Prozent liegt. Die Notenbank

blickt jedoch nach vorn und hob ihre Inflationsprognose

für die Kern-Verbraucherpreise zuletzt auf 2,8 Prozent an

(siehe Grafik links). Dahinter steht die Sorge vor den mögli-

chen Folgen eines höheren Ölpreises: Der durch den Iran-

Konflikt ausgelöste Preisschub schlägt über Energie und

Transport früher oder später auf nahezu alle Güter durch.

Das Problem wird durch einen schwachen japanischen Yen

zusätzlich verschärft. Da Japan sein Öl überwiegend in Dollar

bezahlt, verteuert jede Abwertung der heimischen Währung

die Importrechnung zusätzlich.

Im Mai 2026 war der Yen bereits über die als kritisch geltende

Marke von 160 zum Dollar gestiegen. Steigende Energiekosten

und ein abwertender Yen treiben dieselbe Inflation,

die die Notenbank eigentlich in Schach halten will. Um

den Verfall zu stoppen, kaufte die Notenbank in großem Umfang

Yen - mit überschaubarem Erfolg. Inzwischen notiert

die Währung wieder nahe der Marke, die diese Intervention

ausgelöst hatte.

Damit offenbart sich das Dilemma der Bank of Japan: Die

Verteidigung der eigenen Währung und das schuldenfinanzierte

Fiskalpaket machen höhere Zinsen kaum vermeidbar,

während die halbierte Wachstumsprognose offenbart, dass die

Wirtschaft eine Pause der Straffungen wohl vertragen könnte.

Auf der Ebene aktueller Schlagzeilen zeigt sich die Rally japanischer

Aktien fragil – doch die eigentlichen Stützen liegen

tiefer. Ein Treiber ist die seit über einem Jahrzehnt laufende

Reform der Unternehmensführung, die 2026 weiter

verschärft werden soll. Die Tokioter Börse droht Unternehmen

sogar den Rückzug vom Parkett an, wenn diese ihre Profitabilität

und Kapitaleffizienz nicht ausreichend verbessern.

Viele japanische Konzerne sitzen seit Jahren auf hohen Bargeldreserven,

die kaum Ertrag bringen. Eine für Mitte 2026

geplante Überarbeitung der Regeln guter Unternehmensführung

soll sie dazu bringen, dieses Geld produktiver einzusetzen

– sei es für Investitionen oder für Ausschüttungen an die

Aktionäre. Sichtbar wird der Wandel bereits an der Auflösung

der sogenannten Überkreuzbeteiligungen: Traditionell hielten

japanische Firmen Aktienpakete an ihren Geschäftspartnern,

die viel Kapital banden, aber keine Rendite brachten.

Werden diese Anteile verkauft, fließt das frei werdende Geld

zurück ins Unternehmen oder an die Anteilseigner.

Eine zweite Stütze sind die Unternehmen selbst - und das

Geschäft mit KI. Erst am Dienstag holte sich Softbank dank

der Ankündigung zum milliardenschweren Bau von KI-Rechenzentren

in Frankreich den Titel als teuerstes börsennotiertes

Unternehmen des Landes zurück und verdrängte damit

Toyota auf Rang 2, zum ersten Mal seit über 20 Jahren.

Auch bei anderen Unternehmen brummt das Geschäft. Für

das laufende Geschäftsjahr erwartet das Analysehaus Nomura

ein Gewinn-Wachstum von 14 Prozent, getragen von

Preiserhöhungen, dem schwachen Yen und robusten Aktienrückkäufen.

Steigende Gewinne bei einer schrumpfenden

Zahl der ausstehenden Aktien ergeben ein günstiges Verhältnis

von Angebot und Nachfrage – was die Kurse auch ohne

neue Käufer von außen stützen könnte.

Eine weitere Säule ist die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung.

Ihr Kern ist eine gezielte Industriepolitik, die jene

Sektoren fördert, in denen das Land eine führende Rolle einnehmen

kann. Entscheidend ist die Wirkung auf die Binnenwirtschaft:

Steigende Reallöhne stärken den Konsum, und

ein nach Jahren der Deflation wieder positives nominales

FOCUS MONEY 24/2026


NEUE CHEFIN: Die japanische

Ministerpräsidentin Sanae

Takaichi hat dem Land ein

Milliarden-schweres Konjunkturpaket

verordnet

Wachstum treibt die Umsätze. Hier kehrt sich ein vertrauter

Zusammenhang um: Während höhere Zinsen die Aktienmärkte

üblicherweise belasten, könnten sie in Japan sogar

stützend wirken, weil sie das Ende der Deflation bestätigen,

aus der sich die Notenbank gerade löst.

Dass steigende Zinsen für Japans Börse kein Hemmschuh

sein müssen, sieht auch Goldman Sachs so. Der Asset Manager

erwartet für den japanischen Aktienmarkt weitere Kursgewinne

über die kommenden zwölf Monate und begründet

das ausdrücklich mit der Sondersituation einer Notenbank,

die sich aus dem Negativzins herausarbeitet. Auch die Bank

of America sieht aufgrund steigender Reallöhne weiteres Potenzial.

Allerdings sehen Marktteilnehmer angesichts der

Rally auch das Risiko kurzfristiger Rücksetzer – etwaige Verlustphasen

sollten Investoren also nicht überraschen.

Über Gewinn oder Verlust eines Euro-Anlegers entscheidet

am Ende jedoch eine Größe, die mit dem japanischen

Aktienmarkt nur mittelbar zu tun hat: der

Wechselkurs. Wer die Unsicherheit rund um den

japanischen Yen ohne Absicherung in Kauf

nimmt, partizipiert an einer etwaigen Erholung

der Währung, riskiert bei anhaltender Schwäche

aber, dass Wechselkursverluste mögliche

Kursgewinne aufzehren. Solch ein Engagement kann allerdings

auch als natürlicher Puffer gegen Schwankungen und

Währungsdiversifikation gesehen werden. Wer das Wechselkursrisiko

nicht tragen will, greift zu einer währungsgesicherten

Anteilsklasse, die die Kursentwicklung des Marktes

von den Yen-Bewegungen abkoppelt – hierfür muss

lediglich eine etwas höhere laufende Gebühr in Kauf genommen

werden; die Kosten für die Absicherung selbst sind

aufgrund der aktuellen Zinsniveaus im Euro- und Yen-Währungsraum

sogar negativ.

Unter dem Strich bleibt Japan ein Markt der zwei Geschwindigkeiten:

Die strukturellen Treiber – Governance,

Gewinne, Reflation – tragen die Aktienstory, während der

schwache Yen und die steigende Staatsverschuldung signifikante

Risiken stellen. Für ein breit gestreutes Portfolio bleibt

die Region interessant; das Risiko einer Yen-Abwertung sollten

Anleger jedoch nicht unterschätzen.

ISHARES CORE MSCI JAPAN IMI UCITS ETF

Breiter Marktzugang inklusive Nebenwerte

Der iShares Core MSCI Japan IMI bildet den japanischen Aktienmarkt in seiner

ganzen Breite ab und hält mit rund 950 Titeln Unternehmen jeder Größenordnung

– von Schwergewichten wie Toyota oder Sony bis zum kleinen Nebenwert.

Das Kürzel IMI steht für Investable Market Index und markiert genau

diesen Anspruch: Neben den großen und mittleren Konzernen fließen auch

niedrig kapitalisierte Unternehmen ein, die rund ein Siebtel des Fondsvermögens

ausmachen. Damit unterscheidet sich der Fonds von vielen Länder-ETFs,

die sich auf die größten Konzerne beschränken und einen erheblichen Teil

des Marktes ausblenden. Diese Breite ist dabei mehr als ein technisches Detail.

Gerade die kleineren und mittleren Werte sind besonders stark im japanischen

Inland verankert und damit eng an jene inländische Entwicklung geknüpft,

die steigende Reallöhne und einen anziehenden Konsum tragen – sie

profitieren unmittelbarer von der heimischen Erholung als die exportlastigen

Großkonzerne. Gleichzeitig profitieren sie weniger direkt von einer Abwertung

der japanischen Währung, aus der vor allem exportabhängige Unternehmen

Profit schlagen können. Wer auf die im Haupttext beschriebene Belebung der

Binnennachfrage setzt, dürfte mit diesem ETF den umfassendsten Zugang erhalten.

Sektoral spiegelt der Fonds das industrielle Profil des Landes wider:

Mit knapp 26 Prozent stellt die Industrie den größten Block, gefolgt von Finanzwerten

(16 Prozent) und Technologie (15 Prozent). Mit einem Kurs-Gewinn-

Verhältnis von 19,1 Punkten sind japanische Aktien zwar teurer als die Schwellenländer

(18,5), bleiben aber deutlich günstiger als der MSCI World mit etwa

24,4 Punkten.

Index weltweit spitze

Auf Jahressicht zeigt sich der MSCI Japan IMI

Index als einer der stärksten Aktienmärkte

rund um den Globus.

Ishares Core MSCI Japan IMI ETF

Kurs des Ishares-ETF in Euro

30

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN (thes., €) A0RPWL / IE00B4L5YX21

Fondsvolumen 6,6 Mrd. €

Gesamtkostenquote (TER) p.a.0,12 %

ReplikationsmethodePhysisch

GewinnverwendungThesaurierend

Auflagedatum 25. September 2009

Quelle: Factset UK Limited 2026

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FOCUS MONEY 24/2026

Foto: R. R. Marin/EPA 31


moneymarkets

XTRACKERS NIKKEI 225 UCITS ETF 1D

Leitindex mit einer Besonderheit

Der Xtrackers Nikkei 225 bildet die 225 bekanntesten Standardwerte der

Tokioter Börse ab und folgt damit jenem Index, der die Schlagzeilen an der

japanischen Börse seit Jahrzehnten bestimmt. Anders als die meisten modernen

Indizes ist der Nikkei 225 jedoch preisgewichtet: Nicht der Börsenwert

eines Unternehmens entscheidet über sein Gewicht im Index, sondern

die Höhe seines Aktienkurses. Diese heute unübliche Methode hat spürbare

Folgen für die Zusammensetzung. Einige nach ihrem Börsenwert eigentlich

kleinere Konzerne wiegen schwerer als die eigentlichen Branchenriesen,

und die nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen des Landes finden

sich nicht zwangsläufig unter den größten Indexpositionen. Im Ergebnis dominieren

Technologiewerte mit knapp 30 Prozent des Fondsvermögens, gefolgt

von Industrie (20 Prozent) und Verbrauchsgütern (18 Prozent) – insgesamt

weist der Index einen klaren Schwerpunkt auf den exportstarken,

weltmarktorientierten Branchen auf, während etwa Finanzwerte geringer

vertreten sind als in einem breiten, nach Marktkapitalisierung gewichteten

Japan-Index. Wie stark dieser Unterschied wirken kann, zeigte sich zuletzt

bei der Performance auf Jahressicht: Der Nikkei 225 ließ den breiteren MSCI

Japan IMI deutlich hinter sich. Ein solcher Vorsprung lässt sich allerdings

nicht in die Zukunft fortschreiben. Die Wahl des Nikkei 225 ist daher weniger

eine Wette auf eine generelle Überlegenheit als eine bewusste Entscheidung

für die Sektoren, die er stärker gewichtet – mit allen Chancen und Risiken,

die eine solche Schwerpunktsetzung mit sich bringt.

Wettbewerbsvorteil Yen

Der schwache Yen half zuletzt vielen exportorientierten

Unternehmen - und sicherte

dem Nikkei 225 eine Outperformance

Xtrackers Nikkei 225 ETF 1D

Kurs des Xtrackers-ETF in Euro

15

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN (thes., €) DBX0NJ / LU0839027447

Fondsvolumen 2,5 Mrd. €

Gesamtkostenquote (TER) p.a.0,09 %

ReplikationsmethodePhysisch

GewinnverwendungAusschüttend

Auflagedatum 25. Januar 2013

Quelle: Factset UK Limited 2026

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UBS CORE MSCI JAPAN UCITS ETF (HEDGED TO EUR) A-ACC

Japan abgesichert

Wer in japanische Aktien investiert, geht zwangsläufig auch eine Wette auf

den Yen ein – es sei denn, das Wechselkursrisiko wird gezielt abgesichert. Genau

hier setzt der UBS Core MSCI Japan hedged to EUR an: Er bildet mit den

großen und mittleren Werten denselben breiten Markt ab wie ein gewöhnlicher

MSCI-Japan-Fonds, koppelt die Wertentwicklung aber über fortlaufend

abgeschlossene Termingeschäfte von den Schwankungen des Yen ab. Für Euro-Anleger

bedeutet das: Eine weitere Abwertung der japanischen Währung

– wie sie im Zuge des Ölschocks zu beobachten war und wie sie selbst milliardenschwere

Interventionen nicht dauerhaft aufhalten konnten – schmälert

die in Euro gerechnete Rendite nicht mehr. Allerdings liegt die Kostenquote

des ETFs etwas über den Produkten ohne Währungsabsicherung. Hinzu kommen

die laufenden Kosten der Währungssicherung selbst, die in Zeiten hoher

Zinsunterschiede zwischen Japan und dem Euroraum spürbar ausfallen können.

Solange die Bank of Japan ihre Zinsen jedoch unterhalb des Leitzinses

der Europäischen Zentralbank hält, fallen die Kosten für die Währungsabsicherung

sogar negativ aus – es entsteht also ein kleines Plus für Anleger aus

dem Euroraum. Insgesamt ist die Entscheidung für oder gegen diese Absicherung

eine wichtige Stellschraube bei Japan-Engagements. Die abgesicherte

Variante schützt vor einer schwachen Währung, verzichtet im Gegenzug aber

auf den Yen als natürlichen Puffer in Phasen fallender Aktienkurse – ein Verzicht,

der sich auszahlen oder rächen kann, je nachdem, wohin sich die Währung

bewegt. Jüngste Entwicklungen legen nahe, dass das Risiko für eine weitere

Yen-Abwertung akut bleibt.

Mit Netz und doppeltem Boden

Durch seine Währungsabsicherung konnte

der ETF im vergangenen Jahr merklich besser

abschneiden als Japan-ETFs ohne Absicherung.

UBS Core MSCI Japan ETF, Euro hedged

Kurs des UBS-ETFs in Euro

15

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN (thes., €) A14MFB / LU1169822266

Fondsvolumen 156 Mio. €

Gesamtkostenquote (TER) p.a.0,15 %

ReplikationsmethodePhysisch

GewinnverwendungThesaurierend

Auflagedatum 25. Juni 2020

Quelle: Factset UK Limited 2026

40

35

30

25

20

32 FOCUS MONEY 24/2026


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FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 33


moneymarkets

ZUFRIEDENE KUNDEN:

Die Bank wächst stark im

Vereinigten Königreich und

in Frankreich

REVOLUT

Die Super-App, vor der sich

Europas Banken fürchten

Die wertvollste Neobank Europas, Revolut,

will mit aggressivem Wachstum und Super-

App-Strategie die klassischen Banken frontal

angreifen und zur Hausbank werden. Beim

Börsengang soll sie fünfmal mehr wert sein

als die Commerzbank heute

von ZOË BRUNNER

Was haben Expats, Studierende und Vielreisende außerhalb

der EU gemeinsam? Sie wechseln regelmäßig

Geld. Die Globalisierung treibt diese Transaktionsroutine

voran: Immer mehr Menschen ziehen ins Ausland

und innerhalb Europas entstehen neue Migrationswellen.

Daraus entstand für zwei ehemalige Credit-Suisse-Mitarbeiter

ein Business-Case. Mit Revolut, 2015 von Nik Storonsky

und Vlad Yatsenko gegründet, machten sie grenzüberschreitendes

Banking massentauglich. Ihr Versprechen:

Währungsumtausch in Sekunden – zum Interbankenwechselkurs,

ohne versteckte Gebühren. „Das Angebot ist weniger

für eine enge soziodemografische als für eine verhaltens-

34

Fotos: Adobe Stock, Revolut

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


„Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer globalen

Bank“, sagt Storonsky. Nun hat Revolut grünes Licht von den

britischen Aufsichtsbehörden erhalten, sein Anlagegebezogene

Zielgruppe“, sagt Sascha Steffen, Vertrauen in eine

Professor für Finance an der Frankfurt

School of Finance & Management und Inhaber

des DWS Senior Chair in Finance.

Hausbank entsteht

nicht durch Features

Heute ordnen viele Beobachter Revolut

im Banking-Sektor als digitale Super-App allein, sondern durch

ein. Das Angebot geht längst über den reinen

Devisentausch hinaus und bündelt Stabilität über Zeit

zunehmend das gesamte Finanzmanagement

auf einer Plattform.

und in Stressphasen“

In den ersten fünf bis sieben Jahren

wuchs das Unternehmen laut CEO Storonsky

ohne klassische Marketingausgaben.

Durch das Netzwerk des CEOs und

durch Weiterempfehlungen wuchs die

Kundenzahl organisch. Diese Zeiten

sind vorbei: Inzwischen setzt Revolut

gezielt auf reichweitenstarke Partnerschaften,

etwa mit dem Audi F1 Project, dem BMW Berlin-

Marathon oder prominenten Markenbotschaftern wie Mario

Götze.

Das hybride Geschäftsmodell aus Bank und Technologieunternehmen

wird mit rund 75 Milliarden US-Dollar bewertet

und macht Revolut zur wertvollsten Neobank Europas.

Für den Börsengang, der laut CEO Nikolay Storonsky voraussichtlich

in zwei Jahren geplant ist, peilt das Unternehmen

hingegen eine Bewertung von 200 Milliarden Dollar an. Zum

Vergleich: Die Commerzbank kommt auf einen Börsenwert

von etwa 41 Milliarden Euro. 2025 steigerte Revolut seinen

Umsatz um 36 Prozent und den Gewinn um 57 Prozent. „Ziel

ist es, mittelfristig die Größenordnung der führenden Direktbanken

zu erreichen“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Storonsky erwartet, dass zahlreiche klassische Banken

langfristig vom Markt verschwinden. Doch kann Revolut

wirklich zur neuen Hausbank werden?

Sascha Steffen

Professor für Finance an der

Frankfurt School of Finance &

Management und Inhaber des

DWS Senior Chair in Finance

Banklizenz bitte

„Hol dir zuerst eine Banklizenz, bevor du

Kunden hast“, sagt CEO Storonsky kürzlich

in einem Bloomberg-Interview.

Denn je größer die Kundenbasis, desto

intensiver prüfen Aufsichtsbehörden

Geschäftsmodelle und Prozesse. Für die

Digitalbank zog sich deshalb der Weg zu

Lizenzen in die Länge – und das bremste

Revolut. „Die Banklizenzen sind strategisch

zentral, weil sie Revolut den Übergang

von einer primär transaktions- und

gebührengetriebenen Plattform zu einem

echten Bankmodell ermöglichen“,

sagt Steffen.

Allein auf die britische Banklizenz im

Heimatmarkt wartete Revolut vier Jahre;

erst im März dieses Jahres wurde sie

endlich erteilt. Im Normalfall dauert ein solcher Prozess nur

rund zwölf Monate. Zuvor operierte Revolut im Vereinigten

Königreich über eine litauische Banklizenz. Die Verzögerung

lag aber auch an Revolut selbst. Denn das Unternehmen

konnte einen Teil der Umsätze aus dem Jahr 2021 nicht vollständig

belegen. Für eine Bank ist das heikel: Aufsichtsbehörden

wollen genau nachvollziehen, woher das Geld

stammt und ob alle Zahlen stimmen. Bleiben hier Zweifel,

vergeben sie eine Banklizenz nur zögerlich oder gar nicht.

Mit der neuen Lizenz kann Revolut jetzt Kredite vergeben,

Hypotheken anbieten und Zinsen auf Einlagen zahlen. Außerdem

bekommt das Unternehmen direkten Zugang zu

wichtigen Zahlungssystemen. Damit spielt Revolut nun in

einer Liga mit großen Banken wie NatWest oder Barclays.

Mit Abstand auf Platz 1

Die Neobank ist der klare Überflieger in Europa. Revolut erzielt mit einem Nettogewinn von 956 Milliarden Euro nahezu

das Doppelte des zweitplatzierten Konkurrenten Wise. So schnell dürfte die Konkurrenz nicht aufholen

Größte digitale Banken in Europa 2025

Nettogewinn in Milliarden Euro

Revolut

(Dez. 2024)

956

Wise

(Mär. 2025)

Starling Bank

(Mär. 2025)

Oak North

(Dez. 2024)

Monzo

(Mär. 2025)

Bunq

(Dez. 2024)

Atom Bank

(Mär. 2024)

Quelle: Statista

498

180

165

113

85

14

FOCUS MONEY 24/2026

35


Rasantes Wachstum

Bei der Kundenzahl kennt Revolut seit Jahren nur eine

Richtung: nach oben. Zählte das Fintech 2018 noch 3,5

Millionen Nutzer, sind es inzwischen 82,9 Millionen. Bis

Mitte 2027 soll die Marke von 100 Millionen Kunden geknackt

werden

Geschätzte Kundenzahl bei Revolut

in Millionen

3,5

2018

Quelle: Statista

8,3

19

14,1

20

18,0

21

25,9

22

37,0

23

51,6

24

68,4

25

82,9

2026

schäft im Vereinigten Königreich auszubauen. Mit dem erweiterten

Angebot will die Neobank gezielt vermögende

Kundinnen und Kunden ansprechen.

Lücke beim Kundenservice

Trotzdem bleibt noch viel Aufholpotenzial beim Service.

„Eine echte Hausbank begleitet große finanzielle Entscheidungen

– etwa beim Immobilienkauf oder bei der Unternehmensgründung“,

sagt Steffen. Genau da muss Revolut erst

noch zeigen, was es kann. Genauso wenig verfügt Revolut

über einen mit klassischen Hausbanken vergleichbaren Kundenservice

– zum Beispiel keinen telefonischen Support. Als

rein digitale Bank muss sie ihren Anspruch bei wachsender

Kundenzahl immer wieder neu beweisen.

Aktuell ist das Unternehmen in rund 40 Ländern aktiv und

hat etwa 68 Millionen Kunden. Bis 2027 sollen es 100 Millionen

werden, bis 2030 will Revolut in über 70 Märkten aktiv

sein. Als Nächstes stehen Banklizenzen in Frankreich und

den USA an, die Verfahren laufen bereits. Für das US-Geschäft

holte Revolut den früheren Visa-Manager Cetin Duransoy.

Intern rechnet Storonsky mit bis zu einem Jahr für

die Genehmigung, offiziell nennt das Unternehmen ein Ziel

von vier Monaten.

Mehr als Banking

Ihr Wachstumstempo ist schon länger Thema. In der Branche

gilt Revolut als stark KPI-getriebenes Unternehmen, das

mit hohem Leistungsdruck operiert. Diesen Führungsansatz

vertritt Storonsky auch offen: „Ich arbeite nicht mit Menschen,

die nicht exzellent sind“, sagt er in einem Interview

auf dem Youtube-Kanal „20VC with Harry Stebbings“.

Jedes Jahr legt das Unternehmen fünf bis sechs zentrale

Ziele fest und bricht sie auf alle Ebenen herunter – bis hin zu

einzelnen Mitarbeitenden. Präzise Kennzahlen messen dabei

die Leistung. Wer die Ziele verfehlt, muss oft innerhalb

weniger Monate gehen. Dieser Ansatz unterscheidet Revo-

lut deutlich von klassischen Banken, die oft langsamer und

stärker reguliert agieren.

Revolut nutzt Schwächen klassischer Banken

Das Fintech entwickelt neue Produkte, testet sie am Markt

und skaliert nur, was funktioniert. Dazu zählen inzwischen

weit mehr als klassische Bankservices – deshalb auch der Ruf

einer „Super-App“. Nutzer können über Revolut etwa eSIM-

Datenpakete erwerben, Hotels buchen oder über das Belohnungssystem

RevPoints Rabatte sammeln.

Im Kern bleibt die Mission aber gleich: Grenzen im Banking

abbauen und Reisen erleichtern. Genau hier adressiert

Revolut Schwächen klassischer Institute. Doch: „Vertrauen

in eine Hausbank entsteht nicht durch Features allein, sondern

durch Stabilität über Zeit und in Stressphasen“, betont

Steffen. Viele der traditionellen Banken haben zum Beispiel

die Finanzkrise überstanden. Einen solchen Härtetest hatte

Revolut noch nicht.

Wachstum mit Nebenwirkungen

Das hohe Wachstumstempo hat jedoch seinen Preis. Während

klassische Banken strenge „Know-your-Customer“-Regeln

einhalten müssen, musste auch Revolut in diesem Bereich

nachbessern. Die Bank von Litauen verhängte im

vergangenen Jahr eine Geldstrafe von 3,5 Millionen Euro,

weil das Unternehmen Vorschriften zur Geldwäscheprävention

verletzt hatte.

Bei einer Prüfung stellte die Aufsicht fest, dass Revolut

Transaktionen nicht immer konsequent überwachte und verdächtige

Vorgänge teilweise übersah. „Beschwerden über

Kontosperrungen, schlechten Support oder Betrugsfälle

schaden genau dem Vertrauen, das eine Hauptbank braucht“,

sagt Finanzexperte Steffen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Revolut vor allem dort erfolgreich

ist, wo es konkrete Probleme besser löst als klassische

Banken – etwa bei der internationalen Nutzung, bei niedrigeren

Kosten, höherer Geschwindigkeit und einer durchgehend

digitalen Nutzererfahrung.

Langsameres Wachstum in Deutschland

Viele Kunden in Deutschland bleiben dagegen weiterhin bei

etablierten Banken. Der Vorsprung von Neobanken im Alltag

fällt hierzulande oft geringer aus als in anderen Märkten.

Das zeigt sich auch in den Nutzerzahlen: Im Vereinigten Königreich

zählt Revolut rund 13 Millionen Nutzer, in Frankreich

etwa fünf Millionen und in Deutschland rund drei Millionen.

Doch besonders junge Menschen greifen gern auf das

Angebot zurück. Sie wollen ihre Finanzen einfach und

schnell digital steuern.

Banking entscheidet sich am Ende vor allem über Verlässlichkeit

und Stabilität über viele Jahre hinweg. Genau in diesem

Spannungsfeld bewegt sich Revolut – zwischen schnellem

Fintech-Wachstum und den strengen Regeln des

klassischen Bankgeschäfts. Nicht ohne Grund verschiebt

Storonsky die IPO-Pläne frühestens auf 2028. Neben den aktuell

unsicheren Marktbedingungen verweist er im Bloomberg-Interview

auf einen zentralen Punkt: „Für eine Bank ist

es extrem wichtig, Vertrauen zu haben.“

36 FOCUS MONEY 24/2026


moneymarkets

STANDPUNKT

Technologie – weltmeisterliche

Performance mit Risiken

Gewichtung von Tech-Aktien und US-Aktien

in % der Marktkapitalisierung

Gewichtung von IT-Aktien im S&P 500

Gewichtung von US-Aktien im MSCI World

1995 2000 05 10 15 20 2025

60

40

20

0

Quelle: (Links) LSEG Datastream,

MSCI, S&P Global, J.P. Morgan Asset

Management. Der S&P 500 wird zur

Darstellung des US-Marktes verwendet,

während der MSCI All-Country

World Index zur Darstellung globaler

Aktien herangezogen wird. Die Wertentwicklung

der Vergangenheit

ist kein verlässlicher Indikator

für die aktuelle und

zukünftige Wertentwicklung.

Guide to the Markets

- EMEA. Stand der Daten:

31. Mai 2026.

TILMANN GALLER ist globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt

Der KI-Boom ist real – doch hohe Bewertungen

und wachsendes Konzentrationsrisiko sprechen

für eine breitere Aufstellung

Anleger setzen seit Jahresbeginn verstärkt auf Aktien rund um

künstliche Intelligenz. Besonders Hardware- und Halbleiterwerte

waren gefragt. Die Dynamik ist real: Die Nachfrage nach Rechenleistung

steigt, Unternehmen investieren massiv, und die

Gewinne wichtiger Anbieter haben überzeugt. Doch wie bei der

bevorstehenden Fußball-WM, reicht eine starke Vorrunde nicht

für den Titel. Entscheidend ist, ob Favoriten ihre Leistung auch

unter Druck bestätigen. Das gilt auch für KI-Aktien.

Der KI-Ausbau findet in enormem Umfang statt. Große Cloudund

Plattformunternehmen, sogenannte Hyperskalierer, investieren

in diesem Jahr rund 700 Milliarden Dollar in Infrastruktur:

Chips, Speicher, Server, Stromversorgung, Kühlung und Rechenzentren.

Für sie geht es nicht nur um Wachstum, sondern um

strategische Positionierung. Wer im KI-Rennen zurückfällt, riskiert

langfristig Marktanteile. Deshalb erhöhen selbst profitable

Technologiekonzerne ihre Investitionsausgaben deutlich.

Hier liegt das Risiko. In den Jahren 2026 und 2027 dürften

Investitionen vieler Unternehmen schneller steigen als direkt

zurechenbare KI-Umsätze. Das kann den freien Cashflow belasten.

Zugleich bewertet der Aktienmarkt viele KI-Gewinner

bereits so, als würden hohe Wachstumsraten über Jahre anhalten.

Können Cloud-Dienste, Unternehmenssoftware, KI-

Abonnements und neue Anwendungen genug zusätzliche Erlöse

bringen, um die hohen Investitionen zu rechtfertigen?

Wenn Umsätze steigen, Kosten pro Recheneinheit sinken und

der Cashflow wächst, bleibt das Investitionsargument stark.

Wenn die Monetarisierung langsamer verläuft, könnten Unternehmen

ihre Investitionen kürzen. Das hätte Folgen für die gesamte

KI-Wertschöpfungskette.

Hinzu kommt für Investoren ein wachsendes Konzentrationsrisiko.

Im S&P 500 hat Technologie bereits ein Indexgewicht von

39 Prozent – das ist höher als der Höchstwert des Internetbooms

im Jahr 2000 –, und ein großer Teil der Wertentwicklung hängt

an wenigen Mega-Caps. Auch globale Aktienindizes werden

stark von US-Aktien geprägt. Das hilft in Aufwärtsphasen, erhöht

aber die Verletzlichkeit, wenn die Marktführer enttäuschen.

Der bekannteste Weg, in KI zu investieren, führt über die US-

Hyperskalierer und führende Chipanbieter. Allerdings ist dieser

Bereich des Marktes bereits sehr beliebt und teilweise hoch

bewertet. Anleger sollten deshalb auch die breitere Wertschöpfungskette

betrachten. Neben Modellen und Chips zählen hierbei

Rechenzentrumsflächen, Stromnetze, Energieerzeugung,

Kühlung, elektrische Komponenten, Bau- und Ingenieurleistungen

sowie Ausrüstung.

Entscheidend ist, wo sich tatsächlich Umsätze, Produktivitätsgewinne

und Cashflow-Verbesserungen zeigen. Eine breitere

Aufstellung am Aktienmarkt kann deshalb Konzentrationsrisiken

reduzieren. Wichtig ist Diversifikation nach

Geschäftsmodellen, Branchen, und Regionen. Asien beispielsweise

ist kein einheitlicher KI-Markt. Taiwan und Südkorea sind

eng mit modernen Halbleitern und Speichertechnologien verbunden.

Japan ist stark bei Ausrüstung, Materialien und Robotik.

China entwickelt ein inländisch geprägtes KI-Ökosystem

mit eigenen Chancen und politischen Risiken. Für Investoren

ermöglicht deshalb eine Ausweitung der Technologieinvestitionen

über die USA hinaus einen breiteren Zugang zu diesem

Wachstumstreiber.

Nach der starken Kursentwicklung reicht Begeisterung allein

nicht mehr aus. Das KGV des globalen Technologiesektors liegt

inzwischen bei über 40. Investoren sollten prüfen, wo Erwartungen,

Bewertungen und Gewinne zusammenpassen — und

wie stark ihr Portfolio von wenigen Technologiewerten abhängt.

Der Boom ist real, aber wie bei der WM ist neben der Offensive

eine stabile Defensive unerlässlich, und oft entscheidet sich

erst in den K.-o.-Runden, wer den Erwartungen standhält. Anleihen

hoher Qualität können hier eine wichtige Rolle im Portfolio

spielen. Denn sollte der KI-Investmentboom ein überraschend

jähes Ende finden, würde das für die WM die

Rezessionsrisiken erhöhen. Für Aktienmärkte wäre das kritisch.

Langlaufende Qualitätsanleihen könnten in diesem Fall ein

wichtiger Puffer für das Gesamtportfolio sein.

FOCUS MONEY 24/2026

Foto: J.P. Morgan Asset Management 37


moneymarkets

DATENIMPERIUM

Netflix sammelt

Nutzerdaten ohne

wirksame Zustimmung

– lukrativ, aber rechtlich

heikel

NETFLIX

Netflix beobachtet Sie

Texas verklagt Netflix wegen Datensammlung, Targeting und manipulativer Nutzerführung. Damit

steht das Werbegeschäft unter Druck. Was das für Anleger bedeutet

von LUCIA THEILER

Wenn bei Netflix der Abspann läuft, beginnt oft schon

der nächste Titel, nach dem Motto: „Nutzer, die diesen

Film gesehen haben, schauten auch...“ Was vielen

als Komfort erscheint, ist für Ken Paxton, den Generalstaatsanwalt

von Texas, Teil eines weit größeren Problems.

Seine Behörde hat beim District Court in Collin County

Klage gegen Netflix eingereicht. Der Vorwurf: Der Streaming-Konzern

habe in großem Stil personenbezogene Daten

gesammelt, Nutzerprofile angereichert und für gezielte

Werbung nutzbar gemacht – und das ohne Zustimmung der

Kunden. Zeitgleich habe sich Netflix öffentlich als datensparsamer,

geradezu zurückhaltender Dienst inszeniert. In der

Klageschrift verweist Texas auf öffentliche Aussagen von

Netflix-Managern, darunter Mitgründer Reed Hastings, der

2019 an Aktionäre schrieb: „Wir sammeln gar nichts.“ Tatsächlich

aber, so Paxton, habe Netflix Daten an Broker und

Werbefirmen weitergegeben, dort mit Informationen anderer

Plattformen verknüpfen lassen und so ein Überwachungsprogramm

aufgebaut, das ohne wirksame Zustimmung

der Nutzer Milliardenumsätze ermögliche. Besonders

heikel sei dies bei jungen Nutzern und Kindern.

Netflix weist die Vorwürfe zurück. Man nehme die Privatsphäre

seiner Mitglieder ernst und halte sich überall an geltendes

Recht. Dennoch: Die Klage könnte Netflix strategisch

treffen, weil es sich gerade vom klassischen Abo-Modell zur

werbefinanzierten Plattform weiterentwickelt – und längst

mehr ist als ein Streamingdienst für Serienabende. Im ersten

Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 12,25 Milliarden Dollar

(ein Plus von 16 Prozent), die operative Marge lag bei bemerkenswerten

32,3 Prozent. Der größte Umsatzmarkt

bleibt USA/Kanada mit 5,245 Milliarden Dollar Erlösen im

ersten Quartal.

38

Fotos: Unsplash, Adobe Stock

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


TEXAS VERKLAGT NETFLIX

Die Klage auf einen Blick

Die Vorwürfe:

■ Jahrelange Täuschung von Nutzern über den

Umgang mit persönlichen Daten

■ Systematisches Erfassen von Geräteinformationen,

Standortdaten und Interaktionen und anschließendes

Nutzen für gezielte Werbung

■ Förderung von Suchtverhalten (auch bei Kindern)

durch Autoplay und algorithmische Empfehlungen, ein

Verstoß gegen den „Texas Deceptive Trade Practices

Act“

Die Forderungen:

■ Löschung unrechtmäßig erhobener Daten

Stopp der Weitergabe ohne wirksame Einwilligung

■ 10 000 Dollar Strafe pro Verstoß

Die entscheidende Frage lautet daher: Wie groß ist jenes

Werbegeschäft, das im Zentrum der Klage steht? In Ländern

mit Werbetarif entfielen zuletzt mehr als 60 Prozent der Neuanmeldungen

auf das günstigere Abo mit Anzeigen. Für

2026 peilt das Unternehmen bereits rund drei Milliarden

Dollar Werbeumsatz an. Parallel erweitert Netflix sein Ökosystem

um Live-Events, Games und Video-Podcasts. Jüngst

entwickelte der Konzern einen vertikalen mobilen Clip-Feed,

der von TikTok inspirierte Nutzer noch tiefer in die eigene

App ziehen soll. Die Unternehmensmission, „ambitioniert

und unverändert, die Welt zu unterhalten“, steht damit dem

Vorwurf der Suchtförderung direkt gegenüber. Die Grenzen

zwischen TV und personalisiertem Feed verschwimmen.

Aus Anlegersicht wirkt Netflix dennoch erstaunlich stabil.

Die Aktie verlor am Tag der Klageeinreichung lediglich

1,3 Prozent — ein Signal dafür, dass der Markt das Verfahren

bislang eher als begrenztes Rechtsrisiko einstuft. Das ist

nachvollziehbar, denn operativ wächst Netflix weiter zweistellig,

die Preisstrategie funktioniert, und der Konzern hat

sich als globaler Unterhaltungsriese etabliert.

Doch sollte aus dem texanischen Verfahren ein Präzedenzfall

gegen Tracking, Targeting und suchtförderndes Design

werden, dann träfe das nicht das klassische Netflix der Abo-

Ökonomie. Es träfe den profitabelsten Wachstumspfad der

Zukunft. Für Anleger ist die Klage eine Erinnerung, die Aktie

weiter im Auge zu behalten: Die nächste Regulierungswelle

im Plattformgeschäft könnte dort ansetzen, wo der Konzern

heute am stärksten wächst. Beobachten Sie Netflix!

Abonnentenwachstum

Ende 2025 verzeichnete Netflix rund 325 Millionen

Abonnenten (knapp acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal)

– auch dank des Werbe-Abos

Abonnentenzahlen von Netflix

4. Quartal in Millionen

89

2016

Quelle: Statista

111

17

139

18

167

19

204

20

222

21

231

22

260

23

302

24

325

2025

Steigende Werbeeinahmen

Werbung ist für Netflix eine zweite wichtige Erlösquelle

neben dem Abomodell. Aber (noch) liegt Disney

im werbefinanzierten Streaming weit vorn

Werbebasierte Abonnements der Streamingdienste

in Millionen Nutzer

Disney+/

Hulu/ESPN+ 164

Amazon

Prime Video 130

Quelle: Statista

Netflix

Netflix 94

Operativ in Bestform

Kurs der Netflix-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

0

2020 21 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN552484/US64110L1061

Börsenwert 310,8 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e24,2/22,4

Dividendenrendite für 2026e/27e0,3/0,35%

Kursziel/Stoppkurs 100,34/63 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 35 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

100

80

60

40

20

e = erwartet

FOCUS MONEY 24/2026 39


moneymarkets

ZERTIFIKATE-SERIE

MIT

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Gerade in stürmischen

Zeiten schont es die

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ausschließen zu können

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Investieren ohne Risiko

Am Aktienmarkt mitverdienen und dabei die Gewissheit haben, im schlimmsten Fall den Einsatz

zurückzubekommen? Diese Zertifikategattung macht es möglich

von SASCHA ROSE

Mehr als zwei Drittel der Anleger in Deutschland planen,

in diesem Jahr mehr Geld am Kapitalmarkt zu investieren

– oder denken zumindest darüber nach. Das ergab

eine im Januar durchgeführte Onlineumfrage des Bundesverbandes

für strukturierte Wertpapiere (BSW) unter mehr als

1900 hiesigen Privatinvestoren. Angesichts der zahlreichen

konjunkturellen Herausforderungen und geopolitischen Gefahren

ist das durchaus erstaunlich. Zertifikate bieten hier allerdings

eine Reihe von Möglichkeiten, ohne oder mit stark reduziertem

Risiko in Aktien und Co. zu investieren.

In der diesjährigen Zertifikateserie „Mit Zertifikaten clever

investieren“ erklärt FOCUS MONEY, wie die Produkte

funktionieren und zeigt anhand ausgewählter Beispiele, was

Anleger von ihnen erwarten können – und was nicht. Im ers-

ten Teil geht es um Kapitalschutzzertifikate. Wie der Name

bereits andeutet, ist das investierte Geld hier geschützt. Dennoch

versprechen die „Vollkaskopapiere“ ähnlich hohe Renditen

wie am Kapitalmarkt.

Einstieg leicht gemacht. Eierlegende Wollmilchsäue sind

Kapitalschutzzertifikate natürlich nicht. Denn wie bei jeder

Geldanlage hat auch hier Sicherheit ihren Preis. Gerade für

Menschen, die sich aufgrund möglicher hoher Verluste nicht

an die Börse trauen, können Kapitalschutzzertifikate laut

Charlotte Neugebauer, Zertifikateexpertin bei der DekaBank,

aber ein interessantes Produkt sein (s. Interview auf Seite 42).

Übrigens: In diesem Teil geht es ausschließlich um klassische

Kapitalschutzzertifikate, mit denen Anleger auf die Kurschancen

von Aktien oder Aktienindizes setzen.

40 Foto: Adobe Stock

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


Schauen wir uns die Produktgattung einmal näher an. In

der Regel partizipieren Anleger mit einem klassischen Kapitalschutzzertifikat

eins zu eins an der Kursentwicklung des

zugrunde liegenden Basiswerts – ausgehend vom Startkurs.

Die Gewinnchancen können allerdings durch eine Obergrenze

(Cap) begrenzt sein. Auf der anderen Seite gibt es einen

Mindestbetrag, der zurückgezahlt wird, wenn sich der Basiswert

negativ entwickelt, also ins Minus rutscht. Seine

Höhe wird durch das Kapitalschutzniveau und den Nennwert

bestimmt, auf den es sich bezieht. Bei 100 Prozent Kapitalschutz

und einem Nennwert von 1000 Euro beträgt die

Mindestrückzahlung also 1000 Euro.

Kaufen zum Start. Neue Kapitalschutzzertifikate werden

in der Regel per Zeichnungsphase auf den Markt gebracht. In

dieser Zeit können sie über die Hausbank oder den Onlinebroker

zum Nennwert erworben werden – eventuell zuzüglich

eines Ausgabeaufschlags. Am Ende der Zeichnungsphase

wird der Startkurs fixiert und der Cap festgelegt. Hinweis:

Beide Parameter werden zunächst in Prozent angegeben. Der

Startkurs ergibt sich dann aus dem Schlusskurs des Basiswerts

am ersten Bewertungstag. Der Cap wiederum bezieht

sich auf den Startkurs. Aus ihm leitet sich zugleich die maximale

Höhe der Rückzahlung ab. Anschließend ist das Kapitalschutzzertifikat

börsentäglich handelbar.

In der Tabelle unten finden Anleger fünf spannende Kapitalschutzzertifikate,

die sich aktuell in der Zeichnungsphase

befinden. Die höchste maximale Rendite bietet dabei die

Tresor-Anleihe mit Cap 06/2031 von J.P. Morgan auf den

MSCI World Decrement 4,5 % Index (s. untere Grafik rechts).

Grund hierfür ist der hohe Cap von 250 Prozent des Startkurses,

der eine maximale Rückzahlung von 2500 Euro (250

Prozent von 1000 Euro Nennwert) ermöglicht. Info: Die Tresor-Anleihe

ist ein Kooperationsprodukt mit der DekaBank.

Anleger benötigen daher – wie für Tresor-Anleihen der DekaBank

selbst – ein Depot bei der DekaBank, einer Sparkasse

oder der Direktbank 1822direkt.

Garantierte Mindestverzinsung. Weniger Rendite, dafür

aber mehr Schutz bietet das Dividendenaktien Winner 112 %

XVIII Zertifikat der Raiffeisen Bank International, das sich

auf den Dividendenindex Stoxx Global Select Dividend 100

Globales Dividendenbarometer

Der Stoxx Global Select Dividend 100 bildet die

Wertentwicklung der 100 dividendenstärksten Aktien

weltweit ab. Achtung: Basiswert des Zertifikates ist

die Kursversion, die keine Dividenden berücksichtigt

Stoxx Global Select Dividend 100

Kursindex in Punkten

2021 22 23 24 25 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

2021 22 23 24 25 2026

3600

3200

2800

2400

Modifizierter Weltaktienindex

Der MSCI World Decrement 4,5 % entspricht dem

klassischen MSCI World, allerdings inklusive reinvestierter

Netto-Dividenden. Dafür werden von der

Performance jährlich 4,5 Prozentpunkte abgezogen

MSCI World 4.5 % Decrement EUR

Kursindex in Punkten

Quelle: Factset UK Limited 2026

240

220

200

180

160

140

Fünf Neulinge mit Kapitalschutz

Kapitalschutzzertifikate zählen zu den beliebtesten strukturierten Anlageprodukten in Deutschland. Banken emittieren regelmäßig

neue Papiere, vor allem auf große Aktienindizes. Laut dem Bundesverband für strukturierte Wertpapiere (BSW) gibt es derzeit mehr

als 4600 Kapitalschutzzertifikate hierzulande. Wichtig: Käufer sollten einen längeren Anlagehorizont einplanen

Cap

Basiswert Emittent ISIN Fälligkeit Nennwert Kapitalschutz

Emissionspreis

Mindestbetrag

Max. Rendite

gesamt p. a.

MSCI World Climate Ch. ESG Sel. CTB 4,5 % Decr. 1) DekaBank DE000DK1JTR5 30.12.29 1000 € 100 % 1000 € 117 % 1000 € 17,0 % 4,6 %

MSCI World 4,5 % Decrement 1) J.P. Morgan DE000JE3TAJ9 18.06.31 1000 € 100 % 1000 € 250 % 1000 € 150,0 % 20,1 %

Euro Stoxx 50 2) LBBW DE000LB63XS2 16.12.32 1000 € 100 % 1000 € 150 % 1000 € 50,0 % 6,4 %

MSCI Euro SRI Sustainable Select 3,5 % Decr. 3) DZ Bank DE000DN0S912 14.06.30 1000 € 102 % 1010 € 122 % 1020 € 20,8 % 4,8 %

Stoxx Global Select Dividend 100 Index 4) RBI AT0000A3UL78 23.06.32 1000 € 112 % 1000 € 140 % 1120 € 40,0 % 5,8 %

Stand: 01.06.26; Startkurs: jeweils 100 %, LBBW=Landesbank Baden-Württemberg, RBI=Raiffeisen Bank International, 1) bis 22.06.26 in der Zeichnung, 2 )bis 18.06.26 in der Zeichnung, 3 )bis 15.06.25 in der Zeichnung, 4) bis 23.06.26 in der Zeichnung

Quelle: Emittenten

FOCUS MONEY 24/2026

41


moneymarkets

Gestiegene Gewinnchancen

Höhere Marktzinsen verbessern die Konditionen

bei neuen Kapitalschutzzertifikaten. Das zeigt sich

vor allem am gestiegenen Cap-Niveau der Papiere

Cap bei Kapitalschutzzertifikaten auf Euro Stoxx 50

Laufzeit 4 Jahre, durchschnittliche

Höhe in Prozent

120

5.5.2023 15.5.2026

Quelle: DZB Marktmomitor

160

150

140

130

bezieht (s. Grafik Seite 41 oben rechts). Clou: Das Kapitalschutzniveau

liegt bei 112 Prozent, woraus sich eine Mindestrückzahlung

von 1120 Euro (112 Prozent von 1000 Euro

Nennwert) ergibt. Am Ende der sechsjährigen Laufzeit garantiert

dies eine jährliche Verzinsung von 1,9 Prozent.

Wichtig zu wissen ist, dass das Kapitalschutzversprechen

grundsätzlich nur bei Fälligkeit gilt. Während der Laufzeit

kann es durchaus zu Kursverlusten kommen – wenn etwa der

Basiswert stark an Wert verliert. Liegt der Kaufpreis des Kapitalschutzzertifikats

über der Mindestrückzahlung, ist der

darüber hinausgehende Betrag ebenfalls nicht geschützt.

Anleger sollten zudem bedenken, dass das Emittentenrisiko

von Zertifikaten durch das Kapitalschutzversprechen nicht

ausgeschlossen wird. Das bedeutet: Wird die Emittentin des

Kapitalschutzzertifikats zahlungsunfähig, kann es trotzdem

zum Totalverlust kommen. Es ist hier also besonders wichtig,

auf die Bonität der Emittentin zu achten.

5 FRAGEN AN …

„Ich persönlich tendiere

zu fünf Jahren Laufzeit“

Charlotte Neugebauer, Zertifikateexpertin bei

der DekaBank, zu den Vorteilen von Kapitalschutzzertifikaten

und was es dabei zu beachten gilt

Kapitalschutzzertifikate – das klingt nach sorgenfreiem Investieren.

Wovor schützen die Produkte genau?

Charlotte Neugebauer: Klassische Kapitalschutzzertifikate ermöglichen

eine Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung

des zugrunde liegenden Basiswerts. Jetzt scheuen bekanntermaßen

aber viele Menschen ein Aktieninvestment aufgrund der

damit einhergehenden Verlustrisiken. Genau hier setzen Kapitalschutzzertifikate

an. Die Emittentin des Zertifikats sichert

dem Anlegenden zu, bei Fälligkeit immer mindestens

sein investiertes Kapital zurückzuzahlen.

An der Börse ist nichts umsonst. Welchen „Preis“ müssen

Anleger für den Kapitalschutz „bezahlen“?

Neugebauer: Käufer eines Kapitalschutzzertifikats

bekommen zunächst keine laufende Verzinsung.

Zudem ist die maximale Partizipation an

Kursgewinnen in der Regel durch eine Obergrenze,

den sogenannten Cap, gedeckelt. Darüber

hinaus fließen dem Anlegenden keine Dividenden

des Basiswerts zu. Diese werden

von der Emittentin für die Strukturierung

des Zertifikats verwendet.

Auf welche Basiswerte gibt es Kapitalschutzzertifikate?

Neugebauer: Am gefragtesten als Basiswert sind derzeit Aktienindizes,

insbesondere große Bluechip-Indizes wie der

MSCI World und der Euro Stoxx 50. Ein zunehmendes Interesse

sehen wir aber auch beim MSCI Emerging Markets Index.

Daneben sind Einzelaktien und Rohstoffe, wie etwa Gold oder

Rohöl, gängige Basiswerte für Kapitalschutzzertifikate.

Welchen Anlagehorizont sollten Käufer von Kapitalschutzzertifikaten

mitbringen?

Neugebauer: Die Spanne der derzeit angebotenen Laufzeiten

bewegt sich meist zwischen drei und sechs Jahren. Ich

persönlich tendiere zu Produkten mit fünf Jahren Laufzeit.

Das gibt dem Basiswert Zeit, sich zu entwickeln, und der Cap

liegt hier derzeit im Bereich von circa 150 bis 200 Prozent

des Startwerts. Ein solches Chancen-Risiko-Profil empfinden

viele Anlegende als angenehm. Denn bei einem sicherheitsorientierten

Investment lässt es sich gut „verschmerzen“,

nicht darüber hinaus zu partizipieren, wenn man den

Schutz nach unten berücksichtigt.

Wovor schützen Kapitalschutzzertifikate nicht?

Neugebauer: Es ist wichtig zu verstehen, dass der Kapitalschutz

nur zum Laufzeitende hin gilt. Während

der Laufzeit eines Kapitalschutzzertifikats kann dessen

Kurs schwanken und temporär auch unter das

Kapitalschutzniveau fallen. Zum anderen handelt

es sich bei Kapitalschutzzertifikaten – wie bei allen

Zertifikaten – rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen.

Daraus ergibt sich stets ein Emittentenrisiko.

Deshalb ist es unerlässlich, auf

Emittenten mit guter Bonität zu achten.

CHARLOTTE NEUGEBAUER, Leiterin

Zertifikate & Produktvermarktung DekaBank

42

Foto: Deka Bank

FOCUS MONEY 24/2026


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FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 43


moneymarkets

FERRARI LUCE Mit dem

Elektro-Boliden wagen

sich die Italiener auf

unbekanntes Terrain

FERRARI

Alarmstufe Rot

Der Sportwagenbauer liefert Traummargen. Doch der Start des ersten

Boliden mit E-Antrieb verunsichert Investoren. Zeit zum Einstieg?

von GERHARD BLÄSKE

Umsatz- und Gewinnentwicklung

Ferrari liefert ansehnliche Zuwächse bei Umsatz,

Marge und Gewinn. Die Ergebnisse sind dabei meist

stärker gewachsen als die Erlöse. Allerdings hat sich

das Wachstum zuletzt verlangsamt.

Umsatz

in Milliarden Euro

4,3

2021

5,1

22

6,0

23

6,7

24

7,2

2025

Operative Nettomarge

in Prozent

27,1

28,3

29,5

25,2 24,1

2021

22

23

24

2025

Sogar dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella

und Papst Leo XIV. stellten Ferrari-CEO Benedetto

Vigna und Chairman John Elkann ihren ersten

Stromer persönlich vor. An Superlativen mangelt es nicht:

Mehr als fünf Meter lang ist der 1050 PS-starke, Super-Bolide

Luce (Licht), der in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h

kommt. Vier Türen, fünf Plätze, ein Kofferraum mit einem

Fassungsvermögen von fast 600 Litern. Und auch der Preis

des vom Design an das iPhone erinnernden und von Ex-

Apple-Designer Jony Ive entworfenen Autos ist gigantisch:

ab 550 000 Euro. Die im Prospekt versprochene Reichweite

von 530 Kilometern ist wohl rein hypothetisch.

Doch auch der päpstliche Segen hat nichts genutzt. Die

Börse strafte Ferrari gnadenlos ab. Der Aktienkurs, der sich

gerade etwas zu erholen schien, gab um mehr als acht Prozent

nach. Mit derzeit rund 290 Euro ist der Höchstwert von

487,90 Euro am 17. Februar 2025 in weiter Ferne.

Das ist bitter für die Aktionäre, vor allem für die Großaktionäre

Exor, Holding der früheren Fiat-Eignerfamilie Agnel-

44 Foto: Ferrari

FOCUS MONEY 24/2026


li-Elkann, die 21,2 Prozent des Kapitals und 32,2 Prozent der

Stimmrechte kontrolliert, sowie Piero Ferrari (zehn bzw. 16

Prozent). Sie sind über einen Syndikats- und Aktionärsvertrag

miteinander verbunden.

Doch allzu große Sorgen um Ferrari muss man sich nicht

machen. Der Produzent von Super-Sportwagen fährt in der

Autoindustrie in einer anderen Liga. Zwar ist der Absatz angesichts

von Krisen, Kriegen und Zöllen im ersten Quartal

um 4,4 Prozent auf 3436 Einheiten gesunken. Doch die

Rückgänge bei anderen Herstellern waren viel stärker und

die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Der

Nettogewinn wuchs dank des höheren Anteils von personalisierten

Spezialserien und Supercars, die besonders hohe

Margen bringen, sogar minimal auf 413 Millionen Euro. Die

operative Marge blieb mit 29,7 Prozent fast auf dem gleichen

Niveau wie im Vorjahr. Ferrari bestätigte die Prognosen für

das Gesamtjahr. Erwartet werden 2026 ein Umsatzanstieg

auf 7,5 Milliarden und eine fast unveränderte operative Marge

von 29,5 Prozent.

Viele Analysten sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt für einen

Einstieg. Fast alle geben eine klare Kaufempfehlung ab.

Und das durchschnittliche Kursziel von 368,19 Euro liegt

weit entfernt. Von 18 Analysten empfehlen 13 einen Kauf

und fünf Halten.

Barclays hat trotz der „sehr guten Resultate“ des ersten

Quartals die Kaufempfehlung bestätigt, das Kursziel aber

leicht auf 355 Euro zurückgenommen. Kaufempfehlungen

geben auch Bernstein Research, RBC, UBS oder die Deutsche

Bank Research. Bei RBC liegt das Kursziel bei 430 Euro. Analyst

Tom Narayan stellt fest, dass „die Skepsis der Investoren

einen neuen Höchstwert erreicht hat“. Es sei aber „zu früh,

um sich allzu große Sorgen zu machen“. Auch für die UBS

hat Ferrari die Erwartungen übertroffen.

Für Ferrari spricht eine starke Gewinn- und Dividendenkonstanz,

auch wenn die Dividendenrendite mit 1,26 Prozent

bescheiden ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit

31,05 allerdings relativ hoch.

Viele Beobachter heben die Preissetzungsmacht und starke

Position des Unternehmens im Luxussegment hervor. Nur

wenige andere Unternehmen wecken ähnliche Begehrlichkeiten.

Und die Kundengruppe der Superreichen, die sich ei-

nen solchen Boliden leisten können und wollen, wächst. Angesichts

dessen betreiben Luxussportwagen-Produzenten

wie Ferrari und Lamborghini, die weit mehr Fahrzeuge verkaufen

könnten, eine Politik der künstlichen Verknappung,

um die Exklusivität zu wahren. Mit McLaren, Bugatti, Aston

Martin, Pagani oder Koenigsegg tummeln sich nur wenige

andere Unternehmen in diesem Nischensegment von höchstens

50 000 Fahrzeugen. Die Produktionszahlen einiger dieser

Anbieter bewegen sich im Dutzendbereich.

Ganz der weltpolitischen Entwicklung oder strukturellen

Veränderungen entziehen können jedoch auch sie sich nicht.

„Es sind vor allem die ständigen Wechsel, die Unsicherheit

wegen der sich dauernd ändernden Zollsätze, die sich auch

auf superreiche Kunden auswirken“, sagt etwa Paolo Poma,

CFO von Lamborghini.

Bei Ferrari gingen die Verkäufe in der Region EMEA, zu der

neben Europa auch Nordafrika und der Mittlere Osten zählen,

im ersten Quartal von 1701 auf 1458 Einheiten zurück.

Der Krieg in der Golfregion sorgte für logistische Probleme,

die aber inzwischen behoben sind. Allerdings sind die Logistikkosten

durch Luftfracht oder auf alternativen Routen höher.

Die US-Zölle bedrohen jedoch den Absatz in den USA,

auch wenn die Ferrari-Auslieferungen dorthin im ersten

Quartal leicht gestiegen sind. Der schwache Dollar und der

schwache Yen tun ein Übriges: Denn die Produktion und fast

alle Zulieferungen kommen aus dem teuren EU-Raum.

Unverkennbar ist, dass sich das Wachstum auch bei Ferrari

verlangsamt hat. Mit dem Ausbau der Lifestyle-Sparte, zu

der etwa Mode gehört, und dem Hypersail-Vorhaben, einem

30 Meter langen futuristischen Ozean-Rennsegler ohne Verbrennermotor,

diversifiziert Ferrari in andere Sektoren.

Für Unsicherheiten sorgt die Elektrifizierung. Lamborghini,

Aston Martin oder McLaren verzichten wegen der stark

schrumpfenden Restwerte für solche Fahrzeuge auf die geplante

Einführung von Stromern. Auch Ferrari hat die Verkaufsziele

reduziert. Statt 40 Prozent sollen Stromer 2030

nur 20 Prozent zum Absatz beitragen. Ein Problem ist, dass

die Technologiesprünge bei der Elektrifizierung so schnell

sind, dass die Fahrzeuge schnell veralten. Die Restwertdiskussion,

warnt auch RBC-Analyst Narayan, beunruhige viele

Investoren.

Gute Perspektiven

Angesichts des jüngsten Kursrutsches sehen

viele Analysten inzwischen gute Einstiegschancen.

Denn die Perspektiven von Ferrari

gelten weiter als positiv und die Kursziele liegen

deutlich über dem aktuellen Niveau.

WKN/ISIN

A2ACKK / NL0011585146

Börsenwert 52,5 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 30,2 / 27,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,3/1,4 %

Kursziel/Stoppkurs 368,20 / 265,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 26 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

Ferrari

Kurs der Ferrari-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

400

300

200

100

FOCUS MONEY 24/2026

45


moneymarkets

HELNSOLDT

Wieder auf

dem Schirm

Der Börsenkurs des Radar-Spezialisten

Hensoldt kommt nach der Konsolidierung

wieder in Schwung. Die Gründe, was für die

Aktie spricht

von THOMAS SCHUMM

Stufenweise aufwärts

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs zeigt der Trend bei

Hensoldt nach oben. Nach der jüngsten Konsolidierung

hat die Aktie gerade die 200-Tage-Linie nach

oben

Hensoldt

durchbrochen.

Kurs der Hensoldt-Aktie in Euro

Konsolidierung

60

40

200-Tage-Linie

20

2023 2024 2025 2026

WKN/ISIN

HAG000 / DE000HAG0005

Börsenwert 10,3 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 60,2/41,6

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,8/1,0%

Kursziel/Stoppkurs 115,00/66,00Euro

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 35 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

100

80

e = erwartet

AIRBUS NH90 Der

Transporthubschrauber der

Bundeswehr ist mit einem

Schutz-System von Hensoldt

gegen Reketen-Angriffe

ausgerüstet

Wehrtechnik und militärische Taktiken und Strategien

stecken derzeit in einem tiefgreifenden Wandel. Was

früher reine mechanisierte Verbände waren, sind heute

Schwärme von KI-Drohnen, die aus dem Hinterland gesteuert

werden und im Verbund mit anderen Einheiten agieren. Oliver

Dörre, CEO von Hensoldt, weiß, „dass Verteidigungsfähigkeit

heute neu gedacht wird – vernetzter, softwarebasierter und zugleich

mit deutlich höherem Anspruch an industrielle Verfügbarkeit.“

Für den Verteidigungssensorik-Spezialisten sei das nicht

nur ein strategisches Signal, sondern zunehmend konkrete Nachfrage:

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs 2026 hat

sich der Auftragseingang auf 1,48 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Das „außergewöhnlich hohe“ Book-to-Bill (Verhältnis

von Auftragseingang zu Umsatz) von derzeit drei reflektiere nicht

nur Großaufträge, sondern auch die strukturell erhöhte Nachfrage

in zentralen europäischen Fähigkeitsfeldern. Die stark steigenden

Rüstungsausgaben innerhalb der Nato sorgen also nicht

nur für einen kurzfristigen Bestellboom, sondern signalisieren

einen nachhaltigen Aufwärtstrend. Die Börse ist in der Regel von

solchen Aussichten – auch „Visibilität“ genannt – sehr angetan.

Gegenüber dem Vorjahr legte der Auftragsbestand von Hensoldt

zuletzt um 41 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro zu. Das sorgt bei

Anlegern für wachsende Zuversicht.

Auch beim Umsatz sieht es gut aus. Im ersten Quartal stiegen

die Erlöse um 25 Prozent auf 496 Millionen Euro, das bereinigte

operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich von 30 auf 44 Millionen

Euro. Die Entwicklung schlägt sich entsprechend in der

Marge nieder, die sich von 7,6 auf 8,9 Prozent verbesserte. Für

das Gesamtjahr 2026 rechnet Hensoldt mit Erlösen von 2,75 Milliarden

Euro (Vorjahr: 2,45 Milliarden Euro) und einer bereinigten

Ebitda-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent nach 18,4 Prozent

im Vorjahr.

Mit Bestellungen in Höhe von fast zehn Milliarden Euro sind

bei Hensoldt mehr als drei Jahresumsätze auf dem prognostizierten

Niveau von 2026 gesichert. Allein dafür gewährt die Börse einen

Bewertungsaufschlag, der auch gut abgesichert ist, da die europäischen

Nato-Staaten auch in den kommenden Jahren massiv

aufrüsten dürfen. Hensoldt könnte mit seiner Ausrichtung auf

Radar, Optronik, Elektronik, passender Software und künstlicher

Intelligenz zudem von neuen Anforderungen an Ausrüstung und

veränderten militärischen Strategien profitieren. Als Rüstungszulieferer

bleibt die Aktie ein attraktives Investment, insbesondere,

wenn der charttechnische Widerstand bei 93 Euro fällt.

46 Foto: R. Fritsch/Hensoldt

FOCUS MONEY 24/2026


FOCUS MONEY 24/2026

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Verantwortlicher und Kontakt: BurdaVerlag Consumer Sales & Services GmbH, Hubert-Burda-Platz 1, 77652 Offenburg für die BurdaVerlag Publishing GmbH, in gemeinsamer Verantwortlichkeit

mit mehreren Verlagen (siehe www.burda.com/de/gvv). Informationen zum Datenschutz können Sie unserer Impressum-Seite entnehmen.

FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: xxx/FOCUS MONEY 49


moneymarkets

TROCKENHEIT:

Insbesondere in

Australien könnte

El Nino für Dürre

sorgen und die

Weizenernte

schmälern

EL NINO

Perfekter Sturm

Die Wahrscheinlichkeit für einen „Super-El-Nino“ steigt. Das Wetterphänomen könnte die

Belastungen am Agrar- und Energiemarkt verstärken. Wie Anleger sich schützen können

von JULIA GROSS

Vor der Küste von Peru braut sich was zusammen. Auf

Karten, die Veränderungen der Meerestemperatur abbilden,

wurde der Streifen vor dem südamerikanischen

Kontinent in den vergangenen Wochen immer röter – also wärmer.

Das typische Zeichen dafür, dass hier gerade das Wetterphänomen

El Nino entsteht. Mitte Mai bezifferte das US Climate

Prediction Center die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten

des „Christkinds“ auf 82 Prozent. Die Chance, dass es sich um

einen „starken“ oder „sehr starken“ El Nino handeln wird, sehen

die Wissenschaftler bei 67 Prozent – im Vergleich zur Einschätzung

vom April hat sich das Risiko mehr als verdoppelt.

„Das könnte erhebliche Störungen auf den weltweiten Getreide-

und Zuckermärkten zur Folge haben“, sagt Candace Browning

Platt, Head of Global Research bei der Bank of America.

El Nino tritt alle paar Jahre auf, charakteristisch dafür sind

etwa Trockenheit in Australien, ausbleibender Monsunregen

in Indien und heftige Niederschläge an der Westküste

Süd- und Nordamerikas. Regelmäßig sorgt dies für schlechtere

Ernten bei bestimmten Agrargütern. In den vergangenen

Jahrzehnten vermochte dies der Weltmarkt jedoch vergleichsweise

gut aufzufangen.

Gegenseitige Verstärkung. Das könnte diesmal anders

kommen. Nicht nur, weil sich ein „Super-El-Nino“ anbahnt,

sondern weil die Agrar- und Energiemärkte wegen der Blockade

der Straße von Hormus bereits stark unter Druck stehen.

Widriges Wetter könnte die Belastung noch verstärken.

Das würde die Rohstoffpreise nach oben treiben und in der

Folge auch die Inflation weiter anheizen. Wachsame Anleger

50

Foto: iStock

FOCUS MONEY 24/2026


behalten die Situation im Blick und sichern sich gegen das

Worst-Case-Szenario ab.

Massive Preissteigerung. Denn die Regionen, die typischerweise

von El Nino getroffen werden, sind überwiegend

die gleichen, die am meisten unter den massiv gestiegenen

Düngemittelpreisen leiden. 35 bis 40 Prozent des globalen

Handels mit Harnstoff (Urea) laufen normalerweise durch die

vom Iran und den USA blockierte Meerenge (s. Chart unten

links). Folge: Die Preise sind um 40 bis 70 Prozent gestiegen.

„2025 hat Australien über 60 Prozent des benötigten Harnstoffs

aus dem Mittleren Osten importiert, Brasilien bezog geschätzte

41 Prozent seiner Harnstoff-Importe durch die Straße

von Hormus“, erklärt Martin Davies, Global Head of Natural

Capital bei der Vermögensverwaltung Nuveen. In Indien betrifft

die Iran-Krise laut der französischen Fondsgesellschaft

LFDE 54 Prozent der Harnstoff-Einfuhren. Genau in diesen

Ländern steht jedoch die Entscheidung über die Aussaat der

kommenden Saison an und somit auch der Kauf von Dünger.

Historische Daten zeigen für diese Märkte immer wieder

Ernteeinbrücke in El-Nino-Jahren: „Die australische Weizenproduktion

könnte bei einer schweren Dürre im Jahresvergleich

um 20 bis 60 Prozent zurückgehen“, sagt Bank-of-America-Expertin

Browning Platt. Auch der Zuckermarkt in

Brasilien, Indien und Thailand sei stark betroffen. „Mais bietet

das größte Aufwärtspotenzial“, prognostiziert Browning Platt

in einer aktuellen Analyse. Wegen des Dünger- und Benzinpreis-bedingten

Kostendrucks auf US-Farmer könne der Maispreis

vom aktuellen Niveau noch rund 30 Prozent zulegen.

In Europa hat El Nino zwar, historisch betrachtet, eher weniger

Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Doch der Markt

ist global vernetzt. Steigen die Weltmarktpreise (s. Chart unten

rechts) oder verhängen stark betroffene Länder wie in der

Vergangenheit Ausfuhrverbote für bestimmte Güter, bekommen

das auch deutsche Verbraucher zu spüren.

Doch es trifft womöglich nicht nur Landwirte und Lebensmittel.

Starke Stürme sowie Wald- und Buschbrände können

auch die Öl- und Gasproduktion in betroffenen Regionen unterbrechen.

Wenn Alternativen zu Rohöl wie Soja- und Palmöl

oder Zucker zur Ethanolherstellung knapper werden, ver-

schärft dies die Lage auf dem Energiemarkt. Feuer, Fluten

und Orkane erhöhen zudem das Schadensrisiko für Versicherungen

und Rückversicherungen. Die Branche tut sich aktuell

auch schwer, die Risiken zu berechnen, da wirklich zuverlässige

Aussagen zum Eintreffen von El Nino erst im

Spätsommer möglich sind. Da sich die Ozeane in den vergangenen

Jahren rund um den Globus erwärmt haben, mussten

Wissenschaftler und Behörden ihre Prognosemodelle anpassen.

Doch auch die Berechnungen mit den neueren Methoden

weisen aktuell auf einen „starken“ El Nino hin.

Innovation als Schlüssel. Bleibt das Wetterphänomen doch

aus, bedeutet das nur teilweise ein Aufatmen für den Agrarsektor.

Dass Wetterextreme insgesamt zugenommen haben, ist

kein Geheimnis. Veränderte Klimabedingungen, weltweite

Transportketten, Monokulturen und strengere Vorschriften

zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sorgen bei vielen

landwirtschaftlichen Produkten für wachsende Probleme

durch Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. „Wir verlieren

Werkzeuge dagegen schneller, als wir neue einführen können“,

sagt Ronan de Hercé, Leiter des Spanien-Geschäfts beim Agrartechnologiekonzern

Syngenta. Die Antwort heißt in vielen

Fällen Innovation, beim Saatgut wie beim Pflanzenschutz –

und Schnelligkeit. Die schweizerisch-chinesische Syngenta,

der aktuell wieder Interesse an einem baldigen Börsengang

nachgesagt wird, hat dazu gerade ein Forschungszentrum mitten

im weltgrößten Treibhausgemüse-Anbaugebiet im spanischen

Almería eröffnet. Die kurzen Wege und die enge Vernetzung

mit den Erzeugern sollen dem Konzern den

entscheidenden Geschwindigkeitsvorteil verschaffen, wenn es

darum geht, gegen neue Erreger resistente Gemüsesorten zu

züchten. Allein bei Tomaten, neben Paprika das am häufigsten

angebaute Produkt der Region, treten mittlerweile im Durchschnitt

alle zwei Jahre neue Viren- oder Bakterienvarianten auf.

Für Anleger mit einer längerfristigen Perspektive bieten

sich daher Investments in forschungsstarke Agrarkonzerne

an. Ohne sie ist intensive Landwirtschaft nicht möglich. Zur

kurzfristigen Absicherung vor den Auswirkungen des möglichen

Super-El-Nino eignen sich dagegen Rohstoff-ETFs sowie

ETFs auf inflationsgebundene Anleihen.

Massiv verteuert

Harnstoff (Urea) ist der am häufigsten verwendete

Stickstoffdünger. Er wird aus Erdgas und Wasserstoff

hergestellt, vor allem am Persischen Golf

Preis für Harnstoff (Urea)

in US-Dollar je Tonne

800

600

400

Schmerzhafte Preisspitzen

Die Hochs bei der Nahrungsmittelkrise 2008 und zu

Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 zeigen, wie stark

der Weizenpreis steigen kann

Preis für Weizen

in US-Dollar je Bushel

10

8

6

4

200

2024 2025 2026

2005 2010 2015 2020 2025

Quelle: Factset UK Limited 2026 Quelle: Factset UK Limited 2026

2

FOCUS MONEY 24/2026

51


moneymarkets

CORTEVA

Innovativer Agrarriese

Der US-Saatgut- und Pflanzenschutzkonzern ist ein direkter Konkurrent von

Bayers Crop-Science-Geschäft. Wie das deutsche Unternehmen bietet Corteva

einen weniger hochwachsenden Mais und andere Innovationen an, die

Landwirten helfen, mit Veränderungen und Extremwetterereignissen besser

fertig zu werden. Im ersten Quartal hat der Agrarriese die Erwartungen der

Analysten geschlagen. Saatgutumsätze stiegen um zwölf, Einnahmen mit Pflanzenschutzmitteln

um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte

Gewinn je Aktie lag bei 1,50 Dollar (erwartet: 1,17 Dollar je Aktie). In

den kommenden drei Jahren will Corteva seine Profitabilität spürbar steigen,

im zweiten Halbjahr soll das Saatgut- und Genetikgeschäft abgespalten werden.

Die anstehende Entscheidung der EU über erleichterte Regulierung für

Saatgut, das mit „neuen genomischen Techniken“ wie der Genschere Crispr/

Cas erzeugt wurde, könnte für zusätzliche Dynamik im Geschäft sorgen.

Corteva

Kurs der Corteva-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA2PKRR/US22052L1044

Börsenwert 45,4 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e21,1/19,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,9/1,0 %

Kursziel/Stoppkurs 78,00/54,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 15 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

70

60

50

40

30

20

e = erwartet

MARKET ACCESS RICI ETF

Besonderer Rohstoff-Index

RICI steht Rogers International Commodity Index. Der Rohstoffkorb geht

auf Jim Rogers zurück, Hedgefonds-Manager, bekannter Rohstoff-Trader und

Partner von George Soros. Er unterscheidet sich von vielen anderen Rohstoffindizes

durch seine Breite (38 verschiedene Rohstoffe), den hohen Anteil an

Agrar-Futures (rund 30 Prozent) und die teilweise exotischen Produkte (zum

Beispiel Naturkautschuk, Milch, Kakao, Lebend-Rind). Am höchsten gewichtet

(rund 40 Prozent) sind jedoch Öl- und Gasfutures, an nächster Stelle kommen

Metalle mit 25 Prozent, knapp fünf Prozent entfallen auf Gold.

Das macht den ETF, der den Index synthetisch abbildet, zu einem Produkt,

das besonders von Preissteigerungen auf dem Agrar- und Energiesektor profitieren

kann. Gleichzeitig streuen Anleger ihr Investment damit wesentlich

breiter, als wenn sie, zum Beispiel per ETC, auf einzelne Agrarrohstoffe wie

Weizen oder Mais setzen. Zur Beimischung.

Market Access Rici ETF

Kurs des Market-Access-ETF in Euro

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN (thes., €)A0JK68/LU0249326488

Fondsvolumen 62 Mio. €

Laufende Kosten p.a.0,60 %

Wertentwicklung 1/3/5 Jahre42,1/46,8/106,7 %

Volatilität 1/3 Jahre 20,6/16,7 %

Auflagedatum8.05.2006

Quelle: Factset UK Limited 2026

35

30

25

20

15

10

e = erwartet

ISHARES EURO INFLATION LINKED GOVERNMENT BOND ETF

Hilfreiche Anleihen

Inflationsgebundene Anleihen sind Staatsanleihen, deren Kupons direkt an

die tatsächliche Inflationsrate gekoppelt sind. Steigt die Inflation, steigen also

auch die Zinszahlungen. Das gilt allerdings auch umgekehrt: Geht die Teuerungsrate

zurück, schütten diese Bonds weniger aus. Diese besondere Eigenschaft

macht die „Inflations-Linker“ besonders in einem Umfeld interessant,

wenn die Inflation anzieht – also jetzt. Der Ishares-ETF enthält inflationsgeschützte

Staatsanleihen aus der Eurozone, Anleger gehen daher kein zusätzliches

Wechselkursrisiko ein. Das Portfolio enthält knapp 40 Titel, die Mehrheit

davon stammen aus Frankreich, gefolgt von Staatsanleihen aus Italien,

Spanien und Deutschland. Der ETF hält diese Anleihen tatsächlich (physische

Replikation). Inflationsgebundene Anleihen können ihre Vorteile insbesondere

dann voll ausspielen, wenn die Verbraucherpreise stärker steigen, als es

an den Finanzmärkten erwartet wird.

52

Ishares Euro Inflation Linked Gov. Bond ETF

Kurs des Ishares-ETF in Euro

2021 22 23 24 25 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

240

230

220

210

WKN/ISIN (thes., €) A0HGV1/ IE00B0M62X26

Fondsvolumen 1,9 Mrd. €

Laufende Kosten p.a.0,09 %

Wertentwicklung 1/3/5 Jahre3,3/7,3/5,1 %

Volatilität 1/3 Jahre 3,5/4,7 %

Auflagedatum18.11.2005

e = erwartet

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GASTBEITRAG

BAHNHOF LEIPZIG: Das 9-Euro-Ticket

sorgte für einen drastischen Anstieg der

Fahrgäste - und überfüllte Züge vor

allem am Wochenende

Der Flop mit dem 9-Euro-Ticket

von SARAH NECKER

Es ist ein verständlicher Wunsch der Politik,

die Bevölkerung in Krisenzeiten zu entlasten.

So ist es derzeit beim Tankrabatt zu beobachten.

So war es beim vielleicht populärsten

politischen Projekt der vergangenen

Jahre, dem 9-Euro-Ticket. Angesichts steigender

Energiepreise und wachsender Sorgen

über den Klimawandel sollte das Ticket

Entlastung bieten und gleichzeitig den Umstieg

vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr

fördern. Eine Wiedereinführung des

9-Euro Tickets wird regelmäßig gefordert.

Tatsächlich illustriert das Ticket eine grundlegende

ökonomischen Einsicht: Wenn Preise

sinken, steigt die Nachfrage. Millionen

Menschen nutzten plötzlich häufiger die

Bahn. Durch den Preisrabatt wurden Haushalte

entlastet. Doch wirtschaftspolitische

Maßnahmen haben meist nicht nur direkte

Das Billigticket war das

seit Langem populärste

Projekt der Politik. Nur,

was hat es gebracht,

außer vollen Zügen?

Auf das Auto haben die

wenigsten verzichtet.

Und dem Klima wäre

anders besser zu helfen.

Effekte. Menschen passen ihr Verhalten an

– oft auf unerwartete Weise. Diese indirekten

Effekte werden in politischen Debatten häufig

unterschätzt.

Auto häufig kaum zu ersetzen

Das 9-Euro-Ticket zeigt das besonders deutlich.

Während die Nachfrage nach Bahnfahrten

massiv stieg, folgte daraus nicht ein proportionaler

Rückgang des Autoverkehrs. Die

Annahme, dass zusätzliche Bahnfahrten automatisch

Autofahrten ersetzen, bewahrheitet

sich also nicht. Tatsächlich sind Substitutionseffekte

schwer steuerbar. Viele

Menschen sind auf das Auto angewiesen –

etwa wegen fehlender Alternativen im ländlichen

Raum. Bahn und Auto sind deshalb oft

keine perfekten Ersatzgüter. Hinzu kommt:

Wenn ein Gut billiger wird, verändert sich

54 Foto: Imago Stock

FOCUS MONEY 24/2026


moneymarkets

nicht nur die relative Attraktivität verschiedener

Optionen. Menschen haben zugleich

mehr finanziellen Spielraum. Wer günstig

Bahn fahren kann, verzichtet deshalb nicht

zwangsläufig auf das Auto, sondern macht

möglicherweise einfach zusätzliche Fahrten.

Genau das passierte beim 9-Euro Ticket: Es

wurde vielfach für Wochenendausflüge genutzt.

Das Ticket erzeugte also nicht nur Verlagerung,

sondern zusätzliche Mobilität.

9-Euro-Ticket setzt falsches Signal

Hinzu kam ein weiterer indirekter Effekt, der

in politischen Debatten häufig unterschätzt

wird. Wenn der Preis sinkt und die Nachfrage

steigt, das Angebot aber nicht ausgeweitet

wird, entsteht Knappheit. Das drückte

sich beim 9-Euro-Ticket in überfüllten Zügen

aus. Das Ticket wirkte nicht nur dort, wo die

Preise gesenkt wurden. Die zusätzlichen

Fahrgäste belasteten teilweise das gesamte

Bahnsystem. Selbst Fernzüge, die gar

nicht Teil des Tickets waren, wurden unpünktlicher.

Wenn Politik in komplexe Systeme

ein greift, beschränken sich die Reaktionen

selten auf den unmittelbar regulierten

Bereich.

Allerdings sind viele Züge in Deutschland

im Durchschnitt keineswegs ausgelastet. Dort

könnte zusätzliche Nachfrage sinnvoll sein.

Gleichzeitig kann ein Netz trotz freier Durchschnittskapazitäten

an einzelnen Stellen an

seine Grenzen geraten. Zusätzliche Nachfrage

verteilt sich nicht gleichmäßig. Gerade

deshalb erfüllen Preise in komplexen Systemen

eine wichtige Funktion. Sie dienen nicht

nur dazu, Kosten zu decken. Sie koordinieren

Knappheit. Kaum jemand erwartet, dass es

für einen ICE am Freitagabend vor Weihnachten

genauso einfach ist an ein Sparpreisticket

zu kommen wie für einen Zug an einem regulären

Dienstagvormittag.

Das Problem des 9-Euro-Tickets war deshalb

nicht, dass mehr Menschen Bahn gefahren

sind. Genau das war politisch gewollt.

Problematisch war vielmehr die

Vorstellung, dass ein einheitlicher und

extrem niedriger Preis unabhängig

von Auslastung und Knappheit optimal

sei. Wenn Infrastruktur zu manchen

Zeiten überlastet und zu anderen

unterausgelastet ist, wäre es

besser, Nachfrage gezielt zu verschieben,

statt den Preis pauschal für alle und jede Zeit

zu senken. Genau diese Steuerungsfunktion

von Preisen wird in politischen Debatten

Wer günstig Bahn fahren kann, verzichtet deshalb

nicht zwangsläufig auf das Auto.“

SARAH NECKER leitet

das Ludwig Erhard ifo

Forschungszentrum für

Soziale Marktwirtschaft

und Institutionenökonomik

und lehrt als VWL-Professorin

an der Friedrich-Alexander-Universität

Erlangen-Nürnberg

Sarah Necker

häufig unterschätzt. Höhere Preise für knappe

Güter werden vor allem als Belastung

wahrgenommen — weniger als Mechanismus

zur Koordination knapper Ressourcen.

Das 9-Euro-Ticket zeigt auch die Zielkonflikte

im politischen Prozess. Sollte es primär

soziale Entlastung schaffen, den öffentlichen

Verkehr stärken oder Emissionen reduzieren?

Unterschiedliche Ziele erfordern oft unterschiedliche

Instrumente. Gibt es zu viele Ziele

für eine Maßnahme, kann das dazu führen,

dass nicht alle Ziele erreicht werden – oder

im schlechtesten Fall gar kein Ziel erreicht

wird. Eine Politik kann als Klimaschutzmaßnahme

ineffizient und gleichzeitig als Wohlfahrtspolitik

attraktiv sein.

Zudem wäre zu fragen, was alternativ mit

den Mitteln hätte erreicht werden können. Für

das 9-Euro-Ticket stellten Bund und Länder

rund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Jeder

Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

Der Vergleich mit CO₂-Zertifikatspreisen oder

dem gesellschaftlichen Schaden einer Tonne

CO₂ legt nahe, dass dieselbe Emissionsreduktion

an anderer Stelle vermutlich günstiger

erreichbar gewesen wäre. Gleichzeitig

machte das Ticket sichtbar, dass gerade im

Schienenverkehr erhebliche Infrastrukturengpässe

bestehen. Damit stellt sich zwangsläufig

die Frage, ob zusätzliche Investitionen in

Kapazität, Zuverlässigkeit und Netzausbau

langfristig wirksamer gewesen wären als eine

pauschale Verbilligung der Nutzung.

Bei künftigen Entlastungsmaßnahmen

wäre es wichtig, ökonomische Mechanismen

stärker mitzudenken: die Steuerungswirkung

von Preisen, indirekte Effekte, Knappheiten

und Verhaltensanpassungen.

Der vorliegende Gastbeitrag basiert auf folgender

Studie: „Almost fare free: Impact of a cheap public

transport ticket on mobility patterns and

train delays“ von Mario Liebensteiner,

Jakob Losert, Sarah Necker, Florian

Neumeier, Jörg Pätzold, Sebastian Wichert.

Die ganze Studie gibt es hier:

FOCUS MONEY 24/2026

Foto: ifo Institut/E. Hassos 55


moneymarkets

NEQUE ANREISSER:

rectem erro il int doluptat

eturerition re porum eaquis

TAIWAN

Gefahr für einen ETF-Liebling

US-Präsident Trump wird zum Risiko für Taiwans Unabhängigkeit – und für die Weltwirtschaft.

Denn Tech-Konzerne und Chiphersteller hängen am Tropf von Weltmarktführer TSMC

von JOHANNES BAUER

Unter den meisten Anlegern hat sich herumgesprochen,

dass es zu engstirnig ist, im eigenen Depot nur auf Unternehmen

aus Industrieländern zu setzen. Egal, ob

es sich um Einzelaktien wie Apple oder Siemens handelt oder

um börsengehandelte Fonds (ETFs) auf den US-lastigen Länderindex

MSCI World, für viele das Basisinvestment. Deshalb

gesellt sich dazu als kongenialer Partner inzwischen oft

ein ETF auf den MSCI Emerging Markets, also auf einen Index

mit Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern.

Dessen Performance war zuletzt so gut, dass immer mehr

Anleger einstiegen. Der MSCI Emerging Markets hat seit Jah-

resbeginn 24,8 Prozent zugelegt, der MSCI World nur 9,4

Prozent. Doch fast die Hälfte des Index stellen Aktien aus Taiwan

(25 Prozent) und China (23 Prozent) und damit aus zwei

Ländern, die seit Jahrzehnten einen erbitterten Konflikt miteinander

austragen. Ausgerechnet Donald Trump verschärfte

diesen kürzlich noch. Wird ein Zugeständnis des US-Präsidenten

an China zur Gefahr für Taiwan, seine

Chipindustrie und damit auch für die Kursrallye des beliebten

Schwellenländerindex?

Taiwan als Verhandlungsmasse? Bereits im Januar 2025

hatte der US-Kongress Waffenverkäufe an Taiwan in Höhe

56

Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 24/2026


MSCI Emerging Markets

Seit Jahresbeginn hat der Schwellenländer-Index

rund 25 Prozent zugelegt. Das ist deutlich mehr als

der MSCI World, der nur rund neun Prozent schaffte.

MSCI Emerging Markets

Kursindex in Punkten

2023 2024 2025 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

1600

1400

1200

1000

800

von 14 Milliarden US-Dollar genehmigt. Die USA gelten seit

Langem als Unterstützer Taiwans, das eine unabhängige und

demokratische Regierung hat und nie zur 1949 gegründeten

Volksrepublik China gehörte. Trotzdem beansprucht China

die aus seiner Sicht abtrünnige Provinz Taiwan für sich und

möchte sich diese einverleiben. Chinas Staatschef Xi Jinping

lehnt die Waffenverkäufe der USA an Taiwan ab.

Trump zögert deshalb. „Das ist ehrlich gesagt ein sehr gutes

Verhandlungsmittel für uns“, sagte Trump Ende Mai nach

seinem Besuch in Peking. Geht es nach dem US-Präsidenten,

soll China Öl aus den USA kaufen und auf seinen Verbündeten

Iran einwirken, die Straße von Hormus wieder vollständig

für den Schiffsverkehr zu öffnen. Taiwans Unabhängigkeit?

Schien für Trump zwischenzeitlich Teil der

Verhandlungsmasse zu sein.

Invasion würde Weltwirtschaft lahmlegen. Der Konflikt

beschäftigt Sam Konrad, Portfoliomanager bei Jupiter Asset

Management, einem britischen Vermögensverwalter. Konrad

sieht darin eine moralische Komponente. „Sollten wir

versuchen, ein kleines demokratisches Land gegen eine viel

größere autokratische Ein-Mann-Diktatur zu verteidigen?“

Für Konrad eine rhetorische Frage: „Ich finde, das sollten wir.“

Die Staatengemeinschaft hat dabei aber auch ein wirtschaftliches

Eigeninteresse. Und das heißt Taiwan Semiconductor

(TSMC). Als Chipfertiger ist TSMC Weltmarktführer,

beliefert Chipdesigner und Tech-Konzerne wie Nvidia und

Apple und spielt damit auch eine wichtige Rolle bei der jüngsten

Kursrallye der US-Indizes. Im MSCI Emerging Markets

stellt TSMC die mit Abstand größte Position (rund 14 Prozent).

Kurz: TSMC ist die Schwunghilfe des KI-Booms und

gleichzeitig das Rückgrat des Schwellenländerindex.

Konrad sagt, die Bedeutung von TSMC für die Weltwirtschaft

ließe sich kaum überschätzen. Entsprechend düster

malt er das Szenario einer möglichen Invasion Taiwans durch

China: Nvidia könne ohne TSMC keine Hochleistungschips

mehr herstellen, Apple kein einziges Iphone. „Es käme weltweit

zu einem massiven Einbruch der Aktienkurse und wahrscheinlich

zu einer schweren globalen Wirtschaftskrise.“ Den

Fall, dass TSMCs Produktion bei einer Invasion vollständig

stillgelegt werden würde, vergleicht er mit einer monatelangen

Sperrung der Straße von Hormus. Mit einem Unterschied:

„Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft wären

deutlich gravierender.“

Trump will mit Taiwans Präsident reden. Der Portfoliomanager

glaubt aber nicht, dass es so weit kommt. Zum einen,

weil ein kritischer Blick auf China einer der wenigen Standpunkte

sei, auf den sich Republikaner und Demokraten in den

USA noch verständigen konnten in den vergangenen Jahren.

„In Washington herrscht ein recht starker Konsens darüber,

dass China als politischer Feind der USA angesehen wird.“

Optimistisch stimmt Konrad aber auch, was Trump konkret

nicht gesagt hat: Nämlich, dass er die Waffenverkäufe

an Taiwan definitiv blockieren werde. Aus seiner Sicht hätte

der US-Präsident das nämlich während seines Besuchs bei

Chinas Machthaber Xi Jinping gesagt oder unmittelbar danach.

„Er hätte das sagen können, hat er aber nicht.“

So eindeutig ist es nicht, dass sich Trump China annähert

und mit der langen politischen Überzeugung der USA bricht,

Taiwan zu unterstützen. Das zeigt sein Vorhaben, nun auch

direkte Gespräche mit Taiwans Präsident Lai zu führen. „Ich

werde mit ihm sprechen. Ich spreche mit jedem“, sagte Trump

am Mittwoch, als er den möglichen Austausch bestätigte.

Das chinesische Außenministerium erklärte prompt, es

lehne nicht nur die potenziellen Waffenverkäufe ab, sondern

auch „offizielle Kontakte“ zwischen den USA und Taiwan.

„Aus chinesischer Sicht würde das dem taiwanesischen Präsidenten

und Taiwan mehr Legitimität verleihen“, sagte Konrad

über den möglichen Austausch mit Trump.

Taiwans Börse hängt sie alle ab. Beim Vermögensverwalter

Jupiter Asset Management kümmert sich Konrad um den

„Asia Pacific ex Japan“, einen aktiven Fonds, der aber nicht

nur japanische Aktien ausschließt, sondern auch Unternehmen

aus China, die in ETFs auf den MSCI Emerging Markets

die größte Position bilden.

Die Risiken würden im Falle chinesischer Aktien die potenziellen

Renditen „bei weitem“ überwiegen, sagt Konrad.

Als Beleg verweist er auf die vergangenen 30 Jahre, in denen

China im Vergleich zu allen anderen Aktienmärkten weltweit

mit die schlechteste Performance geliefert habe – trotz

eines erheblichen Wirtschaftswachstums in diesem Zeitraum.

„Das hat sich aber nicht in den Renditen am Aktienmarkt

niedergeschlagen“, sagt Konrad.

Blickt man auf die vergangenen 20 Jahre, hinken die Performance

des CSI-300-Index mit den 300 größten und liquidesten

chinesischen A-Aktien und die des marktbreiten

Shanghai Composite Index (SSE) im Vergleich tatsächlich

hinterher. Seit Mai 2006 konnte der CSI 300 um 240 Prozent

zulegen und der SSE um rund 251 Prozent. Selbst der japanische

Nikkei 225 (270 Prozent) lief da besser. Auch der DAX,

der von rund 5700 auf 24 700 Punkte zulegen konnte (336

Prozent), hatte im Vergleich zu China die Nase vorn, der S&P

500 erst recht. Das US-Flaggschiff versechsfachte sich nahezu

(487 Prozent). Der südkoreanische Kospi (425 Prozent)

hängte die chinesischen Indizes ebenfalls ab. Am besten lief

allerdings Taiwans Börse mit einem Plus von 488 Prozent.

Noch immer günstig bewertet. Der Vorteil von südkoreanischen

und taiwanesischen Tech-Aktien liegt für Konrad

FOCUS MONEY 24/2026

57


auf der Hand: „Das ist eine risikoärmere Möglichkeit, sich an

KI zu beteiligen, als eine Investition in US-Technologieaktien.“

Wenn Nvidia, Microsoft, Apple, Alphabet, Amazon,

Meta und Tesla die ‚Magnificent 7‘ der Tech-Konzerne sind,

dann haben Taiwan und Südkorea mit TSMC, Samsung Electronics

und SK Hynix so etwas wie ihre großen Drei. TSMC

ist der größte Auftragsfertiger von Halbleitern, Samsung

Electronics und SK Hynix sind die beiden größten Speicherchip-Hersteller

der Welt.

Es sei egal, sagt Konrad, welches Unternehmen den besten

KI-Chatbot baue, ob nun OpenAI mit ChatGPT, Anthropic

mit Claude oder Alphabet mit Gemini oder ein Start-up, das

noch keiner kenne. Alle müssten momentan auf die Produkte

dieser großen Drei aus Taiwan und Südkorea zurückgreifen.

„Für die Unternehmen, in die wir investieren, spielt es

keine Rolle, wer der Gewinner ist in den USA.“

Das gelte auch für die sogenannten Hyperscaler, die US-

Cloudanbieter Amazon, Microsoft und Alphabet. Zuletzt

hätten US-Techkonzerne ihre Investitionsausgaben erhöhen

müssen, sagt Konrad. Microsoft gab vor Kurzem bekannt, allein

dieses Jahr 190 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren

zu wollen. Bei der Facebook-Mutter Meta sollen es

bis zu 145 Milliarden Dollar sein. Von diesen schwindelerregenden

Summen fließe viel Geld an Samsung Electronics, SK

Hynix und TSMC.

Bis zu einem gewissen Grad dürfte das in den jeweiligen

Börsenkurs schon eingepreist sein. Mittel- und langfristig

seien er und seine Kollegen trotzdem sehr positiv gestimmt,

was den koreanischen und taiwanesischen Tech-Sektor angehe,

sagt Konrad. „Die Bewertungen dieser asiatischen

Tech-Aktien sind im Allgemeinen niedriger als die der US-Techaktien.“

Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kommt TSMC laut

des US-Finanzdienstes Bloomberg auf einen Wert von 30,

Samsung Electronics wird mit einem KGV von 23,5 geführt,

bei SK-Hynix ergibt sich sogar nur ein Wert von 18. Zum Vergleich:

US-Speicherchiphersteller wie Micron (KGV: 34),

Sandisk (KGV: 48) und Western Digital (KGV: 72) sind an der

Börse deutlich teurer zu haben. Beim Chiphersteller Intel,

der TSMC als Auftragsfertiger Konkurrenz machen möchte,

ist die Bewertung aufgrund der jüngsten Kursrallye sogar um

ein Vielfaches höher (KGV: 474).

Dickes Plus durch strittige Einordnung. Andererseits ist

das Klumpenrisiko in ETFs auf den MSCI Emerging Markets

in den vergangenen Monaten auch deutlich angewachsen.

TSMC, Samsung und SK Hynix machen inzwischen 25 Prozent

des Index aus. In der beliebten ETF-Variante, die chinesische

Aktien ausschließt (ex China), ist ihr Gewicht mit einem

Drittel schon fast erdrückend.

Konrad, der von chinesischen Aktien abrät, müsste das eigentlich

begrüßen, doch eine so hohe Konzentration ist

selbst ihm zu viel. Um das Risiko zu streuen, setzt er neben

Taiwan und Korea auch auf Aktien aus Indien sowie aus Australien

und Singapur. Aus seiner Sicht seien die beiden aktuell

die attraktivsten „entwickelten Märkte“.

Wobei, wenn der Portfoliomanager darüber nachdenkt,

Taiwan und Südkorea eigentlich auch dazu zählten. „Es ist

falsch, Korea und Taiwan als Schwellenländer zu betrachten.“

Konrad begründet das für die beiden Länder mit dem

Pro-Kopf-Einkommen. Laut des Internationalen Währungsfonds

(IWF) lag es im vergangenen Jahr in Taiwan bei 42 103

US-Dollar und in Südkorea bei 37 412 Dollar. Zum Vergleich:

In den Ländern der Europäischen Union (EU) lag das Pro-

Kopf-Einkommen vergangenes Jahr durchschnittlich bei

46 805 US-Dollar.

Die Bezeichnung Schwellenländer findet Konrad für Taiwan

und Südkorea deshalb sehr irreführend. Dass der US-Finanzdienstleister

MSCI, der den Index erstellt, diese so klassifiziert,

war für Anleger in den vergangenen Monaten

trotzdem ein Glücksfall: Andernfalls hätten sie mit der zweiten

Säule ihres Basisinvestments deutlich weniger Gewinn

gemacht.

Rückgrat der Chip-Rallye

Taiwan Semiconductor (TSMC)

Nah an der Billionenbewertung

SK Hynix

Kurs der Kurs der TSMC-ADR-Aktie in Euro

300

Kurs der Kurs der SK-Hynix-GDR-Aktie in Euro

1200

200

800

200-Tage-Linie

0

2023 2024 2025 2026

WKN/ISIN909800/US8740391003

Börsenwert 1,7 Bill. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e24,1/19,1

Dividendenrendite für 2026e/27e1,0/1,2 %

Kursziel/Stoppkurs 418,00/370,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 11 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

100

e = erwartet

200-Tage-Linie

400

0

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINA1JWRE/US78392B1070

Börsenwert 928 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e8,2/6,0

Dividendenrendite für 2026e/27e0,4/0,8 %

Kursziel/Stoppkurs 1 430,00/1 150,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 6 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

58 FOCUS MONEY 24/2026


moneymarkets

MUSTERDEPOT

Radikaler

Umbau

Dobetsberger richtet sein

Portfolio neu aus. Hölzle freut

sich über gute Kursgewinne

Der Umbau des Musterdepots von Richard

Dobetsberger, ficon, geht weiter. Der Anlageexperte

legt den Schwerpunkt nun auf die

strategischen Kernthemen künstliche Intelligenz,

Software, Plattformtechnologie, Gesundheit,

Verteidigung sowie selektiv auf

Energie- und Infrastrukturwerte. Dafür

trennt er sich (jeweils bestens) von allen

Chevron-, Halliburton-, Exxonmobil- und

Schlumberger-Aktien. Zudem reduziert er

Occidental Petroleum um 50 Stück, Conocophillips

um 25 Stück und Nordex um 75

Stück (auch jeweils bestens). Im Gegenzug

stockt Dobetsberger (jeweils ohne Limit) Tes-

la um vier Aktien, Microsoft um zehn Aktien

und Rheinmetall um eine Aktie auf. Zudem

besetzt der Profi vier Positionen neu (jeweils

bestens): 40 IBM (ISIN: US4592001014), 25

Apple (US0378331005), sieben Eli Lilly

(US5324571083) und 50 Palantir Technologies

(US69608A1088). In der aktuellen Berichtswoche

verkaufte Dobetsberger bereits

seine Anteile an Equinor zu je 31,43 Euro

und an Uranium Energy zu je 11,47 Euro.

Das Musterdepot von Manuel Hölzle, GBC,

drehte wieder ins Plus. Dazu trug vor allem

der starke Kurssprung beim Spezialchemiekonzern

Alzchem bei.

SR

Anzahl/nominal

des Wertpapiers

ISIN

aufgenommen

Ausgabe

Kaufkurs

in Euro

Kaufsumme

in Euro

Limits Euro

je Stück/

Anzahl

Kurs am

02.06.2026

in Euro

Kurswert

am

02.06.2026

Kursveränderung

in %

DEPOT 1

MANUEL HÖLZLE,

GBC AG

DEPOT 3

RICHARD

DOBETSBERGER,

ficon Vermögensmanagement

GmbH

60 Alzchem 7) 11) DE000A2YNT30 diverse 159,30 9 558,00 – 197,60 11 856,00 24,0

210 Avio 7) 11) IT0005119810 diverse 35,43 7 439,50 – 38,65 8 116,50 9,1

325 Bitcoin Group 7) 11) DE000A1TNV91 diverse 31,65 10 285,25 – 28,30 9 197,50 –10,6

110 Cembre 7) 11) IT0001128047 diverse 68,84 7 572,00 – 87,90 9 669,00 27,7

2 600 Guillemot 7) 11) FR0000066722 diverse 4,30 11 180,00 – 4,70 12 220,00 9,3

500 M1 Kliniken 5) 7) 11) DE000A0STSQ8 diverse 17,53 8 766,00 – 19,72 9 860,00 12,5

Guthaben: 367,25 € 750 Smartbroker H. 5) 7) 11) DE000A2GS609 diverse 13,69 10 270,00 – 12,15 9 112,50 –11,3

Depotwert: 102 253,50 € 7 000 Verve Group 5) 7) 11) SE0018538068 diverse 1,56 10 909,30 – 1,73 12 110,00 11,0

Gesamtwert*: 102 620,75 € 260 Washtec 5) 7) 11) DE0007507501 diverse 48,59 12 633,40 – 39,20 10 192,00 –19,3

Depotveränderung:2,6 % 300 Revo Insurance 11) IT0005513202 diverse 23,31 9 324,00 – 24,80 9 920,00 6,4

5), 6), 7), 11) Offenlegung Interessenskonflikte (Erklärung: www.gbc-ag.de/rechtliches/offenlegung)

DEPOT 2

KAI HOFFMANN,

Kamavest Asset

Management

GmbH

800 Centerra Gold CA1520061021 4/26 13,33 10664,00 – 14,70 11756,00 10,2

700 First Majestic Silver CA32076V1031 4/26 16,18 11326,00 – 18,18 12726,00 12,4

700 Ivanhoe Electric* US46578C1080 4/26 14,40 10080,00 – 11,60 8120,00 –19,4

60 Kamaxus Resource Fund DE000A40X8Z4 4/26 162,07 9724,20 – 169,69 10181,40 4,7

100 Newmont US6516391066 4/26 92,14 9214,00 – 94,05 9405,00 2,1

10000 Troilus Gold CA89688V1031 4/26 1,04 10400,00 – 1,17 11650,00 12,0

Guthaben:6 973,90 € 25 000 First Mining Gold CA3208901064 5/26 0,38 9 600,00 – 0,32 7 900,00 –17,7

Depotwert: 90 778,40 € 550 Elemental Royalty Corp CA28620K1066 5/26 17,05 9 377,50 – 14,80 8 140,00 –13,2

Gesamtwert*: 97 752,30 € 12 500 Gold X2 Mining CA38076G1037 9/26 0,73 9 125,00 – 0,87 10 900,00 19,5

Depotveränderung:–2,2 %

*Börse New York, Kurs in Euro umgerechnet; bei geringen Umsätzen anderer Titel in Deutschland werden teilweise die gängigeren ausländischen Kurse in Euro umgerechnet

65 Chevron US1667641005 diverse 146,50 9522,34 V: o.L./65 158,96 10332,40 8,5

100 Conocophillips US20825C1045 12/26 98,92 9892,00 V: o.L./25 98,62 9862,00 –0,3

200 Occidental Petroleum US6745991058 13/26 47,41 9482,00 V: o.L./50 49,91 9982,00 5,3

300 Halliburton US4062161017 15/26 33,39 10017,00 V: o.L./300 33,57 10071,00 0,5

65 Exxonmobil US30231G1022 16/26 150,64 9791,60 V: o.L./65 127,26 8271,90 –15,5

105 SLB (Schlumberger) AN8068571086 16/26 45,40 4767,00 V: o.L./105 46,63 4895,63 2,7

Guthaben:3 189,48 € 175 Nordex DE000A0D6554 21/26 48,00 8 400,00 V: o.L./75 41,72 7 301,00 –13,1

Depotwert: 82 467,83 € 30 Tesla US88160R1014 diverse 383,52 11 505,60 K: o.L./4 357,60 10 728,00 –6,8

Gesamtwert*: 85 657,31 € 10 Microsoft US5949181045 24/26 355,00 3 550,00 K: o.L./7 386,35 3 863,50 8,8

Depotveränderung:–14,3 % 6 Rheinmetall DE0007030009 24/26 1232,80 7 396,80 K: o.L./1 1193,40 7 160,40 –3,2

*Startkapital am 09.01.26 = 100000 Euro, abzüglich Ausgaben für Wertpapiere und Spesen (0,2% pro Wertpapiergeschäft, 2,5 % Ausgabeaufschlag bei Fonds); Limits: K = Kauflimit, V = Verkaufslimit, o. L. = ohne Limit, SL = Stop-Loss

Die Beiträge stellen die Privatmeinung der Verfasser dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information. Analysen und Schlussfolgerungen sind all gemeiner Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner

Anleger. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Vor Treffen einer Anlageentscheidung sollte jedenfalls ein professioneller Finanzdienstleis ter konsultiert werden.

FOCUS MONEY 24/2026

59


moneymarkets

Das Beste für

FOCUS MONEY-Leser

Der 1843 gegründete „The

Economist“ mit dem Leitmotto

„Den globalen Fortschritt

inspirieren“ gilt heute

als eine der führenden Wirtschaftszeitschriften

der

Welt. Er betont seine Unabhängigkeit

und Objektivität;

mit Büros in 14 Ländern

weltweit ist er für seine tiefen

Analysen der globalen

Wirtschaft und Politik

bekannt. In einer Kooperation

macht FOCUS MONEY

seinen Lesern in der Regel

wöchentlich einen ausge

wählten Artikel aus „The

Economist“ zugänglich.

INSEL: Trotz globaler Regulierung und Ankündigungen ihres Niedergangs wachsen Offshore-Finanzzentren

VERMÖGENSWERTE

Das Offshore-Finanzwesen boomt –

trotz verschärfter Kontrollen

Hinter Steueroasen

steckt inzwischen weit

mehr als türkisblaues

Wasser und das

Versprechen von

verschwiegenen

Investments

Seit der globalen Finanzkrise von 2007 bis 2009

scheint das Zeitalter der Offshore-Finanzzentren immer

wieder seinem Ende entgegenzugehen. Im Jahr

2010 verabschiedeten die USA den Foreign Account Tax

Compliance Act (FATCA), der ausländische Finanzinstitute

verpflichtet, Vermögenswerte von US-Bürgern offenzulegen.

Ein Jahr später erklärte Nicolas Sarkozy – der damals

sowohl Frankreich als auch die G20 führte – selbstbewusst,

dass Steueroasen weltweit geächtet würden. Im Jahr 2016

deckten investigative Journalisten mit den „Panama Papers“

ein riesiges Datenarchiv auf, das die Spur von Hunderttausenden

Steuerhinterziehern nachzeichnete. Die Enthüllungen

veranlassten viele Regierungen wohlhabender Staaten,

Offshore-Zentren dazu zu verpflichten, Register der wirtschaftlich

Berechtigten einzurichten und Informationen

mit anderen Jurisdiktionen auszutauschen – unter Androhung

von Sanktionen.

Mehr als verdoppelt. In den Jahren danach war es jedoch

Sarkozy, der nach einer kurzen Haftstrafe wegen Verstößen

gegen die Wahlkampffinanzierung gesellschaftlich ins Abseits

geriet. Im Gegensatz dazu erfreuen sich Offshore-Finanzzentren

nach einigen Kennzahlen größerer Beliebtheit

denn je. Zwischen 2010 und 2024 stiegen die gesamten Offshore-Vermögenswerte

von Unternehmen um die Hälfte

schneller als das weltweite Bruttoinlandsprodukt und haben

60

Illustration: Adobe Stock

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 24/2026


sich nominal auf 64 Billionen Dollar mehr als verdoppelt

(s. Grafik unten). Ende vergangenen Jahres wurden

31 Prozent des weltweit ausstehenden Bestands an internationalen

Unternehmensanleihen – also jener

Anleihen, mit denen Unternehmen außerhalb ihres Heimatlandes

Fremdkapital aufnehmen – in Offshore-Finanzzentren

emittiert. Das ist ein Rekordwert und ein

deutlicher Anstieg gegenüber dem Tiefstand von 24 Prozent

im Jahr 2010 nach der Finanzkrise (s. Grafik S. 62).

Besser reguliert. Ein wesentlicher Grund für das

jüngste Wachstum liegt darin, dass, wie Jason Sharman

von der University of Cambridge feststellt, „Geheimhaltung

weniger wichtig war, als viele angenommen hatten.“

Dies gilt auch in Bezug auf lockere Vorschriften.

Andrew Morriss von der Texas A&M University, ein weiterer

Experte für Offshore-Finanzwesen, erklärt, dass

Steueroasen aufgrund ihrer geringen Größe und Flexibilität

in manchen Bereichen schlichtweg besser reguliert

sind. Das macht sie besonders attraktiv für schnell

wachsende Bereiche des Finanzsektors wie Rückversicherung,

Private-Credit-Fonds und Vermögensverwaltung

in Schwellenländern. Sie haben damit zugleich einen

Anreiz, nicht auf die schwarzen Listen der

Aufsichtsbehörden in den Industrieländern zu geraten.

Das Wachstum von Offshore-Rückversicherungen und

Private-Markets-Fonds steht in engem Zusammenhang.

In den vergangenen Jahren haben US-amerikanische Lebensversicherer,

die Rentenversicherungen mit garantierter

Rendite an Kunden in den USA verkaufen, stark in

illiquide private Vermögenswerte investiert. Sie haben zunehmend

sowohl Verbindlichkeiten als auch Vermögenswerte

an Rückversicherer abgegeben, was ihre Bilanzen

entlastet und ihnen ermöglicht, mehr Rentenprodukte zu

verkaufen. Diese illiquiden Vermögenswerte – etwa Private

Equity, Private Debt, Immobilien und Wagniskapitalinvestitionen

– werden häufig im Auftrag der Rückversicherer

von den großen Private-Markets-Häusern an der

Wall Street wie Apollo und KKR verwaltet, meist über

ebenfalls offshore ansässige Anlagevehikel.

Diese enge Verbindung zwischen Lebensversicherern,

Rückversicherern und privaten Vermögensverwaltern –

die heute häufig miteinander verflochten sind oder eng

kooperieren – wird mitunter als „Bermuda-Dreieck“ bezeichnet,

in Anlehnung an das karibische Offshore-Zentrum,

in dem dieses Modell besonders stark aufgeblüht

ist. Bermuda bietet einen fruchtbaren Boden, da die dortigen

Aufsichtsbehörden Rückversicherern gestatten,

ihre Beteiligungen an bestimmten privaten Anlageformen

mit weniger Eigenkapital zu unterlegen, als es in

den USA erforderlich ist. Sie ermöglichen Rückversicherern

zudem, ihre eigenen internen Modelle zu nutzen,

um nachzuweisen, dass diese Investitionen den Rentenverpflichtungen

entsprechen. Amerikanische und europäische

Aufsichtsbehörden haben dieser Regelung zugestimmt,

da Bermuda über ein hochentwickeltes

Regulierungssystem verfügt. Vermont übernahm bei der

Ausarbeitung seiner eigenen Vorschriften für Versicherungsfinanzierung

einige der bermudischen Ansätze,

wie Morriss anmerkt. Dies hat dazu beigetragen, dass

Bermuda heute rund 1,5 Billionen US-Dollar an Rückversicherungsvermögen

beherbergt – das entspricht fast

vier Prozent des weltweiten Gesamtvolumens der Versicherungsbranche

und 15 Prozent des globalen Rückversicherungskapitals.

Beliebte Kaimaninseln. Die Kaimaninseln, die 2023

von der „grauen Liste“ der Offshore-Verstöße der internationalen

Finanzaufsicht Financial Action Task Force

gestrichen wurden, wollen nun ebenfalls mitmischen.

Ihre Rückversicherungsaktiva haben sich seit 2020

vervierfacht und übersteigen inzwischen 100 Milliarden

Dollar. Sie haben zahlreiche Private-Equity-Fonds

angezogen, nicht zuletzt dank eines sechs Jahre alten

Gesetzes, das zuvor nicht registrierte Fonds, wie sie von

Vermögensverwaltern bevorzugt werden, unter die

Aufsicht der Cayman Islands Monetary Authority stellte.

Die Aussicht auf stärkere Aufsicht hat offenbar mehr

Investoren angezogen, als sie abgeschreckt hat. Die

Zahl der auf den Kaimaninseln registrierten Fonds

64 Billionen Dollar offshore

Seit dem Jahr 2000 steigen die globalen Vermögenswerte,

die in Offshore-Finanzzentren gehalten

werden, kontinuierlich an – mit der doppelten

Geschwindigkeit des globalen Bruttoinlandsprodukts.

2024 erreichte das Volumen schließlich rund

64 Billionen Dollar und damit einen neuen Höchststand.

Ein Grund dafür sind moderne Finanzregeln

und sich verändernde globale Kapitalströme

Weltweite Auslandsguthaben in

Offshore-Finanzzentren

in Billionen US-Dollar

2000 2005 2010 2015 2020 2024

Quelle: Bank for International Settlement

60

50

40

30

20

10

0

FOCUS MONEY 24/2026

61


moneymarkets

ist von weniger als 13 000 im Jahr 2020 auf nahezu

18 000 gestiegen. Eine weitere bedeutende Einnahmequelle

für die Finanzzentren sind die Schwellenländer.

In Regionen ohne gesicherte Eigentumsrechte, so Sharman,

„ist Offshore die nächstbeste Lösung“. Ricardo

Soares de Oliveira von der französischen Universität

Sciences Po erklärt, dass zwar genaue Zahlen fehlen,

die Offshore-Verbindungen zwischen Afrika und Asien

jedoch deutlich zunehmen.

Fragwürdige Beweggründe. Zunehmend legen afrikanische

Entscheidungsträger und Unternehmen ihr

Vermögen in neuen, näher ge legenen Finanzzentren

an – insbesondere in Dubai. Manchmal sind ihre Beweggründe

fragwürdig, etwa bei jenen, die Gold aus

Afrika schmuggeln. Oft suchen sie jedoch einfach einen

Standort mit verlässlichen Rahmenbedingungen,

einer soliden Finanzinfrastruktur sowie einer Auswahl

an Steuerfachleuten, Beratern und weiteren Fachkräften.

Die Beratungsfirma Henley & Partners schätzt,

dass die Vereinigten Arabischen Emirate (einschließlich

Dubai) im Jahr 2025 rund 9800 zuziehende Millionäre

angezogen haben – mehr als jede andere Region

weltweit. Der Krieg im Iran hat Dubais Glanz getrübt

– doch der Offshore-Finanzwelt insgesamt hat er nichts

von ihrer Anziehungskraft genommen.

Auch für China sind Offshore-Zentren unverzichtbar.

Um Zugang zu ausländischem Kapital zu erhalten,

haben chinesische Unternehmen seit Jahren sogenannte

„Variable-Interest-Entities“ (VIEs) auf den

Kaimaninseln gegründet. Über eine Reihe weiterer Gesellschaften

sichern sich diese Konstruktionen vertragliche

Ansprüche auf die von einem chinesischen

operativen Unternehmen erwirtschafteten Gewinne.

Wenn ein US-amerikanischer Anleger eine Aktie eines

in den USA gelisteten chinesischen Unternehmens wie

Alibaba erwirbt oder ein europäischer Venture-Capital-Investor

in ein nicht börsennotiertes chinesisches

Tech-Unternehmen wie ByteDance, die Muttergesellschaft

von TikTok, investiert, fließt das Geld tatsäch-

lich an eine VIE auf den Kaimaninseln. Viele weitere

chinesische Unternehmen nutzen Offshore-Zentren,

um Milliardenbeträge über Anleihen und Privatkredite

aufzunehmen.

Um die strengen Kapitalverkehrskontrollen Chinas zu

umgehen, investieren chinesische Unternehmen und

Geschäftsleute ihre im Ausland erzielten Gewinne über

Offshore-Finanzzentren erneut. Die Kaimaninseln und

die Britischen Jungferninseln gelten als bevorzugte

Durchleitungszentren für derartige Investitionen, insbesondere

in US-Vermögenswerte. Sie liegen nur hinter

Hongkong (das selbst eine Art Offshore-Finanzzentrum

ist) und den USA als Ziel für chinesische Auslandsportfoliounternehmen.

Laut offiziellen chinesischen Statistiken

beliefen sich die Investitionen in die beiden Offshore-Zentren

bis Juni 2025 auf 192 Milliarden Dollar

– rund drei Fünftel des Volumens in den USA und fast das

Fünffache der Summe in Großbritannien.

Bemerkenswert anpassungsfähig. Nicht alles läuft

in den Offshore-Zentren nach Plan. US-Aufsichtsbehörden,

die Anzeichen von Spannungen auf den Privatkreditmärkten

beobachten, verfolgen die Entwicklungen

zunehmend aufmerksam. Im April legte Großbritannien

Pläne vor, die Kapitalanforderungen für Offshore-

Rückversicherungen zu verschärfen, während Japan die

Aufsicht über die Branche ausweitete. Chinesische Behörden,

besorgt darüber, die Kontrolle über heimische

Technologien zu verlieren, versuchen, die VIEs einzuschränken.

Das aufstrebende chinesische Tech-Unternehmen

Moonshot AI soll Berichten zufolge seine VIE-

Struktur auf den Kaimaninseln auflösen und stattdessen

in Hongkong an die Börse gehen. Der Krieg im Iran hat

den Reiz Dubais geschmälert. Solche Entwicklungen

können vorübergehende Rückschläge darstellen. Doch

immer wieder haben sich Offshore-Zentren als bemerkenswert

anpassungsfähig erwiesen. Es wäre eine Ironie,

wenn gerade diese Produkte der Globalisierung in einer

zunehmend fragmentierten Welt florieren würden – aber

es wäre kaum überraschend.

Knapp ein Drittel in Offshore-Zentren

31 Prozent des weltweit ausstehenden Bestands an

internationalen Unternehmensanleihen – also

jener Anleihen, mit denen Unternehmen außerhalb

ihres Heimatlandes Fremdkapital aufnehmen –

wurden Ende 2025 in Offshore-Finanzzentren emittiert.

Das ist ein Rekordwert und ein deutlicher

Anstieg gegenüber dem Tiefstand von 24 Prozent

im Jahr 2010 nach der Finanzkrise

Internationale Offshore-Schuldtitel

in Prozent des gesamten ausstehenden

Emissionsvolumens

20

1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025

Quelle: Bank for International Settlement

30

28

26

24

22

62

FOCUS MONEY 24/2026


FOCUS

MONEY

zeichnet aus:

Jetzt starke Frauen in der

Finanzwelt sichtbar machen!

Corporate

Einflussreiche Frauen aus Wirtschaft und Politik

Start-up

Frauen aus der Gründerszene

Finfluencer

Frauen, die das Thema Finanzen über

Social Media vorantreiben

High Potentials

Aufsteigerinnen aus Wirtschaft,

Wissenschaft und Politik

Die Nominees 2026 stehen fest!

Unter mehr als 400 Nominierungen wählte eine hochkarätig

besetzte Jury mit der FOCUS-MONEY-Redaktion die drei

Finalistinnen in jeder Preiskategorie aus. Die Siegerinnen werden

bei einer exklusiven Preisverleihung am 16. Juni in Frankfurt geehrt.

In der Kategorie „Finfluencer“ entscheiden Sie, liebe Leserinnen

und Leser, wer ganz oben auf dem Treppchen steht.

Scannen Sie den QR-Code oder nutzen Sie den

Link und stimmen Sie ab.

Weitere Informationen unter:

female-finance-award.de

FOCUS MONEY 24/2026

Die Finalistinnen

in der Kategorie

High Potentials

Als Head of Treasury bei Eurogrid steuert

Eileen Hügle komplexe Finanzierungsstrukturen,

optimiert Kapitalflüsse und schafft

die Grundlage für milliardenschwere

Infrastrukturprojekte in einem stark

regulierten Umfeld. Im Fokus steht die

Sicherstellung langfristiger Investitionen in

den Ausbau und die Stabilität der Stromnetze.

Hügle ist zudem als Koordinatorin bei

„F:AST“ aktiv, einer Initiative, die sich mit

Themen wie „Frauen und Finanzen“ befasst.

www.linkedin.com/in/eileen-huegle/

Kristina Lindenbaum verantwortet im

Vorstand der dwpbank den Bereich „Kunde

und digitale Transformation“ und treibt die

Modernisierung zentraler Wertpapierprozesse

im deutschen Bankensystem voran. Ihr

Antrieb ist klar: „Digitale Prozesse sind der

Schlüssel zu skalierbaren Finanzsystemen.“

Zudem setzt sie sich für die Förderung von

Frauen ein – etwa über das interne

Frauennetzwerk „power.women.dwpbank“

und das „Keep-in-Touch-Programm“.

www.linkedin.com/in/kristinalindenbaum-892664165/

KRISTINA LINDENBAUM, DWPBANK

Unsere

Partner

EILEEN HÜGLE, EUROGRID

Bianca Brunner verantwortet als Teamlead

Database Core Systems bei Debeka

zentrale Datenbanksysteme und trägt damit

zur Stabilität und Skalierbarkeit der IT-Infrastruktur

eines großen Versicherers bei. Ihr

Fokus liegt auf der Modernisierung kritischer

Backend-Systeme und der Sicherstellung

hochverfügbarer Datenarchitekturen.

Sie begleitet außerdem Frauen als Mentorin

im Rahmen des IHK Cross Mentorings und

MentorMe und bei CURIA e.V.

www.linkedin.com/in/biancabrunnerprofil/

BIANCA BRUNNER, DEBEKA

63


Bei der Chartanalyse arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e. V. (VTAD) zusammen.

Führende Mitglieder stellen jede Woche ihre wichtigsten Chartsignale vor. Diese Woche: Gregor Bauer, Vorstandsvorsitzender der VTAD e. V.

Quelle: Factset UK Limited 2026

CHARTSIGNAL DER WOCHE

Neue Goldchance nach Bodenbildung

Seit dem Allzeithoch bei 5700 Dollar verläuft der Goldpreis in einem

übergeordneten Abwärtstrend. Jetzt könnte der Kursverfall seinen

Boden gefunden haben. Das eröffnet eine neue Einstiegschance

Preis für 1 Feinunze Gold in US-Dollar

2025

DEZ

Widerstände = Kurzziele

Widerstand und 1. Kursziel

Eingangsstopp

Unterstützungen

2026

JAN FEB MÄR APR MAI JUN

5300

5100

4900

4700

4500

4300

4100

Seit Januar 2025 stieg der Preis für eine Unze Gold in

einer nahezu konstanten Rallye von 2600 Dollar bis zum

27. Januar 2026 auf das bisherige Allzeithoch von 5700

Dollar. Nach der erwartbaren Korrektur starteten die Goldoptimisten

am 1. Februar einen neuen Anlauf, der jedoch

knapp unterhalb des Allzeithochs scheiterte. Der anschließende

Absturz kam erst ab Mitte März zum Stillstand.

Danach bildete sich eine seitwärts verlaufende

Zone und damit ein charttechnischer Boden. Zuletzt pendelte

der Goldpreis zwischen dem Widerstand bei etwa

4550 Dollar und der Unterstützung bei rund 4440 Dollar.

Zurzeit klopft die Notierung wieder an den Widerstand

an. Daraus ergibt sich die Chance für einen Long-Einstieg,

der nach einem Ausbruch über 4600 Dollar erfolgen könnte.

Da das Edelmetall weiterhin volatil ist, sollten Anleger,

die mit Hebel investieren, den Eingangsstopp bei 4410 Dollar

platzieren. Die Kursziele nach oben sind durch die charttechnischen

Widerstände vorgegeben. Wird das erste Ziel

bei 4840 Dollar erreicht, sollte der Stopp auf den Kaufpreis

hochgesetzt werden. Als nächste Kursziele folgen der Widerstand

bei 5200 Dollar und anschließend die beiden bisherigen

Hochs.

WETTE

DER WOCHE

LENZING

Stoff fürs

Comeback

von STEFAN RIEDEL

Endlich wieder schwarz

Lenzing

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2024 2025 2026

40

35

30

25

20

15

Quelle: Factset UK Limited 2026

SINKENDE MARKTPREISE für Textilfasern,

hohe Lohn- und Energiekosten

und dazu noch US-Zölle –

eine Vielzahl von Faktoren hat

Lenzing vier Geschäftsjahre mit roten

Zahlen beschert. Jetzt zeigt sich

ein Silberstreif am Horizont. Im Auftaktquartal

2026 verzeichnete der

Textilfaser-Hersteller gegenüber

dem Vorjahr zwar ein Umsatzminus

von 10,8 Prozent auf 615,7 Millionen

Euro. Niedrigere Faserverkaufsmengen,

schwächere Verkaufspreise

sowie gesunkene Zellstoffpreise

gaben dafür den Ausschlag. Gegenüber

dem Vorquartal sind die Preise

jedoch gestiegen und die Verkaufsmengen

blieben stabil.

Unterm Strich schaffte das auf

umweltfreundliche Spezialfasern

spezialisierte Unternehmen aus

Oberösterreich nach drei Quartalsverlusten

in Serie mit einem Überschuss

von 24 Millionen Euro aber

die Rückkehr in die Gewinnzone.

Dabei spielten zwar Sondereffekte

wie der Verkauf von CO2-Zertifikaten

eine wichtige Rolle. Weil steigende

Baumwollpreise Zellulosefasern

attraktiver machen, hat sich

zudem die Wettbewerbsfähigkeit

von Lenzing kurzfristig wieder verbessert.

Ein wichtiges Signal Richtung

Finanzmärkte ist auch, dass

zum 1. Juni mit Georg Kasperkovitz

ein neuer CEO an Bord ist.

Von der Mehrheitsübernahme der

schwedischen Firma TreeToTextile

verspricht sich Lenzing die Produktführerschaft

bei holzbasierten Faserstoffen.

Steigen die Preisniveaus

in den nächsten Quartalen

weiter, dürfte Lenzing 2026 erstmals

seit 2021 wieder ein operatives

Ergebnis im dreistelligen Millionen-Bereich

schaffen.

64 FOCUS MONEY 24/2026


moneydigital

Spannende Trends

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Analysen finden Sie in der App

unseres Partners Finanzen100

FOCUS MONEY

& Finanzen100

Selten waren die Statistiken unserer

Partnerplattform Finanzen100 so

eindeutig: Was die Anleger derzeit

bewegt, heißt Speicher. Denn der KI-

Boom verschlingt Hochleistungsspeicher

schneller, als die Hersteller

liefern können. Die Folge: Unternehmen

wie Micron haben ihre gesamte

Kapazität für 2026 bereits verkauft.

Einige Branchenbeobachter

rechnen damit, dass die Knappheit

und damit die Ausweitung der Margen

bei den Speicherspezialisten bis

2030 andauern könnte. Das erklärt

auch die gigantischen Kursgewinne.

Unter den deutschen Werten liegt

weiterhin der Satellitenhersteller

OHB vorn. Zusammen mit dem KI-

Rüstungs-Start-up Helsing haben die

Bremer ein Joint Venture für satellitengestützte

Aufklärung gegründet

– eine Nachricht, die an der Börse

gut ankommt. Der ehemalige Rüstungs-Überflieger

Rheinmetall sinkt

dagegen in der Gunst der Anleger.

Top-Trades

KäufeVerkäufe

SAP

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

90 %10 %

Alphabet

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

81 %19 %

Micron Technology

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

75 %25 %

Marvell Technology

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

76 %24 %

Nvidia

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

64 %36 %

Top Aktien nach Aufrufen

Unternehmen WKN Performance

der letzten

Woche

1 SAP 716460 5,01 %

2 Nvidia 918422 4,16 %

3 Rheinmetall 703000 –3,48 %

4 Micron Technologies 869020 33,35 %

5 Infineon 623100 17,65 %

Neu auf den Watchlists

Unternehmen WKN Performance

der letzten

Woche

1 Micron Technology 869020 33,35 %

2 Dell A2N6WP 46,11 %

3 Nebius Group A1JGSL 19,98 %

4 Marvell Technology A3CNLD 37,29 %

5 IBM 851399 24,39 %

Top-100 deutsche Aktien

nach Performance

Unternehmen WKN 52-Wochen-

Performance

1 OHB 593612 486,87 %

2 Aixtron A0WMPJ 366,48 %

3 Verbio A0JL9W 300,63 %

4 SMA Solar A0DJ6J 222,62 %

5 Pfisterer PFSE21 203,21 %

Top-100 Tech-Aktien

nach Performance

Unternehmen WKN 52-Wochen-

Performance

1 AXT 914410 6686,84 %

2 Sandisk A411ZM 4291,14 %

3 Lumentum Holdings A14WK0 1033,75 %

4 Western Digital 863060 910,87 %

5 Micron Technologies 869020 903,87 %

Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100

Quelle: Finanzen100

FOCUS MONEY 24/2026 Illustration: Adobe Stock

65


moneyleserbriefe ISSN: 1615-4576

BurdaVerlag Publishing GmbH, Hubert-Burda-Platz 1, 77652 Offenburg

Sitz der Redaktion: Arabellastraße 23, 81925 München

Postfach 88 88, 81903 München, Telefon: 089/92 50-0, Fax: 0 89/92 50-3610

Pflichtblatt der Börse in Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart,

Bremen und Hannover

FOCUS MONEY ist eine Marke der BurdaVerlag Publishing GmbH

KÖNNEN WIR MUSK?

(23/26) Editorial

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem

Artikel. Dass jemand Musk lobend

erwähnt, ist selten und des Weiteren

leider auch ignorant. Sie haben

es allerdings auf den Punkt

gebracht.

Genau das ist doch das Problem

aller Gründer, das Kapital fehlt und

dann zu der Bank zu gehen, bei

der ich eh schon in der Kreide stehe,

um einen Kredit von der KfW

zu beantragen, ist doch lächerlich.

Ich denke, es wird Zeit bzw. es ist

schon überfällig, hier eine Institution

zu etablieren, die sich wirklich

ausschließlich auf dieses Thema

Gründerszene konzentriert.

Fritz Gleich

Liebe Leserin, lieber Leser

Schreiben Sie Ihre Meinung zu den

Themen in diesem Heft:

Redaktion FOCUS MONEY

Arabellastraße 23, 81925 München

oder E-Mail: leserservice@focus-money.de

oder Fax: 0 89/92 50-3610

(Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.)

Die amerikanischen Börsenwerte

muten mitunter utopisch an. Der

fundamentale Unterschied: Die

konservativen Europäer bevorzugen

als Bewertungskriterien das

KGV, vereinfacht die Ertragskraft

im Verhältnis zum Kurs. In Amerika

zählt gerade bei innovativen Unternehmen

die Story. Wer vor 20

Jahren in Google investiert hätte,

wäre heute um den Faktor 100 reicher.

Auf lange Sicht ist der Ertrag

maßgeblich, aber die Story verkauft

eben Zukunftswerte, die astronomisch

anmuten, es aber doch

nicht sind.

Christoph Schönberger

DER VERGIFTETE REIZ

DES 9-EURO-TICKETS

(22/26) Editorial

Sie behaupten, die Provinz zahlt

für die Erholungsreisen der Städter.

Kann man so sehen, jedoch erwähnen

Sie nicht, dass die Städter

mit 5-6 Milliarden für die Provinz

Pendlerpauschale bezahlen, damit

die Leute auf dem Land viel günstiger

wohnen können.

Wenn Sie das Deutschlandticket,

ob nun 9 Euro oder 63 Euro wie

zurzeit abschaffen wollen, sollten

Sie das dann nicht auch für die

Pendlerpauschale fordern, die übrigens

doppelt so viel kostet.

Steven Valentine

REDAKTION FOCUS MONEY

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66 FOCUS MONEY 24/2026


dswanlegerschutz

KOMMENTAR

Mit Allmachtsfantasien

an

die Börse?

Die DSW rät, beim SpaceX-Börsengang genauer

hinzuschauen: Wo entstehen neue Chancen für

Wachstum, wo relevante Governance-Fragen?

SPACEX-RAKETE:

Einer der spannendsten

und kontroversesten

Börsengänge

von MARC TÜNGLER, Hauptgeschäftsführer der DSW

Der mögliche Börsengang von SpaceX entwickelt sich

immer mehr zu einem der spannendsten und zugleich

kontroversesten Kapitalmarktthemen unserer Zeit.

Ganz so, wie man es von Elon Musk auch sonst gewohnt ist.

Sollte die von Medien berichtete Bewertung tatsächlich erreicht

werden, könnte es sich um einen der größten Börsengänge

der Geschichte handeln.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Raumfahrt. Elon

Musk scheint zunehmend ein Ökosystem aufzubauen, in

dem Raumfahrt, Satelliteninternet, künstliche Intelligenz,

Robotik, Energieinfrastruktur und Halbleitertechnologien

strategisch miteinander verzahnt werden. Tesla, SpaceX,

xAI und weitere Aktivitäten könnten perspektivisch stärker

zusammenwachsen – technologisch, operativ und möglicherweise

auch finanziell.

Für Tesla-Aktionäre eröffnet das durchaus

Chancen. So bestehen bereits heute geschäftliche

Verbindungen zwischen den Unternehmen.

Tesla könnte von zusätzlichen Aufträgen, einer

stärkeren technologischen Integration und

einer höheren Bewertung durch KI- und Robotikfantasien

profitieren. Viele Investoren sehen

genau darin den eigentlichen Reiz des Musk-

Universums.

Gleichzeitig wachsen jedoch die Risiken.

Denn Tesla steht unter erheblichem

Wettbewerbsdruck,

insbesondere aus China. Margen und Absatz entwickeln sich

nicht mehr mit der Dynamik vergangener Jahre. Zugleich

verteilt Elon Musk seine Aufmerksamkeit inzwischen auf

eine Vielzahl von Unternehmen und Projekten.

Zentrale Frage. Vor diesem Hintergrund stellt sich für Aktionäre

eine zentrale Frage: Bleibt Tesla das Herzstück des

Musk-Imperiums oder wird das Unternehmen künftig stärker

Teil einer größeren Gesamtstrategie rund um SpaceX, KI

und digitale Infrastruktur?

Hinzu kommen relevante Governance-Fragen. Denn die

Diskussion über eine Machtkonzentration bei Elon Musk ist

keineswegs neu. Bereits heute zeigt sich bei Tesla, wie groß der

faktische Einfluss von Elon Musk trotz fehlender Mehrheitsbeteiligung

ist. Bei SpaceX dürfte dieser Einfluss aufgrund besonderer

Stimmrechtsstrukturen sogar noch ausgeprägter

sein. Minderheitsaktionäre müssten sich

daher auf eine Unternehmensführung einstellen,

die stark von einer einzelnen Person geprägt wird.

Der Musk-Gemeinde wird das egal sein, aber rational

agierende Investoren könnte das abschrecken.

Somit mag ein SpaceX-IPO ein historischer

Moment sein. Für uns als Aktionärsschützer ist

er zugleich Anlass, genauer hinzuschauen: Wo

entstehen neue Wachstumschancen und wo wächst

die Abhängigkeit von einem immer mächtigeren

Unternehmensgeflecht rund um eine einzige

Unternehmerpersönlichkeit?

FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: Spacex, DSW 67


moneysteuern&rec

STEUERBERATER

Die besten

Berater

der Branche

Die Steuerberatungsbranche steht vor

einem Umbruch. FOCUS MONEY nennt

360 Top-Kanzleien, die mit der Zeit

gehen und erstklassig beraten

von MARTINA SIMON

§

Was gibt es Neues?

In ihrer jährlichen Berufsstatistik hat die Bundessteuerberaterkammer

die Zahlen offengelegt.

Zwar gibt es mehr Berater, doch das Wachstum

verlangsamt sich. Es fehlen Nachfolger und das

Durchschnittsalter steigt

Berufsstatistik Steuerberater

Mitglieder gesamt

2022 104 321 Veränderung zum Vorjahr: 3,2 %

2025 105 953 Veränderung zum Vorjahr: 1,1 %

Frauenanteil in Prozent

2022 37,8

2025 39,3

Anteil Selbstständige in Prozent

2022 67,3

2025 65,9

Anteil Angestellte in Prozent

2022 32,7

2025 34,1

Durchschnittsalter in Jahren

2022 53,4

2025 53,7

Quelle: Bundessteuerberaterkammer; Stand: 1.1.2026

BEI DER ARBEIT:

Die meisten Steuerberatungskanzleien

sind bereits

in der KI-Ära angekommen

68

Foto: iStock Illustration: Adobe Stock Composing: Focus Money FOCUS MONEY 24/2026


DIE METHODE

ht

FOCUS MONEY 24/2026

AUSGEZEICHNET

TOP

Steuerberater

FOCUS MONEY-TEST

2026

Der zerbeulte Schuhkarton landete auf dem

Schreibtisch des Steuerberaters. Darin befand

sich das ungeordnete Leben eines Mandanten,

festgehalten auf verknitterten Tankquittungen,

Bewirtungsbelegen und verblasstem

Thermopapier. Diese Zeiten sind jedoch längst

vorbei. Damals war die Buchhaltung noch ein haptisches

Handwerk. Man sortierte, lochte und heftete ab. Die unendliche

Geduld, mit der das Chaos der Welt in die Ordnung der

Kontenrahmen gezwungen wurde, ist vergessen.

Heute landen Rechnungen nicht mehr im Karton, sondern

per Smartphone-Scan direkt in der Cloud. Wo früher Fachangestellte

Stunden mit der Datenerfassung verbrachten, erkennt

heute eine KI-gestützte Texterkennung (OCR) innerhalb

von Millisekunden den Bruttobetrag, den Steuersatz

und den Kreditor. Der Steuerberater von heute hat den Staubwedel

gegen das Dashboard getauscht. Die Branche befindet

sich mitten in ihrer größten Metamorphose.

KI-Ära gestartet. Der Steuerberater des Jahres 2026 ist

kein Datenverwalter mehr, sondern ein Dateninterpret. „Wer

heute noch in Belegen statt in Prozessketten denkt, wird den

Anschluss an die automatisierte Deklarationswelt verlieren.“

Dies ist eine der zentralen Aussagen des diesjährigen Deutschen

Steuerberaterkongresses. Künstliche Intelligenz (KI)

ist in unseren Kanzleien angekommen. Sie ersetzt nicht den

Berater, sondern den Berater, der keine KI nutzt.

Auch FOCUS MONEY wollte es wieder wissen. Zum 21. Mal

in Folge hat sich die Redaktion auf die Suche nach Steuerkanzleien

gemacht, die bundesweit hervorragende Beratungsleistungen

anbieten und konsequent mit der Zeit gehen. Im Auftrag

von FOCUS MONEY hat Projektleiter Ulf Hausmann

gemeinsam mit Betriebsprüfern einen umfassenden Fragebogen

erstellt, um wichtige Kennzahlen, die Branchenspezialisierung

und Fachkompetenz abzufragen. Die FOCUS MONEY-

Umfrage liefert wertvolle Einblicke, ist jedoch nicht

repräsentativ für die gesamte Branche. „An der Umfrage haben

sich vorwiegend verhältnismäßig große und erfolgreiche

Kanzleien beteiligt“, erklärt Studienleiter Ulf Hausmann. „Die

Ergebnisse spiegeln somit die Situation der Top-Kanzleien wider.“

Während der Branchendurchschnitt noch mit der Grunddigitalisierung

kämpft, sind die an der Umfrage teilnehmenden

Top-Kanzleien bereits in der KI-Ära angekommen.

Laut der Umfrage arbeiten die Kanzleien im Durchschnitt

zu 81 Prozent digital mit ihren Mandanten zusammen. „Bemerkenswert

ist die rasante Durchdringung mit KI-Technologien

in den Top-Kanzleien: 99,5 Prozent nutzen KI für Recherchen,

95,3 Prozent für das Verfassen von Texten und E-Mails.

91,5 Prozent setzen KI in der Buchhaltung ein, davon 87,8

So wurde getestet

Im FOCUS MONEY-Test mussten die Steuerberater ihr

Können unter Beweis stellen. Ein umfangreicher Fragebogen

mit kniffligen Fachfragen floss in die Analyse ein

Um unter den bundesweit mehr als 105 953 Steuerexperten kompetente

Berater zu finden, hat FOCUS MONEY gemeinsam mit

Projektleiter Ulf Hausmann und Betriebsprüfern einen Test initiiert.

Zum 21. Mal in Folge hat der wissenschaftliche Leiter Ulf

Hausmann in einer empirischen Erhebung die Kompetenz und

Spezialisierung von Steuerberatern auf den Prüfstand gestellt.

Neben der Qualifikation der Berater und Mitarbeiter interessierte

die Experten auch die regelmäßige Fortbildung.

Im FOCUS MONEY-Test war zudem das Know-how der Steuerprofis

in Sachen Spezialisierung und Branchenkenntnis gefragt.

Des Weiteren wollten die Tester wissen, ob die Berater ihren Mandanten

Finanzplanung, Controlling und Kostenrechnung als Instrumente

der Unternehmenssteuerung anbieten. Wichtig war den

Testern außerdem die Umsatzentwicklung der letzten Jahre. Punkte

gab es auch, wenn die Kanzlei über ein ISO-9000-Qualitätssiegel

verfügte. Darüber hinaus wurden die Nutzung digitaler Kommunikationswege

und der Einsatz von KI abgefragt und bewertet.

Die Auswertung beruht auf Eigenangaben der Kanzleien. Zusätzlich

zu den Fragen des Projektleiters stellten die Betriebsprüfer

noch 22 knifflige Fachfragen zu steuerlichen Details. Die

Ergebnisse der Fachfragen machen 60 Prozent des Gesamtergebnisses

aus.

Bei der Auswertung wurde unterschieden, ob es sich um eine

kleine, eine mittelgroße oder eine große Kanzlei handelt – abhängig

von der Anzahl der Mitarbeiter am jeweiligen Standort.

Als klein galt eine Kanzlei mit bis zu 13 Mitarbeitern, als mittelgroß

eine Kanzlei mit 14 bis 29 Mitarbeitern und als groß eine

Kanzlei mit 30 und mehr Mitarbeitern.

Im Test konnten die Kanzleien eine Gesamtpunktzahl von

maximal 67 Punkten erreichen: in Abschnitt I in Teil A „Kanzleistruktur“

acht Punkte, in Teil B „Branchenspezialisierung“ fünf

Punkte, in Teil C „Fachliche Spezialisierung“ zwei Punkte, in

Abschnitt II „Fachliche Qualifikation und Fortbildung“ maximal

fünf Punkte, in Abschnitt III „Rechnungswesen und betriebswirtschaftliche

Beratung“ vier Punkte, in Abschnitt IV „Personalführung

und Fehler“ elf Punkte und in Abschnitt V „Mandanten“

fünf Punkte, in Abschnitt VI „KI und Digitalisierung“ fünf

Punkte. 22 Punkte konnten in Abschnitt VII „Fachfragen“ erreicht

werden. Die Daten wurden anonym ausgewertet.

Die Umfrage wurde vom 2. März bis zum 22. März 2026

durchgeführt. Knapp 13 000 Steuerkanzleien wurden per E-Mail

angeschrieben. Zudem wurde auf die Umfrage im Print-Magazin

FOCUS MONEY sowie auf der Internetseite unter www.

focus-magazin.de/steuerberater-umfrage-2026 hingewiesen.

Die Auswertung berücksichtigt nur Kanzleien, die an der Umfrage

teilgenommen haben, und ist nicht repräsentativ. Bei der

Auswertung wurde von einer Branchen-/Fachspezialisierung

ausgegangen, wenn die Kanzlei mindestens 15/10 Prozent ihres

Gesamtumsatzes in diesem Bereich erzielte. Die in den Tabellen

ab Seite 71 aufgeführten Kanzleien wurden nach der Auswertung

nach Postleitzahlen geordnet – jeweils nach Kanzleigröße,

klein (S. 71 ff.), mittelgroß (S. 74 ff.) sowie groß (S. 77 ff.).

69


moneysteuern&recht

Einsatz von KI-Tools

Steuerberater setzen immer häufiger KI-Technologien

bei ihrer Arbeit ein, beispielsweise bei der

Recherche, beim Verfassen von Schreiben, in der

Buchhaltung und bei automatischen Buchungen

Einsatz von KI

in Prozent der Befragten

Recherche 99,5

Texte/E-Mails

verfassen 95,3

Buchhaltung 91,5

Brainstorming 89,3

automatische

Buchungen 87,8

Quelle: FOCUS MONEY-Steuerberater-Umfrage 2026

Beliebte Anwendungen

Als besonders nützlich erachten Steuerberater

ChatGPT, Haufe CoPilot Tax und „Frag Lea“ von

Datev. Aber auch MS Copilot, NWB KI, Gemini und

DeppL Translator sind sehr beliebt

Von Steuerberatern genutzte KI-Tools

in Prozent der Befragten

ChatGPT 89,1

Haufe CoPilot Tax 73,1

Datev Frag Lea/

KI Werkstatt 72,1

MS Copilot 66,7

NWB KI 58,0

DeepL Translator 53,2

Gemini 46,5

Quelle: FOCUS MONEY-Steuerberater-Umfrage 2026

Vorteile liegen auf der Hand

Steuerberater versprechen sich durch den KI-

Einsatz Vorteile. Neben Kosteneinsparungen und

einer schnelleren Beratung gehen sie auch davon

aus, dass sie genauere Analysen erstellen können

Vorteil durch den Einsatz von KI

in Prozent der Befragten

Kosteneinsparung 36,6

schnellere

Beratung 32,8

genauere Analysen 25,9

weniger Fehler 24,1

bessere

Empfehlungen 12,2

einfachere

Kommunikation 11,3

Quelle: FOCUS MONEY-Steuerberater-Umfrage 2026

Prozent für automatische Buchungen“, stellt Hausmann fest.

Zu den beliebtesten Tools zählen ChatGPT, Haufe CoPilot TX,

Datev „Frag Lea“ und MS Copilot (siehe Grafik links). Die Ergebnisse

bestätigen die allgemeine Annahme, dass KI der wichtigste

Effizienzmotor der Branche wird. Top-Kanzleien haben dies

bereits in ihre Strategie integriert: 53,2 Prozent stimmen „völlig“

zu, dass KI in der Kanzleistrategie berücksichtigt wird. Damit

vergrößern sie ihren technologischen Vorsprung gegenüber

kleineren Kanzleien, die oft noch Vorbehalte haben.

Fachkräftemangel? Allgemein gilt auch der Fachkräftemangel

als das größte Problem der Branche. Die Statistik der

Bundessteuerberaterkammer (BStBK) belegt einen Rückgang

der Auszubildenden zum Steuerfachangestellten um 1,3 Prozent

auf 17 081 sowie eine starke Überalterung des Berufsstands:

45,8 Prozent der Berufsträger sind 56 Jahre oder älter.

Die Besetzung freier Stellen stellt zudem ein erhebliches

Problem dar.

Die FOCUS MONEY-Umfrage unter Top-Kanzleien ergibt

allerdings ein deutlich positiveres Bild: Nur 23,4 Prozent der

Umfrage-Teilnehmer stimmen „eher“ oder „vollständig“ zu,

dass die Besetzung freier Stellen ein Problem darstellt. 55

Prozent finden gut qualifizierte Mitarbeiter ohne größere

Probleme. Nur 5,2 Prozent haben Schwierigkeiten, qualifizierte

Mitarbeiter in ihrer Kanzlei zu halten. 84,4 Prozent

verneinen dies ausdrücklich.

Damit zeichnet sich unter den Teilnehmern ein klares Ergebnis

ab: Große, moderne Kanzleien mit strukturierten Personalentwicklungs-

und Fortbildungskonzepten scheinen

dem Fachkräftemangel deutlich besser zu trotzen als der

Branchendurchschnitt: 85,6 Prozent der Teilnehmer ermitteln

regelmäßig den Fortbildungsbedarf. Sie profitieren von

ihrer Arbeitgebermarke und der Möglichkeit, Homeoffice anzubieten.

In 97,8 Prozent der Kanzleien ist dies möglich. Damit

ist der Beruf besonders familienfreundlich. Dies wird

auch durch den hohen Frauenanteil in der Branche mit rund

40 Prozent bekräftigt.

Gefragte Fachberater. Die Daten der BStBK zeigen zudem,

dass die Zahl der offiziellen Fachberater, beispielsweise im

Bereich internationales Steuerrecht, stetig wächst – um 4,1

Prozent. Auch diese Entwicklung bestätigt die FOCUS

MONEY-Umfrage, die noch detailliertere Ergebnisse liefert:

Der Trend zur Spezialisierung entpuppt sich demnach klar

als Wettbewerbsvorteil. Laut der Umfrage beschäftigen 78,1

Prozent der Top-Kanzleien mindestens einen Fachberater.

Besonders stark vertreten sind die Bereiche Unternehmensnachfolge

mit 39,0 Prozent und internationales Steuerrecht

mit 30,1 Prozent. Neben der Buchhaltung und dem Jahresabschluss

mit 39,3 Prozent ist die Nachfolgeberatung mit

13,7 Prozent eine der wichtigsten fachlichen Spezialisierungen,

mit der signifikante Umsätze erzielt werden. Dabei sind

Industrie/verarbeitendes Gewerbe (13,2 Prozent), Ärzte/

Zahnärzte (12,4 Prozent) und Immobilien/Bau (10,4 Prozent)

die dominierenden Branchenschwerpunkte.

Kompetente Steuerexperten finden Mandanten in der

FOCUS MONEY-Steuerberater-Liste (ab Seite 71). Sie nennt

Top-Steuerberater in ganz Deutschland, die auf bestimmte

Fachgebiete und Branchen spezialisiert sind, und gibt an,

welche Kompetenzbereiche ein Experte abdeckt.

70 FOCUS MONEY 24/2026


KLEINE KANZLEIEN

Klein, aber oho!

Geballte Kompetenz: Berufsträger mit bis zu 13 Mitarbeitern beraten überwiegend vermögende Privatpersonen und

mittelständische Firmen in steuerlichen Routineangelegenheiten wie Buchführung, Bilanzen und Steuererklärungen,

aber auch darüber hinaus. Ein Überblick über die Branchen und Fachgebiete, auf die sie spezialisiert sind:

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

ADVA GmbH StBG 01067 Dresden 0351/8212960 Handwerker, Freiberufler Nachfolge, UmwandlungsR

Prof. Dr. K. Schwantag · Dr. P. Kraushaar 01219 Dresden 0351/254770 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, alle Buchhaltung, JA, alle Spezialisierungen

StBGs GbR

Branchen

ab'ovo StBG Jana Jakob / Anke Wolf Part. 01219 Dresden 0351/65616430 Apotheken, Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

mbB

Advisitax Dresden GmbH 01309 Dresden 0351/6556330 Heilberufe, Industrie, Gewerbe Nachfolge, Buchhaltung, JA

S+R Consilium Wirtschafts- u. StBG 01324 Dresden 0351/81036010 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau Sanierung/Insolvenz, Immobilien

Lehleiter + Partner Treuhand AG 02625 Bautzen 03591/2708790 Immobilien, Bau, Energie, Wasservers. Immobilien, Buchhaltung, JA

ETL Jürgen Knuth & Kollegen StBG mbH 04916 Herzberg (Elster) 03535/40120 alle Branchen k. A.

Steuerkanzlei Nebgen 05068 Koblenz 0261/9141414 Handel, alle Branchen betriebsw. Beratung, Steuerstrafrecht

StB Sabine Krebs 07570 Weida 036603/717999 Freiberufler, Handwerker Steuerstrafrecht, Testamentsvoll.

TPC Transfer Pricing Compliance StBG mbH 10719 Berlin 030/28888123 alle Branchen intern. Steuerg./europ. StR

Deltax contemporary Wirtschafts- u. StBG 10969 Berlin 030/259306331 Künstl., Musiker, Journ., Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

HSP STEUER R. Schinkel StBG mbH& Co. KG 12555 Berlin 030/13882440 Immobilien, Bau, Handwerker Buchhaltung, JA, ESt

ANKE CZERWONKA, Stbin 13158 Berlin 030/4445551 IT/EDV, Freiberufler Finanz-/Vermögensplanung, Buchhaltung,

JA

KASSEBOHM StBG mbH & Co. KG 14193 Berlin 030/585823540 Freiberufler, Immobilien, Bau Nachfolge, Buchhaltung, JA

HSP STEUER NB StBG mbH 17033 Neubrandenburg 01739/100664 Heilberufe, Handwerker Nachfolge

HS Hamburg-Schweriner Wirtschafts- u. 19055 Schwerin 0385/591430 Handwerker, Hotel, Gastro. KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

StBG

Q² StBG Johannes Quednau 21255 Tostedt 0177/9747268 Freiberufler, alle Branchen KSt/ESt (Untern.), Nachfolge

TaxPal StBG mbH 22391 Hamburg 040/5079970 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

Steuerkanzlei Volz 26122 Oldenburg 0441/21218450 Hotel, Gastro., Immobilien, Bau Steuerstrafrecht, alle Spezialisierungen

HSP STEUER Müller & Würzburg PartG mbB 28211 Bremen 0421/4089800 Ärzte, Zahnärzte, alle Branchen Steuerstrafrecht, Buchhaltung, JA

Stb Möller 30826 Garbsen 05031/78890 Handwerker, alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Argenta Mader & Peters Stb PartGmbB 33602 Bielefeld 0521/560530 Ärzte, Zahnärzte, IT/EDV KSt/ESt (Untern.), alle Spezialisierungen

Dipl.-Kfm. Martin Witte, Stb 33602 Bielefeld 0521/942090 alle Branchen intern. Steuerg./europ. StR,

Vermögensberatung

Dipl.-Kfm. Peter Mück, Stb 35088 Battenberg 06452/9310027 Freiberufler, Hotel, Gastro. ESt, Buchhaltung, JA

RINN BERGER 35415 Pohlheim 06403/95560 Handel, Immobilien, Bau Nachfolge, Immobilien

cortax StBG 35452 Heuchelheim 0641/9227280 Industrie, Gewerbe, Handel Buchhaltung, JA, Nachfolge

Lea-Keren Stoll Stbin 35713 Eschenburg 0174/3254960 Freiberufler Buchhaltung, JA, Immobilien

Stb Ralf Hartmann 35759 Driedorf 02775/95540 alle Branchen ESt, Buchhaltung, JA

HSP STEUER Fulda 36037 Fulda 0661/95272410 Handwerker, IT/EDV betriebsw. Beratung, alle

Spezialisierungen

Siebert Dippell – Die Fachanwälte 36304 Alsfeld 06631/5036 alle Branchen Nachfolge, Testamentsvollstr.

GöTax StBG mbH 37085 Göttingen 0551/7975330 Ärzte, Zahnärzte alle Spezialisierungen

Stb Markus Schmetz 40211 Düsseldorf 0211/95432030 Heilberufe, Freiberufler Finanz-/Vermögensplanung, ESt

L&V TAX StBG mbH 40213 Düsseldorf 0211/8289505 alle Branchen Kapitalanlagen, Rentenbesteuerung

SIEGEN + PARTNER Stb PARTG MBB 40223 Düsseldorf 0211/3003950 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe betriebsw. Beratung, Nachfolge

HSP STEUER Bochenek PartG mbB 40237 Düsseldorf 0211/977780 alle Branchen, Künstl., Musiker, Journ. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

FOCUS MONEY 24/2026

71


moneysteuern&recht

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

Stürcke & Blume 40549 Düsseldorf 0211/3020140 Ärzte, Zahnärzte, E-Com., Online- Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Untern.

Weise Stb Part.mbB 40549 Düsseldorf 0211/95959090 Handel, Freiberufler KSt/ESt (Untern.), Immobilien

Harald R. Gajek Stb 40822 Mettmann 02104/957060 Erzieh., Unterricht, Sozialw., Künstl., Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Musiker, Journ.

Dr. Koenen & Essers PartG mbB Stb 41069 Mönchengladbach 02161/548460 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

WP StB Dipl.-Kfm. Michael Dorfmüller 42853 Remscheid 02191/926040 Handel, Industrie, Gewerbe Nachfolge, Immobilien

Burchardt & Kollegen StBG PartG mbB 44141 Dortmund 02319/753430 Immobilien, Bau, Ärzte, Zahnärzte Immobilien, UmwandlungsR

Hoffmeister Stb & Buchprüfer 44787 Bochum 0234/8901685 alle Branchen, Immobilien, Bau k. A.

ELWISS Krogmann & Kassen Part.mbB Stbg 45131 Essen 0201/437730 Handel, Industrie, Gewerbe betriebsw. Beratung, intern. Steuerg./

europ. StR

Stb PORTEN Part.mbB 45701 Herten 02093/61580 Handwerker, Freiberufler Buchhaltung, JA, Immobilien

Büdenbender & Kollegen StBG mbH 45731 Waltrop 02309/96080 Handwerker, öff. Untern., Kommunen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

StBG Jansen u. Weißfahl PartG mbB 46539 Dinslaken 0172/2745594 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe UmwandlungsR, Nachfolge

Kanzlei Dr. Klein 47441 Moers 02841/9993990 Immobilien, Bau, Handel ESt, Nachfolge

Krebbers & Krebbers Stb PartG mbB 47574 Goch 02823/97633633 Land-, Forstwirtschaft, Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Steuerbüro Puke 48167 Münster 02506/303424 Freiberufler, Gemeinnütz., Vereine, ESt, KSt/ESt (Untern.)

Stiftungen,

Silke Katz Stbin 50321 Brühl 02232/504480 alle Branchen, Freiberufler Buchhaltung, JA, Nachfolge

Prinz & Müller WP StB PartG mbB 50389 Wesseling 02236/943330 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau Nachfolge, ESt

Peterlin & Zander 50969 Köln 0221/92153310 Heilberufe, Freiberufler Buchhaltung, JA, ESt

Stb Sascha Welsch 52385 Nideggen 02427/4629890 Freiberufler, alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

DITGES Part.mbB RAe WP Stb 53113 Bonn 0228/604600 Freiberufler, Industrie, Gewerbe Steuerstrafrecht, Mediation

RA StB Stefan Arndt 53129 Bonn 0228/911730 Immobilien, Bau, Handel k. A.

Thomas Sültenfuß StB 53474 Bad Neuenahr 02641/3969027 Freiberufler, IT/EDV Buchhaltung, JA, Sanierung/Insolvenz

SKB Rheinland StBG mbH 53721 Siegburg 02241/91990 Handel, Freiberufler Nachfolge, Sanierung/Insolvenz

Dr. Schmitz & Donell Stb PartG mbB 54516 Wittlich 04965/7114510 Industrie, Gewerbe, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA

Fischer StBG mbH 55116 Mainz 06131/9269890 Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

Albrecht GmbH StBG 55218 Ingelheim 06132/43550 alle Branchen Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

WP-Kanzlei Vincent Schneider 55411 Bingen 06721/4008497 Energie, Wasservers., Industrie, Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Gewerbe

Alexander Schumacher 55430 Oberwesel 0674/4443 Handwerker, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, ESt

Dipl.-Betriebswirt (FH) Patrick Weber 55593 Rüdesheim 0671/92899510 Heilberufe, Freiberufler betriebsw. Beratung, Nachfolge

MOTAX – Stb Markus Offner 56070 Koblenz 0261/6799900 Immobilien, Bau, Handwerker Immobilien, Buchhaltung, JA

HSP STEUER Hösterey StBG mbH 58095 Hagen 02331/4839500 Handel, Industrie, Gewerbe UmwandlungsR, Nachfolge

StBG Dipl.-Finanzwirt Carsten Bröckelmann 58300 Wetter (Ruhr) 02335/8873730 alle Branchen ESt, Buchhaltung, JA

Volker Stienemann WP/StB 58455 Witten 02302/917450 Immobilien, Bau, Versicherungsgew. KSt/ESt (Untern.), Immobilien

JORDAN ZEPS & Partner mbB 59423 Unna 02303/9029530 Heilberufe, Immobilien, Bau ESt, Immobilien

RZ CONSULTA Unna GmbH StBG 59427 Unna 02303/256748 Immobilien, Bau, Handwerker Buchhaltung, JA, Nachfolge

Benefitax GmbH StBG WPG 60314 Frankfurt a. Main 069/25622760 k. A. intern. Steuerg./europ. StR, Steuerstrafrecht

Tanja Groß Stbin 60431 Frankfurt a. Main 069/53055533 Heilberufe, Handwerker KSt/ESt (Untern.), Immobilien

Bieber StBG 60488 Frankfurt a. Main 01522/9558093 Freiberufler, IT/EDV ESt, Buchhaltung, JA

Völker SteuerPartner StBG mbH 61476 Kronberg i. 06173/782000 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, Nachfolge, Immobilien

Taunus

Bentz StBG mbH & Co. KG 63454 Hanau 06181/27760 Personen-, Güterver., Industrie, Buchhaltung, JA

Gewerbe

Sandra Stegerwald 63773 Goldbach 06021/4475358 alle Branchen KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Volker Dörig StBG mbH 63849 Leidersbach 06092/47319190 alle Branchen, Handel Buchhaltung, JA, Nachfolge

Mischlich StBG GmbH & Co. KG 64331 Weiterstadt 06150/10030 Handwerker, IT/EDV Buchhaltung, JA

StBG Herrmann u. Rüdig Partnerschaft 64625 Bensheim 06251/709310 Ärzte, Zahnärzte, IT/EDV ESt, Buchhaltung, JA

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FOCUS MONEY 24/2026


KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

RIZZO & ASSOCIATES Stb 65719 Hofheim a. 06192/911884 Biotech, Pharma, Personen-, intern. Steuerg./europ. StR, Nachfolge

Taunus

Güterver.

Renner StBG 67065 Ludwigshafen 0621/5957510 Handwerker, Heilberufe betriebsw. Beratung, UmwandlungsR

Steuerkanzlei Dienes + Weiß 67098 Bad Dürkheim 06322/9480880 Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

S&K Unternehmens- und StBG mbH 67551 Worms 06241/596650 Handel, alle Branchen Nachfolge, intern. Steuerg./europ. StR

Wilking & Partner, RAe & Stb 67655 Kaiserslautern 0631/3578988 k. A. Buchhaltung, JA, ESt

Theurer & Kollegen GmbH StBG 68163 Mannheim 0621/126570 Heilberufe, alle Branchen Nachfolge, alle Spezialisierungen

KIRSCHNER Stb 68165 Mannheim 0621/107589 90 Immobilien, Bau, Handwerker Nachfolge, Immobilien

Steuerkanzlei COLLING 68165 Mannheim 0621/3001120 Freiberufler, Heilberufe KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Steuerkanzlei Auxilia 68526 Ladenburg 06203/8406770 alle Branchen, Freiberufler Buchhaltung, JA, ESt

Tobias Bohn, Stb 68766 Hockenheim 06205/2044590 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, KSt/ESt (Untern.), betriebsw. Beratung

Heilberufe

ANTAX StBG mbH 69121 Heidelberg 06221/914820 Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, ESt

Taube StBG 69226 Nußloch 0162/9491723 Hotel, Gastro., IT/EDV IFRS/US-GAAP, KSt/ESt (Untern.)

Kanzlei Maier, Dr. Maier & Kotschner GbR 70178 Stuttgart 0711/955500 Freiberufler, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Klaus Vossler StBG mbH 70327 Stuttgart 0711/40703060 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Just StBG mbH 70469 Stuttgart 0711/81477955 alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

Finkbeiner & Partner mbB WPG StBG 70499 Stuttgart 0711/26340930 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, alle Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Branchen

SCHLEEHUBER + WIMMER GmbH & Co. KG 71065 Sindelfingen 07031/86970 Handwerker, Handel KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

StBG

T HOCH DREI 71254 Ditzingen 07156/4260571 Industrie, Gewerbe, Freiberufler Vertragsgestaltung, Buchhaltung, JA

StBG Wiedemann 71638 Ludwigsburg 07141/299560 Handel, Immobilien, Bau KSt/ESt (Untern.), Immobilien

SCHLEEHUBER & HAUG GmbH & Co. KG 71735 Eberdingen- 07042/13548 Handwerker, Handel KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

StBG

Nussdorf

StBG Lerbs 72250 Freudenstadt 07441/951570 Ärzte, Zahnärzte KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Steuerkanzlei Stahlecker 72818 Trochtelfingen 07124/3299952 alle Branchen, Handwerker k. A.

Kanzlei Beutel 73098 Rechberghausen 07161/958800 Freiberufler, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

JRH Wirtschaftstreuhand GmbH & Co. KG StBG 73728 Esslingen 07113/105980 Kfz-Gewerbe, Handel Nachfolge, Immobilien

taxandor StBG mbH 75172 Pforzheim 07231/133360 Immobilien, Bau, E-Com., Online-Untern. alle Spezialisierungen

TREUHAND StBG MBH 76646 Bruchsal 07251/97140 Industrie, Gewerbe, alle Branchen Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Paatsch StBG mbH 77977 Rust 07822/86490 Freiberufler Buchhaltung, JA, ESt

HERA StBGsges. mbH Tax & Consulting 79100 Freiburg 0761/1543300 Heilberufe, Handwerker Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

OEHMANN StBG 81541 München 089/20065520 alle Branchen Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Steuerkanzlei Franz Heinl 83413 Fridolfing 08684/9693900 Freiberufler, alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

WP StB Dipl.-Kfm. Sebastian Maier 85368 Moosburg a. d. 08761/7276100 Immobilien, Bau, Hotel, Gastro. KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Isar

Werner Zimmermann Stb 86825 Bad Wörishofen 08247/992650 alle Branchen, Handwerker Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Schirmer Treuhand GmbH 88400 Biberach 07351/539910 alle Branchen, Gemeinnütz., Vereine, alle Spezialisierungen, KSt/ESt (Untern.)

Stiftungen

Donau-Treuhand AG 89073 Ulm 0731/9209920 Handel, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Steuerkanzlei Yvonne Späth 89335 Ichenhausen 08223/408026 Land-, Forstwirtschaft, Handwerker Buchhaltung, JA, ESt

AdvoTax Malisi-Liebrucks StBG mbH 89437 Haunsheim 09077/95080 Handwerker, Freiberufler Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Heiko Brand, Stb 89522 Heidenheim 07321/277190 Freiberufler, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Steuerkanzlei Anton Nagatkin (Tax&Friends) 91126 Schwabach 09122/174330 Immobilien, Bau, Handwerker Immobilien, KSt/ESt (Untern.)

die Taxmanufaktur 93077 Bad Abbach 0170/1231972 Heilberufe, Freiberufler Buchhaltung, JA, ESt

TAX.CO StBG mbH 95028 Hof 09828/1821660 Ärzte, Zahnärzte, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Barth StBG mbH 95615 Marktredwitz 09231/99890 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Rechenfabrik StBG mbH 98617 Meiningen 09773/899440 Handwerker, Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, ESt

*Branchenspezialisierung ab 15 % Umsatzanteil; **Fachspezialisierung (Eigenangaben); JA = Jahresabschluss; k. A. = keine Angabe

FOCUS MONEY 24/2026

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moneysteuern&recht

MITTELGROSSE KANZLEIEN

Beratung aus einer Hand

Mittelgroße Steuerkanzleien (14 bis 29 Mitarbeiter) betreuen kleine und mittlere Unternehmen sowie vermögende

Privatpersonen in allen steuerlichen und rechtlichen Fragen, aber auch in internationalen Spezialfragen. Neben

Steuerberatern sind hier auch Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer tätig. Eine Auswahl der TOP-Berater:

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

Cintinus StBG mbH 01067 Dresden 0351/56393960 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, Immobilien

Lehleiter + Partner Treuhand AG 01099 Dresden 0351/8119490 Immobilien, Bau Immobilien

Kanzlei Ken Berger 01309 Dresden 0351/6569510 Ärzte, Zahnärzte, Kfz-Gewerbe Finanz-, Vermögenspl.

Klusmeier Wirtschafts- u. StBG mbH 01445 Radebeul 0351/807050 alle Branchen betriebsw. Beratung, Sanierung/Insolvenz

ETL Schmidt & Partner GmbH StBG & Co. 06886 Wittenberg 03491/41890 E-Commerce, Online-Untern., Hotel, Umsatzsteuer, Buchhaltung, JA

Gastro.

Thomas Langer StBG mbH 10117 Berlin 030/23590930 Medien, Verlagsw., IT/EDV KSt/ESt (Untern.), UmwandlungsR

Kanzlei Metzenthin, RA Dipl.-Kfm. 10178 Berlin 030/202353830 Ärzte, Zahnärzte, E-Commerce, Nachfolge, Immobilien

Online-Untern.

ADCURA StBG mbH 10623 Berlin 030/8600990 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

Hansen Schulz & Kollegen GmbH StBG 10719 Berlin 030/8959020 Handwerker, Heilberufe Buchhaltung, JA, Nachfolge

SPS Steuern u. Recht, Dietmar Sedlaczek RA 10779 Berlin 030/31987040 Heilberufe, Gemeinnütz., Vereine, Stif. Vertragsgestaltung, Nachfolge

ETL AS GmbH StBG & Co. Berlin-Adlershof KG 12489 Berlin 030/6777110 Heilberufe, alle Branchen Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Dr. Knabe StG mbH WPG 14467 Potsdam 0331/2012190 Apotheken, alle Branchen Nachfolge, Buchhaltung, JA

SEB StBG mbH 17036 Neubrandenburg 03957/69620 Heilberufe, Banken, Finanzdienstl. betriebsw. Beratung, alle Spezial.

HSP STEUER JAKTO StBG mbH 19053 Schwerin 03857/44040 k. A. Nachfolge, Steuerstrafrecht

Höftmann & Partner WP-StB-VBp 20459 Hamburg 040/2980080 Handel, Industrie, Gewerbe Nachfolge, Buchhaltung, JA

WAPA StBG ETL GmbH 21614 Buxtehude 04161/59280 E-Commerce, Online-Untern., Kfz- Nachfolge, UmwandlungsR

Gewerbe

ETL Hanse Partner Lübeck GmbH 23552 Lübeck 0451/3175020 Handel, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA

Borgwarth & Partner StBG mbB 27472 Cuxhaven 04721/71790 Hotel, Gastro., Kfz-Gewerbe Nachfolge, Testamentsvollstreckung

SEB StBG mbH 27793 Wildeshausen 04431/955710 Handel, Banken, Finanzdienstl. betriebsw. Beratung, alle Spezial.

VON FINTEL_STB 29640 Schneverdingen 05193/98670 alle Branchen, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, Immobilien

Rosenbrock & Streuber PartG mbB 31137 Hildesheim 05121/74570 Freiberufler, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Ewigmann und Heilmann GbR 31582 Nienburg 05021/97420 Freiberufler, Land-, Forstw. Buchhaltung, JA, ESt

HWP Hinrichs & Partner mbB 32756 Detmold 05231/92370 Industrie, Gewerbe, Gemeinnütz., Vereine, KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Stiftungen

Tölle & Melchior, FAe, Stb, Notar 32756 Detmold 05231/22644 Handel, Freiberufler Nachfolge, Buchhaltung, JA

Behrendt & Johannwille StBG mbH 33609 Bielefeld 0521/304380 Kfz-Gewerbe, Handel betriebsw. Beratung, Buchhaltung, JA

HSP STEUER Oliev, Sell & Partner StBG PartG 34117 Kassel 0561/941450 Handwerker, E-Commerce, Online-Untern. betriebsw. Beratung, alle Spezial.

HSP STEUER Sell & Partner StBG PartG 36251 Bad Hersfeld 06621/400870 Handwerker, E-Commerce, Online-Untern. betriebsw. Beratung, Nachfolge

Hahne, Kaufhold & Partner GmbH

37339 Leinefelde- 036074/3980 Handwerker, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Worbis

Mönnighoff & Partner Stb mbB 40219 Düsseldorf 0211/6696870 Immobilien, Bau, Medien, Verlagsw. Immobilien, Buchhaltung, JA

Innova StBG mbH

41069 Mönchengladbach

02161/551381 Heilberufe, Industrie, Gewerbe intern. Steuerg./europ. StR, KSt/ESt

(Untern.)

ELWISS Niederrhein GmbH StBG 41460 Neuss 02131/662990 Industrie, Gewerbe, E-Commerce, Buchhaltung, JA, UmwandlungsR

Online-Untern.

Dr. Glade, König & Partner GmbH 41460 Neuss 02131/91080 Industrie, Gewerbe, alle Branchen Nachfolge, Kapitalanlagen

HBSG BeßlerHanses StBG mbH 41542 Dormagen 02133/50200 Immobilien, Bau, alle Branchen Immobilien, Buchhaltung, JA

Schütze & Partner Stb, Rain 41751 Viersen 02162/9181818 Handwerker, alle Branchen k. A.

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FOCUS MONEY 24/2026


KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

Paschhoff & Partner, RAe & Stb, PartG mbB 42115 Wuppertal 0202/61275300 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau Nachfolge, Vertragsgestaltung

ETL Aurin & ADVISA StBG mbH 44263 Dortmund 0231/70026100 Heilberufe, alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Falck Mohrmann & Partner mbB 44625 Herne 02325/93670 Handwerker, Handel Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

MIZ Treuhand GmbH WPG 45219 Essen 02054/92810 Industrie, Gewerbe, IT/EDV betriebsw. Beratung, Konzernrechnungsl.

ADVISA StBG mbH

45470 Mülheim an der 0208/991670 Ärzte, Zahnärzte Immobilien, Buchhaltung, JA

Ruhr

IMB Tax and Audit GmbH StBG WPG 45699 Herten 02366/583030 Industrie, Gewerbe, Handwerker Finanz-, Vermögenspl., betriebsw.

Beratung

Kisters Schmenk Stb Partnersch. mbB 46145 Oberhausen 0208/671200 Freiberufler, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Geuting Vornholt Feldhaus & Partner mbB 46348 Raesfeld 02865/60880 Ärzte, Zahnärzte, alle Branchen Nachfolge, alle Spezial.

Steuerkanzlei Michael Lommen 46446 Emmerich a.

Rhein

02822/913060 Handwerker, Industrie, Gewerbe intern. Steuerg./europ. StR, betriebsw.

Beratung

steuerpartner Geiger & Pielucha StBG PartG 46509 Xanten 02801/77330 Heilberufe, E-Commerce, Online-Untern. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

mbB

Bours & Scheffers Stb PartnerschG mbB 46519 Alpen 02802/800890 Immobilien, Bau, Handwerker Buchhaltung, JA, Immobilien

Kalthoff & Kollegen StBG mbH 46539 Dinslaken 02064/41200 Handwerker, Apotheken Immobilien, Nachfolge

Romberg & Partner mbB 47058 Duisburg 0203/305360 alle Branchen alle Spezial.

HVP Hollenbenders Voos & Partner StBG 47799 Krefeld 02151/781290 Industrie, Gewerbe, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Dipl.-Ing.(FH) Holger Meyer Stb 49163 Bohmte 0160/90104785 Land-, Forstwirtschaft Rating

ETL ADVISA GmbH StBG 50672 Köln 0221/94101980 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau Immobilien, Nachfolge

GK-Günter Meyer & Partner GmbH StBG 50933 Köln 0221/9584210 Handwerker, E-Commerce, Online-Untern. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

GHM GmbH StBG 50968 Köln 0221/7895800 Industrie, Gewerbe, Ärzte, Zahnärzte intern. Steuerg./europ. StR, Immobilien

Hacker & Partner StBG PartG mbB 50968 Köln 0221/7179410 E-Commerce, Online-Untern., IT/EDV betriebsw. Beratung, KSt/ESt (Untern.)

ADVISA Aachen StBG mbH 52070 Aachen 0241/946140 Heilberufe, Ärzte, Zahnärzte KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Dr. Hintzen Stb 52070 Aachen 0241/94580400 Heilberufe, Handwerker Buchhaltung, JA, intern. Steuerg./europ.

StR

ai-tax Holger Schwan 52134 Herzogenrath 02407/555610 Ärzte, Zahnärzte, Hotel, Gastro. Sanierung/Insolvenz, Nachfolge

Bender u. Kollegen GmbH StBG 52428 Jülich 02461/97810 Heilberufe, Handwerker Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Dr. Lang StBG mbH 53111 Bonn 0228/604500 Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

GKM GmbH StBG 53225 Bonn 0228/289950 alle Branchen UmwandlungsR, Nachfolge

B2 GmbH WPG 55116 Mainz 06131/216520 Industrie, Gewerbe, Heilberufe Nachfolge, UmwandlungsR

ETL-Krieger & Kollegen GmbH StBG 55252 Mainz-Kastel 06134/6087 Hotel, Gastro., Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Müller-Mollenhauer & Partner mbB 55543 Bad Kreuznach 0671/840000 Heilberufe, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

HT Haßlinger Treuhand PartGmbB 56070 Koblenz 0261/3038030 Apotheken, Ärzte, Zahnärzte betriebsw. Beratung, UmwandlungsR

SBS Schenkelberg GmbH StBG 56249 Herschbach 02626/225000 Immobilien, Bau, Handwerker Buchhaltung, JA, Nachfolge

Consilia WP u. Treuhand GmbH StBG 58285 Gevelsberg 0211/26008640 Handwerker, Freiberufler KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

TILLMANN & WEICH GmbH WP- u. StBG 59457 Werl 02922/878470 alle Branchen betriebsw. Beratung, Nachfolge

DRESES StB & Landwirtsch. Buchstelle GmbH 59494 Soest 02921/36300 Land-, Forstw., alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Schafeld & Partner Stb RAe PratnerschG mbB 59929 Brilon 02961/97230 alle Branchen UmwandlungsR, alle Spezial.

Edelmann & Partner StB PartG mbB 60314 Frankfurt a. Main 069/6860590 Industrie, Gewerbe betriebsw. Beratung, Buchhaltung, JA

Klaus + Partner 63263 Neu-Isenburg 06102/71170 Immobilien, Bau, Handel Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

ARGUS StBG mbH 63303 Dreieich 06103/697440 Handel, Medien, Verlagsw. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Siegmund & Maier GmbH StBG 63743 Aschaffenburg 06021/317624 Industrie, Gewerbe, Handwerker k. A.

Benjamin Dreger 65343 Eltville am Rhein 06123/999090 Ärzte, Zahnärzte, Freiberufler Nachfolge

Reiner Rösener StB mbH 67098 Bad Dürkheim 06322/9858500 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Reiner Rösener StB mbH 67278 Bockenheim 06359/94300 Industrie, Gewerbe, Land-, Forstw. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

S&K Rheinhessen StBG 67574 Osthofen 06242/912000 Handel, alle Branchen Nachfolge, intern. Steuerg./europ. StR

Traumer & Heidingsfelder StBG PartG mbB 67661 Kaiserslautern 0631/351220 Heilberufe, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Czerny & Collegen Stb & WP PartG mbB 68165 Mannheim 0621/127970 Heilberufe, Handel Buchhaltung, JA, Nachfolge

FOCUS MONEY 24/2026

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moneysteuern&recht

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

S&K Südhessen StBG 68647 Biblis 06245/907320 Handel, alle Branchen Nachfolge, intern. Steuerg./europ. StR

RP Reuter GmbH StBG 68789 St. Leon-Rot 06227/899020 E-Commerce, Online-Untern., alle Buchhaltung, JA, UmwandlungsR

Branchen

Reiner Rösener StB mbH 69117 Heidelberg 06221/3219090 Industrie, Gewerbe, Handwerker KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Liebhart & Kollegen 70178 Stuttgart 0711/6155370 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Treuhand Stuttgart Schleehuber & Kollegen 70563 Stuttgart 0711/7823750 Industrie, Gewerbe, IT/EDV KSt/ESt (Untern.), UmwandlungsR

HWS Stuttgart 70565 Stuttgart 0711/2484940 alle Branchen, Industrie, Gewerbe alle Spezial., Steuerstrafrecht

Hotz & Partner – StB, WP, RAe PartG mbB 70771 Leinfelden- 0711/947080 alle Branchen alle Spezial.

Echterdingen

Bay, Kurz & Schmitt PartG mbB 71263 Weil der Stadt 07033/2802 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Nachfolge, KSt/ESt (Untern.)

StB Popenda GmbH StBG 71292 Friolzheim 07044/9799230 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

MICHELSOHN StB 71522 Backnang 07191/32420 Heilberufe, alle Branchen ESt, Buchhaltung, JA

Martin Schmid StBG mbH & Co. KG 72555 Metzingen 07123/936980 Ärzte, Zahnärzte, Handwerker Buchhaltung, JA, alle Spezial.

HWS Deggingen 73326 Deggingen 07334/96280 alle Branchen, Handwerker alle Spezial., Nachfolge

Schmid & Scholz StBG mbH 73547 Lorch 07172/926400 Industrie, Gewerbe, Freiberufler Buchhaltung, JA, Nachfolge

Barth Bessler Dolwig PartG mbB RAe StB 73730 Esslingen 0711/94571530 Handwerker, Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, UmwandlungsR

Steuerkanzlei Hess 74722 Buchen 06281/52020 Industrie, Gewerbe, E-Commerce, Nachfolge, betriebsw. Beratung

Online-Untern.

HWS Pforzheim 75172 Pforzheim 07231/93090 alle Branchen, Industrie, Gewerbe alle Spezial., Konzernrechnungsl.

Steuerkanzlei Kerstin Lang 76275 Ettlingen 07243/768800 Ärzte, Zahnärzte, Freiberufler k. A.

Balzer & Kopp Partnersch. mbB 76316 Malsch 07246/920628 Ärzte, Zahnärzte, alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

DIE SCHRITTMACHER GbR 77654 Offenburg 0781/932470 Handwerker, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, Sanierung/Insolvenz

OTH Ortenauer Treuhand GmbH StBG 77694 Kehl 07854/182152 Immobilien, Bau, Handwerker ESt, Buchhaltung, JA

Reisch & Künstle Stb PartG mbB 77709 Wolfach 07834/83680 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Hecht + Friedemann StBG 77736 Zell a. H. 07835/426980 Industrie, Gewerbe KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

STEUERrat Himmelsbach & Partner, StBG 78052 Villingen- 07721/406180 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Schwenningen

Oesterle, Hegemann & Kollegen GmbH 79215 Elzach 07682/91040 Industrie, Gewerbe, Handel Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

TSO TAX Heitersheim StBG mbH 79364 Heitersheim 07634/511451 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, Vertragsgestaltung

ETL Sachenbacher Reichel StBG mbH 80335 München 089/51996670 Immobilien, Bau, alle Branchen KSt/ESt (Untern.), Immobilien

ETL Krüger StBG mbH 86150 Augsburg 0821/346590 Ärzte, Zahnärzte, Industrie, Gewerbe Nachfolge, betriebsw. Beratung

Kanzlei Dr. Spann PartG mbB StB & Recht 86637 Wertingen 08272/98660 Ärzte, Zahnärzte, Handel Nachfolge, Buchhaltung, JA

Ecovis BLB StBG mbH 87439 Kempten 0831/5405650 Land-, Forstw. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

ETL Jehle Landherr Loock GmbH 87600 Kaufbeuren 08341/93670 k. A. Nachfolge, UmwandlungsR

WMS Müssig · Sauter PartG mbB WPG, StBG 88214 Ravensburg 0751/3590160 alle Branchen, Heilberufe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Ute Hiller, StB 88483 Burgrieden 07392/1683294 Immobilien, Bau, alle Branchen Immobilien, Buchhaltung, JA

WAIBLINGER Partnerschaft 89073 Ulm 0731/152530 Industrie, Gewerbe, Handel k. A.

Huber & Kollegen GmbH StBG 89284 Pfaffenhofen 07302/747 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

ETL Dillingen GmbH StBG

89407 Dillingen a.d. 09071/712450 Hotel, Gastro., Handwerker KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Donau

HSP STEUER Feil GmbH StBG 89547 Gerstetten 07323/96060 Handwerker, Freiberufler ESt, Buchhaltung, JA

Weichselbaum & Sommerer GmbH 90491 Nürnberg 0911/993680 Immobilien, Bau, alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Götz StBG mbH 92318 Neumarkt i. d. Opf. 09181/48610 Industrie, Gewerbe, Handel Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

StB Gernoth GmbH 94209 Regen 0151/15049805 Freiberufler, Heilberufe Buchhaltung, JA, Immobilien

Steuerkanzlei Kost u. Partner mbB 97424 Schweinfurt 09721/675180 Handwerker, Handel Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

BVS Bauer Volkert Schillinger u. Partner mbB 97980 Bad

07931/90950 alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

Mergentheim

ETL Hoffmann & Partner GmbH StBG & Co. 99423 Weimar 03643/83240 E-Commerce, Online-Untern., Hotel, Gastro. KSt/ESt (Untern.), alle Spezial.

Koch & Kollegen StBG mbH 99974 Mühlhausen 03601/46190 Ärzte, Zahnärzte, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

*Branchenspezialisierung ab 15 % Umsatzanteil; **Fachspezialisierung (Eigenangaben); JA = Jahresabschluss; k. A. = keine Angabe

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FOCUS MONEY 24/2026


GROSSE KANZLEIEN

Die Größen der Branche

Wer hochkomplexe Fragestellungen etwa zu Rechtsform, Umstrukturierung, Expansion ins Ausland oder Generationswechsel

hat, ist bei großen Beratungsunternehmen (ab 30 Mitarbeiter) bestens aufgehoben. Konzerne, mittelständische

Unternehmen und vermögende Privatpersonen erhalten hier Komplettbetreuung auf höchstem Niveau:

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

avericon StBG mbH 01067 Dresden 0351/656720 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

PLAN12 GmbH StBG 01219 Dresden 0351/46700 alle Branchen, E-Commerce, alle Spezial.

Online-Untern.

Lehleiter + Partner Treuhand AG 02826 Görlitz 03581/48400 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Immobilien, Buchhaltung, JA

ETL Advitax GmbH StBG & Co. 06217 Merseburg 03461/2787140 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe betriebsw. Beratung, Buchhaltung, JA

ETL Küpper & Partner GmbH StBG & Co. 10178 Berlin 030/24346555 Heilberufe, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA

Berlin KG

Wagemann + Partner PartG mbB 10709 Berlin 030/8938890 E-Commerce, Online-Untern.,

Immobilien, Bau

intern. Steuerg./europ. StR, KSt/ESt

(Untern.)

mgp Merla Ganschow u. Partner Stb, RA mbB 10789 Berlin 030/609839370 IT/EDV, E-Commerce, Online-Untern. ESt, Buchhaltung, JA

Hannes & Kollegen StBG mbH 10789 Berlin 0172/7004000 Hotel, Gastro., Handel KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Wekel Straßer & Kollegen Stb Partners.mbB 13156 Berlin 030/4883880 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, Buchhaltung, JA, Immobilien

Immobilien, Bau

BDO AG WPG 20355 Hamburg 040/302930 alle Branchen alle Spezial.

steueragenten.de StBG mbH 20457 Hamburg 040/284645390 E-Commerce, Online-Untern., alle Buchhaltung, JA, alle Spezial.

Branchen

ETL Bittrich & Kollegen GmbH StBG 21335 Lüneburg 04131/759900 Handwerker, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA, Nachfolge

Ruge Fehsenfeld 22419 Hamburg 040/5284030 Ärzte, Zahnärzte, alle Branchen Nachfolgeberatung

Wehling & Partner GmbH 22453 Hamburg 040/2294500 Handel, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA

TKP Tutas, Kruse & Partner PartnersG mbB, StBG 27472 Cuxhaven 04721/5082125 Hotel, Gastro., alle Branchen Buchhaltung, JA, Sanierung/Insolvenz

Schweinert & Peters PartG mbB 30159 Hannover 0172/6010859 Handel, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

BUST StBG mbH 30175 Hannover 0511/2807051 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Nachfolge, ESt

Treuhand Hannover StB u. Wirtschaftsb. 30519 Hannover 0511/833900 Apotheken, Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

GmbH

Innotax StB u. Wirtschaftsb. GmbH 30519 Hannover 0511/98591960 Land-, Forstw., Handwerker KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

Busse & Coll. StBG mbH 31319 Sehnde 05138/61910 Land-, Forstw., Energie-, Wasservers. Buchhaltung, JA, Nachfolge

HPS StBG PartG mbB 32052 Herford 05221/10530 Industrie, Gewerbe, Nahrungsmittel Nachfolge, intern. Steuerg./europ. StR

Zahlmann Klose Nolting Partners. mbB 32584 Löhne 05731/86680 Industrie, Gewerbe, Heilberufe Nachfolge, Buchhaltung, JA

WP, Stb, RA

Wortmann & Partner PartG mbB

33378 Rheda- 05242/9288290 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Wiedenbrück

BPP Becker Patzelt Pollmann u. Partner mbB 33602 Bielefeld 0521/966850 Industrie, Gewerbe, Gemeinnütz., Nachfolge, betriebsw. Beratung

Vereine, Stiftungen

HLB Dr. Stückmann u. Partner mbB 33602 Bielefeld 0521/299300 Industrie, Gewerbe, Handel alle Spezial.

Wortmann & Fabian GmbH & Co. KG WPG 33775 Versmold 05423/94900 Industrie, Gewerbe, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, Konzernrechnl.

StBG

FACT GmbH 34131 Kassel 0561/3166860 Industrie, Gewerbe, Handel intern. Steuerg./europ. StR, Nachfolge

ETL MCP Mühl StBG mbH 35792 Löhnberg 06471/98500 Immobilien, Bau, alle Branchen Buchhaltung, JA, UmwandlungsR

PLANARIS PartG mbB, Stb, WP 36037 Fulda 0661/928810 Handwerker, Handel Buchhaltung, JA, ESt

EGSZ Gerow Kuhlmann Schmitz Zeiss PartmbB 40213 Düsseldorf 0211/172570 Immobilien, Bau, Handel Immobilien, intern. Steuerg./europ. StR

Bergers Partner StB, WP, PartG mbB 40237 Düsseldorf 0211/26008640 alle Branchen, Freiberufler alle Spezial., Immobilien

WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH 41236 Mönchengladbach 02166/9710 Ärzte, Zahnärzte, Handel KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

kbht WP, Stb, RAe 41460 Neuss 02131/92430 Industrie, Gewerbe, Handel intern. Steuerg./europ. StR, Nachfolge

FOCUS MONEY 24/2026

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moneysteuern&recht

KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

Rinke Treuhand GmbH 42103 Wuppertal 0202/24960 Medien, Verlagsw., Hotel, Gastro. alle Spezial.

Quadrilog Steuern GmbH 42697 Solingen 0212/267880 Freiberufler, Immobilien, Bau Nachfolge, Immobilien

Kaib, Galldiks u. Partner StBG mbB 42857 Remscheid 02191/97500 Industrie, Gewerbe, Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

audalis Kohler Punge & Partner mbB 44139 Dortmund 0231/2255500 Industrie, Gewerbe, Handel Nachfolge, intern. Steuerg./europ. StR

Bußmann, Semer & Müller WP StB RA PartG mbB 44141 Dortmund 0231/43490 Handel, Industrie, Gewerbe alle Spezial.

Radloff Janz u. Partner mbB, Stb 44263 Dortmund 0231/5622280 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau Steuerstrafrecht, Immobilien

Husemann Partnerschafts. GmbB WP, Stb, RAe 44269 Dortmund 0231/5411308 Immobilien, Bau, Handel Nachfolge, Immobilien

ADVISA MST StBG mbH 45143 Essen 0201/365480 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau k. A.

Trimborn . Partner Stb in Partners.mbB 46145 Oberhausen 0208/690590 Immobilien, Bau, alle Branchen Buchhaltung, JA, Nachfolge

Steffen & Partner StBG mbB 46399 Bocholt 02871/275750 alle Branchen Nachfolge, alle Spezial.

Lemkens & Lemkens Stb PartG mbB 46509 Xanten 02801/771077 Industrie, Gewerbe, Handwerker UmwandlungsR, intern. Steuerg./europ. StR

MGK Partner 47051 Duisburg 0203/2950670 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, intern. Steuerg./europ.

StR

KPP StBG mbH 47533 Kleve 02821/72040 alle Branchen, E-Commerce, intern. Steuerg./europ. StR, Nachfolge

Online-Untern.

ETL Heuvelmann & van Eyckels GmbH 47533 Kleve 02821/75310 alle Branchen, Hotel, Gastro. intern. Steuerg./europ. StR, alle Spezial.

Hartmann & Partner StBG mbB 48599 Gronau 02565/93090 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen,

Handel

intern. Steuerg./europ. StR, betriebsw.

Beratung

Heisterborg GmbH & Co. KG 48703 Stadtlohn 02563/9220 k. A. k. A.

HBBN GmbH 49078 Osnabrück 0541/404600 Medien, Verlagsw., Kfz-Gewerbe KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

HMK Klein + Partner mbB 50667 Köln 0221/202000 alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Laufenberg Michels u. Partner mbB 50739 Köln 0221/9574940 Ärzte, Zahnärzte, alle Branchen Buchhaltung, JA, alle Spezial.

Kuthe & Becker PartG mbH 50858 Köln 02234/6036900 Freiberufler, IT/EDV Nachfolge, Buchhaltung, JA

S/H/GStb, RAe, WP Partners. GmbB 50968 Köln 0221/6700990 Ärzte, Zahnärzte, Immobilien, Bau betriebsw. Beratung, Immobilien

DELTAX Wirtschafts-StBG mbH 51107 Köln 0221/899050 alle Branchen, Handel Buchhaltung, JA, alle Spezial.

Dr. Neumann, Schmeer u. Partner mbB 52064 Aachen 0241/446660 alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

Kleine & Partner PartnersG mbB Stb u. RA 53113 Bonn 0228/9139970 Ärzte, Zahnärzte, Apotheken betriebsw. Beratung, Nachfolge

dhpg 53113 Bonn 0228/810000 k. A. k. A.

PMPG StBG Part mbB 53119 Bonn 0228/983880 alle Branchen, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Dr. Schmidt u. Partner Stb, RAe 56068 Koblenz 0261/30090 Apotheken, Ärzte, Zahnärzte Buchhaltung, JA, ESt

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG 56073 Koblenz 0261/40660 Industrie, Gewerbe, Immobilien, Bau alle Spezial., Immobilien

Hilger, Neumann & Partner PAG mbB 56626 Andernach 02632/96540 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

TS StB GmbH 57072 Siegen 0271/393370 Industrie, Gewerbe, Handwerker Nachfolge, UmwandlungsR

Naust Partnerschaft mbB 58636 Iserlohn 02371/77460 Industrie, Gewerbe, Handel KSt/ESt (Untern.), betriebsw. Beratung

ecandes Partners. mbB StBG 59069 Hamm 02381/940940 Handwerker, alle Branchen Buchhaltung, JA, ESt

deimel PartG mbB StBG 59557 Lippstadt 02941/97170 Immobilien, Bau, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Dr. Deppenkemper StBG mbH 59757 Arnsberg 02932/97170 alle Branchen Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Prof. Dr. K. Schwantag · Dr. P. Kraushaar 60439 Frankfurt a. Main 069/9712310 Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen, Umsatzsteuer, Buchhaltung, JA

GmbH WPG

Freiberufler

Simon & Kollegen RA- u. StB-GmbH & Co. KG 63069 Offenbach a. Main 069/8307480 Heilberufe, alle Branchen Nachfolge, Testamentsvollstr.

Schüllermann u. Partner AG · WPG · StBG 63303 Dreieich 06103/6050 öffentl. Untern., Kommunen, betriebsw. Beratung, Buchhaltung, JA

Gemeinnütz., Vereine, Stiftungen

ETL-LITZ ADVISION GmbH StBG 66606 St. Wendel 06831/173400 Ärzte, Zahnärzte, Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

bkb GmbH StBG 67346 Speyer 06232/67490 alle Branchen, Freiberufler alle Spezial., Nachfolge

Moore TK GmbH 68163 Mannheim 0621/425080 k. A. k. A.

HANS + Partner StBG mbB 68753 Waghäusel 07254/92900 alle Branchen, Heilberufe alle Spezial., Nachfolge

HWS GmbH & Co. KG 70565 Stuttgart 0711/788920 alle Branchen, E-Commerce, alle Spezial., Immobilien

Online-Untern.

HWS Sindelfingen 71065 Sindelfingen 07031/77854150 alle Branchen, Hotel, Gastro. alle Spezial., Sanierung/Insolvenz

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FOCUS MONEY 24/2026


KANZLEI (Auflistung nach Postleitzahlen) PLZ Ort Telefon Branche* Spezialisierung**

HWS Korb 71404 Korb 07151/82020 alle Branchen, E-Commerce, alle Spezial., intern. Steuerg./europ. StR

Online-Untern.

BSKP Dr. Broll Schmitt Kaufmann & Partner 71638 Ludwigsburg 07141/643840 Industrie, Gewerbe, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

Kanzlei HSP Tübinger StBG mbH 72070 Tübingen 07071/94560 alle Branchen, Heilberufe Buchhaltung, JA, ESt

HWS Tübingen 72072 Tübingen 07071/97320 alle Branchen, Ärzte, Zahnärzte alle Spezial., Vertragsgestaltung

HWS Reutlingen 72762 Reutlingen 07121/34900 alle Branchen, E-Commerce, alle Spezial., betriebsw. Beratung

Online-Untern.

RWT 72764 Reutlingen 07121/4890 alle Branchen alle Spezial.

HWS Remshalden 73630 Remshalden 07151/910700 alle Branchen, Industrie, Gewerbe alle Spezial., UmwandlungsR

HWS Heilbronn 74074 Heilbronn 07131/39039700 alle Branchen, IT/EDV alle Spezial., KSt/ESt (Untern.)

Lehleiter+Partner AG 74172 Neckarsulm 07132/9680 Freiberufler, Energie-, Wasservers. Nachfolge, Buchhaltung, JA

HWS Bietigheim-Bissingen

74321 Bietigheim- 07142/90110 alle Branchen, Handel alle Spezial., Konzernrechnl.

Bissingen

sbl Partnerschaft mbB 74889 Sinsheim 07261/6880 Handel, Immobilien, Bau Buchhaltung, JA, Nachfolge

Schauer Häffner & Partner 74918 Angelbachtal 07265/912291 Industrie, Gewerbe, Biotech/Pharma betriebsw. Beratung, Nachfolge

HWS Karlsruhe 76229 Karlsruhe 0721/967160 alle Branchen, Handel alle Spezial., Sanierung/Insolvenz

Zimmermann-Brase + Partner StBG mbB 76327 Pfinztal 0721/465920 Handwerker, Freiberufler intern. Steuerg./europ. StR, Nachfolge

HWS Landau 76829 Landau (Pfalz) 06341/92290 alle Branchen, Land-, Forstw. alle Spezial., KSt/ESt (Untern.)

Lemminger & Lemminger Stb 77855 Achern 07841/62330 alle Branchen Buchhaltung, JA, Nachfolge

Melzer & Kollegen StBG mbH & Co.KG 77933 Lahr 07821/91830 Handel, Industrie, Gewerbe KSt/ESt (Untern.), betriebsw. Beratung

KFD Stb Käser Federer Disch u. Partner mbB 77955 Ettenheim 07822/767010 Freiberufler, Land-, Forstw. Buchhaltung, JA, ESt

Himmelsbach & Streif GmbH StBG, WPG 77960 Seelbach 07823/94970 Industrie, Gewerbe, Handwerker Buchhaltung, JA, Nachfolge

Lerner Lachenmaier & Partner 78054 VS-Schwenningen 07720/99770 Industrie, Gewerbe, Handwerker Nachfolge, Buchhaltung, JA

Lerner Lachenmaier & Partner 78647 Trossingen 07425/94909 Industrie, Gewerbe, Ärzte, Zahnärzte KSt/ESt (Untern.), Buchhaltung, JA

TLI Stb 80333 München 089/21537370 Banken, Finanzdienstl., Handel intern. Steuerg./europ. StR, KSt/ESt (Untern.)

INTARIA GmbH 80336 München 089/7472400 alle Branchen intern. Steuerg./europ. StR, alle Spezial.

hph Halmburger & Kampf Partners.mbB 80637 München 089/1711240 alle Branchen Buchhaltung, JA

RAW-Partner PartG mbB WPG, StBG, RAe 80687 München 089/57838249 Kfz-Gewerbe, alle Branchen Buchhaltung, JA, alle Spezial.

EWK StBG mbH 80687 München 089/85631650 Medien, Verlagsw., Immobilien, Bau intern. Steuerg./europ. StR, Immobilien

Dr. Schauer Stb, RAe, PartG mbB 82418 Murnau 08841/676070 Ärzte, Zahnärzte, Hotel, Gastro. Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

JMS Partner PartG mbB 82538 Geretsried 08171/93010 Industrie, Gewerbe, alle Branchen Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

SWMP PartGmbB StBG, WPG 86153 Augsburg 0821/5433780 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, betriebsw. Beratung

Kanzlei Mauss u. Mauss 86153 Augsburg 0821/71007959 alle Branchen, Immobilien, Bau Steuerstrafrecht, alle Spezial.

EHK Epple, Dr. Hörmann & Kollegen PartG mbB 86159 Augsburg 0821/59780 Industrie, Gewerbe, Immobilien, Bau UmwandlungsR, Immobilien

Tronsberg.Wild Stb PartG mbB 87435 Kempten 0831/9607860 Immobilien, Bau, Handwerker Nachfolge, UmwandlungsR

Menz & Partner RAe Stb 87700 Memmingen 08331/95000 Handwerker, Immobilien, Bau Steuerstrafrecht, Nachfolge

Kanzlei Kaufmann 88400 Biberach 07351/344200 Ärzte, Zahnärzte, Handwerker Nachfolge, Immobilien

HWS Ulm 89081 Ulm 0731/962300 alle Branchen, Industrie, Gewerbe alle Spezial., KSt/ESt (Untern.)

HWS Illertissen 89257 Illertissen 07303/96960 alle Branchen, Industrie, Gewerbe alle Spezial., KSt/ESt (Untern.)

Dümpelmann & Kollegen GmbH & Co. KG 90402 Nürnberg 0911/628000 Heilberufe, Handwerker Buchhaltung, JA, UmwandlungsR

Schaffer & Partner mbB 90491 Nürnberg 0911/959980 Handel, IT/EDV Buchhaltung, JA, Vertragsgestaltung

Girmscheid StBG mbH

90552 Röthenbach/ 0911/9588940 Immobilien, Bau, Industrie, Gewerbe Immobilien, alle Spezial.

Nürnberg

Knorr & Ristelhuber GmbH StBG 91052 Erlangen 09131/787160 Heilberufe, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, ESt

Burkhardt StB 91717 Wassertrüdingen 09832/68260 Handwerker, Industrie, Gewerbe Buchhaltung, JA, KSt/ESt (Untern.)

drpa PartnerschaftsG mbB 93051 Regensburg 0941/920010 Ärzte, Zahnärzte, Kfz-Gewerbe Buchhaltung, JA, Nachfolge

neo Kanzlei 93413 Cham 09971/2006140 Handwerker Immobilien, Buchhaltung, JA

Steuerkanzlei Frank Hahn 97618 Heustreu 09773/899440 Land-, Forstw., Handwerker Buchhaltung, JA, ESt

*Branchenspezialisierung ab 15 % Umsatzanteil; **Fachspezialisierung (Eigenangaben); JA = Jahresabschluss; k. A. = keine Angabe

FOCUS MONEY 24/2026

79


moneyservice

KONSUMENTENKREDITE

Ich kauf

mir was!

Für Bundesjustizministerin Stefanie Hubig ist es „eines

der größten verbraucherpolitischen Gesetzgebungsvorhaben

der vergangenen Jahre – und betrifft

viele Millionen Menschen“. Die Grünen hingegen

sehen in den neuen Regelungen eher viel „zu viele

unnötige Schutzlücken“. Zumal Debitkarten ausgenommen

seien, so der Grünen-Abgeord nete Stefan Schmidt.

Am 17. April 2026 jedenfalls hat der Bundestag ein neues

Gesetz der rot-schwarzen Regierung zum besseren Schutz

der Verbraucher bei Kreditgeschäften durchgewunken. Danach

unterliegen künftig Zahlungsmethoden wie „Buy now,

pay later“ den gleichen Bedingungen wie andere Konsumentenkredite.

„Jetzt kaufen, später zahlen“-Geschäfte bedürfen

damit nun auch einer Prüfung der Bonität des Käufers. „Dies

begegnet der Gefahr, dass insbesondere jüngere Verbraucherinnen

und Verbraucher durch den Abschluss einer Vielzahl

solcher Verträge, selbst wenn die jeweiligen Einzelbeträge

für sich betrachtet nicht besonders hoch sind, den Überblick

über ihre Verbindlichkeiten verlieren und in eine Überschuldungsspirale

geraten“, so der aktuelle Gesetzestext.

Überblick verloren. Was durchaus im Alltag passiert, denn:

Laut einer Umfrage der Finanzaufsicht BaFin hat ein knappes

Viertel der unter Dreißigjährigen hierzulande beim Online-Shopping

mit der „Buy now, pay later“-Methode schon

mal den Überblick über offene Rechnungen verloren.

Außerdem will das Gesetz die Regeln der Bonitätsprüfung

straffen: Darlehen sollen nur noch vergeben werden dürfen,

wenn deren Rückzahlung „wahrscheinlich“ ist. Bei der Kontrolle

dürfen die Geldverleiher zudem keine Informationen

aus sozialen Netzwerken und keine besonders sensiblen

Daten, vor allem keinerlei Gesundheitsdaten, verwenden.

Zur Nachsicht verpflichtet. Zudem sind die Darlehensgeber

künftig zur „Nachsicht“ gegenüber ihren Kreditnehmern

verpflichtet. Diese soll spätestens vor Einleitung von Zwangs-

80 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 24/2026


EINBAUKÜCHE:

Für hochwertige

Möblierungen

nehmen viele

Deutsche gern

ein Darlehen auf

Die Zinsen für

private Darlehen

sind hierzulande

hoch. Welche

Banken dennoch

mit hervorragenden

Kreditkonditionen

Darlehensnehmer

überzeugen können

von THOMAS SCHICKLING

vollstreckungsmaßnahmen greifen. Vor Kündigung des

Kreditvertrags soll Verbraucherinnen und Verbrauchern in

finanziellen Schwierigkeiten eine Vertragsanpassung angeboten

werden müssen, zum Beispiel eine Verlängerung der

Vertragslaufzeit oder eine Stundung der Darlehensraten.

Nicht zu vergessen: Die Banken dürfen künftig Dispokredite

im Rahmen von Girokonten-Modellen nur noch mit einer

Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten beenden.

Auf dem Papier jedenfalls liest sich das Reformpaket von

Schwarz-Rot zu Kreditgeschäften privater Haushalte gut –

und dürfte viele Menschen vor Überschuldung bewahren.

Krieg drückt auf Konsum. Die Lust am Geldausgeben allerdings

hat sich bei den Deutschen merklich eingetrübt. Vor

dem Hintergrund der Nahost-Krise und damit verbundener,

deutlich anziehender Preise für Energie und Lebensmittel sowie

zunehmender Sorgen um den Arbeitsplatz haben 82 Prozent

der Haushalte in Deutschland ihre Ausgaben reduziert.

Diese Bilanz zieht die aktuelle Schufa-Verbraucherumfrage.

Rund 44 Prozent hätten zudem größere Anschaffungen auf

die nächsten Monate verschoben, bilanziert die Umfrage.

Schon im vierten Quartal 2025 konnte die Deutsche Bundesbank

hierzulande eine merkliche Zurückhaltung der Verbraucher

bei der Aufnahme von Konsumentenkrediten am

Markt feststellen: Die Kreditaufnahme ging auf eine Summe

von insgesamt neun Milliarden Euro zurück – im Vorquartal

waren es noch rund 16 Milliarden Euro.

Wer sich dennoch um einen Privatkredit bemühte, musste

leidvoll erfahren, wie schwer es mittlerweile geworden ist,

eine Zusage zu bekommen. Denn die Banken haben ihre Kreditrichtlinien

für Verbraucher spürbar gestrafft. Grund dafür

ist das mit der angespannten wirtschaftlichen Lage und

der merklich gesunkenen Bonität der Darlehensnehmer erhöhte

Kreditausfallrisiko. Entsprechend restriktiv verhalten

sich immer mehr Geldhäuser bei der Prüfung von Kreditanfragen,

um sich keine faulen Darlehen in die Bücher zu holen,

die ihre Kunden am Ende nicht zurückzahlen können.

Die Chancen auf einen Kredit steigen jedoch, wenn sich

etwa Ehepaare gemeinsam Geld leihen. Ein zweiter Kreditnehmer

reduziert das Zahlungsausfallrisiko für die Banken

und ermöglicht damit bessere Konditionen. Verivox-Daten

zeigen: Wer den Ratenkredit zu zweit beantragt, erhält in

zwei von drei Fällen mindestens ein Finanzierungsangebot.

Neben strengen Richtlinien bei der Kreditvergabe haben

auch die Zinsen für Konsumentendarlehen evident angezogen:

So rangiert zum Beispiel der aktuelle FMH-Index der

Finanzberatung Max Herbst– er bildet den Mittelwert aus den

Offerten von insgesamt 44 Banken – etwa für Ratenkredite mit

einer Laufzeit von 36 Monaten bei durchschnittlich 7,21 Prozent.

Dabei reicht die Zinsspanne von 5,29 bis 9,56 Prozent.

Hohe Zinsen. Wer unbedingt jetzt ein Darlehen braucht,

sollte dabei stets auf einen verhältnismäßig niedrigen Sollzins

achten – und besser gleich mehrere Angebote von Banken

einholen. Auch die Option kostenlos eingeräumter Sondertilgungsmöglichkeiten

im Rahmen des Kreditvertrags

und die absolute Höhe anfallender Gebühren bei etwaigem

Zahlungsverzug sind wichtige Auswahlkriterien.

Nur: Wo ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für Konsumentendarlehen

– trotz einer restriktiven Vergabepolitik – noch

top? Antworten liefern FOCUS MONEY und das Deutsche

Finanz-Service Institut (DFSI). Dazu haben MONEY und das

DFSI die aktuelle Kostenstruktur der via Bankfilialen bundesweit

vertriebenen Ratenkredit-Offerten über alle Kundengruppen

unter die Lupe genommen (s. Methode S. 84). Und

die besten bonitätsabhängigen Offerten mit und ohne Restschuldversicherung

herausgearbeitet (s. Tabellen S. 82/83).

Je besser die individuelle Bonität eines Kreditnehmers ausfällt,

desto niedriger sind in aller Regel auch die effektiven

Darlehenszinsen. Positiv auf die Kreditwürdigkeit einer Person

wirken sich aus Sicht der Banken beispielsweise ein hoher

Nettoverdienst und Immobilieneigentum aus.

In puncto Zahlungsfähigkeit ein hohes Ansehen genießen

bei Banken nach wie vor Beamte auf Lebenszeit. Anders als

andere abhängig Beschäftigte sind die Staatsdiener kaum

von Einkommenseinbußen und Jobverlust bedroht. Davon

profitieren Beamte auf Lebenszeit bei der Kreditprüfung.

FOCUS MONEY 24/2026

81


moneyservice

Top-Ratenkredite über alle Kundengruppen und Vertriebswege

MIT Bewertung der Restschuldversicherung (RSV)

Kreditinstitut ABK Bank Postbank Deutsche Bank Deutsche Bank Postbank Targobank

Website www.abkbank.de www.postbank.de www.deutsche-bank.de www.deutsche-bank.de www.postbank.de www.targobank.de

Produktname FlexoPlus-Kredit Privatkredit PrivatKredit Online PrivatKredit Filiale Privatkredit direkt Online-Kredit

bonitätsabhängig ja ja ja ja ja ja

niedrigster / höchster Effektivzins

4,29 % p. a. eff. /

10,19 % p. a. eff.

3,49 % p. a. eff. /

13,89 % p. a. eff.

3,25 % p. a. eff. /

12,73 % p. a. eff.

4,49 % p. a. eff. /

12,99 % p. a. eff.

3,25 % p. a. eff. /

12,63 % p. a. eff.

3,49 % p. a. eff. /

10,99 % p. a. eff.

2/3-Zins über alle Laufzeiten

und Kreditsummen 5,99 % p. a. 9,89 % p. a. 8,96 % p. a. 8,99 % p. a. 8,92 % p. a. 6,95 % p. a.

Vergabe auch an*

(GGF)

Höchstalter Kreditnehmer 75 Jahre kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter

Kreditgröße (min. / max.) 500 € / 100000 € 1500 € / 80000 € 1000 € / 80000 € 1000 € / 80000 € 3000 € / 80000 € 1500 € / 80000 €

Laufzeit (min. / max.)

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

6 Monate /

96 Monate

Restschuldversicherung

möglich ja ja ja ja ja ja

Vertriebskanäle Filiale/Telefon/Online Filiale/Telefon Telefon/Online Filiale Online Telefon/Online

Punkte Kundengruppen 64,90 81,30 81,30 90,00 81,30 82,90

Punkte Produktmerkmale 266,00 252,12 254,12 258,78 238,12 222,92

Punkte Zinssätze, Kosten,

Gebühren 256,36 242,34 244,21 227,98 245,37 209,09

Punkte Restschuldversicherung

(RSV) 90,14 86,21 79,41 79,71 85,41 125,19

Gesamtpunktzahl 677,40 661,97 659,04 656,47 650,20 640,10

GESAMTWERTUNG Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend

OHNE Bewertung der Restschuldversicherung (RSV)

Kreditinstitut ABK Bank Deutsche Bank Deutsche Bank Postbank Postbank Deutsche Kreditbank (DKB)

Website www.abkbank.de www.deutsche-bank.de www.deutsche-bank.de www.postbank.de www.postbank.de www.dkb.de

Produktname FlexoPlus-Kredit PrivatKredit Online PrivatKredit Filiale Privatkredit Privatkredit direkt Privatdarlehen

bonitätsabhängig ja ja ja ja ja nein

niedrigster / höchster

Effektivzins

4,29 % p. a. eff. /

10,19 % p. a. eff.

3,25 % p. a. eff. /

12,73 % p. a. eff.

4,49 % p. a. eff. /

12,99 % p. a. eff.

3,49 % p. a. eff. /

13,89 % p. a. eff.

3,25 % p. a. eff. /

12,63 % p. a. eff.

6,29 % p. a. eff. /

6,79 % p. a. eff.

2/3-Zins über alle Laufzeiten

und Kreditsummen 5,99 % p. a. 8,96 % p. a. 8,99 % p. a. 9,89 % p. a. 8,92 % p. a. 6,29 % p. a.

Vergabe auch an* (GGF) (GGF)

Höchstalter Kreditnehmer 75 Jahre kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter 77 Jahre

Kreditgröße (min. / max.) 500 € / 100000 € 1000 € / 80000 € 1000 € / 80000 € 1500 € / 80000 € 3000 € / 80000 € 2500 € / 100000 €

Laufzeit (min. / max.)

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

Restschuldversicherung

möglich ja ja ja ja ja ja

12 Monate /

120 Monate

Vertriebskanäle Filiale/Telefon/Online Telefon/Online Filiale Filiale/Telefon Online Online

Punkte Kundengruppen 64,90 81,30 90,00 81,30 81,30 84,50

Punkte Produktmerkmale 266,00 254,12 258,78 252,12 238,12 199,98

Punkte Zinssätze, Kosten,

Gebühren 256,78 244,14 227,91 242,27 245,30 271,09

Gesamtpunktzahl 587,68 579,55 576,69 575,68 564,71 555,57

GESAMTWERTUNG Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend Hervorragend

Anmerkungen: Im Test alle eingereichten Produkte über alle Kundengruppen und Vertriebswege, die MIT/OHNE optionale Restschuldversicherung (RSV) erhältlich sind, unabhängig von der Bonitätsabhängigkeit der Zinssätze; MIT/OHNE Bewertung der fakultativ erhältlichen RSV; *Angaben in Klammern:

82

FOCUS MONEY 24/2026


ING Deutsche Kreditbank (DKB) BBBank Norisbank Targobank SKG BANK Commerzbank 1)

www.ing.de www.dkb.de www.bbbank.de www.norisbank.de www.targobank.de www.skgbank.de www.commerzbank.de

Ratenkredit Privatdarlehen Wunschkredit Top-Kredit Filial-Kredit RatenKredit Ratenkredit

ja nein ja ja ja ja ja

3,92 % p. a. eff. /

10,2 % p. a. eff.

6,29 % p. a. eff. /

6,79 % p. a. eff.

4,99 % p. a. eff. /

9,37 % p. a. eff.

3,69 % p. a. eff. /

14,4 % p. a. eff.

5,99 % p. a. eff. /

16,89 % p. a. eff.

4,69 % p. a. eff. /

11,59 % p. a. eff.

2,99 % p. a. eff. /

11,49 % p. a. eff.

6,90 % p. a. 6,29 % p. a. 4,99 % p. a. 7,90 % p. a. 7,99 % p. a. 6,99 % p. a. 6,39 % p. a.

Freiberufler / (Künstler) (GGF) (GGF) (GGF)

kein Höchstalter 77 Jahre kein Höchstalter kein Höchstalter kein Höchstalter 77 Jahre 80 Jahre

5000 € / 90000 € 2500 € / 100000 € 5000 € / 75000 € 1000 € / 65000 € 1500 € / 80000 € 10000 € / 100000 € 1500 € / 100000 €

12 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

24 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

6 Monate /

96 Monate

12 Monate /

120 Monate

ja ja ja ja ja ja ja

6 Monate /

179 Monate

Online Online Filiale/Telefon/Online Online Filiale/Telefon Online Filiale/Telefon/Online

80,90 84,50 82,90 73,80 82,90 84,50 75,80

209,56 199,98 160,00 232,00 222,92 168,73 214,00

254,34 270,09 251,53 190,28 129,29 233,17 209,40

95,11 78,35 103,29 84,65 124,19 69,95 46,70

639,90 632,92 597,72 580,73 559,30 556,35 545,89

Hervorragend Hervorragend Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut

ING Targobank Commerzbank 1) Norisbank BBBank UniCredit Bank SKG BANK

www.ing.de www.targobank.de www.commerzbank.de www.norisbank.de www.bbbank.de www.hypovereinsbank.de www.skgbank.de

Ratenkredit Online-Kredit Ratenkredit Top-Kredit Wunschkredit KomfortKredit RatenKredit

ja ja ja ja ja ja ja

3,92 % p. a. eff. /

10,2 % p. a. eff.

3,49 % p. a. eff. /

10,99 % p. a. eff.

2,99 % p. a. eff. /

11,49 % p. a. eff.

3,69 % p. a. eff. /

14,4 % p. a. eff.

4,99 % p. a. eff. /

9,37 % p. a. eff.

eingeschränkte Kreditvergabe; GGF = Gesellschaftergeschäftsführer; Daten: Angaben der Anbieter; Berechnungen: DFSI; Stand: Mai 2026; alle Angaben ohne Gewähr; alle Angaben freibleibend; 1) keine Angaben zu Kosten einer RSV

4,49 % p. a. eff. /

9,99 % p. a. eff.

4,69 % p. a. eff. /

11,59 % p. a. eff.

6,90 % p. a. 6,95 % p. a. 6,39 % p. a. 7,90 % p. a. 4,99 % p. a. 7,28 % p. a. 6,99 % p. a.

Freiberufler / (Künstler) (GGF) (GGF) (GGF)

kein Höchstalter kein Höchstalter 80 Jahre kein Höchstalter kein Höchstalter 82 Jahre 77 Jahre

5000 € / 90000 € 1500 € / 80000 € 1500 € / 100000 € 1000 € / 65000 € 5000 € / 75000 € 2500 € / 75000 € 10000 € / 100000 €

12 Monate /

120 Monate

6 Monate /

96 Monate

6 Monate /

179 Monate

12 Monate /

120 Monate

24 Monate /

120 Monate

12 Monate /

120 Monate

ja ja ja ja ja nein ja

12 Monate /

120 Monate

Online Telefon/Online Filiale/Telefon/Online Online Filiale/Telefon/Online Filiale/Telefon/Online Online

80,90 82,90 75,80 73,80 82,90 83,40 84,50

209,56 222,92 214,00 232,00 160,00 192,93 168,73

256,34 210,52 211,54 189,92 251,32 216,67 234,17

546,80 516,34 501,34 495,73 494,22 493,00 487,40

Hervorragend Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut Sehr Gut

FOCUS MONEY 24/2026

83


moneyservice

METHODE

Leistung zählt

Für FOCUS MONEY fragte das DFSI bei

40 bundesweit agierenden Online- und

Filialbanken sowie Versicherungen Daten

zu Krediten für Privatpersonen/Selbstständige

ohne Verwendungseinschränkung

ab. Institute, welche nur bestimmten

Personengruppen offenstehen (etwa

Ärzten/Apothekern, Beschäftigten im

kirchlichen Raum usw.), blieben bei der

Betrachtung unberücksichtigt. Ausnahme:

die ABK Allgemeine Beamten Bank

(ABK Bank), bei der neben Beamten

auch Angestellte des öffentlichen Dienstes

sowie Mitarbeiter früherer Staatsbetriebe

wie der Deutschen Telekom und

Angestellte im öffentlichen Umfeld (zum

Beispiel Versorger) Kunde sein können.

In die Testwertung flossen Angaben von

insgesamt 16 Finanzdienstleistern zu 20

Kreditprodukten mit bonitätsabhängigen

und bonitätsunabhängigen Zinsen ein.

Dabei vergab das DFSI, abgestuft nach

der Vorteilhaftigkeit für Kunden, Punkte

in den folgenden Bereichen:

1. Kundengruppen

Zunächst wurden elf Merkmale abgefragt,

welche die Frage beantworten, wer überhaupt

einen Kredit beantragen kann, etwa

■ die Anzahl vorgegebener Berufsgruppen

(u. a. Angestellte, Selbstständige), denen

ein Kredit gewährt werden kann

■ die nachweispflichtige Mindestbeschäftigungsdauer

des Antragstellers

■ ob auch der Partner zwingend als Kreditnehmer

mit eingetragen werden muss

Insgesamt konnten dabei maximal 120

Punkte erzielt werden.

2. Produktmerkmale

Zu den insgesamt mehr als 41 bewerteten

Kriterien zählten beispielsweise:

■ Mindest- bzw. Maximalsumme des Kredits

■ die Möglichkeit der nachträglichen Aufstockung

des Darlehens

■ Sondertilgungsmöglichkeiten

■ Widerrufsfristen

■ Möglichkeiten, die Rückzahlrate zu erhöhen,

zu reduzieren oder gestundet zu

bekommen

■ die Besicherung des Kredits (etwa eine

obligatorische Lohnabtretung)

Insgesamt vergab das DFSI in diesem

Bereich bis zu 380 Punkte.

3. Zinssätze, Kosten und Gebühren

Im umfangreichsten Block der Bewertung

wurden knapp 50 Merkmale rund um die

Themen Zinssätze, Gebühren und sonstige

Kosten im Zusammenhang mit einem

Kredit untersucht. Dazu gehörten etwa:

■ der Effektivzinssatz, wobei immer der jeweils

niedrigste Zinssatz im Vergleich als

Referenzwert diente. Im Test wurden stets

die Zinssätze bei bester, mittlerer und

schlechtester Bonität betrachtet sowie

der sogenannte Zwei-Drittel-Zins (Zinssatz,

zu dem zwei Drittel der Kunden den

jeweiligen Kredit bekommen), abhängig

von Laufzeit, Kreditsumme und der Tatsache,

ob eine Restschuldversicherung abgeschlossen

wird

BESTER

RATENKREDIT

■ Höhe des gebundenen

Soll-

mit/ohne

Restschuldversicherung

zinssatzes

■ Sollzinssatz mit/

ohne Restschuldversicherung

■ Gebühren für Abschluss, Bearbeitung

und Kontoführung

■ die Kosten für die Aufstockung der Kreditsumme

und die Ratenänderung

Im besten Fall konnten Anbieter von Ratenkrediten

dabei 350 Punkte erreichen.

4. Restschuldversicherung

Produktmerkmale und Kosten

In diesem Teilbereich der Analyse werteten

die Experten des DFSI essenzielle

Merkmale zu den Leistungen, Prämien

und Zahlungsweisen solcher Policen aus.

Abgefragt wurden beispielsweise:

■ über die Police versicherbare Risiken

■ von der Bonität abhängige Kosten einer

Versicherung

Maximal erreichbar waren in diesem Bereich

150 Punkte.

Gesamt wertung

Für die Gesamtwertung schließlich wurden

die Punkte aus den einzelnen Bereichen

addiert. Die Skala reicht dabei

von „Hervorragend“ bis „Mangelhaft“. Die

höchste Wertung wurde vergeben, wenn

die Gesamtpunktzahl maximal zehn Prozent

von der des besten Anbieters abwich.

Ein „Sehr Gut“ bekamen hingegen noch

jene Kredite zugesprochen, deren Punktzahl

zehn bis 20 Prozent unter dem

höchsten erzielten Wert lag.

Gut zu wissen! Zur Bestimmung der Bonität eines Verbrauchers

errechnet die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung

(Schufa) in Wiesbaden aus Daten zum Zahlungsverhalten

einen sogenannten Score. Seit Mitte März hat

die Auskunftei ihr Scoring drastisch vereinfacht und auf insgesamt

zwölf Kriterien reduziert. Zu diesen zählen: Alter der

ältesten Kreditkarte, Alter der aktuellen Adresse, Anzahl von

Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten

in den vergangenen zwölf Monaten, Kredit mit der längsten

Restlaufzeit, Anzahl von Anfragen im Bereich Telekommunikation

und Online-Handel in den vergangenen zwölf Monaten,

Alter des ältesten Bankvertrags, Immobilienkredit

oder Bürgschaft, Ratenkredite in den vergangenen zwölf Monaten,

Kreditstatus, Vorliegen einer Identitätsprüfung,

jüngster Rahmenkredit und etwaige Zahlungsstörungen.

„Jedes Kriterium, das in den Score einfließt, erhält Punkte, die

aufaddiert werden können und die Gewichtung im Score widerspiegeln“,

so die offizielle Mitteilung der Schufa. Je höher

die Gesamtpunktzahl (maximal 999) ist, desto höher ist auch

die Wahrscheinlichkeit, dass Rechnungen pünktlich bezahlt

und Darlehen zuverlässig getilgt werden.

Mit dem neuen Scoring legt die Schufa ihr Punktesystem

offen. Damit kann sich jeder ausrechnen, welche Umstände

wie auf den persönlichen Score wirken. Tipp! Einblick in das

Scoring erhalten die Verbraucher per kostenlosem Schufa-

Account. Die Registrierung erfolgt entweder via Web-Browser

(https://app.schufa.de/signinup) oder die Schufa-App

(sowohl für iOS als auch für Android) mit einer Identifizierung

über Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion

(eID) oder alternativ mit einem PIN-Brief per Post.

84

FOCUS MONEY 24/2026


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FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 85


moneyanalyse

Dax

Heißer Ritt

Es ist der Tanz auf dem Vulkan: Unbeirrt aller Krisenherde auf der Welt nahm der Dax Kurs auf ein neues Allzeithoch. Die Spekulation

darauf, dass im Iran-Krieg ein Friedensschluss wahrscheinlicher ist als eine Eskalation, ging bis zum Donnerstag gut. Nach dem plötzlichen

Abbruch der Verhandlungen durch den Iran drehte der Markt scharf ins Minus. Sogar Rüstungsfirmen tendieren schwächer.

DAX-PERFORMANCE-INDEX IN PUNKTEN

Quelle: Factset UK Limited 2026

3 Jahre 1 Woche

24 000

25 400

22 000

25 300

20 000

25 200

18 000

16 000

14 000

12 000

25 100

200-Tage-Linie

25 000

24 900

2023 2024 2025 2026

26.5. 2.6.

TOPS

Infineon Techn. +11,31 %

SAP SE +8,17 %

Scout24 SE +6,90 %

FLOPS

Bayer –12,35%

Siemens Energy –12,15%

Hannover Rück SE –6,86%

DAX 25 103 Pkt. –0,32 %

Dow Jones 51 041 Pkt. +1,15 %

Nasdaq-100 30 494 Pkt. +1,64 %

Bovespa 172 802 Pkt. –1,83 %

86 Illustration: Adobe Stock

FOCUS MONEY 24/2026


S&P 500

Brüchiges Fundament

Der S&P 500 verbuchte bereits die neunte Gewinnwoche in Folge – die längste Gewinnserie seit Dezember 2023. Gleichzeitig

schlossen alle drei großen US-Indizes den Monat auf Rekordstand. Die Krux: Die Indizes beendeten den Handel klar unter ihren

Tageshochs. Das zeigt, dass Anleger zwar kaufen, aber nicht blind. Die Euphorie ist da, aber sie steht auf brüchigem Fundament.

S&P-500-KURSINDEX IN PUNKTEN

Quelle: Factset UK Limited 2026

7500 3 Jahre 1 Woche

7600

7000

6500

7580

6000

7560

5500

5000

7540

4500

200-Tage-Linie

4000

3500

7520

7500

2023 2024 2025 2026 26.5. 2.6.

TOPS

Hewlett Pack. Enterpr. +59,03 %

Dell Techs +48,32 %

Super Micro Comp. +32,15 %

FLOPS

Boston Scientific –16,65%

Cboe Global Markets –15,86%

Intel –14,86%

Neue Unruhen

Die Wiederaufnahme der Gefechte beendet

die Ruhe am Ölmarkt. Brent-Öl

legte auf 97 US-Dollar/Barrel zu. Ob der

jüngste Abwärtstrend bei den US-Anleiherenditen

anhält, ist mehr als fraglich.

Gold (Unze) 4 511 US-$ +0,32 %

Bitcoin 68 764 US-$ –6,72 %

Öl (Brent) 94,89 US-$ –4,41 %

Euro 1,1642 US-$ –0,08 %

Umlaufrendite 2,94 % –0,02

US-Anleihen 4,51 % +0,02

Shanghai Comp. 4 075 Pkt. –1,70 %

Nikkei 225 66 734 Pkt. +2,67 %

Wochenveränderung von Dienstag, 26. Mai 2026, Handelsschluss,

bis Dienstag, 2. Juni 2026, 15:50 Uhr. Nikkei-Index = © Nihon Keizai

Shimbun.

Quelle:

FOCUS MONEY 24/2026

87


moneyanalyse Deutsche Aktien

BMW

KI-Strategie für die Wende

Auch wenn der Autobauer an der Börse noch weit von der Erfolgsspur entfernt ist,

sehen Analysten bei den Münchnern wieder großes Potenzial. Die Investmentbank

J. P. Morgan bekräftigte nach Gesprächen auf der hauseigenen Branchenkonferenz

ihre Kaufempfehlung und taxiert den fairen Wert der BMW-Aktie auf 100

Euro – mehr als ein Viertel über dem aktuellen Kursniveau. Vor allem die KI-Strategie

und Robotik-Partnerschaften haben die Experten überzeugt.

BMW

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

110

100

90

80

70

60

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0005190037 Empfohlen am 17.04.2026 Empfehlungs-Kurs 83,80 € Kurs aktuell 72,85 € +/– in % –13,0 Neuer Stopp 65,00 € Kursziel 100,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

DAX

Adidas A1EWWW 165,95 5,1 –1,8 218,5 / 129,95 159,56 4,6 11,8 9,39 11,67 14,2 2,3 2,8 29.04. 198,28 16 7 0

Airbus SE 938914 172,76 –0,9 –12,8 221,25 / 157,48 189,56 4,6 18,6 7,16 8,57 20,2 1,9 2,3 209,61 10 8 0

Allianz SE 840400 376,20 –3,8 –3,7 397,0 / 333,2 369,30 2,2 — 31,19 33,06 11,4 4,9 5,2 403,90 6 7 0

BASF SE BASF11 51,08 –0,5 15,0 55,05 / 40,97 46,89 1,3 8,0 2,67 2,94 17,3 4,5 4,6 52,98 8 6 0

Bayer BAY001 33,15 –13,7 –10,4 49,78 / 24,81 35,20 1,2 21,7 4,37 4,69 7,1 0,6 2,1 30.04. 49,47 7 5 0

Beiersdorf 520000 68,28 –6,1 –27,1 120,1 / 68,20 88,96 1,7 12,5 4,31 4,56 15,0 1,5 1,5 88,37 6 10 1

BMW St. 519000 72,70 –3,6 –21,9 97,92 / 70,94 84,91 0,4 3,0 10,74 11,99 6,1 5,6 6,2 90,28 6 9 1

Brenntag SE A1DAHH 57,44 0,6 15,9 63,76 / 43,72 52,61 1,9 11,0 3,73 4,23 13,6 3,1 3,4 56,43 3 9 1

Commerzbank CBK100 37,72 1,1 4,5 38,40 / 26,23 33,73 1,3 — 3,06 3,75 10,1 3,8 4,9 39,88 4 5 0

Continental 543900 72,30 5,4 6,4 75,36 / 52,68 64,06 3,1 6,0 6,68 7,42 9,7 4,3 5,1 29.04. 74,50 7 5 0

Daimler Truck Hldg. DTR0CK 42,08 0,4 12,8 45,19 / 33,46 39,40 1,5 12,7 3,53 4,59 9,2 4,3 4,9 46,29 6 4 2

Deutsche Bank 514000 27,95 –4,6 –15,6 34,26 / 23,55 29,89 0,8 — 3,35 3,88 7,2 4,1 4,7 31,48 3 10 0

Deutsche Börse 581005 243,10 –5,2 8,7 285,8 / 200,1 232,47 3,6 16,3 12,43 13,32 18,2 1,9 2,0 287,50 7 4 0

Deutsche Telekom 555750 28,84 –2,1 4,3 34,36 / 26,00 29,33 2,1 4,1 2,23 2,49 11,6 3,9 4,4 37,99 11 0 0

DHL Group 555200 52,64 4,7 12,6 53,26 / 36,99 44,72 2,6 8,2 3,29 3,66 14,4 3,7 3,9 49,75 3 12 0

E.ON SE ENAG99 18,07 –2,0 12,0 20,39 / 14,60 17,12 2,3 7,2 1,09 1,24 14,5 3,3 3,4 19,79 6 9 0

Fresenius M. C. 578580 36,01 –4,3 –11,7 50,94 / 34,57 40,73 0,7 5,1 3,93 4,42 8,1 3,8 4,2 44,04 4 7 3

Fresenius SE 578560 36,37 –5,4 –25,7 52,96 / 35,11 46,44 1,0 7,5 3,58 3,90 9,3 3,1 3,4 54,79 8 1 0

GEA Group 660200 54,55 –1,7 –5,6 66,80 / 53,70 60,70 3,2 12,6 3,26 3,56 15,3 2,7 3,0 65,21 5 7 1

Hannover Rück SE 840221 225,40 –7,7 –15,3 285,6 / 223,4 253,10 1,9 — 23,09 23,13 9,7 5,8 6,0 04.05. 285,87 5 8 0

Heidelberg Materials 604700 183,15 1,2 –17,9 241,8 / 159,7 200,15 1,6 9,7 13,36 14,94 12,3 2,1 2,4 225,37 11 2 2

Henkel Vz. 604843 66,02 –0,9 –5,1 84,20 / 61,28 70,78 1,2 10,7 5,49 5,86 11,3 3,2 3,4 75,33 4 9 2

Infineon Techn. 623100 86,31 12,5 128,8 86,48 / 30,82 41,75 6,1 30,1 1,74 2,56 33,7 0,4 0,5 69,17 16 3 1

Mercedes Benz Grp. 710000 51,25 1,0 –14,7 62,34 / 47,40 55,18 0,5 3,3 6,05 7,56 6,8 6,7 6,9 60,75 7 12 1

Merck 659990 130,15 0,1 6,2 132,3 / 100,7 116,64 1,8 12,1 7,98 8,69 15,0 1,8 1,9 142,44 7 6 0

MTU Aero Engines A0D9PT 302,00 –3,9 –15,0 404,8 / 265,2 353,69 3,2 19,0 18,65 20,32 14,9 1,5 2,0 386,10 7 7 3

Münchener Rück 843002 441,50 –6,9 –21,5 611,8 / 437,4 532,85 1,6 — 50,13 52,64 8,4 5,8 6,3 551,19 2 9 1

Porsche Hldg. SE PAH003 31,78 –1,9 –20,4 41,52 / 30,22 35,08 0,2 9,5 13,61 15,66 2,0 4,7 6,2 25.06. 37,10 2 6 0

Qiagen A41HBE 30,94 1,1 –24,4 47,60 / 27,56 39,33 1,9 11,7 2,09 2,27 13,7 0,0 0,5 24.06. 37,64 6 8 0

Rheinmetall 703000 1192,20 –4,1 –23,6 2008 / 1099,2 1627,80 8,5 11,2 37,45 54,63 21,8 1,3 2,0 1889,38 14 3 0

RWE 703712 55,40 –3,4 22,4 62,00 / 33,06 47,99 1,1 9,3 2,70 3,19 17,4 2,4 2,6 63,03 10 5 0

SAP SE 716460 163,84 6,1 –21,4 273,55 / 135,44 192,45 4,1 17,5 7,26 8,54 19,2 1,6 1,9 214,81 20 4 0

Scout24 SE A12DM8 75,95 5,0 –11,5 122,8 / 62,70 85,65 3,8 16,0 4,02 4,73 16,1 2,3 2,9 17.06. 103,56 10 1 0

Siemens 723610 278,45 0,6 16,4 280,2 / 198,0 240,04 3,3 20,3 11,17 12,76 21,8 2,0 2,1 286,17 14 4 1

Siemens Energy ENER6Y 159,28 –12,1 32,3 191,66 / 82,10 132,11 11,2 16,4 4,32 5,95 26,8 1,2 1,7 195,08 14 4 1

Siemens Healthineers SHL100 33,98 –3,2 –24,4 50,00 / 32,81 42,38 2,0 11,5 2,23 2,52 13,5 2,9 3,3 49,58 11 5 0

Symrise SYM999 77,16 –3,2 12,0 107,2 / 64,70 74,43 2,8 14,3 3,93 4,25 18,2 1,7 1,8 92,06 9 5 0

Volkswagen Vz 766403 90,06 –1,0 –13,0 109,15 / 82,66 95,70 0,2 1,6 20,15 25,10 3,6 6,6 8,1 18.06. 111,54 8 8 1

88 FOCUS MONEY 24/2026


So lesen Sie die Aktientabelle

1 Die 200-Tage-Linie zeigt den Durchschnittswert

der 200 letzten Handelstage. Schneidet

der Aktienkurs diese Durchschnittslinie von

unten nach oben und gibt damit ein technisches

Kaufsignal, erscheint das aktuelle Niveau

der 200-Tage-Linie in einem grünen

Viereck. Schneidet der Aktienkurs die Linie

von oben nach unten und erzeugt damit ein

technisches Verkaufssignal, steht der aktuelle

Stand der 200-Tage-Linie in einem roten

Rechteck.

2 KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Basis des

vom Finanzdienst S&P Global geschätzten

Buchwerts für das angegebene Kalenderjahr/

Geschäftsjahr.

3 KCV: Kurs-Cashflow-Verhältnis auf Basis des

vom Finanzdienst S&P Global geschätzten

Netto-Cashflows für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr.

4/5 Gewinn je Aktie: Von den beim Finanzdienst

S&P Global erfassten Analysten im Durchschnitt

(Konsens) erwarteter Gewinn je Aktie

des angegebenen Geschäftsjahres. In der

Regel handelt es sich dabei um das Kalenderjahr.

Gebrochene Geschäftsjahre werden gemäß

dem Abschluß dem jeweiligen Kalenderjahr

zugeordnet.

6 KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der

Gewinnschätzungen für das angegebene

Kalenderjahr/Geschäftsjahr.

7 Dividendenrendite in %: Dividen denrendite

auf Basis der für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr

prognostizierten Dividende,

die in der Regel im Folgejahr ausgezahlt

wird.

8 HV-Termin: Termin der nächsten Hauptversammlung,

soweit bereits angekündigt.

9 Kursziel: Durchschnittliches Kursziel der

Analysten, die laut Finanzdienst S&P Global

die Aktie beur teilen.

10 Analystenempfehlung: 10/10/1 (diese Ziffern

dienen hier nur als Beispiel): Zahl der Analysten,

die laut Erfassung des Finanzdienstes

S&P Global zum Kaufen/Halten/Verkaufen

der Aktie raten.

Quelle:

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Vonovia SE A1ML7J 20,96 –2,8 –14,6 30,69 / 20,09 25,05 0,6 10,0 1,81 1,91 11,0 6,1 6,3 32,99 9 4 0

Zalando SE ZAL111 23,54 8,4 –7,1 31,57 / 18,61 23,33 2,0 15,5 1,52 1,86 12,7 0,0 0,0 35,83 15 5 0

MDAX

Aixtron SE A0WMPJ 57,72 6,9 233,5 60,22 / 11,68 24,92 6,7 51,7 0,73 1,27 45,5 0,3 0,5 46,83 4 9 1

Aroundtown A2DW8Z 2,50 –3,5 –5,4 3,52 / 2,16 2,84 0,4 3,5 0,26 0,28 9,1 5,0 6,4 24.06. 3,16 3 6 3

Aumovio SE AUM0V1 40,05 6,0 –6,7 47,02 / 31,66 38,62 0,4 3,6 3,72 5,16 7,8 0,9 2,4 49,52 5 3 0

Aurubis 676650 217,60 8,4 75,2 220,4 / 78,25 140,79 1,6 9,1 8,79 10,27 21,2 1,0 1,2 171,50 2 4 0

Auto1 Group SE A2LQ88 22,92 4,3 –16,0 31,50 / 14,46 24,00 5,9 32,1 0,64 0,95 24,1 0,0 0,0 30,28 6 2 1

Bechtle 515870 33,46 8,0 –23,4 45,14 / 24,56 36,37 1,9 12,4 1,88 2,11 15,8 2,2 2,3 17.06. 39,00 8 1 0

Bilfinger SE 590900 84,20 –8,4 –21,6 129,3 / 72,65 102,33 2,1 11,5 6,12 7,06 11,9 3,5 4,1 121,00 3 1 0

CTS Eventim 547030 59,35 3,7 –24,4 110,4 / 48,68 72,26 4,2 10,7 3,31 3,65 16,2 2,8 3,1 91,13 7 2 0

Delivery Hero SE A2E4K4 37,75 0,4 66,2 39,41 / 14,80 22,40 8,1 27,8 –0,28 0,54 70,0 0,0 0,0 23.06. 33,09 5 7 1

Deutsche Lufthansa 823212 8,39 2,6 –0,2 9,59 / 6,66 8,02 0,8 2,9 1,05 1,38 6,1 3,6 4,4 8,50 4 8 3

Deutz 630500 10,11 0,5 18,9 12,50 / 6,71 9,56 1,4 7,3 0,92 1,12 9,0 2,4 2,8 12,90 5 0 0

DWS Group DWS100 62,20 –0,7 10,1 65,80 / 46,30 56,02 1,5 8,9 5,06 5,26 11,8 6,3 6,8 62,51 3 9 0

Evonik Industries EVNK01 17,15 0,2 28,4 19,42 / 12,49 15,08 1,0 5,9 1,46 1,44 11,9 4,1 4,7 17,23 4 5 2

flatexDegiro FTG111 32,46 0,1 –11,6 43,24 / 22,82 32,59 3,3 14,5 1,90 2,25 14,4 1,1 1,3 42,00 6 5 0

Fraport 577330 69,20 –1,5 –1,1 86,95 / 58,45 74,16 1,2 6,1 3,66 3,86 17,9 1,4 2,9 25.05. 78,81 4 9 2

freenet A0Z2ZZ 25,06 –2,9 –14,6 33,92 / 24,90 27,98 1,9 7,1 2,08 2,47 10,1 8,0 8,6 28,92 3 5 2

Fuchs SE Vz. A3E5D6 39,38 4,6 3,3 50,05 / 31,80 38,19 2,4 24,5 2,46 2,66 14,8 3,2 3,4 46,89 7 0 1

Hella A13SX2 72,70 0,4 –12,0 89,10 / 67,90 79,05 2,5 13,1 1,76 2,24 32,4 0,8 1,0 65,00 0 2 1

Hensoldt HAG000 80,66 –9,4 9,9 117,7 / 64,80 84,13 8,1 27,9 1,77 2,31 34,8 0,9 1,1 91,57 7 6 1

Hochtief 607000 484,00 ±0,0 43,6 554,0 / 152,0 344,10 19,3 22,9 13,77 17,01 28,5 1,8 2,2 441,27 1 6 1

Hugo Boss A1PHFF 35,34 –1,0 –2,2 44,08 / 33,85 37,75 1,5 4,1 2,65 3,23 10,9 0,2 2,8 39,02 1 10 0

Ionos Group SE A3E00M 30,44 9,0 13,8 43,25 / 20,90 29,06 8,0 11,3 2,02 2,32 13,1 0,0 0,0 33,60 5 4 0

Jenoptik A2NB60 46,28 2,8 136,5 46,84 / 16,04 24,58 2,4 16,2 1,82 2,19 21,1 1,0 1,0 09.06. 41,19 5 2 0

Jungheinrich 621993 24,12 –3,9 –31,9 42,84 / 23,90 31,11 0,9 7,9 2,54 3,11 7,8 2,8 3,5 36,95 6 3 0

K+S KSAG88 14,95 4,0 20,4 18,69 / 10,35 13,38 0,5 3,3 1,27 0,99 15,2 0,4 1,0 15,61 4 3 4

Kion Group KGX888 42,44 –7,7 –37,8 70,45 / 40,26 56,19 0,9 6,2 3,78 4,75 8,9 2,4 3,1 60,73 7 5 0

Knorr-Bremse KBX100 101,80 0,4 7,0 115,6 / 77,40 94,09 4,7 15,3 4,61 5,34 19,1 2,1 2,4 114,13 9 3 0

Krones 633500 116,20 –2,8 –14,4 144,6 / 109,2 128,26 1,6 7,8 10,33 11,61 10,0 2,7 3,0 09.06. 155,11 6 1 1

Lanxess 547040 16,89 0,3 –4,1 27,68 / 11,03 18,88 0,4 4,9 0,71 0,62 27,1 0,6 1,2 17,56 2 8 3

LEG Immobilien SE LEG111 54,20 –8,1 –12,9 77,25 / 52,65 63,70 0,4 8,8 6,46 5,99 9,1 5,6 5,8 81,90 8 4 1

Nemetschek SE 645290 67,70 4,5 –27,0 138,5 / 55,00 85,34 6,9 21,3 2,49 2,94 23,0 1,1 1,3 94,02 7 3 1

Nordex SE A0D655 41,60 –2,1 42,9 51,70 / 16,36 32,75 5,7 13,1 1,95 2,31 18,0 0,7 0,9 45,70 6 6 1

Porsche PAG911 47,49 2,3 4,1 49,26 / 35,62 43,14 1,9 9,1 1,80 2,30 20,6 2,2 2,4 23.06. 42,22 3 12 3

Puma SE 696960 27,35 –1,8 22,6 30,31 / 15,30 21,92 2,5 7,2 –1,53 0,36 77,0 0,0 0,3 28,28 4 11 0

Rational 701080 646,00 –3,2 –2,3 776,5 / 604,0 661,51 7,5 25,0 23,85 25,67 25,2 2,7 2,8 12.05. 796,50 7 3 0

FOCUS MONEY 24/2026

89


moneyanalyse Deutsche Aktien

DHL GROUP

Auf Vierjahreshoch

Die DHL-Aktie klettert nach einer Hochstufung durch Kepler Cheuvreux auf den

höchsten Stand seit vier Jahren. Besonders das Expressgeschäft überzeugt: Höhere

Sendungsgewichte könnten die Profitabilität steigern. Nach starken Zahlen im ersten

Quartal wächst die Hoffnung auf weitere positive Überraschungen. Die Analysten

von Kepler Cheuvreux empfehlen den Logistikkonzern nun zum Kauf und sehen mit

einem Kursziel von 60 Euro weiteres Aufwärtspotenzial.

DHL Group

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

50

45

40

35

30

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0005552004 Empfohlen am 13.03.2026 Empfehlungs-Kurs 46,70 € Kurs aktuell 52,96 € +/– in % +13,4 Neuer Stopp 45,02 € Kursziel 60,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

MDAX

Redcare Pharmacy A2AR94 47,28 4,4 –27,4 114,0 / 30,20 62,14 2,1 14,2 –0,99 0,67 70,3 0,0 0,0 74,28 4 3 0

Renk Group RENK73 49,49 –2,2 –7,7 90,34 / 42,12 59,36 8,6 23,5 1,74 2,16 22,9 1,5 1,9 10.06. 66,71 9 2 0

RTL Group 861149 31,30 –0,5 –9,1 39,00 / 28,80 34,88 1,1 9,5 2,36 2,62 12,0 7,3 8,2 34,50 0 6 0

Salzgitter 620200 64,20 9,8 59,9 67,30 / 18,50 39,48 0,8 6,4 5,32 6,60 9,7 0,4 0,5 03.06. 60,80 3 3 0

Sartorius Vz. 716563 241,40 2,9 –2,3 267,7 / 175,95 226,41 5,6 20,2 5,35 6,38 37,8 0,3 0,4 264,42 10 6 1

Schaeffler SHA010 10,58 7,3 26,6 11,98 / 4,02 7,80 3,6 7,5 0,37 0,70 15,2 2,7 3,4 8,91 7 3 1

Ströer SE 749399 37,50 –1,7 1,4 55,10 / 28,85 36,47 4,5 11,0 3,00 3,55 10,6 6,0 6,3 50,63 6 4 0

TAG Immobilien 830350 13,80 –4,3 4,3 16,80 / 12,03 14,50 0,6 13,5 1,02 1,10 12,6 3,7 4,4 18,90 8 0 0

Talanx TLX100 100,90 –7,1 –11,3 126,2 / 100,1 109,96 1,7 — 10,81 11,07 9,1 4,2 4,7 05.05. 119,33 1 2 0

thyssenkrupp 750000 11,63 2,2 25,4 12,48 / 6,14 9,33 0,8 6,8 0,48 1,01 11,5 1,3 1,3 12,61 5 3 0

TKMS TKMS00 78,10 –5,3 18,2 107,0 / 57,00 81,87 4,2 13,4 2,17 2,65 29,5 1,0 1,3 96,00 2 3 0

Traton SE TRAT0N 34,26 1,4 12,3 37,34 / 25,78 30,92 0,9 5,2 4,29 5,59 6,1 3,5 4,9 16.06. 34,66 6 6 3

TUI TUAG50 6,86 –0,3 –23,6 9,56 / 6,08 7,81 1,7 2,5 1,11 1,43 4,8 2,6 4,0 10,44 5 4 0

United Internet 508903 27,48 5,0 –0,7 30,22 / 23,24 26,94 1,0 5,3 1,84 2,14 12,8 2,1 2,2 31,02 5 5 0

Wacker Chemie WCH888 103,90 3,2 49,8 104,8 / 58,85 75,05 1,4 9,8 0,65 2,65 39,2 0,5 1,1 87,04 2 10 1

SDAX

1&1 554550 23,60 4,4 –4,6 27,30 / 18,26 22,89 0,7 7,2 1,51 1,51 15,7 0,2 0,2 23,08 4 6 1

adesso SE A0Z23Q 61,10 2,7 –31,1 104,2 / 52,30 78,71 1,9 8,3 4,11 5,83 10,5 1,4 1,5 103,33 4 1 0

Adtran Networks SE 510300 23,00 ±0,0 5,5 23,20 / 20,30 22,05 3,2 — 0,18 — — — — 15.06. — 0 0 0

Alzchem Group A2YNT3 197,00 17,7 27,1 210,6 / 122,4 154,99 6,5 10,6 6,54 8,44 23,3 1,2 1,5 192,07 6 0 0

Atoss Software SE 510440 82,40 4,2 –28,6 147,6 / 69,00 97,00 11,6 23,0 3,26 3,76 21,9 2,9 3,3 125,88 5 2 0

Befesa A2H5Z1 35,90 3,3 21,7 37,40 / 24,40 30,37 1,6 6,8 2,58 2,65 13,5 3,3 3,5 16.06. 40,89 6 2 0

Borussia Dortmund 549309 3,10 –1,1 –6,1 3,99 / 2,86 3,31 1,0 11,9 –0,13 0,09 34,4 1,8 2,3 5,00 3 0 0

Cancom SE 541910 28,55 5,9 7,1 31,65 / 20,05 25,17 1,5 11,8 1,31 1,54 18,5 3,5 3,7 17.06. 28,43 3 5 0

Carl Zeiss Meditec 531370 26,14 –1,4 –34,7 63,25 / 22,62 35,27 1,1 21,8 1,39 1,87 14,0 2,0 2,3 30,19 1 14 0

Cewe Stiftung 540390 100,00 –2,0 –3,7 106,2 / 89,10 99,47 1,4 4,3 10,88 9,46 10,6 3,5 3,3 135,67 6 0 0

Dermapharm Hldg. SE A2GS5D 46,80 –3,9 18,9 51,90 / 31,70 38,23 3,4 9,9 2,69 2,93 16,0 2,1 2,4 26.06. 50,38 2 3 0

Deutsche Beteilig. A1TNUT 24,90 –3,9 –1,0 26,60 / 22,70 24,80 0,7 8,6 2,22 3,09 8,1 4,1 4,1 35,03 6 0 0

Deutsche EuroShop 748020 20,45 2,4 8,5 23,65 / 18,04 19,18 0,8 6,4 1,86 1,92 10,7 5,3 5,3 18.06. 20,18 0 3 0

Douglas BEAU1Y 8,78 2,9 –29,8 13,26 / 8,23 11,20 1,0 2,7 1,44 1,54 5,7 0,0 4,2 12,14 3 5 0

Drägerwerk Vz 555063 89,60 –3,3 29,1 99,40 / 62,50 78,93 1,0 11,1 8,30 8,78 10,2 2,7 2,8 101,50 2 2 0

Dt. Pfandbriefbank 801900 3,53 1,8 –16,4 5,73 / 2,71 4,14 0,2 — 0,09 0,49 7,2 0,6 5,7 3,85 1 2 1

Dürr 556520 20,95 –2,1 –7,1 25,10 / 17,20 21,12 1,0 13,7 1,92 2,58 8,1 3,4 4,6 14.05. 30,33 5 3 0

Eckert & Ziegler SE 565970 15,60 1,4 2,2 23,25 / 13,30 15,86 3,3 22,7 0,83 0,90 17,3 1,3 2,3 24.06. 22,10 3 0 0

Einhell Germany A40ESU 72,30 –0,6 –14,1 89,00 / 65,30 79,02 1,6 14,1 6,88 7,53 9,6 2,6 2,7 03.07. 105,00 2 0 0

Elmos Semicond. SE 567710 184,40 –2,4 90,1 206,0 / 68,40 117,65 4,3 25,7 7,15 8,38 22,0 1,0 1,2 04.05. 180,00 2 2 0

Energiekontor 531350 45,65 –7,6 27,7 53,40 / 30,10 39,21 1,7 4,5 2,51 4,73 9,7 2,3 3,1 71,50 1 0 0

Evotec SE 566480 5,12 1,6 –6,1 7,84 / 4,00 5,67 1,3 — –0,77 –0,14 — 0,0 0,0 11.06. 6,44 4 3 0

90 FOCUS MONEY 24/2026


DEUTSCHE TELEKOM

Fusionsgerüchte belasten

Die Gedankenspiele um einen Zusammenschluss mit der US-Tochter T-Mobile haben

der T-Aktie in den vergangenen Wochen zugesetzt. Es würde zwar eines der größten

Telekommunikationsunternehmen der Welt entstehen, aber die Fusion wäre kostspielig.

T-Mobile ist deutlich höher bewertet und der Mutterkonzern hätte gerne etwas von

dem Glanz ab. Dennoch halten Experten auch für die T-Aktie eine höhere Bewertung

gerechtfertigt. Die UBS lobte vergangene Woche ein Kursziel von 36,60 Euro aus.

Deutsche Telekom

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

35

30

25

20

15

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0005557508 Empfohlen am 27.03.2026 Empfehlungs-Kurs 31,69 € Kurs aktuell 28,89 € +/– in % –8,9 Neuer Stopp 24,00 € Kursziel 36,60 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Fielmann Grp. 577220 43,65 –0,8 0,2 58,80 / 39,85 45,90 3,3 9,7 2,58 2,91 15,0 3,6 3,9 09.07. 57,88 4 2 0

Fr. Vorwerk Grp. SE A255F1 60,95 –12,2 –25,3 109,2 / 54,60 80,57 3,4 12,6 4,68 5,05 12,1 1,8 2,0 86,50 2 0 2

GFT Technologies SE 580060 23,50 5,1 24,1 25,50 / 13,86 18,37 2,1 13,1 1,73 2,01 11,7 2,3 2,5 25.06. 29,67 5 0 0

Grand City Prop. A1JXCV 9,49 –3,1 –3,6 11,60 / 8,59 10,29 0,4 5,3 1,22 1,19 8,0 6,7 6,1 24.06. 11,90 3 5 0

Grenke A161N3 12,64 –1,6 –19,2 19,82 / 11,90 14,72 0,5 — 1,53 1,99 6,3 3,1 3,8 20,04 4 0 1

Hamborner Reit A3H233 5,14 –0,6 14,7 6,66 / 4,27 4,93 0,7 9,0 0,12 0,09 57,1 6,5 6,7 10.06. 8,05 4 0 0

Heidelberger Druck. 731400 1,44 1,3 –28,5 2,81 / 1,30 1,77 0,7 7,0 0,14 0,20 7,2 0,0 0,0 2,08 1 2 0

HelloFresh SE A16140 4,22 –1,6 –31,4 10,25 / 3,49 5,76 0,9 3,3 0,39 0,53 7,9 0,0 0,0 5,70 4 7 2

Hornbach Hldg. 608340 77,90 –2,0 –7,0 108,4 / 74,00 86,59 0,5 3,0 9,40 9,94 7,8 3,1 3,3 10.07. 99,14 3 3 0

Hypoport SE 549336 82,60 0,1 –35,7 218,0 / 68,20 111,13 1,4 9,0 3,82 6,23 13,3 0,0 0,0 212,75 3 0 0

Indus Holding 620010 29,55 –5,1 4,8 33,70 / 20,25 27,06 0,9 46,0 3,65 3,82 7,7 4,9 5,0 36,83 3 1 0

init innovation SE 575980 51,60 –2,3 10,5 55,20 / 35,70 46,75 3,2 36,3 2,60 3,28 15,7 2,0 2,4 66,67 3 0 0

Jost Werke SE JST400 55,80 –0,9 3,1 67,80 / 47,20 54,84 1,9 5,6 6,21 6,99 8,0 3,0 3,6 75,00 4 0 0

Klöckner & Co. SE KC0100 12,44 0,3 53,2 12,70 / 5,10 8,87 0,8 20,9 0,37 0,52 24,0 1,4 1,6 26.05. 11,30 1 1 1

Kontron A0X9EJ 23,26 0,8 2,0 29,00 / 16,34 23,28 1,7 11,5 1,67 2,03 11,4 2,4 3,3 30.06. 29,34 5 0 0

KSB SE Vz 629203 817,00 –1,9 –14,7 1265 / 746,0 962,52 1,0 — 85,62 96,15 8,5 3,8 8,4 1207,00 3 0 0

KWS Saat SE 707400 70,60 –2,2 2,9 80,60 / 55,80 68,88 1,3 12,9 5,77 5,71 12,4 2,0 2,2 84,25 2 2 0

MBB SE A0ETBQ 179,40 –5,4 –13,1 225,0 / 132,8 190,05 1,0 — 11,36 12,75 14,1 0,9 1,1 222,73 2 1 0

Medios A1MMCC 13,24 –1,8 –8,6 17,44 / 11,12 14,24 0,6 5,2 1,09 1,71 7,8 0,0 0,0 10.06. 23,00 4 0 0

MLP SE 656990 8,08 –0,7 16,8 9,12 / 5,85 7,22 1,4 — 0,69 0,78 10,3 4,9 5,3 25.06. 10,20 3 0 0

Mutares A2NB65 28,50 4,4 –3,2 36,69 / 23,15 28,48 0,5 — 4,21 4,79 6,0 7,0 8,5 03.07. 47,70 2 0 0

Nagarro A3H220 41,18 –0,2 –46,0 80,35 / 39,50 55,45 2,6 8,4 5,17 5,83 7,1 3,1 3,3 29.06. 72,25 2 1 0

Norma Group SE A1H8BV 17,60 0,2 20,7 18,90 / 12,32 15,21 0,8 10,4 0,65 0,82 21,5 2,2 2,3 01.07. 17,87 2 3 0

Ottobock SE BCK222 52,90 –5,9 –18,9 76,35 / 45,56 62,18 6,3 10,2 3,00 3,54 14,9 2,0 2,4 81,75 6 1 0

Patrizia SE PAT1AG 7,41 –3,5 –9,0 8,90 / 6,62 7,60 0,6 15,6 0,30 0,34 21,8 5,0 5,0 10.06. 9,86 4 1 0

PNE A0JBPG 10,04 ±0,0 –0,6 15,80 / 7,22 10,40 4,5 25,7 0,21 0,25 41,0 0,4 0,4 12,63 0 1 0

ProSiebenSat.1 SE PSM777 3,85 –3,0 –20,9 8,53 / 3,66 5,06 0,7 3,4 0,55 0,71 5,4 0,9 1,1 5,30 0 6 0

PVA TePla 746100 42,92 –1,5 88,2 45,70 / 17,19 28,45 5,8 34,8 0,54 1,27 33,8 0,0 0,0 16.06. 44,19 5 2 0

SAF Holland SE SAFH00 20,35 3,2 33,0 21,15 / 13,36 16,46 1,7 5,4 2,05 2,42 8,4 4,0 4,8 20,70 3 2 0

Schott Pharma A3ENQ5 17,20 0,8 13,9 30,25 / 12,62 17,17 2,6 12,3 0,94 1,08 16,0 1,0 1,1 19,43 5 5 0

Secunet Security 727650 206,50 1,2 11,4 246,5 / 152,8 192,69 6,9 23,9 6,10 7,39 27,9 1,4 1,7 08.06. 239,67 2 1 0

SFC Energy 756857 22,70 –5,4 85,2 24,75 / 11,32 15,52 2,6 12,4 0,70 0,95 23,8 0,0 0,0 26,40 4 0 0

Shelly Group SE A2DGX9 61,40 3,7 2,0 71,60 / 44,20 56,97 7,5 36,3 2,37 3,16 19,4 0,3 0,5 29.06. 77,63 2 0 0

Siltronic WAF300 103,80 9,7 112,3 108,8 / 31,70 55,43 1,9 14,6 –7,23 –3,97 — 0,0 0,0 73,00 2 5 2

Sixt SE St. 723132 72,25 –1,5 2,0 98,70 / 57,70 72,67 1,4 9,0 6,87 7,62 9,5 5,1 5,6 17.06. 95,43 5 1 0

SMA Solar Techn. A0DJ6J 65,10 –2,7 91,0 70,70 / 15,41 35,53 5,3 45,8 2,00 3,11 21,0 0,9 0,4 09.06. 51,80 1 4 0

Springer Nature SPG100 19,38 –4,3 1,4 24,65 / 14,70 19,70 1,9 7,9 1,65 1,80 10,8 4,1 4,6 26,36 4 0 0

Stabilus SE STAB1L 19,34 8,8 –5,4 29,00 / 14,52 20,14 0,7 7,0 2,69 3,11 6,2 3,0 3,6 28,27 4 0 1

FOCUS MONEY 24/2026

91


moneyanalyse Deutsche Aktien

ZALANDO

Optimistische Signale

Der Online-Modehändler Zalando hatte in den vergangenen Monaten mit der

schlechten Verbraucherstimmung zu kämpfen. Nun könnte sich zumindest aus charttechnischer

Sicht eine Trendwende anbahnen. Die Aktie konnte die 200-Tage-Linie

sowie den Widerstand bei 23,00 Euro von unten durchbrechen. Der Start eines neuen

Angebots, bei dem Nutzer authentifizierte Secondhand-Luxusartikel von Drittanbietern

bei Zalando shoppen können, sorgt zudem für positive Stimmung.

Zalando

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

40

30

20

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000ZAL1111 Empfohlen am 5.05.2025 Empfehlungs-Kurs 46,00 € Kurs aktuell 23,49 € +/– in % –48,93 Neuer Stopp 19,00 € Kursziel 36,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

SDAX

Sto SE 727413 100,80 –1,8 –16,8 134,2 / 97,30 117,43 — — 6,60 9,38 10,7 4,0 4,5 18.06. 140,00 1 0 0

Südzucker 729700 11,84 2,2 29,3 13,57 / 8,92 10,18 0,9 14,4 0,39 0,83 14,2 1,4 2,5 16.07. 11,52 0 4 0

Suss MicroTec SE A1K023 94,40 2,3 141,2 95,35 / 24,00 47,29 5,1 44,1 1,98 3,43 27,5 0,5 0,4 97,94 5 3 0

TeamViewer SE A2YN90 6,39 11,3 5,5 10,70 / 4,09 6,20 3,2 4,9 1,03 1,12 5,7 0,0 0,0 8,21 5 8 0

tonies SE A3CM2W 10,62 0,2 1,7 11,98 / 5,55 9,44 3,1 30,8 0,36 0,55 19,3 0,0 0,0 14,50 4 0 0

Verbio SE A0JL9W 40,30 7,2 90,1 47,26 / 9,15 23,72 3,2 16,6 0,76 1,89 21,3 0,0 0,0 47,50 2 1 0

Verve Group SE A3D3A1 1,70 7,2 –3,3 3,35 / 1,11 1,76 0,9 7,1 0,23 0,31 5,6 0,0 0,0 4,68 4 0 0

Vossloh 766710 66,35 –4,0 –13,2 95,10 / 65,80 78,35 1,5 10,7 3,40 4,39 15,1 1,8 2,3 84,14 3 3 0

Wacker Neuson SE WACK01 19,04 2,7 –22,4 26,05 / 16,66 20,96 0,8 6,4 1,51 2,04 9,3 4,6 5,9 03.06. 22,67 1 1 1

Wüstenr. & Württ. 805100 14,36 –3,0 –1,2 16,76 / 13,22 14,64 — — 1,54 2,01 7,1 4,5 5,2 21,00 1 0 0

WEITERE DEUTSCHE AKTIEN

123Fahrschule SE A2P4HL 2,44 –2,4 –19,2 4,36 / 2,38 2,99 4,3 — –0,34 –0,13 — — — 10.06. 5,65 1 0 0

2G Energy A0HL8N 69,70 22,5 102,0 73,00 / 25,60 37,99 6,4 — 1,82 2,55 27,4 0,4 0,5 65,00 1 2 0

3U Holding 516790 1,11 0,9 1,4 1,74 / 0,97 1,25 — — –0,12 –0,06 — 0,0 0,0 1,97 2 1 0

7C Solarparken A11QW6 1,82 –5,7 15,3 1,96 / 1,52 1,70 0,7 — 0,14 — — 6,0 — — 0 0 0

A.H.T. Syngas Tech. A12AGY 3,36 29,2 40,0 5,50 / 1,45 3,67 — — — — — — — — 0 0 0

A.S. Création A1TNNN 7,15 –3,4 –8,3 8,60 / 6,55 7,47 — — 0,34 0,86 8,3 2,8 7,0 14,00 1 0 0

ABO Wind 576002 5,89 –1,0 –50,1 46,20 / 4,15 17,22 7,8 — –3,55 0,14 42,1 0,0 0,0 09.07. 8,00 0 1 0

ad pepper media Int. 940883 2,54 –1,6 –4,5 3,92 / 2,38 2,83 2,2 — 0,09 0,11 23,1 — — 23.06. 5,00 0 0 0

All for One Group SE 511000 31,70 –5,9 –22,5 56,20 / 29,30 39,25 1,2 — 4,62 5,82 5,4 — 7,6 — 0 0 0

Allane SE A0DPRE 12,10 10,0 21,6 12,10 / 8,00 10,33 1,1 — 0,50 — — 0,0 — 25.06. — 0 0 0

Allgeier A2GS63 17,05 2,4 –18,0 23,80 / 14,95 18,14 1,2 — 0,87 0,91 18,7 3,5 3,5 30.06. 24,00 1 2 0

Altech Advanced Mat. A41YD9 1,32 41,2 — 2,80 / 0,86 1,21 — — — — — — — — 0 0 0

Amadeus Fire 509310 25,25 0,6 –40,3 80,70 / 21,75 39,98 1,0 505,0 — 1,80 3,45 7,3 4,6 9,4 71,00 1 0 0

AT&S 922230 144,00 4,3 347,2 147,6 / 15,06 47,31 4,8 13,1 3,27 5,16 27,9 0,4 0,8 88,12 2 1 2

Aumann A2DAM0 13,60 2,6 13,1 15,32 / 10,70 12,55 0,9 — 0,60 0,86 15,8 2,2 2,6 13,05 0 2 0

B+S Banksysteme 126215 2,14 2,4 7,5 3,18 / 1,61 1,99 — — 0,22 0,24 8,9 0,0 3,7 4,70 0 0 0

Basler 510200 29,80 4,0 95,8 29,80 / 9,00 17,13 5,8 — 0,80 0,93 32,0 0,7 0,9 26,33 3 0 0

Bastei Lübbe A1X3YY 6,76 –1,5 –19,1 10,55 / 6,12 7,95 1,1 — 0,80 0,85 8,0 5,2 5,7 12,08 4 0 0

BayWa vNA 519406 2,66 1,1 –4,5 7,75 / 2,20 3,56 0,2 — –0,53 2,09 1,3 0,0 45,2 — 0 0 0

BB Biotech N A0NFN3 46,85 –2,0 –3,4 53,60 / 31,00 46,04 0,7 — –0,66 –0,72 — 5,7 6,2 75,39 1 0 0

Berentzen Group 520160 3,41 –3,7 –7,1 4,58 / 3,35 3,66 — — 0,25 0,38 9,0 3,8 5,6 8,00 1 0 0

Bertrandt 523280 10,10 –0,5 –45,8 22,40 / 9,10 17,17 0,3 1,7 –2,01 2,53 4,0 5,1 6,2 17,40 2 3 0

bet-at-home.com A0DNAY 3,58 20,5 62,7 3,58 / 1,90 2,43 — — 0,44 0,60 6,0 — — 5,50 1 0 0

Bike24 Holding A3CQ7F 2,86 6,3 –4,0 3,53 / 2,28 3,00 1,0 — 0,07 0,21 13,6 0,0 0,0 30.06. 4,25 2 0 0

Biofrontera A4BGGM 2,29 –5,4 1,3 2,85 / 2,01 2,50 — — — — — — — 10.06. — 0 0 0

Bio-Gate konv. BGAG98 0,66 1,6 –16,0 1,05 / 0,50 0,74 — — — — — — — 30.06. — 0 0 0

BioNTech A2PSR2 75,80 –4,8 –7,3 105,5 / 68,00 86,39 1,1 — –4,58 –4,49 — 0,0 0,0 106,49 13 5 0

92 FOCUS MONEY 24/2026


SCHAEFFLER

Raumfahrtfantasie treibt Kurs

Schaeffler steigt in die Raumfahrttechnik ein und liefert künftig wichtige Steuerungskomponenten

für Satelliten an das US-Unternehmen Spire Global. Die Nachricht begeistert

Anleger: Die Aktie sprang zeitweise um bis zu 16 Prozent nach oben und nähert

sich wieder ihrem Mehrjahreshoch. Neben der Robotiksparte sorgt nun auch das

boomende Raumfahrtgeschäft für neue Wachstumschancen beim MDax-Konzern.

Die meisten Analysten stufen die Aktie als Kauf ein.

Schäffler

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

10

8

6

4

2

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000SHA0100 Empfohlen am 06.03.2026 Empfehlungs-Kurs 8,15 € Kurs aktuell 10,58 € +/– in % +29,8 Neuer Stopp 8,90 € Kursziel 9,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Bitcoin Group A1TNV9 28,20 –2,6 –9,6 49,16 / 25,00 33,38 — — — — — — — — 0 0 0

Blue Cap A0JM2M 19,15 –1,5 10,7 21,40 / 16,50 18,63 0,8 — 0,44 0,76 25,3 3,4 3,4 23.06. 30,25 2 0 0

Brain Biotech 520394 2,92 0,7 21,2 3,81 / 1,81 2,48 — — –0,42 –0,37 — 0,0 0,0 5,50 4 0 0

Branicks Group A1X3XX 1,12 –3,4 –35,0 2,26 / 1,06 1,73 0,1 2,8 0,10 0,14 8,0 0,0 0,0 1,67 1 0 2

Brockhaus Technolog. A2GSU4 18,50 3,4 14,9 19,00 / 9,10 14,33 0,8 — 3,60 — — 2,6 3,2 — 0 0 0

Ceconomy 725750 3,98 1,9 –9,4 4,55 / 2,67 4,32 2,3 8,0 0,55 0,61 6,6 2,5 3,2 4,60 0 0 2

Cenit 540710 8,88 16,8 24,4 9,86 / 5,76 6,94 1,7 — 0,41 0,80 11,1 2,3 3,4 10.06. 14,50 3 0 0

Cherry SE A3CRRN 0,45 –1,3 –11,2 0,96 / 0,41 0,56 0,3 — –0,39 0,06 7,4 — — 0,55 0 1 0

Circus SE A2YN35 7,07 –10,6 –41,8 24,80 / 5,38 11,86 44,2 — –0,42 0,44 16,3 — — 28,90 3 0 0

Cliq Digital A35JS4 3,70 2,2 171,7 5,81 / 1,29 2,35 0,3 — –1,04 –0,93 — 0,0 0,0 3,40 0 1 0

Corestate Capital A141J3 0,24 0,8 –1,7 0,35 / 0,22 0,26 — — — — — — — — 0 0 0

Covestro 606214 59,70 –0,2 –1,0 61,14 / 54,10 59,58 1,8 10,9 –0,17 0,97 61,7 0,0 0,6 62,00 0 3 0

cyan A2E4SV 2,14 –3,6 8,1 2,92 / 1,79 2,17 1,7 53,5 –0,02 0,05 42,8 — — 03.07. 4,00 0 0 0

Daldrup & Söhne 783057 23,20 –4,1 20,5 29,90 / 10,90 19,98 3,7 — 1,02 1,50 15,5 0,6 1,0 27,77 1 1 0

Data Modul 549890 29,40 –0,7 2,8 30,20 / 20,80 26,92 0,7 — 0,50 1,03 28,5 0,4 0,4 37,00 1 0 0

Datagroup SE A41YEV 73,80 –1,1 5,6 76,80 / 57,00 68,49 2,9 — 4,01 4,36 16,9 2,0 2,3 — 0 0 0

Datron A0V9LA 9,45 –1,0 34,0 9,70 / 6,90 7,55 0,8 7,4 0,64 1,06 8,9 2,1 2,8 26.06. 15,09 2 0 0

Delignit A0MZ4B 2,68 3,9 18,6 2,86 / 1,87 2,35 0,7 — 0,18 0,20 13,4 3,0 3,2 18.06. 4,60 1 0 0

Delticom 514680 2,46 ±0,0 23,0 2,78 / 1,91 2,24 0,6 — 0,28 0,32 7,7 4,9 5,3 07.07. 4,35 2 0 0

Demire Real Estate A0XFSF 0,31 –7,3 –20,3 0,71 / 0,30 0,47 — — — –0,20 — — — 0,80 0 0 0

Deutsche Rohstoff A0XYG7 101,60 10,6 105,3 102,2 / 35,10 62,10 1,3 2,7 38,37 14,14 7,2 4,4 2,7 23.06. 144,00 0 0 0

Deutsche Wohnen SE A0HN5C 19,16 1,5 –6,3 24,30 / 18,46 21,02 0,5 18,2 — — — 6,4 6,4 21,59 1 1 1

Dt. Grundstücksaukt. 553340 5,85 3,5 1,7 8,00 / 3,44 6,15 — — 0,68 1,01 5,8 0,0 8,5 30.06. 12,85 1 0 0

Dt. Konsum REIT A14KRD 1,54 –1,0 –17,1 3,04 / 1,36 1,84 0,2 4,2 — — — 0,0 0,0 5,00 1 1 0

ecotel communication 585434 7,25 –0,7 –35,3 13,60 / 5,95 10,51 1,0 2,6 0,53 0,63 11,5 4,1 4,1 22,80 1 0 0

Edag Engineering Grp. A143NB 3,23 0,3 –35,3 7,34 / 3,18 5,04 0,9 1,2 0,02 0,62 5,2 0,5 6,7 6,20 1 3 0

ElringKlinger 785602 6,29 5,7 47,8 6,29 / 3,91 4,58 0,6 3,7 0,65 0,90 7,0 3,6 5,0 5,33 1 1 1

Enapter A255G0 1,43 1,8 –15,7 2,95 / 1,12 1,67 1,2 — –0,36 –0,13 — 0,0 0,0 2,27 0 1 0

EnviTec Biogas A0MVLS 19,55 –4,2 13,7 28,20 / 16,25 20,14 — — — — — — — 03.07. — 0 0 0

Epigenomics konv. A37FT4 0,88 ±0,0 –2,2 1,59 / 0,50 0,92 — — — — — — — — 0 0 0

Ernst Russ A16107 9,22 9,0 31,0 9,22 / 6,16 7,26 1,0 8,2 1,10 0,79 11,7 3,4 3,3 13,23 2 0 0

Eurokai 570653 58,80 0,7 17,1 64,60 / 34,40 51,96 1,4 — 3,28 — — 2,2 — 09.06. — 0 0 0

Exasol A0LR9G 2,45 ±0,0 –9,6 3,45 / 1,87 2,59 6,1 — 0,09 0,15 16,9 0,0 0,0 11.06. 4,45 2 0 0

Fabasoft 922985 12,05 0,4 –23,2 17,70 / 10,45 14,14 3,5 — 0,92 1,06 11,4 1,5 1,5 25,00 2 0 0

Formycon A1EWVY 22,05 7,8 –13,4 31,05 / 16,52 21,93 1,0 52,5 –0,68 1,11 19,9 0,0 0,0 10.06. 39,86 4 1 0

Fortec Elektronik 577410 11,75 10,8 10,8 16,80 / 10,00 12,35 — — –0,60 0,46 25,5 3,4 5,1 15,00 1 0 0

Frequentis A2PHG5 79,50 10,0 10,7 103,5 / 44,40 71,23 4,7 22,0 2,41 2,85 27,9 0,4 0,5 19.06. 81,81 1 2 0

Friwo 620110 4,56 –0,9 –15,6 15,20 / 4,44 5,82 — — — — — — — 10.06. — 0 0 0

FOCUS MONEY 24/2026

93


moneyanalyse Deutsche Aktien

CTS EVENTIM

Wieder auf Tour

Die Expansionsstrategie zahlt sich aus. CTS Eventim ist mit kräftigem Wachstum ins

Jahr gestartet. Der Ticketvermarkter steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 23

Prozent auf 613,5 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 18,5

Prozent auf 118,9 Millionen Euro zu. Wachstumstreiber ist das Segment Live Entertainment

(plus 38 Prozent auf 403,6 Millionen Euro). Top-Aussichten für Anleger, denn die

Saison für Konzerte, Festivals, Theater und Sportevents hat gerade erst begonnen.

CTS Eventim

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

100

80

60

40

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0005470306 Empfohlen am 28.5.2026 Empfehlungs-Kurs 56,15 € Kurs aktuell 60,25 € +/– in % +7,3 Neuer Stopp 51,00 € Kursziel 100,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

WEITERE DEUTSCHE AKTIEN

Frosta 606900 99,80 2,3 10,6 108,0 / 86,00 96,70 — — — — — — — — 0 0 0

Gerresheimer A0LD6E 26,44 –4,5 –4,4 50,90 / 14,92 27,49 0,6 3,0 2,67 3,55 7,4 2,4 3,8 23,37 1 5 2

Gesco A1K020 13,70 –1,1 –3,2 18,40 / 13,05 15,03 0,5 — 1,48 1,84 7,5 2,2 2,8 24.06. 23,02 3 0 0

Global Fashion Grp. A2PLUG 0,49 –0,4 98,4 0,58 / 0,24 0,35 1,8 — –0,14 –0,07 — 0,0 0,0 0,78 1 1 0

Grammer 589540 8,20 ±0,0 41,4 8,55 / 5,45 6,80 0,4 — 2,41 — — 0,0 — — 0 0 0

H+R A2E4T7 4,58 0,9 8,0 5,02 / 3,83 4,50 0,4 2,5 0,16 0,21 21,5 1,1 1,1 4,30 0 0 1

Hamburger Hafen A0S848 21,60 ±0,0 0,9 23,30 / 18,00 21,72 — — — — — — — 11.06. — 0 0 0

Hapag-Lloyd HLAG47 112,20 –2,3 –4,8 158,7 / 109,0 120,35 1,2 12,1 –1,51 –2,44 — 1,9 1,7 97,40 0 3 4

Hawesko Holding SE 604270 19,75 0,3 3,7 27,70 / 17,70 20,45 1,5 — 1,47 1,74 11,4 5,6 6,6 10.06. 27,75 1 1 0

Heidelberg Pharma A11QVV 2,70 –0,4 12,5 5,40 / 2,31 2,98 4,9 — –0,29 –0,20 — 0,0 0,0 23.06. 5,50 1 0 0

Heliad 121806 13,15 –0,4 –12,3 16,40 / 12,20 14,46 1,3 21,9 0,60 0,60 21,9 0,0 0,0 24,20 2 0 0

Hermle Vz. 605283 181,00 6,5 21,1 196,0 / 133,0 154,86 — — — — — — — 01.07. — 0 0 0

HMS Bergbau 606110 41,90 3,5 –8,1 78,00 / 31,60 45,68 1,5 6,1 7,71 5,39 7,8 3,0 3,4 82,50 1 0 0

Hoenle 515710 9,44 1,9 34,1 10,30 / 6,36 8,38 0,8 — –0,08 0,41 23,0 0,0 0,0 17,67 2 0 0

HomeToGo SE A2QM3K 1,17 –2,9 –24,8 1,89 / 1,13 1,49 0,9 5,3 –0,13 –0,05 — 0,0 0,0 16.06. 2,73 3 0 0

IBU tec A0XYHT 16,05 –3,3 –17,9 26,80 / 6,26 16,67 — — –0,44 0,19 84,5 — — 25,00 1 0 0

Identive Group A11404 3,34 –2,6 16,8 4,62 / 2,54 3,08 — — –0,43 –0,41 — — — 5,44 3 0 0

Instone Real Estate A2NBX8 8,30 –1,0 7,0 9,89 / 7,27 8,49 0,6 — 0,83 1,01 8,2 6,3 6,3 12,75 3 1 0

IVU Traffic Techn. 744850 20,30 2,8 –0,5 22,20 / 17,60 20,04 — — 0,85 1,00 20,3 1,6 1,7 27,00 1 0 0

JDC Group A0B9N3 20,50 –2,8 –16,0 32,70 / 20,30 25,65 3,4 9,7 1,00 1,30 15,8 0,0 0,0 33,42 2 0 0

Knaus Tabbert A2YN50 12,14 –3,0 –5,6 20,05 / 11,24 13,78 1,6 1,4 0,83 1,57 7,8 1,4 5,1 10.07. 17,40 1 3 0

Koenig & Bauer 719350 8,94 –0,7 –14,2 16,14 / 7,83 10,74 0,4 — 0,87 2,26 4,0 1,9 4,1 17.06. 15,25 2 0 1

Laiqon A12UP2 4,81 –2,2 –5,7 5,68 / 3,42 4,48 1,6 — –0,30 0,13 37,0 0,0 3,3 9,30 1 0 0

Leifheit 646450 17,90 5,9 20,5 19,35 / 14,50 15,48 1,9 16,3 0,69 0,95 18,9 6,7 6,8 20,79 3 0 0

Logwin A2DR54 266,00 –2,9 6,4 304,0 / 206,0 264,42 — — 19,18 17,18 15,5 3,8 3,8 261,00 0 1 0

LPKF Laser & Electr. SE 645000 21,30 –27,1 295,9 29,90 / 5,22 9,16 7,3 — –0,26 0,08 266,3 0,0 0,0 15,50 0 2 0

M1 Kliniken A0STSQ 19,58 4,1 10,0 19,58 / 12,88 15,91 3,1 — 1,12 1,30 15,1 2,6 2,6 08.07. — 0 0 0

Masterflex SE 549293 13,95 –2,1 1,8 15,20 / 10,70 13,62 — — 1,00 1,29 10,8 2,5 2,9 10.06. 20,25 1 0 0

MAX Automation SE A2DA58 3,90 2,1 –0,8 5,96 / 3,39 4,57 0,8 — –0,02 0,12 32,5 0,0 1,3 6,00 1 1 0

MediClin 659510 3,82 4,9 11,0 4,06 / 2,84 3,47 0,6 — 0,77 0,80 4,8 1,0 1,0 7,30 1 0 0

Medigene A40ESG 0,02 –9,5 21,6 0,21 / 0,01 0,04 — — –0,51 –0,45 — — — — 0 0 0

Mensch & Maschine 658080 39,00 5,4 –13,2 56,80 / 33,40 41,78 6,9 15,2 2,17 2,47 15,8 5,6 6,3 55,35 3 1 0

Mister Spex SE A3CSAE 1,24 ±0,0 –1,2 2,18 / 1,12 1,38 1,9 — –0,71 –0,45 — — — 11.06. 3,03 1 2 0

MPC Capital A1TNWJ 5,44 ±0,0 11,9 5,74 / 4,58 4,96 1,2 — 0,65 0,72 7,6 5,1 5,6 7,60 2 0 0

Mühlbauer 662720 38,60 –1,0 0,5 46,40 / 33,80 39,11 — — — — — — — 29.07. — 0 0 0

MVV Energie A0H52F 29,90 –0,3 –2,6 32,30 / 29,60 30,79 — — — — — — — — 0 0 0

Nabaltec A0KPPR 11,60 3,1 –2,9 16,15 / 10,10 12,19 0,6 — 0,85 1,11 10,5 2,3 2,4 24.06. 15,75 1 0 0

NFON A0N4N5 3,26 1,9 –4,1 7,20 / 3,08 4,37 0,7 5,3 0,21 0,31 10,5 0,8 1,5 24.06. 6,93 2 0 1

94 FOCUS MONEY 24/2026


SILTRONIC

Fantasie nach Dell-Zahlen

Die Aktie von Siltronic profitiert von starken Zahlen des US-Technologiekonzerns

Dell, der die Hoffnung auf anhaltend hohe Investitionen in KI-Server befeuert. Die Aktie

hat gerade ein Vierjahreshoch bei 108,80 EUR markiert. Alleine seit Anfang April

hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Jefferies bestätigt seine Kaufempfehlung und

setzt darauf, dass der KI-Boom die Halbleiter-Nachfrage weiter stützt. Das höchste

Kursziel der Metzler Bank liegt bei 110 EUR.

Siltronic

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

90

70

50

30

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000WAF3001 Empfohlen am 27.03.2026 Empfehlungs-Kurs 54,90 € Kurs aktuell 103,70 € +/– in % + 88,8 Neuer Stopp 88,00 € Kursziel 110,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Northern Data A0SMU8 15,67 2,9 2,6 29,40 / 8,11 13,60 1,5 — 0,38 0,70 22,4 0,0 0,0 26,33 2 1 0

Nynomic A0MSN1 20,20 –4,7 104,9 25,70 / 8,24 12,25 — — 0,71 1,09 18,6 — — 01.07. 26,00 2 0 0

OHB SE 593612 414,50 –32,3 244,0 658,0 / 64,00 194,49 — — 3,64 5,63 73,6 0,2 0,2 08.06. 320,00 1 0 0

Ökoworld 540868 29,90 –1,0 14,1 35,10 / 25,00 26,99 — 14,9 2,76 2,58 11,6 6,5 6,1 19.06. 39,15 1 0 0

OVB Holding 628656 20,80 –1,0 6,7 23,00 / 17,80 20,34 3,0 — 0,89 1,14 18,2 3,8 4,7 12.06. 23,00 0 1 0

Pfeiffer Vacuum 691660 166,00 –0,4 5,3 167,6 / 153,0 160,25 — — — — — — — 10.07. 140,00 0 0 0

Pfisterer SE PFSE21 103,00 2,5 35,9 113,0 / 34,50 76,31 7,4 — 3,45 3,82 27,0 1,0 1,0 11.06. 109,00 2 1 0

Pro DV A4096T 2,14 –1,8 –2,7 2,86 / 2,02 2,36 — — 0,00 0,06 35,7 0,0 0,0 4,80 0 0 0

ProCredit Hldg. 622340 7,94 –1,0 –3,2 10,55 / 6,78 8,42 0,4 — 1,36 2,04 3,9 5,6 8,1 14,73 2 0 0

PSI Software SE A0Z1JH 45,00 0,4 0,2 46,30 / 24,10 41,42 7,1 — 0,72 1,18 38,1 0,4 0,8 45,00 0 4 0

Pyramid A41YDL 1,52 14,3 –54,2 5,01 / 1,18 3,09 0,3 19,0 –0,19 0,02 76,0 — — 2,80 0 0 0

Q.Beyond konv. A41YDG 3,90 5,4 14,4 4,86 / 3,20 3,83 1,0 — 0,04 0,14 27,2 2,6 3,2 5,98 3 0 0

R. Stahl A1PHBB 12,50 0,8 –14,4 20,20 / 12,00 14,59 1,1 19,5 –0,16 0,13 96,2 0,0 4,4 16.06. 18,88 1 0 0

Rhön-Klinikum 704230 12,30 –0,8 –3,9 13,30 / 11,20 12,28 0,6 — 0,64 0,79 15,6 1,6 1,6 12,50 0 1 0

Ringmetall A3E5E5 2,60 ±0,0 –0,8 3,32 / 2,52 2,75 — — — — — 3,8 3,8 16.06. 4,60 0 1 0

Schloß Wachenheim 722900 13,65 ±0,0 –4,5 15,80 / 13,30 14,36 0,5 5,6 1,30 1,45 9,4 4,6 4,7 19,60 2 0 0

Serviceware SE A2G8X3 12,65 21,1 –31,3 20,40 / 9,90 15,46 2,7 — 0,34 0,63 20,1 — — 29,00 2 0 0

SMT Scharf A3DRAE 6,95 –5,4 20,9 9,10 / 5,40 6,85 0,4 — –0,38 0,54 12,8 0,4 4,0 9,50 0 1 0

SNP Schneider-Neu. SE 720370 83,40 1,7 9,7 86,00 / 69,60 77,86 — — — — — — — 17.06. 63,00 0 0 0

Steico SE A0LR93 20,00 –5,9 –5,7 27,60 / 19,26 22,16 0,7 16,5 1,32 1,62 12,3 1,3 2,0 19.06. 25,33 1 2 0

STS Group A1TNU6 2,97 –1,3 –5,4 6,50 / 2,62 3,27 — — — — — 0,0 1,3 10.07. 10,70 0 1 0

Surteco Group SE 517690 9,50 –1,0 –9,1 16,80 / 9,45 11,56 0,4 1,6 –0,34 1,27 7,5 0,0 0,0 19.06. 18,60 1 0 0

Syzygy 510480 1,24 –2,4 –16,5 2,55 / 1,19 1,52 0,9 — — — — 2,0 8,1 03.07. 2,98 2 0 0

Takkt 744600 2,44 –1,8 –33,1 7,02 / 2,29 3,72 0,4 — –0,34 0,30 8,1 0,0 8,2 5,43 1 1 0

technotrans SE A0XYGA 31,00 1,6 –7,7 37,00 / 19,60 30,69 1,9 — 1,81 2,27 13,7 2,9 3,6 21.05. 38,50 2 0 0

The Platform Group A40ZW8 2,77 3,4 –48,3 10,70 / 2,46 5,70 0,3 1,2 1,99 2,46 1,1 — — 01.07. 19,63 2 0 0

Umweltbank 557080 3,87 0,3 8,7 5,06 / 3,30 3,90 0,5 — 0,32 0,44 8,9 2,8 4,6 7,60 3 0 0

Uniper SE UNSE02 47,90 –2,4 48,8 55,80 / 27,95 36,46 1,6 16,0 1,57 1,65 29,1 1,6 1,8 34,67 0 1 1

Uzin Utz 755150 58,60 –6,1 –13,8 83,50 / 56,60 71,62 1,0 — 4,55 5,52 10,6 3,2 3,5 103,50 2 0 0

Veganz Group A3E5ED 2,99 –0,3 –52,7 20,30 / 2,75 7,33 0,2 1,6 –0,48 0,16 18,7 — — — 0 0 0

VIB Vermögen A2YPDD 7,72 –0,3 –25,0 11,30 / 6,92 8,93 0,3 — 2,14 — — 0,0 — — 0 0 0

Villeroy & Boch 765723 15,70 –2,2 –3,7 19,50 / 15,55 16,94 1,2 — 0,59 1,37 11,5 5,7 6,1 30,50 1 0 0

Viscom SE 784686 6,08 3,4 49,0 6,42 / 3,34 4,50 1,3 9,5 0,19 0,45 13,7 0,2 2,3 6,60 0 0 0

Vita 34 A0BL84 3,89 ±0,0 –34,6 7,65 / 3,64 5,28 — — 0,01 0,06 64,8 — — 24.06. 6,50 1 0 0

WashTec 750750 39,00 –3,0 –17,4 50,80 / 36,00 43,70 6,1 14,6 2,73 3,22 12,1 6,6 7,0 54,67 2 0 0

Westwing Group SE A2N4H0 14,35 –1,4 27,6 17,65 / 7,80 13,54 2,7 — 1,15 1,48 9,7 0,0 0,0 09.06. 21,83 3 0 0

YOC 593273 6,30 –4,8 –40,3 16,75 / 4,84 9,72 — — 0,61 0,92 6,8 — — 29.06. 15,00 1 0 0

Zeal Network SE ZEAL24 46,00 ±0,0 –9,8 52,20 / 43,00 48,33 3,9 16,8 1,93 2,36 19,5 3,3 3,8 72,75 5 0 0

FOCUS MONEY 24/2026

95


moneyanalyse Internationale Aktien

ALPHABET

Massive Kapitalerhöhung

Satte 80 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital will Alphabet einsammeln, um

den Ausbau der KI-Infrastruktur zu beschleunigen. Zentraler Baustein: eine Beteiligung

von zehn Milliarden US-Dollar durch Berkshire Hathaway – ein starkes Vertrauenssignal

in Alphabets Schlüsselrolle im KI-Boom. An der Börse kamen die

Pläne gut an. Analysten von Barclays bestätigten ihr „Overweight“ Rating. FOCUS

MONEY rät: Dabei bleiben und Gewinne laufen lassen.

Alphabet, A-Aktie

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

300

250

200

150

100

50

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US02079K3059 Empfohlen am 31.07.2024 Empfehlungs-Kurs 163,60 € Kurs aktuell 314,05 € +/– in % +91,97 Neuer Stopp 280,00 € Kursziel 420,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

EURO STOXX 50 / STOXX 50

AB Inbev A2ASUV / BE0974293251 69,32 –3,6 26,7 72,40 / 48,84 58,44 1,8 10,4 3,79 4,19 16,6 1,8 2,1 78,50 14 4 0

ABB N 919730 / CH0012221716 93,79 2,5 45,1 93,94 / 49,45 69,63 10,1 35,2 2,70 2,93 32,0 1,1 1,2 79,01 3 21 0

Adyen A2JNF4 / NL0012969182 900,60 –8,5 –34,6 1738,6 / 829,2 1210,99 4,4 19,6 38,66 47,23 19,1 0,0 0,0 1385,30 23 5 0

Ahold Delhaize A2ANT0 / NL0011794037 35,17 –4,7 1,7 42,47 / 32,20 36,69 2,1 5,2 2,78 2,99 11,8 3,6 3,9 40,84 5 8 0

Air Liquide 850133 / FR0000120073 177,92 –3,2 10,9 190,0 / 155,0 171,56 3,6 15,4 7,04 7,78 22,9 2,1 2,3 197,30 13 2 0

Argenx A11602 / NL0010832176 713,40 0,8 0,3 804,4 / 448,4 683,26 5,8 27,6 23,49 30,90 23,1 0,1 0,1 846,68 10 2 0

ASML Hold. A1J4U4 / NL0010273215 1429,80 1,0 55,2 1444 / 589,8 1031,20 24,0 41,5 31,47 41,09 34,8 0,6 0,7 1488,48 32 5 1

AstraZeneca 886455 / GB0009895292 154,65 –4,7 –2,3 180,45 / 117,7 155,40 5,3 16,0 8,85 9,99 15,5 1,9 2,0 190,38 16 3 1

AXA 855705 / FR0000120628 39,52 –1,7 –4,0 43,55 / 36,58 39,73 1,7 — 4,12 4,45 8,9 6,3 6,8 46,48 8 4 0

Banco Santander 858872 / ES0113900J37 10,71 –1,3 5,8 11,21 / 6,83 9,61 1,4 — 1,02 1,21 8,9 2,5 3,8 12,15 11 2 0

BBVA 875773 / ES0113211835 19,98 0,3 1,4 22,21 / 12,57 18,45 1,9 — 1,98 2,21 9,0 5,0 5,5 20,99 6 11 1

BNP Paribas 887771 / FR0000131104 93,64 2,2 15,6 97,39 / 65,01 82,50 0,8 — 11,47 12,87 7,3 6,3 6,9 105,64 10 4 1

BP PLC 850517 / GB0007980591 6,10 –1,4 24,3 7,01 / 4,22 5,47 1,8 3,4 0,77 0,59 10,3 4,8 5,0 7,28 5 9 0

Brit. Am. Tobacco 916018 / GB0002875804 51,30 –8,6 7,0 57,26 / 39,65 49,12 2,0 11,9 4,17 4,48 11,4 5,7 5,8 58,34 6 1 0

Danone 851194 / FR0000120644 62,18 0,6 –19,1 80,00 / 61,00 72,01 2,2 11,1 3,90 4,19 14,8 3,8 4,0 79,68 8 8 1

Enel 928624 / IT0003128367 9,60 –2,0 8,7 10,28 / 7,60 9,00 2,8 6,0 0,72 0,75 12,8 5,4 5,6 10,22 8 11 1

Eni 897791 / IT0003132476 22,93 0,5 42,5 25,00 / 13,14 18,26 1,3 4,3 2,60 2,33 9,8 4,8 5,0 25,40 6 11 0

EssilorLuxottica 863195 / FR0000121667 168,90 –4,0 –37,5 323,5 / 163,2 251,33 1,9 13,7 7,36 8,41 20,1 2,5 2,8 282,39 13 4 0

Ferrari A2ACKK / NL0011585146 305,45 –0,4 –4,5 446,0 / 268,9 330,63 12,4 22,6 9,58 10,52 29,0 1,3 1,4 368,25 8 5 0

GSK PLC A3DMB5 / GB00BN7SWP63 20,99 –5,6 ±0,0 26,02 / 15,35 21,01 4,0 8,8 2,06 2,25 9,3 3,9 4,0 24,08 6 12 2

Hermes Intern. 886670 / FR0000052292 1616,00 –2,1 –22,8 2466 / 1534 1983,44 7,9 32,5 44,63 51,61 31,3 1,3 1,4 2062,77 11 7 0

HSBC Hold. 923893 / GB0005405286 16,17 –1,8 19,4 16,45 / 10,10 13,48 1,7 — 1,47 1,62 10,0 4,5 5,0 16,36 5 10 0

Iberdrola A0M46B / ES0144580Y14 19,50 –1,7 6,1 20,77 / 15,14 18,32 2,3 10,2 1,01 1,07 18,2 3,7 3,9 19,76 6 14 0

Inditex A11873 / ES0148396007 52,52 1,7 –6,6 58,16 / 40,93 50,89 7,5 17,4 2,18 2,38 22,1 3,7 4,0 58,04 13 5 0

ING Groep A2ANV3 / NL0011821202 26,55 –2,3 10,4 27,17 / 17,68 23,18 1,5 — 2,40 2,79 9,5 4,7 5,3 28,01 7 7 0

Intesa Sanpaolo 850605 / IT0000072618 5,73 –0,1 –3,0 6,15 / 4,72 5,63 1,6 — 0,58 0,63 9,2 7,5 8,2 6,73 10 4 0

L’Oréal 853888 / FR0000120321 382,10 3,6 4,6 407,7 / 339,85 373,24 5,4 23,4 13,62 14,75 25,9 2,0 2,2 408,42 11 9 1

London St. Exch. A0JEJF / GB00B0SWJX34 108,85 0,9 6,7 138,0 / 83,00 102,17 2,5 11,8 5,48 6,20 17,6 1,8 2,0 141,74 11 0 0

LVMH 853292 / FR0000121014 473,20 ±0,0 –25,7 654,0 / 437,0 541,78 3,3 14,1 22,20 25,65 18,4 2,7 3,0 590,08 13 9 0

National Grid A2DQWX / GB00BDR05C01 14,00 –8,7 6,9 16,40 / 11,60 13,81 1,5 7,4 1,03 1,12 12,5 4,1 4,2 15,92 5 5 1

Nestlé N A0Q4DC / CH0038863350 85,29 –0,8 –0,8 95,75 / 76,32 84,52 5,7 15,2 4,81 5,12 16,7 4,0 4,1 96,01 9 10 1

Nordea Bank A2N6F4 / FI4000297767 16,16 –1,0 0,5 17,03 / 12,00 15,28 1,6 — 1,43 1,56 10,4 6,1 6,5 17,03 4 1 0

Novartis N 904278 / CH0012005267 123,14 –5,6 2,9 143,03 / 99,57 121,31 5,9 14,9 7,52 8,34 14,8 3,2 3,3 133,35 5 10 3

Novo-Nordisk B A3EU6F / DK0062498333 36,55 –5,3 –17,0 71,54 / 30,29 42,00 5,3 12,1 2,85 2,87 12,7 4,2 4,0 41,47 5 18 1

Prosus A2PRDK / NL0013654783 42,43 4,3 –19,4 63,58 / 37,80 49,94 1,8 37,6 3,85 4,63 9,2 0,4 0,5 64,99 11 3 0

Relx A0M95J / GB00B2B0DG97 29,60 4,0 –14,7 47,50 / 23,44 33,63 29,5 15,2 1,64 1,81 16,4 2,8 3,1 41,84 11 1 0

Richemont A1W5CV / CH0210483332 181,68 6,8 –3,3 196,53 / 138,88 168,88 4,2 20,7 6,98 7,91 23,0 2,2 2,3 198,21 13 7 0

Rio Tinto 852147 / GB0007188757 94,44 4,7 36,6 95,79 / 48,22 70,70 2,6 8,8 7,30 7,26 13,0 4,5 4,4 86,31 4 14 0

96 FOCUS MONEY 24/2026


TESLA

Steigende Verkaufszahlen

Ausnahmsweise gute Nachrichten von Tesla: Der E-Autobauer verbucht für Europa

deutlich steigende Verkaufszahlen. In Frankreich wuchs der Absatz im Mai gegenüber

dem Vorjahr um 655 Prozent auf 5446, in Norwegen um 29 Prozent auf 3345 Autos.

In kleineren Märkten wie Dänemark, Spanien, Portugal und Schweden lag das Plus im

zwei- bis dreistelligen Prozentbereich. Ob es die Ausnahme von der Regel ist, bleibt

abzuwarten. Bislang profitiert die Aktie eher von Ankündigungen als von Fakten.

Tesla

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

400

300

200

100

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US88160R1014 Empfohlen am 12.12.2025 Empfehlungs-Kurs 380,00 € Kurs aktuell 358,50 € +/– in % –5,7 Neuer Stopp 298,00 € Kursziel 354,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Roche PS A424UK / CH1499059983 337,04 –7,7 –5,9 409,32 / 266,29 337,53 6,1 14,9 21,93 23,79 14,2 3,3 3,3 394,18 6 6 2

Rolls-Royce Group A1H81L / GB00B63H8491 14,80 1,8 11,9 16,30 / 10,14 13,73 42,5 24,6 0,43 0,50 29,5 1,0 1,1 16,39 11 5 0

Safran 924781 / FR0000073272 298,10 –1,3 1,0 348,5 / 250,7 299,59 7,9 20,3 10,04 12,31 24,2 1,3 1,6 343,43 11 6 0

Sanofi S.A. 920657 / FR0000120578 73,00 –5,7 –12,1 90,46 / 71,88 81,55 1,2 8,3 8,50 9,00 8,1 5,9 6,2 97,10 10 12 0

Schneider Electr. 860180 / FR0000121972 284,20 2,3 20,5 287,35 / 209,0 245,23 6,1 24,9 9,88 11,47 24,8 1,6 1,8 300,38 16 1 0

Shell A3C99G / GB00BP6MXD84 37,00 0,8 18,1 41,28 / 29,30 33,66 1,3 4,8 4,68 4,15 8,9 3,6 3,8 43,95 6 10 0

St. Gobain 872087 / FR0000125007 76,98 1,4 –11,2 104,4 / 66,12 83,95 1,5 7,5 6,42 7,02 11,0 3,1 3,3 97,44 9 4 1

TotalEnergies 850727 / FR0000120271 75,82 –2,5 34,6 81,42 / 49,46 62,31 1,5 4,9 9,75 8,32 9,1 4,6 4,9 85,19 8 7 0

UBS Group N A12DFH / CH0244767585 41,42 2,3 2,7 41,91 / 26,90 36,09 1,6 — 2,91 3,50 11,8 2,6 2,9 42,72 5 8 1

UniCredit A2DJV6 / IT0005239360 74,33 0,2 4,7 79,86 / 54,46 67,60 1,6 — 7,36 8,25 9,0 5,1 5,7 84,02 5 5 0

Unilever PLC A41NM1 / GB00BVZK7T90 47,89 –2,8 –13,9 63,27 / 47,00 56,15 6,5 13,4 3,20 3,41 14,0 4,0 4,1 59,16 5 6 2

Vinci 867475 / FR0000125486 123,25 –1,6 2,8 143,0 / 112,95 124,07 2,1 7,4 9,01 10,14 12,2 4,3 4,8 143,50 9 7 1

Wolters Kluwer A0J2R1 / NL0000395903 62,66 1,4 –29,2 156,9 / 56,82 85,65 15,3 8,4 5,64 6,23 10,1 4,3 4,7 106,39 9 3 0

Zurich Insur. Grp N 579919 / CH0011075394 604,87 –2,4 –7,9 662,52 / 568,84 617,81 3,3 — 40,89 46,90 12,9 5,8 6,1 634,29 2 7 0

DOW JONES

3M 851745 / US88579Y1010 128,85 –1,9 –5,2 148,84 / 120,52 134,84 15,7 17,0 7,47 8,13 15,9 2,1 2,2 147,91 8 7 0

Amazon.com 906866 / US0231351067 219,50 –5,2 11,5 237,95 / 166,04 198,51 5,1 15,5 7,45 8,48 25,9 0,0 0,0 268,66 47 4 0

American Express 850226 / US0258161092 268,10 –0,4 –16,4 330,05 / 248,75 288,73 5,9 — 15,13 17,30 15,5 1,2 1,4 310,56 10 15 1

Amgen 867900 / US0311621009 280,00 –3,8 0,2 329,5 / 230,0 280,94 15,8 11,4 19,26 20,18 13,9 3,1 3,3 302,54 10 18 2

Apple Inc. 865985 / US0378331005 265,15 –0,9 14,2 270,0 / 169,02 225,88 43,5 31,4 7,52 8,26 32,1 0,3 0,4 266,70 23 15 1

Boeing 850471 / US0970231058 192,44 1,1 3,9 216,4 / 153,56 187,92 24,9 24,5 –0,34 3,59 53,6 0,0 0,1 231,91 17 5 0

Caterpillar 850598 / US1491231015 749,00 –3,2 52,7 795,0 / 301,5 547,25 16,8 28,9 20,89 25,62 29,2 0,7 0,8 790,33 14 11 2

Chevron Corp. 852552 / US1667641005 160,40 –0,3 24,8 187,08 / 119,6 145,75 1,9 6,9 12,56 10,69 15,0 3,8 4,0 185,60 13 6 1

Cisco Systems 878841 / US17275R1023 106,98 2,0 62,3 106,98 / 55,02 68,05 9,8 30,2 3,68 4,10 26,1 1,3 1,4 107,72 13 8 0

Coca-Cola 850663 / US1912161007 67,45 –4,1 13,0 71,25 / 55,83 62,59 9,4 23,3 2,81 2,99 22,5 2,7 2,9 73,92 12 4 0

Disney Co. 855686 / US2546871060 87,99 –0,9 –9,1 106,62 / 80,10 92,56 1,6 12,2 5,86 6,44 13,7 1,5 1,6 111,22 21 2 1

Goldman Sachs 920332 / US38141G1040 916,00 6,0 21,3 916,0 / 516,7 733,80 2,9 — 50,86 56,20 16,3 1,7 1,9 813,91 6 16 1

Home Depot 866953 / US4370761029 266,45 –1,5 –9,5 362,15 / 254,05 311,41 16,1 16,4 12,86 13,84 19,2 3,0 3,2 317,98 18 14 0

Honeywell 870153 / US4385161066 204,45 2,9 23,1 210,35 / 162,1 184,69 9,0 22,7 9,04 9,85 20,8 2,1 2,2 212,41 12 9 0

IBM 851399 / US4592001014 280,70 26,0 8,0 292,7 / 181,42 232,30 8,0 17,3 10,68 11,54 24,3 2,1 2,1 244,33 11 7 0

Johnson & Johnson 853260 / US4781601046 190,00 –5,7 7,5 214,3 / 129,0 181,67 5,9 18,7 9,95 10,93 17,4 2,4 2,5 217,19 10 8 0

JP Morgan Chase 850628 / US46625H1005 253,75 –4,5 –7,9 287,7 / 228,25 261,48 2,2 — 19,17 20,24 12,5 2,1 2,3 293,91 8 12 0

McDonald’s 856958 / US5801351017 235,30 –3,9 –10,3 290,45 / 231,3 263,06 216,0 — 16,7 11,16 12,22 19,3 2,7 2,9 284,55 14 14 1

Merck & Co. A0YD8Q / US58933Y1055 98,97 –5,9 9,6 105,8 / 66,40 88,49 5,8 19,7 2,35 8,22 12,0 2,9 3,0 111,44 15 10 0

Microsoft 870747 / US5949181045 382,30 5,2 –7,5 490,1 / 309,7 392,00 7,4 19,5 14,45 16,62 23,0 0,8 0,9 481,76 40 3 0

Nike 866993 / US6541061031 38,59 –1,5 –26,2 69,80 / 35,65 52,20 5,0 18,8 1,57 2,08 18,5 3,7 4,0 52,20 14 20 1

Nvidia 918422 / US67066G1040 197,00 4,2 22,8 202,2 / 121,18 161,00 18,4 26,4 7,69 10,88 18,1 0,3 0,5 254,94 48 2 1

Procter & Gamble 852062 / US7427181091 120,22 –3,4 –2,2 147,0 / 118,0 128,19 6,1 17,6 5,93 6,09 19,7 3,0 3,2 140,67 9 10 0

FOCUS MONEY 24/2026

97


moneyanalyse Internationale Aktien

PDD HOLDINGS

Bilanz & Boxen

Ende 2025 ging bei PDD Holdings einiges schief, als chinesische Behörden Einblick

in sensible Unternehmensdaten verlangten und es zu einer Schlägerei kam. Das gesamte

Government-Relations-Team wurde entlassen. Und als hätte das nicht gereicht,

liefert der erste Quartalsbericht 2026 die nächste Portion Kopfschmerzen. Der

Umsatz des Mutterkonzerns von Pinduoduo und Temu stieg zwar um elf Prozent, der

Nettogewinn sank aber um 15 Prozent. Die Aktie fiel um acht Prozent. Halten.

PDD Holdings

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

140

120

100

80

60

40

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US7223041028 Empfohlen am 29.05.2024 Empfehlungs-Kurs 149,50 € Kurs aktuell 76,40 € +/– in % -48,90 Neuer Stopp 65,00 € Kursziel 109,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

DOW JONES

Salesforce Inc. A0B87V / US79466L3024 174,86 10,7 –22,9 241,55 / 139,9 188,99 4,0 11,2 12,18 13,37 13,1 0,8 0,9 219,49 32 10 0

Sherwin Williams 856050 / US8243481061 251,50 –5,6 –8,5 319,6 / 251,5 290,18 14,5 23,2 10,09 11,41 22,0 1,1 1,2 328,38 11 10 0

Travelers Comp. A0MLX4 / US89417E1091 246,00 –6,2 –0,1 269,0 / 214,3 245,44 1,8 — 24,16 24,53 10,0 1,7 1,8 270,11 6 18 0

UnitedHealth 869561 / US91324P1021 324,60 –2,6 15,9 345,0 / 204,9 280,48 3,3 15,9 15,79 17,94 18,1 2,3 2,5 344,82 16 5 1

Verizon 868402 / US92343V1044 40,90 –1,1 18,7 45,00 / 32,70 37,97 1,8 5,4 4,27 4,53 9,0 5,9 6,0 44,54 8 14 0

VISA Inc. A0NC7B / US92826C8394 275,00 –3,1 –8,7 326,0 / 254,0 282,84 16,5 24,0 11,27 12,76 21,6 0,8 0,9 342,49 28 3 0

Walmart Inc. 860853 / US9311421039 97,84 –5,6 2,4 116,34 / 80,66 98,56 8,4 23,0 2,50 2,83 34,6 0,9 0,9 118,47 30 4 1

USA WEITERE

Abbott Lab 850103 / US0028241000 75,94 1,5 –28,0 118,74 / 69,76 99,45 3,1 14,8 4,71 5,21 14,6 2,9 3,1 100,74 17 6 0

Adobe 871981 / US00724F1012 228,25 8,0 –23,5 367,05 / 191,46 258,89 8,1 10,1 20,24 22,68 10,1 0,0 0,0 281,11 12 20 4

AirBnB A2QG35 / US0090661010 116,88 1,6 0,8 124,44 / 96,01 109,56 8,4 18,1 4,34 5,20 22,5 0,0 0,0 134,43 18 18 2

Alphabet Inc. A A14Y6F / US02079K3059 308,90 –8,4 16,0 350,15 / 140,52 257,85 7,6 20,6 12,24 12,46 24,8 0,2 0,3 369,31 43 7 0

Altria Group 200417 / US02209S1033 58,66 –7,2 19,7 64,00 / 46,64 55,16 — 11,3 4,88 5,05 11,6 6,4 6,6 60,44 4 7 1

American Water A0NJ38 / US0304201033 103,70 –3,2 –6,4 126,35 / 102,85 113,93 1,9 10,2 5,23 5,64 18,4 2,9 3,1 116,58 3 9 0

AT&T A0HL9Z / US00206R1023 21,03 –3,1 –0,1 25,41 / 19,12 22,66 1,5 4,2 1,99 2,19 9,6 4,5 4,5 26,08 12 10 0

Bank of America 858388 / US0605051046 44,01 –1,9 –6,5 49,00 / 37,94 44,36 1,3 — 3,84 4,34 10,1 2,3 2,5 54,25 16 2 0

Berkshire Hath. B A0YJQ2 / US0846707026 405,00 –3,3 –4,8 445,0 / 392,8 420,03 1,3 — 17,52 18,31 22,1 0,0 0,0 446,92 2 1 0

Biogen Inc. 789617 / US09062X1037 163,36 –1,7 8,9 174,18 / 104,4 145,49 1,4 7,9 11,47 14,26 11,5 0,0 0,0 188,48 18 15 1

Broadcom A2JG9Z / US11135F1012 417,30 14,8 39,9 425,3 / 211,5 303,21 21,3 41,5 9,77 15,94 26,2 0,5 0,6 417,19 36 4 0

Citigroup A1H92V / US1729674242 111,00 2,3 10,5 113,94 / 66,01 94,43 1,1 — 9,32 10,77 10,3 1,9 2,1 126,20 13 4 0

Coinbase Global A2QP7J / US19260Q1076 150,82 –8,6 –24,3 381,15 / 118,26 211,80 3,5 — 1,10 4,29 35,2 0,0 0,0 198,07 18 10 2

Colgate-Palmolive 850667 / US1941621039 75,70 –3,1 12,1 84,30 / 64,84 72,13 98,2 — 19,0 3,28 3,47 21,8 2,4 2,5 82,32 7 7 0

Comcast A 157484 / US20030N1019 21,17 –3,0 –15,9 31,12 / 21,10 25,00 0,9 3,1 3,02 3,26 6,5 5,4 5,7 28,12 5 16 2

eBay 916529 / US2786421030 94,20 –6,0 26,7 102,08 / 62,84 79,32 9,2 13,9 5,27 5,81 16,2 1,1 1,2 92,87 5 19 2

Eli Lilly 858560 / US5324571083 923,50 0,2 0,6 981,2 / 537,4 805,22 18,8 31,0 31,09 38,22 24,2 0,6 0,7 1043,67 18 5 1

ExxonMobil 852549 / US30231G1022 128,06 –1,7 24,1 153,2 / 88,90 113,26 2,3 8,3 9,71 9,14 14,0 2,8 2,9 145,94 7 13 1

GE Aerospace A3CSML / US3696043013 276,80 4,8 5,2 297,0 / 200,0 257,94 18,4 35,0 6,50 7,46 37,1 0,6 0,6 300,91 16 2 0

Gilead Sciences 885823 / US3755581036 112,38 –3,2 6,4 132,0 / 90,00 110,27 8,9 844,9 — –0,68 — 8,24 13,6 2,5 2,5 135,56 18 7 0

Intel 855681 / US4581401001 90,45 –14,3 188,0 114,6 / 16,44 42,85 4,3 37,7 0,94 1,33 68,1 0,0 0,0 76,20 10 31 2

Kroger Co. 851544 / US5010441013 52,65 –8,5 –0,8 66,37 / 50,61 57,09 5,7 5,8 4,50 4,84 10,9 2,3 2,5 64,89 11 13 0

Lockheed Martin 894648 / US5398301094 442,10 –3,8 6,1 612,0 / 350,0 457,06 11,7 13,6 25,67 27,58 16,0 2,7 2,8 536,96 4 14 1

LYFT A2PE38 / US55087P1049 12,55 4,1 –22,3 21,41 / 10,80 14,74 2,2 5,4 1,35 1,74 7,2 0,0 0,0 16,14 9 30 0

MasterCard A0F602 / US57636Q1040 420,90 –2,3 –14,6 519,0 / 416,5 463,28 41,9 26,0 16,88 19,55 21,5 0,7 0,8 555,70 29 3 0

Meta Platforms A1JWVX / US30303M1027 513,80 –3,1 –8,2 685,9 / 452,5 568,94 5,0 10,7 27,68 31,08 16,5 0,4 0,4 710,11 49 7 0

Moderna A2N9D9 / US60770K1079 38,51 –5,3 44,6 50,70 / 19,26 32,13 3,1 — –7,57 –3,61 — 0,0 0,0 37,11 2 16 1

Mondelez Intern. A1J4U0 / US6092071058 51,89 –1,6 12,2 60,91 / 44,01 50,42 3,1 16,2 2,63 2,91 17,8 3,4 3,7 57,73 11 9 0

Netflix 552484 / US64110L1061 72,99 –4,4 –7,6 113,96 / 63,36 86,20 10,6 25,4 3,09 3,30 22,1 0,0 0,0 98,39 29 13 0

Newmont Corp. 853823 / US6516391066 93,30 –1,8 8,0 116,0 / 45,55 85,99 3,0 8,2 8,94 9,80 9,5 1,0 1,0 122,67 13 3 0

98 FOCUS MONEY 24/2026


BP

Chairman abgesägt

Vom ersten Schrecken haben sich die Börsianer erholt: Die Aktie des britischen

Ölmultis BP hatte stark nachgegeben, als Chairman Albert Manifold von einem

Tag auf den anderen seines Postens enthoben wurde. Sofort kamen Ängste auf,

dass bei BP nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist – was die US-Anwaltskanzlei

Pomerantz dazu bewegt hatte, Untersuchungen anzustreben. Mittlerweile

hat sich der BP-Aktienkurs stabilisiert und liegt auf Jahresbasis deutlich im Plus.

BP

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

6

5

4

3

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN GB0007980591 Empfohlen am 07.05.2025 Empfehlungs-Kurs 4,13 € Kurs aktuell 6,09 € +/– in % +47,46 Neuer Stopp 5,00 € Kursziel 7,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Occidental Petrol. 851921 / US6745991058 50,09 2,6 44,9 58,41 / 33,13 41,53 1,6 4,1 4,86 3,34 15,0 1,8 1,8 56,29 6 15 1

Oracle 871460 / US68389X1054 210,00 25,2 26,3 294,4 / 114,5 177,58 10,0 17,4 6,90 9,20 22,8 0,8 0,9 209,60 30 6 1

Palantir Technol. A2QA4J / US69608A1088 132,40 11,1 –15,6 179,84 / 104,96 137,89 32,5 85,2 1,26 1,78 74,3 0,0 0,0 157,81 18 10 1

PayPal A14R7U / US70450Y1038 38,70 0,8 –23,6 70,87 / 32,50 48,42 1,9 6,2 4,56 4,95 7,8 1,2 1,0 44,11 5 32 4

Pepsico 851995 / US7134481081 121,50 –5,8 –0,8 144,78 / 109,0 129,06 8,1 13,5 7,44 7,86 15,5 4,2 4,4 146,92 4 14 1

Pfizer 852009 / US7170811035 21,80 –2,7 2,5 24,86 / 20,00 22,12 1,6 10,6 2,55 2,44 8,9 6,9 6,9 25,07 9 15 1

Philip Morris A0NDBJ / US7181721090 146,68 –9,2 7,5 164,86 / 124,42 141,94 — 18,6 7,23 7,85 18,7 3,5 3,8 165,89 7 4 0

QUALCOMM Inc. 883121 / US7475251036 199,16 –3,9 35,2 220,55 / 106,54 139,66 9,7 18,7 9,28 9,14 21,8 1,6 1,6 152,11 10 22 3

Snap A2DLMS / US83304A1060 4,97 0,5 –25,1 8,79 / 3,39 5,77 4,5 11,4 0,52 0,64 7,8 0,0 0,0 6,55 7 31 1

Starbucks Corp. 884437 / US8552441094 82,07 –7,0 13,3 92,72 / 67,56 78,17 — 23,5 2,05 2,60 31,5 2,6 2,7 91,26 12 16 2

Tesla A1CX3T / US88160R1014 356,25 –4,1 –9,4 422,9 / 240,0 352,98 16,0 103,0 1,76 2,16 165,2 0,0 0,0 353,78 18 17 4

Texas Instruments 852654 / US8825081040 256,65 –5,3 72,2 283,7 / 132,64 174,98 15,1 28,5 6,68 8,09 31,7 1,9 2,0 249,37 15 18 2

T-Mobile US A1T7LU / US8725901040 159,04 –1,7 –7,1 223,6 / 152,42 181,03 3,7 7,1 9,66 12,01 13,2 2,2 2,5 224,01 15 4 0

UPS 929198 / US9113121068 92,60 6,4 9,4 101,72 / 70,16 84,10 6,0 10,8 6,13 6,88 13,5 6,1 6,1 96,96 13 12 1

SCHWEIZ

Adecco Group N 922031 / CH0012138605 18,12 6,6 –28,2 29,76 / 15,89 23,63 0,8 5,2 2,37 2,66 6,8 5,6 6,3 23,55 3 6 2

Alcon N A2PDXE / CH0432492467 55,07 –5,3 –20,3 81,17 / 52,19 66,84 1,4 13,6 2,98 3,41 16,1 0,5 0,6 82,85 17 3 0

Amrize N A414LY / CH1430134226 46,24 8,5 –2,8 56,05 / 38,43 46,26 2,2 14,7 2,29 2,63 17,6 1,2 1,4 53,91 3 7 0

Clariant NA 895929 / CH0012142631 8,35 –3,7 6,8 10,07 / 7,15 8,30 1,2 5,0 0,77 0,92 9,0 5,6 5,9 9,36 2 9 2

Geberit NA A0MQWG / CH0030170408 548,53 –0,6 –18,9 720,38 / 535,43 643,25 10,2 19,1 20,73 22,37 24,5 2,6 2,7 610,14 4 8 2

Georg Fischer NA A3DHG1 / CH1169151003 47,12 0,8 –19,5 72,77 / 42,25 57,32 37,5 9,0 2,70 3,25 14,5 3,2 3,3 65,09 4 2 0

Givaudan 938427 / CH0010645932 3117,15 –0,9 –9,2 4624,9 / 2801,6 3409,29 5,4 19,8 131,00 141,19 22,1 2,6 2,7 3679,90 6 10 1

Holcim N 869898 / CH0012214059 83,79 3,9 –1,3 90,12 / 54,59 77,93 2,6 14,5 4,03 4,59 18,3 2,4 2,7 86,56 7 10 0

Kühne + Nagel N A0JLZL / CH0025238863 203,52 5,4 8,8 219,13 / 160,93 185,24 9,2 15,7 8,98 9,59 21,2 3,4 3,7 200,62 2 11 3

Lindt & Sprüngli PS 870503 / CH0010570767 9968,32 –3,2 –21,2 15002 / 9815,5 12573,2 4,0 21,6 350,44 376,15 26,5 2,1 2,2 11317,83 0 3 2

Logitech NA A0J3YT / CH0025751329 110,60 16,0 24,2 112,24 / 70,97 89,04 7,2 21,0 5,00 5,35 20,7 1,3 1,4 99,19 5 4 0

SGS NA A3D68K / CH1256740924 95,40 –0,3 –3,8 106,43 / 87,00 96,49 12,6 12,1 4,48 4,80 19,9 3,7 3,7 107,65 6 8 0

Sonova NA 893484 / CH0012549785 220,11 –3,6 –2,7 284,97 / 177,97 225,36 4,1 14,1 11,64 12,85 17,1 2,3 2,5 236,57 3 9 3

Swatch Inh. 865126 / CH0012255151 238,78 9,5 30,0 243,59 / 138,72 187,94 1,0 19,4 5,42 8,16 29,3 2,1 2,3 178,52 3 9 5

Swiss Re NA A1H81M / CH0126881561 125,34 –4,4 –13,6 171,2 / 124,52 147,30 1,6 — 13,87 13,78 9,1 5,9 6,4 138,73 0 8 3

VAT Group N A2AGGY / CH0311864901 674,53 0,1 60,1 687,41 / 281,14 473,98 20,8 56,5 11,14 15,48 43,6 1,3 1,5 662,84 7 6 1

ÖSTERREICH

Andritz 632305 / AT0000730007 77,60 0,1 16,6 80,00 / 58,50 66,29 2,9 9,5 5,27 6,02 12,9 3,6 3,9 82,83 3 1 0

BAWAG Group A2DYJN / AT0000BAWAG2 152,60 –0,7 20,2 156,2 / 102,6 126,57 2,5 — 12,33 14,42 10,6 3,8 5,4 168,98 5 1 0

CPI Europe A2JN9W / AT0000A21KS2 15,50 ±0,0 –0,1 19,56 / 14,96 16,37 0,4 5,2 2,08 2,07 7,5 3,4 3,4 20,50 1 0 0

Erste Group Bank 909943 / AT0000652011 103,30 4,1 2,7 111,7 / 69,80 94,73 1,6 — 9,76 10,89 9,5 4,1 4,7 111,13 6 4 1

Flughafen Wien A2AMK9 / AT00000VIE62 49,30 0,2 –9,0 56,00 / 48,50 52,61 2,6 11,8 2,26 2,40 20,5 3,4 3,5 54,58 1 3 0

Lenzing 852927 / AT0000644505 23,20 –8,1 ±0,0 28,40 / 19,76 24,50 0,9 3,5 –2,00 –0,73 — 0,0 0,7 23,40 0 4 1

FOCUS MONEY 24/2026

99


moneyanalyse Internationale Aktien

DELL

Pentagon-Deal

Die Aktie von Dell Technologies bleibt im Fokus der Anleger. Analyst Aaron Rakers

von Wells Fargo hat sein Kursziel von 270 auf 505 Dollar angehoben und die Einstufung

„Overweight“ bestätigt. Auslöser sind die starken Quartalszahlen des Konzerns.

Dell steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2026 um 88 Prozent auf 43,8

Milliarden Dollar. Besonders das Geschäft mit KI-Servern boomt: Der Umsatz in

diesem Bereich sprang um 757 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar.

Dell Technologies

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

400

300

200

100

0

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US24703L2025 Empfohlen am 21.11.2025 Empfehlungs-Kurs 124,00 € Kurs aktuell 389,00 € + in % 213,71 Neuer Stopp 332,00 € Kursziel 505,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

ÖSTERREICH

Mayr-Melnhof 890447 / AT0000938204 79,00 –3,4 –14,2 101,6 / 69,90 84,65 0,7 13,1 5,78 7,79 10,1 3,3 4,0 94,00 0 2 0

OMV 874341 / AT0000743059 62,65 –0,6 32,1 64,40 / 42,80 52,04 1,2 3,9 8,21 7,23 8,7 7,2 7,7 61,09 4 4 3

Palfinger 919964 / AT0000758305 34,25 –0,4 2,2 40,20 / 29,10 34,96 1,3 5,1 3,04 3,67 9,3 2,9 3,5 44,30 4 0 0

Raiffeisen Bank Intl. A0D9SU / AT0000606306 47,50 2,9 26,5 49,86 / 23,42 36,92 0,8 — 6,23 6,45 7,4 3,9 4,4 45,13 5 4 0

SBO 907391 / AT0000946652 33,35 –0,4 23,7 37,35 / 25,85 31,08 1,2 9,9 1,96 3,21 10,4 2,9 4,6 36,50 1 1 1

Telekom Austria 588811 / AT0000720008 9,75 –1,5 9,2 10,32 / 8,46 9,22 1,1 3,7 1,00 1,08 9,1 4,7 5,1 10,57 1 5 0

Verbund 877738 / AT0000746409 58,80 –3,0 –4,0 69,50 / 57,30 62,68 1,9 10,5 3,16 3,75 15,7 2,7 3,2 60,18 0 5 6

Voestalpine 897200 / AT0000937503 45,22 –4,1 20,3 48,86 / 21,92 37,43 1,0 5,9 3,68 4,38 10,3 2,4 2,7 45,75 3 6 0

Wienerberger 852894 / AT0000831706 24,44 2,7 –19,4 33,42 / 21,96 27,24 0,9 5,0 2,09 2,72 9,0 4,1 4,4 29,71 3 2 1

WEITERE INTERNATIONALE AKTIEN

Accor 860206 / FR0000120404 45,80 –0,7 –3,7 50,16 / 38,08 44,46 2,7 10,7 2,23 2,66 17,2 3,2 3,6 55,29 11 2 0

Agnico-Eagle Mines 860325 / CA0084741085 155,30 –0,7 5,0 223,8 / 98,32 156,39 3,0 10,0 11,65 12,76 12,2 0,9 0,9 218,34 10 5 1

Akzo Nobel A2PB32 / NL0013267909 66,16 24,2 11,9 66,78 / 46,42 56,63 2,3 13,9 3,81 4,22 15,7 3,1 3,2 61,18 7 9 0

Alibaba A117ME / US01609W1027 113,00 ±0,0 –10,7 163,8 / 88,50 128,20 1,8 12,7 5,74 7,88 14,3 0,8 0,8 163,81 30 2 0

Anglo American PLC A41BF3 / GB00BTK05J60 48,37 7,5 37,0 48,37 / 23,30 35,93 3,2 11,0 1,49 1,93 25,1 1,2 1,6 42,51 6 5 1

ANZ Group Holdings A3D4V6 / AU000000ANZ3 21,09 –3,7 4,3 24,13 / 15,51 20,88 1,4 — 1,53 1,57 13,4 4,9 5,0 22,23 2 6 0

ArcelorMittal A2DRTZ / LU1598757687 61,02 5,0 56,8 61,02 / 25,68 41,60 0,9 8,7 4,12 6,07 10,0 0,9 0,9 56,28 7 3 0

BAE Systems 866131 / GB0002634946 22,00 –4,0 12,5 27,97 / 18,06 22,56 4,6 21,0 0,96 1,09 20,1 2,1 2,3 26,85 7 6 2

Baidu Inc. A0F5DE / US0567521085 117,00 4,3 3,0 141,6 / 71,90 108,02 1,1 11,6 6,66 7,84 14,9 0,0 0,0 153,98 23 4 0

Ballard Power Syst. A0RENB / CA0585861085 5,50 11,3 152,8 5,50 / 1,14 2,50 3,5 — –0,14 –0,13 — 0,0 0,0 2,62 2 8 1

Bank of China A0M4WZ / CNE1000001Z5 0,58 1,3 19,6 0,58 / 0,45 0,51 0,5 — 0,10 0,10 5,9 5,2 5,3 0,68 10 1 0

Barclays 850403 / GB0031348658 5,35 4,4 –2,1 5,93 / 3,71 4,87 0,9 — 0,60 0,73 7,4 3,3 4,0 6,24 8 4 0

Barrick Gold Mining A417GQ / CA06849F1080 36,55 1,0 –4,5 45,63 / 17,19 33,90 2,4 7,0 3,52 4,04 9,0 1,9 2,7 44,42 11 3 1

BHP Group 850524 / AU000000BHP4 39,50 6,1 53,0 39,50 / 19,82 28,23 4,2 10,9 2,19 2,21 17,8 3,3 3,2 34,05 2 12 0

BYD CO A0M4W9 / CNE100000296 10,48 2,9 –2,0 16,07 / 9,50 11,13 2,7 5,9 0,53 0,67 15,6 0,6 1,5 13,56 20 3 0

Capgemini 869858 / FR0000125338 104,55 –0,2 –26,4 153,3 / 95,12 120,09 1,4 7,3 12,93 13,80 7,6 3,3 3,5 147,60 10 5 0

China Life A0M4XJ / CNE1000002L3 3,11 –0,3 1,6 3,80 / 1,80 2,98 1,0 — 0,50 0,57 5,4 3,5 3,8 3,95 10 1 1

CK Hutchison A14QAZ / KYG217651051 7,60 –4,0 31,6 8,00 / 5,03 6,40 0,4 4,4 0,73 0,73 10,4 3,8 3,8 8,94 5 1 0

CSL 890952 / AU000000CSL8 56,30 –5,7 –42,7 153,06 / 56,30 96,91 1,9 8,9 5,40 5,60 10,1 4,4 4,5 86,63 4 9 0

Diageo 851247 / GB0002374006 17,30 –7,3 –4,9 24,70 / 15,70 19,45 3,4 10,6 1,38 1,38 12,5 2,7 2,8 22,50 11 8 1

Engie A0ER6Q / FR0010208488 26,61 –2,6 19,2 29,85 / 17,35 23,43 1,8 6,3 1,96 2,09 12,7 5,2 5,4 30,54 10 4 0

Equinor ASA 675213 / NO0010096985 32,21 2,2 60,7 37,77 / 18,93 24,74 1,9 3,6 4,24 3,36 9,6 4,2 4,4 32,79 2 15 3

Ericsson B 850001 / SE0000108656 11,59 –0,3 38,9 11,72 / 6,22 8,76 3,8 15,7 0,60 0,66 17,5 2,5 2,6 9,11 2 11 3

Eurofins Scientific A2QJCT / FR0014000MR3 61,36 –2,5 –1,2 73,92 / 56,06 63,30 2,2 8,5 3,99 4,65 13,2 1,2 1,5 70,89 4 6 1

Franco-Nevada A0M8PX / CA3518581051 198,75 1,2 12,1 248,8 / 131,8 191,08 4,8 19,7 8,01 8,46 23,5 0,8 0,8 255,18 8 3 0

Galp Energia A0LB24 / PTGAL0AM0009 18,95 –0,7 32,9 22,34 / 13,91 17,51 2,8 5,3 1,92 1,77 10,7 3,5 3,6 22,22 5 8 0

Generali 850312 / IT0000062072 38,88 –0,6 9,4 39,45 / 29,50 34,79 1,7 — 3,16 3,42 11,4 4,6 5,0 38,77 7 6 0

Glencore A1JAGV / JE00B4T3BW64 6,96 4,8 49,5 6,96 / 3,16 5,05 2,3 7,7 0,50 0,49 14,2 2,5 2,2 7,01 10 5 0

100 FOCUS MONEY 24/2026


STMICROELECTRONICS

Prognose verdoppelt

Das Management des europäischen Chipkonzerns STMicroelectronics hat die Prognosen

für das Geschäft mit Rechenzentren drastisch angehoben: von zuvor „deutlich

über 500 Millionen“ auf rund eine Milliarde Dollar Umsatz in diesem Jahr. Bereits

2027 sollen sich die Erlöse auf zwei Milliarden Dollar verdoppeln. Die Aktie reagierte

mit einem Kurssprung. Seit Jahresanfang hat sie rund 190 Prozent zugelegt. Die Analysten

von Jefferies halten das Potenzial aber noch nicht für ausgeschöpft.

STMicroelectronics

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

60

50

40

30

20

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN NL0000226223 Empfohlen am 23.10.2024 Empfehlungs-Kurs 26,03 € Kurs aktuell 65,19 € +/– in % +155,44 Neuer Stopp 52,00 € Kursziel 74,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Heineken A0CA0G / NL0000009165 65,70 –5,0 –4,9 80,76 / 64,22 68,84 1,9 7,6 5,24 5,64 11,7 3,1 3,3 85,38 11 9 0

Hennes & Mauritz 872318 / SE0000106270 14,95 –1,2 –12,6 18,04 / 11,36 15,73 5,8 10,8 0,74 0,81 18,6 4,5 4,8 14,57 2 12 6

Honda Motor 853226 / JP3854600008 7,40 –1,4 –10,2 9,80 / 6,70 8,32 0,5 7,4 0,62 — 1,14 — 6,5 — 5,1 5,4 8,19 5 9 0

ICBC A0M4YB / CNE1000003G1 0,73 –2,3 5,5 0,80 / 0,61 0,69 0,5 — 0,13 0,14 5,4 5,5 5,8 0,91 9 1 0

Kering 851223 / FR0000121485 251,70 1,6 –16,2 350,9 / 171,6 272,59 2,0 7,5 6,58 9,92 25,4 1,5 2,0 284,52 3 17 1

Kone Corp. A0ET4X / FI0009013403 50,36 –0,8 –16,3 64,16 / 49,93 57,44 8,8 17,5 2,22 2,48 20,3 3,9 4,2 61,67 6 10 2

Linde PLC A3D7VW / IE000S9YS762 425,60 –4,6 17,9 449,6 / 332,4 398,51 5,9 20,6 15,38 16,83 25,3 1,3 1,4 465,20 17 5 1

MTN Group 897024 / ZAE000042164 10,90 2,8 31,3 11,20 / 6,00 8,68 2,3 4,7 0,92 1,18 9,2 2,9 3,8 11,93 4 2 1

Naspers A41H7X / ZAE000351946 48,20 2,6 –14,7 65,33 / 42,40 52,96 1,5 25,3 5,14 6,11 7,9 0,5 0,7 71,52 6 0 0

NEL A0B733 / NO0010081235 0,33 –9,1 73,5 0,37 / 0,17 0,21 1,6 — –0,02 –0,02 — 0,0 0,0 0,20 0 6 7

Nintendo 864009 / JP3756600007 40,17 5,2 –30,1 85,00 / 36,84 59,61 2,8 25,3 2,20 — 2,66 — 15,1 — 2,8 3,2 57,22 16 7 1

Nokia 870737 / FI0009000681 14,37 7,4 157,2 14,58 / 3,48 6,47 3,7 32,2 0,34 0,39 36,7 1,0 1,1 9,37 8 6 3

Northern Star R. A0BLDY / AU000000NST8 13,16 7,2 –12,3 19,29 / 8,72 13,93 1,9 10,1 0,76 1,35 9,8 2,4 3,4 16,88 9 4 1

Orange 906849 / FR0000133308 17,66 –2,6 24,8 18,80 / 12,45 15,51 1,5 4,6 1,03 1,18 15,0 4,5 4,6 18,44 6 8 0

Panasonic Hold. 853666 / JP3866800000 19,10 –0,4 75,3 20,65 / 8,15 12,34 1,6 10,9 1,05 — 1,25 — 15,3 — 1,7 1,9 17,63 9 3 1

Pernod Ricard 853373 / FR0000120693 61,84 –4,9 –15,4 107,0 / 60,24 77,72 1,0 8,7 5,76 5,89 10,5 7,5 7,0 87,03 6 10 0

Philips Elec. 940602 / NL0000009538 22,02 –7,3 –4,7 27,87 / 19,22 24,04 1,8 10,0 1,53 1,71 12,9 3,9 4,0 28,00 5 11 0

Prudential 852069 / GB0007099541 12,31 –5,8 –7,5 14,30 / 10,10 12,52 1,6 — 1,01 1,12 10,9 2,1 2,3 16,31 8 1 0

Reliance Ind GDR 884241 / US7594701077 47,10 –4,7 –20,4 60,60 / 47,10 53,73 1,5 — 3,37 3,68 12,8 0,2 0,3 72,91 1 0 0

Samsung El. St.GDR 896360 / US7960508882 5100,00 20,6 189,8 5140 / 904,0 2204,83 — — 545,75 651,68 7,8 0,8 1,3 4555,01 3 0 0

Sibanye-Stillwater A2PWVQ / ZAE000259701 2,54 –0,8 –20,6 4,50 / 1,29 2,72 2,1 2,9 0,66 0,71 3,6 10,3 11,4 3,46 2 5 0

Softbank 891624 / JP3436100006 45,85 17,6 87,2 49,99 / 11,12 26,33 2,6 24,6 0,51 — 0,51 — 89,9 — 0,1 0,1 36,75 10 4 1

Sony 853687 / JP3435000009 19,70 0,4 –11,7 26,32 / 16,50 21,32 2,4 11,2 1,13 — 1,22 — 16,1 — 0,8 0,9 25,14 17 2 0

Stellantis A2QL01 / NL00150001Q9 6,65 –0,7 –29,1 10,47 / 5,30 7,87 0,3 2,0 0,86 1,58 4,2 0,0 5,2 7,86 5 15 1

Taiwan Semicond. 909800 / US8740391003 379,00 5,7 48,3 385,0 / 175,4 276,99 9,7 21,4 13,41 16,77 22,6 0,9 1,1 401,84 12 2 0

Telefónica 850775 / ES0178430E18 3,97 –3,3 14,5 4,89 / 3,25 3,91 1,5 2,6 0,34 0,39 10,1 3,8 4,3 4,00 2 13 3

Telia Comp. 938475 / SE0000667925 4,55 –2,7 26,2 4,68 / 2,92 3,79 3,7 7,5 0,22 0,24 19,2 4,4 4,7 4,17 2 11 2

Tencent A1138D / KYG875721634 52,99 8,7 –18,2 74,99 / 46,46 62,87 2,8 11,3 3,81 4,19 12,7 1,3 1,4 77,41 35 2 1

Tomra Systems A3DHA0 / NO0012470089 8,83 –4,1 –23,2 14,25 / 8,26 10,99 4,0 10,5 0,34 0,63 14,0 2,3 4,6 12,37 6 1 0

Toyota 853510 / JP3633400001 15,27 –6,3 –15,5 21,35 / 14,21 17,66 0,9 6,1 1,83 — 2,01 — 7,6 — 3,6 4,2 20,58 9 5 0

Ubisoft Entert. 901581 / FR0000054470 5,54 2,6 –15,1 10,35 / 3,67 6,27 0,6 5,2 –1,13 0,06 89,3 0,0 0,0 5,60 3 7 4

Umicore A2H5A3 / BE0974320526 25,90 –0,3 44,1 26,60 / 9,69 17,44 2,5 11,1 1,59 1,68 15,4 2,0 2,1 23,52 7 5 1

Vestas Wind Sys. A3CMNS / DK0061539921 24,04 –8,3 3,2 27,12 / 12,55 21,42 5,2 9,7 1,14 1,44 16,6 0,9 1,1 25,30 11 9 1

Vodafone A1XA83 / GB00BH4HKS39 1,29 0,3 14,8 1,41 / 0,85 1,16 0,7 2,9 0,10 0,13 10,0 3,7 3,8 1,22 3 5 2

Volvo B 855689 / SE0000115446 29,23 –2,4 7,7 33,38 / 22,46 27,67 3,3 11,0 1,99 2,30 12,7 4,9 5,7 31,44 8 9 1

Wheaton Prec. Met. A2DRBP / CA9628791027 112,45 –1,4 9,1 144,85 / 73,76 104,58 5,5 18,9 4,63 4,98 22,6 0,6 0,7 161,47 11 0 0

Woodside Petroleum A3DNGW / AU0000224040 19,10 0,9 44,9 21,61 / 12,20 15,79 1,1 5,2 1,66 1,66 11,5 7,1 6,9 20,79 0 6 2

Zijin Mining A0M4ZR / CNE100000502 3,69 –0,5 –1,6 5,09 / 1,98 3,79 3,1 7,1 0,35 0,41 9,0 3,5 3,6 5,68 12 0 0

FOCUS MONEY 24/2026

101


moneyanalyse ETFs

VANGUARD EUROPA ETFS

Günstige Basisinvestments

Mit dem Vanguard FTSE Eurozone ETF und dem Vanguard FTSE Developed Europe

Small-Cap ETF erhalten Anleger zwei neue ETFs mit europäischem Fokus als

günstiges Basisinvestment. Der Eurozonen-ETF investiert in 250 bis 300 Largeund

Mid-Cap-Unternehmen aus den Euro-Ländern. Der Small-Cap-ETF umfasst

mehr als 900 kleinere Unternehmen aus entwickelten europäischen Märkten. Beide

ETFs sind je in einer thesaurierenden und ausschüttenden Variante erhältlich.

FTSE-Europa-Indizes

prozentuale Entwicklung seit 1.1.2022

FTSE Eurozone

FTSE Small-Cap

Developed Europe

2022 23 24 25 2026

+20

0

–20

–40

Quelle: Factset UK Limited 2026

Eurozone ETF: ISIN (thes./ausschütt.) IE000Q4J3CW6/IE000VH3JSL8 Kosten p.a. 0,07 % Devel. Europe SC ETF: ISIN (thes./ausschütt.) IE00069H3LK0/IE000K7PC2G4 Kosten p.a. 0,19 %

Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in

Gebühr ver- € %

in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

LÄNDER

iShares Core DAX 593393 0,16 T 207,00 4,8 15,6 9,4

Xtrackers DAX DBX1DA 0,09 T 234,75 4,9 15,7 9,5

Deka DAX ETFL06 0,15 A 94,18 4,9 15,6 9,4

iShares TecDAX 593397 0,51 T 36,95 9,9 8,6 4,0

Amundi TecDAX ETF ETF908 0,42 A 30,49 10,1 8,9 4,2

Deka MDAX LYX0R1 0,20 A 154,86 7,0 6,2 –0,6

Invesco MDAX A2N7NF 0,19 T 54,35 7,8 6,4 –0,5

Xtrackers ATX DBX0KJ 0,25 T 127,26 41,6 29,9 16,1

Xtrackers Switzerland DBX1SM 0,30 A 151,66 14,4 8,9 8,4

Vanguard S&P 500 A1JX53 0,07 A 123,64 27,6 19,1 14,9

iShares Core S&P 500 A0YEDG 0,07 T 701,10 27,6 19,1 14,9

Invesco EQQQ Nasdaq-100 801498 0,30 A 639,50 40,5 24,9 18,9

Xtrackers MSCI USA A1XB5V 0,03 T 192,26 27,1 19,2 14,5

Xtrackers Russell 2000 A1XEJT 0,30 T 370,30 39,4 15,0 6,8

UBS ETF (IE) S&P 500 ESG A2PEZ8 0,10 A 44,17 30,3 18,6 15,6

UBS MSCI USA Socially Responsible A1JA1S 0,22 A 252,35 25,2 16,5 12,5

Vanguard FTSE 100 A1JX54 0,10 A 52,30 18,7 14,5 11,6

iShares FTSE 100 (Acc) A0YEDM 0,07 T 244,05 19,1 14,5 11,6

Xtrackers CAC 40 DBX1AR 0,20 A 84,69 9,4 7,2 7,8

Amundi CAC 40 A2H59J 0,25 T 144,38 5,7 7,1 7,7

Xtrackers Nikkei 225 DBX0NJ 0,09 A 37,24 58,7 20,9 12,5

iShares Core MSCI Japan IMI A0RPWL 0,12 T 68,19 28,1 15,1 9,9

Vanguard FTSE Japan A1T8FU 0,10 A 43,52 28,4 15,1 10,0

Amundi Japan TOPIX II A0ESMK 0,45 A 208,65 25,8 14,4 9,5

Xtrackers MSCI China DBX0G2 0,65 T 16,32 4,5 6,5 –5,0

Xtrackers CSI300 Swap DBX0M2 0,50 T 18,82 42,2 12,0 3,1

iShares MSCI China A A12DPT 0,40 T 5,41 36,3 8,1 –0,1

Amundi MSCI India II LYX0BA 0,83 T 24,43 –15,8 1,5 3,7

REGIONEN

Xtrackers MSCI World A1XB5U 0,12 T 135,46 25,3 17,6 12,9

Vanguard FTSE All-World A1JX52 0,19 A 159,78 28,3 18,0 12,4

SPDR MSCI ACWI A1JJTC 0,12 T 279,10 28,6 18,1 12,5

iShares MSCI World Small Cap A2DWBY 0,35 T 8,89 31,2 14,7 8,0

UBS ETF (LU) MSCI World Soc. Resp. A1JA1R 0,22 A 174,50 18,3 14,2 10,7

Invesco EURO STOXX 50 A0RGCL 0,05 T 158,36 16,5 15,1 11,3

iShares Core EURO STOXX 50 593395 0,09 A 62,31 16,6 15,2 11,5

iShares STOXX Europe 600 263530 0,20 A 62,77 17,1 13,8 9,7

Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in

Gebühr ver- € %

in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

Xtrackers MSCI EMU DBX0GJ 0,09 A 67,25 19,0 15,8 10,6

Amundi MSCI EMU Small Cap ESG LYX0W3 0,40 A 444,55 18,9 13,3 6,5

Xtrackers MSCI Europe DBX1ME 0,12 T 115,18 17,0 13,6 10,1

iShares Core MSCI Europe A0MZWQ 0,12 A 38,92 17,0 13,6 10,0

Xtrackers MSCI Europe Small Cap DBX1AU 0,30 T 73,09 13,8 11,8 4,3

iShares MSCI Europe ESG Screened A2N48D 0,12 T 10,62 16,6 13,7 9,7

iShares MSCI Europe SRI A1H7ZS 0,20 T 74,99 6,1 6,9 5,5

Amundi MSCI EM Asia A2H58R 0,20 T 60,81 61,8 23,4 9,3

Xtrackers MSCI Emerging Markets A12GVR 0,18 T 83,70 55,0 21,4 8,7

iShares Core MSCI EM IMI A111X9 0,18 T 49,19 51,8 20,5 9,0

iShares MSCI EM SRI A2AFCZ 0,25 T 9,76 42,5 15,0 5,4

Amundi MSCI EM Latin America A2H58P 0,20 T 20,63 38,8 11,8 10,0

THEMEN

iShares Automation & Robotics A2ANH0 0,40 T 17,87 45,5 18,1 11,7

iShares Dow Jones Global Titans 50 628938 0,51 A 112,86 36,5 23,5 17,6

iShares Global Clean Energy A0MW0M 0,65 A 11,50 81,2 5,4 2,5

iShares Digitalisation A2ANH3 0,40 T 9,67 2,7 12,5 2,5

VanEck Vec. Gold Miners A12CCL 0,53 T 85,42 60,0 37,2 19,4

Xtrackers MSCI World Health Care A113FD 0,25 T 47,46 8,2 2,0 5,3

iShares Healthcare Innovation A2ANH2 0,40 T 7,53 17,4 2,6 –1,3

Amundi MSCI World Inf. Tech. TR LYX0GP 0,30 T 1225,60 54,6 29,9 22,8

iShares S&P 500 Inf. Tech. Sector A142N1 0,15 T 45,85 56,8 32,1 26,2

Amundi MSCI New Ene. ESG Screened LYX0CB 0,59 A 46,71 79,0 9,2 3,9

VanEck Vec. Video Gaming a. eSports A2PLDF 0,55 T 52,11 –9,7 17,7 8,2

Amundi MSCI Water ESG Screened LYX0CA 0,59 A 66,28 –1,8 6,6 5,4

BNP P. EASY ECPI Circ. Ec. Leaders A2PHCA 0,30 T 22,47 21,9 11,0 9,5

BNP P. EASY Low Carb. 100 Europe A2DPX9 0,30 T 286,55 9,7 7,6 6,6

VanEck Defense UCITS ETF A A3D9M1 0,55 T 55,14 18,3 40,3 —

STRATEGIEN

iShares STOXX Global Select Div. 100 A0F5UH 0,46 A 38,09 30,4 18,6 10,6

SPDR S&P US Div. Aristocrats A1JKS0 0,35 A 70,53 11,0 6,5 6,5

SPDR S&P Euro Div. Aristocrats A1JT1B 0,30 A 28,78 8,3 13,2 8,3

Xtrackers MSCI World Min. Volatility A1103F 0,25 T 42,58 0,3 6,6 6,4

iShares Edge MSCI World Mom. Fac. A12ATF 0,25 T 101,00 29,7 25,2 14,2

iShares Edge MSCI World Val. Factor A12ATG 0,25 T 69,70 65,0 26,9 17,6

VanEck Vec. Mornings. US Wide Moat A12CCN 0,49 T 53,58 8,2 5,2 4,3

Frankfurter ETF - Modern Value FRA3TF 0,54 T 155,40 0,3 8,0 —

Xtrackers Portfolio DBX0BT 0,70 T 357,15 18,0 11,2 5,6

102 FOCUS MONEY 24/2026


Zertifikate

CAPPED BONUSZERTIFIKAT AUF INFINEON

33 Prozent Bonusrendite

Der Aktienkurs von Infineon ist innerhalb von drei Monaten um 80 Prozent gestiegen.

Anleger, die diesem Höhenflug nicht mehr trauen und auf eine Verschnaufpause

setzen, könnten das Capped Bonuszertifikat analysieren. Wenn der Aktienkurs bis

zum Laufzeitende die Barriere von 64 Euro nicht verletzt, werden 120 Euro ausgezahlt.

Andernfalls werden Aktien geliefert, sofern der Aktienkurs bei Laufzeitende

nicht über 120 Euro liegt. Anleger sollten das Emittentenrisiko beachten.

Infineon Technologies

Aktienkurs in Euro

Cap, maximale Auszahlung, 120 Euro

Barriere, 64 Euro

2021 22 23 24 25 2026

120

100

80

60

40

20

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000UN8PE47 Emittent Unicredit Laufzeit 18.09.2026 Kurs aktuell 88,68 € Barriere 64,00 € Cap = max. Auszahlung 120,00 € Bonusrendite 33,38 %

Stand: 28.05.2026

Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit

€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit

€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

THEMENZERTIFIKATE

3D Printing (UBS) UBS13D 123,69 24,2 29,7 44,2 Open End

5G Technology (VON) VA9H37 278,59 32,7 39,4 61,3 Open End

Aqua Index (VON) VF55L2 191,60 –4,9 –0,9 4,0 Open End

Artificial Intelligence (VON) VL3SJB 439,42 9,2 –0,1 10,8 Open End

Battery Energy Storage (VON) VL53BE 201,61 22,8 32,4 116,1 Open End

Bauwirtschaft Basket (RBI) RCB9FM 26,64 –1,4 17,8 31,5 Open End

Belt and Road (VON) VF5Y6S 163,61 22,0 24,3 59,3 Open End

Best Age (HVB) HV3AGE 29,30 –0,5 –4,0 7,4 Open End

Bitcoin (VON) VQ63TC 476,09 –6,9 –26,8 –37,7 Open End

Blockchain Technology (VON) VL9NBT 267,41 12,1 7,0 25,1 Open End

BRIC E-Commerce (HVB) HR0KPX 20,38 –9,2 –25,4 –11,9 Open End

China Dragons 7 (SOG) SY59KE 13,84 4,3 –8,1 –7,7 Open End

China Internet (VON) VP6CJ5 79,79 2,9 –13,0 –4,7 Open End

Circular World (VON) VE85VQ 171,68 1,7 1,8 11,0 Open End

Cyber Security (VON) VS5ZCS 562,76 48,6 22,0 17,2 Open End

Deutscher Maschinenbau (HVB) HV3DMB 26,21 –8,6 4,4 13,1 Open End

Digital Marketplaces (VON) VN19ER 253,91 –1,9 –11,7 –15,8 Open End

EPRA/NAREIT Eurozone (HVB) HV092P 42,99 0,0 –7,9 –0,5 Open End

Erix (SOG) SG1ERX 195,60 19,6 33,8 84,2 Open End

ESG Goods for Life (HVB) HVB4GL 87,23 –7,1 –4,4 –3,4 Open End

Ethereum (DZ) DW541J 11,93 –10,5 –39,6 — Open End

Gene Therapy (VON) VA3BPR 98,89 1,1 –4,4 14,7 Open End

German Mergers & Acquisi. (HVB) HU5JPC 61,99 46,0 70,7 62,4 Open End

Global Family Owned Co. (UBS) UBS1FA 174,08 –3,3 1,5 5,5 Open End

Global Hydrogen (HVB) HVB4H2 281,79 22,0 37,3 80,2 Open End

Global Spin-Off (VON) VZ2SP0 427,85 12,1 33,4 80,7 Open End

Green Invest (ERG) EB013Z 18,51 4,6 6,5 9,9 Open End

Home Office Technology (VON) VP796R 215,30 38,3 29,4 40,7 Open End

Impact for Good (VON) VA9QNW 146,15 –2,0 –4,8 –2,5 Open End

Industrie 4.0 (VON) VS8Y40 449,20 18,5 31,4 61,5 Open End

Innovative Technologies (UBS) UBS1RU 346,64 33,7 24,0 47,5 Open End

Luxury-Performance-Index (VON) VTA3LU 257,00 –2,7 –9,9 5,5 Open End

NYSE Arca Biotech (HVB) 787363 654,68 8,8 4,1 34,7 Open End

Robotics and Drones (UBS) UBS0RD 410,34 5,0 28,9 73,1 Open End

SGI Inflation Proxy (SOG) SN2F89 16,86 20,6 37,7 65,8 Open End

Smart Farming (VON) VA8HXD 123,39 –6,2 –0,1 –3,6 Open End

Smart Grid (VON) VT0DSG 631,77 20,3 36,7 75,7 Open End

Smart Mobility (SOG) SH9YES 83,10 21,9 19,1 — Open End

Social Media Titans (VON) VZ6ASM 302,55 5,7 –9,2 12,0 Open End

Stoxx Europe ESG L. Sel 30 (HVB) HX8SQL 43,99 6,1 16,3 19,1 Open End

Uranium Mining (SOG) SH02Q8 14,41 –17,9 2,3 51,2 Open End

STRATEGIEZERTIFIKATE

CROCI Euro (DB) DB091Z 401,85 –0,8 3,7 7,5 Open End

CROCI Germany (DB) DB0WKS 382,91 4,9 9,2 14,6 Open End

DAXplus Export Strategy (HVB) HV095B 72,68 8,4 9,1 7,0 Open End

DAXplus Max. Sh. Rat. Ger. (HVB) HU5JPA 169,86 –5,0 0,8 –2,5 Open End

DAXplus Min. Varian. Ger. (BNP) AA0KFZ 81,82 –7,7 –1,8 –9,3 Open End

DAXplus Seasonal Strategy (HVB) HV1DB6 135,84 3,8 5,3 5,8 Open End

Directors-Deal.-Val.-Strat. (UBS) UBS1GB 129,09 2,1 9,2 7,8 Open End

Dow Jones Asia Sel. Div. 30 (BNP) ABN6ZQ 291,80 11,7 22,1 46,9 Open End

Europ. Buyback (SG) A12V1Y 30,70 6,4 3,7 14,8 Open End

Europ. High Div. Low Vola. (VON) VZ7HDL 155,15 –0,1 5,6 3,8 Open End

European Sector Rot. Strat. (HVB) HVB12Y 2117,93 1,0 12,3 10,0 Open End

Gebert Börsenindikator (MS) MF04W6 300,29 8,6 0,7 15,8 Open End

Global Quality Div.Payers (UBS) UBS0QD 550,30 7,0 16,0 19,3 Open End

Krypto Portfolio Basket (VON) VE5CRY 356,04 –12,4 –33,9 –32,5 Open End

Swiss Research Basket (VON) VL4JU8 255,34 0,0 4,5 2,9 Open End

Value Investoren (UBS) UBS1SV 490,69 2,9 4,3 15,5 Open End

REGIONENZERTIFIKATE

Baix (HVB) HVB4BY 156,12 10,9 15,6 15,2 Open End

CECExt (RBI) RCB3R3 23,78 11,4 19,1 42,0 Open End

Stoxx Nordic 30 (BNP) ABN1NK 156,21 6,4 11,9 16,9 Open End

ROHSTOFFZERTIFIKATE

Bloomberg Const.M.Com. (UBS) UW5P67 162,60 12,7 27,4 — Open End

Bloomberg Indust. Metals (UBS) UT8KGL 140,40 8,4 22,1 37,4 Open End

Brent Oil (SOG) CU0L1S 118,29 23,3 49,8 49,3 Open End

CO2-Emissionsrechte (SOG) SH755G 85,12 12,4 –5,7 8,1 Open End

Gold Quanto (DB) DB0SEX 372,75 –15,5 5,7 34,9 Open End

Kupfer-Future (SOG) SH755F 11,91 11,0 23,5 — Open End

Rogers Intl. Energy (BNP) ABN08Q 70,43 38,1 81,9 89,5 Open End

Silber Quanto (HVB) HV2XAG 64,81 –10,4 38,2 157,3 Open End

EMITTENTEN: BNP BNP Paribas

DB Deutsche Bank

DZ Bank

ERG Erste Group

GS Goldman Sachs

HVB HypoVereinsbank

LEO Leonteq

MS Morgan Stanley

RBI Raiffeisen Bank International

SOG Société Générale

UBS UBS

VON Vontobel

FOCUS MONEY 24/2026

103


moneyanalyse Top-Fonds

Die besten Aktienfonds

Deutliche Gewinne in der vergangenen Woche beim neuen Spitzenreiter unter den Deutschland-Fonds und Titelverteidigungen in

den Kategorien Europa- und Mischfonds. Jetzt muss sich zeigen, wie stabil die Aufwärtstrends sind.

Neuer Spitzenreiter

Mit Nebenwerten zum Erfolg: Der Deutsche Aktien Systematic Invest setzt sich an die Spitze der Zwölf-Monatswertung in der

Kategorie Aktien Deutschland. Die größten Positionen des Portfolios sind 2G Energy, ein Hersteller von Blockheizkraftwerken

und Großwärmepumpen, die Bohrspezialisten Daldrup sowie der Onlinehändler Westwing.

TOPS

FLOPS

Aktien Deutschland ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

Deutsche Aktien Systematic Invest A LU1914900888 25,8

G&W Aktien Deutschland Trendfonds DE0009765446 25,5

Velten Strategie Deutschland R DE000A2ATCU8 16,3

MB Fund - S Plus LU0354946856 – 24,8

Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland A LU0360172109 – 18,9

LOYS Premium Deutschland P LU2255688470 – 9,2

Deutsche Aktien Systematic Invest A

30.5.2025 1.1.2026

2.6.

120

115

110

105

100

95

Ungebrochener Aufwärtstrend

Der Dimensional European Value setzt seinen stetigen Aufwärtstrend fort. Das Management bleibt seinem Fokus auf Substanzwerte

treu und setzt schwerpunktmäßig auf Finanztitel, Energie- und Rohstoffaktien. Größte Positionen sind die Energiekonzerne

Shell und Total Energies sowie die spanische Großbank Santander.

TOPS

FLOPS

Aktien Europa ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

Dim European Value $ acc IE00B1W6CV70 29,1

Digital Stars Europe Acc LU0090784017 26,4

MEAG EuroInvest A DE0009754333 26,4

Seilern Europa € U R Founders IE00B4MB6665 – 18,1

Comgest Growth Europe Compound € R Acc IE0004XPWG97 – 15,9

Comgest Growth Europe € Acc IE0004766675 – 12,5

Dim European Value

30.5.2025 1.1.2026

2.6.

20

19

18

17

16

15

Rohstoffe laufen

Der ASVK Substanz & Wachstum hält seine Spitzenposition in der Kategorie Mischfonds. Das Produkt, das vom Alps Family

Office gemanagt wird, bleibt seiner hohen Gewichtung von Rohstoffwerten treu. Größte Positionen sind der amerikanische

Ölfeld-Servicekonzern Schlumberger sowie die Minenkonzerne BHP und Agnico-Eagles Mines.

TOPS

FLOPS

Mischfonds ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

ASVK Substanz & Wachstum DE000A0M13W2 82,1

Globale Trends innovativ R DE000A3CNGU6 76,3

M&W Capital LU0126525004 73,9

Cresco Partnership Founders LU2166038005 – 17,4

Opportunistic Deep Value Fund UI DE000A2DVS85 – 12,2

Seilern Global Trust A AT0000934583 – 8,5

ASVK Substanz & Wachstum

30.5.2025 1.1.2026

2.6.

120

100

80

60

Daten: FVBS professional; Charts Factset UK Limited 2026

104 FOCUS MONEY 24/2026


Kryptowährungen / Kalender

Beim Krypto-Update arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit Coinshares zusammen, einem weltweit führenden

Investmentunternehmen für digitale Vermögenswerte. Jede Woche stellen Experten des Research-Teams wichtige

Entwicklungen auf dem Kryptomarkt vor. Diese Woche: Luke Nolan, Senior Research Associate bei Coinshares

Hyperliquid wird zur Pre-IPO-Börse

HYPE, der native Token der Blockchain Hyperliquid, war im Mai der

herausragende Performer unter den großen Kryptowährungen und entkoppelte

sich deutlich vom seitwärts tendierenden Gesamtmarkt. Treiber

hierfür waren sogenannte Pre-IPO-Perpetuals, die auf dem im Herbst

2025 ausgerollten Protokoll HIP-3 basieren. Das Upgrade erlaubt es Entwicklern,

genehmigungsfrei Derivatemärkte auf der Hyperliquid-Blockchain

aufzusetzen – und das auch für Unternehmen, die bislang nicht

börsennotiert sind oder kurz vor ihrem Börsengang (IPO) stehen.

Die führende Tradingplattform Trade.xyz lieferte dazu den „Proof of

Concept“, also den Praxisbeweis: Ein Perpetual-Kontrakt auf den KI-Chiphersteller

Cerebras lag nur drei Prozent vom tatsächlichen Nasdaq-Debüt

entfernt, während etablierte Sekundärplattformen um 35 Prozent davon

abwichen. Am 18. Mai erregte ein Kontrakt auf das SpaceX-IPO mit

einem Ersttagsvolumen von 33 Millionen Dollar und einem Zugang, den

Privatanleger so bisher nicht hatten, noch mehr Aufmerksamkeit.

Die Folge davon war eine Welle neuer Nutzer. Die ersten Spot-HYPE-

ETFs sammelten bereits mehr als 130 Millionen Dollar ein. Der Kurs von

HYPE stieg daraufhin umgehend in die Top Ten der Kryptowährungen

nach Marktkapitalisierung auf.

Klarer Gewinner

Performance von Kryptowährungen 2026

indexierte Entwicklung seit 1.1.2026 = 100

Solana

Ethereum

Hyperliquid

Bitcoin

JAN FEB MÄR APR MAI

Top-5 Kryptowährungen

1)

Marktkapital.

in Mrd. Euro

Wertentwicklung 2)

1 Monat 3 Monate 1 Jahr

1 Bitcoin 1260 –7,1% 6,7 % –30,3%

2 Ethereum 206 –14,2% –1,1% –21,4%

3 XRP 70 –6,2% –4,1% –39,9%

4 Solana 40 –3,7% –5,6% –47,9%

5 Tron 29 6,8 % 24,3 % 30,5 %

Stand: 01.06.26; 1) ohne Stable-, Meme- und Exchange-Coins, 2) auf Euro-Basis

250

200

150

100

50

Quelle: Coinshares

Quelle: Coinshares

Ausblick: Die zwei Top-Termine der nächsten Woche

10.6.2026 TV-SONDERKÜNDIGUNG 10.6.2026 RAUMFAHRTMESSE (ILA)

Glotze ein – oder aus?

Schauen Sie noch Fernsehen? Dann könnte

dieser Termin am Karlsruher Bundesverfassungsgericht

für Sie von Interesse sein. Verhandelt

wird, ob eine gesetzliche/regelungsrechtliche

Sonderkündigungsmöglichkeit für

Kabelfernseh- bzw. Fernsehverträge mit dem

Grundgesetz vereinbar ist. Konkret geht es um

die Interessen der Betreiber von Kabelnetzen

und die Betroffenen (etwa Eigentümer/Hausverwaltungen

und Anbieter).

Ausgangspunkt ist eine Neuregelung, durch

die die Kosten für den Kabelanschluss nicht

mehr wie bisher über die Nebenkosten auf

Mieter umgelegt werden können. Dadurch sollen

Mieter stärker selbst entscheiden können,

ob sie Kabelfernsehen und damit entsprechend

eigene Verträge abschließen wollen.

Aufbruch ins All

Besser könnte das Timing kaum sein: Zwei

Tage, bevor SpaceX, der Weltraumkonzern von

Tesla-Gründer Elon Musk, an der New Yorker

Technologiebörse Nasdaq den voraussichtlich

größten Börsengang aller Zeiten hinlegt, beginnt

in Berlin-Schönefeldt die Internationale

Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA).

Vorgestellt werden neue Triebwerkstechnologien,

Wasserstoffantriebe und elektrisch betriebene

Senkrechtstarter. Neben dem Thema

Nachhaltigkeit stehen „Unbemannte Systeme

und Raumfahrt“ im Fokus. Die Hersteller zeigen

neue Drohnentechnologien und die Vorteile der

Raumfahrt fürs Leben auf der Erde. Werte wie

Rocket Lab (ISIN: US7731211089) oder Ast SpaceMobile

(US00217D1000) sind heiß: Ihre Kurse

stiegen binnen vier Wochen um gut 70 Prozent.

Rakete:

US-Raumfahrt-Aktien

starten vor dem SpaceX-

Börsengang durch

Was noch passiert: +++ Hauptversammlung bei Airbnb, Alphabet und Hamburger Hafen & Logistik AG +++

Automobilzulieferer Schaeffler präsentiert sich auf Investorentag +++ Campell‘s Co. serviert Q3-Zahlen +++

2026er-Konzernbilanz von The J.M. Smucker +++ ABM Industries berichtet Zahlen zum zweiten Quartal +++

FOCUS MONEY 24/2026

Fotos: Adobe Stock, SpaceX 105


moneyinside

ANDREAS KÖRNER,

Chefstratege des Nebenwerte

Börsenbriefs und

Ex- Wertpapierhändler

ANDIS BÖRSEN-BAROMETER

Fundamentale Annahmen werden getestet

Die Märkte unterliegen einem Wechselbad

der Gefühle. An einem Tag schürt

US-Präsident Donald Trump die Hoffnung

auf ein baldiges Ende des Irankriegs.

Die Börsen jubilieren, weil dann

die Energiepreise sinken würden und die

Notenbanken die Zinsen senken könnten,

da der Inflationsdruck weicht.

Oft schon am nächsten Tag zerstreuen

sich dann die Hoffnungen wieder und

die Kurse fallen. Auch bezüglich des

Kriegs Russlands gegen die Ukraine

wechseln sich optimistische Nachrichten

mit Berichten über besonders heftige

Schläge des Aggressors ab. Das beeinflusst

die Energiepreise und Zinserwartungen

ebenfalls. Die britische Fondsgesellschaft

Schroders hat kürzlich eine

interessante Analyse zu den Problemen

vorgelegt, die diese Unsicherheit für Anleger

mit sich bringt.

In diesen Phasen spüren sie einen erhöhten

Handlungsdruck, wissen aber oft

nicht, was sie konkret tun sollen. „Eine

überstürzte Reaktion oder tatenlose

Schockstarre könnte über den Ausgang

hart erarbeiteter Gewinne entscheiden“,

so die Experten. Viele würden dann von

ihrem eigentlich planvollen Vorgehen bei

der Finanzanlage abweichen. In diesen

Momenten – wenn die Unsicherheit am

größten ist – sei die Versuchung, vom disziplinierten

Investmentprozess abzuweichen,

am stärksten. Anleger sollten sich

daher stets fragen, welche Situationen tatsächlich

eine Neubewertung der zugrunde

liegenden Annahmen rechtfertigen.

Die eingeübte Reaktion, bei Turbulenzen

auf US-Staatsanleihen, den Dollar und

Gold als sichere Häfen zu setzen, hat zuletzt

nicht funktioniert. US-Treasuries und

Gold gaben trotz Krise jüngst deutlich

nach. Die „fundamentalen Annahmen der

Investoren“ werden laut den Analysten

momentan „Tag für Tag getestet“.

Die „unbequeme Schlussfolgerung“

der Briten: Diversifikation bleibt unverzichtbar,

aber ihr kurzfristiges Verhalten

ist weniger vorhersehbar, als viele annehmen.

Es ist deshalb wichtig, schon im Vorfeld

von Krisen den Investmentprozess so

zu gestalten, dass er die Risiken einbezieht,

und ihm dann treu zu bleiben. Konkret

kann man breiter streuen, vor allem

geografisch und über Branchen, sowie

die fundamentalen Stärken eines Investments

analysieren, was einen unruhige

Zeiten leichter überstehen lässt.

DAS GELD-GESPRÄCH

„Du bist zu arm, um billige

Dinge zu kaufen“

von RUBEN GIULIANO

Was war Ihr letzter Fehlkauf?

Eine ziemlich teure Rose, die – wie sich

später herausstellte – leider von einem

Pilz befallen war. Der breitete sich brutal

schnell in meinem Garten aus.

Und was Ihr bestes Investment?

Die Übernahme der Anteile der gemeinnützigen

yeswecan!cer gGmbH und

damit die Förderung eines Projekts,

das vielen Menschen Gemeinschaft,

Halt und Hoffnung vermittelt.

TOBIAS KORENKE,

Geschäftsführer von

Deutschlands größter

Krebs-Convention

„Yes!Con“

Was kann man mit Geld nicht kaufen?

Alles, was im Leben wirklich wichtig ist:

Gesundheit, Liebe, Freundschaft.

Wie belohnen Sie sich selbst für gute

Leistungen?

Mit einem handyfreien Tag.

Was ist für Sie Geiz?

Geld für das eigene Wohlbefinden zu

sparen und nicht in gemeinnützige

Projekte zu investieren.

Was ist für Sie Verschwendung?

Fossile Brennstoffe so zu nutzen, als

gäbe es kein Morgen.

Welchen Spartipp sollte jeder kennen?

Ein adeliger Freund hat mir mal beigebracht:

Du bist zu arm, um billige Dinge

zu kaufen.

106 FOCUS MONEY 24/2026


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