Tätigkeitsbericht_2026_ANIMAL RESPECT
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Animal Respect e.V.
Tierschutz-Magazin – erstes Halbjahr 2026
Projektpartner MAURILIO beim Füttern
eines vernachlässigten „Wachhundes“
auf einem unbewohnten Grundstück –
der Besitzer kommt nur am Wochenende
Gutes tun ist leichter, wenn VIELE helfen!
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kommentare wie diese
Tierleid – Tierschutz im Urlaub
Ausgesetzte Mutterhündin mit Welpen
Not-OP ELFI
Emotional erpressbar im Tierschutz
Streichelzoo oder Lebenshof
Werden Sie Tierpate!
Tierheimtiere suchen Paten
Antrag auf eine Tierpatenschaft
Antrag auf eine Fördermitgliedschaft
Frühjahrs-Katzen-Kastrationsaktion
Antiparasitika
Hilfslieferungen
NEIN sagen im Tierschutz
Die harte Realität
Ein Vermächtnis für die Tiere
SIRIA: Vom Familienhund zum Notfall
So können Sie den Tieren helfen
Liebe Tierfreunde und Mitglieder von Animal Respect e.V.,
in dieser Ausgabe unseres Magazins berichten wir auf den Seiten 16 und 17
wieder einmal über unsere wichtigste Aufgabe im Tierschutz: Die Kastration.
Ganz entgegen der weit verbreiteten Haltung – auch hier in Deutschland – „das
regelt die Natur schon selbst“ starteten wir im Frühjahr mit unseren
Projektpartnern in Italien und Spanien, eine Katzen-Kastrationsaktion, die zum
Glück eine große Resonanz bei unseren Unterstützern fand.
Denn eines ist klar: Das Leid der Tiere auf den Straßen ist vermeidbar
– und Kastration ist der wirksamste Weg dorthin.
Herzlichst, Ihre
Diese Broschüre wird durch gewerbliche Anzeigen finanziert.
Herausgeber
Animal Respect e.V.
Von-Kahr-Straße 36 | 80997 München
Tel. 089 35789639 | Fax: 089 3543542 | info@animal-respect.com
Redaktion: Elke Pichler
Layout: Verena Senft
Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
Alle Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit
schriftlicher Genehmigung des Vereins Animal Respect e.V. Alle Bildrechte liegen beim Verein
Animal Respect e.V. bzw. dem jeweiligen Fotografen.
Erschienen: Juni 2026
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08 Rückblick auf das 1. Halbjahr 2019 Antiparasitika
Zwischen Facebook-Kommentaren und echter Hilfe
ADA und DARIO, Castel Volturno, Süditalien
Vor kurzem tauchte das Foto eines Hundes auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung
von Castel Volturno auf. Er irrte auf der Hauptstraße herum und lt. eines Kommentars
wurde er bereits von einem Auto gestreift. Innerhalb kurzer Zeit wurde es dutzendfach
geteilt und es sammelten sich die Kommentare:
„Armes Tier!“, „Da muss doch jemand helfen!“, „Unfassbar, dass keiner etwas tut!“, „Chip
kontrollieren!“, „Die Tierschützer vor Ort sollen endlich handeln!“, „Warum ist der arme
Hund noch auf der Straße?“ u.v.m.
Doch tatsächlich geholfen hatte bis dahin niemand.
ZOE zum Basis-Check in der
Tierklinik
Tierleid – Tierschutz im Urlaub
(Fortsetzung von Rückblick auf das erste Halbjahr 2024)
Denn ohne eine angemessene Behandlung
Tierschutz macht sich die im Urlaub durch die – zwei Milben ganz hervorgerufene
Entzündung zunächst im Innen- und
unterschiedliche Reaktionen
Jedes Mittelohr Jahr breit, von aber Ostern auch bis Taubheit Oktober oder erreichen ein uns zahlreiche Meldungen von Touristen, die
verletzte, Blutohr sind verwahrloste im schlimmsten oder hungernde Falle möglich. Hunde, Katzen, Ziegen, Ponys … entdecken. Viele
erwarten sofortige Hilfe, doch unsere Partner vor Ort sind keine ständig verfügbaren
Rettungsteams. Sie haben Berufe, Familien, pflegen Angehörige und haben bereits
80–120 Tiere in ihren Tierheimen oder Auffangstationen zu betreuen. Neue Tiere können
nur dann aufgenommen werden, wenn Zeit und Platz gerade vorhanden sind und die
Versorgung des neuen Tieres auch finanziell geregelt ist.
Und nur wenige Urlauber handeln selbst sofort und eigenverantwortlich. So wie ein junges
Paar, das mit seinen drei Hunden in einem Camper in Neapel unterwegs war und ein
Katzenbaby am Straßenrand fand. Sie fuhren direkt zu einem Tierarzt (Internet-
FRANZ mit Katze MARA. Die Pipetten für
Recherche), begannen nach der Herpes-Virus-Diagnose mit der Behandlung und suchten
Hunde werden entsprechend bemessen.
dann erst Hilfe bei uns. Da nur dott.ssa VITTORIA über eine zuverlässige Quarantäne
verfügt und zu diesem Zeitpunkt
gerade Auch im auch Tierheim einen EL Platz COBIJO frei hatte, in Südspanien haben die Katzen immer wieder Ohrmilben
schickten und andere wir Parasiten. sie mit dem Tierheimleiterin Kätzchen MARIA freute sich sehr über unsere Spende.
dorthin. Selbstverständlich bezahlte
das Paar für die medizinische
Versorgung des Kittens.
DARIO mit der Hündin
unmittelbar nach dem
Fund
ZOE ist zum Glück bald
darauf adoptiert worden
Der kleine Kater BOY erholte sich und
VITTORIA fand zwei Monate später ein
Zuhause für ihn. Das neue Frauchen
schickte kurz darauf ein Video – ein
Glücksmoment, auch für BOYs Retter!
Unsere Projektpartner ADA und DARIO sahen das Foto des Hundes erst Stunden später,
denn sie verbringen ihre Tage nicht am Handy, sondern bei den Tieren.
Sie fuhren sofort los, suchten den Hund (niemand von den Kommentierenden war vor Ort,
um zu zeigen, wo er sich aufhielt), fingen ihn ein und brachten ihn in die Tierklinik. Dort
begann die eigentliche Arbeit: medizinische Versorgung, Kosten, Verantwortung.
Statt Dankbarkeit ernteten unsere Projektpartner jedoch neue Kommentare. Plötzlich
wussten viele genau, was man „hätte besser machen müssen“. Es wurde auch kritisiert,
dass „die örtlichen Tierschützer“ angeblich zu spät reagiert hätten. Und so mussten ADA
und DARIO neben der Rettung und den Kosten auch noch Zeit und Kraft investieren, um
sich in den sozialen Medien zu rechtfertigen.
Helfen bedeutet hinfahren, sichern, versorgen, Verantwortung übernehmen.
Und genau das leisten unsere Projektpartner – Tag für Tag.
Niethammerstraße 23
80997 München
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Telefon: 089 - 8 11 16 90
info@tierarzt-muenchen-west.de
www.tierarzt-muenchen-west.de
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06 Rückblick auf das 1. Halbjahr 2019 Tierschutz in den Bergen Gran Canarias
Tierleid – Tierschutz im Urlaub
Ganz anders ein Fall aus Pompei:
Der Tierarzt und der nächste Supermarkt sind 40 km entfernt. Auf dem Weg dorthin habe
Ein Familienvater schrieb uns eine Mail aus der Ferienunterkunft (Agriturismo), die explizit
ich nochmal drei Futterplätze eingerichtet, weil hier immer wieder halb verhungerte Katzen
mit „Tiernähe“ wirbt:
an den Mülltonnen auftauchen. Diese Tiere müssen erst zahm gefüttert werden, bevor sie
kastriert und entwurmt werden können.
„Auf dem Bauernhof liegen zwei halbtote Katzen, etwa acht Wochen alt. Gebrochene
Pfoten, verklebte Augen, abgemagert … Gibt es eine Möglichkeit, die beiden an Ihre
Kollegen in Pompei zu vermitteln?“
Erst nach 24 Stunden war er telefonisch erreichbar, dann zögerte er. Anstatt
Verantwortung zu übernehmen, meinte er, er gäbe lieber dem Bauern die Chance, sich um
seine Tiere selbst zu kümmern – obwohl der Bauer das Leid der Kätzchen schon seit
Tagen tatenlos mit angesehen hatte. Er führte auch an, dass er mit seiner Familie ja noch
ein paar Tage auf dem Hof Urlaub macht und keinen Stress mit den Leuten dort haben
wolle.
Wir waren fassungslos! Und trotzdem hatten wir noch Hoffnung und gaben den „Fall“ an
unsere Projektpartner MENA und MAURILIO weiter. Diese wussten sofort, um welchen
Hof … es als sich auch handelte, die Katzen, dort die gibt kastriert es immer oder anderweitig wieder Meldungen behandelt über werden Missstände. müssen. Sie standen
30 Min. später mit Transportboxen am Tor und riefen den Mann von dort aus an: „Wir
stehen am Tor und wollen die Katzen retten“, doch der Mann weigerte sich, die beiden auf
Ohne Animal Respect hätte ich diese Aufgabe wohl niemals begonnen und für die weitere
den Hof zu lassen. Unsere Projektpartner durften den Hof nicht betreten, die Kitten
Versorgung werde ich großzügig mit Medikamenten und Antiparasitaria unterstützt. Mit der
mussten weiter leiden und sind letztlich sicher grauenvoll gestorben.
Ruhe und Abgeschiedenheit ist es allerdings bald vorbei. Ein gigantisches Bauprojekt
bedroht den Frieden hier. Der Soria Stausee soll mit dem höher gelegenen Chira Stausee
über einen Turbinentunnel verbunden werden. Dabei wird es zu zahlreichen Sprengungen
durch den massiven Fels kommen – nur wenige hundert Meter von meinem Grundstück
Tierschutz beginnt mit Verantwortung!
und der Wasserquelle entfernt. Es droht sogar eine Enteignung, falls man anderswo entscheidet,
dass wir stören und im Wege sind. Da diese Arbeiten in etwa einem Jahr beginnen
sollen, begibt sich das Katzenprojekt Soria nun auf die Suche nach einem neuen
Zuhause.
Ausgesetzte Mutterhündin mit Welpen
ADA und DARIO, Castel Volturno, Süditalien
So fand ADA die kleine
Familie vor. Die Mutterhündin
hatte die Welpen aus
dem Korb herausgehoben
und zu sich gelegt.
ADA erhielt von einem Bekannten ein Video von zwei
Welpen, die in einem Plastikkorb am Rand des
Naturschutzgebiets bei Castel Volturno ausgesetzt
worden waren. Sie fuhr umgehend los, um die Kleinen
zu retten.
Doch vor Ort wartete die nächste Tragödie: Die völlig
erschöpfte Mutterhündin saß bei ihren Babys – mit stark
ausgeprägtem Gesäuge, übersät mit Zecken und
offensichtlich schon lange vernachlässigt. Es war sofort
klar, dass sie dringend Hilfe brauchte.
Damit diese drei Hunde überhaupt eine Chance auf ein
neues Leben bekommen, konnten wir glücklicherweise
über eine befreundete Facebook-Gruppe 460 EURO
sammeln – genug für Impfungen und Mikrochips für alle
drei Hunde sowie für Bluttests auf Mittelmeerkrankheiten
und die Kastration der Hundemama.
Nur dank dieser Unterstützung konnten ADA und
DARIO den drei Hunden den Weg in ein sicheres,
gesundes Leben ebnen – und ihnen damit die
Chance geben, später einmal liebevolle Familien zu
finden.
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In Sicherheit
Die Mutterhündin bei der Blutuntersuchung in der
Tierklinik
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Not-OP ELFI
MENA und MAURILIO, Pompei
MAURILIOs Automechaniker rief ihn an: Seine 4-5
Jahre alte Hündin wollte nicht mehr fressen und sie
verlor Blut. Was soll er tun?
Unsere Projektpartner waren sofort in Sorge und
MAURILIO fuhr ohne zu zögern los, um zu helfen.
Die Hündin war in einem erbarmungswürdigen
Zustand: fast apathisch, geschwächt und mit
hohem Fieber. Die Situation war akut!
In der Tierklinik (der Halter wollte nicht mitfahren,
also brachte MAURILIO die Hündin allein dorthin)
stellte sich heraus, dass sie an einer Pyometra,
einer lebensbedrohlichen Gebärmuttervereiterung,
litt. Eine sofortige Operation war überlebensnotwendig.
Als MAURILIO dem Halter von der Tierklinik aus telefonisch Diagnose und Kosten erklärte,
geschah etwas völlig Unerwartetes: Der Mann verlor augenblicklich jedes Interesse an
seiner eigenen Hündin!
Und plötzlich lag die Entscheidung über Leben und
Tod der armen Hündin allein bei MAURILIO.
Zum Glück zeigte der Tierarzt Menschlichkeit: Er
gewährte – ausnahmsweise – einen Zahlungsaufschub,
obwohl die Klinik sonst immer sofortige
Bezahlung verlangt. Fortan hatten MENA und
MAURILIO einen weiteren verzweifelten Hund in
ihrer Auffangstation. Die Hündin verstand nicht,
warum sie nicht zu ihrer Familie zurückdurfte. Sie
wartete, suchte, hoffte – sie wusste ja nicht, dass
sie im letzten Moment gerettet wurde.
Gleichzeitig blieben ihre Retter auf 200 Euro
Schulden für eine Not-OP sitzen, die wir letztlich
übernahmen.
Zum Glück fand MENA bald ein ganz tolles Zuhause
für ELFI: Eine Witwe aus Mailand, die vor 5
Jahren schon Hündin CHICA von ihr adoptierte,
nahm ELFI zu sich und ist mit ihren beiden „Mädchen“
überglücklich.
ELFI in der Tierklinik
ELFI mit Hundefreundin CHICA in
ihrem Zuhause in Mailand
Im Tierschutz ist man immer emotional erpressbar
MENA und MAURILIO, Pompei
Rettung zweier Sphynx-Katzen – ein Ausnahmefall, der Leben gerettet hat
Im November letzten Jahres traf MAURILIO im Wartezimmer der Tierklinik einen Züchter,
den er bereits von früheren Bully-Rettungen kannte. Dieses Mal hatte der Mann jedoch
keine Hunde bei sich, sondern zwei Sphynx-Katzen. Er erzählte stolz, dass er sich „breiter
aufstellen“ wolle und mit diesen gerade sehr gefragten Rassekatzen eine neue Zuchtlinie
aufbauen möchte.
Im April dieses Jahres meldete sich derselbe Züchter telefonisch bei MAURILIO – mit
einem Angebot, das sofort Alarm auslöste: „Wenn ihr wollt, könnt ihr die beiden Sphynx-
Katzen haben. Aber sie waren sehr teuer und ich hatte zusätzliche Auslagen. Ich habe
schon Angebote über 1000 Euro pro Katze, von euch
verlange ich nur 200 für beide zusammen.“
Dass die angeblichen 1000 Euro pro erwachsener, offensichtlich
zeugungsunfähiger Katze kaum der Wahrheit
entsprachen, lag auf der Hand. Doch die Botschaft
dahinter war entscheidend: Er wollte die Tiere schnell
loswerden – kein Zuchterfolg und nur Kosten.
In den folgenden Tagen rief er immer wieder an, drängte
auf eine Entscheidung und machte deutlich, dass er die
Katzen sonst „einem Züchterkollegen“ geben würde.
Als der Züchter schließlich eine WhatsApp-Nachricht
schrieb, dies sei sein „letztes Angebot“, war die Situation
eindeutig: Es ging nicht um einen Kauf – es ging um die
Auflösung einer Zucht, um Schadensbegrenzung und um
die Rettung zweier Lebewesen.
Um zu verhindern, dass die Katzen erneut zur Zucht
missbraucht oder weiterverkauft werden, stimmten MENA
und MAURILIO zu. Sie trafen den Mann in einer Stadt nahe
Pompei, übergaben ihm 200 Euro und brachten die Tiere in
Sicherheit.
Die beiden Katzen waren psychisch und physisch in einem
schlechten Zustand: Total scheu, die Ohren voller Milben,
abgemagert, mit starkem Durchfall durch Darmparasiten.
MENA und MAURILIO begannen sofort mit der Behandlung
und hoffen nun, für die beiden eine sensible und
verantwortungsvolle Familie zu finden.
Diese Rettung zeigt: Manchmal ist ein „Freikauf“ die
einzige Möglichkeit, weiteres Leid zu verhindern. Und
in diesem Fall bedeutet Tierschutz, eine Ausnahme zu
machen, um zwei Leben zu retten.
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Streichelzoo oder Lebenshof – wo liegt der
Unterschied?
Zunächst jedoch eine kurze Erklärung, warum wir im Tierschutz nicht mehr von
„Gnadenhöfen“ sprechen:
Der Begriff „Gnadenhof“ ist historisch geprägt und gut gemeint, wird heute jedoch
bewusst vermieden. Denn „Gnade“ suggeriert, dass Tieren etwas gewährt wird, obwohl
sie keinen Anspruch darauf hätten.
Doch Tiere leben auf einem Lebenshof oder in einem Sanctuary nicht aus Gnade. Sie
leben dort, weil Menschen Verantwortung übernommen haben – oft nachdem genau diese
Tiere ausgebeutet, abgeschoben oder verletzt wurden.
Begriffe wie Lebenshof, Schutzhof oder Sanctuary machen deutlich:
Diese Tiere sind keine Bittsteller. Sie haben ein Recht auf Sicherheit, Versorgung und ein
würdevolles Leben.
Im vergangenen Jahr haben wir mehrere Anfragen erhalten, wo man am Urlaubsort
Streichelzoos besuchen kann – also genau in den Regionen, in denen wir selbst
Tierschutzarbeit leisten – und ob man diese gemeinsam mit Kindern besuchen könne.
Eine eigenartige Frage an einen Tierschutzverein. Und doch zeigt sie, wie oft Tiere mit
Freizeitangeboten für Menschen verknüpft werden – und wie unscharf das Verständnis
dafür ist, was Tierschutz tatsächlich bedeutet.
Individuelle Bedürfnisse spielen eine untergeordnete Rolle. Sobald die Besuchssaison
endet oder die Tiere keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr bringen, werden sie
weiterverkauft, ausgesetzt oder geschlachtet.
Das Tier ist Mittel zum Zweck und kein schützenswertes Individuum.
Der Lebenshof (Schutzhof/Sanctuary)
Ein echter Lebenshof verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Hier stehen die Tiere im
Mittelpunkt – immer.
Tiere gelangen meist auf einen Lebenshof, nachdem sie aus schlechter Haltung, nach
Aussetzung oder vor dem Schlachter gerettet wurden. Ihnen wird dort eines garantiert:
Lebenslange Versorgung und Schutz!
Wenn Besucher überhaupt zugelassen sind, dann aus Bildungsgründen und unter klaren
Regeln. Tiere werden niemals zu Nähe oder Interaktion gezwungen. Sie entscheiden
selbst, ob sie Kontakt möchten oder nicht. Sie haben ausreichend Platz, Rückzugsorte
und die Möglichkeit, ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Das veranlasst uns dazu, in dieser Ausgabe unseres Heftes einige grundlegende
Fakten gegenüberzustellen. Streichelzoo oder Lebenshof – wo liegt der
Unterschied?
Der Streichelzoo
In einem klassischen Streichelzoo steht nicht das Tier im Mittelpunkt, sondern der
wirtschaftliche Nutzen, der aus der Unterhaltung der Besucher und deren Wunsch nach
Nähe zu den Tieren resultiert.
Die Tiere werden häufig gezielt
gekauft oder gezüchtet, um
eine „attraktive“, i.d.R. junge
Population für Besucher
aufrechtzuerhalten. Um den
Zugang für die Besucher
möglichst einfach zu machen,
werden die Tiere oft auf engem
Raum ohne Rückzugsmöglichkeiten
gehalten – mit
erheblichen Folgen für ihre
Gesundheit und ihr Wohlbefinden.
Ein Lebenshof existiert nicht, um Profit zu erwirtschaften, sondern um Verantwortung zu
übernehmen – für Wesen, die zuvor oft genau das nicht erfahren haben.
Was für Menschen wie ein harmloses Ausflugsziel wirkt, bedeutet für viele Tiere
dauerhaften Stress, Einschränkung und Austauschbarkeit.
Tierschutz beginnt dort, wo Tiere nicht benutzt, sondern respektiert werden – auch
dann, wenn das weniger „unterhaltsam“ ist.
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Werden Sie Tierpate
Tierheim EL COBIJO, Südspanien
Mit einer Patenschaft tragen Sie dazu bei, dass unsere Projektpartner im Tierheim EL
COBIJO ihre Schützlinge bestmöglich und nachhaltig versorgen können. Mit Futter,
medizinischer Hilfe, liebevoller Pflege und gezielten Verhaltenstrainings.
Wenn Sie ein Tier unterstützen möchten, nutzen Sie bitte das Formular auf Seite 14.
Tierheimtiere suchen Paten
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Eine Hündin hatte doppelt Glück:
Aus ihrer Patenschaft wurde mehr
– PIEMENTA wurde von ihren
ehemaligen Paten sogar adoptiert.
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Ich bin RIBERITA, geboren im September
2023. Trächtig gefunden, durfte ich meine
Welpen in Sicherheit zur Welt bringen.
Nach einer Ohr-OP lebe ich friedlich im
Tierheimgarten mit anderen Katzen.
Ich bin NANUK, etwa eineinhalb Jahre
alt. Man fand mich ausgesetzt in Murcia.
Ich habe eine tiefe Wunde in der Leiste,
die behandelt wird. Ich bin sehr lieb und
lasse alles geduldig über mich ergehen.
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PIEMENTA
Schon ab
10 EURO pro Monat
können Sie eine Katze
und ab
20 EURO pro Monat
einen Hund mit einer
Patenschaft unterstützen.
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Ich bin LULU, zehn Jahre alt und nur
1,6 kg schwer. Man fand mich auf der
Straße und brachte mich in die Perrera.
Ich bin sehr dünn, habe schlechte Zähne
und brauche noch viele Behandlungen.
Ich bin NEGRI, geboren 2024 und ausgesetzt.
Wegen eines Pilzbefalls war ich
acht Wochen in Quarantäne. Anfangs
war ich schüchtern, doch jetzt bin ich
verspielt, liebevoll und mag alle Katzen.
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PIEMENTA mit ihrer neuen (Hunde-)Familie
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Ich bin ROMEO, drei Jahre alt. Man
fand mich in einem Industriegebiet,
doch niemand suchte nach mir. Wegen
hartnäckiger Giardien bin ich seit Wochen
in Quarantäne und brauche viel Pflege.
Ich bin PACO, zwei Jahre alt. Man brachte
mich ins Tierheim und behauptete, man
habe mich gefunden. Ich glaube, ich
wurde einfach nicht mehr gewollt. Seitdem
bin ich unsicher und brauche Vertrauen.
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Animal Respect e.V. Antrag auf eine Tierpatenschaft
Animal Respect e.V. Fördermitgliedschaft
Ja, ich möchte eine Patenschaft für den Hund/die Katze
Name, Vorname
übernehmen.
Ich möchte Animal Respect e.V. als Fördermitglied unterstützen.
Meine Mitgliedschaft kann jederzeit beendet werden.
Straße, Hausnr.
PLZ, Ort
Telefon
Die Patenschaft soll am
beginnen.
Sie wird:
monatlich vierteljährlich halbjährlich jährlich in Höhe von bezahlt.
Geschenk-Patenschaft
Die Patenschaft für das Tier
ist ein Geschenk für
Ich wünsche eine Patenschaftsurkunde mit Foto des Tieres an meine Adresse/an die
Adresse der beschenkten Person (Nichtzutreffendes bitte durchstreichen).
Die Patenschaft soll nach der Vermittlung oder dem Tod des Tieres
auf ein anderes Tier meiner Wahl übergehen
erlöschen
Mein monatlicher Förderbeitrag
50 € 20 € 15 € 10 € 5 € (eigene Angabe)
Beitrag in Worten:
Zahlungsweise monatlich aufsummiert als Jahresbeitrag
Persönliche Daten
Name, Vorname
Straße, Hausnr.
PLZ, Ort
Ich bin damit einverstanden, dass mein Name als Pate veröffentlicht wird.
Zahlung per Dauerauftrag:
Bitte überweisen Sie per Dauerauftrag den Mindestbetrag von 20 € für einen Hund bzw.
10 € für eine Katze monatlich auf unser Vereinskonto:
Animal Respect e.V. | IBAN DE24 7009 1500 0001 5132 81 | BIC GENODEF1DCA
Verwendungszweck: Patenschaft Hund bzw. Katze + Name des Tieres
Schicken Sie den Patenschaftsantrag bitte per Brief an den Vereinssitz oder per Fax an
089-3543542.
Zahlung per Dauerauftrag:
Bitte überweisen Sie per Dauerauftrag den gewünschten Förderbeitrag monatlich oder
jährlich auf unser Vereinskonto:
Animal Respect e.V. | IBAN DE24 7009 1500 0001 5132 81 | BIC GENODEF1DCA
Verwendungszweck: Förderbeitrag, Name, Vorname
Schicken Sie den Antrag bitte per Brief an den Vereinssitz oder per Fax an 089-3543542.
Ort, Datum und Unterschrift
Für Spenden und Mitgliedsbeiträge bis 300 € erkennt das Finanzamt Ihren Kontoauszug als Spendenbeleg
an. Falls Ihr Betrag 300 € übersteigt, werden wir Ihnen im Januar/Februar des Folgejahres
automatisch eine Spendenquittung zukommen lassen.
Ort, Datum und Unterschrift
Für Spenden und Mitgliedsbeiträge bis 300 € erkennt das Finanzamt Ihren Kontoauszug als Spendenbeleg
an. Falls Ihr Betrag 300 € übersteigt, werden wir Ihnen im Januar/Februar des Folgejahres
automatisch eine Spendenquittung zukommen lassen.
Frühjahrs-Katzen-Kastrationsaktion
in Spanien und Italien
Mit dem Frühling beginnt jedes Jahr auch die Zeit der Vermehrung der Katzen auf den
Straßen. Für unsere Projektpartner in Spanien und Italien bedeutet das: unzählige
trächtige Katzen, kranke Muttertiere, hilflose Kitten und stetig wachsendes Tierleid. Um
dem entgegenzuwirken, starteten wir auch in diesem Frühjahr wieder unsere gezielte
Katzen-Kastrationsaktion, die auf große Resonanz bei unseren Unterstützern stieß.
Jede einzelne Kastration zählt – und verhindert neues Leid, noch bevor es entsteht.
Vor Ort fangen unsere engagierten
Projektpartner freilebende Katzen ein und
bringen sie in die Tierkliniken. Dort werden
die Tiere kastriert, wenn nötig, medizinisch
versorgt und – sofern möglich – anschließend
wieder in ihre gewohnte Umgebung
zurückgebracht. Besonders geschwächte,
noch nicht verwilderte Katzen sowie junge
Kitten werden aufgenommen, aufgepäppelt
und – wenn sich geeignete Plätze finden –
vermittelt.
Diese Arbeit ist mühsam, zeitintensiv und oft
auch emotional belastend. Viele der Katzen
leben in Industriegebieten, auf verlassenen Grundstücken
oder an Müllplätzen. Neu hinzugekommene Katzen an
bereits bestehende betreute Katzenkolonien unserer
Projektpartner sind fast immer unterernährt, leiden an
Parasiten, Infektionen oder Verletzungen. Durch jede
einzelne Kastration wird verhindert, dass weiteres Leid
entsteht – oft für Hunderte von Nachkommen über die
nächsten Jahre hinweg.
Unsere Projektpartner in Spanien und Italien kennen ihre
Kolonien genau. Sie beobachten die Tiere, dokumentieren
Neuzugänge und versuchen systematisch, möglichst viele
Katzen zu kastrieren. Nur so lässt sich die Population
langfristig stabilisieren und das Leben der Tiere nachhaltig
verbessern. Kastrierte Katzen sind in der Regel gesünder,
kämpfen weniger und bringen keine weiteren unversorgten Kitten zur Welt, die statistisch
gesehen meist nicht mal das erste Lebensjahr überleben.
Wir danken allen Unterstützern, die diese wichtige Aktion möglich gemacht und
damit unseren Projektpartnern in Spanien und Italien geholfen haben, den Tieren vor
Ort eine bessere Zukunft zu schenken.
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Antiparasitika
Floh- und Zeckenschutz in den Tierheimen und Auffangstationen unserer
Projektpartner
Dort, wo viele Hunde und Katzen auf engem Raum leben, gehören Flöhe und Zecken
leider zum Alltag. Ohne regelmäßige Vorsorge kann sich ein Befall rasend schnell
ausbreiten – mit Folgen, die weit über lästiges Jucken hinausgehen.
Warum Vorsorge so wichtig ist
Flöhe und Zecken sind nicht nur unangenehm, sie können auch gefährliche Krankheiten
übertragen. Flöhe bringen unter anderem Bandwürmer mit, Zecken wiederum Krankheiten
wie Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose oder Borreliose. Besonders junge, geschwächte
oder ältere Tiere leiden stark unter einem Befall; bei ihnen kann er sogar zu Blutarmut
führen.
Für unsere Projektpartner vor Ort sieht die Herausforderung anders aus. Sie müssen die
Mittel verabreichen, oft unter schwierigen Bedingungen. Nicht jedes Tier lässt sich
problemlos anfassen – manche haben Angst, andere sind gestresst oder gar aggressiv.
Dazu kommt der organisatorische Aufwand: Wer hat wann welches Präparat bekommen?
Wann steht die nächste Dosis an? Welche Tiere vertragen was?
Diese Planung kostet Zeit, Konzentration
und Nerven. Trotzdem ist sie unverzichtbar,
denn nur mit konsequenter Behandlung
bleiben die Tiere gesund.
Hinzu kommt: Wo viele Tiere auf engem Raum leben, verbreiten sich Parasiten wie ein
Lauffeuer. Floheier überleben in Decken, Körbchen und Ritzen – und schon nach kurzer
Zeit ist das gesamte Umfeld betroffen.
Welche Möglichkeiten es gibt
Wir unterstützen unsere Partner je nach Situation mit unterschiedlichen Mitteln.
Entscheidend sind Wirksamkeit, Verträglichkeit und natürlich der Preis, denn bei vielen
Tieren summieren sich die Kosten schnell und Sonderangebote variieren.
• Spot-on-Präparate sind einfach aufzutragen, wirken mehrere Wochen und schützen
zuverlässig.
• Tabletten wirken von innen heraus und bekämpfen die Parasiten direkt nach dem
Blutsaugen.
• Halsbänder geben über Monate hinweg Wirkstoffe ab – praktisch, wenn viele Tiere
gleichzeitig geschützt werden müssen, wirkungslos, wenn sich die Hunde im Spiel
die Halsbänder herunterreißen.
• Sprays und Shampoos sind initial gut geeignet bei akutem Befall oder für sehr junge
Tiere, allerdings ohne Langzeitwirkung.
• Umgebungsbehandlung: Unverzichtbar! Liegeplätze, Decken und Aufenthaltsräume
müssen regelmäßig gereinigt und behandelt werden, sonst beginnt der Kreislauf von
vorne.
Eine tägliche Herausforderung – für beide Seiten, aber auf unterschiedliche Weise
Für unseren Verein bedeutet Parasitenprävention vor allem eines: eine enorme finanzielle
Belastung. Bei Hunderten von Tieren summieren sich Spot-Ons, Tabletten, Halsbänder
und Umgebungsbehandlungen schnell zu einer großen Ausgabe, die wir regelmäßig
stemmen müssen.
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Hilfslieferungen
Futter ist die Grundlage für alles, was in einem Tierheim notwendig ist. Ohne ausreichend
Nahrung gerät das gesamte System ins Wanken. Denn wenn die Näpfe leer bleiben, fehlt nicht
nur die tägliche Versorgung der Tiere – es fehlen auch die finanziellen Mittel, um medizinisch
verantwortungsvoll zu handeln.
Ohne Futterlieferungen rücken tierärztliche Behandlungen schnell in den Hintergrund:
notwendige Kastrationen können nicht durchgeführt werden, Impfungen müssen verschoben
werden, Verletzungen und Krankheiten bleiben unbehandelt oder können nur notdürftig
versorgt werden. Die tägliche Sorge gilt dann allein der Frage, wie die Tiere überhaupt satt
werden können.
Jede unserer Lieferungen mit Futter nach Süditalien bedeutet deshalb weit mehr als mit Futter
gefüllte Näpfe und Schälchen. Sie schaffen Luft zum Atmen, geben Planungssicherheit und
ermöglichen es unseren Projektpartnern vor Ort, sich auch um die Gesundheit, das
Wohlbefinden und die Zukunft der Tiere zu kümmern. Futter ist nicht nur Nahrung – es ist die
Basis für Würde, Fürsorge und echte Hilfe.
Dass uns bei den Futterlieferungen auch wieder
feed a cat und ihre tollen Spender unter die Arme
gegriffen haben, zeigen wir auf Seite 22.
Auf den folgenden Fotos ist unsere Januar-
Lieferung nach Süditalien mit 18 Paletten zu
sehen.
Lieber Herr HAAS,
von Herzen danke für Ihre
großartige Unterstützung bei
den Transporten!
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Hilfslieferungen
STEFANIA erhielt über feed a cat im März sechs Paletten hochwertiges Futter
– für ihre Schützlinge in ihrem Asyl in Zeme in Norditalien und für die vielen Katzen,
die sie auf den Straßen füttert.
Vielen Dank
Grazie Mille
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NEIN sagen im Tierschutz
Was bedeutet es im Tierschutz, auch einmal NEIN sagen zu müssen?
Im Tierschutz „Nein“ zu sagen gehört zu den schwierigsten und schmerzhaftesten
Aufgaben. Es bedeutet nicht Herzlosigkeit – es bedeutet Verantwortung. Ein „Nein“ heißt,
Entscheidungen zu treffen, die nicht dem eigenen Wunsch entsprechen, jedem Tier sofort
helfen zu wollen, sondern dem, was realistisch, nachhaltig und fair ist – für die Tiere, für
die Helfenden und für die gesamte Organisation.
Auch unsere Projektpartner kommen in Ausnahmefällen in Situationen, wo sie NEIN
sagen müssen, denn sie stehen täglich vor Situationen, die wir uns hier kaum
vorstellen können:
1. Nein sagen, weil kein Platz mehr ist
Die Tierheime und Auffangstationen unserer Projektpartner
sind chronisch überfüllt. Ein „Nein“ bedeutet dort: Wenn wir
dieses Tier aufnehmen, gefährden wir die, die schon da sind.
2. Nein sagen, weil die Ressourcen nicht reichen
Medizinische Versorgung, Futter, Strom, Wasser –
alles ist knapp. Ein „Nein“ heißt: Wir können dieses
Tier nicht noch zusätzlich verantwortungsvoll
versorgen.
3. Nein sagen, um sich selbst zu schützen
Viele unserer Partner arbeiten allein, ohne staatliche Unterstützung,
ohne freie Tage, ohne psychologische Hilfe. Manche pflegen
zusätzlich noch Angehörige. Ein „Nein“ ist manchmal der einzige
Weg, nicht selbst zusammenzubrechen.
Für unsere Partner bedeutet „Nein“ zu sagen, dass sie gegen ihren Instinkt helfen zu
wollen und trotz Mitgefühl verantwortungsvoll handeln müssen – im Sinne der Tiere, die
bereits in ihrer Obhut sind, und im Sinne ihrer eigenen Belastungsgrenzen.
Für unsere Partner bedeutet ein „Nein“, dass sie gegen ihr eigenes Herz ankämpfen
müssen. Sie würden jedes Tier retten wollen, doch sie wissen: Ein überfülltes Tierheim
oder eine aus allen Nähten platzende Auffangstation hilft niemandem. Ihr „Nein“ schützt
die, die schon da sind. Besonders dann, wenn es behördliche Auflagen zur
Aufnahmekapazität gibt.
Für unsere Partner bedeutet „Nein“ zu sagen, der harten Realität ins Auge zu sehen:
begrenzte Plätze, begrenzte Mittel, begrenzte Kraft. Ein „Nein“ ist dort oft der einzige Weg,
das System nicht kollabieren zu lassen.
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Die harte Realität, der wir gegenüberstehen
Animal Respect e.V. steht seit einigen Jahren vor immer größeren Herausforderungen.
Um unsere Tierschutzarbeit fortführen zu können, wurde es zunehmend notwendig, auch
anderswo finanzielle Unterstützung zu erbitten. So haben wir uns beispielsweise an
Stiftungen gewendet, aber auch von dort ist nur selten Hilfe zu erwarten, da einfach
überall das Geld knapp ist und es zu viele Hilfesuchende gibt.
Ursache dafür ist nicht ein einzelner Auslöser, sondern das Zusammenspiel mehrerer
Krisen, insbesondere die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit.
Inflation, unsichere Arbeitsverhältnisse und stark gestiegene Lebenshaltungskosten
wirken sich spürbar auf die Spendenbereitschaft aus. Diese Entwicklung betrifft nicht nur
unsere Organisation. Auch viele langjährige Unterstützer sehen sich selbst mit finanziellen
Belastungen konfrontiert und sind oft nicht mehr in der Lage, Hilfe in dem Umfang
zu leisten, wie sie es früher konnten.
Gleichzeitig verschärft sich die Situation vor Ort dramatisch. Unsere Projektpartner in
Italien und Südspanien verzeichnen einen massiven Anstieg an abgegebenen und
ausgesetzten Hunden und Katzen. Besonders traurig ist es, wenn Familien, die ihre Tiere
lieben, sich durch existenzielle Probleme, wie Wohnungsverlust, Arbeitslosigkeit oder
schwere Erkrankungen, gezwungen sehen, sich von ihren Tieren zu trennen.
Mit der Aufnahme dieser Tiere verlagert sich die finanzielle Verantwortung vollständig auf
unseren Verein und unsere Partner. Zeitgleich sind die Kosten für tierärztliche Behandlungen,
Futter, Medikamente und den Erhalt der Unterkünfte deutlich gestiegen. Hinzu
kommen laufende Verpflichtungen sowie immer wieder unerwartete Ausgaben, die
kurzfristig aufgefangen werden müssen.
Das Zusammenspiel aus rückläufigen Einnahmen und
steigenden Kosten zwingt uns dazu, unsere ohnehin sehr
sorgfältige Mittelverwendung nun noch strenger Monat
für Monat zu priorisieren. Unverändert bleibt jedoch
unser Ziel: Tieren, die Aussetzung, Vernachlässigung
oder Gewalt erfahren haben, Sicherheit, Versorgung
sowie eine Zukunft zu ermöglichen – und die
unverzichtbare Arbeit unserer Projektpartner dauerhaft
abzusichern.
Ein Vermächtnis für die Tiere – über das Leben hinaus
Ein Testament bietet die Möglichkeit, die Hilfe für
Tiere auch über das eigene Leben hinaus fortzuführen.
Wenn Sie Animal Respect e.V. berücksichtigen,
schaffen Sie etwas Bleibendes und unterstützen
nachhaltig Tiere in Not.
Animal Respect e.V. ist als gemeinnütziger Verein
anerkannt und daher von der Schenkungs- und
Erbschaftssteuer befreit. Das bedeutet, dass
Zuwendungen aus einem Nachlass ohne Abzüge
vollständig in unsere Tierschutzarbeit fließen und
unmittelbar den satzungsgemäßen Zwecken
zugutekommen.
Auch Teilvermächtnisse können eine wertvolle
Unterstützung sein. So besteht beispielsweise die
Möglichkeit, einen bestimmten Prozentsatz des Barvermögens, einen festen Betrag oder
einen Anteil aus dem Verkauf einer Immobilie festzulegen. Auf diese Weise können Sie
sowohl Ihre Angehörigen berücksichtigen als auch ein Beitrag für den Tierschutz leisten.
Jede Form der Unterstützung hilft, unsere Arbeit langfristig abzusichern.
Angesichts einer allgemein rückläufigen Spendenbereitschaft im Tierschutz gewinnen
Vermächtnisse zunehmend an Bedeutung. Ohne solche Zuwendungen ist es längerfristig
nicht möglich, unsere Tierschutzarbeit in gewohnter Form fortzuführen und unseren
Projektpartnern Planungssicherheit zu geben.
Wer ein Testament erstellen möchte, sollte beachten, dass ein handschriftlich
verfasstes Dokument erforderlich ist. Es sollte Ort und Datum enthalten sowie
eigenhändig unterschrieben sein. Zudem empfiehlt es sich, das Testament beim
zuständigen Nachlassgericht zu hinterlegen. Für eine rechtssichere Formulierung kann die
Beratung durch einen Fachanwalt oder Notar sinnvoll sein.
Eine Berücksichtigung in Ihrem Testament verstehen wir als besonderen Vertrauensbeweis.
Damit helfen Sie vor allem den Tieren und den engagierten Tierschützern, unseren
Projektpartnern, die täglich vor Ort im Einsatz sind.
Wenn Sie Animal Respect e.V. über Ihre Lebenszeit hinaus bedenken möchten und ganz
allgemeine Fragen dazu haben, freuen wir uns zunächst über eine E Mail von Ihnen an
info@animal-respect.com. Im Anschluss stehen wir Ihnen gerne für ein persönliches und
vertrauliches Gespräch zur Verfügung. Dieses Gespräch ersetzt keine rechtliche Beratung,
kann aber dabei helfen, erste Orientierung zu geben und organisatorische Punkte zu
klären.
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SIRIA: Vom Familienhund zum Notfall
MENA und MAURILIO in Pompei
Nach neun Jahren in ihrer Familie war man ihrer überdrüssig und bat eine Tierschützerin aus
der Umgebung um Abholung. Diese lebt jedoch in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung und
konnte die Hündin nicht aufnehmen. Sie bot an, sie zu vermitteln, wenn sie bis dahin in der
Familie bleiben dürfe. Das wurde abgelehnt, stattdessen drohte man, sie ins örtliche Canile
zu bringen. Schließlich bat die Tierschützerin MENA dringend um Hilfe.
In der Auffangstation von MENA und MAURILIO weinte die Hündin anfangs viel und war von
den anderen Hunden völlig überfordert, obwohl sie im Wohnhaus mit kleinen Hunden
untergebracht war. Vermutlich kannte sie weder Artgenossen noch Spaziergänge.
Eine Woche später brachte MAURILIO sie in die Tierklinik, da sie krank wirkte. Ein faulender,
sehr schmerzhafter Zahn musste entfernt werden – die Kosten übernahmen wir.
Inzwischen ist die Hündin der „Sonnenschein“ ihrer neuen Familie.
So können Sie den Tieren helfen:
Spenden über unser Bankkonto
Animal Respect e.V.
Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG
IBAN DE24 7009 1500 0001 5132 81
BIC GENODEF1DCA
Spenden über PayPal
Wenn Sie ein
-Konto haben, können Sie uns
Ihre Spende gern direkt online zukommen lassen:
PayPal: charity@animal-respect.com
Nur gebührenfrei, wenn Sie Überweisungsoption „Geld an Familie und
Freunde senden“ wählen.
Werden Sie Fördermitglied bei Animal Respect e.V.
In unserem Heft finden Sie einen Fördermitgliedsantrag.
Regelmäßige Zuwendungen sind sehr wichtig für unsere
Tierschutzarbeit, da wir damit längerfristig planen können.
Werden Sie Pate eines Hundes oder einer Katze!
Alle im Heft vorgestellten Tiere sind aus dem Tierheim EL COBIJO bei
Murcia in Spanien. Es handelt sich bei diesen hilfsbedürftigen Tieren
meist um „Langzeitinsassen“ oder Tiere, die chronisch krank sind und
regelmäßig medizinische Hilfe und Medikamente brauchen.
SIRIA in der Tierklinik
SIRIA bei ihrer „Für immer Familie“
Beim Online-Einkauf Gutes tun – ohne Mehrkosten!
Bei jedem Online-Einkauf (derzeit nehmen mehr als 2000 Shops teil),
der über das Internet-Portal
– z. B. über den Button auf
der Startseite von Animal Respect e.V. – vermittelt wird, entstehen
Einkaufsprämien, die von den teilnehmenden Unternehmen an unseren
Verein gezahlt werden.
Unsere Projektpartner in Italien und Spanien setzen sich leidenschaftlich für Tiere wie
SIRIA ein. Aber nur wenn sichergestellt ist, dass die finanziellen Mittel für wichtige
Behandlungen, Medikamente und Kastrationen vorhanden sind, können die
Tierschützer vor Ort die Tiere aus ihren aussichtslosen Lebenssituationen retten.
„Liken“ Sie uns auf Facebook!
Mit nur einem Klick auf unserer Facebook-Seite machen Sie auch
Ihre Freunde auf unseren Verein aufmerksam.
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Bitte unterstützen Sie uns, damit wir gemeinsam Tieren in Not eine Zukunft bieten können!
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Animal Respect e.V.
Adoptionen
Jede
Spende
zählt!
OPs, Kastrationen,
Behandlungen
Tierrettungen
Futterlieferungen
Gutes tun ist leichter, wenn VIELE helfen!
Animal Respect e.V.
c/o Elke Pichler
Von-Kahr-Str. 36
80997 München
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Tel.: 089 - 35 78 96 39
Fax: 089 - 354 35 42
www.animal-respect.com
info@animal-respect.com