DAV 203 Juli 2026
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MIT TEI LUN GEN
der Sektion Schwäbisch Gmünd
Juli 2026| 203
Terminkalender Juli bis Dezember
Wichtelgruppe (6-8 Jahre):
Mittwochs 15:30 bis 17:00 Uhr
Kindergruppen (8-14 Jahre):
Mittwochs 17:30 bis 19:30 Uhr
Donnerstags 17:00 bis 19:00 Uhr
Kinder- und Jugendgruppe (12-18 Jahre):
Dienstags 17:30 bis 19:30 Uhr
Kinder- und Jugendgruppe (9-18 Jahre)
Freitags 16:00 bis 18:00 Uhr
Jugendgruppe (13-18 Jahre):
Montags 17:00 bis 19:00 Uhr
Jugendmannschaft (ab 18 Jahre):
Dienstags ab 18:00 Uhr
Wandergruppe: Treffpunkt jeweils Donnerstags
ab 13.30 Uhr Parkplatz Stellung Heubach
Rosensteinhütte ist ab 13.30 Uhr geöffnet im
14-tägigen Wechsel mit der Albvereinshütte.
DAV - Rosensteinhütte jeweils am 2./4. Donnerstag
des Monats und die
Albvereinshütte am 1./3. Donnerstag des
Monats.
Ansprechpartner: Klaus Sperlich, 07171-72711
Anfragen nach einem Gruppenplatz ausschließlich
per E-Mail:
Anmeldung-jugendgruppen@dav-gd.de
Skigymnastik
findet von Mitte September bis Ostern
in der Turnhalle des Scheffoldgymnasiums,
immer mittwochs von 20:00 bis 21:30 Uhr statt.
Weitere Informationen:
vorstand2@dav-gd.de oder 015229212501
Redaktion
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Armin Elser
Taubenstraße 20 – 73553 Alfdorf-Brech
armin.elser@onlinehome.de | 0163-1620680 oder 07172-183666
Nächster Redaktionsschluss: 15. November 2026
MIT TEI LUN GEN
der Sektion Schwäbisch Gmünd
Ausgabe 203 – Juli 2026
Herausgegeben von der Sektion Schwäbisch Gmünd
des Deutschen Alpenvereins e.V.
Redaktion:
Armin Elser
Gestaltung und Bildbearbeitung:
Karl Degendorfer
Gesamtherstellung:
Wahl Druck GmbH
Der Be zugs preis ist im Mitgliedsbeitrag ent hal ten.
Titelbild:
Nordwand Hochfeiler, im Hintergrund Hoher Weißzint
Sektion Schwäbisch Gmünd des Deutschen Alpenvereins e.V.
Telefon 07171/ 3 9505
info@dav-schwaebischgmuend.de
Internet
www.dav-schwaebischgmuend.de
IBAN
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BIC
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Geschäftsstelle:
Uferstraße 38, 73525 Schwäbisch Gmünd
(Eingang Ecke Goethestraße/Uferstraße)
Öffnungszeiten je den Mittwoch 17.30 bis 19.30 Uhr.
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2
Im letzten halben Jahr konnten wieder einige Mitglieder einen runden
Geburtstag feiern. Die Sektion Schwäbisch Gmünd gratuliert nachträglich
recht herzlich und wünscht alles Gute, vor allem Gesundheit.
Zum 90. Geburtstag:
Kaja, Helmut
Walz, Martin
Stütz, Erich
Wentz, Rolf
Krieg, Peter
Pfisterer, Roland
Zum 85. Geburtstag:
Müller, Eberhard
Wagner, Werner
Grimminger, Siegfried
Keim, Werner
Off, Ingrid
Fuchsloch, Hermann
Zum 80. Geburtstag:
Sax, Dieter
Hieber, Willi
Kiemel , Thomas
Rathgeber, Roland
Wagner, Peter
Breitenbücher, Walter
Apfelthaler, Josef
Weiss, Hanspeter
Röttele, Otto
Krause, Mechthilde
Schürle, Karl
Zum 75. Geburtstag:
Henne, Hans
Zulley, Dorit-Aletta
Breunig, Werner
Kopper, Adalbert
Lobe, Rainer
Seybold-Scheulen, Eva
Roessler, Helmut
Kaiser, Juergen
Hafen, Alexander
Kurz, Karl-Heinz
Zum 70. Geburtstag:
Feifel, Hubert
Hübner, Hans-Joachim
Koldewey, Norbert
Jakob, Manfred
Schoch, Nikolaus
Titze, Alfons
Hartenstein, Monika
Fischer , Dorothea
Prügner, Horst
Schlotterer, Margit
Frank, Cornelia
Hiller, Hubert
Predan, Roland
Wengert, Anton
Wahl, Gerhard
Wahl, Karl
Abele, Manfred
Bareiss, Werner
Pfrommer, Angelika
Wranja , Stefan
Straub, Manfred
Moll, Walter
Schreiner, Gabriele
Orth, Jörg
Greiner, Jürgen
Linckh, Peter
Flemming, Bernd
3
Zum Tode von Michael Pfau
Mit großer Betroffenheit nehmen wir Abschied von Michael Pfau
(43 Jahre), unserem geschätzten Mitglied, Trainer C Bergsteigen
und Schneeschuh, der am 18. Februar 2026 bei einem Lawinenunglück
ums Leben gekommen ist.
Segensspruch
Möge dein Weg dich weiterführen über die höchsten Gipfel,
getragen von Licht, Klarheit und innerem Frieden.
Mögest du die Weite der Berge nun in Ewigkeit schauen
und in ihrer Stille Geborgenheit finden.
Seit 2020 engagierte sich Michael Pfau in der Sektion Schwäbisch
Gmünd als Trainer C Bergsteigen sowie in der Familiengruppe und
prägte dort mit großem Einsatz und Herzblut das Gemeinschaftsleben.
Durch seine Erfahrung, seine ruhige und besonnene Art sowie seine Hilfsbereitschaft
hat er zahlreiche Menschen inspiriert und begleitet. Wir verlieren mit ihm einen wertvollen
Menschen, dessen Spuren weit über den Verein hinausreichen werden.
Er hinterlässt seine schwangere Frau Minna und zwei Söhne, denen in dieser schweren Zeit
unser tiefes Mitgefühl gilt.
Sein Andenken wird uns stets begleiten.
Ciao Steffen!
4
Steffen Kern kam Anfang der neunziger Jahre über seine Zivikollegen
vomLindenhof mit dem Klettern in Kontakt.
So fand er rasch Anschluss an‘s Umfeld der damaligen Gmünder
Jungmannschaft.
1992 begann dann seine „Alpinkarriere“ mit einem Paukenschlag,
dem Salbitschijen-Westgrat in den Urner Alpen, als zweiter alpiner
Klettertour (die erste war an den Kirchlispitzen im Rätikon). Es
sollten noch über zweihundert weitere dazu kommen.
1997/98 machte er die Ausbildung zum Fachübungsleiter (wie es
damals noch hieß) Alpinklettern. Fortan bot er regelmäßig Touren
und Kurse im Sektionsprogramm an.
So oder so ähnlich fangen sie gewöhnlich an, die Nachrufe für verstorbene
Menschen, die sich auf die eine oder andere Art Meriten
erworben haben. Dagegen ist auch nicht viel einzuwenden. Nur
wird eine summarische Aufzählung der wichtigsten Stationen diesem Menschen selten gerecht.
Was heißt das schon, dass jemand in seiner Jugend ein starker Tennisspieler war, später
ein belesener Alpinchronist wurde, der als Redakteur beim Klettern-Magazin über viele Jahre
hinweg das Heft und seine Entwicklung mitgeprägt hat und vom Pause-Epigonen und Dolomitenkenner
zum Boulderer und „Dr. Bleau“ wurde, der ein Buch über seine Boulderreise durch
die USA veröffentlicht hat?
Jemand, den seine Liebe zur Sprache und zum selbständigen Denken unweigerlich dazu trieb,
kritisch und konstruktiv Widerspruch zu leisten, wann immer er es für angebracht hielt?
Jemand, der mit sehr viel innerer Freiheit versuchte, ein bürgerliches Leben zu führen in einer
Welt, die seinen Idealen so gar nicht entsprechen wollte? Jemand, der in diesem Spannungsfeld
seine kleine Tochter liebevoll ins Leben begleitete, für seine Familie immer da war? Was
sagen all diese Dinge über diesen Menschen aus?
Kann man so ein Leben überhaupt
in (wenige) Worte fassen,
selbst wenn es so früh endet wie dieses?
Viel haben wir zusammen erlebt, in den großen Wänden der Alpen, an brüchigen Felsen auf
der Alb, an versteckten Blöcken im Wald, an verrauchten Biertischen und in durchzechten
Nächten. Meistens sind wir anderntags irgendwo oben angekommen, müde, aber glücklich
es geschafft zu haben. Wieder um ein gemeinsames Erlebnis reicher.
Und irgendwie kamen wir auch jedesmal runter und heil nach Hause.
„Wieder überlebt“, riefen wir dann im Scherz, wenn es ein bisschen eng geworden war. Doch
noch angekommen, bevor es dunkel wurde, im letzten Augenblick einen rettenden Griff gefunden,
im Dolomitengewitter nicht vom Blitz getroffen, im Steinschlagcouloir mit einem
blauen Auge davon gekommen, bei der übermüdeten Heimfahrt dem Sekundenschlaf nicht
anheim gefallen –
alles mögliche haben wir überlebt, manchmal mit mehr Glück als Verstand.
Ich bin glücklich, dass ich immer mal wieder ein Stück weit dabei sein durfte in seinem Leben,
dass er Platz und Zeit für mich frei gemacht hat, und wir gemeinsam voneinander lernen
durften.
Am Fels genauso wie in der Kneipe, über Kletterrouten und das Erhabene der Alpinliteratur,
dem neuesten Stand der Sicherungstechnik und die Phänomenologie des Geistes, zwischen
abendfüllender Tourenwahl und einem dicken Kopf am nächsten Morgen.
Und doch sind es die kleinen Dinge, die vielleicht mehr Bedeutung haben als all die alpinen
und geistigen Großtaten. Der ritualisierte Morgenkaffee um die Gedanken zu ordnen, der
genussvolle Zug an der Kippe beim Blick ins Tal, gedankenverloren und doch ganz bei sich,
das Feierabendbier beim Kochen des leckeren Abendessens für die Familie, nicht zuletzt die
bedingungslose Zuwendung zu seiner Tochter,
„das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist“, bei der abendlichen Gute-Nacht-Geschichte,
beim Erklären von Kletterstellen oder der ganzen Welt.
Im letzten Sommer kam plötzlich etwas völlig Unerwartetes, etwas Unbekanntes, Unsichtbares,
Unheimliches, Bedrohliches: ein Hirntumor, den Steffen mit der besten Taktik, der größten
Selbstdisziplin und Ausdauer nicht austricksen konnte.
Nun wird es keinen neuen Versuch mehr geben, diesen Boulder doch zu knacken, jenen Gipfel
noch zu besteigen. Die letzten Züge sind geklettert, das Seil ist aus.
Fassungslos bleibe ich zurück, mit der Hoffnung, dass er den nächsten Standplatz gut erreicht
hat.
Am 4. April 2026 verließ Steffen die geliebte Welt des Kletterns und der Berge, des Schreibens
und Nachdenkens, des Lernens und Staunens, des Glücks mit seiner kleinen Familie in der Tessiner
Wahlheimat.
Ciao Steffen, und Berg frei!
5
Zum Tode von Karl Weber
Unser Ehrenmitglied und das dienstälteste Mitglied im Ehrenrat
mit einer Vereinszugehörigkeit von über 72 Jahren Karl Weber
ist am 12.04.2026 im gesegneten Alter von über 91 Jahren verstorben.
Zeitlebens engagierte sich Karl Weber im Verein und übernahm
Verantwortung in diversen Positionen. Seine freundliche Art und
allgegenwärtige Hilfsbereitschaft waren für ihn selbstverständlich
und zeichneten ihn besonders aus.
In frühen Jahren war er Jungmannschaftsleiter, später als Bergwanderführer
unternahm er viele Touren im Alpenraum, wobei
er bei seinen beliebten Kinder- und Jugendausfahrten sehr viel
Geduld und Einfühlungsvermögen aufbrachte.
Als „Lustminister“ waren unter seiner Leitung – zusammen mit
seiner Frau Ingrid und einem Festausschuß – die legendären Alpenbälle in der Waldstetter
Stuifenhalle lange Jahre „Highlights“ zum Jahresende.
Besonders liebte Karl die über Jahre hinweg stattfindenden Skitouren-Ausfahrten mit
Selbstversorgung, bei denen außer tollen Touren auch die Kameradschaft gepflegt wurde.
Durch seine Erfahrung und vielseitigem Engagement war er bis zu seinem Tode Mitglied im
Ehrenrat.
Vorstandschaft und Ehrenrat der Sektion
Wir werden Karl Weber in guter Erinnerung behalten.
Wir gedenken unserer Toten
Erika Ziegele Mitglied seit 1960
Hans-Peter Abele Mitglied seit 1983
Lothar Brandner Mitglied seit 2002
Michael Pfau Mitglied seit 2015
Veit Stadelmaier Mitglied seit 1963
Karl Weber Mitglied seit 1954
Steffen Kern Mitglied seit 1991
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Der Herr gebe ihnen die ewige Ruhe
Da macht man Pläne.
Rucksack gepackt,
Stiefel geschnürt?
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Sportgala der Stadt Schwäbisch Gmünd
Die erfolgreichsten Sportler/innen
und Trainer des
Jahres 2025 der DAV-Sektion
Schwäbisch Gmünd
Ebba JACKSTEIT
1.Platz Gesamtwertung Baden-Württembergischer
Jugendcup U17
(BW) (Lead, Bouldern, Speed)
2.Platz BW-Meisterschaft Lead weiblich
Damen
10.Platz Europäischer Jugendcup Bologna
Lead
1.Platz BW Jugendcup Freiburg (Lead) U17
1.Platz BW Jugendcup Schwäbisch Gmünd
(Lead) U17
2.Platz BW Jugendcup Heilbronn
(Boulder) U17
27.Platz Jugendeuropameisterschaft Zilina
Lead
Mika HOLDGREWE
1.Platz Gesamtwertung Baden-Württembergischer
Jugendcup U19
(BW) (Lead, Bouldern, Speed)
2.Platz Süddeutsche Meisterschaft Lead
(Herren)
1.Platz BW Jugendcup Stuttgart (Boulder) U19
1.Platz BW Jugendcup Freiburg (Lead) U19
1.Platz BW Jugendcup Schwäbisch Gmünd
(Lead) U19
3.Platz BW Jugendcup Mannheim (Speed) U19
4.Platz BW- Meisterschaft Bayreuth (Bouldern)
Herren
Miyu SCHIMKO
3.Platz Deutsche Jugendmeisterschaft
Gesamt Overall U15
1.Platz BW Jugendcup Freiburg (Lead)
2.Platz 2. Deutscher Jugendcup (Bouldern)
U15 Wuppertal 2025
2.Platz 3. Deutscher Jugendcup 2025 U15
Augsburg Speed
2.Platz BW Jugendcup Stuttgart (Boulder) U15
2.Platz BW Jugendcup Schwäbisch Gmünd
U15 (Lead)
2.Platz BW Jugendcup Offenburg (Speed) U15
Max KLEESATTEL
1.Platz Baden-Württembergische-Meisterschaft
Bouldern
3.Platz Süddeutsche Meisterschaft Bouldern
9.Platz Deutsche Meisterschaft Bouldern 2025
8
Trainer des Jahres 2025 der Stadt Schwäbisch
Gmünd
Jugend trainiert für Olympia
Hans-Baldung-Gymnasium
Trainiert von Sebastian Ott erreichten folgende
Teilnehmer den zweiten Platz im Landesfinale
U23 Klettern Mixed. Gero Hartmann, Max
Hartmann, Ellen Mokry, Quentin Schuhmann
und Jakob Wagner. Die Kletter-AG findet wöchentlich
in der DAV-Kletterschmiede statt.
Diese besondere Auszeichnung wurde Jörg
Müller verliehen
Jörg prägt den Wettkampfklettersport unserer
Sektion seit vielen Jahren maßgeblich. Bereits
während seiner aktiven Wettkampfzeit
engagierte er sich intensiv in der Nachwuchsarbeit.
Heute ist er der höchstqualifizierte aktive
Trainer im Wettkampfsport unserer Sektion
und betreut unsere Jugend mit großer
Professionalität und Leidenschaft.
Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass drei
seiner Wettkämpfer/innen als Landessieger
zur Sportlerehrung 2025 geladen sind.
Die kontinuierliche Arbeit von Jörg und seinem
Trainerteam – bestehend aus Nils Müller,
Tim Schwab und Nicole Rapp – sind das
Fundament für die heutigen Erfolge der
Wettkampfkletterer der Sektion Schwäbisch
Gmünd.
In seiner Laudatio würdigte Oliver Glass vom
Stadtverband Sport Jörg Müller mit den Worten,
er sei „ein Glücksfall für die DAV Sektion
Schwäbisch Gmünd und eine große Bereicherung
für die Sportstadt Schwäbisch Gmünd
-sportlich wie menschlich“.
Christina und Jürgen Müller
9
60 Jahre
Edel-Göth, Hannelore Knecht, Joachim Trinkle, Friedrich
Heckmann, Alfred Maier, Heinz Zoller, Irmgard
Herzer, Gerold
Mönch, Ulrich
50 Jahre
Bareiss, Claus Henle, Siegfried Wanner, Anne
Batran, Margrit Kienzle, Karl Werner, Dieter
Blumer, Rolf-Dieter Kopper, Friedrich Werner, Karin
Göth, Wolfgang Kuchinke, Volkmar Ziegler, Gustav
Haas, Ute
Schmid, Monika
40 Jahre
Jubilarinnen und Jubilare
10
Barth, Gottfried Maria Kohr, Steffen Stühle, Frank
Frischhut, Josef Krause, Mechthilde Wagenblast, Hedwig
Härer, Sandra Nowak, Reinhard Wagenblast, Wolfgang
Härer, Werner Oesterle, Markus Wamsler, Uwe
Hermann, Christiane Sachsenmaier, Diana Wohlfarth, Dietmar
Hermann, Ewald
25 Jahre
Abele, Benjamin Harr, Willi Ocker, Lea-Marie
Auerbach, Markus Hermann, Hannah Ocker, Valentin
Balzer, Petra Hübner, Hans-Joachim Oechsle, Hermann
Bayer, Beate Kaißer, Christina Rollwagen, Markus
Bundschuh, Hubert Kaißer, Jürgen Sachsenmaier, Michael
Dangelmaier, Marcus Kässer, Annemarie Schäfer-Laible, Christine
Dohnal, Heidi Kässer, Dietmar Schlotterer, Margit
Elser, Henry Kässer, Rita Schmid, Dietmar
Fehlinger, Sebastian Knies, Thomas Schönenborn, Gisbert
Greiner, Jürgen Koppold, Martin Schönenborn, Ingrid
Greiner, Petra Kornau, Annegret Schwarz, Elisabeth
Greiner, Philipp Kornau, Rainer Schweizer, Markus
Hägele, Franz Krebs, Peter Seidel, Andreas
Hägele, Louis Krebs, Waltraud Weiler, Wolfram
Hägele, Rolf Maier, Michael Wirth, Dennis
Mitgliederversammlung
Dienstag, den 28. Juli 2026
um 20.15 Uhr
im Stadtgarten
im Hans-Baldung-Grien-Saal
Wir laden ein zur
Ehrung der diesjährigen Jubilare
Für die Tagesordnungspunkte beachten Sie bitte die Veröffentlichungen in den
Gmünder Tageszeitungen und unsere Homepage www.dav-schwaebischgmuend.de
Die Vorstandschaft der Sektion
Naturexkursion:
Kräuter auf dem Kalten Feld
01.08.2026, 10:30 Uhr,
Treffpunkt ist der Parkplatz an der Skisprungschanze Degenfeld.
In Kooperation mit der Bergwacht Schwäbisch Gmünd. Leitung: Tobias Fuchs,
Stellvertretender Landesnaturschutzreferent, Bergwacht Württemberg
Wanderung mit dem Ziel, der Einführung in die Grundlagen der Pflanzenbestimmung
und dabei die Pflanzenwelt der wärmeliebenden Kalk-Magerrasen
auf dem Kalten Feld kennenzulernen.
Dazu gehören viele typische Kräuter wie Thymian und Oregano mit ihrer Bedeutung
für Schmetterlinge sowie ihre Nutzung, z. B. für den „Kalten-Feld-
Tee“.
Abschluss mit gemeinsamem Ausklang an der Rettungswache der Bergwacht.
Anmeldung gerne per Mail,
Tobias.Fuchs@Bergwacht-Wuerttemberg.de
11
Klettern am Rosenstein ...
12
Bei strahlendem Frühlingswetter machte
sich die Wichtelgruppe am Samstag nach Ostern
auf den Weg zum Rosenstein, um dort
einen spannenden Klettertag zu verbringen.
Treffpunkt war der Wanderparkplatz.
Für die Kinder war es das
erste Mal, dass sie an einem
echten Felsen kletterten.
Dementsprechend waren sie auch aufgeregt
und voller Erwartung, was auf sie zu kommt.
Bevor es zum Sophienfels ging, wurden
zunächst die Ausrüstung und das Material
überprüft und erklärt. Gemeinsam erarbeiteten
die Kinder die wichtigsten Regeln für das
Klettern am Fels.
Vor dem Abstieg zum Felsen wurden die
Helme aufgesetzt. Während die Kinder ein
Rucksackdepot einrichteten, bauten Albrecht,
Jürgen, Carsten und Pelin die Toprope-
Stationen auf.
Danach konnte das Kletterabenteuer
beginnen.
Zum ersten Mal Fels statt bunter Klettergriffe
unter Händen und Füßen. Das war zunächst
eine ungewohnte und spannende Herausforderung.
Den richtigen Weg selbst zu entdecken,
fiel anfangs nicht leicht.
Mit jedem Versuch wuchs jedoch der Mut unserer
Wichtelgruppe und die Motivation stieg
stetig, bis schließlich die ersten Kletterer die
Umlenker erreichten.
Der Wunsch nach anspruchsvolleren
Routen ließ danach
nicht lange auf sich warten.
Am Ende kamen alle auf ihre Kosten – sowohl
die Kinder als auch die Trainer. Besonders erfreulich
war das vorbildliche Verhalten der Kids
am Fels, das auch von anderen Kletterern positiv
wahrgenommen wurde.
Da es am Fels zunehmend voller wurde, machten
wir uns auf den Rückweg zur DAV-Hütte
– jedoch nicht, ohne zuvor noch eine Wanderung
zum Ostfels zu unternehmen.
Zum Abschluss des gelungenen Tages wurde
gemeinsam mit den Eltern gegrillt, die nach
und nach an unserer DAV-Hütte eintrafen
Beim gemütlichen Beisammensein
entstand schnell der
Wunsch, bald wieder gemeinsam
an den Fels zu gehen
Die Wichtelgruppe, Trainer und Eltern waren
von unserem Ausflug rundum begeistert.
Bericht Christina Müller
... mit der Wichtelgruppe
13
„Alpe Motta, Bivio“ Graubünden ...
Ein Ausflug in die Pionierzeiten
der geführten Skitouren unserer
Sektion.
Taucht beim Lesen des Tourenberichts
ein in die Welt und Wahrnehmung
vor über 40 Jahren….
Bivio:
"Der doppelte Wendepunkt"
Eine neue Ära bricht an. Dietmar hat
eine Selbstversorgerhütte ausfindig gemacht,
wir kochen selbst und sind von
ihm dafür in Gruppen eingeteilt.
Schon der Aufstieg zur Alpe Motta,
unserem Quartier, verlangt einiges
an Kondition, denn vieles an Verpflegung
und noch viel mehr an Getränken
und vor allem Unmengen Wein
werden nach oben geschafft. :-)
Wir sind noch keine fünf Minuten
oben und schon ist unser Spezialist
für Bau, Steine und Erden kohlrabenschwarz.
Der wichtigste Teil unserer
Behausung, der Herd, er funktioniert
nicht. Heribert holt zwanzig Jahre Versäumnis
im Eiltempo nach. Die Fetzen
fliegen.
Das Abenteuer Kochen beginnt und
recht schnell sortiert sich die Gruppe.
"Theoretiker" hier und "Praktiker"
dort. So mancher hat scheinbar sein
ganzes bisheriges Leben an Mutters
Kochtopf vorbeigeschaut und von
Mengenlehre nie etwas gehört oder
verstanden.
Der Mangel an Geschirr macht Lore sogleich
erfinderisch, so ist die Spülschüssel
eben auch die Salatschüssel. Von ihr
haben die Praktiker viel dazugelernt.
Und die Anderen?
Heiße Diskussionen, gewaltige Wortgefechte
und weinselige Runden wechseln
sich ab. Manchmal machen wir die
Nacht fast zum Tag. So sehr gefällt uns
diese Selbstversorgungswoche, daß uns
sogar der Wein und die Kochzutaten
ausgehen.:-)
Herrliche Touren machen wir in
der Gegend um den Julierpass,
schneidender Wind am Piz d‘Agnel
und anschließende Parcourabfahrt
– wie im Labyrinth – und am
Schluß der Touren immer wieder
der Aufstieg zur Alpe Motta werden
uns immer in Erinnerung bleiben.
Ein Besuch im superschicken Hotel
Post in Bivio bringt eine recht ausgelassene
Stimmung in den Schuppen. :-)
Dietmar schmeißt eine Runde. Er
nennt es „Gewissensberuhigung",
zumindest ganz heimlich. :-)
Flambiertes Eis leistet sich da einer und
Lore als sparsame Hausfrau staunt da
nicht schlecht. Ein blitzschneller Schuß
Grand Marnier gratis, natürlich auf
Kosten des Hauses, in ihre Kaffeetasse
läßt ihre Augen noch größer werden.
Und dann ist da Einer von uns, dem
läßt das keine Ruhe, möchte dasselbe
tun und – läßt sich prompt erwischen.
Der Rest der Flasche ist uns dann doch
zu teuer. Wir überzeugen den Kellner.
Zugabe nennen wir es.
14
Eine streikende Skibindung erschließt
uns dann noch die nussbraunen Schönheiten
von Bivio. Unglaublich! Beim
Kochen blind, ansonsten ein richtiger
Adler.
Was ist sonst noch zu bemerken? Aufmerksame
Kameraden sind auch dabei,
jeden Teller, jede Gabel und jedes Messer,
das sie gespült haben zu notieren.
Ist das etwa Leistungsgesellschaft oder
Schutz vor Überarbeitung? Ja Freunde,
Gruppenverhalten muss man lernen
und nicht jeder schafft es. Unsere
Tourenwoche ist zu Ende und Dietmar
setzt den zweiten Wendepunkt.
"Ihr seid autark und solltet ab sofort
auf eigenen Füßen stehen. Ich will
mich um die Jungen kümmern''.
Wir nehmen die Herausforderung
an, entziehen uns der Obhut
des DAV und freuen uns auf das
nächste Jahr. Dietmar übrigens
auch – er geht dann mit uns.
Erreichte Tourenziele:
Roccabella 2731m
Piz dal Sasc 2730m
Piz Sargonda 3197m
Piz Scalotta 2991m
Piz d’Agnel 3205m
Namenloser 3000er
Teilnehmer:
Albrecht, Gerhard
Blessing, Lore
Böhm, Dietmar
Böhm, Martin
Herzer, Heribert
Jäger, Karl
Klotzbücher, Wolfgang
Koziara Bernd
Nehr, Georg
Rieg, Herbert
Schmid, Hans
Schniertshauer, Albert
Tenbrink, Günter
Vaupel, Alex
Wieland, Hermann
:-) (Das Smiley stammt übrigens
auch aus 1982!!)
6. bis 13. März 1982
15
Felsputzete am Rosenstein
16
„Naturschutzaktion“ von Bergwacht
und DAV Schwäbisch Gmünd.
Auch in diesem Jahr trafen sich Mithelfende
aus den Reihen der Bergwacht und des DAV
zur Felsputzete. Wir sammelten an der Ruine
und am Fuß des Westfelsens leere Flaschen,
Glasscherben, Kronenkorken und Zigarettenkippen.
Gerade Zigarettenkippen gelten als
"Giftiger Sondermüll" für die Umwelt.
Ein gebrauchter Zigarettenfilter enthält
bis zu 7000 Schadstoffe und kann bis
zu 1000 Liter Wasser verunreinigen.
Insbesondere in sensiblen Öközonen wie
den Kalkfelsen am Rosenstein ist dies problematisch.
(siehe Infobox).
Am Fuße des Westfelsens
entdeckten
wir zudem Schwertlilien
der Art Iris
germanica, auch
Ritterlilie genannt.
Dabei handelt es
sich um eine Lilienkreuzung,
die im
Mittelalter gerne als
Schutz vor Feinden
in Burggräben und
unter Burgfelsen
gepflanzt wurde.
Infobox
Flora und Fauna Westfels:
Unter dem Westfelsen des Rosensteins
erstreckt sich ein halboffener Saumbereich
auf der Schutthalde des Felsens,
der eine besonders interessante Pflanzen-
und Tierwelt beherbergt. Auffallend
sind hier zahlreich wachsenden Schwertlilien,
die zusammen mit Pflanzen der
Kalkrasen, wie Fetthenne oder Blasser
Schwingel, einen lichten Übergang zu
den steinigen Magerrasen bilden.In diesem
Saum finden sich auch selten gewordene
Arten, wie der Acker-Gelbstern,
der durch moderne Landwirtschaft von
vielen steinigen Äckern verdrängt wurde,
sowie Berglauch. An sonnigen Tagen wie
an diesem Sonntag tummeln sich bereits
zahlreiche Schmetterlinge und andere
Insekten zwischen den ersten Blüten.
Dieser Saum ist eine besondere und in
unserer Region seltene Struktur, die sowohl
ökologisch als auch landschaftlich
einen hohen Wert hat. Er zeigt eindrucksvoll,
wie Übergangsbereiche zwischen
Felsen und offenen Flächen und Wald die
Biodiversität fördern und Lebensraum für
seltene Arten bieten.
Susanne Schwarz,
Naturschutz und Klimaschutz,
DAV Schwäbisch Gmünd
Dein Begleiter in den Bergen, jetzt auch in deinem Handy!
Dein DAV-Mitgliedsausweis ist jetzt auch in digitaler Form verfügbar. Damit hast du alle wichtigen
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• Login oder Registrierung: Bevor du deinen digitalen Ausweis nutzen kannst, musst du dich
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Nach der Registrierung melde dich mit deinen Zugangsdaten an.
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Mitgliedsausweis als PDF herunterladen. Praktisch: Er wird dir zusätzlich
automatisch per E-Mail zugeschickt.
• Gültigkeit: Genau wie der klassische Ausweis ist auch der digitale nur
in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.
Für Neulinge: Frisch beim DAV
angemeldet? Herzlich willkommen!
Etwa drei Wochen nach
deinem Beitritt kannst du deinen
digitalen Ausweis abrufen.
Ab dem 1. Februar eines jeden
Jahres gibt’s den Ausweis für
das neue Mitgliedsjahr.
Und das war's schon! Mit dem
digitalen DAV-Mitgliedsausweis
bist du bestens ausgerüstet für
alle Abenteuer in den Bergen –
und das ganz umweltfreundlich
und immer griffbereit auf deinem
Handy.
Der digitale Mitgliedsausweis
17
Neues aus dem Tourenreferat
Unser Tourenprogramm ist erfahrungsgemäß
immer sehr schnell gut gefüllt, dennoch lohnt
sich immer wieder ein Blick auf unser Angebot
auf der Homepage. Derzeit gibt es noch einige
freie Plätze bei verschiedenen Angeboten.
Speziell die MTB-Angebote bieten auch noch
Platz für kleinere Gruppen. Manchmal lohnt
es sich auch, kurzfristig auf einen Wartelistenplatz
zu spekulieren. (Siehe Seite 17)
Datenstand: Anfang Juni
Schaut mal rein:
betreiben, damit die Qualität ihrer Produkte
sichergestellt ist. Sobald sich Ausrüstung allerdings
in unserem persönlichen Besitz befindet,
sind wir selbst dafür verantwortlich sie
sachgerecht zu lagern, Verschleiß zu erkennen
und gefährliche Gegenstände auszusondern.
Da wir bei unseren Touren uns und andere
nicht gefährden wollen, prüft bitte euer
Material gründlich – bei ungeeignetem
Material kann der verantwortliche Trainer
euch von der Teilnahme ausschließen.
Bei Unsicherheiten und Fragen geht bitte vor
der Tour auf euren Trainer zu!
Wie lange hält meine Bergsportausrüstung?
Immer wieder sehen wir auf
unseren Touren und Kursen
Ausrüstungsgegenstände,
die altersbedingte Schäden
oder Verschleiß aufweisen.
Auf der Alpenvereins-Seite
gibt es hierzu interessante Artikel, zum Beispiel
hier:
Zitat:
Unfälle im Bergsport sind heute überwiegend
auf menschliches Verhalten zurückzuführen
– auf mangelnde Sicherungstechnik zum Beispiel,
auf eine unrealistische Situations- oder
Selbsteinschätzung oder auch schlicht auf hohe
Risikobereitschaft in einer gefahrenbehafteten
Umgebung. Materialversagen führt nur
mehr selten zu Unfällen. Dies verdanken wir
einerseits dem gesetzlichen Rahmen, in dem
sicherheitsrelevante Ausrüstungsgegenstände
heutzutage hergestellt und vertrieben werden.
Und natürlich den Herstellern, die sich an
die strengen Vorgaben halten, normgerecht
produzieren und einen hohen Aufwand dafür
18
Tourenbelegung 2026
Alpinkletterkurs Level Advanced -
32
Steinseehütte
Hinterer Seelenkogel (3472 m) - Einsamer
33
Grenzgipfel am Alpenhauptkamm
25.06.2026 28.06.2026 ein Platz frei
27.06.2026 29.06.2026 Warteliste
34 Auf die Sulzfluh 28.06.2026 30.06.2026 ein Platz frei
35 Alpiner Grundkurs 02.07.2026 05.07.2026 Warteliste
36 MTB - Spitzkehren-MoeMittwoch 08.07.2026 08.07.2026 freie Plätze
Hochtourenkurs für Fortgeschrittene -
37
Sustenpass
Zillertal - Olperer 3476m & Hoher Riffler
38
3231m
09.07.2026 12.07.2026 Warteliste
11.07.2026 13.07.2026 Warteliste
39 Hochtourenkurs für Einsteiger - Sustenpass 12.07.2026 14.07.2026 Warteliste
40
Granit vom Feinsten - Klettern im Gebiet um
die Bergseehütte
16.07.2026 19.07.2026 Warteliste
41 Von Graubünden ins Tessin 16.07.2026 21.07.2026 Warteliste
42 MTB - Flug-MoeMittwoch 22.07.2026 22.07.2026 freie Plätze
43 Große Mischabelrunde mit Nadelhorn 4327m 06.08.2026 09.08.2026 Warteliste
44
Steil empor am Altmann - Alpines Klettern im
Alpstein Teil 2
07.08.2026 09.08.2026 ein Platz frei
45 Das Becherhaus und der Wilde Freiger 13.08.2026 16.08.2026 Warteliste
46
Auf und ab im Naturparadies der Glattalp in
der Schweiz
16.08.2026 18.08.2026 Warteliste
47 Der Freiungen-Höhenweg im Karwendel 03.09.2026 06.09.2026 Warteliste
48 Klettersteigrunde in der Pala 13.09.2026 17.09.2026 Warteliste
49
Rheinwaldhorn ab Zapporthütte - ein
verstecktes Paradies
18.09.2026 20.09.2026 ein Platz frei
50 Sportklettern: Coaching am Fels 20.09.2026 20.09.2026 freie Plätze
51 Wandertour in den Tannheimer Bergen 27.09.2026 29.09.2026 Warteliste
52 Klettern am Battert 16.10.2026 18.10.2026 Warteliste
19
Hüttenwochenende der Familiengruppe ...
20
1.–3. Mai 2026,
Schwarzenberghütte
Über das verlängerte Maiwochenende verbrachten
sieben Familien der DAV-Familiengruppe
erlebnisreiche Tage in den Allgäuer
Alpen.
Ausgangspunkt war der Parkplatz in Hinterstein
im Ostrachtal, von wo aus wir mit
dem Bus zum Giebelhaus fuhren. Nach einer
kleinen Vesperpause begann dort der
Anstieg zur Schwarzenberghütte auf 1.395 m.
Eineinhalb Stunden Gehzeit mit Kindern und
Gepäck.
Oben angekommen, bezogen
wir unsere Zimmer und genossen
das herrliche Wetter sowie den
wunderbaren Panoramablick.
Die Hütte ist ideal für Familien, mit Spielplatz,
Wiesen und viel Platz zum Toben. Während
die Kinder Hüttenlager
bauten, Tannenzapfen
sammelten, schnitzten,
rutschten und balancierten,
konnten auch
die Eltern die Seele
baumeln lassen.
Am nächsten Tag stand
eine mittelschwere
Wanderung zum Engeratsgundsee
(ca.
500 hm) auf dem Programm.
Alle Familien
mit Kindern zwischen
zwei und neun Jahren
starteten gut gelaunt
Alle Kinder
meisterten die
Tour mit Bravour
– echte
Bergsteigerinnen
und
Bergsteiger
von morgen!
um 9 Uhr. Der Weg war abwechslungsreich
– entlang plätschernder Bäche, über kleine
Schneefelder,
wo die Kinder „Eisdiele“ spielten,
und mit etwas Glück konnten wir sogar Murmeltiere
beobachten.
Nach etwa zwei Stunden teilte sich die Gruppe:
Ein Teil kehrte gemütlich zur Hütte zurück, der
andere stieg weiter zum zugefrorenen Engeratsgundsee
auf. Es war ein spannendes Erlebnis
für Groß und Klein.
Dann zurück an
der Hütte, ließen
wir den Tag mit
Gruppenspielen,
gutem Essen und
gemütlichem
Beisammensein
ausklingen, umgeben
von beeindruckender
Bergkulisse.
Am letzten Morgen
traten wir
gemeinsam den
Abstieg an. Einige
Familien wählten
den direkten
Weg, andere den
etwas panoramareicheren
Sommerweg.
Unten
an der Ostrach
trafen sich alle
wieder und belohnten
sich mit einer erfrischenden Abkühlung
im Bergbach. Danach brachte uns der
Bus zurück zum Parkplatz und wir machten
uns voller schöner Eindrücke auf den Heimweg.
Rückblickend: ein rundum gelungenes
Hüttenwochenende mit viel Sonne, Gemeinschaft
und echtem Bergglück – weitgehend
offline und mitten in der Natur.
... in den Allgäuer Alpen
21
22
3000er Schneeschuh-Hochtour ...
Im dichten Schneetreiben stiegen wir auf zu
unserem Quartier, der Langtalereckhütte. Die
Nacht durch schneite es heftig weiter. Früh
am nächsten Morgen bahnten wir uns bei
klarem, sonnigem Himmel den Weg durch
tiefen Neuschnee, hoch vom Langtalerferner
über windverwehte, eisige Hänge in eine weite,
wilde, grandiose Bergeinsamkeit.
Der Weg zog sich, immer wieder
über Kuppen bergauf
und bergab, war beanspruchend,
doch wunderschön!
Gut eine Stunde vor dem anvisierten Gipfel,
dem Hinteren Seelenkogel, machten wir
kehrt, das Zeitfenster war schon überschritten,
der Rückweg wurde dann die letzte Stunde
mühsam, oft brachen wir bis zur Hüfte ein.
Am frühen Nachmittag erreichten
wir wieder die Hütte, genossen die
Sonnenterrasse, ließen die fantastischen
Eindrücke der Bergwelt
nachklingen, sie hatten bei mir
Erinnerungen geweckt, an Bilder
aus „Tim und Struppi in Tibet“.
Tags darauf stiegen wir auf zum Eiskögele,
diesmal deutlich leichter, die Bedingungen
waren um einiges besser. Diesmal weniger
einsam, es schien, als hätten alle auf der Hütte
dasselbe Ziel. Nach einer steilen Flanke gings
mit Steigeisen und Pickel über einen schönen,
luftigen Grat zum Gipfelkreuz. Am Gipfel waren
wir dann wieder alleine, rund um uns die
Weite der Bergwelt, der Skizirkus in Sölden
und Gurgl war unsichtbar.
Mittags zurück auf der Hütte entschlossen wir
uns für eine vorzeitige Rückfahrt, für Montag
war Regen und Lawinenstufe 4 unter 2000
Hm angekündigt. So stiegen wir ab, noch
eine kurze Einkehr in der Schönwieshütte,
dann hatte uns in Hochgurgl die Zivilisation
wieder.
Danke an Stojan, Günni und
Heike für eure sichere, souveräne
Führung und das
anspruchsvolle Spuren!
In Vorfreude auf das kommende
Jahr: Jochen, Jürgen, Kai, Rudi,
Susan und Susanne.
Susanne Schwarz
... Ötztal-Langertalerferner
23
„Knackige“ Schneeschuh-Touren ...
24
Die Schneeschuhe sind startklar,
die Rucksäcke gepackt und
früh am Tag beginnt die Fahrt
nach Gunzesried, einem Ortsteil
der bayerischen Gemeinde
Blaichach im Landkreis Oberallgäu,
gelegen in knapp 900 m
Höhe in einem Hochtal.
Laut Mundartforschern geht der Ortsname
auf „Gunzharts Ried“ zurück und bietet einen
Hinweis auf die Besiedlung des Tales durch die
Alemannen, die im 7. Jahrhundert stattfand.
Eine bunt gemischte Truppe triff sich bei der
Gunzesrieder Säge, dem Ausgangspunkt der
ersten Tour:
Horst und Ramona, Joana,
Judith, Uschi, Sylvia sowie unsere
zwei Guides, Birgit und Jakob.
Eine herrliche Landschaft mit verschneiten
Hängen, blauem Himmel und Sonnenschein
erwartet uns. Das heutige Ziel ist ein „Zwillingsgipfel“:
das Bleicherhorn und das Höllritzereck,
1669 m.
Ein hübsches Holzhäuschen mit Tisch und
Bänken lädt zur Mittagsrast ein mit tollem
Blick auf das Bleicherhorn:
das wird sicher ein
„knackiger“ Anstieg.
Bei allerbesten Bedingungen hinsichtlich
Wetterlage, Lawinenstufe, Schneehöhe und
Steilheit der Hänge machen wir die Höhenmeter
und erreichen schließlich voller Freude
den 1. Gipfel mit fantastischen Aussichten auf
die Nagelfluhkette, den Grünten, genannt der
„Wächter des Allgäus“ sowie die Allgäuer Alpenkette
mit dem Hochvogel, Krottenkopf,
Hohen Ifen u. a. bis zum Widderstein.
Unbeschreiblich schön!
Weiter geht es zum Höllritzereck und danach
erfolgt ein „knackig“ steiler Abstieg, die gewaltigen
Hänge hinunter und ein kleines
Stück durch den Wald. Am späten Nachmittag
beziehen wir unser Quartier im Berggasthof
Goldenes Kreuz in Gunzesried, wo uns der
sehr kompetente Gastwirt Tourenvorschläge
für den nächsten Tag macht.
Dort lassen wir uns mit einem sehr
leckeren Abendessen verwöhnen.
Am 2. Tag ist die Tour auf den Großen Ochsenkopf,
1662 m, geplant. Ein nicht ganz so
„knackiger“ Anstieg erleichtert die Tour, die
im Schatten stetig aufwärts führt. Das letzte
Stück auf den Gipfel erfolgt im strahlenden
Sonnenschein und bald stehen wir am Gipfelkreuz
und genießen wieder Aussicht pur. Der
Abstieg führt durch den Wald Richtung Prinschenhütte.
Hier üben wir mit den Lawinenverschüttetensuchgeräten.
Birgit erklärt uns sehr ausführlich, worauf es
dabei ankommt und was zu beachten ist. Alle
Teilnehmenden suchen einzeln das von Jakob
vergrabene LVS-Gerät.
Danach kommen Sonde und Schaufel zum
Einsatz und das LVS-Gerät, eingehüllt in Jakobs
Jacke, kommt wieder zum Vorschein.
Sehr interessant ist auch das von Jakob ausgegrabene
Schneeprofil.
Hier ist die Schneehöhe von 60
cm sehr gut ersichtlich sowie die
verschiedenen Schneeschichten.
Es macht deutlich, wie es durch die nicht miteinander
verbundenen Schneeschichten zu
Abgängen von Schneebrettlawinen kommen
kann. Nachdem wieder alles eingepackt ist,
geht es an den restlichen Abstieg hinunter
in das Ostertal. Nach dem wohlverdienten
Abendessen klingt der Abend bei angeregter
Unterhaltung und netten Gesprächen aus.
Am 3. Tag ist eine Tour auf den Dreifahnenkopf,1628
m, angesagt. Der herrliche Sonnenschein
und angenehme Temperaturen
verlocken zu längeren Pausen. Es ist einfach
schön, hier oben zu sein. Wir wandern weiter
zum Grauenstein, 1640 m, genießen nochmals
die Aussichten und steigen wieder ab in`s Ostertal.
Drei wunderschöne Tage im Schnee mit fünf
tollen Gipfeln neigen sich dem Ende zu. . .
Doch auf dem letzten Kilometer im Ostertal
hat die Seniorin noch eine Premiere: Der ABS-
Rucksack bläst sich auf, einfach so! Nach 20
Jahren Schneeschuhwandern mit dem DAV,
immer mit dem ABS-Rucksack, passiert es
wirklich das erste Mal. Die Seniorin kommt
„engelsgleich“ mit riesengroßen roten Flügeln
daher. Nachdem mit etwas Mühe die
Flügel endlich wieder eingepackt sind, Jakob
sei`s gedankt, macht sich die Gruppe
wieder auf die Heimfahrt.
Es war ein super schöner
Ausflug mit einem sehr
erfrischendem Team:
...zwei junge dynamische Mädels, bei
denen man manchmal sogar zu Wort
kam,
...eine Heubacherin, die plötzlich eine
Auszeit benötigte,
...ein lustiger Rentner mit „knackigem“
Humor,
…eine „Engels“-Seniorin, die sich nicht
unterkriegen ließ,
…eine Bänkerin, die uns spontan und
zügig nach Hause brachte,
...ein Führungsteam, das die Gruppe
jederzeit „under control“ hatte.
Ganz herzlichen Dank an Birgit
und Jakob
... im Gunzesrieder Tal
25
26
Der
Bücherwurm
stellt vor
Rother Wanderbuch
Alpine Bergtouren Allgäuer Alpen
1. Auflage 2025, 232 Seiten mit 189 Fotos, 50 Höhenprofilen,
50 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000
sowie zwei Übersichtskarten Format 12,5 x 20 cm,
kartoniert, ISBN 978-3-7633-3442-1 Preis € 18,90
Ulf Streubel, Matthias Schopp
50 herausfordernde Touren mit GPS-Tracks
Steile Grasflanken, schroffe Gipfel und luftige
Felsgrate – das Allgäu hat erfahrenen Bergsteigern
zahlreiche
anspruchsvolle Touren
zu bieten. Das
Rother Wanderbuch
»Alpine Bergtouren
Allgäue Alpen«
liefert dafür viel Inspiration:
Es präsentiert
50 herausfordernde
Touren, die
auf ausgesetzten
Pfaden, über Schrofen
und Fels und
auch mal mit leichter
Kletterei auf die
Gipfel führen.
Von der Trettachspitze, zurecht das Allgäuer
Matterhorn genannt, bis zur Höfats, dem Inbegriff
des steilen Grasbergs, führt dieses Wanderbuch
zu den berühmtesten Alpingipfeln
des Allgäus. Auch die Hornbachkette mit dem
höchsten Berg des Allgäus, dem Großen Krottenkopf,
fordert mit alpiner Herausforderung
und belohnt mit grandiosen Aussichten.
Die alpinen Bergtouren in diesem Buch sind
ideal für erfahrene Alpinisten mit Trittsicherheit
und alpiner Routine. Abseits der überlaufenen
Wege erwartet einen dafür die Ruhe der
Natur und ein Panorama, das nur auf hier zu
finden ist.
Jede Tour wird mit einer zuverlässigen Wegbeschreibung,
einem Wanderkärtchen mit eingetragener
Route und einem aussagekräftigen
Höhenprofil präsentiert. Geprüfte GPS-Tracks,
stehen zum download bereit.
Panico Alpinverlag
Bergführer Bayerische Voralpen
& Nordtirol
Gipfel & Grate, Normalanstiege, Alpine
Klettertouren & Überschreitungen
1. Auflage 2026, 240 Seiten, 120 x 185 mm, Softcover
mit Umschlagsklappen, komplett 4 Farbig, 24,80€
Die Bayerischen
Voralpen werden
gern mal
unterschätzt.
Zwischen Loisach
und Inn
versteckt sich
jedoch eine erstaunlich
vielseitige
Berglandschaft:
mal sanft,
mal verspielt,
an den richtigen
Stellen aber
durchaus ernsthaft
– und damit
genau richtig für
alle, die genauer hinschauen.
Mit dem Band „Bayerische Voralpen & Nordtirol“
legt Sebastian Steude seine zweite Auswahl
an Touren bei Panico vor –sorgfältig, ja
akribisch, zusammengestellt und perfekt ausbalanciert.
Das Spektrum reicht von alpinen
Wanderungen über klassische Gipfelanstiege
bis hin zu längeren Gratüberschreitungen und
Klettertouren. Neben bekannten Zielen finden
sich bewusst zahlreiche ruhigere Unternehmungen
– für Tage, an denen man den Gipfel
nicht zwingend teilen möchte.
Ein angenehmer Nebeneffekt: Viele Touren
lassen sich problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln
erreichen. Das funktioniert erstaunlich
oft und sogar pünktlich!!
Im Rofan und Karwendel wird das Gelände
alpiner. Während das Rofan noch vergleichsweise
entspannt daherkommt, zeigt sich das
Karwendel von seiner raueren Seite!
Hier ist Eigenständigkeit gefragt – und genau
das macht den Reiz aus.
Präzise Beschreibungen, übersichtliche Kartenskizzen
und verlässliche Topos. Ein Buch
für alle, die die Bayerischen Voralpen und den
nordöstlichen Zipfel Tirols wirklich erleben
wollen.
KLETTERFÜHRER SCHWEIZ PLAISIR OST
ISBN: 978-3-906087-63-4, Erscheinungsjahr 2026,
Autor: Sandro von Känel, Format: 120 x 185 m, 528
Seiten, Preis: 64€
Der «Schweiz plaisir OST» bietet genügend
Stoff für ein ganzes Kletterleben. Egal ob Anfänger
oder Könner, zu zweit oder mit der Familie,
kurz oder
lang, Sommer
oder Winter, es
ist für jede und
jeden sowie für
alle Jahreszeiten
und Vorlieben ein
passendes Gebiet
zu finden. «plaisir
OST» startet
im Melchtal mit
seinem griffigen,
quergebänderten
Kalk. Weiter gehts
durch die Zentralschweiz
ins Sarganserland
und
nach Graubünden. Fantastische Kalk- und Granitklettereien
erwarten dich in dieser schönen
Gegend. Weiter nördlich lockt der Alpstein
mit kompakten Wänden. Schliesslich machen
wir einen Abstecher ins benachbarte Tirol, wo
Plaisirklettern – nicht zuletzt dank «climbers
paradise» – mittlerweile Tradition ist.
Zum 40-jährigen Filidor-Jubiläum erhält der
Führer ein spezielles Cover. Das Aquarell des
Val Forno stammt aus der Feder der Künstlerin
und Kletterin Rhiannon Klee und macht diese
Ausgabe zu einem besonderen Sammlerstück.
Insgesamt 92 Klettergebiete von kurz bis lang,
von Klettergarten bis alpin – einfach für jeden
genügend Kletterstoff.
https://tmms-shop.de/kletterfuehrer/83-
kletterfuehrer-schweiz-plaisirost-9783906087634.html
Rother Wanderbuch
Wilde Wege Ammergau – Wetterstein –
Karwendel – Bayerische Voralpen
40 abenteuerliche Pfade
Mark Zahel
ISBN978-3-7633-3444-5, 19.90, 3., vollständig überarbeitete
Auflage 2026, 40 Touren, 50 Höhenprofile, 50
Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, Übersichtskarte,
GPS-Tracks zum Download
»Wilde Wege« – das klingt spannend und nach
einer guten Portion Abenteuer!
Wer in den Bayerischen Alpen die ausgetretenen
Pfade voller Entdeckungslust verlassen
möchte, dem liefert dieses Wanderbuch eine
wahre Fundgrube an Tourenvorschlägen.
Alte, fast vergessene
Jagdsteige
aufspüren, über
Schrofen und
Fels klettern und
auf einsame Gipfel
hinaufschleichen
– diese 45
sorgfältig recherchierten
Touren
garantieren ein
intensives Erlebnis
der alpinen
Ursprünglichkeit.
Die wilden Wege
sind anspruchsvoll
und erfordern
alpine Erfahrung: Das Spektrum beginnt
bei Pfaden, auf denen man sich behutsam an
die Wildheit herantasten kann, und reicht bis
zu langen, teils weglosen hochalpinen Unternehmungen
mit Kletterstellen bis zum
II. Grad.
Dieses Buch erschließt die wildesten Ecken
der Bayerischen Alpen, fernab der Massen.
Jede Tour ist ausführlich charakterisiert und
zuverlässig beschrieben, ergänzt von präzisen
Wanderkarten mit Wegverlauf und
aussagekräftigen Höhenprofilen. Geprüfte
GPS-Tracks, die zum Download bereitstehen,
erleichtern die Orientierung im Gelände.
Das Rother Wanderbuch »Wilde Wege –
Ammergau, Wetterstein, Karwendel, Bayerische
Voralpen« ist eine Einladung für
alle, die echte Abenteuer abseits der bekannten
Pfade suchen.
27
Skifahren werden sich wenige leisten können
28
Selbst in so entlegenen hochalpinen
Karseen – also Seen, die durch
das Abtauen von Gletschern entstanden
sind – wie den Lacs de la
Ventina, lassen sich heute Spuren
der Umweltverschmutzung finden.
Der Kulturgeograf Werner Bätzing ist
emeritierter Professor, von Ruhestand
kann bei ihm aber keine Rede sein.
Der vielleicht bedeutendste Alpenexperte
ist weiterhin viel unterwegs – bei Lesungen
ebenso wie in den Bergen selbst.
Ein Gespräch über Ötzi, Schneekanonen
und den Kapitalismus.
Von André Bochow
Noch sind die Touristenmassen nicht über
Bamberg hergefallen. Das Unesco-Welterbe-Altstadtareal
thront an einem sonnigen
Frühlingstag über der Regnitz, über vielen
Brücken und über dem Archiv für integrierte
Alpenforschung, das von Werner Bätzing in
einer geräumigen Altbauwohnung gepflegt
wird. Seine Frau, die Philosophin Evelyn
Hanzig-Bätzing, hat an der Uni Bamberg gearbeitet,
Bätzing selbst hat an der Uni Nürnberg-Erlangen
gewirkt. Das erklärt, warum es
die Berlinerin und den Hessen nach Franken
verschlagen hat. Die Alpen hat Bätzing auf
Wanderungen entdeckt und später erforscht.
Der Name „Alpen“ soll aus dem nahöstlichen
Raum stammen. Stimmt das?
Das ist eine ganz neue, aber sehr plausible These.
Fakt ist, die
Landwirtschaft
ist mit Bauern
aus dem Vorderen
Orient nach
Europa gekommen,
auch in die
Alpenregion. Wir
reden über eine
Zeit 5000 bis
6000 vor Christi
Geburt, also von
einer Zeit ohne
Schrift. Aber die
Menschen jener
Zeit fanden natürlich
Begriffe
für das, was sie
vorfanden. Und
die Bezeichnung
Alpen erinnert
an das Wort für
Rind in den semitischen
Sprachen.
Vor den Orientalen waren die Jäger und
Sammler da.
Die ursprünglich aus Afrika stammten. Genetische
Analysen von Ötzi besagen, dass seine
Mutter aus einer Gruppe von Jägern und
Sammlern kam. Bei Ötzi bewegen wir uns in
einer Zeit um 3000 vor Christus. In Sagen und
im Genmaterial lebten und leben die Ötzi-Verwandten
übrigens fort.
Lange waren die Alpen für die Menschen
etwas Bedrohliches, eher Düsteres. Wann
hat sich das geändert?
Die Römer sprachen von „Montes horribiles“,
von den „schrecklichen Bergen“. Erst zwischen
1760 und 1780 entstand ein neues Bild. Spannend
ist, dass sich fast gleichzeitig auch der
Blick auf das Meer änderte. Plötzlich waren
Meer und Hochgebirge schön, besser gesagt:
schrecklich schön. Die Idylle ohne Schrecken
wäre langweilig, und den Schrecken ohne Idylle
will man nicht mehr haben.
Und was hat das neue Bild geprägt?
Die Menschen hatten das Gefühl, die Natur
jetzt im Griff zu haben. Die neuen Erkenntnisse
der Naturwissenschaften ließen dieses Gefühl
ebenso wachsen, wie der neue Geist der Aufklärung.
Jedenfalls konnte man nun, nachdem
die Natur nicht mehr ausschließlich bedrohlich
war, sie auch genießen.
Auf die Spitze wird es dann in den Tourismuszentren
getrieben. Die Natur bekommt
einen juristischen Deckel ...
Genau. Wenn in einem ausgewiesenen Skigebiet
eine Lawine abgeht, haftet der Betreiber
der Piste. Die Bändigung der Gefahren ist geradezu
die Voraussetzung für den Massentourismus
in den Alpen.
Die aber keine unberührte Natur verkörpern.
Das, was wir an den Alpen so schätzen, den
freien Blick, die kleinräumigen Täler und die
Almlandschaft, bildet eine Kulturlandschaft,
die wir der Landwirtschaft und den Rodungen
vergangener Jahrhunderte verdanken.
Die ersten Touristen, die 1780 kamen, dachten,
sie sähen die reine Natur. Es war alles so schön
grün, im Gegensatz zu den dreckigen, stinkenden
Industriestädten. Es ist kein Zufall, dass die
ersten Touristen aus England kamen.
Und der Paraglider, der heute auf der schönen
grünen Fläche landet, profitiert vom
Wirken der Bauern Jahrhunderte zuvor.
Und nicht nur der Paraglider. Auch das Skifahren
hätte sich ohne die gerodeten Flächen
nicht entwickeln können. Das hat auf
den Almen begonnen, noch ohne Lifte und
nach mühsamem Aufstieg, aber freie Flächen
brauchte man für die Ski-Abfahrten.
Wie haben die Einheimischen auf die ersten
Touristen reagiert?
Sagen wir höflich: Sie waren verblüfft, dass da
Leute kamen, die sich die Berge nur anschauen
wollten. Gletscher, Felsgipfel und Felswände,
das war für die Bauern nicht nutzbares Ödland.
Bergsteigen galt als die Erfindung des Unnützen.
Dass man dieses Interesse der Städter
nutzen konnte, hat man in den Alpen
aber schnell erkannt.
29
Skifahren werden sich wenige leisten können
30
Sehr schnell. Schon Hegel berichtete 1796
nach einer Wanderung durch die Berner
Oberalpen von der Geschäftstüchtigkeit der
Einheimischen, die erhöhte Preise für Milch,
Käse und Übernachtung verlangten.
Hat der Tourismus das gesellschaftliche
Gefüge in den Alpen verändert?
Lange Zeit nicht. Die Bauern haben einigermaßen
gleich vom Tourismus profitiert. Die
Unterschiede wuchsen erst, als das Fremdkapital
hinzukam, mit dem die großen Hotels
und die Bergbahnen gebaut wurden …
… dann kam der Massentourismus?
… und mit ihm die sehr unterschiedliche
Entwicklung: Manche Alpentäler wurden
touristisch erschlossen, viele andere nicht.
Und in den tiefen Tallagern verstädtern die
Alpen, weil sie ja mitten in Europa liegen,
umgeben von zehn großen Metropolen, von
denen aus sehr gute Verkehrsverbindungen
in die Alpentäler aufgebaut wurden.
In die Berge kam die Industrie nicht?
Vereinfacht gesagt ist es so: Überall, wohin
ein LKW im Winter nicht gelangen kann, gibt
es keine Industrie.
Wir haben also die Städte in den Tälern,
etwa 300 Zentren des Massentourismus
in den Bergen und abgehängte Regionen?
Die regelrecht entvölkert werden. In den italienischen
Alpen finden sich viele vollkommen
verlassene Dörfer. Im Prinzip verläuft
die Entwicklung in allen Alpenregionen ähnlich.
Außerhalb der Touristenzentren bleiben
die Orte in den höheren Lagen wirtschaftsschwach,
und sie verlieren immer mehr Menschen.
Hat der Massentourismus nicht sehr vielen
Menschen Arbeit und Geld gebracht?
Anfangs haben die Einheimischen, wie gesagt,
durchaus profitiert. Wie erleben jedoch
heute eine immer stärkere Konzentration auf
wenige Orte und die wachsende Vormachtstellung
großer Unternehmen. Die Bilanz
ist mittlerweile eindeutig negativ. Die Einheimischen
spielen im Tourismusmarkt nur
noch eine periphere Rolle: Ihre meist kleinen
touristischen Angebote werden vom Markt
verdrängt, und sie leiden unter den hohen
Preisen, unter der Umweltzerstörung, dem
Lärm und dem Müll in den Urlaubszentren.
Ein Ausdruck für den Unwillen darüber ist der
Widerstand in solchen Regionen gegen Olympische
Spiele.
Aber letztlich wird weiter aufgerüstet.
Mit Schneekanonen, U-Bahnen zum Gipfel,
Events …
… was alles überhaupt nichts mehr mit den
Alpen zu tun hat. Da wurden und werden
Freizeitparks errichtet, die überall entstehen
könnten. Die Touristen, die dort Fun-und Action-Angebote
konsumieren, haben keinen
Bezug zu den Alpen.
Diese Aufrüstung, wie Sie es nennen, dieser
unfassbare Ressourcenverbrauch, basiert
letztlich auf ungezügeltem Neoliberalismus.
Die Wildnis ist allerdings auch nicht Ihr
Ziel. In Ihrer Streitschrift „Zwischen Freizeitpark
und Wildnis“ haben Sie das sehr
deutlich gemacht.
Weil wir erleben, was passiert, wenn die Menschen
sich aus einer Kulturlandschaft zurückziehen.
Verwilderung bedeutet dann erst
einmal für gut hundert Jahre Verbuschung.
Buschlandschaften sind aber extrem artenarm.
Nach den Büschen käme der Wald.
Erstens dauert das weiterhin viele Jahrzehnte
und zweitens ist es nicht so, wie viele Naturschützer
glauben, der Wald würde den
größten Artenreichtum beherbergen. In den
Alpen stimmt das einfach nicht. Der Hotspot
der Biodiversität sind dort die alpinen Rasen,
die Grasflächen.
Die Alpen leiden außerdem besonders
unter dem Klimawandel.
Er vollzieht sich in den Alpen doppelt so
schnell wie im Durchschnitt.
Warum?
Weil die Alpen extrem sensibel auf Veränderungen
reagieren und die Prozesse sich
gegenseitig verstärken. Die Gletscher und
Schneefelder schmelzen, das Sonnenlicht
wird immer weniger reflektiert, und so erwärmen
sich die Alpen noch schneller.
Ist das Aus für den Skitourismus programmiert?
Der Skitourismus hat in der Höhe noch genügend
Ausweichflächen. Aber der Aufwand
wird größer. Am Ende ist es eine Frage der
Kosten. Ich denke, das Ende des Skitourismus
in den Alpen kommt nicht durch die Erderwärmung,
sondern durch steigende Preise.
Skifahren werden sich nur noch wenige leisten
können.
Die ersten Skigebiete haben längst das
Handtuch geworfen.
In den letzten 20 Jahren sind in den Alpen
mindestens 300 kleine Skigebiete aufgegeben
worden, weil die künstliche Beschneiung
zu teuer und die Lifte unrentabel geworden
sind.
Auf der anderen Seite boomt der Tourismus
weiterhin.
Das stimmt. Aber wenn wir genauer hinschauen,
dann stellen wir fest: Europas Bevölkerung
schrumpft und wird älter, die
Zielgruppe wird kleiner. Deswegen wird seit
Kurzem systematisch in Asien geworben.
Und in den USA. Unter anderem mit dem
Ergebnis, dass der größte amerikanische Skikonzern
Vail Resorts die Skigebiete in Andermatt
und Crans-Montana übernommen hat.
Aus dem Produkt Alpentourismus wird ein
globales Angebot, an dem vor allem globale
Player verdienen.
Sie halten aber nichts von Klimakonferenzen
und CO-Zielen.
Die Politiker meinen es einfach nicht ernst.
Bestenfalls wollen sie den sogenannten
Green Deal, also das grüne Wachstum. Es
geht aber darum, das unbegrenzte Wirtschaftswachstum
überhaupt zu stoppen.
Gerade in den Alpen sieht man, dass es auf
einer begrenzten Erde kein unbegrenztes
Wachstum geben kann.
Wachstum weg heißt Kapitalismus weg.
So ist es.
Sind Sie Sozialist?
Ach, das sind so große Worte. Im Alpenraum
gibt es jahrhundertelange Erfahrungen mit
genossenschaftlichem Eigentum, gemeinschaftlichem
wirtschaftlichem Handeln und
gemeinsamer Verantwortung. Das verstehe
ich eher unter Sozialismus als das, was gemeinhin
darunter verstanden wird.
Also im Zeitalter von KI und Globalisierung
zurück ins späte Mittelalter?
Natürlich kann man nicht zurück. Aber man
kann sich an positiven Beispielen orientieren,
zum Beispiel daran, dass der Mensch sogar
in den schwierigen Alpen Natur verändern
kann, ohne sie zu zerstören.
Sie haben zuerst Philosophie und Theologie
studiert. Inwiefern hat Ihnen dieses
Studium geholfen, sich mit den Alpen
und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern
auseinanderzusetzen?
Das erste Studium hat mir Wesentliches Über
Grundsatzfragen beigebracht: Was ist der
Mensch? Was ist Natur? Wie ist das Verhältnis
von Mensch und Natur? Aber das war mir
nicht konkret genug.
Die Zwischenstation war Berlin. Dort waren
Sie Buchhändler.
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Skifahren werden sich wenige leisten können
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Und die Großstadt war mir deutlich zu hektisch.
Das hat mich zu meinen Wanderungen
in den Alpen gebracht. Dort habe ich mir das
Leben genauer angeschaut und schließlich
beschlossen, noch einmal zu studieren. So
wurde ich Kulturgeograf.
Mögen Sie die Alpen eigentlich?
Natürlich. Das ist doch die Basis meiner Arbeit.
Ich frage deshalb, weil bei der wissenschaftlichen
Beschäftigung das Sinnliche
verlorengehen könnte.
Im Gegenteil. Das Sinnliche ist die Basis der
Wissenschaft.
Standardwerk über die Alpen
Werner Bätzing
(76), in Kassel geboren, wuchs in Nordhessen
auf. Er studierte Theologie und Philosophie
und war nach dem ersten theologischen
Staatsexamen Religionslehrer in Berlin.
Nach einer Buchhändler-Lehre arbeitete er
in Buchhandlungen und bei Verlagen. Von
1983 bis 1987 studierte Bätzing Geographie
an der TU Berlin. 1989 promovierte er
in Bern, 1995 wurde er Professor an der Uni
Erlangen-Nürnberg. Bätzing ist Autor vieler
Bücher, nicht zuletzt des Standardwerks
über die Alpen, das den Untertitel „Geschichte
und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft“
trägt.
Der Klimawandel vollzieht
sich in den Alpen doppelt so
schnell wie im Durchschnitt.
André Bochow ist Autor der Südwestpresse
und Mitarbeiter der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.
Er schreibt vor allem über
die SPD, die Linken, das BSW, Innenpolitik,
aber auch über Entwicklungshilfepolitik und
Ostdeutschland.
Gratis Übernachtung auf DAV-Hütten
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Freie Nacht fürs Klima
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Deutscher Alpenverein e.V. Sektion Schwäbisch Gmünd – Uferstr. 38 – 73525 Schwäbisch Gmünd
„Stau am Everest...“