baustoffPARTNER Juni 2026
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: aluplast – Vom alten Fenster zum neuen Profil Top-Thema: Fassade Sonderthema: Dämmstoffe Im Blickpunkt: Ravago – XPS – der unverwüstliche Dämmstoff, wenn es um Umkehrdächer geht Red Corner: Puren – Eine Brandschutzlinie vom Steildach bis zur Tiefgarage
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: aluplast – Vom alten Fenster zum neuen Profil
Top-Thema: Fassade
Sonderthema: Dämmstoffe
Im Blickpunkt: Ravago – XPS – der unverwüstliche Dämmstoff, wenn es um Umkehrdächer geht
Red Corner: Puren – Eine Brandschutzlinie vom Steildach bis zur Tiefgarage
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06
2026
aluplast
Vom alten Fenster
zum neuen Profil
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TOP-THEMA IM BLICKPUNKT RED CORNER
Fassade
Bunter Mix aus Glas, Putz,
Holz, Kunststoff, Wellplatten
und Solar-Paneelen
Ravago
XPS – der unverwüstliche
Dämmstoff, wenn es um
Umkehrdächer geht
Puren
Eine Brandschutzlinie
vom Steildach bis zur
Tiefgarage
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk
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Editorial
Umsteigen auf
die Fast Lane
Mit 206600 fertiggestellten Wohneinheiten hat Deutschland
im vergangenen Jahr noch einmal den schwachen Wert
von 2024 (251 937) um 18 Prozent unterschritten – es ist der
niedrigste Wert seit 2012 und ein deutliches Alarmsignal.
»Deutschland steckt in einer tiefen strukturellen Wohnbaukrise.
Wir liegen weiter unter dem gesellschaftlich notwendigen
Bedarf von 400 000 Wohnungen pro Jahr«, betont
das Verbändebündnis Wohnungsbau in einer gemeinsamen
Erklärung. Seit dem Wohnungsbau-Tag Ende März, auf dem
das Verbändebündnis einen konkreten Vier-Punkte-Plan vorgelegt
hat, sei man keinen Schritt weitergekommen. Zu den
Forderungen des Bündnisses gehören u. a. eine schnelle,
rechtssichere Umsetzung des Standards »Gebäudetyp E«,
eine sofortige Umsetzung eines vereinfachten Förderkonzepts
(EH-55-Förderung) sowie die Priorisierung von Wohnbauprojekten
nach dem »Fast Lane«-Prinzip – damit soll Ländern
und Kommunen schnelleres Planen, Genehmigen und
Bauen ermöglicht werden.
Letzteres hat die Bundesregierung mittlerweile mit
einem Entwurf zur Novellierung des Baugesetzbuchs auf
den Weg gebracht. Bundesbauministerin Verena Hubertz
dazu: »Das Baugesetzbuch-Upgrade ist ein umfassendes
Modernisierungspaket, das nahezu alle Bereiche der kommunalen
Planung adressiert. Wohnen hat ab jetzt Vorfahrt,
endlich auch im Gesetz. Wer bauen will, soll sein Verfahren
online verfolgen können, nicht im Rathausflur warten. Wir
geben Kommunen neue Instrumente, um bei Schrottimmobilien
besser durchgreifen zu können. Und wir holen mehr
Grün in unsere Städte. Aber wir geben auch mehr Zug und
Druck in den Prozess. Das Baugesetzbuch-Upgrade ist der
nächste Modernisierungs- und Beschleunigungsschritt
nach dem Bau-Turbo.«
Konkret soll das Gesetz dem Wohnungsbau in Gebieten
mit einem angespannten Wohnungsmarkt ein überragendes
öffentliches Interesse zukommen lassen, wodurch
der Wohnungsbau gegenüber anderen Interessen einen
rechtlichen Vorrang erhält. Zudem sollen Umweltprüfungen
beschleunigt und Planungsverfahren durch digitale
Instrumente verkürzt werden. Die Kommunen sollen
außerdem die Möglichkeit erhalten, gegen Schrottimmobilien
vorzugehen. Dafür wird das Vorkaufsrecht der
Kommunen erleichtert.
Die ersten Reaktionen auf den Gesetzentwurf sind
positiv. So kommentierte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix
Pakleppa: »Heute ist ein guter Tag für den Wohnungsbau.
Mit der BauGB-Novelle räumt die Bundesregierung dem
Wohnungsbau den längst überfälligen Vorrang vor konkurrierenden
Belangen ein. Aufstockungen werden erleichtert,
Planungsverfahren beschleunigt. Das sind echte Fortschritte.
Jetzt muss der Bundestag liefern. Das Gesetz darf nicht in
Ausschüssen zerpflückt werden. Was wir nicht brauchen,
sind neue Kostenlasten durch überbordende Klimaresilienz-
Auflagen oder städtische Ökosystemgebühren, die Bauen
in der Stadt wieder unwirtschaftlich machen. Bezahlbarer
Wohnraum entsteht nur, wenn wir das Bauen erleichtern.
Mit der heutigen Kabinettsentscheidung ist ein wichtiger
Schritt getan. Die Novelle ist aber nur die halbe Miete,
das Bauen wird einfacher, aber noch nicht günstiger. Die
Bundesregierung darf sich nicht darauf ausruhen.«
Angesichts eines Bauüberhangs von rund 760 000
genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen
Ende 2025 liegt die Arbeit sozusagen auf der Straße. Die
Bauverbände inklusive der IG BAU schlagen deshalb vor,
genehmigte, aber noch nicht begonnene Projekte durch
zeitlich befristete Sonderkonditionen zu mobilisieren,
namentlich durch einen Zinsvorteil oder Zuschuss bei
nachgewiesenem Baustart innerhalb einer definierten Frist.
Dieser Hebel wirke unmittelbar, ohne neue Planungsverfahren
vorauszusetzen, und sei deshalb das wirkungsstärkste
kurzfristig verfügbare Instrument.
Peter Lang
Redakteur
4 l Juni 2026
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Inhaltsverzeichnis
4 EDITORIAL
iTitelstory
8 ALUPLAST Kunststofffenster überzeugen auch nach über 40 Jahren
10 NAMEN & NEUIGKEITEN
Blickpunkt
12 RAVAGO XPS-Spezialist setzt auf Projektgeschäft
15 Top-Thema: Fassade
16 ROMA Sonnenschutz mit System
17 OSMO Mehr Auswahl für nachhaltige Holzfassaden
18 ROCKPANEL »Woods«-Fassadenplatten für neue Wohnsiedlung
20 HILZINGER Fenster, Türen und Fassaden für Terminal 3
22 HENKE Solartechnik im Fassadenbau
23 CAPAROL Fassadenfarbe mit hohem Recyclinganteil
24 ETEX GERMANY EXTERIORS Eternit-Wellplatten für Schulfassade
25 SCHÜCO Fassade mit recycelten Aluminiumprofilen
26 BAUMIT »Life Challenge«-Hauptpreis für Kellogg's Hotel in Bremen
27 SOMMER INFORMATIK »Winiso 3D«-Konfigurator für Fassaden
28 PREFA Neue Strangpressprofile verbinden Technik mit Design
29 Sonderthema: Dämmstoffe
29 JACKON INSULATION BY BEWI Zulassung schafft Planungssicherheit
30 SAINT-GOBAIN ISOVER Dämmsystem für den Dach- und Holzbau
32 PUREN Brandschutz vom Steildach bis zur Tiefgarage
34 DEUTSCHE ROCKWOOL Steinwolle-Dämmplatten für Dachräume
36 HIRSCH POROZELL Nachhaltige EPS-Lösungen für Sanierung und Neubau
38 PAROC Dekarbonisierung der Steinwolle-Herstellung
39 Thema: Dach & Holzbau
39 LINZMEIER Wohnraumgewinn mit vorgefertigten Gauben
40 SL-LASER Laserprojektor als Mittelpunkt des Messeauftritts
42 RICHARD BRINK Kaskadenentwässerung verspricht Sicherheit
44 ZAMBELLI Farbbeschichtetes Stahlsystem für die Dachentwässerung
45 FHS Brettsperrholzdecke mit wassergeführter Deckenheizung
45 SWISSPOR DEUTSCHLAND Sicher abdichten bei wechselnder Witterung
46 SITA Dachablaufsanierung mit »SitaSani Disc«
47 FAKRO »Greenview«-Serie mit optimierter Wärmedämmung
48 SIKA Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Solar-Komplettsystem
44
32
18
6 l Juni 2026
Inhaltsverzeichnis
49 Thema: Rohbau
49 SCHLAGMANN POROTON 25 Jahre Perlit im Ziegel
50 HEIDELBERG MATERIALS Strahlenschutzbeton für Krankenhaus
52 STOCRETEC Mörtel effizient verarbeiten
53 Thema: Außenanlagen
53 HAURATON Voll- oder Teilstromreinigung von Niederschlagswasser
54 NATURINFORM Tropisches Edelholz als robuste WPC-Diele
56 KANN »Pheos«-Terrassenplatten mit Glitzereffekt
58
57 Thema: Werkzeuge & Befestigungssysteme
57 BOSCH Kraftvolle Präzision mit 18 V
58 DIE PROFITESTER »Milwaukee M12 Fuel 1/2"« im Test
60 NOVATECH Neuer Hybrid-Polymer-Kleber »Tec7 Fast«
60 SIMPSON STRONG-TIE Verdeckte Verbindung für CLT-Elemente
61 STIHL Akku-Trennschleifer für GaLaBau und Bau
62 AKTUELLES
65 AUF EINEN BLICK
65 IMPRESSUM
66 VORSCHAU
SAVE
THE DATE
CODE: AS26-SBM
Material von damals wird zum
Profil von morgen
ALUPLAST – Aluplast, Spezialist für Fenster- und Türsysteme,
hat im Zuge der Neugestaltung der Fassade am
Firmenstandort Ettlingen auch die Fenster erneuert. Die
bisherigen Elemente stammten aus dem Jahr 1982 und
hatten dem Gebäude mehr als vier Jahrzehnte lang
zuverlässig gedient. Der Austausch erfolgte nicht aus
technischer Notwendigkeit, sondern aus gestalterischen
Gründen und vor dem Hintergrund gestiegener
Anforderungen an die Energieeffizienz.
Nach dem Ausbau wurden die Kunststoffprofile
eingehend untersucht. Um
ein möglichst genaues Bild von ihrem
Zustand zu erhalten, schnitt man die Profile
auf und prüfte ihre innere Struktur. Dabei zeigte
sich deutlich, dass die Profile auch nach über
40 Jahren noch voll funktionsfähig sind. Sowohl
die Stabilität als auch die Oberfläche überzeugten
– sichtbare Alterungserscheinungen oder
strukturelle Schäden waren nicht festzustellen.
»Wir sind davon ausgegangen, dass die Profile
noch in gutem Zustand sind – aber das Ergebnis
dann so eindeutig zu sehen, ist noch einmal
etwas anderes«, erklärt Projektleiter Svilen Gass.
ALUPLAST (3)
Ein Teil der alten
Fensterprofile bleibt am
Standort Ettlingen ausgestellt,
die übrigen Profile werden dem
Recyclingkreislauf zugeführt.
♺
»Das zeigt deutlich, welche Qualität
bereits damals in unseren Systemen
steckte.«
Bei den untersuchten Elementen handelt
es sich um Aluplast-eigene Fensterprofile
aus dem Jahr 1982 mit einer Bautiefe von
60 mm und einer Mitteldichtung. Die Ergebnisse
passen auch zu allgemeinen Erkenntnissen
aus der Branche. Laut EPPA, dem europäischen
Wirtschaftsverband der Hersteller von Kunststoff-Fensterprofilsystemen,
können Kunststofffenster
eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren
erreichen und in vielen Fällen sogar deutlich darüber
hinaus funktionsfähig bleiben.
Warum der Austausch sinnvoll war
Trotz dieses überzeugenden Zustands war
der Fensteraustausch im Zuge der Fassadensanierung
sinnvoll. Der entscheidende Faktor
ist die energetische Entwicklung der vergangenen
Jahrzehnte. Während Fenster aus den
1980er-Jahren üblicherweise U-Werte von etwa
2,5 bis 3,0 W/(m²K) aufweisen, erreichen moderne
Systeme heute deutlich bessere Werte von
0,8 bis 1,2 W/(m²K). Diese Verbesserung reduziert
Der Austausch der Fenster erfolgte auch vor dem Hintergrund
gestiegener energetischer Anforderungen: Moderne Systeme
reduzieren Wärmeverluste deutlich.
8 l Juni 2026 Titelstory
Titelstory
den Wärmeverlust erheblich und trägt spürbar
zu Energieeinsparungen bei. Genau aus diesem
Grund werden viele PVC-Fenster heute nicht
aufgrund technischer Defizite ersetzt, sondern
im Rahmen energetischer Modernisierungen.
Für die Umsetzung des Fensteraustauschs
arbeitete Aluplast mit bewa-plast Beck Fenstertechnik
zusammen. Das Unternehmen mit
Sitz in Mengerskirchen ist auf die Herstellung
und Montage von Komplettlösungen für Kunststofffenster
und -türen spezialisiert. Es verfügt
über umfangreiche Erfahrung in der Verarbeitung
moderner Profilsysteme, insbesondere der
»neo«-Plattform von Aluplast. Für die Zusammenarbeit
sprachen mehrere Faktoren: Neben
der bestehenden Erfahrung mit dem System und
seiner Montage waren vor allem eine kurze Lieferzeit
und verfügbare Montagekapazitäten entscheidend.
Für das Projekt in Ettlingen war eine
zeitnahe Umsetzung erforderlich, die gleichzeitig
den hohen Qualitätsanspruch erfüllen sollte.
Vom Altprofil zum Rohstoff
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Projekt
ein klares Zeichen. Ein Teil der ausgebauten Profile
verbleibt am Standort Ettlingen und wird
dort ausgestellt. Er dient künftig als anschaulicher
Beleg für die Langlebigkeit von Kunststofffenstern.
Die verbleibenden Profile werden dem
Recyclingkreislauf zugeführt. PVC kann mehrfach
recyclet werden, ohne an Qualität zu verlieren.
Schon heute werden alte Fenster in großem
Umfang wiederverwertet und zu neuen Profilen
verarbeitet.
Das Projekt in Ettlingen zeigt damit auf greifbare
Weise, wie langlebig moderne Kunststoffsysteme
sind, wie stark sich energetische Anforderungen
weiterentwickelt haben und wie wichtig
ein funktionierender Materialkreislauf für nachhaltiges
Bauen ist.
?
Die ausgebauten Kunststoffprofile stammten
aus dem Jahr 1982 und waren auch nach mehr
als vier Jahrzehnten noch voll funktionsfähig.
Titelstory
Juni 2026 l 9
06
NAMEN & NEUIGKEITEN
26
Carl Prinz –
Michael Berns zum Geschäftsführer bestellt
Michael Berns rückt in
die Unternehmensführung von Carl Prinz auf.
Carl Prinz mit Sitz in Goch stellt frühzeitig die Weichen
für die Zukunft und erweitert seine Geschäftsführung.
Künftig werden Michael Berns (41) und Katharina
Prinz (61) die Leitung des traditionsreichen
Unternehmens gemeinsam übernehmen. Mit diesem
Schritt setzt das Familienunternehmen, das auf eine
136-jährige Geschichte zurückblickt, bewusst auf Kontinuität
und eine Nachfolgeregelung aus den eigenen
Reihen. »Die Zukunft unseres Unternehmens soll in
guten Händen liegen – bei jemandem, der unsere Werte
versteht, das Unternehmen von innen kennt und
aktiv mitgestaltet hat«, sagt Geschäftsführerin Katharina
Prinz. »Mit Michael Berns haben wir genau diese
Persönlichkeit gefunden.«
Michael Berns ist seit 2008 Teil von Carl Prinz und
hat seither verschiedene Schlüsselpositionen durchlaufen.
Nach seinem Einstieg im Einkauf übernahm er
2013 die Leitung der Logistik, die er bis 2020 innehat-
Schlüter-Systems – Wechsel
in der Vertriebsleitung
Wechsel an der Vertriebsspitze bei
Schlüter-Systems: Günter Broeks (l.) übergibt die
Verantwortung an Matthias Mager.
CARL PRINZ
SCHLÜTER-SYSTEMS
Bereits zum 1. März hat Matthias Mager die Rolle des
Chief Sales Officer Market Germany & Export bei Schlüter-Systems
übernommen. Zuvor war Mager Geschäftste.
Es folgte eine Station im Produktmanagement,
bevor er 2021 die Gesamtverantwortung für die Materialwirtschaft
übernahm. Im Jahr 2024 wurde ihm Prokura
erteilt. »Ich bin sehr stolz auf das Vertrauen, das
mir mit meiner Bestellung zum Geschäftsführer entgegengebracht
wird«, sagt Michael Berns. »Mein
besonderer Dank gilt der Familie Prinz, die mir diesen
Weg ermöglicht und mich über all die Jahre hinweg
unterstützt hat. Gleichzeitig freue ich mich darauf, die
Zukunft unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten
und es gemeinsam mit einem starken Team weiterzuentwickeln.«
Auch strategisch richtet sich das Unternehmen
klar auf die Zukunft aus. Im Fokus stehen eine
hohe Lieferfähigkeit für Großabnehmer ebenso wie
für individuelle Einzelanfertigungen, die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Produktpalette sowie eine
konsequente Orientierung an Kunden- und Marktanforderungen.
Die Verbindung von Tradition und Innovation
bleibt dabei zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
»Diese Entscheidung ist kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung«,
betont Katharina Prinz. Sie ist seit
31 Jahren im Unternehmen tätig und gehört seit 2000
der Geschäftsführung an – zunächst gemeinsam mit
ihrem Vater Joachim W. Prinz und seit 2017 als alleinige
Geschäftsführerin. Sie sagt: »Wir bauen auf dem
auf, was wir erreicht haben, und richten den Blick klar
nach vorne. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Aufstellung
unser Unternehmen erfolgreich in die nächste
Generation führen werden.«
?
führer Vertrieb und Vice President Market Germany bei
Velux, wo er insgesamt knapp 14 Jahre tätig war. Mit
22 Jahren Vertriebserfahrung in der Baubranche bringt
er als Diplom-Bauingenieur und Master im Baumanagement
(M. Sc.) eine ausgeprägte Expertise mit –
in den vergangenen Jahren lag sein Fokus zudem auf
der strategischen Unternehmensentwicklung. Matthias
Mager übernimmt den Bereich des Schlüter-Gesamtvertriebsleiters
Günter Broeks, der das Unternehmen
zum 30. Juni nach fast 33 Jahren im Unternehmen verlässt.
Als langjähriger Gesamtvertriebsleiter hat er
maßgeblich zum Erfolg und Wachstum des Iserlohner
Unternehmens beigetragen. »Wir sind froh, mit Matthias
Mager einen absoluten Experten der Baubranche
für uns zu gewinnen. Gemeinsam werden wir Schlüter-Systems
weiter erfolgreich entwickeln und auch
zukünftig wegweisende Akzente für die Branche setzen«,
freut sich Geschäftsführer Marc Schlüter. ?
Naturinform – Veronika Simeth
übernimmt Vertriebsgebiet
Deutschland Süd
Veronika Simeth ist die neue
Außendienstmitarbeiterin von Naturinform.
Naturinform, deutscher WPC-Spezialist (Wood Polymer
Composite), begrüßt Veronika Simeth (39) als
neue Außendienstmitarbeiterin. Sie übernimmt die
Verantwortung für das Vertriebsgebiet Deutschland
Süd (PLZ 80 bis 97) und folgt auf Hermann Krätzer,
der das Gebiet zwölf Jahre lang betreut hat und sich
aus persönlichen Gründen vom Unternehmen verabschiedet.
Mit Veronika Simeth gewinnt Naturinform
eine erfahrene Fachfrau für den Außendienst.
Die studierte Forstwissenschaftlerin bringt umfangreiches
Wissen in den Bereichen Holz, Terrasse und
Fassade mit. Sie war viele Jahre im Außendienst
im Holzhandel tätig und verfügt über fundierte Marktkenntnisse
sowie ein ausgeprägtes technisches Verständnis.
»Wir freuen uns sehr, mit Veronika Simeth
eine kompetente und engagierte Nachfolgerin für
das Vertriebsgebiet Süd gewonnen zu haben«, erklärt
Pia Hobeck, Geschäftsführerin von Naturinform.
»Ihre Erfahrung und ihr Wissen werden dazu beitragen,
die erfolgreiche Arbeit in dieser Region nahtlos
fortzuführen und auszubauen.«
»Hermann Krätzer war während seiner langjährigen
Tätigkeit ein geschätzter Ansprechpartner für
unsere Kunden und Partner. Mit seinem Engagement
und seiner Fachkompetenz hat er maßgeblich
zum Erfolg von Naturinform beigetragen. Wir bedanken
uns herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit
und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute«,
sagt Pia Hobeck.
Naturinform produziert überwiegend an seinem
nordbayerischen Produktionsstandort Redwitz a. d.
Rodach seit 20 Jahren Produkte aus Holzverbundwerkstoff.
Das Unternehmen exportiert seine Produkte
weltweit. Für sein WPC verwendet Naturinform
ausschließlich 100 Prozent PEFC-zertifizierte,
heimische Restholzfasern und ein sortenreines
Polymer.
?
NATURINFORM
10 l Juni 2026 Namen & Neuigkeiten
Etex – Sven Mönnig
übernimmt Produktmanagement
Sven Mönnig übernimmt das Produktmanagement
und die technische Entwicklung
der Marken Siniat und Promat.
Dr.-Ing. Sven Mönnig übernahm zum 1. Mai die
Position des Head of Product Management and
Technical Development bei Etex Building Performance.
In dieser Funktion verantwortet er die Weiterentwicklung
des Produktportfolios sowie die
technischen Themen der Marken Siniat und Promat.
Der Bauingenieur mit Promotion im Bereich
Betonzusatzmittel verfügt über langjährige Erfahrung
in der Baustoff- und Bauchemieindustrie.
Zuletzt war Mönnig als Market Development Manager
bei MBCC Investments, Teil der Sika-Gruppe,
ETEX
tätig und begleitete dort die Entwicklung und Markteinführung
neuer Produkte. Seine beruflichen Stationen
umfassen verschiedene leitende Funktionen
in Forschung, Produktmanagement und Geschäftsentwicklung,
unter anderem bei BASF Construction
Chemicals und Master Builders Solutions. In seiner
neuen Rolle wird Mönnig die Weiterentwicklung
der Produktstrategien für Siniat in Deutschland,
Österreich und der Schweiz sowie für Promat in
Deutschland und Österreich verantworten. Ein
Schwerpunkt liegt auf der engen Verzahnung von
Produktmanagement, Vertrieb und Forschung, um
Lösungen gezielt an die Anforderungen der jeweiligen
Märkte und Anwendungen anzupassen. Gleichzeitig
umfasst die Aufgabe die Pflege technischer
Zulassungen sowie die Weiterentwicklung bestehender
Systeme im Trockenbau und im baulichen
Brandschutz. »Mir ist es wichtig, die Produkte,
Märkte und Anforderungen genau zu verstehen und
gemeinsam mit den Teams praxisgerechte Lösungen
für unsere Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln«,
so Mönnig.
Vor dem Hintergrund sich wandelnder Rahmenbedingungen
in der Bauindustrie – etwa in den
Bereichen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und
Bauprozesse – sollen die Marken Siniat und Promat
weiter als verlässliche Partner für Planer, Verarbeiter
und Handel positioniert werden. ?
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Juni 2026 l 11
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Ein Dämmstoff, der hält,
was er verspricht
RAVAGO BUILDING SOLUTIONS – Als Teil der weltweit tätigen
Ravago-Gruppe ist Ravago Building Solutions in der DACH-Region auf
die Herstellung und den Vertrieb von XPS-Dämmstoffen spezialisiert.
Im Interview mit dem baustoffPARTNER am Produktionsstandort
Rheinmünster spricht Vertriebsleiter Jan Grothe über das spezielle Vertriebskonzept
auf dem deutschen Markt, die Vorteile von Umkehrdächern
mit XPS sowie die steigenden Anforderungen an den Baustoff.
von Peter Lang
Die »Ravatherm«-Dämmplatten auf dem
Dach des Bürogebäudes »The Oval«
wurden nach drei Jahren entnommen, um
ihre Leistungsfähigkeit von einem unabhängigen
Prüflabor untersuchen zu lassen.
Die Ursprünge von Ravago liegen in Belgien, wo
Gründer und Namensgeber Raf van Gorp im Jahr
1961 die Firma als lokales Recyclingunternehmen
– u.a. für petrochemische Abfälle – gründete.
Heute ist das sich nach wie vor in Familienbesitz
befindende Unternehmen weltweit tätig – in den
Bereichen Recycling sowie im Vertrieb von Polymeren
und Baustoffen. Mit der Herstellung von
XPS-Dämmstoffen begann Ravago im Jahr 2012
in Balaton in Ungarn, wie Jan Grothe, Vertriebsleiter
von Ravago Building Solutions, erläutert.
Ende 2018 verkaufte Dow die Baustoff-Sparte
seines Europageschäfts inklusive Produktionsanlagen
an Ravago.
Fast das gesamte Dow-Vertriebsteam wechselte
zu Ravago«, erinnert sich Jan Grothe, was
einen praktisch reibungslosen Übergang des XPS-
Geschäfts ermöglichte. »Kurz darauf haben wir
die unterschiedlichen Produkte unter dem neuen
Markennamen ›Ravatherm‹ vereint.« Mit mittlerweile
zehn Produktionsstätten in Europa gehört
Ravago zu den größten Anbietern von XPS-Dämmsystemen.
Die deutschen Werke befinden sich in
Schkopau (Sachsen-Anhalt) sowie im badischen
Rheinmünster. Die Anlage in Rheinmünster an
der deutsch-französischen Grenze blickt als erste
XPS-Anlagen in Europa auf rund 60 Jahre Erfahrung
bei der Produktion von XPS zurück.
Projektorientiertes und selektives
Vertriebskonzept
Mit dem deutschen Vertriebsteam setzt Jan Grothe,
der seit 1999 im XPS-Markt arbeitet, auf ein
vom Wettbewerb differenziertes Vertriebskonzept.
»Wir sind sehr projektlastig«, so Grothe. Das
Vertriebsteam setzt sich aus Verkaufsmitarbeitern
zusammen, die die klassische Handelsbetreuung
machen, aber auch aus Anwendungstechnikern
für die technische Beratung, die sehr nah am Planer
und am Verarbeiter sind. »Unsere Produkte
verkaufen wir über ein ›Stützpunkthändler-Konzept‹
- wir setzten auf ein gewachsenes Vertriebsnetz
mit Handelspartner, die unsere Produkte gut
kennen und auch in ihrem Lager vorrätig haben«
Mit diesen Partnern werden dann auch die im
Vorfeld akquirierten Projekte umgesetzt. Dabei
handelt es sich in erster Linie um Neubauprojekte
in Massivbauweise – vom Wohnungsbau über
Hotels bis hin zu Krankenhäusern und Schulen.
Der Sanierungsbereich spielt dagegen bei Ravago
kaum eine Rolle.
Ein unverwüstlicher Werkstoff – nicht
nur für Umkehrdächer
Ravago Building Solutions fertigt seine »Ravatherm«-Produkte
in unterschiedlichen Druckfestigkeitsstufen
an - das Material zeichnet sich
insbesondere durch sein hohe Belastbarkeit, seine
ausgezeichnete Dämmleistung, die Feuchtigkeitsunempfindlichkeit
und seine lange Lebensdauer
aus. Die hellblauen »Ravatherm«-Dämmplatten sind
je nach Anwendung in den Druckfestigkeitsklassen
300, 500 oder 700kPa erhältlich. Mit »Ravatherm
XPS X« hat Ravago zudem eine Dämmplatte
im Sortiment, Die aufgrund von Wärmestrahlung
reflektierenden Kohlestoffpartikel eine nochmals
verbesserte Dämmleistung besitzt.
12 l Juni 2026
Im Blickpunkt
Im Blickpunkt
Ein aktuelles Beispiel ist das »Moringa«-Gebäude
in der Hamburger HafenCity, bei dem ein extensiv
begrüntes Umkehrdach mit »Ravatherm XPS
X 300 SL«-Dämmplatten errichtet wurde. Das
Thema Umkehrdach wird bei Ravago seit Jahren
vorangetrieben, weil es laut Jan Grothe für
den Bauablauf und die Baunutzung viele Vorteile
hat. Im Unterschied zum konventionellen Dach
wird beim Umkehrdach die Dämmung oberhalb
der Dachabdichtung installiert. Die XPS Platten
können dabei sowohl einlagig als auch zweilagig
auf der Dachabdichtung verlegt werden. Dadurch
wird die Abdichtung vor extremer mechanischer
und thermischer Beanspruchung geschützt. Weiterer
Vorteil: Dank der Druckfestigkeit der XPS-
Dämmung lassen sich auf dem Flachdach alle
denkbaren Aufbauten – vom Gründach über das
Retentionsdach bis hin zu PV-Anlagen – realisieren.
»So lange die Dachkonstruktion das trägt,
der Dämmstoff trägt es auf jeden Fall«, betont
Jan Grothe. Gerade in Ballungsräumen ist das
Umkehrdach immer öfter anzutreffen. »Etwa
in Hamburg hat das Umkehrdach einen extrem
hohen Anteil, weil die auf Flachdächer ausgerichtete
Bauweise dafür prädestiniert ist. Die Menschen
möchten das Dach nutzen und sich auf den
begrünten Flächen aufhalten«, sagt der gebürtige
Hamburger Jan Grothe.
Dass die »Ravatherm«-Dämmplatten ihre Leistungsfähigkeit
auch im langjährigen Einsatz behalten,
belegen Untersuchungen an bestehenden
Umkehrdächern: Bei dem Bürokomplex »The
Oval« in Düsseldorf hat das Forschungsinstitut für
Wärmeschutz (FIW) nach mehrjährigem Einsatz
mehrere »Ravatherm XPS«-Dämmstoffplatten
aus einem begrünten Umkehrdach entnommen
und in den Prüfeinrichtungen des FIW in München
untersucht: Nach Jahren im Einsatz war in
den Platten nur extrem wenig Feuchtigkeit nachzuweisen.
Die Wärmeleitfähigkeit lag weit unter
den Bemessungswerten gemäß allgemeiner Bauartgenehmigung
– d.h. der gemessene Lambda-
Wert war deutlich besser, als der bei der Planung
ursprünglich angesetzte Wert. Auch die Druckfestigkeit
der Platten war mit über 300kPa unverändert
hoch. Auch die wasserableitende Trennlage
»Ravatherm XPS MK« zeigte sich in einwandfreiem
Zustand und war weiterhin voll funktionsfähig.
Beim Projekt »Moringa« in
Hamburg wurden »Ravatherm
XPS X«-Dämmplatten für das
begrünte Umkehrdach in zwei
Lagen auf die Abdichtung verlegt.
BAUSTOFFPARTNER
Seit 1999 in der XPS-Branche tätig: Jan
Grothe, Vertriebsleiter für die DACH
Region bei Ravago Building Solutions.
Im Blickpunkt Juni 2026 l 13
RAVAGO (4)
Die Produktion in Rheinmünster ist
derzeit voll ausgelastet. An dem
Standort wird bereits seit rund
60 Jahren XPS hergestellt.
Der hellblaue XPS-Dämmstoff
»Ravatherm« ist extrem druckfest und
feuchteresistent – und eignet sich von
der Gründungsplatte über die Perimeterdämmung
bis zum Umkehrdach.
Ohne den Werkstoff XPS geht es nicht
Trotz seiner unbestrittenen Qualitäten ist der Werkstoff
XPS wie andere Kunststoffe immer wieder
neuen regulatorischen Anforderungen von Seiten
der EU oder der Bundesregierung ausgesetzt.
Dies liegt insbesondere daran, dass bestimmte
Stoffe aus ökologischen Gründen durch andere
ersetzt werden mussten. »Aber im Grunde ist
das Produkt kontinuierlich verbessert worden
in puncto Energieeinsparung, sprich der Lamda-Wert
wurde ständig optimiert«, betont Jan
Grothe. Als Mitglied im Verband FPX (Fachvereinigung
Extruderschaum), dessen stellvertretender
Vorsitzender Jan Grothe seit 2026 ist, arbeitet
Ravago auch an einer besseren Sichtbarkeit und
Akzeptanz des Baustoffs XPS. Es gebe immer
wieder Bestrebungen, Baustoffe aus Kunststoff
zu ersetzen, so Grothe, aber letztlich scheitere
dies an den baulichen Standards. Die Kombination
aus Druckfestigkeit und geringer Feuchteaufnahme
bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit sei bei
keinem anderen Werkstoff so gegeben wie bei
XPS. In einem Fachbeitrag des FPX heißt es zu der
Frage, ob kunststofffreies Bauen in der Realität
möglich ist: »Die Bewertung von Bauprodukten
ist deutlich komplexer, als lediglich den Kunststoffgehalt
zu betrachten. Neben den bauphysikalischen
Eigenschaften müssen Anforderungen
wie CO 2
- Reduzierung, Öko- oder Humantoxizität,
Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigt
werden. Oftmals sind Bauprodukte aus
Kunststoff erforderlich, um baurechtliche Anforderungen
zu erfüllen. Beispielsweise sind heutige
Standards für Bauqualität, preiswertes Bauen
und Schallschutz ohne Kunststoffprodukte schwer
zu erreichen.«
Gerade das Thema Recycling hat sich der Verband
FPX auf seine Fahnen geschrieben. Mit »XPS
Circular« wurde ein Recyclingsystem ins Leben
gerufen, bei dem XPS-Abfälle von der Baustelle
von einem Dienstleister gesammelt und der
Wiederverwertung bei den Dämmstoff-Herstellern
zugeführt werden. Leider sei die Akzeptanz
dieses Systems aber noch nicht so groß wie
gewünscht. Jan Grothe sieht hier die Politik in
der Pflicht, denn so lange gewisse Anteile von
Kunststoff im Bauschutt entsorgt werden dürfen,
sei dies für die Unternehmen günstiger und der
Anreiz für eine echte Kreislauflösung zu gering.
Hohe Nachfrage bei schwierigen
Rahmenbedingungen
Mit seinem auf das Projektgeschäft ausgerichteten
Vertriebskonzept ist Ravago in den letzten
Jahren sehr gut gefahren – trotz sinkender
Nachfrage im Neubau. Die aktuelle Situation ist
einerseits gekennzeichnet durch höhere Kosten
für, Rohstoffe, Energie und Logistik, aber auch
durch einen deutlichen Nachfrageschub seit Ende
Februar. Viele Projekte liefen parallel wieder an,
gleichzeitig deckte sich der Handel verstärkt mit
XPS ein, um seine Lager zu füllen. »Derzeit sind
unsere Produktionsstätten voll ausgelastet«, sagt
Jan Grothe. »Speziell in Österreich spüren wir,
dass der Neubau wieder anzieht.« Ob sich dieser
Nachfrageboom aus den ersten Monaten
verfestigt, sei aber jetzt noch nicht abzusehen.
Von einem kann man aber nach Ansicht von Jan
Grothe ausgehen: »Der Bedarf an Dämmstoffen
wird in Zukunft weiter steigen, weil das Thema
Energieeffizienz europaweit ein großes Thema
bleibt.« Und wenn die »Green Deal«-Pläne der
EU realisiert werden sollten, dann reiche die jetzige
Produktionskapazität ohnehin nicht aus.?
WISSENSWERTES...
Ravago Building Solutions verfügt europaweit
über zehn Produktionsstandorte, darunter zwei in
Deutschland (Rheinmünster und Schkopau). Die
DACH-Region wird darüber hinaus über die Werke
in Drusenheim (Elsass) und am Balaton (Ungarn)
beliefert. Während die deutsche Niederlassung
ausschließlich XPS-Produkte vertreibt, werden in
anderen europäischen Ländern auch Baustoffe wie
Bitumenbahnen oder Steinwolle angeboten. Der
Werkstoff XPS wurde in den 40er Jahren von der
Dow Chemical Company während des 2. Weltkriegs
als wasserabweisendes Material für Schwimmund
Auftriebskörper entwickelt. Es sollte den US-
Marines als Schwimmweste dienen und wurde
auch als Ponton eingesetzt. Das Herstellungsverfahren
wurde 1944 zum Patent angemeldet. Seit
den 1950er-Jahren wird XPS als Dämmstoff eingesetzt.
Außer zur Gebäudedämmung wird XPS u.a.
auch in Caravans oder Kühllastwägen verwendet.
14 l Juni 2026 Im Blickpunkt
Top-Thema
Fassade
BAUMIT
Ein außenliegender Sonnenschutz
hält die Hitze fern.
Sonnenschutzsysteme
für Neubau und Bestand
ROMA (3)
ROMA – Steigende Temperaturen rücken den sommerlichen Wärmeschutz
zunehmend in den Fokus. Außenliegende Sonnenschutzsysteme übernehmen
dabei eine Schlüsselrolle: Sie reduzieren solare Lasten vor der Gebäudehülle
und steigern die Energieeffizienz von Immobilien nachhaltig – ohne
zusätzliche Kühlung. Für das Handwerk steht zugleich die Wirtschaftlichkeit
im Vordergrund: Gefragt sind Systeme, die sich montagefreundlich, flexibel
und modular verbauen lassen.
Im Neubau entscheidet die Detailplanung
über die energetische Qualität der Gebäudehülle.
Mit dem Komplettsystem »Roma
Uno« steht eine durchgängige Lösung zur
Verfügung, die Raffstoren, Rollläden oder
Textilscreens inklusive Fensterbank nahtlos
integriert. Für Fachbetriebe minimiert dies
die Schnittstellenkomplexität und sorgt für
eine hohe Montage- und Planungssicherheit.
Ein Behangtausch ist bei »Roma Uno« ohne
großen Aufwand möglich. Während Raffsto-
ren eine präzise Tageslichtlenkung erlauben,
bieten Textilscreens optimalen Blendschutz
bei gleichzeitigem Erhalt der Durchsicht im
modernen Wohn- und Objektbau.
Der Gebäudebestand bietet großes Potenzial
für den Wärmeschutz. Roma-Vorbausysteme
sind speziell für die nachträgliche
Montage ohne Eingriffe in die Bausubstanz
ausgelegt – ein Vorteil für Fachpartner hinsichtlich
Zeitaufwand und Rentabilität. Als
energieeffiziente Lösung für die Nutzung vorhandener
Sturzkästen bietet der Sanierungsrollladen
»Roma Termo 2« eine thermische
Einschublösung. Das System verbessert
den U-Wert des Fensterelements ganzjährig:
Es begrenzt die Hitzelast im Sommer
und reduziert Wärmeverluste im Winter.
eine windstabile und wirksame Verschattung.
Er absorbiert einen Großteil der Wärmestrahlung
vor der Scheibe, verhindert
Blendeffekte im Innenraum und bewahrt
den visuellen Kontakt nach außen. Auch
an Terrassendächern ist er eine geeignete
Lösung. Für Metallbauer und Fassadenplaner
eröffnen sich dadurch vielseitige Einsatzbereiche
im gehobenen Privat- und
Objektbau.
Eine sinnvolle Zusatzausstattung für mehr
Komfort im Sommer ist der direkt in den
Sonnenschutzkasten integrierbare Insektenschutz.
Für Fachbetriebe ist dies im Kundengespräch
ein starkes Argument für ein
wirtschaftlich interessantes Zusatzgeschäft:
Das Insektenschutzgitter ist bei Bedarf sofort
einsatzbereit und verschwindet im Winter
komplett und unsichtbar im Kasten. ?
Der »zipScreen.2« bietet eine windstabile Verschattung
und sitzt hier seitlich am Terrassendach.
Windstabile Textilscreens und
integrierter Insektenschutz
Moderne Architektur setzt auf maximale
Transparenz. Großflächige Glasfassaden
und schwellenlose Übergänge zum Außenraum
erhöhen jedoch die Anforderungen
an den sommerlichen Wärmeschutz. Der
Textilscreen »Roma zipScreen.2« bietet hier
Auf Wunsch kann auch ein Insektenschutzgitter
direkt in den Sonnenschutzkasten integriert werden.
16 l Juni 2026 Fassade
Fassadenholz für
nachhaltige Bauprojekte
Osmo bietet Planern, Verarbeitern und Eigenheimbesitzern
ein breites Sortiment an hochwertigen Fassadenhölzern –
hier zu sehen klassische Rautenleisten.
OSMO (2)
OSMO – Osmo Holz und Color erweitert sein Sortiment. Der führende
Anbieter im Bereich Fassadenholz bietet ab sofort eine umfangreiche Auswahl
an Produkten, die die Anforderungen nach DGNB erfüllen.
Bauen mit Holz ist ein zunehmender Trend
im Bauwesen – und das aus gleich mehreren
Gründen: Holz ist ein nachwachsender
Rohstoff, der CO 2
speichert und somit
einen positiven Beitrag zum Klimaschutz
leistet. Immer mehr Bauherren und Architekten
setzen daher bei der Planung und
Realisierung ihrer Projekte auf Materialien,
die ökologisch sinnvoll und langfristig
nutzbar sind. Zudem bringt Fassadenholz
Das Osmo-Fassadensortiment, das den Anforderungen
der DGNB entspricht, umfasst insgesamt
19 Profile in drei verschiedenen Holzarten aus
sechs unterschiedlichen Produktserien.
eine individuelle Optik in die Architektur.
Es verleiht jedem Gebäude ein einzigartiges
Aussehen, das sich deutlich von herkömmlichen
Fassadenmaterialien abhebt.
Die Fassade eines Gebäudes spielt
aufgrund ihrer großen Fläche eine wichtige
Rolle für die Gesamtenergieeffizienz
– sowohl bei Neubauten als auch bei
Bestandsgebäuden. Ihre Gestaltung hat
Einfluss auf ökologische Kennzahlen, den
Energieverbrauch, das Raumklima und
den langfristigen Werterhalt. Für Fachplaner,
Architekten und Bauherren ist sie
daher laut Osmo ein wichtiger Baustein,
um von staatlichen Förderprogrammen
zu profitieren.
Mit insgesamt 19 Profilen aus sechs Produktserien
und den drei Holzarten Nordische
Fichte, Kanadische Douglasie und
Kanadische Lärche hat Osmo ein umfangreiches
Sortiment an Fassadenprofilen
zusammengestellt, das die Anforderungen
der DGNB erfüllt. Neben endbehandelten
Oberflächen umfasst das Angebot
auch vorvergraute Ausführungen in unterschiedlichen
Farbnuancen. Sollte das passende
Profil nicht im Sortiment enthalten
sein, steht das Vertriebsteam von Osmo
für individuelle Anfragen und farbliche Sonderwünsche
zur Verfügung.
?
Fassade
Juni 2026 l 17
Ästhetik und Brandschutz
mit der »Woods«-Kollektion
ROCKPANEL – Auch in Belgien herrscht große Nachfrage
nach Wohnraum. In den vergangenen Jahren hat
sich die Stadt Mechelen deshalb immer weiter über ihre
historischen Stadtmauern hinaus ausgedehnt. Ein
gelungenes Beispiel für die Schaffung von attraktivem
Wohnraum ist die Wohnsiedlung Auweghem auf einem
ehemaligen Gewerbeareal. Eine historische Windmühle,
die hier früher ihre Arbeit verrichtete, inspirierte die
beauftragten Architekten zu einem ungewöhnlichen
Entwurf. Die geneigte Fassade wurde mit der »Woods«-
Kollektion von Rockpanel gestaltet.
Die Wohnsiedlung Auweghem am Rand der belgischen Stadt Mechelen: Eine
historische Windmühle, die hier früher ihre Arbeit verrichtete, inspirierte die
Architekten zu einem ungewöhnlichen Entwurf.
Insgesamt umfasst das neue Quartier 17 Einfamilienhäuser und
25 Wohnungen. Allen Gebäuden gemeinsam ist eine Formgebung
für die Gebäudehülle, die an die historische Windmühle erinnern
soll. Einen besonderen Blickfang bildet das markante Eckhaus der
Bebauung namens »Hooghmolen« mit seinen teils schrägen Fassadenflächen.
Es ist mit fünf Geschossen auch höher als die umliegenden
Gebäude und wurde mit einer Kombination aus Zink und
Rockpanel-Platten in Holzoptik bekleidet, die sich hier als echte
Problemlöser erwiesen.
Für David Driesen, Geschäftsführer von dmvA Architects, symbolisiert
Auweghem den Wandel der Stadtrandgebiete außerhalb
der historischen Stadtmauern von Mechelen: »Der Battelsesteenweg,
einst eine Industriestraße, erhält durch dieses Projekt eine
neue Dynamik. Wo früher eine Windmühle die Landschaft prägte,
entstand ein Wohngebiet, das die wachsende Nachfrage nach
Wohnraum in Mechelen bedient.« Die besonderen Dachformen
der Gebäude und insbesondere die charakteristische, teils geneigte
Fassade des Eckgebäudes setzen moderne Akzente.
Kombination aus Rockpanel-Platten und Zinkverkleidung
Die Entscheidung für eine Rockpanel-Bekleidung fiel aus ästhetischen
ebenso wie aus technischen Gründen. »Die Form des
Gebäudes brachte komplexe Herausforderungen in Bezug auf
Wasserdichtigkeit und Brandschutz mit sich«, sagt Driesen. »In
Kombination mit Zink bot Rockpanel dafür eine ideale Lösung.«
Fassadentafeln von Rockpanel nehmen kein Wasser auf, und von
ihren hochglatten Oberflächen läuft Regenwasser zuverlässig und
schnell ab. Sie sind über Jahrzehnte UV- und witterungsbeständig.
Luc Boven, Projektleiter des bauausführenden Unternehmens
Hooyberghs, ergänzt: »Die Baugenehmigung sah zunächst eine
Holzverkleidung sowohl an der Fassade als auch für das Steildach
vor, das eher als eine geneigte Fassade zu betrachten ist. Allerdings
erwies sich feuerfestes Holz als nicht kompatibel mit einer Aluminium-
oder Zinkverkleidung. Aus früheren positiven Erfahrungen
wusste ich, dass Rockpanel sehr gute Brandschutzeigenschaften
hat. Rockpanel bot mit der ›Woods‹ eine natürliche Holz-Optik und
ist zugleich eine brandsichere Lösung. Das Ergebnis ist eine Fassade,
die alle Brandschutznormen erfüllt. Darüber hinaus bietet
das Material Flexibilität und ästhetische Möglichkeiten, die über
herkömmliche Fassadenplatten hinausgehen.«
Die schräge Fassade stellte das Bauunternehmen vor besondere
Herausforderungen. Boven erinnert sich: »Mit einer Neigung von
70 bis 75° in den oberen Geschossen handelt es sich nicht um eine
herkömmliche Fassade, sondern eher um ein steil geneigtes Dach.
Deshalb mussten wir besonders auf das Eindringen von Wasser
und die Abdichtung achten. Für die Befestigung der Fassadenbekleidung
haben wir Haken genutzt, wie sie auch für Sonnenkollektoren
verwendet werden, was eine wasserdichte Ausführung
garantiert.« Die Konstruktion wurde in enger Zusammenarbeit
mit Experten von Promat und Secufire festgelegt. »Sie besteht
aus Sparren mit Mineralwolle dazwischen, auf die nacheinander
ROCKPANEL (3)
Einen besonderen Blickfang bildet das markante Eckhaus namens »Hooghmolen« mit
seinen teils schrägen Fassadenflächen. Die Bekleidung erfolgte mit einer Kombination aus
Zink und Rockpanel-Platten im Design »Woods Erle«.
18 l Juni 2026 Fassade
OSB-Platten, Faserzementplatten und eine EPDM-Abdichtung
aufgebracht wurden. Darauf haben wir dann die Haken für die
Rockpanel-Platten befestigt«, erklärt Boven. »Die Unterstützung
der Experten von Rockpanel war wichtig für die Bewältigung der
technischen Komplexität dieser speziellen Fassadenkonstruktion.«
Das Projekt Auweghem ist für Architekten und Bauunternehmer
inspirierend, die nach einer originellen und sicheren Lösung
für steil geneigte Flächen suchen. Boven empfiehlt, die Befestigung
aller Bekleidungsmaterialien schon in der frühen Planung
detailliert zu prüfen:
Sichtbar und nicht sichtbar zu befestigen
Die Rockpanel-»Woods«-Kollektion umfasst auch Designs, die vorvergrautem
oder glatt geschliffenem Holz entsprechen. Alle Platten
und Designs sind formbeständig bei jeder Temperatur sowie
beständig gegen Algen und Feuchtigkeit. Einzelne Fassadenplatten
sind leichter als echtes Holz im gleichen Format. Sie können
mit im Holzbau üblichen Werkzeugen individuell auf Maß geschnitten
und ohne Vorbehandlung gebogen werden. Eine Beschichtung
von Schnittkanten ist unnötig, da die Platten gegen eindringendes
Wasser geschützt sind. Wahlweise können die zugeschnittenen
Platten und Paneele sichtbar mit Schrauben, Nieten oder Nägeln
befestigt werden. Kommen Paneele in einer Dicke von 9 mm und
einer Breite bis zu 300 mm zum Einsatz, so können diese auch nicht
sichtbar mit dem neuen, verdeckten Rockpanel-Befestigungssystem
»PlankClip« montiert werden.
»Woods«-Fassadenplatten verfügen über eine »Cradle to Cradle
Silver«-Zertifizierung. Sie werden aus Steinwolle und inzwischen
aus bis zu 50 Prozent recycelter Steinwolle hergestellt. Werden
heute verbaute Platten am Ende ihrer Lebenszeit von rund 50 Jahren
rückgebaut, so können sie ihrerseits bei der Produktion neuer
Steinwolle-Dämmstoffe oder Rockpanel-Fassadenplatten wiederverwertet
werden. Raf Milis betont ihren Wert für die Kreislaufwirtschaft:
»Rockpanel imitiert die Natur und schützt sie zugleich. Denn
›Woods‹ steht für die Schönheit von Holz, nachhaltige Materialien,
zirkuläres Denken und kompromisslose Leistung gleichermaßen.«
Das Design der Serie »Woods« entsteht durch den viermaligen Auftrag
wasserbasierter Polymeremulsionsfarben und einer fünften
»ProtectPlus«-Schutzschicht. Dank ihrer sehr glatten Oberfläche
sind die Tafeln von Verschmutzungen leicht zu reinigen. In Mechelen
kam die Fassadenplatte im Design »Woods Erle« zum Einsatz. ?
Bewährt seit 25 Jahren:
DER PERLIT-ZIEGEL
FEIERT SEIN JUBILÄUM.
2001 haben wir etwas gewagt, was vorher niemand
für möglich hielt: ökologische Wärmedämmung
direkt in den Ziegel zu füllen.
Mit Perlit – einem natürlichen
Vulkangestein, das ohne Chemie
dämmt, nicht brennt und so langlebig
ist wie der Ziegel selbst.
Aus einer Idee wurde
ein Standard.
Film, Meilensteine
und Geschichten:
schlagmann.de/perlit-25
Die Außenwandkonstruktion basiert auf Ständern, auf die nacheinander OSB-Platten,
Faserzementplatten und eine EPDM-Abdichtung aufgebracht wurden. An dieser Konstruktion
wurden die Rockpanel-Platten mit speziellen Haken befestigt.
Fassade
Fassaden- und
Metallbauarbeiten
für Terminal 3
HILZINGER – Mit dem im April eröffneten Terminal 3 am Flughafen
Frankfurt wurde eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte
Europas in Betrieb genommen. Das neue
Terminal stärkt die internationale Bedeutung des Luftverkehrsstandorts
Frankfurt nachhaltig und schafft zusätzliche Leistungsfähigkeit
für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte
Europas. Hilzinger Metallbau war Teil des Großprojekts.
Mit einer anfänglichen Kapazität von rund 19 Mio.
Passagieren pro Jahr – perspektivisch erweiterbar
auf bis zu 25 Mio. – setzt das Terminal 3 neue
Maßstäbe bei Komfort, Service und Design. Hilzinger
Metallbau aus Fritzlar, ein Unternehmen
der Hilzinger Unternehmensgruppe mit rund
130 Beschäftigten, war maßgeblich an der Umsetzung
anspruchsvoller Fassaden- und Metall-
Der 70 m hohe Vorfeld-Tower mit seinen schrägen
Fenstern stellte eine besondere Herausforderung dar.
bauarbeiten beteiligt. Das Auftragsvolumen belief
sich auf rund 43 Mio. Euro.
Im Bereich der Flugsteige H und J wurden
insgesamt 24 Flugzeugdocks an zehn Brückenbauwerken
entlang der Pier H sowie weitere
14 Brückenbauwerke an der Pier J realisiert. Der
Leistungsumfang umfasste die Konstruktion, Fertigung
und Montage transparenter Fassaden mit
absturzsichernden Verglasungen. Ergänzend wurden
Wandflächen und Deckenuntersichten mit
rund 15 000 m² Sandwichelementen verkleidet.
Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken
erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten
Ausführungen, kombiniert mit Ganzglas-
Lamellenfenstern und verglasten Dachklappen
unter Einhaltung hoher brandschutztechnischer
Anforderungen.
QUELLE (4)
Fassaden für Transportstationen
und Kontrollturm
Auch beim neuen Personen-Transport-System
(PTS) mit einer Streckenlänge von rund 5,6 km
war das Unternehmen beteiligt. Dieses verbindet
künftig die Terminals und bindet Terminal 3
an den Regional- und Fernbahnhof an. Hilzinger
Metallbau realisierte die Fassaden der drei PTS-
Stationen am Terminal 1 (Station F), Terminal 2
und Terminal 3. Zum Leistungsumfang gehörten
Aluminium- und Stahl-Pfosten-Riegel-Fassaden,
Metall-Lamellenverkleidungen an den Brückenfassaden
zwischen Parkhaus, Bahnhofsgebäude
und Terminal sowie Fluchttürkonstruktionen
Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken erhielten
Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten Ausführungen.
20 l Juni 2026 Fassade
Beim Flugsteig J kamen transparente Fassaden von
Hilzinger mit absturzsichernden Verglasungen zum Einsatz.
entlang der Fahrtrassen. Die Station F erhielt
zudem eine prägnante Außenverkleidung aus
Aluminiumblechen.
Umgesetzt wurde auch die Fassadenfront am
70 m hohen Vorfeldkontrollturm. Die Verglasungen
dort sind nach vorne geneigt und wiegen
bis zu einer halben Tonne. Alle Elemente sind
geprüft und ausgestattet mit den erforderlichen
absturzsichernden Sicherheitsverglasungen und
Funktionsgläsern für einen verbesserten Schallund
Sonnenschutz.
Auch im Inneren des Terminal-Hauptgebäudes
war Hilzinger tätig. Geliefert wurden hier mehrere
Hundert Türen, darunter zahlreiche Brandund
Rauchschutztüren, ausgeführt nach höchsten
sicherheitstechnischen Standards, sowie viele
Quadratmeter Metallblechverkleidungen aus eigener
Produktion, die sowohl funktionale als auch
gestalterische Funktionen erfüllen.
Die Leistungen von Hilzinger Metallbau erstreckten
sich über einen Zeitraum von rund vier Jahren
und gliederten sich in insgesamt elf Teilprojekte.
Die Arbeiten erfolgten innerhalb eines der größten
Bauvorhaben Europas und stellten aufgrund
der weitläufigen Gebäudestrukturen mit Verbindungswegen
über mehrere Kilometer sowie der
komplexen logistischen Abläufe besondere Anforderungen
an Planung, Koordination und Umsetzung.
»Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber
Fraport war eng und partnerschaftlich geprägt.
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
konnte der Zeitplan eingehalten werden. Die
rund 20-jährige Tätigkeit am Flughafen Frankfurt
schafft Vertrauen und ist eine wichtige Grundlage
für die Beteiligung an entsprechenden Projekten«,
so Oskar Anders Senior, Geschäftsführer
am Standort in Fritzlar.
?
Beim neuen Personen-Transport-
System wurden u. a. Aluminiumund
Stahl-Pfosten-Riegel-
Fassaden von Hilzinger verbaut.
Sie machen Fassaden zu
echten Schönheiten.
Wir unterstützen mit passenden
Systemen für jede Bauweise.
Mit Baumit Fassaden auf ganzer Linie punkten:
Individuelle Gestaltung und perfekte Dämmung sorgen
für warme Wände im Winter und kühle Räume im Sommer.
Gemeinsam besser.
Baumit. Ideen mit Zukunft.
Fassade
Juni 2026 l 21
Wenn die Gebäudehülle zur
Energiequelle wird
Für das neue Hallenbad in Verl
entschieden sich die Stadtverantwortlichen
für eine PV-Fassade.
HENKE – Solar-Fassaden galten
lange als architektonische Nische.
Zu teuer, zu kompliziert, zu wenig
ertragreich, so die gängigen Vorbehalte.
Doch die Technologie hat sich
weiterentwickelt: Dünnschichtmodule
lassen sich heute farbig gestalten
und nahezu unsichtbar in
Fassadenflächen integrieren. Das
neue Hallenbad der Stadt Verl in
Ostwestfalen zeigt exemplarisch,
wie gebäudeintegrierte Photovoltaik
(BIPV) im kommunalen Hochbau
funktionieren kann und welche Rolle
spezialisierte Fassadenbauunternehmen
wie die Firma Henke aus
Hagen dabei spielen.
HENKE (3)
Das im Frühjahr 2025 eröffnete Hallenbad
ist Teil des bislang größten Bauprojekts der
Stadt Verl: der Erweiterung der Gesamtschule
inklusive eines Veranstaltungszentrums
und des Neubaus eines modernen
Schwimmbads. Für die Energieversorgung
setzte die Kommune bewusst auf eine doppelte
Strategie: Eine 80-kWp-Dachanlage
ergänzt eine farbige PV-Fassade mit 88 kWp
installierter Leistung. Zusammen erzeugen
beide Systeme prognostiziert rund 104 MWh
Strom pro Jahr. Bei einem geschätzten Jahresverbrauch
des Hallenbads von 250 MWh
können damit bilanziell rund 41 Prozent des
elektrischen Energiebedarfs direkt vor Ort
gedeckt werden.
Besonders bemerkenswert: Die Stadt
entschied sich bereits 2022 per Ratsbeschluss
für die PV-Fassade und verfolgte
damit frühzeitig den Ansatz, die Gebäudehülle
nicht nur als Wetterschutz, sondern
als aktive Energiequelle zu nutzen. Die farbigen
Dünnschichtmodule ersetzen dabei
herkömmliche Fassadenelemente und
fügen sich gestalterisch in die Architektur
des Gebäudes ein.
AUSSCHÄUMEN – ABSCHNEIDEN – FERTIG!
Fassadenbau-Know-how plus
elektrotechnische Kompetenz
Die Montage einer Solar-Fassade stellt
besondere Anforderungen an das ausführende
Unternehmen. Neben dem klassischen
Fassadenbau-Know-how
– von der Unterkonstruktion über die
Hinterlüftung bis zur präzisen Befestigung
– erfordert die Integration von PV-Modulen
zusätzliche elektrotechnische Kompetenz
und ein tiefes Verständnis für die Verschaltung
der Module.
In Verl übernahm die Firma Henke aus
Hagen diese Aufgabe. Das Familienunternehmen,
das seit 1904 auf Dach- und
Fassadenbau spezialisiert ist und heute
in fünfter Generation geführt wird, montierte
zwischen Juli und November 2024
insgesamt rund 750 m² funktionsfähige
Solarmodule sowie zusätzlich 50 m² nicht
aktive Module an der Fassade des Hallenbads.
Sämtliche Module wurden unsichtbar
befestigt; ein Verfahren, das höchste
Präzision in der Unterkonstruktion verlangt
und zugleich für ein ästhetisch geschlossenes
Fassadenbild sorgt.
Mit über 150 Mitarbeitern an vier Standorten
– Hagen, Berlin, Hamburg und Neumarkt
– gehört Henke nach eigenen Angaben
zu den leistungsfähigen Fassadenbauern
im deutschen Mittelstand. Das Unternehmen
vereint die klassische Schnittstelle
zwischen Dach und Fassade und verfügt
mit der Tochterfirma Henke Solar über
eine eigene Photovoltaik-Sparte. Gerade
bei Projekten wie in Verl, bei denen Fassadenmontage
und Solartechnik Hand in
Hand gehen müssen, erweist sich diese
Kombination als entscheidender Vorteil in
der Projektabwicklung.
clearopag.de/shop
Fassade
Chancen für den Baustoffhandel
Das Projekt in Verl illustriert einen Trend,
der für den Baustoffhandel zunehmend
relevant wird: Die Gebäudehülle wird zur
Energiequelle. Dünnschichtmodule, wie
sie hier zum Einsatz kamen, erweitern das
Produktportfolio im Fassadensegment und
schaffen neue Beratungsanlässe gegenüber
Architekten, Planern und kommunalen Bauherren.
Wer sich als Fachhändler frühzeitig
mit BIPV-Lösungen auseinandersetzt, positioniert
sich in einem Marktsegment mit
erheblichem Wachstumspotenzial, zumal
das derzeit noch gültige GEG und die EU-
Gebäuderichtlinie den Druck auf energieeffiziente
Neubauten weiter erhöhen.
Entscheidend ist dabei, dass BIPV-Projekte
eng verzahnte Kompetenz zwischen
Fassadenbau, Elektrotechnik und Architektur
erfordern. Unternehmen wie die Firma
Henke, die als Systemanbieter Fassadenkompetenz
und Solartechnik unter einem
Dach vereinen, sind für solche Vorhaben
prädestiniert und damit auch ein wertvoller
Partner für den Baustoffhandel bei der
Projektakquise.
?
Der Fassadenbauer Henke übernahm die anspruchsvolle
Montage der Solar-Fassade – insgesamt wurden 750 m²
Solarmodule befestigt.
Siliconharz-Fassadenfarbe mit
hohem Recyclinganteil
CAPAROL – Mit »AmphiSilan
ReCycle« setzt Caparol einen entscheidenden
Impuls in Richtung
nachhaltiger Fassadengestaltung.
Die neue Siliconharz-Fassadenfarbe
überzeugt nicht nur durch bewährte
Widerstandsfähigkeit und Wetterbeständigkeit,
sondern vor allem auch
durch ihre ressourcenschonende
Rezeptur: 40 Prozent der eingesetzten
Rohstoffe stammen aus Recyclingprozessen.
Die neue Fassadenfarbe enthält 30 Prozent
Pre-Consumer-Recycling-Material (PCR)
aus hochwertigem Marmormehl, das als
Reststoff beim Abbau von Marmor anfällt.
Ergänzt wird dies durch 10 Prozent Bindemittel,
hergestellt auf Basis von Altreifen
im Massenbilanzverfahren. Das Gebinde
(ohne Deckel, Henkel und Etikett) besteht
zudem zu ca. 70 Prozent aus Post-Consumer-Recyclingmaterial.
Durch den gezielten
Einsatz von recycelten Rohstoffen und
moderner Herstellungsverfahren werden
endliche Ressourcen der Erde geschont und
damit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz
geleistet.
»Natürliche Ressourcen sind kostbar und
die Menschheit verbraucht mehr davon, als
die Erde regenerieren kann. Unser Ansatz
ist, Ressourcen möglichst effizient zu nutzen
und mit unseren Innovationen ein deutliches
Signal für Nachhaltigkeit und Wiederverwert-
CAPAROL
barkeit zu setzen. Mit ›AmphiSilan ReCycle‹
wollen wir einen aktiven Beitrag in Richtung
Kreislaufwirtschaft im Bauwesen leisten«,
sagt Dr. Helge Kramberger-Kaplan, Head of
Group Sustainability bei DAW.
♺
Robust, leicht zu verarbeiten und mit
hohem Recyclinganteil: die Fassadenfarbe
»AmphiSilan ReCycle« von Caparol.
Bewährte Robustheit
und einfache Verarbeitung
»AmphiSilan ReCycle« sorgt für robuste,
wetterbeständige Fassadenoberflächen
und schnelles Rücktrocknen nach Feuchtebelastung,
was die Verschmutzungsneigung
minimiert. Dank des geschmeidigen
Auftrags und sehr guter Flächenleistung
eignet sich die Farbe auch ideal für großflächige
Projekte. Der hohe Weißgrad und
das gute Deckvermögen versprechen strahlende
Fassaden.
Ein spezieller Filmschutz bietet zuverlässigen
Schutz vor Algen- und Pilzbefall. Die
Siliconharz-Fassadenfarbe erfüllt die Anforderungen
der Bauphysik (W3 / V1, BFS 26:
B1) und lässt sich auf allen gängigen Wärmedämm-Verbund-
und Putzsystemen
verwenden. Für individuelle Farbgestaltungen
ist »AmphiSilan ReCycle« über
»ColorExpress« und Werkstönung abtönbar.
Mit »AmphiSilan ReCycle« erhalten Fachverarbeiter
eine nachhaltige und leistungsstarke
Fassadenfarbe, welche die besonderen
Ansprüche an Umweltfreundlichkeit und
Funktionalität vereint. Für Bauherren und
Verarbeiter bedeutet das: innovative Produktqualität,
sichtbar nachhaltige Projekte
und eine zukunftsfähige Antwort auf den
Klimawandel. Das neue Produkt ist ab sofort
auf dem deutschen Markt verfügbar, ein
Launch in weiteren Ländern ist geplant.?
Fassade
Juni 2026 l 23
Modernistische Akzente
für historisches Ensemble
ROLAND HALBE (3)
Die neue Fassade des Eberhard-Ludwigs-
Gymnasiums mit heller Wellplatten und
»Equitone«-Faserzementafeln im sanften Grünton.
ETEX GERMANY EXTERIORS – Für die Generalsanierung und
Erweiterung eines denkmalgeschützten Gymnasiums im Stuttgarter
Westen wurden auch typische Materialien der 1950er-
Jahre aufgegriffen. So kamen bei der Fassade Eternit-Wellplatten
sowie Faserzementtafeln in einem sanften Grünton zum Einsatz.
Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble
des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in
Stuttgart gilt als besonders schönes Zeugnis
der Nachkriegsmoderne. Am Herdweg
in steiler Hang- und Aussichtslage errichteten
die Architekten Adolf und Hans Bregler
bis 1957 den Schulkomplex, der ein im
Krieg zerstörtes Gebäude weiter südlich
ersetzen sollte. Den Bestand kennzeichnen
lichtdurchflutete, helle Räume sowie ein
reduziertes und filigranes Erscheinungsbild,
das durch Leichtigkeit, Weite und Transparenz
die demokratischen und humanis-
Die in unterschiedlichen Winkeln
geschichtete Eternit-Wellplatte schafft ein
abwechslungsreiches Fassadenbild.
tischen Werte widerspiegelt, für die die
Bildungsstätte bis heute steht.
Mit der Erweiterung um das Angebot
eines Musikgymnasiums sowie dem Ausbau
zur Ganztagsschule stieg zuletzt auch
der Raumbedarf. 2021 entschied das Stuttgarter
Büro LRO den Wettbewerb für die
Generalsanierung und einen Neubautrakt
für sich. Letzterer ist zwischen den westlichen
Querflügeln des Bestands als eigenständiges
Volumen integriert, das sich
jedoch gestalterisch in den modernistischen
Rahmen adäquat einfügt. Bauliche
Anknüpfungspunkte, gebäudetechnische
Synergien und eine geschickte Rekonfiguration
des Programms lassen Neubau und
Bestand zu einer schlüssigen und funktionalen
Einheit verschmelzen.
Klarheit der Nachkriegsmoderne
Dabei werden unter anderem an der Gebäudehülle
typische Materialien der 1950er-
Jahre aufgegriffen. Die in unterschiedlichen
Winkeln geschichtete Eternit-Wellplatte
schafft ein abwechslungsreiches Fassadenbild,
das die großen Fensterflächen
und feinen Konturen gekonnt umspielt.
Faserzementtafeln »Equitone natural« in
einem sanften Grünton bilden außerdem
farblich und stilistisch passende Bezüge
zu bestehenden Elementen. Als präzise
gefügtes Material verbindet Faserzement
die tektonische Klarheit der Nachkriegsmoderne
mit hoher Dauerhaftigkeit, Witterungsbeständigkeit
und gestalterischer
Präzision.
?
Durch variantenreich geschichtete Eternit-Wellplatten in
einem hellen, natürlichen Ton wird die modernistische
Architektursprache der 1950er-Jahre aufgegriffen.
24 l Juni 2026 Fassade
Wenn aus Kunst
neuer Wohnraum entsteht
SCHÜCO – Das inmitten der Hamburger HafenCity liegende Wohnprojekt
»Belle Harbour« verknüpft Architektur, Nachhaltigkeit und soziale
Verantwortung auf beispielhafte Weise. Der filigrane Wohnturm mit seiner
klar gegliederten Fassade, den vertikalen Einschnitten für Balkone und
der markanten Krone mit Dachgarten setzt einen Akzent im Stadtbild und
ist gleichzeitig ein Statement für ressourcenschonendes Bauen und
inklusives Wohnen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete auch Schüco mit
seinen Fensterprofilen.
STEFAN BRÜCKNER /SCHÜCO (2)
Die im Architekturfestival eingesetzten Aluminiumprofile wurden nach dem sortenreinen Rückbau in den Produktionskreislauf
zurückgeführt und fanden als Aluminiumfenster im Wohnprojekt »Belle Harbour« eine neue Nutzung.
Entwickelt vom Berliner Büro Winking Froh
Architekten, bietet »Belle Harbour« 17 Wohnungen,
Gemeinschaftsflächen und eine
Dachterrasse, die als Ort des Miteinanders
für Familien und sehbehinderte Menschen
konzipiert sind. Das Bauvolumen des Wohnturms
wird durch skulpturale Einschnitte
gegliedert, die den Bewohnern großzügige
Balkone eröffnen und gleichzeitig die
vertikale Wirkung des Gebäudes verstärken.
Die massive Dachkrone mit Garten
und Gemeinschaftsterrasse bildet den krönenden
Abschluss. Hier verdichtet sich das
Konzept eines inklusiven, gemeinschaftlich
gedachten Wohnens: ein Ort, an dem
Menschen mit und ohne Sehbehinderung
zusammenleben, unterstützt durch barrierefreie
Planung, spezielle Orientierungshilfen
und ein ergänzendes Mobilitäts- und
Lernangebot.
Die Umsetzung der Vorgaben des Umweltzeichens
der HafenCity Hamburg in fünf
Kategorien, bei denen die Recyclingfähig-
Fassade
keit und Umweltwirkung der Materialien
betrachtet werden, bildet die Grundlage für
das Projekt. »Wir nehmen die Anforderungen
der HafenCity sehr ernst«, betont Dr.
Stephanie Gamm, Gründerin und Projektleiterin
von »Belle Harbour«. »Jedes Material
wird bei uns im Lebenszyklus betrachtet
– von der Herstellung bis zum möglichen
Rückbau. Unser Ziel ist es, graue Energie
zu vermeiden, CO 2
zu reduzieren und Baustoffe
so auszuwählen, dass sie sich später
trennen und wiederverwenden lassen.
Damit entsteht ein Haus, das nicht nur effizient
betrieben wird, sondern eines Tages
selbst Teil des Materialkreislaufs sein kann.«
Ein bemerkenswerter Aspekt der Entstehungsgeschichte
von »Belle Harbour«
betrifft die Fensterprofile. Die rund
500 Aluminiumprofile, aus denen die etwa
160 Fenster gefertigt wurden, hatten bereits
ein erstes Leben – allerdings nicht als Bauelemente,
sondern als Teil einer Kunstinstallation
beim Hamburger Architektursommer
2023. Damals errichtete das Künstlerkollektiv
»umschichten« auf den Magellan-Terrassen
in unmittelbarer Nähe zur Elbphilharmonie
einen Pavillon aus Aluminium und Holz. Die
normalerweise für Fenster vorgesehenen
Profile wurden in einer raumgreifenden
Skulptur verbaut, die als Bühne, Treffpunkt
und Denkraum diente. »Unsere Projekte,
die sich mit Zirkularität beschäftigen, sind
geprägt von einem behutsamen Umgang
mit dem Material – aber immer unter der
Prämisse, dass man sie auch wieder sortenrein
dekonstruieren kann, damit sie weiterwandern
können. Das mündet letztendlich
in einer Wertschätzung unserer Ressourcen«,
beschreibt Künstler Lukasz Lendzinski
die Botschaft der Installation.
Nach Ende des Architekturfestivals wurden
die Aluminiumprofile sortenrein zurückgebaut,
eingelagert, überprüft und neu
beschichtet. Anschließend flossen sie in
den Produktionsprozess zurück und wurden
von Geerds Metallbau zu Fensterrahmen
weiterverarbeitet. Im Projekt »Belle
Harbour« fanden sie schließlich ihren endgültigen
Bestimmungsort. »Die Profile wurden
wie Neumaterial verarbeitet«, berichtet
Karl Geerds. »Weder in der Produktion noch
bei der Montage haben wir Unterschiede
gemerkt.« Die zuvor von Schüco koordinierte
Qualitätsprüfung und das Gutachten des
Beschichters bestätigten, dass die wiedergewonnenen
Profile uneingeschränkt verwendbar
sind. »Das Projekt war für uns
ein echtes Pilotvorhaben«, ergänzt Geerds.
»Es zeigt, dass Recycling im Aluminiumsektor
technisch problemlos möglich ist
– und zwar ohne Qualitätsverlust.« Ein Beispiel
für die Zukunft des Bauens: »Alles,
was wir hier verbauen, hat auch nach dem
Ende der Lebenszeit des Gebäudes noch
einen Wert«, betont Jochen Strellmann,
Leiter des Projektgeschäfts von Schüco in
Hamburg.
?
Mit seiner klar gegliederten Fassade setzt das Wohnprojekt
»Belle Harbour« in der Hamburger HafenCity ein
architektonisches Zeichen für ressourcenschonendes
Bauen und soziale Verantwortung.
Juni 2026 l 25
BAUMIT (2)
Die Fassadengestaltung des Kellogg’s
Hotels gewann den Hauptpreis der diesjährigen
»Baumit Life Challenge«.
Ein neuer Lebensraum
aus industrieller Substanz
BAUMIT – Am 21. Mai
wurden im Rahmen der
»Baumit Life Challenge«
herausragende architektonische
Projekte aus ganz
Europa gekürt. Eine internationale
Jury renommierter
Architekten wählte
Europas schönste Fassade
aus und zeichnete sechs
Kategoriesieger sowie den
Gesamtsieger aus mehr
als 350 eingereichten Projekten
aus 24 Ländern aus.
Den Gesamtsieg sicherte
sich diesmal Baumit
Deutschland mit dem Projekt
»Kellogg´s Hotel« in
Bremen.
Über rund vier Jahrzehnte hinweg diente das
Silogebäude in der Bremer Überseestadt dem
amerikanischen Kellogg’s-Konzern als Lager- und
Produktionsbestandteil der Cerealienherstellung.
In den bis zu 40 m hohen Türmen lagerten mehrere
Tausend Tonnen Mais, Reis, Weizen und
Hafer. Das Bauwerk war funktional, massiv und
ausschließlich auf industrielle Nutzung ausgelegt.
Mit der Einstellung des Betriebs im Jahr 2017
stand das prägende Bauwerk vor einer grundlegenden
Frage: Wie kann ein solch monumentales
Gebäude sinnvoll in die Zukunft geführt werden?
Die Antwort liegt in der konsequenten Umnutzung
und Weiterentwicklung des Bestands. Im
Zuge der Transformation der ehemaligen Hafenund
Industrieflächen zur heutigen Überseeinsel
wurde das Silogebäude nicht abgebrochen,
sondern bewusst erhalten und neu interpretiert.
Vom Getreidesilo zum Hotel
Heute beherbergen die ehemaligen Siloröhren
ein außergewöhnliches Hotel. Ergänzt wird die
Nutzung durch Büro-, Konferenz- und Gastronomieflächen
sowie weitere öffentlich zugängliche
Angebote. Als markanter Hochpunkt bildet das
Kellogg’s Hotel heute den Kern des neuen Stadtzentrums
der Überseeinsel.
Im Rahmen der Umnutzung ist das frühere Silo
zudem energetisch modernisiert worden. Eine
besondere handwerkliche Herausforderung stellte
dabei die Dämmung der runden Siloformen dar.
Vor allem der notwendige Ausgleich der stark
gekrümmten Flächen erforderte höchste Präzision
bei der Ausführung des Wärmedämm-Verbundsystems.
Diese komplexen Geometrien
konnten technisch sicher und gestalterisch
anspruchsvoll umgesetzt werden. Ein besonderes
Highlight bildet die Fassadengestaltung, mit
der Baumit Deutschland den Gesamtsieg bei der
»Life Challenge« davontrug. Mit seinem außergewöhnlichen
Design, der Ausführungspräzision,
den komplexen Geometrien sowie der gestalterisch
anspruchsvollen Umsetzung stach das
Projekt unter den zahlreichen Einreichungen hervor.
Die Fassade erhält durch eine kreative Putztechnik
eine dynamische, mineralische Optik,
die sowohl den industriellen Charakter aufgreift
als auch einen modernen Eindruck vermittelt.
Umgesetzt wurde die Fassade von dem Baumit-Partner
»Farben Tiedeken« aus Friesoythe
26 l Juni 2026 Fassade
im Landkreis Cloppenburg. Zum Einsatz bei der
Fassadengestaltung kamen der »Baumit multiFill
LTM 81« für den Dickenausgleich sowie der kontaktstarke
Haftmörtel »HM 50«. Für das WDVS
(Mineralwolle) wurden mehrere Baumit-Produkte
verwendet, so der Klebemörtel »ProContact
DC 56«, der Armierungsmörtel, »ProContact DC
56«, der Oberputz für die Betonoptik »ProContact
DC 56«, die Fassadenfarbe für die Betonoptik
»PuracrylColor Life-Farbton 0927« sowie die
»Lasur Mystic 2-fach«.
Eine kreative Putztechnik sorgt für eine dynamische,
mineralische Optik der Fassade, die den industriellen
Charakter mit modernen Elementen verbindet.
Konfigurator für
die präzise Fassadenplanung
SOMMER INFORMATIK – Sommer Informatik hat in Kooperation den »Winiso
3D«-Konfigurator entwickelt, der mit wenigen Klicks die vorgehängten hinterlüfteten
Fassaden von Systea gemäß Spezifikation modelliert und den
effektiven U-Wert der Fassade ermittelt – inklusive der punktuellen Wärmebrücken
an Konsolen und der linearen Wärmebrücken der Unterkonstruktion.
Auch bei Bausystemen bleibt jedes Projekt
individuell: Die Fassadenkonstruktionen
von Systea mit umfangreichen
Kombinationsmöglichkeiten aus Wandkonsolen,
Unterkonstruktionsprofilen und
Verkleidungsmaterialien treffen auf Massivbau-,
Holzbau- oder Trockenbauwände
mit jeweils individueller Konstruktion
und Dämmung. Die thermische Berechnung
dieser Vielzahl an Varianten wird
durch einen Konfigurator für die Simulationssoftware
»Winiso 3D« von Sommer
Informatik standardisiert. Das ermöglicht
Systea eine flexible, gründliche und zügige
Planung und Beratung. »Seit der Einführung
von ›Winiso 2D‹ im Jahr 1996 war
der entscheidende Faktor für die Weiterentwicklung
der ›Winiso‹-Produktreihe immer
der intensive Austausch mit dem Kunden
und die Umsetzung konkreter individueller
Anforderungen«, berichtet Robert Sommer,
Gründer und Geschäftsführer von Sommer
Informatik. »Im Projekt mit Systea konnte
Sommer Informatik das 3D-Wärmesimulationstool
›Winiso 3D‹ mit der Finite-Elemente-Technik
technisch grundlegend neu
aufstellen und durch den Fassadenkonfigurator
›Winiso 3D Systea‹ in den individuellen
Arbeitsablauf von Systea integrieren.«
»Winiso 3D« analysiert dreidimensionale
Details am Bauwerk entsprechend den
Normen DIN EN ISO 10211 und DIN EN
ISO 6946. Zusammen mit dem 2D-Simulationstool
»Winiso«, das auf die Analyse von
Fenstern und Fassaden fokussiert ist, bietet
Sommer Informatik einen vollständigen
Werkzeugsatz für den detaillierten Nachweis
des Wärmeschutzes nach DIN 4108
und die energetische Bewertung nach GEG.
Die Temperaturverteilung in der Fassadenkonstruktion.
Mit »Winiso 3D« lassen sich potenzielle Wärmebrücken
und thermische Schwachstellen
bereits in der CAD-Entwurfsphase korrigieren.
Durch die effiziente CAD-Aufbereitung
können Änderungen an der Konstruktion
sowie deren Auswirkungen auf das thermische
Verhalten präzise analysiert werden. Die
Software liefert relevante und aussagekräftig
dargestellte Informationen zu Details der
thermischen Gebäudehülle. Dadurch können
Architekten, Ingenieure und Energieberater
den Planungsprozess gemeinsam zielorientiert
voranbringen. Zugleich trägt die frühzeitige
Optimierung dazu bei, kostspielige
Nachbesserungen während der Bauphase
zu vermeiden.
?
Fassade
Juni 2026 l 27
Das Walters Restaurant im Business-
Park der Walter Group besticht durch
eine unregelmäßig gewellte Fassade
aus drei Stranggussprofilen, die von
Prefa gefertigt wurden.
PREFA/ CROCE & WIR (2)
Moderne Fassadengestaltung
mit Charakter
PREFA – Mit den neuen Strangpressprofilen »Welle und Zacke« erweitert
Prefa sein Sortiment für moderne, langlebige Fassaden. Die Profile werden
aus hochwertigem Aluminium gefertigt, sind präzise verarbeitet und stehen
laut Hersteller wie gewohnt für »Qualität made in Austria«.
Eine Fassade ist mehr als ein Schutz vor
Wetter und Umgebung. Sie prägt den Ausdruck
eines Gebäudes, soll Wertigkeit vermitteln
und über viele Jahre hinweg gut
aussehen. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden
bieten dafür eine langlebige Lösung:
Sie schützen die Bausubstanz, unterstützen
ein ausgeglichenes Klima und lassen
zugleich viel Raum für Gestaltung.
Die insgesamt sechs neuen Strangpressprofile
»Welle und Zacke« verbinden Technik
mit Design. Die weiche Wellenform
wirkt ruhig und harmonisch, während die
markante Zackenform klare Akzente setzt.
Die Profile können senkrecht, waagerecht
oder diagonal verlegt und individuell miteinander
kombiniert werden. So entstehen
Fassadenbilder, die individuell sind und sich
jeder Architektur anpassen.
die bewährte bis zu 40-jährige Materialgarantie,
die gleichzeitig ein langfristiges
Versprechen für Qualität, Sicherheit und
Beständigkeit darstellt.
Ob als Blickfang auf einzelnen Fassadenflächen,
als ästhetischer Sicht- und Windschutz
bei Balkonen oder für die komplette
Außenhülle – mit den Strangpressprofilen
»Welle und Zacke« lassen sich Gebäude
individuell gestalten. Auch im Innenraum
setzen die Profile gezielte Akzente, etwa
in großzügigen Eingangs- oder Empfangsbereichen
mit indirekter Beleuchtung. Dank
In St. Gingolph am Genfer See ist hinter einer
bronzeschimmernden, gezackten Fassade ein
Wohlfühlrefugium entstanden.
ihrer robusten Ausführung eignen sie sich
besonders für stark beanspruchte Erdgeschosszonen.
So entsteht eine moderne
Gebäudehülle, die gut geschützt ist und
gestalterische Akzente setzt.
Wer die Strangpressprofile live sehen und
in die Hand nehmen möchte, hat dazu auf
zahlreichen Hausbaumessen und in Prefa-
Showrooms die Möglichkeit. Ergänzend
unterstützt Prefa Bauherren und Sanierer
mit Services bei der Entscheidungsfindung.
Dazu zählen übersichtliche Prospekte mit
dem gesamten Produktsortiment sowie
eine Fotomontage, die eine realitätsnahe
Visualisierung der eigenen Fassade oder
des Daches ermöglicht. Nach der Produktauswahl
können direkt Angebote von regionalen
Handwerkern eingeholt werden.?
Robust, pflegeleicht und beständig
Die stranggepressten Aluminiumprofile sind
korrosionsbeständig, bruchfest und nahezu
wartungsfrei. Die verdeckte Befestigung
sorgt für eine gleichmäßige und hochwertige
Optik. Die Oberflächen sind leicht zu
reinigen und passend zum Prefa-Komplettsystem
in »P.10«-Farben sowie in vielen
weiteren Farbtönen erhältlich. Hinzu kommt
28 l Juni 2026 Fassade
Im begrünten
Umkehrdach mit »Jackodur
Dachvlies WA« schafft
»Jackodur Evo« ab sofort zusätzliche
Sicherheit für Planung und
Nachweisführung.
?
Dämmstoffe
JACKON INSULATION BY BEWI
Planungssicherheit für
Umkehrdach und Perimeterdämmung
JACKON INSULATION BY BEWI – Für »Jackodur Evo 300 Standard« liegen
ab sofort zwei Allgemeine Bauartgenehmigungen des DIBt vor: für bekieste
und begrünte Umkehrdächer sowie für die Perimeterdämmung an erdberührten
Wänden und unter Bodenplatten. Einen günstigen Bemessungswert
von 0,038 W/(m·K) erzielt die Wärmedämmung aus XPS im begrünten
Umkehrdach und im Perimeterbereich bei drückendem Wasser.
»Jackodur Evo« punktet besonders dort,
wo die Anforderungen an Feuchtebeanspruchung
und Wärmeschutz hoch sind: im
Umkehrdach mit Begrünung und »Jackodur
Dachvlies WA« sowie im Perimeterbereich
bei drückendem Wasser und aufstauendem
Sickerwasser. In beiden Fällen liegt
der bestätigte Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit
bei 0,038 W/(m·K). Planer
profitieren von diesem günstigen Wert,
wenn es darum geht, hohe energetische
Anforderungen bei gleichzeitig schlanken
Aufbauten umzusetzen.
Damit schafft »Jackodur Evo« planerischen
Spielraum, wenn beispielsweise
Dachbegrünung, Retention, hohe energetische
Vorgaben und sichere Nachweise
zusammengebracht werden müssen –
ein wichtiger Akzent für die Objektarbeit.
Stark im Umkehrdach
Im Detail gilt die allgemeine Bauartgenehmigung
Z-23.31-2179 für das Wärmedämmsystem
Umkehrdach mit »Jackodur
Evo 300 Standard« in Nenndicken von 50
bis 400 mm in Kombination mit der wasserableitenden,
diffusionsoffenen Trennlage
»Jackodur Dachvlies WA«.
Für den Wärmeschutz sind im Umkehrdach
mit Kiesschicht und »Jackodur Dachvlies
WA« 0,033 W/(m·K) und bei Begrünung
mit Dachvlies 0,038 W/(m·K) anzusetzen.
Besonders relevant für die Planung: Mit
der wasserableitenden Trennlage ist kein
zusätzlicher ΔU-Zuschlag anzusetzen. Das
verbessert den energetischen Nachweis in
beiden Anwendungsfällen. Auch Retentionsdachsysteme
mit niedrigem Spitzenabflussbeiwert
oberhalb der Trennlage sind
ausdrücklich mitgedacht.
Perimeterdämmung
klar geregelt
Die allgemeine Bauartgenehmigung Z-23.33-
2180 genehmigt das Perimeterdämmsystem
mit »Jackodur Evo 300 Standard« in
Nenndicken von 50 bis 400 mm für erdberührte
Wände und unter Bodenplatten
(statisch nicht tragend). Besonders hervorzuheben:
Im Bereich mit drückendem
Wasser und aufstauendem Sickerwasser
(Wassereinwirkungsklasse W2-E) gilt der
Bemessungswert von 0,038 W/(m·K). Vor
allem bei großen Dämmdicken ab 220 mm
schafft dies einen klaren Vorteil in der
Objektplanung.
Für die Anwendung bei Bodenfeuchte und
nicht stauendem Sickerwasser, der Wassereinwirkungsklasse
W1-E, liegt der Bemessungswert
bei 0,033 W/(m·K). Damit deckt
»Jackodur Evo« im Perimeter sowohl den
Standardfall als auch deutlich anspruchsvollere
Feuchtebeanspruchungen mit hervorragendem
Bemessungswert bauaufsichtlich
geregelt ab.
Einlagige Verlegung
bis 400 mm
Beide Bauartgenehmigungen sehen eine
einlagige Verlegung der XPS-Dämmplatten
vor – auch bei großen Dämmdicken bis
400 mm. Das unterstützt effiziente Baustellenabläufe,
vereinfacht die Verarbeitung und
minimiert Fehlerquellen. Für Planer und
Ausführende ist das ein praktischer Vorteil:
weniger Komplexität im Aufbau und eine
Ausführung, die auch bei großen Dämmdicken
übersichtlich, effizient und bauphysikalisch
sicher bleibt.
»Mit ›Jackodur Evo‹ erweitern wir unser
Portfolio deutlich – insbesondere in Kombination
mit den neuen Bauartgenehmigungen«,
betont Tino Dannenberg, Produktmanager
bei Jackon Insulation by Bewi. »Vor allem
der Bemessungswert von 0,038 W/(m·K) im
begrünten Umkehrdach und im Perimeterbereich
mit drückendem Wasser, insbesondere
ab 220 mm Dicke, ermöglicht unseren
Partnern zusätzliche Planungsspielräume
bei anspruchsvollen Bauvorhaben mit leistungsstarker
XPS-Wärmedämmung.« ?
Dämmstoffe Juni 2026 l 29
Dämmen mit Mineralwolle –
klima- und verarbeitungsfreundlich
QUELLE
♺
Die neue klimafreundliche Mineralwolle
»Isover Lanaé« besteht aus bis zu 80 Prozent
Recyclingglas, entwickelt bei der Verarbeitung
deutlich weniger Staub als vergleichbare
Produkte und ist nachweislich wohngesund.
SAINT-GOBAIN ISOVER – Mit »Isover Lanaé« steht
Holzbauprofis seit Kurzem ein besonders verarbeitungsfreundlicher
wie zukunftsweisender Dämmstoff zur Verfügung.
Die neue klimafreundliche Mineralwolle besteht
aus bis zu 80 Prozent Recyclingglas. Ebenfalls neu ist
die Einblaswolle »Isover InsulSafe Prefab« – die effiziente,
besonders leichte und setzungssichere Einblasmineralwolle
wurde speziell für die Dämmung von
Außenwänden, Decken und Steildächern entwickelt.
In puncto Verarbeitung, Leistungsfähigkeit und Ressourcenschonung
vereint »Lanaé« eine Vielzahl positiver Eigenschaften. So
überzeugt die neue Wolle mit einer verbesserten Haptik, sie ist
angenehmer in der Verarbeitung, leicht zu schneiden und einfach
zu verlegen. »Lanaé« verfügt zudem über eine weiche Oberfläche
und eine feste Struktur. Sie entwickelt kaum Staub, ist geruchsneutral
und nachweislich wohngesund. Neben dem RAL-Gütezeichen
und dem »Blauen Engel« ist »Lanaé« auch mit dem »Eurofins
Indoor Air Comfort Gold« ausgezeichnet.
»Lanaé« besteht bis zu 80 Prozent aus Recyclingglas und wird
mit einem patentierten Bindemittel, basierend auf Stoffen aus
der Zucker- und Getreideproduktion, hergestellt. Die Mineralwolle
ist darüber hinaus hochkomprimierbar: Lager- und Transportvolumen
werden dadurch deutlich reduziert. Die besondere Klimafreundlichkeit
zeigt sich auch in der gut recycelbaren Verpackung.
Ermöglicht wird das Recycling unter anderem durch ein spezielles
Verpackungsdesign mit deutlich reduziertem Druckbild. »Lanaé«-
Wolle sowie die neue Verpackung können über den »Easy Eco«-
Recyclingservice von Isover zurückgeführt und recycelt werden.
Nicht brennbar und
mit niedriger Wärmeleitfähigkeit
Als Dämmstoff der Euroklasse A1 ist »Lanaé«- Mineralwolle
zudem von Natur aus nichtbrennbar. Ihre niedrige Wärmeleitfähigkeit
von bis zu λD = 0,031 W/(m·K) ermöglicht geringere
Dämmdicken und entsprechend schlanke Aufbauten von Wand-,
Dach- und Deckenkonstruktionen. Mit der Umstellung auf »Lanaé«
profitieren Kunden nach Unternehmensangaben von den hervorragenden
Eigenschaften der innovativen Isover-Mineralwolle
– auch beim Holzbaufilz »Kontur HBF-034« sowie beim Holzbaufilz
»Kontur HBF-031« und der Holzbauplatte »Kontur HBP-031«.
Angeboten werden die leistungsstarken Dämmfilze und Holzbauplatten
in der vorgefertigten Breite von 575 mm. Für die Fertighausindustrie
mit kundenindividuellen Abmessungen steht der
neue »Kontur FHF Fertighaus-Filz« in verschiedenen Wärmeleitfähigkeiten
zur Verfügung.
Für einen optimalen Feuchteschutz beim Einsatz der neuen
Holzbaulösungen sorgen aufeinander abgestimmte Systemprodukte
aus dem bewährten »Vario«-Luftdichtheits- und Feuchteschutzsystem.
Dazu gehören die hochreißfeste, feuchtevariable
Klimamembran »Vario XtraSafe« mit Vlieskaschierung sowie das
extrastarke Klebeband »Vario XtraTape« für innen und außen.
30 l Juni 2026 Dämmstoffe
Einblasdämmung
für den seriellen Holzrahmenbau
»Isover InsulSafe Prefab« ist eine für den seriellen Holzrahmenbau
optimierte Einblasdämmung, die gerade bei der automatisierten
Einbringung in den Produktionslinien der Vorfertigung
ihre volle Leistungsstärke zeigt. Sie ist kompatibel mit allen gängigen
mobilen und stationären Einblasmaschinen (»X-Floc« etc.).
Die Einblaswolle wird sauber und schnell in Hohlräume beziehungsweise
Gefache eingebracht und passt sich diesen flexibel
in Wänden, Decken und Steildächern bis in kleinste Ecken
und Winkel an. Damit werden Wärmebrücken zuverlässig verhindert
sowie kostspieliger Abfall und Verschnitt vermieden.
Die leichte und effiziente Einblasdämmung ist nichtbrennbar
(Euroklasse A1) und empfiehlt sich mit einem hervorragenden
Schall- und Wärmeschutz. Eingesetzt wird sie gemäß DIN 4108-
10 (DI, DZ, WH, WI, WTR) zur Dämmung von Außenwänden,
Decken und Steildächern. Mit WLG 035 bei einer Schüttdichte von
30-40 kg/m³ und WLS 034 bei einer Schüttdichte von 40-50 kg/
m³ stellt die Mineralwolle ihre ausgezeichneten Dämmeigenschaften
unter Beweis. Ihre geprüfte Setzungssicherheit ≤ 1 Prozent
nach ETA beginnt bereits ab 35 kg/m³. Dank der vergleichsweise
geringen Schüttdichte ist ein maßvoller Materialverbrauch gewährleistet.
Die Einblasdämmung sorgt darüber hinaus für eine hohe
Verarbeitungsgeschwindigkeit und ist zudem besonders verarbeitungsfreundlich.
Für ein Maximum an bauphysikalischer Sicherheit
beim Einsatz sorgen passende und exakt aufeinander abgestimmte
Systemprodukte aus dem bewährten »Vario«-Luftdichtheitsund
Feuchteschutzsystem. Dazu gehören etwa die hochreißfeste,
feuchtevariable Klimamembran »Vario XtraSafe« mit Vlieskaschierung,
das einseitige multifunktionale Klebeband »Vario MultiTape+«
zur Verklebung von Überlappungen sowie »Vario Patches«
zur luftdichten Verklebung von Einblasöffnungen.
Angeboten werden die
leistungsstarken Dämmfilze
und Holzbauplatten in der
vorgefertigten Breite von 575 mm.
Zeitgleich mit »InsulSafe Prefab« für den Holzbau präsentiert
Isover die neue »InsulSafe Cavity« – eine leistungsstarke Vor-Ort-
Dämmung für zweischaliges Mauerwerk (WZ) im Rahmen einer
nachträglichen Kerndämmung. Auch diese Einblasdämmung verfügt
mit WLG 035 über hervorragende Dämmeigenschaften bei
einer Schüttdichte von 30-40 kg/m³, ist setzungssicher, wasserabweisend
und nichtbrennbar (Euroklasse A1). Die Verarbeitung
mit mobilen Einblasmaschinen gestaltet sich durch zertifizierte
Fachunternehmen schnell, einfach und zuverlässig.
?
Mit »InsulSafe Prefab«-Einblaswolle präsentiert Isover eine Lösung
für die werkseitige Befüllung oder Vor-Ort-Dämmung von in
Holztafel-/Holzrahmenbauweise erstellten Bauteilen.
MASTER 650 ERGO
Der höhenverstellbare
Spann- und Arbeitstisch
Dämmstoffe
www.wolfcraft.de
Eine Brandschutzlinie
rund ums Haus
PUREN – Vom Steildach bis zur Tiefgarage reicht die Brandschutzlinie,
die Puren mit seinen Dämmlösungen mittlerweile ziehen kann. Mit
»SecurePlus« startet Puren nun auch im Steildach – und führt damit
die Linie weiter, die bereits mit Produkten für Wand, Tiefgaragendecke
und Flachdach begonnen wurde. Die PU-Dämmplatten sind
brandhemmend und nach Klasse B-s1, d0 klassifiziert.
Noch robuster: Das Puren-
Unterdach erhielt eine neue
Unterdeckbahn mit erhöhter
Grammatur.
Systemlösungen mit Fokus auf Brandschutz und
Robustheit präsentierte Puren auf der diesjährigen
Dach+Holz in Köln. Zu sehen war unter anderem
ein neues Aufsparren-Element, mit dem Puren
seine Produktlinie mit Brandschutzlösungen
erweitert. Außerdem stellte das Unternehmen
aus Überlingen ein neues Dachboden-Element
vor und machte sein bewährtes Unterdach noch
robuster.
Mit »Puren SecurePlus« erweitert Puren sein
Steildach-Portfolio um ein Aufsparren-Dämmsystem,
das Wärmeschutz, Regensicherheit
und zusätzlichen Brandschutz in einem Produkt
vereint. Das Element ist brandhemmend und
wasserdicht – und steht damit nach Herstellerangaben
für ein Plus an Sicherheit im Steildach.
»SecurePlus« kombiniert zwei zentrale Sicherheitsfunktionen:
Eine flammhemmende Deckschicht
sorgt für einen gegenüber herkömmlichen
Aufsparren-Dämmsystemen mit Aluminium-
oder Mineralvlieskaschierung deutlich
verbesserten Brandschutz.
Gleichzeitig erfüllt die werkseitig
kaschierte, diffusionsoffene
und
Für die oberste Geschossdecke stellt Puren die neuen
Elemente »DBV Purenit 023« und »026« vor.
wasserdicht verschweißbare Unterdeckbahn
die Anforderungen der Klasse UDB-eA gemäß
ZVDH und bietet zuverlässige Regensicherheit.
»Einmannplatte« leicht zu verarbeiten
Neben dem Sicherheitsaspekt überzeugt »SecurePlus«
auch technisch: Mit einem Dämmwert
von WLS 027 und hoher Druckfestigkeit bleibt
die Energieeffizienz auf gewohnt hohem Niveau.
Auch unter PV-Aufbauten ist das Element druckstabil
einsetzbar.
Das handliche Format von 2400 × 600 mm
ermöglicht eine besonders einfache Verarbeitung
auf der Baustelle. Die sogenannte »Einmannplatte«
erleichtert das Handling, spart Ressourcen
und beschleunigt die Verlegung.
Puren hat damit eine durchgängige Brandschutzlinie
für die Gebäudehülle geschaffen. Im
Rahmen der Präsentation des neuen Aufsparren-Dämmelements
»Puren SecurePlus« bündelt
Puren vier Produkte zu einer durchgängigen
Brandschutzlinie für die Gebäudehülle:
? »Puren Secure« für das Flachdach
? »Puren Intrawall SE« als Kerndämmung
im zweischaligen Mauerwerk oder in
Beton-Sandwichelementen
? »Puren TG« für Decken
über Tiefgaragen und Kellern
?»Puren SecurePlus« für das Steildach
Dämmstoffe
»Puren SecurePlus« schützt
die Konstruktion doppelt: Es
hemmt die Brandausbreitung
an der Oberfläche und hält
eindringendes Wasser
zuverlässig zurück.
PUREN (3)
Die PU-Dämmplatten der »Secure«-Linie
verfügen über eine flammhemmende Deckschicht
und erreichen die Klassifizierung B-s1,
d0. Damit deckt Puren alle relevanten Bauteile
mit einheitlicher Systemlogik und hoher
Dämmleistung ab.
Dämmung und Nutzschicht in einem
Für die oberste Geschossdecke stellt Puren die
neuen Elemente »DBV Purenit 023« und »026«
vor. Sie kombinieren eine PU-Dämmschicht mit
einer oberseitigen »Purenit«-Platte als lastverteilende
Nutzschicht. Diese bleibt formstabil,
ist feuchteunempfindlich und verzugsfrei. Das
leichte und passgenaue Zwei-in-eins-Element
reduziert den Arbeitsaufwand auf der Baustelle,
das Plattenformat von 1 150 x 550 mm ist besonders
handlich und passt durch jede Tür. Direkt
nach der Verlegung ist die Fläche begeh- und
belastbar. Die Dämmelemente sind mit Dämmstärken
von 60 bis 180 mm – zuzüglich 15 mm
»Purenit« – erhältlich und eignen sich für Neubau
und Sanierung. Dachböden profitieren von
einer robusten, holzfreien Oberfläche.
Das »Puren Unterdach 023« und »026« erhält
eine neue Unterdeckbahn mit auf > 350 g/m²
erhöhter Grammatur. Wie gewohnt, ist das System
diffusionsoffen und zugleich wasserdicht. Die
höhere Flächenmasse verbessert nochmals die
mechanische Widerstandsfähigkeit. Die Unterdeckbahn
erfüllt die Anforderungen der Klasse
UDB-eA nach ZVDH und ermöglicht regelwerkskonform
und anwendungssicher die Ausführung
nahtgefügter Unterdeckungen mit Nageldichtband
oder mit eingebundener Konterlatte. Zudem kann
das Puren-Unterdach ohne zusätzliches Nageldichtband
als Behelfsdeckung eingesetzt werden.
Mit diesen vier Neuheiten und Weiterentwicklungen
setzt Puren auf brandschutztechnisch klassifizierte
PU-Dämmlösungen, erhöhte Robustheit,
bauteilübergreifende Systemkontinuität und praxisorientierte
Verarbeitung.
?
Neben dem Brandschutz
überzeugt »SecurePlus«
auch technisch: Mit einem
Dämmwert von WLS 027
und hoher Druckfestigkeit
bleibt die Energieeffizienz
auf gewohnt hohem
Niveau.
Dämmstoffe Juni 2026 l 33
Steinwolle-Dämmung
der obersten Geschossdecke
Belegt mit einer mindestens 12 mm
dicken Holzwerkstoffplatte, kann ein
mit der »Tegarock Pro« gedämmter
Dachboden gelegentlich begangen
und als Abstellfläche genutzt werden.
ROCKWOOL – Hausbesitzer, die Energie sparen wollen, kommen schnell
zum Ziel mit einer Dämmung aus Steinwolle, die auf der obersten
Geschossdecke einfach zu verlegen ist. Die Deutsche Rockwool bietet
unterschiedlich belastbare Dämmplatten für Dachräume, die nur im
Notfall oder selten betreten werden, sowie für Räume, die als Lagerraum
intensiver genutzt werden. Neu im Produktportfolio sind die nichtbrennbaren
Dämmplatten »Tegarock Pro« und »Tegarock Premium«.
Steinwolle-Dämmungen sind für die oberste
Geschossdecke ideal, weil sie sich leichten Unebenheiten
im Boden weich anpassen. Die schnellste
und günstigste Lösung für nicht genutzte Dachräume
ist der bewährte Dämmfilz »Varirock 035«.
Hierbei handelt es sich um einen Dämmfilz aus
hoch komprimierter Steinwolle, der vor Wärmeverlusten
im Winter ebenso wie vor starker Hitze
im Sommer bewahrt. Er wird einfach ausgerollt
und ist in Dicken von 60 bis 240 mm lieferbar.
Zur gut gedämmten und nutzbaren Lagerfläche mit einer Belastbarkeit
von bis 100 kg/m² wird die oberste Geschossdecke durch
die Kombination der »Tegarock Pro« mit einer Holzwerkstoffoder
Gipsplatte in einer Dicke von mindestens 18 mm.
Die »Tegarock Premium« trägt dauerhaft
Lasten bis zu 100 kg/m².
Robust unter
höheren Lasten
Die »Tegarock Pro« ist eine robuste Dämmplatte
für Dachräume, die als Ablagefläche genutzt
und gelegentlich betreten werden. Für geringen
bis hohen Wärmeschutz stehen Platten in
Dicken von 60 bis 200 mm zur Wahl. Eine Platte
ist 1000 x 600 mm groß und wiegt – abhängig
von der Dämmdicke – zwischen 3,2 kg und maximal
9,0 kg. So ist sie leicht auch durch schmale
Dachluken zu schieben.
Belegt mit einer mindestens 12 mm dicken Holzwerkstoffplatte
kann ein mit der »Tegarock Pro«
gedämmter Dachboden gelegentlich begangen
und als Abstellfläche genutzt werden. Zur dauerhaft
nutzbaren Lagerfläche mit einer Belastbarkeit
von bis zu 100 kg/m² wird die gedämmte
Geschossdecke durch die Kombination der »Tegarock
Pro« mit einer Holzwerkstoff- oder Gipsplatte
in einer Dicke von mindestens 18 mm.
34 l Juni 2026 Dämmstoffe
In einem Schritt zum gedämmten,
belastbaren Dachraum
Ohne eine zusätzliche Lage lastverteilender
Holzwerkstoff- oder Gipsplatten entsteht eine
begehbare Dämmung mit der neuen »Tegarock
Premium«. Hierbei handelt es sich um eine 80 mm
dicke Steinwolle-Platte mit einer lastverteilenden,
zementösen Beschichtung, die dauerhaft
Lasten bis zu 100 kg/m² trägt. Wird hoher Wärmeschutz
angestrebt, können »Tegarock Premium«-Dämmplatten
auf beliebig dicken »Tegarock
Pro«-Dämmplatten verlegt werden. Der Zuschnitt
einer »Tegarock Premium« kann mit einer handelsüblichen
Stich- oder Kreissäge, einem elektrischen
Fuchsschwanz oder anderen elektrischen
Sägewerkzeugen erfolgen.
Für verbesserten
Wärme-, Brand- und Schallschutz
Wie alle Dämmungen aus Steinwolle sind auch
die »Varirock 035«, die »Tegarock Pro« und die
»Tegarock Premium« nichtbrennbar. Sie entsprechen
der Euroklasse A1 und können die
Ausbreitung von Flammen, z. B. bei einem Dachstuhlbrand,
verzögern. Gleichzeitig sind sie diffusionsoffen
und wasserabweisend. Da Steinwolle
Schall absorbiert, schützt eine Aus- und Nachrüstung
der obersten Geschossdecke mit einer der
genannten Dämmlösungen zusätzlich vor Lärm
aus der Umgebung.
?
ROCKWOOL (4)
Ohne lastverteilende Holzwerkstoff- oder
Gipsplatten entsteht eine begehbare
Dämmung der obersten Geschossdecke mit
der neuen »Tegarock Premium«.
DIE DÄMMSYSTEME FÜR IHR DACH!
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Dämmeigenschaften für Ihr Flach- oder Gefälledach.
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Juni 2026 l 35
HIRSCH POROZELL (2)
Der Trockenaufbau der
Ausgleichsschüttung »Thermozell«.
EPS-Lösungen für nachhaltige Bauprojekte
HIRSCH POROZELL – Ob Sanierung im Bestand oder Neubau,
ob Innen- oder Außenbereich: »Thermozell« schafft die
funktionale Basis für nachhaltige Bodenaufbauten. Ausgleichen,
Dämmen und Schütten werden in einem System vereint.
Bereits seit über 30 Jahren zählt Hirsch Porozell mit der
Verwertung von Alt-EPS zu den Recyclingspezialisten in der
Branche. Damit rückt das Unternehmen Nachhaltigkeit und
Ökologie in den Fokus.
»Thermozell« eignet sich laut Hisch Porozell für
einen bestens gedämmten, langlebigen Bodenaufbau
und ist damit nach Unternehmensangaben
die perfekte EPS-Ausgleichsschüttung für
Parkett / Fliese
Estrich mit Fußbodenheizung
Trittschallrolle mit Folie
Wärmedämmplatte
Folie
Thermozell
Mauerwerk
Heimwerker und Profis – ökologisch und effizient.
Über »Thermozell« hinaus positioniert sich
Hirsch Porozell mit einer Vielzahl neuer Initiativen
und einer zunehmend breiten ökologischen
Produktpalette aus EPS als Vorreiter. Die »EPS
EcoCycle«- sowie die »EPS LowCO 2
«-Dämmplatten
bilden eine geeignete Basis für die Wärmedämmung
nachhaltiger Projekte in der Sanierung
oder im Neubau.
Kreislaufwirtschaft im Fokus
Stichwort Kreislaufwirtschaft: Bislang werden
EPS-Abfälle häufig einer thermischen Verwertung
zugeführt. Das muss nicht sein, denn EPS
ist zu 100 Prozent recyclebar, und das laut Hirsch
Porozell unendlich oft. Hier leistet die Initiative
»Hirsch:REuse«, mit der Bau-EPS-Reste eingesammelt
und wiederverwendet werden, einen
Beitrag. Die Vorteile des EPS-Recyclings liegen
im verringerten Einsatz von Primärrohstoffen wie
Erdöl und damit in der Schonung der Umwelt.
Zudem können Nachhaltigkeitszertifizierungen,
etwa nach DGNB oder QNG, angerechnet werden.
Die »EPS EcoCycle«-Dämmplatte eignet
sich für sämtliche Anwendungsbereiche – Wand,
Boden und Dach – ebenso wie klassisch produzierte
Dämmplatten. Alle Produkte von Hirsch
Porozell und »Thermozell« sind QNG-zertifiziert.
Der digitale Produktpass bündelt als zentrales
Dokument die wichtigsten produktrelevanten Kriterien
und Standards, darunter SHI-schadstoffgeprüft,
DGNB, QNG, BNB, BREEAM, LEED
und EU-Taxonomie.
?
36 l Juni 2026 Dämmstoffe
LEISTUNG,
DIE BLEIBT.
RAVATHERM XPS – leistungsstarke Dämmung
für höchste Anforderungen.
HOHE DRUCKFESTIGKEIT
Belastbar auch bei höchsten
Anforderungen.
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DAUERHAFTE DÄMMLEISTUNG
Konstant hohe Performance über
Jahrzehnte.
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ANWENDUNGEN
Die sichere Wahl für Profis im
Hochbau.
FÜR VIELE ANWENDUNGEN DIE RICHTIGE LÖSUNG
UMKEHRDACH PERIMETER BODENPLATTE INDUSTRIEBAU
MEHR ALS DÄMMUNG.
EINE ENTSCHEIDUNG FÜR DIE ZUKUNFT.
CO₂ bewusste
Produktion
Dämmstoffe
recycelbar
Geprüfte
Qualität
TECHNISCHE DETAILS
ENTDECKEN
Juni 2026 l 37
Emissionsreduktion
bei der Steinwolle-
Herstellung
PAROC – Die Owens-Corning-Tochter
Paroc hat durch konsequente
Prozessinnovationen und den Einsatz
elektrischer Schmelzöfen die CO 2
-
Bilanz ihrer Steinwolleproduktion
verbessert. In Kombination mit Strom
aus erneuerbaren Energiequellen
konnten die CO 2
-Emissionen im
Schmelzprozess um bis zu 80 Prozent
gesenkt werden. Darüber hinaus
reduzieren sich die EPD-basierten
Produktfußabdrücke ausgewählter
Dämmstoffe um bis zu 78 Prozent.
Elektrisches Schmelzen statt fossiler Brennstoffe:
Die modernen Öfen reduzieren die CO 2
-Emissionen
im Schmelzprozess um bis zu 80 Prozent und
erhöhen gleichzeitig die Prozessflexibilität.
Steinwolle-Dämmstoffe tragen über den
gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes
zur Energieeinsparung bei. Gleichzeitig ist
ihre Herstellung besonders energieintensiv
– vor allem der Schmelzprozess der
mineralischen Rohstoffe. Dies erfolgt traditionell
in koksbetriebenen Kupolöfen, die
hohe CO 2
-Emissionen verursachen und nur
begrenzte Flexibilität in der Prozesssteuerung
ermöglichen. Eine interne Analyse
der Produktionsabläufe bei Paroc zeigte,
dass der Schmelzprozess die Hauptquelle
der Emissionen darstellt. Auf Basis dieser
Erkenntnis hat das Unternehmen in
den vergangenen Jahren eine umfassende
technologische Strategie entwickelt,
um die Emissionsintensität der Produktion
zu reduzieren.
Elektrisches Schmelzen als
Schlüssel zur Emissionsreduktion
Die Einführung und Skalierung elektrischer
Schmelzöfen stellt den wohl tiefgreifendsten
Schritt der Produktionsumstellung
dar. Im Gegensatz zu Kupolöfen basiert
das elektrische Schmelzen nicht auf fossilen
Brennstoffen, sondern auf Stromzufuhr
und ermöglicht somit einen vollständig
anderen energetischen Ansatz. Besonders
deutlich wird der Vorteil, wenn der Strom
aus erneuerbaren Energiequellen stammt.
Unter diesen Bedingungen lassen sich die
CO 2
-Emissionen des Schmelzprozesses
um bis zu 80 Prozent reduzieren. Paroc
betreibt derzeit drei elektrische Schmelzöfen
– eine Anlage in Finnland und zwei in
Polen. Sie sind in den laufenden Produkti-
onsbetrieb integriert und bilden die Basis
für eine weitreichende Transformation der
Steinwolleherstellung. Ergänzend wird in
Schweden derzeit die neue »Natura Line«
errichtet – eine Produktionslinie, die vollständig
auf diese CO 2
-arme Schmelztechnologie
ausgelegt ist und damit die Fortsetzung
der strategischen Elektrifizierung markiert.
Der technologische Wandel ist jedoch nur
ein Teil der Emissionsreduktion. Ebenso entscheidend
ist die Energiequelle selbst, mit
der die elektrischen Öfen betrieben werden.
Während Finnland und Schweden bereits
seit Jahren Strom aus erneuerbaren Energien
beziehen, war dies in Polen zunächst
nicht der Fall. Aber seit Anfang 2022 erfolgt
die Versorgung der beiden polnischen Elektroschmelzanlagen
vollständig mit Strom aus
Windenergie. Allein durch diese Umstellung
konnten die Emissionen der europäischen
Paroc-Steinwolleproduktion um etwa
30 Prozent reduziert werden.
Messbare Effekte
auf Produktebene
Die technologischen Maßnahmen zeigen
sich nicht nur in der Prozessbilanz, sondern
auch deutlich im Produktprofil. Die neue
Umweltproduktdeklaration (EPD NEPD-
4337-3565-EN) belegt, dass die Dachdämmstoffe
»Paroc Tectum 037«, »Paroc
Robust 038« und »Paroc Premo 90« ihren
Gesamt-CO 2
-Fußabdruck über den Lebenszyklus
(A1–C4) um 78 Prozent reduzieren
konnten. Diese Werte basieren auf standardisierten,
extern verifizierten Berechnungsverfahren
und unterstreichen den
direkten Zusammenhang zwischen elektrischer
Schmelztechnologie, erneuerbaren
Energiequellen und den Auswirkungen
auf das Endprodukt. Bemerkenswert ist
zudem, dass diese Emissionsreduktionen
nicht auf Kosten der Produktleistung erfolgen.
Die Dämmstoffe verfügen weiterhin
über ihre gewohnt hohe Brandsicherheit,
Langlebigkeit und Formstabilität. In einigen
Fällen konnten die technischen Eigenschaften
sogar weiter verbessert werden
– so wurde beispielsweise die Druckfestigkeit
von »Paroc Premo 90« auf größer
oder gleich 90 kPa erhöht. Der Ansatz von
Paroc ist klar formuliert: Innovationen werden
nur dort umgesetzt, wo sie einen echten
Mehrwert liefern. Qualität ist und bleibt
nach Unternehmensangaben der zentrale
Wettbewerbsfaktor von Paroc. Jede Prozessoptimierung
muss daher sowohl zur
Emissionsreduktion als auch zur Sicherstellung
der gewohnt hohen technischen
Leistungsfähigkeit beitragen.
?
PAROC (2)
Kontinuierliche Prozessoptimierung: Vom Rohstoffhandling
über den Schmelzprozess bis zur Endfertigung werden alle
Produktionsschritte auf Energieeffizienz und Emissionsreduktion
geprüft.
38 l Juni 2026 Dämmstoffe
Dach & Holzbau
Mit Gauben
Wohnraum schaffen
LINZMEIER (2)
LINZMEIER – Mit vorkonfektionierten Gaubenelementen bietet Linzmeier
ideale Lösungen für den flächeneffizienten Ausbau von Dachgeschossen.
Das System unterstützt kleinere Zimmereien mit begrenzten Produktionsmöglichkeiten
ebenso wie große Holzbauunternehmen bei der Entlastung
von Auftragsspitzen. Durch kürzere Montagezeiten auf der Baustelle trägt
es zudem zur Kostenoptimierung bei.
Die vorkonfektionierten Gaubenelemente
können witterungsgeschützt
am Boden zusammengeschraubt
werden.
Die Dachsanierung ist ein guter Anlass, durch
einen Dachausbau neuen Wohnraum zu schaffen.
Verfügt das Dach in puncto Neigung und
Kniestock über günstige Voraussetzungen
für den Ausbau, bietet sich der Einbau von
Gauben an. Dank der vorgefertigten »Litec«-
Gaubenelemente gelingt dieser schnell und
einfach. Das ist ein wesentlicher Vorteil bei
schlechtem Wetter, durchgehend bewohnten
Dachgeschossen oder komplexen Verkehrssituationen.
Die Gauben werden exakt
nach Kundenwunsch maßgefertigt und vorkonfektioniert.
Dabei sind neben sechs Standardformen
wie Flachdach-, Satteldach- oder
Spitzgaube auch individuelle Formen möglich.
Gedämmt mit dem »Linitherm«-Hochleistungsdämmstoff
sind bereits schlanke Elemente
förderfähig. Gleichzeitig bleibt mehr
Platz für große Fenster und mehr Helligkeit
im neu geschaffenen Wohnraum.
Schnell und sicher können die vollgedämmten
Gauben bereits am Boden oder direkt
auf dem Dach montiert und individuell mit
jeder gewünschten Beplankung verkleidet
werden. Alle technischen Nachweise wie
Wärmeschutz, Feuchteschutz, Statik und
Brandschutz liefert Linzmeier mit. Die Produktion
ist fremdüberwacht und mit dem
Ü-Zeichen zertifiziert.
Maßgefertigte Lösungen
für besondere Anforderungen
Im Denkmalschutz spielen die maßgefertigten
Bauteile und die hohe Individualisierung
ihre Stärken aus. Bauelemente,
die früher betoniert oder mit hohem zeitlichem
Aufwand handwerklich hergestellt
wurden, können als exakte Replika produziert
werden. Die Anwendungstechnik
kennt die Herausforderungen im Denkmalschutz
und kann für den geforderten
U-Wert Lösungen für die Dämmung und
den Wohnraum liefern.
Mit dem »Litec«-Gaubenbausystem werden
mehr Baustellen in der gleichen Zeit
fertiggestellt. Es gibt keine Mindestabnahmezahl
an Gauben, zudem bietet Linzmeier
stets zum Festpreis an. Linzmeier
unterstützt Verarbeiter mit wenigen Fachkräften
oder fehlenden Produktionsmöglichkeiten
bei der Planung und Umsetzung. So
können diese sichere Gauben mit U-Wert-
Nachweis schnell und maßgeschneidert
anbieten. Kleinere Betriebe ebenso wie
größere Holzbauunternehmen, die durch
die Gauben ihre Auslastung erhöhen, können
mit »Litec« ihren Umsatz steigern.
Schneller, einfacher und individueller lässt
sich Wohnraum kaum schaffen. ?
Mit »Litec«-Gaubenelementen
lässt sich einfach, schnell und effizient
Wohnraum schaffen.
Dach & Holzbau
Juni 2026 l 39
Moderner
Laserprojektor
erleichtert
Holzbearbeitung
SL-LASER – Seit vielen Jahren präsentiert SL-
Laser seine Lösungen im Bereich Laserprojektoren
und Lasermesssysteme auf den führenden Fachmessen
der Fertigungsindustrie. Auch auf der Holz-
Handwerk, die im März dieses Jahres in Nürnberg
stattgefunden hat, war SL-Laser mit einem Stand
und innovativen Produkten vertreten. Im Mittelpunkt
des Messeauftritts stand der »ProDirector 7«.
Der Laserprojektor »ProDirector 7« kann zahlreiche Produktionsprozesse
innerhalb der Holzbearbeitung steuern und dabei Schablonen
überflüssig machen. Er bietet flexible Installationsmöglichkeiten:
Der »ProDirector 7« kann als selbstständiger Projektor an der Hallendecke
montiert, mobil auf Schienensystemen bewegt oder im
Zusammenspiel mehrerer Geräte eingesetzt werden.
Ergänzend wurden verschiedene Positioniersysteme vorgestellt,
darunter Linien- und Kreuzlaser mit unterschiedlichen Optiken.
Linienlaser ermöglichen das präzise Ausrichten von Materialien auf
Sägen verschiedener Fabrikate oder dienen als Anschlagpositionierung
bei Freiformen. Die Kreuzlaser finden bevorzugt Anwendung
als visuelle Hilfsmittel zur exakten Positionierung von Werkzeugen
und Werkstücken sowie bei der präzisen Ausrichtung von Instrumenten
und Maschinen.
Einfache Anwendung und messbare Vorteile
Die Bedienung der Laserprojektion mit dem »ProDirector 7«
gestaltet sich laut Hersteller äußerst nutzerfreundlich. Nach
einer kurzen Einweisung durch die hauseigenen Experten sol-
Bei der Bearbeitung
großer Bauteile
lassen sich mehrere
Laserprojektoren auch
auf Schienen unter
der Decke steuern.
len Anwender in der Lage sein, den Projektor selbstständig und
mit minimalem Aufwand zu bedienen. Das System verspricht
eine deutliche Zeiteinsparung und erhöhte Präzision in der Produktion.
Speziell entwickelte Softwarelösungen unterstützen
die Anwendung und sollen typische Abläufe in der Holzverarbeitung
vereinfachen. Für jede Anwendung im Holzbereich steht
die passende Software bereit, die je nach Bedarf individuell programmiert
oder angepasst werden kann.
Basissoftware für vielfältige Anwendungen
Aus der Basissoftware »LaserPilot« kann für den Holzrahmen- und
Nagelbinderbau die »TrussPilot«-Software und für CNC-Anwendungen
die »RouterPilot«-Software entstehen. Über »LaserPilot«
lassen sich CAD-Zeichnungen aus den gängigen Systemen importieren
und im Programm öffnen. Die Dateien aus dem Original-
CAD sollten in mehrere Lagen unterteilt sein, sodass der Anwender
über eine Fernbedienung die unterschiedlichen Elemente mit dem
Laser »ProDirector 7« anzeigen kann. Er kann Lagen hinzuschalten
oder diese einzeln für die Bearbeitung und Positionierung durch-
Der Laserprojektor »ProDirector
7« erlaubt eine schnelle
Projektion von Schnittmustern,
Nagellinien oder anderen
Vorlagen mit hoher Präzision.
40 l Juni 2026 Dach & Holzbau
WISSENSWERTES...
XXX
SL-LASER (4)
Im Holzrahmenbau werden Nagellinien mit dem Laser
angezeigt und direkt aus CAD-Daten herausprojiziert.
gehen. Die Datenformate reichen im Holzbau vom üblichen DXF-
Format über BTLx-, pnl-, cdt- und wup-Formate. Zudem gibt es
für die Nagelbinder die Formate tps und sll. Weitere Formate können
bei SL-Laser angefragt werden.
Im CNC-Bereich gibt es die Möglichkeit, über die Steuerung
und Programme der Maschinenanbieter oder über weitere CAD/
CAM-Programme auf die Daten zuzugreifen. Die Experten von
SL-Laser analysieren jeden Fertigungsprozess individuell, um eine
passgenaue Integration des »ProDirector 7« für die jeweilige CNC-
Maschine zu gewährleisten.
Universelle Einsatzgebiete in der Holzbearbeitung
Neben dem Holzrahmen- und Nagelbinderbau gibt es weitere
Anwendungsmöglichkeiten der Laserprojektion im Holzbereich.
Dazu zählen die Projektion von Leimbindern, Laserunterstützung
zur Konturdarstellung beim Verleimen sowie die Visualisierung von
Scharnieren und Bohrungen – beispielsweise für die Möbelindustrie.
Darüber hinaus kommt Laserprojektion in zahlreichen weiteren
Industriezweigen zum Einsatz, etwa in der Fertigteilindustrie,
der Betonverarbeitung, der Positionierung von Stein-, Granit- und
Marmorplatten auf CNC-Tischen sowie der Projektion von Konturen
auf Schneidemaschinen für Textilien aller Art.
?
PREFA SIDING.X
DIE ALUMINIUM-FASSADE FÜR STARKE OPTIK
UND EFFIZIENTE VERARBEITUNG
PREFA Siding.X – das extravagante Aluminium-Fassadenpaneel
für vorgehängte hinterlüftete
Fassaden. Markante Längs- und Querkantungen
sorgen für Stabilität und eine kantige
Optik. Die unregelmäßige Oberfläche verändert
je nach Lichteinfall ihr Erscheinungsbild
und erzeugt spannende Farbnuancen. Vertikal,
horizontal oder schräg verlegt, mit oder
ohne Schattenfuge, im Kreuz- oder wilden
Verband: Viele Farben, Baubreiten und Gestaltungsmöglichkeiten
machen jede Fassade
zum Unikat. Witterungsbeständig, rostfrei, recyclebar
und Brandverhaltensklasse „A1“.
Die speziell entwickelte
»LaserPilot«-Software
vereinfacht alle Anwendungsschritte.
Lasertechnik steigert die Effizienz durch weniger Fehler
und weniger Materialausschuss sowie eine deutlich
erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit.
Dach & Holzbau
WWW.PREFA.DE
Juni 2026 l 41
Kontrollierte Entwässerung
auf allen Ebenen
RICHARD BRINK (3)
RICHARD BRINK – Mehrgeschossige Dachflächen stellen hohe Anforderungen
an die Entwässerung: Regenwasser darf nicht unkontrolliert auf darunterliegende
Ebenen geleitet werden, sondern muss in geschlossenen
Systemen geführt werden. Andernfalls drohen Überflutungen sensibler
Bereiche wie Balkone, Dachterrassen oder Vordächer. Genau für diese
Anforderungen hat Richard Brink eine Kaskadenentwässerung entwickelt.
Sie ermöglicht eine durchgängige, regelkonforme Ableitung von Niederschlagswasser
– von der obersten Dachebene bis zur Kanalisation.
Die Flachkanäle
verlaufen stets
oberhalb der eigentlichen Abdichtungsebene
und lassen sich aufgrund
ihrer geringen Höhe problemlos unsichtbar
in Einbausituationen von Kiesschüttungen
bis hin zu Bangkirai-Belägen integrieren.
Die einzelnen Elemente
werden mithilfe zweiteiliger
Verbinder zum Verschrauben
miteinander verbunden.
Die Aufnahme des Wassers erfolgt bei
der Kaskadenentwässerung über passende
Adapter direkt am Regenfallrohr. Von
dort wird es über Verbinder in ein modulares
Flachkanalsystem eingeleitet, dessen
Elemente sich flexibel miteinander kombinieren
und durch Zuschnitt anpassen lassen.
Richtungsänderungen werden über
gerade oder abgewinkelte Verbinder sowie
Eckverbinder realisiert, wodurch sich auch
komplexe Linienführungen auf der Dachfläche
umsetzen lassen. Die Flachkanäle
verlaufen stets oberhalb der eigentlichen
Abdichtungsebene und greifen in diese in
keiner Weise ein. Aufgrund ihrer geringen
Höhe lassen sich die Kanäle zudem problemlos
unsichtbar in verschiedene Einbausituationen
– von der Kiesschüttung
mit darauf ruhenden Plattenbelägen bis
hin zu Unterkonstruktionen für Bangkirai-
Terrassenbeläge – integrieren.
Am Ende einer jeden Strecke stehen verschiedene
Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung:
Entweder erfolgt die Anbindung
an einen Siphon auf der Dachfläche oder
die Weiterführung über die Attika in ein
nachgeschaltetes Fallrohr. Der rechteckige
Querschnitt der Flachkanäle ist dabei
bewusst größer ausgelegt als der eines
klassischen Fallrohrs, sodass das Ablaufvolumen
nicht gedrosselt wird und eine
hohe Leistungsfähigkeit gewährleistet
ist. Gleichzeitig ermöglicht die Bauform
eine Verlegung oberhalb der Dämm- und
Abdichtungsebene, ohne in diese eingreifen
zu müssen.
42 l Juni 2026 Dach & Holzbau
Flexibel verbunden,
sicher abgedichtet
Ein zentrales Merkmal der Kaskadenentwässerung
ist die durchdachte Verbindungstechnik.
Die einzelnen Elemente werden über
verschraubbare Verbinder mit Innensechskantschrauben
und Blindnietmuttern miteinander
verbunden. Da keine festen Laschen
direkt an den Kanälen vorhanden sind, lassen
sich die Flachkanäle vor Ort individuell
ablängen, ohne dass Material verloren geht
– jedes Bauteil bleibt vollständig nutzbar.
Auch die Eckausbildung erfolgt über multifunktionale
und in diesem Fall um 45°
abgewinkelte Verbinder, welche klassische
Eckelemente ersetzen. Dadurch reduziert sich
die Anzahl der benötigten Bauteile ebenso
wie die Zahl der Verbindungsstellen, was die
Montage beschleunigt. Die Verbinder sind
mit einer ausreichenden Länge konzipiert,
sodass auch Toleranzen beim Zuschnitt der
Kanäle im Verbinder ausgeglichen werden.
Für die Abdichtung wird an den Stirnseiten
ein umlaufendes EPDM-Band angebracht,
das beim Verschrauben der Elemente zwischen
den Bauteilen verpresst wird. Auf
diese Weise entsteht eine dauerhaft dichte
Verbindung entlang der gesamten Strecke.
Modular geplant, vor Ort angepasst
Gefertigt aus 1,5 mm starkem Edelstahl bietet
das System eine langlebige und korrosionsbeständige
Lösung für anspruchsvolle
Anwendungen. Die Flachkanäle stehen
mit einem Querschnitt von 250 x 40 mm in
verschiedenen Längen zur Verfügung und
werden durch spezielle Varianten ergänzt,
etwa mit integrierten Auslaufstutzen inklusive
Anschlüssen für DN-100-Rohre, mit
Fallrohraufnahmen oder Durchführungen
für Attiken und Brüstungen.
Die geraden und abgewinkelten Verbinder
mit integrierten Dichtungsbändern komplettieren
den Systembaukasten und ermöglichen
eine passgenaue Anpassung an die
jeweilige Einbausituation. Fachhandwerker
profitieren von hoher Flexibilität bei Planung
und Umsetzung sowie von einer montagefreundlichen
Verarbeitung direkt auf der Baustelle.
Mit der Kaskadenentwässerung bietet
Richard Brink eine durchgängige Systemlösung
für die regelkonforme Entwässerung
mehrgeschossiger Dachflächen. Die Kombination
aus flexibler Verbindungstechnik,
sicherer Abdichtung und durchgängiger Wasserführung
schafft eine zuverlässige Grundlage
für anspruchsvolle Bauprojekte. ?
Richard Brink präsentiert eine
neue Lösung zur flexiblen und
sicheren Ausführung einer
Kaskadenentwässerung. Hier
abgebildet ist der gesamte
Systemverlauf vom Einflussadapter
über die Flachkanäle
bis hin zum Abflussadapter mit
nachfolgendem Fallrohr.
Mit dem falzbarem Aluminium
von Kalzip werden Spenglerdach
& -fassade neu gedacht:
Das flexible, leichte Material lässt
sich einfach verarbeiten. Ob
Winkelstehfalz oder Rautendeckung,
so entstehen technisch
wie gestalterisch
anspruchsvolle Lösungen.
Die metallischen Oberflächen
sind korrosionsbeständig und
sorgen für langlebigen
Gebäudeschutz.
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Juni 2026 l 43
Mit dem intuitiven Steck- und
Verbindungssystem gelingt die
Montage von »Zambelli Colordur«
schnell und zuverlässig.
ZAMBELLI (2)
Dachentwässerung plus
Gestaltungselement
ZAMBELLI – Mit »Colordur« bringt Zambelli ein hochwertiges, farbbeschichtetes
Stahlsystem auf den Markt, das klassische Dachentwässerung
mit ergänzenden Spengler- und Dachanwendungen
kombiniert. Es knüpft an die Stärken des bewährten »Meister-System
Robust« an und verbindet die technische Leistungsfähigkeit des
Hochleistungswerkstoffes Stahl mit gestalterischem Anspruch.
Dank des formstabilen und gut verformbaren
DX53-Stahls sind klassische Bearbeitungsverfahren
wie Biegen, Profilieren
und Falzen problemlos umsetzbar.
»Colordur« steht für einen ganzheitlichen Ansatz
aus einer Hand. Neben klassischen Komponenten
der Dachentwässerung wie Rinnen, Fallrohren
und Zubehör umfasst das Portfolio auch Coils
und Tafelbleche. So sind auch Anwendungen im
Bereich Dacheindeckung wie Stehfalz möglich.
Natürlich lassen sich ergänzende Bauteile wie Kehlbleche,
Ortgangabschlüsse, Attikaabdeckungen
oder Kaminanschlüsse passgenau aus demselben
Material realisieren. Dadurch entsteht eine durchgängige
Optik am gesamten Objekt. »Mit ›Zambelli
Colordur‹ bieten wir mehr als hochwertige
Dachentwässerung. Wir liefern ein durchdachtes
Komplettprogramm, das Design, Produktvielfalt,
Materialqualität und Funktionalität vereint und das
Handwerk in der Anwendung überzeugt«, sagt
Tobias Lawitsch, Spenglermeister und Technischer
Fachberater bei Zambelli.
Durchdachter Materialaufbau
»Colordur« basiert auf einem mehrschichtigen
Materialaufbau. Ein stabiler DX53-Stahlkern
wird ergänzt durch eine Zink-Magnesium-Auflage
(ZM120), einen Primer sowie eine robuste,
polyesterbasierte Farbbeschichtung mit einer
Gesamtschichtdicke von mindestens 35 µm. Die
Beschichtung ist beidseitig identisch ausgeführt
und gewährleistet so ein gleichmäßiges Materialverhalten
sowie eine durchgängige Schutzwirkung.
Die Kombination der Schichten ist gezielt
darauf ausgelegt, mechanischen Beanspruchungen,
Witterungseinflüssen und UV-Belastung
standzuhalten und gleichzeitig die Beschichtungsqualität
sicherzustellen.
Dachentwässerung wird mit »Zambelli Colordur«
bewusst zum Gestaltungselement. Die
durchgängige Farb- und Materialqualität aller
Komponenten sorgt für ein stimmiges und konsistentes
Gesamtbild des Gebäudes. Somit werden
gestalterische Freiheit und Systemoptik mit
technischer Robustheit und Handwerksqualität
verbunden.
Intuitives Montagesystem
Im Fokus der Entwicklung standen professionelle
Verarbeiter wie Dachdecker, Spengler und Metallhandwerker.
»Colordur« punktet durch eine hohe
Verarbeitungsqualität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Der DX53-Stahl bietet eine sehr gute
Formbarkeit und Maßhaltigkeit. Gängige Verarbeitungstechniken
wie Biegen, Profilieren und
Falzen, auch unter anspruchsvollen Bedingungen,
sind damit problemlos machbar. Das intuitive,
bewährte Steck- und Verbindungssystem
erleichtert die Montage und sorgt für präzise
Ergebnisse auf der Baustelle.
Das Produkt überzeugt auch unter Nachhaltigkeitsaspekten.
Die lange Lebensdauer reduziert
Wartungs- und Austauschzyklen. Der eingesetzte
Werkstoff Stahl ist vollständig recycelbar und
liefert eine solide Grundlage für ressourcenschonendes
Bauen. Der mehrschichtige Materialaufbau
verspricht dauerhafte Funktion und optische
Stabilität.
?
44 l Juni 2026 Dach & Holzbau
Holz-Deckenelemente
mit integrierter Heizung
FHS – Der Holzbau-Spezialist FHS
aus Grassau ist mit seiner eigenen
Brettsperrholzproduktion in der
Lage, im Werk die Fichtenholzplatten
mit einer wassergeführten Deckenheizung
zu versehen. Die Vorfertigung
erleichtert dem Heizungsbauer
die Arbeit und spart dem Kunden
eine zusätzliche Fußbodenheizung.
Bei gut gedämmten Gebäuden ist die wassergeführte
Deckenheizung in Brettsperrholz-Elementen
eine ideale Möglichkeit,
durch die thermische Bauteilaktivierung mit
großflächiger Wärmeabgabe über Strahlung
positive physiologische Effekte zu erzielen
und damit ein besonders behagliches
Raumklima zu erzeugen. Durch die hohe
spezifische Wärmekapazität von Fichtenholz
ist die Massivholzdecke ein ideales
Ausgleichsmedium, um über die ganze Fläche
Wärme abzugeben oder aufzunehmen.
Derselbe Effekt gilt für die Möglichkeit der
Deckenkühlung und damit für die Klimatisierung
von Räumen.
Die auf Kontakt formschlüssig eingefrästen
Heizleitungen befinden sich direkt unter
den insgesamt nur 6 mm (2 x 3 mm) starken,
kreuzweise verlegten Sägefurnierschichten.
Diese oberflächennahe Bauteilaktivierung
ermöglicht ein schnelles Ansprechverhalten
in der Wärmeabgabe oder -aufnahme
(= Kühlung) selbst bei nur leichter Veränderung
der Vorlauftemperatur. Die Zeit für das
Aufheizen eines Raumes ist deutlich kürzer
als z. B. bei einer Fußbodenheizung unter
Estrich. Auch im Winter können die Vorlauftemperaturen
dank großflächiger Wärmeabgabe
niedrig bleiben. Dies ermöglicht
sehr geringe Systemtemperaturdifferenzen
und eine größere Raumbehaglichkeit gegenüber
punktuellen Heizquellen. Im Sommer
kann durch die Wärmeaufnahme der vorgekühlten
Decke auf den Einsatz energieintensiver
Klimaanlagen verzichtet werden.
Verlegung unter exklusiver
Sichtoberfläche in Zusatzlage
FHS verfügt über eine eigene Brettsperrholz-Produktion
und verlegt die Leitungen
für die Deckenheizung in einer nichttragenden
Zusatzlage von 20 mm Stärke. Die
obere der beiden je 3 mm starken Decklagen
wird in edlem Holz gefertigt und bildet
BSP-Deckenelement von FHS mit integrierten Heizleitungen
sowie Kabelkanälen für Elektrik. Die exklusive
Oberfläche ist aus Kanadischem Ahorn.
die exklusive Sichtoberfläche. Bei durchgehenden
Deckenelementen sind für verschiedene
Räume auch Oberflächen in vielen
verschiedenen Holzarten möglich, z. B. in
Weißtanne, Lärche, Zirbe, Fichte, Esche,
Eiche oder Kanadischem Ahorn. Die Exklusiv-Oberflächen
von FHS sind praktisch
rissfrei, bieten ein optisch ruhiges Erscheinungsbild
und können auch weiß oder farbig
geölt werden. Die BSP-Deckenheizung
spart Energie und Geld für Heizung wie für
Klimatisierung. Die Vorfertigung im Werk
spart dem Heizungsbauer Zeit für die Verlegung.
Eine Fußbodenheizung im Estrich
kann bei gut isolierten Gebäuden überflüssig
werden. Die fertige, edle Oberfläche der
Decke erspart weiteren Aufwand. ?
FHS
Kunststoff-Dichtungsbahn mit
hoher Verarbeitungssicherheit
SWISSPOR (2)
SWISSPOR DEUTSCHLAND – »ExtruPol« ist eine direkt bewitterbare
FPO-Dach- und -Dichtungsbahn mit Glasvlieseinlage auf Polyethylen-
Basis und rutschhemmender Oberfläche. Sie wurde speziell als langlebige
und zuverlässige Abdichtung für unterschiedliche Unterkonstruktionen
entwickelt und deckt ein breites Einsatzspektrum ab.
Die Produktfamilie »ExtruPol« von Swisspor
Deutschland umfasst PE-basierte
FPO-Dach- und -Dichtungsbahnen (Flexible
Polyolefin). Sie werden gemäß DIN EN
13956 hergestellt und sind für die Heißluftverschweißung
ohne zusätzliche chemische
Nahtvorbehandlung ausgelegt. Durch das
breite Schweißfenster von rund 425 bis
580 °C ermöglichen sie ein zuverlässiges
und stabiles Schweißnahtverfahren auch
unter wechselnden Witterungsbedingun-
gen. Eine zusätzliche Aktivierung oder ein
Anschleifen der Oberfläche ist nicht erforderlich.
Die PE-basierte FPO-Rezeptur ist
UV-, witterungs- und alterungsbeständig
sowie wurzelfest gemäß FLL-Richtlinie. Sie
eignet sich damit für dauerhaft exponierte
Dachflächen. Die Glasvlieseinlage unterstützt
die Maßstabilität und erleichtert das
Handling bei der Verlegung.
Erhältlich ist das Dichtungsbahnsystem
in den Ausführungen M, MK, KSK und F.
Die »swisspor ExtruPol«-Produktfamilie
ist eine technisch leistungsfähige
Abdichtung – vom privaten
Balkon bis zum Flughafen Hamburg,
wie in diesem Beispiel zu sehen.
Je nach Variante werden unterschiedliche
Anforderungen berücksichtigt, etwa Anwendungen
im Trinkwasserbereich oder höhere
Windlasten. Die Dichtungsbahnen stehen in
den Farben Lichtgrau, Grün, Rot und Anthrazit
zur Verfügung und können in individuellen
Fixlängen gefertigt werden. ?
Dach & Holzbau
Juni 2026 l 45
Altgully erhalten
mit »SitaSani Disc«
SITA – Bei der Flachdachsanierung
mit abgewinkelten
Gullys gab es bisher
nur eine Lösung: den alten
Gully rausreißen und einen
neuen einbauen. »SitaSani
Disc« bietet jetzt eine
smarte Alternative, bei der
der Altgully im Dach verbleiben
kann. Er kommt
direkt in Verbindung mit
einem kompatiblen Aufstockelement
zum Einsatz.
i
Durch das Twin-Bauteil-
prinzip können zwei
Wunschanschluss-
manschetten kombiniert
und wasserdicht
angeschlossen werden.
Die Sanierung von abgewinkelten Dachabläufen
galt bisher als Problemfall. Klassische Sanierungsgullys
können hier aufgrund der geringen Bauteilhöhe
nicht verbaut werden. Sie würden mit ihren
Dichtungen in den waagerechten Abflussstutzen
des Altgullys hineinragen, ihn verschließen
oder mindestens die Abflussleistung mindern.
»SitaSani Disc« wurde speziell als Problemlöser
für diesen delikaten Einsatzbereich und die zerstörungsfreie
Sanierung entwickelt. Er schließt
damit eine große Lücke bei der wirtschaftlichen
Flachdachsanierung.
Doppelt gut dank Twin-Prinzip
Um die volle Ablaufleistung des Altgullys zu
erhalten, kommt der »SitaSani Disc« als Zweiteiler
auf die Baustelle. Der superflache Grundkörper
wird mit seinen Lippendichtungen direkt auf
den Altgully gesetzt und dort mit einer Wunschanschlussmanschette
angeschlossen. Er lässt
den Bestandsgully komplett unberührt, sodass
die volle Abflussleistung erhalten bleiben kann.
Dieser Grundaufbau dient als Montagebasis für
das zum System gehörige Anstauelement, das –
eingeschoben durch einen mehrlippigen Dichtring
– eine rückstausichere Abdichtung bis zu einer
Wassersäule von 2 m ergibt.
Der zweiteilige »SitaSani Disc« integriert sich perfekt
in vorgefundene Situationen. Multikompatibel
mit fast allen gängigen Dachgully-Fabrikaten löst
er jede Sanierungsaufgabe. Fest eingeschäumte
und zusätzlich fixierte Wunschanschlussmanschetten
sichern auf zwei Ebenen einen homogenen
Anschluss an alle Dachabdichtungen. Oft findet
sich bei älteren Dächern auf der Unterkonstruktion
noch eine Bitumenabdichtung. Durch das
Twin-Bauteilprinzip können zwei verschiedene
Wunschanschlussmanschetten kombiniert und
wasserdicht angeschlossen werden: die vorhan-
Zwei individuell wählbare Wunschanschlussmanschetten
schließen den »SitaSani Disc« und das Aufstockelement
rückstausicher an die jeweilige Abdichtung an.
dene auf der Unterkonstruktion und die zukünftige
auf der Wärmedämmung. In zwei Größen, mit
112 mm bis 170 mm und 162 mm bis 210 mm, ist
der »SitaSani Disc« für die Sanierung aller gängigen
Topfinnendurchmesser geeignet. Sein
Aufstockelement kann auf die Höhe der Wärmedämmung
zugeschnitten werden und überbrückt
Dachschichtenpakete von bis zu 210 mm
oder 230 mm. Gut fixiert, ergibt sich so auf einfache,
zerstörungsfreie Weise ein wasserdichter
und rückstausicherer Anschluss.
?
SITA (3)
Links: »SitaSani Disc«
gewährt einen rückstausicheren
Anschluss an den abgewinkelten
Altgully, ohne den
Abfluss zu verstopfen oder die
Ablaufleistung zu mindern.
Rechts: Die neue Lösung ermöglicht
Altgully-Sanierungen ohne
tiefergehende Eingriffe in die
Bausubstanz.
46 l Juni 2026 Dach & Holzbau
Mehr Energieeffizienz
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f. »Topfsanierung«
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Aus der neuen »Greenview«-Serie: Die großflächigen Dachfenster verwandeln
sich beim Öffnen in einen bequemen Ausgang auf die Terrasse oder den Balkon.
Exzenter-Gully
Balkon-Gully mit
Klemmfl ansch
Balkon-Gully mit
Klebekragen
Garagen-/Balkon-Gully
FAKRO – Der Hausbau in Deutschland verändert sich
rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und die sich
ändernden Klimabedingungen sind entscheidende
Faktoren. Fakro reagiert darauf mit »Greenview«, einer
neuen Dachfenster-Generation, die diese Kriterien mit
hohen funktionalen und ästhetischen Standards und
einem gesteigerten Wohnwert vereint.
Ob Schwingfenster, Klapp-Schwingfenster, Kniestockfenster, Festelemente,
Ausstiegsfenster oder Balkonfenster, in Holz oder mit Kunststoff:
Bei Fakro ist viel Neues entstanden. Mit der »Greenview«-Serie
präsentiert das Unternehmen eine neue Generation von Dachfenstern
im ansprechenden Design, die mit Dreifachverglasungen die Wärmedämmung
optimiert und mit Werten bis zu 1,0 (W/m 2 K) den Energieverbrauch
reduziert. Die neue automatische Dauerlüftung optimiert
die Zufuhr von frischer Luft und den Luftaustausch, ohne den Innenraum
auszukühlen (reduziertes Kondensationsrisiko). »Es war uns
von Anfang an wichtig, auch unser bewährtes ›topSafe‹-System,
das seit Jahren höchste Sicherheitsstandards erfüllt, in das ›Greenview‹-Konzept
einzubinden«, sagt Paul Leitgeber, Geschäftsführer von
Fakro Dachfenster. »In puncto Energieeffizienz und Schallschutz setzen
wir auf unsere 44 mm starken Scheibenpakete ›U55‹ oder ›P50‹.
Dabei handelt es sich jeweils um Dreifachverglasungen, wobei letztere
mit einer schallisolierten Folie kombiniert ist, was den Lärmpegel
im Innenraum wesentlich reduziert. Es ist schon beeindruckend,
welche Wirkung die verbesserte Schallisolierung mit bis zu 40 dB je
nach Fenstertyp auf den Wohnkomfort hat.«
Hinzu kommen weitere Vorzüge wie die neu konzipierten ergonomischen
Griffe im zeitlosen Design und die neue Glasflächenbeschichtung
auf der Außenseite, die dafür sorgt, dass die Scheibe länger sauber
bleibt. Die neu gestalteten Abdeckbleche und Eindeckrahmen an der
Außenseite in Anthrazit (RAL7016) verleihen den »Greenview«-Fenstern
ihr zeitgemäßes und ästhetisches Erscheinungsbild. Fakro setzt
auf umweltfreundliche Materialien und Prozesse. Das »Carbon Footprint
Approved«-Zertifikat bescheinigt den »Greenview«-Fenstern
ihren geringen CO 2
-Fußabdruck in der Herstellung. Ausgestattet mit
der »thermoPro«-Technologie wird nicht nur die Energieeffizienz der
Fenster verbessert, sondern auch ihre Lebensdauer. Die TÜV-Zertifikate
für einige Modelle (u. a. Dachfenster »PTP-V U55« und »PPP-V
Max U55«) und die Förderfähigkeit dieser Fenster für energieeffizientes
Bauen sind laut Hersteller weitere gute Argumente, die für diese
neue Dachfenstergeneration sprechen.
?
Dach & Holzbau
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Juni 2026 l 47
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Komplettsystem
für die Installation
von PV-Anlagen
SIKA – »Sika SolarMount-1« ist ein
durchdringungsfreies Komplettsystem
für die Installation von Photovoltaikanlagen
auf Flachdächern. Das
Deutsche Institut für Bautechnik
(DIBt) hat die allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung (abZ) nun verlängert
und bestätigt damit offiziell die technische
Leistungsfähigkeit, Qualität
und Sicherheit des Befestigungssystems
in Kombination mit den Dachabdichtungsbahnen
»Sarnafil TS«
(FPO) und »Sikaplan G« (PVC).
»Sika SolarMount-1« eignet sich für die Installation
von gerahmten, starren PV-Modulen
auf mechanisch befestigten Sika-Abdichtungsbahnen.
Das System sichert die Module,
ohne die Dachbahn zu durchdringen: Von
Sika geschulte Verarbeiter verschweißen die
zugehörigen »SolarClick«-Befestigungselemente
mit Heißluft direkt auf den Kunststoff-
SIKA (2)
abdichtungsbahnen. Eine Installation kann auf
Flachdächern mit einer maximalen Dachneigung
von bis zu 5° erfolgen, und zwar sowohl
in Süd- als auch in Ost‐West‐Ausrichtung.
Die Verlängerung der abZ durch das DIBt
gibt den Kunden Planungssicherheit und die
Gewissheit, auch weiterhin auf ein offiziell
geprüftes und zugelassenes Montagesystem
setzen zu können. In Kombination
mit bewährten Dachabdichtungssystemen
bietet »Sika SolarMount-1« eine kompatible
und zuverlässige Lösung für Photovoltaik
auf Flachdächern.
Als zugelassenes System nach DIBt eignet
sich »Sika SolarMount-1« für den Neubau
und die Sanierung. Es gibt eine klar definierte
Lastaufnahme durch das abgestimmte
System, eine Dachdurchdringung bei der
Montage des »SolarClick« ist nicht möglich
und ein ungehinderter Wasserabfluss durch
den Abstand des Systems zur Dachbahn
wird gewährleistet. Das System ist zusätzlich
ballastierbar und somit für hohe Windlasten
geeignet. »Sika SolarMount-1« lässt
sich mit abgestimmten Gründachsystemen
kombinieren, wodurch sich der Abflussbeiwert
reduziert.
?
Die allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung durch das DIBt für
das Montagesystem
»Sika SolarMount-1«
wurde verlängert.
»Sika Solar-
Mount-1« kann in Südund
Ost‐West‐Ausrichtung
installiert und mit einem abgestimmten
System auch begrünt
werden.
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48 l Juni 2026 Dach & Holzbau
Rohbau
SCHLAGMANN POROTON (2)
Nicht nur die Ziegel
entwickelten sich in den
letzten 25 Jahren weiter.
Auch die Verarbeitung auf der
Baustelle wurde ressourcenschonender,
schneller und effizienter.
Integrierter Dämmstoff
für den Massivbau
SCHLAGMANN POROTON – Seit 25 Jahren steht der perlitgefüllte
Poroton-Ziegel für energieeffizientes und monolithisches
Bauen. Zum Jubiläum blickt Schlagmann Poroton auf eine Entwicklung
zurück, die den Ziegelbau nachhaltig geprägt hat.
Mit der Idee, das Vulkangestein Perlit als
Dämmstoff in Poroton-Ziegel zu füllen, setzte
der Ziegelhersteller Schlagmann Poroton
Anfang der 2000er-Jahre einen wichtigen
Impuls für energieeffizientes und monolithisches
Bauen in Deutschland. Seitdem wird
die Produktpalette kontinuierlich weiterentwickelt:
Zunächst stand mit dem »T9« vor allem
der Einfamilienhausbau im Fokus, anschließend
folgten mit dem »S12« Lösungen für
den Objektbau sowie mit der Wärmedämmfassade
»WDF« Konzepte für die ökologische
Sanierung. 2026 jährt sich die Markteinführung
des ersten Perlit-Ziegels zum 25. Mal.
Vom Engpass zur Erfolgsstory
Die energetischen Anforderungen an Gebäude
haben sich in den vergangenen Jahrzehnten
stetig verschärft. Bereits Mitte der 1990er-
Jahre stellte die Weiterentwicklung der Wärmeschutzvorgaben
die Ziegelindustrie vor
neue Herausforderungen: Klassische Poro-
Rohbau | Mauerwerk & Beton
sierungsverfahren stießen an ihre Grenzen,
wenn zugleich Tragfähigkeit und Dämmleistung
gewährleistet bleiben sollten.
Daraufhin entwickelte Schlagmann Poroton
einen grundlegenden Ansatz: Die Dämmung
sollte nicht als zusätzliche Schicht auf
der Fassade angebracht, sondern direkt in
den Ziegel integriert werden. Als Dämmmaterial
fiel die Wahl auf das Vulkangestein
Perlit, das dank seines mineralischen
Ursprungs schadstofffrei ist und feuchteregulierend
wirkt.
Diese Idee markierte einen technologischen
Wendepunkt. Sie ermöglichte es,
monolithische Bauweisen beizubehalten
und gleichzeitig die gestiegenen Anforderungen
zu erfüllen. Die 2001 patentierte
Perlit-Füllung etablierte sich innerhalb weniger
Jahre am Markt und wurde sukzessive
weiterentwickelt.
»Mit Blick auf steigende Baukosten und
wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit
gewinnen langlebige, ressourcenschonende
Bauweisen zunehmend an Bedeutung«, so
Geschäftsführer Johannes Edmüller. In diesem
Kontext treibt Schlagmann Poroton die
Weiterentwicklung mineralischer Baustoffe
im europaweit einzigartigen Forschungszentrum
Ziegel voran. »Aus unserer Innovationsarbeit
geht hervor: Perlit ist auch nach
all den Jahren der beste Dämmstoff, den
wir uns für nachhaltigen und wohngesunden
Wohnungsbau vorstellen können«, so
Johannes Edmüller weiter.
Eine aktuelle Innovation stellt der »Poroton-T6«
mit einer Wärmeleitzahl von 0,060
dar, der speziell für den Wohnungsbau im
privaten Segment entwickelt wurde. Verschiedene
Umweltzertifizierungen wie der
Blaue Engel bescheinigen dem Material
eine hohe Verträglichkeit für Gesundheit
und Umwelt – ein Aspekt, der für Bauherren
und Investoren gleichermaßen an Relevanz
gewinnt.
?
Der »Poroton-T6« mit besonders
niedriger Wärmeleitfähigkeit.
Juni 2026 l 49
Das eingesetzte Betonsilo half
dabei, den Beton vorsichtig
dosiert einzubringen.
Spezielle Betonrezeptur
zum Strahlenschutz
HEIDELBERG MATERIALS – Im Neubau neben dem Krankenhaus St. Adolf-
Stift in Reinbek sollen Tumorpatienten zukünftig ihre Strahlentherapie
erhalten. Spezieller Strahlenschutzbeton von Heidelberg Materials sorgt
dafür, dass bei der Behandlung keine Strahlung in benachbarte Räume oder
nach außen dringt. Dem Beton wurde u. a. das Mineral Baryt hinzugefügt,
das über eine sehr hohe Dichte verfügt.
HEIDELBERG MATERIALS (3)
logische Allianz. Für die Räume, genauer
gesagt die Strahlenschutzbunker, in denen
die Geräte für die Strahlentherapie stehen,
gelten besondere Anforderungen. Schließlich
durchdringen ionisierte Strahlen nicht
nur menschliches Gewebe, sondern auch
Die Einweihung des neuen Ärztehauses
neben dem Krankenhaus St. Adolf-Stift in
Reinbek ist für dieses Jahr geplant.
Direkt neben dem Reinbeker Krankenhaus
St. Adolf-Stift im östlichen Umlandbereich
Hamburgs entsteht ein viergeschossiges
Ärztehaus mit Strahlentherapie, Radiologie,
Nuklearmedizin sowie einem histopathologischen
Zentrum. Bauherrin ist die Radioherkömmliche
Wandkonstruktionen. Zum
einen sind daher Schutzvorrichtungen an
den Geräten selbst vonnöten, zum anderen
müssen die Wände durch geeignete
Materialien und ausreichende Dicke einen
sicheren Strahlenschutz gewährleisten. Normative
Grundlagen liefert hier die Strahlenschutzberechnung
nach DIN 6847-2.
Daher investiert die Radiologische Allianz
von den insgesamt rund 18 Mio. veranschlagten
Euro nicht nur rund 3,5 Mio.
Euro in die medizinische Gerätetechnik,
sondern auch 3 Mio. Euro in die Strahlenschutzbunker.
Für deren Bau ist spezifisches
Fachwissen aufseiten des Architekten, des
Bauunternehmers und des Betonlieferanten
vonnöten – sowie eine enge Zusammenarbeit,
um Wanddicke und Material aufeinander
abzustimmen. Die beauftragte Firma
Sven Lorenzen Architektur aus Hamburg ist
u. a. auf Praxen für Strahlentherapie spezialisiert.
Einen erfahrenen Bunkerbauer
fand die Radiologische Allianz mit der Firma
Pontax aus Lennestadt, einem Spezialunternehmen
auf dem Gebiet des bautechnischen
Strahlenschutzes in der Medizin,
Industrie und Forschung.Die gemeinsame
Planung begann bereits mit den
50 l Juni 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
ausgewählten medizinischen Geräten für
die Strahlentherapie. »Wir müssen ja wissen,
wie hoch die freigesetzte Strahlung in
jedem einzelnen Raum sein wird, um den
entsprechend nötigen Strahlenschutz zu
berechnen«, erklärt Frank Friedrichs von
Pontax. Bei der Strahlenschutzberechnung
spielen neben der Art der Strahlung
(Röntgen-, Gamma- oder Neutronenstrahlung)
viele Parameter eine Rolle: u. a. die
sogenannte Nutzstrahlrichtung, die Höhe
der Strahlendosis pro Zeiteinheit und der
-intensität am Gerät. Ebenso ist relevant,
ob und wie häufig sich Personen in angrenzenden
Räumen aufhalten. Alle Parameter
bestimmen, wie stark die geplante Wand
die Strahlung abschirmen muss – berechnet
durch den erforderlichen Schwächungsfaktor.
Dieser Faktor wiederum bestimmt
die erforderliche Wanddicke in Abhängigkeit
von der Materialdichte. Als Beispiel:
Benötigt eine Wand aus Strahlenschutzbeton
mit einer Dichte von 3,2 g/cm³ eine
Dicke von 2 m, müsste sie ganze 3 m dick
sein, wenn sie aus Normalbeton mit einer
Dichte von 2,3 g/cm³ wäre.
Die geeignete Rezeptur überwachen
»Hier haben wir in einem Strahlenschutzbunker
ein Gerät mit eigener Blei-Abschirmung
(Beamstopper). In den zweiten Bunker
kommt ein herkömmlicher Beschleuniger
mit anderen Anforderungen an die Wände
und den Beton«, erklärt Frank Friedrichs.
»Aufgrund der Berechnungen eines externen
Strahlenschutzexperten haben wir wiederum
eine geeignete Betonzusammensetzung
empfohlen.« Sven Hacker, Vertriebsaußendienst
Heidelberg Materials Hamburg, führt
weiter aus: »Der Beton musste eine Festbetonrohdichte
von mindestens 3,2 g/cm³
aufweisen. In enger Absprache mit Pontax
entwickelten wir nach DIN 1045 die
finale Rezeptur im Labor. Neben Sand als
Zuschlagstoff setzten wir das Mineral Baryt
ein. Mit seiner hohen Dichte von 4,15 g/cm³
eignet es sich hervorragend für Strahlenschutz-
und Schwerbeton. So eine Rezeptur
in der Überwachungsklasse 2 erfordert
eine intensive Qualitätskontrolle von unserer
Seite sowohl im Werk als auch auf der
Baustelle.« Frank Friedrichs ergänzt: »Zum
einen muss der angelieferte Beton auf der
Baustelle auf Dichte, Luftporenvolumen und
Konsistenz geprüft werden. Zum anderen
ist ein zügiger Einbau und sofortiges Verdichten
notwendig – der Beton darf keine
Luftporen bilden, um eine durchgehende
Strahlenschutzwirkung zu garantieren. Das
erfordert sehr sorgfältiges Arbeiten.« Dass
die Schalung ohne Hülsenkonstruktion, also
ohne spätere Hohlräume, ausgeführt sein
muss, versteht sich von selbst. Ebenso
sollen sich keine Trennfugen in Bereichen
direkter Strahlung befinden. Eine gute Vorplanung
ist vonnöten. Für den Einbau kam
ein Betonsilo zum Einsatz, um die Fallhöhe
möglichst gering zu halten und den Beton
vorsichtig dosiert einzubringen und sorgfältig
zu verdichten. Er darf sich nicht entmischen.
»Wir verwendeten daher auch
Hochfrequenz-Innenrüttler in ausreichender
Anzahl, um den Beton gut und gleichmäßig
zu verdichten«, sagt Frank Friedrichs. ?
Eine Rezeptur in der Überwachungsklasse
2 erfordert eine
intensive Qualitätskontrolle.
☢
Für die Betonrezeptur
wurde neben Sand auch
das Mineral Baryt als
Zusatzstoff verwendet –
es verfügt über eine sehr
hohe Dichte und eignet
sich deswegen gut für
den Strahlenschutz.
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Rationelle Mörtelverarbeitung
STOCRETEC – Big Bags
und Mini-Silo mit Fördertechnik
statt Sackware und
Zwangsmischer mit Schubkarre:
Mit dieser Methode
lassen sich Mörtel rationell
verarbeiten. Das Verfahren
spart Zeit und Kraft und
sorgt dank automatisiertem
Mischvorgang zudem für
eine konstante Qualität.
Durch die Kooperation von
StoCretec (Kriftel) und
Inotec (Waldshut) gibt es
ein abgestimmtes System
aus Mörtel, Logistik und
Maschinentechnik, mit dem
Verarbeiter ihre Bautrupps
entlasten und höhere Flächenleistungen
erreichen.
»StoCrete TG 302« ist pumpfähig
und eignet sich damit besonders
für große Industriebodenflächen.
Werktrockenmörtel in Big Bags reduziert den Aufwand
beim Transport; das Öffnen und Entleeren
von Sackware entfällt, zudem sinkt die
Abfallmenge. Maschinentechnik übernimmt
das Anmischen und erleichtert
den Einbau des Mörtels. Das reduziert
die körperliche Belastung, zugleich
steigt die Förderleistung deutlich.
Das maschinelle Mischen stellt die
gleichbleibende Qualität des Mörtels
sicher.
Damit Baustoffe, Logistik und Maschinentechnik
perfekt zusammenspielen,
kooperiert StoCretec als Mörtellieferant eng
mit dem Maschinenspezialisten Inotec. Das
einfach zu bedienende Kleinsilo »inoComb Cabrio«,
inklusive Durchlaufmischer und Förderpumpe,
eignet sich beispielsweise für verschiedene
Instandsetzungsmörtel. StoCretec hat die Verarbeitung
der Mörtel »StoCrete TG 203«, »TG 302«,
»TG 104« und »TG 108« intensiv mit dem Kleinsilo
getestet. Je nach Mörtel sind zwischen 6 mm
und 100 mm Schichtdicke in einem Arbeitsgang
möglich, der Verbrauch pro Millimeter Schichtdicke
liegt zwischen 2,0 kg/m² und 2,1 kg/m². Vor
allem für Betriebe, die neu mit der Silotechnik
beginnen wollen, lohnt sich zudem der Rundum-Service
von Inotec.
Bewährte Mörtel
für typische Schadensfälle
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Betoninstandsetzung
sind zuverlässige, leistungsstarke
Reparaturmörtel, die für den jeweiligen Anwendungsfall
optimiert sind. Beispielsweise ist »Sto-
Crete TG 203« so formuliert, dass er Tragfähigkeit
und Feuerwiderstand von Betonbauten wiederherstellt.
Als statisch mitwirkender Spezialmörtel
trägt er selbst zur Tragfähigkeit bei. Er kann
Das Kleinsilo »inoComb
Cabrio« von Inotec.
sowohl als Nassspritzmörtel (SRM-A4) als auch
von Hand als RM-A4 eingesetzt werden. Außerdem
entspricht »StoCrete TG 203« der Klasse
R4 gemäß EN 1504, Teil 3, und ist gemäß MVV
TB als nicht brennbar einzustufen, da er die Baustoffklasse
A2-s1-d0 gemäß EN 13501-1 erfüllt –
inklusive zusätzlichen Nachweises für 90 Minuten
Feuerwiderstandsfähigkeit. Durch den Eignungsnachweis
als Anodeneinbettungsmörtel steht der
Betonersatz zudem für den kathodischen Korrosionsschutz
bereit. Ein allgemeines bauaufsichtliches
Prüfzeugnis belegt darüber hinaus seine
Tauglichkeit für LAU-Anlagen.
Ein weiteres Beispiel ist »StoCrete TG 302«, ein
Instandsetzungsmörtel für Böden. Der thixotrope,
schwabbelfähige Mörtel lässt sich knie- und
rückenschonend im Stehen einbauen und mit
Schwabbelstange oder Estrichverteiler leicht
verdichten und glätten. Im Vergleich zu Standardmörteln
für den Boden spart das bis zu 30
Prozent Zeit. Weil Schichtdicken bis 100 mm in
einem Arbeitsgang möglich sind, steigt die Verarbeitungssicherheit,
da in der Regel keine zweite
Lage notwendig ist und in vielen Fällen auf eine
Haftschlämme verzichtet werden kann. ?
Das Befüllen
des Silos gelingt
unkompliziert.
STOCRETEC (3)
52 l Juni 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
Außenanlagen
Gezielte Reinigung
von spezifischen
Niederschlagsmengen
Das Hauraton-System »Drainfix Clean«
eignet sich für Vollstrom- wie für die
Teilstrombehandlung (im Bild).
HAURATON (2)
HAURATON – Die Anforderungen an die Behandlung von Niederschlagswasser
steigen kontinuierlich. Gründe sind strengere Umweltvorgaben,
zunehmende Flächenversiegelung und veränderte Niederschlagsmuster.
Für Planende stellt sich dabei die zentrale Frage, ob der gesamte Abfluss
behandelt werden muss oder ob eine Teilstrombehandlung ausreicht.
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall (DWA) erarbeitet
das technische Regelwerk, das als
Grundlage für Planung, Bau und Betrieb von
Wasser- und Abwasseranlagen dient. In der
DWA-A 102-2 beschreibt sie systematisch
die Möglichkeit, Niederschlagsabflüsse im
Teilstrom zu behandeln. Dabei wird nur ein
definierter Anteil des Zuflusses gezielt gereinigt.
Grundlage der Auslegung ist die kritische
Regenspende (rkrit). Sie bestimmt die
Wassermenge, die einer Behandlungsanlage
zugeführt wird. Der darüber hinausgehende
Abfluss wird bei höheren Niederschlagsintensitäten
über eine Überlaufvorrichtung
(Bypass) abgeleitet.
Dr. Alexandra Joos, Produktmanagerin bei
Hauraton, erläutert, was dieser Vorgang im
Betrieb bedeutet: »Bei üblichen Regenereignissen
wird das gesamte anfallende Wasser
zunächst über die Behandlungsanlage
geführt. Dieser erste Abfluss, auch als ›First
Flush‹ bezeichnet, enthält in der Regel die
höchste Schadstoffbelastung, da er Ablagerungen
von befestigten Flächen aufnimmt.«
Erst bei länger andauernden oder intensiven
Regenfällen steigt die Abflussmenge so weit
an, dass ein Teil des Wassers über den Überlauf
abgeführt wird. »Dieses Wasser weist
eine geringere Schadstoffkonzentration auf,
da die größere Wassermenge verdünnend
wirkt und der stärker belastete erste Anteil
bereits gezielt behandelt wurde«, so Dr. Alexandra
Joos weiter. Das Prinzip ermöglicht
eine wirksame Reduzierung der Schadstofffracht
bei gleichzeitig angepasster Dimensionierung
der Behandlungsanlage.
Trotz der erweiterten Möglichkeiten bleibt
die Vollstrombehandlung in bestimmten Fällen
zwingend. Insbesondere bei der Versickerung
in das Grundwasser fordert das
Regelwerk DWA-A 138-1 die Behandlung
des gesamten Niederschlagswasserabflusses.
Hier steht der Schutz von Boden und
Grundwasser im Vordergrund. Eine hydraulische
Entlastung ist in diesen Anwendungsfällen
nicht vorgesehen.
Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt
maßgeblich vom Einleitpfad und der Flächennutzung
ab. Während bei Einleitungen
in Oberflächengewässer zunehmend Teilstromlösungen
eingesetzt werden, gelten
für Versickerungsanlagen strengere Anforderungen.
Für die Auslegung dezentraler
Anlagen liefert der Entwurf DWA-M 179-1
zusätzliche Hinweise zur Dimensionierung
und zum Betrieb. Entscheidend sind dabei
unter anderem die Filtrationsgeschwindigkeit,
die Filtermächtigkeit sowie das Verhältnis
von angeschlossener Fläche zur
Behandlungsfläche. Ein wesentlicher Einflussfaktor
für die Reinigungsleistung ist
das eingesetzte Filterprinzip. »Bei Systemen
wie ›Drainfix Clean‹ kommt die Oberflächenfiltration
zum Einsatz«, erklärt Dr.
Alexandra Joos. »Dabei werden Feststoffe
und daran angelagerte Schadstoffe gezielt
an der Oberfläche des Filters zurückgehalten.
Die Schadstoffe verbleiben im oberen
Bereich und werden nicht tief in das Filtermaterial
eingetragen oder gar aus dem
System herausgetragen.« Weiterer Pluspunkt:
Der sich nach und nach bildende Filterkuchen
an der Filteroberfläche wirkt als
zusätzlicher Filter und unterstützt den Schadstoffrückhalt.
Joos: »Dieses Prinzip sorgt
für eine dauerhaft stabile Reinigungsleistung.
Gleichzeitig lassen sich Wartung und
Kontrolle gezielt durchführen, da belastete
Schichten einfach zugänglich sind.« Auch im
Teilstrombetrieb zeigt die Oberflächenfiltration
ihre Vorteile. Dr. Alexandra Joos: »Der
stärker belastete Erstabfluss wird gezielt
behandelt und von Schadstoffen befreit. Bei
höheren Niederschlagsintensitäten gelangt
Wasser mit geringerer Schadstoffkonzentration
in den Überlauf. Die Reinigungsleistung
bleibt dadurch auch bei wechselnden
Belastungen zuverlässig erhalten.« Dezentrale
Systeme ermöglichen eine Anpassung
an unterschiedliche Anforderungen vor Ort.
Systeme wie »Drainfix Clean« lassen sich
sowohl für die Vollstrom- als auch für die
Teilstrombehandlung einsetzen und unterstützen
so verschiedene Entwässerungskonzepte
im urbanen Raum.
?
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Juni 2026 l 53
Tropisches Edelholz-Design
trifft moderne WPC-Dielen
Die neue co-extrudierte Diele »Piazza Mondo« aus WPC von Naturinform bringt mit »Ipé Nuancen« das
natürlich warme Farbspiel von exotischen Hölzern auf Terrassen und Balkone. Der Mix aus verschiedenen
Farbtönen und Farbverläufen ermöglicht jeder Terrasse einen individuellen, exotischen Look.
NATURINFORM – Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit
möchte Naturinform mit seiner co-extrudierten
WPC-Diele »Piazza Mondo« verbinden. Diese gibt es
jetzt in der neuen Farbvariante »Ipé Nuancen«. Diese
Farbnuance bietet die warme Ausstrahlung tropischer
Edelhölzer in Kombination mit den langlebigen und pflegeleichten
Eigenschaften moderner WPC-Dielen.
pfe_21001_anz_90X130_zeitung.qxp_Layout 1 07.01.21 09:00 Seite 1
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ohne herkömm liche Fugenfüllung mit
einem edlen Erscheinungsbild.
Kein Ein sanden mehr, die konventionelle
Fugenfüllung entfällt und wird durch
ein werkseitig fixiertes, steinumfassendes
Hochleistungs profil aus 100 % recycle -
barem Gummi ersetzt.
Mit der neuen Farbvariante »Ipé Nuancen« erweitert Naturinform
die Farbpalette seiner co-extrudierten WPC-Diele »Piazza Mondo«
um eine exotisch anmutende Holzoptik. Die feinen, warmbraunen
Farbverläufe und die leicht changierende Maserung erinnern an
das Erscheinungsbild des südamerikanischen Tropenholzes Ipé,
aber ganz ohne dessen ökologische und technische Nachteile.
Mehr Widerstandsfähigkeit und Farbstabilität
mit neuer Schutzummantelung
Die Diele »Piazza Mondo« ist Teil der neuen »Piazza«-Familie, die
erst im Januar dieses Jahres in den Markt eingeführt wurde. Mit
dieser Produktlinie erweitert das Unternehmen sein Portfolio um
co-extrudierte Terrassendielen, die durch ihre innovative Schutzummantelung
besonders widerstandsfähig, farbstabil und pflegeleicht
sind, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Die neue
Farbvariante »Ipé Nuancen« bildet die Optik von echtem Ipé-Holz
nach. Dafür sorgt laut Naturinform die einmalige und individuelle
Kombination verschiedener Brauntöne: Jede Diele ist einzigartig
und besitzt ihren ganz eigenen Farbverlauf.
»Mit den ›Ipé Nuancen‹ bringen wir die natürliche Eleganz eines
der begehrtesten Harthölzer in eine nachhaltige und alltagstaugli-
NATURINFORM, STUDIOPFLEIDERER (3)
Küblinger Weg 10 • 68623 Lampertheim
info@beton-pfenning.de • www.beton-pfenning.de
Die Diele »Piazza Mondo« aus WPC von Naturinform, hier in »Ipé Nuancen«,
ist aufgrund ihrer UV-beständigen 360°-Ummantelung laut Hersteller besonders
farbstabil und damit auch bei teils überdachten Flächen einsetzbar.
54 l Juni 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Wer sich für die Gestaltung seiner Terrasse eine
warme, exotische Holzoptik wünscht und nicht auf
Tropenhölzer zurückgreifen will, für den ist dieser
Wunsch mit der Farbvariante »Ipé Nuancen« der
»Piazza Mondo« von Naturinform realisierbar.
che Form. Unsere Kunden erhalten damit eine Terrassenlösung, die
sowohl optisch als auch funktional höchsten Ansprüchen gerecht
wird«, erklärt Geschäftsführerin Pia Hobeck.
Tropenholz-Design ohne Tropenholz:
Langlebig, pflegeleicht und nachhaltig
Die neue »Piazza Mondo« in »Ipé Nuancen« vereint die Ausstrahlung
von Ipé-Holz mit den Vorteilen moderner Co-Extrusion. Die
Diele behält über viele Jahre ihre Farbbrillanz und ansprechende
Oberflächenstruktur, ohne dass ein zeit- und kostenraubender
Pflegeaufwand wie Schleifen, Streichen oder Ölen erforderlich
ist, verspricht der Hersteller.
Für anspruchsvolle Außenbereiche:
Eleganz trifft Technik
Mit ihrem Format von 140 x 21 mm und der robusten, trittsicheren
Oberfläche ist die »Piazza Mondo« ein universell einsetzbarer
Allrounder im Naturinform-Portfolio. Sie eignet sich für
private Terrassen ebenso wie für Gastronomieflächen, Hotelanlagen
oder öffentliche Bereiche. Die verdeckte Befestigung mit
dem Naturinform-Montagesystem erzeugt ein gleichmäßiges
Erscheinungsbild ohne sichtbare Schrauben. Auf gut belüfteten
Flächen ist die Verlegung mit 0°-Gefälle problemlos möglich. Die
Farbwelt der »Ipé Nuancen« greift die typische Tiefe und Wärme
tropischer Harthölzer auf und überträgt sie in ein modernes Verbundmaterial.
Während echtes Ipé-Holz für seine extreme Härte
und Exklusivität bekannt ist, gleichzeitig jedoch kostenintensiv,
schwer zu bearbeiten und ökologisch kritisch bewertet ist, bietet
die »Piazza Mondo« eine zeitgemäße Alternative, heißt es in der
Unternehmens-Mitteilung weiter. Sie ist laut Naturinform dauerhaft
formstabil, bleibt splitterfrei und damit barfußfreundlich, widersteht
Witterungseinflüssen zuverlässig und wird aus PEFC-zertifizierten
Restholzfasern der heimischen Industrie gefertigt. Zudem ist
sie recycelbar, also vollständig in den Materialkreislauf integrierbar.
Mit der neuen Farbnuance »Ipé Nuancen« möchte Naturinform
den warmen Charakter tropischer Edelhölzer auf Terrassen
und Balkone bringen, ohne Kompromisse bei Nachhaltigkeit und
Pflegeaufwand einzugehen. Zu sehen ist die neue Terrassendiele
auch im September auf der GaLaBau am Naturinform-Stand.?
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
EPDs
Naturinform bietet Produkte für DGNB-zertifiziertes Bauen
an. Für alle Terrassendielen und Fassadenprofile von Naturinform
liegen die nach internationalen Normen erstellten
Umwelt-Produktdeklarationen, sogenannte EPDs (Environmental
Product Declarations) vor.
15.–18.9.
2026
Halle 4, Stand 4–215
ALLES DRIN.
ALLES KANN.
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kann.de/katalog
Bewährte Klassiker & innovative Neuheiten:
Der KANN-Katalog 2026/2027
Juni 2026 l 55
»Pheos«-Platten und Gestaltungspflaster
von Kann – mit Glitzereffekt ein
Statement setzen.
KANN (2)
Glitzereffekt auf der Terrasse
KANN – Bei der Gestaltung von Terrassen und Sitzplätzen im Garten
liegen Konzeptionen in geradliniger Eleganz zurzeit absolut im Trend.
Wie klare Formen und geometrisches Design buchstäblich Glanzpunkte
setzen, zeigen die neuen »Pheos«-Terrassenplatten, die Kann jetzt
ergänzend zum passenden Pflaster anbietet.
Klare Linien und geradliniges
Fugenbild: Hier die »Pheos«-Platten
in der Variante »grau plus«.
Mit den »Pheos«-Terrassenplatten sind durchgängige
Gestaltungslösungen mit Glitzereffekt
realisierbar, die sowohl auf privaten Grundstücken
als auch im öffentlichen Umfeld sehr gediegen
wirken.
Erzeugt wird der optische Effekt bei den neuen
»Pheos«-Platten, wie auch bei dem bereits seit
drei Jahren erhältlichen Pflaster, durch Glimmeranteile
in der Oberfläche. Zusätzlich bringen die
klare Linienführung und das Rechteckformat mit
den Abmessungen 60 x 40 x 5 cm das elegante
Flair der Platten sehr gut zum Ausdruck. Die
Minifase von 2 mm ermöglicht ein besonders
geradliniges Fugenbild. Unterstützt wird der Eindruck
durch die beiden Grautöne »anthrazit plus«
und »grau plus«. Sie schaffen eine hochwertige
Anmutung, die sich sehr gut mit unterschiedlichen
Gestaltungsstilen von klassisch bis modern
kombinieren lässt.
Für eine ganzheitliche Gestaltung lässt sich
der elegante Glimmereffekt mit dem »Pheos-
Pflaster« nahtlos fortsetzen. Es ist im Format
40 x 20 cm wahlweise in 6 oder 8 cm Dicke erhältlich.
Damit lassen sich nicht nur Hauseingänge
in Szene setzen, sondern auch Grundstückseinfahrten
und Carports befestigen.
In diesen Bereichen trägt auch der »Kanntec-10«-Verschiebeschutz
mit seinen unsichtbaren
Nocken zu einer stabilen und langlebigen
Pflasterfläche bei. So findet sich mit dem
»Pheos«-Programm für jedes Objekt die passende
Flächenbefestigung, teilt der Hersteller
mit.
?
56 l Juni 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Die Kreissäge »Expert EXKS18V-68GX«
von Bosch bildet in Kombination mit den
»FSN X«-Führungsschienen ein mobiles
Gehrungssägesystem für exakte Winkelund
Querschnitte.
Werkzeuge
Neue Akku-Sägen
für die Holzbearbeitung
BOSCH (2)
BOSCH – Bosch präsentiert zwei leistungsstarke Akku-Werkzeuge für
anspruchsvolle Profis in der Holzbearbeitung: die kompakte Tauchsäge
»Expert EXKT18V-52G« und die präzise Kreissäge »Expert EXKS18V-
68GX«. Beide Elektrowerkzeuge gehören zur Top-Leistungsklasse
»Expert« von Bosch und sind Teil des »Professional 18V«-Systems, das
dank AmpShare-Allianz herstellerübergreifend genutzt werden kann.
Für Anwender, die Wert auf hohe Präzision
und außergewöhnliche Mobilität legen,
präsentiert Bosch die Tauchsäge »Expert
EXKT18V-52G«. Ihr kompaktes Design
ermöglicht Wandabstände von lediglich
10 mm und bietet damit hohe Flexibilität
bei Sägearbeiten. Angetrieben von einem
bürstenlosen Biturbo-Hochleistungsmotor
und einem optimierten Antriebssystem,
schöpft die Tauchsäge in Kombination
mit den neuen »Expert«-Akkus ihre Leistung
aus. Bereits ein 18-V-»Expert«-Akku
mit 4 Ah oder mehr genügt, um die volle
Leistungsfähigkeit des Geräts abzurufen
und zugleich Flexibilität sowie Mobilität zu
gewährleisten.
Die integrierte »Click-&-Clean«-Schnittstelle
für Bosch-Staublösungen lässt sich
flexibel um 360° drehen und trägt so zu
einem sauberen Arbeitsumfeld bei. Sowohl
mit den bewährten Bosch-FSN-Führungsschienen
als auch mit anderen gängigen
Systemen besteht volle Kompatibilität.
Das intuitive HMI des Werkzeugs bietet
zudem eine komfortable Geschwindigkeitsund
Modusauswahl, inklusive Eco-Modus
für eine verlängerte Akku-Laufzeit, sowie
eine übersichtliche Anzeige des Akku- und
Gerätestatus einschließlich Überlastschutz.
Die Kickback-Control-Funktion erhöht den
Anwenderschutz und reduziert die Gefahr
von Verletzungen, indem sie das Werkzeug
sofort abschaltet, sobald sich das Sägeblatt im
Werkstück verkantet. Die Tauchsäge erlaubt
eine präzise Einstellung des Gehrungswinkels
für Schnitte von –1° bis +47°. Die »Expert
EXKT18V-52G« ist vielseitig einsetzbar und
eignet sich für präzise Tauchschnitte in Holz,
Holzverbundstoffen, Platten- und Paneelmaterialien
sowie in Aluminium und Acrylglas.
Die kompakte Tauchsäge »Expert EXKT18V-52G« von Bosch
ermöglicht präzise Tauchschnitte und Wandabstände von
lediglich 10 mm.
Mobile Präzision für Winkelschnitte
Mit der neuen Gehrungssäge »Expert
EXKS18V-68GX« erweitert Bosch sein
»Expert«-Portfolio um eine Säge der Top-
Leistungsklasse, die Maßstäbe in puncto
Präzision und mobiler Leistungsfähigkeit
setzen soll. In Kombination mit den »FSN
X«-Führungsschienen bildet das Werkzeug
ein mobiles Gehrungssägesystem für exakte
Winkel- und Querschnitte.
Herzstück des leistungsstarken Geräts
ist die Biturbo-Technologie: Der optimierte
bürstenlose Hochleistungsmotor und das
darauf abgestimmte Antriebssystem nutzen
die Leistung der neuen »Expert«-Akkus voll
aus und liefern damit eine beeindruckende
Performance für anspruchsvolle Anwendungen.
Für hohen Anwenderschutz sorgt die
integrierte »Stop Control«, die automatisch
das Ende eines Schnitts erkennt und das
Werkzeug in diesem Moment abschaltet,
um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Die
integrierte »Kickback Control« trägt ebenfalls
zum Anwenderschutz bei, da sie beim
Verkanten des Sägeblattes im Werkstück
den Motor stoppt. Die Werkzeugergonomie
gewährleistet eine sichere Handhabung und
Kontrolle des Geräts in unterschiedlichen
Schnittpositionen. Die »Expert EXKS18V-
68GX« eignet sich für den vielseitigen Einsatz
in Holz und Holzverbundwerkstoffen.
Die Tauchsäge »Expert EXKT18V-52G«
und die Gehrungssäge »Expert EXKS18V-
68GX« sind ab sofort erhältlich. ?
Werkzeuge & Befestigungssysteme
Juni 2026 l 57
Drehmoment
trifft Ergonomie:
»Milwaukee M12 Fuel 1/2"«-
Akku-Schlagschrauber im Praxistest
Der »M12 Fuel 1/2"«-Akku-Schlagschrauber von Milwaukee bietet
hohe Leistung bei zugleich kompakter Bauform. Doch hält der Schlagschrauber
im Test, was die technischen Daten versprechen? Um
das zu bewerten, wurde das Gerät in Kooperation mit dem Bauhof
Münsingen von erfahrenen Anwendern auf die Probe gestellt.
von
Tim Knott
Im Betrieb wird der Schlagschrauber mit
(fast) jedem Schraubendurchmesser fertig.
Im Bauhof Münsingen gibt es immer etwas zu
tun. Wie in kommunalen Betrieben üblich, sind
die Mitarbeiter bei allen Baustellen und Projekten
gefragt, die über das Jahr in der 14 000-Seelen-Gemeinde
anfallen. Mit Maschinen aus dem
Hause Milwaukee kennen die Experten sich aus.
Insgesamt sind bei den verschiedenen Gewerken
des Bauhofs um die 30 Maschinen im Einsatz. Perfekte
Bedingungen also, um den »M12 Fuel 1/2"«-
Akku-Schlagschrauber ausgiebig zu testen.
Innerhalb des vierwöchigen Testzeitraums wurde
der Schrauber auf einigen Baustellen erprobt.
»Wir hatten eine Menge Umbauten, die wir damit
angehen konnten, vor allem im Trockenbau, beim
Setzen von Ständerwänden«, berichtet Andreas
Kürsammer, Bereichsleiter der Holzwerkstatt.
Dabei habe der Akku-Schlagschrauber durchaus
überzeugt. »Wir waren sogar etwas überrascht,
was das Teil für eine Power hat.« Power ist das
richtige Stichwort: So bietet das 12-V-Handwerkzeug
laut Hersteller 542 Nm Festdrehmoment
und ein Lösemoment von 745 Nm bei mittlerem
Drehmoment. Für eine hohe Anwendungsgeschwindigkeit
werden 3 000 Umdrehungen
pro Minute angegeben. In der Praxis überzeugt
diese Leistung durchaus. »Wir haben auch einige
Akkuschrauber, aber die kommen bei gewissen
Schraubendurchmessern nicht weiter«,
berichtet Kürsammer. Für den Schrauber sei
das aber kein Problem gewesen. Und wie sieht
es mit den Leistungsgrenzen des Gerätes aus?
Der Schwabe zuckt die Achseln: »Bei den Arbeiten,
die wir hier gemacht haben, sehe ich keine
Leistungsgrenzen.«
58 l Juni 2026
Werkzeuge & Befestigungssysteme
Die Mitarbeiter des Bauhofs
Münsingen haben viel Erfahrung
mit Milwaukee-Geräten.
Akku: Wenig Gewicht bei viel Leistung
Wie der Name des Schlagschraubers schon vermuten
lässt, ist er Teil des »M12-Systems« und
verfügt deswegen über die neuesten 5,0-Ah-
Akkus. Obwohl diese etwas schlanker als die
Vorgängerversion daherkommen, haben sie laut
Hersteller keine Einbußen in puncto Laufzeit. Das
bestätigt auch der Praxistest der Münsinger: »Mit
zwei Akkus kommt man gut einen Tag aus, das ist
gar kein Problem«, so Kürsammer. Auch die kompakten
Ausmaße der Stromspeicher finden seine
Zustimmung. »Der ist viel kleiner und ergonomischer
als bei unseren bisherigen Akkus. Wenn
man viel Gewicht an der Maschine hat, ermüdet
man viel schneller.« Um die Anwender zusätzlich
zu entlasten, wiegt die Maschine an sich lediglich
1 kg. Eine Länge von 122 mm ermöglicht den Einsatz
auch in beengten Umgebungen.
Weiterer Bonus: »Die neuen Akkus lassen sich
auch mit unseren alten Milwaukee-Ladegeräten
aufladen. Das ist sehr durchdacht.« Durchdacht
sind auch die Zusatzfeatures wie der standardmäßig
verbaute Gürtelclip. Immerhin brauchen
Arbeiter oft beide Hände frei, haben aber manchmal
nichts, wo sie die Maschine abstellen können.
»Deswegen geht es heutzutage fast gar nicht
mehr ohne.« Alles in allem eine positive Ersterfahrung.
Einzig ein Verbesserungsvorschlag fällt
Kürsammer ein: »Es wäre echt cool, wenn die
Technische Daten
Maschine standardmäßig mit einem Bithalter
ausgeliefert werden würde, sodass man sie gleich
aus dem Karton einsetzen kann.« Denn hohe Leistung
überzeugt, aber unmittelbare Einsatzbereitschaft
gewinnt.
Fazit
Mit dem »M12 Fuel 1/2"«-Akku-Schlagschrauber von
Milwaukee erhalten Anwender eine leistungsstarke
Maschine in kompakter Bauform. Zusammen
mit den »M12-Akkus« entsteht ein leichtes,
ausbalanciertes System für komfortables
Arbeiten, auch bei umfangreichen
Arbeitsvorgängen. ?
Besonders der schlanke Akku
überzeugt Andreas Kürsammer.
⟳
3 000 Umdrehungen
1 kg Gewicht
⛭
Dreh-/Lösemoment
☼
Arbeitsbeleuchtung
pro Minute
ohne Akku
542 Nm/745 Nm
Tri-LED
Werkzeuge & Befestigungssysteme Juni 2026 l 59
Universeller Turbo-Kleber
für alle Materialien
NOVATECH – Tec7, die führende Marke von Novatech International, hat
mit »Tec7 Fast« eine neue Generation von Hybridpolymeren eingeführt,
die Schnelligkeit, hohe Anfangshaftung und universelle Materialverträglichkeit
in einem einzigen Produkt vereint. »Tec7 Fast« wurde für
Profis entwickelt, die sowohl blitzschnelle Funktionsfestigkeit als auch
außergewöhnliche Haftung auf praktisch allen Materialien suchen.
Schnell, stark
haftend und
universell einsetzbar:
Der Hybrid-Polymer-
Kleber »Tec7 Fast«.
NOVATECH
In den Bereichen Bau, Renovierung und
Installation wächst die Nachfrage nach
schnell wirkenden Klebelösungen. Handwerker
benötigen kürzere Durchlaufzeiten,
weniger mechanische Unterstützung
und zuverlässige Leistung auf einer Vielzahl
von Untergründen. Mit »Tec7 Fast« reagiert
die Marke auf diesen Trend. Das neue Produkt
vereint Eigenschaften, die bisher nur in
separaten Produkten zu finden waren, wie
beispielsweise Turbo-Versionen, die zwar
schnell sind, aber eine geringere Anfangshaftung
aufweisen, oder Montageklebstoffe
mit hoher Klebkraft, die zwar eine hohe
Anfangshaftung bieten, aber langsamer
aushärten oder schwer zu verarbeiten sind.
»Tec7 Fast« erreicht seine Funktionsfestigkeit
(handfest) in nur 15 Minuten auf praktisch
allen porösen Materialien. Das ist laut
Hersteller für ein Hybridpolymer beispiellos
schnell. Herkömmliche Turbo-Klebstoffe
erreichen ihre Geschwindigkeit in der Regel
nur auf einem oder wenigen porösen Materialien,
doch selbst dann sind Zeiten unter
20 bis 30 Minuten äußerst selten.
Während viele Turbo-Produkte erst nach
vier bis sechs Stunden eine ausreichende
Festigkeit auf Metall oder Kunststoff erreichen,
erreicht »Tec7 Fast« die Funktionsfestigkeit
bereits in zwei bis drei Stunden.
Dies macht das Produkt ideal für moderne
Bauprojekte, bei denen häufig Metall,
Kunststoff, Verbundwerkstoffe usw. zum
Einsatz kommen. Neben der Geschwindigkeit
zeichnet sich »Tec7 Fast« auch durch
eine Anfangshaftung von 250 kg/m² aus, was
laut Hersteller im Turbo-Segment außergewöhnlich
hoch ist.
Ein weiterer Vorteil von »Tec7 Fast« ist
seine einfache Anwendung. Während Hochleistungsklebstoffe
oft zähflüssig sind und
sich nicht vollständig glatt andrücken lassen,
ist »Tec7 Fast« leicht zu verarbeiten
und lässt sich für ein nahtloses Ergebnis
vollständig glatt andrücken. Schließlich verfügt
»Tec7 Fast« über die Komo-Zertifizierung,
ein unabhängiges Qualitätssiegel, das
bestätigt, dass das Produkt die höchsten
Standards für professionelle Bauanwendungen
erfüllt.
»Tec7 Fast« ist auf allen Materialien sicher
in der Anwendung und daher universell einsetzbar
im Bauwesen, im Sanitärbereich
oder bei allgemeinen Instandhaltungsarbeiten:
Der Hybrid-Polymer-Kleber kann beispielsweise
zur Befestigung von Boden-,
Wand- und Deckenprofilen eingesetzt werden.
Auch Metallständer auf Beton, etwa
im Bereich von Gipskartonkonstruktionen,
lassen sich damit befestigen. Darüber hinaus
eignet sich »Tec7 Fast« für Profile auf
Fußböden mit Fußbodenheizung, Duschwände
aus PVC oder Acryl, Passstücke und
Sockelleisten im Möbelbau, Schrankkorpusse
an Wänden, Küchenarbeitsplatten und
Rückwände, Treppenstufen, Türrahmen, Laibungen,
Verkleidungen sowie Kabelkanäle.
»Tec7 Fast« wurde unter Verwendung
der neuesten Generation der »nTec-Hybrid-
Polymer«-Technologie entwickelt. Der Klebstoff
ist nach Herstellerangaben bereits ab
-10 °C einsetzbar und bleibt dauerhaft elastisch,
wodurch er sich für Anwendungen
unter rauen oder wechselnden Bedingungen
eignet.
?
Verbinder auf verdeckter Mission
SIMPSON STRONG-TIE – Speziell
für die Befestigung von CLT-Elementen
entwickelt, bringt der Winkelverbinder
»ABCLT210« eine
besondere Eigenschaft mit: Er kann
nach der Montage vollständig unter
den Schichten des Bodenaufbaus
verschwinden.
Der neue »ABCLT210« ist die Komplettlösung
für den Anschluss von CLT-Wänden
an Böden aus Beton, Holz oder sogar
Stahl. Er nimmt hohe Scherkräfte auf
und lässt sich dank seiner Höhe von
gerade einmal 70 mm komplett vom
Bodenaufbau verdecken. Bei Sichtholzwänden
kommt so die natürliche Schönheit
des Materials voll zur Geltung. Direkt
auf dem Boden montiert, sind Ausgleichsschichten
bis 25 mm möglich.
An Brettsperrholz wird der »ABCLT210«
mit »CNA«-Kammnägeln oder »CSA«-Verbinderschrauben
befestigt. Für Beton empfiehlt
sich der »FM753«-Bolzenanker oder
»VT-HP«-Injektionsmörtel in Verbindung
mit einer M12-Gewindestange.
Der neue »ABCLT210« ist ab sofort
gemeinsam mit den genannten Befestigungsmitteln
bei Simpson Strong-Tie
erhältlich.
?
SIMPSON STRONG-TIE
Der »ABCLT210«-Verbinder
kann nach der Montage
komplett unter dem Boden
verschwinden.
60 l Juni 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme
Konstante Schneidleistung,
einfaches Handling
Magnesium nicht nur den Bediener, sondern verbessert außerdem
das Handling bei wenig Platz und dem Einsatz von Wasser
beim Trennen.
STIHL (2)
Der »TSA 350« zeichnet sich durch seinen ruhigen, vibrationsarmen Lauf aus. Im Hintergrund
zu sehen ist der Akku-Wasserbehälter »WSA 40«, der dank Akku-Pumpkopf für eine konstante
Wasserzufuhr sorgt und die Staubbindung gewährleistet.
Magnetfilter sorgt für Kühlung des Motors
Dank des emissionsfreien Antriebs lässt sich der »TSA 350« auch
im Innenbereich von Gebäuden nutzen; der Einsatz bei Regen und
Nässe ist dank Spritzwasserschutz (IPX4) ebenfalls problemlos
möglich. Für eine lange Lebensdauer mit konstant hoher Leistung
sorgt der neu entwickelte Magnetfilter. Er sichert nicht nur die
Kühlung des Motors, sondern schützt diesen auch vor Metallpartikeln,
die bei Trennarbeiten anfallen können. Der »TSA 350« startet
auf Knopfdruck und bezieht seine Energie von einem kraftvollen
Lithium-Ionen-Akkupack aus dem »Stihl AP«-System. Empfohlen
wird der »AP 500 S«, der bei typischen Einsätzen Energie für
bis zu 20 Minuten bereitstellt. Dabei gewährleistet die elektronische
Steuerung optimale Performance und konstante Schneidleistung
während der gesamten Akku-Laufzeit. Eine Auslaufbremse
mit Rekuperationsfunktion bremst nicht nur die Trennscheibe in
weniger als vier Sekunden ab, sondern speist die beim Abbremsen
gewonnene Energie in den Akku zurück.
?
STIHL – Mit dem neuen »TSA 350« erweitert Stihl sein
Portfolio für Profis im Bau und GaLaBau um einen leistungsstarken,
universell einsetzbaren Akku-Trennschleifer.
Der Trennschleifer ist auch bei Regen und Nässe
sowie im Innenbereich einsetzbar.
Er verfügt über einen leisen und nahezu verschleißfreien EC-Motor,
der mit hohem Drehmoment überzeugt. Die Leistung von 3,3 kW
(Aufnahmeleistung) ist mit Benzin-Geräten wie dem »TS 420«
vergleichbar. Dank seiner kompakten Bauweise und dem niedrigen
Gewicht ist der »TSA 350« exakt zu führen und schneidet mit
der 350-mm-Trennscheibe sowohl mineralische als auch metallische
Bauwerkstoffe bis zu 125 mm Stärke schnell und präzise.
Gleichzeitig zeichnet sich der neue Akku-Trennschleifer durch seinen
ruhigen Lauf und die geringen Vibrationen aus – ideal, wenn
es um Zuschnittarbeiten im Garten- und Landschaftsbau oder im
Hoch- und Tiefbau geht. Dabei schützt der verstellbare Schutz aus
Kreuzlinien-Laser LAX 60 G
Kleiner Laser.
Große Leistung.
Der praktische Helfer zum Markieren
und Ausrichten.
Der neue Akku-Trennschleifer »Stihl
TSA 350« ist universell einsetzbar
und schneidet mineralische wie
auch metallische Bauwerkstoffe bis
zu 125 mm Stärke.
QUELLE
Werkzeuge & Befestigungssysteme
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Juni 2026 l 61
AKTUELLES
06 26
Uzin Utz –
Übernahme von Alferproline
UZIN UTZ
Christian Richter (Mitglied des Vorstands), Julian Utz
(Mitglied des Vorstands) und Haiko Stüting (Managing
Partner von SOL Capital) markieren mit der Vertragsunterzeichnung
den strategischen Ausbau des
Uzin-Utz-Portfolios.
Uzin Utz übernimmt die Firma Alferproline mit Sitz in
Boppard. Mit der Akquisition erweitert der weltweit
agierende Komplettanbieter für Bodensysteme sein
Portfolio um Bauprofile sowie Outdoor-Systemlösungen
und setzt seine Wachstumsstrategie »Grow Bigger«
konsequent fort. Alferproline bietet hochwertige
Profile für Parkett, Laminat und Fliese sowie Stelzlager,
Drainage- und Abdichtungssysteme für den Out-
PCI AUGSBURG – Alpencup
geht in die nächste Runde
Die Sieger aus Österreich beim letzten PCI-Alpencup.
PCI AUGSBURG
doorbereich an. Ein großer Teil dieser Premiumprodukte
wird in Deutschland hergestellt. Mit der Übernahme
baut Uzin Utz seine Marktposition in Deutschland
gezielt aus. Zugleich gewinnt die Unternehmensgruppe
zusätzliche Stärke in einem angrenzenden Segment,
das insbesondere die Marken Codex, Uzin und Pallmann
sinnvoll ergänzt.
Uzin Utz verfolgt mit »Grow Bigger« nach wie vor
eine strategische Erweiterung des Produktportfolios
im Umfeld seiner Kernmarken. Mit Alferproline konnte
nun ein Unternehmen akquiriert werden, das genau
zur Ausrichtung der Gruppe als internationaler Systemanbieter
passt. »Mit Alferproline gewinnen wir
eine etablierte Marke in Deutschland hinzu und erweitern
unser Angebot in einem Segment, das für unsere
Kunden hohe Relevanz besitzt. Damit stärken wir
unsere Systemkompetenz und schaffen zusätzliche
Wachstumsperspektiven – national wie international«,
so Julian Utz, Mitglied des Vorstands von Uzin Utz.
Durch die etablierten Vertriebskanäle von Uzin Utz entstehen
zusätzliche Umsatzpotenziale in Deutschland
und in internationalen Märkten. Kunden profitieren
künftig von einem erweiterten Angebot an Profil- und
Systemlösungen aus einer Hand.?
Sika Deutschland ist Gastgeber des fünften PCI-Alpencups,
den ihre Tochtergesellschaft PCI Augsburg in
enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Union
Nationaler Fliesenfachverbände (EUF) ausrichtet. Die
Veranstaltung ist wie auch in den vorherigen Jahren
in ein attraktives Rahmenprogramm eingebettet und
findet nach den letzten Stationen im Ausland dieses
Jahr im Ausbildungszentrum ABZ der Bauinnung in
Augsburg statt. 14 Nachwuchshandwerker aus sieben
Ländern gehen am 25. und 26. Juni 2026 ins Rennen
um den Sieg beim PCI-Alpencup.
Der PCI-Alpencup ist ein internationaler Leistungswettbewerb
des Fliesenlegerhandwerks. Im Rahmen
der Nachwuchsförderung 2021 als neues Format eingeführt,
hat sich der Fliesenlegerwettkampf mittlerweile
zu einem zugkräftigen und attraktiven Event entwickelt.
Wie bei den bisherigen Veranstaltungen muss
dieses Jahr wieder jedes Zweierteam gemeinsam eine
Aufgabe, die sich am Niveau der Berufs-Weltmeisterschaften
(WorldSkills) bzw. -Europameisterschaften
(EuroSkills) orientiert, in einem vorgegebenen Zeitfenster
fertigstellen. Jeweils ein teilnehmendes Land ist
bei der Aufgabenstellung federführend. 2026 übernimmt
erneut die Schweiz den Juryvorsitz und die Aufgabenentwicklung.
Wie gewohnt, erwartet die Teilnehmer
und Besucher vor Ort neben dem eigentlichen
Wettkampf während des gesamten Events ein Rahmenprogramm
mit verschiedenen Praxisvorführungen
sowie einer Fachausstellung mit namhaften Industriepartnern.
Der Countdown mit den aktuellsten Informationen
kann auf der Website des PCI-Alpencups sowie
auf Instagram und Facebook verfolgt werden.
»Wir engagieren uns seit vielen Jahren für die Förderung
von Talenten im Handwerk. Mit dem PCI-Alpencup
geben wir seit 2021 jungen Handwerkern die Möglichkeit,
sich international im Wettkampf zu messen,
sich auszutauschen und Networking für einen erfolgreichen
Berufsweg zu betreiben«, erklärt Daniela
Schmiedle, Geschäftsführerin der Sika in Deutschland.
»Wir freuen uns, dass sich der PCI-Alpencup zu einem
etablierten und attraktiven Event entwickelt hat, das
junge Talente aus ganz Europa zusammenbringt.«?
Saint-Gobain Glass– Gemeinsam
stark und handlungsfähig
CLIMAPLUSSECURIT
Zu seiner Jahrestagung traf sich das Kompetenznetzwerk
ClimaplusSecurit in Paris.
Je herausfordernder das Umfeld, desto wichtiger sind
verlässliche Partnerschaften. Das zeigte die Jahrestagung
2026 des Kompetenznetzwerks ClimaplusSecurit
in Paris. Die Flachglasexperten diskutierten Marktentwicklungen,
Servicequalität, Kreislaufwirtschaft
und neue Lösungen für den Glasmarkt.
Die aktuelle Versorgungslage im Glasbereich ordnete
Pascal Decker, Vorsitzender der Geschäftsführung
von Saint-Gobain Glass Deutschland, ein. Er erläuterte,
wie sich der Industriepartner auf unterschiedliche
Szenarien vorbereitet, um gemeinsam handlungsfähig
zu bleiben. Die Produktionssicherheit habe höchste Priorität.
Aktuelle Einblicke in die Beschaffungssituation
gab Frédéric Bouynet, Direktor Einkauf für Deutschland
und Österreich. Er zeigte, wie stark volatile Energie-,
Rohstoff- und Transportmärkte die Lieferketten
beeinflussen und wie Saint-Gobain auch unter geopolitisch
herausfordernden Bedingungen Lieferfähigkeit
und Versorgungssicherheit gewährleistet.
Ein wachsendes Geschäftsfeld stellte Moritz Feid,
Head of Circular Economy bei Saint-Gobain, vor. Die
Rückführung von Scherben gewinnt an Fahrt, auch
durch strategische Partnerschaften mit den Systemanbietern
Schüco und Wicona. Feid erläuterte, wie
Scherbenglas wirtschaftlich wieder in den Stoffkreislauf
gelangt. Das Recycling von Flachglas spiele eine
zentrale Rolle bei der Transformation der Glasindustrie
hin zu zirkulären Lösungen, so Feid. Am zweiten Tag
stellte Vertriebsdirektorin Alexandra Aigner u. a. die
neue Vertriebsorganisation vor, und auch das vielfältige
Serviceangebot von Saint-Gobain Glass wurde in
den Fokus gerückt. Jürgen Künsting, Produktmanager
Sicherheitsglas und Technisches Marketing, zeigte
zudem, wie aus Anregungen der Netzwerkpartner konkrete
Lösungen entstehen. Ein Beispiel sind Prüfzeugnisse,
die für zusätzliche Glasaufbauten vorliegen. Das
schafft messbaren Mehrwert für Kunden im Bereich
Flachglas und Absturzsicherung.
?
62 l Juni 2026 Aktuelles
Austrotherm – Ausgezeichnet für hohe Nachhaltigkeitsstandards
Austrotherm Dämmstoffe wurde von der Bewertungsplattform
EcoVadis mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
Die Auszeichnung bestätigt das konsequente Engagement
des Herstellers von XPS-Dämmstoffen in den
Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik
sowie nachhaltige Beschaffung.
EcoVadis steht für weltweit anerkannte Nachhaltigkeitsstandards.
Aktuell wurden 150 000 Unternehmen
in über 250 Beschaffungskategorien nach einem einheitlichen
Kriterienkatalog bewertet. Die Beurteilung
erfolgt auf Basis nachvollziehbarer Kennzahlen und
Dokumentationen, die von Emissionsdaten über Energieverbrauch
bis zu Sozialstandards reichen.
Austrotherm Deutschland zählt weltweit zu den besten
fünf Prozent aller bewerteten Unternehmen. In der
Kategorie »Herstellung von Kunststoffwaren« nimmt
der XPS-Dämmstoffhersteller zudem eine Spitzenposition
ein: In der Gesamtwertung liegt Austrotherm
unter den besten drei Prozent, im Bereich Ethik unter
den besten zwei Prozent und bei den Umweltkennzahlen
sogar unter den besten ein Prozent.
»Die EcoVadis-Goldmedaille ist für uns Bestätigung
und Ansporn zugleich«, erläutert Alexander Sinner,
Geschäftsführer Austrotherm Deutschland. »Sie zeigt,
was wir als Team in der Produktion ebenso wie im Vertrieb,
in der Qualitätssicherung, Verwaltung und im
Management leisten können.«
Seit 2017 hat Austrotherm seine produktionsbedingten
CO 2
-Emissionen sukzessive um rund zwei Drittel
gesenkt. Möglich wurde dies durch kontinuierliche Prozessoptimierungen
sowie den wachsenden Anteil von
Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage. Die 2024 in
Betrieb genommene »Sonnenarena« am Standort Wittenberge
erstreckt sich über eine Fläche von rund sechs
Fußballfeldern und erzeugt eine Nennleistung von
2 700 kWp, was dem jährlichen Strombedarf von rund
1 000 Haushalten entspricht. Eine weitere Verbesserung
der Umweltbilanz erzielte Austrotherm durch die
Umstellung auf 50 Prozent Recyclingmaterial bei der
Verpackung seiner XPS-Produkte.
Mit seinem Programm »XPS Circular« bietet Austrotherm
deutschlandweit ein flächendeckendes Abholund
Recyclingsystem für saubere XPS-Baustellenverschnitte
an. Ergänzend wurde am Standort
Wittenberge ein kostenloser Rücknahmeservice eingerichtet,
sodass die Verschnitte dort erneut in den
Produktionsprozess eingespeist werden können.
In Wittenberge arbeitet Austrotherm seit Jahren mit
der Lebenshilfe Prignitz zusammen und ermöglicht Menschen
mit Beeinträchtigung soziale Teilhabe und Integration
in das Arbeitsleben. Beschäftigte der Werkstatt
übernehmen Aufgaben beim Zuschnitt der Austrotherm-
Mauerrandstreifen und sind damit aktiv in die Produktionsabläufe
eingebunden. Zudem bezieht Austrotherm
AUSTROTHERM
Alexander Sinner, Geschäftsführer Austrotherm Deutschland
(links), und Sebastian Fehrmann, Leitung Qualitätsmanagement,
mit der EcoVadis-Auszeichnung in Gold.
sämtliche Primärrohstoffe ausschließlich von Lieferanten
innerhalb der EU. Damit stellt das Unternehmen
transparente Lieferketten sicher und schließt nach eigenen
Angaben illegalen Rohstoffabbau sowie Verletzungen
von Menschenrechten verlässlich aus.?
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25
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Aktuelles
Juni 2026 l 63
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FGL Glaslager- und Transportsysteme GmbH
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64 l Juni 2026 Aktuelles
Auf einen Blick
Redaktionsverzeichnis
Impressum
Aluplast GmbH 8
Austrotherm Dämmstoffe GmbH 63
Baumit GmbH 26
Carl Prinz GmbH & Co KG 10
Daw Se Caparol 23
Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 34
Die Profitester 58
Etex Germany Exteriors GmbH 24, 11
Fakro-Dachfenster GmbH 47
FHS Holzbau GmbH 45
Hauraton GmbH & Co KG 53
Heidelberg Materials AG 50
Henke AG 22
Hilzinger GmbH 20
Hirsch Porozell GmbH 36
Jackon Insulation GmbH 29
Kann GmbH Baustoffwerke 56
Linzmeier Bauelemente GmbH 39
Naturinform GmbH 54, 10
Novatech Deutschland GmbH 60
Osmo Holz und Color 17
Paroc GmbH 38
PCI Augsburg GmbH 62
Prefa GmbH Alu-Dächer und Fassaden 28
Puren Gmbh 32
Ravago Building Solutions Germany GmbH 12
Richard Brink GmbH & Co. KG 42
Robert Bosch Power Tools GmbH 57
Rockpanel Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 18
Roma KG 16
Saint-Gobain Isover G+H AG 30
Schlagmann Poroton Vertriebs GmbH 49
Schlüter-Systems KG 10
Schüco International KG 25
Sika Deutschland CH AG & Co KG 48
Simpson Strong-Tie GmbH 60
Sita Bauelemente GmbH 46
SL-Laser GmbH 40
Sommer Informatik GmbH 27
Stihl Vertriebszentrale AG & Co. KG 61
Stocretec GmbH 52
Swisspor Deutschland GmbH 45
Uzin Utz SE 62
Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG 44
Verlag
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Telefon (08 31) 5 22 04-0
E-Mail: info@sbm-verlag.de
Herausgeber
Markus Holl
Joachim Plath
Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)
Redaktion
Christine Seif (-25)
Frauke Fink (-36)
Peter Lang (-46)
Anzeigendisposition
Markus Maier (-37)
Elmar Romanesen (-16)
Layout
Lisa Schröder Leitung (-23)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
Leser- und Abonnenten-Service
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Susanne Traub (-30)
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Titelbild
Aluplast
IVW angeschlossen
ISSN 1439-5606
Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck
– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Verlages. Jahresabonnements
können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate
vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich
beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt
eingesandte Manus kripte wird keine Haftung
übernommen. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht
der Redaktion.
Auf einen Blick
Juni 2026 l 65
Vorschau
baustoffpartner
@baustoffpartner
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Juli – Innenausgabe
TOP-THEMA: Innenausbau
SONDERTHEMA: Bad & Heizung
ERSCHEINUNGSTERMIN: 11.07.
August – Gesamtausgabe
TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungstechnik
SONDERTHEMA: Gerüste
ERSCHEINUNGSTERMIN: 08.08.
ADOBE STOCK (2)
TOP-THEMA: Innenausbau
TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungstechnik
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