17.06.2026 Aufrufe

baustoffPARTNER Juni 2026

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: aluplast – Vom alten Fenster zum neuen Profil Top-Thema: Fassade Sonderthema: Dämmstoffe Im Blickpunkt: Ravago – XPS – der unverwüstliche Dämmstoff, wenn es um Umkehrdächer geht Red Corner: Puren – Eine Brandschutzlinie vom Steildach bis zur Tiefgarage

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: aluplast – Vom alten Fenster zum neuen Profil
Top-Thema: Fassade
Sonderthema: Dämmstoffe
Im Blickpunkt: Ravago – XPS – der unverwüstliche Dämmstoff, wenn es um Umkehrdächer geht
Red Corner: Puren – Eine Brandschutzlinie vom Steildach bis zur Tiefgarage

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06

2026

aluplast

Vom alten Fenster

zum neuen Profil

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TOP-THEMA IM BLICKPUNKT RED CORNER

Fassade

Bunter Mix aus Glas, Putz,

Holz, Kunststoff, Wellplatten

und Solar-Paneelen

Ravago

XPS – der unverwüstliche

Dämmstoff, wenn es um

Umkehrdächer geht

Puren

Eine Brandschutzlinie

vom Steildach bis zur

Tiefgarage

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk

baustoff-partner.de


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Editorial

Umsteigen auf

die Fast Lane

Mit 206600 fertiggestellten Wohneinheiten hat Deutschland

im vergangenen Jahr noch einmal den schwachen Wert

von 2024 (251 937) um 18 Prozent unterschritten – es ist der

niedrigste Wert seit 2012 und ein deutliches Alarmsignal.

»Deutschland steckt in einer tiefen strukturellen Wohnbaukrise.

Wir liegen weiter unter dem gesellschaftlich notwendigen

Bedarf von 400 000 Wohnungen pro Jahr«, betont

das Verbändebündnis Wohnungsbau in einer gemeinsamen

Erklärung. Seit dem Wohnungsbau-Tag Ende März, auf dem

das Verbändebündnis einen konkreten Vier-Punkte-Plan vorgelegt

hat, sei man keinen Schritt weitergekommen. Zu den

Forderungen des Bündnisses gehören u. a. eine schnelle,

rechtssichere Umsetzung des Standards »Gebäudetyp E«,

eine sofortige Umsetzung eines vereinfachten Förderkonzepts

(EH-55-Förderung) sowie die Priorisierung von Wohnbauprojekten

nach dem »Fast Lane«-Prinzip – damit soll Ländern

und Kommunen schnelleres Planen, Genehmigen und

Bauen ermöglicht werden.

Letzteres hat die Bundesregierung mittlerweile mit

einem Entwurf zur Novellierung des Baugesetzbuchs auf

den Weg gebracht. Bundesbauministerin Verena Hubertz

dazu: »Das Baugesetzbuch-Upgrade ist ein umfassendes

Modernisierungspaket, das nahezu alle Bereiche der kommunalen

Planung adressiert. Wohnen hat ab jetzt Vorfahrt,

endlich auch im Gesetz. Wer bauen will, soll sein Verfahren

online verfolgen können, nicht im Rathausflur warten. Wir

geben Kommunen neue Instrumente, um bei Schrottimmobilien

besser durchgreifen zu können. Und wir holen mehr

Grün in unsere Städte. Aber wir geben auch mehr Zug und

Druck in den Prozess. Das Baugesetzbuch-Upgrade ist der

nächste Modernisierungs- und Beschleunigungsschritt

nach dem Bau-Turbo.«

Konkret soll das Gesetz dem Wohnungsbau in Gebieten

mit einem angespannten Wohnungsmarkt ein überragendes

öffentliches Interesse zukommen lassen, wodurch

der Wohnungsbau gegenüber anderen Interessen einen

rechtlichen Vorrang erhält. Zudem sollen Umweltprüfungen

beschleunigt und Planungsverfahren durch digitale

Instrumente verkürzt werden. Die Kommunen sollen

außerdem die Möglichkeit erhalten, gegen Schrottimmobilien

vorzugehen. Dafür wird das Vorkaufsrecht der

Kommunen erleichtert.

Die ersten Reaktionen auf den Gesetzentwurf sind

positiv. So kommentierte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix

Pakleppa: »Heute ist ein guter Tag für den Wohnungsbau.

Mit der BauGB-Novelle räumt die Bundesregierung dem

Wohnungsbau den längst überfälligen Vorrang vor konkurrierenden

Belangen ein. Aufstockungen werden erleichtert,

Planungsverfahren beschleunigt. Das sind echte Fortschritte.

Jetzt muss der Bundestag liefern. Das Gesetz darf nicht in

Ausschüssen zerpflückt werden. Was wir nicht brauchen,

sind neue Kostenlasten durch überbordende Klimaresilienz-

Auflagen oder städtische Ökosystemgebühren, die Bauen

in der Stadt wieder unwirtschaftlich machen. Bezahlbarer

Wohnraum entsteht nur, wenn wir das Bauen erleichtern.

Mit der heutigen Kabinettsentscheidung ist ein wichtiger

Schritt getan. Die Novelle ist aber nur die halbe Miete,

das Bauen wird einfacher, aber noch nicht günstiger. Die

Bundesregierung darf sich nicht darauf ausruhen.«

Angesichts eines Bauüberhangs von rund 760 000

genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen

Ende 2025 liegt die Arbeit sozusagen auf der Straße. Die

Bauverbände inklusive der IG BAU schlagen deshalb vor,

genehmigte, aber noch nicht begonnene Projekte durch

zeitlich befristete Sonderkonditionen zu mobilisieren,

namentlich durch einen Zinsvorteil oder Zuschuss bei

nachgewiesenem Baustart innerhalb einer definierten Frist.

Dieser Hebel wirke unmittelbar, ohne neue Planungsverfahren

vorauszusetzen, und sei deshalb das wirkungsstärkste

kurzfristig verfügbare Instrument.

Peter Lang

Redakteur

4 l Juni 2026

Editorial


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Inhaltsverzeichnis

4 EDITORIAL

iTitelstory

8 ALUPLAST Kunststofffenster überzeugen auch nach über 40 Jahren

10 NAMEN & NEUIGKEITEN

Blickpunkt

12 RAVAGO XPS-Spezialist setzt auf Projektgeschäft

15 Top-Thema: Fassade

16 ROMA Sonnenschutz mit System

17 OSMO Mehr Auswahl für nachhaltige Holzfassaden

18 ROCKPANEL »Woods«-Fassadenplatten für neue Wohnsiedlung

20 HILZINGER Fenster, Türen und Fassaden für Terminal 3

22 HENKE Solartechnik im Fassadenbau

23 CAPAROL Fassadenfarbe mit hohem Recyclinganteil

24 ETEX GERMANY EXTERIORS Eternit-Wellplatten für Schulfassade

25 SCHÜCO Fassade mit recycelten Aluminiumprofilen

26 BAUMIT »Life Challenge«-Hauptpreis für Kellogg's Hotel in Bremen

27 SOMMER INFORMATIK »Winiso 3D«-Konfigurator für Fassaden

28 PREFA Neue Strangpressprofile verbinden Technik mit Design

29 Sonderthema: Dämmstoffe

29 JACKON INSULATION BY BEWI Zulassung schafft Planungssicherheit

30 SAINT-GOBAIN ISOVER Dämmsystem für den Dach- und Holzbau

32 PUREN Brandschutz vom Steildach bis zur Tiefgarage

34 DEUTSCHE ROCKWOOL Steinwolle-Dämmplatten für Dachräume

36 HIRSCH POROZELL Nachhaltige EPS-Lösungen für Sanierung und Neubau

38 PAROC Dekarbonisierung der Steinwolle-Herstellung

39 Thema: Dach & Holzbau

39 LINZMEIER Wohnraumgewinn mit vorgefertigten Gauben

40 SL-LASER Laserprojektor als Mittelpunkt des Messeauftritts

42 RICHARD BRINK Kaskadenentwässerung verspricht Sicherheit

44 ZAMBELLI Farbbeschichtetes Stahlsystem für die Dachentwässerung

45 FHS Brettsperrholzdecke mit wassergeführter Deckenheizung

45 SWISSPOR DEUTSCHLAND Sicher abdichten bei wechselnder Witterung

46 SITA Dachablaufsanierung mit »SitaSani Disc«

47 FAKRO »Greenview«-Serie mit optimierter Wärmedämmung

48 SIKA Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Solar-Komplettsystem

44

32

18

6 l Juni 2026

Inhaltsverzeichnis


49 Thema: Rohbau

49 SCHLAGMANN POROTON 25 Jahre Perlit im Ziegel

50 HEIDELBERG MATERIALS Strahlenschutzbeton für Krankenhaus

52 STOCRETEC Mörtel effizient verarbeiten

53 Thema: Außenanlagen

53 HAURATON Voll- oder Teilstromreinigung von Niederschlagswasser

54 NATURINFORM Tropisches Edelholz als robuste WPC-Diele

56 KANN »Pheos«-Terrassenplatten mit Glitzereffekt

58

57 Thema: Werkzeuge & Befestigungssysteme

57 BOSCH Kraftvolle Präzision mit 18 V

58 DIE PROFITESTER »Milwaukee M12 Fuel 1/2"« im Test

60 NOVATECH Neuer Hybrid-Polymer-Kleber »Tec7 Fast«

60 SIMPSON STRONG-TIE Verdeckte Verbindung für CLT-Elemente

61 STIHL Akku-Trennschleifer für GaLaBau und Bau

62 AKTUELLES

65 AUF EINEN BLICK

65 IMPRESSUM

66 VORSCHAU

SAVE

THE DATE

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Material von damals wird zum

Profil von morgen

ALUPLAST – Aluplast, Spezialist für Fenster- und Türsysteme,

hat im Zuge der Neugestaltung der Fassade am

Firmenstandort Ettlingen auch die Fenster erneuert. Die

bisherigen Elemente stammten aus dem Jahr 1982 und

hatten dem Gebäude mehr als vier Jahrzehnte lang

zuverlässig gedient. Der Austausch erfolgte nicht aus

technischer Notwendigkeit, sondern aus gestalterischen

Gründen und vor dem Hintergrund gestiegener

Anforderungen an die Energieeffizienz.

Nach dem Ausbau wurden die Kunststoffprofile

eingehend untersucht. Um

ein möglichst genaues Bild von ihrem

Zustand zu erhalten, schnitt man die Profile

auf und prüfte ihre innere Struktur. Dabei zeigte

sich deutlich, dass die Profile auch nach über

40 Jahren noch voll funktionsfähig sind. Sowohl

die Stabilität als auch die Oberfläche überzeugten

– sichtbare Alterungserscheinungen oder

strukturelle Schäden waren nicht festzustellen.

»Wir sind davon ausgegangen, dass die Profile

noch in gutem Zustand sind – aber das Ergebnis

dann so eindeutig zu sehen, ist noch einmal

etwas anderes«, erklärt Projektleiter Svilen Gass.

ALUPLAST (3)

Ein Teil der alten

Fensterprofile bleibt am

Standort Ettlingen ausgestellt,

die übrigen Profile werden dem

Recyclingkreislauf zugeführt.

»Das zeigt deutlich, welche Qualität

bereits damals in unseren Systemen

steckte.«

Bei den untersuchten Elementen handelt

es sich um Aluplast-eigene Fensterprofile

aus dem Jahr 1982 mit einer Bautiefe von

60 mm und einer Mitteldichtung. Die Ergebnisse

passen auch zu allgemeinen Erkenntnissen

aus der Branche. Laut EPPA, dem europäischen

Wirtschaftsverband der Hersteller von Kunststoff-Fensterprofilsystemen,

können Kunststofffenster

eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren

erreichen und in vielen Fällen sogar deutlich darüber

hinaus funktionsfähig bleiben.

Warum der Austausch sinnvoll war

Trotz dieses überzeugenden Zustands war

der Fensteraustausch im Zuge der Fassadensanierung

sinnvoll. Der entscheidende Faktor

ist die energetische Entwicklung der vergangenen

Jahrzehnte. Während Fenster aus den

1980er-Jahren üblicherweise U-Werte von etwa

2,5 bis 3,0 W/(m²K) aufweisen, erreichen moderne

Systeme heute deutlich bessere Werte von

0,8 bis 1,2 W/(m²K). Diese Verbesserung reduziert

Der Austausch der Fenster erfolgte auch vor dem Hintergrund

gestiegener energetischer Anforderungen: Moderne Systeme

reduzieren Wärmeverluste deutlich.

8 l Juni 2026 Titelstory


Titelstory

den Wärmeverlust erheblich und trägt spürbar

zu Energieeinsparungen bei. Genau aus diesem

Grund werden viele PVC-Fenster heute nicht

aufgrund technischer Defizite ersetzt, sondern

im Rahmen energetischer Modernisierungen.

Für die Umsetzung des Fensteraustauschs

arbeitete Aluplast mit bewa-plast Beck Fenstertechnik

zusammen. Das Unternehmen mit

Sitz in Mengerskirchen ist auf die Herstellung

und Montage von Komplettlösungen für Kunststofffenster

und -türen spezialisiert. Es verfügt

über umfangreiche Erfahrung in der Verarbeitung

moderner Profilsysteme, insbesondere der

»neo«-Plattform von Aluplast. Für die Zusammenarbeit

sprachen mehrere Faktoren: Neben

der bestehenden Erfahrung mit dem System und

seiner Montage waren vor allem eine kurze Lieferzeit

und verfügbare Montagekapazitäten entscheidend.

Für das Projekt in Ettlingen war eine

zeitnahe Umsetzung erforderlich, die gleichzeitig

den hohen Qualitätsanspruch erfüllen sollte.

Vom Altprofil zum Rohstoff

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Projekt

ein klares Zeichen. Ein Teil der ausgebauten Profile

verbleibt am Standort Ettlingen und wird

dort ausgestellt. Er dient künftig als anschaulicher

Beleg für die Langlebigkeit von Kunststofffenstern.

Die verbleibenden Profile werden dem

Recyclingkreislauf zugeführt. PVC kann mehrfach

recyclet werden, ohne an Qualität zu verlieren.

Schon heute werden alte Fenster in großem

Umfang wiederverwertet und zu neuen Profilen

verarbeitet.

Das Projekt in Ettlingen zeigt damit auf greifbare

Weise, wie langlebig moderne Kunststoffsysteme

sind, wie stark sich energetische Anforderungen

weiterentwickelt haben und wie wichtig

ein funktionierender Materialkreislauf für nachhaltiges

Bauen ist.

?

Die ausgebauten Kunststoffprofile stammten

aus dem Jahr 1982 und waren auch nach mehr

als vier Jahrzehnten noch voll funktionsfähig.

Titelstory

Juni 2026 l 9


06

NAMEN & NEUIGKEITEN

26

Carl Prinz –

Michael Berns zum Geschäftsführer bestellt

Michael Berns rückt in

die Unternehmensführung von Carl Prinz auf.

Carl Prinz mit Sitz in Goch stellt frühzeitig die Weichen

für die Zukunft und erweitert seine Geschäftsführung.

Künftig werden Michael Berns (41) und Katharina

Prinz (61) die Leitung des traditionsreichen

Unternehmens gemeinsam übernehmen. Mit diesem

Schritt setzt das Familienunternehmen, das auf eine

136-jährige Geschichte zurückblickt, bewusst auf Kontinuität

und eine Nachfolgeregelung aus den eigenen

Reihen. »Die Zukunft unseres Unternehmens soll in

guten Händen liegen – bei jemandem, der unsere Werte

versteht, das Unternehmen von innen kennt und

aktiv mitgestaltet hat«, sagt Geschäftsführerin Katharina

Prinz. »Mit Michael Berns haben wir genau diese

Persönlichkeit gefunden.«

Michael Berns ist seit 2008 Teil von Carl Prinz und

hat seither verschiedene Schlüsselpositionen durchlaufen.

Nach seinem Einstieg im Einkauf übernahm er

2013 die Leitung der Logistik, die er bis 2020 innehat-

Schlüter-Systems – Wechsel

in der Vertriebsleitung

Wechsel an der Vertriebsspitze bei

Schlüter-Systems: Günter Broeks (l.) übergibt die

Verantwortung an Matthias Mager.

CARL PRINZ

SCHLÜTER-SYSTEMS

Bereits zum 1. März hat Matthias Mager die Rolle des

Chief Sales Officer Market Germany & Export bei Schlüter-Systems

übernommen. Zuvor war Mager Geschäftste.

Es folgte eine Station im Produktmanagement,

bevor er 2021 die Gesamtverantwortung für die Materialwirtschaft

übernahm. Im Jahr 2024 wurde ihm Prokura

erteilt. »Ich bin sehr stolz auf das Vertrauen, das

mir mit meiner Bestellung zum Geschäftsführer entgegengebracht

wird«, sagt Michael Berns. »Mein

besonderer Dank gilt der Familie Prinz, die mir diesen

Weg ermöglicht und mich über all die Jahre hinweg

unterstützt hat. Gleichzeitig freue ich mich darauf, die

Zukunft unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten

und es gemeinsam mit einem starken Team weiterzuentwickeln.«

Auch strategisch richtet sich das Unternehmen

klar auf die Zukunft aus. Im Fokus stehen eine

hohe Lieferfähigkeit für Großabnehmer ebenso wie

für individuelle Einzelanfertigungen, die kontinuierliche

Weiterentwicklung der Produktpalette sowie eine

konsequente Orientierung an Kunden- und Marktanforderungen.

Die Verbindung von Tradition und Innovation

bleibt dabei zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

»Diese Entscheidung ist kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung«,

betont Katharina Prinz. Sie ist seit

31 Jahren im Unternehmen tätig und gehört seit 2000

der Geschäftsführung an – zunächst gemeinsam mit

ihrem Vater Joachim W. Prinz und seit 2017 als alleinige

Geschäftsführerin. Sie sagt: »Wir bauen auf dem

auf, was wir erreicht haben, und richten den Blick klar

nach vorne. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Aufstellung

unser Unternehmen erfolgreich in die nächste

Generation führen werden.«

?

führer Vertrieb und Vice President Market Germany bei

Velux, wo er insgesamt knapp 14 Jahre tätig war. Mit

22 Jahren Vertriebserfahrung in der Baubranche bringt

er als Diplom-Bauingenieur und Master im Baumanagement

(M. Sc.) eine ausgeprägte Expertise mit –

in den vergangenen Jahren lag sein Fokus zudem auf

der strategischen Unternehmensentwicklung. Matthias

Mager übernimmt den Bereich des Schlüter-Gesamtvertriebsleiters

Günter Broeks, der das Unternehmen

zum 30. Juni nach fast 33 Jahren im Unternehmen verlässt.

Als langjähriger Gesamtvertriebsleiter hat er

maßgeblich zum Erfolg und Wachstum des Iserlohner

Unternehmens beigetragen. »Wir sind froh, mit Matthias

Mager einen absoluten Experten der Baubranche

für uns zu gewinnen. Gemeinsam werden wir Schlüter-Systems

weiter erfolgreich entwickeln und auch

zukünftig wegweisende Akzente für die Branche setzen«,

freut sich Geschäftsführer Marc Schlüter. ?

Naturinform – Veronika Simeth

übernimmt Vertriebsgebiet

Deutschland Süd

Veronika Simeth ist die neue

Außendienstmitarbeiterin von Naturinform.

Naturinform, deutscher WPC-Spezialist (Wood Polymer

Composite), begrüßt Veronika Simeth (39) als

neue Außendienstmitarbeiterin. Sie übernimmt die

Verantwortung für das Vertriebsgebiet Deutschland

Süd (PLZ 80 bis 97) und folgt auf Hermann Krätzer,

der das Gebiet zwölf Jahre lang betreut hat und sich

aus persönlichen Gründen vom Unternehmen verabschiedet.

Mit Veronika Simeth gewinnt Naturinform

eine erfahrene Fachfrau für den Außendienst.

Die studierte Forstwissenschaftlerin bringt umfangreiches

Wissen in den Bereichen Holz, Terrasse und

Fassade mit. Sie war viele Jahre im Außendienst

im Holzhandel tätig und verfügt über fundierte Marktkenntnisse

sowie ein ausgeprägtes technisches Verständnis.

»Wir freuen uns sehr, mit Veronika Simeth

eine kompetente und engagierte Nachfolgerin für

das Vertriebsgebiet Süd gewonnen zu haben«, erklärt

Pia Hobeck, Geschäftsführerin von Naturinform.

»Ihre Erfahrung und ihr Wissen werden dazu beitragen,

die erfolgreiche Arbeit in dieser Region nahtlos

fortzuführen und auszubauen.«

»Hermann Krätzer war während seiner langjährigen

Tätigkeit ein geschätzter Ansprechpartner für

unsere Kunden und Partner. Mit seinem Engagement

und seiner Fachkompetenz hat er maßgeblich

zum Erfolg von Naturinform beigetragen. Wir bedanken

uns herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit

und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute«,

sagt Pia Hobeck.

Naturinform produziert überwiegend an seinem

nordbayerischen Produktionsstandort Redwitz a. d.

Rodach seit 20 Jahren Produkte aus Holzverbundwerkstoff.

Das Unternehmen exportiert seine Produkte

weltweit. Für sein WPC verwendet Naturinform

ausschließlich 100 Prozent PEFC-zertifizierte,

heimische Restholzfasern und ein sortenreines

Polymer.

?

NATURINFORM

10 l Juni 2026 Namen & Neuigkeiten


Etex – Sven Mönnig

übernimmt Produktmanagement

Sven Mönnig übernimmt das Produktmanagement

und die technische Entwicklung

der Marken Siniat und Promat.

Dr.-Ing. Sven Mönnig übernahm zum 1. Mai die

Position des Head of Product Management and

Technical Development bei Etex Building Performance.

In dieser Funktion verantwortet er die Weiterentwicklung

des Produktportfolios sowie die

technischen Themen der Marken Siniat und Promat.

Der Bauingenieur mit Promotion im Bereich

Betonzusatzmittel verfügt über langjährige Erfahrung

in der Baustoff- und Bauchemieindustrie.

Zuletzt war Mönnig als Market Development Manager

bei MBCC Investments, Teil der Sika-Gruppe,

ETEX

tätig und begleitete dort die Entwicklung und Markteinführung

neuer Produkte. Seine beruflichen Stationen

umfassen verschiedene leitende Funktionen

in Forschung, Produktmanagement und Geschäftsentwicklung,

unter anderem bei BASF Construction

Chemicals und Master Builders Solutions. In seiner

neuen Rolle wird Mönnig die Weiterentwicklung

der Produktstrategien für Siniat in Deutschland,

Österreich und der Schweiz sowie für Promat in

Deutschland und Österreich verantworten. Ein

Schwerpunkt liegt auf der engen Verzahnung von

Produktmanagement, Vertrieb und Forschung, um

Lösungen gezielt an die Anforderungen der jeweiligen

Märkte und Anwendungen anzupassen. Gleichzeitig

umfasst die Aufgabe die Pflege technischer

Zulassungen sowie die Weiterentwicklung bestehender

Systeme im Trockenbau und im baulichen

Brandschutz. »Mir ist es wichtig, die Produkte,

Märkte und Anforderungen genau zu verstehen und

gemeinsam mit den Teams praxisgerechte Lösungen

für unsere Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln«,

so Mönnig.

Vor dem Hintergrund sich wandelnder Rahmenbedingungen

in der Bauindustrie – etwa in den

Bereichen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und

Bauprozesse – sollen die Marken Siniat und Promat

weiter als verlässliche Partner für Planer, Verarbeiter

und Handel positioniert werden. ?

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Ein Dämmstoff, der hält,

was er verspricht

RAVAGO BUILDING SOLUTIONS – Als Teil der weltweit tätigen

Ravago-Gruppe ist Ravago Building Solutions in der DACH-Region auf

die Herstellung und den Vertrieb von XPS-Dämmstoffen spezialisiert.

Im Interview mit dem baustoffPARTNER am Produktionsstandort

Rheinmünster spricht Vertriebsleiter Jan Grothe über das spezielle Vertriebskonzept

auf dem deutschen Markt, die Vorteile von Umkehrdächern

mit XPS sowie die steigenden Anforderungen an den Baustoff.

von Peter Lang

Die »Ravatherm«-Dämmplatten auf dem

Dach des Bürogebäudes »The Oval«

wurden nach drei Jahren entnommen, um

ihre Leistungsfähigkeit von einem unabhängigen

Prüflabor untersuchen zu lassen.

Die Ursprünge von Ravago liegen in Belgien, wo

Gründer und Namensgeber Raf van Gorp im Jahr

1961 die Firma als lokales Recyclingunternehmen

– u.a. für petrochemische Abfälle – gründete.

Heute ist das sich nach wie vor in Familienbesitz

befindende Unternehmen weltweit tätig – in den

Bereichen Recycling sowie im Vertrieb von Polymeren

und Baustoffen. Mit der Herstellung von

XPS-Dämmstoffen begann Ravago im Jahr 2012

in Balaton in Ungarn, wie Jan Grothe, Vertriebsleiter

von Ravago Building Solutions, erläutert.

Ende 2018 verkaufte Dow die Baustoff-Sparte

seines Europageschäfts inklusive Produktionsanlagen

an Ravago.

Fast das gesamte Dow-Vertriebsteam wechselte

zu Ravago«, erinnert sich Jan Grothe, was

einen praktisch reibungslosen Übergang des XPS-

Geschäfts ermöglichte. »Kurz darauf haben wir

die unterschiedlichen Produkte unter dem neuen

Markennamen ›Ravatherm‹ vereint.« Mit mittlerweile

zehn Produktionsstätten in Europa gehört

Ravago zu den größten Anbietern von XPS-Dämmsystemen.

Die deutschen Werke befinden sich in

Schkopau (Sachsen-Anhalt) sowie im badischen

Rheinmünster. Die Anlage in Rheinmünster an

der deutsch-französischen Grenze blickt als erste

XPS-Anlagen in Europa auf rund 60 Jahre Erfahrung

bei der Produktion von XPS zurück.

Projektorientiertes und selektives

Vertriebskonzept

Mit dem deutschen Vertriebsteam setzt Jan Grothe,

der seit 1999 im XPS-Markt arbeitet, auf ein

vom Wettbewerb differenziertes Vertriebskonzept.

»Wir sind sehr projektlastig«, so Grothe. Das

Vertriebsteam setzt sich aus Verkaufsmitarbeitern

zusammen, die die klassische Handelsbetreuung

machen, aber auch aus Anwendungstechnikern

für die technische Beratung, die sehr nah am Planer

und am Verarbeiter sind. »Unsere Produkte

verkaufen wir über ein ›Stützpunkthändler-Konzept‹

- wir setzten auf ein gewachsenes Vertriebsnetz

mit Handelspartner, die unsere Produkte gut

kennen und auch in ihrem Lager vorrätig haben«

Mit diesen Partnern werden dann auch die im

Vorfeld akquirierten Projekte umgesetzt. Dabei

handelt es sich in erster Linie um Neubauprojekte

in Massivbauweise – vom Wohnungsbau über

Hotels bis hin zu Krankenhäusern und Schulen.

Der Sanierungsbereich spielt dagegen bei Ravago

kaum eine Rolle.

Ein unverwüstlicher Werkstoff – nicht

nur für Umkehrdächer

Ravago Building Solutions fertigt seine »Ravatherm«-Produkte

in unterschiedlichen Druckfestigkeitsstufen

an - das Material zeichnet sich

insbesondere durch sein hohe Belastbarkeit, seine

ausgezeichnete Dämmleistung, die Feuchtigkeitsunempfindlichkeit

und seine lange Lebensdauer

aus. Die hellblauen »Ravatherm«-Dämmplatten sind

je nach Anwendung in den Druckfestigkeitsklassen

300, 500 oder 700kPa erhältlich. Mit »Ravatherm

XPS X« hat Ravago zudem eine Dämmplatte

im Sortiment, Die aufgrund von Wärmestrahlung

reflektierenden Kohlestoffpartikel eine nochmals

verbesserte Dämmleistung besitzt.

12 l Juni 2026

Im Blickpunkt


Im Blickpunkt

Ein aktuelles Beispiel ist das »Moringa«-Gebäude

in der Hamburger HafenCity, bei dem ein extensiv

begrüntes Umkehrdach mit »Ravatherm XPS

X 300 SL«-Dämmplatten errichtet wurde. Das

Thema Umkehrdach wird bei Ravago seit Jahren

vorangetrieben, weil es laut Jan Grothe für

den Bauablauf und die Baunutzung viele Vorteile

hat. Im Unterschied zum konventionellen Dach

wird beim Umkehrdach die Dämmung oberhalb

der Dachabdichtung installiert. Die XPS Platten

können dabei sowohl einlagig als auch zweilagig

auf der Dachabdichtung verlegt werden. Dadurch

wird die Abdichtung vor extremer mechanischer

und thermischer Beanspruchung geschützt. Weiterer

Vorteil: Dank der Druckfestigkeit der XPS-

Dämmung lassen sich auf dem Flachdach alle

denkbaren Aufbauten – vom Gründach über das

Retentionsdach bis hin zu PV-Anlagen – realisieren.

»So lange die Dachkonstruktion das trägt,

der Dämmstoff trägt es auf jeden Fall«, betont

Jan Grothe. Gerade in Ballungsräumen ist das

Umkehrdach immer öfter anzutreffen. »Etwa

in Hamburg hat das Umkehrdach einen extrem

hohen Anteil, weil die auf Flachdächer ausgerichtete

Bauweise dafür prädestiniert ist. Die Menschen

möchten das Dach nutzen und sich auf den

begrünten Flächen aufhalten«, sagt der gebürtige

Hamburger Jan Grothe.

Dass die »Ravatherm«-Dämmplatten ihre Leistungsfähigkeit

auch im langjährigen Einsatz behalten,

belegen Untersuchungen an bestehenden

Umkehrdächern: Bei dem Bürokomplex »The

Oval« in Düsseldorf hat das Forschungsinstitut für

Wärmeschutz (FIW) nach mehrjährigem Einsatz

mehrere »Ravatherm XPS«-Dämmstoffplatten

aus einem begrünten Umkehrdach entnommen

und in den Prüfeinrichtungen des FIW in München

untersucht: Nach Jahren im Einsatz war in

den Platten nur extrem wenig Feuchtigkeit nachzuweisen.

Die Wärmeleitfähigkeit lag weit unter

den Bemessungswerten gemäß allgemeiner Bauartgenehmigung

– d.h. der gemessene Lambda-

Wert war deutlich besser, als der bei der Planung

ursprünglich angesetzte Wert. Auch die Druckfestigkeit

der Platten war mit über 300kPa unverändert

hoch. Auch die wasserableitende Trennlage

»Ravatherm XPS MK« zeigte sich in einwandfreiem

Zustand und war weiterhin voll funktionsfähig.

Beim Projekt »Moringa« in

Hamburg wurden »Ravatherm

XPS X«-Dämmplatten für das

begrünte Umkehrdach in zwei

Lagen auf die Abdichtung verlegt.

BAUSTOFFPARTNER

Seit 1999 in der XPS-Branche tätig: Jan

Grothe, Vertriebsleiter für die DACH

Region bei Ravago Building Solutions.

Im Blickpunkt Juni 2026 l 13


RAVAGO (4)

Die Produktion in Rheinmünster ist

derzeit voll ausgelastet. An dem

Standort wird bereits seit rund

60 Jahren XPS hergestellt.

Der hellblaue XPS-Dämmstoff

»Ravatherm« ist extrem druckfest und

feuchteresistent – und eignet sich von

der Gründungsplatte über die Perimeterdämmung

bis zum Umkehrdach.

Ohne den Werkstoff XPS geht es nicht

Trotz seiner unbestrittenen Qualitäten ist der Werkstoff

XPS wie andere Kunststoffe immer wieder

neuen regulatorischen Anforderungen von Seiten

der EU oder der Bundesregierung ausgesetzt.

Dies liegt insbesondere daran, dass bestimmte

Stoffe aus ökologischen Gründen durch andere

ersetzt werden mussten. »Aber im Grunde ist

das Produkt kontinuierlich verbessert worden

in puncto Energieeinsparung, sprich der Lamda-Wert

wurde ständig optimiert«, betont Jan

Grothe. Als Mitglied im Verband FPX (Fachvereinigung

Extruderschaum), dessen stellvertretender

Vorsitzender Jan Grothe seit 2026 ist, arbeitet

Ravago auch an einer besseren Sichtbarkeit und

Akzeptanz des Baustoffs XPS. Es gebe immer

wieder Bestrebungen, Baustoffe aus Kunststoff

zu ersetzen, so Grothe, aber letztlich scheitere

dies an den baulichen Standards. Die Kombination

aus Druckfestigkeit und geringer Feuchteaufnahme

bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit sei bei

keinem anderen Werkstoff so gegeben wie bei

XPS. In einem Fachbeitrag des FPX heißt es zu der

Frage, ob kunststofffreies Bauen in der Realität

möglich ist: »Die Bewertung von Bauprodukten

ist deutlich komplexer, als lediglich den Kunststoffgehalt

zu betrachten. Neben den bauphysikalischen

Eigenschaften müssen Anforderungen

wie CO 2

- Reduzierung, Öko- oder Humantoxizität,

Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigt

werden. Oftmals sind Bauprodukte aus

Kunststoff erforderlich, um baurechtliche Anforderungen

zu erfüllen. Beispielsweise sind heutige

Standards für Bauqualität, preiswertes Bauen

und Schallschutz ohne Kunststoffprodukte schwer

zu erreichen.«

Gerade das Thema Recycling hat sich der Verband

FPX auf seine Fahnen geschrieben. Mit »XPS

Circular« wurde ein Recyclingsystem ins Leben

gerufen, bei dem XPS-Abfälle von der Baustelle

von einem Dienstleister gesammelt und der

Wiederverwertung bei den Dämmstoff-Herstellern

zugeführt werden. Leider sei die Akzeptanz

dieses Systems aber noch nicht so groß wie

gewünscht. Jan Grothe sieht hier die Politik in

der Pflicht, denn so lange gewisse Anteile von

Kunststoff im Bauschutt entsorgt werden dürfen,

sei dies für die Unternehmen günstiger und der

Anreiz für eine echte Kreislauflösung zu gering.

Hohe Nachfrage bei schwierigen

Rahmenbedingungen

Mit seinem auf das Projektgeschäft ausgerichteten

Vertriebskonzept ist Ravago in den letzten

Jahren sehr gut gefahren – trotz sinkender

Nachfrage im Neubau. Die aktuelle Situation ist

einerseits gekennzeichnet durch höhere Kosten

für, Rohstoffe, Energie und Logistik, aber auch

durch einen deutlichen Nachfrageschub seit Ende

Februar. Viele Projekte liefen parallel wieder an,

gleichzeitig deckte sich der Handel verstärkt mit

XPS ein, um seine Lager zu füllen. »Derzeit sind

unsere Produktionsstätten voll ausgelastet«, sagt

Jan Grothe. »Speziell in Österreich spüren wir,

dass der Neubau wieder anzieht.« Ob sich dieser

Nachfrageboom aus den ersten Monaten

verfestigt, sei aber jetzt noch nicht abzusehen.

Von einem kann man aber nach Ansicht von Jan

Grothe ausgehen: »Der Bedarf an Dämmstoffen

wird in Zukunft weiter steigen, weil das Thema

Energieeffizienz europaweit ein großes Thema

bleibt.« Und wenn die »Green Deal«-Pläne der

EU realisiert werden sollten, dann reiche die jetzige

Produktionskapazität ohnehin nicht aus.?

WISSENSWERTES...

Ravago Building Solutions verfügt europaweit

über zehn Produktionsstandorte, darunter zwei in

Deutschland (Rheinmünster und Schkopau). Die

DACH-Region wird darüber hinaus über die Werke

in Drusenheim (Elsass) und am Balaton (Ungarn)

beliefert. Während die deutsche Niederlassung

ausschließlich XPS-Produkte vertreibt, werden in

anderen europäischen Ländern auch Baustoffe wie

Bitumenbahnen oder Steinwolle angeboten. Der

Werkstoff XPS wurde in den 40er Jahren von der

Dow Chemical Company während des 2. Weltkriegs

als wasserabweisendes Material für Schwimmund

Auftriebskörper entwickelt. Es sollte den US-

Marines als Schwimmweste dienen und wurde

auch als Ponton eingesetzt. Das Herstellungsverfahren

wurde 1944 zum Patent angemeldet. Seit

den 1950er-Jahren wird XPS als Dämmstoff eingesetzt.

Außer zur Gebäudedämmung wird XPS u.a.

auch in Caravans oder Kühllastwägen verwendet.

14 l Juni 2026 Im Blickpunkt


Top-Thema

Fassade

BAUMIT


Ein außenliegender Sonnenschutz

hält die Hitze fern.

Sonnenschutzsysteme

für Neubau und Bestand

ROMA (3)

ROMA – Steigende Temperaturen rücken den sommerlichen Wärmeschutz

zunehmend in den Fokus. Außenliegende Sonnenschutzsysteme übernehmen

dabei eine Schlüsselrolle: Sie reduzieren solare Lasten vor der Gebäudehülle

und steigern die Energieeffizienz von Immobilien nachhaltig – ohne

zusätzliche Kühlung. Für das Handwerk steht zugleich die Wirtschaftlichkeit

im Vordergrund: Gefragt sind Systeme, die sich montagefreundlich, flexibel

und modular verbauen lassen.

Im Neubau entscheidet die Detailplanung

über die energetische Qualität der Gebäudehülle.

Mit dem Komplettsystem »Roma

Uno« steht eine durchgängige Lösung zur

Verfügung, die Raffstoren, Rollläden oder

Textilscreens inklusive Fensterbank nahtlos

integriert. Für Fachbetriebe minimiert dies

die Schnittstellenkomplexität und sorgt für

eine hohe Montage- und Planungssicherheit.

Ein Behangtausch ist bei »Roma Uno« ohne

großen Aufwand möglich. Während Raffsto-

ren eine präzise Tageslichtlenkung erlauben,

bieten Textilscreens optimalen Blendschutz

bei gleichzeitigem Erhalt der Durchsicht im

modernen Wohn- und Objektbau.

Der Gebäudebestand bietet großes Potenzial

für den Wärmeschutz. Roma-Vorbausysteme

sind speziell für die nachträgliche

Montage ohne Eingriffe in die Bausubstanz

ausgelegt – ein Vorteil für Fachpartner hinsichtlich

Zeitaufwand und Rentabilität. Als

energieeffiziente Lösung für die Nutzung vorhandener

Sturzkästen bietet der Sanierungsrollladen

»Roma Termo 2« eine thermische

Einschublösung. Das System verbessert

den U-Wert des Fensterelements ganzjährig:

Es begrenzt die Hitzelast im Sommer

und reduziert Wärmeverluste im Winter.

eine windstabile und wirksame Verschattung.

Er absorbiert einen Großteil der Wärmestrahlung

vor der Scheibe, verhindert

Blendeffekte im Innenraum und bewahrt

den visuellen Kontakt nach außen. Auch

an Terrassendächern ist er eine geeignete

Lösung. Für Metallbauer und Fassadenplaner

eröffnen sich dadurch vielseitige Einsatzbereiche

im gehobenen Privat- und

Objektbau.

Eine sinnvolle Zusatzausstattung für mehr

Komfort im Sommer ist der direkt in den

Sonnenschutzkasten integrierbare Insektenschutz.

Für Fachbetriebe ist dies im Kundengespräch

ein starkes Argument für ein

wirtschaftlich interessantes Zusatzgeschäft:

Das Insektenschutzgitter ist bei Bedarf sofort

einsatzbereit und verschwindet im Winter

komplett und unsichtbar im Kasten. ?

Der »zipScreen.2« bietet eine windstabile Verschattung

und sitzt hier seitlich am Terrassendach.

Windstabile Textilscreens und

integrierter Insektenschutz

Moderne Architektur setzt auf maximale

Transparenz. Großflächige Glasfassaden

und schwellenlose Übergänge zum Außenraum

erhöhen jedoch die Anforderungen

an den sommerlichen Wärmeschutz. Der

Textilscreen »Roma zipScreen.2« bietet hier

Auf Wunsch kann auch ein Insektenschutzgitter

direkt in den Sonnenschutzkasten integriert werden.

16 l Juni 2026 Fassade


Fassadenholz für

nachhaltige Bauprojekte

Osmo bietet Planern, Verarbeitern und Eigenheimbesitzern

ein breites Sortiment an hochwertigen Fassadenhölzern –

hier zu sehen klassische Rautenleisten.

OSMO (2)

OSMO – Osmo Holz und Color erweitert sein Sortiment. Der führende

Anbieter im Bereich Fassadenholz bietet ab sofort eine umfangreiche Auswahl

an Produkten, die die Anforderungen nach DGNB erfüllen.

Bauen mit Holz ist ein zunehmender Trend

im Bauwesen – und das aus gleich mehreren

Gründen: Holz ist ein nachwachsender

Rohstoff, der CO 2

speichert und somit

einen positiven Beitrag zum Klimaschutz

leistet. Immer mehr Bauherren und Architekten

setzen daher bei der Planung und

Realisierung ihrer Projekte auf Materialien,

die ökologisch sinnvoll und langfristig

nutzbar sind. Zudem bringt Fassadenholz

Das Osmo-Fassadensortiment, das den Anforderungen

der DGNB entspricht, umfasst insgesamt

19 Profile in drei verschiedenen Holzarten aus

sechs unterschiedlichen Produktserien.

eine individuelle Optik in die Architektur.

Es verleiht jedem Gebäude ein einzigartiges

Aussehen, das sich deutlich von herkömmlichen

Fassadenmaterialien abhebt.

Die Fassade eines Gebäudes spielt

aufgrund ihrer großen Fläche eine wichtige

Rolle für die Gesamtenergieeffizienz

– sowohl bei Neubauten als auch bei

Bestandsgebäuden. Ihre Gestaltung hat

Einfluss auf ökologische Kennzahlen, den

Energieverbrauch, das Raumklima und

den langfristigen Werterhalt. Für Fachplaner,

Architekten und Bauherren ist sie

daher laut Osmo ein wichtiger Baustein,

um von staatlichen Förderprogrammen

zu profitieren.

Mit insgesamt 19 Profilen aus sechs Produktserien

und den drei Holzarten Nordische

Fichte, Kanadische Douglasie und

Kanadische Lärche hat Osmo ein umfangreiches

Sortiment an Fassadenprofilen

zusammengestellt, das die Anforderungen

der DGNB erfüllt. Neben endbehandelten

Oberflächen umfasst das Angebot

auch vorvergraute Ausführungen in unterschiedlichen

Farbnuancen. Sollte das passende

Profil nicht im Sortiment enthalten

sein, steht das Vertriebsteam von Osmo

für individuelle Anfragen und farbliche Sonderwünsche

zur Verfügung.

?

Fassade

Juni 2026 l 17


Ästhetik und Brandschutz

mit der »Woods«-Kollektion

ROCKPANEL – Auch in Belgien herrscht große Nachfrage

nach Wohnraum. In den vergangenen Jahren hat

sich die Stadt Mechelen deshalb immer weiter über ihre

historischen Stadtmauern hinaus ausgedehnt. Ein

gelungenes Beispiel für die Schaffung von attraktivem

Wohnraum ist die Wohnsiedlung Auweghem auf einem

ehemaligen Gewerbeareal. Eine historische Windmühle,

die hier früher ihre Arbeit verrichtete, inspirierte die

beauftragten Architekten zu einem ungewöhnlichen

Entwurf. Die geneigte Fassade wurde mit der »Woods«-

Kollektion von Rockpanel gestaltet.

Die Wohnsiedlung Auweghem am Rand der belgischen Stadt Mechelen: Eine

historische Windmühle, die hier früher ihre Arbeit verrichtete, inspirierte die

Architekten zu einem ungewöhnlichen Entwurf.

Insgesamt umfasst das neue Quartier 17 Einfamilienhäuser und

25 Wohnungen. Allen Gebäuden gemeinsam ist eine Formgebung

für die Gebäudehülle, die an die historische Windmühle erinnern

soll. Einen besonderen Blickfang bildet das markante Eckhaus der

Bebauung namens »Hooghmolen« mit seinen teils schrägen Fassadenflächen.

Es ist mit fünf Geschossen auch höher als die umliegenden

Gebäude und wurde mit einer Kombination aus Zink und

Rockpanel-Platten in Holzoptik bekleidet, die sich hier als echte

Problemlöser erwiesen.

Für David Driesen, Geschäftsführer von dmvA Architects, symbolisiert

Auweghem den Wandel der Stadtrandgebiete außerhalb

der historischen Stadtmauern von Mechelen: »Der Battelsesteenweg,

einst eine Industriestraße, erhält durch dieses Projekt eine

neue Dynamik. Wo früher eine Windmühle die Landschaft prägte,

entstand ein Wohngebiet, das die wachsende Nachfrage nach

Wohnraum in Mechelen bedient.« Die besonderen Dachformen

der Gebäude und insbesondere die charakteristische, teils geneigte

Fassade des Eckgebäudes setzen moderne Akzente.

Kombination aus Rockpanel-Platten und Zinkverkleidung

Die Entscheidung für eine Rockpanel-Bekleidung fiel aus ästhetischen

ebenso wie aus technischen Gründen. »Die Form des

Gebäudes brachte komplexe Herausforderungen in Bezug auf

Wasserdichtigkeit und Brandschutz mit sich«, sagt Driesen. »In

Kombination mit Zink bot Rockpanel dafür eine ideale Lösung.«

Fassadentafeln von Rockpanel nehmen kein Wasser auf, und von

ihren hochglatten Oberflächen läuft Regenwasser zuverlässig und

schnell ab. Sie sind über Jahrzehnte UV- und witterungsbeständig.

Luc Boven, Projektleiter des bauausführenden Unternehmens

Hooyberghs, ergänzt: »Die Baugenehmigung sah zunächst eine

Holzverkleidung sowohl an der Fassade als auch für das Steildach

vor, das eher als eine geneigte Fassade zu betrachten ist. Allerdings

erwies sich feuerfestes Holz als nicht kompatibel mit einer Aluminium-

oder Zinkverkleidung. Aus früheren positiven Erfahrungen

wusste ich, dass Rockpanel sehr gute Brandschutzeigenschaften

hat. Rockpanel bot mit der ›Woods‹ eine natürliche Holz-Optik und

ist zugleich eine brandsichere Lösung. Das Ergebnis ist eine Fassade,

die alle Brandschutznormen erfüllt. Darüber hinaus bietet

das Material Flexibilität und ästhetische Möglichkeiten, die über

herkömmliche Fassadenplatten hinausgehen.«

Die schräge Fassade stellte das Bauunternehmen vor besondere

Herausforderungen. Boven erinnert sich: »Mit einer Neigung von

70 bis 75° in den oberen Geschossen handelt es sich nicht um eine

herkömmliche Fassade, sondern eher um ein steil geneigtes Dach.

Deshalb mussten wir besonders auf das Eindringen von Wasser

und die Abdichtung achten. Für die Befestigung der Fassadenbekleidung

haben wir Haken genutzt, wie sie auch für Sonnenkollektoren

verwendet werden, was eine wasserdichte Ausführung

garantiert.« Die Konstruktion wurde in enger Zusammenarbeit

mit Experten von Promat und Secufire festgelegt. »Sie besteht

aus Sparren mit Mineralwolle dazwischen, auf die nacheinander

ROCKPANEL (3)

Einen besonderen Blickfang bildet das markante Eckhaus namens »Hooghmolen« mit

seinen teils schrägen Fassadenflächen. Die Bekleidung erfolgte mit einer Kombination aus

Zink und Rockpanel-Platten im Design »Woods Erle«.

18 l Juni 2026 Fassade


OSB-Platten, Faserzementplatten und eine EPDM-Abdichtung

aufgebracht wurden. Darauf haben wir dann die Haken für die

Rockpanel-Platten befestigt«, erklärt Boven. »Die Unterstützung

der Experten von Rockpanel war wichtig für die Bewältigung der

technischen Komplexität dieser speziellen Fassadenkonstruktion.«

Das Projekt Auweghem ist für Architekten und Bauunternehmer

inspirierend, die nach einer originellen und sicheren Lösung

für steil geneigte Flächen suchen. Boven empfiehlt, die Befestigung

aller Bekleidungsmaterialien schon in der frühen Planung

detailliert zu prüfen:

Sichtbar und nicht sichtbar zu befestigen

Die Rockpanel-»Woods«-Kollektion umfasst auch Designs, die vorvergrautem

oder glatt geschliffenem Holz entsprechen. Alle Platten

und Designs sind formbeständig bei jeder Temperatur sowie

beständig gegen Algen und Feuchtigkeit. Einzelne Fassadenplatten

sind leichter als echtes Holz im gleichen Format. Sie können

mit im Holzbau üblichen Werkzeugen individuell auf Maß geschnitten

und ohne Vorbehandlung gebogen werden. Eine Beschichtung

von Schnittkanten ist unnötig, da die Platten gegen eindringendes

Wasser geschützt sind. Wahlweise können die zugeschnittenen

Platten und Paneele sichtbar mit Schrauben, Nieten oder Nägeln

befestigt werden. Kommen Paneele in einer Dicke von 9 mm und

einer Breite bis zu 300 mm zum Einsatz, so können diese auch nicht

sichtbar mit dem neuen, verdeckten Rockpanel-Befestigungssystem

»PlankClip« montiert werden.

»Woods«-Fassadenplatten verfügen über eine »Cradle to Cradle

Silver«-Zertifizierung. Sie werden aus Steinwolle und inzwischen

aus bis zu 50 Prozent recycelter Steinwolle hergestellt. Werden

heute verbaute Platten am Ende ihrer Lebenszeit von rund 50 Jahren

rückgebaut, so können sie ihrerseits bei der Produktion neuer

Steinwolle-Dämmstoffe oder Rockpanel-Fassadenplatten wiederverwertet

werden. Raf Milis betont ihren Wert für die Kreislaufwirtschaft:

»Rockpanel imitiert die Natur und schützt sie zugleich. Denn

›Woods‹ steht für die Schönheit von Holz, nachhaltige Materialien,

zirkuläres Denken und kompromisslose Leistung gleichermaßen.«

Das Design der Serie »Woods« entsteht durch den viermaligen Auftrag

wasserbasierter Polymeremulsionsfarben und einer fünften

»ProtectPlus«-Schutzschicht. Dank ihrer sehr glatten Oberfläche

sind die Tafeln von Verschmutzungen leicht zu reinigen. In Mechelen

kam die Fassadenplatte im Design »Woods Erle« zum Einsatz. ?

Bewährt seit 25 Jahren:

DER PERLIT-ZIEGEL

FEIERT SEIN JUBILÄUM.

2001 haben wir etwas gewagt, was vorher niemand

für möglich hielt: ökologische Wärmedämmung

direkt in den Ziegel zu füllen.

Mit Perlit – einem natürlichen

Vulkangestein, das ohne Chemie

dämmt, nicht brennt und so langlebig

ist wie der Ziegel selbst.

Aus einer Idee wurde

ein Standard.

Film, Meilensteine

und Geschichten:

schlagmann.de/perlit-25

Die Außenwandkonstruktion basiert auf Ständern, auf die nacheinander OSB-Platten,

Faserzementplatten und eine EPDM-Abdichtung aufgebracht wurden. An dieser Konstruktion

wurden die Rockpanel-Platten mit speziellen Haken befestigt.

Fassade


Fassaden- und

Metallbauarbeiten

für Terminal 3

HILZINGER – Mit dem im April eröffneten Terminal 3 am Flughafen

Frankfurt wurde eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte

Europas in Betrieb genommen. Das neue

Terminal stärkt die internationale Bedeutung des Luftverkehrsstandorts

Frankfurt nachhaltig und schafft zusätzliche Leistungsfähigkeit

für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte

Europas. Hilzinger Metallbau war Teil des Großprojekts.

Mit einer anfänglichen Kapazität von rund 19 Mio.

Passagieren pro Jahr – perspektivisch erweiterbar

auf bis zu 25 Mio. – setzt das Terminal 3 neue

Maßstäbe bei Komfort, Service und Design. Hilzinger

Metallbau aus Fritzlar, ein Unternehmen

der Hilzinger Unternehmensgruppe mit rund

130 Beschäftigten, war maßgeblich an der Umsetzung

anspruchsvoller Fassaden- und Metall-

Der 70 m hohe Vorfeld-Tower mit seinen schrägen

Fenstern stellte eine besondere Herausforderung dar.

bauarbeiten beteiligt. Das Auftragsvolumen belief

sich auf rund 43 Mio. Euro.

Im Bereich der Flugsteige H und J wurden

insgesamt 24 Flugzeugdocks an zehn Brückenbauwerken

entlang der Pier H sowie weitere

14 Brückenbauwerke an der Pier J realisiert. Der

Leistungsumfang umfasste die Konstruktion, Fertigung

und Montage transparenter Fassaden mit

absturzsichernden Verglasungen. Ergänzend wurden

Wandflächen und Deckenuntersichten mit

rund 15 000 m² Sandwichelementen verkleidet.

Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken

erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten

Ausführungen, kombiniert mit Ganzglas-

Lamellenfenstern und verglasten Dachklappen

unter Einhaltung hoher brandschutztechnischer

Anforderungen.

QUELLE (4)

Fassaden für Transportstationen

und Kontrollturm

Auch beim neuen Personen-Transport-System

(PTS) mit einer Streckenlänge von rund 5,6 km

war das Unternehmen beteiligt. Dieses verbindet

künftig die Terminals und bindet Terminal 3

an den Regional- und Fernbahnhof an. Hilzinger

Metallbau realisierte die Fassaden der drei PTS-

Stationen am Terminal 1 (Station F), Terminal 2

und Terminal 3. Zum Leistungsumfang gehörten

Aluminium- und Stahl-Pfosten-Riegel-Fassaden,

Metall-Lamellenverkleidungen an den Brückenfassaden

zwischen Parkhaus, Bahnhofsgebäude

und Terminal sowie Fluchttürkonstruktionen

Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken erhielten

Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten Ausführungen.

20 l Juni 2026 Fassade


Beim Flugsteig J kamen transparente Fassaden von

Hilzinger mit absturzsichernden Verglasungen zum Einsatz.

entlang der Fahrtrassen. Die Station F erhielt

zudem eine prägnante Außenverkleidung aus

Aluminiumblechen.

Umgesetzt wurde auch die Fassadenfront am

70 m hohen Vorfeldkontrollturm. Die Verglasungen

dort sind nach vorne geneigt und wiegen

bis zu einer halben Tonne. Alle Elemente sind

geprüft und ausgestattet mit den erforderlichen

absturzsichernden Sicherheitsverglasungen und

Funktionsgläsern für einen verbesserten Schallund

Sonnenschutz.

Auch im Inneren des Terminal-Hauptgebäudes

war Hilzinger tätig. Geliefert wurden hier mehrere

Hundert Türen, darunter zahlreiche Brandund

Rauchschutztüren, ausgeführt nach höchsten

sicherheitstechnischen Standards, sowie viele

Quadratmeter Metallblechverkleidungen aus eigener

Produktion, die sowohl funktionale als auch

gestalterische Funktionen erfüllen.

Die Leistungen von Hilzinger Metallbau erstreckten

sich über einen Zeitraum von rund vier Jahren

und gliederten sich in insgesamt elf Teilprojekte.

Die Arbeiten erfolgten innerhalb eines der größten

Bauvorhaben Europas und stellten aufgrund

der weitläufigen Gebäudestrukturen mit Verbindungswegen

über mehrere Kilometer sowie der

komplexen logistischen Abläufe besondere Anforderungen

an Planung, Koordination und Umsetzung.

»Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber

Fraport war eng und partnerschaftlich geprägt.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

konnte der Zeitplan eingehalten werden. Die

rund 20-jährige Tätigkeit am Flughafen Frankfurt

schafft Vertrauen und ist eine wichtige Grundlage

für die Beteiligung an entsprechenden Projekten«,

so Oskar Anders Senior, Geschäftsführer

am Standort in Fritzlar.

?

Beim neuen Personen-Transport-

System wurden u. a. Aluminiumund

Stahl-Pfosten-Riegel-

Fassaden von Hilzinger verbaut.

Sie machen Fassaden zu

echten Schönheiten.

Wir unterstützen mit passenden

Systemen für jede Bauweise.

Mit Baumit Fassaden auf ganzer Linie punkten:

Individuelle Gestaltung und perfekte Dämmung sorgen

für warme Wände im Winter und kühle Räume im Sommer.

Gemeinsam besser.

Baumit. Ideen mit Zukunft.

Fassade

Juni 2026 l 21


Wenn die Gebäudehülle zur

Energiequelle wird

Für das neue Hallenbad in Verl

entschieden sich die Stadtverantwortlichen

für eine PV-Fassade.

HENKE – Solar-Fassaden galten

lange als architektonische Nische.

Zu teuer, zu kompliziert, zu wenig

ertragreich, so die gängigen Vorbehalte.

Doch die Technologie hat sich

weiterentwickelt: Dünnschichtmodule

lassen sich heute farbig gestalten

und nahezu unsichtbar in

Fassadenflächen integrieren. Das

neue Hallenbad der Stadt Verl in

Ostwestfalen zeigt exemplarisch,

wie gebäudeintegrierte Photovoltaik

(BIPV) im kommunalen Hochbau

funktionieren kann und welche Rolle

spezialisierte Fassadenbauunternehmen

wie die Firma Henke aus

Hagen dabei spielen.

HENKE (3)

Das im Frühjahr 2025 eröffnete Hallenbad

ist Teil des bislang größten Bauprojekts der

Stadt Verl: der Erweiterung der Gesamtschule

inklusive eines Veranstaltungszentrums

und des Neubaus eines modernen

Schwimmbads. Für die Energieversorgung

setzte die Kommune bewusst auf eine doppelte

Strategie: Eine 80-kWp-Dachanlage

ergänzt eine farbige PV-Fassade mit 88 kWp

installierter Leistung. Zusammen erzeugen

beide Systeme prognostiziert rund 104 MWh

Strom pro Jahr. Bei einem geschätzten Jahresverbrauch

des Hallenbads von 250 MWh

können damit bilanziell rund 41 Prozent des

elektrischen Energiebedarfs direkt vor Ort

gedeckt werden.

Besonders bemerkenswert: Die Stadt

entschied sich bereits 2022 per Ratsbeschluss

für die PV-Fassade und verfolgte

damit frühzeitig den Ansatz, die Gebäudehülle

nicht nur als Wetterschutz, sondern

als aktive Energiequelle zu nutzen. Die farbigen

Dünnschichtmodule ersetzen dabei

herkömmliche Fassadenelemente und

fügen sich gestalterisch in die Architektur

des Gebäudes ein.

AUSSCHÄUMEN – ABSCHNEIDEN – FERTIG!

Fassadenbau-Know-how plus

elektrotechnische Kompetenz

Die Montage einer Solar-Fassade stellt

besondere Anforderungen an das ausführende

Unternehmen. Neben dem klassischen

Fassadenbau-Know-how

– von der Unterkonstruktion über die

Hinterlüftung bis zur präzisen Befestigung

– erfordert die Integration von PV-Modulen

zusätzliche elektrotechnische Kompetenz

und ein tiefes Verständnis für die Verschaltung

der Module.

In Verl übernahm die Firma Henke aus

Hagen diese Aufgabe. Das Familienunternehmen,

das seit 1904 auf Dach- und

Fassadenbau spezialisiert ist und heute

in fünfter Generation geführt wird, montierte

zwischen Juli und November 2024

insgesamt rund 750 m² funktionsfähige

Solarmodule sowie zusätzlich 50 m² nicht

aktive Module an der Fassade des Hallenbads.

Sämtliche Module wurden unsichtbar

befestigt; ein Verfahren, das höchste

Präzision in der Unterkonstruktion verlangt

und zugleich für ein ästhetisch geschlossenes

Fassadenbild sorgt.

Mit über 150 Mitarbeitern an vier Standorten

– Hagen, Berlin, Hamburg und Neumarkt

– gehört Henke nach eigenen Angaben

zu den leistungsfähigen Fassadenbauern

im deutschen Mittelstand. Das Unternehmen

vereint die klassische Schnittstelle

zwischen Dach und Fassade und verfügt

mit der Tochterfirma Henke Solar über

eine eigene Photovoltaik-Sparte. Gerade

bei Projekten wie in Verl, bei denen Fassadenmontage

und Solartechnik Hand in

Hand gehen müssen, erweist sich diese

Kombination als entscheidender Vorteil in

der Projektabwicklung.

clearopag.de/shop

Fassade


Chancen für den Baustoffhandel

Das Projekt in Verl illustriert einen Trend,

der für den Baustoffhandel zunehmend

relevant wird: Die Gebäudehülle wird zur

Energiequelle. Dünnschichtmodule, wie

sie hier zum Einsatz kamen, erweitern das

Produktportfolio im Fassadensegment und

schaffen neue Beratungsanlässe gegenüber

Architekten, Planern und kommunalen Bauherren.

Wer sich als Fachhändler frühzeitig

mit BIPV-Lösungen auseinandersetzt, positioniert

sich in einem Marktsegment mit

erheblichem Wachstumspotenzial, zumal

das derzeit noch gültige GEG und die EU-

Gebäuderichtlinie den Druck auf energieeffiziente

Neubauten weiter erhöhen.

Entscheidend ist dabei, dass BIPV-Projekte

eng verzahnte Kompetenz zwischen

Fassadenbau, Elektrotechnik und Architektur

erfordern. Unternehmen wie die Firma

Henke, die als Systemanbieter Fassadenkompetenz

und Solartechnik unter einem

Dach vereinen, sind für solche Vorhaben

prädestiniert und damit auch ein wertvoller

Partner für den Baustoffhandel bei der

Projektakquise.

?

Der Fassadenbauer Henke übernahm die anspruchsvolle

Montage der Solar-Fassade – insgesamt wurden 750 m²

Solarmodule befestigt.

Siliconharz-Fassadenfarbe mit

hohem Recyclinganteil

CAPAROL – Mit »AmphiSilan

ReCycle« setzt Caparol einen entscheidenden

Impuls in Richtung

nachhaltiger Fassadengestaltung.

Die neue Siliconharz-Fassadenfarbe

überzeugt nicht nur durch bewährte

Widerstandsfähigkeit und Wetterbeständigkeit,

sondern vor allem auch

durch ihre ressourcenschonende

Rezeptur: 40 Prozent der eingesetzten

Rohstoffe stammen aus Recyclingprozessen.

Die neue Fassadenfarbe enthält 30 Prozent

Pre-Consumer-Recycling-Material (PCR)

aus hochwertigem Marmormehl, das als

Reststoff beim Abbau von Marmor anfällt.

Ergänzt wird dies durch 10 Prozent Bindemittel,

hergestellt auf Basis von Altreifen

im Massenbilanzverfahren. Das Gebinde

(ohne Deckel, Henkel und Etikett) besteht

zudem zu ca. 70 Prozent aus Post-Consumer-Recyclingmaterial.

Durch den gezielten

Einsatz von recycelten Rohstoffen und

moderner Herstellungsverfahren werden

endliche Ressourcen der Erde geschont und

damit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz

geleistet.

»Natürliche Ressourcen sind kostbar und

die Menschheit verbraucht mehr davon, als

die Erde regenerieren kann. Unser Ansatz

ist, Ressourcen möglichst effizient zu nutzen

und mit unseren Innovationen ein deutliches

Signal für Nachhaltigkeit und Wiederverwert-

CAPAROL

barkeit zu setzen. Mit ›AmphiSilan ReCycle‹

wollen wir einen aktiven Beitrag in Richtung

Kreislaufwirtschaft im Bauwesen leisten«,

sagt Dr. Helge Kramberger-Kaplan, Head of

Group Sustainability bei DAW.

Robust, leicht zu verarbeiten und mit

hohem Recyclinganteil: die Fassadenfarbe

»AmphiSilan ReCycle« von Caparol.

Bewährte Robustheit

und einfache Verarbeitung

»AmphiSilan ReCycle« sorgt für robuste,

wetterbeständige Fassadenoberflächen

und schnelles Rücktrocknen nach Feuchtebelastung,

was die Verschmutzungsneigung

minimiert. Dank des geschmeidigen

Auftrags und sehr guter Flächenleistung

eignet sich die Farbe auch ideal für großflächige

Projekte. Der hohe Weißgrad und

das gute Deckvermögen versprechen strahlende

Fassaden.

Ein spezieller Filmschutz bietet zuverlässigen

Schutz vor Algen- und Pilzbefall. Die

Siliconharz-Fassadenfarbe erfüllt die Anforderungen

der Bauphysik (W3 / V1, BFS 26:

B1) und lässt sich auf allen gängigen Wärmedämm-Verbund-

und Putzsystemen

verwenden. Für individuelle Farbgestaltungen

ist »AmphiSilan ReCycle« über

»ColorExpress« und Werkstönung abtönbar.

Mit »AmphiSilan ReCycle« erhalten Fachverarbeiter

eine nachhaltige und leistungsstarke

Fassadenfarbe, welche die besonderen

Ansprüche an Umweltfreundlichkeit und

Funktionalität vereint. Für Bauherren und

Verarbeiter bedeutet das: innovative Produktqualität,

sichtbar nachhaltige Projekte

und eine zukunftsfähige Antwort auf den

Klimawandel. Das neue Produkt ist ab sofort

auf dem deutschen Markt verfügbar, ein

Launch in weiteren Ländern ist geplant.?

Fassade

Juni 2026 l 23


Modernistische Akzente

für historisches Ensemble

ROLAND HALBE (3)

Die neue Fassade des Eberhard-Ludwigs-

Gymnasiums mit heller Wellplatten und

»Equitone«-Faserzementafeln im sanften Grünton.

ETEX GERMANY EXTERIORS – Für die Generalsanierung und

Erweiterung eines denkmalgeschützten Gymnasiums im Stuttgarter

Westen wurden auch typische Materialien der 1950er-

Jahre aufgegriffen. So kamen bei der Fassade Eternit-Wellplatten

sowie Faserzementtafeln in einem sanften Grünton zum Einsatz.

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble

des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in

Stuttgart gilt als besonders schönes Zeugnis

der Nachkriegsmoderne. Am Herdweg

in steiler Hang- und Aussichtslage errichteten

die Architekten Adolf und Hans Bregler

bis 1957 den Schulkomplex, der ein im

Krieg zerstörtes Gebäude weiter südlich

ersetzen sollte. Den Bestand kennzeichnen

lichtdurchflutete, helle Räume sowie ein

reduziertes und filigranes Erscheinungsbild,

das durch Leichtigkeit, Weite und Transparenz

die demokratischen und humanis-

Die in unterschiedlichen Winkeln

geschichtete Eternit-Wellplatte schafft ein

abwechslungsreiches Fassadenbild.

tischen Werte widerspiegelt, für die die

Bildungsstätte bis heute steht.

Mit der Erweiterung um das Angebot

eines Musikgymnasiums sowie dem Ausbau

zur Ganztagsschule stieg zuletzt auch

der Raumbedarf. 2021 entschied das Stuttgarter

Büro LRO den Wettbewerb für die

Generalsanierung und einen Neubautrakt

für sich. Letzterer ist zwischen den westlichen

Querflügeln des Bestands als eigenständiges

Volumen integriert, das sich

jedoch gestalterisch in den modernistischen

Rahmen adäquat einfügt. Bauliche

Anknüpfungspunkte, gebäudetechnische

Synergien und eine geschickte Rekonfiguration

des Programms lassen Neubau und

Bestand zu einer schlüssigen und funktionalen

Einheit verschmelzen.

Klarheit der Nachkriegsmoderne

Dabei werden unter anderem an der Gebäudehülle

typische Materialien der 1950er-

Jahre aufgegriffen. Die in unterschiedlichen

Winkeln geschichtete Eternit-Wellplatte

schafft ein abwechslungsreiches Fassadenbild,

das die großen Fensterflächen

und feinen Konturen gekonnt umspielt.

Faserzementtafeln »Equitone natural« in

einem sanften Grünton bilden außerdem

farblich und stilistisch passende Bezüge

zu bestehenden Elementen. Als präzise

gefügtes Material verbindet Faserzement

die tektonische Klarheit der Nachkriegsmoderne

mit hoher Dauerhaftigkeit, Witterungsbeständigkeit

und gestalterischer

Präzision.

?

Durch variantenreich geschichtete Eternit-Wellplatten in

einem hellen, natürlichen Ton wird die modernistische

Architektursprache der 1950er-Jahre aufgegriffen.

24 l Juni 2026 Fassade


Wenn aus Kunst

neuer Wohnraum entsteht

SCHÜCO – Das inmitten der Hamburger HafenCity liegende Wohnprojekt

»Belle Harbour« verknüpft Architektur, Nachhaltigkeit und soziale

Verantwortung auf beispielhafte Weise. Der filigrane Wohnturm mit seiner

klar gegliederten Fassade, den vertikalen Einschnitten für Balkone und

der markanten Krone mit Dachgarten setzt einen Akzent im Stadtbild und

ist gleichzeitig ein Statement für ressourcenschonendes Bauen und

inklusives Wohnen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete auch Schüco mit

seinen Fensterprofilen.

STEFAN BRÜCKNER /SCHÜCO (2)

Die im Architekturfestival eingesetzten Aluminiumprofile wurden nach dem sortenreinen Rückbau in den Produktionskreislauf

zurückgeführt und fanden als Aluminiumfenster im Wohnprojekt »Belle Harbour« eine neue Nutzung.

Entwickelt vom Berliner Büro Winking Froh

Architekten, bietet »Belle Harbour« 17 Wohnungen,

Gemeinschaftsflächen und eine

Dachterrasse, die als Ort des Miteinanders

für Familien und sehbehinderte Menschen

konzipiert sind. Das Bauvolumen des Wohnturms

wird durch skulpturale Einschnitte

gegliedert, die den Bewohnern großzügige

Balkone eröffnen und gleichzeitig die

vertikale Wirkung des Gebäudes verstärken.

Die massive Dachkrone mit Garten

und Gemeinschaftsterrasse bildet den krönenden

Abschluss. Hier verdichtet sich das

Konzept eines inklusiven, gemeinschaftlich

gedachten Wohnens: ein Ort, an dem

Menschen mit und ohne Sehbehinderung

zusammenleben, unterstützt durch barrierefreie

Planung, spezielle Orientierungshilfen

und ein ergänzendes Mobilitäts- und

Lernangebot.

Die Umsetzung der Vorgaben des Umweltzeichens

der HafenCity Hamburg in fünf

Kategorien, bei denen die Recyclingfähig-

Fassade

keit und Umweltwirkung der Materialien

betrachtet werden, bildet die Grundlage für

das Projekt. »Wir nehmen die Anforderungen

der HafenCity sehr ernst«, betont Dr.

Stephanie Gamm, Gründerin und Projektleiterin

von »Belle Harbour«. »Jedes Material

wird bei uns im Lebenszyklus betrachtet

– von der Herstellung bis zum möglichen

Rückbau. Unser Ziel ist es, graue Energie

zu vermeiden, CO 2

zu reduzieren und Baustoffe

so auszuwählen, dass sie sich später

trennen und wiederverwenden lassen.

Damit entsteht ein Haus, das nicht nur effizient

betrieben wird, sondern eines Tages

selbst Teil des Materialkreislaufs sein kann.«

Ein bemerkenswerter Aspekt der Entstehungsgeschichte

von »Belle Harbour«

betrifft die Fensterprofile. Die rund

500 Aluminiumprofile, aus denen die etwa

160 Fenster gefertigt wurden, hatten bereits

ein erstes Leben – allerdings nicht als Bauelemente,

sondern als Teil einer Kunstinstallation

beim Hamburger Architektursommer

2023. Damals errichtete das Künstlerkollektiv

»umschichten« auf den Magellan-Terrassen

in unmittelbarer Nähe zur Elbphilharmonie

einen Pavillon aus Aluminium und Holz. Die

normalerweise für Fenster vorgesehenen

Profile wurden in einer raumgreifenden

Skulptur verbaut, die als Bühne, Treffpunkt

und Denkraum diente. »Unsere Projekte,

die sich mit Zirkularität beschäftigen, sind

geprägt von einem behutsamen Umgang

mit dem Material – aber immer unter der

Prämisse, dass man sie auch wieder sortenrein

dekonstruieren kann, damit sie weiterwandern

können. Das mündet letztendlich

in einer Wertschätzung unserer Ressourcen«,

beschreibt Künstler Lukasz Lendzinski

die Botschaft der Installation.

Nach Ende des Architekturfestivals wurden

die Aluminiumprofile sortenrein zurückgebaut,

eingelagert, überprüft und neu

beschichtet. Anschließend flossen sie in

den Produktionsprozess zurück und wurden

von Geerds Metallbau zu Fensterrahmen

weiterverarbeitet. Im Projekt »Belle

Harbour« fanden sie schließlich ihren endgültigen

Bestimmungsort. »Die Profile wurden

wie Neumaterial verarbeitet«, berichtet

Karl Geerds. »Weder in der Produktion noch

bei der Montage haben wir Unterschiede

gemerkt.« Die zuvor von Schüco koordinierte

Qualitätsprüfung und das Gutachten des

Beschichters bestätigten, dass die wiedergewonnenen

Profile uneingeschränkt verwendbar

sind. »Das Projekt war für uns

ein echtes Pilotvorhaben«, ergänzt Geerds.

»Es zeigt, dass Recycling im Aluminiumsektor

technisch problemlos möglich ist

– und zwar ohne Qualitätsverlust.« Ein Beispiel

für die Zukunft des Bauens: »Alles,

was wir hier verbauen, hat auch nach dem

Ende der Lebenszeit des Gebäudes noch

einen Wert«, betont Jochen Strellmann,

Leiter des Projektgeschäfts von Schüco in

Hamburg.

?

Mit seiner klar gegliederten Fassade setzt das Wohnprojekt

»Belle Harbour« in der Hamburger HafenCity ein

architektonisches Zeichen für ressourcenschonendes

Bauen und soziale Verantwortung.

Juni 2026 l 25


BAUMIT (2)

Die Fassadengestaltung des Kellogg’s

Hotels gewann den Hauptpreis der diesjährigen

»Baumit Life Challenge«.

Ein neuer Lebensraum

aus industrieller Substanz

BAUMIT – Am 21. Mai

wurden im Rahmen der

»Baumit Life Challenge«

herausragende architektonische

Projekte aus ganz

Europa gekürt. Eine internationale

Jury renommierter

Architekten wählte

Europas schönste Fassade

aus und zeichnete sechs

Kategoriesieger sowie den

Gesamtsieger aus mehr

als 350 eingereichten Projekten

aus 24 Ländern aus.

Den Gesamtsieg sicherte

sich diesmal Baumit

Deutschland mit dem Projekt

»Kellogg´s Hotel« in

Bremen.

Über rund vier Jahrzehnte hinweg diente das

Silogebäude in der Bremer Überseestadt dem

amerikanischen Kellogg’s-Konzern als Lager- und

Produktionsbestandteil der Cerealienherstellung.

In den bis zu 40 m hohen Türmen lagerten mehrere

Tausend Tonnen Mais, Reis, Weizen und

Hafer. Das Bauwerk war funktional, massiv und

ausschließlich auf industrielle Nutzung ausgelegt.

Mit der Einstellung des Betriebs im Jahr 2017

stand das prägende Bauwerk vor einer grundlegenden

Frage: Wie kann ein solch monumentales

Gebäude sinnvoll in die Zukunft geführt werden?

Die Antwort liegt in der konsequenten Umnutzung

und Weiterentwicklung des Bestands. Im

Zuge der Transformation der ehemaligen Hafenund

Industrieflächen zur heutigen Überseeinsel

wurde das Silogebäude nicht abgebrochen,

sondern bewusst erhalten und neu interpretiert.

Vom Getreidesilo zum Hotel

Heute beherbergen die ehemaligen Siloröhren

ein außergewöhnliches Hotel. Ergänzt wird die

Nutzung durch Büro-, Konferenz- und Gastronomieflächen

sowie weitere öffentlich zugängliche

Angebote. Als markanter Hochpunkt bildet das

Kellogg’s Hotel heute den Kern des neuen Stadtzentrums

der Überseeinsel.

Im Rahmen der Umnutzung ist das frühere Silo

zudem energetisch modernisiert worden. Eine

besondere handwerkliche Herausforderung stellte

dabei die Dämmung der runden Siloformen dar.

Vor allem der notwendige Ausgleich der stark

gekrümmten Flächen erforderte höchste Präzision

bei der Ausführung des Wärmedämm-Verbundsystems.

Diese komplexen Geometrien

konnten technisch sicher und gestalterisch

anspruchsvoll umgesetzt werden. Ein besonderes

Highlight bildet die Fassadengestaltung, mit

der Baumit Deutschland den Gesamtsieg bei der

»Life Challenge« davontrug. Mit seinem außergewöhnlichen

Design, der Ausführungspräzision,

den komplexen Geometrien sowie der gestalterisch

anspruchsvollen Umsetzung stach das

Projekt unter den zahlreichen Einreichungen hervor.

Die Fassade erhält durch eine kreative Putztechnik

eine dynamische, mineralische Optik,

die sowohl den industriellen Charakter aufgreift

als auch einen modernen Eindruck vermittelt.

Umgesetzt wurde die Fassade von dem Baumit-Partner

»Farben Tiedeken« aus Friesoythe

26 l Juni 2026 Fassade


im Landkreis Cloppenburg. Zum Einsatz bei der

Fassadengestaltung kamen der »Baumit multiFill

LTM 81« für den Dickenausgleich sowie der kontaktstarke

Haftmörtel »HM 50«. Für das WDVS

(Mineralwolle) wurden mehrere Baumit-Produkte

verwendet, so der Klebemörtel »ProContact

DC 56«, der Armierungsmörtel, »ProContact DC

56«, der Oberputz für die Betonoptik »ProContact

DC 56«, die Fassadenfarbe für die Betonoptik

»PuracrylColor Life-Farbton 0927« sowie die

»Lasur Mystic 2-fach«.

Eine kreative Putztechnik sorgt für eine dynamische,

mineralische Optik der Fassade, die den industriellen

Charakter mit modernen Elementen verbindet.

Konfigurator für

die präzise Fassadenplanung

SOMMER INFORMATIK – Sommer Informatik hat in Kooperation den »Winiso

3D«-Konfigurator entwickelt, der mit wenigen Klicks die vorgehängten hinterlüfteten

Fassaden von Systea gemäß Spezifikation modelliert und den

effektiven U-Wert der Fassade ermittelt – inklusive der punktuellen Wärmebrücken

an Konsolen und der linearen Wärmebrücken der Unterkonstruktion.

Auch bei Bausystemen bleibt jedes Projekt

individuell: Die Fassadenkonstruktionen

von Systea mit umfangreichen

Kombinationsmöglichkeiten aus Wandkonsolen,

Unterkonstruktionsprofilen und

Verkleidungsmaterialien treffen auf Massivbau-,

Holzbau- oder Trockenbauwände

mit jeweils individueller Konstruktion

und Dämmung. Die thermische Berechnung

dieser Vielzahl an Varianten wird

durch einen Konfigurator für die Simulationssoftware

»Winiso 3D« von Sommer

Informatik standardisiert. Das ermöglicht

Systea eine flexible, gründliche und zügige

Planung und Beratung. »Seit der Einführung

von ›Winiso 2D‹ im Jahr 1996 war

der entscheidende Faktor für die Weiterentwicklung

der ›Winiso‹-Produktreihe immer

der intensive Austausch mit dem Kunden

und die Umsetzung konkreter individueller

Anforderungen«, berichtet Robert Sommer,

Gründer und Geschäftsführer von Sommer

Informatik. »Im Projekt mit Systea konnte

Sommer Informatik das 3D-Wärmesimulationstool

›Winiso 3D‹ mit der Finite-Elemente-Technik

technisch grundlegend neu

aufstellen und durch den Fassadenkonfigurator

›Winiso 3D Systea‹ in den individuellen

Arbeitsablauf von Systea integrieren.«

»Winiso 3D« analysiert dreidimensionale

Details am Bauwerk entsprechend den

Normen DIN EN ISO 10211 und DIN EN

ISO 6946. Zusammen mit dem 2D-Simulationstool

»Winiso«, das auf die Analyse von

Fenstern und Fassaden fokussiert ist, bietet

Sommer Informatik einen vollständigen

Werkzeugsatz für den detaillierten Nachweis

des Wärmeschutzes nach DIN 4108

und die energetische Bewertung nach GEG.

Die Temperaturverteilung in der Fassadenkonstruktion.

Mit »Winiso 3D« lassen sich potenzielle Wärmebrücken

und thermische Schwachstellen

bereits in der CAD-Entwurfsphase korrigieren.

Durch die effiziente CAD-Aufbereitung

können Änderungen an der Konstruktion

sowie deren Auswirkungen auf das thermische

Verhalten präzise analysiert werden. Die

Software liefert relevante und aussagekräftig

dargestellte Informationen zu Details der

thermischen Gebäudehülle. Dadurch können

Architekten, Ingenieure und Energieberater

den Planungsprozess gemeinsam zielorientiert

voranbringen. Zugleich trägt die frühzeitige

Optimierung dazu bei, kostspielige

Nachbesserungen während der Bauphase

zu vermeiden.

?

Fassade

Juni 2026 l 27


Das Walters Restaurant im Business-

Park der Walter Group besticht durch

eine unregelmäßig gewellte Fassade

aus drei Stranggussprofilen, die von

Prefa gefertigt wurden.

PREFA/ CROCE & WIR (2)

Moderne Fassadengestaltung

mit Charakter

PREFA – Mit den neuen Strangpressprofilen »Welle und Zacke« erweitert

Prefa sein Sortiment für moderne, langlebige Fassaden. Die Profile werden

aus hochwertigem Aluminium gefertigt, sind präzise verarbeitet und stehen

laut Hersteller wie gewohnt für »Qualität made in Austria«.

Eine Fassade ist mehr als ein Schutz vor

Wetter und Umgebung. Sie prägt den Ausdruck

eines Gebäudes, soll Wertigkeit vermitteln

und über viele Jahre hinweg gut

aussehen. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden

bieten dafür eine langlebige Lösung:

Sie schützen die Bausubstanz, unterstützen

ein ausgeglichenes Klima und lassen

zugleich viel Raum für Gestaltung.

Die insgesamt sechs neuen Strangpressprofile

»Welle und Zacke« verbinden Technik

mit Design. Die weiche Wellenform

wirkt ruhig und harmonisch, während die

markante Zackenform klare Akzente setzt.

Die Profile können senkrecht, waagerecht

oder diagonal verlegt und individuell miteinander

kombiniert werden. So entstehen

Fassadenbilder, die individuell sind und sich

jeder Architektur anpassen.

die bewährte bis zu 40-jährige Materialgarantie,

die gleichzeitig ein langfristiges

Versprechen für Qualität, Sicherheit und

Beständigkeit darstellt.

Ob als Blickfang auf einzelnen Fassadenflächen,

als ästhetischer Sicht- und Windschutz

bei Balkonen oder für die komplette

Außenhülle – mit den Strangpressprofilen

»Welle und Zacke« lassen sich Gebäude

individuell gestalten. Auch im Innenraum

setzen die Profile gezielte Akzente, etwa

in großzügigen Eingangs- oder Empfangsbereichen

mit indirekter Beleuchtung. Dank

In St. Gingolph am Genfer See ist hinter einer

bronzeschimmernden, gezackten Fassade ein

Wohlfühlrefugium entstanden.

ihrer robusten Ausführung eignen sie sich

besonders für stark beanspruchte Erdgeschosszonen.

So entsteht eine moderne

Gebäudehülle, die gut geschützt ist und

gestalterische Akzente setzt.

Wer die Strangpressprofile live sehen und

in die Hand nehmen möchte, hat dazu auf

zahlreichen Hausbaumessen und in Prefa-

Showrooms die Möglichkeit. Ergänzend

unterstützt Prefa Bauherren und Sanierer

mit Services bei der Entscheidungsfindung.

Dazu zählen übersichtliche Prospekte mit

dem gesamten Produktsortiment sowie

eine Fotomontage, die eine realitätsnahe

Visualisierung der eigenen Fassade oder

des Daches ermöglicht. Nach der Produktauswahl

können direkt Angebote von regionalen

Handwerkern eingeholt werden.?

Robust, pflegeleicht und beständig

Die stranggepressten Aluminiumprofile sind

korrosionsbeständig, bruchfest und nahezu

wartungsfrei. Die verdeckte Befestigung

sorgt für eine gleichmäßige und hochwertige

Optik. Die Oberflächen sind leicht zu

reinigen und passend zum Prefa-Komplettsystem

in »P.10«-Farben sowie in vielen

weiteren Farbtönen erhältlich. Hinzu kommt

28 l Juni 2026 Fassade


Im begrünten

Umkehrdach mit »Jackodur

Dachvlies WA« schafft

»Jackodur Evo« ab sofort zusätzliche

Sicherheit für Planung und

Nachweisführung.

?

Dämmstoffe

JACKON INSULATION BY BEWI

Planungssicherheit für

Umkehrdach und Perimeterdämmung

JACKON INSULATION BY BEWI – Für »Jackodur Evo 300 Standard« liegen

ab sofort zwei Allgemeine Bauartgenehmigungen des DIBt vor: für bekieste

und begrünte Umkehrdächer sowie für die Perimeterdämmung an erdberührten

Wänden und unter Bodenplatten. Einen günstigen Bemessungswert

von 0,038 W/(m·K) erzielt die Wärmedämmung aus XPS im begrünten

Umkehrdach und im Perimeterbereich bei drückendem Wasser.

»Jackodur Evo« punktet besonders dort,

wo die Anforderungen an Feuchtebeanspruchung

und Wärmeschutz hoch sind: im

Umkehrdach mit Begrünung und »Jackodur

Dachvlies WA« sowie im Perimeterbereich

bei drückendem Wasser und aufstauendem

Sickerwasser. In beiden Fällen liegt

der bestätigte Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit

bei 0,038 W/(m·K). Planer

profitieren von diesem günstigen Wert,

wenn es darum geht, hohe energetische

Anforderungen bei gleichzeitig schlanken

Aufbauten umzusetzen.

Damit schafft »Jackodur Evo« planerischen

Spielraum, wenn beispielsweise

Dachbegrünung, Retention, hohe energetische

Vorgaben und sichere Nachweise

zusammengebracht werden müssen –

ein wichtiger Akzent für die Objektarbeit.

Stark im Umkehrdach

Im Detail gilt die allgemeine Bauartgenehmigung

Z-23.31-2179 für das Wärmedämmsystem

Umkehrdach mit »Jackodur

Evo 300 Standard« in Nenndicken von 50

bis 400 mm in Kombination mit der wasserableitenden,

diffusionsoffenen Trennlage

»Jackodur Dachvlies WA«.

Für den Wärmeschutz sind im Umkehrdach

mit Kiesschicht und »Jackodur Dachvlies

WA« 0,033 W/(m·K) und bei Begrünung

mit Dachvlies 0,038 W/(m·K) anzusetzen.

Besonders relevant für die Planung: Mit

der wasserableitenden Trennlage ist kein

zusätzlicher ΔU-Zuschlag anzusetzen. Das

verbessert den energetischen Nachweis in

beiden Anwendungsfällen. Auch Retentionsdachsysteme

mit niedrigem Spitzenabflussbeiwert

oberhalb der Trennlage sind

ausdrücklich mitgedacht.

Perimeterdämmung

klar geregelt

Die allgemeine Bauartgenehmigung Z-23.33-

2180 genehmigt das Perimeterdämmsystem

mit »Jackodur Evo 300 Standard« in

Nenndicken von 50 bis 400 mm für erdberührte

Wände und unter Bodenplatten

(statisch nicht tragend). Besonders hervorzuheben:

Im Bereich mit drückendem

Wasser und aufstauendem Sickerwasser

(Wassereinwirkungsklasse W2-E) gilt der

Bemessungswert von 0,038 W/(m·K). Vor

allem bei großen Dämmdicken ab 220 mm

schafft dies einen klaren Vorteil in der

Objektplanung.

Für die Anwendung bei Bodenfeuchte und

nicht stauendem Sickerwasser, der Wassereinwirkungsklasse

W1-E, liegt der Bemessungswert

bei 0,033 W/(m·K). Damit deckt

»Jackodur Evo« im Perimeter sowohl den

Standardfall als auch deutlich anspruchsvollere

Feuchtebeanspruchungen mit hervorragendem

Bemessungswert bauaufsichtlich

geregelt ab.

Einlagige Verlegung

bis 400 mm

Beide Bauartgenehmigungen sehen eine

einlagige Verlegung der XPS-Dämmplatten

vor – auch bei großen Dämmdicken bis

400 mm. Das unterstützt effiziente Baustellenabläufe,

vereinfacht die Verarbeitung und

minimiert Fehlerquellen. Für Planer und

Ausführende ist das ein praktischer Vorteil:

weniger Komplexität im Aufbau und eine

Ausführung, die auch bei großen Dämmdicken

übersichtlich, effizient und bauphysikalisch

sicher bleibt.

»Mit ›Jackodur Evo‹ erweitern wir unser

Portfolio deutlich – insbesondere in Kombination

mit den neuen Bauartgenehmigungen«,

betont Tino Dannenberg, Produktmanager

bei Jackon Insulation by Bewi. »Vor allem

der Bemessungswert von 0,038 W/(m·K) im

begrünten Umkehrdach und im Perimeterbereich

mit drückendem Wasser, insbesondere

ab 220 mm Dicke, ermöglicht unseren

Partnern zusätzliche Planungsspielräume

bei anspruchsvollen Bauvorhaben mit leistungsstarker

XPS-Wärmedämmung.« ?

Dämmstoffe Juni 2026 l 29


Dämmen mit Mineralwolle –

klima- und verarbeitungsfreundlich

QUELLE

Die neue klimafreundliche Mineralwolle

»Isover Lanaé« besteht aus bis zu 80 Prozent

Recyclingglas, entwickelt bei der Verarbeitung

deutlich weniger Staub als vergleichbare

Produkte und ist nachweislich wohngesund.

SAINT-GOBAIN ISOVER – Mit »Isover Lanaé« steht

Holzbauprofis seit Kurzem ein besonders verarbeitungsfreundlicher

wie zukunftsweisender Dämmstoff zur Verfügung.

Die neue klimafreundliche Mineralwolle besteht

aus bis zu 80 Prozent Recyclingglas. Ebenfalls neu ist

die Einblaswolle »Isover InsulSafe Prefab« – die effiziente,

besonders leichte und setzungssichere Einblasmineralwolle

wurde speziell für die Dämmung von

Außenwänden, Decken und Steildächern entwickelt.

In puncto Verarbeitung, Leistungsfähigkeit und Ressourcenschonung

vereint »Lanaé« eine Vielzahl positiver Eigenschaften. So

überzeugt die neue Wolle mit einer verbesserten Haptik, sie ist

angenehmer in der Verarbeitung, leicht zu schneiden und einfach

zu verlegen. »Lanaé« verfügt zudem über eine weiche Oberfläche

und eine feste Struktur. Sie entwickelt kaum Staub, ist geruchsneutral

und nachweislich wohngesund. Neben dem RAL-Gütezeichen

und dem »Blauen Engel« ist »Lanaé« auch mit dem »Eurofins

Indoor Air Comfort Gold« ausgezeichnet.

»Lanaé« besteht bis zu 80 Prozent aus Recyclingglas und wird

mit einem patentierten Bindemittel, basierend auf Stoffen aus

der Zucker- und Getreideproduktion, hergestellt. Die Mineralwolle

ist darüber hinaus hochkomprimierbar: Lager- und Transportvolumen

werden dadurch deutlich reduziert. Die besondere Klimafreundlichkeit

zeigt sich auch in der gut recycelbaren Verpackung.

Ermöglicht wird das Recycling unter anderem durch ein spezielles

Verpackungsdesign mit deutlich reduziertem Druckbild. »Lanaé«-

Wolle sowie die neue Verpackung können über den »Easy Eco«-

Recyclingservice von Isover zurückgeführt und recycelt werden.

Nicht brennbar und

mit niedriger Wärmeleitfähigkeit

Als Dämmstoff der Euroklasse A1 ist »Lanaé«- Mineralwolle

zudem von Natur aus nichtbrennbar. Ihre niedrige Wärmeleitfähigkeit

von bis zu λD = 0,031 W/(m·K) ermöglicht geringere

Dämmdicken und entsprechend schlanke Aufbauten von Wand-,

Dach- und Deckenkonstruktionen. Mit der Umstellung auf »Lanaé«

profitieren Kunden nach Unternehmensangaben von den hervorragenden

Eigenschaften der innovativen Isover-Mineralwolle

– auch beim Holzbaufilz »Kontur HBF-034« sowie beim Holzbaufilz

»Kontur HBF-031« und der Holzbauplatte »Kontur HBP-031«.

Angeboten werden die leistungsstarken Dämmfilze und Holzbauplatten

in der vorgefertigten Breite von 575 mm. Für die Fertighausindustrie

mit kundenindividuellen Abmessungen steht der

neue »Kontur FHF Fertighaus-Filz« in verschiedenen Wärmeleitfähigkeiten

zur Verfügung.

Für einen optimalen Feuchteschutz beim Einsatz der neuen

Holzbaulösungen sorgen aufeinander abgestimmte Systemprodukte

aus dem bewährten »Vario«-Luftdichtheits- und Feuchteschutzsystem.

Dazu gehören die hochreißfeste, feuchtevariable

Klimamembran »Vario XtraSafe« mit Vlieskaschierung sowie das

extrastarke Klebeband »Vario XtraTape« für innen und außen.

30 l Juni 2026 Dämmstoffe


Einblasdämmung

für den seriellen Holzrahmenbau

»Isover InsulSafe Prefab« ist eine für den seriellen Holzrahmenbau

optimierte Einblasdämmung, die gerade bei der automatisierten

Einbringung in den Produktionslinien der Vorfertigung

ihre volle Leistungsstärke zeigt. Sie ist kompatibel mit allen gängigen

mobilen und stationären Einblasmaschinen (»X-Floc« etc.).

Die Einblaswolle wird sauber und schnell in Hohlräume beziehungsweise

Gefache eingebracht und passt sich diesen flexibel

in Wänden, Decken und Steildächern bis in kleinste Ecken

und Winkel an. Damit werden Wärmebrücken zuverlässig verhindert

sowie kostspieliger Abfall und Verschnitt vermieden.

Die leichte und effiziente Einblasdämmung ist nichtbrennbar

(Euroklasse A1) und empfiehlt sich mit einem hervorragenden

Schall- und Wärmeschutz. Eingesetzt wird sie gemäß DIN 4108-

10 (DI, DZ, WH, WI, WTR) zur Dämmung von Außenwänden,

Decken und Steildächern. Mit WLG 035 bei einer Schüttdichte von

30-40 kg/m³ und WLS 034 bei einer Schüttdichte von 40-50 kg/

m³ stellt die Mineralwolle ihre ausgezeichneten Dämmeigenschaften

unter Beweis. Ihre geprüfte Setzungssicherheit ≤ 1 Prozent

nach ETA beginnt bereits ab 35 kg/m³. Dank der vergleichsweise

geringen Schüttdichte ist ein maßvoller Materialverbrauch gewährleistet.

Die Einblasdämmung sorgt darüber hinaus für eine hohe

Verarbeitungsgeschwindigkeit und ist zudem besonders verarbeitungsfreundlich.

Für ein Maximum an bauphysikalischer Sicherheit

beim Einsatz sorgen passende und exakt aufeinander abgestimmte

Systemprodukte aus dem bewährten »Vario«-Luftdichtheitsund

Feuchteschutzsystem. Dazu gehören etwa die hochreißfeste,

feuchtevariable Klimamembran »Vario XtraSafe« mit Vlieskaschierung,

das einseitige multifunktionale Klebeband »Vario MultiTape+«

zur Verklebung von Überlappungen sowie »Vario Patches«

zur luftdichten Verklebung von Einblasöffnungen.

Angeboten werden die

leistungsstarken Dämmfilze

und Holzbauplatten in der

vorgefertigten Breite von 575 mm.

Zeitgleich mit »InsulSafe Prefab« für den Holzbau präsentiert

Isover die neue »InsulSafe Cavity« – eine leistungsstarke Vor-Ort-

Dämmung für zweischaliges Mauerwerk (WZ) im Rahmen einer

nachträglichen Kerndämmung. Auch diese Einblasdämmung verfügt

mit WLG 035 über hervorragende Dämmeigenschaften bei

einer Schüttdichte von 30-40 kg/m³, ist setzungssicher, wasserabweisend

und nichtbrennbar (Euroklasse A1). Die Verarbeitung

mit mobilen Einblasmaschinen gestaltet sich durch zertifizierte

Fachunternehmen schnell, einfach und zuverlässig.

?

Mit »InsulSafe Prefab«-Einblaswolle präsentiert Isover eine Lösung

für die werkseitige Befüllung oder Vor-Ort-Dämmung von in

Holztafel-/Holzrahmenbauweise erstellten Bauteilen.

MASTER 650 ERGO

Der höhenverstellbare

Spann- und Arbeitstisch

Dämmstoffe

www.wolfcraft.de


Eine Brandschutzlinie

rund ums Haus

PUREN – Vom Steildach bis zur Tiefgarage reicht die Brandschutzlinie,

die Puren mit seinen Dämmlösungen mittlerweile ziehen kann. Mit

»SecurePlus« startet Puren nun auch im Steildach – und führt damit

die Linie weiter, die bereits mit Produkten für Wand, Tiefgaragendecke

und Flachdach begonnen wurde. Die PU-Dämmplatten sind

brandhemmend und nach Klasse B-s1, d0 klassifiziert.

Noch robuster: Das Puren-

Unterdach erhielt eine neue

Unterdeckbahn mit erhöhter

Grammatur.

Systemlösungen mit Fokus auf Brandschutz und

Robustheit präsentierte Puren auf der diesjährigen

Dach+Holz in Köln. Zu sehen war unter anderem

ein neues Aufsparren-Element, mit dem Puren

seine Produktlinie mit Brandschutzlösungen

erweitert. Außerdem stellte das Unternehmen

aus Überlingen ein neues Dachboden-Element

vor und machte sein bewährtes Unterdach noch

robuster.

Mit »Puren SecurePlus« erweitert Puren sein

Steildach-Portfolio um ein Aufsparren-Dämmsystem,

das Wärmeschutz, Regensicherheit

und zusätzlichen Brandschutz in einem Produkt

vereint. Das Element ist brandhemmend und

wasserdicht – und steht damit nach Herstellerangaben

für ein Plus an Sicherheit im Steildach.

»SecurePlus« kombiniert zwei zentrale Sicherheitsfunktionen:

Eine flammhemmende Deckschicht

sorgt für einen gegenüber herkömmlichen

Aufsparren-Dämmsystemen mit Aluminium-

oder Mineralvlieskaschierung deutlich

verbesserten Brandschutz.

Gleichzeitig erfüllt die werkseitig

kaschierte, diffusionsoffene

und

Für die oberste Geschossdecke stellt Puren die neuen

Elemente »DBV Purenit 023« und »026« vor.

wasserdicht verschweißbare Unterdeckbahn

die Anforderungen der Klasse UDB-eA gemäß

ZVDH und bietet zuverlässige Regensicherheit.

»Einmannplatte« leicht zu verarbeiten

Neben dem Sicherheitsaspekt überzeugt »SecurePlus«

auch technisch: Mit einem Dämmwert

von WLS 027 und hoher Druckfestigkeit bleibt

die Energieeffizienz auf gewohnt hohem Niveau.

Auch unter PV-Aufbauten ist das Element druckstabil

einsetzbar.

Das handliche Format von 2400 × 600 mm

ermöglicht eine besonders einfache Verarbeitung

auf der Baustelle. Die sogenannte »Einmannplatte«

erleichtert das Handling, spart Ressourcen

und beschleunigt die Verlegung.

Puren hat damit eine durchgängige Brandschutzlinie

für die Gebäudehülle geschaffen. Im

Rahmen der Präsentation des neuen Aufsparren-Dämmelements

»Puren SecurePlus« bündelt

Puren vier Produkte zu einer durchgängigen

Brandschutzlinie für die Gebäudehülle:

? »Puren Secure« für das Flachdach

? »Puren Intrawall SE« als Kerndämmung

im zweischaligen Mauerwerk oder in

Beton-Sandwichelementen

? »Puren TG« für Decken

über Tiefgaragen und Kellern

?»Puren SecurePlus« für das Steildach

Dämmstoffe


»Puren SecurePlus« schützt

die Konstruktion doppelt: Es

hemmt die Brandausbreitung

an der Oberfläche und hält

eindringendes Wasser

zuverlässig zurück.

PUREN (3)

Die PU-Dämmplatten der »Secure«-Linie

verfügen über eine flammhemmende Deckschicht

und erreichen die Klassifizierung B-s1,

d0. Damit deckt Puren alle relevanten Bauteile

mit einheitlicher Systemlogik und hoher

Dämmleistung ab.

Dämmung und Nutzschicht in einem

Für die oberste Geschossdecke stellt Puren die

neuen Elemente »DBV Purenit 023« und »026«

vor. Sie kombinieren eine PU-Dämmschicht mit

einer oberseitigen »Purenit«-Platte als lastverteilende

Nutzschicht. Diese bleibt formstabil,

ist feuchteunempfindlich und verzugsfrei. Das

leichte und passgenaue Zwei-in-eins-Element

reduziert den Arbeitsaufwand auf der Baustelle,

das Plattenformat von 1 150 x 550 mm ist besonders

handlich und passt durch jede Tür. Direkt

nach der Verlegung ist die Fläche begeh- und

belastbar. Die Dämmelemente sind mit Dämmstärken

von 60 bis 180 mm – zuzüglich 15 mm

»Purenit« – erhältlich und eignen sich für Neubau

und Sanierung. Dachböden profitieren von

einer robusten, holzfreien Oberfläche.

Das »Puren Unterdach 023« und »026« erhält

eine neue Unterdeckbahn mit auf > 350 g/m²

erhöhter Grammatur. Wie gewohnt, ist das System

diffusionsoffen und zugleich wasserdicht. Die

höhere Flächenmasse verbessert nochmals die

mechanische Widerstandsfähigkeit. Die Unterdeckbahn

erfüllt die Anforderungen der Klasse

UDB-eA nach ZVDH und ermöglicht regelwerkskonform

und anwendungssicher die Ausführung

nahtgefügter Unterdeckungen mit Nageldichtband

oder mit eingebundener Konterlatte. Zudem kann

das Puren-Unterdach ohne zusätzliches Nageldichtband

als Behelfsdeckung eingesetzt werden.

Mit diesen vier Neuheiten und Weiterentwicklungen

setzt Puren auf brandschutztechnisch klassifizierte

PU-Dämmlösungen, erhöhte Robustheit,

bauteilübergreifende Systemkontinuität und praxisorientierte

Verarbeitung.

?

Neben dem Brandschutz

überzeugt »SecurePlus«

auch technisch: Mit einem

Dämmwert von WLS 027

und hoher Druckfestigkeit

bleibt die Energieeffizienz

auf gewohnt hohem

Niveau.

Dämmstoffe Juni 2026 l 33


Steinwolle-Dämmung

der obersten Geschossdecke

Belegt mit einer mindestens 12 mm

dicken Holzwerkstoffplatte, kann ein

mit der »Tegarock Pro« gedämmter

Dachboden gelegentlich begangen

und als Abstellfläche genutzt werden.

ROCKWOOL – Hausbesitzer, die Energie sparen wollen, kommen schnell

zum Ziel mit einer Dämmung aus Steinwolle, die auf der obersten

Geschossdecke einfach zu verlegen ist. Die Deutsche Rockwool bietet

unterschiedlich belastbare Dämmplatten für Dachräume, die nur im

Notfall oder selten betreten werden, sowie für Räume, die als Lagerraum

intensiver genutzt werden. Neu im Produktportfolio sind die nichtbrennbaren

Dämmplatten »Tegarock Pro« und »Tegarock Premium«.

Steinwolle-Dämmungen sind für die oberste

Geschossdecke ideal, weil sie sich leichten Unebenheiten

im Boden weich anpassen. Die schnellste

und günstigste Lösung für nicht genutzte Dachräume

ist der bewährte Dämmfilz »Varirock 035«.

Hierbei handelt es sich um einen Dämmfilz aus

hoch komprimierter Steinwolle, der vor Wärmeverlusten

im Winter ebenso wie vor starker Hitze

im Sommer bewahrt. Er wird einfach ausgerollt

und ist in Dicken von 60 bis 240 mm lieferbar.

Zur gut gedämmten und nutzbaren Lagerfläche mit einer Belastbarkeit

von bis 100 kg/m² wird die oberste Geschossdecke durch

die Kombination der »Tegarock Pro« mit einer Holzwerkstoffoder

Gipsplatte in einer Dicke von mindestens 18 mm.

Die »Tegarock Premium« trägt dauerhaft

Lasten bis zu 100 kg/m².

Robust unter

höheren Lasten

Die »Tegarock Pro« ist eine robuste Dämmplatte

für Dachräume, die als Ablagefläche genutzt

und gelegentlich betreten werden. Für geringen

bis hohen Wärmeschutz stehen Platten in

Dicken von 60 bis 200 mm zur Wahl. Eine Platte

ist 1000 x 600 mm groß und wiegt – abhängig

von der Dämmdicke – zwischen 3,2 kg und maximal

9,0 kg. So ist sie leicht auch durch schmale

Dachluken zu schieben.

Belegt mit einer mindestens 12 mm dicken Holzwerkstoffplatte

kann ein mit der »Tegarock Pro«

gedämmter Dachboden gelegentlich begangen

und als Abstellfläche genutzt werden. Zur dauerhaft

nutzbaren Lagerfläche mit einer Belastbarkeit

von bis zu 100 kg/m² wird die gedämmte

Geschossdecke durch die Kombination der »Tegarock

Pro« mit einer Holzwerkstoff- oder Gipsplatte

in einer Dicke von mindestens 18 mm.

34 l Juni 2026 Dämmstoffe


In einem Schritt zum gedämmten,

belastbaren Dachraum

Ohne eine zusätzliche Lage lastverteilender

Holzwerkstoff- oder Gipsplatten entsteht eine

begehbare Dämmung mit der neuen »Tegarock

Premium«. Hierbei handelt es sich um eine 80 mm

dicke Steinwolle-Platte mit einer lastverteilenden,

zementösen Beschichtung, die dauerhaft

Lasten bis zu 100 kg/m² trägt. Wird hoher Wärmeschutz

angestrebt, können »Tegarock Premium«-Dämmplatten

auf beliebig dicken »Tegarock

Pro«-Dämmplatten verlegt werden. Der Zuschnitt

einer »Tegarock Premium« kann mit einer handelsüblichen

Stich- oder Kreissäge, einem elektrischen

Fuchsschwanz oder anderen elektrischen

Sägewerkzeugen erfolgen.

Für verbesserten

Wärme-, Brand- und Schallschutz

Wie alle Dämmungen aus Steinwolle sind auch

die »Varirock 035«, die »Tegarock Pro« und die

»Tegarock Premium« nichtbrennbar. Sie entsprechen

der Euroklasse A1 und können die

Ausbreitung von Flammen, z. B. bei einem Dachstuhlbrand,

verzögern. Gleichzeitig sind sie diffusionsoffen

und wasserabweisend. Da Steinwolle

Schall absorbiert, schützt eine Aus- und Nachrüstung

der obersten Geschossdecke mit einer der

genannten Dämmlösungen zusätzlich vor Lärm

aus der Umgebung.

?

ROCKWOOL (4)

Ohne lastverteilende Holzwerkstoff- oder

Gipsplatten entsteht eine begehbare

Dämmung der obersten Geschossdecke mit

der neuen »Tegarock Premium«.

DIE DÄMMSYSTEME FÜR IHR DACH!

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Unsere nachhaltigen Lösungen mit erstklassigen

Dämmeigenschaften für Ihr Flach- oder Gefälledach.

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SHI-Produktpass. Für einfacheres Planen & Bauen.

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Juni 2026 l 35


HIRSCH POROZELL (2)

Der Trockenaufbau der

Ausgleichsschüttung »Thermozell«.

EPS-Lösungen für nachhaltige Bauprojekte

HIRSCH POROZELL – Ob Sanierung im Bestand oder Neubau,

ob Innen- oder Außenbereich: »Thermozell« schafft die

funktionale Basis für nachhaltige Bodenaufbauten. Ausgleichen,

Dämmen und Schütten werden in einem System vereint.

Bereits seit über 30 Jahren zählt Hirsch Porozell mit der

Verwertung von Alt-EPS zu den Recyclingspezialisten in der

Branche. Damit rückt das Unternehmen Nachhaltigkeit und

Ökologie in den Fokus.

»Thermozell« eignet sich laut Hisch Porozell für

einen bestens gedämmten, langlebigen Bodenaufbau

und ist damit nach Unternehmensangaben

die perfekte EPS-Ausgleichsschüttung für

Parkett / Fliese

Estrich mit Fußbodenheizung

Trittschallrolle mit Folie

Wärmedämmplatte

Folie

Thermozell

Mauerwerk

Heimwerker und Profis – ökologisch und effizient.

Über »Thermozell« hinaus positioniert sich

Hirsch Porozell mit einer Vielzahl neuer Initiativen

und einer zunehmend breiten ökologischen

Produktpalette aus EPS als Vorreiter. Die »EPS

EcoCycle«- sowie die »EPS LowCO 2

«-Dämmplatten

bilden eine geeignete Basis für die Wärmedämmung

nachhaltiger Projekte in der Sanierung

oder im Neubau.

Kreislaufwirtschaft im Fokus

Stichwort Kreislaufwirtschaft: Bislang werden

EPS-Abfälle häufig einer thermischen Verwertung

zugeführt. Das muss nicht sein, denn EPS

ist zu 100 Prozent recyclebar, und das laut Hirsch

Porozell unendlich oft. Hier leistet die Initiative

»Hirsch:REuse«, mit der Bau-EPS-Reste eingesammelt

und wiederverwendet werden, einen

Beitrag. Die Vorteile des EPS-Recyclings liegen

im verringerten Einsatz von Primärrohstoffen wie

Erdöl und damit in der Schonung der Umwelt.

Zudem können Nachhaltigkeitszertifizierungen,

etwa nach DGNB oder QNG, angerechnet werden.

Die »EPS EcoCycle«-Dämmplatte eignet

sich für sämtliche Anwendungsbereiche – Wand,

Boden und Dach – ebenso wie klassisch produzierte

Dämmplatten. Alle Produkte von Hirsch

Porozell und »Thermozell« sind QNG-zertifiziert.

Der digitale Produktpass bündelt als zentrales

Dokument die wichtigsten produktrelevanten Kriterien

und Standards, darunter SHI-schadstoffgeprüft,

DGNB, QNG, BNB, BREEAM, LEED

und EU-Taxonomie.

?

36 l Juni 2026 Dämmstoffe


LEISTUNG,

DIE BLEIBT.

RAVATHERM XPS – leistungsstarke Dämmung

für höchste Anforderungen.

HOHE DRUCKFESTIGKEIT

Belastbar auch bei höchsten

Anforderungen.

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CO₂ bewusste

Produktion

Dämmstoffe

recycelbar

Geprüfte

Qualität

TECHNISCHE DETAILS

ENTDECKEN

Juni 2026 l 37


Emissionsreduktion

bei der Steinwolle-

Herstellung

PAROC – Die Owens-Corning-Tochter

Paroc hat durch konsequente

Prozessinnovationen und den Einsatz

elektrischer Schmelzöfen die CO 2

-

Bilanz ihrer Steinwolleproduktion

verbessert. In Kombination mit Strom

aus erneuerbaren Energiequellen

konnten die CO 2

-Emissionen im

Schmelzprozess um bis zu 80 Prozent

gesenkt werden. Darüber hinaus

reduzieren sich die EPD-basierten

Produktfußabdrücke ausgewählter

Dämmstoffe um bis zu 78 Prozent.

Elektrisches Schmelzen statt fossiler Brennstoffe:

Die modernen Öfen reduzieren die CO 2

-Emissionen

im Schmelzprozess um bis zu 80 Prozent und

erhöhen gleichzeitig die Prozessflexibilität.

Steinwolle-Dämmstoffe tragen über den

gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes

zur Energieeinsparung bei. Gleichzeitig ist

ihre Herstellung besonders energieintensiv

– vor allem der Schmelzprozess der

mineralischen Rohstoffe. Dies erfolgt traditionell

in koksbetriebenen Kupolöfen, die

hohe CO 2

-Emissionen verursachen und nur

begrenzte Flexibilität in der Prozesssteuerung

ermöglichen. Eine interne Analyse

der Produktionsabläufe bei Paroc zeigte,

dass der Schmelzprozess die Hauptquelle

der Emissionen darstellt. Auf Basis dieser

Erkenntnis hat das Unternehmen in

den vergangenen Jahren eine umfassende

technologische Strategie entwickelt,

um die Emissionsintensität der Produktion

zu reduzieren.

Elektrisches Schmelzen als

Schlüssel zur Emissionsreduktion

Die Einführung und Skalierung elektrischer

Schmelzöfen stellt den wohl tiefgreifendsten

Schritt der Produktionsumstellung

dar. Im Gegensatz zu Kupolöfen basiert

das elektrische Schmelzen nicht auf fossilen

Brennstoffen, sondern auf Stromzufuhr

und ermöglicht somit einen vollständig

anderen energetischen Ansatz. Besonders

deutlich wird der Vorteil, wenn der Strom

aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Unter diesen Bedingungen lassen sich die

CO 2

-Emissionen des Schmelzprozesses

um bis zu 80 Prozent reduzieren. Paroc

betreibt derzeit drei elektrische Schmelzöfen

– eine Anlage in Finnland und zwei in

Polen. Sie sind in den laufenden Produkti-

onsbetrieb integriert und bilden die Basis

für eine weitreichende Transformation der

Steinwolleherstellung. Ergänzend wird in

Schweden derzeit die neue »Natura Line«

errichtet – eine Produktionslinie, die vollständig

auf diese CO 2

-arme Schmelztechnologie

ausgelegt ist und damit die Fortsetzung

der strategischen Elektrifizierung markiert.

Der technologische Wandel ist jedoch nur

ein Teil der Emissionsreduktion. Ebenso entscheidend

ist die Energiequelle selbst, mit

der die elektrischen Öfen betrieben werden.

Während Finnland und Schweden bereits

seit Jahren Strom aus erneuerbaren Energien

beziehen, war dies in Polen zunächst

nicht der Fall. Aber seit Anfang 2022 erfolgt

die Versorgung der beiden polnischen Elektroschmelzanlagen

vollständig mit Strom aus

Windenergie. Allein durch diese Umstellung

konnten die Emissionen der europäischen

Paroc-Steinwolleproduktion um etwa

30 Prozent reduziert werden.

Messbare Effekte

auf Produktebene

Die technologischen Maßnahmen zeigen

sich nicht nur in der Prozessbilanz, sondern

auch deutlich im Produktprofil. Die neue

Umweltproduktdeklaration (EPD NEPD-

4337-3565-EN) belegt, dass die Dachdämmstoffe

»Paroc Tectum 037«, »Paroc

Robust 038« und »Paroc Premo 90« ihren

Gesamt-CO 2

-Fußabdruck über den Lebenszyklus

(A1–C4) um 78 Prozent reduzieren

konnten. Diese Werte basieren auf standardisierten,

extern verifizierten Berechnungsverfahren

und unterstreichen den

direkten Zusammenhang zwischen elektrischer

Schmelztechnologie, erneuerbaren

Energiequellen und den Auswirkungen

auf das Endprodukt. Bemerkenswert ist

zudem, dass diese Emissionsreduktionen

nicht auf Kosten der Produktleistung erfolgen.

Die Dämmstoffe verfügen weiterhin

über ihre gewohnt hohe Brandsicherheit,

Langlebigkeit und Formstabilität. In einigen

Fällen konnten die technischen Eigenschaften

sogar weiter verbessert werden

– so wurde beispielsweise die Druckfestigkeit

von »Paroc Premo 90« auf größer

oder gleich 90 kPa erhöht. Der Ansatz von

Paroc ist klar formuliert: Innovationen werden

nur dort umgesetzt, wo sie einen echten

Mehrwert liefern. Qualität ist und bleibt

nach Unternehmensangaben der zentrale

Wettbewerbsfaktor von Paroc. Jede Prozessoptimierung

muss daher sowohl zur

Emissionsreduktion als auch zur Sicherstellung

der gewohnt hohen technischen

Leistungsfähigkeit beitragen.

?

PAROC (2)

Kontinuierliche Prozessoptimierung: Vom Rohstoffhandling

über den Schmelzprozess bis zur Endfertigung werden alle

Produktionsschritte auf Energieeffizienz und Emissionsreduktion

geprüft.

38 l Juni 2026 Dämmstoffe


Dach & Holzbau

Mit Gauben

Wohnraum schaffen

LINZMEIER (2)

LINZMEIER – Mit vorkonfektionierten Gaubenelementen bietet Linzmeier

ideale Lösungen für den flächeneffizienten Ausbau von Dachgeschossen.

Das System unterstützt kleinere Zimmereien mit begrenzten Produktionsmöglichkeiten

ebenso wie große Holzbauunternehmen bei der Entlastung

von Auftragsspitzen. Durch kürzere Montagezeiten auf der Baustelle trägt

es zudem zur Kostenoptimierung bei.

Die vorkonfektionierten Gaubenelemente

können witterungsgeschützt

am Boden zusammengeschraubt

werden.

Die Dachsanierung ist ein guter Anlass, durch

einen Dachausbau neuen Wohnraum zu schaffen.

Verfügt das Dach in puncto Neigung und

Kniestock über günstige Voraussetzungen

für den Ausbau, bietet sich der Einbau von

Gauben an. Dank der vorgefertigten »Litec«-

Gaubenelemente gelingt dieser schnell und

einfach. Das ist ein wesentlicher Vorteil bei

schlechtem Wetter, durchgehend bewohnten

Dachgeschossen oder komplexen Verkehrssituationen.

Die Gauben werden exakt

nach Kundenwunsch maßgefertigt und vorkonfektioniert.

Dabei sind neben sechs Standardformen

wie Flachdach-, Satteldach- oder

Spitzgaube auch individuelle Formen möglich.

Gedämmt mit dem »Linitherm«-Hochleistungsdämmstoff

sind bereits schlanke Elemente

förderfähig. Gleichzeitig bleibt mehr

Platz für große Fenster und mehr Helligkeit

im neu geschaffenen Wohnraum.

Schnell und sicher können die vollgedämmten

Gauben bereits am Boden oder direkt

auf dem Dach montiert und individuell mit

jeder gewünschten Beplankung verkleidet

werden. Alle technischen Nachweise wie

Wärmeschutz, Feuchteschutz, Statik und

Brandschutz liefert Linzmeier mit. Die Produktion

ist fremdüberwacht und mit dem

Ü-Zeichen zertifiziert.

Maßgefertigte Lösungen

für besondere Anforderungen

Im Denkmalschutz spielen die maßgefertigten

Bauteile und die hohe Individualisierung

ihre Stärken aus. Bauelemente,

die früher betoniert oder mit hohem zeitlichem

Aufwand handwerklich hergestellt

wurden, können als exakte Replika produziert

werden. Die Anwendungstechnik

kennt die Herausforderungen im Denkmalschutz

und kann für den geforderten

U-Wert Lösungen für die Dämmung und

den Wohnraum liefern.

Mit dem »Litec«-Gaubenbausystem werden

mehr Baustellen in der gleichen Zeit

fertiggestellt. Es gibt keine Mindestabnahmezahl

an Gauben, zudem bietet Linzmeier

stets zum Festpreis an. Linzmeier

unterstützt Verarbeiter mit wenigen Fachkräften

oder fehlenden Produktionsmöglichkeiten

bei der Planung und Umsetzung. So

können diese sichere Gauben mit U-Wert-

Nachweis schnell und maßgeschneidert

anbieten. Kleinere Betriebe ebenso wie

größere Holzbauunternehmen, die durch

die Gauben ihre Auslastung erhöhen, können

mit »Litec« ihren Umsatz steigern.

Schneller, einfacher und individueller lässt

sich Wohnraum kaum schaffen. ?

Mit »Litec«-Gaubenelementen

lässt sich einfach, schnell und effizient

Wohnraum schaffen.

Dach & Holzbau

Juni 2026 l 39


Moderner

Laserprojektor

erleichtert

Holzbearbeitung

SL-LASER – Seit vielen Jahren präsentiert SL-

Laser seine Lösungen im Bereich Laserprojektoren

und Lasermesssysteme auf den führenden Fachmessen

der Fertigungsindustrie. Auch auf der Holz-

Handwerk, die im März dieses Jahres in Nürnberg

stattgefunden hat, war SL-Laser mit einem Stand

und innovativen Produkten vertreten. Im Mittelpunkt

des Messeauftritts stand der »ProDirector 7«.

Der Laserprojektor »ProDirector 7« kann zahlreiche Produktionsprozesse

innerhalb der Holzbearbeitung steuern und dabei Schablonen

überflüssig machen. Er bietet flexible Installationsmöglichkeiten:

Der »ProDirector 7« kann als selbstständiger Projektor an der Hallendecke

montiert, mobil auf Schienensystemen bewegt oder im

Zusammenspiel mehrerer Geräte eingesetzt werden.

Ergänzend wurden verschiedene Positioniersysteme vorgestellt,

darunter Linien- und Kreuzlaser mit unterschiedlichen Optiken.

Linienlaser ermöglichen das präzise Ausrichten von Materialien auf

Sägen verschiedener Fabrikate oder dienen als Anschlagpositionierung

bei Freiformen. Die Kreuzlaser finden bevorzugt Anwendung

als visuelle Hilfsmittel zur exakten Positionierung von Werkzeugen

und Werkstücken sowie bei der präzisen Ausrichtung von Instrumenten

und Maschinen.

Einfache Anwendung und messbare Vorteile

Die Bedienung der Laserprojektion mit dem »ProDirector 7«

gestaltet sich laut Hersteller äußerst nutzerfreundlich. Nach

einer kurzen Einweisung durch die hauseigenen Experten sol-

Bei der Bearbeitung

großer Bauteile

lassen sich mehrere

Laserprojektoren auch

auf Schienen unter

der Decke steuern.

len Anwender in der Lage sein, den Projektor selbstständig und

mit minimalem Aufwand zu bedienen. Das System verspricht

eine deutliche Zeiteinsparung und erhöhte Präzision in der Produktion.

Speziell entwickelte Softwarelösungen unterstützen

die Anwendung und sollen typische Abläufe in der Holzverarbeitung

vereinfachen. Für jede Anwendung im Holzbereich steht

die passende Software bereit, die je nach Bedarf individuell programmiert

oder angepasst werden kann.

Basissoftware für vielfältige Anwendungen

Aus der Basissoftware »LaserPilot« kann für den Holzrahmen- und

Nagelbinderbau die »TrussPilot«-Software und für CNC-Anwendungen

die »RouterPilot«-Software entstehen. Über »LaserPilot«

lassen sich CAD-Zeichnungen aus den gängigen Systemen importieren

und im Programm öffnen. Die Dateien aus dem Original-

CAD sollten in mehrere Lagen unterteilt sein, sodass der Anwender

über eine Fernbedienung die unterschiedlichen Elemente mit dem

Laser »ProDirector 7« anzeigen kann. Er kann Lagen hinzuschalten

oder diese einzeln für die Bearbeitung und Positionierung durch-

Der Laserprojektor »ProDirector

7« erlaubt eine schnelle

Projektion von Schnittmustern,

Nagellinien oder anderen

Vorlagen mit hoher Präzision.

40 l Juni 2026 Dach & Holzbau


WISSENSWERTES...

XXX

SL-LASER (4)

Im Holzrahmenbau werden Nagellinien mit dem Laser

angezeigt und direkt aus CAD-Daten herausprojiziert.

gehen. Die Datenformate reichen im Holzbau vom üblichen DXF-

Format über BTLx-, pnl-, cdt- und wup-Formate. Zudem gibt es

für die Nagelbinder die Formate tps und sll. Weitere Formate können

bei SL-Laser angefragt werden.

Im CNC-Bereich gibt es die Möglichkeit, über die Steuerung

und Programme der Maschinenanbieter oder über weitere CAD/

CAM-Programme auf die Daten zuzugreifen. Die Experten von

SL-Laser analysieren jeden Fertigungsprozess individuell, um eine

passgenaue Integration des »ProDirector 7« für die jeweilige CNC-

Maschine zu gewährleisten.

Universelle Einsatzgebiete in der Holzbearbeitung

Neben dem Holzrahmen- und Nagelbinderbau gibt es weitere

Anwendungsmöglichkeiten der Laserprojektion im Holzbereich.

Dazu zählen die Projektion von Leimbindern, Laserunterstützung

zur Konturdarstellung beim Verleimen sowie die Visualisierung von

Scharnieren und Bohrungen – beispielsweise für die Möbelindustrie.

Darüber hinaus kommt Laserprojektion in zahlreichen weiteren

Industriezweigen zum Einsatz, etwa in der Fertigteilindustrie,

der Betonverarbeitung, der Positionierung von Stein-, Granit- und

Marmorplatten auf CNC-Tischen sowie der Projektion von Konturen

auf Schneidemaschinen für Textilien aller Art.

?

PREFA SIDING.X

DIE ALUMINIUM-FASSADE FÜR STARKE OPTIK

UND EFFIZIENTE VERARBEITUNG

PREFA Siding.X – das extravagante Aluminium-Fassadenpaneel

für vorgehängte hinterlüftete

Fassaden. Markante Längs- und Querkantungen

sorgen für Stabilität und eine kantige

Optik. Die unregelmäßige Oberfläche verändert

je nach Lichteinfall ihr Erscheinungsbild

und erzeugt spannende Farbnuancen. Vertikal,

horizontal oder schräg verlegt, mit oder

ohne Schattenfuge, im Kreuz- oder wilden

Verband: Viele Farben, Baubreiten und Gestaltungsmöglichkeiten

machen jede Fassade

zum Unikat. Witterungsbeständig, rostfrei, recyclebar

und Brandverhaltensklasse „A1“.

Die speziell entwickelte

»LaserPilot«-Software

vereinfacht alle Anwendungsschritte.

Lasertechnik steigert die Effizienz durch weniger Fehler

und weniger Materialausschuss sowie eine deutlich

erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit.

Dach & Holzbau

WWW.PREFA.DE

Juni 2026 l 41


Kontrollierte Entwässerung

auf allen Ebenen

RICHARD BRINK (3)

RICHARD BRINK – Mehrgeschossige Dachflächen stellen hohe Anforderungen

an die Entwässerung: Regenwasser darf nicht unkontrolliert auf darunterliegende

Ebenen geleitet werden, sondern muss in geschlossenen

Systemen geführt werden. Andernfalls drohen Überflutungen sensibler

Bereiche wie Balkone, Dachterrassen oder Vordächer. Genau für diese

Anforderungen hat Richard Brink eine Kaskadenentwässerung entwickelt.

Sie ermöglicht eine durchgängige, regelkonforme Ableitung von Niederschlagswasser

– von der obersten Dachebene bis zur Kanalisation.

Die Flachkanäle

verlaufen stets

oberhalb der eigentlichen Abdichtungsebene

und lassen sich aufgrund

ihrer geringen Höhe problemlos unsichtbar

in Einbausituationen von Kiesschüttungen

bis hin zu Bangkirai-Belägen integrieren.

Die einzelnen Elemente

werden mithilfe zweiteiliger

Verbinder zum Verschrauben

miteinander verbunden.

Die Aufnahme des Wassers erfolgt bei

der Kaskadenentwässerung über passende

Adapter direkt am Regenfallrohr. Von

dort wird es über Verbinder in ein modulares

Flachkanalsystem eingeleitet, dessen

Elemente sich flexibel miteinander kombinieren

und durch Zuschnitt anpassen lassen.

Richtungsänderungen werden über

gerade oder abgewinkelte Verbinder sowie

Eckverbinder realisiert, wodurch sich auch

komplexe Linienführungen auf der Dachfläche

umsetzen lassen. Die Flachkanäle

verlaufen stets oberhalb der eigentlichen

Abdichtungsebene und greifen in diese in

keiner Weise ein. Aufgrund ihrer geringen

Höhe lassen sich die Kanäle zudem problemlos

unsichtbar in verschiedene Einbausituationen

– von der Kiesschüttung

mit darauf ruhenden Plattenbelägen bis

hin zu Unterkonstruktionen für Bangkirai-

Terrassenbeläge – integrieren.

Am Ende einer jeden Strecke stehen verschiedene

Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung:

Entweder erfolgt die Anbindung

an einen Siphon auf der Dachfläche oder

die Weiterführung über die Attika in ein

nachgeschaltetes Fallrohr. Der rechteckige

Querschnitt der Flachkanäle ist dabei

bewusst größer ausgelegt als der eines

klassischen Fallrohrs, sodass das Ablaufvolumen

nicht gedrosselt wird und eine

hohe Leistungsfähigkeit gewährleistet

ist. Gleichzeitig ermöglicht die Bauform

eine Verlegung oberhalb der Dämm- und

Abdichtungsebene, ohne in diese eingreifen

zu müssen.

42 l Juni 2026 Dach & Holzbau


Flexibel verbunden,

sicher abgedichtet

Ein zentrales Merkmal der Kaskadenentwässerung

ist die durchdachte Verbindungstechnik.

Die einzelnen Elemente werden über

verschraubbare Verbinder mit Innensechskantschrauben

und Blindnietmuttern miteinander

verbunden. Da keine festen Laschen

direkt an den Kanälen vorhanden sind, lassen

sich die Flachkanäle vor Ort individuell

ablängen, ohne dass Material verloren geht

– jedes Bauteil bleibt vollständig nutzbar.

Auch die Eckausbildung erfolgt über multifunktionale

und in diesem Fall um 45°

abgewinkelte Verbinder, welche klassische

Eckelemente ersetzen. Dadurch reduziert sich

die Anzahl der benötigten Bauteile ebenso

wie die Zahl der Verbindungsstellen, was die

Montage beschleunigt. Die Verbinder sind

mit einer ausreichenden Länge konzipiert,

sodass auch Toleranzen beim Zuschnitt der

Kanäle im Verbinder ausgeglichen werden.

Für die Abdichtung wird an den Stirnseiten

ein umlaufendes EPDM-Band angebracht,

das beim Verschrauben der Elemente zwischen

den Bauteilen verpresst wird. Auf

diese Weise entsteht eine dauerhaft dichte

Verbindung entlang der gesamten Strecke.

Modular geplant, vor Ort angepasst

Gefertigt aus 1,5 mm starkem Edelstahl bietet

das System eine langlebige und korrosionsbeständige

Lösung für anspruchsvolle

Anwendungen. Die Flachkanäle stehen

mit einem Querschnitt von 250 x 40 mm in

verschiedenen Längen zur Verfügung und

werden durch spezielle Varianten ergänzt,

etwa mit integrierten Auslaufstutzen inklusive

Anschlüssen für DN-100-Rohre, mit

Fallrohraufnahmen oder Durchführungen

für Attiken und Brüstungen.

Die geraden und abgewinkelten Verbinder

mit integrierten Dichtungsbändern komplettieren

den Systembaukasten und ermöglichen

eine passgenaue Anpassung an die

jeweilige Einbausituation. Fachhandwerker

profitieren von hoher Flexibilität bei Planung

und Umsetzung sowie von einer montagefreundlichen

Verarbeitung direkt auf der Baustelle.

Mit der Kaskadenentwässerung bietet

Richard Brink eine durchgängige Systemlösung

für die regelkonforme Entwässerung

mehrgeschossiger Dachflächen. Die Kombination

aus flexibler Verbindungstechnik,

sicherer Abdichtung und durchgängiger Wasserführung

schafft eine zuverlässige Grundlage

für anspruchsvolle Bauprojekte. ?

Richard Brink präsentiert eine

neue Lösung zur flexiblen und

sicheren Ausführung einer

Kaskadenentwässerung. Hier

abgebildet ist der gesamte

Systemverlauf vom Einflussadapter

über die Flachkanäle

bis hin zum Abflussadapter mit

nachfolgendem Fallrohr.

Mit dem falzbarem Aluminium

von Kalzip werden Spenglerdach

& -fassade neu gedacht:

Das flexible, leichte Material lässt

sich einfach verarbeiten. Ob

Winkelstehfalz oder Rautendeckung,

so entstehen technisch

wie gestalterisch

anspruchsvolle Lösungen.

Die metallischen Oberflächen

sind korrosionsbeständig und

sorgen für langlebigen

Gebäudeschutz.

Kalzip GmbH

August-Horch-Str. 20 -22

56070 Koblenz

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Juni 2026 l 43


Mit dem intuitiven Steck- und

Verbindungssystem gelingt die

Montage von »Zambelli Colordur«

schnell und zuverlässig.

ZAMBELLI (2)

Dachentwässerung plus

Gestaltungselement

ZAMBELLI – Mit »Colordur« bringt Zambelli ein hochwertiges, farbbeschichtetes

Stahlsystem auf den Markt, das klassische Dachentwässerung

mit ergänzenden Spengler- und Dachanwendungen

kombiniert. Es knüpft an die Stärken des bewährten »Meister-System

Robust« an und verbindet die technische Leistungsfähigkeit des

Hochleistungswerkstoffes Stahl mit gestalterischem Anspruch.

Dank des formstabilen und gut verformbaren

DX53-Stahls sind klassische Bearbeitungsverfahren

wie Biegen, Profilieren

und Falzen problemlos umsetzbar.

»Colordur« steht für einen ganzheitlichen Ansatz

aus einer Hand. Neben klassischen Komponenten

der Dachentwässerung wie Rinnen, Fallrohren

und Zubehör umfasst das Portfolio auch Coils

und Tafelbleche. So sind auch Anwendungen im

Bereich Dacheindeckung wie Stehfalz möglich.

Natürlich lassen sich ergänzende Bauteile wie Kehlbleche,

Ortgangabschlüsse, Attikaabdeckungen

oder Kaminanschlüsse passgenau aus demselben

Material realisieren. Dadurch entsteht eine durchgängige

Optik am gesamten Objekt. »Mit ›Zambelli

Colordur‹ bieten wir mehr als hochwertige

Dachentwässerung. Wir liefern ein durchdachtes

Komplettprogramm, das Design, Produktvielfalt,

Materialqualität und Funktionalität vereint und das

Handwerk in der Anwendung überzeugt«, sagt

Tobias Lawitsch, Spenglermeister und Technischer

Fachberater bei Zambelli.

Durchdachter Materialaufbau

»Colordur« basiert auf einem mehrschichtigen

Materialaufbau. Ein stabiler DX53-Stahlkern

wird ergänzt durch eine Zink-Magnesium-Auflage

(ZM120), einen Primer sowie eine robuste,

polyesterbasierte Farbbeschichtung mit einer

Gesamtschichtdicke von mindestens 35 µm. Die

Beschichtung ist beidseitig identisch ausgeführt

und gewährleistet so ein gleichmäßiges Materialverhalten

sowie eine durchgängige Schutzwirkung.

Die Kombination der Schichten ist gezielt

darauf ausgelegt, mechanischen Beanspruchungen,

Witterungseinflüssen und UV-Belastung

standzuhalten und gleichzeitig die Beschichtungsqualität

sicherzustellen.

Dachentwässerung wird mit »Zambelli Colordur«

bewusst zum Gestaltungselement. Die

durchgängige Farb- und Materialqualität aller

Komponenten sorgt für ein stimmiges und konsistentes

Gesamtbild des Gebäudes. Somit werden

gestalterische Freiheit und Systemoptik mit

technischer Robustheit und Handwerksqualität

verbunden.

Intuitives Montagesystem

Im Fokus der Entwicklung standen professionelle

Verarbeiter wie Dachdecker, Spengler und Metallhandwerker.

»Colordur« punktet durch eine hohe

Verarbeitungsqualität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Der DX53-Stahl bietet eine sehr gute

Formbarkeit und Maßhaltigkeit. Gängige Verarbeitungstechniken

wie Biegen, Profilieren und

Falzen, auch unter anspruchsvollen Bedingungen,

sind damit problemlos machbar. Das intuitive,

bewährte Steck- und Verbindungssystem

erleichtert die Montage und sorgt für präzise

Ergebnisse auf der Baustelle.

Das Produkt überzeugt auch unter Nachhaltigkeitsaspekten.

Die lange Lebensdauer reduziert

Wartungs- und Austauschzyklen. Der eingesetzte

Werkstoff Stahl ist vollständig recycelbar und

liefert eine solide Grundlage für ressourcenschonendes

Bauen. Der mehrschichtige Materialaufbau

verspricht dauerhafte Funktion und optische

Stabilität.

?

44 l Juni 2026 Dach & Holzbau


Holz-Deckenelemente

mit integrierter Heizung

FHS – Der Holzbau-Spezialist FHS

aus Grassau ist mit seiner eigenen

Brettsperrholzproduktion in der

Lage, im Werk die Fichtenholzplatten

mit einer wassergeführten Deckenheizung

zu versehen. Die Vorfertigung

erleichtert dem Heizungsbauer

die Arbeit und spart dem Kunden

eine zusätzliche Fußbodenheizung.

Bei gut gedämmten Gebäuden ist die wassergeführte

Deckenheizung in Brettsperrholz-Elementen

eine ideale Möglichkeit,

durch die thermische Bauteilaktivierung mit

großflächiger Wärmeabgabe über Strahlung

positive physiologische Effekte zu erzielen

und damit ein besonders behagliches

Raumklima zu erzeugen. Durch die hohe

spezifische Wärmekapazität von Fichtenholz

ist die Massivholzdecke ein ideales

Ausgleichsmedium, um über die ganze Fläche

Wärme abzugeben oder aufzunehmen.

Derselbe Effekt gilt für die Möglichkeit der

Deckenkühlung und damit für die Klimatisierung

von Räumen.

Die auf Kontakt formschlüssig eingefrästen

Heizleitungen befinden sich direkt unter

den insgesamt nur 6 mm (2 x 3 mm) starken,

kreuzweise verlegten Sägefurnierschichten.

Diese oberflächennahe Bauteilaktivierung

ermöglicht ein schnelles Ansprechverhalten

in der Wärmeabgabe oder -aufnahme

(= Kühlung) selbst bei nur leichter Veränderung

der Vorlauftemperatur. Die Zeit für das

Aufheizen eines Raumes ist deutlich kürzer

als z. B. bei einer Fußbodenheizung unter

Estrich. Auch im Winter können die Vorlauftemperaturen

dank großflächiger Wärmeabgabe

niedrig bleiben. Dies ermöglicht

sehr geringe Systemtemperaturdifferenzen

und eine größere Raumbehaglichkeit gegenüber

punktuellen Heizquellen. Im Sommer

kann durch die Wärmeaufnahme der vorgekühlten

Decke auf den Einsatz energieintensiver

Klimaanlagen verzichtet werden.

Verlegung unter exklusiver

Sichtoberfläche in Zusatzlage

FHS verfügt über eine eigene Brettsperrholz-Produktion

und verlegt die Leitungen

für die Deckenheizung in einer nichttragenden

Zusatzlage von 20 mm Stärke. Die

obere der beiden je 3 mm starken Decklagen

wird in edlem Holz gefertigt und bildet

BSP-Deckenelement von FHS mit integrierten Heizleitungen

sowie Kabelkanälen für Elektrik. Die exklusive

Oberfläche ist aus Kanadischem Ahorn.

die exklusive Sichtoberfläche. Bei durchgehenden

Deckenelementen sind für verschiedene

Räume auch Oberflächen in vielen

verschiedenen Holzarten möglich, z. B. in

Weißtanne, Lärche, Zirbe, Fichte, Esche,

Eiche oder Kanadischem Ahorn. Die Exklusiv-Oberflächen

von FHS sind praktisch

rissfrei, bieten ein optisch ruhiges Erscheinungsbild

und können auch weiß oder farbig

geölt werden. Die BSP-Deckenheizung

spart Energie und Geld für Heizung wie für

Klimatisierung. Die Vorfertigung im Werk

spart dem Heizungsbauer Zeit für die Verlegung.

Eine Fußbodenheizung im Estrich

kann bei gut isolierten Gebäuden überflüssig

werden. Die fertige, edle Oberfläche der

Decke erspart weiteren Aufwand. ?

FHS

Kunststoff-Dichtungsbahn mit

hoher Verarbeitungssicherheit

SWISSPOR (2)

SWISSPOR DEUTSCHLAND – »ExtruPol« ist eine direkt bewitterbare

FPO-Dach- und -Dichtungsbahn mit Glasvlieseinlage auf Polyethylen-

Basis und rutschhemmender Oberfläche. Sie wurde speziell als langlebige

und zuverlässige Abdichtung für unterschiedliche Unterkonstruktionen

entwickelt und deckt ein breites Einsatzspektrum ab.

Die Produktfamilie »ExtruPol« von Swisspor

Deutschland umfasst PE-basierte

FPO-Dach- und -Dichtungsbahnen (Flexible

Polyolefin). Sie werden gemäß DIN EN

13956 hergestellt und sind für die Heißluftverschweißung

ohne zusätzliche chemische

Nahtvorbehandlung ausgelegt. Durch das

breite Schweißfenster von rund 425 bis

580 °C ermöglichen sie ein zuverlässiges

und stabiles Schweißnahtverfahren auch

unter wechselnden Witterungsbedingun-

gen. Eine zusätzliche Aktivierung oder ein

Anschleifen der Oberfläche ist nicht erforderlich.

Die PE-basierte FPO-Rezeptur ist

UV-, witterungs- und alterungsbeständig

sowie wurzelfest gemäß FLL-Richtlinie. Sie

eignet sich damit für dauerhaft exponierte

Dachflächen. Die Glasvlieseinlage unterstützt

die Maßstabilität und erleichtert das

Handling bei der Verlegung.

Erhältlich ist das Dichtungsbahnsystem

in den Ausführungen M, MK, KSK und F.

Die »swisspor ExtruPol«-Produktfamilie

ist eine technisch leistungsfähige

Abdichtung – vom privaten

Balkon bis zum Flughafen Hamburg,

wie in diesem Beispiel zu sehen.

Je nach Variante werden unterschiedliche

Anforderungen berücksichtigt, etwa Anwendungen

im Trinkwasserbereich oder höhere

Windlasten. Die Dichtungsbahnen stehen in

den Farben Lichtgrau, Grün, Rot und Anthrazit

zur Verfügung und können in individuellen

Fixlängen gefertigt werden. ?

Dach & Holzbau

Juni 2026 l 45


Altgully erhalten

mit »SitaSani Disc«

SITA – Bei der Flachdachsanierung

mit abgewinkelten

Gullys gab es bisher

nur eine Lösung: den alten

Gully rausreißen und einen

neuen einbauen. »SitaSani

Disc« bietet jetzt eine

smarte Alternative, bei der

der Altgully im Dach verbleiben

kann. Er kommt

direkt in Verbindung mit

einem kompatiblen Aufstockelement

zum Einsatz.

i

Durch das Twin-Bauteil-

prinzip können zwei

Wunschanschluss-

manschetten kombiniert

und wasserdicht

angeschlossen werden.

Die Sanierung von abgewinkelten Dachabläufen

galt bisher als Problemfall. Klassische Sanierungsgullys

können hier aufgrund der geringen Bauteilhöhe

nicht verbaut werden. Sie würden mit ihren

Dichtungen in den waagerechten Abflussstutzen

des Altgullys hineinragen, ihn verschließen

oder mindestens die Abflussleistung mindern.

»SitaSani Disc« wurde speziell als Problemlöser

für diesen delikaten Einsatzbereich und die zerstörungsfreie

Sanierung entwickelt. Er schließt

damit eine große Lücke bei der wirtschaftlichen

Flachdachsanierung.

Doppelt gut dank Twin-Prinzip

Um die volle Ablaufleistung des Altgullys zu

erhalten, kommt der »SitaSani Disc« als Zweiteiler

auf die Baustelle. Der superflache Grundkörper

wird mit seinen Lippendichtungen direkt auf

den Altgully gesetzt und dort mit einer Wunschanschlussmanschette

angeschlossen. Er lässt

den Bestandsgully komplett unberührt, sodass

die volle Abflussleistung erhalten bleiben kann.

Dieser Grundaufbau dient als Montagebasis für

das zum System gehörige Anstauelement, das –

eingeschoben durch einen mehrlippigen Dichtring

– eine rückstausichere Abdichtung bis zu einer

Wassersäule von 2 m ergibt.

Der zweiteilige »SitaSani Disc« integriert sich perfekt

in vorgefundene Situationen. Multikompatibel

mit fast allen gängigen Dachgully-Fabrikaten löst

er jede Sanierungsaufgabe. Fest eingeschäumte

und zusätzlich fixierte Wunschanschlussmanschetten

sichern auf zwei Ebenen einen homogenen

Anschluss an alle Dachabdichtungen. Oft findet

sich bei älteren Dächern auf der Unterkonstruktion

noch eine Bitumenabdichtung. Durch das

Twin-Bauteilprinzip können zwei verschiedene

Wunschanschlussmanschetten kombiniert und

wasserdicht angeschlossen werden: die vorhan-

Zwei individuell wählbare Wunschanschlussmanschetten

schließen den »SitaSani Disc« und das Aufstockelement

rückstausicher an die jeweilige Abdichtung an.

dene auf der Unterkonstruktion und die zukünftige

auf der Wärmedämmung. In zwei Größen, mit

112 mm bis 170 mm und 162 mm bis 210 mm, ist

der »SitaSani Disc« für die Sanierung aller gängigen

Topfinnendurchmesser geeignet. Sein

Aufstockelement kann auf die Höhe der Wärmedämmung

zugeschnitten werden und überbrückt

Dachschichtenpakete von bis zu 210 mm

oder 230 mm. Gut fixiert, ergibt sich so auf einfache,

zerstörungsfreie Weise ein wasserdichter

und rückstausicherer Anschluss.

?

SITA (3)

Links: »SitaSani Disc«

gewährt einen rückstausicheren

Anschluss an den abgewinkelten

Altgully, ohne den

Abfluss zu verstopfen oder die

Ablaufleistung zu mindern.

Rechts: Die neue Lösung ermöglicht

Altgully-Sanierungen ohne

tiefergehende Eingriffe in die

Bausubstanz.

46 l Juni 2026 Dach & Holzbau


Mehr Energieeffizienz

und Wohnkomfort

Das größte

Dachgullyprogramm

Europas

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Entwicklung und

Herstellung

in Deutschland

FAKRO

Universal-Gully

Klemmfl ansch-

Gully

Alpha-Gully

Sanierungs-Gully

f. »Topfsanierung«

Sanierungs-Gully

f. »Rohrsanierung«

Aus der neuen »Greenview«-Serie: Die großflächigen Dachfenster verwandeln

sich beim Öffnen in einen bequemen Ausgang auf die Terrasse oder den Balkon.

Exzenter-Gully

Balkon-Gully mit

Klemmfl ansch

Balkon-Gully mit

Klebekragen

Garagen-/Balkon-Gully

FAKRO – Der Hausbau in Deutschland verändert sich

rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und die sich

ändernden Klimabedingungen sind entscheidende

Faktoren. Fakro reagiert darauf mit »Greenview«, einer

neuen Dachfenster-Generation, die diese Kriterien mit

hohen funktionalen und ästhetischen Standards und

einem gesteigerten Wohnwert vereint.

Ob Schwingfenster, Klapp-Schwingfenster, Kniestockfenster, Festelemente,

Ausstiegsfenster oder Balkonfenster, in Holz oder mit Kunststoff:

Bei Fakro ist viel Neues entstanden. Mit der »Greenview«-Serie

präsentiert das Unternehmen eine neue Generation von Dachfenstern

im ansprechenden Design, die mit Dreifachverglasungen die Wärmedämmung

optimiert und mit Werten bis zu 1,0 (W/m 2 K) den Energieverbrauch

reduziert. Die neue automatische Dauerlüftung optimiert

die Zufuhr von frischer Luft und den Luftaustausch, ohne den Innenraum

auszukühlen (reduziertes Kondensationsrisiko). »Es war uns

von Anfang an wichtig, auch unser bewährtes ›topSafe‹-System,

das seit Jahren höchste Sicherheitsstandards erfüllt, in das ›Greenview‹-Konzept

einzubinden«, sagt Paul Leitgeber, Geschäftsführer von

Fakro Dachfenster. »In puncto Energieeffizienz und Schallschutz setzen

wir auf unsere 44 mm starken Scheibenpakete ›U55‹ oder ›P50‹.

Dabei handelt es sich jeweils um Dreifachverglasungen, wobei letztere

mit einer schallisolierten Folie kombiniert ist, was den Lärmpegel

im Innenraum wesentlich reduziert. Es ist schon beeindruckend,

welche Wirkung die verbesserte Schallisolierung mit bis zu 40 dB je

nach Fenstertyp auf den Wohnkomfort hat.«

Hinzu kommen weitere Vorzüge wie die neu konzipierten ergonomischen

Griffe im zeitlosen Design und die neue Glasflächenbeschichtung

auf der Außenseite, die dafür sorgt, dass die Scheibe länger sauber

bleibt. Die neu gestalteten Abdeckbleche und Eindeckrahmen an der

Außenseite in Anthrazit (RAL7016) verleihen den »Greenview«-Fenstern

ihr zeitgemäßes und ästhetisches Erscheinungsbild. Fakro setzt

auf umweltfreundliche Materialien und Prozesse. Das »Carbon Footprint

Approved«-Zertifikat bescheinigt den »Greenview«-Fenstern

ihren geringen CO 2

-Fußabdruck in der Herstellung. Ausgestattet mit

der »thermoPro«-Technologie wird nicht nur die Energieeffizienz der

Fenster verbessert, sondern auch ihre Lebensdauer. Die TÜV-Zertifikate

für einige Modelle (u. a. Dachfenster »PTP-V U55« und »PPP-V

Max U55«) und die Förderfähigkeit dieser Fenster für energieeffizientes

Bauen sind laut Hersteller weitere gute Argumente, die für diese

neue Dachfenstergeneration sprechen.

?

Dach & Holzbau

Grumbach Flachdach 202506

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Juni 2026 l 47

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Komplettsystem

für die Installation

von PV-Anlagen

SIKA – »Sika SolarMount-1« ist ein

durchdringungsfreies Komplettsystem

für die Installation von Photovoltaikanlagen

auf Flachdächern. Das

Deutsche Institut für Bautechnik

(DIBt) hat die allgemeine bauaufsichtliche

Zulassung (abZ) nun verlängert

und bestätigt damit offiziell die technische

Leistungsfähigkeit, Qualität

und Sicherheit des Befestigungssystems

in Kombination mit den Dachabdichtungsbahnen

»Sarnafil TS«

(FPO) und »Sikaplan G« (PVC).

»Sika SolarMount-1« eignet sich für die Installation

von gerahmten, starren PV-Modulen

auf mechanisch befestigten Sika-Abdichtungsbahnen.

Das System sichert die Module,

ohne die Dachbahn zu durchdringen: Von

Sika geschulte Verarbeiter verschweißen die

zugehörigen »SolarClick«-Befestigungselemente

mit Heißluft direkt auf den Kunststoff-

SIKA (2)

abdichtungsbahnen. Eine Installation kann auf

Flachdächern mit einer maximalen Dachneigung

von bis zu 5° erfolgen, und zwar sowohl

in Süd- als auch in Ost‐West‐Ausrichtung.

Die Verlängerung der abZ durch das DIBt

gibt den Kunden Planungssicherheit und die

Gewissheit, auch weiterhin auf ein offiziell

geprüftes und zugelassenes Montagesystem

setzen zu können. In Kombination

mit bewährten Dachabdichtungssystemen

bietet »Sika SolarMount-1« eine kompatible

und zuverlässige Lösung für Photovoltaik

auf Flachdächern.

Als zugelassenes System nach DIBt eignet

sich »Sika SolarMount-1« für den Neubau

und die Sanierung. Es gibt eine klar definierte

Lastaufnahme durch das abgestimmte

System, eine Dachdurchdringung bei der

Montage des »SolarClick« ist nicht möglich

und ein ungehinderter Wasserabfluss durch

den Abstand des Systems zur Dachbahn

wird gewährleistet. Das System ist zusätzlich

ballastierbar und somit für hohe Windlasten

geeignet. »Sika SolarMount-1« lässt

sich mit abgestimmten Gründachsystemen

kombinieren, wodurch sich der Abflussbeiwert

reduziert.

?

Die allgemeine bauaufsichtliche

Zulassung durch das DIBt für

das Montagesystem

»Sika SolarMount-1«

wurde verlängert.

»Sika Solar-

Mount-1« kann in Südund

Ost‐West‐Ausrichtung

installiert und mit einem abgestimmten

System auch begrünt

werden.

?

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48 l Juni 2026 Dach & Holzbau


Rohbau

SCHLAGMANN POROTON (2)

Nicht nur die Ziegel

entwickelten sich in den

letzten 25 Jahren weiter.

Auch die Verarbeitung auf der

Baustelle wurde ressourcenschonender,

schneller und effizienter.

Integrierter Dämmstoff

für den Massivbau

SCHLAGMANN POROTON – Seit 25 Jahren steht der perlitgefüllte

Poroton-Ziegel für energieeffizientes und monolithisches

Bauen. Zum Jubiläum blickt Schlagmann Poroton auf eine Entwicklung

zurück, die den Ziegelbau nachhaltig geprägt hat.

Mit der Idee, das Vulkangestein Perlit als

Dämmstoff in Poroton-Ziegel zu füllen, setzte

der Ziegelhersteller Schlagmann Poroton

Anfang der 2000er-Jahre einen wichtigen

Impuls für energieeffizientes und monolithisches

Bauen in Deutschland. Seitdem wird

die Produktpalette kontinuierlich weiterentwickelt:

Zunächst stand mit dem »T9« vor allem

der Einfamilienhausbau im Fokus, anschließend

folgten mit dem »S12« Lösungen für

den Objektbau sowie mit der Wärmedämmfassade

»WDF« Konzepte für die ökologische

Sanierung. 2026 jährt sich die Markteinführung

des ersten Perlit-Ziegels zum 25. Mal.

Vom Engpass zur Erfolgsstory

Die energetischen Anforderungen an Gebäude

haben sich in den vergangenen Jahrzehnten

stetig verschärft. Bereits Mitte der 1990er-

Jahre stellte die Weiterentwicklung der Wärmeschutzvorgaben

die Ziegelindustrie vor

neue Herausforderungen: Klassische Poro-

Rohbau | Mauerwerk & Beton

sierungsverfahren stießen an ihre Grenzen,

wenn zugleich Tragfähigkeit und Dämmleistung

gewährleistet bleiben sollten.

Daraufhin entwickelte Schlagmann Poroton

einen grundlegenden Ansatz: Die Dämmung

sollte nicht als zusätzliche Schicht auf

der Fassade angebracht, sondern direkt in

den Ziegel integriert werden. Als Dämmmaterial

fiel die Wahl auf das Vulkangestein

Perlit, das dank seines mineralischen

Ursprungs schadstofffrei ist und feuchteregulierend

wirkt.

Diese Idee markierte einen technologischen

Wendepunkt. Sie ermöglichte es,

monolithische Bauweisen beizubehalten

und gleichzeitig die gestiegenen Anforderungen

zu erfüllen. Die 2001 patentierte

Perlit-Füllung etablierte sich innerhalb weniger

Jahre am Markt und wurde sukzessive

weiterentwickelt.

»Mit Blick auf steigende Baukosten und

wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit

gewinnen langlebige, ressourcenschonende

Bauweisen zunehmend an Bedeutung«, so

Geschäftsführer Johannes Edmüller. In diesem

Kontext treibt Schlagmann Poroton die

Weiterentwicklung mineralischer Baustoffe

im europaweit einzigartigen Forschungszentrum

Ziegel voran. »Aus unserer Innovationsarbeit

geht hervor: Perlit ist auch nach

all den Jahren der beste Dämmstoff, den

wir uns für nachhaltigen und wohngesunden

Wohnungsbau vorstellen können«, so

Johannes Edmüller weiter.

Eine aktuelle Innovation stellt der »Poroton-T6«

mit einer Wärmeleitzahl von 0,060

dar, der speziell für den Wohnungsbau im

privaten Segment entwickelt wurde. Verschiedene

Umweltzertifizierungen wie der

Blaue Engel bescheinigen dem Material

eine hohe Verträglichkeit für Gesundheit

und Umwelt – ein Aspekt, der für Bauherren

und Investoren gleichermaßen an Relevanz

gewinnt.

?

Der »Poroton-T6« mit besonders

niedriger Wärmeleitfähigkeit.

Juni 2026 l 49


Das eingesetzte Betonsilo half

dabei, den Beton vorsichtig

dosiert einzubringen.

Spezielle Betonrezeptur

zum Strahlenschutz

HEIDELBERG MATERIALS – Im Neubau neben dem Krankenhaus St. Adolf-

Stift in Reinbek sollen Tumorpatienten zukünftig ihre Strahlentherapie

erhalten. Spezieller Strahlenschutzbeton von Heidelberg Materials sorgt

dafür, dass bei der Behandlung keine Strahlung in benachbarte Räume oder

nach außen dringt. Dem Beton wurde u. a. das Mineral Baryt hinzugefügt,

das über eine sehr hohe Dichte verfügt.

HEIDELBERG MATERIALS (3)

logische Allianz. Für die Räume, genauer

gesagt die Strahlenschutzbunker, in denen

die Geräte für die Strahlentherapie stehen,

gelten besondere Anforderungen. Schließlich

durchdringen ionisierte Strahlen nicht

nur menschliches Gewebe, sondern auch

Die Einweihung des neuen Ärztehauses

neben dem Krankenhaus St. Adolf-Stift in

Reinbek ist für dieses Jahr geplant.

Direkt neben dem Reinbeker Krankenhaus

St. Adolf-Stift im östlichen Umlandbereich

Hamburgs entsteht ein viergeschossiges

Ärztehaus mit Strahlentherapie, Radiologie,

Nuklearmedizin sowie einem histopathologischen

Zentrum. Bauherrin ist die Radioherkömmliche

Wandkonstruktionen. Zum

einen sind daher Schutzvorrichtungen an

den Geräten selbst vonnöten, zum anderen

müssen die Wände durch geeignete

Materialien und ausreichende Dicke einen

sicheren Strahlenschutz gewährleisten. Normative

Grundlagen liefert hier die Strahlenschutzberechnung

nach DIN 6847-2.

Daher investiert die Radiologische Allianz

von den insgesamt rund 18 Mio. veranschlagten

Euro nicht nur rund 3,5 Mio.

Euro in die medizinische Gerätetechnik,

sondern auch 3 Mio. Euro in die Strahlenschutzbunker.

Für deren Bau ist spezifisches

Fachwissen aufseiten des Architekten, des

Bauunternehmers und des Betonlieferanten

vonnöten – sowie eine enge Zusammenarbeit,

um Wanddicke und Material aufeinander

abzustimmen. Die beauftragte Firma

Sven Lorenzen Architektur aus Hamburg ist

u. a. auf Praxen für Strahlentherapie spezialisiert.

Einen erfahrenen Bunkerbauer

fand die Radiologische Allianz mit der Firma

Pontax aus Lennestadt, einem Spezialunternehmen

auf dem Gebiet des bautechnischen

Strahlenschutzes in der Medizin,

Industrie und Forschung.Die gemeinsame

Planung begann bereits mit den

50 l Juni 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


ausgewählten medizinischen Geräten für

die Strahlentherapie. »Wir müssen ja wissen,

wie hoch die freigesetzte Strahlung in

jedem einzelnen Raum sein wird, um den

entsprechend nötigen Strahlenschutz zu

berechnen«, erklärt Frank Friedrichs von

Pontax. Bei der Strahlenschutzberechnung

spielen neben der Art der Strahlung

(Röntgen-, Gamma- oder Neutronenstrahlung)

viele Parameter eine Rolle: u. a. die

sogenannte Nutzstrahlrichtung, die Höhe

der Strahlendosis pro Zeiteinheit und der

-intensität am Gerät. Ebenso ist relevant,

ob und wie häufig sich Personen in angrenzenden

Räumen aufhalten. Alle Parameter

bestimmen, wie stark die geplante Wand

die Strahlung abschirmen muss – berechnet

durch den erforderlichen Schwächungsfaktor.

Dieser Faktor wiederum bestimmt

die erforderliche Wanddicke in Abhängigkeit

von der Materialdichte. Als Beispiel:

Benötigt eine Wand aus Strahlenschutzbeton

mit einer Dichte von 3,2 g/cm³ eine

Dicke von 2 m, müsste sie ganze 3 m dick

sein, wenn sie aus Normalbeton mit einer

Dichte von 2,3 g/cm³ wäre.

Die geeignete Rezeptur überwachen

»Hier haben wir in einem Strahlenschutzbunker

ein Gerät mit eigener Blei-Abschirmung

(Beamstopper). In den zweiten Bunker

kommt ein herkömmlicher Beschleuniger

mit anderen Anforderungen an die Wände

und den Beton«, erklärt Frank Friedrichs.

»Aufgrund der Berechnungen eines externen

Strahlenschutzexperten haben wir wiederum

eine geeignete Betonzusammensetzung

empfohlen.« Sven Hacker, Vertriebsaußendienst

Heidelberg Materials Hamburg, führt

weiter aus: »Der Beton musste eine Festbetonrohdichte

von mindestens 3,2 g/cm³

aufweisen. In enger Absprache mit Pontax

entwickelten wir nach DIN 1045 die

finale Rezeptur im Labor. Neben Sand als

Zuschlagstoff setzten wir das Mineral Baryt

ein. Mit seiner hohen Dichte von 4,15 g/cm³

eignet es sich hervorragend für Strahlenschutz-

und Schwerbeton. So eine Rezeptur

in der Überwachungsklasse 2 erfordert

eine intensive Qualitätskontrolle von unserer

Seite sowohl im Werk als auch auf der

Baustelle.« Frank Friedrichs ergänzt: »Zum

einen muss der angelieferte Beton auf der

Baustelle auf Dichte, Luftporenvolumen und

Konsistenz geprüft werden. Zum anderen

ist ein zügiger Einbau und sofortiges Verdichten

notwendig – der Beton darf keine

Luftporen bilden, um eine durchgehende

Strahlenschutzwirkung zu garantieren. Das

erfordert sehr sorgfältiges Arbeiten.« Dass

die Schalung ohne Hülsenkonstruktion, also

ohne spätere Hohlräume, ausgeführt sein

muss, versteht sich von selbst. Ebenso

sollen sich keine Trennfugen in Bereichen

direkter Strahlung befinden. Eine gute Vorplanung

ist vonnöten. Für den Einbau kam

ein Betonsilo zum Einsatz, um die Fallhöhe

möglichst gering zu halten und den Beton

vorsichtig dosiert einzubringen und sorgfältig

zu verdichten. Er darf sich nicht entmischen.

»Wir verwendeten daher auch

Hochfrequenz-Innenrüttler in ausreichender

Anzahl, um den Beton gut und gleichmäßig

zu verdichten«, sagt Frank Friedrichs. ?

Eine Rezeptur in der Überwachungsklasse

2 erfordert eine

intensive Qualitätskontrolle.

Für die Betonrezeptur

wurde neben Sand auch

das Mineral Baryt als

Zusatzstoff verwendet –

es verfügt über eine sehr

hohe Dichte und eignet

sich deswegen gut für

den Strahlenschutz.

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Rationelle Mörtelverarbeitung

STOCRETEC – Big Bags

und Mini-Silo mit Fördertechnik

statt Sackware und

Zwangsmischer mit Schubkarre:

Mit dieser Methode

lassen sich Mörtel rationell

verarbeiten. Das Verfahren

spart Zeit und Kraft und

sorgt dank automatisiertem

Mischvorgang zudem für

eine konstante Qualität.

Durch die Kooperation von

StoCretec (Kriftel) und

Inotec (Waldshut) gibt es

ein abgestimmtes System

aus Mörtel, Logistik und

Maschinentechnik, mit dem

Verarbeiter ihre Bautrupps

entlasten und höhere Flächenleistungen

erreichen.

»StoCrete TG 302« ist pumpfähig

und eignet sich damit besonders

für große Industriebodenflächen.

Werktrockenmörtel in Big Bags reduziert den Aufwand

beim Transport; das Öffnen und Entleeren

von Sackware entfällt, zudem sinkt die

Abfallmenge. Maschinentechnik übernimmt

das Anmischen und erleichtert

den Einbau des Mörtels. Das reduziert

die körperliche Belastung, zugleich

steigt die Förderleistung deutlich.

Das maschinelle Mischen stellt die

gleichbleibende Qualität des Mörtels

sicher.

Damit Baustoffe, Logistik und Maschinentechnik

perfekt zusammenspielen,

kooperiert StoCretec als Mörtellieferant eng

mit dem Maschinenspezialisten Inotec. Das

einfach zu bedienende Kleinsilo »inoComb Cabrio«,

inklusive Durchlaufmischer und Förderpumpe,

eignet sich beispielsweise für verschiedene

Instandsetzungsmörtel. StoCretec hat die Verarbeitung

der Mörtel »StoCrete TG 203«, »TG 302«,

»TG 104« und »TG 108« intensiv mit dem Kleinsilo

getestet. Je nach Mörtel sind zwischen 6 mm

und 100 mm Schichtdicke in einem Arbeitsgang

möglich, der Verbrauch pro Millimeter Schichtdicke

liegt zwischen 2,0 kg/m² und 2,1 kg/m². Vor

allem für Betriebe, die neu mit der Silotechnik

beginnen wollen, lohnt sich zudem der Rundum-Service

von Inotec.

Bewährte Mörtel

für typische Schadensfälle

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Betoninstandsetzung

sind zuverlässige, leistungsstarke

Reparaturmörtel, die für den jeweiligen Anwendungsfall

optimiert sind. Beispielsweise ist »Sto-

Crete TG 203« so formuliert, dass er Tragfähigkeit

und Feuerwiderstand von Betonbauten wiederherstellt.

Als statisch mitwirkender Spezialmörtel

trägt er selbst zur Tragfähigkeit bei. Er kann

Das Kleinsilo »inoComb

Cabrio« von Inotec.

sowohl als Nassspritzmörtel (SRM-A4) als auch

von Hand als RM-A4 eingesetzt werden. Außerdem

entspricht »StoCrete TG 203« der Klasse

R4 gemäß EN 1504, Teil 3, und ist gemäß MVV

TB als nicht brennbar einzustufen, da er die Baustoffklasse

A2-s1-d0 gemäß EN 13501-1 erfüllt –

inklusive zusätzlichen Nachweises für 90 Minuten

Feuerwiderstandsfähigkeit. Durch den Eignungsnachweis

als Anodeneinbettungsmörtel steht der

Betonersatz zudem für den kathodischen Korrosionsschutz

bereit. Ein allgemeines bauaufsichtliches

Prüfzeugnis belegt darüber hinaus seine

Tauglichkeit für LAU-Anlagen.

Ein weiteres Beispiel ist »StoCrete TG 302«, ein

Instandsetzungsmörtel für Böden. Der thixotrope,

schwabbelfähige Mörtel lässt sich knie- und

rückenschonend im Stehen einbauen und mit

Schwabbelstange oder Estrichverteiler leicht

verdichten und glätten. Im Vergleich zu Standardmörteln

für den Boden spart das bis zu 30

Prozent Zeit. Weil Schichtdicken bis 100 mm in

einem Arbeitsgang möglich sind, steigt die Verarbeitungssicherheit,

da in der Regel keine zweite

Lage notwendig ist und in vielen Fällen auf eine

Haftschlämme verzichtet werden kann. ?

Das Befüllen

des Silos gelingt

unkompliziert.

STOCRETEC (3)

52 l Juni 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Außenanlagen

Gezielte Reinigung

von spezifischen

Niederschlagsmengen

Das Hauraton-System »Drainfix Clean«

eignet sich für Vollstrom- wie für die

Teilstrombehandlung (im Bild).

HAURATON (2)

HAURATON – Die Anforderungen an die Behandlung von Niederschlagswasser

steigen kontinuierlich. Gründe sind strengere Umweltvorgaben,

zunehmende Flächenversiegelung und veränderte Niederschlagsmuster.

Für Planende stellt sich dabei die zentrale Frage, ob der gesamte Abfluss

behandelt werden muss oder ob eine Teilstrombehandlung ausreicht.

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,

Abwasser und Abfall (DWA) erarbeitet

das technische Regelwerk, das als

Grundlage für Planung, Bau und Betrieb von

Wasser- und Abwasseranlagen dient. In der

DWA-A 102-2 beschreibt sie systematisch

die Möglichkeit, Niederschlagsabflüsse im

Teilstrom zu behandeln. Dabei wird nur ein

definierter Anteil des Zuflusses gezielt gereinigt.

Grundlage der Auslegung ist die kritische

Regenspende (rkrit). Sie bestimmt die

Wassermenge, die einer Behandlungsanlage

zugeführt wird. Der darüber hinausgehende

Abfluss wird bei höheren Niederschlagsintensitäten

über eine Überlaufvorrichtung

(Bypass) abgeleitet.

Dr. Alexandra Joos, Produktmanagerin bei

Hauraton, erläutert, was dieser Vorgang im

Betrieb bedeutet: »Bei üblichen Regenereignissen

wird das gesamte anfallende Wasser

zunächst über die Behandlungsanlage

geführt. Dieser erste Abfluss, auch als ›First

Flush‹ bezeichnet, enthält in der Regel die

höchste Schadstoffbelastung, da er Ablagerungen

von befestigten Flächen aufnimmt.«

Erst bei länger andauernden oder intensiven

Regenfällen steigt die Abflussmenge so weit

an, dass ein Teil des Wassers über den Überlauf

abgeführt wird. »Dieses Wasser weist

eine geringere Schadstoffkonzentration auf,

da die größere Wassermenge verdünnend

wirkt und der stärker belastete erste Anteil

bereits gezielt behandelt wurde«, so Dr. Alexandra

Joos weiter. Das Prinzip ermöglicht

eine wirksame Reduzierung der Schadstofffracht

bei gleichzeitig angepasster Dimensionierung

der Behandlungsanlage.

Trotz der erweiterten Möglichkeiten bleibt

die Vollstrombehandlung in bestimmten Fällen

zwingend. Insbesondere bei der Versickerung

in das Grundwasser fordert das

Regelwerk DWA-A 138-1 die Behandlung

des gesamten Niederschlagswasserabflusses.

Hier steht der Schutz von Boden und

Grundwasser im Vordergrund. Eine hydraulische

Entlastung ist in diesen Anwendungsfällen

nicht vorgesehen.

Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt

maßgeblich vom Einleitpfad und der Flächennutzung

ab. Während bei Einleitungen

in Oberflächengewässer zunehmend Teilstromlösungen

eingesetzt werden, gelten

für Versickerungsanlagen strengere Anforderungen.

Für die Auslegung dezentraler

Anlagen liefert der Entwurf DWA-M 179-1

zusätzliche Hinweise zur Dimensionierung

und zum Betrieb. Entscheidend sind dabei

unter anderem die Filtrationsgeschwindigkeit,

die Filtermächtigkeit sowie das Verhältnis

von angeschlossener Fläche zur

Behandlungsfläche. Ein wesentlicher Einflussfaktor

für die Reinigungsleistung ist

das eingesetzte Filterprinzip. »Bei Systemen

wie ›Drainfix Clean‹ kommt die Oberflächenfiltration

zum Einsatz«, erklärt Dr.

Alexandra Joos. »Dabei werden Feststoffe

und daran angelagerte Schadstoffe gezielt

an der Oberfläche des Filters zurückgehalten.

Die Schadstoffe verbleiben im oberen

Bereich und werden nicht tief in das Filtermaterial

eingetragen oder gar aus dem

System herausgetragen.« Weiterer Pluspunkt:

Der sich nach und nach bildende Filterkuchen

an der Filteroberfläche wirkt als

zusätzlicher Filter und unterstützt den Schadstoffrückhalt.

Joos: »Dieses Prinzip sorgt

für eine dauerhaft stabile Reinigungsleistung.

Gleichzeitig lassen sich Wartung und

Kontrolle gezielt durchführen, da belastete

Schichten einfach zugänglich sind.« Auch im

Teilstrombetrieb zeigt die Oberflächenfiltration

ihre Vorteile. Dr. Alexandra Joos: »Der

stärker belastete Erstabfluss wird gezielt

behandelt und von Schadstoffen befreit. Bei

höheren Niederschlagsintensitäten gelangt

Wasser mit geringerer Schadstoffkonzentration

in den Überlauf. Die Reinigungsleistung

bleibt dadurch auch bei wechselnden

Belastungen zuverlässig erhalten.« Dezentrale

Systeme ermöglichen eine Anpassung

an unterschiedliche Anforderungen vor Ort.

Systeme wie »Drainfix Clean« lassen sich

sowohl für die Vollstrom- als auch für die

Teilstrombehandlung einsetzen und unterstützen

so verschiedene Entwässerungskonzepte

im urbanen Raum.

?

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

Juni 2026 l 53


Tropisches Edelholz-Design

trifft moderne WPC-Dielen

Die neue co-extrudierte Diele »Piazza Mondo« aus WPC von Naturinform bringt mit »Ipé Nuancen« das

natürlich warme Farbspiel von exotischen Hölzern auf Terrassen und Balkone. Der Mix aus verschiedenen

Farbtönen und Farbverläufen ermöglicht jeder Terrasse einen individuellen, exotischen Look.

NATURINFORM – Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit

möchte Naturinform mit seiner co-extrudierten

WPC-Diele »Piazza Mondo« verbinden. Diese gibt es

jetzt in der neuen Farbvariante »Ipé Nuancen«. Diese

Farbnuance bietet die warme Ausstrahlung tropischer

Edelhölzer in Kombination mit den langlebigen und pflegeleichten

Eigenschaften moderner WPC-Dielen.

pfe_21001_anz_90X130_zeitung.qxp_Layout 1 07.01.21 09:00 Seite 1

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ohne herkömm liche Fugenfüllung mit

einem edlen Erscheinungsbild.

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Fugenfüllung entfällt und wird durch

ein werkseitig fixiertes, steinumfassendes

Hochleistungs profil aus 100 % recycle -

barem Gummi ersetzt.

Mit der neuen Farbvariante »Ipé Nuancen« erweitert Naturinform

die Farbpalette seiner co-extrudierten WPC-Diele »Piazza Mondo«

um eine exotisch anmutende Holzoptik. Die feinen, warmbraunen

Farbverläufe und die leicht changierende Maserung erinnern an

das Erscheinungsbild des südamerikanischen Tropenholzes Ipé,

aber ganz ohne dessen ökologische und technische Nachteile.

Mehr Widerstandsfähigkeit und Farbstabilität

mit neuer Schutzummantelung

Die Diele »Piazza Mondo« ist Teil der neuen »Piazza«-Familie, die

erst im Januar dieses Jahres in den Markt eingeführt wurde. Mit

dieser Produktlinie erweitert das Unternehmen sein Portfolio um

co-extrudierte Terrassendielen, die durch ihre innovative Schutzummantelung

besonders widerstandsfähig, farbstabil und pflegeleicht

sind, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Die neue

Farbvariante »Ipé Nuancen« bildet die Optik von echtem Ipé-Holz

nach. Dafür sorgt laut Naturinform die einmalige und individuelle

Kombination verschiedener Brauntöne: Jede Diele ist einzigartig

und besitzt ihren ganz eigenen Farbverlauf.

»Mit den ›Ipé Nuancen‹ bringen wir die natürliche Eleganz eines

der begehrtesten Harthölzer in eine nachhaltige und alltagstaugli-

NATURINFORM, STUDIOPFLEIDERER (3)

Küblinger Weg 10 • 68623 Lampertheim

info@beton-pfenning.de • www.beton-pfenning.de

Die Diele »Piazza Mondo« aus WPC von Naturinform, hier in »Ipé Nuancen«,

ist aufgrund ihrer UV-beständigen 360°-Ummantelung laut Hersteller besonders

farbstabil und damit auch bei teils überdachten Flächen einsetzbar.

54 l Juni 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Wer sich für die Gestaltung seiner Terrasse eine

warme, exotische Holzoptik wünscht und nicht auf

Tropenhölzer zurückgreifen will, für den ist dieser

Wunsch mit der Farbvariante »Ipé Nuancen« der

»Piazza Mondo« von Naturinform realisierbar.

che Form. Unsere Kunden erhalten damit eine Terrassenlösung, die

sowohl optisch als auch funktional höchsten Ansprüchen gerecht

wird«, erklärt Geschäftsführerin Pia Hobeck.

Tropenholz-Design ohne Tropenholz:

Langlebig, pflegeleicht und nachhaltig

Die neue »Piazza Mondo« in »Ipé Nuancen« vereint die Ausstrahlung

von Ipé-Holz mit den Vorteilen moderner Co-Extrusion. Die

Diele behält über viele Jahre ihre Farbbrillanz und ansprechende

Oberflächenstruktur, ohne dass ein zeit- und kostenraubender

Pflegeaufwand wie Schleifen, Streichen oder Ölen erforderlich

ist, verspricht der Hersteller.

Für anspruchsvolle Außenbereiche:

Eleganz trifft Technik

Mit ihrem Format von 140 x 21 mm und der robusten, trittsicheren

Oberfläche ist die »Piazza Mondo« ein universell einsetzbarer

Allrounder im Naturinform-Portfolio. Sie eignet sich für

private Terrassen ebenso wie für Gastronomieflächen, Hotelanlagen

oder öffentliche Bereiche. Die verdeckte Befestigung mit

dem Naturinform-Montagesystem erzeugt ein gleichmäßiges

Erscheinungsbild ohne sichtbare Schrauben. Auf gut belüfteten

Flächen ist die Verlegung mit 0°-Gefälle problemlos möglich. Die

Farbwelt der »Ipé Nuancen« greift die typische Tiefe und Wärme

tropischer Harthölzer auf und überträgt sie in ein modernes Verbundmaterial.

Während echtes Ipé-Holz für seine extreme Härte

und Exklusivität bekannt ist, gleichzeitig jedoch kostenintensiv,

schwer zu bearbeiten und ökologisch kritisch bewertet ist, bietet

die »Piazza Mondo« eine zeitgemäße Alternative, heißt es in der

Unternehmens-Mitteilung weiter. Sie ist laut Naturinform dauerhaft

formstabil, bleibt splitterfrei und damit barfußfreundlich, widersteht

Witterungseinflüssen zuverlässig und wird aus PEFC-zertifizierten

Restholzfasern der heimischen Industrie gefertigt. Zudem ist

sie recycelbar, also vollständig in den Materialkreislauf integrierbar.

Mit der neuen Farbnuance »Ipé Nuancen« möchte Naturinform

den warmen Charakter tropischer Edelhölzer auf Terrassen

und Balkone bringen, ohne Kompromisse bei Nachhaltigkeit und

Pflegeaufwand einzugehen. Zu sehen ist die neue Terrassendiele

auch im September auf der GaLaBau am Naturinform-Stand.?

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

EPDs

Naturinform bietet Produkte für DGNB-zertifiziertes Bauen

an. Für alle Terrassendielen und Fassadenprofile von Naturinform

liegen die nach internationalen Normen erstellten

Umwelt-Produktdeklarationen, sogenannte EPDs (Environmental

Product Declarations) vor.

15.–18.9.

2026

Halle 4, Stand 4–215

ALLES DRIN.

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Bewährte Klassiker & innovative Neuheiten:

Der KANN-Katalog 2026/2027

Juni 2026 l 55


»Pheos«-Platten und Gestaltungspflaster

von Kann – mit Glitzereffekt ein

Statement setzen.

KANN (2)

Glitzereffekt auf der Terrasse

KANN – Bei der Gestaltung von Terrassen und Sitzplätzen im Garten

liegen Konzeptionen in geradliniger Eleganz zurzeit absolut im Trend.

Wie klare Formen und geometrisches Design buchstäblich Glanzpunkte

setzen, zeigen die neuen »Pheos«-Terrassenplatten, die Kann jetzt

ergänzend zum passenden Pflaster anbietet.

Klare Linien und geradliniges

Fugenbild: Hier die »Pheos«-Platten

in der Variante »grau plus«.

Mit den »Pheos«-Terrassenplatten sind durchgängige

Gestaltungslösungen mit Glitzereffekt

realisierbar, die sowohl auf privaten Grundstücken

als auch im öffentlichen Umfeld sehr gediegen

wirken.

Erzeugt wird der optische Effekt bei den neuen

»Pheos«-Platten, wie auch bei dem bereits seit

drei Jahren erhältlichen Pflaster, durch Glimmeranteile

in der Oberfläche. Zusätzlich bringen die

klare Linienführung und das Rechteckformat mit

den Abmessungen 60 x 40 x 5 cm das elegante

Flair der Platten sehr gut zum Ausdruck. Die

Minifase von 2 mm ermöglicht ein besonders

geradliniges Fugenbild. Unterstützt wird der Eindruck

durch die beiden Grautöne »anthrazit plus«

und »grau plus«. Sie schaffen eine hochwertige

Anmutung, die sich sehr gut mit unterschiedlichen

Gestaltungsstilen von klassisch bis modern

kombinieren lässt.

Für eine ganzheitliche Gestaltung lässt sich

der elegante Glimmereffekt mit dem »Pheos-

Pflaster« nahtlos fortsetzen. Es ist im Format

40 x 20 cm wahlweise in 6 oder 8 cm Dicke erhältlich.

Damit lassen sich nicht nur Hauseingänge

in Szene setzen, sondern auch Grundstückseinfahrten

und Carports befestigen.

In diesen Bereichen trägt auch der »Kanntec-10«-Verschiebeschutz

mit seinen unsichtbaren

Nocken zu einer stabilen und langlebigen

Pflasterfläche bei. So findet sich mit dem

»Pheos«-Programm für jedes Objekt die passende

Flächenbefestigung, teilt der Hersteller

mit.

?

56 l Juni 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Die Kreissäge »Expert EXKS18V-68GX«

von Bosch bildet in Kombination mit den

»FSN X«-Führungsschienen ein mobiles

Gehrungssägesystem für exakte Winkelund

Querschnitte.

Werkzeuge

Neue Akku-Sägen

für die Holzbearbeitung

BOSCH (2)

BOSCH – Bosch präsentiert zwei leistungsstarke Akku-Werkzeuge für

anspruchsvolle Profis in der Holzbearbeitung: die kompakte Tauchsäge

»Expert EXKT18V-52G« und die präzise Kreissäge »Expert EXKS18V-

68GX«. Beide Elektrowerkzeuge gehören zur Top-Leistungsklasse

»Expert« von Bosch und sind Teil des »Professional 18V«-Systems, das

dank AmpShare-Allianz herstellerübergreifend genutzt werden kann.

Für Anwender, die Wert auf hohe Präzision

und außergewöhnliche Mobilität legen,

präsentiert Bosch die Tauchsäge »Expert

EXKT18V-52G«. Ihr kompaktes Design

ermöglicht Wandabstände von lediglich

10 mm und bietet damit hohe Flexibilität

bei Sägearbeiten. Angetrieben von einem

bürstenlosen Biturbo-Hochleistungsmotor

und einem optimierten Antriebssystem,

schöpft die Tauchsäge in Kombination

mit den neuen »Expert«-Akkus ihre Leistung

aus. Bereits ein 18-V-»Expert«-Akku

mit 4 Ah oder mehr genügt, um die volle

Leistungsfähigkeit des Geräts abzurufen

und zugleich Flexibilität sowie Mobilität zu

gewährleisten.

Die integrierte »Click-&-Clean«-Schnittstelle

für Bosch-Staublösungen lässt sich

flexibel um 360° drehen und trägt so zu

einem sauberen Arbeitsumfeld bei. Sowohl

mit den bewährten Bosch-FSN-Führungsschienen

als auch mit anderen gängigen

Systemen besteht volle Kompatibilität.

Das intuitive HMI des Werkzeugs bietet

zudem eine komfortable Geschwindigkeitsund

Modusauswahl, inklusive Eco-Modus

für eine verlängerte Akku-Laufzeit, sowie

eine übersichtliche Anzeige des Akku- und

Gerätestatus einschließlich Überlastschutz.

Die Kickback-Control-Funktion erhöht den

Anwenderschutz und reduziert die Gefahr

von Verletzungen, indem sie das Werkzeug

sofort abschaltet, sobald sich das Sägeblatt im

Werkstück verkantet. Die Tauchsäge erlaubt

eine präzise Einstellung des Gehrungswinkels

für Schnitte von –1° bis +47°. Die »Expert

EXKT18V-52G« ist vielseitig einsetzbar und

eignet sich für präzise Tauchschnitte in Holz,

Holzverbundstoffen, Platten- und Paneelmaterialien

sowie in Aluminium und Acrylglas.

Die kompakte Tauchsäge »Expert EXKT18V-52G« von Bosch

ermöglicht präzise Tauchschnitte und Wandabstände von

lediglich 10 mm.

Mobile Präzision für Winkelschnitte

Mit der neuen Gehrungssäge »Expert

EXKS18V-68GX« erweitert Bosch sein

»Expert«-Portfolio um eine Säge der Top-

Leistungsklasse, die Maßstäbe in puncto

Präzision und mobiler Leistungsfähigkeit

setzen soll. In Kombination mit den »FSN

X«-Führungsschienen bildet das Werkzeug

ein mobiles Gehrungssägesystem für exakte

Winkel- und Querschnitte.

Herzstück des leistungsstarken Geräts

ist die Biturbo-Technologie: Der optimierte

bürstenlose Hochleistungsmotor und das

darauf abgestimmte Antriebssystem nutzen

die Leistung der neuen »Expert«-Akkus voll

aus und liefern damit eine beeindruckende

Performance für anspruchsvolle Anwendungen.

Für hohen Anwenderschutz sorgt die

integrierte »Stop Control«, die automatisch

das Ende eines Schnitts erkennt und das

Werkzeug in diesem Moment abschaltet,

um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Die

integrierte »Kickback Control« trägt ebenfalls

zum Anwenderschutz bei, da sie beim

Verkanten des Sägeblattes im Werkstück

den Motor stoppt. Die Werkzeugergonomie

gewährleistet eine sichere Handhabung und

Kontrolle des Geräts in unterschiedlichen

Schnittpositionen. Die »Expert EXKS18V-

68GX« eignet sich für den vielseitigen Einsatz

in Holz und Holzverbundwerkstoffen.

Die Tauchsäge »Expert EXKT18V-52G«

und die Gehrungssäge »Expert EXKS18V-

68GX« sind ab sofort erhältlich. ?

Werkzeuge & Befestigungssysteme

Juni 2026 l 57


Drehmoment

trifft Ergonomie:

»Milwaukee M12 Fuel 1/2"«-

Akku-Schlagschrauber im Praxistest

Der »M12 Fuel 1/2"«-Akku-Schlagschrauber von Milwaukee bietet

hohe Leistung bei zugleich kompakter Bauform. Doch hält der Schlagschrauber

im Test, was die technischen Daten versprechen? Um

das zu bewerten, wurde das Gerät in Kooperation mit dem Bauhof

Münsingen von erfahrenen Anwendern auf die Probe gestellt.

von

Tim Knott

Im Betrieb wird der Schlagschrauber mit

(fast) jedem Schraubendurchmesser fertig.

Im Bauhof Münsingen gibt es immer etwas zu

tun. Wie in kommunalen Betrieben üblich, sind

die Mitarbeiter bei allen Baustellen und Projekten

gefragt, die über das Jahr in der 14 000-Seelen-Gemeinde

anfallen. Mit Maschinen aus dem

Hause Milwaukee kennen die Experten sich aus.

Insgesamt sind bei den verschiedenen Gewerken

des Bauhofs um die 30 Maschinen im Einsatz. Perfekte

Bedingungen also, um den »M12 Fuel 1/2"«-

Akku-Schlagschrauber ausgiebig zu testen.

Innerhalb des vierwöchigen Testzeitraums wurde

der Schrauber auf einigen Baustellen erprobt.

»Wir hatten eine Menge Umbauten, die wir damit

angehen konnten, vor allem im Trockenbau, beim

Setzen von Ständerwänden«, berichtet Andreas

Kürsammer, Bereichsleiter der Holzwerkstatt.

Dabei habe der Akku-Schlagschrauber durchaus

überzeugt. »Wir waren sogar etwas überrascht,

was das Teil für eine Power hat.« Power ist das

richtige Stichwort: So bietet das 12-V-Handwerkzeug

laut Hersteller 542 Nm Festdrehmoment

und ein Lösemoment von 745 Nm bei mittlerem

Drehmoment. Für eine hohe Anwendungsgeschwindigkeit

werden 3 000 Umdrehungen

pro Minute angegeben. In der Praxis überzeugt

diese Leistung durchaus. »Wir haben auch einige

Akkuschrauber, aber die kommen bei gewissen

Schraubendurchmessern nicht weiter«,

berichtet Kürsammer. Für den Schrauber sei

das aber kein Problem gewesen. Und wie sieht

es mit den Leistungsgrenzen des Gerätes aus?

Der Schwabe zuckt die Achseln: »Bei den Arbeiten,

die wir hier gemacht haben, sehe ich keine

Leistungsgrenzen.«

58 l Juni 2026

Werkzeuge & Befestigungssysteme


Die Mitarbeiter des Bauhofs

Münsingen haben viel Erfahrung

mit Milwaukee-Geräten.

Akku: Wenig Gewicht bei viel Leistung

Wie der Name des Schlagschraubers schon vermuten

lässt, ist er Teil des »M12-Systems« und

verfügt deswegen über die neuesten 5,0-Ah-

Akkus. Obwohl diese etwas schlanker als die

Vorgängerversion daherkommen, haben sie laut

Hersteller keine Einbußen in puncto Laufzeit. Das

bestätigt auch der Praxistest der Münsinger: »Mit

zwei Akkus kommt man gut einen Tag aus, das ist

gar kein Problem«, so Kürsammer. Auch die kompakten

Ausmaße der Stromspeicher finden seine

Zustimmung. »Der ist viel kleiner und ergonomischer

als bei unseren bisherigen Akkus. Wenn

man viel Gewicht an der Maschine hat, ermüdet

man viel schneller.« Um die Anwender zusätzlich

zu entlasten, wiegt die Maschine an sich lediglich

1 kg. Eine Länge von 122 mm ermöglicht den Einsatz

auch in beengten Umgebungen.

Weiterer Bonus: »Die neuen Akkus lassen sich

auch mit unseren alten Milwaukee-Ladegeräten

aufladen. Das ist sehr durchdacht.« Durchdacht

sind auch die Zusatzfeatures wie der standardmäßig

verbaute Gürtelclip. Immerhin brauchen

Arbeiter oft beide Hände frei, haben aber manchmal

nichts, wo sie die Maschine abstellen können.

»Deswegen geht es heutzutage fast gar nicht

mehr ohne.« Alles in allem eine positive Ersterfahrung.

Einzig ein Verbesserungsvorschlag fällt

Kürsammer ein: »Es wäre echt cool, wenn die

Technische Daten

Maschine standardmäßig mit einem Bithalter

ausgeliefert werden würde, sodass man sie gleich

aus dem Karton einsetzen kann.« Denn hohe Leistung

überzeugt, aber unmittelbare Einsatzbereitschaft

gewinnt.

Fazit

Mit dem »M12 Fuel 1/2"«-Akku-Schlagschrauber von

Milwaukee erhalten Anwender eine leistungsstarke

Maschine in kompakter Bauform. Zusammen

mit den »M12-Akkus« entsteht ein leichtes,

ausbalanciertes System für komfortables

Arbeiten, auch bei umfangreichen

Arbeitsvorgängen. ?

Besonders der schlanke Akku

überzeugt Andreas Kürsammer.

3 000 Umdrehungen

1 kg Gewicht

Dreh-/Lösemoment

Arbeitsbeleuchtung

pro Minute

ohne Akku

542 Nm/745 Nm

Tri-LED

Werkzeuge & Befestigungssysteme Juni 2026 l 59


Universeller Turbo-Kleber

für alle Materialien

NOVATECH – Tec7, die führende Marke von Novatech International, hat

mit »Tec7 Fast« eine neue Generation von Hybridpolymeren eingeführt,

die Schnelligkeit, hohe Anfangshaftung und universelle Materialverträglichkeit

in einem einzigen Produkt vereint. »Tec7 Fast« wurde für

Profis entwickelt, die sowohl blitzschnelle Funktionsfestigkeit als auch

außergewöhnliche Haftung auf praktisch allen Materialien suchen.

Schnell, stark

haftend und

universell einsetzbar:

Der Hybrid-Polymer-

Kleber »Tec7 Fast«.

NOVATECH

In den Bereichen Bau, Renovierung und

Installation wächst die Nachfrage nach

schnell wirkenden Klebelösungen. Handwerker

benötigen kürzere Durchlaufzeiten,

weniger mechanische Unterstützung

und zuverlässige Leistung auf einer Vielzahl

von Untergründen. Mit »Tec7 Fast« reagiert

die Marke auf diesen Trend. Das neue Produkt

vereint Eigenschaften, die bisher nur in

separaten Produkten zu finden waren, wie

beispielsweise Turbo-Versionen, die zwar

schnell sind, aber eine geringere Anfangshaftung

aufweisen, oder Montageklebstoffe

mit hoher Klebkraft, die zwar eine hohe

Anfangshaftung bieten, aber langsamer

aushärten oder schwer zu verarbeiten sind.

»Tec7 Fast« erreicht seine Funktionsfestigkeit

(handfest) in nur 15 Minuten auf praktisch

allen porösen Materialien. Das ist laut

Hersteller für ein Hybridpolymer beispiellos

schnell. Herkömmliche Turbo-Klebstoffe

erreichen ihre Geschwindigkeit in der Regel

nur auf einem oder wenigen porösen Materialien,

doch selbst dann sind Zeiten unter

20 bis 30 Minuten äußerst selten.

Während viele Turbo-Produkte erst nach

vier bis sechs Stunden eine ausreichende

Festigkeit auf Metall oder Kunststoff erreichen,

erreicht »Tec7 Fast« die Funktionsfestigkeit

bereits in zwei bis drei Stunden.

Dies macht das Produkt ideal für moderne

Bauprojekte, bei denen häufig Metall,

Kunststoff, Verbundwerkstoffe usw. zum

Einsatz kommen. Neben der Geschwindigkeit

zeichnet sich »Tec7 Fast« auch durch

eine Anfangshaftung von 250 kg/m² aus, was

laut Hersteller im Turbo-Segment außergewöhnlich

hoch ist.

Ein weiterer Vorteil von »Tec7 Fast« ist

seine einfache Anwendung. Während Hochleistungsklebstoffe

oft zähflüssig sind und

sich nicht vollständig glatt andrücken lassen,

ist »Tec7 Fast« leicht zu verarbeiten

und lässt sich für ein nahtloses Ergebnis

vollständig glatt andrücken. Schließlich verfügt

»Tec7 Fast« über die Komo-Zertifizierung,

ein unabhängiges Qualitätssiegel, das

bestätigt, dass das Produkt die höchsten

Standards für professionelle Bauanwendungen

erfüllt.

»Tec7 Fast« ist auf allen Materialien sicher

in der Anwendung und daher universell einsetzbar

im Bauwesen, im Sanitärbereich

oder bei allgemeinen Instandhaltungsarbeiten:

Der Hybrid-Polymer-Kleber kann beispielsweise

zur Befestigung von Boden-,

Wand- und Deckenprofilen eingesetzt werden.

Auch Metallständer auf Beton, etwa

im Bereich von Gipskartonkonstruktionen,

lassen sich damit befestigen. Darüber hinaus

eignet sich »Tec7 Fast« für Profile auf

Fußböden mit Fußbodenheizung, Duschwände

aus PVC oder Acryl, Passstücke und

Sockelleisten im Möbelbau, Schrankkorpusse

an Wänden, Küchenarbeitsplatten und

Rückwände, Treppenstufen, Türrahmen, Laibungen,

Verkleidungen sowie Kabelkanäle.

»Tec7 Fast« wurde unter Verwendung

der neuesten Generation der »nTec-Hybrid-

Polymer«-Technologie entwickelt. Der Klebstoff

ist nach Herstellerangaben bereits ab

-10 °C einsetzbar und bleibt dauerhaft elastisch,

wodurch er sich für Anwendungen

unter rauen oder wechselnden Bedingungen

eignet.

?

Verbinder auf verdeckter Mission

SIMPSON STRONG-TIE – Speziell

für die Befestigung von CLT-Elementen

entwickelt, bringt der Winkelverbinder

»ABCLT210« eine

besondere Eigenschaft mit: Er kann

nach der Montage vollständig unter

den Schichten des Bodenaufbaus

verschwinden.

Der neue »ABCLT210« ist die Komplettlösung

für den Anschluss von CLT-Wänden

an Böden aus Beton, Holz oder sogar

Stahl. Er nimmt hohe Scherkräfte auf

und lässt sich dank seiner Höhe von

gerade einmal 70 mm komplett vom

Bodenaufbau verdecken. Bei Sichtholzwänden

kommt so die natürliche Schönheit

des Materials voll zur Geltung. Direkt

auf dem Boden montiert, sind Ausgleichsschichten

bis 25 mm möglich.

An Brettsperrholz wird der »ABCLT210«

mit »CNA«-Kammnägeln oder »CSA«-Verbinderschrauben

befestigt. Für Beton empfiehlt

sich der »FM753«-Bolzenanker oder

»VT-HP«-Injektionsmörtel in Verbindung

mit einer M12-Gewindestange.

Der neue »ABCLT210« ist ab sofort

gemeinsam mit den genannten Befestigungsmitteln

bei Simpson Strong-Tie

erhältlich.

?

SIMPSON STRONG-TIE

Der »ABCLT210«-Verbinder

kann nach der Montage

komplett unter dem Boden

verschwinden.

60 l Juni 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme


Konstante Schneidleistung,

einfaches Handling

Magnesium nicht nur den Bediener, sondern verbessert außerdem

das Handling bei wenig Platz und dem Einsatz von Wasser

beim Trennen.

STIHL (2)

Der »TSA 350« zeichnet sich durch seinen ruhigen, vibrationsarmen Lauf aus. Im Hintergrund

zu sehen ist der Akku-Wasserbehälter »WSA 40«, der dank Akku-Pumpkopf für eine konstante

Wasserzufuhr sorgt und die Staubbindung gewährleistet.

Magnetfilter sorgt für Kühlung des Motors

Dank des emissionsfreien Antriebs lässt sich der »TSA 350« auch

im Innenbereich von Gebäuden nutzen; der Einsatz bei Regen und

Nässe ist dank Spritzwasserschutz (IPX4) ebenfalls problemlos

möglich. Für eine lange Lebensdauer mit konstant hoher Leistung

sorgt der neu entwickelte Magnetfilter. Er sichert nicht nur die

Kühlung des Motors, sondern schützt diesen auch vor Metallpartikeln,

die bei Trennarbeiten anfallen können. Der »TSA 350« startet

auf Knopfdruck und bezieht seine Energie von einem kraftvollen

Lithium-Ionen-Akkupack aus dem »Stihl AP«-System. Empfohlen

wird der »AP 500 S«, der bei typischen Einsätzen Energie für

bis zu 20 Minuten bereitstellt. Dabei gewährleistet die elektronische

Steuerung optimale Performance und konstante Schneidleistung

während der gesamten Akku-Laufzeit. Eine Auslaufbremse

mit Rekuperationsfunktion bremst nicht nur die Trennscheibe in

weniger als vier Sekunden ab, sondern speist die beim Abbremsen

gewonnene Energie in den Akku zurück.

?

STIHL – Mit dem neuen »TSA 350« erweitert Stihl sein

Portfolio für Profis im Bau und GaLaBau um einen leistungsstarken,

universell einsetzbaren Akku-Trennschleifer.

Der Trennschleifer ist auch bei Regen und Nässe

sowie im Innenbereich einsetzbar.

Er verfügt über einen leisen und nahezu verschleißfreien EC-Motor,

der mit hohem Drehmoment überzeugt. Die Leistung von 3,3 kW

(Aufnahmeleistung) ist mit Benzin-Geräten wie dem »TS 420«

vergleichbar. Dank seiner kompakten Bauweise und dem niedrigen

Gewicht ist der »TSA 350« exakt zu führen und schneidet mit

der 350-mm-Trennscheibe sowohl mineralische als auch metallische

Bauwerkstoffe bis zu 125 mm Stärke schnell und präzise.

Gleichzeitig zeichnet sich der neue Akku-Trennschleifer durch seinen

ruhigen Lauf und die geringen Vibrationen aus – ideal, wenn

es um Zuschnittarbeiten im Garten- und Landschaftsbau oder im

Hoch- und Tiefbau geht. Dabei schützt der verstellbare Schutz aus

Kreuzlinien-Laser LAX 60 G

Kleiner Laser.

Große Leistung.

Der praktische Helfer zum Markieren

und Ausrichten.

Der neue Akku-Trennschleifer »Stihl

TSA 350« ist universell einsetzbar

und schneidet mineralische wie

auch metallische Bauwerkstoffe bis

zu 125 mm Stärke.

QUELLE

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Juni 2026 l 61


AKTUELLES

06 26

Uzin Utz –

Übernahme von Alferproline

UZIN UTZ

Christian Richter (Mitglied des Vorstands), Julian Utz

(Mitglied des Vorstands) und Haiko Stüting (Managing

Partner von SOL Capital) markieren mit der Vertragsunterzeichnung

den strategischen Ausbau des

Uzin-Utz-Portfolios.

Uzin Utz übernimmt die Firma Alferproline mit Sitz in

Boppard. Mit der Akquisition erweitert der weltweit

agierende Komplettanbieter für Bodensysteme sein

Portfolio um Bauprofile sowie Outdoor-Systemlösungen

und setzt seine Wachstumsstrategie »Grow Bigger«

konsequent fort. Alferproline bietet hochwertige

Profile für Parkett, Laminat und Fliese sowie Stelzlager,

Drainage- und Abdichtungssysteme für den Out-

PCI AUGSBURG – Alpencup

geht in die nächste Runde

Die Sieger aus Österreich beim letzten PCI-Alpencup.

PCI AUGSBURG

doorbereich an. Ein großer Teil dieser Premiumprodukte

wird in Deutschland hergestellt. Mit der Übernahme

baut Uzin Utz seine Marktposition in Deutschland

gezielt aus. Zugleich gewinnt die Unternehmensgruppe

zusätzliche Stärke in einem angrenzenden Segment,

das insbesondere die Marken Codex, Uzin und Pallmann

sinnvoll ergänzt.

Uzin Utz verfolgt mit »Grow Bigger« nach wie vor

eine strategische Erweiterung des Produktportfolios

im Umfeld seiner Kernmarken. Mit Alferproline konnte

nun ein Unternehmen akquiriert werden, das genau

zur Ausrichtung der Gruppe als internationaler Systemanbieter

passt. »Mit Alferproline gewinnen wir

eine etablierte Marke in Deutschland hinzu und erweitern

unser Angebot in einem Segment, das für unsere

Kunden hohe Relevanz besitzt. Damit stärken wir

unsere Systemkompetenz und schaffen zusätzliche

Wachstumsperspektiven – national wie international«,

so Julian Utz, Mitglied des Vorstands von Uzin Utz.

Durch die etablierten Vertriebskanäle von Uzin Utz entstehen

zusätzliche Umsatzpotenziale in Deutschland

und in internationalen Märkten. Kunden profitieren

künftig von einem erweiterten Angebot an Profil- und

Systemlösungen aus einer Hand.?

Sika Deutschland ist Gastgeber des fünften PCI-Alpencups,

den ihre Tochtergesellschaft PCI Augsburg in

enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Union

Nationaler Fliesenfachverbände (EUF) ausrichtet. Die

Veranstaltung ist wie auch in den vorherigen Jahren

in ein attraktives Rahmenprogramm eingebettet und

findet nach den letzten Stationen im Ausland dieses

Jahr im Ausbildungszentrum ABZ der Bauinnung in

Augsburg statt. 14 Nachwuchshandwerker aus sieben

Ländern gehen am 25. und 26. Juni 2026 ins Rennen

um den Sieg beim PCI-Alpencup.

Der PCI-Alpencup ist ein internationaler Leistungswettbewerb

des Fliesenlegerhandwerks. Im Rahmen

der Nachwuchsförderung 2021 als neues Format eingeführt,

hat sich der Fliesenlegerwettkampf mittlerweile

zu einem zugkräftigen und attraktiven Event entwickelt.

Wie bei den bisherigen Veranstaltungen muss

dieses Jahr wieder jedes Zweierteam gemeinsam eine

Aufgabe, die sich am Niveau der Berufs-Weltmeisterschaften

(WorldSkills) bzw. -Europameisterschaften

(EuroSkills) orientiert, in einem vorgegebenen Zeitfenster

fertigstellen. Jeweils ein teilnehmendes Land ist

bei der Aufgabenstellung federführend. 2026 übernimmt

erneut die Schweiz den Juryvorsitz und die Aufgabenentwicklung.

Wie gewohnt, erwartet die Teilnehmer

und Besucher vor Ort neben dem eigentlichen

Wettkampf während des gesamten Events ein Rahmenprogramm

mit verschiedenen Praxisvorführungen

sowie einer Fachausstellung mit namhaften Industriepartnern.

Der Countdown mit den aktuellsten Informationen

kann auf der Website des PCI-Alpencups sowie

auf Instagram und Facebook verfolgt werden.

»Wir engagieren uns seit vielen Jahren für die Förderung

von Talenten im Handwerk. Mit dem PCI-Alpencup

geben wir seit 2021 jungen Handwerkern die Möglichkeit,

sich international im Wettkampf zu messen,

sich auszutauschen und Networking für einen erfolgreichen

Berufsweg zu betreiben«, erklärt Daniela

Schmiedle, Geschäftsführerin der Sika in Deutschland.

»Wir freuen uns, dass sich der PCI-Alpencup zu einem

etablierten und attraktiven Event entwickelt hat, das

junge Talente aus ganz Europa zusammenbringt.«?

Saint-Gobain Glass– Gemeinsam

stark und handlungsfähig

CLIMAPLUSSECURIT

Zu seiner Jahrestagung traf sich das Kompetenznetzwerk

ClimaplusSecurit in Paris.

Je herausfordernder das Umfeld, desto wichtiger sind

verlässliche Partnerschaften. Das zeigte die Jahrestagung

2026 des Kompetenznetzwerks ClimaplusSecurit

in Paris. Die Flachglasexperten diskutierten Marktentwicklungen,

Servicequalität, Kreislaufwirtschaft

und neue Lösungen für den Glasmarkt.

Die aktuelle Versorgungslage im Glasbereich ordnete

Pascal Decker, Vorsitzender der Geschäftsführung

von Saint-Gobain Glass Deutschland, ein. Er erläuterte,

wie sich der Industriepartner auf unterschiedliche

Szenarien vorbereitet, um gemeinsam handlungsfähig

zu bleiben. Die Produktionssicherheit habe höchste Priorität.

Aktuelle Einblicke in die Beschaffungssituation

gab Frédéric Bouynet, Direktor Einkauf für Deutschland

und Österreich. Er zeigte, wie stark volatile Energie-,

Rohstoff- und Transportmärkte die Lieferketten

beeinflussen und wie Saint-Gobain auch unter geopolitisch

herausfordernden Bedingungen Lieferfähigkeit

und Versorgungssicherheit gewährleistet.

Ein wachsendes Geschäftsfeld stellte Moritz Feid,

Head of Circular Economy bei Saint-Gobain, vor. Die

Rückführung von Scherben gewinnt an Fahrt, auch

durch strategische Partnerschaften mit den Systemanbietern

Schüco und Wicona. Feid erläuterte, wie

Scherbenglas wirtschaftlich wieder in den Stoffkreislauf

gelangt. Das Recycling von Flachglas spiele eine

zentrale Rolle bei der Transformation der Glasindustrie

hin zu zirkulären Lösungen, so Feid. Am zweiten Tag

stellte Vertriebsdirektorin Alexandra Aigner u. a. die

neue Vertriebsorganisation vor, und auch das vielfältige

Serviceangebot von Saint-Gobain Glass wurde in

den Fokus gerückt. Jürgen Künsting, Produktmanager

Sicherheitsglas und Technisches Marketing, zeigte

zudem, wie aus Anregungen der Netzwerkpartner konkrete

Lösungen entstehen. Ein Beispiel sind Prüfzeugnisse,

die für zusätzliche Glasaufbauten vorliegen. Das

schafft messbaren Mehrwert für Kunden im Bereich

Flachglas und Absturzsicherung.

?

62 l Juni 2026 Aktuelles


Austrotherm – Ausgezeichnet für hohe Nachhaltigkeitsstandards

Austrotherm Dämmstoffe wurde von der Bewertungsplattform

EcoVadis mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Die Auszeichnung bestätigt das konsequente Engagement

des Herstellers von XPS-Dämmstoffen in den

Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik

sowie nachhaltige Beschaffung.

EcoVadis steht für weltweit anerkannte Nachhaltigkeitsstandards.

Aktuell wurden 150 000 Unternehmen

in über 250 Beschaffungskategorien nach einem einheitlichen

Kriterienkatalog bewertet. Die Beurteilung

erfolgt auf Basis nachvollziehbarer Kennzahlen und

Dokumentationen, die von Emissionsdaten über Energieverbrauch

bis zu Sozialstandards reichen.

Austrotherm Deutschland zählt weltweit zu den besten

fünf Prozent aller bewerteten Unternehmen. In der

Kategorie »Herstellung von Kunststoffwaren« nimmt

der XPS-Dämmstoffhersteller zudem eine Spitzenposition

ein: In der Gesamtwertung liegt Austrotherm

unter den besten drei Prozent, im Bereich Ethik unter

den besten zwei Prozent und bei den Umweltkennzahlen

sogar unter den besten ein Prozent.

»Die EcoVadis-Goldmedaille ist für uns Bestätigung

und Ansporn zugleich«, erläutert Alexander Sinner,

Geschäftsführer Austrotherm Deutschland. »Sie zeigt,

was wir als Team in der Produktion ebenso wie im Vertrieb,

in der Qualitätssicherung, Verwaltung und im

Management leisten können.«

Seit 2017 hat Austrotherm seine produktionsbedingten

CO 2

-Emissionen sukzessive um rund zwei Drittel

gesenkt. Möglich wurde dies durch kontinuierliche Prozessoptimierungen

sowie den wachsenden Anteil von

Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage. Die 2024 in

Betrieb genommene »Sonnenarena« am Standort Wittenberge

erstreckt sich über eine Fläche von rund sechs

Fußballfeldern und erzeugt eine Nennleistung von

2 700 kWp, was dem jährlichen Strombedarf von rund

1 000 Haushalten entspricht. Eine weitere Verbesserung

der Umweltbilanz erzielte Austrotherm durch die

Umstellung auf 50 Prozent Recyclingmaterial bei der

Verpackung seiner XPS-Produkte.

Mit seinem Programm »XPS Circular« bietet Austrotherm

deutschlandweit ein flächendeckendes Abholund

Recyclingsystem für saubere XPS-Baustellenverschnitte

an. Ergänzend wurde am Standort

Wittenberge ein kostenloser Rücknahmeservice eingerichtet,

sodass die Verschnitte dort erneut in den

Produktionsprozess eingespeist werden können.

In Wittenberge arbeitet Austrotherm seit Jahren mit

der Lebenshilfe Prignitz zusammen und ermöglicht Menschen

mit Beeinträchtigung soziale Teilhabe und Integration

in das Arbeitsleben. Beschäftigte der Werkstatt

übernehmen Aufgaben beim Zuschnitt der Austrotherm-

Mauerrandstreifen und sind damit aktiv in die Produktionsabläufe

eingebunden. Zudem bezieht Austrotherm

AUSTROTHERM

Alexander Sinner, Geschäftsführer Austrotherm Deutschland

(links), und Sebastian Fehrmann, Leitung Qualitätsmanagement,

mit der EcoVadis-Auszeichnung in Gold.

sämtliche Primärrohstoffe ausschließlich von Lieferanten

innerhalb der EU. Damit stellt das Unternehmen

transparente Lieferketten sicher und schließt nach eigenen

Angaben illegalen Rohstoffabbau sowie Verletzungen

von Menschenrechten verlässlich aus.?

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Aktuelles

Juni 2026 l 63

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FGL Glaslager- und Transportsysteme GmbH

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64 l Juni 2026 Aktuelles


Auf einen Blick

Redaktionsverzeichnis

Impressum

Aluplast GmbH 8

Austrotherm Dämmstoffe GmbH 63

Baumit GmbH 26

Carl Prinz GmbH & Co KG 10

Daw Se Caparol 23

Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 34

Die Profitester 58

Etex Germany Exteriors GmbH 24, 11

Fakro-Dachfenster GmbH 47

FHS Holzbau GmbH 45

Hauraton GmbH & Co KG 53

Heidelberg Materials AG 50

Henke AG 22

Hilzinger GmbH 20

Hirsch Porozell GmbH 36

Jackon Insulation GmbH 29

Kann GmbH Baustoffwerke 56

Linzmeier Bauelemente GmbH 39

Naturinform GmbH 54, 10

Novatech Deutschland GmbH 60

Osmo Holz und Color 17

Paroc GmbH 38

PCI Augsburg GmbH 62

Prefa GmbH Alu-Dächer und Fassaden 28

Puren Gmbh 32

Ravago Building Solutions Germany GmbH 12

Richard Brink GmbH & Co. KG 42

Robert Bosch Power Tools GmbH 57

Rockpanel Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 18

Roma KG 16

Saint-Gobain Isover G+H AG 30

Schlagmann Poroton Vertriebs GmbH 49

Schlüter-Systems KG 10

Schüco International KG 25

Sika Deutschland CH AG & Co KG 48

Simpson Strong-Tie GmbH 60

Sita Bauelemente GmbH 46

SL-Laser GmbH 40

Sommer Informatik GmbH 27

Stihl Vertriebszentrale AG & Co. KG 61

Stocretec GmbH 52

Swisspor Deutschland GmbH 45

Uzin Utz SE 62

Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG 44

Verlag

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Telefon (08 31) 5 22 04-0

E-Mail: info@sbm-verlag.de

Herausgeber

Markus Holl

Joachim Plath

Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)

Redaktion

Christine Seif (-25)

Frauke Fink (-36)

Peter Lang (-46)

Anzeigendisposition

Markus Maier (-37)

Elmar Romanesen (-16)

Layout

Lisa Schröder Leitung (-23)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

Leser- und Abonnenten-Service

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

Anzeigen

Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 20

vom 1. Januar 2026

Bezugspreis

Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER

im Einzelabonnement

bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):

Inland: 55,00 € inkl. Versand

Ausland: 82,50 € inkl. Versand

Druckvorstufe und Druck

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Stuttgart

www.kohlhammerdruck.de

Bankverbindung

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Konto-Nr. 66 90 41 98 72

BLZ 733 200 73

DE75 73320073 6690419872

BIC HYVEOEMM428

Titelbild

Aluplast

IVW angeschlossen

ISSN 1439-5606

Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages. Jahresabonnements

können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate

vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich

beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt

eingesandte Manus kripte wird keine Haftung

übernommen. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht

der Redaktion.

Auf einen Blick

Juni 2026 l 65


Vorschau

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Juli – Innenausgabe

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August – Gesamtausgabe

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