Pack & Log 05/2026
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Ausgabe 05/2026
PACK & LOG
Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik
Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling
Nr.: 149, 16. Jahrgang
06. – 08. Oktober 2026
Messegelände Düsseldorf
INNOVATIONEN ERLEBEN
BRANCHENFÜHRER TREFFEN
POTENZIALE ERSCHLIESSEN
ALUMINIUM ist die Weltleitmesse der Aluminiumindustrie:
Ihr Tor zu neuen Technologien, nachhaltigen Lösungen und
wertvollen Geschäftskontakten.
aluminium-exhibition.com
Aktuell
Österreich räumt bei den
WorldStars 2026 ab
s.6
Ladungsträger
Multifunktionale Verpackung
sorgt für Schutz
s.18
Nachhaltig
„Sustainability ist in der
Realität angekommen“
s.24
NEUMATERIAL
SCHÜTZ REZYKLAT
NEUMATERIAL
mit optionaler
UN-Zulassung
Maximale Ressourcenschonung –
höchste Qualität & Sicherheit
Mit SCHÜTZ GREEN LAYER bieten wir Ihnen ökologische Verpackungen
der nächsten Generation. Ausschließlich hochwertiges SCHÜTZ Rezyklat
aus unserem eigenen weltweiten Recyclingprogramm fließt in die mittlere
Behälterschicht und steigert so den Anteil an wiedergewonnenem Kunststoff
auf bis zu 68 %. Damit schonen wir natürliche Ressourcen und verbessern den
CO -Fußabdruck unserer Verpackungen weiter.
²
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Schütz GmbH & Co. KGaA
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N EWS &
WICHTIGES
Hochregallager eröffnet. Dunapack
Packaging hat in Strasswalchen ein
neues Hochregallager für Halbfertigware
samt vollautomatisiertem Materialtransport
eröffnet. In das Zukunftsprojekt investierte
das Unternehmen 12,1 Millionen
Euro. Die Anlage soll die Automatisierung
und Effizienz am Standort deutlich steigern.
Eröffnet wurde die Anlage gemeinsam
mit Bürgermeisterin Tanja Kreer,
Prinzhorn-CEO Gerald Prinzhorn, Chairman
von Dunapack Packaging Max Hölbl
und den beteiligten Projektpartnern.
Wellpappenwerke gezielt wei
terentwickelt. Mondi, ein weltweit
führender Hersteller nachhaltiger Verpackungs-
und Papierlösungen, stärkt seine
Wellpappenpräsenz in Deutschland durch
gezielte Investitionen in den Werken in
Greven (Nordrhein-Westfalen) sowie
Ebersdorf bei Coburg (Bayern). Die Maßnahmen
zielen darauf ab, die operative
Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern,
beide Standorte an den globalen Sicherheitsstandards
von Mondi auszurichten
und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit
zu stärken. Gleichzeitig schaffen die Maßnahmen
zusätzlichen Mehrwert für Kunden
und Mitarbeitende.
Doppelspitze für Barcotec. Barcotec,
Österreichs Marktführer für Auto-ID,
Enterprise Mobility und Mobile Device
Management, erweitert seine Führungsstruktur:
Alexander Humer, MSc wird
zweiter handelsrechtlicher Geschäftsführer
und bildet mit Alexander Rainsberger
die Doppelspitze. Alexander Humer ist
seit 17 Jahren bei Barcotec tätig. Der Absolvent
des Masterstudiums „Business,
Management and Marketing“ an der Universität
Klagenfurt startete seine Karriere
im Unternehmen als Sales Manager, übernahm
anschließend die Gebietsleitung für
Wien, Niederösterreich und Burgenland
und verantwortete zuletzt als Mitglied der
Geschäftsleitung den gesamten Bereich
Vertrieb & Marketing.
Außenansichten
Das Sonnenlicht funkelt im Fluss
neben deinem Wanderweg. Du
wanderst geschwungene Pfade entlang,
erklimmst entschlossen den nächsten
Berg und lässt von dort oben den Blick über
das Tal und die schier endlose Weite des
Landes schweifen.
Beim Urban Hiking oder auch schlicht
Stadtwandern erlebt man nichts davon.
Stattdessen wird durch Häuserschluchten
gewandert und die Stadt in sportlichen
Schuhen erkundet. Auch in Berlin heißt der
neueste Trend: Spaziergang.
Ein Musikmanager hat passend zum Trend
einen Spazierclub erfunden und Hunderte
kommen jede Woche um dabei zu
sein. Schwerpunktmäßig ist die Generation
Z vertreten. Sie kommen in hippen
und coolen Outfits, in denen sie einfach
nur spazieren gehen wollen. Gut, es geht
auch darum, die ominösen 10.000 Schritte
pro Tag vollzumachen, fit zu bleiben, etwas
für die Gesundheit zu tun und viele tracken
ihre Schritte, um den Nutzen belegen zu
können. Gesundheit wird in dieser Generation
großgeschrieben. Lieber spazieren
gehen als sich in der Kneipe volllaufen zu
lassen. Viele sehen den Trend aber auch
als Möglichkeit, sich mit anderen einfach
zu „connecten“.
Im Berliner Spazierclub geht es an einem
Sonntag schließlich los und hunderte
Menschen marschieren entlang schmuckloser
Straßen, durch gediegene Nachbarschaften,
an Cafés vorbei, in denen
staunende Menschen sitzen. Ein kilometerlanger
Zug spazierender Menschen wirkt
doch etwas irritierend.
Der Gründer des Clubs erzählt, wie alles
begann. „Ich saß nur im Büro, hatte extremes
Übergewicht und wog fast 145 Kilo.“
Also begann er, durch die Stadt zu gehen,
von zu Hause zum Ku’damm und zurück.
Running-Clubs, das gemeinsame Joggen,
fand er zu ambitioniert. „Ich habe mich
nicht getraut, weil ich dachte, dann bin ich
der Idiot ganz hinten.“ Irgendwann sei er
doch einmal hingegangen und habe nette
Leute kennengelernt. „Da dachte ich: Wie
geil wäre das, stattdessen gemeinsam spazieren
zu gehen?“ Bewegung, aber entspannter.
(vgl. ZEIT Nr. 26/2026, Tim Geyer)
von Manfred Meixner
Die Atmosphäre unter den Teilnehmenden
ist herzlich, wer alleine spaziert, wird schnell
integriert. Eine Teilnehmerin erzählt, was
ihr an dem Spazier-Event so gut gefällt:
„Jeder kann hier einfach mitmachen. Es
kostet nichts, du musst nicht sportlich sein,
und du kommst ins Gespräch mit anderen
Menschen. Man kommt einfach aus der
Wohnung raus und – zumindest die meiste
Zeit – weg vom Handy. Von solchen niederschwelligen
Angeboten gibt es viel zu
wenige.“
So ganz ohne Social Media geht es dann
doch nicht. Der Spaziergang wird auf
einigen Social-Media-Plattformen live
gestreamt. Der Gründer argumentiert allerdings,
dass der Livestream nur dazu diene,
noch mehr Leute zu begeistern. Der Spazierclub
sei das Beste, was er je gemacht
habe. „Jeder Sonntag ist das Highlight
meines Lebens.“
Auf Instagram erfreut sich der Hype ums
Urban Hiking wachsender Beliebtheit.
Unter dem Hashtag #urbanhiking finden
sich bereits mehr als 100.000 Beiträge.
Der Berliner Spazierclub ist sicher außergewöhnlich.
In der Regel wird unter Urban
Hiking eine Mischung aus klassischem
Sightseeing und sportlicher Betätigung
verstanden – alleine, zu zweit oder in der
Gruppe.
Anders als bei konventionellen Stadtführungen
oder -rundfahrten bewegen sich
Menschen individuell durch den urbanen
Raum. Dabei wandern sie durch eine Stadt,
entdecken Sehenswürdigkeiten oder finden
interessante Ecken, die in keinem Reiseführer
stehen. Es geht darum, eine Stadt
bewusst zu entdecken und auf sich wirken
zu lassen – und das alles im eigenen Tempo.
Für mich fühlt sich das so an: Das völlig Normale
wird zum neuesten Trend.
m.meixner@packundlog.at
>>
>>
von Gernot Rath
Liebe Leser:innen, die Welt ist aus den Fugen geraten, so
sehr, dass man sie auf Händen in ruhige Gefilde tragen
möchte. Soweit der Wunschtraum, die Realität sieht
anders aus. Auch wenn sich die geopolitische Lage beruhigt,
wird es Jahre dauern, ehe die zerstörte Infrastruktur wieder
aufgebaut und funktionsfähig ist. Erst dann wird sich die Wirtschaft
wieder erholen. Die Öffnung der Straße von Hormus – so
sieht es zum Zeitpunkt der Drucklegung zumindest aus – reicht
dafür nicht aus. Ganz zu schweigen von den notwendigen
innenpolitischen Strukturreformen zu Herstellung der Wettbewerbsfähigkeit.
Und so kommt man in den Überschriften
der einzelnen Artikel zu einer Häufung von Zuschreibungen
Innenansichten
wie „… unter Druck“ oder „schwierig“. Namentlich unter Druck
stehen in der vorliegenden Ausgabe der Pack & Log die industriellen
Papierverarbeiter (s. 14) und die Palettenindustrie (s.22).
… zwar nicht explizit so benannt, gilt das wohl auch für alle
anderen. „Schwierig“ ist übrigens auf s. 28 zu finden. Eine
Anmerkung noch: Selbst, wenn die Kriege enden und die Infrastruktur
wieder aufgebaut wurde – das wird mit Sicherheit
passieren – bleibt eine Krise für immer: der Klimawandel! Ihn
kann man nicht so einfach reparieren …
Man mag es nicht glauben, aber es gibt auch Erfreuliches zu
vermelden: Österreich hat die WorldStars gerockt und die
zweit meisten Auszeichnungen des weltweit wichtigsten Verpackungspreises
abgeräumt. Mehr dazu auf den s. 6-9.
Ebenfalls sehr erfreulich war die Premiere der all about automation
(s. 12) in Wels. Pack & Log war vor Ort und konnte sich
ein Bild machen. Aus den easyFairs-Veranstaltungen der
späten 2000er und frühen 2010er in Österreich mit ihrem einheitlichem
Plattenbaukonzept sind echte Messen geworden.
Die Einheitsstände von heute bieten trotz aller Standardisierung
genug Möglichkeiten zur Individualisierung. So entstand
in Wels eine kompakte Messe, die sich regen Besuchs erfreute
– eine echte Hoffnung für die Zukunft.
Auf einem ganz anderen Level bewegt sich die interpack (s. 13).
Dennoch waren die Vorzeichen für die Weltleitmesse der Verpackungsindustrie
nicht gut (siehe oben). Aber es kam anders
als befürchtet und der globale Treffpunkt der Branche konnte
auch 2026 die Erwartungen der Aussteller erfüllen.
Auch zum Abschluss möchte ich Ihnen etwas Erfreuliches
mitgeben: Die richtige Verpackung schützt nicht nur das Produkt,
sondern auch den Menschen. Wie? Das erfahren Sie
auf s. 18-19.
g.rath@packundlog.at
>
>
> 05/26 INHALT
Aktuell
Branche trifft sich auf der
ALUMINIUM 2026
interpack trotzt
der Krise
PROPAK Industrie
zunehmend unter Druck
s.10
s.13
s.14
Ladungsträger
IBC kombiniert Brandschutz mit
Bodenentnahme
Paletten leiden unter
Preisdruck …
s.20
s.22
Nachhaltig
„Sustainability ist in der
Realität angekommen“
s.24
Kennzeichnen
Erfolgreich durch schwierige
Zeiten
Kommunikationselemente auf
gesleevten Verpackungen
s.28
s.30
Maschinen
Schwer erkennbare
Fremdkörper immer im Blick
Von der Visualisierung zur
Betriebssicherheit
Breites Portfolio für die
Endverpackung
s.32
s.36
s.38
Firmen & Partner
Impressum
s.40
s.43
Österreich räumt bei den
WorldStars 2026 ab
Aktuell
Am 8. Mai 2026 wurden im Rahmen der interpack die WorldStar Awards vergeben. Zu den großen Gewinnern
zählt Österreich. Mit insgesamt 23 Auszeichnungen, darunter die höchste, die es zu vergeben
gibt, nimmt das „kleine“ Österreich weltweit den zweiten Platz hinter Japan ein. Eine eindrucksvolle
Leistungsschau der heimischen Verpackungsindustrie. Pack & Log konnte sich vor Ort überzeugen.
Der WorldStar Packaging Award gilt
als der wichtigste internationale
Verpackungspreis der Branche.
Mit den Auszeichnungen würdigt die
World Packaging Organisation weltweit
richtungsweisende Verpackungskonzepte
und setzt damit einen internationalen
Maßstab für Exzellenz in Design,
Funktionalität und Nachhaltigkeit.
Sucess made in Austria. Greiner Packaging
konnte mit dem President‘s Award in
Gold für Click In Sealing Lid die höchste
Auszeichnung der World Packaging Organisation
(WPO) gewinnen. Aber nicht
nur das, auch in der Kategorie Packaging
Materials and Components konnte das
Produkt überzeugen. In der Kategorie
Food gewann Greiner mit Cubo.
Constantia Flexibles wurde für Comforlid
with Low Carbon Aluminum mehrfach
ausgezeichnet: Neben dem Special
Award Sustainability in Gold konnten
auch in den Kategorien Non-Alcoholic
Beverages und Packaging Materials and
Components Siege verzeichnet werden.
Gleich sieben Auszeichnungen nimmt
Mondi mit nach Hause. Darunter für re/
cycle ProtectorBag PocketForm der Special
Award Sustainability in Silber. Weitere
Auszeichnungen folgten in den Kategorien
Packaging Materials and Components
(Ad/Vantage Smooth Brown Semi
Extensible), Household (re/cycle CompressWrap),
Non-Alcoholic Beverages
(re/cycle VacuumPack), Health
and Personal Care (re/cycle HiProtex
Paper), E-Commerce (Protective Mailer),
Transit (re/cycle ProtectorBag PocketForm).
Die Rondo Ganahl AG bringt es auf drei
Auszeichnungen (vgl. S. 8) in den Kategorien:
Transit (Transport Tray For Mirror
Motors, Biocat Ks-c Packaging – Suitable
For Dispatch!), Point of Sale (Assortment
Box).
Für Ulrich Etiketten (vgl. S. 28) gibt es
eine Doppelauszeichnung. Prämiert
wurden das Etikett „Botanical Rum“ für
Munakra (Kategorie Alcoholic Beverages)
sowie das papierbasierte Coveretikett
„Drillinge“ (Kategorie Fresh Fruits
and Vegetables).
Ebenfalls zwei Auszeichnungen gab es
für Rattpack Flexibles. Beide in der Kategorie
Food: Zum einen für Murflex®
Pp Standup Pouch und zum anderen für
Murflex® Pp Clip Foil.
Jeweils eine Auszeichnung gab es für
Marzek Etiketten+Packaging GmbH
(Kategorie Food für Vieno Pure Classic
Rapeseed And Sunflower Oil), DS Smith
Packaging Austria (Kategorie House-
Fotos: Pack & Log / Rath
Der President‘s Award in Gold ging an Greiner Packaging für
Click In Sealing Lid . v.l. Soha Atallah, Taner Ertan,
Marten Peuker und Johannes Bergmair
Marzek Etiketten+Packaging GmbH erhielt für Vieno Pure Classic
Rapeseed And Sunflower Oil einen WorldStar. v.l.: Stefanie Wareka
, Luciana Pellegrino und Johannes Michael Wareka
6
hold für Transport Box For Mach Water Filters In Two
Different Versions), Dunapack Packaging (Kategorie
Point of Sale für Ecoprint Revolution) und MM Service
(Kategorie Food für Saveol - Coiffe 1 Kg)
Foto: WPO
Der WorldStar Award, ein Preis der World Packaging
Organisation, wird seit 1970 vergeben. Um für eine Einreichung
qualifiziert zu sein, müssen die Verpackungen
bereits auf regionaler oder nationaler Ebene einen Verpackungspreis
für sich entschieden haben. Heuer gab es
481 Einreichungen und die Sieger kommen aus 36 verschiedenen
Nationen.
[pl]
Zwei Auszeichnungen gab es für Rattpack Flexibles.
Beide in der Kategorie Food: Zum einen
für Murflex® Pp Standup Pouch und
zum anderen für Murflex® Pp Clip Foil.
v.l.: Luciana Pellegrino, Glenn Spendlow
und Pascal Meusburger
Ihr zuverlässiger Partner für
hochwertige Etiketten.
ulrich.at
Produktetiketten
Mehrlagige Etiketten
Nachhaltige Verpackungen
Thermotransferdrucker &-folien
Rondo glänzt auf internationaler
Bühne
Aktuell
Fotos: Rondo Ganahl AG
Die Teams aus drei Rondo-Standorten freuen sich über insgesamt fünf WorldStar Packaging Awards 2026
Die Gewinner der diesjährigen WorldStar Packaging Awards wurden Anfang des Jahres bekannt gegeben
– am 8. Mai 2026 war es so weit: im Rahmen der Weltleitmesse interpack in Düsseldorf wurden
die Trophäen bei einer feierlichen Gala überreicht. Unter den strahlenden Siegern waren fünf Teams
aus drei Rondo-Standorten.
Der WorldStar Packaging Award gilt
als der wichtigste internationale
Verpackungspreis der Branche und
wird als „The Oscars of Packaging“ bezeichnet.
Mit den Auszeichnungen würdigt
die World Packaging Organisation
jedes Jahr weltweit richtungsweisende
Verpackungskonzepte und setzt damit einen
internationalen Maßstab für Exzellenz
in Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit.
Prämiert wurden unter anderem vier
Verpackungskonzepte von drei Entwicklungsteams
der Rondo Ganahl AG in den
Kategorien Transport, Point of Sale, Luxusgüter
und alkoholische Getränke. Besonderes
Highlight: eine der Innovationen
wurde gleich mit zwei Awards ausgezeichnet.
Die fünf WorldStar Packaging Awards
2026 für Rondo unterstreichen erneut die
hohe Entwicklungskompetenz der gesamten
Unternehmensgruppe über mehrere
Standorte und Länder hinweg. „Diese
Auszeichnungen bestätigen unseren Anspruch,
maßgeschneiderte, nachhaltige
und marktorientierte Verpackungslösungen
auf internationalem Spitzenniveau zu
entwickeln. Fünf Awards für Innovationen
aus Frastanz, St. Ruprecht und Budapest
sind ein starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit
und das Engagement unserer
Teams an allen Standorten“, freut sich
Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender der
Rondo Ganahl AG, über den mehrfachen
Erfolg.
Starke Partnerschaften, ausgezeichnete
Ergebnisse. Auch für die Kunden
des Verpackungsspezialisten sind diese
Awards eine schöne Bestätigung der jahrelangen,
guten Zusammenarbeit, die im
Rahmen der Gala gebührend gewürdigt
wurde. Clemens Leiter (Leitung Technik &
Produktion WATERCryst) nahm gemeinsam
mit den Verpackungsentwicklern von
Rondo Frastanz die Trophäe in der Kategorie
Transport entgegen: „Wir setzen für
die Verpackung unserer Geräteserien und
Anlagen bereits seit vielen Jahren auf die
nachhaltigen Konzepte von Rondo. Dass
die neu entwickelte Monomaterial-Verpackung
für unsere Kalkschutzgeräte Biocat
KS-C nach dem Wellpappe Austria Award
2025 nun auch den WorldStar Packaging
Award 2026 erhalten hat, freut uns
enorm!“
Sabine und Herbert Bauer (Bauers Bitter)
sind ebenfalls begeistert über die Auszeichnung.
„Wir wollten eine Verpackung,
die unser Produkt perfekt schützt und
dessen handwerklichen Charakter unterstreicht
– unsere Kräuter-Destillate werden
in liebevoller Handarbeit erzeugt und
wurden bereits mehrfach prämiert. Der
WorldStar Packaging Award 2026 für unsere
5-Flaschen-Sortimentsbox bestätigt,
dass wir mit Rondo in St. Ruprecht genau
den richtigen Partner hierfür gefunden haben!“
8
Doppelt groß ist die Freude im Team von
Rondo Budapest und dem Weingut Kreinbacher,
denn das Verpackungskonzept für
Champagnerflaschen konnte gleich in zwei
Kategorien („Luxusgüter“ und „Alkoholische
Getränke“) überzeugen. „Zwei so renommierte
Preise für unsere Schaumwein-Verpackungen
zu gewinnen ist eine besondere
Ehre für uns. Diese beiden Awards bestä-
tigen unseren nachhaltigen Weg, den wir
nicht nur im Weinbau, sondern im gesamten
Produktionsprozess umsetzen. Gemeinsam
mit dem Team von Rondo ist es gelungen,
eine Lösung zu entwickeln, die Design,
Funktionalität und Umweltbewusstsein vereint
und unserem Anspruch gerecht wird,
Nachhaltigkeit mit einer anspruchsvollen
Gestaltung zu verbinden“, freut sich Judit
Bor (Marketingmanagerin Weingut Kreinbacher).
Und sie ergänzt: „Der zurückhaltende
Stil und die Eleganz der Champagnerverpackung,
basierend auf dem ökologischen
Verpackungsmaterial aus recyceltem Papier,
finden bei unseren Kunden großen Anklang.
Wir sind schon gespannt auf weitere Verpackungslösungen,
die wir gemeinsam mit
Rondo entwickeln werden!“
[pl]
Die prämierten Projekte im Überblick:
Transporttray für Spiegelmotoren (Abb. 1)
Gewinner in der Kategorie: Transport |
Standort St. Ruprecht (Österreich)
Das neu entwickelte Transporttray für Spiegelmotoren
ersetzt vollständig die bisherige
Styropor-Lösung und besteht zu 100 %
aus Wellpappe. Es wurde speziell für den
automatisierten Einsatz konzipiert: Die Motoren
werden robotergestützt eingelegt,
weshalb höchste Präzision und Stabilität
erforderlich sind, um die bestehende Automatisierungsinfrastruktur
weiterhin nutzen
zu können.
Ein zentrales Merkmal ist die außergewöhnlich
hohe Torsionssteifigkeit. Dreiecksförmige
Verstrebungen – inspiriert von
Prinzipien des Brückenbaus – ermöglichen
maximale Tragfähigkeit bei minimalem Materialeinsatz.
Die Trays sind bis zu 40-lagig
stapelbar, wobei die unterste Lage Lasten
von bis zu 400 kg trägt.
Bauers Bitter – Sortimentbox (Abb. 2)
Gewinner in der Kategorie: Point of Sale |
Standort St. Ruprecht (Österreich)
Die 5-Flaschen-Sortimentbox für edle Bittertropfen
verbindet ästhetische Wirkung
mit hoher Funktionalität. Gestaltet in Anlehnung
an eine handgefertigte Holztruhe,
setzt sie auf braune Wellpappe und eine reduzierte
Stempeloptik, die den handwerklichen
Charakter des Produkts unterstreicht
und seine Präsenz am Verkaufsregal stärkt.
Die Verpackung besteht aus drei ineinandergreifenden
Teilen und kommt vollständig
ohne Klebstoffe aus. Jede Flasche ist
sicher positioniert, wodurch die Box sowohl
als Verkaufs- und Geschenkverpackung als
auch als stabile Versandverpackung eingesetzt
werden kann. Nach dem Entfernen
des Inlays lässt sich die Box zudem als Aufbewahrungs-
oder Erinnerungskiste weiterverwenden
– ein zusätzlicher Mehrwert
für Kunden.
Hochwertige Champagnerverpackung
Kreinbacher (Abb. 3)
Gewinner in den Kategorien: Luxusgüter
& alkoholische Getränke | Standort Budapest
(Ungarn)
Die Sechs-Flaschen-Champagnerbox
für die Premium-Champagner von Kreinbacher
wurde gleich in zwei Kategorien
ausgezeichnet. Gefertigt aus fünf Lagen
Wellpappe, vereint sie hohe Tragfähigkeit,
integrierte Inlays ohne separate Einleger
und eine außergewöhnliche Verbindung
von Form, Funktion und Design.
Das schlichte braune Grundmaterial bildet
die Basis für ein hochwertiges grafisches
Konzept. Der glänzende Silberdruck, realisiert
im Flexodruck mit wasserbasierter
Spezialfarbe, spielt je nach Blickwinkel mit
Grün-, Blau- und Grautönen. Die grafischen
Elemente – Schneeglöckchen und
Ritterschnitt – verweisen auf die ungarische
Weinregion Somló und unterstreichen die
Markenidentität. Die Verpackung erfüllt
sowohl Transport- als auch Präsentationsfunktion,
ist vollständig recycelbar und
überzeugt durch hohe Effizienz entlang
der gesamten Wertschöpfungskette. Die
kontinuierliche Nachbestellung durch den
Kunden, das Interesse weiterer Marktteilnehmer
und nicht zuletzt die doppelte Auszeichnung
mit dem WorldStar Packaging
Abb. 1
Abb. 3
Award 2026 bestätigen den Erfolg dieser
Lösung.
Biocat KS-C – Schwerlast-Versandverpackung
(Abb. 4)
Gewinner in der Kategorie: Transport |
Standort Frastanz (Österreich)
Die Verpackung des Biocat KS-C überzeugte
die Jury durch ihre konsequent
durchdachte Konstruktion für den globalen
Versand. Starre Fixierkeile sichern das
Gerät zuverlässig oben und unten, während
eine MC-Wabenplatte eine flexible
Anpassung an drei unterschiedliche Gerätelängen
ermöglicht. Eine klappbare Seitenwand
erlaubt einen einfachen Aufbau
sowie die aufrechte Entnahme des Geräts.
Zwei separate Zubehörboxen sorgen für
sichere Aufbewahrung und schützen die
empfindliche Haube des Kalkschutzgerätes.
Optimierte Abmessungen ermöglichen
eine präzise und stabile Palettierung auf
Europaletten. Die Verpackung besteht vollständig
aus Monomaterial und kombiniert
Robustheit, Effizienz und Nachhaltigkeit in
einer weltweit einsetzbaren Versandlösung.
Abb. 2
Abb. 4
9
Verpackungs- und Recyclingbranche
trifft sich auf der ALUMINIUM 2026
Drei Tage, die die Verpackungsindustrie
im Blick behalten sollte: Die
Weltleitmesse ALUMINIUM kehrt
diesen Herbst nach Düsseldorf zurück
– mit neuen Konferenzformaten
und einem geschärften Profil als
Drehscheibe und wichtigstes Barometer
der Branche. Gerade ist der
Startschuss für die Besucherregistrierung
gefallen.
Aktuell
Aluminiumexperten weltweit können
sich ab sofort Tickets für die
ALUMINIUM 2026 sichern. Der
führende Treffpunkt der globalen Aluminiumindustrie
findet vom 6. bis 8. Oktober
2026 in der Messe Düsseldorf statt.
Hier finden Einkäufer und Entscheider
alles, was strategische Ziele in greifbare
Ergebnisse verwandelt: die richtigen Anbieter,
Lösungen und Dialoge.
Global und substanziell. Erwartet werden
mehr als 800 Aussteller und Partner
sowie über 20.000 Fachbesucher aus
gut 100 Ländern – 73 % davon Entscheidungsträger.
Zum erstklassigen Aufgebot
zählen Branchengrößen wie Alcoa,
AMAG, Elval, Emirates Global Aluminium,
Ma‘aden, Norsk Hydro, Novelis, Rio
Tinto, Speira und Trimet sowie viele hochspezialisierte
KMU und Start-ups.
Entsprechend breit ist das Angebot:
In sechs Hallen werden Produkte und
Lösungen aus der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette
präsentiert –
von Rohstoffen, Primärproduktion und
Recycling über Halbzeuge und veredelte
Produkte bis zu Maschinen, Software und
Dienstleistungen.
Zum umfassenden Netzwerk der Messe
gehören auch wichtige Branchenverbände
wie Aluminium Deutschland und die
European Aluminium Foil Association
(EAFA), der Verband der europäischen
Aluminiumfolien-Industrie.
Kreislauf im Fokus. Nachhaltigkeit zieht
sich als roter Faden durch alle Bereiche.
Denn kaum ein Material verkörpert die
Kreislaufwirtschaft so überzeugend wie
Aluminium – nahezu unbegrenzt und
ohne Qualitätsverlust recycelbar. Genau
das macht es für Dosen, Folien, Verschlüsse
und flexible Verpackungen so wertvoll.
Öffnungszeiten und Tickets
Die ALUMINIUM 2026 findet vom 6. bis 8. Oktober 2026 in der Messe Düsseldorf statt und ist
täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Tickets gibt es als 3-Tages-Pass für 52 € im Vorverkauf
statt 105 € vor Ort – eine Ersparnis von mehr als 50 %. Der Pass schließt sämtliche Konferenzund
Award-Veranstaltungen ein.
Weitere Informationen und Tickets auf www.aluminium-exhibition.com
Das Messeprogramm greift Zirkularität
und Nachhaltigkeit gleich in zwei Konferenzen
auf: Während die ALUMINIUM
Conference die großen Linien der industriellen
Transformation absteckt, bündelt
die neue Sustainability & Recycling Conference
ein vollwertiges Programm zu
Kreislaufwirtschaft, CO₂-armer Produktion
und umweltschonender Verarbeitung.
Ergänzt wird sie durch den Sustainability
& Recycling Plaza in Halle 6 – einen eigenen
Ausstellungsbereich mit Showcase
und Networking-Lounge.
Konzentriertes Expertenwissen. In den
Themenpavillons – Foundry, Primary,
Surface, Magnesium und Sustainability
– finden Besucher fokussierte Anlaufpunkte
für vertieften Austausch und gezielte
Kontakte. Die Länderpavillons von
Dänemark, Norwegen und Aluminium
Scandinavia eröffnen direkten Zugang zu
wichtigen regionalen Märkten.
Industriepreise mit Wirkung. Erstmals
vergeben werden die ALUMINIUM Innovation
Awards. Einreichungen sind ab
sofort in drei Kategorien möglich, darunter
„Sustainable & Low-Carbon Manufacturing“.
Öffentlich abgestimmt wird im
September, die Gewinner werden auf der
Messe bekannt gegeben. Auch die renommierten
Women with Metal Awards
verzeichnen bereits starke Nominierungen;
in den kommenden Wochen wählt
eine Fachjury die diesjährigen Finalistinnen
aus.
Effizient vernetzt. Aussteller- und Produktverzeichnis
sind jetzt online und geben
einen ersten Vorgeschmack auf das
Messeangebot. Digitale Tools wie Colleqt
QR erleichtern den Ausstellenden wie
Besucher:innen die Messeplanung und
Nachverfolgung von Kontakten. [pl]
Foto: Carlotta Roob
10
Renommierte Awards für
innovative Etikettenlösungen
Marzek Etiketten+Packaging konnte seine beeindruckende
Erfolgsserie fortsetzen und wurde auch heuer
wieder mit den FINAT-International-Label-Awards
und dem WorldStar Award ausgezeichnet. Damit kann
der Etiketten- und Verpackungsspezialist aus Traiskirchen
seine umfangreiche Trophäensammlung mit
weiteren hochkarätigen Preisen und Auszeichnungen
ergänzen.
Foto: Roland Radschopf
FINAT, der internationale Verband der Etikettenindustrie,
kürt alljährlich die besten Etikettenprojekte und
würdigt damit technisch herausragende Leistungen
bei der Umsetzung sowie ihre Rolle für Marketing und Werbung.
Wie schon in den Vorjahren konnte Marzek Etiketten+Packaging
die Jury auch heuer wieder überzeugen und
einen Award sowie eine „Highly Commended“-Auszeichnung
für sich verbuchen.
Das Projekt „Crémant de Limoux Vollgut Crémant“ des Feinkostgeschäfts
Vollgut wurde mit dem Category Award Marketing/End-uses
– Sets of Labels ausgezeichnet. „Bei diesem
Etikett verbindet Marzek Etiketten+Packaging witziges
Design mit modernsten Drucktechnologien. Die Kombination
von Wiener Schmäh, französischer Schaumweinkultur
und erstklassiger Umsetzung unterstreicht den Charakter
des Produkts: Ein erlesener Crémant für Gourmets, die Humor
verstehen und im Sinne des Vollgut-Leitspruchs wissen,
„wofür es sich zu leben lohnt“, erläutert Stefanie Wareka,
MSc, MSc, 5. Generation der Gründerfamilie Marzek
Etiketten+Packaging. Das Projekt Familienweingut Müller
Grüner Veltliner wurde mit einer „Highly-Commended“-
Auszeichnung in der Kategorie Marketing/End-uses – Alcoholic
Drinks bedacht. Dieses Etikett besticht durch das
Zusammenspiel aus reduziertem Design, hochwertigem
Bedruckstoff und anspruchsvollen Veredelungen, das ihm
eine zeitlose Eleganz verleiht und den hohen Qualitätsanspruch
des Weinguts auf einzigartige Weise transportiert.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnungen durch die
renommierte Fachjury. Sie sind eine eindrucksvolle Bestätigung
unseres hohen Qualitätsanspruchs und bekräftigen
wiederum, dass unsere Kund:innen auf erstklassige Lösungen
für die Vermarktung ihrer Produkte vertrauen können“,
resümiert Stefanie Wareka.
WorldStar Award 2026. Bereits zuvor durfte sich Marzek
Etiketten+Packaging über den WorldStar Award freuen, der
alljährlich von der World Packaging Organisation (WPO) für
herausragende Verpackungen verliehen wird. Etikett und
Abfüllung des Vieno Pure Classic Raps- und Sonnenblumenöls
in der Bio-Kunststoff-Flasche wurden in der Kategorie
„Food“ prämiert. Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit
der VIMEKSIM International GmbH entstanden. Produzent
der Flasche ist NaKu e.U., das sich auf innovative Verpackungen
aus Biokunststoff basierend auf nachwachsenden Rohstoffen
spezialisiert hat.
[pl]
Ausgezeichnet mit dem FINAT Category Award Marketing/End-uses – Sets
of Labels: Das Projekt „Crémant de Limoux Vollgut Crémant“
des Feinkostgeschäfts Vollgut
Lebensmittelkonformität
UN Zulassung für Gefahrgut
Elektrisch ableitfähig für Ex-Zonen
Ausführungen für Pharma / Medizin
www.fries-kt.com
Erfolgreiche Premiere der
all about automation in Wels
Aktuell
Einen fulminanten Start hat all about automation hingelegt und damit ein starkes Zeichen gesetzt: In
Wels fand die bisher größte Premiere des Messeformats statt. Mit 268 Ausstellern war die all about
automation in Wels auf Anhieb die ausstellerstärkste Automatisierungsmesse Österreichs und zugleich
die größte aaa-Premiere der Messereihe. Zwei Tage lang war die Messe Wels der Treffpunkt für
Lösungen und Anwendungen rund um Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung.
3.566 Fachbesucherinnen und Fachbesucher nutzten die Messe für den direkten
Austausch. Die Aussteller zeigen sich besonders zufrieden mit der Qualität
der Gespräche und dem spezifischen Profil der Fachbesucher:innen
Das kompakte, klar fokussierte Messekonzept
überzeugte sowohl Aussteller
als auch Fachbesucher:innen.
3.566 Fachbesucherinnen und
Fachbesucher nutzten die Messe für den
direkten Austausch mit Herstellern, Systemintegratoren
und Automatisierungsspezialisten.
Die Aussteller zeigen sich
besonders zufrieden mit der Qualität der
Gespräche und dem spezifischen Profil
der Fachbesucher. „Spannende Gespräche,
frische Impulse: genau dafür eignet
sich die all about automation und verbessert
den Dialog mit Kunden, Interessenten
und Branchenpartnern“, beschreibt
Christian Zarfl (Finder) seine Eindrücke
von der Premiere.
Auch die Perspektive auf die kommenden
Ausgaben ist positiv: „Gratulation zum erfolgreichen
Debut. Wir sind sowohl 2027
in Graz als auch 2028 in Wels wieder dabei“,
sagt Walter Eichner (Beckhoff). Die
Mischung aus fokussiertem Konzept und
breitem Themenzugang wird ebenfalls
hervorgehoben: „Das breite Spektrum
von Ausstellern und Themen ist ein wichtiger
Erfolgsfaktor für dieses hervorragende
Messekonzept. Effizienz auf höchstem
Niveau“, so Andreas Hrzina (Rittal). Die
hohe Relevanz der Kontakte fasst Katrin
Vogt (Rodriguez) zusammen: „Wir waren
über die qualitativ sehr guten Kundenkontakte
sehr erfreut.“
Tanja Waglöhner, Messeleiterin der all
about automation beim Veranstalter Easyfairs,
betont die Rolle der österreichischen
Industrie bei dieser Premiere: „Wir bedanken
uns für den enormen Vertrauensvorschuss
der österreichischen Aussteller, die
diese Premiere aktiv mitgestaltet und das
Format unterstützt haben. Wir freuen uns
als Veranstalter über die gelungene Premiere
und den Mehrwert, den die Messe
für Aussteller und Besucher:innen gleichermaßen
erzeugt.“
Das Konzept der all about automation
setzt auf persönliche Fachgespräche in
konzentrierter Atmosphäre, kurze Wege
und eine klare thematische Ausrichtung.
Die Besucher:innen kommen mit konkreten
Fragestellungen auf die Stände, um
sich entlang der gesamten Automatisierungskette
zu informieren. Ergänzt wird
das Angebot auf der Fläche durch praxisorientierte
Vorträge in der Talk Lounge.
Aufgrund des gelungenen Starts in Wels
ist der Weg für die weitere Entwicklung
der all about automation im österreichischen
Markt geebnet. Mehrere Termine
mit hoher Relevanz für österreichische
Zielgruppen stehen bereits fest:
• all about automation in Friedrichshafen,
02. + 03. März 2027 – für Unternehmen
und Fachbesucher aus
Vorarlberg ist der Standort Friedrichshafen
aufgrund der geografischen
Nähe besonders attraktiv.
• all about automation in Graz, 21. + 22.
September 2027 – mit Graz wird gezielt
die starke Industrieregion Steiermark
und Kärnten adressiert. Gleichzeitig
wird das Besucherpotential in
Slowenien angesprochen werden,
sodass sich hier eine Drehscheibe
für die Automatisierungsbranche in
der Alpen-Adria-Region entwickeln
kann.
• all about automation in Wels, 17. + 18.
Mai 2028 – nach der erfolgreichen
Premiere kehrt die all about automation
nach Oberösterreich zurück und
baut auf den gewonnenen Erfahrungen
und Kontakten auf.
Die starke Resonanz auf die Premiere in
Wels, das positive Feedback der Aussteller
und die klare regionale Relevanz zeigen:
Für die all about automation beginnt
in Österreich eine vielversprechende
Reise. Mit den Standorten Friedrichshafen,
Graz und Wels wird die Automatisierungs-Community
in und rund um Österreich
künftig noch enger vernetzt. [pl]
Foto: Easyfairs Deutschland GmbH
12
interpack trotzt der Krise
Die Vorzeichen waren alles andere
als gut. Die geopolitische Lage
nimmt der Wirtschaft nach wie vor
ihren Atem. Aber scheinbar gewöhnt
man sich mit der Zeit an den wenigen
Sauerstoff. Die interpack kann
jedenfalls durchatmen. Sie wurde
wieder zum globalen Treffpunkt der
Processing- und Packaging-Industrie
und zeigte eindrucksvoll, wie
konkret der Wandel in Technologie,
Materialien und Prozessen bereits
umgesetzt wird.
Foto: Messe Düsseldorf / A. Wiese
Auch wenn es etwas ruhiger (127.000
Fachbesucher:innen) war als in der
Zeit vor Covid, waren die Aussteller
hochzufrieden und so setzte die interpack
ein klares Signal: Die Verpackungsbranche
ist enger vernetzt, innovationsstärker und dialogorientierter
denn je. In den Messehallen
wurde diese Dynamik unmittelbar sichtbar.
Eine hohe Besucherfrequenz, dichte Gesprächssituationen
und eine durchgehend
internationale Präsenz prägten das Bild.
Überall war zu erleben, mit welcher Entschlossenheit
Unternehmen an Lösungen
für die Zukunft arbeiten. Es wurde diskutiert,
getestet und entschieden. Die komplette
Wertschöpfungskette wurde im Live-Betrieb
gezeigt.
Vom 7. bis 13. Mai trafen sich in Düsseldorf
2.804 Aussteller aus 65 Ländern sowie
Fachbesucherinnen und -besucher aus 161
Ländern auf dem komplett belegten Messegelände.
Insgesamt kamen 75 Prozent der
Besuchenden aus dem Ausland, 28 Prozent
davon aus Übersee. Auf der parallel stattfindenden
Zuliefermesse components waren
zusätzlich rund 100 Unternehmen vertreten.
Damit war die interpack 2026 ausstellerseitig
die größte in ihrer Geschichte. Das
unterstreicht, was in den Hallen deutlich zu
spüren war: Dies war ein Ereignis mit außergewöhnlicher
Strahlkraft.
„Das war eine Top-interpack. Stark frequentierte
Hallen, ein intensiver Austausch und
konkrete Projekte haben gezeigt, welche
Kraft in dieser globalen Community steckt.
Die interpack ist das wichtigste Treffen der
Branche weltweit und diese Ausgabe hat
das eindrucksvoll bestätigt“, sagt Thomas
Dohse, Director der interpack, zum Abschluss
der Messe.
Sieben Tage lang standen konkrete Lösungen
und Partnerschaften im Mittelpunkt.
Viele Gespräche mündeten in Projekten
und Investitionsentscheidungen. Die Messe
Die interpack 2026 hat die Energie einer ganzen Branche spürbar gemacht. Sie wurde wieder
zum globalen Treffpunkt der Processing- und Packaging-Industrie und zeigte eindrucksvoll,
wie konkret der Wandel in Technologie, Materialien und Prozessen bereits umgesetzt wird
bestätigte damit ihre Rolle als führende
Plattform der globalen Processing- und
Packaging-Industrie – mit starkem Besucheraufkommen
insbesondere aus der Nahrungsmittel-
und Pharmaindustrie sowie
einer hohen Qualität und Dichte führender
und innovativer Anbieter.
Markt wächst – Branche unter Spannung.
Die interpack 2026 traf auf eine Branche in
einer Phase der Transformation. Die Nachfrage
nach verpackten Produkten steigt
weiter, aber es verschieben sich Anforderungen
an Materialien, Produktionssysteme
und Lieferstrukturen. Im Fokus stand auf
der Messe vor allem die Europäische Verpackungsverordnung
(PPWR), die in vielerlei
Hinsicht eine Zäsur für die Branche ist.
Auf der interpack wurde deutlich: Unternehmen
reagieren nicht isoliert, sondern systemisch.
Die Aussteller zeigten Lösungen,
bei denen Material, Maschine und Prozess
zunehmend zusammengedacht und aufeinander
abgestimmt werden. Damit bestätigt
die interpack ihre Funktion als Konjunkturmotor
der Branche: Hier werden Projekte
angestoßen, Investitionen vorbereitet und
wirtschaftliche Dynamik erzeugt.
Systeme, Materialien, Kompetenzen. Automatisierung,
datenbasierte Anwendungen
und flexible Anlagenkonzepte sind in der
industriellen Praxis angekommen und wurden
auf der interpack als konkrete Anwendungen
von Smart Manufacturing sichtbar.
Im Materialbereich lag der Fokus auf innovativen
Lösungen, die unter realen Bedingungen
funktionieren und regulatorischen
Anforderungen entsprechen. Future Skills
wurden dort konkret, wo vernetzte und datengetriebene
Systeme neue Kompetenzen
in der Produktion erfordern.
Specials setzen zusätzliche Impulse. Auch
abseits der Messestände setzte die interpack
Akzente. Die weiterentwickelten Specials
ergänzten das Messegeschehen und
brachten zusätzliche Perspektiven mit ein.
Das interpack Spotlight Forum, die SAVE
FOOD Expert Talks, Women in Packaging,
die Start-up Zone und der Young Talents Day
machten deutlich, wie breit der Wandel der
Branche diskutiert wird – von Technologie
und Nachhaltigkeit über Diversität, Gründungskultur
und Nachwuchsförderung bis
zu Qualifikation und Zukunftskompetenzen.
Was bleibt, ist mehr als eine erfolgreiche
Messe. Es ist ein klares Signal: Die Branche
steht vor großen Aufgaben und begegnet
ihnen mit Innovationskraft, Kooperation
und dem Willen, Zukunft aktiv zu gestalten.
Dazu kommt eine besondere Mischung aus
internationaler Dichte, technischer Tiefe und
spürbarer Aufbruchsstimmung, die diese interpack
geprägt hat.
Die nächste interpack findet 2029 statt. [pl]
13
PROPAK Industrie
zunehmend unter Druck
Aktuell
Die industriellen Papierverarbeiter
verzeichnen im Jahr 2025 einen
Umsatzrückgang von drei Prozent.
Zudem zeigt eine EcoAustria-Studie
deutliche Nachteile bei Kosten und
Produktivität.
Die österreichische papierverarbeitende
Industrie (PROPAK) blickt
2025 auf ein weiteres schwieriges
Jahr zurück. Der Produktionswert sank
um drei Prozent auf 2,23 Milliarden Euro,
mengenmäßig blieb der Rückgang mit
einem Minus von 1,2 Prozent vergleichsweise
moderat. Besonders betroffen waren
Non-Packaging-Produkte mit einem
Wertminus von 4,4 Prozent, während der
Verpackungssektor um 1,9 Prozent zurückging.
Rund 80 Prozent der Produkte
werden exportiert; auch hier gab es ein
leichtes Minus von 0,4 Prozent. Die Beschäftigung
blieb trotz des angespannten
Umfelds relativ stabil, die Zahl der Lehrlinge
legte sogar um 2,6 Prozent zu.
„Die scheinbar stabile Lage darf nicht darüber
hinwegtäuschen, dass unsere Unternehmen
wirtschaftlich zunehmend unter
Druck geraten“, sagt Marko Bill Schuster,
Fachverbandsobmann PROPAK. „Sinkende
Umsätze, hohe Arbeitskosten und ein
härter werdender internationaler Wettbewerb
schmälern die Spielräume für Investitionen
am Standort Österreich. Damit die
Betriebe Beschäftigung sichern und weiter
exportstark bleiben, braucht es deutlich
wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen!“
„Die scheinbar stabile Lage darf nicht darüber hinwegtäuschen,
dass unsere Unternehmen wirtschaftlich zunehmend
unter Druck geraten.“
Marko Bill Schuster, Fachverbandsobmann PROPAK
EcoAustria-Studie: Österreich verliert an
Boden. Wie deutlich der Standortnachteil
geworden ist, zeigt eine neue Studie von
EcoAustria im Auftrag von PROPAK. Untersucht
wurden die zentralen Herausforderungen
und die internationale Wettbewerbssituation
der Branche. Ein Ergebnis
betrifft die Lohnstückkosten: Zwischen
2017 und 2025 stiegen sie in Österreich
um rund 37 Prozent. Im Euroraum lag der
Anstieg bei rund 27 Prozent, in der Schweiz
waren es sechs Prozent – ein Unterschied
in der Entwicklung von rund 31 (!) Prozentpunkten.
Auch bei der Produktivität fällt Österreich
zurück: Die reale Arbeitsproduktivität stieg
seit 2017 hierzulande nur um rund vier Prozent.
Polen kam im selben Zeitraum auf ein
Plus von 25 Prozent, die Slowakei auf 20
Prozent und Ungarn auf 17 Prozent. In der
PROPAK Industrie sinkt sie seit 2021 kontinuierlich.
„Die Studie zeigt, dass die österreichischen
Unternehmen nicht nur mit
schwächerer Nachfrage, sondern auch mit
einer deutlich ungünstigeren Kosten- und
Produktivitätsentwicklung konfrontiert
sind“, sagt Monika Köppl-Turyna, Direktorin
von EcoAustria. „Gerade für eine stark
exportorientierte Industrie ist das ein gravierender
Standortnachteil.“
Exportmärkte deutlich unter Druck. Betrachtet
man die für PROPAK relevanten
Produktgruppen, bleibt Deutschland der
wichtigste Absatzmarkt: Exporte dahin
machen rund 445,9 Millionen Euro aus
(2024), gefolgt von der Schweiz mit 219,4
Mio. Euro, Polen mit 128,9 Mio. Euro, Ungarn
mit 115,2 Mio. Euro und Tschechien
mit 113,2 Mio. Euro. Gleichzeitig verschiebt
sich die Wettbewerbssituation in diesen
Kernmärkten zulasten Österreichs. Zwar
konnten heimische Unternehmen in einzelnen
Ländern zulegen, vielfach verloren
sie jedoch Marktanteile an schneller wachsende
Wettbewerber. In Deutschland
etwa sank der österreichische Marktanteil
zwischen 2017 und 2024 von 10,3 auf 8,0
Prozent.
Gleichzeitig gewannen Anbieter aus Polen,
China, Italien und Spanien an Bedeutung.
„Die PROPAK-Branche zeigt ein hohes
Maß an Stabilität, steht aber zunehmend
unter Druck durch Länder mit günstigeren
Kostenstrukturen“, sagt Köppl-Turyna.
„Österreich muss bei den Standortbedingungen
gegensteuern, damit die preisliche
Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten
nicht schrittweise erodiert.“
Innovationen und Digitalisierung. Trotz
der schwierigen Ausgangslage setzen
die PROPAK-Unternehmen weiter auf
Innovationen. Dazu zählen recyclingfähige
Verpackungen aus Papier und Karton,
die Kunststoff in vielen Bereichen ersetzen
können, vorausgesetzt die Kosten
bleiben wettbewerbsfähig. Die derzeit
steigenden Kunststoffpreise – stärker
14
als bei Papier/Karton – verbessern hier
die Ausgangslage für die Produkte der
PROPAK-Branche. Auch die Digitalisierung
treibt Innovationen voran: Digital
abrufbare Informationen via QR-Code
ergänzen Aufdrucke auf Verpackungen,
Hologramme machen Etiketten
fälschungssicher und digitale Prozesse
vereinfachen Bestell- und Freigabeabläufe.
„Gedruckte Informationen bleiben
dort wichtig, wo Rechtssicherheit, Verständlichkeit
und barrierefreier Zugang
zählen. Eine rein digitale Lösung würde
viele Menschen ausschließen“, so Arnold
Tautermann-Bichler, stellvertretender
Fachverbandsobmann PROPAK. Auch
im Schulbereich bieten gedruckte Lernmaterialien
Vorteile beim Lernen und Verstehen,
wie Studien zeigen.
v.l.: Martin Widermann,
Geschäftsführer
PROPAK, Monika
Köppl-Turyna, Direktorin
Eco Austria,
Marko Bill Schuster,
Fachverbandsobmann
PROPAK, Arnold
Tautermann-Bichler,
Fachverbandsobmann-Stv.
PROPAK
Kreislaufwirtschaft als Chance, Regularien
bremsen. „Unsere Branche unterstützt
die Ziele der Kreislaufwirtschaft ausdrücklich.
Papier, Karton und Wellpappe sind
erneuerbare und hoch recyclingfähige
Materialien, die schon heute einen wesentlichen
Beitrag zur Ressourcenschonung
leisten“, sagt Martin Widermann,
Geschäftsführer PROPAK „Aber die stark
gestiegene Regulierungsdichte belastet
die Betriebe zunehmend, bremst Innovationen
und bindet Investitionen“, so Widermann.
So bringt etwa die Packaging and
Packaging Waste Regulation (PPWR)
zahlreiche neue Aufzeichnungs- und Berichtspflichten
sowie höhere administrative
Kosten. Gleichzeitig sind rund zwanzig
Rechtsakte noch immer offen.
Ausblick. Für 2026 bleibt der Ausblick der
Branche zurückhaltend. Wachstum wird
derzeit nicht erwartet. Diese Entwicklung
und die EcoAustria-Studie machen den
wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf
deutlich. Insbesondere die Arbeitskosten
müssen sich am internationalen Umfeld
orientieren. „Die PROPAK-Industrie steht
für nachhaltige Produkte, qualifizierte
Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit“,
sagt PROPAK-Obmann
Schuster. „Diese Stärke darf nicht durch
Standortnachteile verspielt werden. Hier
sind auch die Sozialpartner gefordert!“ [pl]
Fotos: comunit/L.Schedl
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15
„Design beeinflusst die
Time-to-Market“
Aktuell
Kaufen, konsumieren, wegwerfen: Im Lebenszyklus einer Verpackung bleibt oft unbemerkt, wieviel
gestalterische Leistung in ihr steckt. Wer sich einmal die Mühe macht, eine klassische Kartonschachtel
auseinanderzufalten, stellt viele Details fest, die sie einzigartig machen. Valentin Köhler, der bei
Gerhard Schubert die Entwicklung von Kartonverpackungen verantwortet, hat damit täglich zu tun.
Wir haben ihn gefragt, wie Kartonverpackungen entstehen, die nicht nur funktional sind, sondern auf
Maschinen laufen – und damit Kunden überzeugen.
Schubert stellt Verpackungsmaschinen und
keine Packmittel her. Wieso haben Sie dennoch
damit zu tun?
Verpackungen erfüllen mehrere Zwecke.
Neben Produktschutz und einer attraktiven
Inszenierung am Point-of-Sale sorgen sie
auch für effiziente Prozesse. Form, Größe
und Material entscheiden mit darüber, wie
wirtschaftlich ein Unternehmen abpacken
kann. Eine gute Time-to-Market hat immer
mit durchdachtem Verpackungsdesign zu
tun.
Können Sie das genauer erläutern?
Eine Verpackung ist ein wichtiger Stellhebel
für produktive Abläufe. Herstellende Unternehmen
stehen vor der Herausforderung,
möglichst wirtschaftlich zu produzieren. Das
ließe sich theoretisch auf zwei Arten lösen:
Entweder passt man Leistung und Layout
der Anlagen an – was viele Hersteller nicht
wollen – oder man nimmt sich die Verpackung
vor, die ebenfalls Spielraum bietet.
Mit solchen Anforderungen kommen die
Kollegen aus dem Vertrieb auf mich zu.
Entwerfen, konstruieren, testen: Valentin Köhler hat abertausende
Designs bei Schubert realisiert
Und dann haben Sie die passende Lösung
parat?
Idealerweise ja, aber erst nach mehreren
Schritten. Es kann vorkommen, dass
Kunden bereits eine bestimmte Vorstellung
„ihrer“ Verpackung haben, weil sie
beispielsweise kleiner werden oder weniger
Hohlraum haben soll. Beides steht häufig
im Zusammenhang mit der europäischen
Verpackungsverordnung „Packaging and
Packaging Waste Regulation“, kurz PPWR,
verlangt also nach einer Modifikation bestehender
Formate. Oder Kunden haben ein
neues Produkt, aber noch keine Vorstellung
davon, wie die Verpackung dazu aussehen
soll. In beiden Fällen mache ich mir erste
Gedanken, zunächst in Form einfacher
Handzeichnungen, um einen Eindruck des
Erscheinungsbildes zu bekommen. Länge,
Breite, Höhe, die Verpackung im geöffneten
und geschlossenen Zustand – solche Überlegungen
fließen in diese Skizzen mit ein.
Fangen Sie dabei stets bei null an?
Zum Glück nicht. Zum einen informiert
mich der Vertrieb vorab über die Produkte
und, sofern vorhanden, Verpackungsideen.
Unter Umständen hat ein Kunde bereits einen
Prototyp der angestrebten Verpackung
parat. Die Kollegen aus dem Vertrieb haben
außerdem meist schon eine Vorstellung davon,
was die Verpackung noch leisten muss,
um maschinengängig, d. h. reibungslos verarbeitbar
zu sein. Zum anderen kann ich auf
zahlreiche Ideen und Muster zurückgreifen,
die ich in meiner Zeit bei Schubert angefertigt
habe. Über 13 000 Entwürfe dienen mir
als Inspiration. Da findet sich immer wieder
ein verwertbarer Ansatz.
Wie geht es mit diesen Überlegungen
weiter?
Am Ende des Tages möchte ich einen
verarbeitbaren Flachzuschnitt für eine Verpackung
haben, die den Anforderungen
des Kunden hinsichtlich Funktionalität und
Maschinengängigkeit entspricht. Flach deshalb,
weil wir bei Schubert per Toploading, d.
h. von oben, verpacken. Flache Zuschnitte
werden dabei in der Verpackungsmaschine
aufgerichtet, befüllt und verschlossen. Dazu
benötige ich einen millimetergenauen Entwurf,
den ich am Rechner per CAD-Software
gestalte. Mit dem Programm lassen sich 2Doder
3D-Modelle erstellen, bearbeiten und
dokumentieren. Diese Visualisierung hilft
dem Kunden und mir ungemein.
Inwiefern?
Jeder Kartonbogen ist zweidimensional,
weshalb ich auch den Zuschnitt zunächst
in 2D konstruiere. Angenommen, ich arbeite
mit einer Vorlage aus meinem Fundus:
Dann passe ich Parameter wie Schachteldimensionen
oder Laschenlänge entsprechend
der neuen Anforderungen an. Wenn
ich Zuschnitte jedoch neu konstruiere, be-
16
nötige ich mehr Zeit und Gestaltungsspielraum
– vor allem dann, wenn die Zuschnitte
besondere Formen haben. Die Vorarbeit,
aber auch das Konstruieren und Prüfen
per CAD fällt dann deutlich umfassender
aus. Ob Bestands- oder Neukonstruktion:
Ich muss stets wissen, ob die aufgerichtete
Schachtel „funktioniert“, d. h. ob alle Maße
und Schnitte so aufeinander abgestimmt
sind, dass später keine Lasche übersteht.
Die Werkzeuge unserer Verpackungsmaschinen
dürfen beim Falten keine Probleme
bekommen, weil die Dimensionierung des
Zuschnitts nicht stimmt. Dazu rufe ich eine
3D-Ansicht auf und passe diese wo nötig an.
Ich kann diese virtuelle Verpackung drehen
und wenden, wie ich möchte, und benötige
noch kein physisches Muster. Das spart Zeit
und Material.
Und dabei binden Sie Kunden wie Vertrieb
mit ein?
So ist es. Ich teile den digitalen Entwurf
mit allen wichtigen Akteuren. Neben dem
Endabnehmer und dem Vertrieb zählen
dazu auch Packmittelhersteller und unsere
Werkzeugkonstruktion. Ein Packmittelhersteller
kennt sich nicht zwingend mit
Toploading-Maschinen aus. Deshalb kann
es sinnvoll sein, mit ihm möglichst früh die
beabsichtigte Designrichtung und die Anforderungen
ans Material zu klären. Und
auch unsere Werkzeugkonstrukteure hole
ich frühzeitig ins Boot: Auch sie müssen
sich dazu äußern, ob die Gestaltung passt,
schließlich bauen wir bei Schubert auftragsspezifische
Werkzeuge. Diese nachträglich
anzupassen, kann kostspielig werden. Umso
entscheidender ist es, sich früh abzustimmen.
Ziel des strukturellen Designs: ein zweidimensionaler, maschinengängiger Zuschnitt
Sie erwähnten Muster. Welche Rolle spielen
diese bei der Gestaltung?
Eine enorm wichtige, nicht zuletzt wegen
der Werkzeugkonstruktion. Die Kollegen
müssen Verarbeitungsschritte wie
Aufrichten, Befüllen und Verschließen „am
lebenden Objekt“ prüfen, um das passende
Werkzeug bauen zu können. Stimmt der
CAD-Entwurf für alle Beteiligten, erstelle ich
deshalb ein Zuschnittmuster am Schneidplotter.
Vollkarton und Wellkarton schneidet
das Gerät mit einem kleinen Messer automatisch
entlang vorgegebener Konturen.
Man kann ihn sich wie einen Drucker vorstellen
– nur dass statt Tinte ein Schneidemesser
zum Einsatz kommt...
… und so den Zuschnitt erstellt. Daraus entsteht
anschließend das Muster?
Genau. Hat der Plotter den Schachtelbogen
geschnitten, falte und verklebe ich
ihn zu einer dreidimensionalen Schachtel.
Sowohl Zuschnitt als auch Schachtel helfen
der Werkzeugkonstruktion bei der weiteren
Arbeit. Muster spielen auch bei der späteren
Montage unserer Maschinen eine Rolle:
Bei den vielen Tests laufen Muster durch die
Maschinen, um zu prüfen, ob alles so funktioniert,
wie es soll.
Den fertigen
Zuschnitt klebt
Valentin Köhler zu
einer dreidimensionalen
Schachtel
Das klingt nach einem anspruchsvollen
Prozess. Sie sprachen von abertausenden
Entwürfen, die Sie erstellt haben. Was
wurde daraus?
Nicht alle schaffen es in die Umsetzung.
40 Prozent der Projekte, an denen ich
beteiligt bin, werden zu Maschinenaufträgen.
Und ein noch kleinerer Teil davon
landet im deutschen Handel. Das hängt
von vielen Faktoren ab: Manche Designs
sind beispielsweise für B2B-Unternehmen
konzipiert, gehen also nicht an den Endverbraucher.
Ein Großteil der Verpackungen
kommt nicht einmal in Deutschland
zum Einsatz; der Exportanteil beträgt 80
Prozent.
Kartonverpackungen liegen demnach vielerorts
im Trend. Hat Kunststoff als Packstoff
ausgesorgt?
Faserbasierte Verpackungen lassen sich
gut recyceln, bieten daher im aktuellen
regulatorischen Kontext gewisse Vorteile.
Aber Kreislauffähigkeit bedeutet nicht
automatisch Karton. Dem Material sind
Grenzen gesetzt, etwa bei bestimmten
Formen. Mit Karton bekommen Sie aktuell
kaum runde Kavitäten in Trays hin. Andere
Stoffe, wie Mono-Folien aus PP oder PET,
könnten aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit
und der vielfältigen Formbarkeit eine Option
darstellen. Welche davon letztlich trägt,
zeigt sich oft erst im Verlauf. Das gehört
zur Arbeit am strukturellen Design dazu.
Aber selbst, wenn eine Idee wieder zurück
in die Schublade wandert: Ein Stück weit
schlauer sind wir nachher immer.
Vielen Dank für das Gespräch.
Fotos: Gerhard Schubert GmbH
17
Multifunktionale Verpackung
sorgt für umfassenden Schutz
Ladungsträger
Eine Verpackung hat viele Aufgaben, aber die wichtigste ist der Schutz des Füllgutes. Der Indutainer
IBC geht allerdings noch einen Schritt weiter: Der nachhaltige faltbare Industriecontainer verspricht
nicht nur ein erweitertes Produktspektrum und logistische Vorteile für die Industrie, sondern auch
neue Impulse für den Bevölkerungsschutz.
Faltbarer IBC. Der Indutainer IBC der
Liner Factory GmbH ist ein faltbares
Containersystem, das die Vorteile starrer
(RIBC) und flexibler (FIBC) Behälter in
einem Produkt vereint. Der intelligente
Faltcontainer wurde entwickelt für den
Transport und die Lagerung von pastösen,
hochviskosen oder sedimentierenden
Produkten und überzeugt durch
seine Vielseitigkeit und einfache Handhabung.
Der faltbare Industriecontainer
ist verblüffend einfach und genial zugleich.
Das System mit ausgeschäumtem PP-Gewebe
sorgt für Standfestigkeit, während
die zentrale Bodenentleerung eine nahezu
vollständige Restentleerung ermöglicht
– ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen
starren IBC-Lösungen.
Die Faltbarkeit des Systems reduziert das
Leervolumen um bis zu 90 Prozent, was
sowohl Lager- und Transportkosten als
auch den Carbon-Footprint erheblich
senkt. Mit einem Leergewicht von nur 7
bis 8 Kilogramm und einer Aufbauzeit
von weniger als 90 Sekunden durch eine
Person ist der Indutainer IBC besonders
anwenderfreundlich. Die passgenaue Innenfolie,
die als Primärverpackung dient,
wird werkseitig füllfertig eingestellt und
entfaltet sich beim Befüllen selbstständig
– das erhöht die Prozesssicherheit und minimiert
Fehlerquellen.
Eine Verpackung für den Bevölkerungsschutz.
Im industriellen Einsatz überzeugt
das Produkt durch vielfache Entleerungsmöglichkeiten
und hervorragende Restentleerung.
Besonders hervorzuheben
18
ist die alternative Nutzung des Indutainer
IBC als sinnvolle Ergänzung der bekannten
Einsatzmittel im Bevölkerungsschutz
und im Bereich der Veranstaltungstechnik.
Feuerwehren, Katastrophenschutz, Ordnungsbehörden
und das Technische Hilfswerk
(THW) profitieren von der Flexibilität
und Robustheit des Systems.
„Ob als mobiles Löschwasserreservoir bei
Vegetationsbränden, als Hochwasserschutzbarriere
im Ziehharmonika-System,
als Mehrzweckbehälter für Trinkwasser
und Bergungsgüter oder Ballast-Tank für
Gerüst- und Bühnenbau – der Indutainer
IBC ist ein echter Allrounder“, freut sich Indutainer-Erfinder/Entwickler
Martin Siegbert.
Neben klassischen Anwendungsgebieten in der Industrie eignet sich der Indutainer IBC
auch zum Schutz der Bevölkerung, z.B bei Großveranstaltungen als Fahrzeugsperre
Mobile Fahrzeugsperre. Die DEKRA-zertifizierte
Fahrzeugsperre für PKW und
LKW auf Basis des Indutainer IBC bietet
zudem Schutz bei Großveranstaltungen.
„Die Wirksamkeit bestätigte uns CTS
crashtest-service.com in ihren Tests mit
einem 7,5 t LKW“, betont Siegbert. Bei
einem 90° Aufprall mit 53 km/h und einer
Anprallenergie von 884 kJ wurde ein
Anhalteweg von 18,9 m bestätigt. Die
durchgeführten Tests belegen, dass die
mit Wasser befüllten Indutainer IBCs die
Anprallenergie absorbieren und die losen
Trümmerteile der Kraftfahrzeuge und der
Fahrzeugsperre innerhalb des Anhaltewegs
verbleiben. Beim Anprall des LKWs
wird der Indutainer IBC in eine Kippbewegung
versetzt und das definierte und
gewünschte Aufplatzen erfolgt. Hierdurch
wird verhindert, dass die Fahrzeugsperre
beschleunigt wird und als Geschoss eine
zusätzliche Gefahrenquelle darstellt. Das
austretende Spritzwasser wird ca. 30 Meter
nach vorn und seitlich verteilt. Neben
dem akustischen Warnton, der durch den
Aufprall des Kraftfahrzeuges entsteht,
ist das austretende Spritzwasser ein zusätzliches
Warnsignal. Zeitgleich mit dem
Anprall und Kippen des Indutainers werden
Krallenkeile in eine Rotation versetzt.
Hierbei zerstören sie den Antrieb des
Fahrzeugs und eine Weiterfahrt wird verhindert.
CTS crashtest-service.com führte zudem
einen Verschiebetest durch, der eine Verschiebung
von lediglich 0,6 Metern zum
Ergebnis hatte.
Kurzprofil. Indutainer ist eine Marke
der LINER FACTORY GmbH in Ahaus /
Deutschland. Die LINER FACTORY ist
ein Unternehmen des Ringmetall Geschäftsbereichs
IPL (Industrial Packaging
Liner). Ringmetall SE ist ein international
führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie.
Der Geschäftsbereich
Industrial Packaging Liner bietet Hochsicherheits-Verschlusssysteme
und Innenhüllen
für Industriefässer für die chemische,
petrochemische, pharmazeutische
und lebensmittelverarbeitende Industrie.
Der Geschäftsbereich Industrial Handling
entwickelt anwendungsoptimierte Fahrzeugbauteile
für das Handling und den
Transport von Verpackungseinheiten. Neben
der Konzernzentrale in München ist
Ringmetall SE weltweit vertreten durch
Produktions- und Vertriebsniederlassungen
in Deutschland, Großbritannien, Spanien,
Italien, der Türkei, den Niederlanden
sowie China und den USA. Weltweit erwirtschaftet
Ringmetall SE einen Umsatz
von rund 180 Mio. Euro pro Jahr. [pl]
Fotos: Indutainer
Der Indutainer IBC ist ein faltbares
Containersystem, das die Vorteile
starrer (RIBC) und flexibler (FIBC)
Behälter in einem Produkt vereint
19
Neuer IBC kombiniert maximalen
Brandschutz mit bequemer
Bodenentnahme
Ladungsträger
Mit dem Ecobulk SX D OV präsentierte Schütz auf der Interpack 2026 eine neue, zusätzliche Variante
seines etablierten, doppelwandigen Kombinations-IBC Ecobulk SX-D. Der Aufbau aus einem
HDPE-Innenbehälter und einer Stahlaußenhülle sichert zuverlässigen Brand- und Auslaufschutz. Zusätzlich
gewährt der SX-D-OV über eine Auslaufarmatur den gewohnten Komfort einer Füllgutentnahme
von unten. Die Serienproduktion der neuen Variante startet im August 2026.
Der Transport und die Lagerung von
brennbaren Gefahrgutflüssigkeiten
gehören zu den größten Herausforderungen
im Verpackungsmanagement.
Für einen wirksamen Brandschutz
ist Zeit im Ernstfall der entscheidende
Faktor. Der Ecobulk SX-D von Schütz
bietet maximalen Brand- und Auslaufschutz,
auch unter extremen Bedingungen
und in Grenzbereichen. Gleichzeitig
profitieren Kunden von der überlegenen
Effizienz des IBC-Systems. Dazu kombinieren
der seit Jahren im Markt etablierte
Kombinations-IBC als auch die neue
Variante einen HDPE-Innenbehälter mit
einer geschlossenen, feuerfesten Stahlhülle.
Der äußere Stahlcontainer fungiert
im Brandfall als integrierte Auffangwanne
und schützt zuverlässig vor potenziellen
Leckagen. Besondere Stabilität erzeugt
eine verschweißte Verbindung der Bodengruppe
mit dem Mantelblech. Durch seine
doppelwandige Konstruktion verringert
der Ecobulk SX-D die Brandlast in Lagerund
Produktionsumgebungen und schafft
im Ernstfall wertvolle Zeit für Lösch- und
Sicherungsmaßnahmen. Damit zeichnet
er sich neben dem Transport von Gefahrgütern
explizit für den Einsatz in Ex-Zonen
aus.
Mit dem Ecobulk SX‐D bietet Schütz einen zertifizierten Kombinations-IBC für brennbare
und sensible Füllgüter. Mit einer geschlossenen Stahlhülle und einem HDPE-Innenbehälter
bietet er doppelten, zuverlässigen Brand- und Leckageschutz
Nationale Anforderungen, übergreifende
Zertifizierung. Länderspezifisch variierende
Sicherheitsrichtlinien im Umgang
mit brennbaren Flüssigkeiten erfordern
eine Lösung, die alle Eventualitäten abdeckt.
Ob im Straßentransport, in dem
in Teilen Europas spezielle Vorgaben für
sensible Füllgüter gelten, oder auch in Gefahrgutlagern
– der SX-D schafft Sicherheit,
über nationale Brandschutzvorschriften
und sämtliche Anwendungsbereiche
hinweg.
Mit seiner Doppelwandigkeit bietet der
Ecobulk SX-D nicht nur maximalen Leckageschutz,
sondern auch eine hohe Resistenz
gegen Hitze. Das Modell hat anspruchsvolle
Feuerprüfungen erfolgreich
absolviert und ist als erster Kombinations
IBC von FM Global zertifiziert („FM Approved“).
Zusätzlich erfüllt er die Anforderungen
des UL Standards 2368 und ist für Ex
Zonen 1 und 2 zugelassen. Auch die Sicherheitsansprüche
sensibler Gefahrgutflüssigkeiten,
beispielsweise der Klasse 6.1,
erfüllt der SX-D mühelos und stellt somit
eine großvolumige Verpackungsoption für
Einsatzbereiche dar, in denen vormals nur
Stahlfässer den notwendigen Schutz lieferten.
Neben den weitreichenden Sicherheitsvorteilen
wirkt sich der Einsatz des
zertifizierten Kombinations-IBC zudem
positiv auf Versicherungskonditionen aus.
Neue Variante mit Auslaufarmatur. Der
Ecobulk SX-D-OV erweitert das Sicherheitskonzept
des SX-D um einen Komfortvorteil:
die Füllgutentnahme von unten.
Ein werkzeuglos zu öffnender Stahldeckel
gibt den Zugang zu einer Auslaufarmatur
frei. Für maximale Sicherheit im Brandfall
ist der Armaturenbereich durch ein zusätzliches
Hitzeschutzblech gesichert.
Mit dem neuen Kombinations-IBC unterstreicht
Schütz einmal mehr den Anspruch,
Technologie und Nachhaltigkeit
von Verpackungssystemen konsequent
voranzutreiben. Das Leitmotiv „Circular
Economy meets Technology“ wird auch im
neuen Ecobulk SX D OV sichtbar: langlebige
Komponenten, eine wartungsarme
Konstruktion und sichere Nutzungs- und
Rückführungsprozesse ermöglichen einen
effizienten und ressourcenschonenden
IBC-Einsatz.
[pl]
Foto: Schütz
20
Mit Aktivkohle Gerüche aus
Produkten entfernen
In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie kommt es auf
sicher verpackte Produkte an, die hermetisch verschlossen
sind – zum einen, damit z. B. Feuchtigkeit oder Fremdstoffe
nicht eindringen, zum anderen, damit Gerüche nicht austreten
können. Zur effektiven Geruchsentfernung liefert die
TROPACK Packmittel GmbH jetzt Beutel mit Aktivkohle
aus Kokosnussschalen als Primärpackmittel: TROcarbon®.
Fotos: TROPACK
Nahrungsergänzungsmittel: Intensive
Gerüche vermeiden. Aktivkohle aus Kokosnussschalen
ist dank ihrer porösen
Beschaffenheit sehr aufnahmefähig und
wirkt so zuverlässig gegen unangenehme
Gerüche. Beispielsweise lassen sich die
neuen Aktivkohle-Beutel bei der Verpackung
von Nahrungsergänzungsmitteln
wie Omega-3-Kapseln mit ihrem intensiven
Fischgeruch einsetzen. Im Pharma- und Laborbereich
werden oft stark riechende Chemikalien
verwendet, die auch im späteren
Endprodukt wahrnehmbar sind, sodass auch
hier eine Geruchsadsorption nötig ist.
Zusätzlicher Feuchtigkeitsschutz durch
Mischung mit Trockenmittel. Neben der
reinen Geruchsadsorption ist es möglich,
die Geruchsbindung mit dem Schutz vor
Feuchtigkeit durch eine Mischung von Aktivkohle
und Trockenmittel zu verbinden.
Beispielsweise benötigen Nahrungsergänzungsmittel
in Pulverform ein Trockenmittel,
um ein Verklumpen zu verhindern. Kombiniert
mit der Aktivkohle lassen sich gleichzeitig
auch eventuelle unangenehme Gerüche
beseitigen.
Maschinelle Zuführung durch Beutelketten.
Das Unternehmen bietet TROcarbon®-Beutel
mit 100 % Aktivkohle-Füllung
in verschiedenen Größen ab 0,5 Gramm
Geruchsadsorption
durch Aktivkohle, bei
Bedarf mit zugesetztem
Trockenmittel zum Schutz
vor Feuchtigkeit: TROcarbon®
in verschiedenen Beutelgrößen
bis hin zu 1 Kilogramm pro Beutel an sowie
gemischte Beutel mit einem vom Kunden
zu bestimmenden Mischungsverhältnis zwischen
Aktivkohle und dem zur Anwendung
passenden Trockenmittel (Silica-Gel, Molekularsieb
oder Tonerde). Gemischte Beutel
sind in 0,5-Gramm- bis 5-Gramm-Beuteln
lieferbar. Für eine effiziente maschinelle
Zuführung können Kunden die TROcarbon®-Beutel
– sowohl mit reiner Aktivkohle
als auch die Mischvariante – in Beutelketten
erhalten.
Präzises Justieren der
Anlage für TROcarbon®-Beutelketten:
Die
unterbrechungsfreie
maschinelle Zuführung
sichert maximale Effizienz
im Verpackungsprozess
Nachhaltiges Primärpackmittel. Aktivkohle
aus Kokosnussschalen ist nachhaltig, da
sie auf einem nachwachsenden Rohstoff
basiert. Da die Aktivkohle Moleküle durch
physikalische Adsorption an ihre Oberfläche
bindet und keine chemische Reaktion stattfindet,
lässt sie sich thermisch regenerieren
und wiederverwenden – dafür ist jedoch ein
gewisser Energie- und Handlingaufwand
nötig.
Die Beutel bestehen aus dem bei TROPACK
bewährten Hüllstoff Tyvek®, der in der Pharmazie,
Diagnostik und Lebensmittelbranche
seit langem als sicheres Verpackungsmaterial
etabliert ist.
Kurzprofil. Die TROPACK Packmittel GmbH
ist einer der führenden Hersteller von Trockenmitteln
und Verpackungslösungen für
Branchen wie Pharma, Elektronik, Automotive
und Lebensmittel. Seit 1991 entwickelt,
produziert und vertreibt das Unternehmen
vielfältige Trockenmittelprodukte, um empfindliche
Güter zu schützen und die Haltbarkeit
zu verlängern. Zum Produktsortiment
zählen Trockenmittelbeutel, -patronen und
-kapseln sowie Aluminiumverbundfolien,
Feuchtigkeitsindikatoren und Verpackungszubehör.
Die Trockenmittelspezialisten unterstützen
bei der präzisen Berechnung der
optimalen Trockenmittelmenge und entwickeln
individuelle Sonderlösungen.
TROPACK-Trockenmittel sind lebensmittelverträglich,
frei von Schadstoffen, geruchlos
und regenerierbar. Zudem entsprechen
sie den Qualitätsanforderungen nach DIN
55473 sowie den Bestimmungen der EU (z.
B. EG 1935/2004) und der US Food & Drug
Administration FDA (z.B. 21 CFR part 175 bzw.
part 177). Produziert wird ausschließlich am
Stammsitz Lahnau-Waldgirmes in Deutschland
mit ca. 80 Mitarbeiter:innen. [pl]
21
Paletten leiden unter
Preisdruck …
Ladungsträger
Die Wintergroup befasst sich mit dem gesamten Palettenkreislauf: Angefangen bei der Produktion und der Reparatur, der
Disposition und dem Transport über die Qualitätskontrolle bis hin zur Lagerung und dem Handel von Paletten
Holzpaletten gelten als das Rückgrat der Transportlogistik und damit der Wirtschaft selbst. Ohne sie
wären standardisierte Transporte kaum möglich. Seit Covid taumelt die Wirtschaft allerdings von einer
Krise in die nächste. Wie sehr schmerzt das Rückgrat mittlerweile und was kann man dagegen tun?
Fragen, die Pack & Log an Franz Winter, Gründer und Geschäftsführer der Wintergroup, einem der
größten österreichischen Palettenproduzenten, gestellt hat, um mehr über die Situation und die Hintergründe
zu erfahren.
Herr Winter, schmerzt das Rückgrat?
(lacht) Wenn Sie so fragen, dann muss
ich sagen: Ja. Denn die Lage ist momentan
sehr spannend. Wir in der Paletten- und
Transportindustrie haben sehr mit den
Rohstoffpreisen zu kämpfen. Speziell der
Holzpreis steigt immer weiter nach oben.
Im Unterschied dazu geht die Industrie –
unser Endverbraucher – davon aus, dass
eine Holzpalette „nichts“ kosten darf. Das
passt alles nicht mehr zusammen.
Ist diese Lücke zwischen Realität und
(Wunsch-)Vorstellung zu schließen?
Nein, nicht wirklich. Wir müssen die
höheren Einkaufspreise weitergeben, es
bleibt uns gar nichts anderes über. Wir
sehen es ja am Markt: Langsam geht den
Palettenherstellern und -reparateuren die
Luft aus. Um zu überleben, haben auch
wir ab dem 2. Quartal die Preise deutlich
erhöht. Wir gehen aber davon aus, dass
sich der Holzpreis im weiteren Jahresverlauf
stabilisiert. Ist das nicht der Fall, wird es
schwierig, denn ich glaube nicht, dass man
die Palettenpreise noch einmal entsprechend
erhöhen kann.
Allerdings ist das wohl nicht die einzige
Sorgenfalte, denn Energie und Treibstoff
Das Interview führte
Gernot Rath, CR Pack & Log
zählen ebenfalls zu den Preistreibern …
Das sind natürlich weitere Problemfelder,
obwohl mir derzeit vor allem unsere Mitarbeiter:innen
große Sorgen bereiten. Denn
das Leben wird immer teurer und es ist für
viele kaum zu stemmen. Als Betrieb können
wir aber, aus wirtschaftlichen Gründen,
nicht dreimal im Jahr eine Lohnerhöhung
gewähren ... hier stoßen wir alle an unsere
Grenzen: Mitarbeiter:in wie Betrieb.
Energie zählt nicht mehr zu unseren Sorgenkindern.
Wir hatten noch das Glück,
in die Förderung für Photovoltaik zu fallen.
Im Moment installieren wir gerade die
letzten Speicher und sobald diese fertig
sind, haben wir auf Knopfdruck 3 Megawatt
Energie zur Verfügung. Damit sind wir
vollständig autark. Selbst unsere 22 Linde
Ionen-Stapler können wir über Nacht auf
diese Weise „kostenlos“ aufladen. Das hilft
uns sehr, denn es verleiht dem Unternehmen
Stabilität in einem sehr volatilen Energiemarkt.
Sie haben die Förderung angesprochen,
die es derzeit nicht mehr gibt. Sehen Sie
das als Problem?
Ja, als sehr großes! Eine Krise jagt die
andere und wir lernen nichts daraus.
Noch zu Corona-Zeit wurde nach mehr
Eigenversorgung gerufen ... es ist aber in
all den Jahren nichts passiert, um Österreich
besser selbst versorgen zu können.
Ein wichtiger Steuerungsmechanismus
sind in diesem Fall Förderungen. Denn
so ehrlich muss man sein: Ein Photovoltaik-Anlage
in unserer Größe baut man
sich nur mit einer Förderung aufs Dach,
ansonsten ist sie nicht finanzierbar. Wir
sind jetzt energieautark, aber andere
Betriebe, die keine Förderung erhalten,
können sich eine solche Anlage nicht
leisten und bleiben damit von einer sehr
teuren externen Energieversorgung abhängig.
Das geht vor allem zu Lasten der
Wettbewerbsfähigkeit. In weiterer Folge
werden Betriebe abwandern und sich
günstigere Standorte im Ausland suchen.
Aber wir brauchen die Produktion
hier im Land und nicht in irgendwelchen
Billig-Lohnländern, wo wir im Krisenfall
keinen Zugriff auf unsere Produkte haben.
22
Wettbewerbsfähigkeit erfordert auch effiziente Produktionsstrukturen.
Das Zauberwort heißt in diesem
Zusammenhang oftmals Automatisierung.
Diesbezüglich haben wir in den vergangenen Jahren
unsere Kapazitäten stark ausgebaut. So sind derzeit in
unseren hochmodernen Reparaturstraßen 11 Roboter
unterstützend am Werk. „Unterstützend“ deswegen,
weil nicht alles vollautomatisch zu bewältigen ist.
Denn mit stark beschädigten Paletten kann der Roboter
(noch) nicht umgehen. Und bevor es ständig zu
Störungen auf den Reparaturstraßen kommt, werden
diese Paletten manuell repariert.
Die Paletten aus dem Hause Winter sind Familiensache (v.l.n.r):
Johannes, Andrea, Jonathan, Franz und Jakob Winter
Fotos: Wintergroup
Verpackungstechnik GmbH & Co KG
Friedmanngasse 12/8, 1160 Wien
Akku-Umreifungsgeräte für Stahlband
Die Wintergroup ist energeiautark. Die Photovoltaik-Anlage
inkl. Batteriespeicher sorgt für 3 MW Energie
Apropos Automatisierung. Die Wintergroup zeichnet
sich auch dadurch aus, dass ständig investiert wird. Hat
sich daran was geändert?
Nein, wir haben viel vor. So bereiten wir uns gerade
auf das Zero-Waste Konzept vor. Auch ein neues Palettenwerk,
hier am Standort, ist in Planung. Denn speziell
in der Reparatur, Zerlegung und bei Recyclingpaletten
ist noch viel Potenzial vorhanden. Weiters
brauchen wir Tankstellen für unsere 55 firmeneigenen
LKWs. Wir sind froh., dass wir sie haben, aber wir brauchen
neben Tankstellen auch einen eigenen Parkplatz
sowie ein Auslieferungslager – allerdings ist das Genehmigungsverfahren
diesbezüglich noch nicht abgeschlossen.
In Planung ist auch eine Super-Charger
Ladeanlage inkl. Trafo für Elektro-LKWs. Noch haben
wir keine, aber darin sehe ich die Zukunft. Nur im Moment
gibt es dafür keine Förderung (lächelt), sobald es
diese gibt, werden wir mit der Anschaffung beginnen ...
Herr Winter, zum Abschluss zurück zu den Paletten.
Sie gelten als Indikator für die Wirtschaft. Wie sieht es
branchenspezifisch aus?
Alles, was den Bereich Lebensmittel und Getränke
betrifft, läuft sehr gut. Das ist auch unser großer Vorteil,
denn in dieser Branche sind wir sehr stark vertreten.
Auch die Baustoffe kommen langsam in Schwung,
wenn auch auf niedrigem Niveau. Im Moment haben
wir eher das Problem, dass wir zu wenig Input, sprich
Rohstoffe, für die Produktion bekommen.
Vielen Dank für das Gespräch.
Spanngerät ITA84
Das ITA84 Spanngerät wiegt 4,7kg und erreicht
eine Spannkraft bis zu 13000N. Das Gerät arbeitet
mit einem 18 V Akku
Das Tool kann in Zusammenhang mit einem manuellen oder pneumatischen
Verschlussgerät, oder für 32mm Band auch mit dem ITA85 Akku-Verschlussgerät
verwendet werden.
Verschlussgerät ITA85
Das ITA85 wiegt 4,5kg und arbeitet mit Hülse
und mittels Doppelkerbung. Das Tool verwendet
ebenfalls einen 18 V Akku.
office@riegler-verpackungstechnik.com
www.riegler-verpackungstechnik.com
+43 1 40 500 35-0
23
„Sustainability ist in der
Realität angekommen“
Nachhaltig
Die Welt der Verpackung ist im Umbruch. Viele Trends sind derzeit im Umlauf, aber die wenigsten
sind zeitlos. Pack & Log hat Thomas Schulz, Vice President Group Marketing & Communication von
Constantia Flexibles, befragt, welche Trends maßgebend sind.
Herr Schulz, welche Trends sieht man seitens
Constantia Flexibles derzeit als relevant an?
Der große Trend – und den sehen wir ja
schon seit Jahren – ist Sustainability. Dieser
wird auch nicht mehr verschwinden. Dabei
war Sustainability Anfang der 2020er Jahre
noch stark vom Marketing getrieben. D.h.
welche Botschaft kann ich der Verpackung
mitgeben, dass sie als grüne Verpackung bei
dem/der Endkonsument:in ankommt? Aber
mittlerweile ist Sustainability – Stichwort:
„Design for Recycling“ – in der Realität angekommen.
Wie darf man das verstehen?
Es geht jetzt nicht mehr darum, dem/der
Konsument:in weißmachen zu wollen, dass
er/sie eine „grüne“ Verpackung in Händen
hält, sondern eine Verpackung zu designen,
die tatsächlich in bestehende Recyclingkreisläufe
passt und somit kreislauffähig ist.
„Es geht jetzt nicht mehr darum, der/dem Konsument:in weißmachen
zu wollen, dass er/sie eine „grüne“ Verpackung in Händen hält, sondern
eine Verpackung zu designen, die tatsächlich in bestehende Recyclingkreisläufe
passt und somit kreislauffähig ist“, betont Thomas Schulz
Aber nicht überall sind die Kreisläufe
gleich …
Da haben Sie natürlich recht, aber in Österreich
selbst sind wir diesbezüglich schon
sehr weit gekommen. Selbstverständlich hilft
hierbei auch die PPWR (Anm.: Packaging
and Packaging Waste Regulation), und zwar
nicht nur im europäischen Binnenmarkt,
sondern letztlich auch global, denn alle, die
in der EU verkaufen wollen, müssen das entsprechend
der PPWR-Regulatorien tun.
D.h. Sie begrüßen die PPWR?
Ja, denn ein Regelwerk gibt uns Sicherheit
und damit Planbarkeit. Die PPWR macht
letztlich aus dem Trend „Sustainability“ ein
bindendes Gesetz und ist somit für uns eine
verlässliche Grundlage für umfangreiche Investitionen
in Produktinnovationen.
Aber noch ist – hinsichtlich PPWR – nicht
alles geklärt …
Das stimmt, es geht noch um die Details
und es braucht Rechtssicherheit, damit die
Kreislaufwirtschaft für flexible Verpackungen
Realität wird. Wir teilen unsere Expertise in
unterschiedlichen Gremien, z.B. CEN, um
die Umsetzbarkeit der PPWR zu unterstützen.
Das Interview führte
Gernot Rath, CR Pack & Log
Sie haben bereits die Innovationen angesprochen.
Welche haben Sie denn bzgl. der
PPWR im Sinn?
Wir unterscheiden zwischen Produktund
Materialinnovationen. Bei Produktinnovationen
steht „Design for Recycling“ klar im
Vordergrund. Hier geht es – und da erzähle
ich nichts Neues – vor allem um Monomaterialverpackungen:
Mono-PE, Mono-PP. Das
sind die wegweisenden Kunststofflösungen.
Ebenso betrifft das Aluminium- sowie Papierlösungen.
Interessanterweise ist es derzeit
nicht so, dass sich die Kunden aufgrund
der, durch die volatile geopolitische Lage,
gestiegenen Preise von Aluminium- und
Kunststofflösungen auf Papier stürzen.
Es gibt allerdings auch Stimmen, die von
einem kommenden Versorgungsengpass bei
Kunststoff sprechen. Müssen wir uns davor
fürchten?
Ich kann jetzt nur für Constantia Flexibles
sprechen: Wir haben mit unseren Partnern
sehr starke Beziehungen und sehr belastbare
Strukturen, so dass wir keinerlei Einschränkungen
haben und uns auch in Zukunft
auf unsere Partner verlassen können.
Daher können wir auch unseren Kunden
sowohl eine Planungs- als auch eine Versorgungssicherheit
geben. Das ist auch der
Grund, warum es keine Verschiebungen zu
anderen Materialien gibt. Die Angst ist somit
– zumindest was Constantia Flexibles
angeht – unbegründet. Aber selbstverständlich
ist der Markt sehr herausfordernd. Speziell
die Preise, was Rohstoffe, Energie und
Logistik angeht, sind extrem volatil.
Apropos Rohstoffe. Sie haben auch Innovationen
im Materialbereich angesprochen.
Welche wären das?
Hier wäre z.B. das Low Carbon Aluminum*
als ganz wichtige Entwicklung bei uns im
Haus zu nennen. Denn in diesem Fall wird
eine sehr energieintensive Ressource deutlich
verbessert. Man muss wissen, dass
Aluminium zwar in der Herstellung energieintensiv
ist, aber nicht im Recycling. So
konnten wir mit Partnern eine Variante des
Low Carbon Aluminum entwickeln, die uns
hilft, sehr viel CO 2
im Entstehungsprozess
24
einzusparen. Im Prinzip passiert das durch
den Einsatz erneuerbarer Energie und von
Recyclingmaterial.
Unsere Kunden wiederum – und das ist für
mich die eigentliche Magie an dieser Geschichte
– müssen ihre Maschinen in keiner
Weise umstellen. Insgesamt wird durch den
Einsatz von Low Carbon Aluminum sowohl
etwas für die Umwelt getan als auch die
Energiekosten in der Herstellung gesenkt –
das ist viel wert, auch für die Unternehmen
selbst. Letztendlich ist es eine Win-Win
Situation für alle Beteiligten!
Und die Qualität von Low Carbon
Aluminum?
Erstklassig. Es gibt keinerlei Einbußen bei
Festigkeit oder Leistungsfähigkeit im Vergleich
zu herkömmlichem Aluminium.
Wenn ich das richtig verstanden habe, produziert
Constantia Flexibles mit erneuerbarer
Energie?
Hier haben wir in den vergangenen Jahren
große Fortschritte erzielt. Viele unserer
Standorte produzieren mit 100% Strom aus
erneuerbarer Energie und einige speisen
sogar selbst Strom aus Wasserkraft sowie
Photovoltaik ein. Denn nicht nur das Produkt
an sich muss nachhaltig sein, sondern auch
die Produktion sowie der gesamte Prozess!
Das Ecolutions-Portfolio,von
Constantia Flexibles
ist „designed for
Recycling“. Es umfasst
Mono‐Polyethylen
(PE), Mono‐Polypropylen
(PP), aluminiumbasierte
und papierbasierte
Strukturen
Aus diesem Grund haben wir uns auch bereits
2024 offiziell zu den Netto-Null-Emissionen
gemäß den Standards der Science
Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet.
Ein zusätzlicher schöner Nebeneffekt ist,
dass es unsere Stabilität am Energiemarkt
verbessert.
Vielen Dank für das Gespräch.
*Low Carbon Aluminum (kohlenstoffarmes
Aluminium) ist Aluminium, das
mit deutlich geringeren Treibhausgasemissionen
hergestellt wird als der weltweite
Branchendurchschnitt.
Definition of Low Carbon Aluminum: Ingot with ≤
4.0 to CO 2
e / to Aluminum, Foil stock with ≤ 5.5 to
CO 2
e / to Aluminum
Fotos: Constantia Flexibles
Wenn KI in der Lebensmittelbranche mitkocht
Welche Chancen birgt künstliche Intelligenz für die Lebensmittelindustrie? Dieser Frage ging der Lebensmittel-Cluster der oberösterreichischen Standortagentur
Business Upper Austria bei der Upper Food am 19. Mai in Linz nach.
Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft sowie Start-ups diskutierten bei der Veranstaltung mit 160 Gästen, wie die digitale Transformation
die Branche verändert. Für Mario Kofler von der Salinen Austria AG steht fest: KI ist ein echter Gamechanger. Das Unternehmen zählt zu den
größten Energieabnehmern in Oberösterreich und setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz, um effizienter zu werden. „Wir haben unter anderem ein
KI-Gremium gegründet, in dem unser Betriebsrat eingebunden ist“, berichtete Kofler.
Partner als Schlüssel zum Erfolg. Im Verlauf der Veranstaltung wurde deutlich, dass die erfolgreiche Einführung von KI auch maßgeblich von starken
Partnern abhängt – insbesondere für kleine und mittlere Betriebe. „Einem kleinen Unternehmen fehlt im Regelfall das Know-how dazu. Wir nutzen
KI schon jetzt für die Vorschau, brauchen aber noch erfahrene
Menschen zum Drüberschauen“, unterstrich Christian Dlapka von
der MV Chili-Manufaktur GmbH. Die Bedeutung von Netzwerken
betonte auch LC-Beiratssprecher Andreas Haider von der Unigruppe
GmbH: „Je mehr Partner wir im Lebensmittel-Cluster haben, umso
mehr Schnittstellen gibt es, die in Kooperationen bearbeitet werden
können.“ Lebensmittel-Cluster-Managerin Heidrun Hochreiter
ergänzte: „Wir wollen das Lebensmittelsystem mitgestalten.“
v.l.: Andreas Haider (Unigruppe GmbH, LC-Beiratssprecher), Heidrun Hochreiter
(Lebensmittel-Cluster, Business Upper Austria), Mario Kofler (Salinen
Austria AG), Werner Pamminger (Geschäftsführer, Business Upper Austria)
© cityfoto/Roberta Pelzl-Mairwöger
Promotion
www.lebensmittel-cluster.at
25
Digitale Prozessautomatisierung
bringt Transparenz und Effizienz
Kennzeichnen
Im Zuge einer ERP-Neueinführung hat der österreichische Fliesengroßhändler Beinkofer gemeinsam
mit dem Auto-ID-Spezialisten Barcotec seine Logistikprozesse umfassend digitalisiert. Ziel war es, bestehende
Ineffizienzen zu beseitigen, Transparenz zu schaffen und die Basis für weiteres Wachstum
zu legen.
Ausgangssituation und Herausforderung.
Vor Projektbeginn suchte man bei
Beinkofer nach einem durchgängigen
System zur Datenerfassung in Lager
und Logistik. Die Lagerprozesse waren
verbesserungswürdig: Eine lückenhafte
Bestandsübersicht und eine zeitintensive
Kommissionierung waren nicht mehr
zeitgemäß. Mit steigenden Anforderungen
an Geschwindigkeit und Genauigkeit
wurde klar, dass eine nachhaltige
Digitalisierung unumgänglich ist.
Dabei ging es nicht nur um die Einführung
neuer Technologien, sondern um
ein ganzheitliches Konzept, das bestehende
Systeme integriert, Prozesse optimiert
und den laufenden Betrieb absichert.
Lösung: Integrierte Auto-ID- und Mobile-Computer-Strategie.
Gefragt war
keine einfache Gerätelieferung. Beinkofer
benötigte eine zukunftsfähige
Lösung, die mobile Computer, Softwareintegration
und laufenden Betriebssupport
in einem Gesamtkonzept
vereint. Gleichzeitig musste der Rollout
ohne nennenswerte Unterbrechung des
Tagesgeschäfts erfolgen. Barcotec implementierte
eine maßgeschneiderte
Gesamtlösung zur mobilen Datenerfassung
auf Basis von Barcode-Technologie.
Im Zentrum steht die Softwarelösung
easyMITS, kombiniert mit leistungsfähiger
Hardware und mobilem Druck für
den Außendienst. Sämtliche Komponenten
wurden nahtlos in die bestehende
ERP-Umgebung integriert.
Entscheidend war dabei der End-to-
End-Ansatz: von der Beratung über die
technische Implementierung bis hin
zum laufenden Support – alles aus einer
Hand. Damit wurde nicht nur eine technologische
Lösung geschaffen, sondern
ein stabiler, skalierbarer Prozessrahmen
etabliert.
Mehrwerte und strategische Vorteile. Die
neue Lösung liefert signifikante Verbesserungen
auf mehreren Ebenen:
• Nachhaltige Effizienzsteigerung
durch digitalisierte Lager- und Kommissionierprozesse
• Deutliche Reduktion von Fehlerquoten
durch Echtzeit-Datenerfassung
• Zeitersparnis im Außendienst durch
mobilen Druck und unmittelbare Dokumentation
• Höhere Prozesssicherheit und vollständige
Transparenz entlang der Logistikkette
• Skalierbare Systemarchitektur als
Grundlage für zukünftiges Wachstum
Darüber hinaus zeigt sich ein klarer Differenzierungsfaktor
von Barcotec im Markt:
Während viele Anbieter auf reine Produktlieferung
fokussiert sind, verfolgt Barcotec
einen partnerschaftlichen Ansatz mit tiefem
Prozessverständnis. Die Kombination aus
Foto: Beinkofer
26
über 37 Jahren Expertise im Bereich Auto-ID, lokaler Marktkenntnis
und proaktivem Service stellt sicher, dass Lösungen
nicht nur implementiert, sondern langfristig erfolgreich betrieben
werden.
Stimmen zum Projekt. „Die Lösung hat alle Erwartungen erfüllt.
Speziell der mobile Druck im Außendienst spart jede Menge Zeit
und hebt die Qualitätsstandards“, betont der Betriebsleiter von
Beinkofer.
Seitens Barcotec ergänzt das Projektteam: „Wir freuen uns, dass
ein österreichisches Traditionsunternehmen mit unserer Lösung
einen weiteren Schritt im Bereich der Prozessdigitalisierung gemacht
hat.“
Ihr Komplett anbieter für
Verpackung und Druck
Foto: Barcotec
Packungsbeilagen
Faltschachteln
Im Zentrum steht die Softwarelösung easyMITS, kombiniert mit
leistungsfähiger Hardware und mobilem Druck für den Außendienst
Etiketten
Ausblick. Mittlerweile sind alle relevanten Unternehmensbereiche
in die neue Systemlandschaft integriert. Der Fokus liegt
nun auf der kontinuierlichen Optimierung bestehender Prozesse
sowie der weiteren Nutzung von Automatisierungspotenzialen.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit wird dabei gezielt ausgebaut.
Kurzprofil. Barcotec ist seit über 37 Jahren spezialisiert auf Auto-ID,
Mobile Computing und Enterprise Mobility – mit tiefem
Branchenverständnis für Logistik und Lagerprozesse. Was Barcotec
von anderen Anbietern unterscheidet, ist nicht allein das
Produktportfolio, sondern die Art der Zusammenarbeit: langfristig,
verantwortlich, auf Augenhöhe.
Als österreichisches Unternehmen mit Standorten in Wien und
Salzburg kennt Barcotec den lokalen Markt, die gesetzlichen
Anforderungen und die operativen Realitäten seiner Kunden.
Das macht den Unterschied – nicht nur bei der Erstinstallation,
sondern über den gesamten Lebenszyklus der eingesetzten
Lösungen. Darüber hinaus arbeitet Barcotec bereits an NIS-2
Kriterien.
[pl]
Akzidenz
Displays
Lohnverpackungen
27
www.dog-darmstadt.de
Erfolgreich durch schwierige
Zeiten
Kennzeichnen
Die Zeiten, als die Wirtschaft florierte, sind lange vorbei. Im
Gegenteil, seit 2020 folgt eine Krise der anderen. Aber man
hat mittlerweile den Eindruck, dass die Unternehmen, im
Gegensatz zu früher, mit der neuen Realität besser zurecht
kommen. Ulrich Etiketten zählt zu diesen Unternehmen.
Auch in schwierigen Zeiten beweist der Etiketten- und Verpackungsspezialist
mit Sitz in Höbersdorf / Niederösterreich
Innovationskraft und unternehmerisches Geschick.
Pack & Log hat mit Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich gesprochen.
Zwei WorldStars und eine „Highly Commended“–Auszeichnung
bei der FINAT
Label Competition 2026. Was bedeutet
das für Ulrich?
Es ist in erster Linie eine Bestätigung
unserer Arbeit. Daher ein herzliches Dankeschön
an das gesamte Team für die
erstklassige Umsetzung sowie an unsere
Kunden für das Vertrauen. Natürlich sind
solche hohen Auszeichnungen – speziell,
wenn man sie, so wie wir, regelmäßig gewinnt
– ein weitsichtbarer Beweis unserer
Innovationskraft. Das trägt nicht zuletzt
auch dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit
zu stärken.
Welche Produkte wurden ausgezeichnet?
Bei den FINAT Awards in Sevilla wurde
unser Projekt XUXU – Strawberry Vodka in
der Kategorie Printing Processes – Flexography
ausgezeichnet. Wobei das Etikett
durch ein besonders hochwertiges Erscheinungsbild
überzeugte. Dafür sorgen
ein transparenter No-Label-Look, dezente
Glitzereffekte und eine glänzende
Oberfläche.
Im Falle der WorldStar Awards der World
Packaging Organisation (WPO) wurden
wir gleich doppelt ausgezeichnet. Prämiert
wurden das Etikett „Botanical Rum“ für
Munakra sowie das papierbasierte Coveretikett
„Drillinge“. Während das Rum-Etikett
durch hochwertige Veredelung, präzise
Drucktechnik und anspruchsvolles
Design überzeugte, wurde das Projekt
„Drillinge“ insbesondere für seinen nachhaltigen
Ansatz und die innovative papierbasierte
Umsetzung ausgezeichnet.
Dennoch dürfen die vielen Auszeichnungen
wohl nicht darüber hinwegtäuschen,
dass die wirtschaftliche Situation
angespannt ist?
Dr. Rainer Ulrich und
Tatjana Bekerevic
präsentieren stolz ihre
Highly Commended“–
Auszeichnung der FINAT
Label Competition 2026
für die Etiketten XUXU
– Strawberry Vodka
Das Interview führte
Gernot Rath, CR Pack & Log
Insbesondere bei Folien, Farben und
Lacken, aber auch bei Papier sehen wir
deutliche Preissteigerungen und längere
Vorlaufzeiten auf Lieferantenseite. Wir
haben uns gut darauf eingestellt.
Kann das zu Lieferengpässen seitens
Ulrich führen?
Nein! Denn wir haben entsprechend
frühzeitig – durch strategische Materialbeschaffung
– gegensteuern können.
Hier helfen uns auch die umfangreichen
Lagerkapazitäten an unserem neuen
Standort in Höbersdorf. Aus diesen Gründen
sind wir weiterhin gut aufgestellt und
können auch unter den aktuellen Marktbedingungen
eine stabile Versorgungssicherheit
sowie hohe Flexibilität gewährleisten.
Ich möchte auch anmerken, dass der
Markt, meines Eindrucks nach, nicht so
panisch wie damals bei Corona, reagiert.
Wir werden zwar von unseren Kunden gefragt,
ob wir liefern können. Die Antwort
lautet immer Ja. Anschließend wird im
normalen Rahmen bestellt. Hamsterkäufe,
wie zu Covid-Zeiten, gibt es nicht.
Sie haben Preissteigerungen angesprochen.
Können Sie die Preise weitergeben?
Nur zum Teil. Die Dynamik und Intensität
dieser Entwicklungen stellen derzeit
eine besondere Herausforderung dar. Vor
allem bei materialabhängigen Positionen
sind wir gezwungen, die massiv gestiegenen
Rohmaterialkosten entsprechend in
unseren Angeboten zu berücksichtigen.
Fotos: Pack & Log / Rath
28
Aber mir ist wichtig zu betonen, dass
wir keine pauschalen Preiserhöhungen
vornehmen – wie schon erwähnt: Wir
berücksichtigen nur jene Kostensteigerungen,
die tatsächlich materialbedingt
sind – und das nachvollziehbar und mit
Augenmaß. Unser Anspruch bleibt daher
unverändert: verlässliche Lieferfähigkeit,
hohe Qualität und transparente Kommunikation.
Im Prinzip befindet sich die Wirtschaft seit
2020 – mit Beginn der Covid-Pandemie –
im Ausnahmezustand. Wie hat Ulrich auf
die „schwierigen“ Zeiten reagiert?
Es hat sich in den letzten Jahren sehr
viel getan. Wir sind im operativen Bereich
viel besser aufgestellt als in der Vergangenheit.
Die Abläufe sind wesentlich effizienter.
Das gilt sowohl für die Produktion
als auch die Verwaltung. Der Grund liegt
darin, dass wir die Digitalisierung mit den
Möglichkeiten der KI stark vorantreiben.
Zusätzlich haben wir in Forschung & Entwicklung
investiert und diesen Bereich
stark forciert, hier insbesondere in eine
eigene Materialentwicklung. Diese Maßnahmen
zeigen insgesamt auch Wirkung:
Ulrich wächst!
Ulrich verfügt über eine eigene
Materialentwicklung?
Ja, wir haben mittlerweile zahlreiche
eigene Materialien entwickelt, auch mit
recycelbaren bzw. abwaschbaren Klebstoffen
oder sonstigen Sonderlösungen.
Die Steigerung unserer Materialkompetenz
– vor allem im Hinblick auf die Recyclingfähigkeit
– ist ein zentrales Anliegen.
In Anbetracht der PPWR sollte die „Recyclingfähigkeit“
auch schon ein relevanter
wirtschaftlicher Faktor sein. Ist das so?
Im Rahmen der
WorldStar Awards
wurde Ulrich
zweifach ausgezeichnet.
Prämiert
wurden das Etikett
„Botanical Rum“ für
Munakra sowie das
papierbasierte Coveretikett
„Drillinge“
Es beginnt jetzt. Es wandert von der
Nische langsam in den „Früh-Anwender-Mainstream“,
wenn ich das so nennen
darf (lacht). Aber die PPWR sollte ja
auch tunlichst ernstgenommen werden,
sonst kann es ein böses Erwachen geben.
Früher wurden Etiketten oft nicht als Teil
der Verpackung wahrgenommen. Sie sind
es aber und können somit ein potentieller
Störfaktor im Recycling sein. Dieses Problembewusstsein
ist aber mittlerweile bei
den Kunden vorhanden. Die Industrie bereitet
sich auf die Umsetzung der PPWR
vor.
Ulrich selbst ist für die PPWR bestens
aufgestellt. Das liegt vor allem daran, dass
wir über die entsprechende Materialkompetenz
verfügen – und genau diese
ist letztendlich der ausschlaggebende
Faktor, wenn es um Recyclingfähigkeit
geht. Auch nicht zuletzt durch unsere
Forschung & Entwicklung gemeinsam mit
Securikett.
Oft sind es hochveredelte Etiketten, die
für die notwendige Aufmerksamkeit am
Point of Sale sorgen. Steht die Veredelung
im Widerspruch zur Recyclingfähigkeit?
Nein, überhaupt nicht. Der Anteil z.B.
einer Heißprägefolie ist so gering, dass
sie keinen Recyclingkreislauf stört. Auch
die eingesetzten Farben sind mittlerweile
unbedenklich. Aber natürlich sollte man
Stolze Gewinner bei der Verleihung der
WorldStars im Rahmen der interpack:
v.l.: Luciana Pellegrino (WPO Präsidentin),
Ernst Czeschka-Frey und Maximilian
Ebner (beide Ulrich Etiketten)
Rücksicht auf die Marke nehmen, denn
die Verpackung und damit auch das Etikett
ist Träger der Marke. Einen Bio-Wein
mit einem hochveredelten Etikett zu versehen,
ist zwar in puncto Nachhaltigkeit
unbedenklich, sendet aber wohl die falsche
Botschaft an den/die Konsument:in.
Wenn man sich hingegen im Premium-Segment
von den anderen abheben
will, ist Veredelung ein probates Mittel.
Sie haben die Digitalisierung angesprochen,
auch die Homepage ist neu …
Ja, das gehört dazu. Ziel der Überarbeitung
war eine moderne, übersichtliche
Website – www.ulrich.at –, die einen
schnellen und klaren Überblick über das
Unternehmen, seine Leistungen und zentralen
Schwerpunkte bietet.
Neben dem digitalen Auftritt legt Ulrich
auch Wert auf den analogen – in Form von
Messen. Wird das so bleiben, oder schlägt
auch hier die Digitalisierung durch?
Messen sind und bleiben für uns wichtig.
Das liegt daran, dass Etiketten und
Verpackungen ein haptisches Produkt
sind. Die Kunden wollen das Produkt
live sehen, um es „begreifen“ zu können.
Auch der direkte Austausch mit unseren
Fachleuten vor Ort ist von hohem Wert
für unsere Kunden.
Zu den wichtigen Messen zählen – neben
kleineren regionalen Veranstaltungen –
die AustroVin in Tulln mit dem Schwerpunkt
auf Winzer und die FACHPACK in
Nürnberg. In Nürnberg präsentieren wir
de facto unser gesamtes Produktsortiment
– eine echte Leistungsschau des
Hauses Ulrich ...
Vielen Dank für das Gespräch.
Foto. Ulrich Etiketten
29
Analyse von Kommunikationselementen
wie Entsorgungs- und Trennhinweise
auf gesleevten Verpackungen
Kennzeichnen
Im Rahmen des FFG-geförderten Projekts SLEEVE werden Kunststoffverpackungen, die mit Banderolen
bzw. Schrumpffolien, so genannten Shrink Sleeves, versehen sind, näher untersucht. Unter anderem
werden auch das Verpackungsdesign und das Konsument:innen-Verhalten näher beleuchtet.
Shrink Sleeves haben sich in zahlreichen
Verpackungsbereichen als wirkungsvolle
Lösung für die Verpackungsdekoration
etabliert. Sie ermöglichen eine Gestaltung
der gesamten Verpackungsoberfläche,
schaffen Platz für Markenbotschaften,
Produktinformationen sowie
gesetzlich vorgeschriebene Angaben
und können zusätzliche Funktionen wie
Tamper Evidence oder Lichtschutz erfüllen.
Besonders bei Flaschen und Behältern
mit komplexen Formen sind sie aus
verpackungstechnischer Sicht interessant,
da sie sich passgenau an die jeweilige
Kontur anpassen und ohne vollflächige
Klebstoffsysteme eingesetzt werden
können. Zudem eignen sie sich für ungefärbte
oder transparente Verpackungskörper,
bei denen die Markenwirkung gezielt
über den Sleeve erzeugt wird.
Diese Vorteile bringen auch Herausforderungen:
Da ein Sleeve häufig große
Bereiche des Verpackungskörpers
bedeckt, kann dieser die Detektion in
Zum Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement
der Hochschule Campus
Wien gehören zwei Bachelorstudiengänge
– Nachhaltige Verpackungstechnologie
und Nachhaltiges Ressourcenmanagement
– sowie zwei englischsprachige Masterstudiengänge:
Sustainable Packaging Design
and Technology und Sustainability Assessment
and Resource Management. Zudem
bietet das dazugehörige Forschungszentrum
Nachhaltigkeitsbewertung und Verpackungslösungen
Unternehmen und Forschungseinrichtungen
zuverlässige Analysen sowie
Nachhaltigkeits- und Sicherheitsbewertungen
für Materialien, Verpackungen und Produkte
entlang des gesamten Lebenszyklus an. Ebenso
ist es gefragter Kooperationspartner bei
der Entwicklung von nachhaltigen Verpackungskonzepten.
www.hcw.ac.at/als
Sortierprozessen und damit auch die
Qualität des Recyclings beeinflussen.
Die ökologische Belastung steigt insbesondere
dann, wenn Sleeves die sortenreine
Erfassung erschweren, Rezyklat
verfärben oder zusätzliche Trennschritte
notwendig machen. Für ein optimales
Design4Recycling ist es daher entscheidend,
den Sleeve als Bestandteil eines
Gesamtsystems aus Verpackungskörper,
Material, Druckfarben, Perforation, Verschluss
und jeweiligem Recyclingstrom
zu betrachten.
Hier setzt das FFG-Forschungsprojekt
SLEEVE an. Das Konsortium bestehend
aus CCL Label GmbH, SPAR AG, Circular
Analytics TK GmbH, der Montanuniversität
Leoben mit dem Lehrstuhl für
Abfallverwertungstechnik, der Technischen
Universität Wien mit dem Institut
für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie,
unter der Leitung der
Hochschule Campus Wien, Fachbereich
Verpackungs- und Ressourcenmanagement,
geht davon aus, dass Sleeves zur
Steigerung der Recyclingqualität beitragen
können, da sich Verunreinigungen
wie beispielsweise Druckfarben gezielt
aus dem Stoffstrom entfernen lassen.
Hochschule Campus Wien
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass
die Sleeves korrekt detektiert und abgetrennt
werden. Ziel des Projekts ist die
Analyse und Evaluierung vorteilhafter
Materialkombinationen für Sleeves in
ausgewählten Produktkategorien und die
Untersuchung des Konsument:innenverhaltens,
um Sortierung, Abtrennbarkeit
und letztlich die Qualität des Rezyklats
zu verbessern.
Wesentliche Aspekte, die auch in diesem
Artikel näher beleuchtet werden, sind das
Verpackungsdesign hinsichtlich der vorhandenen
Kommunikationselemente sowie
das Verhalten der Konsument:innen.
Während die Einstellungen und Handlungsweisen
von Konsument:innen Aufschluss
über das aktuelle Trennverhalten
geben sollen, werden zum Thema Verpackungsdesign
wesentliche Faktoren wie
vorhandene Kommunikationselemente
und Perforationen auf den Verpackungen
näher betrachtet, die maßgeblichen
Einfluss auf das Konsument:innen-Verhalten
haben können.
In der vorliegenden Untersuchung wurden
selektiv Proben der Produktkategorien
Kaffeemischgetränke und milch-
Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem weiteren Standort und zwei
Kooperationsstandorten ist die Hochschule Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs.
In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen
und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik sowie Verwaltung,
Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu 70 Studienprogrammen
in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und
Entwicklung wird in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung
in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule
über die Campus Wien Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im
Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
Weitere Informationen unter: www.hcw.ac.at
30
basierte Dairy Drinks analysiert. Bei
mehreren Varianten eines Produkts mit
identem Verpackungs- und Kommunikationsdesign
wurde nur eine Variante in
die Analyse mitaufgenommen. Die Evaluierung
umfasste dabei die folgenden
Kommunikationsaspekte auf den Verpackungen:
1. Entsorgungshinweise auf der Verpackung
2. Trennhinweise zur Separierung von
Sleeves
3. Sleeve-Perforation
Hauptkörper, hielt lediglich eine Verpackung
einen derartigen Hinweis mit einem
doppelperforierten Abtrennstreifen
bereit.
Bei dreizehn Verpackungen der Kategorie
Dairy Drinks wiesen vier von fünf
Verpackungen konkrete Entsorgungshinweise
auf, weitere vier Verpackungen
enthielten landestypische Hinweise (z.B.
Triman-Logo für Frankreich).
Auf sechs von dreizehn Verpackungen
gab es Hinweise zur Abtrennung der
Sleeves vom Hauptkörper. Acht Verpackungen
wiesen eine Sleeve-Perforation
auf, sechs davon mit Doppelperforation
Bislang kann jedoch festgehalten werden,
dass sich eine klare Kommunikation
mit vereinfachter Abtrennung positiv auf
die korrekte Abfallentsorgung und -trennung
auswirken können – was auch erste
Untersuchungen zeigen.
Zusammenfassend kann gesagt werden,
dass Entsorgungs- und Trennhinweise
zurzeit sehr kategorie- und herstellerspezifisch
vorzufinden sind und auch in diversen
Formen wie reiner Textform oder
in Kombination mit Bild- und Grafikelementen
auftreten. Design4Recycling beginnt
somit nicht am Ende der Nutzung,
Bei zwölf Verpackungen von Kaffeemischgetränken
mit Sleeves gab es auf
drei Verpackungen Entsorgungshinweise
in Kombination von Text- und Bildform.
Dabei fanden sich auf zwei Verpackungen
generische Entsorgungshinweise in
Kombination mit einem QR-Code. Eine
Verpackung wies einen konkreten Entsorgungshinweis
wie „Richtig trennen &
entsorgen – Gelbe Tonne“ auf.
Zudem enthielten sechs Verpackungen
konkrete landestypische Hinweise wie
„Lo Riciclo“ für Italien oder das Triman-Logo
für Frankreich. Daher wurden diese
Entsorgungshinweise als separat gewertet
und zählten im Rahmen dieser Analyse
nicht als offizieller Entsorgungshinweis.
In puncto Trennhinweise – der Kommunikaton
zur Abtrennung von Sleeves vom
und zwei Verpackungen mit einfacher
Perforation.
Inwiefern Kommunikationselemente wie
diese Entsorgungs- und Trennhinweise
Einfluss auf das weitere Konsument:innen-
Verhalten haben, ist derzeit in Erhebung.
über die Autorin
sondern am Anfang der Entwicklung.
Daher sind auch die Kommunikation auf
Verpackungen sowie das entsprechende
Verpackungsdesign wichtige Stellschrauben
in der Optimierung der Kreislauffähigkeit
von Verpackungen. [pl]
Viktoria Helene Gabriel, MSc ist Senior Researcherin im Fachbereich
Verpackungs- und Ressourcenmanagement. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre
und Eco Design und unterrichtet Marketing- und
Produktmanagement, Eco Design sowie Quantitative und Qualitative
Forschungsmethoden. Ihr Fokus in der Forschung sind kreislauffähige
und nachhaltige Verpackungslösungen.
Kontakt: viktoria_helene.gabriel@hcw.ac.at
31
Schwer erkennbare Fremdkörper
immer im Blick
Maschinen
Das X56 DXD+ von Mettler-Toledo bietet eine Erweiterung
der Röntgeninspektionssysteme der X6-Serie und
liefert eine hochmoderne Erkennung von Fremdkörpern
geringer Dichte in mittelgroßen und großen Verpackungen
auf einspurigen Anlagen oder kleineren Verpackungen
auf mehrspurigen Anlagen.
Mettler-Toledo Produktinspektion
hat die weltweite Markteinführung
des Röntgensystems X56
DXD+ mit Dual-Energy-Technologie mit
Photonenzählung und KI-Funktionen angekündigt,
mit dem das innovative Produktportfolio
der X6-Serie erweitert wird.
Speziell entwickelt für verpackte Anwendungen
und ganz nach dem Motto „Inspect.
Protect. Comply.“ ermöglicht das
X56 DXD+ Herstellern die zuverlässige Inspektion
jedes einzelnen Produkts durch
eine verbesserte Fremdkörpererkennung.
Dies macht die Röntgeninspektionslösung
ideal für anspruchsvolle Anwendungen,
bei denen Fremdkörper mit geringer Dichte
wie Gummi und Kunststoff zuverlässig
erkannt werden müssen. Lebensmittelhersteller
profitieren vom Schutz der Markenintegrität
und der Unterstützung der
Premium-Produktsicherheit in komplexen
Formaten wie Tiernahrung, Chips oder
Kartoffeln. Das X56 DXD+ erleichtert die
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und
der Anforderungen des Handels.
Die X6-Serie bietet Herstellern jetzt eine
vollständige Palette an Röntgeninspektionslösungen
für verschiedene Produktgrößen,
von Einzelpackungen bis hin
zu großen Kartons oder Mehrfachpackungen.
Das X56 DXD+ baut auf dem Erfolg
der X16- und X36.2-Systeme auf und bietet
fortschrittliche Dual-Energy-Photonenzählfunktionen
für mittelgroße bis große
Produkte auf einspurigen Linien oder für
kleinere Packungen auf mehrspurigen Anlagen
mit einer Systembreite von 500 mm.
KI-Inspektion für verbesserte Qualitätskontrollen.
KI-Integration trägt dazu bei,
die Qualität und Zuverlässigkeit von Qualitätskontrollen
zu verbessern und gleichzeitig
unnötige Produktausschleusungen
zu reduzieren. Dies hilft bei der Bewältigung
von Inspektionsherausforderungen
in komplexen Szenarien wie bei überlappenden
oder gemischten Produkten und
trägt so zur Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse
bei. Die KI-Integration
beschränkt sich nicht nur auf das X56
DXD+, sondern ist auch für andere Röntgensysteme
der Produktpalette von Mettler-Toledo
verfügbar.
Für hohe Leistung und Flexibilität ausgelegt.
Dank der DXD+-Detektortechnologie
und der Advanced Material Discrimination
Pro (AMD Pro)-Software bietet das
X56 DXD+ außergewöhnliche Leistungen
für komplexe Anwendungen, mit denen
herkömmliche Single-Energy-Systeme
zu kämpfen haben, insbesondere bei der
Erkennung von Fremdkörpern geringer
Dichte in verpackten Produkten mit stark
schwankender Dicke, Dichte oder überlappender
Textur, wie z. B. Mehrfachverpackungen,
Chipstüten oder größere
Kartons. Diese hohe Erkennungsempfindlichkeit
unterstützt eine effektive Qualitätskontrolle,
selbst bei rauschintensiven
oder kontrastreichen Produkten, bei denen
herkömmliche Systeme überfordert
sein können.
Damit ist das X56 DXD+ eine leistungsstarke
Ergänzung zur X6-Serie. Das
X16-System ist für die Inspektion einzelner
Packungen bei hohen Geschwindigkeiten
ausgelegt. Das X36.2-System lässt sich an
anspruchsvollere Umgebungen mit hohem
Durchsatz anpassen und ist für mehrspurige
Inspektionen erhältlich.
Foto: Mettler Toledo
Mettler-Toledo führt das Röntgensystem
X56 DXD+ mit Dual-Energy-Technologie
mit Photonenzählung
und KI-Funktionen zur Erkennung
schwer erkennbarer Fremdkörper ein
Intelligentes Design für Geschwindigkeit
und Produktivität. Das X56 DXD+ wurde
mit Blick auf die Betriebseffizienz entwickelt.
Das System kombiniert erstklassige
Detektionsleistung mit einer intuitiven
Benutzeroberfläche, einer werkzeuglosen
Banddemontage für eine schnelle Reinigung
und einem robusten, hygienischen
Design, das für Hochgeschwindigkeitsumgebungen
mit hohem Durchsatz geeignet
ist. Mit Durchsatzraten von bis zu 500
Produkten pro Minute erfüllt das X56
DXD+ die Anforderungen von Produktionslinien
und hilft Herstellern, die Effizienz
zu steigern und steigende Betriebskosten
durch gesteigerte Produktivität und intelligentes
Design zu bekämpfen.
Durch integrierte Produktqualitätstools
wie Vollständigkeitsprüfungen, Clip-Erkennung
und Siegelnahtprüfung unterstützt
das X56 DXD+ eine effektive Qualitätskontrolle,
indem es die Konsistenz
verbessert und die Markenintegrität über
die reine Fremdkörpererkennung hinaus
schützt.
[pl]
32
Das Lager zum Brainstorming einladen
Operative Logistik intelligent vernetzt
Die operative Logistik verändert sich grundlegend. Während
Produktion, Lagerung und Transport in getrennten
Systemen abgebildet wurden, entstehen dank moderner
SAP Cloud-Lösungen vernetzte Datenströme. Das Lager
liefert kontinuierlich Daten über Bestände, Bewegungen
und Kapazitäten und ermöglicht Entscheidungen in Echtzeit
- die Basis für operational exzellente Supply Chains.
Promotion
Alle Daten an einem Ort. Statt Produktion,
Lager, Transport und weitere Logistikprozesse
isoliert in SAP DM-, EWM-,
TM- und LGM-Daten zu sammeln, werden
diese heute intelligent verbunden – ganz
im Sinne des SAP autonomen ERP und
Supply Chain Managements. Durch die
modulare Auswahl und flexible Cloud-Betriebsweise
(public, private, hybrid) entstehen
kohärente, durchgängige Informationsflüsse.
Diese einheitliche Datenbasis
ist die Voraussetzung, dass automatisierte
Systeme und KI-Lösungen wie SAP Joule
und Agentic AI effektiv greifen können.
Lagerdaten als strategische Ressource.
Voraussetzung für die optimale Nutzung
ist eine saubere, konsistente Stammdatenverwaltung
– denn schlechte Daten führen
zu schlechten Ergebnissen.
Entscheidend ist jedoch nicht die Datenmenge,
sondern deren Nutzung. Wenn
Daten zusammengeführt werden, entsteht
durchgängige Transparenz: Das Lager partizipiert
aktiv bei der Optimierung statt nur
auszuführen. Agentic AI koordiniert dabei
autonome Logistikassistenten, während
Joule als Sprachassistent Mitarbeitende
mit einer intuitiv-sprachlichen Schnittstelle
unterstützt. Das Ergebnis: bessere Vorhersagen,
proaktive statt reaktive Beschaffung
und schnellere Marktanpassungen.
KI-Systeme, die selbstständig entscheiden?
Das Lager wird zum vollwertigen
KI-Partner. Der Brainstorming-Effekt: Die
www.swan.de
Lagerdaten sind eine
strategische Ressource.
Entscheidend
ist jedoch nicht die
Datenmenge, sondern
deren Nutzung
KI analysiert riesige Datenmengen, das
Lager liefert den Kontext aus der Praxis.
Diese Systeme erkennen Muster, die Menschen
entlasten können, und schlagen Effizienz-Optimierungen
vor.
Automatisierte Workflows und KI-gestützte
Prognosen entlasten die Belegschaft,
machen Prozesse schneller und sichern
Qualität auch in Zeiten, in denen Fachpersonal
knapp ist. Die Technologie trifft keine
eigenständigen strategischen Entscheidungen
- sie unterstützt uns bei ihnen.
Was bringt das konkret?
• Transparenz in Echtzeit: Wer Materialstandorte
und zukünftige Supply-Chain-Ereignisse
kennt, kann
schneller reagieren und optimiert
dadurch Lieferzeiten, Bestände und
Kapitalbindung.
• Datengetriebene Entscheidungen:
Vernetzte Daten machen Zusammenhänge
sichtbar – etwa beim
CO₂-Footprint. Das schafft Vorteile
gegenüber Kunden, Partnern und Regulatoren.
• Kostenreduktion und Risikominderung:
Bessere Planung reduziert
Lagerkosten, Überstunden und Eilbestellungen
und macht die Supply
Chain gleichzeitig robuster gegen
Störungen.
Technologische Vernetzung ist entscheidend.
SAP-Systeme müssen mit allen
Komponenten der Supply-Chain sprechen
können. Nur so funktioniert ein durchgängiger
Material- und Informationsfluss. Das
sollte auch Manufacturing Execution Systems
(MES) oder Partner-Plattformen einschließen.
Die Integrationsfähigkeit ist oft
entscheidend für den Erfolg eines Projekts.
Wie funktioniert der Wechsel? Am Anfang
steht eine ehrliche Analyse: Welche
Systeme laufen aktuell? Wie sauber sind
die Datenstrukturen? Welche alten Systeme
wirken als Bremsklotz?
Diese Fragen zu beantworten, erfordert
nicht nur technisches Wissen, sondern
auch tiefes Verständnis für operative Prozesse.
Partner, die beide Dimensionen
beherrschen, helfen Ihrem Unternehmen
dabei, die richtigen Module auszuwählen
und die Migration sauberer umzusetzen.
Fazit. Die Zukunft der Logistik ist datengetrieben
und KI-integriert. Unternehmen,
die ihre Fertigungs-, Lager- und Transportdaten
intelligent verbinden und diese Basis
für moderne Systeme nutzen, schaffen
sich einen klaren Vorteil. Das Lager wird
zum strategischen Brainstorming-Partner
– eine Informationsquelle, die aktiv an Optimierungsprozessen
teilnimmt.
33
Automatisierte Reinigung
für den Handel
Effizienzgewinne bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Hygiene und Verfügbarkeit zählen zu
den zentralen Herausforderungen im stationären Handel. Vor allem auf kleineren und mittelgroßen
Flächen müssen Reinigungsprozesse zunehmend automatisiert, skalierbar und wirtschaftlich betrieben
werden.
Maschinen
Mit dem Phantas Extra erweitert
Denzel Robotics das Gausium-Produktportfolio
um ein
Modell, das gezielt für enge Retail-Umgebungen
entwickelt wurde. Das System
integriert Kehren, Saugen und Schrubben
und ist auf den Einsatz während des laufenden
Geschäftsbetriebs ausgelegt.
„Für Händler zählt heute vor allem messbare
Effizienz. Der Phantas Extra adressiert
genau das: weniger manuelle Eingriffe,
planbare Reinigung und eine klare
Senkung der Betriebskosten bei gleichzeitig
stabiler Flächenqualität“, sagt Ing.
Mag. Jürgen Höller, Geschäftsführer der
Denzel Robotics GmbH.
Maximale Leistung, minimaler Platzbedarf.
Mit einer minimalen Durchfahrbreite
von 650 mm und kompakten Abmessungen
ist das System für schmale Gänge und
komplexe Layouts ausgelegt. Gleichzeitig
ermöglicht eine Reinigungsbreite von bis
zu 465 mm eine im Segment überdurchschnittliche
Flächenabdeckung.
Die eingesetzten High-Performance-Walzenbürsten
erhöhen die Reinigungsleistung
insbesondere bei strukturierten
Böden und in hochfrequentierten Zonen.
Die wichtigsten Leistungsdaten auf einen Blick
• Reinigungsbreite: bis zu 465 mm (Kehr-/
Saugmodus), 330 mm (Schrubben)
• Minimale Durchfahrbreite: 650 mm
• Abmessungen: 585 × 445 × 619 mm
• Geschwindigkeit: bis zu 1,0 m/s
• Flächenleistung: bis zu 1.674 m²/h (theoretisch)
• Laufzeit: bis zu 12 h (modusabhängig)
• Ladezeit: ca. 2 h
• Wassertanks: 11,5 L / 10,5 L
Was sich wirtschaftlich wirklich verändert
• 60–100 Stunden weniger manueller Aufwand
pro Jahr
• ca. 1.000–2.000 Euro Einsparung durch
reduzierte Nacharbeit (Randbereiche)
• ca. 2.000–4.000 Euro Einsparung durch
automatisierte Wartung und geringeren
Ressourceneinsatz
• potenzieller Zusatzumsatz durch PhanShop
Der Gausium Phantas Extra kombiniert hohe Reinigungsleistung und gezielte Spot-Reinigung
in einem autonomen System. Das optionale PhanShop-Modul erweitert
den Einsatzbereich um digitale Kommunikations- und Informationsfunktionen
Ergänzend verbessert eine Seitenbürste
mit verlängerten Borsten die Randabdeckung
um bis zu 20 Prozent, wodurch manuelle
Nacharbeit reduziert wird.
Reinigung, wenn sie wirklich gebraucht
wird. Ein zentrales Differenzierungsmerkmal
ist die Spot-Cleaning-Funktion:
Verschmutzungen werden erkannt und
gezielt bearbeitet, anstatt Flächen vollständig
und wiederholt zu reinigen. Das
erhöht die Effizienz im laufenden Betrieb
und reduziert Ressourcenverbrauch.
Zusätzlich minimiert ein integriertes
Selbstreinigungssystem den Wartungsaufwand,
indem zentrale Komponenten
automatisch gereinigt und betriebsbereit
gehalten werden.
Weniger Routine, mehr Wirkung. Die
Kombination aus gezielter Reinigung,
reduzierter Nacharbeit und automatisierter
Wartung führt zu klar quantifizierbaren
Effekten im Filialbetrieb. Neben
Zeitersparnissen ergeben sich vor allem
Vorteile bei Personalbindung und Prozessstabilität.
Foto: Gausium
Gemacht für den echten Filialalltag. Der
neue Gausium Phantas Extra ist als eigenständiges
Modell innerhalb der Phantas-Plattform
positioniert und nicht als
Erweiterung bestehender Systeme zu verstehen.
Im Fokus der Weiterentwicklung
stehen eine höhere Reinigungsleistung,
reduzierte manuelle Eingriffe sowie die Anpassung
an typische Retail-Flächen mit hoher
Nutzungsfrequenz.
Mehr als ein Reinigungsroboter. Mit dem
optionalen PhanShop-Modul lässt sich der
Roboter zusätzlich als mobiler Kommunikationskanal
nutzen. Damit wird die Funktionalität
über die reine Reinigung hinaus
erweitert und um einen potenziellen Erlösbeitrag
ergänzt.
Wenn Sauberkeit zum Erlebnis wird. Die
Rolle der Reinigung im Einzelhandel wandelt
sich grundlegend: Sie wird zunehmend
als integraler Bestandteil des Einkaufserlebnisses
verstanden. Der Phantas Extra zeigt,
wie moderne Robotik dazu beitragen kann,
Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit
gleichzeitig zu steigern. [pl]
34
Automatisierung,
die mitwächst.
Passend für jede Produktion
und Systemgröße.
Modulare Lager- und Kommissionierlösungen,
einfach integrierbar und auf Ihre Prozesse
abgestimmt. Erfahren Sie, wie Sie Aufträge
schneller bearbeiten, Fehler reduzieren und
bis zu 85 % Lagerfläche einsparen.
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Automatisierung
entdecken
Von der Visualisierung zur
Betriebssicherheit
Maschinen
Nicht jeder digitale Zwilling bietet den gleichen Nutzen. Während Produktionssysteme komplexer und
Fristen für Inbetriebnahmen kürzer werden, gewinnt die Emulation an Bedeutung: Sie hilft, Risiken zu
minimieren, Inbetriebnahmen zu beschleunigen und Verpackungsleistungen bereits vor dem realen
Anlagenbau zu validieren.
Foto: Rockwell Automation
Digitale Zwillinge werden oft als visuelle
Abbilder von Maschinen verstanden.
Visualisierung allein löst jedoch nicht
die wachsenden technischen Herausforderungen,
mit denen Verpackungsbetriebe
konfrontiert sind. Moderne Produktionslinien
beinhalten komplexe Interaktionen von
Robotik, Antrieben, Fördertechnik, Bildverarbeitungs-
und Verpackungstechnologien
verschiedener Anbieter, die von Beginn an
reibungslos als Gesamtsystem funktionieren
müssen.
Hierfür ist der Unterschied zwischen Simulation
und Emulation entscheidend. Simulation
wird genutzt, um das Verhalten zu modellieren
oder den Durchsatz zu analysieren.
Emulation geht deutlich weiter, indem sie
die tatsächliche Steuerungslogik und das
Automatisierungsverhalten in die virtuelle
Umgebung einbringt. So haben Hersteller
die Möglichkeit, bereits vor der physischen
Inbetriebnahme zu überprüfen, wie reale
Maschinen, Steuerungen und Software zusammenwirken.
Vom Modell zur Betriebsumgebung. Traditionell
werden Verpackungsprojekte
sequenziell entwickelt. Viele betriebliche
Probleme treten oftmals erst bei der Inbetriebnahme
auf – wenn Produktionsfristen
von Ashkan Ashouriha,
Senior Global Enterprise Solution
Architect bei Rockwell Automation
aus wirtschaftlicher Perspektive kritisch werden.
Emulation verändert diesen Prozess,
indem sie es ermöglicht, dass mechanische,
elektrische und automatisierungstechnische
Vorgänge gleichzeitig in einer gemeinsamen
virtuellen Umgebung stattfinden.
Mithilfe der Emulate3D-Plattform von
Rockwell Automation können OEMs und
Endanwender Maschineninteraktionen
testen, Steuerungslogik validieren und Integrationsprobleme
identifizieren, bevor
physische Systeme installiert werden. Der
Mehrwert liegt nicht nur in einer schnelleren
Inbetriebnahme, sondern auch in der
Verringerung betrieblicher Unsicherheiten,
noch bevor die Produktionslinien überhaupt
in der Fertigung zum Einsatz kommen.
Dieser Ansatz wurde auf der „interpack
2026“ anhand einer vollständig virtualisierten
Produktions- und Verpackungslinie für
Süßgebäck demonstriert. Anstatt einzelne
Maschinen zu präsentieren, hat Rockwell
Automation gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen
eine komplette Produktionsumgebung
mit Komponenten verschiedener
Hersteller nachgebildet, inklusive der
Teigzubereitung, dem Backen, Abkühlen,
Verpacken und der Palettierung. Durch
die Modellierung realer Maschinen unter
Verwendung echter Konstruktionsdaten in
Emulate3D wurde gezeigt, wie Hersteller
Produktionsumgebungen vor der Inbetriebnahme
virtuell validieren können.
Flexibilität beim Engineering – über die
Inbetriebnahme hinaus. Mit zunehmender
Flexibilität und Dynamik von Verpackungssystemen
gewinnt Emulation weiter an Bedeutung.
Robotik, Antriebe und intelligente
Transportsysteme müssen trotz wechselnder
Produktionsanforderungen und Konfigurationen
kontinuierlich koordiniert werden,
während Durchsatz und Zuverlässigkeit
sicherzustellen sind.
Der Mehrwert der Emulation reicht dabei
weit über die anfängliche Inbetriebnahme
hinaus, da die virtuelle Umgebung während
des gesamten Betriebslebenszyklus der Anlage
genutzt werden kann. Da Emulationsplattformen
echte Steuerungslogik anstelle
vereinfachter visueller Modelle verwenden,
können sie auch bei der Fehlerbehebung,
Upgrades und der Schulung des Personals
unterstützen, ohne Störungen bei der Produktion
zu verursachen.
Der entscheidende Wert der Digital-Twin-Technologie
verlagert sich in der
Folge weg von der Visualisierung hin zur
operativen Ausführung. Hersteller benötigen
virtuelle Umgebungen, die es ermöglichen,
Produktionsverhalten zu validieren,
Bereitstellungsrisiken zu reduzieren und
die Leistung über den Abschluss der Inbetriebnahme
hinaus zu unterstützen. In der
Verpackungs- und Fördertechnik, wo Ausfallzeiten
unmittelbare wirtschaftliche Folgen
haben, hat dieser Unterschied große
Bedeutung.
[pl]
Die Emulate3D-Plattform von Rockwell
Automation zog auf der interpack
das Interesse auf sich
36
Safe Material Flow
Mensch, Maschine und Material im
perfekten Zusammenspiel
Ob in der Fertigung oder der klassischen Logistik
– allerorts ist Material in Bewegung. Das bringt oft
Gefahrenpotenziale und entsprechend hohe Anforderungen
in Sachen Safety mit sich, denn der
zuverlässige Schutz von Mensch und Maschine ist
Vorschrift.
Foto: Sick
Materialbewegungen in der Fertigung sind dafür ein
anschauliches Beispiel – etwa wenn Material in Maschinen
ein- oder ausfährt. Hier treffen Mensch,
Maschine und Material aufeinander. Dabei gilt es zu unterscheiden,
ob sich regulär zu förderndes Material im Schutzbereich
befindet oder ob eine Person einen Gefahrenbereich
betritt. Ein Fall für den „Safe Material Flow“ von Sick
– realisiert zum Beispiel mit dem intelligenten Sicherheitslichtvorhang
deTec. Er eignet sich zur Absicherung von Gefahrstellen
und Zugängen sowie zur Mensch-Material-Unterscheidung
im automatisierten Materialfluss.
Sicherheit und Produktivität verbinden. Ziel ist es immer,
Sicherheit und Produktivität miteinander zu verbinden – es
muss also jederzeit der Personenschutz gewährleistet sein,
ohne dabei den Materialfluss unnötig einzuschränken. Sick
setzt beim Safe Material Flow auf unterschiedliche, sichere,
optoelektronische Technologien. Dazu zählen unter anderem
sichere Mehrstrahlsysteme, Sicherheitslichtgitter und
Sicherheits-Laserscanner. Welche Lösung am besten geeignet
ist, hängt von der Anwendung und den jeweiligen
Gegebenheiten ab.
Sicherer Materialfluss: Sicherheitslichtgitter, wie deTec4 mit „smart object
pattern recognition“, arbeiten mit einer intelligenten Konturerkennung
Besuchen
Sie uns!
Kartons in Bewegung. Wird verpackt, geht es zum Beispiel
oft darum, Kartons durch Schutzfelder zu transportieren. Mit
Smart Box Detection oder Muting-Lösungen lässt sich das
realisieren, ohne dafür zusätzliche Tunnelsysteme verbauen
zu müssen. So spart man Platz, reduziert den mechanischen
Aufwand und optimiert die Anlagenverfügbarkeit.
Kurzprofil. SICK ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter
für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen.
Das 1946 von Dr.-Ing. e. h. Erwin Sick gegründete
Unternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau
nahe Freiburg zählt zu den Technologie- und Marktführern
und ist mit 63 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie
zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent.
SICK beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeitende weltweit
und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz
von 1,8 Mrd. Euro.
Wir bringen Ihren
Abfall in Form.
Für jeden Betrieb und jedes Material, ob Papier,
Kartonagen, Folien, Schaumstoff, Dosen,
PET-Flaschen oder Blechfässer bietet Austropressen
eine maßgefertigte Entsorgungslösung.
Weitere Informationen unter www.sick.at/safety
[pl]
4863 Seewalchen, Austria
Tel.: +43 (0)7662/8218
sales@austropressen.com
www.austropressen.com
37
Austropressen_Pack&Log_90x125_DE.indd 1 09.03.26 08:50
Breites Portfolio für die
Endverpackung
Maschinen
Mit der SOMIC 202, der SOMIC 323 und der SOMIC 434 ist der oberbayerische Verpackungsbauer SOMIC für alle Anforderungen
im Segment der Shelf-Ready-Verpackung gerüstet
Nicht nur Hochleistung ist gefragt im Markt der Sekundärverpackung. Auch mittlere Leistungssegmente
und der Einstieg in das automatisierte Verpacken benötigen ein Maschinenangebot. SOMIC
als Spezialist für Sekundärverpackungsmaschinen für den Food-, Non-Food, Healthcare- und Kosmetik-Markt
sowie für die Verpackung von Pet-Nahrung zeigte auf der interpack in Düsseldorf kürzlich,
dass man die Anforderungen für die unterschiedlichen Leistungsklassen bis ins kleinste Detail auf dem
Schirm hat. Mit den neuen Maschinen SOMIC 202 und SOMIC 323 präsentierte das Unternehmen aus
dem oberbayerischen Amerang passende Technik für die einzelnen Leistungsklassen.
„Wir haben mit diesen neuen Maschinen sowie
unserer SOMIC 434 nun für alle Anforderungen
im Segment der Shelf-Ready-Verpackung
die passenden Antworten“, betont
Geschäftsführer Patrick Bonetsmüller auf
der Messe. „Alle drei Maschinen haben auf
der Messe reges Interesse hervorgerufen. In
den Kundengesprächen zeigt sich im Detail,
dass wir mit diesen Maschinenserien für alle
Anwendergruppen in den Märkten weltweit
gut aufgestellt sind.“ Er greift zurück auf den
engen Austausch mit den Auslandsniederlassungen
des Unternehmens in Thailand
und den USA und sieht das Unternehmen
nun mit dem breiten Portfolio für die Anforderungen
der internationalen Anwender gut
positioniert.
Hochleistung mit größtmöglichem Spielraum.
Bereits vor drei Jahren – auf der vorangegangenen
interpack – hatten die Spezialisten
für Sekundärverpackungsmaschinen
mit Hauptsitz im bayerischen Amerang mit
einer Neuentwicklung auf sich aufmerksam
gemacht: Die SOMIC 434 im Plattform-Konzept
erlaubt eine hochflexible Kombination
der Verpackungsabläufe im Verpackungsprozess
in schlanker Maschinenausführung.
„Natürlich haben wir diese Maschinenserie
im Vorfeld der interpack 2026 weiterentwickelt“,
erklärt Josef Bliemel, Director Systems
Engineering bei SOMIC. So konnten
die Besucher nun eine Ausführung als Doppeltaktmaschine
begutachten.
Höchstmögliche Leistung und höchstmöglicher
Automatisationsgrad bestimmen
das Konzept. Mit einer Kartonierleistung
von bis zu 60 Takten pro Minute und
einer unbegrenzten Anzahl an Formaten
deckt die SOMIC 434 alle Aspekte für
den Betrieb im Hochleistungssegment ab.
30 und mehr Formate lassen sich bei der
SOMIC 434 ohne weiteres abbilden; auch
ein Betrieb mit Dreifachtakt ist realisierbar.
Durch die Vakuumtechnik bei der Kartonzuführung
und die vollautomatische
Ansteuerung aller Umstellparameter wird
hohe Flexibilität und Leistung auch bei
mehrfachem Formatwechsel pro Schicht
erreicht. „Die großen, global agierenden
Hersteller in der Lebensmittel- und
Non-Food-Industrie oder in der Kosmetikund
Healthcare-Industrie setzen schon
lange auf höchstmöglichen Automatisierungsgrad.
Mit unserer Hochleistungsmaschine
bieten wir jeglichen Spielraum.“
Ergänzt wird die Maschine nun auf der
Messe noch um eine weitere Komponente:
Der SOMIC CoboLoad übernimmt die
automatisierte Befüllung der Maschine
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mit Kartonzuschnitten – mit lagerichtiger
Platzierung der Zuschnitte von der Palette
in das Magazin. Ohne Schutzzaun lässt
sich dieser Cobot direkt neben der Verpackungsmaschine
andocken.
Weniger Formate – manuelle Umstellung.
Auf die Anwender kommt es an – das ist bereits
seit Unternehmensgründung vor mehr
als 50 Jahren das Credo der SOMIC-Entwickler.
Und genau dieses Kundenfeedback
ergab, dass nicht alle Anwender ‚draußen‘
eine derart große Formatvielfalt benötigen,
wie sie die SOMIC 434 mit ihren automatischen
Umstellfunktionalitäten bietet. „Also:
Flexibilität ja, aber geringeres Formatspektrum
– das war die Aufgabe“, so Josef Bliemel.
Herausgekommen ist eine Maschine,
die SOMIC 323, die Formatvielfalt ermöglicht
und insbesondere dann eine praxisgerechte
Lösung ist, wenn nicht mehrfach pro
Tag umgestellt werden muss. „Wir bieten
hier die klassische manuelle Umstellung
mit dem Wechsel von Formatteilen und
unserem QuickChange System“, erläutert
Josef Bliemel. Anwender mit einem breiten
Portfolio, die sich unterschiedlichen Anforderungen
des Handels gegenübersehen,
setzen mit dieser Verpackungsmaschine
auf zuverlässige Technik und eine definierte
Flexibilität für ca. bis zu zehn Formate.
Die Maschine verarbeitet die flachen
Kartonzuschnitte mit Vakuumzuführung.
Für Tray-Anwendungen reicht das Verpackungsspektrum
von 150-450 mm x 100-
400 mm x 50-300 mm (L x B x H) bei einer
Leistung von bis zu 20 Kartons pro Minute.
Mit dem einteiligen Rahmen, der kompakten
Maschinenkonstruktion und den vordefinierten
manuellen Umstellpositionen
punktet die Maschine mit hoher Wirtschaftlichkeit,
wenn standardisierte Verpackungsaufgaben
mit hohen Stückzahlen angesagt
sind. Im Konzept integriert sind die aktuelle
Steuerungstechnik, das individuell platzierbare,
intuitive HMI sowie die LED-Betriebszustandsanzeige.
Auf der interpack in
Düsseldorf herrschte
reges Interesse
an den Produkten
von SOMIC
Für Einsteiger ins automatisierte Verpacken.
Auch Einsteiger ins automatisierte
Verpacken können bei SOMIC eine passende
Maschine erhalten. Als zweite Neuentwicklung
ist nun die SOMIC 202 verfügbar,
die für fest definierte Verpackungsaufgaben
im Standard-Leistungsbereich konzipiert
wurde. Das Neue und Besondere: Auch
Verpackungsaufgaben mit RSC-Karton sind
möglich. „Wir haben zwei Varianten für dieses
Einsteigermodell konzipiert, da in vielen
internationalen Märkten ein RSC-Kartonformat
eingesetzt wird. Das ist ein wichtiger
Aspekt für die Kaufentscheidung unserer
Kunden“, so Josef Bliemel. „Der Einstieg in
das automatisierte Verpacken ist mit diesem
Modell perfekt vorbereitet. Es kommt
uns hier darauf an, dass wir das hochwertige
SOMIC-Verpackungskonzept mit einem
klaren Fokus auf robuste Mechanik anbieten.“
Die Bereitstellung der Kartons erfolgt
mit einer Transportkette, die die Zuschnitte
stationsweise weitertransportiert. Diese
bewährte Technik wurde schon im ersten
Erfolgsmodell von SOMIC eingesetzt. Die
Maschine ist mit der neuesten Steuerungstechnik
ausgestattet, so dass die Maschine
Auch Einsteiger ins automatisierte
Verpacken
können bei SOMIC eine
passende Maschine
erhalten. Als zweite
Neuentwicklung ist die
SOMIC 202 verfügbar,
die für fest definierte
Verpackungsaufgaben
im Standard-Leistungsbereich
konzipiert wurde
in Funktion und Bedienung alle Vorzüge einer
SOMIC Maschine bietet.
Insgesamt gelte - bei welcher Maschine
auch immer - „Der erste Karton nach der
Umstellung passt.“ Josef Bliemel führt das
genauer aus: „Alle Umstellaufgaben – egal
ob mit manuellen Arbeitsschritten oder
komplett elektronischer Ansteuerung aller
Parameter – zeichnen sich durch höchste
Präzision aus. Es ist bei der Umstellung auf
das neue Format in jedem Fall – auch beim
ersten Karton – kein Nachjustieren nötig.“
Der Adlerblick ins Maschineninnere. „Wir
bieten langlebige Qualitätsmaschinen, die
über viele Jahre im Produktionsbetrieb genutzt
werden“, erklärt Geschäftsführer Bonetsmüller.
„Da ist es unbedingt notwendig,
alle Veränderungen im Verarbeitungsportfolio
unserer Kunden zu begleiten und in der
Verpackungsmaschine umzusetzen.“ Der
Spielraum ist groß: Maschinenanpassungen
bei Formaterweiterungen, Ersatzteilservice
oder Training sind nur einzelne Beispiele
für das breite Service-Programm. Auf der
interpack lag der Fokus insbesondere auf
den erweiterten Angeboten rund um Digital
Services, die einen schnellen Blick in die Maschine
erlauben.
Wenn es um Hochleistung geht, ist das nur
logisch. Mit dem neuen Angebot SOMIC
Eagle stellte SOMIC ein Kamerasystem
vor, das in alle Winkel der Maschine „sieht“
und die Prozesse mit mehreren Kameras
aufzeichnet. Bei einem ungeplanten Stillstand
kann die Aufzeichnung der vorangegangenen
Sequenz abgerufen werden und
die Fehleranalyse beschleunigen. Über das
SOMIC Connect-System wird das Protokoll
nach Anwenderfreigabe an einen internen
Techniker oder direkt an SOMIC geschickt.
Im Ergebnis profitiert der Anwender von
hoher Reaktionsschnelligkeit für seinen Produktionsbetrieb.
Das Kamerasystem ist für
alle SOMIC Maschinen ab ca. Baujahr 2016
nachrüstbar.
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