bauSICHERHEIT Juni 2026
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bausicherheit-online.de Juni 2026 06
AM PULS DER ZEIT
SEIT 70 JAHREN
Im Blickpunkt: Kübler feiert
einen besonderen Meilenstein
ARBEITSSCHUTZ
IM SOMMER
Top-Thema: Sicher durch
die warmen Monate kommen
ENTLASTUNG
FÜR DEN RÜCKEN
Marktcheck: Exoskelette
als Unterstützung am Bau
ATLAS
SICHERHEIT UND KOMFORT NEU GEDACHT
DIE PLATTFORM
FÜR MASCHINENTESTER
BENEFITS
FÜR TESTER
■ Exklusiver Zugang
■ Kostenfreie Nutzung
■ Exklusive Angebote
■ Einfluss auf Entwicklungen
■ Netzwerkmöglichkeiten
#DIEPROFITESTER
Tester
werden!
Wenn die Sonne zum
Risikofaktor wird
PETRA REGER
Der Sommer gehört für viele Menschen zur schönsten
Zeit des Jahres. Für Beschäftigte auf Baustellen bringt
er jedoch nicht nur gute Arbeitsbedingungen im Freien
mit sich, sondern auch erhebliche gesundheitliche
Belastungen, die mitunter schwerwiegende
gesundheitliche Folgen mit sich bringen können. Aus
diesem Grund sind Hitze und UV-Strahlung längst
keine Randthemen des Arbeitsschutzes mehr. Sie
gehören zu den zentralen Herausforderungen einer
Branche, die wie kaum eine andere unter freiem
Himmel arbeitet.
Heiße Tage mit Temperaturen über 30 °C treten infolge des
Klimawandels auch hierzulande deutlich häufiger auf als noch vor
wenigen Jahrzehnten. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV) lag die bodennahe Lufttemperatur in
Deutschland um rund 2 °C höher als in den Jahrzehnten der ersten
Aufzeichnungen (1881 - 1910). Mit Ausnahme des Jahres 1994
traten die wärmsten 13 Jahre alle seit dem Jahr 2000 auf: So
waren die Jahre 2022, 2023 und 2024 die heißesten überhaupt.
Insbesondere im Sommer kommt es zu längeren Hitzeperioden, die
eine zunehmende Hitzebelastung für Beschäftigte bedeuten. Dabei
beeinträchtigen hohe Temperaturen nicht nur die Konzentrations-
und Leistungsfähigkeit und erhöhen damit auch das Unfallrisiko,
sondern können auch akute Gesundheitsgefahren wie Dehydrierung,
Kreislaufprobleme oder einen Hitzschlag verursachen. »Wir erleben
immer häufiger längere Hitzeperioden. Für Beschäftigte auf Baustellen
bedeutet das nicht nur Unbehagen, sondern eine reale gesundheitliche
Gefährdung, insbesondere bei körperlich anspruchsvoller Arbeit. Das
verändert die Anforderungen an den Arbeitsschutz grundlegend«, sagt
Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer Leiter der Hauptabteilung
Prävention der BG Bau, zu diesem Thema. »Hitzeschutz muss fest
in die Planung der Arbeiten integriert werden. Schutzmaßnahmen
müssen im Arbeitsalltag einfach umsetzbar sein und konsequent
angewendet werden.«
UV-Strahlung. Dabei zählt sie zu den schwerwiegendsten
Gesundheitsgefahren für Beschäftigte im Freien und wird seit
2012 von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC)
als Humankarzinogen der Gruppe I eingestuft – sie ist also ähnlich
krebserregend wie Asbest oder Tabak. Und auch die Zahlen
sprechen für sich: Allein in Deutschland treten jährlich mehr als
200000 neue Hautkrebserkrankungen auf, wie die Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mitteilt. Seit 2015 werden
außerdem bestimmte Formen des weißen Hautkrebs und sogenannte
multiple aktinische Keratosen infolge natürlicher UV-Strahlung
als Berufskrankheit anerkannt. Diese Entwicklung verdeutlicht
eindringlich, dass Sonnenschutz am Arbeitsplatz inzwischen weit
mehr ist als eine Frage des persönlichen Wohlbefindens.
Doch wirksamer Arbeitsschutz beginnt nicht mit einzelnen
Maßnahmen, sondern fußt auf dem Bewusstsein für Risiken und einer
Unternehmenskultur, die Gesundheitsschutz als selbstverständlichen
Bestandteil der täglichen Arbeit versteht. Gerade auf Baustellen,
wo Faktoren wie Termindruck und wechselnde Einsatzorte den
Arbeitsalltag prägen, kommt der Sensibilisierung von Führungskräften
und Beschäftigten eine besondere Rolle zu. Denn Fakt ist: Die
Herausforderungen werden in den kommenden Jahren eher zu- als
abnehmen. Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen zeigen
schon heute, dass sich der Arbeitsschutz an veränderte klimatische
Bedingungen anpassen muss. Im Top-Thema »Arbeitsschutz im
Sommer« informieren wir Sie daher ab Seite 15 über die aktuellen
Entwicklungen im Workwear- und PSA-Bereich und zeigen auf, wie
die Hersteller der Problematik »Hitze- und UV-Schutz« begegnen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Sommer. Bleiben
Sie gesund und passen Sie auf sich auf!
Die unterschätzte Gefahr
Während die Folgen von Hitze meist unmittelbar wahrgenommen
werden, wird ein weiteres Risiko häufig unterschätzt: die natürliche
Jessy von Berg
Redakteurin
Themenschwerpunkt
Editorial Juni 2026 | 3
INHALT
JUNI 2026
025 STRAUSS » Zuverlässiger Schutz bei hohen Temperaturen
026 HELLY HANSEN » »Oxford 2.0«-Linie gelauncht
KYORENE » Schutzhandschuhe ohne Hitzestress
027 GOFRESH 24/7 » Geruchsbildung in PSA verringern
028 DITF » »Klimaanlage« für Workwear vorgestellt
KASK » Praktisches Hitzeschutz-Zubehör für Helme
029 BG BAU » Worauf es beim UV-Schutz ankommt
030 PGP » Insektenschutz mit »Myxal Insect Protect«
16
003 AUF EIN WORT » Editorial
006 TITEL-THEMA » Die Karl Wolf GmbH & Co. KG
setzte auf die »Fit-Days« von Atlas, um
die ergonomische Ausstattung ihrer
Belegschaft zu verbessern.
008 NEUES ZUERST » Baubranche aktuell
012 IM BLICKPUNKT » Bereits seit 70 Jahren ist Kübler
ein fester Bestandteil der
Workwearbranche. Zum Jubiläum
blickt das Unternehmen sowohl auf die
Vergangenheit als auch auf die Zukunft.
TOP-THEMA:
ARBEITSSCHUTZ IM SOMMER
016 CARHARTT » Im Interview erklärt Lisa Meissner,
wie sich wirksamer Sonnenschutz mit Tragekomfort
und Praxistauglichkeit vereinen lässt.
BAUSTELLENSICHERHEIT
032 BAUWATCH » »BauWatch Crime Report« veröffentlicht
033 VP TPA » TPA-Akademie kombiniert Theorie und Praxis
034 MUNK » Sicherheitsupgrade für SLK-Kliniken Heilbronn
036 BGHM » Risiken bei Leiternutzung nicht unterschätzen
037 ASECOS » Aktualisierung des Hauptkatalogs
038 KRAUSE » Entwicklung und Fertigung von Sonderlösungen
040 ZEPPELIN » Neues Kollisionswarnsystem für Radlader
042 AXION » Kamerasystem mit Rundumsicht
043 WORKWARN » Vollwertiges KI-System für Baumaschinen
044 LATAI » »Dustlight« dokumentiert Feinstaubexposition
045 SYNIOTEC » Softwarelösungen um Werkstattmodul ergänzt
046 INNOLIZER/AST » »SafetyGo« reduziert »Zettelwirtschaft«
018 MEWA » Geeignete Workwear für die Sommermonate
020 HAIX » Dachdeckerin setzt auf »Flextreme«-Damenkollektion
021 ÖTSCHER » Hitzeschutz und UV-Schutz in Arbeitskleidung
022 KÜBLER » Neue Arbeitsstättenregel: UV-Schutz im Fokus
023 ROFA » Sommer-Variante der »Teamwork«-Hose vorgestellt
024 SCHÖFFEL PRO » Neuheiten für den Sommer
12
4 | Juni 2026 Inhaltsverzeichnis
Die Norm hat sich geändert.
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48
PERSÖNLICHER SCHUTZ
048 BAUSICHERHEIT » Muskel-Skelett-Erkrankungen sind
in der Baubranche keine Seltenheit.
Unterstützungssysteme wie Exoskelette
können hier einen Beitrag zur
Prävention leisten. Die Redaktion der
bauSICHERHEIT gibt einen Überblick
über den aktuellen Markt.
052 DBL » Workwear mit Logos und Emblemen veredeln
053 GUSTAV DAIBER » Neuheiten für 2026 ergänzen Portfolio
056 BAAK » Neues S3S-Duo für Damen: »Alea« und »Alessia«
058 SAFETY JOGGER » Schuhportfolio wächst weiter
059 THE LYCRA COMPANY » Antistatische Faser entwickelt
060 ST QUADRAT » Bereit für die neue EN 17235
RUBRIKEN
062 AUF EINEN BLICK » Firmen dieser Ausgabe
SERVICE » Impressum, Vorschau
Inhaltsverzeichnis
kratossafety.com
Juni 2026 | 5
Um die ergonomische Ausstattung
der Belegschaft zu verbessern, setzte die
Karl Wolf GmbH & Co. KG auf
die Expertise von Atlas Safety Shoes.
Präventive Fußgesundheit
auf der Baustelle
[ ATLAS ] In der Bauunternehmung
Karl Wolf GmbH & Co. KG in Unna ist
körperliche Belastbarkeit täglich gefordert.
Die Beschäftigten verbringen
viele Stunden auf den Beinen und
stehen dabei auf unterschiedlichstem
Untergrund – eine Realität, die
Geschäftsführer Jens Baldauf ganz
genau kennt. Er suchte daher nach
einer Lösung, um die ergonomische
Ausstattung der Belegschaft zu verbessern,
und stieß auf das Gesundheitskonzept
von Atlas Safety Shoes.
Das Ergebnis: ein »Fit-Day« direkt im
Unternehmen, ganz im Zeichen der
Prävention und Leistungsfähigkeit.
Mehrere Tage lang machte der »Atlas Fit«-Truck
auf dem Firmengelände in Unna halt. Im Gepäck:
moderne 3D-Scan-Technologie, erfahrene
Orthopädieschuhmacher und Fachberater. Jeder
Mitarbeitende erhielt eine individuelle Fußvermessung
und konnte anschließend die passende
Lösung aus vier zertifizierten Modulen wählen.
»Uns war wichtig, dass jeder Mitarbeitende die
Möglichkeit bekommt, die richtige Unterstützung
zu finden«, erklärt Baldauf. »Denn nur wenn der
Schuh perfekt sitzt, können wir dauerhaft sicher,
effizient und gesund arbeiten.«
Maßgeschneiderte
Lösungen für jeden Fuß
Um eine umfassende Versorgung sicherzustellen,
entschied sich das Unternehmen für das komplette
»Fit Day«-Paket mit allen vier Modulen, beginnend
bei einer Fußvermessung und -analyse. Dahinter
verbergen sich präzise 3D-Scans zur optimalen
Bestimmung der Passform inklusive Größe
und Weite in Sicherheitsschuhen. Für Mitarbeitende
mit leichten Fußfehlstellungen
– farblich gekennzeichnet in Rot, Grün
und blau – kommen »Ergo-Med«-Einlegesohlen
zum Einsatz. Als semi-orthopädische
Durch seine mikroperforierte
Struktur kann »ProTraX« Feuchtigkeit
von innen schnell nach
außen abgeben, während umgekehrt
kaum Nässe eindringt.
Lösung steht die »Fit Insole« zur Verfügung: Diese
wird durch Erwärmung in weniger als vier Minuten
individuell an das Fußbett angepasst. Falls eine
medizinisch-orthopädische Einlage nötig ist, hat
Atlas mit »GetSteps« eine Lösung parat. Die maßgefertigten
Einlagen für spezielle orthopädische
Anforderungen sind außerdem zertifiziert und
normkonform.
Das Fazit nach Abschluss des »Fit-Day« war
durchweg positiv. »Ich finde das super«, so Jörg
Berenberg, Vorarbeiter im Hochbau. »Bei der
Analyse hat sich herausgestellt, dass meine bisherigen
Schuhe eine Nummer zu groß sind. Ich bin
gespannt, ob ich mit der passenden Schuhgröße
und Einlegesohle künftig ein besseres Gefühl
auf der Baustelle habe.«
Sicher und gesund
durch Prävention
Mit dem »Fit-Day« und der Bereitstellung zertifizierter
Einlagen stellt Karl Wolf sicher, dass die
Mitarbeitenden nicht nur ergonomisch optimal
ausgestattet, sondern auch gesetzeskonform
geschützt sind. So wird das Risiko falscher oder
nicht zugelassener Einlagen effektiv minimiert
– ein wesentlicher Beitrag zu Arbeitssicherheit
und langfristiger Gesundheit. »Wir hoffen, dass
unsere Kollegen die Einlagen regelmäßig und
gern tragen«, sagt Jens Baldauf abschließend.
»Denn am Ende des Tages geht es darum, dass
sie gesund und sicher nach Hause kommen.«
6 | Juni 2026 Titel-Thema
TITEL-THEMA
»Maximum Protection«
auf der Baustelle
Doch nicht nur die passenden Einlegesohlen
spielen eine große Rolle für Tragekomfort und
Sicherheit. Auf der Baustelle entscheidet insbesondere
das richtige Schuhwerk über Sicherheit und
Leistungsfähigkeit unter rauen Bedingungen. Mit
der neuen »Max«-Serie stellt Atlas eine S3S-Serie
vor, die speziell für anspruchsvolle Umgebungen
im Hoch-, Tief- und Straßenbau entwickelt wurde.
Sie sind mit der robusten »XR«-MPU-Sohlentechnologie
und mit dem Atlas-Obermaterial
»ProTraX« ausgestattet. Hierbei handelt es sich
um eine materialtechnische Neuentwicklung: Es
vereint hohe Qualität mit bestmöglichem Komfort
und bringt alle Komponenten mit, die es auch für
anspruchsvollste Arbeitsbedingungen einsatzfähig
machen. Ein Pluspunkt: Das »ProTraX«-Obermaterial
ist wesentlich leichter als Leder, dabei aber
gleichzeitig widerstandsfähig und besonders pflegeleicht.
Durch seine mikroperforierte Struktur und
die innovative Materialmischung kann »ProTraX«
Feuchtigkeit von innen schnell nach außen abgeben,
während umgekehrt kaum Nässe eindringt.
So entsteht eine permanente Luftzirkulation im
gesamten Schuh, die das Fußklima aktiv reguliert
und Hitzestau effektiv verhindert. Im Vergleich zu
herkömmlichem Leder ist »ProTraX« außerdem
doppelt so atmungsaktiv, was auch bei langen
Tragezeiten und körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten
für ein konstant angenehmes Fußklima
sorgt. Darüber hinaus überzeugt das Obermaterial
durch seine geringe Wasseraufnahme. Besonders
hebt Atlas zudem die schnelle Rücktrocknung
hervor, selbst nach dem Einsatz unter nassen
Bedingungen. Die hohe Wasserresistenz reduziert
ebenso den Wärmeverlust.
Sicherheit und Komfort
als Einheit gedacht
Die »XR«-MPU-Sohlentechnologie aus dem
hausgemachten MPU zeichnet sich durch zahlreiche
Flexkerben für optimalen Grip aus. Im
Vorderfuß angeordnete »Dynamic Plates« übertragen
die Vorwärtsenergie, die übrige Energie
wird gezielt zum Abdruckpunkt geleitet. Im
Fersenbereich absorbiert die »Cloudzone« die
Aufprallkräfte und Stöße durch ein Hochleistungssystem.
Darüber hinaus bestehen 20 Prozent
der Laufsohle aus zudosierten, recycelten
Festoffen, was ein Fünftel an Primärmaterialien
einspart. Zudem bringen die »Max«-Modelle alle
nötigen S3-Kompontenten mit: Die metallfreie
»XP«-Durchtritthemmung gewährleistet die
Schuhserie durch ein textiles Hightech-Material
aus Aramid-Fasern in der Zwischensohle. Das
dämpfende MPU-»Rebound«-System stimmt
Lauf- und Zwischensohle für ermüdungsfreies
Laufen optimal aufeinander an, während
die abrasionsbeständige MPU-Überkappe
den Zehenbereich schützt.
Maximal praktisch
im Arbeitsalltag
Die versiegelte »ProTraX«-Oberfläche vereinfacht
die Reinigung enorm: Das neue Atlas-Material
erfordert keinerlei Spezial-Pflegeprodukte
und wird auch mit minimalem Körpereinsatz
schnell sauber. So ermöglicht die »Max«-Serie
stets einen professionellen Auftritt – damit
maximal viel Zeit in die eigentliche Arbeit
fließen kann, während nur minimale Pflege
anfällt. Neben der Wahl zwischen knöchelhohen
Stiefeln oder Halbschuhen können
Träger innerhalb der »Max«-Serie außerdem
zwischen einem klassischen Schnürsystem
und einem innovativen Seilzugsystem wählen.
Das »Boa Fit«-System besteht aus einem mikroverstellbaren
Drehverschluss, langlebigen
Leichtseilzügen und reibungsarmen Führungen.
Es ermöglicht eine präzise, schnelle und individuelle
Anpassung mit nur einer Hand, auch
mit Handschuhen. In der »Max«-Serie ist das
»Boa Fit«-System seitlich verbaut, um Druckstellen
am Fußrücken zu umgehen.
Und auch im Hinblick auf das Design weiß
die neue Schuhserie zu punkten: Sowohl die
knöchelhohen Stiefel als auch die Halbschuhe
überzeugen im klassisch-eleganten Look. Das
»ProTraX«-Obermaterial wirkt optisch wertig
– nicht nur aufgrund seiner lederähnlichen
Struktur, sondern auch aufgrund der schmutzresistenten
Materialeigenschaften. Auf Wunsch
farblich abgesetzte Einkerbungen an den Seiten
wirken wie optische Verstärkungsrippen und
betonen die robuste Bauweise. Abgerundet
wird das Design durch das Atlas-Logo.
ATLAS (4)
Mit dem »Fit-Day« und der Bereitstellung
zertifizierter Einlagen stellt Karl Wolf
sicher, dass die Mitarbeitenden ergonomisch
optimal ausgestattetsind.
Gut zu wissen
Innerhalb der »Max«-
Serie können Träger
zwischen einem
klassischen Schnürsystem
und dem »Boa Fit«-
Verschlusssystem wählen.
Im Rahmen des »Fit-Day« werden präzise
3D-Scans zur optimalen Bestimmung der
Passform inklusive Größe und Weite in
Sicherheitsschuhen durchgeführt.
Titel-Thema
Juni 2026 | 7
Auf Expansionskurs: Gründung der Schöffel B. V.
Dr. Sophie Stopp übernimmt die
Geschäftsführung der Schöffel
B. V. mit Sitz in Enschede.
SCHÖFFEL PRO
[ SCHÖFFEL PRO ] Die Workwear-Marke aus
Schwabmünchen setzt ihren Wachstumskurs
fort: Vier Jahre nach Markteinführung
gründet das Unternehmen eine eigene
Gesellschaft in den Niederlanden.
Mit der neuen Gesellschaft reagiert Schöffel Pro
auf eine stark zunehmende Nachfrage nach
funktionaler, hochwertiger und individuell gestaltbarer
Arbeitsbekleidung. Insbesondere das positive Marktfeedback
u. a. bei internationalen Fachmessen und
Branchenveranstaltungen unterstreicht das Potenzial
von Schöffel Pro in den Niederlanden. Ab sofort
wird das Unternehmen dort mit einem umfassenden
Sortiment aus Workwear, Warnschutz und Corporate
Wear vertreten sein. Der Firmensitz der Schöffel B. V.
befindet sich in Enschede.
»Die Gründung der Schöffel Pro B. V. ist der logische
Schritt auf das große Interesse an Schöffel
Pro in den Niederlanden. Wir sind bereits tatkräftig
im Aufbau einer Handelsstruktur zur Belieferung von
Industrie und Handwerk«, so Dr. Sophie Stopp, die
bereits seit 2024 im Unternehmen tätig ist und die
Geschäftsführung der Schöffel Pro B. V. übernimmt.
Seit Oktober 2025 verantwortet sie als Director
Internationalization den Aufbau und die Weiterentwicklung
der internationalen Aktivitäten außerhalb
des DACH Raums.
Blömen VuS zählt zu dynamischsten Mittelständlern Deutschlands
BLÖMEN VUS
Am Standort in Gescher
entwickelt Blömen VuS
Lösungen für Straßenausrüstung
und Verkehrssicherheit sowie
Umwelt- und Artenschutz.
[ BLÖMEN VUS ] Laut einer aktuellen Analyse
der Süddeutschen Zeitung in Kooperation
mit Creditreform zählt Blömen VuS zu den
wachstumsstärksten mittelständischen
Unternehmen Deutschlands 2026.
Im Ranking belegt das Unternehmen Platz 175
von insgesamt 9307 bewerteten Firmen. Grundlage
der Auszeichnung ist eine umfassende Analyse
wirtschaftlicher Kennzahlen über mehrere Jahre
hinweg. Bewertet werden dabei Faktoren wie die
Umsatzentwicklung, das Mitarbeiterwachstum sowie
die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen. In die
Untersuchung fließen ausschließlich Firmen ein, die
strenge Auswahlkriterien erfüllen und über einen
längeren Zeitraum ein überdurchschnittlich dynamisches
Wachstum aufweisen. Die Studie gilt damit als
belastbarer Indikator für nachhaltigen Unternehmenserfolg
im Mittelstand.
»Die Platzierung unter den wachstumsstärksten Mittelständlern
Deutschlands bestätigt unsere strategische
Ausrichtung«, erklärt Geschäftsführer Benno Blömen.
»Unser Wachstum basiert auf langfristigen Kundenbeziehungen,
innovativen Produkten und dem Engagement
unseres Teams. Diese Auszeichnung ist für uns ein
Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.«
Bundestag beschließt neue Regeln für Sicherheitsbeauftragte
[ BG BAU ] Der Deutsche Bundestag hat neue Regelungen für
Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen beschlossen. Künftig soll ihre
Bestellung stärker an der tatsächlichen Gefährdungssituation im Unternehmen
ausgerichtet werden. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB),
der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Industriegewerkschaft
Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG BAU) begrüßen die Anpassung, die den besonderen Arbeitsbedingungen in
der Bauwirtschaft Rechnung trägt.
Beschluss im Bundestag: neue Regelungen für
die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten.
BG BAU
Kern der gesetzlichen Änderung ist die Anhebung
der Schwelle für die verpflichtende Bestellung
von Sicherheitsbeauftragten von derzeit 20
auf 50 Beschäftigte. Für Unternehmen mit weniger
als 50 Beschäftigten entfällt damit eine pauschale
Verpflichtung. Bestehen besondere Risiken für
Leben und Gesundheit, sind bereits ab 20 Beschäftigten
Sicherheitsbeauftragte einzusetzen.
Damit richtet sich die Bestellung künftig nach den
konkreten Arbeitsbedingungen im Betrieb, nicht
allein nach der Unternehmensgröße. Aus Sicht
von ZDB, HDB, IG Bau und BG Bau wird mit der
Regelung sichergestellt, dass das Sicherheitsniveau
in der Bauwirtschaft erhalten bleibt. Gemeinsam
mit den Sozialpartnern hatte sich die BG Bau in
das Gesetzgebungsverfahren eingebracht und
hervorgehoben, dass starre Schwellenwerte den
komplexen und dynamischen Arbeitsbedingungen
der Bauwirtschaft nicht gerecht werden. In ihrer
Stellungnahme »Sicherheitsbeauftragte: Wichtiger
Bestandteil des Arbeitsschutzes in der Bauwirtschaft«
betonen sie auch, dass eine flexible, an den
konkreten Gefährdungen orientierte Organisation
des Arbeitsschutzes entscheidend sei. Diese
zentralen Vorschläge wurden in die Neuregelung
übernommen.
Unverzichtbarer Posten
In der Bauwirtschaft können die besonderen
Arbeitsbedingungen dazu führen, dass in vielen
Betrieben weiterhin Sicherheitsbeauftragte erforderlich
sein werden, auch unterhalb der Schwelle.
Die BG Bau unterstützt Unternehmen dabei,
Gefährdungen zu beurteilen und zu entscheiden,
wann Sicherheitsbeauftragte erforderlich sind
und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können.
Maßgeblich bleiben dabei die Regelwerke der
gesetzlichen Unfallversicherung sowie die konkreten
Bedingungen im Betrieb.
8 | Juni 2026
Neues zuerst
Exklusive Partnerschaft mit Gromet
[ MUNK ] Die Munk Günzburger Steigtechnik und der italienische
Arbeitsbühnenspezialist Gromet haben eine exklusive Entwicklungsund
Vertriebspartnerschaft vereinbart. Gemeinsam bringen sie neue
»FlexxLift«-Arbeitsbühnen auf den deutschen und österreichischen Markt –
vom mobilen Push-around bis zur elektrischen Mast- und Scherenbühne.
Auf der Basis der Kooperation entstehen
neue Arbeitsbühnen unter der Produktmarke
»FlexxLift«. Munk vertreibt sie künftig im deutschen
und österreichischen Markt. Das Sortiment reicht
von manuell verfahrbaren Push-around-Bühnen
bis zu elektrischen Mast- und Scherenbühnen. Alle
Produkte gelten als sichere Alternative zur Leiter
und erfüllen die Anforderungen der Technischen
Regeln für Betriebssicherheit (TRBS).
Ferdinand Munk und Massimo Grossele unterzeichneten
den Kooperationsvertrag am 27. Mai am
Stammsitz der Munk Group in Günzburg. Den ersten
gemeinsamen Auftritt absolvieren beide Partner
Anfang Juni 2026 auf der Apex in Maastricht.
Partnerschaft für sichere
Höhenzugänge geschlossen
»Mit Gromet haben wir einen Partner gefunden,
der unsere Ansprüche an Qualität und Innovation
teilt. Gemeinsam heben wir FlexxLift auf das
nächste Level – und geben unseren Kunden
noch mehr Möglichkeiten, sicher in der Höhe
zu arbeiten«, sagt Ferdinand Munk, Inhaber und
Geschäftsführer der Munk Group. Alexander
Werdich, ebenfalls Geschäftsführer, ergänzt:
»›FlexxLift‹ steht für eine sichere Lösung, um einfach
in die Höhe zu gelangen – ob beim Arbeiten
an Maschinen, Gebäuden, Fahrzeugen, mobilen
Geräten oder Beleuchtungssystemen. Mit den
neuen Arbeitsbühnen schließen wir eine echte
Lücke im Markt – für alle, die zwar auf Leitern,
aber nicht auf Flexibilität verzichten wollen.«
Das erweiterte »FlexxLift«-Sortiment richtet
sich an Handwerk, Industrie, Handel und gewerbliche
Vermieter. Ein erstes »FlexxLift«-Modell ist
bereits erfolgreich im Markt platziert, weitere
Produkteinführungen folgen in mehreren Phasen
über die kommenden Monate.
Impulse aus der Praxis
als Grundlage für die Entwicklung
»Munk ist für uns der ideale Partner für den
deutschsprachigen Markt. Munk kennt seine
Kunden und versteht deren Anforderungen –
genau diese Impulse fließen direkt in unsere
Entwicklung ein. So entstehen Produkte, die in
der Praxis funktionieren und echten Mehrwert
schaffen – für Handel, Industrie und am Ende
für jeden, der sicher in der Höhe arbeitet«, erklärt
Gromet-Geschäftsführer Massimo Grossele.
MUNK
Ferdinand Munk (l.) und Massimo Grossele
unterzeichneten den Kooperationsvertrag am
Stammsitz der Munk Group in Günzburg.
Gromet mit Sitz in Bassano del Grappa in Veneto,
Italien, ist seit über 30 Jahren in der Metallverarbeitung
und im Stahlbau tätig. Das 1992
gegründete Familienunternehmen verarbeitet
Stahlblech und Rohre mittels Laserschneiden,
Kanten, Biegen, Umformen, Stanzen, Roboterschweißen
und mechanischer Bearbeitung.
Gromet ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet
für Kunden in unterschiedlichen Industrien in
ganz Europa. Unter der Marke »Axolift« entwickelt
und produziert Gromet Arbeitsbühnen für den
Low-Level-Access-Bereich – von manuellen
Push-around-Bühnen bis zu elektrischen Scheren-
und Mastbühnen. »Axolift« versteht seine
Produkte als sichere, smarte Alternative zur Leiter.
Vertrieben werden sie über ein internationales
Partnernetzwerk.
»Safety Summit« geht in die nächste Runde
[ AST ] Bereits zum vierten Mal wird der »Campus M« der AST Arbeitssicherheit zum Treffpunkt für
Sicherheitsfachleute. Der »Safety Summit« 2026 präsentiert am 15. Juli mit spannenden Vorträgen, Diskussionen
und zahlreichen Infoständen alles Wissenswerte rund um einen rechtssicheren und digitalen Arbeitsschutz.
Im Mittelpunkt des eintägigen Events steht der
»Safety Kongress«, der den Teilnehmenden
wie immer die Chance bietet, die Informationen
AST
Auf dem »Safety Summit« wird u. a. der
smarte Industrieschutzhelm »Guardio
Armet Pro Connected« vorgestellt.
der Referenten durch anschließende Gesprächsrunden
zu vertiefen. Auf der Bühne steht in diesem
Jahr z. B. Prof. Dr. Thomas Wilrich, der am Vormittag
über das Thema spricht: »Paragrafenreiterei versus
Pragmatismus bei der Dokumentation des
Arbeitsschutzes – was fordern Rechtsformalitäten
und was ist wirklich sinnvoll?«
Ebenfalls eine Rolle spielen wird das Thema
künstliche Intelligenz (KI): Frank Hotz von der
Jedermann Verlag GmbH beleuchtet dies in
seinem Vortrag »KI im Arbeitsschutz, KI-Gefährdungsbeurteilung,
was ist möglich und was ist zu
beachten«. Nach der Mittagspause widmet sich
Prof. Dr. Thomas Wilrich dem Thema »10 Big Points
im Arbeitsschutz: Verantwortung und Pflichten«
und berichtet über Verantwortungsumfang und
Grenzfälle. Sich.-Ing. Frank Hotz gibt im Anschluss
Tipps über die Dokumentenerstellung mit KI
und erläutert, wie die künstliche Intelligenz den
Arbeitsschutz verändert. Beide Referenten stehen
bei der anschließenden Podiumsdiskussion
gemeinsam mit AST-Seminarleiter Dipl.-Sich.-
Ing. Matthias Müller auch für Fragen aus dem
Publikum zur Verfügung.
Arbeitssicherheit zum Anfassen
Die AST Arbeitssicherheit präsentiert erstmals
mit einer kleine Messe ihr Angebot an Trainingsgeräten
und digitalen Dienstleistungen.
U. a. können die Besucher die VR-Simulatoren
»Kran« und »PSAgA« testen. Zudem wird der
smarte Industrieschutzhelm »Guardio Armet
Pro Connected« vorgestellt. Informationsstände
gibt es zudem über das Angebot der AST Safety
Academy sowie über die unterschiedlichen E-
Learning-Programme und die digitale »SafetyGo«-
Plattform, die eine einfache Organisation aller
Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsaktivitäten
möglich macht.
Neues zuerst Juni 2026 | 9
Olaf Demuth ist neuer Präsident des HDB
HDB
Olaf Demuth ist der neue
Präsident des HDB.
[ HDB ] Olaf Demuth, Diplom-Bauingenieur
und Vorstand der Zech Group SE in Bremen,
ist einstimmig zum neuen Präsidenten des
Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
(HDB) gewählt worden.
Sein Amtsvorgänger Peter Hübner hat das Amt nach
der Hälfte seiner dritten Amtszeit niedergelegt, um
einen geordneten Übergangs- und Nachfolgeprozess
in die Wege zu leiten. Insgesamt hat er dem Verband
als Präsident zehn Jahre vorgestanden.
»Ich freue mich auf die neue Aufgabe, gleichzeitig
verspüre ich großen Respekt. Denn die Branche steht vor
großen Herausforderungen, wirtschaftlich wie strukturell.
Die Transformation ist bereits im vollen Gange und wir
müssen zusehen, dass wir alle Marktakteure mitnehmen.
In den kommenden Jahren setze ich mich dafür ein, die
sehr fragmentierte Branche enger zusammenzuführen
und das Thema des mittelständischen Unternehmertums
zu stärken. Die großen gesellschaftlichen Aufgaben
wuppen wir nur gemeinsam – im Schulterschluss von
großen Konzernen bis hin zu den kleineren Unternehmen.
Fortschritt gelingt nur mit einer Industriepolitik,
die die gesamte Breite der Branche im Blick hat und
alle Akteure einbindet«, so Olaf Demuth, der nun eine
der zentralen Wirtschaftsbranchen repräsentiert.
Fördermittel für die Nachrüstung von Fahrzeugsicherheitslösungen
BRIGADE
Nachrüstbare Lösungen für
Fahrzeugsicherheit sind förderbar.
[ BRIGADE ELEKTRONIK ] Zwischen 2011 und
2021 ereigneten sich auf deutschen Baustellen
durchschnittlich 118 000 Unfälle pro Jahr.
Im Jahr 2022 gab es laut der deutschen
Baugewerkschaft IG Bau 74 tödliche Unfälle –
mehr als einer pro Woche.
Da große Fahrzeuge in hoher Frequenz über Baustellen
fahren, wenden und rückwärtsfahren, gibt
es zahlreiche Gefahren für Bodenpersonal. Die Wahrscheinlichkeit,
dass tote Winkel vorne, hinten und an
den Seiten zu Kollisionen führen, wird auch dadurch
erhöht, dass viele Arbeiter Gehörschutz tragen und
daher herannahende Fahrzeuge oder sogar akustische
Warnsignale nicht hören können. Geeignete Sicherheitslösungen
sind unerlässlich, um möglichst sichere
Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Für die Nachrüstung
bestehender Fahrzeugflotten können Betreiber
nun Fördermittel in Anspruch nehmen.
Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG
Bau) fördert kamerabasierte Personenerkennungssysteme,
die mit GS-BAU-71 zertifiziert sind, und übernimmt
50 Prozent der Anschaffungskosten pro Maßnahme
bis zu einem Höchstbetrag von 2.500 Euro. Brigade
hat hierfür drei verschiedene Sets zusammengestellt.
Auch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft
und Gartenbau (SVLFG) bietet Fördermittel
an. Die Förderung beträgt maximal 600 Euro.
Fachseminare rund um Arbeitsschutz und Umwelttechnik im Baugewerbe
[ BZB ] Die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Umweltvorschriften auf
Baustellen erfordert von Betrieben kontinuierlich nachgewiesene Fach- und
Sachkunden. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) führen hierzu
fortlaufend spezialisierte Seminare durch, die gesetzlich vorgeschriebene
Qualifikationen für den Baustellenalltag vermitteln. Der Fokus liegt dabei auf
dem fachgerechten und sicheren Umgang mit Gefahrstoffen.
Angeboten wird beispielsweise ein Seminar
zum Thema Asbest, das sich auf Abbruch.
Sanierung und Instandsetzung fokussiert. Die
Veranstaltung vermittelt umfassende Sachkunde
Für das zweite Halbjahr ab Juli 2026
bietet die BZB zahlreiche Seminare an.
BZB
für die Leitung und Aufsicht von ASI-Arbeiten
an allen Asbestprodukten im schwach und
fest gebundenen Bereich. Ohne diesen großen
Sachkundenachweis dürfen weitreichende Sanierungsarbeiten
an asbesthaltigen Bauwerken
nicht eigenständig geleitet werden. Außerdem
finden Lehrgänge rund um »ASI-Arbeiten an
Asbestzementprodukten sowie geringen Umfangs
an schwach gebundenem Asbest« statt:
Diese umfassen den Erwerb der Sachkunde für
spezifische, zeitlich und im Umfang begrenzte
Tätigkeiten an asbestbelasteten Bauteilen. Die
Schulung konzentriert sich auf standardisierte
Arbeitsverfahren, den korrekten Einsatz von
Persönlicher Schutzausrüstung sowie die vorschriftsmäßige
Baustelleneinrichtung.
Gesetzliche Vorgaben erfüllen
Die BZB bieten außerdem Asbest-Fortbildungslehrgänge
gemäß TRGS 519 Nr. 2.7 Anlage 5
für Sachkundige nach Anlage 3 und 4 an. Durch
die rechtzeitige Teilnahme erneuern Sachkundige
ihre Fachkunde sowie den erforderlichen Nachweis
für ASI-Arbeiten. Auch eine Schulung zur
fachgerechten Gebäudeschadstoffsanierung
gehört zum Fortbildungsportfolio: Der Fokus
liegt hier auf Sicherheit und Gesundheitsschutz
bei der Sanierung von baulichen Anlagen mit
Schadstoffbelastung wie PCB, PCP oder PAK.
Ebenso findet das Thema Brandschadensanierung
Beachtung: Teilnehmende erlangen
Kenntnisse über den sicheren Umgang mit
spezifischen Gefahrstoffen und Brandrückständen
bei der Sanierung von Brandstellen.
Die Qualifizierung ist gesetzlich vorausgesetzt,
um Brandschadensanierungen vorzunehmen.
Fachseminare und Lehrgänge rund um Schimmelpilzbeseitigung
und Bautrocknung sowie den
Umgang mit künstlichen Mineralfasern runden
das Angebot ab.
10 | Juni 2026
Themenschwerpunkt
Neues zuerst
Seit 50 Jahren bewährt: Gore-Tex feiert Jubiläum
[ GORE-TEX ] W. L. Gore & Associates, Gründer der Marke Gore-Tex, feiert
50 Jahre Produktinnovation und Leadership im Bereich Funktionstextilien. Seit
Einführung des Materials im »Light Dimension«-Zelt von Early Winters im Jahr
1976 hat Gore sein Produktportfolio weltweit zu einer bewährten Lösung für
Bekleidung, Schuhe und Handschuhe weiterentwickelt. W. L. Gore & Associates
ist ein globales Unternehmen aus dem Bereich der Materialwissenschaften,
das sich zum Ziel setzt, Industrien und Leben zu verbessern. Mit rund
13 000 Mitarbeitenden generiert Gore einen Jahresumsatz von 5 Mrd. US-Dollar.
Mit diesem Meilenstein würdigt das Unternehmen
nicht nur seine legendäre Innovationskraft,
sondern stellt auch die Weichen für
die Zukunft. Seit Bob Gores Entdeckung eines
leichten, mikroporösen Materials im Jahr 1969
wurde die »Gore-Tex«-Produkttechnologie aufgrund
wissenschaftsbasierter Forschung stets
weiterentwickelt und hat sich seit der Erfindung zu
einer der erfolgreichsten Materialplattformen für
Funktionstextilien gewandelt. Diese Entwicklung
setzt sich bis heute fort: durch kontinuierliche
Innovation und das Engagement für verantwortungsvolle
Performance, in der Überzeugung, dass
Performance, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit
Hand in Hand gehen müssen. Dieser Ansatz erstreckt
sich auf die gesamte Gore-Fabrics-Division.
Sie umfasst die Bereiche Outdoor, Arbeitssicherheit
und Verteidigung, wo zuverlässiger Schutz
von entscheidender Bedeutung ist.
»Seit fünf Jahrzehnten ermöglichen ›Gore-
Tex‹-Produkte Menschen, unter härtesten Bedingungen
Höchstleistungen zu erbringen«,
so Michelle Augustine, Gore Fabrics Business
Leader. »Auf dieser Grundlage setzen wir weiterhin
auf Innovationen, die unseren Partnern helfen,
veränderten Anforderungen gerecht zu werden
und gleichzeitig für die Zukunft das Thema verantwortungsvolle
Performance voranzutreiben.«
Nachhaltig durch Langlebigkeit
Langlebigkeit und Haltbarkeit stehen bei Gore
schon seit langem im Fokus und rücken immer
mehr in den Vordergrund. Das Unternehmen setzt
auf die Entwicklung langlebiger Produkte, um
den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, ohne
die Performance zu beeinträchtigen. Parallel dazu
arbeitet Gore mit mehr als 45 Stakeholdern und
dem Sport- und Outdoor-Forschungszentrum der
Mid Sweden University zusammen, um einen
globalen Standard für die Langlebigkeit von
Outdoor-Bekleidung zu entwickeln. Daher steht
auch die Thematik »Innovation« im Mittelpunkt
des Gore-Fabrics-Business. Auf Basis materialwissenschaftlicher
Erkenntnisse der neuesten
GORE-TEX
Die »Pyrad«-Materialien bieten
wasserdichte, winddichte, atmungsaktive
und langlebige Performance.
Generation setzt sich Gore immer wieder zum
Ziel, neue Technologien zu entwickeln, darunter
die Membran aus expandiertem Polyethylen
(ePE) und die »Pyrad«-Materialien von »Gore-
Tex Labs«, die eine wasserdichte, winddichte,
atmungsaktive und langlebige Performance bieten.
Darüber hinaus setzt Gore auf Innovation bei der
Herstellung seiner Materialien, etwa durch die
Umstellung der Produktionsstätten auf 100 Prozent
Strom aus erneuerbaren Energien und die
Verringerung der Umweltbelastung durch den
Einsatz erneuerbarer Energien, recycelter und
umweltfreundlicher Materialien sowie verantwortungsvolle
Herstellungsprozesse.
Anlässlich des Jubiläums hat Gore eine multimediale-Darstellung
mit historischer Timeline,
Archivvideos und Bildern veröffentlicht, die über
den Archivkanal der Marke verfügbar ist.
Erstplatzierter beim Deutschen Baupreis 2026
[ HTRIUS ] Das Unternehmen aus Horb am Neckar ist beim Deutschen
Baupreis 2026 mit dem 1. Preis in der Sonderkategorie »Arbeitssicherheit
& Gesundheitsschutz« ausgezeichnet worden. Veranstaltet
wird er vom Bauverlag gemeinsam mit der Bergischen Universität
Wuppertal. Insgesamt werden Preise in acht Kategorien vergeben.
Mit dem Preis würdigt die Jury den Beitrag von
hTrius zu mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz
in der Bauwirtschaft. Im Mittelpunkt steht
das Exoskelett »BionicBack«, das Beschäftigte
bei belastenden Hebe- und Beugebewegungen
unterstützt und dazu beiträgt, körperliche Belastungen
im Arbeitsalltag zu reduzieren. Überreicht
wurde die Auszeichnung von Prof. Dr.-Ing. Marco
Einhaus von der BG Bau.
Für hTtrius unterstreicht der Preis die Relevanz
praxisnaher Lösungen für mehr Gesundheit
und Sicherheit am Arbeitsplatz. Gründer und
Geschäftsführer Dominik Heinzelmann sagt:
»Unsere Systeme werden tagtäglich eingesetzt.
Dass wir diesen Preis erhalten und ihn von der
BG Bau überreicht bekommen, ist für uns eine
besondere Bestätigung. Es zeigt, wie wichtig
praxisnahe Lösungen für gesündere Arbeitsplätze
in der Bauwirtschaft sind. Wir werden
unseren Weg konsequent weitergehen, damit
Arbeitsplätze gesünder werden und langfristig
zukunftsfähig bleiben.«
Wichtiger Meilenstein
Die Auszeichnung ist für das Unternehmen
»ein bedeutender Meilenstein und zugleich ein
starkes Signal an die Branche«: Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz seien demnach keine
Nebenthemen, sondern zentrale Zukunftsfaktoren
für leistungsfähige, attraktive und nachhaltige
Arbeitsplätze im Bauwesen. Gerade
in einem Umfeld, das von hoher körperlicher
Belastung, Fachkräftemangel und wachsendem
Effizienzdruck geprägt ist, gewinnen Lösungen
Dominik Heinzelmann und Jonas Haag
freuen sich über den Gewinn des
Deutschen Baupreises.
an Bedeutung, die Mitarbeitende im Arbeitsalltag
konkret entlasten. Die Auszeichnung unterstreiche
außerdem den eigenen Anspruch, Innovationen
nicht nur technologisch zu entwickeln, sondern
konsequent an den realen Anforderungen auf
Baustellen auszurichten. Ziel ist es, Unternehmen
dabei zu unterstützen, Gesundheitsschutz
wirksam in den Arbeitsalltag zu integrieren und
körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten langfristig
ergonomischer zu gestalten.
BAUVERLAG BV
Themenschwerpunkt
Neues zuerst Juni 2026 | 11
Die vielseitig einsetzbare Kollektion
»Kübler Reforce« erfüllt die im
Markt gestiegenen Erwartungen an
Langlebigkeit und Reparierbarkeit
bei bestmöglichem Tragekomfort.
Ein Grund zur Freude:
Kübler feiert 70-jähriges Bestehen
Neben den Abteilungen
für Produktentwicklung
beschäftigt Kübler am
Standort in Plüderhausen
hochqualifizierte Näherinnen.
[ KÜBLER ] »70 Jahre geballte Workwear-Kompetenz«: Unter diesem Claim feiert das
Familienunternehmen mit Stammsitz in Plüderhausen in diesem Jahr einen besonderen
Meilenstein. Bereits seit der Gründung durch den gelernten Textilkaufmann Paul H. Kübler
im Jahr 1956 produziert Kübler Berufsbekleidung – zunächst beschränkt auf Anzüge,
Latzhosen und Mäntel sowie Sicherheitsbekleidung für Straßenunterhaltungspersonal.
Heute umfasst das Portfolio eine breite Auswahl an Arbeits- und Schutzkleidung, Warnund
Wetterkleidung, Shirts sowie Mietberufsbekleidung. Anlässlich des Jubiläums hat die
Redaktion der bauSICHERHEIT außerdem mit Daniel Pusch, Prokurist und Bereichsleiter
Brand Management, über die Geschichte des Unternehmens, Trends in der Workwear-
Branche sowie Zukunftspläne gesprochen.
KÜBLER (3)
Dass Kübler seit vielen Jahren eine wichtige Position
im deutschen Markt einnimmt, beruht nicht
nur auf der technischen Kompetenz bei Arbeits- und
Schutzbekleidung, sondern auch auf dem Austausch
mit Fachhandelspartnern und Endkunden. So gelingt
es dem Unternehmen, geänderte Anforderungen an
Funktion, Strapazierfähigkeit und Design in praxisgerechte
Bekleidungslösungen umzusetzen. »Wir nutzen
Innovation gezielt dort, wo sie dem Anwender echten
Mehrwert bietet«, benennt CEO Richard Scheiner
einen wichtigen Aspekt in der Produktentwicklung.
Die aktuellen Trends im Markt bildet u. a. die jüngst
eingeführte Kollektion »Kübler Reforce« ab. Mit ihrem
nachhaltigen Gewebe, dem Einsatz industriewäscheoptimierter
Materialien und ihrer neu gedachten Bekleidungskonstruktion
erfüllt sie die im Markt gestiegenen
12 | Juni 2026
Im Blickpunkt
IM BLICKPUNKT
die Einkauf, Produktion und Nachhaltigkeit verantwortet.
Verantwortungsvolle Produktion entstehe nicht durch
bloße Zusagen, sondern durch konsequentes Handeln,
ehrliche Bewertung des eigenen Status quo und die
enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Fair Wear
verstehe man dabei als partnerschaftlichen Rahmen,
der kontinuierliche Weiterentwicklung einfordere und
fördere, so Janßen.
Erwartungen an Langlebigkeit und Reparierbarkeit
bei bestmöglichem Tragekomfort. Am Puls der Zeit
ist Kübler auch mit seinen hochfunktionalen Stretch-
Kollektionen, die den Trägern hohe Bewegungsfreiheit
ermöglichen. Zeichen in Sachen Tragekomfort setzen
auch die Multinorm- und Wetterschutz-Linien: Sie
erzielen die gleich hohe Schutzwirkung unter Einsatz
leichterer Gewebe.
Der Verantwortung bewusst
Alle Produktlinien werden am Stammsitz in Plüderhausen
von interdisziplinären Teams entwickelt. Neben
den Abteilungen für Produktentwicklung beschäftigt
Kübler dort hochqualifizierte Näherinnen. Davon profitieren
Handelspartner und Endkunden in mehrfacher
Hinsicht, etwa bei Programmergänzungen, anspruchsvollen
Muster- und Sonderanfertigungen sowie bei
der Fertigung von Bekleidungsteilen in Randgrößen.
Die größeren Stückzahlen lässt Kübler überwiegend
in Laos, Vietnam und Armenien fertigen. Damit setzt
das Unternehmen auf langjährige, leistungsfähige
Konfektionspartner mit klar definierten Qualitäts- und
Sozialstandards.
Nicht nur in Plüderhausen, sondern entlang der
gesamten Lieferkette verfolgt Kübler einen nachhaltigen
Anspruch. Alle Produktionsstätten sind auditiert.
Dadurch ist die komplette Wertschöpfungskette
transparent nachvollziehbar. Mit dem Beitritt zur »Fair
Wear Foundation« bekennt sich Kübler klar zur Verantwortung
für die Menschen hinter den Produkten.
»Die Mitgliedschaft in der ›Fair Wear Foundation‹ ist
ein klares Statement für faire Arbeitsbedingungen,
Transparenz und kontinuierliche Verbesserung entlang
unserer gesamten Lieferkette«, erklärt Kerstin Janßen,
Wissenstransfer im PSA-Bereich
Groß ist außerdem das Engagement für den Wissenstransfer
im PSA-Bereich. Dafür ist vor einigen
Jahren eigens der »Kübler Campus« ins Leben gerufen
worden, der viel Zuspruch bei Fachhandelspartnern
und Sicherheitsfachkräften findet. Im Rahmen von
Seminaren vermittelt Kübler umfassendes Know-how
rund um den Einsatz von PSA, angefangen bei den
gesetzlichen Pflichten gemäß neuesten Verordnungen,
Haftungsrisiken, Normvorgaben für die verschiedenen
Gefährdungsbereiche sowie Veredelung und Instandhaltung
von Schutzbekleidung. Die PSA-Seminare sind
vom deutschlandweit größten Verband für Sicherheit,
Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit, VDSI,
mit Weiterbildungspunkten bewertet.
Auch künftig will sich Kübler auf seine Kernkompetenz
in der Entwicklung und dem Vertrieb hochwertiger
Arbeits- und Schutzbekleidung konzentrieren. Damit
verbunden ist die klare Fokussierung auf die Vertriebsbereiche
Fachhandel und Mietberufsbekleidung. »Die
enge Partnerschaft mit dem technischen Fachhandel
ist seit jeher eine zentrale Säule unseres Erfolgs im
Markt«, erklärt CEO Richard Scheiner. Daneben hat
sich die Sparte der Mietberufsbekleidung in den letzten
Jahren zu einem wichtigen Absatzkanal entwickelt. In
dieser Konstellation sieht Scheiner das Familienunternehmen
gut aufgestellt »für gesundes, nachhaltiges
Wachstum getragen von Qualität, Innovation und
Verlässlichkeit«.
Gut zu
wissen
Kübler vermittelt umfassendes
Know-how rund um den Einsatz von
PSA, angefangen bei den gesetzlichen
Pflichten gemäß neuesten
Verordnungen, Normvorgaben für
die verschiedenen Gefährdungsbereiche
sowie Veredelung und Instandhaltung
von Schutzbekleidung.
In Plüderhausen finden im
Rahmen des »Kübler Campus«
regelmäßig Seminare rund um
den Einsatz von Persönlicher
Schutzausrüstung statt.
Im Blickpunkt
Juni 2026 | 13
INTERVIEW
bauSICHERHEIT: Kübler
blickt nunmehr auf 70 Jahre
Geschichte zurück. Welche
Meilensteine haben die Entwicklung
am stärksten ge-
Jessy von Berg
prägt? Gibt es z. B. Produkte oder Innovationen,
die einen Wendepunkt darstellten?
Daniel Pusch
Prokurist und Bereichsleiter Brand Management
Wenn wir beim nächsten großen Jubiläum sagen können,
dass Kübler weiterhin Menschen begeistert, die täglich
hart arbeiten, dann haben wir vieles richtig gemacht.
Daniel Pusch: 70 Jahre Kübler bedeuten vor
allem eines: kontinuierliche Weiterentwicklung mit
einem klaren Fokus auf die Menschen, die unsere
Kleidung täglich tragen. Seit der Gründung im
Jahr 1956 hat sich Kübler vom klassischen
Hersteller von Berufsbekleidung zu einem der
führenden Anbieter von moderner Workwear
und Persönlicher Schutzausrüstung entwickelt.
Ein wichtiger Meilenstein war sicherlich
der Wandel von reiner Arbeitskleidung hin zu
funktionaler, ergonomischer und designorientierter
Workwear. Kollektionen wie »Pulsschlag«,
»Kübler Activiq« , »Kübler Bodyforce« oder die
neuesteKollektion »Kübler Reforce« zeigen,
dass Arbeitskleidung sowohl Robustheit und
Sicherheit als auch Komfort, Bewegungsfreiheit
und modernes Design bieten kann. Auch im
PSA-Bereich haben wir wichtige Entwicklungsschritte
gemacht – beispielsweise mit unseren
Multinorm-, Warnschutz- und Wetterschutzkollektionen.
Dabei war und ist es immer unser
Anspruch, Innovation gezielt dort einzusetzen,
wo sie dem Anwender echten Mehrwert bringt.
Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor ist
unsere enge Zusammenarbeit mit Anwendern,
Fachhändlern und Industriepartnern. Viele Innovationen
entstehen direkt aus den Anforderungen
des Arbeitsalltags heraus – ganz nach unserem
Motto »Inspired by your job«.
bauSICHERHEIT: Welche Werte aus den
Anfangsjahren prägen Kübler noch heute?
Daniel Pusch: Trotz aller Veränderungen sind
viele Werte aus den Anfangsjahren bis heute
tief in unserer Unternehmenskultur verankert.
Dazu gehören vor allem Verlässlichkeit, Bodenständigkeit,
Partnerschaftlichkeit und ein
hoher Qualitätsanspruch. Kübler ist ein mittelständisches
Unternehmen mit starken Wurzeln
in Baden-Württemberg. Diese Nähe zur Praxis
und zu unseren Kunden prägt uns bis heute.
Unser Bestreben ist es, Lösungen zu schaffen,
die den Arbeitsalltag wirklich verbessern.
Hinzu kommt unser Verständnis von langfristigen
Partnerschaften – sowohl mit unseren
Fachhandelspartnern als auch mit Mitarbeitern,
Lieferanten und Kunden. Viele dieser Beziehungen
bestehen seit Jahrzehnten. Gerade in einer
schnelllebigen Zeit ist diese Verlässlichkeit ein
wichtiger Bestandteil unserer Identität.
bauSICHERHEIT: Über die Jahre hinweg
durchläuft natürlich nicht nur das Unternehmen
an sich zahlreiche Entwicklungsschritte. Auch
die Produkte selbst unterliegen dem Wandel
der Zeit. Wie haben sich die Anforderungen an
Workwear und PSA in den vergangenen Jahrzehnten
verändert – insbesondere im Hinblick
auf Sicherheit, Komfort und Funktionalität?
Daniel Pusch: Die Anforderungen an Workwear
und PSA haben sich in den vergangenen
Jahrzehnten enorm verändert. Früher standen
vor allem Robustheit und Schutzfunktion im
Vordergrund. Heute erwarten Anwender deutlich
mehr. Moderne Workwear muss sicher,
komfortabel, ergonomisch und gleichzeitig
optisch ansprechend sein. Themen wie Bewegungsfreiheit,
Atmungsaktivität, geringes
Gewicht oder Stretchmaterialien spielen heute
eine wesentlich größere Rolle als noch vor einigen
Jahren. Auch die Anforderungen an PSA
steigen kontinuierlich. Schutzkleidung soll heute
maximale Schutzwirkung bieten, gleichzeitig
aber leichter, komfortabler und alltagstauglicher
werden. Genau darin liegt eine der größten
Herausforderungen für unsere Branche.
Hinzu kommen Aspekte wie Nachhaltigkeit,
Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Kunden
achten zunehmend darauf, wie Produkte hergestellt
werden und wie lange sie genutzt
werden können. Deshalb entwickeln wir unsere
Kollektionen gezielt mit Blick auf hohe Qualität
und lange Lebensdauer.
bauSICHERHEIT: In diesem Zusammenhang:
Welche Trends werden die Entwicklung von
PSA und Workwear in Zukunft bestimmen, und
wo sehen Sie die größten Chancen für weitere
Innovationen?
Daniel Pusch: Wir sehen mehrere große
Entwicklungstrends. Einer der wichtigsten ist
sicherlich die Verbindung von Schutz, Komfort
und Nachhaltigkeit. Anwender möchten
heute Produkte, die leistungsfähig sind und
gleichzeitig ressourcenschonend produziert
werden. Ein weiterer Trend ist die zunehmende
Funktionalisierung von Workwear. Leichtere
Materialien, intelligente Gewebekonstruktionen,
ergonomische Schnitte und flexible Stretch-
Komponenten werden weiter an Bedeutung
gewinnen. Auch die Individualisierung wird
ein wichtiges Thema bleiben. Unternehmen
möchten Bekleidungslösungen, die exakt zu
ihren Anforderungen, ihrer Corporate Identity
und ihren Arbeitsprozessen passen.
Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial
im Bereich smarter Technologien und digitaler
Prozesse – beispielsweise bei vernetzten
Textilien, intelligentem Temperaturmanagement
oder digitalen Services entlang des gesamten
Beschaffungsprozesses. Entscheidend
wird aber weiterhin sein, Innovation nicht als
Selbstzweck zu verstehen. Neue Technologien
müssen den Arbeitsalltag tatsächlich einfacher,
sicherer oder komfortabler machen.
bauSICHERHEIT: Natürlich ist ein Jubiläum
der beste Moment, um nicht nur auf die Vergangenheit
des Unternehmens sondern auch auf
die Zukunft zu blicken. Wenn Sie also auf die
nächsten zehn Jahre schauen: Wo soll Kübler
stehen? Welche langfristigen Ziele haben Sie
beispielsweise für das Unternehmen? Oder
anders gefragt: Was wünschen Sie sich, wenn
das nächste große Jubiläum gefeiert wird?
Daniel Pusch: Unser Ziel ist es, Kübler als
starke, innovative und verlässliche Marke für
Workwear und PSA weiter auszubauen – national
wie international. Dabei möchten wir
weiterhin nah an unseren Kunden und Partnern
bleiben und unsere Kernkompetenz konsequent
weiterentwickeln.
Für die kommenden Jahre sehen wir großes
Potenzial in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung
und intelligente Produktentwicklung.
Gleichzeitig wollen wir unsere Position als einer
der führenden Hersteller moderner Workwear
weiter stärken. Besonders wichtig ist uns dabei,
dass Kübler auch in Zukunft seine Identität bewahrt:
als bodenständige, verlässliche Marke
mit klaren Werten, hoher Innovationskraft und
echter Nähe zur Praxis.
Wenn wir beim nächsten großen Jubiläum
sagen können, dass Kübler weiterhin Menschen
begeistert, die täglich hart arbeiten, dann haben
wir vieles richtig gemacht.
14 | Juni 2026
Im Blickpunkt
TOP-THEMA
Arbeitsschutz im Sommer
Workwear
UV-Schutz
Hautschutz
ADOBE STOCK
Im Blickpunkt
Juni 2026 | 15
INTERVIEW
UV-Strahlung und
Hitze gehören nach
Ansicht von Carhartt
heute zu den zentralen
Gesundheitsthemen
bei Arbeiten im Freien.
»Die langfristigen Folgen
von UV-Strahlung werden
noch immer unterschätzt«
[ CARHARTT ] Menschen, die im Baugewerbe, im Garten- und Landschaftsbetrieb oder in der Agrarwirtschaft
arbeiten, sind deutlich häufiger UV-Strahlung ausgesetzt als Beschäftigte in Innenräumen. UV-Strahlen
können Hautschäden verursachen und langfristig das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Neben den bekannten
Sonnenschutzmitteln wie Sonnencreme übernimmt allerdings auch die Kleidung eine wichtige Schutzfunktion
– vorausgesetzt, Materialien, Verarbeitung und Trageeigenschaften sind auf die Anforderungen im Arbeitsalltag
abgestimmt. Als Hersteller von Arbeitskleidung für genau diese Berufsgruppen beschäftigt sich Carhartt seit
über 135 Jahren mit den Anforderungen an robuste und funktionale Workwear und weiß, wie sich wirksamer
Sonnenschutz mit Tragekomfort und Praxistauglichkeit verbinden lässt. Die Redaktion der bauSICHERHEIT
hat bei Lisa Meissner, Jr. PR & Communication Manager EMEA/PAC bei Carhartt, einmal genauer nachgefragt.
bauSICHERHEIT: Inzwischen
ist sicherlich jedem zu
Ohren gekommen, dass die
Belastung durch Hitze und
Jessy von Berg
UV-Strahlung kontinuierlich
ansteigt, und der eine oder andere hat es sicher
auch schon am eigenen Leib bemerkt – gerade
bei Arbeiten im Freien oder körperlich anstrengenden
Tätigkeiten. Welche Bedeutung haben
UV-Strahlung und Hitzebelastung aus Ihrer Sicht
heute für die Arbeitssicherheit auf Baustellen?
Lisa Meissner: Aus unserer Sicht gehört
UV-Strahlung und Hitze heute zu den zentralen
Gesundheitsthemen bei Arbeiten im Freien.
Dabei geht es nicht nur um akute Belastungen
wie Erschöpfung, Konzentrationsverlust oder
Dehydrierung, sondern auch um langfristige
gesundheitliche Risiken wie Hautschäden und
Hautkrebs. Ebenso beeinflussen hohe Temperaturen
die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden.
Deshalb sollte Hitzeschutz heute genauso
selbstverständlich mitgedacht werden wie klassische
Sicherheitsaspekte. Neben organisatorischen
Maßnahmen spielen dabei auch geeignete
Materialien und Bekleidung eine wichtige
Rolle, um Beschäftigte bei ihrer täglichen Arbeit
zu unterstützen
bauSICHERHEIT: Beobachten Sie aufgrund
des Klimawandels Veränderungen im PSA- und
Workwear-Sektor? Ist beispielsweise die Nachfrage
nach UV- und Hitzeschutzkleidung angestiegen?
Lisa Meissner: Wir beobachten, dass Themen
wie UV-Schutz, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsmanagement
in den vergangenen Jahren
deutlich stärker in den Fokus gerückt sind. Viele
Unternehmen beschäftigen sich heute intensiver
mit der Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden
bei steigenden Temperaturen unterstützen können.
Gleichzeitig hat sich auch das Bewusstsein
aufseiten der Beschäftigten verändert. Eigenschaften
wie Sonnenschutz, schnelltrocknende
Materialien oder ein angenehmes Körperklima
werden häufiger nachgefragt als noch
vor einigen Jahren. Das zeigt sich auch in der
wachsenden Bedeutung entsprechender Produktkategorien
innerhalb moderner Workwear-
Kollektionen.
bauSICHERHEIT: Welche gesundheitlichen
Risiken werden im Baustellenalltag aus Ihrer
Sicht noch immer unterschätzt? Hat sich das Bewusstsein
in dieser Hinsicht in den vergangenen
Jahren verändert?
Lisa Meissner: Besonders die langfristigen
Folgen von UV-Strahlung werden im Arbeitsalltag
noch häufig unterschätzt. Viele Menschen
gehen davon aus, dass Kleidung grundsätzlich
ausreichend vor Sonne schützt. Tatsächlich variiert
die Schutzwirkung jedoch je nach Material,
Gewebekonstruktion und Verarbeitung erheblich.
Ein einfaches Baumwoll-T-Shirt kann beispielsweise
nur einen vergleichsweise geringen
UV-Schutz bieten. Wer regelmäßig und über
viele Stunden im Freien arbeitet, sollte deshalb
gezielt auf Bekleidung mit ausgewiesenem UV-
Schutz achten. Positiv ist, dass das Thema heute
deutlich präsenter ist als noch vor einigen Jahren.
Die Anerkennung bestimmter Formen von
Hautkrebs als Berufskrankheit hat zusätzlich
dazu beigetragen, Aufmerksamkeit zu schaffen.
Dennoch sehen wir weiterhin Potenzial, das Bewusstsein
für präventive Maßnahmen zu stärken
– sowohl auf Unternehmensseite als auch bei
den Beschäftigten selbst.
bauSICHERHEIT: Carhartt gehört schon
seit Langem zu den festen Größen im Bereich
Arbeitskleidung. Das umfangreiche Portfolio
deckt eine Vielzahl an Anforderungen
ab – darunter auch die »Carhartt Force Sun
Defender«-Kollektion. Wo liegen die größten
16 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Lisa Meissner
Jr. PR & Communication Manager EMEA/PAC
Hitzeschutz muss heute genauso
selbstverständlich mitgedacht werden
wie klassische Sicherheitsaspekte.
Herausforderungen bei der Entwicklung von
Bekleidung für heiße Arbeitstage?
Lisa Meissner: Die größte Herausforderung
besteht darin, unterschiedliche Anforderungen
miteinander zu verbinden. Arbeitskleidung muss
robust und langlebig sein, gleichzeitig aber auch
leicht, komfortabel und für hohe Temperaturen
geeignet bleiben. Gerade im professionellen
Umfeld reicht es nicht aus, lediglich ein leichtes
Material einzusetzen. Die Bekleidung muss
weiterhin den Belastungen des Arbeitsalltags
standhalten, Bewegungsfreiheit ermöglichen
und ihre Funktion auch nach häufigem Tragen
und Waschen beibehalten. Die Entwicklung besteht
daher immer darin, Schutz, Komfort und
Strapazierfähigkeit in ein ausgewogenes Verhältnis
zu bringen.
bauSICHERHEIT: Die »Sun-Defender«-Produkte
verfügen über einen UV-Schutz von UPF
40+. Welche Anforderungen müssen Materialien
erfüllen, um diesen Schutz dauerhaft zu gewährleisten
– auch nach häufigem Waschen und
intensiver Nutzung auf der Baustelle?
Lisa Meissner: Der UV-Schutz eines Textils
hängt von mehreren Faktoren ab: Entscheidend
sind u. a. die verwendeten Fasern, die Gewebekonstruktion,
das Stoffgewicht, die Farbe sowie
zusätzliche textile Technologien. Synthetische
Fasern wie Polyester sind beispielsweise gegenüber
UV-Strahlung stabiler als Baumwolle und
können einen Teil der Strahlung absorbieren
oder streuen. Gleichzeitig lassen dichter gestrickte
oder gewebte Materialien weniger UV-
Strahlung durch als locker strukturierte Stoffe.
Auch dunklere oder stärker pigmentierte Stoffe
können die Schutzwirkung erhöhen.
Bei den »Sun-Defender«-Produkten wird der
UV-Schutz durch das gezielte Zusammenspiel
dieser Faktoren erreicht. Das »Sun-Defender«-
Langarm-T-Shirt beispielsweise nutzt ein dichtes
Interlock-Gewebe aus 100 Prozent Polyester.
Durch die spezielle Strickkonstruktion werden
die Zwischenräume im Material reduziert, wodurch
weniger UV-Strahlung durch den Stoff
dringen kann. In Kombination mit der »Sun Defender«-Technologie
erreicht das Produkt einen
UV-Schutzfaktor von UPF 40+ und blockiert damit
mindestens 97,5 Prozent der UV-Strahlung.
Entscheidend ist dabei, dass der Schutz nicht
nur unter Laborbedingungen funktioniert. Arbeitskleidung
ist im Alltag Schweiß, Bewegung,
Abrieb und regelmäßigen Waschzyklen ausgesetzt.
Deshalb entwickeln wir unsere Produkte
so, dass Schutzfunktion, Tragekomfort und Strapazierfähigkeit
dauerhaft zusammenspielen und
auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen
erhalten bleiben.
bauSICHERHEIT: Welche Technologien oder
Materialinnovationen kommen derzeit bei Carhartt
zum Einsatz, um die Belastung durch Hitze
zu reduzieren? Gibt es beispielsweise neue Entwicklungen
im Bereich kühlender Textilien oder
anderer Faktoren?
Lisa Meissner: Ein wichtiger Ansatz ist
das Feuchtigkeitsmanagement. Die »Carhartt
ForceFastDry«-Technologie unterstützt beispielsweise
dabei, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten
und ein schnelles Trocknen des Materials
zu ermöglichen. Dadurch kann sich das Tragegefühl
insbesondere bei körperlich anspruchsvollen
Tätigkeiten verbessern. Darüber hinaus
spielen Materialauswahl und Konstruktion eine
zentrale Rolle. Leichte Gewebe, atmungsaktive
Strukturen und Bewegungsfreiheit durch Technologien
wie »Rugged Flex« tragen dazu bei, den
Tragekomfort auch bei höheren Temperaturen zu
unterstützen.
bauSICHERHEIT: Wagen wir einen Blick in
die berühmte »Glaskugel«: Welche Entwicklungen
erwarten Sie in den kommenden fünf bis
zehn Jahren im Bereich UV- und Hitzeschutz?
Welche Innovationen könnten den Markt für
Workwear und PSA z. B. besonders prägen?
CARHARTT (3)
Lisa Meissner: Wir gehen davon aus, dass
UV- und Hitzeschutz künftig noch stärker zu
einem festen Bestandteil moderner Work-
wear werden. Während solche Funktionen heute
häufig als zusätzliche Eigenschaft wahrgenommen
werden, könnten sie künftig zunehmend
zum Standard werden. Außerdem erwarten wir
eine weitere Entwicklung bei Materialtechnologien,
die Schutz, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit
noch besser miteinander verbinden.
Gleichzeitig wird die Nachfrage nach
multifunktionalen Produkten steigen, die unterschiedliche
Anforderungen – etwa Sonnenschutz,
Feuchtigkeitsmanagement und Strapazierfähigkeit
– in einem Kleidungsstück vereinen.
Ein weiterer Trend dürfte die stärkere Sensibilisierung
für Prävention sein. Unternehmen werden
Gesundheitsschutz zunehmend ganzheitlich
betrachten und dabei auch Bekleidung stärker in
ihre Schutzkonzepte einbeziehen.
bauSICHERHEIT: Zum Abschluss: Wenn Sie
Bauunternehmen nur drei Empfehlungen zum
Schutz ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf UV-
Strahlung und Hitze mitgeben könnten, welche
wären das?
Lisa Meissner: Ich würde empfehlen, Schutzmaßnahmen
zu kombinieren. Kein einzelner
Schutzmechanismus reicht aus. Die Kombination
aus geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme
und organisatorischen Maßnahmen
bietet den besten Schutz. Wo möglich, sollten
außerdem besonders belastende Tätigkeiten in
die kühleren Morgenstunden verlegt und ausreichend
Pausen eingeplant werden. Geeignete
Workwear ist ebenfalls ein wichtiger Faktor:
Bekleidung sollte nicht nur robust sein, sondern
auch Eigenschaften wie UV-Schutz, Atmungsaktivität
und effektives Feuchtigkeitsmanagement
bieten. Gerade bei regelmäßiger Arbeit im Freien
kann sie einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden
der Beschäftigten leisten.
Bei den »Sun-Defender«-
Produkten wird der UV-
Schutz durch das gezielte
Zusammenspiel von
Fasern,Gewebekonstruktion,
Stoffgewicht, Farbe
und zusätzlichen textilen
Technologien erzielt.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Ob auf der Baustelle
Shorts getragen werden
dürfen, richtet sich nach
der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung.
MEWA (2)
Sicher arbeiten bei Hitze
mit geeigneter Workwear
[ MEWA ] Wenn die Temperaturen
steigen und die Sonne vom
Himmel brennt, wird körperliche
Arbeit im Freien zur besonderen
Herausforderung. Gerade im
Bauhandwerk sind Beschäftigte
häufig über Stunden direkter
Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
Umso wichtiger ist eine durchdachte
Ausstattung, die vor Hitze sowie
Sonneneinstrahlung schützt und
zudem die Arbeitssicherheit
gewährleistet. Mewa unterstützt
Unternehmen bei der Auswahl eines
geeigneten Sommer-Outfits und
übernimmt die fachgerechte Pflege
und Instandhaltung der Textilien.
An richtig heißen Tagen bewährt sich luftig
geschnittene Arbeitskleidung: Sie fördert
die Luftzirkulation an der Körperoberfläche und
trägt so zum Wohlbefinden bei. Ergänzend sorgen
thermoregulierende Funktionsmaterialien dafür,
dass Feuchtigkeit von der Haut nach außen
transportiert wird und eine natürliche Kühlung
entsteht. Auch die Farbe der Kleidung spielt eine
Rolle. Helle Textilien reflektieren das Sonnenlicht
und können helfen, die Wärmeaufnahme
zu reduzieren. Dunklere Stoffe sind oft dichter
gewebt und schützen die Haut deshalb besser
vor UV-Strahlung. Grundsätzlich gilt: Bedeckung
ist der effektivste Schutz vor intensivem Sonnenlicht.
Daher können auch langärmlige Oberteile
im Sommer sinnvoll sein.
Shorts auf
der Baustelle
Kurze Hosen erscheinen bei Hitze besonders
angenehm. Auf Baustellen gelten jedoch klare
Anforderungen an den Körperschutz. Unbedeckte
Haut erhöht nicht nur das Risiko für Sonnenbrand,
sondern auch die Verletzungsgefahr
durch Funkenflug, scharfe Kanten oder abrasive
Materialien. Ob Shorts getragen werden dürfen,
richtet sich nach der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung.
In vielen Einsatzbereichen sind lange
Arbeitshosen vorgeschrieben. Hosen aus leichten,
strapazierfähigen Materialien, wie z. B. aus der
Kollektion »Force Heavy Duty« von Mewa, bieten
hier einen ausgewogenen Kompromiss zwischen
Schutzwirkung und Bewegungsfreiheit.
Sonnenschutz
von Kopf bis Fuß
Die Auswahl geeigneter Arbeitshandschuhe
richtet sich konsequent nach den tatsächlichen
Gefährdungen. Und auch bei hohen Temperaturen
bleibt das Tragen von Sicherheitsschuhen
Pflicht. Für warme Tage stehen jedoch Modelle
aus modernen atmungsaktiven Textilien zur
Verfügung, die für die optimale Luftzirkulation
sorgen und den Hitzestau im Schuh reduzieren.
18 | Juni 2026
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Je nach Risiko und Einsatzbereich muss
außerdem entweder ein Schutzhelm oder eine
Anstoßkappe getragen werden. Wenn die
Sonne scheint, verdient die Haut besondere
Aufmerksamkeit. Für unbedeckte Hautpartien
ist Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor
empfehlenswert – mindestens LSF 30, bei
intensiver Einstrahlung LSF 50. Entscheidend
ist das regelmäßige Nachcremen, insbesondere
bei starkem Schwitzen.
...kurz
und
knapp...
Wenn die Temperaturen in den Sommermonaten
steigen, eignet sich luftig
geschnittene Arbeitskleidung, um die
Luftzirkulation an der Körperoberfläche
zu fördern. Unerlässlich ist auch Sonnenschutz
mit hohem Lichtschutzfaktor für
unbedeckte Hautpartien.
Ganzheitliche Lösungen
inklusive Service
Für das Bauhandwerk bietet Mewa eine Vielzahl
kombinierbarer Looks an, die im Rundum-Service
bereitgestellt und saisonal angepasst werden
können. Das reduziert organisatorischen Aufwand
und spart Lagerkapazitäten im Betrieb.
Ergänzend gibt es im Mewa-Onlineshop für
Kunden, die bereits den Rundum-Service nutzen,
eine qualitätsgeprüfte Auswahl an Kaufartikeln,
darunter Kopfbedeckungen, Hautschutzprodukte,
Arbeitshandschuhe sowie Sicherheitsschuhe.
Damit können Betriebe ihr Team bedarfsgerecht
ausstatten – alles aus einer Hand und aufeinander
abgestimmt.
Für das Bauhandwerk
bietet Mewa eine Vielzahl
kombinierbarer
Looks an, die im Rundum-Service
bereitgestellt
und saisonal angepasst
werden können.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 19
Über den Dächern Bochums hat
Chiara als Dachdeckerin ihren
Platz im Handwerk gefunden.
Unter freiem Himmel
bei jedem Wind und Wetter
[ HAIX ] Chiara ist Dachdeckermeisterin im Familienbetrieb in Bochum. Allein
auf Instagram verfolgen fast 200 000 Menschen ihren Alltag als Frau auf der
Baustelle. Der Weg ins Handwerk war dabei eigentlich gar nicht vorgesehen:
Ursprünglich studierte sie, danach folgte eine Ausbildung im Büro der Eltern
und schließlich die Ausbildung als Dachdeckerin im Familienbetrieb.
Für Chiara gehört das Arbeiten
unter freiem Himmel zu den
schönsten Seiten des Berufs – bei
Wind, Regen und Sommerhitze
verlangt er aber auch einiges ab.
HAIX (2)
Chiara ist lieber draußen an der frischen Luft, statt
den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Das macht für
sie den Dachdeckerberuf auch so besonders. Gleichzeitig
verlangt die Arbeit den Beschäftigten einiges ab:
Im Winter arbeiten sie bei teils eisigem Wind und Kälte
auf dem Dach, im Sommer bei großer Hitze und direkter
Sonneneinstrahlung. Gerade jetzt an heißen Tagen
werden aufgeheizte Materialien und die körperliche
Belastung schnell zur Herausforderung. »Man darf das
nicht unterschätzen«, so Chiara. Umso wichtiger ist die
passende Arbeitskleidung. Daher setzt sie auf Workwear
von Haix. Die »Flextreme«-Damenkollektion ist speziell
auf die Bedürfnisse von Frauen in Bau- und Handwerksberufen
ausgelegt. Der ergonomische, frauenspezifische
Schnitt sorgt für maximale Bewegungsfreiheit. Leichte,
atmungsaktive und zugleich robuste Materialien bieten
auch an langen, heißen Tagen hohen Tragekomfort.
Ergänzt wird das durch smarte Details wie elastische
Einsätze, verstärkte Kniepartien und hochgezogene
Bundabschlüsse. Gemeinsam mit Handwerkerinnen
entwickelt und unter realen Bedingungen getestet,
vereint die Kollektion Funktion und Schutz mit einem
modernen Design.
Mehr Frauen für
das Handwerk von morgen
Dass Mädchen und junge Frauen Platz im Handwerk
haben, das möchte Chiara zeigen. Über Instagram
und TikTok gibt sie Einblicke in ihren Alltag auf der
Baustelle und ist damit für viele selbst zum Vorbild
geworden. Gerade in der Dachdeckerei fehle oft noch
die Vorstellung davon, wie modern und vielseitig der
Beruf heute ist. »Viele hören vielleicht nur vom Opa, der
40 Jahre auf dem Bau geschuftet hat, aber das ist ja
nicht mehr so wie früher«, sagt sie. Dabei ist ihr wichtig,
echte Einblicke statt inszenierter Bilder zu zeigen. »Die
Leute sollen nicht das Gefühl haben, ich stelle mich
nur für Instagram hin. Das, was ich zeige, mache ich
wirklich, ob das Handy jetzt filmt oder nicht.« Dass sie
damit andere motivieren kann, freut sie besonders.
Schließlich war es selbst eine Dachdeckerin auf Social
Media, die Chiara inspiriert hat. Heute gibt sie genau
diese Begeisterung für das Handwerk weiter.
20 | Juni 2026
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Moderne Kühlprodukte
bieten praktische
Unterstützung – besonders
bei schwerer Schutz- und
Multinormbekleidung.
UV-Schutz ist nicht
gleich Hitzeschutz
ÖTSCHER (2)
[ ÖTSCHER ] Neue Vorgaben
zum Hitzeschutz und steigende
Temperaturen zwingen Unternehmen
dazu, Arbeitskleidung neu zu bewerten.
Entscheidend ist die richtige Kombination
aus UV-Schutz, Hitzeschutz, Tragekomfort
und Kühlung – abgestimmt auf Tätigkeit
und Belastungssituation.
Die EU rückt Hitzebelastung und UV-Strahlung
zunehmend stärker in den Fokus. Länder wie
Österreich haben dazu bereits konkrete Vorgaben für
den Arbeitsschutz eingeführt. Wer im Freien arbeitet,
kann schon bei moderaten Temperaturen hoher
UV-Belastung ausgesetzt sein. Gleichzeitig entsteht
Hitzebelastung oft zusätzlich durch körperliche Arbeit,
direkte Sonneneinstrahlung, aufgeheizte Flächen oder
mehrlagige Schutzkleidung. Besonders unter Warnschutz-
oder Multinormbekleidung steigt die thermische
Belastung deutlich an.
Worauf Unternehmen
achten sollten
Bei der Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen gegen
UV-Strahlung und Hitze sollten beide Belastungsarten
getrennt bewertet werden, da sie unterschiedliche
Anforderungen an die Persönliche Schutzausrüstung
stellen. Die Wahl der Kleidung sollte sich dabei an der
jeweiligen Tätigkeit sowie der Dauer des Einsatzes
orientieren. Um die thermische Belastung der Beschäftigten
zu reduzieren, empfiehlt sich der Einsatz
leichter und atmungsaktiver Materialien, die gleichzeitig
den notwendigen Schutz gewährleisten. Darüber
hinaus sollten Möglichkeiten zur Kühlung unter der
Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bereits in der
Planungsphase berücksichtigt werden. Ein weiterer
wichtiger Aspekt ist der Tragekomfort der Kleidung, da
dieser maßgeblich die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden
beeinflusst und somit zur konsequenten Nutzung der
Schutzmaßnahmen beiträgt.
Bei UV-Belastung spielen z. B. Gewebedichte, Materialaufbau
und Hautbedeckung eine wichtige Rolle. Eine
UPF-Zertifizierung kann zusätzliche Sicherheit bieten,
ist aber nicht automatisch vorgeschrieben. Auch nicht
zertifizierte Gewebe können – abhängig von Konstruktion
und Material – einen wirksamen Beitrag zum Schutz
leisten. Bei Hitzebelastung stehen andere Eigenschaften
im Vordergrund: geringes Gewicht, Atmungsaktivität,
Feuchtigkeitsmanagement und Luftdurchlässigkeit.
Leichte Warnschutzmaterialien, Funktionsshirts oder
Gewebe mit »Tencel«-Anteil verbessern das Körperklima
und erhöhen den Tragekomfort deutlich.
Kühlung auch
unter Multinormbekleidung
Moderne Kühlprodukte bieten praktische Unterstützung
– besonders bei schwerer Schutz- und Multinormbekleidung.
Verdunstungskühlung nutzt gespeichertes
Wasser und Luftbewegung für einen kühlenden Effekt.
Andere Systeme arbeiten mit speziellen Kühleinlagen, die
über längere Zeit eine konstante Temperatur abgeben.
Ötscher Berufskleidung bietet dafür Kühlwesten,
Shirts, Accessoires und Kopfbedeckungen für unterschiedliche
Tätigkeiten und Einsatzbereiche – auch mit
Warnschutzzertifizierung.
Entscheidend ist
das Gesamtkonzept
Nicht einzelne Produkte entscheiden über den Schutz,
sondern das Zusammenspiel aus Kleidung, Material
und Kühltechnologie. Ötscher Berufskleidung unterstützt
Unternehmen mit moderner Sommer-Workwear,
funktionellen Lösungen und innovativen Kühlprodukten
für unterschiedlichste Arbeitsbedingungen.
...kurz
und
knapp...
Bei der Auswahl geeigneter
Schutzmaßnahmen gegen
UV-Strahlung und Hitze sollten
beide Belastungsarten getrennt
bewertet werden, da sie unterschiedliche
Anforderungen an
die Persönliche Schutzausrüstung
stellen. Das Zusammenspiel
aus Kleidung, Material und Kühltechnologie
ist ein entscheidender
Faktor.
Ötscher Berufskleidung bietet
Kühlwesten, Shirts, Accessoires
und Kopfbedeckungen auch mit
Warnschutzzertifizierung.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 21
Mit ihren Ventilationseinsätzen
im Kniekehlen-, Schritt- und
inneren Oberschenkel-Bereich
ermöglicht die Sommerhose
aus der Warnschutzkollektion
»Kübler Reflectiq« einen effektiven
Temperaturausgleich.
KÜBLER (2)
Komfort lösen können. Einerseits darf die Kleidung den
Körper nicht zusätzlich aufheizen, andererseits muss sie
aber robust, funktional und im Falle von Persönlicher
Schutzausrüstung (PSA) normgerecht sein.
Auf das Material
kommt es an
Für Tätigkeiten bei hohen Temperaturen empfehlen sich
leichte, funktionelle Polyester- oder Polyamid-Mischgewebe
mit schnelltrocknenden und feuchtigkeitsleitenden
Eigenschaften. Sie kombinieren Strapazierfähigkeit mit
hoher Atmungsaktivität. Baumwollanteile bieten zwar ein
angenehmes Tragegefühl, bleiben aber länger feucht
und können so zu zusätzlicher Wärmebelastung führen.
Je leichter ein Gewebe ist, desto geringer ist auch die
Wärmespeicherung. Ein weiterer Faktor sind die Ret-/
MVTR-Werte. Diese beschreiben den Wasserdampfdurchgang,
d.h., ein niedrigerer Ret-Wert beschreibt eine
höhere Atmungsaktivität. Auch die Luftdurchlässigkeit,
Gewebestruktur sowie die Konstruktion spielen eine
Rolle: Ventilationszonen, Mesh-Einsätze oder luftoptimierte
Schnitte erhöhen den Tragekomfort bei hohen
Temperaturen.
Arbeitskleidung als
zentraler Schutzfaktor
[ KÜBLER ] Mit der im August 2025 veröffentlichten neuen Arbeitsstättenregel
ASR A5.1 und der »Empfehlungen zur Beurteilung der Gefährdungen durch
Hitze an Arbeitsplätzen im Freien und in nicht allseits umschlossenen
Arbeitsstätten« des Ausschusses für Arbeitsstätten (ASTA) rückt der Schutz
vor Hitze und UV-Strahlung stärker in den Fokus des Arbeitsschutzes.
Da technische oder organisatorische Maßnahmen oftmals nur begrenzt
umsetzbar sind, spielt Arbeitskleidung künftig eine deutlich größere Rolle.
Die Anpassung der Konstruktion der Kleidung und der Einsatz neuer Gewebe
sind wichtige Stellschrauben, um die Gefahren durch Hitze zu minimieren.
...kurz
und
knapp...
Die Anpassung der Konstruktion
der Arbeitskleidung und
der Einsatz neuer Gewebe
sind wichtige Stellschrauben,
um die Gefahren durch Hitze
zu minimieren. Aber auch der
UV-Schutz gewinnt weiter an
Bedeutung und wird in Zukunft
verstärkt als Basis für Schutzmaßnahmen
berücksichtigt.
Während die Anforderungen an die Innenraumtemperatur
in der ASR A3.5 klar beschrieben
sind, orientiert sich die neue ASR A5.1 an realen
Klimabedingungen und fordert die Berücksichtigung
von Außentemperatur, direkter Sonneneinstrahlung,
Luftfeuchtigkeit, Wind und der Tätigkeit selbst (z. B.
körperliche Anstrengung). Außerdem beinhalten die
Empfehlungen ein Maßnahmenpaket, das sich aus
technischen Maßnahmen wie Belüftung oder Überdachungen,
organisatorischen Maßnahmen wie flexibleren
Arbeitszeiten und längeren Pausen sowie personenbezogenen
Maßnahmen wie geeigneter Arbeitskleidung
und Hautschutz zusammensetzt.
Viele Arbeitgeber stehen derzeit vor der Frage, wie sie
den Zielkonflikt zwischen Schutzbedarf und thermischem
Intelligente Konstruktion
statt Hitzestau
Ventilationsöffnungen an Unterarmen und Beinen,
Mesh-Einsätze und ergonomisch platzierte Luftkanäle
verbessern die Konvektion deutlich. Der thermische
Komfort der Arbeitskleidung hat für Kübler als Hersteller
seit Jahren hohe Priorität. Ein Beispiel dafür ist
die Sommerhose aus der Warnschutzkollektion »Kübler
Reflectiq«, die in engem Austausch mit Kunden aus der
Abfallwirtschaft bereits vor Jahren entwickelt wurde.
Wie die Sommerhose der Workwear-Linie »Kübler
Activiq« ist sie aus leichtem Gewebe gefertigt und
mit Ventilationseinsätzen im Kniekehlen-, Schritt- und
inneren Oberschenkel-Bereich ausgestattet. Diese
gewährleisten einen optimalen Temperaturausgleich.
Auch das Thema UV-Schutz gewinnt weiter an
Bedeutung. Die ASR A5.1 knüpft an bestehende Anforderungen
der ArbStättV und berücksichtigt künftig
verstärkt den UV-Index als Basis für Schutzmaßnahmen.
UV-zertifizierte Kleidung kann so Teil der Gefährdungsbeurteilung
werden. Aktuell bringt Kübler seine neue
Shirt-Kollektion auf den Markt. Dank integriertem UV-
Schutz gemäß EN 13758-2:2003 + A1:2006, 40+
schützt sie die Haut bei Arbeiten im Freien optimal.
Entwicklungsschwerpunkte
verändern sich
Die zunehmende Hitzebelastung führt zu Innovationen
im Textilbereich. Dazu zählen 3D-Spacer-Fabrics zur
Erzeugung von Mikro-Luftpolstern, hydrophile Beschichtungen
mit verstärktem Feuchtigkeitsmanagement
sowie leichte High-Performance-Mischgewebe, die trotz
dünner Konstruktion hohe Festigkeit bieten.
Im Bereich PSA besteht die große Herausforderung
darin, optimalen Schutz zu gewährleisten, ohne die
Gesamtatmungsaktivität zu beeinträchtigen. Um den
thermischen Komfort der Arbeitskleidung weiter zu
22 | Juni 2026
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
verbessern, arbeitet Kübler mit etablierten Prüf- und
Forschungsinstituten zusammen. Kübler ist u. a. mit
mehr als zehn weiteren Unternehmen aus verschiedenen
Branchen im Projektausschuss des vom BMWK
geförderten IGF-Forschungsprojekts vertreten. In
diesem Projekt forscht das Team Barrieretextilien der
Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung
(DITF) Denkendorf an neuartigen textilen Werkstoffen,
die eine kühlende Funktion aufgrund der erhöhten Reflexion
des Sonnenlichts und gleichzeitig einer erhöhten
Wärmeabgabe in Form von langwelliger Strahlung im
mittleren Infrarot haben. So soll die Oberflächentemperatur
trotz Sonneneinwirkung unter der Lufttemperatur
der nahen Umgebung liegen. Unter dieser Zielsetzung
wird an den DITF Denkendorf eine zellulosebasierte
Beschichtung für substratunabhängige Applikationen
entwickelt, darunter auch zellulosehaltige Bekleidungsstoffe
für sortenreine Materialsysteme. Die kühlende
Beschichtung nutzt den Brechungsindexunterschied
zwischen Luft und Zellulose für die Rückstreuung
von Sonnenlicht und den Himmel bzw. das Weltall
als Kältequelle und erzielt damit eine Wärmeabgabe
über Strahlung. Die Beschichtung wurde im Hinblick
auf Porosität, Porengröße und -verteilung untersucht,
um die relevanten wellenlängenabhängigen optischen
Eigenschaften anzupassen. Die Grundlagenforschung
ist bereits weitgehend abgeschlossen, und es wurde
eine passive Kühlung von bis zu 4 °C unterhalb der
Umgebungstemperatur demonstriert, wohingegen sich
unbeschichtete Referenzmaterialien deutlich über die
Umgebungstemperatur aufheizten. Derzeit befindet
sich die Upscaling-Phase in der Planung, damit die
Entwicklungen mit Tests an anwendungsrelevanten
Kleidungsstücken unter realen Umgebungsbedingungen
abgerundet werden können.
Die neue Shirt-Kollektion mit
integriertem UV-Schutz gemäß
EN 13758-2:2003 + A1:2006,
40+ schützt die Haut bei Arbeiten
im Freien optimal.
Leichte Workwear
für warme Arbeitstage
Ein wesentlicher Bestandteil der »Teamwork«-
Sommerhose sind die »Tencel«-Fasern, die für
ein angenehm weiches Tragegefühl sorgen.
[ ROFA ] Wenn die Temperaturen
steigen, wird schwere Arbeitskleidung
schnell zur Belastung – sei es auf
der Baustelle, in Produktionshallen
oder bei körperlich anstrengenden
Tätigkeiten im Freien. Mit der neuen
»Teamwork«-Sommerhose erweitert
der Workwear-Hersteller Rofa seine
bewährte Kollektion um eine besonders
leichte Arbeitshose für steigende
Temperaturen am Arbeitsplatz.
ROFA
Die »Teamwork«-Sommerhose eignet sich
für zahlreiche Einsatzbereiche – etwa im
Baugewerbe, im Handwerk, in Werkstätten sowie
in Industrie, Produktion und Logistik. Rofa bietet
die neue Arbeitshose für Damen und Herren
in den Farben Marine-Kornblau und Anthrazit-Grau
an. Mit einem Gewebegewicht von nur
230 g/m² ist sie außerdem deutlich leichter als
die klassische »Teamwork«-Bundhose mit rund
295 g/m². Damit bietet sie spürbar mehr Komfort
bei hohen Temperaturen, ohne dabei Abstriche
bei Robustheit und Funktionalität zu machen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Materials
sind »Tencel«-Fasern, die für ein angenehm
weiches Tragegefühl sorgen. In Kombination
mit strapazierfähigen Polyesterfasern entsteht
so ein Gewebe, das Komfort und Langlebigkeit
im Arbeitsalltag miteinander verbindet. Die
»Tencel«-Fasern unterstützen darüber hinaus ein
natürlich trockenes Gefühl durch Feuchtigkeitsregulierung
und sorgen gleichzeitig für einen
dezenten Glanz der Stoffe.
Praxisorientierte Ausstattung
Neben dem leichten Material überzeugt die Sommerhose
durch ihre praxisorientierte Ausstattung:
Ein Bund mit seitlichen Dehneinsätzen sorgt für
zusätzlichen Komfort und mehr Bewegungsfreiheit
bei der Arbeit. Mehrere funktionale Taschen,
darunter Cargotaschen sowie eine integrierte
Zollstocktasche, bieten ausreichend Stauraum
für wichtige Arbeitsutensilien.
Auch bei stark beanspruchten Bereichen setzt
Rofa auf langlebige Materialien: Die Knietaschen
sind aus robustem »Cordura« gefertigt und bestehen
auch bei häufigen, knienden Tätigkeiten
im Arbeitsalltag. Reflexpaspeln an den Beinen
sowie eine einfache Hosenbeinverlängerung
durch den sogenannten skandinavischen Saum
bei den Damenmodellen runden die Kollektion
ab. Wie alle Modelle der »Teamwork«-Kollektion
ist auch die Sommerhose für die industrielle
Wäsche nach EN ISO 15797 geeignet und hält
damit den anspruchsvollen Wasch- und Trocknungsprozessen
vieler Unternehmen stand.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 23
Cool bleiben:
Neuheiten für
den Sommer
[ SCHÖFFEL PRO ] Die Temperaturen steigen, der Sommer rückt näher.
Die passende Arbeitsbekleidung ist besonders bei schweißtreibenden
Tätigkeiten unverzichtbar und kann einen entscheidenden Einfluss
auf die Leistungsfähigkeit haben. Schöffel Pro hat daher sein
Produktportfolio um neue Warnschutz-Sommermodelle ergänzt, die
nicht nur leicht und zugleich strapazierfähig sind und über einen
optimalen Feuchtigkeitstransport verfügen, sondern auch bestmögliche
Bewegungsfreiheit und Sichtbarkeit gewährleisten sollen.
Gut zu wissen
Die Warnschutz-Shorts
»WS Meistermacher
kurz« sind nach EN 20471
Klasse 1 zertifiziert.
Die Arbeitsshorts »Kühlakku«
sind mit der »S. Café Ice-Café«-
Technologie ausgestattet, die für
einen extra Kühleffekt sorgt.
SCHÖFFEL PRO (2)
Bei der »WS Meistermacher kurz«, einer Warnschutz-
Shorts mit Zwei-Wege-Stretch, trifft bestmögliche
Performance auf Nachhaltigkeit. Für die Arbeitshose
wurde ein nachhaltiger Materialmix aus der innovativen
»Sorona«-Faser, deren natürlicher Zwei-Wege-Stretch
(ohne Elasthan) für bestmöglichen Tragkomfort im
Segment der Polycottonhosen sorgt und eine Waschbarkeit
bei höheren Temperaturen (60 °C) ermöglicht,
recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle verwendet.
Diese Materialien sorgen für ein angenehmes Körperklima,
eine hohe Atmungsaktivität und Wasserabweisung
und beinhalten nachwachsende Rohstoffe und kombinieren
Robustheit mit Umweltbewusstsein. Zudem
ist die »WS Meistermacher kurz« nach EN 20471
Klasse 1 zertifiziert. Die Arbeitsshorts sind auch als
Nicht-Warnschutzmodell »Meistermacher kurz« mit den
gleichen Performance- und Materialeigenschaften in
sieben verschiedenen Farben erhältlich.
Warnschutz-Portfolio
für den Sommer ergänzt
Neu sind auch die Warnschutz-Oberteile »WS Warnheld
T-Shirt« und »WS Warnheld Polo«. Beide Modelle
verbinden hohe Sichtbarkeit mit Tragekomfort und
eignen sich ideal für warme Arbeitstage im Freien.
Die verwendete »Coolmax EcoMade«-Faser bietet
permanente feuchtigkeitstransportierende Eigenschaften,
die dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit vom
Körper abgeleitet wird, sodass der Träger während der
gesamten Arbeitszeit kühl, trocken und komfortabel
und auch bei Hitze konzentriert bleibt. Zudem besteht
die Faser zu 100 Prozent aus recyceltem Material. Der
integrierte UV-Schutz (UPF 50+) schützt zuverlässig
vor Sonnenstrahlen. Die antibakterielle Ausrüstung hält
das Shirt auch nach langen Einsätzen frisch, während
eine insektizide Wirkung zusätzlichen Schutz bei Outdoor-Arbeiten
bietet.
Für etwas kühlere Temperaturen oder wenn lange
Ärmel benötigt werden, gibt es das Langarm-Modell,
Neu im Portfolio sind
die Warnschutz-Shorts
»WS Meistermacher
kurz« sowie das Warnschutz-Oberteil
»WS
Warnheld Polo«.
»WS Warnheld Longsleeve« mit identischen Funktionalitäten.
Erhältlich sind die »WS-Warnheld«-Modelle, wie
die gesamte Warnschutzkollektion von Schöffel Pro,
als Damen- und Herrenmodelle in den Farben Neongelb
sowie Neonorange, kombiniert mit Dunkelblau
und Dunkelgrau.
Innovative Technologie
auf Kaffee-Basis
Wer nicht auf kühlende und feuchtigkeitsregulierende
Eigenschaften verzichten möchte, aber kein Hi-Vis
benötigt, für den bietet Schöffel Pro zwei Workwear-
Hosenmodelle für den Sommer, die nicht nur leicht
und zugleich strapazierfähig sind und über einen
optimalen Feuchtigkeitstransport verfügen, sondern
dank Vier-Wege-Stretch auch bestmöglichen Bewegungsfreiheit
gewährleisten. Die lange Arbeitshose
»Arbeitstier« ist für Personen, die lieber Shorts tragen
würden, aber nicht können, die ideale Alternative an
warmen Tagen. Sie besitzt aufgrund der innovativen
»S. Café Ice- Café«-Technologie einen Kühleffekt: Die
natürliche und dauerhafte Beschichtung auf Kaffee-
Basis sorgt für einen extra Kühleffekt (Senkung der
Hauttemperatur nachweislich um 1 °C bis 2 °C), eine
optimierte Geruchsneutralisierung und eine natürliche
antibakterielle Wirkung. Für alle, die lieber ein kurzes
Arbeitshosenmodell tragen möchten, bietet Schöffel Pro
alternativ die Arbeitsshorts »Kühlakku« an, die ebenfalls
mit der »S. Café Ice-Café«-Technologie ausgestattet ist.
»Robust, bequem und funktional. Wenn es auf der
Baustelle warm wird, passt sich unsere Workwear den
Bedingungen an. Atmungsaktiv, kühlend, geruchshemmend
und elastisch. Getreu unserem Motto ›Workwear
neu gedacht‹ bietet Schöffel Pro für jeden Bedarf das
richtige Workwear-Modell«, so Thomas Bräutigam,
Geschäftsführer von Schöffel Pro.
24 | Juni 2026
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Mitarbeiter rundum schützen:
Sichtbarkeit, Hitze- und UV-Schutz
[ STRAUSS ] Mit den ersten sonnigen Tagen steigt auf Baustellen
die Belastung durch UV-Strahlung – auch bei milden Temperaturen.
Sie kann die Haut nachhaltig schädigen und das Krankheitsrisiko
deutlich erhöhen. Laut der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG Bau) ist Hautkrebs durch ultraviolette Strahlung der Sonne
die am zweithäufigsten gemeldete Berufskrankheit (über
3 000 Verdachtsfälle im Jahr 2024). Wirksamer Sonnenschutz ist
damit ein zentraler Baustein modernen Arbeitsschutzes.
Im Sommer sind
bei Arbeitshosen
leichte, luftige und
dennoch robuste
Stoffe gefragt.
Besonders betroffen sind Berufsgruppen mit
intensiver Outdoor-Arbeit: etwa Dachhandwerker,
wo sich schwarze Tonziegel auf 70 bis
80 °C aufheizen, oder Beschäftigte im Straßenbau,
wo bereits 25 °C Außentemperatur den Asphalt
auf über 50 °C aufheizen. Spezielle UV-Schutzkleidung,
Kopfbedeckungen sowie Nacken- und
Augenschutz sind hier wichtige Bestandteile
der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die
jedoch um Lösungen gegen übermäßige Hitze
ergänzt werden müssen.
Moderne Workwear setzt genau hier an: Sie
bündelt UV-Schutz, hohen Tragekomfort bei Hitze
und bessere Sichtbarkeit in einem System. Mit
einer neuen UV-Schutzlinie in Warnfarben zeigt
Hersteller Strauss, wie sich das praxisnah in die
PSA integrieren lässt.
Die »e.s.«-Warnschutz-
Funktionsshirts sorgen
mit ihrem atmungsaktiven,
schnelltrocknenden
Material selbst bei hoher
körperlicher Belastung für
ein leichtes Tragegefühl.
Schutzwirkung
nicht vernachlässigen
Atmungsaktive, leichte Funktionsstoffe, die
Schweiß ableiten und kühlenden Komfort bieten,
sind an heißen Arbeitstagen ideal. Strauss kombiniert
diese Eigenschaften mit UV-Schutz und
bietet für gefährdete Berufsgruppen zusätzlich
eine Visibility-Version der neuen »e.s.trail«-UV-
Shirt-Kollektion an. In Warnorange oder Warngelb
bieten die Funktionsshirts zertifizierten
UV-Schutz 50 nach AS/NZS 4399:2017 und
sind geprüft nach EN 17353 – für erhöhte
Sichtbarkeit und Sicherheit bei Tages- und
Sonnenlicht. So reduzieren sie zwei zentrale
Risiken auf der Baustelle: unzureichende Sichtbarkeit
und starke Sonneneinstrahlung. Sie
eignen sich sowohl als Alternative, wenn kein
STRAUSS (2)
vollwertiger Warnschutz gebraucht wird, als auch
als Ergänzung zur Warnbekleidung.
Wer UV-Shirts mit Reflexstreifen benötigt,
findet bei Strauss das »e.s. Warnschutz-Funktions-ZIP-T-Shirt
UV (Klasse 2)« und den »e.s.
Warnschutz-Funktions-Hoody-Longsleeve UV
(Klasse 3)«, beide geprüft nach EN 20471:2013
+ A1:2016 und mit zertifiziertem Lichtschutzfaktor
50 nach AS/NZS 4399:2017. Das atmungsaktive,
schnelltrocknende Material sorgt selbst bei
hoher körperlicher Belastung für ein dauerhaft
frisches, leichtes Tragegefühl.
Ob Visibility- oder Warnschutz-Variante – der
hohe Komfort soll dazu beitragen, dass textiler
Sonnenschutz im Bauhandwerk nicht als zusätzliche
Belastung, sondern als Qualitätsmerkmal
moderner Arbeitskleidung empfunden wird.
Kühlende Eigenschaften
erhöhen Komfort
Im Sommer sind bei Arbeitshosen leichte, luftige
und dennoch robuste Stoffe gefragt. Nicht alle
Einsätze erlauben Shorts oder den Verzicht auf
Kniepolster – hier bieten sich lange Hosen aus Sommer-Materialien
bzw. mit Belüftungslösungen an.
Strauss bringt dafür das neue Gewebe »Ripstop
light« ins Programm: ein leichtes, reißfestes Rip-
stop, das erstmals in den Hosen und Hemden der
Kollektion »e.s.t:aktik« eingesetzt wird. Großzügige
Body- und Rückenbelüftungen mit Mesh-Einsatz
sorgen bei den Hemden für zusätzliche Ventilation.
Die bereits fest im Markt verankerte Bundhose
»e.s.motion 2020« bietet markante Reißverschluss-Öffnungen
im hinteren Oberschenkelbereich
und verbindet die typische »Motion«-
Taschenvielfalt mit flexiblem Klimakomfort im
Sommer. Eine spezielle Kühlweste ergänzt das
Sortiment: Dank Verdunstungstechnologie sorgt
sie – je nach Außentemperatur – für bis zu acht
Stunden Abkühlung.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 25
Funktional und bequem:
»Oxford 2.0«
[ HELLY HANSEN ] »Für alle, die auf
der Baustelle täglich Höchstleistung
bringen«: Unter diesem Claim hat Helly
Hansen seine »Oxford 2.0«-Kollektion
vorgestellt. Dahinter verbirgt sich
eine überarbeitete Linie, die auf
der bewährten »Oxford«-Kollektion
aufbaut und Komfort, Langlebigkeit
sowie Funktionalität miteinander
verbinden soll. Bei der Entwicklung hat
das Unternehmen auf Feedback von
Anwendern gesetzt.
Alle Produkte bestehen aus einem baumwollreichen
Hauptmaterial, das durch seine hohe
Atmungsaktivität auch bei körperlich fordernden
Tätigkeiten angenehm zu tragen ist. Cordura-
Verstärkungen an Hose, Shorts und Latzhose
sorgen für zusätzliche Strapazierfähigkeit.
Außerdem kommt die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke
ohne Schulternähte aus und verfügt über einen
verlängerten Rücken, elastische Einsätzen und
weiches Fleecefutter im Kragen. So sollen maximale
Bewegungsfreiheit und hoher Tragekomfort
sichergestellt werden. Vorgeformte Ärmel und
ein individuell verstellbarer Saum sorgen für eine
passgenaue Silhouette und Flexibilität im Einsatz.
Strapazierfähig und bequem
Die »Oxford 2.0 HH Connect«-Hose kombiniert
praktische Funktion mit Ergonomie: Stretch-Einsätze
und vorgeformte Knie garantieren volle
Bewegungsfreiheit. Kniepolstertaschen mit Außenzugang,
eine verstellbare Kniepolsterposition sowie
anpassbare Beinlängen bieten maßgeschneiderten
Komfort. Dank Kompatibilität mit dem modularen
»HH Connect«-Taschen-System lässt sich die
Hose flexibel an individuelle Anforderungen anpassen.
Reflektierende Details erhöhen zudem
die Sichtbarkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz.
Für kühlere Arbeitsbedingungen ergänzt der
neue Midlayer die »Oxford«-Linie optimal. Mit
einem Materialmix aus recyceltem Polyester mit
»PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und elastischen
HELLY HANSEN
Alle Produkte der »Oxford 2.0«-Kollektion
bestehen aus einem baumwollreichen
Hauptmaterial, das durch seine hohe
Atmungsaktivität angenehm zu tragen ist.
Einsätzen sorgt sie für zuverlässige Wärme und
hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit vorgeformten
Ärmeln, reflektierenden Designelementen
und praktischen Taschenlösungen bietet
sie optimalen Schutz und Komfort.
»Unsere ›Oxford‹-Kollektion ist eines unserer
beliebtesten Konzepte und wird von Fachkräften
auf unterschiedlichsten Baustellen genutzt«, erklärt
Jenny Horn, Produktmanagerin bei Helly Hansen
Workwear. »Für die kommende Saison wollten wir
dieses bewährte System gezielt weiterentwickeln.
Dabei haben wir vor allem auf das gehört, was
unsere Endnutzer uns rückgemeldet haben: Sie
wünschen sich Arbeitskleidung, die komfortabel,
funktional und langlebig ist – Tag für Tag.«
Zuverlässiger Schutz vor Hitze
und UV-Strahlung in Schutzhandschuhen
[ KYORENE ] Ultraviolette Strahlung und thermische Belastung zählen zu den
am meisten unterschätzten Gefährdungen im beruflichen Alltag. Während
Schnittverletzungen oder mechanische Risiken unmittelbar sichtbar sind,
entfalten UV-Strahlen und Hitze ihre Wirkung oft schleichend. Insbesondere
Hände und Unterarme gehören zu den am stärksten exponierten Körperbereichen.
Genau dort setzt moderne Persönliche Schutzausrüstung an: Sie
muss nicht nur mechanisch schützen, sondern auch präventiv gegen UV-
Strahlung und Hitzestress wirken, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.
KYORENE
Seit der Entdeckung von Graphen im Jahr
2004 durch die Wissenschaftler Andre
Geim und Konstantin Novoselov spricht man
in der Physik vom »Werkstoff des 21. Jahrhunderts«.
Graphen ist eine einzelne Schicht aus
Kohlenstoffatomen, die in einem hexagonalen
Gitter angeordnet sind. Die Kyorene-Graphen-
Handschuhe und -Armstulpen bieten einen
zertifizierten UV-Schutz von UPF 50+. Damit
werden über 98 Prozent der schädlichen UV-
Strahlung abgeschirmt. Dieser Schutz ist fest
in das Material integriert und unterliegt keiner
zeitlichen Begrenzung durch Abrieb oder Schweiß,
wie es bei aufgetragenen Lösungen der Fall
sein kann. Auch die thermische Belastung spielt
eine zentrale Rolle: Graphen besitzt eine hohe
Wärmeleitfähigkeit. In das Garn integriert, wirkt
es wie ein fein verteiltes thermisches Netzwerk:
Körperwärme wird aufgenommen, verteilt und
vom Kontaktbereich weggeleitet. Das Resultat
ist ein spürbar kühleres, ausgeglicheneres
Hautgefühl. Anwender berichten von deutlich
reduziertem Schwitzen und einem angenehmen
Tragekomfort auch bei längeren Einsatzzeiten.
Alle »Kyorene«-Produkte sind außerdem
dermatologisch getestet, entsprechen dem
»Oeko-Tex Standard 100« und sind frei von
gesundheitsbedenklichen Substanzen.
Breite Produktpalette
Das Kyorene-Produktspektrum reicht vom leichten
Montagehandschuh bis hin zum schnitthemmenden
Schutzhandschuh der höchsten
Leistungsstufe (Level F) inklusive passender
Unterarmstulpen. Damit lassen sich sowohl
mechanische Hochrisikoanwendungen als auch
Tätigkeiten mit primärer UV- und Hitzeexposition
zuverlässig abdecken.
26 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
ADOBE STOCK
Insbesondere bei hohen Temperaturen
oder körperlich anspruchsvollen
Tätigkeiten entsteht im
Schuhinneren ein feuchtwarmes
Klima. Gleichzeitig fehlen oft
ausreichende Trocknungs- und
Belüftungsmöglichkeiten zwischen
den Einsätzen.
Dauerhafte Hygiene für
Sicherheitsschuhe und PSA
[ GOFRESH 24/7 ] Auf Baustellen, in der Industrie und im Handwerk werden
Sicherheitsschuhe häufig über viele Stunden hinweg getragen. Insbesondere bei hohen
Temperaturen oder körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten entsteht im Schuhinneren
ein feuchtwarmes Klima. Gleichzeitig fehlen oft ausreichende Trocknungs- und
Jessy von Berg
Belüftungsmöglichkeiten zwischen den Einsätzen. Unter diesen Bedingungen können
sich Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen vermehren. Neben hygienischen Aspekten spielt
dabei auch die Geruchsbildung eine wichtige Rolle. Für viele Unternehmen gewinnt deshalb die
Frage an Bedeutung, wie sich Hygiene, Tragekomfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen verbessern
lassen. Mit »GoFresh24/7+« steht nun eine neue Technologie zur Verfügung, die auf eine langfristige
Selbstdesinfektion ohne biozide Wirkstoffe setzt und genau dieses Problem bekämpfen soll.
Die Grundlage von »GoFresh24/7+« bildet die
»Mundex«-Technologie. Anders als klassische
antimikrobielle Ausrüstungen arbeitet sie ohne
biozide Wirkstoffe, Metallionen oder Nanopartikel.
Die Wirkung basiert ausschließlich auf einem
physikalischen Mechanismus. Die Beschichtung
ist dabei in ihrer chemischen und physikalischen
Struktur an natürliche Mikroorganismen angelehnt:
Durch hydrophobe Wechselwirkungen wird die
Integrität der Zellmembranen beeinträchtigt, sodass
Mikroorganismen bei Kontakt physikalisch
eliminiert werden. Eine chemische Reaktion oder
Freisetzung aktiver Wirkstoffe finden dabei nicht
statt. Ebenso gelangen keine antimikrobiellen
Wirkstoffe in die Umwelt oder den menschlichen
Organismus, da keine auswaschbaren Biozide
eingesetzt werden.
Langzeitwirkung
für Schuhe und Ausrüstung
Ein wesentliches Merkmal der Technologie ist
ihre Dauerhaftigkeit. Nach einmaliger Anwendung
bildet sich auf der behandelten Oberfläche eine
unsichtbare Schutzschicht, die verhindern soll, dass
Mikroorganismen anhaften oder sich vermehren
können. Daraus ergibt sich für die Anwendung
in Schuhen, Handschuhen oder anderen PSA-
Komponenten eine langanhaltende Reduzierung
der mikrobiellen Belastung. Gleichzeitig wird die
Entstehung von geruchsbildenden Bakterien an
der Ursache begrenzt. Die Schutzwirkung bleibt
nach Herstellerangaben bis zu zwölf Wochen
oder länger erhalten.
Auch hinsichtlich der Beständigkeit wurde die
Technologie für den textilen Einsatz entwickelt.
Prüfungen nach ASTM E3162-18 bescheinigen
eine hohe Waschbeständigkeit mit anhaltender
antimikrobieller Wirkung selbst nach zahlreichen
Haushaltswäschen.
Für Hersteller von Sicherheitsschuhen eröffnet
die Technologie verschiedene Integrationsmöglichkeiten.
Sie kann bereits während der
Produktion als integrale Ausrüstungslösung oder
als zusätzliches Hygienekonzept für den Träger
eingesetzt werden. Neben Sicherheitsschuhen
sind weitere Einsatzbereiche denkbar, darunter
Arbeitshandschuhe, Schutzkleidung, Helme mit
textilen Innenausstattungen sowie unterschiedliche
textile Komponenten im Arbeitsumfeld.
Grundsätzlich ist die Technologie dort besonders
interessant, wo Produkte regelmäßig Feuchtigkeit
ausgesetzt sind oder über längere Zeiträume
genutzt werden, ohne vollständig austrocknen
zu können.
Nachhaltigkeit
gewinnt an Bedeutung
Mit steigenden Anforderungen an Umweltverträglichkeit
und Produktsicherheit rücken auch
die Inhaltsstoffe antimikrobieller Ausrüstungen
stärker in den Fokus. »GoFresh24/7+« verzichtet
vollständig auf Biozide und basiert überwiegend
auf nachwachsenden Rohstoffen. Die eingesetzten
Textilhilfsmittel verfügen zudem über eine »Oeko-
Tex Eco Passport«-Zertifizierung. Für Hersteller
kann dies eine Möglichkeit sein, hygienische
Zusatzfunktionen umzusetzen, ohne zusätzliche
regulatorische Anforderungen zu erzeugen, die
häufig mit bioziden Wirkstoffen verbunden sind.
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 27
Textiles Klimatisierungssystem in Workwear
[ DITF ] Bei hohen körperlichen Belastungen
stößt herkömmliche Arbeitsschutzbekleidung
häufig an ihre
Grenzen. Insbesondere der Abtransport
von Schweiß und überschüssiger
Körperwärme stellt ein Problem dar.
Die Deutschen Institute für Textil- und
Faserforschung (DITF) forschten an
strömungsoptimierten, luftleitenden
Textilstrukturen, die eine gezielte Klimatisierung
direkt am Körper ermöglichen.
Diese Strukturen können unmittelbar in
die Arbeitsschutzbekleidung integriert
werden. Durch das textile Klimatisierungssystem
wird die natürliche Thermoregulation
des Körpers unterstützt.
Dies trägt zu einer Verbesserung von
Arbeitssicherheit und Komfort bei.
Um die luftleitenden Strukturen zu versorgen,
wurden pneumatische Druckerzeuger entwickelt,
die alltägliche Bewegungen des Körpers
nutzen. So lässt sich durch eine kompressible
Einlegesohle im Schuh aus der normalen Laufbewegung
Druckluft erzeugen. Damit ist das
System autark ohne externen Druckluftanschluss
nutzbar. Das beim Gehen erzeugte Luftvolumen
wird über ein Schlauchsystem in einer Arbeitsschutzhose
zum Klimatisierungselement im
Oberteil geleitet. Eine speziell konstruierte Gürtelschnalle
ermöglicht es, während des Arbeitstages
intuitiv die Hose vom Oberteil zu trennen und
damit den Luftstrom zu unterbrechen. Im Projekt
konnte nachgewiesen werden, dass durch die
Kombination aus luftleitenden Textilstrukturen
und Druckerzeugern das Wärme- und Feuchtigkeitsmanagement
deutlich verbessert wird. Dies
reduziert nicht nur das Risiko von Überhitzung,
sondern wirkt sich auch positiv auf das subjektive
Trageempfinden und die Leistungsfähigkeit aus.
Zusammenarbeit
mit Textilspezialisten
Das Projekt wurde in Kooperation zwischen den
DITF und der Hero Textil AG durchgeführt. Es
wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms
Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages gefördert.
Das textile Klimatisierungssystem »StAirS« wurde
Das textile Klimatisierungssystem
»StAirS« wurde
als erfolgreiches
Projektbeispiel für
den Innovationstag
Mittelstand 2026 in
Berlin ausgewählt.
als erfolgreiches Projektbeispiel für den Innovationstag
Mittelstand 2026 in Berlin ausgewählt.
Mit dem Innovationstag wird ein Begegnungsort
geschaffen, um innovative Projekte, neue Technologien
und kreative Ideen auszustellen.
DITF
Hitze- und UV-Schutz
für Arbeiten im Freien
[ KASK ] In heißen Umgebungen und bei hoher UV-Belastung ist
zusätzlicher Sonnenschutz für Helme unerlässlich, um Hitzestress zu
reduzieren und Beschäftigte im Freien vor schädlicher ultravioletter
Strahlung zu schützen. Hitzestress kann zu Müdigkeit, Dehydrierung
und verminderter Konzentration führen und dadurch das Risiko von
Arbeitsunfällen erhöhen, während eine langfristige UV-Exposition
schwere und kumulative Hautschäden verursachen kann.
Gut zu
wissen
Das Kask-»Neck Shade«
ist kompatibel mit den
Helmserien »Zenith«,
»Primero« und »Superplasma«.
Die Helme von Kask sind darauf ausgelegt, den
Tragekomfort durch fortschrittliche Belüftungskanäle,
mehrere Lufteinlässe und atmungsaktive Innenpolsterung
zu verbessern. Für noch besseren Schutz
bei sonnigen Bedingungen können Kask-Helme mit
dem »Sun Shield« und dem »Neck Shade« ausgestattet
werden, die einen wirksamen UVA- und UVB-Schutz
mit UPF 50+ bieten.
Schutz vor
direkter Sonneneinstrahlung
Das Kask-»Sun Shield« verfügt über eine 360°-Krempe,
die Nacken, Gesicht und Ohren vor direkter Sonneneinstrahlung
schützt. Es lässt sich einfach an den Lampen-
clips des Helms befestigen, ist mit allen Kask-Helmen
kompatibel und besitzt eine schwarze Unterseite zur
Reduzierung von Sonnenreflexionen. Das Kask-»Neck
Shade« bietet ergonomischen, individuell anpassbaren
Schutz für Nacken und Ohren und unterstützt gleichzeitig
Atmungsaktivität sowie Bewegungsfreiheit. Es
ist kompatibel mit den Helmserien »Zenith«, »Primero«
und »Superplasma«.
Das Kask-»Neck
Shade« bietet ergonomischen,
individuell
anpassbaren Schutz für
Nacken und Ohren.
Durch die Integration von Sonnenschutz-Zubehör
in seine Helmsysteme will Kask nach eigener Aussage
maßgeblich dazu beitragen, die Sicherheit und den
Komfort von Beschäftigten im Freien während der
Sommermonate zu verbessern. Auch das langfristige
Wohlbefinden könne so gesteigert werden.
KASK
28 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
Die Sonnenschutzpakete der BG Bau
enthalten eine Trinkflasche, Sonnenschutzcreme,
eine UV-Index-Check-Karte und
einen Flyer mit gebündelten Informationen.
BG Bau unterstützt
beim Thema UV-Schutz
[ BG BAU ] Die Belastung durch die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV-
Strahlung) beginnt oft früher als viele denken: Bereits im Frühjahr kann sie
gesundheitliche Risiken bergen. Neue Schulungsmaterialien, ein Workshop zum
Thema UV-Schutz und die Sonnenschutzpakete der Berufsgenossenschaft der
Bauwirtschaft (BG Bau) unterstützen Unternehmen dabei, ihre Beschäftigten im
Freien wirksam zu schützen.
Bereits seit März ist mit zunehmendem Sonnenstand
die Belastung durch ultraviolette
Strahlung gestiegen. Deshalb sollten Sonnenschutzmaßnahmen
bereits im Frühjahr beginnen
und sich am UV-Index orientieren. Dieser gibt an,
wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages ist.
Die aktuellen Werte finden sich im Wetterbericht
und in jeder gängigen Wetter-App. Bereits ab
einem UV-Index von 3 müssen Schutzmaßnahmen
ergriffen werden. Das legt die Technische Regel
für Arbeitsstätten ASR A5.1 »Arbeitsplätze in
nicht allseits umschlossenen Arbeitsstätten und
Arbeitsplätzen im Freien« seit August 2025 fest.
Schutz ist wichtig
UV-Strahlung gilt als Hauptursache für verschiedene
Hautschäden. Besonders relevant
ist dabei der Weiße Hautkrebs, der durch langfristige
Einwirkung von UV-Strahlung verursacht
werden kann. »Gerade Beschäftigte, die viel im
Freien arbeiten, sind einem erhöhten Risiko
ausgesetzt. Präventive Maßnahmen und regelmäßige
Unterweisungen sind deshalb ein
wichtiger Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes«,
erklärt Hans-Jürgen Wellnhofer,
kommissarischer Leiter der Hauptabteilung
Prävention der BG Bau.
BG BAU
Um Unternehmen bei der Präventionsarbeit
zu unterstützen, stellt die BG Bau neue Schulungsmaterialien
sowie einen umfangreichen
Workshop zum Thema UV-Schutz online zur
Verfügung. Mit diesen Materialien können Betriebe
ihre Beschäftigten für den richtigen Schutz
vor UV-Strahlung sensibilisieren und gezielt
unterweisen. Die Unterlagen können über die
Webseite heruntergeladen und direkt eingesetzt
werden. Sie bieten praxisnahe Informationen,
anschauliche Grafiken und konkrete Handlungsempfehlungen
für den Arbeitsalltag im Freien.
»TOP«-Prinzip anwenden
Wirksamer UV-Schutz im Betrieb orientiert sich
am »TOP«-Prinzip. Hierfür sind die Arbeitgeber
verantwortlich. Sie können verschiedene Maßnahmen
ergreifen, um ihre Beschäftigten vor
UV-Strahlung zu schützen. Gemäß dem »TOP«-
Prinzip gilt die Reihenfolge: zuerst technische,
dann organisatorische und schließlich persönliche
Schutzmaßnahmen. Technische Maßnahmen
sind u. a. Sonnensegel oder Wetterschutzzelte.
Als organisatorische Maßnahmen sollte geprüft
werden, ob sich Arbeiten im Freien vermeiden
lassen, besonders zwischen 10 und 16 Uhr,
wenn die UV-Strahlung am stärksten ist. Persönliche
Maßnahmen sind schließlich Schutz
durch lange Kleidung, eine Kopfbedeckung mit
Nacken-, Ohren- und Stirnschutz, Sonnenbrille
und wasserfeste UV-Schutzcreme.
Auch in kurz
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LIMITS
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Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 29
Beim Auftragen von Insektenschutzmitteln
sollte das
Mittel sorgfältig aus einer
Entfernung von 10 bis 15 cm
auf unbedeckte Körperstellen
verteilt werden.
»Myxal Insect Protect«
schützt Outdoor-Worker vor
Zecken- und Mückenstichen
PETER GREVEN PHYSIODERM (2)
ausgelöst – gab es laut Statistik im Jahr 2024 zudem
gut 4830 Krankenhausbehandlungen.
FSME-Risikogebiete
haben sich ausgeweitet
»Beschäftigte, die vorwiegend im Freien arbeiten, sollten
sich unbedingt vor Zeckenstichen schützen« sagt Anja
Dick, Apothekerin und Leiterin Entwicklung & Regulatory
Affairs bei PGP. Die Hautschutz- und Handhygienespezialisten
haben mit dem »Myxal Insect Protect« ein
Zecken- und Insektenschutzmittel auf den Markt gebracht,
das Wirksamkeit und Hautverträglichkeit vereint.
Rund 7,2 Mio. Outdoor-Worker gibt es in Deutschland,
die potenziell gefährdet sind. Dazu gehören beispielsweise
Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft, Garten- und
Landschaftsbauer und Beschäftigte von kommunalen
Bauhöfen oder Dienstleistungsbetrieben, aber auch
Bauarbeiter, Dachdecker, Industriekletterer oder Anlagenmechaniker.
Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat
sich die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland
um zwei neue Areale auf 185 Landkreise erhöht. Dabei
wandert die Grenze immer weiter nach Norden. Neben
den »klassischen« Risikogebieten in Süddeutschland
sind auch einzelne Regionen in Nordrhein-Westfalen
oder in Niedersachsen als Risikogebiet eingestuft.
Experten raten daher zur Vorsicht. Sie empfehlen, sich
gegen FSME impfen zu lassen; gegen Borreliose kann
man sich bislang noch nicht impfen lassen.
[ PGP ] Die Zeckensaison hat begonnen. Beschäftigte, die vorwiegend
im Freien arbeiten, sollten sich deswegen unbedingt schützen.
Denn: Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die
Gefährdung, an den Folgen eines Zeckenstichs zu sterben oder sich
einer Krankenhausbehandlung unterziehen zu müssen, gestiegen. Der
Euskirchener Hersteller Peter Greven Physioderm (PGP) bietet mit seinem
Insektenschutzmittel »Myxal Insect Protect« eine zuverlässige Lösung, die
auf den haut- und materialverträglichen Wirkstoff Icaridin setzt.
»Myxal Insect Protect« schützt
wirksam vor Insekten und ist
zugleich hautverträglich und
greift keine Kunststoffe an.
Die Temperaturen steigen, die Zecken in Deutschland
werden wieder aktiver. Laut aktueller Zahlen des
Statistischem Bundesamtes ist die Zahl der Menschen,
die in Deutschland an den Folgen eines Zeckenstichs
gestorbenen sind, zuletzt leicht gestiegen. Im Jahr 2024
starben 24 Menschen daran, im Jahr zuvor waren es
19. 15 der Todesfälle im Jahr 2024 gingen demnach
auf eine Borreliose zurück, neun auf eine Frühsommer-
Meningoenzephalitis (FSME). Und auch die Zahl der
Krankenhausbehandlungen wegen FSME stieg demnach
deutlich. 2024 mussten knapp 850 Menschen stationär
behandelt werden. Im Durchschnitt der Jahre 2004 bis
2024 waren es knapp 490. Bei einer FSME wird eine
Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Viren
hervorgerufen. Es gibt die Möglichkeit, sich durch eine
Impfung gegen FSME schützen zu lassen. Aufgrund
einer Borreliose – auch diese wird durch Zeckenstiche
Bei gleichzeitiger Anwendung mit
einem Sonnenschutzmittel sollten
die Anwender das UV-Schutzmittel
30 Minuten vor dem »Myxal Insect
Protect« auftragen.
Sich auch vor
Insektenstichen schützen
Aber nicht nur von Zeckenstichen geht Gefahr für
Outdoor-Worker aus. Auch Mücken werden als Krankheitsüberträger
immer gefährlicher. Durch den Klimawandel
bedingt, breiten sich nämlich auch in Deutschland
exotische Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke
immer weiter aus. Diese Arten können gefährliche
Krankheitserreger wie Zika-, Chikungunya-, West-Nil-
oder Dengue-Viren übertragen.
Das Zecken- und Insektenschutzmittel »Myxal Insect
Protect« von PGP schreckt Insekten und Zecken über
deren Geruchsinn ab. Dabei enthält »Myxal Insect Protect«
den Wirkstoff Icaridin. Dieser hat eine vergleichbare Wirksamkeit
wie der häufig verwendete Wirkstoff DEET – ist
jedoch wesentlich hautverträglicher, und er greift zudem
keine Kunststoffe an. »Myxal Insect Protect« schützt bis
zu acht Stunden vor heimischen und tropischen Mücken,
bis zu fünf Stunden vor Stechfliegen wie beispielsweise
Bremsen und bis zu vier Stunden vor Zecken. Der Schutz
beginnt sofort nach der Anwendung.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Sonnenschutzmittel
sollten die Anwender das UV-Schutzmittel
30 Minuten vor dem »Myxal Insect Protect« auftragen.
Nach der Anwendung des Insektenschutzsprays sollten
die Nutzer zudem rund zehn Minuten warten, bevor sie
sich ins direkte Sonnenlicht begeben. »Kombiprodukte
aus Insekten- und UV-Schutz sind nicht empfehlenswert«,
ordnet Expertin Anja Dick ein, »weil man in der
Regel zu viele Kompromisse eingehen muss und so
keinen optimalen Schutz vor Insekten bzw. der UV-
Strahlung hat.«
30 | Juni 2026
Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer
ADOBE STOCK
BAUSTELLENSICHERHEIT
Steigtechnik
Fahrzeugsicherheit
Digital am Bau
Die im »BauWatch Crime
Report« 2026 diskutierten
Trends zeigen, dass Baustellenkriminalität
in Deutschland
kein Randproblem mehr ist. Sie
beeinflusst Projektzeiten, Budgets,
Sicherheitsaufwand und
zunehmend auch die Reputation
von Bauunternehmen.
BAUWATCH (2)
»Crime Report« 2026:
Dauerbelastung
Baustellenkriminalität
[ BAUWATCH ] Diebstahl, unbefugtes Betreten und Vandalismus sind
auf deutschen Baustellen längst keine Ausnahmefälle mehr. Sie
entwickeln sich zunehmend zu einer operativen Dauerbelastung für
Bauunternehmen, Projektentwickler und Infrastrukturbetreiber. Zu
diesem Ergebnis kommt der neue »BauWatch Crime Report« 2026.
Für die Studie wurden 4 100 Branchenexperten in zehn europäischen
Ländern befragt. 67 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass
Baustellenkriminalität im vergangenen Jahr zugenommen hat.
67
PROZENT
67 Prozent der
deutschen Befragten
berichten von
steigender Kriminalität
auf Baustellen.
Baustellenkriminalität wird in Deutschland zunehmend
zur Routine. In keinem anderen untersuchten
europäischen Land treten Baustellendiebstähle so
regelmäßig auf: 10,4 Prozent der Befragten berichten
von wöchentlichen, weitere 21,4 Prozent von monatlichen
Diebstählen. Gleichzeitig verändert sich die Bedrohungslage.
Organisierte Tätergruppen und digitale
Methoden wie KI-gestützter Betrug, Cyberangriffe
oder das Klonen digitaler Zugangsdaten erhöhen den
Druck auf Bauunternehmen und machen Sicherheit zu
einem entscheidenden Faktor für Kosten, Zeitpläne und
Projekterfolg. Die im »BauWatch Crime Report« 2026
diskutierten Trends zeigen, dass Baustellenkriminalität
in Deutschland kein Randproblem mehr ist. Sie beeinflusst
Projektzeiten, Budgets, Sicherheitsaufwand und
zunehmend auch die Reputation von Bauunternehmen.
So berichten 67 Prozent der deutschen Befragten von
steigender Kriminalität auf Baustellen. Deutschland
liegt damit 9,4 Prozentpunkte über dem europäischen
Durchschnitt. 10,4 Prozent der Befragten erleben
Diebstähle wöchentlich, 21,4 Prozent monatlich. Damit
weist Deutschland die höchsten Werte im europäischen
Vergleich auf. Am häufigsten gestohlen werden Kupfer
(56,8 Prozent), kleine Werkzeuge (51,2 Prozent) sowie
Kabel und Kabeltrommeln (49,6 Prozent). Gerade für
Energie-, Telekommunikations- und Infrastrukturprojekte
kann das erhebliche Verzögerungen verursachen.
Großes Risiko
für Projektverzögerungen
Trotz hoher Bedrohungslage setzen Unternehmen
seltener auf grundlegende Schutzmaßnahmen. Baustellenzäune
kommen der Befragung zufolge nur
noch auf 43,2 Prozent der Bauprojekte zum Einsatz,
nach 56,6 Prozent im Vorjahr. Als Hauptgrund gilt die
Unterschätzung des tatsächlichen Risikos. 32,8 Prozent
der Vorfälle werden mit organisierter Kriminalität in Verbindung
gebracht. Deutschland liegt damit deutlich über
dem europäischen Durchschnitt von 21 Prozent. Auch
KI-gestützter Betrug hat sich in Deutschland nahezu
verdoppelt – von 7,9 Prozent im vergangenen Jahr auf
14,6 Prozent im Jahr 2026. Auch Cyberangriffe und das
Klonen digitaler Zugangsdaten nehmen zu. 46,9 Prozent
der Befragten berichten von Projektverzögerungen.
Gleichzeitig dauern diese Verzögerungen länger: Der
Anteil der Projekte mit Verzögerungen von mehr als
einem Monat ist von 10,2 auf 19,2 Prozent gestiegen.
Baustellensicherheit
als strategischer Faktor
»Der ›BauWatch Crime Report‹ 2026 zeigt klar: Baustellenkriminalität
ist längst kein Einzelfall mehr, sondern ein
strukturelles Risiko für Bauprojekte in Deutschland und
Europa«, kommentiert Petra Ehrhard, BauWatch Group
Marketing Officer. »Immer häufiger auftretende Vorfälle,
organisierte Tätergruppen und neue digitale Methoden
erhöhen den Druck auf Unternehmen. Sicherheit muss deshalb
frühzeitig in die Projektplanung integriert werden, um
Materialien, Zeitpläne und Budgets wirksam zu schützen.«
Bauunternehmen sollten Risiken nicht erst nach
einem Vorfall bewerten. Sichtbare Abschreckung,
moderne Überwachungstechnologie und klare Sicherheitsprozesse
helfen, Diebstahl, Vandalismus und
Projektverzögerungen frühzeitig zu vermeiden.
32 | Juni 2026 Baustellensicherheit
Mit der TPA-Akademie führt
Vp TPA neue Fahrer und
Monteure Schritt für Schritt
an ihre Aufgaben heran.
Nach den ersten Schritten
im Depot folgen unter Aufsicht
die ersten Einsätze auf
echten Baustellen.
VP TPA (2)
Individuelle Einarbeitung
dank TPA-Akademie
[ VP TPA ] Die Baubranche steht vor einer großen Herausforderung: dem
Fachkräftemangel. Nicht nur fehlt es vielerorts an Personal, auch die Qualität
leidet zunehmend unter dem Druck, Projekte schnell umzusetzen. Für Vp TPA
Mobile Straßen sind Qualität und sicheres Arbeiten bei der Installation der
mobilen Straßen jedoch unverzichtbare Grundpfeiler. Um diesen Herausforderungen
zu begegnen, hat das Unternehmen eine eigene Akademie ins Leben
gerufen – eine Ausbildungsplattform mit strukturiertem Einarbeitungsprogramm,
das die Basis für die professionelle Umsetzung der Projekte legt.
Vp TPA Mobile Straßen zählt zu den führenden
Anbietern mobiler Straßensysteme, temporärer
Stellflächen und Bodenschutzlösungen in
Europa. Die große Fahrzeugflotte des Unternehmens
ermöglicht einen schnellen und flexiblen
Auf-, Um- und Abbau. Ein erfahrenes Team und
moderne Technik sorgen in diesem Kontext dafür,
dass Projekte effizient und zuverlässig umgesetzt
werden. Mit der TPA-Akademie hat Vp TPA vor
vielen Jahren als einer der ersten Anbieter von
mobilen Straßen ein praxisnahes und individuell
zugeschnittenes Ausbildungsprogramm
geschaffen, das neue Fahrerinnen, Fahrer und
Montierende Schritt für Schritt an ihre Aufgaben
heranführt. Das Herzstück der Ausbildung bildet
ein klar strukturiertes 60-Tage-Programm, das
auf einem Ausbildungsplan und einer Checkliste
basiert. Diese dokumentiert, welche Kompetenzen
bis zum Ende der Einarbeitung erreicht sein
müssen. Dabei wird bewusst auf die individuellen
Voraussetzungen der Mitarbeitenden eingegangen
– Vorkenntnisse, Talente und persönliche Stärken
fließen direkt in die Ausbildung ein.
Qualität durch Spezialisierung
Ein besonderes Merkmal der TPA-Akademie
ist die gezielte Spezialisierung der neuen Mitarbeitenden
auf die beiden zentralen Plattenmaterialien
Aluminium oder Stahl. Hintergrund
ist die unterschiedliche Verlegung der Platten:
Aluminiumpanels werden mit Kran und Fernbedienung
verlegt und anschließend miteinander
verschraubt. Stahlplatten werden hingegen überlappend
verlegt. Dies erfolgt aus der Krankabine
heraus. Der Umgang mit den beiden Plattenmaterialien
erfordert somit unterschiedliche
Fähigkeiten. »Wir bleiben dabei flexibel«, betont
Gerd Dres, Trainer für die Stahlplattenmontage.
»Zeigt sich während der Ausbildung ein besonderes
Talent oder eine Vorliebe, passen wir den
Ausbildungsweg individuell an.«
Sicherheit als oberstes Prinzip
Sicherheit steht bei Vp TPA an erster Stelle, sowohl
für neue als auch bestehende Mitarbeitende.
Daher beginnt die Ausbildung mit einem starken
Fokus auf Arbeitssicherheit und Theorie, bevor
erste praktische Schritte auf dem Depotplatz
und später unter Aufsicht auf echten Baustellen
folgen. »Sicherheit ist für uns kein Zusatz, sondern
die Grundlage von allem. Wir geben unseren
Mitarbeitenden das komplette Rüstzeug mit, um
sich selbst und andere konsequent vor Schaden
zu bewahren«, so Nico Buchas, Trainer für die
Aluminiumpanelmontage bei der Akademie.
Praxisnah bis zur Baustelle
Die Ausbildung kombiniert Theorie und Praxis:
Nach den ersten Schritten im Depot folgen unter
Aufsicht die ersten Einsätze auf echten Baustellen.
Dabei werden die neuen Mitarbeitenden aktiv von
erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unterstützt.
»Die Basics bringen wir unseren Leuten im Depot
bei, aber die echte Routine entsteht draußen auf
der Baustelle«, erklärt Dres.
Die TPA-Akademie ist jedoch nicht nur für Neueinstellungen
da. Auch bestehende Mitarbeitende
profitieren von regelmäßigen Auffrischungen und
Weiterbildungen. So wird nicht nur die Qualität,
sondern auch die langfristige Entwicklung der
Mitarbeitenden sichergestellt.
Neben dem eigenen Akademie-Programm
bietet Vp TPA den Mitarbeitenden auch die
Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining
mit den Verlegefahrzeugen an.
Baustellensicherheit Juni 2026 | 33
MUNK (3)
Der Aufstieg auf die Dachflächen des
Technikgebäudes erfolgt sicher über
eine neue Steigleiter mit Rückenschutz.
Munk Günzburger Steigtechnik sowie der Dienstleistungseinheit
Munk Service. Diese übernahm nicht nur
sämtliche Montagearbeiten, sondern auch die Dübelbelastungsversuche
im Vorfeld der Steigleiterinstallation.
Aufstieg
ohne Anleinen
Auf den Dachflächen des Technikgebäudes sind die
Verdampfer der Klimageräte und große Bauteile der
Lüftungsanlagen untergebracht, denn auch in Zukunft wird
das SLK-Klinikum vom bestehenden Technikgebäude aus
energetisch sowie klima- und lüftungstechnisch versorgt.
»Die Komponenten der Anlagen auf dem Dach müssen
regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Ohne Geländerabsicherung
war das nur im angeleinten Zustand
möglich und für unsere Dienstleister entsprechend aufwendig.
Toll, dass wir mit unserem Partner Rala und der
Munk Group hier eine zukunftsfähige Lösung gefunden
haben, sodass sich die Teams bei den Arbeiten auf dem
Dach komfortabler und freier bewegen können als bisher«,
so Sven Blum, Meister Bau und Betriebstechnik
bei der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.
SLK-Kliniken
Heilbronn: Sicherer
Aufstieg am Altbau
[ MUNK ] Rund 430 Mio. Euro hat die SLK-Kliniken Heilbronn GmbH in den
vergangenen zwölf Jahren in den Neubau des Klinikums im Norden von
Heilbronn investiert. In zwei Bauabschnitten entstand von 2012 bis November
2024 auf einer Grundfläche von rund 130 300 m² ein modernes Klinikum.
Damit auch künftig die Notfallversorgung und nächtliche Hubschrauberanflüge
sichergestellt werden können, war noch eine weitere Investition
nötig, die den Altbau aus den 90er-Jahren betrifft: das Technikgebäude
des Klinikums. Hier befinden sich nicht nur die kompletten Anlagen für
die Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik, sondern auch ein fast 20 m hoher
Schornstein mit sichtbarem Leuchtfeuer für den Hubschrauber. Dieser
Schornstein erhielt nun ein besonderes Sicherheits-Upgrade: eine 19,5 m
hohe, fest installierte Steigleiter mit Steigschutzschiene nach DIN 18799-1
der Munk Günzburger Steigtechnik. Auch die auf zwei Ebenen versetzten
Dachflächen des Technikgebäudes wurden in diesem Zug abgesichert.
19,5
METER
Die am Schornstein fest installierte
Steigleiter ist 19,5 m hoch.
Bei der Projektvergabe vertrauten die Verantwortlichen
der SLK-Kliniken auf ein eingespieltes Team: den
langjährigen Fachhandelspartner und Spezialisten für
Betriebseinrichtungen, Rala Dexis (Ludwigshafen) mit
eigener Niederlassung in Heilbronn, und den Steigechnikhersteller
Munk Group mit den Geschäftsbereichen
Neue Steigleiter
für den Schornstein
Ein Absicherungs-Upgrade war auch für den Schornstein
nötig, der noch über eine fast 30 Jahre alte, nicht
mehr zeitgemäße Steigleiter verfügte. »Einmal im Jahr
muss der Schornsteinfeger hoch und natürlich muss
auch das Leuchtfeuer am oberen Ende des Schornsteins
vom Elektriker inspiziert und bei Beschädigung
ausgetauscht werden. Das ist die Grundvoraussetzung
dafür, dass der Rettungshubschrauber auch bei Nacht
das Klinikum anfliegen darf. Jetzt haben wir eine moderne
Steigleiterlösung mit Steigschutzschiene und
Attikaüberstieg installiert, die den Auf- und Abstieg
besonders sicher macht«, erklärt Blum.
Die Absicherung der Dachflächen
war auf zwei Ebenen nötig.
34 | Juni 2026 Baustellensicherheit
Partnerschaft zwischen
Rala-Dexis und Munk
Bei Rala-Dexis, dem Spezialisten für Betriebseinrichtungen,
und der Munk Group war das Projekt in besten
Händen. »Bei Aufträgen in diesem Umfang vertraue ich
stets auf die Projektkompetenz der Munk Group. Hier
stimmt eben nicht nur die Produktqualität, sondern auch
die Qualität in der Ausführung der Dienstleistung. Wir
haben schon mehrere Projekte gemeinsam geschultert
und daher wusste ich, dass ich mich bei der Ausführung
des Auftrags voll und ganz auf die Spezialisten aus
dem Geschäftsbereich Munk Service verlassen kann.
Das hat auch hier wieder hervorragend geklappt und
unterstreicht unsere hervorragende Partnerschaft«,
sagt der verantwortliche Projektleiter Markus Dexheimer,
Produktmanager Betriebseinrichtungen und
Lagertechnik bei Rala-Dexis.
Rundum-Service
der Munk Group
Das Team der Diensleistungseinheit Munk Service
kümmerte sich nicht nur um die komplette Demontage
der alten Steigleiteranlage und die Installation
der neuen Sicherungsgeländer, Dachaufstiege und
Steigleiterkomponenten, sondern auch um die im
Vorfeld nötigen Dübelbelastungsversuche. »Sowohl
am Schornstein als auch am Technikgebäude selbst
mussten Belastungsversuche durchgeführt werden, um
sicherzustellen, dass die ausgewählten Verankerungsmittel
entsprechend tragfähig sind«, so Dexheimer.
Dass alle Arbeiten zur Zufriedenheit des Auftraggebers
und auch des Partners im Fachhandel ausgeführt
wurden, freut Ferdinand Munk, den Inhaber
und Geschäftsführer der Munk Group: »Das ist eine
Auszeichnung und Ehre zugleich für uns als Qualitätshersteller
und Dienstleister. Unser Team steht für
Sicherheit made in Germany und wir lieben es, wenn
wir diesen Anspruch gemeinsam mit unseren Partnern
bei Projekten wie in Heilbronn in die Tat umsetzen
können.«
Lichtkuppeln und
Dachflächen sind
mit einem Sicherungsgeländer
gesichert.
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Im Blickpunkt
Juni 2026 | 35
Die Nutzung von Leitern geht mit einem
hohen Unfall- und Verletzungsrisiko einher.
Voraussetzung für die sichere Verwendung
von Leitern ist eine Gefährdungsbeurteilung
am jeweiligen Einsatzort.
BGHM
Arbeiten in der Höhe:
Leitern sind die letzte Wahl
[ BGHM ] Ein Drittel der rund 34 000 meldepflichtigen
Absturzunfälle bei der Arbeit sind Stürze von Leitern oder
Tritten. Die Folgen reichen von Prellungen über Knochenbrüche
bis hin zu Verletzungen der Wirbelsäule. Auch ein Sturz aus
einer geringen Höhe kann zu ernsthaften Gesundheitsschäden
führen. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
informiert und gibt Tipps, wie sich Alltagsfehler vermeiden
lassen und sicherer auf und mit Leitern gearbeitet werden kann.
Arbeitgeber müssen Leitern
regelmäßig von einer zur
Prüfung befähigten Person
auf ihre einwandfreie
Funktion prüfen lassen.
Außerdem sollten Beschäftigte
vor jeder Nutzung eine
Sichtkontrolle durchführen.
Tragbare Leitern sind Arbeitsmittel, die ortsunabhängig
aufgestellt und als Verkehrsweg zum
Auf- und Abstieg oder als Arbeitsplatz verwendet
werden können. Sie bestehen aus Holz, Aluminium,
Stahl oder Kunststoff und können an eine Wand gelehnt,
aufgehängt oder freistehend verwendet werden.
Es gibt tragbare Leitern wie Bock-, Steh-, Schiebe-,
Klapp-, Anlege-, Tritt- oder Drehleitern. Die Nutzung
von Leitern geht jedoch immer mit einem hohen Unfall-
und Verletzungsrisiko einher. Besonders häufig sind
Abstürze, die u. a. zu Fersenbeinbrüchen und Kopfverletzungen
führen können. Diese Gefährdung wird nach
Ansicht der BGHM nach wie vor häufig unterschätzt.
Daher ist eine Gefährdungsbeurteilung am jeweiligen
Einsatzort eine wichtige Voraussetzung für die sichere
Verwendung von Leitern. Außerdem ist es die Aufgabe
des Unternehmens, geeignete Leitern zur Verfügung zu
stellen und gleichzeitig sicherzugehen, dass nur diese
verwendet werden.
Sichere
Alternativen wählen
Um Unfälle zu verhindern, gilt für Tätigkeiten in der
Höhe: Leitern sollen möglichst nicht als Arbeitsplatz
genutzt werden. Stattdessen sind sicherere Alternativen
wie Gerüste, fahrbare Arbeitsbühnen oder Hubarbeitsbühnen
zu bevorzugen. »Leitern sollten nur dann
eingesetzt werden, wenn die Gefährdung gering ist, die
Arbeiten nur kurz dauern und von der Leiter aus sicher
durchgeführt werden können«, erklärt Kathrin Stocker,
Präventionsexpertin bei der BGHM. Ob eine Leiter ein
sicherer Arbeitsplatz ist, muss vor Beginn der Tätigkeit
anhand der Gefährdungsbeurteilung sorgfältig ermittelt
werden. »Natürlich sind Arbeitsschutz-Verantwortliche
hier nicht auf sich allein gestellt«, sagt Stocker.
Denn das Regelwerk – u. a. die Betriebssicherheitsverordnung
sowie die Technische Regel für Betriebssicherheit
TRBS 2121 Teil 2 »Gefährdung von Beschäftigten
bei der Verwendung von Leitern« – definiert eindeutige
Einsatzgrenzen: Leitern sind beispielsweise nur dann
als Arbeitsplatz erlaubt, wenn die Standhöhe nicht
mehr als 2 m beträgt. Bei zeitlich begrenzten Tätigkeiten
(maximal zwei Stunden je Arbeitsschicht) sind
Arbeiten auf Leitern bis zu einer Standhöhe von 5 m
zulässig. Als Verkehrsweg dürfen Leitern zudem nur
genutzt werden, wenn der zu überwindende Höhenunterschied
zwischen Boden und Arbeitsplatz in der
Höhe maximal 5 m beträgt.
36 | Juni 2026 Baustellensicherheit
Häufige
Unfallursachen vermeiden
»Die meisten Leiterunfälle könnten verhindert werden,
wenn die typischen Alltagsfehler vermieden werden
würden«, sagt die Fachfrau. Zu diesen zählen z. B., dass
die Leiter falsch und ohne ausreichende Standsicherheit
aufgestellt wird. Auch der Verlust des Gleichgewichts
etwa durch seitliches Hinauslehnen, die Verwendung
von beschädigten oder ungeeigneten Leitern, Arbeiten
mit hohem Krafteinsatz auf einer ungesicherten Aufstiegshilfe
und die unsachgemäße Nutzung – wie das
Verwenden von Stehleitern als Anlegeleitern – gehören
zu den häufigsten Unfallursachen. »Prüfen und reduzieren
Sie Ihren Leitereinsatz und ersetzen Sie Leitern möglichst
durch Hubarbeitsbühnen, Gerüste oder fahrbare
Arbeitsbühnen«, rät BGHM-Expertin Stocker.
Tipps für die
sichere Leiternutzung
Ist der Einsatz einer Leiter als Arbeitsplatz oder als Verkehrsweg
im Einzelfall unvermeidbar, müssen Arbeitgeber
und Beschäftigte gemeinsam für den Arbeitsschutz
sorgen. Folgende Tipps von BGHM-Expertin Kathrin
Stocker machen die Arbeit sicherer: Zunächst einmal
sollten nur Leitern verwendet werden, die für den beruflichen
Gebrauch geeignet sind. Diese werden unter
einer höheren Last geprüft als Leitern für den privaten
Gebrauch. Die Leiterklasse ist auf der Kennzeichnung
der jeweiligen Leiter angegeben. Ein weiterer wichtiger
Faktor ist das für die Leiter zugelassene Gesamtgewicht,
das ebenfalls auf der Kennzeichnung angegeben ist
und nicht überschritten werden darf. Ebenso muss für
einen sicheren Stand der Leiter gesorgt werden. Ab
einer Leiterlänge von 3 m ist dafür eine Fußverbreiterung
vorgeschrieben. Ebenfalls müssen Arbeitgeber
Leitern regelmäßig von einer zur Prüfung befähigten
Person auf ihre einwandfreie Funktion prüfen lassen.
Außerdem sollten Beschäftigte vor jeder Nutzung eine
Sichtkontrolle durchführen.
Arbeiten sollten ausschließlich mit beiden Füßen
auf einer Stufe oder Plattform ausgeführt werden. Bei
Anlegeleitern muss auf den korrekten Anstellwinkel
– zwischen 65 und 75° zur Waagerechten – geachtet
werden. Sprossenleitern dürfen nur in begründeten
Fällen als Arbeitsplatz verwendet werden, etwa bei
engen Schächten. Grundsätzlich empfehlen sich aber
Podest- oder Plattformleitern, da diese mehr Sicherheit
als normale Anlege- und Stehleitern bieten.
UNTERNEHMEN
Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben
– Prävention, Rehabilitation
und Entschädigung – ist die BGHM
zentralen Werten verpflichtet: der
Sicherheit und Gesundheit ihrer
Versicherten sowie der Existenzsicherung
ihrer Mitgliedsunternehmen
durch Haftungsablösung bei
Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.
In diesem Sinne übernimmt
die BGHM als eine Trägerin der
gesetzlichen Unfallversicherung
bundesweit den Schutz von rund
4,8 Mio. Versicherten in den mehr
als 247 000 Betrieben der Branchen
Holz und Metall.
Das gesamte Portfolio auf einen Blick
[ ASECOS ] Die Experten für Gefahrstofflagerung und -handling haben ihren Hauptkatalog
»Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen: Lagerung – Absaugung – Handling«
aktualisiert. Er enthält neben essenziellem Fachwissen auch Produktneuheiten wie
den »Ion-Line Core Store«-Unterbauschrank. Der überarbeitete Hauptkatalog präsentiert
auf 500 Seiten das komplette Produktportfolio von Sicherheitsschränken
über Gefahrstoffarbeitsplätze und Zubehör bis hin zum Service-Angebot. Asecos
vermitteln zudem praxisnahes Fachwissen mit Blick auf die neuesten Gesetze,
Normen und Regelwerke.
Zu den Produktneuheiten zählen u. a. Erweiterungen
der »Ion-Line«-Sicherheitsschränke
zum sicheren Lagern und Laden von Lithium-
Akkus. Neue Fachbodentrenner ermöglichen eine
übersichtliche Organisation in den Lagerebenen
der Schränke der dritten Generation. Darüber
hinaus ergänzt Asecos mit dem »Ion-Line Core
Store«-Unterbauschrank das Sortiment um eine
platzsparende Lagerlösung ohne Steckdosen
– ideal für Kunden mit geringem Lagerbedarf.
Neben den »Ion«-Neuerungen wurde insbesondere
das Asecos-Service-Angebot überarbeitet
und damit ebenso das entsprechende
Kapitel im Katalog. Die Leistungen sind in die
neuen Tarife »Basic«, »Bronze«, »Silber« und
»Gold« gebündelt. Die Spannbreite reicht von
der Basisüberprüfung ohne vertragliche Bindung
bis zum »Rundum-sorglos«-Paket mit bis zu zehn
Jahren Herstellergarantie.
Auch die Informationen zum Leckage-Management
sind aktualisiert und erweitert. Das Kapitel
umfasst eine Vielzahl an Sorbents (Universal-,
Öl- und Spezialsorbents), Abdichtmatten und Absperrbegrenzungen
sowie eine breite Auswahl an
Bindemitteln – von Matten über Granulat bis hin
zu Notfall-Sets. Damit deckt die Produktpalette
alle wichtigen Anforderungen ab, um Leckagen
im Ernstfall schnell einzudämmen und Mitarbeiter
sowie Umwelt zu schützen.
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Die sichere Lagerung und das verantwortungsvolle
Handling von Gefahrstoffen sind essenziell
im Arbeitsalltag. Asecos bietet dafür Lösungen
in Form von Sicherheitsschränken, Gefahrstoffarbeitsplätzen
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dient der Hauptkatalog zugleich
als Nachschlagewerk, in dem zentrale Fragen
rund um die Themen Gefahrstofflagerung und
-handling beantwortet werden.
ASECOS
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Produktportfolio von Sicherheitsschränken
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Zubehör bis hin zum Service-Angebot.
Baustellensicherheit
Juni 2026 | 37
Sonderlösungen
entstehen aus der Praxis
KRAUSE
[ KRAUSE ] Bei den Steigtechnikspezialisten aus Alsfeld beginnt jede Sonderlösung
nicht mit einem Produkt, sondern mit Fragestellungen wie: Wie bewegen
sich Menschen durch Anlagen? Wo entstehen unnötige Wege? Welche
Bereiche müssen regelmäßig erreicht werden, und wie lässt sich das dauerhaft
sicher gestalten? Engineering bedeutet bei Krause deshalb
vor allem, Kunden und deren industrielle Abläufe zu verstehen
und daraus funktionierende Zugangslösungen abzuleiten. Konstruktion,
Anwendungstechnik und Fertigung arbeiten dabei eng
zusammen. Ziel ist nicht die maximale Individualisierung um ihrer
selbst willen, sondern eine praxisgerechte Lösung, die sich sauber
in bestehende Produktions- und Wartungsprozesse integriert und
die Effizienz beim Kunden steigert.
Am Anfang steht immer die Analyse. Dabei
werden Produktionslayouts, Maschinenanordnungen,
Wartungsintervalle und Laufwege
betrachtet. Häufig werden auch Gespräche mit
den Verantwortlichen aus Produktion, Instandhaltung
und Arbeitssicherheit geführt. Erst daraus
ergibt sich, ob ein stationärer Überstieg ausreicht,
eine fahrbare Lösung sinnvoller ist oder eine
mitfahrende Konstruktion benötigt wird.
Typisch für Krause ist der modulare Aufbau:
Standardisierte Grundkomponenten bilden
das technische Fundament, projektspezifische
Anpassungen sorgen für Passgenauigkeit. So
lassen sich Plattformgrößen, Stufenbreiten,
Geländerführungen oder Beläge exakt auf den
jeweiligen Einsatz abstimmen, ohne dass jedes
Projekt komplett neu erfunden werden muss.
Gleichzeitig fließen normative Anforderungen,
ergonomische Gesichtspunkte und betriebliche
Sicherheitskonzepte von Beginn an in die
Planung ein.
Stationäre Arbeitsplattformen
im Anlagenlayout
Ein Projekt entstand beispielsweise im Kamax-
Werk in Homberg (Ohm). Dort finden regelmäßig
Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Decken
mehrerer Industrieöfen statt. Da die Oberseiten
dieser Anlagen durch Ab- und Zuleitungen, Kabelkanäle
und weitere Einbauten stark »verbaut«
sind, lassen sich dort keine sicheren Trittflächen
nach »Schema F« realisieren. Krause konstruierte
deshalb drei exakt angepasste, stationäre
Arbeitsplattformen für zwei Anlassöfen und
einen Härteofen. Grundlage hierfür war eine
detaillierte Bestandsaufnahme vor Ort inklusive
Aufmaß und Abstimmung der erforderlichen
Arbeitsbereiche. Die entstandenen Lauf- und
Arbeitsflächen wurden als Gitterrostplattformen
mit hoher Rutschhemmung ausgeführt und um
Geländerlösungen mit Knie- und Fußleisten ergänzt.
Je nach Bereich sind diese fest installiert
oder steckbar ausgeführt. An den Einstiegsstellen
sorgen Pendeltüren für eine abgesicherte Begehung;
der Zugang erfolgt über eine einhängbare
Stufenleiter. So wird die Ofenbegehung
zu einem klar definierten, dauerhaft sicheren
Arbeitsprozess ohne provisorische Hilfsmittel
und unnötige Wege.
Entwicklung heißt
Anwendungen verstehen
Diese Projekte veranschaulichen die interne
Arbeitsweise. Der Ausgangspunkt ist dabei nie das
Die stationäre Arbeitsbühne für Wartungsund
Montagearbeiten in der Fahrzeugproduktion
gewährleistet den sicheren Zugang
auf Höhe komplexer Aufbauten bei gleichzeitig
optimierten Arbeitsabläufen.
einzelne Bauteil, sondern immer der Arbeitsablauf.
Konstrukteure und Anwendungstechniker denken
gemeinsam darüber nach, wie sich Menschen in
einer Anlage bewegen, wo Gefahren entstehen
und wie sich Wartungsarbeiten möglichst effizient
organisieren lassen. Daraus entstehen Lösungen,
die nicht nur technisch funktionieren, sondern
den Betrieb messbar verbessern. Ob mitfahrende
Plattform, individueller Überstieg oder komplexe
Sonderkonstruktion – jede Anlage wird so geplant,
dass sie langfristig wartungsarm bleibt, sich in
bestehende Strukturen einfügt und zukünftige
Anpassungen zulässt.
Ein weiterer Vorteil liege, so Krause, in der
eigenen Fertigungstiefe: Sondermaße, spezielle
Geländerführungen oder alternative Stufen-
und Plattformbeläge können direkt umgesetzt
werden. Das verkürzt Abstimmungswege und
sorgt dafür, dass Planung und Realität eng
beieinanderliegen.
Sicherheit als
konstruktives Grundprinzip
Arbeitssicherheit ist kein nachgelagerter
Prüfschritt, sondern von Anfang an Teil der
Konstruktion. Geländerhöhen, Auftrittsflächen,
Neigungswinkel und Übergabepunkte werden
von Beginn an berücksichtigt. Das Ziel besteht
darin, sichere Zugänge so selbstverständlich in
den Arbeitsalltag zu integrieren, dass sie nicht
als Zusatzlösung, sondern als natürlicher Bestandteil
der Anlage wahrgenommen werden.
Gerade in hoch getakteten Industrieumgebungen
zeige sich der Mehrwert dieses Ansatzes. Wenn
Wartung, Kontrolle und Materialfluss reibungslos
zusammenspielen, steigt nicht nur die Sicherheit,
sondern auch die Effizienz.
38 | Juni 2026 Baustellensicherheit
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Baustellensicherheit
Juni 2026 | 39
»Cat Rear People Detection«
erfasst Personen im hinteren
Arbeitsbereich und markiert diese
direkt im Fahrerdisplay.
Kollisionswarnsystem
mit aktivem Bremseingriff
400
METER
Mit »Cat Command« kann
die Maschine außerhalb
des Gefahrenbereichs aus
bis zu 400 m Entfernung
vor Ort gesteuert werden.
Drei farblich gekennzeichnete
Warnzonen passen sich dynamisch
an die Entfernung der
Person zur Maschine an und
werden auf dem Monitor in der
Kabine hervorgehoben.
[ ZEPPELIN-CATERPILLAR ] Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit in der Rückverladung
oder beim Materialumschlag reicht – ein rückwärtsfahrender Radlader, ein Mensch
im Gefahrenbereich und schon ist der Unfall passiert. Genau hier setzt Caterpillar mit
dem neuen Kollisionswarnsystem für den Cat-Radlader »966 XE« an. Die integrierten
und nachrüstbaren Sicherheitsfeatures gehen dabei über klassische Warnsysteme
hinaus: Die Baumaschine warnt nicht nur ihren Fahrer, sie greift im Ernstfall selbst aktiv
ins Fahrgeschehen ein. Mit einem intelligenten Zusammenspiel aus Radar, Kamera,
Bremssystem und Fahrerassistenz soll der Radlader gefährliche Rückwärtskollisionen
nicht nur erkennen, sondern dank automatischem Bremseingriff verhindern.
Bestandteile sind aufeinander
abgestimmte Komponenten.
Herzstück ist die Radar-Objekterkennung
(»Cat Object Detection«),
die den Gefahrenbereich hinter der
Maschine permanent überwacht.
Ergänzt wird sie durch Stroboskoplichter,
die wiederum das Umfeld
zusätzlich warnen: »Vorsicht, der
Radlader bewegt sich rückwärts.«
Hinzu kommt die Personenerkennung
über eine intelligente Kamera
(»Cat Rear People Detection«).
Sie erfasst Personen im hinteren
Arbeitsbereich und markiert diese
direkt im Fahrerdisplay. »So ein
Warnhinweis kann entscheidend
sein, Gefahren zu erkennen, einzuschätzen
und zu beherrschen, die
anderenfalls unerkannt bleiben« so
Theresia Brändle, Produktmanagerin
für mittelgroße Radlader. Drei farblich
gekennzeichnete Warnzonen –
Gelb für Aufmerksamkeit, Orange
für Vorsicht und Rot für kritische
Situationen – sind abhängig von der
Fahrgeschwindigkeit und passen
sich dynamisch an die Entfernung
der Person zur Maschine an und
werden auf dem Monitor in der
Kabine hervorgehoben.
Automatischer
Bremseingriff
Eine weitere Stufe ist das »Cat Collision
Mitigation System (CMS)«. Bei
erkannter Kollisionsgefahr während
der Rückwärtsfahrt erfolgt ein automatischer
Bremseingriff durch die
Bewegung der Maschine. Die Besonderheit:
Das System arbeitet nicht mit
einer separaten Zusatzbremse, sondern
nutzt das vorhandene elektrohydraulische
Betriebsbremssystem.
Der automatische Bremseingriff ist
beim Rückwärtsfahren bis 15 km/h
ausgelegt. Auch bei höheren Geschwindigkeiten
bleibt das System
aktiv. Die »CMS«-Erkennungszonen
sind in Länge, Breite und Neigung
sowie in der Fahrtrichtung dynamisch
und damit vom Bremsweg
abhängig. Bei langsamer Fahrt ist
es möglich, auf wenige Zentimeter
an Objekte heranzufahren oder an
ihnen entlangzufahren.
Vorerst wird das System für
250 Betriebsstunden im Demo-
Modus freigeschaltet. Erst danach
entscheidet der Kunde, ob das System
dauerhaft und kostenpflichtig
aktiviert werden soll. »Der Grund ist
pragmatisch: Nicht jeder Einsatz ist
gleich. In sehr engen oder stark frequentierten
Arbeitsbereichen kann
ein automatischer Bremseingriff
40 | Juni 2026 Baustellensicherheit
CATERPILLAR (3)
auch betriebliche Abläufe beeinflussen.
Fahrer und Betreiber sollen
deshalb die Möglichkeit haben, das
System zunächst realistisch im Alltag
zu testen. Denn Bremsweg,
Beladung und Untergrund setzen
dem System klare Grenzen. Eine
vollständige Kollisionsvermeidung
ist bei höheren Geschwindigkeiten
nicht zugesichert. Die volle Verantwortung
liegt immer beim Fahrer«,
macht Theresia Brändle deutlich.
Anfahrstoppsystem
schützt zusätzlich
Besonders kritisch wird es, wenn
sich Personen oder Hindernisse
einem Radlader im Stillstand nähern,
in den kritischen Warnbereich eintreten
und die Maschine rückwärts
anfährt. Für diesen Fall wurde das
Anfahrstoppsystem »Cat Motion
Inhibit« entwickelt, wobei der Fahrer
über eine Hinweismeldung auf
dem Display und einen Alarmton
informiert wird. Befindet sich der
Radlader mindestens 15 Sekunden
im Stillstand und der Fahrer schaltet
von der Neutralstellung in den
Rückwärtsgang, verhindert »Motion
Inhibit« das Einlegen des Rückwärtsgangs
und legt die Bremse
an, sofern das Erkennungssystem
eine Person oder ein Objekt im
kritischen Warnbereich feststellt.
Dabei werden die Informationen
der Radar-Objekterkennung und
die Daten der intelligenten Kamera
zur Personenerkennung genutzt.
Baustellensicherheit
Erst wenn der Fahrer wieder in
die Neutralstellung schaltet, durch
Lenken den Erfassungsbereich
freigibt oder die Gefahr aus dem
kritischen Bereich ausgetreten ist,
kann der Radlader rückwärtsfahren
oder die Vorwärtsfahrt, weg von der
erkannten Gefahr, antreten.
Digitale Dokumentation
mit »VisionLink«
Sämtliche sicherheitsrelevanten Ereignisse
werden inzwischen digital
dokumentiert und an »VisionLink«
übertragen – darunter Warnmeldungen,
»Motion-Inhibit«-Eingriffe
und automatische Bremsvorgänge.
Das System lässt sich bei Bedarf
temporär über eine Operator-Override-Taste
unterdrücken, womit
»Motion Inhibit«- und Bremseingriff
deaktiviert werden. Lässt der
Fahrer die Taste los, ist das System
sofort wieder aktiv. Da dabei
jedoch dauerhaft die rechte Hand
gebunden ist, bleibt produktives
Arbeiten nur eingeschränkt möglich
– das ist ein bewusst gesetzter
Sicherheitsmechanismus.
Wer den Fahrer komplett aus der
Gefahrenzone bringen will, kann die
Fernsteuerung »Cat Command« installieren.
Zwei Möglichkeiten stehen
dabei zur Auswahl: Der Bediener
kann mithilfe einer Steuerkonsole
außerhalb des Gefahrenbereichs mit
Blickkontakt und in bis zu 400 m
Entfernung vor Ort arbeiten. Oder
es wird die »Cat Command Station«
gewählt, die entweder vor Ort für
den Einsatz in Sichtverbindung
oder kilometerweit entfernt für Anwendungen
ohne Sichtverbindung
für sicheres Arbeiten mit dem Cat-
Radlader »966 XE sorgt« und eine
Echtzeitreaktion ermöglicht.
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Mit »Cat Object Detection«
lässt sich der Gefahrenbereich
hinter der Maschine
permanent überwachen.
Bilder: Yulia Reznikov / Getty Images,
H.ZWEI.S Werbeagentur GmbH / (c) BG BAU
Haben Sie Fragen?
Wir beraten Sie gerne!
Tel.: 0800 3799100 Juni 2026 | 41
Das neue Rundumsicht-
System »AVS 360°
Doublebird FHD« eignet
sich für die unterschiedlichsten
Fahrzeugtypen.
AXION (2)
Das »AVS 360° Doublebird FHD«
ermöglicht dem Fahrer einen Live-
Rundumblick um das Fahrzeug in
verschiedenen Perspektiven in Full-HD.
»AVS 360° Doublebird FHD«:
Mit Rundumsicht zu mehr Sicherheit
[ AXION ] Das sichere Fahren im Stadtverkehr ist bereits im Pkw trotz
diverser Fahrassistenzsysteme oft eine Herausforderung. Noch wesentlich
herausfordernder ist das für die Fahrer größerer Fahrzeuge, seien das Lkw
im Lieferverkehr, Arbeitsmaschinen oder Nutz- oder Spezialfahrzeuge. Die
neueste Version der Kamerasysteme von Axion bietet Rundumsicht in Full-
HD aus verschiedenen Perspektiven. Das erleichtert das präzise Manövrieren
und senkt das Kollisionsrisiko mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Räumliche Enge, plötzlich auftauchende Personen
und nicht einsehbare Bereiche rund
um das Fahrzeug sind ein permanentes Risiko
– und eine der Hauptursachen für Unfälle vom
einfachen Blechschaden bis zu schwersten
Personenschäden. Dazu kommt: Sicherheit, dass
andere Verkehrsteilnehmer oder Beteiligte sich
des Risikos des toten Winkels bewusst sind
und sich entsprechend verhalten, hat man als
Fahrzeugführer nie. Kamerabasierte Rundumsichtsysteme,
mit denen der Fahrer die gesamte
Fahrzeugumgebung jederzeit und lückenlos im
Blick haben kann, stellen hier eine ganz wesentliche
Erleichterung dar – und senken das Risiko
von Kollisionen deutlich.
Rundumsicht
in Full-HD
Die innovativen Kamerasysteme von Axion bewähren
sich seit vielen Jahren in unterschiedlichsten
Fahrzeugtypen. Mit dem neuen »AVS 360°
Doublebird FHD« präsentiert das Unternehmen
die nächste Stufe seiner Fahrassistenzsysteme:
Es ermöglicht dem Fahrer einen Live-Rundumblick
um das Fahrzeug in verschiedenen Perspektiven
in Full-HD. Dank der hohen Auflösung können
Fahrer auch kleinere Hindernisse schnell und zuverlässig
erkennen. Das erleichtert nicht nur das
präzise Manövrieren auf engem Raum, sondern
reduziert auch das Kollisionsrisiko mit anderen
Verkehrsteilnehmern deutlich.
Das Fahrassistenzsystem nutzt insgesamt vier,
jeweils an Front, Heck und den beiden Seiten
montierte, hochauflösende robuste Farbkameras
und fügt aus deren Einzelaufnahmen eine Rundumansicht
des Fahrzeuges und seiner Umgebung
zusammen. Die Fahrer können dabei zwischen
zwei Darstellungsmodi umschalten, je nachdem,
was die Situation erfordert. Im 2D-Modus wird
die Fahrzeugumgebung in einer senkrechten
Draufsicht auf das Fahrzeug dargestellt. Der
3D-Modus zeigt ein realitätsnahes Fahrzeugmodell,
eingebettet in ein perspektivisches Abbild
der Umgebung.
Für die verschiedenen Fahrsituationen stehen
dem Fahrer zusätzlich unterschiedliche
Ansichten zur Verfügung: Insbesondere für
risikoreiche Manöver, wie Abbiegen und Rückwärtsfahren
oder auch beim Fahren mit höheren
Fahrgeschwindigkeiten, können jeweils andere
Ansichten und auch Einzelkameraansichten,
z. B. die der rückseitigen Kamera, zur optimalen
Unterstützung gewählt werden. Für eine möglichst
realitätsnahe Darstellungen im 2D-Modus
können Bilder des eigenen Fahrzeugs in der
Draufsicht integriert werden. Für eine möglichst
realitätsnahe Darstellung im 3D-Modus stehen
Modelle verschiedenster Fahrzeugklassen im
System zur Auswahl.
Passend für
unterschiedliche Fahrzeuge
Wie auch die meisten anderen Produkte von
Axion eignet sich das neue Rundumsicht-System
»AVS 360° Doublebird FHD« für die unterschiedlichsten
Fahrzeugtypen – vom Rettungswagen
über Lkw bis hin zu Bau- und Landmaschinen.
Dank optimierter Auto-Kalibrierfunktion lässt
sich das Kamerasystem trotz der bei jedem Fahrzeugtyp
anderen Montageposition schnell und
einfach kalibrieren. Das »AVS 360° Doublebird
FHD«-Assistenzsystem kann problemlos mit
einem AHD-Monitor aus dem breiten Portfolio
von Axion kombiniert werden. Alternativ können
auch HDMI-fähige Anzeigegeräte für das Rundumsichtsystem
verwendet werden. Für einen
optimalen Überblick und eine effiziente Nutzung
des Fahrerplatzes kann der Monitor wahlweise in
vertikaler oder horizontaler Ausrichtung montiert
werden. Eine optionale Videoaufzeichnung auf
SD-Karte rundet den Funktionsumfang ab.
Das neue Fahrassistenz-System ist außerdem
darauf vorbereitet, auch zukünftige Funktionen
integrieren und nutzen zu können: So wird
künftig eine integrierte KI-Personenerkennung
das Kamerasystem ergänzen – und noch mehr
Schutz von Personen im Fahrzeugumfeld und
eine frühzeitige Warnung bei Gefahrensituationen
möglich machen.
42 | Juni 2026 Baustellensicherheit
KI-basierte
Sicherheitslösung
für Baumaschinen
»WorkWarn« bietet eine vernetzte Rundumerkennung
der gesamten Arbeitsmaschine und deckt
nicht nur den rückwärtigen Raum, sondern auch
die Bereiche neben und vor dem Fahrzeug ab.
[ WORKWARN ] Baustellen stellen hohe
Anforderungen an Sicherheit und Effizienz.
Besonders beim Einsatz von Baumaschinen
zeigen sich die Grenzen herkömmlicher
Kameralösungen und einfacher KI-Kameras:
Sie überlasten Fahrer mit ständigen
Bildschirmkontrollen, erfassen nicht alle
toten Winkel und lösen häufig unnötige
Fehlwarnungen aus. »WorkWarn« setzt hier
auf einen grundlegend anderen Ansatz: ein
vollwertiges KI-Sicherheitsökosystem, das
ohne zusätzlichen Monitor auskommt und
Warnungen direkt im Sichtfeld des Fahrers
anzeigt – präzise, situationsbezogen und
damit entastend für den Fahrer.
WORKWARN
Das System »WorkWarn« bietet eine vernetzte
Rundumerkennung der gesamten Arbeitsmaschine,
sodass nicht nur der rückwärtige Raum, sondern
zusätzlich die Bereiche neben und vor dem Fahrzeug
überwacht werden. Mehrere KI-Kameras arbeiten mit
einer zentralen Steuereinheit und zeigen Warnungen
direkt ins Blickfeld des Fahrers – ohne Ablenkung durch
separate Monitore. Diese gezielte Informationsweitergabe
erhöht die Konzentration auf die Arbeit und steigert
die Akzeptanz im Vergleich zu Monitorsystemen. Dank
hochpräziser KI-Algorithmen werden selbst teilweise
verdeckte Personen (»Half-Body«-Erkennung) und
stark reflektierende Warnkleidung unter schwierigen
Lichtverhältnissen erkannt. Die KI wurde mit realen
Baustellendaten trainiert und filtert unwichtige Situationen
heraus – für maximale Erkennungsgenauigkeit
bei minimalen Fehlalarmen.
Intelligente Vernetzung
»WorkWarn« soll mehr sein als eine KI-Kamera: Es
stellt ein intelligentes, vernetztes Sicherheitssystem
dar. Die KI-gestützten Überwachungszonen lassen
sich situationsbezogen anpassen, etwa für unterschiedliche
Arbeitsbereiche. Durch die Vernetzung
mehrerer Fahrzeuge entsteht ein ganzheitliches Sicherheitsmanagement:
Gefahrenbereiche können
präventiv ausgewertet werden und die DSGVO-konforme
Dashcam-Funktion ermöglicht eine lückenlose
Unfallanalyse. Doch »WorkWarn« kann noch mehr:
Der integrierte Alarmmodus verwandelt das System
in eine Baustellenüberwachung – zum Schutz vor
Diebstahl von Material, Werkzeug oder Diesel. Durch
die Möglichkeit des Fernzugriffs auf das System ist
auch eine Fernwartung möglich.
In der Praxis erprobt
Anwender bestätigen den Unterschied: »Seit wir ›Work-
Warn‹ einsetzen, ist das Arbeiten viel entspannter – die
Warnungen sind präzise und direkt im Blickfeld, ohne
dass wir auf einen Monitor schauen müssen«, so ein
Fuhrparkleiter. Fahrer profitieren besonders davon,
dass sie sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren können,
ohne ständig den Blick zwischen Spiegeln, Monitoren
und der eigentlichen Arbeit an der Schaufel oder dem
Löffel wechseln zu müssen.
Das System ist nachrüstbar auf jeder Art von
Arbeitsgerät und erfüllt zudem die Anforderungen für
eine Förderung nach BG-Bau 71.
Während einfache Kameralösungen
nur Teilbereiche abdecken,
bietet »WorkWarn« einen
Rundumschutz für den Fahrer –
kombiniert mit intelligenter Vernetzung,
präventiver Gefahrenanalyse
und Alarmfunktionen.
Baustellensicherheit
Juni 2026 | 43
Feinstaubexposition
digital managen
Die »Dustlight«-Software
ermöglicht die
Auswertung der
Feinstaubexposition
auf Organisationsebene
über mobile
und webbasierte
Anwendungen.
LATAI
[ LATAI ] Die »Dustlight«-
Softwarelösung des
Münchner Start-ups Latai
ermöglicht ein zentrales,
flottenübergreifendes
Management der Feinstaubexposition
am Arbeitsplatz.
Die Technologie erlaubt
Sicherheitsfachkräften,
die Expositionsdaten aller
»Dustlight«-Partikelmessgeräte
in einem einzigen
Dashboard einzusehen. Sie
bietet Transparenz über Expositionstrends,
Messkennzahlen,
den Compliance-Status
sowie zusätzliche
Analysefunktionen.
Die »Dustlight«-Software ermöglicht die Auswertung
der Feinstaubexposition auf Organisationsebene
über mobile und webbasierte Anwendungen. Diese
bieten Zugriff auf Messdaten, die von den tragbaren
»Dustlight«-Geräten im Rahmen des täglichen Betriebs
erfasst werden. Zudem schützen die »Dustlight«-Geräte
die Träger bereits während der Erfassung durch
eine intuitive Benachrichtigung in Echtzeit mittels Licht
oder akustischen Signalen. Der zentrale Zugriff auf
Messwerte erlaubt Sicherheitsbeauftragten, Expositionsdaten
aller Nutzer innerhalb des Unternehmens
in einem Dashboard zu überwachen. Dadurch wird eine
einheitliche Kontrolle für interne Berichterstattung und
Compliance-Prüfungen gewährleistet und der Aufwand
für das manuelle Sammeln und Vergleichen einzelner
Gerätedaten deutlich reduziert. Durch die Zusammenführung
von Messwerten über verschiedene Nutzer und
Standorte hinweg können Expositionsbedingungen
im gesamten betrieblichen Kontext bewertet werden.
Trendbasierte Auswertung
Langfristige Expositionstrends ermöglichen es Unternehmen,
die Entwicklung der Staubbelastung über
Wochen, Monate oder ein Jahr hinweg zu beobachten.
So lassen sich die Wirksamkeit technischer oder
organisatorischer Schutzmaßnahmen bewerten und
wiederkehrende Expositionsmuster erkennen. Diese
trendbasierte Auswertung unterstützt Entscheidungen
zur Reduzierung langfristiger Gesundheitsrisiken. Die
Compliance-Übersicht zeigt zudem auf einen Blick, ob
die gemessenen Werte innerhalb der geltenden Grenzwerte
liegen. Ergänzend liefert »Dustlight« Einblicke in
die Geräteauslastung und Nutzung, um nachvollziehen
zu können, wann und wie Mitarbeitende die Geräte im
Arbeitsalltag einsetzen.
Drei Softwarepläne
Die »Dustlight«-App ist in drei Softwareplänen erhältlich.
Die oben beschriebenen Funktionen sind
Bestandteil des »Corporate Plans«. Darüber hinaus
umfasst der »Corporate Plan« sämtliche Funktionen
des »Business Plans«. Dazu gehören die kontinuierliche
Berechnung des 8-Stunden-Schichtmittelwerts
(AGW, Arbeitsplatzgrenzwert) sowie die Bewertung des
Kurzzeitgrenzwerts (AGW mit Überschreitungsfaktor)
auf Basis von 15-Minuten-gleitenden Mittelwerten.
Dies ermöglicht eine präzise Erfassung kurzfristiger
Belastungsspitzen sowie deren Dauer und Häufigkeit
im Tagesverlauf. Weitere Funktionen umfassen Einblicke
in die Partikelgrößenverteilung, um die Exposition
gegenüber unterschiedlichen Partikelgrößen in Bezug
auf bestimmte Tätigkeiten oder Arbeitsumgebungen
zu bewerten. Zusätzlich können im System Ereignisnotizen
hinterlegt werden, um die Messdaten mit
Arbeitsvorgängen oder Prozessen zu verknüpfen und
so die Nachverfolgbarkeit zu verbessern.
44 | Juni 2026 Baustellensicherheit
Neues Werkstattmodul
für mehr Transparenz
Schäden direkt vor Ort erfassen:
Mit dem neuen Werkstattmodul
reichen ein Foto und eine kurze
Notiz per Smartphone.
[ SYNIOTEC ] Schäden an Maschinen und Geräten gehören im
Baualltag dazu. Wie damit umgegangen wird, ist jedoch oft alles
andere als strukturiert: Ein Defekt wird zufällig entdeckt, telefonisch
gemeldet oder auf Papier notiert. Tage später weiß niemand
mehr genau, was eigentlich kaputt ist, ob die Ersatzteile schon
da sind oder wer den Schaden überhaupt gemeldet hat. Mit dem
neuen Werkstattmodul erweitert Syniotec seine Softwarelösungen
»SAM (Smart Asset Manager)« und »RAM (Rental Asset Manager)«
um einen zentralen Baustein für die Instandhaltung im Bau.
SYNIOTEC
In vielen Unternehmen beginnt der Werkstattprozess
so: Ein Schaden wird auf dem Hof,
auf der Baustelle oder im laufenden Betrieb
entdeckt. Die Information wird weitergegeben, oft
mündlich und über verschiedene Kanäle. »Genau
hier entstehen die größten Reibungsverluste«,
so die Erklärung von Syniotec. »Informationen
sind vorhanden, aber nicht strukturiert, zentral
dokumentiert oder für alle zugänglich.«
Das neue Werkstattmodul setzt genau an
diesem Punkt an: Schäden können direkt vor
Ort per Smartphone erfasst werden – ein Foto,
eine kurze Notiz, fertig. Im System entsteht daraus
ein Ticket, mit klarer Zuständigkeit, Priorität
und Status. Alle Beteiligten greifen auf dieselbe
Informationsbasis zu.
Praxisnahes Tool
Der entscheidende Unterschied zu vielen bestehenden
Lösungen liegt in der Integration: Das
Werkstattmodul ist kein isoliertes Tool, sondern Teil
einer umfassenden Plattform. Syniotec verbindet
Maschinen, Geräte und Betriebsprozesse in einem
System: von der Disposition über technische
Prüfungen (UVV) bis hin zur Werkstatt und der
anschließenden Abrechnung. Werkstattprozesse
sind damit nicht mehr losgelöst, sondern eingebettet
in den gesamten Lebenszyklus der
Maschinen. Schäden, Wartungen, Prüfungen und
Einsätze greifen ineinander. »Werkstattprozesse
waren für uns der nächste logische Schritt«, so
David Peters, Head of Product Management
bei Syniotec. »Unsere Kunden haben bereits
Prüfungen, Wartungen und Maschinen zentral
verwaltet. Der Bedarf, auch Schäden und Reparaturen
strukturiert abzubilden, kam immer
wieder auf.«
Mit der Branche entwickelt
Die Entwicklung des Werkstattmoduls basiert
nicht nur auf internen Überlegungen, sondern
auch auf direktem Feedback aus der Praxis. In
Workshops mit Anwendern aus der Bauindustrie
wurden bestehende Prozesse analysiert und
Anforderungen gemeinsam erarbeitet. Dieses
Feedback wurde gezielt in die Entwicklung aufgenommen.
Das Ergebnis ist ein Modul, das sich an
realen Abläufen orientiert, nicht an theoretischen
Prozessen. Die Struktur des Moduls folgt dabei
einem klaren, praxisnahen Prinzip: Ein visuelles
Kanban-Board sorgt für Übersicht über alle
offenen und laufenden Vorgänge. Jeder kann
eigene Boards anlegen, z. B. nach Standorten
oder Verantwortungsbereichen.
Zusätzlich lassen sich individuelle Ticket-Vorlagen
definieren. Für jede Vorlage können Pflichtfelder
festgelegt werden, sodass alle relevanten
Informationen von Anfang an erfasst werden. Die
Bedienung ist dabei schlicht, fokussiert sich auf
das Wesentliche und verzichtet auf unnötigen
Ballast. Es geht darum, den Mitarbeitenden den
Rücken freizuhalten, damit sie sich auf die Technik
konzentrieren können, statt auf die Verwaltung.
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Baustellensicherheit
Juni 2026 | 45
Innolizer GmbH
Bis zu 40 Prozent weniger
Verwaltungsaufwand
mit »SafetyGo«
Mit der »Safety-
Go«-App können
Mitarbeiter Unfälle
sofort vor Ort erfassen.
[ INNOLIZER/AST ] Führerscheine, Unterweisungen, Nachweise: Arbeitsschutz
im Bau bedeutet bisher vor allem Papierberge und Excel-Listen. »SafetyGo«
bündelt diese Aufgaben in einer App auf dem Smartphone jedes Mitarbeiters,
jederzeit zentral abrufbar. Das spart in der Verwaltung bis zu 40 Prozent
Zeit und gibt Polieren, Bauleitern und Geschäftsführung den Überblick
zurück. Hinter der Plattform aus Ulm steht ein Gründerteam, das Software-
Know-how und Arbeitssicherheits-Expertise aus der Bau-Praxis vereint.
Mehrere Baustellen, wechselnde Teams,
ständig neue Qualifikationen und Fristen:
Bauunternehmen jonglieren im Arbeitsschutz
mit einer Vielzahl von Themen. Genau hier setzt
»SafetyGo« an: »Vorher lagen unsere Nachweise
verteilt in Ordnern und Excel-Listen. Bei Kontrollen
hat das jedes Mal Zeit gekostet. Heute haben wir
alles zentral in ›SafetyGo‹«, sagt Florian Fischäß
vom Bauunternehmen Kurt Motz. Die Plattform
bündelt alle Arbeitsschutz-Themen rund um den
Mitarbeiter in einer App und wurde für Bauunternehmen,
die ihre Arbeitssicherheit ohne IT-Projekt
digitalisieren wollen, entwickelt.
Unterweisungen
einfach organisieren
Jährliche Sicherheitsunterweisungen gehören
zum Bauunternehmen wie der Helm zum Mitarbeiter.
Mit »SafetyGo« lassen sie sich planen,
durchführen und dokumentieren – alles in einem
System. Vorgesetzte und Personalverantwortliche
verschicken Termineinladungen zu Schulungen und
Unterweisungen direkt aus der App; Mitarbeiter
nehmen den Termin mit einem Klick an und übernehmen
ihn in den Kalender ihres Smartphones.
Teilnahmen werden direkt erfasst, bei erfolgreicher
Teilnahme automatisch von »SafetyGo« zertifiziert
und sofort als Nachweis hinterlegt. Bei Audits
oder behördlichen Kontrollen natürlich jederzeit
abrufbar. Das spart Zeit und macht Schluss mit
dem Suchen nach unterschriebenen Listen.
Der Arbeitsschutz-Alltag
in der Hosentasche
Das digitale Sicherheitslogbuch ist das Herzstück
von »SafetyGo« für die Mitarbeiter auf der Baustelle.
Statt Klemmbrett und Papierformularen
führt jede Person ihr Logbuch direkt auf dem
Smartphone: Unterweisungen, Qualifizierungen,
medizinische Untersuchungen und Beauftragungen
sind jederzeit griffbereit und langfristig
nachvollziehbar hinterlegt. Polier und Bauleitung
sehen auf einen Blick, was bereits dokumentiert
ist und wo noch etwas fehlt. Damit landen alle
sicherheitsrelevanten Vorgänge dort, wo sie
entstehen: auf der Baustelle, künftig inklusive
automatischer Reports ohne nachgelagerte
Excel-Auswertungen.
Im Falle eines Unfalls ist außerdem die lückenlose
Dokumentation entscheidend, sowohl für die
Meldung an die Berufsgenossenschaft (BG) als
auch für die eigene Aufarbeitung. Über »SafetyGo«
werden Unfälle direkt am Smartphone mit Fotos,
Beschreibung und Zeitstempel erfasst und gehen
unmittelbar an die zuständige Stelle im Büro. Das
spart Wege, vermeidet Übertragungsfehler und
sorgt dafür, dass die formelle Meldung an die
BG lückenlos vorbereitet werden kann.
Digitale
Führerscheinkontrolle
Wer dienstlich ein Fahrzeug führt, muss einen
gültigen Führerschein vorweisen. Der Arbeitgeber
ist in der Pflicht, das regelmäßig zu prüfen. Mit
»SafetyGo« läuft auch diese Kontrolle digital: Mitarbeiter
weisen ihren Führerschein bequem per
Smartphone nach, das System dokumentiert jede
Prüfung mit Zeitstempel und erinnert automatisch
an den nächsten Termin. So bleibt die Führerscheinkontrolle
rechtssicher, ganz ohne Sammeltermine
im Büro und Kopien im Aktenordner.
Integrierte
E-Learnings für den Bau
Arbeitsschutz endet nicht bei der Dokumentation
– er beginnt beim Wissen jedes Einzelnen.
»SafetyGo« wird deshalb künftig um integrierte
E-Learnings und On-Top-Gefährdungsbeurteilung
erweitert und entwickelt sich damit zum ganzheitlichen
System für Qualifikation und Sicherheit im
Bau. Mitarbeiter absolvieren Schulungen flexibel
dort, wo gerade Zeit ist, etwa bei schlechtem Wetter
im Baucontainer, statt eigens dafür ins Büro zu
fahren. Poliere können für neue Arbeitsstellen vor
Ort Gefährdungen beurteilen, Schutzmaßnahmen
festlegen und verfolgen.
»Mit der Integration von E-Learnings schließen
wir den Kreis: Qualifikationen, Unterweisungen,
Nachweise und das passende Wissen dazu,
alles in einer Plattform«, sagt Julia Geiselmann,
Geschäftsführerin von »SafetyGo«. »So wird
Arbeitsschutz nicht nur effizienter dokumentiert,
sondern auch im Kopf jedes Mitarbeiters fest
verankert.«
INNOLIZER/AST (2)
Die Startseite von »SafetyGo« zeigt
Verantwortlichen sofort, welche
Qualifikationen ablaufen, welche
Beauftragungen fehlen und welche
Schulungen anstehen.
46 | Juni 2026
Baustellensicherheit
ADOBE STOCK
Entlastung für Rücken und
Schultern: Exoskelette im Bauwesen
HUNIC
Die Exoskelette von Hunic bestehen
überwiegend aus Stoffgurten, elastischen
Bändern und leichten Strukturelementen.
Dadurch wiegen einzelne
Systeme weniger als 1 kg.
[ BAUSICHERHEIT ] Muskel-Skelett-Erkrankungen zählen seit Jahren zu
den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Ausfälle im Bau- und
Ausbaugewerbe. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel und steigende
Anforderungen an Gesundheitsschutz und Ergonomie den Druck auf
Unternehmen, körperlich belastende Tätigkeiten nachhaltiger zu gestalten.
Exoskelette sind eine Möglichkeit, um Mitarbeiter bei Hebe-, Trage- und
Überkopfarbeiten zu unterstützen. Während erste Systeme bereits auf
Baustellen eingesetzt werden, entwickelt sich der Markt kontinuierlich
weiter. Die Redaktion der bauSICHERHEIT hat sich ausführlich mit dem
Thema beschäftigt und beleuchtet u. a. die Funktionsweise und Vorteile von
Exoskeletten sowie eine Auswahl der derzeit am Markt verfügbaren Systeme.
Jessy von Berg
Kaum eine Branche ist so stark von körperlicher
Arbeit geprägt wie das Bauwesen. Das Heben
und Tragen schwerer Materialien, Arbeiten in Zwangshaltungen
sowie wiederkehrende Bewegungsabläufe
gehören für viele Beschäftigte zum Arbeitsalltag. Insbesondere
Rücken, Schultern und Knie sind dauerhaft
hohen Belastungen ausgesetzt, was über kurz oder
lang zu schweren Schäden oder Verletzungen führen
kann. Vor diesem Hintergrund werden Exoskelette
zunehmend interessanter für Unternehmen, Arbeitsschutzverantwortliche
und Sicherheitsfachkräfte. Die
am Körper getragenen Unterstützungssysteme sollen
zum einen körperliche Belastungen reduzieren und
Ermüdungserscheinungen reduzieren, zum anderen
dienen sie auch der langfristigen Prävention von Muskel-
Skelett-Erkrankungen (MSE), indem sie die natürlichen
Bewegungen der Anwender durch mechanische oder
motorische Hilfen unterstützen.
Aktive vs. passive Systeme
Grundsätzlich wird zwischen aktiven und passiven
Exoskeletten unterschieden. Aktive Exoskelette verfügen
über einen externen Antrieb, z. B. elektrische
Motoren oder pneumatische Systeme. Sie erzeugen
zusätzliche Kräfte und unterstützen Bewegungen
aktiv. Die Unterstützungsleistung kann in der Regel
individuell eingestellt werden. Zudem lassen sich unterschiedliche
Kraftverläufe für verschiedene Tätigkeiten
programmieren. Passive Exoskelette arbeiten dagegen
ohne externe Energiequelle. Sie nutzen mechanische
Elemente wie Federn, elastische Bänder oder spezielle
Gelenkkonstruktionen, um Bewegungsenergie zu
speichern und wieder abzugeben. Die Unterstützung
ergibt sich aus der konstruktiven Auslegung des
Systems. Anpassungen der Unterstützungsleistung
sind daher meist nur durch Veränderungen an der
Hardware möglich. Während aktive Systeme häufig
höhere Unterstützungsleistungen bieten, zeichnen sich
passive Lösungen durch geringeres Gewicht, einfachere
Handhabung und niedrigeren Wartungsaufwand aus.
Welche Technologie geeignet ist, hängt wesentlich von
den jeweiligen Arbeitsprozessen ab.
48 | Juni 2026 Persönlicher Marktcheck Schutz
MARKTCHECK
Die meisten derzeit verfügbaren Exoskelette konzentrieren
sich auf zentrale Belastungssituationen im
Bauwesen. Zu den häufigsten Anwendungsfeldern
gehören Hebe- und Tragearbeiten: Beim Transport
von Baustoffen, Werkzeugen oder Bauelementen
entstehen hohe Belastungen für Rücken und Gelenke.
Hier können Exoskelette einen Teil der dabei auftretenden
Kräfte aufnehmen und über ihre Konstruktion
auf andere Körperbereiche ableiten. Besonders bei
wiederkehrenden Bewegungsabläufen lässt sich
so die Belastung der Lendenwirbelsäule merklich
reduzieren. Auch Arbeiten über Schulterhöhe sind
auf der Baustelle keine Seltenheit: Wer stundenlang
Arbeiten wie Deckenmontagen, Schleifarbeiten, Verputzen
oder Installationsarbeiten durchführt, klagt in
der Folge häufig über Beschwerden im Schulter- und
Nackenbereich. Schulter-Exoskelette unterstützen
die Arme mechanisch oder motorisch und reduzieren
so die statische Belastung der Muskulatur. Gleichzeitig
müssen Anwender weniger Kraft aufbringen,
um Werkzeuge oder die Arme über längere Zeit in
erhöhter Position zu halten. Ebenso gibt es spezielle
Rücken-Exoskelette, die das Aufrichten des Oberkörpers
unterstützen und so die Belastung auf die
untere Wirbelsäule reduzieren. Insbesondere bei
Arbeiten, die eine vorgebeugte Haltung erfordern,
kann das eine enorme Erleichterung für die Beschäftigten
sein.
Potenziale für Sicherheit und
Gesundheitsschutz
Der Nutzen von Exoskeletten ist in erster Linie im Bereich
der Prävention anzusiedeln, denn MSE gehören
branchenübergreifend zu den häufigsten Ursachen
für Arbeitsunfähigkeit. Auf Baustellen sind insbesondere
Rücken- und Schulterbeschwerden weit
verbreitet. Durch die gezielte Unterstützung belasteter
Körperregionen können Exoskelette dazu beitragen,
physische Beanspruchungen zu reduzieren. Einige
Systeme fördern zudem ergonomischere Bewegungsabläufe
und erschweren bestimmte Fehlhaltungen
oder ungünstige Bewegungen. Darüber hinaus kann
die körperliche Ermüdung im Tagesverlauf verzögert
werden. So wird nicht nur die individuelle Belastung
gesenkt, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit bei
sicherheitsrelevanten Tätigkeiten unterstützt.
Grundsätzlich können Exoskelette trotz ihrer Vorteile
jedoch keine ergonomische Arbeitsgestaltung ersetzen.
Sie sind daher vielmehr als ergänzende Maßnahme
zu verstehen – Faktoren wie technische Hilfsmittel,
geeignete Arbeitsorganisation sowie ergonomische
Arbeitsplätze bleiben zentrale Bestandteile eines wirksamen
Arbeitsschutzkonzepts.
Neben dem Gesundheitsaspekt wird außerdem
häufig über mögliche Produktivitätsgewinne diskutiert.
Wenn Beschäftigte körperlich weniger stark ermüden,
können bestimmte Tätigkeiten länger mit gleichbleibender
Leistungsfähigkeit ausgeführt werden. Insbesondere
bei Überkopfarbeiten berichten Unternehmen und
Hersteller von längeren Arbeitsintervallen bis zum Auftreten
von Ermüdungserscheinungen. Daraus können
sich effizientere Abläufe ergeben. Gleichzeitig weisen
Fachleute darauf hin, dass Produktivitätssteigerungen
nicht pauschal angenommen werden können. Der tatsächliche
Nutzen hängt von zahlreichen Faktoren ab,
darunter Einsatzgebiet, Akzeptanz der Beschäftigten,
Tragekomfort sowie die Integration in bestehende
Arbeitsprozesse.
German Bionic: Vernetzte Exoskelette
für industrielle Anwendungen
Zu den bekanntesten europäischen Herstellern aktiver
Exoskelette zählt das Augsburger Unternehmen German
Bionic. Hier werden motorisierte Unterstützungssysteme
für körperlich belastende Tätigkeiten in Industrie,
Logistik und Bauwirtschaft entwickelt.
Skelex bietet mit dem »Skelex
360« ein Schulter-Exoskelett
an, das die Arme mechanisch
unterstützt und dadurch die
Belastung von Schultern und
Nacken reduziert.
SKELEX
SKELEX
Die Systeme von Laevo wurden
für Tätigkeiten entwickelt, die
häufiges Vorbeugen und Heben
erfordern. Dabei werden Kräfte,
die normalerweise von Rückenund
Rumpfmuskulatur aufgenommen
werden müssten, teilweise
auf die Oberschenkel übertragen.
Persönlicher Marktcheck Schutz
Juni 2026 | 49
Mit dem »BionicBack« bietet
hTrius ein passives Rücken-Exoskelett
an, das insbesondere für
Tätigkeiten mit häufigem Heben,
Tragen und Arbeiten in Vorbeugehaltung
konzipiert wurde.
LAEVO
HTRIUS
FESTOOL
Exoskelette verbessern die
Arbeitssicherheit, reduzieren
körperliche Belastungen
und steigern die Produktivität.
Sie ermöglichen
längeres, ermüdungsfreieres
Arbeiten und können
helfen, Ausfallzeiten durch
Überlastung zu verringern.
Das aktive Schulter-Exoskelett
»ExoActive« von Festool richtet
sich gezielt an Bauhandwerker,
die regelmäßig über Schulterhöhe
arbeiten.
Zum Produktportfolio gehört u. a. das KI-basierte
Exoskelett »Exia«, das Bewegungsmuster erkennen
und die Unterstützung so an unterschiedliche Arbeitssituationen
anpassen soll. Das System unterstützt u. a.
beim Heben, Tragen sowie bei Arbeiten in vorgebeugter
Haltung. Nach Angaben von German Bionic kann eine
Gewichtskompensation von bis zu 38 kg pro Hebebewegung
erreicht werden.
Für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen
bietet German Bionic zudem die Modelle »Cray X« und
»Apogee« an. Beide Systeme wurden für körperlich
belastende Tätigkeiten entwickelt und unterstützen vor
allem den unteren Rücken. Das »Cray X« ist vollständig
staub- und wasserdicht ausgeführt und erreicht eine Gewichtskompensation
von bis zu 30 kg pro Hebevorgang,
während »Apogee« mit bis zu 36 kg pro Hebebewegung
unterstützt und zusätzlich das Gehen erleichtern soll-.
Festool: Aktive Unterstützung
für Überkopfarbeiten
Einen anderen Ansatz verfolgt Festool mit dem »Exo-
Active«. Das 2023 vorgestellte System richtet sich gezielt
an Bauhandwerker, die regelmäßig über Schulterhöhe
arbeiten. Das aktive Schulter-Exoskelett mit einem
Eigengewicht von rund 7 kg wird wie ein Rucksack
getragen und nutzt einen 18-V-Akku als Energiequelle.
Ein Kompressor erzeugt Druckluft, die über Zylinder an
den Armen des Systems die Bewegungen unterstützt.
Sensoren erfassen die Armbewegungen und steuern
die Unterstützungsleistung, die sich in mehreren
Stufen einstellen lässt. Nach Angaben von Festool
zeigte eine unternehmenseigene Teststudie mit rund
300 Anwendern, dass ein Großteil der Teilnehmenden
bei Deckentätigkeiten weniger Pausen benötigte und
sich körperlich weniger erschöpft fühlte.
Hunic: Passive
Exoskelette aus Textilien
Die Exoskelette des baden-württembergischen Unternehmens
Hunic bestehen überwiegend aus Stoffgurten,
elastischen Bändern und leichten Strukturelementen.
Dadurch wiegen einzelne Systeme weniger als 1 kg.
Gerade im Innenausbau oder bei Tätigkeiten auf
empfindlichen Oberflächen kann dies ein Vorteil sein,
da textile Systeme – anders als starre Konstruktionen
– weniger Gefahr bergen, Bauteile oder Oberflächen
zu beschädigen.
Das Produktportfolio von Hunic umfasst verschiedene
Modelle für unterschiedliche Belastungssituationen.
Während das »SoftExo Lift« für Hebe- und Beugearbeiten
entwickelt wurde, richtet sich das »SoftExo
Hold« an Tätigkeiten in Vorbeugehaltung. Das »SoftExo
Carry« soll insbesondere beim Tragen von Lasten
unterstützen. Nach Angaben des Herstellers kann die
Rückenmuskulatur je nach Tätigkeit um bis zu 25 Prozent
entlastet werden. Das Herzstück der Systeme ist die
sogenannte »CoreAssist«-Technologie, die die Rumpfmuskulatur
bei Bewegungen unterstützt und Lasten
gleichmäßiger verteilen soll. Ergänzt wird dies durch
die gleitende Rückenschiene »BackSplint«: Diese soll
die Belastung der Lendenwirbelsäule reduzieren und
gleichzeitig eine hohe Bewegungsfreiheit ermöglichen.
hTrius: Leichtes Rücken-Exoskelett
für wechselnde Tätigkeiten
Mit dem »BionicBack« bietet hTrius aus Baden-Württemberg
ein passives Rücken-Exoskelett an, das insbesondere
für Tätigkeiten mit häufigem Heben, Tragen
und Arbeiten in Vorbeugehaltung konzipiert wurde.
Das System kommt ohne elektrische Antriebe oder
Batterien aus und nutzt stattdessen eine mechanische
Unterstützungsstruktur zur Entlastung des unteren
Rückens. Nach Angaben des Herstellers wiegt das
Exoskelett rund 1,2 kg und basiert auf einer flexiblen
Rückenstruktur aus Hochleistungskunststoffen. Diese
soll Bewegungen wie Drehen, Beugen oder Aufrichten
weitgehend ermöglichen und gleichzeitig entstehende
Kräfte beim Heben und Tragen über das System verteilen.
Das Exoskelett ist für den ganztägigen Einsatz
ausgelegt und kommt mit zwei unterschiedlichen
Unterstützungsmodi: Während die dynamische Einstellung
für häufige Hebe- und Beugebewegungen
vorgesehen ist, richtet sich die statische Unterstützung
50 | Juni 2026 Persönlicher Marktcheck Schutz
an Tätigkeiten, die über längere Zeit in vorgebeugter
Haltung ausgeführt werden. Die Unterstützungsintensität
kann dabei an den jeweiligen Arbeitsplatz angepasst
werden. Mit seinem Fokus auf geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit
und einfache Handhabung eignet sich
das »BionicBack« für Unternehmen, die ein passives
Unterstützungssystem für wechselnde Tätigkeiten auf
Baustellen und im Handwerk suchen.
Laevo: Mechanische
Unterstützung für den unteren Rücken
Zu den etablierten Anbietern passiver Rücken-Exoskelette
zählt außerdem das niederländische Unternehmen
Laevo. Die Systeme wurden für Tätigkeiten entwickelt,
die häufiges Vorbeugen und Heben erfordern. Typische
Anwendungsbereiche finden sich u. a. beim Verlegen
von Rohrleitungen, bei Fliesenarbeiten oder bei Montagearbeiten
in Bodennähe. Das »Laevo V2« arbeitet
mit einer mechanischen Federkonstruktion. Dabei
werden Kräfte, die normalerweise von Rücken- und
Rumpfmuskulatur aufgenommen werden müssten,
teilweise auf die Oberschenkel übertragen. Da das
System ohne Elektronik oder Batterien auskommt,
sind Wartungsaufwand und technische Komplexität
vergleichsweise gering. Gleichzeitig profitieren Anwender
von einer robusten Konstruktion, die auch unter rauen
Baustellenbedingungen eingesetzt werden kann. Wer
ein Exoskelett für dynamischere Arbeitsabläufe und
höhere Bewegungsfreiheit benötigt, wird beim »Laevo
Flex« fündig.
Skelex: Bewegungsfreiheit
trotz Unterstützung
Neben Rückenbeschwerden gehören Schulterprobleme
zu den häufigsten körperlichen Belastungen im Baualltag.
Das niederländische Unternehmen Skelex bietet
mit dem »Skelex 360« ein Schulter-Exoskelett an, das
ursprünglich aus einem Projekt zur Unterstützung von
Beschäftigten in der Flugzeugfertigung resultierte. Im
Mittelpunkt stand die Frage, wie sich körperlich belastende
Überkopfarbeiten ergonomisch verbessern
lassen. Inzwischen wird das System auch im Bauwesen
eingesetzt, beispielsweise bei Deckeninstallationen,
Montagearbeiten oder Verputzarbeiten. Das »Skelex
360« unterstützt die Arme mechanisch und reduziert
dadurch die Belastung von Schultern und Nacken.
Besonders hervorzuheben ist das modulare Design,
das eine Anpassung an unterschiedliche Arbeitsanforderungen
ermöglicht. Für Baustellen relevant ist
zudem die hohe Bewegungsfreiheit. Anders als manche
starreren Konstruktionen soll das System auch in engen
Arbeitsbereichen eingesetzt werden können.
zertifizierte »Mate-XT Go« wird über ein Gurtsystem am
Körper getragen und unterstützt die Armhaltung bei verschiedenen
Arbeitspositionen. Es unterstützt sicherere,
nachhaltigere Arbeitsbedingungen in der Fertigung, im
Bauwesen, in der Logistik, Landwirtschaft, im Handwerk.
Das »Mate-XT 4.0« geht einen Schritt weiter und
kombiniert die Schulterunterstützung mit fortschrittlichen
Sensoren, um IoT-Lösungen zu ermöglichen. Die über
Wi-Fi verbundenen Sensoren liefern nach Angaben
von Comau nahezu in Echtzeit Daten an ein intuitives,
digitales Dashboard. Im Portfolio findet sich außerdem
das »Mate-XB«: Das nicht angetriebene Exoskelett
dient zur Reduzierung von Ermüdungserscheinungen
im Lendenwirbelbereich und unterstützt den Benutzer
bei der Arbeit in verschiedenen statischen Positionen
oder beim wiederholten Heben von Lasten.
Grenzen und Herausforderungen
im Blick behalten
Exoskelette entwickeln sich zunehmend von einer
Nischentechnologie zu einem ernstzunehmenden
Instrument der ergonomischen Arbeitsgestaltung.
Besonders bei Hebe- und Tragearbeiten, Tätigkeiten
in Vorbeugehaltung sowie bei Überkopfarbeiten zeigen
aktuelle Systeme, welche Entlastungspotenziale
technisch bereits möglich sind. Arbeitsschutzfachleute
weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass Exoskelette
bestehende Schutzmaßnahmen nicht ersetzen dürfen.
Die Rangfolge der Schutzmaßnahmen bleibt unverändert:
Zunächst sollten Belastungen durch technische
oder organisatorische Lösungen reduziert werden.
Exoskelette können diese Maßnahmen ergänzen,
aber nicht ersetzen. Auch Gefährdungsbeurteilungen
müssen mögliche neue Risiken berücksichtigen. Dazu
gehören beispielsweise eingeschränkte Bewegungsfreiheit,
Druckstellen oder veränderte Bewegungsmuster.
Abschließend bleibt zu sagen: Exoskelette sind keine
universelle Lösung für alle ergonomischen Herausforderungen
auf Baustellen. Ihr Nutzen hängt von der
jeweiligen Tätigkeit, der Akzeptanz der Beschäftigten
und der Einbindung in ein umfassendes Arbeitsschutzkonzept
ab. Dort, wo diese Voraussetzungen
erfüllt sind, können Exoskelette einen Beitrag dazu
leisten, körperliche Belastungen zu reduzieren und
die Arbeitsbedingungen auf Baustellen nachhaltig
zu verbessern.
JVB
Gut zu
wissen
Das »Mate-XT Go« von
Comau ist als Persönliche
Schutzausrüstung der
Kategorie II zertifiziert.
Neben Rückenbeschwerden
gehören Schulterprobleme zu
den häufigsten körperlichen
Belastungen im Baualltag.
German Bionic entwickelt motorisierte
Unterstützungssysteme für
körperlich belastende Tätigkeiten
in Industrie, Logistik und
Bauwirtschaft.
Comau: Industrieerfahrung
für den Baustelleneinsatz
Das Unternehmen Comau entwickelte das »Mate«-
Exoskelett ursprünglich für die Automobilindustrie. Ziel
war die Unterstützung von Beschäftigten bei Überkopfarbeiten
und anderen belastenden Armbewegungen.
Das als Persönliche Schutzausrüstung der Kategorie II
GERMAN BIONIC
Persönlicher Marktcheck Schutz
Juni 2026 | 51
Logos und Embleme
auf Berufsbekleidung
[ DBL ] Berufskleidung ist funktionale Arbeitsausstattung. Aber
sie transportiert auch Identität, stärkt den Teamgedanken und
macht Unternehmen nach außen hin sichtbar. Hier kommt das
Thema »Veredelung« ins Spiel, z. B. mit Logos, Emblemen oder
Namensschildern. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.
Aus haftungsrechtlichen
Gründen empfiehlt es
sich, Veredelungen ausschließlich
von erfahrenen
Fachunternehmen
durchführen zu lassen
Viele moderne Kollektionen
berücksichtigen Veredelung
bereits im Design.
Klassisch wird das Firmenlogo meist vorne auf der
Jacken- oder Brusttasche platziert. Im Businessbereich
findet sich die Einstickung häufig am Blusen-
oder Hemdkragen. Wer Berufskleidung gezielt als
Werbeträger nutzt, entscheidet sich manchmal auch
für Rückenmotive, Ärmel- oder Taschenlösungen. »Wir
machen im Mietservice vieles möglich«, so Thomas
Krause von der DBL. »Wichtig ist jedoch, dass die
Kleidung professionell wirkt und nicht überfrachtet wird.«
Der richtige Platz
für das Logo
Je nach Einsatzzweck kommen hier unterschiedliche
Techniken zum Einsatz: Patchen, Direkteinstickung
oder hochwertige Stickembleme. Entscheidend sind
Haltbarkeit, Pflegeeignung und – insbesondere bei
Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) – die Normkonformität.
Der textile Mietservice berät dazu individuell
und stellt sicher, dass Funktion, Komfort und Schutzwirkung
erhalten bleiben. »Grenzen sind dort erreicht,
wo Komfort oder Sicherheit beeinträchtigt werden«,
erklärt der DBL-Experte. So gehören Logos weder auf
Dehnfalten noch in Stretchzonen. Bei Funktionstextilien
wie Softshell- oder Wetterschutzjacken kann eine
Bei Persönlicher Schutzausrüstung (PSA)
ist die Normkonformität ein entscheidender
Faktor: Die Veredelung darf keinesfalls zur
Einschränkung der Schutzwirkung führen.
Direkteinstickung empfindliche Membranen beschädigen
und Nässe- oder Kältebrücken verursachen. Hier eignen
sich professionell aufgebrachte Patches. Besonders
sensibel ist Schutzkleidung. Sie ist zertifiziert und mit
Normkennzeichnungen versehen. »Die Veredelung darf
keinesfalls zum Verlust der Baumusterprüfung oder zur
Einschränkung der Schutzwirkung führen«, so Krause.
Material, Format und Verarbeitung müssen exakt auf
die jeweilige Schutzfunktion abgestimmt sein.
Typische Fehler zeigen sich etwa bei Hitze- und Flammschutzkleidung:
brennbare Embleme, Fäden mit niedriger
Schmelztemperatur oder dicke Nähte, die das Abfließen
von Funkenmaterial behindern. Bei Warnschutzkleidung
kann ein zu großflächiges Emblem die vorgeschriebene
Mindestfläche des hoch sichtbaren Oberstoffs von 0,8 m²
unterschreiten. »Schon aus haftungsrechtlichen Gründen
empfiehlt es sich, Veredelungen ausschließlich von erfahrenen
Fachunternehmen durchführen zu lassen«,
erklärt hier Thomas Krause. »Wir stellen sicher, dass die
eingesetzte Schutzkleidung auch nach vielen Einsatzzyklen
und fachgerechter Aufbereitung der Norm entspricht.«
DBL (2)
»EasyBrand«-Zonen
für einfache Veredelung
Viele moderne Kollektionen berücksichtigen Veredelung
bereits im Design, so auch bei aktuellen Kollektionen
der DBL. »Unsere neue Workwear ›Activiq‹ bietet beispielsweise
großzügige Freiflächen auf Rücken und
Brusttaschen für eine unkomplizierte Logoanbringung.
Und auch beim Warnschutz ›Reflectiq‹ oder der Multinormkleidung
›Protectiq‹ erleichtern definierte ›EasyBrand‹-
Zonen die normgerechte Individualisierung«, erläutert
der DBL-Experte. Solche PSA-Kollektionen kombinieren
klar erkennbare Norm-Piktogramme mit ausgewiesenen
Bereichen an Ärmeln, Brusttasche und Rücken, die Platz
für firmeneigene Kennzeichnungen lassen – ohne die
Schutzfunktion zu beeinträchtigen.
52 | Juni 2026 Persönlicher Schutz
GUSTAV DAIBER (2)
[ GUSTAV DAIBER ] Sportliche Styles,
funktionale Workwear und vielseitige
Crossover-Artikel: Mit insgesamt
41 Produktneuheiten, davon sieben
im Bereich Workwear, erweitert
Gustav Daiber in diesem Jahr sein
Sortiment an Corporate Fashion.
Ob im Handwerk, auf Montage oder
im Service – die neue Kollektion
soll durchdachte Funktionalität mit
zeitlosem Design verbinden und lässt
sich vielseitig kombinieren.
UNTERNEHMEN
Die Gustav Daiber GmbH zählt zu den
führenden Corporate-Fashion-Plattformen
Europas. Die gemeinsame Geschäftsführung
liegt bei Kai Gminder in vierter Familiengeneration
und Christof Kunze. Daiber beschäftigt
am Hauptstandort in Albstadt auf der
Schwäbischen Alb rund 170 Mitarbeiter.
Die »Workwear Softshell Jacket« ist
aus strapazierfähigem, elastischem
Softshell-Material mit TPU-Membran
und Fleece-Innenseite gefertigt
Zuwachs für
Produktpalette:
41 Neuheiten gelauncht
Im Bereich Workwear setzt Daiber auf frische
Farbtöne für professionelle Arbeitsbekleidung.
So heben sich die Neuheiten mit Farben
wie »Deep-Blue« und »Industrial-Green« von
klassischen Farbgebungen ab und verwandeln
typische Workwear in Crossover-Styles, die Arbeit
und Freizeit verbinden. Das gilt auch für die neue
»Workwear Check Shirt Jacket« – ein leicht
wattiertes Karo-Arbeitshemd mit Kapuze, warmer
Wattierung und praktischen Taschenlösungen in
stylischem Design und vier Farbkombinationen.
Für ein vollständiges Outfit lässt sich die Jacke
ideal mit den neuen »Workwear Pants (All-Season)
4-Way Stretch« in schmaler Schnittführung
kombinieren. Dank elastischem Vier-Wege-Stretch
mit hohem Elasthan-Anteil und ergonomisch eingearbeiteten
Kniepolstern könne sie maximale
Bewegungsfreiheit gewährleisten. Diverse Taschen
für Werkzeug, Zollstock und Stifte halten alles
an Ort und Stelle, während ein reflektierender
Druck für erhöhte Sichtbarkeit sorgt.
Praktische Styles
für Wind und Wetter
An kühleren Tagen oder in den frühen Morgenstunden
eignet sich die »Workwear Knitted Fleece
Jacket« in Melange-Optik mit Sherpafleece und
einer regulierbaren Kapuze. Für einen sportlichen
Style sorgt die »Workwear Fleece Jacket« aus
elastischem Material mit glatter Außenseite und
wärmender Innenseite. Auch bei Wind und Wetter
sind die neuen Workwear-Produkte von Daiber
ideale Begleiter: Die »Workwear Softshell Jacket«
und die »Workwear Softshell Vest« sind beide aus
strapazierfähigem, elastischem Softshell-Material
mit TPU-Membran und Fleece-Innenseite
gefertigt und punkten mit wind- und wasserabweisenden
sowie atmungsaktiven Eigenschaften.
Wer stärkere Wetterbeständigkeit benötigt, greift
zur strapazierfähigen, nach DIN 343 zertifizierten
»Workwear Hardshell Rainjacket«, die wind- und
wasserdicht, atmungsaktiv sowie wasser- und
schmutzabweisend ist. Die Kapuze kann zudem
mit einem Schutzhelm getragen werden.
Abgerundet werden die Workwear-Neuheiten
für 2026 durch neue Headwear: So ergänzt beispielsweise
das funktionale »6 Panel Workwear
Cap« mit strapazierfähigem Gewebe aus recyceltem
Polyester das Sortiment. Dank weichem
Schweißband sorgt sie für einen angenehmen
Tragekomfort und lässt sich außerdem vielseitig
kombinieren.
Die neue »Workwear Check Shirt
Jacket« mit Kapuze, warmer Wattierung
und praktischen Taschenlösungen
verbindet Arbeit und Freizeit.
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54 | Juni 2026 Persönlicher Schutz
Ein neuer Blick
auf Arbeitskleidung:
perfekt für den Sommer
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Professionelle Arbeitskleidung entwickelt sich mit den
veränderten Arbeits- und Lebensgewohnheiten. Neben
Sicherheit und Funktionalität legen Berufstätige zunehmend
Wert auf Tragekomfort, Flexibilität und ein angemessenes
Erscheinungsbild, auch außerhalb des Arbeitsumfelds.
Sie erwarten heute Kleidung, die sie den
ganzen Tag über unterstützt und in der sie sich wohlfühlen
– egal wo sie sind. Arbeitskleidung wird daher immer
mehr zu einer bewussten Stilentscheidung.
Mit dem Launch von DASSY Icons ® und DASSY ® Essentials
reagiert DASSY ® bewusst auf diese Entwicklung.
Die Kollektionen präsentieren neue Silhouetten, moderne
Materialien und eine zeitgemäße Interpretation professioneller
Arbeitskleidung.
DASSY Icons ®
DASSY Icons ® bietet eine moderne Neuinterpretation der
ersten DASSY ® -Designs. Klare Linien, raffinierte Details und
verschiedene Stoffvarianten garantieren Bewegungsfreiheit
und Komfort – ideal für aktive Arbeitstage. Gleichzeitig verwendet
die Kollektion bewusst recycelte Materialien, darunter
Pre- und Post-Consumer-Textilreste, ohne Kompromisse
bei Leistung oder Optik einzugehen. Die meisten Kleidungsstücke
sind zudem für die industrielle Wäsche geeignet.
DASSY ® Essentials
Mit DASSY ® Essentials legt die Marke den Grundstein für jedes
Arbeitsoutfit. T-Shirts, Poloshirts, Pullover, Hoodies und
Jacken bilden eine vielseitige Kollektion, die perfekt für den
Sommer geeignet ist. Zeitloses Designs, moderne Farben
und bequeme Passformen machen diese Kleidungsstücke
nicht nur für den Arbeitseinsatz, sondern auch darüber hinaus
geeignet. Wichtige Oberteile wie T-Shirts und Poloshirts
sind zudem UPF 50-zertifiziert. Recycelte Materialien und die
Möglichkeit der industriellen Wäsche runden das Gesamtbild
ab. Zudem lassen sich die Artikel problemlos mit anderen
DASSY ® Kollektionen kombinieren.
Bereit für den Sommer
DASSY Icons ® und DASSY ® Essentials bilden zusammen
starke Kollektionen, die zeigen, wie sich Arbeitskleidung an
die Bedürfnisse des modernen Berufstätigen anpasst: funktional,
stilvoll und perfekt für die neue Saison.
Persönlicher Schutz
Juni 2026 | 55
Mit »Alessia« (hier im Bild) und »Alea«
stellt Baak neue S3S-Sicherheitsschuhe
vor, die auf speziellen Damenleisten gefertigt
werden. Die beiden Modelle sind
Teil der »Adventure«-Serie.
Der Boa-Verschluss
ermöglicht
eine schnelle
und präzise
Anpassung.
BAAK (3)
Neues Sicherheitsschuh-
Duo für Frauen
[ BAAK ] In Handwerks- und Industrieberufen ist Persönliche Schutzausrüstung
(PSA) meist verpflichtend. Frauen sind dort zwar in der Minderheit, aber eine
relevante Zielgruppe: Laut Statistischem Bundesamt liegt ihr Anteil im Handwerk
bei rund 10 Prozent, in der Industrie bei etwa 15 Prozent. Für Sicherheitsschuhe
bedeutet das, Passform und Funktion stärker auf Frauenfüße auszurichten. Genau
hier setzt Baak mit den neuen Modellen »Alea« und »Alessia« an. Der Halbschuh
und der knöchelhohe Stiefel sind die ersten Damenmodelle der »Adventure«-Serie
und im Fachhandel erhältlich.
Beide S3S-Modelle fertigt Baak auf speziellen
Damenleisten und berücksichtigt dabei typische
Unterschiede wie eine schmalere Ferse, einen
anderen Volumenverlauf im Vorfußbereich und
eine geringere Spannhöhe. So wird eine Passform
erreicht, die den Fuß sicher führt und das Rutschen
im Schuh reduziert – ein wichtiger Faktor für
Stabilität und Tragekomfort bei langen Einsätzen.
»Ergonomie
beginnt beim Fuß«
Technisch kombinieren »Alea« und »Alessia«
mehrere Lösungen aus dem Hause Baak. Der
textile Durchtrittschutz »NeoShield« ist leicht,
flexibel und aus recyceltem Material gefertigt. Die
Zwischensohle mit »High Rebound« unterstützt
ein gedämpftes Auftreten. Hinzu kommt das
patentierte »Go&Relax«-System, das ebenso wie
die Balance Zone die natürliche Abrollbewegung
fördern soll. Zur Ausstattung gehören außerdem
eine ESD-taugliche »Softstep+«-Einlegesohle
sowie ein Boa-Verschluss für eine schnelle und
präzise Anpassung.
»Viele Sicherheitsschuhe orientieren sich noch
immer zu wenig an der weiblichen Fußform«, so
Christian Grusa, Mitgeschäftsführer von Baak.
»Mit ›Alea‹ und ›Alessia‹ zeigen wir erneut, dass
Schutz und Passform zusammengehören.«
Denn ein gut sitzender Schuh kann Ausgleichsbewegungen
verringern, die Muskulatur
entlasten und das Gangbild stabilisieren. Das ist
für Beschäftigte ebenso relevant wie für Unternehmen,
die auf Akzeptanz und Sicherheit bei ihrer
Schutzausrüstung achten. »Ergonomie beginnt
beim Fuß«, sagt Grusa. »Diesen Ansatz übertragen
wir konsequent auch auf unsere Damenmodelle.«
»ComfyFit«-Einlegesohle
für schmale Füße
Nicht jeder Fuß passt optimal in die gängigen
Leistenformen, und besonders bei schmalen
Füßen entsteht häufig zu viel Innenvolumen
im Schuh. Der Fuß verliert an Führung, beginnt
zu rutschen und der Körper gleicht dies durch
unnatürliche Kompensationsbewegungen aus.
Das kann Muskeln und Gelenke stärker beanspruchen,
die Ermüdung beschleunigen und
die Trittsicherheit beeinträchtigen. Mit der neuen
»ComfyFit«-Einlegesohle setzt Baak genau an
diesem Punkt an. Das unternehmenseigene
Expertenteam entwickelte die Einlage, um überschüssigen
Raum im Schuh gezielt zu reduzieren
und den Fuß stabil zu führen. Eine
angepasste, voluminösere
Materialausstattung
sorgt dafür, dass insbesondere
schmale
Füße sicher positioniert
werden – ohne Komfort
oder Schutzfunktion einzuschränken.
»Gerade bei schmalen Füßen geht
im Schuh oft entscheidende Stabilität verloren«,
erklärt Ingo Wietrzychowski, Orthopädieschuh-
Techniker bei Baak. »Mit ComfyFit schaffen wir
gezielt mehr Halt und unterstützen ein natürliches
Gangbild, auch an langen Arbeitstagen.«
Fußanatomie im
Entwicklungsfokus
Die Entwicklung folgt dem Ansatz von Baak,
Produkte an der Anatomie des Fußes auszurichten.
Ziel ist es, dass sich Sicherheitsschuhe
und Zubehör an den Menschen anpassen – nicht
umgekehrt. Die »ComfyFit«-Einlegesohle verbessert
dank Kugelferse den Fersenhalt und
reduziert das Rutschen im Schuh. Dadurch werden
unnatürliche Ausgleichsbewegungen verringert,
die Fußmuskulatur gestärkt und die Stabilität
bei dynamischen Bewegungen verbessert. Für
Beschäftigte in Bau, Handwerk, Industrie oder
Logistik kann das einen spürbaren Unterschied
im Arbeitsalltag machen.
Technisch ist die Einlage ESD-tauglich und
orthopädisch nach DGUV-Regel 112-191 anpassbar.
Atmungsaktive sowie antibakterielle
Materialien unterstützen ein angenehmes Fußklima.
Die Formgebung ist konsequent auf eine
natürliche Fußführung ausgerichtet.
Die neue »ComfyFit«-
Einlegesohle verbessert
dank Kugelferse
den Fersenhalt und
reduziert das Rutschen
im Schuh.
56 | Juni 2026 Persönlicher Schutz
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Atemschutz bringt
sicher saubere Luft
Auf Baustellen lauern diverse
Gefahren. Für die Lunge sind es
Staub, Rauch, giftige Gase sowie
Dämpfe. Daher ist der Atemschutz
für Bauarbeiter so unverzichtbar
wie der Bauhelm. Das swiss air
von Optrel leistet einen wesentlichen
Beitrag zur langfristigen
Gesundheit der Arbeiter.
So vielseitig wie die Herausforderungen
auf dem Bau, so flexibel
ist das swiss air einsetzbar. Ob
in staubigen Umgebungen, bei
Schweißarbeiten oder in Bereichen
mit chemischen Dämpfen,
es bietet stets optimalen Schutz.
Dank dem Partikelfilter werden
selbst feinste Partikel wie scharfkantiger
Quarzstaub aus der
Atemluft entfernt. Das schont die
Lunge und reduziert das Risiko
von Atemwegserkrankungen und
langfristigen Gesundheitsschäden
auf ein Minimum.
Ein grosser Pluspunkt des swiss
air ist sein Tragekomfort. Die
flexibel anliegende Stoffhalbmaske
mit Schutzfaktor 500
für einen TH3-Schutz passt sich
jeder Gesichtsform perfekt an,
selbst wenn jemand nicht frisch
rasiert ist. Die Stoffhalbmaske
deckt Mund und Nase vollständig
ab. Das swiss air unterstützt
die Atmung mit einem leichten
Überdruck und eliminiert so den
ermüdenden Atemwiderstand,
den man von Passivmasken
kennt, und erlaubt so eine höhere
Leistungsfähigkeit der Arbeiter
sowie eine lange Einsatzdauer.
Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende
Silikonmaske mit Schutzfaktor
2000 gewechselt werden.
Beide Maskentypen können mit
wenig Aufwand gereinigt werden.
Die ultraleichte Gebläseeinheit
des swiss air ist ergonomisch geformt
und wird für die maximale
Bewegungsfreiheit mit einem
anpassbaren Schultergurt bequem
auf dem Rücken getragen.
Der hohe Tragekomfort lässt den
Atemschutz vergessen und sein
Tragen wird zum Dauerzustand.
Ein Atemschutz gehört wie der
Bauhelm zur Basisausrüstung.
Dieser kontinuierliche Schutz
trägt dazu bei, gesundheitsbedingte
Folgeschäden durch
Schadstoffexposition im Arbeitsalltag
zu vermeiden.
Um die Kapazität der Batterie
oder des Filters zu kontrollieren,
reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.
Über diese kann auch
der Lüfter ein- und ausgeschaltet
sowie die Luftmenge stufenlos
eingestellt werden. Sollte die Batterie
leer oder der Filter voll sein,
wird ein Alarm angezeigt.
Dank des hohen Komforts wird das
Atemschutzsystem swiss air gerne
getragen. Somit ist der Atemschutz
immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen
verbessern sich
für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre
Neugierde geweckt? Dann lassen
Sie sich jetzt ein System vorführen
und testen Sie den innovativen
swiss air Atemschutz live.
Persönlicher Schutz
Juni 2026 | 57
Die »Flux«-Kollektion
umfasst mehrere Ausführungen,
die auf verschiedene
Tätigkeitsbereiche
zugeschnitten sind.
Trotz seines sportlichen
Sneaker-Looks erfüllt der
zertifizierte »Topskate S3S«
alle Eigenschaften an einen
S3S-Sicherheitsschuh.
SAFETY JOGGER (2)
Portfolio wächst um
»Topskate S3S« und »Flux«
[ SAFETY JOGGER ] Mit dem »Topskate S3S« und der kürzlich vorgestellten »Flux«-
Serie ergänzt Safety Jogger sein Angebot an Sicherheitsschuhen um neue
Modelle. Inspiriert von einem Retro-Sneaker-Design, vereint der »Topskate S3S«
leichten Schutz, alltäglichen Komfort und ein sportliches Design. Die »Flux«-
Kollektion hingegen vereint verschiedene Schutzniveaus und Produkttypen und
bietet Lösungen für Fachleute in verschiedenen Branchen für leichte Arbeiten.
Trotz seines sportlichen Sneaker-Looks bietet
der zertifizierte »Topskate S3S« dank moderner
Materialien »kompromisslose Sicherheit«,
wie Safety Jogger klarstellt. Die Nano-Carbon-
Zehenschutzkappe und die durchtrittsichere
»SJ Flex«-Zwischensohle bieten vollen Schutz
ohne zusätzliches Gewicht. Rutschhemmung
(SR), Schutz vor elektrostatischer Entladung
(ESD), Kraftstoffbeständigkeit (FO), eine bis
zu 300 °C hitzebeständige Außensohle (HRO)
sowie Wärme- und Kälteisolierung (HI/CI) sollen
zudem Rundumschutz in den verschiedensten
Arbeitsumgebungen gewährleisten.
Auch beim Tragekomfort sei man keine Kompromisse
eingegangen: Die Phylon-Zwischensohle
absorbiert Stöße, während die Gummiaußensohle
für langlebige Traktion und Stabilität sorgt. Das
wasserabweisende Veloursleder-Obermaterial,
atmungsaktive Textilien und ein abriebfestes
Futter verbinden den hohen Komfort außerdem
mit langer Lebensdauer, während die präzise
Passform und das Memory-Foam-Fußbett von
SJ den ganzen Tag über für optimale Dämpfung
und Unterstützung sorgen sollen. Erhältlich ist
der »Topskate S3S« in drei modernen Farben.
»Flux«-Kollektion
für maximale Flexibilität
Mit der »Flux«-Kollektion erweitert Safety Jogger
Works sein Sortiment um eine Reihe von Arbeits-
und Sicherheitsschuhen für verschiedene
berufliche Anwendungen. Die Modelle reichen von
zertifizierten Clogs bis hin zu Sicherheitsschuhen
der Klassen S1PS und S3S und richten sich an Anwender
in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen.
Ein gemeinsames Merkmal der Kollektion ist die
nahtarme bzw. nahtlose Konstruktion. Durch die
Reduzierung von Materialüberlappungen sollen
Druckstellen verringert und die Atmungsaktivität
unterstützt werden.
Gleichzeitig trägt die Bauweise zur Haltbarkeit
der Schuhe bei. Die Modelle verfügen über
eine metallfreie Konstruktion und sind mit einer
Sicherheits-Zehenschutzkappe aus Nano-Carbon
ausgestattet. Das Design orientiert sich optisch
an modernen Freizeitschuhen. Zur Ausstattung
gehört zudem ein »SJ-Memory-Foam«-Fußbett.
Dieses besteht aus vier Schichten und verwendet
stoßabsorbierenden, retikulierten PU-Schaum.
Nach Angaben des Herstellers wird dafür vollständig
recyceltes Material eingesetzt. Ziel ist eine
gleichmäßige Dämpfung und Unterstützung des
Fußes während längerer Tragezeiten.
Modelle für
unterschiedliche Anforderungen
Die »Flux«-Kollektion umfasst mehrere Ausführungen,
die auf verschiedene Tätigkeitsbereiche
zugeschnitten sind. Mit der »S1PS Sandal«
steht beispielsweise eine Sicherheitssandale zur
Verfügung, die mit einem Lorica-Obermaterial
ausgestattet ist. Ein Klettverschluss ermöglicht
die Anpassung der Passform an den Fuß des
Trägers. Die »Flux S1PS Sandal TLS« kombiniert
ein Obermaterial aus Mikrofaser in Nubuk-Optik
mit TPU-Verstärkungen. Das integrierte TLS-Verschlusssystem
erlaubt eine schnelle Anpassung
der Passform. Für Arbeitsbereiche mit hoher Bewegungsintensität
wurde der »Flux S1PS Low«
entwickelt. Der niedrige Sicherheitsschuh verfügt
über ein atmungsaktives Mesh-Obermaterial und
erfüllt die Anforderungen der Schutzklasse S1PS.
Die Modelle »Flux S3S Low«, »Mid« und »TLS«
sind mit einem Obermaterial aus synthetischer
Nubuk-Mikrofaser sowie zusätzlichen TPU-
Verstärkungen ausgestattet. Sie entsprechen
der Schutzklasse S3S und sind teilweise mit
TLS-Verschlusssystem erhältlich.
Die Einführung der Kollektion verdeutliche
einen anhaltenden Trend in der Arbeitsschutzbranche:
Sicherheitsschuhe sollen neben den
Schutzfunktionen zunehmend auch Anforderungen
an ein modernes Design erfüllen.
58 | Juni 2026 Persönlicher Schutz
Die »Lycra Antistatic«-Faser
wurde
als direkt einsetzbare
Elastan-Lösung
für Knit
Fabrics entwickelt.
PERFEKTE
KOMBINATION
THE LYCRA COMPANY
»Lycra Antistatic«-
Faser für höheren
Tragekomfort und Sicherheit
WELLMAXX FIT
PASSFORM MIT
FUSSTYPENKONZEPT
[ THE LYCRA COMPANY ] Die »Lycra
Antistatic«-Faser wurde entwickelt,
um der steigenden Nachfrage nach
antistatischer Funktion gerecht zu
werden, ohne dabei den Tragekomfort
zu beeinträchtigen. Die
Faserinnovation zeichnet sich durch
proprietäre Additive aus, die direkt
in die Faserstruktur integriert sind.
Dieser Ansatz bietet neben den
Stretch- und Rücksprungfähigkeiten
auch inhärente antistatische
Eigenschaften. Vorgestellt wurde
die Faser erstmals auf der Techtextil
im April.
In einer Vielzahl von industriellen Umgebungen
– von der Petrochemie und Elektronik
bis hin zur Pharmaindustrie, Medizin
und Luft- und Raumfahrt – kann statische
Elektrizität erhebliche Herausforderungen
mit sich bringen, darunter die Gefahr elektrostatischer
Entladungen, ein unangenehmes
Tragegefühl sowie die Anziehung von Staub.
Antistatische Bekleidung hilft dabei, statische
Aufladungen abzuleiten, und verringert so das
Risiko von Entladungen und trägt zur Einhaltung
von Industriestandards bei. Bei Verwendung in
geeigneten Textilsystemen können Gewebe mit
der »Lycra Antistatic«-Faser die Zertifizierung
nach den anerkannten Antistatik-Normen EN
1149 und IEC 61340 – je nach Gewebedesign
und Prüfverfahren – unterstützen.
1
TYP 1
KRÄFTIGE FÜSSE
1
TYP 3
SCHMALE FÜSSE
DÄMPFUNG
DER EXTRAKLASSE
1
TYP 2
DURCHSCHNITTLICH
BREITE FÜSSE
Persönlicher Schutz
ADOBE STOCK
Flexibel einsetzbar
»Professionelle Arbeits- und Schutzbekleidung
muss jeden Tag unter anspruchsvollen Bedingungen
zuverlässig funktionieren«, erklärt
Marc Souto, West & South Europe Area Sales
Manager, The Lycra Company, abschließend.
»Durch die Kombination von antistatischen
Eigenschaften mit dem Tragekomfort, der
Passform und der Bewegungsfreiheit, die
die Lycra-Faser bietet, tragen wir dazu bei,
dass Workwear gerne Tag für Tag getragen
wird.«
• GELENKSCHONUNG
• SPRUNGKRAFT
• ENERGIEZUFUHR
• KOMFORT
Unser gesamtes Sortiment finden Sie unter
ELTEN.COM
Juni 2026 | 59
Zukunftssicher
aufgestellt: Lux-top
ist bereit für
die neue EN 17235
▶
w
[ ST QUADRAT ] Sicherheit am Bau braucht klare Regeln.
Diese liefert die neue europäische Norm EN 17235 für permanente
Anschlageinrichtungen und Sicherheitsdachhaken.
Für Hersteller, Planer und Anwender bringt sie endlich Einheitlichkeit
und Rechtssicherheit. Lux-top, der Spezialist für
Absturzsicherungen am Dach, ist darauf bereits vorbereitet:
Das Unternehmen verfügt bereits seit einigen Jahren über
allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) sowie ETA-
Zertifizierungen und ist damit hinsichtlich der Anforderungen
der neuen europäischen Norm bestens aufgestellt.
Mit den Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) hat Lux-top nach
eigener Aussage frühzeitig Maßstäbe gesetzt. Bereits seit 2020 sind
die Anschlageinrichtungen des Unternehmens auf Beton ETA-zertifiziert,
inzwischen auch ergänzt um Holz und Trapezprofile. Diese Zertifizierung
ermöglicht die CE-Kennzeichnung und ist damit Grundlage für das Inverkehrbringen
im gesamten europäischen Wirtschaftsraum. Mit der EN 17235 geht
es nun noch einen Schritt weiter: Als harmonisierte europäische Norm wird
sie die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen sowie ETA-Zertifizierungen
schrittweise ablösen und ein einheitliches Verfahren für Konstruktion,
Prüfung und Kennzeichnung bei permanenten Anschlageinrichtungen und
Sicherheitsdachhaken festlegen. Für Hersteller, Planer, Architekten und Bauherren
bedeutet das weniger Unsicherheiten, klare Vorgaben und Produkte,
die in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt sind. Auch Anwender profitieren,
denn mit der Norm wird die dauerhafte Qualität und Sicherheit der Systeme
u. a. durch das AVCP-System 1+, welches höchste Anforderungen an die
Produktionskontrolle stellt, streng überwacht.
Allgemeine Baugenehmigung bleibt Pflicht
Besonders für den deutschen Markt ist ein weiterer Aspekt entscheidend:
Neben der Zertifizierung nach EN 17235 bleibt auch künftig eine
UV-Schutz
am Arbeitsplatz
für Outdoor-Worker unerlässlich
LUX-TOP
Neben der Zertifizierung nach EN 17235 bleibt auch künftig
eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) vorgeschrieben.
allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) vorgeschrieben. Sie regelt den
tatsächlichen Einbau der Anschlageinrichtungen und sorgt dafür, dass
die Verwendung am Bauwerk rechtssicher erfolgt. Für Lux-top sei diese
Doppelrolle aus Produktherstellung und Baupraxis »kein Hindernis«,
sondern »gelebter Standard«, denn das Unternehmen arbeitet seit Jahren
mit abZ, ETA und aBG Hand in Hand.
»Wir haben uns früh auf den Weg gemacht, um unseren Kunden
Rechtssicherheit und höchste Qualität zu garantieren. Dass wir heute
so gut aufgestellt sind, ist das Ergebnis unserer konsequenten Arbeit«,
betont Christian Steinmetz, Geschäftsführer von Lux-top. Während viele
Wettbewerber beim Übergang zur neuen Norm noch vor hohen Prüf- und
Zulassungshürden stünden, könne Lux-top dank langjähriger Erfahrung
und vorbereiteter Prozesse nahezu nahtlos in die Zertifizierung nach EN
17235 übergehen. Damit sind die Produkte nicht nur europaweit auf
dem neuesten Stand, sondern erfüllen auch die spezifischen deutschen
Anforderungen.
Mehr zum
UV-Schutz erfahren
Outdoor-Worker sind täglich
natürlichen Gefahren
ausgesetzt. Um Haut und
Gesundheit optimal zu
schützen, ist ein umfassender
Schutz unerlässlich – vor
allem durch den Einsatz von
Sonnenschutzmitteln.
Peter Greven Physioderm GmbH
Procter-&-Gamble-Str. 26 | 53881 Euskirchen
www.pgp-hautschutz.de
UNTERNEHMEN
Die ST Quadrat Fall Protection S.A. mit ihrer Marke Lux-top zählt zu den
führenden Spezialisten für Absturzsicherungen in Europa. Das Unternehmen
mit Sitz in Beyren (Luxemburg) entwickelt, produziert und vertreibt seit über
30 Jahren innovative Systeme für die Sicherung von Personen auf Dächern,
Fassaden und Industrieanlagen. Neben einem breiten Sortiment an zertifizierten
Anschlageinrichtungen und Seilsicherungssystemen bietet das
Unternehmen umfassende Beratung, Planung sowie Schulungen rund um
das Thema Arbeitssicherheit in der Höhe.
60 | Juni 2026 Persönlicher Schutz
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WOMEN’S STEEL PANTS
WORKWEAR, DIE FRAUEN GERECHT WIRD
Arbeitskleidung muss funktionieren. Sie muss Bewegungen mitmachen,
schützen, Werkzeuge griffbereit halten und auch nach
langen Tagen zuverlässig sitzen. Doch genau daran scheitert
Workwear für Frauen bis heute häufig: Viele Produkte basieren
noch immer auf männlichen Passformen und werden lediglich
kleiner skaliert – ohne Rücksicht auf unterschiedliche Bewegungsabläufe,
Körperformen oder Anforderungen im Arbeitsalltag.
Carhartt reagiert darauf nun mit der Einführung der neuen Women’s
Steel Pants – einer Arbeitshose, die speziell für Frauen
im Handwerk entwickelt wurde. Statt bestehende Modelle einfach
anzupassen, wurde die Hose von Grund auf neu gedacht:
basierend auf umfangreichen Wear-Tests, Bewegungsanalysen
und direktem Feedback von Frauen, die täglich auf Baustellen,
in Werkstätten oder im Außeneinsatz arbeiten.
Entwickelt für den echten Arbeitsalltag
Die neue Women’s Steel Pants basiert zwar technisch auf der
bestehenden Steel-Series von Carhartt, wurde in ihrer Passform
jedoch vollständig neu für Frauen entwickelt. Im Fokus standen
typische Bewegungsabläufe im Arbeitsalltag: knien, steigen,
tragen, bücken und lange Zeit in Bewegung sein.
Das Ergebnis ist eine Arbeitshose, die Schutz und Bewegungsfreiheit
miteinander verbindet. Dafür sorgen unter anderem
der ComfortFlex -Bund, ein ergonomisch eingesetzter
Zwickel im Schrittbereich sowie strategisch platzierte Taschen
und Verstärkungen.
Gefertigt wird die Hose aus einem robusten, ca.226 g schweren
Stretch Ripstop-Material aus 59 Prozent Baumwolle, 39 Prozent
Polyester und 2 Prozent Elastan. Ergänzt wird das Materialkonzept
durch die Rugged Flex Stretch-Technologie für mehr
Beweglichkeit sowie Cordura ® -Verstärkungen an besonders
beanspruchten Bereichen.
Auch funktional ist die Women’s Steel Pant konsequent auf den
Arbeitsalltag ausgelegt: verstärkte Front- und Gesäßtaschen,
doppelte Zollstocktaschen, zusätzliche Utility-Bänder, eine
Reißverschluss-Hängetasche sowie anpassbare Kick Panels
sorgen dafür, dass Werkzeuge, Zubehör und Beweglichkeit
jederzeit zusammenspielen.
Zertifizierter Knieschutz für lange Arbeitstage
Ein besonderer Fokus lag bei der Entwicklung auf dem Thema
Knieschutz. Die integrierten Kniepolstertaschen entsprechen
der Norm EN 14404-4:2024 und sind mit den interoperablen
Carhartt Knieschonern kompatibel. In Kombination mit der Women’s
Steel Pants bieten sie zertifizierten Level-1-Arbeitsschutz.
Die ergonomisch geformten Knieschoner passen sich der
Bewegung des Knies an, reduzieren Druckpunkte bei langen Arbeiten
auf harten Untergründen und bieten zertifizierten Schutz
gegen dauerhafte Belastung sowie scharfe Gegenstände.
Zusätzlich ist die Hose nach OEKO-TEX ® Standard 100 zertifiziert
und erfüllt die Anforderungen der EN ISO 13688:2013 für
Schutzkleidung.
TECHNISCHE DATEN:
√ Speziell entwickelte Passform für Frauen im Handwerk
√ Rugged Flex Stretch-Technologie
für mehr Bewegungsfreiheit
√ Strapazierfähiges Stretch Ripstop-Material
√ Cordura ® -verstärkte Knie-, Taschenund
Verschleißbereiche
√ ComfortFlex -Bund für hohen Tragekomfort
√ Ergonomischer Zwickel im Schrittbereich
UVP: 119,99 €
√ EN 14404-4:2024 zertifizierte Kniepolstertaschen
√ Kompatibel mit interoperablen Carhartt Knieschonern
√ Doppelte Zollstocktasche und zusätzliche Utility-Pockets
√ Reißverschluss-Hängetasche für
zusätzliche Verstaumöglichkeiten
√ OEKO-TEX ® Standard 100 zertifiziert
√ Erhältlich in den Größen W2–18
Persönlicher CARHARTT.COM
Schutz
Juni 2026 | 61
AUF EINEN BLICK VORSCHAU IMPRESSUM
FIRMEN DIESER AUSGABE
FirmaSeite
1-Net-Technik GmbH & Co. KG 43
Advanced Bionic Systems GmbH 48
asecos GmbH 37
AST GmbH & Co. KG 9, 46
Atlas GmbH & Co.KG 6
Axion AG 42
Baak GmbH & Co. KG 56
BauWatchProjekt Service GmbH32
Berufsgenossenschaft Holz und Metall 36
BG Bau – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 8, 29
Bildungszentren des Baugewerbes e. V. 10
Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH 8
Brigade Electronics (EU) B.V. 10
Carhartt Emea B. V. 16
Comau S.p.A. 48
DBL-Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH 52
Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) 28
Festool GmbH 48
Gustav Daiber GmbH 53
Haix-Schuhe Produktions- und Vertriebs GmbH 20
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 10
Helly Hansen Deutschland GmbH 26
Hunic GmbH 48
hTrius GmbH 11, 48
Innolizer GmbH 46
Kask spa 28
Krause-Werk GmbH & Co. KG 38
Kyorene Italia s.r.l.26
Latai GmbH 44
Laevo B. V. 48
Mewa Textil-Service AG 18
Munk GmbH 9, 34
Ötscher-Berufskleidung Götzl GmbH 21
Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG 12, 22
Peter Greven Physioderm GmbH 30
Rofa Bekleidungswerk GmbH & Co KG 23
Safety Jogger Cortina Group 58
Schöffel Pro GmbH 8, 24
Skel-Ex B. V. 48
ST Quadrat s.a. 60
Strauss GmbH & Co. KG 25
syniotec GmbH 45
The Lycra Company Deutschland GmbH 59
T. Oesterwinter GmbH & Co.KG 27
Vp GmbH TPA Mobile Straßen 33
W.L. Gore & Associates GmbH 11
Zeppelin Baumaschinen GmbH 40
IMPRESSUM
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
bausicherheit@sbm-verlag.de
www.bausicherheit-online.de
ISSN 2566-882X
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-40)
Joachim Plath (-41)
Andreas Kanat (-47) (v. i. S. d. P.)
VERLAGS- UND OBJEKTLEITUNG
Andreas Kanat (-47)
REDAKTION
Jessy von Berg (-44)
ANZEIGENDISPOSITION
Tobias Haslach (-39)
Nicole Haubner (02131 40637-20)
MAGAZIN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
REDAKTIONSASSISTENZ –
ANZEIGEN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
Lisa Schröder Leitung (-23)
LESER- UND
ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei
GmbH & Co. KG, Stuttgart
www.kohlhammerdruck.de
BEZUGSPREIS
Einzelheft: 6,50 Euro
Jahresabo (vier Ausgaben
pro Jahr): Inland: 26,– Euro,
Ausland: 34,– Euro
Alle Rechte vorbehalten. Nach druck
– auch auszugsweise – nur mit
Genehmigung des Ver lages. Es gilt
die Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom
1. Januar 2026. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge kenn zeichnen
nicht die Ansicht der Redaktion. Für
unverlangt eingesandte Manuskripte
wird keine Haftung über nommen.
Jahresabonnements können nur bei
Ein haltung der Frist (drei Monate vor
Ablauf des Bezugszeitraumes) schriftlich
beim Verlag gekündigt werden.
TOP-THEMA
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09/2026
Redaktionsschluss 19.08.
Anzeigenschluss 26.08.
Erscheinungstermin 12.09.
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62 | Juni 2026 Auf einen Blick | Vorschau | Impressum
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oilquick.de
NUMMER
SICHER.
Das OilQuick Sicherheitskonzept für Schnellwechsler aus
Sichtanzeige + Fallsicherung
plant jede mögliche Fehlverriegelung mit ein
verzeiht auch menschliche Fehler
hat Anbaugeräte sogar unverriegelt im Griff
Wir machen bei deiner Sicherheit
keine Kompromisse. Und du?
Du kannst ältere Schnellwechsler-Modelle
jederzeit nachrüsten lassen - das wird
übrigens von der BG Bau gefördert.
IMPROVE
YOUR MACHINE
BE BETTER
MEHR SICHERHEIT GEHT NICHT
IMPROVE
YOUR MACHINE
BE BETTER