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bauSICHERHEIT Juni 2026

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bausicherheit-online.de Juni 2026 06

AM PULS DER ZEIT

SEIT 70 JAHREN

Im Blickpunkt: Kübler feiert

einen besonderen Meilenstein

ARBEITSSCHUTZ

IM SOMMER

Top-Thema: Sicher durch

die warmen Monate kommen

ENTLASTUNG

FÜR DEN RÜCKEN

Marktcheck: Exoskelette

als Unterstützung am Bau

ATLAS

SICHERHEIT UND KOMFORT NEU GEDACHT


DIE PLATTFORM

FÜR MASCHINENTESTER

BENEFITS

FÜR TESTER

■ Exklusiver Zugang

■ Kostenfreie Nutzung

■ Exklusive Angebote

■ Einfluss auf Entwicklungen

■ Netzwerkmöglichkeiten

#DIEPROFITESTER

Tester

werden!


Wenn die Sonne zum

Risikofaktor wird

PETRA REGER

Der Sommer gehört für viele Menschen zur schönsten

Zeit des Jahres. Für Beschäftigte auf Baustellen bringt

er jedoch nicht nur gute Arbeitsbedingungen im Freien

mit sich, sondern auch erhebliche gesundheitliche

Belastungen, die mitunter schwerwiegende

gesundheitliche Folgen mit sich bringen können. Aus

diesem Grund sind Hitze und UV-Strahlung längst

keine Randthemen des Arbeitsschutzes mehr. Sie

gehören zu den zentralen Herausforderungen einer

Branche, die wie kaum eine andere unter freiem

Himmel arbeitet.

Heiße Tage mit Temperaturen über 30 °C treten infolge des

Klimawandels auch hierzulande deutlich häufiger auf als noch vor

wenigen Jahrzehnten. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen

Unfallversicherung (DGUV) lag die bodennahe Lufttemperatur in

Deutschland um rund 2 °C höher als in den Jahrzehnten der ersten

Aufzeichnungen (1881 - 1910). Mit Ausnahme des Jahres 1994

traten die wärmsten 13 Jahre alle seit dem Jahr 2000 auf: So

waren die Jahre 2022, 2023 und 2024 die heißesten überhaupt.

Insbesondere im Sommer kommt es zu längeren Hitzeperioden, die

eine zunehmende Hitzebelastung für Beschäftigte bedeuten. Dabei

beeinträchtigen hohe Temperaturen nicht nur die Konzentrations-

und Leistungsfähigkeit und erhöhen damit auch das Unfallrisiko,

sondern können auch akute Gesundheitsgefahren wie Dehydrierung,

Kreislaufprobleme oder einen Hitzschlag verursachen. »Wir erleben

immer häufiger längere Hitzeperioden. Für Beschäftigte auf Baustellen

bedeutet das nicht nur Unbehagen, sondern eine reale gesundheitliche

Gefährdung, insbesondere bei körperlich anspruchsvoller Arbeit. Das

verändert die Anforderungen an den Arbeitsschutz grundlegend«, sagt

Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer Leiter der Hauptabteilung

Prävention der BG Bau, zu diesem Thema. »Hitzeschutz muss fest

in die Planung der Arbeiten integriert werden. Schutzmaßnahmen

müssen im Arbeitsalltag einfach umsetzbar sein und konsequent

angewendet werden.«

UV-Strahlung. Dabei zählt sie zu den schwerwiegendsten

Gesundheitsgefahren für Beschäftigte im Freien und wird seit

2012 von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC)

als Humankarzinogen der Gruppe I eingestuft – sie ist also ähnlich

krebserregend wie Asbest oder Tabak. Und auch die Zahlen

sprechen für sich: Allein in Deutschland treten jährlich mehr als

200000 neue Hautkrebserkrankungen auf, wie die Bundesanstalt für

Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mitteilt. Seit 2015 werden

außerdem bestimmte Formen des weißen Hautkrebs und sogenannte

multiple aktinische Keratosen infolge natürlicher UV-Strahlung

als Berufskrankheit anerkannt. Diese Entwicklung verdeutlicht

eindringlich, dass Sonnenschutz am Arbeitsplatz inzwischen weit

mehr ist als eine Frage des persönlichen Wohlbefindens.

Doch wirksamer Arbeitsschutz beginnt nicht mit einzelnen

Maßnahmen, sondern fußt auf dem Bewusstsein für Risiken und einer

Unternehmenskultur, die Gesundheitsschutz als selbstverständlichen

Bestandteil der täglichen Arbeit versteht. Gerade auf Baustellen,

wo Faktoren wie Termindruck und wechselnde Einsatzorte den

Arbeitsalltag prägen, kommt der Sensibilisierung von Führungskräften

und Beschäftigten eine besondere Rolle zu. Denn Fakt ist: Die

Herausforderungen werden in den kommenden Jahren eher zu- als

abnehmen. Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen zeigen

schon heute, dass sich der Arbeitsschutz an veränderte klimatische

Bedingungen anpassen muss. Im Top-Thema »Arbeitsschutz im

Sommer« informieren wir Sie daher ab Seite 15 über die aktuellen

Entwicklungen im Workwear- und PSA-Bereich und zeigen auf, wie

die Hersteller der Problematik »Hitze- und UV-Schutz« begegnen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Sommer. Bleiben

Sie gesund und passen Sie auf sich auf!

Die unterschätzte Gefahr

Während die Folgen von Hitze meist unmittelbar wahrgenommen

werden, wird ein weiteres Risiko häufig unterschätzt: die natürliche

Jessy von Berg

Redakteurin

Themenschwerpunkt

Editorial Juni 2026 | 3


INHALT

JUNI 2026

025 STRAUSS » Zuverlässiger Schutz bei hohen Temperaturen

026 HELLY HANSEN » »Oxford 2.0«-Linie gelauncht

KYORENE » Schutzhandschuhe ohne Hitzestress

027 GOFRESH 24/7 » Geruchsbildung in PSA verringern

028 DITF » »Klimaanlage« für Workwear vorgestellt

KASK » Praktisches Hitzeschutz-Zubehör für Helme

029 BG BAU » Worauf es beim UV-Schutz ankommt

030 PGP » Insektenschutz mit »Myxal Insect Protect«

16

003 AUF EIN WORT » Editorial

006 TITEL-THEMA » Die Karl Wolf GmbH & Co. KG

setzte auf die »Fit-Days« von Atlas, um

die ergonomische Ausstattung ihrer

Belegschaft zu verbessern.

008 NEUES ZUERST » Baubranche aktuell

012 IM BLICKPUNKT » Bereits seit 70 Jahren ist Kübler

ein fester Bestandteil der

Workwearbranche. Zum Jubiläum

blickt das Unternehmen sowohl auf die

Vergangenheit als auch auf die Zukunft.

TOP-THEMA:

ARBEITSSCHUTZ IM SOMMER

016 CARHARTT » Im Interview erklärt Lisa Meissner,

wie sich wirksamer Sonnenschutz mit Tragekomfort

und Praxistauglichkeit vereinen lässt.

BAUSTELLENSICHERHEIT

032 BAUWATCH » »BauWatch Crime Report« veröffentlicht

033 VP TPA » TPA-Akademie kombiniert Theorie und Praxis

034 MUNK » Sicherheitsupgrade für SLK-Kliniken Heilbronn

036 BGHM » Risiken bei Leiternutzung nicht unterschätzen

037 ASECOS » Aktualisierung des Hauptkatalogs

038 KRAUSE » Entwicklung und Fertigung von Sonderlösungen

040 ZEPPELIN » Neues Kollisionswarnsystem für Radlader

042 AXION » Kamerasystem mit Rundumsicht

043 WORKWARN » Vollwertiges KI-System für Baumaschinen

044 LATAI » »Dustlight« dokumentiert Feinstaubexposition

045 SYNIOTEC » Softwarelösungen um Werkstattmodul ergänzt

046 INNOLIZER/AST » »SafetyGo« reduziert »Zettelwirtschaft«

018 MEWA » Geeignete Workwear für die Sommermonate

020 HAIX » Dachdeckerin setzt auf »Flextreme«-Damenkollektion

021 ÖTSCHER » Hitzeschutz und UV-Schutz in Arbeitskleidung

022 KÜBLER » Neue Arbeitsstättenregel: UV-Schutz im Fokus

023 ROFA » Sommer-Variante der »Teamwork«-Hose vorgestellt

024 SCHÖFFEL PRO » Neuheiten für den Sommer

12

4 | Juni 2026 Inhaltsverzeichnis


Die Norm hat sich geändert.

Unser Lager ist bereit.

EN 360:2023 zertifiziert und sofort lieferbar.

Mehr als 50 Artikel

Von 2 m bis 30 m

EN 360 mit der höchsten

Performance

48

PERSÖNLICHER SCHUTZ

048 BAUSICHERHEIT » Muskel-Skelett-Erkrankungen sind

in der Baubranche keine Seltenheit.

Unterstützungssysteme wie Exoskelette

können hier einen Beitrag zur

Prävention leisten. Die Redaktion der

bauSICHERHEIT gibt einen Überblick

über den aktuellen Markt.

052 DBL » Workwear mit Logos und Emblemen veredeln

053 GUSTAV DAIBER » Neuheiten für 2026 ergänzen Portfolio

056 BAAK » Neues S3S-Duo für Damen: »Alea« und »Alessia«

058 SAFETY JOGGER » Schuhportfolio wächst weiter

059 THE LYCRA COMPANY » Antistatische Faser entwickelt

060 ST QUADRAT » Bereit für die neue EN 17235

RUBRIKEN

062 AUF EINEN BLICK » Firmen dieser Ausgabe

SERVICE » Impressum, Vorschau

Inhaltsverzeichnis

kratossafety.com

Juni 2026 | 5


Um die ergonomische Ausstattung

der Belegschaft zu verbessern, setzte die

Karl Wolf GmbH & Co. KG auf

die Expertise von Atlas Safety Shoes.

Präventive Fußgesundheit

auf der Baustelle

[ ATLAS ] In der Bauunternehmung

Karl Wolf GmbH & Co. KG in Unna ist

körperliche Belastbarkeit täglich gefordert.

Die Beschäftigten verbringen

viele Stunden auf den Beinen und

stehen dabei auf unterschiedlichstem

Untergrund – eine Realität, die

Geschäftsführer Jens Baldauf ganz

genau kennt. Er suchte daher nach

einer Lösung, um die ergonomische

Ausstattung der Belegschaft zu verbessern,

und stieß auf das Gesundheitskonzept

von Atlas Safety Shoes.

Das Ergebnis: ein »Fit-Day« direkt im

Unternehmen, ganz im Zeichen der

Prävention und Leistungsfähigkeit.

Mehrere Tage lang machte der »Atlas Fit«-Truck

auf dem Firmengelände in Unna halt. Im Gepäck:

moderne 3D-Scan-Technologie, erfahrene

Orthopädieschuhmacher und Fachberater. Jeder

Mitarbeitende erhielt eine individuelle Fußvermessung

und konnte anschließend die passende

Lösung aus vier zertifizierten Modulen wählen.

»Uns war wichtig, dass jeder Mitarbeitende die

Möglichkeit bekommt, die richtige Unterstützung

zu finden«, erklärt Baldauf. »Denn nur wenn der

Schuh perfekt sitzt, können wir dauerhaft sicher,

effizient und gesund arbeiten.«

Maßgeschneiderte

Lösungen für jeden Fuß

Um eine umfassende Versorgung sicherzustellen,

entschied sich das Unternehmen für das komplette

»Fit Day«-Paket mit allen vier Modulen, beginnend

bei einer Fußvermessung und -analyse. Dahinter

verbergen sich präzise 3D-Scans zur optimalen

Bestimmung der Passform inklusive Größe

und Weite in Sicherheitsschuhen. Für Mitarbeitende

mit leichten Fußfehlstellungen

– farblich gekennzeichnet in Rot, Grün

und blau – kommen »Ergo-Med«-Einlegesohlen

zum Einsatz. Als semi-orthopädische

Durch seine mikroperforierte

Struktur kann »ProTraX« Feuchtigkeit

von innen schnell nach

außen abgeben, während umgekehrt

kaum Nässe eindringt.

Lösung steht die »Fit Insole« zur Verfügung: Diese

wird durch Erwärmung in weniger als vier Minuten

individuell an das Fußbett angepasst. Falls eine

medizinisch-orthopädische Einlage nötig ist, hat

Atlas mit »GetSteps« eine Lösung parat. Die maßgefertigten

Einlagen für spezielle orthopädische

Anforderungen sind außerdem zertifiziert und

normkonform.

Das Fazit nach Abschluss des »Fit-Day« war

durchweg positiv. »Ich finde das super«, so Jörg

Berenberg, Vorarbeiter im Hochbau. »Bei der

Analyse hat sich herausgestellt, dass meine bisherigen

Schuhe eine Nummer zu groß sind. Ich bin

gespannt, ob ich mit der passenden Schuhgröße

und Einlegesohle künftig ein besseres Gefühl

auf der Baustelle habe.«

Sicher und gesund

durch Prävention

Mit dem »Fit-Day« und der Bereitstellung zertifizierter

Einlagen stellt Karl Wolf sicher, dass die

Mitarbeitenden nicht nur ergonomisch optimal

ausgestattet, sondern auch gesetzeskonform

geschützt sind. So wird das Risiko falscher oder

nicht zugelassener Einlagen effektiv minimiert

– ein wesentlicher Beitrag zu Arbeitssicherheit

und langfristiger Gesundheit. »Wir hoffen, dass

unsere Kollegen die Einlagen regelmäßig und

gern tragen«, sagt Jens Baldauf abschließend.

»Denn am Ende des Tages geht es darum, dass

sie gesund und sicher nach Hause kommen.«

6 | Juni 2026 Titel-Thema


TITEL-THEMA

»Maximum Protection«

auf der Baustelle

Doch nicht nur die passenden Einlegesohlen

spielen eine große Rolle für Tragekomfort und

Sicherheit. Auf der Baustelle entscheidet insbesondere

das richtige Schuhwerk über Sicherheit und

Leistungsfähigkeit unter rauen Bedingungen. Mit

der neuen »Max«-Serie stellt Atlas eine S3S-Serie

vor, die speziell für anspruchsvolle Umgebungen

im Hoch-, Tief- und Straßenbau entwickelt wurde.

Sie sind mit der robusten »XR«-MPU-Sohlentechnologie

und mit dem Atlas-Obermaterial

»ProTraX« ausgestattet. Hierbei handelt es sich

um eine materialtechnische Neuentwicklung: Es

vereint hohe Qualität mit bestmöglichem Komfort

und bringt alle Komponenten mit, die es auch für

anspruchsvollste Arbeitsbedingungen einsatzfähig

machen. Ein Pluspunkt: Das »ProTraX«-Obermaterial

ist wesentlich leichter als Leder, dabei aber

gleichzeitig widerstandsfähig und besonders pflegeleicht.

Durch seine mikroperforierte Struktur und

die innovative Materialmischung kann »ProTraX«

Feuchtigkeit von innen schnell nach außen abgeben,

während umgekehrt kaum Nässe eindringt.

So entsteht eine permanente Luftzirkulation im

gesamten Schuh, die das Fußklima aktiv reguliert

und Hitzestau effektiv verhindert. Im Vergleich zu

herkömmlichem Leder ist »ProTraX« außerdem

doppelt so atmungsaktiv, was auch bei langen

Tragezeiten und körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten

für ein konstant angenehmes Fußklima

sorgt. Darüber hinaus überzeugt das Obermaterial

durch seine geringe Wasseraufnahme. Besonders

hebt Atlas zudem die schnelle Rücktrocknung

hervor, selbst nach dem Einsatz unter nassen

Bedingungen. Die hohe Wasserresistenz reduziert

ebenso den Wärmeverlust.

Sicherheit und Komfort

als Einheit gedacht

Die »XR«-MPU-Sohlentechnologie aus dem

hausgemachten MPU zeichnet sich durch zahlreiche

Flexkerben für optimalen Grip aus. Im

Vorderfuß angeordnete »Dynamic Plates« übertragen

die Vorwärtsenergie, die übrige Energie

wird gezielt zum Abdruckpunkt geleitet. Im

Fersenbereich absorbiert die »Cloudzone« die

Aufprallkräfte und Stöße durch ein Hochleistungssystem.

Darüber hinaus bestehen 20 Prozent

der Laufsohle aus zudosierten, recycelten

Festoffen, was ein Fünftel an Primärmaterialien

einspart. Zudem bringen die »Max«-Modelle alle

nötigen S3-Kompontenten mit: Die metallfreie

»XP«-Durchtritthemmung gewährleistet die

Schuhserie durch ein textiles Hightech-Material

aus Aramid-Fasern in der Zwischensohle. Das

dämpfende MPU-»Rebound«-System stimmt

Lauf- und Zwischensohle für ermüdungsfreies

Laufen optimal aufeinander an, während

die abrasionsbeständige MPU-Überkappe

den Zehenbereich schützt.

Maximal praktisch

im Arbeitsalltag

Die versiegelte »ProTraX«-Oberfläche vereinfacht

die Reinigung enorm: Das neue Atlas-Material

erfordert keinerlei Spezial-Pflegeprodukte

und wird auch mit minimalem Körpereinsatz

schnell sauber. So ermöglicht die »Max«-Serie

stets einen professionellen Auftritt – damit

maximal viel Zeit in die eigentliche Arbeit

fließen kann, während nur minimale Pflege

anfällt. Neben der Wahl zwischen knöchelhohen

Stiefeln oder Halbschuhen können

Träger innerhalb der »Max«-Serie außerdem

zwischen einem klassischen Schnürsystem

und einem innovativen Seilzugsystem wählen.

Das »Boa Fit«-System besteht aus einem mikroverstellbaren

Drehverschluss, langlebigen

Leichtseilzügen und reibungsarmen Führungen.

Es ermöglicht eine präzise, schnelle und individuelle

Anpassung mit nur einer Hand, auch

mit Handschuhen. In der »Max«-Serie ist das

»Boa Fit«-System seitlich verbaut, um Druckstellen

am Fußrücken zu umgehen.

Und auch im Hinblick auf das Design weiß

die neue Schuhserie zu punkten: Sowohl die

knöchelhohen Stiefel als auch die Halbschuhe

überzeugen im klassisch-eleganten Look. Das

»ProTraX«-Obermaterial wirkt optisch wertig

– nicht nur aufgrund seiner lederähnlichen

Struktur, sondern auch aufgrund der schmutzresistenten

Materialeigenschaften. Auf Wunsch

farblich abgesetzte Einkerbungen an den Seiten

wirken wie optische Verstärkungsrippen und

betonen die robuste Bauweise. Abgerundet

wird das Design durch das Atlas-Logo.

ATLAS (4)

Mit dem »Fit-Day« und der Bereitstellung

zertifizierter Einlagen stellt Karl Wolf

sicher, dass die Mitarbeitenden ergonomisch

optimal ausgestattetsind.

Gut zu wissen

Innerhalb der »Max«-

Serie können Träger

zwischen einem

klassischen Schnürsystem

und dem »Boa Fit«-

Verschlusssystem wählen.

Im Rahmen des »Fit-Day« werden präzise

3D-Scans zur optimalen Bestimmung der

Passform inklusive Größe und Weite in

Sicherheitsschuhen durchgeführt.

Titel-Thema

Juni 2026 | 7


Auf Expansionskurs: Gründung der Schöffel B. V.

Dr. Sophie Stopp übernimmt die

Geschäftsführung der Schöffel

B. V. mit Sitz in Enschede.

SCHÖFFEL PRO

[ SCHÖFFEL PRO ] Die Workwear-Marke aus

Schwabmünchen setzt ihren Wachstumskurs

fort: Vier Jahre nach Markteinführung

gründet das Unternehmen eine eigene

Gesellschaft in den Niederlanden.

Mit der neuen Gesellschaft reagiert Schöffel Pro

auf eine stark zunehmende Nachfrage nach

funktionaler, hochwertiger und individuell gestaltbarer

Arbeitsbekleidung. Insbesondere das positive Marktfeedback

u. a. bei internationalen Fachmessen und

Branchenveranstaltungen unterstreicht das Potenzial

von Schöffel Pro in den Niederlanden. Ab sofort

wird das Unternehmen dort mit einem umfassenden

Sortiment aus Workwear, Warnschutz und Corporate

Wear vertreten sein. Der Firmensitz der Schöffel B. V.

befindet sich in Enschede.

»Die Gründung der Schöffel Pro B. V. ist der logische

Schritt auf das große Interesse an Schöffel

Pro in den Niederlanden. Wir sind bereits tatkräftig

im Aufbau einer Handelsstruktur zur Belieferung von

Industrie und Handwerk«, so Dr. Sophie Stopp, die

bereits seit 2024 im Unternehmen tätig ist und die

Geschäftsführung der Schöffel Pro B. V. übernimmt.

Seit Oktober 2025 verantwortet sie als Director

Internationalization den Aufbau und die Weiterentwicklung

der internationalen Aktivitäten außerhalb

des DACH Raums.

Blömen VuS zählt zu dynamischsten Mittelständlern Deutschlands

BLÖMEN VUS

Am Standort in Gescher

entwickelt Blömen VuS

Lösungen für Straßenausrüstung

und Verkehrssicherheit sowie

Umwelt- und Artenschutz.

[ BLÖMEN VUS ] Laut einer aktuellen Analyse

der Süddeutschen Zeitung in Kooperation

mit Creditreform zählt Blömen VuS zu den

wachstumsstärksten mittelständischen

Unternehmen Deutschlands 2026.

Im Ranking belegt das Unternehmen Platz 175

von insgesamt 9307 bewerteten Firmen. Grundlage

der Auszeichnung ist eine umfassende Analyse

wirtschaftlicher Kennzahlen über mehrere Jahre

hinweg. Bewertet werden dabei Faktoren wie die

Umsatzentwicklung, das Mitarbeiterwachstum sowie

die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen. In die

Untersuchung fließen ausschließlich Firmen ein, die

strenge Auswahlkriterien erfüllen und über einen

längeren Zeitraum ein überdurchschnittlich dynamisches

Wachstum aufweisen. Die Studie gilt damit als

belastbarer Indikator für nachhaltigen Unternehmenserfolg

im Mittelstand.

»Die Platzierung unter den wachstumsstärksten Mittelständlern

Deutschlands bestätigt unsere strategische

Ausrichtung«, erklärt Geschäftsführer Benno Blömen.

»Unser Wachstum basiert auf langfristigen Kundenbeziehungen,

innovativen Produkten und dem Engagement

unseres Teams. Diese Auszeichnung ist für uns ein

Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.«

Bundestag beschließt neue Regeln für Sicherheitsbeauftragte

[ BG BAU ] Der Deutsche Bundestag hat neue Regelungen für

Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen beschlossen. Künftig soll ihre

Bestellung stärker an der tatsächlichen Gefährdungssituation im Unternehmen

ausgerichtet werden. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB),

der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Industriegewerkschaft

Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

(BG BAU) begrüßen die Anpassung, die den besonderen Arbeitsbedingungen in

der Bauwirtschaft Rechnung trägt.

Beschluss im Bundestag: neue Regelungen für

die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten.

BG BAU

Kern der gesetzlichen Änderung ist die Anhebung

der Schwelle für die verpflichtende Bestellung

von Sicherheitsbeauftragten von derzeit 20

auf 50 Beschäftigte. Für Unternehmen mit weniger

als 50 Beschäftigten entfällt damit eine pauschale

Verpflichtung. Bestehen besondere Risiken für

Leben und Gesundheit, sind bereits ab 20 Beschäftigten

Sicherheitsbeauftragte einzusetzen.

Damit richtet sich die Bestellung künftig nach den

konkreten Arbeitsbedingungen im Betrieb, nicht

allein nach der Unternehmensgröße. Aus Sicht

von ZDB, HDB, IG Bau und BG Bau wird mit der

Regelung sichergestellt, dass das Sicherheitsniveau

in der Bauwirtschaft erhalten bleibt. Gemeinsam

mit den Sozialpartnern hatte sich die BG Bau in

das Gesetzgebungsverfahren eingebracht und

hervorgehoben, dass starre Schwellenwerte den

komplexen und dynamischen Arbeitsbedingungen

der Bauwirtschaft nicht gerecht werden. In ihrer

Stellungnahme »Sicherheitsbeauftragte: Wichtiger

Bestandteil des Arbeitsschutzes in der Bauwirtschaft«

betonen sie auch, dass eine flexible, an den

konkreten Gefährdungen orientierte Organisation

des Arbeitsschutzes entscheidend sei. Diese

zentralen Vorschläge wurden in die Neuregelung

übernommen.

Unverzichtbarer Posten

In der Bauwirtschaft können die besonderen

Arbeitsbedingungen dazu führen, dass in vielen

Betrieben weiterhin Sicherheitsbeauftragte erforderlich

sein werden, auch unterhalb der Schwelle.

Die BG Bau unterstützt Unternehmen dabei,

Gefährdungen zu beurteilen und zu entscheiden,

wann Sicherheitsbeauftragte erforderlich sind

und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können.

Maßgeblich bleiben dabei die Regelwerke der

gesetzlichen Unfallversicherung sowie die konkreten

Bedingungen im Betrieb.

8 | Juni 2026

Neues zuerst


Exklusive Partnerschaft mit Gromet

[ MUNK ] Die Munk Günzburger Steigtechnik und der italienische

Arbeitsbühnenspezialist Gromet haben eine exklusive Entwicklungsund

Vertriebspartnerschaft vereinbart. Gemeinsam bringen sie neue

»FlexxLift«-Arbeitsbühnen auf den deutschen und österreichischen Markt –

vom mobilen Push-around bis zur elektrischen Mast- und Scherenbühne.

Auf der Basis der Kooperation entstehen

neue Arbeitsbühnen unter der Produktmarke

»FlexxLift«. Munk vertreibt sie künftig im deutschen

und österreichischen Markt. Das Sortiment reicht

von manuell verfahrbaren Push-around-Bühnen

bis zu elektrischen Mast- und Scherenbühnen. Alle

Produkte gelten als sichere Alternative zur Leiter

und erfüllen die Anforderungen der Technischen

Regeln für Betriebssicherheit (TRBS).

Ferdinand Munk und Massimo Grossele unterzeichneten

den Kooperationsvertrag am 27. Mai am

Stammsitz der Munk Group in Günzburg. Den ersten

gemeinsamen Auftritt absolvieren beide Partner

Anfang Juni 2026 auf der Apex in Maastricht.

Partnerschaft für sichere

Höhenzugänge geschlossen

»Mit Gromet haben wir einen Partner gefunden,

der unsere Ansprüche an Qualität und Innovation

teilt. Gemeinsam heben wir FlexxLift auf das

nächste Level – und geben unseren Kunden

noch mehr Möglichkeiten, sicher in der Höhe

zu arbeiten«, sagt Ferdinand Munk, Inhaber und

Geschäftsführer der Munk Group. Alexander

Werdich, ebenfalls Geschäftsführer, ergänzt:

»›FlexxLift‹ steht für eine sichere Lösung, um einfach

in die Höhe zu gelangen – ob beim Arbeiten

an Maschinen, Gebäuden, Fahrzeugen, mobilen

Geräten oder Beleuchtungssystemen. Mit den

neuen Arbeitsbühnen schließen wir eine echte

Lücke im Markt – für alle, die zwar auf Leitern,

aber nicht auf Flexibilität verzichten wollen.«

Das erweiterte »FlexxLift«-Sortiment richtet

sich an Handwerk, Industrie, Handel und gewerbliche

Vermieter. Ein erstes »FlexxLift«-Modell ist

bereits erfolgreich im Markt platziert, weitere

Produkteinführungen folgen in mehreren Phasen

über die kommenden Monate.

Impulse aus der Praxis

als Grundlage für die Entwicklung

»Munk ist für uns der ideale Partner für den

deutschsprachigen Markt. Munk kennt seine

Kunden und versteht deren Anforderungen –

genau diese Impulse fließen direkt in unsere

Entwicklung ein. So entstehen Produkte, die in

der Praxis funktionieren und echten Mehrwert

schaffen – für Handel, Industrie und am Ende

für jeden, der sicher in der Höhe arbeitet«, erklärt

Gromet-Geschäftsführer Massimo Grossele.

MUNK

Ferdinand Munk (l.) und Massimo Grossele

unterzeichneten den Kooperationsvertrag am

Stammsitz der Munk Group in Günzburg.

Gromet mit Sitz in Bassano del Grappa in Veneto,

Italien, ist seit über 30 Jahren in der Metallverarbeitung

und im Stahlbau tätig. Das 1992

gegründete Familienunternehmen verarbeitet

Stahlblech und Rohre mittels Laserschneiden,

Kanten, Biegen, Umformen, Stanzen, Roboterschweißen

und mechanischer Bearbeitung.

Gromet ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet

für Kunden in unterschiedlichen Industrien in

ganz Europa. Unter der Marke »Axolift« entwickelt

und produziert Gromet Arbeitsbühnen für den

Low-Level-Access-Bereich – von manuellen

Push-around-Bühnen bis zu elektrischen Scheren-

und Mastbühnen. »Axolift« versteht seine

Produkte als sichere, smarte Alternative zur Leiter.

Vertrieben werden sie über ein internationales

Partnernetzwerk.

»Safety Summit« geht in die nächste Runde

[ AST ] Bereits zum vierten Mal wird der »Campus M« der AST Arbeitssicherheit zum Treffpunkt für

Sicherheitsfachleute. Der »Safety Summit« 2026 präsentiert am 15. Juli mit spannenden Vorträgen, Diskussionen

und zahlreichen Infoständen alles Wissenswerte rund um einen rechtssicheren und digitalen Arbeitsschutz.

Im Mittelpunkt des eintägigen Events steht der

»Safety Kongress«, der den Teilnehmenden

wie immer die Chance bietet, die Informationen

AST

Auf dem »Safety Summit« wird u. a. der

smarte Industrieschutzhelm »Guardio

Armet Pro Connected« vorgestellt.

der Referenten durch anschließende Gesprächsrunden

zu vertiefen. Auf der Bühne steht in diesem

Jahr z. B. Prof. Dr. Thomas Wilrich, der am Vormittag

über das Thema spricht: »Paragrafenreiterei versus

Pragmatismus bei der Dokumentation des

Arbeitsschutzes – was fordern Rechtsformalitäten

und was ist wirklich sinnvoll?«

Ebenfalls eine Rolle spielen wird das Thema

künstliche Intelligenz (KI): Frank Hotz von der

Jedermann Verlag GmbH beleuchtet dies in

seinem Vortrag »KI im Arbeitsschutz, KI-Gefährdungsbeurteilung,

was ist möglich und was ist zu

beachten«. Nach der Mittagspause widmet sich

Prof. Dr. Thomas Wilrich dem Thema »10 Big Points

im Arbeitsschutz: Verantwortung und Pflichten«

und berichtet über Verantwortungsumfang und

Grenzfälle. Sich.-Ing. Frank Hotz gibt im Anschluss

Tipps über die Dokumentenerstellung mit KI

und erläutert, wie die künstliche Intelligenz den

Arbeitsschutz verändert. Beide Referenten stehen

bei der anschließenden Podiumsdiskussion

gemeinsam mit AST-Seminarleiter Dipl.-Sich.-

Ing. Matthias Müller auch für Fragen aus dem

Publikum zur Verfügung.

Arbeitssicherheit zum Anfassen

Die AST Arbeitssicherheit präsentiert erstmals

mit einer kleine Messe ihr Angebot an Trainingsgeräten

und digitalen Dienstleistungen.

U. a. können die Besucher die VR-Simulatoren

»Kran« und »PSAgA« testen. Zudem wird der

smarte Industrieschutzhelm »Guardio Armet

Pro Connected« vorgestellt. Informationsstände

gibt es zudem über das Angebot der AST Safety

Academy sowie über die unterschiedlichen E-

Learning-Programme und die digitale »SafetyGo«-

Plattform, die eine einfache Organisation aller

Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsaktivitäten

möglich macht.

Neues zuerst Juni 2026 | 9


Olaf Demuth ist neuer Präsident des HDB

HDB

Olaf Demuth ist der neue

Präsident des HDB.

[ HDB ] Olaf Demuth, Diplom-Bauingenieur

und Vorstand der Zech Group SE in Bremen,

ist einstimmig zum neuen Präsidenten des

Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

(HDB) gewählt worden.

Sein Amtsvorgänger Peter Hübner hat das Amt nach

der Hälfte seiner dritten Amtszeit niedergelegt, um

einen geordneten Übergangs- und Nachfolgeprozess

in die Wege zu leiten. Insgesamt hat er dem Verband

als Präsident zehn Jahre vorgestanden.

»Ich freue mich auf die neue Aufgabe, gleichzeitig

verspüre ich großen Respekt. Denn die Branche steht vor

großen Herausforderungen, wirtschaftlich wie strukturell.

Die Transformation ist bereits im vollen Gange und wir

müssen zusehen, dass wir alle Marktakteure mitnehmen.

In den kommenden Jahren setze ich mich dafür ein, die

sehr fragmentierte Branche enger zusammenzuführen

und das Thema des mittelständischen Unternehmertums

zu stärken. Die großen gesellschaftlichen Aufgaben

wuppen wir nur gemeinsam – im Schulterschluss von

großen Konzernen bis hin zu den kleineren Unternehmen.

Fortschritt gelingt nur mit einer Industriepolitik,

die die gesamte Breite der Branche im Blick hat und

alle Akteure einbindet«, so Olaf Demuth, der nun eine

der zentralen Wirtschaftsbranchen repräsentiert.

Fördermittel für die Nachrüstung von Fahrzeugsicherheitslösungen

BRIGADE

Nachrüstbare Lösungen für

Fahrzeugsicherheit sind förderbar.

[ BRIGADE ELEKTRONIK ] Zwischen 2011 und

2021 ereigneten sich auf deutschen Baustellen

durchschnittlich 118 000 Unfälle pro Jahr.

Im Jahr 2022 gab es laut der deutschen

Baugewerkschaft IG Bau 74 tödliche Unfälle –

mehr als einer pro Woche.

Da große Fahrzeuge in hoher Frequenz über Baustellen

fahren, wenden und rückwärtsfahren, gibt

es zahlreiche Gefahren für Bodenpersonal. Die Wahrscheinlichkeit,

dass tote Winkel vorne, hinten und an

den Seiten zu Kollisionen führen, wird auch dadurch

erhöht, dass viele Arbeiter Gehörschutz tragen und

daher herannahende Fahrzeuge oder sogar akustische

Warnsignale nicht hören können. Geeignete Sicherheitslösungen

sind unerlässlich, um möglichst sichere

Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Für die Nachrüstung

bestehender Fahrzeugflotten können Betreiber

nun Fördermittel in Anspruch nehmen.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG

Bau) fördert kamerabasierte Personenerkennungssysteme,

die mit GS-BAU-71 zertifiziert sind, und übernimmt

50 Prozent der Anschaffungskosten pro Maßnahme

bis zu einem Höchstbetrag von 2.500 Euro. Brigade

hat hierfür drei verschiedene Sets zusammengestellt.

Auch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft

und Gartenbau (SVLFG) bietet Fördermittel

an. Die Förderung beträgt maximal 600 Euro.

Fachseminare rund um Arbeitsschutz und Umwelttechnik im Baugewerbe

[ BZB ] Die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Umweltvorschriften auf

Baustellen erfordert von Betrieben kontinuierlich nachgewiesene Fach- und

Sachkunden. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) führen hierzu

fortlaufend spezialisierte Seminare durch, die gesetzlich vorgeschriebene

Qualifikationen für den Baustellenalltag vermitteln. Der Fokus liegt dabei auf

dem fachgerechten und sicheren Umgang mit Gefahrstoffen.

Angeboten wird beispielsweise ein Seminar

zum Thema Asbest, das sich auf Abbruch.

Sanierung und Instandsetzung fokussiert. Die

Veranstaltung vermittelt umfassende Sachkunde

Für das zweite Halbjahr ab Juli 2026

bietet die BZB zahlreiche Seminare an.

BZB

für die Leitung und Aufsicht von ASI-Arbeiten

an allen Asbestprodukten im schwach und

fest gebundenen Bereich. Ohne diesen großen

Sachkundenachweis dürfen weitreichende Sanierungsarbeiten

an asbesthaltigen Bauwerken

nicht eigenständig geleitet werden. Außerdem

finden Lehrgänge rund um »ASI-Arbeiten an

Asbestzementprodukten sowie geringen Umfangs

an schwach gebundenem Asbest« statt:

Diese umfassen den Erwerb der Sachkunde für

spezifische, zeitlich und im Umfang begrenzte

Tätigkeiten an asbestbelasteten Bauteilen. Die

Schulung konzentriert sich auf standardisierte

Arbeitsverfahren, den korrekten Einsatz von

Persönlicher Schutzausrüstung sowie die vorschriftsmäßige

Baustelleneinrichtung.

Gesetzliche Vorgaben erfüllen

Die BZB bieten außerdem Asbest-Fortbildungslehrgänge

gemäß TRGS 519 Nr. 2.7 Anlage 5

für Sachkundige nach Anlage 3 und 4 an. Durch

die rechtzeitige Teilnahme erneuern Sachkundige

ihre Fachkunde sowie den erforderlichen Nachweis

für ASI-Arbeiten. Auch eine Schulung zur

fachgerechten Gebäudeschadstoffsanierung

gehört zum Fortbildungsportfolio: Der Fokus

liegt hier auf Sicherheit und Gesundheitsschutz

bei der Sanierung von baulichen Anlagen mit

Schadstoffbelastung wie PCB, PCP oder PAK.

Ebenso findet das Thema Brandschadensanierung

Beachtung: Teilnehmende erlangen

Kenntnisse über den sicheren Umgang mit

spezifischen Gefahrstoffen und Brandrückständen

bei der Sanierung von Brandstellen.

Die Qualifizierung ist gesetzlich vorausgesetzt,

um Brandschadensanierungen vorzunehmen.

Fachseminare und Lehrgänge rund um Schimmelpilzbeseitigung

und Bautrocknung sowie den

Umgang mit künstlichen Mineralfasern runden

das Angebot ab.

10 | Juni 2026

Themenschwerpunkt

Neues zuerst


Seit 50 Jahren bewährt: Gore-Tex feiert Jubiläum

[ GORE-TEX ] W. L. Gore & Associates, Gründer der Marke Gore-Tex, feiert

50 Jahre Produktinnovation und Leadership im Bereich Funktionstextilien. Seit

Einführung des Materials im »Light Dimension«-Zelt von Early Winters im Jahr

1976 hat Gore sein Produktportfolio weltweit zu einer bewährten Lösung für

Bekleidung, Schuhe und Handschuhe weiterentwickelt. W. L. Gore & Associates

ist ein globales Unternehmen aus dem Bereich der Materialwissenschaften,

das sich zum Ziel setzt, Industrien und Leben zu verbessern. Mit rund

13 000 Mitarbeitenden generiert Gore einen Jahresumsatz von 5 Mrd. US-Dollar.

Mit diesem Meilenstein würdigt das Unternehmen

nicht nur seine legendäre Innovationskraft,

sondern stellt auch die Weichen für

die Zukunft. Seit Bob Gores Entdeckung eines

leichten, mikroporösen Materials im Jahr 1969

wurde die »Gore-Tex«-Produkttechnologie aufgrund

wissenschaftsbasierter Forschung stets

weiterentwickelt und hat sich seit der Erfindung zu

einer der erfolgreichsten Materialplattformen für

Funktionstextilien gewandelt. Diese Entwicklung

setzt sich bis heute fort: durch kontinuierliche

Innovation und das Engagement für verantwortungsvolle

Performance, in der Überzeugung, dass

Performance, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit

Hand in Hand gehen müssen. Dieser Ansatz erstreckt

sich auf die gesamte Gore-Fabrics-Division.

Sie umfasst die Bereiche Outdoor, Arbeitssicherheit

und Verteidigung, wo zuverlässiger Schutz

von entscheidender Bedeutung ist.

»Seit fünf Jahrzehnten ermöglichen ›Gore-

Tex‹-Produkte Menschen, unter härtesten Bedingungen

Höchstleistungen zu erbringen«,

so Michelle Augustine, Gore Fabrics Business

Leader. »Auf dieser Grundlage setzen wir weiterhin

auf Innovationen, die unseren Partnern helfen,

veränderten Anforderungen gerecht zu werden

und gleichzeitig für die Zukunft das Thema verantwortungsvolle

Performance voranzutreiben.«

Nachhaltig durch Langlebigkeit

Langlebigkeit und Haltbarkeit stehen bei Gore

schon seit langem im Fokus und rücken immer

mehr in den Vordergrund. Das Unternehmen setzt

auf die Entwicklung langlebiger Produkte, um

den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, ohne

die Performance zu beeinträchtigen. Parallel dazu

arbeitet Gore mit mehr als 45 Stakeholdern und

dem Sport- und Outdoor-Forschungszentrum der

Mid Sweden University zusammen, um einen

globalen Standard für die Langlebigkeit von

Outdoor-Bekleidung zu entwickeln. Daher steht

auch die Thematik »Innovation« im Mittelpunkt

des Gore-Fabrics-Business. Auf Basis materialwissenschaftlicher

Erkenntnisse der neuesten

GORE-TEX

Die »Pyrad«-Materialien bieten

wasserdichte, winddichte, atmungsaktive

und langlebige Performance.

Generation setzt sich Gore immer wieder zum

Ziel, neue Technologien zu entwickeln, darunter

die Membran aus expandiertem Polyethylen

(ePE) und die »Pyrad«-Materialien von »Gore-

Tex Labs«, die eine wasserdichte, winddichte,

atmungsaktive und langlebige Performance bieten.

Darüber hinaus setzt Gore auf Innovation bei der

Herstellung seiner Materialien, etwa durch die

Umstellung der Produktionsstätten auf 100 Prozent

Strom aus erneuerbaren Energien und die

Verringerung der Umweltbelastung durch den

Einsatz erneuerbarer Energien, recycelter und

umweltfreundlicher Materialien sowie verantwortungsvolle

Herstellungsprozesse.

Anlässlich des Jubiläums hat Gore eine multimediale-Darstellung

mit historischer Timeline,

Archivvideos und Bildern veröffentlicht, die über

den Archivkanal der Marke verfügbar ist.

Erstplatzierter beim Deutschen Baupreis 2026

[ HTRIUS ] Das Unternehmen aus Horb am Neckar ist beim Deutschen

Baupreis 2026 mit dem 1. Preis in der Sonderkategorie »Arbeitssicherheit

& Gesundheitsschutz« ausgezeichnet worden. Veranstaltet

wird er vom Bauverlag gemeinsam mit der Bergischen Universität

Wuppertal. Insgesamt werden Preise in acht Kategorien vergeben.

Mit dem Preis würdigt die Jury den Beitrag von

hTrius zu mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz

in der Bauwirtschaft. Im Mittelpunkt steht

das Exoskelett »BionicBack«, das Beschäftigte

bei belastenden Hebe- und Beugebewegungen

unterstützt und dazu beiträgt, körperliche Belastungen

im Arbeitsalltag zu reduzieren. Überreicht

wurde die Auszeichnung von Prof. Dr.-Ing. Marco

Einhaus von der BG Bau.

Für hTtrius unterstreicht der Preis die Relevanz

praxisnaher Lösungen für mehr Gesundheit

und Sicherheit am Arbeitsplatz. Gründer und

Geschäftsführer Dominik Heinzelmann sagt:

»Unsere Systeme werden tagtäglich eingesetzt.

Dass wir diesen Preis erhalten und ihn von der

BG Bau überreicht bekommen, ist für uns eine

besondere Bestätigung. Es zeigt, wie wichtig

praxisnahe Lösungen für gesündere Arbeitsplätze

in der Bauwirtschaft sind. Wir werden

unseren Weg konsequent weitergehen, damit

Arbeitsplätze gesünder werden und langfristig

zukunftsfähig bleiben.«

Wichtiger Meilenstein

Die Auszeichnung ist für das Unternehmen

»ein bedeutender Meilenstein und zugleich ein

starkes Signal an die Branche«: Arbeitssicherheit

und Gesundheitsschutz seien demnach keine

Nebenthemen, sondern zentrale Zukunftsfaktoren

für leistungsfähige, attraktive und nachhaltige

Arbeitsplätze im Bauwesen. Gerade

in einem Umfeld, das von hoher körperlicher

Belastung, Fachkräftemangel und wachsendem

Effizienzdruck geprägt ist, gewinnen Lösungen

Dominik Heinzelmann und Jonas Haag

freuen sich über den Gewinn des

Deutschen Baupreises.

an Bedeutung, die Mitarbeitende im Arbeitsalltag

konkret entlasten. Die Auszeichnung unterstreiche

außerdem den eigenen Anspruch, Innovationen

nicht nur technologisch zu entwickeln, sondern

konsequent an den realen Anforderungen auf

Baustellen auszurichten. Ziel ist es, Unternehmen

dabei zu unterstützen, Gesundheitsschutz

wirksam in den Arbeitsalltag zu integrieren und

körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten langfristig

ergonomischer zu gestalten.

BAUVERLAG BV

Themenschwerpunkt

Neues zuerst Juni 2026 | 11


Die vielseitig einsetzbare Kollektion

»Kübler Reforce« erfüllt die im

Markt gestiegenen Erwartungen an

Langlebigkeit und Reparierbarkeit

bei bestmöglichem Tragekomfort.

Ein Grund zur Freude:

Kübler feiert 70-jähriges Bestehen

Neben den Abteilungen

für Produktentwicklung

beschäftigt Kübler am

Standort in Plüderhausen

hochqualifizierte Näherinnen.

[ KÜBLER ] »70 Jahre geballte Workwear-Kompetenz«: Unter diesem Claim feiert das

Familienunternehmen mit Stammsitz in Plüderhausen in diesem Jahr einen besonderen

Meilenstein. Bereits seit der Gründung durch den gelernten Textilkaufmann Paul H. Kübler

im Jahr 1956 produziert Kübler Berufsbekleidung – zunächst beschränkt auf Anzüge,

Latzhosen und Mäntel sowie Sicherheitsbekleidung für Straßenunterhaltungspersonal.

Heute umfasst das Portfolio eine breite Auswahl an Arbeits- und Schutzkleidung, Warnund

Wetterkleidung, Shirts sowie Mietberufsbekleidung. Anlässlich des Jubiläums hat die

Redaktion der bauSICHERHEIT außerdem mit Daniel Pusch, Prokurist und Bereichsleiter

Brand Management, über die Geschichte des Unternehmens, Trends in der Workwear-

Branche sowie Zukunftspläne gesprochen.

KÜBLER (3)

Dass Kübler seit vielen Jahren eine wichtige Position

im deutschen Markt einnimmt, beruht nicht

nur auf der technischen Kompetenz bei Arbeits- und

Schutzbekleidung, sondern auch auf dem Austausch

mit Fachhandelspartnern und Endkunden. So gelingt

es dem Unternehmen, geänderte Anforderungen an

Funktion, Strapazierfähigkeit und Design in praxisgerechte

Bekleidungslösungen umzusetzen. »Wir nutzen

Innovation gezielt dort, wo sie dem Anwender echten

Mehrwert bietet«, benennt CEO Richard Scheiner

einen wichtigen Aspekt in der Produktentwicklung.

Die aktuellen Trends im Markt bildet u. a. die jüngst

eingeführte Kollektion »Kübler Reforce« ab. Mit ihrem

nachhaltigen Gewebe, dem Einsatz industriewäscheoptimierter

Materialien und ihrer neu gedachten Bekleidungskonstruktion

erfüllt sie die im Markt gestiegenen

12 | Juni 2026

Im Blickpunkt


IM BLICKPUNKT

die Einkauf, Produktion und Nachhaltigkeit verantwortet.

Verantwortungsvolle Produktion entstehe nicht durch

bloße Zusagen, sondern durch konsequentes Handeln,

ehrliche Bewertung des eigenen Status quo und die

enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Fair Wear

verstehe man dabei als partnerschaftlichen Rahmen,

der kontinuierliche Weiterentwicklung einfordere und

fördere, so Janßen.

Erwartungen an Langlebigkeit und Reparierbarkeit

bei bestmöglichem Tragekomfort. Am Puls der Zeit

ist Kübler auch mit seinen hochfunktionalen Stretch-

Kollektionen, die den Trägern hohe Bewegungsfreiheit

ermöglichen. Zeichen in Sachen Tragekomfort setzen

auch die Multinorm- und Wetterschutz-Linien: Sie

erzielen die gleich hohe Schutzwirkung unter Einsatz

leichterer Gewebe.

Der Verantwortung bewusst

Alle Produktlinien werden am Stammsitz in Plüderhausen

von interdisziplinären Teams entwickelt. Neben

den Abteilungen für Produktentwicklung beschäftigt

Kübler dort hochqualifizierte Näherinnen. Davon profitieren

Handelspartner und Endkunden in mehrfacher

Hinsicht, etwa bei Programmergänzungen, anspruchsvollen

Muster- und Sonderanfertigungen sowie bei

der Fertigung von Bekleidungsteilen in Randgrößen.

Die größeren Stückzahlen lässt Kübler überwiegend

in Laos, Vietnam und Armenien fertigen. Damit setzt

das Unternehmen auf langjährige, leistungsfähige

Konfektionspartner mit klar definierten Qualitäts- und

Sozialstandards.

Nicht nur in Plüderhausen, sondern entlang der

gesamten Lieferkette verfolgt Kübler einen nachhaltigen

Anspruch. Alle Produktionsstätten sind auditiert.

Dadurch ist die komplette Wertschöpfungskette

transparent nachvollziehbar. Mit dem Beitritt zur »Fair

Wear Foundation« bekennt sich Kübler klar zur Verantwortung

für die Menschen hinter den Produkten.

»Die Mitgliedschaft in der ›Fair Wear Foundation‹ ist

ein klares Statement für faire Arbeitsbedingungen,

Transparenz und kontinuierliche Verbesserung entlang

unserer gesamten Lieferkette«, erklärt Kerstin Janßen,

Wissenstransfer im PSA-Bereich

Groß ist außerdem das Engagement für den Wissenstransfer

im PSA-Bereich. Dafür ist vor einigen

Jahren eigens der »Kübler Campus« ins Leben gerufen

worden, der viel Zuspruch bei Fachhandelspartnern

und Sicherheitsfachkräften findet. Im Rahmen von

Seminaren vermittelt Kübler umfassendes Know-how

rund um den Einsatz von PSA, angefangen bei den

gesetzlichen Pflichten gemäß neuesten Verordnungen,

Haftungsrisiken, Normvorgaben für die verschiedenen

Gefährdungsbereiche sowie Veredelung und Instandhaltung

von Schutzbekleidung. Die PSA-Seminare sind

vom deutschlandweit größten Verband für Sicherheit,

Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit, VDSI,

mit Weiterbildungspunkten bewertet.

Auch künftig will sich Kübler auf seine Kernkompetenz

in der Entwicklung und dem Vertrieb hochwertiger

Arbeits- und Schutzbekleidung konzentrieren. Damit

verbunden ist die klare Fokussierung auf die Vertriebsbereiche

Fachhandel und Mietberufsbekleidung. »Die

enge Partnerschaft mit dem technischen Fachhandel

ist seit jeher eine zentrale Säule unseres Erfolgs im

Markt«, erklärt CEO Richard Scheiner. Daneben hat

sich die Sparte der Mietberufsbekleidung in den letzten

Jahren zu einem wichtigen Absatzkanal entwickelt. In

dieser Konstellation sieht Scheiner das Familienunternehmen

gut aufgestellt »für gesundes, nachhaltiges

Wachstum getragen von Qualität, Innovation und

Verlässlichkeit«.

Gut zu

wissen

Kübler vermittelt umfassendes

Know-how rund um den Einsatz von

PSA, angefangen bei den gesetzlichen

Pflichten gemäß neuesten

Verordnungen, Normvorgaben für

die verschiedenen Gefährdungsbereiche

sowie Veredelung und Instandhaltung

von Schutzbekleidung.

In Plüderhausen finden im

Rahmen des »Kübler Campus«

regelmäßig Seminare rund um

den Einsatz von Persönlicher

Schutzausrüstung statt.

Im Blickpunkt

Juni 2026 | 13


INTERVIEW

bauSICHERHEIT: Kübler

blickt nunmehr auf 70 Jahre

Geschichte zurück. Welche

Meilensteine haben die Entwicklung

am stärksten ge-

Jessy von Berg

prägt? Gibt es z. B. Produkte oder Innovationen,

die einen Wendepunkt darstellten?

Daniel Pusch

Prokurist und Bereichsleiter Brand Management

Wenn wir beim nächsten großen Jubiläum sagen können,

dass Kübler weiterhin Menschen begeistert, die täglich

hart arbeiten, dann haben wir vieles richtig gemacht.

Daniel Pusch: 70 Jahre Kübler bedeuten vor

allem eines: kontinuierliche Weiterentwicklung mit

einem klaren Fokus auf die Menschen, die unsere

Kleidung täglich tragen. Seit der Gründung im

Jahr 1956 hat sich Kübler vom klassischen

Hersteller von Berufsbekleidung zu einem der

führenden Anbieter von moderner Workwear

und Persönlicher Schutzausrüstung entwickelt.

Ein wichtiger Meilenstein war sicherlich

der Wandel von reiner Arbeitskleidung hin zu

funktionaler, ergonomischer und designorientierter

Workwear. Kollektionen wie »Pulsschlag«,

»Kübler Activiq« , »Kübler Bodyforce« oder die

neuesteKollektion »Kübler Reforce« zeigen,

dass Arbeitskleidung sowohl Robustheit und

Sicherheit als auch Komfort, Bewegungsfreiheit

und modernes Design bieten kann. Auch im

PSA-Bereich haben wir wichtige Entwicklungsschritte

gemacht – beispielsweise mit unseren

Multinorm-, Warnschutz- und Wetterschutzkollektionen.

Dabei war und ist es immer unser

Anspruch, Innovation gezielt dort einzusetzen,

wo sie dem Anwender echten Mehrwert bringt.

Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor ist

unsere enge Zusammenarbeit mit Anwendern,

Fachhändlern und Industriepartnern. Viele Innovationen

entstehen direkt aus den Anforderungen

des Arbeitsalltags heraus – ganz nach unserem

Motto »Inspired by your job«.

bauSICHERHEIT: Welche Werte aus den

Anfangsjahren prägen Kübler noch heute?

Daniel Pusch: Trotz aller Veränderungen sind

viele Werte aus den Anfangsjahren bis heute

tief in unserer Unternehmenskultur verankert.

Dazu gehören vor allem Verlässlichkeit, Bodenständigkeit,

Partnerschaftlichkeit und ein

hoher Qualitätsanspruch. Kübler ist ein mittelständisches

Unternehmen mit starken Wurzeln

in Baden-Württemberg. Diese Nähe zur Praxis

und zu unseren Kunden prägt uns bis heute.

Unser Bestreben ist es, Lösungen zu schaffen,

die den Arbeitsalltag wirklich verbessern.

Hinzu kommt unser Verständnis von langfristigen

Partnerschaften – sowohl mit unseren

Fachhandelspartnern als auch mit Mitarbeitern,

Lieferanten und Kunden. Viele dieser Beziehungen

bestehen seit Jahrzehnten. Gerade in einer

schnelllebigen Zeit ist diese Verlässlichkeit ein

wichtiger Bestandteil unserer Identität.

bauSICHERHEIT: Über die Jahre hinweg

durchläuft natürlich nicht nur das Unternehmen

an sich zahlreiche Entwicklungsschritte. Auch

die Produkte selbst unterliegen dem Wandel

der Zeit. Wie haben sich die Anforderungen an

Workwear und PSA in den vergangenen Jahrzehnten

verändert – insbesondere im Hinblick

auf Sicherheit, Komfort und Funktionalität?

Daniel Pusch: Die Anforderungen an Workwear

und PSA haben sich in den vergangenen

Jahrzehnten enorm verändert. Früher standen

vor allem Robustheit und Schutzfunktion im

Vordergrund. Heute erwarten Anwender deutlich

mehr. Moderne Workwear muss sicher,

komfortabel, ergonomisch und gleichzeitig

optisch ansprechend sein. Themen wie Bewegungsfreiheit,

Atmungsaktivität, geringes

Gewicht oder Stretchmaterialien spielen heute

eine wesentlich größere Rolle als noch vor einigen

Jahren. Auch die Anforderungen an PSA

steigen kontinuierlich. Schutzkleidung soll heute

maximale Schutzwirkung bieten, gleichzeitig

aber leichter, komfortabler und alltagstauglicher

werden. Genau darin liegt eine der größten

Herausforderungen für unsere Branche.

Hinzu kommen Aspekte wie Nachhaltigkeit,

Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Kunden

achten zunehmend darauf, wie Produkte hergestellt

werden und wie lange sie genutzt

werden können. Deshalb entwickeln wir unsere

Kollektionen gezielt mit Blick auf hohe Qualität

und lange Lebensdauer.

bauSICHERHEIT: In diesem Zusammenhang:

Welche Trends werden die Entwicklung von

PSA und Workwear in Zukunft bestimmen, und

wo sehen Sie die größten Chancen für weitere

Innovationen?

Daniel Pusch: Wir sehen mehrere große

Entwicklungstrends. Einer der wichtigsten ist

sicherlich die Verbindung von Schutz, Komfort

und Nachhaltigkeit. Anwender möchten

heute Produkte, die leistungsfähig sind und

gleichzeitig ressourcenschonend produziert

werden. Ein weiterer Trend ist die zunehmende

Funktionalisierung von Workwear. Leichtere

Materialien, intelligente Gewebekonstruktionen,

ergonomische Schnitte und flexible Stretch-

Komponenten werden weiter an Bedeutung

gewinnen. Auch die Individualisierung wird

ein wichtiges Thema bleiben. Unternehmen

möchten Bekleidungslösungen, die exakt zu

ihren Anforderungen, ihrer Corporate Identity

und ihren Arbeitsprozessen passen.

Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial

im Bereich smarter Technologien und digitaler

Prozesse – beispielsweise bei vernetzten

Textilien, intelligentem Temperaturmanagement

oder digitalen Services entlang des gesamten

Beschaffungsprozesses. Entscheidend

wird aber weiterhin sein, Innovation nicht als

Selbstzweck zu verstehen. Neue Technologien

müssen den Arbeitsalltag tatsächlich einfacher,

sicherer oder komfortabler machen.

bauSICHERHEIT: Natürlich ist ein Jubiläum

der beste Moment, um nicht nur auf die Vergangenheit

des Unternehmens sondern auch auf

die Zukunft zu blicken. Wenn Sie also auf die

nächsten zehn Jahre schauen: Wo soll Kübler

stehen? Welche langfristigen Ziele haben Sie

beispielsweise für das Unternehmen? Oder

anders gefragt: Was wünschen Sie sich, wenn

das nächste große Jubiläum gefeiert wird?

Daniel Pusch: Unser Ziel ist es, Kübler als

starke, innovative und verlässliche Marke für

Workwear und PSA weiter auszubauen – national

wie international. Dabei möchten wir

weiterhin nah an unseren Kunden und Partnern

bleiben und unsere Kernkompetenz konsequent

weiterentwickeln.

Für die kommenden Jahre sehen wir großes

Potenzial in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung

und intelligente Produktentwicklung.

Gleichzeitig wollen wir unsere Position als einer

der führenden Hersteller moderner Workwear

weiter stärken. Besonders wichtig ist uns dabei,

dass Kübler auch in Zukunft seine Identität bewahrt:

als bodenständige, verlässliche Marke

mit klaren Werten, hoher Innovationskraft und

echter Nähe zur Praxis.

Wenn wir beim nächsten großen Jubiläum

sagen können, dass Kübler weiterhin Menschen

begeistert, die täglich hart arbeiten, dann haben

wir vieles richtig gemacht.

14 | Juni 2026

Im Blickpunkt


TOP-THEMA

Arbeitsschutz im Sommer

Workwear

UV-Schutz

Hautschutz

ADOBE STOCK

Im Blickpunkt

Juni 2026 | 15


INTERVIEW

UV-Strahlung und

Hitze gehören nach

Ansicht von Carhartt

heute zu den zentralen

Gesundheitsthemen

bei Arbeiten im Freien.

»Die langfristigen Folgen

von UV-Strahlung werden

noch immer unterschätzt«

[ CARHARTT ] Menschen, die im Baugewerbe, im Garten- und Landschaftsbetrieb oder in der Agrarwirtschaft

arbeiten, sind deutlich häufiger UV-Strahlung ausgesetzt als Beschäftigte in Innenräumen. UV-Strahlen

können Hautschäden verursachen und langfristig das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Neben den bekannten

Sonnenschutzmitteln wie Sonnencreme übernimmt allerdings auch die Kleidung eine wichtige Schutzfunktion

– vorausgesetzt, Materialien, Verarbeitung und Trageeigenschaften sind auf die Anforderungen im Arbeitsalltag

abgestimmt. Als Hersteller von Arbeitskleidung für genau diese Berufsgruppen beschäftigt sich Carhartt seit

über 135 Jahren mit den Anforderungen an robuste und funktionale Workwear und weiß, wie sich wirksamer

Sonnenschutz mit Tragekomfort und Praxistauglichkeit verbinden lässt. Die Redaktion der bauSICHERHEIT

hat bei Lisa Meissner, Jr. PR & Communication Manager EMEA/PAC bei Carhartt, einmal genauer nachgefragt.

bauSICHERHEIT: Inzwischen

ist sicherlich jedem zu

Ohren gekommen, dass die

Belastung durch Hitze und

Jessy von Berg

UV-Strahlung kontinuierlich

ansteigt, und der eine oder andere hat es sicher

auch schon am eigenen Leib bemerkt – gerade

bei Arbeiten im Freien oder körperlich anstrengenden

Tätigkeiten. Welche Bedeutung haben

UV-Strahlung und Hitzebelastung aus Ihrer Sicht

heute für die Arbeitssicherheit auf Baustellen?

Lisa Meissner: Aus unserer Sicht gehört

UV-Strahlung und Hitze heute zu den zentralen

Gesundheitsthemen bei Arbeiten im Freien.

Dabei geht es nicht nur um akute Belastungen

wie Erschöpfung, Konzentrationsverlust oder

Dehydrierung, sondern auch um langfristige

gesundheitliche Risiken wie Hautschäden und

Hautkrebs. Ebenso beeinflussen hohe Temperaturen

die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden.

Deshalb sollte Hitzeschutz heute genauso

selbstverständlich mitgedacht werden wie klassische

Sicherheitsaspekte. Neben organisatorischen

Maßnahmen spielen dabei auch geeignete

Materialien und Bekleidung eine wichtige

Rolle, um Beschäftigte bei ihrer täglichen Arbeit

zu unterstützen

bauSICHERHEIT: Beobachten Sie aufgrund

des Klimawandels Veränderungen im PSA- und

Workwear-Sektor? Ist beispielsweise die Nachfrage

nach UV- und Hitzeschutzkleidung angestiegen?

Lisa Meissner: Wir beobachten, dass Themen

wie UV-Schutz, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsmanagement

in den vergangenen Jahren

deutlich stärker in den Fokus gerückt sind. Viele

Unternehmen beschäftigen sich heute intensiver

mit der Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden

bei steigenden Temperaturen unterstützen können.

Gleichzeitig hat sich auch das Bewusstsein

aufseiten der Beschäftigten verändert. Eigenschaften

wie Sonnenschutz, schnelltrocknende

Materialien oder ein angenehmes Körperklima

werden häufiger nachgefragt als noch

vor einigen Jahren. Das zeigt sich auch in der

wachsenden Bedeutung entsprechender Produktkategorien

innerhalb moderner Workwear-

Kollektionen.

bauSICHERHEIT: Welche gesundheitlichen

Risiken werden im Baustellenalltag aus Ihrer

Sicht noch immer unterschätzt? Hat sich das Bewusstsein

in dieser Hinsicht in den vergangenen

Jahren verändert?

Lisa Meissner: Besonders die langfristigen

Folgen von UV-Strahlung werden im Arbeitsalltag

noch häufig unterschätzt. Viele Menschen

gehen davon aus, dass Kleidung grundsätzlich

ausreichend vor Sonne schützt. Tatsächlich variiert

die Schutzwirkung jedoch je nach Material,

Gewebekonstruktion und Verarbeitung erheblich.

Ein einfaches Baumwoll-T-Shirt kann beispielsweise

nur einen vergleichsweise geringen

UV-Schutz bieten. Wer regelmäßig und über

viele Stunden im Freien arbeitet, sollte deshalb

gezielt auf Bekleidung mit ausgewiesenem UV-

Schutz achten. Positiv ist, dass das Thema heute

deutlich präsenter ist als noch vor einigen Jahren.

Die Anerkennung bestimmter Formen von

Hautkrebs als Berufskrankheit hat zusätzlich

dazu beigetragen, Aufmerksamkeit zu schaffen.

Dennoch sehen wir weiterhin Potenzial, das Bewusstsein

für präventive Maßnahmen zu stärken

– sowohl auf Unternehmensseite als auch bei

den Beschäftigten selbst.

bauSICHERHEIT: Carhartt gehört schon

seit Langem zu den festen Größen im Bereich

Arbeitskleidung. Das umfangreiche Portfolio

deckt eine Vielzahl an Anforderungen

ab – darunter auch die »Carhartt Force Sun

Defender«-Kollektion. Wo liegen die größten

16 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Lisa Meissner

Jr. PR & Communication Manager EMEA/PAC

Hitzeschutz muss heute genauso

selbstverständlich mitgedacht werden

wie klassische Sicherheitsaspekte.

Herausforderungen bei der Entwicklung von

Bekleidung für heiße Arbeitstage?

Lisa Meissner: Die größte Herausforderung

besteht darin, unterschiedliche Anforderungen

miteinander zu verbinden. Arbeitskleidung muss

robust und langlebig sein, gleichzeitig aber auch

leicht, komfortabel und für hohe Temperaturen

geeignet bleiben. Gerade im professionellen

Umfeld reicht es nicht aus, lediglich ein leichtes

Material einzusetzen. Die Bekleidung muss

weiterhin den Belastungen des Arbeitsalltags

standhalten, Bewegungsfreiheit ermöglichen

und ihre Funktion auch nach häufigem Tragen

und Waschen beibehalten. Die Entwicklung besteht

daher immer darin, Schutz, Komfort und

Strapazierfähigkeit in ein ausgewogenes Verhältnis

zu bringen.

bauSICHERHEIT: Die »Sun-Defender«-Produkte

verfügen über einen UV-Schutz von UPF

40+. Welche Anforderungen müssen Materialien

erfüllen, um diesen Schutz dauerhaft zu gewährleisten

– auch nach häufigem Waschen und

intensiver Nutzung auf der Baustelle?

Lisa Meissner: Der UV-Schutz eines Textils

hängt von mehreren Faktoren ab: Entscheidend

sind u. a. die verwendeten Fasern, die Gewebekonstruktion,

das Stoffgewicht, die Farbe sowie

zusätzliche textile Technologien. Synthetische

Fasern wie Polyester sind beispielsweise gegenüber

UV-Strahlung stabiler als Baumwolle und

können einen Teil der Strahlung absorbieren

oder streuen. Gleichzeitig lassen dichter gestrickte

oder gewebte Materialien weniger UV-

Strahlung durch als locker strukturierte Stoffe.

Auch dunklere oder stärker pigmentierte Stoffe

können die Schutzwirkung erhöhen.

Bei den »Sun-Defender«-Produkten wird der

UV-Schutz durch das gezielte Zusammenspiel

dieser Faktoren erreicht. Das »Sun-Defender«-

Langarm-T-Shirt beispielsweise nutzt ein dichtes

Interlock-Gewebe aus 100 Prozent Polyester.

Durch die spezielle Strickkonstruktion werden

die Zwischenräume im Material reduziert, wodurch

weniger UV-Strahlung durch den Stoff

dringen kann. In Kombination mit der »Sun Defender«-Technologie

erreicht das Produkt einen

UV-Schutzfaktor von UPF 40+ und blockiert damit

mindestens 97,5 Prozent der UV-Strahlung.

Entscheidend ist dabei, dass der Schutz nicht

nur unter Laborbedingungen funktioniert. Arbeitskleidung

ist im Alltag Schweiß, Bewegung,

Abrieb und regelmäßigen Waschzyklen ausgesetzt.

Deshalb entwickeln wir unsere Produkte

so, dass Schutzfunktion, Tragekomfort und Strapazierfähigkeit

dauerhaft zusammenspielen und

auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen

erhalten bleiben.

bauSICHERHEIT: Welche Technologien oder

Materialinnovationen kommen derzeit bei Carhartt

zum Einsatz, um die Belastung durch Hitze

zu reduzieren? Gibt es beispielsweise neue Entwicklungen

im Bereich kühlender Textilien oder

anderer Faktoren?

Lisa Meissner: Ein wichtiger Ansatz ist

das Feuchtigkeitsmanagement. Die »Carhartt

ForceFastDry«-Technologie unterstützt beispielsweise

dabei, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten

und ein schnelles Trocknen des Materials

zu ermöglichen. Dadurch kann sich das Tragegefühl

insbesondere bei körperlich anspruchsvollen

Tätigkeiten verbessern. Darüber hinaus

spielen Materialauswahl und Konstruktion eine

zentrale Rolle. Leichte Gewebe, atmungsaktive

Strukturen und Bewegungsfreiheit durch Technologien

wie »Rugged Flex« tragen dazu bei, den

Tragekomfort auch bei höheren Temperaturen zu

unterstützen.

bauSICHERHEIT: Wagen wir einen Blick in

die berühmte »Glaskugel«: Welche Entwicklungen

erwarten Sie in den kommenden fünf bis

zehn Jahren im Bereich UV- und Hitzeschutz?

Welche Innovationen könnten den Markt für

Workwear und PSA z. B. besonders prägen?

CARHARTT (3)

Lisa Meissner: Wir gehen davon aus, dass

UV- und Hitzeschutz künftig noch stärker zu

einem festen Bestandteil moderner Work-

wear werden. Während solche Funktionen heute

häufig als zusätzliche Eigenschaft wahrgenommen

werden, könnten sie künftig zunehmend

zum Standard werden. Außerdem erwarten wir

eine weitere Entwicklung bei Materialtechnologien,

die Schutz, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit

noch besser miteinander verbinden.

Gleichzeitig wird die Nachfrage nach

multifunktionalen Produkten steigen, die unterschiedliche

Anforderungen – etwa Sonnenschutz,

Feuchtigkeitsmanagement und Strapazierfähigkeit

– in einem Kleidungsstück vereinen.

Ein weiterer Trend dürfte die stärkere Sensibilisierung

für Prävention sein. Unternehmen werden

Gesundheitsschutz zunehmend ganzheitlich

betrachten und dabei auch Bekleidung stärker in

ihre Schutzkonzepte einbeziehen.

bauSICHERHEIT: Zum Abschluss: Wenn Sie

Bauunternehmen nur drei Empfehlungen zum

Schutz ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf UV-

Strahlung und Hitze mitgeben könnten, welche

wären das?

Lisa Meissner: Ich würde empfehlen, Schutzmaßnahmen

zu kombinieren. Kein einzelner

Schutzmechanismus reicht aus. Die Kombination

aus geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme

und organisatorischen Maßnahmen

bietet den besten Schutz. Wo möglich, sollten

außerdem besonders belastende Tätigkeiten in

die kühleren Morgenstunden verlegt und ausreichend

Pausen eingeplant werden. Geeignete

Workwear ist ebenfalls ein wichtiger Faktor:

Bekleidung sollte nicht nur robust sein, sondern

auch Eigenschaften wie UV-Schutz, Atmungsaktivität

und effektives Feuchtigkeitsmanagement

bieten. Gerade bei regelmäßiger Arbeit im Freien

kann sie einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden

der Beschäftigten leisten.

Bei den »Sun-Defender«-

Produkten wird der UV-

Schutz durch das gezielte

Zusammenspiel von

Fasern,Gewebekonstruktion,

Stoffgewicht, Farbe

und zusätzlichen textilen

Technologien erzielt.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Ob auf der Baustelle

Shorts getragen werden

dürfen, richtet sich nach

der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung.

MEWA (2)

Sicher arbeiten bei Hitze

mit geeigneter Workwear

[ MEWA ] Wenn die Temperaturen

steigen und die Sonne vom

Himmel brennt, wird körperliche

Arbeit im Freien zur besonderen

Herausforderung. Gerade im

Bauhandwerk sind Beschäftigte

häufig über Stunden direkter

Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Umso wichtiger ist eine durchdachte

Ausstattung, die vor Hitze sowie

Sonneneinstrahlung schützt und

zudem die Arbeitssicherheit

gewährleistet. Mewa unterstützt

Unternehmen bei der Auswahl eines

geeigneten Sommer-Outfits und

übernimmt die fachgerechte Pflege

und Instandhaltung der Textilien.

An richtig heißen Tagen bewährt sich luftig

geschnittene Arbeitskleidung: Sie fördert

die Luftzirkulation an der Körperoberfläche und

trägt so zum Wohlbefinden bei. Ergänzend sorgen

thermoregulierende Funktionsmaterialien dafür,

dass Feuchtigkeit von der Haut nach außen

transportiert wird und eine natürliche Kühlung

entsteht. Auch die Farbe der Kleidung spielt eine

Rolle. Helle Textilien reflektieren das Sonnenlicht

und können helfen, die Wärmeaufnahme

zu reduzieren. Dunklere Stoffe sind oft dichter

gewebt und schützen die Haut deshalb besser

vor UV-Strahlung. Grundsätzlich gilt: Bedeckung

ist der effektivste Schutz vor intensivem Sonnenlicht.

Daher können auch langärmlige Oberteile

im Sommer sinnvoll sein.

Shorts auf

der Baustelle

Kurze Hosen erscheinen bei Hitze besonders

angenehm. Auf Baustellen gelten jedoch klare

Anforderungen an den Körperschutz. Unbedeckte

Haut erhöht nicht nur das Risiko für Sonnenbrand,

sondern auch die Verletzungsgefahr

durch Funkenflug, scharfe Kanten oder abrasive

Materialien. Ob Shorts getragen werden dürfen,

richtet sich nach der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung.

In vielen Einsatzbereichen sind lange

Arbeitshosen vorgeschrieben. Hosen aus leichten,

strapazierfähigen Materialien, wie z. B. aus der

Kollektion »Force Heavy Duty« von Mewa, bieten

hier einen ausgewogenen Kompromiss zwischen

Schutzwirkung und Bewegungsfreiheit.

Sonnenschutz

von Kopf bis Fuß

Die Auswahl geeigneter Arbeitshandschuhe

richtet sich konsequent nach den tatsächlichen

Gefährdungen. Und auch bei hohen Temperaturen

bleibt das Tragen von Sicherheitsschuhen

Pflicht. Für warme Tage stehen jedoch Modelle

aus modernen atmungsaktiven Textilien zur

Verfügung, die für die optimale Luftzirkulation

sorgen und den Hitzestau im Schuh reduzieren.

18 | Juni 2026

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Je nach Risiko und Einsatzbereich muss

außerdem entweder ein Schutzhelm oder eine

Anstoßkappe getragen werden. Wenn die

Sonne scheint, verdient die Haut besondere

Aufmerksamkeit. Für unbedeckte Hautpartien

ist Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor

empfehlenswert – mindestens LSF 30, bei

intensiver Einstrahlung LSF 50. Entscheidend

ist das regelmäßige Nachcremen, insbesondere

bei starkem Schwitzen.

...kurz

und

knapp...

Wenn die Temperaturen in den Sommermonaten

steigen, eignet sich luftig

geschnittene Arbeitskleidung, um die

Luftzirkulation an der Körperoberfläche

zu fördern. Unerlässlich ist auch Sonnenschutz

mit hohem Lichtschutzfaktor für

unbedeckte Hautpartien.

Ganzheitliche Lösungen

inklusive Service

Für das Bauhandwerk bietet Mewa eine Vielzahl

kombinierbarer Looks an, die im Rundum-Service

bereitgestellt und saisonal angepasst werden

können. Das reduziert organisatorischen Aufwand

und spart Lagerkapazitäten im Betrieb.

Ergänzend gibt es im Mewa-Onlineshop für

Kunden, die bereits den Rundum-Service nutzen,

eine qualitätsgeprüfte Auswahl an Kaufartikeln,

darunter Kopfbedeckungen, Hautschutzprodukte,

Arbeitshandschuhe sowie Sicherheitsschuhe.

Damit können Betriebe ihr Team bedarfsgerecht

ausstatten – alles aus einer Hand und aufeinander

abgestimmt.

Für das Bauhandwerk

bietet Mewa eine Vielzahl

kombinierbarer

Looks an, die im Rundum-Service

bereitgestellt

und saisonal angepasst

werden können.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 19


Über den Dächern Bochums hat

Chiara als Dachdeckerin ihren

Platz im Handwerk gefunden.

Unter freiem Himmel

bei jedem Wind und Wetter

[ HAIX ] Chiara ist Dachdeckermeisterin im Familienbetrieb in Bochum. Allein

auf Instagram verfolgen fast 200 000 Menschen ihren Alltag als Frau auf der

Baustelle. Der Weg ins Handwerk war dabei eigentlich gar nicht vorgesehen:

Ursprünglich studierte sie, danach folgte eine Ausbildung im Büro der Eltern

und schließlich die Ausbildung als Dachdeckerin im Familienbetrieb.

Für Chiara gehört das Arbeiten

unter freiem Himmel zu den

schönsten Seiten des Berufs – bei

Wind, Regen und Sommerhitze

verlangt er aber auch einiges ab.

HAIX (2)

Chiara ist lieber draußen an der frischen Luft, statt

den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Das macht für

sie den Dachdeckerberuf auch so besonders. Gleichzeitig

verlangt die Arbeit den Beschäftigten einiges ab:

Im Winter arbeiten sie bei teils eisigem Wind und Kälte

auf dem Dach, im Sommer bei großer Hitze und direkter

Sonneneinstrahlung. Gerade jetzt an heißen Tagen

werden aufgeheizte Materialien und die körperliche

Belastung schnell zur Herausforderung. »Man darf das

nicht unterschätzen«, so Chiara. Umso wichtiger ist die

passende Arbeitskleidung. Daher setzt sie auf Workwear

von Haix. Die »Flextreme«-Damenkollektion ist speziell

auf die Bedürfnisse von Frauen in Bau- und Handwerksberufen

ausgelegt. Der ergonomische, frauenspezifische

Schnitt sorgt für maximale Bewegungsfreiheit. Leichte,

atmungsaktive und zugleich robuste Materialien bieten

auch an langen, heißen Tagen hohen Tragekomfort.

Ergänzt wird das durch smarte Details wie elastische

Einsätze, verstärkte Kniepartien und hochgezogene

Bundabschlüsse. Gemeinsam mit Handwerkerinnen

entwickelt und unter realen Bedingungen getestet,

vereint die Kollektion Funktion und Schutz mit einem

modernen Design.

Mehr Frauen für

das Handwerk von morgen

Dass Mädchen und junge Frauen Platz im Handwerk

haben, das möchte Chiara zeigen. Über Instagram

und TikTok gibt sie Einblicke in ihren Alltag auf der

Baustelle und ist damit für viele selbst zum Vorbild

geworden. Gerade in der Dachdeckerei fehle oft noch

die Vorstellung davon, wie modern und vielseitig der

Beruf heute ist. »Viele hören vielleicht nur vom Opa, der

40 Jahre auf dem Bau geschuftet hat, aber das ist ja

nicht mehr so wie früher«, sagt sie. Dabei ist ihr wichtig,

echte Einblicke statt inszenierter Bilder zu zeigen. »Die

Leute sollen nicht das Gefühl haben, ich stelle mich

nur für Instagram hin. Das, was ich zeige, mache ich

wirklich, ob das Handy jetzt filmt oder nicht.« Dass sie

damit andere motivieren kann, freut sie besonders.

Schließlich war es selbst eine Dachdeckerin auf Social

Media, die Chiara inspiriert hat. Heute gibt sie genau

diese Begeisterung für das Handwerk weiter.

20 | Juni 2026

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Moderne Kühlprodukte

bieten praktische

Unterstützung – besonders

bei schwerer Schutz- und

Multinormbekleidung.

UV-Schutz ist nicht

gleich Hitzeschutz

ÖTSCHER (2)

[ ÖTSCHER ] Neue Vorgaben

zum Hitzeschutz und steigende

Temperaturen zwingen Unternehmen

dazu, Arbeitskleidung neu zu bewerten.

Entscheidend ist die richtige Kombination

aus UV-Schutz, Hitzeschutz, Tragekomfort

und Kühlung – abgestimmt auf Tätigkeit

und Belastungssituation.

Die EU rückt Hitzebelastung und UV-Strahlung

zunehmend stärker in den Fokus. Länder wie

Österreich haben dazu bereits konkrete Vorgaben für

den Arbeitsschutz eingeführt. Wer im Freien arbeitet,

kann schon bei moderaten Temperaturen hoher

UV-Belastung ausgesetzt sein. Gleichzeitig entsteht

Hitzebelastung oft zusätzlich durch körperliche Arbeit,

direkte Sonneneinstrahlung, aufgeheizte Flächen oder

mehrlagige Schutzkleidung. Besonders unter Warnschutz-

oder Multinormbekleidung steigt die thermische

Belastung deutlich an.

Worauf Unternehmen

achten sollten

Bei der Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen gegen

UV-Strahlung und Hitze sollten beide Belastungsarten

getrennt bewertet werden, da sie unterschiedliche

Anforderungen an die Persönliche Schutzausrüstung

stellen. Die Wahl der Kleidung sollte sich dabei an der

jeweiligen Tätigkeit sowie der Dauer des Einsatzes

orientieren. Um die thermische Belastung der Beschäftigten

zu reduzieren, empfiehlt sich der Einsatz

leichter und atmungsaktiver Materialien, die gleichzeitig

den notwendigen Schutz gewährleisten. Darüber

hinaus sollten Möglichkeiten zur Kühlung unter der

Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bereits in der

Planungsphase berücksichtigt werden. Ein weiterer

wichtiger Aspekt ist der Tragekomfort der Kleidung, da

dieser maßgeblich die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden

beeinflusst und somit zur konsequenten Nutzung der

Schutzmaßnahmen beiträgt.

Bei UV-Belastung spielen z. B. Gewebedichte, Materialaufbau

und Hautbedeckung eine wichtige Rolle. Eine

UPF-Zertifizierung kann zusätzliche Sicherheit bieten,

ist aber nicht automatisch vorgeschrieben. Auch nicht

zertifizierte Gewebe können – abhängig von Konstruktion

und Material – einen wirksamen Beitrag zum Schutz

leisten. Bei Hitzebelastung stehen andere Eigenschaften

im Vordergrund: geringes Gewicht, Atmungsaktivität,

Feuchtigkeitsmanagement und Luftdurchlässigkeit.

Leichte Warnschutzmaterialien, Funktionsshirts oder

Gewebe mit »Tencel«-Anteil verbessern das Körperklima

und erhöhen den Tragekomfort deutlich.

Kühlung auch

unter Multinormbekleidung

Moderne Kühlprodukte bieten praktische Unterstützung

– besonders bei schwerer Schutz- und Multinormbekleidung.

Verdunstungskühlung nutzt gespeichertes

Wasser und Luftbewegung für einen kühlenden Effekt.

Andere Systeme arbeiten mit speziellen Kühleinlagen, die

über längere Zeit eine konstante Temperatur abgeben.

Ötscher Berufskleidung bietet dafür Kühlwesten,

Shirts, Accessoires und Kopfbedeckungen für unterschiedliche

Tätigkeiten und Einsatzbereiche – auch mit

Warnschutzzertifizierung.

Entscheidend ist

das Gesamtkonzept

Nicht einzelne Produkte entscheiden über den Schutz,

sondern das Zusammenspiel aus Kleidung, Material

und Kühltechnologie. Ötscher Berufskleidung unterstützt

Unternehmen mit moderner Sommer-Workwear,

funktionellen Lösungen und innovativen Kühlprodukten

für unterschiedlichste Arbeitsbedingungen.

...kurz

und

knapp...

Bei der Auswahl geeigneter

Schutzmaßnahmen gegen

UV-Strahlung und Hitze sollten

beide Belastungsarten getrennt

bewertet werden, da sie unterschiedliche

Anforderungen an

die Persönliche Schutzausrüstung

stellen. Das Zusammenspiel

aus Kleidung, Material und Kühltechnologie

ist ein entscheidender

Faktor.

Ötscher Berufskleidung bietet

Kühlwesten, Shirts, Accessoires

und Kopfbedeckungen auch mit

Warnschutzzertifizierung.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 21


Mit ihren Ventilationseinsätzen

im Kniekehlen-, Schritt- und

inneren Oberschenkel-Bereich

ermöglicht die Sommerhose

aus der Warnschutzkollektion

»Kübler Reflectiq« einen effektiven

Temperaturausgleich.

KÜBLER (2)

Komfort lösen können. Einerseits darf die Kleidung den

Körper nicht zusätzlich aufheizen, andererseits muss sie

aber robust, funktional und im Falle von Persönlicher

Schutzausrüstung (PSA) normgerecht sein.

Auf das Material

kommt es an

Für Tätigkeiten bei hohen Temperaturen empfehlen sich

leichte, funktionelle Polyester- oder Polyamid-Mischgewebe

mit schnelltrocknenden und feuchtigkeitsleitenden

Eigenschaften. Sie kombinieren Strapazierfähigkeit mit

hoher Atmungsaktivität. Baumwollanteile bieten zwar ein

angenehmes Tragegefühl, bleiben aber länger feucht

und können so zu zusätzlicher Wärmebelastung führen.

Je leichter ein Gewebe ist, desto geringer ist auch die

Wärmespeicherung. Ein weiterer Faktor sind die Ret-/

MVTR-Werte. Diese beschreiben den Wasserdampfdurchgang,

d.h., ein niedrigerer Ret-Wert beschreibt eine

höhere Atmungsaktivität. Auch die Luftdurchlässigkeit,

Gewebestruktur sowie die Konstruktion spielen eine

Rolle: Ventilationszonen, Mesh-Einsätze oder luftoptimierte

Schnitte erhöhen den Tragekomfort bei hohen

Temperaturen.

Arbeitskleidung als

zentraler Schutzfaktor

[ KÜBLER ] Mit der im August 2025 veröffentlichten neuen Arbeitsstättenregel

ASR A5.1 und der »Empfehlungen zur Beurteilung der Gefährdungen durch

Hitze an Arbeitsplätzen im Freien und in nicht allseits umschlossenen

Arbeitsstätten« des Ausschusses für Arbeitsstätten (ASTA) rückt der Schutz

vor Hitze und UV-Strahlung stärker in den Fokus des Arbeitsschutzes.

Da technische oder organisatorische Maßnahmen oftmals nur begrenzt

umsetzbar sind, spielt Arbeitskleidung künftig eine deutlich größere Rolle.

Die Anpassung der Konstruktion der Kleidung und der Einsatz neuer Gewebe

sind wichtige Stellschrauben, um die Gefahren durch Hitze zu minimieren.

...kurz

und

knapp...

Die Anpassung der Konstruktion

der Arbeitskleidung und

der Einsatz neuer Gewebe

sind wichtige Stellschrauben,

um die Gefahren durch Hitze

zu minimieren. Aber auch der

UV-Schutz gewinnt weiter an

Bedeutung und wird in Zukunft

verstärkt als Basis für Schutzmaßnahmen

berücksichtigt.

Während die Anforderungen an die Innenraumtemperatur

in der ASR A3.5 klar beschrieben

sind, orientiert sich die neue ASR A5.1 an realen

Klimabedingungen und fordert die Berücksichtigung

von Außentemperatur, direkter Sonneneinstrahlung,

Luftfeuchtigkeit, Wind und der Tätigkeit selbst (z. B.

körperliche Anstrengung). Außerdem beinhalten die

Empfehlungen ein Maßnahmenpaket, das sich aus

technischen Maßnahmen wie Belüftung oder Überdachungen,

organisatorischen Maßnahmen wie flexibleren

Arbeitszeiten und längeren Pausen sowie personenbezogenen

Maßnahmen wie geeigneter Arbeitskleidung

und Hautschutz zusammensetzt.

Viele Arbeitgeber stehen derzeit vor der Frage, wie sie

den Zielkonflikt zwischen Schutzbedarf und thermischem

Intelligente Konstruktion

statt Hitzestau

Ventilationsöffnungen an Unterarmen und Beinen,

Mesh-Einsätze und ergonomisch platzierte Luftkanäle

verbessern die Konvektion deutlich. Der thermische

Komfort der Arbeitskleidung hat für Kübler als Hersteller

seit Jahren hohe Priorität. Ein Beispiel dafür ist

die Sommerhose aus der Warnschutzkollektion »Kübler

Reflectiq«, die in engem Austausch mit Kunden aus der

Abfallwirtschaft bereits vor Jahren entwickelt wurde.

Wie die Sommerhose der Workwear-Linie »Kübler

Activiq« ist sie aus leichtem Gewebe gefertigt und

mit Ventilationseinsätzen im Kniekehlen-, Schritt- und

inneren Oberschenkel-Bereich ausgestattet. Diese

gewährleisten einen optimalen Temperaturausgleich.

Auch das Thema UV-Schutz gewinnt weiter an

Bedeutung. Die ASR A5.1 knüpft an bestehende Anforderungen

der ArbStättV und berücksichtigt künftig

verstärkt den UV-Index als Basis für Schutzmaßnahmen.

UV-zertifizierte Kleidung kann so Teil der Gefährdungsbeurteilung

werden. Aktuell bringt Kübler seine neue

Shirt-Kollektion auf den Markt. Dank integriertem UV-

Schutz gemäß EN 13758-2:2003 + A1:2006, 40+

schützt sie die Haut bei Arbeiten im Freien optimal.

Entwicklungsschwerpunkte

verändern sich

Die zunehmende Hitzebelastung führt zu Innovationen

im Textilbereich. Dazu zählen 3D-Spacer-Fabrics zur

Erzeugung von Mikro-Luftpolstern, hydrophile Beschichtungen

mit verstärktem Feuchtigkeitsmanagement

sowie leichte High-Performance-Mischgewebe, die trotz

dünner Konstruktion hohe Festigkeit bieten.

Im Bereich PSA besteht die große Herausforderung

darin, optimalen Schutz zu gewährleisten, ohne die

Gesamtatmungsaktivität zu beeinträchtigen. Um den

thermischen Komfort der Arbeitskleidung weiter zu

22 | Juni 2026

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


verbessern, arbeitet Kübler mit etablierten Prüf- und

Forschungsinstituten zusammen. Kübler ist u. a. mit

mehr als zehn weiteren Unternehmen aus verschiedenen

Branchen im Projektausschuss des vom BMWK

geförderten IGF-Forschungsprojekts vertreten. In

diesem Projekt forscht das Team Barrieretextilien der

Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung

(DITF) Denkendorf an neuartigen textilen Werkstoffen,

die eine kühlende Funktion aufgrund der erhöhten Reflexion

des Sonnenlichts und gleichzeitig einer erhöhten

Wärmeabgabe in Form von langwelliger Strahlung im

mittleren Infrarot haben. So soll die Oberflächentemperatur

trotz Sonneneinwirkung unter der Lufttemperatur

der nahen Umgebung liegen. Unter dieser Zielsetzung

wird an den DITF Denkendorf eine zellulosebasierte

Beschichtung für substratunabhängige Applikationen

entwickelt, darunter auch zellulosehaltige Bekleidungsstoffe

für sortenreine Materialsysteme. Die kühlende

Beschichtung nutzt den Brechungsindexunterschied

zwischen Luft und Zellulose für die Rückstreuung

von Sonnenlicht und den Himmel bzw. das Weltall

als Kältequelle und erzielt damit eine Wärmeabgabe

über Strahlung. Die Beschichtung wurde im Hinblick

auf Porosität, Porengröße und -verteilung untersucht,

um die relevanten wellenlängenabhängigen optischen

Eigenschaften anzupassen. Die Grundlagenforschung

ist bereits weitgehend abgeschlossen, und es wurde

eine passive Kühlung von bis zu 4 °C unterhalb der

Umgebungstemperatur demonstriert, wohingegen sich

unbeschichtete Referenzmaterialien deutlich über die

Umgebungstemperatur aufheizten. Derzeit befindet

sich die Upscaling-Phase in der Planung, damit die

Entwicklungen mit Tests an anwendungsrelevanten

Kleidungsstücken unter realen Umgebungsbedingungen

abgerundet werden können.

Die neue Shirt-Kollektion mit

integriertem UV-Schutz gemäß

EN 13758-2:2003 + A1:2006,

40+ schützt die Haut bei Arbeiten

im Freien optimal.

Leichte Workwear

für warme Arbeitstage

Ein wesentlicher Bestandteil der »Teamwork«-

Sommerhose sind die »Tencel«-Fasern, die für

ein angenehm weiches Tragegefühl sorgen.

[ ROFA ] Wenn die Temperaturen

steigen, wird schwere Arbeitskleidung

schnell zur Belastung – sei es auf

der Baustelle, in Produktionshallen

oder bei körperlich anstrengenden

Tätigkeiten im Freien. Mit der neuen

»Teamwork«-Sommerhose erweitert

der Workwear-Hersteller Rofa seine

bewährte Kollektion um eine besonders

leichte Arbeitshose für steigende

Temperaturen am Arbeitsplatz.

ROFA

Die »Teamwork«-Sommerhose eignet sich

für zahlreiche Einsatzbereiche – etwa im

Baugewerbe, im Handwerk, in Werkstätten sowie

in Industrie, Produktion und Logistik. Rofa bietet

die neue Arbeitshose für Damen und Herren

in den Farben Marine-Kornblau und Anthrazit-Grau

an. Mit einem Gewebegewicht von nur

230 g/m² ist sie außerdem deutlich leichter als

die klassische »Teamwork«-Bundhose mit rund

295 g/m². Damit bietet sie spürbar mehr Komfort

bei hohen Temperaturen, ohne dabei Abstriche

bei Robustheit und Funktionalität zu machen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Materials

sind »Tencel«-Fasern, die für ein angenehm

weiches Tragegefühl sorgen. In Kombination

mit strapazierfähigen Polyesterfasern entsteht

so ein Gewebe, das Komfort und Langlebigkeit

im Arbeitsalltag miteinander verbindet. Die

»Tencel«-Fasern unterstützen darüber hinaus ein

natürlich trockenes Gefühl durch Feuchtigkeitsregulierung

und sorgen gleichzeitig für einen

dezenten Glanz der Stoffe.

Praxisorientierte Ausstattung

Neben dem leichten Material überzeugt die Sommerhose

durch ihre praxisorientierte Ausstattung:

Ein Bund mit seitlichen Dehneinsätzen sorgt für

zusätzlichen Komfort und mehr Bewegungsfreiheit

bei der Arbeit. Mehrere funktionale Taschen,

darunter Cargotaschen sowie eine integrierte

Zollstocktasche, bieten ausreichend Stauraum

für wichtige Arbeitsutensilien.

Auch bei stark beanspruchten Bereichen setzt

Rofa auf langlebige Materialien: Die Knietaschen

sind aus robustem »Cordura« gefertigt und bestehen

auch bei häufigen, knienden Tätigkeiten

im Arbeitsalltag. Reflexpaspeln an den Beinen

sowie eine einfache Hosenbeinverlängerung

durch den sogenannten skandinavischen Saum

bei den Damenmodellen runden die Kollektion

ab. Wie alle Modelle der »Teamwork«-Kollektion

ist auch die Sommerhose für die industrielle

Wäsche nach EN ISO 15797 geeignet und hält

damit den anspruchsvollen Wasch- und Trocknungsprozessen

vieler Unternehmen stand.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 23


Cool bleiben:

Neuheiten für

den Sommer

[ SCHÖFFEL PRO ] Die Temperaturen steigen, der Sommer rückt näher.

Die passende Arbeitsbekleidung ist besonders bei schweißtreibenden

Tätigkeiten unverzichtbar und kann einen entscheidenden Einfluss

auf die Leistungsfähigkeit haben. Schöffel Pro hat daher sein

Produktportfolio um neue Warnschutz-Sommermodelle ergänzt, die

nicht nur leicht und zugleich strapazierfähig sind und über einen

optimalen Feuchtigkeitstransport verfügen, sondern auch bestmögliche

Bewegungsfreiheit und Sichtbarkeit gewährleisten sollen.

Gut zu wissen

Die Warnschutz-Shorts

»WS Meistermacher

kurz« sind nach EN 20471

Klasse 1 zertifiziert.

Die Arbeitsshorts »Kühlakku«

sind mit der »S. Café Ice-Café«-

Technologie ausgestattet, die für

einen extra Kühleffekt sorgt.

SCHÖFFEL PRO (2)

Bei der »WS Meistermacher kurz«, einer Warnschutz-

Shorts mit Zwei-Wege-Stretch, trifft bestmögliche

Performance auf Nachhaltigkeit. Für die Arbeitshose

wurde ein nachhaltiger Materialmix aus der innovativen

»Sorona«-Faser, deren natürlicher Zwei-Wege-Stretch

(ohne Elasthan) für bestmöglichen Tragkomfort im

Segment der Polycottonhosen sorgt und eine Waschbarkeit

bei höheren Temperaturen (60 °C) ermöglicht,

recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle verwendet.

Diese Materialien sorgen für ein angenehmes Körperklima,

eine hohe Atmungsaktivität und Wasserabweisung

und beinhalten nachwachsende Rohstoffe und kombinieren

Robustheit mit Umweltbewusstsein. Zudem

ist die »WS Meistermacher kurz« nach EN 20471

Klasse 1 zertifiziert. Die Arbeitsshorts sind auch als

Nicht-Warnschutzmodell »Meistermacher kurz« mit den

gleichen Performance- und Materialeigenschaften in

sieben verschiedenen Farben erhältlich.

Warnschutz-Portfolio

für den Sommer ergänzt

Neu sind auch die Warnschutz-Oberteile »WS Warnheld

T-Shirt« und »WS Warnheld Polo«. Beide Modelle

verbinden hohe Sichtbarkeit mit Tragekomfort und

eignen sich ideal für warme Arbeitstage im Freien.

Die verwendete »Coolmax EcoMade«-Faser bietet

permanente feuchtigkeitstransportierende Eigenschaften,

die dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit vom

Körper abgeleitet wird, sodass der Träger während der

gesamten Arbeitszeit kühl, trocken und komfortabel

und auch bei Hitze konzentriert bleibt. Zudem besteht

die Faser zu 100 Prozent aus recyceltem Material. Der

integrierte UV-Schutz (UPF 50+) schützt zuverlässig

vor Sonnenstrahlen. Die antibakterielle Ausrüstung hält

das Shirt auch nach langen Einsätzen frisch, während

eine insektizide Wirkung zusätzlichen Schutz bei Outdoor-Arbeiten

bietet.

Für etwas kühlere Temperaturen oder wenn lange

Ärmel benötigt werden, gibt es das Langarm-Modell,

Neu im Portfolio sind

die Warnschutz-Shorts

»WS Meistermacher

kurz« sowie das Warnschutz-Oberteil

»WS

Warnheld Polo«.

»WS Warnheld Longsleeve« mit identischen Funktionalitäten.

Erhältlich sind die »WS-Warnheld«-Modelle, wie

die gesamte Warnschutzkollektion von Schöffel Pro,

als Damen- und Herrenmodelle in den Farben Neongelb

sowie Neonorange, kombiniert mit Dunkelblau

und Dunkelgrau.

Innovative Technologie

auf Kaffee-Basis

Wer nicht auf kühlende und feuchtigkeitsregulierende

Eigenschaften verzichten möchte, aber kein Hi-Vis

benötigt, für den bietet Schöffel Pro zwei Workwear-

Hosenmodelle für den Sommer, die nicht nur leicht

und zugleich strapazierfähig sind und über einen

optimalen Feuchtigkeitstransport verfügen, sondern

dank Vier-Wege-Stretch auch bestmöglichen Bewegungsfreiheit

gewährleisten. Die lange Arbeitshose

»Arbeitstier« ist für Personen, die lieber Shorts tragen

würden, aber nicht können, die ideale Alternative an

warmen Tagen. Sie besitzt aufgrund der innovativen

»S. Café Ice- Café«-Technologie einen Kühleffekt: Die

natürliche und dauerhafte Beschichtung auf Kaffee-

Basis sorgt für einen extra Kühleffekt (Senkung der

Hauttemperatur nachweislich um 1 °C bis 2 °C), eine

optimierte Geruchsneutralisierung und eine natürliche

antibakterielle Wirkung. Für alle, die lieber ein kurzes

Arbeitshosenmodell tragen möchten, bietet Schöffel Pro

alternativ die Arbeitsshorts »Kühlakku« an, die ebenfalls

mit der »S. Café Ice-Café«-Technologie ausgestattet ist.

»Robust, bequem und funktional. Wenn es auf der

Baustelle warm wird, passt sich unsere Workwear den

Bedingungen an. Atmungsaktiv, kühlend, geruchshemmend

und elastisch. Getreu unserem Motto ›Workwear

neu gedacht‹ bietet Schöffel Pro für jeden Bedarf das

richtige Workwear-Modell«, so Thomas Bräutigam,

Geschäftsführer von Schöffel Pro.

24 | Juni 2026

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Mitarbeiter rundum schützen:

Sichtbarkeit, Hitze- und UV-Schutz

[ STRAUSS ] Mit den ersten sonnigen Tagen steigt auf Baustellen

die Belastung durch UV-Strahlung – auch bei milden Temperaturen.

Sie kann die Haut nachhaltig schädigen und das Krankheitsrisiko

deutlich erhöhen. Laut der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

(BG Bau) ist Hautkrebs durch ultraviolette Strahlung der Sonne

die am zweithäufigsten gemeldete Berufskrankheit (über

3 000 Verdachtsfälle im Jahr 2024). Wirksamer Sonnenschutz ist

damit ein zentraler Baustein modernen Arbeitsschutzes.

Im Sommer sind

bei Arbeitshosen

leichte, luftige und

dennoch robuste

Stoffe gefragt.

Besonders betroffen sind Berufsgruppen mit

intensiver Outdoor-Arbeit: etwa Dachhandwerker,

wo sich schwarze Tonziegel auf 70 bis

80 °C aufheizen, oder Beschäftigte im Straßenbau,

wo bereits 25 °C Außentemperatur den Asphalt

auf über 50 °C aufheizen. Spezielle UV-Schutzkleidung,

Kopfbedeckungen sowie Nacken- und

Augenschutz sind hier wichtige Bestandteile

der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die

jedoch um Lösungen gegen übermäßige Hitze

ergänzt werden müssen.

Moderne Workwear setzt genau hier an: Sie

bündelt UV-Schutz, hohen Tragekomfort bei Hitze

und bessere Sichtbarkeit in einem System. Mit

einer neuen UV-Schutzlinie in Warnfarben zeigt

Hersteller Strauss, wie sich das praxisnah in die

PSA integrieren lässt.

Die »e.s.«-Warnschutz-

Funktionsshirts sorgen

mit ihrem atmungsaktiven,

schnelltrocknenden

Material selbst bei hoher

körperlicher Belastung für

ein leichtes Tragegefühl.

Schutzwirkung

nicht vernachlässigen

Atmungsaktive, leichte Funktionsstoffe, die

Schweiß ableiten und kühlenden Komfort bieten,

sind an heißen Arbeitstagen ideal. Strauss kombiniert

diese Eigenschaften mit UV-Schutz und

bietet für gefährdete Berufsgruppen zusätzlich

eine Visibility-Version der neuen »e.s.trail«-UV-

Shirt-Kollektion an. In Warnorange oder Warngelb

bieten die Funktionsshirts zertifizierten

UV-Schutz 50 nach AS/NZS 4399:2017 und

sind geprüft nach EN 17353 – für erhöhte

Sichtbarkeit und Sicherheit bei Tages- und

Sonnenlicht. So reduzieren sie zwei zentrale

Risiken auf der Baustelle: unzureichende Sichtbarkeit

und starke Sonneneinstrahlung. Sie

eignen sich sowohl als Alternative, wenn kein

STRAUSS (2)

vollwertiger Warnschutz gebraucht wird, als auch

als Ergänzung zur Warnbekleidung.

Wer UV-Shirts mit Reflexstreifen benötigt,

findet bei Strauss das »e.s. Warnschutz-Funktions-ZIP-T-Shirt

UV (Klasse 2)« und den »e.s.

Warnschutz-Funktions-Hoody-Longsleeve UV

(Klasse 3)«, beide geprüft nach EN 20471:2013

+ A1:2016 und mit zertifiziertem Lichtschutzfaktor

50 nach AS/NZS 4399:2017. Das atmungsaktive,

schnelltrocknende Material sorgt selbst bei

hoher körperlicher Belastung für ein dauerhaft

frisches, leichtes Tragegefühl.

Ob Visibility- oder Warnschutz-Variante – der

hohe Komfort soll dazu beitragen, dass textiler

Sonnenschutz im Bauhandwerk nicht als zusätzliche

Belastung, sondern als Qualitätsmerkmal

moderner Arbeitskleidung empfunden wird.

Kühlende Eigenschaften

erhöhen Komfort

Im Sommer sind bei Arbeitshosen leichte, luftige

und dennoch robuste Stoffe gefragt. Nicht alle

Einsätze erlauben Shorts oder den Verzicht auf

Kniepolster – hier bieten sich lange Hosen aus Sommer-Materialien

bzw. mit Belüftungslösungen an.

Strauss bringt dafür das neue Gewebe »Ripstop

light« ins Programm: ein leichtes, reißfestes Rip-

stop, das erstmals in den Hosen und Hemden der

Kollektion »e.s.t:aktik« eingesetzt wird. Großzügige

Body- und Rückenbelüftungen mit Mesh-Einsatz

sorgen bei den Hemden für zusätzliche Ventilation.

Die bereits fest im Markt verankerte Bundhose

»e.s.motion 2020« bietet markante Reißverschluss-Öffnungen

im hinteren Oberschenkelbereich

und verbindet die typische »Motion«-

Taschenvielfalt mit flexiblem Klimakomfort im

Sommer. Eine spezielle Kühlweste ergänzt das

Sortiment: Dank Verdunstungstechnologie sorgt

sie – je nach Außentemperatur – für bis zu acht

Stunden Abkühlung.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 25


Funktional und bequem:

»Oxford 2.0«

[ HELLY HANSEN ] »Für alle, die auf

der Baustelle täglich Höchstleistung

bringen«: Unter diesem Claim hat Helly

Hansen seine »Oxford 2.0«-Kollektion

vorgestellt. Dahinter verbirgt sich

eine überarbeitete Linie, die auf

der bewährten »Oxford«-Kollektion

aufbaut und Komfort, Langlebigkeit

sowie Funktionalität miteinander

verbinden soll. Bei der Entwicklung hat

das Unternehmen auf Feedback von

Anwendern gesetzt.

Alle Produkte bestehen aus einem baumwollreichen

Hauptmaterial, das durch seine hohe

Atmungsaktivität auch bei körperlich fordernden

Tätigkeiten angenehm zu tragen ist. Cordura-

Verstärkungen an Hose, Shorts und Latzhose

sorgen für zusätzliche Strapazierfähigkeit.

Außerdem kommt die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke

ohne Schulternähte aus und verfügt über einen

verlängerten Rücken, elastische Einsätzen und

weiches Fleecefutter im Kragen. So sollen maximale

Bewegungsfreiheit und hoher Tragekomfort

sichergestellt werden. Vorgeformte Ärmel und

ein individuell verstellbarer Saum sorgen für eine

passgenaue Silhouette und Flexibilität im Einsatz.

Strapazierfähig und bequem

Die »Oxford 2.0 HH Connect«-Hose kombiniert

praktische Funktion mit Ergonomie: Stretch-Einsätze

und vorgeformte Knie garantieren volle

Bewegungsfreiheit. Kniepolstertaschen mit Außenzugang,

eine verstellbare Kniepolsterposition sowie

anpassbare Beinlängen bieten maßgeschneiderten

Komfort. Dank Kompatibilität mit dem modularen

»HH Connect«-Taschen-System lässt sich die

Hose flexibel an individuelle Anforderungen anpassen.

Reflektierende Details erhöhen zudem

die Sichtbarkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Für kühlere Arbeitsbedingungen ergänzt der

neue Midlayer die »Oxford«-Linie optimal. Mit

einem Materialmix aus recyceltem Polyester mit

»PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und elastischen

HELLY HANSEN

Alle Produkte der »Oxford 2.0«-Kollektion

bestehen aus einem baumwollreichen

Hauptmaterial, das durch seine hohe

Atmungsaktivität angenehm zu tragen ist.

Einsätzen sorgt sie für zuverlässige Wärme und

hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit vorgeformten

Ärmeln, reflektierenden Designelementen

und praktischen Taschenlösungen bietet

sie optimalen Schutz und Komfort.

»Unsere ›Oxford‹-Kollektion ist eines unserer

beliebtesten Konzepte und wird von Fachkräften

auf unterschiedlichsten Baustellen genutzt«, erklärt

Jenny Horn, Produktmanagerin bei Helly Hansen

Workwear. »Für die kommende Saison wollten wir

dieses bewährte System gezielt weiterentwickeln.

Dabei haben wir vor allem auf das gehört, was

unsere Endnutzer uns rückgemeldet haben: Sie

wünschen sich Arbeitskleidung, die komfortabel,

funktional und langlebig ist – Tag für Tag.«

Zuverlässiger Schutz vor Hitze

und UV-Strahlung in Schutzhandschuhen

[ KYORENE ] Ultraviolette Strahlung und thermische Belastung zählen zu den

am meisten unterschätzten Gefährdungen im beruflichen Alltag. Während

Schnittverletzungen oder mechanische Risiken unmittelbar sichtbar sind,

entfalten UV-Strahlen und Hitze ihre Wirkung oft schleichend. Insbesondere

Hände und Unterarme gehören zu den am stärksten exponierten Körperbereichen.

Genau dort setzt moderne Persönliche Schutzausrüstung an: Sie

muss nicht nur mechanisch schützen, sondern auch präventiv gegen UV-

Strahlung und Hitzestress wirken, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.

KYORENE

Seit der Entdeckung von Graphen im Jahr

2004 durch die Wissenschaftler Andre

Geim und Konstantin Novoselov spricht man

in der Physik vom »Werkstoff des 21. Jahrhunderts«.

Graphen ist eine einzelne Schicht aus

Kohlenstoffatomen, die in einem hexagonalen

Gitter angeordnet sind. Die Kyorene-Graphen-

Handschuhe und -Armstulpen bieten einen

zertifizierten UV-Schutz von UPF 50+. Damit

werden über 98 Prozent der schädlichen UV-

Strahlung abgeschirmt. Dieser Schutz ist fest

in das Material integriert und unterliegt keiner

zeitlichen Begrenzung durch Abrieb oder Schweiß,

wie es bei aufgetragenen Lösungen der Fall

sein kann. Auch die thermische Belastung spielt

eine zentrale Rolle: Graphen besitzt eine hohe

Wärmeleitfähigkeit. In das Garn integriert, wirkt

es wie ein fein verteiltes thermisches Netzwerk:

Körperwärme wird aufgenommen, verteilt und

vom Kontaktbereich weggeleitet. Das Resultat

ist ein spürbar kühleres, ausgeglicheneres

Hautgefühl. Anwender berichten von deutlich

reduziertem Schwitzen und einem angenehmen

Tragekomfort auch bei längeren Einsatzzeiten.

Alle »Kyorene«-Produkte sind außerdem

dermatologisch getestet, entsprechen dem

»Oeko-Tex Standard 100« und sind frei von

gesundheitsbedenklichen Substanzen.

Breite Produktpalette

Das Kyorene-Produktspektrum reicht vom leichten

Montagehandschuh bis hin zum schnitthemmenden

Schutzhandschuh der höchsten

Leistungsstufe (Level F) inklusive passender

Unterarmstulpen. Damit lassen sich sowohl

mechanische Hochrisikoanwendungen als auch

Tätigkeiten mit primärer UV- und Hitzeexposition

zuverlässig abdecken.

26 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


ADOBE STOCK

Insbesondere bei hohen Temperaturen

oder körperlich anspruchsvollen

Tätigkeiten entsteht im

Schuhinneren ein feuchtwarmes

Klima. Gleichzeitig fehlen oft

ausreichende Trocknungs- und

Belüftungsmöglichkeiten zwischen

den Einsätzen.

Dauerhafte Hygiene für

Sicherheitsschuhe und PSA

[ GOFRESH 24/7 ] Auf Baustellen, in der Industrie und im Handwerk werden

Sicherheitsschuhe häufig über viele Stunden hinweg getragen. Insbesondere bei hohen

Temperaturen oder körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten entsteht im Schuhinneren

ein feuchtwarmes Klima. Gleichzeitig fehlen oft ausreichende Trocknungs- und

Jessy von Berg

Belüftungsmöglichkeiten zwischen den Einsätzen. Unter diesen Bedingungen können

sich Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen vermehren. Neben hygienischen Aspekten spielt

dabei auch die Geruchsbildung eine wichtige Rolle. Für viele Unternehmen gewinnt deshalb die

Frage an Bedeutung, wie sich Hygiene, Tragekomfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen verbessern

lassen. Mit »GoFresh24/7+« steht nun eine neue Technologie zur Verfügung, die auf eine langfristige

Selbstdesinfektion ohne biozide Wirkstoffe setzt und genau dieses Problem bekämpfen soll.

Die Grundlage von »GoFresh24/7+« bildet die

»Mundex«-Technologie. Anders als klassische

antimikrobielle Ausrüstungen arbeitet sie ohne

biozide Wirkstoffe, Metallionen oder Nanopartikel.

Die Wirkung basiert ausschließlich auf einem

physikalischen Mechanismus. Die Beschichtung

ist dabei in ihrer chemischen und physikalischen

Struktur an natürliche Mikroorganismen angelehnt:

Durch hydrophobe Wechselwirkungen wird die

Integrität der Zellmembranen beeinträchtigt, sodass

Mikroorganismen bei Kontakt physikalisch

eliminiert werden. Eine chemische Reaktion oder

Freisetzung aktiver Wirkstoffe finden dabei nicht

statt. Ebenso gelangen keine antimikrobiellen

Wirkstoffe in die Umwelt oder den menschlichen

Organismus, da keine auswaschbaren Biozide

eingesetzt werden.

Langzeitwirkung

für Schuhe und Ausrüstung

Ein wesentliches Merkmal der Technologie ist

ihre Dauerhaftigkeit. Nach einmaliger Anwendung

bildet sich auf der behandelten Oberfläche eine

unsichtbare Schutzschicht, die verhindern soll, dass

Mikroorganismen anhaften oder sich vermehren

können. Daraus ergibt sich für die Anwendung

in Schuhen, Handschuhen oder anderen PSA-

Komponenten eine langanhaltende Reduzierung

der mikrobiellen Belastung. Gleichzeitig wird die

Entstehung von geruchsbildenden Bakterien an

der Ursache begrenzt. Die Schutzwirkung bleibt

nach Herstellerangaben bis zu zwölf Wochen

oder länger erhalten.

Auch hinsichtlich der Beständigkeit wurde die

Technologie für den textilen Einsatz entwickelt.

Prüfungen nach ASTM E3162-18 bescheinigen

eine hohe Waschbeständigkeit mit anhaltender

antimikrobieller Wirkung selbst nach zahlreichen

Haushaltswäschen.

Für Hersteller von Sicherheitsschuhen eröffnet

die Technologie verschiedene Integrationsmöglichkeiten.

Sie kann bereits während der

Produktion als integrale Ausrüstungslösung oder

als zusätzliches Hygienekonzept für den Träger

eingesetzt werden. Neben Sicherheitsschuhen

sind weitere Einsatzbereiche denkbar, darunter

Arbeitshandschuhe, Schutzkleidung, Helme mit

textilen Innenausstattungen sowie unterschiedliche

textile Komponenten im Arbeitsumfeld.

Grundsätzlich ist die Technologie dort besonders

interessant, wo Produkte regelmäßig Feuchtigkeit

ausgesetzt sind oder über längere Zeiträume

genutzt werden, ohne vollständig austrocknen

zu können.

Nachhaltigkeit

gewinnt an Bedeutung

Mit steigenden Anforderungen an Umweltverträglichkeit

und Produktsicherheit rücken auch

die Inhaltsstoffe antimikrobieller Ausrüstungen

stärker in den Fokus. »GoFresh24/7+« verzichtet

vollständig auf Biozide und basiert überwiegend

auf nachwachsenden Rohstoffen. Die eingesetzten

Textilhilfsmittel verfügen zudem über eine »Oeko-

Tex Eco Passport«-Zertifizierung. Für Hersteller

kann dies eine Möglichkeit sein, hygienische

Zusatzfunktionen umzusetzen, ohne zusätzliche

regulatorische Anforderungen zu erzeugen, die

häufig mit bioziden Wirkstoffen verbunden sind.

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 27


Textiles Klimatisierungssystem in Workwear

[ DITF ] Bei hohen körperlichen Belastungen

stößt herkömmliche Arbeitsschutzbekleidung

häufig an ihre

Grenzen. Insbesondere der Abtransport

von Schweiß und überschüssiger

Körperwärme stellt ein Problem dar.

Die Deutschen Institute für Textil- und

Faserforschung (DITF) forschten an

strömungsoptimierten, luftleitenden

Textilstrukturen, die eine gezielte Klimatisierung

direkt am Körper ermöglichen.

Diese Strukturen können unmittelbar in

die Arbeitsschutzbekleidung integriert

werden. Durch das textile Klimatisierungssystem

wird die natürliche Thermoregulation

des Körpers unterstützt.

Dies trägt zu einer Verbesserung von

Arbeitssicherheit und Komfort bei.

Um die luftleitenden Strukturen zu versorgen,

wurden pneumatische Druckerzeuger entwickelt,

die alltägliche Bewegungen des Körpers

nutzen. So lässt sich durch eine kompressible

Einlegesohle im Schuh aus der normalen Laufbewegung

Druckluft erzeugen. Damit ist das

System autark ohne externen Druckluftanschluss

nutzbar. Das beim Gehen erzeugte Luftvolumen

wird über ein Schlauchsystem in einer Arbeitsschutzhose

zum Klimatisierungselement im

Oberteil geleitet. Eine speziell konstruierte Gürtelschnalle

ermöglicht es, während des Arbeitstages

intuitiv die Hose vom Oberteil zu trennen und

damit den Luftstrom zu unterbrechen. Im Projekt

konnte nachgewiesen werden, dass durch die

Kombination aus luftleitenden Textilstrukturen

und Druckerzeugern das Wärme- und Feuchtigkeitsmanagement

deutlich verbessert wird. Dies

reduziert nicht nur das Risiko von Überhitzung,

sondern wirkt sich auch positiv auf das subjektive

Trageempfinden und die Leistungsfähigkeit aus.

Zusammenarbeit

mit Textilspezialisten

Das Projekt wurde in Kooperation zwischen den

DITF und der Hero Textil AG durchgeführt. Es

wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms

Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium

für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses

des Deutschen Bundestages gefördert.

Das textile Klimatisierungssystem »StAirS« wurde

Das textile Klimatisierungssystem

»StAirS« wurde

als erfolgreiches

Projektbeispiel für

den Innovationstag

Mittelstand 2026 in

Berlin ausgewählt.

als erfolgreiches Projektbeispiel für den Innovationstag

Mittelstand 2026 in Berlin ausgewählt.

Mit dem Innovationstag wird ein Begegnungsort

geschaffen, um innovative Projekte, neue Technologien

und kreative Ideen auszustellen.

DITF

Hitze- und UV-Schutz

für Arbeiten im Freien

[ KASK ] In heißen Umgebungen und bei hoher UV-Belastung ist

zusätzlicher Sonnenschutz für Helme unerlässlich, um Hitzestress zu

reduzieren und Beschäftigte im Freien vor schädlicher ultravioletter

Strahlung zu schützen. Hitzestress kann zu Müdigkeit, Dehydrierung

und verminderter Konzentration führen und dadurch das Risiko von

Arbeitsunfällen erhöhen, während eine langfristige UV-Exposition

schwere und kumulative Hautschäden verursachen kann.

Gut zu

wissen

Das Kask-»Neck Shade«

ist kompatibel mit den

Helmserien »Zenith«,

»Primero« und »Superplasma«.

Die Helme von Kask sind darauf ausgelegt, den

Tragekomfort durch fortschrittliche Belüftungskanäle,

mehrere Lufteinlässe und atmungsaktive Innenpolsterung

zu verbessern. Für noch besseren Schutz

bei sonnigen Bedingungen können Kask-Helme mit

dem »Sun Shield« und dem »Neck Shade« ausgestattet

werden, die einen wirksamen UVA- und UVB-Schutz

mit UPF 50+ bieten.

Schutz vor

direkter Sonneneinstrahlung

Das Kask-»Sun Shield« verfügt über eine 360°-Krempe,

die Nacken, Gesicht und Ohren vor direkter Sonneneinstrahlung

schützt. Es lässt sich einfach an den Lampen-

clips des Helms befestigen, ist mit allen Kask-Helmen

kompatibel und besitzt eine schwarze Unterseite zur

Reduzierung von Sonnenreflexionen. Das Kask-»Neck

Shade« bietet ergonomischen, individuell anpassbaren

Schutz für Nacken und Ohren und unterstützt gleichzeitig

Atmungsaktivität sowie Bewegungsfreiheit. Es

ist kompatibel mit den Helmserien »Zenith«, »Primero«

und »Superplasma«.

Das Kask-»Neck

Shade« bietet ergonomischen,

individuell

anpassbaren Schutz für

Nacken und Ohren.

Durch die Integration von Sonnenschutz-Zubehör

in seine Helmsysteme will Kask nach eigener Aussage

maßgeblich dazu beitragen, die Sicherheit und den

Komfort von Beschäftigten im Freien während der

Sommermonate zu verbessern. Auch das langfristige

Wohlbefinden könne so gesteigert werden.

KASK

28 | Juni 2026 Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


Die Sonnenschutzpakete der BG Bau

enthalten eine Trinkflasche, Sonnenschutzcreme,

eine UV-Index-Check-Karte und

einen Flyer mit gebündelten Informationen.

BG Bau unterstützt

beim Thema UV-Schutz

[ BG BAU ] Die Belastung durch die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV-

Strahlung) beginnt oft früher als viele denken: Bereits im Frühjahr kann sie

gesundheitliche Risiken bergen. Neue Schulungsmaterialien, ein Workshop zum

Thema UV-Schutz und die Sonnenschutzpakete der Berufsgenossenschaft der

Bauwirtschaft (BG Bau) unterstützen Unternehmen dabei, ihre Beschäftigten im

Freien wirksam zu schützen.

Bereits seit März ist mit zunehmendem Sonnenstand

die Belastung durch ultraviolette

Strahlung gestiegen. Deshalb sollten Sonnenschutzmaßnahmen

bereits im Frühjahr beginnen

und sich am UV-Index orientieren. Dieser gibt an,

wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages ist.

Die aktuellen Werte finden sich im Wetterbericht

und in jeder gängigen Wetter-App. Bereits ab

einem UV-Index von 3 müssen Schutzmaßnahmen

ergriffen werden. Das legt die Technische Regel

für Arbeitsstätten ASR A5.1 »Arbeitsplätze in

nicht allseits umschlossenen Arbeitsstätten und

Arbeitsplätzen im Freien« seit August 2025 fest.

Schutz ist wichtig

UV-Strahlung gilt als Hauptursache für verschiedene

Hautschäden. Besonders relevant

ist dabei der Weiße Hautkrebs, der durch langfristige

Einwirkung von UV-Strahlung verursacht

werden kann. »Gerade Beschäftigte, die viel im

Freien arbeiten, sind einem erhöhten Risiko

ausgesetzt. Präventive Maßnahmen und regelmäßige

Unterweisungen sind deshalb ein

wichtiger Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes«,

erklärt Hans-Jürgen Wellnhofer,

kommissarischer Leiter der Hauptabteilung

Prävention der BG Bau.

BG BAU

Um Unternehmen bei der Präventionsarbeit

zu unterstützen, stellt die BG Bau neue Schulungsmaterialien

sowie einen umfangreichen

Workshop zum Thema UV-Schutz online zur

Verfügung. Mit diesen Materialien können Betriebe

ihre Beschäftigten für den richtigen Schutz

vor UV-Strahlung sensibilisieren und gezielt

unterweisen. Die Unterlagen können über die

Webseite heruntergeladen und direkt eingesetzt

werden. Sie bieten praxisnahe Informationen,

anschauliche Grafiken und konkrete Handlungsempfehlungen

für den Arbeitsalltag im Freien.

»TOP«-Prinzip anwenden

Wirksamer UV-Schutz im Betrieb orientiert sich

am »TOP«-Prinzip. Hierfür sind die Arbeitgeber

verantwortlich. Sie können verschiedene Maßnahmen

ergreifen, um ihre Beschäftigten vor

UV-Strahlung zu schützen. Gemäß dem »TOP«-

Prinzip gilt die Reihenfolge: zuerst technische,

dann organisatorische und schließlich persönliche

Schutzmaßnahmen. Technische Maßnahmen

sind u. a. Sonnensegel oder Wetterschutzzelte.

Als organisatorische Maßnahmen sollte geprüft

werden, ob sich Arbeiten im Freien vermeiden

lassen, besonders zwischen 10 und 16 Uhr,

wenn die UV-Strahlung am stärksten ist. Persönliche

Maßnahmen sind schließlich Schutz

durch lange Kleidung, eine Kopfbedeckung mit

Nacken-, Ohren- und Stirnschutz, Sonnenbrille

und wasserfeste UV-Schutzcreme.

Auch in kurz

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LIMITS

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Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer Juni 2026 | 29


Beim Auftragen von Insektenschutzmitteln

sollte das

Mittel sorgfältig aus einer

Entfernung von 10 bis 15 cm

auf unbedeckte Körperstellen

verteilt werden.

»Myxal Insect Protect«

schützt Outdoor-Worker vor

Zecken- und Mückenstichen

PETER GREVEN PHYSIODERM (2)

ausgelöst – gab es laut Statistik im Jahr 2024 zudem

gut 4830 Krankenhausbehandlungen.

FSME-Risikogebiete

haben sich ausgeweitet

»Beschäftigte, die vorwiegend im Freien arbeiten, sollten

sich unbedingt vor Zeckenstichen schützen« sagt Anja

Dick, Apothekerin und Leiterin Entwicklung & Regulatory

Affairs bei PGP. Die Hautschutz- und Handhygienespezialisten

haben mit dem »Myxal Insect Protect« ein

Zecken- und Insektenschutzmittel auf den Markt gebracht,

das Wirksamkeit und Hautverträglichkeit vereint.

Rund 7,2 Mio. Outdoor-Worker gibt es in Deutschland,

die potenziell gefährdet sind. Dazu gehören beispielsweise

Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft, Garten- und

Landschaftsbauer und Beschäftigte von kommunalen

Bauhöfen oder Dienstleistungsbetrieben, aber auch

Bauarbeiter, Dachdecker, Industriekletterer oder Anlagenmechaniker.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat

sich die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland

um zwei neue Areale auf 185 Landkreise erhöht. Dabei

wandert die Grenze immer weiter nach Norden. Neben

den »klassischen« Risikogebieten in Süddeutschland

sind auch einzelne Regionen in Nordrhein-Westfalen

oder in Niedersachsen als Risikogebiet eingestuft.

Experten raten daher zur Vorsicht. Sie empfehlen, sich

gegen FSME impfen zu lassen; gegen Borreliose kann

man sich bislang noch nicht impfen lassen.

[ PGP ] Die Zeckensaison hat begonnen. Beschäftigte, die vorwiegend

im Freien arbeiten, sollten sich deswegen unbedingt schützen.

Denn: Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die

Gefährdung, an den Folgen eines Zeckenstichs zu sterben oder sich

einer Krankenhausbehandlung unterziehen zu müssen, gestiegen. Der

Euskirchener Hersteller Peter Greven Physioderm (PGP) bietet mit seinem

Insektenschutzmittel »Myxal Insect Protect« eine zuverlässige Lösung, die

auf den haut- und materialverträglichen Wirkstoff Icaridin setzt.

»Myxal Insect Protect« schützt

wirksam vor Insekten und ist

zugleich hautverträglich und

greift keine Kunststoffe an.

Die Temperaturen steigen, die Zecken in Deutschland

werden wieder aktiver. Laut aktueller Zahlen des

Statistischem Bundesamtes ist die Zahl der Menschen,

die in Deutschland an den Folgen eines Zeckenstichs

gestorbenen sind, zuletzt leicht gestiegen. Im Jahr 2024

starben 24 Menschen daran, im Jahr zuvor waren es

19. 15 der Todesfälle im Jahr 2024 gingen demnach

auf eine Borreliose zurück, neun auf eine Frühsommer-

Meningoenzephalitis (FSME). Und auch die Zahl der

Krankenhausbehandlungen wegen FSME stieg demnach

deutlich. 2024 mussten knapp 850 Menschen stationär

behandelt werden. Im Durchschnitt der Jahre 2004 bis

2024 waren es knapp 490. Bei einer FSME wird eine

Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Viren

hervorgerufen. Es gibt die Möglichkeit, sich durch eine

Impfung gegen FSME schützen zu lassen. Aufgrund

einer Borreliose – auch diese wird durch Zeckenstiche

Bei gleichzeitiger Anwendung mit

einem Sonnenschutzmittel sollten

die Anwender das UV-Schutzmittel

30 Minuten vor dem »Myxal Insect

Protect« auftragen.

Sich auch vor

Insektenstichen schützen

Aber nicht nur von Zeckenstichen geht Gefahr für

Outdoor-Worker aus. Auch Mücken werden als Krankheitsüberträger

immer gefährlicher. Durch den Klimawandel

bedingt, breiten sich nämlich auch in Deutschland

exotische Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke

immer weiter aus. Diese Arten können gefährliche

Krankheitserreger wie Zika-, Chikungunya-, West-Nil-

oder Dengue-Viren übertragen.

Das Zecken- und Insektenschutzmittel »Myxal Insect

Protect« von PGP schreckt Insekten und Zecken über

deren Geruchsinn ab. Dabei enthält »Myxal Insect Protect«

den Wirkstoff Icaridin. Dieser hat eine vergleichbare Wirksamkeit

wie der häufig verwendete Wirkstoff DEET – ist

jedoch wesentlich hautverträglicher, und er greift zudem

keine Kunststoffe an. »Myxal Insect Protect« schützt bis

zu acht Stunden vor heimischen und tropischen Mücken,

bis zu fünf Stunden vor Stechfliegen wie beispielsweise

Bremsen und bis zu vier Stunden vor Zecken. Der Schutz

beginnt sofort nach der Anwendung.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Sonnenschutzmittel

sollten die Anwender das UV-Schutzmittel

30 Minuten vor dem »Myxal Insect Protect« auftragen.

Nach der Anwendung des Insektenschutzsprays sollten

die Nutzer zudem rund zehn Minuten warten, bevor sie

sich ins direkte Sonnenlicht begeben. »Kombiprodukte

aus Insekten- und UV-Schutz sind nicht empfehlenswert«,

ordnet Expertin Anja Dick ein, »weil man in der

Regel zu viele Kompromisse eingehen muss und so

keinen optimalen Schutz vor Insekten bzw. der UV-

Strahlung hat.«

30 | Juni 2026

Top-Thema: Arbeitsschutz im Sommer


ADOBE STOCK

BAUSTELLENSICHERHEIT

Steigtechnik

Fahrzeugsicherheit

Digital am Bau


Die im »BauWatch Crime

Report« 2026 diskutierten

Trends zeigen, dass Baustellenkriminalität

in Deutschland

kein Randproblem mehr ist. Sie

beeinflusst Projektzeiten, Budgets,

Sicherheitsaufwand und

zunehmend auch die Reputation

von Bauunternehmen.

BAUWATCH (2)

»Crime Report« 2026:

Dauerbelastung

Baustellenkriminalität

[ BAUWATCH ] Diebstahl, unbefugtes Betreten und Vandalismus sind

auf deutschen Baustellen längst keine Ausnahmefälle mehr. Sie

entwickeln sich zunehmend zu einer operativen Dauerbelastung für

Bauunternehmen, Projektentwickler und Infrastrukturbetreiber. Zu

diesem Ergebnis kommt der neue »BauWatch Crime Report« 2026.

Für die Studie wurden 4 100 Branchenexperten in zehn europäischen

Ländern befragt. 67 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass

Baustellenkriminalität im vergangenen Jahr zugenommen hat.

67

PROZENT

67 Prozent der

deutschen Befragten

berichten von

steigender Kriminalität

auf Baustellen.

Baustellenkriminalität wird in Deutschland zunehmend

zur Routine. In keinem anderen untersuchten

europäischen Land treten Baustellendiebstähle so

regelmäßig auf: 10,4 Prozent der Befragten berichten

von wöchentlichen, weitere 21,4 Prozent von monatlichen

Diebstählen. Gleichzeitig verändert sich die Bedrohungslage.

Organisierte Tätergruppen und digitale

Methoden wie KI-gestützter Betrug, Cyberangriffe

oder das Klonen digitaler Zugangsdaten erhöhen den

Druck auf Bauunternehmen und machen Sicherheit zu

einem entscheidenden Faktor für Kosten, Zeitpläne und

Projekterfolg. Die im »BauWatch Crime Report« 2026

diskutierten Trends zeigen, dass Baustellenkriminalität

in Deutschland kein Randproblem mehr ist. Sie beeinflusst

Projektzeiten, Budgets, Sicherheitsaufwand und

zunehmend auch die Reputation von Bauunternehmen.

So berichten 67 Prozent der deutschen Befragten von

steigender Kriminalität auf Baustellen. Deutschland

liegt damit 9,4 Prozentpunkte über dem europäischen

Durchschnitt. 10,4 Prozent der Befragten erleben

Diebstähle wöchentlich, 21,4 Prozent monatlich. Damit

weist Deutschland die höchsten Werte im europäischen

Vergleich auf. Am häufigsten gestohlen werden Kupfer

(56,8 Prozent), kleine Werkzeuge (51,2 Prozent) sowie

Kabel und Kabeltrommeln (49,6 Prozent). Gerade für

Energie-, Telekommunikations- und Infrastrukturprojekte

kann das erhebliche Verzögerungen verursachen.

Großes Risiko

für Projektverzögerungen

Trotz hoher Bedrohungslage setzen Unternehmen

seltener auf grundlegende Schutzmaßnahmen. Baustellenzäune

kommen der Befragung zufolge nur

noch auf 43,2 Prozent der Bauprojekte zum Einsatz,

nach 56,6 Prozent im Vorjahr. Als Hauptgrund gilt die

Unterschätzung des tatsächlichen Risikos. 32,8 Prozent

der Vorfälle werden mit organisierter Kriminalität in Verbindung

gebracht. Deutschland liegt damit deutlich über

dem europäischen Durchschnitt von 21 Prozent. Auch

KI-gestützter Betrug hat sich in Deutschland nahezu

verdoppelt – von 7,9 Prozent im vergangenen Jahr auf

14,6 Prozent im Jahr 2026. Auch Cyberangriffe und das

Klonen digitaler Zugangsdaten nehmen zu. 46,9 Prozent

der Befragten berichten von Projektverzögerungen.

Gleichzeitig dauern diese Verzögerungen länger: Der

Anteil der Projekte mit Verzögerungen von mehr als

einem Monat ist von 10,2 auf 19,2 Prozent gestiegen.

Baustellensicherheit

als strategischer Faktor

»Der ›BauWatch Crime Report‹ 2026 zeigt klar: Baustellenkriminalität

ist längst kein Einzelfall mehr, sondern ein

strukturelles Risiko für Bauprojekte in Deutschland und

Europa«, kommentiert Petra Ehrhard, BauWatch Group

Marketing Officer. »Immer häufiger auftretende Vorfälle,

organisierte Tätergruppen und neue digitale Methoden

erhöhen den Druck auf Unternehmen. Sicherheit muss deshalb

frühzeitig in die Projektplanung integriert werden, um

Materialien, Zeitpläne und Budgets wirksam zu schützen.«

Bauunternehmen sollten Risiken nicht erst nach

einem Vorfall bewerten. Sichtbare Abschreckung,

moderne Überwachungstechnologie und klare Sicherheitsprozesse

helfen, Diebstahl, Vandalismus und

Projektverzögerungen frühzeitig zu vermeiden.

32 | Juni 2026 Baustellensicherheit


Mit der TPA-Akademie führt

Vp TPA neue Fahrer und

Monteure Schritt für Schritt

an ihre Aufgaben heran.

Nach den ersten Schritten

im Depot folgen unter Aufsicht

die ersten Einsätze auf

echten Baustellen.

VP TPA (2)

Individuelle Einarbeitung

dank TPA-Akademie

[ VP TPA ] Die Baubranche steht vor einer großen Herausforderung: dem

Fachkräftemangel. Nicht nur fehlt es vielerorts an Personal, auch die Qualität

leidet zunehmend unter dem Druck, Projekte schnell umzusetzen. Für Vp TPA

Mobile Straßen sind Qualität und sicheres Arbeiten bei der Installation der

mobilen Straßen jedoch unverzichtbare Grundpfeiler. Um diesen Herausforderungen

zu begegnen, hat das Unternehmen eine eigene Akademie ins Leben

gerufen – eine Ausbildungsplattform mit strukturiertem Einarbeitungsprogramm,

das die Basis für die professionelle Umsetzung der Projekte legt.

Vp TPA Mobile Straßen zählt zu den führenden

Anbietern mobiler Straßensysteme, temporärer

Stellflächen und Bodenschutzlösungen in

Europa. Die große Fahrzeugflotte des Unternehmens

ermöglicht einen schnellen und flexiblen

Auf-, Um- und Abbau. Ein erfahrenes Team und

moderne Technik sorgen in diesem Kontext dafür,

dass Projekte effizient und zuverlässig umgesetzt

werden. Mit der TPA-Akademie hat Vp TPA vor

vielen Jahren als einer der ersten Anbieter von

mobilen Straßen ein praxisnahes und individuell

zugeschnittenes Ausbildungsprogramm

geschaffen, das neue Fahrerinnen, Fahrer und

Montierende Schritt für Schritt an ihre Aufgaben

heranführt. Das Herzstück der Ausbildung bildet

ein klar strukturiertes 60-Tage-Programm, das

auf einem Ausbildungsplan und einer Checkliste

basiert. Diese dokumentiert, welche Kompetenzen

bis zum Ende der Einarbeitung erreicht sein

müssen. Dabei wird bewusst auf die individuellen

Voraussetzungen der Mitarbeitenden eingegangen

– Vorkenntnisse, Talente und persönliche Stärken

fließen direkt in die Ausbildung ein.

Qualität durch Spezialisierung

Ein besonderes Merkmal der TPA-Akademie

ist die gezielte Spezialisierung der neuen Mitarbeitenden

auf die beiden zentralen Plattenmaterialien

Aluminium oder Stahl. Hintergrund

ist die unterschiedliche Verlegung der Platten:

Aluminiumpanels werden mit Kran und Fernbedienung

verlegt und anschließend miteinander

verschraubt. Stahlplatten werden hingegen überlappend

verlegt. Dies erfolgt aus der Krankabine

heraus. Der Umgang mit den beiden Plattenmaterialien

erfordert somit unterschiedliche

Fähigkeiten. »Wir bleiben dabei flexibel«, betont

Gerd Dres, Trainer für die Stahlplattenmontage.

»Zeigt sich während der Ausbildung ein besonderes

Talent oder eine Vorliebe, passen wir den

Ausbildungsweg individuell an.«

Sicherheit als oberstes Prinzip

Sicherheit steht bei Vp TPA an erster Stelle, sowohl

für neue als auch bestehende Mitarbeitende.

Daher beginnt die Ausbildung mit einem starken

Fokus auf Arbeitssicherheit und Theorie, bevor

erste praktische Schritte auf dem Depotplatz

und später unter Aufsicht auf echten Baustellen

folgen. »Sicherheit ist für uns kein Zusatz, sondern

die Grundlage von allem. Wir geben unseren

Mitarbeitenden das komplette Rüstzeug mit, um

sich selbst und andere konsequent vor Schaden

zu bewahren«, so Nico Buchas, Trainer für die

Aluminiumpanelmontage bei der Akademie.

Praxisnah bis zur Baustelle

Die Ausbildung kombiniert Theorie und Praxis:

Nach den ersten Schritten im Depot folgen unter

Aufsicht die ersten Einsätze auf echten Baustellen.

Dabei werden die neuen Mitarbeitenden aktiv von

erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unterstützt.

»Die Basics bringen wir unseren Leuten im Depot

bei, aber die echte Routine entsteht draußen auf

der Baustelle«, erklärt Dres.

Die TPA-Akademie ist jedoch nicht nur für Neueinstellungen

da. Auch bestehende Mitarbeitende

profitieren von regelmäßigen Auffrischungen und

Weiterbildungen. So wird nicht nur die Qualität,

sondern auch die langfristige Entwicklung der

Mitarbeitenden sichergestellt.

Neben dem eigenen Akademie-Programm

bietet Vp TPA den Mitarbeitenden auch die

Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining

mit den Verlegefahrzeugen an.

Baustellensicherheit Juni 2026 | 33


MUNK (3)

Der Aufstieg auf die Dachflächen des

Technikgebäudes erfolgt sicher über

eine neue Steigleiter mit Rückenschutz.

Munk Günzburger Steigtechnik sowie der Dienstleistungseinheit

Munk Service. Diese übernahm nicht nur

sämtliche Montagearbeiten, sondern auch die Dübelbelastungsversuche

im Vorfeld der Steigleiterinstallation.

Aufstieg

ohne Anleinen

Auf den Dachflächen des Technikgebäudes sind die

Verdampfer der Klimageräte und große Bauteile der

Lüftungsanlagen untergebracht, denn auch in Zukunft wird

das SLK-Klinikum vom bestehenden Technikgebäude aus

energetisch sowie klima- und lüftungstechnisch versorgt.

»Die Komponenten der Anlagen auf dem Dach müssen

regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Ohne Geländerabsicherung

war das nur im angeleinten Zustand

möglich und für unsere Dienstleister entsprechend aufwendig.

Toll, dass wir mit unserem Partner Rala und der

Munk Group hier eine zukunftsfähige Lösung gefunden

haben, sodass sich die Teams bei den Arbeiten auf dem

Dach komfortabler und freier bewegen können als bisher«,

so Sven Blum, Meister Bau und Betriebstechnik

bei der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.

SLK-Kliniken

Heilbronn: Sicherer

Aufstieg am Altbau

[ MUNK ] Rund 430 Mio. Euro hat die SLK-Kliniken Heilbronn GmbH in den

vergangenen zwölf Jahren in den Neubau des Klinikums im Norden von

Heilbronn investiert. In zwei Bauabschnitten entstand von 2012 bis November

2024 auf einer Grundfläche von rund 130 300 m² ein modernes Klinikum.

Damit auch künftig die Notfallversorgung und nächtliche Hubschrauberanflüge

sichergestellt werden können, war noch eine weitere Investition

nötig, die den Altbau aus den 90er-Jahren betrifft: das Technikgebäude

des Klinikums. Hier befinden sich nicht nur die kompletten Anlagen für

die Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik, sondern auch ein fast 20 m hoher

Schornstein mit sichtbarem Leuchtfeuer für den Hubschrauber. Dieser

Schornstein erhielt nun ein besonderes Sicherheits-Upgrade: eine 19,5 m

hohe, fest installierte Steigleiter mit Steigschutzschiene nach DIN 18799-1

der Munk Günzburger Steigtechnik. Auch die auf zwei Ebenen versetzten

Dachflächen des Technikgebäudes wurden in diesem Zug abgesichert.

19,5

METER

Die am Schornstein fest installierte

Steigleiter ist 19,5 m hoch.

Bei der Projektvergabe vertrauten die Verantwortlichen

der SLK-Kliniken auf ein eingespieltes Team: den

langjährigen Fachhandelspartner und Spezialisten für

Betriebseinrichtungen, Rala Dexis (Ludwigshafen) mit

eigener Niederlassung in Heilbronn, und den Steigechnikhersteller

Munk Group mit den Geschäftsbereichen

Neue Steigleiter

für den Schornstein

Ein Absicherungs-Upgrade war auch für den Schornstein

nötig, der noch über eine fast 30 Jahre alte, nicht

mehr zeitgemäße Steigleiter verfügte. »Einmal im Jahr

muss der Schornsteinfeger hoch und natürlich muss

auch das Leuchtfeuer am oberen Ende des Schornsteins

vom Elektriker inspiziert und bei Beschädigung

ausgetauscht werden. Das ist die Grundvoraussetzung

dafür, dass der Rettungshubschrauber auch bei Nacht

das Klinikum anfliegen darf. Jetzt haben wir eine moderne

Steigleiterlösung mit Steigschutzschiene und

Attikaüberstieg installiert, die den Auf- und Abstieg

besonders sicher macht«, erklärt Blum.

Die Absicherung der Dachflächen

war auf zwei Ebenen nötig.

34 | Juni 2026 Baustellensicherheit


Partnerschaft zwischen

Rala-Dexis und Munk

Bei Rala-Dexis, dem Spezialisten für Betriebseinrichtungen,

und der Munk Group war das Projekt in besten

Händen. »Bei Aufträgen in diesem Umfang vertraue ich

stets auf die Projektkompetenz der Munk Group. Hier

stimmt eben nicht nur die Produktqualität, sondern auch

die Qualität in der Ausführung der Dienstleistung. Wir

haben schon mehrere Projekte gemeinsam geschultert

und daher wusste ich, dass ich mich bei der Ausführung

des Auftrags voll und ganz auf die Spezialisten aus

dem Geschäftsbereich Munk Service verlassen kann.

Das hat auch hier wieder hervorragend geklappt und

unterstreicht unsere hervorragende Partnerschaft«,

sagt der verantwortliche Projektleiter Markus Dexheimer,

Produktmanager Betriebseinrichtungen und

Lagertechnik bei Rala-Dexis.

Rundum-Service

der Munk Group

Das Team der Diensleistungseinheit Munk Service

kümmerte sich nicht nur um die komplette Demontage

der alten Steigleiteranlage und die Installation

der neuen Sicherungsgeländer, Dachaufstiege und

Steigleiterkomponenten, sondern auch um die im

Vorfeld nötigen Dübelbelastungsversuche. »Sowohl

am Schornstein als auch am Technikgebäude selbst

mussten Belastungsversuche durchgeführt werden, um

sicherzustellen, dass die ausgewählten Verankerungsmittel

entsprechend tragfähig sind«, so Dexheimer.

Dass alle Arbeiten zur Zufriedenheit des Auftraggebers

und auch des Partners im Fachhandel ausgeführt

wurden, freut Ferdinand Munk, den Inhaber

und Geschäftsführer der Munk Group: »Das ist eine

Auszeichnung und Ehre zugleich für uns als Qualitätshersteller

und Dienstleister. Unser Team steht für

Sicherheit made in Germany und wir lieben es, wenn

wir diesen Anspruch gemeinsam mit unseren Partnern

bei Projekten wie in Heilbronn in die Tat umsetzen

können.«

Lichtkuppeln und

Dachflächen sind

mit einem Sicherungsgeländer

gesichert.

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Im Blickpunkt

Juni 2026 | 35


Die Nutzung von Leitern geht mit einem

hohen Unfall- und Verletzungsrisiko einher.

Voraussetzung für die sichere Verwendung

von Leitern ist eine Gefährdungsbeurteilung

am jeweiligen Einsatzort.

BGHM

Arbeiten in der Höhe:

Leitern sind die letzte Wahl

[ BGHM ] Ein Drittel der rund 34 000 meldepflichtigen

Absturzunfälle bei der Arbeit sind Stürze von Leitern oder

Tritten. Die Folgen reichen von Prellungen über Knochenbrüche

bis hin zu Verletzungen der Wirbelsäule. Auch ein Sturz aus

einer geringen Höhe kann zu ernsthaften Gesundheitsschäden

führen. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)

informiert und gibt Tipps, wie sich Alltagsfehler vermeiden

lassen und sicherer auf und mit Leitern gearbeitet werden kann.

Arbeitgeber müssen Leitern

regelmäßig von einer zur

Prüfung befähigten Person

auf ihre einwandfreie

Funktion prüfen lassen.

Außerdem sollten Beschäftigte

vor jeder Nutzung eine

Sichtkontrolle durchführen.

Tragbare Leitern sind Arbeitsmittel, die ortsunabhängig

aufgestellt und als Verkehrsweg zum

Auf- und Abstieg oder als Arbeitsplatz verwendet

werden können. Sie bestehen aus Holz, Aluminium,

Stahl oder Kunststoff und können an eine Wand gelehnt,

aufgehängt oder freistehend verwendet werden.

Es gibt tragbare Leitern wie Bock-, Steh-, Schiebe-,

Klapp-, Anlege-, Tritt- oder Drehleitern. Die Nutzung

von Leitern geht jedoch immer mit einem hohen Unfall-

und Verletzungsrisiko einher. Besonders häufig sind

Abstürze, die u. a. zu Fersenbeinbrüchen und Kopfverletzungen

führen können. Diese Gefährdung wird nach

Ansicht der BGHM nach wie vor häufig unterschätzt.

Daher ist eine Gefährdungsbeurteilung am jeweiligen

Einsatzort eine wichtige Voraussetzung für die sichere

Verwendung von Leitern. Außerdem ist es die Aufgabe

des Unternehmens, geeignete Leitern zur Verfügung zu

stellen und gleichzeitig sicherzugehen, dass nur diese

verwendet werden.

Sichere

Alternativen wählen

Um Unfälle zu verhindern, gilt für Tätigkeiten in der

Höhe: Leitern sollen möglichst nicht als Arbeitsplatz

genutzt werden. Stattdessen sind sicherere Alternativen

wie Gerüste, fahrbare Arbeitsbühnen oder Hubarbeitsbühnen

zu bevorzugen. »Leitern sollten nur dann

eingesetzt werden, wenn die Gefährdung gering ist, die

Arbeiten nur kurz dauern und von der Leiter aus sicher

durchgeführt werden können«, erklärt Kathrin Stocker,

Präventionsexpertin bei der BGHM. Ob eine Leiter ein

sicherer Arbeitsplatz ist, muss vor Beginn der Tätigkeit

anhand der Gefährdungsbeurteilung sorgfältig ermittelt

werden. »Natürlich sind Arbeitsschutz-Verantwortliche

hier nicht auf sich allein gestellt«, sagt Stocker.

Denn das Regelwerk – u. a. die Betriebssicherheitsverordnung

sowie die Technische Regel für Betriebssicherheit

TRBS 2121 Teil 2 »Gefährdung von Beschäftigten

bei der Verwendung von Leitern« – definiert eindeutige

Einsatzgrenzen: Leitern sind beispielsweise nur dann

als Arbeitsplatz erlaubt, wenn die Standhöhe nicht

mehr als 2 m beträgt. Bei zeitlich begrenzten Tätigkeiten

(maximal zwei Stunden je Arbeitsschicht) sind

Arbeiten auf Leitern bis zu einer Standhöhe von 5 m

zulässig. Als Verkehrsweg dürfen Leitern zudem nur

genutzt werden, wenn der zu überwindende Höhenunterschied

zwischen Boden und Arbeitsplatz in der

Höhe maximal 5 m beträgt.

36 | Juni 2026 Baustellensicherheit


Häufige

Unfallursachen vermeiden

»Die meisten Leiterunfälle könnten verhindert werden,

wenn die typischen Alltagsfehler vermieden werden

würden«, sagt die Fachfrau. Zu diesen zählen z. B., dass

die Leiter falsch und ohne ausreichende Standsicherheit

aufgestellt wird. Auch der Verlust des Gleichgewichts

etwa durch seitliches Hinauslehnen, die Verwendung

von beschädigten oder ungeeigneten Leitern, Arbeiten

mit hohem Krafteinsatz auf einer ungesicherten Aufstiegshilfe

und die unsachgemäße Nutzung – wie das

Verwenden von Stehleitern als Anlegeleitern – gehören

zu den häufigsten Unfallursachen. »Prüfen und reduzieren

Sie Ihren Leitereinsatz und ersetzen Sie Leitern möglichst

durch Hubarbeitsbühnen, Gerüste oder fahrbare

Arbeitsbühnen«, rät BGHM-Expertin Stocker.

Tipps für die

sichere Leiternutzung

Ist der Einsatz einer Leiter als Arbeitsplatz oder als Verkehrsweg

im Einzelfall unvermeidbar, müssen Arbeitgeber

und Beschäftigte gemeinsam für den Arbeitsschutz

sorgen. Folgende Tipps von BGHM-Expertin Kathrin

Stocker machen die Arbeit sicherer: Zunächst einmal

sollten nur Leitern verwendet werden, die für den beruflichen

Gebrauch geeignet sind. Diese werden unter

einer höheren Last geprüft als Leitern für den privaten

Gebrauch. Die Leiterklasse ist auf der Kennzeichnung

der jeweiligen Leiter angegeben. Ein weiterer wichtiger

Faktor ist das für die Leiter zugelassene Gesamtgewicht,

das ebenfalls auf der Kennzeichnung angegeben ist

und nicht überschritten werden darf. Ebenso muss für

einen sicheren Stand der Leiter gesorgt werden. Ab

einer Leiterlänge von 3 m ist dafür eine Fußverbreiterung

vorgeschrieben. Ebenfalls müssen Arbeitgeber

Leitern regelmäßig von einer zur Prüfung befähigten

Person auf ihre einwandfreie Funktion prüfen lassen.

Außerdem sollten Beschäftigte vor jeder Nutzung eine

Sichtkontrolle durchführen.

Arbeiten sollten ausschließlich mit beiden Füßen

auf einer Stufe oder Plattform ausgeführt werden. Bei

Anlegeleitern muss auf den korrekten Anstellwinkel

– zwischen 65 und 75° zur Waagerechten – geachtet

werden. Sprossenleitern dürfen nur in begründeten

Fällen als Arbeitsplatz verwendet werden, etwa bei

engen Schächten. Grundsätzlich empfehlen sich aber

Podest- oder Plattformleitern, da diese mehr Sicherheit

als normale Anlege- und Stehleitern bieten.

UNTERNEHMEN

Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben

– Prävention, Rehabilitation

und Entschädigung – ist die BGHM

zentralen Werten verpflichtet: der

Sicherheit und Gesundheit ihrer

Versicherten sowie der Existenzsicherung

ihrer Mitgliedsunternehmen

durch Haftungsablösung bei

Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

In diesem Sinne übernimmt

die BGHM als eine Trägerin der

gesetzlichen Unfallversicherung

bundesweit den Schutz von rund

4,8 Mio. Versicherten in den mehr

als 247 000 Betrieben der Branchen

Holz und Metall.

Das gesamte Portfolio auf einen Blick

[ ASECOS ] Die Experten für Gefahrstofflagerung und -handling haben ihren Hauptkatalog

»Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen: Lagerung – Absaugung – Handling«

aktualisiert. Er enthält neben essenziellem Fachwissen auch Produktneuheiten wie

den »Ion-Line Core Store«-Unterbauschrank. Der überarbeitete Hauptkatalog präsentiert

auf 500 Seiten das komplette Produktportfolio von Sicherheitsschränken

über Gefahrstoffarbeitsplätze und Zubehör bis hin zum Service-Angebot. Asecos

vermitteln zudem praxisnahes Fachwissen mit Blick auf die neuesten Gesetze,

Normen und Regelwerke.

Zu den Produktneuheiten zählen u. a. Erweiterungen

der »Ion-Line«-Sicherheitsschränke

zum sicheren Lagern und Laden von Lithium-

Akkus. Neue Fachbodentrenner ermöglichen eine

übersichtliche Organisation in den Lagerebenen

der Schränke der dritten Generation. Darüber

hinaus ergänzt Asecos mit dem »Ion-Line Core

Store«-Unterbauschrank das Sortiment um eine

platzsparende Lagerlösung ohne Steckdosen

– ideal für Kunden mit geringem Lagerbedarf.

Neben den »Ion«-Neuerungen wurde insbesondere

das Asecos-Service-Angebot überarbeitet

und damit ebenso das entsprechende

Kapitel im Katalog. Die Leistungen sind in die

neuen Tarife »Basic«, »Bronze«, »Silber« und

»Gold« gebündelt. Die Spannbreite reicht von

der Basisüberprüfung ohne vertragliche Bindung

bis zum »Rundum-sorglos«-Paket mit bis zu zehn

Jahren Herstellergarantie.

Auch die Informationen zum Leckage-Management

sind aktualisiert und erweitert. Das Kapitel

umfasst eine Vielzahl an Sorbents (Universal-,

Öl- und Spezialsorbents), Abdichtmatten und Absperrbegrenzungen

sowie eine breite Auswahl an

Bindemitteln – von Matten über Granulat bis hin

zu Notfall-Sets. Damit deckt die Produktpalette

alle wichtigen Anforderungen ab, um Leckagen

im Ernstfall schnell einzudämmen und Mitarbeiter

sowie Umwelt zu schützen.

Fachwissen aus erster Hand

Die sichere Lagerung und das verantwortungsvolle

Handling von Gefahrstoffen sind essenziell

im Arbeitsalltag. Asecos bietet dafür Lösungen

in Form von Sicherheitsschränken, Gefahrstoffarbeitsplätzen

und Ähnlichem. Neben der Produktübersicht

dient der Hauptkatalog zugleich

als Nachschlagewerk, in dem zentrale Fragen

rund um die Themen Gefahrstofflagerung und

-handling beantwortet werden.

ASECOS

Der überarbeitete Hauptkatalog präsentiert

auf 500 Seiten das komplette

Produktportfolio von Sicherheitsschränken

über Gefahrstoffarbeitsplätze und

Zubehör bis hin zum Service-Angebot.

Baustellensicherheit

Juni 2026 | 37


Sonderlösungen

entstehen aus der Praxis

KRAUSE

[ KRAUSE ] Bei den Steigtechnikspezialisten aus Alsfeld beginnt jede Sonderlösung

nicht mit einem Produkt, sondern mit Fragestellungen wie: Wie bewegen

sich Menschen durch Anlagen? Wo entstehen unnötige Wege? Welche

Bereiche müssen regelmäßig erreicht werden, und wie lässt sich das dauerhaft

sicher gestalten? Engineering bedeutet bei Krause deshalb

vor allem, Kunden und deren industrielle Abläufe zu verstehen

und daraus funktionierende Zugangslösungen abzuleiten. Konstruktion,

Anwendungstechnik und Fertigung arbeiten dabei eng

zusammen. Ziel ist nicht die maximale Individualisierung um ihrer

selbst willen, sondern eine praxisgerechte Lösung, die sich sauber

in bestehende Produktions- und Wartungsprozesse integriert und

die Effizienz beim Kunden steigert.

Am Anfang steht immer die Analyse. Dabei

werden Produktionslayouts, Maschinenanordnungen,

Wartungsintervalle und Laufwege

betrachtet. Häufig werden auch Gespräche mit

den Verantwortlichen aus Produktion, Instandhaltung

und Arbeitssicherheit geführt. Erst daraus

ergibt sich, ob ein stationärer Überstieg ausreicht,

eine fahrbare Lösung sinnvoller ist oder eine

mitfahrende Konstruktion benötigt wird.

Typisch für Krause ist der modulare Aufbau:

Standardisierte Grundkomponenten bilden

das technische Fundament, projektspezifische

Anpassungen sorgen für Passgenauigkeit. So

lassen sich Plattformgrößen, Stufenbreiten,

Geländerführungen oder Beläge exakt auf den

jeweiligen Einsatz abstimmen, ohne dass jedes

Projekt komplett neu erfunden werden muss.

Gleichzeitig fließen normative Anforderungen,

ergonomische Gesichtspunkte und betriebliche

Sicherheitskonzepte von Beginn an in die

Planung ein.

Stationäre Arbeitsplattformen

im Anlagenlayout

Ein Projekt entstand beispielsweise im Kamax-

Werk in Homberg (Ohm). Dort finden regelmäßig

Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Decken

mehrerer Industrieöfen statt. Da die Oberseiten

dieser Anlagen durch Ab- und Zuleitungen, Kabelkanäle

und weitere Einbauten stark »verbaut«

sind, lassen sich dort keine sicheren Trittflächen

nach »Schema F« realisieren. Krause konstruierte

deshalb drei exakt angepasste, stationäre

Arbeitsplattformen für zwei Anlassöfen und

einen Härteofen. Grundlage hierfür war eine

detaillierte Bestandsaufnahme vor Ort inklusive

Aufmaß und Abstimmung der erforderlichen

Arbeitsbereiche. Die entstandenen Lauf- und

Arbeitsflächen wurden als Gitterrostplattformen

mit hoher Rutschhemmung ausgeführt und um

Geländerlösungen mit Knie- und Fußleisten ergänzt.

Je nach Bereich sind diese fest installiert

oder steckbar ausgeführt. An den Einstiegsstellen

sorgen Pendeltüren für eine abgesicherte Begehung;

der Zugang erfolgt über eine einhängbare

Stufenleiter. So wird die Ofenbegehung

zu einem klar definierten, dauerhaft sicheren

Arbeitsprozess ohne provisorische Hilfsmittel

und unnötige Wege.

Entwicklung heißt

Anwendungen verstehen

Diese Projekte veranschaulichen die interne

Arbeitsweise. Der Ausgangspunkt ist dabei nie das

Die stationäre Arbeitsbühne für Wartungsund

Montagearbeiten in der Fahrzeugproduktion

gewährleistet den sicheren Zugang

auf Höhe komplexer Aufbauten bei gleichzeitig

optimierten Arbeitsabläufen.

einzelne Bauteil, sondern immer der Arbeitsablauf.

Konstrukteure und Anwendungstechniker denken

gemeinsam darüber nach, wie sich Menschen in

einer Anlage bewegen, wo Gefahren entstehen

und wie sich Wartungsarbeiten möglichst effizient

organisieren lassen. Daraus entstehen Lösungen,

die nicht nur technisch funktionieren, sondern

den Betrieb messbar verbessern. Ob mitfahrende

Plattform, individueller Überstieg oder komplexe

Sonderkonstruktion – jede Anlage wird so geplant,

dass sie langfristig wartungsarm bleibt, sich in

bestehende Strukturen einfügt und zukünftige

Anpassungen zulässt.

Ein weiterer Vorteil liege, so Krause, in der

eigenen Fertigungstiefe: Sondermaße, spezielle

Geländerführungen oder alternative Stufen-

und Plattformbeläge können direkt umgesetzt

werden. Das verkürzt Abstimmungswege und

sorgt dafür, dass Planung und Realität eng

beieinanderliegen.

Sicherheit als

konstruktives Grundprinzip

Arbeitssicherheit ist kein nachgelagerter

Prüfschritt, sondern von Anfang an Teil der

Konstruktion. Geländerhöhen, Auftrittsflächen,

Neigungswinkel und Übergabepunkte werden

von Beginn an berücksichtigt. Das Ziel besteht

darin, sichere Zugänge so selbstverständlich in

den Arbeitsalltag zu integrieren, dass sie nicht

als Zusatzlösung, sondern als natürlicher Bestandteil

der Anlage wahrgenommen werden.

Gerade in hoch getakteten Industrieumgebungen

zeige sich der Mehrwert dieses Ansatzes. Wenn

Wartung, Kontrolle und Materialfluss reibungslos

zusammenspielen, steigt nicht nur die Sicherheit,

sondern auch die Effizienz.

38 | Juni 2026 Baustellensicherheit


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Baustellensicherheit

Juni 2026 | 39


»Cat Rear People Detection«

erfasst Personen im hinteren

Arbeitsbereich und markiert diese

direkt im Fahrerdisplay.

Kollisionswarnsystem

mit aktivem Bremseingriff

400

METER

Mit »Cat Command« kann

die Maschine außerhalb

des Gefahrenbereichs aus

bis zu 400 m Entfernung

vor Ort gesteuert werden.

Drei farblich gekennzeichnete

Warnzonen passen sich dynamisch

an die Entfernung der

Person zur Maschine an und

werden auf dem Monitor in der

Kabine hervorgehoben.

[ ZEPPELIN-CATERPILLAR ] Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit in der Rückverladung

oder beim Materialumschlag reicht – ein rückwärtsfahrender Radlader, ein Mensch

im Gefahrenbereich und schon ist der Unfall passiert. Genau hier setzt Caterpillar mit

dem neuen Kollisionswarnsystem für den Cat-Radlader »966 XE« an. Die integrierten

und nachrüstbaren Sicherheitsfeatures gehen dabei über klassische Warnsysteme

hinaus: Die Baumaschine warnt nicht nur ihren Fahrer, sie greift im Ernstfall selbst aktiv

ins Fahrgeschehen ein. Mit einem intelligenten Zusammenspiel aus Radar, Kamera,

Bremssystem und Fahrerassistenz soll der Radlader gefährliche Rückwärtskollisionen

nicht nur erkennen, sondern dank automatischem Bremseingriff verhindern.

Bestandteile sind aufeinander

abgestimmte Komponenten.

Herzstück ist die Radar-Objekterkennung

(»Cat Object Detection«),

die den Gefahrenbereich hinter der

Maschine permanent überwacht.

Ergänzt wird sie durch Stroboskoplichter,

die wiederum das Umfeld

zusätzlich warnen: »Vorsicht, der

Radlader bewegt sich rückwärts.«

Hinzu kommt die Personenerkennung

über eine intelligente Kamera

(»Cat Rear People Detection«).

Sie erfasst Personen im hinteren

Arbeitsbereich und markiert diese

direkt im Fahrerdisplay. »So ein

Warnhinweis kann entscheidend

sein, Gefahren zu erkennen, einzuschätzen

und zu beherrschen, die

anderenfalls unerkannt bleiben« so

Theresia Brändle, Produktmanagerin

für mittelgroße Radlader. Drei farblich

gekennzeichnete Warnzonen –

Gelb für Aufmerksamkeit, Orange

für Vorsicht und Rot für kritische

Situationen – sind abhängig von der

Fahrgeschwindigkeit und passen

sich dynamisch an die Entfernung

der Person zur Maschine an und

werden auf dem Monitor in der

Kabine hervorgehoben.

Automatischer

Bremseingriff

Eine weitere Stufe ist das »Cat Collision

Mitigation System (CMS)«. Bei

erkannter Kollisionsgefahr während

der Rückwärtsfahrt erfolgt ein automatischer

Bremseingriff durch die

Bewegung der Maschine. Die Besonderheit:

Das System arbeitet nicht mit

einer separaten Zusatzbremse, sondern

nutzt das vorhandene elektrohydraulische

Betriebsbremssystem.

Der automatische Bremseingriff ist

beim Rückwärtsfahren bis 15 km/h

ausgelegt. Auch bei höheren Geschwindigkeiten

bleibt das System

aktiv. Die »CMS«-Erkennungszonen

sind in Länge, Breite und Neigung

sowie in der Fahrtrichtung dynamisch

und damit vom Bremsweg

abhängig. Bei langsamer Fahrt ist

es möglich, auf wenige Zentimeter

an Objekte heranzufahren oder an

ihnen entlangzufahren.

Vorerst wird das System für

250 Betriebsstunden im Demo-

Modus freigeschaltet. Erst danach

entscheidet der Kunde, ob das System

dauerhaft und kostenpflichtig

aktiviert werden soll. »Der Grund ist

pragmatisch: Nicht jeder Einsatz ist

gleich. In sehr engen oder stark frequentierten

Arbeitsbereichen kann

ein automatischer Bremseingriff

40 | Juni 2026 Baustellensicherheit


CATERPILLAR (3)

auch betriebliche Abläufe beeinflussen.

Fahrer und Betreiber sollen

deshalb die Möglichkeit haben, das

System zunächst realistisch im Alltag

zu testen. Denn Bremsweg,

Beladung und Untergrund setzen

dem System klare Grenzen. Eine

vollständige Kollisionsvermeidung

ist bei höheren Geschwindigkeiten

nicht zugesichert. Die volle Verantwortung

liegt immer beim Fahrer«,

macht Theresia Brändle deutlich.

Anfahrstoppsystem

schützt zusätzlich

Besonders kritisch wird es, wenn

sich Personen oder Hindernisse

einem Radlader im Stillstand nähern,

in den kritischen Warnbereich eintreten

und die Maschine rückwärts

anfährt. Für diesen Fall wurde das

Anfahrstoppsystem »Cat Motion

Inhibit« entwickelt, wobei der Fahrer

über eine Hinweismeldung auf

dem Display und einen Alarmton

informiert wird. Befindet sich der

Radlader mindestens 15 Sekunden

im Stillstand und der Fahrer schaltet

von der Neutralstellung in den

Rückwärtsgang, verhindert »Motion

Inhibit« das Einlegen des Rückwärtsgangs

und legt die Bremse

an, sofern das Erkennungssystem

eine Person oder ein Objekt im

kritischen Warnbereich feststellt.

Dabei werden die Informationen

der Radar-Objekterkennung und

die Daten der intelligenten Kamera

zur Personenerkennung genutzt.

Baustellensicherheit

Erst wenn der Fahrer wieder in

die Neutralstellung schaltet, durch

Lenken den Erfassungsbereich

freigibt oder die Gefahr aus dem

kritischen Bereich ausgetreten ist,

kann der Radlader rückwärtsfahren

oder die Vorwärtsfahrt, weg von der

erkannten Gefahr, antreten.

Digitale Dokumentation

mit »VisionLink«

Sämtliche sicherheitsrelevanten Ereignisse

werden inzwischen digital

dokumentiert und an »VisionLink«

übertragen – darunter Warnmeldungen,

»Motion-Inhibit«-Eingriffe

und automatische Bremsvorgänge.

Das System lässt sich bei Bedarf

temporär über eine Operator-Override-Taste

unterdrücken, womit

»Motion Inhibit«- und Bremseingriff

deaktiviert werden. Lässt der

Fahrer die Taste los, ist das System

sofort wieder aktiv. Da dabei

jedoch dauerhaft die rechte Hand

gebunden ist, bleibt produktives

Arbeiten nur eingeschränkt möglich

– das ist ein bewusst gesetzter

Sicherheitsmechanismus.

Wer den Fahrer komplett aus der

Gefahrenzone bringen will, kann die

Fernsteuerung »Cat Command« installieren.

Zwei Möglichkeiten stehen

dabei zur Auswahl: Der Bediener

kann mithilfe einer Steuerkonsole

außerhalb des Gefahrenbereichs mit

Blickkontakt und in bis zu 400 m

Entfernung vor Ort arbeiten. Oder

es wird die »Cat Command Station«

gewählt, die entweder vor Ort für

den Einsatz in Sichtverbindung

oder kilometerweit entfernt für Anwendungen

ohne Sichtverbindung

für sicheres Arbeiten mit dem Cat-

Radlader »966 XE sorgt« und eine

Echtzeitreaktion ermöglicht.

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Mit »Cat Object Detection«

lässt sich der Gefahrenbereich

hinter der Maschine

permanent überwachen.

Bilder: Yulia Reznikov / Getty Images,

H.ZWEI.S Werbeagentur GmbH / (c) BG BAU

Haben Sie Fragen?

Wir beraten Sie gerne!

Tel.: 0800 3799100 Juni 2026 | 41


Das neue Rundumsicht-

System »AVS 360°

Doublebird FHD« eignet

sich für die unterschiedlichsten

Fahrzeugtypen.

AXION (2)

Das »AVS 360° Doublebird FHD«

ermöglicht dem Fahrer einen Live-

Rundumblick um das Fahrzeug in

verschiedenen Perspektiven in Full-HD.

»AVS 360° Doublebird FHD«:

Mit Rundumsicht zu mehr Sicherheit

[ AXION ] Das sichere Fahren im Stadtverkehr ist bereits im Pkw trotz

diverser Fahrassistenzsysteme oft eine Herausforderung. Noch wesentlich

herausfordernder ist das für die Fahrer größerer Fahrzeuge, seien das Lkw

im Lieferverkehr, Arbeitsmaschinen oder Nutz- oder Spezialfahrzeuge. Die

neueste Version der Kamerasysteme von Axion bietet Rundumsicht in Full-

HD aus verschiedenen Perspektiven. Das erleichtert das präzise Manövrieren

und senkt das Kollisionsrisiko mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Räumliche Enge, plötzlich auftauchende Personen

und nicht einsehbare Bereiche rund

um das Fahrzeug sind ein permanentes Risiko

– und eine der Hauptursachen für Unfälle vom

einfachen Blechschaden bis zu schwersten

Personenschäden. Dazu kommt: Sicherheit, dass

andere Verkehrsteilnehmer oder Beteiligte sich

des Risikos des toten Winkels bewusst sind

und sich entsprechend verhalten, hat man als

Fahrzeugführer nie. Kamerabasierte Rundumsichtsysteme,

mit denen der Fahrer die gesamte

Fahrzeugumgebung jederzeit und lückenlos im

Blick haben kann, stellen hier eine ganz wesentliche

Erleichterung dar – und senken das Risiko

von Kollisionen deutlich.

Rundumsicht

in Full-HD

Die innovativen Kamerasysteme von Axion bewähren

sich seit vielen Jahren in unterschiedlichsten

Fahrzeugtypen. Mit dem neuen »AVS 360°

Doublebird FHD« präsentiert das Unternehmen

die nächste Stufe seiner Fahrassistenzsysteme:

Es ermöglicht dem Fahrer einen Live-Rundumblick

um das Fahrzeug in verschiedenen Perspektiven

in Full-HD. Dank der hohen Auflösung können

Fahrer auch kleinere Hindernisse schnell und zuverlässig

erkennen. Das erleichtert nicht nur das

präzise Manövrieren auf engem Raum, sondern

reduziert auch das Kollisionsrisiko mit anderen

Verkehrsteilnehmern deutlich.

Das Fahrassistenzsystem nutzt insgesamt vier,

jeweils an Front, Heck und den beiden Seiten

montierte, hochauflösende robuste Farbkameras

und fügt aus deren Einzelaufnahmen eine Rundumansicht

des Fahrzeuges und seiner Umgebung

zusammen. Die Fahrer können dabei zwischen

zwei Darstellungsmodi umschalten, je nachdem,

was die Situation erfordert. Im 2D-Modus wird

die Fahrzeugumgebung in einer senkrechten

Draufsicht auf das Fahrzeug dargestellt. Der

3D-Modus zeigt ein realitätsnahes Fahrzeugmodell,

eingebettet in ein perspektivisches Abbild

der Umgebung.

Für die verschiedenen Fahrsituationen stehen

dem Fahrer zusätzlich unterschiedliche

Ansichten zur Verfügung: Insbesondere für

risikoreiche Manöver, wie Abbiegen und Rückwärtsfahren

oder auch beim Fahren mit höheren

Fahrgeschwindigkeiten, können jeweils andere

Ansichten und auch Einzelkameraansichten,

z. B. die der rückseitigen Kamera, zur optimalen

Unterstützung gewählt werden. Für eine möglichst

realitätsnahe Darstellungen im 2D-Modus

können Bilder des eigenen Fahrzeugs in der

Draufsicht integriert werden. Für eine möglichst

realitätsnahe Darstellung im 3D-Modus stehen

Modelle verschiedenster Fahrzeugklassen im

System zur Auswahl.

Passend für

unterschiedliche Fahrzeuge

Wie auch die meisten anderen Produkte von

Axion eignet sich das neue Rundumsicht-System

»AVS 360° Doublebird FHD« für die unterschiedlichsten

Fahrzeugtypen – vom Rettungswagen

über Lkw bis hin zu Bau- und Landmaschinen.

Dank optimierter Auto-Kalibrierfunktion lässt

sich das Kamerasystem trotz der bei jedem Fahrzeugtyp

anderen Montageposition schnell und

einfach kalibrieren. Das »AVS 360° Doublebird

FHD«-Assistenzsystem kann problemlos mit

einem AHD-Monitor aus dem breiten Portfolio

von Axion kombiniert werden. Alternativ können

auch HDMI-fähige Anzeigegeräte für das Rundumsichtsystem

verwendet werden. Für einen

optimalen Überblick und eine effiziente Nutzung

des Fahrerplatzes kann der Monitor wahlweise in

vertikaler oder horizontaler Ausrichtung montiert

werden. Eine optionale Videoaufzeichnung auf

SD-Karte rundet den Funktionsumfang ab.

Das neue Fahrassistenz-System ist außerdem

darauf vorbereitet, auch zukünftige Funktionen

integrieren und nutzen zu können: So wird

künftig eine integrierte KI-Personenerkennung

das Kamerasystem ergänzen – und noch mehr

Schutz von Personen im Fahrzeugumfeld und

eine frühzeitige Warnung bei Gefahrensituationen

möglich machen.

42 | Juni 2026 Baustellensicherheit


KI-basierte

Sicherheitslösung

für Baumaschinen

»WorkWarn« bietet eine vernetzte Rundumerkennung

der gesamten Arbeitsmaschine und deckt

nicht nur den rückwärtigen Raum, sondern auch

die Bereiche neben und vor dem Fahrzeug ab.

[ WORKWARN ] Baustellen stellen hohe

Anforderungen an Sicherheit und Effizienz.

Besonders beim Einsatz von Baumaschinen

zeigen sich die Grenzen herkömmlicher

Kameralösungen und einfacher KI-Kameras:

Sie überlasten Fahrer mit ständigen

Bildschirmkontrollen, erfassen nicht alle

toten Winkel und lösen häufig unnötige

Fehlwarnungen aus. »WorkWarn« setzt hier

auf einen grundlegend anderen Ansatz: ein

vollwertiges KI-Sicherheitsökosystem, das

ohne zusätzlichen Monitor auskommt und

Warnungen direkt im Sichtfeld des Fahrers

anzeigt – präzise, situationsbezogen und

damit entastend für den Fahrer.

WORKWARN

Das System »WorkWarn« bietet eine vernetzte

Rundumerkennung der gesamten Arbeitsmaschine,

sodass nicht nur der rückwärtige Raum, sondern

zusätzlich die Bereiche neben und vor dem Fahrzeug

überwacht werden. Mehrere KI-Kameras arbeiten mit

einer zentralen Steuereinheit und zeigen Warnungen

direkt ins Blickfeld des Fahrers – ohne Ablenkung durch

separate Monitore. Diese gezielte Informationsweitergabe

erhöht die Konzentration auf die Arbeit und steigert

die Akzeptanz im Vergleich zu Monitorsystemen. Dank

hochpräziser KI-Algorithmen werden selbst teilweise

verdeckte Personen (»Half-Body«-Erkennung) und

stark reflektierende Warnkleidung unter schwierigen

Lichtverhältnissen erkannt. Die KI wurde mit realen

Baustellendaten trainiert und filtert unwichtige Situationen

heraus – für maximale Erkennungsgenauigkeit

bei minimalen Fehlalarmen.

Intelligente Vernetzung

»WorkWarn« soll mehr sein als eine KI-Kamera: Es

stellt ein intelligentes, vernetztes Sicherheitssystem

dar. Die KI-gestützten Überwachungszonen lassen

sich situationsbezogen anpassen, etwa für unterschiedliche

Arbeitsbereiche. Durch die Vernetzung

mehrerer Fahrzeuge entsteht ein ganzheitliches Sicherheitsmanagement:

Gefahrenbereiche können

präventiv ausgewertet werden und die DSGVO-konforme

Dashcam-Funktion ermöglicht eine lückenlose

Unfallanalyse. Doch »WorkWarn« kann noch mehr:

Der integrierte Alarmmodus verwandelt das System

in eine Baustellenüberwachung – zum Schutz vor

Diebstahl von Material, Werkzeug oder Diesel. Durch

die Möglichkeit des Fernzugriffs auf das System ist

auch eine Fernwartung möglich.

In der Praxis erprobt

Anwender bestätigen den Unterschied: »Seit wir ›Work-

Warn‹ einsetzen, ist das Arbeiten viel entspannter – die

Warnungen sind präzise und direkt im Blickfeld, ohne

dass wir auf einen Monitor schauen müssen«, so ein

Fuhrparkleiter. Fahrer profitieren besonders davon,

dass sie sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren können,

ohne ständig den Blick zwischen Spiegeln, Monitoren

und der eigentlichen Arbeit an der Schaufel oder dem

Löffel wechseln zu müssen.

Das System ist nachrüstbar auf jeder Art von

Arbeitsgerät und erfüllt zudem die Anforderungen für

eine Förderung nach BG-Bau 71.

Während einfache Kameralösungen

nur Teilbereiche abdecken,

bietet »WorkWarn« einen

Rundumschutz für den Fahrer –

kombiniert mit intelligenter Vernetzung,

präventiver Gefahrenanalyse

und Alarmfunktionen.

Baustellensicherheit

Juni 2026 | 43


Feinstaubexposition

digital managen

Die »Dustlight«-Software

ermöglicht die

Auswertung der

Feinstaubexposition

auf Organisationsebene

über mobile

und webbasierte

Anwendungen.

LATAI

[ LATAI ] Die »Dustlight«-

Softwarelösung des

Münchner Start-ups Latai

ermöglicht ein zentrales,

flottenübergreifendes

Management der Feinstaubexposition

am Arbeitsplatz.

Die Technologie erlaubt

Sicherheitsfachkräften,

die Expositionsdaten aller

»Dustlight«-Partikelmessgeräte

in einem einzigen

Dashboard einzusehen. Sie

bietet Transparenz über Expositionstrends,

Messkennzahlen,

den Compliance-Status

sowie zusätzliche

Analysefunktionen.

Die »Dustlight«-Software ermöglicht die Auswertung

der Feinstaubexposition auf Organisationsebene

über mobile und webbasierte Anwendungen. Diese

bieten Zugriff auf Messdaten, die von den tragbaren

»Dustlight«-Geräten im Rahmen des täglichen Betriebs

erfasst werden. Zudem schützen die »Dustlight«-Geräte

die Träger bereits während der Erfassung durch

eine intuitive Benachrichtigung in Echtzeit mittels Licht

oder akustischen Signalen. Der zentrale Zugriff auf

Messwerte erlaubt Sicherheitsbeauftragten, Expositionsdaten

aller Nutzer innerhalb des Unternehmens

in einem Dashboard zu überwachen. Dadurch wird eine

einheitliche Kontrolle für interne Berichterstattung und

Compliance-Prüfungen gewährleistet und der Aufwand

für das manuelle Sammeln und Vergleichen einzelner

Gerätedaten deutlich reduziert. Durch die Zusammenführung

von Messwerten über verschiedene Nutzer und

Standorte hinweg können Expositionsbedingungen

im gesamten betrieblichen Kontext bewertet werden.

Trendbasierte Auswertung

Langfristige Expositionstrends ermöglichen es Unternehmen,

die Entwicklung der Staubbelastung über

Wochen, Monate oder ein Jahr hinweg zu beobachten.

So lassen sich die Wirksamkeit technischer oder

organisatorischer Schutzmaßnahmen bewerten und

wiederkehrende Expositionsmuster erkennen. Diese

trendbasierte Auswertung unterstützt Entscheidungen

zur Reduzierung langfristiger Gesundheitsrisiken. Die

Compliance-Übersicht zeigt zudem auf einen Blick, ob

die gemessenen Werte innerhalb der geltenden Grenzwerte

liegen. Ergänzend liefert »Dustlight« Einblicke in

die Geräteauslastung und Nutzung, um nachvollziehen

zu können, wann und wie Mitarbeitende die Geräte im

Arbeitsalltag einsetzen.

Drei Softwarepläne

Die »Dustlight«-App ist in drei Softwareplänen erhältlich.

Die oben beschriebenen Funktionen sind

Bestandteil des »Corporate Plans«. Darüber hinaus

umfasst der »Corporate Plan« sämtliche Funktionen

des »Business Plans«. Dazu gehören die kontinuierliche

Berechnung des 8-Stunden-Schichtmittelwerts

(AGW, Arbeitsplatzgrenzwert) sowie die Bewertung des

Kurzzeitgrenzwerts (AGW mit Überschreitungsfaktor)

auf Basis von 15-Minuten-gleitenden Mittelwerten.

Dies ermöglicht eine präzise Erfassung kurzfristiger

Belastungsspitzen sowie deren Dauer und Häufigkeit

im Tagesverlauf. Weitere Funktionen umfassen Einblicke

in die Partikelgrößenverteilung, um die Exposition

gegenüber unterschiedlichen Partikelgrößen in Bezug

auf bestimmte Tätigkeiten oder Arbeitsumgebungen

zu bewerten. Zusätzlich können im System Ereignisnotizen

hinterlegt werden, um die Messdaten mit

Arbeitsvorgängen oder Prozessen zu verknüpfen und

so die Nachverfolgbarkeit zu verbessern.

44 | Juni 2026 Baustellensicherheit


Neues Werkstattmodul

für mehr Transparenz

Schäden direkt vor Ort erfassen:

Mit dem neuen Werkstattmodul

reichen ein Foto und eine kurze

Notiz per Smartphone.

[ SYNIOTEC ] Schäden an Maschinen und Geräten gehören im

Baualltag dazu. Wie damit umgegangen wird, ist jedoch oft alles

andere als strukturiert: Ein Defekt wird zufällig entdeckt, telefonisch

gemeldet oder auf Papier notiert. Tage später weiß niemand

mehr genau, was eigentlich kaputt ist, ob die Ersatzteile schon

da sind oder wer den Schaden überhaupt gemeldet hat. Mit dem

neuen Werkstattmodul erweitert Syniotec seine Softwarelösungen

»SAM (Smart Asset Manager)« und »RAM (Rental Asset Manager)«

um einen zentralen Baustein für die Instandhaltung im Bau.

SYNIOTEC

In vielen Unternehmen beginnt der Werkstattprozess

so: Ein Schaden wird auf dem Hof,

auf der Baustelle oder im laufenden Betrieb

entdeckt. Die Information wird weitergegeben, oft

mündlich und über verschiedene Kanäle. »Genau

hier entstehen die größten Reibungsverluste«,

so die Erklärung von Syniotec. »Informationen

sind vorhanden, aber nicht strukturiert, zentral

dokumentiert oder für alle zugänglich.«

Das neue Werkstattmodul setzt genau an

diesem Punkt an: Schäden können direkt vor

Ort per Smartphone erfasst werden – ein Foto,

eine kurze Notiz, fertig. Im System entsteht daraus

ein Ticket, mit klarer Zuständigkeit, Priorität

und Status. Alle Beteiligten greifen auf dieselbe

Informationsbasis zu.

Praxisnahes Tool

Der entscheidende Unterschied zu vielen bestehenden

Lösungen liegt in der Integration: Das

Werkstattmodul ist kein isoliertes Tool, sondern Teil

einer umfassenden Plattform. Syniotec verbindet

Maschinen, Geräte und Betriebsprozesse in einem

System: von der Disposition über technische

Prüfungen (UVV) bis hin zur Werkstatt und der

anschließenden Abrechnung. Werkstattprozesse

sind damit nicht mehr losgelöst, sondern eingebettet

in den gesamten Lebenszyklus der

Maschinen. Schäden, Wartungen, Prüfungen und

Einsätze greifen ineinander. »Werkstattprozesse

waren für uns der nächste logische Schritt«, so

David Peters, Head of Product Management

bei Syniotec. »Unsere Kunden haben bereits

Prüfungen, Wartungen und Maschinen zentral

verwaltet. Der Bedarf, auch Schäden und Reparaturen

strukturiert abzubilden, kam immer

wieder auf.«

Mit der Branche entwickelt

Die Entwicklung des Werkstattmoduls basiert

nicht nur auf internen Überlegungen, sondern

auch auf direktem Feedback aus der Praxis. In

Workshops mit Anwendern aus der Bauindustrie

wurden bestehende Prozesse analysiert und

Anforderungen gemeinsam erarbeitet. Dieses

Feedback wurde gezielt in die Entwicklung aufgenommen.

Das Ergebnis ist ein Modul, das sich an

realen Abläufen orientiert, nicht an theoretischen

Prozessen. Die Struktur des Moduls folgt dabei

einem klaren, praxisnahen Prinzip: Ein visuelles

Kanban-Board sorgt für Übersicht über alle

offenen und laufenden Vorgänge. Jeder kann

eigene Boards anlegen, z. B. nach Standorten

oder Verantwortungsbereichen.

Zusätzlich lassen sich individuelle Ticket-Vorlagen

definieren. Für jede Vorlage können Pflichtfelder

festgelegt werden, sodass alle relevanten

Informationen von Anfang an erfasst werden. Die

Bedienung ist dabei schlicht, fokussiert sich auf

das Wesentliche und verzichtet auf unnötigen

Ballast. Es geht darum, den Mitarbeitenden den

Rücken freizuhalten, damit sie sich auf die Technik

konzentrieren können, statt auf die Verwaltung.

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Baustellensicherheit

Juni 2026 | 45


Innolizer GmbH

Bis zu 40 Prozent weniger

Verwaltungsaufwand

mit »SafetyGo«

Mit der »Safety-

Go«-App können

Mitarbeiter Unfälle

sofort vor Ort erfassen.

[ INNOLIZER/AST ] Führerscheine, Unterweisungen, Nachweise: Arbeitsschutz

im Bau bedeutet bisher vor allem Papierberge und Excel-Listen. »SafetyGo«

bündelt diese Aufgaben in einer App auf dem Smartphone jedes Mitarbeiters,

jederzeit zentral abrufbar. Das spart in der Verwaltung bis zu 40 Prozent

Zeit und gibt Polieren, Bauleitern und Geschäftsführung den Überblick

zurück. Hinter der Plattform aus Ulm steht ein Gründerteam, das Software-

Know-how und Arbeitssicherheits-Expertise aus der Bau-Praxis vereint.

Mehrere Baustellen, wechselnde Teams,

ständig neue Qualifikationen und Fristen:

Bauunternehmen jonglieren im Arbeitsschutz

mit einer Vielzahl von Themen. Genau hier setzt

»SafetyGo« an: »Vorher lagen unsere Nachweise

verteilt in Ordnern und Excel-Listen. Bei Kontrollen

hat das jedes Mal Zeit gekostet. Heute haben wir

alles zentral in ›SafetyGo‹«, sagt Florian Fischäß

vom Bauunternehmen Kurt Motz. Die Plattform

bündelt alle Arbeitsschutz-Themen rund um den

Mitarbeiter in einer App und wurde für Bauunternehmen,

die ihre Arbeitssicherheit ohne IT-Projekt

digitalisieren wollen, entwickelt.

Unterweisungen

einfach organisieren

Jährliche Sicherheitsunterweisungen gehören

zum Bauunternehmen wie der Helm zum Mitarbeiter.

Mit »SafetyGo« lassen sie sich planen,

durchführen und dokumentieren – alles in einem

System. Vorgesetzte und Personalverantwortliche

verschicken Termineinladungen zu Schulungen und

Unterweisungen direkt aus der App; Mitarbeiter

nehmen den Termin mit einem Klick an und übernehmen

ihn in den Kalender ihres Smartphones.

Teilnahmen werden direkt erfasst, bei erfolgreicher

Teilnahme automatisch von »SafetyGo« zertifiziert

und sofort als Nachweis hinterlegt. Bei Audits

oder behördlichen Kontrollen natürlich jederzeit

abrufbar. Das spart Zeit und macht Schluss mit

dem Suchen nach unterschriebenen Listen.

Der Arbeitsschutz-Alltag

in der Hosentasche

Das digitale Sicherheitslogbuch ist das Herzstück

von »SafetyGo« für die Mitarbeiter auf der Baustelle.

Statt Klemmbrett und Papierformularen

führt jede Person ihr Logbuch direkt auf dem

Smartphone: Unterweisungen, Qualifizierungen,

medizinische Untersuchungen und Beauftragungen

sind jederzeit griffbereit und langfristig

nachvollziehbar hinterlegt. Polier und Bauleitung

sehen auf einen Blick, was bereits dokumentiert

ist und wo noch etwas fehlt. Damit landen alle

sicherheitsrelevanten Vorgänge dort, wo sie

entstehen: auf der Baustelle, künftig inklusive

automatischer Reports ohne nachgelagerte

Excel-Auswertungen.

Im Falle eines Unfalls ist außerdem die lückenlose

Dokumentation entscheidend, sowohl für die

Meldung an die Berufsgenossenschaft (BG) als

auch für die eigene Aufarbeitung. Über »SafetyGo«

werden Unfälle direkt am Smartphone mit Fotos,

Beschreibung und Zeitstempel erfasst und gehen

unmittelbar an die zuständige Stelle im Büro. Das

spart Wege, vermeidet Übertragungsfehler und

sorgt dafür, dass die formelle Meldung an die

BG lückenlos vorbereitet werden kann.

Digitale

Führerscheinkontrolle

Wer dienstlich ein Fahrzeug führt, muss einen

gültigen Führerschein vorweisen. Der Arbeitgeber

ist in der Pflicht, das regelmäßig zu prüfen. Mit

»SafetyGo« läuft auch diese Kontrolle digital: Mitarbeiter

weisen ihren Führerschein bequem per

Smartphone nach, das System dokumentiert jede

Prüfung mit Zeitstempel und erinnert automatisch

an den nächsten Termin. So bleibt die Führerscheinkontrolle

rechtssicher, ganz ohne Sammeltermine

im Büro und Kopien im Aktenordner.

Integrierte

E-Learnings für den Bau

Arbeitsschutz endet nicht bei der Dokumentation

– er beginnt beim Wissen jedes Einzelnen.

»SafetyGo« wird deshalb künftig um integrierte

E-Learnings und On-Top-Gefährdungsbeurteilung

erweitert und entwickelt sich damit zum ganzheitlichen

System für Qualifikation und Sicherheit im

Bau. Mitarbeiter absolvieren Schulungen flexibel

dort, wo gerade Zeit ist, etwa bei schlechtem Wetter

im Baucontainer, statt eigens dafür ins Büro zu

fahren. Poliere können für neue Arbeitsstellen vor

Ort Gefährdungen beurteilen, Schutzmaßnahmen

festlegen und verfolgen.

»Mit der Integration von E-Learnings schließen

wir den Kreis: Qualifikationen, Unterweisungen,

Nachweise und das passende Wissen dazu,

alles in einer Plattform«, sagt Julia Geiselmann,

Geschäftsführerin von »SafetyGo«. »So wird

Arbeitsschutz nicht nur effizienter dokumentiert,

sondern auch im Kopf jedes Mitarbeiters fest

verankert.«

INNOLIZER/AST (2)

Die Startseite von »SafetyGo« zeigt

Verantwortlichen sofort, welche

Qualifikationen ablaufen, welche

Beauftragungen fehlen und welche

Schulungen anstehen.

46 | Juni 2026

Baustellensicherheit


ADOBE STOCK


Entlastung für Rücken und

Schultern: Exoskelette im Bauwesen

HUNIC

Die Exoskelette von Hunic bestehen

überwiegend aus Stoffgurten, elastischen

Bändern und leichten Strukturelementen.

Dadurch wiegen einzelne

Systeme weniger als 1 kg.

[ BAUSICHERHEIT ] Muskel-Skelett-Erkrankungen zählen seit Jahren zu

den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Ausfälle im Bau- und

Ausbaugewerbe. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel und steigende

Anforderungen an Gesundheitsschutz und Ergonomie den Druck auf

Unternehmen, körperlich belastende Tätigkeiten nachhaltiger zu gestalten.

Exoskelette sind eine Möglichkeit, um Mitarbeiter bei Hebe-, Trage- und

Überkopfarbeiten zu unterstützen. Während erste Systeme bereits auf

Baustellen eingesetzt werden, entwickelt sich der Markt kontinuierlich

weiter. Die Redaktion der bauSICHERHEIT hat sich ausführlich mit dem

Thema beschäftigt und beleuchtet u. a. die Funktionsweise und Vorteile von

Exoskeletten sowie eine Auswahl der derzeit am Markt verfügbaren Systeme.

Jessy von Berg

Kaum eine Branche ist so stark von körperlicher

Arbeit geprägt wie das Bauwesen. Das Heben

und Tragen schwerer Materialien, Arbeiten in Zwangshaltungen

sowie wiederkehrende Bewegungsabläufe

gehören für viele Beschäftigte zum Arbeitsalltag. Insbesondere

Rücken, Schultern und Knie sind dauerhaft

hohen Belastungen ausgesetzt, was über kurz oder

lang zu schweren Schäden oder Verletzungen führen

kann. Vor diesem Hintergrund werden Exoskelette

zunehmend interessanter für Unternehmen, Arbeitsschutzverantwortliche

und Sicherheitsfachkräfte. Die

am Körper getragenen Unterstützungssysteme sollen

zum einen körperliche Belastungen reduzieren und

Ermüdungserscheinungen reduzieren, zum anderen

dienen sie auch der langfristigen Prävention von Muskel-

Skelett-Erkrankungen (MSE), indem sie die natürlichen

Bewegungen der Anwender durch mechanische oder

motorische Hilfen unterstützen.

Aktive vs. passive Systeme

Grundsätzlich wird zwischen aktiven und passiven

Exoskeletten unterschieden. Aktive Exoskelette verfügen

über einen externen Antrieb, z. B. elektrische

Motoren oder pneumatische Systeme. Sie erzeugen

zusätzliche Kräfte und unterstützen Bewegungen

aktiv. Die Unterstützungsleistung kann in der Regel

individuell eingestellt werden. Zudem lassen sich unterschiedliche

Kraftverläufe für verschiedene Tätigkeiten

programmieren. Passive Exoskelette arbeiten dagegen

ohne externe Energiequelle. Sie nutzen mechanische

Elemente wie Federn, elastische Bänder oder spezielle

Gelenkkonstruktionen, um Bewegungsenergie zu

speichern und wieder abzugeben. Die Unterstützung

ergibt sich aus der konstruktiven Auslegung des

Systems. Anpassungen der Unterstützungsleistung

sind daher meist nur durch Veränderungen an der

Hardware möglich. Während aktive Systeme häufig

höhere Unterstützungsleistungen bieten, zeichnen sich

passive Lösungen durch geringeres Gewicht, einfachere

Handhabung und niedrigeren Wartungsaufwand aus.

Welche Technologie geeignet ist, hängt wesentlich von

den jeweiligen Arbeitsprozessen ab.

48 | Juni 2026 Persönlicher Marktcheck Schutz


MARKTCHECK

Die meisten derzeit verfügbaren Exoskelette konzentrieren

sich auf zentrale Belastungssituationen im

Bauwesen. Zu den häufigsten Anwendungsfeldern

gehören Hebe- und Tragearbeiten: Beim Transport

von Baustoffen, Werkzeugen oder Bauelementen

entstehen hohe Belastungen für Rücken und Gelenke.

Hier können Exoskelette einen Teil der dabei auftretenden

Kräfte aufnehmen und über ihre Konstruktion

auf andere Körperbereiche ableiten. Besonders bei

wiederkehrenden Bewegungsabläufen lässt sich

so die Belastung der Lendenwirbelsäule merklich

reduzieren. Auch Arbeiten über Schulterhöhe sind

auf der Baustelle keine Seltenheit: Wer stundenlang

Arbeiten wie Deckenmontagen, Schleifarbeiten, Verputzen

oder Installationsarbeiten durchführt, klagt in

der Folge häufig über Beschwerden im Schulter- und

Nackenbereich. Schulter-Exoskelette unterstützen

die Arme mechanisch oder motorisch und reduzieren

so die statische Belastung der Muskulatur. Gleichzeitig

müssen Anwender weniger Kraft aufbringen,

um Werkzeuge oder die Arme über längere Zeit in

erhöhter Position zu halten. Ebenso gibt es spezielle

Rücken-Exoskelette, die das Aufrichten des Oberkörpers

unterstützen und so die Belastung auf die

untere Wirbelsäule reduzieren. Insbesondere bei

Arbeiten, die eine vorgebeugte Haltung erfordern,

kann das eine enorme Erleichterung für die Beschäftigten

sein.

Potenziale für Sicherheit und

Gesundheitsschutz

Der Nutzen von Exoskeletten ist in erster Linie im Bereich

der Prävention anzusiedeln, denn MSE gehören

branchenübergreifend zu den häufigsten Ursachen

für Arbeitsunfähigkeit. Auf Baustellen sind insbesondere

Rücken- und Schulterbeschwerden weit

verbreitet. Durch die gezielte Unterstützung belasteter

Körperregionen können Exoskelette dazu beitragen,

physische Beanspruchungen zu reduzieren. Einige

Systeme fördern zudem ergonomischere Bewegungsabläufe

und erschweren bestimmte Fehlhaltungen

oder ungünstige Bewegungen. Darüber hinaus kann

die körperliche Ermüdung im Tagesverlauf verzögert

werden. So wird nicht nur die individuelle Belastung

gesenkt, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit bei

sicherheitsrelevanten Tätigkeiten unterstützt.

Grundsätzlich können Exoskelette trotz ihrer Vorteile

jedoch keine ergonomische Arbeitsgestaltung ersetzen.

Sie sind daher vielmehr als ergänzende Maßnahme

zu verstehen – Faktoren wie technische Hilfsmittel,

geeignete Arbeitsorganisation sowie ergonomische

Arbeitsplätze bleiben zentrale Bestandteile eines wirksamen

Arbeitsschutzkonzepts.

Neben dem Gesundheitsaspekt wird außerdem

häufig über mögliche Produktivitätsgewinne diskutiert.

Wenn Beschäftigte körperlich weniger stark ermüden,

können bestimmte Tätigkeiten länger mit gleichbleibender

Leistungsfähigkeit ausgeführt werden. Insbesondere

bei Überkopfarbeiten berichten Unternehmen und

Hersteller von längeren Arbeitsintervallen bis zum Auftreten

von Ermüdungserscheinungen. Daraus können

sich effizientere Abläufe ergeben. Gleichzeitig weisen

Fachleute darauf hin, dass Produktivitätssteigerungen

nicht pauschal angenommen werden können. Der tatsächliche

Nutzen hängt von zahlreichen Faktoren ab,

darunter Einsatzgebiet, Akzeptanz der Beschäftigten,

Tragekomfort sowie die Integration in bestehende

Arbeitsprozesse.

German Bionic: Vernetzte Exoskelette

für industrielle Anwendungen

Zu den bekanntesten europäischen Herstellern aktiver

Exoskelette zählt das Augsburger Unternehmen German

Bionic. Hier werden motorisierte Unterstützungssysteme

für körperlich belastende Tätigkeiten in Industrie,

Logistik und Bauwirtschaft entwickelt.

Skelex bietet mit dem »Skelex

360« ein Schulter-Exoskelett

an, das die Arme mechanisch

unterstützt und dadurch die

Belastung von Schultern und

Nacken reduziert.

SKELEX

SKELEX

Die Systeme von Laevo wurden

für Tätigkeiten entwickelt, die

häufiges Vorbeugen und Heben

erfordern. Dabei werden Kräfte,

die normalerweise von Rückenund

Rumpfmuskulatur aufgenommen

werden müssten, teilweise

auf die Oberschenkel übertragen.

Persönlicher Marktcheck Schutz

Juni 2026 | 49


Mit dem »BionicBack« bietet

hTrius ein passives Rücken-Exoskelett

an, das insbesondere für

Tätigkeiten mit häufigem Heben,

Tragen und Arbeiten in Vorbeugehaltung

konzipiert wurde.

LAEVO

HTRIUS

FESTOOL

Exoskelette verbessern die

Arbeitssicherheit, reduzieren

körperliche Belastungen

und steigern die Produktivität.

Sie ermöglichen

längeres, ermüdungsfreieres

Arbeiten und können

helfen, Ausfallzeiten durch

Überlastung zu verringern.

Das aktive Schulter-Exoskelett

»ExoActive« von Festool richtet

sich gezielt an Bauhandwerker,

die regelmäßig über Schulterhöhe

arbeiten.

Zum Produktportfolio gehört u. a. das KI-basierte

Exoskelett »Exia«, das Bewegungsmuster erkennen

und die Unterstützung so an unterschiedliche Arbeitssituationen

anpassen soll. Das System unterstützt u. a.

beim Heben, Tragen sowie bei Arbeiten in vorgebeugter

Haltung. Nach Angaben von German Bionic kann eine

Gewichtskompensation von bis zu 38 kg pro Hebebewegung

erreicht werden.

Für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen

bietet German Bionic zudem die Modelle »Cray X« und

»Apogee« an. Beide Systeme wurden für körperlich

belastende Tätigkeiten entwickelt und unterstützen vor

allem den unteren Rücken. Das »Cray X« ist vollständig

staub- und wasserdicht ausgeführt und erreicht eine Gewichtskompensation

von bis zu 30 kg pro Hebevorgang,

während »Apogee« mit bis zu 36 kg pro Hebebewegung

unterstützt und zusätzlich das Gehen erleichtern soll-.

Festool: Aktive Unterstützung

für Überkopfarbeiten

Einen anderen Ansatz verfolgt Festool mit dem »Exo-

Active«. Das 2023 vorgestellte System richtet sich gezielt

an Bauhandwerker, die regelmäßig über Schulterhöhe

arbeiten. Das aktive Schulter-Exoskelett mit einem

Eigengewicht von rund 7 kg wird wie ein Rucksack

getragen und nutzt einen 18-V-Akku als Energiequelle.

Ein Kompressor erzeugt Druckluft, die über Zylinder an

den Armen des Systems die Bewegungen unterstützt.

Sensoren erfassen die Armbewegungen und steuern

die Unterstützungsleistung, die sich in mehreren

Stufen einstellen lässt. Nach Angaben von Festool

zeigte eine unternehmenseigene Teststudie mit rund

300 Anwendern, dass ein Großteil der Teilnehmenden

bei Deckentätigkeiten weniger Pausen benötigte und

sich körperlich weniger erschöpft fühlte.

Hunic: Passive

Exoskelette aus Textilien

Die Exoskelette des baden-württembergischen Unternehmens

Hunic bestehen überwiegend aus Stoffgurten,

elastischen Bändern und leichten Strukturelementen.

Dadurch wiegen einzelne Systeme weniger als 1 kg.

Gerade im Innenausbau oder bei Tätigkeiten auf

empfindlichen Oberflächen kann dies ein Vorteil sein,

da textile Systeme – anders als starre Konstruktionen

– weniger Gefahr bergen, Bauteile oder Oberflächen

zu beschädigen.

Das Produktportfolio von Hunic umfasst verschiedene

Modelle für unterschiedliche Belastungssituationen.

Während das »SoftExo Lift« für Hebe- und Beugearbeiten

entwickelt wurde, richtet sich das »SoftExo

Hold« an Tätigkeiten in Vorbeugehaltung. Das »SoftExo

Carry« soll insbesondere beim Tragen von Lasten

unterstützen. Nach Angaben des Herstellers kann die

Rückenmuskulatur je nach Tätigkeit um bis zu 25 Prozent

entlastet werden. Das Herzstück der Systeme ist die

sogenannte »CoreAssist«-Technologie, die die Rumpfmuskulatur

bei Bewegungen unterstützt und Lasten

gleichmäßiger verteilen soll. Ergänzt wird dies durch

die gleitende Rückenschiene »BackSplint«: Diese soll

die Belastung der Lendenwirbelsäule reduzieren und

gleichzeitig eine hohe Bewegungsfreiheit ermöglichen.

hTrius: Leichtes Rücken-Exoskelett

für wechselnde Tätigkeiten

Mit dem »BionicBack« bietet hTrius aus Baden-Württemberg

ein passives Rücken-Exoskelett an, das insbesondere

für Tätigkeiten mit häufigem Heben, Tragen

und Arbeiten in Vorbeugehaltung konzipiert wurde.

Das System kommt ohne elektrische Antriebe oder

Batterien aus und nutzt stattdessen eine mechanische

Unterstützungsstruktur zur Entlastung des unteren

Rückens. Nach Angaben des Herstellers wiegt das

Exoskelett rund 1,2 kg und basiert auf einer flexiblen

Rückenstruktur aus Hochleistungskunststoffen. Diese

soll Bewegungen wie Drehen, Beugen oder Aufrichten

weitgehend ermöglichen und gleichzeitig entstehende

Kräfte beim Heben und Tragen über das System verteilen.

Das Exoskelett ist für den ganztägigen Einsatz

ausgelegt und kommt mit zwei unterschiedlichen

Unterstützungsmodi: Während die dynamische Einstellung

für häufige Hebe- und Beugebewegungen

vorgesehen ist, richtet sich die statische Unterstützung

50 | Juni 2026 Persönlicher Marktcheck Schutz


an Tätigkeiten, die über längere Zeit in vorgebeugter

Haltung ausgeführt werden. Die Unterstützungsintensität

kann dabei an den jeweiligen Arbeitsplatz angepasst

werden. Mit seinem Fokus auf geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit

und einfache Handhabung eignet sich

das »BionicBack« für Unternehmen, die ein passives

Unterstützungssystem für wechselnde Tätigkeiten auf

Baustellen und im Handwerk suchen.

Laevo: Mechanische

Unterstützung für den unteren Rücken

Zu den etablierten Anbietern passiver Rücken-Exoskelette

zählt außerdem das niederländische Unternehmen

Laevo. Die Systeme wurden für Tätigkeiten entwickelt,

die häufiges Vorbeugen und Heben erfordern. Typische

Anwendungsbereiche finden sich u. a. beim Verlegen

von Rohrleitungen, bei Fliesenarbeiten oder bei Montagearbeiten

in Bodennähe. Das »Laevo V2« arbeitet

mit einer mechanischen Federkonstruktion. Dabei

werden Kräfte, die normalerweise von Rücken- und

Rumpfmuskulatur aufgenommen werden müssten,

teilweise auf die Oberschenkel übertragen. Da das

System ohne Elektronik oder Batterien auskommt,

sind Wartungsaufwand und technische Komplexität

vergleichsweise gering. Gleichzeitig profitieren Anwender

von einer robusten Konstruktion, die auch unter rauen

Baustellenbedingungen eingesetzt werden kann. Wer

ein Exoskelett für dynamischere Arbeitsabläufe und

höhere Bewegungsfreiheit benötigt, wird beim »Laevo

Flex« fündig.

Skelex: Bewegungsfreiheit

trotz Unterstützung

Neben Rückenbeschwerden gehören Schulterprobleme

zu den häufigsten körperlichen Belastungen im Baualltag.

Das niederländische Unternehmen Skelex bietet

mit dem »Skelex 360« ein Schulter-Exoskelett an, das

ursprünglich aus einem Projekt zur Unterstützung von

Beschäftigten in der Flugzeugfertigung resultierte. Im

Mittelpunkt stand die Frage, wie sich körperlich belastende

Überkopfarbeiten ergonomisch verbessern

lassen. Inzwischen wird das System auch im Bauwesen

eingesetzt, beispielsweise bei Deckeninstallationen,

Montagearbeiten oder Verputzarbeiten. Das »Skelex

360« unterstützt die Arme mechanisch und reduziert

dadurch die Belastung von Schultern und Nacken.

Besonders hervorzuheben ist das modulare Design,

das eine Anpassung an unterschiedliche Arbeitsanforderungen

ermöglicht. Für Baustellen relevant ist

zudem die hohe Bewegungsfreiheit. Anders als manche

starreren Konstruktionen soll das System auch in engen

Arbeitsbereichen eingesetzt werden können.

zertifizierte »Mate-XT Go« wird über ein Gurtsystem am

Körper getragen und unterstützt die Armhaltung bei verschiedenen

Arbeitspositionen. Es unterstützt sicherere,

nachhaltigere Arbeitsbedingungen in der Fertigung, im

Bauwesen, in der Logistik, Landwirtschaft, im Handwerk.

Das »Mate-XT 4.0« geht einen Schritt weiter und

kombiniert die Schulterunterstützung mit fortschrittlichen

Sensoren, um IoT-Lösungen zu ermöglichen. Die über

Wi-Fi verbundenen Sensoren liefern nach Angaben

von Comau nahezu in Echtzeit Daten an ein intuitives,

digitales Dashboard. Im Portfolio findet sich außerdem

das »Mate-XB«: Das nicht angetriebene Exoskelett

dient zur Reduzierung von Ermüdungserscheinungen

im Lendenwirbelbereich und unterstützt den Benutzer

bei der Arbeit in verschiedenen statischen Positionen

oder beim wiederholten Heben von Lasten.

Grenzen und Herausforderungen

im Blick behalten

Exoskelette entwickeln sich zunehmend von einer

Nischentechnologie zu einem ernstzunehmenden

Instrument der ergonomischen Arbeitsgestaltung.

Besonders bei Hebe- und Tragearbeiten, Tätigkeiten

in Vorbeugehaltung sowie bei Überkopfarbeiten zeigen

aktuelle Systeme, welche Entlastungspotenziale

technisch bereits möglich sind. Arbeitsschutzfachleute

weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass Exoskelette

bestehende Schutzmaßnahmen nicht ersetzen dürfen.

Die Rangfolge der Schutzmaßnahmen bleibt unverändert:

Zunächst sollten Belastungen durch technische

oder organisatorische Lösungen reduziert werden.

Exoskelette können diese Maßnahmen ergänzen,

aber nicht ersetzen. Auch Gefährdungsbeurteilungen

müssen mögliche neue Risiken berücksichtigen. Dazu

gehören beispielsweise eingeschränkte Bewegungsfreiheit,

Druckstellen oder veränderte Bewegungsmuster.

Abschließend bleibt zu sagen: Exoskelette sind keine

universelle Lösung für alle ergonomischen Herausforderungen

auf Baustellen. Ihr Nutzen hängt von der

jeweiligen Tätigkeit, der Akzeptanz der Beschäftigten

und der Einbindung in ein umfassendes Arbeitsschutzkonzept

ab. Dort, wo diese Voraussetzungen

erfüllt sind, können Exoskelette einen Beitrag dazu

leisten, körperliche Belastungen zu reduzieren und

die Arbeitsbedingungen auf Baustellen nachhaltig

zu verbessern.

JVB

Gut zu

wissen

Das »Mate-XT Go« von

Comau ist als Persönliche

Schutzausrüstung der

Kategorie II zertifiziert.

Neben Rückenbeschwerden

gehören Schulterprobleme zu

den häufigsten körperlichen

Belastungen im Baualltag.

German Bionic entwickelt motorisierte

Unterstützungssysteme für

körperlich belastende Tätigkeiten

in Industrie, Logistik und

Bauwirtschaft.

Comau: Industrieerfahrung

für den Baustelleneinsatz

Das Unternehmen Comau entwickelte das »Mate«-

Exoskelett ursprünglich für die Automobilindustrie. Ziel

war die Unterstützung von Beschäftigten bei Überkopfarbeiten

und anderen belastenden Armbewegungen.

Das als Persönliche Schutzausrüstung der Kategorie II

GERMAN BIONIC

Persönlicher Marktcheck Schutz

Juni 2026 | 51


Logos und Embleme

auf Berufsbekleidung

[ DBL ] Berufskleidung ist funktionale Arbeitsausstattung. Aber

sie transportiert auch Identität, stärkt den Teamgedanken und

macht Unternehmen nach außen hin sichtbar. Hier kommt das

Thema »Veredelung« ins Spiel, z. B. mit Logos, Emblemen oder

Namensschildern. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.

Aus haftungsrechtlichen

Gründen empfiehlt es

sich, Veredelungen ausschließlich

von erfahrenen

Fachunternehmen

durchführen zu lassen

Viele moderne Kollektionen

berücksichtigen Veredelung

bereits im Design.

Klassisch wird das Firmenlogo meist vorne auf der

Jacken- oder Brusttasche platziert. Im Businessbereich

findet sich die Einstickung häufig am Blusen-

oder Hemdkragen. Wer Berufskleidung gezielt als

Werbeträger nutzt, entscheidet sich manchmal auch

für Rückenmotive, Ärmel- oder Taschenlösungen. »Wir

machen im Mietservice vieles möglich«, so Thomas

Krause von der DBL. »Wichtig ist jedoch, dass die

Kleidung professionell wirkt und nicht überfrachtet wird.«

Der richtige Platz

für das Logo

Je nach Einsatzzweck kommen hier unterschiedliche

Techniken zum Einsatz: Patchen, Direkteinstickung

oder hochwertige Stickembleme. Entscheidend sind

Haltbarkeit, Pflegeeignung und – insbesondere bei

Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) – die Normkonformität.

Der textile Mietservice berät dazu individuell

und stellt sicher, dass Funktion, Komfort und Schutzwirkung

erhalten bleiben. »Grenzen sind dort erreicht,

wo Komfort oder Sicherheit beeinträchtigt werden«,

erklärt der DBL-Experte. So gehören Logos weder auf

Dehnfalten noch in Stretchzonen. Bei Funktionstextilien

wie Softshell- oder Wetterschutzjacken kann eine

Bei Persönlicher Schutzausrüstung (PSA)

ist die Normkonformität ein entscheidender

Faktor: Die Veredelung darf keinesfalls zur

Einschränkung der Schutzwirkung führen.

Direkteinstickung empfindliche Membranen beschädigen

und Nässe- oder Kältebrücken verursachen. Hier eignen

sich professionell aufgebrachte Patches. Besonders

sensibel ist Schutzkleidung. Sie ist zertifiziert und mit

Normkennzeichnungen versehen. »Die Veredelung darf

keinesfalls zum Verlust der Baumusterprüfung oder zur

Einschränkung der Schutzwirkung führen«, so Krause.

Material, Format und Verarbeitung müssen exakt auf

die jeweilige Schutzfunktion abgestimmt sein.

Typische Fehler zeigen sich etwa bei Hitze- und Flammschutzkleidung:

brennbare Embleme, Fäden mit niedriger

Schmelztemperatur oder dicke Nähte, die das Abfließen

von Funkenmaterial behindern. Bei Warnschutzkleidung

kann ein zu großflächiges Emblem die vorgeschriebene

Mindestfläche des hoch sichtbaren Oberstoffs von 0,8 m²

unterschreiten. »Schon aus haftungsrechtlichen Gründen

empfiehlt es sich, Veredelungen ausschließlich von erfahrenen

Fachunternehmen durchführen zu lassen«,

erklärt hier Thomas Krause. »Wir stellen sicher, dass die

eingesetzte Schutzkleidung auch nach vielen Einsatzzyklen

und fachgerechter Aufbereitung der Norm entspricht.«

DBL (2)

»EasyBrand«-Zonen

für einfache Veredelung

Viele moderne Kollektionen berücksichtigen Veredelung

bereits im Design, so auch bei aktuellen Kollektionen

der DBL. »Unsere neue Workwear ›Activiq‹ bietet beispielsweise

großzügige Freiflächen auf Rücken und

Brusttaschen für eine unkomplizierte Logoanbringung.

Und auch beim Warnschutz ›Reflectiq‹ oder der Multinormkleidung

›Protectiq‹ erleichtern definierte ›EasyBrand‹-

Zonen die normgerechte Individualisierung«, erläutert

der DBL-Experte. Solche PSA-Kollektionen kombinieren

klar erkennbare Norm-Piktogramme mit ausgewiesenen

Bereichen an Ärmeln, Brusttasche und Rücken, die Platz

für firmeneigene Kennzeichnungen lassen – ohne die

Schutzfunktion zu beeinträchtigen.

52 | Juni 2026 Persönlicher Schutz


GUSTAV DAIBER (2)

[ GUSTAV DAIBER ] Sportliche Styles,

funktionale Workwear und vielseitige

Crossover-Artikel: Mit insgesamt

41 Produktneuheiten, davon sieben

im Bereich Workwear, erweitert

Gustav Daiber in diesem Jahr sein

Sortiment an Corporate Fashion.

Ob im Handwerk, auf Montage oder

im Service – die neue Kollektion

soll durchdachte Funktionalität mit

zeitlosem Design verbinden und lässt

sich vielseitig kombinieren.

UNTERNEHMEN

Die Gustav Daiber GmbH zählt zu den

führenden Corporate-Fashion-Plattformen

Europas. Die gemeinsame Geschäftsführung

liegt bei Kai Gminder in vierter Familiengeneration

und Christof Kunze. Daiber beschäftigt

am Hauptstandort in Albstadt auf der

Schwäbischen Alb rund 170 Mitarbeiter.

Die »Workwear Softshell Jacket« ist

aus strapazierfähigem, elastischem

Softshell-Material mit TPU-Membran

und Fleece-Innenseite gefertigt

Zuwachs für

Produktpalette:

41 Neuheiten gelauncht

Im Bereich Workwear setzt Daiber auf frische

Farbtöne für professionelle Arbeitsbekleidung.

So heben sich die Neuheiten mit Farben

wie »Deep-Blue« und »Industrial-Green« von

klassischen Farbgebungen ab und verwandeln

typische Workwear in Crossover-Styles, die Arbeit

und Freizeit verbinden. Das gilt auch für die neue

»Workwear Check Shirt Jacket« – ein leicht

wattiertes Karo-Arbeitshemd mit Kapuze, warmer

Wattierung und praktischen Taschenlösungen in

stylischem Design und vier Farbkombinationen.

Für ein vollständiges Outfit lässt sich die Jacke

ideal mit den neuen »Workwear Pants (All-Season)

4-Way Stretch« in schmaler Schnittführung

kombinieren. Dank elastischem Vier-Wege-Stretch

mit hohem Elasthan-Anteil und ergonomisch eingearbeiteten

Kniepolstern könne sie maximale

Bewegungsfreiheit gewährleisten. Diverse Taschen

für Werkzeug, Zollstock und Stifte halten alles

an Ort und Stelle, während ein reflektierender

Druck für erhöhte Sichtbarkeit sorgt.

Praktische Styles

für Wind und Wetter

An kühleren Tagen oder in den frühen Morgenstunden

eignet sich die »Workwear Knitted Fleece

Jacket« in Melange-Optik mit Sherpafleece und

einer regulierbaren Kapuze. Für einen sportlichen

Style sorgt die »Workwear Fleece Jacket« aus

elastischem Material mit glatter Außenseite und

wärmender Innenseite. Auch bei Wind und Wetter

sind die neuen Workwear-Produkte von Daiber

ideale Begleiter: Die »Workwear Softshell Jacket«

und die »Workwear Softshell Vest« sind beide aus

strapazierfähigem, elastischem Softshell-Material

mit TPU-Membran und Fleece-Innenseite

gefertigt und punkten mit wind- und wasserabweisenden

sowie atmungsaktiven Eigenschaften.

Wer stärkere Wetterbeständigkeit benötigt, greift

zur strapazierfähigen, nach DIN 343 zertifizierten

»Workwear Hardshell Rainjacket«, die wind- und

wasserdicht, atmungsaktiv sowie wasser- und

schmutzabweisend ist. Die Kapuze kann zudem

mit einem Schutzhelm getragen werden.

Abgerundet werden die Workwear-Neuheiten

für 2026 durch neue Headwear: So ergänzt beispielsweise

das funktionale »6 Panel Workwear

Cap« mit strapazierfähigem Gewebe aus recyceltem

Polyester das Sortiment. Dank weichem

Schweißband sorgt sie für einen angenehmen

Tragekomfort und lässt sich außerdem vielseitig

kombinieren.

Die neue »Workwear Check Shirt

Jacket« mit Kapuze, warmer Wattierung

und praktischen Taschenlösungen

verbindet Arbeit und Freizeit.

... ARBEITSSICHERHEIT • HÖHENSICHERUNG • RETTUNG • PSAgA • SEILZUGANGSTECHNIK • ABSTURZSICHERUNG ...

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für Kletterausrüstungen, Höhensicherung,

Arbeitssicherheit, Rettung, Arboristik, Seilzugangstechnik, PSAgA sowie

Sonderlösungen. Schnell und kompetent dank vieler Jahre Erfahrung und

einem großen Lager, gefüllt mit vielen Produkten namhafter Hersteller:

Aliens

seit 1995

Zur Platzierung auf sehr dunklen,

aber nicht schwarzen Hintergründen

(z.B. dunklen Fotos)

Abbildungsgröße: ab ca. 5cm Breite

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Ob über den KLETTER-SPEZIAL-LADEN.DE, per eMail oder

am Telefon, wir sind für Sie da.

Persönlicher Schutz

und vielen mehr!

Blacksafe GmbH

Raiffeisenstraße 4b • 83607 Holzkirchen

Juni 2026 | 53

T: +49 (0) 8024 9692 990 • info@blacksafe.de • www.blacksafe.de


DASSY ®

NEU

ESSENTIALS

DASSY

NEU

ICONS ®

Die gesamte DASSY Icons ® und

Essentials-Kollektion finden Sie unter

www.dassy.eu

54 | Juni 2026 Persönlicher Schutz


Ein neuer Blick

auf Arbeitskleidung:

perfekt für den Sommer

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Professionelle Arbeitskleidung entwickelt sich mit den

veränderten Arbeits- und Lebensgewohnheiten. Neben

Sicherheit und Funktionalität legen Berufstätige zunehmend

Wert auf Tragekomfort, Flexibilität und ein angemessenes

Erscheinungsbild, auch außerhalb des Arbeitsumfelds.

Sie erwarten heute Kleidung, die sie den

ganzen Tag über unterstützt und in der sie sich wohlfühlen

– egal wo sie sind. Arbeitskleidung wird daher immer

mehr zu einer bewussten Stilentscheidung.

Mit dem Launch von DASSY Icons ® und DASSY ® Essentials

reagiert DASSY ® bewusst auf diese Entwicklung.

Die Kollektionen präsentieren neue Silhouetten, moderne

Materialien und eine zeitgemäße Interpretation professioneller

Arbeitskleidung.

DASSY Icons ®

DASSY Icons ® bietet eine moderne Neuinterpretation der

ersten DASSY ® -Designs. Klare Linien, raffinierte Details und

verschiedene Stoffvarianten garantieren Bewegungsfreiheit

und Komfort – ideal für aktive Arbeitstage. Gleichzeitig verwendet

die Kollektion bewusst recycelte Materialien, darunter

Pre- und Post-Consumer-Textilreste, ohne Kompromisse

bei Leistung oder Optik einzugehen. Die meisten Kleidungsstücke

sind zudem für die industrielle Wäsche geeignet.

DASSY ® Essentials

Mit DASSY ® Essentials legt die Marke den Grundstein für jedes

Arbeitsoutfit. T-Shirts, Poloshirts, Pullover, Hoodies und

Jacken bilden eine vielseitige Kollektion, die perfekt für den

Sommer geeignet ist. Zeitloses Designs, moderne Farben

und bequeme Passformen machen diese Kleidungsstücke

nicht nur für den Arbeitseinsatz, sondern auch darüber hinaus

geeignet. Wichtige Oberteile wie T-Shirts und Poloshirts

sind zudem UPF 50-zertifiziert. Recycelte Materialien und die

Möglichkeit der industriellen Wäsche runden das Gesamtbild

ab. Zudem lassen sich die Artikel problemlos mit anderen

DASSY ® Kollektionen kombinieren.

Bereit für den Sommer

DASSY Icons ® und DASSY ® Essentials bilden zusammen

starke Kollektionen, die zeigen, wie sich Arbeitskleidung an

die Bedürfnisse des modernen Berufstätigen anpasst: funktional,

stilvoll und perfekt für die neue Saison.

Persönlicher Schutz

Juni 2026 | 55


Mit »Alessia« (hier im Bild) und »Alea«

stellt Baak neue S3S-Sicherheitsschuhe

vor, die auf speziellen Damenleisten gefertigt

werden. Die beiden Modelle sind

Teil der »Adventure«-Serie.

Der Boa-Verschluss

ermöglicht

eine schnelle

und präzise

Anpassung.

BAAK (3)

Neues Sicherheitsschuh-

Duo für Frauen

[ BAAK ] In Handwerks- und Industrieberufen ist Persönliche Schutzausrüstung

(PSA) meist verpflichtend. Frauen sind dort zwar in der Minderheit, aber eine

relevante Zielgruppe: Laut Statistischem Bundesamt liegt ihr Anteil im Handwerk

bei rund 10 Prozent, in der Industrie bei etwa 15 Prozent. Für Sicherheitsschuhe

bedeutet das, Passform und Funktion stärker auf Frauenfüße auszurichten. Genau

hier setzt Baak mit den neuen Modellen »Alea« und »Alessia« an. Der Halbschuh

und der knöchelhohe Stiefel sind die ersten Damenmodelle der »Adventure«-Serie

und im Fachhandel erhältlich.

Beide S3S-Modelle fertigt Baak auf speziellen

Damenleisten und berücksichtigt dabei typische

Unterschiede wie eine schmalere Ferse, einen

anderen Volumenverlauf im Vorfußbereich und

eine geringere Spannhöhe. So wird eine Passform

erreicht, die den Fuß sicher führt und das Rutschen

im Schuh reduziert – ein wichtiger Faktor für

Stabilität und Tragekomfort bei langen Einsätzen.

»Ergonomie

beginnt beim Fuß«

Technisch kombinieren »Alea« und »Alessia«

mehrere Lösungen aus dem Hause Baak. Der

textile Durchtrittschutz »NeoShield« ist leicht,

flexibel und aus recyceltem Material gefertigt. Die

Zwischensohle mit »High Rebound« unterstützt

ein gedämpftes Auftreten. Hinzu kommt das

patentierte »Go&Relax«-System, das ebenso wie

die Balance Zone die natürliche Abrollbewegung

fördern soll. Zur Ausstattung gehören außerdem

eine ESD-taugliche »Softstep+«-Einlegesohle

sowie ein Boa-Verschluss für eine schnelle und

präzise Anpassung.

»Viele Sicherheitsschuhe orientieren sich noch

immer zu wenig an der weiblichen Fußform«, so

Christian Grusa, Mitgeschäftsführer von Baak.

»Mit ›Alea‹ und ›Alessia‹ zeigen wir erneut, dass

Schutz und Passform zusammengehören.«

Denn ein gut sitzender Schuh kann Ausgleichsbewegungen

verringern, die Muskulatur

entlasten und das Gangbild stabilisieren. Das ist

für Beschäftigte ebenso relevant wie für Unternehmen,

die auf Akzeptanz und Sicherheit bei ihrer

Schutzausrüstung achten. »Ergonomie beginnt

beim Fuß«, sagt Grusa. »Diesen Ansatz übertragen

wir konsequent auch auf unsere Damenmodelle.«

»ComfyFit«-Einlegesohle

für schmale Füße

Nicht jeder Fuß passt optimal in die gängigen

Leistenformen, und besonders bei schmalen

Füßen entsteht häufig zu viel Innenvolumen

im Schuh. Der Fuß verliert an Führung, beginnt

zu rutschen und der Körper gleicht dies durch

unnatürliche Kompensationsbewegungen aus.

Das kann Muskeln und Gelenke stärker beanspruchen,

die Ermüdung beschleunigen und

die Trittsicherheit beeinträchtigen. Mit der neuen

»ComfyFit«-Einlegesohle setzt Baak genau an

diesem Punkt an. Das unternehmenseigene

Expertenteam entwickelte die Einlage, um überschüssigen

Raum im Schuh gezielt zu reduzieren

und den Fuß stabil zu führen. Eine

angepasste, voluminösere

Materialausstattung

sorgt dafür, dass insbesondere

schmale

Füße sicher positioniert

werden – ohne Komfort

oder Schutzfunktion einzuschränken.

»Gerade bei schmalen Füßen geht

im Schuh oft entscheidende Stabilität verloren«,

erklärt Ingo Wietrzychowski, Orthopädieschuh-

Techniker bei Baak. »Mit ComfyFit schaffen wir

gezielt mehr Halt und unterstützen ein natürliches

Gangbild, auch an langen Arbeitstagen.«

Fußanatomie im

Entwicklungsfokus

Die Entwicklung folgt dem Ansatz von Baak,

Produkte an der Anatomie des Fußes auszurichten.

Ziel ist es, dass sich Sicherheitsschuhe

und Zubehör an den Menschen anpassen – nicht

umgekehrt. Die »ComfyFit«-Einlegesohle verbessert

dank Kugelferse den Fersenhalt und

reduziert das Rutschen im Schuh. Dadurch werden

unnatürliche Ausgleichsbewegungen verringert,

die Fußmuskulatur gestärkt und die Stabilität

bei dynamischen Bewegungen verbessert. Für

Beschäftigte in Bau, Handwerk, Industrie oder

Logistik kann das einen spürbaren Unterschied

im Arbeitsalltag machen.

Technisch ist die Einlage ESD-tauglich und

orthopädisch nach DGUV-Regel 112-191 anpassbar.

Atmungsaktive sowie antibakterielle

Materialien unterstützen ein angenehmes Fußklima.

Die Formgebung ist konsequent auf eine

natürliche Fußführung ausgerichtet.

Die neue »ComfyFit«-

Einlegesohle verbessert

dank Kugelferse

den Fersenhalt und

reduziert das Rutschen

im Schuh.

56 | Juni 2026 Persönlicher Schutz


ANZEIGE

Atemschutz bringt

sicher saubere Luft

Auf Baustellen lauern diverse

Gefahren. Für die Lunge sind es

Staub, Rauch, giftige Gase sowie

Dämpfe. Daher ist der Atemschutz

für Bauarbeiter so unverzichtbar

wie der Bauhelm. Das swiss air

von Optrel leistet einen wesentlichen

Beitrag zur langfristigen

Gesundheit der Arbeiter.

So vielseitig wie die Herausforderungen

auf dem Bau, so flexibel

ist das swiss air einsetzbar. Ob

in staubigen Umgebungen, bei

Schweißarbeiten oder in Bereichen

mit chemischen Dämpfen,

es bietet stets optimalen Schutz.

Dank dem Partikelfilter werden

selbst feinste Partikel wie scharfkantiger

Quarzstaub aus der

Atemluft entfernt. Das schont die

Lunge und reduziert das Risiko

von Atemwegserkrankungen und

langfristigen Gesundheitsschäden

auf ein Minimum.

Ein grosser Pluspunkt des swiss

air ist sein Tragekomfort. Die

flexibel anliegende Stoffhalbmaske

mit Schutzfaktor 500

für einen TH3-Schutz passt sich

jeder Gesichtsform perfekt an,

selbst wenn jemand nicht frisch

rasiert ist. Die Stoffhalbmaske

deckt Mund und Nase vollständig

ab. Das swiss air unterstützt

die Atmung mit einem leichten

Überdruck und eliminiert so den

ermüdenden Atemwiderstand,

den man von Passivmasken

kennt, und erlaubt so eine höhere

Leistungsfähigkeit der Arbeiter

sowie eine lange Einsatzdauer.

Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende

Silikonmaske mit Schutzfaktor

2000 gewechselt werden.

Beide Maskentypen können mit

wenig Aufwand gereinigt werden.

Die ultraleichte Gebläseeinheit

des swiss air ist ergonomisch geformt

und wird für die maximale

Bewegungsfreiheit mit einem

anpassbaren Schultergurt bequem

auf dem Rücken getragen.

Der hohe Tragekomfort lässt den

Atemschutz vergessen und sein

Tragen wird zum Dauerzustand.

Ein Atemschutz gehört wie der

Bauhelm zur Basisausrüstung.

Dieser kontinuierliche Schutz

trägt dazu bei, gesundheitsbedingte

Folgeschäden durch

Schadstoffexposition im Arbeitsalltag

zu vermeiden.

Um die Kapazität der Batterie

oder des Filters zu kontrollieren,

reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.

Über diese kann auch

der Lüfter ein- und ausgeschaltet

sowie die Luftmenge stufenlos

eingestellt werden. Sollte die Batterie

leer oder der Filter voll sein,

wird ein Alarm angezeigt.

Dank des hohen Komforts wird das

Atemschutzsystem swiss air gerne

getragen. Somit ist der Atemschutz

immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen

verbessern sich

für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre

Neugierde geweckt? Dann lassen

Sie sich jetzt ein System vorführen

und testen Sie den innovativen

swiss air Atemschutz live.

Persönlicher Schutz

Juni 2026 | 57


Die »Flux«-Kollektion

umfasst mehrere Ausführungen,

die auf verschiedene

Tätigkeitsbereiche

zugeschnitten sind.

Trotz seines sportlichen

Sneaker-Looks erfüllt der

zertifizierte »Topskate S3S«

alle Eigenschaften an einen

S3S-Sicherheitsschuh.

SAFETY JOGGER (2)

Portfolio wächst um

»Topskate S3S« und »Flux«

[ SAFETY JOGGER ] Mit dem »Topskate S3S« und der kürzlich vorgestellten »Flux«-

Serie ergänzt Safety Jogger sein Angebot an Sicherheitsschuhen um neue

Modelle. Inspiriert von einem Retro-Sneaker-Design, vereint der »Topskate S3S«

leichten Schutz, alltäglichen Komfort und ein sportliches Design. Die »Flux«-

Kollektion hingegen vereint verschiedene Schutzniveaus und Produkttypen und

bietet Lösungen für Fachleute in verschiedenen Branchen für leichte Arbeiten.

Trotz seines sportlichen Sneaker-Looks bietet

der zertifizierte »Topskate S3S« dank moderner

Materialien »kompromisslose Sicherheit«,

wie Safety Jogger klarstellt. Die Nano-Carbon-

Zehenschutzkappe und die durchtrittsichere

»SJ Flex«-Zwischensohle bieten vollen Schutz

ohne zusätzliches Gewicht. Rutschhemmung

(SR), Schutz vor elektrostatischer Entladung

(ESD), Kraftstoffbeständigkeit (FO), eine bis

zu 300 °C hitzebeständige Außensohle (HRO)

sowie Wärme- und Kälteisolierung (HI/CI) sollen

zudem Rundumschutz in den verschiedensten

Arbeitsumgebungen gewährleisten.

Auch beim Tragekomfort sei man keine Kompromisse

eingegangen: Die Phylon-Zwischensohle

absorbiert Stöße, während die Gummiaußensohle

für langlebige Traktion und Stabilität sorgt. Das

wasserabweisende Veloursleder-Obermaterial,

atmungsaktive Textilien und ein abriebfestes

Futter verbinden den hohen Komfort außerdem

mit langer Lebensdauer, während die präzise

Passform und das Memory-Foam-Fußbett von

SJ den ganzen Tag über für optimale Dämpfung

und Unterstützung sorgen sollen. Erhältlich ist

der »Topskate S3S« in drei modernen Farben.

»Flux«-Kollektion

für maximale Flexibilität

Mit der »Flux«-Kollektion erweitert Safety Jogger

Works sein Sortiment um eine Reihe von Arbeits-

und Sicherheitsschuhen für verschiedene

berufliche Anwendungen. Die Modelle reichen von

zertifizierten Clogs bis hin zu Sicherheitsschuhen

der Klassen S1PS und S3S und richten sich an Anwender

in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen.

Ein gemeinsames Merkmal der Kollektion ist die

nahtarme bzw. nahtlose Konstruktion. Durch die

Reduzierung von Materialüberlappungen sollen

Druckstellen verringert und die Atmungsaktivität

unterstützt werden.

Gleichzeitig trägt die Bauweise zur Haltbarkeit

der Schuhe bei. Die Modelle verfügen über

eine metallfreie Konstruktion und sind mit einer

Sicherheits-Zehenschutzkappe aus Nano-Carbon

ausgestattet. Das Design orientiert sich optisch

an modernen Freizeitschuhen. Zur Ausstattung

gehört zudem ein »SJ-Memory-Foam«-Fußbett.

Dieses besteht aus vier Schichten und verwendet

stoßabsorbierenden, retikulierten PU-Schaum.

Nach Angaben des Herstellers wird dafür vollständig

recyceltes Material eingesetzt. Ziel ist eine

gleichmäßige Dämpfung und Unterstützung des

Fußes während längerer Tragezeiten.

Modelle für

unterschiedliche Anforderungen

Die »Flux«-Kollektion umfasst mehrere Ausführungen,

die auf verschiedene Tätigkeitsbereiche

zugeschnitten sind. Mit der »S1PS Sandal«

steht beispielsweise eine Sicherheitssandale zur

Verfügung, die mit einem Lorica-Obermaterial

ausgestattet ist. Ein Klettverschluss ermöglicht

die Anpassung der Passform an den Fuß des

Trägers. Die »Flux S1PS Sandal TLS« kombiniert

ein Obermaterial aus Mikrofaser in Nubuk-Optik

mit TPU-Verstärkungen. Das integrierte TLS-Verschlusssystem

erlaubt eine schnelle Anpassung

der Passform. Für Arbeitsbereiche mit hoher Bewegungsintensität

wurde der »Flux S1PS Low«

entwickelt. Der niedrige Sicherheitsschuh verfügt

über ein atmungsaktives Mesh-Obermaterial und

erfüllt die Anforderungen der Schutzklasse S1PS.

Die Modelle »Flux S3S Low«, »Mid« und »TLS«

sind mit einem Obermaterial aus synthetischer

Nubuk-Mikrofaser sowie zusätzlichen TPU-

Verstärkungen ausgestattet. Sie entsprechen

der Schutzklasse S3S und sind teilweise mit

TLS-Verschlusssystem erhältlich.

Die Einführung der Kollektion verdeutliche

einen anhaltenden Trend in der Arbeitsschutzbranche:

Sicherheitsschuhe sollen neben den

Schutzfunktionen zunehmend auch Anforderungen

an ein modernes Design erfüllen.

58 | Juni 2026 Persönlicher Schutz


Die »Lycra Antistatic«-Faser

wurde

als direkt einsetzbare

Elastan-Lösung

für Knit

Fabrics entwickelt.

PERFEKTE

KOMBINATION

THE LYCRA COMPANY

»Lycra Antistatic«-

Faser für höheren

Tragekomfort und Sicherheit

WELLMAXX FIT

PASSFORM MIT

FUSSTYPENKONZEPT

[ THE LYCRA COMPANY ] Die »Lycra

Antistatic«-Faser wurde entwickelt,

um der steigenden Nachfrage nach

antistatischer Funktion gerecht zu

werden, ohne dabei den Tragekomfort

zu beeinträchtigen. Die

Faserinnovation zeichnet sich durch

proprietäre Additive aus, die direkt

in die Faserstruktur integriert sind.

Dieser Ansatz bietet neben den

Stretch- und Rücksprungfähigkeiten

auch inhärente antistatische

Eigenschaften. Vorgestellt wurde

die Faser erstmals auf der Techtextil

im April.

In einer Vielzahl von industriellen Umgebungen

– von der Petrochemie und Elektronik

bis hin zur Pharmaindustrie, Medizin

und Luft- und Raumfahrt – kann statische

Elektrizität erhebliche Herausforderungen

mit sich bringen, darunter die Gefahr elektrostatischer

Entladungen, ein unangenehmes

Tragegefühl sowie die Anziehung von Staub.

Antistatische Bekleidung hilft dabei, statische

Aufladungen abzuleiten, und verringert so das

Risiko von Entladungen und trägt zur Einhaltung

von Industriestandards bei. Bei Verwendung in

geeigneten Textilsystemen können Gewebe mit

der »Lycra Antistatic«-Faser die Zertifizierung

nach den anerkannten Antistatik-Normen EN

1149 und IEC 61340 – je nach Gewebedesign

und Prüfverfahren – unterstützen.

1

TYP 1

KRÄFTIGE FÜSSE

1

TYP 3

SCHMALE FÜSSE

DÄMPFUNG

DER EXTRAKLASSE

1

TYP 2

DURCHSCHNITTLICH

BREITE FÜSSE

Persönlicher Schutz

ADOBE STOCK

Flexibel einsetzbar

»Professionelle Arbeits- und Schutzbekleidung

muss jeden Tag unter anspruchsvollen Bedingungen

zuverlässig funktionieren«, erklärt

Marc Souto, West & South Europe Area Sales

Manager, The Lycra Company, abschließend.

»Durch die Kombination von antistatischen

Eigenschaften mit dem Tragekomfort, der

Passform und der Bewegungsfreiheit, die

die Lycra-Faser bietet, tragen wir dazu bei,

dass Workwear gerne Tag für Tag getragen

wird.«

• GELENKSCHONUNG

• SPRUNGKRAFT

• ENERGIEZUFUHR

• KOMFORT

Unser gesamtes Sortiment finden Sie unter

ELTEN.COM

Juni 2026 | 59


Zukunftssicher

aufgestellt: Lux-top

ist bereit für

die neue EN 17235

w

[ ST QUADRAT ] Sicherheit am Bau braucht klare Regeln.

Diese liefert die neue europäische Norm EN 17235 für permanente

Anschlageinrichtungen und Sicherheitsdachhaken.

Für Hersteller, Planer und Anwender bringt sie endlich Einheitlichkeit

und Rechtssicherheit. Lux-top, der Spezialist für

Absturzsicherungen am Dach, ist darauf bereits vorbereitet:

Das Unternehmen verfügt bereits seit einigen Jahren über

allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) sowie ETA-

Zertifizierungen und ist damit hinsichtlich der Anforderungen

der neuen europäischen Norm bestens aufgestellt.

Mit den Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) hat Lux-top nach

eigener Aussage frühzeitig Maßstäbe gesetzt. Bereits seit 2020 sind

die Anschlageinrichtungen des Unternehmens auf Beton ETA-zertifiziert,

inzwischen auch ergänzt um Holz und Trapezprofile. Diese Zertifizierung

ermöglicht die CE-Kennzeichnung und ist damit Grundlage für das Inverkehrbringen

im gesamten europäischen Wirtschaftsraum. Mit der EN 17235 geht

es nun noch einen Schritt weiter: Als harmonisierte europäische Norm wird

sie die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen sowie ETA-Zertifizierungen

schrittweise ablösen und ein einheitliches Verfahren für Konstruktion,

Prüfung und Kennzeichnung bei permanenten Anschlageinrichtungen und

Sicherheitsdachhaken festlegen. Für Hersteller, Planer, Architekten und Bauherren

bedeutet das weniger Unsicherheiten, klare Vorgaben und Produkte,

die in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt sind. Auch Anwender profitieren,

denn mit der Norm wird die dauerhafte Qualität und Sicherheit der Systeme

u. a. durch das AVCP-System 1+, welches höchste Anforderungen an die

Produktionskontrolle stellt, streng überwacht.

Allgemeine Baugenehmigung bleibt Pflicht

Besonders für den deutschen Markt ist ein weiterer Aspekt entscheidend:

Neben der Zertifizierung nach EN 17235 bleibt auch künftig eine

UV-Schutz

am Arbeitsplatz

für Outdoor-Worker unerlässlich

LUX-TOP

Neben der Zertifizierung nach EN 17235 bleibt auch künftig

eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) vorgeschrieben.

allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) vorgeschrieben. Sie regelt den

tatsächlichen Einbau der Anschlageinrichtungen und sorgt dafür, dass

die Verwendung am Bauwerk rechtssicher erfolgt. Für Lux-top sei diese

Doppelrolle aus Produktherstellung und Baupraxis »kein Hindernis«,

sondern »gelebter Standard«, denn das Unternehmen arbeitet seit Jahren

mit abZ, ETA und aBG Hand in Hand.

»Wir haben uns früh auf den Weg gemacht, um unseren Kunden

Rechtssicherheit und höchste Qualität zu garantieren. Dass wir heute

so gut aufgestellt sind, ist das Ergebnis unserer konsequenten Arbeit«,

betont Christian Steinmetz, Geschäftsführer von Lux-top. Während viele

Wettbewerber beim Übergang zur neuen Norm noch vor hohen Prüf- und

Zulassungshürden stünden, könne Lux-top dank langjähriger Erfahrung

und vorbereiteter Prozesse nahezu nahtlos in die Zertifizierung nach EN

17235 übergehen. Damit sind die Produkte nicht nur europaweit auf

dem neuesten Stand, sondern erfüllen auch die spezifischen deutschen

Anforderungen.

Mehr zum

UV-Schutz erfahren

Outdoor-Worker sind täglich

natürlichen Gefahren

ausgesetzt. Um Haut und

Gesundheit optimal zu

schützen, ist ein umfassender

Schutz unerlässlich – vor

allem durch den Einsatz von

Sonnenschutzmitteln.

Peter Greven Physioderm GmbH

Procter-&-Gamble-Str. 26 | 53881 Euskirchen

www.pgp-hautschutz.de

UNTERNEHMEN

Die ST Quadrat Fall Protection S.A. mit ihrer Marke Lux-top zählt zu den

führenden Spezialisten für Absturzsicherungen in Europa. Das Unternehmen

mit Sitz in Beyren (Luxemburg) entwickelt, produziert und vertreibt seit über

30 Jahren innovative Systeme für die Sicherung von Personen auf Dächern,

Fassaden und Industrieanlagen. Neben einem breiten Sortiment an zertifizierten

Anschlageinrichtungen und Seilsicherungssystemen bietet das

Unternehmen umfassende Beratung, Planung sowie Schulungen rund um

das Thema Arbeitssicherheit in der Höhe.

60 | Juni 2026 Persönlicher Schutz


ANZEIGE

WOMEN’S STEEL PANTS

WORKWEAR, DIE FRAUEN GERECHT WIRD

Arbeitskleidung muss funktionieren. Sie muss Bewegungen mitmachen,

schützen, Werkzeuge griffbereit halten und auch nach

langen Tagen zuverlässig sitzen. Doch genau daran scheitert

Workwear für Frauen bis heute häufig: Viele Produkte basieren

noch immer auf männlichen Passformen und werden lediglich

kleiner skaliert – ohne Rücksicht auf unterschiedliche Bewegungsabläufe,

Körperformen oder Anforderungen im Arbeitsalltag.

Carhartt reagiert darauf nun mit der Einführung der neuen Women’s

Steel Pants – einer Arbeitshose, die speziell für Frauen

im Handwerk entwickelt wurde. Statt bestehende Modelle einfach

anzupassen, wurde die Hose von Grund auf neu gedacht:

basierend auf umfangreichen Wear-Tests, Bewegungsanalysen

und direktem Feedback von Frauen, die täglich auf Baustellen,

in Werkstätten oder im Außeneinsatz arbeiten.

Entwickelt für den echten Arbeitsalltag

Die neue Women’s Steel Pants basiert zwar technisch auf der

bestehenden Steel-Series von Carhartt, wurde in ihrer Passform

jedoch vollständig neu für Frauen entwickelt. Im Fokus standen

typische Bewegungsabläufe im Arbeitsalltag: knien, steigen,

tragen, bücken und lange Zeit in Bewegung sein.

Das Ergebnis ist eine Arbeitshose, die Schutz und Bewegungsfreiheit

miteinander verbindet. Dafür sorgen unter anderem

der ComfortFlex -Bund, ein ergonomisch eingesetzter

Zwickel im Schrittbereich sowie strategisch platzierte Taschen

und Verstärkungen.

Gefertigt wird die Hose aus einem robusten, ca.226 g schweren

Stretch Ripstop-Material aus 59 Prozent Baumwolle, 39 Prozent

Polyester und 2 Prozent Elastan. Ergänzt wird das Materialkonzept

durch die Rugged Flex Stretch-Technologie für mehr

Beweglichkeit sowie Cordura ® -Verstärkungen an besonders

beanspruchten Bereichen.

Auch funktional ist die Women’s Steel Pant konsequent auf den

Arbeitsalltag ausgelegt: verstärkte Front- und Gesäßtaschen,

doppelte Zollstocktaschen, zusätzliche Utility-Bänder, eine

Reißverschluss-Hängetasche sowie anpassbare Kick Panels

sorgen dafür, dass Werkzeuge, Zubehör und Beweglichkeit

jederzeit zusammenspielen.

Zertifizierter Knieschutz für lange Arbeitstage

Ein besonderer Fokus lag bei der Entwicklung auf dem Thema

Knieschutz. Die integrierten Kniepolstertaschen entsprechen

der Norm EN 14404-4:2024 und sind mit den interoperablen

Carhartt Knieschonern kompatibel. In Kombination mit der Women’s

Steel Pants bieten sie zertifizierten Level-1-Arbeitsschutz.

Die ergonomisch geformten Knieschoner passen sich der

Bewegung des Knies an, reduzieren Druckpunkte bei langen Arbeiten

auf harten Untergründen und bieten zertifizierten Schutz

gegen dauerhafte Belastung sowie scharfe Gegenstände.

Zusätzlich ist die Hose nach OEKO-TEX ® Standard 100 zertifiziert

und erfüllt die Anforderungen der EN ISO 13688:2013 für

Schutzkleidung.

TECHNISCHE DATEN:

√ Speziell entwickelte Passform für Frauen im Handwerk

√ Rugged Flex Stretch-Technologie

für mehr Bewegungsfreiheit

√ Strapazierfähiges Stretch Ripstop-Material

√ Cordura ® -verstärkte Knie-, Taschenund

Verschleißbereiche

√ ComfortFlex -Bund für hohen Tragekomfort

√ Ergonomischer Zwickel im Schrittbereich

UVP: 119,99 €

√ EN 14404-4:2024 zertifizierte Kniepolstertaschen

√ Kompatibel mit interoperablen Carhartt Knieschonern

√ Doppelte Zollstocktasche und zusätzliche Utility-Pockets

√ Reißverschluss-Hängetasche für

zusätzliche Verstaumöglichkeiten

√ OEKO-TEX ® Standard 100 zertifiziert

√ Erhältlich in den Größen W2–18

Persönlicher CARHARTT.COM

Schutz

Juni 2026 | 61


AUF EINEN BLICK VORSCHAU IMPRESSUM

FIRMEN DIESER AUSGABE

FirmaSeite

1-Net-Technik GmbH & Co. KG 43

Advanced Bionic Systems GmbH 48

asecos GmbH 37

AST GmbH & Co. KG 9, 46

Atlas GmbH & Co.KG 6

Axion AG 42

Baak GmbH & Co. KG 56

BauWatchProjekt Service GmbH32

Berufsgenossenschaft Holz und Metall 36

BG Bau – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 8, 29

Bildungszentren des Baugewerbes e. V. 10

Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH 8

Brigade Electronics (EU) B.V. 10

Carhartt Emea B. V. 16

Comau S.p.A. 48

DBL-Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH 52

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) 28

Festool GmbH 48

Gustav Daiber GmbH 53

Haix-Schuhe Produktions- und Vertriebs GmbH 20

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 10

Helly Hansen Deutschland GmbH 26

Hunic GmbH 48

hTrius GmbH 11, 48

Innolizer GmbH 46

Kask spa 28

Krause-Werk GmbH & Co. KG 38

Kyorene Italia s.r.l.26

Latai GmbH 44

Laevo B. V. 48

Mewa Textil-Service AG 18

Munk GmbH 9, 34

Ötscher-Berufskleidung Götzl GmbH 21

Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG 12, 22

Peter Greven Physioderm GmbH 30

Rofa Bekleidungswerk GmbH & Co KG 23

Safety Jogger Cortina Group 58

Schöffel Pro GmbH 8, 24

Skel-Ex B. V. 48

ST Quadrat s.a. 60

Strauss GmbH & Co. KG 25

syniotec GmbH 45

The Lycra Company Deutschland GmbH 59

T. Oesterwinter GmbH & Co.KG 27

Vp GmbH TPA Mobile Straßen 33

W.L. Gore & Associates GmbH 11

Zeppelin Baumaschinen GmbH 40

IMPRESSUM

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

bausicherheit@sbm-verlag.de

www.bausicherheit-online.de

ISSN 2566-882X

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-40)

Joachim Plath (-41)

Andreas Kanat (-47) (v. i. S. d. P.)

VERLAGS- UND OBJEKTLEITUNG

Andreas Kanat (-47)

REDAKTION

Jessy von Berg (-44)

ANZEIGENDISPOSITION

Tobias Haslach (-39)

Nicole Haubner (02131 40637-20)

MAGAZIN-LAYOUT

Simone Frank (-38)

REDAKTIONSASSISTENZ –

ANZEIGEN-LAYOUT

Simone Frank (-38)

Lisa Schröder Leitung (-23)

LESER- UND

ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei

GmbH & Co. KG, Stuttgart

www.kohlhammerdruck.de

BEZUGSPREIS

Einzelheft: 6,50 Euro

Jahresabo (vier Ausgaben

pro Jahr): Inland: 26,– Euro,

Ausland: 34,– Euro

Alle Rechte vorbehalten. Nach druck

– auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Ver lages. Es gilt

die Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom

1. Januar 2026. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge kenn zeichnen

nicht die Ansicht der Redaktion. Für

unverlangt eingesandte Manuskripte

wird keine Haftung über nommen.

Jahresabonnements können nur bei

Ein haltung der Frist (drei Monate vor

Ablauf des Bezugszeitraumes) schriftlich

beim Verlag gekündigt werden.

TOP-THEMA

BAUSTELLENSICHERHEIT

09/2026

Redaktionsschluss 19.08.

Anzeigenschluss 26.08.

Erscheinungstermin 12.09.

verlag gmbh

62 | Juni 2026 Auf einen Blick | Vorschau | Impressum


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SICHER.

Das OilQuick Sicherheitskonzept für Schnellwechsler aus

Sichtanzeige + Fallsicherung

plant jede mögliche Fehlverriegelung mit ein

verzeiht auch menschliche Fehler

hat Anbaugeräte sogar unverriegelt im Griff

Wir machen bei deiner Sicherheit

keine Kompromisse. Und du?

Du kannst ältere Schnellwechsler-Modelle

jederzeit nachrüsten lassen - das wird

übrigens von der BG Bau gefördert.

IMPROVE

YOUR MACHINE

BE BETTER

MEHR SICHERHEIT GEHT NICHT

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YOUR MACHINE

BE BETTER


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