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tassilo - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen Ausgabe-Juli-August-2026

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Ausgabe 67

Juli / August 2026

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: Mauritius Images, Udo Siebig

Säulenhalle STOA 169, Polling

Akrobatik in der Luft

Flugprofi Markus Feyerabend

Kisten mit Kultcharakter

Ein Gaudiwettbewerb für alle


50

JAHRE

50 JAHRE KASPROWICZ.

Eine Familie. Ein Handwerk.

Seit über 50 Jahren steht der

Name Kasprowicz für Qualität,

Verlässlichkeit und echtes Bäckerhandwerk.

Was einst von Fritz Kasprowicz

mit viel Leidenschaft aufgebaut

wurde, wird heute von Julian

Kasprowicz in zweiter Generation

weitergeführt – mit dem

gleichen Anspruch, Tag für Tag

beste Backwaren zu schaffen.

Über 50 gelernte Bäcker und

Konditoren sind dabei das Fundament

unseres Erfolgs – und

zugleich der Qualitätsgarant

für das, was täglich in unserer

Backstube entsteht. Dabei übernehmen

wir auch Verantwortung

über das Handwerk hinaus: Mit

einem eigenen aufgeforsteten

Waldstück leisten wir einen aktiven

Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Gleichzeitig achten wir bewusst

auf einen reduzierten Müllverbrauch

und setzen gezielt auf

nachhaltige Energie.

So verbinden wir bewährte

Tradition mit einem klaren

Blick nach vorne – für Backwaren,

die ehrlich sind, aus der

Region kommen und einfach gut

schmecken.

Und für ein Handwerk, das wir

seit über 50 Jahren mit Überzeugung

leben.

kasprowicz.de


Am Boden, Fels und

in der Luft

Klettern fördert Kraft, Koordination und Konzentration,

gibt Selbstvertrauen und baut Stress ab. In der

Regel werden die ersten Schritte in der Halle gemacht.

Wer dort die Basics im Schlaf beherrscht und

erste Züge am echten Fels wagen möchte, hat jedoch

häufig das Problem, geeignete Routen zu finden.

Hans Hornauer vom Alpenverein Peißenberg hat sich

deshalb auf die Suche gemacht – und mit dem Peißenberger

Alpinklettergarten einen echten Geheimtipp

parat. Seltenheitswert hat auch die traditionelle

Fischerhochzeit in Tutzing, die in der Regel nur alle

fünf Jahre stattfindet, aufgrund Corona sogar noch

länger pausieren musste. Heuer ist es allerdings

wieder soweit, steigt am Westufer des Starnberger

Sees ein weit und breit einzigartiges Fest. Mindestens

so aufgeregt wie das dafür auserwählte Brautpaar:

Markus Feyerabend, bevor er im Rahmen eines

internationalen Wettkampfs in den Flieger steigt.

Passend zum 75. Geburtstag des Flugsportvereins

Weilheim-Peißenberg durften wird den Profi zum

großen Interview auf die Rote Couch bitten – und

dabei tiefe Einblicke in die Formel 1 des Flugsports

gewinnen, die in vielerlei Hinsicht absolut beeindruckend

ist. Einzigartig ist auch das, was die rührigen

Mitglieder des MSC Polling alle paar Jahre nördlich

von Oderding auf die Beine stellen: Ein Seifenkisterlrennen

für Alle. Das Besondere dabei: Gefahren wird

ausschließlich mit vereinseigenen Kisterln, die einst

von einem Schreiner professionell und streng nach

Regelwerk gebaut wurden. Technisch deutlich komplexer

aufgebaut: Der neue Rennwagen von Infinity

Racing. Das Rennteam der Hochschule Kempten ermöglicht

Studenten, ein eigenes Auto zu entwickeln

und mit diesem aktiv im Rahmen einer internatio-

ti

nalen Rennserie für Studenten-Teams teilzunehmen.

Für unsere Region ist dieses Thema aus zwei Gründen

spannend: Erstens studieren viele junge Männer

und Frauen aus dem Pfaffenwinkel auf dem 5300

Quadratmeter großen Campus im Allgäu. Darüber

hinaus kooperieren Hochschule und Rennteam mit

hiesigen Unternehmen. Viel herumgekommen, obwohl

er ungern in den Flieger steigt, ist auch ein

Mann, der seinen Lebensunterhalt mit einer äußerst

seltenen Handwerkskunst bestritten hat – die Rede

ist von Fassmalerei. Dass damit nicht das Bemalen

von Bierfässern gemeint ist, und es ein Auftrag sogar

bis auf den heiligen Rasen der Münchner Allianz-

Arena geschafft hat, lesen Sie ebenso in unserer Juli /

August-Ausgabe wie das im Grunde unaufhaltsame

Voranschreiten einer Invasiven Art, die einst aus USA

importiert wurde – und nun die Existenzen heimischer

Krebse akut bedroht. Ob im Wasser, am Boden,

Fels oder in der Luft – dass Sie in einer immer

komplexer werdenden Welt die schönen Dinge nicht

aus den Augen verlieren, wünscht an dieser Stelle

von Herzen,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Im Schatten der

Hochplatte — Klettern

am richtigen Fels

Seite 6

Kampf um Krebserhalt:

Über bayernweite

Wiederansiedlungsprojekte

Seite 9

Furchtloser Flugakrobat:

Markus Feyerabend im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 15

Brände und blaue

Flecken — die Festtage

in Oberhausen

Seite 16

Die Formel 1 für

Studenten — ein spannendes

Hochschulprojekt

Seite 18

Zugspitzbahn, G7-Gipfel

und Lechtalbrücke — ein

Bauunternehmen wird 60!

Seite 20

Seit den 1970ern:

Ein Seifenkistenrennen, das

für jeden geeignet ist

Seite 22

Wissenschaft trifft auf Kunst,

Kultur und Sport — Allerlei aus

dem Tassiloland

Seite 24

Leichte Küche in schweren

Zeiten — leckere Rezepte

der Hauswirtschafterei

Seite 26

Von russischen Forellen bis

Thomas Müller — Fassmaler

Franz Schindler hört auf

Seite 28

Rückkehr aus Russlandfeldzug:

Die Fischerhochzeit am

Starnberger See in Tutzing

Seite 30

Bärenzähmer mit

Heiligenschein — lösen Sie

das neue Heimaträtsel?

Seite 31

Fischerstechen, Festzug und

Blaulichttag — Dießen feiert

700 Jahre „Bannmarkt“

Seite 32

Auf in einen ereignisreichen

Sommer — alle Veranstaltungen

für die Monate Juli und August

RESTAURANT & BAR

In der alten Ziegelei des Klostergutes Polling servieren wir feinste Speisen aus frischen, regionalen Zutaten.

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inmitten einer wunderschönen Oldtimer-Szenerie.

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juli / august 2026 | 3


Klosterwirt Polling

Biergarten Restaurant Hotel Veranstaltungen

0881 12232998 www.klosterwirtpolling.de

TAG DER OFFENEN TÜR

am Samstag, 4. Juli 2026

von 10 – 16 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

4 | tassilo

Im nordseitigen Schatten der Hochplatte

Klettern am

richtigen Fels

Peißenberg / Halblech | Wer mit

Hallenklettern begonnen hat und

die Sicherungstechniken aus dem

FF beherrscht, möchte eines Tages

raus in die Natur, ran an den

richtigen Fels. Nur wo? „Wir sind

mal eine Route in den Tannheimer

Bergen geklettert, die von der

Schwierigkeit her genau dafür geeignet

hätte sein sollen“, erinnert

sich Hans Hornauer, Vorsitzender

der Alpenvereinssektion Peißenberg.

War sie aber nicht. „Bröselig

und brüchig – selten habe ich

mich während einer Klettertour so

unwohl gefühlt und war froh, dass

die Teilnehmer und ich unverletzt

aus der Wand gekommen sind.“

Mit anhaltend flauem Gefühl im

Magen schwor sich Hans Hornauer,

so etwas nie wieder zu klettern.

Schon gar nicht mit Anfänger-

Gruppen, die den Schritt von der

Kletterhalle an den Berg möglichst

risikoarm beschreiten können

sollten. So machte sich der inzwischen

pensionierte Physiker, stets

mit Kamera im Gepäck, selbst auf

den Weg, um geeignetere Routen

mit deutlich besserer Felsqualität

zu finden. Das Problem dabei: Der

Fels in den Ammergauer Alpen ist

allgemeinhin bekannt für schlechte

Qualität, gilt grundsätzlich als

oftmals brüchig. „Und die guten,

bereits bekannten und entsprechend

stark bekletterten Routen

sind über die Jahre hinweg derart

abgetreten und abgegriffen worden,

dass der Fels dort mitunter

rutschig ist wie Kirchenmarmor.“

Umso bereichernder für Kletterbegeisterte:

Das Gebiet, das Hans

Hornauer vor mittlerweile 13 Jahren

im Rahmen einer ausgedehnten

Wanderung entdeckt hatte.

„Ich war auf einer längeren Tour

im Kenzengebiet unterwegs, rund

um die Hochplatte.“ Beim nordseitigen

Abstieg vom bekannten

Fensterl, hinunter Richtung Geiselsteinsattel,

erblickte er rechter

Hand eine Felswand, „die bereits

von Weitem als sehr strukturiert

und mit größeren Griffen in regelmäßigen

Abständen zu erkennen

war, obendrein als nicht komplett

senkrecht verlaufend“. Insofern

ideal für Wandkletterei im auch

unteren Schwierigkeitsbereich?

Um diesen Eindruck zu bestätigen,

knipste Hans Hornauer nicht

nur messerscharfe Bilder, die er

zuhause am PC-Bildschirm via

Tiefenzoom analysierte. Gemeinsam

mit einem Sektions-Kollegen

machte er sich erneut auf den

Weg, kletterte die bis dato unberührten

Wände im Schatten der

Hochplatte ab. Und? „Wir waren

Die „Wessobrunner

Mädels“ am

Wandfuß des

Alpinklettergartens.


auf Anhieb begeistert – genau

das, wonach ich viele Jahre lang

gesucht habe.“

Alpinklettergarten

liegt abgelegen

Getauft haben Hans Hornauer und

seine Mistreiter diesen gefundenen

Schatz als „Peißenberger

Alpinklettergarten“. Seit seiner

Eröffnung im Jahr 2013 richteten

sie immer mehr Routen ein. Inzwischen

sind es 21 an der Zahl,

von zwei bis fünf Seillängen mit

Bohrhakenabständen von jeweils

drei bis vier Metern, manchmal

auch mehr. „Von einer einfachen

vier plus über eine Hand voll Fünfer,

mehrere Sechser, Simmer und

an einer Stelle sogar bis in den

achten Schwierigkeitsgrad ist da

für fast jeden was Passendes dabei.“

Die Namen der Routen sind

von „fei-schee“ über „Eis-Tanz“

und „Schmierseifenblatt“ bis hin

zu „örtlich betäubt“ und „Quer iss

schwer“ gleichermaßen treffend

wie humorvoll gewählt. Die Wände

bis zu 120 Meter hoch. „Weiter

oben wird die Felsqualität wieder

schlechter“, betont Hans Hornauer,

der am Ende einer jeden Route

einen Stand gebohrt hat, „damit

man sich wieder zum Ausgangspunkt

am Wandfuß abseilen

kann.“ Heißt: Hier geht es wirklich

um Kletterei am Fels an sich, nicht

um Gipfelziele mit malerischer

Rundumsicht.

kommen die Kletterer dort

trotzdem voll auf ihre Kosten,

weil es sich zwischen

Geiselstein, Gabelschrofen,

Hochplatte und Kenzenkopf

um einen der schönsten,

aber auch unberührtesten

und verstecktesten Fleckerl

des Kenzengebiets handelt.

Zum Schutz dieser dort

einzigartigen Natur hielten

Hans Hornauer und Co. den

Peißenberger Alpinklettergarten

lange Zeit geheim.

„Als die Routen dann eines

Landschaftlich

Tages im Kletterführer ‚Ammergauer

Alpen‘ veröffentlicht wurden,

hatte ich schon Sorge, dass

dieses Gebiet von den Münchnern

überrannt wird.“ Rückblickend

betrachtet ist dies jedoch bis heute

nicht der Fall. Wohl auch, weil

die Wände des Peißenberger Alpinklettergartens

trotz Heimatnähe

weder schnell zu erreichen

noch aufzufinden sind.

„Zeitlich nicht

verkalkulieren“

Hans Hornauers Empfehlung: Mit

dem Omnibus vom Kenzenparkplatz

in Halblech bis zur Kenzenhütte

zu fahren – die Busse

pendeln werktags ab 8 Uhr, an

Wochenenden ab 7 Uhr. Alternativ

kann auch via Mountainbike oder

E-Mountainbike hochgeradelt

werden. An der Kenzenhütte angekommen,

geht es schließlich zu

Fuß zum Kenzensattel hoch, westseitig

wieder hinunter in Richtung

Geiselsteinsattel. In einer Senke

angekommen, führt der Weg an

einem markanten Fels (rechts des

Weges) hinauf in Richtung Fensterl,

nach wenigen Höhenmetern

vom Wanderweg über wegloses

Gelände erneut nach links, direkt

auf den Wandfuß des Alpinklettergartens.

Gut eine Stunde Gehzeit –

mit 70-Meter-Seil (Empfehlung),

Gurt, Karabiner, Kletterschuhen,

je nach Route sechs bis zehn Expressschlingen

und Verpflegung

gilt es auch einiges an Gewicht

mitzuschleppen – sollten laut

Hans Hornauer schon eingeplant

werden für den Zustieg von der

Kenzenhütte. „Zurück eher noch

mehr, weil gegen 14 Uhr die Sonne

hereinbricht, der Rückweg hinauf

zum Kenzensattel insbesondere

im Hochsommer besonders kräftezehrend

sein kann.“ Dann noch

die wohlverdiente Einkehr in der

Kenzenhütte, die bekannt ist für

sehr gute Küche, ohne dabei den

letzten Bus um 17.30 Uhr zu verpassen.

„Da darf man sich nicht

verkalkulieren.“ Und in Sachen

Jahreszeit? „Macht der Aufbruch

zum Peißenberger Alpinklettergarten

erst ab Anfang Juli Sinn.“

Bis dahin liege in den nordseitigen

Flanken der Hochplatte oftmals

noch Schnee, der sich bei

tageszeitlicher Erwärmung als

Lawine lösen könnte, in jedem

Falle die Wände der Kletterrouten

nass macht. Auch nicht ungefährlich:

Gamswild und Steinböcke,

die oberhalb des Klettergartens

loses Gestein lostreten könnten.

Der Kletterhelm ist in diesem Falle

also doppelt und dreifach wichtig.

Ebenso ein zuverlässiger Seilpartner,

der die Sicherungstechniken

aus dem FF beherrschen

muss. Denn der Alpinklettergarten

(www.alpines-klettern.de) ist zwar

für Anfänger geeignet – aber eben

nicht im Sinne von „Klettern zum

ersten Mal ausprobieren“, sondern

wirklich für diejenigen, die

das Rüstzeug bereits (in

der Halle) gelernt haben

und ihr Können am Fels

ausprobieren oder intensivieren

möchten. Und das

in einer atemberaubenden

Landschaft, nur rund 30

Autominuten von Peißenberg

und Umgebung entfernt.

js

Der Entdecker bei der Arbeit:

Hans Hornauer beim

Einbohren einer Route.

juli / august 2026 | 5


So. 19.07.2026 | 17 Uhr

Bibliotheksaal Polling

TANGO, TANGO, TANGO

Margarita Höhenrieder, Klavier

Sébastian Innocenti, Bandoneon | Bart Vandenbogaerde, Violine

Benefizkonzert zu Gunsten des PODIUM MUSICALE e.V.

PODIUM MUSICALE e.V. - Junge Künstler*innen konzertieren

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Bayernweite Wiederansiedlungsprojekte

Kampf um Krebserhalt

Wielenbach | Ob Starnberger

See, Ammersee, Isar, Loisach,

Ammer oder Lech: Alle großen

Gewässer in der Region

sind inzwischen von ihnen

besiedelt. „Und aus diesen

Gewässern bringt man sie

auch nicht mehr heraus“, betont

Dr. Jeremy Hübner, einer

von zwei Flusskrebsmanager

am Bayerischen Landesamt

für Umwelt. Die Rede ist von

nichteinheimischen Flusskrebsen,

primär vom nordamerikanischen

Signalkrebs –

eine invasive Art, die vor rund

60 Jahren erstmals nach Europa

kam. Damals in eher

gutgemeinter Absicht. „Früher

waren Krebse ein noch

viel wichtigeres wirtschaftliches

Gut als heute, im Grunde auch

Arme-Leute-Essen, weil es sie in

allen Gewässern in hoher Anzahl

gab.“ Und weil dieser nordamerikanische

Signalkrebs als besonders

robust und widerstandsfähig

gilt, dachte sich der Europäer: Den

brauchen wir hier auch. Insbesondere

die Schweden und Österreicher

trieben Besatz und Zucht

dieser Art aus Übersee voran.

Was damals nicht bedacht wurde:

Welch folgenschwere Auswirkungen

der bis zu 18 Zentimeter lange

und 200 Gramm schwere Signalkrebs

für heimische Arten und

das ökologische Gleichgewicht

im Allgemeinen haben sollte. Als

Allesfresser – von abgestorbener

Materie wie beispielsweise Laub

über Unterwasserpflanzen und

Wiederansiedlung i dl bedrohter Edelkrebse,

hier an einem kleinen Bach im Landkreis

Weilheim-Schongau.

Insektenlarven bis hin zu kleineren

Fischen, Fischleich und toten

Tieren – fungiert er nicht nur in

wertvoller Funktion als Gewässerpolizei,

sondern frisst den heimischen

Arten beste Nahrung vor

der sprichwörtlichen Nase weg.

Obendrein pflanzt er sich äußerst

schnell, effizient und mit hoher

Nachkommenzahl fort. Die Folge:

Immer noch mehr Tiere auf gleicher

Fläche, was zu nochmals

höherem Fraßdruck führt.

„Obwohl der Edelkrebs

eine sehr ähnliche Rolle

im Ökosystem einnimmt,

wird dieser

von dem oft in

sehr viel höheren

Dichten

vorkommenden,

aggressiveren Signalkrebs

auskonkurriert“, bekräftigt

Dr. Jeremy Hübner. Die

noch größere Gefahr, die vom

invasiven Krebs auf heimische

Arten ausgeht: Das Übertragen

einer tödlichen Tierseuche,

der Krebspest. „Der

Signalkrebs selbst ist gegen

diesen Erreger immun, unsere

heimischen Krebsarten jedoch

nicht“, erklärt Dr. Jeremy Hübner

ein Dilemma, gegen das

er und seine Kollegen am LfU

gemeinsam mit Fachkräften

der Naturschutz-, Fischereiund

Wasserwirtschaftsverwaltung

bayernweit ankämpfen.

„Unsere Aufgabe ist es, die

noch letzten Bestände der heimischen

Arten zu schützen und zu

erhalten – und sie in geeigneten

Gewässern, in die der Signalkrebs

nicht vordringen kann, wieder anzusiedeln.“

Mit heimischen Arten

gemeint: Der ebenfalls bis

zu 18 Zentimeter große

und 200 Gramm

schwere

ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER

6 | tassilo


Ein Bollwerk gegen die Invasion: In diesem Falle handelt es sich um die

erste Krebssperre überhaupt, errichtet in Niederbayern.

Edelkrebs sowie der wesentlich

kleinere, bis zu zwölf Zentimeter

lange Steinkrebs.

Standorte bleiben geheim

Dreh- und Angelpunkt der Wiederansiedlungsprojekte

von heimischen

Krebsarten: Die LfU-

Dienststelle im Norden von Wielenbach.

Sie wurde einst im Jahre

1912 als Teich- und Versuchsanlage

geschaffen, ist heute auf Fischökologie,

aquatische Toxikologie,

Stoffrestuntersuchungen sowie

Umweltmonitoring spezialisiert –

und beherbergt auf einer

rund 85 Hektar großen

Außenfläche 145

Fischteiche.

Zum Schutz vor Fressfeinden dienen

überspannte Netze, zum Vertreiben

des gefräßigen Kormorans

eine Schusslaut-imitierende Luftgewehrattrappe.

„Derzeit züchten

wir 32 verschiedene Arten, darunter

30 Fischarten und zwei Krebsarten“,

verrät Dr. Jeremy Hübner,

der unter Beachtung strenger Hygiene-Vorschriften

„tassilo“-Redakteur

Johannes Schelle auch in

das Gebäude führt, wo Edel- und

Steinkrebse für Wiederansiedlungsprojekte

gezüchtet werden.

Am Grund der grünfarbenen Aufzuchtbecken

liegen ein Dutzend

rote Ziegelsteine, in deren Löcher

sich die noch sehr jungen Krebse

verstecken. Aus manchen spitzeln

Antennen (Tasthaare) und Scherenfinger

hervor. In voller Pracht

zeigen sich dagegen nur zwei der

schier unzähligen Tiere, die

schon bald in den natürlichen

Lebensraum

entlassen

werden

Der invasive

Amerikanische

Signalkrebs.

können. Wo genau, wird an dieser

Stelle nicht verraten. „Wir möchten

verhindern, dass Menschen

gezielt nach den stark gefährdeten

heimischen Krebsarten suchen,

sie womöglich fangen.“ Vor allem

aber bestünde die Gefahr, dass

Personen die Krebspest unabsichtlich

von bereits betroffenen

Gewässern übertragen. „Sporen

der Krebspest können im Trockenen

zwei Tage, im Feuchten bis zu

zwei Wochen überleben, unter anderem

an Angler-Ausrüstung wie

Stiefel, Kescher, Köder und Reusen

haften bleiben, aber auch an beispielsweise

Badeklamotten, SUPs

oder Booten.“ Davon abgesehen

gibt es in manchen Regionen ohnehin

kaum noch Bäche, Flüsse

und Seen, die nicht vom invasiven

Signalkrebs besetzt sind. „Wir hatten

auch schon die Situation, dass

wir Edelkrebse an einem bis dato

invasionsfreien Gewässer besetzen

wollten, hingefahren sind und

dabei dann erstmals doch den

Signalkrebs entdeckt hatten.“

Aufruf zur Mithilfe

Wie rasant die kontinuierliche

Verbreitung des nordamerikanischen

Signalkrebses und die

damit einhergehende Verdrängung

von Edel- und Steinkrebs

voranschreitet, zeigt auch ein

bayernweites Krebsmonitoring

im Zeitrahmen von 2015 bis 2025:

Demnach ist die Verbreitung der

heimischen Krebsarten in diesen

zehn Jahren in etwa um die Hälfte

(!) zurückgegangen, während

sich die Verbreitung des nordamerikanischen

Signalkrebses

verdreifacht hat. „Der Signalkrebs

rückt in Flüssen und Bächen rund

einen Kilometer pro Jahr flussaufwärts

vor.“ Heißt: So richtig

sicher sind Edel- und

Steinkrebse nur noch

juli / august 2026 | 7

Moderne Elektrotechnik –

Sicher,

Effizient f und

Zukunftsorientiert –

auch in Wielenbach

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& Verkabelung

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werde Teil unseres (e)-Teams

Kontakt:

Geschäftsführer: Jürgen Groba

08861 92 818 0

info@e-team.bayern

Schwabbrucker Str. 2a

86956 Schongau


Frischgeschlüpfte Steinkrebslarven, angeheftet an

der Mutter. Fang (re.) eines jungen Edelkrebses.

in den kleineren Seen und Weihern.

Und in bestimmten Bächen

und Flüssen, die via Krebssperren

gezielt gesichert werden. „Krebssperren

sind modifizierte, meist

bereits bestehende Querbauwerke,

die zum Schutz der Flusskrebse

erhalten bleiben, anstatt sie

fischdurchgängig zu gestalten –

wir reden hier von weniger als

0,1 Prozent von mehr als 50 000

Querbauwerken in ganz Bayern.“

Technisch betrachtet werden diese

wenigen auserwählten Querbauwerke

mit Blechen so ausgekleidet,

dass die nicht einheimischen

Krebse sie weder kletternd noch

schwimmend überwinden können

und somit, flussaufwärts,

nicht weiter in die Habitate einheimischer

Flusskrebse einwandern

können. Aufgrund geringer

Manpower, begrenztem Budget

und bayernweitem Einzugsgebiet

also eine echte Mammutaufgabe

für Dr. Jeremy Hübner und seinen

Kollegen Daniel Krapfenbauer.

„Um die bayernweite Vermehrung

des einheimischen Steinkrebses

sowie intensive Monitoring-Anstrengungen

mit oft zeitintensiven

Außendiensten kümmern

sich tatsächlich nur wir und die

Fachberatung für Fischerei in

Niederbayern.“ Trotzdem geben

Dr. Jeremy Hübner und sein Team

den Kampf zwischen Signal- und

Edel- sowie Steinkrebs nicht auf.

Aufzucht von Steinkrebsen an der

Teichanlage in Wielenbach.

Allein deshalb nicht, „weil wir im

Rahmen der EU-FFH-Richtlinie

gesetzlich zum Erhalt heimischer

Krebsarten verpflichtet sind“.

Hinzu kommt, dass die weniger

aggressiven Edel- und Steinkrebse

eine höhere Bedeutung für

das ökologische Gleichgewicht in

hiesigen Gewässern haben. Vor

allem aber handelt es sich bei

Stein- und Edelkrebsen um Arten,

die es hier in der Region bereits

vor 450 Millionen Jahren gegeben

hat. Insofern wesentlich länger

als beispielsweise Menschen,

deren Ursprung (Trennung vom

Menschaffen) in etwa sieben Millionen

Jahre zurückreicht. „Viele

von uns wissen gar nicht, welch

unglaubliche Schätze in unseren

Gewässern leben“, bekräftigt

Dr. Jeremy Hübner, der an dieser

Stelle um Mithilfe bittet: „Alle, die

draußen unterwegs sind, können

Krebssichtungen direkt an

uns melden.“ Entweder online

unter www.lfu.bayern.de/natur/

fische_krebse/krebse/index.htm.

Oder via E-Mail an flusskrebs@

lfu.bayern.de. Im Idealfall mit Foto

von Tier, Fundort und Gewässer.

Dann können die Experten selbst

erkennen, wo genau und ob es

sich um eine invasive Art handelt

– oder um einen der letzten

Edel- oder Steinkrebse, die hier in

der Region noch nicht verdrängt

wurden.

js

8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Furchtloser Flugakrobat

Auf der Start- und Landebahn in

Paterzell: Kunstflugprofi Markus

Feyerabend. Im Hintergrund

zu sehen: Sein Flieger, der neu

500 000 Euro kosten würde.

Foto: Felix Baab

juli / august 2026 | 9


Paterzell | Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu 400 Stundenkilometern,

blaue Flecken am ganzen

Körper und Flugmanöver bis zur

Bewusstlosigkeit: Markus „Maxu“

Feyerabend zählt zu den besten

Kunstflugprofis der Welt, obwohl

er offiziell gar kein Profi ist. Im

großen Interview auf der Roten

Couch verrät der aus Weilheim

stammende Peißenberger, wie

sich Loopings, Rollen und Turns

anfühlen, wie er überhaupt zu

diesem außergewöhnlichen Sport

gekommen ist und wie er Flieger,

Trainings und Wettbewerbe auch

ohne Profivertrag und Sponsoren

finanziert. Außerdem spricht der

verheiratete Vater eines erwachsenen

Sohnes, warum er entgegen

der Jetpiloten der Deutschen

Bundeswehr auch mit 55 Jahren

noch lange nicht ans Aufhören

denkt – und warum die Leserinnen

und Leser Ende Juli unbedingt

an den Paterzeller Flugplatz kommen

sollten.

Herr Feyerabend, wie fühlt es sich

an, Loopings und Schrauben bei

400 (!) Stundenkilometern zu fliegen?

Im Grunde wie Achterbahnfahren,

nur in Zeitraffer und nochmals

deutlich heftiger. In unserem

Sport geht alles extrem schnell,

was es mental wie körperlich brutal

herausfordernd macht.

Auch, weil Fehler tödlich enden?

Wenn alles an unglücklichen Umständen

zusammenkommt, kann

es wie beim Motorradfahren oder

Radfahren schon schlimm ausgehen.

Die Chancen dafür sind aber

gering, weil wir uns und unser

Material auf die jeweiligen Flüge

sehr akribisch vorbereiten. Wenn

Kunstflugprofis von Fehlern sprechen,

sind das meist Ungenauigkeiten

beim Abfliegen des vorgegebenen

Programms, die in der

Jurybewertung zu Punktabzügen

führen. Der Laie würde das vom

Boden aus gar nicht erkennen.

10 | tassilo

Die an den Tragflächen angebrachten Carbonstäbe dienen Markus Feyerabend (re.) zur besseren Orientierung,

wenn er im Rahmen eines Wettkampfs sich bei 400 Stundenkilometern durch die Lüfte schraubt.

Wie läuft so ein Kunstflug-Wettbewerb

ab?

Er besteht grundsätzlich aus vier

Flügen, die jeweils innerhalb eines

imaginären Würfels in der Luft

stattfinden. Wir sagen dazu Box,

die einen Kilometer breit, einen Kilometer

hoch und einen Kilometer

tief ist. Zur Orientierung dienen am

Boden liegende, weiße Tücher und

die Landschaft vor Ort mit ihren

markantesten Punkten. Das Ufer

eines Sees oder das Industriegebiet

einer Stadt kann sehr hilfreich

sein, bei Spitzengeschwindigkeiten

von 400 Stundenkilometern den

Überblick zu behalten. Der jeweilige

Wettkampfflug an sich dauert

letztlich nur vier bis fünf Minuten.

Innerhalb dieser Zeit müssen wir

sowohl die drei von der am Boden

sitzenden Jury vorgegebenen

Programme als auch ein von uns

selbst geplantes Programm möglichst

präzise und fehlerfrei abfliegen.

Mit Programm sind also ganz bestimmte

Choreographien gemeint?

Ganz genau. Wenige Tage vor einem

Wettbewerb bekommen wir

die Programme in Papierform

überreicht, sehen anhand bestimmter

Zeichnungen und Symbole,

welche Figuren und Flugkombinationen

von uns erwartet

werden. Hier wichtig: Sich das

Programm bereits im Vorfeld bis

ins kleinste Detail einzuprägen.

Wir machen das so ähnlich wie

Skirennfahrer. Nur dass wir dabei

nicht stehen, unsere Augen schließen

harmonische Armbewegungen

dazu machen, sondern es auf

wenigen Quadratmetern zu Fuß

abgehen. Ich persönlich muss zum

Beispiel immer genau in die Himmelsrichtungen

gehen, in die ich

später auch fliegen werde.

Davon gibt’s bestimmt lustige Videos?

Für Außenstehende sieht diese Art

der Vorbereitung extrem komisch

aus. Kein Wunder, dass uns allein

deshalb schon viele für verrückt

halten.

Wie viele Figuren beherrschen Sie?

Looping, Rolle, Turn, Aufschwung,

Abschwung sowie Diagonalflüge

im 45-Grad-Winkel sind unsere

Grundfiguren. Aus denen heraus

können wir letztlich tausend verschiedene

Kombinationsmöglichkeiten

fliegen. Eine detaillierte

Aufzählung würde deshalb jeglichen

Rahmen sprengen.

Looping ist klar. Diagonalflüge

auch. Aber Turn, Rolle, Auf- und Abschwung?

Bei der Rolle lassen wir den Flieger

einmal um die Längsachse drehen.

Im Motorkunstflieger reden wir da

von einer Drehgeschwindigkeit von

400 Grad pro Sekunde. Die große

Kunst dabei ist, den Flieger innerhalb

dieser Sekundenbruchteile

weder zu kurz noch zu weit zu drehen.

Als Turn werden Senkrechtflüge

nach oben bis zum vollständigen

Stillstand bezeichnet – am

Punkt des Stillstands drehen wir

die Maschine dann um und fliegen

wieder senkrecht nach unten. Beim

Aufschwung fliegen wir über einen

halben Looping in den Rückenflug,

insofern dann mit Kopf nach unten

gerichtet weiter, ehe wir uns mit

einer halben Rolle wieder in den

Normalflug zurückdrehen.

Und das alles bei diesen unfassbar

hohen Geschwindigkeiten. Wird Ihnen

da nicht übel?

Man kennt ja dieses Spiel von Kindern,

die mit ihrem Zeigefinger auf

einen Punkt halten, sich mehrfach

um diesen herumdrehen und dann

auf ein bestimmtes Ziel zulaufen –

dabei wird mir auch schwindelig,

allerdings nicht schlecht. Man

kann mit mir und meinem Körper

wirklich machen, was man

will – übel wird mir nie, weshalb

ich mich auch im Flieger noch nie

übergeben musste.

Dafür müssen Sie ganz andere Dinge

in Kauf nehmen …

Beim Kunstflug schnallen wir uns

nicht einfach nur an, sondern

werden mit Gurten richtig fest

in den Sitz hineingezurrt. Das ist

vergleichbar mit dem Befestigen

von Lkw-Ladungen via Spanngurt

und stets ein schmaler Grat, die

Blutzufuhr im Körper nicht abzudrücken.

In Kombination mit der

brutalen Wucht, die dann während

des Flugs auf uns einwirkt, kommt

es häufig zu starken Blutergüssen

am ganzen Körper. Insbesondere

wenn am feuerfesten Anzug sich

eine kleine Falte bildet, siehst

du danach aus, als hätten dich

die Klitschko-Brüder im Boxring

bearbeitet. Manchmal ist es so

schmerzhaft, dass du es kaum aushältst.

Dafür braucht es wahrscheinlich

verdammt viele Trainingseinheiten

auch abseits des Fliegers. Wie oft

sind Sie im Fitnessstudio?

Normalerweise müsste ich diese

Frage jetzt mit Ja beantworten.

In Wahrheit bin ich dahingehend

aber richtig faul, habe im Laufe

meiner kompletten Karriere noch

kein einziges Mal gezieltes Krafttraining

gemacht und sicherlich

auch genetisch bedingt Glück,

dass es tatsächlich ohne funktioniert.

Andererseits wären zu viele

Muskeln auch nicht gut, weil dadurch

die Gefahr der Bewusstlosigkeit

während des Flugs steigen

könnte.

Wie meinen Sie das?

Im allerschlimmsten Fall sind die

Belastungen für uns Piloten so


hoch, dass die sprichwörtlichen

Lichter ausgehen – auch ich habe

mich vor vielen Jahren mal ausgeschaltet

in der Luft, mich unfreiwillig

bewusstlos gemacht.

Was genau ist passiert?

Es war sehr warm, ich hatte zu

wenig getrunken, einen stressigen

Arbeitstag hinter mir und während

einer Figur mit sehr hoher Beschleunigung

die für uns immens

wichtige Pressatmung vergessen.

Dadurch wurde mein Gehirn nicht

mehr ausreichend mit Sauerstoff

versorgt. Prompt war ich weg.

Passiert ist mir das bei einem Trainingsflug

im Kunstsegelflieger hier

in Paterzell.

Wie überlebt man einen derart dramatischen

Vorfall?

Glücklicherweise war ich in diesem

Moment noch sehr hoch, sodass

der Flieger gut von alleine

weiterfliegen konnte. Er machte

ohne mein Zutun einen Looping.

Während des Abwärtsteils

des Loopings, nach rund sieben

Sekunden, bin ich wieder aufgewacht.

Von da an hat es zwar

nochmals einige Sekunden gedauert,

bis ich realisiert hatte, in

einem Flieger zu sitzen. Letztlich

ging aber alles gut aus, konnte ich

mich und den Flieger sicher nach

unten bringen und landen. Trotzdem

sollte so etwas im Idealfall

natürlich nicht passieren. Tunnelblick

oder Schwarz-Weiß-Sehen,

was häufiger vorkommt während

eines Kunstflugs, sind die Vorstufen

zur Bewusstlosigkeit. Tritt dies

ein, gilt es die Beschleunigung sofort

wegzunehmen.

Aber warum wird diese Gefahr

durch „zu viele Muskeln“ verstärkt?

Weil Muskeln auch mit Sauerstoff

versorgt werden, der wiederum

für die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn

fehlen könnte.

Jetpiloten der Deutschen Bundeswehr

gingen früher mit 41 Jahren in

den Vorruhestand, weil eben diese

körperlichen Belastungen beim Fliegen

so immens hoch sind. Sie sind

inzwischen 55, machen gar kein

gezieltes Training für Oberkörper,

Beine, Rumpf und bestreiten trotzdem

Wettkämpfe auf allerhöchstem

Niveau – wie passt das zusammen?

Jetpiloten im Eurofighter fliegen

mit bis zu 600 Stundenkilometern

nochmals höhere Geschwindigkeiten

als wir – die Last, die uns

Kunstflugpiloten in den Sitz drückt,

ist jedoch tatsächlich die gleiche.

Der Unterschied zwischen uns und

Jet-Piloten liegt letztlich darin:

Fliegt ein Jetpilot bei 600 Stundenkilometern

eine 180-Grad-Kurve,

wirken bis zu 8G über 25 bis 30

Sekunden hinweg auf ihn ein. Bei

uns in der Kunstfliegerei kommt

es während des Wettkampfs zwar

regelmäßiger zu Spitzenbelastungen

von 8G, manchmal sogar bis

zu 10G, allerdings immer nur für

zwei bis drei Sekunden. Letztlich

fühle ich mich körperlich nach wie

vor gut, bestehe den alljährlichen

medizinischen Check und habe

schlichtweg große Lust darauf,

mich weiterhin mit den Besten der

Welt zu messen.

Bis zur Weltspitze war es ein langer

Weg. Wie sind Sie überhaupt zur

Fliegerei gekommen?

Während früher alle anderen Kinder

Fußball spielten, habe ich Papierflieger

durch die Luft geworfen.

Zudem ist mein Vater Modell

geflogen, was mich allerdings

nicht wirklich interessiert hat – ich

war da mehr der Schrauber. Als

ich 16 wurde, meinte mein Vater

jedenfalls: Entweder kaufe er mir

jetzt eine gescheite Fernsteuerung,

damit ich endlich mit der Modellfliegerei

vernünftig anfange, oder

ich solle mir doch mal das richtige

Segelfliegen anschauen. Letzteres

habe ich dann hier in Paterzell getan,

war auf Anhieb angefixt, bin

zum Verein gegangen und hab den

Segelfliegerschein absolviert.

Erinnern Sie sich an Ihren allerersten

Flug?

An den allerersten nicht, aber an

den ersten Alleinflug ganz ohne

hinter mir sitzenden Fluglehrer, der

bis dahin jederzeit eingreifen

Tyll

DIE GESCHICHTE VON TYLL ULENSPIEGEL NACH DEM GLEICHNAMIGEN

ROMAN VON DANIEL KEHLMANN INSZENIERT VON CHRISTIAN STÜCKL

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juli / august 2026 | 11


konnte. Das war ein aufregendes

Gefühl.

Mit Kunstfliegerei hatte das jedoch

noch lange nichts zu tun.

Rückblickend betrachtet hat sich

das mehr oder weniger zufällig ergeben

und über viele Jahre hinweg

entwickelt.

Heißt konkret?

Nachdem ich den normalen Segelfliegerschein

gemacht hatte,

bin ich im Rahmen meines Grundwehrdienstes

bei der Deutschen

Bundeswehr in die Sportfördergruppe

der Segelflieger gekommen

– da ging’s aber ausschließlich

um Langstreckenflüge. Darin

war ich gut, aber nicht überragend.

Danach absolvierte ich auch noch

den Motorfliegerschein. Eines Tages

meinte einer meiner Vereinskollegen

dann: Sollen wir nicht

mal den Kunstflugschein machen?

Daraufhin sind wir zu Dritt nach

Baden-Württemberg gefahren,

haben dort einen zweiwöchigen

Lehrgang besucht und im Rahmen

dessen die absoluten Basics der

Kunstfliegerei auf noch ganz niedrigem

Niveau gelernt. Die Begeisterung

für diesen Sport war aber

auch hier auf Anhieb riesig, sodass

wir uns schon bald einen eigenen

gebrauchten Kunstsegelflieger gekauft

und an ersten unterklassigen

Wettbewerben teilgenommen haben.

Und dort auch gleich Erfolge eingefahren

habt?

Da wir alle Drei aus demselben

Verein waren, konnten wir autark

arbeiten, uns gegenseitig trainieren.

Einer hat vom Boden aus

gecoacht, der zweite den Kunstsegelflieger

hochgeschleppt und der

dritte ist geflogen. Das im gegenseitigen

Wechsel, immer am Abend

nach der Arbeit von 18 bis 20 Uhr,

was jedem von uns drei Starts pro

Training ermöglicht hatte. So haben

wir uns in kürzester Zeit auf

ein derart gutes Niveau gepusht,

dass wir nur fünf Jahre später die

erste WM, damals in Moskau, fliegen

konnten. Spätestens da war für

mich endgültig klar, an diesem faszinierenden

Sport dranzubleiben.

Inzwischen fliegen Sie seit 39 Jahren,

davon seit 25 Jahren Kunstflug – und

haben es sowohl im Segelkunstflieger

als auch im Motorkunstflieger

drauf. Worin liegen die größten Unterschiede?

Beim Segelkunstflug hast du nur

die Energie zur Verfügung, die

du über die maximale Höhe beim

Hochschleppen des Fliegers bekommst.

Und es geht bei weitem

Im Hangar: Markus Feyerabend beim Einparken seines Fliegers.

12 | tassilo

nicht so schnell zur Sache wie im

Motorflieger. Die Spitzengeschwindigkeiten

liegen hier bei 290

Stundenkilometern, die Rollgeschwindigkeiten

bei 180 Grad pro

Sekunde.

Was Ihnen eines Tages zu langweilig

wurde?

Zu langweilig wäre der falsche

Ausdruck. Wir reden auch hier

beim Segelkunstflug von der Formel

1 des Flugsports. Letztlich hatte

ich das große Glück, über zehn Jahre

hinweg die absolute Nummer

eins in ganz Deutschland zu sein.

Im Zuge dessen kam der Wunsch

nach einer neuen Herausforderung

immer stärker in mir auf, weshalb

ich seit mittlerweile elf Jahren den

physisch nochmals deutlich anstrengenderen

Motorkunstflug bevorzuge.

Der große Nachteil dabei: Lärm.

Mit dem Segelkunstflieger durfte

ich hier in Paterzell trainieren,

mit dem Motorkunstflieger ist uns

das aus Lärmschutzgründen verboten,

sind meist Trainingslager

über alten, oft weit entfernten Militärflughäfen

notwendig. Neulich

waren wir zum Beispiel auf einem

alten russischen Militärflugplatz

bei Brandenburg, direkt an der

Grenze zu Polen. Einzige, regionale

Ausnahme, die von Seiten der Landesluftfahrtbehörde

auch genehmigt

ist: Der Luftraum über dem

großen Wald zwischen Dießen und

Dettenschwang. Dort gibt es nur

ein Wohnhaus, weshalb wir dort

ab und an für wenige Minuten mit

dem Motorkunstflieger in die Luft

dürfen. Das nutze ich meist kurz

vor Abreise zu einem Wettkampf,

um nochmals ein gutes Gefühl für

Flieger und Geschwindigkeit zu bekommen.

Der aktuelle Motorkunstflieger, in

dem Sie mit Sack und Pack auch zu

Wettkämpfen innerhalb Europas anreisen,

sei derzeit das Beste, was der

Markt zu bieten hat?

Markus Feyerabend erklärt Redakteur Schelle die Wettkampfregeln.

Richtig. Der Rumpf besteht aus

verschweißten Stahlrohren, zum

Teil mit lackiertem Stoff, zum anderen

Teil mit Carbon bespannt.

Die Tragflächen bestehen ebenfalls

aus Carbon. Leer wiegt unsere 320

PS starke, in Deutschland hergestellte

Waffe rund 600 Kilogramm.

Getankt wird, ähnlich zur Formel 1,

hochoktanes Benzin.

Was kostet diese edle „Waffe“?

Neu 500 000 Euro, was für uns im

Leben nicht leistbar ist. Deshalb

haben wir – da Hans-Georg „Girgl“

Resch aus Forst, da Andreas „Andal“

Hochenauer aus Wolfratshausen

und ich – uns eine gebrauchte

Maschine für gut 250 000 Euro gekauft.

Ärgern Sie sich an dieser Stelle über

die Gehälter von Fußballprofis?

Wenn man sich die Gehälter der

Erstligamannschaften im Fußball

anschaut, ist das vergleichsweise

schon leichtverdientes Geld angesichts

dessen, was in anderen

Sportarten geleistet und bezahlt

wird. Aber letztlich investiere ich

so viel Zeit und Geld in meine

Leidenschaft, weil ich die Chance

habe, mich mit den besten der

Welt zu messen – und das ist es

mir Wert, obwohl es aus finanzieller

Sicht absolut keinen Sinn

macht, dieses Hobby auf diesem

Niveau und ohne jegliche Sponsoren

auszuüben.

Wie fi nanzieren Sie die Kunstfliegerei

auf Weltspitzenniveau?

Mit allem, was ich über meinen

Hauptberuf als einst gelernter

Funkelektroniker verdiene. Heißt:

Wenn andere Leute im Winter in

den Skiurlaub fahren und im Sommer

nach Griechenland fliegen,

spare ich das Geld für Trainingslager

und Wettkampf. Wir reden hier

jährlich von einer hohen fünfstelligen

Summe. Und davon, dass ich

mit der Fliegerei keinen einzigen

Cent verdiene, obwohl ich in der

gleichen Klasse fliege wie Profis.

Gibt es überhaupt Kunstflugprofi s,

die ausschließlich von ihrem Sport

leben können?

Mir persönlich sind aktuell nur

zwei bekannt. Wobei dieser Sport

in anderen Ländern wie zum Beispiel

Frankreich oder Rumänien

einen deutlich höheren Stellenwert

hat, Athleten dort über

Sportfördergruppen wesentlich

besser unterstützt werden. Hier

in Deutschland bist du selbst als

Teil der Nationalmannschaft nahezu

vollständig auf dich allein gestellt.

Was sagt Ihre Frau dazu?

Meine Frau ist mein mit Abstand

größter Sponsor und Unterstützer.

Sie hat selbst den Segelflugschein,

insofern etwas übrig für

diese Leidenschaft. Anders würde

es auch nicht funktionieren. Wobei


wir heuer sogar, erstmals seit vier

Jahren, mal wieder einen gemeinsamen

Urlaub machen.

Und was sagt Ihr Sohn dazu?

Der hat für die Fliegerei wenig übrig,

findet es aber – so viel kann

ich denke ich sagen – trotzdem

ziemlich cool, was sein Vater da

Verrücktes macht.

Verrückt trifft es auf den Punkt. Führen

Sie Buch und wissen, wie oft Sie

im Laufe Ihres Lebens bereits abgehoben

sind?

Mit allen Segel- und Motorflügen

zusammen bin ich mittlerweile

bei 2 000 Flugstunden und gut

5 500 Starts in 39 Jahren. Wenn

das Wetter passt und die Zeit es

zulässt, bin ich wöchentlich in der

Luft. Das ist natürlich kein Hobby

mehr, sondern eine Passion.

Wo überall auf der Welt sind Sie geflogen

– und wo am allerliebsten?

Am liebsten natürlich Dahoam in

Paterzell. Aber Highlights gibt es

nach so vielen Jahren viele. Die

Weltmeisterschaften in Finnland,

Frankreich, Holland, Tschechien,

Polen, Ungarn, Spanien und Österreich

zum Beispiel. Oder Starts

in eher exotischen Orten oder Ländern

wie Moskau oder Dubai.

Ihr dabei spektakulärster Flug?

Der emotionalste war definitiv der

bei den World Air Games in Dubai

im Jahr 2015. Damals war klar,

dass es mein letzter Wettbewerb

im Kunstsegelflieger sein wird,

weil es finanziell und zeitlich nicht

möglich wäre, Kunstsegelflug und

Motorkunstflug parallel zu betreiben.

Sich ausgerechnet bei diesem

Wettkampf, den Olympischen Spielen

des Flugsports, in der Kategorie

Freestyle gegen die absolute

Cremé de la Cremé des Segelkunstflugsports

durchzusetzen, war unglaublich

– damals waren nur die

zehn besten Piloten der Welt am

Start.

Dank am Flieger angebrachter Go-

Pro gibt’s davon sogar ein geniales

Erinnerungsfoto. Wobei Sie viele

weitere Erfolge feiern durften.

Seit 20 Jahren bin ich durchgehend

Teil einer Nationalmannschaft,

konnte im Segelkunstflug zehn

Jahre lang der beste in Deutschland

sein und wurde darin auch

fünf Mal Deutscher Meister in der

höchsten Klasse. Es gab einen Vize-

WM-Titel im Einzel im Segelkunstflug

sowie 2024 einen Vize-WM-Titel

im Team im Motorkunstflug, der

absoluten Königsklasse im Flugsport.

Ausschlaggebend über Sieg

Highlight-Foto vom Sieg bei den World-Air-Games in Dubai.

oder Niederlage ist letztlich, trotz

aller Nervosität die perfekte Leistung

auf den Punkt genau abrufen

zu können. Fliegen kann im Rahmen

solcher Wettbewerbe nämlich

jeder. Aber gewonnen werden sie

letztlich im Kopf.

Was an Wettbewerben steht dieses

Jahr an?

Aus finanziellen Gründen leider

nur die Deutsche Meisterschaft im

Motorkunstflug – die WM findet

heuer in USA statt, was schlichtweg

zu teuer ist für mich. Mittel- bis

langfristig betrachtet möchte ich

aber schon so lange wie möglich

auf hohem Niveau fliegen. Besonders

schön wäre nochmals eine

WM in Frankreich. Dort kommen

bis zu 100 000 Zuschauer und jubeln

dir bei der Piloten-Vorstellung

am Abend vor dem Wettkampf sowie

bei der Siegerehrung danach

zu, als gäbe es kein Morgen mehr.

Das ist Wahnsinn und findest du in

Deutschland nicht vor.

Ende Juli kommen wahrscheinlich

keine 100 000, aber bis zu 5 000

mit Sicherheit. Die Rede ist von „75

Jahre Luftsportverein Weilheim-Peißenberg“.

Unter anderem mit einer

Airshow von Ihnen höchstpersönlich.

Was dürfen die Besucher da am Paterzeller

Flugplatz erwarten?

Im Rahmen unseres Jubiläums

am Samstag, 25. Juli und Sonntag,

26. Juli, jeweils ab 10 Uhr, werden

wir den Leuten da draußen

möglichst spektakulär zeigen, was

man mit so einem Flieger alles

anstellen kann. Das ist schon eine

einmalige Gelegenheit, diese besondere

Art von Flugsport dank

Ausnahmegenehmigung direkt in

der Region hautnah miterleben zu

können. Vielleicht sogar noch interessanter

als ein Wettkampf auf

Weltniveau, weil mein Programm

mehr auf Show als auf Präzision

ausgelegt ist. Loopings, Rollen,

Turns – und das bei Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu 400

Stundenkilometern.

js

*Rechtsberater

Linda Heidemann

Fachanwältin für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Allgemeines Zivilrecht

Pascal de Coulon*

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Fachanwalt für Bau- und

Architektenrecht

T 0881 / 63 80 90 Mittlerer Graben 18

F 0881 / 9 23 27 44

82362 Weilheim

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Fachanwältin für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Verwaltungsrecht

juli / august 2026 | 13


– ANZEIGE –

Interview zum Plan eines Diabetischen Fußzentrums

„Wir kämpfen um jeden Fuß“

Weilheim | Dr. Ludwig Schwering,

Leiter der Sektion für Rekonstruktive

Orthopädie, plant im Krankenhaus

Weilheim ein Diabetisches

Fußzentrum einzurichten. Was

dies genau ist und welche Vorteile

es für Patienten mit einer Diabetes-Erkrankung

bringt, erklärt er

im Interview.

Warum brauchen wir am Krankenhaus

Weilheim ein Diabetisches

Fußzentrum?

Ein großer Anteil der elf Millionen

Diabetiker in Deutschland ist

irgendwann im Leben vom Diabetischen

Fußsyndrom betroffen.

Am Krankenhaus Weilheim möchten

wir die notwendigen Kompetenzen

bündeln, damit aus einer

zunächst kleinen Wunde kein

schwerer Verlauf mit Infektion,

Knochenbeteiligung oder Amputation

entsteht.

Was versteht man unter dem „Diabetischen

Fußsyndrom“?

Darunter versteht man Wunden,

Infektionen, Durchblutungsstörungen,

Fehlstellungen oder

Knochenveränderungen am Fuß

bei Menschen mit Diabetes. Oft

liegen Nervenschäden vor, sodass

Schmerzen vermindert oder gar

nicht wahrgenommen werden.

Dadurch werden Druckstellen,

Entzündungen oder offene Wunden

oft zu spät bemerkt. Genau

das macht die Erkrankung so

gefährlich: Sie sieht am Anfang

manchmal harmlos aus, kann sich

aber sehr schnell verschlimmern.

Welche Folgen kann ein unbehandelter

Diabetischer Fuß haben?

Sonderveröffentlichung entlic

hungd

der

Dr. Ludwig Schwering.

Unbehandelt kann sich eine

Wunde ausbreiten, tiefere Gewebeschichten

erreichen, Sehnen,

Gelenke oder Knochen befallen

und zu schweren Infektionen oder

sogar Blutvergiftung führen. Im

schlimmsten Fall drohen Amputationen.

Das bedeutet für Betroffene

einen erheblichen Verlust an

Mobilität, Selbstständigkeit und

Lebensqualität.

Was wird das Besondere am neuen

Diabetischen Fußzentrum sein?

Der konsequent interdisziplinäre

Ansatz. Wir möchten nicht nur die

Wunde behandeln, sondern den

gesamten Fuß und den Menschen

als Ganzes betrachten. Das heißt:

Durchblutung, Infektion, Knochen,

Gelenke, Fehlstellungen, Druckverteilung,

Orthesen- und Schuhversorgung

sowie Nachsorge. Ein

Schwerpunkt ist die Rekonstruktive

Orthopädie: Wo immer möglich,

möchten wir nicht nur Gewebe

entfernen, sondern den Fuß erhalten

und seine natürliche Funktion

möglichst weitgehend wiederherstellen.

Welche Fachbereiche arbeiten künftig

zusammen?

Zur Behandlung des Diabetischen

Fußsyndroms reicht selten

eine einzelne Fachdisziplin aus.

Notwendig ist die enge Zusammenarbeit

von Internisten und Diabetologen,

die sich um die Folgeerkrankungen

der Zuckerkrankheit

und eine möglichst gute Blutzuckereinstellung

kümmern, außerdem

mit der Gefäßchirurgie, die bei

begleitender Durchblutungsstörung

mit modernen Methoden eine

möglichst gute Durchblutungssituation

herstellen kann, und natürlich

mit der Rekonstruktiven Orthopädie,

welche komplexe Schäden

am Fuß behandeln, Fehlstellungen

korrigieren und Funktionen

wiederherstellen kann. Ergänzend

unterstützen Radiologie mit guter

Bildgebung, Mikrobiologen durch

die Identifizierung von Bakterien,

das Wundmanagement, die Orthopädietechnik,

die Physiotherapie,

die Pflege und die ambulante

Weiterbehandlung. Nur wenn alle

Beteiligten abgestimmt handeln,

können Prozesse wie Diagnostik,

Operation, Wundbehandlung,

Hilfsmittelversorgung und Nachsorge

sinnvoll ineinandergreifen.

Welche Vorteile haben Patienten

davon, dass diese Kompetenzen gebündelt

werden?

Für Patienten bedeutet das kürzere

Wege, klare Abläufe und weniger

Zeitverlust. Gerade beim Diabetischen

Fuß ist Zeit ein entscheidender

Faktor. Wenn Diagnostik,

Behandlung und Therapie eng koordiniert

werden, kann man unnötige

Verzögerungen vermeiden. Betroffene

erhalten ein abgestimmtes

Behandlungskonzept statt einzelner,

voneinander

getrennter Maßnahmen.

Deshalb

haben wir bereits

zahlreiche Kooperationen

mit diabetologischen

Praxen im Umfeld

von Weilheim aufgebaut.

Können so Amputationen tatsächlich

verhindert werden?

Ja, häufig gelingt das. Entscheidend

ist, dass Patienten früh zu

uns kommen und die Ursachen

der Wunde konsequent behandelt

werden. Dazu gehören Infektionskontrolle,

Durchblutungsverbesserung,

operative Stabilisierung

oder Korrektur von Fehlstellungen,

Druckentlastung und eine gute

Nachsorge. Nicht jede Amputation

lässt sich verhindern, aber: Viele

Amputationen können vermieden

oder zumindest auf ein möglichst

kleines Maß begrenzt werden.

Wie läuft die Behandlung eines Patienten

im Diabetischen Fußzentrum

typischerweise ab?

Am Anfang steht eine strukturierte

Untersuchung: Wie sieht die

Fehlstellung oder Wunde aus? Ist

die Durchblutung ausreichend?

Gibt es eine Infektion? Liegt ein

instabiler Fuß vor? Danach wird

gemeinsam ein Behandlungsplan

erstellt. So können

wir im Falle einer

frühzeitigen Therapie

durch Maßnahmen

wie etwa

kleine Sehneneingriffe

schwere

Verläufe schon im

Vorfeld verhindern.

Wundbehandlung,

Antibiotikatherapie,

Dr. Tim Förster und Dr. Ludwig Schwering (von

rechts) bei der Nachsorge eines behandelten Diabetischen

Fußes.

> > > KONTAKT

Gefäßdiagnostik oder -eingriff,

operative Sanierung, Knochenoder

Weichteilrekonstruktionen

bleiben dabei schweren oder

fortgeschrittenen Verläufen vorbehalten.

Wichtig ist, dass die Behandlung

nicht mit der Entlassung

endet, sondern ambulant in diabetologischen

oder hausärztlichen

Praxen weitergeführt wird.

Welche Ziele verbinden Sie persönlich

mit dem Aufbau dieses Zentrums?

Mein Ziel ist es, in Weilheim eine

verlässliche Anlaufstelle für Patienten

mit Diabetischem Fußsyndrom

zu errichten, die sich kompetent

und menschlich zugewandt stationär

und ambulant um die Erkrankung

kümmert. Unsere frühzeitige

interdisziplinäre Behandlung kann

schwere Verläufe abmildern oder

sogar ganz vermeiden und langfristig

gute Ergebnisse erzielen.

Damit setzt die Rekonstruktive

Orthopädie den ursprünglichen

Gedanken des Orthopäden als

Betreuungsperson für nachhaltig

gute Lebensqualität um.

Sektion für Rekonstruktive Orthopädie

Johann-Baur-Straße 4 . 82362 Weilheim

Andra Man, Elisabeth Bußjäger

Telefon 0881 188-8594 . Telefax 0881 188-4679

E-Mail: zmc-info@kh-gmbh-ws.de

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Oberhauser Festtage von Feuerwehr und Musikkapelle

Brände & blaue Flecken

Oberhausen | Dass in Oberhausen

etwas ganz Besonderes bevorsteht,

ist bereits seit Wochen

gut erkennbar: Strohpuppen in

alten Gewändern prägen seit

Wochen das dortige Ortsbild.

Manche sitzen, manche stehen,

manche trinken sogar genüsslich

ihren Kaffee (vor dem Rathaus).

Aus welchen Häusern

die alten schicken Kleider und

Anzüge, aber auch Arbeitshosen

oder Trachten aus zum Teil längst

vergangener Zeit wohl stammen?

Antworten haben Feuerwehr und

Musikkapelle parat. Die laden

nämlich von Donnerstag, 9. Juli,

bis einschließlich Sonntag, 12. Juli,

zu den großen Oberhauser Festtagen.

Anlass der Feierlichkeiten: Ein

Doppeljubiläum zu 100 Jahre Oberhauser

Musikanten (Musikkapelle)

sowie 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr.

Letztere ist genaugenommen

noch älter, wurde nämlich im Jahre

1873 durch den damaligen Bürgermeister

Leonhard Tafertshofer gegründet

– und dafür von Seiten des

Königlichen Bezirksamt Weilheims

unter anderem mit folgenden

Worten sogar ausdrücklich dafür

gelobt: „Es dürfte Anerkennung

verdienen, dass gerade diese Gemeinde

sich entschlossen hat, ihr

Löschwesen durch Gründung einer

freiwilligen Feuerwehr wesentlich

zu verbessern und würde eine derselben

zu Teil werdende Unterstützung

sicherlich auch anderwärts zu

Nachfolge aufmuntern.“ Die Ämter

waren anno dazumal natürlich bestrebt,

die Gründung von freiwilligen

Feuerwehren zu fördern, um

flächendeckendes Löschwesen voranzutreiben.

Heute zählt die Oberhauser

Feuerwehr 140 Mitglieder,

von denen zwei weibliche und 51

männliche derzeit aktiv sind. Hinzu

kommen acht Mitglieder der

Jugend- und 25 der Kinderfeuerwehr.

Ausgerückt sind die Männer

und Frauen im Jahr 2025 immerhin

20 Mal. Überwiegend, um technische

Hilfe abzuleisten, aber auch,

um zwei Kleinbrände zu löschen

sowie Sicherheitswache und Verkehrslenkung

bei Veranstaltungen

sicherzustellen. Insofern ein vergleichsweise

ruhiges Einsatzjahr

verglichen mit den Flutschäden

des Pfingsthochwassers 1999 oder

einem Maschinenhallen-Brand im

Ortsteil Kreilhof (2020).

Festzelt an der Dorfstraße

Anekdoten gibt es auch aus 100

Jahren Musikkapelle. Zum Beispiel,

als die Oberhauser Musikanten

von einem Faschingskränzchen

in Haunshofen bei schneeglatter

Fahrbahn nach Hause geradelt

sind – und erst am nächsten Tag

all die blauen Flecken am Körper

und Dellen in den Instrumenten

bemerkten. Aktuell zählen die

Musikanten 29 aktive Mitglieder

an den Instrumenten Flügelhorn,

Trompete, Bariton, Tenorhorn,

Posaune, Waldhorn, Tuba, Schlagzeug

und Klarinette. Besonders

am Herzen liegt dem Verein der

Nachwuchs aus 15 bis 20 Kindern

im Alter von neun bis 14 Jahren,

die dank regelmäßiger Proben

und kleinerer Auftritte früh Bühnenerfahrung

sammeln können.

Gefördert wird das musikalische

Miteinander außerdem durch

Bergtouren, Kegeln, Kickerturnier.

Doch ob Groß oder Klein:

Die Musikapelle ist ein fester

Bestandtal des kulturellen Lebens

in Oberhausen, überzeugt

vor allem im Rahmen des traditionellen

Weihnachtskonzerts sowie

beim alljährlichen Neujahranblasen.

Und natürlich im Rahmen

der aktiven Beteiligung an der

umfassenden Festvorbereitung,

wozu unter anderem ein großes

Festzelt an der Dorfstraße 50 mit

Platz für 900 Personen aufgestellt

wird. Beginn der Feierlichkeiten

zum Doppeljubiläum ist am Donnerstag,

9. Juli, um 19 Uhr mit

einem Sternmarsch, gefolgt von

Wein- und Bierfest inklusive „Tag

der Nachbarschaft“, „Tag der Betriebe“

sowie musikalischer Umrahmung

der Knappschaftskapelle

Peißenberg. Am Freitag, 10. Juli,

wird um 20.30 Uhr (Einlass ab 18

Uhr) zur fetten Party mit der Band

„Allgäu Feager“ geladen. Am

Samstag, 11. Juli, ab 16 Uhr, sind

alle Interessierten recht herzlich

zu „Blasmusikpower“ mit den

drei Gruppen „Bradl-Berg-Musi“,

„Berthold Schick und seine Allgäu

6“ sowie den „Musi-Katzen“ geladen.

Das große Highlight erfolgt

jedoch am Sonntag, 12. Juli, mit

Kirchenzug und Festgottesdienst

(ab 10 Uhr), großem Festzug mit

rund 600 Teilnehmern (14 Uhr)

sowie Festausklang mit den Musikkapellen

aus Eglfing und Huglfing.

Alle Infos zum Fest gibt es

online unter www.oberhauserfesttage.de.

js

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gefragten Anlaufstelle für Schulabgänger

aus dem Pfaffenwinkel.

Derzeit sind auf dem zentrumsnah

gelegenen, 53 000 Quadratmeter

großen Campus rund 4700 Studenten

immatrikuliert, darunter 76 aus

Weilheim-Schongau. Von Betriebswirtschaft,

Elektro- und Informationstechnik,

Erneuerbare Energien,

Umwelttechnik und Gesundheitsmanagement

über Gerontologische

Pflege und Therapie, Informatik,

Robotik und Sozialwirtschaft bis

hin zu Tourismusmanagement und

Wirtschaftsingenieurswesen für

Maschinenbau oder Technologie

und Nachhaltigkeit ist für nahezu

alle Stärken und Interessen etwas

Passendes dabei – in Summe stehen

24 Bachelor- und 17 Masterstudiengänge

zur Auswahl. Absolutes

Highlight der Hochschule Kempten,

Fährt elektrisch: Der neue Rennwagen

namens „Sicilia 4“.

ganz unabhängig bestimmter Studiengänge:

Ein hochschuleigenes

Rennteam. Es heißt „Infinity Racing“,

wurde 2007 ins Leben gerufen

und besteht derzeit aus 50

Mitgliedern, die wiederum allen

Fakultäten (Studiengängen) zugehörig

sind. Ziel des Teams: Jährlich

und eigenständig einen einsitzigen

Formelrennwagen zu entwickeln,

um damit aktiv an der „Formula

Student“ teilnehmen zu können –

eine Rennserie für Hochschul-

Teams aus aller Welt. Die ersten 14

Jahre entwickelte das Kemptener

Team, das immer wieder neue,

junge Studenten dazubekommt,

Rennwagen mit Verbrennungsmotor.

Seit 2020 wird der Rennwagen

mit elektrischem Antrieb auf

den Asphalt gebracht. Das jüngste

Modell für die Saison 2026 wurde

bereits Anfang Mai vorgestellt.

Es heißt „Sicilia 4“, ist 2,60 Meter

lang, 1,20 Meter breit, dank extrem

leichtem, verwindungssteifen Carbon-Chassis

(Fahrgestell) nur 200

Kilogramm schwer und erreicht bei

einer Leistung von 80 kW Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu 126

Stundenkilometern.

Sponsoren-Event

in Schongau

„Der technische Fokus liegt in dieser

Saison besonders auf der Aerodynamik,

da sich durch Änderungen

im Regelwerk neue Anforderungen

und Optimierungspotenziale

ergeben haben“, verrät Theresa

Scharf, die sich bei Infinity Racing

um die wirtschaftliche Gesamt-

Tel: 08158 9973680

kloeck.hoeren@terzo-zentrum.de

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo - Fr: 8 -12.15 und 14 -18 Uhr

Sa: 8.15 -12.15 Uhr

MOBIL: 0172-73 66 045

Teampräsentation für 2026: Die jungen Männer und Frauen von Infinity Racing der Hochschule Kempten.

16 | tassilo


leitung kümmert. Die

größte Herausforderung

des Teams ist allerdings

nicht nur die alljährliche

Entwicklung eines neuen

Rennwagens: „Teams der

Formula Student organisieren

sich vollständig

selbst und übernehmen

auch Aufgaben in den

Bereichen Finanzierung,

Marketing und Projektmanagement.“

Ein

wichtiger Partner für

das Infinity Racing Team der Hochschule

Kempten ist an dieser Stelle

die in Schongau-West ansässige

Firma Hoerbiger. „Das Unternehmen

begleitet unser Team bei der

Fertigung von Komponenten wie

beispielsweise dem Outside Carrier

oder der Preloadnut.“ Mit Preloadnut

gemeint: Ein Vorspannring

oder eine Vorspannmutter, die Lagerspiel

eliminiert. In diesem Falle

im Bereich des Radlagers. „Und

Outside Carrier ist ein wesentliches

Bauteil unseres Getriebes, was unter

anderem unser Radlager trägt.“

Darüber hinaus unterstützt Hoerbiger

das Infinity-Racing-Team finanziell

– und gewährte neulich auch

tiefere Einblicke ins Unternehmen.

Im Rahmen eines neu ins Leben gerufenen

Sponsorenevents war das

Hochschul-Team aus Kempten sowie

weitere Sponsoren von Infinity

Racing zu Gast beim Mittelständler

in Schongau, präsentierten sich

und das Fahrzeug – und bekamen

im Gegenzug eine Werksführung.

Eine klassische Win-Win-Situation

also, von der alle Beteiligten profitieren:

die Studenten können

bereits während ihres Studiums

wertvolle Kontakte zu Mitarbeitern,

Führungskräften und Geschäftsführern

von Hörbiger und den anderen

anwesenden Firmen knüpfen,

gleichzeitig lernen die Unternehmen

junge, engagierte und begabte

Männer und Frauen aus

unterschiedlichen Fachbereichen

kennen, die nach Abschluss ihres

Studiums für sie arbeiten könnten.

Aus Sicherheitsgründen gibt's keine Massenstarts.

Obwohl im Rahmen der Formula

Student durchaus von der Formel 1

für Studenten gesprochen werden

kann, unterscheidet sich der

Wettbewerb von der Elite des Motorsports

mit Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu 372,5 Stundenkilometern

doch deutlich.

Verschiedenste

Disziplinen

Aus Sicherheitsgründen gibt es

zum Beispiel keine klassischen

Rad-an-Rad-Rennen (Massenstarts),

stattdessen Wettbewerbe

in unterschiedlichen Disziplinen.

Beim sogenannten „Skid Pad“

wird die Kurvenperformance der

Fahrzeuge getestet, in dem eine

liegende Acht gefahren werden

muss. Im Bereich „Acceleration“

wird die Beschleunigungskraft der

Rennwagen über 75 Metern gemessen.

Beim „Autocross“ geht’s

um schnelle Rundenzeiten auf einem

Ein-Kilometer-Kurs. Und beim

Hauptrennen über 22 Kilometer in

der Kategorie „Endurance“ darum,

wie effizient, zuverlässig und konstant

die von Studenten entwickelten

Autos funktionieren. Ergänzt

werden die dynamischen Bewerbe

von statischen Disziplinen, im

Zuge derer die Studenten Projekte

in den Bereichen „Business Plan“,

„Cost Reports“ oder „Engineering

Design“ einer fachkundigen Jury

vorstellen. In Summe sind 1000

Punkte zu vergeben, werden die

Siegerteams mit Urkunden und

Pokalen belohnt. Das gilt

auch für den zusätzlich

eingeführten „Driverless

Cup“, bei dem die Fahrzeuge

der Studenten autonom

(!) gegeneinander

antreten. „Grundsätzlich

finden die Wettbewerbe

der Formula Student

weltweit statt, überwiegend

jedoch auf bekannten

Rennstrecken in

Europa.“ Zum Beispiel

in Deutschland, Österreich,

Spanien, Italien, Ungarn

oder Tschechien. „Allerdings wird

jeweils nur ein Teil der Strecke genutzt,

da die Fahrzeuge deutlich

kleiner sind als beispielsweise ein

Formel-1-Auto.“ Eines der größten

Events: Die Formula Student Germany

am Hockenheimring, wo vergangenes

Jahr 84 Teams aus aller

Welt teilgenommen hatten. Falls

sich die jüngeren Leserinnen und

Leser nun Fragen, wie man überhaupt

ins Infinitiy-Racing-Team

kommt? „Neben einem Studium

an der Hochschule Kempten sowie

Motivation, Engagement und

Eigenverantwortung sind spezielle

Vorkenntnisse nicht erforderlich,

da Vieles im Sinne von Learning

by Doing vermittelt wird.“ Wobei

erfahrene Mitglieder ihr Wissen

an neue Teammitglieder weitergeben.

Und das Hochschul-Team

sogar als Sprungbrett für die ganz

große Rennsport-Bühne nutzen

konnten. „Mehrere Alumni von

uns haben es bereits in die GT4-

Klasse, die Formel 1 oder Formel E

geschafft.“ Oder ihre wertvolle

Erfahrung aus dieser Zeit in hiesige

Unternehmen eingebracht.

Neben Hoerbiger gibt es viele

weitere Mittelständler im Pfaffenwinkel,

die über duale Studiengänge,

Praxisprojekte, Abschlussarbeiten,

Stipendien, Patenschaften

oder Forschungsarbeiten mit der

Hochschule Kempten kooperieren.

Die Zusammenarbeit mit Infinity

Racing ist jedoch eine ganz besondere.

js

juli / august 2026 | 17

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Traditionelles Bauunternehmen feiert 60. Geburtstag

Zugspitzbahn, Lechtalbrücke,

G7-Gipfel

Schongau | Der einfachste,

sicherste und schnellste

Weg, auf Deutschlands

höchsten Berg (2962 Meter)

zu gelangen: Die im

Dezember 2017 neu eröffnete

Zugspitzbahn, die

jährlich mehr als 500000

Menschen nach oben befördert.

Was aus regionaler

Sicht viele nicht wissen:

Die Talstation der Hightech-Gondel

am Ostufer

des malerischen Eibsees

ist von der Firma Haseitl

gebaut worden. Das traditionsreiche

Bauunternehmen

mit Hauptsitz an

der Dießener Straße in Schongau

wurde 1966 von Matthäus Haseitl

gegründet, feiert heuer seinen

60. Geburtstag und hat insofern

allen Grund, bauliche Highlights

aus der Vergangenheit in Erinnerung

zu rufen. Unvergessen ist

zum Beispiel auch das Verlegen

einer Medienleitung zum weltbekannten

Luxushotel Schloss Elmau

anlässlich des dortigen G7-Gipfels

im Juni 2015. Ebenso das Aufbringen

des Fahrbahnbelags auf die

1991 eröffnete, 566 Meter lange

Lechtalbrücke. Oder der Bau des

Bettenhauses der BG Unfallklinik

in Murnau. Das bislang größte Haseitl-Projekt

mit einem Auftragsvolumen

von 27 Millionen Euro

brutto wurde jedoch in der bayerischen

Landeshauptstadt realisiert:

ein mehrstöckiger Gebäudekomplex

mit insgesamt 48 Wohnungen,

mehreren Gewerbeeinheiten,

einem Marktgebäude sowie einer

Freuen sich auf zahlreiche Besucher: Die Haseitl-

Geschäftsführer Sven Keller (li.) und Stefan Weber.

Tiefgarage, der 2025 am Elisabethplatz

in München fertiggestellt

wurde. Aber auch zahlreiche Bauprojekte

in näherer Umgebung

dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt

bleiben: zum Beispiel das

Schächen-Gebäude im Zentrum

von Hohenpeißenberg, die Meisenhöfe

an der Marktoberdorfer

Straße in Schongau, architektonisch

ansprechende Wohnbauprojekte

in Bernried und Tutzing, das

Ärztehaus im Zentrum von Peiting

sowie der Ahornpark am Ostbahnhof

Peiting. Und natürlich der südöstliche

Gebäudekomplex der im

Herbst 2021 in Betrieb genommenen

Berufsschule am Narbonner

Ring in Weilheim.

Auf wirtschaftlich

gesunden Füßen

Anhand der eben aufgeführten

Bauprojekte wird deutlich, wie

breit das Schongauer

Bauunternehmen fachspezifisch

aufgestellt ist.

Die Rede ist von Tiefbau,

Hochbau sowie schlüsselfertigem

Wohnungs- und

Gebäudebau, beginnend

bei Auftragsvolumen ab 2

Millionen Euro. Dahinter

steht ein fachkompetentes,

erfahrenes Team von derzeit

rund 150 Mitarbeitern,

die sowohl aus umliegenden

Orten wie Weilheim,

Schongau, Peiting und

Hohenpeißenberg als auch

aus dem Allgäu, aus München

sowie aus Augsburg

kommen, und in unterschiedlichsten

Berufen tätig sind. Von Büround

Verwaltungskräften über Kfz-

Mechaniker und einen Schreiner

bis hin zu Maurern, Polieren, Projektleitern

und Bauleitern arbeiten

hier verschiedene Fachbereiche

Hand in Hand – und können dies

dank modernster technischer Ausstattung

sowohl am Hauptsitz als

auch direkt auf den Baustellen.

Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit

mit regionalen und überregionalen

Nachunternehmern, um

Großbauprojekte planmäßig und

ganzheitlich umsetzen zu können.

Auch spannend: der Blick auf das

Firmenareal im Gewerbegebiet an

der Dießener Straße in Schongau,

nur wenige Meter vom weithin

bekannten Märchenwald entfernt.

Wer dort vorbeifährt, sieht von außen

betrachtet meist nur das großzügige

Büro- und Verwaltungsgebäude,

die daran angeschlossene

18 | tassilo


Das Firmenareal der Firma Haseitl liegt im Gewerbegebiet an der Dießener

Straße bei Schongau. Links zu sehen: Der Lech.

Maschinenhalle sowie die davor

parkenden Autos der Mitarbeiter.

Dass sich dahinter eine etwa doppelt

so große Fläche mit betriebseigener

Kfz-Werkstätte, Schreinerei

sowie einem stattlichen

Fuhrpark mit zahlreichen Maschinen

und Fahrzeugen befindet, ist

letztlich ein weiterer großer Pluspunkt

des traditionsreichen Bauunternehmens.

„Da bei uns nichts

geliehen, sondern alles gekauft

und somit in unserem Besitz ist,

können wir auch Krisenzeiten gut

überbrücken“, sagt Geschäftsführer

Sven Keller. Nach jahrelangem

Aufschwung ist die wirtschaftliche

Situation seit der Corona-Pandemie,

den danach ausgebrochenen

Kriegen und den dadurch immens

gestiegenen Energiekosten branchenübergreifend

deutlich schwieriger

geworden. Trotzdem steht die

Firma Haseitl auf gesunden Füßen

und kann sich über mangelnde

Kundenaufträge nicht beschweren.

Das Einzugsgebiet der Baustellen

erstreckt sich bis nach Füssen und

Kempten, in den Raum nördlich

von Augsburg und München sowie

nach Holzkirchen, Bad Tölz und

Garmisch-Partenkirchen – vereinzelt

sogar bis nach Landshut.

Tag der offenen Tür

Ein weiterer wertvoller Baustein

für den unternehmerischen Erfolg

bei Haseitl: die hauseigene Ausbildung

in den Berufen Maurer,

Stahlbetonbauer, Straßenbauer,

Kanalbauer, Kaufleute für Büromanagement

und Industriekaufleute.

„Viele unserer Mitarbeiter

kommen von der Basis, haben

einst eine klassische Ausbildung

absolviert, praktische Berufserfahrung

gesammelt, sich weiterqualifiziert

und hochgearbeitet

bis beispielsweise zum Polier oder

Bauleiter“, so Sven Keller über

den idealen Weg vom Azubi zur

Führungskraft. Wer nun neugierig

geworden ist und in ein namhaftes

Unternehmen einer systemrelevanten

Branche hineinschnuppern

möchte: Zum 60. Geburtstag öffnet

Haseitl seine Pforten und lädt

alle Interessierten am Freitag, 3.

Juli, von 13 bis 16 Uhr recht herzlich

zum Tag der offenen Tür auf

das Firmenareal an der Dießener

Straße 12 in Schongau ein. Mit

Kinderschminken, Hüpfburg und

Bobby-Car-Parcours ist auch für

die Jüngsten einiges geboten. Ein

weiteres Highlight sind Mitmachaktionen,

im Rahmen derer das

Aufziehen einer Mauer oder das

Pflastern einer Fläche ausprobiert

werden kann. Darüber hinaus

gewährt das Unternehmen einmalige

Blicke auf betriebseigene

Maschinen und Fahrzeuge – von

Schlagbohrmaschine und Rüttler

über Kipper, Bagger, Radlader und

Tieflader bis hin zu Baukränen in

unterschiedlichsten Größen. Dank

Currywurst mit Pommes aus der

mobilen „Ruhrpott-Kitchen“, frischem

Eis aus einem mobilen Eiswagen

und leckeren Getränken zu

jeweils erschwinglichen Preisen

wird auch für das leibliche Wohl

der Besucherinnen und Besucher

bestens gesorgt sein. Obendrein

präsentiert sich die Feuerwehr

Schongau mit mehreren Fahrzeugen.

Und wer möchte, kann sich

mit Bauhelm und Warnweste in

einer Fotobox vor einer Sichtbetonwand

verewigen lassen. Noch

spannender aber dürfte rund um

diesen Tag der Blick in die facettenreiche

Firmenchronik von Haseitl

sein. Auch das Gründungsjahr

selbst war historisch betrachtet

ereignisreich: 1966 kostete der Liter

Benzin noch 55 Pfennig, 1860

München wurde zum ersten und

bis heute einzigen Mal Deutscher

Fußballmeister, der Amerikanische

Jüdische Kongress in New

York rief zum Boykott der Oberammergauer

Passion auf, weil

einigen Juden deren Spieltext zu

antisemitisch gewesen war – und

Matthäus Haseitl gründete eines

der bis heute bekanntesten, traditionsreichsten

und innovativsten

Bauunternehmen der Region. js

Am Eibsee: Die

Firma Haseitl

beim Bau der

Talstation der

Zugspitzbahn.

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juli / august 2026 | 19


EBERHARD GÜNTHER

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Rennen gibt es seit den 1970er Jahren

Seifenkisterl mit

kultigem Charakter

Polling | Früher, als die Pollinger

Seifenkisterlrennen noch an anderer

Stelle stattgefunden hatten,

ging es zum Teil halsbrecherisch

zur Sache. „Die Strecken wie die

vom Ettinger Weiher kommend

waren steiler und kurviger – Bekanntschaften

mit dem Stacheldraht

am Wegrand waren damals

keine Seltenheit“, erinnert sich

Hans Hager noch gut zurück. Heute

legen die Verantwortlichen des

MSC Polling wesentlich mehr Wert

auf Sicherheit, wählen eine Strecke

mit vergleichsweise humanem

Profil. An Beliebtheit hat das legendäre

Seifenkisterlrennen der

Klostergemeinde, das erstmals

bereits im Oktober 1973 stattgefunden

hatte, dadurch aber nicht

verloren. Ganz im Gegenteil sogar.

„Weil der Andrang beim jüngsten

Rennen derart groß war, haben

wir den Turnus von einst drei auf

nun zwei Jahre verändert“, bemerkt

Franziska Waltenberger,

Vizevorsitzende des MSC Polling

und selbst leidenschaftliche Teilnehmerin.

Der nächste Termin:

Sonntag, 5. Juli. Allerdings nicht

in Polling selbst, sondern nördlich

des zu Polling gehörenden

Ortsteils Oderding, wo das Rennen

bereits seit mehreren Jahren

ausgetragen wird. „Start ist direkt

an einem Bahnübergang“, betont

Hans Hager. Genaugenommen

von einer mobilen Rampe, extra

für Seifenkistenbreite gebaut. „Die

sorgt einerseits für zusätzliche

Beschleunigung, andererseits für

Fairness, weil so für alle Teilnehmer

der Start gleich erfolgt, weder

Gestartet wird beim Seifenkisterlrennen von einer Rampe.

Arme noch Beine zum Anschieben

zum Einsatz kommen können und

müssen.“ Nach dem Start heißt

es in jedem Falle eine möglichst

aerodynamische Position einzunehmen

und diese beizubehalten,

ohne dabei die Idealline aus den

Augen zu verlieren. Nicht, um es

als erster über die Ziellinie zu

schaffen – die gibt es beim Seifenkisterlrennen

des MSC Polling

nämlich nicht. „Gestartet wird bei

uns einzeln und es gewinnt nicht

der schnellste, sondern der, der es

am weitesten schafft.“ Die ersten

Meter der Strecke sind steil, dienen

zum Aufbau von Geschwindigkeit.

Anschließend gilt es eine

langgezogene Rechtskurve zu

nehmen, ehe es immer flacher

wird und schließlich in gerader

Richtung komplett eben ausläuft.

Der, der die meisten Meter zurücklegt,

gewinnt. Oder anders

ausgedrückt: Wer bremst oder zu

viel lenkt, verliert.

Streng nach Vorschriften

gebaut

Die wohl größte Besonderheit

beim Seifenkistenrennen des MSC

Polling: Dass dort nicht privat und

selbstzusammengebastelte Gefährte

an den Start gehen, sondern

ausschließlich die vom MSC einst

selbst gebauten Seifenkisten. Die

Rede ist von insgesamt 25 Stück.

„Bis auf drei, vier Kisten, sind es

bis heute die Originalen aus dem

allerersten Rennen im Jahre 1973.“

Gebaut wurden sie einst von einem

im Ort ansässigen Schreiner,

gemeinsam mit anderen rührigen,

handwerklich geschickten MSC-

Mitgliedern. „Einige der einzelnen

Teile stammen von Opel“, weiß

Josef Pröbstl, Bulldogreferent beim

20 | tassilo


Wer am weitesten t rollt, gewinnt. Manchmal entscheiden Zentimeter.

t

MSC, der die Seifenkisterl während

des Wettkampfes immer via Bulldog

zum Startplatz hinaufzieht.

Die eher als Hersteller richtiger

Autos bekannte Marke produzierte

damals explizit Reifen, Lenkgestelle

aus Drahtseilzug und Achsen

für den Bau von originalgetreuen

Seifenkisten. Das Grundgestell

der Gefährte besteht dagegen aus

Massivholz, die Verkleidung wiederum

aus Spannpressplatten. Um

bei offiziellen Seifenkistenrennen

an den Start gehen zu können,

gab es von Verbänden sogar strikte

Vorschriften in Sachen Aufbau,

Material und Maße. Auch daran

haben sich die Pollinger gehalten,

bauten ihre Kisterl streng nach

Bauleitungen, die in Fachmagazinen

veröffentlicht wurden. „Die

haben wir heute noch in unseren

Unterlagen“, sagt Hans Hager,

und zieht voller Stolz ein kleines,

in Farbe gedrucktes Heft im Retro-

Style hervor. Darin steht unter anderem

geschrieben: Nicht länger

als zwei Meter, nicht breiter als 88

Zentimeter und der Abstand vom

Unterboden zur Oberfläche der

Straße, sprich die Bodenfreiheit,

muss mindestens acht Zentimeter

betragen. „Damit der Bremsklotz

ausreichend Platz hat und nicht

am Boden streift.“ Auch auffallend:

Die cleane, aeordynamische

Form der Pollinger Seifenkisterl,

deren zur Seite abgerundete Front

sich nach vorne hin immer stärker

zuspitzt.

Mitfahren darf

im Grunde jeder

Letztlich unterscheiden sich die

in Summe 25 Seifenkisten des

Siegerehrung, beginnend bei den jüngsten Starterinnen und Startern.

MSC Polling nur marginal in ihrer

Größe, sind im Grunde nahezu

alle baugleich, für maximal

113 Kilogramm Gewicht (Fahrerin

oder Fahrer und Gefährt) ausgelegt

und eher für Kinder, Jugendliche

und kleinere Erwachsene

gedacht. „Daran sieht man, dass

die Menschen früher insgesamt

noch kleiner gewachsen waren

als es heute der Fall ist – wer

größer oder beleibter ist, bringt

seine Füße nämlich nicht in den

Fußraum.“ Abseits des dorfeigenen

Rennens sind die kultigen

Gefährte jedenfalls gut geschützt

im Verschlag des historischen

Bahnhofgebäudes aufbewahrt.

Erst kurz vor dem Rennen werden

sie von dort heruntergeholt,

entstaubt und je nach Bedarf auf

Vordermann gebracht. Dass alle

Schrauben fest angezogen, Lenkung

und Bremse voll funktionsfähig

sind, das Reifenprofil genug

Grip aufweist und auch sonst kein

Verschleiß oder gar Ermüdungsbruchstellen

vorzufinden sind, „ist

uns allein aus Sicherheitsgründen

sehr wichtig“. Für schnelles und

weites Rollen sei insbesondere

das Schmieren der Achsen entscheidend.

„Da könnte man auch

eine Wissenschaft draus machen,

wir sind letztlich jedoch darauf

bedacht, dass alle unsere Seifenkisterl

in einem gleich schnellen

und guten Zustand sind.“ Wer

von den Teilnehmerinnen und

Teilnehmern trotzdem unsicher

ist, kann im Rahmen vorheriger

Testläufe am Renntag selbst die

für sich schnellste Kiste ausfindig

machen. Apropos Teilnehmer:

> > > INFOS UND ANMELDUNG

Zugelassen sind alle, ob männlich

oder weiblich, ab dem bereits

achten Lebensjahr. Und zwar

wirklich alle. Auch Nicht-MSC-

Mitglieder und Nicht-Pollinger.

„Im Grunde wirklich jeder, der

Lust hat, mitzumachen – auch

aus anderen Orten und Städten

wie beispielsweise Peiting, Altenstadt,

Rottenbuch, Huglfing.“

Vorerfahrungen sind ebenfalls

keine notwendig. Pollinger, Ettinger,

Oderdinger, Peißenberger

und Weilheimer sind ohnehin seit

jeher dabei beim originellsten

Seifenkisterlrennen der Region.

„Viele kommen auch mit dem

Radl, was es besonders sportlich,

umweltfreundlich und nachhaltig

macht“, so Hans Hager, der ebenfalls

zum mittlerweile „xten Mal“

am Start stehen wird, an dieser

Stelle jedoch unbedingt den Vater

des Traditionsbewerbs noch nennen

möchte: Dominikus „Mini“

Weiß, seit Januar 2016 leider nicht

mehr unter uns und seinerzeit

ein weit über Polling hinaus bekannter

Raritätensammler, der

insbesondere auch ein Faible für

schnelle wie seltene Sportwagen

hatte. Er brachte das Seifenkisterlrennen

einst nach Polling. Welch

große Gaudi ihm bis heute zu verdanken

ist, kann am Sonntag, 5.

Juli, nördlich von Oderding, hautnah

in Augenschein genommen

werden. Es gibt auch Wurstsemmeln,

Kaffee und Kuchen – und

für Spontanentschlossene die

Möglichkeit, sich kurzfristig nachzumelden,

selbst mitzufahren. Im

Grunde also alles wie früher, nur

weniger steil und kurvig. js

Das Pollinger Seifenkisterlrennen 2026 findet heuer am Sonntag,

5. Juli, nördlich von Oderding an einem Bahnübergang statt. Rennbeginn:

12.30 Uhr, Trainingsläufe ab 11 Uhr. Anmelden dürfen sich

alle, auch Nicht-Pollinger, die mindestens acht Jahre alt sind, unter

folgender E-Mail: oldtimer@msc-polling.de. Die Startgebühr beträgt

voraussichtlich sechs Euro pro Teilnehmer.

juli / august 2026 | 21

Freilichtmuseum

Glentleiten

feiert Geburtstag!

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> > > ALLERLEI IM TASSILOLAND

Wissenschaft trifft auf

Kunst, Kultur und Sport

Festival für alle Sinne – mit Harald Lesch

Weilheim / Polling | Er ist Astrophysiker, Naturphilosoph,

Hörbuchsprecher, Wissenschaftsjournalist,

Professor an der LMU München und bestens

bekannt aus Funk und Fernsehen: Harald Lesch,

der in wenigen Wochen auch nach Polling und

Weilheim kommen wird. Die Rede ist vom „Lesch

Merlin Festival“, das Kunst, Kultur, Musik und

Wissenschaft in Einklang bringt – und am Freitag,

31. Juli, um 20 Uhr im Bibliotheksaal Polling mit

dem renommierten Streichoktett „Merlin Ensemble

Wien“ eröffnet. Tags darauf, am Samstag, 1.

August, um 11 Uhr, folgt an gleicher Stelle und

mit gleichem Ensemble ein kurzweiliges Familienkonzert.

Anschließend geht’s weiter zur Stadthalle

Weilheim, wo Harald Lesch Sie ab 20 Uhr

mitnimmt auf eine spektakuläre Reise zur Internationalen

Raumstation. An seiner Seite: Lichtund

Videokünstler Philipp Geist sowie Alexandra

Gruber, Soloklarinettistin der Münchner Philharmoniker.

Die drei verschmelzen

Lesung, Lichtkunst und Musik zu

einem Fest für alle Sinne. Doch

aufgepasst: Für Sonntag, 2. August,

gilt es wieder hellwach

zu sein. Dann geht’s um 11 Uhr

zurück in den Bibliotheksaal Polling mit „Ist noch

Zeit? Laudate Deum zur Klimakrise“ – ein Weckruf

von höchster Autorität und größter Aktualität,

getragen von eindrucksvoller Musik. Wieder mit

Harald Lesch. Und mit Violinist Martin Walch. Vorverkaufskarten:

Gärtnerei Ferchl in Weilheim oder

online unter www.zuenftick.de.

js

>>> Ihr „tassilo“ verlost 2 x 2 Tickets. Schicken Sie

bis 15. Juli eine Postkarte mit dem Stichwort „Harald

Lesch“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine Mail an info@tassilo.de. o.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Bei uns bleiben die Uhren

auch mal stehen.

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Von „boarisch“ bis „elektrisch“ – die Gewinner

Tassiloland | Kulturtickets von „boarisch“ bis „elektrisch“ hatten

wir in unserer Mai / Juni-Ausgabe verlost. Je zwei Tickets für das

Spider-Murphy-Gang-Konzert im Rahmen der Söcheringer Festtage

sowie für den Brassabend im Rahmen der Huglfinger Festtage

gingen an Christine Storf aus Tauting sowie Heribert und Elisabeth

Müller aus Wielenbach. Die Karten für den Kabarettabend

mit Martina Schwarzmann an Alfred Fischer aus Oberau und Irma

Frühschütz aus Oderding. Und zum größten

Electro-Festival im Oberland, der

„Grünen Sonne“ auf dem Hohen

Peißenberg, durften mit Begleitung

ihrer Wahl: Elvira Maier aus Unterhausen,

Frank Laue aus Pähl-Fischen

und Karin-Maria Hermann aus Murnau.

Wir gratulieren recht herzlich! js

22 | tassilo


Kultur in der Tiefstollenhalle

Peißenberg | Auf eine musikalische Reise der

Extraklasse darf sich das Publikum am Freitag,

3. Juli, um 20 Uhr beim Trio „Viva Classico“ in

Peißenbergs Tiefstollenhalle freuen. Die drei

Musikerinnen sind bekannt dafür, einen unvergesslichen

Abend voller musikalischer Highlights

zu bescheren – und in eine Welt voller

Emotionen und Klänge von Welt einzutauchen.

Außerdem vor Beginn der Sommerpause geboten:

Ein Benefiz-Rock-Konzert unter dem Titel

„SherfActs“ zugunsten des Kinderhospiz-Baus

in Polling. Zu erwarten ist ein abwechslungsreiches

Line-up aus den Bands „Falling for

Roza“, „Cindysiza“, „The Mains“, „metamorphine“,

„AchonauT“ sowie dem Kinderchor „Cantiamo“.

Beginn des Konzerts ist um 17 Uhr. Tickets

und weitere Infos gibt’s außerdem online

unter www.tiefstollenhalle.de.

js

Erst hAMMERsound, dann TheBossHoss

Radrundfahrt durch den

Pfaffenwinkel

Peiting | Rennradbegeisterte dürfen sich auch

dieses Jahr auf ein absolutes Highlight freuen:

Die Pfaffenwinkel-Radrundfahrt. Heuer am

Sonntag, 19. Juli, wie gewohnt mit Start und

Ziel an der Dreifachturnhalle, Alfons-Peter-

Str. 10, in Peiting. Die in Summe 41. Rundfahrt

hält mit 160, 120, 85 und 55 Kilometern vier

verschiedene Strecken bereit. Gestartet wird

zwischen 6.30 und 8 Uhr, im Falle der 55-Kilometer-Familientour

zwischen 7 und 10 Uhr. Neu

im Programm außerdem: Eine 80 Kilometer

lange Strecke für Gravelbikes. Auch hier wird

zwischen 6.30 und 8 Uhr gestartet. Bei der Pfaffenwinkelradrundfahrt

handelt es sich nicht um

einen klassischen Wettkampf auf Zeit, können

lediglich Wertungen in Gruppen gewonnen

werden. Weitere Informationen und

Anmeldung online unter www.pfafjfenwinkelradrundfahrt.de.

UNESCO-Kulturerbe:

Lechflößerei in Schongau

Mit dem historischen Fernhandelsfloß auf Fahrt

➜ Öffentliche Fahrten: Im Juli, August und September bis 3. Oktober jeden Samstag

und Sonntag um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr

➜ Abendfahrten: Im Juli und August jeden Samstag und Sonntag um 18.00 Uhr

➜ Floßfahrten mit Schauspiel zur “Henkerstochter”

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Peißenberg | Einst im Rahmen einer Jugendumfrage

gewünscht, wurde das hAMMERsound-Festival

ins Leben gerufen. Heuer findet es am Freitag, 31.

Juli, von 14 bis 22 Uhr auf dem Festplatz Moosleite

in Peißenberg statt. Geboten ist ein buntes

Line-up fetziger Live-Bands, eine Azubi-Meile für

Ausbildungssuchende, leckeres Essen, erfrischende

Getränke sowie ein Workshop zum Skaten und

Scooter-Fahren samt Contest (Helmpflicht!), im

Rahmen dessen es coole Preise zu gewinnen gibt.

Nähere Infos unter www.hammersoundfestival.

de. Noch außergewöhnlicher: Dass die Infrastruktur

des Festivals für ein weiteres Konzert genutzt

wird. Am Samstag, 1. August, ab 20 Uhr treten die

aus Funk und Fernsehen bekannten Starmusiker

„TheBossHoss“ auf. Tickets sind erhältlich unter

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juli / august 2026 | 23


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei

Leichte Küche

in schweren Zeiten

Alle Ausgaben zum Nachlesen online unter

Tassiloland | Politische Krisen im

In- und Ausland bestimmen aktuell

die Schlagzeilen. In Zeiten wie

diesen sollten die kleinen Momente

des Lebens umso mehr wertgeschätzt

werden. Zum Beispiel der

Verzehr eines selbstgekochten, gesunden

Gerichts. Die drei Damen

der Hauswirtschafterei empfehlen

an dieser Stelle „Gefüllte Ochsenherztomaten“,

„Pichelsteiner

mit Sommergemüse“, und „Kartoffeltarte

mit Tomaten“ – quasi

leichte Küche in schweren Zeiten.

Gefüllte

Ochsenherztomaten

ZUTATEN:

100 g kleine Nudeln

(z.B. Gabelspaghetti)

Salz

Gefü

ll

te

Ochs

hsen

he

rz

toma

mate

ten

4 Ochsenherztomaten

1 Landgurke

1 Bund Frühlingszwiebeln

Dressing:

3 EL Weißweinessig

4 EL Rapsöl

Salz, Pfeffer

Schnittlauch

Zum Anrichten:

einige Salatblätter

Beides mit den Tomatenstücken

und den Nudeln mischen.

Die Zutaten für das Dressing glatt

rühren. Zum Salat geben und 15

Minuten ziehen lassen.

Die Salatblätter waschen, putzen

und trocken schleudern. Auf vier

Tellern auslegen.

Den Nudelsalat in die Tomaten

füllen. Den Deckel jeweils darauflegen

und auf den Salatblättern

anrichten.

Pichelsteiner mit

Sommergemüse

ZUTATEN:

2 Scheiben mariniertes Halsgrat

oder Schweinelende

2 EL Rapsöl

600 g festkochende Kartoffeln

500 ml Gemüsebrühe

1 Zweig Rosmarin

1 Kohlrabi

1 Zucchini

1 rote Paprikaschote

Salz, Pfeffer

Zum Anrichten:

Schnittlauch

ZUBEREITUNG: Die Nudeln in

reichlich Salzwasser nach Packungsangabe

bissfest kochen

und abgießen.

Die Ochsenherztomaten waschen

und einen Deckel abschneiden.

Mit einem kleinen spitzen Messer

das Fruchtfleisch auslösen und

dieses klein schneiden.

Die Gurke waschen, längs vierteln

und in Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen,

waschen und in Ringe schneiden.

ZUBEREITUNG: Das Fleisch in grobe

Würfel schneiden. Im heißen

Öl portionsweise kräftig anbraten.

Die Kartoffeln schälen und ebenfalls

würfeln. Zum Fleisch geben

und kurz mitbraten. Mit der Brühe

aufgießen, den Rosmarin dazugeben

und zugedeckt 30 Minuten bei

mittlerer Hitze kochen.

Den Kohlrabi schälen, die Zucchini

waschen und beides würfeln. Zum

Eintopf geben und 5 Minuten weiterkochen.

24 | tassilo


Pi

ch

el

st

eine

ner

mit Somm

mmer

ge

se

Die Paprikaschote waschen und

putzen. In Stücke schneiden, zum

Eintopf geben und weitere 5 Minuten

bei schwacher Hitze kochen.

Den Eintopf würzen, den Rosmarinzweig

entfernen und mit dem

Schnittlauch bestreut servieren.

Tipp: Fleisch lässt sich ganz einfach

selbst marinieren. Dazu 1 TL

Salz, ½ TL Pfeffer, 1 TL Paprikapulver

und 4 EL Öl glatt rühren. Nach

Belieben Kräuter und gehackten

Knoblauch dazugeben und das

Fleisch damit bestreichen. Einige

Stunden ziehen lassen.

Kartoffeltarte mit

Tomaten

ZUTATEN:

Kartoffelteig:

500 g mehligkochende

Kartoffeln

Salz

150 g Dinkelmehl Type 630

1 Ei

Butter für die Form

Belag:

300 g Frischkäse

100 g saure Sahne

1 Ei

Kräutersalz, Pfeffer

1 kleine rote Zwiebel

100 g Kirschtomaten

100 g Fetakäse

ZUBEREITUNG: Die Kartoffeln

schälen und in Würfel schneiden.

In Salzwasser weich kochen.

Abgießen und sofort durch eine

Kartoffelpresse drücken. Abkühlen

lassen.

Mehl und Ei zu den Kartoffeln

geben und zu einem Teig verkneten.

Bei Bedarf noch etwas Mehl

zufügen. Den Teig ausrollen und

eine gefettete Tarte-Form damit

auslegen.

Für den Belag Frischkäse, saure

Sahne, Ei und Gewürze glatt rühren

und auf dem Teig verstreichen.

Die Zwiebel schälen und in Streifen

schneiden. Die Tomaten waschen

und halbieren. Den Fetakäse

würfeln. Alles auf der Tarte

verteilen und backen.

Die Backzeit beträgt rund 45 Minuten

bei einer Temperatur von

180 °C (160 °C).

Ihr Regionalmagazin „tassilo“

wünscht gemeinsam mit der

Hauswirtschafterei viel Erfolg

beim Ausprobieren der Rezepte,

einen friedlichen Sommer und

guten Appetit im Kreise Eurer

Liebsten!

js

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juli / august 2026 | 25


Fassmaler Franz Schindler hört auf

Von russischen Forellen

bis Thomas Müller

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Froschhausen | Begrifflich führt der

Beruf des Fassmalers ein wenig in

die Irre, weil er mit dem Verzieren

von Bierfässern so gar nichts zu

tun hat. Historisch betrachtet zählt

er zu den ältesten Handwerksberufen

überhaupt, reicht bis ins

Mittelalter zurück. Und fachlich

betrachtet? „Eine schwierige Art

der Malerei“, sagt Franz Schindler

über dieses äußerst seltene

sakrale Kunsthandwerk. Nervös

war er trotzdem nicht, als er den

prominententesten Auftrag seiner

großen Karriere umzusetzen hatte.

„Ich habe immer versucht, saubere

Arbeit abzuliefern – völlig gleich,

wie groß der Name des jeweiligen

Auftraggebers war.“ In diesem Falle

kein geringerer als die FC Bayern

München AG. Genaugenommen

ging’s um eine holzgeschnitzte

Figur von Thomas Müller, die der

aus Pähl stammende Fußballer für

das Knacken eines außergewöhnlichen

Vereinsrekords bekommen

sollte: Mehr Spiele als Torwartlegende

Sepp Maier – und damit

die meisten aller bisherigen Bayern-München-Spieler

überhaupt.

Geknackt hatte er den Rekord am

1. September 2024 mit seinem 710.

Pflichtspiel gegen den 1. FC Freiburg.

Offiziell überreicht wurde die

Figur etwas später beim Champions-League-Heimspiel

gegen Dinamo

Zagreb. Und weil die Arbeit

sowohl vom aus Starnberg-Hadorf

stammenden Schnitzer Martin Reichert

als auch von Fassmaler Franz

Schindler so gut gelungen war,

durften die beiden höchstpersönlich

mit ins Stadion – und bei der

Hört zum Ende des Jahres auf: Fassmaler Franz Schindler.

offiziellen Überreichung ihrer Arbeit

durch Präsident Herbert Hainer

und den Vorstandsvorsitzenden

Jan-Christian Dreesen sogar

mit auf den Rasen in der Allianz

Arena. „Unvergessen“, sagt Franz

Schindler, der um diesen Tag auch

noch seinen 75. Geburtstag zu feiern

hatte. Inzwischen ist der einst

gelernte Malermeister 76, nach wie

vor leidenschaftlich gerne in seiner

Werkstätte, die sich direkt an seinem

Wohnhaus im Murnauer Ortsteil

Froschhausen befindet. Doch

aus Altersgründen sowie der vom

Staat geforderten Umstellung der

Buchhaltung und Verwaltung auf

elektronisch „ist Ende des Jahres

endgültig Schluss“.

Grundierung aus

Haut und Knochen

Bevor die Ära des mit gefragtesten

Fassmalers im bayerischen Oberland

zu Ende geht, durften wir von

„tassilo“ ihm nochmals über seine

Schultern blicken. Ob Elefanten,

Hirten, Bischöfe, Muttergottes: „Alles

Figuren, die ich bis Ende des

Jahres noch vergolden und bemalen

werde.“ Ein Schwerpunkt auf

der Arbeit eines Fassmalers liegt

tatsächlich im Vergolden von Figuren,

Skulpturen und Objekten.

„Eine Wissenschaft für sich – in

Summe reden wir da von bis zu 20

verschiedenen Arbeitsschritten.“

26 | tassilo


Thomas Müller bekam für seinen

Spiele-Rekord sich selbst als Figur.

Die meisten davon betreffen Vorarbeiten.

„Bis das nur neun Nanometer

dünne Blattgold auf eine vom

Schnitzer gebrachte, noch nackte

Holzfigur fachgerecht aufgetragen

werden kann, braucht es zahlreiche

Grundierungsschichten.“ Die Mittel

zum Grundieren bestehen unter

anderem aus Leim, hergestellt aus

Haut und Knochen von toten Tieren.

„Gibt’s als Granulat zu kaufen,

wird am Vortag in kaltes Wasser

gegeben, aufgequollen, dann mit

heißem Wasser flüssig gemacht.“

Geduld ist hier vor allem nach dem

Auftragen der jeweils ersten Leimschicht

via Haarpinsel gefragt, weil

diese bis zu acht Stunden trocknen

muss. Es folgt eine weitere,

sogenannte weiße Grundierung

aus feinstgemahlenem Kalkstein,

„ohne die beim Vergolden gar

nichts ginge“. Ebenso wenig ohne

gelbem und rotem Poliment. „Eine

ganz spezielle Gesteinsschicht,

die es in nur in wenigen Ländern

der Erde gibt – unter anderem

in Frankreich.“ Sind auch diese

Schichten vollständig getrocknet,

wird die Figur via Baumwoll- oder

Leinenlumpen gefühlvoll entstaubt

und geglättet, anschließend ein

Gemisch aus Wasser und Spiritus

angerührt, fleckerlweise auf die

Figur gestrichen und nun – endlich

– das hauchdünne Blattgold

via statisch aufgeladenen Pinsel

aus russischem Fehhaar (Schweifhaare

von Eichhörnchen) aufgetragen.

„Durch die statische Aufladung

wirkt der Pinsel wie ein

Magnet, zieht das Gold regelrecht

an.“ Wichtig in diesem Moment:

Luft anhalten, alle Fenster und Türen

geschlossen halten und bloß

nicht in die Werkstätte platzen.

„Ein kleinster Hauch von Wind

würde das Blattgold aufwirbeln

und unbrauchbar machen.“ Angesichts

der derzeitigen Goldpreise

von rund 3 900 Euro pro Feinunze

(entspricht 31,1 Gramm) ist Franz

Schindlers Frau Marianne (70), die

ihrem Mann seit Jahrzehnten den

Rücken freihält, nochmals vorsichtiger

geworden beim Betreten der

Werkstätte.

Der nervenaufreibendste

Auftrag

Wie viele Figuren Franz Schindler

seit Beginn seiner Selbstständigkeit

im Jahr 1984 vergoldet und bemalt

hat? „Ich habe nie gezählt.“

Die Zahl geht aber in jedem Falle

in die Tausende. Drei lebendgroße

Figuren gingen beispielsweise

nach Bali. „Ein namhafter Metzger

aus München hat von dort eine

Frau geheiratet, in deren Heimat

eine bayerische Gedenkkapelle errichten

lassen und wollte diese mit

exakt den gleichen Figuren bestücken,

die er aus seiner heimischen

Kirche kennt.“ Eine Engelputte,

vorgesehen als Hochzeitsgeschenk,

bemalte Franz Schindler für Franz

Beckenbauer. Ein aus Deutschland

stammender, in der Schweiz arbeitender

Augenforscher bekam

für eine preisgekrönte Entwicklung

ebenfalls sich selbst als Figur

überreicht. Der Regensburger

Bischof Rudolf Voderholzer ließ

eine Krippe mit unterschiedlichsten

Szenen und hunderten Figuren

schnitzen – und ebenfalls von Franz

Schindler bemalen. „Der ist sogar

persönlich zu uns nach Froschhausen

gekommen, um die fertigen

Arbeiten abzuholen.“ Lebensgroße

Forellen und Karpfen gingen

an einen reichen Russen. Oder ein

sogenanntes „Lüsterweiberl“ an

das Jagdhaus einer BMW-Familie.

Die meisten Aufträge hat er vom

wohl namhaftesten, begnadetsten

Schnitzer überhaupt bekommen:

Von Joseph Fux aus Oberammergau.

Aber auch diverse Arbeiten

mit lokalen Auftraggebern sind

im Fundus von Franz Schindler zu

finden. Zum Beispiel der draußen

angebrachte, komplett vergoldete

Jesus am Kruzifix von Habach.

Oder Plattler und Dreherin in original

Vereinstracht der D-Lechgauer

Prem. Ein Auftrag aber war dann

doch nervenaufreibender als alle

anderen: der für den bekannten

US-amerikanischen Künstler Jeff

Koons, der einst mit einer Pornodarstellerin

verheiratet war und

aufgrund dessen pornografische

Szenen in Form von Skulpturen

von Südtiroler und Ammergauer

Schnitzern herstellen ließ. Für die

Fassmalerei wurde ebenfalls Franz

Schindler auserkoren, der dafür

sogar zwei Wochen am Stück in

Südtirol lebte und arbeitete. „Der

Auftrag war deshalb so schwierig,

weil Jeff Koons immer wieder mit

neuen Vorschlägen ankam, die realistisch

betrachtet nicht umsetzbar

waren.“ Zum Beispiel das Aufmalen

einer Netzstrumpfhose, „weshalb

wir alternativ nach München

in den Beate-Uhse-Shop gefahren

sind und dort mehrere Strumpfhosen

gekauft haben, um diese letztlich

im Verbund über die Skulptur

zu spannen“. Dann lieber doch

Thomas Müller, der in seinem Fach

ähnlich erfolgreich war wie Franz

Schindler – und ebenfalls stets auf

dem Boden geblieben ist. js

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juli / august 2026 | 27

© Sonja Herpich


Konzerte, Tanz, Hochzeit und Festzug

Fischer in Tracht

28 | tassilo

Tutzing | Die Geschichte der Fischerei

am Starnberger See reicht

ursprünglich 3 000 Jahre zurück.

Bronzezeitliche Angelhaken und

Einbäume, gefunden auf und an

der Roseninsel, beweisen das.

Kein Wunder also, dass auch

Tutzing, der Ort auf Höhe der

Roseninsel, seit Jahrhunderten

als Fischer- und Bauerndorf beschrieben

wird – und auch das

Ortswappen geprägt ist von einem

Fischsymbol. Die Bedeutung der

Seenfischerei hat sich im Laufe

dieser langen Zeit jedoch stark

gewandelt. Streng organisiert ist

sie beispielsweise seit dem Mittelalter,

als die Fischereirechte

noch bei Adelshäusern, Klöstern

und Landesherren lagen. Erst

nach der Säkularisation im Jahre

1803 konnten die Fischereien

am Starnberger See eigenständig

wirtschaften, sich für ihre harte

Arbeit finanziell angemessener

entlohnen. Heute gibt es am

Starnberger See noch 34 Fischereirechte.

„Von denen nach unseren

Informationen immerhin

30 aktiv genutzt werden“, weiß

Jan-Philipp Grande, Pressesprecher

der Gemeinde Tutzing. Die

wirtschaftliche Bedeutung der Fischerei

am Starnberger See ist insofern

weitaus geringer also noch

vor 50 oder gar 100 Jahren. „Früher

konnten Familien vollständig

von der Fischerei leben. Heute ist

sie meist Nebenerwerb, Spezialitätenwirtschaft

und Traditionspflege.“

Kulturell, touristisch und

auch wissenschaftlich ist deren

Bedeutung dennoch ungebrochen

groß. Einerseits, weil die Nebenerwerbs-Fischer

wichtige Daten

über Fischbestände im Starnberger

See sowie dessen Wasserqualität

liefern. Andererseits ziehen

aus Funk und Fernsehen bekannte

Traditionsveranstaltungen tausende

begeisterte Menschen in

ihren Bann. Allen voran die Tutzinger

Fischerhochzeit, die erstmals

im Jahre 1929 stattfand, die

seit 1975 im Fünfjahresrhythmus

veranstaltet wird, wegen Corona

und Hauptstraßensanierung jedoch

erst heuer wieder – erstmals

seit 2017 – inszeniert wird. Genaugenommen

am Sonntag, 26. Juli,

beginnend mit einem Weckruf der

Böllerschützen um 6 Uhr in der

Früh.

Rückkehr aus

Russlandfeldzug

Spannenderweise handelt es sich

bei der Tutzinger Fischerhochzeit

um eine fiktive Geschichte. Dennoch

gehen die Verantwortlichen

fest davon aus, dass sie aus drei

Wünschen heraus verfasst wurde:

Das alte Fischerbrauchtum

zu bewahren, die Geschichte des

Fischerdorfes lebendig darzustellen

und den historischen Zusammenhalt

der Fischerfamilien

sichtbar zu machen. „Sie ist also

weniger ein religiöses Mysterienspiel

wie die O'Gauer Passion,

sondern vielmehr ein historisches

Heimatspiel.“ Im Kern bezieht

es sich auch heuer auf das

knapp 100 Jahre alte Drehbuch.

Demnach ereignete sich die historische

Fischerhochzeit um das

Jahr 1814 zur Zeit Napoleons und

erzählt die Geschichte des nach

Jahren vom damaligen Russlandfeldzug

heimkehrenden Tutzinger

Bauernsohn Michael Gröber, der

endlich Veronika Bierbichler, die

Tochter eines Fischermeisters von

der anderen Seeseite, heiraten

kann. „Die Texte des Stücks sind

nach wie vor in der Originalfassung,

lediglich einzelne Begriffe

wurden im Laufe der Jahrzehnte

zeitgemäß angepasst und modernisiert“,

so Jan-Philipp Grande

über diesen bunten Mix aus Theater,

Festspiel, Heimatinszenierung,

historischem Umzug sowie

einem daran angeschlossenen,

fünftägigen Dorffest mit buntem

Rahmenprogramm, das sich in

Summe über fünf Tage erstreckt.


Insofern ein straffes Programm,

allen voran für das auserkorene,

sehr junge Brautpaar um Valentin

Müller (24) und Mara Bove

(19). Während die anderen großen

Sprechrollen wie Hochzeitslader,

Knecht und Erzähler von

erfahreneren Schauspielern oder

Rednern besetzt werden, „ist es

für Valentin und Mara besonders

nervenaufreibend, da sie es zum und

ersten und einzigen Mal machen

– Braut oder Bräutigam ist

man im Rahmen der Tutzinger

Fischerhochzeit nie zweimal“.

Grundsätzlich muss das Brautpaar

stets aus einer alteingesessenen,

traditionellen Tutzinger Fischerfamilie

stammen – im Idealfall

aus jener, in der heute noch aktiv

gefischt wird. Wobei auch

die anderen Rollen des Spiels

ausschließlich von waschechten

Tutzingerinnen und Tutzingern

besetzt sind. „In Summe wirken

mehrere hundert Männer, Frauen

und Kinder mit.“ Darunter auch

Musikgruppen, Bühnentechniker,

Sicherheitskräfte, Gastronomen,

Gemeindemitarbeiter und viele

weitere, ehrenamtliche Helfer.

Besonders erwähnenswert: Die

Aktiven der Tutzinger Gilde, die

den Besuchern ihre prachtvollen

Trachtengewänder präsentieren.

„Das Thema Kostüme ist im Rahmen

der Tutzinger Fischerhochzeit

geradezu komplex, da viele verschiedene

Arten von Trachten und

Kostümen zum Einsatz kommen.“

Neben traditionell bayerischen

Trachten aus unterschiedlichsten

Regionen auch zeitgenössische

Kostüme aus dem 19. Jahrhundert

sowie Biedermeier-Kostüme. „Für

diese umfangreiche Kostümierung

der Darstellerinnen und Darsteller

verfügen Rathaus und Gilde über

einen eigenen Fundus, zusätzlich

bedienen wir uns bei Kostüm-

Kleiderverleihgeschäften.“

Dazu passend: Von Hand gemachter

Silberschmuck, Trachtenketten,

Broschen, Charivaris, filigrane

Miederketten, Haarschmuck und

bestickte Gürtel.

Festlicher Glanz an

Häusern, Wägen, Booten

Aber auch Blumenketten, Girlanden,

Bögen und Fahnen an Booten,

Wägen und Häuser lassen

ganz Tutzing in festlichem Glanz

erstrahlen. Damit die in Summe

13. Tutzinger Fischerhochzeit heuer

reibungslos und planmäßig

über die sprichwörtliche Bühne

geht, wird bereits seit Mitte April

fleißig geprobt. „Teilweise im Rathaus,

teilweise in anderen Räumlichkeiten

im Ort, vereinzelt auch

an den Schauplätzen des Stücks

selbst – zum Beispiel unten im

Schloss.“ Insgesamt verzeichnet

der Probenplan 22 Termine. In

Summe also ein Riesenaufwand

für ein Spektakel, auf das sich

Einheimische wie Urlauber riesig

freuen dürfen.

js

> > > INFOS, VVK UND TICKETVERLOSUNG

Vorverkaufskarten für Luise Kinseher, LaBrassBanda und Sašo Avsenik,

die im Rahmen des Festprogramms auftreten, sind ab sofort

im Rathaus, bei Post Trafik sowie bei Beautiful Home & Garden in

Tutzing erhältlich. Ebenso unter www.fischerhochzeit-tutzing.de, wo

auch alle weiteren Infos um das traditionsreiche Spektakel und Rahmenprogramm

bereitgehalten werden. Außerdem verlost „tassilo“

jeweils 1 x 2 Tickets. Schicken Sie uns bis 10. Juli eine Postkarte mit

dem Stichwort „Kinseher“, „LaBrassBanda“ oder „Sašo“ an „tassilo“,

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine Mail an info@tassilo.de.

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juli / august 2026 | 29


> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Bärenzähmer mit

Heiligenschein

Tassiloland | Jede römisch-katholische

Kirche ist einem Heiligen gewidmet,

der meist in Form von Deckenfresko

und Figur im jeweiligen

Gotteshaus abgebildet ist. In manchen

Dörfern geht die Darstellung

von Kirchenpatronen jedoch über

die Decken, Wände und Altäre der

Gotteshäuser hinaus. An die Hauswand

eines ehemaligen Schulgebäudes

hat es beispielsweise ein

Heiliger geschafft, der einst aus Irland

stammte, sich in der Schweiz

niedergelassen hatte und dort ein

Kloster gründete. Dargestellt wird

er häufig auch mit einem großen

Braunbär an seiner Seite. Der Sage

nach habe der Mann in seiner Zeit

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wo sich die „erste Elf“ befindet, wer sie künstlerisch

erschuf und welche Bedeutung Sie darin erkennen,

wollten wir von Ihnen in unserer Mai / Juni-

Ausgabe wissen. Unter zahlreichen Einsendungen

mit der korrekten Lösung war das Losglück dieses

Mal auf der Seite von Marlene Mangold aus Starnberg,

die uns wie folgt angeschrieben hatte: „Liebes

Tassilo-Team, diese Fußballmannschaft steht

im Park des Buchheimmuseums Bernried. Künst-

als Einsiedler wohl einen

wildlebenden Braunbär domestiziert.

Wir möchten nun

von Ihnen, liebe Leserinnen und

Leser wissen: An welchem Gebäude

und in welchem Ort ist der hier

gezeigte Heilige zu entdecken? Und

vor allem: Um welchen Heiligen

handelt es sich?

Schicken Sie uns bis Mitte Juli eine

Postkarte mit der Lösung und dem

Stichwort „Heimaträtsel“ an „tassilo“,

Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine Mail an info@tassilo.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg

eg

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Zu gewinnen gibt es auch dieses

Mal einen Spezialitätenkorb der

Schönegger Käse-Alm. Er heißt

„Sommerpicknick“ und ist bestückt

mit Weißwein, Frischkäse,

Mozzarella, gefüllten Kirschpaprika

sowie Almblütenkäse und

„Sommerduett“. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

js

ler war Günter

Schumann. In

Bernried steht

ein Abguss,

das Original in Leipzig. Die BSG Chemie Leipzig holte

sich 1964 (als Außenseiter) den DDR-Meistertitel.“

Wir gratulieren Frau Mangold recht herzlich zum

Gewinn eines herzhaft bestückten Spezialitätenkorbes

der Schönegger Käse-Alm!

> > > IMPRESSUM

„tassilo“ ist ein Medium von

„tassilo“

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung

im Juni 2026

Auflage: 43000 Exemplare

Änderungen und Fehler

vorbehalten.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf www.tassilo.de.

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung und

keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an

alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen — Auslegestellen

im Verteilgebiet.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt

Zarbock, Irmgard Gruber, Alexander Berndt, Heidi Berndt

Druck:

Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice:

KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Mauritius, Adobe Stock,

MSC Polling/Franziska Waltenberger, Hans Hornauer/DAV

Sektion Peißenberg, Landesamt für Umwelt/Dr. Jeremy Hübner,

Michael Dittel/Gisela Schregele, Infinity Racing - Rennteam

Hochschule Kempten, Haseitl, Gerald von Foris, Radsportfreunde

Pfaffenwinkel e.V., Sebastian Balz, Peter von Beyer, Bettina

Eder, Franz Schindler, Dirk Bruniecki/FC Bayern München Club,

Birgit M. Widmann, Christian Binder, Schönegger Käse-Alm,

Noah Cohen

30 | tassilo


Vor 700 Jahren – Dießen feiert Bannmarkt-Erhebung

Fischerstechen, Festzug

und Blaulichttag

Dießen | Bereits in der Jungsteinzeit

lebten am Südwestufer des

Ammersees Menschen. Archäologische

Funde wie Steinwerkzeuge

und Gräber belegen das. Spätestens

zur Zeit der Römer gewann

die Lage weiter an Bedeutung,

prägten Handel, Landwirtschaft

und Verkehr dank zweier wichtiger

Fernstraßen das Leben und

Treiben am Ufer des drittgrößten

See Bayerns, wo sich nach und

nach auch dauerhafte Siedlungen

bildeten. Dießen selbst wurde um

1039 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Aufstieg der Marktgemeinde

war damals eng mit den Grafen

von Dießen verbunden, die auch

das Augustiner-Chorherrenstift als

geistliches, wirtschaftliches und

kulturelles Zentrum der Region

gründeten. Zwischenzeitlich, um

1231, wurde Dießen sogar als Stadt

bezeichnet, verlor diesen Status

jedoch mit Aussterben der Grafen

von Andechs wieder. Doch auch

als Markt hatte Dießen weiterhin

eine hohe Bedeutung, allen voran

im Bereich Handel und Handwerk.

Nochmals manifestiert wurde dieser

Status im Jahre 1326, als Dießen

durch den bayerischen Herzog und

späteren Kaiser Ludwig der Bayer

zum Bannmarkt erhoben wurde.

Der Begriff „Bann“ bezeichnete

im Mittelalter die Ausübung hoher

Gerichtsbarkeit. Dießen durfte also

im Falle von Straftaten und Vergehen

eigenständig Urteile fällen.

Heuer jährt sich diese geschichtsträchtige

Erhebung zum 700. Mal,

was Dießen feierlich in Erinnerung

rufen möchte.

Festauftakt

mit Luise Kinseher

Geplant ist ein lebendiges Fest über

fünf Tage, beginnend am Donnerstag,

30. Juli, um 19.30 Uhr in Form

eines Kabarettabends mit keiner

geringeren als Luise Kinseher, auf

die musikalische Unterhaltung

durch die Trachtenkapelle Wessobrunn

folgt. Für Freitag, 31. Juli, ist

ein Tag der Betriebe mit Standkonzert

am Maibaum (18 Uhr), Einzug

der Dießener Vereine ins Festzelt

an der Seestraße, Begrüßung und

Bieranstich (19 Uhr) sowie beste

Unterhaltung mit der aus Funk und

Fernsehen bekannten Josef Menzl

Teil des Festes in Dießen: Ein Fischerstechen auf dem Ammersee.

Kapelle geplant. Der familiengerecht

gestaltete Blaulichttag am

Samstag, 1. August, ab 10 Uhr rückt

mit Vorstellung von Feuerwehr, Polizei

und Wasserwacht die Bedeutung

des Rettungswesens in den

Mittelpunkt. Ein absolutes Highlight

erfolgt schließlich um 15.30

Uhr: ein traditionelles Fischerstechen

am Dampfersteg. Danach:

Preisverleihung im Festzelt und ab

17.30 Uhr wieder beste musikalische

Unterhaltung. Erste durch die Band

Koo Head Park, ab 20 Uhr mit Glam

Gang (70er Jahre Party-Musik) und

ab 22 Uhr Party mit DJ Dancing

Phil. Ebenfalls für Alt und Jung gedacht:

Der Festsonntag, 2. August,

mit Festgottesdienst (10 Uhr) im

Marienmünster, Kirchenzug zum

Festzelt (11.30 Uhr), musikalische

Unterhaltung im Festzelt (ab 12

Uhr), großem Festzug durch den

Ort (14 Uhr), sowie anschließend

weitere musikalische Unterhaltung

im Festzelt. Erst spielt das Bezirksmusikorchester

Lech-Ammersee

(16 Uhr), danach die Lehrerband

der Carl-Orff-Schule, sowie abschließend

die Rockband „Lizzy

Miller“, gemeinsam mit „Daddy

Cool“. Vorbei ist das Bannmarktfest

jedoch noch nicht – am Montag, 3.

August, ist mit Oldtimer-Treffen (ab

11 Uhr), Sonnwendmusi, Seniorennachmittag,

weiteren Bands, weiterer

Blasmusik sowie einer Wahl

zur „Miss Dießen“ (um 19 Uhr)

ebenfalls jede Menge geboten. Lust

bekommen? Alle weiteren Infos zu

Geschichte, Festtagen und weiteren

Terminen im Jahr gibt’s online unter

www.700-diessen.de.

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Gesamtes

www.700-diessen.de

FESTTAGE AM SEE

HIGHLIGHTS

Familienprogramm

Blaulichttag

Fischerstechen

Großer historischer

Festzug

Oldtimerparade

Miss Dießen Wahl

© Fotos: Anne Webert / Martina Bogdahn / Veranstalter: Markt Dießen am Ammersee

Best of

Luise Kinseher

im Festzelt Dießen

Uhr

Tickets über

München Ticket

juli / august 2026 | 31


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/

Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2026

WEILHEIM

MI 01.07.

12.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung in St. Pölten: Das

Gebet im Leben der Russlanddeutschen.

Unterer Graben 48.

Bis 19.07.2026

18.00 bis 19.00 Uhr

Offener Lauftreff für Jedermann/

Jedefrau. Treffpunkt gegenüber

Bolzplatz „In der Au“. Post Sportverein

Weilheim e.V. www.postsvweilheim.de.

Jeden Mittwoch

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.

Jeden Mittwoch

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone.

Jeden Mittwoch

HERRSCHING

19.30 Uhr

Lesung mit Oliver Pötzsch aus

seinem Thriller „Die Ludwig

Verschwörung“. Der Eintritt ist frei,

freiwillige Spenden sind erbeten

PEISSENBERG

DO 02.07.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz.

Jeden Donnerstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Donnerstag

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz.

Jeden Donnerstag

MURNAU

Mo. bis Fr. 8.00 bis 12.00 Uhr

Di. und Do. 14.00 bis 16.00 Uhr

Bruchstücke – Ausstellung von

Birgit Schwarzenberger im Foyer

des Rathauses im Untermarkt 13.

Bis 31.07.2026

14.00 Uhr

Offener Café-Treff mit Spielenachmittag

im Mehrgenerationenhaus.

Jeden Donnerstag

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 14. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

OBERHAUSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Reparierbar im Rathaus in der

Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich

diverse Gegenstände

des Alltags repariert und bei IT

Technik beraten

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmöker-Café in der Bücherei.

Jeden 1. Donnerstag

> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ

Fr, 17. Juli 15.30 bis 20.00 Uhr Penzberg, Pfarrzentrum

Do, 23. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 24. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

WEILHEIM

FR 03.07.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Trio Viva Classico – Viva La Musica

in der Tiefstollenhalle. Eintritt

im Vorverkauf 24 € und an der

Abendkasse 26 €

OBERAMMERGAU

19.30 Uhr

Der Brandner Kaspar und das

ewig' Leben im Passionstheater.

Karten unter 08822 / 32488. Infos

unter www.passionstheater.de

Siehe Anzeige Seite 11

PENZBERG

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesezeit in der Stadtbücherei

für Kinder. Eintritt frei.

Jeden Freitag

SCHONGAU

13.00 bis 16.00 Uhr

60 Jahre M. Haseitl – Tag der offenen

Tür auf dem Firmengelände,

Dießener Straße 12.

Siehe Anzeige Seite 25.

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich. Jeden Freitag

WEILHEIM

SA 04.07.

16.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt am Volksfestplatz

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Konzert Iron Moon in der Tiefstollenhalle.

Tickets im Vorverkauf im

Sowieso und Peissenbuch 14 € und

an der Abendkasse 15 €

OBERAMMERGAU

19.30 Uhr

Der Brandner Kaspar und das

ewig' Leben im Passionstheater.

Karten unter 08822 / 32488. Infos

unter www.passionstheater.de

Siehe Anzeige Seite 11

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.

Jeden Samstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Samstag

PENZBERG

10.30 bis 11.30 Uhr

Vorlesezeit für Kinder in der

Stadtbücherei. Eintritt frei.

Jeden Samstag

BERNRIED

13.00 bis 19.00

Grill & Chill – Flohmarkt im

Klosterhof. Schöne Schnäppchen,

Kaffee, Kuchen und Feines vom

Grill. Bei schlechtem Wetter findet

der Flohmarkt am 05.07.2026 statt

ANDECHS

10.00 bis 17.00 Uhr

Lagerfeuerküche verfeinert mit

frischen Kräutern im Riedweg

1a in Frieding. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08152 / 2664 oder

info@kraeuterstadl.de

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz.

Jeden Samstag

BIRKLAND

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der

Möbelstube Oberland, Aich 4.

Infos unter www.moebelstubeoberland.de.

Siehe Anzeige Seite 4.

SCHONGAU

14.00 bis 15.30 Uhr

Auf Abenteuer-Floßfahrt mit

Schohu. Treffpunkt Bootshaus in

der Lechuferstr. 35. Kosten: Teilnehmer

ab 6 Jahren 10 €, Familien

35 €. Infos zu weiteren Floßfahrten

und Anmeldung unter touristinfo@

schongau.de oder 08861 / 214-181

Siehe Anzeige Seite 23

PEISSENBERG

SO 05.07.

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet. Führungen

nur mit Reservierung oder

Voranmeldung unter 08803 / 5102

oder info@bergbaumuseum-peissenberg.de.

Jeden 1. und 3. Sonntag

im Monat

STARNBERG

11.00 bis 13.00 Uhr

Öffentliche Stadtführung.

Treffpunkt an der Info-Stele am

Dampfersteg. Kosten: Erwachsene

7 € und Schüler ab 10 Jahren

5 €. Anmeldung in der Tourist

Information unter 08151 / 906010

oder unter touristinfo@starnbergammersee.de.

www.starnbergammersee.de

32 | tassilo


POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Museum geöffnet. Sonderführungen

ab 4 Personen nach Voranmeldung

unter Tel. 0881 / 93900

jederzeit möglich. Kosten: 3 €.

Jeden Sonntag

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Radom Raisting geöffnet.

Das Industriedenkmal mit den

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im

Hofstätterweg 2. Führungen nach

Vereinbarung. Infos unter

radomraisting.de. Jeden Samstag

und Sonntag von Mai bis Oktober

Siehe Anzeige Seite 21

STEINGADEN

19.30 bis 21.00 Uhr

Musik Im Pfaffenwinkel in der

Wieskirche, Wies 12. Konzert II der

diesjährigen Konzertreihe mit gemischtem

Chor und den Münchner

Philharmonikern mit Werken

von Haydn und Schubert. VVK und

Infos unter www.gap-ticket.de oder

info@gap-ticket.de.

WEILHEIM

DI 07.07.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Dienstag

PEISSENBERG

16.30 bis 17.30 Uhr

Locker vom Hocker „Tanzen im

Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann

in der Oskar-Dietlmeier-Str. 14.

Infos unter Tel.-Nr. 0152 / 52786638.

Jeden Dienstag außer in den Ferien

18.00 bis 19.00 Uhr

Bleib jung mit Schwung – Kreistänze

im Pfarrsaal St. Johann in

der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos

unter Tel.-Nr. 0152 / 52786638

13.00 bis 22.00 Uhr

Damensauna in der Rigi Rutsch’n

in der Pestalozzistr. 8. Jeden Dienstag

außer in den Ferien

DIESSEN

9.30 bis 11.30 Uhr

Ortsführung – Treffpunkt an

der Tourist Information in der

Bahnhofstr. 15. Anmeldung in der

Tourist Information Starnberg unter

08151 / 906010 oder touristinfo@

starnbergammersee.de www.starnbergammersee.de

WEILHEIM

MI 08.07.

15.00 bis 17.00 Uhr

Musikalischer Nachmittag mit

Livemusik von Happy Musik zum

tanzen und genießen in der Hofbühne

in der Hofstr. 12a. Weitere

Infos unter pgrimm@diakoniemuc-opp.de

oder 0151 / 15308312

18.00 bis 20.00 Uhr

Sommerfest der MS-Selbsthilfegruppe

auf Gut Dietlhofen 3.

Infos und Anmeldung unter

0881 / 12888311 Waltraud Höck oder

0881 / 12239601 Monika Röhring

MURNAU

DO 09.07.

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anm.: info@newideas.de.

Jeden 2. u. 4. Donnerstag

PÄHL

FR 10.07.

18.00 bis 21.30 Uhr

Ü30 Disco Party Friday Night

Fever von Abba bis Zappa mit DJ

Andy Wenzel und Radio Charivari

im Gut Kerschlach. Weitere Infos

und Termine unter www.tagesbargutkerschlach.de

OBERAMMERGAU

20.00 Uhr

TYLL – Die Geschichte von Tyll

Ulenspiegel im Passionstheater.

Karten unter 08822 / 32488. Infos

unter www.passionstheater.de

Weitere Aufführungen

am 11., 17., 18., 24. und 25. Juli

Siehe Anzeige Seite 11

WEILHEIM

SA 11.07.

13.00 bis 14.30 Uhr

Japanischer Stammtisch der VHS

im Tennisstüberl, Narbonner Ring

11. Anmeldung über VHS Weilheim

(www.vhs-Weilheim.de)

15.00 bis 16.00 Uhr

Die Kraft des Lachens: Lachyoga

für alle – Einsteigerkurs im VHS

Seminarraum in der Oberen Stadt

66. Infos und Anmeldung über VHS

Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

SO 12.07.

19.00 Uhr

Konzert Udo Schindler & Yves

Theiler im Musik- & Pianohaus

Schwinghammer, Pöltnerstr. 10

MURNAU

DO 16.07.

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 14. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

WEILHEIM

FR 17.07.

19.00 bis 22.00 Uhr

Spanischer Stammtisch der VHS in

der Trattoria & Pizzeria La Tombola,

Jahnstr. 2. Anmeldung über VHS

Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)

PENZBERG

17.00 bis 19.00 Uhr

Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten

im Lesecafé der

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

19.00 bis 22.00 Uhr

FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele

ein und kommt in die

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

PEISSENBERG

SA 18.07.

17.00 bis 23.30 Uhr

Benefiz-Rockkonzert für das

Kinderhospiz in Polling in der

Tiefstollenhalle. Eintritt 20 €.

(Mehr Infos siehe „Tassilo“-online-

Veranstaltungskalender)

ANDECHS

14.00 bis 18.00 Uhr

Wildkräuter & Blütenzauber –

Genuß von Wiese und Garten im

Riedweg 1a in Frieding. Mit Korb

und Schere raus in die Natur.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08152 / 2664 oder info@kraeuterstadl.de

WESSOBRUNN

SO 19.07.

9.30 bis 12.00 Uhr

Legenden- und sagenhaftes

Wessobrunn. Bei einer Wanderung

hören Sie Erzählungen und

Hintergrundgeschichten. Treffpunkt

im Klosterhof vor dem Römerturm.

Anmeldung über VHS Weilheim

(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /

9278338, www.vhs-Weilheim.de)

POLLING

17.00 Uhr

TANGO, TANGO,TANGO

Benefizkonzert zu Gunsten

des Podium Musicale e.V. im

Bibliotheksaal. Infos unter

www.podium-musicale.de

Siehe Anzeige Seite 6

juli / august 2026 | 33


OBERHAUSEN

DI 21.07.

18.30 bis 19:45 Uhr

Boogie-Woogie Einsteiger

Schnupperworkshop im Mehrzweckraum

des Rathauses in der

Schulstr. 1. Kosten pro Person 25 €

PATERZELL

17.30 bis 20.30 Uhr

Naturschönheiten vor der

Haustüre: Paterzeller Eibenwald.

Treffpunkt: Wanderparkplatz am

Eibenwald. Kosten: Erw. 17 € Kinder

(8-16 Jahre) 10 €. Anm. über VHS

Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)

DIESSEN

DO 23.07.

9.30 bis 11.30 Uhr

Ortsführung – Treffpunkt: Tourist

Information in der Bahnhofstr. 15.

Anmeldung in der Tourist Information

Starnberg unter 08151 / 906010

oder touristinfo@starnbergammersee.de

www.starnbergammersee.de

MURNAU

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anm: info@newideas.de.

Jeden 2. u. 4. Donnerstag

PEISSENBERG

SA 25.07.

17.00 Uhr

Sommerfest im Sowieso in der

Sulz 3. Mit Grill, Live Musik und

guter Laune

PATERZELL

Ab 10.00 Uhr

Paterzeller Airshow zum 75-jährigen

Jubiläum am Flugplatz. Mit

vielen Attraktionen, Live-Musik,

Barbetrieb und Feuerwerk. Infos

unter www.paterzell.de

HUGLFING

17.00 bis 18.00 Uhr

Huglsingers Sommerkonzert

in der Kirche St. Magnus in der

Sankt-Johann-Str. 3. Eintritt frei,

Spenden erbeten

FORST

11.00 bis 20.00 Uhr

Magischer Markt im Paradieshof,

Wolfhof 7. Ein Tag voller Begegnung,

Inspiration und lebendiger

Vielfalt

SEESHAUPT

9.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt zugunsten

der Gemeinde-Bücherei im

Innenhof der ehem. Zimmerei

Sterff in der Bahnhofstr. 14. Infos

unter 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

12.00 bis 21.00 Uhr

34. Kunsthandwerkermarkt auf

dem Parkplatz der Grundschule in

der Penzberger Str. 22

STEINGADEN

19.30 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies.

In Paradisum mit dem Chor der

Stadt Schongau. Infos und Karten

unter www.wieskonzerte.de.

PATERZELL

SO 26.07.

Ab 10.00 Uhr

Paterzeller Airshow zum 75-jährigen

Jubiläum am Flugplatz. Mit

vielen Attraktionen. Infos unter

www.paterzell.de

SEESHAUPT

9.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt zugunsten

der Gemeinde-Bücherei im

Innenhof der ehemaligen Zimmerei

Sterff, Bahnhofstr. 14. Infos

unter 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

10.00 bis 18.00 Uhr

34. Kunsthandwerkermarkt auf

dem Parkplatz der Grundschule in

der Penzberger Str. 22

POLLING

11.30 bis 13.00 Uhr

Historische Führung im Kloster.

Treffpunkt vor der Stiftskirche.

Spende von 5 € erbeten

WEILHEIM

DI 28.07.

19.00 bis 22.00 Uhr

Italienischer Stammtisch der VHS.

Infos/Anm. über VHS Weilheim

(www.vhs-Weilheim.de)

DIESSEN

DO 30.07.

19.30 Uhr

Best of Luise Kinseher im Festzelt.

Tickets bei München Ticket.

Infos unter www.700-diessen.de

Siehe Anzeige Seite 31

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Konzert Legiana Collective im

Sowieso in der Sulz 3. VVK im

Sowieso und Peissenbuch 14 € und

an der Abendkasse 15 €

FR 31.07.

PEISSENBERG

14.00 bis 22.00 Uhr

hAMMERsound-Festival auf dem

Festplatz Moosleite. Infos unter

www.hammersoundfestival.de

Siehe Allerlei Seite 23

POLLING

20.00 Uhr

Lesch Merlin Festival im Bibliotheksaal

mit dem Streichoktett

„Merlin Ensemble Wien“.

Infos unter www.zuenftick.de

Siehe Anzeige Seite 4

POLLING

SA 01.08.

20.00 Uhr

Lesch Merlin Festival – Spektakuläre

Reise zur Internationalen

Raumstation in der Stadthalle.

Mit Lichtkünstler Philipp Geist und

Klarinettistin Alexandra Gruber.

VVK: Gärtnerei Ferchl Weilheim oder

online unter www.zuenftick.de

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Open Air mit „TheBossHoss“

auf dem Festplatz Moosleite.

Infos und VVK unter www.

peissenberg-openair.de

Siehe Allerlei Seite 23

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

Ab 10.00 Uhr

Festtage am See mit Familienprogramm

und Fischerstechen.

Infos unter www.700-diessen.de

Siehe Anzeige Seite 31

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

11.00 Uhr

Lesch Merlin Festival im Bibliotheksaal:

Familienkonzert mit

dem Streichoktett „Merlin Ensemble

Wien“. VVK: Gärtnerei Ferchl,

Weilheim oder online unter

www.zuenftick.de

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

SCHONGAU

14.00 bis 15.30 Uhr

Auf Abenteuer-Floßfahrt mit

Schohu. Treffpunkt Bootshaus in

der Lechuferstr. 35. Kosten: Teilnehmer

ab 6 Jahren 10 €, Familien

35 €. Infos zu weiteren Floßfahrten

und Anmeldung unter touristinfo@

schongau.de oder 08861 / 214-181

STARNBERG

SO 02.08.

11.00 bis 13.00 Uhr

Öffentliche Stadtführung. Treffpunkt:

Info-Stele am Dampfersteg,

Dauer ca. 2 Std.. Kosten: Erw. 7 €

und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung

in der Tourist Information

Starnberg unter 08151 / 906010

oder touristinfo@starnbergammersee.de

www.starnbergammersee.de

DIESSEN

Ab 10.00 Uhr

Festtage am See mit

Festgottesdienst im Münster und

Festzug zum Festzelt. Infos unter

www.700-diessen.de

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt.

Siehe 25.07.

SCHONGAU

18.00 bis 19.30 Uhr

Stadtführung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt vor

der Tourist Info in der Weinstr.

11. Kosten 8 €. Infos zu weiteren

Führungen und Anmeldung unter

touristinfo@schongau.de oder

08861 / 214-181

34 | tassilo


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/

POLLING

11.00 Uhr

Lesch Merlin Festival im

Bibliotheksaal mit „Ist noch Zeit?

Laudate Deum zur Klimakrise“

mit Harald Lesch und Violinist

Martin Walch. VVK: Gärtnerei

Ferchl Weilheim oder online

unter www.zuenftick.de

SEESHAUPT

MO 03.08.

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

DIESSEN

Ab 11.00 Uhr

Festtage am See mit Oldtimertreff,

Seniorennachmittag und „Miss

Dießen“-Wahl. Infos unter

www.700-diessen.de

WEILHEIM

DI 04.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

DIESSEN

MI 05.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.

Jeden Mittwoch

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

24.10.26

WEILHEIM I.OB

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff in der Bahnhofstr.

14. Infos unter 08801 / 2453 Familie

Sterff oder bei der Gemeinde-

Bücherei

PEISSENBERG

Stadthalle

Tickets an allen bekannten VVK-Stellen,

unter 0365–5481830 und

www.foreverqueen.de

DO 06.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

14.00 Uhr

Offener Café-Treff mit Spielenachmittag

im Mehrgenerationenhaus

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten der

Gemeinde-Bücherei im Innenhof

der ehemaligen Zimmerei Sterff

in der Bahnhofstr. 14. Infos unter

08801 / 2453 Familie Sterff oder bei

der Gemeinde-Bücherei

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmöker-Café in der Bücherei

WEILHEIM

FR 07.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

MURNAU

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 14. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich.

WEILHEIM

SA 08.08.

16.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt

auf dem Volksfestplatz

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

WEILHEIM

SO 09.08.

10.00 bis 12.00 Uhr

Skaten lernen für Kids und Teens

im Skatepark, Narbonner Ring 11.

Anmeldung über VHS Weilheim

(www.vhs-Weilheim.de)

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt

zugunsten d. Gemeindebücherei

im Innenhof der ehem.

Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.

Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff

oder bei der Gemeinde-Bücherei

POLLING

11.30 bis 13.00 Uhr

Historische Führung im Kloster.

Treffpunkt vor der Stiftskirche. Es

wird eine Spende von 5 € erbeten.

DIESSEN

DI 11.08.

9.30 bis 11.30 Uhr

Ortsführung – Treffpunkt: Tourist

Information in der Bahnhofstr. 15.

Anm: Tourist Information Starnberg

08151 / 906010 oder touristinfo@

starnbergammersee.de www.starnbergammersee.de

WEILHEIM

MI 12.08.

15.00 bis 17.00 Uhr

Musikalischer Nachmittag mit

Livemusik von Happy Musik zum

Tanzen und Genießen in der Hofbühne

in der Hofstr. 12a. Weitere

Infos unter pgrimm@diakoniemuc-opp.de

oder 0151 / 15308312

MURNAU

DO 13.08.

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung unter

info@new-ideas.de.

MURNAU

DO 20.08.

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 14. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

PENZBERG

FR 21.08.

17.00 bis 19.00 Uhr

Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten

im Lesecafé der

Stadtbücherei.

19.00 bis 22.00 Uhr

FreitagsSpieler – packt Eure

Lieblingsspiele ein und kommt in

die Stadtbücherei.

MURNAU

DO 27.08.

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung unter

info@new-ideas.de.

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juli / august 2026 | 35


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