tassilo - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen Ausgabe-Juli-August-2026
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Ausgabe 67
Juli / August 2026
®
Das Magazin rund um Weilheim und die Seen
Eine Produktion von
mit Veranstaltungskalender für zwei Monate
Titelbild: Mauritius Images, Udo Siebig
Säulenhalle STOA 169, Polling
Akrobatik in der Luft
Flugprofi Markus Feyerabend
Kisten mit Kultcharakter
Ein Gaudiwettbewerb für alle
50
JAHRE
50 JAHRE KASPROWICZ.
Eine Familie. Ein Handwerk.
Seit über 50 Jahren steht der
Name Kasprowicz für Qualität,
Verlässlichkeit und echtes Bäckerhandwerk.
Was einst von Fritz Kasprowicz
mit viel Leidenschaft aufgebaut
wurde, wird heute von Julian
Kasprowicz in zweiter Generation
weitergeführt – mit dem
gleichen Anspruch, Tag für Tag
beste Backwaren zu schaffen.
Über 50 gelernte Bäcker und
Konditoren sind dabei das Fundament
unseres Erfolgs – und
zugleich der Qualitätsgarant
für das, was täglich in unserer
Backstube entsteht. Dabei übernehmen
wir auch Verantwortung
über das Handwerk hinaus: Mit
einem eigenen aufgeforsteten
Waldstück leisten wir einen aktiven
Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Gleichzeitig achten wir bewusst
auf einen reduzierten Müllverbrauch
und setzen gezielt auf
nachhaltige Energie.
So verbinden wir bewährte
Tradition mit einem klaren
Blick nach vorne – für Backwaren,
die ehrlich sind, aus der
Region kommen und einfach gut
schmecken.
Und für ein Handwerk, das wir
seit über 50 Jahren mit Überzeugung
leben.
kasprowicz.de
Am Boden, Fels und
in der Luft
Klettern fördert Kraft, Koordination und Konzentration,
gibt Selbstvertrauen und baut Stress ab. In der
Regel werden die ersten Schritte in der Halle gemacht.
Wer dort die Basics im Schlaf beherrscht und
erste Züge am echten Fels wagen möchte, hat jedoch
häufig das Problem, geeignete Routen zu finden.
Hans Hornauer vom Alpenverein Peißenberg hat sich
deshalb auf die Suche gemacht – und mit dem Peißenberger
Alpinklettergarten einen echten Geheimtipp
parat. Seltenheitswert hat auch die traditionelle
Fischerhochzeit in Tutzing, die in der Regel nur alle
fünf Jahre stattfindet, aufgrund Corona sogar noch
länger pausieren musste. Heuer ist es allerdings
wieder soweit, steigt am Westufer des Starnberger
Sees ein weit und breit einzigartiges Fest. Mindestens
so aufgeregt wie das dafür auserwählte Brautpaar:
Markus Feyerabend, bevor er im Rahmen eines
internationalen Wettkampfs in den Flieger steigt.
Passend zum 75. Geburtstag des Flugsportvereins
Weilheim-Peißenberg durften wird den Profi zum
großen Interview auf die Rote Couch bitten – und
dabei tiefe Einblicke in die Formel 1 des Flugsports
gewinnen, die in vielerlei Hinsicht absolut beeindruckend
ist. Einzigartig ist auch das, was die rührigen
Mitglieder des MSC Polling alle paar Jahre nördlich
von Oderding auf die Beine stellen: Ein Seifenkisterlrennen
für Alle. Das Besondere dabei: Gefahren wird
ausschließlich mit vereinseigenen Kisterln, die einst
von einem Schreiner professionell und streng nach
Regelwerk gebaut wurden. Technisch deutlich komplexer
aufgebaut: Der neue Rennwagen von Infinity
Racing. Das Rennteam der Hochschule Kempten ermöglicht
Studenten, ein eigenes Auto zu entwickeln
und mit diesem aktiv im Rahmen einer internatio-
ti
nalen Rennserie für Studenten-Teams teilzunehmen.
Für unsere Region ist dieses Thema aus zwei Gründen
spannend: Erstens studieren viele junge Männer
und Frauen aus dem Pfaffenwinkel auf dem 5300
Quadratmeter großen Campus im Allgäu. Darüber
hinaus kooperieren Hochschule und Rennteam mit
hiesigen Unternehmen. Viel herumgekommen, obwohl
er ungern in den Flieger steigt, ist auch ein
Mann, der seinen Lebensunterhalt mit einer äußerst
seltenen Handwerkskunst bestritten hat – die Rede
ist von Fassmalerei. Dass damit nicht das Bemalen
von Bierfässern gemeint ist, und es ein Auftrag sogar
bis auf den heiligen Rasen der Münchner Allianz-
Arena geschafft hat, lesen Sie ebenso in unserer Juli /
August-Ausgabe wie das im Grunde unaufhaltsame
Voranschreiten einer Invasiven Art, die einst aus USA
importiert wurde – und nun die Existenzen heimischer
Krebse akut bedroht. Ob im Wasser, am Boden,
Fels oder in der Luft – dass Sie in einer immer
komplexer werdenden Welt die schönen Dinge nicht
aus den Augen verlieren, wünscht an dieser Stelle
von Herzen,
Ihr Johannes Schelle
> > > AUS DEM INHALT
Seite 4
Im Schatten der
Hochplatte — Klettern
am richtigen Fels
Seite 6
Kampf um Krebserhalt:
Über bayernweite
Wiederansiedlungsprojekte
Seite 9
Furchtloser Flugakrobat:
Markus Feyerabend im großen
Interview auf der Roten Couch
Seite 15
Brände und blaue
Flecken — die Festtage
in Oberhausen
Seite 16
Die Formel 1 für
Studenten — ein spannendes
Hochschulprojekt
Seite 18
Zugspitzbahn, G7-Gipfel
und Lechtalbrücke — ein
Bauunternehmen wird 60!
Seite 20
Seit den 1970ern:
Ein Seifenkistenrennen, das
für jeden geeignet ist
Seite 22
Wissenschaft trifft auf Kunst,
Kultur und Sport — Allerlei aus
dem Tassiloland
Seite 24
Leichte Küche in schweren
Zeiten — leckere Rezepte
der Hauswirtschafterei
Seite 26
Von russischen Forellen bis
Thomas Müller — Fassmaler
Franz Schindler hört auf
Seite 28
Rückkehr aus Russlandfeldzug:
Die Fischerhochzeit am
Starnberger See in Tutzing
Seite 30
Bärenzähmer mit
Heiligenschein — lösen Sie
das neue Heimaträtsel?
Seite 31
Fischerstechen, Festzug und
Blaulichttag — Dießen feiert
700 Jahre „Bannmarkt“
Seite 32
Auf in einen ereignisreichen
Sommer — alle Veranstaltungen
für die Monate Juli und August
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juli / august 2026 | 3
Klosterwirt Polling
Biergarten Restaurant Hotel Veranstaltungen
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TAG DER OFFENEN TÜR
am Samstag, 4. Juli 2026
von 10 – 16 Uhr
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
4 | tassilo
Im nordseitigen Schatten der Hochplatte
Klettern am
richtigen Fels
Peißenberg / Halblech | Wer mit
Hallenklettern begonnen hat und
die Sicherungstechniken aus dem
FF beherrscht, möchte eines Tages
raus in die Natur, ran an den
richtigen Fels. Nur wo? „Wir sind
mal eine Route in den Tannheimer
Bergen geklettert, die von der
Schwierigkeit her genau dafür geeignet
hätte sein sollen“, erinnert
sich Hans Hornauer, Vorsitzender
der Alpenvereinssektion Peißenberg.
War sie aber nicht. „Bröselig
und brüchig – selten habe ich
mich während einer Klettertour so
unwohl gefühlt und war froh, dass
die Teilnehmer und ich unverletzt
aus der Wand gekommen sind.“
Mit anhaltend flauem Gefühl im
Magen schwor sich Hans Hornauer,
so etwas nie wieder zu klettern.
Schon gar nicht mit Anfänger-
Gruppen, die den Schritt von der
Kletterhalle an den Berg möglichst
risikoarm beschreiten können
sollten. So machte sich der inzwischen
pensionierte Physiker, stets
mit Kamera im Gepäck, selbst auf
den Weg, um geeignetere Routen
mit deutlich besserer Felsqualität
zu finden. Das Problem dabei: Der
Fels in den Ammergauer Alpen ist
allgemeinhin bekannt für schlechte
Qualität, gilt grundsätzlich als
oftmals brüchig. „Und die guten,
bereits bekannten und entsprechend
stark bekletterten Routen
sind über die Jahre hinweg derart
abgetreten und abgegriffen worden,
dass der Fels dort mitunter
rutschig ist wie Kirchenmarmor.“
Umso bereichernder für Kletterbegeisterte:
Das Gebiet, das Hans
Hornauer vor mittlerweile 13 Jahren
im Rahmen einer ausgedehnten
Wanderung entdeckt hatte.
„Ich war auf einer längeren Tour
im Kenzengebiet unterwegs, rund
um die Hochplatte.“ Beim nordseitigen
Abstieg vom bekannten
Fensterl, hinunter Richtung Geiselsteinsattel,
erblickte er rechter
Hand eine Felswand, „die bereits
von Weitem als sehr strukturiert
und mit größeren Griffen in regelmäßigen
Abständen zu erkennen
war, obendrein als nicht komplett
senkrecht verlaufend“. Insofern
ideal für Wandkletterei im auch
unteren Schwierigkeitsbereich?
Um diesen Eindruck zu bestätigen,
knipste Hans Hornauer nicht
nur messerscharfe Bilder, die er
zuhause am PC-Bildschirm via
Tiefenzoom analysierte. Gemeinsam
mit einem Sektions-Kollegen
machte er sich erneut auf den
Weg, kletterte die bis dato unberührten
Wände im Schatten der
Hochplatte ab. Und? „Wir waren
Die „Wessobrunner
Mädels“ am
Wandfuß des
Alpinklettergartens.
auf Anhieb begeistert – genau
das, wonach ich viele Jahre lang
gesucht habe.“
Alpinklettergarten
liegt abgelegen
Getauft haben Hans Hornauer und
seine Mistreiter diesen gefundenen
Schatz als „Peißenberger
Alpinklettergarten“. Seit seiner
Eröffnung im Jahr 2013 richteten
sie immer mehr Routen ein. Inzwischen
sind es 21 an der Zahl,
von zwei bis fünf Seillängen mit
Bohrhakenabständen von jeweils
drei bis vier Metern, manchmal
auch mehr. „Von einer einfachen
vier plus über eine Hand voll Fünfer,
mehrere Sechser, Simmer und
an einer Stelle sogar bis in den
achten Schwierigkeitsgrad ist da
für fast jeden was Passendes dabei.“
Die Namen der Routen sind
von „fei-schee“ über „Eis-Tanz“
und „Schmierseifenblatt“ bis hin
zu „örtlich betäubt“ und „Quer iss
schwer“ gleichermaßen treffend
wie humorvoll gewählt. Die Wände
bis zu 120 Meter hoch. „Weiter
oben wird die Felsqualität wieder
schlechter“, betont Hans Hornauer,
der am Ende einer jeden Route
einen Stand gebohrt hat, „damit
man sich wieder zum Ausgangspunkt
am Wandfuß abseilen
kann.“ Heißt: Hier geht es wirklich
um Kletterei am Fels an sich, nicht
um Gipfelziele mit malerischer
Rundumsicht.
kommen die Kletterer dort
trotzdem voll auf ihre Kosten,
weil es sich zwischen
Geiselstein, Gabelschrofen,
Hochplatte und Kenzenkopf
um einen der schönsten,
aber auch unberührtesten
und verstecktesten Fleckerl
des Kenzengebiets handelt.
Zum Schutz dieser dort
einzigartigen Natur hielten
Hans Hornauer und Co. den
Peißenberger Alpinklettergarten
lange Zeit geheim.
„Als die Routen dann eines
Landschaftlich
Tages im Kletterführer ‚Ammergauer
Alpen‘ veröffentlicht wurden,
hatte ich schon Sorge, dass
dieses Gebiet von den Münchnern
überrannt wird.“ Rückblickend
betrachtet ist dies jedoch bis heute
nicht der Fall. Wohl auch, weil
die Wände des Peißenberger Alpinklettergartens
trotz Heimatnähe
weder schnell zu erreichen
noch aufzufinden sind.
„Zeitlich nicht
verkalkulieren“
Hans Hornauers Empfehlung: Mit
dem Omnibus vom Kenzenparkplatz
in Halblech bis zur Kenzenhütte
zu fahren – die Busse
pendeln werktags ab 8 Uhr, an
Wochenenden ab 7 Uhr. Alternativ
kann auch via Mountainbike oder
E-Mountainbike hochgeradelt
werden. An der Kenzenhütte angekommen,
geht es schließlich zu
Fuß zum Kenzensattel hoch, westseitig
wieder hinunter in Richtung
Geiselsteinsattel. In einer Senke
angekommen, führt der Weg an
einem markanten Fels (rechts des
Weges) hinauf in Richtung Fensterl,
nach wenigen Höhenmetern
vom Wanderweg über wegloses
Gelände erneut nach links, direkt
auf den Wandfuß des Alpinklettergartens.
Gut eine Stunde Gehzeit –
mit 70-Meter-Seil (Empfehlung),
Gurt, Karabiner, Kletterschuhen,
je nach Route sechs bis zehn Expressschlingen
und Verpflegung
gilt es auch einiges an Gewicht
mitzuschleppen – sollten laut
Hans Hornauer schon eingeplant
werden für den Zustieg von der
Kenzenhütte. „Zurück eher noch
mehr, weil gegen 14 Uhr die Sonne
hereinbricht, der Rückweg hinauf
zum Kenzensattel insbesondere
im Hochsommer besonders kräftezehrend
sein kann.“ Dann noch
die wohlverdiente Einkehr in der
Kenzenhütte, die bekannt ist für
sehr gute Küche, ohne dabei den
letzten Bus um 17.30 Uhr zu verpassen.
„Da darf man sich nicht
verkalkulieren.“ Und in Sachen
Jahreszeit? „Macht der Aufbruch
zum Peißenberger Alpinklettergarten
erst ab Anfang Juli Sinn.“
Bis dahin liege in den nordseitigen
Flanken der Hochplatte oftmals
noch Schnee, der sich bei
tageszeitlicher Erwärmung als
Lawine lösen könnte, in jedem
Falle die Wände der Kletterrouten
nass macht. Auch nicht ungefährlich:
Gamswild und Steinböcke,
die oberhalb des Klettergartens
loses Gestein lostreten könnten.
Der Kletterhelm ist in diesem Falle
also doppelt und dreifach wichtig.
Ebenso ein zuverlässiger Seilpartner,
der die Sicherungstechniken
aus dem FF beherrschen
muss. Denn der Alpinklettergarten
(www.alpines-klettern.de) ist zwar
für Anfänger geeignet – aber eben
nicht im Sinne von „Klettern zum
ersten Mal ausprobieren“, sondern
wirklich für diejenigen, die
das Rüstzeug bereits (in
der Halle) gelernt haben
und ihr Können am Fels
ausprobieren oder intensivieren
möchten. Und das
in einer atemberaubenden
Landschaft, nur rund 30
Autominuten von Peißenberg
und Umgebung entfernt.
js
Der Entdecker bei der Arbeit:
Hans Hornauer beim
Einbohren einer Route.
juli / august 2026 | 5
So. 19.07.2026 | 17 Uhr
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Bayernweite Wiederansiedlungsprojekte
Kampf um Krebserhalt
Wielenbach | Ob Starnberger
See, Ammersee, Isar, Loisach,
Ammer oder Lech: Alle großen
Gewässer in der Region
sind inzwischen von ihnen
besiedelt. „Und aus diesen
Gewässern bringt man sie
auch nicht mehr heraus“, betont
Dr. Jeremy Hübner, einer
von zwei Flusskrebsmanager
am Bayerischen Landesamt
für Umwelt. Die Rede ist von
nichteinheimischen Flusskrebsen,
primär vom nordamerikanischen
Signalkrebs –
eine invasive Art, die vor rund
60 Jahren erstmals nach Europa
kam. Damals in eher
gutgemeinter Absicht. „Früher
waren Krebse ein noch
viel wichtigeres wirtschaftliches
Gut als heute, im Grunde auch
Arme-Leute-Essen, weil es sie in
allen Gewässern in hoher Anzahl
gab.“ Und weil dieser nordamerikanische
Signalkrebs als besonders
robust und widerstandsfähig
gilt, dachte sich der Europäer: Den
brauchen wir hier auch. Insbesondere
die Schweden und Österreicher
trieben Besatz und Zucht
dieser Art aus Übersee voran.
Was damals nicht bedacht wurde:
Welch folgenschwere Auswirkungen
der bis zu 18 Zentimeter lange
und 200 Gramm schwere Signalkrebs
für heimische Arten und
das ökologische Gleichgewicht
im Allgemeinen haben sollte. Als
Allesfresser – von abgestorbener
Materie wie beispielsweise Laub
über Unterwasserpflanzen und
Wiederansiedlung i dl bedrohter Edelkrebse,
hier an einem kleinen Bach im Landkreis
Weilheim-Schongau.
Insektenlarven bis hin zu kleineren
Fischen, Fischleich und toten
Tieren – fungiert er nicht nur in
wertvoller Funktion als Gewässerpolizei,
sondern frisst den heimischen
Arten beste Nahrung vor
der sprichwörtlichen Nase weg.
Obendrein pflanzt er sich äußerst
schnell, effizient und mit hoher
Nachkommenzahl fort. Die Folge:
Immer noch mehr Tiere auf gleicher
Fläche, was zu nochmals
höherem Fraßdruck führt.
„Obwohl der Edelkrebs
eine sehr ähnliche Rolle
im Ökosystem einnimmt,
wird dieser
von dem oft in
sehr viel höheren
Dichten
vorkommenden,
aggressiveren Signalkrebs
auskonkurriert“, bekräftigt
Dr. Jeremy Hübner. Die
noch größere Gefahr, die vom
invasiven Krebs auf heimische
Arten ausgeht: Das Übertragen
einer tödlichen Tierseuche,
der Krebspest. „Der
Signalkrebs selbst ist gegen
diesen Erreger immun, unsere
heimischen Krebsarten jedoch
nicht“, erklärt Dr. Jeremy Hübner
ein Dilemma, gegen das
er und seine Kollegen am LfU
gemeinsam mit Fachkräften
der Naturschutz-, Fischereiund
Wasserwirtschaftsverwaltung
bayernweit ankämpfen.
„Unsere Aufgabe ist es, die
noch letzten Bestände der heimischen
Arten zu schützen und zu
erhalten – und sie in geeigneten
Gewässern, in die der Signalkrebs
nicht vordringen kann, wieder anzusiedeln.“
Mit heimischen Arten
gemeint: Der ebenfalls bis
zu 18 Zentimeter große
und 200 Gramm
schwere
ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER
6 | tassilo
Ein Bollwerk gegen die Invasion: In diesem Falle handelt es sich um die
erste Krebssperre überhaupt, errichtet in Niederbayern.
Edelkrebs sowie der wesentlich
kleinere, bis zu zwölf Zentimeter
lange Steinkrebs.
Standorte bleiben geheim
Dreh- und Angelpunkt der Wiederansiedlungsprojekte
von heimischen
Krebsarten: Die LfU-
Dienststelle im Norden von Wielenbach.
Sie wurde einst im Jahre
1912 als Teich- und Versuchsanlage
geschaffen, ist heute auf Fischökologie,
aquatische Toxikologie,
Stoffrestuntersuchungen sowie
Umweltmonitoring spezialisiert –
und beherbergt auf einer
rund 85 Hektar großen
Außenfläche 145
Fischteiche.
Zum Schutz vor Fressfeinden dienen
überspannte Netze, zum Vertreiben
des gefräßigen Kormorans
eine Schusslaut-imitierende Luftgewehrattrappe.
„Derzeit züchten
wir 32 verschiedene Arten, darunter
30 Fischarten und zwei Krebsarten“,
verrät Dr. Jeremy Hübner,
der unter Beachtung strenger Hygiene-Vorschriften
„tassilo“-Redakteur
Johannes Schelle auch in
das Gebäude führt, wo Edel- und
Steinkrebse für Wiederansiedlungsprojekte
gezüchtet werden.
Am Grund der grünfarbenen Aufzuchtbecken
liegen ein Dutzend
rote Ziegelsteine, in deren Löcher
sich die noch sehr jungen Krebse
verstecken. Aus manchen spitzeln
Antennen (Tasthaare) und Scherenfinger
hervor. In voller Pracht
zeigen sich dagegen nur zwei der
schier unzähligen Tiere, die
schon bald in den natürlichen
Lebensraum
entlassen
werden
Der invasive
Amerikanische
Signalkrebs.
können. Wo genau, wird an dieser
Stelle nicht verraten. „Wir möchten
verhindern, dass Menschen
gezielt nach den stark gefährdeten
heimischen Krebsarten suchen,
sie womöglich fangen.“ Vor allem
aber bestünde die Gefahr, dass
Personen die Krebspest unabsichtlich
von bereits betroffenen
Gewässern übertragen. „Sporen
der Krebspest können im Trockenen
zwei Tage, im Feuchten bis zu
zwei Wochen überleben, unter anderem
an Angler-Ausrüstung wie
Stiefel, Kescher, Köder und Reusen
haften bleiben, aber auch an beispielsweise
Badeklamotten, SUPs
oder Booten.“ Davon abgesehen
gibt es in manchen Regionen ohnehin
kaum noch Bäche, Flüsse
und Seen, die nicht vom invasiven
Signalkrebs besetzt sind. „Wir hatten
auch schon die Situation, dass
wir Edelkrebse an einem bis dato
invasionsfreien Gewässer besetzen
wollten, hingefahren sind und
dabei dann erstmals doch den
Signalkrebs entdeckt hatten.“
Aufruf zur Mithilfe
Wie rasant die kontinuierliche
Verbreitung des nordamerikanischen
Signalkrebses und die
damit einhergehende Verdrängung
von Edel- und Steinkrebs
voranschreitet, zeigt auch ein
bayernweites Krebsmonitoring
im Zeitrahmen von 2015 bis 2025:
Demnach ist die Verbreitung der
heimischen Krebsarten in diesen
zehn Jahren in etwa um die Hälfte
(!) zurückgegangen, während
sich die Verbreitung des nordamerikanischen
Signalkrebses
verdreifacht hat. „Der Signalkrebs
rückt in Flüssen und Bächen rund
einen Kilometer pro Jahr flussaufwärts
vor.“ Heißt: So richtig
sicher sind Edel- und
Steinkrebse nur noch
juli / august 2026 | 7
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auch in Wielenbach
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86956 Schongau
Frischgeschlüpfte Steinkrebslarven, angeheftet an
der Mutter. Fang (re.) eines jungen Edelkrebses.
in den kleineren Seen und Weihern.
Und in bestimmten Bächen
und Flüssen, die via Krebssperren
gezielt gesichert werden. „Krebssperren
sind modifizierte, meist
bereits bestehende Querbauwerke,
die zum Schutz der Flusskrebse
erhalten bleiben, anstatt sie
fischdurchgängig zu gestalten –
wir reden hier von weniger als
0,1 Prozent von mehr als 50 000
Querbauwerken in ganz Bayern.“
Technisch betrachtet werden diese
wenigen auserwählten Querbauwerke
mit Blechen so ausgekleidet,
dass die nicht einheimischen
Krebse sie weder kletternd noch
schwimmend überwinden können
und somit, flussaufwärts,
nicht weiter in die Habitate einheimischer
Flusskrebse einwandern
können. Aufgrund geringer
Manpower, begrenztem Budget
und bayernweitem Einzugsgebiet
also eine echte Mammutaufgabe
für Dr. Jeremy Hübner und seinen
Kollegen Daniel Krapfenbauer.
„Um die bayernweite Vermehrung
des einheimischen Steinkrebses
sowie intensive Monitoring-Anstrengungen
mit oft zeitintensiven
Außendiensten kümmern
sich tatsächlich nur wir und die
Fachberatung für Fischerei in
Niederbayern.“ Trotzdem geben
Dr. Jeremy Hübner und sein Team
den Kampf zwischen Signal- und
Edel- sowie Steinkrebs nicht auf.
Aufzucht von Steinkrebsen an der
Teichanlage in Wielenbach.
Allein deshalb nicht, „weil wir im
Rahmen der EU-FFH-Richtlinie
gesetzlich zum Erhalt heimischer
Krebsarten verpflichtet sind“.
Hinzu kommt, dass die weniger
aggressiven Edel- und Steinkrebse
eine höhere Bedeutung für
das ökologische Gleichgewicht in
hiesigen Gewässern haben. Vor
allem aber handelt es sich bei
Stein- und Edelkrebsen um Arten,
die es hier in der Region bereits
vor 450 Millionen Jahren gegeben
hat. Insofern wesentlich länger
als beispielsweise Menschen,
deren Ursprung (Trennung vom
Menschaffen) in etwa sieben Millionen
Jahre zurückreicht. „Viele
von uns wissen gar nicht, welch
unglaubliche Schätze in unseren
Gewässern leben“, bekräftigt
Dr. Jeremy Hübner, der an dieser
Stelle um Mithilfe bittet: „Alle, die
draußen unterwegs sind, können
Krebssichtungen direkt an
uns melden.“ Entweder online
unter www.lfu.bayern.de/natur/
fische_krebse/krebse/index.htm.
Oder via E-Mail an flusskrebs@
lfu.bayern.de. Im Idealfall mit Foto
von Tier, Fundort und Gewässer.
Dann können die Experten selbst
erkennen, wo genau und ob es
sich um eine invasive Art handelt
– oder um einen der letzten
Edel- oder Steinkrebse, die hier in
der Region noch nicht verdrängt
wurden.
js
8 | tassilo
Auf der Roten Couch
Furchtloser Flugakrobat
Auf der Start- und Landebahn in
Paterzell: Kunstflugprofi Markus
Feyerabend. Im Hintergrund
zu sehen: Sein Flieger, der neu
500 000 Euro kosten würde.
Foto: Felix Baab
juli / august 2026 | 9
Paterzell | Spitzengeschwindigkeiten
von bis zu 400 Stundenkilometern,
blaue Flecken am ganzen
Körper und Flugmanöver bis zur
Bewusstlosigkeit: Markus „Maxu“
Feyerabend zählt zu den besten
Kunstflugprofis der Welt, obwohl
er offiziell gar kein Profi ist. Im
großen Interview auf der Roten
Couch verrät der aus Weilheim
stammende Peißenberger, wie
sich Loopings, Rollen und Turns
anfühlen, wie er überhaupt zu
diesem außergewöhnlichen Sport
gekommen ist und wie er Flieger,
Trainings und Wettbewerbe auch
ohne Profivertrag und Sponsoren
finanziert. Außerdem spricht der
verheiratete Vater eines erwachsenen
Sohnes, warum er entgegen
der Jetpiloten der Deutschen
Bundeswehr auch mit 55 Jahren
noch lange nicht ans Aufhören
denkt – und warum die Leserinnen
und Leser Ende Juli unbedingt
an den Paterzeller Flugplatz kommen
sollten.
Herr Feyerabend, wie fühlt es sich
an, Loopings und Schrauben bei
400 (!) Stundenkilometern zu fliegen?
Im Grunde wie Achterbahnfahren,
nur in Zeitraffer und nochmals
deutlich heftiger. In unserem
Sport geht alles extrem schnell,
was es mental wie körperlich brutal
herausfordernd macht.
Auch, weil Fehler tödlich enden?
Wenn alles an unglücklichen Umständen
zusammenkommt, kann
es wie beim Motorradfahren oder
Radfahren schon schlimm ausgehen.
Die Chancen dafür sind aber
gering, weil wir uns und unser
Material auf die jeweiligen Flüge
sehr akribisch vorbereiten. Wenn
Kunstflugprofis von Fehlern sprechen,
sind das meist Ungenauigkeiten
beim Abfliegen des vorgegebenen
Programms, die in der
Jurybewertung zu Punktabzügen
führen. Der Laie würde das vom
Boden aus gar nicht erkennen.
10 | tassilo
Die an den Tragflächen angebrachten Carbonstäbe dienen Markus Feyerabend (re.) zur besseren Orientierung,
wenn er im Rahmen eines Wettkampfs sich bei 400 Stundenkilometern durch die Lüfte schraubt.
Wie läuft so ein Kunstflug-Wettbewerb
ab?
Er besteht grundsätzlich aus vier
Flügen, die jeweils innerhalb eines
imaginären Würfels in der Luft
stattfinden. Wir sagen dazu Box,
die einen Kilometer breit, einen Kilometer
hoch und einen Kilometer
tief ist. Zur Orientierung dienen am
Boden liegende, weiße Tücher und
die Landschaft vor Ort mit ihren
markantesten Punkten. Das Ufer
eines Sees oder das Industriegebiet
einer Stadt kann sehr hilfreich
sein, bei Spitzengeschwindigkeiten
von 400 Stundenkilometern den
Überblick zu behalten. Der jeweilige
Wettkampfflug an sich dauert
letztlich nur vier bis fünf Minuten.
Innerhalb dieser Zeit müssen wir
sowohl die drei von der am Boden
sitzenden Jury vorgegebenen
Programme als auch ein von uns
selbst geplantes Programm möglichst
präzise und fehlerfrei abfliegen.
Mit Programm sind also ganz bestimmte
Choreographien gemeint?
Ganz genau. Wenige Tage vor einem
Wettbewerb bekommen wir
die Programme in Papierform
überreicht, sehen anhand bestimmter
Zeichnungen und Symbole,
welche Figuren und Flugkombinationen
von uns erwartet
werden. Hier wichtig: Sich das
Programm bereits im Vorfeld bis
ins kleinste Detail einzuprägen.
Wir machen das so ähnlich wie
Skirennfahrer. Nur dass wir dabei
nicht stehen, unsere Augen schließen
harmonische Armbewegungen
dazu machen, sondern es auf
wenigen Quadratmetern zu Fuß
abgehen. Ich persönlich muss zum
Beispiel immer genau in die Himmelsrichtungen
gehen, in die ich
später auch fliegen werde.
Davon gibt’s bestimmt lustige Videos?
Für Außenstehende sieht diese Art
der Vorbereitung extrem komisch
aus. Kein Wunder, dass uns allein
deshalb schon viele für verrückt
halten.
Wie viele Figuren beherrschen Sie?
Looping, Rolle, Turn, Aufschwung,
Abschwung sowie Diagonalflüge
im 45-Grad-Winkel sind unsere
Grundfiguren. Aus denen heraus
können wir letztlich tausend verschiedene
Kombinationsmöglichkeiten
fliegen. Eine detaillierte
Aufzählung würde deshalb jeglichen
Rahmen sprengen.
Looping ist klar. Diagonalflüge
auch. Aber Turn, Rolle, Auf- und Abschwung?
Bei der Rolle lassen wir den Flieger
einmal um die Längsachse drehen.
Im Motorkunstflieger reden wir da
von einer Drehgeschwindigkeit von
400 Grad pro Sekunde. Die große
Kunst dabei ist, den Flieger innerhalb
dieser Sekundenbruchteile
weder zu kurz noch zu weit zu drehen.
Als Turn werden Senkrechtflüge
nach oben bis zum vollständigen
Stillstand bezeichnet – am
Punkt des Stillstands drehen wir
die Maschine dann um und fliegen
wieder senkrecht nach unten. Beim
Aufschwung fliegen wir über einen
halben Looping in den Rückenflug,
insofern dann mit Kopf nach unten
gerichtet weiter, ehe wir uns mit
einer halben Rolle wieder in den
Normalflug zurückdrehen.
Und das alles bei diesen unfassbar
hohen Geschwindigkeiten. Wird Ihnen
da nicht übel?
Man kennt ja dieses Spiel von Kindern,
die mit ihrem Zeigefinger auf
einen Punkt halten, sich mehrfach
um diesen herumdrehen und dann
auf ein bestimmtes Ziel zulaufen –
dabei wird mir auch schwindelig,
allerdings nicht schlecht. Man
kann mit mir und meinem Körper
wirklich machen, was man
will – übel wird mir nie, weshalb
ich mich auch im Flieger noch nie
übergeben musste.
Dafür müssen Sie ganz andere Dinge
in Kauf nehmen …
Beim Kunstflug schnallen wir uns
nicht einfach nur an, sondern
werden mit Gurten richtig fest
in den Sitz hineingezurrt. Das ist
vergleichbar mit dem Befestigen
von Lkw-Ladungen via Spanngurt
und stets ein schmaler Grat, die
Blutzufuhr im Körper nicht abzudrücken.
In Kombination mit der
brutalen Wucht, die dann während
des Flugs auf uns einwirkt, kommt
es häufig zu starken Blutergüssen
am ganzen Körper. Insbesondere
wenn am feuerfesten Anzug sich
eine kleine Falte bildet, siehst
du danach aus, als hätten dich
die Klitschko-Brüder im Boxring
bearbeitet. Manchmal ist es so
schmerzhaft, dass du es kaum aushältst.
Dafür braucht es wahrscheinlich
verdammt viele Trainingseinheiten
auch abseits des Fliegers. Wie oft
sind Sie im Fitnessstudio?
Normalerweise müsste ich diese
Frage jetzt mit Ja beantworten.
In Wahrheit bin ich dahingehend
aber richtig faul, habe im Laufe
meiner kompletten Karriere noch
kein einziges Mal gezieltes Krafttraining
gemacht und sicherlich
auch genetisch bedingt Glück,
dass es tatsächlich ohne funktioniert.
Andererseits wären zu viele
Muskeln auch nicht gut, weil dadurch
die Gefahr der Bewusstlosigkeit
während des Flugs steigen
könnte.
Wie meinen Sie das?
Im allerschlimmsten Fall sind die
Belastungen für uns Piloten so
hoch, dass die sprichwörtlichen
Lichter ausgehen – auch ich habe
mich vor vielen Jahren mal ausgeschaltet
in der Luft, mich unfreiwillig
bewusstlos gemacht.
Was genau ist passiert?
Es war sehr warm, ich hatte zu
wenig getrunken, einen stressigen
Arbeitstag hinter mir und während
einer Figur mit sehr hoher Beschleunigung
die für uns immens
wichtige Pressatmung vergessen.
Dadurch wurde mein Gehirn nicht
mehr ausreichend mit Sauerstoff
versorgt. Prompt war ich weg.
Passiert ist mir das bei einem Trainingsflug
im Kunstsegelflieger hier
in Paterzell.
Wie überlebt man einen derart dramatischen
Vorfall?
Glücklicherweise war ich in diesem
Moment noch sehr hoch, sodass
der Flieger gut von alleine
weiterfliegen konnte. Er machte
ohne mein Zutun einen Looping.
Während des Abwärtsteils
des Loopings, nach rund sieben
Sekunden, bin ich wieder aufgewacht.
Von da an hat es zwar
nochmals einige Sekunden gedauert,
bis ich realisiert hatte, in
einem Flieger zu sitzen. Letztlich
ging aber alles gut aus, konnte ich
mich und den Flieger sicher nach
unten bringen und landen. Trotzdem
sollte so etwas im Idealfall
natürlich nicht passieren. Tunnelblick
oder Schwarz-Weiß-Sehen,
was häufiger vorkommt während
eines Kunstflugs, sind die Vorstufen
zur Bewusstlosigkeit. Tritt dies
ein, gilt es die Beschleunigung sofort
wegzunehmen.
Aber warum wird diese Gefahr
durch „zu viele Muskeln“ verstärkt?
Weil Muskeln auch mit Sauerstoff
versorgt werden, der wiederum
für die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn
fehlen könnte.
Jetpiloten der Deutschen Bundeswehr
gingen früher mit 41 Jahren in
den Vorruhestand, weil eben diese
körperlichen Belastungen beim Fliegen
so immens hoch sind. Sie sind
inzwischen 55, machen gar kein
gezieltes Training für Oberkörper,
Beine, Rumpf und bestreiten trotzdem
Wettkämpfe auf allerhöchstem
Niveau – wie passt das zusammen?
Jetpiloten im Eurofighter fliegen
mit bis zu 600 Stundenkilometern
nochmals höhere Geschwindigkeiten
als wir – die Last, die uns
Kunstflugpiloten in den Sitz drückt,
ist jedoch tatsächlich die gleiche.
Der Unterschied zwischen uns und
Jet-Piloten liegt letztlich darin:
Fliegt ein Jetpilot bei 600 Stundenkilometern
eine 180-Grad-Kurve,
wirken bis zu 8G über 25 bis 30
Sekunden hinweg auf ihn ein. Bei
uns in der Kunstfliegerei kommt
es während des Wettkampfs zwar
regelmäßiger zu Spitzenbelastungen
von 8G, manchmal sogar bis
zu 10G, allerdings immer nur für
zwei bis drei Sekunden. Letztlich
fühle ich mich körperlich nach wie
vor gut, bestehe den alljährlichen
medizinischen Check und habe
schlichtweg große Lust darauf,
mich weiterhin mit den Besten der
Welt zu messen.
Bis zur Weltspitze war es ein langer
Weg. Wie sind Sie überhaupt zur
Fliegerei gekommen?
Während früher alle anderen Kinder
Fußball spielten, habe ich Papierflieger
durch die Luft geworfen.
Zudem ist mein Vater Modell
geflogen, was mich allerdings
nicht wirklich interessiert hat – ich
war da mehr der Schrauber. Als
ich 16 wurde, meinte mein Vater
jedenfalls: Entweder kaufe er mir
jetzt eine gescheite Fernsteuerung,
damit ich endlich mit der Modellfliegerei
vernünftig anfange, oder
ich solle mir doch mal das richtige
Segelfliegen anschauen. Letzteres
habe ich dann hier in Paterzell getan,
war auf Anhieb angefixt, bin
zum Verein gegangen und hab den
Segelfliegerschein absolviert.
Erinnern Sie sich an Ihren allerersten
Flug?
An den allerersten nicht, aber an
den ersten Alleinflug ganz ohne
hinter mir sitzenden Fluglehrer, der
bis dahin jederzeit eingreifen
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juli / august 2026 | 11
konnte. Das war ein aufregendes
Gefühl.
Mit Kunstfliegerei hatte das jedoch
noch lange nichts zu tun.
Rückblickend betrachtet hat sich
das mehr oder weniger zufällig ergeben
und über viele Jahre hinweg
entwickelt.
Heißt konkret?
Nachdem ich den normalen Segelfliegerschein
gemacht hatte,
bin ich im Rahmen meines Grundwehrdienstes
bei der Deutschen
Bundeswehr in die Sportfördergruppe
der Segelflieger gekommen
– da ging’s aber ausschließlich
um Langstreckenflüge. Darin
war ich gut, aber nicht überragend.
Danach absolvierte ich auch noch
den Motorfliegerschein. Eines Tages
meinte einer meiner Vereinskollegen
dann: Sollen wir nicht
mal den Kunstflugschein machen?
Daraufhin sind wir zu Dritt nach
Baden-Württemberg gefahren,
haben dort einen zweiwöchigen
Lehrgang besucht und im Rahmen
dessen die absoluten Basics der
Kunstfliegerei auf noch ganz niedrigem
Niveau gelernt. Die Begeisterung
für diesen Sport war aber
auch hier auf Anhieb riesig, sodass
wir uns schon bald einen eigenen
gebrauchten Kunstsegelflieger gekauft
und an ersten unterklassigen
Wettbewerben teilgenommen haben.
Und dort auch gleich Erfolge eingefahren
habt?
Da wir alle Drei aus demselben
Verein waren, konnten wir autark
arbeiten, uns gegenseitig trainieren.
Einer hat vom Boden aus
gecoacht, der zweite den Kunstsegelflieger
hochgeschleppt und der
dritte ist geflogen. Das im gegenseitigen
Wechsel, immer am Abend
nach der Arbeit von 18 bis 20 Uhr,
was jedem von uns drei Starts pro
Training ermöglicht hatte. So haben
wir uns in kürzester Zeit auf
ein derart gutes Niveau gepusht,
dass wir nur fünf Jahre später die
erste WM, damals in Moskau, fliegen
konnten. Spätestens da war für
mich endgültig klar, an diesem faszinierenden
Sport dranzubleiben.
Inzwischen fliegen Sie seit 39 Jahren,
davon seit 25 Jahren Kunstflug – und
haben es sowohl im Segelkunstflieger
als auch im Motorkunstflieger
drauf. Worin liegen die größten Unterschiede?
Beim Segelkunstflug hast du nur
die Energie zur Verfügung, die
du über die maximale Höhe beim
Hochschleppen des Fliegers bekommst.
Und es geht bei weitem
Im Hangar: Markus Feyerabend beim Einparken seines Fliegers.
12 | tassilo
nicht so schnell zur Sache wie im
Motorflieger. Die Spitzengeschwindigkeiten
liegen hier bei 290
Stundenkilometern, die Rollgeschwindigkeiten
bei 180 Grad pro
Sekunde.
Was Ihnen eines Tages zu langweilig
wurde?
Zu langweilig wäre der falsche
Ausdruck. Wir reden auch hier
beim Segelkunstflug von der Formel
1 des Flugsports. Letztlich hatte
ich das große Glück, über zehn Jahre
hinweg die absolute Nummer
eins in ganz Deutschland zu sein.
Im Zuge dessen kam der Wunsch
nach einer neuen Herausforderung
immer stärker in mir auf, weshalb
ich seit mittlerweile elf Jahren den
physisch nochmals deutlich anstrengenderen
Motorkunstflug bevorzuge.
Der große Nachteil dabei: Lärm.
Mit dem Segelkunstflieger durfte
ich hier in Paterzell trainieren,
mit dem Motorkunstflieger ist uns
das aus Lärmschutzgründen verboten,
sind meist Trainingslager
über alten, oft weit entfernten Militärflughäfen
notwendig. Neulich
waren wir zum Beispiel auf einem
alten russischen Militärflugplatz
bei Brandenburg, direkt an der
Grenze zu Polen. Einzige, regionale
Ausnahme, die von Seiten der Landesluftfahrtbehörde
auch genehmigt
ist: Der Luftraum über dem
großen Wald zwischen Dießen und
Dettenschwang. Dort gibt es nur
ein Wohnhaus, weshalb wir dort
ab und an für wenige Minuten mit
dem Motorkunstflieger in die Luft
dürfen. Das nutze ich meist kurz
vor Abreise zu einem Wettkampf,
um nochmals ein gutes Gefühl für
Flieger und Geschwindigkeit zu bekommen.
Der aktuelle Motorkunstflieger, in
dem Sie mit Sack und Pack auch zu
Wettkämpfen innerhalb Europas anreisen,
sei derzeit das Beste, was der
Markt zu bieten hat?
Markus Feyerabend erklärt Redakteur Schelle die Wettkampfregeln.
Richtig. Der Rumpf besteht aus
verschweißten Stahlrohren, zum
Teil mit lackiertem Stoff, zum anderen
Teil mit Carbon bespannt.
Die Tragflächen bestehen ebenfalls
aus Carbon. Leer wiegt unsere 320
PS starke, in Deutschland hergestellte
Waffe rund 600 Kilogramm.
Getankt wird, ähnlich zur Formel 1,
hochoktanes Benzin.
Was kostet diese edle „Waffe“?
Neu 500 000 Euro, was für uns im
Leben nicht leistbar ist. Deshalb
haben wir – da Hans-Georg „Girgl“
Resch aus Forst, da Andreas „Andal“
Hochenauer aus Wolfratshausen
und ich – uns eine gebrauchte
Maschine für gut 250 000 Euro gekauft.
Ärgern Sie sich an dieser Stelle über
die Gehälter von Fußballprofis?
Wenn man sich die Gehälter der
Erstligamannschaften im Fußball
anschaut, ist das vergleichsweise
schon leichtverdientes Geld angesichts
dessen, was in anderen
Sportarten geleistet und bezahlt
wird. Aber letztlich investiere ich
so viel Zeit und Geld in meine
Leidenschaft, weil ich die Chance
habe, mich mit den besten der
Welt zu messen – und das ist es
mir Wert, obwohl es aus finanzieller
Sicht absolut keinen Sinn
macht, dieses Hobby auf diesem
Niveau und ohne jegliche Sponsoren
auszuüben.
Wie fi nanzieren Sie die Kunstfliegerei
auf Weltspitzenniveau?
Mit allem, was ich über meinen
Hauptberuf als einst gelernter
Funkelektroniker verdiene. Heißt:
Wenn andere Leute im Winter in
den Skiurlaub fahren und im Sommer
nach Griechenland fliegen,
spare ich das Geld für Trainingslager
und Wettkampf. Wir reden hier
jährlich von einer hohen fünfstelligen
Summe. Und davon, dass ich
mit der Fliegerei keinen einzigen
Cent verdiene, obwohl ich in der
gleichen Klasse fliege wie Profis.
Gibt es überhaupt Kunstflugprofi s,
die ausschließlich von ihrem Sport
leben können?
Mir persönlich sind aktuell nur
zwei bekannt. Wobei dieser Sport
in anderen Ländern wie zum Beispiel
Frankreich oder Rumänien
einen deutlich höheren Stellenwert
hat, Athleten dort über
Sportfördergruppen wesentlich
besser unterstützt werden. Hier
in Deutschland bist du selbst als
Teil der Nationalmannschaft nahezu
vollständig auf dich allein gestellt.
Was sagt Ihre Frau dazu?
Meine Frau ist mein mit Abstand
größter Sponsor und Unterstützer.
Sie hat selbst den Segelflugschein,
insofern etwas übrig für
diese Leidenschaft. Anders würde
es auch nicht funktionieren. Wobei
wir heuer sogar, erstmals seit vier
Jahren, mal wieder einen gemeinsamen
Urlaub machen.
Und was sagt Ihr Sohn dazu?
Der hat für die Fliegerei wenig übrig,
findet es aber – so viel kann
ich denke ich sagen – trotzdem
ziemlich cool, was sein Vater da
Verrücktes macht.
Verrückt trifft es auf den Punkt. Führen
Sie Buch und wissen, wie oft Sie
im Laufe Ihres Lebens bereits abgehoben
sind?
Mit allen Segel- und Motorflügen
zusammen bin ich mittlerweile
bei 2 000 Flugstunden und gut
5 500 Starts in 39 Jahren. Wenn
das Wetter passt und die Zeit es
zulässt, bin ich wöchentlich in der
Luft. Das ist natürlich kein Hobby
mehr, sondern eine Passion.
Wo überall auf der Welt sind Sie geflogen
– und wo am allerliebsten?
Am liebsten natürlich Dahoam in
Paterzell. Aber Highlights gibt es
nach so vielen Jahren viele. Die
Weltmeisterschaften in Finnland,
Frankreich, Holland, Tschechien,
Polen, Ungarn, Spanien und Österreich
zum Beispiel. Oder Starts
in eher exotischen Orten oder Ländern
wie Moskau oder Dubai.
Ihr dabei spektakulärster Flug?
Der emotionalste war definitiv der
bei den World Air Games in Dubai
im Jahr 2015. Damals war klar,
dass es mein letzter Wettbewerb
im Kunstsegelflieger sein wird,
weil es finanziell und zeitlich nicht
möglich wäre, Kunstsegelflug und
Motorkunstflug parallel zu betreiben.
Sich ausgerechnet bei diesem
Wettkampf, den Olympischen Spielen
des Flugsports, in der Kategorie
Freestyle gegen die absolute
Cremé de la Cremé des Segelkunstflugsports
durchzusetzen, war unglaublich
– damals waren nur die
zehn besten Piloten der Welt am
Start.
Dank am Flieger angebrachter Go-
Pro gibt’s davon sogar ein geniales
Erinnerungsfoto. Wobei Sie viele
weitere Erfolge feiern durften.
Seit 20 Jahren bin ich durchgehend
Teil einer Nationalmannschaft,
konnte im Segelkunstflug zehn
Jahre lang der beste in Deutschland
sein und wurde darin auch
fünf Mal Deutscher Meister in der
höchsten Klasse. Es gab einen Vize-
WM-Titel im Einzel im Segelkunstflug
sowie 2024 einen Vize-WM-Titel
im Team im Motorkunstflug, der
absoluten Königsklasse im Flugsport.
Ausschlaggebend über Sieg
Highlight-Foto vom Sieg bei den World-Air-Games in Dubai.
oder Niederlage ist letztlich, trotz
aller Nervosität die perfekte Leistung
auf den Punkt genau abrufen
zu können. Fliegen kann im Rahmen
solcher Wettbewerbe nämlich
jeder. Aber gewonnen werden sie
letztlich im Kopf.
Was an Wettbewerben steht dieses
Jahr an?
Aus finanziellen Gründen leider
nur die Deutsche Meisterschaft im
Motorkunstflug – die WM findet
heuer in USA statt, was schlichtweg
zu teuer ist für mich. Mittel- bis
langfristig betrachtet möchte ich
aber schon so lange wie möglich
auf hohem Niveau fliegen. Besonders
schön wäre nochmals eine
WM in Frankreich. Dort kommen
bis zu 100 000 Zuschauer und jubeln
dir bei der Piloten-Vorstellung
am Abend vor dem Wettkampf sowie
bei der Siegerehrung danach
zu, als gäbe es kein Morgen mehr.
Das ist Wahnsinn und findest du in
Deutschland nicht vor.
Ende Juli kommen wahrscheinlich
keine 100 000, aber bis zu 5 000
mit Sicherheit. Die Rede ist von „75
Jahre Luftsportverein Weilheim-Peißenberg“.
Unter anderem mit einer
Airshow von Ihnen höchstpersönlich.
Was dürfen die Besucher da am Paterzeller
Flugplatz erwarten?
Im Rahmen unseres Jubiläums
am Samstag, 25. Juli und Sonntag,
26. Juli, jeweils ab 10 Uhr, werden
wir den Leuten da draußen
möglichst spektakulär zeigen, was
man mit so einem Flieger alles
anstellen kann. Das ist schon eine
einmalige Gelegenheit, diese besondere
Art von Flugsport dank
Ausnahmegenehmigung direkt in
der Region hautnah miterleben zu
können. Vielleicht sogar noch interessanter
als ein Wettkampf auf
Weltniveau, weil mein Programm
mehr auf Show als auf Präzision
ausgelegt ist. Loopings, Rollen,
Turns – und das bei Spitzengeschwindigkeiten
von bis zu 400
Stundenkilometern.
js
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juli / august 2026 | 13
– ANZEIGE –
Interview zum Plan eines Diabetischen Fußzentrums
„Wir kämpfen um jeden Fuß“
Weilheim | Dr. Ludwig Schwering,
Leiter der Sektion für Rekonstruktive
Orthopädie, plant im Krankenhaus
Weilheim ein Diabetisches
Fußzentrum einzurichten. Was
dies genau ist und welche Vorteile
es für Patienten mit einer Diabetes-Erkrankung
bringt, erklärt er
im Interview.
Warum brauchen wir am Krankenhaus
Weilheim ein Diabetisches
Fußzentrum?
Ein großer Anteil der elf Millionen
Diabetiker in Deutschland ist
irgendwann im Leben vom Diabetischen
Fußsyndrom betroffen.
Am Krankenhaus Weilheim möchten
wir die notwendigen Kompetenzen
bündeln, damit aus einer
zunächst kleinen Wunde kein
schwerer Verlauf mit Infektion,
Knochenbeteiligung oder Amputation
entsteht.
Was versteht man unter dem „Diabetischen
Fußsyndrom“?
Darunter versteht man Wunden,
Infektionen, Durchblutungsstörungen,
Fehlstellungen oder
Knochenveränderungen am Fuß
bei Menschen mit Diabetes. Oft
liegen Nervenschäden vor, sodass
Schmerzen vermindert oder gar
nicht wahrgenommen werden.
Dadurch werden Druckstellen,
Entzündungen oder offene Wunden
oft zu spät bemerkt. Genau
das macht die Erkrankung so
gefährlich: Sie sieht am Anfang
manchmal harmlos aus, kann sich
aber sehr schnell verschlimmern.
Welche Folgen kann ein unbehandelter
Diabetischer Fuß haben?
Sonderveröffentlichung entlic
hungd
der
Dr. Ludwig Schwering.
Unbehandelt kann sich eine
Wunde ausbreiten, tiefere Gewebeschichten
erreichen, Sehnen,
Gelenke oder Knochen befallen
und zu schweren Infektionen oder
sogar Blutvergiftung führen. Im
schlimmsten Fall drohen Amputationen.
Das bedeutet für Betroffene
einen erheblichen Verlust an
Mobilität, Selbstständigkeit und
Lebensqualität.
Was wird das Besondere am neuen
Diabetischen Fußzentrum sein?
Der konsequent interdisziplinäre
Ansatz. Wir möchten nicht nur die
Wunde behandeln, sondern den
gesamten Fuß und den Menschen
als Ganzes betrachten. Das heißt:
Durchblutung, Infektion, Knochen,
Gelenke, Fehlstellungen, Druckverteilung,
Orthesen- und Schuhversorgung
sowie Nachsorge. Ein
Schwerpunkt ist die Rekonstruktive
Orthopädie: Wo immer möglich,
möchten wir nicht nur Gewebe
entfernen, sondern den Fuß erhalten
und seine natürliche Funktion
möglichst weitgehend wiederherstellen.
Welche Fachbereiche arbeiten künftig
zusammen?
Zur Behandlung des Diabetischen
Fußsyndroms reicht selten
eine einzelne Fachdisziplin aus.
Notwendig ist die enge Zusammenarbeit
von Internisten und Diabetologen,
die sich um die Folgeerkrankungen
der Zuckerkrankheit
und eine möglichst gute Blutzuckereinstellung
kümmern, außerdem
mit der Gefäßchirurgie, die bei
begleitender Durchblutungsstörung
mit modernen Methoden eine
möglichst gute Durchblutungssituation
herstellen kann, und natürlich
mit der Rekonstruktiven Orthopädie,
welche komplexe Schäden
am Fuß behandeln, Fehlstellungen
korrigieren und Funktionen
wiederherstellen kann. Ergänzend
unterstützen Radiologie mit guter
Bildgebung, Mikrobiologen durch
die Identifizierung von Bakterien,
das Wundmanagement, die Orthopädietechnik,
die Physiotherapie,
die Pflege und die ambulante
Weiterbehandlung. Nur wenn alle
Beteiligten abgestimmt handeln,
können Prozesse wie Diagnostik,
Operation, Wundbehandlung,
Hilfsmittelversorgung und Nachsorge
sinnvoll ineinandergreifen.
Welche Vorteile haben Patienten
davon, dass diese Kompetenzen gebündelt
werden?
Für Patienten bedeutet das kürzere
Wege, klare Abläufe und weniger
Zeitverlust. Gerade beim Diabetischen
Fuß ist Zeit ein entscheidender
Faktor. Wenn Diagnostik,
Behandlung und Therapie eng koordiniert
werden, kann man unnötige
Verzögerungen vermeiden. Betroffene
erhalten ein abgestimmtes
Behandlungskonzept statt einzelner,
voneinander
getrennter Maßnahmen.
Deshalb
haben wir bereits
zahlreiche Kooperationen
mit diabetologischen
Praxen im Umfeld
von Weilheim aufgebaut.
Können so Amputationen tatsächlich
verhindert werden?
Ja, häufig gelingt das. Entscheidend
ist, dass Patienten früh zu
uns kommen und die Ursachen
der Wunde konsequent behandelt
werden. Dazu gehören Infektionskontrolle,
Durchblutungsverbesserung,
operative Stabilisierung
oder Korrektur von Fehlstellungen,
Druckentlastung und eine gute
Nachsorge. Nicht jede Amputation
lässt sich verhindern, aber: Viele
Amputationen können vermieden
oder zumindest auf ein möglichst
kleines Maß begrenzt werden.
Wie läuft die Behandlung eines Patienten
im Diabetischen Fußzentrum
typischerweise ab?
Am Anfang steht eine strukturierte
Untersuchung: Wie sieht die
Fehlstellung oder Wunde aus? Ist
die Durchblutung ausreichend?
Gibt es eine Infektion? Liegt ein
instabiler Fuß vor? Danach wird
gemeinsam ein Behandlungsplan
erstellt. So können
wir im Falle einer
frühzeitigen Therapie
durch Maßnahmen
wie etwa
kleine Sehneneingriffe
schwere
Verläufe schon im
Vorfeld verhindern.
Wundbehandlung,
Antibiotikatherapie,
Dr. Tim Förster und Dr. Ludwig Schwering (von
rechts) bei der Nachsorge eines behandelten Diabetischen
Fußes.
> > > KONTAKT
Gefäßdiagnostik oder -eingriff,
operative Sanierung, Knochenoder
Weichteilrekonstruktionen
bleiben dabei schweren oder
fortgeschrittenen Verläufen vorbehalten.
Wichtig ist, dass die Behandlung
nicht mit der Entlassung
endet, sondern ambulant in diabetologischen
oder hausärztlichen
Praxen weitergeführt wird.
Welche Ziele verbinden Sie persönlich
mit dem Aufbau dieses Zentrums?
Mein Ziel ist es, in Weilheim eine
verlässliche Anlaufstelle für Patienten
mit Diabetischem Fußsyndrom
zu errichten, die sich kompetent
und menschlich zugewandt stationär
und ambulant um die Erkrankung
kümmert. Unsere frühzeitige
interdisziplinäre Behandlung kann
schwere Verläufe abmildern oder
sogar ganz vermeiden und langfristig
gute Ergebnisse erzielen.
Damit setzt die Rekonstruktive
Orthopädie den ursprünglichen
Gedanken des Orthopäden als
Betreuungsperson für nachhaltig
gute Lebensqualität um.
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Oberhauser Festtage von Feuerwehr und Musikkapelle
Brände & blaue Flecken
Oberhausen | Dass in Oberhausen
etwas ganz Besonderes bevorsteht,
ist bereits seit Wochen
gut erkennbar: Strohpuppen in
alten Gewändern prägen seit
Wochen das dortige Ortsbild.
Manche sitzen, manche stehen,
manche trinken sogar genüsslich
ihren Kaffee (vor dem Rathaus).
Aus welchen Häusern
die alten schicken Kleider und
Anzüge, aber auch Arbeitshosen
oder Trachten aus zum Teil längst
vergangener Zeit wohl stammen?
Antworten haben Feuerwehr und
Musikkapelle parat. Die laden
nämlich von Donnerstag, 9. Juli,
bis einschließlich Sonntag, 12. Juli,
zu den großen Oberhauser Festtagen.
Anlass der Feierlichkeiten: Ein
Doppeljubiläum zu 100 Jahre Oberhauser
Musikanten (Musikkapelle)
sowie 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr.
Letztere ist genaugenommen
noch älter, wurde nämlich im Jahre
1873 durch den damaligen Bürgermeister
Leonhard Tafertshofer gegründet
– und dafür von Seiten des
Königlichen Bezirksamt Weilheims
unter anderem mit folgenden
Worten sogar ausdrücklich dafür
gelobt: „Es dürfte Anerkennung
verdienen, dass gerade diese Gemeinde
sich entschlossen hat, ihr
Löschwesen durch Gründung einer
freiwilligen Feuerwehr wesentlich
zu verbessern und würde eine derselben
zu Teil werdende Unterstützung
sicherlich auch anderwärts zu
Nachfolge aufmuntern.“ Die Ämter
waren anno dazumal natürlich bestrebt,
die Gründung von freiwilligen
Feuerwehren zu fördern, um
flächendeckendes Löschwesen voranzutreiben.
Heute zählt die Oberhauser
Feuerwehr 140 Mitglieder,
von denen zwei weibliche und 51
männliche derzeit aktiv sind. Hinzu
kommen acht Mitglieder der
Jugend- und 25 der Kinderfeuerwehr.
Ausgerückt sind die Männer
und Frauen im Jahr 2025 immerhin
20 Mal. Überwiegend, um technische
Hilfe abzuleisten, aber auch,
um zwei Kleinbrände zu löschen
sowie Sicherheitswache und Verkehrslenkung
bei Veranstaltungen
sicherzustellen. Insofern ein vergleichsweise
ruhiges Einsatzjahr
verglichen mit den Flutschäden
des Pfingsthochwassers 1999 oder
einem Maschinenhallen-Brand im
Ortsteil Kreilhof (2020).
Festzelt an der Dorfstraße
Anekdoten gibt es auch aus 100
Jahren Musikkapelle. Zum Beispiel,
als die Oberhauser Musikanten
von einem Faschingskränzchen
in Haunshofen bei schneeglatter
Fahrbahn nach Hause geradelt
sind – und erst am nächsten Tag
all die blauen Flecken am Körper
und Dellen in den Instrumenten
bemerkten. Aktuell zählen die
Musikanten 29 aktive Mitglieder
an den Instrumenten Flügelhorn,
Trompete, Bariton, Tenorhorn,
Posaune, Waldhorn, Tuba, Schlagzeug
und Klarinette. Besonders
am Herzen liegt dem Verein der
Nachwuchs aus 15 bis 20 Kindern
im Alter von neun bis 14 Jahren,
die dank regelmäßiger Proben
und kleinerer Auftritte früh Bühnenerfahrung
sammeln können.
Gefördert wird das musikalische
Miteinander außerdem durch
Bergtouren, Kegeln, Kickerturnier.
Doch ob Groß oder Klein:
Die Musikapelle ist ein fester
Bestandtal des kulturellen Lebens
in Oberhausen, überzeugt
vor allem im Rahmen des traditionellen
Weihnachtskonzerts sowie
beim alljährlichen Neujahranblasen.
Und natürlich im Rahmen
der aktiven Beteiligung an der
umfassenden Festvorbereitung,
wozu unter anderem ein großes
Festzelt an der Dorfstraße 50 mit
Platz für 900 Personen aufgestellt
wird. Beginn der Feierlichkeiten
zum Doppeljubiläum ist am Donnerstag,
9. Juli, um 19 Uhr mit
einem Sternmarsch, gefolgt von
Wein- und Bierfest inklusive „Tag
der Nachbarschaft“, „Tag der Betriebe“
sowie musikalischer Umrahmung
der Knappschaftskapelle
Peißenberg. Am Freitag, 10. Juli,
wird um 20.30 Uhr (Einlass ab 18
Uhr) zur fetten Party mit der Band
„Allgäu Feager“ geladen. Am
Samstag, 11. Juli, ab 16 Uhr, sind
alle Interessierten recht herzlich
zu „Blasmusikpower“ mit den
drei Gruppen „Bradl-Berg-Musi“,
„Berthold Schick und seine Allgäu
6“ sowie den „Musi-Katzen“ geladen.
Das große Highlight erfolgt
jedoch am Sonntag, 12. Juli, mit
Kirchenzug und Festgottesdienst
(ab 10 Uhr), großem Festzug mit
rund 600 Teilnehmern (14 Uhr)
sowie Festausklang mit den Musikkapellen
aus Eglfing und Huglfing.
Alle Infos zum Fest gibt es
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Derzeit sind auf dem zentrumsnah
gelegenen, 53 000 Quadratmeter
großen Campus rund 4700 Studenten
immatrikuliert, darunter 76 aus
Weilheim-Schongau. Von Betriebswirtschaft,
Elektro- und Informationstechnik,
Erneuerbare Energien,
Umwelttechnik und Gesundheitsmanagement
über Gerontologische
Pflege und Therapie, Informatik,
Robotik und Sozialwirtschaft bis
hin zu Tourismusmanagement und
Wirtschaftsingenieurswesen für
Maschinenbau oder Technologie
und Nachhaltigkeit ist für nahezu
alle Stärken und Interessen etwas
Passendes dabei – in Summe stehen
24 Bachelor- und 17 Masterstudiengänge
zur Auswahl. Absolutes
Highlight der Hochschule Kempten,
Fährt elektrisch: Der neue Rennwagen
namens „Sicilia 4“.
ganz unabhängig bestimmter Studiengänge:
Ein hochschuleigenes
Rennteam. Es heißt „Infinity Racing“,
wurde 2007 ins Leben gerufen
und besteht derzeit aus 50
Mitgliedern, die wiederum allen
Fakultäten (Studiengängen) zugehörig
sind. Ziel des Teams: Jährlich
und eigenständig einen einsitzigen
Formelrennwagen zu entwickeln,
um damit aktiv an der „Formula
Student“ teilnehmen zu können –
eine Rennserie für Hochschul-
Teams aus aller Welt. Die ersten 14
Jahre entwickelte das Kemptener
Team, das immer wieder neue,
junge Studenten dazubekommt,
Rennwagen mit Verbrennungsmotor.
Seit 2020 wird der Rennwagen
mit elektrischem Antrieb auf
den Asphalt gebracht. Das jüngste
Modell für die Saison 2026 wurde
bereits Anfang Mai vorgestellt.
Es heißt „Sicilia 4“, ist 2,60 Meter
lang, 1,20 Meter breit, dank extrem
leichtem, verwindungssteifen Carbon-Chassis
(Fahrgestell) nur 200
Kilogramm schwer und erreicht bei
einer Leistung von 80 kW Spitzengeschwindigkeiten
von bis zu 126
Stundenkilometern.
Sponsoren-Event
in Schongau
„Der technische Fokus liegt in dieser
Saison besonders auf der Aerodynamik,
da sich durch Änderungen
im Regelwerk neue Anforderungen
und Optimierungspotenziale
ergeben haben“, verrät Theresa
Scharf, die sich bei Infinity Racing
um die wirtschaftliche Gesamt-
Tel: 08158 9973680
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ÖFFNUNGSZEITEN:
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Teampräsentation für 2026: Die jungen Männer und Frauen von Infinity Racing der Hochschule Kempten.
16 | tassilo
leitung kümmert. Die
größte Herausforderung
des Teams ist allerdings
nicht nur die alljährliche
Entwicklung eines neuen
Rennwagens: „Teams der
Formula Student organisieren
sich vollständig
selbst und übernehmen
auch Aufgaben in den
Bereichen Finanzierung,
Marketing und Projektmanagement.“
Ein
wichtiger Partner für
das Infinity Racing Team der Hochschule
Kempten ist an dieser Stelle
die in Schongau-West ansässige
Firma Hoerbiger. „Das Unternehmen
begleitet unser Team bei der
Fertigung von Komponenten wie
beispielsweise dem Outside Carrier
oder der Preloadnut.“ Mit Preloadnut
gemeint: Ein Vorspannring
oder eine Vorspannmutter, die Lagerspiel
eliminiert. In diesem Falle
im Bereich des Radlagers. „Und
Outside Carrier ist ein wesentliches
Bauteil unseres Getriebes, was unter
anderem unser Radlager trägt.“
Darüber hinaus unterstützt Hoerbiger
das Infinity-Racing-Team finanziell
– und gewährte neulich auch
tiefere Einblicke ins Unternehmen.
Im Rahmen eines neu ins Leben gerufenen
Sponsorenevents war das
Hochschul-Team aus Kempten sowie
weitere Sponsoren von Infinity
Racing zu Gast beim Mittelständler
in Schongau, präsentierten sich
und das Fahrzeug – und bekamen
im Gegenzug eine Werksführung.
Eine klassische Win-Win-Situation
also, von der alle Beteiligten profitieren:
die Studenten können
bereits während ihres Studiums
wertvolle Kontakte zu Mitarbeitern,
Führungskräften und Geschäftsführern
von Hörbiger und den anderen
anwesenden Firmen knüpfen,
gleichzeitig lernen die Unternehmen
junge, engagierte und begabte
Männer und Frauen aus
unterschiedlichen Fachbereichen
kennen, die nach Abschluss ihres
Studiums für sie arbeiten könnten.
Aus Sicherheitsgründen gibt's keine Massenstarts.
Obwohl im Rahmen der Formula
Student durchaus von der Formel 1
für Studenten gesprochen werden
kann, unterscheidet sich der
Wettbewerb von der Elite des Motorsports
mit Spitzengeschwindigkeiten
von bis zu 372,5 Stundenkilometern
doch deutlich.
Verschiedenste
Disziplinen
Aus Sicherheitsgründen gibt es
zum Beispiel keine klassischen
Rad-an-Rad-Rennen (Massenstarts),
stattdessen Wettbewerbe
in unterschiedlichen Disziplinen.
Beim sogenannten „Skid Pad“
wird die Kurvenperformance der
Fahrzeuge getestet, in dem eine
liegende Acht gefahren werden
muss. Im Bereich „Acceleration“
wird die Beschleunigungskraft der
Rennwagen über 75 Metern gemessen.
Beim „Autocross“ geht’s
um schnelle Rundenzeiten auf einem
Ein-Kilometer-Kurs. Und beim
Hauptrennen über 22 Kilometer in
der Kategorie „Endurance“ darum,
wie effizient, zuverlässig und konstant
die von Studenten entwickelten
Autos funktionieren. Ergänzt
werden die dynamischen Bewerbe
von statischen Disziplinen, im
Zuge derer die Studenten Projekte
in den Bereichen „Business Plan“,
„Cost Reports“ oder „Engineering
Design“ einer fachkundigen Jury
vorstellen. In Summe sind 1000
Punkte zu vergeben, werden die
Siegerteams mit Urkunden und
Pokalen belohnt. Das gilt
auch für den zusätzlich
eingeführten „Driverless
Cup“, bei dem die Fahrzeuge
der Studenten autonom
(!) gegeneinander
antreten. „Grundsätzlich
finden die Wettbewerbe
der Formula Student
weltweit statt, überwiegend
jedoch auf bekannten
Rennstrecken in
Europa.“ Zum Beispiel
in Deutschland, Österreich,
Spanien, Italien, Ungarn
oder Tschechien. „Allerdings wird
jeweils nur ein Teil der Strecke genutzt,
da die Fahrzeuge deutlich
kleiner sind als beispielsweise ein
Formel-1-Auto.“ Eines der größten
Events: Die Formula Student Germany
am Hockenheimring, wo vergangenes
Jahr 84 Teams aus aller
Welt teilgenommen hatten. Falls
sich die jüngeren Leserinnen und
Leser nun Fragen, wie man überhaupt
ins Infinitiy-Racing-Team
kommt? „Neben einem Studium
an der Hochschule Kempten sowie
Motivation, Engagement und
Eigenverantwortung sind spezielle
Vorkenntnisse nicht erforderlich,
da Vieles im Sinne von Learning
by Doing vermittelt wird.“ Wobei
erfahrene Mitglieder ihr Wissen
an neue Teammitglieder weitergeben.
Und das Hochschul-Team
sogar als Sprungbrett für die ganz
große Rennsport-Bühne nutzen
konnten. „Mehrere Alumni von
uns haben es bereits in die GT4-
Klasse, die Formel 1 oder Formel E
geschafft.“ Oder ihre wertvolle
Erfahrung aus dieser Zeit in hiesige
Unternehmen eingebracht.
Neben Hoerbiger gibt es viele
weitere Mittelständler im Pfaffenwinkel,
die über duale Studiengänge,
Praxisprojekte, Abschlussarbeiten,
Stipendien, Patenschaften
oder Forschungsarbeiten mit der
Hochschule Kempten kooperieren.
Die Zusammenarbeit mit Infinity
Racing ist jedoch eine ganz besondere.
js
juli / august 2026 | 17
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Traditionelles Bauunternehmen feiert 60. Geburtstag
Zugspitzbahn, Lechtalbrücke,
G7-Gipfel
Schongau | Der einfachste,
sicherste und schnellste
Weg, auf Deutschlands
höchsten Berg (2962 Meter)
zu gelangen: Die im
Dezember 2017 neu eröffnete
Zugspitzbahn, die
jährlich mehr als 500000
Menschen nach oben befördert.
Was aus regionaler
Sicht viele nicht wissen:
Die Talstation der Hightech-Gondel
am Ostufer
des malerischen Eibsees
ist von der Firma Haseitl
gebaut worden. Das traditionsreiche
Bauunternehmen
mit Hauptsitz an
der Dießener Straße in Schongau
wurde 1966 von Matthäus Haseitl
gegründet, feiert heuer seinen
60. Geburtstag und hat insofern
allen Grund, bauliche Highlights
aus der Vergangenheit in Erinnerung
zu rufen. Unvergessen ist
zum Beispiel auch das Verlegen
einer Medienleitung zum weltbekannten
Luxushotel Schloss Elmau
anlässlich des dortigen G7-Gipfels
im Juni 2015. Ebenso das Aufbringen
des Fahrbahnbelags auf die
1991 eröffnete, 566 Meter lange
Lechtalbrücke. Oder der Bau des
Bettenhauses der BG Unfallklinik
in Murnau. Das bislang größte Haseitl-Projekt
mit einem Auftragsvolumen
von 27 Millionen Euro
brutto wurde jedoch in der bayerischen
Landeshauptstadt realisiert:
ein mehrstöckiger Gebäudekomplex
mit insgesamt 48 Wohnungen,
mehreren Gewerbeeinheiten,
einem Marktgebäude sowie einer
Freuen sich auf zahlreiche Besucher: Die Haseitl-
Geschäftsführer Sven Keller (li.) und Stefan Weber.
Tiefgarage, der 2025 am Elisabethplatz
in München fertiggestellt
wurde. Aber auch zahlreiche Bauprojekte
in näherer Umgebung
dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt
bleiben: zum Beispiel das
Schächen-Gebäude im Zentrum
von Hohenpeißenberg, die Meisenhöfe
an der Marktoberdorfer
Straße in Schongau, architektonisch
ansprechende Wohnbauprojekte
in Bernried und Tutzing, das
Ärztehaus im Zentrum von Peiting
sowie der Ahornpark am Ostbahnhof
Peiting. Und natürlich der südöstliche
Gebäudekomplex der im
Herbst 2021 in Betrieb genommenen
Berufsschule am Narbonner
Ring in Weilheim.
Auf wirtschaftlich
gesunden Füßen
Anhand der eben aufgeführten
Bauprojekte wird deutlich, wie
breit das Schongauer
Bauunternehmen fachspezifisch
aufgestellt ist.
Die Rede ist von Tiefbau,
Hochbau sowie schlüsselfertigem
Wohnungs- und
Gebäudebau, beginnend
bei Auftragsvolumen ab 2
Millionen Euro. Dahinter
steht ein fachkompetentes,
erfahrenes Team von derzeit
rund 150 Mitarbeitern,
die sowohl aus umliegenden
Orten wie Weilheim,
Schongau, Peiting und
Hohenpeißenberg als auch
aus dem Allgäu, aus München
sowie aus Augsburg
kommen, und in unterschiedlichsten
Berufen tätig sind. Von Büround
Verwaltungskräften über Kfz-
Mechaniker und einen Schreiner
bis hin zu Maurern, Polieren, Projektleitern
und Bauleitern arbeiten
hier verschiedene Fachbereiche
Hand in Hand – und können dies
dank modernster technischer Ausstattung
sowohl am Hauptsitz als
auch direkt auf den Baustellen.
Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit
mit regionalen und überregionalen
Nachunternehmern, um
Großbauprojekte planmäßig und
ganzheitlich umsetzen zu können.
Auch spannend: der Blick auf das
Firmenareal im Gewerbegebiet an
der Dießener Straße in Schongau,
nur wenige Meter vom weithin
bekannten Märchenwald entfernt.
Wer dort vorbeifährt, sieht von außen
betrachtet meist nur das großzügige
Büro- und Verwaltungsgebäude,
die daran angeschlossene
18 | tassilo
Das Firmenareal der Firma Haseitl liegt im Gewerbegebiet an der Dießener
Straße bei Schongau. Links zu sehen: Der Lech.
Maschinenhalle sowie die davor
parkenden Autos der Mitarbeiter.
Dass sich dahinter eine etwa doppelt
so große Fläche mit betriebseigener
Kfz-Werkstätte, Schreinerei
sowie einem stattlichen
Fuhrpark mit zahlreichen Maschinen
und Fahrzeugen befindet, ist
letztlich ein weiterer großer Pluspunkt
des traditionsreichen Bauunternehmens.
„Da bei uns nichts
geliehen, sondern alles gekauft
und somit in unserem Besitz ist,
können wir auch Krisenzeiten gut
überbrücken“, sagt Geschäftsführer
Sven Keller. Nach jahrelangem
Aufschwung ist die wirtschaftliche
Situation seit der Corona-Pandemie,
den danach ausgebrochenen
Kriegen und den dadurch immens
gestiegenen Energiekosten branchenübergreifend
deutlich schwieriger
geworden. Trotzdem steht die
Firma Haseitl auf gesunden Füßen
und kann sich über mangelnde
Kundenaufträge nicht beschweren.
Das Einzugsgebiet der Baustellen
erstreckt sich bis nach Füssen und
Kempten, in den Raum nördlich
von Augsburg und München sowie
nach Holzkirchen, Bad Tölz und
Garmisch-Partenkirchen – vereinzelt
sogar bis nach Landshut.
Tag der offenen Tür
Ein weiterer wertvoller Baustein
für den unternehmerischen Erfolg
bei Haseitl: die hauseigene Ausbildung
in den Berufen Maurer,
Stahlbetonbauer, Straßenbauer,
Kanalbauer, Kaufleute für Büromanagement
und Industriekaufleute.
„Viele unserer Mitarbeiter
kommen von der Basis, haben
einst eine klassische Ausbildung
absolviert, praktische Berufserfahrung
gesammelt, sich weiterqualifiziert
und hochgearbeitet
bis beispielsweise zum Polier oder
Bauleiter“, so Sven Keller über
den idealen Weg vom Azubi zur
Führungskraft. Wer nun neugierig
geworden ist und in ein namhaftes
Unternehmen einer systemrelevanten
Branche hineinschnuppern
möchte: Zum 60. Geburtstag öffnet
Haseitl seine Pforten und lädt
alle Interessierten am Freitag, 3.
Juli, von 13 bis 16 Uhr recht herzlich
zum Tag der offenen Tür auf
das Firmenareal an der Dießener
Straße 12 in Schongau ein. Mit
Kinderschminken, Hüpfburg und
Bobby-Car-Parcours ist auch für
die Jüngsten einiges geboten. Ein
weiteres Highlight sind Mitmachaktionen,
im Rahmen derer das
Aufziehen einer Mauer oder das
Pflastern einer Fläche ausprobiert
werden kann. Darüber hinaus
gewährt das Unternehmen einmalige
Blicke auf betriebseigene
Maschinen und Fahrzeuge – von
Schlagbohrmaschine und Rüttler
über Kipper, Bagger, Radlader und
Tieflader bis hin zu Baukränen in
unterschiedlichsten Größen. Dank
Currywurst mit Pommes aus der
mobilen „Ruhrpott-Kitchen“, frischem
Eis aus einem mobilen Eiswagen
und leckeren Getränken zu
jeweils erschwinglichen Preisen
wird auch für das leibliche Wohl
der Besucherinnen und Besucher
bestens gesorgt sein. Obendrein
präsentiert sich die Feuerwehr
Schongau mit mehreren Fahrzeugen.
Und wer möchte, kann sich
mit Bauhelm und Warnweste in
einer Fotobox vor einer Sichtbetonwand
verewigen lassen. Noch
spannender aber dürfte rund um
diesen Tag der Blick in die facettenreiche
Firmenchronik von Haseitl
sein. Auch das Gründungsjahr
selbst war historisch betrachtet
ereignisreich: 1966 kostete der Liter
Benzin noch 55 Pfennig, 1860
München wurde zum ersten und
bis heute einzigen Mal Deutscher
Fußballmeister, der Amerikanische
Jüdische Kongress in New
York rief zum Boykott der Oberammergauer
Passion auf, weil
einigen Juden deren Spieltext zu
antisemitisch gewesen war – und
Matthäus Haseitl gründete eines
der bis heute bekanntesten, traditionsreichsten
und innovativsten
Bauunternehmen der Region. js
Am Eibsee: Die
Firma Haseitl
beim Bau der
Talstation der
Zugspitzbahn.
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juli / august 2026 | 19
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Rennen gibt es seit den 1970er Jahren
Seifenkisterl mit
kultigem Charakter
Polling | Früher, als die Pollinger
Seifenkisterlrennen noch an anderer
Stelle stattgefunden hatten,
ging es zum Teil halsbrecherisch
zur Sache. „Die Strecken wie die
vom Ettinger Weiher kommend
waren steiler und kurviger – Bekanntschaften
mit dem Stacheldraht
am Wegrand waren damals
keine Seltenheit“, erinnert sich
Hans Hager noch gut zurück. Heute
legen die Verantwortlichen des
MSC Polling wesentlich mehr Wert
auf Sicherheit, wählen eine Strecke
mit vergleichsweise humanem
Profil. An Beliebtheit hat das legendäre
Seifenkisterlrennen der
Klostergemeinde, das erstmals
bereits im Oktober 1973 stattgefunden
hatte, dadurch aber nicht
verloren. Ganz im Gegenteil sogar.
„Weil der Andrang beim jüngsten
Rennen derart groß war, haben
wir den Turnus von einst drei auf
nun zwei Jahre verändert“, bemerkt
Franziska Waltenberger,
Vizevorsitzende des MSC Polling
und selbst leidenschaftliche Teilnehmerin.
Der nächste Termin:
Sonntag, 5. Juli. Allerdings nicht
in Polling selbst, sondern nördlich
des zu Polling gehörenden
Ortsteils Oderding, wo das Rennen
bereits seit mehreren Jahren
ausgetragen wird. „Start ist direkt
an einem Bahnübergang“, betont
Hans Hager. Genaugenommen
von einer mobilen Rampe, extra
für Seifenkistenbreite gebaut. „Die
sorgt einerseits für zusätzliche
Beschleunigung, andererseits für
Fairness, weil so für alle Teilnehmer
der Start gleich erfolgt, weder
Gestartet wird beim Seifenkisterlrennen von einer Rampe.
Arme noch Beine zum Anschieben
zum Einsatz kommen können und
müssen.“ Nach dem Start heißt
es in jedem Falle eine möglichst
aerodynamische Position einzunehmen
und diese beizubehalten,
ohne dabei die Idealline aus den
Augen zu verlieren. Nicht, um es
als erster über die Ziellinie zu
schaffen – die gibt es beim Seifenkisterlrennen
des MSC Polling
nämlich nicht. „Gestartet wird bei
uns einzeln und es gewinnt nicht
der schnellste, sondern der, der es
am weitesten schafft.“ Die ersten
Meter der Strecke sind steil, dienen
zum Aufbau von Geschwindigkeit.
Anschließend gilt es eine
langgezogene Rechtskurve zu
nehmen, ehe es immer flacher
wird und schließlich in gerader
Richtung komplett eben ausläuft.
Der, der die meisten Meter zurücklegt,
gewinnt. Oder anders
ausgedrückt: Wer bremst oder zu
viel lenkt, verliert.
Streng nach Vorschriften
gebaut
Die wohl größte Besonderheit
beim Seifenkistenrennen des MSC
Polling: Dass dort nicht privat und
selbstzusammengebastelte Gefährte
an den Start gehen, sondern
ausschließlich die vom MSC einst
selbst gebauten Seifenkisten. Die
Rede ist von insgesamt 25 Stück.
„Bis auf drei, vier Kisten, sind es
bis heute die Originalen aus dem
allerersten Rennen im Jahre 1973.“
Gebaut wurden sie einst von einem
im Ort ansässigen Schreiner,
gemeinsam mit anderen rührigen,
handwerklich geschickten MSC-
Mitgliedern. „Einige der einzelnen
Teile stammen von Opel“, weiß
Josef Pröbstl, Bulldogreferent beim
20 | tassilo
Wer am weitesten t rollt, gewinnt. Manchmal entscheiden Zentimeter.
t
MSC, der die Seifenkisterl während
des Wettkampfes immer via Bulldog
zum Startplatz hinaufzieht.
Die eher als Hersteller richtiger
Autos bekannte Marke produzierte
damals explizit Reifen, Lenkgestelle
aus Drahtseilzug und Achsen
für den Bau von originalgetreuen
Seifenkisten. Das Grundgestell
der Gefährte besteht dagegen aus
Massivholz, die Verkleidung wiederum
aus Spannpressplatten. Um
bei offiziellen Seifenkistenrennen
an den Start gehen zu können,
gab es von Verbänden sogar strikte
Vorschriften in Sachen Aufbau,
Material und Maße. Auch daran
haben sich die Pollinger gehalten,
bauten ihre Kisterl streng nach
Bauleitungen, die in Fachmagazinen
veröffentlicht wurden. „Die
haben wir heute noch in unseren
Unterlagen“, sagt Hans Hager,
und zieht voller Stolz ein kleines,
in Farbe gedrucktes Heft im Retro-
Style hervor. Darin steht unter anderem
geschrieben: Nicht länger
als zwei Meter, nicht breiter als 88
Zentimeter und der Abstand vom
Unterboden zur Oberfläche der
Straße, sprich die Bodenfreiheit,
muss mindestens acht Zentimeter
betragen. „Damit der Bremsklotz
ausreichend Platz hat und nicht
am Boden streift.“ Auch auffallend:
Die cleane, aeordynamische
Form der Pollinger Seifenkisterl,
deren zur Seite abgerundete Front
sich nach vorne hin immer stärker
zuspitzt.
Mitfahren darf
im Grunde jeder
Letztlich unterscheiden sich die
in Summe 25 Seifenkisten des
Siegerehrung, beginnend bei den jüngsten Starterinnen und Startern.
MSC Polling nur marginal in ihrer
Größe, sind im Grunde nahezu
alle baugleich, für maximal
113 Kilogramm Gewicht (Fahrerin
oder Fahrer und Gefährt) ausgelegt
und eher für Kinder, Jugendliche
und kleinere Erwachsene
gedacht. „Daran sieht man, dass
die Menschen früher insgesamt
noch kleiner gewachsen waren
als es heute der Fall ist – wer
größer oder beleibter ist, bringt
seine Füße nämlich nicht in den
Fußraum.“ Abseits des dorfeigenen
Rennens sind die kultigen
Gefährte jedenfalls gut geschützt
im Verschlag des historischen
Bahnhofgebäudes aufbewahrt.
Erst kurz vor dem Rennen werden
sie von dort heruntergeholt,
entstaubt und je nach Bedarf auf
Vordermann gebracht. Dass alle
Schrauben fest angezogen, Lenkung
und Bremse voll funktionsfähig
sind, das Reifenprofil genug
Grip aufweist und auch sonst kein
Verschleiß oder gar Ermüdungsbruchstellen
vorzufinden sind, „ist
uns allein aus Sicherheitsgründen
sehr wichtig“. Für schnelles und
weites Rollen sei insbesondere
das Schmieren der Achsen entscheidend.
„Da könnte man auch
eine Wissenschaft draus machen,
wir sind letztlich jedoch darauf
bedacht, dass alle unsere Seifenkisterl
in einem gleich schnellen
und guten Zustand sind.“ Wer
von den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern trotzdem unsicher
ist, kann im Rahmen vorheriger
Testläufe am Renntag selbst die
für sich schnellste Kiste ausfindig
machen. Apropos Teilnehmer:
> > > INFOS UND ANMELDUNG
Zugelassen sind alle, ob männlich
oder weiblich, ab dem bereits
achten Lebensjahr. Und zwar
wirklich alle. Auch Nicht-MSC-
Mitglieder und Nicht-Pollinger.
„Im Grunde wirklich jeder, der
Lust hat, mitzumachen – auch
aus anderen Orten und Städten
wie beispielsweise Peiting, Altenstadt,
Rottenbuch, Huglfing.“
Vorerfahrungen sind ebenfalls
keine notwendig. Pollinger, Ettinger,
Oderdinger, Peißenberger
und Weilheimer sind ohnehin seit
jeher dabei beim originellsten
Seifenkisterlrennen der Region.
„Viele kommen auch mit dem
Radl, was es besonders sportlich,
umweltfreundlich und nachhaltig
macht“, so Hans Hager, der ebenfalls
zum mittlerweile „xten Mal“
am Start stehen wird, an dieser
Stelle jedoch unbedingt den Vater
des Traditionsbewerbs noch nennen
möchte: Dominikus „Mini“
Weiß, seit Januar 2016 leider nicht
mehr unter uns und seinerzeit
ein weit über Polling hinaus bekannter
Raritätensammler, der
insbesondere auch ein Faible für
schnelle wie seltene Sportwagen
hatte. Er brachte das Seifenkisterlrennen
einst nach Polling. Welch
große Gaudi ihm bis heute zu verdanken
ist, kann am Sonntag, 5.
Juli, nördlich von Oderding, hautnah
in Augenschein genommen
werden. Es gibt auch Wurstsemmeln,
Kaffee und Kuchen – und
für Spontanentschlossene die
Möglichkeit, sich kurzfristig nachzumelden,
selbst mitzufahren. Im
Grunde also alles wie früher, nur
weniger steil und kurvig. js
Das Pollinger Seifenkisterlrennen 2026 findet heuer am Sonntag,
5. Juli, nördlich von Oderding an einem Bahnübergang statt. Rennbeginn:
12.30 Uhr, Trainingsläufe ab 11 Uhr. Anmelden dürfen sich
alle, auch Nicht-Pollinger, die mindestens acht Jahre alt sind, unter
folgender E-Mail: oldtimer@msc-polling.de. Die Startgebühr beträgt
voraussichtlich sechs Euro pro Teilnehmer.
juli / august 2026 | 21
Freilichtmuseum
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Genießen für die ganze Familie.
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> > > ALLERLEI IM TASSILOLAND
Wissenschaft trifft auf
Kunst, Kultur und Sport
Festival für alle Sinne – mit Harald Lesch
Weilheim / Polling | Er ist Astrophysiker, Naturphilosoph,
Hörbuchsprecher, Wissenschaftsjournalist,
Professor an der LMU München und bestens
bekannt aus Funk und Fernsehen: Harald Lesch,
der in wenigen Wochen auch nach Polling und
Weilheim kommen wird. Die Rede ist vom „Lesch
Merlin Festival“, das Kunst, Kultur, Musik und
Wissenschaft in Einklang bringt – und am Freitag,
31. Juli, um 20 Uhr im Bibliotheksaal Polling mit
dem renommierten Streichoktett „Merlin Ensemble
Wien“ eröffnet. Tags darauf, am Samstag, 1.
August, um 11 Uhr, folgt an gleicher Stelle und
mit gleichem Ensemble ein kurzweiliges Familienkonzert.
Anschließend geht’s weiter zur Stadthalle
Weilheim, wo Harald Lesch Sie ab 20 Uhr
mitnimmt auf eine spektakuläre Reise zur Internationalen
Raumstation. An seiner Seite: Lichtund
Videokünstler Philipp Geist sowie Alexandra
Gruber, Soloklarinettistin der Münchner Philharmoniker.
Die drei verschmelzen
Lesung, Lichtkunst und Musik zu
einem Fest für alle Sinne. Doch
aufgepasst: Für Sonntag, 2. August,
gilt es wieder hellwach
zu sein. Dann geht’s um 11 Uhr
zurück in den Bibliotheksaal Polling mit „Ist noch
Zeit? Laudate Deum zur Klimakrise“ – ein Weckruf
von höchster Autorität und größter Aktualität,
getragen von eindrucksvoller Musik. Wieder mit
Harald Lesch. Und mit Violinist Martin Walch. Vorverkaufskarten:
Gärtnerei Ferchl in Weilheim oder
online unter www.zuenftick.de.
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>>> Ihr „tassilo“ verlost 2 x 2 Tickets. Schicken Sie
bis 15. Juli eine Postkarte mit dem Stichwort „Harald
Lesch“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.
Oder eine Mail an info@tassilo.de. o.de.
Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Viel Erfolg!
Bei uns bleiben die Uhren
auch mal stehen.
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Von „boarisch“ bis „elektrisch“ – die Gewinner
Tassiloland | Kulturtickets von „boarisch“ bis „elektrisch“ hatten
wir in unserer Mai / Juni-Ausgabe verlost. Je zwei Tickets für das
Spider-Murphy-Gang-Konzert im Rahmen der Söcheringer Festtage
sowie für den Brassabend im Rahmen der Huglfinger Festtage
gingen an Christine Storf aus Tauting sowie Heribert und Elisabeth
Müller aus Wielenbach. Die Karten für den Kabarettabend
mit Martina Schwarzmann an Alfred Fischer aus Oberau und Irma
Frühschütz aus Oderding. Und zum größten
Electro-Festival im Oberland, der
„Grünen Sonne“ auf dem Hohen
Peißenberg, durften mit Begleitung
ihrer Wahl: Elvira Maier aus Unterhausen,
Frank Laue aus Pähl-Fischen
und Karin-Maria Hermann aus Murnau.
Wir gratulieren recht herzlich! js
22 | tassilo
Kultur in der Tiefstollenhalle
Peißenberg | Auf eine musikalische Reise der
Extraklasse darf sich das Publikum am Freitag,
3. Juli, um 20 Uhr beim Trio „Viva Classico“ in
Peißenbergs Tiefstollenhalle freuen. Die drei
Musikerinnen sind bekannt dafür, einen unvergesslichen
Abend voller musikalischer Highlights
zu bescheren – und in eine Welt voller
Emotionen und Klänge von Welt einzutauchen.
Außerdem vor Beginn der Sommerpause geboten:
Ein Benefiz-Rock-Konzert unter dem Titel
„SherfActs“ zugunsten des Kinderhospiz-Baus
in Polling. Zu erwarten ist ein abwechslungsreiches
Line-up aus den Bands „Falling for
Roza“, „Cindysiza“, „The Mains“, „metamorphine“,
„AchonauT“ sowie dem Kinderchor „Cantiamo“.
Beginn des Konzerts ist um 17 Uhr. Tickets
und weitere Infos gibt’s außerdem online
unter www.tiefstollenhalle.de.
js
Erst hAMMERsound, dann TheBossHoss
Radrundfahrt durch den
Pfaffenwinkel
Peiting | Rennradbegeisterte dürfen sich auch
dieses Jahr auf ein absolutes Highlight freuen:
Die Pfaffenwinkel-Radrundfahrt. Heuer am
Sonntag, 19. Juli, wie gewohnt mit Start und
Ziel an der Dreifachturnhalle, Alfons-Peter-
Str. 10, in Peiting. Die in Summe 41. Rundfahrt
hält mit 160, 120, 85 und 55 Kilometern vier
verschiedene Strecken bereit. Gestartet wird
zwischen 6.30 und 8 Uhr, im Falle der 55-Kilometer-Familientour
zwischen 7 und 10 Uhr. Neu
im Programm außerdem: Eine 80 Kilometer
lange Strecke für Gravelbikes. Auch hier wird
zwischen 6.30 und 8 Uhr gestartet. Bei der Pfaffenwinkelradrundfahrt
handelt es sich nicht um
einen klassischen Wettkampf auf Zeit, können
lediglich Wertungen in Gruppen gewonnen
werden. Weitere Informationen und
Anmeldung online unter www.pfafjfenwinkelradrundfahrt.de.
UNESCO-Kulturerbe:
Lechflößerei in Schongau
Mit dem historischen Fernhandelsfloß auf Fahrt
➜ Öffentliche Fahrten: Im Juli, August und September bis 3. Oktober jeden Samstag
und Sonntag um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr
➜ Abendfahrten: Im Juli und August jeden Samstag und Sonntag um 18.00 Uhr
➜ Floßfahrten mit Schauspiel zur “Henkerstochter”
➜ Kinderfloßfahrten „Auf Abenteuer-Fahrt mit Schohu“
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juli / august 2026 | 23
Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei
Leichte Küche
in schweren Zeiten
Alle Ausgaben zum Nachlesen online unter
Tassiloland | Politische Krisen im
In- und Ausland bestimmen aktuell
die Schlagzeilen. In Zeiten wie
diesen sollten die kleinen Momente
des Lebens umso mehr wertgeschätzt
werden. Zum Beispiel der
Verzehr eines selbstgekochten, gesunden
Gerichts. Die drei Damen
der Hauswirtschafterei empfehlen
an dieser Stelle „Gefüllte Ochsenherztomaten“,
„Pichelsteiner
mit Sommergemüse“, und „Kartoffeltarte
mit Tomaten“ – quasi
leichte Küche in schweren Zeiten.
Gefüllte
Ochsenherztomaten
ZUTATEN:
100 g kleine Nudeln
(z.B. Gabelspaghetti)
Salz
Gefü
ll
te
Ochs
hsen
he
rz
toma
mate
ten
4 Ochsenherztomaten
1 Landgurke
1 Bund Frühlingszwiebeln
Dressing:
3 EL Weißweinessig
4 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
Schnittlauch
Zum Anrichten:
einige Salatblätter
Beides mit den Tomatenstücken
und den Nudeln mischen.
Die Zutaten für das Dressing glatt
rühren. Zum Salat geben und 15
Minuten ziehen lassen.
Die Salatblätter waschen, putzen
und trocken schleudern. Auf vier
Tellern auslegen.
Den Nudelsalat in die Tomaten
füllen. Den Deckel jeweils darauflegen
und auf den Salatblättern
anrichten.
Pichelsteiner mit
Sommergemüse
ZUTATEN:
2 Scheiben mariniertes Halsgrat
oder Schweinelende
2 EL Rapsöl
600 g festkochende Kartoffeln
500 ml Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin
1 Kohlrabi
1 Zucchini
1 rote Paprikaschote
Salz, Pfeffer
Zum Anrichten:
Schnittlauch
ZUBEREITUNG: Die Nudeln in
reichlich Salzwasser nach Packungsangabe
bissfest kochen
und abgießen.
Die Ochsenherztomaten waschen
und einen Deckel abschneiden.
Mit einem kleinen spitzen Messer
das Fruchtfleisch auslösen und
dieses klein schneiden.
Die Gurke waschen, längs vierteln
und in Scheiben schneiden.
Die Frühlingszwiebeln putzen,
waschen und in Ringe schneiden.
ZUBEREITUNG: Das Fleisch in grobe
Würfel schneiden. Im heißen
Öl portionsweise kräftig anbraten.
Die Kartoffeln schälen und ebenfalls
würfeln. Zum Fleisch geben
und kurz mitbraten. Mit der Brühe
aufgießen, den Rosmarin dazugeben
und zugedeckt 30 Minuten bei
mittlerer Hitze kochen.
Den Kohlrabi schälen, die Zucchini
waschen und beides würfeln. Zum
Eintopf geben und 5 Minuten weiterkochen.
24 | tassilo
Pi
ch
el
st
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ner
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mmer
ge
mü
se
Die Paprikaschote waschen und
putzen. In Stücke schneiden, zum
Eintopf geben und weitere 5 Minuten
bei schwacher Hitze kochen.
Den Eintopf würzen, den Rosmarinzweig
entfernen und mit dem
Schnittlauch bestreut servieren.
Tipp: Fleisch lässt sich ganz einfach
selbst marinieren. Dazu 1 TL
Salz, ½ TL Pfeffer, 1 TL Paprikapulver
und 4 EL Öl glatt rühren. Nach
Belieben Kräuter und gehackten
Knoblauch dazugeben und das
Fleisch damit bestreichen. Einige
Stunden ziehen lassen.
Kartoffeltarte mit
Tomaten
ZUTATEN:
Kartoffelteig:
500 g mehligkochende
Kartoffeln
Salz
150 g Dinkelmehl Type 630
1 Ei
Butter für die Form
Belag:
300 g Frischkäse
100 g saure Sahne
1 Ei
Kräutersalz, Pfeffer
1 kleine rote Zwiebel
100 g Kirschtomaten
100 g Fetakäse
ZUBEREITUNG: Die Kartoffeln
schälen und in Würfel schneiden.
In Salzwasser weich kochen.
Abgießen und sofort durch eine
Kartoffelpresse drücken. Abkühlen
lassen.
Mehl und Ei zu den Kartoffeln
geben und zu einem Teig verkneten.
Bei Bedarf noch etwas Mehl
zufügen. Den Teig ausrollen und
eine gefettete Tarte-Form damit
auslegen.
Für den Belag Frischkäse, saure
Sahne, Ei und Gewürze glatt rühren
und auf dem Teig verstreichen.
Die Zwiebel schälen und in Streifen
schneiden. Die Tomaten waschen
und halbieren. Den Fetakäse
würfeln. Alles auf der Tarte
verteilen und backen.
Die Backzeit beträgt rund 45 Minuten
bei einer Temperatur von
180 °C (160 °C).
Ihr Regionalmagazin „tassilo“
wünscht gemeinsam mit der
Hauswirtschafterei viel Erfolg
beim Ausprobieren der Rezepte,
einen friedlichen Sommer und
guten Appetit im Kreise Eurer
Liebsten!
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juli / august 2026 | 25
Fassmaler Franz Schindler hört auf
Von russischen Forellen
bis Thomas Müller
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Froschhausen | Begrifflich führt der
Beruf des Fassmalers ein wenig in
die Irre, weil er mit dem Verzieren
von Bierfässern so gar nichts zu
tun hat. Historisch betrachtet zählt
er zu den ältesten Handwerksberufen
überhaupt, reicht bis ins
Mittelalter zurück. Und fachlich
betrachtet? „Eine schwierige Art
der Malerei“, sagt Franz Schindler
über dieses äußerst seltene
sakrale Kunsthandwerk. Nervös
war er trotzdem nicht, als er den
prominententesten Auftrag seiner
großen Karriere umzusetzen hatte.
„Ich habe immer versucht, saubere
Arbeit abzuliefern – völlig gleich,
wie groß der Name des jeweiligen
Auftraggebers war.“ In diesem Falle
kein geringerer als die FC Bayern
München AG. Genaugenommen
ging’s um eine holzgeschnitzte
Figur von Thomas Müller, die der
aus Pähl stammende Fußballer für
das Knacken eines außergewöhnlichen
Vereinsrekords bekommen
sollte: Mehr Spiele als Torwartlegende
Sepp Maier – und damit
die meisten aller bisherigen Bayern-München-Spieler
überhaupt.
Geknackt hatte er den Rekord am
1. September 2024 mit seinem 710.
Pflichtspiel gegen den 1. FC Freiburg.
Offiziell überreicht wurde die
Figur etwas später beim Champions-League-Heimspiel
gegen Dinamo
Zagreb. Und weil die Arbeit
sowohl vom aus Starnberg-Hadorf
stammenden Schnitzer Martin Reichert
als auch von Fassmaler Franz
Schindler so gut gelungen war,
durften die beiden höchstpersönlich
mit ins Stadion – und bei der
Hört zum Ende des Jahres auf: Fassmaler Franz Schindler.
offiziellen Überreichung ihrer Arbeit
durch Präsident Herbert Hainer
und den Vorstandsvorsitzenden
Jan-Christian Dreesen sogar
mit auf den Rasen in der Allianz
Arena. „Unvergessen“, sagt Franz
Schindler, der um diesen Tag auch
noch seinen 75. Geburtstag zu feiern
hatte. Inzwischen ist der einst
gelernte Malermeister 76, nach wie
vor leidenschaftlich gerne in seiner
Werkstätte, die sich direkt an seinem
Wohnhaus im Murnauer Ortsteil
Froschhausen befindet. Doch
aus Altersgründen sowie der vom
Staat geforderten Umstellung der
Buchhaltung und Verwaltung auf
elektronisch „ist Ende des Jahres
endgültig Schluss“.
Grundierung aus
Haut und Knochen
Bevor die Ära des mit gefragtesten
Fassmalers im bayerischen Oberland
zu Ende geht, durften wir von
„tassilo“ ihm nochmals über seine
Schultern blicken. Ob Elefanten,
Hirten, Bischöfe, Muttergottes: „Alles
Figuren, die ich bis Ende des
Jahres noch vergolden und bemalen
werde.“ Ein Schwerpunkt auf
der Arbeit eines Fassmalers liegt
tatsächlich im Vergolden von Figuren,
Skulpturen und Objekten.
„Eine Wissenschaft für sich – in
Summe reden wir da von bis zu 20
verschiedenen Arbeitsschritten.“
26 | tassilo
Thomas Müller bekam für seinen
Spiele-Rekord sich selbst als Figur.
Die meisten davon betreffen Vorarbeiten.
„Bis das nur neun Nanometer
dünne Blattgold auf eine vom
Schnitzer gebrachte, noch nackte
Holzfigur fachgerecht aufgetragen
werden kann, braucht es zahlreiche
Grundierungsschichten.“ Die Mittel
zum Grundieren bestehen unter
anderem aus Leim, hergestellt aus
Haut und Knochen von toten Tieren.
„Gibt’s als Granulat zu kaufen,
wird am Vortag in kaltes Wasser
gegeben, aufgequollen, dann mit
heißem Wasser flüssig gemacht.“
Geduld ist hier vor allem nach dem
Auftragen der jeweils ersten Leimschicht
via Haarpinsel gefragt, weil
diese bis zu acht Stunden trocknen
muss. Es folgt eine weitere,
sogenannte weiße Grundierung
aus feinstgemahlenem Kalkstein,
„ohne die beim Vergolden gar
nichts ginge“. Ebenso wenig ohne
gelbem und rotem Poliment. „Eine
ganz spezielle Gesteinsschicht,
die es in nur in wenigen Ländern
der Erde gibt – unter anderem
in Frankreich.“ Sind auch diese
Schichten vollständig getrocknet,
wird die Figur via Baumwoll- oder
Leinenlumpen gefühlvoll entstaubt
und geglättet, anschließend ein
Gemisch aus Wasser und Spiritus
angerührt, fleckerlweise auf die
Figur gestrichen und nun – endlich
– das hauchdünne Blattgold
via statisch aufgeladenen Pinsel
aus russischem Fehhaar (Schweifhaare
von Eichhörnchen) aufgetragen.
„Durch die statische Aufladung
wirkt der Pinsel wie ein
Magnet, zieht das Gold regelrecht
an.“ Wichtig in diesem Moment:
Luft anhalten, alle Fenster und Türen
geschlossen halten und bloß
nicht in die Werkstätte platzen.
„Ein kleinster Hauch von Wind
würde das Blattgold aufwirbeln
und unbrauchbar machen.“ Angesichts
der derzeitigen Goldpreise
von rund 3 900 Euro pro Feinunze
(entspricht 31,1 Gramm) ist Franz
Schindlers Frau Marianne (70), die
ihrem Mann seit Jahrzehnten den
Rücken freihält, nochmals vorsichtiger
geworden beim Betreten der
Werkstätte.
Der nervenaufreibendste
Auftrag
Wie viele Figuren Franz Schindler
seit Beginn seiner Selbstständigkeit
im Jahr 1984 vergoldet und bemalt
hat? „Ich habe nie gezählt.“
Die Zahl geht aber in jedem Falle
in die Tausende. Drei lebendgroße
Figuren gingen beispielsweise
nach Bali. „Ein namhafter Metzger
aus München hat von dort eine
Frau geheiratet, in deren Heimat
eine bayerische Gedenkkapelle errichten
lassen und wollte diese mit
exakt den gleichen Figuren bestücken,
die er aus seiner heimischen
Kirche kennt.“ Eine Engelputte,
vorgesehen als Hochzeitsgeschenk,
bemalte Franz Schindler für Franz
Beckenbauer. Ein aus Deutschland
stammender, in der Schweiz arbeitender
Augenforscher bekam
für eine preisgekrönte Entwicklung
ebenfalls sich selbst als Figur
überreicht. Der Regensburger
Bischof Rudolf Voderholzer ließ
eine Krippe mit unterschiedlichsten
Szenen und hunderten Figuren
schnitzen – und ebenfalls von Franz
Schindler bemalen. „Der ist sogar
persönlich zu uns nach Froschhausen
gekommen, um die fertigen
Arbeiten abzuholen.“ Lebensgroße
Forellen und Karpfen gingen
an einen reichen Russen. Oder ein
sogenanntes „Lüsterweiberl“ an
das Jagdhaus einer BMW-Familie.
Die meisten Aufträge hat er vom
wohl namhaftesten, begnadetsten
Schnitzer überhaupt bekommen:
Von Joseph Fux aus Oberammergau.
Aber auch diverse Arbeiten
mit lokalen Auftraggebern sind
im Fundus von Franz Schindler zu
finden. Zum Beispiel der draußen
angebrachte, komplett vergoldete
Jesus am Kruzifix von Habach.
Oder Plattler und Dreherin in original
Vereinstracht der D-Lechgauer
Prem. Ein Auftrag aber war dann
doch nervenaufreibender als alle
anderen: der für den bekannten
US-amerikanischen Künstler Jeff
Koons, der einst mit einer Pornodarstellerin
verheiratet war und
aufgrund dessen pornografische
Szenen in Form von Skulpturen
von Südtiroler und Ammergauer
Schnitzern herstellen ließ. Für die
Fassmalerei wurde ebenfalls Franz
Schindler auserkoren, der dafür
sogar zwei Wochen am Stück in
Südtirol lebte und arbeitete. „Der
Auftrag war deshalb so schwierig,
weil Jeff Koons immer wieder mit
neuen Vorschlägen ankam, die realistisch
betrachtet nicht umsetzbar
waren.“ Zum Beispiel das Aufmalen
einer Netzstrumpfhose, „weshalb
wir alternativ nach München
in den Beate-Uhse-Shop gefahren
sind und dort mehrere Strumpfhosen
gekauft haben, um diese letztlich
im Verbund über die Skulptur
zu spannen“. Dann lieber doch
Thomas Müller, der in seinem Fach
ähnlich erfolgreich war wie Franz
Schindler – und ebenfalls stets auf
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juli / august 2026 | 27
© Sonja Herpich
Konzerte, Tanz, Hochzeit und Festzug
Fischer in Tracht
28 | tassilo
Tutzing | Die Geschichte der Fischerei
am Starnberger See reicht
ursprünglich 3 000 Jahre zurück.
Bronzezeitliche Angelhaken und
Einbäume, gefunden auf und an
der Roseninsel, beweisen das.
Kein Wunder also, dass auch
Tutzing, der Ort auf Höhe der
Roseninsel, seit Jahrhunderten
als Fischer- und Bauerndorf beschrieben
wird – und auch das
Ortswappen geprägt ist von einem
Fischsymbol. Die Bedeutung der
Seenfischerei hat sich im Laufe
dieser langen Zeit jedoch stark
gewandelt. Streng organisiert ist
sie beispielsweise seit dem Mittelalter,
als die Fischereirechte
noch bei Adelshäusern, Klöstern
und Landesherren lagen. Erst
nach der Säkularisation im Jahre
1803 konnten die Fischereien
am Starnberger See eigenständig
wirtschaften, sich für ihre harte
Arbeit finanziell angemessener
entlohnen. Heute gibt es am
Starnberger See noch 34 Fischereirechte.
„Von denen nach unseren
Informationen immerhin
30 aktiv genutzt werden“, weiß
Jan-Philipp Grande, Pressesprecher
der Gemeinde Tutzing. Die
wirtschaftliche Bedeutung der Fischerei
am Starnberger See ist insofern
weitaus geringer also noch
vor 50 oder gar 100 Jahren. „Früher
konnten Familien vollständig
von der Fischerei leben. Heute ist
sie meist Nebenerwerb, Spezialitätenwirtschaft
und Traditionspflege.“
Kulturell, touristisch und
auch wissenschaftlich ist deren
Bedeutung dennoch ungebrochen
groß. Einerseits, weil die Nebenerwerbs-Fischer
wichtige Daten
über Fischbestände im Starnberger
See sowie dessen Wasserqualität
liefern. Andererseits ziehen
aus Funk und Fernsehen bekannte
Traditionsveranstaltungen tausende
begeisterte Menschen in
ihren Bann. Allen voran die Tutzinger
Fischerhochzeit, die erstmals
im Jahre 1929 stattfand, die
seit 1975 im Fünfjahresrhythmus
veranstaltet wird, wegen Corona
und Hauptstraßensanierung jedoch
erst heuer wieder – erstmals
seit 2017 – inszeniert wird. Genaugenommen
am Sonntag, 26. Juli,
beginnend mit einem Weckruf der
Böllerschützen um 6 Uhr in der
Früh.
Rückkehr aus
Russlandfeldzug
Spannenderweise handelt es sich
bei der Tutzinger Fischerhochzeit
um eine fiktive Geschichte. Dennoch
gehen die Verantwortlichen
fest davon aus, dass sie aus drei
Wünschen heraus verfasst wurde:
Das alte Fischerbrauchtum
zu bewahren, die Geschichte des
Fischerdorfes lebendig darzustellen
und den historischen Zusammenhalt
der Fischerfamilien
sichtbar zu machen. „Sie ist also
weniger ein religiöses Mysterienspiel
wie die O'Gauer Passion,
sondern vielmehr ein historisches
Heimatspiel.“ Im Kern bezieht
es sich auch heuer auf das
knapp 100 Jahre alte Drehbuch.
Demnach ereignete sich die historische
Fischerhochzeit um das
Jahr 1814 zur Zeit Napoleons und
erzählt die Geschichte des nach
Jahren vom damaligen Russlandfeldzug
heimkehrenden Tutzinger
Bauernsohn Michael Gröber, der
endlich Veronika Bierbichler, die
Tochter eines Fischermeisters von
der anderen Seeseite, heiraten
kann. „Die Texte des Stücks sind
nach wie vor in der Originalfassung,
lediglich einzelne Begriffe
wurden im Laufe der Jahrzehnte
zeitgemäß angepasst und modernisiert“,
so Jan-Philipp Grande
über diesen bunten Mix aus Theater,
Festspiel, Heimatinszenierung,
historischem Umzug sowie
einem daran angeschlossenen,
fünftägigen Dorffest mit buntem
Rahmenprogramm, das sich in
Summe über fünf Tage erstreckt.
Insofern ein straffes Programm,
allen voran für das auserkorene,
sehr junge Brautpaar um Valentin
Müller (24) und Mara Bove
(19). Während die anderen großen
Sprechrollen wie Hochzeitslader,
Knecht und Erzähler von
erfahreneren Schauspielern oder
Rednern besetzt werden, „ist es
für Valentin und Mara besonders
nervenaufreibend, da sie es zum und
ersten und einzigen Mal machen
– Braut oder Bräutigam ist
man im Rahmen der Tutzinger
Fischerhochzeit nie zweimal“.
Grundsätzlich muss das Brautpaar
stets aus einer alteingesessenen,
traditionellen Tutzinger Fischerfamilie
stammen – im Idealfall
aus jener, in der heute noch aktiv
gefischt wird. Wobei auch
die anderen Rollen des Spiels
ausschließlich von waschechten
Tutzingerinnen und Tutzingern
besetzt sind. „In Summe wirken
mehrere hundert Männer, Frauen
und Kinder mit.“ Darunter auch
Musikgruppen, Bühnentechniker,
Sicherheitskräfte, Gastronomen,
Gemeindemitarbeiter und viele
weitere, ehrenamtliche Helfer.
Besonders erwähnenswert: Die
Aktiven der Tutzinger Gilde, die
den Besuchern ihre prachtvollen
Trachtengewänder präsentieren.
„Das Thema Kostüme ist im Rahmen
der Tutzinger Fischerhochzeit
geradezu komplex, da viele verschiedene
Arten von Trachten und
Kostümen zum Einsatz kommen.“
Neben traditionell bayerischen
Trachten aus unterschiedlichsten
Regionen auch zeitgenössische
Kostüme aus dem 19. Jahrhundert
sowie Biedermeier-Kostüme. „Für
diese umfangreiche Kostümierung
der Darstellerinnen und Darsteller
verfügen Rathaus und Gilde über
einen eigenen Fundus, zusätzlich
bedienen wir uns bei Kostüm-
Kleiderverleihgeschäften.“
Dazu passend: Von Hand gemachter
Silberschmuck, Trachtenketten,
Broschen, Charivaris, filigrane
Miederketten, Haarschmuck und
bestickte Gürtel.
Festlicher Glanz an
Häusern, Wägen, Booten
Aber auch Blumenketten, Girlanden,
Bögen und Fahnen an Booten,
Wägen und Häuser lassen
ganz Tutzing in festlichem Glanz
erstrahlen. Damit die in Summe
13. Tutzinger Fischerhochzeit heuer
reibungslos und planmäßig
über die sprichwörtliche Bühne
geht, wird bereits seit Mitte April
fleißig geprobt. „Teilweise im Rathaus,
teilweise in anderen Räumlichkeiten
im Ort, vereinzelt auch
an den Schauplätzen des Stücks
selbst – zum Beispiel unten im
Schloss.“ Insgesamt verzeichnet
der Probenplan 22 Termine. In
Summe also ein Riesenaufwand
für ein Spektakel, auf das sich
Einheimische wie Urlauber riesig
freuen dürfen.
js
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juli / august 2026 | 29
> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL
Bärenzähmer mit
Heiligenschein
Tassiloland | Jede römisch-katholische
Kirche ist einem Heiligen gewidmet,
der meist in Form von Deckenfresko
und Figur im jeweiligen
Gotteshaus abgebildet ist. In manchen
Dörfern geht die Darstellung
von Kirchenpatronen jedoch über
die Decken, Wände und Altäre der
Gotteshäuser hinaus. An die Hauswand
eines ehemaligen Schulgebäudes
hat es beispielsweise ein
Heiliger geschafft, der einst aus Irland
stammte, sich in der Schweiz
niedergelassen hatte und dort ein
Kloster gründete. Dargestellt wird
er häufig auch mit einem großen
Braunbär an seiner Seite. Der Sage
nach habe der Mann in seiner Zeit
> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG
Wo sich die „erste Elf“ befindet, wer sie künstlerisch
erschuf und welche Bedeutung Sie darin erkennen,
wollten wir von Ihnen in unserer Mai / Juni-
Ausgabe wissen. Unter zahlreichen Einsendungen
mit der korrekten Lösung war das Losglück dieses
Mal auf der Seite von Marlene Mangold aus Starnberg,
die uns wie folgt angeschrieben hatte: „Liebes
Tassilo-Team, diese Fußballmannschaft steht
im Park des Buchheimmuseums Bernried. Künst-
als Einsiedler wohl einen
wildlebenden Braunbär domestiziert.
Wir möchten nun
von Ihnen, liebe Leserinnen und
Leser wissen: An welchem Gebäude
und in welchem Ort ist der hier
gezeigte Heilige zu entdecken? Und
vor allem: Um welchen Heiligen
handelt es sich?
Schicken Sie uns bis Mitte Juli eine
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ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!
Zu gewinnen gibt es auch dieses
Mal einen Spezialitätenkorb der
Schönegger Käse-Alm. Er heißt
„Sommerpicknick“ und ist bestückt
mit Weißwein, Frischkäse,
Mozzarella, gefüllten Kirschpaprika
sowie Almblütenkäse und
„Sommerduett“. Das Los entscheidet,
der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
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ler war Günter
Schumann. In
Bernried steht
ein Abguss,
das Original in Leipzig. Die BSG Chemie Leipzig holte
sich 1964 (als Außenseiter) den DDR-Meistertitel.“
Wir gratulieren Frau Mangold recht herzlich zum
Gewinn eines herzhaft bestückten Spezialitätenkorbes
der Schönegger Käse-Alm!
> > > IMPRESSUM
„tassilo“ ist ein Medium von
„tassilo“
Birkland 40, 86971 Peiting
Telefon: 08869 / 91 22-26
Fax: 08869 / 91 22-27
Mail: info@tassilo.de
Stand bei Drucklegung
im Juni 2026
Auflage: 43000 Exemplare
Änderungen und Fehler
vorbehalten.
Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie
Erscheinungstermine und weitere technische Angaben
finden Sie auf www.tassilo.de.
Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung und
keine Erscheinungsgewähr übernommen.
Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an
alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen — Auslegestellen
im Verteilgebiet.
Herausgeber: Peter Ostenrieder
Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)
Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler
Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt
Zarbock, Irmgard Gruber, Alexander Berndt, Heidi Berndt
Druck:
Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting
Verteilservice:
KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim
Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Mauritius, Adobe Stock,
MSC Polling/Franziska Waltenberger, Hans Hornauer/DAV
Sektion Peißenberg, Landesamt für Umwelt/Dr. Jeremy Hübner,
Michael Dittel/Gisela Schregele, Infinity Racing - Rennteam
Hochschule Kempten, Haseitl, Gerald von Foris, Radsportfreunde
Pfaffenwinkel e.V., Sebastian Balz, Peter von Beyer, Bettina
Eder, Franz Schindler, Dirk Bruniecki/FC Bayern München Club,
Birgit M. Widmann, Christian Binder, Schönegger Käse-Alm,
Noah Cohen
30 | tassilo
Vor 700 Jahren – Dießen feiert Bannmarkt-Erhebung
Fischerstechen, Festzug
und Blaulichttag
Dießen | Bereits in der Jungsteinzeit
lebten am Südwestufer des
Ammersees Menschen. Archäologische
Funde wie Steinwerkzeuge
und Gräber belegen das. Spätestens
zur Zeit der Römer gewann
die Lage weiter an Bedeutung,
prägten Handel, Landwirtschaft
und Verkehr dank zweier wichtiger
Fernstraßen das Leben und
Treiben am Ufer des drittgrößten
See Bayerns, wo sich nach und
nach auch dauerhafte Siedlungen
bildeten. Dießen selbst wurde um
1039 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Aufstieg der Marktgemeinde
war damals eng mit den Grafen
von Dießen verbunden, die auch
das Augustiner-Chorherrenstift als
geistliches, wirtschaftliches und
kulturelles Zentrum der Region
gründeten. Zwischenzeitlich, um
1231, wurde Dießen sogar als Stadt
bezeichnet, verlor diesen Status
jedoch mit Aussterben der Grafen
von Andechs wieder. Doch auch
als Markt hatte Dießen weiterhin
eine hohe Bedeutung, allen voran
im Bereich Handel und Handwerk.
Nochmals manifestiert wurde dieser
Status im Jahre 1326, als Dießen
durch den bayerischen Herzog und
späteren Kaiser Ludwig der Bayer
zum Bannmarkt erhoben wurde.
Der Begriff „Bann“ bezeichnete
im Mittelalter die Ausübung hoher
Gerichtsbarkeit. Dießen durfte also
im Falle von Straftaten und Vergehen
eigenständig Urteile fällen.
Heuer jährt sich diese geschichtsträchtige
Erhebung zum 700. Mal,
was Dießen feierlich in Erinnerung
rufen möchte.
Festauftakt
mit Luise Kinseher
Geplant ist ein lebendiges Fest über
fünf Tage, beginnend am Donnerstag,
30. Juli, um 19.30 Uhr in Form
eines Kabarettabends mit keiner
geringeren als Luise Kinseher, auf
die musikalische Unterhaltung
durch die Trachtenkapelle Wessobrunn
folgt. Für Freitag, 31. Juli, ist
ein Tag der Betriebe mit Standkonzert
am Maibaum (18 Uhr), Einzug
der Dießener Vereine ins Festzelt
an der Seestraße, Begrüßung und
Bieranstich (19 Uhr) sowie beste
Unterhaltung mit der aus Funk und
Fernsehen bekannten Josef Menzl
Teil des Festes in Dießen: Ein Fischerstechen auf dem Ammersee.
Kapelle geplant. Der familiengerecht
gestaltete Blaulichttag am
Samstag, 1. August, ab 10 Uhr rückt
mit Vorstellung von Feuerwehr, Polizei
und Wasserwacht die Bedeutung
des Rettungswesens in den
Mittelpunkt. Ein absolutes Highlight
erfolgt schließlich um 15.30
Uhr: ein traditionelles Fischerstechen
am Dampfersteg. Danach:
Preisverleihung im Festzelt und ab
17.30 Uhr wieder beste musikalische
Unterhaltung. Erste durch die Band
Koo Head Park, ab 20 Uhr mit Glam
Gang (70er Jahre Party-Musik) und
ab 22 Uhr Party mit DJ Dancing
Phil. Ebenfalls für Alt und Jung gedacht:
Der Festsonntag, 2. August,
mit Festgottesdienst (10 Uhr) im
Marienmünster, Kirchenzug zum
Festzelt (11.30 Uhr), musikalische
Unterhaltung im Festzelt (ab 12
Uhr), großem Festzug durch den
Ort (14 Uhr), sowie anschließend
weitere musikalische Unterhaltung
im Festzelt. Erst spielt das Bezirksmusikorchester
Lech-Ammersee
(16 Uhr), danach die Lehrerband
der Carl-Orff-Schule, sowie abschließend
die Rockband „Lizzy
Miller“, gemeinsam mit „Daddy
Cool“. Vorbei ist das Bannmarktfest
jedoch noch nicht – am Montag, 3.
August, ist mit Oldtimer-Treffen (ab
11 Uhr), Sonnwendmusi, Seniorennachmittag,
weiteren Bands, weiterer
Blasmusik sowie einer Wahl
zur „Miss Dießen“ (um 19 Uhr)
ebenfalls jede Menge geboten. Lust
bekommen? Alle weiteren Infos zu
Geschichte, Festtagen und weiteren
Terminen im Jahr gibt’s online unter
www.700-diessen.de.
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Gesamtes
www.700-diessen.de
FESTTAGE AM SEE
HIGHLIGHTS
Familienprogramm
Blaulichttag
Fischerstechen
Großer historischer
Festzug
Oldtimerparade
Miss Dießen Wahl
© Fotos: Anne Webert / Martina Bogdahn / Veranstalter: Markt Dießen am Ammersee
Best of
Luise Kinseher
im Festzelt Dießen
Uhr
Tickets über
München Ticket
juli / august 2026 | 31
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/
Veranstaltungskalender
1. Juli bis 31. August 2026
WEILHEIM
MI 01.07.
12.00 bis 18.00 Uhr
Ausstellung in St. Pölten: Das
Gebet im Leben der Russlanddeutschen.
Unterer Graben 48.
Bis 19.07.2026
18.00 bis 19.00 Uhr
Offener Lauftreff für Jedermann/
Jedefrau. Treffpunkt gegenüber
Bolzplatz „In der Au“. Post Sportverein
Weilheim e.V. www.postsvweilheim.de.
Jeden Mittwoch
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.
Jeden Mittwoch
MURNAU
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt in der Fußgängerzone.
Jeden Mittwoch
HERRSCHING
19.30 Uhr
Lesung mit Oliver Pötzsch aus
seinem Thriller „Die Ludwig
Verschwörung“. Der Eintritt ist frei,
freiwillige Spenden sind erbeten
PEISSENBERG
DO 02.07.
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Glückauf-Platz.
Jeden Donnerstag
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Donnerstag
PENZBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Stadtplatz.
Jeden Donnerstag
MURNAU
Mo. bis Fr. 8.00 bis 12.00 Uhr
Di. und Do. 14.00 bis 16.00 Uhr
Bruchstücke – Ausstellung von
Birgit Schwarzenberger im Foyer
des Rathauses im Untermarkt 13.
Bis 31.07.2026
14.00 Uhr
Offener Café-Treff mit Spielenachmittag
im Mehrgenerationenhaus.
Jeden Donnerstag
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 14. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
OBERHAUSEN
14.00 bis 18.00 Uhr
Reparierbar im Rathaus in der
Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich
diverse Gegenstände
des Alltags repariert und bei IT
Technik beraten
WESSOBRUNN
15.00 bis 16.30 Uhr
Schmöker-Café in der Bücherei.
Jeden 1. Donnerstag
> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ
Fr, 17. Juli 15.30 bis 20.00 Uhr Penzberg, Pfarrzentrum
Do, 23. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus
Fr, 24. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus
WEILHEIM
FR 03.07.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Marienplatz.
Jeden Freitag
PEISSENBERG
20.00 Uhr
Trio Viva Classico – Viva La Musica
in der Tiefstollenhalle. Eintritt
im Vorverkauf 24 € und an der
Abendkasse 26 €
OBERAMMERGAU
19.30 Uhr
Der Brandner Kaspar und das
ewig' Leben im Passionstheater.
Karten unter 08822 / 32488. Infos
unter www.passionstheater.de
Siehe Anzeige Seite 11
PENZBERG
15.00 bis 16.00 Uhr
Vorlesezeit in der Stadtbücherei
für Kinder. Eintritt frei.
Jeden Freitag
SCHONGAU
13.00 bis 16.00 Uhr
60 Jahre M. Haseitl – Tag der offenen
Tür auf dem Firmengelände,
Dießener Straße 12.
Siehe Anzeige Seite 25.
SÖCKING
8.00 bis 13.00 Uhr
Biowochenmarkt an der Kirche
St. Ulrich. Jeden Freitag
WEILHEIM
SA 04.07.
16.00 bis 22.00 Uhr
Nachtflohmarkt am Volksfestplatz
PEISSENBERG
19.30 Uhr
Konzert Iron Moon in der Tiefstollenhalle.
Tickets im Vorverkauf im
Sowieso und Peissenbuch 14 € und
an der Abendkasse 15 €
OBERAMMERGAU
19.30 Uhr
Der Brandner Kaspar und das
ewig' Leben im Passionstheater.
Karten unter 08822 / 32488. Infos
unter www.passionstheater.de
Siehe Anzeige Seite 11
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.
Jeden Samstag
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Samstag
PENZBERG
10.30 bis 11.30 Uhr
Vorlesezeit für Kinder in der
Stadtbücherei. Eintritt frei.
Jeden Samstag
BERNRIED
13.00 bis 19.00
Grill & Chill – Flohmarkt im
Klosterhof. Schöne Schnäppchen,
Kaffee, Kuchen und Feines vom
Grill. Bei schlechtem Wetter findet
der Flohmarkt am 05.07.2026 statt
ANDECHS
10.00 bis 17.00 Uhr
Lagerfeuerküche verfeinert mit
frischen Kräutern im Riedweg
1a in Frieding. Weitere Infos und
Anmeldung unter 08152 / 2664 oder
info@kraeuterstadl.de
TUTZING
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Rathausplatz.
Jeden Samstag
BIRKLAND
10.00 bis 16.00 Uhr
Tag der offenen Tür in der
Möbelstube Oberland, Aich 4.
Infos unter www.moebelstubeoberland.de.
Siehe Anzeige Seite 4.
SCHONGAU
14.00 bis 15.30 Uhr
Auf Abenteuer-Floßfahrt mit
Schohu. Treffpunkt Bootshaus in
der Lechuferstr. 35. Kosten: Teilnehmer
ab 6 Jahren 10 €, Familien
35 €. Infos zu weiteren Floßfahrten
und Anmeldung unter touristinfo@
schongau.de oder 08861 / 214-181
Siehe Anzeige Seite 23
PEISSENBERG
SO 05.07.
13.30 bis 16.30 Uhr
Bergbaumuseum geöffnet. Führungen
nur mit Reservierung oder
Voranmeldung unter 08803 / 5102
oder info@bergbaumuseum-peissenberg.de.
Jeden 1. und 3. Sonntag
im Monat
STARNBERG
11.00 bis 13.00 Uhr
Öffentliche Stadtführung.
Treffpunkt an der Info-Stele am
Dampfersteg. Kosten: Erwachsene
7 € und Schüler ab 10 Jahren
5 €. Anmeldung in der Tourist
Information unter 08151 / 906010
oder unter touristinfo@starnbergammersee.de.
www.starnbergammersee.de
32 | tassilo
POLLING
14.00 bis 16.30 Uhr
Museum geöffnet. Sonderführungen
ab 4 Personen nach Voranmeldung
unter Tel. 0881 / 93900
jederzeit möglich. Kosten: 3 €.
Jeden Sonntag
RAISTING
14.00 bis 17.00 Uhr
Radom Raisting geöffnet.
Das Industriedenkmal mit den
Ausstellungen „Virtuelle Welten“
und „Aufbruch ins Weltall“ im
Hofstätterweg 2. Führungen nach
Vereinbarung. Infos unter
radomraisting.de. Jeden Samstag
und Sonntag von Mai bis Oktober
Siehe Anzeige Seite 21
STEINGADEN
19.30 bis 21.00 Uhr
Musik Im Pfaffenwinkel in der
Wieskirche, Wies 12. Konzert II der
diesjährigen Konzertreihe mit gemischtem
Chor und den Münchner
Philharmonikern mit Werken
von Haydn und Schubert. VVK und
Infos unter www.gap-ticket.de oder
info@gap-ticket.de.
WEILHEIM
DI 07.07.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Dienstag
PEISSENBERG
16.30 bis 17.30 Uhr
Locker vom Hocker „Tanzen im
Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann
in der Oskar-Dietlmeier-Str. 14.
Infos unter Tel.-Nr. 0152 / 52786638.
Jeden Dienstag außer in den Ferien
18.00 bis 19.00 Uhr
Bleib jung mit Schwung – Kreistänze
im Pfarrsaal St. Johann in
der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos
unter Tel.-Nr. 0152 / 52786638
13.00 bis 22.00 Uhr
Damensauna in der Rigi Rutsch’n
in der Pestalozzistr. 8. Jeden Dienstag
außer in den Ferien
DIESSEN
9.30 bis 11.30 Uhr
Ortsführung – Treffpunkt an
der Tourist Information in der
Bahnhofstr. 15. Anmeldung in der
Tourist Information Starnberg unter
08151 / 906010 oder touristinfo@
starnbergammersee.de www.starnbergammersee.de
WEILHEIM
MI 08.07.
15.00 bis 17.00 Uhr
Musikalischer Nachmittag mit
Livemusik von Happy Musik zum
tanzen und genießen in der Hofbühne
in der Hofstr. 12a. Weitere
Infos unter pgrimm@diakoniemuc-opp.de
oder 0151 / 15308312
18.00 bis 20.00 Uhr
Sommerfest der MS-Selbsthilfegruppe
auf Gut Dietlhofen 3.
Infos und Anmeldung unter
0881 / 12888311 Waltraud Höck oder
0881 / 12239601 Monika Röhring
MURNAU
DO 09.07.
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anm.: info@newideas.de.
Jeden 2. u. 4. Donnerstag
PÄHL
FR 10.07.
18.00 bis 21.30 Uhr
Ü30 Disco Party Friday Night
Fever von Abba bis Zappa mit DJ
Andy Wenzel und Radio Charivari
im Gut Kerschlach. Weitere Infos
und Termine unter www.tagesbargutkerschlach.de
OBERAMMERGAU
20.00 Uhr
TYLL – Die Geschichte von Tyll
Ulenspiegel im Passionstheater.
Karten unter 08822 / 32488. Infos
unter www.passionstheater.de
Weitere Aufführungen
am 11., 17., 18., 24. und 25. Juli
Siehe Anzeige Seite 11
WEILHEIM
SA 11.07.
13.00 bis 14.30 Uhr
Japanischer Stammtisch der VHS
im Tennisstüberl, Narbonner Ring
11. Anmeldung über VHS Weilheim
(www.vhs-Weilheim.de)
15.00 bis 16.00 Uhr
Die Kraft des Lachens: Lachyoga
für alle – Einsteigerkurs im VHS
Seminarraum in der Oberen Stadt
66. Infos und Anmeldung über VHS
Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
SO 12.07.
19.00 Uhr
Konzert Udo Schindler & Yves
Theiler im Musik- & Pianohaus
Schwinghammer, Pöltnerstr. 10
MURNAU
DO 16.07.
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 14. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
WEILHEIM
FR 17.07.
19.00 bis 22.00 Uhr
Spanischer Stammtisch der VHS in
der Trattoria & Pizzeria La Tombola,
Jahnstr. 2. Anmeldung über VHS
Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)
PENZBERG
17.00 bis 19.00 Uhr
Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten
im Lesecafé der
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
19.00 bis 22.00 Uhr
FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele
ein und kommt in die
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
PEISSENBERG
SA 18.07.
17.00 bis 23.30 Uhr
Benefiz-Rockkonzert für das
Kinderhospiz in Polling in der
Tiefstollenhalle. Eintritt 20 €.
(Mehr Infos siehe „Tassilo“-online-
Veranstaltungskalender)
ANDECHS
14.00 bis 18.00 Uhr
Wildkräuter & Blütenzauber –
Genuß von Wiese und Garten im
Riedweg 1a in Frieding. Mit Korb
und Schere raus in die Natur.
Weitere Infos und Anmeldung unter
08152 / 2664 oder info@kraeuterstadl.de
WESSOBRUNN
SO 19.07.
9.30 bis 12.00 Uhr
Legenden- und sagenhaftes
Wessobrunn. Bei einer Wanderung
hören Sie Erzählungen und
Hintergrundgeschichten. Treffpunkt
im Klosterhof vor dem Römerturm.
Anmeldung über VHS Weilheim
(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /
9278338, www.vhs-Weilheim.de)
POLLING
17.00 Uhr
TANGO, TANGO,TANGO
Benefizkonzert zu Gunsten
des Podium Musicale e.V. im
Bibliotheksaal. Infos unter
www.podium-musicale.de
Siehe Anzeige Seite 6
juli / august 2026 | 33
OBERHAUSEN
DI 21.07.
18.30 bis 19:45 Uhr
Boogie-Woogie Einsteiger
Schnupperworkshop im Mehrzweckraum
des Rathauses in der
Schulstr. 1. Kosten pro Person 25 €
PATERZELL
17.30 bis 20.30 Uhr
Naturschönheiten vor der
Haustüre: Paterzeller Eibenwald.
Treffpunkt: Wanderparkplatz am
Eibenwald. Kosten: Erw. 17 € Kinder
(8-16 Jahre) 10 €. Anm. über VHS
Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)
DIESSEN
DO 23.07.
9.30 bis 11.30 Uhr
Ortsführung – Treffpunkt: Tourist
Information in der Bahnhofstr. 15.
Anmeldung in der Tourist Information
Starnberg unter 08151 / 906010
oder touristinfo@starnbergammersee.de
www.starnbergammersee.de
MURNAU
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anm: info@newideas.de.
Jeden 2. u. 4. Donnerstag
PEISSENBERG
SA 25.07.
17.00 Uhr
Sommerfest im Sowieso in der
Sulz 3. Mit Grill, Live Musik und
guter Laune
PATERZELL
Ab 10.00 Uhr
Paterzeller Airshow zum 75-jährigen
Jubiläum am Flugplatz. Mit
vielen Attraktionen, Live-Musik,
Barbetrieb und Feuerwerk. Infos
unter www.paterzell.de
HUGLFING
17.00 bis 18.00 Uhr
Huglsingers Sommerkonzert
in der Kirche St. Magnus in der
Sankt-Johann-Str. 3. Eintritt frei,
Spenden erbeten
FORST
11.00 bis 20.00 Uhr
Magischer Markt im Paradieshof,
Wolfhof 7. Ein Tag voller Begegnung,
Inspiration und lebendiger
Vielfalt
SEESHAUPT
9.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt zugunsten
der Gemeinde-Bücherei im
Innenhof der ehem. Zimmerei
Sterff in der Bahnhofstr. 14. Infos
unter 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
12.00 bis 21.00 Uhr
34. Kunsthandwerkermarkt auf
dem Parkplatz der Grundschule in
der Penzberger Str. 22
STEINGADEN
19.30 Uhr
Festlicher Sommer in der Wies.
In Paradisum mit dem Chor der
Stadt Schongau. Infos und Karten
unter www.wieskonzerte.de.
PATERZELL
SO 26.07.
Ab 10.00 Uhr
Paterzeller Airshow zum 75-jährigen
Jubiläum am Flugplatz. Mit
vielen Attraktionen. Infos unter
www.paterzell.de
SEESHAUPT
9.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt zugunsten
der Gemeinde-Bücherei im
Innenhof der ehemaligen Zimmerei
Sterff, Bahnhofstr. 14. Infos
unter 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
10.00 bis 18.00 Uhr
34. Kunsthandwerkermarkt auf
dem Parkplatz der Grundschule in
der Penzberger Str. 22
POLLING
11.30 bis 13.00 Uhr
Historische Führung im Kloster.
Treffpunkt vor der Stiftskirche.
Spende von 5 € erbeten
WEILHEIM
DI 28.07.
19.00 bis 22.00 Uhr
Italienischer Stammtisch der VHS.
Infos/Anm. über VHS Weilheim
(www.vhs-Weilheim.de)
DIESSEN
DO 30.07.
19.30 Uhr
Best of Luise Kinseher im Festzelt.
Tickets bei München Ticket.
Infos unter www.700-diessen.de
Siehe Anzeige Seite 31
PEISSENBERG
19.30 Uhr
Konzert Legiana Collective im
Sowieso in der Sulz 3. VVK im
Sowieso und Peissenbuch 14 € und
an der Abendkasse 15 €
FR 31.07.
PEISSENBERG
14.00 bis 22.00 Uhr
hAMMERsound-Festival auf dem
Festplatz Moosleite. Infos unter
www.hammersoundfestival.de
Siehe Allerlei Seite 23
POLLING
20.00 Uhr
Lesch Merlin Festival im Bibliotheksaal
mit dem Streichoktett
„Merlin Ensemble Wien“.
Infos unter www.zuenftick.de
Siehe Anzeige Seite 4
POLLING
SA 01.08.
20.00 Uhr
Lesch Merlin Festival – Spektakuläre
Reise zur Internationalen
Raumstation in der Stadthalle.
Mit Lichtkünstler Philipp Geist und
Klarinettistin Alexandra Gruber.
VVK: Gärtnerei Ferchl Weilheim oder
online unter www.zuenftick.de
PEISSENBERG
20.00 Uhr
Open Air mit „TheBossHoss“
auf dem Festplatz Moosleite.
Infos und VVK unter www.
peissenberg-openair.de
Siehe Allerlei Seite 23
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Bahnhofsplatz
Ab 10.00 Uhr
Festtage am See mit Familienprogramm
und Fischerstechen.
Infos unter www.700-diessen.de
Siehe Anzeige Seite 31
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
POLLING
9.00 bis 12.00 Uhr
Bauernmarkt am Kirchplatz
11.00 Uhr
Lesch Merlin Festival im Bibliotheksaal:
Familienkonzert mit
dem Streichoktett „Merlin Ensemble
Wien“. VVK: Gärtnerei Ferchl,
Weilheim oder online unter
www.zuenftick.de
TUTZING
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Rathausplatz
SCHONGAU
14.00 bis 15.30 Uhr
Auf Abenteuer-Floßfahrt mit
Schohu. Treffpunkt Bootshaus in
der Lechuferstr. 35. Kosten: Teilnehmer
ab 6 Jahren 10 €, Familien
35 €. Infos zu weiteren Floßfahrten
und Anmeldung unter touristinfo@
schongau.de oder 08861 / 214-181
STARNBERG
SO 02.08.
11.00 bis 13.00 Uhr
Öffentliche Stadtführung. Treffpunkt:
Info-Stele am Dampfersteg,
Dauer ca. 2 Std.. Kosten: Erw. 7 €
und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung
in der Tourist Information
Starnberg unter 08151 / 906010
oder touristinfo@starnbergammersee.de
www.starnbergammersee.de
DIESSEN
Ab 10.00 Uhr
Festtage am See mit
Festgottesdienst im Münster und
Festzug zum Festzelt. Infos unter
www.700-diessen.de
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt.
Siehe 25.07.
SCHONGAU
18.00 bis 19.30 Uhr
Stadtführung durch die malerische
Altstadt. Treffpunkt vor
der Tourist Info in der Weinstr.
11. Kosten 8 €. Infos zu weiteren
Führungen und Anmeldung unter
touristinfo@schongau.de oder
08861 / 214-181
34 | tassilo
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/
POLLING
11.00 Uhr
Lesch Merlin Festival im
Bibliotheksaal mit „Ist noch Zeit?
Laudate Deum zur Klimakrise“
mit Harald Lesch und Violinist
Martin Walch. VVK: Gärtnerei
Ferchl Weilheim oder online
unter www.zuenftick.de
SEESHAUPT
MO 03.08.
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
DIESSEN
Ab 11.00 Uhr
Festtage am See mit Oldtimertreff,
Seniorennachmittag und „Miss
Dießen“-Wahl. Infos unter
www.700-diessen.de
WEILHEIM
DI 04.08.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
DIESSEN
MI 05.08.
8.00 bis 13.00 Uhr
Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.
Jeden Mittwoch
MURNAU
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt in der Fußgängerzone
24.10.26
WEILHEIM I.OB
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff in der Bahnhofstr.
14. Infos unter 08801 / 2453 Familie
Sterff oder bei der Gemeinde-
Bücherei
PEISSENBERG
Stadthalle
Tickets an allen bekannten VVK-Stellen,
unter 0365–5481830 und
www.foreverqueen.de
DO 06.08.
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Glückauf-Platz
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz
PENZBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Stadtplatz
MURNAU
14.00 Uhr
Offener Café-Treff mit Spielenachmittag
im Mehrgenerationenhaus
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten der
Gemeinde-Bücherei im Innenhof
der ehemaligen Zimmerei Sterff
in der Bahnhofstr. 14. Infos unter
08801 / 2453 Familie Sterff oder bei
der Gemeinde-Bücherei
WESSOBRUNN
15.00 bis 16.30 Uhr
Schmöker-Café in der Bücherei
WEILHEIM
FR 07.08.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Marienplatz.
MURNAU
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 14. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
SÖCKING
8.00 bis 13.00 Uhr
Biowochenmarkt an der Kirche
St. Ulrich.
WEILHEIM
SA 08.08.
16.00 bis 22.00 Uhr
Nachtflohmarkt
auf dem Volksfestplatz
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
WEILHEIM
SO 09.08.
10.00 bis 12.00 Uhr
Skaten lernen für Kids und Teens
im Skatepark, Narbonner Ring 11.
Anmeldung über VHS Weilheim
(www.vhs-Weilheim.de)
SEESHAUPT
10.00 bis 18.00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt / Medienflohmarkt
zugunsten d. Gemeindebücherei
im Innenhof der ehem.
Zimmerei Sterff, Bahnhofstr. 14.
Infos: 08801 / 2453 Familie Sterff
oder bei der Gemeinde-Bücherei
POLLING
11.30 bis 13.00 Uhr
Historische Führung im Kloster.
Treffpunkt vor der Stiftskirche. Es
wird eine Spende von 5 € erbeten.
DIESSEN
DI 11.08.
9.30 bis 11.30 Uhr
Ortsführung – Treffpunkt: Tourist
Information in der Bahnhofstr. 15.
Anm: Tourist Information Starnberg
08151 / 906010 oder touristinfo@
starnbergammersee.de www.starnbergammersee.de
WEILHEIM
MI 12.08.
15.00 bis 17.00 Uhr
Musikalischer Nachmittag mit
Livemusik von Happy Musik zum
Tanzen und Genießen in der Hofbühne
in der Hofstr. 12a. Weitere
Infos unter pgrimm@diakoniemuc-opp.de
oder 0151 / 15308312
MURNAU
DO 13.08.
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung unter
info@new-ideas.de.
MURNAU
DO 20.08.
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 14. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
PENZBERG
FR 21.08.
17.00 bis 19.00 Uhr
Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten
im Lesecafé der
Stadtbücherei.
19.00 bis 22.00 Uhr
FreitagsSpieler – packt Eure
Lieblingsspiele ein und kommt in
die Stadtbücherei.
MURNAU
DO 27.08.
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung unter
info@new-ideas.de.
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juli / august 2026 | 35