HERZ & URLAUB | AUSZEIT FÜRS HERZ
Inhalte rund um Urlaub, Auszeit und Herzgesundheit im Alltag – mit Impulsen zu Sommerleichtigkeit, Lebensfreude, Lebensqualität, guter Vorbereitung und bewussten Pausen. Dazu kommen Beiträge zu HERZENSORTE, Community, Austausch, Bodensee, D-A-CH-LIE, HERZENSORTE Selfie-Points und der Frage, wie Auszeit mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbereitet, erlebt und eingeordnet werden kann.
Inhalte rund um Urlaub, Auszeit und Herzgesundheit im Alltag – mit Impulsen zu Sommerleichtigkeit, Lebensfreude, Lebensqualität, guter Vorbereitung und bewussten Pausen. Dazu kommen Beiträge zu HERZENSORTE, Community, Austausch, Bodensee, D-A-CH-LIE, HERZENSORTE Selfie-Points und der Frage, wie Auszeit mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbereitet, erlebt und eingeordnet werden kann.
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HERZ & URLAUB
Themenmagazin | Kostenfrei für unsere Community
Auszeit fürs Herz
Lebens
qualität
Orte, Begegnungen und
neue Perspektiven
GUT
ZUM
HERZ
EDITORIAL
Guten Tag, liebe
Leserinnen und Leser,
Urlaub beginnt mit einem
Bild im Kopf: Wasser, ein
Weg am See, ein Blick in die
Berge, ein paar Tage Abstand
vom Alltag. Für Menschen,
die mit einer Herz-Kreislauf-
Erkrankung leben, kommt
zur Vorfreude eine zweite
Stimme hinzu. Sie fragt: Was
traue ich mir zu? Was sollte
ich vorher klären? Und wie
bleibt Auszeit leicht, ohne
leichtsinnig zu werden?
Genau darum geht es in diesem
Themenmagazin HERZ
& URLAUB. Es ist kein Reiseführer
und keine medizinische
Anleitung. Es ist eine
Einladung, Urlaub, Ausflüge
und kleine Pausen bewusster
zu betrachten: als Teil von
Lebensqualität, aber auch als
Thema, das Vorbereitung,
Selbsteinschätzung und
manchmal ein Gespräch in
der Arztpraxis braucht.
Nicht jede Reise muss weit
führen. Manchmal reicht ein
überschaubarer Weg, eine
Bank im Schatten, eine Promenade,
ein Hafen oder ein
Ort, an dem man kurz nicht
funktionieren muss. HERZ &
URLAUB fragt deshalb nicht
zuerst nach dem spektakulärsten
Ziel. Es fragt danach,
welche Orte Menschen guttun
können, weil sie erreichbar
und im eigenen Tempo
erlebbar sind.
Dabei bleiben wir vorsichtig.
Was für eine Person gut
passt, kann für eine andere
zu anstrengend sein. Tagesform,
Beschwerden, Medikamente,
Hitze, Anreise und
Begleitung spielen eine Rolle.
Dieses Magazin ersetzt keine
ärztliche Beratung. Es hilft,
eigene Fragen zu sortieren
und das Gespräch mit Fachpersonen
vorzubereiten.
GUT ZUM HERZ lebt von
Menschen, die ihre Erfahrungen
teilen. Gerade beim
Thema Urlaub sind solche
Hinweise wertvoll. Wo konnten
Sie pausieren? Welcher
Ort hat Ihnen Sicherheit gegeben?
Wo haben Sie sich
willkommen gefühlt? Und
welche Frage nehmen Sie
mit, wenn Sie an den nächsten
Ausflug denken?
HERZENSORTE Selfie
Points greifen diesen Gedanken
auf. Sie sind redaktionelle
Fotopunkte und
Community-Impulse, keine
medizinische Empfehlung
und keine Zertifizierung. Ein
Ort, ein Bild und ein kurzer
Eindruck können genügen,
um anderen Orientierung zu
geben.
Ich wünsche Ihnen ein Magazin,
das nicht antreibt,
sondern begleitet. Nehmen
Sie mit, was zu Ihrem Leben
passt, bleiben Sie aufmerksam
für Ihren Körper und
besprechen Sie Beschwerden
oder Unsicherheiten im
Zweifel mit Ihrer Ärztin oder
Ihrem Arzt.
Herzlichst,
Ihr Matthias Jung und das
GUT ZUM HERZ-Team
2
GLEICH VORWEG
Ich schreibe hier aus einer
Perspektive: als Betroffener,
nicht als Arzt, nicht als
Heilpraktiker und ohne
medizinische Ausbildung.
Vor mehr als 20
Jahren erlitt ich einen
Herzinfarkt. Seitdem
lebe ich mit einer koronaren
Herzerkrankung
und mit der Erfahrung,
dass Gesundheit nicht nur
aus Befunden besteht, sondern
auch aus Fragen, Unsicherheit
und dem Versuch,
Alltag gut zu gestalten.
Im Jahr 2004 wurde bei mir das
Metabolische Syndrom festgestellt.
Seitdem beschäftige ich mich mit Risikofaktoren,
die dabei eine Rolle spielen können.
Was ich darüber schreibe, beruht auf
persönlichen Erfahrungen, Gesprächen
mit meinen behandelnden Ärztinnen und
Ärzten sowie auf allgemein zugänglichen Informationen.
Es ersetzt keine Diagnose, keine Behandlung
und keine individuelle Beratung.
Gerade deshalb ist mir Transparenz wichtig. Wenn
medizinische Themen vorkommen, geht es bei
GUT ZUM HERZ um Verstehen, Einordnen und
Orientierung. Wir möchten Mut machen, Fragen
zu stellen, Zusammenhänge zu begreifen und den
Arzttermin vorzubereiten. Wir geben keine Therapieempfehlungen
und versprechen weder Heilung
noch Verbesserung des Gesundheitszustands.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
wissen: Medikamente, Kontrollen und die Arbeit
an Risikofaktoren
können zum
Leben dazugehören.
Wie dieser Weg
aussieht, ist individuell.
Was mir geholfen
hat, muss für andere nicht
passen. Was bei mir weniger
wirksam war, kann für andere
trotzdem sinnvoll sein. Entscheidend
bleibt die Rücksprache mit
Fachpersonen.
In diesem Magazin stellen wir Produkte,
Dienstleistungen und Angebote vor, die aus redaktioneller
Sicht für Alltag, Orientierung oder
Lebensqualität relevant sein können. Beiträge mit
werblichem Charakter werden im salbeifarbenem
Rahmen als »WERBUNG« oder »ADVERTORIAL«
gekennzeichnet. Redaktionelle Haltung und Meinung
bleiben unabhängig.
GUT ZUM HERZ ist für seine Community kostenfrei.
Damit das möglich bleibt, braucht es Partner.
Offenheit darüber gehört für mich zur Glaubwürdigkeit.
Lesen Sie unsere Beiträge als Einladung zur Orientierung,
nicht als ärztlichen Rat.
Ihr Matthias Jung
Bitte lesen Sie auch unseren Haftungsausschluss hier.
Impressum
»HERZ & URLAUB« ist ein Projekt vom JUNG & JUNG Verlag und wird veröffentlicht auf den Portalen von eMagazin.digital
JUNG & JUNG Verlag GbR | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main | Telefon: 0 60 27 – 97 97 60 | Telefax: 0 60 27 – 97 97 -61
E-Mail: office@jungundjungverlag.de | Rechtsform: JUNG & JUNG GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) Umsatzsteuer-ID: DE 322021744
Herausgeber und verantwortlicher Dienstanbieter (§ 5 DDG): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV / Presserecht (V.i.S.d.P.): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Ideen, Inszenierung, Layout und technische Umsetzung: JUNG & JUNG Verlag | Fotos: Matthias Jung, Tina Jung, 123RF und Envato
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Erstveröffentlichung am 26. Juni 2026 | Alle Rechte vorbehalten.
3
DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN
08. SOMMERLEICHTIGKEIT
Das Herz macht Urlaub – kleine Auszeiten
20. DAS HERZ & URLAUB FORUM
Das Podcast-Meetup im GUT ZUM HERZ Sommer 2026
Inhalt
22. KENNEN SIE IHR RISIKO?
Hier kommen Sie zum Herzinfarkt-Risiko-Test
Informationen
02. EDITORIAL
Wir freuen uns, dass Sie uns als
Leserin und als Leser in dieser
Ausgabe besuchen
03. IMPRESSUM
Im Impressum gibt es viele
rechtliche Informationen zu
dieser Ausgabe
03. GLEICH VORWEG
Ich bin Betroffener, kein Arzt oder
Heilpraktiker, warum das von Bedeutung
ist, mehr auf dieser Seite
04. INHALT
Hier gibt es einen schnellen
Überblick über die Inhalte in
dieser Ausgabe
24. EINE SOMMERREISE RUND UMS WASSER
HERZENSORTE »Selfie Points« entdecken
4
Das HERZ & Urlaub Tagebuch
34. WENN AUSZEIT WIEDER MÖGLICH WIRD
Zwischen Sehnsucht und Sicherheit
40. KOLUMNE – URLAUB UND ICH
Über einen Urlaub, der mehr verändert hat als nur die Pläne
Viel Platz für spannende Ideen!
5
100
GUT ZUM HER
auf der Fanpage be
Facebook-Gruppe u
00
Z - Menschen
i Facebook, in der
nd bei Instagram!
HerzAktiv | TITELTHEMA – Das Herz macht Urlaub
HERZ
&
Urlaub
Sommer 2026
Sommerleichtigkeit
von Matthias Jung
Das Herz macht Urlaub – kleine Auszeiten fürs Leben
8
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Selfie Point
Ein Augenblick aus
leuchtender Wärme
Wenn der Sommer die Welt
mit seinem vollen, warmen
Atem erfüllt, beginnt eine
Zeit der Fülle. Das helle
Glitzern über dem See, das
Spiel aus Sonne und Weite,
und die Freude, die wir in
einem einzigen bewussten
Moment finden – all das
formt eine Jahreszeit, die
uns trägt und verbindet.
Seit jeher suchen Menschen
im Sommer nach
intensiven Eindrücken:
in langen Tagen, im Licht,
das die Haut umhüllt, und
in kleinen Ritualen, die
Herz und Sinne beleben.
Die Natur erklingt in ihrer
ganzen Kraft – und in dieser
Fülle liegt eine Einladung:
zum Genießen, zum
Verweilen, zum bewussten
Erleben.
Entdecken Sie die Kraft
des Augenblicks am
HERZENSORTE Selfie
Point im GUT ZUM HERZ
Sommer 2026.
S
ommerleichtigkeit beginnt
nicht erst mit einer großen
Reise. Manchmal reicht ein
Steg am See, ein Spaziergang an
der Promenade, ein Blick in die
Berge oder eine Bank, auf der
man für ein paar Minuten sitzen
bleibt.
Es sind diese kleinen Unterbrechungen
des Alltags, die aus
einem Ausflug mehr machen
als einen Ortswechsel: Licht auf
dem Wasser, Wind im Gesicht,
ein ruhiger Hafen, ein gemeinsames
Lachen oder ein Foto, das
später an genau diesen Moment
erinnert.
Wenn aus einem Ausflug ein
Moment wird
Genau dort setzt HERZ & Urlaub
an. Nicht als klassischer Reiseführer.
Nicht als Wettbewerb um
das schönste Urlaubsbild.
Sondern als Einladung, Orte
bewusster wahrzunehmen und
die eigene Sommerleichtigkeit
dort zu suchen, wo sie wirklich
entsteht: im eigenen Tempo,
mit offenen Augen und mit dem
Gefühl, dass ein einzelner Augenblick
manchmal genug sein
kann.
Ein Augenblick aus
Sommerlicht
Foto: MTK / Leo Leister
Wenn der Sommer die Tage länger
macht, entstehen besondere
Momente oft dort, wo Wasser,
Weite und Licht zusammenkommen.
Ein Steg am See, ein
Blick zum Horizont, ein kurzer
Halt auf einer Promenade oder
ein Platz, an dem man einfach
stehen bleibt: Solche Orte müssen
nicht groß sein, um in Erinnerung
zu bleiben.
HERZENSORTE Selfie Points
HERZENSORTE Selfie Points
laden dazu ein, diesen Moment
festzuhalten – als Foto, als Gedanke
oder als kleinen Gruß an
andere. Nicht perfekt. Nicht inszeniert.
Sondern so, wie sich
Sommer für Sie anfühlt.
Entdecken Sie die HERZENS-
ORTE im GUT ZUM HERZ Sommer
2026.
9
Was ein HERZENSORT
sein kann
Ein HERZENSORT muss nicht laut
sein. Er muss nicht berühmt sein
und auch nicht weit entfernt liegen.
Es kann ein Aussichtspunkt
sein, ein Uferweg, ein Waldpfad,
eine Altstadt, ein Garten, ein Hafen,
ein Bergpanorama oder ein
Ort mit einem Herzmotiv. Entscheidend
ist nicht, wie bekannt
ein Ort ist. Entscheidend ist, ob er
einen Eindruck hinterlässt.
Ein Anlass zum Innehalten
Ein HERZENSORTE Selfie Point
ist deshalb kein perfekter Zielpunkt,
sondern ein Anlass: kurz
stehen bleiben, schauen, vielleicht
ein Foto machen und einen Gedanken
mitnehmen. Manchmal
entsteht daraus ein Beitrag für
Social Media. Manchmal bleibt es
eine private Erinnerung. Beides
gehört zur Idee.
HERZENSORTE Selfie Points sind
Teil von HerzAktiv. Gemeint ist
nicht höher, schneller, weiter. Es
geht um einfache Wege nach draußen,
kleine Pausen, Begegnungen
und die Freiheit, das eigene Tempo
zu wählen. Ein Ausflug bekommt
dadurch keinen Leistungsdruck,
sondern einen Rahmen: ein Ort,
ein Bild, ein Satz.
„Manchmal beginnt Sommerleichtigkeit
nicht mit einer großen Reise,
sondern mit einem Blick, der einen
Moment länger bleibt.“
Warum der Bodensee den
Anfang macht
Der Bodensee passt besonders
gut zum Sommer 2026. Er steht
für Wasser, Weite und Bewegung,
aber auch für Verbindung.
Deutschland, Österreich und die
Schweiz liegen hier nah beieinander;
Liechtenstein ist im erweiterten
Bodenseeraum gut anschlussfähig.
Damit wird die Region zum
idealen Ausgangspunkt für eine
HERZENSORTE-Landkarte, die
über Deutschland hinausdenkt.
Für die Community bietet der Bodensee
viele starke Motive: Stege,
Häfen, Promenaden, Inseln,
Gärten, Schiffe, Stadtansichten
und Alpenblicke. Man muss dafür
keine große Reise planen. Oft genügt
ein kurzer Spaziergang, ein
bewusster Halt oder ein Blick, der
den Tag verändert.
Der Bodensee ist
deshalb mehr als
ein schönes Sommermotiv.
Er ist
ein Symbol für die
neue Richtung von
GUT ZUM HERZ:
regional verwurzelt,
aber offen für
den deutschsprachigen
Raum. Von
hier aus lässt sich
erzählen, was HER-
ZENSORTE künftig
sein können: keine
vollständige Reiseliste,
sondern eine
Einladung, eigene
Orte zu entdecken.
D-A-CH-LI wird
am Wasser
verständlich
Am Bodensee wird
die D-A-CH-LI Idee
greifbar. Jedes Ufer
hat seinen eigenen
Klang. Konstanz
wirkt anders
als Bregenz, Kreuzlingen anders
als Lindau. Der Blick nach Liechtenstein
öffnet den Raum noch
einmal in Richtung Alpen. So
entsteht kein abstraktes Länderkonzept,
sondern ein Erfahrungsraum,
den Menschen tatsächlich
bereisen, durchqueren und mit
Erinnerungen verbinden.
Für GUT ZUM HERZ ist diese
Nähe wichtig, weil viele Menschen
ähnliche Fragen mitnehmen: Wo
kann ich gut pausieren? Welche
Wege fühlen sich überschaubar
an? Wo finde ich einen Ort, der
nicht nach Leistung aussieht, sondern
nach Leben?
Blick auf die Stadt Bregenz in Vorarlberg
Unter Ihnen öffnet sich der Blick auf Bregenz, den
Bodensee und das Ufer mit Hafen, Promenade und
Stadt. Im Sonnenlicht liegen Wasser, Boote und Berge
nah beieinander. Der HERZENSORTE Selfie Point
ist Teil dieser Kulisse: ein Ort am See, der aus der
Vogelperspektive zeigt, wie Wasser, Stadt und Weite
zusammenkommen – und einlädt, den Sommermoment
am Ufer festzuhalten.
Solche Fragen passen zum Sommer,
aber sie gehen über Urlaub
hinaus. Sie berühren Alltag, Bewegung,
Erholung und das Gefühl,
wieder selbst entscheiden zu
können.
Der einzelne Blick zählt
Der HERZENSORTE-Gedanke
lebt davon, dass ein Ort nicht für
10
alle Menschen dasselbe bedeuten
muss. Wer am Hafen steht, sieht
vielleicht zuerst die Boote. Ein
anderer erinnert sich an einen
Spaziergang nach einer schweren
Zeit. Wieder jemand anderes
achtet auf eine Bank im Schatten,
auf einen kurzen Weg oder auf die
Möglichkeit, in Ruhe anzukommen.
Genau diese unterschiedlichen
Wahrnehmungen machen einen
Ort erzählbar. Es geht nicht darum,
Sehenswürdigkeiten neu zu
bewerten. Es geht darum, persönliche
Eindrücke sichtbar zu machen.
Ein Foto zeigt, wo jemand
stehen geblieben ist. Ein Satz erklärt,
was diesen Moment besonders
gemacht hat. Zusammen entsteht
daraus eine Karte, die nicht
nur Orte sammelt, sondern Erfahrungen.
Bregenz: ein Herz am Hafen
Der Selfie Point an der Bregenzer
Seepromenade ist dafür ein starkes
Bild. Das Motiv am Wasser ist
sofort erkennbar. Dahinter liegen
See, Boote, Promenade und Weite.
Man muss nicht lange erklären,
warum Menschen dort stehen
bleiben. Der Ort bietet einen Anlass
für ein Foto, aber auch für eine
Frage: Was macht
einen Moment erinnerbar?
Foto: Panorama Bregenz (c) Christiane Setz
Hier treffen Alltagsweg
und besondere
Stimmung
aufeinander. Menschen
kommen an,
warten, schauen hinaus
auf das Wasser,
gehen weiter
oder bleiben noch
einen Augenblick.
Gerade diese Mischung
macht den
Ort interessant. Er
ist bildstark, niedrigschwellig
und
offen für persönliche
Geschichten.
Wer dort ein Foto
macht, erzählt
nicht nur: Ich war
hier. Er oder sie
zeigt auch: Dieser
Ort hat für mich
etwas ausgelöst.
Vielleicht war es
das Licht. Vielleicht
die Nähe zum Wasser.
Vielleicht der Blick zum Turm
oder das Gefühl, für einen Moment
nicht weiterzumüssen.
Mehr als ein schönes Motiv
Ein Selfie Point ist trotzdem keine
Zertifizierung und keine medizinische
Empfehlung. Er sagt nicht:
Dieser Ort ist für alle geeignet.
Er sagt: Hier kann ein Moment
entstehen, den Menschen teilen
möchten. Eine spätere HERZENS-
ORTE-Zertifizierung folgt eigenen
Kriterien und wird gesondert ausgewiesen.
Diese Trennung ist wichtig. Sie
schützt die Glaubwürdigkeit des
Formats und macht deutlich, dass
GUT ZUM HERZ nicht vorschnell
verspricht, was ein Ort leisten
kann.
Die Selfie Points sind ein Einstieg:
persönlich, redaktionell und offen.
Sie laden ein, hinzuschauen,
Erfahrungen zu teilen und gemeinsam
herauszufinden, welche
Orte im Sommer 2026 Bedeutung
bekommen.
Was bleibt
Vielleicht entsteht daraus keine
große Reiseplanung, sondern zunächst
nur ein anderer Blick. Auf
den Ort, an dem man ohnehin
vorbeikommt. Auf eine Bank, die
plötzlich auffällt. Auf einen Weg
am Wasser, der nicht weit ist, aber
etwas öffnet. Genau darin liegt die
Stärke der Idee: HERZENSORTE
beginnen nicht auf der Landkarte.
Sie beginnen in dem Moment, in
dem Menschen merken, dass ein
Ort ihnen etwas gibt.
So bleibt die Karte offen: für bekannte
Ziele, stille Wege, spontane
Hinweise und für die vielen
kleinen Sommermomente, die
erst durch persönliche Erzählungen
sichtbar werden.
Damit wird der Bodensee nicht
zur Kulisse für ein Format, sondern
zum ersten Prüfstein: Trägt
die Idee auch dort, wo Menschen
unterwegs sind, pausieren, vergleichen,
erinnern und ihre eigenen
Fragen mitbringen?
11
Vom Lesen ins Mitmachen
An dieser Stelle wechselt der Beitrag
die Perspektive. Nach der
Idee der HERZENSORTE geht es
nicht mehr darum, weitere Orte
zu beschreiben, sondern darum,
wie Leserinnen und Leser selbst
Teil der Karte werden können. Die
nummerierten Regionen geben
dafür einen Rahmen. Sie zeigen,
dass GUT ZUM HERZ den Blick
über Ausflugsziele hinaus öffnet
und den deutschsprachigen Raum
als Erfahrungsraum versteht.
Die Karte auf der nächsten Doppelseite
arbeitet mit Offenheit. Sie
behauptet nicht, dass ein Punkt
Community-Frage
Wo liegt Ihr persönlicher HER-
ZENSORT für diesen Sommer
– am Wasser, in den Bergen, im
Wald, in der Stadt oder ganz
woanders?
Zu diesem Beitrag veröffentlichen
wir demnächst einen
Social-Media-Post auf den
Kanälen von GUT ZUM HERZ.
Dort können Sie Ihre Antwort,
Ihren Ort oder Ihren Sommermoment
direkt als Kommentar
teilen.
besser, schöner oder geeigneter
ist als ein anderer. Sie markiert
Räume, in denen Erfahrungen
entstehen können. Entscheidend
ist nicht die touristische Bedeutung,
sondern die Wahrnehmung:
Was fällt auf? Was beruhigt? Was
macht neugierig? Was bleibt im
Kopf?
Das Mitmachen soll einfach bleiben.
Niemand muss einen langen
Bericht schreiben oder ein perfektes
Foto liefern. Ein Ort, ein Bild
und ein kurzer Eindruck reichen.
Wer seine Antwort nicht sofort
Eine Frage für
das Arztgespräch
„Ich möchte im Sommer kurze
Ausflüge oder eine Reise planen.
Gibt es aus Ihrer Sicht etwas,
worauf ich mit meiner gesundheitlichen
Situation allgemein
achten sollte?“
geben möchte, kann auf den angekündigten
Social-Media-Post
warten und dort kommentieren.
So entsteht ein Rückkanal: aus einem
digitalen Impuls wird ein Gespräch
mit der Community.
Wichtig ist die klare Grenze. Wer
einen HERZENSORTE Selfie Point
zeigt, gibt keine Empfehlung
für andere und keine medizinische
Einschätzung ab. Es geht um
Wahrnehmung, nicht um Bewertung.
Gerade Menschen mit Einschränkungen
erleben Orte unterschiedlich.
Was für die eine Person
gut erreichbar ist, kann für eine
andere zu anstrengend sein. Deshalb
bleibt die Frage nach Pausen,
Wetter, Wegen und Tagesform Teil
der Orientierung.
Die Arztfrage hat genau diese
Funktion. Sie soll helfen, ein Vorhaben
anzusprechen. Wer über
So machen Sie mit
HERZENSORTE Selfie Point
entdecken. Foto machen. Ort
nennen. Einen kurzen Satz
zum Eindruck schreiben – was
Sie gesehen, gehört oder gespürt
haben. GUT ZUM HERZ
markieren und den Hashtag
#HERZENSORTE nutzen, damit
andere Ihren Sommermoment
finden, sich inspirieren
lassen und vielleicht selbst
aufbrechen.
legt, ob ein Ausflug oder eine Reise
passt, kann besser fragen, wenn
der eigene Wunsch schon in Worte
gefasst ist. Aus „Ich würde gern
wieder raus“ wird eine Gesprächseröffnung.
Die drei Fragen an Expertinnen
und Experten führen den Gedanken
weiter. Sie richten den Blick
auf Dinge, die im Reiseführer oft
fehlen: Erreichbarkeit, kurze
Drei Fragen
GUT ZUM HERZ
1. Worauf sollten Menschen
mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
bei Tagesausflügen
achten?
2. Welche Rolle spielen Pausen,
Erreichbarkeit, Wetter
und kurze Wege?
3. Wie können Angehörige
unterstützen, ohne aus einem
schönen Ausflug ein
Sicherheitsprojekt zu machen?
Wege, Unterstützung durch Angehörige
und die Balance zwischen
Vorsicht und Lebensfreude. So
bleibt HERZ & Urlaub nah am Alltag
von Menschen, die nicht nur
schöne Ziele suchen, sondern Einordnung
brauchen.
Die Karte wird dadurch nicht zum
fertigen Produkt, sondern zu einem
Anfang. Sie sammelt Regionen,
öffnet Richtungen und wartet
auf Stimmen.
Vielleicht kommt ein Hinweis aus
einer Herzsportgruppe, ein Kommentar
aus der Facebook-Community,
ein Foto oder ein Satz von
jemandem, der einen vertrauten
Ort neu entdeckt hat. Aus solchen
Beiträgen kann mehr werden: ein
Social-Post, ein Magazinbeitrag,
12
Abendlicher
Segeltörn auf
dem Bodensee
13
ein Podcast-Gespräch oder ein
neuer HERZENSORTE Selfie
Point. So wird aus Orientierung
Beteiligung. GUT ZUM
HERZ zeigt nicht nur, wo
HERZENSORTE liegen könnten.
Die Community hilft mit, herauszufinden,
welche Orte
Bedeutung bekommen, weil
Menschen dort etwas erlebt,
gefragt, geteilt oder verstanden
haben.
Foto machen,
Ort nennen und den
persönlichen Sommermoment
mit dem Hashtag
#HERZENSORTE auf
Social Media teilen.
14
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Selfie Point
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
15
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HERZ
&
...Urlaub
Städtereise
nach Berlin
HERZ
&
Urlaub
Sommer klingt leicht. Nach
See, Balkon, Koffer, anderem
Blick aus dem Fenster. Für
Menschen mit Herz-Kreislauf-
Erkrankung mischt sich in diese
Vorfreude oft eine zweite Stimme.
Sie fragt leise mit: Kann ich mir
das zutrauen? Was passiert unterwegs?
Wie viel Planung brauche
ich, ohne mir die Freude zu nehmen?
Aus dieser Spannung entsteht
das HERZ & Urlaub Forum
im JUNG & JUNG STUDIO.
Wenn Urlaub nicht mehr
selbstverständlich ist
Die erste Ebene des Gesprächs
ist nicht medizinisch, sondern
menschlich. Urlaub ist mehr als
Ortswechsel. Er steht für Normalität,
Nähe, Selbstständigkeit und
das Gefühl, wieder Teil des Lebens
zu sein.
Nach einer Diagnose, nach einem
Herzereignis oder bei dauerhaftem
Bluthochdruck kann dieser
Wunsch unsicher werden. Was
früher nebenbei entschieden wurde,
braucht plötzlich Abwägung:
Ziel, Klima, Anreise, Pausen, Medikamente,
Begleitung.
Das HERZ & Urlaub Forum greift
diese Betroffenenfrage auf, ohne
daraus Angst zu machen. Es geht
nicht um perfekte Reisen und
nicht um pauschale Ratschläge.
Es geht um Orientierung: Welche
Fragen sollten vor einer Reise
geklärt werden? Was hilft, den
eigenen Körper realistischer einzuschätzen?
Wie können Angehörige
unterstützen, ohne zu bevormunden?
Und wie bleibt Urlaub
eine Auszeit, statt zur Checkliste
zu werden?
Die Expertenperspektive
Die zweite Ebene gehört der fachlichen
Einordnung. Zwischen „Ich
bleibe lieber zu Hause“ und „Es
wird schon nichts passieren“ liegt
ein großer Raum. Dort braucht es
verständliche Antworten. Ärztinnen,
Ärzte, Reha-Fachleute,
Patientenorganisationen, Gesundheitsakteure
und erfahrene
Betroffene können helfen, Situationen
einzuordnen: Belastbarkeit,
Hitze, Medikamente, längere
Wege, Anreise, Warnzeichen, Erreichbarkeit
medizinischer Hilfe.
Was gute Einordnung leisten
kann
Wichtig ist die Grenze: Das Forum
ersetzt keine ärztliche Beratung.
Es soll aber helfen, Gespräche besser
vorzubereiten. Wer vor einer
Reise unsicher ist, kann mit klareren
Fragen in die Praxis gehen.
Was sollte ich vorab ansprechen?
Welche Unterlagen gehören mit?
Welche Belastung passt zu mir?
Wann wäre ein anderes Reiseziel
sinnvoller? Solche Fragen stärken
Orientierung.
Die Partnerrolle
Die dritte Ebene ist die Rolle der
Partner. GUT ZUM HERZ versteht
Partner in diesem Format nicht als
Lautsprecher für Produkte, sondern
als Stimmen, die etwas beitragen
können. Wer mit Menschen
arbeitet, die mit Herzerkrankungen
leben, kennt Lücken zwischen
Information und Alltag. Dort entscheidet
sich, ob gute Botschaften
verstanden werden: in der Reiseplanung,
im Gespräch mit Ange-
20
WERBUNG
hörigen, in der Reha, in der Selbsthilfe, im Service, in der
Gesundheitsregion.
Warum relevante Stimmen gebraucht werden
Deshalb lädt das HERZ & Urlaub Forum Akteure ein, die
sachlich, empathisch und verantwortungsvoll über Lebensqualität
sprechen möchten. Sichtbarkeit entsteht
hier nicht durch Werbeversprechen, sondern durch nachvollziehbare
Beiträge: eine gute Frage, eine verständliche
Einordnung, ein praktischer Hinweis. Sensible Themen
gewinnen, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Für Leserinnen und Leser soll daraus ein Gespräch entstehen,
das entlastet, ohne zu verharmlosen. Für Partner
entsteht ein glaubwürdiger Rahmen, in dem Expertise
nicht neben dem Alltag steht, sondern mitten darin ankommt.
Aus einem Podcast-Meetup können Magazinbeitrag,
Website-Beitrag, Social-Media-Impulse und
eine Studio-Reportage entstehen. So wird aus einem Gespräch
kein Prospekt, sondern ein Kommunikationsbaustein
mit Haltung.
Frage an die Community: Was reisen darf
Welche Frage reist bei Ihnen mit, wenn Sie an Urlaub,
Auszeit oder einen längeren Weg denken? Sorge vor
Überlastung, medizinische Sicherheit, Unsicherheit der
Angehörigen oder der Wunsch, dem eigenen Körper wieder
mehr zu vertrauen? Rückmeldungen aus der Community
helfen, das Forum an echten Fragen auszurichten.
Drei Fragen an Expertinnen und
Experten fürs Forum
1. Welche Fragen sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-
Erkrankung vor einer Reise ärztlich klären?
2. Was können Angehörige tun, um Sicherheit zu geben,
ohne Freiheit zu nehmen?
JUNG & JUNG STUDIO
Partner im HERZ & Urlaub Forum
HERZ & Urlaub Forum ist ein
moderiertes Podcast-Meetup
für Akteure, die Menschen mit
Herzerkrankungen Orientierung
geben möchten: sachlich, empathisch
und ohne Versprechen. Interessant ist
das Format für Kliniken, Reha- und
Präventionsanbieter, Krankenkassen,
Patientenorganisationen, Pharma-,
MedTech- und Diagnostikunternehmen,
Kurorte, Gesundheitsregionen sowie
Services rund um Mobilität, Sicherheit
und Lebensqualität. Partner bringen
keine Produktshow ein, sondern
Perspektiven: fachliche Einordnung,
Versorgungserfahrung, praktische
Hinweise und Fragen aus Alltag oder
Beratung. Wichtig ist, dass Beiträge
verständlich sind und Menschen
helfen, ihre Fragen besser zu sortieren.
Aus dem Gespräch können Podcast,
Magazinbeitrag, Website-Beitrag,
Social-Media-Impulse und eine Studio-
Reportage entstehen. So wird Expertise
sichtbar, ohne den journalistischen
Charakter zu verlieren. Wer Orientierung
geben kann, sollte Teil des Gesprächs sein.
„Wo andere werben, führen
wir Gespräche. Wo andere
senden, schaffen wir
Dialog.“
KONZEPT·MEDIA·PODCAST
3. Welche Informationen fehlen Betroffenen häufig beim
Planen?
Wenn Sie als Organisation, Unternehmen, Klinik, Verband,
Kurort, Gesundheitsregion oder Fachperson eine
verantwortungsvolle Perspektive einbringen möchten,
sprechen Sie uns an. Das HERZ & Urlaub Forum sucht
keine Werbung mit Urlaubsbild. Es sucht Stimmen, die
Orientierung geben, Fragen ernst nehmen und Lebensqualität
verständlich ins Gespräch bringen.
Inhalte mit Haltung
21
Die Deutsche Herzstiftung
leistet einen wertvollen Beitrag
im Kampf gegen Herz-
Kreislauf-Erkrankungen, die
in Deutschland die häufigste
Todesursache darstellen. Ihre
Arbeit konzentriert sich auf
Aufklärung, Prävention und
Forschung. Durch gezielte Informationskampagnen
hilft
sie, das Bewusstsein für Risiken
wie Bluthochdruck und ungesunde
Lebensweise zu schärfen.
Unterstützen Sie die
Arbeit der Deutschen
Herzstiftung e.V.
Zudem fördert sie Forschungsprojekte,
die innovative
Behandlungsmethoden
entwickeln und somit die Herzmedizin
voranbringen. Jeder
Beitrag stärkt diese Mission:
Indem wir die Deutsche Herzstiftung
unterstützen, tragen
wir dazu bei, Leben zu retten,
die Lebensqualität vieler Menschen
zu verbessern und die
Herzgesundheit in unserer Gesellschaft
zu fördern. Es ist eine
Investition in die Zukunft – für
uns alle.
Werden Sie Mitglied und unterstützen
die Arbeit der Deutschen
Herzstiftung e.V.
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22
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Herzinfarkt-Risiko?
Rund 300.000 Menschen erleiden
in Deutschland jedes Jahr einen
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23
HerzAktiv | HERZENSORTE Selfie Points
Eine Sommerreise rund
ums Wasser
HERZENSORTE »Selfie Points« entdecken, im eigenen
Tempo erleben und mit anderen teilen
von Matthias Jung
Eine Reise rund um den Bodensee macht HERZENSORTE erlebbar: Promenaden,
Uferwege und Aussichtspunkte zeigen, wie Wasser, Weite, Bewegung und
bewusste Momente zusammenfinden.
Der Bodensee zeigt bei jedem
Schritt ein anderes
Gesicht. Promenaden,
Häfen, Inseln, Gärten, kleine
Orte und Alpenblicke liegen
dicht beieinander. Manchmal
genügt ein paar Meter weitergehen,
und der See sieht anders
aus. Das Licht kippt. Ein Schiff
legt ab. Jemand bleibt stehen,
schaut aufs Wasser und merkt:
Der Tag hat gerade einen anderen
Rhythmus bekommen.
Im Sommer 2026 macht sich
GUT ZUM HERZ auf eine
Rundreise. Wir besuchen Orte
in Deutschland, Österreich, der
Schweiz und Liechtenstein, an
denen HERZENSORTE Selfie
Points entstehen können: Fotopunkte,
an denen ein Bild, ein
kurzer Satz und ein persönlicher
Eindruck zusammenkommen.
Nicht als Rangliste der
schönsten Plätze. Sondern als
Einladung, eigene Lieblingsorte
zu entdecken.
Was ein HERZENSORTE »Selfie
Point« ist
HERZENSORTE Selfie Points
sind redaktionelle Fotopunkte
und Community-Impulse. Es
sind Orte, an denen ein Bild, ein
kurzer Gedanke und ein persönlicher
Eindruck miteinander
verbunden werden.
Das kann ein Hafen sein, eine
Bank am Wasser, ein Blick auf
die Berge, ein Herzmotiv, eine
Promenade, eine Altstadtgasse,
ein Garten, ein Café, ein Uferweg
oder ein kleiner Steg. Entscheidend
ist nicht, wie bekannt
ein Ort ist. Entscheidend ist, ob
er einen Moment ermöglicht,
den Menschen wahrnehmen,
festhalten oder mit anderen teilen
möchten.
Wichtig ist die klare Einordnung:
HERZENSORTE Selfie
Points sind keine medizinische
Empfehlung und keine HER-
ZENSORTE-Zertifizierung. Sie
sind redaktionelle Orientierungspunkte.
Eine mögliche
spätere HERZENSORTE-Zertifizierung
folgt eigenen Kriterien
und wird gesondert ausgewiesen.
Warum der Bodensee
besonders gut passt
Der Bodensee verbindet
Deutschland, Österreich und
die Schweiz auf engem Raum.
Liechtenstein erweitert den
Blick in Richtung Alpen. Wer
rund um den See unterwegs
ist, erlebt Übergänge: zwischen
Ländern, Landschaften und
Kulturen, zwischen Alltag und
Urlaub, zwischen Bewegung
und Pause.
Promenaden, Altstädte, Inseln,
Häfen, Gärten, Uferwege und
Alpenblicke prägen die Region.
Genau das macht den Bodensee
für HERZENSORTE Selfie
Points so spannend: Es gibt
nicht den einen perfekten Blick.
Es gibt viele persönliche Blickwinkel.
Konstanz: der Auftakt
am Wasser
Konstanz ist der Auftakt unserer
Rundreise. Die Stadt verbindet
Hafen, Geschichte, Promenade
und lebendiges Stadtleben
auf engem Raum. Am Hafen begegnen
sich Reisende, Einheimische,
Spaziergängerinnen,
Spaziergänger und Ausflügler.
Schiffe legen ab, Menschen
blicken über das Wasser, und
die Imperia ist eines der prägenden
Motive der Stadt.
24
Foto: MTK / Leo Leister
Blick auf die
Imperia Statue
in Konstanz
25
Konstanz zeigt, wie nah Alltag
und Urlaub am Bodensee beieinanderliegen.
Man muss nicht weit
gehen, um das Gefühl zu bekommen,
dass der Tag etwas weiter
wird als ursprünglich geplant.
Mainau und Reichenau: zwei
Inseln, zwei Stimmungen
Die Insel Mainau und die Insel
Reichenau erzählen den See auf
unterschiedliche Weise. Die Mainau
steht für Gärten, Farben und
gepflegte Wege mit Blick auf das
Wasser. Die Reichenau wirkt ruhiger
und ursprünglicher. Hier
stehen Landschaft, Geschichte
und gelebter Alltag stärker im
Vordergrund. Für HERZENSOR-
TE Selfie Points ist genau dieser
Unterschied interessant. Manche
Orte wirken durch Farbe und Fülle.
Andere durch Stille, Weite oder
den Eindruck, dass Zeit langsamer
läuft.
Meersburg: Schönheit im
eigenen Tempo
Meersburg gehört zu den bekanntesten
Orten am Bodensee.
Enge Gassen, historische Gebäude,
Aussichtspunkte und die Lage
oberhalb des Wassers prägen das
Stadtbild. Gerade deshalb erinnert
Meersburg daran, dass jeder
Mensch eine Region auf eigene
Weise erlebt. Manche entdecken
die Stadt bei einem langen Spaziergang.
Andere wählen kürzere
Wege, mehr Pausen und
einzelne Punkte, die gut erreichbar
sind. Sommerleicht bedeutet
nicht, möglichst viel zu schaffen.
Sommerleicht bedeutet oft, den
eigenen Rhythmus zu finden und
schöne Eindrücke bewusst wahrzunehmen.
Friedrichshafen und Lindau:
Weite, Hafen und Inselgefühl
Friedrichshafen erzählt den Bodensee
modern und weit. Promenade,
Schiffe, Luftfahrtgeschichte,
Himmel und Wasser vermitteln
ein Gefühl von Bewegung und Offenheit.
Lindau erzählt eine andere Geschichte.
Die Inselstadt mit Hafen,
Leuchtturm und Alpenblick gehört
zu den bekanntesten Motiven
am Bodensee. Doch auch hier entstehen
Erinnerungen oft nicht nur
am berühmtesten Punkt, sondern
im persönlichen Augenblick: auf
einer Bank am Wasser, bei einem
Gespräch oder beim Blick über den
See kurz vor Sonnenuntergang.
HERZENSORTE Selfie Points sollen
diese persönlichen Perspektiven
sichtbar machen.
Bregenz: Kultur am Wasser
Bregenz ist ein starker visueller
Anker der Rundreise. Am Hafen
öffnen sich Wasser, Boote und
Weite wie ein Herzstück am See.
Der Ort zeigt unmittelbar, warum
das Format funktioniert: Man
erkennt das Motiv, versteht den
Anlass und bleibt stehen. Doch
Bregenz ist mehr als ein einzelnes
Fotomotiv. Die Stadt verbindet
See, Kultur, Promenade, Pfänderblick
und österreichische Bodensee-Atmosphäre.
Für GUT ZUM
HERZ zeigt Bregenz beispielhaft,
wie ein Ort Wiedererkennungswert
bekommt und trotzdem
Raum für persönliche Geschichten
lässt.
Die Schweiz beginnt nicht
erst am anderen Ufer
Auf der Schweizer Seite verändert
sich die Bodensee-Rundreise
deutlich. Hier wird der
See nicht nur vom Ufer aus betrachtet.
Er verbindet sich mit
Parks, kleinen Hafenstädten,
Untersee-Landschaften, Obstund
Weinregionen, Schifffahrt
und stilleren Wegen am Wasser.
Das Schweizer Ufer ist deshalb
nicht einfach der ruhige Blick zurück.
Es ist ein eigener Erzählraum.
Weniger laut vielleicht.
Aber genau darin liegt seine Stärke.
Kreuzlingen: Übergang
zwischen zwei Ländern
Kreuzlingen ist ein naheliegender
Auftakt für das Schweizer Ufer.
Direkt neben Konstanz öffnet sich
mit dem Seeburgpark ein weiter
Erholungsraum am See. Hafen,
Schloss Seeburg, Parkwege, Blickachsen
und viel Grün machen den
Ort zu einem starken HERZENS-
ORTE »Selfie Point«: gut erzählbar,
gut erreichbar und nah an
der Grenze zwischen Deutschland
und Schweiz. Hier wird der Übergang
zwischen zwei Ländern nicht
abstrakt. Man kann ihn gehen.
Vom deutschen Stadtleben hinein
in einen Schweizer Park am See.
Für eine Rundreise ist das mehr
als ein geografischer Wechsel. Es
ist ein Perspektivwechsel.
Untersee: leise Orte, starke
Eindrücke
Weiter westlich wird der Bodensee
zum Untersee. Orte wie
Gottlieben, Ermatingen, Berlingen
oder Steckborn erzählen
eine ruhigere Geschichte. Hier
stehen nicht die großen Hafenmotive
im Vordergrund, sondern
Uferwege, Dorfansichten,
kleine Anlegestellen, Boote,
Gärten und der Blick über ein
Wasser, das stiller wirkt als am
Obersee.
Gerade deshalb können hier
starke Fotopunkte entstehen:
weniger offensichtlich, aber oft
persönlicher. Ein HERZENS-
ORTE »Selfie Point« muss nicht
laut sein. Manchmal reicht ein
Platz, an dem der Blick frei wird.
26
Blick auf die
Schlosskirche
Friedrichshafen
Arenenberg: Aussicht mit
Geschichte
Auch der Arenenberg oberhalb des
Untersees kann ein spannender
Bezugspunkt sein. Schloss, Parklandschaft
und Aussicht verbinden
Geschichte, Landschaft und
Weite. Für GUT ZUM HERZ wäre
das kein klassischer Ausflugstipp,
sondern ein Ort, an dem sich gut
erzählen lässt, wie Blick, Pause
und Einordnung zusammenkommen.
Wer oben steht, schaut nicht nur
auf den See. Man schaut auf eine
Landschaft, die sich sortiert: Wasser,
Ufer, Dörfer, Wege, Grenzen.
Genau solche Orte helfen, eine
Reise nicht nur zu erleben, sondern
einzuordnen.
Romanshorn: Hafen, Fähre
und Bewegung
Romanshorn bringt wieder
mehr Hafen und Bewegung in
die Rundreise. Schiffe, Fähren,
Promenade und die Verbindung
über den See machen
sichtbar, dass der Bodensee
nicht trennt, sondern verbindet.
Wer hier steht, schaut nicht nur
aufs Wasser, sondern auch auf
Wege, die weiterführen. Für HER-
ZENSORTE Selfie Points ist das
ein starkes Motiv: ein Ort, an dem
Ankommen und Weiterfahren
gleichzeitig sichtbar werden.
Arbon: Altstadt, Ufer und
Aufenthaltsqualität
Arbon ergänzt diese Perspektive
mit Altstadt, Ufer, Hafen und Aufenthaltsqualität.
Der Ort eignet
sich besonders für die Frage, was
einen Selfie Point ausmacht: Ist es
das bekannte Motiv, der Blick über
den See, ein Platz zum Sitzen oder
der Moment, in dem ein kurzer
Halt genügt?
Vielleicht ist es genau diese Mischung.
Ein Ort muss nicht erklären,
warum er wirkt. Manchmal
merkt man es erst, wenn man stehen
bleibt.
Rorschach: Bucht, Kornhaus
und Weitblick
Rorschach setzt einen markanten
Schlusspunkt am Schweizer Ufer.
Die Stadt verbindet Hafen, Uferpromenade,
Kornhaus und Blick
in Richtung Appenzellerland.
Hier bekommt der See wieder
einen anderen Rahmen: weniger
Inselgefühl, mehr offene Bucht,
Geschichte und Landschaft im Rücken.
Der Ort zeigt, dass der Bodensee
auch am Rand noch einmal neu
beginnen kann. Der Blick wird
weiter, die Landschaft dahinter
deutlicher. Für die Rundreise ist
das ein guter Moment, um innezuhalten,
bevor sich der Weg in
Richtung Rheinraum und Liechtenstein
öffnet.
Vaduz: der Blick nach
Liechtenstein
Vaduz gehört nicht direkt zur
Bodensee-Runde, erweitert aber
den Blick über die Region hinaus.
Schloss, Alpenkulisse und die
Nähe zum Rhein machen deutlich,
wie eng die Länder und Landschaften
rund um den Bodensee
miteinander verbunden sind.
Damit endet die Reise nicht am
Ufer des Sees. Sie öffnet den Blick
auf den erweiterten Raum zwi-
27
schen Wasser, Alpen und Rhein.
Was wir unterwegs prüfen
Auf der Rundreise wählen und
beschreiben wir erste HERZENS-
ORTE Selfie Points rund um den
Bodensee. Dabei geht es nicht um
touristische Ranglisten. Es geht
um redaktionelle Beobachtungen,
persönliche Eindrücke und Empfehlungen
aus der Community.
Wir schauen vor Ort genau hin:
Wo entsteht ein gutes Bild? Wo
braucht es eine kurze Erklärung?
Wo gibt es eine Möglichkeit zum
Innehalten? Wo ist der Weg einfach,
wo vielleicht anspruchsvoller?
Wo entstehen Begegnungen?
Und wo lohnt sich ein Hinweis,
damit Menschen besser einschätzen
können, ob der Ort zu ihrem
eigenen Tempo passt? Orientierung
bedeutet hier nicht, anderen
vorzuschreiben, was sie tun sollen.
Orientierung bedeutet, Informationen
so aufzubereiten, dass
Menschen eine eigene Entscheidung
treffen können.
Drei Fragen an
Expertinnen und
Experten
1. Welche Orte rund um den Bodensee
eignen sich besonders gut
als Fotopunkte, weil sie gut erkennbar,
erzählerisch stark und
für viele Menschen gut erreichbar
sind?
2. Welche Informationen brauchen
Menschen vor Ort, damit sie
Wege, Pausenmöglichkeiten, Zugänglichkeit
und Aufenthaltsqualität
besser einschätzen können?
3. Wie lassen sich HERZENSOR-
TE Selfie Points transparent von
einer HERZENSORTE-Zertifizierung
abgrenzen, damit Vertrauen
entsteht und keine falschen Erwartungen
geweckt werden?
Eine Frage zum
Mitnehmen
Wer mit einer bekannten Erkrankung
lebt, eingeschränkt belastbar
ist oder bei längeren Ausflügen
unsicher wird, kann vor einer Reise
allgemein überlegen: Welche
Strecken, Pausen und Situationen
passen zu mir – und welche Fragen
möchte ich dazu vorab mit
meiner Ärztin, meinem Arzt oder
einer anderen Fachperson klären?
Hilfreich kann es außerdem sein,
frühzeitig zu planen, welche
HERZ
&
Urlaub
Unterstützung (zum Beispiel Begleitperson,
Hilfsmittel oder Notfallmedikamente)
unterwegs entlasten
kann und wie sich diese gut
organisieren lässt.
Die Community
fährt mit
Die Bodensee-Rundreise wird erst
vollständig, wenn sie nicht nur
aus unserer Perspektive erzählt
wird. GUT ZUM HERZ lebt von
Menschen, die eigene Eindrücke
einbringen. Welcher Ort am Bo-
28
densee ist Ihnen besonders in Erinnerung
geblieben? Gibt es eine
Promenade, einen Steg, einen
Hafen, einen Aussichtspunkt, ein
Café, einen Garten oder eine Bank
am Wasser, die wir uns ansehen
sollten? Welche Station gehört für
Sie unbedingt zu einer Bodensee-
Rundreise?
Schreiben Sie uns Ihren Tipp –
gern mit einem kurzen Satz, warum
dieser Ort für Sie wichtig
ist. Vielleicht wird er Teil unserer
Sommerreise und hilft dabei, neue
HERZENSORTE Selfie Points rund
um den Bodensee sichtbar zu machen.
Orientierungshinweis
HERZENSORTE Selfie Points sind
redaktionelle Fotopunkte und
Community-Impulse. Sie sind
keine medizinische Empfehlung,
keine Therapieempfehlung und
keine HERZENSORTE-Zertifizierung.
Wenn Städte, Gemeinden,
Hotels, Gastronomie, Kulturorte
oder Ausflugsziele im Rahmen
einer bezahlten Einbindung sichtbar
werden, wird dies transparent
gekennzeichnet.
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Selfie Point
Foto machen,
Ort nennen und den
persönlichen Sommermoment
mit dem Hashtag
#HERZENSORTE auf
Social Media teilen.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
29
Teilnehmende Organisationen
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Facebook-Grup
Die
GUT ZUM
HER
Die HerzSchlag-Community
als Selbsthilfegruppe
Digitale Gesundheit
Gesundheit
mitges
32
Umfragen, Trends
& Erfahrungsberichte
NichtAlleineSein mit
gemeinsamen Aktivitäten
Fragen &
Z
3500
Mitglieder
pe
partizipativ
talten
Sich sicher fühlen mit
»HERZENSORTE«
MediKlar & Wie sag ich‘s
meinem Arzt?
Antworten Gewinnspiel Regionale Gruppen
33
HerzAktiv | HERZ & Urlaub
Wenn Auszeit wieder
möglich wird
von Matthias Jung
Zwischen Sehnsucht und Sicherheit: Warum gute Vorbereitung
helfen kann, Urlaub mit Herzerkrankung wieder gelassener zu denken
W
enn der Sommer
ruft, wächst bei vielen
Menschen der
Wunsch nach Abstand vom Alltag.
Ein paar Tage am See, ein
Spaziergang an der Promenade,
eine Fahrt in die Berge oder ein
Tapetenwechsel: Urlaub steht
für Leichtigkeit. Für Menschen
mit Herzerkrankung kann diese
Leichtigkeit von Fragen begleitet
sein. Was traue ich mir zu?
Wie plane ich gut? Und wann
sollte ich vorher mit meiner
Ärztin oder meinem Arzt sprechen?
Urlaub beginnt nicht erst am
Reiseziel. Er beginnt mit einem
Gedanken: Ich möchte wieder
raus. Ich möchte etwas anderes
sehen. Ich möchte mich nicht
nur als Patientin oder Patient
erleben, sondern als Mensch
mit Plänen und Vorfreude. Genau
hier setzt HERZ & Urlaub
an. Es geht nicht um perfekte
Reisen oder medizinische Versprechen.
Es geht um Orientierung,
realistische Planung und
Auszeiten, die zum eigenen Leben
passen.
Wenn Vorfreude
und Unsicherheit
zusammenkommen
Viele Menschen kennen diesen
Zwiespalt. Einerseits tut der
Gedanke an Urlaub gut. Andererseits
tauchen Fragen auf,
die früher keine Rolle gespielt
haben: Wie weit ist die nächste
medizinische Versorgung entfernt?
Wie komme ich mit Hitze
zurecht? Ist eine lange Anreise
anstrengend? Kann ich vor Ort
genug Pausen einplanen?
Diese Fragen sind kein Zeichen
von Angstlichkeit. Sie zeigen,
dass Menschen Verantwortung
für sich übernehmen. Wer mit
einer Herzerkrankung lebt,
muss nicht auf Lebensfreude
verzichten. Aber es hilft, genauer
hinzuschauen: Was ist für
mich machbar? Was gibt mir
Sicherheit? Welche Reiseform
passt zu meiner aktuellen Belastbarkeit?
Urlaub muss nicht spektakulär
sein, um wertvoll zu sein.
Manchmal ist eine kurze Auszeit
in der Nähe stimmiger als
eine lange Reise mit zu vielen
Programmpunkten. Auszeit
entsteht nicht durch Entfernung,
sondern durch das Gefühl,
wieder Raum für sich zu
haben.
Gut geplant ist entspannter
gereist
Wer gesundheitlich vorbelastet
ist, profitiert oft von einer
einfachen Vorbereitung. Dazu
gehört der Blick auf die eigene
Situation: Gab es zuletzt neue
Beschwerden? Hat sich die Medikation
verändert? Stehen Untersuchungen
an? Ist die Reise
körperlich gut zu bewältigen?
Solche Fragen gehören möglichst
früh in ein Gespräch mit
der behandelnden Ärztin oder
dem behandelnden Arzt.
Auch praktische Dinge können
entlasten: eine aktuelle Medikamentenliste,
ausreichend Vorrat,
wichtige Unterlagen, Notfallkontakte
und ein Plan für
Pausen. Digitale Helfer können
unterstützen, ersetzen aber keine
medizinische Einordnung.
Besonders im Sommer verdient
Hitze Aufmerksamkeit. Hohe
Temperaturen, ungewohnte
Aktivität, Flüssigkeitsverlust
und Medikamente können zusammenspielen.
Deshalb ist es
sinnvoll, Reisen nicht nur nach
Schönheit, sondern auch nach
Tagesrhythmus zu planen: frühe
Spaziergänge statt Mittagshitze,
Schatten statt Dauerprogramm,
Wasser in Reichweite
und Pausen ohne schlechtes Gewissen.
Der richtige Ort ist nicht
immer der weiteste
HERZ & Urlaub stellt eine einfache
Frage: Welche Orte tun
Menschen gut, ohne ihnen zu
34
HERZ
&
Urlaub
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
35
viel abzuverlangen? Das kann der
Bodensee sein, eine Promenade an
der Nordsee, ein Kurort in Hessen,
ein ruhiger Stadtteil mit guter Infrastruktur
oder ein Hotel, in dem
kurze Wege, Aufzug, Sitzmöglichkeiten
und freundliche Orientierung
selbstverständlich sind.
Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
kann ein Urlaubsort
angenehm sein, wenn
er nicht nur schön, sondern auch
übersichtlich ist. Gibt es Wege,
die man gut dosieren kann? Gibt
es Bänke, Schatten, Trinkmöglichkeiten
und Rückzugsorte? Ist
medizinische Hilfe im Notfall erreichbar?
Solche Fragen nehmen
dem Urlaub nicht die Leichtigkeit.
Sie können helfen, sie wieder
zuzulassen.
Genau hier verbinden sich
HERZ & Urlaub und HER-
ZENSORTE. Ein guter Ort
ist nicht nur Kulisse. Er
kann ein Anker sein: für
Bewegung, Begegnung,
Ruhe oder Genuss. Ein
Spazierweg am Wasser, ein
Platz im Schatten, ein Café
ohne Hektik, ein Selfie Point
mit Aussicht, eine Promenade
mit kurzen Etappen – all das kann
aus einem Ausflug einen Moment
machen, den man mitnimmt.
Urlaub ohne Leistungsdruck
Viele Reisen scheitern nicht an
der Entfernung, sondern an zu
vielen Erwartungen. Man möchte
alles sehen, jeden Tag nutzen,
jede Gelegenheit mitnehmen. Für
Menschen mit Herzerkrankung
kann genau das belastend werden.
Deshalb braucht HERZ & Urlaub
eine andere Haltung: weniger Programm,
mehr Wahrnehmung.
Ein guter Urlaubstag darf langsam
beginnen. Er darf eine Pause
haben. Er darf auch einmal anders
verlaufen als geplant. Wer sich
nur dann gelungen fühlt, wenn
alles abgehakt ist, macht aus Erholung
schnell wieder Arbeit. Wer
dagegen den Tag nach der eigenen
Tagesform gestaltet, bleibt eher
bei sich.
Das gilt auch für Bewegung. Ein
kurzer Weg kann wertvoller sein
als ein überfordernder Ausflug.
Eine Bank am See kann sinnvoller
sein als der dritte Programmpunkt.
Ein gemeinsames Abend
essen ohne Eile kann mehr Lebensqualität
bedeuten als die perfekte
Sehenswürdigkeit. HerzAktiv
heißt hier nicht: leisten. Herz-
Aktiv heißt: bewusst unterwegs
sein.
Worüber vorher gesprochen
werden darf
Viele Fragen rund um Urlaub werden
in Arztgesprächen gar nicht
gestellt, weil sie zu alltäglich wirken.
Dabei sind es genau diese
Fragen, die im echten Leben wichtig
werden: Was ist in meiner aktuellen
Situation realistisch? Worauf
sollte ich bei Hitze achten?
Wie gehe ich mit längerer Anreise
um? Was mache ich, wenn Werte
auffällig sind? Welche Unterlagen
sollte ich dabeihaben? Gibt es Reiseziele
oder Aktivitäten, die ich
besser vorher besprechen sollte?
Solche Fragen sind keine Übervorsicht.
Sie sind Teil guter Vorbereitung.
Wer sie stellt, nimmt
die eigene Gesundheit ernst und
schafft zugleich mehr Freiheit für
den Urlaub selbst. Denn je klarer
die Grundlagen sind, desto weniger
Raum bleibt für Unsicherheit
unterwegs.
Die Community als Reisekompass
GUT ZUM HERZ lebt von Erfahrungen.
Gerade beim
Thema Urlaub kann die
Community wertvoll sein.
Niemand kennt die kleinen
praktischen Fragen
so gut wie Menschen, die
selbst mit Einschränkungen,
Medikamenten,
Unsicherheit oder veränderter
Belastbarkeit unterwegs
sind.
Welche Orte waren gut erreichbar?
Wo gab es Schatten und Sitzmöglichkeiten?
Welche Promenade
ließ sich gut in kleinen Etappen
gehen? Wo fühlte man sich willkommen
– nicht als Sonderfall,
sondern als Mensch mit Bedürfnissen?
Aus solchen Erfahrungen kann ein
Reisekompass entstehen. Nicht
als Bewertungssystem, nicht als
medizinische Empfehlung und
nicht als Werbung. Sondern als
Sammlung von Hinweisen, die anderen
helfen können, eigene Auszeiten
besser zu planen.
Unsere Frage an die Community
lautet deshalb: Welcher Ort hat
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Ihnen im Urlaub gutgetan – und
warum? War es die Ruhe, die Bewegung,
die Begegnung, der Genuss
oder einfach das Gefühl, dort
gut aufgehoben zu sein?
Zwischen Sorge
und Sehnsucht
Urlaub mit einer Herzerkrankung
ist kein Wettbewerb um Mut. Es
geht nicht darum, möglichst weit
zu fahren oder möglichst viel zu
erleben. Es geht darum, Auszeiten
so zu gestalten, dass sie zum
eigenen Leben passen. Manchmal
bedeutet das, eine Reise gut vorzubereiten.
Manchmal bedeutet es,
ein Ziel zu wählen, das Sicherheit
gibt. Manchmal bedeutet es auch,
auf etwas zu verzichten, damit anderes
möglich bleibt.
HERZ & Urlaub möchte dazu einladen,
nicht leichtsinnig zu werden,
aber auch nicht vorschnell
auf Lebensfreude zu verzichten.
Zwischen Sorge und Sehnsucht
gibt es einen Raum, in dem gute
Planung, schöne Orte, achtsame
Begleitung und persönliche Erfahrungen
zusammenfinden können.
Denn Auszeit ist nicht nur eine
Frage des Reiseziels. Sie ist eine
Frage der Haltung: Was tut mir
gut? Was ist für mich machbar?
Und welcher Ort hilft mir, mich
wieder mehr als Mensch und weniger
als Diagnose zu fühlen?
Treten Sie der
privaten Facebook-
Gruppe von GUT ZUM
HERZ bei und teilen Sie
Ihre Gedanken mit uns.
Drei Fragen GUT ZUM HERZ
1. Welche Fragen sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
vor einer Reise mit ihrer Ärztin oder ihrem
Arzt besprechen, damit Urlaub wieder besser planbar
wird?
Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob eine Reise grundsätzlich
möglich ist, sondern auch um Belastbarkeit, Medikamente,
aktuelle Beschwerden, Warnzeichen, Notfallkontakte
und die Frage, welche Reiseform zur persönlichen
Situation passt.
2. Worauf sollten Betroffene im Sommer besonders achten,
wenn Hitze, längere Anreise, ungewohnte Aktivität, Flüssigkeitshaushalt
und Medikamente zusammenkommen?
Viele Menschen möchten im Urlaub wieder mehr erleben.
Gleichzeitig können hohe Temperaturen, lange Wege,
andere Tagesrhythmen oder veränderte Ess- und Trinkgewohnheiten
den Körper zusätzlich fordern. Was sollte
vorher bedacht werden, damit aus Vorfreude keine Überforderung
wird?
3. Was können Urlaubsorte, Hotels, Kurorte oder Ausflugsziele
tun, damit sich Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
sicher, willkommen und nicht als Sonderfall
fühlen?
Hier geht es um mehr als Barrierefreiheit: kurze Wege,
Sitzmöglichkeiten, Schatten, gute Orientierung, erreichbare
Hilfe, verständliche Informationen und Orte, die Lebensfreude
ermöglichen, ohne Leistungsdruck zu erzeugen.
Auch HERZENSORTE Selfie-Points könnten dabei
eine Rolle spielen, wenn sie Auszeiten sichtbar machen, die
gut erreichbar und bewusst erlebbar sind.
Diese Fragen werden uns im Laufe des Sommers weiter begleiten.
Wir greifen sie im Nachrichtenteil von GUT ZUM
HERZ auf, ordnen sie gemeinsam mit Expertinnen und
Experten ein und zeigen, welche Hinweise Menschen mit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen können, Urlaub bewusster,
sicherer und mit mehr Gelassenheit zu planen.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
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HerzStimme | Die Kolumne
von Matthias Jung
Urlaub und ich
Über einen Urlaub, der mehr verändert hat als nur die Pläne
Manchmal beginnt ein anderes Leben
nicht mit einem großen Knall. Manchmal
beginnt es in einem fremden Zimmer, in
einer Nacht, in der der Körper sich meldet
und der Kopf noch nach Erklärungen sucht.
Bei mir war es ein Urlaub in den Bergen.
Eigentlich sollte es eine Pause sein, etwas
Abstand, etwas Luft zwischen Arbeit,
Verantwortung und Vorsätzen, die ich längst
vor mir herschob.
Ich erinnere mich weniger an klare Abläufe
als an dieses Gefühl: Da ist etwas, das nicht
passt. Ein Brennen, eine Unruhe, eine
Ahnung, die man nicht sofort zulassen
will. Vielleicht war es die Sauna, vielleicht
die Haut, vielleicht etwas, das wieder
vorbeigeht. Der Mensch ist erstaunlich gut
darin, sich selbst zu beruhigen, wenn die
Wahrheit zu groß wirkt.
Am nächsten Morgen tat ich, was ich oft tat:
Ich hielt an Normalität fest. Ein Ausflug,
Menschen um mich herum, ein Plan für den
Tag. In einer Apotheke sollte aus Unsicherheit
wieder etwas Überschaubares werden. Eine
Salbe, ein kurzer Rat, weitergehen. Doch
manchmal begegnet man Menschen, die
genauer hinhören als man selbst. Aus dem
Versuch, den Urlaub nicht zu stören, wurde
ein Moment, der sich nicht mehr zur Seite
schieben ließ.
Was folgte, habe ich lange eher von außen
betrachtet. Als beträfe es nicht ganz mich. Als
müsste ich ruhig bleiben, vernünftig wirken,
die nächsten Schritte überstehen. Diese
innere Entfernung kann schützen. Sie kann
aber auch verhindern, dass man wirklich
begreift, was gerade geschieht. Später kam
bei mir an, dass nicht nur ein medizinischer
Befund im Raum stand, sondern auch ein
Bruch im eigenen Selbstbild.
Vielleicht ist das der Punkt, über den man
zu selten spricht. Nicht jeder Einschnitt
zeigt sich sofort. Manchmal ist der Körper
schneller behandelt als die Seele. Nach
außen geht vieles weiter. Man funktioniert,
beantwortet Fragen, ordnet Termine, kehrt
zurück in Routinen. Innen aber bleibt etwas
offen. Eine neue Vorsicht. Ein anderes
Verhältnis zu Belastung. Ein leiser Zweifel
daran, ob die alte Selbstverständlichkeit
noch trägt.
Seitdem hat Urlaub für mich eine andere
Bedeutung. Früher war er vor allem
Unterbrechung. Heute ist er auch ein Spiegel.
Kann ich wirklich loslassen? Spüre ich, wann
genug ist? Muss ich mir beweisen, dass alles
wie früher geht, oder darf ich anerkennen,
dass sich etwas verändert hat? Ich habe
darauf nicht immer eine fertige Antwort.
Für mich beginnt Erholung inzwischen
früher. Nicht erst am Ziel, nicht erst am
Wasser, nicht erst im Liegestuhl. Sie beginnt
dort, wo ich aufhöre, meinen Körper zu
überreden. Wo ich nicht alles erklären,
relativieren oder übergehen muss. Das ist
weniger spektakulär als die alte Sorglosigkeit.
Aber vielleicht ehrlicher.
Ihr Matthias Jung
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Hinweis: Die hier beschriebenen Erfahrungen sind persönlich und nicht auf andere übertragbar. Medizinische
Fragen sollten immer individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.
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