28. Juni 2026
- Heute entscheidet sich die Grazer Zukunft - Der steirische herbst steht unter dem Motto „Red Flags”, - Renommierte Experten empfehlen der Stadt einen Stadionneubau
- Heute entscheidet sich die Grazer Zukunft
- Der steirische herbst steht unter dem Motto „Red Flags”,
- Renommierte Experten empfehlen der Stadt einen Stadionneubau
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28. JUNI 2026, AUSGABE 26
Herbstlich
Der steirische herbst steht unter dem
Motto „Red Flags”, wie Intendantin Ekaterina
Degot (Bild) bekannt gab. 14
Sportlich
Renommierte Experten empfehlen der
Stadt einen Stadionneubau für 30.000
Zuschauer im Grazer Süden. 4/5
Jede Stimme zählt
Heute entscheidet sich
die Grazer Zukunft
Richtungsweisend. Am heutigen Sonntag schreiten 266.009 Grazer zur Gemeinderatswahl. Um 7 Uhr sperren die Wahllokale auf, am Abend
kennen wir das mit Spannung erwartete Ergebnis. Der „Grazer” informiert aktuell auf www.grazer.at und auf den sozialen Kanälen. SEITE 4
STEIRISCHER HERBST/KINDLER, PFAFFHAUSEN, GETTY(2)
Seriös - Einfühlsam - Würdevoll
24h täglich
2 die seite zwei
www.grazer.at 28. JUNI 2026
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Wer nicht wählt,
darf auch
nicht jammern
H
eute entscheidet sich
die Grazer Zukunft.
Fünf Jahre nach dem
historischen politischen
Beben, das Elke Kahr und die
KPÖ an die Spitze der Stadt
schleuderte, blickt ganz
Österreich zu uns. Und
tatsächlich scheint den
Grazern die enorme Tragweite
der heutigen Wahlentscheidung
bewusst zu sein. Immerhin
wurden so viele
Wahlkarten beantragt wie
noch nie zuvor, was auf eine
hohe Wahlbeteiligung
schließen lässt, die enorm
wichtig wäre. Fallen gibt es
dennoch: hohe Temperaturen,
die Nachwehen des
WM-Spiels der Österreicher
und ein Besuch beim Grand
Prix in Spielberg dürfen den
Urnengang aber nicht
verhindern. Schon 2021 lag
die Beteiligung bei mageren
54 Prozent. Sinkt dieser Wert
noch weiter, verliert die
künftige Stadtregierung
massiv an Legitimation. Wer
heute den Freibadbesuch
dem Urnengang vorzieht, darf
sich danach nicht über die
Stadtpolitik beschweren. Graz
entscheidet über seine
Zukunft – aber nur, wenn wir
Grazer auch mitreden. Wir
vom „Grazer“ sind auf jeden
Fall vor Ort im Rathaus und
den politischen Büros – also
mitten im Geschehen – und
halten unsere Leser auf der
Website und den sozialen
Kanälen den ganzen Tag lang
auf dem Laufenden.
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Alexander
Wurz
Der ehemalige
Rennfahrer über
seine Erinnerungen
an Graz, den
Rennsport und
das Gastspiel
der Formel 1 am
heutigen Sonntag
in Spielberg.
Wie sieht Ihr Frühstück am Sonntag aus?
Jeder Sonntag ist anders, in Summe habe ich vielleicht
sechs bis zehn echte Sonntage, an denen ich
zu Hause bin pro Jahr, also gibt es da keine Routine.
Quasi was das Hotel, Rennstreckencafé oder Rennteam
zu bieten hat. Hin und wieder kein Frühstück,
oder was halt da ist.
Unterscheidet sich das an einem Renntag?
Für mich als Berater bei Toyota oder als TV-Kommentator
oder als Renn-Papa ist es nicht ganz so
wichtig. Wenn ich frei habe und Sport mache bzw.
als ich früher Rennen gefahren bin, da ist dann schon
mehr Struktur dahinter beim Essen und Trinken.
Im Motorsport reist man ja quer durch die
ganze Welt. Bleibt da noch Zeit, auch von den
Städten etwas zu sehen?
Nicht wirklich und ich bin ja auch immer minutenweise
ausgebucht. Also bin ich zwar viel um die Welt
gereist, aber habe von den Ländern oder Städten
dann oft nur wenig gesehen.
Wie oft waren Sie schon in Graz und wie
gefällt Ihnen die Stadt?
Nicht ganz so oft, ganz am Anfang meiner Karriere
war ich öfters in Graz, als ich bei Dr. Marko im Rennteam
war in der F3. Eine fesche Stadt, coole Leute
und wegen der Uni auch junger Schwung drinnen.
Grundsätzlich muss ich sagen, dass wir in Österreich
echt Glück haben, so ein schönes Land zu haben.
Was macht den Motorsport so besonders?
Es ist Spitzensport gepaart mit dem Letztstand der
Technologie und jedes Wochenende wird deine Leistung
auf Hundertstel gemessen. Das ist faszinierend
und cool. Meine Kids sind die 4. Wurz-Rennfahrer-
Generation, also ist auch etwas Tradition dabei.
Die Formel 1 gastiert dieses Wochenende in
Spielberg. Was verbinden Sie mit dem Ring?
Beim Frühstück muss
es beim ORF-Experten
und ehemaligen
Rennfahrer oft schnell
gehen.
Im Prinzip hat mein Vater den Red Bull Ring, damals
A1 Ring Grand Prix, aufgebaut. Damals mit Unterstützung
von Landeshauptfrau Klasnic und der damaligen
Regierung gemeinsam mit dem Öamtc.
Ich habe auch meine ersten Formel-Testfahrten
dort gemacht mit einem Auto von Walter Penker Racing,
dann meine ersten Formel-Rennen und Siege
mit dem Walter Lechner Racing Team (das waren ur
coole Zeiten), und meine ersten F1-Testfahrten im
Sauber Red Bull. Also, da sind doch sehr viele Verbindungen
zu Spielberg.
Was halten Sie vom neuen F1-Reglement?
Unser Sport hat auch mit Technologie zu tun, also
ist es auch klar, dass wir uns anpassen an die Zeit. Es
ist nicht wie im Fussball, dass man das Tor, den Elfer
und das Spielfeld ewig gleich lässt im Reglement.
Wir sind von Technologie getrieben und so muss
man auch anpassen. Zwar ist nicht jede Änderung
immer genau das, was ich persönlich will, aber das
Produkt F1 ist im totalen Boom und Wachstum.
Wer wird Weltmeister und wer gewinnt heute?
Weltmeister wird der mit den meisten Punkten, eine
Blitzgneißer-Aussage. Ich denke, dass die WM noch
lange nicht aus ist, aber der Weltmeister vermutlich
in einem Mercedes sitzt. Der heutige Sieger, das ist
schwer zu sagen, es könnte die Tagesform oder das
Glück entscheiden, speziell wenn es um Safety Cars
geht oder dann das „Pechvogerl“ eingreift. LE-
ONHARD SCHWEIGHOFER
Alexander Wurz wurde am 15. Februar 1974 in Waidhofen
an der Thaya geboren. Der Niederösterreicher
gewann zweimal die 24 Stunden von Le Mans, in der
Formel 1 ging er 69-mal an den Start. Sein dritter Podestplatz
(2007) war der bislang letzte eines Österreichers.
Zudem ist Wurz seit 2014 Vorsitzender der
GPDA, der F1-Fahrer-Gewerkschaft.
Nicht nur am Anfang, so
auch zum Ende der Legislaturperiode
in Graz
ist das Stadion Liebenau wieder
einmal in aller Munde. Neben
dem Vorschlag von Sturm und
GAK an diesem Freitag, das
Baurecht zu erwerben, geht der
ehemalige Sturm-Obmann und
Architekt Heinz Hochstrasser
mit einem vielversprechenden
Projektvorschlag im „Grazer“
an die Öffentlichkeit.
Der renommierte Stadionarchitekt
Guido Pfaffhausen
(Achitektur Concept), der unter
anderem für das Allianz
Stadion von Rapid Wien vergraz
4 graz
www.grazer.at 28. JUNI 2026
4
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Ich hatte das Gefühl, dass
da noch etwas fehlt.“
Der Grazer Architekt Eugen Gross hat
mit 93 Jahren seinen Doktortitel an der TU erhalten
und ist damit der älteste Promovent. LUNGHAMMER
Oha! Experten
Heute entscheidet sich, welche Partei wie stark ins Rathaus einzieht. GETTY
Graz hat heute die Wahl
■ Am heutigen Sonntag wählt
Graz einen neuen Gemeinderat.
Außerdem gehen zeitgleich
die Bezirksratswahlen und die
Wahl zum Migrantenbeirat
über die Bühne. Insgesamt sind
266.009 Personen wahlberechtigt
– so viele wie noch nie.
Alle Wahllokale haben von 7
bis 16 Uhr geöffnet. Insgesamt
gibt es bei diesem Urnengang
genau 111 – einige sind neu dabei,
etwa die VS Reininghaus,
die Tennenmälzerei oder das
Vereinsgebäude der Bosniaken
in Puntigam.
Erst wenn alle Wahllokale
geschlossen haben, dürfen die
ersten Simmen ausgezählt werden.
Ab 16 Uhr trudeln also die
ersten Sprengelergebnisse ein.
Eine seriöse Trendmeldung
wird es gegen 17 Uhr geben,
wenn die Stimmauszählung
weiter fortgeschritten ist. Um 18
Uhr treten die Spitzenkandidaten
vor die Presse. Die Bezirksratsergebnisse
werden etwas
später kommen und sollten
gegen 22 Uhr vollständig ausgezählt
sein. Die Auszählung der
Vorzugsstimmen und die des
Migrantenbeirats erfolgt erst
am morgigen Montag.
„der Grazer“ informiert auf
www.grazer.at laufend aktuell
per Liveticker. Interviews mit
Spitzenkandidaten und Parteifunktionären
gibt’s zusätzlich
auf den Social-Media-Kanälen.
SPANNEND. Experten
befürworten Stadion-
Neubau im Grazer Süden.
Die Kosten wären
„gleich hoch wie bei
der Sanierung“.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
antwortlich zeichnet, erarbeitete
einen „Fußabdruck“ für
einen Stadionneubau auf der
großen ungenutzten Rasenfläche
zwischen der Endhaltestelle
Puntigam und dem Ikea.
Hochstrasser: „Hier wäre eine
Champions-League-taugliche
Arena für 30.000 Zuschauer
und etwa 1200 (erweiterbare)
Stellplätze absolut möglich.“
Und das zum Preis von veranschlagten
90 Millionen Euro.
Die Grundstücksankäufe wurden
zusätzlich mit 15 Millionen
Euro angenommen.
Gleich teuer
Damit wäre dieses Projekt laut
Hochstrasser nicht teurer als
die Restaurierung des Stadions
Liebenau, das aus seiner Sicht
gleich teuer wäre. „Beim aktuell
favorisierten Projekt, dem
Umbau des Stadions, müsste
der gesamte Westflügelbereich
aus statischen Gründen
abgetragen und neu errichtet
werden“, meint Hochstrasser,
der auf seine langjährige professionelle
Expertise verweist.
Zudem müsste die Dachland-
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Gemeinderatswahl: Gehen Sie wählen?
■ Heute ist es so weit: Graz
wählt einen neuen Gemeinderat.
Wir wollten von unseren
Lesern wissen, ob sie ihr Stimmrecht
nutzen. Von den insgesamt
265.971 Wahlberechtigten
würden laut unserer Umfrage
75 Prozent zur Wahl gehen.
Das wäre eine deutlich höhere
Wahlbeteiligung als zuletzt:
2021 gaben von 223.512 Wahlberechtigten
lediglich 120.689
ihre Stimme ab, also nur etwas
mehr als die Hälfte. Es bleibt
spannend: Wir halten Sie den
ganzen Tag auf unseren Kanälen
auf dem Laufenden.
Ergebnis unserer
Online-Abstimmung
25 %
NEIN
75 %
JA
967 Teilnehmer, nicht repräsentativ,
Stand: Freitag, 26. Juni, 12 Uhr, Foto: Getty
28. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 5
➜
TOP
STADT GRAZ/FISCHER, GETTY
Rekord an Wahlkarten
Genau 39.511 Wahlkarten wurden ausgestellt
– so viele wie noch nie, was auf eine
höhere Wahlbeteiligung hoffen lässt.
Extreme Hitze
Besonders für vulnerable Gruppen ist die
aktuelle Hitzewelle sehr belastend. Etwas
kühler wird’s erst Mitte nächster Woche.
FLOP
➜
empfehlen 30.000er-Arena
schaft durch die geplanten Zusatzreihen
im Norden und Süden
infolge der Absenkung des
Spielfeldes komplett erneuert
werden. „Schon jetzt werden
die Zuseher in den ersten beiden
Reihen nass, wenn es ungünstig
regnet. Wenn da noch
zwei Reihen dazukommen, wie
geplant, sitzen viele hundert
Besucher im Regen.“
Tatsächlich bestätigen die
Baupläne für das neue Stadion,
in die der „Grazer“ einen Einblick
nehmen durfte, Hochstrassers
Kritikpunkt.
Obendrein wird ersichtlich,
dass das Dach des Stadions
nach hinten bis zum
Stadionturm reicht, an den
es zumindest optisch angeschlossen
wäre. „Aufgrund aller
angeführten Maßnahmen
und der durch die schwierige
Bauplatzsituation mitten in der
Stadt wohl zwei Jahre dauernden
Bau- und Fertigstellungszeit
werden die berechneten
Gesamtkosten bei Weitem
nicht einzuhalten sein. Meiner
Schätzung nach wird das ganze
das Doppelte kosten.“
Das Grundstück beim Ikea eignet sich laut Experten nach wie vor für ein neues Stadion.
STREET VIEW, PFAFFHAUSEN
202425010
6 graz
www.grazer.at 28. JUNI 2026
K O M M E N T A R
von
Verena
Leitold
✏ verena.leitold@grazer.at
Leidenschaft
hat leider
völlig gefehlt
E
s ist geschafft! Die
Wochen und Monate
des Wahlkampfes sind
vorbei! Aber haben sie
überhaupt richtig angefangen?
Anders als bei anderen
Urnengängen, wo es für den
Wähler gegen Ende hin
mitunter schon anstrengend
geworden ist, hat man in Graz
dieses Mal gar nicht viel
davon mitbekommen. Ein
paar Plakate, ja. Ein paar Stände
mit Kulis und Feuerzeugen
in unterschiedlichen Farben
ebenso. Aber die wirklich
kräftezehrenden Anfeindungen,
die Omnipräsenz von
bestimmten Themen, die
regelrechte Hysterie, die
Untergriffigkeiten sind
ausgeblieben. Natürlich ist
eine unaufgeregte, sachliche
Debatte auch wünschenswert,
aber diesem Wahlkampf hat
die Aufregung ein bisschen zu
sehr gefehlt. Die Spitzenkandidaten
wirkten pauschal
schon am Beginn relativ
müde. Wirkliche Leidenschaft
ist da äußerst selten rübergekommen.
Dass jemand für ein
Thema wirklich brennt, war
schwer zu erkennen. Schon
eher die Angst, sich zu
verbrennen. Ob diese
zurückhaltende Wahlwerbung
– denn Kampf war es eher
weniger – gereicht hat, um
genügend Nichtwähler ins
Wahllokal zu locken, wird sich
zeigen. Hoffentlich haben die
Menschen überhaupt
mitbekommen, dass Wahlkampf
war!
Schaumgebremster
Wahlkampf in Graz
ANALYSE. Politexperte Peter Filzmaier zieht nach einem eher ruhigen Wahlkampf
Bilanz. Die großen Streitigkeiten haben gefehlt, die neuen Ideen auch.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Rien ne va plus! Heute wird
in Graz gewählt, die Wochen
des Wahlkampfes sind
vorbei. „Die ganz großen Streitigkeiten
haben eigentlich gefehlt“,
analysiert Politexperte Peter Filzmaier.
„Die Hauptkonfliktlinie
gab es zwischen ÖVP und Grünen
im Verkehr, die Amtsinhaberin
wurde wenig attackiert.“ Große
Fouls sind nicht aufgefallen. „Oft
hatte man eher das Gefühl, man
schaue ein 6er- oder 7er-Interview
als eine Diskussion. Die Spitzenkandidaten
haben fast nur in
Nebensätzen aufeinander Bezug
genommen“, so Filzmaier.
Am emotionalsten ging es noch
in der Elefantenrunde des „Grazer“
Anfang Juni am Schloßberg
zu. Da hat man noch durchaus
hitzig diskutiert. In den folgenden
Debatten wurde es eher ruhig.
Wenige Ideen
Ein möglicher Grund:
Man musste sich stillschweigend
wohl
auch einig sein, dass
es vielleicht ganz
gute Ideen gibt, aber
das Budget fehlt.
„Man
war
insgesamt vorsichtig mit Wahlversprechen.
Denn dann wäre
sofort die Folgefrage gekommen:
Wo kommt das liebe Geld her?“,
so Filzmaier.
Was den Politikwissenschaftler
dann doch wundert: „Die Parteien
haben oft noch einen letzten
Pfeil im Köcher, den sie für die
letzten Wahlkampftage aufheben,
um kurz vor dem Wahltag
noch einmal im Gespräch zu
sein. Das hat dieses Mal völlig
gefehlt. Es hat nicht einmal eine
Partei versucht.“
Amtsinhaberbonus?
Laut Umfragen hat Amtsinhaberin
Elke Kahr den Sieg schon so
gut wie fix in der Tasche. „In der
Herausfordererrolle ist es natürlich
leichter, etwas zu versprechen.
Jetzt muss sie den Titel verteidigen“,
so Filzmaier. „Aber: Sie
wird als Bürgermeisterin wahrgenommen,
als engagierte Sozialarbeiterin,
sehr authentisch.“
Herausforderer dürfen
sich deshalb nicht auf einen
Personenstreit mit ihr
einlassen, sondern müssen
darauf setzen, dass
die Parteimarke stärker
ist. Das funktioniere beispielsweise
bei der FPÖ
gut, trotz Finanzskandal
gibt’s Rückenwind aus
Bund und Land. Die
SPÖ habe das Pech,
dass die Marke insgesamt
gerade nicht so
stark sei. Und: „Das
große Dilemma von
Hohensinner oder
Schwentner ist,
dass sie auch Teil
der Proporzregierung sind – und
wohl beide an einer weiterführenden
Zusammenarbeit interessiert.
Das schadet der Profilbildung. Bei
Schwentner ist noch am ehesten
ein klares Imageprofil vorhanden.“
Kurt Hohensinner habe laut
Politologe ein großes Problem:
das Wahlziel. „Platz 1 wird sich
aller Wahrscheinlichkeit nach
nicht ausgehen. Eine Zweiermehrheit
mit der FPÖ ist auch
unwahrscheinlich. Also bleibt
nur: Teil einer Zusammenarbeit
sein, wenn Grüne und KPÖ
keine Zweiermehrheit schaffen,
was naturgemäß die ÖVP in der
Stadtregierung stärkt.“ Die offene
Attacke gab’s deshalb eher gegen
Schwentner, mit der er eine Koalition
bereits ausgeschlossen hat.
„Jeder Wahlkampf ist letztlich
ein Themenwettbewerb und jede
Partei hat ein Wunschthema: die
KPÖ das Wohnen, die Grünen
Verkehr und Umwelt usw.“, erklärt
Filzmaier. „Da ist es erstaunlich,
dass Hohensinner ständig
das Wunschthema der Grünen
hochgefahren hat. Die ÖVP hat
beispielsweise im Verwaltungsmanagement
gute Ideen, aber die
sind halt nicht so breitenwirksam.“
Mobilisierung
So oder so wird die Schlüsselfrage
auch heute wieder die Wahlbeteiligung
sein – und die ist in Graz
traditionell niedrig. Ein Anstieg ist
zwar möglich, aber sie „wird auch
nicht in luftige Höhen steigen“.
Von den Nichtwählern ist in Graz
mehr zu holen als von den anderen
Parteien. „Wir werden sehen,
wem das am besten gelungen ist“,
so Filzmaier.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.
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ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
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Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
den Richtlinien des
Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens
Recyclingpapierprodukte“
„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
papierprodukte“
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EU Ecolabel: Bitte
sammeln Sie Altpapier
für das Recycling
8 graz
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Molto bene! „Little
Heike Hinterhofer, Carina Weyringer
und Xenia Hobacher (v.l.) MURPARK
Murpark spendet
an Rainbows
■ Kunden des Murparks
nutzten wieder die Möglichkeit,
Pfandflaschen und -dosen
über eigens eingerichtete
Spendentonnen zu spenden.
Der gesammelte Betrag wurde
nun vom Shopping-Center
auf 1000 Euro aufgestockt und
an „Rainbows – Hilfe in stürmischen
Zeiten“ übergeben.
„Es freut uns sehr, mit unserer
Spende einen kleinen Beitrag
leisten zu können,“ so Murpark-Center-Managerin
Carina
Weyringer.
In der Hofgasse geht es schon jetzt italienisch zu – künftig soll dies noch massiv verstärkt werden.
COSIMO/KRUG
Vandalen im Volksgarten-WC
ÄRGERLICH. Die öffentliche Toilette im Volksgarten musste schon wieder saniert werden. Aufgrund
des Denkmalschutzes ist das jedes Mal sehr teuer. Die Videoüberwachung lässt indes auf sich warten.
Beschmierungen, heruntergerissene Siphons, Spiegel und Spülplatten: Das
Öffi-Klo im Volksgarten muss ständig wieder saniert werden. GBG (2)
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Im vergangenen Jahr wurde
die denkmalgeschützte
öffentliche WC-Anlage im
Grazer Volksgarten um stolze
220.000 Euro komplett saniert.
Ganze 14 Tage haben die Maßnahmen
gehalten, dann war
schon wieder alles kaputt. Und
so ging es weiter. Ende letzten
Jahres musste die neue Toilette
sogar gesperrt und durch Dixi-
Klos ersetzt werden. „Diese ist
sicher die mit Abstand am öftesten
zerstörte und wieder sanierte
Toilette der Stadt“, klagt auch
GBG-Geschäftsführer Günther
Hirner.
Und so war es auch jetzt wieder:
Siphons wurden herausgerissen,
Spiegel und Lampen demoliert
und die Druckknöpfe der
Spülanlagen entwendet. „Die
eignen sich offenbar gut zum
Anwärmen von Suchtmitteln
und werden von Drogenkranken
verwendet“, erklärt Hirner.
Jede Sanierung ist aufgrund
des Denkmalschutzes des Pavillons
besonders kostspielig.
Bezahlschranke & Video
Inzwischen wurde wieder alles
saniert, seit Freitag ist die Anlage
wieder geöffnet – die Frage
ist: Wie lange? Die ebenfalls
aufgrund von Vandalismus und
Drogenmissbrauch angedachte
Bezahlschranke am Lendplatz
startet laut Auskunft aus dem
Büro von Finanzstadtrat Manfred
Eber nächste oder übernächste
Woche. Die im Volksgarten
geplante Videoüberwachung
gestalte sich aus Datenschutzgründen
schwieriger als gedacht,
aber auch hier soll es bald zu einer
Lösung kommen.
28. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 9
Italy“ in Graz
FANTASTICO. Lokalbetreiber
der Hofgasse
schließen sich mit Aktionen
und Veranstaltungen
zum Grazer „Little
Italy“ zusammen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Wen die Sehnsucht nach
dem italienischen Lebensgefühl
umtreibt, der
muss nicht unbedingt weit fahren,
ein Abstecher in die Hofgasse mitten
in der Grazer Innenstadt tut es
fürs Erste auch. Hier reihen sich
nämlich gleich mehrere italophile
Gastrobetriebe aneinander, die
künftig gemeinsame Sache machen
werden. „Wir wollen, dass
jeder weiß: Nicht nur New York
hat ein ,Little Italy‘, auch wir Grazer
haben eines“, erklärt Cosimo
vom gleichnamigen Lokal Cosimo,
der als Sprecher der Initiative
auftritt. Im September wird es ein
Straßenfest geben, auch zahlreiche
weitere Aktionen (u.a. in Kooperation
mit dem „Grazer“) sind
geplant.
Atmosphäre
„Direkt nebeneinander haben wir
hier das italienischen Spezialitätengeschäft
Brigante, die Hofbäckerei,
die unter anderem das Brot
für uns macht, die Cantinetta mit
einer Cicchetti-Bar und italienischem
Restaurant und unser Café
Cosimo mit Tramezzini, Crostini
und Panini, Prosecco und so weiter.“,
schwärmt Ursi. Touristen wissen
den Flair der Hofgasse bereits
zu schätzen. „Wir haben Gäste aus
Deutschland und den Niederlanden,
die uns schon darauf hingewiesen
haben, dass es hier wie in
Italien ist“, berichtet Mario Eustacchio
von der Cantinetta. „Dem
kann man nur zustimmen!“
10 graz
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Die Fertigstellung des Projekts
ist für September vorgesehen.WAG
Gleichenfeier
für „Triaker“
■ Mit dem Wohnprojekt „Triaker“
an der Triesterstraße in
Graz-Puntigam verbindet die
WAG hohe Wohnqualität mit
nachhaltiger Energieversorgung.
Donnerstag wurde gemeinsam
mit der WAG-Geschäftsführung
und den Projektpartnern die
Gleichenfeier begangen. In drei
Baukörpern entstehen insgesamt
79 frei finanzierte Mietwohnungen
mit Wohnflächen von
rund 39 bis 96 Quadratmetern.
Romina Barthold und Gabriel Ortet Boll eröffnen das Wozi bei der TU.KK, WOZI
Neues „Wozi“ bei der TU
COOL. In der Münzgrabenstraße eröffnet Ende Juli ein neues Wohnzimmer für
Studierende und TU-Mitarbeiter. Das Alpoke eröffnet bald bei der Uni, in der
Ragnitz gibt’s jetzt Harry’s Icecream und die Nachttrafik hat neue Betreiber.
Jetzt den persönlichen Laborbefund
per Post erhalten.
GETTY
Blut spenden
und Gutes tun
■ Wer bis 10. Juli beim Roten
Kreuz in der Steiermark Blut
spendet, tut anderen und sich
selbst etwas Gutes: Zusätzlich
zum guten Gefühl, mit der Blutspende
Leben zu retten, erhalten
Spender ihren persönlichen Laborbefund
per Post. Der Befund
enthält neben der Blutgruppe
und dem Rhesusfaktor ausgewählte
Blutwerte – darunter Hämoglobin,
Leukozyten, Thrombozyten
sowie Testergebnisse zu
Hepatitis B, Hepatitis C und HIV.
Von Verena Leitold & Tobit Schweighofer
redaktion@grazer.at
Hausgemachte Focaccia-Sandwiches,
Zimtschnecken,
Brownies,
Bananenbrot und Frühstück mit
verschiedenen Porridges: Wem
dabei das Wasser im Mund zusammenläuft,
der darf sich freuen:
Am 25. Juli eröffnet in der
Münzgrabenstraße bei der TU
das „Wozi“. Romina Barthold
und Gabriel Ortet Boll beerben
mit ihrem ersten gemeinsamen
Lokal die Räumlichkeiten der
Soul-Kitchen by Maida. Wozi
übersetzt die Idee des „Wohnzimmers
außer Haus“ in ein
schnelles, leistbares Format für
den Uni-Alltag. „Es fühlt sich
richtig gut und perfekt an!“, freut
sich Barthold, nachdem sie mehr
als ein halbes Jahr die passende
Location gesucht hat.
Am Nachmittag bieten die beiden
in ihrem Café Bistro After
Work mit mediterranen Snacks
und Drinks an. Von Mittwoch bis
Freitag wird aus dem Mittagslokal
eine entspannte Aperitivo-
Bar mit Spritz, Vermouth und
kleinen Tapas. Viele Speisen gibt
es auch vegan, vegetarisch und
glutenfrei.
Alpoke bei der Uni
Außerdem steht inzwischen die
neue Location von Alpoke fest.
Das Bowl-Lokal ist ja vor 1,5
Monaten aus den ehemaligen
Räumlichkeiten der Goldenen
Banane in der Brockmanngasse,
Ecke
Conrad-von-Hötzendorf-
Straße ausgezogen. Eröffnet wird
bald in der Heinrichstraße 47
im Univiertel, wo kürzlich das
Balkan-Restaurant Dolly Bell geschlossen
hat.
Eis in der Ragnitz
Ums Eck vom Freibad in der
Ragnitzstraße 126 hat vor einer
Woche Harry‘s Icecream eröffnet.
Gründer Harald „Harry“
Schuster möchte im Laufe des
Jahres in Pension gehen, seine
Tochter Nina Pieber übernimmt
auch den bestehenden Standort
in der Mariahilferstraße. Die Filiale
in der Zinzendorfgasse wurde
bereits jetzt von Bruder Christian
übernommen und unter dem
Namen Tomanyi, dem ledigen
Namen der Urgroßmutter, weitergeführt.
Nachttrafik
Seit 1945 gibt es die legendäre
Nachttrafik am Jakominiplatz.
Ab 1. Juli übernimmt Michael
Trummer als Geschäftsführer
gemeinsam mit seiner Frau Petra
Trummer das Traditionsgeschäft.
„Wir kommen beide aus
der Versicherungsbranche und
wollen hier noch einmal neu
durchstarten“, erzählt Trummer,
der in Jakomini aufgewachsen
ist. „Deshalb habe ich auch keine
Angst vor den nächtlichen
Gestalten am Jakominiplatz. Ich
kenne die Guten und die Bösen
und kann mit ihnen umgehen.“
Die legendäre Nachttrafik am Jakominiplatz
erhält neue Betreiber. KK
28. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 11
Der Badespaß ist heuer wieder teurer geworden, im Durchschnitt um
4,5 Prozent. Das gilt auch für Essen und Trinken. LEX KARELLY
Badesaison-Kostencheck
■ Die AK Steiermark hat die
heimischen Seen und Bäder einem
Kostencheck unterzogen.
Das Fazit: Auch das Badengehen
ist teurer geworden. Durchschnittlich
stiegen die Eintrittspreise
quer über alle Kategorien
im Vergleich zur letzten Erhebung
(Mai 2025) um rund 4,5
Prozent. Besonders die Kinderkarten
haben erneut stärker angezogen
als jene für Erwachsene.
Auch beim leiblichen Wohl
muss man heuer tiefer in die
Tasche greifen. Die Buffetpreise
stiegen über alle Kategorien im
Vergleich zur letzten Erhebung
2024 um durchschnittlich 9,15
Prozent. Was beim Preisvergleich
für die Buffets der Bäder
der Stadt Graz besonders auffällt.
Da liegt ein halber Liter
Mineral zwischen 2,30 Euro und
3,50 Euro. Bei den beliebten
Pommes zahlt man zwischen
4,50 Euro und 6 Euro.
12 graz
www.grazer.at 28. JUNI 2026
S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Ausgaben der Stadt
Graz braucht dringend eine Schuldenbremse,
aber der bisherigen
Regierungskoalition fällt das Umschwenken
schwer oder sie greift
bei der Schwerpunktsetzung daneben.
Angesichts des Klimawandels
stellt sich die Frage nach dem Aufbau
einer Fernkälteversorgung.
Fernwärme wird es hingegen genug
geben, da braucht es nicht ein
teures Projekt in der Puchstraße.
Beim Eröffnungsfest Neutorgasse
wurden 200.000 Euro verpulvert,
obwohl vor allem Grüne gern von
Nachhaltigkeit sprechen. Eine
Neuauflage und Überarbeitung
des Grazer Wanderführers aus
dem Jahr 2007 ist überfällig und
sollte vor allem Möglichkeiten zur
gesundheitsfördernden Bewegung
in Gegenden abseits von Hitze und
Luftschadstoffen aufzeigen, auch
außerhalb des Stadtgebietes.
Viktor Pölzl
* * *
Sinkende Attraktivität
Im Vergleich zur Größe von Graz
waren frühere Stadtregierungen
immer stolz darauf, die größte zusammenhängende
Fußgängerzone
der Welt zu haben. Da waren
das gemütliche Flanieren und die
freundliche Langsamkeit jahrzehntelang
ein Garant für das ausgiebige
Einkaufen. Die Innenstadt
gehörte den Fußgängern – und
viele lokale Betriebe freuten sich
darüber.
Heute ist diese Gemütlichkeit komplett
verloren gegangen. Wenn Sie
dieser Tage in der Hans-Sachs-
Gasse am Vormittag Ihren Fuß in
die Fußgängerzone setzen, befinden
Sie sich oft in einer sehr gefährlichen
Situation inmitten von
vorbeirasenden Fahrradfahrern
– dies oft mit einem zigfachen der
Schrittgeschwindigkeit. Wenn ich
die Fassung der Straßenverkehrsordnung
vom Januar 2026 hernehme:
In Fußgängerzonen ist Radfahren
verboten, außer es ist mit
Schrittgeschwindigkeit ausdrücklich
erlaubt. Vergleicht man das
mit dem Tempolimit für PKWs von
130 km/h, so wäre eine nur 2,3-fa-
che Überschreitung der Schrittgeschwindigkeit
bereits vergleichbar
mit Auto-Raserei von zirka 300
km/h auf der Autobahn! Wie gemütlich
ein Einkaufsbummel sein
kann, zeigt die Stadt Wien mit der
Kärntnerstraße. Der Vergleich zu
Graz: wie Tag und Nacht!
Das komplette Gegenteil von einer
sinnvollen Überwachung ist das
zeitlich begrenzte „Bitte absteigen“
in der Schmiedgasse von 9 bis 21
Uhr. Diese Vorgabe unterstellt,
dass sich Radfahrer ohnehin nicht
an die StVO halten. Also ein klarer
Ansporn der Stadt für die tägliche
Gesetzesübertretung vor 9 Uhr und
abends ab 21 Uhr. Die Stadt formuliert:
„Tagsüber ist der Bereich
eine reine Fußgängerzone“! Was
bitte ist die Schmiedgasse dann um
8:50 Uhr?
In der Raubergasse auf Höhe der
Nummer 19 hatte ich kürzlich
ein Erlebnis: Ein herannahender
Fahrradfahrer erhöhte am Zebrastreifen
das Tempo, es kam
fast zum Zusammenstoß und ich
wurde lauthals beschimpft und
angeschrien. Ein Autofahrer signalisierte
mir danach per Handzeichen
freundlich, mir ruhig Zeit
zu lassen. Ein Anrainer erzählte
mir, dass es dort täglich dutzende
Vorfälle mit rücksichtslosen Radfahrern
gäbe. Wer Zweifel hat, dem
empfehle ich, sich in der Früh oder
am Vormittag vom Schlossbergplatz
kommend, beim Zebrastreifen
vor dem Erich-Edegger-Steg in
Richtung Murinsel selbst ein Bild
zu machen.
Name ist unserer
Redaktion bekannt
* * *
Der Dietrichsteinplatz
bekommt mehr Grün
Finde ich gut, aber auch der Rest
des Platzes (diese Verkehrsinsel in
der Mitte) sollte ordentlich begrünt
werden. Am besten einen ordentlich
grossen Baum setzen.
Felizia Wurzinger-Keller
Ist jetzt schon eine Pinkel-Station
und nachdem die Pläne durchgesetzt
wurden, gibt es eine größere
Pinkel-Station.
Gerd Edgar
Wo man schaut, jede Fläche Grün
wurde verbaut durch die Regierung
in Graz.
Josef Preininger
Jetzt App downloaden!
Kommende Woche
im
Gemeinderatswahl
■ Seit 1998 verwandelt „La Strada
Graz“ die Stadt in eine Bühne
und feiert bald sein 30-jähriges
Bestehen. Nächste Woche präsentiert
das Festival das neue
Programm für diesen Sommer.
Welche Highlights uns erwarten,
lesen Sie bei uns!
Steirische Wirtschaft
■ Heute wählt Graz! Wer holt die
Mehrheiten, welche Koalitionen
sind denkbar und was bedeutet
das Ergebnis für die Zukunft der
Stadt? Im „Grazer24“ lesen Sie
morgen unsere Analysen, Hintergrundberichte
und die Reaktionen
der Parteien.
La Strada Graz
■ Die WKO Steiermark präsentiert
ihr neues Wirtschaftsbarometer.
724 Unternehmen haben
an der Konjunkturumfrage teilgenommen.
Welche Erwartungen
und Sorgen die steirische Wirtschaft
hat, lesen Sie im „Grazer24“!
GETTY, LOIC NYS, WOLF
28. JUNI 2026 www.grazer.at
graz 13
Johannes Prattes, Florian Mittl und Benjamin Prabitz (v. l.) treten gemeinsam
die Pilgerreise an, ohne währenddessen zu schlafen. KIRCHE IM KINO
Etwas andere Pilgerreise
■ Die Initiative „Kirche im Kino“
gestaltet katholische Gottesdienste
auf innovative Weise und setzt sich
zugleich für karitative Anliegen ein.
Am 3. Juli treten Florian Mittl,
Leiter Kirche im Kino, Johannes
Prattes, Lehrlingsbetreuer, und
Benjamin Prabitz, Religions- und
Deutschlehrer, eine Pilgerreise der
etwas anderen Art an. Die über
100 Kilometer vom Fuß der Leber
bis Mariazell legen sie ohne zu
schlafen zurück. Damit wollen sie
darauf aufmerksam machen, dass
sich flüchtende Menschen oft unter
sehr großen Strapazen auf den
Weg machen. Ihr Spendenziel:
3.000 Euro für 220 Lebensmittelpakete
für besonders vulnerable
geflüchtete Menschen auf Lesbos.
„Man vergisst oft, dass die meisten
Flüchtenden sich nicht ‚nur‘ auf
den Weg machen, weil sie ein besseres
Leben suchen, sondern weil
sie die gefährliche und strapaziöse
Reise als letzten Ausweg sehen.
Darauf wollen wir mit unserer Aktion
hinweisen“, so Mittl. VW
14
szene
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Eine Extrawurstsemmel ist eigentlich
keine Wissenschaft: Du
brauchst Wurst und ein Gurkerl.“
Food-Influencer Gerhard Dragschitz (Motion Cooking)
über die perfekte Extrawurstsemmel
LUEF
www.grazer.at 28. JUNI 2026
steirischer herbst ‘26:
„Red Flags“
HERBSTLICH. Der steirische herbst startet am 24. September in die nächste Runde. Die 59. Festivalausgabe
steht unter dem Titel „Red Flags“ und findet bis 18. Oktober 2026 statt.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Der steirische herbst startet
heuer unter dem Titel
„Red Flags“ in die 59.
Runde. Der Begriff „Red Flags“
wird vor allem in Psychologie-
Diskursen für problematische
Beziehungen verwendet. Doch
gleichzeitig fungiert der Begriff
heute als Warnsignal für alles,
was bereits geringfügige Abweichungen
von einer vorgegebenen
ideologischen Linie darstellt.
Das Festival überträgt den
Begriff vom Privaten auf gesellschaftliche
und politische Entwicklungen
und möchte rote
Flaggen der Gesellschaft aufgreifen
und einen Raum für Konflikte
und Solidarität schaffen, die
im Alltag oft unter den Teppich
gekehrt werden. Während öffentliche
Solidaritätsbekundungen
immer stärker unter Druck geraten
und zunehmend stigmatisiert
werden, verschiebt sich das gesellschaftliche
Konfliktfeld in den
privaten Raum. Globale Krisen
und Ängste finden ihren Weg in
den Alltag und prägen das persönliche
Leben. Der steirische herbst
’26 bietet dabei keine beschwichtigenden
Antworten, sondern
macht sichtbar, wie sich politische
Vergiftung in alltägliche Erfahrungen
einschreibt. Kuratiert wurde
die Ausgabe von Intendantin und
Chefkuratorin Ekaterina Degot,
David Riff, Line Spellenberg und
Pieternel Vermoortel.
Eröffnung
Das Festival eröffnet am 24. September
am Grazer Karmeliterplatz
mit einer musikalischen
Performance von Julian Warner,
der in „No Surrender: Kampf um
die Moderne“ (2026) mit einem
Wrestlingmatch auf die vielen
ideologischen Kämpfe in unserer
Gesellschaft verweist. In der
Helmut List Halle geht der erste
Festivaltag mit Alex Baczynski-
Jenkins weiter.
Am zweiten Tag folgt die Ausstellungseröffnung
am Griesplatz
34 mit einer Performance von Xenia
Koghilaki. Im Orpheum Extra
gibt es eine Keynote-Lecture der
Philosophin Oxana Timofeeva,
im Orpheum die Uraufführung
von Franz von Strolchens Stück
„Austria Demenzia“.
Für den steirischen herbst ’26
gestalten Künstler die unterschiedlichen
Räume zu immersiven Erlebniswelten.
In einer scheinbar
vertrauten, häuslichen Umgebung
werden Besucher mit den kulturellen
und realen Konflikten unserer
Gegenwart konfrontiert und erleben,
wie globale Krisen längst in
den privaten Alltag eingedrungen
sind. Dabei eröffnet sich eine Welt
voller ungewöhnlicher Figuren
und Erzählungen.
Griesplatz
Der Griesplatz ist ein zentraler Ort
des Festivals. Dort befindet sich
die Ausstellung, die bis 15. November
zu sehen ist, das herbstcafé,
die herbstvermittlung sowie
das Ticketing. „Wir sind in diesem
Haus und in diesem Teil von Graz
als steirischer herbst nicht zufällig.
Wir sind hier in Solidarität mit allen
Bewohnern von Gries und den
Businesses, die hier angesiedelt
sind“, so Intendantin Ekaterina
Degot.
„Red Flags“: Intendantin
und Chefkuratorin
Ekaterina Degot und ihr
Team kuratierten die 59.
Ausgabe des Festivals.
STEIRISCHER HERBST / DANIEL KINDLER
Künstler & Kollektive
■ Rawan Almukhtar
■ Josefin Arnell
■ Alex Baczyński-Jenkins
■ Vanessa Baird
■ Lennart Boyd Schürmann
■ Carmen Chraim
■ Edlbauer und Julia S. Goodman
■ Daniel Dominguez Teruel
■ Stina Fors
■ Francesca Grilli
■ Leila Hekmat
■ Max Höfler und Andreas
Unterweger
■ Krõõt Juurak
■ Nikolay Karabinovych
■ Alexa Karolinski und Ingo
Niermann
■ Alina Kleytman
■ Xenia Koghilaki
■ Lina Majdalanie & Rabih Mroué
■ Lukas Michelitsch
■ Csaba Molnár / Nicole Clore
■ Heather Phillipson
■ Hendrik Quast
■ Die Rabtaldirndln
■ Azade Shahmiri
28. JUNI 2026 www.grazer.at
ANDREAS HOFER, Stadt Graz/Fischer
Mario Kunasek
Morgen feiert der Landeshauptmann
seinen runden 50. Geburtstag.
Happy Birthday!
szene 15
GEBURTSTAGSKINDER
DER WOCHE
Happy Birthday!
Steffi Werger
Am 2. Juli feiert die Musikerin,
Autorin und Kabarettistin ihren 75.
Geburtstag. Alles Gute!
SPÖ-Spitzenkanditatin Doris Kampus mit Marko
Vešligaj, Mitglied EU-Parlament, beim Bieranstich SCHERIAU
Herrschaftliche Hochzeit
■ Am vergangenen Samstag, fand auf Schloss Plankenwarth
unter dem Motto „Die Burg erwacht aus
dem Dornröschenschlaf“ bei Speis, Trank und Musik
ein rauschendes Fest für die Bevölkerung statt.
Davor wurde es noch romantisch: Schlossherrin
Eva Waisocher schloss mit Klaus Weinländer in
den Prunksälen des Schlosses den Bund fürs Leben.
Unter anderem mit dabei waren: Genusshauptstadt-
Doyen Waltraud Hutter, Gastronom Robert Nguyen,
die Anwälte Hermann Stenitzer-Preininger
mit Gattin Alexandra Stenitzer (beide fungierten als
Trauzeugen), Golfproette Natascha Fink u.v.m.
Silvio Gabriel und seine Band Cuba Libre sorgten für
beste Stimmung am Lendplatz.
FEDOROVA
Honorarkonsuln hoch oben
■ Auf die Kasematten pilgerten zu Philipp Hochmairs
moderner „Jedermann Reloaded“-Version
die steirischen Honorarkonsuln auf Einladung von
Bühnenchef und Frankreich-Honorarkonsul Bernhard
Rinner. Vor der Show in der Skybar kam der
Bühnenstar selbst auf einen Sprung vorbei und
führte selbst in den Abend ein. Dabei lauschten
der stellvertretende Botschafter Frankreichs Frederic
Joureau, Doyen Rudi Roth für Ungarn, Michael
Ksela für Marokko, Fritz Möstl für Ukraine,
Manfred Kainz für Polen, Florian Weitzer für Dänemark,
Heimo Klar für Südafrika und noch viele
mehr.
Augartenfest fiel ins Wasser
■ Am 20. Juni verwandelte sich der Augarten
bei zunächst sonnigem Wetter in eine
große Open-Air-Festzone. Live-Musik, ein
abwechslungsreiches Kinderprogramm und
internationale Acts sollten für gute Stimmung
und einen gelungenen Festtag sorgen. Leider
machte das Wetter den Feierlichkeiten ab
14.30 Uhr einen Strich durch die Rechnung:
Gewitter, Hagel und starker Wind zwangen
die Veranstalter dazu, das Fest vorzeitig abzubrechen.
Das glückliche Brautpaar: Schlossherrin Eva Waisocher
mit Gatte Klaus Weinländer
KK
Latin Live startete die Saison
■ Diese Woche war es endlich wieder so weit:
Latin Live kehrte erstmals für diesen Sommer auf
den Lendplatz zurück – und das bei schönstem
Wetter, bester Stimmung und natürlich echten
Latin-Vibes. Silvio Gabriel machte mit seiner
Band Cuba Libre den Anfang – der Lendplatz
wurde auch dieses Mal wieder zu einer Bühne
für wahre Latin-Liebhaber. Für alle, die den Startschuss
verpasst oder noch nicht genug bekommen
haben: Jeden Mittwoch ab 18 Uhr findet bei
Schönwetter Latin Live direkt am Lendplatz statt.
Bernhard Rinner, Philipp Hochmair, Frédéric Joureau
und Rudi Roth auf den Kasematten (v. l.)
R
Robert Hagenhofer, Andrea Lepenik mit
Team, Silvio Gabriel und Marc Andrae KK
Eggenberger
Sommernächte
■ Vergangenen Dienstag fand
zum siebten Mal die Veranstaltung
„Eggenberger Sommernächte“
im Rudolf in Eggenberg
statt. Den Anfang machte Silvio
Gabriel und Marc Andrae bei
heißen Temperaturen und toller
Stimmung – selbst ein Pfau aus
dem Schloßpark Eggenberg war
neugierig. Mit dabei waren unter
anderem Gemeinderat Markus
Huber und Gemeinderat Peter
Piffl-Percevic.
Bei der diesjährigen Yugo Fešta kamen
allerlei Menschen zusammen.
KPÖ
Das war das
Yugo Fešta 2026
■ Am 20. Juni fand zum bereits
neunten Mal das Yugo Fešta
im Volkshaus statt. Die Gäste
trotzten dem Regen und hatten
trotz allem für eine wunderbare
Stimmung gesorgt. Menschen
aus verschiedensten Ecken, Generationen
und Herkünften kamen
zusammen, um gemeinsam
zu feiern, zu tanzen und den
sommerlichen Tag bei Cevape,
Cremeschnitten und jugoslawischen
Volksliedern zu genießen.
eco
Sabrina Naseradsky
16
sabrina.naseradsky@grazer.at
WorldSkills 2026
Ich trau ihnen alles zu!“
SkillsAustria- und WK-Steiermark-Präsident
Josef Herk auf die Frage, welche Medaillenchancen
er sich für die Teilnehmern bei den
WorldSkills 2026 ausrechnet.
Oliver Wolf
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Grazer Kernölpower für Shanghai
WM. Vom 22. bis zum 27. September gehen die WorldSkills, die Berufsweltmeisterschaft, im chinesischen
Shanghai über die Bühne. Insgesamt sieben Teilnehmer kommen aus Graz und Umgebung.
Paul Bürki (19)
HTBLVA Ortwein,
Teilnahme im
Bereich Grafik-
Design
Julia
Kaufmann (18)
Modeschule Graz,
Teilnahme im Bereich
Modetechnologie
Das steirische Team mit Josef Herk, Landesrat Willibald Ehrenhöfer (beide
l.) und SkillsAustria Geschäftsführer Jürgen Kraft (r.). FISCHER, SKILLSAUSTRIA/WIESER (7)
Paul
Zadravec (21)
Kühne + Nagel,
Teilnahme im
Bereich Spediti-
onslogistik
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die Steiermark tritt bei den
WorldSkills mit zwölf Teilnehmern
an. Sieben davon
leben und/oder arbeiten in Graz
und Umgebung. Wir stellen sie vor:
Kristijan Hrdzic und Gabriel
Aldrian treten im Teamwettbewerb
Robot Systems Integration
an. Für sie ist es entscheidend als
Team zu funktioieren.
Ebenfalls im Team treten Konstantin
Hauser und Marwin
Kremser im Bereich Autonomus
Mobile Robotics an. Die beiden
sehen die WorldSkills als einmalige
Chance, sich fachlich und
persönlich weiterzuentwickeln.
Paul Bürki setzt die Erfolgsserie
der Grazer Ortweinschule fort
und will im Bereich Grafik Design
nach einer Medaille greifen.
Paul Zadravec tritt in der Speditionslogistik
an: „Mich fasziniert
die Abwechslung und die
globale Dimension meines Jobs.“
Modisch wird es bei Julia
Kaufmann. Die Schülerin der
Modeschule Graz will im Bereich
Modetechnologie die erste Goldene
seit mehr als vier Jahrzehnten
holen.
Konstantin
Hauser (17)
Knapp AG, Teil-
nahme im Bereich
Autonomous
Mobile Robotics
Gabriel
Aldrian (21)
Kristijan
Hrdzic (24)
Marwin
Kremser (21)
Knapp AG, Teil-
nahme im Bereich
Robot Systems
Integration
Magna Steyr, Teil-
nahme im Bereich
Robot Systems
Integration
Knapp AG, Teil-
nahme im Bereich
Autonomous
Mobile Robotics
28. JUNI 2026 www.grazer.at
eco 17
➜
TEURER
GETTY (2)
Süßwaren +5,3 %
Schlechte Nachrichten für Naschkatzen:
Süßwaren sind im Jahresvergleich
um 5,3 Prozent teurer geworden.
Gemüse –6,2 %
Gute Nachrichten für Vitaminjunkies:
Gemüse ist im Monatsvergleich um
6,2 Prozent günstiger geworden.
BILLIGER
➜
W I R T S C H A F T
EcoNews
sabrina.naseradsky@grazer.at
Maroni werden in
Graz digital
■ Seit mehr als 40 Jahren ist
das Familienunternehmen
Maronessa von Cvetka Stockinger
ein fixer Bestandteil
der Grazer Innenstadt. Nachhaltigkeit
war schon immer
ein großes Thema. Ab Herbst
2026 wird an jedem Maroni
Stand ein QR-Code zu sehen
sein, der Interessierte direkt
auf das digitale Nachhaltigkeitsprofil
führt.
Ab Herbst kann man die Nachhaltigkeit
digital nachvollziehen. KK
Josef Herk, Kurt Maier und Josef
Pesserl (v.l.)
SCHERIAU
Ernergiezukunft
Steiermark
■ Mit dem gemeinsamen Positionspapier
„Energiezukunft
Steiermark“ haben die WK Steiermark,
die AK Steiermark , die
Landwirtschaftskammer, der
ÖGB und die IV Steiermark nun
eine konkrete Agenda für die
Energiepolitik des Landes bis
2030 vorgelegt. Sie wollen damit
die Einrichtung einer zentralen
Energie-Koordinierungsstelle
beim Land Steiermark anregen,
um die Transformation des
Energiesystems schneller, koordinierter
und für alle leistbar zu
gestalten.
Neue Dachmarke
für den Süden
■ Bei einem Arbeitstreffen der
beiden Wirtschaftslandesräte der
Steiermark und Kärntens – Willibald
Ehrenhöfer und Sebastian
Schuschnig – mit den Spitzen
der Wirtschaftskammern und
Industriellenvereinigungen beider
Länder wurde heute in Graz
ein verstärktes Auftreten beider
Bundesländer als gemeinsamer
Wirtschaftsraum im In- und Ausland
beschlossen. Dafür wird
eine neue Dachmarke erarbeitet.
Im kommenden Jahr sind ein
Wirtschaftsempfang in München
und die Teilnahme an der EXPO
in Belgrad geplant.
Sebastian Schuschnig (l.) und
Willibald Ehrenhöfer LAND STEIERMARK
Alexander Kraus wird neuer COO
bei AVL List.
AVL/DORIS SPORER
Weichenstellung:
neuer COO bei AVL
■ Nach der erfolgreichen Restrukturierung
der Finanzen
stellt AVL nun ihren Geschäftsbereich
Instrumentation & Test
Systems (ITS) neu auf. Alexander
Kraus wird mit Juli 2026
zum Chief Operating Officer ernannt.
Mit der Neuaufstellung
stärkt AVL diesen strategischen
Kernbereich und setzt den eingeschlagenen
Transformationskurs
konsequent fort. Kraus
bringt internationale Führungserfahrung
an der Schnittstelle
von Technologie, Regulierung
und Innovation mit.
Knapp weiter auf Erfolgskurs
TOP. Das steirische Technologieunternehmen Knapp setzt seinen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr
2025/26 fort. Der Umsatz lag bei 2,135 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 7,6 Prozent.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Der Auftragseingang liegt
zudem bei 2,51 Milliarden
Euro. Damit unterstreicht
Knapp die nachhaltige Entwicklung
des Unternehmens. Europa
und Nordamerika zählen dabei
zu den wichtigsten Umsatzmärkten
und bilden die stabile Basis
für die internationale Geschäftsentwicklung.
Investitionen
Um auch für die nächsten Jahren
gerüstet zu sein, investiert
das Unternehmen weiter kräftig.
Allein im Geschäftsjahr 2025/26
hat Knapp 106 Millionen Euro –
rund 5 Prozent des Umsatzes – in
Forschung, Entwicklung und Digitalisierung
investiert, um den
steigenden Anforderungen an Effizienz,
Flexibilität und Skalierbarkeit
gerecht zu werden. Das
Unternehmen profitiert von seiner
starken Position in den Kernbranchen
Healthcare, Retail,
Fashion, Food, Wholesale und
Industry. „Gerade in der Vielfalt
unserer Anwendungen liegt
unsere Stärke. Sie ermöglicht es
uns, flexibel auf unterschiedliche
Anforderungen zu reagieren und
unseren Wachstumskurs stabil
fortzusetzen“, betont Knapp-CEO
Gerald Hofer.
Das Vorstandsteam des steirischen Technologieführers: KNAPP-COO Franz
Mathi, KNAPP-CFO Christian Grabner, KNAPP-CEO Gerald Hofer (v.l.) KNAPP/KANIZAJ
18
viva
Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Wir sind hier in Solidarität mit allen
Bewohnern von Gries und den Businesses,
die hier angesiedelt sind.“
Intendantin des steirischen herbst Ekaterina Degot bei der
Programmpräsentation für das Jahr 2026 LAND STMK/J.J.KUCEK
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Prim. Dr. Mehrnusch Hasiba-Naghibi, Dr.
Karin Reiter-Prinz, Jürgen HöflerDERGRAZER
Jubiläumsfest
der APR Graz
■ Am 18. Juni lud die pro mente
Reha zum 10+1-Jubiläumsfest
der Ambulanten Psychosozialen
Rehabilitation Graz. Die APR bietet
medizinisch-psychiatrische
Rehabilitation in Form einer
tagesklinischen Betreuung an.
Im Rahmen der Phase-2- und
Phase-3-Rehabilitation werden
Patienten in ihrem gewohnten
Umfeld unterstützt. Ziel der Rehabilitation
ist es unter anderem,
die Teilhabe am sozialen Leben
zu fördern, die Selbstständigkeit
der Teilnehmenden zu stärken
und den Umgang mit Konflikten
zu verbessern. Anlässlich des elfjährigen
Bestehens kamen zahlreiche
Festgäste zusammen, um
die Arbeit der Mitarbeitenden zu
würdigen. Das APR Graz hat im
Zuge der Feier auch die fünf Logos
der PVA erhalten. Die Vergabe von
fünf Logos durch die PVA ist einer
der höchsten Qualitätsauszeichnungen
für Gesundheits- und Rehabilitationszentren.
KAGes tritt
in die Pedale
Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. setzt auf klimafreundliche Mobilität ihrer Mitarbeiter. KAGES
KLIMASCHUTZ. Mit
einem umfassenden
Maßnahmenpaket
leistet die KAGes einen
wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Die KAGes, der größte Arbeitgeber
der Steiermark, hat
sich das Ziel gesetzt, bis zum
Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen.
Ein wesentlicher Beitrag dazu
kommt bereits heute aus der Förderung
der sogenannten „sanften Mitarbeitendenmobilität“.
Etwa zwölf
Prozent der über 19.000 Beschäftigten
nutzen für ihren Arbeitsweg
Angebote wie das Jobticket oder
das Jobrad. Mit diesen Maßnahmen
konnten im Jahr 2025 bereits rund
3.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Das entspricht in etwa 551 Autofahrten
rund um den Globus.
Nachhaltigkeit
„Als größter Arbeitgeber der Steiermark
tragen wir Verantwortung – für
unsere Mitarbeiter, für die Region
und für kommende Generationen.
Nachhaltigkeit ist für uns gelebte Praxis
und Vorbildauftrag zugleich. Mit
innovativen Mobilitätslösungen wie
Jobrädern, Jobtickets und einer stetig
wachsenden E-Flotte zeigen wir, dass
Klimaschutz und Gesundheitsförderung
Hand in Hand gehen können“,
betonen KAGes-Vorstandsvorsitzender
Gerhard Stark und Ulf Drabek,
Vorstand für Finanzen und Technik.
Jobticket & Jobrad
Besonders das Jobticket-Angebot
der KAGes hat sich erfolgreich entwickelt.
Schon im ersten Jahr entschieden
sich über 1500 Beschäftigte
für ein Jobticket. Inzwischen
wird das Angebot von rund 2300
Mitarbeitern regelmäßig genutzt.
Die Kosten für das Klimaticket Steiermark
werden dabei vollständig
von der KAGes übernommen.
Auch das Jobrad stößt auf großes
Interesse. Derzeit sind KAGes-weit
mehr als 200 Jobräder im Einsatz,
mehr als zwei Drittel davon im Grazer
Raum. Das Angebot umfasst
geförderte Fahrräder, E-Bikes und
E-Lastenräder. Die KAGes kauft
das Fahrrad an, nach drei Jahren
Nutzungsgebühr geht es in den Besitz
der Mitarbeitenden über. Die
Mobilitätsmaßnahmen zeigen vor
allem im urbanen Raum Wirkung:
Die Warteliste für Mitarbeitenden-
Parkplätze sank von rund 700 auf
nahezu null. Gleichzeitig reduzieren
weniger Individualverkehr sowie
der verstärkte Einsatz von Jobrädern
– insbesondere im Großraum Graz
– Parkplatzdruck, Emissionen und
Lärmbelastung.
Daten & Fakten
■ Bereits seit 2013 setzt die
KAGes auf klimafreundliche
Mitarbeitendenmobilität.
■ Ziel: Klimaneutralität der
KAGes bis 2040
■ Rund zwölf Prozent der Mitarbeitenden
nutzen Angebote der
„sanften Mobilität“
■ Bisher wurden rund 3000
Tonnen CO₂ eingespart - das
entspricht etwa 551 Autofahrten
rund um die Erde.
■ Knapp 2300 Mitarbeiter
nutzen regelmäßig das Jobticket
■ Mehr als 200 Jobräder sind
derzeit KAGes-weit im Einsatz,
mehr als zwei Drittel davon
werden im Grazer Raum genutzt.
■ KAGes übernimmt die Kosten
für das Klimaticket Steiermark
vollständig.
■ Jobräder können als Fahrrad,
E-Bike oder E-Lastenrad genutzt
werden, auch eine private Nutzung
ist möglich.
■ Ergänzende Maßnahmen:
E-Flotte, Diensträder, Radabstellanlagen,
Radserviceangebote,
Bike2Work-Kampagne, Bike-
Festival, Fahrplananpassungen
für Öffis
28. JUNI 2026 www.grazer.at
viva 19
➜
IN
GETTY (2)
Analoge Kameras
Analogfotografie ist für viele ein bewusstes,
entschleunigendes Hobby mit
einem unverwechselbaren Bildstil.
Selfies mit Filter
Viele bevorzugen inzwischen einen
natürlicheren Look und zeigen sich
auch auf Social Media lieber echt.
OUT
➜
G E S U N D H E I T
SprechStunde
linda.steurer@grazer.at
Netzwerktreffen
Mädchenberatung
■ Vergangenen Donnerstag
fand in Graz das Netzwerktreffen
der steirischen Frauen- und
Mädchenberatungsstellen statt.
Landeshauptmann-Stv. Manuela
Khom, die dem Treffen
ebenfalls beiwohnte, betonte
die wichtige Rolle der Frauenund
Mädchenberatungsstellen
in der Gewaltprävention. „Sprechen
wir es an – lieber einmal zu
oft als einmal zu wenig. Es muss
das Gespräch gesucht werden,
die Möglichkeit der Beratung
angesprochen werden“, so die
Landeshauptmann-Stv.
S. Birnstingl, M. Spellmeyer, P. Zurlinden,
O. Wusche, C. Kladiva, M. Zahrnhofer MERKUR
Golfen für den
guten Zweck
■ Auch heuer hat die Merkur
Versicherung wieder die Charity-
Veranstaltung „Golfen mit Herz“
unterstützt. Der Reineröls des
Turniers in der Höhe von 47.000
Euro kommen der Steirischen
Kinderkrebshilfe zugute. „Gesellschaftliche
Verantwortung
bedeutet für uns, dort zu unterstützen,
wo Hilfe dringend benötigt
wird“, betonen Markus Spellmeyer
und Markus Zahrnhofer
Vorstände Merkur Versicherung.
TU-Forscherinnen
ausgezeichnet
■ Große Freude an der TU Graz:
Die beiden Forscherinnen Anna
Galler und Bettina Könighofer
wurden mit dem ASTRA-Preisdes
FWF ausgezeichnet. Mit dem Preis
erhalten die beiden Forscherinnen
eine Förderung von je einer
Million Euro über fünf Jahre für
ihre Projekte. Dieses Geld werden
Anna Galler und Bettina Könighofer
nutzen, um Quantenmaterialien
für zukünftige Technologien
zu finden und autonome KI-Systeme
vertrauenswürdig zu machen.
Große Freude bei Bettina Könighofer
(l.) und Anna Galler. LUNGHAMMER - TU GRAZ
Die Steiermärkische Sparkasse
prämierte die Jungwinzer. MARIO GIMPEL
Jungwinzer zum
25. Mal gekürt
■ Seit mittlerweile 25 Jahren prämiert
die Steiermärkische Sparkasse
die Jungwinzer des Jahres.
Auch heuer wurden wieder die
besten jungen steirischen Winzer
ausgezeichnet. Der Jungwinzer-
Wettbewerb ist weit mehr als eine
Auszeichnung – er ist ein Sprungbrett,
das Talente sichtbar macht
und die kontinuierliche Weiterentwicklung
des steirischen Weinbaus
stärkt“, so Oliver Kröpfl, Vorstand
Steiermärkische Sparkasse.
20 viva
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Jetzt Ferienpate werden
WICHTIG. Auch dieses Jahr sucht „der Grazer“ wieder Ferienpaten, die eine oder mehrere Patenschaften
in Höhe von 75 Euro übernehmen und so Kindern einen schönen Ferienaufenthalt ermöglichen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Finanzielle Herausforderungen
machen es für viele Familien
immer schwieriger,
ihren Kindern einen Ferienaufenthalt
zu ermöglichen. Seit einigen
Jahren sucht „der Grazer“
daher gemeinsam mit den Partnerorganisationen
Kinderland
Steiermark und Kinderfreunde
Steiermark Ferienpaten, die
Kindern mit einer Patenschaft
in Höhe von 75 Euro eine schöne
Auszeit im Sommer ermöglichen
– entweder als finanzielle
Beteiligung oder als vollständige
Übernahme der Kosten. Es können
auch mehrere Patenschaften
übernommen werden.
Dankeschön
Wir bedanken uns bei: Eva Ras-
ky und Sylvia Grot (6 Patenschaften),
Andrea Skringer
(2), Martina Lafert (2), Andrea
Leitgeb (2), Klaus Jakse (2),
Manfred Mayer (2), Elenore
Doncsec (1), Andrea Schubert
(1), Michael Vidovic (1), Ursula
Andreatta (1).
Insgesamt konnten bisher
rund 11.400 Euro für die Ferienaufenthalte
gesammelt werden.
Aber wir glauben, da geht nochj
mehr. Wer also noch Ferienpate
werden möchte, hat bis zum 26.
Juli noch Gelegenheit.
Einzahlungen: Eine Patenschaft
kostet 75 Euro. Mehrere Patenschaften
sind herzlich willkommen.
Bank: RLB Steiermark
IBAN: AT71 3800 0000 0002 266
BIC: RZSTAT2G
Kontoinhaber: Media21 GmbH
Mit einer Ferienpatenschaft kann Kindern im Sommer ein Aufenthalt in
einem Feriencamp am Wörthersee oder Turnersee ermöglicht werden. GETTY
28. JUNI 2026 www.grazer.at viva
21
Bluthochdruck: Ärztin Sabine
Perl weiß, worauf man achten
sollte. GETTY, M BEGSTEIGER
WICHTIG. Bluthochdruck
bleibt oft lange
unbemerkt. Frauen
haben vor allem bei
hormonellen Veränderungen
höheres Risiko.
Bluthochdruck gilt als „stiller
Risikofaktor“, weil lange
keine Symptome spürbar
sind. „Symptome treten häufig
erst bei einer hypertensiven Krise
mit Kopf- oder Thoraxschmerzen
auf“, erklärt die Kardiologin und
Internistin Sabine Perl. In diesem
Fall liegen die Werte oft über 200
– weit vom idealen Wert von 125
mmHg systolisch entfernt. „Aber
auch wenn ein erhöhter Blutdruck
vorher meist nicht wahrgenommen
wird, weil er nur durch
Messungen erkennbar ist, entstehen
dennoch Organschäden.“
Veränderungen
Ein Risikofaktor sind hormonelle
Veränderungen. Der
Blutdruck sollte daher stetig
überprüft werden: In der
Selbstmessung sollte er immer
unter 135 zu 85 liegen, wesentlich
sind auch die regelmäßigen
Vorsorgeuntersuchungen.
Dabei gilt: „Jeder erhöhte Blutdruck
muss abgeklärt werden“,
so Sabine Perl. Nur mit der Aufregung
bei der Untersuchung
sollte man erhöhte Werte keineswegs
„abtun“. Bei Frauen
gilt es, gerade in Zeiten von
hormonellen Veränderungen
besonders genau hinzuschauen.
Denn diese können immer
auch mit Bluthochdruck einhergehen:
etwa die Pillen-Einnahme,
die Perimenopause
oder die Zeit nach dem Wechsel.
Wer an Schwangerschaftshochdruck
leidet, hat ein deutlich
höheres Risiko, später
dauerhaft an Bluthochdruck zu
erkranken. Diese Frauen sollten
ihren Blutdruck unbedingt
regelmäßig kontrollieren, um
Folgeerkrankungen wie Myokardinfarkt
und Schlaganfall zu
verhindern.
Bluthochdruck – auch bei
Frauen ein großes Thema
Lifestyle
In der Therapie von Bluthochdruck
gibt es aber wenige Unterschiede
zwischen den Geschlechtern:
„Der Lifestyle spielt
bei dieser Erkrankung natürlich
eine wesentliche Rolle. Wichtig
ist es immer, das Gewicht auf
ein gesundes Maß zu reduzieren,
auf eine gesunde Ernährung
und auf regelmäßige Ausdauerbewegung
zu achten“, weiß Perl.
Ist eine medikamentöse Therapie
gefragt, sollte man schon früh
auf eine Kombinationsmedikation
setzen, so die Kardiologin.
Und – ebenfalls ganz wichtig –
Blutdrucktherapie ist immer eine
Dauertherapie, meist lebenslang.
Stress & Energydrinks
Ein wesentlicher Punkt – gerade
bei Frauen im mittleren Lebensalter
– ist die erhöhte Stressbelastung,
die sich auf den Blutdruck
auswirkt: Job, Kinder sowie
meist der größere bzw. größte
Anteil an Haushalt und „mental
load“ werden von Frauen jongliert.
Sabine Perl empfiehlt aus
diesem Grund regelmäßiges
Ausdauertraining sowie autogenes
Training für den im Stress
überaktiven Sympathikus, einen
Teil unseres vegetativen Nervensystems.
„Regelmäßige Entspannungsübungen
und Auszeiten
sind wichtig, um das ganze System
zu beruhigen. Über Atemübungen
und Entspannung wird
der Vagusnerv, die wichtigste parasympathische
Verbindung, aktiviert.
Das wirkt sich auch positiv
auf den Schlaf aus und gut zu
schlafen ist ebenfalls ein wesentlicher
gesundheitlicher Faktor.“
Ein „No-Go“ für unseren Blutdruck
sind hingegen Energydrinks.
Sie haben in zweierlei
Hinsicht negative Auswirkungen
– einerseits wegen des hohen
Zuckergehalts und andererseits
wegen Inhaltsstoffen wie
Taurin, die den Blutdruck anheben.
Auch salzreiche Nahrungsmittel,
konservierte und Fertignahrungsmittel
können den
Blutdruck langfristig heben und
sollten deswegen vermieden
werden.
22 viva
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Die Radprofis auf
Tausende Besucher ließen sich das
Biedermeierfest nicht entgehen. ALES MILIC
Reise in die
Vergangenheit
■ Auch im heurigen Jahr verwandelte
sich Bad Gleichenberg
wieder in eine lebendige Kulisse
des 19. Jahrhunderts. Tausende
Besucher ließen es sich am vergangenen
Wochenende nicht
entgehen, in die Zeit des Biedermeier
einzutauchen. Im Kurpark
und am Hauptplatz sorgten
Musikgruppen, Tanzensembles
– darunter auch das Kaiserliche
Kinderballett – der Kaiserliche
Hofmarkt, Handwerkskunst und
viele Kinder- und Familienangebote
für ein abwechslungsreiches
Festprogramm. Höhepunkt
der Veranstaltung war der
traditionelle Umzug durch Bad
Gleichenberg, angeführt von
Kaiser Franz Joseph und Kaiserin
Elisabeth. Besonders beeindruckend
war die große Zahl an
Besuchern in historischen Gewändern,
die das Biedermeierfest
aktiv mitgestalteten und für
eine authentische Atmosphäre
sorgten.
SPORTLICH. In zahlreichen
Fanzonen können
die Besucher den
Radprofis der Tour of
Austria zujubeln und die
Tour hautnah erleben.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Zum 75. Mal geht die Österreich
Rundfahrt heuer über die
Bühne und wartet gleich mit
einer Premiere auf: Erstmals sind
alle drei Weinstraßen der Südsteiermark
Etappenorte. Zieleinfahrt ist in
Gamlitz. Gestartet wird die Tour am
Grazer Karmeliterplatz.
Auch in Kitzeck wartet eine Fanzone auf die Fans. STG | R. LAMM
Insgesamt führt die Strecke
über 1488 Kilometer und es sind
2716 Höhenmeter zu überwinden.
Es ist somit die schwerste
Etappe der gesamten Tour.
Fanzonen
Entlang der Route warten heuer
spezielle Fanzonen auf die Radsportbegeisterten.
Insgesamt 13
Fanzonen werden auf der Strecke
zu finden sein.
Natürlich stehen auch hier die
Radprofis im Mittelpunkt, es gibt
aber auch ein attraktives Rahmenprogramm
für die wartenden
Fans. Bei auszeichneter steirischer
Kulinarik kann man mit
Gleichgesinnten über den Radsport
fachsimpeln und das gesellige
Beisammensein genießen.
Fanzonen: der Tour
■ Graz
■ Ligist
■ Voitsberg
■ St. Bartholomä
■ Stainz
■ St. Stefan ob Stainz
■ Bad Schwanberg
■ Eibiswald
■ St. Johann i. Saggautal
■ St. Andrä-Höch
■ Kitzeck im Sausal
■ Leutschach a. d. Weinstraße
■ Gamlitz
In Gamlitz findet der Zieleinlauf der Tour statt. STG | TOM LAMM
Rätsel-Lösung vom 21.6.2026
T Z W K
L E B E N S H I L F E J A
B I R N E O B E R T H A L
N I E T E N G T E S T
K U E R I D E A L E M E
N G A D O L L A P I N
A D R I A R E N O N N E
V I E A F F I G E G
W I T W E R A N D U N G
F E T E K I N N A M I E
R R E A K T I O N A E R
Z I K A D E G
Lösung:
L I D R E B E
G Y M N A M E STADT-
L O E H N E N SCHREI-
Lösung:
T A L C O A S T
BERIN STADT-
B E R U F A E SCHREIBERIN
Sudoku-Lösung
vom 28.6.2026
9 5 1 7 2 6 8 4 3
3 2 8 9 4 1 7 6 5
7 6 4 3 8 5 2 1 9
4 1 6 2 7 9 5 3 8
5 9 7 1 3 8 6 2 4
2 8 3 6 5 4 9 7 1
6 4 9 8 1 7 3 5 2
1 7 2 5 9 3 4 8 6
8 3 5 4 6 2 1 9 7
28. JUNI 2026 www.grazer.at viva
23
der Weinstraße
Eine der Fanzonen für die Österreich-Rundfahrt: Am Grazer Mariahilferplatz kan man den Radprofis zujubeln.
KK
H. Treiber, P. Prisching, H. Unger,
G. Schönbauer und S. Laimer AVITA
Investitionen bei
Avita Resorts
■ Das Avita Resort investiert
erneut in die Zukunft des Hauses.
Mit der umfassenden Modernisierung
der Hotel-Lobby
und der Hotel-Bar entsteht im
Avita-Hotel ein neuer, stilvoller
Treffpunkt für Hotelgäste, Tagesgäste
und Besucher aus der
Region. Mit der neuen Hotel-
Lobby und Hotel-Bar schaffen
wir einen Ort, der bereits beim
Ankommen begeistert und das
Wohlfühlerlebnis auf ein neues
Niveau hebt“, so Avita Geschäftsführer
Peter Prisching.
24 viva
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Neues Angebot
bei Regio Bus
■ Regio Bus erweitert sein Angebot
für die Region Weiz. Auch
künftig sorgen die RegioBus-Linien
200, 201 und 250 für einen
dichten 20-Minuten-Takt zwischen
Graz Andreas-Hofer-Platz
und Faßlberg Busbahnhof. Wer
besonders schnell unterwegs
sein möchte, kann die Expresslinie
X20 nutzen, die mit wenigen
Zwischenhalten Weiz und
Graz verbindet. Auf diesen Linien
kommen zudem verstärkt
15-Meter-Busse zum Einsatz,
die an Werktagen zusätzliche
Sitzplätze bieten.
Sommer, Sonne,
Eines der Highlights im Festival-Kalender das Donauinselfest. Drei Tage wird hier gefeiert.
DONAUINSELFEST_ALEXANDER MÜLLER
28. JUNI 2026 www.grazer.at viva
25
Wasser und Musik
OUTDOOR. Sommer ist
immer auch Festivalsaison.
Besonders wird
es, wenn man Musik mit
einem Sprung ins kühle
Nass verbinden kann.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Im Sommer zieht es uns alle fast
schon automatisch nach draußen.
Wenn die Sonne vom Himmel
lacht, ein laues Lüftchen weht
und die Sommernächte zum Verweilen
im Freien einladen, stellt
sich ein ganz besonderes Lebensgefühl
ein.
Leichtigkeit
Zahlreiche Festl am und ums
Wasser warten dabei auf die Besucher
und sorgen für sommerliche
Leichtigkeit.
Das größte und bekannteste Fest
am Wasser ist mit Sicherheit das
Donauinselfest. Vom 3. bis zum 5.
Juli verwandelt sich die berühmte
Donauinsel bereits zum 43. Mal
in die größte Open-Air-Arena des
Landes. Auf zahlreichen Bühnen
wartet ein hochkarätiges Musik-,
Kabarett-, Action- und Fun-Programm.
Am 11. Juli steigt in Fürstenfeld
das berühmte Fürstenfelder Freibadfest.
Auf die Festbesucher und
Wasserratten wartet ein buntes
Programm. So kann man sich an
verschiedenen Sportstationenversuchen.
Beim Ententurmspringen
mit Tombola winken ein Hauptpreis
von 500 Euro in bar und viele
weitere attraktive Preise. Ab 19 Uhr
spielen Egon 7 und den krönenden
Abschluss bildet dann um 22
Uhr das große Feuerwerk.
#WeAreWater-Fest heißt es am
4. Juli ab 10 Uhr in der Therme
Loipersdorf. Ein DJ sorgt gleich
von Beginn an für Stimmung.
Bunt wird es dann um 11 Uhr,
wenn beim „Wasserball-Zauber“
tausende Bälle in das Acapulcobecken
regnen. Bei der #WeAreWater-Challenge
können Teams
spannende Stationen rund um das
Thema Wasser meistern.
Jeden Samstag heißt es in der
Therme Nova „Nova Poolparty“.
Am 25. Juli gastiert hier diesmal
RagPack.
Ebenfalls am 25. Juli findet im
Rogner Bad Blumau das Brautkleidtreffen
„Einfach weiß“ statt.
Es warten DJs, Cocktails, Snacks,
eine aufregende Show sowie ein
Bodypainting-Künstler. Besonders
spaßig wird der traditionelle
Brautstraußwurf. Wer im weißen
Brautkleid kommt, erhält vor Ort
eine Tages-Thermeneintrittskarte.
Am 31. Juli und 1. August findet
zum 53. Mal das Schwanberger
Strandfest statt. Gestartet wird
jeweils um 19 Uhr mit dem Dämmerschoppen.
Es wartet ein Open-
Air-Konzert der Superlative.
Die Lobby im Almwellness Pierer
wurde neu gestaltet. HARALD_EISENBERGER
Neugestaltung
bei Pierer
■ Mit einer umfassenden Neugestaltung
der Lobby und der
Genusswelt sowie der hauseigenen
A.L.M.-Methode setzt das
Almwellness Hotel Pierer ein
starkes Zeichen für die Zukunft
des Gesundheitstourismus. „Wir
möchten, dass unsere Gäste die
Philosophie unseres Hauses
nicht erklärt bekommen müssen,
sondern sie intuitiv erleben. Deshalb
investieren wir laufend in
unsere Infrastruktur und entwickeln
unser Angebot kontinuierlich
weiter“, erklärt Familie Pierer.
26
mobil
Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Nicht provozieren lassen – auch
wenn die Situation im Straßenverkehr
angespannt ist.“
Klaus Robatsch (VCÖ) sieht eine zunehmende Aggressivität
unter Verkehrsteilnehmern aufgrund der Hitze. KFV/APA
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Für E-Scooter gelten im
Straßenverkehr dieselben
Regeln wie für Fahrräder.
GETTY
Georg Staudinger, Thomas Tebbich,
René Pardon (v.l.) OLIVER WOLF
Volle E-Power
für Sturm Graz
■ Großer Coup abseits des
Rasens: Der chinesische
Hightech-Autobauer XPENG
und das Grazer Traditionsautohaus
Vogl+Co werden neue
offizielle Mobilitätspartner des
SK Sturm Graz. Im Rahmen
dieser Allianz werden Spieler,
Trainer und Funktionäre des
Grazer Spitzenvereins künftig
mit den modernen, vollelektrischen
Modellen XPENG G6
und G9 ausgestattet. Das Besondere
an dieser sportlichen
Partnerschaft ist vor allem die
starke regionale Verbindung:
Die beiden Elektro-Modelle
für den europäischen Markt
rollen direkt in Graz bei Magna
vom Band. Damit vereint das
Projekt globale Innovationskraft
mit steirischer Industriekompetenz
getreu dem lokalen
Motto „Aus Graz für Graz“. Für
die Fans und Stadionbesucher
verspricht die Kooperation
ebenfalls spannend zu werden:
Sie können die intelligenten
Fahrzeuge künftig bei ausgewählten
Events hautnah erleben
und das Mobilitätserlebnis
der Zukunft selbst kennenlernen.
„Der SK Sturm Graz ist
mehr als ein Fußballverein – er
ist ein wichtiger Teil unserer
Region und begeistert Menschen
weit über die Grenzen
der Steiermark hinaus. Umso
mehr freut es uns, diese Partnerschaft
einzugehen“, sagt
René Pardon, Geschäftsführer
von Vogl+Co.
Flott durch die Stadt
MOBILITÄT. Bei der Hitze sind E-Scooter eine gute Alternative zu vollen
Bims. Mit Trendgeräten wie Hoverboards darf man aber nicht auf die Straße.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Bei der aktuellen Hitzewelle
wird der Arbeitsweg in
Graz schnell zur Qual: Im
Auto steht die Luft und in der vollen
Bim kommt man ins Schwitzen.
Wer kurze Wege in der Stadt
zurücklegen muss, sucht deshalb
nach Alternativen. E-Scooter und
andere Trendsportgeräte erobern
die Straßen. Doch wie alltagstauglich
ist die E-Mikromobilität
auf der berüchtigten „letzten
Meile“ wirklich?
Recht im Verkehr
Wer im Stadtverkehr unterwegs
ist, stößt schnell auf rechtliche
Fallstricke. Während für E-Scooter
die Regeln wie für Fahrräder
gelten, werden Airwheels, Hoverboards
oder Longboards nur als
„fahrzeugähnliches Spielzeug“
eingestuft. Sie dürfen auf Gehsteigen
und Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit
verwendet werden
– aber nur, wenn der Fußgängerverkehr
nicht behindert oder gefährdet
wird. Der ÖAMTC sieht
das skeptisch: „Aufgrund zahlreicher
offener Fragen und unklarer
Rechtslage, zum Beispiel ob man
den Benützern solcher Sportgeräte
das Queren am Schutzweg
ermöglichen muss, raten wir von
der Verwendung von Trendsportgeräten
auf Straßen mit öffentlichem
Verkehr – nicht zuletzt aus
Gründen der Verkehrssicherheit –
eher ab“, erklärt Matthias Nagler,
Experte für Verkehrspolitik beim
ÖAMTC. Für Scooter gilt übrigens
ein striktes Alkohollimit von 0,5
Promille sowie eine Helmpflicht
für Jugendliche unter 16 Jahren.
Der letzte Meter
Als Abkühlung im Sommer taugen
die Geräte zwar schon, weil
der unkomplizierte Weg, etwa ins
Büro, zumindest ein bisschen Erleichterung
bringt. Auch die Reichweiten
können sich sehen lassen:
Mit manchen E-Longboards
schafft man locker 30 Kilometer
am Stück. Am Ende des Tages entscheidet
im Grazer Stadtverkehr
aber nicht der Spaßfaktor, sondern
die Alltagstauglichkeit. Und genau
da liegt das Problem der meisten
Trendsportgeräte: das strikte
Fahrverbot auf der Straße. Wer unkompliziert
und ohne rechtliche
Fragen von A nach B kommen will,
ist mit dem normalen E-Scooter
einfach besser bedient.
Auf Gehwegen gilt für Hoverboards Schrittgeschwindigkeit.
GETTY
28. JUNI 2026 www.grazer.at
... in Graz
Vom Hauptbahnhof ist man
mit der S-Bahn flott an der
Haltestelle Graz-Flughafen.
mobil 27
ZUM FLUGHAFEN
MIT DEN ÖFFIS
10 min. : 15 min.
... in Zürich
Alle zehn Minuten fährt die Bahn
in 15 Minuten vom Hauptbahnhof
zum Flughafen-Terminal.
GETTY (2)
Ganzjahresreifen im Test
SICHERHEIT. Ganzjahresreifen müssen von minus 15 bis plus 50 Grad funktionieren. Diesen Spagat
schafft in der Praxis kaum ein Modell fehlerfrei. Nur das Produkt von Continental überzeugte.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Der aktuelle ÖAMTC-
Ganzjahresreifen-Test
für Kleinwagen (Größe
185/65 R15) liefert ein ernüchterndes
Ergebnis: Von insgesamt
16 Modellen erhält nur der
Continental AllSeasonContact
2 die Note „gut“. Sieben Reifen
schneiden befriedigend ab, drei
genügend und fünf fallen komplett
durch – darunter auch zwei
bekannte Premiummarken.
Tipp vom Experten
ÖAMTC-Experte Steffan Kerbl
stellt klar, dass große Markennamen
keinen echten Mehrwert
bieten, da Hersteller bei
Kleinwagen aus Kostengründen
oft ältere Modelle vertreiben.
Denn Kleinwagen sind ein budget-sensitives
Segment. „Das
ist ein Sicherheitsnachteil für
Fahrer dieser Klasse und betrifft
tendenziell Fahranfänger, Senioren
oder Gelegenheitsfahrer.“
Zu den Anforderungen meint
Kerbl: „Wer Ganzjahresreifen
in Betracht zieht, wird üblicherweise
eher nicht mit Schnee
in Kontakt kommen. Wichtiger
und über das Jahr hinweg
gesehen praxisrelevanter sind
Der ÖAMTC testete
16 aktuell verfügbare
Ganzjahresreifen. GETTY
hier die Ergebnisse bei trockener
und nasser Fahrbahn. Hier
kommt es oft im Alltag zu negativen
Überraschungen im Vergleich
zu Fahrzeugen mit Sommerreifen.“
28
sport
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Der Körper wird eben älter.
Ich bin kein Fan der äußerlichen
Selbstoptimierung.“
Sturms Sportdirektor Michael Parensen
anlässlich seines 40. Geburtstages GEPA
www.grazer.at 28. JUNI 2026
Emir Karic verlässt Sturm in Richtung
Sporting Kansas City. GEPA
Transferzeit ist
voll im Gang
■ Während in Nordamerika
die Weltmeisterschaft in die
K.o.-Phase einbiegt, gibt es bei
Sturm und dem GAK einige
Spielerabgänge zu verzeichnen.
Dimitri Lavalée verlängert
seinen Vertrag bei den
„Blackies“ nicht, Emir Karic
wechselt in die Vereinigten
Staaten zu Sporting Kansas
City. Beim Stadtrivalen GAK
verlässt Lukas Graf den Klub
nach zehn Jahren und vier Aufstiegen
zum SV Gloggnitz, dem
Meister der Regionalliga Ost.
Paul Winkler und Marlene Wesselnig
vom Kanu Club Graz KANU CLUB GRAZ
Erfolgreiche
Grazer Kanuten
■ In Mezzana im italienischen
Trentino haben die Grazer Kanuten
aufgezeigt. Beim Weltcup-Finale
belegte Marlene
Wesselnig im Klassik-Rennen
Plart 9, Paul Winkler wurde
ebenfalls im Klassik-Rennen
11. und feierte damit sein bestes
Weltcup-Resultat.
Sebastian Bernecker, Mathis Korsatko, Constantin Bernecker, Theo Zmugg und Nico Walter (v.l.) RAIMUND HEIGL
Fünf Grazer sammeln in
Porto EM-Erfahrung
PADEL. Österreichs Nachwuchs startet heute in die Junioren-Team-EM.
Die großen Nationen haben unserem Nationalteam aber noch viel voraus.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Fünf aus Neun – das ist die
Erfolgsformel im Padel, was
den Nachwuchs betrifft.
Neun Spieler sind am Mittwoch
zur Junioren-Team-Europameisterschaft
nach Porto aufgebrochen,
fünf davon kommen aus
Graz: Die Brüder Constantin
und Sebastian Bernecker, Mathis
Korsatko, Nico Walter und
Theo Zmugg stehen in der Mannschaft
von Nationaltrainer Andoni
Jimenez. Ab heute kämpfen
dann je eine Paarung in U14, U16
und U18 gegen Altersgenossen.
Die vier Topnationen Spanien,
Schweden, Belgien und Frankreich
sind im Hauptbewerb, 18
weitere Nationen, darunter Österreich,
kämpfen um weitere vier
Plätze.
Zu viel dürfe man sich laut Österreichs
Nachwuchsleiter Oliver
Bernecker aber nicht erwarten.
Zu groß ist der Unterschied zu
etablierteren Nationen, wo Padel
schon seit rund 15 Jahren intensiv
betrieben wird, während
der große Boom hierzulande erst
2023 eingesetzt hat. „Was die Top-
Nationen spielen, ist ein anderer
Sport“, sagt Bernecker. Andere Nationen
reisen mit einem großen
Betreuerstab aus Technik-Trainern,
Mentalcoaches und Athletiktrainern
an. „So weit sind wir
in Österreich noch nicht.“ Daher
gehe es für die Mannschaft um
die fünf Grazer vor allem darum
zu lernen, Erfahrung zu sammeln
und das Erlebnis mitzunehmen.
Padel bei Olympia
In Zukunft will man die Lücke
aber schließen oder zumindest
verkleinern. „Wir wollen in der
Steiermark Strukturen schaffen
und mit den Vereinen Padelloung
Graz, The Padel Park Semriach
und Padellions Bruck ein
Leistungszentrum etablieren,
das Dawn Foxhall koordinieren
wird“, sagt Bernecker.
Ein wichtiger Schritt ist aber
auch die bevorstehende Anerkennung
von Padel von Sport
Austria. „Dann kann man Bundes-
und Regional-Förderungen
beantragen.“ Und damit könne
auch in der Steiermark eine umfassendere
Betreuung ermöglich
werden. „Die Technik ist die Voraussetzung,
aber vor allem muss
der Körper fit für den komplexen
Sport sein und auch die mentale
Ebene muss passen“, sagt Bernecker.
Nur so komme man auf internationalem
Level voran.
Denn in sechs Jahren könnte
es den nächsten Riesen-Schritt
für den Padel-Sport geben. Die
Chancen stehen gut, dass Padel
2032 ins Programm der Olympischen
Spiele von Brisbane aufgenommen
wird. Die fünf Grazer
hätten dafür sechs Jahre Zeit sich
zu entwickeln, und wären dann
alle um die 20 Jahre alt.
28. JUNI 2026 www.grazer.at
sport 29
OHA!➜
GEPA (2)
Vertrag bei der HSG Graz verlängert
Jurij Jensterle wird auch in der
neuen Saison für die HSG in der
Handball Liga Austria einlaufen.
Wimbledon ohne Misolic
Im Vorjahr im Hauptbewerb, muss
Tennis-Ass Filip Misolic heuer beim
Rasen-Klassiker verletzt passen.
OJE!
➜
Ninja und Slackline im Fokus
WIR BEWEGEN GRAZ. Im Rahmen unserer Serie mit der „Bewegungsrevolution“ steht kommende
Woche Ninja-Training für Kids auf dem Programm. Und: Kalsdorf und Thal wurden ausgezeichnet.
Mehr Bewegung für Jung
und Alt. Das ist das
Ziel von „Wir bewegen
Graz“. Und dafür hat die Bewegungsrevolution
einen eigenen
Kalender mit den verschiedensten
Angeboten zusammengestellt.
Und die neue Woche steht
ganz im Zeichen von Balance
und Geschicklichkeit. So findet
im Augarten von 17.30 bis 19.30
Uhr der „Slackmontag“ statt, bei
dem man über ein bodennah gespanntes
Seil balancieren kann.
Die Teilnahme daran ist kostenlos.
Bei Schlechtwetter (Regen
und/oder starker Wind) findet allerdings
kein Training statt.
Mit Sieg zum Heimvorteil
Gleich zweimal steht Ninjawarrior
für Kinder auf dem Programm.
Am Montag das Training
von 16 bis 19 Uhr unter der Leitung
von Christoph Hesse in der
Rudolfstraße 27 und am Sonntag
gibt es in der Ninjabox in der Anton-Kleinoscheg-Straße
74 von 9
bis 18 Uhr das Ninja Kids Festival.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Unterdessen sind Thal und
Kalsdorf (Bezirk Graz-Umgebung)
gemeinsam mit Gaishorn
am See im Rahmen der Aktion
„Bewegteste Gemeinde“ ausgezeichnet
worden und erhalten je
5000 Euro für ein Bewegungsprojekt.
■ In der letzten Runde im
Grunddurchgang der Austrian
Football League geht es für die
Graz Giants heute nach Innsbruck
zu den Raiders Tirol. Für
das Play-off hat sich die Mannschaft
von Headcoach Stefan
Pokorny schon qualifiziert, mit
einem Sieg hätte man aber den
dritten Platz sicher und damit
Heimrecht in der Wild-Card-
Runde des Play-offs. „Wir fahren
mit vollem Fokus nach Innsbruck,
um noch einen Sieg zu
holen“, sagt Pokorny mit breiter
Brust. „Die lange Reise ist natürlich
eine Herausforderung,
jedoch sind wir als Mannschaft
die letzten beiden Jahre sehr
gewachsen und ich bin mir sicher,
dass wir sehr hungrig und
aggressiv nach Tirol kommen
werden.“ Los geht es im American
Footballzentrum Innsbruck,
direkt hinter dem Tivoli-Stadion
um 15 Uhr.
Am Montag Training, am Sonntag gibt’s das Ninja Festival.
MARTIN MEIEREGGER
Valentin Reissner und die Giants wollen heute nicht über die Raiders
stolpern, sondern mit einem Sieg Platz 3 in der Football-Liga fixieren.
GEPA
30 grazer sonntag
www.grazer.at 28. JUNI 2026
SO ISST GRAZ
Das Café Herzog präsentiert...
... Eierschwammerl-
Rahm mit
Semmelknödel
Kellner Emin Fazlic serviert im Café
Herzog das präsentierte Gericht.KK (2)
Das Café Herzog im Rathaus überzeugt
nicht nur als klassisches Kaffeehaus,
sondern bietet
von Frühstück bis
zum Abendessen
auch ehrliche
österreichische
Küche. LEO
Zutaten:
1 kg Eierschwammerl,
50 ml Weißwein,
5 g Thymian, 2
mittelgroße Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch,
100 ml Schlag, 150 ml Gemüsebrühe oder
Wasser, 30 g Mehl, 2 EL Butterschmalz,
Salz, Pfeffer; Knödel: 500 g Knödelbrot, 1
Zwiebel, 50 g Butter, 450 ml Milch, 4 Eier,
Salz, Muskat, Pfeffer, Petersilie
Zubereitung:
Knoblauch und Zwiebel fein würfeln,
Thymian klein hacken. Butterschmalz in
den Topf geben und Zwiebel, Knoblauch
und Thymian darin farblos anschwitzen.
Mehl hinzugeben und gut verrühren,
anschließend mit Weißwein ablöschen,
köcheln lassen, bis dieser verkocht ist.
Eierschwammerl und Brühe hinzufügen
und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen,
dabei immer wieder umrühren. Zum
Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken
und servieren. Für die Knödel Zwiebel fein
würfel, und in der Butter farblos anschwitzen,
Milch hinzugeben und aufkochen
lassen. Milch und Zwiebel zum Knödelbrot
schütten und vorsichtig vermengen,
5-10 Minuten ziehen lassen, bis die Masse
weich, aber nicht pampig ist. Die Masse
mit Salz, Pfeffer, Muskat und fein gehackter
Petersilie abschmecken. Anschließend
die Eier gut verquirlen und behutsam unter
die Knödelmasse heben, bis alles gut
vermengt ist. Knödel formen und diese in
gut gesalzenem Wasser ca. 15-20 Mnuten
sieden lassen. Mahlzeit!
GRAZWORTRÄTSEL
Mobilität
auf Schienen
der
Linien Graz
Abk. für
"evangelisch"
Jahreszeitenküche
am Kaiser-
Josef-Platz
einspännige
englische
Droschke
Einfälle,
Geistesblitze
Körperbau,
Wuchs
Flugzeugführer
zum
jetzigen
Zeitpunkt
Lot
Abk. für
"Grundkurs"
Landvorsprung
ins Meer
zehn
Anweisungen
Gottes
griech. Göttin
d. Streits
Grazer Triathlon-Club
Lösung:
SUDOKU
11
10
Anlage Am
Grünanger
nach dem
2. Weltkrieg
Ausruf der
Erwartung
Insel vor
Marseille
Fenster
im Dach
Vorsilbe
für
"um ...
herum"
100 qm in
d. Schweiz
italien.
für "nein"
Abk. für
"Prüfziffer"
kelt. Sagenkönig
Bürgerwehr
so weit,
so lange
Äon,
Periode,
Phase
14
Drücker,
Knipser
2 3
12
7
gehoben
für
"Adler"
englisch
für "ja"
englischer
Graf
Abk. für
"Campingplatz"
Kellerkrebs
griech.
Held
(alias
Ajax)
"Grazer
Schwarz-
Weißer"
Job
Schutz vor
Verfolgung
Arbeitervertretung
innovatives
Grazer
Wohnobjekt
1
Erhebung
in Graz
Vorsilbe für
"darauf"
oberösterr.
Landessäure
Dreifingerfaultier
6
4
öffentliche
Zurschaustellung
Rambazamba,
Rummel,
Tamtam
also,
folglich
Tiroler Festspielort
Papstname
steir. Musiker
& Kabarettist
(2 W.)
Hauptstadt
Grönlands
KFZ-Kz.
für Steyr
9
Gemälde
13
Master of
Business
Administration
Ursteirerin
vor 5600
Jahren
Wohlgeruch
Internetdomäne
für
Grönland
Initialen
von Kant †
frz. für
"wo"
Domäne für
Russland
gut drauf,
in Form
Gutschein
Rätsellösungen: S. 22
8
hochbetagt,
greisenhaft
G E W I N N S P I E L
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
9 1 7 6 8 3
3 5
6 8 2
6 9
9 6 4
2 6 5 9 7 1
9 8 7 3
1 7 2 3
3
838
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
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Bleistift
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5
28. JUNI 2026 www.grazer.at grazer sonntag
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 28. JUNI
Styriarte ist back
Das Kulturfestival Styriarte ist
zurück. Seit Freitag stehen für ein
Monat zahlreiche Programmpunkte
unter dem Motto „Licht Spiele“ auf
dem Programm. Auch am heutigen
Sonntag gibt es einiges zu sehen.
So wird im Schloss Eggenberg
die „Zauberflöte“ geboten. Das
Bläserensemble Zefiro spielt
ausgewählte Werke von Mozarts
Oper, anschließend gibt es (bei
Schönwetter) im Park ein Picknick
mit musikalischer Begleitung.
Um 11 und um 17 Uhr finden die
Vorstellungen statt, diese sind
ausverkauft.
Abkühlung
Das Wochenende bringt sehr hohe
Temperaturen, teilweise wird auch
die Hitzewarnstufe Rot ausgegeben.
Wichtig kann Abkühlung
sein, genau diese gibt es bei den
Grazer Riverdays. Von 10 bis 17 Uhr
gibt es auf der Mur Mitmachangebote
für Kajak, Stand-up-Paddeln
oder Rafting im Boot. Zusätzlich
kann man um 9.30 und um 15
Uhr Drachenboot-Wettkämpfe
bestaunen. Beim Stadtstrand und
SUP Sportclub (Marina Angergasse
4) geht’s los.
„Di goldene Medine“
Auch am Abend wird im Rahmen
von Styriarte ein Konzert gespielt.
Das Styrian Klezmore Orchestra
und die Sängerin Clara Montocchio
reisen in der Helmut List Halle
nach New York und bieten dabei
musikalisch einiges. Los geht’s um
19 Uhr.
Heiße Phase der WM beginnt
Österreich hat mit seiner Partie um
4 Uhr die Gruppenphase beendet,
ab dem Abend geht es dann
erstmals so richtig rund. Zum Start
der K.O.-Phase trifft um 21 Uhr
Das Styrian Klezmore Orchestra spielt gemeinsam mit der Sängerin
Clara Montocchio das Konzert „Di goldene Medine” NIKOLA MILATOVIC, GETTY
Südafrika auf Kanada, zahlreiche
Grazer Gaststätten zeigen die
Sechzehntelfinal-Partie beim
Public Viewing.
Hörsaal-Konzert
Konzerte bekommt man häufig
in eigenen Konzertsälen oder
manchmal im Freien geboten.
Doch auch andere Orte bieten
sich perfekt für eine Aufführung
an, wie heute der Hörsaal 15.03
am RESOWI-Zentrum. Das Grazer
Universitätsorchester lädt zum
Hörsaal-Konzert, Start ist um 18
Uhr.
Kinderprogramm
Im Frida und Fred wird auch
an diesem Sonntag wieder ein
spezielles Programm für die
Kleinsten geboten. Um 15 Uhr ist
es wieder an der Zeit für die Science
Show, ehe eine Stunde später
das Theater Asou „Schneewittchen
und der 7. Zwerg“ präsentiert.
HIGHLIGHT:
20 Uhr
Orpheum
Genuss am Wasser
Eine Floßfahrt der besonderen
Art kann man heute auf der Mur
genießen. Rund zwei Stunden
dauert die Rundfahrt, begleitet
wird sie neben einem Stadtführer
von köstlichen steirischen und
internationalen Schmankerln. Eine
Anmeldung ist dafür unbedingt
erforderlich, los geht’s um 12 Uhr.
Buffet im Kuhstall
Auf einem Floß Speisen verkosten
mag außergewöhnlich sein, an
das Buffet am Schusterhans-
Hof in Semriach kommt es aber
wohl nicht ran. Dieses wird
nämlich im Kuhstall aufgetischt,
hausgemachte Speisen, warme
Gerichte und Desserts sorgen für
einen perfekten Nachmittag am
Bauernhof. Auch hier ist eine Reservierung
unbedingt erforderlich.
Fly me to the moon
Die Apollo-11-Mission zum
31
WOHIN AM SONNTAG
Mond ist beinahe jedem ein
Begriff, die Frauen, die an diesem
Erfolg maßgeblich beteiligt waren,
kennen aber nur die wenigsten.
Im Kristallwerk wird die Reise zum
Mond aus einem anderen Blickwinkel
erzählt. Start der Vorstellung
ist um 20 Uhr.
Sommerkonzert in Mariatrost
In der Basilika Mariatrost findet
heute das Sommerkonzert des
hiesigen Chors statt. Ab 19 Uhr
werden Werke von Franz Schubert
zum Besten gegeben.
Gute Laune im Tube’s
Eddie Luis und das Sunshine Orchestra
gastieren heute im Tube’s.
Gespielt werden Jazz der frühen
Stunde (1925), Swing-Hits und
Filmschlager. Los geht’s um 18 Uhr.
„Die drei Dorfheiligen”
Das Bauerntheater St. Radegund
wurde 1896 gegründet und zählt
zu den ältesten Laienbühnen
der Steiermark. Gespielt wird bis
heute mit Live-Musik, heuer ist das
Theater „Die drei Dorfheiligen“ an
der Reihe. Die heutige Aufführung
im Cursaal St. Radegund startet
um 17 Uhr.
Geht wählen!
In der steirischen Landeshauptstadt
wird heute ein neuer
Gemeinderat gewählt. Von 7 bis
16 Uhr haben die Wahllokale
geöffnet. Nutzt eure Chance, über
die Zukunft der Stadt zu entscheiden
und geht wählen!
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* Quelle: ÖAK, 2. HJ
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