FOMO 28_26 Gesamtausgabe
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moneyeditorial
EDITORIAL
Weltmeisterliche
Versager
GEORG MECK
Chefredakteur
FOCUS MONEY
zugegeben, mit Fußball-Vergleichen wird gegenwärtig übertrieben. Wir wollen
auch gar nichts mehr hören von verschossenen Elfmetern und Versagern
im Strafraum. Und doch: Die Parallelen zwischen dem Abstieg des ehemaligen
Exportweltmeisters Deutschland und der Demütigung der Nagelsmann-
Truppe drängen sich förmlich auf. Die Nationalelf habe Deutschland sehr gut
repräsentiert, ätzte Ökonomieprofessor Justus Haucap nach der Paraguay-
Pleite: „Ideenlos, fantasielos, aber sich selbst vollkommen überschätzend.
Das passt“.
Spitzenleistungen? Wirtschaftswunder? Weltmeistertitel? Alles länger her.
Erfolg ist verdächtig in einem Land, das Neid höher schätzt als Ehrgeiz, wo
in Bundesjugendspielen wie Jugendfußball der Siegeswille abtrainiert wird.
Wer es mit Mut und Anstrengung zu etwas bringt, hat sich der Gier der Umverteiler
zu erwehren. Reichensteuer, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer –
die Ideen sind grenzenlos, der Zugriff durch die Politik erbarmungslos.
Beispiel: Sozialversicherung. Die Beitragssätze steigen stetig, die sogenannte
Bemessungsgrenzen, bis zu denen der Staat zulangt, verschieben sich
ebenso stetig nach oben. Im Ergebnis hat jemand, der mehr als 75 000 Euro
im Jahr brutto verdient, demnächst zusätzliche Sozialabgaben von Tausenden
Euro zu schultern. Der Führungskräfteverband ULA hat dies für einen
Ingenieur mit 100 000 Bruttojahresgehalt durchgerechnet: 2027 muss er
2064 Euro mehr berappen (verglichen mit 2026). Für 2031 ist bereits von
10 428 Euro Mehrbelastung die Rede. Diese Anreize wirken.
Die Unternehmen sind laut einer aktuellen McKinsey-Studie förmlich in
einen Investitionsboykott getreten. Frisches Geld für Zukunftsprojekte? Fehlanzeige.
Kaum ein anderes Industrieland schneidet in der Analyse so schlecht
ab wie Deutschland. Die Nettoinvestitionen liegen demnach bei 0,2 Prozent
der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: China bringt es auf 23 Prozent, die
USA auf vier Prozent. Hierzulande entstehen kaum noch neue Produktionsstätten.
Im Gegenteil. Fabriken werden geschlossen, wie im Fall von VW zu
sehen. 100 000 Arbeitsplätze sind dort in Gefahr. Mit einem Trainerwechsel
ist es dabei garantiert nicht getan. Was meinen Sie: Was muss passieren, damit
Deutschland wieder an der Weltspitze mitspielt, im Fußball wie in der Industrie?
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www.focus-abo.de/money-editorial
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: FOCUS-Magazin
3
%
moneyinhalt
moneykompakt
6 Risikokapital: Die Zentralbank
BIZ warnt vor einem Schuldencrash
durch Nvidia & Co.
6 Apple: Macbooks und Ipads
werden deutlich teurer
7 Hit & Shit: Fuelcell Energy von
Analysten geadelt, On Semiconductor
im Ausverkauf
8 Zinsradar: Was Geld bringt!
8 VW: Radikalkur beim
Krisenkonzern
9 Das kaufe ich jetzt: Burckhardt
als solider Industrieklassiker
9 Chart der Woche: Noch keine
Entwarnung beim Bitcoin
9 Offene Immofonds: Erster
Fonds wird abgewickelt
10 Deutsche Telekom: US-Turbulenzen
und Fusionsgerüchte
belasten den Kurs
10 Trade Republic: Rückvergütungsverbot
zwingt zu neuem
Geschäftsmodell
11 Lindt: Bei den Zahlen ist eher
Saures als Süßes angesagt
11 Bayer: Großer Erfolg vor Gericht
bei Glyphosat-Klagen
11 Alphabet: Die Google-Mutter ist
jetzt im Dow Jones
106 Andis Börsenbarometer: Der
reale Portfoliocheck zeigt, wie
deutsche Anleger handeln
106 Das Geld-Gespräch: Geiz ist
nicht geil, findet Rechtsanwalt
Christian Solmecke
900
3. JULI 2026 www.focusplus.de
12
Renditejagd ist eröffnet
50, 100 oder sogar 900 Prozent Plus?
Auch wenn Sie die Chip-Rally verpasst
haben, mit der ultimativen FOCUS-
MONEY-Analyse können Sie bei den
potenziellen Kursraketen von morgen
dabei sein – die exklusive Liste der
20 nächsten Tenbagger
moneytitel
12 Analyse: Nach welchen Kriterien
des Starinvestors Peter Lynch die
Werte mit Vervielfachungspotenzial
ermittelt werden
16 Tenbagger: 20 Aktien, die das
Zeug zum Verzehnfacher haben
– von Adyen bis Vorwerk
moneymarkets
28 Leerverkäufe: Vier günstige
Aktien, mit denen Anleger
Shortsellern Paroli bieten
32 Interview: Blackrock-Strategin
Ann-Katrin Petersen mit dem
Ausblick aufs zweite Halbjahr
36 Halbleiter: Auch weniger
bekannte Nischenanbieter
versprechen schöne Renditen
39 Kolumne: Tilmann Galler zur
Entspannung der Rohölpreise
40 Rheinmetall: Ist der Konzern
wirklich bereit für die neue
Rüstungs-Ära?
42 Interview: Hans-Jörg Naumer
von Allianz Global Investors
fordert, Deutschland brauche
mehr als eine Rentenreform
40
Kaufchance oder Absturz?
20 Milliarden Euro Umsatz kostet Rheinmetall
das Aus der neuen Fregatte F126. Der
Kurseinbruch folgte prompt. Die große
Analyse, wie es nun weitergeht
4 Titel: iStock
Fotos Inhalt: Adobe Stock, Blackrock, Damen Naval
FOCUS MONEY 28/2026
45 Chartsignal: Turnaround-Chance
für den Euro
45 Wette der Woche: KI-Schmiede
Zhipu aus China
46 Tourismus: Mit vier Marktführern
von der erfolgreichsten
Jahreszeit profitieren
49 Aktienanleihen: Überdurchschnittliche
Zinsen bei
reduziertem Risiko kassieren
52 Economist: China verkürzt bei KI
den Rückstand auf die USA
55 Musterdepot: Konsequente
Risikokontrolle bei Manuel Hölzle
56 Female Finance: Preisträgerin
Corinne Brecher im Interview
58 Frontrunner: Die nächsten
Kandidaten, bei denen die
US-Regierung einsteigen könnte
62 BYD: Womit die Premium-Tochter
Denza in Deutschland überzeugt
moneydigital
65 Trends: Statistiken, Watchlist und
Top-Trades aus dem Netz
dswanlegerschutz
66 Wertpapiere: Tipps beim
Vererben und Verschenken, Teil II
32
28
Kurs-Rutsch für die
Schnäppchenjagd
Shortseller greifen Firmen an und
spekulieren auf fallende Kurse. Für
risikofreudige Anleger die Chance,
günstig einzusteigen – und dagegen
zu wetten
moneyservice
68 Glasfaser: Wie der Netzausbau
gefördert wird und welche Tarife
besonders günstig sind
71 Sterbegeld: Die besten Policen,
um für die eigenen Bestattungskosten
finanziell vorzusorgen
74 Rund ums Haus: Die besten
Anbieter für zu Hause aus
Kundensicht
moneyanalyse
86 Marktüberblick
88 Deutsche Aktien
96 Internationale Aktien
102 ETFs
103 Zertifikate
104 Fonds
105 Kryptowährungen
moneyrubriken
3 Editorial
64 Leserbriefe – Impressum
105 Termine
„Investieren, wo die Engpässe
am größten sind.“
ANN-KATRIN PETERSEN, KAPITALMARKT-
STRATEGIN BEI BLACKROCK
Unternehmensregister
Adyen 20
Airbus91
Alphabet11
Apple6
Bayer 11
Booking Holdings47
Burckhardt9
Celsius Holding 17
Comcast 96
Eckert & Ziegler 93
Elmos Semiconductor37
Evertec 22
Exlservice Holdings 23
Fedex 100
Filtronic16
Friedrich Vorwerk18
FTAI Aviation 22
Fuelcell Energy 7
Globant 25
Heidelberg Materials 92
H&M 98
Hugo Boss31
Innodata 18
Kinross Gold 17
Lifeway Foods 21
Lindt & Sprüngli11
Macom Technology Solutions 24
Marvell Technology37
Melexis38
Meliá Hotels48
Merck KgaA 88
Micron Technology97
Mutares 95
Nagarro 94
Nextpower21
Nu Holdings 24
On Semiconductor 7
Onto Innovation38
Perpetua Resources 60
Qualcomm 99
Reddit 23
Rheinmetall 40
Rigetti Computing 60
Sanlorenzo 48
Signify101
Sofi Technologies 20
Suss Microtec 16, 38
Técnicas Reunidas 25
Téléperformance 30
Toast19
Transmedics19
Tui 30, 48
Verizon 11
Vistry Group31
Volkswagen8
Wolfspeed 59
Zalando 90
Zhipu 45
FOCUS MONEY 28/2026
Composing: FOCUS MONEY 5
moneykompakt
Größte Chipunternehmen
Samsung, Nivida, TSMC und mit Abstand
SK Hynix führen die Liste der umsatzstärksten
Chipunternehmen weltweit an
Umsatzstärkste Chipunternehmen 2026
in Milliarden Dollar
Samsung 235,7
NVIDIA 215,9
TSMC 121,9
SK Hynix 68,7
Broadcom 68,3
Micron Technology 58,1
Quelle: Statista 2026
KI-KUNSTFLIEGER: Folgt auf
die Pirouetten der künstlichen
Intelligenz der Absturz?
Abflüsse bei den „Mag Seven“
Der Börsenmonat Juni endete für die
„Magnificent 7“ – mit einem Minus von
12,9 Prozent oder fast drei Billionen Dollar
Marktkapitalisierung der Magnificent Seven
monatliche Veränderung in Mrd. Dollar
2022 23 24 25 2026
Quelle: Factset UK Limited 2026
Aufgeblähte Notenbankbilanzen
Die Bilanzen von BoJ, Fed, EZB & Co.
sind nach wie vor aufgebläht. Das gilt
auch für die der Schwellenländer
Bilanzen der Zentralbanken
in Prozent des BIP
Industrieländer
Schwellenländer
Großbritannien
USA
Japan
EU
1955 1965 1975 1985 1995 2005 2015 2025
Quelle: BIS Data Portal
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RISIKOKAPITAL
KI auf Pump
Gefahr wie 2008? Die Zentralbank BIZ warnt vor einem
Schuldencrash durch Nvidia & Co. Ein Weckruf für Anleger
Nährt sich die Blase selbst? Im Falle
globaler Investitionen in Chips und Infrastruktur
künstlicher Intelligenz (KI)
drängt sich dieser Gedanke förmlich auf.
Dahinter steckt: Chiphersteller und Hyperscaler
beteiligen sich an KI-Labors
oder Neocloud-Anbietern, die sich im
Gegenzug zu mehrjährigen Abnahmeverträgen
für Chips oder Rechenleistung
verpflichten. „Circular Financing“
heißt das. Doch es geht noch weiter. Rechenzentren
werden an Dritte ausgelagert,
die sie über langfristige Verträge
mit Ausstiegsklauseln an die Hyperscaler
zurückvermieten.
Brisant ist die Warnung von höchster
Stelle: Durch die Undurchsichtigkeit der
Vertragsbedingungen steige das Risiko,
dass ein und dieselbe Anlage mehrfach
verpfändet werde, warnt die Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich (BIZ)
in ihrem gerade veröffentlichten Jahresbericht
2026. Hinzu kommt: Konzerne
wie Google, Meta und Nvidia scheinen
sich bei KI-Investitionen zu überbieten.
Diese drohen „überhandzunehmen“,
nennt es BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández
de Cos. Sein Fazit: Sie bergen
eine „Gefahr wie 2008“. Mit anderen
Worten: Die oft schuldenfinanzierten Investitionen
könnten eine Finanzkrise
auslösen. Anzeichen dafür gebe es: Bei
APPLE
Macbooks und
Ipads deutlich teurer
Apple-Fans müssen in den sauren
Apfel beißen! Die IT-Stilikone
hat die Preise für seine Macbooks,
Ipads und das Mac Studio erhöht
(s. Tabelle). Grund dafür seien, so
Apple, die extrem hohen Preise für
sogenannte DRAM (Dynamic Random
Access Memory)-Module:
Diese verteuerten sich im ersten
Quartal 2026 laut dem Branchendienst
Trendforce aus Taiwan um
bis zu 98 Prozent und dürften im
6 Composing: KI/FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
den privaten Kreditfonds, die auch das KI-
Ökosystem am Laufen halten, zeigten
sich „bereits Anzeichen von Stress“.
Investoren sollten die Warnung nicht
auf die leichte Schulter nehmen. Allein
für die Ende 2025 angekündigten KI-Investitionen
von rund acht Billionen Dollar
müssen nach der groben Rechnung
von IBM-Chef Arvind Krishna die Unternehmen
rund 800 Milliarden Dollar Gewinn
pro Jahr erwirtschaften, um nach
Kreditkosten noch einen schmalen Gewinn
einzufahren.
Und was ist, wenn Unternehmen künftig
nicht mehr bereit sind, so viel für Rechenleistung
auszugeben? Was, wenn
Chips und die Kapazitäten von Rechenzentren
künftig nicht mehr ausreichen,
um das Wachstum anzufachen? Und was,
wenn sich Verbraucher weigern, immer
mehr für ihre Handys und Notebooks zu
bezahlen? (s. Kasten „Apple“ unten)
Die KI-Investitionen sind nicht der
einzige Störfaktor im Bericht der BIZ.
Die Bank richtet ihr Augenmerk auch auf
die staatliche Rekordverschuldung.
Nicht nur die Höhe sei bedenklich, auch
die Veränderung im Kreise der Gläubiger.
Waren das bisher neben den eigenen Notenbanken
und inländischen institutionellen
Anlegern vormals ausländische
Staaten, so mischen neuerdings teils
hoch verschuldete Hedgefonds mit.
Dies habe eine neue Wechselwirkung
zwischen Staatsfinanzen und Finanzstabilität
geschaffen, erklärte Frank Smets
von der Währungs- und Wirtschaftsabteilung
der BIZ. Diese Entwicklung könne zu
laufenden Quartal um weitere 58
bis 63 Prozent zulegen. Experten
sprechen angesichts dessen bereits
von einem „ RAMageddon“.
Bislang haben große Drittanbieter
von Apple-Produkten hierzulande
die Preise des Tech-Konzerns
nicht weitergegeben: So
gibt es etwa bei Amazon das
neue Macbook Neo (A18 Pro;
256 GB) weiter für 649 Euro. Und
Media Markt hat zumindest den
Preis für das Neo-Laptop bei 699
Euro stabilisiert. Was sich aber
bald ändern dürfte. Wer also ohnehin
den Kauf eines Macbook
plant: schnell zugreifen. TS
häufigeren und stärkeren Kursverlusten
bei Staatsanleihen führen und die Finanzierungsbedingungen
verschlechtern.
Hohe Verschuldung, hartnäckige Inflation,
Lieferengpässe und unsichere
Wachstumserwartungen bilden eine gefährliche
Gemengelage für Investoren.
Die Unsicherheit zeichnet sich an den
Börsen ab. Der jüngste Abschwung bei
Chip-Aktien wie Nvidia, AMD und Micron
zeugt davon. Unter Experten gilt
der Rücksetzer nach einer monatelangen
Rekordjagd als gesund und willkommen.
Vor allem institutionelle Anleger
nahmen Gewinne mit. Inzwischen steigen
die Kurse wieder. „Es gibt nach wie
vor kaum Anzeichen für eine schwächere
Nachfrage. Dies deutet darauf hin,
dass Versorgungsengpässe, gerade bei
Speicherchips, anhalten dürften“, sehen
die Analysten von Merck Finck kein Ende
des Chip-Booms gekommen. Sie sind
nicht die einzigen.
„Doch die wichtigste Erkenntnis ist,
dass sich Investoren bewusst sein sollten,
was sie kaufen“, ist Niall Gallagher,
Fondsmanager bei Jupiter überzeugt. Die
mangelnde Diversifikation und hohe
Konzentration auf Technologieunternehmen
innerhalb vieler Indizes hat
Auswirkungen auf die Ausgewogenheit
eines Gesamtportfolios. Das sollten Anleger
stets im Blick behalten. BAN
MACBOOK
NEO: In der
Basis-Version
100 Euro teurer
Apple-Produkte: bis
zu 700 Euro teurer
Modelle
Preis
(alt)
Preis
(neu)
Erhöhung
Macbooks
Neo (256 GB) 699 € 799 € 100 €
Air 13" (8 GPU Cores) 1199 € 1399 € 200 €
Pro M 5 Pro 14" (15 Core CPU) 2499 € 2899 € 400 €
Pro M5 Max 16" (40 Core CPU) 4999 € 5699 € 700 €
Mac Studio
M4 Max Chip 2499 € 2999 € 500 €
Ipad
Air M4 11" 699 € 799 € 100 €
A16 (128 GB) 379 € 499 € 120 €
Quelle: Unternehmensangaben; Stand: Juni 2026
FUELCELL ENERGY
Von Analysten geadelt
Der Hersteller stationärer Brennstoffzellen
aus den USA konnte auf Wochensicht
beim Börsenkurs um mehr als ein
Drittel zulegen. Auslöser der Rally waren
Hochstufungen von den US-Wertpapierbanken
Jefferies und B. Riley sowie der
Schweizer Bank UBS. Das höchste Kursziel
nennt dabei B. Riley mit 32 Dollar (28
Euro). Aktueller Kurs: 26 Euro.
Einer der Gründe für die positiveren
Einschätzungen ist ein Vertrag mit einem
US-Rechenzentrumsbetreiber zur Lieferung
von Anlagen mit bis zu 380 Megawatt
grundlastfähigem Strom. Damit zeigt
sich, dass die bislang eher technologiegetriebene
Kursfantasie bei Fuelcell Energy
von realen Umsätzen fundiert wird.
HIT
ON SEMICONDUCTOR
SHIT
Ausverkauf nach Zahlen
Der Kursverlauf des US-Chipwerts zeigt
eindrucksvoll, dass Investments in heiße
Boomsektoren hohe Risiken bergen.
Wenn die Bewertungen – wie hier mit einem
2026er-KGV von mehr als 50 vor
dem Kursrutsch – sehr hoch sind, müssen
die Geschäftszahlen entsprechend
top ausfallen.
Für das erste Quartal lagen diese bei
On Semiconductor sogar leicht über den
Erwartungen. Der Gewinn je Aktie betrug
0,64 Dollar, zwei Cent über den Schätzungen.
Der Umsatz stieg um fünf Prozent
auf 1,51 Milliarden Dollar, 20 Millionen
Dollar mehr als prognostiziert. Doch
das reichte offenbar nicht, um die Investoren
zufriedenzustellen.
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Apple 7
moneykompakt
ZiNSRADAR
Tagesgeld
Anlagebetrag 10.000 Euro
Zinsen
Anbieterauswahl * in % p.a. Ertrag **
Crédit Agricole Savings 1 4,00 328,95
Stellantis Direktbank 1 3,52 189,51
Renault Bank direkt 1 3,50 237,76
Consorsbank 1 3,40 200,48
Yapi Kredi 3,30 217,50
Suresse Direkt Bank 1 3,27 236,12
ING 1 3,20 156,67
Volkswagen Bank 1 3,10 206,00
1822 Direkt 1 2,80 170,00
Grenke Bank 2,75 200,16
Santander 2,75 111,98
Ayvens Bank 2,30 232,44
DenizBank 1 2,30 190,00
willbe 2,15 216,74
AKF Bank 1,85 186,58
Garanti Bank International 1,25 125,00
Oyak Anker Bank 1,00 100,38
* ohne Zinsportale,
** in Euro nach 12 Monaten, unter Berücksichtigung verschieden häufiger Zinstermine und
des niedrigeren Anschluss-Zinses nach Wegfall des Neukunden-Zinses.
1
für Neukunden
Trend beim Tagesgeld:
leicht steigend
Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 29.06.2026
Festgeld
Anlagebetrag 25.000 Euro
Konditionen in % p.a., Laufzeit 12 Monate
Anbieterauswahl * Zinsen Ertrag **
HoistSpar 3,10 775,00
Bigbank 3,05 762,50
AKF Bank 3,02 755,00
Stellantis Direktbank 3,02 755,00
Merkur Privatbank 3,00 750,00
Volkswagen Bank 3,00 750,00
Isbank 2,90 725,00
Bank of Scotland 2,80 700,00
Ayvens Bank 2,75 687,50
Klarna Bank 2,71 677,50
CA Auto Bank 2,70 675,00
willbe 2,68 670,00
DHB Bank 2,65 662,50
Myntro 2,60 650,00
Creditplus Bank 2,57 642,50
Suresse Direkt Bank 2,50 625,00
Sparda-Bank Nürnberg 1 2,30 575,00
ING 2,20 550,00
*ohne Banken von Zinsportalen **in Euro am Ende der Laufzeit
1
für Neugeld
Trend beim Festgeld: leicht steigend
Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 29.06.2026
VW-WERK ZWICKAU: Berichte über eine mögliche Schließung verunsichern die Beschäftigten
VOLKSWAGEN
Konzern im Krisenmodus
Der China-Kollaps verschärft die Krise bei VW. Mit einer
Radikal-Kur will CEO Blume dagegenhalten und geht aufs Ganze
In der Diskussion um eine mögliche Ausweitung
des geplanten Sparprogramms
im Volkswagen-Konzern drängt Audi-
Betriebsratschef Jörg Schlagbauer auf rasche
Klarheit: „Sämtliche Vorschläge
und Strategien müssen sofort in die zuständigen
Gremien“, sagte Schlagbauer
FOCUS MONEY. Entschieden werde
„erst, wenn alles auf dem Tisch liegt“, erklärte
der Gewerkschafter.
Medienberichten zufolge will Konzernchef
Oliver Blume den laufenden
Sparkurs weiter verschärfen. Entsprechende
Pläne gehen auf ein Papier der
Unternehmensberatung Boston Consulting
zurück und stehen im Zentrum
der nächsten Aufsichtsratssitzung am
Donnerstag.
Laut „Manager Magazin“ will Blume
bis Ende des Jahrzehnts weltweit bis zu
50 000 weitere Stellen im Konzern streichen
– zusätzlich zum laufenden Abbau
von 50 000 Jobs bei VW, Audi, Porsche
und der IT-Tochter Cariad. Zudem stehen
auch die VW-Werke in Emden, Hannover
und Zwickau sowie das Audi-
Werk in Neckarsulm auf der Kippe. Mit
der Verschärfung des Sparkurses reagiert
Blume auf die anhaltende Talfahrt.
Vor allem das Geschäft in China
kriselt gewaltig. Alleine im ersten Quartal
brachen die VW-Verkäufe bei Stromern
in der Volksrepublik um 72 Prozent
ein. Jetzt läuten die Alarmglocken.
Bei Mitarbeitern gelten mögliche
Standortschließungen als ausgeschlossen.
„Das können die vergessen“, erklärte
ein Insider unter Verweis auf das VW-
Gesetz. Danach bedarf die „Errichtung
und die Verlegung von Produktionsstätten“
der Zustimmung des Aufsichtsrats
– mit Zweidrittel-Mehrheit. Allerdings
hält die Arbeitnehmerbank die Hälfte
aller Mandate in dem Gremium. Eine
Zustimmung zu Werksschließungen ist
daher nicht zu erwarten.
Auch das Land Niedersachsen hat bereits
Widerstand angekündigt. Man
werde keiner Entwicklung zustimmen,
die auf Werksschließungen hinauslaufe
oder die Mitbestimmung infrage stelle,
sagte Niedersachsens Ministerpräsident
und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies
(SPD) unlängst.
Allerdings könnte Konzernchef Blume
womöglich einen Kniff anwenden,
schreibt das „Manager Magazin“. Danach
wolle Blume die Kernmarke VW
sowie die Werke zur Teilefertigung
(„Komponente“) aus dem Konzern herauslösen
und in eigene Gesellschaften
einbringen – unter dem Dach einer Konzern-Holding.
Das Kalkül: Einzelne
Marken wie Audi könnten so an die Börse
gebracht werden.
Vor allem aber könnten sich die Mehrheitsverhältnisse
im Aufsichtsrat mit
dem Schritt womöglich so verschieben,
dass der Aufsichtsratschef mit seinem
Doppelstimmrecht die Arbeitnehmerseite
und das Land Niedersachsen aushebeln
könnte. Bei Mitarbeitern sorgt
diese Aussicht für blankes Entsetzen:
„Wenn die das versuchen, ist das eine
Kriegserklärung – mit allen Konsequenzen“.
UTZ
8 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
Burckhardt: Solider
Industrieklassiker
Preis für 1 Bitoin
in Dollar, logarithmische Darstellung
Realisierter Preis für Bitcoin
2017 18 19 20 21 22 23 24 25 2026
FOCUS MONEY 28/2026
Das Unternehmen aus dem schweizerischen
Winterthur ist der globale
Marktführer bei Kolbenkompressoren.
Damit werden Gase verdichtet,
gekühlt und verflüssigt. Zu den Kunden
zählen Chemiekonzerne, Raffinerien,
Anlagen für die Luftzerlegung
und Gasunternehmen.
Etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes
kommt aus dem margenstarken
Servicegeschäft – Tendenz steigend.
Für die Kompressorsysteme
betreibt Burckhardt Produktionsanlagen
in der Schweiz, Indien, China,
den USA und Südkorea.
Im ersten Quartal ging der Umsatz
aufgrund von Währungseffekten um
3,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken
(1,14 Milliarden Euro) zurück.
Währungsbereinigt ergibt sich ein
kleines Plus von 1,3 Prozent. Dennoch
erreichten der operative Betriebsgewinn
(Ebit) mit 141 Millionen
Franken sowie der Nettogewinn mit
110,1 Millionen Franken neue Rekordwerte.
Trotzdem notiert die Aktie
rund 35 Prozent unter ihrem Höchstkurs.
Das kann zum Teil daran liegen,
dass der Auftragseingang nach mehreren
Boomjahren im ersten Jahresviertel
um 27 Prozent gesunken ist.
Für langfristig orientierte Anleger,
die ein Investment im starken Schweizer
Franken schätzen, könnte jetzt ein
guter Einstiegszeitpunkt sein. Denn
die Aktie ist mit einem 2026er-KGV
von 15 im historischen Vergleich günstig
und bietet 3,70 Prozent Dividendenrendite
(ISIN: CH0025536027).
Burckhardt Compression
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2022 23 24 25 2026
In Fällen, in denen der Autor selbst in die hier vorgestellten Anlageinstrumente investiert, erfolgt das frühestens zwei Wochen nach Publikation
CHART DER WOCHE
Noch keine Entwarnung
DAS
KAUFE
ICH JETZT
Quelle: Factset UK Limited 2026
Mehr Aktien-Tipps von
Andreas Körner gibt es auch
in seinem Börsenbrief. Den
finden Sie unter folgendem
QR-Code
ANDREAS KÖRNER,
CHEFSTRATEGE
NEBENWERTE
BÖRSENBRIEF UND
EX-WERTPAPIER-
HÄNDLER
Bitcoin ist technisch schwer angeschlagen. So notiert die weltgrößte Kryptowährung
mittlerweile gut 21 Prozent unterhalb der (fallenden) 200-Tage-Linie.
Kommt es zeitnah zu weiteren Kursrückgängen, sollten Anleger den „realisierten
Preis“ (Realized Price) bei zuletzt 52900 US-Dollar im Auge behalten.
Dieser durchschnittliche Anschaffungspreis aller Bitcoin-Inhaber musste
früher zunächst unterschritten werden, bevor es zur Trendwende kam. SR
800
600
400
200
100K
10K
1K
100
Quelle: coinglass.com
OFFENE IMMOFONDS
Erster Fonds
wird abgewickelt
Nun ist es also tatsächlich passiert: Mit dem
„Leading Cities Invest“ (LCI) von Kanam
Grund wird der erste offene Immobilienfonds
seit der Finanzkrise aufgelöst. Es werden
keine Anteile mehr aus- oder zurückgegeben,
das restliche Fondsvermögen von
rund 350 Millionen Euro soll schrittweise
durch den Verkauf der Immobilien liquidiert
und gleichmäßig an die Anleger ausgezahlt
werden. Bereits in den vergangenen Jahren
wurden rund 70 Prozent der Immobilien
verkauft, um Rückgabewünsche der Investoren
zu finanzieren. Übrig sind jetzt noch
zwölf Objekte in fünf Ländern. Die Wertentwicklung
des LCI ließ zuletzt arg zu wünschen
übrig: Minus 24,6 Prozent in den vergangenen
zwölf Monaten, minus 12,7
Prozent in denen davor und minus 14,7 Prozent
in denen noch früher.
Als Grund für die Auflösung nennt LCI die
mangelnde wirtschaftliche Perspektive, insbesondere
durch zahlreiche Rückgabewünsche,
das gestiegene Zinsniveau sowie die
nachhaltig schwierigen Immobilienmärkte
verursacht. Doch auch die verlustreichen
Verkäufe von Objekten, die nicht die gewünschten
Preise erzielen konnten, und die
doch sehr hohen Kosten des Fonds dürften
ihren Teil dazu beigetragen haben. Generelle
Kritik kommt daher von Branchenexperte
Stefan Loipfinger: „Der Leading Cities Invest
zeigt eindrücklich, was passiert, wenn
die Gutachter Marktkorrekturen nur mit einer
Salamitaktik weitergeben“, schreibt er
auf seiner Plattform investmentcheck.de.
„Denn stellen wir uns einmal vor, ein Aktienfonds
zeigt nach einem Crash noch die Preise
aus der Zeit davor. Undenkbar, bei offenen
Immobilienfonds aber gängige Praxis.“
Wieder einmal betonen alle anderen Anbieter,
dass dies ein Einzelfall sei und keine
Auswirkungen auf die gesamte Branche hätte.
Nachdem aber in den vergangenen Monaten
schon drei weitere offene Immofonds
die Rücknahme von Anteilen aussetzten,
kommen die Einschläge nun deutlich näher.
Zumal auch noch eine Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs aussteht, ob offene
Immobilienfonds massenhaft mit falscher
Risikoeinstufung verkauft wurden (EuGH,
Az. C-677/25). Das erstinstanzliche Urteil
bejahte dies.
WM
9
moneykompakt
T-MOBILE US: Beim US-Geschäft
wird durch SpaceX Druck
im Mobilfunksektor befürchtet
DEUTSCHE TELEKOM
US-Turbulenzen
belasten den
Kurs
Die Aktien der Deutschen Telekom bleiben
weiter unter Druck. Am Dienstag fiel der
Kurs auf 23,78 Euro und markierte damit
den tiefsten Stand seit 2024. Besonders auffällig:
Auch die US-Tochter T-Mobile US geriet
an der Nasdaq kräftig unter die Räder
und verlor zeitweise fast fünf Prozent. Damit
fiel der Rückgang sogar stärker aus als
bei der Mutter in Bonn.
Auslöser der jüngsten Schwäche sind primär
Entwicklungen in den USA. Der Internetdienstanbieter
und Medienkonzern
Comcast plant eine umfassende Aufspaltung
seines Geschäfts. Künftig sollen Netzwerkund
Unterhaltungssparte getrennt werden.
Ziel ist es, den sogenannten Konglomeratsabschlag
zu reduzieren und den Wert der
einzelnen Bereiche transparenter zu machen.
Die Börse honorierte diesen Schritt
prompt mit Kursgewinnen bei Comcast.
Für die Deutsche Telekom rückt damit indirekt
das eigene US-Geschäft stärker in
den Fokus. Anleger fragen sich, ob ähnliche
Strukturmaßnahmen oder strategische
Veränderungen auch bei T-Mobile US notwendig
werden könnten. Zusätzliche Unsicherheit
kommt von möglichen neuen
Wettbewerbern. Berichte über Satellitenlösungen
im Mobilfunk sowie Pläne für neue
Anbieter schüren Sorgen über steigenden
Konkurrenzdruck. Auch Spekulationen
über mögliche Fusionen im US-Markt verunsichern
Investoren. Dabei läuft das operative
Geschäft weiterhin stabil. Analyst
Polo Tang von der UBS sieht die jüngste
Kursschwäche vor allem als Sorge der Anleger
vor Satelliten-Konkurrenz für den US-
Markt. Nach Berichten über Mobilfunkpläne
von Starlink für US-Verbraucher wird
befürchtet, dass auch Elon Musks Satellitennetz
den Druck auf US-Anbieter wie
Verizon, AT&T und T-Mobile US erhöht.
Andererseits gibt es Skepsis hinsichtlich
eines möglichen Zusammenschlusses von
Deutscher Telekom mit T-Mobile US. Polo
Tang lässt seine Einstufung jedoch bei
„Buy“, mit einem Kursziel von 36,60 Euro.
Aus seiner Sicht könnte die aktuelle Schwächephase
daher übertrieben sein – vorausgesetzt,
die Unsicherheiten im US-Markt
lösen sich.
ZB
NEOBANKEN
Revolution bei Trade Republic
Brüssel zwingt Deutschlands größte
Handy-Bank Trade Republic zu einem
völlig neuen Geschäftsmodell. Im Juli
2026 greift das europaweite Verbot
von Rückvergütungen im Börsenhandel,
von denen die Neobank anfangs
zu großen Teilen gelebt hat und die es
ihr ermöglicht haben, etablierte Banken
mit Kampfpreisen zu attackieren.
Diese Methode ist nun nicht mehr zulässig,
nachdem immer wieder Kritik
aufgeflammt war, dass die Kunden ihre
Wertpapiere nicht zu den für sie günstigsten
Kursen erhalten.
Christian Hecker, Trade-Republic-
Chef, führt deshalb eine völlig neue
Handelstechnologie ein, ohne die Preise
für die Kunden zu erhöhen: „Wir zielen
auf die Mitte der Gesellschaft, und
wollen die Zahl der Kunden in Deutschland
verdoppeln“, sagt Hecker, der inzwischen
150 Milliarden Euro verwaltet,
gegenüber FOCUS MONEY. Ziel sei es,
die Geldanlage „zu demokratisieren“:
„Wir schaffen einen einfachen und transparenten
Zugang zum Finanzsystem.“
Käufe und Verkäufe werden im neuen
System zum Bestpreis über alle relevanten
Börsen abgewickelt, von „Tokio
bis Toronto“, wie Hecker sagt – und das
weiterhin für einen Euro Abwicklungspauschale.
Trade Republic verspricht
dabei automatisch den besten verfügbaren
Preis, für jede Ordergröße und
ohne zusätzliche Kosten.
Ergänzend dazu führt Trade Republic
einen neuen Direktpreis ein: Die Kunden
wählen aus 30 Börsen, darunter
Xetra, Euronext und Nasdaq. Die App
zeigt dazu Live-Daten des aggregierten
Orderbuchs kostenlos an. Schließlich
strebt Trade Republic auf ein neues
Feld, den Börsenhandel mit besonders
aktiven Anlegern bis hin zu Profiinvestoren.
Mit einem hauseigenen Webterminal
erhalten sie Zugang zu professionellem
Charting, Screenern und
Live-Marktdaten. Dort hofft Hecker auf
gewaltiges Wachstum: Finanzfirmen
wie „Interactive Brokers“, die sich in
dem Bereich tummeln, sind heute weit
über 100 Milliarden Dollar wert. GM
10 Foto: iStock
FOCUS MONEY 28/2026
LINDT
Saures statt Süßes
Laut Nachrichtenagentur Bloomberg
steuert die Aktie des Schweizer
Schokoladenherstellers Lindt &
Sprüngli (ISIN CH0010570759) auf
das schlechteste Quartal seit 17 Jahren
zu. In den vergangenen drei Monaten
hat der Aktienkurs auf Basis
Schweizer Franken rund 14 Prozent
verloren. Seit dem Allzeithoch im Juli
Aufwärtstrend in Gefahr
Lindt & Sprüngli
Aktie in Tausend
–27% 120
Schweizer Franken
100
Aufwärtstrend 2
80
60
–58%
40
Aufwärtstrend 1
20
0
2006 10 14 18 22 2026
Quelle: Factset UK Limited 2026
BAYER
Großer Erfolg vor Gericht
Der Oberste Gerichtshof der USA hat
im Streit um Schadensersatzklagen im
Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter
Glyphosat zugunsten von Bayer
entschieden. Das Grundsatzurteil ist
ein Befreiungsschlag für den Agrarund
Pharmakonzern aus Leverkusen.
Der Aktienkurs stieg unmittelbar nach
der Verkündung um fast 19 Prozent.
Es geht bei dem Urteil nicht darum,
ob Glyphosat wirklich krebserregend
ist. Sondern darum, ob Bayer vor einem
Krebsrisiko hätte warnen müssen, obwohl
die Bundesumweltbehörde EPA
Glyphosat als sicher eingestuft hat. Der
Supreme Court entschied nun, dass die
EPA-Vorgaben Vorrang vor dem Recht
einzelner Bundesstaaten haben. Die
2025 sank der Kurs um mehr als 27
Prozent (siehe Grafik).
Die Verbraucher seien die hohen
Schokoladenpreise leid, schreibt
Bloomberg. Das setzt der Strategie
des Unternehmens, die höheren Kakaokosten
an die Kunden weiterzugeben,
enge Grenzen. Das macht
sich bei den Prognosen bemerkbar.
Lindt & Sprüngli rechnete mit einem
organischen Umsatzwachstum von
sechs bis acht Prozent; jetzt liegt es
zwischen vier und sechs Prozent.
Die Börse hat reagiert und den
Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Für
die Aktionäre von Lindt & Sprüngli ist
das ein böses Erwachen, denn sie
hatten seit der Finanzkrise 2008/2009
eine Versechsfachung des Aktienkurses
erlebt. Optimisten klammern
sich nun an den Aufwärtstrend 2, der
den Kursrutsch stoppen soll. DR
meisten, aber nicht alle Klagen vor Gerichten
der Bundesstaaten beziehen
sich auf den fehlenden Warnhinweis.
Bayer wartet aktuell auf die Genehmigung
eines Sammelvergleichs, um einen
Großteil davon für 7,25 Milliarden
Dollar außergerichtlich beizulegen.
Der Fokus der Investoren wird sich
künftig stärker auf die fundamentale
Entwicklung richten. Hier gab es zuletzt
zwar ermutigende Signale. Vom branchenüblichen
Wachstum und Profitabilität
ist Bayer jedoch noch ein ganzes
Stück entfernt. Es wäre daher nicht untypisch,
wenn Investoren nach der Erleichterungsrally
erst einmal Gewinne
mitnehmen. Das durchschnittliche
Kursziel liegt bei 52 Euro. JGR
ALPHABET
Willkommen
im Dow Jones
Nun ist es amtlich. Die Google-Mutter Alphabet
ist seit dem 29. Juni 2026 neues Mitglied im
ehrwürdigen Dow Jones Industrial Average
(DJIA). Der Index umfasst 30 Unternehmen des
amerikanischen Aktienmarktes. Der Konzern
verdrängt damit den alteingesessenen Telekommunikationsriesen
Verizon. Damit
schließt sich Alphabet vier weiteren Mitgliedern
der Technologie-Gruppe der „Magnificent
Seven“ an, die bereits im Index vertreten sind:
Nvidia, Amazon, Apple und Microsoft.
Anders als der S&P 500 oder der Nasdaq
Composite, die Unternehmen nach ihrer gesamten
Marktkapitalisierung (Börsenwert)
gewichten, nutzt der Dow Jones eine historische
Besonderheit: Er ist preisgewichtet. Das
bedeutet, dass ausschließlich der nominale
Preis einer einzelnen Aktie über ihr Gewicht
im Index entscheidet – nicht die Größe des Unternehmens.
Während die Aktie von Verizon
zuletzt bei rund 45 US-Dollar dümpelte, lag
der Kurs von Alphabet bei etwa 350 US-Dollar.
Durch den Indexbeitritt erreicht die Google-Mutter
auf einen Schlag ein Gewicht von
etwa vier Prozent im Index und hat damit die
achtfache Durchschlagskraft von Verizon.
Anleger haben jetzt die Chance, sich beim
Aufsteiger zu positionieren. Denn auch institutionelle
Investoren greifen hier zu. Für passive
Fonds (ETFs) besteht sogar Handlungszwang.
Der Grund: ETFs müssen den Index
exakt eins zu eins abbilden und haben keinen
Ermessensspielraum. Sie mussten daher jede
einzelne Verizon-Aktie aus dem Dow-ETF abstoßen
und massiv Alphabet-Aktien kaufen.
Auch aktive Fondsmanager, die den Dow Jones
als Benchmark nutzen, kommen nicht
umhin, dies zu tun. Da sechs der 30 Dow-Unternehmen
(auch Salesforce) reine Mega-Cap-
Tech-Konzerne sind, ist der Dow Jones endgültig
zu einem „Tech-Index“ mutiert. Wer
Alphabet bisher untergewichtet oder gar nicht
im Portfolio hatte, läuft nun Gefahr, seiner
Benchmark hinterherzurennen, falls die Big-
Tech-Rallye weitergeht.
Diese Entwicklung spiegelt den fundamentalen
Wandel von der physischen (Telekom-
Kabel von Verizon) zur digitalen Infrastruktur
(KI und Cloud von Alphabet) wider. Der
Dow Jones ist somit techabhängiger und
könnte volatiler werden.
SIM
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY 11
moneytitel
AKTIEN
DIE JAGD AUF
DIE ULTIMATIVE ANALYSE:
Kursraketen sind rar. Aber es
gibt ein paar Kriterien, die
bei der Suche helfen
50, 100 oder sogar 900 Prozent? FOCUS MONEY hat sich
auf die Suche nach potenziellen Tenbaggern gemacht.
Unternehmen, die die Kriterien des Starinvestors Peter Lynch
erfüllen, landen auf der exklusiven Top-20-Liste
12 Foto: iStock
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
„Es reicht, wenn ein oder zwei Aktien richtig groß werden – vorausgesetzt,
man erkennt sie früh genug und verkauft sie nicht zu früh.“
Peter Lynch
US-Fondsmanager-Legende
von MARTINA SIMON
Alles begann auf dem Golfplatz. Dort jobbte
der damals elfjährige Peter Lynch als Caddie.
Aufmerksam hörte er dabei D. George Sullivan,
dem Präsidenten von Fidelity, zu. „Aktien
sind keine Lottoscheine, sondern
Unternehmensbeteiligungen”, sagte
er. Daher sei es wichtig, „Unternehmen genau zu
analysieren“. Große Börsengewinner entstehen
selten über Nacht. Dies ist eine der wichtigen Erkenntnisse,
die Peter Lynch bereits in jungen Jahren
beim „Grünplatz-Studium“ in Sachen Börse gewonnen
hat.
Später wurde er als Fondsmanager des Fidelity
Magellan Fund zur Investment-Legende. Dies gelang
ihm, nachdem Sullivan ihm ein College-Stipendium
und einen Praktikumsplatz bei Fidelity besorgt
hatte. In seiner Ära erzielte Lynch eine
unglaubliche Performance von durchschnittlich 29,2
Prozent pro Jahr – und das über mehr als ein Jahrzehnt! Der
Magellan Fund wuchs in der Zeit von 1977 bis 1990 von 18
Millionen auf 14 Milliarden US-Dollar. Lynch war davon
überzeugt, dass sich die besten Anlagemöglichkeiten nicht
an der Börse finden, sondern im wahren Leben.
Wer den gesunden Menschenverstand nutzt, kann sowohl
die Börsenprofis als auch den Gesamtmarkt übertreffen
und die interessantesten Unternehmen direkt in seinem
Umfeld aufspüren – sei es am Arbeitsplatz oder im nächsten
Einkaufszentrum. „Der beste Ort, um mit der Suche
nach dem Tenbagger zu beginnen, ist in der Nähe des eigenen
Zuhauses – wenn es dort zum Beispiel ein Produkt oder
eine Dienstleistung gibt, die einem besonders positiv auffällt“,
erklärt Peter Lynch.
Beispiele gefällig? Wer den Marktführer für GPU-Chips,
Nvidia, frühzeitig im Computermarkt entdeckt hat, konnte
sich mit dessen Aktien eine goldene Nase verdienen –
ganz ohne Börsenexperten. Gleiches gilt für den Pionier der
E-Mobilität, Tesla. Beim aufmerksamen Blick auf den Straßenverkehr
ließ sich die Automarke von Elon Musk rasch
identifizieren. Der frühe Einstieg in das Unternehmen ging
mit einer gewaltigen Performance einher. Für die früh investierten
Anleger klingelten die Kassen. Auch im E-Commerce-Bereich
konnte mit dem heutigen Giganten Amazon
in der frühen Phase ein Hochperformer der besonderen
Art ins Depot aufgenommen werden. Die Liste ließe sich beliebig
fortsetzen, sei es mit Monster Beverage, der Getränkemarke
mit den knalligen Dosen, die im Supermarkt
FOCUS MONEY 28/2026
13
moneytitel
prominent aufgetürmt ist, oder mit dem Streamingdienst
Netflix, der in nahezu jedem Haushalt Einzug gehalten hat.
Es lohnt sich oft auch weiterhin, in diese bereits bekannten
und groß gewordenen Qualitätsunternehmen zu investieren,
da sie attraktive Renditen liefern. Weil eine Verzehnfachung bei
Milliardenkonzernen jedoch deutlich schwieriger wird, wurden
sie nicht in die aktuelle Tabelle aufgenommen.
In die FOCUS-MONEY-Liste (siehe Tabelle unten) schafften es
nur Werte, bei denen eine solide Chance besteht, sich zu vervielfachen.
Das heißt jedoch nicht, dass bei den genannten Werten
oder Giganten wie Eli Lilly, Meta Platforms, Apple, Microsoft,
Siemens oder ASML kein weiteres lukratives Potenzial besteht.
Wichtig: Nur ein winziger Teil aller Aktien können sich innerhalb
von fünf bis zehn Jahren zu einem Tenbagger entwickeln
(lediglich rund vier Prozent). Das geht aus langfristigen Studien,
beispielsweise von Hendrik Bessembinder oder Boston Consulting,
hervor. Die Suche ist anspruchsvoll, denn die Studien belegen,
dass der absolute Großteil der Marktgewinne nur von ganz
wenigen „Super-Aktien“ erzielt wird. Mit klaren Kriterien lässt
sich die Chance jedoch erhöhen.
Die Lynch-Strategie. Peter Lynch hat einige Kernprinzipien
entwickelt. Eine der wichtigsten Tugenden an der Börse ist danach
Geduld. Anleger sollten drei bis zehn Jahre einplanen, die
die Aktien benötigen, um ihr potenzielles Verzehnfachungspotenzial
zu entwickeln. Zweitens empfiehlt er eine PEG-Ratio
von unter 1,5: Dabei wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis durch
das erwartete prozentuale Gewinnwachstum geteilt. „Die KGV-
Bewertung eines Unternehmens muss durch die Wachstumsrate
gerechtfertigt sein“, sagt Lynch. Aktien mit einer PEG-Ratio
von unter eins gelten in seinen Augen als sehr günstig
bewertete Wachstumswerte. Drittens hält Lynch ein Gewinnwachstum
zwischen 15 und 40 Prozent in den vergangenen
zwei bis drei Jahren für ideal. Er bevorzugt profitable Unternehmen,
die ihre Gewinne mit hoher Geschwindigkeit steigern.
Viertens sollte die Verschuldung der Unternehmen nicht zu
hoch sein. Für das Screening verwendet FOCUS MONEY zusätzlich
einen konservativen Verschuldungsfilter (unter 0,4).
Eine zu hohe Verschuldung sei gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten ein Risiko, warnt Lynch. Fünftens sollte ein Umsatzwachstum
von durchschnittlich mehr als fünf Prozent in
den vergangenen drei bis fünf Jahren vorliegen.
Lynch bevorzugte zudem „langweilige” Unternehmen mit
einem echten „Burggraben”, die von Analysten kaum beachtet
wurden. So entdeckte er in seiner Ära in einer frühen Phase
Unternehmen, die bis heute bekannt sind, wie Dunkin´ Donuts
oder Subaru.
Er liebte Kaffee und Donuts und stellte fest, dass die Läden
immer voll waren. Ein Konzept, das sich leicht auf jede Stadt
oder jedes Land übertragen ließ. Zudem bemerkte er, dass in
den 1970er/80er Jahren zunehmend Allrad-„Panzer“ über die
Straßen rollten. Subaru entwickelte sich zu einem Multi-Bagger.
Eine Entwicklung, die weit mehr als das Zehnfache bedeutete.
Ein Unternehmen bestand nach Lynch den „Burggrabentest“,
wenn sein Geschäftsmodell stabil und schwer angreifbar
20 Vervielfacher-Aktien – mit Renditen von über 900 Prozent
Welche Unternehmen haben das Zeug zum Tenbagger? FOCUS MONEY ist den Spuren Peter Lynchs gefolgt und hat nach
Kandidaten mit Vervielfachungspotenzial gesucht. Das Ergebnis: 20 Kursraketen, die Anleger zehnmal reicher machen können
Unternehmen ISIN Markt-
Kap.
(Mrd. €)
Burggraben
Lynch-
Kategorie
aktueller
Kurs (€)
Wachstum
3J
Umsatz-
Wachstum
3J
PEG** KGV26e EPS-
Profitabel
Lynch-
Score*
Potenzial
Rating
Konsens
Seite
Friedrich
Vorwerk Group
DE000A255F11 1,4 Energie-Infrastruktur
schnell
wachsend
Celsius Holding US15118V2079 6,9 starke Marke /Getränke schnell
wachsend
Lifeway Foods US5319141090 0,4
starke Marke /
Kefir-Nische
schnell
wachsend
Kinross Gold CA4969024047 25,1 Globale Goldproduktion schnell
wachsend
Filtronic GB0003362992 0,6 Hochfrequenztechnik
schnell
wachsend
Nu Holdings KYG6683N1034 42,6
Digital Bank/
Latainamerika
schnell
wachsend
Globant LU0974299876 1,1 IT-Entwickler/
KI-Transformation
schnell
wachsend
Suss Microtec DE000A1K0235 1,9 Halbleiter-Nische
schnell
wachsend
Exlservice
Holdings
US3020811044 3,5
Datenanalyse & AI
Services
Toast US8887871080 11,1 Gastronomie/
Digitalisierg./Zahlung
Turnaround
schnell
wachsend
70,75 1,50 14,6 +190.0% +48,1% Ja 20 Tenbagger Hold 18
26,19 0,67 19,6 +125.8% +72,7% Ja 19 Tenbagger Buy 17
25,79 0,67 26,2 +146.0% +14,0% Ja 18 Tenbagger Buy 21
22,28 0,63 8,2 +136.0% +29,8% Ja 18 Tenbagger Strong Buy 17
2,72 1,02 67,5 +88.0% +31,3% Ja 17 Tenbagger Buy 16
11,57 0,60 15,3 +36.7% +40,6% Ja 17 Tenbagger
26,93 0,37 8,0 +6.5% +9,5% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
95,90 0,62 47,8 +55.7% +25,5% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
22,80 0,98 15,3 +17.5% +14,1% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
24,06 0,89 19,2 +125.0% +26,1% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
Moderate
Buy
24
Buy 25
Buy 16
Strong Buy 23
Buy 19
14
FOCUS MONEY 28/2026
war und ein Wechsel zur Konkurrenz zu teuer, zu kompliziert
oder zu riskant gewesen wäre. In seinem legendären Buch
‚One Up On Wall Street‘ („Der Börse einen Schritt voraus“),
fasste er es so zusammen: „Es reicht, wenn ein oder zwei Aktien
richtig groß werden – vorausgesetzt, man erkennt sie früh
genug und verkauft sie nicht zu früh“. Dabei setzte er noch auf
eine weitere sehr bodenständige Erkenntnis: „Suchen Sie nach
Unternehmen, die jeder Idiot leiten kann – denn früher oder
später wird es genauso kommen.“
Potenzielle Vervielfacher. FOCUS MONEY hat den Screener
angeworfen und den US-Markt sowie den Xetra-Handel nach
potenziellen Tenbaggern gemäß den Lynch-Prinzipien durchforstet.
Dabei flossen Kriterien wie das PEG, das EPS- und das
Umsatzwachstum, das KGV und die Profitabilität in den sogenannten
Lynch-Score ein, bei dem maximal 20 Punkte erreicht
werden konnten. Priorität hatten dabei schnell wachsende Unternehmen
mit einem PEG kleiner als 1, hohem Wachstum, einer
vernünftigen Bewertung und einem starken Burggraben.
Zusätzlich vergab FOCUS MONEY einen Small-Cap-Bonus für
junge Unternehmen mit großem Skalierungspotenzial.
20 Kandidaten kristallisierten sich nach dem eigens entwickelten
Lynch-Score von FOCUS MONEY dabei heraus, sechs
als Top-Unternehmen mit echtem Tenbagger-Potenzial (siehe
Tabelle unten): Die Unternehmen zeigen dabei extrem starke
fundamentale Entwicklungen. Die in Tostedt im Norden
Deutschlands ansässige Friedrich Vorwerk Group ist beispielsweise
Spezialistin für kritische Energieinfrastrukturprojekte wie
Pipelines, Hochspannungsleitungen, Wasserstoffnetze und
LNG-Terminals und profitiert vom Megatrend der europäischen
Energiewende. Die Celsius Holding steht mit ihren Energy
Drinks als gesündere Alternative zu Red Bull und Monster Beverage
in den Startlöchern, um diese starke Marke in der Fitness-
Community weltweit weiter zu verbreiten. Und die ebenfalls
amerikanische Firma Lifeway Foods möchte sich als Hersteller
von Kefir-Produkten auf dem Markt für gesunde Ernährung
positionieren. Kinross Gold ist einer der weltweit größten Goldproduzenten
mit Minen in den USA, Kanada, Brasilien, Mauritanien,
Ghana und Chile und könnte vom nächsten Gold-Superzyklus
profitieren. Nu Holdings, die größte digitale Bank
Lateinamerikas mit über 135 Millionen Kunden in Brasilien, Mexiko
und Kolumbien, könnte in Zukunft weiter stark durch die
Digitalisierung und den Netzwerkeffekt wachsen. Besonders interessant
ist auch Filtronic, ein britischer Spezialist für Hochfrequenz-
(RF) und Millimeterwellen-Komponenten, die in Telekommunikations-Infrastruktur,
Verteidigung und Raumfahrt
zum Einsatz kommen und einen erlesenen Kundenstamm wie
SpaceX, Airbus oder Leonardo bedient.
Wichtig: Wo ein so hohes Renditepotenzial winkt, lauern
stets auch massive Risiken. Anleger bewegen sich daher auf
einem schmalen Grat zwischen finanziellem Durchbruch
und herben Verlusten. Lynch betonte immer wieder, dass sich
ein Tenbagger nicht erzwingen lässt. Die sicherste Strategie
ist, ihn als kleine Beimischung in einem sonst breit diversifizierten
Depot zu betrachten.
Unternehmen ISIN Markt-
Kap.
(Mrd. €)
Burggraben
Lynch-
Kategorie
aktueller
Kurs (€)
PEG** KGV26e EPS-
Wachstum
3J
Umsatz-
Wachstum
3J
Profitabel
Lynch-
Score*
Potenzial
Rating
Konsens
Seite
Sofi
Technologies
US83406F1021 19,6 Finanzen/Digital
schnell
wachsend
Adyen NL0012969182 26,1 digitaler
Zahlungsdienstleister
schnell
wachsend
Reddit US75734B1008 19,9 Social-Media Plattform
schnell
wachsend
Evertec PR30040P1032 1,5 Fintech Lateinamerika
schnell
wachsend
Transmedics US89377M1099 2,1 Organtransplantationen schnell
wachsend
Técnicas
Reunidas
ES0178165017 2,4 Anlagenbau/Energie-,
Wasserstoff
Turnaround
Innodata US4576422053 2,2
Agenten, KI-Software
Dienstleister
schnell
wachsend
Nextpower US65290E1010 16,1 Solar Tracker/Software
schnell
wachsend
Macom
Technology US55405Y1001 26,2 Halbleiter
(Hochleistungskomponenten)
schnell
Solutions
wachsend
FTAI Aviation KYG3730V1059 24,6
Nische Wartung
Triebwerke
schnell
wachsend
15,54 0,82 29,0 +160.0% +18,2% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
828,80 0,99 21,7 +25.5% +23,1% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
147,00 1,00 33,6 +194.6% +34,2% Ja 16
Sehr hohes
Potenzial
23,99 0,48 6,7 +14.4% +17,5% Ja 15
Sehr hohes
Potenzial
61,68 0,42 35,1 +423.4% +86,4% Ja 15
Sehr hohes
Potenzial
30,12 0,38 13,6 +45.0% +20,0% Ja 15
Sehr hohes
Potenzial
66,70 1,10 68,5 +62.7% +34,0% Ja 13 Hohes
Potenzial
98,80 0,99 31,0 +47.4% +23,3% Ja 13 Hohes
Potenzial
326,00 2,00 77,6 +87.5% +22,1% Ja 13
Hohes
Potenzial
228,10 0,53 38,8 +65.0% +45,9% Ja 13
Hohes
Potenzial
Hold 20
Strong
Buy
20
Buy 23
Moderate
Buy
22
Buy 19
Buy 25
Buy 18
Buy 21
Buy 24
* Lynch-Score Bewertung: 1) Fast Grower = 3 Pkt. /Turnaround = 2 / Stalwart = 1 / Cyclical/Slow Grower = 0; 2) PEG < 1,0 = 3 Pkt. / 1,0-1,5 = 2 /1,5-2,0 = 1 / > 2,0 = 0; 3) EPS > 25% = 3 Pkt | 15–25% = 2 | 5–15% = 1 | < 5% oder negativ = 0; 4) Umsatz > 20% = 3 Pkt | 10–20% = 2 | 5–10% = 1 | < 5% oder negativ
= 0; 5) KGV < 20 = 3 Pkt | 20–35 = 2 | 35–60 = 1 | > 60 = 0; 6) Profitabel = 1 Pkt | Nicht profitabel = 0; 7) Verschuldung: Debt/Equity (ideal unter 0,4); < 0,3 = 2 Pkt | 0,3–0,7 = 1 | > 0,7 = 0; 8) Größe < 2 Mrd. € = 2 Pkt | 2–10 Mrd. € = 1 | > 10 Mrd. € = 0 (Small Cap = höheres Tenbagger-Potenzial); Ranking: 20
Punkte | Tenbagger ≥ 17 | Sehr hohes Potenzial ≥ 14 | Hohes Potenzial ≥ 11 | Mittleres ≥ 8
Quellen: Alle Kurse und Marktkapitalisierungen in EUR (USD → EUR: 0,895); Yahoo Finance, GuruFocus, TradingView, Onvista. Stand: 29.06.2026; **PEG: Price-Earnings-to-Growth-Ratio (Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis)
Strong
Buy
22
FOCUS MONEY 28/2026
15
moneytitel
SUSS MICROTEC
KI verleiht Flügel
Abgehoben
Suss Microtec
Kurs der Suss Microtec-Aktie 100
in Euro
80
60
40
20
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA1K023/DE000A1K0235
Börsenwert 1,9 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 47,8/ 32,4
Dividendenrendite für 2026e/27e0,2/0,3%
Kursziel/Stoppkurs 155,00/70,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 68 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
AKTIE
1
HOCHLEISTUNGSCHIPS:
Suss ist ein führender
Ausrüster der Halbleiterindustrie
und profitiert
vom KI-Boom
Das Unternehmen: Die Firma Suss Microtec
(Suss) aus Garching bei München
ist ein Halbleiter-Ausrüstungszulieferer
und profitiert vom KI-Boom (s.
auch S. 36). Für die Herstellung von
Hochleistungs- und Speicherchips liefert
Suss Spezialmaschinen insbesondere
für das Imaging, Coating, Bonding
und Photomasking. Suss treibt Technologien
der nächsten Generation wie 3D-
Integration und Nanoimprint-Lithografie
sowie Schlüsselprozesse für die
MEMS- und LED-Produktion voran. Die
Maschinen sorgen dafür, dass Computer-Chips
kleiner, dünner und leistungsfähiger
werden. Dafür gibt es derzeit
eine starke Nachfrage.
Die Zahlen: Im ersten Quartal 2026 erreichte
der Auftragseingang mit 149,3
Millionen Euro einen Rekordwert – ein
Plus gegenüber dem Vorjahresquartal
von 69,5 Prozent. Der Auftragsbestand
ist damit im ersten Quartal um
23,7 Prozent auf 330,1 Millionen Euro
geklettert. Für das laufende Jahr erwartet
Suss einen Umsatz von 425 bis
485 Millionen Euro, bei einer Bruttomarge
von 35 bis 37 Prozent und einer
Betriebsgewinn-Marge (Ebit) von acht
bis zehn Prozent. Bis 2030 will Suss
die Erlöse auf 750 bis 900 Millionen
Euro steigern, bei einer Ebit-Marge
zwischen 20 und 22 Prozent.
Die Vision: An den Bonding-Anlagen
von Suss kommt kein Halbleiter-Produzent
vorbei. Die Systemintegration
bei Herstellern wie TSMC, Samsung
oder Infineon ist tief. Mit dem Bedarf
an Computer-Chips wird auch Suss
weiter wachsen.
THS
FILTRONIC
Space-Race-Gewinner
AKTIE
2
Das Unternehmen: Ob Satelliten-Megakonstellationen im Erdorbit, neueste
Verteidigungssysteme oder das superschnelle 5G/6G-Netz – das britische Unternehmen
Filtronic liefert die dafür unentbehrliche Hochfrequenz-Elektronik.
Als Spezialist für Radiofrequenz- (RF) und Millimeterwellen-Technologie agiert
Filtronic in einer extrem anspruchsvollen Tech-Nische.
Die Zahlen: Das Unternehmen blickt auf ein phänomenales Wachstum zurück
und hat im Juni 2026 brandaktuelle Zahlen zum Geschäftsjahresende vorgelegt.
Die Bilanz ist kerngesund: Mit über 13 Millionen Pfund Cash auf der Bank
ist das Wachstum voll durchfinanziert. Besonders beeindruckend: Filtronic startet
in das neue Geschäftsjahr 2027 mit einem Auftragsbuch, das bereits 90
Prozent des erwarteten Jahresumsatzes abdeckt.
Die Vision: Filtronic ist ein Hightech-Nischenchampion. Ein Vertrag mit SpaceX
läuft bereits auf vollen Touren. Es wurden aber weitere millionenschwere Deals mit
anderen US-Satellitenbetreibern und europäischen Rüstungskonzernen unterzeichnet,
um Klumpenrisiken zu minimieren.
SIM
Steigt der Kurs orbitant?
Filtronic
Kurs der Filtronic-Aktie in Euro
200-Tage-Linie 0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN897725/GB0003362992
Börsenwert 600 Mio. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e67,5/40,4
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 4,30/2,50 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 58 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
4
3
2
1
e = erwartet
16 Foto: Suss MicroTec
FOCUS MONEY 28/2026
ENERGYDRINK: Vor
allem die Nachfrage
nach zuckerfreien
Produkten steigt
stark an
AKTIE
3
CELSIUS HOLDING
Energiekick für
das Wachstum
Das Unternehmen: Der Energydrink-
Hersteller, zu dem auch das US-Geschäft
der in Deutschland bekannten
Marke Rockstar Energy gehört, hält zusammen
mit der 2025 übernommenen
Marke Alani Nu in den USA einen
Marktanteil von 21 Prozent – und ist
der drittgrößte Player im lukrativen
Energydrink-Segment. Ein Markt, der
bis 2032 um rund 13 Prozent auf dann
350 Milliarden Dollar wachsen soll. Der
Trend zu kalorienreduzierten und zuckerfreien
Varianten ist der stärkste
Wachstumstreiber.
Die Zahlen: Nach einem erfolgreichen
Jahr 2025 hat sich die Wachstumsdynamik
im ersten Quartal beschleunigt.
Der Umsatz von rund 665 Millionen
Dollar entspricht einem Plus von knapp
130 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Unter dem Strich blieben
mit 90 Millionen Euro sogar 137 Prozent
mehr hängen. Für das Gesamtjahr
rechnen Analysten mit einem Ertrag
von 375 Millionen Dollar – über 100 Millionen
mehr als im Vorjahr. Positiv fällt
auch die Bilanzqualität auf: 110 Millionen
Dollar Nettoverschuldung stehen
einem Börsenwert von umgerechnet
6,7 Milliarden Euro gegenüber. Celsius
muss jedoch beweisen, dass sich das
Wachstum dauerhaft in hohe Margen
und stabilen Cashflow übersetzen lässt.
Die Vision: Analysten gehen davon
aus, dass das gelingt. So soll sich der
freie Cashflow bis 2027 auf 475 Millionen
Dollar nahezu verdoppeln.
Wachstumstreiber Nummer eins ist
das zuckerfreie US-Energy-Segment.
Celsius war hier zuletzt alleine für 45
Prozent des Marktwachstums verantwortlich.
Eine Partnerschaft mit Pepsico
bietet zudem Zugang zu einem globalen
Vertriebsnetzwerk, um die
internationale Expansion voranzutreiben.
Der jüngste Rücksetzer scheint
daher eine gute Einstiegsgelegenheit
zu bieten. Analysten trauen der Aktie
bereits in zwölf Monaten eine Verdopplung
zu. Handelbar ist die Aktie
allerdings nur über die Nasdaq. MD
Zurück zu alter Stärke?
Kurs der Celsius Holdings-Aktie
Kurs der Celsius
Holdings-Aktie
in Euro
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA0YH6K/US15118V2079
Börsenwert 6,9 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e19,6/14,9
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 52,00/20,50 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 100 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
60
30
e = erwartet
KINROSS GOLD
Goldgräberstimmung
Das Unternehmen: Kinross Gold ist
ein kanadischer Goldproduzent mit Minenprojekten
in Nord- und Südamerika
sowie Afrika. Der Konzern zählt zu
den größeren Goldförderern der Branche
und setzt auf operative Effizienz
und diszipliniertes Wachstum.
Die Zahlen: Im ersten Quartal 2026
profitierte Kinross vor allem vom stark
gestiegenen Goldpreis. Der Umsatz
sprang um 61 Prozent auf 2,41 Milliarden
US-Dollar, das operative Ergebnis
stieg auf 1,34 Milliarden US-Dollar. Der
bereinigte Nettogewinn legte auf 854
Millionen US-Dollar zu, und der freie
Cashflow erreichte mit 838 Millionen
US-Dollar zum vierten Mal in Folge ein
Rekordniveau. Allerdings sank die Produktion
um vier Prozent, während die
Kosten je Unze deutlich anzogen.
Dank eines starken Jahres 2025 mit
einer Milliarde US-Dollar Nettoliquidität
ist Kinross finanziell dennoch solide
aufgestellt. Rund 90 Prozent der
Analysten glauben, dass noch weiteres
Kurspotenzial in den Minen schlummert,
und raten zum Kauf.
Die Vision: Wenn die Kosten je Unze
und die Kapitaldisziplin stimmen, wird
Kinross Gold vom hohen Goldpreis profitieren
und aus dem Cashflow-Wert
wird ein echter Dauerläufer. LT
Glänzendes Potenzial
Kinross Gold
Kurs der Kinross Gold-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA0DM94/CA4969024047
Börsenwert 25,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e8,2/7,3
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,5/0,6 %
Kursziel/Stoppkurs 37,00/18,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 77 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
4
30
20
10
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 17
moneytitel
INNODATA
Ehrgeizige Ziele
Das Unternehmen: Innodata hilft Konzernen,
KI zu entwickeln und zu trainieren.
Dafür investiert der Konzern
aus New Jersey verstärkt in „Physical
AI“ – ein Bereich, in dem sich intelligente
Systeme über Robotik direkt mit
der physischen Welt austauschen.
Die Zahlen: Die jüngste Kurs-Bilanz
ist verheerend: Gut ein Fünftel des
Börsenwerts löste sich zuletzt in Luft
auf. Grund: die Sorge vor einem Platzen
der KI-Blase. Vorteil: Gegenüber
dem Juni-Hoch kaufen Anleger die
Aktie des Datenspezialisten rund 40
Prozent günstiger. Und das bei einem
Geschäft unter Hochdruck: Der
2026er-Umsatz soll nach einem Rekordwert
im ersten Quartal um mindestens
40 Prozent steigen. Positiv:
Die Prognose wird durch den aktuellen
Auftrag eines Big Tech-Konzerns
im Volumen von gut 50 Millionen Dollar
gestützt.
Die Vision: Der Palantir-Partner profitiert
von der ungebrochenen Nachfrage
nach hochwertigen Trainingsdaten
für die nächste KI-Generation. Eigene
Datensätze und neue Software-Plattformen
sollen die Margen weiter steigern.
Kommt das Momentum bei KI-
Aktien zurück, zählt die Aktie zu den
Top-Favoriten.JM
Deutliche Korrektur
Innodata
Kurs der Innodata-Aktie in Euro
20
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN907651/US4576422053
Börsenwert 2,2 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e68,5/44,6
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 108,00/54,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 58 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
5
80
60
40
e = erwartet
VORWERK
AUFBAU: Eine
effiziente Energie-
Versorgung ist für
Staaten essenziell
Neue Energie
Das Unternehmen: Friedrich Vorwerk
plant, baut und wartet als führendes
deutsches Infrastruktur-Unternehmen
Energie-Netze, wozu Hochspannungsleitungen,
Offshore-Windkraft-Anbindungen
oder Gas- und Wasserstoff-
Netze zählen. Kunden sind
typischerweise Netzbetreiber. Kürzlich
hat die Tochter 5C-Tech einen Auftrag
für hochautomatisierte Pipeline-
Schweißarbeiten beim Bau der zweiten
Linie der 1450 Kilometer langen
Gasfernleitung Beineu-Bozoy-Shymkent
in Kasachstan gewonnen.
Die Zahlen: Durch die Einbindung erneuerbarer
Energien und den Energie-
Hunger der KI-Rechenzentren werden
Energie-Versorgungsnetze in Zukunft
noch bedeutender. Friedrich Vorwerk
dürfte von dieser Entwicklung weiterhin
profitieren. An der Börse ist die Aktie
vom Tief bei gut neun Euro im Jahr
2023 bereits auf zwischenzeitlich rund
105 Euro gestiegen – ein Tenbagger.
2025 war ein Rekordjahr für Friedrich
Vorwerk: Das Unternehmen erzielte einen
Umsatz von 704,3 Millionen Euro
(2024: 498,4 Millionen Euro) und einen
operativen Gewinn (Ebitda) von 163,3
Millionen Euro (2024: 80,5 Millionen
Euro), was einer Ebitda-Marge von 23,2
Prozent entspricht. Im ersten Quartal
2026 kletterten die Erlöse um 14,3 Prozent
auf 173,7 Millionen Euro und das
Ebitda erhöhte sich um 74,7 Prozent auf
31,8 Millionen Euro.
AKTIE
6
Die Vision: Für das Gesamtjahr 2026
erwartet der Vorstand einen Umsatz
zwischen 730 und 780 Millionen Euro
und ein Ebitda von 160 bis 180 Millionen
Euro. Beruhigend ist, dass der
Auftragsbestand Ende März rund 1,1
Milliarden Euro betrug, was mehr als
einem aktuellen Jahresumsatz entspricht.
Der Auftragseingang lag im
ersten Quartal bei 192,1 Millionen Euro.
Angesichts der Wachstumsaussichten,
der hohen Margen und Markteintrittsbarrieren
für mögliche Konkurrenten
in diesem Geschäft bewertet die Börse
Friedrich Vorwerk trotz der zuletzt
fulminanten Entwicklung nach wie vor
moderat.
THS
Rücksetzer als Chance
Friedrich Vorwerk Group
Kurs der Friedrich Vorwerk
Group-Aktie in Euro
100
80
60
200-Tage-Linie
40
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0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA255F1/DE000A255F11
Börsenwert 1,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 14,6/12,7
Dividendenrendite für 2026e/27e 1,3/1,6 %
Kursziel/Stoppkurs 100,00/55,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 43 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
18 Foto: Vorwerk
FOCUS MONEY 28/2026
AKTIE
7
BESTELLSYSTEM:
Restaurants und Bars
managen ihren Betrieb
mit der Toast-Software
TOAST
Geliefert wie bestellt
Das Unternehmen: Toast mit Sitz in Boston
bietet umfangreiche Kassen- und Managementsysteme
für Gastronomie und Einzelhändler.
Die cloudbasierte Software läuft auf Android-Systemen.
Sie wickelt nicht nur
Bestellungen ab, sondern übernimmt auch die
Buchführung über Warenbestand und Mitarbeiter. Toast wurde 2012 gegründet
und beschäftigt heute rund 6500 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt des Geschäfts
liegt in den USA, Toast expandiert in Kanada, Großbritannien und Irland.
Die Zahlen: Toast wächst stark, seit dem Geschäftsjahr 2024 schreibt das Unternehmen
schwarze Zahlen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz laut Analystenschätzungen
um 20 Prozent auf 7,39 Milliarden Dollar steigen, für 2027
und 2028 wird mit 18 beziehungsweise 17 Prozent Umsatzwachstum gerechnet.
Beim operativen Gewinn auf Ebitda-Basis ist die Entwicklung noch dynamischer:
Dieses Jahr soll er um 27 Prozent auf 803 Millionen Dollar klettern,
in den beiden Folgejahren werden jeweils rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr
erwartet. Das Unternehmen arbeitet also zunehmend profitabler.
Die Vision: Einige Analysten sind zuletzt vorsichtiger geworden, weil auch
Toast mit seinen Terminals und Handhelds auf Speicherchips angewiesen ist,
die nicht nur teurer geworden sind, sondern teilweise auch lange Lieferzeiten
aufweisen. Anleger können das niedrigere Kursniveau zum Einstieg nutzen,
denn langfristig sind die Wachstumsperspektiven von Toast intakt. JGR
Schwäche zum Einstieg nutzen
Toast
Kurs der Toast-Aktie in Euro
40
35
30
25
20
15
10
2023 2024 2025 2026
WKN/ISINA3C3Y4/US8887871080
Börsenwert 11,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e19,2/16,7
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 30,00/19,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 22 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
TRANSMEDICS
Leben retten
AKTIE
8
Das Unternehmen: Ob Herz, Lunge oder Leber – das US-Medizintechnikunternehmen
TransMedics revolutioniert die Organtransplantation. Jahrzehntelang war
die „Eisbox“ der Standard: Organe wurden auf Eis gekühlt, blieben nur wenige
Stunden funktionsfähig, oder erlitten gar irreparable Schäden. TransMedics hat mit
dem Organ Care System (OCS) die Lösung: Eine tragbare Hightech-Mini-Intensivstation,
die das Organ im warmen und schlagenden Zustand hält und mit Blut und
Nährstoffen versorgt. Als unangefochtener Nischenchampion sichert sich das Unternehmen
damit eine absolute Monopolstellung.
Die Zahlen: Die Firma wächst rasant, hat jedoch im Frühjahr 2026 eine Wachstumsbremse
einlegen müssen, was für eine gesunde Abkühlung sorgt. Auch beim
Gewinn gab es einen Dämpfer und die Bruttomarge sank auf 58 Prozent. Der Grund:
massive Vorab-Investitionen in das eigene Flugnetzwerk und gestiegene Betriebskosten.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management jedoch optimistisch.
Die Vision: TransMedics löst ein globales, demografisches Problem. Der adressierbare
Markt vergrößert sich massiv. Wenn das Unternehmen die Profitabilität
der Flugzeugflotte in den Griff bekommt und die OCS-Lösung um Nieren
erweitert wird, ist das langfristige Vervielfachungspotenzial trotz der
aktuellen Bewertungsvolatilität intakt.
SIM
Nimmt wieder Fahrt auf
TransMedics
Kurs der TransMedics-
Aktie in Euro
120
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA2PH5P/US89377M1099
Börsenwert 2,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e35,1/20,9
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 102,00/58,00€
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
80
40
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: Toast Composing: FOCUS MONEY
19
moneytitel
SOFI TECHNOLOGIES
Fintech-Hoffnung
AKTIE
9
Das Unternehmen: Sofi Technologies
ist ein Fintech-Unternehmen. Es bietet
Kredite an, aber auch Investmentprodukte,
Bankkonten und Kreditkarten.
Das Unternehmen hat die jüngere Generation im Visier. Laut eigenen Angaben
konnte Sofi Technologies in den vergangenen acht Jahren seine Kundenzahl
um mehr als das 20-Fache steigern – von 650 000 auf 14,7 Millionen. Das ist ein
Indiz für eine hohe Nachfrage nach Sofi-Dienstleistungen.
Die Zahlen: Die Verantwortlichen sind zuversichtlich: Sie rechnen zwischen
2025 und 2028 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von mindestens 30 Prozent
(kompoundiert) sowie mit einem jährlichen kompoundierten Gewinnwachstum
je Aktie von 38 bis 42 Prozent. Im Finanzwesen beschreibt „kompoundiert”
den Zinseszinseffekt: Das Wachstum wird nicht einfach addiert, sondern jedes
Jahr auf den bereits gewachsenen Umsatz angewendet. Ein entsprechendes
Wachstum von 30 Prozent pro Jahr ist ein ambitioniertes Ziel und typisch für
Wachstumsunternehmen. An der Börse sind diese Ambitionen bekannt. Allerdings
hat der Aktienkurs in diesem Jahr über 30 Prozent verloren. Ursache dürften
die gestiegenen US-Zinsen sowie regulatorische Unsicherheiten sein.
Die Vision: Umfangreiche Investitionen in KI, Blockchain und Produktinnovationen
sollen das Wachstum vorantreiben. Damit rückt Sofi Technologies in den Fokus
wachstumsorientierter Investoren. Anleger können den Stoppkurs zur Verlustbegrenzung
bei 13 Euro setzen.
DR
Korrektur beendet?
SoFi Technologies
Kurs der SoFi Technologies-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
Aufwärtstrend
5
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN
A2QPMG/ US83406F1021
Börsenwert 19,6 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e29,0/21,5
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 27,00/13,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 71 %
Quelle: Factset UK Limited 2026 * höchstes Kursziel der Analysten
LOGO: Sofi Technologies
hat ambitionierte
Ziele
25
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e = erwartet
ADYEN
KI-Agenten bringen Fantasie
AKTIE
10
Das Unternehmen: Sie zahlen Ihre Ferienwohnung auf Airbnb, Ihren Big Mac
bei McDonald’s und Ihre neuen Laufschuhe bei Nike. Hinter dem Bezahlvorgang
steckt die Technologie von Adyen. 81 Prozent der Umsätze kommen aus
dem Internethandel. Der niederländische Zahlungsabwickler führte im ersten
Quartal 2026 Transaktionen im Umfang von 382 Milliarden Euro durch. Die
Top-Ten-Kunden von Adyen bringen alleine elf Prozent des Umsatzes. Das
Gute: Die größten Partner wachsen auch noch überdurchschnittlich.
Das Potenzial: Für die Experten der Investmentbank Merrill Lynch gehört die
Adyen-Aktie zu den 25 aussichtsreichsten Aktien 2026. Analyst Frederic Boulan
traut dem Aktienkurs 1750 Euro zu – fast eine Verdoppelung gegenüber
dem aktuellen Niveau. Trotz des starken Wachstums von Konkurrenten der
„nächsten Generation“ wie Stripe oder Checkout sieht Boulan Adyen gut gerüstet,
um den etablierten Wettbewerbern wie Kreditkartenunternehmen und anderen
Zahlungsdienstleistern Marktanteile abzunehmen. Für dieses Jahr dürften
die Umsätze von Adyen mit 25 Prozent um sieben Prozentpunkte stärker
wachsen als die der wichtigsten Adyen-Kunden. Das spricht weiterhin für überdurchschnittliche
Wachstumsraten.
Das Wachstum: Im ersten Halbjahr dürften die Gewinne um gut 20 Prozent
gestiegen sein – im Rahmen des Durchschnitts der vergangenen drei Jahre.
Die Zahlen werden am 13. August veröffentlicht. Große Wachstumschancen
sieht die Bank of America in Zukunft durch KI-gesteuerte Einkaufsagenten, die
den Aufschwung des E-Commerce weiter beflügeln sollten.
HF
Riskanter Chart
Der Adyen-Aktienkurs muss jetzt die Marke
von 785 Euro halten, sonst drohen weitere
Verluste. Die Bewertung ist angesichts der
Wachstumsaussichten günstig
Adyen
Kurs der Adyen-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
2500
2000
1500
1000
500
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA2JNF4/NL0012969182
Börsenwert 26,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e21,7/17,8
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,1 %
Kursziel/Stoppkurs 1750,00/650,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 111 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
20 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
LIFEWAY FOODS
Superfood aus Illinois
Das Unternehmen: Ob Kefir, Farmer
Cheese oder Probiotic Smoothies –
das US-amerikanische Unternehmen
Lifeway Foods aus Illinois hat sich mit
der Marke Lifeway Kefir einen Namen
im Bereich der Lebensmittelgesundheit
gemacht. Als Marktführer in einem
wachsenden Probiotika-Nischenmarkt
gilt Lifeway als klassischer
Peter-Lynch-Anwärter. Der Nischenchampion
steht in allen großen US-
Supermarktketten wie Walmart, Kroger,
Whole Foods und Costco in den
Regalen.
Die Zahlen: Die Firma wächst schnell
und ist profitabel. Kefir gewinnt als „Superfood“
zunehmend an Popularität –
der Probiotika Markt wächst jährlich um
8 bis 12 Prozent. Lifeway hat für das erste
Quartal 2026 starke Zahlen präsentiert
und damit die Markterwartungen
übertroffen. So kletterte der Gewinn pro
Aktie auf 0,30 US-Dollar und übertraf damit
die Prognose von 0,20 US-Dollar
deutlich. Auch der Umsatz entwickelte
sich mit 63 Millionen US-Dollar überzeugend
und lag über den Prognosen.
Die Vision: Immer mehr Verbraucher
greifen zu Produkten mit gesundheitlichem
Mehrwert. Hier kommt das Kernprodukt
von Lifeway ins Spiel: Kefir, ein
Power-Lebensmittel für das Wohlbefinden.
Dem Unternehmen ist es gelungen,
seine Marke als Synonym für qualitativ
hochwertigen Kefir zu etablieren. Diese
AKTIE
11
Marktführerschaft mit einem geschätzten
Marktanteil von 90 bis 95 Prozent
verschafft Lifeway einen Wettbewerbsvorteil
und Preissetzungsmacht innerhalb
seiner Nische. Es gibt kaum direkte
Konkurrenz im US-Kefir-Markt.
Danone hat 2026 seine 23-prozentige
Beteiligung verkauft. Um neue Kundengruppen
und damit einen höheren Umsatz
zu erschließen, setzt das Unternehmen
auf weitere proteinreiche
Kefir-Varianten, Produkte für Kinder,
pflanzliche Optionen sowie Snacks. Um
das Tenbagger-Potenzial auszuschöpfen,
muss das Management aber zeigen,
dass es die Grenzen des US-Kefir-Marktes
sprengen und auch international expandieren
und skalieren kann. SIM
Geht die Rally weiter?
Lifeway Foods
Kurs der Lifeway Foods-
25
Aktie in Euro
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200-Tage-Linie 5
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN925083/US5319141090
Börsenwert 400 Mio. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e26,2/19,3
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 33,00/21,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 27 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
KEFIR: Mit seinen
Protein-Produkten will
Lifeway Foods immer
weiter wachsen
NEXTPOWER
Profit-Tracker
Das Unternehmen: Nextpower ist
Marktführer bei intelligenten Trackern
für Solarparks. Die Technologie richtet
Module automatisch nach dem
Sonnenstand aus, um die Energieausbeute
zu steigern. Softwarelösungen
gleichen Energieverluste aus. Innovative
Montagelösungen helfen bei der
Installation auf schwierigen Böden.
Die Zahlen: Kürzlich hob der Vorstand
die Umsatz- und Gewinnprognose
für 2027 an. Rund 18 Prozent Erlösplus
zum Vorjahr auf bis zu 4,4
Milliarden Dollar lautet die korrigierte
Schätzung. Der Gewinn vor Steuern,
Zinsen und Abschreibungen (Ebitda)
wird um bis zu 30 Millionen Dollar höher
erwartet bei 930 Millionen Dollar.
Wegweisend dürfte die Übernahme
der Batteriespeicherfirma Prevalon
sein – der Vorstoß in einen Wachstumsmarkt.
Intern wird die Marktchance
außerhalb Chinas bis 2030 auf bis
zu 35 Milliarden Dollar taxiert. Zudem
sind für Komplettlösungen aus Solartracking,
Speichertechnologie und
Software höhere Margen drin.
Die Vision: Nextpower ist ein klarer
Nutznießer des steigenden Energieverbrauchs
(KI-Rechenzentren). Positiv
auch: Die Planungs- und Bauzeiten für
Solarparks sind deutlich kürzer als bei
Atom- oder Gaskraftwerken. JM
Unter Strom
Nextpower
Kurs der Nextpower-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
120
100
20
2023 2024 2025 2026
WKN/ISINA3D5CW/US65290E1010
Börsenwert 16,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e31,0/23,3
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 132,00/79,40 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 38 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
12
80
60
40
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: Adobe Stock, Lifeway Foods Composing: FOCUS MONEY
21
moneytitel
EVERTEC
Zentraler Abwickler
Das Unternehmen: Evertec ist ein
Fintech-Unternehmen aus Puerto
Rico. Der aus einer Tochter der Banco
Popular de Puerto Rico hervorgegangene
Konzern wickelt Zahlungstransaktionen
in Lateinamerika und
Karibikstaaten ab. Evertec wurde
1998 gegründet und hat 5300 Mitarbeiter.
Seit 2013 ist die Firma an der
New Yorker Börse notiert.
Die Zahlen: Wie viele Finanzdienstleister
in Lateinamerika hat sich auch
Evertec in den vergangenen Jahren
positiv entwickelt. Im laufenden Jahr
soll der Umsatz laut Analystenschätzungen
um 15,7 Prozent auf 1,08 Milliarden
Dollar steigen. Beim operativen
Ergebnis wird ein Wachstum von 13,3
Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert
auf 423 Millionen Dollar.
Die Ebitda-Marge liegt aktuell bei 39,3
Prozent. Bis 2028 soll die Profitabilitätskennzahl
die Marke von 40 Prozent
knacken.
Die Vision: Aufgrund der Demografie
und des wachsenden Mittelstands unterliegen
Finanzdienstleistungen in
Lateinamerika einem strukturellen,
langfristigen Wachstumstrend. Evertec
hat sich mit seinen Lösungen etabliert,
gleichzeitig bleibt aber noch
viel Raum für die weitere Expansion –
auch durch Konsolidierung. JGR
Trendwende abwarten
AKTIE
13
FTAI AVIATION
Neue Startbahn
Das Unternehmen: FTAI Aviation ist
ein Luftfahrtunternehmen, das sich zu
einem Wartungsspezialisten für Triebwerke
entwickelt hat. Der Fokus liegt
dabei auf den Triebwerkstypen für die
Flugzeuge der Airbus-A320- und Boeing-737-Familie.
Doch FTAI Aviation
hat sich mehr vorgenommen: Das Unternehmen
plant den Wandel vom reinen
Luftfahrt-Dienstleister zum Anbieter
von Energie-Infrastruktur für
KI-Rechenzentren. Der Grund liegt auf
der Hand: Laut der Analyseplattform
Tradingview verfehlte das Unternehmen
seit 2025 in fünf von sechs Quartalen
die hohen Erwartungen der Analysten.
Dennoch hat der Aktienkurs
seit Anfang 2025 um rund 70 Prozent
zugelegt.
AKTIE
14
Evertec
Die Zahlen: Seit dem Geschäftsjahr FTAI Aviation
Kurs der Evertec in Euro
2021 ist der Umsatz von rund 336 Millionen
US-Dollar auf 2,51 Milliarden in Euro
40
Kurs der FTAI Aviation-Aktie
250
35
200
Dollar gestiegen. Das klingt nach einer
Erfolgsstory. Allerdings gibt es ein
30
150
25
paar Haken. So lag der freie Cashflow
100
20
200-Tage-Linie
während dieser Zeit beständig im negativen
Bereich und die Schulden
0
50
15
2023 2024 2025 2026
wuchsen. Das führte offenbar zu ausgeprägten
Korrekturen 2024 und WKN/ISINA3DVBR/KYG3730V1059
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA1T8GY/PR30040P1032
2025, in denen der Aktienkurs um
Börsenwert 1,5 Mrd. €
Börsenwert 19,9 Mrd. €
über 50 beziehungsweise 30 Prozent
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e6,7/6,0
Kurs-Gewinn-Verhältnis
fiel. Das Unternehmen will diese
2026e/27e33,6/22,8
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,6/0,8 %
Schwächen beheben. FTAI plant, die Dividendenrendite für 2026e/27e 0,7/0,4 %
Kursziel/Stoppkurs 28,00/20,00 €
Produktion im Jahr 2026 um rund 39 Kursziel*/Stoppkurs 360,00/187,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 20 %
Prozent zu steigern. Betriebliche Optimierungen
und KI-gestützte Verbes-
Quelle: Factset UK Limited 2026; * höchstes Kursziel der Analysten e =
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
erwartet
serungen steigern dabei die Effizienz.
Zusätzlich sorgen Mehrjahresverträge
mit Unternehmen wie dem Triebwerkshersteller
CFM International für
eine bessere Auslastung. Vor Jahresfrist
hat FTAI den Wartungsspezialisten
Pacific Aerodymamic übernommen.
Gelingt die Integration, könnte
das den FTAI-Kurs weiter beflügeln.
Die Vision: Die Aussichten von FTAI
Aviation sind gut. Der optimistischste
Analyst des Datenlieferanten Factset
erwartet, dass der Aktienkurs auf 358
Euro steigen kann. Das wäre ein Plus
von 50 Prozent. Als Absicherung bietet
sich ein Stoppkurs zur Verlustbegrenzung
bei 187 Euro an. DR
Allzeithoch im Visier
TRIEBWERK: Wandel
vom Luftfahrt-Dienstleister
zum Anbieter von
Energie-Infrastruktur
22 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
REDDIT-MASKOTTCHEN: Immer wichtigere Quelle
für die großen KI-Sprachmodelle
Unterschätzte
Aktie mit viel
Potenzial
Wende eingeleitet
Kurs der Reddit-
Aktie in Euro
200
150
100
50
200-Tage-Linie
0
2024 2025 2026
WKN/ISINA406FX/US75734B1008
Börsenwert 19,9 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e33,6/25,5
Dividendenrendite für 2026e/27 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 264,00/105,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 85 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
15
e = erwartet
Die Plattform Von „Tipps für den ersten Flug mit dem
Baby“ bis „Wie erkennt man, ob eine Schnittwunde infiziert
ist?“ – auf Reddit gibt es kaum ein Thema, über das die
Plattform-Teilnehmer nicht leidenschaftlich diskutieren. „Der
authentischste Ort im Internet“ lautet auch die Selbstbeschreibung.
Mehr als 100 000 Diskussionsgruppen und täglich
127 Millionen Nutzer machen Reddit zu einer der beliebtesten
Plattformen im Internet.
Die Chancen: Die Reddit-Aktie gilt bei Beobachtern als völlig unterbewertete
KI-Chance. Zum einen sind die Fragen, Antworten
und Kommentare der Mitglieder eine extrem wichtige Quelle für
die KI-Sprachmodelle. Und für die bekommt Reddit Lizenzeinnahmen.
Zum anderen sei Reddit eine „menschliche Verbindung“ zur
künstlichen Intelligenz, meint das Unternehmen selbst – und
schafft durch die Antworten der Nutzer eine glaubwürdige Bestätigung
von Aussagen der KI-Sprachmodelle.
Die Aktie: Das bestätigt das US-Brokerhaus Needham: KI-
Sprachmodelle zitierten die Reddit-Foren öfter und erhöhen
damit die Bedeutung, erläutert Analystin Laura Martin. Sie sieht die größte
Chance nicht im Nutzerwachstum, sondern in steigender Monetarisierung pro
Nutzer. Das bringt nach Meinung der Expertin, die als eine der größten Optimisten
für die Aktie gilt, die Chance auf ein langfristig hohes Umsatzwachstum.
Ihr Kursziel liegt bei 300 Dollar, fast doppelt so viel wie der aktuelle Kurs.
Die FOCUS MONEY-Auswertung zeigt in den vergangenen drei Jahren fast
200 Prozent Gewinn und mehr als 30 Prozent Umsatzwachstum. Ein Trend,
der sich fortsetzen dürfte.
HF
EXLSERVICE HOLDINGS
KI-Boom treibt Daten-Architekt
AKTIE
16
Das Unternehmen: Während in der Tech-Welt über Chatbots und Sprachmodelle
diskutiert wird, liefert das US-Unternehmen EXL Service Holdings (EXL) das eigentliche
Fundament dafür: die Datenstrukturierung. EXL agiert als hochspezialisierter
Partner im Bereich Operations Management und Analytics, hauptsächlich
für stark regulierte Branchen wie Versicherungen, Banken und das Gesundheitswesen.
Die bittere Wahrheit der Tech-Industrie ist: Künstliche Intelligenz (KI) ist nutzlos,
wenn die internen Unternehmensdaten chaotisch und unstrukturiert sind. EXL
säubert, strukturiert und automatisiert diese Datenströme.
Die Zahlen: Das Unternehmen wächst beständig im zweistelligen Prozentbereich
und weist eine hervorragende operative Hebelwirkung auf. Im ersten Quartal 2026
präsentierte EXL bärenstarke Ergebnisse. So stieg der Umsatz um 13,8 Prozent auf
570,4 Millionen Dollar. Zum Erfolg trug insbesondere der Bereich „Data und AI-Led“
bei (60 Prozent des Gesamtumsatzes). Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS)
zog um 20 Prozent auf 0,58 Dollar an und übertraf die Erwartungen deutlich. Für
das Gesamtjahr 2026 hat das Management die Prognose angehoben.
Die Vision: Anhänger der Lynch-Methode sehen hier ein Paradebeispiel. Auf den
ersten Blick ist es ein langweiliges IT- und Business-Outsourcing-Unternehmen,
das jedoch beim Einsatz generativer KI im Corporate-Sektor für viele Kunden inzwischen
unverzichtbar ist. Die geplante Übernahme von iMerit katapultiert EXL in
eine völlig neue Liga der Tech-Dienstleister. Ein Aktienrückkaufprogramm, hohe
Wechselkosten und starke Kundenbindung sprechen trotz des harten Wettbewerbs
mit IT-Giganten wie Accenture oder Cognizant für das Unternehmen.. SIM
Gelingt Turnaround?
Auch wenn EXL ein hochprofitabler Datengigant
mit starkem Fundament ist, ist der Kurs
seit Jahresbeginn um rund 40 Prozent eingebrochen.
Kurs der Exlservice Eine klassische Holdings-Aktie Einstiegschance
Kurs der Exlservice
Holdings-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
10
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA0LB2A/US3020811044
Börsenwert 3,5 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,3/13,3
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,00/0,00 %
Kursziel/Stoppkurs 36,00/19,00€
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 65 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
40
30
20
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Reddit 23
Nu Holdings
Kurs der Nu Holdings-
Aktie in Euro
KREDITKARTE:
Der Fintech-Konzern
schließt Millionen von
Lateinamerikanern
ans Bankennetz an
Günstige Gelegenheit
200-Tage-Linie
2
2022 23 24 25 2026
WKN/ISINA3C82G/KYG6683N1034
Börsenwert 42,6 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,3/11,5
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 15,70/9,10 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 43 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
14
10
6
e = erwartet
moneytitel
NU HOLDINGS
Samba fürs Depot
AKTIE
17
Das Unternehmen: Nubank ist das Aushängeschild von
Nu Holdings. Das Unternehmen wuchs seit Beginn
der 2020er-Jahre zu einer der weltweit größten
Digitalbanken. Die Wachstumsstory mit Kernmarkt
Brasilien ist schnell erzählt: Weil Lateinamerika zu
den Schwellenregionen mit hohem Wachstum und
einer Bevölkerung gehört, die sich zwar rasant ins
gesellschaftliche Leben einfügt, zum Großteil aber
über kein eigenes Konto verfügte, schwang sich Nubank
zum Fintech-Anbieter der Massen auf. Heute nutzen
etwa 120 Millionen (überwiegend lateinamerikanische)
Kunden die Dienste.
Die Zahlen: Im ersten Quartal lieferte das Unternehmen einen
Umsatz von 5,32 Milliarden Dollar ab. Experten hatten lediglich
5,06 Milliarden erwartet. Beeindruckend waren auch der
Nettogewinn von 871 Millionen und die Eigenkapitalrendite von
29 Prozent – auch wenn der Gewinn je Aktie mit 0,18 Dollar je Aktie
um zwei Cent unter der Prognose lag.
Die Vision: Für CEO David Velez hat die KI-Transformation Top-Priorität.
Die Digitalisierung sowie Netzwerkeffekte bleiben die großen
Wachstumstreiber. Das 3-Jahresplus liegt bei 40 Prozent. Für FOCUS
MONEY hat die Aktie Verzehnfacher-Potenzial.
JM
MACOM TECHNOLOGY SOLUTIONS
Positive Signale
AKTIE
18
Das Unternehmen: Macom Technology Solutions entwickelt und fertigt Produkte
für die Bereiche Telekommunikation und Rechenzentren. Das höchste
Kursziel der Analysten liegt bei 395,60 Euro, was aus heutiger Sicht einem Kurspotenzial
von 15 Prozent entspricht.
Besonders das Rechenzentrumsgeschäft begeistert die Börsianer: Die Jahresprognose
für dieses Geschäftsfeld wurde aufgrund besserer Planungssicherheit
und Marktanteilsgewinne von 20 Prozent auf 35 bis 40 Prozent angehoben.
Der optimistische Ausblick brachte den Aktienkurs zusätzlich in Schwung. Auf
Jahressicht steht inzwischen ein Kursplus von rund 160 Prozent.
Die Zahlen: Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 32,6 Prozent auf 967,3
Millionen US-Dollar, nachdem er im Geschäftsjahr 2024 bereits um 32 Prozent
zugelegt hatte. Auch beim Gewinn geht es bergauf. Die bereinigte operative
Marge stieg im Geschäftsjahr 2025 auf 25,4 Prozent. Macom Technology Solutions
gibt weiter Gas: Es wurden langfristige Lieferverträge mit dem britischen
Unternehmen IQE abgeschlossen und 45 Millionen Pfund investiert, um die Widerstandsfähigkeit
der Lieferkette zu stärken. Gerade in unsicheren Zeiten ist
das eine wichtige Maßnahme.
Die Vision: Der Aktienkurs korrigiert derzeit. Das ist nach so starken Kurssteigerungen
in kurzer Zeit mehr als verständlich. Sollte der Kurs jedoch über 350 Euro
steigen, könnte sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Anleger können den Stoppkurs
zur Verlustbegrenzung bei 288 Euro setzen.
DR
Hohe Wahrscheinlichkeit
Der Aktienkurs verschnauft nach dem starken
Anstieg in diesem Jahr. Die Wahrscheinlichkeit,
dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, ist
hoch
MACOM Technology
Kurs der Macom Technology-Aktie
in Euro
250
200
150
100
50
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA1JU1D/US55405Y1001
Börsenwert 26,2 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e77,6/57,0
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel*/Stoppkurs 396,00/288,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 15 %
Quelle: Factset UK Limited 2026; * höchstes Kursziel der Analysten
e = erwartet
24 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
TÉCNICAS REUNIDAS
Schlüsselfertige Industrieanlagen
Das Unternehmen: Técnicas Reunidas
ist ein Wegbereiter für komplexe
Großprojekte der Energie- und
Schwerindustrie, beispielsweise für
Flüssiggas-Terminals (LNG), moderne
Chemieanlagen oder Dekarbonisierungsprojekte.
Es agiert weltweit. Das
spanische Ingenieur- und Bauunternehmen
fällt in der Investment-Philosophie
von Peter Lynch genau in die
Kategorie der zyklischen „Turnaround-
Storys“: In den vergangenen Jahren
musste das Unternehmen mit den Folgen
der Corona-Krise und Projektverzögerungen
kämpfen. Nach einer tiefgreifenden
Restrukturierung und der
vorzeitigen Rückzahlung staatlicher
Zuschüsse stehen die Spanier nun vor
einer massiven Sonderkonjunktur.
Die Zahlen: Das operative Geschäft
läuft auf Hochtouren, wird aktuell jedoch
von geopolitischen Sondereffekten
durchgeschüttelt. Im ersten Quartal
2026 verzeichnete das
Unternehmen ein Umsatzplus von 21
Prozent auf 1,58 Milliarden Euro – einer
der höchsten Quartalsumsätze der
Firmengeschichte. Beim operativen
Gewinn (Ebit) gab es auf den ersten
Blick jedoch einen Einbruch von 45
Prozent auf 31 Millionen Euro. Der
Grund ist reine Vorsicht: Wegen logistischer
Störungen durch den
anhaltenden Nahost-Konflikt
hat das Management eine bilanzielle
Rückstellung von 45
Millionen Euro gebildet. Finanziell
steht der Konzern aber auf einem exzellenten
Fundament und peilt für
2026 einen Rekordumsatz an.
Die Vision: Die globale Energiekrise
und der Zwang zur Dekarbonisierung
spielen Técnicas Reunidas perfekt in die
Karten. Das Unternehmen sitzt auf einem
prall gefüllten Auftragsbuch von
9,2 Milliarden Euro. Das Management
sieht in seiner Pipeline aktuell weltweite
Projektchancen im Wert von über 90
Milliarden Euro. Técnicas Reunidas ist
ein potenzieller Tenbagger. Angesichts
des aktuellen Umfelds sind aber Geduld
gefragt und eine dauerhafte Beruhigung
der geopolitischen Lage. SIM
Geht es weiter aufwärts?
Tecnicas Reunidas
Kurs der Tecnicas Reunidas-
Aktie in Euro
200-Tage-Linie
1
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA0J3MX/ES0178165017
Börsenwert 2,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e13,6/10,0
Dividendenrendite für 2026e/27e 1,8/2,9 %
Kursziel/Stoppkurs 39,00/27,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 33 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
19
7
5
3
e = erwartet
ANLAGE: Die Spanier
sind auf den Bau von
Energieanlagen
spezialisiert
GLOBANT
Tech-Expertise
Das Unternehmen: 2003 in Buenos
Aires gegründet, bietet das Unternehmen
mit Hauptsitz in Luxemburg Beratung
zur digitalen Transformation an.
Der Konzern operiert weltweit, mit einem
starken Fokus auf Nord- und
Südamerika und wachsenden Marktanteilen
in Europa und Indien. Mehr als
28 000 Beschäftigte in knapp 30 Ländern
bieten Software-Leistungen an,
der Kundenstamm reicht von Coca-Cola
über Google bis zu Meta.
Die Zahlen: Der Jahresumsatz stieg
2025 um 1,6 Prozent nur leicht auf 2,45
Milliarden US-Dollar, getragen von der
anhaltenden Nachfrage nach KI. Der
operative Gewinn (Ebit) ging allerdings
von 225 Millionen auf 171 Millionen US-
Dollar zurück. Hintergrund ist ein Optimierungsprogramm
mit Einmalkosten
von rund 52 Millionen US-Dollar. Das
bereinigte Ergebnis von 373 Millionen
US-Dollar blieb weitgehend stabil. Mit
über 250 Millionen US-Dollar an Barmitteln
am Jahresende ist Globant gut
aufgestellt, um das KI-Geschäft weiter
auszubauen.
Die Vision: Der globale KI-Hype spielt
Globant in die Karten. Wenn die Margen
nach den Sondereffekten wieder steigen,
könnte aus dem Umbauwert ein
Börsenrenner werden. Tiefe Kundenbeziehungen
stärken die Marke. LT
Turnaround möglich
Globant
200-Tage-Linie
Kurs der Globant-Aktie in Euro
250
200
150
100
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA117M8/LU0974299876
Börsenwert 1,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e8,0/6,6
Dividendenrendite für 2026e/27e0,7/0,8%
Kursziel/Stoppkurs 54,00/21,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 110 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
AKTIE
20
50
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 25
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Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY
Composing: FOCUS MONEY
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FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 27
moneymarkets
LEERVERKÄUFE
Auch an der
Börse: Topp,
die Wette gilt
KURS-RUTSCH: Was für
Shortseller eine lukrative
Sache ist, eröffnet für
Spekulanten nicht selten
eine Gelegenheit zur
Jagd auf Schnäppchen
An Europas Märkten läuft die Baisse-Spekulation auf Hochtouren,
angetrieben von ansehnlichen Bewertungen. Für Risikofreudige bietet
dies die Chance, günstig zu sammeln und dagegen zu wetten
von BERND JOHANN
Zartbesaitet sind die Akteure in diesem Geschäft
eher selten. Das musste nun auch
Prothesenhersteller und Börsenneuling Ottobock
erfahren. Das Familienunternehmen
sah sich im Mai plötzlich schweren
Vorwürfen der New Yorker Grizzly Research
ausgesetzt. Und das nicht zu knapp: Großaktionär
Hans Georg Näder habe einen übermäßig verschwenderischen
Lebensstil und würde in Schulden ertrinken,
heißt es in einem 19-seitigen Report. Ottobock verfolge
eine aggressive Bilanzierung mit künstlich aufgeblähten
Ertragszahlen, die Aktie sei viel zu teuer, zudem
würden nach Grizzly-Schätzung rund 35 Prozent
des Nettogewinns von Umsätzen aus dem kriegsbelasteten
Russland stammen, während im Westen die Margen
unter Druck stünden.
Die Börse reagierte prompt: Die Ottobock-Aktie verlor
aus dem Stand zwölf Prozent an Wert. Ihren Ausgabepreis
von 66 Euro hat sie seitdem nie mehr gesehen.
Da half es bisher auch nicht, dass Ottobock die Vorwürfe
als „verleumderisch und in hohem Maße irreführend“
zurückwies. Ebenso wenig zeigte die angekündigte Prüfung
rechtlicher Schritte bislang Wirkung, inklusive einer
Meldung an die Aufsichtsbehörde mit dem Verdacht
auf Marktmanipulation.
28
Foto: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
Eine Liste bevorzugter Shortseller-Opfer
Zusammen und oftmals mit Aktien im Wert von hohen Millionen-Euro-Beträgen pflegen Leerverkäufer die avisierten Firmen anzugreifen.
Besonders aktiv mit jeweils mehr als 100 Positionen in Europa: Citadel Advisors, Aqr Capital Managment, Marshall Wace
Aktie WKN Branche Börsenwert
Mio. Euro
Leerverkäufe
in Prozent in Mio. Euro
Größte Leerverkäufer in Prozent vom Kapital
Vistry Group (GB) 911164 Immobilien 974 17,63 172 Schonfeld 3,18; GLG Partners 2,10
Tui AG (D) TUAG50 Touristik 3710 16,68 619 Blackrock 3,41; D.E. Shaw + Co. 2,98
Ibstock (GB) A142QY Bergbau 393 15,24 60 J.P. Morgan AM 2,70; Blackrock 2,15
Saipem (I) A3DN68 Energie 8240 15,22 1254 Capital Ventures 2,87; Lmr Partners 2,26
Hugo Boss (D) A1PHFF Konsum 2550 14,29 364 Citadel 2,16; Qube Research 2,00
Gerresheimer (D) A0LD6E Verpackungen 950 13,92 132 Numeric Investors 2,26; Arrowstreet 1,39
Ubisoft (F) 901581 Videospiele 720 13,66 98 Citadel 2,03; Marshall Wace 2,01
Téléperformance (F) 889287 IT 3040 12,61 383 Citadel 2,84; Marshall Wace 2,34
Hellofresh (D) A16140 Einzelhandel 578 12,39 77 Citadel 1,89; Marshall Wace 1,60
K+S (D) KSAG88 Grundstoffe 2300 12,26 289 Blackrock 2,42; Qube Research 2,27
Signify (NL) A2AJ7T Elektrotechnik 1960 12,14 238 Citadel 2,40; Blackrock 1,78
Valeo (F) A2ALDB Autozulieferer 3000 11,90 358 Kintbury Capital 2,89; Marshall Wace 2,50
Quelle:Bundesanzeiger; Shortregister.com; eigene Recherche Stand 29.06.2026
Das Beispiel illustriert anschaulich das Vorgehen von Leerverkäufern
oder Shortsellern, an der Börse kurz „Shorties“
genannt. Zu ihnen zählt auch die noch eher junge und weniger
bekannte Grizzly Research. Üblicherweise leihen sie sich
– meist von Fonds oder Banken – gegen Gebühr Aktien eines
Unternehmens, bei dem sie glauben, den Börsenkurs erfolgreich
unter Druck setzen zu können. Diese Papiere werfen
sie dann sukzessive auf den Markt, ohne sie eigentlich zu besitzen.
Daher die Bezeichnung Leerverkäufer.
Begleitet wird dies nicht selten mit einigem öffentlichen
Tamtam und Verriss der finanziellen Lage des betreffenden
Unternehmens. Gelingt es dann tatsächlich, den Kurs zu
drücken, werden die Aktien später zu den niedrigeren
Preisen zurückgekauft und dem Verleiher zurückgegeben.
Die Differenz minus Gebühren bleibt beim Shortseller
als Profit hängen – je stärker der inszenierte
Kursdruck, desto mehr. Der Vorstand von Ottobock
geißelt denn auch die Grizzly-Attacke als „Meinungsäußerung
eines Shortsellers, der laut eigenem
Disclaimer ein wirtschaftliches Eigeninteresse
an fallenden Kursen verfolgt“.
Störenfriede mit System. Der Angriff auf
die Aktie des Duderstädter Unternehmens
ist bei Weitem kein Einzelfall.
Ende Juni unterhielten Leerverkäufer
nach aktuellen
Veröffentlichungen europaweit
Wetten bei mehr als 800 Gesellschaften
Short-Positionen im
Wert von gut 117 Milliarden
Euro. Allein in Deutschland
beträgt der Einsatz bei rund
40 Adressen fünf Prozent ihres
Kapitals und mehr.
Ins Visier der Shortseller geraten dabei gerne Firmen, welche
eine plausibel erscheinende Angriffsfläche bieten. Darunter
sind durchaus auch größere Adressen wie zum Beispiel
die schwedische Electrolux, der deutsche Reisekonzern
Tui oder der französische Autozulieferer Valeo, aktuell drei
Lieblinge der Leerverkäufer. Die Tabelle (oben) zeigt einige
der derzeit am stärksten attackierten Ziele der Shorties.
Chance für Mutige. Für spekulativ eingestellte Anleger
kann dies eine Einladung sein, nach und nach gegenzuhalten.
Nicht selten lohnt sich dies, vor allem wenn die Kurse
am Boden sind und die Leerverkäufer beginnen, ihre Positionen
abzubauen. Oder aber die Vorstände der attackierten
Adressen können durch gute Zahlen und Ergebnisse die Angreifer
widerlegen und die Aktien beginnen, wieder nach
oben zu tendieren. Vier Kandidaten, bei denen es zu einer
Wende kommen könnte und niedrige Kurse locken, zeigen
die Kästen.
Denn auch die Leerverkäufer handeln nicht ohne Risiko:
Spielt die Börse beim erhofften Druck auf die Kurse nicht mit
oder steigen diese sogar, geraten wiederum die Shorties unter
Druck. Sie müssen sich dann eindecken, wollen sie nicht
steigende Verluste riskieren. Der Markt spricht in dem Fall
von „Short Squeeze“. Dieser Rückkaufzwang kann den Aufwärtstrend
der betreffenden Aktie nochmals verstärken.
Legendär ist hier der Fall von Tesla im Jahr 2020. Bei dem
damaligen, im Coronajahr kaum erwarteten spektakulären
Kurssprint der Aktie verloren Leerverkäufer, die massiv gegen
das noch junge Unternehmen gewettet hatten, sagenhafte
29 Milliarden Dollar. Aktuell könnte sich Ähnliches in
weit kleinerem Rahmen beim IT-Dienstleister Nagarro abspielen,
bei dem zuletzt noch rund sechs Prozent der Aktien
geshortet waren. Das üppige Übernahmeangebot der indischen
Persistent vom vergangenen Freitag beendete die bis
dahin sehr erfolgreiche Leerverkauf-Spekulation jäh.
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29
moneymarkets
Betrieben wird das Leerverkaufsgeschäft vor allem von
Hedgefonds angelsächsischer Provenienz wie zum Beispiel
der Londoner Marshall Wace, nach eigenem Bekunden ein
„globaler alternativer Investmentmanager, bei dem die Kunden
zuerst kommen“. Aus der britischen Hauptstadt zählt
ferner Qube Research zu den bekannteren Namen, aus den
USA Citadel mit verschiedenen Ablegern, Arrowstreet Capital,
D.E. Shaw, SIH Partners oder Aqr Capital Management.
Auch manche Stellen großer Finanzkonzerne wie J.P. Morgan,
BNP Paribas oder Blackrock mischen hier mit. Bei Tui
zum Beispiel halten gleich drei Blackrock-Einheiten entsprechend
ihrem individuellen Investment-Ansatz derzeit Short-
Positionen zwischen 0,69 und 1,61 Prozent des Kapitals.
In der Praxis treten die Shorties bei den verschiedenen Angriffszielen
häufig eher in der Gruppe auf, mit meist überschaubaren
Einzel-Engagements. Risikostreuung gilt also
auch hier. Beim Modehaus Hugo Boss zum Beispiel sind es
allein zehn Adressen mit Positionen zwischen 0,5 und 1,5
Prozent des Kapitals. Darüber hinaus laufen die Attacken
nicht selten über mehrere Monate, wobei die Shortseller ihre
Engagements je nach Kursverlauf der avisierten Aktie an der
Börse auch auf kurze Sicht durchaus aktiv managen.
Strikte Pflichten. Im Dunkeln munkeln können sie dabei
nicht. Die Aufsichtsbehörden sind sich der Bedeutung oder
Gefahr der Shortseller-Aktionen für die Stabilität der Aktienmärkte
durchaus bewusst und setzen feste Leitplanken. Laut
den Regeln der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde
ESMA, die auch in Deutschland gelten, müssen
Verkaufspositionen bereits ab einer Schwelle von netto
0,1 Prozent des Aktienkapitals und danach für jede weitere
0,1 Prozent gemeldet werden. Ab 0,5 Prozent werden Leerverkäufe
durch Veröffentlichung, in Deutschland im Bun-
TUI AG
Liebling in Deutschland
In zwei Wellen nahmen Leerverkäufer die Aktie des Touristikkonzerns aufs
Korn: mit dem Ukrainekrieg 2022 sowie mit der Iran-Attacke im Frühjahr 2026.
Beide Krisen mit negativen Auswirkungen auf die Branche und auf die Tui-Aktie
mit noch mal einem 30-Prozent-Rückgang im ersten Quartal 2026 spielten
den Shorties in die Hände. Hinzu kommt, dass der Vorstand wegen Nahost für
das Geschäftsjahr 2025/26 (Ultimo 30. September) auf Vorsicht schaltete.
Andererseits scheinen die Buchungen in der Branche für die wichtigen Sommermonate
besser auszufallen als erwartet. Ein kompletter Gamechanger
könnte eine Beruhigung im Nahen Osten werden. Eine Stimmungsverbesserung
um Touristikaktien dürfte die Shorties zu einem zügigen (kurstreibenden)
Rückzug zwingen. Die Börse scheint dieses Szenario bereits vorsichtig zu spielen,
zumal die Aktie inzwischen trotz aller Unwägbarkeiten analytisch günstig
erscheint. Der Quartalsbericht am 12. August könnte weitere Impulse bringen.
Tui
Kurs der Tui-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINTUAG50/DE000TUAG505
Börsenwert 3,71 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e7,4/5,2
Dividendenrendite für 2026e/27e 2,2/3,0 %
Kursziel/Stoppkurs 10,30/6,05 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 40 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
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15
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5
e = erwartet
TÉLÉPERFORMANCE
Zwischen Hoffen und Bangen
Im Umbruch befindet sich der französische IT-Dienstleister. Mit neuer Führung
und neuer, auf Automation und KI setzender Strategie will der Spezialist
für Kundeninteraktion den negativen Ertragstrend seit dem Jahr 2023 umkehren.
Für die Baisse-Spekulation war dies sowie das stark kreditfinanzierte
Wachstum eine Einladung. Téléperformance zählt zu den am eifrigsten leerverkauften
Titeln an der französischen Börse, mit merklichem Positionsaufbau
vor allem über die vergangenen zwölf Monate.
Dem steht eine vorsichtig optimistische Prognose für das komplette Jahr
2026 gegenüber, eine avisierte Dividende mit einer Rendite von um die acht
Prozent sowie eine niedrige Bewertung. Letztere drückt allerdings auch die
fortbestehende Skepsis der Börse aus, dass die Gewinnerwartungen überzogen
sein könnten. Kann der Vorstand dies mit guten Geschäftsresultaten widerlegen,
sollte die Aktie auch von Glattstellungen der Shortseller profitieren.
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Teleperformance
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Kurs der Téléperformance-Aktie in Euro 0
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN889287/FR0000051807
Börsenwert 3,04 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e5,7/5,2
Dividendenrendite für 2026e/27e 8,2/8,8 %
Kursziel/Stoppkurs 80,00/45,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
desanzeiger, zudem breit bekannt gemacht. Darüber hinaus
ist ab dem 10. Juli 2026 eine zentrale Veröffentlichung im
European Single Access Point (ESAP), dem europäischen Register
für Unternehmens- und Finanzinformationen, geplant.
Rege Aktivität. Die Aktionen der Shorties bleiben so sehr
transparent. Was die deutsche Börse betrifft, an der zuletzt
Aktien von 87 Firmen geshortet waren, haben Leerverkäufer
in jüngster Zeit Baisse-Positionen zum Beispiel bei Tui,
SMA Solar, Renk, Rheinmetall oder Deutz tendenziell aufgestockt,
eher heruntergefahren dagegen etwa bei Hellofresh,
Gerresheimer oder Delivery Hero.
Europaweit sind sogar bei einem guten Dutzend Firmen
mehr als zehn Prozent des Kapitals via Leerverkäufe verwettet.
Dabei zeigten die Spekulanten teils einen feinen Riecher:
Bei ihrem Favoriten aus den Niederlanden, Signify, der früheren
Philips Lighting, kam der in der vergangenen Woche
verkündete Rückzieher in der Dividendenpolitik am Markt
sehr schlecht an (s. S. 101). Die Aktie verlor seither rund 20
Prozent. Nahezu verdoppelt haben sich die Leerverkaufspositionen
beim italienischen Maschinenbauer Saipem nach
dessen Kursrally im ersten Halbjahr und inzwischen hoher
analytischer Bewertung. Auch beim britischen Wohnungsbauer
Vistry Group langten die Shorties verstärkt zu.
Gut im Geld liegt weiterhin auch Grizzly Research bei Ottobock.
Die Aktie notierte zuletzt zeitweise bis 20 Prozent im
Minus seit dem Angriff der Amerikaner. Diese verdienten zuletzt
ferner prächtig mit ihren Leerverkäufen etwa beim
Schweizer Geldverwalter Partners Group und der französischen
Tech-Schmiede 2CRSI. Aber auch bei den Profis geht
nicht jede Spekulation auf: Beim schwedischen Telekomspezialisten
Sinch oder der französischen Hotelkette Accor lief
die Börse bisher massiv gegen die New Yorker Bären.
HUGO BOSS
Shorties vorerst ausgebremst
Spannend wird es beim Bekleidungshändler Hugo Boss. Hier steht einer sehr
hohen Short-Quote die Übernahmeofferte des Großaktionärs, der britischen
Frasers Group (Anteil 26 Prozent), zu 38 Euro je Aktie gegenüber. Am Markt
gilt der gebotene Kurs nun zunächst als eine Art Boden für die Aktie. Wäre
dem so und bleibt Frasers am Ball, drohten die Shorties unter Zugzwang zu
kommen. Sie begannen unmittelbar nach der Offerte bereits, vorsichtig Positionen
abzubauen. Deren Umfang ist aber immer noch erheblich. Bei einer Erhöhung
des Abfindungsangebots wäre dann eventuell ein Short Squeeze nicht
auszuschließen, mit entsprechendem Auftrieb für den Aktienkurs. Immerhin
haben die Shorties noch mehr als 300 Millionen Euro im Feuer.
Geschäftlich läuft es bei Hugo Boss bei der gedrückten Konsumlaune weniger
rund. Für 2026 ist ein Rückgang beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich
und etwas stärker beim operativen Ergebnis in Aussicht gestellt.
Hugo Boss
Kurs der Hugo-Boss-Aktie in Euro
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2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA1PHFF/DE000A1PHFF
Börsenwert 2,55 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e14,0/12,0
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,1/0,6 %
Kursziel/Stoppkurs 50,00/31,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 30 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
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e = erwartet
VISTRY GROUP
Riecht nach überverkauft
Prächtig verdient haben dürften die Leerverkäufer bei dem britischen Wohnungsanbieter.
Dessen Aktienkurs hatte sich seit Februar zeitweise nochmals
gedrittelt, nach einem Absturz bereits 2024. Trotzdem verdoppelten sich die
Shortpositionen seit Ende April auf inzwischen 17 Prozent des Kapitals. Die
Gruppe hatte 2025 bei gut 15600 fertiggestellten Wohnungen 42 Pence je
Aktie verdient. Für 2026 befürchten die Londoner nun angesichts wachsender
Kaufzurückhaltung nochmals dünnere Margen. Zudem steht ein noch nicht
erprobter Strategiewechsel hin zu mehr partnerschaftlichen Projekten an.
Die Shortseller gehen offenbar davon aus, dass es dauern wird, bis Vistry
wieder auf ein stabileres Fundament kommt. Andererseits hängt die Aktie auf
niedrigstem Stand seit 1999 und macht Anstalten zur Bodenbildung. Finanziell
erscheint die Gesellschaft trotz gedämpfter Erwartungen stabil bei keinesfalls
hohem KGV der Aktie. Halbjahreszahlen soll es am 24. September geben.
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Vistry Group
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Kurs der Vistry-Group-Aktie in Euro
2
2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISIN911164/GB0001859296
Börsenwert 974 Mio. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e7,3/6,3
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,8 %
Kursziel/Stoppkurs 5,50/2,60 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 80 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
31
moneymarkets
ANN-KATRIN PETERSEN von
Blackrock plädiert dafür, die
Investmentstrategie stärker an
Themen als an Assetklassen
auszurichten
INTERVIEW
Investieren,
wo die
Engpässe am
größten sind“
KI bleibt das Anlagethema Nummer eins,
meint Ann-Katrin Petersen. Die Blackrock-
Kapitalmarktstrategin sieht dadurch jedoch
auch viele Risiken für die Finanzmärkte –
nicht alle sind auf den ersten Blick ersichtlich
von JULIA GROSS
Im ersten Halbjahr ist mit der Schließung der Straße von Hormus
ein Szenario wahr geworden, das vorher immer als „theoretischer
Worst Case“ gesehen wurde. Trotzdem sind die großen
Aktienmärkte im Plus, teilweise deutlich. Wie lässt sich
das erklären?
Ann-Katrin Petersen: Die geopolitische Fragmentierung
weltweit, deren Ausfluss der Nahostkonflikt ist,
hat sich primär am Renten- und an den Rohstoffmärkten
widergespiegelt. Wir sehen höhere Anleiherenditen
vor dem Hintergrund einer Neubewertung der
Geldpolitik und der Inflationsrisiken. Und tatsächlich
ist der gesamtwirtschaftliche Schaden in Form gedämpften
Wachstums und erhöhter Inflation bereits
erfolgt. Die Aktienmärkte hingegen haben einen Rekordhochstand
nach dem anderen markiert, insbesondere
in den USA und Teilen Asiens. Hier hat der
Vormarsch von KI, insbesondere der damit verbunde-
32
Foto: BlackRock
FOCUS MONEY 28/2026
ne Infrastrukturausbau, die geopolitischen Risiken überlagert
und zu kräftigen Unternehmensgewinnen geführt.
Wichtig ist: Das fundamentale Rückgrat der Aktienmärkte,
das Gewinnwachstum, ist, wenngleich regional differenziert,
tatsächlich stark ausgefallen – besonders in den USA
und Teilen Asiens.
Aktuell stehen die Zeichen im Iran-Konflikt zwar auf Entspannung,
aber ob der Frieden hält und wie lange es bis zu einer Normalisierung
der Öl- und Gasexporte dauern wird, ist völlig unklar. Kommt
das dicke Ende für die Aktienmärkte noch?
Petersen: Ich halte in diesem Kontext die
Zinsseite für den wichtigsten Übertragungskanal
für den Aktienmarktausblick. Wenn sich
der Angebotsschock trotz der jüngsten Entspannungssignale
verfestigt, würde sich das
in wieder aufflammenden Inflationsrisiken
und damit auch in der Bereitschaft von Zentralbanken,
die Zinsen zu erhöhen, widerspiegeln.
Das dürfte aus meiner Sicht dann über
die höheren Kapitalkosten auch für Gegenwind
an den Aktienmärkten sorgen. Unabhängig
davon sind die jüngsten Signale als günstig
einzuordnen. Sie zeugen von Verhandlungsbereitschaft.
Vita
Ann-Katrin
Petersen
Die Berichtssaison für das zweite Quartal steht bevor.
Aktuell liegt das durchschnittliche Kurs-Gewinn-
Verhältnis (KGV) im S&P 500 bei sehr hohen 28,
auch das KGV für das kommende Jahr fällt leicht
überdurchschnittlich aus. Kann die Gewinnentwicklung
so dynamisch weitergehen, dass diese Bewertungen
gerechtfertigt sind?
Petersen: Dahinter steht natürlich die Frage,
ob KI zu einer Blase führen könnte. Die Messlatte
ist angesichts der starken Kursgewinne
vieler KI-bezogener Unternehmen sicherlich
hoch. Wir sehen drei Engpassbereiche, die den
KI-Ausbau verlangsamen könnten. Erstens
physische Engpässe: Knappheit bei Energie,
Rechenleistung und Fachkräften. Zweitens
die politisch-regulatorische Dimension, also
beispielsweise Genehmigungsverfahren für
Rechenzentren. Und drittens die finanzielle
Dimension: Die massiven Investitionen werden
auch mit Fremdkapital finanziert. Wenn die Kapitalkosten
steigen, verteuert sich der gesamte Ausbau.
Das sind aber schon viele und auch gravierende Risikofaktoren, die
Sie aufzählen…
Petersen: Ich glaube, die Kernbotschaft ist letzten Endes:
Es gibt viele Investitionschancen, aber wir begeben uns in
eine Phase, in der Investoren wählerischer sein müssen.
Inwiefern?
Petersen: Investoren sind gut beraten, dort zu investieren,
wo die Nachfrage und die Engpässe am größten sind. Also
Halbleiter, Chips, Speicher, Rechenzentren, Strom und
Geboren 1985 in
Kiel, VWL-Studium
an der Universität
Bayreuth und
Nottingham University
Business
Schools
Berufseinstieg 2010
als Ökonomin für
Europa bei der
Allianz, 2014
Wechsel zu Allianz
Global Investors
zuletzt als Investmentstrategin
und
Vice President
2022 kam sie zu
Blackrock als
Leiterin Kapitalmarktstrategie
für
den DACH-Raum
und Osteuropa
Stromnetze. Diese Infrastruktur wird unabhängig davon benötigt,
wer am Ende innerhalb der KI-Wertschöpfung zu den
Gewinnern zählt. Denn bei den Modellanbietern wird es mit
Sicherheit Transformationsgewinner und -verlierer geben.
Als nächste Entwicklungsstufe richten wir zudem zunehmend
das Augenmerk auf physische KI– Robotik, Automatisierung,
industrielle Anwendungen. Darauf sollte man sich
vorbereiten.
KI bleibt also ein zentrales Anlagethema? Dabei machen sich Anleger
doch auch durchaus Sorgen, dass sie davon
schon zu viel im Depot haben?
Petersen: Unseres Erachtens sollten sich Investoren
im aktuellen Umfeld eine klassische
Asset-Allocation, also den Anlageklassen wie
Aktien und Anleihen, auf den Prüfstand stellen
und sich stärker mit den darunterliegenden
Treibern und Themen beschäftigen.
Was meinen Sie damit?
Petersen: Nehmen wir die künstliche Intelligenz.
Die schlägt sich als Investmentthema
nicht nur an den Aktienmärkten, sondern zunehmend
auch an den Anleihemärkten und –
gerade im Infrastrukturbereich – auch an den
Privatmärkten nieder. Das kann bedeuten,
dass Ihr Portfolio weniger breit diversifiziert
ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Dessen
sollten sich Anleger bewusst sein.
Sie meinen, Anleger haben die großen Tech-Aktien
im Portfolio, und bei Anleihen eventuell Bonds derselben
Tech-Konzerne?
Petersen: Ja, das wäre durchaus möglich.
Hinzu kommt, dass die angesprochenen Engpässe
bei Energie, Rechenleistung und Fachkräften
zu zusätzlich erhöhtem Kostendruck
führen. KI ist daher aus unserer Sicht kurzund
mittelfristig inflationstreibend. Entsprechend
könnten Notenbanken die Zinsen erhöhen
beziehungsweise länger hochhalten – mit
Folgen für den Anleihemarkt.
Wie kann man es als Anleger besser machen, um
diese Klumpenrisiken zu vermeiden?
Petersen: Indem man nicht zuerst allein auf eine Anlageklasse
schaut, sondern zuerst auf das Thema, etwa Energiesicherheit,
und dessen unterliegende Treiber, in diesem Fall sowohl
geopolitische Fragmentierung als auch KI. Dann kann man
sich die Frage stellen, welches das günstigste Instrument ist,
um in dieses Thema zu investieren. Unabhängig davon lohnt
es sich angesichts der höheren Spreizung an den Kapitalmärkten
zwischen Gewinnern und Verlierern innerhalb der Anlageklassen,
mit mehr Fingerspitzengefühl zu allokieren. Indem
man etwa auf ganz bestimmte Regionen und Sektoren setzt.
In welchen Regionen sehen Sie für die kommenden Monate Chancen?
FOCUS MONEY 28/2026
33
moneymarkets
D
z
b
T
Halbleiter im Höhenflug
Der Philadelphia Semiconductor Index (Sox), der die
30 größten US-Chipunternehmen abbildet, gilt als
Stimmungsbarometer der Branche. Er notiert auf
einem vorher nie dagewesenen Niveau
Philadelphia Semiconductor Index
in Punkten
2023 2024 2025 2026
Quelle: Factset UK Limited 2026
Aktuelles KGV
S&P 500 und S&P 500 Information Technology
S&P 500 Information Technology
S&P 500
2008 10 12 14 16 18 20 22 24 2026
2022 23 24 25 2026
14000
10000
6000
2000
Ambitionierte Bewertungen
Zwar gab es durchaus Zeiten, in denen die Bewertung
des breiten US-Aktienmarkts noch höher war.
Doch das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis im S&P
500 liegt klar über dem langjährigen Durchschnitt
Quelle: Factset UK Limited 2026
Inflation bleibt erhöht
Der Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen hat
sich in den USA (wie in Europa) in höheren Verbraucherpreisen
niedergeschlagen. Die Engpässe beim
KI-Ausbau wirken ebenfalls inflationstreibend
USA Consumer Price Index
Veränderung in Prozent (ggü. Vorjahr)
Quelle: Factset UK Limited 2026
34
35
20
5
8
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4
2
Petersen: Mit Blick auf die nächsten sechs bis zwölf Monate
denken wir, dass am Aktienmarkt die USA als primärer
Nutznießer von KI die größten Chancen bieten. Europa
ist und bleibt für uns eine neutrale, benchmarknahe
Position. Allerdings mögen wir hier einzelne Sektoren,
etwa Infrastruktur und den Finanzsektor, der von Effizienzgewinnen
durch KI, aber auch aufgrund der nach wie
vor robusten Netto-Zins-Margen profitieren sollte. Chancen
sehen wir in Europa auch im Gesundheitssektor, der an
der Schnittstelle steht von KI, also der Hoffnung auf Innovation
bei Therapie und Diagnostik, aber auch eines anderen
Strukturtreibers, nämlich Demografie. Und mit Blick
auf die nächste Stufe von KI in Richtung Anwendung sehen
wir etwa Automatisierungspotenzial in der Industrie. Auch
europäische Industrieunternehmen können in dieser
nächsten Phase profitieren.
Innerhalb des KI-Themas erwähnten Sie mehrfach die Chiphersteller.
Einige der Marktführer, die Schwergewichte am koreanischen
und taiwanesischen Aktienmarkt sind, haben zuletzt unglaubliche
Kurssteigerungen erlebt. Soll man die immer noch kaufen?
Petersen: Wir haben unser moderates Übergewicht bei einzelnen
asiatischen Märkten, zum Beispiel in Taiwan und Korea,
tatsächlich vor Kurzem geschlossen und hier Gewinne
mitgenommen – vor dem Hintergrund der ausgesprochen positiven
Gewinnentwicklung in diesem Jahr.
Wenn man über die von Ihnen hervorgehobenen Knappheiten nachdenkt,
landet man unweigerlich auch bei den Rohstoffmärkten. Sollten
Anleger diese auch verstärkt in ihrem Portfolio berücksichtigen?
Petersen: Ja. Kritische Rohstoffe, stark nachgefragte Rohstoffe,
werden sicherlich auf Jahre hinweg auch strukturell
eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollte man im Hinterkopf
behalten, dass Rohstoffe nicht nur im Umfeld des KI-Ausbaus
nachgefragt werden, sondern auch, weil Versorgungssicherheit
strategisch in dieser fragmentierteren Welt eine viel
wichtigere Rolle spielt. Staaten und Unternehmen achten
mehr auf Resilienz, auf Widerstandsfähigkeit in den Lieferketten
in der Produktion, auf Energiesicherheit, auf technologische
Eigenständigkeit. All diese Themen, die vorangetrieben
werden, sind ressourcenintensiv. Wir sehen da zum
Beispiel nach wie vor Chancen bei Rohstoffexporteuren im
lateinamerikanischen Bereich.
Wie sieht es mit Präferenzen auf der Anleiheseite aus?
Petersen: Ja. Kritische Rohstoffe und stark nachgefragte
Rohstoffe werden sicherlich auf Jahre hinweg auch strukturell
eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollte man im Hinterkopf
behalten, dass Rohstoffe nicht nur im Umfeld des KI-
Ausbaus nachgefragt werden, sondern auch, weil
Versorgungssicherheit strategisch in dieser fragmentierteren
Welt eine viel wichtigere Rolle spielt. Staaten und Unternehmen
achten mehr auf Resilienz, auf Widerstandsfähigkeit in
den Lieferketten in der Produktion, auf Energiesicherheit,
auf technologische Eigenständigkeit. All diese Bestrebungen
der strategischen Autonomie, sind ressourcenintensiv. Wir
sehen da zum Beispiel nach wie vor Chancen bei Rohstoffexporteuren
im lateinamerikanischen Bereich.
FOCUS MONEY 28/2026
ieser Text
eigt evtl. Proleme
beim
ext an
FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 35
moneymarkets
WENIGER BEKANNT: Auch
kleinere Anbieter profitieren
vom Chip-Boom
HALBLEITER
Rendite-Quintett mit Unbekannten
Chipaktien boomen an der Börse, getrieben vom Megatrend künstliche Intelligenz.
Weniger bekannte Nischenanbieter versprechen eine ebenso schöne Rendite
Verschiebungen auf dem Chipmarkt
Rechenzentren, Datenspeicher, digitale industrielle
Abläufe und Autoelektronik lösen als Hauptabnehmer
klassische Endmärkte wie die Konsumelektronik ab
Weltweiter Umsatz auf dem Halbleitermarkt
Mobiltelefone
nach Endmarkt in Mrd. Dollar,
Unterhaltungs-Elektronik ab 2025 Prognose
Industrie-Elektronik
Kabelgebunden & -lose Infrastruktur
Server, Datencenter & -speicher
Personal-Computer
Automobilität
Quelle: ASML
2020 2023
2025 2030
1000
750
500
250
0
von STEFAN RIEDEL
Ein Kursverdoppler bei Infineon in den letzten drei Monaten,
im selben Zeitraum fast eine Verdreifachung des
Börsenwerts von Branchenveteran Intel und immerhin
50 Prozent Kursgewinne bei ASML, der globalen Nummer
eins unter den Ausrüstern von Lithografieanlagen für die Waferproduktion
– wer sich in den letzten Monaten Chipaktien
ins Depot legte, hat ganz bestimmt nichts falsch gemacht.
Der für die Branche maßgebliche Börsenindex Soxx hat seinen
Wert seit Ende März verdoppelt.
Kurstreibstoff KI. Getrieben vom Zauberwort künstliche
Intelligenz hat die Halbleiterbranche in den letzten Monaten
an den Börsen einen Höhenflug hingelegt. Ohne immer
leistungsfähigere Chips laufen keine KI-Rechenzentren. Zugleich
sind mit Cloud-Computing, Elektromobilität und au-
36
Fotos: Onto, Marvell, Elmos, Melexis
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
tonomem Fahren drei weitere Technologiebereiche auf dem
Vormarsch. Alle diese Trends werden das Wachstum der
Halbleiterbranche in diesem Jahrzehnt und darüber hinaus
befeuern (s. Grafik S. 36). Wer hier ganz vorn dabei ist, muss
auch die zyklischen Abschwünge der Chipbranche weniger
fürchten. Angesichts der technologischen Komplexität der
neuen Produkte verfügen die führenden Player über eine große
Preissetzungsmacht.
Günstige Einstiegsmöglichkeiten. Aus Anlegersicht bedeutet
das: Temporäre Kursrücksetzer, die wie aktuell dem
Kursfeuerwerk in einzelnen Marktphasen folgen, bieten weiterhin
Einstiegskurse. Immer vorausgesetzt, dass die jeweiligen
Unternehmen ihren Wachstumskurs fortsetzen und gegenüber
dem Wettbewerb nicht ins Hintertreffen geraten.
Nvidia, Broadcom und die anderen üblichen Verdächtigen
unter den Marktführern bleiben hier im Blickpunkt.
Mindestens genauso spannend ist es jedoch, den Blick auf
Nischenchampions in der Chipbranche zu werfen, die mit ih-
rem Geschäftsmodell auch jenseits des KI-Hypes erfolgreich
unterwegs sind. Beispielsweise in der Autoindustrie rund um
das Thema E-Mobilität. Während Chiphersteller mit einer
starken Ausrichtung in die Endmärkte Smartphones, PCs
oder Standard-Speicherchips mit schrumpfenden Margen
zu kämpfen haben, profitieren Spezialchiphersteller von der
Elektrifizierung der Fahrzeuge.
Die in unserem kostenpflichtigen Nebenwerte Börsenbrief
am 16. Mai vorgestellte US-Firma Ultra Clean hat gerade
Fahrt aufgenommen und in sechs Wochen rund 50 Prozent
zugelegt. Ultra Clean Holdings, kurz UCT, deckt in der Reinraumtechnik
die gesamte Wertschöpfungskette ab. Der Konzern
produziert zum einen hochreine Flüssigkeiten und Chemikalien
für die Chipproduktion. Dazu kommen die
höhermargigen Service- und Wartungsleistungen. Im Folgenden
stellen wir fünf Nischenplayer aus Europa und den USA
vor, die das Zeug zu Überfliegerqualitäten wie Ultra Clean haben.
Rücksetzer bieten das beste Timing für den Einstieg.
ELMOS SEMICONDUCTOR
Auf der Überholspur
Hightech-Sensoren. Das gerade in den MDax aufgestiegene Unternehmen
steht für Mixed-Signal-ICs für die Autoindustrie. Eingebaut werden die Produkte
in allen höherwertigen Fahrzeugklassen und Assistenzsystemen. Dazu zählen
Schaltkreise für Ultraschallsensoren, Motorsteuerungen oder LED-Lichtsysteme.
Diese Produkte werden typischerweise kundenspezifisch aufgesetzt und
begleiten Fahrzeugplattformen über viele Jahre. Zu den Produktneuheiten zählt
in der Fahrassistenz der Ultraschallchip der nächsten Generation, der auf KI-
Datenanalyse basiert. Nach dem starken Auftaktquartal hat Elmos die Jahresprognose
angehoben. Das Unternehmen erwartet eine verbesserte operative
Ebit-Marge von 23 bis 26 Prozent. Zugleich soll sich der freie Cashflow auf 19
statt 17 Prozent vom Umsatz belaufen. Der Zielmarkt Autoindustrie ist und bleibt
zyklisch. Zugleich ist die Produktentwicklung bei Elmos klar auf die Elektrifizierung
von Fahrzeugen mit steigenden Chipzahlen ausgerichtet.
Elmos Semiconductor
Kurs der Elmos-Aktie in Euro
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WKN/ISIN567710/DE0005677108
Börsenwert 3,0 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e24,8/21,1
Dividendenrendite für 2026e/27e 1,0/1,2 %
Kursziel/Stoppkurs 223,00/145,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 24 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
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MARVELL TECHNOLOGY
Ultraschnell unterwegs
Chiplieferant für Netzwerke. Bei internationalen Investoren ist Marvell deutlich
weniger bekannt als Nvidia, Intel oder Broadcom. Das sollte die gerade erfolgte
Aufnahme in den S&P 500 ändern – und das Geschäftsmodell des Netzwerk- und
Speicherchipherstellers liefert reichlich Argumente, sich diesen Nischenchampion
genauer anzusehen. Marvell Technology hat sich spezialisiert auf die optische
Datenübertragung per Glasfaser. Damit ist eine deutlich schnellere und skalierbare
Datenübertragung bei der Vernetzung von KI-Chips möglich.
Marvell liefert zudem kundenspezifische Lösungen für die großen Cloudanbieter
und ist hier Partner für Microsoft, Amazon und Google. Rechenzentren mit
ihren Anwendungen für KI und Datenspeicher stellen mittlerweile 72 Prozent am
Konzernumsatz. Elf Prozent entfallen auf Unternehmensnetzwerke, sechs Prozent
auf den früheren Kernmarkt Unterhaltungselektronik. Dank der neuen Ausrichtung
erreichte Marvell zuletzt operative Topmargen von 40 Prozent.
FOCUS MONEY 28/2026
Marvell
Kurs der Marvell-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
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2021 22 23 24 25 2026
WKN/ISINA3CNLD/US5738741041
Börsenwert 208 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2027e/28e*67,0/39,2
Dividendenrendite für 2027e/28e* 0,1/0,1 %
Kursziel/Stoppkurs 320,00/170,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 35 %
Quelle: Factset UK Limited 2026; *Gj Januar
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MELEXIS
Neue Wachstumsimpulse
Melexis-Chips werden in allen Autotypen verbaut. Spezialität der Belgier sind
Sensoren, Mikrocontroller und Leistungselektronik. Bei Sensoren ist Melexis
weltweit Nummer fünf. Die Poleposition mit Sensoren für elektrische Antriebe
und das Wärmemanagement von Batterien und Motoren eröffnet eine hohe
Preissetzungsmacht. Nach rückläufigem Umsatz und Gewinn im Vorjahr hat das
Geschäft wieder Fahrt aufgenommen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz
um zwei Prozent auf 202,1 Millionen Euro. Mit dem operativen Gewinn ging es
um 14 Prozent auf 33,2 Millionen Euro nach oben. Noch besser sieht es bei der
Umsatzrendite aus, die gegenüber dem Vorquartal von 10,5 auf 11,4 Prozent zulegte.
Dieses Wachstumstempo erwarten die Branchenexperten auch für das
Gesamtjahr. 2027 soll das Gewinnplus dann in Richtung 30 Prozent laufen. Die
niedrige Bewertung preist die zyklischen Absatzmärkte und die im Vergleich zu
den KI-Chip-Spezialisten niedrigeren Margen ein. Üppige Dividende.
Melexis
Kurs der Melexis-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
100
40
2022 23 24 25 2026
WKN/ISIN909765/BE0165385973
Börsenwert 3,0 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e26,6/20,8
Dividendenrendite für 2026e/27e 4,6/4,7 %
Kursziel/Stoppkurs 95,00/63,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 25 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
80
60
e = erwartet
ONTO INNOVATION
Unbekannter Überflieger
Lithografie-Zulieferer. Der Kurs des US-Unternehmens hat gerade ein neues
Allzeithoch erreicht. Heißgelaufen ist der Titel noch nicht, denn angesichts des
aktuellen Wachstumsschubs sollte Onto schnell in die aktuell hohe Bewertung
wachsen. Die Firma hat sich auf Prüf- und Messsysteme für die Chipproduktion
spezialisiert. Der laufende Ausbau der Fertigungskapazitäten bei den Chipherstellern
spielt Onto Innovation in die Hände. Zum Kundenstamm zählt das Who
is Who der internationalen Mikroelektronik. Onto entwickelt Lithografiesysteme
für die Halbleiterproduktion, Wafer-Messtechniksysteme und Software zur Analyse
der einzelnen Arbeitsprozesse. Im Auftaktquartal 2026 toppte Onto bei
Umsatz und Gewinn die Erwartungen. Für die nächsten Quartale erwartet die
Konzernspitze bei Umsatz und Gewinn eine deutliche Wachstumsbeschleunigung.
Nachdem der Konzerngewinn 2025 noch um ein Drittel eingebrochen
war, soll er sich in den kommenden zwei Geschäftsjahren fast verdreifachen.
Onto Innovation
Kurs der Onto-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
300
250
200
150
100
50
2022 23 24 25 2026
WKN/ISINA2PUFT/US6833441057
Börsenwert 14,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e62,4/40,1
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 387,00/240,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 34 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
SUSS MICROTEC
Comeback-Spekulation
Chipmaschinen-Ausrüster. Das Unternehmen aus Garching bei München (siehe
auch Titel S. 16) hat sich als Nischenplayer etabliert. Suss Microtec ist weltweit
top bei Schlüsseltechnologien wie dem temporären Bonden von Hochleistungschips
und beim Verpacken von KI-Chip-Modulen. Giganten wie TSMC und
Samsung sind auf diese Leistungen angewiesen.
Nach einem durchwachsenen Auftaktquartal mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch
auf 86,5 Millionen bzw. 2,5 Millionen Euro wird das Geschäft noch
2026 Fahrt aufnehmen. Die 149,3 Millionen Euro beim Auftragseingang, das
sind gut 70 Prozent mehr als im Vorjahr, signalisieren ein starkes Neugeschäft.
Branchenexperten sehen das Geschäftsjahr 2026 bei Umsatz und operativer
Marge als Übergangsjahr vor dem großen Gewinnsprung danach. Klappt das,
sind für die im TecDAX und seit Ende Juni erstmals auch im MDax gelisteten
Aktien neue Rekordstände drin.
38
Suss Microtec
Kurs der Suss-Aktie in Euro
100
200-Tage-Linie
20
0
2022 23 24 25 2026
WKN/ISIN
A1K023/DE000 A1K0235
Börsenwert 1,8 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 47,8/ 32,4
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,2/0,3 %
Kursziel/Stoppkurs 155,00/70,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 68 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
80
60
40
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
STANDPUNKT
Rohöl – vom Mangel zum Überfluss
Ölpreis und US-Petroleumreserve
110
90
70
50
30
USD pro Barrel und Mio. Barrels
Ölpreis
US-Petroleumreserve
2021 2022 2023 2024 2025 2026
1900
1800
1700
1600
1500
Quelle: (Links) DOE, Bloomberg,
J.P. Morgan Asset Management.
Stand: 24.06.2026
TILMANN GALLER ist globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt
Können Verbraucher schon bald mit einer
Entspannung im Geldbeutel rechnen?
Der Krieg im Mittleren Osten hat die Energieversorgung der
Welt empfindlich gestört. Irans Ankündigung, die Straße von
Hormus für den Schiffsverkehr zu schließen, stellte über
Nacht rund 20 Prozent der weltweiten Rohölversorgung infrage.
Die International Energy Agency sprach von der größten
Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte.
Doch die Preisentwicklung gibt Rätsel auf: Seit dem Hoch
von 118 Dollar je Barrel Brent Ende April ist der Preis um rund
ein Drittel gefallen. Prognosen von Energieknappheit und Ölpreisen
über 150 Dollar haben sich nicht bestätigt. Für 2027
gilt sogar ein Ölüberschuss als möglich. Warum lagen zahlreiche
Experten trotz plausibler Berechnungen daneben –
und was bedeutet das für Energiepreise und Inflation?
Die Ausgangslage im April war kritisch. Nachdem auch
die USA erklärten, jeglichen Schiffsverkehr aus dem Iran
durch die Straße von Hormus zu unterbinden, stieg das geschätzte
Angebotsdefizit am Rohölmarkt auf rund 13 Millionen
Barrel pro Tag. Damit fehlten dem Weltmarkt etwa 13
Prozent des benötigten Rohöls. Dennoch sprang der Ölpreis
nie nachhaltig über 120 Dollar. Dafür gab es zwei Gründe:
Erstens wurden mindestens sieben Millionen Barrel aus
kommerziellen und strategischen Reserven freigegeben, vor
allem von den USA. Zweitens ging die Nachfrage deutlich
zurück. Neben dem Einbruch im Mittleren Osten war es vor
allem China, der größte Rohölimporteur der Welt, der weniger
nachfragte. Hohe eigene Reserven und staatliche Sparmaßnahmen
– etwa weniger Inlandsflüge und Einschränkungen
beim Treibstoffexport – machten dies möglich.
Für den Preisrückgang seit Anfang Mai war neben der
Spekulation auf ein Abkommen wohl ein weiterer Faktor entscheidend:
Die Straße von Hormus war offenbar nie in dem
Maße geschlossen, wie es offizielle Verkehrsdaten nahelegten.
Nur so lässt sich erklären, dass die Ölexporte über Häfen
der Vereinigten Arabischen Emirate im Juni bereits wieder
rund 90 Prozent des Vorkriegsniveaus erreichten. Auch
alternative Routen über Land und Pipelines stabilisierten den
Ölmarkt früher als gedacht.
Ein tragfähiges politisches Abkommen könnte nun den
Weg zurück in einen Überschussmarkt innerhalb der nächsten
zwölf Monate ebnen. Raffinerien und chemische Industrie
dürften ihre Produktion normalisieren. Zudem werden
viele Länder ihre geschrumpften Öl- und Treibstoffreserven
wieder auffüllen, womöglich sogar ausbauen, um künftigen
Angebotsschocks besser standzuhalten.
Das große Thema für den Ölmarkt wird daher die Angebotsausweitung
sein. Mit dem Ausscheiden der Vereinigten
Arabischen Emirate aus der Opec ist das Kartell geschwächt.
Saudi-Arabien, Kuwait und der Irak haben starke Anreize,
ungenutzte Kapazitäten auszuschöpfen, um Kriegsschäden
zu kompensieren. Ein von Sanktionen befreiter Iran könnte
das Angebot zusätzlich erhöhen. Aus der Golfregion könnten
in den kommenden zwölf Monaten bis zu vier Millionen
Barrel pro Tag zusätzlich gegenüber dem Vorkriegsniveau
auf den Markt kommen.
Für die Inflation bedeutet dieses Szenario grundsätzlich
Entspannung. Ein preissenkender Effekt tritt jedoch erst ein,
wenn der künftige Ölpreis unter dem Vorjahresniveau liegt.
Der durchschnittliche Preis für ein Barrel Brent lag in der
zweiten Jahreshälfte 2025 bei 65 US-Dollar. Nur wenn Öl in
den kommenden sechs Monaten nachhaltig unter diese
Marke fällt, lassen sich zeitnah inflationssenkende Beiträge
aus dem Energiesektor erwarten. Andernfalls ist Geduld bis
ins Frühjahr 2027 gefragt.
Neben Privathaushalten blicken auch Zentralbanken genau
auf die weitere Inflationsdynamik. Die schneller als erwartete
Entspannung bei Öl- und Treibstoffpreisen verringert
das Risiko preistreibender Zweitrundeneffekte bei Nahrungsmitteln
und Gütern. Zugleich ist die Lage am Arbeitsmarkt
durchwachsen, und das Lohnwachstum schwächt sich ab.
Das Argument für Zinserhöhungen ist damit deutlich schwächer
geworden – ebenso der Anreiz, im Geldmarkt investiert
zu bleiben. Für Aktien- und Rentenmärkte wäre eine weniger
restriktive Zinspolitik hingegen eine gute Nachricht.
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: J.P. Morgan Asset Management 39
moneymarkets
NEUE FREGATTE: Das Aus
für das Projekt F126 kostet
Rheinmetall 20 Milliarden
Euro Umsatz
RHEINMETALL
Kaufchance
oder Absturz?
Das Fregatten-Aus entpuppt sich als
Milliarden-Desaster für Rheinmetall.. Ist
der Konzern wirklich bereit für die neue
Rüstungs-Ära? Die Analyse
von THOMAS SCHUMM
Das Ende eines Milliardenprojekts. Verteidigungsminister
Boris Pistorius stoppt das Fregatten-Projekt F126 –
und trifft Rheinmetall ins Mark. Die Aktie des Rüstungskonzerns
stürzt an einem Tag um knapp 20 Prozent ab.
Deutschland verschrottet seinen Plan, das größte Kriegsschiff
seit dem Zweiten Weltkrieg zu bauen, stichelt die britische „Financial
Times“ als Reaktion auf das Aus des Fregatten-Projekts.
Bei den Briten als traditionelle Seemacht könnte über
dieses Scheitern eine gewisse Erleichterung mitschwingen, für
den deutschen Rüstungs-Champion war die Nachricht allerdings
ein Schock. Doch der Absturz an der Börse hat tiefere
Ursachen als nur das Fregatten-Aus: einen schwachen Cashflow,
steigende Investitionen und die Frage, ob der Konzern
flexibel genug ist für eine Welt, in der Drohnen die Panzer ablösen.
Viele Anleger stellen sich nun die Frage: Ist Rheinmetall
jetzt ein Schnäppchen – oder sollte man nicht ins fallende
Messer greifen? FOCUS MONEY macht den Faktencheck.
20 Milliarden Euro Hoffnung – geplatzt. Rheinmetalls Marine-Sparte
hatte aus dem Fregatten-F126-Projekt mit einem
Auftragseingang in den kommenden Jahren von rund 20 Mil-
40
Foto: Damen
FOCUS MONEY 28/2026
liarden Euro gerechnet. Der Wegfall dürfte diese Prognose ins
Wanken bringen. Zuletzt (erstes Quartal 2026) hatte Rheinmetall
Naval Systems einen Auftragsbestand von 5,5 Milliarden
Euro ausgewiesen (wurde in der Rheinmetall-Bilanz erstmals
konsolidiert). Insgesamt lagen die Orders von
Rheinmetall im ersten Quartal bei 73 Milliarden Euro. Das ist
eine stattliche Summe, was auch damit zusammenhängt, dass
der Konzern in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich als
„Systemhaus für Sicherheits- und Verteidigungstechnik“ in
Deutschland und Europa zu etablieren. In Verbindung mit
steigenden Verteidigungsbudgets sorgt das bei Rheinmetall
für florierende Geschäfte, da das Unternehmen von Munition,
über Fahrzeuge, Waffen- und Digitalsysteme, Luftverteidigung
sowie Marinesystemen nahezu alles liefern kann.
Die Zahlen: Gut, aber nicht gut genug. Auf den ersten Blick
wirken die Zahlen beeindruckend. Im ersten Quartal 2026
kam Rheinmetall auf ein Umsatzplus von acht Prozent auf 1,9
Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis verbesserte
sich dabei überproportional um 17 Prozent auf 224 Millionen
Euro, was einer operativen Ergebnismarge von 11,6 Prozent
entspricht. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte in diesem Zeitraum
von 165 auf 181 Millionen Euro zu, wodurch die Ebit-Marge
von 9,2 auf 9,4 Prozent stieg. Der eine oder andere optimistische
Analyst hatte sich hier allerdings mehr erwartet, was den
Kurs zusätzlich belastete.
Ein zentrales Problem hinter dem Auftragserfolg von Rheinmetall
liegt jedoch an einer anderen Stelle: die Bestellungen
zeitnah in Umsatz und Gewinn umzumünzen. Das Unternehmen
muss zunächst investieren und Vorprodukte einkaufen,
um dann selbst abrechnen zu können. Die Folgen sind in den
Büchern sichtbar: Im ersten Quartal sank der operative freie
Cashflow drastisch von plus 243 Millionen Euro im Vorjahr –
geprägt von hohen Anzahlungen – auf minus 285 Millionen
Euro. Als Begründung nennt Rheinmetall, etwas verklausuliert,
eine höhere Working-Capital-Bindung für das angestrebte
Umsatzwachstum. Übersetzt heißt das: Der Konzern muss
massiv vorfinanzieren, bevor er verdienen kann. Die Börse bewertete
die neuen Cashflow-Zahlen sorgenvoll, sind sie doch
ein Hinweis darauf, dass Rheinmetall es nicht schafft, Aufträge
schnell genug abzuarbeiten, und wohl weiter in Produktionsmittel
investieren muss – was auf die künftigen Gewinne
drücken könnte.
Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist der Wandel der Verteidigungsstrategien,
wie der Krieg in der Ukraine immer wieder
zeigt. Waren dort zu Beginn noch viele bemannte Fahrzeuge
und Panzer im Einsatz, agieren an der Front heute primär KIgesteuerte
Drohnen und unbemannte Fahrzeuge, sogenannte
UGVs (Unmanned Ground Vehicles). Auch zur See kommen
immer häufiger USVs (Unmanned Surface Vessels) zum Einsatz.
Angesichts der Veränderungen stellt sich die Frage, wie
viele klassische Gefechtsfeldwaffen künftig noch gebraucht
werden und ob dies die Geschäfte von Rheinmetall beeinflussen
könnte. Verlässlich beantworten können das auch Militärexperten
und die Planer in den Verteidigungsministerien
nicht. Der Konzern muss also flexibel bleiben. Aber das kostet
Geld und könnte die Margen weiter unter Druck setzen, da immer
wieder neu entwickelt werden muss und es keine Serien
über Jahre hinweg geben dürfte – das Fregatten-Aus ist das
jüngste Beispiel. Die Börse preist dieses Risiko mit dem Kursrückgang
seit Jahresanfang ein.
Noch immer relativ teuer. Inzwischen ist Rheinmetall bei
einem Börsenwert von gut 44 Milliarden Euro angekommen.
Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand einen Umsatz von
14,0 bis 14,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,9 Milliarden Euro).
Die operative Ergebnismarge soll dabei von 18,5 auf 19,0 Prozent
zulegen. Das ist nach wie vor eine ambitionierte Bewertung.
Bislang waren Anleger bereit, für den hohen Auftragsbestand,
die zu erwartenden Auftragseingänge und die guten
Margen einen Aufschlag zu zahlen. Hier wird nun deutlich
vorsichtiger agiert. Kurzfristig bleibt die Aktie daher unter
Druck und könnte weiter korrigieren. Auch das Chartbild gibt
vorerst keine Entwarnung. Gleichwohl bleibt Rheinmetall im
Rüstungsbereich ein zentrales Unternehmen, das insbesondere
von der veränderten geopolitischen Ausgangslage profitieren
wird. Wer langfristig auf steigende Verteidigungsbudgets
in Europa setzt, findet in Rheinmetall als einzigem
deutschen „Systemhaus Verteidigung“ weiterhin einen strategisch
einzigartigen Wert. Nachkaufen bei weiteren Rücksetzern
– für risikobewusste Anleger mit langem Atem eine
ernst zu nehmende Option.
Wichtige Marke gefallen
Der langfristige Aufwärtstrend der
Rheinmetall-Aktie ist gebrochen. Der
mittelfristige Abwärtstrend deutet nun
auf weiter fallende Kurse hin
WKN/ISIN703000/DE0007030009
Börsenwert 44,5 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e25,0/17,1
Dividendenrendite für 2026e/27e 1,6/2,3 %
Kursziel/Stoppkurs 1780,00/764,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 86 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
Rheinmetall
Kurs der Rheinmetall-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025 2026
1800
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600
0
FOCUS MONEY 28/2026
41
moneymarkets
INTERVIEW
Lassen wir
Roboter für
unsere Rente
arbeiten!“
Die Deutschen werden älter, die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente. Für Hans-Jörg Naumer,
Leiter Kapitalmarktanalyse bei AGI, ist klar: Deutschland braucht mehr als eine Rentenreform
von HEIKE BANGERT
Herr Naumer, die Bundesregierung hat Eckpunkte für
eine Rentenreform vorgestellt. Ist das der große Wurf?
Hans-Jörg Naumer: Es ist ein Schritt in die
richtige Richtung – aber eben nur ein Schritt.
Positiv ist, dass die Lebensarbeitszeit künftig
stärker berücksichtigt wird, dass eine kapitalgedeckte
Komponente eingeführt werden soll
und der Nachhaltigkeitsfaktor zurückkehrt. All
das ist sinnvoll und längst überfällig. Gleichzeitig
kommt die Reform viel zu spät. Die Babyboomer
gehen bereits heute in Rente. Bis 2031 oder
2032 zu warten, ist angesichts der demografischen
Entwicklung schlicht nicht ausreichend.
Was heißt das genau?
Naumer: Wir treten genau jetzt in die entscheidende
Phase ein. In den kommenden zehn Jahren
werden jährlich durchschnittlich rund
400 000 Menschen mehr aus dem Arbeitsmarkt
ausscheiden als neu hinzukommen. Das verändert
unsere Wirtschaft fundamental. Wer Reformen
erst am Ende dieses Jahrzehnts wirksam
werden lässt, verpasst die entscheidende Phase.
Sie begrüßen die Kapitaldeckung. Trotzdem haben
Sie Vorbehalte gegenüber den aktuellen Plänen?
HANS-JÖRG NAUMER, Leiter
Kapitalmarktanalyse und
thematisches Research bei
Allianz Global Investors (AGI)
Naumer: Die Grundidee ist richtig. Aber ich frage
mich, warum wir dafür einen staatlich organisierten
Fonds aufbauen. Warum ermöglichen
wir den Menschen nicht direkt, eigenes Vermögen
aufzubauen? Deutschland gehört wirtschaftlich
zur Weltspitze. Beim privaten Geldvermögen
dagegen schaffen wir es nur ins hintere
Mittelfeld. Genau das müssten wir ändern.
Das schwedische Modell wird als Vorbild genannt...
Naumer: Zu Recht – und dabei ist eines sehr
wichtig: In Schweden gibt es zwar einen staatlichen
Fonds. Die Bürger können aber jederzeit
in private Lösungen wechseln. Diese Wahlfreiheit
halte ich für entscheidend. Altersvorsorge
ist Privateigentum. Sie sollte auch Eigentum
der Bürger bleiben und nicht zum
politischen Steuerungsinstrument werden.
Und wie beurteilen Sie die frühere Idee des Generationenkapitals
der Vorgängerregierung?
Naumer: Ehrlich gesagt war ich davon
nie überzeugt. Im Kern hätte der Staat
kreditfinanziert Aktien gekauft und gehofft,
dass die Dividenden dauerhaft höher
ausfallen als die Finanzierungskos-
42 Fotos: Adobe Stock, Allianz Global Investors
FOCUS MONEY 28/2026
ten. Das erinnert eher an einen
Hedgefonds als an nachhaltige Altersvorsorge.
Norwegen kann sich einen
Staatsfonds leisten, weil dort Öleinnahmen
dahinterstehen. Deutschland hat
kein Öl – sondern Schulden. Das ist ein
grundlegender Unterschied.
Eigentlich ist es doch eine gute Nachricht,
dass wir immer älter werden...
Naumer: Absolut, Langlebigkeit ist
ein riesiger Fortschritt. Aber sie setzt
unser Rentensystem unter Druck. Als
Bismarck die gesetzliche Rente einführte,
erreichten viele Menschen das Rentenalter
gar nicht. Heute verbringen wir
häufig zwanzig Jahre oder mehr im Ruhestand.
Gleichzeitig schrumpft das Arbeitskräfteangebot.
Diese beiden Entwicklungen
stellen unser gesamtes
Rentensystem infrage.
Das betrifft also nicht nur die Rentenkassen?
Naumer: Ganz und gar nicht. Wir
verlieren gleichzeitig Wachstum, Innovation
und Wohlstand. Weniger Erwerbstätige
bedeuten geringeres Wirtschaftswachstum.
Hinzu kommt ein
psychologischer Effekt: Ältere Gesellschaften
neigen stärker dazu, den Status
quo zu bewahren. Reformen und Innovationen
werden schwieriger.
Deutschland steht ohnehin vor großen wirtschaftlichen
Veränderungen...
Naumer: Genau, unser bisheriges Erfolgsmodell
ist weitgehend verschwunden:
günstige Energie aus Russland,
große Absatzmärkte in Asien und Sicherheit
durch die USA. Das trägt nicht
mehr. Deshalb brauchen wir neue
Wachstumstreiber.
Wie wäre es mit künstlicher Intelligenz?
Naumer: Sehr gut, ich sehe KI und Robotik
nicht als Bedrohung, sondern als
historische Chance. Wir denken zu viel
darüber nach, darüber nach wie wir die
bestehenden Industrien retten. Wir stehen
aber vor einem tiefgreifenden Wandel.
Dabei ist Deutschland der ideale
Standort für humanoide Roboter. Die
smarten Maschinen kommen genau zu
dem Zeitpunkt, an dem wir sie aufgrund
der Demografie brauchen.
Viele Menschen sorgen sich allerdings um
ihre Arbeitsplätze....
FOCUS MONEY 28/2026
Naumer: Die entscheidende Frage lautet
nicht, ob Roboter arbeiten. Das werden
sie. Entscheidend ist vielmehr, wem
die Roboter gehören. Wenn Menschen
Eigentümer der Unternehmen – und damit
der „Roboter“ sind –, profitieren sie
über Kapitaleinkommen von dieser Entwicklung.
Deshalb sage ich bewusst: Lassen
wir künftig die Roboter in Form von
Dividenden für unsere Rente arbeiten.
Das heißt?
Naumer: Wir müssen viel stärker von
einer reinen Finanzierung über Arbeitseinkommen
zu einer Beteiligung am
Produktivkapital kommen. Wer Aktien
besitzt, profitiert von den Produktivitätsgewinnen
der Zukunft.
Die gesetzliche Rente deckt das nicht ab. Die
wird künftig nicht mehr reichen...
Naumer: Richtig, die heutige Rentnergeneration
ist vergleichsweise gut abgesichert.
Die haben zu ihrer gesetzlichen
Rente oft noch eine betriebliche Altersvorsorge
und private Rentenversicherung.
Für jüngere Generationen wird es
mit der gesetzlichen Rente immer
schwieriger. Deshalb brauchen wir
deutlich mehr private Altersvorsorge.
Geld dazu wäre vorhanden – die Deutschen
horten sehr viel Geld auf Sparbüchern...
Naumer: 9,5 Billionen Euro Geldvermögen.
Ein erheblicher Teil davon – schätzungsweise
30 bis 40 Prozent – arbeitet
praktisch gar nicht. Das ist verschenktes
Wohlstandspotenzial. Wir müssten mehr
Kapital produktiv investieren.
Warum fällt uns das so schwer?
Naumer: Aus mehreren Gründen, doch
vor allem, weil uns schlicht die Erfahrung
fehlt. In den USA oder Schweden wächst
man mit dem Kapitalmarkt auf, dem
401k-Plan in Amerika und einer kapitalgedeckten
Altersvorsorge in Schweden.
Deutschland hat diesen Lernprozess nie
wirklich erlebt. Das alte Riestermodell
war mit zwei Hosenträgern und mit einem
Gürtel gesichert. Das war teuer. Und
am Ende wurde klar: Sicherheit kostet
Rendite. Zum Glück geben wir die Hosenträger
jetzt auf. Deshalb begrüße ich Initiativen
wie die Frühstartrente und das
Altersvorsorgedepot. Wer früh mit Kapitalanlage
in Berührung kommt, verliert
Berührungsängste.
„Longevity“ in der Literatur
Auch kulturell ist Longevity ein Thema.
Das lässt sich anhand der Sprache messen:
In der englischsprachigen Literatur
nahm die relative Häufigkeit des Begriffs
seit dem Jahr 1900 deutlich zu
Anteile des Wortes „Longevity“
in englischer Literatur, in Prozent
0,00030
0,00020
0,00015
0,00010
0,00005
0,00000
1800 1840 1880 1920 1960 2000
Quelle: Google Trends, Google Ngram, Allianz Global Investors Global Capital Markets &
Thematic Research
Deutsche Lebenserwartung
Langlebigkeit ist Realität. Die Betrachtung
der Restlebenserwartung unterschiedlicher
Alterskohorten verdeutlicht das: Wer
ein bestimmtes Alter erreicht hat, kann
statistisch mit weiteren Jahren rechnen
Lebenserwartung
nach Altersgruppen in Jahren
Arbeitszeit je Arbeitsnehmer
durchschnittliche Arbeitsstunden pro Jahr
3000
Deutschland
USA
Frankreich
gestrichene Linien = Prognose
0 Jährige
10 Jährige
25 Jährige 80 Jährige
1871 1927 1983 2039 2067 2095
Spanien
45 Jährige
65 Jährige
Quelle: UN Population Division, Destatis, AllianzGI Global Capital Markets & Thematic Research,
Abnehmende Arbeitsstunden
Seit dem 19. Jahrhundert sinkt in vielen
Ländern das Arbeitsvolumen je Kopf. Höher
als in Deutschland liegen die geleisteten
Arbeitsstunden in vielen europäischen
Staaten, in den USA und in China
Schweiz
Italien
Großbritannien
1870 1958 1968 1983 2008 2024
85
75
65
55
45
35
2500
2000
1500
1000
Quelle: United Nations (2024). World Population Prospects (2024), AllianzGI Global Capital Markets
& Thematic Research
43
moneymarkets
Rückläufige Erwerbsfähige
Die Erwerbsfähigkeit in Deutschland
nimmt drastisch ab. Während die geburtenstarken
Jahrgänge den Arbeitsmarkt
verlassen, rücken immer weniger Menschen
im erwerbsfähigen Alter nach
Deutschland: Rückgang der
Personen im erwerbsfähigen Alter
60000
750
in Tausend
50000
250
40000
erwerbfähiges Alter
30000
–250
absolute
20000
–750
Veränderung
10000
1950 1980 2010 2040 2070 2100
Quelle: UN Population Division, AllianzGI Global Capital Markets & Thematic Research
Erträge mit S&P 500
Wer über die letzten zehn Jahre 100 000
Dollar in den S&P 500 investiert hätte,
hätte heute einen Gegenwert von
359 138 Dollar – reiner Kursindex. An
Dividenden hätte er 22 113 Dollar erzielt
350
250
150
50
200
160
120
80
S&P 500 & Dividenden
in Tausend Dollar
Stoxx Europe 600 & Dividenden
in Tausend Dollar
S&P 500 (rebasiert)
kumulierte
Dividendenzahlungen
2016 2018 2020 2022 2024 2026
Quelle: LSEG Datastream, Allianz Global Investors Global Capital Markets & Thematic Research
Erträge mit Stoxx Europe 600
Wer über die letzten zehn Jahre 100 000
Euro in den Stoxx Europe 600 investiert
hat, kommt kumuliert auf 45 313 Euro an
Dividenden und einen Kurswert von
186 899 Euro
Stoxx Europe 600 (rebasiert)
kumulierte
Dividendenzahlungen
2016 2018 2020 2022 2024 2026
Quelle: LSEG Datastream, Allianz Global Investors Global Capital Markets & Thematic Research
44
50
40
30
20
10
0
80
60
20
0
Beobachten Sie Veränderungen?
Naumer: Ja, vor allem junge Menschen
investieren heute selbstverständlicher.
Auch Frauen nutzen zunehmend den Kapitalmarkt.
Das freut mich besonders,
denn Studien zeigen: Frauen investieren
oft strukturierter, langfristiger und erfolgreicher
als Männer. Wir haben vor
Kurzem eine Umfrage in Auftrag gegeben.
Das Ergebnis ist, dass ein Großteil
der Menschen in Deutschland dafür ist,
Teile ihrer Rentenbeiträge in privates Kapital
zu investieren. Nur eine Minderheit
sprach sich dafür aus, ausschließlich im
Umlageverfahren bleiben zu wollen.
Welche Empfehlung geben Sie Anlegern?
Naumer: Vor allem: früh anfangen –
am besten sofort. Das Thema Langlebigkeit
bedeutet letztlich nur eins: Das Geld
muss länger und härter für uns arbeiten.
Und gilt das auch umgekehrt: Für den Einstieg
ist es nie zu spät?
Naumer: Natürlich, wer heute mit 60
oder 65 in Rente geht, hat häufig noch
zwanzig Jahre oder mehr vor sich. Deshalb
halte ich Aktien selbst im Ruhestand
für unverzichtbar.
Haben Sie eine Faustregel für die Aktienquote?
Naumer: Die klassische Formel „100
minus Lebensalter“ funktioniert für die
Aktienquote nach wie vor erstaunlich
gut. Eigentlich spricht vieles sogar dafür,
noch etwas offensiver zu investieren.
Worauf sollten Anleger besonders achten?
Naumer: Nicht auf tägliche Kursschwankungen.
Viel wichtiger sind
langfristige Kapitaleinkommen – Dividenden
und regelmäßige Ausschüttungen.
Wer Vermögen aufgebaut hat, sollte
sein Kapital möglichst erhalten und
von dessen Erträgen leben.
Wie sollte ein Depot aufgebaut sein?
Naumer: Ich würde mit einem breit diversifizierten
globalen Aktienportfolio
beginnen. Dann kann man Europa stärker
gewichten. Europäische Unternehmen
bieten oft attraktivere Dividenden.
In Europa werden strategische Autonomie
und Verteidigung immer wichtiger.
Und Technologie?
Naumer: Durch den US-Anteil im globalen
Portfolio ist Technologie gut abgedeckt,
aber wer Spaß daran hat, kann zusätzlich
noch auf Unternehmen setzen, die besonders
von der technologischen Transformation
profitieren, weil sie KI besonders
schnell in ihre Abläufe integrieren.
Anleihen als Sicherheitspuffer?
Naumer: Und unter Renditegesichtspunkten.
Ich rate zu Staatsanleihen und
qualitativ guten Unternehmensanleihen
aus dem Euro-Raum, um Wechselkursrisiken
zu minimieren.
Wie stehen Sie zu Bitcoin & Co.?
Naumer: Kritisch. Für mich sind Kryptowährungen
keine eigenständige Anlageklasse.
Die Märkte sind zu klein, zu
konzentriert, zu volatil und für eine
langfristige Altersvorsorge ungeeignet.
Und Gold?
Naumer: Als Beimischung durchaus.
Aber Gold schützt langfristig vor allem
vor Inflation. Für nachhaltigen Vermögensaufbau
reicht das nicht.
Viele Unternehmen sind nicht börsennotiert.
Gehört Private Equity deshalb ins Depot?
Naumer: Private Equity eröffnet Zugang
zu Unternehmen, die Privatanleger
sonst nie erreichen würden. Wichtig
ist allerdings die Qualität. Anleger
sollten genau prüfen, ob sie Zugang zu
institutionellen Strategien erhalten
oder nur zu zweitklassigen Produkten.
Und der aus Ihrer Sicht wichtigste Rat?
Naumer: Wichtig ist, sich selbst an eine
langfristige Strategie zu binden. Ich nenne
das die Odysseus-Strategie. Wie Odysseus
sich an den Mast binden ließ, um den
Sirenen zu widerstehen, sollten sich Anleger
an ihren Sparplan und ihre Strategie
binden. Nicht ständig ein- und aussteigen,
sondern konsequent dabeibleiben.
Ihr Fazit?
Naumer: Deutschland braucht Reformen
– bei der Rente, am Arbeitsmarkt
und bei der Kapitalbildung. Vor allem
aber brauchen wir einen Mentalitätswechsel.
Künftig wird Kapitaleinkommen
eine ebenso wichtige Rolle spielen
wie Arbeitseinkommen. Wer früh Vermögen
aufbaut und langfristig investiert,
schafft sich die besten Voraussetzungen
für finanzielle Sicherheit in einer Gesellschaft,
die immer älter wird.
FOCUS MONEY 28/2026
Bei der Chartanalyse arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e. V. (VTAD) zusammen.
Führende Mitglieder stellen jede Woche ihre wichtigsten Chartsignale vor. Diese Woche: Gregor Bauer, Vorstandsvorsitzender der VTAD e. V.
Quelle: Factset UK Limited 2026
CHARTSIGNAL DER WOCHE
Turnaround-Chance nach Kurssturz
Der Euro ist im Juni gegen den Dollar stark eingebrochen. Jetzt
könnte sich eine untere Umkehr anbahnen. Risikobereite Anleger
bereiten sich daher auf einen spekulativen Long-Einstieg vor
Preis für 1 Euro in Dollar
2026
200-Tage
Widerstände
Unterstützung
JAN FEB MÄR APR MAI JUN
1,190
1,180
1,170
1,160
1,150
1,140
1,130
Seit Mitte März 2026 verläuft der Euro-Dollar-Kurs in einem
breiten Seitwärtsband. Diese Bewegung wurde aus
der Region um 1,141 Dollar gestartet. Nach oben wird der
Kursverlauf durch den Widerstand bei 1,182 Dollar begrenzt,
der sich durch das Doppel-Hoch von April bis Mai gebildet
hat. Seit Mai fällt der Euro kontinuierlich zurück und brach
im Juni – ausgehend vom Widerstand bei 1,161 Dollar –
nochmals deutlich ein. Im Zuge dessen durchbrach die europäische
Leitwährung auch die Unterstützung bei etwa
1,141 Dollar nach unten. Erst bei 1,132 Dollar stabilisierte sich
der Kurs und startete einen unteren Umkehrimpuls.
Risikobereite Anleger positionieren sich daher jetzt für
einen Long-Einstieg, sobald der Euro die Marke von 1,141
Dollar (inzwischen ein Widerstand) nachhaltig nach oben
durchbricht. Der Eingangstopp sollte dabei etwas unter
dem Unterstützungstief von 1,13 Dollar platziert werden.
Die nächsten Kursziele leiten sich aus den charttechnischen
Widerständen ab und liegen bei 1,161 und 1,182 Dollar.
Spätestens hier ist mit deutlichen Kursrücksetzern zu
rechnen, weshalb der Eingangsstopp im Verlauf des Anstiegs
im Abstand von etwa 0,015 Dollar nachgezogen
werden sollte.
WETTE
DER WOCHE
ZHIPU
KI-Wette aus China
von MATTHIAS DWORAK
Sagenhafte Rally
Knowledge Atlas Technology
Kurs der Knowledge-(Zhipu-)-
Aktie in Euro
JAN
2026
FEB MÄR APR MAI JUN
250
200
150
100
50
0
Quelle: Factset UK Limited 2026
WÄHREND SICH VIELE ANLEGER
hierzulande vor allem auf die bekannten
KI-Werte aus den USA stürzen,
hat sich die chinesische KI-
Schmiede Zhipu, auch bekannt als
Z.ai oder Knowledge Atlas Technology
(CNE100007DH9), seit Jahresanfang
um sagenhafte 1300 Prozent
verteuert. Auslöser der Rally
war eine Nachricht, dass das neueste
Open-Source-KI-Modell der
Chinesen bei der Erkennung von Sicherheitslücken
offenbar mit dem
Opus 4.8 von Anthropic mithalten
kann. Für Anleger stellt sich nun die
Frage: Schöne Rally, aber leider war
man nicht dabei? Hier könnte Investoren
eine Regel für IPOs zugutekommen.
Im Rahmen des Börsengangs
im Januar dieses Jahres gilt
aktuell eine sechsmonatige Sperrfrist,
in der Insider ihre Aktien nicht
verkaufen dürfen. Diese läuft am 8.
Juli aus, was den Kurs unter Druck
setzen könnte. Anlegern könnte
das eine außergewöhnliche Einstiegschance
bieten. Immerhin hat
die chinesische Regierung Künstliche
Intelligenz als strategisch wichtigen
Sektor bestimmt und Vorschriften
für KI‐Unternehmen
gelockert, um die Nutzung von KI
voranzutreiben. Zhipu ist dabei einer
der wichtigsten Player in der
Branche. Analysten von J.P. Morgan
haben die Aktie daher jüngst auch
zu ihrem Top-Pick für die chinesische
KI-Story erklärt. Die Investmentbank
sieht das Unternehmen
im hart umkämpften chinesischen
Markt für Large Language Models
deutlich vor der Konkurrenz. Kursziel
der Experten: 1400 Hongkong-
Dollar (235,11 Euro). Für Anleger
heißt das: Aktie auf die Watchlist
packen und Rücksetzer abwarten.
FOCUS MONEY 28/2026
45
moneymarkets
TOURISMUS
Die schönste Jahreszeit im Depot
Die Sommerferien bescheren der Tourismusbranche
den größten Wachstumskick
des Jahres. Anleger fahren hier am besten
mit ausgewählten Marktführern
von STEFAN RIEDEL
Krise, welche Krise? Wenn es um den Urlaub geht, sparen
gerade die Menschen in Deutschland lieber woanders.
62 Prozent der Deutschen, so haben die Erhebungen des
Deutschen Tourismusverbands (DTV) und des Deutschen Instituts
für Tourismusforschung ergeben, planen demnach
2026 einen Sommerurlaub.
International ist der Tourismus längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor
(Infografik rechts). Die Kassen klingeln bei Reiseveranstaltern,
Fluggesellschaften und Hotels. Aber auch
Online-Reiseplattformen, Flugzeugbauer und ausgewählte
Kreuzfahrtanbieter sind Nutznießer der globalen Reiselust.
Online-Reisevermittler hingegen verdienen gut dank der niedrigen
Fixkosten. Airlines, aber auch hoch verschuldete Anbieter
leiden dagegen stärker unter den Energiepreisen, Zinsen
und geopolitischen Risiken.
Boombranche Kreuzfahrten. Anlegern bietet sich somit ein
weites Universum an Unternehmen, die mit Urlaubsreisen gutes
Geld verdienen. Zu den Airline- und Luftfahrtaktien zählen
neben den Aktien von klassischen Fluglinien wie Lufthansa
auch Aktien von Flughafenbetreibern wie Fraport oder Aena
aus Spanien. Bei den Hotelaktien sind es neben klassischen
Hotelketten aus dem angelsächsischen Raum wie Hilton oder
Marriott die auf Urlaubsresorts oder andere Ferienunterkünfte
spezialisierten Gesellschaften. Dazu kommen Nischenplayer
in höheren Preiskategorien oder im preisgünstigeren Segment
agierende Hotelketten wie Accor aus Frankreich.
Die Aktien von Kreuzfahrt- und Freizeitparkbetreibern stehen
für ein weiteres Boomsegment. Carnival, Royal Caribbe-
ERHOLUNG AM POOL:
Trotz Inflation und Krieg
wollen die Menschen nicht
auf den Urlaub verzichten
46
Foto: Unsplash
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
Wichtiger Wirtschaftszweig
Für den boomenden Tourismus sind die wachsende
Mittelschicht und das sich über verschiedene Preisklassen
verbreiternde Angebot an Urlaubsmöglichkeiten
die weltweit treibenden Kräfte
Gesamtbeitrag Tourismus am BIP
in Billionen US-Dollar, ab 2025 Prognose
10,3
2019
Quelle: Statista
10,9
2024
11,7
2025
16,5
2035
Klare Nummer eins
Booking ist mit rund 37 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz
das weltweit größte Portal für Online-Hotelbuchungen
und lässt auch beim Börsenwert die
nächsten Wettbewerber weit hinter sich
Unternehmen Land Börsenwert
in Mio. Dollar
Booking Holdings USA 116193
Airbnb USA 51063
Trio.com China 25087
Expedia Group USA 24744
Amadeus IT Spanien 21447
Quelle: eigene Recherchen; Stand: 24.06.2026
an Cruises und Norwegian Cruise Line hatten sich hier als führendes
Trio unter den börsennotierten Kreuzfahrtunternehmen
etabliert, ehe 2024 mit Viking Holdings eine Luxus-Kreuzfahrtmarke
ihre Börsenpremiere feierte und danach zum Höhenflug
ansetzte. Das Kreuzfahrtgeschäft ist bei Umsatz und Gewinn
größeren Schwankungen ausgesetzt.
Vor diesem Hintergrund sind gerade veröffentlichte Quartalszahlen
von Carnival ein Stimmungsbarometer für den ganzen
Sektor. Wegen des enttäuschenden Ausblicks verlor die Aktie
und zog auch die Kurse der Wettbewerber wie Norwegian Cruise
Lines oder Royal Caribbean nach unten. Für den Sektor sprechen
weiter die anhaltend hohen Buchungen und die hohe Preissetzungsmacht.
Demgegenüber stehen aktuelle Risiken wie
hohe Treibstoffkosten, geopolitische Unsicherheitsfaktoren und
die hohe Verschuldung der Unternehmen.
Aus diesem Grund favorisieren wir aktuell die Aktien von vier
Unternehmen, die in anderen Tourismusfeldern unterwegs sind.
Vom Risikoprofil und Geschäftsmodell unterscheiden sich diese
Firmen teilweise deutlich. Allen gemein ist eine stabile finanzielle
Grundlage, eine breite Aufstellung hinsichtlich der Zielmärkte
und eine von Umsatz und Gewinn her kritische Größe. Dank
dieser Faktoren haben diese Gesellschaften ihre Krisenresistenz
bei temporären Markteinbrüchen bereits untermauert. Zugleich
sind sie im aktuellen Marktumfeld sehr gut positioniert, um von
aktuellen Tourismustrends überdurchschnittlich zu profitieren.
Wer sich das Wachstumspotenzial der gesamten Tourismusindustrie
ins Depot holen will, kann sich auch für einen ETF entscheiden.
Der Ishares Stoxx Europe 600 Travel & Leisure ETF
(DE000A0H08S0) bildet sämtliche Bereiche des europäischen
Reise- und Freizeitmarkts ab. Allerdings enthält er nur die Aktien
von 13 Unternehmen. Größte Position ist die Billig-Airline
Ryanair, gefolgt vom Hotelkonzern Interconti und IAG, der
Dachgesellschaft der Fluglinien British Airways, Iberia, Aer Lingus
und Vueling. Die Gebühren des ausschüttenden ETFs liegen
bei 0,46 Prozent.
BOOKING HOLDINGS
Weltweit im Bett
Digitale Geldmaschine. Das Geschäftsmodell des Online-Buchungsspezialisten
ist so simpel wie erfolgreich. Für jede Vermittlung springt von den jeweiligen
Hotels, Airlines, Autovermietern und Restaurants eine Provision heraus. Neben
der Onlineplattform Booking.com betreibt das Unternehmen auch die
Marken Priceline, Agoda und Rentalcars. Gegenüber Wettbewerbern wie Expedia
und Tripadvisor punktet das Unternehmen neben seiner globalen Reichweite
mit Angeboten, die weit über bekannte Hotelketten hinausreichen. Booking
hat damit eine hohe Marktdurchdringung erreicht: 30 bis 50 Prozent aller Onlinebuchungen
für Zimmer kommen über Vermittlung durch Booking.com.
Für die nächsten drei Jahre erwarten die Konsensschätzungen der Analysten
ein jährliches Umsatzwachstum im oberen einstelligen Bereich. Mit dem
Konzerngewinn soll nach einem satten Plus von über 50 Prozent im laufenden
Geschäftsjahr im unteren zweistelligen Bereich nach oben gehen.
Booking Holding
Kurs der Booking-Aktie in Euro
180
140
100
60
2023 2024 2025 2026
WKN/ISINA2JEXP/US09857L1089
Börsenwert 123,6 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e16,2/14,0
Dividendenrendite für 2026e/27e1,0/1,1 %
Kursziel/Stoppkurs 228,00/130,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 42 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
47
MELIÁ HOTELS INTERNATIONAL
Sonnige Zeiten
Mittelmeer-Champion. Für Spaniens größte Hotelkette macht sich die Ausrichtung
als Premium- und Luxusmarke bezahlt. Im Mittelmeerraum zählt Meliá zu
den dominierenden Playern mit Preissetzungsmacht im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich.
Seit dem Ende der Pandemie baut der Konzern die Zahl der Premiumhäuser
an Strandstandorten aus. Bei den Buchungen für die laufende Sommersaison
in den Luxusresorts und Stadthotels verzeichnet Meliá zweistellige Wachstumsraten.
Zugleich läuft die internationale Expansion weiter: 2026 eröffnen die ersten
Luxus- und Wellnesshotels von Meliá in Bali, auf den Malediven und Seychellen.
Die Aktie erreichte gerade ein neues Fünfjahreshoch. Damit honorieren die
Märkte auch, dass die Hotelbuchungen von den geopolitischen Konflikten im Nahen
Osten weniger betroffen sind als bei Wettbewerbern. Für 2026 erwartet Meliá
ein Ebitda-Plus von 545 auf mindestens 565 Millionen Euro. Die laufenden Investitionen
in neue Projekte sollten danach das Gewinnwachstum beschleunigen.
Melia Hotels
Kurs der Melia-Aktie in Euro
4
2023 2024 2025 2026
WKN/ISIN901347/ES0176252718
Börsenwert 2,7 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e16,8/15,3
Dividendenrendite für 2026e/27e1,6 /1,6 %
Kursziel/Stoppkurs 15,50/9,80 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 27 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
12
10
8
6
e = erwartet
SANLORENZO
Renditestarke Erfolgsroute
Luxus auf dem Wasser. Sanlorenzo designt, baut und verkauft kundenindividuelle
Luxusjachten und ist hier in den letzten fünf Jahren deutlich stärker gewachsen
als die gesamte Luxusbranche. Das Jachtgeschäft steht für unspektakuläres,
aber gut kalkulierbares Wachstum. 960 Millionen Euro Umsatz
erzielte das italienische Unternehmen 2025. Von den gerade im Bau befindlichen
Jachten werden 618 Millionen Euro Umsatz 2026 und 380 Millionen Euro
dann 2027 verbucht. Die Auswirkungen der US-Handelszölle schätzt das Management
als marginal ein, weil nur ein Bruchteil der in die USA gelieferten
Jachten unter 30 Meter lang und damit zollpflichtig ist. Übernahmen wie der
2024 für 81 Millionen Euro übernommene Segeljacht-Spezialist Nautor Swan
Group ergänzen das organische Wachstum. Schafft es die Sparte Sport- und
Segeljachten, die Margen deutlich zu steigern, wird der Konzerngewinn in den
nächsten Jahren deutlich stärker als der Umsatz wachsen.
Sanlorenzo
Kurs der Sanlorenzo-Aktie in Euro
20
2023 2024 2025 2026
WKN/ISINA2PV7P/IT0003549422
Börsenwert 1,3 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e12,0/11,6
Dividendenrendite für 2026e/27e2,9/3,0 %
Kursziel/Stoppkurs 50,00/30,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial 38 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
45
40
35
30
25
e = erwartet
TUI
Überraschungseffekt möglich
Trumpfkarte Flexibilität. Seit Jahren ist die Aktie des Tourismuskonzerns eine
Spekulation auf ein nachhaltiges Comeback. Der Ausbruch des Iran-Kriegs
bremste die zuvor angelaufene Kurserholung erst einmal aus – zumal Tui seine
Gewinnprognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2025/26
senkte. 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro, das bedeutet im Bestfall Vorjahresniveau, sollen
es beim operativen Gewinn auf Ebitda-Basis werden. Jetzt könnte das
Schlussquartal noch ein Happy End bescheren: In den letzten Wochen verzeichnete
Tui eine kräftige Buchungswelle bei den Pauschalreisen, vor allem für Reiseziele
im westlichen Mittelmeer. Der große Pluspunkt von Tui ist das breit diversifizierte
Geschäftsmodell. Von den Reisebüros über die firmeneigenen
Hotel- und Resortketten über Kreuzfahrten bis zu Touren und kulturellen Aktivitäten
im Geschäftsfeld Tui Musement können die Kunden alles im Tui-Universum
planen.
Tui
Kurs der Tui-Aktie in Euro
4
2023 2024 2025 2026
WKN/ISINTUAG50/DE000TUAG505
Börsenwert 3,7 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e6,4/5,1
Dividendenrendite für 2026e/27e 2,4/3,3 %
Kursziel/Stoppkurs 11,00/6,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 50 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
10
8
6
e = erwartet
48 FOCUS MONEY 28/2026
moneymarkets
ZERTIFIKATE-SERIE
MIT
ZERTIFIKATEN
CLEVER
INVESTIEREN
T E
I L 5
FESTE ERTRÄGE MIT FALL-
SCHIRM: Aktienanleihen
bieten hohe Zinszahlungen
inklusive Sicherheitspuffer
AKTIENANLEIHEN
Clevere Kuponzahler
Wer weit überdurchschnittliche Zinsen will, sollte zu Aktienanleihen greifen. Das damit
verbundene Risiko ist gut kalkulierbar und lässt sich zudem einfach reduzieren
Attraktive Zinsquelle
Klassische Zinsanlagen werfen seit geraumer Zeit
zwar wieder attraktivere Renditen ab. Mit Aktienanleihen
ist in der Regel jedoch deutlich mehr drin. Der
Grund: Anleger gehen ein gewisses Aktienrisiko ein
Erträge von Zinsanlagen
Rendite in %
Aktienanleihe Bayer 1) 7,50
Hochzinsanleihen, global 7,11
Unternehmensanleihen, global 4,68
Staatsanleihen, global 3,85
Festgeld, 3 Jahre 2) 3,25
Tagesgeld 2) 2,20
Quellen: biallo.de, Factset UK Limited 2026, Unicredit
1) 1 Jahr Laufzeit,
20 % Sicherheitspuffer
2) mind. gute Sicherheit,
Anbeiter aus Deutschland
von SASCHA ROSE
Zinsen und Aktien sind nicht die besten Freunde. Wozu
auch an der Börse ein unnötiges Risiko eingehen, wenn
man mit sicheren Sparkonten ebenfalls attraktive Renditen
erzielen kann? So bieten laut dem Verbraucherportal
Biallo.de inzwischen die ersten Banken wieder vier Prozent
Zinsen und mehr aufs Tagesgeldkonto. Das Dumme ist nur,
dass solche Angebote nur wenige Monate gelten. Danach müssen
sich Sparer mit durchschnittlich 2,20 Prozent zufriedengeben
(s. Grafik links). Wer mehr will, muss sein Geld entweder
über viele Jahre hinweg fest anlegen oder am (nicht ganz
risikofreien) Anleihemarkt investieren. Für den langfristigen
Vermögensaufbau reicht das jedoch auch nicht aus.
Im fünften und letzten Teil der diesjährigen Zertifikateserie
„Mit Zertifikaten clever investieren“ stellt FOCUS MONEY daher
besonders attraktive Zinsjäger vor: Aktienanleihen.
FOCUS MONEY 28/2026
Illustrationen: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY
49
moneymarkets
THEORIE
Zusätzliches Sicherheitsnetz
Bei Aktienanleihen ist der Basispreis das Zünglein
an der Waage. Er entscheidet darüber, wie die
Scheine getilgt werden: Notiert der Basiswert am
Laufzeitende darauf oder darüber, erhalten Anleger
den Nennwert zurück. Andernfalls wird der Basiswert
geliefert, was Verluste bedeuten kann. Um
dieses Risiko einzugrenzen, kann der Basispreis
(anders als sonst üblich) unter dem Startkurs des
Basiswerts liegen. Daraus ergeben sich Sicherheitspuffer
von 20, 30 und mehr Prozent.
Auszahlungsprofil einer Aktienanleihe
Aktienanleihe, Basispreis < 100 %
PRAXIS
Kursentwicklung des Basiswerts in %
–40 –20 0 20 40
Quelle: eigene Darstellung
50
Basiswert ohne Dividende
30
10
–10
–30
–50
Doppelte Schutzwirkung
Ein niedrigerer Basispreis bietet gleich zwei Vorteile
auf einmal. Zum einen wird die Aktienanleihe auch
dann zum Nennwert zurückgezahlt, wenn der Kurs
des Basiswerts gefallen ist. Denn der muss am
Laufzeitende lediglich auf oder über dem Basispreis
notieren. Gleichzeitig sind die Verluste – sollte
der andere Fall eintreten und es zur physischen Lieferung
des Basiswerts kommen – niedriger als bei
einem Direktinvestment. Denn die Zinserträge federn
das Minus ab. Umgekehrt sind die Renditechancen
auf genau diese Zinserträge begrenzt.
Auch auf Dividenden müssen Anleger verzichten.
Basiswert (2 % Dividendenrendite)
Startkurs des Basiswerts: 100 Euro (woraus sich ein Basispreis von 80 Euro ergibt), Nennwert: 1000 Euro; Laufzeit:
ein Jahr; *Zinsen plus Nennwert bzw. Wert der Aktienlieferung (12,5 Stück) plus Zinsen Quelle: eigene Berechnung
Ertrag des Zertifikats in %
Aktienanleihe (8 % Zinsen, 80 % Basispreis)
Kurs Rendite Rückzahlung* Rendite
130 € 32 % 1080 € 8,0 %
120 € 22 % 1080 € 8,0 %
110 € 12 % 1080 € 8,0 %
100 € 2 % 1080 € 8,0 %
90 € – 8 % 1080 € 8,0 %
80 € – 18 % 1080 € 8,0 %
70 € – 28 % 955 € – 4,5 %
60 € – 38 % 830 € – 17,0 %
Anleger können damit die Renditechancen des Aktienmarktes
anzapfen und so weit überdurchschnittliche Zinsen einstreichen.
Der Clou: Diese gibt es unabhängig vom Auf und Ab
am Aktienmarkt. Gleichzeitig lässt sich das Risiko, das Anleger
mit Aktienanleihen dennoch eingehen, eingrenzen.
Sichere Zinsen. Aktienanleihen sind Zertifikate, die sich auf
einen Basiswert beziehen. Meist ist das eine einzelne Aktie. Es
können aber auch mehrere Aktien oder ein ganzer Index als
Basiswert dienen. Das Wichtigste bei Aktienanleihen ist der
Zinskupon, der sich auf den Nennwert bezieht und gewöhnlich
als Jahreszins (p. a.) angegeben wird. Beispiel: Ein Zinskupon
von acht Prozent bringt bei einem Nennwert von 1000
Euro und einer Laufzeit von einem Jahr exakt 80 Euro Zinsen
pro Jahr. Diese bekommen Käufer der Aktienanleihe am Laufzeitende
ohne Wenn und Aber ausgezahlt (bei langen Laufzeiten
auch jährlich). Nur bei einer Insolvenz der Emittentin wären
die Zinsen in Gefahr. Denn wie bei allen Zertifikaten
besteht auch hier ein Emittentenrisiko.
Das eigentliche Risiko liegt jedoch woanders, und zwar in
der Tilgung der Papiere am Laufzeitende. Dann schaut die
Emittentin auf den Schlusskurs des Basiswerts, sprich der Aktie.
Es gilt: Liegt er am sogenannten Bewertungstag auf oder
über dem Basispreis, gibt es den Nennwert in bar zurück. Anleger
erzielen dann mit den Zinsen die maximale Rendite. Im
anderen Fall kommt es zur „physischen Lieferung“, bei der
eine bestimmte Anzahl der jeweiligen Aktie ins Depot gebucht
wird. Das Problem dabei: Der Wert der Aktien ist niedriger als
der Nennwert. Übersteigt dieses Minus den Zinsertrag, machen
auch Käufer von Aktienanleihen einen Verlust.
Reduziertes Risiko. Die Anzahl der Aktien ergibt sich, indem
man den Nennwert durch den Basispreis teilt. Der Basispreis
selbst wird zu Beginn der Laufzeit ermittelt. Beträgt er
beispielsweise 80 Euro, gäbe es bei 1000 Euro Nennwert 12,5
Aktien (wobei Bruchstücke immer bar ausgezahlt werden).
Womit wir bei dem Punkt wären, wie sich das „Lieferrisiko“ reduzieren
lässt. Der einfachste Weg ist, auf Aktienanleihen zurückzugreifen,
bei denen der Basispreis unter dem Startkurs
des Basiswerts liegt – er also nicht wie im klassischen Fall genau
diesem entspricht. Vorteil: Liegt der Basispreis beispielsweise
bei 80 Prozent des Startkurses, könnte der Basiswert am
Laufzeitende bis zu 20 Prozent an Wert verloren haben und es
käme dennoch zur Rückzahlung des Nennwerts.
Dass Papiere mit einem solchen Sicherheitspuffer tendenziell
weniger Zinsen abwerfen als ohne, dürfte nicht verwundern.
Hohe einstellige oder sogar zweistellige Kupons sind
aber auch mit solchen Aktienanleihen möglich, wie die Beispiele
auf Bayer, Tui und Infineon auf der rechten Seite zeigen.
Info: Dabei handelt es sich um Aktienanleihen, die sich noch
in der Zeichnungsphase befinden – oder bei denen diese gerade
geendet hat. Anleger können in Zeichnung befindliche Aktienanleihen
bei Ihrer Bank oder ihrem Broker vor der eigentlichen
Emission zum Nennwert ordern. Wer später am Markt
zugreift, zahlt mitunter schon mehr. Zudem müssen dann bereits
angelaufene Stückzinsen hinzugerechnet werden.
Erfahrene Anleger finden allerdings auch unter bereits
emittierten Aktienanleihen regelmäßig attraktive Scheine,
die vor allem eins beweisen: Zinsen und Aktien können doch
ziemlich beste Freunde sein.
FOCUS MONEY 28/2026
BAYER
7,50 Prozent Zinsen plus Puffer
Die Aktienanleihe der Unicredit bietet einen Zinskupon von 7,50 Prozent. Bei
1000 Euro Nennwert ergibt sich am Laufzeitende in einem Jahr somit eine Zinszahlung
von 75 Euro. Als Basiswert dient die Bayer-Aktie. Der Clou: Am Bewertungstag,
dem 14. Juli 2027, muss deren Kurs lediglich bei 80 Prozent des Startkurses
liegen, um neben den Zinsen auch den Nennwert zurückzubekommen.
Das wäre der Best-Case. Im anderen Fall gäbe es zwar auch die Zinsen, statt
des Nennwerts würde die Emittentin aber Bayer-Aktien liefern.
Die Anzahl der Aktien ergibt sich aus dem Nennwert, geteilt durch den Basispreis.
Notiert die Bayer-Aktie am anfänglichen Beobachtungstag, dem 17. Juli
2026, beispielsweise bei 46 Euro, wäre dies der Startkurs. Der Basispreis läge
wiederum bei 36,80 Euro (80 Prozent), woraus sich eine Liefermenge von 27,173
Aktien (Bruchteile in bar) ergeben würde. Die Aktienanleihe ist noch bis zum 17.
Juli 2026 in der Zeichnung. Emissionspreis: 1000 Euro.
Bayer
Kurs in Euro
Basispreis*
*bei einem Startkurs von 46 Euro
10
2022 23 24 25 2026
WKN/ISINUN956M/DE000UN956M8
EmittentinUnicredit
Zinskupon, p. a. 7,50 %
Bewertungstag14.07.2027
Basispreis 80,00 %
Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €
Max. Rendite 7,50 %
60
50
40
30
20
*bei einem Startkurs von 46,00 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026
TUI
Vier mal mehr Zinsen als Dividende
Mit 8,60 Prozent Zinsen bekommen Käufer der Aktienanleihe auf den Reisekonzern
Tui nicht nur mehr als das Vierfache der nächstes Jahr erwarteten Dividendenrendite.
Die Tui-Aktie dürfte am 19. Juli 2027, dem Bewertungstag, auch bis
zu 20 Prozent im Minus stehen, und Anleger würden damit immer noch 8,65 Prozent
Rendite erzielen. Denn solange diese an dem Tag bei mindestens 80 Prozent
ihres Startkurses steht, zahlt die Emittentin (Vontobel) kurz darauf parallel zu
den Zinsen auch den Nennwert (1000 Euro) zurück. Info: Die Laufzeit beträgt zwölf
Monate und drei Tage, sodass es genau 8,6478 Prozent Zinsen (86,478 Euro) gibt.
Liegt der Tui-Kurs am 19. Juli 2027 unter der 80-Prozent-Schwelle, sprich dem
Basispreis, gibt es nicht den Nennwert zurück, sondern Tui-Aktien. Der Startkurs
entspricht dem Schlusskurs der Tui-Aktie am 17. Juli 2026. Aktuell läge der Basispreis
somit bei knapp unter sechs Euro. Auch die Tui-Aktienanleihe kann noch bis
zum 17. Juli 2026 zum Nennwert von 1000 Euro gezeichnet werden.
TUI
Kurs in Euro
*bei einem Startkurs von 7,40 Euro
Basispreis* 4
2022 23 24 25 2026
WKN/ISINVY8R1J/DE000VY8R1J2
EmittentVontobel
Zinskupon, p. a. 8,60 %
Bewertungstag19.07.2027
Basispreis 80,00 %
Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €
Max. Rendite 8,65 %
16
12
8
*bei einem Startkurs von 7,40 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026
INFINEON
Üppige elf Prozent auf Tech-Aktie
Mit dem Kursverdoppler innerhalb von nur drei Monaten ist auch die Volatilität
der Infineon-Aktie deutlich angestiegen. Das freut Käufer von Aktienanleihen auf
den Chiphersteller. Denn je stärker ein Aktienkurs schwankt, desto höher fällt der
Zinskupon aus. Bei einer am 2. Juli frisch emittierten Aktienanleihe der Landesbank
Baden-Württemberg (LBBW) beträgt dieser satte elf Prozent. Nach den fast
13 Monaten Laufzeit erhalten Anleger am 23. Juli 2027 sogar 11,41 Prozent Zinsen.
Das sind bei 1000 Euro Nennwert immerhin sichere 114,10 Euro.
Der Basispreis liegt bei 70 Prozent des Startkurses, der dem Schlusskurs der
Infineon-Aktie am 1. Juli entspricht. Dieser dürfte bei rund 78 Euro liegen, der Basispreis
entsprechend bei etwa 55 Euro (die exakten Werte lagen bei Redaktionsschluss
noch nicht vor). Es gilt: Schließt die Infineon-Aktie am 16. Juli 2027 (Bewertungstag)
auf oder über dem Basispreis, erhalten Anleger zu ihren Zinsen auch
den Nennwert zurück. Andernfalls werden sie zu Infineon-Aktionären.
FOCUS MONEY 28/2026
Infineon
Kurs in Euro
Basispreis*
*bei einem Startkurs von 78 Euro
20
2022 23 24 25 2026
WKN/ISINLB64GV/DE000LB64GV9
EmittentLBBW
Zinskupon, p. a. 11,00 %
Bewertungstag16.07.2027
Basispreis* 70,00 %
Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €
Max. Rendite 11,41 %
80
60
40
51
*bei einem Startkurs von 78,00 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026
moneymarkets
Das Beste für
FOCUS-MONEY-Leser
Der 1843 gegründete „The
Economist“ mit dem Leitmotto
„Den globalen Fortschritt
inspirieren“ gilt heute
als eine der führenden Wirtschaftszeitschriften
der
Welt. Er betont seine Unabhängigkeit
und Objektivität;
mit Büros in 14 Ländern
weltweit ist er für seine tiefen
Analysen der globalen
Wirtschaft und Politik
bekannt. In einer Kooperation
macht FOCUS MONEY
seinen Lesern in der Regel
wöchentlich einen ausge
wählten Artikel aus „The
Economist“ zugänglich.
CHINA-KI: Immer leistungsstärkere Modelle beschleunigen den Wettlauf um künstliche Intelligenz (KI)
AUFHOLJAGD
China nimmt bei KI
gerade mächtig Fahrt auf
Mit einem neuen
KI-Modell verkürzt
China den Rückstand
auf die USA.
Übernimmt Peking
jetzt in der nächsten
Boombranche die
Weltherrschaft?
Der amerikanische Vorsprung vor China im Bereich der
künstlichen Intelligenz könnte so gering sein wie seit
über einem Jahr nicht mehr. Als China im Januar 2025
mit der Veröffentlichung von DeepSeek r1 ins KI-Rennen
einstieg, wurden an den US-Börsen binnen weniger Tage
über eine Billion Dollar vernichtet. Der Chip-Hersteller Nvidia
verlor kurzzeitig 17 Prozent seines Wertes, der Nasdaq
gab innerhalb eines Tages um 3,1 Prozent nach. Investoren
waren nicht nur besorgt, weil die chinesische KI gut war, sondern
auch noch kostenlos. Der Aufruhr legte sich bald. Seitdem
hängen die Marktbewertungen weltweit immer stärker
von der Aussicht ab, dass KI sowohl revolutionär sein könnte
als auch profitabel.
Nun machen chinesische Labore ihren amerikanischen
Konkurrenten im Wettlauf um die Marktbeherrschung bei
Modellen erneut zu schaffen. Am 13. Juni stellte ein in Peking
ansässiges Labor namens Zhipu, auch bekannt als Z.ai,
sein neuestes System, glm 5.2, vor und versprach damit „einen
weiteren Schritt in Richtung bahnbrechender Intelligenz
für alle“. Es ist das bislang leistungsfähigste in China
52
Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
trainierte Modell und kostet weniger als ein Zehntel des
Preises der neuesten Version von Anthropic, Fable 5.
Und wie bei anderen chinesischen Modellen wurden
auch hier die Gewichte bzw. Parameter, die den Betrieb
von glm 5.2 ermöglichen, öffentlich zugänglich gemacht.
In den vergangenen Wochen hatten US-Unternehmen
mit stark steigenden KI-Kosten zu kämpfen, teilweise
lag der Aufwand bei mehreren tausend Dollar pro Mitarbeiter.
Einige Unternehmen legen Budgets für Token
(von einem Modell verarbeitete Textabschnitte) fest. Am
12. Juni verbot die Trump-Regierung dann Nicht-US-
Bürgern die Nutzung von Fable 5, woraufhin Anthropic
den Zugang für alle Nutzer sperrte.
Zum ersten Mal hängt der Zugang zu Frontier-KI von
der Zustimmung der amerikanischen Regierung ab. All
dies könnte den Nutzern Anlass geben, sich nach Alternativen
zu amerikanischer KI umzusehen. Viele dürften
glm 5.2 als leistungsfähiges und erschwingliches Tool
bewerten und begrüßen, dass es außerhalb der Reichweite
der Trump-Regierung liegt.
Beginnen wir mit den Fähigkeiten. Das Marktforschungsunternehmen
Artificial Analysis stuft glm 5.2
als das intelligenteste Open-Source-Modell auf dem
Markt ein. Glm 5.2 belegt in der Gesamtwertung einen
beeindruckenden vierten Platz – hinter ChatGPT 5.5 von
OpenAI und vor dem Gemini-Bot von Google.
Das Modell hat alle überrascht. Noch Anfang dieses
Jahres hatten sich chinesische Entwickler pessimistisch
hinsichtlich der Aussicht gezeigt, dass ihre Modelle die
amerikanischen noch vor 2030 übertreffen könnten.
Doch nach der Veröffentlichung von Zhipu schrieb Multi-Milliardär
Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform
X, er gehe davon aus, dass China bis Anfang nächsten
Jahres das Niveau der aktuellen Spitzenklasse
erreichen werde. „So lange wird es nicht dauern“, entgegnete
Tang Jie, Mitbegründer von Zhipu.
Anders als bei DeepSeek haben die amerikanischen
Märkte bislang wenig Interesse an glm 5.2 gezeigt. Dies
liegt zum Teil daran, dass es schwieriger geworden ist,
die Leistungsfähigkeit chinesischer Modelle genau einzuschätzen.
Um zu seinen Schätzungen zu gelangen,
hat Artificial Analysis glm 5.2 in Dutzenden von Benchmark-Tests
bewertet, bei denen die Leistungsfähigkeit
eines Modells anhand von prüfungsähnlichen Fragen
beurteilt wird. Amerika behält dank Anthropic seinen
Performance-Vorsprung. Fable 5 ist bei den Benchmark-
Aufgaben im Durchschnitt etwa 17 Prozent leistungsfähiger
als glm 5.2. Ein weiterer wichtiger Maßstab ist, wie
lange glm 5.2 gebraucht hat, um dieses Intelligenzniveau
zu erreichen. Ein mit glm 5.2 vergleichbares westliches
Modell wurde im Februar, also vor rund fünf Monaten,
veröffentlicht.
In Wirklichkeit dürfte der Vorsprung der USA wahrscheinlich
größer sein als fünf Monate. Open-Source-
Modelle, von denen viele aus China stammen, schneiden
bei öffentlichen Benchmarks tendenziell besser ab
als proprietäre Modelle, sagt Havard Tveit Ihle vom Norwegischen
Verteidigungsforschungsinstitut, einem
Thinktank in Norwegen. Die bei öffentlichen Vergleichstests
verwendeten Fragen werden veröffentlicht, während
diejenigen, die private Vergleichstests durchführen,
ihre Bewertungen geheim halten. Eine von Tveit
Ihle vor der Veröffentlichung von glm 5.2 durchgeführte
Analyse ergab, dass chinesische Modelle bei öffentlichen
Tests etwa vier bis sechs Monate hinter den amerikanischen
zurücklagen. Bei privaten Tests hat sich der
Vorsprung der USA jedoch fast verdoppelt und liegt nun
bei acht bis zehn Monaten (siehe Grafik). Eine im Mai veröffentlichte
Studie der amerikanischen Regierung hat
eine ähnliche Lücke aufgezeigt. Tveit Ihle sagt, dass chinesische
Labore – möglicherweise ohne es zu merken –
offenbar „auf die Prüfung hin trainieren“.
Bei zwei bisher getesteten privaten Benchmarks zeigt
glm 5.2 dieselben Merkmale: Bei „Weird ml“ – einem
Maß für ungewöhnliche Machine-Learning-Aufgaben,
deren Lösung sorgfältiges logisches Denken erfordert –
liegt es etwa sieben Monate zurück, und bei „Simple-
Bench“, das den gesunden Menschenverstand bewertet,
indem es versucht, Modelle auszutricksen, liegt es ein
ganzes Jahr zurück. Das Muster ist jedoch nicht einheitlich.
Ein neuer Test, der am 19. Juni von Artificial Analysis
veröffentlicht wurde, prüft Modelle bei Aufgaben,
die Büroangestellte typischerweise erledigen, wie beispielsweise
das Durchforsten unübersichtlicher Akten
und die Bewertung widersprüchlicher Informationen.
Glm 5.2 konnte für diese Bewertung nicht trainiert worden
sein. Dennoch schnitt es besser ab als ChatGPT 5.5,
das erst zwei Monate alt ist. Diese Ergebnisse deuten laut
Tveit Ihle darauf hin, dass der Vorsprung der USA stabil
bleibt, sie sind aber auch ein Beleg dafür, dass sich der
Abstand nicht vergrößert, wie manche erwartet hatten.
Das Besondere an glm 5.2 ist, dass es Aufgaben meistert,
an denen andere Programme oft scheitern. Chinesische
Schüler zeichnen sich oft in Fächern aus, in denen
es klare richtige oder falsche Antworten gibt, wie
beispielsweise Mathematik und Programmieren. Allerdings
tun sie sich oft schwer mit Aufgaben, die offen sind
oder ein anhaltendes, eigenständiges Urteilsvermögen
erfordern. Dieses Muster spiegelt eine der größten Herausforderungen
wider, denen sich Forscher in China gegenübersehen.
Aufgrund der Exportkontrollen für hochentwickelte
Chips fehlt es chinesischen Forschungslabors
an der Rechenleistung, die für das Training der leistungsstärksten
Modelle erforderlich ist. Daher versuchen
sie in der Regel, diesen Rückstand im Anschluss
FOCUS MONEY 28/2026
53
an das Training aufzuholen: Sie optimieren die Modelle
so, dass sie sich auf bestimmte Weise verhalten oder bestimmte
Arten von Problemen lösen, unter anderem anhand
von Daten, die angeblich durch einen als „Destillation“
bezeichneten Prozess aus amerikanischen
Systemen gewonnen wurden.
Angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Leistungsfähigkeit
chinesischer Modelle soll nun geprüft
werden, ob diese tatsächlich kostengünstiger sind als
ihre amerikanischen Konkurrenten. DeepSeek berechnet
für sein v4-Modell lediglich 0,87 USD pro 1 Million
Ausgabe-Token, während Anthropic bei Fable 5 50 USD
berechnet. Solche Preise könnten in den USA zunehmend
an Attraktivität gewinnen, wo die Kosten für Token
bei einigen Unternehmen zuletzt außer Kontrolle
geraten sind. Laut Ramp, einem Rechnungsstellungsunternehmen,
verzeichnete DeepSeek im Juni einen starken
Anstieg der Zahl amerikanischer Unternehmen, die
für seine Dienstleistungen zahlten. Berichten zufolge
erwägt Microsoft, das Modell des chinesischen Labors in
seinem Flagship-Chatbot „Copilot“ einzusetzen. Doch
die Annahme, chinesische KI sei billiger, kann häufig
falsch sein.
Auch wenn chinesische Modelle immer leistungsfähiger
werden, werden sie im Allgemeinen nicht effizienter.
Chinesische Modelle verwenden deutlich mehr Token,
um ihre Antworten zu durchdenken. Eine in diesem Monat
von Du Zheng von der Georgia Tech und seinen Mitautoren
aktualisierte Studie zeigt, dass ein DeepSeek-
Modell bei gleichen Aufgaben 23-mal mehr Token
verbrauchte als sein Konkurrent von OpenAI, um ein
vergleichbares Ergebnis zu erzielen. Aufgrund dieser
großen Effizienzunterschiede sollte man Modelle nicht
anhand des Preises pro Token vergleichen, sondern anhand
der Gesamtkosten aller verwendeten Token. Gemessen
an diesem Maßstab fiel glm 5.2 in einem Benchmark-Test
zur Bewertung der Softwareentwicklung
teurer aus als die konkurrierenden Systeme von Anthropic
und OpenAI.
Neben Leistungsfähigkeit und Kosten steht für KI-
Nutzer mittlerweile ein drittes Verkaufsargument ganz
oben auf der Liste: Zuverlässigkeit. Zhipu veröffentlichte
sein Modell am 13. Juni um 17:21 Uhr Pekinger Zeit,
einen Tag nachdem die Trump-Regierung Anthropic
mitgeteilt hatte, dass sie Nicht-US-Bürgern die Nutzung
von Fable 5 untersagen werde. „Unsere Haltung ist von
radikaler Offenheit geprägt“, erklärte Tang. Er kritisierte
zudem „externe Blockaden“ wie die von Anthropic
und der US-Regierung verhängte und erklärte, diese
führten dazu, dass KI-Systeme „jederzeit außer Kraft gesetzt
werden können“.
Die meisten chinesischen Modelle werden als Open-
Source-Software veröffentlicht, was bedeutet, dass sie
heruntergeladen und auf lokaler Hardware ausgeführt
werden können – außerhalb der Reichweite von Regierungen
oder den Labors selbst. Die US-Regierung könnte
eines Tages Beschränkungen für die Nutzung chinesischer
KI im Inland verhängen. Zwei Ausschüsse des
Kongresses untersuchen derzeit amerikanische Technologieunternehmen
wegen der Nutzung chinesischer Modelle.
Die Zuverlässigkeit der chinesischen Labore unterliegt
noch weiteren Einschränkungen: Aufgrund
mangelnder Rechenleistung kommt es häufig zu Betriebsunterbrechungen
oder zu Verzögerungen in Zeiten
mit hohem Datenverkehr.
Da sich der Wettlauf um die KI jedoch immer weiter
beschleunigt, werden die Regulierungsbehörden weltweit
mit neuen Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit
und Schutz konfrontiert sein. Das Risiko plötzlicher
staatlicher Eingriffe könnte auf beiden Seiten des Pazifiks
zunehmen. Fable 5 war so wirkungsvoll, dass es eine
solche Reaktion des Weißen Hauses hervorrief. Die Tatsache,
dass chinesische Modelle vorerst keinen vergleichbaren
regulatorischen Risiken ausgesetzt sind,
lässt darauf schließen, dass die chinesische Regierung
noch nicht besorgt genug ist, um Maßnahmen zu ergreifen.
Das ist vielleicht einer der deutlichsten Belege dafür,
dass sie hinter ihren Konkurrenten zurückbleiben.
USA hält China in Schach – noch
Mit dem Debüt von Deepseek Anfang 2025 schockte
China die US-Konkurrenz. Seither verschärft sich das
Wettrennen zwischen West und Ost. Auch wenn Chinas
KI immer leistungsfähiger wird: Bei öffentlichen
Tests liegen die Modelle aus der Volksrepublik etwa
vier bis sechs Monate hinter den Rivalen von
ChatGPT & Co. zurück. Bei privaten Tests verdoppelte
sich der Vorsprung der USA auf acht bis zehn Monate
Rennstrecke
Private Daten
2023 2024 2025 2026
Quelle: The Economist
Öffentliche Daten
Chinesische KI-Modelle*,
Monate hinter den führenden
Modellen zum Veröffentlichungsdatum
DeepSeek R1
veröffentlicht
15
10
5
0
54 FOCUS MONEY 28/2026
moneymarkets
MUSTERDEPOT
Konsequente
Risikokontrolle
Hölzle trennt sich von der
Bitcoin Group, Dobetsberger
schichtet weiter um
„Die Bitcoin Group wird verkauft“, so der kurze
und knappe Auftrag von Manuel Hölzle
von GBC. Hintergrund dafür ist jedoch nicht
eine grundsätzlich negative Neubewertung
des Unternehmens, sondern die konsequente
Anwendung des eigenen Risikomanagements.
„Die Aktie hat den intern gesetzten
Stoppkurs unterschritten. Aufgrund dessen
sowie der zuletzt angeschlagenen markttechnischen
Situation wird die gesamte Position
mit einem Verkaufslimit von 22 Euro aus
dem Depot genommen“, so der Nebenwerteexperte,
für den die fundamentale Situation
des Unternehmens weiter interessant bleibt.
Richard Dobetsberger, ficon, schichtet nach
einer Ruhewoche sein Depot weiter um. Der
Stratege verkauft ohne Limit alle Stücke von
Nordex, Microsoft und Palantir. Er ordert dafür
200 Bayer-Aktien (DE000BAY0017) und
75 Nextera Energy-Aktien (US65339F1012)
– immer bestens.
Im Depot von Kai Hoffmann, Kamavest,
wurde in der Berichtswoche jeweils die Hälfte
von Troilus Gold zu 1,02 Euro, von First Mining
zu 0,3435 Euro und von Gold X2 zu
0,731 Euro veräußert. Die in Auftrag gegebenen
100 Cameco-Aktien kamen zum Stückpreis
von 93,94 Euro ins Depot. SR
Anzahl/nominal
des Wertpapiers
ISIN
aufgenommen
Ausgabe
Kaufkurs
in Euro
Kaufsumme
in Euro
Limits Euro
je Stück/
Anzahl
Kurs am
30.06.2026
in Euro
Kurswert
am
30.06.2026
Kursveränderung
in %
DEPOT 1
MANUEL HÖLZLE,
GBC AG
DEPOT 3
RICHARD
DOBETSBERGER,
ficon Vermögensmanagement
GmbH
60 Alzchem 7) 11) DE000A2YNT30 diverse 159,30 9 558,00 – 176,00 10 560,00 10,5
210 Avio 7) 11) IT0005119810 diverse 35,43 7 439,50 – 30,83 6 474,30 –13,0
325 Bitcoin Group 7) 11) DE000A1TNV91 diverse 31,65 10 285,25 V: 22,00/325 22,72 7 384,00 –28,2
110 Cembre 7) 11) IT0001128047 diverse 68,84 7 572,00 – 87,70 9 647,00 27,4
2 600 Guillemot 7) 11) FR0000066722 diverse 4,30 11 180,00 – 4,20 10 920,00 –2,3
500 M1 Kliniken 5) 7) 11) DE000A0STSQ8 diverse 17,53 8 766,00 – 18,96 9 480,00 8,1
Guthaben: 1 820,04 € 750 Smartbroker H. 5) 7) 11) DE000A2GS609 diverse 13,69 10 270,00 – 10,65 7 987,50 –22,2
Depotwert: 92 961,80 € 7 000 Verve Group 5) 7) 11) SE0018538068 diverse 1,56 10 909,30 – 1,44 10 073,00 –7,7
Gesamtwert*: 94 781,84 € 260 Washtec 5) 7) 11) DE0007507501 diverse 48,59 12 633,40 – 38,60 10 036,00 –20,6
Depotveränderung:–5,2 % 400 Revo Insurance 11) IT0005513202 diverse 23,31 9 324,00 – 26,00 10 400,00 11,5
5), 6), 7), 11) Offenlegung Interessenskonflikte (Erklärung: www.gbc-ag.de/rechtliches/offenlegung)
DEPOT 2
KAI HOFFMANN,
Kamavest Asset
Management
GmbH
800 Centerra Gold CA1520061021 4/26 13,33 10664,00 – 14,03 11224,00 5,3
700 First Majestic Silver CA32076V1031 4/26 16,18 11326,00 – 14,73 10307,50 –9,0
700 Ivanhoe Electric* US46578C1080 4/26 14,40 10080,00 – 8,15 5705,00 –43,4
60 Kamaxus Resource Fund DE000A40X8Z4 4/26 162,07 9724,20 – 151,51 9090,60 –6,5
100 Newmont US6516391066 4/26 92,14 9214,00 – 82,52 8252,00 –10,4
5000 Troilus Gold CA89688V1031 4/26 1,04 5200,00 – 0,93 4630,00 –11,0
Guthaben:11 495,68 € 12500 First Mining Gold CA3208901064 5/26 0,38 4800,00 – 0,42 5237,50 9,1
Depotwert: 76003,35 € 550 Elemental Royalty Corp CA28620K1066 5/26 17,05 9377,50 – 14,40 7920,00 –15,5
Gesamtwert*: 87499,03 € 6250 Gold X2 Mining CA38076G1037 9/26 0,73 4562,50 – 0,72 4518,75 –1,0
Depotveränderung:–12,5 % 100 Cameco CA13321L1085 28/26 93,94 9394,00 – 91,18 9118,00 –2,9
*Börse New York, Kurs in Euro umgerechnet; bei geringen Umsätzen anderer Titel in Deutschland werden teilweise die gängigeren ausländischen Kurse in Euro umgerechnet
100 Nordex DE000A0D6554 21/26 48,00 4 800,00 V: o.L./100 46,44 4 644,00 –3,3
34 Tesla US88160R1014 diverse 381,39 12 967,40 - 356,00 12 104,00 –6,7
17 Microsoft US5949181045 diverse 360,29 6 124,95 V: o.L./17 324,05 5 508,85 –10,1
7 Rheinmetall DE0007030009 diverse 1228,17 8 597,20 - 984,90 6 894,30 –19,8
40 IBM US4592001014 25/26 265,00 10 600,00 - 241,50 9 660,00 –8,9
25 Apple US0378331005 25/26 268,25 6 706,25 - 247,35 6 183,75 –7,8
Guthaben:12 023,37 € 7 Eli Lilly US5324571083 25/26 935,30 6547,10 - 1079,80 7558,60 15,4
Depotwert: 72924,00 € 50 Palantir Technologies US69608A1088 25/26 124,52 6226,00 V: o.L./50 100,94 5047,00 –18,9
Gesamtwert*: 84947,37 € 30 Johnson&Johnson US4781601046 27/26 201,65 6049,50 - 227,95 6838,50 13,0
Depotveränderung:–15,1 % 50 Revolution Medicines US76155X1000 27/26 137,30 6865,00 - 169,70 8485,00 23,6
*Startkapital am 09.01.26 = 100000 Euro, abzüglich Ausgaben für Wertpapiere und Spesen (0,2% pro Wertpapiergeschäft, 2,5 % Ausgabeaufschlag bei Fonds); Limits: K = Kauflimit, V = Verkaufslimit, o. L. = ohne Limit, SL = Stop-Loss
Die Beiträge stellen die Privatmeinung der Verfasser dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information. Analysen und Schlussfolgerungen sind all gemeiner Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner
Anleger. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Vor Treffen einer Anlageentscheidung sollte jedenfalls ein professioneller Finanzdienstleis ter konsultiert werden.
FOCUS MONEY 28/2026
55
moneymarkets
Vita
Corinne Brecher
Geboren 1990 in Zürich
2006 Lehre als Restaurationsfachfrau in der Gastronomie
INTERVIEW
Und wo ist
Ihre Frau?“
2014 Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre, Werkstudentätigkeit
bei der UBS
2017 Start des Finanzblogs „Finanziell stark als Frau“,
währenddessen Buchhalterin bei der Interogo-Holding
2020 Gründung der Investique GmbH
Als Bankberaterin hatte Corinne Brecher vor
allem männliche Kunden, heute zählen ihre
Finanzkurse rund 120 Teilnehmerinnen. Dafür
wurde sie mit dem FOCUS MONEY Female
Finance Award 2026 in der Kategorie
„Fin-Fluencer“ ausgezeichnet.
von LUCIA THEILER
Frau Brecher, Sie waren schlecht in Mathe und bilden heute Frauen
zu Finanzthemen weiter. Wie passt das zusammen?
Corinne Brecher: In der Schule war ich schlecht in Mathe,
weil ich mit den Zahlen nichts anfangen konnte. Das war
mir zu abstrakt. Im BWL-Studium hat mir Buchhaltung
plötzlich Spaß gemacht, weil zu den Zahlen Buchstaben
dazukamen. Dass ich mich früh mit Finanzen beschäftigt
habe, liegt daran, dass ich in einem Haushalt aufgewachsen
bin, in dem Geld nie ein Tabuthema war. Wir haben
immer offen darüber gesprochen, dass das, was wir uns
leisten konnten, nicht selbstverständlich ist – und dass
man sich Ziele setzen und dafür arbeiten muss, um sich
ein schönes Leben zu ermöglichen.
Haben Sie eine konkrete Situation im Kopf?
Brecher: Als ich zwölf Jahre alt war, hat mein Vater mir
den Ordner mit der Steuererklärung gezeigt: so viele Unterlagen.
Ich habe die Blätter abgeheftet und noch gar
nicht verstanden, worum es geht. Aber ich wusste, dass
wir Immobilien haben und mein Vater in Aktien investiert.
Ich war fasziniert davon, wie das Geld ohne eigenes Zutun
mehr wird. Das wollte ich auch machen.
Sie haben Ihre erste Aktie mit 19 gekauft. Welche war das?
Brecher: Ja, das war Swisscom, ein großer Telekomanbieter
in der Schweiz. Ich habe mich so gefreut, endlich
CORINNE BRECHER, Finanzbloggerin und
Unternehmerin aus der Schweiz
56
Foto: St. Päffgen/FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
volljährig zu sein und eigenständig zur
Bank zu gehen. Nach einem Jahr bekam ich
meine erste Dividende, 20 Franken, von denen
ich mir neue Schuhe kaufen konnte
(lacht).
Sie haben zunächst eine Berufslehre in der Hotelgastronomie
gemacht. Was haben Sie daraus
mitgenommen für Ihren Weg in die Finanzwelt?
Brecher: Ich hatte schon als Kind große Freude daran, Gastgeberin
zu sein. Die Lehre in der Hotelgastronomie war anstrengend,
aber ich habe mit 1400 Franken verhältnismäßig
gut verdient. Weil ich noch zuhause gewohnt habe, konnte
ich viel Geld zur Seite legen. Rückblickend war das eine Schule
fürs Leben: Es ging darum, Verantwortung zu übernehmen,
und zu verstehen, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit
ist. Nach der Lehre wurde mir aber klar, dass ich in der
Hotelgastronomie meine finanziellen Ziele nicht erreichen
konnte. Ich überlegte, die Branche zu wechseln.
Der Grund, warum Sie dann BWL studiert haben?
Brecher: Meine Eltern waren wichtige Sparringspartner.
Sie erklärten mir, dass ein Studium neue Wege eröffnet und
langfristig auch beim Einkommen einen Unterschied machen
kann. Dass ich bei UBS gelandet bin, war eher ein Zufall:
Ich war zunächst im Callcenter und bin dann in die Kundenberatung
gewechselt. Dort habe ich erlebt, dass meist
Männer in die Beratung kamen und die Frauen außen vor
blieben. Wenn ich fragte: „Und wo ist Ihre Frau?“, hieß es oft:
„Das interessiert sie nicht.“ Ich habe sie gebeten, die Frau zum
nächsten Beratungstermin mitzubringen. Ich würde dafür
sorgen, dass sie sich für Finanzen interessiert!
Sie haben sich neben Ihrem Konzernjob selbstständig gemacht. Da
gehört Mut dazu…
Brecher: Eigentlich war es eher Frust. Ich habe gemerkt,
dass mich mein Job zwar fordert, aber nicht wirklich erfüllt.
Wenn ich mein Kind zur Kita gebracht habe, um danach ins
Büro zu gehen, fragte ich mich: Ist das, was ich tue, wirklich
sinnvoll? Gleichzeitig fing ich an, einen Finanzblog auf
Wordpress zu schreiben. Der erste Post handelte vom Sparen,
der zweite von der Gehaltsverhandlung, irgendwann
schrieb ich sogar zu Bitcoin. Ich wollte Frauen Finanzthemen
so erklären, dass sie sich abgeholt fühlen.
Inwiefern unterscheiden sich Frauen von Männern, wenn es um Finanzberatung
geht?
Brecher: Viele Frauen sind skeptisch und kommen mit dem
Gefühl in eine Beratung, dass man ihnen etwas verkaufen
will. Und sie sind unglaublich streng mit sich selbst: Angenommen,
eine Frau hat fünf Bücher gelesen und einen Podcast
gehört, kommt sie trotzdem zu mir und sagt, sie kenne
sich nur ein wenig aus. Ein Mann liest ein Buch und sagt, er
weiß Bescheid.
Mangelt es also an Selbstbewusstsein?
Brecher: Nicht nur. Wir dürfen nicht vergessen, dass es
nicht lange her ist, dass Frauen wirtschaftlich oft abhängig
von Männern waren. Meine Mutter konnte
in ihren Zwanzigern noch nicht eigenständig
ein Bankkonto eröffnen und bis in
die 80er-Jahre brauchte man oft das Einverständnis
des Mannes, um einen Vertrag
zu unterschreiben. Das sitzt tief. Wenn
dann noch Sätze dazukommen wie „Ich
war schlecht in Mathe“ oder „Ich will keine
Fehler machen“, dann entsteht schnell das Gefühl: Finanzen
sind nichts für mich.
Was raten Sie Frauen, die meinen, sie hätten von Finanzen keine Ahnung?
Brecher: Sich Vorbilder zu suchen. Jemanden, der schon
dort ist, wo man selbst hinmöchte. Und ich frage oft nach
dem Worst-Case-Szenario, denn die meisten haben Angst,
etwas falsch zu machen. Dabei ist das Nichtstun das größere
Risiko. Natürlich macht man Fehler, aber nur so kommt
man weiter.
Mit Ihrem Blog sind Sie auf eine große Nachfrage gestoßen, haben
aber nicht direkt Geld verdient. Wann kam die Skalierung?
Brecher: Die ersten Webinare waren kostenlos, dann kamen
1:1-Anfragen, die ich zu einem kleinen Preis machte.
Aber irgendwann war die Nachfrage so groß, dass ich daraus
ein Geschäftsmodell entwickeln konnte: Im Online-Kurs
konnte ich mehr Frauen gleichzeitig helfen und wurde effizienter.
Im dritten Jahr habe ich mehr verdient als in meinem
Job – und habe gekündigt. Ich saß an meinem Schreibtisch
zuhause und nahm die ersten Videos für Kurse auf, während
links und rechts die Wäsche trocknete und fragte mich: Darf
ich so viel Spaß bei meiner Arbeit haben?
Wie sieht das Geschäftsmodell der „Investique GmbH“ heute aus?
Brecher: Über meinen kostenlosen Newsletter oder den
kostenfreien Kurs „Cash-Heldin“ können die Frauen uns erst
einmal kennenlernen und entscheiden, ob sie einen Kurs buchen
möchten. Der Online-Kurs findet zweimal pro Jahr statt
und kostet 3000 Schweizer Franken. Vor ein paar Jahren
zählte ich 23 Frauen im ersten Online-Termin, heute betreue
ich mit einem fünfköpfigen Team knapp 120 Teilnehmerinnen
pro Kurs. Wir sind sehr schnell gewachsen, manchmal
komme ich selbst kaum hinterher. Dabei war ich eigentlich
mit angezogener Handbremse unterwegs und hatte immer
einen Plan B, falls es nicht klappen sollte. Dann wäre ich zurück
in den Konzern gegangen.
Denken wir mal groß: Was ist Ihr Ziel heute?
Brecher: Zum einen möchte ich als nächsten Schritt die Marke
von einer Million Jahresumsatz erreichen. Zum anderen
will ich auch die Basis stärken: die Prozesse, die Teamstruktur
und die Qualität. Ich will nicht chaotisch wachsen und
nicht um jeden Preis. Vielleicht möchte ich dieses Jahr ein
bisschen mehr genießen, was wir schon alles geschafft haben?
Unser Büro ist direkt am Zürisee und im Sommer gehe
ich als allererstes schwimmen. Dass ich meine Zeit selbst einteilen
und meine Kinder jederzeit vom Kindergarten abholen
kann – das ist für mich Freiheit und purer Luxus.
FOCUS MONEY 28/2026
57
moneymarkets
STAATSBETEILIGUNGEN
Wo Washington zugreift
Die amerikanische Regierung kauft sich bei immer mehr US-Konzernen ein. Ein US-Börsenbrief
ließ mittels KI die nächsten Kandidaten ermitteln. FOCUS MONEY hat sie geprüft
STAATSAKTIEN: KI sucht
nach den Gewinnern
Kein Selbstläufer
Bei MP Materials sieht man den Effekt, den alleine
die Nachricht über eine Regierungsbeteiligung haben
kann. Längerfristig sieht die Sache anders aus
MP Materials
Kurs der MP-Materials-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
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Quelle: Factset UK Limited 2026
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10
von LEOPOLD VOIGT
Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf und
die Aktien in Ihrem Depot sind gestiegen, weil plötzlich
die US-Regierung Miteigentümer ist. So ging es im vergangenen
Jahr den Anteilseignern von Intel. Im August 2025
hat sich die US-Regierung für rund 8,9 Milliarden Dollar
knapp zehn Prozent an der Chip-Schmiede gesichert. Bereits
bei Aufkommen der ersten Gerüchte sprang der Kurs sieben
Prozent in die Höhe. Und Intel ist beileibe kein Einzelfall. Bei
MP Materials, dem einzigen Seltene-Erden-Förderer der USA,
ist das Pentagon mit über 400 Millionen Dollar eingestiegen
– das Verteidigungsministerium ist mit 15 Prozent der Anteile
größter Aktionär. Möglich war das über den Defense Production
Act – ein Gesetz aus dem Kalten Krieg, das dem Staat
erlaubt, kriegswichtige Rohstoffe zu priorisieren. Bei Lithi-
58
Fotos: Adobe Stock
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 28/2026
um Americas hält das US-Energieministerium fünf Prozent.
Die Tendenz ist eindeutig: Immer mehr US-Unternehmen bekommen
gerade Washington als Miteigentümer. Der US-
Tech-Investor Dave Wang glaubt, das Muster hinter diesen
Beteiligungen der Trump-Regierung entschlüsselt zu haben,
und ließ eine KI nach den nächsten Kandidaten suchen. Denn
wer frühzeitig kauft, könnte massiv profitieren. FOCUS MO-
NEY hat sich Wangs Theorie und die Unternehmen auf der
Liste einmal ganz genau angesehen.
Muster erkannt. Bislang galten staatliche Unternehmensbeteiligungen
in den USA eher als absolute Ausnahmeerscheinung
in Krisenzeiten. Nun entwickeln sie sich offenbar
zu einem festen Instrument der US-Industriepolitik. Wenn
das stimmt, wäre die entscheidende Frage nicht mehr, ob Washington
einsteigt, sondern bei wem. Das Besondere: Bisher
verliefen diese Einstiege laut der Analyse von Wang größtenteils
nicht über den freien Aktienmarkt. Der Staat habe die
Beteiligungen nicht wie ein gewöhnlicher Investor an der
Börse erworben, sondern auf bereits bestehende Förderinstrumente
zurückgegriffen, schreibt der US-Investor in seinem
Newsletter. Seine zugespitzte These lautet daher: „Der
Staat kauft sich nicht mit frischem Kapital über die Börse ein.
Er wandelt stattdessen einen Hebel um, den er bereits hat.“
Gemeint sind Förderzusagen, Staatskredite oder Programme
des Verteidigungsministeriums. Solche Instrumente bestehen
häufig bereits lange, bevor überhaupt über eine staatliche
Beteiligung gesprochen wird. Nach der Theorie des
Investors liegt genau darin der entscheidende Hebel: Statt
frisches Kapital über den Aktienmarkt einzusetzen, könnte
Washington bereits bestehende Verpflichtungen nutzen, um
daraus Eigenkapital oder andere Beteiligungsformen entstehen
zu lassen. Die Beteiligung wäre nicht der Beginn staatlicher
Unterstützung, sondern lediglich die nächste Stufe.
KI hilft bei der Suche. Die eigentlich spannende Frage lautet
daher: Lässt sich vorhersagen, wo der Staat als Nächstes
zugreift? Mithilfe des KI-Agenten Claude ließ Wang börsennotierte
US-Unternehmen nach vergleichbaren Konstellationen
durchsuchen. Gesucht wurden Firmen, die bereits um-
fangreiche staatliche Förderzusagen, Kredite oder
strategische Unterstützung erhalten haben sowie in strategisch
wichtigen Sektoren operieren und deshalb theoretisch
ebenfalls für eine Beteiligung infrage kommen.
Für Anleger klingt dieser Ansatz verlockend. Wer solche
Förderhebel früh identifiziert, könnte mögliche Beteiligungskandidaten
erkennen, bevor eine offizielle Meldung über einen
Staatseinstieg veröffentlicht wird. Sollte sich das Muster
tatsächlich wiederholen, ließe sich daraus womöglich ein
Informationsvorsprung ableiten. Genau diese Aussicht
macht den Ansatz für Investoren so interessant.
Genau hier ist allerdings Vorsicht geboten. Wang leitet seine
Theorie aus einigen bekannten Fällen und öffentlich zugänglichen
Behördenunterlagen ab. Ob daraus tatsächlich
ein belastbares Muster entsteht, bleibt offen. Zudem ist nicht
gesagt, dass eine staatliche Beteiligung für die Entwicklung
einer Aktie auch förderlich ist.
Bei Intel verlief alles nahezu nach Lehrbuch. Im August
2025 wandelte die US-Regierung nicht ausgezahlte Förderzusagen
– 5,7 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act und weitere
3,2 Milliarden Dollar aus dem Secure-Enclave-Programm
– in insgesamt 433,3 Millionen Aktien zum Kurs von
20,47 Dollar um. Daraus entstand ein Anteil von knapp zehn
Prozent. Der Zeitpunkt erwies sich als nahezu ideal. Getragen
von starken Quartalszahlen und der anhaltend hohen
Nachfrage nach KI-Chips stieg die Aktie bis zum 22. Juni
2026 auf rund 141 Dollar und erreichte ein Allzeithoch. Aus
der Beteiligung wurde damit ein Buchgewinn von rund 52
Milliarden Dollar – einer der profitabelsten Staatsdeals der
US-Industriegeschichte. Kritiker merken allerdings an, dass
dieser Erfolg eher günstigen Marktbedingungen als einer
ausgefeilten Beteiligungsstrategie zu verdanken gewesen sei.
Ganz anders verlief die Entwicklung bei MP Materials.
Nach Bekanntgabe der Pentagon-Beteiligung im Juli 2025
sprang die Aktie zwar zunächst kräftig an und legte am ersten
Handelstag rund 50 Prozent zu. Im Monatsverlauf summierte
sich das Plus sogar auf etwa 85 Prozent. Bis Mitte Oktober
stieg der Kurs auf fast 100 Dollar, bevor er mehr als
WOLFSPEED
Viel Fantasie, wenig Belege
Wolfspeed ist der Fall, der die Theorie am plausibelsten bestätigt, jedoch
auch die Risiken am besten zeigt. Der Siliziumkarbid-Hersteller verfügt über
eine CHIPS-Act-Zusage von bis zu 750 Millionen Dollar. Sie stammt aus dem
Jahr 2024 und wurde noch unter Präsident Biden in Aussicht gestellt, aber nie
ausgezahlt. Operativ hat sich das Bild für Wolfspeed dennoch gedreht. Nach
der Insolvenzrestrukturierung im September 2025 strich der Halbleiterhersteller
rund 4,6 Milliarden Dollar Schulden – etwa 70 Prozent der Verbindlichkeiten.
Trotzdem bleibt das Unternehmen vorerst tief in den roten Zahlen: Rund
700 Millionen Dollar an Umsatz stehen weiterhin hohen Verlusten gegenüber.
Die Analysten sind entsprechend skeptisch: Das durchschnittliche Kursziel
liegt mit 35,02 Euro rund zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs. Ein Staatseinstieg
könnte die Aktie zwar aus ihrem kurzfristigen Abwärtstrend reißen,
langfristig ist das Risiko allerdings beträchtlich.
FOCUS MONEY 28/2026
Wolfspeed
Kurs der Wolfspeed-Aktie in Euro
10
06.25 12.25 06.26
WKN/ISIN
A41JEH/ US97785W1062
Börsenwert 2,01 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.
Dividendenrendite für 2026e/27e0,0/0,0%
Kursziel/Stoppkurs 35,00/33,00 €
Risiko ■■■■■Kurspotenzial –
Quelle: Factset UK Limited 2026
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moneymarkets
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T
40 Prozent nachgab. Seitdem wird die Aktie deutlich stärker
von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst als von klassischen
Unternehmenskennzahlen. Während Intel seine Bewertung
vor allem durch operative Fortschritte rechtfertigte,
reagiert MP Materials wesentlich sensibler auf die
Beziehungen zwischen den USA und China sowie auf die Entwicklung
der Handelsspannungen. Die beiden Beispiele zeigen
damit, dass staatliche Beteiligungen zwar erhebliche
Kursimpulse auslösen können, der weitere Verlauf aber sehr
unterschiedlichen Kräften folgt. Diese unterschiedlichen
Verläufe machen auch deutlich, warum sich aus den bisherigen
Fällen keine einfache Börsenformel ableiten lässt. Die
Aussicht auf eine staatliche Beteiligung sollte daher nie als
alleiniges Kaufargument dienen. Entscheidend für den Anlageerfolg
sind letztlich weiterhin die wirtschaftlichen Perspektiven
des jeweiligen Unternehmens. Kommen jedoch beide
Kriterien zusammen, könnte sich ein frühzeitiger Einstieg
durchaus bezahlt machen.
Wo könnte der Staat zugreifen? Wang nennt vor allem fünf
Namen, bei denen eine Beteiligung der US-Regierung anstehen
könnte: Wolfspeed, Perpetua Resources, Globalfoundries,
Rigetti Computing und D-Wave Quantum. Bei Rigetti
Computing scheint die Analyse zumindest goldrichtig zu liegen.
Jüngst veröffentlichte das US-Handelsministerium eine
Absichtserklärung über eine staatliche Förderung von bis zu
100 Millionen US-Dollar. Auch hier gibt es als Gegenleistung
für die Gelder aus dem CHIPS Act Anteile am Unternehmen.
D-Wave Quantum erhält ebenfalls 100 Millionen Dollar an
Staatsinvestitionen und die Zusage für Regierungsaufträge.
Nach einem kurzen Sprung nach oben gab die Aktie allerdings
wieder nach. Denn operativ steht der Aussicht auf lukrative
Staatsaufträge ein Umsatzrückgang von fast 81 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr gegenüber. FOCUS MONEY
hat sich drei der fünf Aktien für Sie einmal ganz genau angesehen
und sie anhand ihrer Fundamentaldaten sowie der aktuellen
Analysteneinschätzungen geprüft.
PERPETUA RESSOURCES
Der Favorit der Analysten
Perpetua Resources bekam durch die Export-Import Bank (EXIM) Ende Mai
die Zusage für einen Kredit über 2,9 Milliarden Dollar. Perpetua erschließt in
Idaho die einzige US-Lagerstätte des Metalls Antimon. Der Rohstoff ist unverzichtbar
für die Herstellung von Munition und Halbleitern und wird bislang komplett
importiert, größtenteils aus China. Operativ ist Perpetua noch ein Entwicklungsunternehmen.
Der Umsatz ist gering und unter dem Strich schreibt
der Konzern Verluste. Dafür verfügt Perpetua Resources über rund 637 Millionen
Dollar Umlaufvermögen und ist praktisch schuldenfrei. Alle sieben von
Factset erfassten Analystenhäuser bewerten die Aktie mit „Buy“, das durchschnittliche
Kursziel liegt bei knapp 33 Euro, rund 84 Prozent über dem aktuellen
Kurs. Strategisch ist das einer der überzeugendsten Fälle, finanziell solide:
Nur bleibt die entscheidende „Umwandlung“ in eine Staatsbeteiligung
reine Spekulation, und erste Lieferungen werden nicht vor 2029 erwartet.
Perpetua Resources
Kurs der Perpetua-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
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WKN/ISINA2QPVU/CA7142661031
Börsenwert 2,26 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 33,00/15,00 €
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 84 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
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RIGETTI COMPUTING
Spekulative Wette
Im Mai unterschrieb das Unternehmen eine Absichtserklärung mit dem US-
Handelsministerium über bis zu 100 Millionen Dollar CHIPS-Act-Förderung binnen
drei Jahren, gekoppelt an eine Minderheitsbeteiligung des Staates. Sie
ist Teil eines breiteren Programms, mit dem Washington insgesamt neun Quantenfirmen
fördert und sich an ihnen beteiligt. Operativ steht Rigetti noch ganz
am Anfang: 2025 erzielte das Unternehmen lediglich 6,1 Millionen Dollar Umsatz,
für 2026 rechnen Analysten mit einem Anstieg auf 20,6 Millionen Dollar.
Dennoch erwarten Analysten weiterhin hohe Verluste. Die Bilanz ist solide und
das Unternehmen ist schuldenfrei. Die Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch:
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 27,14 Euro und damit rund 60
Prozent über dem aktuellen Kurs. Trotz des großen Potenzials bleibt es eine
Wette auf einen Markt, der erst in einigen Jahren wirtschaftlich reif sein dürfte.
60
Rigetti Computing
Kurs der Rigetti-Aktie in Euro
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200-Tage-Linie
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2022 23 24 25 2026
WKN/ISINA3DE3J/US76655K1034
Börsenwert 5,66 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.
Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 27,00/14,50€
Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 60 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
e = erwartet
FOCUS MONEY 28/2026
ieser Text
eigt evtl. Proleme
beim
ext an
Deutschlands größte
E-Zustellflotte wächst weiter.
Mit über 37.500 Fahrzeugen haben Deutsche Post
und DHL die mit Abstand größte elektrische Zustellflotte
des Landes. Und es werden immer mehr. Erfreulich fürs
Klima, für Deutschland, für alle.
deutschepost.de/nachhaltigkeit
FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 61
moneymarkets
ECHT SCHRÄG: Der
neue Denza Z9 GT
fährt in die Phalanx
etablierter E-Mobile
ELEKTRO-OBERKLASSE
Grün ist die Hoffnung
Mit seiner Premium-Tochter Denza will BYD deutschen Super-Stromern jetzt hierzulande den
Schneid abkaufen. Was mit dem neuen Shooting-Brake Z9 GT durchaus gelingen könnte
von THOMAS SCHICKLING
BYD mischt die Stromer-Oberklasse hierzulande auf! Ab
sofort ist der chinesische Elektroauto-Gigant mit dem
neuen Shooting-Brake Z9 GT seiner Premium-Tochter
Denza auch in Deutschland präsent. 1140 PS und eine
Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h sollen zahlungskräftige
E-Autofans weg von BMW, Mercedes und Porsche hin
zum Denza-Boliden ziehen. Was durchaus klappen könnte,
zumal keiner der potenziellen Luxus-Konkurrenten so viel
E-Power unter der Haube hat wie der Edel-GT (s. Tabelle).
Clou! Wer jetzt den Z9-Fünfsitzer bestellt, bekommt als
kleines Dankeschön 18 Monate lang den Ladestrom an den
BYD-eigenen Ladestationen geschenkt. Ein Goodie, das pekuniär
betrachtet allerdings eher bescheiden ausfällt, denn:
Bei einem Verbrauch des Super-Stromers von durchschnittlich
23,6 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometern, einer
Reichweite nach WLTP-Messung von maximal 600 Kilometern
pro „Tankfüllung“, einem Strompreis von derzeit rund
75 Cent pro kWh an öffentlichen E-Säulen und einer durch-
62
Foto: BYD
FOCUS MONEY 28/2026
schnittlichen Laufleistung von 20 000 Kilometern pro Jahr
entspricht das „Tankgeschenk“ lediglich 5310 Euro – das
sind gut 3,7 Prozent Rabatt auf den Grundpreis.
Volle Ladung. Interessant für potenzielle Interessenten
wird die Offerte jedoch im Hinblick auf Ladeinfrastruktur
und Ladeleistung. Warum? Der BYD-Konzern will noch im
Laufe dieses Jahres zwischen Flensburg und Garmisch rund
300 eigene Säulen mit sogenannter Flash-Charging-Technologie
ans Netz bringen. Mit Ladeleistungen von bis zu 1500
Kilowatt (kW) bewegt sich diese Technik damit in Regionen,
die bislang nur dem Nutzfahrzeugbereich vorbehalten waren.
Zum Vergleich: Die aktuellen Tesla-V4-Supercharger
erreichen maximal rund 500 kW. BYDs neue superschnelle
Flash-Generation verdreifacht diesen schon guten Wert.
Bis Ende 2026 will BYD unter Führung von Vizepräsidentin
Stella Li in Europa rund 3000 solcher Flash-Säulen aufstellen.
Hält die Top-Managerin aus dem Reich der Mitte mit
diesem Versprechen Wort, wäre dies eines der größten eigenständigen
Ladeinfrastruktur-Projekte in der EU - und ein dickes
Argument für den Kauf des Denza Z9 GT. Denn das Potenzial
der Flash-Säulen kann bislang nur dieser E-Schlitten
mit seinen brachialen 1300 kW Ladeleistung ausschöpfen.
Unter idealen Bedingungen lädt der Renner an Flash-Chargern
seine Batterie von zehn auf 97 Prozent binnen neun Minuten
auf. Das ist extrem fix. Selbst bei Temperaturen von
bis zu minus 30 Grad Celsius soll sich laut BYD der Ladevorgang
nur um drei Minuten auf maximal zwölf Minuten verlängern.
Mit solch beeindruckenden Leistungskennziffern kann die
deutsche Konkurrenz derzeit leider nicht mithalten. Selbst
moderne, rein mit Strom betriebene luxuriöse Sportwagen
wie der Porsche Taycan 4 S oder der Audi RS e-tron GT – beide
mit moderner 800-Volt-Systemspannung ausgestattet –
benötigen für einen Ladevorgang von zehn bis 80 Prozent
unter Idealbedingungen aktuell noch rund 18 Minuten (s. Tabelle).
Damit avanciert der Denza Z 9 GT zu einer echten Alternative
für betuchte Langstreckenfahrer, zumal der Bolide
mit einer „Tankfüllung“ im Alltag rund 600 Kilometer weit
kommt.
Auch die Relation von Grundpreis zu Reichweite ist beim
Denza mit 237 Euro pro Kilometer im Hinblick auf die Konkurrenz
aus der Elektro- Königs-Klasse passabel (s. Tabelle).
Preis passt. Zudem bewegt sich der China-Sportkombi mit
einem Grundpreis von 142 000 Euro inklusive Hinterachslenkung,
Hochgeschwindigkeits-Stabilitätskontrolle bei Reifenplatzern
und edlem Holz-Leder-Metall-Interieur in der
Preisrange der Wettbewerber made in Germany (s. Tabelle).
Denza entstammt einem Joint Venture von BYD und Mercedes.
Der Name leitet sich vom chinesischen Wort „Tengshi“
ab, was so viel bedeutet wie „aufstrebende Macht“ oder
„Dynamik“. Aufstrebend zeigt sich der BYD-Spross entsprechend
in Deutschland: Mit Showrooms in zentraler Lage ist
die Marke bereits in Hamburg, Köln und Frankfurt/Main vertreten.
Bis Ende 2026 soll die Anzahl der Stores in deutschen
Städten auf 40 wachsen, so der Plan der BYD-Strategen.
Dynamisch präsentiert sich auch die Denza-Mutter BYD
in Europa mit Modellen wie Dolphin, Atto oder Seal. Zwar ist
der Marktanteil des E-Mobil-Spezialisten in Europa von Januar
bis Mai mit 2,7 Prozent noch recht überschaubar, hat
damit aber Tesla (Marktanteil 2,3 Prozent) bereits überholt.
Licht und Schatten. Gute Zahlen, die aber nicht darüber
hinwegtäuschen können, dass die Talfahrt der BYD-Aktie
weiter ungebremst anhält. Binnen eines Jahres hat der Titel
fast 38 Prozent an der Börse eingebüßt. Zwar verbessern sich
die Zukunftsaussichten des Unternehmens durch eine wachsende
Kundenakzeptanz auf Märkten außerhalb des chinesischen
Heimatmarktes. Doch der Margendruck zu Hause
bleibt für BYD hoch, was sich in der anhaltenden Kurstalfahrt
niederschlägt. Auch ist eine Trendwende nicht in Sicht.
Angesichts neuer Verkaufssignale rechnen Branchenexperten
sogar mit weiteren Verlusten von bis zu zehn Prozent.
AUDI RS E-TRON GT: Der
Ingolstädter kann dem Z9
GT im Hinblick auf die
Ladetechnik nicht folgen
Super-Stromer der Oberklasse unter sich
Wie der neue Premium-Sportwagen Denza Z9 GT im
Vergleich zur Premium-Konkurrenz abschneidet
Modell
Grundpreis
in Euro
Leistung
in kW/PS
E-Verbrauch
in kWh/100 km
max. Ladeleistung
(DC)
in kW
min. Ladedauer DC
(10-80 %) in Minuten
Reichweite
(WLTP) in km Beschleunigung Höchstgeschwindigkeit
(0-100 km)
in km/h
Preis-Reichweiten-
Quotient in €/km
Denza Z9 GT 142000,00 850/1140 23,6 1300 9 (10-97 %) 600 2,7 270 237
Audi RS e-tron GT 147500,00 570/775 21,1 320 18 528 3,1 250 279
Mercedes-AMG EQE 53 4Matic 110705,70 460/625 20,7 170 32 502 3,5 220 221
BMW i7 60 xDrive 140100,00 400/544 20,8 250 28 608 4,8 240 230
Porsche Taycan 4 S 122000,00 400/544 21,4 270 18 560 3,7 250 218
Quelle: Herstellerangaben; Stand: Juni 2026; Sortierung nach Leistung absteigend
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Foto: Audi Composing: FOCUS MONEY
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moneyleserbriefe
ISSN: 1615-4576
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FOCUS MONEY ist eine Marke der BurdaVerlag Publishing GmbH
...UND DEUTSCHLAND
BEWEGT SICH DOCH!
(27/26) Editorial
Das deutsche Rentensystem gerät
durch den demografischen Wandel
zunehmend unter Druck.
Umso bemerkenswerter ist, dass
die Rentenkommission nun ein
ausgewogenes Reformpaket vorgelegt
hat. Gerade das spricht dafür,
dass ein vernünftiger Kompromiss
gefunden wurde.
Die vorgeschlagene Kombination
aus längerer Lebensarbeitszeit, einer
verpflichtenden kapitalgedeckten
Zusatzvorsorge und einer
breiteren Basis von Beitragszahlern
geht die Ursachen der Probleme
an, statt nur Symptome zu behandeln.
Doch Nichtstun ist keine
Alternative.
Jetzt kommt es darauf an, die Vorschläge
nicht zu zerreden, sondern
umzusetzen. Deutschland
braucht endlich den Mut, bekannte
Probleme entschlossen anzugehen.
Manfred Kiefer
Liebe Leserin, lieber Leser
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Themen in diesem Heft:
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(Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.)
Absolut, sind die Vorschläge der
Rentenkommission der Schritt in
die richtige Richtung. Das hätte
man schon vor 20 Jahren unter
der Regierung von Angela Merkel
machen sollen. Vor allem die Einführung
der verpflichtenden Kapitalrente
nach schwedischem Muster
garantiert einen
weitreichenden Erfolg.
Gert Barth
Die Arbeitgeber werden ihren Biss
in den sauren Apfel schnell vergessen,
wenn auch die energieund
wirtschaftspolitischen Reformen
umgehend begonnen und
beschlossen werden. Ganz
Deutschland wird davon profitieren.
Siegmar Reiff
Anstatt immer an Bürgern zu sparen,
wäre es Zeit an der Regierung
zu sparen, Auslandszahlungen
zu unterlassen und für
Zahlungen aus dem Sozialsystem
Leistungen einzufordern sowie die
Asylpolitik schnellstens zu ändern.
Detlev Hoffmann
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64 FOCUS MONEY 28/2026
moneydigital
Spannende Trends
von
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FOCUS MONEY
& Finanzen100
In dieser Woche bewegen insbesondere
deutsche Werte die Gemüter
der F100-Community: Rheinmetall
setzt der Stopp des Fregattenprogramms
F126 zu (s. S. 40), während
TKMS, der Gewinner des Strategiewechsels
im Verteidigungsministerium,
prompt auf den Watchlists auftaucht.
Das Gegenstück im Hinblick
auf Performance liefert Bayer nach
einer positiven Entscheidung des US
Supreme Court im Glyphosat-Streit.
Der Deutschen Telekom droht in den
USA dagegen Ungemach. Angeblich
treibt Telekom-Chef Tim Höttgens
die Fusion mit der US-Tochter
T-Mobile aus der Sorge über wachsende
Konkurrenz durch Musks Starlink-Service
voran – das könnte teuer
werden. Bei ETFs setzen Anleger
neben dem Space-Hype primär auf
breit gestreute Produkte, wobei der
ETF der Schweizer Großbank UBS
offenbar die größte Aufmerksamkeit
genießt.
Top-Trades
KäufeVerkäufe
Deutsche Telekom
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
83 %17 %
Rheinmetall
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
84 %16 %
Micron Technology
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
68 %32 %
Microsoft
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
76 %24 %
SpaceX
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
77 %23 %
Top-Aktien nach Aufrufen
Unternehmen WKN Performance
der letzten
Woche
1 Deutsche Telekom 555750 –9,8 %
2 Rheinmetall 703000 –17,8 %
3 SpaceX A42D4F 7,5 %
4 Nvidia 918422 –3,5%
5 Siemens Energy ENER6Y 2,6 %
Top-Aktien nach Performance
Unternehmen WKN 52-Wochen-
Performance
1 Sandisk A411ZM 4307,5 %
2 Kioxia A2QB8W 3543,5 %
3 AXT 914410 3132,7 %
4 Yangtze Optical Fibres A12F2G 1159,3 %
5 Hemlo Mining A41UK3 1031,3 %
Neu auf den Watchlists der
F100-Community
Unternehmen WKN Performance
der letzten
Woche
1 Rheinmetall 703000 –17,8 %
2 SpaceX A42D4F 7,5 %
3 Micron Technology 869020 3,1 %
4 Bayer BAY001 27,3 %
5 TKMS TKMS00 4,4 %
ETFs mit den meisten Aufrufen auf
der Plattform F100
Unternehmen WKN Performance
der letzten
Woche
1 UBS MSCI World A2PK5J 1,4 %
2 Ishares MSCI World A0RPWH 1,3 %
3 Vaneck Space Innovators A3DP9J 8,7 %
4 Vanguard FTSE All World A2PKXG 1,3 %
5 Vanguard FTSA A. W. High Div. A1T8FV 0,7 %
Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100
Quelle: Finanzen100
FOCUS MONEY 28/2026 Illustration: Adobe Stock
65
dswanlegerschutz
VERERBEN UND VERSCHENKEN TEIL II.
Was Aktionäre
beachten müssen
AKTIEN UND
AKTIENFONDS:
So geben Sie diese
Anlagen richtig an die
nächste Generation
weiter
D
z
b
T
Besonders deutlich wird der Vorteil des frühen Schenkens bei
Aktien und Aktienfonds. Anders als andere Anlageformen ist
ein Wertpapierdepot auf langfristigen Wertzuwachs angelegt,
und genau dieser Zuwachs ist steuerlich heikel. Maßgeblich für
Schenkung und Erbschaft ist stets der Kurswert am Stichtag. Wer
früh überträgt, „friert“ den niedrigeren heutigen Wert ein und holt
damit zugleich alle künftigen Kursgewinne aus dem eigenen steuerlichen
Zugriff: Sie wachsen fortan im Vermögen des Kindes, ohne
dass dafür erneut Schenkung- oder Erbschaftsteuer anfällt.
Wartet man hingegen ab, wächst nicht nur das Depot, sondern
auch die potenzielle Steuerlast mit. Ein über Jahrzehnte gut gelaufenes
Aktiendepot kann den Freibetrag mühelos übersteigen. Aus
einem ursprünglich steuerfreien Vorgang wird so ein steuerpflichtiger.
Hinzu kommt eine zweite, oft unterschätzte Belastung, die
speziell bei vererbten Wertpapieren greift:
Für die Praxis bedeutet das: Die Doppelbelastung lässt sich im
Erbfall kaum vermeiden, durch eine frühzeitige Übertragung zu
Lebzeiten aber zumindest in Teilen entschärfen, weil künftige
Kursgewinne dann gar nicht erst im eigenen, später zu versteuernden
Nachlass anwachsen.
Das rät die DSW
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rät
Anlegern, die Übertragung von Wertpapiervermögen nicht dem
Zufall und schon gar nicht allein dem Erbfall zu überlassen. Wer
früh plant, kann die persönlichen Freibeträge mehrfach nutzen,
künftige Kursgewinne aus dem steuerlichen Zugriff heraushalten
und über den Nießbrauch die Erträge sichern, ohne das Eigentum
festzuhalten. Gerade die jüngste Verschiebung bei der steuerlichen
Zurechnung von Dividenden zeigt aber, dass die Details entscheidend
sind.
Und schließlich der politische Rahmen: Solange in Karlsruhe
und Berlin über die Zukunft der Erbschaft- und Schenkungsteuer
entschieden wird, gilt das heutige, vergleichsweise günstige Recht,
mit dem alle zehn Jahre nutzbaren Freibetrag und der Bewertung
zum Stichtag. Gerade deshalb gilt: Ein Zuwarten ist bei der Übertragung
von Wertpapiervermögen nicht immer ratsam. Wer auf
die „perfekte“ Rechtslage oder den „richtigen“ Kurs wartet, verschenkt
häufig genau das, was diese Gestaltungen so wirksam
macht: Zeit. Steigt das Depot weiter, wächst die spätere Steuerlast
mit. Ändert sich allerdings das Recht, etwa hin zu einem einmaligen
Lebensfreibetrag, können sich die heutigen Spielräume verengen.
Das heißt nicht, überstürzt zu handeln, wohl aber, eine geplante
Übertragung nicht ohne Grund aufzuschieben.
Eine pauschale Empfehlung gibt es bei diesem Thema nicht,
denn jede Konstellation will individuell und sorgfältig beraten sein.
Eine vorausschauende Vorbereitung aber zahlt sich aus unserer
Sicht fast immer aus.
EXKURS
Doppelte Belastung
Für die Erbschaftsteuer gilt ein strenges
Stichtagsprinzip: Der Nachlass wird mit
den Werten am Todestag bewertet (§ 9
Abs. 1 Nr. 1, § 11 ErbStG, i. V. m. § 12 Abs.
2 ErbStG, § 11 BewG; § 1922 Abs. 1 BGB).
Dass ein geerbtes Depot mit den Kurswerten
am Todestag angesetzt wird,
entspricht der gesetzlichen Systematik.
Kapitalertragsteuerlich gilt jedoch
kein entsprechender „Step-up“ auf den
Todestagswert. Wegen der Gesamt-
rechtsnachfolge (§§ 1922 ff. BGB) greift
die sogenannte Fußstapfentheorie: Bei
unentgeltlichem Erwerb übernimmt der
Erbe die Anschaffungskosten des Erblassers.
Verkauft er die Aktien später,
wird der Veräußerungsgewinn nach §
20 Abs. 2 und 4 EStG vom ursprünglichen
Kaufkurs des Erblassers bis zum
Verkauf berechnet – die Depotbank
führt die alten Einstandskurse fort.
Immerhin: Hat der Erblasser die Aktien
vor 2009 erworben, bleibt deren
Veräußerung – nur kapitalertragsteuerlich
– auch für den Erben steuerfrei. So
kann es zu einer Doppelbelastung kom-
men: Erbschaftsteuer auf den Verkehrswert
am Todestag und zusätzlich Kapitalertragsteuer
auf den gesamten
Kursgewinn seit Anschaffung durch den
Erblasser. Das ist – bedauerlicherweise
– gesetzlich angelegt. Eine gewisse Milderung
ermöglicht zwar § 35b EStG
(eine an den Einkommensteuersätzen
orientierte Günstigerprüfung, im Vierjahreszeitraum
nach Anfall der Erbschaftsteuer).
Bei der Abgeltung-/Kapitalertragsteuer
scheidet diese
Entlastung jedoch regelmäßig aus, weil
§ 35b EStG nur die tarifliche Einkommensteuer
erfasst.
66 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
ieser Text
eigt evtl. Proleme
beim
ext an
FOCUS MONEY 28/2026
67
moneyservice
HIGHSPEED: Mit
Glasfaser sind Übertragungsgeschwindigkeiten
von 1000 Mbit/s im
Download locker möglich
GLASFASER-ANSCHLÜSSE
Zug um Zug
Mit dem Projekt „Bestes Netz für Deutschland“ und Änderungen im Telekommunikationsgesetz
will Bundesdigitalminister Karsten Wildberger den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland
beschleunigen. Welche gängigen Tarife für Privathaushalte aktuell erste Wahl sind
von THOMAS SCHICKLING
Mehr Tempo, weniger Bürokratie und verlässliche
Rahmenbedingungen“ – das
fordert Bundesdigitalminister Karsten
Wildberger eindringlich bei fast jedem
seiner öffentlichen Auftritte, damit der
Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk „in
Deutschland spürbar vorankommt“. Indem man den
Fortschritt mit konkreten Kenngrößen transparent mache,
so das CDU-Mitglied, schaffe man mehr Verbindlichkeit
für Investitionen, Genehmigungsprozesse und
die Umsetzung der gemeinsam vereinbarten Ziele.
Um seinen politischen Worten auch reale Taten folgen
zu lassen, hat der Minister mit Vertretern der Bundesländer
und Kommunen, den CEOs der größten Telekommunikationsfirmen
und Verbandsvertretern
Anfang Juni ein Memorandum of Understanding namens
„Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet. In
dem Papier macht die Industrie massive finanzielle Zusagen:
Allein 2026 plant die Telekommunikationsbranche,
8,5 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau und
2,4 Milliarden Euro in Mobilfunknetze zu investieren.
Mit diesen hohen Summen sollen noch im Jahresverlauf
zwischen Flensburg und Garmisch rund 3,2 Millionen
direkt nutzbare Glasfaseranschlüsse, im Fachjargon
sogenannte Homes Connected, und weitere rund
2,5 Millionen schon vorbereitete Anschlüsse („Homes
Passed“) realisiert werden. Auch für die Zukunft sind
bereits hohe Milliardeninvestitionen fest eingeplant,
etwa mindestens 6,6 Milliarden Euro für Glasfaser und
2,4 Milliarden Euro für Mobilfunk im Jahr 2027.
68
Illustration: KI/FOCUS MONEY FOCUS MONEY 28/2026
Um die ambitionierten Ausbauziele auch schnell umzusetzen,
setzt das Bündnis auf strenge, halbjährliche Erfolgskontrollen
anhand bestimmter Kennzahlen, etwa dem Ausbaufortschritt
des Netzes, konkreten Investitionshöhen und
der Dauer behördlicher Genehmigungsverfahren. Dabei soll
auf bestehende Datensätze der Bundesnetzagentur zurückgegriffen
werden, um nicht unnötig wieder neue bürokratische
Hürden für die beteiligten Unternehmen zu schaffen.
Open Access. Ein weiterer Baustein des Memorandums ist
das Bekenntnis der Telekommunikationsbranche zu einer
„Open-Access-Strategie“. Das heißt: Offene und diskriminierungsfreie
Netzzugänge sollen dabei allen Anbietern von
Glasfaserprojekten ermöglichen, auf derselben Infrastruktur
aktiv zu werden. Das Konzept soll den Wettbewerb um
die Endkunden stärken, die Investitionsrisiken für die Telekommunikationsunternehmen
reduzieren und die wirtschaftliche
Auslastung der neu gelegten Netze verbessern.
Klingt gut. Doch wie kommen die neuen Glasfaseranschlüsse
schnell in jedes Gebäude und jede Wohnung? Zumal der
Ausbau hierzulande meist vor der Haustür endet. Dafür will
Digitalminister Wildberger das Telekommunikationsgesetz
mit dem „Recht auf Vollausbau“ reformieren: Liegt bereits ein
Glasfaseranschluss im Gebäude oder hat ein Anbieter einen
Teil der Wohnungen erschlossen, darf dieser oder ein Mitbewerber
auch die restlichen Wohneinheiten verkabeln. Die Verlegung
kann nur dann vom Eigentümer oder der Wohnungseigentümergemeinschaft
verweigert werden, wenn diese sich
vertraglich verpflichten, die hausinterne Verkabelung innerhalb
einer bestimmten Frist selbst in Auftrag zu geben.
Beschleunigt werden sollen zudem Verfahren bei der Glasfaserverlegung
in der Fläche durch kürzere Genehmigungsfristen
und der Option für Bauunternehmen, früher mit den
Arbeiten zu beginnen. Außerdem sollen Eisenbahnunternehmen
beim Ausbau schneller Funknetze entlang von
Bahntrassen zur Mitwirkung verpflichtet werden können.
Dank Memorandum und Gesetzesänderung sollte der Glasfaserausbau
in Deutschland zwar merklich an Fahrt gewinnen.
Was allerdings bleibt, ist ein unübersichtlicher Wirrwarr
von Tarifen, der es Verbraucherinnen und Verbrauchern
erschwert, das richtige Angebot für ihre Bedürfnisse zu finden.
Um Licht ins Dunkel der mitunter recht intransparenten
Glasfaser-Angebote zu bringen, hat das Vergleichsportal
Verivox für FOCUS MONEY den Markt unter die Lupe genommen
und für gängige Geschwindigkeiten von 50, 100, 150
und 1000 Mbit pro Sekunde im Download die aktuell besten
Offerten herauskristallisiert (s. Tabellen unten und S. 70).
„Bei niedrigen Bandbreiten sind die Preise für Glasfaser oft
ähnlich günstig wie für DSL oder Kabel“, erklärt Verivox-Telekommunikationsexperte
Jörg Schamberg. Das sei schon
seit ein bis zwei Jahren der Fall. Damit die Nachfrage nach
Glasfaseranschlüssen wirklich an Tempo gewinnen könne,
müssten die Telekommunikationsunternehmen jedoch
Glasfaser: Das sind die günstigsten Tarife bei 50, 100 und 150 Mbit/s im Download
Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr
(ab 25. Monat)
PŸUR Pure Speed 50 Glasfaser 19,83 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 19,00 Euro
1&1 Glasfaser 50 Glasfaser 37,07 Euro 50 Mbit/s (20 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro
Mnet Internet 100 Glasfaser 30,31 Euro 100 Mbit/s (40 Mbit/s im Upload) 39,90 Euro
Deutsche Glasfaser Basic 100 Glasfaser 35,40 Euro 100 Mbit/s (50 Mbit/s im Upload) 39,99 Euro
Telekom Glasfaser 150 Glasfaser 33,12 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 45,95 Euro
O 2
Home M 150 Glasfaser 35,40 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 39,99 Euro
Vodafone GigaZuhause Glasfaser 150 Glasfaser 37,70 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 44,99 Euro
Zum Vergleich: Die günstigsten DSL- und Kabel-Alternativen zum Glasfaseranschluss
Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr
(ab 25. Monat)
PŸUR Pure Speed 50 Kabel 19,83 Euro 50 Mbit/s (5 Mbit/s im Upload) 19,00 Euro
O 2
Home S Kabel 25,41 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro
Telekom Magenta Zuhause M DSL 29,28 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 43,95 Euro
Mnet Internet 50 DSL 36,15 Euro 50 Mbit/s (10 Mbit/s im Upload) 34,90 Euro
Vodafone GigaZuhause 150 Kabel Kabel 36,86 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 44,99 Euro
1&1 DSL 50 DSL 37,07 Euro 50 Mbit/s (20 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro
Quelle: Verivox.de, Webseiten der Anbieter; Auswahl gängiger marktrelevanter Anbieter, keine Komplettabdeckung; Effektivpreis: monatlicher Durchschnittspreis, der sich aus der Grundgebühr der ersten 24 Monate sowie allen einmaligen Kosten und Rabatten berechnet.
Der Verivox-Cashback wurde nicht berücksichtigt; Stand: Juni 2026
FOCUS MONEY 28/2026
69
deutlich mehr Einsteiger-Tarife auflegen. Dazu sind die Anbieter
bislang allerdings leider nur punktuell bereit.
Stadtstaaten vorn. Im bundesdeutschen Durchschnitt
können aktuell 49 Prozent der privaten Haushalte auf Gigabit-Glasfaseranschlüsse
zugreifen, bilanziert der aktuelle
Bundesbreitbandatlas. Am besten dabei ist die Versorgung
in den beiden Stadtstaaten Bremen und Hamburg. In der Fläche
hingegen liegt das nördliche Schleswig-Holstein vorn.
Die größten Vorteile von Glasfaseranschlüssen ruhen in
hohen Geschwindigkeiten beim Herunter- und Hochladen
von Daten. Was sich positiv auf Streaming, Gaming und andere
breitbandige Anwendungen auswirkt. Zudem ist die
Glasfaser-Technologie stabiler und weniger anfällig für Störungen,
selbst wenn mehrere Endgeräte (TV, Smartphone,
Computer) gleichzeitig zum Einsatz kommen. Auch ist Glasfaser
energieeffizienter, da die Technologie weniger Strom
als Kupferleitungen bei der Datenübertragung benötigt.
Recht auf Glasfaser. Im Zuge des „Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes“
haben Mieter heute sogar einen
Anspruch auf einen Glasfaseranschluss. Vermieter oder Verwalter
von Immobilien sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet,
den Einbau eines Glasfaseranschlusses zu unterstützen.
Vorausgesetzt, das jeweilige Gebäude liegt in einem vom
Netzbetreiber definierten Glasfaser-Ausbaugebiet. Ist dies
der Fall, darf der Vermieter den Glasfaseranschluss nicht verweigern,
auch wenn nur eine Mietpartei diesen will.
In Gebieten mit flächendeckendem Glasfaser-Angebot
übernehmen Provider wie etwa Telekom, Vodafone oder O 2
meist die kompletten Aufwendungen des Ausbaus. Sogar der
STREAMING: 25
Mbit/s braucht es
mindestens für hochauflösendes
4K-TV
Hausanschluss und die Verbindung ans Glasfasernetz sind in
der Regel dabei gratis inkludiert. Doch Vorsicht! Die Provider
tragen nicht auch die finanziellen Aufwendungen für die
Glasfaser-Inhouse-Verkabelung vom Hausübergabepunkt im
Keller (oder einem Technikraum) in die Wohnungen.
Schultert der Vermieter die Kosten dafür, darf er diese auf
die Miete als sogenanntes Glasfaserbereitstellungsentgelt
umlegen, sofern es sich um einen Anschluss mit hohem Datendurchsatz
handelt und die Mieter ihren Anbieter frei wählen
dürfen. Das Bereitstellungsentgelt ist jedoch gedeckelt:
Vermieter dürfen maximal fünf Euro pro Monat fünf Jahre
lang verlangen. Reicht dieser gesetzliche Regelbetrag von
insgesamt 300 Euro nicht aus, darf der Vermieter die Kosten
auf neun Jahre strecken und so maximal 540 Euro umlegen.
Ein moderner Glasfaseranschluss steigert die Attraktivität
einer Immobilie. Immer mehr Mieter achten daher beim Einzug
darauf, dass Wohnungen angesichts immer höherer Mieten
in den Metropolen über diese Technologie verfügen.
Glasfaser: Die günstigsten Highspeed-Tarife für 1000 MBit/s im Download
Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr
(ab 25. Monat)
PŸUR Pure Speed 1000 Glasfaser 37,07 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 54,99 Euro
Mnet Internet 1000 Glasfaser 41,15 Euro 1000 Mbit/s (200 Mbit/s im Upload) 59,90 Euro
Vodafone GigaZuhause Glasfaser 1000 Glasfaser 53,32 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro
Telekom Glasfaser 1000 Glasfaser 59,16 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 70,95 Euro
Deutsche Glasfaser Giga 1000 Glasfaser 60,41 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 89,99 Euro
O 2
Home XXL 1000 Glasfaser 65,41 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro
1&1 Glasfaser 1000 Glasfaser 72,07 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro
Zum Vergleich: Die Kabel-Alternativen zu superschnellen Glasfaseranschlüssen
Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr
(ab 25. Monat)
PŸUR Pure Speed 1000 Kabel 37,15 Euro 1000 Mbit/s (50 Mbit/s im Upload) 52,98 Euro
O 2
Home XXL Kabel 50,40 Euro 1000 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 59,99 Euro
Vodafone GigaZuhause 1000 Kabel Kabel 49,36 Euro 1000 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 64,99 Euro
Quelle: Verivox.de, Webseiten der Anbieter; Auswahl gängiger marktrelevanter Anbieter, keine Komplettabdeckung; Effektivpreis: monatlicher Durchschnittspreis, der sich aus der Grundgebühr der ersten 24 Monate sowie allen einmaligen Kosten und Rabatten berechnet.
Der Verivox-Cashback wurde nicht berücksichtigt; Stand: Juni 2026
70 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
moneyservice
IN TRAUER: Überwiegend
werden die Deutschen in
Urnen beigesetzt – auch
das kostet viel Geld
STERBEGELDVERSICHERUNG
Abschied
kann teuer
werden
Die Kosten für Bestattungen klettern immer weiter in die Höhe. Wer seinen Angehörigen dafür
ein tiefes Loch in der Kasse ersparen möchte, sorgt bereits zu Lebzeiten finanziell vor
von WERNER MÜLLER
Rheinland-Pfalz hat es im vergangenen Jahr vorgemacht
und damit einen Nerv getroffen: Die Beerdigungsregeln
wurden deutlich liberalisiert, sodass dort inzwischen
auch Flussbestattungen erlaubt sind oder die Urne zu Hause
aufbewahrt, die Asche im eigenen Garten verstreut oder daraus
ein Erinnerungsstück angefertigt werden darf. Das sind
alles Formen, die in Umfragen immer wieder als Beerdigungswünsche
genannt werden. Den Friedhofszwang lehnen dagegen
drei Viertel der Bundesbürger ab. Dennoch ist er meistens
vorgeschrieben, allenfalls inzwischen gelockert durch
Bestattungswälder oder Seebestattungen. Nun überlegen
manche Bundesländer, bei der Liberalisierung nachzuziehen,
andere bleiben dagegen bei den althergebrachten Regeln. Das
Bestattungsrecht ist halt Ländersache.
Doch wie auch immer, es kostet eine ganze Menge Geld, liebe
Angehörige angemessen beizusetzen. Durchschnittliche
Bestattungen sind kaum unter 6000 Euro zu haben, mit Grabstein,
-pflege, Trauerfeier & Co. liegt der Schnitt laut Statista
sogar bei knapp 13 000 Euro. Und das, obwohl 78 Prozent
der Deutschen maximal 6000 Euro dafür ausgeben wollen,
57 Prozent sogar nur höchstens 4000 Euro. Kein Wunder,
dass sogenannte Discount-Bestattungen bei den mittlerweile
über eine Million jährlichen Todesfällen in Deutschland auf
dem Vormarsch sind.
Denn die Preise steigen munter weiter: Nach Angaben des
Verbrauchervereins Aeternitas verteuerten sich die Beerdigungskosten
in den vergangenen fünf Jahren insgesamt
um mehr als 20 Prozent. 2025 etwa lag die Erhöhung mit
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 71
moneyservice
3,1 Prozent klar über der allgemeinen Inflationsrate
von 2,2 Prozent. Und für 2024
war die Diskrepanz der Werte mit 4,5 zu 2,2
Prozent sogar noch deutlicher. Auf knapp
drei Milliarden Euro Umsatz kommt die
Branche so mit ihren rund 5500 Betrieben
inzwischen jedes Jahr.
Die Familie entlasten. Viele ältere Menschen
machen sich daher vermehrt Gedanken,
wie sie solch erhebliche Bestattungskosten
ihren trauernden Hinterbliebenen
ersparen können. Die Lösung: am besten schon zu Lebzeiten
für die eigene Beerdigung finanziell vorsorgen. Das mindert
zwar eine vielleicht zu erwartende Erbschaft, aber da sich die
nötigen Summen auch ratierlich ansparen lassen, reißen diese
im Ernstfall nicht sofort ein tiefes Loch in die Kasse.
Zumal der Erblasser es dann auch gleich selbst in die Hand
nehmen kann, die Umstände und Wünsche für seine Beerdigung
aktiv zu gestalten und im Voraus festzulegen. So sind
nicht nur die günstigeren Urnenbestattungen von 64 Prozent
im Jahr 2012 auf über 80 Prozent gestiegen. Zudem zeigen
Umfragen, dass für 60 Prozent der Befragten nicht die Trauer,
sondern eher schöne Momente bei ihrer Beerdigung im Vor-
BESTE
STERBEGELD-
VERSICHERUNG
dergrund stehen sollen. 47 Prozent legen
keinen Wert auf eine Trauerfeier, während
nur sechs Prozent eine große Trauerfeier für
die Hinterbliebenen veranstalten möchten.
Zur Finanzierung der individuellen Wünsche
bieten sich allgemeine private Sparpläne,
besondere zweckgebundene Vorsorgeverträge
mit Bestattern oder auch spezielle
Sterbegeldpolicen der Versicherer an. Die
Versicherungslösung hat dabei den Vorteil,
dass im Todesfall die gesamte vereinbarte
Summe ausgezahlt wird – auch wenn die bis dahin überwiesenen
monatlichen Beiträge diese nicht ansatzweise decken
sollten. Da kommt das Prinzip des Versichertenkollektivs voll
zum Tragen. Zu achten ist bei den Policen aber stets auf das
Kleingedruckte. So besteht etwa für viele Tarife eine kurze
Wartezeit, für andere nicht. Dafür verlangen Letztere aber die
Beantwortung von Gesundheitsfragen, Erstere dagegen nicht.
In der Tabelle unten sind auszugsweise weitere wichtige
Leistungsmerkmale aufgeführt. Zusammen mit anderen
Qualitätskriterien (s. rechts) sind dort die insgesamt bestbewerteten
Sterbegeldpolicen zu finden – damit genug Kapital
für die Beerdigung da ist, wenn es so weit sein sollte.
Die besten Sterbegeldversicherungen
Tarifname
Wartezeit in
Monaten
Leistung bei Tod während der
Wartezeit
Versicherungsunternehmen
Gesundheitsfragen
Höchstalter versicherte
Person
(in Jahren)
versicherbare
Mindest- / Höchstsumme
in Euro
doppelte Versicherungssumme
bei Unfalltod
Quelle: DFSI
Tarife mit Wartezeit
Allianz BestattungsSchutzbrief (LAS1) 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3000 / 20000 Ja, inkludiert
Ergo Vorsorge Sterbevorsorge 18 Rückerstattung Beiträge Nein 85 1000 / 20000 Ja, inkludiert
VPV Sterbegeldversicherung Premium (SGP) 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 2000 / 20000 Ja, inkludiert
Dela sorgenfreiLeben (mit Wartezeit) 24 Rückerstattung Beiträge Nein 54 3000 / 20000 Ja, inkludiert
Hannoversche L6-Plus 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3000 / 25000 Ja, inkludiert
Ideal SterbeGeld 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 85 2000 / 15000 Optional
LV 1871 Bestattungsvorsorge Comfort Plus (SV) 12 Anteilige Versicherungssumme Nein 95 1500 / 12500 Ja, inkludiert
Zurich Sterbegeldversicherung 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 75 2000 / 20000 Optional
Direkte Leben BestattungsVorsorge Tarif 15 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 80 2500 / 20000 Nein
Gothaer Sterbegeldversicherung 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 5000 / 15000 Nein
HanseMerkur Senior Care 36 Rückerstattung Beiträge Nein 85 2000 / 20000 Nein
InterRisk Kapitalversicherung ohne GP 12 Rückerstattung Beiträge Nein 75 3000 / 15000 Ja, inkludiert
Nürnberger N3343 24 Rückerstattung Beiträge Nein 80 2500 / 20000 Nein
R+V Sterbegeldversicherung – Tarif GT 18 Rückerstattung Beiträge Nein 75 1000 / 15000 Nein
Signal Iduna Todesfallversicherung 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 2500 / 20000 Nein
Universa Trauerfall VORSORGE 36 Rückerstattung Beiträge Nein 70 2500 / 15000 Nein
Württembergische Sterbegeldversicherung (Tarif ST) 36 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3500 / 20000 Nein
Inter Sterbegeldversicherung (Tarif K08) 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 2500 / 15000 Nein
Tarife ohne Wartezeit
Dela sorgenfreiLeben (ohne Wartezeit) keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 54 3000 / 20000 Ja, inkludiert
Debeka L1 (01/25) keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 80 4000 / – 1) Optional
Signal Iduna Todesfallversicherung keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 75 2500 / – 1) Nein
Stand: Juni 2026; 1) keine Höchstsumme; 2) AVB = Allgemeine Versicherungsbedingungen; 3) maximale Beitragszahlungsdauer überschritten; 4) kein Rating
72
FOCUS MONEY 28/2026
METHODE
So wurde im Detail getestet
Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI)
hat aktuelle am Markt befindliche Sterbegeldpolicen
einer ein gehenden Analyse
unterzogen. Dazu ermittelte das DFSI per
Fragebogen zahlreiche für die Sterbegeldversicherung
relevante Tarifdetails bei den
Assekuranzen. Den Fragebogen komplett
ausgefüllt und zurückgesandt haben
schließlich 20 Gesellschaften mit 27 unterschiedlichen
Tarifvarianten. Für die Bewertung
werden die Policen in die zwei Kategorien
„Tarife mit Wartezeit“ und „Tarife
ohne Wartezeit“ eingestuft.
Bei der Bewertung von rund 36 Leistungsmerkmalen
prüft das DFSI nicht nur
den Inhalt der Klauseln, sondern achtet
auch darauf, dass diese fair und kundenfreundlich
sind. Für jede positive Regelung
verteilen die Experten – abhängig
von der Vorteilhaftigkeit – einen Viertel-,
einen halben, einen oder zwei Punkte.
Müssen die Assekuranzen bei den Fragen
passen, gibt es keine Punkte. Bei der Bewertung
der Leistungsmerkmale kommt
es auf die für das Bedingungswerk vergebene
Punktzahl im Verhältnis zur bestmöglichen
Punktzahl an.
Für die Bewertung der Beiträge wird im
ersten Schritt eine Durchschnittsprämie
aus den Prämien für 50- und 60-Jährige
mit einer Beitragszahlungsdauer bis Endalter
85 für die Versicherungssummen
5000 Euro, 7500 Euro und 10 000 Euro gebildet.
Die so berechnete Prämie wird dann
ins Verhältnis zur jeweils günstigsten Prämie
gesetzt und der prozentuale Wert mit
der entsprechenden Note versehen.
Schließlich kommt es als dritte Komponente
auf die Bonität des Versicherers an,
die anhand der Urteile renommierter Ratingagenturen
bewertet wird. Denn wenn
Anbieter wegen geringer Kapitalerträge
die tatsächlich zu zahlenden Nettobeiträge
anheben müssen, wäre erst beim kalkulatorischen
Bruttobeitrag Schluss mit
möglichen Erhöhungen, falls der Anbieter
gar keine Überschüsse mehr erwirtschaften
sollte. Insofern ist die Bonität des Versicherers
wichtig, damit Kunden die Gefahr
möglicher Prämienerhöhungen realistischer
einschätzen können.
Die Gesamtbewertung setzt sich zu 60
Prozent aus den Tarifbedingungen, zu 25
Prozent aus der Beitragsgestaltung und zu
15 Prozent aus der Bonität des Anbieters
zusammen. Die Bestnote „Hervorragend“
erhält, wer sich mit seiner Punktzahl im Bereich
der obersten zehn Prozent zwischen
null und dem höchsten von einem Anbieter
erzielten Wert bewegt. Die Note „Sehr
Gut“ geht an die darunterliegenden zehn
Prozent auf der Punkteskala. Die übrigen
Bewertungen („Gut“, „Befriedigend“, „Ausreichend“,
„Mangelhaft“) erfolgen dann
jeweils in 20-Prozent-Schritten.
Kostenübernahme
Rückholung
bei Versterben im
Ausland
digitale Erfassung
von Verträgen
und Konten sowie
zur Nachlassregelung
Organisation von
Grabpflege bei
vorhandenem
Restguthaben
Organisation der
Bestattung
AVB-Bewertung 2)
monatliche Prämie in Euro beispielhaft
für 50- / 60-Jährige mit
Versicherungssumme 7500 Euro
bis Endalter 85 Jahre
Preisbewertung Finanznote Gesamtbewertung
Begrenzt Ja Ja Ja Hervorragend 25,36 / 36,87 Hervorragend 1,00 Hervorragend
Nein Ja Ja Ja Hervorragend 27,41 / 37,96 Hervorragend 1,00 Hervorragend
Unbegrenzt Ja Ja Ja Hervorragend 26,02 / 39,20 Hervorragend 2,25 Hervorragend
Unbegrenzt Nein Nein Nein Sehr Gut 24,26 / 38,31 Hervorragend 2,00 Sehr Gut
Begrenzt Nein Nein Nein Gut 25,03 / 36,74 Hervorragend 1,00 Sehr Gut
Begrenzt Ja Nein Ja Gut 28,70 / 41,53 Sehr Gut 1,75 Sehr Gut
Nein Nein Nein Nein Sehr Gut 26,42 / 37,53 Hervorragend 1,25 Sehr Gut
Begrenzt Ja Nein Nein Gut 28,70 / 41,53 Sehr Gut 1,00 Sehr Gut
Nein Nein Nein Nein Gut 27,48 / 38,93 Hervorragend 2,00 Gut
Nein Nein Nein Nein Befriedigend 29,30 / 41,90 Sehr Gut 1,75 Gut
Nein Nein Nein Nein Befriedigend 22,54 / 33,57 Hervorragend 2,00 Gut
Begrenzt Nein Nein Nein Gut 26,85 / 39,27 Hervorragend 1,75 Gut
Begrenzt Ja Ja Ja Sehr Gut – 3) / 41,89 Gut 2,00 Gut
Nein Nein Nein Nein Befriedigend – 3) / 41,64 Gut 1,00 Gut
Nein Ja Nein Nein Befriedigend 24,31 / 37,90 Hervorragend 2,25 Gut
Nein Nein Nein Nein Befriedigend 30,40 / 44,28 Sehr Gut 2,00 Gut
Begrenzt Nein Nein Nein Befriedigend 28,41 / 41,25 Sehr Gut 2,00 Gut
Nein Nein Nein Nein Befriedigend 26,92 / 39,80 Hervorragend – 4) Befriedigend
Unbegrenzt Nein Nein Nein Hervorragend 20,66 / 32,47 Hervorragend 2,00 Hervorragend
Nein Nein Nein Nein Gut 24,05 / 36,85 Hervorragend 2,00 Gut
Nein Ja Nein Nein Gut 24,31 / 37,90 Hervorragend 2,25 Gut
FOCUS MONEY 28/2026
73
STUDIE
Das Beste für daheim
Neue Möbel, neue Technik, neuer Garten: Ein schönes Zuhause will stets in Schuss gehalten
werden. Welche Anbieter aus Kundensicht die besten Lösungen rund ums Haus bieten
von THORSTEN JACOBS
UNTER DACH UND FACH:
Vom Dachziegel bis zum
Bodenbelag ist alles top
74 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
moneyservice
AUSWERTUNG 2026
Methode: So wurden
die Rankings ermittelt
Wie zufrieden sind die Kunden mit den
Leistungen von Anbietern und Dienstleistern
rund um Haus und Garten? Dieser
Frage ging das Kölner Analyse- und Beratungshaus
ServiceValue auch in diesem
Jahr im Auftrag von FOCUS MONEY nach.
Für die aktuelle Studie hat das Expertenteam
eine unabhängige Verbraucherbefragung
über ein sogenanntes Onli ne-
Access-Panel durchgeführt. Dabei wurden
insgesamt mehr als 152 000 Verbraucherurteile
zu insgesamt 1526 Unternehmen
aus 101 Branchen eingeholt und ausgewertet.
Konkret wurden die Umfrageteilnehmer
um ihr Zufriedenheitsurteil über
Produktanbieter und Dienstleister auf
Basis ihrer Erfahrungen und Erlebnisse
während der vergangenen 36 Monate
gebeten. Dazu stand ihnen die folgende
Bewertungsskala zur Auswahl:
1 = „äußerst zufrieden“
2 = „sehr zufrieden“
3 = „zufrieden“
4 = „eher zufrieden“
5 = „eher nicht zufrieden“
6 = „nicht zufrieden“
Aus allen Stimmen und für jeden Anbieter
wurde anschließend ein individueller Mittelwert
berechnet. Unternehmen, die besser
als der Durchschnitt aller Mitbewerber
ihrer jeweiligen Branche abgeschnitten
haben, erhielten das Urteil „Gut“. Anbieter,
die wiederum besser als der Durchschnitt
der mit „Gut“ bewerteten Mitbewerber
waren, bekamen das Prädikat
„Sehr Gut“. Das jeweils bestbewertete
Unternehmen seiner Branche wurde als
„Nr. 1“ ausgezeichnet. Überdies wurde
eine Langzeitauswertung vorgenommen.
Unternehmen, die seit fünf Jahren in Folge
(oder länger) durchgängig ein überdurchschnittliches
Kundenurteil erzielt haben
und dabei überwiegend „sehr gut“
waren, erhielten zudem eine Auszeichnung
als Langzeitsieger. Diese erfolgt
stets für den jeweils längstmöglichen Zeitraum.
Welche Anbieter ihre Kunden in besonderem
Maße zufriedenstellen, zeigen
die Rankings auf den folgenden Seiten.
FOCUS MONEY 28/2026
Die Zahlen sprechen für
sich: Laut einer Analyse
des Immobilienportals
Immowelt hat ein gutes
Drittel der dort inserierten
Häuser und Wohnungen einen
hohen Modernisierungsbedarf.
Besonders schlecht
steht es demnach um viele
Einfamilienhäuser, die mit
einem Energiestandard von F
und niedriger schnellstens
saniert werden sollten.
Zwar ist es um die Energieeffizienz
bei Eigentumswohnungen
etwas besser bestellt.
Aber auch deren Besitzer
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
kommen nicht umhin, gelegentlich Renovierungsarbeiten
durchzuführen. Wände, Fußböden oder Küche können – je
nach Nutzung – schon nach zehn Jahren eine Auffrischung
vertragen. Ebenso halten Elektrik und Sanitäranlagen nicht
ewig. Und im Garten wiederum ist es keine Frage von Jahren,
sondern von Stetigkeit: Wer eine Blumenpracht genießen,
Gemüse ernten oder auch nur im Grünen entspannen möchte,
muss regelmäßig etwas dafür tun.
Die Qual der Wahl. Arbeit gibt es also zur Genüge. Insbesondere
Käufer oder Erben von sanierungsbedürftigen Immobilien
wissen oft kaum, wo sie anfangen sollen. In diesem
Fall ist es sinnvoll, das große Ganze ins Visier zu nehmen und
sich langsam vorzuarbeiten: vom Dach und der Fassade über
die Fenster und Türen bis hin zur Elektrik und dem Innenausbau.
Zu guter Letzt geht es an die Außenanlagen und in
den Garten. Für all diese Gewerke gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher
Anbieter. Stellt sich die Frage: Wer von ihnen
überzeugt mit seinem Angebot? Vielen Heimwerkern und
Gärtnern fehlt schlicht die Erfahrung. Aufgrund mangelnder
Vergleichswerte wird die Anbieterwahl damit noch vor
der eigentlichen Arbeit zur Herausforderung.
Orientierungshilfe bietet die aktuelle Studie „Deutschlands
Beste – Rund ums Haus“. Darin gaben Kunden von
mehr als 1500 Unternehmen aus über 100 Branchen an, wie
zufrieden sie mit den von ihnen genutzten Unternehmen beziehungsweise
deren Produkten jeweils waren. Durchgeführt
wurde die Kundenbefragung auch in diesem Jahr vom
Kölner Analyse- und Beratungshaus ServiceValue im Auftrag
von FOCUS MONEY. Erstmalig untersucht wurden Anbieter
aus Bereichen wie Bewässerungssysteme oder Biomasse-
Heiztechnik. Beide Branchen konnten auf Anhieb überzeugen
und sind mit guten Werten am oberen Ende ins Branchen-Ranking
eingestiegen.
Die besten Bewertungen. Als insgesamt bestbewertetes
Unternehmen sticht der Pflanzenversender as-garten.de heraus
(Score 2,41). Knapp dahinter – mit einem Mittelwert von
jeweils 2,42 – folgen BIEN-ZENKER (Fertighausanbieter),
NEUDORFF (Gartenpflegeprodukte), KRONENBACH (Bad &
Sanitär) und Verisure (Sicherheitstechnik). Der geteilte dritte
Platz geht an den Fertighausanbieter HANSE HAUS und
den Grillhersteller Weber mit einem Score von jeweils 2,43.
75
moneyservice
HAND ANLEGEN: Mit den richtigen
Werkzeugen läuft die Renovierung rund
Rund ums Haus
Alle Branchen, alle Besten
Sanieren und renovieren, tapezieren und dekorieren,
grillen und vertikutieren: In dieser Studie wurden mehr
als 1500 Anbieter rund ums Heim untersucht
DEUTSCHLANDS
Von anbieterstarken Branchen wie Energieversorgern,
BESTE Möbelhändlern und Möbelmarken bis hin zu kleineren Nischen
wie Akustikpaneelen, Pizzaöfen oder Zisternen-
Shops ist alles dabei. Die 101 in der Studie untersuchten
Branchen sind auf dieser und den folgenden Seiten in
alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Anbieter und
Unternehmen, die eine Auszeichnung als Langzeitsieger erhalten haben,
wurden jeweils mit einem Stern gekennzeichnet.
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
AKUSTIKPANEELE
Akuwoodpanel 2,63
Nr. 1 /
Sehr Gut
Woodupp 2,65 Sehr Gut
Isodeco 2,71 Gut
BAD & SANITÄR
KRONENBACH ★ 2,42
Nr. 1 /
Sehr Gut
LAUFEN ★ 2,44 Sehr Gut
pelipal ★ 2,45 Sehr Gut
GROHE ★ 2,47 Sehr Gut
hansgrohe ★ 2,48 Sehr Gut
OTTOFOND 2,49 Sehr Gut
VIGOUR 2,53 Sehr Gut
DURAVIT ★ 2,55 Sehr Gut
KEUCO 2,57 Sehr Gut
burgbad 2,60 Gut
repaBAD 2,64 Gut
Sanipa 2,65 Gut
KLUDI 2,67 Gut
KALDEWEI 2,69 Gut
Viega 2,70 Gut
HÜPPE 2,70 Gut
herzbach 2,72 Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
BAD-SHOPS
reuter.de ★ 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
badtraum24.de ★ 2,53 Sehr Gut
megabad.com ★ 2,56 Sehr Gut
baddepot.de 2,60 Sehr Gut
absolut-bad.de 2,61 Sehr Gut
x2o.de 2,62 Sehr Gut
guenstiges-bad.de 2,63 Sehr Gut
badmoebel-markenshop.de 2,65 Sehr Gut
neuesbad.de ★ 2,66 Sehr Gut
emero.de ★ 2,67 Sehr Gut
badedu.de 2,69 Gut
badfabrik24.de 2,70 Gut
badshop.de 2,72 Gut
rockyshop.de 2,74 Gut
emke.de 2,77 Gut
duschmeister.de 2,78 Gut
sonono.de 2,78 Gut
skybad.de 2,82 Gut
badquadrat.de 2,83 Gut
BALKONKRAFTWERK-SHOPS
solakon.de 2,45
Nr. 1 /
Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
priwatt.de 2,47 Sehr Gut
powerness.de 2,48 Sehr Gut
solago.de 2,49 Sehr Gut
solarway.shop 2,50 Sehr Gut
kawosun.de 2,55 Gut
pvundso.de 2,59 Gut
balkonstrom.com 2,62 Gut
BAUMÄRKTE (ONLINE)
onlinebaufuchs.de 2,63
Nr. 1 /
Sehr Gut
arebos.de 2,67 Sehr Gut
casando.de 2,71 Sehr Gut
onlineshop-baumarkt.de ★ 2,72 Sehr Gut
manomano.de 2,76 Gut
mein-online-baumarkt.de 2,80 Gut
j-kesselshop.de 2,85 Gut
BAUMÄRKTE (STATIONÄR)
HELLWEG ★ 2,54
Nr. 1 /
Sehr Gut
BAUHAUS ★ 2,57 Sehr Gut
hagebau 2,59 Sehr Gut
OBI ★ 2,63 Sehr Gut
toom Baumarkt ★ 2,64 Sehr Gut
BayWa Bau & Garten 2,69 Gut
HORNBACH 2,74 Gut
B1 Discount Baumarkt 2,77 Gut
BAUSTOFF-SHOPS
koempf24.de ★ 2,63
Nr. 1 /
Sehr Gut
baustoffshop.de ★ 2,65 Sehr Gut
dwz-shop.de 2,70 Sehr Gut
heim-baustoffe.de 2,74 Gut
kemmler.de 2,80 Gut
BETTEN & MATRATZEN
Origin Matratzen 2,50
Nr. 1 /
Sehr Gut
JYSK 2,51 Sehr Gut
BeCo Matratzen 2,52 Sehr Gut
Matratzen Concord 2,53 Sehr Gut
76 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
Unternehmen/Anbieter
Frankenstolz ★ 2,55 Sehr Gut
Hasena 2,56 Sehr Gut
TEMPUR ★ 2,57 Sehr Gut
SOULMAT 2,59 Sehr Gut
Metzeler Matratzen 2,60 Gut
Badenia 2,62 Gut
SCHRAMM-Betten 2,63 Gut
RÖWA 2,63 Gut
bett1.de 2,64 Gut
dormiente 2,65 Gut
RUF Betten ★ 2,68 Gut
swissflex 2,70 Gut
Waterbed Discount 2,71 Gut
BEWÄSSERUNGSSYSTEME
Regenmeister 2,57
Nr. 1 /
Sehr Gut
Eve Aqua 2,60 Gut
GARDENA 2,63 Gut
BIOMASSE‐HEIZTECHNIK
HARGASSNER 2,56
Nr. 1 /
Sehr Gut
Windhager 2,58 Sehr Gut
fröling 2,60 Sehr Gut
SOLARFOCUS 2,63 Gut
ETA Heiztechnik 2,65 Gut
BODENBELAGHERSTELLER
wineo 2,48
Nr. 1 /
Sehr Gut
HARO ★ 2,52 Sehr Gut
THEDE & WITTE 2,55 Sehr Gut
Kährs ★ 2,57 Sehr Gut
WICANDERS 2,60 Sehr Gut
JOKA 2,61 Sehr Gut
KAINDL 2,62 Sehr Gut
PARADOR ★ 2,65 Sehr Gut
KRONOTEX 2,72 Gut
MEISTER 2,76 Gut
EGGER 2,80 Gut
JANGAL 2,81 Gut
Weitzer Parkett 2,83 Gut
BODENBELAG-SHOPS
laminat-shop24.com 2,45
Nr. 1 /
Sehr Gut
parkettrabatte.de 2,47 Sehr Gut
laminatdepot.de 2,51 Sehr Gut
planeo.de ★ 2,55 Sehr Gut
oppland.shop 2,60 Sehr Gut
laminatparadies.de 2,62 Gut
parkett-direkt.net ★ 2,65 Gut
Unternehmen/Anbieter
wohntec.de 2,66 Gut
wiplano.de 2,68 Gut
raumtrend-hinze.de 2,73 Gut
traumboden24.de 2,76 Gut
holz-kunz.de 2,77 Gut
BRIEFKÄSTEN & AUSSENAUSSTATTUNG
METZLER 2,45
Nr. 1 /
Sehr Gut
frabox.de ★ 2,48 Sehr Gut
MEISTERBOX 2,50 Sehr Gut
MOCAVI 2,51 Sehr Gut
BURG-WÄCHTER ★ 2,52 Sehr Gut
JU-Metallwaren 2,54 Sehr Gut
Flexbox 2,63 Gut
RIBA 2,66 Gut
Briefkasten Manufaktur
Lippe
CARPORT-HERSTELLER
Deutsche Carportfabrik ★ 2,61
2,69 Gut
Nr. 1 /
Sehr Gut
WEKA Holzbau ★ 2,65 Sehr Gut
Schweng 2,73 Sehr Gut
Pauleikhoff Carport ★ 2,78 Sehr Gut
Carportmaster ★ 2,87 Gut
Brüning-Carport 2,90 Gut
GroJa 2,96 Gut
DACHBLECH‐SHOPS
trapezblech-onlineshop.de 2,60
Nr. 1 /
Sehr Gut
mein-dach24.de 2,62 Sehr Gut
dachbleche24.de 2,66 Gut
DACHZIEGELHERSTELLER
BMI Braas ★ 2,65
Nr. 1 /
Sehr Gut
NELSKAMP ★ 2,72 Sehr Gut
Meyer-Holsen 2,76 Gut
Wienerberger 2,78 Gut
ERLUS 2,82 Gut
ELEKTROKAMINE
Fischer Future Heat 2,60
Nr. 1 /
Sehr Gut
Dimlex 2,62 Sehr Gut
GARVENS 2,65 Gut
Muenkel 2,68 Gut
E-MOBILITY-SHOPS
wallbox24.de 2,66
Nr. 1 /
Sehr Gut
energieloesung.de 2,68 Sehr Gut
wallbox.de 2,75 Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Durchschnitts-
Bewertung
wert
mobilityhouse.com 2,83 Gut
ENERGIEVERSORGER
EnBW ★ 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
MONTANA ★ 2,53 Sehr Gut
ENTEGA 2,55 Sehr Gut
enviaM ★ 2,56 Sehr Gut
eprimo ★ 2,57 Sehr Gut
Pfalzwerke 2,58 Sehr Gut
LichtBlick ★ 2,59 Sehr Gut
Grünwelt Energie 2,60 Sehr Gut
EWE 2,61 Sehr Gut
E WIE EINFACH ★ 2,61 Sehr Gut
Naturwerke 2,62 Sehr Gut
immergrün-Energie 2,63 Sehr Gut
prioenergie 2,64 Sehr Gut
NEW Energie 2,64 Sehr Gut
E.ON ★ 2,65 Sehr Gut
rabot.energy 2,66 Sehr Gut
MAINGAU Energie 2,67 Sehr Gut
Süwag 2,68 Gut
TEAG Thüringer Energie 2,69 Gut
enercity 2,69 Gut
Vattenfall 2,70 Gut
Yippie 2,70 Gut
tibber 2,71 Gut
goldgas 2,71 Gut
KlickEnergie 2,72 Gut
yello ★ 2,72 Gut
Mainova 2,72 Gut
Erdgas Südwest 2,73 Gut
Stadtwerke Bochum
Gut & Grün
2,73 Gut
stromee 2,75 Gut
123energie ★ 2,76 Gut
lekker Energie ★ 2,77 Gut
infra fürth 2,78 Gut
LogoEnergie 2,78 Gut
ENSTROGA 2,78 Gut
WEMAG 2,79 Gut
Stadtwerke München
(SWM)
2,79 Gut
grün.power 2,80 Gut
Brillant Energie 2,81 Gut
FACHMÄRKTE FÜR WAND/BODEN
FRICK FÜR WAND & BODEN ★ 2,81
Nr. 1 /
Sehr Gut
Sonnen Herzog 2,84 Sehr Gut
Knutzen Wohnen 3,00 Gut
FOCUS MONEY 28/2026
77
moneyservice
Farben & Lacke bis
Infrarotheizungs-Shops
OUTDOOR-WOHNZIMMER:
Im Sommer spielt sich das Leben
bevorzugt draußen ab
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
FARBEN & LACKE
Alpina ★ 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
Schöner Wohnen ★ 2,55 Sehr Gut
Brillux ★ 2,59 Sehr Gut
Dulux ★ 2,62 Sehr Gut
Caparol ★ 2,68 Sehr Gut
Hammerite 2,72 Gut
remmers 2,78 Gut
Consolan 2,89 Gut
BONDEX 2,93 Gut
FENSTER- & TÜRENVERSAND
fensterversand.com ★ 2,56
Nr. 1 /
Sehr Gut
fensterfabrik24.com 2,58 Sehr Gut
fensterblick.de ★ 2,59 Sehr Gut
fensterdepot24.de ★ 2,60 Sehr Gut
widuro.de 2,61 Sehr Gut
provix-fenster.de 2,62 Gut
haustueren.de 2,63 Gut
bew24-fenster.de 2,64 Gut
sparfenster.de 2,66 Gut
fenster24.de 2,72 Gut
FENSTER, TÜREN, TORE
WERU ★ 2,56
Nr. 1 /
Sehr Gut
aluplast 2,58 Sehr Gut
PORTA FENSTER 2,62 Sehr Gut
VELUX ★ 2,67 Sehr Gut
Roto 2,69 Sehr Gut
SCHÜCO ★ 2,70 Sehr Gut
hilzinger ★ 2,71 Sehr Gut
GERMAN WINDOWS 2,74 Gut
JELD-WEN 2,78 Gut
Kömmerling ★ 2,80 Gut
novoferm 2,83 Gut
GAYKO 2,86 Gut
GEALAN 2,87 Gut
Borne Türelemente 2,89 Gut
FERTIGHAUSANBIETER
BIEN-ZENKER ★ 2,42
Nr. 1 /
Sehr Gut
HANSE HAUS ★ 2,43 Sehr Gut
WeberHaus ★ 2,44 Sehr Gut
KAMPA ★ 2,46 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
SchwörerHaus ★ 2,49 Sehr Gut
FingerHaus ★ 2,50 Sehr Gut
allkauf haus ★ 2,51 Sehr Gut
RENSCH-HAUS ★ 2,54 Sehr Gut
Regnauer 2,55 Sehr Gut
Living Haus 2,56 Sehr Gut
Büdenbender 2,58 Gut
ELK 2,60 Gut
OKAL Haus 2,64 Gut
STREIF Haus ★ 2,66 Gut
ScanHaus Marlow 2,67 Gut
ISOWOODhaus ★ 2,68 Gut
HAAS FERTIGBAU 2,77 Gut
BAUFRITZ 2,80 Gut
FLIESENFACHHÄNDLER
OUTLET NEXTERIO ★ 2,64
Nr. 1 /
Sehr Gut
KERAMUNDO ★ 2,69 Sehr Gut
fliesenmax ★ 2,71 Sehr Gut
Schmidt-Rudersdorf 2,79 Gut
Linnenbecker 2,81 Gut
FLIESEN-SHOPS
fliesenrabatte.de ★ 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
fliesenadeneuer.de 2,59 Sehr Gut
fliesenverkauf.eu ★ 2,60 Sehr Gut
fliesen24.com 2,61 Sehr Gut
livingfloor.com ★ 2,66 Gut
jonastone.de 2,67 Gut
fliesenoutlet-shop24.de 2,73 Gut
keramics.com 2,77 Gut
GARTEN-/GERÄTEHÄUSER
Butenas ★ 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
Gartenhausfabrik 2,54 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Hansagarten24 2,58 Sehr Gut
biohort ★ 2,60 Sehr Gut
Garten[Q] 2,62 Sehr Gut
Wolff Finnhaus 2,68 Gut
WEKA Holzbau 2,69 Gut
Karibu ★ 2,70 Gut
Keter 2,71 Gut
Eleo Pavillon 2,72 Gut
GARTENARTIKEL-SHOPS
my-harry.de 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
meingartencenter24.de ★ 2,57 Sehr Gut
aosom.de ★ 2,60 Sehr Gut
raiffeisenmarkt.de ★ 2,60 Sehr Gut
meingartenversand.de 2,70 Gut
pflanzwerk.de ★ 2,76 Gut
gartenwelt.de 2,78 Gut
GARTENHAUS‐ & OUTDOOR‐BAU‐SHOPS
mygartenhaus24.de 2,62
Nr. 1 /
Sehr Gut
hansagarten24.de 2,70 Sehr Gut
mygardenhome.de 2,82 Gut
mcgarden24.de 2,84 Gut
gartenhaus-gmbh.de 2,89 Gut
GARTENMÖBEL- & OUTDOOR‐LIVING-SHOPS
gartenmoebel.de ★ 2,64
Nr. 1 /
Sehr Gut
gartenmoebelcompany.de 2,66 Sehr Gut
garwoh.de 2,70 Sehr Gut
keessmit.de 2,74 Gut
gartentotal.de 2,85 Gut
GARTENMÖBELHERSTELLER
KETTLER Home&Garden ★ 2,61
Nr. 1 /
Sehr Gut
siena GARDEN ★ 2,63 Sehr Gut
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
78 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
Unternehmen/Anbieter
Niehoff Garden 2,65 Sehr Gut
Hartman 2,66 Sehr Gut
SIEGER 2,67 Sehr Gut
STERN Möbel 2,70 Gut
MBM 2,71 Gut
DEDON 2,72 Gut
BEST Freizeitmöbel 2,75 Gut
GARTENPFLEGEPRODUKTE
NEUDORFF 2,42
Nr. 1 /
Sehr Gut
SERAMIS 2,43 Sehr Gut
Substral 2,46 Sehr Gut
COMPO 2,56 Gut
GARTENSPIELGERÄTE
Gartenpirat 2,62
Nr. 1 /
Sehr Gut
BIG 2,65 Sehr Gut
HUDORA 2,66 Sehr Gut
Exit Toys 2,73 Gut
GARTENZAUN-SHOPS
zaunfuchs.de ★ 2,46
Nr. 1 /
Sehr Gut
zaun-kaufen.de 2,50 Sehr Gut
zaun24.de ★ 2,56 Sehr Gut
gartenzaun-experten.de 2,58 Sehr Gut
zaunonline.de 2,61 Sehr Gut
zaun-tor-ztm.de 2,64 Gut
mein-zaunshop.de ★ 2,68 Gut
zaun-idee.de ★ 2,70 Gut
zaunguru.de 2,73 Gut
mycamas.de 2,73 Gut
GELÄNDER-SHOPS
eleo-express.de 2,72
Nr. 1 /
Sehr Gut
gelaenderladen.de 2,76 Sehr Gut
huero.de 2,81 Gut
metallbau-onlineshop.de 2,85 Gut
GEWÄCHSHAUSHERSTELLER
Beckmann ★ 2,60
Nr. 1 /
Sehr Gut
Brast ★ 2,65 Sehr Gut
Hoklartherm ★ 2,68 Sehr Gut
Deuba 2,71 Gut
WAMA 2,86 Gut
GRILLHERSTELLER
Weber ★ 2,43
Nr. 1 /
Sehr Gut
Enders ★ 2,48 Sehr Gut
THÜROS 2,52 Sehr Gut
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
SPIELHAUS: Kinder bewerten den Spaß, Eltern die Sicherheit
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Char-Broil 2,60 Gut
BURNHARD 2,62 Gut
MONOLITH 2,73 Gut
RÖSLE ★ 2,74 Gut
GRILL-SHOPS
weststyle.de ★ 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
santosgrills.de ★ 2,50 Sehr Gut
amgrill.de ★ 2,52 Sehr Gut
grillfuerst.de ★ 2,54 Sehr Gut
grill-profi-shop.de 2,56 Sehr Gut
grills.de ★ 2,60 Gut
coobinox.com 2,63 Gut
grillshop-24.de ★ 2,70 Gut
grillgott.com 2,75 Gut
HAUSBAUPORTALE
musterhaus.net 2,66
Nr. 1 /
Sehr Gut
fertighauswelt.de 2,72 Sehr Gut
bauen.de 2,79 Gut
Haus xxl 2,84 Gut
HAUSTECHNIK-/SICHERHEITSTECHNIK-SHOPS
graefe24.de 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
raleo.de 2,56 Sehr Gut
voltking.de 2,57 Sehr Gut
elektroland24.de ★ 2,58 Sehr Gut
sicher24.de ★ 2,59 Sehr Gut
heizung-billiger.de 2,61 Sehr Gut
voltus.de ★ 2,63 Sehr Gut
glo24.de 2,65 Gut
endlich-sicher.de 2,69 Gut
expert-security.de 2,71 Gut
wagner-sicherheit.de ★ 2,75 Gut
elektro-wandelt.de 2,79 Gut
HEIZTECHNIK & WÄRMEPUMPEN
STIEBEL ELTRON 2,45
Nr. 1 /
Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
NIBE 2,46 Sehr Gut
WOLF 2,47 Sehr Gut
Dimplex 2,48 Sehr Gut
elco 2,49 Sehr Gut
BRÖTJE HEIZUNG ★ 2,50 Gut
NOVELAN 2,51 Gut
Hoval 2,52 Gut
Vaillant 2,53 Gut
alpha innotec 2,58 Gut
HEIZTECHNIK-SHOPS
qpool24.com 2,57
Nr. 1 /
Sehr Gut
heima24.de 2,61 Sehr Gut
unidomo.de 2,69 Gut
emax-haustechnik.de 2,70 Gut
heizman24.de 2,73 Gut
meinhausshop.de 2,75 Gut
HOME-OFFICE-MÖBELAUSSTATTER
FlexiSpot 2,54
Nr. 1 /
Sehr Gut
Inwerk 2,58 Sehr Gut
fm Büromöbel 2,59 Sehr Gut
Bosse 2,60 Sehr Gut
Steelcase 2,60 Sehr Gut
girsberger 2,61 Sehr Gut
König + Neurath 2,63 Sehr Gut
interstuhl 2,69 Gut
VS Vereinigte
Spezialmöbelfabriken
2,70 Gut
HAWORTH 2,71 Gut
USM 2,72 Gut
Röhr-Bush 2,73 Gut
INFRAROTHEIZUNGS-SHOPS
bringer-germany.de 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
redwell.com 2,55 Sehr Gut
heatness.de 2,59 Sehr Gut
vasner.com 2,60 Gut
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 79
moneyservice
Infrarotsauna-Anbieter bis
Pflastersteine/Platten
Unternehmen/Anbieter
trotec.de 2,73 Gut
INFRAROTSAUNA-ANBIETER
PHYSIOTHERM 2,59
Nr. 1 /
Sehr Gut
ARMSTARK ★ 2,60 Sehr Gut
Artsauna 2,61 Sehr Gut
infrawold 2,63 Gut
Infrasun 2,66 Gut
INSEKTENSCHUTZ
insetto.eu 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
teofix.de 2,55 Sehr Gut
insektenschutz-versand.de 2,57 Sehr Gut
insektenschutz24.eu 2,65 Gut
koester-insektengitter.de 2,69 Gut
KAMINOFENHERSTELLER
SPARTHERM ★ 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
skantherm ★ 2,55 Sehr Gut
HARK 2,56 Sehr Gut
DROOFF 2,61 Sehr Gut
Olsberg Gruppe 2,62 Sehr Gut
WAMSLER 2,66 Gut
AUSTROFLAMM 2,72 Gut
JUSTUS 2,74 Gut
CERA DESIGN 2,75 Gut
Camina & Schmid 2,80 Gut
KLIMAANLAGEN
Kältebringer 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
REMKO 2,55 Sehr Gut
AUX 2,56 Sehr Gut
TROTEC 2,59 Sehr Gut
Mitsubishi Electric 2,69 Gut
Toshiba Klimasysteme & 2,71 Gut
Wärmepumpen
KÜCHENHÄNDLER
Varia Küchen ★ 2,60
Nr. 1 /
Sehr Gut
MEDA Küchenfachmarkt 2,62 Sehr Gut
PLANA Küchenland ★ 2,64 Sehr Gut
REDDY Küchen ★ 2,66 Sehr Gut
ASMO KÜCHEN ★ 2,68 Sehr Gut
Küchen Aktuell 2,69 Sehr Gut
der küchenmacher 2,71 Sehr Gut
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
HELLE FREUDE: Bei der großen Auswahl in gut sortierten Lampen-Shops wird jeder fündig
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
meine Küche 2,73 Gut
KüchenArena 2,78 Gut
Küche&Co 2,82 Gut
Förde-Küchen 2,83 Gut
musterhaus küchen 2,83 Gut
KÜCHENHERSTELLER
ALNO 2,50
Nr. 1 /
Sehr Gut
nobilia ★ 2,54 Sehr Gut
Beckermann Küchen 2,56 Sehr Gut
MARQUARDT KÜCHEN ★ 2,58 Sehr Gut
next125 2,60 Sehr Gut
nolte ★ 2,62 Sehr Gut
LEICHT Küchen 2,63 Gut
SCHMIDT Küchen ★ 2,64 Gut
Ballerina-Küchen 2,64 Gut
ROTPUNKT 2,65 Gut
schüller 2,68 Gut
IMPULS KÜCHEN 2,70 Gut
pronorm Einbauküchen 2,71 Gut
SACHSENKÜCHEN 2,75 Gut
KUNSTRASEN
topkunstrasen.de 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
kunstrasenhaus.de 2,58 Sehr Gut
premium-kunstrasen.de 2,60 Sehr Gut
kunstrasendirekt.de 2,65 Gut
dein-kunstrasen.de 2,68 Gut
LAMPEN-SHOPS
lampe.de ★ 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
watt24.com ★ 2,50 Sehr Gut
leds24.com ★ 2,51 Sehr Gut
lampenwelt.de ★ 2,54 Sehr Gut
leuchtenland.com ★ 2,55 Sehr Gut
gluehbirne.de 2,61 Sehr Gut
beleuchtungdirekt.de ★ 2,66 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
lampenundleuchten.de 2,69 Gut
led-lichtraum.de 2,75 Gut
led-centrum.de 2,85 Gut
nostraforma.com 2,90 Gut
led-lights24.de 2,93 Gut
LUFTREINIGER/VENTILATOREN
TROTEC 2,60
Nr. 1 /
Sehr Gut
Midea 2,62 Sehr Gut
Coway 2,63 Sehr Gut
Brandson 2,68 Gut
COMEDES 2,70 Gut
Fakir 2,75 Gut
LÜFTUNGS- & RAUMLUFTTECHNIK-SHOPS
luftbude.de 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
lueftungsmarkt.de 2,55 Sehr Gut
lueftungsfabrik.de 2,57 Gut
selfio.de 2,60 Gut
MASSIVHAUSANBIETER
Town & Country Haus ★ 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
Viebrockhaus 2,50 Sehr Gut
FAVORIT Massivhaus 2,51 Sehr Gut
BAUMEISTER-HAUS ★ 2,52 Sehr Gut
KERN-HAUS ★ 2,53 Sehr Gut
Heinz von Heiden ★ 2,54 Gut
HELMA ★ 2,55 Gut
ARGE-HAUS ★ 2,56 Gut
Dennert Massivhaus 2,62 Gut
MÖBEL NACH MASS
schrankplaner.de 2,50
Nr. 1 /
Sehr Gut
schrankwerk.de 2,52 Sehr Gut
Höffner Möbelwerke 2,56 Sehr Gut
deinschrank.de 2,60 Gut
holzpiloten.de 2,63 Gut
80 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
ONLINE-KAUF: Digitale
Konfiguratoren helfen, Möbel
im Raum zu visualisieren
Unternehmen/Anbieter
interliving ★ 2,43
Nr. 1 /
Sehr Gut
MONDO ★ 2,45 Sehr Gut
hartmann Möbel ★ 2,48 Sehr Gut
Musterring ★ 2,49 Sehr Gut
rauch Möbel ★ 2,50 Sehr Gut
HUKLA 2,51 Sehr Gut
Candy Polstermöbel 2,55 Sehr Gut
KOINOR ★ 2,58 Sehr Gut
vito Möbel ★ 2,60 Sehr Gut
POLIPOL 2,62 Sehr Gut
TEAM 7 2,64 Gut
Dieter Knoll 2,65 Gut
Niehoff Sitzmöbel 2,66 Gut
VENJAKOB ★ 2,70 Gut
Signet 2,71 Gut
InCasa 2,72 Gut
brühl 2,74 Gut
Thielemeyer 2,75 Gut
Rietberger Möbelwerke 2,76 Gut
ROLF BENZ 2,76 Gut
VALNATURA 2,77 Gut
MÖBEL-SHOPS
guenstigeinrichten.de 2,57
Nr. 1 /
Sehr Gut
online-moebel-kaufen.de 2,59 Sehr Gut
furnster.de 2,60 Sehr Gut
wohnen.de 2,61 Sehr Gut
lomado.de 2,63 Sehr Gut
trendmoebel24.de 2,65 Sehr Gut
sofacompany.com 2,66 Sehr Gut
moebelfirst.de 2,68 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
MÖBELHÄNDLER
Höffner ★ 2,50
Nr. 1 /
Sehr Gut
SEGMÜLLER ★ 2,51 Sehr Gut
Möbel Mahler ★ 2,53 Sehr Gut
XXXLutz 2,53 Sehr Gut
Möbel RIEGER 2,58 Sehr Gut
MÖBEL MARTIN 2,61 Sehr Gut
Möbel Fischer 2,63 Sehr Gut
OSTERMANN ★ 2,64 Sehr Gut
hofmeister 2,66 Sehr Gut
MÖBEL KRAFT ★ 2,67 Gut
SCHAFFRATH ★ 2,68 Gut
porta ★ 2,69 Gut
möbel wallach 2,69 Gut
Möbel PiLiPP 2,70 Gut
MÖBEL BORST 2,71 Gut
Möbel Inhofer 2,71 Gut
Franz Knuffmann 2,73 Gut
möbel staude 2,73 Gut
biller 2,74 Gut
Opti-Wohnwelt 2,75 Gut
WEKO 2,75 Gut
Möbel Karmann 2,76 Gut
Möbel Kempf 2,78 Gut
MÖBELHÄNDLER (DISCOUNT)
ROLLER ★ 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
SCONTO 2,52 Sehr Gut
SB-MÖBEL BOSS ★ 2,54 Gut
mömax 2,59 Gut
MÖBELMARKEN
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
beliani.de 2,68 Sehr Gut
home24.de 2,69 Gut
sofaszumhalbenpreis.de 2,70 Gut
riess-ambiente.net 2,73 Gut
main-moebel.de 2,74 Gut
westwing.de 2,77 Gut
moebel-eins.de 2,80 Gut
sofa.de 2,83 Gut
OBERFLÄCHENREINIGER
Nr. 1 /
MELLERUD 2,47
Sehr Gut
ECOLAB 2,48 Sehr Gut
HOTREGA 2,50 Sehr Gut
GLORIA 2,53 Gut
CELAFLOR 2,57 Gut
Terra Domi 2,60 Gut
OFEN-/KAMIN-SHOPS
ofen.de ★ 2,64
Nr. 1 /
Sehr Gut
kamdi24.de 2,68 Sehr Gut
ofenseite.com ★ 2,71 Sehr Gut
kamify.de 2,74 Sehr Gut
cafiro.de 2,76 Gut
kaminprofi24.de 2,79 Gut
kaminofen-store.de 2,80 Gut
muenkel.eu 2,82 Gut
PFLANZENVERSENDER
as-garten.de ★ 2,41
Nr. 1 /
Sehr Gut
baumschule-horstmann.de ★ 2,43 Sehr Gut
dehner.de ★ 2,44 Sehr Gut
baldur-garten.de ★ 2,46 Sehr Gut
bakker.com 2,48 Sehr Gut
shop.plantura.garden 2,50 Sehr Gut
shop.mein-schoenergarten.de
2,51 Sehr Gut
meingartenshop.de ★ 2,56 Gut
garten-schlueter.de 2,60 Gut
gartenversandhaus.de 2,63 Gut
pflanzen-koelle.de 2,63 Gut
native-plants.de 2,66 Gut
PFLASTERSTEINE/TERRASSENPLATTEN
METTEN Stein+Design ★ 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
DIEPHAUS ★ 2,59 Sehr Gut
FCN Betonelemente ★ 2,61 Sehr Gut
LITHON 2,62 Sehr Gut
EHL ★ 2,65 Sehr Gut
KANN ★ 2,68 Gut
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 81
moneyservice
Photovoltaik/Solar bis
Türen, Tore, Antriebe
Rund ums Haus
Unternehmen/Anbieter
DEUTSCHLANDS
BESTE
BADESPASS: Zu Hause ist es am schönsten – wer den nötigen Platz hat,
kann sich mit einem Pool den Urlaub in den Garten holen
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Egner Pflastersteine 2,70 Gut
RINN 2,72 Gut
casafino 2,74 Gut
seltra 2,77 Gut
PHOTOVOLTAIK/SOLAR
E.ON Solar ★ 2,47
Nr. 1 /
Sehr Gut
AMIA ENERGY 2,50 Sehr Gut
Ritter Energie 2,51 Sehr Gut
Energieversum (EnBW) 2,68 Gut
aleo solar 2,76 Gut
PHOTOVOLTAIK-/SOLAR-SHOPS
solarhandel24.de 2,56
Nr. 1 /
Sehr Gut
memodo.de 2,59 Sehr Gut
shop-muenchnersolarmarkt.de
2,60 Sehr Gut
greensolar.de 2,63 Sehr Gut
solarkontor.de 2,64 Gut
photovoltaikshop.eu 2,65 Gut
greenakku.de 2,68 Gut
photovoltaik4all.de ★ 2,69 Gut
pv-solarshop.net 2,70 Gut
PIZZAÖFEN
COZZE 2,59
Nr. 1 /
Sehr Gut
Ooni 2,63 Gut
POOLBAU
POOLSYSTEMS ★ 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
POOLUNION 2,58 Sehr Gut
Compass Pools 2,62 Sehr Gut
Desjoyaux Pools 2,64 Sehr Gut
Polyfaser 2,67 Sehr Gut
Leisure Pools 2,69 Gut
Vario Pool System 2,70 Gut
Paradies Pool 2,75 Gut
Veltmann ★ 2,78 Gut
STARLINE POOL 2,78 Gut
POOL-SHOPS
poolsana.de 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
poolspecial.de ★ 2,53 Sehr Gut
pool-chlor-shop.de ★ 2,55 Sehr Gut
pools.shop ★ 2,58 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
profi-poolwelt.de 2,60 Sehr Gut
best-pool-shop.de 2,74 Gut
pooltotal.com 2,83 Gut
pool.net 2,85 Gut
poolpowershop.de 2,86 Gut
poolmegastore.de 2,93 Gut
RAUCHMELDER
brennenstuhl 2,56
Nr. 1 /
Sehr Gut
ABUS 2,59 Sehr Gut
ELRO 2,62 Gut
Hekatron 2,64 Gut
ROLLLÄDEN, RAFFSTORES & PLISSEES
MHZ 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
Reflexa 2,55 Sehr Gut
KADECO 2,56 Sehr Gut
Alukon 2,58 Sehr Gut
roma 2,62 Gut
Reuther Fenstergestaltung 2,64 Gut
JAROLIFT 2,65 Gut
Alulux 2,65 Gut
Schanz Rollladensysteme 2,67 Gut
SANIERUNGSDIENSTE
POLYGON 2,65
Nr. 1 /
Sehr Gut
EB-Elm Bau 2,68 Sehr Gut
BELFOR ★ 2,73 Gut
Sprint 2,80 Gut
SAUNAHERSTELLER
corso sauna 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
KLAFS ★ 2,56 Sehr Gut
Erdmann Sauna & Spa 2,60 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Wille-Sauna 2,63 Gut
Butenas ★ 2,65 Gut
Karibu ★ 2,66 Gut
MÜTHER 2,67 Gut
SCHALTERSYSTEMHERSTELLER
Gira ★ 2,64
Nr. 1 /
Sehr Gut
Busch-Jaeger ★ 2,73 Gut
Berker ★ 2,81 Gut
SICHERHEITSTECHNIK
Verisure 2,42
Nr. 1 /
Sehr Gut
ABUS 2,43 Sehr Gut
BURG-WÄCHTER 2,45 Sehr Gut
DOM Sicherheitstechnik 2,47 Sehr Gut
AMG Sicherheitstechnik 2,51 Sehr Gut
Axis 2,52 Sehr Gut
Bosch Building
Technologies
2,56 Gut
Olympia 2,57 Gut
Lupus-Electronics 2,58 Gut
Eve Systems 2,59 Gut
MOBOTIX 2,60 Gut
Reolink 2,61 Gut
Dahua 2,63 Gut
SICHTSCHUTZ
TraumGarten 2,53
Nr. 1 /
Sehr Gut
elephant 2,58 Sehr Gut
TETZNER & JENTZSCH 2,62 Gut
Osmo Sichtschutz 2,65 Gut
SONNENSCHIRMHERSTELLER
Schneider Schirme ★ 2,61
Nr. 1 /
Sehr Gut
82 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
Unternehmen/Anbieter
Glatz 2,64 Sehr Gut
Suncomfort 2,69 Sehr Gut
MAY Sonnenschirme 2,70 Sehr Gut
siena GARDEN 2,72 Gut
Solero 2,81 Gut
doppler ★ 2,83 Gut
SONNENSCHUTZ-SHOPS
sonnensegel-pina.de ★ 2,57
Nr. 1 /
Sehr Gut
markise24.de ★ 2,60 Sehr Gut
sonnenmax.de 2,61 Sehr Gut
peddy-shield.de 2,68 Gut
schattenfix.de 2,78 Gut
der-markisen-shop.de 2,81 Gut
SONNENSCHUTZSYSTEME
VARISOL ★ 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
PERGOLUX 2,53 Sehr Gut
weinor ★ 2,54 Sehr Gut
HEIM & HAUS 2,57 Sehr Gut
Frimey 2,59 Sehr Gut
empasa.de 2,62 Sehr Gut
RENSON 2,66 Gut
SPETTMANN 2,69 Gut
Reflexa 2,71 Gut
WAREMA 2,72 Gut
KLAIBER Markisen ★ 2,75 Gut
STRANDKÖRBE
DERKORB 2,48
Nr. 1 /
Sehr Gut
Die Strandkorbprofis 2,50 Sehr Gut
De Vries 2,53 Sehr Gut
Mr. Deko 2,64 Gut
TAPETEN-SHOPS
tapetenmax.de 2,65
Nr. 1 /
Sehr Gut
billigerluxus.de 2,70 Sehr Gut
tapetenshop.de 2,73 Gut
tapetenagentur.de 2,74 Gut
TEICHBAU-SHOPS
teichpoint.de 2,57
Nr. 1 /
Sehr Gut
oase-teichbau.de 2,60 Sehr Gut
koi-company.de 2,61 Gut
teichdiscount24.de 2,62 Gut
TEPPICHHERSTELLER
ANKER Teppichboden 2,61
Nr. 1 /
Sehr Gut
PAULIG 2,62 Sehr Gut
ANGENEHM SCHATTIG: Dank Sonnenschutz bleibt es drinnen kühl
Rund ums Haus
DEUTSCHLANDS
BESTE
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Dura Contract 2,65 Sehr Gut
Infloor-Girloon 2,66 Gut
TEPPANA 2,68 Gut
Object Carpet 2,70 Gut
TEPPICH-SHOPS
teppichcenter24.de 2,59
Nr. 1 /
Sehr Gut
teppichversand24.de 2,62 Sehr Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
benuta.de 2,68 Sehr Gut
teppichscheune.de 2,69 Sehr Gut
ruugs.de 2,71 Gut
carpetcity.de 2,75 Gut
domdeco.de 2,78 Gut
tepgo.de 2,78 Gut
TRAMPOLINE
BERG 2,46
Nr. 1 /
Sehr Gut
Springfree 2,51 Sehr Gut
HUDORA 2,55 Gut
North Trampoline 2,63 Gut
TREPPENHERSTELLER
Treppenmeister 2,64
Nr. 1 /
Sehr Gut
KENNGOTT-TREPPEN ★ 2,69 Sehr Gut
FHS Treppen 2,71 Sehr Gut
DOLLE ★ 2,73 Sehr Gut
FUCHS-TREPPEN 2,78 Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
arcus Treppen 2,82 Gut
TREPPENLIFTANBIETER
Lifta 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
Acorn Treppenlifte 2,50 Sehr Gut
HIRO LIFT 2,54 Sehr Gut
handicare by Savaria 2,56 Gut
Hawle Treppenlifte 2,60 Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Sonilift 2,66 Gut
TREPPENLIFT-VERMITTLER
treppenlift-angebot.de 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
treppenlift-konzept.de 2,57 Sehr Gut
pflegehilfe.org 2,60 Gut
TRESORE
Hartmann Tresore 2,59
Nr. 1 /
Sehr Gut
ROTTNER 2,61 Sehr Gut
Phoenix Safe 2,65 Gut
BURG-WÄCHTER 2,69 Gut
TÜREN, TORE, ANTRIEBE
scheurich24.de ★ 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
torado.de 2,59 Sehr Gut
habefa.de ★ 2,60 Sehr Gut
tor7.de ★ 2,65 Sehr Gut
torlando.de 2,68 Gut
FOCUS MONEY 28/2026
Foto: Adobe Stock 83
moneyservice
Rund ums Haus
Türsprechanlagen bis
Zisternen-Shops
DEUTSCHLANDS
BESTE
ENERGIE TANKEN:
Für E-Auto-Fahrer ist
eine eigene Wallbox
ideal
Unternehmen/Anbieter
torteam24.de 2,72 Gut
torautomatik-shop.de 2,74 Gut
torshop-24.de 2,76 Gut
torix.de 2,77 Gut
TÜRSPRECHANLAGEN & KLINGELSYSTEME
Siedle 2,49
Nr. 1 /
Sehr Gut
METZLER 2,51 Sehr Gut
TCS TürControlSysteme 2,54 Sehr Gut
Comelit 2,55 Gut
Ring 2,56 Gut
Elcom (hager) 2,57 Gut
Ritto 2,59 Gut
DoorBird 2,60 Gut
WALLBOXEN & LADESÄULEN
Heidelberg Amperfied 2,53
Nr. 1 /
Sehr Gut
ABL 2,55 Sehr Gut
MENNEKES 2,59 Gut
KEBA 2,60 Gut
myenergy zappi 2,65 Gut
WANDTATTOO‐/FOTOTAPETEN-SHOPS
klebefieber.de 2,58
Nr. 1 /
Sehr Gut
wandmotiv24.de 2,60 Sehr Gut
wandtattoos.de 2,64 Sehr Gut
klebeheld.de 2,69 Gut
bilderwelten.de 2,71 Gut
bimago.de 2,71 Gut
wandtattoo.de 2,71 Gut
wall-art.de 2,72 Gut
wandtattooladen.de 2,72 Gut
WÄRMEPUMPEN-/SOLARANBIETER
enercity 2,55
Nr. 1 /
Sehr Gut
thermondo 2,62 Sehr Gut
Svea Solar 2,64 Gut
KLARSOLAR/E.ON 2,66 Gut
Enpal 2,67 Gut
WERKZEUG- & MOTORGERÄTEHERSTELLER
GARDENA ★ 2,45
Nr. 1 /
Sehr Gut
Bosch Power Tools ★ 2,47 Sehr Gut
Husqvarna ★ 2,50 Sehr Gut
HECHT Garten 2,51 Sehr Gut
Durchschnitts-
Bewertung
wert
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
DENQBAR ★ 2,52 Sehr Gut
WOLF-Garten ★ 2,53 Sehr Gut
STIHL ★ 2,56 Sehr Gut
Hilti 2,58 Sehr Gut
Makita 2,62 Gut
AS-Motor 2,64 Gut
Würth 2,67 Gut
FUXTEC 2,68 Gut
Milwaukee 2,69 Gut
Metabo 2,70 Gut
Einhell ★ 2,72 Gut
ECHO 2,74 Gut
FISKARS 2,76 Gut
DEWALT 2,76 Gut
WHIRLPOOL‐/SWIM‐SPA‐HÄNDLER
ARMSTARK 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
spadeluxe 2,53 Sehr Gut
Aida Whirlpools 2,55 Gut
Whirlpool Center 2,60 Gut
WHIRLPOOL‐/SWIM‐SPA‐HERSTELLER
Canadian Spa 2,52
Nr. 1 /
Sehr Gut
Artisan Spas 2,54 Sehr Gut
Vortex 2,56 Sehr Gut
Wellis 2,62 Gut
Jacuzzi 2,67 Gut
WINTERGARTENANBIETER
Novum Wintergarten 2,51
Nr. 1 /
Sehr Gut
albohn (tebau) 2,57 Sehr Gut
masson ★ 2,59 Sehr Gut
TS Aluminium 2,60 Sehr Gut
KRENZER 2,61 Sehr Gut
WIPRO Wintergarten 2,62 Sehr Gut
sunparadise 2,64 Sehr Gut
Nüchter Wintergarten 2,65 Sehr Gut
martin Wintergärten ★ 2,68 Gut
SOLARLUX ★ 2,70 Gut
Jechnerer 2,71 Gut
ATB Ahaus 2,76 Gut
Unternehmen/Anbieter
Durchschnitts-
Bewertung
wert
SCHÜCO ★ 2,77 Gut
WIKOMA Wintergärten 2,80 Gut
Nelson Park 2,83 Gut
LIVING DELUXE 2,85 Gut
WOHNGEBÄUDEVERSICHERER
ARAG ★ 2,59
Nr. 1 /
Sehr Gut
GEV Grundeigentümer
Versicherung
★ 2,62 Sehr Gut
GVV Direkt 2,64 Sehr Gut
Alte Leipziger ★ 2,65 Sehr Gut
PROVINZIAL ★ 2,66 Sehr Gut
ERGO 2,67 Sehr Gut
DEVK 2,68 Sehr Gut
Allianz ★ 2,69 Sehr Gut
R+V 2,70 Sehr Gut
Debeka ★ 2,71 Sehr Gut
Die Continentale 2,72 Sehr Gut
HAUSBESITZER-
VERSICHERUNG
2,73 Gut
VHV Versicherungen 2,74 Gut
VGH Versicherungen 2,76 Gut
SV SparkassenVersicherung 2,76 Gut
Generali 2,82 Gut
WGV 2,82 Gut
Württembergische 2,82 Gut
InterRisk 2,83 Gut
LVM Versicherung 2,84 Gut
BarmeniaGothaer 2,84 Gut
WPC-SHOPS
wpc-shop24.de 2,71
Nr. 1 /
Sehr Gut
mondesi.de 2,75 Sehr Gut
domondo24.de 2,86 Gut
ZISTERNEN-SHOPS
zisternenprofi.de 2,63
Nr. 1 /
Sehr Gut
regentanker.de 2,66 Sehr Gut
garten-zisternen.de 2,73 Gut
Quelle: ServiceValue
★ = Langzeitsieger
84 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
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FOCUS MONEY 28/2026
85
moneyanalyse
Dax
Starke Ausreißer
Sorgen um die Aussichten für KI belasteten nicht nur die Techtitel im Dax. Nach einem massiven Abverkauf von Hightech-, speziell
KI-Werten in Asien, verbilligte sich das Papier von Infineon um 4,5 Prozent. Auch im Rüstungssektor gab es blaue Augen. So ließ
Rheinmetall kräftig Federn (minus 15 Prozent). Die Bayer-Aktie indes schoss nach dem Glyphosat-Urteil um ein Viertel nach oben.
DAX-PERFORMANCE-INDEX IN PUNKTEN
3 Jahre 1 Woche
26 000
24 000
22 000
20 000
200-Tage-Linie
25 000
24 900
24 800
TOPS
Bayer +24,12 %
Merck +9,07 %
MTU Aero Engines +8,08 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
18 000
16 000
14 000
12 000
24 700
24 600
24 500
FLOPS
Rheinmetall –15,04%
Volkswagen Vz –9,75%
Deutsche Telekom –8,95%
2023 2024 2025 2026
23.6. 30.6.
DAX 24 922 Pkt. +0,11 %
Dow Jones 52 153 Pkt. +0,94 %
Nasdaq-100 29 961 Pkt. +2,09 %
Bovespa 173 117 Pkt. +1,49 %
86 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 28/2026
S&P 500
Stimmung dreht
Anleger brauchen starke Nerven. Die zunehmende Erwartung auf steigende Zinsen, starke Quartalszahlen von Micron sowie Preiserhöhungen
bei Apple-Geräten (wegen anziehender Chippreise) schüttelten den Markt kräftig durch. Beobachtern zufolge seien Anleger
KI-müde geworden. Auch wegen der möglichen Verschiebung des OpenAI-Börsengangs „ist die Stimmung dabei, sich zu drehen“.
S&P-500-KURSINDEX IN PUNKTEN
3 Jahre 1 Woche
6500
5500
6540
6500
TOPS
Corning +32,13 %
Bio-Techne +30,96 %
Axon Enterprise Inc. +29,83 %
Quelle: Factset UK Limited 2026
200-Tage-Linie
6460
4500
6420
3500
6380
2023 2024 2025 2026 23.6. 29.6.
FLOPS
ON Semiconductor –30,16%
Super Micro Comp. –13,02%
Cboe Global Markets –12,60%
Rohstoffe unter Druck
Der Brent-Ölpreis schmiert im Wochenverlauf
ab und notiert inzwischen wieder
in etwa auf dem Niveau von vor
Ausbruch des Nahost-Konflikts. Auch
Gold, Silber und Bitcoin büßten ein.
Gold (Unze) 4 025 US-$ –0,06 %
Bitcoin 58 443 US-$ –2,78 %
Öl (Brent) 74,08 US-$ –3,45 %
Euro 1,1401 US-$ +0,24 %
Umlaufrendite 2,84 % –0,08
US-Anleihen 4,37 % –0,11
Shanghai Comp. 4 094 Pkt. –0,29 %
Nikkei 225 70 062 Pkt. +0,39 %
Wochenveränderung von Dienstag, 23. Juni 2026, Handelsschluss,
bis Dienstag, 30. Juni 2026, 15:50 Uhr. Nikkei-Index = ©
Nihon Keizai Shimbun.
Quelle:
FOCUS MONEY 28/2026
87
moneyanalyse Deutsche Aktien
MERCK KGAA
Milliarden-Zukauf
Im Mai übernahm Kai Beckmann den Vorstandsvorsitz beim Darmstädter Technologie-
und Pharmakonzern – jetzt setzt er mit einer zehn Milliarden Euro schweren
Übernahme einen deutlichen Akzent. Merck kauft das US-Unternehmen Bio-Techne,
das das eigene Life-Science-Geschäft mit Reagenzien und Materialien für die
Pharmaforschung und -produktion gut ergänzt. Das sehen offenbar auch die Investoren
so: Der Aktienkurs stieg um fünf Prozent. Kaufen.
Merck
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
200
160
120
80
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE0006599905 Empfohlen am 17.04.2026 Empfehlungs-Kurs 118,50 € Kurs aktuell 147,25 € +/– in % +24,2 Neuer Stopp 120,00 € Kursziel 160,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
DAX
Adidas A1EWWW 180,10 3,2 6,5 214,9 / 129,95 159,73 4,8 13,5 9,55 11,71 15,4 2,1 2,6 29.04. 199,96 16 6 0
Airbus SE 938914 193,92 2,3 –2,1 221,25 / 157,48 189,70 5,2 20,9 7,21 8,57 22,6 1,7 2,0 210,44 11 7 0
Allianz SE 840400 411,40 1,2 5,4 413,9 / 334,1 372,34 2,4 — 31,19 33,06 12,4 4,4 4,8 413,90 6 7 0
BASF SE BASF11 46,78 –4,9 5,3 55,05 / 41,21 47,21 1,2 7,3 2,71 2,95 15,8 4,9 5,1 52,98 9 5 0
Bayer BAY001 47,91 25,5 29,5 49,78 / 24,81 36,27 1,7 31,5 4,42 4,68 10,2 0,5 1,3 30.04. 51,64 7 4 0
Beiersdorf 520000 75,24 5,7 –19,7 113,1 / 67,08 86,21 1,9 13,8 4,27 4,51 16,7 1,4 1,4 86,74 6 11 1
BMW St. 519000 57,52 –5,6 –38,2 97,92 / 57,02 82,45 0,4 2,7 8,25 10,28 5,6 5,4 6,4 78,35 5 11 1
Brenntag SE A1DAHH 52,78 –1,8 6,5 63,76 / 43,72 52,80 1,7 9,8 3,87 4,17 12,6 3,5 3,8 56,36 2 10 1
Commerzbank CBK100 37,29 –2,1 3,3 38,86 / 26,68 34,01 1,3 — 3,07 3,76 9,9 3,9 4,9 39,95 4 5 0
Continental 543900 72,04 –1,9 6,0 75,36 / 53,10 65,55 3,1 5,9 6,68 7,42 9,7 4,3 5,1 29.04. 74,64 7 5 0
Daimler Truck Hldg. DTR0CK 41,94 1,2 12,4 45,19 / 33,46 39,59 1,5 12,6 3,48 4,59 9,1 4,3 5,0 46,70 6 3 2
Deutsche Bank 514000 29,57 –6,1 –10,7 34,26 / 23,82 29,74 0,8 — 3,35 3,88 7,6 3,9 4,4 31,80 3 10 0
Deutsche Börse 581005 237,40 –2,7 6,1 276,3 / 200,1 231,76 3,6 15,9 12,40 13,31 17,8 1,9 2,1 286,08 7 4 0
Deutsche Telekom 555750 23,91 –8,5 –13,6 34,36 / 23,78 28,91 1,7 3,5 2,23 2,49 9,6 4,7 5,3 37,99 11 0 0
DHL Group 555200 52,78 2,3 12,9 53,44 / 36,99 45,96 2,6 8,1 3,32 3,69 14,3 3,7 3,9 50,89 3 12 0
E.ON SE ENAG99 18,04 1,3 11,9 20,39 / 14,60 17,40 2,3 7,2 1,09 1,24 14,5 3,3 3,4 19,79 6 9 0
Fresenius M. C. 578580 39,30 –4,7 –3,6 49,10 / 34,57 40,42 0,8 5,4 3,93 4,40 8,9 3,5 3,9 43,69 4 6 3
Fresenius SE 578560 39,66 0,3 –19,0 52,96 / 35,11 45,61 1,1 8,2 3,58 3,90 10,2 2,9 3,1 54,22 8 1 0
GEA Group 660200 60,15 3,2 4,1 66,80 / 53,45 60,07 3,6 14,3 3,26 3,56 16,9 2,5 2,8 64,79 6 8 0
Hannover Rück SE 840221 241,20 2,1 –9,4 281,2 / 223,4 251,46 2,1 — 23,33 23,60 10,2 5,4 5,6 04.05. 284,87 5 8 0
Heidelberg Materials 604700 167,55 –9,5 –24,9 241,8 / 159,7 197,92 1,5 9,1 13,35 14,95 11,2 2,3 2,6 224,89 11 2 2
Henkel Vz. 604843 73,42 4,5 5,5 84,20 / 61,28 70,45 1,4 11,8 5,51 5,86 12,5 2,9 3,1 75,86 4 9 2
Hochtief 607000 506,00 –4,0 50,1 554,0 / 159,8 371,72 20,2 24,0 13,77 17,01 29,8 1,7 2,1 463,93 1 6 0
Infineon Techn. 623100 81,15 –5,6 115,1 88,83 / 30,82 46,33 5,7 27,7 1,74 2,64 30,7 0,5 0,5 81,33 15 4 1
Mercedes Benz Grp. 710000 43,39 –4,7 –27,8 62,34 / 42,63 54,50 0,4 2,7 5,92 7,54 5,8 7,7 8,3 59,69 8 11 1
Merck 659990 147,25 10,7 20,1 147,85 / 100,7 119,43 2,1 13,8 8,00 8,64 17,0 1,6 1,6 145,14 6 7 0
MTU Aero Engines A0D9PT 365,10 8,1 2,8 404,8 / 265,2 348,79 3,9 22,9 18,65 20,33 18,0 1,3 1,7 386,10 7 7 3
Münchener Rück 843002 485,70 1,6 –13,6 611,8 / 437,4 525,07 1,8 — 50,41 52,16 9,3 5,3 5,7 552,07 2 9 1
Qiagen A41HBE 34,26 6,9 –16,2 47,60 / 27,56 38,27 2,1 12,1 2,14 2,31 14,8 0,0 0,5 38,59 6 6 0
Rheinmetall 703000 991,20 –16,7 –36,5 2008 / 900,2 1571,56 7,1 9,3 37,67 54,50 18,2 1,5 2,3 1795,60 14 2 0
RWE 703712 56,36 1,4 24,5 62,00 / 33,72 50,06 1,1 9,4 2,71 3,17 17,8 2,3 2,6 63,56 9 5 0
SAP SE 716460 134,06 1,4 –35,7 269,35 / 130,62 183,56 3,5 14,3 7,24 8,45 15,9 2,0 2,3 214,04 20 4 0
Scout24 SE A12DM8 73,00 0,1 –14,9 122,8 / 62,70 81,89 3,6 15,8 4,04 4,78 15,3 2,4 3,1 103,76 11 1 0
Siemens 723610 280,45 0,5 17,3 282,55 / 198,0 243,80 3,3 20,4 11,32 12,77 22,0 2,0 2,1 286,17 14 4 1
Siemens Energy ENER6Y 165,00 –2,4 37,0 191,66 / 83,32 138,78 11,5 16,3 4,35 6,00 27,5 1,1 1,6 195,08 14 4 1
Siemens Healthineers SHL100 34,05 –1,3 –24,2 50,00 / 32,81 41,09 2,0 11,6 2,24 2,53 13,5 2,9 3,3 48,63 11 5 0
Symrise SYM999 87,56 1,4 27,1 92,76 / 64,70 74,51 3,2 16,2 3,93 4,26 20,5 1,5 1,6 92,78 8 6 0
Volkswagen Vz 766403 70,32 –12,5 –32,1 109,15 / 70,12 93,94 0,2 1,3 19,66 24,65 2,9 8,4 10,2 109,99 8 8 1
88 FOCUS MONEY 28/2026
So lesen Sie die Aktientabelle
1 Die 200-Tage-Linie zeigt den Durchschnittswert
der 200 letzten Handelstage. Schneidet
der Aktienkurs diese Durchschnittslinie von
unten nach oben und gibt damit ein technisches
Kaufsignal, erscheint das aktuelle Niveau
der 200-Tage-Linie in einem grünen
Viereck. Schneidet der Aktienkurs die Linie
von oben nach unten und erzeugt damit ein
technisches Verkaufssignal, steht der aktuelle
Stand der 200-Tage-Linie in einem roten
Rechteck.
2 KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Basis des
vom Finanzdienst S&P Global geschätzten
Buchwerts für das angegebene Kalenderjahr/
Geschäftsjahr.
3 KCV: Kurs-Cashflow-Verhältnis auf Basis des
vom Finanzdienst S&P Global geschätzten
Netto-Cashflows für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr.
4/5 Gewinn je Aktie: Von den beim Finanzdienst
S&P Global erfassten Analysten im Durchschnitt
(Konsens) erwarteter Gewinn je Aktie
des angegebenen Geschäftsjahres. In der
Regel handelt es sich dabei um das Kalenderjahr.
Gebrochene Geschäftsjahre werden gemäß
dem Abschluß dem jeweiligen Kalenderjahr
zugeordnet.
6 KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der
Gewinnschätzungen für das angegebene
Kalenderjahr/Geschäftsjahr.
7 Dividendenrendite in %: Dividen denrendite
auf Basis der für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr
prognostizierten Dividende,
die in der Regel im Folgejahr ausgezahlt
wird.
8 HV-Termin: Termin der nächsten Hauptversammlung,
soweit bereits angekündigt.
9 Kursziel: Durchschnittliches Kursziel der
Analysten, die laut Finanzdienst S&P Global
die Aktie beur teilen.
10 Analystenempfehlung: 10/10/1 (diese Ziffern
dienen hier nur als Beispiel): Zahl der Analysten,
die laut Erfassung des Finanzdienstes
S&P Global zum Kaufen/Halten/Verkaufen
der Aktie raten.
Quelle:
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Vonovia SE A1ML7J 21,54 3,3 –12,2 30,24 / 19,53 24,36 0,5 7,9 1,81 1,94 11,1 5,9 6,2 31,93 10 3 0
Zalando SE ZAL111 25,26 0,1 –0,3 29,19 / 18,61 23,36 2,2 14,3 1,52 1,86 13,6 0,0 0,0 35,36 14 5 0
MDAX
Aixtron SE A0WMPJ 53,40 –11,6 208,6 62,66 / 11,68 29,28 6,2 47,7 0,73 1,30 41,1 0,3 0,5 51,81 4 9 1
Aroundtown A2DW8Z 2,33 –0,4 –12,2 3,52 / 2,16 2,74 0,3 3,3 0,26 0,23 10,1 5,3 6,0 3,11 3 6 3
Aumovio SE AUM0V1 35,35 –11,6 –17,7 47,02 / 31,66 38,62 0,4 3,0 3,72 5,16 6,9 1,0 2,7 50,22 5 3 0
Aurubis 676650 181,50 –7,3 46,1 225,2 / 84,10 150,74 1,3 7,6 8,80 10,42 17,4 1,2 1,4 172,50 2 4 0
Auto1 Group SE A2LQ88 22,92 –6,1 –16,0 31,50 / 14,46 23,55 5,9 40,0 0,63 0,95 24,1 0,0 0,0 30,97 6 2 1
Bechtle 515870 31,14 3,5 –28,7 45,14 / 24,56 35,60 1,8 11,9 1,93 2,10 14,8 2,4 2,6 09.06. 38,78 7 0 0
Bilfinger SE 590900 81,15 –4,3 –24,4 129,3 / 77,25 101,50 2,0 11,0 6,12 7,06 11,5 3,6 4,3 121,00 3 1 0
CTS Eventim 547030 50,65 –1,0 –35,5 107,0 / 48,68 68,82 3,7 11,0 3,29 3,63 13,9 3,3 3,6 87,79 7 1 0
Delivery Hero SE A2E4K4 35,86 –1,7 57,8 39,83 / 14,80 23,70 7,7 26,4 0,02 0,85 42,0 0,0 0,0 33,09 5 7 1
Deutsche Lufthansa 823212 9,88 8,2 17,6 9,95 / 6,72 8,12 0,9 3,4 1,07 1,43 6,9 3,1 3,8 9,44 4 8 3
Deutz 630500 8,72 –11,2 2,6 12,50 / 7,33 9,57 1,2 6,3 0,92 1,13 7,7 2,6 3,1 12,94 5 0 0
DWS Group DWS100 64,90 5,6 14,9 65,80 / 46,92 56,81 1,6 9,0 5,11 5,34 12,1 6,1 5,5 63,81 2 7 1
Elmos Semicond. SE 567710 179,40 –4,9 84,9 206,0 / 75,80 127,18 4,2 25,0 7,15 8,38 21,4 1,0 1,2 04.05. 180,00 2 2 0
Evonik Industries EVNK01 15,70 –2,1 17,5 18,32 / 12,49 15,00 0,9 5,0 1,54 1,47 10,7 5,0 5,2 17,51 3 6 2
flatexDegiro FTG111 37,68 0,4 2,6 43,24 / 23,38 33,38 3,8 16,8 1,91 2,28 16,5 1,0 1,1 42,42 6 5 0
Fraport 577330 73,25 2,0 4,7 86,95 / 62,45 73,82 1,2 6,4 3,62 3,82 19,2 1,4 2,7 25.05. 78,37 4 9 2
freenet A0Z2ZZ 22,78 –7,2 –22,4 33,92 / 22,78 27,64 1,7 6,9 2,16 2,47 9,2 9,0 9,5 27,76 3 6 1
Fuchs SE Vz. A3E5D6 38,38 –2,2 0,6 49,46 / 31,80 38,01 2,3 23,9 2,46 2,66 14,4 3,3 3,5 46,88 7 0 1
Hella A13SX2 71,30 –1,2 –13,7 89,10 / 67,90 77,74 2,5 12,6 1,83 2,18 32,7 0,8 1,0 65,00 0 2 1
Hensoldt HAG000 67,76 –1,9 –7,7 117,7 / 63,18 82,58 6,8 20,6 1,77 2,32 29,2 1,0 1,3 90,97 7 7 0
Hugo Boss A1PHFF 37,57 –1,4 3,9 44,08 / 33,85 37,32 1,6 5,7 2,66 3,23 11,6 0,2 2,5 40,57 1 9 0
Ionos Group SE A3E00M 27,38 3,2 2,4 43,25 / 20,90 28,03 7,0 10,2 2,02 2,33 11,8 0,0 0,0 33,53 5 4 0
Jenoptik A2NB60 46,76 –1,5 138,9 48,42 / 16,04 27,42 2,5 16,3 1,87 2,29 20,4 1,0 1,0 43,44 5 2 0
K+S KSAG88 13,27 –1,2 6,8 18,69 / 10,35 13,56 0,5 2,9 1,27 0,99 13,4 0,5 1,2 15,61 4 3 4
Kion Group KGX888 38,50 –8,6 –43,6 70,45 / 35,80 54,43 0,8 5,7 3,65 4,64 8,3 2,6 3,4 58,33 7 5 0
Knorr-Bremse KBX100 101,20 –2,7 6,4 115,6 / 77,40 95,38 4,6 15,3 4,62 5,31 19,1 2,1 2,4 115,47 9 3 0
Krones 633500 112,20 –1,2 –17,4 144,2 / 108,2 126,51 1,5 8,6 10,31 11,56 9,7 2,8 3,1 156,11 6 1 1
Lanxess 547040 15,09 –11,5 –14,4 27,14 / 11,03 18,06 0,4 4,8 0,15 0,46 32,7 0,7 1,4 17,53 2 7 3
LEG Immobilien SE LEG111 55,80 4,4 –10,4 76,45 / 50,05 61,90 0,4 8,1 5,41 5,87 9,5 5,4 5,6 79,51 8 4 1
Nemetschek SE 645290 53,35 –0,3 –42,5 138,5 / 50,45 79,34 5,3 16,7 2,46 2,93 18,2 1,4 1,7 90,28 7 3 1
Nordex SE A0D655 46,14 –5,5 58,4 51,70 / 16,99 34,89 6,3 14,1 1,97 2,35 19,6 0,8 0,9 47,00 7 7 0
Porsche PAG911 43,12 –10,1 –5,5 50,66 / 35,62 43,32 1,7 8,2 1,82 2,29 18,8 2,4 2,6 44,84 5 11 3
Porsche Hldg. SE PAH003 27,00 –11,0 –32,4 41,52 / 26,93 34,43 0,2 7,5 13,08 14,74 1,8 6,8 7,2 36,40 2 6 0
Puma SE 696960 26,35 –6,3 18,2 30,31 / 15,30 22,70 2,4 6,7 –1,46 0,34 78,3 0,0 0,3 29,31 6 10 0
Rational 701080 643,00 –3,1 –2,8 776,5 / 604,0 662,67 7,4 24,9 23,85 25,67 25,0 2,7 2,9 12.05. 796,50 7 3 0
FOCUS MONEY 28/2026
89
moneyanalyse Deutsche Aktien
ZALANDO
Online-Händler im Visier
Die Bafin hat eine Untersuchung des Jahresabschlusses 2025 von Zalando eingeleitet.
Im Fokus steht die 1,1 Milliarden Euro Übernahme von About You. Konkret geht es
um die Frage, ob die Beteiligung des dänischen Milliardärs Anders Holch Povlsen –
der vor der Übernahme an beiden Marken beteiligt war – hätte offengelegt werden
müssen. Zalando spricht von einem „rein formalen und unwesentlichen“ Sachverhalt.
Man kooperiere eng mit der Bafin. Die Aktie rutschte über fünf Prozent ab. Halten.
Zalando
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
90
70
50
30
10
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE000ZAL1111 Empfohlen am 22.08.2025 Empfehlungs-Kurs 24,94 € Kurs aktuell 25,47 € +/– in % +2,1 Neuer Stopp 22,00 € Kursziel 36,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
MDAX
Renk Group RENK73 42,48 –6,1 –20,8 90,34 / 40,34 57,71 7,4 19,2 1,74 2,16 19,7 1,7 2,2 67,93 10 1 0
RTL Group 861149 31,25 –0,5 –9,3 39,00 / 28,80 34,53 1,1 9,4 2,36 2,62 11,9 7,7 8,2 34,50 0 6 0
Salzgitter 620200 44,76 –13,7 11,5 67,60 / 20,20 42,72 0,5 4,4 5,32 6,60 6,8 0,5 0,7 03.06. 60,43 3 3 0
Sartorius Vz. 716563 228,30 7,1 –7,6 267,7 / 175,95 229,69 5,3 19,1 5,35 6,36 35,9 0,4 0,4 266,32 10 5 1
Schaeffler SHA010 8,49 –7,7 1,6 11,98 / 4,52 8,17 2,6 6,1 0,38 0,70 12,1 3,4 4,3 9,43 6 4 1
Siltronic WAF300 82,15 –14,7 68,0 108,8 / 31,70 61,00 1,5 11,6 –7,15 –3,87 — 0,0 0,1 74,30 2 5 2
Suss MicroTec SE A1K023 92,80 –14,5 137,1 118,4 / 24,00 54,33 5,0 42,0 1,99 3,57 26,0 0,4 0,5 107,69 5 2 0
TAG Immobilien 830350 14,26 5,3 7,8 16,80 / 12,03 14,32 0,6 10,9 1,03 1,10 13,0 3,6 4,3 18,54 8 0 0
Talanx TLX100 109,90 4,1 –3,4 126,2 / 97,65 108,66 1,8 — 10,78 11,15 9,9 3,9 4,4 05.05. 121,00 1 1 0
thyssenkrupp 750000 10,35 –2,1 11,5 12,48 / 6,14 9,73 0,7 6,1 0,47 1,01 10,3 1,5 1,5 07.08. 12,72 5 3 0
TKMS TKMS00 75,10 3,9 13,6 107,0 / 57,00 81,04 4,0 12,9 2,11 2,56 29,4 1,1 1,3 91,71 2 3 1
Traton SE TRAT0N 32,66 –1,2 7,1 37,34 / 25,78 31,14 0,8 5,5 4,29 5,59 5,8 3,6 5,2 34,72 6 6 3
TUI TUAG50 7,22 0,1 –19,7 9,56 / 6,08 7,65 1,8 2,3 1,06 1,40 5,2 2,3 3,3 10,15 5 4 0
United Internet 508903 23,08 –2,1 –16,6 30,22 / 23,06 26,81 0,8 4,4 1,80 2,11 10,9 2,4 2,6 31,17 5 4 0
Wacker Chemie WCH888 90,50 –9,3 30,5 105,6 / 61,15 78,07 1,2 8,3 0,65 2,41 37,6 0,5 1,2 88,76 2 9 2
SDAX
1&1 554550 18,94 –8,3 –23,5 27,30 / 18,44 23,14 0,5 7,1 1,44 1,50 12,6 0,3 0,3 23,45 4 5 1
Adtran Networks SE 510300 23,00 1,3 5,5 23,20 / 20,30 22,24 3,2 — 0,18 — — — — — 0 0 0
Alzchem Group A2YNT3 174,40 –5,7 12,5 210,6 / 123,2 158,70 5,8 10,8 6,60 8,41 20,7 1,3 1,7 204,49 7 0 0
Asta Energy Solutions A4214T 68,60 –9,3 — 78,20 / 37,25 53,67 — — — — — — — — 0 0 0
Atoss Software SE 510440 66,60 –6,6 –42,3 147,6 / 65,00 94,04 9,4 18,6 3,26 3,76 17,7 3,6 4,1 125,88 5 2 0
Basler 510200 28,00 –12,2 83,0 31,90 / 11,32 18,34 5,3 — 0,89 1,01 27,7 0,8 0,9 28,00 2 1 0
Befesa A2H5Z1 29,50 –11,5 ±0,0 37,40 / 25,64 30,97 1,3 5,6 2,54 2,63 11,2 4,0 4,3 40,89 6 2 0
Cancom SE 541910 23,25 –1,9 –12,8 29,45 / 20,05 25,38 1,3 9,3 1,34 1,54 15,1 4,4 4,6 28,43 3 5 0
Carl Zeiss Meditec 531370 26,36 –3,9 –34,1 57,20 / 22,62 33,60 1,1 22,7 1,39 1,80 14,6 2,0 2,3 30,05 1 14 0
Cewe Stiftung 540390 91,20 –3,0 –12,1 106,2 / 89,10 99,35 1,2 3,9 10,84 9,41 9,7 3,9 3,6 135,67 6 0 0
Dermapharm Hldg. SE A2GS5D 47,45 1,9 20,6 51,90 / 31,70 39,63 3,5 10,1 2,65 2,93 16,2 2,1 2,4 50,38 2 3 0
Deutsche Beteilig. A1TNUT 21,85 –5,6 –13,1 26,60 / 21,60 24,66 0,6 7,5 2,22 3,09 7,1 4,6 4,7 35,03 6 0 0
Deutsche EuroShop 748020 17,46 –5,3 –7,3 21,10 / 17,46 19,25 0,7 5,7 1,62 1,77 9,8 6,2 6,2 19,33 0 2 1
Douglas BEAU1Y 7,83 –0,8 –37,4 13,26 / 7,75 10,86 0,9 2,9 1,20 1,35 5,8 0,0 2,0 10,96 4 5 0
Drägerwerk Vz 555063 82,60 –1,8 19,0 99,40 / 62,50 80,75 0,9 10,3 7,91 8,78 9,4 2,7 3,0 101,50 2 2 0
Dt. Pfandbriefbank 801900 3,24 –2,7 –23,1 5,72 / 2,71 3,94 0,2 — 0,09 0,49 6,6 0,7 6,1 3,85 1 2 1
Dürr 556520 17,70 –9,0 –21,5 25,10 / 17,20 20,91 0,9 11,6 1,92 2,58 6,9 4,0 5,4 14.05. 30,33 5 3 0
Eckert & Ziegler SE 565970 15,32 –3,1 0,4 23,08 / 13,30 15,68 3,2 22,3 0,83 0,90 17,0 1,3 1,3 16.06. 22,10 3 0 0
Einhell Germany A40ESU 69,50 –1,3 –17,5 89,00 / 65,30 78,40 1,5 13,6 6,88 7,53 9,2 2,7 2,8 105,00 2 0 0
Energiekontor 531350 39,35 –6,9 10,1 53,40 / 30,10 38,73 1,5 3,9 2,51 4,73 8,3 2,7 3,6 71,50 1 0 0
Evotec SE 566480 5,02 7,4 –8,0 7,84 / 4,00 5,56 1,3 — –0,77 –0,14 — 0,0 0,0 6,44 4 3 0
Fielmann Grp. 577220 42,80 –1,4 –1,7 58,80 / 39,85 44,73 3,3 9,0 2,64 2,95 14,5 3,6 4,0 09.07. 58,88 5 2 0
90 FOCUS MONEY 28/2026
AIRBUS SE
Wieder ein kleiner Sieg
China Eastern bestellt 25 Airbus-Großraumjets vom Typ A330neo im Listenwert von
etwa 9,35 Milliarden Dollar. Die Maschinen sollen zwischen 2029 und 2033 ausgeliefert
werden und die Flotte modernisieren sowie die Betriebskosten senken. Für Airbus
ist der Auftrag ein weiterer Erfolg im chinesischen Markt. Boeing hingegen hat
dort seit den 737-Max-Abstürzen und den politischen Spannungen mit China an
Boden verloren. Die Airbus-Aktie stieg auf Wochensicht um zwei Prozent. Kaufen.
Airbus
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
180
140
100
60
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN NL0000235190 Empfohlen am 5.12.2025 Empfehlungs-Kurs 197,89 € Kurs aktuell 193,66 € +/– in % -2,1 Neuer Stopp 165,00 € Kursziel 209,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Fr. Vorwerk Grp. SE A255F1 70,45 1,4 –13,7 109,2 / 55,10 79,82 3,9 14,6 4,68 5,05 14,0 1,6 1,7 86,50 2 1 1
GFT Technologies SE 580060 20,75 –2,6 9,6 25,50 / 13,86 18,82 1,9 11,6 1,73 2,01 10,3 2,6 2,8 03.06. 29,67 5 0 0
Grand City Prop. A1JXCV 9,03 –1,0 –8,2 11,58 / 8,55 10,08 0,3 5,3 1,22 1,19 7,6 6,9 6,4 11,13 2 6 0
Grenke A161N3 11,96 –3,2 –23,5 19,82 / 11,60 14,24 0,4 — 1,53 1,99 6,0 3,2 4,0 20,04 4 0 1
Hamborner Reit A3H233 4,42 –0,7 –1,3 6,03 / 4,27 4,81 0,6 7,8 0,12 0,09 49,1 7,6 7,8 10.06. 8,05 4 0 0
Heidelberger Druck. 731400 1,39 –4,2 –31,1 2,81 / 1,30 1,72 0,7 11,4 0,12 0,18 7,7 0,0 0,0 23.07. 2,15 2 1 0
HelloFresh SE A16140 3,93 ±0,0 –36,1 9,53 / 3,49 5,39 0,9 2,6 0,43 0,57 6,9 0,0 0,0 5,60 4 7 2
Hornbach Hldg. 608340 78,10 –3,6 –6,8 108,4 / 74,00 84,00 0,6 3,5 9,02 9,60 8,1 3,2 3,3 10.07. 99,11 3 3 0
Hypoport SE 549336 84,00 5,9 –34,6 218,0 / 68,20 104,47 1,4 9,2 3,82 6,15 13,6 0,0 0,0 212,75 3 0 0
Indus Holding 620010 25,80 –5,7 –8,5 33,70 / 21,15 27,55 0,8 40,2 3,65 3,82 6,8 5,6 5,8 36,83 3 1 0
init innovation SE 575980 46,40 –5,7 –0,6 55,20 / 35,70 47,09 2,7 63,6 2,56 3,19 14,6 2,2 2,6 65,83 3 0 0
Jost Werke SE JST400 52,10 –5,4 –3,7 67,80 / 47,20 55,09 1,8 5,3 6,21 6,99 7,4 3,3 3,8 75,00 4 0 0
Jungheinrich 621993 23,04 –2,6 –35,0 42,84 / 21,72 30,34 0,9 8,5 2,50 3,06 7,5 2,8 3,6 36,50 6 3 0
Klöckner & Co. SE KC0100 12,30 –0,3 51,5 12,70 / 5,10 9,53 0,8 20,7 0,37 0,55 22,5 1,4 1,6 26.05. 11,30 1 1 1
Kontron A0X9EJ 23,14 –1,4 1,5 29,00 / 16,34 23,17 1,7 11,4 1,64 1,99 11,6 2,4 3,3 29,34 5 0 0
KSB SE Vz 629203 859,00 –1,4 –10,3 1265 / 773,0 959,00 1,0 — 85,62 96,15 8,9 3,6 8,0 1207,00 3 0 0
KWS Saat SE 707400 67,60 0,7 –1,5 80,60 / 61,00 69,20 1,3 12,4 5,72 5,72 11,8 2,1 2,2 84,25 2 2 0
LPKF Laser & Electr. SE 645000 21,50 –23,5 284,6 30,80 / 5,35 10,67 7,4 — –0,26 0,08 268,8 0,0 0,0 15,50 0 2 0
MBB SE A0ETBQ 173,60 –2,4 –15,9 225,0 / 136,4 191,26 1,0 — 11,36 12,75 13,6 0,9 1,1 222,73 2 1 0
Medios A1MMCC 12,18 –1,6 –15,9 17,44 / 11,64 14,00 0,6 4,7 1,09 1,71 7,1 0,0 0,0 23,00 4 0 0
MLP SE 656990 7,37 –7,3 6,5 8,95 / 5,85 7,30 1,3 — 0,69 0,78 9,4 5,4 5,8 10,20 3 0 0
Mutares A2NB65 27,80 –6,4 –5,5 34,73 / 23,15 28,48 1,0 — 3,80 4,05 6,9 7,2 8,1 45,20 2 0 0
Nagarro A3H220 75,05 120,6 –1,6 80,35 / 32,50 54,35 4,9 15,4 5,19 5,47 13,7 1,7 1,8 78,00 2 1 1
Norma Group SE A1H8BV 17,72 0,3 21,5 18,90 / 12,48 15,30 0,8 10,6 0,65 0,91 19,5 2,4 2,3 17,44 2 3 0
Ottobock SE BCK222 51,80 1,4 –20,6 76,35 / 45,56 61,00 6,1 10,0 3,00 3,54 14,6 2,1 2,4 81,75 6 1 0
Patrizia SE PAT1AG 7,72 –0,4 –5,2 8,90 / 6,62 7,62 0,6 12,2 0,28 0,33 23,7 4,7 4,8 9,66 4 1 0
PNE A0JBPG 10,92 –3,2 8,1 15,44 / 7,22 10,07 4,7 28,0 0,26 0,30 36,4 0,4 0,4 11,60 1 1 0
PVA TePla 746100 44,72 3,2 96,1 46,32 / 18,65 30,08 5,8 36,2 0,80 1,27 35,1 0,0 0,0 44,81 5 2 0
Redcare Pharmacy A2AR94 68,40 3,0 5,1 114,0 / 30,20 59,70 3,0 18,7 –0,89 0,99 69,0 0,0 0,0 79,67 4 3 0
SAF Holland SE SAFH00 20,30 1,2 32,7 21,20 / 13,36 16,88 1,7 5,4 2,10 2,42 8,4 4,0 4,8 20,70 3 2 0
Schott Pharma A3ENQ5 17,28 2,2 14,4 28,50 / 12,62 16,64 2,6 12,3 0,94 1,06 16,3 1,0 1,1 19,43 5 5 0
Secunet Security 727650 166,80 –5,5 –10,0 246,5 / 152,8 191,45 5,6 19,3 6,10 7,39 22,6 1,8 2,1 239,67 2 1 0
SFC Energy 756857 20,60 –10,2 68,0 24,75 / 11,32 16,04 2,3 10,7 0,82 0,99 20,8 0,0 0,0 26,40 4 0 0
Shelly Group SE A2DGX9 59,10 –2,5 –1,8 71,60 / 44,20 57,45 7,2 35,0 2,41 3,22 18,4 0,4 0,5 79,33 2 0 0
Sixt SE St. 723132 63,90 –10,3 –9,7 98,70 / 57,70 71,26 1,2 8,3 6,87 7,63 8,4 5,7 6,3 96,00 5 1 0
SMA Solar Techn. A0DJ6J 64,10 11,2 88,1 70,70 / 15,41 38,92 5,3 45,1 2,00 3,13 20,5 0,9 0,4 52,40 1 4 0
Springer Nature SPG100 19,52 4,9 2,1 24,65 / 14,70 19,29 1,9 7,6 1,65 1,80 10,9 4,2 4,6 26,36 4 0 0
Stabilus SE STAB1L 15,16 –10,2 –25,9 29,00 / 14,52 19,44 0,6 5,5 2,69 3,11 4,9 3,5 4,6 25,84 4 0 1
FOCUS MONEY 28/2026
91
moneyanalyse Deutsche Aktien
HEIDELBERG MATERIALS
Es herrscht Unruhe
Nach dem Kursrutsch auf ein Mehrwochentief bleibt Heidelberg Materials unter
Druck. Mehrere Analysten reduzierten nach einem Pre-Call ihre Umsatzprognosen
für das zweite Quartal. Belastend auf die Umsätze wirken höhere Energiekosten und
die schwache Baukonjunktur. Die Analysten von JPMorgan und UBS halten zwar an
ihren Kaufempfehlungen fest, doch die Quartalszahlen am 30. Juli dürften zum entscheidenden
Stimmungstest werden.
Heidelberg Materials
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
200
150
100
50
0
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE0006047004 Empfohlen am 13.02.2026 Empfehlungs-Kurs 218,40 € Kurs aktuell 168,90 € +/– in % -22,7 Neuer Stopp 144,00 € Kursziel 225,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
SDAX
Sto SE 727413 91,40 –5,7 –24,6 134,2 / 91,00 114,71 — — 6,60 9,38 9,7 4,4 4,9 140,00 1 0 0
Ströer SE 749399 33,74 –2,9 –8,8 52,00 / 28,85 35,80 3,7 8,2 3,00 3,53 9,6 6,5 7,0 50,08 6 3 1
Südzucker 729700 10,44 –1,1 14,0 13,57 / 8,92 10,27 1,0 12,7 0,39 0,83 12,5 1,6 2,9 16.07. 11,52 0 4 0
TeamViewer SE A2YN90 4,85 –1,5 –19,8 10,33 / 4,09 5,82 2,4 3,7 1,03 1,12 4,3 0,0 0,0 7,84 4 8 0
tonies SE A3CM2W 12,62 3,4 20,9 13,42 / 5,56 9,95 3,7 36,6 0,36 0,57 22,0 0,0 0,0 16,65 4 0 0
Verbio SE A0JL9W 29,80 –4,7 40,6 47,26 / 9,40 25,92 2,4 12,2 0,76 1,89 15,8 0,0 0,0 47,50 2 1 0
Vincorion SE VNC001 16,55 –4,2 — 23,90 / 15,30 17,79 — — — — — — — — 0 0 0
Vossloh 766710 63,05 0,1 –17,5 95,10 / 61,55 76,06 1,4 8,5 3,42 4,39 14,3 1,9 2,4 84,14 3 3 0
Wacker Neuson SE WACK01 18,72 –3,8 –23,7 26,05 / 16,66 20,39 0,8 6,3 1,51 2,04 9,2 4,6 6,0 03.06. 22,67 1 1 1
Wüstenr. & Württ. 805100 14,70 2,5 1,1 16,76 / 13,30 14,70 — — 1,54 2,01 7,3 4,4 5,1 20,00 1 0 0
WEITERE DEUTSCHE AKTIEN
123Fahrschule SE A2P4HL 2,50 0,8 –17,2 3,78 / 2,26 2,90 4,4 — –0,34 –0,13 — — — 5,65 1 0 0
2G Energy A0HL8N 71,50 –1,4 107,2 76,00 / 25,60 41,03 6,6 — 1,82 2,55 28,1 0,4 0,5 65,00 1 2 0
3U Holding 516790 1,01 –7,8 –7,8 1,74 / 0,97 1,20 — — –0,12 –0,06 — 0,0 0,0 1,97 2 1 0
7C Solarparken A11QW6 1,63 –5,2 3,0 1,93 / 1,52 1,69 0,6 — 0,14 — — 6,8 — — 0 0 0
A.H.T. Syngas Tech. A12AGY 2,40 –13,7 ±0,0 5,50 / 1,45 3,45 — — — — — — — — 0 0 0
A.S. Création A1TNNN 7,65 –0,6 –1,9 8,60 / 6,55 7,49 — — 0,34 0,86 8,9 2,6 6,5 14,00 1 0 0
ABO Wind 576002 3,85 9,1 –67,4 46,20 / 3,36 14,01 5,1 — –3,55 0,14 27,5 0,0 0,0 09.07. — 0 0 0
ad pepper media Int. 940883 2,52 ±0,0 –5,3 3,92 / 2,38 2,73 2,2 — 0,09 0,11 22,9 — — 5,00 0 0 0
adesso SE A0Z23Q 51,20 1,8 –42,3 103,2 / 48,40 75,42 1,6 7,0 4,11 5,83 8,8 1,6 1,7 103,33 4 1 0
All for One Group SE 511000 30,90 –2,5 –24,4 54,60 / 29,30 37,84 1,2 — 4,62 5,82 5,3 — 7,8 — 0 0 0
Allane SE A0DPRE 10,90 –9,2 9,5 12,50 / 8,00 10,45 1,0 — 0,50 — — 0,0 — — 0 0 0
Allgeier A2GS63 16,40 6,5 –21,2 23,80 / 14,95 17,94 1,1 — 1,03 1,08 15,2 3,7 4,0 24,00 1 2 0
Altech Advanced Mat. A41YD9 1,29 –3,0 — 2,80 / 0,86 1,23 — — — — — — — — 0 0 0
Amadeus Fire 509310 20,25 1,7 –52,1 80,70 / 19,82 36,10 0,8 6,0 2,33 3,81 5,3 5,4 9,4 58,33 2 0 0
AT&S 922230 205,00 –16,5 536,6 246,0 / 16,70 63,77 5,9 14,9 — 6,68 30,7 0,0 0,3 09.07. 243,12 2 2 1
Aumann A2DAM0 15,65 ±0,0 30,2 16,30 / 10,70 12,94 1,0 — 0,50 0,90 17,4 1,9 2,2 14,85 0 2 0
B+S Banksysteme 126215 1,98 ±0,0 –0,5 3,18 / 1,61 2,00 — — 0,22 0,24 8,3 0,0 4,0 4,70 0 0 0
Bastei Lübbe A1X3YY 7,00 0,6 –16,3 10,55 / 6,12 7,67 1,1 — 0,80 0,85 8,3 5,0 5,5 12,08 4 0 0
BayWa vNA 519406 2,48 3,5 –10,8 7,75 / 2,20 3,26 0,2 — –0,53 2,09 1,2 0,0 48,4 — 0 0 0
BB Biotech N A0NFN3 52,20 6,0 7,6 53,60 / 31,90 47,29 0,8 — –0,66 –0,71 — 5,1 5,5 74,82 1 0 0
Berentzen Group 520160 3,25 –1,5 –11,4 4,58 / 3,19 3,60 — — 0,25 0,38 8,6 4,0 5,8 8,00 1 0 0
Bertrandt 523280 8,84 –1,3 –52,5 21,80 / 8,84 16,19 0,3 1,5 –2,01 2,53 3,5 5,8 7,1 17,40 2 3 0
bet-at-home.com A0DNAY 3,07 2,3 39,5 3,59 / 1,90 2,48 — — 0,44 0,60 5,1 — — 5,50 1 0 0
Bike24 Holding A3CQ7F 2,48 –9,8 –16,8 3,53 / 2,44 2,98 0,9 — 0,07 0,21 11,8 0,0 0,0 4,25 2 0 0
Biofrontera A4BGGM 2,31 2,2 2,2 2,85 / 2,18 2,47 — — — — — — — — 0 0 0
Bio-Gate konv. BGAG98 0,59 5,4 –24,4 1,03 / 0,50 0,71 — — — — — — — — 0 0 0
BioNTech A2PSR2 82,45 4,5 0,9 105,5 / 68,00 85,15 1,2 — –4,60 –4,43 — 0,0 0,0 106,75 14 5 0
92 FOCUS MONEY 28/2026
ECKERT & ZIEGLER
Deutlich mehr Dividende
Der Spezialist für Nuklearmedizin und Strahlentherapie Eckert & Ziegler hat die Dividende
für das Geschäftsjahr 2025 von 17 auf 22 Cent je Aktie erhöht. Zwar notiert
das Papier aus dem SDax aktuell deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von gut 23
Euro. Da der Konzern aber zu den größten Herstellern radioaktiver Komponenten gehört
und als profitabler Qualitätswert gilt, empfiehlt die Mehrheit der Analysten den
Titel zum Kauf mit einem Kurspotenzial von bis zu 40 Prozent über aktuellem Niveau.
Eckert & Ziegler
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
40
30
20
10
0
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE0005659700 Empfohlen am 2.04.2026 Empfehlungs-Kurs 20,00 € Kurs aktuell 15,35 € +/– in % – 23,3 Neuer Stopp 13,00 € Kursziel 21,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Bitcoin Group A1TNV9 22,60 –14,3 –27,6 49,16 / 22,16 32,09 — — — — — — — — 0 0 0
Blue Cap A0JM2M 17,65 –8,3 2,0 21,40 / 16,50 18,56 0,7 — 0,44 0,76 23,3 3,7 3,7 30,25 2 0 0
Borussia Dortmund 549309 3,02 1,0 –7,6 3,97 / 2,88 3,25 1,0 11,6 –0,13 0,09 33,6 1,8 2,3 5,00 3 0 0
Brain Biotech 520394 2,74 –2,8 13,7 3,81 / 1,81 2,55 — — –0,43 –0,39 — 0,0 0,0 5,50 4 0 0
Branicks Group A1X3XX 1,03 23,5 –40,3 2,26 / 0,80 1,63 0,1 2,6 — — — 0,0 0,0 1,85 1 0 1
Brockhaus Technolog. A2GSU4 19,05 –0,3 18,3 20,20 / 9,10 15,14 0,8 — 3,60 — — 2,5 3,1 — 0 0 0
Ceconomy 725750 3,88 3,6 –11,8 4,55 / 3,54 4,26 2,3 7,8 0,55 0,61 6,4 2,6 3,3 4,60 0 0 2
Cenit 540710 8,32 –9,2 16,5 9,86 / 5,76 7,06 1,6 — 0,41 0,80 10,4 2,4 3,6 14,50 3 0 0
Cherry SE A41YFJ 1,25 — — — / — — — — — — — — — — 0 0 0
Circus SE A2YN35 5,29 –13,0 –56,5 24,80 / 5,18 10,89 117,6 — –0,42 0,44 12,2 — — 25,00 2 0 0
Cliq Digital A35JS4 3,65 0,3 168,0 5,81 / 1,29 2,43 0,3 — –1,04 –0,93 — 0,0 0,0 — 0 1 0
Corestate Capital A141J3 0,22 –1,3 –8,3 0,35 / 0,22 0,26 — — — — — — — — 0 0 0
Covestro 606214 59,80 –0,2 –0,9 61,14 / 54,10 59,68 1,8 10,9 0,09 0,97 61,8 0,0 0,6 62,00 0 2 0
cyan A2E4SV 1,83 –3,7 –7,6 2,92 / 1,79 2,13 1,5 45,8 –0,02 0,05 36,6 — — 4,00 0 0 0
Daldrup & Söhne 783057 20,40 –5,6 6,0 29,90 / 11,40 20,81 3,3 — 1,12 1,57 13,0 0,9 1,1 27,60 1 1 0
Data Modul 549890 27,40 –6,8 –4,2 30,20 / 21,00 27,57 0,7 — 0,50 1,03 26,6 0,4 0,4 37,00 1 0 0
Datagroup SE A41YEV 75,10 0,1 7,4 76,80 / 58,10 69,98 3,0 — 4,01 4,36 17,2 2,0 2,3 — 0 0 0
Datron A0V9LA 7,40 –3,3 5,0 9,70 / 6,90 7,57 0,7 5,8 0,64 1,06 7,0 2,7 3,6 25.06. 15,09 2 0 0
Delignit A0MZ4B 2,50 ±0,0 10,6 2,86 / 1,87 2,39 0,7 — 0,18 0,20 12,5 3,2 3,4 4,60 1 0 0
Delticom 514680 2,42 –1,6 21,0 2,78 / 1,91 2,26 0,6 — 0,28 0,32 7,6 5,0 5,4 07.07. 4,35 2 0 0
Demire Real Estate A0XFSF 0,29 –3,3 –24,0 0,71 / 0,29 0,44 — — — –0,20 — — — 0,80 0 0 0
Deutsche Rohstoff A0XYG7 81,30 –1,1 64,2 113,8 / 37,45 67,43 1,0 2,1 38,37 14,14 5,8 5,5 3,4 144,00 0 0 0
Deutsche Wohnen SE A0HN5C 18,44 2,8 –9,8 24,30 / 17,82 20,61 0,5 17,5 2,01 2,88 6,4 6,2 6,2 20,09 1 1 1
Dt. Grundstücksaukt. 553340 4,80 –1,2 –16,5 8,00 / 3,44 5,92 — — 0,34 0,73 6,6 0,0 0,0 12,85 1 0 0
Dt. Konsum REIT A14KRD 1,26 –11,6 –32,4 2,41 / 1,26 1,76 0,2 3,4 — — — 0,0 0,0 5,00 1 1 0
ecotel communication 585434 6,80 –2,9 –39,3 13,60 / 5,95 9,92 0,9 2,4 0,53 0,63 10,8 4,4 4,4 22,80 1 0 0
Edag Engineering Grp. A143NB 3,08 –11,0 –38,3 7,34 / 3,07 4,69 0,8 — 0,06 0,36 8,5 0,3 5,2 5,13 1 3 0
ElringKlinger 785602 5,04 –6,1 18,4 6,29 / 3,91 4,66 0,5 3,0 0,65 0,90 5,6 4,2 6,2 5,33 1 1 1
Enapter A255G0 1,20 –11,5 –29,3 2,95 / 1,12 1,57 1,0 — –0,36 –0,13 — 0,0 0,0 2,27 0 1 0
EnviTec Biogas A0MVLS 18,45 –3,7 7,3 28,20 / 16,25 20,18 — — — — — — — — 0 0 0
Epigenomics konv. A37FT4 0,87 ±0,0 –3,3 1,59 / 0,51 0,92 — — — — — — — — 0 0 0
Ernst Russ A16107 7,90 –1,0 12,2 9,22 / 6,44 7,38 0,9 7,1 1,10 0,79 10,0 4,0 3,8 13,23 2 0 0
Eurokai 570653 58,80 4,6 17,1 64,60 / 36,50 53,30 1,4 — 3,28 — — 2,2 — — 0 0 0
Exasol A0LR9G 2,12 –7,0 –21,8 3,45 / 1,87 2,50 5,3 — 0,09 0,15 14,6 0,0 0,0 4,45 2 0 0
Fabasoft 922985 13,70 0,4 –12,7 17,45 / 10,45 13,91 3,3 — 0,91 1,07 12,9 1,3 1,3 08.07. 25,00 2 0 0
Formycon A1EWVY 18,76 –3,4 –26,3 31,05 / 16,52 21,50 0,9 — –1,24 1,11 16,9 0,0 0,0 39,67 4 0 0
Fortec Elektronik 577410 12,55 –7,0 18,4 16,05 / 10,00 12,21 — — –0,60 0,46 27,3 3,2 4,8 15,00 1 0 0
Frequentis A2PHG5 61,00 –15,7 –15,0 103,5 / 44,40 72,45 3,6 16,9 2,41 2,85 21,4 0,6 0,7 81,81 1 2 0
FOCUS MONEY 28/2026
93
moneyanalyse Deutsche Aktien
NAGARRO
Kurs explodiert nach Kaufofferte
Die US-IT-Firma Persistent Systems will den Wettbewerber übernehmen und bietet 81
Euro je Aktie – gut das Doppelte der Notierung vor dem Angebot. Die Nachricht wurde
erst am Freitag, dem 26. Juni, nach Börsenschluss veröffentlicht, aber die Aktien
waren schon am Freitagnachmittag unter erhöhtem Volumen um 25 Prozent gestiegen.
Das wirft Fragen zum Insider-Handel auf, eine Prüfung durch die Bafin wäre
nachvollziehbar. Mit engem Stopp halten, falls es eine Angebotserhöhung gibt.
Nagarro
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
180
140
100
60
20
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE000A3H2200 Empfohlen am 20.06.2025 Empfehlungs-Kurs 60,00 € Kurs aktuell 75,00 € +/– in % +25,0 Neuer Stopp 68,00 € Kursziel 81,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
WEITERE DEUTSCHE AKTIEN
Friwo 620110 4,68 –0,8 –13,3 15,20 / 4,44 5,55 — — — — — — — — 0 0 0
Frosta 606900 97,60 –0,6 8,2 108,0 / 86,00 96,37 — — — — — — — — 0 0 0
Gerresheimer A0LD6E 28,00 8,8 1,2 50,90 / 14,92 25,70 0,6 3,3 2,66 3,55 7,9 2,2 3,6 23,37 1 5 2
Gesco A1K020 13,15 –4,4 –7,1 18,40 / 13,05 14,64 0,5 — 1,48 1,84 7,2 2,4 3,0 23,02 3 0 0
Global Fashion Grp. A2PLUG 0,47 2,2 89,1 0,58 / 0,24 0,36 1,7 — –0,14 –0,07 — 0,0 0,0 0,78 1 1 0
Grammer 589540 8,80 1,7 51,7 9,20 / 5,45 7,00 0,4 — 2,41 — — 0,0 — — 0 0 0
H+R A2E4T7 5,02 7,0 18,4 5,02 / 3,83 4,47 0,4 3,1 0,16 0,21 23,6 1,0 1,0 4,30 0 0 1
Hamburger Hafen A0S848 21,70 –0,5 1,4 23,30 / 18,70 21,81 — — — — — — — — 0 0 0
Hapag-Lloyd HLAG47 113,60 –1,2 –3,6 158,7 / 109,0 119,84 1,2 12,3 –1,51 –2,44 — 1,8 1,7 97,40 0 3 4
Hawesko Holding SE 604270 16,95 –5,0 –11,0 24,40 / 16,95 20,07 1,2 — 1,47 1,74 9,7 6,5 7,7 27,75 1 1 0
Heidelberg Pharma A11QVV 2,56 1,2 6,7 5,04 / 2,31 2,85 4,6 — –0,52 –0,20 — 0,0 0,0 5,50 1 0 0
Heliad 121806 14,05 4,1 –6,3 16,40 / 12,20 14,34 1,4 23,4 0,60 0,60 23,4 0,0 0,0 24,20 2 0 0
Hermle Vz. 605283 176,50 0,3 18,1 192,5 / 133,0 156,45 — — — — — — — — 0 0 0
HMS Bergbau 606110 41,40 ±0,0 –9,2 78,00 / 36,60 45,01 1,5 6,0 7,71 5,39 7,7 3,0 3,5 82,50 1 0 0
Hoenle 515710 8,68 –5,4 23,3 10,30 / 6,36 8,49 0,7 — –0,08 0,41 21,2 0,0 0,0 17,67 2 0 0
HomeToGo SE A2QM3K 1,06 –9,1 –31,9 1,89 / 1,06 1,43 0,8 4,8 –0,13 –0,05 — 0,0 0,0 2,68 3 0 0
IBU tec A0XYHT 15,40 –3,1 –21,2 26,80 / 6,30 17,26 — — –0,40 0,19 81,1 — — 25,00 1 0 0
Identive Group A11404 2,16 –37,2 –24,5 4,62 / 2,08 3,09 — — –0,58 –0,58 — — — 3,83 1 2 0
Instone Real Estate A2NBX8 7,52 –4,6 –3,1 9,89 / 7,27 8,34 0,5 — 0,83 0,97 7,8 6,2 7,0 12,38 3 1 0
IVU Traffic Techn. 744850 20,10 0,8 –1,5 22,20 / 17,60 19,92 — — 0,85 1,00 20,1 1,6 1,7 27,00 1 0 0
JDC Group A0B9N3 22,10 1,8 –9,4 32,70 / 20,30 24,84 3,7 10,4 1,00 1,30 17,0 0,0 0,0 13.07. 33,42 2 0 0
Knaus Tabbert A2YN50 10,88 –2,7 –15,4 20,05 / 10,76 13,28 1,4 1,2 0,83 1,57 6,9 1,5 5,7 10.07. 17,40 1 3 0
Koenig & Bauer 719350 8,54 1,8 –18,0 16,14 / 7,83 10,13 0,4 — 0,87 2,26 3,8 1,0 3,5 15,25 2 0 0
Laiqon A12UP2 4,46 –1,5 –12,5 5,68 / 3,44 4,44 1,6 — –0,30 0,13 34,3 0,0 6,7 8,70 1 0 0
Leifheit 646450 14,65 –1,0 –1,3 17,90 / 14,45 15,47 1,5 13,3 0,69 0,95 15,5 8,2 8,3 20,79 3 0 0
Logwin A2DR54 282,00 6,0 12,8 304,0 / 206,0 265,51 2,0 — 19,18 17,18 16,4 3,5 3,5 261,00 0 1 0
M1 Kliniken A0STSQ 18,88 4,2 6,1 19,58 / 12,88 16,37 3,0 — 1,12 1,30 14,5 2,6 2,6 08.07. — 0 0 0
Masterflex SE 549293 14,50 0,7 5,8 15,20 / 11,25 13,64 — — 1,00 1,29 11,2 2,4 2,8 20,25 1 0 0
MAX Automation SE A2DA58 3,70 –1,3 –5,9 5,96 / 3,39 4,38 0,8 — –0,02 0,12 30,8 0,0 1,4 6,00 1 1 0
MediClin 659510 3,90 –1,0 13,4 4,18 / 2,84 3,56 0,7 — 0,77 0,80 4,9 1,0 1,0 7,30 1 0 0
Medigene A40ESG 0,02 –13,1 –15,7 0,15 / 0,01 0,04 — — –0,51 –0,45 — — — — 0 0 0
Mensch & Maschine 658080 35,80 1,8 –20,4 55,90 / 33,40 40,48 6,3 13,9 2,17 2,47 14,5 6,1 6,9 55,35 3 1 0
Mister Spex SE A3CSAE 1,13 –1,7 –10,0 2,18 / 1,12 1,32 1,8 — –0,71 –0,45 — — — 3,03 1 2 0
MPC Capital A1TNWJ 5,24 1,9 7,8 5,60 / 4,58 5,01 1,2 — 0,65 0,71 7,4 5,2 5,8 7,60 2 0 0
Mühlbauer 662720 36,40 –2,7 –5,2 46,40 / 33,80 38,65 — — — — — — — 29.07. — 0 0 0
MVV Energie A0H52F 30,00 –1,3 –2,3 32,30 / 29,60 30,78 — — — — — — — — 0 0 0
Nabaltec A0KPPR 13,05 1,2 9,2 15,15 / 10,10 12,11 0,7 — 0,85 1,11 11,8 2,0 2,1 15,75 1 0 0
NFON A0N4N5 3,52 5,7 3,5 7,20 / 3,08 4,04 0,7 5,8 0,21 0,31 11,4 0,7 1,4 6,93 2 0 1
94 FOCUS MONEY 28/2026
MUTARES
Bafin schließt Prüfung ab
Die Finanzaufsicht Bafin hatte den Jahresabschluss 2023 der Beteiligungsgesellschaft
überprüft, da ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen gegen verbundene
Unternehmen im Anhang gefehlt hatte. Dieser soll einen Einblick in die kurzfristige
Liquiditätslage von Firmen ermöglichen und ist gesetzlich vorgeschrieben.
Mutares hat die Daten für 2023 nachgereicht und auch danach in die Berichte aufgenommen.
Die Analysten sehen im Schnitt gute Kurschancen, die Aktie also halten.
Mutares
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
40
30
20
10
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE000A2NB650 Empfohlen am 26.06.2026 Empfehlungs-Kurs 27,50 € Kurs aktuell 28,50 € +/– in % +3,6 Neuer Stopp 25,00 € Kursziel 42,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Northern Data A0SMU8 7,68 1,4 –49,8 24,88 / 5,12 12,72 — — –2,05 0,70 11,0 — 0,0 37,00 1 0 0
Nynomic A0MSN1 16,90 –6,6 71,4 25,70 / 8,24 13,06 — — 0,71 1,09 15,6 — — 26,00 2 0 0
OHB SE 593612 288,00 –23,8 142,9 647,31 / 62,96 221,45 — — 3,64 5,63 51,2 0,2 0,2 320,00 1 0 0
Ökoworld 540868 27,30 –3,9 4,2 35,10 / 25,00 27,07 — 13,6 2,76 2,58 10,6 7,1 6,6 39,15 1 0 0
OVB Holding 628656 19,60 –3,9 0,5 22,40 / 17,80 20,31 2,9 — 0,89 1,15 17,1 4,0 5,0 23,00 0 1 0
Pfeiffer Vacuum 691660 170,80 –0,2 8,4 171,8 / 153,0 161,59 — — — — — — — 10.07. 140,00 0 0 0
Pfisterer SE PFSE21 94,50 –8,1 24,7 113,0 / 42,00 79,65 6,8 — 3,45 3,82 24,7 1,1 1,1 109,00 2 1 0
Pro DV A4096T 2,10 –1,9 –4,5 2,86 / 2,02 2,30 — — 0,00 0,06 35,0 0,0 0,0 4,80 0 0 0
ProCredit Hldg. 622340 8,10 –4,6 –1,2 10,30 / 6,78 8,29 0,4 — 1,36 2,04 4,0 5,5 8,0 14,73 2 0 0
ProSiebenSat.1 SE PSM777 3,34 –7,4 –31,9 8,48 / 3,34 4,62 0,6 2,7 0,53 0,69 4,8 1,1 1,3 5,10 0 6 0
PSI Software SE A0Z1JH 44,00 –1,1 –2,0 46,30 / 24,10 43,14 6,9 — 2,39 4,07 10,8 0,2 0,7 45,00 0 2 0
Pyramid A41YDL 1,26 –10,6 –62,1 5,01 / 1,18 2,87 0,2 15,8 –0,19 0,02 63,0 — — 2,80 0 0 0
Q.Beyond konv. A41YDG 3,36 –4,0 –1,5 4,86 / 3,20 3,74 0,9 — 0,04 0,14 23,4 3,0 3,7 5,98 3 0 0
R. Stahl A1PHBB 13,90 –0,7 –4,8 19,30 / 12,00 14,28 1,2 21,7 –0,16 0,13 106,9 0,0 4,0 18,88 1 0 0
Rhön-Klinikum 704230 12,80 2,4 ±0,0 13,30 / 11,30 12,37 0,6 — 0,64 0,79 16,2 1,6 1,6 12,50 0 1 0
Ringmetall A3E5E5 2,60 –6,5 –0,8 3,32 / 2,52 2,73 — — — — — 3,8 3,8 4,60 0 1 0
Schloß Wachenheim 722900 13,40 –1,1 –6,3 15,80 / 13,30 14,24 0,5 5,5 1,30 1,45 9,2 4,7 4,8 19,60 2 0 0
Serviceware SE A2G8X3 13,00 3,2 –29,3 20,40 / 9,90 14,85 2,8 — 0,34 0,63 20,6 — — 29,00 2 0 0
SMT Scharf A3DRAE 6,35 –3,1 10,4 9,10 / 5,40 6,77 0,4 — –0,38 0,54 11,7 0,4 4,4 9,50 0 1 0
SNP Schneider-Neu. SE 720370 82,80 2,2 8,9 86,00 / 71,20 78,71 — — — — — — — 63,00 0 0 0
Steico SE A0LR93 18,78 –0,2 –11,4 27,60 / 18,64 21,57 0,7 15,5 1,32 1,62 11,6 1,3 2,1 25,33 1 2 0
STS Group A1TNU6 2,97 –0,3 –5,4 6,50 / 2,62 3,17 — — — — — 0,0 1,3 10.07. 10,70 0 1 0
Surteco Group SE 517690 9,40 –3,1 –10,0 16,00 / 9,10 11,15 0,4 1,6 –0,34 1,27 7,4 0,0 0,0 18,60 1 0 0
Syzygy 510480 1,21 ±0,0 –18,9 2,55 / 1,19 1,44 0,9 — — — — 2,1 8,3 2,98 2 0 0
Takkt 744600 2,26 –2,8 –38,0 6,52 / 2,26 3,48 0,3 — –0,34 0,30 7,5 8,8 8,8 4,75 1 1 0
technotrans SE A0XYGA 32,05 4,9 –4,6 37,00 / 20,80 31,24 2,0 — 1,81 2,27 14,2 2,8 3,5 21.05. 38,50 2 0 0
The Platform Group A40ZW8 1,10 –12,4 –79,5 10,65 / 1,00 4,93 0,1 0,6 1,93 2,28 0,5 — — 19,67 2 0 0
Umweltbank 557080 3,63 2,5 2,0 5,06 / 3,30 3,79 0,5 — 0,32 0,44 8,3 2,9 4,9 30.07. 7,60 3 0 0
Uniper SE UNSE02 40,00 –13,5 24,2 55,80 / 27,95 37,32 1,3 13,4 1,57 1,65 24,3 1,9 2,2 34,67 0 1 1
Uzin Utz 755150 61,00 –6,2 –10,3 83,50 / 52,40 70,42 1,0 — 4,55 5,52 11,1 3,1 3,4 103,50 2 0 0
Verve Group Media A3D3A1 1,44 –3,9 –18,4 3,33 / 1,18 1,70 0,7 6,0 0,22 0,29 4,9 0,0 0,0 4,68 4 0 0
Villeroy & Boch 765723 15,75 –2,2 –3,4 19,50 / 15,55 16,83 1,2 — 0,59 1,37 11,5 5,7 6,0 30,50 1 0 0
Viscom SE 784686 5,42 –5,6 32,8 6,70 / 3,34 4,68 1,1 8,5 0,19 0,45 12,2 0,3 2,6 6,60 0 0 0
Vita 34 A0BL84 3,73 0,3 –37,3 7,65 / 3,69 5,01 — — 0,01 0,06 62,2 — — 6,50 1 0 0
WashTec 750750 38,30 –0,8 –18,9 50,80 / 36,00 43,83 6,0 14,4 2,72 3,21 11,9 6,7 7,2 54,67 2 0 0
Westwing Group SE A2N4H0 16,90 3,0 50,2 17,65 / 7,80 13,87 3,1 — 1,15 1,48 11,4 0,0 0,0 21,83 3 0 0
YOC 593273 6,10 –5,9 –42,2 16,30 / 4,84 8,90 — — 0,61 0,92 6,6 — — 15,00 1 0 0
Zeal Network SE ZEAL24 42,10 –5,6 –17,5 52,20 / 42,10 48,26 3,6 15,4 1,93 2,36 17,8 3,6 4,1 72,30 5 0 0
FOCUS MONEY 28/2026
95
moneyanalyse Internationale Aktien
COMCAST
Geplante Aufspaltung
Der US-Telekom-Riese trennt künftig klarer zwischen dem Netzgeschäft und dem
Entertainment-Bereich. Während im Konzern das Telekom- und Breitbandgeschäft
verbleibt (Kabelnetze, Webdienste und US-Mobilfunk), werden das Medien- und
Unterhaltungsgeschäft rund um NBCUniversal sowie Europas Pay-TV-Anbieter
Sky in eine eigenständige, börsennotierte Gesellschaft ausgegliedert. Folge:
mehr Transparenz und weniger Konglomeratsabschlag! Aktie bleibt ein Kauf.
Comcast
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
40
30
20
10
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN US20030N1019 Empfohlen am 9.03.2022 Empfehlungs-Kurs 39,45 € Kurs aktuell 21,40 € +/– in % –45,8 Neuer Stopp 17,80 € Kursziel 28,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
EURO STOXX 50 / STOXX 50
AB Inbev A2ASUV / BE0974293251 73,00 3,7 33,4 74,54 / 48,84 60,27 1,8 10,8 3,86 4,26 17,1 1,7 2,0 80,26 14 5 0
ABB N 919730 / CH0012221716 94,36 –1,8 46,9 96,68 / 50,45 72,47 9,9 33,0 2,75 3,03 31,1 1,1 1,2 83,98 3 21 0
Adyen A2JNF4 / NL0012969182 826,10 –5,9 –40,0 1600 / 788,3 1154,28 4,0 18,1 38,69 47,12 17,5 0,0 0,0 1381,24 23 5 0
Ahold Delhaize A2ANT0 / NL0011794037 35,29 2,6 2,0 42,47 / 32,20 36,77 2,1 5,5 2,79 2,98 11,8 3,6 3,9 39,83 4 9 1
Air Liquide 850133 / FR0000120073 172,44 3,5 18,2 174,9 / 140,91 156,54 3,8 16,1 6,39 7,07 24,4 2,0 2,2 181,09 13 2 0
Argenx A11602 / NL0010832176 799,20 3,2 12,3 815,0 / 457,4 699,15 6,3 29,7 23,16 30,16 26,5 0,1 0,1 869,07 10 2 0
ASML Hold. A1J4U4 / NL0010273215 1712,40 1,9 85,9 1712,4 / 589,8 1124,96 28,9 49,6 31,71 42,43 40,4 0,5 0,6 1612,82 32 4 1
AstraZeneca 886455 / GB0009895292 167,25 8,9 5,7 180,45 / 117,7 157,35 5,6 17,0 9,02 10,17 16,4 1,7 1,8 193,70 15 3 1
AXA 855705 / FR0000120628 43,70 2,6 6,2 43,85 / 36,58 39,80 1,8 — 4,12 4,46 9,8 5,7 6,1 47,62 8 4 0
Banco Santander 858872 / ES0113900J37 11,99 –0,3 18,5 12,06 / 7,02 9,93 1,6 — 1,00 1,22 9,8 2,3 3,5 12,36 11 2 0
BBVA 875773 / ES0113211835 21,58 –1,0 9,5 22,21 / 12,57 18,92 2,1 — 1,98 2,21 9,8 4,6 5,1 21,05 5 12 1
BNP Paribas 887771 / FR0000131104 101,70 –0,3 25,6 102,64 / 65,01 84,39 0,9 — 11,48 12,88 7,9 5,8 6,4 106,69 10 4 1
BP PLC 850517 / GB0007980591 5,43 –5,9 10,6 7,01 / 4,29 5,57 1,6 3,0 0,78 0,60 9,0 5,5 5,8 7,39 5 9 0
Brit. Am. Tobacco 916018 / GB0002875804 55,00 6,5 14,7 57,26 / 39,70 49,53 2,2 12,7 4,17 4,48 12,3 5,3 5,5 58,70 6 2 0
Danone 851194 / FR0000120644 71,78 6,9 –6,6 80,00 / 61,00 71,41 2,5 12,8 3,90 4,20 17,1 3,2 3,5 80,09 9 7 1
Enel 928624 / IT0003128367 10,14 3,0 14,8 10,28 / 7,60 9,19 2,9 6,4 0,72 0,75 13,5 5,1 5,3 10,22 8 11 1
Eni 897791 / IT0003132476 20,52 –4,7 27,5 25,00 / 13,82 18,96 1,2 3,9 2,60 2,33 8,8 5,3 5,6 25,31 6 12 0
EssilorLuxottica 863195 / FR0000121667 163,45 –3,6 –39,5 323,5 / 162,25 242,22 1,9 13,6 7,30 8,26 19,8 2,5 2,8 262,78 13 4 0
Ferrari A2ACKK / NL0011585146 322,35 5,6 0,8 446,0 / 268,9 320,80 13,1 24,1 9,60 10,61 30,4 1,2 1,3 370,75 9 4 0
GSK PLC A3DMB5 / GB00BN7SWP63 23,13 3,8 10,1 26,02 / 15,35 21,56 4,6 9,6 2,07 2,24 10,3 3,5 3,7 24,30 5 12 2
Hermes Intern. 886670 / FR0000052292 1601,50 –2,7 –23,4 2466 / 1534 1941,07 7,8 31,7 44,42 51,35 31,2 1,3 1,4 1977,50 10 8 0
HSBC Hold. 923893 / GB0005405286 16,79 –0,8 24,0 16,92 / 10,26 13,98 1,8 — 1,49 1,66 10,1 4,4 4,9 16,81 5 10 0
Iberdrola A0M46B / ES0144580Y14 21,94 4,0 19,4 22,30 / 15,14 18,77 2,5 11,4 1,01 1,08 20,4 3,3 3,5 20,03 5 16 0
Inditex A11873 / ES0148396007 55,64 0,7 –1,1 58,16 / 40,93 52,13 8,1 18,5 2,18 2,38 23,3 3,5 3,8 59,14 13 4 0
ING Groep A2ANV3 / NL0011821202 27,52 –2,6 14,4 28,25 / 18,66 23,75 1,5 — 2,40 2,83 9,7 4,5 5,2 28,31 8 7 0
Intesa Sanpaolo 850605 / IT0000072618 5,89 –5,3 –0,3 6,24 / 4,80 5,67 1,6 — 0,58 0,63 9,3 7,0 8,6 6,84 9 3 0
L’Oréal 853888 / FR0000120321 387,25 2,4 6,0 407,7 / 339,85 371,68 5,5 23,9 13,66 14,80 26,2 2,0 2,1 410,54 11 7 2
London St. Exch. A0JEJF / GB00B0SWJX34 94,48 –3,3 –7,4 130,0 / 83,00 101,45 2,2 10,2 5,50 6,26 15,1 2,1 2,3 141,05 9 1 0
LVMH 853292 / FR0000121014 481,80 0,3 –24,4 654,0 / 440,6 541,44 3,3 14,4 22,26 25,67 18,8 2,7 2,9 576,54 12 9 0
National Grid A2DQWX / GB00BDR05C01 14,64 4,5 11,8 16,40 / 11,60 14,01 1,5 7,5 1,03 1,13 13,0 3,9 4,0 15,88 4 6 1
Nestlé N A0Q4DC / CH0038863350 90,66 5,8 6,2 92,25 / 75,81 84,55 6,1 16,3 4,79 5,11 17,7 3,8 3,8 95,48 9 10 1
Nordea Bank A2N6F4 / FI4000297767 16,37 –2,8 1,8 17,03 / 12,00 15,57 1,7 — 1,43 1,56 10,5 6,0 6,5 17,33 4 1 0
Novartis N 904278 / CH0012005267 138,17 5,9 16,2 142,08 / 98,91 122,64 6,6 16,2 7,66 8,51 16,2 2,8 2,9 135,61 5 10 3
Novo-Nordisk B A3EU6F / DK0062498333 42,31 4,1 –3,9 62,39 / 30,29 41,16 6,1 13,4 2,80 2,86 14,8 3,6 3,5 42,09 6 17 1
Prosus A2PRDK / NL0013654783 37,39 –2,4 –29,0 63,58 / 36,88 48,56 1,4 41,2 3,66 4,53 8,2 0,6 0,7 63,29 10 2 0
Relx A0M95J / GB00B2B0DG97 27,52 2,1 –20,7 46,66 / 23,44 32,42 27,4 14,2 1,64 1,82 15,2 3,1 3,3 41,39 12 1 0
Richemont A1W5CV / CH0210483332 201,19 1,8 7,8 206,45 / 137,96 172,21 4,6 22,1 7,02 8,04 25,0 2,1 2,3 205,40 13 7 0
Rio Tinto 852147 / GB0007188757 83,52 –3,6 20,8 95,90 / 49,38 74,11 2,2 7,6 7,53 7,64 10,9 5,2 5,3 90,57 3 14 0
96 FOCUS MONEY 28/2026
MICRON TECHNOLOGY
Prognosen pulverisiert
Der US-Speicherchiphersteller toppt in Q3 erneut alle Erwartungen: Fast 41,5 Milliarden
Dollar Umsatz (erwartet: 35,8 Milliarden) bedeuteten eine Vervierfachung gegenüber
Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 25,11 Dollar (Prognose: 20,78
Dollar). Auch der Ausblick aufs laufende Quartal pulverisiert die Schätzungen der
Analysten. Statt 43,6 Milliarden sollen es 50 Milliarden Dollar werden. Unsere Einschätzung:
kein Ende des Megawachstums in Sicht! Bei Rücksetzern nachkaufen.
Micron
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
1000
1000
800
400
0
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN US5951121038 Empfohlen am 27.03.2026 Empfehlungs-Kurs 299,50 € Kurs aktuell 1001,60 € +/– in % +234,0 Neuer Stopp 830,00 € Kursziel 1274,00€
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Roche PS A424UK / CH1499059983 363,54 5,2 2,1 406,6 / 264,52 342,35 6,6 16,2 21,85 23,51 15,5 3,0 3,1 389,09 6 7 2
Rolls-Royce Group A1H81L / GB00B63H8491 16,92 2,9 28,0 16,92 / 10,94 14,05 47,4 28,1 0,43 0,50 33,7 0,8 1,0 16,62 12 4 0
Safran 924781 / FR0000073272 343,50 4,0 16,4 348,5 / 264,0 302,81 9,1 23,4 10,09 12,31 27,9 1,2 1,4 341,75 11 6 0
Sanofi S.A. 920657 / FR0000120578 75,33 3,8 –9,3 90,46 / 71,72 80,66 1,2 8,3 8,52 9,01 8,4 5,6 6,0 96,70 10 12 0
Schneider Electr. 860180 / FR0000121972 284,55 –2,7 20,6 293,15 / 209,0 251,21 6,1 24,9 9,93 11,57 24,6 1,6 1,8 306,50 16 1 0
Shell A3C99G / GB00BP6MXD84 33,99 –2,1 8,5 41,28 / 29,54 34,11 1,2 4,3 4,59 4,22 8,1 4,0 4,2 45,29 6 9 0
St. Gobain 872087 / FR0000125007 78,94 2,4 –8,9 104,4 / 66,12 82,26 1,5 7,6 6,43 7,02 11,2 3,0 3,2 97,55 9 4 1
TotalEnergies 850727 / FR0000120271 67,77 –4,1 20,3 81,42 / 49,46 64,27 1,3 4,5 9,97 8,50 8,0 5,3 5,5 86,66 9 7 0
UBS Group N A12DFH / CH0244767585 43,55 –2,9 8,6 44,92 / 29,24 36,64 1,7 — 2,95 3,52 12,4 2,4 2,7 43,99 5 8 1
UniCredit A2DJV6 / IT0005239360 77,21 –4,0 8,8 80,76 / 56,02 68,45 1,7 — 7,38 8,29 9,3 4,9 5,5 85,27 5 5 0
Unilever PLC A41NM1 / GB00BVZK7T90 52,85 4,3 –5,0 63,27 / 47,00 55,16 7,2 14,8 3,20 3,41 15,5 3,6 3,7 59,25 5 6 2
Vinci 867475 / FR0000125486 127,85 –1,5 6,6 143,0 / 112,95 124,72 2,2 7,7 9,16 10,14 12,6 4,2 4,6 143,50 9 7 1
Wolters Kluwer A0J2R1 / NL0000395903 56,12 –0,2 –36,6 142,2 / 55,00 80,58 13,6 7,6 5,63 6,22 9,0 4,8 5,3 103,17 9 4 0
Zurich Insur. Grp N 579919 / CH0011075394 646,61 2,1 –0,9 658,11 / 565,06 612,42 3,6 — 40,61 46,59 13,9 5,4 5,7 646,72 2 7 0
DOW JONES
3M 851745 / US88579Y1010 142,20 0,1 4,6 149,0 / 120,52 135,47 17,0 18,4 7,62 8,29 17,2 2,0 2,1 149,91 8 7 0
Alphabet Inc. A A14Y6F / US02079K3059 309,05 1,0 16,1 350,15 / 147,84 270,49 7,5 21,1 12,45 12,74 24,3 0,2 0,3 379,93 43 7 0
Amazon.com 906866 / US0231351067 209,00 2,0 6,2 237,95 / 166,04 199,80 4,8 14,5 7,61 8,65 24,2 0,0 0,0 274,73 48 4 0
American Express 850226 / US0258161092 300,90 2,4 –6,2 330,05 / 250,05 289,99 6,5 — 15,46 17,64 17,1 1,1 1,2 319,27 10 15 1
Amgen 867900 / US0311621009 313,25 7,4 12,1 329,5 / 230,0 286,40 17,4 12,5 19,59 20,55 15,2 2,8 3,0 309,65 10 18 2
Apple Inc. 865985 / US0378331005 249,65 –4,7 7,5 273,2 / 174,72 231,82 39,6 28,9 7,66 8,41 29,7 0,4 0,4 276,58 22 16 1
Boeing 850471 / US0970231058 190,28 –1,9 2,8 216,4 / 153,56 187,25 24,2 23,7 –0,34 3,66 52,0 0,0 0,1 237,00 17 5 0
Caterpillar 850598 / US1491231015 907,00 1,7 84,9 929,8 / 330,5 594,81 20,1 34,4 21,53 26,35 34,4 0,6 0,6 834,79 14 11 2
Chevron Corp. 852552 / US1667641005 148,04 –2,8 15,2 187,08 / 123,32 147,94 1,7 6,2 12,57 11,05 13,4 4,2 4,4 190,60 13 5 1
Cisco Systems 878841 / US17275R1023 102,22 –2,8 55,1 111,94 / 56,04 72,76 9,2 28,4 3,74 4,18 24,5 1,4 1,5 111,64 13 8 0
Coca-Cola 850663 / US1912161007 72,00 2,9 20,7 72,97 / 55,83 63,71 9,8 24,5 2,86 3,05 23,6 2,6 2,8 75,47 12 5 0
Disney Co. 855686 / US2546871060 86,12 –3,9 –11,1 105,48 / 80,10 91,28 1,5 11,7 5,98 6,56 13,1 1,5 1,7 113,79 21 2 1
Goldman Sachs 920332 / US38141G1040 894,80 –6,9 18,5 968,2 / 588,9 762,54 2,7 — 52,09 57,67 15,5 1,8 1,9 858,77 6 16 1
Home Depot 866953 / US4370761029 306,40 5,6 4,1 362,15 / 254,05 304,81 18,2 18,6 13,09 14,08 21,8 2,7 2,8 325,08 17 15 0
Honeywell 870153 / US4385161066 202,10 1,5 21,7 210,35 / 162,1 185,29 8,9 21,2 9,22 10,03 20,1 2,1 2,2 — 12 9 0
IBM 851399 / US4592001014 240,15 10,6 –7,6 292,7 / 181,42 235,00 6,7 14,5 10,90 11,78 20,4 2,5 2,5 257,97 11 7 0
Johnson & Johnson 853260 / US4781601046 224,80 11,7 27,2 228,0 / 131,14 187,18 6,9 21,7 10,13 11,14 20,2 2,1 2,2 226,03 10 7 1
JP Morgan Chase 850628 / US46625H1005 289,00 –0,4 4,9 301,45 / 240,7 264,19 2,5 — 19,65 20,63 14,0 1,9 2,1 302,58 8 12 0
McDonald’s 856958 / US5801351017 235,70 –0,5 –10,1 290,45 / 231,3 260,47 212,5 — 16,5 11,36 12,44 18,9 2,8 2,9 290,08 14 15 1
Merck & Co. A0YD8Q / US58933Y1055 113,92 16,1 26,2 113,92 / 66,40 91,65 6,6 23,2 2,65 8,37 13,6 2,6 2,7 114,46 16 9 0
Microsoft 870747 / US5949181045 325,40 1,1 –21,2 490,1 / 307,4 382,54 6,2 16,3 14,72 16,95 19,2 1,0 1,1 492,53 40 3 0
Nike 866993 / US6541061031 36,13 –4,4 –30,9 69,80 / 35,39 49,43 4,6 16,6 1,57 2,08 17,4 4,2 4,4 48,47 11 24 1
Nvidia 918422 / US67066G1040 172,50 –5,4 7,6 202,2 / 128,62 163,76 15,6 23,1 7,85 11,17 15,4 0,4 0,5 264,75 48 2 1
FOCUS MONEY 28/2026
97
moneyanalyse Internationale Aktien
H&M
Erwartungen verfehlt
Die Profis wenden sich vom schwedischen Modekonzern H&M weiter ab: Selbst die
ohnehin schwachen Markterwartungen wurden im zweiten Quartal enttäuscht. Der
negative Fünfklang lautet: rückläufige Umsätze, stagnierender Gewinn, schwache
Nachfrage, negative Währungseffekte und Probleme im Warenmanagement. Keine
guten Voraussetzungen, um sich im harten Wettbewerb mit chinesischen Billiganbietern
und der spanischen Inditex zu behaupten. Der Weg zurück dürfte lang werden.
H&M
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
20
16
12
8
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN SE0000106270 Empfohlen am 5.12.2025 Empfehlungs-Kurs 16,03 € Kurs aktuell 15,15 € +/– in % –5,5 Neuer Stopp 12,50 € Kursziel 18,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
DOW JONES
Procter & Gamble 852062 / US7427181091 130,48 –0,1 6,1 141,96 / 118,0 127,62 6,5 18,8 6,04 6,20 21,1 2,9 3,0 143,57 9 11 0
Salesforce Inc. A0B87V / US79466L3024 136,54 4,9 –39,8 236,35 / 129,48 181,93 3,8 8,6 12,36 13,58 10,1 1,1 1,1 216,63 33 10 0
Sherwin Williams 856050 / US8243481061 301,10 7,5 9,5 319,6 / 251,5 286,58 17,1 26,3 10,27 11,59 26,0 0,9 1,0 328,46 10 11 0
Travelers Comp. A0MLX4 / US89417E1091 290,40 8,9 18,0 290,4 / 214,3 248,77 2,0 — 24,71 24,99 11,6 1,4 1,6 274,67 6 17 0
UnitedHealth 869561 / US91324P1021 363,80 1,7 29,9 375,6 / 204,9 289,00 3,6 17,5 16,09 18,32 19,9 2,1 2,2 361,04 17 4 1
VISA Inc. A0NC7B / US92826C8394 299,75 4,2 –0,5 310,0 / 254,0 281,72 17,7 25,7 11,50 13,01 23,0 0,8 0,9 350,09 29 3 0
Walmart Inc. 860853 / US9311421039 100,36 –2,4 5,0 116,34 / 80,66 100,37 8,5 23,2 2,54 2,88 34,9 0,9 0,9 121,65 28 5 1
USA WEITERE
Abbott Lab 850103 / US0028241000 81,18 6,0 –23,1 116,8 / 69,76 95,99 3,3 15,2 4,80 5,30 15,3 2,7 2,9 102,30 16 7 0
Adobe 871981 / US00724F1012 178,66 5,1 –40,1 329,8 / 167,68 247,43 6,5 7,7 21,38 24,10 7,4 0,0 0,0 245,66 9 25 3
AirBnB A2QG35 / US0090661010 128,26 4,4 10,6 131,58 / 96,01 110,80 9,0 18,5 4,42 5,31 24,1 0,0 0,0 137,59 19 18 2
Altria Group 200417 / US02209S1033 64,90 7,1 32,4 64,98 / 46,64 55,66 — 12,3 4,97 5,14 12,6 5,9 6,1 61,76 4 7 1
American Water A0NJ38 / US0304201033 115,00 4,9 3,8 126,35 / 102,85 112,67 2,1 11,1 5,32 5,74 20,0 2,7 2,9 118,98 3 9 0
AT&T A0HL9Z / US00206R1023 18,65 –4,0 –11,4 25,41 / 18,65 22,14 1,3 3,7 2,02 2,23 8,4 5,2 5,2 26,54 12 10 0
Bank of America 858388 / US0605051046 50,76 1,2 7,9 51,89 / 38,70 45,00 1,4 — 3,92 4,45 11,4 2,0 2,2 56,16 16 2 0
Berkshire Hath. B A0YJQ2 / US0846707026 434,15 1,2 2,1 445,0 / 392,8 420,33 1,4 — 18,16 18,79 23,1 0,0 0,0 456,74 2 1 0
Biogen Inc. 789617 / US09062X1037 187,18 9,7 24,7 189,62 / 104,4 150,98 1,7 8,9 11,66 14,55 12,9 0,0 0,0 193,36 18 14 1
Broadcom A2JG9Z / US11135F1012 331,45 –3,9 11,1 432,25 / 223,2 310,77 16,2 32,6 10,17 16,98 19,5 0,7 0,8 459,72 37 4 0
Citigroup A1H92V / US1729674242 124,76 –0,7 24,2 127,94 / 72,57 98,36 1,2 — 9,57 10,98 11,4 1,8 1,9 130,81 13 4 0
Coinbase Global A2QP7J / US19260Q1076 128,52 –10,3 –35,5 381,15 / 118,26 199,15 2,9 — 0,96 4,22 30,5 0,0 0,0 201,36 18 10 2
Colgate-Palmolive 850667 / US1941621039 80,82 3,2 19,6 84,30 / 64,84 72,69 104,2 — 19,9 3,34 3,54 22,8 2,3 2,4 84,13 7 8 0
Comcast A 157484 / US20030N1019 21,68 11,2 –13,8 31,12 / 19,35 24,17 0,9 3,2 3,07 3,30 6,6 5,4 5,6 28,26 6 17 2
eBay 916529 / US2786421030 97,07 4,6 30,5 102,08 / 64,09 80,68 9,3 14,1 5,37 5,92 16,4 1,1 1,2 94,66 5 20 2
Eli Lilly 858560 / US5324571083 1081,00 11,3 17,7 1083,2 / 537,4 842,11 21,7 34,0 31,70 38,93 27,8 0,6 0,6 1073,18 18 5 1
ExxonMobil 852549 / US30231G1022 119,02 –1,8 15,3 153,2 / 90,62 116,16 2,1 7,5 9,88 9,46 12,6 3,0 3,2 149,47 8 12 1
GE Aerospace A3CSML / US3696043013 330,00 5,5 25,5 331,5 / 206,5 264,79 21,6 41,0 6,61 7,60 43,4 0,5 0,5 308,06 16 1 0
Gilead Sciences 885823 / US3755581036 110,86 2,5 4,9 132,0 / 92,46 111,36 8,6 818,4 –0,69 8,47 13,1 2,6 2,6 138,31 17 7 0
Intel 855681 / US4581401001 117,70 –4,3 274,7 123,72 / 16,44 51,43 5,4 48,0 0,95 1,36 86,5 0,0 0,0 86,46 11 32 2
Kroger Co. 851544 / US5010441013 48,83 –2,1 –8,0 66,37 / 48,58 56,48 4,8 5,3 4,57 4,85 10,1 2,6 2,8 62,07 11 13 0
Lockheed Martin 894648 / US5398301094 441,60 1,8 6,0 612,0 / 350,0 463,25 11,5 13,3 26,13 28,08 15,7 2,8 2,9 547,82 4 14 1
LYFT A2PE38 / US55087P1049 13,20 6,5 –18,3 21,41 / 10,80 14,54 2,2 5,6 1,36 1,83 7,2 0,0 0,0 16,71 10 28 0
MasterCard A0F602 / US57636Q1040 451,10 5,9 –8,4 516,5 / 400,0 455,64 44,1 27,3 17,21 19,94 22,6 0,7 0,8 566,07 29 2 0
Meta Platforms A1JWVX / US30303M1027 490,35 –1,1 –12,4 685,9 / 452,5 554,89 4,7 10,1 28,16 31,72 15,5 0,4 0,4 726,20 50 6 0
Moderna A2N9D9 / US60770K1079 62,77 19,2 135,8 62,77 / 19,26 34,91 4,9 — –7,39 –3,67 — 0,0 0,0 38,84 2 17 1
Mondelez Intern. A1J4U0 / US6092071058 52,13 –0,3 12,7 60,91 / 44,01 50,46 3,0 16,0 2,67 2,96 17,6 3,5 3,7 59,03 11 9 0
Netflix 552484 / US64110L1061 64,68 0,8 –18,1 111,3 / 62,11 82,44 9,3 22,1 3,14 3,36 19,2 0,0 0,0 100,19 29 13 0
Newmont Corp. 853823 / US6516391066 82,44 –6,8 –4,6 116,0 / 48,32 88,40 2,5 7,4 8,94 9,93 8,3 1,1 1,1 123,04 13 3 0
Occidental Petrol. 851921 / US6745991058 43,00 –4,6 24,4 58,41 / 33,13 42,31 1,4 3,4 5,02 3,50 12,3 2,1 2,2 57,55 6 14 1
98 FOCUS MONEY 28/2026
QUALCOMM
Neue Exklusivkunden
Der US-Halbleiterhersteller Qualcomm baut sein Geschäft mit KI-Chips weiter aus.
Nach eigenen Angaben zählen nun auch Microsoft und Meta zum Kundenstamm.
Microsoft ist dabei vor allem an den energieeffizienten Chips für Smartphones und
Laptops interessiert, Meta an den speziell für Rechenzentren entwickelten Dragonfly-C1000-Prozessoren.
Qualcomm zufolge wurden auch noch zwei weitere, bislang
nicht namentlich genannte Großkunden für KI-Chips gewonnen.
Qualcomm
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
200
160
120
80
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN US7475251036 Empfohlen am 4.01.2023 Empfehlungs-Kurs 102,28 € Kurs aktuell 163,38 € +/– in % +59,7 Neuer Stopp 134,00 € Kursziel 195,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Oracle 871460 / US68389X1054 129,72 –15,5 –22,0 294,4 / 114,5 172,86 5,2 7,9 7,04 9,56 13,6 1,4 1,5 221,76 28 5 1
Palantir Technol. A2QA4J / US69608A1088 101,28 –3,7 –35,4 179,84 / 93,61 135,22 24,4 64,0 1,29 1,82 55,6 0,0 0,0 160,42 18 10 1
PayPal A14R7U / US70450Y1038 38,28 3,5 –24,4 70,87 / 32,50 46,21 1,8 6,0 4,64 5,04 7,6 1,2 1,0 45,27 5 31 4
Pepsico 851995 / US7134481081 121,96 –1,6 –0,4 144,78 / 114,0 128,81 7,9 13,3 7,57 7,96 15,3 4,2 4,4 146,79 4 15 1
Pfizer 852009 / US7170811035 21,15 –3,5 –0,5 24,86 / 20,00 22,19 1,6 10,1 2,59 2,48 8,5 7,3 7,2 25,59 9 16 1
Philip Morris A0NDBJ / US7181721090 159,28 4,4 16,7 164,86 / 124,42 143,23 — 20,2 7,36 7,99 19,9 3,3 3,5 170,16 7 4 0
QUALCOMM Inc. 883121 / US7475251036 166,50 –14,8 13,0 220,55 / 106,54 144,62 8,0 15,1 9,45 9,60 17,3 1,9 2,0 189,09 10 22 1
Snap A2DLMS / US83304A1060 3,87 –6,9 –41,6 8,79 / 3,39 5,59 3,4 8,7 0,52 0,64 6,0 0,0 0,0 6,66 7 30 1
SpaceX A42D4F / US84615Q1031 142,80 5,2 — 194,78 / 128,94 148,76 — — — — — — — — 0 0 0
Starbucks Corp. 884437 / US8552441094 91,20 4,0 25,9 92,72 / 67,56 79,40 — 25,7 2,08 2,64 34,6 2,4 2,5 93,26 12 16 2
Tesla A1CX3T / US88160R1014 359,80 1,4 –8,5 422,9 / 245,95 358,57 15,8 102,1 1,81 2,19 164,3 0,0 0,0 369,68 18 18 4
Texas Instruments 852654 / US8825081040 250,45 –13,1 68,1 288,1 / 132,64 184,41 14,5 27,1 6,81 8,38 29,9 2,0 2,1 261,58 15 17 2
T-Mobile US A1T7LU / US8725901040 151,10 –4,1 –11,7 223,6 / 149,98 175,30 3,5 6,6 9,84 12,23 12,4 2,4 2,7 227,41 15 4 0
UPS 929198 / US9113121068 93,96 0,3 11,0 101,72 / 70,16 86,04 6,0 10,8 6,24 7,00 13,4 6,1 6,1 99,72 13 11 1
Verizon 868402 / US92343V1044 37,90 –4,7 10,0 45,00 / 32,70 38,20 1,7 4,9 4,33 4,61 8,2 6,5 6,6 45,56 8 15 0
SCHWEIZ
Adecco Group N 922031 / CH0012138605 16,13 –1,0 –35,7 29,57 / 15,77 22,40 0,7 4,6 2,37 2,63 6,1 6,3 7,0 22,84 3 5 3
Alcon N A2PDXE / CH0432492467 58,80 2,7 –14,3 80,63 / 51,84 65,01 1,5 14,3 3,03 3,48 16,9 0,5 0,6 83,90 17 3 0
Amrize N A414LY / CH1430134226 46,81 –1,7 –0,9 55,68 / 38,18 46,16 2,1 13,5 2,33 2,68 17,5 1,2 1,3 54,76 3 7 0
Clariant NA 895929 / CH0012142631 7,65 –6,9 –1,5 9,83 / 7,10 8,16 1,1 4,7 0,76 0,90 8,5 6,1 6,4 9,29 2 10 1
Geberit NA A0MQWG / CH0030170408 586,75 3,2 –12,7 715,59 / 531,87 629,53 11,0 20,6 20,51 22,15 26,5 2,4 2,5 605,50 4 8 2
Georg Fischer NA A3DHG1 / CH1169151003 45,38 –3,1 –21,9 72,29 / 41,97 54,61 244,7 — 9,4 2,64 3,14 14,5 3,3 3,4 62,12 4 2 0
Givaudan 938427 / CH0010645932 3689,67 4,6 8,1 4229,8 / 2783 3362,67 6,4 23,2 131,38 142,58 25,9 2,2 2,2 3760,91 8 9 0
Holcim N 869898 / CH0012214059 79,26 –4,4 –6,0 89,52 / 63,75 78,27 2,5 13,8 4,02 4,62 17,2 2,5 2,8 86,95 7 9 0
Kühne + Nagel N A0JLZL / CH0025238863 211,65 6,6 14,0 217,67 / 159,86 186,50 9,5 16,4 9,04 9,58 22,1 3,3 3,5 202,53 2 11 3
Lindt & Sprüngli PS 870503 / CH0010570767 10227,4 3,7 –18,6 14793 / 9723,1 12193 4,1 22,2 348,17 373,89 27,4 2,0 2,1 11051,03 0 3 2
Logitech NA A0J3YT / CH0025751329 81,60 –13,0 –7,7 111,49 / 70,50 88,94 5,4 15,2 4,99 5,44 15,0 1,8 1,9 101,34 5 4 0
SGS NA A3D68K / CH1256740924 102,19 4,9 3,7 105,72 / 86,66 96,72 13,7 12,9 4,44 4,77 21,4 3,4 3,5 107,35 6 8 0
Sonova NA 893484 / CH0012549785 207,04 –1,2 –7,8 266,48 / 176,78 220,31 3,9 13,2 11,41 12,63 16,4 2,5 2,6 236,65 3 10 2
Swatch Inh. 865126 / CH0012255151 212,74 –5,8 16,6 241,97 / 139,58 193,53 0,9 17,3 5,36 8,15 26,1 2,3 2,6 181,94 2 10 5
Swiss Re NA A1H81M / CH0126881561 139,91 3,6 –2,9 170,06 / 123,69 143,85 1,8 — 14,15 14,17 9,9 5,4 5,8 140,26 0 8 3
VAT Group N A2AGGY / CH0311864901 764,83 –0,2 82,7 766,57 / 279,27 512,80 23,7 64,5 11,10 15,95 48,0 1,1 1,4 688,48 7 6 2
ÖSTERREICH
Andritz 632305 / AT0000730007 75,60 –4,1 13,6 80,70 / 58,65 67,91 2,8 9,3 5,27 6,02 12,6 3,7 4,0 82,83 3 1 0
BAWAG Group A2DYJN / AT0000BAWAG2 173,70 0,9 36,8 173,7 / 104,3 131,68 2,9 — 12,33 14,42 12,0 3,3 4,8 168,98 5 1 0
CPI Europe A2JN9W / AT0000A21KS2 15,42 1,6 –0,6 19,56 / 14,86 16,02 0,4 5,3 1,58 1,47 10,5 4,0 3,7 16,75 0 1 0
Erste Group Bank 909943 / AT0000652011 115,70 –0,6 15,0 117,2 / 71,05 97,38 1,8 — 9,78 10,89 10,6 3,6 4,2 114,11 6 4 1
Flughafen Wien A2AMK9 / AT00000VIE62 50,80 0,8 –6,3 56,00 / 48,10 52,36 2,6 12,1 2,26 2,40 21,2 3,3 3,4 54,58 1 3 0
FOCUS MONEY 28/2026
99
moneyanalyse Internationale Aktien
FEDEX
Schwierige Einordnung
Der US-Logistikkonzern Fedex übertraf mit starken Quartalszahlen zuletzt klar die
Erwartungen des Marktes. Gleichzeitig hob man in Memphis den Ausblick an. Die
Aktie gab dennoch nach. Grund: Einige Analysten behielten zwar das Kauf-Votum
bei, senkten aber die Kursziele. Die Zahlen seien angesichts der Bilanzierungsumstellung
auf das Kalenderjahr sowie der jüngsten Abspaltung des Frachtgeschäfts
Fedex Freight derzeit noch schwierig einzuordnen, so der Tenor.
Fedex
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
250
200
150
100
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN US31428X1063 Empfohlen am 9.01.2025 Empfehlungs-Kurs 216,97 € Kurs aktuell 280,00 € +/– in % +29,1 Neuer Stopp 229,00 € Kursziel 317,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
ÖSTERREICH
Lenzing 852927 / AT0000644505 24,15 –14,1 4,1 29,60 / 19,76 24,27 0,9 2,9 –1,81 –0,98 — 0,0 0,7 24,50 1 3 1
Mayr-Melnhof 890447 / AT0000938204 76,90 –1,0 –16,5 101,6 / 69,90 84,32 0,7 12,8 5,78 7,79 9,9 3,3 4,1 94,00 0 2 0
OMV 874341 / AT0000743059 54,70 –2,8 15,4 64,45 / 43,00 53,04 1,0 3,4 8,24 7,25 7,5 8,3 8,7 61,00 4 4 3
Palfinger 919964 / AT0000758305 31,80 –5,1 –5,1 40,20 / 29,10 34,57 1,2 5,2 2,95 3,64 8,7 3,2 3,8 44,30 4 0 0
Raiffeisen Bank Intl. A0D9SU / AT0000606306 53,50 –2,2 42,4 55,40 / 24,16 39,18 0,8 — 6,23 6,47 8,3 3,4 4,0 45,63 5 4 0
SBO 907391 / AT0000946652 28,80 –9,0 6,9 37,35 / 25,85 31,58 1,0 7,9 1,96 3,22 8,9 3,5 5,3 36,90 1 1 1
Telekom Austria 588811 / AT0000720008 9,75 –1,2 9,2 10,32 / 8,46 9,26 1,1 3,7 1,00 1,08 9,1 4,7 5,1 10,57 1 5 0
Verbund 877738 / AT0000746409 56,05 1,2 –8,5 69,50 / 54,20 62,17 1,8 10,1 3,14 3,77 14,9 2,9 3,4 60,18 0 5 6
Voestalpine 897200 / AT0000937503 41,02 –8,1 9,2 48,86 / 22,90 39,13 0,9 5,2 3,82 4,80 8,6 2,7 3,5 48,45 2 7 0
Wienerberger 852894 / AT0000831706 22,48 –6,9 –25,9 33,14 / 21,96 26,53 0,9 5,4 2,13 2,69 8,4 4,5 4,8 28,96 3 1 2
WEITERE INTERNATIONALE AKTIEN
Accor 860206 / FR0000120404 50,10 3,7 5,3 50,56 / 38,08 44,96 2,9 12,3 2,22 2,65 18,9 2,9 3,3 55,94 10 3 0
Agnico-Eagle Mines 860325 / CA0084741085 131,90 –9,1 –10,8 223,8 / 98,40 158,30 2,5 8,4 11,79 12,64 10,4 1,1 1,1 214,05 10 5 1
Akzo Nobel A2PB32 / NL0013267909 59,06 –0,7 –0,1 66,78 / 46,42 56,54 2,1 12,3 3,83 4,26 13,9 3,4 3,5 62,53 7 9 0
Alibaba A117ME / US01609W1027 82,80 –9,6 –34,6 163,8 / 80,00 126,50 1,3 9,4 5,68 7,88 10,5 1,1 1,1 167,43 29 1 0
Anglo American PLC A41BF3 / GB00BTK05J60 42,57 –5,1 20,6 49,14 / 23,60 37,82 2,7 9,6 1,59 2,09 20,4 1,4 2,0 45,74 5 7 1
ANZ Group Holdings A3D4V6 / AU000000ANZ3 21,15 –1,6 4,7 24,13 / 16,40 21,16 1,5 — 1,49 1,53 13,8 4,8 4,8 21,44 2 7 0
ArcelorMittal A2DRTZ / LU1598757687 52,06 –5,9 33,8 62,12 / 26,10 44,39 0,8 7,3 4,19 6,20 8,4 1,1 1,1 58,78 7 3 0
BAE Systems 866131 / GB0002634946 21,33 2,3 9,1 27,97 / 18,06 22,64 4,3 18,4 0,96 1,10 19,4 2,2 2,4 26,77 8 5 2
Baidu Inc. A0F5DE / US0567521085 98,50 2,1 –13,3 141,6 / 73,00 109,83 0,9 9,6 6,77 7,94 12,4 0,0 0,0 157,51 23 3 0
Ballard Power Syst. A0RENB / CA0585861085 3,29 –12,7 51,0 5,65 / 1,36 2,71 2,1 — –0,14 –0,14 — 0,0 0,0 2,62 2 8 1
Bank of China A0M4WZ / CNE1000001Z5 0,55 –5,0 14,1 0,61 / 0,45 0,52 0,5 — 0,10 0,10 5,5 5,5 5,7 0,69 9 1 0
Barclays 850403 / GB0031348658 5,90 –1,3 8,1 6,01 / 3,76 5,00 1,0 — 0,61 0,73 8,0 3,0 3,6 6,40 9 4 0
Barrick Mining Gold A417GQ / CA06849F1080 31,60 –9,5 –17,5 45,63 / 17,58 35,03 2,0 6,0 3,52 4,02 7,9 2,4 2,9 45,02 11 3 1
BHP Group 850524 / AU000000BHP4 36,08 –3,8 39,8 40,44 / 20,70 29,62 3,9 9,9 2,25 2,32 15,5 3,7 3,7 37,81 2 12 0
BYD CO A0M4W9 / CNE100000296 8,14 –6,4 –23,9 14,79 / 8,06 10,83 2,1 4,5 0,54 0,68 11,9 0,7 1,8 13,79 20 3 0
Capgemini 869858 / FR0000125338 87,70 –0,8 –38,2 151,9 / 86,68 117,22 1,2 6,1 12,97 13,85 6,3 4,0 4,3 145,58 9 5 0
China Life A0M4XJ / CNE1000002L3 2,93 –11,2 –4,1 3,80 / 1,93 3,04 0,9 — 0,51 0,58 5,0 3,8 4,1 4,04 10 1 1
CK Hutchison A14QAZ / KYG217651051 7,37 –4,6 27,6 8,00 / 5,16 6,58 0,4 4,2 0,74 0,75 9,9 4,0 4,0 9,13 5 1 0
CSL 890952 / AU000000CSL8 68,22 –0,6 –30,5 153,06 / 56,00 91,20 2,3 10,5 5,50 5,60 12,2 3,7 3,8 84,61 5 9 0
Diageo 851247 / GB0002374006 17,92 2,7 –1,5 24,70 / 15,70 18,84 3,5 10,8 1,41 1,40 12,8 2,6 2,7 22,88 12 7 1
Engie A0ER6Q / FR0010208488 27,65 2,0 23,8 29,85 / 17,35 24,32 1,9 6,6 1,96 2,09 13,2 5,0 5,2 30,59 10 4 0
Equinor ASA 675213 / NO0010096985 27,61 –3,9 37,8 37,77 / 18,93 25,63 1,6 3,0 4,39 3,45 8,0 5,0 5,3 32,48 2 15 3
Ericsson B 850001 / SE0000108656 9,83 –1,6 17,8 11,77 / 6,22 9,11 3,3 13,6 0,59 0,65 15,2 2,8 3,0 8,92 2 10 3
Eurofins Scientific A2QJCT / FR0014000MR3 68,88 9,7 11,0 73,92 / 56,54 63,27 2,5 9,6 4,01 4,67 14,8 1,1 1,3 71,03 4 6 1
Franco-Nevada A0M8PX / CA3518581051 181,50 –4,4 2,4 248,8 / 131,8 193,97 4,3 18,5 7,88 8,41 21,6 0,8 0,9 257,42 8 3 0
Galp Energia A0LB24 / PTGAL0AM0009 18,45 –1,1 29,4 22,34 / 13,91 17,76 2,7 5,2 1,92 1,76 10,5 3,6 3,7 22,11 5 8 0
Generali 850312 / IT0000062072 42,29 –0,7 19,0 43,00 / 29,95 35,56 1,9 — 3,19 3,42 12,4 4,3 4,7 40,36 6 7 0
100 FOCUS MONEY 28/2026
SIGNIFY
Dividendenpolitik enttäuscht
Die Aktie des Weltmarktführers im Bereich Beleuchtung, Signify (ehemals Philips
Lighting), steht unter Druck und notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Der
Grund: Die Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinnrückgang.
Auslöser der negativen Reaktion waren die Mittelfristziele bis 2029, die zwar
über dem Marktkonsens liegen, jedoch durch eine gesenkte Dividendenprognose in
den Hintergrund gerieten. Anleger warten ab.
Signify
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 25 2026
50
40
30
20
10
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN NL0011821392 Empfohlen am 16.08.2023 Empfehlungs-Kurs 27,00 € Kurs aktuell 16,40 € +/– in % -39,2 Neuer Stopp 14,00 € Kursziel 20,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Glencore A1JAGV / JE00B4T3BW64 6,06 –6,2 30,2 7,15 / 3,16 5,36 1,9 7,1 0,53 0,52 11,6 2,9 3,1 7,41 9 6 0
Heineken A0CA0G / NL0000009165 73,40 3,6 6,3 80,00 / 64,22 69,03 2,1 8,2 5,24 5,63 13,0 2,8 2,9 84,90 11 9 0
Hennes & Mauritz 872318 / SE0000106270 14,94 –2,5 –12,7 18,04 / 11,40 15,95 6,3 11,7 0,72 0,76 19,7 4,4 4,7 14,01 1 12 8
Honda Motor 853226 / JP3854600008 8,00 4,9 –2,9 9,80 / 6,70 8,13 0,5 6,6 0,62 — 1,14 — 7,0 — 4,7 5,1 8,49 5 9 0
ICBC A0M4YB / CNE1000003G1 0,71 –3,4 2,9 0,80 / 0,61 0,70 0,5 — 0,13 0,14 5,1 5,7 6,0 0,93 9 1 0
Kering 851223 / FR0000121485 254,25 –5,8 –15,4 350,9 / 190,58 275,93 2,1 9,8 6,51 9,82 25,9 1,4 2,0 282,46 3 17 1
Kone Corp. A0ET4X / FI0009013403 49,61 1,1 –17,6 64,16 / 48,00 56,96 8,7 17,3 2,22 2,49 19,9 3,9 4,2 61,98 7 9 2
Linde PLC A3D7VW / IE000S9YS762 452,20 0,2 25,3 463,4 / 332,4 402,45 6,1 21,5 15,66 17,15 26,4 1,2 1,3 479,30 17 4 1
MTN Group 897024 / ZAE000042164 11,60 –1,7 39,8 12,40 / 6,30 9,13 2,4 5,5 0,92 1,18 9,9 2,7 3,6 12,13 4 2 1
Naspers A41H7X / ZAE000351946 43,80 –0,5 –22,5 65,33 / 41,20 51,81 1,3 28,4 5,17 6,16 7,1 0,6 0,8 68,40 6 1 0
NEL A0B733 / NO0010081235 0,21 –7,4 8,0 0,37 / 0,17 0,21 1,1 — –0,02 –0,02 — 0,0 0,0 0,19 0 6 7
Nintendo 864009 / JP3756600007 37,00 –1,9 –35,6 85,00 / 35,00 55,55 2,6 22,7 2,20 — 2,66 — 13,8 — 2,9 3,4 55,60 15 7 1
Nokia 870737 / FI0009000681 11,72 –7,5 109,7 14,97 / 3,48 7,32 3,0 26,3 0,34 0,40 29,6 1,3 1,4 10,45 8 6 3
Northern Star R. A0BLDY / AU000000NST8 11,55 –9,9 –23,0 19,29 / 8,72 14,08 1,7 9,2 0,73 1,15 10,0 2,7 3,5 15,54 9 4 0
Orange 906849 / FR0000133308 16,69 –1,9 18,0 18,80 / 12,90 15,84 1,4 3,8 1,02 1,17 14,2 4,7 4,9 19,02 7 8 0
Pernod Ricard 853373 / FR0000120693 64,12 0,3 –12,3 107,0 / 60,24 74,27 1,0 9,0 5,76 5,89 10,9 7,3 6,8 86,53 5 10 0
Philips Elec. 940602 / NL0000009538 23,73 1,2 2,7 27,87 / 19,91 23,98 2,0 10,6 1,53 1,71 13,9 3,6 3,7 27,93 5 11 0
Prudential 852069 / GB0007099541 11,62 –0,6 –12,7 14,30 / 10,40 12,53 1,6 — 1,02 1,15 10,1 2,2 2,5 16,38 8 1 0
Reliance Ind GDR 884241 / US7594701077 48,00 –0,4 –18,9 60,60 / 44,90 53,15 1,5 — 2,95 3,46 13,9 0,2 0,3 70,59 1 0 0
Samsung El. St.GDR 896360 / US7960508882 4700,00 –8,9 167,0 5300 / 930,0 2569,73 — — 585,53 777,40 6,0 0,9 1,5 6219,56 3 0 0
Sibanye-Stillwater A2PWVQ / ZAE000259701 1,89 –6,0 –40,9 4,50 / 1,53 2,75 1,6 2,2 0,71 0,78 2,4 15,5 15,3 3,23 2 5 0
Softbank 891624 / JP3436100006 32,85 –17,4 34,1 49,99 / 14,70 27,82 1,8 17,5 0,51 — 0,51 — 64,4 — 0,2 0,2 41,45 10 4 1
Sony 853687 / JP3435000009 17,70 2,3 –20,6 26,32 / 16,50 20,81 2,1 10,0 1,13 — 1,22 — 14,5 — 1,0 1,1 25,37 16 2 0
Stellantis A2QL01 / NL00150001Q9 4,93 –12,7 –47,5 10,47 / 4,85 7,62 0,3 1,5 0,83 1,49 3,3 0,0 7,2 7,76 5 15 1
Taiwan Semicond. 909800 / US8740391003 400,50 –2,7 56,8 417,5 / 190,8 294,67 10,0 21,9 13,85 17,61 22,7 0,9 1,1 427,97 12 2 0
Telefónica 850775 / ES0178430E18 3,54 –2,0 1,9 4,89 / 3,25 3,83 1,3 2,8 0,34 0,39 9,0 4,2 5,1 4,00 2 14 3
Telia Comp. 938475 / SE0000667925 4,36 0,2 20,9 4,73 / 2,92 3,92 3,6 7,4 0,21 0,23 18,8 4,4 4,7 4,23 2 11 3
Tencent A1138D / KYG875721634 48,54 2,1 –25,1 74,99 / 46,09 61,13 2,5 10,2 3,85 4,25 11,4 1,4 1,6 78,72 34 2 1
Tomra Systems A3DHA0 / NO0012470089 8,40 –3,9 –26,9 14,07 / 8,25 10,56 3,9 10,0 0,34 0,63 13,4 2,4 4,8 12,04 6 1 1
Toyota 853510 / JP3633400001 14,89 –2,7 –17,6 21,35 / 14,21 17,50 0,9 6,0 1,83 — 2,01 — 7,4 — 3,7 4,2 19,78 9 6 0
Ubisoft Entert. 901581 / FR0000054470 5,22 –0,6 –20,0 10,25 / 3,67 5,86 0,5 4,9 –1,06 0,13 40,1 0,0 0,0 5,70 3 8 3
Umicore A2H5A3 / BE0974320526 20,32 –7,1 13,1 26,60 / 12,42 18,35 1,9 8,7 1,69 1,76 11,5 2,6 2,7 24,58 6 6 1
Vestas Wind Sys. A3CMNS / DK0061539921 25,38 3,3 9,0 27,12 / 13,12 22,04 5,5 10,2 1,14 1,44 17,6 0,8 1,1 25,13 12 8 1
Vodafone A1XA83 / GB00BH4HKS39 1,18 –4,7 4,8 1,41 / 0,90 1,18 0,6 2,7 0,10 0,12 9,5 4,1 4,2 1,21 3 6 2
Volvo B 855689 / SE0000115446 29,25 1,9 7,7 33,38 / 22,46 28,00 3,4 11,2 1,94 2,24 13,0 4,7 5,5 30,83 8 8 1
Wheaton Prec. Met. A2DRBP / CA9628791027 96,00 –9,1 –6,9 144,85 / 73,76 106,30 4,6 16,1 4,67 4,94 19,4 0,7 0,8 163,21 11 0 0
Woodside Petroleum A3DNGW / AU0000224040 16,95 –3,0 28,6 21,61 / 12,20 16,14 1,0 4,5 1,65 1,61 10,6 7,9 7,5 20,69 0 6 2
Zijin Mining A0M4ZR / CNE100000502 3,02 –11,4 –19,5 5,09 / 2,12 3,84 2,5 5,7 0,36 0,42 7,2 4,1 4,5 5,85 12 0 0
FOCUS MONEY 28/2026
101
moneyanalyse ETFs
XTRACKERS NIKKEI 225 ETF EUR HEDGED
Mit Währungssicherung
Es gibt derzeit gute Gründe, in den japanischen Aktienmarkt zu investieren. Die
Aktien profitieren von Strukturreformen in der Unternehmensführung und einem
prosperierenden Binnenmarkt. Doch in Phasen eines schwachen Yen kann die
Absicherung der Währung für europäische Anleger von Vorteil sein. Kursgewinne
müssen dann nicht gegen Währungsverluste aufgerechnet werden. Nikkei-
225-Fans sei deshalb der Xtrackers Nikkei 225 ETF (EUR-Hedged) empfohlen.
Xtrackers Nikkei 225 ETF
in Euro
2025
2026
18000
14000
10000
6000
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN LU1875395870 Anbieter Xtrackers Referenz-Index Nikkei 225® (EUR Hedged) Ertragsverwendung ausschüttend Nachbildungsart physisch Kosten p.a. 0,19 %
Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in
Gebühr ver- € %
in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
LÄNDER
iShares Core DAX 593393 0,16 T 205,40 2,6 15,2 9,0
Xtrackers DAX DBX1DA 0,09 T 232,55 2,8 15,3 9,1
Deka DAX ETFL06 0,15 A 91,57 2,8 15,3 9,0
iShares TecDAX 593397 0,51 T 33,74 –0,6 6,5 0,8
Amundi TecDAX ETF ETF908 0,42 A 27,66 –0,7 6,6 0,9
Deka MDAX LYX0R1 0,20 A 149,74 3,7 4,7 –1,9
Invesco MDAX A2N7NF 0,19 T 52,26 4,0 4,8 –2,0
Xtrackers ATX DBX0KJ 0,25 T 134,08 48,8 32,0 17,6
Xtrackers Switzerland DBX1SM 0,30 A 162,36 24,0 12,2 8,7
Vanguard S&P 500 A1JX53 0,07 A 123,80 25,0 18,7 13,9
iShares Core S&P 500 A0YEDG 0,07 T 703,20 25,0 18,7 13,9
Invesco EQQQ Nasdaq-100 801498 0,30 A 642,10 36,2 24,4 17,0
Xtrackers MSCI USA A1XB5V 0,03 T 192,86 24,6 18,8 13,4
Xtrackers Russell 2000 A1XEJT 0,30 T 390,55 43,1 16,4 7,3
UBS ETF (IE) S&P 500 ESG A2PEZ8 0,10 A 45,03 29,2 18,9 14,9
UBS MSCI USA Socially Responsible A1JA1S 0,22 A 260,00 26,8 16,8 12,0
Vanguard FTSE 100 A1JX54 0,10 A 52,88 21,9 15,9 12,0
iShares FTSE 100 (Acc) A0YEDM 0,07 T 250,65 22,6 16,2 12,2
Xtrackers CAC 40 DBX1AR 0,20 A 87,51 12,6 7,8 8,1
Amundi CAC 40 A2H59J 0,25 T 148,92 10,2 7,8 8,2
Xtrackers Nikkei 225 DBX0NJ 0,09 A 39,55 60,9 23,6 13,4
iShares Core MSCI Japan IMI A0RPWL 0,12 T 70,23 32,4 16,8 10,0
Vanguard FTSE Japan A1T8FU 0,10 A 44,28 32,0 16,5 10,0
Amundi Japan TOPIX II A0ESMK 0,45 A 213,44 30,0 15,9 9,5
Xtrackers MSCI China DBX0G2 0,65 T 14,90 –4,1 5,6 –6,5
Xtrackers CSI300 Swap DBX0M2 0,50 T 19,60 46,4 15,2 3,9
iShares MSCI China A A12DPT 0,40 T 5,64 40,7 11,4 0,6
Amundi MSCI India II LYX0BA 0,83 T 25,64 –11,8 2,8 4,5
REGIONEN
Xtrackers MSCI World A1XB5U 0,12 T 136,65 24,4 17,7 12,3
Vanguard FTSE All-World A1JX52 0,19 A 159,72 26,6 18,0 11,7
SPDR MSCI ACWI A1JJTC 0,12 T 280,75 27,0 18,2 11,8
iShares MSCI World Small Cap A2DWBY 0,35 T 9,20 32,8 15,8 8,2
UBS ETF (LU) MSCI World Soc. Resp. A1JA1R 0,22 A 182,38 22,3 15,3 10,6
Invesco EURO STOXX 50 A0RGCL 0,05 T 163,90 20,8 16,0 11,9
iShares Core EURO STOXX 50 593395 0,09 A 64,07 20,7 16,1 12,0
iShares STOXX Europe 600 263530 0,20 A 63,90 20,7 15,1 10,0
Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in
Gebühr ver- € %
in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
Xtrackers MSCI EMU DBX0GJ 0,09 A 69,47 22,5 16,8 11,0
Amundi MSCI EMU Small Cap ESG LYX0W3 0,40 A 439,35 15,3 12,9 6,2
Xtrackers MSCI Europe DBX1ME 0,12 T 118,74 21,0 15,0 10,3
iShares Core MSCI Europe A0MZWQ 0,12 A 40,15 20,9 15,0 10,4
Xtrackers MSCI Europe Small Cap DBX1AU 0,30 T 71,74 9,7 12,0 4,0
iShares MSCI Europe ESG Screened A2N48D 0,12 T 10,95 20,4 15,0 9,9
iShares MSCI Europe SRI A1H7ZS 0,20 T 77,55 11,2 8,5 5,5
Amundi MSCI EM Asia A2H58R 0,20 T 59,95 51,9 23,6 8,5
Xtrackers MSCI Emerging Markets A12GVR 0,18 T 82,57 47,4 21,5 8,1
iShares Core MSCI EM IMI A111X9 0,18 T 48,58 44,3 20,6 8,3
iShares MSCI EM SRI A2AFCZ 0,25 T 9,61 33,5 15,1 4,3
Amundi MSCI EM Latin America A2H58P 0,20 T 20,45 37,2 10,6 9,6
THEMEN
iShares Automation & Robotics A2ANH0 0,40 T 18,93 45,7 20,2 11,3
iShares Dow Jones Global Titans 50 628938 0,51 A 109,12 28,7 21,9 15,4
iShares Global Clean Energy A0MW0M 0,65 A 10,25 58,6 3,4 –1,6
iShares Digitalisation A2ANH3 0,40 T 9,52 –2,3 11,2 0,3
VanEck Vec. Gold Miners A12CCL 0,53 T 73,64 54,8 36,3 20,0
Xtrackers MSCI World Health Care A113FD 0,25 T 52,53 20,4 5,9 5,8
iShares Healthcare Innovation A2ANH2 0,40 T 8,41 30,4 7,4 –1,2
Amundi MSCI World Inf. Tech. TR LYX0GP 0,30 T 1177,20 39,3 27,4 19,5
iShares S&P 500 Inf. Tech. Sector A142N1 0,15 T 43,30 38,9 28,7 22,5
Amundi MSCI New Ene. ESG Screened LYX0CB 0,60 A 46,58 76,0 11,3 2,5
VanEck Vec. Video Gaming a. eSports A2PLDF 0,55 T 51,84 –12,8 17,2 7,0
Amundi MSCI Water ESG Screened LYX0CA 0,59 A 70,56 5,1 8,8 6,4
BNP P. EASY ECPI Circ. Ec. Leaders A2PHCA 0,30 T 22,99 23,7 11,3 9,5
BNP P. EASY Low Carb. 100 Europe A2DPX9 0,30 T 299,40 15,4 9,2 6,8
VanEck Defense UCITS ETF A A3D9M1 0,55 T 50,08 3,7 33,7 —
STRATEGIEN
iShares STOXX Global Select Div. 100 A0F5UH 0,46 A 38,00 29,4 19,3 10,8
SPDR S&P US Div. Aristocrats A1JKS0 0,35 A 73,78 18,4 8,6 7,7
SPDR S&P Euro Div. Aristocrats A1JT1B 0,30 A 29,20 11,2 14,6 8,6
Xtrackers MSCI World Min. Volatility A1103F 0,25 T 43,41 4,8 7,5 6,0
iShares Edge MSCI World Mom. Fac. A12ATF 0,25 T 108,14 39,7 28,0 15,2
iShares Edge MSCI World Val. Factor A12ATG 0,25 T 69,60 63,4 26,6 17,6
VanEck Vec. Mornings. US Wide Moat A12CCN 0,49 T 54,45 8,8 5,5 3,9
Frankfurter ETF - Modern Value FRA3TF 0,53 T 151,46 –3,8 7,1 —
Xtrackers Portfolio DBX0BT 0,70 T 358,70 18,8 12,0 5,7
102 FOCUS MONEY 28/2026
Zertifikate
CAPPED BONUSZERTIFIKAT AUF MERCK KGAA
28 Prozent Bonusrendite
Die lange Leidenszeit der Merck KGaA scheint vorbei, denn der Aktienkurs notiert
wieder über 140 Euro. Das Capped Bonuszertifikat auf Merck KGaA bietet derzeit eine
Bonusrendite von 28 Prozent, sofern der Aktienkurs bis zum Laufzeitende die
Barriere von 125 Euro nicht unterschreitet. In diesem Fall werden 240 Euro ausgezahlt.
Andernfalls erhalten Anleger Aktien, außer der Aktienkurs liegt am Laufzeitende
über dem Cap. Anleger sollten das Emittentenrisiko beachten.
Marck
Aktienkurs in Euro
maximale Auszahlung
200-Tage-Linie
Barriere
2021 22 23 24 25 2026
220
180
140
100
Quelle: Factset UK Limited 2026
ISIN DE000UN9C0V0 Emittent Unicredit Laufzeit 18.12.2026 Kurs aktuell 183,86 € Barriere 125,00 € Cap = max. Auszahlung 240,00 € Bonusrendite 28,82 %
Stand: 26.06.2026
Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit
€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr
Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit
€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr
THEMENZERTIFIKATE
3D Printing (UBS) UBS13D 110,81 11,4 17,5 27,8 Open End
5G Technology (VON) VA9H37 252,92 22,0 27,9 43,9 Open End
Aqua Index (VON) VF55L2 207,24 8,1 8,3 12,3 Open End
Artificial Intelligence (VON) VL3SJB 394,71 2,5 –9,0 –2,2 Open End
Battery Energy Storage (VON) VL53BE 183,65 5,6 24,9 83,4 Open End
Bauwirtschaft Basket (RBI) RCB9FM 27,55 8,0 17,2 39,6 Open End
Belt and Road (VON) VF5Y6S 156,31 16,4 19,2 47,1 Open End
Best Age (HVB) HV3AGE 29,89 6,8 –2,2 9,8 Open End
Bitcoin (VON) VQ63TC 417,00 –13,4 –31,8 –45,3 Open End
Blockchain Technology (VON) VL9NBT 256,96 11,1 3,7 14,1 Open End
BRIC E-Commerce (HVB) HR0KPX 19,43 –10,8 –23,7 –19,6 Open End
China Dragons 7 (SOG) SY59KE 11,37 –16,5 –24,3 –22,7 Open End
China Internet (VON) VP6CJ5 69,79 –6,8 –23,2 –16,5 Open End
Circular World (VON) VE85VQ 171,25 2,4 1,0 9,0 Open End
Cyber Security (VON) VS5ZCS 561,87 49,1 28,6 15,8 Open End
Deutscher Maschinenbau (HVB) HV3DMB 26,21 0,0 –0,8 13,1 Open End
Digital Marketplaces (VON) VN19ER 235,17 –7,8 –19,1 –22,7 Open End
EPRA/NAREIT Eurozone (HVB) HV092P 42,99 0,0 0,0 –0,5 Open End
Erix (SOG) SG1ERX 188,40 –4,1 25,4 78,6 Open End
ESG Goods for Life (HVB) HVB4GL 90,89 3,4 –2,1 2,0 Open End
Ethereum (DZ) DW541J 9,48 –28,1 –48,8 — Open End
Gene Therapy (VON) VA3BPR 113,52 17,5 10,7 29,2 Open End
German Mergers & Acquisi. (HVB) HU5JPC 58,65 34,5 53,6 48,3 Open End
Global Family Owned Co. (UBS) UBS1FA 178,57 2,2 3,6 9,5 Open End
Global Hydrogen (HVB) HVB4H2 256,05 12,6 26,7 59,7 Open End
Global Spin-Off (VON) VZ2SP0 437,19 16,7 32,3 73,5 Open End
Green Invest (ERG) EB013Z 18,89 9,6 8,4 12,2 Open End
Home Office Technology (VON) VP796R 192,58 21,3 15,8 22,4 Open End
Impact for Good (VON) VA9QNW 152,88 6,9 1,2 1,6 Open End
Industrie 4.0 (VON) VS8Y40 443,41 25,1 30,1 54,8 Open End
Innovative Technologies (UBS) UBS1RU 319,59 26,6 17,4 28,0 Open End
Luxury-Performance-Index (VON) VTA3LU 261,74 6,6 –8,9 5,9 Open End
NYSE Arca Biotech (HVB) 787363 750,84 24,3 19,9 60,5 Open End
Robotics and Drones (UBS) UBS0RD 331,18 –3,4 5,1 29,1 Open End
SGI Inflation Proxy (SOG) SN2F89 15,77 12,0 26,3 50,0 Open End
Smart Farming (VON) VA8HXD 127,04 0,0 3,6 –0,3 Open End
Smart Grid (VON) VT0DSG 642,30 12,9 39,1 68,9 Open End
Smart Mobility (SOG) SH9YES 70,65 1,9 3,3 — Open End
Social Media Titans (VON) VZ6ASM 274,98 1,5 –17,8 –10,2 Open End
Stoxx Europe ESG L. Sel 30 (HVB) HX8SQL 44,71 5,9 17,8 23,3 Open End
Uranium Mining (SOG) SH02Q8 12,84 –19,3 –8,2 20,3 Open End
STRATEGIEZERTIFIKATE
CROCI Euro (DB) DB091Z 411,41 5,4 4,9 9,9 Open End
CROCI Germany (DB) DB0WKS 391,59 11,3 9,1 15,7 Open End
DAXplus Export Strategy (HVB) HV095B 77,60 15,8 12,4 15,9 Open End
DAXplus Max. Sh. Rat. Ger. (HVB) HU5JPA 179,74 3,8 6,2 5,2 Open End
DAXplus Min. Varian. Ger. (BNP) AA0KFZ 81,70 –4,1 –3,1 –6,5 Open End
DAXplus Seasonal Strategy (HVB) HV1DB6 134,81 6,9 1,9 5,2 Open End
Directors-Deal.-Val.-Strat. (UBS) UBS1GB 126,74 2,1 3,5 5,3 Open End
Dow Jones Asia Sel. Div. 30 (BNP) ABN6ZQ 261,28 –0,7 12,5 23,3 Open End
Europ. Buyback (SG) A12V1Y 30,65 6,4 2,2 18,1 Open End
Europ. High Div. Low Vola. (VON) VZ7HDL 156,19 2,2 4,2 5,9 Open End
European Sector Rot. Strat. (HVB) HVB12Y 2167,31 3,0 13,5 14,6 Open End
Gebert Börsenindikator (MS) MF04W6 296,91 12,3 –0,3 11,6 Open End
Global Quality Div.Payers (UBS) UBS0QD 555,07 12,6 14,4 20,8 Open End
Krypto Portfolio Basket (VON) VE5CRY 300,28 –21,9 –41,3 –40,9 Open End
Swiss Research Basket (VON) VL4JU8 258,06 5,7 3,2 5,0 Open End
Value Investoren (UBS) UBS1SV 493,51 6,7 2,4 14,8 Open End
REGIONENZERTIFIKATE
Baix (HVB) HVB4BY 157,17 18,2 12,6 14,8 Open End
CECExt (RBI) RCB3R3 23,94 9,5 14,2 37,8 Open End
Stoxx Nordic 30 (BNP) ABN1NK 155,08 8,2 6,6 17,6 Open End
ROHSTOFFZERTIFIKATE
Bloomberg Const.M.Com. (UBS) UW5P67 148,16 –2,9 15,6 — Open End
Bloomberg Indust. Metals (UBS) UT8KGL 128,87 2,9 5,4 22,3 Open End
Brent Oil (SOG) CU0L1S 102,74 –12,3 32,4 26,9 Open End
CO2-Emissionsrechte (SOG) SH755G 84,87 5,8 –9,6 11,2 Open End
Gold Quanto (DB) DB0SEX 322,10 –20,2 –13,0 20,4 Open End
Kupfer-Future (SOG) SH755F 11,40 11,2 12,2 — Open End
Rogers Intl. Energy (BNP) ABN08Q 60,13 –9,2 64,7 56,2 Open End
Silber Quanto (HVB) HV2XAG 47,23 –26,5 –27,6 78,3 Open End
EMITTENTEN: BNP BNP Paribas
DB Deutsche Bank
DZ Bank
ERG Erste Group
GS Goldman Sachs
HVB HypoVereinsbank
LEO Leonteq
MS Morgan Stanley
RBI Raiffeisen Bank International
SOG Société Générale
UBS UBS
VON Vontobel
FOCUS MONEY 28/2026
103
moneyanalyse Top-Fonds
Die besten Aktienfonds
Das Hin und Her im Mittleren Osten und die immer wieder aufflammenden Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms sorgten für
weniger große Kursbewegungen bei den Aktienfonds als in den vergangenen Monaten.
Fokus auf Stetigkeit
Der G&W Aktien Deutschland Trendfonds verteidigt seinen Spitzenplatz in der Kategorie Aktienfonds Deutschland. Er hält
zahlreiche Nebenwerte wie beispielsweise Jenoptik oder Aixtron, aber auch deutsche Staatsanleihen – zur Verstetigung.
TOPS
Aktienfonds Deutschland ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
G&W Aktien Deutschland Trendfonds DE0009765446 22,9
Deutsche Aktien Systematic Invest A LU1914900888 19,8
SEB Aktienfonds DE0008473471 15,8
G&W Aktien Deutschland Trendfonds
Kurs in Euro
58
54
FLOPS
MB Fund - S Plus LU0354946856 -23,7
Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland A LU0360172109 -23,1
Loys Premium Deutschland P LU2255688470 -10,3
30.6.2025 1.1.2026
30.6.
50
46
Kopf-an-Kopf-Rennen
Nur einen Prozentpunkt liegen die Top-Fonds bei den Produkten der Kategorie Aktien Europa auseinander. Diesmal haben
der Dimensional European Value und der UBS European Equity Opportunity die Plätze getauscht. Im UBS-Portfolio finden sich
Bluechips wie BNP Paribas, Astrazeneca, Nestlé und Roche.
TOPS
FLOPS
Aktienfonds Europa ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
UBS (L) KS European Equ Val Opp € P-acc LU0153925689 31,9
MEAG EuroInvest A DE0009754333 31,3
Dim European Value $ acc IE00B1W6CV70 30,9
Seilern Europa € U R Founders IE00B4MB6665 -13,9
MP CEAMS Quality Europe Equity B € LU0199669259 -9,2
Comgest Growth Europe Compound € R Acc IE0004XPWG97 -9,1
UBS European Eq. Value Opp.
Kurs in Euro
30.6.2025 1.1.2026
30.6.
42
40
38
36
34
32
BIT wieder vorn
Einmal mehr setzt sich das von Jan Beckers gemanagte Welt-Portfolio des BIT Global Leaders an die Spitze des Ein-Jahres-
Rankings. Beckers ist stark in Technologie-Aktien investiert, zu den etwas ausgefalleneren Werten zählt dabei etwa Iren, der
australische Rechenzentren-Betreiber.
TOPS
FLOPS
Aktienfonds global ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
BIT Global Leaders R - I DE000A2QDRW2 74,0
High Conviction Fund R DE000A2PE1A8 73,3
DNB Disruptive Opportunities A € LU2061961145 67,1
Morgan St. Global Brands A $ LU0119620416 -15,1
Seilern World Growth € U R IE00B2NXKW18 -11,6
GuardCap Global Equity S € Acc IE00BYQ67K80 -11,3
BIT Global Leaders
Kurs in Euro
300
260
220
180
30.6.2025 1.1.2026.
30.6.
Daten: FVBS professional; Charts Factset UK Limited 2026
104 FOCUS MONEY 28/2026
Kryptowährungen / Kalender
Beim Krypto-Update arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit Coinshares zusammen, einem weltweit führenden
Investmentunternehmen für digitale Vermögenswerte. Jede Woche stellen Experten des Research-Teams wichtige
Entwicklungen auf dem Kryptomarkt vor. Diese Woche: Marc des Ligneris, Senior Portfolio Manager bei Coinshares
Tokenisierung: Vom Hype zur Realität
Die Tokenisierung realer Vermögenswerte hat in den vergangenen Monaten
deutlich an Fahrt gewonnen. Mehr als 40 Milliarden Dollar an klassischen
Assets sind mittlerweile digitalisiert. Der Schub kommt dabei vor
allem von Plattformen wie Hyperliquid. Die moderne Blockchain-Infrastruktur
zeigt, wie man beim Handelsvolumen traditionelle Börsen mit gerade
einmal elf Mitarbeitern einholen kann. Grund hierfür sind unter anderem
die automatisierte Abwicklung und millisekundenschnelle Transaktionen.
Die nächste Wachstumswelle könnte die sogenannte Agent-Economy
auslösen. Während künstliche Intelligenz (KI) autonomer wird, werden intelligente
Software-Agenten die Blockchain-Technologie nutzen, um Servicedienstleistungen
zu kaufen, Kapital zu verteilen und Geldreserven
anzulegen. Offen ist noch, ob diese Agenten auf bestehende Verwaltungssysteme
zurückgreifen oder sich zu eigenständigen Robo-Advisors entwickeln,
die ihre eigenen Strategien entwerfen.
Dafür zwingend notwendig sind kostengünstige und superschnelle
Blockchains. Deshalb konzentriert sich diese Aktivität bereits auf Netzwerke
wie Solana, Base und Polygon. Noch ist das Volumen klein, es wächst
aber stetig. Das Ganze könnte zudem zu einem der zuverlässigsten Indikatoren
dafür werden, wie schnell die KI in die Wirtschaft vordringt.
Viel Bewegung
Agentische Transaktionen auf Blockchains
Anzahl in Tausend
Top-5 Kryptowährungen
1)
Base
Polygon
APR MAI JUN
Marktkapital.
in Mrd. Euro
Solana
1000
Wertentwicklung 2)
1 Monat 3 Monate 1 Jahr
1 Bitcoin 1045 –19,2% –10,9% –44,7%
2 Ethereum 167 –22,1% –23,7% –35,4%
3 XRP 57 –21,8% –20,9% –52,0%
4 Solana 38 –10,2% –8,6% –51,2%
5 Tron 27 –6,8% 3,5 % 17,1 %
Stand: 29.06.26; 1) ohne Stable-, Meme- und Exchange-Coins, 2) auf Euro-Basis
800
600
400
200
0
Quelle: Coinshares
Quelle: Coinshares
Ausblick: Die zwei Top-Termine der nächsten Woche
6.07.2026 KI-KONFERENZ 8.07.2026 FED-PROTOKOLL
KI in der Praxis
Was bringt KI im Unternehmen wirklich?
Während die Investitionen der führenden
Tech-Konzerne wie Alphabet, Amazon oder
Meta mittlerweile absurd hohe Summen erreichen,
wachsen an der Börse die Zweifel, ob
die Effizienzgewinne hoch genug sind, um die
Gesamtausgaben von geschätzt mehr als 720
Milliarden Dollar im laufenden Jahr zu rechtfertigen.
Einen Überblick zu den Potenzialen
und Herausforderungen von KI in den Betrieben
gibt die Konferenz der Bundesagentur für
Arbeit und des Deutschen Gewerkschaftsbundes
(DGB) Baden-Württemberg. Gezeigt wird
unter anderem, wie mit sensiblen Betriebsdaten
umzugehen ist, wie sich ganze Berufsbilder
wandeln, welcher Schulungsbedarf entsteht
und Fachkräfte gesichert werden können.
Tiefe Einblicke
Das FOMC-Protokoll („Fed Minutes“) ist der
detaillierte Sitzungsbericht des Offenmarktausschusses
der US-Notenbank Fed. Genau
drei Wochen nach der jüngsten Zinsentscheidung
gibt er heute tiefe Einblicke in die Wirtschaftslage
der USA, die Diskussionen der
Währungshüter und mögliche geldpolitische
Maßnahmen. Im Gegensatz zum kurzen Statement
der Notenbank enthält das Protokoll die
Argumente, Sorgen und unterschiedlichen
Meinungen der Fed-Mitglieder. Zuletzt wurde
der Wind rauer. Eine wachsende Zahl von
Währungshütern sprach sich wegen der höheren
Inflation für Zinssteigerungen aus – zum
Ärger von US-Präsident Trump, der zur Finanzierung
der enormen Staatsverschuldung dringend
niedrige Zinsen benötigt.
US-Notenbank Fed:
Ihr Protokoll gibt
Aufschluss über die
künftige Zinspolitik
Was noch passiert: +++ Jährliches Aktionärstreffen bei Deutsche Entertainment, Fielmann, Hornbach Holding
und Syzygy +++ Südzucker berichtet Zahlen zum Auftaktquartal 2027 +++ ADP-Arbeitsmarktbericht
für die USA +++ Delta Airlines und Pepsico stellen die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vor +++
FOCUS MONEY 28/2026
Fotos: Adobe Stock 105
moneyinside
ANDREAS KÖRNER,
Chefstratege Nebenwerte
Börsenbrief und Ex-
Wertpapierhändler
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ANDIS BÖRSEN-BAROMETER
So handeln deutsche Anleger tatsächlich
Kaum ein Anleger dürfte frei von Zweifeln
sein, ob seine Anlageentscheidungen
richtig waren. Das gilt besonders in
volatilen Marktphasen, in denen sich die
Börsenstimmung rasant ändert. Da ist es
hilfreich, zu wissen, wie andere Privatinvestoren
konkret gehandelt haben – besonders,
wenn die Daten auf einer großen
Zahl von Befragten basieren.
Das trifft auf den Portfoliocheck 2026,
den die US-Fondsgesellschaft Vanguard
gerade veröffentlicht hat, auf jeden
Fall zu. Die Analyse untersucht das Anlageverhalten
privater Investoren in
Deutschland auf der Grundlage von
rund 166 600 echten Portfolios mit einem
Gesamtvolumen von 6,8 Milliarden
Euro. Die zweijährige Studie umfasst
Millionen von Transaktionen. Sie soll
aufzeigen, wie Anleger auf Marktschwankungen
reagieren und was sich
aus realen Portfolios für den langfristigen
Anlageerfolg lernen lässt.
Zentral für diesen sei Disziplin, und die
behielten die Privatinvestoren mehrheitlich
bei. „So verzichtete über ein Drittel im
gesamten Untersuchungszeitraum vollständig
auf Verkäufe, und auch auf Quartalsbasis
tätigt mehr als die Hälfte der Anleger
keine Verkaufsorders. Gleichzeitig
übersteigt das Volumen der Käufe insgesamt
das der Verkäufe – ein deutliches
Signal für kontinuierlichen Vermögensaufbau“,
so die Studienautoren. Sogar in
den Zeiträumen rund um die erratischen
Zollankündigungen des US-Präsidenten
Donald Trump hätte eine Mehrheit auf panische
Verkäufe verzichtet und die Kursdellen
sogar für gezielte Zukäufe – etwa
bei breit gestreuten ETFs – genutzt.
Zum Thema Rebalancing, also der regelmäßigen
Anpassung der Depotaufteilung
an Kursveränderungen, heißt es:
„Während Anleger mit größeren Portfolios
ihre Allokation tendenziell stabil halten
und damit ihre Risikostruktur aktiv
steuern, besteht bei kleineren Portfolios
noch Potenzial zur Optimierung.“
Die Untersuchung bestätigt auch, dass
viele Anleger Vermögen über regelmäßige,
kleinere Einzahlungen aufbauen –
etwa über Sparpläne. Dem stünden allerdings
teils größere Einzelverkäufe
gegenüber, die den langfristigen Vermögensaufbau
bremsen können. „Diese Dynamik
verdeutlicht, dass Disziplin nicht
nur im ‚Dranbleiben‘, sondern auch im
konsistenten Handeln liegt“, so das Fazit.
DAS GELD-GESPRÄCH
„Geiz ist für mich auf jeden
Fall nicht geil“
von JOHANNES BAUER
Geld ist für Sie…
Eine Messlatte für Erfolg. Geld beruhigt
die Nerven ungemein – sofern man
ausreichend davon hat ;-).
Außerdem schafft Geld neue Handlungsspielräume
und erhöht die Risikobereitschaft
für neue Projekte und Ziele.
Was war Ihr letzter Fehlkauf?
Eine viel zu enge Jeans, die ich mir
irgendwie von dem Verkäufer habe
aufschwatzen lassen – das gute Stück
wurde bis heute nie getragen.
Und was Ihr bestes Investment?
CHRISTIAN SOLMECKE,
Rechtsanwalt und
Geschäftsführer der
Kanzlei WBS Legal
Der Ehering, den ich vor 23 Jahren
meiner Frau geschenkt habe.
Was kann man mit Geld nicht kaufen?
Vertrauen und Geborgenheit: Die gibt’s
nur in der Familie. Und Freunde: Die
gibt’s nur, wenn man sich auch darum
kümmert.
Wie belohnen Sie sich selbst für gute
Leistungen?
Ich gehe mit meiner Familie in einem
bislang noch nicht von uns besuchten
Restaurant essen. Meist gibt es dann
Wiener Schnitzel oder Rinderfilet und
guten Wein.
Was ist für Sie Geiz?
Geiz ist für mich auf jeden Fall nicht geil.
Geiz ist es, in geselliger Runde die
Kölsch einzeln zu zahlen statt durch alle
Freunde zu teilen.
106 Foto: T. Hufnagl
FOCUS MONEY 28/2026
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