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FOMO 28_26 Gesamtausgabe

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moneyeditorial

EDITORIAL

Weltmeisterliche

Versager

GEORG MECK

Chefredakteur

FOCUS MONEY

zugegeben, mit Fußball-Vergleichen wird gegenwärtig übertrieben. Wir wollen

auch gar nichts mehr hören von verschossenen Elfmetern und Versagern

im Strafraum. Und doch: Die Parallelen zwischen dem Abstieg des ehemaligen

Exportweltmeisters Deutschland und der Demütigung der Nagelsmann-

Truppe drängen sich förmlich auf. Die Nationalelf habe Deutschland sehr gut

repräsentiert, ätzte Ökonomieprofessor Justus Haucap nach der Paraguay-

Pleite: „Ideenlos, fantasielos, aber sich selbst vollkommen überschätzend.

Das passt“.

Spitzenleistungen? Wirtschaftswunder? Weltmeistertitel? Alles länger her.

Erfolg ist verdächtig in einem Land, das Neid höher schätzt als Ehrgeiz, wo

in Bundesjugendspielen wie Jugendfußball der Siegeswille abtrainiert wird.

Wer es mit Mut und Anstrengung zu etwas bringt, hat sich der Gier der Umverteiler

zu erwehren. Reichensteuer, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer –

die Ideen sind grenzenlos, der Zugriff durch die Politik erbarmungslos.

Beispiel: Sozialversicherung. Die Beitragssätze steigen stetig, die sogenannte

Bemessungsgrenzen, bis zu denen der Staat zulangt, verschieben sich

ebenso stetig nach oben. Im Ergebnis hat jemand, der mehr als 75 000 Euro

im Jahr brutto verdient, demnächst zusätzliche Sozialabgaben von Tausenden

Euro zu schultern. Der Führungskräfteverband ULA hat dies für einen

Ingenieur mit 100 000 Bruttojahresgehalt durchgerechnet: 2027 muss er

2064 Euro mehr berappen (verglichen mit 2026). Für 2031 ist bereits von

10 428 Euro Mehrbelastung die Rede. Diese Anreize wirken.

Die Unternehmen sind laut einer aktuellen McKinsey-Studie förmlich in

einen Investitionsboykott getreten. Frisches Geld für Zukunftsprojekte? Fehlanzeige.

Kaum ein anderes Industrieland schneidet in der Analyse so schlecht

ab wie Deutschland. Die Nettoinvestitionen liegen demnach bei 0,2 Prozent

der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: China bringt es auf 23 Prozent, die

USA auf vier Prozent. Hierzulande entstehen kaum noch neue Produktionsstätten.

Im Gegenteil. Fabriken werden geschlossen, wie im Fall von VW zu

sehen. 100 000 Arbeitsplätze sind dort in Gefahr. Mit einem Trainerwechsel

ist es dabei garantiert nicht getan. Was meinen Sie: Was muss passieren, damit

Deutschland wieder an der Weltspitze mitspielt, im Fußball wie in der Industrie?

Schreiben Sie an leserservice@focus-money.de

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FOCUS MONEY 28/2026

Foto: FOCUS-Magazin

3


%

moneyinhalt

moneykompakt

6 Risikokapital: Die Zentralbank

BIZ warnt vor einem Schuldencrash

durch Nvidia & Co.

6 Apple: Macbooks und Ipads

werden deutlich teurer

7 Hit & Shit: Fuelcell Energy von

Analysten geadelt, On Semiconductor

im Ausverkauf

8 Zinsradar: Was Geld bringt!

8 VW: Radikalkur beim

Krisenkonzern

9 Das kaufe ich jetzt: Burckhardt

als solider Industrieklassiker

9 Chart der Woche: Noch keine

Entwarnung beim Bitcoin

9 Offene Immofonds: Erster

Fonds wird abgewickelt

10 Deutsche Telekom: US-Turbulenzen

und Fusionsgerüchte

belasten den Kurs

10 Trade Republic: Rückvergütungsverbot

zwingt zu neuem

Geschäftsmodell

11 Lindt: Bei den Zahlen ist eher

Saures als Süßes angesagt

11 Bayer: Großer Erfolg vor Gericht

bei Glyphosat-Klagen

11 Alphabet: Die Google-Mutter ist

jetzt im Dow Jones

106 Andis Börsenbarometer: Der

reale Portfoliocheck zeigt, wie

deutsche Anleger handeln

106 Das Geld-Gespräch: Geiz ist

nicht geil, findet Rechtsanwalt

Christian Solmecke

900

3. JULI 2026 www.focusplus.de

12

Renditejagd ist eröffnet

50, 100 oder sogar 900 Prozent Plus?

Auch wenn Sie die Chip-Rally verpasst

haben, mit der ultimativen FOCUS-

MONEY-Analyse können Sie bei den

potenziellen Kursraketen von morgen

dabei sein – die exklusive Liste der

20 nächsten Tenbagger

moneytitel

12 Analyse: Nach welchen Kriterien

des Starinvestors Peter Lynch die

Werte mit Vervielfachungspotenzial

ermittelt werden

16 Tenbagger: 20 Aktien, die das

Zeug zum Verzehnfacher haben

– von Adyen bis Vorwerk

moneymarkets

28 Leerverkäufe: Vier günstige

Aktien, mit denen Anleger

Shortsellern Paroli bieten

32 Interview: Blackrock-Strategin

Ann-Katrin Petersen mit dem

Ausblick aufs zweite Halbjahr

36 Halbleiter: Auch weniger

bekannte Nischenanbieter

versprechen schöne Renditen

39 Kolumne: Tilmann Galler zur

Entspannung der Rohölpreise

40 Rheinmetall: Ist der Konzern

wirklich bereit für die neue

Rüstungs-Ära?

42 Interview: Hans-Jörg Naumer

von Allianz Global Investors

fordert, Deutschland brauche

mehr als eine Rentenreform

40

Kaufchance oder Absturz?

20 Milliarden Euro Umsatz kostet Rheinmetall

das Aus der neuen Fregatte F126. Der

Kurseinbruch folgte prompt. Die große

Analyse, wie es nun weitergeht

4 Titel: iStock

Fotos Inhalt: Adobe Stock, Blackrock, Damen Naval

FOCUS MONEY 28/2026


45 Chartsignal: Turnaround-Chance

für den Euro

45 Wette der Woche: KI-Schmiede

Zhipu aus China

46 Tourismus: Mit vier Marktführern

von der erfolgreichsten

Jahreszeit profitieren

49 Aktienanleihen: Überdurchschnittliche

Zinsen bei

reduziertem Risiko kassieren

52 Economist: China verkürzt bei KI

den Rückstand auf die USA

55 Musterdepot: Konsequente

Risikokontrolle bei Manuel Hölzle

56 Female Finance: Preisträgerin

Corinne Brecher im Interview

58 Frontrunner: Die nächsten

Kandidaten, bei denen die

US-Regierung einsteigen könnte

62 BYD: Womit die Premium-Tochter

Denza in Deutschland überzeugt

moneydigital

65 Trends: Statistiken, Watchlist und

Top-Trades aus dem Netz

dswanlegerschutz

66 Wertpapiere: Tipps beim

Vererben und Verschenken, Teil II

32

28

Kurs-Rutsch für die

Schnäppchenjagd

Shortseller greifen Firmen an und

spekulieren auf fallende Kurse. Für

risikofreudige Anleger die Chance,

günstig einzusteigen – und dagegen

zu wetten

moneyservice

68 Glasfaser: Wie der Netzausbau

gefördert wird und welche Tarife

besonders günstig sind

71 Sterbegeld: Die besten Policen,

um für die eigenen Bestattungskosten

finanziell vorzusorgen

74 Rund ums Haus: Die besten

Anbieter für zu Hause aus

Kundensicht

moneyanalyse

86 Marktüberblick

88 Deutsche Aktien

96 Internationale Aktien

102 ETFs

103 Zertifikate

104 Fonds

105 Kryptowährungen

moneyrubriken

3 Editorial

64 Leserbriefe – Impressum

105 Termine

„Investieren, wo die Engpässe

am größten sind.“

ANN-KATRIN PETERSEN, KAPITALMARKT-

STRATEGIN BEI BLACKROCK

Unternehmensregister

Adyen 20

Airbus91

Alphabet11

Apple6

Bayer 11

Booking Holdings47

Burckhardt9

Celsius Holding 17

Comcast 96

Eckert & Ziegler 93

Elmos Semiconductor37

Evertec 22

Exlservice Holdings 23

Fedex 100

Filtronic16

Friedrich Vorwerk18

FTAI Aviation 22

Fuelcell Energy 7

Globant 25

Heidelberg Materials 92

H&M 98

Hugo Boss31

Innodata 18

Kinross Gold 17

Lifeway Foods 21

Lindt & Sprüngli11

Macom Technology Solutions 24

Marvell Technology37

Melexis38

Meliá Hotels48

Merck KgaA 88

Micron Technology97

Mutares 95

Nagarro 94

Nextpower21

Nu Holdings 24

On Semiconductor 7

Onto Innovation38

Perpetua Resources 60

Qualcomm 99

Reddit 23

Rheinmetall 40

Rigetti Computing 60

Sanlorenzo 48

Signify101

Sofi Technologies 20

Suss Microtec 16, 38

Técnicas Reunidas 25

Téléperformance 30

Toast19

Transmedics19

Tui 30, 48

Verizon 11

Vistry Group31

Volkswagen8

Wolfspeed 59

Zalando 90

Zhipu 45

FOCUS MONEY 28/2026

Composing: FOCUS MONEY 5


moneykompakt

Größte Chipunternehmen

Samsung, Nivida, TSMC und mit Abstand

SK Hynix führen die Liste der umsatzstärksten

Chipunternehmen weltweit an

Umsatzstärkste Chipunternehmen 2026

in Milliarden Dollar

Samsung 235,7

NVIDIA 215,9

TSMC 121,9

SK Hynix 68,7

Broadcom 68,3

Micron Technology 58,1

Quelle: Statista 2026

KI-KUNSTFLIEGER: Folgt auf

die Pirouetten der künstlichen

Intelligenz der Absturz?

Abflüsse bei den „Mag Seven“

Der Börsenmonat Juni endete für die

„Magnificent 7“ – mit einem Minus von

12,9 Prozent oder fast drei Billionen Dollar

Marktkapitalisierung der Magnificent Seven

monatliche Veränderung in Mrd. Dollar

2022 23 24 25 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

Aufgeblähte Notenbankbilanzen

Die Bilanzen von BoJ, Fed, EZB & Co.

sind nach wie vor aufgebläht. Das gilt

auch für die der Schwellenländer

Bilanzen der Zentralbanken

in Prozent des BIP

Industrieländer

Schwellenländer

Großbritannien

USA

Japan

EU

1955 1965 1975 1985 1995 2005 2015 2025

Quelle: BIS Data Portal

3

1

–1

–3

120

80

40

0

RISIKOKAPITAL

KI auf Pump

Gefahr wie 2008? Die Zentralbank BIZ warnt vor einem

Schuldencrash durch Nvidia & Co. Ein Weckruf für Anleger

Nährt sich die Blase selbst? Im Falle

globaler Investitionen in Chips und Infrastruktur

künstlicher Intelligenz (KI)

drängt sich dieser Gedanke förmlich auf.

Dahinter steckt: Chiphersteller und Hyperscaler

beteiligen sich an KI-Labors

oder Neocloud-Anbietern, die sich im

Gegenzug zu mehrjährigen Abnahmeverträgen

für Chips oder Rechenleistung

verpflichten. „Circular Financing“

heißt das. Doch es geht noch weiter. Rechenzentren

werden an Dritte ausgelagert,

die sie über langfristige Verträge

mit Ausstiegsklauseln an die Hyperscaler

zurückvermieten.

Brisant ist die Warnung von höchster

Stelle: Durch die Undurchsichtigkeit der

Vertragsbedingungen steige das Risiko,

dass ein und dieselbe Anlage mehrfach

verpfändet werde, warnt die Bank für Internationalen

Zahlungsausgleich (BIZ)

in ihrem gerade veröffentlichten Jahresbericht

2026. Hinzu kommt: Konzerne

wie Google, Meta und Nvidia scheinen

sich bei KI-Investitionen zu überbieten.

Diese drohen „überhandzunehmen“,

nennt es BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández

de Cos. Sein Fazit: Sie bergen

eine „Gefahr wie 2008“. Mit anderen

Worten: Die oft schuldenfinanzierten Investitionen

könnten eine Finanzkrise

auslösen. Anzeichen dafür gebe es: Bei

APPLE

Macbooks und

Ipads deutlich teurer

Apple-Fans müssen in den sauren

Apfel beißen! Die IT-Stilikone

hat die Preise für seine Macbooks,

Ipads und das Mac Studio erhöht

(s. Tabelle). Grund dafür seien, so

Apple, die extrem hohen Preise für

sogenannte DRAM (Dynamic Random

Access Memory)-Module:

Diese verteuerten sich im ersten

Quartal 2026 laut dem Branchendienst

Trendforce aus Taiwan um

bis zu 98 Prozent und dürften im

6 Composing: KI/FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


den privaten Kreditfonds, die auch das KI-

Ökosystem am Laufen halten, zeigten

sich „bereits Anzeichen von Stress“.

Investoren sollten die Warnung nicht

auf die leichte Schulter nehmen. Allein

für die Ende 2025 angekündigten KI-Investitionen

von rund acht Billionen Dollar

müssen nach der groben Rechnung

von IBM-Chef Arvind Krishna die Unternehmen

rund 800 Milliarden Dollar Gewinn

pro Jahr erwirtschaften, um nach

Kreditkosten noch einen schmalen Gewinn

einzufahren.

Und was ist, wenn Unternehmen künftig

nicht mehr bereit sind, so viel für Rechenleistung

auszugeben? Was, wenn

Chips und die Kapazitäten von Rechenzentren

künftig nicht mehr ausreichen,

um das Wachstum anzufachen? Und was,

wenn sich Verbraucher weigern, immer

mehr für ihre Handys und Notebooks zu

bezahlen? (s. Kasten „Apple“ unten)

Die KI-Investitionen sind nicht der

einzige Störfaktor im Bericht der BIZ.

Die Bank richtet ihr Augenmerk auch auf

die staatliche Rekordverschuldung.

Nicht nur die Höhe sei bedenklich, auch

die Veränderung im Kreise der Gläubiger.

Waren das bisher neben den eigenen Notenbanken

und inländischen institutionellen

Anlegern vormals ausländische

Staaten, so mischen neuerdings teils

hoch verschuldete Hedgefonds mit.

Dies habe eine neue Wechselwirkung

zwischen Staatsfinanzen und Finanzstabilität

geschaffen, erklärte Frank Smets

von der Währungs- und Wirtschaftsabteilung

der BIZ. Diese Entwicklung könne zu

laufenden Quartal um weitere 58

bis 63 Prozent zulegen. Experten

sprechen angesichts dessen bereits

von einem „ RAMageddon“.

Bislang haben große Drittanbieter

von Apple-Produkten hierzulande

die Preise des Tech-Konzerns

nicht weitergegeben: So

gibt es etwa bei Amazon das

neue Macbook Neo (A18 Pro;

256 GB) weiter für 649 Euro. Und

Media Markt hat zumindest den

Preis für das Neo-Laptop bei 699

Euro stabilisiert. Was sich aber

bald ändern dürfte. Wer also ohnehin

den Kauf eines Macbook

plant: schnell zugreifen. TS

häufigeren und stärkeren Kursverlusten

bei Staatsanleihen führen und die Finanzierungsbedingungen

verschlechtern.

Hohe Verschuldung, hartnäckige Inflation,

Lieferengpässe und unsichere

Wachstumserwartungen bilden eine gefährliche

Gemengelage für Investoren.

Die Unsicherheit zeichnet sich an den

Börsen ab. Der jüngste Abschwung bei

Chip-Aktien wie Nvidia, AMD und Micron

zeugt davon. Unter Experten gilt

der Rücksetzer nach einer monatelangen

Rekordjagd als gesund und willkommen.

Vor allem institutionelle Anleger

nahmen Gewinne mit. Inzwischen steigen

die Kurse wieder. „Es gibt nach wie

vor kaum Anzeichen für eine schwächere

Nachfrage. Dies deutet darauf hin,

dass Versorgungsengpässe, gerade bei

Speicherchips, anhalten dürften“, sehen

die Analysten von Merck Finck kein Ende

des Chip-Booms gekommen. Sie sind

nicht die einzigen.

„Doch die wichtigste Erkenntnis ist,

dass sich Investoren bewusst sein sollten,

was sie kaufen“, ist Niall Gallagher,

Fondsmanager bei Jupiter überzeugt. Die

mangelnde Diversifikation und hohe

Konzentration auf Technologieunternehmen

innerhalb vieler Indizes hat

Auswirkungen auf die Ausgewogenheit

eines Gesamtportfolios. Das sollten Anleger

stets im Blick behalten. BAN

MACBOOK

NEO: In der

Basis-Version

100 Euro teurer

Apple-Produkte: bis

zu 700 Euro teurer

Modelle

Preis

(alt)

Preis

(neu)

Erhöhung

Macbooks

Neo (256 GB) 699 € 799 € 100 €

Air 13" (8 GPU Cores) 1199 € 1399 € 200 €

Pro M 5 Pro 14" (15 Core CPU) 2499 € 2899 € 400 €

Pro M5 Max 16" (40 Core CPU) 4999 € 5699 € 700 €

Mac Studio

M4 Max Chip 2499 € 2999 € 500 €

Ipad

Air M4 11" 699 € 799 € 100 €

A16 (128 GB) 379 € 499 € 120 €

Quelle: Unternehmensangaben; Stand: Juni 2026

FUELCELL ENERGY

Von Analysten geadelt

Der Hersteller stationärer Brennstoffzellen

aus den USA konnte auf Wochensicht

beim Börsenkurs um mehr als ein

Drittel zulegen. Auslöser der Rally waren

Hochstufungen von den US-Wertpapierbanken

Jefferies und B. Riley sowie der

Schweizer Bank UBS. Das höchste Kursziel

nennt dabei B. Riley mit 32 Dollar (28

Euro). Aktueller Kurs: 26 Euro.

Einer der Gründe für die positiveren

Einschätzungen ist ein Vertrag mit einem

US-Rechenzentrumsbetreiber zur Lieferung

von Anlagen mit bis zu 380 Megawatt

grundlastfähigem Strom. Damit zeigt

sich, dass die bislang eher technologiegetriebene

Kursfantasie bei Fuelcell Energy

von realen Umsätzen fundiert wird.

HIT

ON SEMICONDUCTOR

SHIT

Ausverkauf nach Zahlen

Der Kursverlauf des US-Chipwerts zeigt

eindrucksvoll, dass Investments in heiße

Boomsektoren hohe Risiken bergen.

Wenn die Bewertungen – wie hier mit einem

2026er-KGV von mehr als 50 vor

dem Kursrutsch – sehr hoch sind, müssen

die Geschäftszahlen entsprechend

top ausfallen.

Für das erste Quartal lagen diese bei

On Semiconductor sogar leicht über den

Erwartungen. Der Gewinn je Aktie betrug

0,64 Dollar, zwei Cent über den Schätzungen.

Der Umsatz stieg um fünf Prozent

auf 1,51 Milliarden Dollar, 20 Millionen

Dollar mehr als prognostiziert. Doch

das reichte offenbar nicht, um die Investoren

zufriedenzustellen.

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Apple 7


moneykompakt

ZiNSRADAR

Tagesgeld

Anlagebetrag 10.000 Euro

Zinsen

Anbieterauswahl * in % p.a. Ertrag **

Crédit Agricole Savings 1 4,00 328,95

Stellantis Direktbank 1 3,52 189,51

Renault Bank direkt 1 3,50 237,76

Consorsbank 1 3,40 200,48

Yapi Kredi 3,30 217,50

Suresse Direkt Bank 1 3,27 236,12

ING 1 3,20 156,67

Volkswagen Bank 1 3,10 206,00

1822 Direkt 1 2,80 170,00

Grenke Bank 2,75 200,16

Santander 2,75 111,98

Ayvens Bank 2,30 232,44

DenizBank 1 2,30 190,00

willbe 2,15 216,74

AKF Bank 1,85 186,58

Garanti Bank International 1,25 125,00

Oyak Anker Bank 1,00 100,38

* ohne Zinsportale,

** in Euro nach 12 Monaten, unter Berücksichtigung verschieden häufiger Zinstermine und

des niedrigeren Anschluss-Zinses nach Wegfall des Neukunden-Zinses.

1

für Neukunden

Trend beim Tagesgeld:

leicht steigend

Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 29.06.2026

Festgeld

Anlagebetrag 25.000 Euro

Konditionen in % p.a., Laufzeit 12 Monate

Anbieterauswahl * Zinsen Ertrag **

HoistSpar 3,10 775,00

Bigbank 3,05 762,50

AKF Bank 3,02 755,00

Stellantis Direktbank 3,02 755,00

Merkur Privatbank 3,00 750,00

Volkswagen Bank 3,00 750,00

Isbank 2,90 725,00

Bank of Scotland 2,80 700,00

Ayvens Bank 2,75 687,50

Klarna Bank 2,71 677,50

CA Auto Bank 2,70 675,00

willbe 2,68 670,00

DHB Bank 2,65 662,50

Myntro 2,60 650,00

Creditplus Bank 2,57 642,50

Suresse Direkt Bank 2,50 625,00

Sparda-Bank Nürnberg 1 2,30 575,00

ING 2,20 550,00

*ohne Banken von Zinsportalen **in Euro am Ende der Laufzeit

1

für Neugeld

Trend beim Festgeld: leicht steigend

Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 29.06.2026

VW-WERK ZWICKAU: Berichte über eine mögliche Schließung verunsichern die Beschäftigten

VOLKSWAGEN

Konzern im Krisenmodus

Der China-Kollaps verschärft die Krise bei VW. Mit einer

Radikal-Kur will CEO Blume dagegenhalten und geht aufs Ganze

In der Diskussion um eine mögliche Ausweitung

des geplanten Sparprogramms

im Volkswagen-Konzern drängt Audi-

Betriebsratschef Jörg Schlagbauer auf rasche

Klarheit: „Sämtliche Vorschläge

und Strategien müssen sofort in die zuständigen

Gremien“, sagte Schlagbauer

FOCUS MONEY. Entschieden werde

„erst, wenn alles auf dem Tisch liegt“, erklärte

der Gewerkschafter.

Medienberichten zufolge will Konzernchef

Oliver Blume den laufenden

Sparkurs weiter verschärfen. Entsprechende

Pläne gehen auf ein Papier der

Unternehmensberatung Boston Consulting

zurück und stehen im Zentrum

der nächsten Aufsichtsratssitzung am

Donnerstag.

Laut „Manager Magazin“ will Blume

bis Ende des Jahrzehnts weltweit bis zu

50 000 weitere Stellen im Konzern streichen

– zusätzlich zum laufenden Abbau

von 50 000 Jobs bei VW, Audi, Porsche

und der IT-Tochter Cariad. Zudem stehen

auch die VW-Werke in Emden, Hannover

und Zwickau sowie das Audi-

Werk in Neckarsulm auf der Kippe. Mit

der Verschärfung des Sparkurses reagiert

Blume auf die anhaltende Talfahrt.

Vor allem das Geschäft in China

kriselt gewaltig. Alleine im ersten Quartal

brachen die VW-Verkäufe bei Stromern

in der Volksrepublik um 72 Prozent

ein. Jetzt läuten die Alarmglocken.

Bei Mitarbeitern gelten mögliche

Standortschließungen als ausgeschlossen.

„Das können die vergessen“, erklärte

ein Insider unter Verweis auf das VW-

Gesetz. Danach bedarf die „Errichtung

und die Verlegung von Produktionsstätten“

der Zustimmung des Aufsichtsrats

– mit Zweidrittel-Mehrheit. Allerdings

hält die Arbeitnehmerbank die Hälfte

aller Mandate in dem Gremium. Eine

Zustimmung zu Werksschließungen ist

daher nicht zu erwarten.

Auch das Land Niedersachsen hat bereits

Widerstand angekündigt. Man

werde keiner Entwicklung zustimmen,

die auf Werksschließungen hinauslaufe

oder die Mitbestimmung infrage stelle,

sagte Niedersachsens Ministerpräsident

und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies

(SPD) unlängst.

Allerdings könnte Konzernchef Blume

womöglich einen Kniff anwenden,

schreibt das „Manager Magazin“. Danach

wolle Blume die Kernmarke VW

sowie die Werke zur Teilefertigung

(„Komponente“) aus dem Konzern herauslösen

und in eigene Gesellschaften

einbringen – unter dem Dach einer Konzern-Holding.

Das Kalkül: Einzelne

Marken wie Audi könnten so an die Börse

gebracht werden.

Vor allem aber könnten sich die Mehrheitsverhältnisse

im Aufsichtsrat mit

dem Schritt womöglich so verschieben,

dass der Aufsichtsratschef mit seinem

Doppelstimmrecht die Arbeitnehmerseite

und das Land Niedersachsen aushebeln

könnte. Bei Mitarbeitern sorgt

diese Aussicht für blankes Entsetzen:

„Wenn die das versuchen, ist das eine

Kriegserklärung – mit allen Konsequenzen“.

UTZ

8 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


Burckhardt: Solider

Industrieklassiker

Preis für 1 Bitoin

in Dollar, logarithmische Darstellung

Realisierter Preis für Bitcoin

2017 18 19 20 21 22 23 24 25 2026

FOCUS MONEY 28/2026

Das Unternehmen aus dem schweizerischen

Winterthur ist der globale

Marktführer bei Kolbenkompressoren.

Damit werden Gase verdichtet,

gekühlt und verflüssigt. Zu den Kunden

zählen Chemiekonzerne, Raffinerien,

Anlagen für die Luftzerlegung

und Gasunternehmen.

Etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes

kommt aus dem margenstarken

Servicegeschäft – Tendenz steigend.

Für die Kompressorsysteme

betreibt Burckhardt Produktionsanlagen

in der Schweiz, Indien, China,

den USA und Südkorea.

Im ersten Quartal ging der Umsatz

aufgrund von Währungseffekten um

3,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken

(1,14 Milliarden Euro) zurück.

Währungsbereinigt ergibt sich ein

kleines Plus von 1,3 Prozent. Dennoch

erreichten der operative Betriebsgewinn

(Ebit) mit 141 Millionen

Franken sowie der Nettogewinn mit

110,1 Millionen Franken neue Rekordwerte.

Trotzdem notiert die Aktie

rund 35 Prozent unter ihrem Höchstkurs.

Das kann zum Teil daran liegen,

dass der Auftragseingang nach mehreren

Boomjahren im ersten Jahresviertel

um 27 Prozent gesunken ist.

Für langfristig orientierte Anleger,

die ein Investment im starken Schweizer

Franken schätzen, könnte jetzt ein

guter Einstiegszeitpunkt sein. Denn

die Aktie ist mit einem 2026er-KGV

von 15 im historischen Vergleich günstig

und bietet 3,70 Prozent Dividendenrendite

(ISIN: CH0025536027).

Burckhardt Compression

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2022 23 24 25 2026

In Fällen, in denen der Autor selbst in die hier vorgestellten Anlageinstrumente investiert, erfolgt das frühestens zwei Wochen nach Publikation

CHART DER WOCHE

Noch keine Entwarnung

DAS

KAUFE

ICH JETZT

Quelle: Factset UK Limited 2026

Mehr Aktien-Tipps von

Andreas Körner gibt es auch

in seinem Börsenbrief. Den

finden Sie unter folgendem

QR-Code

ANDREAS KÖRNER,

CHEFSTRATEGE

NEBENWERTE

BÖRSENBRIEF UND

EX-WERTPAPIER-

HÄNDLER

Bitcoin ist technisch schwer angeschlagen. So notiert die weltgrößte Kryptowährung

mittlerweile gut 21 Prozent unterhalb der (fallenden) 200-Tage-Linie.

Kommt es zeitnah zu weiteren Kursrückgängen, sollten Anleger den „realisierten

Preis“ (Realized Price) bei zuletzt 52900 US-Dollar im Auge behalten.

Dieser durchschnittliche Anschaffungspreis aller Bitcoin-Inhaber musste

früher zunächst unterschritten werden, bevor es zur Trendwende kam. SR

800

600

400

200

100K

10K

1K

100

Quelle: coinglass.com

OFFENE IMMOFONDS

Erster Fonds

wird abgewickelt

Nun ist es also tatsächlich passiert: Mit dem

„Leading Cities Invest“ (LCI) von Kanam

Grund wird der erste offene Immobilienfonds

seit der Finanzkrise aufgelöst. Es werden

keine Anteile mehr aus- oder zurückgegeben,

das restliche Fondsvermögen von

rund 350 Millionen Euro soll schrittweise

durch den Verkauf der Immobilien liquidiert

und gleichmäßig an die Anleger ausgezahlt

werden. Bereits in den vergangenen Jahren

wurden rund 70 Prozent der Immobilien

verkauft, um Rückgabewünsche der Investoren

zu finanzieren. Übrig sind jetzt noch

zwölf Objekte in fünf Ländern. Die Wertentwicklung

des LCI ließ zuletzt arg zu wünschen

übrig: Minus 24,6 Prozent in den vergangenen

zwölf Monaten, minus 12,7

Prozent in denen davor und minus 14,7 Prozent

in denen noch früher.

Als Grund für die Auflösung nennt LCI die

mangelnde wirtschaftliche Perspektive, insbesondere

durch zahlreiche Rückgabewünsche,

das gestiegene Zinsniveau sowie die

nachhaltig schwierigen Immobilienmärkte

verursacht. Doch auch die verlustreichen

Verkäufe von Objekten, die nicht die gewünschten

Preise erzielen konnten, und die

doch sehr hohen Kosten des Fonds dürften

ihren Teil dazu beigetragen haben. Generelle

Kritik kommt daher von Branchenexperte

Stefan Loipfinger: „Der Leading Cities Invest

zeigt eindrücklich, was passiert, wenn

die Gutachter Marktkorrekturen nur mit einer

Salamitaktik weitergeben“, schreibt er

auf seiner Plattform investmentcheck.de.

„Denn stellen wir uns einmal vor, ein Aktienfonds

zeigt nach einem Crash noch die Preise

aus der Zeit davor. Undenkbar, bei offenen

Immobilienfonds aber gängige Praxis.“

Wieder einmal betonen alle anderen Anbieter,

dass dies ein Einzelfall sei und keine

Auswirkungen auf die gesamte Branche hätte.

Nachdem aber in den vergangenen Monaten

schon drei weitere offene Immofonds

die Rücknahme von Anteilen aussetzten,

kommen die Einschläge nun deutlich näher.

Zumal auch noch eine Entscheidung des Europäischen

Gerichtshofs aussteht, ob offene

Immobilienfonds massenhaft mit falscher

Risikoeinstufung verkauft wurden (EuGH,

Az. C-677/25). Das erstinstanzliche Urteil

bejahte dies.

WM

9


moneykompakt

T-MOBILE US: Beim US-Geschäft

wird durch SpaceX Druck

im Mobilfunksektor befürchtet

DEUTSCHE TELEKOM

US-Turbulenzen

belasten den

Kurs

Die Aktien der Deutschen Telekom bleiben

weiter unter Druck. Am Dienstag fiel der

Kurs auf 23,78 Euro und markierte damit

den tiefsten Stand seit 2024. Besonders auffällig:

Auch die US-Tochter T-Mobile US geriet

an der Nasdaq kräftig unter die Räder

und verlor zeitweise fast fünf Prozent. Damit

fiel der Rückgang sogar stärker aus als

bei der Mutter in Bonn.

Auslöser der jüngsten Schwäche sind primär

Entwicklungen in den USA. Der Internetdienstanbieter

und Medienkonzern

Comcast plant eine umfassende Aufspaltung

seines Geschäfts. Künftig sollen Netzwerkund

Unterhaltungssparte getrennt werden.

Ziel ist es, den sogenannten Konglomeratsabschlag

zu reduzieren und den Wert der

einzelnen Bereiche transparenter zu machen.

Die Börse honorierte diesen Schritt

prompt mit Kursgewinnen bei Comcast.

Für die Deutsche Telekom rückt damit indirekt

das eigene US-Geschäft stärker in

den Fokus. Anleger fragen sich, ob ähnliche

Strukturmaßnahmen oder strategische

Veränderungen auch bei T-Mobile US notwendig

werden könnten. Zusätzliche Unsicherheit

kommt von möglichen neuen

Wettbewerbern. Berichte über Satellitenlösungen

im Mobilfunk sowie Pläne für neue

Anbieter schüren Sorgen über steigenden

Konkurrenzdruck. Auch Spekulationen

über mögliche Fusionen im US-Markt verunsichern

Investoren. Dabei läuft das operative

Geschäft weiterhin stabil. Analyst

Polo Tang von der UBS sieht die jüngste

Kursschwäche vor allem als Sorge der Anleger

vor Satelliten-Konkurrenz für den US-

Markt. Nach Berichten über Mobilfunkpläne

von Starlink für US-Verbraucher wird

befürchtet, dass auch Elon Musks Satellitennetz

den Druck auf US-Anbieter wie

Verizon, AT&T und T-Mobile US erhöht.

Andererseits gibt es Skepsis hinsichtlich

eines möglichen Zusammenschlusses von

Deutscher Telekom mit T-Mobile US. Polo

Tang lässt seine Einstufung jedoch bei

„Buy“, mit einem Kursziel von 36,60 Euro.

Aus seiner Sicht könnte die aktuelle Schwächephase

daher übertrieben sein – vorausgesetzt,

die Unsicherheiten im US-Markt

lösen sich.

ZB

NEOBANKEN

Revolution bei Trade Republic

Brüssel zwingt Deutschlands größte

Handy-Bank Trade Republic zu einem

völlig neuen Geschäftsmodell. Im Juli

2026 greift das europaweite Verbot

von Rückvergütungen im Börsenhandel,

von denen die Neobank anfangs

zu großen Teilen gelebt hat und die es

ihr ermöglicht haben, etablierte Banken

mit Kampfpreisen zu attackieren.

Diese Methode ist nun nicht mehr zulässig,

nachdem immer wieder Kritik

aufgeflammt war, dass die Kunden ihre

Wertpapiere nicht zu den für sie günstigsten

Kursen erhalten.

Christian Hecker, Trade-Republic-

Chef, führt deshalb eine völlig neue

Handelstechnologie ein, ohne die Preise

für die Kunden zu erhöhen: „Wir zielen

auf die Mitte der Gesellschaft, und

wollen die Zahl der Kunden in Deutschland

verdoppeln“, sagt Hecker, der inzwischen

150 Milliarden Euro verwaltet,

gegenüber FOCUS MONEY. Ziel sei es,

die Geldanlage „zu demokratisieren“:

„Wir schaffen einen einfachen und transparenten

Zugang zum Finanzsystem.“

Käufe und Verkäufe werden im neuen

System zum Bestpreis über alle relevanten

Börsen abgewickelt, von „Tokio

bis Toronto“, wie Hecker sagt – und das

weiterhin für einen Euro Abwicklungspauschale.

Trade Republic verspricht

dabei automatisch den besten verfügbaren

Preis, für jede Ordergröße und

ohne zusätzliche Kosten.

Ergänzend dazu führt Trade Republic

einen neuen Direktpreis ein: Die Kunden

wählen aus 30 Börsen, darunter

Xetra, Euronext und Nasdaq. Die App

zeigt dazu Live-Daten des aggregierten

Orderbuchs kostenlos an. Schließlich

strebt Trade Republic auf ein neues

Feld, den Börsenhandel mit besonders

aktiven Anlegern bis hin zu Profiinvestoren.

Mit einem hauseigenen Webterminal

erhalten sie Zugang zu professionellem

Charting, Screenern und

Live-Marktdaten. Dort hofft Hecker auf

gewaltiges Wachstum: Finanzfirmen

wie „Interactive Brokers“, die sich in

dem Bereich tummeln, sind heute weit

über 100 Milliarden Dollar wert. GM

10 Foto: iStock

FOCUS MONEY 28/2026


LINDT

Saures statt Süßes

Laut Nachrichtenagentur Bloomberg

steuert die Aktie des Schweizer

Schokoladenherstellers Lindt &

Sprüngli (ISIN CH0010570759) auf

das schlechteste Quartal seit 17 Jahren

zu. In den vergangenen drei Monaten

hat der Aktienkurs auf Basis

Schweizer Franken rund 14 Prozent

verloren. Seit dem Allzeithoch im Juli

Aufwärtstrend in Gefahr

Lindt & Sprüngli

Aktie in Tausend

–27% 120

Schweizer Franken

100

Aufwärtstrend 2

80

60

–58%

40

Aufwärtstrend 1

20

0

2006 10 14 18 22 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

BAYER

Großer Erfolg vor Gericht

Der Oberste Gerichtshof der USA hat

im Streit um Schadensersatzklagen im

Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter

Glyphosat zugunsten von Bayer

entschieden. Das Grundsatzurteil ist

ein Befreiungsschlag für den Agrarund

Pharmakonzern aus Leverkusen.

Der Aktienkurs stieg unmittelbar nach

der Verkündung um fast 19 Prozent.

Es geht bei dem Urteil nicht darum,

ob Glyphosat wirklich krebserregend

ist. Sondern darum, ob Bayer vor einem

Krebsrisiko hätte warnen müssen, obwohl

die Bundesumweltbehörde EPA

Glyphosat als sicher eingestuft hat. Der

Supreme Court entschied nun, dass die

EPA-Vorgaben Vorrang vor dem Recht

einzelner Bundesstaaten haben. Die

2025 sank der Kurs um mehr als 27

Prozent (siehe Grafik).

Die Verbraucher seien die hohen

Schokoladenpreise leid, schreibt

Bloomberg. Das setzt der Strategie

des Unternehmens, die höheren Kakaokosten

an die Kunden weiterzugeben,

enge Grenzen. Das macht

sich bei den Prognosen bemerkbar.

Lindt & Sprüngli rechnete mit einem

organischen Umsatzwachstum von

sechs bis acht Prozent; jetzt liegt es

zwischen vier und sechs Prozent.

Die Börse hat reagiert und den

Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Für

die Aktionäre von Lindt & Sprüngli ist

das ein böses Erwachen, denn sie

hatten seit der Finanzkrise 2008/2009

eine Versechsfachung des Aktienkurses

erlebt. Optimisten klammern

sich nun an den Aufwärtstrend 2, der

den Kursrutsch stoppen soll. DR

meisten, aber nicht alle Klagen vor Gerichten

der Bundesstaaten beziehen

sich auf den fehlenden Warnhinweis.

Bayer wartet aktuell auf die Genehmigung

eines Sammelvergleichs, um einen

Großteil davon für 7,25 Milliarden

Dollar außergerichtlich beizulegen.

Der Fokus der Investoren wird sich

künftig stärker auf die fundamentale

Entwicklung richten. Hier gab es zuletzt

zwar ermutigende Signale. Vom branchenüblichen

Wachstum und Profitabilität

ist Bayer jedoch noch ein ganzes

Stück entfernt. Es wäre daher nicht untypisch,

wenn Investoren nach der Erleichterungsrally

erst einmal Gewinne

mitnehmen. Das durchschnittliche

Kursziel liegt bei 52 Euro. JGR

ALPHABET

Willkommen

im Dow Jones

Nun ist es amtlich. Die Google-Mutter Alphabet

ist seit dem 29. Juni 2026 neues Mitglied im

ehrwürdigen Dow Jones Industrial Average

(DJIA). Der Index umfasst 30 Unternehmen des

amerikanischen Aktienmarktes. Der Konzern

verdrängt damit den alteingesessenen Telekommunikationsriesen

Verizon. Damit

schließt sich Alphabet vier weiteren Mitgliedern

der Technologie-Gruppe der „Magnificent

Seven“ an, die bereits im Index vertreten sind:

Nvidia, Amazon, Apple und Microsoft.

Anders als der S&P 500 oder der Nasdaq

Composite, die Unternehmen nach ihrer gesamten

Marktkapitalisierung (Börsenwert)

gewichten, nutzt der Dow Jones eine historische

Besonderheit: Er ist preisgewichtet. Das

bedeutet, dass ausschließlich der nominale

Preis einer einzelnen Aktie über ihr Gewicht

im Index entscheidet – nicht die Größe des Unternehmens.

Während die Aktie von Verizon

zuletzt bei rund 45 US-Dollar dümpelte, lag

der Kurs von Alphabet bei etwa 350 US-Dollar.

Durch den Indexbeitritt erreicht die Google-Mutter

auf einen Schlag ein Gewicht von

etwa vier Prozent im Index und hat damit die

achtfache Durchschlagskraft von Verizon.

Anleger haben jetzt die Chance, sich beim

Aufsteiger zu positionieren. Denn auch institutionelle

Investoren greifen hier zu. Für passive

Fonds (ETFs) besteht sogar Handlungszwang.

Der Grund: ETFs müssen den Index

exakt eins zu eins abbilden und haben keinen

Ermessensspielraum. Sie mussten daher jede

einzelne Verizon-Aktie aus dem Dow-ETF abstoßen

und massiv Alphabet-Aktien kaufen.

Auch aktive Fondsmanager, die den Dow Jones

als Benchmark nutzen, kommen nicht

umhin, dies zu tun. Da sechs der 30 Dow-Unternehmen

(auch Salesforce) reine Mega-Cap-

Tech-Konzerne sind, ist der Dow Jones endgültig

zu einem „Tech-Index“ mutiert. Wer

Alphabet bisher untergewichtet oder gar nicht

im Portfolio hatte, läuft nun Gefahr, seiner

Benchmark hinterherzurennen, falls die Big-

Tech-Rallye weitergeht.

Diese Entwicklung spiegelt den fundamentalen

Wandel von der physischen (Telekom-

Kabel von Verizon) zur digitalen Infrastruktur

(KI und Cloud von Alphabet) wider. Der

Dow Jones ist somit techabhängiger und

könnte volatiler werden.

SIM

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY 11


moneytitel

AKTIEN

DIE JAGD AUF

DIE ULTIMATIVE ANALYSE:

Kursraketen sind rar. Aber es

gibt ein paar Kriterien, die

bei der Suche helfen

50, 100 oder sogar 900 Prozent? FOCUS MONEY hat sich

auf die Suche nach potenziellen Tenbaggern gemacht.

Unternehmen, die die Kriterien des Starinvestors Peter Lynch

erfüllen, landen auf der exklusiven Top-20-Liste

12 Foto: iStock

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


„Es reicht, wenn ein oder zwei Aktien richtig groß werden – vorausgesetzt,

man erkennt sie früh genug und verkauft sie nicht zu früh.“

Peter Lynch

US-Fondsmanager-Legende

von MARTINA SIMON

Alles begann auf dem Golfplatz. Dort jobbte

der damals elfjährige Peter Lynch als Caddie.

Aufmerksam hörte er dabei D. George Sullivan,

dem Präsidenten von Fidelity, zu. „Aktien

sind keine Lottoscheine, sondern

Unternehmensbeteiligungen”, sagte

er. Daher sei es wichtig, „Unternehmen genau zu

analysieren“. Große Börsengewinner entstehen

selten über Nacht. Dies ist eine der wichtigen Erkenntnisse,

die Peter Lynch bereits in jungen Jahren

beim „Grünplatz-Studium“ in Sachen Börse gewonnen

hat.

Später wurde er als Fondsmanager des Fidelity

Magellan Fund zur Investment-Legende. Dies gelang

ihm, nachdem Sullivan ihm ein College-Stipendium

und einen Praktikumsplatz bei Fidelity besorgt

hatte. In seiner Ära erzielte Lynch eine

unglaubliche Performance von durchschnittlich 29,2

Prozent pro Jahr – und das über mehr als ein Jahrzehnt! Der

Magellan Fund wuchs in der Zeit von 1977 bis 1990 von 18

Millionen auf 14 Milliarden US-Dollar. Lynch war davon

überzeugt, dass sich die besten Anlagemöglichkeiten nicht

an der Börse finden, sondern im wahren Leben.

Wer den gesunden Menschenverstand nutzt, kann sowohl

die Börsenprofis als auch den Gesamtmarkt übertreffen

und die interessantesten Unternehmen direkt in seinem

Umfeld aufspüren – sei es am Arbeitsplatz oder im nächsten

Einkaufszentrum. „Der beste Ort, um mit der Suche

nach dem Tenbagger zu beginnen, ist in der Nähe des eigenen

Zuhauses – wenn es dort zum Beispiel ein Produkt oder

eine Dienstleistung gibt, die einem besonders positiv auffällt“,

erklärt Peter Lynch.

Beispiele gefällig? Wer den Marktführer für GPU-Chips,

Nvidia, frühzeitig im Computermarkt entdeckt hat, konnte

sich mit dessen Aktien eine goldene Nase verdienen –

ganz ohne Börsenexperten. Gleiches gilt für den Pionier der

E-Mobilität, Tesla. Beim aufmerksamen Blick auf den Straßenverkehr

ließ sich die Automarke von Elon Musk rasch

identifizieren. Der frühe Einstieg in das Unternehmen ging

mit einer gewaltigen Performance einher. Für die früh investierten

Anleger klingelten die Kassen. Auch im E-Commerce-Bereich

konnte mit dem heutigen Giganten Amazon

in der frühen Phase ein Hochperformer der besonderen

Art ins Depot aufgenommen werden. Die Liste ließe sich beliebig

fortsetzen, sei es mit Monster Beverage, der Getränkemarke

mit den knalligen Dosen, die im Supermarkt

FOCUS MONEY 28/2026

13


moneytitel

prominent aufgetürmt ist, oder mit dem Streamingdienst

Netflix, der in nahezu jedem Haushalt Einzug gehalten hat.

Es lohnt sich oft auch weiterhin, in diese bereits bekannten

und groß gewordenen Qualitätsunternehmen zu investieren,

da sie attraktive Renditen liefern. Weil eine Verzehnfachung bei

Milliardenkonzernen jedoch deutlich schwieriger wird, wurden

sie nicht in die aktuelle Tabelle aufgenommen.

In die FOCUS-MONEY-Liste (siehe Tabelle unten) schafften es

nur Werte, bei denen eine solide Chance besteht, sich zu vervielfachen.

Das heißt jedoch nicht, dass bei den genannten Werten

oder Giganten wie Eli Lilly, Meta Platforms, Apple, Microsoft,

Siemens oder ASML kein weiteres lukratives Potenzial besteht.

Wichtig: Nur ein winziger Teil aller Aktien können sich innerhalb

von fünf bis zehn Jahren zu einem Tenbagger entwickeln

(lediglich rund vier Prozent). Das geht aus langfristigen Studien,

beispielsweise von Hendrik Bessembinder oder Boston Consulting,

hervor. Die Suche ist anspruchsvoll, denn die Studien belegen,

dass der absolute Großteil der Marktgewinne nur von ganz

wenigen „Super-Aktien“ erzielt wird. Mit klaren Kriterien lässt

sich die Chance jedoch erhöhen.

Die Lynch-Strategie. Peter Lynch hat einige Kernprinzipien

entwickelt. Eine der wichtigsten Tugenden an der Börse ist danach

Geduld. Anleger sollten drei bis zehn Jahre einplanen, die

die Aktien benötigen, um ihr potenzielles Verzehnfachungspotenzial

zu entwickeln. Zweitens empfiehlt er eine PEG-Ratio

von unter 1,5: Dabei wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis durch

das erwartete prozentuale Gewinnwachstum geteilt. „Die KGV-

Bewertung eines Unternehmens muss durch die Wachstumsrate

gerechtfertigt sein“, sagt Lynch. Aktien mit einer PEG-Ratio

von unter eins gelten in seinen Augen als sehr günstig

bewertete Wachstumswerte. Drittens hält Lynch ein Gewinnwachstum

zwischen 15 und 40 Prozent in den vergangenen

zwei bis drei Jahren für ideal. Er bevorzugt profitable Unternehmen,

die ihre Gewinne mit hoher Geschwindigkeit steigern.

Viertens sollte die Verschuldung der Unternehmen nicht zu

hoch sein. Für das Screening verwendet FOCUS MONEY zusätzlich

einen konservativen Verschuldungsfilter (unter 0,4).

Eine zu hohe Verschuldung sei gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten ein Risiko, warnt Lynch. Fünftens sollte ein Umsatzwachstum

von durchschnittlich mehr als fünf Prozent in

den vergangenen drei bis fünf Jahren vorliegen.

Lynch bevorzugte zudem „langweilige” Unternehmen mit

einem echten „Burggraben”, die von Analysten kaum beachtet

wurden. So entdeckte er in seiner Ära in einer frühen Phase

Unternehmen, die bis heute bekannt sind, wie Dunkin´ Donuts

oder Subaru.

Er liebte Kaffee und Donuts und stellte fest, dass die Läden

immer voll waren. Ein Konzept, das sich leicht auf jede Stadt

oder jedes Land übertragen ließ. Zudem bemerkte er, dass in

den 1970er/80er Jahren zunehmend Allrad-„Panzer“ über die

Straßen rollten. Subaru entwickelte sich zu einem Multi-Bagger.

Eine Entwicklung, die weit mehr als das Zehnfache bedeutete.

Ein Unternehmen bestand nach Lynch den „Burggrabentest“,

wenn sein Geschäftsmodell stabil und schwer angreifbar

20 Vervielfacher-Aktien – mit Renditen von über 900 Prozent

Welche Unternehmen haben das Zeug zum Tenbagger? FOCUS MONEY ist den Spuren Peter Lynchs gefolgt und hat nach

Kandidaten mit Vervielfachungspotenzial gesucht. Das Ergebnis: 20 Kursraketen, die Anleger zehnmal reicher machen können

Unternehmen ISIN Markt-

Kap.

(Mrd. €)

Burggraben

Lynch-

Kategorie

aktueller

Kurs (€)

Wachstum

3J

Umsatz-

Wachstum

3J

PEG** KGV26e EPS-

Profitabel

Lynch-

Score*

Potenzial

Rating

Konsens

Seite

Friedrich

Vorwerk Group

DE000A255F11 1,4 Energie-Infrastruktur

schnell

wachsend

Celsius Holding US15118V2079 6,9 starke Marke /Getränke schnell

wachsend

Lifeway Foods US5319141090 0,4

starke Marke /

Kefir-Nische

schnell

wachsend

Kinross Gold CA4969024047 25,1 Globale Goldproduktion schnell

wachsend

Filtronic GB0003362992 0,6 Hochfrequenztechnik

schnell

wachsend

Nu Holdings KYG6683N1034 42,6

Digital Bank/

Latainamerika

schnell

wachsend

Globant LU0974299876 1,1 IT-Entwickler/

KI-Transformation

schnell

wachsend

Suss Microtec DE000A1K0235 1,9 Halbleiter-Nische

schnell

wachsend

Exlservice

Holdings

US3020811044 3,5

Datenanalyse & AI

Services

Toast US8887871080 11,1 Gastronomie/

Digitalisierg./Zahlung

Turnaround

schnell

wachsend

70,75 1,50 14,6 +190.0% +48,1% Ja 20 Tenbagger Hold 18

26,19 0,67 19,6 +125.8% +72,7% Ja 19 Tenbagger Buy 17

25,79 0,67 26,2 +146.0% +14,0% Ja 18 Tenbagger Buy 21

22,28 0,63 8,2 +136.0% +29,8% Ja 18 Tenbagger Strong Buy 17

2,72 1,02 67,5 +88.0% +31,3% Ja 17 Tenbagger Buy 16

11,57 0,60 15,3 +36.7% +40,6% Ja 17 Tenbagger

26,93 0,37 8,0 +6.5% +9,5% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

95,90 0,62 47,8 +55.7% +25,5% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

22,80 0,98 15,3 +17.5% +14,1% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

24,06 0,89 19,2 +125.0% +26,1% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

Moderate

Buy

24

Buy 25

Buy 16

Strong Buy 23

Buy 19

14

FOCUS MONEY 28/2026


war und ein Wechsel zur Konkurrenz zu teuer, zu kompliziert

oder zu riskant gewesen wäre. In seinem legendären Buch

‚One Up On Wall Street‘ („Der Börse einen Schritt voraus“),

fasste er es so zusammen: „Es reicht, wenn ein oder zwei Aktien

richtig groß werden – vorausgesetzt, man erkennt sie früh

genug und verkauft sie nicht zu früh“. Dabei setzte er noch auf

eine weitere sehr bodenständige Erkenntnis: „Suchen Sie nach

Unternehmen, die jeder Idiot leiten kann – denn früher oder

später wird es genauso kommen.“

Potenzielle Vervielfacher. FOCUS MONEY hat den Screener

angeworfen und den US-Markt sowie den Xetra-Handel nach

potenziellen Tenbaggern gemäß den Lynch-Prinzipien durchforstet.

Dabei flossen Kriterien wie das PEG, das EPS- und das

Umsatzwachstum, das KGV und die Profitabilität in den sogenannten

Lynch-Score ein, bei dem maximal 20 Punkte erreicht

werden konnten. Priorität hatten dabei schnell wachsende Unternehmen

mit einem PEG kleiner als 1, hohem Wachstum, einer

vernünftigen Bewertung und einem starken Burggraben.

Zusätzlich vergab FOCUS MONEY einen Small-Cap-Bonus für

junge Unternehmen mit großem Skalierungspotenzial.

20 Kandidaten kristallisierten sich nach dem eigens entwickelten

Lynch-Score von FOCUS MONEY dabei heraus, sechs

als Top-Unternehmen mit echtem Tenbagger-Potenzial (siehe

Tabelle unten): Die Unternehmen zeigen dabei extrem starke

fundamentale Entwicklungen. Die in Tostedt im Norden

Deutschlands ansässige Friedrich Vorwerk Group ist beispielsweise

Spezialistin für kritische Energieinfrastrukturprojekte wie

Pipelines, Hochspannungsleitungen, Wasserstoffnetze und

LNG-Terminals und profitiert vom Megatrend der europäischen

Energiewende. Die Celsius Holding steht mit ihren Energy

Drinks als gesündere Alternative zu Red Bull und Monster Beverage

in den Startlöchern, um diese starke Marke in der Fitness-

Community weltweit weiter zu verbreiten. Und die ebenfalls

amerikanische Firma Lifeway Foods möchte sich als Hersteller

von Kefir-Produkten auf dem Markt für gesunde Ernährung

positionieren. Kinross Gold ist einer der weltweit größten Goldproduzenten

mit Minen in den USA, Kanada, Brasilien, Mauritanien,

Ghana und Chile und könnte vom nächsten Gold-Superzyklus

profitieren. Nu Holdings, die größte digitale Bank

Lateinamerikas mit über 135 Millionen Kunden in Brasilien, Mexiko

und Kolumbien, könnte in Zukunft weiter stark durch die

Digitalisierung und den Netzwerkeffekt wachsen. Besonders interessant

ist auch Filtronic, ein britischer Spezialist für Hochfrequenz-

(RF) und Millimeterwellen-Komponenten, die in Telekommunikations-Infrastruktur,

Verteidigung und Raumfahrt

zum Einsatz kommen und einen erlesenen Kundenstamm wie

SpaceX, Airbus oder Leonardo bedient.

Wichtig: Wo ein so hohes Renditepotenzial winkt, lauern

stets auch massive Risiken. Anleger bewegen sich daher auf

einem schmalen Grat zwischen finanziellem Durchbruch

und herben Verlusten. Lynch betonte immer wieder, dass sich

ein Tenbagger nicht erzwingen lässt. Die sicherste Strategie

ist, ihn als kleine Beimischung in einem sonst breit diversifizierten

Depot zu betrachten.

Unternehmen ISIN Markt-

Kap.

(Mrd. €)

Burggraben

Lynch-

Kategorie

aktueller

Kurs (€)

PEG** KGV26e EPS-

Wachstum

3J

Umsatz-

Wachstum

3J

Profitabel

Lynch-

Score*

Potenzial

Rating

Konsens

Seite

Sofi

Technologies

US83406F1021 19,6 Finanzen/Digital

schnell

wachsend

Adyen NL0012969182 26,1 digitaler

Zahlungsdienstleister

schnell

wachsend

Reddit US75734B1008 19,9 Social-Media Plattform

schnell

wachsend

Evertec PR30040P1032 1,5 Fintech Lateinamerika

schnell

wachsend

Transmedics US89377M1099 2,1 Organtransplantationen schnell

wachsend

Técnicas

Reunidas

ES0178165017 2,4 Anlagenbau/Energie-,

Wasserstoff

Turnaround

Innodata US4576422053 2,2

Agenten, KI-Software

Dienstleister

schnell

wachsend

Nextpower US65290E1010 16,1 Solar Tracker/Software

schnell

wachsend

Macom

Technology US55405Y1001 26,2 Halbleiter

(Hochleistungskomponenten)

schnell

Solutions

wachsend

FTAI Aviation KYG3730V1059 24,6

Nische Wartung

Triebwerke

schnell

wachsend

15,54 0,82 29,0 +160.0% +18,2% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

828,80 0,99 21,7 +25.5% +23,1% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

147,00 1,00 33,6 +194.6% +34,2% Ja 16

Sehr hohes

Potenzial

23,99 0,48 6,7 +14.4% +17,5% Ja 15

Sehr hohes

Potenzial

61,68 0,42 35,1 +423.4% +86,4% Ja 15

Sehr hohes

Potenzial

30,12 0,38 13,6 +45.0% +20,0% Ja 15

Sehr hohes

Potenzial

66,70 1,10 68,5 +62.7% +34,0% Ja 13 Hohes

Potenzial

98,80 0,99 31,0 +47.4% +23,3% Ja 13 Hohes

Potenzial

326,00 2,00 77,6 +87.5% +22,1% Ja 13

Hohes

Potenzial

228,10 0,53 38,8 +65.0% +45,9% Ja 13

Hohes

Potenzial

Hold 20

Strong

Buy

20

Buy 23

Moderate

Buy

22

Buy 19

Buy 25

Buy 18

Buy 21

Buy 24

* Lynch-Score Bewertung: 1) Fast Grower = 3 Pkt. /Turnaround = 2 / Stalwart = 1 / Cyclical/Slow Grower = 0; 2) PEG < 1,0 = 3 Pkt. / 1,0-1,5 = 2 /1,5-2,0 = 1 / > 2,0 = 0; 3) EPS > 25% = 3 Pkt | 15–25% = 2 | 5–15% = 1 | < 5% oder negativ = 0; 4) Umsatz > 20% = 3 Pkt | 10–20% = 2 | 5–10% = 1 | < 5% oder negativ

= 0; 5) KGV < 20 = 3 Pkt | 20–35 = 2 | 35–60 = 1 | > 60 = 0; 6) Profitabel = 1 Pkt | Nicht profitabel = 0; 7) Verschuldung: Debt/Equity (ideal unter 0,4); < 0,3 = 2 Pkt | 0,3–0,7 = 1 | > 0,7 = 0; 8) Größe < 2 Mrd. € = 2 Pkt | 2–10 Mrd. € = 1 | > 10 Mrd. € = 0 (Small Cap = höheres Tenbagger-Potenzial); Ranking: 20

Punkte | Tenbagger ≥ 17 | Sehr hohes Potenzial ≥ 14 | Hohes Potenzial ≥ 11 | Mittleres ≥ 8

Quellen: Alle Kurse und Marktkapitalisierungen in EUR (USD → EUR: 0,895); Yahoo Finance, GuruFocus, TradingView, Onvista. Stand: 29.06.2026; **PEG: Price-Earnings-to-Growth-Ratio (Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis)

Strong

Buy

22

FOCUS MONEY 28/2026

15


moneytitel

SUSS MICROTEC

KI verleiht Flügel

Abgehoben

Suss Microtec

Kurs der Suss Microtec-Aktie 100

in Euro

80

60

40

20

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA1K023/DE000A1K0235

Börsenwert 1,9 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 47,8/ 32,4

Dividendenrendite für 2026e/27e0,2/0,3%

Kursziel/Stoppkurs 155,00/70,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 68 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

AKTIE

1

HOCHLEISTUNGSCHIPS:

Suss ist ein führender

Ausrüster der Halbleiterindustrie

und profitiert

vom KI-Boom

Das Unternehmen: Die Firma Suss Microtec

(Suss) aus Garching bei München

ist ein Halbleiter-Ausrüstungszulieferer

und profitiert vom KI-Boom (s.

auch S. 36). Für die Herstellung von

Hochleistungs- und Speicherchips liefert

Suss Spezialmaschinen insbesondere

für das Imaging, Coating, Bonding

und Photomasking. Suss treibt Technologien

der nächsten Generation wie 3D-

Integration und Nanoimprint-Lithografie

sowie Schlüsselprozesse für die

MEMS- und LED-Produktion voran. Die

Maschinen sorgen dafür, dass Computer-Chips

kleiner, dünner und leistungsfähiger

werden. Dafür gibt es derzeit

eine starke Nachfrage.

Die Zahlen: Im ersten Quartal 2026 erreichte

der Auftragseingang mit 149,3

Millionen Euro einen Rekordwert – ein

Plus gegenüber dem Vorjahresquartal

von 69,5 Prozent. Der Auftragsbestand

ist damit im ersten Quartal um

23,7 Prozent auf 330,1 Millionen Euro

geklettert. Für das laufende Jahr erwartet

Suss einen Umsatz von 425 bis

485 Millionen Euro, bei einer Bruttomarge

von 35 bis 37 Prozent und einer

Betriebsgewinn-Marge (Ebit) von acht

bis zehn Prozent. Bis 2030 will Suss

die Erlöse auf 750 bis 900 Millionen

Euro steigern, bei einer Ebit-Marge

zwischen 20 und 22 Prozent.

Die Vision: An den Bonding-Anlagen

von Suss kommt kein Halbleiter-Produzent

vorbei. Die Systemintegration

bei Herstellern wie TSMC, Samsung

oder Infineon ist tief. Mit dem Bedarf

an Computer-Chips wird auch Suss

weiter wachsen.

THS

FILTRONIC

Space-Race-Gewinner

AKTIE

2

Das Unternehmen: Ob Satelliten-Megakonstellationen im Erdorbit, neueste

Verteidigungssysteme oder das superschnelle 5G/6G-Netz – das britische Unternehmen

Filtronic liefert die dafür unentbehrliche Hochfrequenz-Elektronik.

Als Spezialist für Radiofrequenz- (RF) und Millimeterwellen-Technologie agiert

Filtronic in einer extrem anspruchsvollen Tech-Nische.

Die Zahlen: Das Unternehmen blickt auf ein phänomenales Wachstum zurück

und hat im Juni 2026 brandaktuelle Zahlen zum Geschäftsjahresende vorgelegt.

Die Bilanz ist kerngesund: Mit über 13 Millionen Pfund Cash auf der Bank

ist das Wachstum voll durchfinanziert. Besonders beeindruckend: Filtronic startet

in das neue Geschäftsjahr 2027 mit einem Auftragsbuch, das bereits 90

Prozent des erwarteten Jahresumsatzes abdeckt.

Die Vision: Filtronic ist ein Hightech-Nischenchampion. Ein Vertrag mit SpaceX

läuft bereits auf vollen Touren. Es wurden aber weitere millionenschwere Deals mit

anderen US-Satellitenbetreibern und europäischen Rüstungskonzernen unterzeichnet,

um Klumpenrisiken zu minimieren.

SIM

Steigt der Kurs orbitant?

Filtronic

Kurs der Filtronic-Aktie in Euro

200-Tage-Linie 0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN897725/GB0003362992

Börsenwert 600 Mio. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e67,5/40,4

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 4,30/2,50 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 58 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

4

3

2

1

e = erwartet

16 Foto: Suss MicroTec

FOCUS MONEY 28/2026


ENERGYDRINK: Vor

allem die Nachfrage

nach zuckerfreien

Produkten steigt

stark an

AKTIE

3

CELSIUS HOLDING

Energiekick für

das Wachstum

Das Unternehmen: Der Energydrink-

Hersteller, zu dem auch das US-Geschäft

der in Deutschland bekannten

Marke Rockstar Energy gehört, hält zusammen

mit der 2025 übernommenen

Marke Alani Nu in den USA einen

Marktanteil von 21 Prozent – und ist

der drittgrößte Player im lukrativen

Energydrink-Segment. Ein Markt, der

bis 2032 um rund 13 Prozent auf dann

350 Milliarden Dollar wachsen soll. Der

Trend zu kalorienreduzierten und zuckerfreien

Varianten ist der stärkste

Wachstumstreiber.

Die Zahlen: Nach einem erfolgreichen

Jahr 2025 hat sich die Wachstumsdynamik

im ersten Quartal beschleunigt.

Der Umsatz von rund 665 Millionen

Dollar entspricht einem Plus von knapp

130 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Unter dem Strich blieben

mit 90 Millionen Euro sogar 137 Prozent

mehr hängen. Für das Gesamtjahr

rechnen Analysten mit einem Ertrag

von 375 Millionen Dollar – über 100 Millionen

mehr als im Vorjahr. Positiv fällt

auch die Bilanzqualität auf: 110 Millionen

Dollar Nettoverschuldung stehen

einem Börsenwert von umgerechnet

6,7 Milliarden Euro gegenüber. Celsius

muss jedoch beweisen, dass sich das

Wachstum dauerhaft in hohe Margen

und stabilen Cashflow übersetzen lässt.

Die Vision: Analysten gehen davon

aus, dass das gelingt. So soll sich der

freie Cashflow bis 2027 auf 475 Millionen

Dollar nahezu verdoppeln.

Wachstumstreiber Nummer eins ist

das zuckerfreie US-Energy-Segment.

Celsius war hier zuletzt alleine für 45

Prozent des Marktwachstums verantwortlich.

Eine Partnerschaft mit Pepsico

bietet zudem Zugang zu einem globalen

Vertriebsnetzwerk, um die

internationale Expansion voranzutreiben.

Der jüngste Rücksetzer scheint

daher eine gute Einstiegsgelegenheit

zu bieten. Analysten trauen der Aktie

bereits in zwölf Monaten eine Verdopplung

zu. Handelbar ist die Aktie

allerdings nur über die Nasdaq. MD

Zurück zu alter Stärke?

Kurs der Celsius Holdings-Aktie

Kurs der Celsius

Holdings-Aktie

in Euro

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0YH6K/US15118V2079

Börsenwert 6,9 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e19,6/14,9

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 52,00/20,50 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 100 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

60

30

e = erwartet

KINROSS GOLD

Goldgräberstimmung

Das Unternehmen: Kinross Gold ist

ein kanadischer Goldproduzent mit Minenprojekten

in Nord- und Südamerika

sowie Afrika. Der Konzern zählt zu

den größeren Goldförderern der Branche

und setzt auf operative Effizienz

und diszipliniertes Wachstum.

Die Zahlen: Im ersten Quartal 2026

profitierte Kinross vor allem vom stark

gestiegenen Goldpreis. Der Umsatz

sprang um 61 Prozent auf 2,41 Milliarden

US-Dollar, das operative Ergebnis

stieg auf 1,34 Milliarden US-Dollar. Der

bereinigte Nettogewinn legte auf 854

Millionen US-Dollar zu, und der freie

Cashflow erreichte mit 838 Millionen

US-Dollar zum vierten Mal in Folge ein

Rekordniveau. Allerdings sank die Produktion

um vier Prozent, während die

Kosten je Unze deutlich anzogen.

Dank eines starken Jahres 2025 mit

einer Milliarde US-Dollar Nettoliquidität

ist Kinross finanziell dennoch solide

aufgestellt. Rund 90 Prozent der

Analysten glauben, dass noch weiteres

Kurspotenzial in den Minen schlummert,

und raten zum Kauf.

Die Vision: Wenn die Kosten je Unze

und die Kapitaldisziplin stimmen, wird

Kinross Gold vom hohen Goldpreis profitieren

und aus dem Cashflow-Wert

wird ein echter Dauerläufer. LT

Glänzendes Potenzial

Kinross Gold

Kurs der Kinross Gold-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0DM94/CA4969024047

Börsenwert 25,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e8,2/7,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,5/0,6 %

Kursziel/Stoppkurs 37,00/18,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 77 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

4

30

20

10

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 17


moneytitel

INNODATA

Ehrgeizige Ziele

Das Unternehmen: Innodata hilft Konzernen,

KI zu entwickeln und zu trainieren.

Dafür investiert der Konzern

aus New Jersey verstärkt in „Physical

AI“ – ein Bereich, in dem sich intelligente

Systeme über Robotik direkt mit

der physischen Welt austauschen.

Die Zahlen: Die jüngste Kurs-Bilanz

ist verheerend: Gut ein Fünftel des

Börsenwerts löste sich zuletzt in Luft

auf. Grund: die Sorge vor einem Platzen

der KI-Blase. Vorteil: Gegenüber

dem Juni-Hoch kaufen Anleger die

Aktie des Datenspezialisten rund 40

Prozent günstiger. Und das bei einem

Geschäft unter Hochdruck: Der

2026er-Umsatz soll nach einem Rekordwert

im ersten Quartal um mindestens

40 Prozent steigen. Positiv:

Die Prognose wird durch den aktuellen

Auftrag eines Big Tech-Konzerns

im Volumen von gut 50 Millionen Dollar

gestützt.

Die Vision: Der Palantir-Partner profitiert

von der ungebrochenen Nachfrage

nach hochwertigen Trainingsdaten

für die nächste KI-Generation. Eigene

Datensätze und neue Software-Plattformen

sollen die Margen weiter steigern.

Kommt das Momentum bei KI-

Aktien zurück, zählt die Aktie zu den

Top-Favoriten.JM

Deutliche Korrektur

Innodata

Kurs der Innodata-Aktie in Euro

20

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN907651/US4576422053

Börsenwert 2,2 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e68,5/44,6

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 108,00/54,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 58 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

5

80

60

40

e = erwartet

VORWERK

AUFBAU: Eine

effiziente Energie-

Versorgung ist für

Staaten essenziell

Neue Energie

Das Unternehmen: Friedrich Vorwerk

plant, baut und wartet als führendes

deutsches Infrastruktur-Unternehmen

Energie-Netze, wozu Hochspannungsleitungen,

Offshore-Windkraft-Anbindungen

oder Gas- und Wasserstoff-

Netze zählen. Kunden sind

typischerweise Netzbetreiber. Kürzlich

hat die Tochter 5C-Tech einen Auftrag

für hochautomatisierte Pipeline-

Schweißarbeiten beim Bau der zweiten

Linie der 1450 Kilometer langen

Gasfernleitung Beineu-Bozoy-Shymkent

in Kasachstan gewonnen.

Die Zahlen: Durch die Einbindung erneuerbarer

Energien und den Energie-

Hunger der KI-Rechenzentren werden

Energie-Versorgungsnetze in Zukunft

noch bedeutender. Friedrich Vorwerk

dürfte von dieser Entwicklung weiterhin

profitieren. An der Börse ist die Aktie

vom Tief bei gut neun Euro im Jahr

2023 bereits auf zwischenzeitlich rund

105 Euro gestiegen – ein Tenbagger.

2025 war ein Rekordjahr für Friedrich

Vorwerk: Das Unternehmen erzielte einen

Umsatz von 704,3 Millionen Euro

(2024: 498,4 Millionen Euro) und einen

operativen Gewinn (Ebitda) von 163,3

Millionen Euro (2024: 80,5 Millionen

Euro), was einer Ebitda-Marge von 23,2

Prozent entspricht. Im ersten Quartal

2026 kletterten die Erlöse um 14,3 Prozent

auf 173,7 Millionen Euro und das

Ebitda erhöhte sich um 74,7 Prozent auf

31,8 Millionen Euro.

AKTIE

6

Die Vision: Für das Gesamtjahr 2026

erwartet der Vorstand einen Umsatz

zwischen 730 und 780 Millionen Euro

und ein Ebitda von 160 bis 180 Millionen

Euro. Beruhigend ist, dass der

Auftragsbestand Ende März rund 1,1

Milliarden Euro betrug, was mehr als

einem aktuellen Jahresumsatz entspricht.

Der Auftragseingang lag im

ersten Quartal bei 192,1 Millionen Euro.

Angesichts der Wachstumsaussichten,

der hohen Margen und Markteintrittsbarrieren

für mögliche Konkurrenten

in diesem Geschäft bewertet die Börse

Friedrich Vorwerk trotz der zuletzt

fulminanten Entwicklung nach wie vor

moderat.

THS

Rücksetzer als Chance

Friedrich Vorwerk Group

Kurs der Friedrich Vorwerk

Group-Aktie in Euro

100

80

60

200-Tage-Linie

40

20

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA255F1/DE000A255F11

Börsenwert 1,4 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 14,6/12,7

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,3/1,6 %

Kursziel/Stoppkurs 100,00/55,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 43 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

18 Foto: Vorwerk

FOCUS MONEY 28/2026


AKTIE

7

BESTELLSYSTEM:

Restaurants und Bars

managen ihren Betrieb

mit der Toast-Software

TOAST

Geliefert wie bestellt

Das Unternehmen: Toast mit Sitz in Boston

bietet umfangreiche Kassen- und Managementsysteme

für Gastronomie und Einzelhändler.

Die cloudbasierte Software läuft auf Android-Systemen.

Sie wickelt nicht nur

Bestellungen ab, sondern übernimmt auch die

Buchführung über Warenbestand und Mitarbeiter. Toast wurde 2012 gegründet

und beschäftigt heute rund 6500 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt des Geschäfts

liegt in den USA, Toast expandiert in Kanada, Großbritannien und Irland.

Die Zahlen: Toast wächst stark, seit dem Geschäftsjahr 2024 schreibt das Unternehmen

schwarze Zahlen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz laut Analystenschätzungen

um 20 Prozent auf 7,39 Milliarden Dollar steigen, für 2027

und 2028 wird mit 18 beziehungsweise 17 Prozent Umsatzwachstum gerechnet.

Beim operativen Gewinn auf Ebitda-Basis ist die Entwicklung noch dynamischer:

Dieses Jahr soll er um 27 Prozent auf 803 Millionen Dollar klettern,

in den beiden Folgejahren werden jeweils rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr

erwartet. Das Unternehmen arbeitet also zunehmend profitabler.

Die Vision: Einige Analysten sind zuletzt vorsichtiger geworden, weil auch

Toast mit seinen Terminals und Handhelds auf Speicherchips angewiesen ist,

die nicht nur teurer geworden sind, sondern teilweise auch lange Lieferzeiten

aufweisen. Anleger können das niedrigere Kursniveau zum Einstieg nutzen,

denn langfristig sind die Wachstumsperspektiven von Toast intakt. JGR

Schwäche zum Einstieg nutzen

Toast

Kurs der Toast-Aktie in Euro

40

35

30

25

20

15

10

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINA3C3Y4/US8887871080

Börsenwert 11,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e19,2/16,7

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 30,00/19,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 22 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

TRANSMEDICS

Leben retten

AKTIE

8

Das Unternehmen: Ob Herz, Lunge oder Leber – das US-Medizintechnikunternehmen

TransMedics revolutioniert die Organtransplantation. Jahrzehntelang war

die „Eisbox“ der Standard: Organe wurden auf Eis gekühlt, blieben nur wenige

Stunden funktionsfähig, oder erlitten gar irreparable Schäden. TransMedics hat mit

dem Organ Care System (OCS) die Lösung: Eine tragbare Hightech-Mini-Intensivstation,

die das Organ im warmen und schlagenden Zustand hält und mit Blut und

Nährstoffen versorgt. Als unangefochtener Nischenchampion sichert sich das Unternehmen

damit eine absolute Monopolstellung.

Die Zahlen: Die Firma wächst rasant, hat jedoch im Frühjahr 2026 eine Wachstumsbremse

einlegen müssen, was für eine gesunde Abkühlung sorgt. Auch beim

Gewinn gab es einen Dämpfer und die Bruttomarge sank auf 58 Prozent. Der Grund:

massive Vorab-Investitionen in das eigene Flugnetzwerk und gestiegene Betriebskosten.

Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management jedoch optimistisch.

Die Vision: TransMedics löst ein globales, demografisches Problem. Der adressierbare

Markt vergrößert sich massiv. Wenn das Unternehmen die Profitabilität

der Flugzeugflotte in den Griff bekommt und die OCS-Lösung um Nieren

erweitert wird, ist das langfristige Vervielfachungspotenzial trotz der

aktuellen Bewertungsvolatilität intakt.

SIM

Nimmt wieder Fahrt auf

TransMedics

Kurs der TransMedics-

Aktie in Euro

120

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA2PH5P/US89377M1099

Börsenwert 2,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e35,1/20,9

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 102,00/58,00€

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

80

40

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: Toast Composing: FOCUS MONEY

19


moneytitel

SOFI TECHNOLOGIES

Fintech-Hoffnung

AKTIE

9

Das Unternehmen: Sofi Technologies

ist ein Fintech-Unternehmen. Es bietet

Kredite an, aber auch Investmentprodukte,

Bankkonten und Kreditkarten.

Das Unternehmen hat die jüngere Generation im Visier. Laut eigenen Angaben

konnte Sofi Technologies in den vergangenen acht Jahren seine Kundenzahl

um mehr als das 20-Fache steigern – von 650 000 auf 14,7 Millionen. Das ist ein

Indiz für eine hohe Nachfrage nach Sofi-Dienstleistungen.

Die Zahlen: Die Verantwortlichen sind zuversichtlich: Sie rechnen zwischen

2025 und 2028 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von mindestens 30 Prozent

(kompoundiert) sowie mit einem jährlichen kompoundierten Gewinnwachstum

je Aktie von 38 bis 42 Prozent. Im Finanzwesen beschreibt „kompoundiert”

den Zinseszinseffekt: Das Wachstum wird nicht einfach addiert, sondern jedes

Jahr auf den bereits gewachsenen Umsatz angewendet. Ein entsprechendes

Wachstum von 30 Prozent pro Jahr ist ein ambitioniertes Ziel und typisch für

Wachstumsunternehmen. An der Börse sind diese Ambitionen bekannt. Allerdings

hat der Aktienkurs in diesem Jahr über 30 Prozent verloren. Ursache dürften

die gestiegenen US-Zinsen sowie regulatorische Unsicherheiten sein.

Die Vision: Umfangreiche Investitionen in KI, Blockchain und Produktinnovationen

sollen das Wachstum vorantreiben. Damit rückt Sofi Technologies in den Fokus

wachstumsorientierter Investoren. Anleger können den Stoppkurs zur Verlustbegrenzung

bei 13 Euro setzen.

DR

Korrektur beendet?

SoFi Technologies

Kurs der SoFi Technologies-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

Aufwärtstrend

5

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A2QPMG/ US83406F1021

Börsenwert 19,6 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e29,0/21,5

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 27,00/13,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 71 %

Quelle: Factset UK Limited 2026 * höchstes Kursziel der Analysten

LOGO: Sofi Technologies

hat ambitionierte

Ziele

25

20

15

10

e = erwartet

ADYEN

KI-Agenten bringen Fantasie

AKTIE

10

Das Unternehmen: Sie zahlen Ihre Ferienwohnung auf Airbnb, Ihren Big Mac

bei McDonald’s und Ihre neuen Laufschuhe bei Nike. Hinter dem Bezahlvorgang

steckt die Technologie von Adyen. 81 Prozent der Umsätze kommen aus

dem Internethandel. Der niederländische Zahlungsabwickler führte im ersten

Quartal 2026 Transaktionen im Umfang von 382 Milliarden Euro durch. Die

Top-Ten-Kunden von Adyen bringen alleine elf Prozent des Umsatzes. Das

Gute: Die größten Partner wachsen auch noch überdurchschnittlich.

Das Potenzial: Für die Experten der Investmentbank Merrill Lynch gehört die

Adyen-Aktie zu den 25 aussichtsreichsten Aktien 2026. Analyst Frederic Boulan

traut dem Aktienkurs 1750 Euro zu – fast eine Verdoppelung gegenüber

dem aktuellen Niveau. Trotz des starken Wachstums von Konkurrenten der

„nächsten Generation“ wie Stripe oder Checkout sieht Boulan Adyen gut gerüstet,

um den etablierten Wettbewerbern wie Kreditkartenunternehmen und anderen

Zahlungsdienstleistern Marktanteile abzunehmen. Für dieses Jahr dürften

die Umsätze von Adyen mit 25 Prozent um sieben Prozentpunkte stärker

wachsen als die der wichtigsten Adyen-Kunden. Das spricht weiterhin für überdurchschnittliche

Wachstumsraten.

Das Wachstum: Im ersten Halbjahr dürften die Gewinne um gut 20 Prozent

gestiegen sein – im Rahmen des Durchschnitts der vergangenen drei Jahre.

Die Zahlen werden am 13. August veröffentlicht. Große Wachstumschancen

sieht die Bank of America in Zukunft durch KI-gesteuerte Einkaufsagenten, die

den Aufschwung des E-Commerce weiter beflügeln sollten.

HF

Riskanter Chart

Der Adyen-Aktienkurs muss jetzt die Marke

von 785 Euro halten, sonst drohen weitere

Verluste. Die Bewertung ist angesichts der

Wachstumsaussichten günstig

Adyen

Kurs der Adyen-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2500

2000

1500

1000

500

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA2JNF4/NL0012969182

Börsenwert 26,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e21,7/17,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,1 %

Kursziel/Stoppkurs 1750,00/650,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 111 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

20 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


LIFEWAY FOODS

Superfood aus Illinois

Das Unternehmen: Ob Kefir, Farmer

Cheese oder Probiotic Smoothies –

das US-amerikanische Unternehmen

Lifeway Foods aus Illinois hat sich mit

der Marke Lifeway Kefir einen Namen

im Bereich der Lebensmittelgesundheit

gemacht. Als Marktführer in einem

wachsenden Probiotika-Nischenmarkt

gilt Lifeway als klassischer

Peter-Lynch-Anwärter. Der Nischenchampion

steht in allen großen US-

Supermarktketten wie Walmart, Kroger,

Whole Foods und Costco in den

Regalen.

Die Zahlen: Die Firma wächst schnell

und ist profitabel. Kefir gewinnt als „Superfood“

zunehmend an Popularität –

der Probiotika Markt wächst jährlich um

8 bis 12 Prozent. Lifeway hat für das erste

Quartal 2026 starke Zahlen präsentiert

und damit die Markterwartungen

übertroffen. So kletterte der Gewinn pro

Aktie auf 0,30 US-Dollar und übertraf damit

die Prognose von 0,20 US-Dollar

deutlich. Auch der Umsatz entwickelte

sich mit 63 Millionen US-Dollar überzeugend

und lag über den Prognosen.

Die Vision: Immer mehr Verbraucher

greifen zu Produkten mit gesundheitlichem

Mehrwert. Hier kommt das Kernprodukt

von Lifeway ins Spiel: Kefir, ein

Power-Lebensmittel für das Wohlbefinden.

Dem Unternehmen ist es gelungen,

seine Marke als Synonym für qualitativ

hochwertigen Kefir zu etablieren. Diese

AKTIE

11

Marktführerschaft mit einem geschätzten

Marktanteil von 90 bis 95 Prozent

verschafft Lifeway einen Wettbewerbsvorteil

und Preissetzungsmacht innerhalb

seiner Nische. Es gibt kaum direkte

Konkurrenz im US-Kefir-Markt.

Danone hat 2026 seine 23-prozentige

Beteiligung verkauft. Um neue Kundengruppen

und damit einen höheren Umsatz

zu erschließen, setzt das Unternehmen

auf weitere proteinreiche

Kefir-Varianten, Produkte für Kinder,

pflanzliche Optionen sowie Snacks. Um

das Tenbagger-Potenzial auszuschöpfen,

muss das Management aber zeigen,

dass es die Grenzen des US-Kefir-Marktes

sprengen und auch international expandieren

und skalieren kann. SIM

Geht die Rally weiter?

Lifeway Foods

Kurs der Lifeway Foods-

25

Aktie in Euro

20

15

10

200-Tage-Linie 5

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN925083/US5319141090

Börsenwert 400 Mio. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e26,2/19,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 33,00/21,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 27 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

KEFIR: Mit seinen

Protein-Produkten will

Lifeway Foods immer

weiter wachsen

NEXTPOWER

Profit-Tracker

Das Unternehmen: Nextpower ist

Marktführer bei intelligenten Trackern

für Solarparks. Die Technologie richtet

Module automatisch nach dem

Sonnenstand aus, um die Energieausbeute

zu steigern. Softwarelösungen

gleichen Energieverluste aus. Innovative

Montagelösungen helfen bei der

Installation auf schwierigen Böden.

Die Zahlen: Kürzlich hob der Vorstand

die Umsatz- und Gewinnprognose

für 2027 an. Rund 18 Prozent Erlösplus

zum Vorjahr auf bis zu 4,4

Milliarden Dollar lautet die korrigierte

Schätzung. Der Gewinn vor Steuern,

Zinsen und Abschreibungen (Ebitda)

wird um bis zu 30 Millionen Dollar höher

erwartet bei 930 Millionen Dollar.

Wegweisend dürfte die Übernahme

der Batteriespeicherfirma Prevalon

sein – der Vorstoß in einen Wachstumsmarkt.

Intern wird die Marktchance

außerhalb Chinas bis 2030 auf bis

zu 35 Milliarden Dollar taxiert. Zudem

sind für Komplettlösungen aus Solartracking,

Speichertechnologie und

Software höhere Margen drin.

Die Vision: Nextpower ist ein klarer

Nutznießer des steigenden Energieverbrauchs

(KI-Rechenzentren). Positiv

auch: Die Planungs- und Bauzeiten für

Solarparks sind deutlich kürzer als bei

Atom- oder Gaskraftwerken. JM

Unter Strom

Nextpower

Kurs der Nextpower-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

120

100

20

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINA3D5CW/US65290E1010

Börsenwert 16,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e31,0/23,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 132,00/79,40 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 38 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

12

80

60

40

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: Adobe Stock, Lifeway Foods Composing: FOCUS MONEY

21


moneytitel

EVERTEC

Zentraler Abwickler

Das Unternehmen: Evertec ist ein

Fintech-Unternehmen aus Puerto

Rico. Der aus einer Tochter der Banco

Popular de Puerto Rico hervorgegangene

Konzern wickelt Zahlungstransaktionen

in Lateinamerika und

Karibikstaaten ab. Evertec wurde

1998 gegründet und hat 5300 Mitarbeiter.

Seit 2013 ist die Firma an der

New Yorker Börse notiert.

Die Zahlen: Wie viele Finanzdienstleister

in Lateinamerika hat sich auch

Evertec in den vergangenen Jahren

positiv entwickelt. Im laufenden Jahr

soll der Umsatz laut Analystenschätzungen

um 15,7 Prozent auf 1,08 Milliarden

Dollar steigen. Beim operativen

Ergebnis wird ein Wachstum von 13,3

Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert

auf 423 Millionen Dollar.

Die Ebitda-Marge liegt aktuell bei 39,3

Prozent. Bis 2028 soll die Profitabilitätskennzahl

die Marke von 40 Prozent

knacken.

Die Vision: Aufgrund der Demografie

und des wachsenden Mittelstands unterliegen

Finanzdienstleistungen in

Lateinamerika einem strukturellen,

langfristigen Wachstumstrend. Evertec

hat sich mit seinen Lösungen etabliert,

gleichzeitig bleibt aber noch

viel Raum für die weitere Expansion –

auch durch Konsolidierung. JGR

Trendwende abwarten

AKTIE

13

FTAI AVIATION

Neue Startbahn

Das Unternehmen: FTAI Aviation ist

ein Luftfahrtunternehmen, das sich zu

einem Wartungsspezialisten für Triebwerke

entwickelt hat. Der Fokus liegt

dabei auf den Triebwerkstypen für die

Flugzeuge der Airbus-A320- und Boeing-737-Familie.

Doch FTAI Aviation

hat sich mehr vorgenommen: Das Unternehmen

plant den Wandel vom reinen

Luftfahrt-Dienstleister zum Anbieter

von Energie-Infrastruktur für

KI-Rechenzentren. Der Grund liegt auf

der Hand: Laut der Analyseplattform

Tradingview verfehlte das Unternehmen

seit 2025 in fünf von sechs Quartalen

die hohen Erwartungen der Analysten.

Dennoch hat der Aktienkurs

seit Anfang 2025 um rund 70 Prozent

zugelegt.

AKTIE

14

Evertec

Die Zahlen: Seit dem Geschäftsjahr FTAI Aviation

Kurs der Evertec in Euro

2021 ist der Umsatz von rund 336 Millionen

US-Dollar auf 2,51 Milliarden in Euro

40

Kurs der FTAI Aviation-Aktie

250

35

200

Dollar gestiegen. Das klingt nach einer

Erfolgsstory. Allerdings gibt es ein

30

150

25

paar Haken. So lag der freie Cashflow

100

20

200-Tage-Linie

während dieser Zeit beständig im negativen

Bereich und die Schulden

0

50

15

2023 2024 2025 2026

wuchsen. Das führte offenbar zu ausgeprägten

Korrekturen 2024 und WKN/ISINA3DVBR/KYG3730V1059

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA1T8GY/PR30040P1032

2025, in denen der Aktienkurs um

Börsenwert 1,5 Mrd. €

Börsenwert 19,9 Mrd. €

über 50 beziehungsweise 30 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e6,7/6,0

Kurs-Gewinn-Verhältnis

fiel. Das Unternehmen will diese

2026e/27e33,6/22,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,6/0,8 %

Schwächen beheben. FTAI plant, die Dividendenrendite für 2026e/27e 0,7/0,4 %

Kursziel/Stoppkurs 28,00/20,00 €

Produktion im Jahr 2026 um rund 39 Kursziel*/Stoppkurs 360,00/187,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 20 %

Prozent zu steigern. Betriebliche Optimierungen

und KI-gestützte Verbes-

Quelle: Factset UK Limited 2026; * höchstes Kursziel der Analysten e =

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

erwartet

serungen steigern dabei die Effizienz.

Zusätzlich sorgen Mehrjahresverträge

mit Unternehmen wie dem Triebwerkshersteller

CFM International für

eine bessere Auslastung. Vor Jahresfrist

hat FTAI den Wartungsspezialisten

Pacific Aerodymamic übernommen.

Gelingt die Integration, könnte

das den FTAI-Kurs weiter beflügeln.

Die Vision: Die Aussichten von FTAI

Aviation sind gut. Der optimistischste

Analyst des Datenlieferanten Factset

erwartet, dass der Aktienkurs auf 358

Euro steigen kann. Das wäre ein Plus

von 50 Prozent. Als Absicherung bietet

sich ein Stoppkurs zur Verlustbegrenzung

bei 187 Euro an. DR

Allzeithoch im Visier

TRIEBWERK: Wandel

vom Luftfahrt-Dienstleister

zum Anbieter von

Energie-Infrastruktur

22 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


REDDIT-MASKOTTCHEN: Immer wichtigere Quelle

für die großen KI-Sprachmodelle

REDDIT

Unterschätzte

Aktie mit viel

Potenzial

Wende eingeleitet

Reddit

Kurs der Reddit-

Aktie in Euro

200

150

100

50

200-Tage-Linie

0

2024 2025 2026

WKN/ISINA406FX/US75734B1008

Börsenwert 19,9 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e33,6/25,5

Dividendenrendite für 2026e/27 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 264,00/105,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 85 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

15

e = erwartet

Die Plattform Von „Tipps für den ersten Flug mit dem

Baby“ bis „Wie erkennt man, ob eine Schnittwunde infiziert

ist?“ – auf Reddit gibt es kaum ein Thema, über das die

Plattform-Teilnehmer nicht leidenschaftlich diskutieren. „Der

authentischste Ort im Internet“ lautet auch die Selbstbeschreibung.

Mehr als 100 000 Diskussionsgruppen und täglich

127 Millionen Nutzer machen Reddit zu einer der beliebtesten

Plattformen im Internet.

Die Chancen: Die Reddit-Aktie gilt bei Beobachtern als völlig unterbewertete

KI-Chance. Zum einen sind die Fragen, Antworten

und Kommentare der Mitglieder eine extrem wichtige Quelle für

die KI-Sprachmodelle. Und für die bekommt Reddit Lizenzeinnahmen.

Zum anderen sei Reddit eine „menschliche Verbindung“ zur

künstlichen Intelligenz, meint das Unternehmen selbst – und

schafft durch die Antworten der Nutzer eine glaubwürdige Bestätigung

von Aussagen der KI-Sprachmodelle.

Die Aktie: Das bestätigt das US-Brokerhaus Needham: KI-

Sprachmodelle zitierten die Reddit-Foren öfter und erhöhen

damit die Bedeutung, erläutert Analystin Laura Martin. Sie sieht die größte

Chance nicht im Nutzerwachstum, sondern in steigender Monetarisierung pro

Nutzer. Das bringt nach Meinung der Expertin, die als eine der größten Optimisten

für die Aktie gilt, die Chance auf ein langfristig hohes Umsatzwachstum.

Ihr Kursziel liegt bei 300 Dollar, fast doppelt so viel wie der aktuelle Kurs.

Die FOCUS MONEY-Auswertung zeigt in den vergangenen drei Jahren fast

200 Prozent Gewinn und mehr als 30 Prozent Umsatzwachstum. Ein Trend,

der sich fortsetzen dürfte.

HF

EXLSERVICE HOLDINGS

KI-Boom treibt Daten-Architekt

AKTIE

16

Das Unternehmen: Während in der Tech-Welt über Chatbots und Sprachmodelle

diskutiert wird, liefert das US-Unternehmen EXL Service Holdings (EXL) das eigentliche

Fundament dafür: die Datenstrukturierung. EXL agiert als hochspezialisierter

Partner im Bereich Operations Management und Analytics, hauptsächlich

für stark regulierte Branchen wie Versicherungen, Banken und das Gesundheitswesen.

Die bittere Wahrheit der Tech-Industrie ist: Künstliche Intelligenz (KI) ist nutzlos,

wenn die internen Unternehmensdaten chaotisch und unstrukturiert sind. EXL

säubert, strukturiert und automatisiert diese Datenströme.

Die Zahlen: Das Unternehmen wächst beständig im zweistelligen Prozentbereich

und weist eine hervorragende operative Hebelwirkung auf. Im ersten Quartal 2026

präsentierte EXL bärenstarke Ergebnisse. So stieg der Umsatz um 13,8 Prozent auf

570,4 Millionen Dollar. Zum Erfolg trug insbesondere der Bereich „Data und AI-Led“

bei (60 Prozent des Gesamtumsatzes). Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS)

zog um 20 Prozent auf 0,58 Dollar an und übertraf die Erwartungen deutlich. Für

das Gesamtjahr 2026 hat das Management die Prognose angehoben.

Die Vision: Anhänger der Lynch-Methode sehen hier ein Paradebeispiel. Auf den

ersten Blick ist es ein langweiliges IT- und Business-Outsourcing-Unternehmen,

das jedoch beim Einsatz generativer KI im Corporate-Sektor für viele Kunden inzwischen

unverzichtbar ist. Die geplante Übernahme von iMerit katapultiert EXL in

eine völlig neue Liga der Tech-Dienstleister. Ein Aktienrückkaufprogramm, hohe

Wechselkosten und starke Kundenbindung sprechen trotz des harten Wettbewerbs

mit IT-Giganten wie Accenture oder Cognizant für das Unternehmen.. SIM

Gelingt Turnaround?

Auch wenn EXL ein hochprofitabler Datengigant

mit starkem Fundament ist, ist der Kurs

seit Jahresbeginn um rund 40 Prozent eingebrochen.

Kurs der Exlservice Eine klassische Holdings-Aktie Einstiegschance

Kurs der Exlservice

Holdings-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

10

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0LB2A/US3020811044

Börsenwert 3,5 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,3/13,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,00/0,00 %

Kursziel/Stoppkurs 36,00/19,00€

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 65 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

40

30

20

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Reddit 23


Nu Holdings

Kurs der Nu Holdings-

Aktie in Euro

KREDITKARTE:

Der Fintech-Konzern

schließt Millionen von

Lateinamerikanern

ans Bankennetz an

Günstige Gelegenheit

200-Tage-Linie

2

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINA3C82G/KYG6683N1034

Börsenwert 42,6 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e15,3/11,5

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 15,70/9,10 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 43 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

14

10

6

e = erwartet

moneytitel

NU HOLDINGS

Samba fürs Depot

AKTIE

17

Das Unternehmen: Nubank ist das Aushängeschild von

Nu Holdings. Das Unternehmen wuchs seit Beginn

der 2020er-Jahre zu einer der weltweit größten

Digitalbanken. Die Wachstumsstory mit Kernmarkt

Brasilien ist schnell erzählt: Weil Lateinamerika zu

den Schwellenregionen mit hohem Wachstum und

einer Bevölkerung gehört, die sich zwar rasant ins

gesellschaftliche Leben einfügt, zum Großteil aber

über kein eigenes Konto verfügte, schwang sich Nubank

zum Fintech-Anbieter der Massen auf. Heute nutzen

etwa 120 Millionen (überwiegend lateinamerikanische)

Kunden die Dienste.

Die Zahlen: Im ersten Quartal lieferte das Unternehmen einen

Umsatz von 5,32 Milliarden Dollar ab. Experten hatten lediglich

5,06 Milliarden erwartet. Beeindruckend waren auch der

Nettogewinn von 871 Millionen und die Eigenkapitalrendite von

29 Prozent – auch wenn der Gewinn je Aktie mit 0,18 Dollar je Aktie

um zwei Cent unter der Prognose lag.

Die Vision: Für CEO David Velez hat die KI-Transformation Top-Priorität.

Die Digitalisierung sowie Netzwerkeffekte bleiben die großen

Wachstumstreiber. Das 3-Jahresplus liegt bei 40 Prozent. Für FOCUS

MONEY hat die Aktie Verzehnfacher-Potenzial.

JM

MACOM TECHNOLOGY SOLUTIONS

Positive Signale

AKTIE

18

Das Unternehmen: Macom Technology Solutions entwickelt und fertigt Produkte

für die Bereiche Telekommunikation und Rechenzentren. Das höchste

Kursziel der Analysten liegt bei 395,60 Euro, was aus heutiger Sicht einem Kurspotenzial

von 15 Prozent entspricht.

Besonders das Rechenzentrumsgeschäft begeistert die Börsianer: Die Jahresprognose

für dieses Geschäftsfeld wurde aufgrund besserer Planungssicherheit

und Marktanteilsgewinne von 20 Prozent auf 35 bis 40 Prozent angehoben.

Der optimistische Ausblick brachte den Aktienkurs zusätzlich in Schwung. Auf

Jahressicht steht inzwischen ein Kursplus von rund 160 Prozent.

Die Zahlen: Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 32,6 Prozent auf 967,3

Millionen US-Dollar, nachdem er im Geschäftsjahr 2024 bereits um 32 Prozent

zugelegt hatte. Auch beim Gewinn geht es bergauf. Die bereinigte operative

Marge stieg im Geschäftsjahr 2025 auf 25,4 Prozent. Macom Technology Solutions

gibt weiter Gas: Es wurden langfristige Lieferverträge mit dem britischen

Unternehmen IQE abgeschlossen und 45 Millionen Pfund investiert, um die Widerstandsfähigkeit

der Lieferkette zu stärken. Gerade in unsicheren Zeiten ist

das eine wichtige Maßnahme.

Die Vision: Der Aktienkurs korrigiert derzeit. Das ist nach so starken Kurssteigerungen

in kurzer Zeit mehr als verständlich. Sollte der Kurs jedoch über 350 Euro

steigen, könnte sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Anleger können den Stoppkurs

zur Verlustbegrenzung bei 288 Euro setzen.

DR

Hohe Wahrscheinlichkeit

Der Aktienkurs verschnauft nach dem starken

Anstieg in diesem Jahr. Die Wahrscheinlichkeit,

dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, ist

hoch

MACOM Technology

Kurs der Macom Technology-Aktie

in Euro

250

200

150

100

50

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA1JU1D/US55405Y1001

Börsenwert 26,2 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e77,6/57,0

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel*/Stoppkurs 396,00/288,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 15 %

Quelle: Factset UK Limited 2026; * höchstes Kursziel der Analysten

e = erwartet

24 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


TÉCNICAS REUNIDAS

Schlüsselfertige Industrieanlagen

Das Unternehmen: Técnicas Reunidas

ist ein Wegbereiter für komplexe

Großprojekte der Energie- und

Schwerindustrie, beispielsweise für

Flüssiggas-Terminals (LNG), moderne

Chemieanlagen oder Dekarbonisierungsprojekte.

Es agiert weltweit. Das

spanische Ingenieur- und Bauunternehmen

fällt in der Investment-Philosophie

von Peter Lynch genau in die

Kategorie der zyklischen „Turnaround-

Storys“: In den vergangenen Jahren

musste das Unternehmen mit den Folgen

der Corona-Krise und Projektverzögerungen

kämpfen. Nach einer tiefgreifenden

Restrukturierung und der

vorzeitigen Rückzahlung staatlicher

Zuschüsse stehen die Spanier nun vor

einer massiven Sonderkonjunktur.

Die Zahlen: Das operative Geschäft

läuft auf Hochtouren, wird aktuell jedoch

von geopolitischen Sondereffekten

durchgeschüttelt. Im ersten Quartal

2026 verzeichnete das

Unternehmen ein Umsatzplus von 21

Prozent auf 1,58 Milliarden Euro – einer

der höchsten Quartalsumsätze der

Firmengeschichte. Beim operativen

Gewinn (Ebit) gab es auf den ersten

Blick jedoch einen Einbruch von 45

Prozent auf 31 Millionen Euro. Der

Grund ist reine Vorsicht: Wegen logistischer

Störungen durch den

anhaltenden Nahost-Konflikt

hat das Management eine bilanzielle

Rückstellung von 45

Millionen Euro gebildet. Finanziell

steht der Konzern aber auf einem exzellenten

Fundament und peilt für

2026 einen Rekordumsatz an.

Die Vision: Die globale Energiekrise

und der Zwang zur Dekarbonisierung

spielen Técnicas Reunidas perfekt in die

Karten. Das Unternehmen sitzt auf einem

prall gefüllten Auftragsbuch von

9,2 Milliarden Euro. Das Management

sieht in seiner Pipeline aktuell weltweite

Projektchancen im Wert von über 90

Milliarden Euro. Técnicas Reunidas ist

ein potenzieller Tenbagger. Angesichts

des aktuellen Umfelds sind aber Geduld

gefragt und eine dauerhafte Beruhigung

der geopolitischen Lage. SIM

Geht es weiter aufwärts?

Tecnicas Reunidas

Kurs der Tecnicas Reunidas-

Aktie in Euro

200-Tage-Linie

1

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA0J3MX/ES0178165017

Börsenwert 2,4 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e13,6/10,0

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,8/2,9 %

Kursziel/Stoppkurs 39,00/27,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 33 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

19

7

5

3

e = erwartet

ANLAGE: Die Spanier

sind auf den Bau von

Energieanlagen

spezialisiert

GLOBANT

Tech-Expertise

Das Unternehmen: 2003 in Buenos

Aires gegründet, bietet das Unternehmen

mit Hauptsitz in Luxemburg Beratung

zur digitalen Transformation an.

Der Konzern operiert weltweit, mit einem

starken Fokus auf Nord- und

Südamerika und wachsenden Marktanteilen

in Europa und Indien. Mehr als

28 000 Beschäftigte in knapp 30 Ländern

bieten Software-Leistungen an,

der Kundenstamm reicht von Coca-Cola

über Google bis zu Meta.

Die Zahlen: Der Jahresumsatz stieg

2025 um 1,6 Prozent nur leicht auf 2,45

Milliarden US-Dollar, getragen von der

anhaltenden Nachfrage nach KI. Der

operative Gewinn (Ebit) ging allerdings

von 225 Millionen auf 171 Millionen US-

Dollar zurück. Hintergrund ist ein Optimierungsprogramm

mit Einmalkosten

von rund 52 Millionen US-Dollar. Das

bereinigte Ergebnis von 373 Millionen

US-Dollar blieb weitgehend stabil. Mit

über 250 Millionen US-Dollar an Barmitteln

am Jahresende ist Globant gut

aufgestellt, um das KI-Geschäft weiter

auszubauen.

Die Vision: Der globale KI-Hype spielt

Globant in die Karten. Wenn die Margen

nach den Sondereffekten wieder steigen,

könnte aus dem Umbauwert ein

Börsenrenner werden. Tiefe Kundenbeziehungen

stärken die Marke. LT

Turnaround möglich

Globant

200-Tage-Linie

Kurs der Globant-Aktie in Euro

250

200

150

100

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA117M8/LU0974299876

Börsenwert 1,1 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e8,0/6,6

Dividendenrendite für 2026e/27e0,7/0,8%

Kursziel/Stoppkurs 54,00/21,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 110 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

AKTIE

20

50

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 25


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26

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY

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FOCUS MONEY 28/2026


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FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 27


moneymarkets

LEERVERKÄUFE

Auch an der

Börse: Topp,

die Wette gilt

KURS-RUTSCH: Was für

Shortseller eine lukrative

Sache ist, eröffnet für

Spekulanten nicht selten

eine Gelegenheit zur

Jagd auf Schnäppchen

An Europas Märkten läuft die Baisse-Spekulation auf Hochtouren,

angetrieben von ansehnlichen Bewertungen. Für Risikofreudige bietet

dies die Chance, günstig zu sammeln und dagegen zu wetten

von BERND JOHANN

Zartbesaitet sind die Akteure in diesem Geschäft

eher selten. Das musste nun auch

Prothesenhersteller und Börsenneuling Ottobock

erfahren. Das Familienunternehmen

sah sich im Mai plötzlich schweren

Vorwürfen der New Yorker Grizzly Research

ausgesetzt. Und das nicht zu knapp: Großaktionär

Hans Georg Näder habe einen übermäßig verschwenderischen

Lebensstil und würde in Schulden ertrinken,

heißt es in einem 19-seitigen Report. Ottobock verfolge

eine aggressive Bilanzierung mit künstlich aufgeblähten

Ertragszahlen, die Aktie sei viel zu teuer, zudem

würden nach Grizzly-Schätzung rund 35 Prozent

des Nettogewinns von Umsätzen aus dem kriegsbelasteten

Russland stammen, während im Westen die Margen

unter Druck stünden.

Die Börse reagierte prompt: Die Ottobock-Aktie verlor

aus dem Stand zwölf Prozent an Wert. Ihren Ausgabepreis

von 66 Euro hat sie seitdem nie mehr gesehen.

Da half es bisher auch nicht, dass Ottobock die Vorwürfe

als „verleumderisch und in hohem Maße irreführend“

zurückwies. Ebenso wenig zeigte die angekündigte Prüfung

rechtlicher Schritte bislang Wirkung, inklusive einer

Meldung an die Aufsichtsbehörde mit dem Verdacht

auf Marktmanipulation.

28

Foto: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


Eine Liste bevorzugter Shortseller-Opfer

Zusammen und oftmals mit Aktien im Wert von hohen Millionen-Euro-Beträgen pflegen Leerverkäufer die avisierten Firmen anzugreifen.

Besonders aktiv mit jeweils mehr als 100 Positionen in Europa: Citadel Advisors, Aqr Capital Managment, Marshall Wace

Aktie WKN Branche Börsenwert

Mio. Euro

Leerverkäufe

in Prozent in Mio. Euro

Größte Leerverkäufer in Prozent vom Kapital

Vistry Group (GB) 911164 Immobilien 974 17,63 172 Schonfeld 3,18; GLG Partners 2,10

Tui AG (D) TUAG50 Touristik 3710 16,68 619 Blackrock 3,41; D.E. Shaw + Co. 2,98

Ibstock (GB) A142QY Bergbau 393 15,24 60 J.P. Morgan AM 2,70; Blackrock 2,15

Saipem (I) A3DN68 Energie 8240 15,22 1254 Capital Ventures 2,87; Lmr Partners 2,26

Hugo Boss (D) A1PHFF Konsum 2550 14,29 364 Citadel 2,16; Qube Research 2,00

Gerresheimer (D) A0LD6E Verpackungen 950 13,92 132 Numeric Investors 2,26; Arrowstreet 1,39

Ubisoft (F) 901581 Videospiele 720 13,66 98 Citadel 2,03; Marshall Wace 2,01

Téléperformance (F) 889287 IT 3040 12,61 383 Citadel 2,84; Marshall Wace 2,34

Hellofresh (D) A16140 Einzelhandel 578 12,39 77 Citadel 1,89; Marshall Wace 1,60

K+S (D) KSAG88 Grundstoffe 2300 12,26 289 Blackrock 2,42; Qube Research 2,27

Signify (NL) A2AJ7T Elektrotechnik 1960 12,14 238 Citadel 2,40; Blackrock 1,78

Valeo (F) A2ALDB Autozulieferer 3000 11,90 358 Kintbury Capital 2,89; Marshall Wace 2,50

Quelle:Bundesanzeiger; Shortregister.com; eigene Recherche Stand 29.06.2026

Das Beispiel illustriert anschaulich das Vorgehen von Leerverkäufern

oder Shortsellern, an der Börse kurz „Shorties“

genannt. Zu ihnen zählt auch die noch eher junge und weniger

bekannte Grizzly Research. Üblicherweise leihen sie sich

– meist von Fonds oder Banken – gegen Gebühr Aktien eines

Unternehmens, bei dem sie glauben, den Börsenkurs erfolgreich

unter Druck setzen zu können. Diese Papiere werfen

sie dann sukzessive auf den Markt, ohne sie eigentlich zu besitzen.

Daher die Bezeichnung Leerverkäufer.

Begleitet wird dies nicht selten mit einigem öffentlichen

Tamtam und Verriss der finanziellen Lage des betreffenden

Unternehmens. Gelingt es dann tatsächlich, den Kurs zu

drücken, werden die Aktien später zu den niedrigeren

Preisen zurückgekauft und dem Verleiher zurückgegeben.

Die Differenz minus Gebühren bleibt beim Shortseller

als Profit hängen – je stärker der inszenierte

Kursdruck, desto mehr. Der Vorstand von Ottobock

geißelt denn auch die Grizzly-Attacke als „Meinungsäußerung

eines Shortsellers, der laut eigenem

Disclaimer ein wirtschaftliches Eigeninteresse

an fallenden Kursen verfolgt“.

Störenfriede mit System. Der Angriff auf

die Aktie des Duderstädter Unternehmens

ist bei Weitem kein Einzelfall.

Ende Juni unterhielten Leerverkäufer

nach aktuellen

Veröffentlichungen europaweit

Wetten bei mehr als 800 Gesellschaften

Short-Positionen im

Wert von gut 117 Milliarden

Euro. Allein in Deutschland

beträgt der Einsatz bei rund

40 Adressen fünf Prozent ihres

Kapitals und mehr.

Ins Visier der Shortseller geraten dabei gerne Firmen, welche

eine plausibel erscheinende Angriffsfläche bieten. Darunter

sind durchaus auch größere Adressen wie zum Beispiel

die schwedische Electrolux, der deutsche Reisekonzern

Tui oder der französische Autozulieferer Valeo, aktuell drei

Lieblinge der Leerverkäufer. Die Tabelle (oben) zeigt einige

der derzeit am stärksten attackierten Ziele der Shorties.

Chance für Mutige. Für spekulativ eingestellte Anleger

kann dies eine Einladung sein, nach und nach gegenzuhalten.

Nicht selten lohnt sich dies, vor allem wenn die Kurse

am Boden sind und die Leerverkäufer beginnen, ihre Positionen

abzubauen. Oder aber die Vorstände der attackierten

Adressen können durch gute Zahlen und Ergebnisse die Angreifer

widerlegen und die Aktien beginnen, wieder nach

oben zu tendieren. Vier Kandidaten, bei denen es zu einer

Wende kommen könnte und niedrige Kurse locken, zeigen

die Kästen.

Denn auch die Leerverkäufer handeln nicht ohne Risiko:

Spielt die Börse beim erhofften Druck auf die Kurse nicht mit

oder steigen diese sogar, geraten wiederum die Shorties unter

Druck. Sie müssen sich dann eindecken, wollen sie nicht

steigende Verluste riskieren. Der Markt spricht in dem Fall

von „Short Squeeze“. Dieser Rückkaufzwang kann den Aufwärtstrend

der betreffenden Aktie nochmals verstärken.

Legendär ist hier der Fall von Tesla im Jahr 2020. Bei dem

damaligen, im Coronajahr kaum erwarteten spektakulären

Kurssprint der Aktie verloren Leerverkäufer, die massiv gegen

das noch junge Unternehmen gewettet hatten, sagenhafte

29 Milliarden Dollar. Aktuell könnte sich Ähnliches in

weit kleinerem Rahmen beim IT-Dienstleister Nagarro abspielen,

bei dem zuletzt noch rund sechs Prozent der Aktien

geshortet waren. Das üppige Übernahmeangebot der indischen

Persistent vom vergangenen Freitag beendete die bis

dahin sehr erfolgreiche Leerverkauf-Spekulation jäh.

FOCUS MONEY 28/2026

29


moneymarkets

Betrieben wird das Leerverkaufsgeschäft vor allem von

Hedgefonds angelsächsischer Provenienz wie zum Beispiel

der Londoner Marshall Wace, nach eigenem Bekunden ein

„globaler alternativer Investmentmanager, bei dem die Kunden

zuerst kommen“. Aus der britischen Hauptstadt zählt

ferner Qube Research zu den bekannteren Namen, aus den

USA Citadel mit verschiedenen Ablegern, Arrowstreet Capital,

D.E. Shaw, SIH Partners oder Aqr Capital Management.

Auch manche Stellen großer Finanzkonzerne wie J.P. Morgan,

BNP Paribas oder Blackrock mischen hier mit. Bei Tui

zum Beispiel halten gleich drei Blackrock-Einheiten entsprechend

ihrem individuellen Investment-Ansatz derzeit Short-

Positionen zwischen 0,69 und 1,61 Prozent des Kapitals.

In der Praxis treten die Shorties bei den verschiedenen Angriffszielen

häufig eher in der Gruppe auf, mit meist überschaubaren

Einzel-Engagements. Risikostreuung gilt also

auch hier. Beim Modehaus Hugo Boss zum Beispiel sind es

allein zehn Adressen mit Positionen zwischen 0,5 und 1,5

Prozent des Kapitals. Darüber hinaus laufen die Attacken

nicht selten über mehrere Monate, wobei die Shortseller ihre

Engagements je nach Kursverlauf der avisierten Aktie an der

Börse auch auf kurze Sicht durchaus aktiv managen.

Strikte Pflichten. Im Dunkeln munkeln können sie dabei

nicht. Die Aufsichtsbehörden sind sich der Bedeutung oder

Gefahr der Shortseller-Aktionen für die Stabilität der Aktienmärkte

durchaus bewusst und setzen feste Leitplanken. Laut

den Regeln der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde

ESMA, die auch in Deutschland gelten, müssen

Verkaufspositionen bereits ab einer Schwelle von netto

0,1 Prozent des Aktienkapitals und danach für jede weitere

0,1 Prozent gemeldet werden. Ab 0,5 Prozent werden Leerverkäufe

durch Veröffentlichung, in Deutschland im Bun-

TUI AG

Liebling in Deutschland

In zwei Wellen nahmen Leerverkäufer die Aktie des Touristikkonzerns aufs

Korn: mit dem Ukrainekrieg 2022 sowie mit der Iran-Attacke im Frühjahr 2026.

Beide Krisen mit negativen Auswirkungen auf die Branche und auf die Tui-Aktie

mit noch mal einem 30-Prozent-Rückgang im ersten Quartal 2026 spielten

den Shorties in die Hände. Hinzu kommt, dass der Vorstand wegen Nahost für

das Geschäftsjahr 2025/26 (Ultimo 30. September) auf Vorsicht schaltete.

Andererseits scheinen die Buchungen in der Branche für die wichtigen Sommermonate

besser auszufallen als erwartet. Ein kompletter Gamechanger

könnte eine Beruhigung im Nahen Osten werden. Eine Stimmungsverbesserung

um Touristikaktien dürfte die Shorties zu einem zügigen (kurstreibenden)

Rückzug zwingen. Die Börse scheint dieses Szenario bereits vorsichtig zu spielen,

zumal die Aktie inzwischen trotz aller Unwägbarkeiten analytisch günstig

erscheint. Der Quartalsbericht am 12. August könnte weitere Impulse bringen.

Tui

Kurs der Tui-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINTUAG50/DE000TUAG505

Börsenwert 3,71 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e7,4/5,2

Dividendenrendite für 2026e/27e 2,2/3,0 %

Kursziel/Stoppkurs 10,30/6,05 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 40 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

20

15

10

5

e = erwartet

TÉLÉPERFORMANCE

Zwischen Hoffen und Bangen

Im Umbruch befindet sich der französische IT-Dienstleister. Mit neuer Führung

und neuer, auf Automation und KI setzender Strategie will der Spezialist

für Kundeninteraktion den negativen Ertragstrend seit dem Jahr 2023 umkehren.

Für die Baisse-Spekulation war dies sowie das stark kreditfinanzierte

Wachstum eine Einladung. Téléperformance zählt zu den am eifrigsten leerverkauften

Titeln an der französischen Börse, mit merklichem Positionsaufbau

vor allem über die vergangenen zwölf Monate.

Dem steht eine vorsichtig optimistische Prognose für das komplette Jahr

2026 gegenüber, eine avisierte Dividende mit einer Rendite von um die acht

Prozent sowie eine niedrige Bewertung. Letztere drückt allerdings auch die

fortbestehende Skepsis der Börse aus, dass die Gewinnerwartungen überzogen

sein könnten. Kann der Vorstand dies mit guten Geschäftsresultaten widerlegen,

sollte die Aktie auch von Glattstellungen der Shortseller profitieren.

30

Teleperformance

350

300

250

200

200-Tage-Linie 150

100

50

Kurs der Téléperformance-Aktie in Euro 0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN889287/FR0000051807

Börsenwert 3,04 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e5,7/5,2

Dividendenrendite für 2026e/27e 8,2/8,8 %

Kursziel/Stoppkurs 80,00/45,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 50 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026


desanzeiger, zudem breit bekannt gemacht. Darüber hinaus

ist ab dem 10. Juli 2026 eine zentrale Veröffentlichung im

European Single Access Point (ESAP), dem europäischen Register

für Unternehmens- und Finanzinformationen, geplant.

Rege Aktivität. Die Aktionen der Shorties bleiben so sehr

transparent. Was die deutsche Börse betrifft, an der zuletzt

Aktien von 87 Firmen geshortet waren, haben Leerverkäufer

in jüngster Zeit Baisse-Positionen zum Beispiel bei Tui,

SMA Solar, Renk, Rheinmetall oder Deutz tendenziell aufgestockt,

eher heruntergefahren dagegen etwa bei Hellofresh,

Gerresheimer oder Delivery Hero.

Europaweit sind sogar bei einem guten Dutzend Firmen

mehr als zehn Prozent des Kapitals via Leerverkäufe verwettet.

Dabei zeigten die Spekulanten teils einen feinen Riecher:

Bei ihrem Favoriten aus den Niederlanden, Signify, der früheren

Philips Lighting, kam der in der vergangenen Woche

verkündete Rückzieher in der Dividendenpolitik am Markt

sehr schlecht an (s. S. 101). Die Aktie verlor seither rund 20

Prozent. Nahezu verdoppelt haben sich die Leerverkaufspositionen

beim italienischen Maschinenbauer Saipem nach

dessen Kursrally im ersten Halbjahr und inzwischen hoher

analytischer Bewertung. Auch beim britischen Wohnungsbauer

Vistry Group langten die Shorties verstärkt zu.

Gut im Geld liegt weiterhin auch Grizzly Research bei Ottobock.

Die Aktie notierte zuletzt zeitweise bis 20 Prozent im

Minus seit dem Angriff der Amerikaner. Diese verdienten zuletzt

ferner prächtig mit ihren Leerverkäufen etwa beim

Schweizer Geldverwalter Partners Group und der französischen

Tech-Schmiede 2CRSI. Aber auch bei den Profis geht

nicht jede Spekulation auf: Beim schwedischen Telekomspezialisten

Sinch oder der französischen Hotelkette Accor lief

die Börse bisher massiv gegen die New Yorker Bären.

HUGO BOSS

Shorties vorerst ausgebremst

Spannend wird es beim Bekleidungshändler Hugo Boss. Hier steht einer sehr

hohen Short-Quote die Übernahmeofferte des Großaktionärs, der britischen

Frasers Group (Anteil 26 Prozent), zu 38 Euro je Aktie gegenüber. Am Markt

gilt der gebotene Kurs nun zunächst als eine Art Boden für die Aktie. Wäre

dem so und bleibt Frasers am Ball, drohten die Shorties unter Zugzwang zu

kommen. Sie begannen unmittelbar nach der Offerte bereits, vorsichtig Positionen

abzubauen. Deren Umfang ist aber immer noch erheblich. Bei einer Erhöhung

des Abfindungsangebots wäre dann eventuell ein Short Squeeze nicht

auszuschließen, mit entsprechendem Auftrieb für den Aktienkurs. Immerhin

haben die Shorties noch mehr als 300 Millionen Euro im Feuer.

Geschäftlich läuft es bei Hugo Boss bei der gedrückten Konsumlaune weniger

rund. Für 2026 ist ein Rückgang beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich

und etwas stärker beim operativen Ergebnis in Aussicht gestellt.

Hugo Boss

Kurs der Hugo-Boss-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

20

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA1PHFF/DE000A1PHFF

Börsenwert 2,55 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e14,0/12,0

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,1/0,6 %

Kursziel/Stoppkurs 50,00/31,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 30 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

70

60

50

40

30

e = erwartet

VISTRY GROUP

Riecht nach überverkauft

Prächtig verdient haben dürften die Leerverkäufer bei dem britischen Wohnungsanbieter.

Dessen Aktienkurs hatte sich seit Februar zeitweise nochmals

gedrittelt, nach einem Absturz bereits 2024. Trotzdem verdoppelten sich die

Shortpositionen seit Ende April auf inzwischen 17 Prozent des Kapitals. Die

Gruppe hatte 2025 bei gut 15600 fertiggestellten Wohnungen 42 Pence je

Aktie verdient. Für 2026 befürchten die Londoner nun angesichts wachsender

Kaufzurückhaltung nochmals dünnere Margen. Zudem steht ein noch nicht

erprobter Strategiewechsel hin zu mehr partnerschaftlichen Projekten an.

Die Shortseller gehen offenbar davon aus, dass es dauern wird, bis Vistry

wieder auf ein stabileres Fundament kommt. Andererseits hängt die Aktie auf

niedrigstem Stand seit 1999 und macht Anstalten zur Bodenbildung. Finanziell

erscheint die Gesellschaft trotz gedämpfter Erwartungen stabil bei keinesfalls

hohem KGV der Aktie. Halbjahreszahlen soll es am 24. September geben.

FOCUS MONEY 28/2026

Vistry Group

16

200-Tage-Linie

14

12

10

8

6

4

Kurs der Vistry-Group-Aktie in Euro

2

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN911164/GB0001859296

Börsenwert 974 Mio. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e7,3/6,3

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,8 %

Kursziel/Stoppkurs 5,50/2,60 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 80 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

31


moneymarkets

ANN-KATRIN PETERSEN von

Blackrock plädiert dafür, die

Investmentstrategie stärker an

Themen als an Assetklassen

auszurichten

INTERVIEW

Investieren,

wo die

Engpässe am

größten sind“

KI bleibt das Anlagethema Nummer eins,

meint Ann-Katrin Petersen. Die Blackrock-

Kapitalmarktstrategin sieht dadurch jedoch

auch viele Risiken für die Finanzmärkte –

nicht alle sind auf den ersten Blick ersichtlich

von JULIA GROSS

Im ersten Halbjahr ist mit der Schließung der Straße von Hormus

ein Szenario wahr geworden, das vorher immer als „theoretischer

Worst Case“ gesehen wurde. Trotzdem sind die großen

Aktienmärkte im Plus, teilweise deutlich. Wie lässt sich

das erklären?

Ann-Katrin Petersen: Die geopolitische Fragmentierung

weltweit, deren Ausfluss der Nahostkonflikt ist,

hat sich primär am Renten- und an den Rohstoffmärkten

widergespiegelt. Wir sehen höhere Anleiherenditen

vor dem Hintergrund einer Neubewertung der

Geldpolitik und der Inflationsrisiken. Und tatsächlich

ist der gesamtwirtschaftliche Schaden in Form gedämpften

Wachstums und erhöhter Inflation bereits

erfolgt. Die Aktienmärkte hingegen haben einen Rekordhochstand

nach dem anderen markiert, insbesondere

in den USA und Teilen Asiens. Hier hat der

Vormarsch von KI, insbesondere der damit verbunde-

32

Foto: BlackRock

FOCUS MONEY 28/2026


ne Infrastrukturausbau, die geopolitischen Risiken überlagert

und zu kräftigen Unternehmensgewinnen geführt.

Wichtig ist: Das fundamentale Rückgrat der Aktienmärkte,

das Gewinnwachstum, ist, wenngleich regional differenziert,

tatsächlich stark ausgefallen – besonders in den USA

und Teilen Asiens.

Aktuell stehen die Zeichen im Iran-Konflikt zwar auf Entspannung,

aber ob der Frieden hält und wie lange es bis zu einer Normalisierung

der Öl- und Gasexporte dauern wird, ist völlig unklar. Kommt

das dicke Ende für die Aktienmärkte noch?

Petersen: Ich halte in diesem Kontext die

Zinsseite für den wichtigsten Übertragungskanal

für den Aktienmarktausblick. Wenn sich

der Angebotsschock trotz der jüngsten Entspannungssignale

verfestigt, würde sich das

in wieder aufflammenden Inflationsrisiken

und damit auch in der Bereitschaft von Zentralbanken,

die Zinsen zu erhöhen, widerspiegeln.

Das dürfte aus meiner Sicht dann über

die höheren Kapitalkosten auch für Gegenwind

an den Aktienmärkten sorgen. Unabhängig

davon sind die jüngsten Signale als günstig

einzuordnen. Sie zeugen von Verhandlungsbereitschaft.

Vita

Ann-Katrin

Petersen

Die Berichtssaison für das zweite Quartal steht bevor.

Aktuell liegt das durchschnittliche Kurs-Gewinn-

Verhältnis (KGV) im S&P 500 bei sehr hohen 28,

auch das KGV für das kommende Jahr fällt leicht

überdurchschnittlich aus. Kann die Gewinnentwicklung

so dynamisch weitergehen, dass diese Bewertungen

gerechtfertigt sind?

Petersen: Dahinter steht natürlich die Frage,

ob KI zu einer Blase führen könnte. Die Messlatte

ist angesichts der starken Kursgewinne

vieler KI-bezogener Unternehmen sicherlich

hoch. Wir sehen drei Engpassbereiche, die den

KI-Ausbau verlangsamen könnten. Erstens

physische Engpässe: Knappheit bei Energie,

Rechenleistung und Fachkräften. Zweitens

die politisch-regulatorische Dimension, also

beispielsweise Genehmigungsverfahren für

Rechenzentren. Und drittens die finanzielle

Dimension: Die massiven Investitionen werden

auch mit Fremdkapital finanziert. Wenn die Kapitalkosten

steigen, verteuert sich der gesamte Ausbau.

Das sind aber schon viele und auch gravierende Risikofaktoren, die

Sie aufzählen…

Petersen: Ich glaube, die Kernbotschaft ist letzten Endes:

Es gibt viele Investitionschancen, aber wir begeben uns in

eine Phase, in der Investoren wählerischer sein müssen.

Inwiefern?

Petersen: Investoren sind gut beraten, dort zu investieren,

wo die Nachfrage und die Engpässe am größten sind. Also

Halbleiter, Chips, Speicher, Rechenzentren, Strom und

Geboren 1985 in

Kiel, VWL-Studium

an der Universität

Bayreuth und

Nottingham University

Business

Schools

Berufseinstieg 2010

als Ökonomin für

Europa bei der

Allianz, 2014

Wechsel zu Allianz

Global Investors

zuletzt als Investmentstrategin

und

Vice President

2022 kam sie zu

Blackrock als

Leiterin Kapitalmarktstrategie

für

den DACH-Raum

und Osteuropa

Stromnetze. Diese Infrastruktur wird unabhängig davon benötigt,

wer am Ende innerhalb der KI-Wertschöpfung zu den

Gewinnern zählt. Denn bei den Modellanbietern wird es mit

Sicherheit Transformationsgewinner und -verlierer geben.

Als nächste Entwicklungsstufe richten wir zudem zunehmend

das Augenmerk auf physische KI– Robotik, Automatisierung,

industrielle Anwendungen. Darauf sollte man sich

vorbereiten.

KI bleibt also ein zentrales Anlagethema? Dabei machen sich Anleger

doch auch durchaus Sorgen, dass sie davon

schon zu viel im Depot haben?

Petersen: Unseres Erachtens sollten sich Investoren

im aktuellen Umfeld eine klassische

Asset-Allocation, also den Anlageklassen wie

Aktien und Anleihen, auf den Prüfstand stellen

und sich stärker mit den darunterliegenden

Treibern und Themen beschäftigen.

Was meinen Sie damit?

Petersen: Nehmen wir die künstliche Intelligenz.

Die schlägt sich als Investmentthema

nicht nur an den Aktienmärkten, sondern zunehmend

auch an den Anleihemärkten und –

gerade im Infrastrukturbereich – auch an den

Privatmärkten nieder. Das kann bedeuten,

dass Ihr Portfolio weniger breit diversifiziert

ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Dessen

sollten sich Anleger bewusst sein.

Sie meinen, Anleger haben die großen Tech-Aktien

im Portfolio, und bei Anleihen eventuell Bonds derselben

Tech-Konzerne?

Petersen: Ja, das wäre durchaus möglich.

Hinzu kommt, dass die angesprochenen Engpässe

bei Energie, Rechenleistung und Fachkräften

zu zusätzlich erhöhtem Kostendruck

führen. KI ist daher aus unserer Sicht kurzund

mittelfristig inflationstreibend. Entsprechend

könnten Notenbanken die Zinsen erhöhen

beziehungsweise länger hochhalten – mit

Folgen für den Anleihemarkt.

Wie kann man es als Anleger besser machen, um

diese Klumpenrisiken zu vermeiden?

Petersen: Indem man nicht zuerst allein auf eine Anlageklasse

schaut, sondern zuerst auf das Thema, etwa Energiesicherheit,

und dessen unterliegende Treiber, in diesem Fall sowohl

geopolitische Fragmentierung als auch KI. Dann kann man

sich die Frage stellen, welches das günstigste Instrument ist,

um in dieses Thema zu investieren. Unabhängig davon lohnt

es sich angesichts der höheren Spreizung an den Kapitalmärkten

zwischen Gewinnern und Verlierern innerhalb der Anlageklassen,

mit mehr Fingerspitzengefühl zu allokieren. Indem

man etwa auf ganz bestimmte Regionen und Sektoren setzt.

In welchen Regionen sehen Sie für die kommenden Monate Chancen?

FOCUS MONEY 28/2026

33


moneymarkets

D

z

b

T

Halbleiter im Höhenflug

Der Philadelphia Semiconductor Index (Sox), der die

30 größten US-Chipunternehmen abbildet, gilt als

Stimmungsbarometer der Branche. Er notiert auf

einem vorher nie dagewesenen Niveau

Philadelphia Semiconductor Index

in Punkten

2023 2024 2025 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

Aktuelles KGV

S&P 500 und S&P 500 Information Technology

S&P 500 Information Technology

S&P 500

2008 10 12 14 16 18 20 22 24 2026

2022 23 24 25 2026

14000

10000

6000

2000

Ambitionierte Bewertungen

Zwar gab es durchaus Zeiten, in denen die Bewertung

des breiten US-Aktienmarkts noch höher war.

Doch das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis im S&P

500 liegt klar über dem langjährigen Durchschnitt

Quelle: Factset UK Limited 2026

Inflation bleibt erhöht

Der Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen hat

sich in den USA (wie in Europa) in höheren Verbraucherpreisen

niedergeschlagen. Die Engpässe beim

KI-Ausbau wirken ebenfalls inflationstreibend

USA Consumer Price Index

Veränderung in Prozent (ggü. Vorjahr)

Quelle: Factset UK Limited 2026

34

35

20

5

8

6

4

2

Petersen: Mit Blick auf die nächsten sechs bis zwölf Monate

denken wir, dass am Aktienmarkt die USA als primärer

Nutznießer von KI die größten Chancen bieten. Europa

ist und bleibt für uns eine neutrale, benchmarknahe

Position. Allerdings mögen wir hier einzelne Sektoren,

etwa Infrastruktur und den Finanzsektor, der von Effizienzgewinnen

durch KI, aber auch aufgrund der nach wie

vor robusten Netto-Zins-Margen profitieren sollte. Chancen

sehen wir in Europa auch im Gesundheitssektor, der an

der Schnittstelle steht von KI, also der Hoffnung auf Innovation

bei Therapie und Diagnostik, aber auch eines anderen

Strukturtreibers, nämlich Demografie. Und mit Blick

auf die nächste Stufe von KI in Richtung Anwendung sehen

wir etwa Automatisierungspotenzial in der Industrie. Auch

europäische Industrieunternehmen können in dieser

nächsten Phase profitieren.

Innerhalb des KI-Themas erwähnten Sie mehrfach die Chiphersteller.

Einige der Marktführer, die Schwergewichte am koreanischen

und taiwanesischen Aktienmarkt sind, haben zuletzt unglaubliche

Kurssteigerungen erlebt. Soll man die immer noch kaufen?

Petersen: Wir haben unser moderates Übergewicht bei einzelnen

asiatischen Märkten, zum Beispiel in Taiwan und Korea,

tatsächlich vor Kurzem geschlossen und hier Gewinne

mitgenommen – vor dem Hintergrund der ausgesprochen positiven

Gewinnentwicklung in diesem Jahr.

Wenn man über die von Ihnen hervorgehobenen Knappheiten nachdenkt,

landet man unweigerlich auch bei den Rohstoffmärkten. Sollten

Anleger diese auch verstärkt in ihrem Portfolio berücksichtigen?

Petersen: Ja. Kritische Rohstoffe, stark nachgefragte Rohstoffe,

werden sicherlich auf Jahre hinweg auch strukturell

eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollte man im Hinterkopf

behalten, dass Rohstoffe nicht nur im Umfeld des KI-Ausbaus

nachgefragt werden, sondern auch, weil Versorgungssicherheit

strategisch in dieser fragmentierteren Welt eine viel

wichtigere Rolle spielt. Staaten und Unternehmen achten

mehr auf Resilienz, auf Widerstandsfähigkeit in den Lieferketten

in der Produktion, auf Energiesicherheit, auf technologische

Eigenständigkeit. All diese Themen, die vorangetrieben

werden, sind ressourcenintensiv. Wir sehen da zum

Beispiel nach wie vor Chancen bei Rohstoffexporteuren im

lateinamerikanischen Bereich.

Wie sieht es mit Präferenzen auf der Anleiheseite aus?

Petersen: Ja. Kritische Rohstoffe und stark nachgefragte

Rohstoffe werden sicherlich auf Jahre hinweg auch strukturell

eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollte man im Hinterkopf

behalten, dass Rohstoffe nicht nur im Umfeld des KI-

Ausbaus nachgefragt werden, sondern auch, weil

Versorgungssicherheit strategisch in dieser fragmentierteren

Welt eine viel wichtigere Rolle spielt. Staaten und Unternehmen

achten mehr auf Resilienz, auf Widerstandsfähigkeit in

den Lieferketten in der Produktion, auf Energiesicherheit,

auf technologische Eigenständigkeit. All diese Bestrebungen

der strategischen Autonomie, sind ressourcenintensiv. Wir

sehen da zum Beispiel nach wie vor Chancen bei Rohstoffexporteuren

im lateinamerikanischen Bereich.

FOCUS MONEY 28/2026


ieser Text

eigt evtl. Proleme

beim

ext an

FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 35


moneymarkets

WENIGER BEKANNT: Auch

kleinere Anbieter profitieren

vom Chip-Boom

HALBLEITER

Rendite-Quintett mit Unbekannten

Chipaktien boomen an der Börse, getrieben vom Megatrend künstliche Intelligenz.

Weniger bekannte Nischenanbieter versprechen eine ebenso schöne Rendite

Verschiebungen auf dem Chipmarkt

Rechenzentren, Datenspeicher, digitale industrielle

Abläufe und Autoelektronik lösen als Hauptabnehmer

klassische Endmärkte wie die Konsumelektronik ab

Weltweiter Umsatz auf dem Halbleitermarkt

Mobiltelefone

nach Endmarkt in Mrd. Dollar,

Unterhaltungs-Elektronik ab 2025 Prognose

Industrie-Elektronik

Kabelgebunden & -lose Infrastruktur

Server, Datencenter & -speicher

Personal-Computer

Automobilität

Quelle: ASML

2020 2023

2025 2030

1000

750

500

250

0

von STEFAN RIEDEL

Ein Kursverdoppler bei Infineon in den letzten drei Monaten,

im selben Zeitraum fast eine Verdreifachung des

Börsenwerts von Branchenveteran Intel und immerhin

50 Prozent Kursgewinne bei ASML, der globalen Nummer

eins unter den Ausrüstern von Lithografieanlagen für die Waferproduktion

– wer sich in den letzten Monaten Chipaktien

ins Depot legte, hat ganz bestimmt nichts falsch gemacht.

Der für die Branche maßgebliche Börsenindex Soxx hat seinen

Wert seit Ende März verdoppelt.

Kurstreibstoff KI. Getrieben vom Zauberwort künstliche

Intelligenz hat die Halbleiterbranche in den letzten Monaten

an den Börsen einen Höhenflug hingelegt. Ohne immer

leistungsfähigere Chips laufen keine KI-Rechenzentren. Zugleich

sind mit Cloud-Computing, Elektromobilität und au-

36

Fotos: Onto, Marvell, Elmos, Melexis

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


tonomem Fahren drei weitere Technologiebereiche auf dem

Vormarsch. Alle diese Trends werden das Wachstum der

Halbleiterbranche in diesem Jahrzehnt und darüber hinaus

befeuern (s. Grafik S. 36). Wer hier ganz vorn dabei ist, muss

auch die zyklischen Abschwünge der Chipbranche weniger

fürchten. Angesichts der technologischen Komplexität der

neuen Produkte verfügen die führenden Player über eine große

Preissetzungsmacht.

Günstige Einstiegsmöglichkeiten. Aus Anlegersicht bedeutet

das: Temporäre Kursrücksetzer, die wie aktuell dem

Kursfeuerwerk in einzelnen Marktphasen folgen, bieten weiterhin

Einstiegskurse. Immer vorausgesetzt, dass die jeweiligen

Unternehmen ihren Wachstumskurs fortsetzen und gegenüber

dem Wettbewerb nicht ins Hintertreffen geraten.

Nvidia, Broadcom und die anderen üblichen Verdächtigen

unter den Marktführern bleiben hier im Blickpunkt.

Mindestens genauso spannend ist es jedoch, den Blick auf

Nischenchampions in der Chipbranche zu werfen, die mit ih-

rem Geschäftsmodell auch jenseits des KI-Hypes erfolgreich

unterwegs sind. Beispielsweise in der Autoindustrie rund um

das Thema E-Mobilität. Während Chiphersteller mit einer

starken Ausrichtung in die Endmärkte Smartphones, PCs

oder Standard-Speicherchips mit schrumpfenden Margen

zu kämpfen haben, profitieren Spezialchiphersteller von der

Elektrifizierung der Fahrzeuge.

Die in unserem kostenpflichtigen Nebenwerte Börsenbrief

am 16. Mai vorgestellte US-Firma Ultra Clean hat gerade

Fahrt aufgenommen und in sechs Wochen rund 50 Prozent

zugelegt. Ultra Clean Holdings, kurz UCT, deckt in der Reinraumtechnik

die gesamte Wertschöpfungskette ab. Der Konzern

produziert zum einen hochreine Flüssigkeiten und Chemikalien

für die Chipproduktion. Dazu kommen die

höhermargigen Service- und Wartungsleistungen. Im Folgenden

stellen wir fünf Nischenplayer aus Europa und den USA

vor, die das Zeug zu Überfliegerqualitäten wie Ultra Clean haben.

Rücksetzer bieten das beste Timing für den Einstieg.

ELMOS SEMICONDUCTOR

Auf der Überholspur

Hightech-Sensoren. Das gerade in den MDax aufgestiegene Unternehmen

steht für Mixed-Signal-ICs für die Autoindustrie. Eingebaut werden die Produkte

in allen höherwertigen Fahrzeugklassen und Assistenzsystemen. Dazu zählen

Schaltkreise für Ultraschallsensoren, Motorsteuerungen oder LED-Lichtsysteme.

Diese Produkte werden typischerweise kundenspezifisch aufgesetzt und

begleiten Fahrzeugplattformen über viele Jahre. Zu den Produktneuheiten zählt

in der Fahrassistenz der Ultraschallchip der nächsten Generation, der auf KI-

Datenanalyse basiert. Nach dem starken Auftaktquartal hat Elmos die Jahresprognose

angehoben. Das Unternehmen erwartet eine verbesserte operative

Ebit-Marge von 23 bis 26 Prozent. Zugleich soll sich der freie Cashflow auf 19

statt 17 Prozent vom Umsatz belaufen. Der Zielmarkt Autoindustrie ist und bleibt

zyklisch. Zugleich ist die Produktentwicklung bei Elmos klar auf die Elektrifizierung

von Fahrzeugen mit steigenden Chipzahlen ausgerichtet.

Elmos Semiconductor

Kurs der Elmos-Aktie in Euro

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200-Tage-Linie

0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISIN567710/DE0005677108

Börsenwert 3,0 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e24,8/21,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,0/1,2 %

Kursziel/Stoppkurs 223,00/145,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 24 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

MARVELL TECHNOLOGY

Ultraschnell unterwegs

Chiplieferant für Netzwerke. Bei internationalen Investoren ist Marvell deutlich

weniger bekannt als Nvidia, Intel oder Broadcom. Das sollte die gerade erfolgte

Aufnahme in den S&P 500 ändern – und das Geschäftsmodell des Netzwerk- und

Speicherchipherstellers liefert reichlich Argumente, sich diesen Nischenchampion

genauer anzusehen. Marvell Technology hat sich spezialisiert auf die optische

Datenübertragung per Glasfaser. Damit ist eine deutlich schnellere und skalierbare

Datenübertragung bei der Vernetzung von KI-Chips möglich.

Marvell liefert zudem kundenspezifische Lösungen für die großen Cloudanbieter

und ist hier Partner für Microsoft, Amazon und Google. Rechenzentren mit

ihren Anwendungen für KI und Datenspeicher stellen mittlerweile 72 Prozent am

Konzernumsatz. Elf Prozent entfallen auf Unternehmensnetzwerke, sechs Prozent

auf den früheren Kernmarkt Unterhaltungselektronik. Dank der neuen Ausrichtung

erreichte Marvell zuletzt operative Topmargen von 40 Prozent.

FOCUS MONEY 28/2026

Marvell

Kurs der Marvell-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

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0

2021 22 23 24 25 2026

WKN/ISINA3CNLD/US5738741041

Börsenwert 208 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2027e/28e*67,0/39,2

Dividendenrendite für 2027e/28e* 0,1/0,1 %

Kursziel/Stoppkurs 320,00/170,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 35 %

Quelle: Factset UK Limited 2026; *Gj Januar

50

e = erwartet

37


moneymarkets

MELEXIS

Neue Wachstumsimpulse

Melexis-Chips werden in allen Autotypen verbaut. Spezialität der Belgier sind

Sensoren, Mikrocontroller und Leistungselektronik. Bei Sensoren ist Melexis

weltweit Nummer fünf. Die Poleposition mit Sensoren für elektrische Antriebe

und das Wärmemanagement von Batterien und Motoren eröffnet eine hohe

Preissetzungsmacht. Nach rückläufigem Umsatz und Gewinn im Vorjahr hat das

Geschäft wieder Fahrt aufgenommen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz

um zwei Prozent auf 202,1 Millionen Euro. Mit dem operativen Gewinn ging es

um 14 Prozent auf 33,2 Millionen Euro nach oben. Noch besser sieht es bei der

Umsatzrendite aus, die gegenüber dem Vorquartal von 10,5 auf 11,4 Prozent zulegte.

Dieses Wachstumstempo erwarten die Branchenexperten auch für das

Gesamtjahr. 2027 soll das Gewinnplus dann in Richtung 30 Prozent laufen. Die

niedrige Bewertung preist die zyklischen Absatzmärkte und die im Vergleich zu

den KI-Chip-Spezialisten niedrigeren Margen ein. Üppige Dividende.

Melexis

Kurs der Melexis-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

100

40

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN909765/BE0165385973

Börsenwert 3,0 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e26,6/20,8

Dividendenrendite für 2026e/27e 4,6/4,7 %

Kursziel/Stoppkurs 95,00/63,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 25 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

80

60

e = erwartet

ONTO INNOVATION

Unbekannter Überflieger

Lithografie-Zulieferer. Der Kurs des US-Unternehmens hat gerade ein neues

Allzeithoch erreicht. Heißgelaufen ist der Titel noch nicht, denn angesichts des

aktuellen Wachstumsschubs sollte Onto schnell in die aktuell hohe Bewertung

wachsen. Die Firma hat sich auf Prüf- und Messsysteme für die Chipproduktion

spezialisiert. Der laufende Ausbau der Fertigungskapazitäten bei den Chipherstellern

spielt Onto Innovation in die Hände. Zum Kundenstamm zählt das Who

is Who der internationalen Mikroelektronik. Onto entwickelt Lithografiesysteme

für die Halbleiterproduktion, Wafer-Messtechniksysteme und Software zur Analyse

der einzelnen Arbeitsprozesse. Im Auftaktquartal 2026 toppte Onto bei

Umsatz und Gewinn die Erwartungen. Für die nächsten Quartale erwartet die

Konzernspitze bei Umsatz und Gewinn eine deutliche Wachstumsbeschleunigung.

Nachdem der Konzerngewinn 2025 noch um ein Drittel eingebrochen

war, soll er sich in den kommenden zwei Geschäftsjahren fast verdreifachen.

Onto Innovation

Kurs der Onto-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

300

250

200

150

100

50

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINA2PUFT/US6833441057

Börsenwert 14,4 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e62,4/40,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 387,00/240,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 34 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

SUSS MICROTEC

Comeback-Spekulation

Chipmaschinen-Ausrüster. Das Unternehmen aus Garching bei München (siehe

auch Titel S. 16) hat sich als Nischenplayer etabliert. Suss Microtec ist weltweit

top bei Schlüsseltechnologien wie dem temporären Bonden von Hochleistungschips

und beim Verpacken von KI-Chip-Modulen. Giganten wie TSMC und

Samsung sind auf diese Leistungen angewiesen.

Nach einem durchwachsenen Auftaktquartal mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch

auf 86,5 Millionen bzw. 2,5 Millionen Euro wird das Geschäft noch

2026 Fahrt aufnehmen. Die 149,3 Millionen Euro beim Auftragseingang, das

sind gut 70 Prozent mehr als im Vorjahr, signalisieren ein starkes Neugeschäft.

Branchenexperten sehen das Geschäftsjahr 2026 bei Umsatz und operativer

Marge als Übergangsjahr vor dem großen Gewinnsprung danach. Klappt das,

sind für die im TecDAX und seit Ende Juni erstmals auch im MDax gelisteten

Aktien neue Rekordstände drin.

38

Suss Microtec

Kurs der Suss-Aktie in Euro

100

200-Tage-Linie

20

0

2022 23 24 25 2026

WKN/ISIN

A1K023/DE000 A1K0235

Börsenwert 1,8 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e 47,8/ 32,4

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,2/0,3 %

Kursziel/Stoppkurs 155,00/70,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 68 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

80

60

40

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026


STANDPUNKT

Rohöl – vom Mangel zum Überfluss

Ölpreis und US-Petroleumreserve

110

90

70

50

30

USD pro Barrel und Mio. Barrels

Ölpreis

US-Petroleumreserve

2021 2022 2023 2024 2025 2026

1900

1800

1700

1600

1500

Quelle: (Links) DOE, Bloomberg,

J.P. Morgan Asset Management.

Stand: 24.06.2026

TILMANN GALLER ist globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt

Können Verbraucher schon bald mit einer

Entspannung im Geldbeutel rechnen?

Der Krieg im Mittleren Osten hat die Energieversorgung der

Welt empfindlich gestört. Irans Ankündigung, die Straße von

Hormus für den Schiffsverkehr zu schließen, stellte über

Nacht rund 20 Prozent der weltweiten Rohölversorgung infrage.

Die International Energy Agency sprach von der größten

Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte.

Doch die Preisentwicklung gibt Rätsel auf: Seit dem Hoch

von 118 Dollar je Barrel Brent Ende April ist der Preis um rund

ein Drittel gefallen. Prognosen von Energieknappheit und Ölpreisen

über 150 Dollar haben sich nicht bestätigt. Für 2027

gilt sogar ein Ölüberschuss als möglich. Warum lagen zahlreiche

Experten trotz plausibler Berechnungen daneben –

und was bedeutet das für Energiepreise und Inflation?

Die Ausgangslage im April war kritisch. Nachdem auch

die USA erklärten, jeglichen Schiffsverkehr aus dem Iran

durch die Straße von Hormus zu unterbinden, stieg das geschätzte

Angebotsdefizit am Rohölmarkt auf rund 13 Millionen

Barrel pro Tag. Damit fehlten dem Weltmarkt etwa 13

Prozent des benötigten Rohöls. Dennoch sprang der Ölpreis

nie nachhaltig über 120 Dollar. Dafür gab es zwei Gründe:

Erstens wurden mindestens sieben Millionen Barrel aus

kommerziellen und strategischen Reserven freigegeben, vor

allem von den USA. Zweitens ging die Nachfrage deutlich

zurück. Neben dem Einbruch im Mittleren Osten war es vor

allem China, der größte Rohölimporteur der Welt, der weniger

nachfragte. Hohe eigene Reserven und staatliche Sparmaßnahmen

– etwa weniger Inlandsflüge und Einschränkungen

beim Treibstoffexport – machten dies möglich.

Für den Preisrückgang seit Anfang Mai war neben der

Spekulation auf ein Abkommen wohl ein weiterer Faktor entscheidend:

Die Straße von Hormus war offenbar nie in dem

Maße geschlossen, wie es offizielle Verkehrsdaten nahelegten.

Nur so lässt sich erklären, dass die Ölexporte über Häfen

der Vereinigten Arabischen Emirate im Juni bereits wieder

rund 90 Prozent des Vorkriegsniveaus erreichten. Auch

alternative Routen über Land und Pipelines stabilisierten den

Ölmarkt früher als gedacht.

Ein tragfähiges politisches Abkommen könnte nun den

Weg zurück in einen Überschussmarkt innerhalb der nächsten

zwölf Monate ebnen. Raffinerien und chemische Industrie

dürften ihre Produktion normalisieren. Zudem werden

viele Länder ihre geschrumpften Öl- und Treibstoffreserven

wieder auffüllen, womöglich sogar ausbauen, um künftigen

Angebotsschocks besser standzuhalten.

Das große Thema für den Ölmarkt wird daher die Angebotsausweitung

sein. Mit dem Ausscheiden der Vereinigten

Arabischen Emirate aus der Opec ist das Kartell geschwächt.

Saudi-Arabien, Kuwait und der Irak haben starke Anreize,

ungenutzte Kapazitäten auszuschöpfen, um Kriegsschäden

zu kompensieren. Ein von Sanktionen befreiter Iran könnte

das Angebot zusätzlich erhöhen. Aus der Golfregion könnten

in den kommenden zwölf Monaten bis zu vier Millionen

Barrel pro Tag zusätzlich gegenüber dem Vorkriegsniveau

auf den Markt kommen.

Für die Inflation bedeutet dieses Szenario grundsätzlich

Entspannung. Ein preissenkender Effekt tritt jedoch erst ein,

wenn der künftige Ölpreis unter dem Vorjahresniveau liegt.

Der durchschnittliche Preis für ein Barrel Brent lag in der

zweiten Jahreshälfte 2025 bei 65 US-Dollar. Nur wenn Öl in

den kommenden sechs Monaten nachhaltig unter diese

Marke fällt, lassen sich zeitnah inflationssenkende Beiträge

aus dem Energiesektor erwarten. Andernfalls ist Geduld bis

ins Frühjahr 2027 gefragt.

Neben Privathaushalten blicken auch Zentralbanken genau

auf die weitere Inflationsdynamik. Die schneller als erwartete

Entspannung bei Öl- und Treibstoffpreisen verringert

das Risiko preistreibender Zweitrundeneffekte bei Nahrungsmitteln

und Gütern. Zugleich ist die Lage am Arbeitsmarkt

durchwachsen, und das Lohnwachstum schwächt sich ab.

Das Argument für Zinserhöhungen ist damit deutlich schwächer

geworden – ebenso der Anreiz, im Geldmarkt investiert

zu bleiben. Für Aktien- und Rentenmärkte wäre eine weniger

restriktive Zinspolitik hingegen eine gute Nachricht.

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: J.P. Morgan Asset Management 39


moneymarkets

NEUE FREGATTE: Das Aus

für das Projekt F126 kostet

Rheinmetall 20 Milliarden

Euro Umsatz

RHEINMETALL

Kaufchance

oder Absturz?

Das Fregatten-Aus entpuppt sich als

Milliarden-Desaster für Rheinmetall.. Ist

der Konzern wirklich bereit für die neue

Rüstungs-Ära? Die Analyse

von THOMAS SCHUMM

Das Ende eines Milliardenprojekts. Verteidigungsminister

Boris Pistorius stoppt das Fregatten-Projekt F126 –

und trifft Rheinmetall ins Mark. Die Aktie des Rüstungskonzerns

stürzt an einem Tag um knapp 20 Prozent ab.

Deutschland verschrottet seinen Plan, das größte Kriegsschiff

seit dem Zweiten Weltkrieg zu bauen, stichelt die britische „Financial

Times“ als Reaktion auf das Aus des Fregatten-Projekts.

Bei den Briten als traditionelle Seemacht könnte über

dieses Scheitern eine gewisse Erleichterung mitschwingen, für

den deutschen Rüstungs-Champion war die Nachricht allerdings

ein Schock. Doch der Absturz an der Börse hat tiefere

Ursachen als nur das Fregatten-Aus: einen schwachen Cashflow,

steigende Investitionen und die Frage, ob der Konzern

flexibel genug ist für eine Welt, in der Drohnen die Panzer ablösen.

Viele Anleger stellen sich nun die Frage: Ist Rheinmetall

jetzt ein Schnäppchen – oder sollte man nicht ins fallende

Messer greifen? FOCUS MONEY macht den Faktencheck.

20 Milliarden Euro Hoffnung – geplatzt. Rheinmetalls Marine-Sparte

hatte aus dem Fregatten-F126-Projekt mit einem

Auftragseingang in den kommenden Jahren von rund 20 Mil-

40

Foto: Damen

FOCUS MONEY 28/2026


liarden Euro gerechnet. Der Wegfall dürfte diese Prognose ins

Wanken bringen. Zuletzt (erstes Quartal 2026) hatte Rheinmetall

Naval Systems einen Auftragsbestand von 5,5 Milliarden

Euro ausgewiesen (wurde in der Rheinmetall-Bilanz erstmals

konsolidiert). Insgesamt lagen die Orders von

Rheinmetall im ersten Quartal bei 73 Milliarden Euro. Das ist

eine stattliche Summe, was auch damit zusammenhängt, dass

der Konzern in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich als

„Systemhaus für Sicherheits- und Verteidigungstechnik“ in

Deutschland und Europa zu etablieren. In Verbindung mit

steigenden Verteidigungsbudgets sorgt das bei Rheinmetall

für florierende Geschäfte, da das Unternehmen von Munition,

über Fahrzeuge, Waffen- und Digitalsysteme, Luftverteidigung

sowie Marinesystemen nahezu alles liefern kann.

Die Zahlen: Gut, aber nicht gut genug. Auf den ersten Blick

wirken die Zahlen beeindruckend. Im ersten Quartal 2026

kam Rheinmetall auf ein Umsatzplus von acht Prozent auf 1,9

Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis verbesserte

sich dabei überproportional um 17 Prozent auf 224 Millionen

Euro, was einer operativen Ergebnismarge von 11,6 Prozent

entspricht. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte in diesem Zeitraum

von 165 auf 181 Millionen Euro zu, wodurch die Ebit-Marge

von 9,2 auf 9,4 Prozent stieg. Der eine oder andere optimistische

Analyst hatte sich hier allerdings mehr erwartet, was den

Kurs zusätzlich belastete.

Ein zentrales Problem hinter dem Auftragserfolg von Rheinmetall

liegt jedoch an einer anderen Stelle: die Bestellungen

zeitnah in Umsatz und Gewinn umzumünzen. Das Unternehmen

muss zunächst investieren und Vorprodukte einkaufen,

um dann selbst abrechnen zu können. Die Folgen sind in den

Büchern sichtbar: Im ersten Quartal sank der operative freie

Cashflow drastisch von plus 243 Millionen Euro im Vorjahr –

geprägt von hohen Anzahlungen – auf minus 285 Millionen

Euro. Als Begründung nennt Rheinmetall, etwas verklausuliert,

eine höhere Working-Capital-Bindung für das angestrebte

Umsatzwachstum. Übersetzt heißt das: Der Konzern muss

massiv vorfinanzieren, bevor er verdienen kann. Die Börse bewertete

die neuen Cashflow-Zahlen sorgenvoll, sind sie doch

ein Hinweis darauf, dass Rheinmetall es nicht schafft, Aufträge

schnell genug abzuarbeiten, und wohl weiter in Produktionsmittel

investieren muss – was auf die künftigen Gewinne

drücken könnte.

Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist der Wandel der Verteidigungsstrategien,

wie der Krieg in der Ukraine immer wieder

zeigt. Waren dort zu Beginn noch viele bemannte Fahrzeuge

und Panzer im Einsatz, agieren an der Front heute primär KIgesteuerte

Drohnen und unbemannte Fahrzeuge, sogenannte

UGVs (Unmanned Ground Vehicles). Auch zur See kommen

immer häufiger USVs (Unmanned Surface Vessels) zum Einsatz.

Angesichts der Veränderungen stellt sich die Frage, wie

viele klassische Gefechtsfeldwaffen künftig noch gebraucht

werden und ob dies die Geschäfte von Rheinmetall beeinflussen

könnte. Verlässlich beantworten können das auch Militärexperten

und die Planer in den Verteidigungsministerien

nicht. Der Konzern muss also flexibel bleiben. Aber das kostet

Geld und könnte die Margen weiter unter Druck setzen, da immer

wieder neu entwickelt werden muss und es keine Serien

über Jahre hinweg geben dürfte – das Fregatten-Aus ist das

jüngste Beispiel. Die Börse preist dieses Risiko mit dem Kursrückgang

seit Jahresanfang ein.

Noch immer relativ teuer. Inzwischen ist Rheinmetall bei

einem Börsenwert von gut 44 Milliarden Euro angekommen.

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand einen Umsatz von

14,0 bis 14,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,9 Milliarden Euro).

Die operative Ergebnismarge soll dabei von 18,5 auf 19,0 Prozent

zulegen. Das ist nach wie vor eine ambitionierte Bewertung.

Bislang waren Anleger bereit, für den hohen Auftragsbestand,

die zu erwartenden Auftragseingänge und die guten

Margen einen Aufschlag zu zahlen. Hier wird nun deutlich

vorsichtiger agiert. Kurzfristig bleibt die Aktie daher unter

Druck und könnte weiter korrigieren. Auch das Chartbild gibt

vorerst keine Entwarnung. Gleichwohl bleibt Rheinmetall im

Rüstungsbereich ein zentrales Unternehmen, das insbesondere

von der veränderten geopolitischen Ausgangslage profitieren

wird. Wer langfristig auf steigende Verteidigungsbudgets

in Europa setzt, findet in Rheinmetall als einzigem

deutschen „Systemhaus Verteidigung“ weiterhin einen strategisch

einzigartigen Wert. Nachkaufen bei weiteren Rücksetzern

– für risikobewusste Anleger mit langem Atem eine

ernst zu nehmende Option.

Wichtige Marke gefallen

Der langfristige Aufwärtstrend der

Rheinmetall-Aktie ist gebrochen. Der

mittelfristige Abwärtstrend deutet nun

auf weiter fallende Kurse hin

WKN/ISIN703000/DE0007030009

Börsenwert 44,5 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e25,0/17,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 1,6/2,3 %

Kursziel/Stoppkurs 1780,00/764,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 86 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

Rheinmetall

Kurs der Rheinmetall-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2023 2024 2025 2026

1800

1200

600

0

FOCUS MONEY 28/2026

41


moneymarkets

INTERVIEW

Lassen wir

Roboter für

unsere Rente

arbeiten!“

Die Deutschen werden älter, die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente. Für Hans-Jörg Naumer,

Leiter Kapitalmarktanalyse bei AGI, ist klar: Deutschland braucht mehr als eine Rentenreform

von HEIKE BANGERT

Herr Naumer, die Bundesregierung hat Eckpunkte für

eine Rentenreform vorgestellt. Ist das der große Wurf?

Hans-Jörg Naumer: Es ist ein Schritt in die

richtige Richtung – aber eben nur ein Schritt.

Positiv ist, dass die Lebensarbeitszeit künftig

stärker berücksichtigt wird, dass eine kapitalgedeckte

Komponente eingeführt werden soll

und der Nachhaltigkeitsfaktor zurückkehrt. All

das ist sinnvoll und längst überfällig. Gleichzeitig

kommt die Reform viel zu spät. Die Babyboomer

gehen bereits heute in Rente. Bis 2031 oder

2032 zu warten, ist angesichts der demografischen

Entwicklung schlicht nicht ausreichend.

Was heißt das genau?

Naumer: Wir treten genau jetzt in die entscheidende

Phase ein. In den kommenden zehn Jahren

werden jährlich durchschnittlich rund

400 000 Menschen mehr aus dem Arbeitsmarkt

ausscheiden als neu hinzukommen. Das verändert

unsere Wirtschaft fundamental. Wer Reformen

erst am Ende dieses Jahrzehnts wirksam

werden lässt, verpasst die entscheidende Phase.

Sie begrüßen die Kapitaldeckung. Trotzdem haben

Sie Vorbehalte gegenüber den aktuellen Plänen?

HANS-JÖRG NAUMER, Leiter

Kapitalmarktanalyse und

thematisches Research bei

Allianz Global Investors (AGI)

Naumer: Die Grundidee ist richtig. Aber ich frage

mich, warum wir dafür einen staatlich organisierten

Fonds aufbauen. Warum ermöglichen

wir den Menschen nicht direkt, eigenes Vermögen

aufzubauen? Deutschland gehört wirtschaftlich

zur Weltspitze. Beim privaten Geldvermögen

dagegen schaffen wir es nur ins hintere

Mittelfeld. Genau das müssten wir ändern.

Das schwedische Modell wird als Vorbild genannt...

Naumer: Zu Recht – und dabei ist eines sehr

wichtig: In Schweden gibt es zwar einen staatlichen

Fonds. Die Bürger können aber jederzeit

in private Lösungen wechseln. Diese Wahlfreiheit

halte ich für entscheidend. Altersvorsorge

ist Privateigentum. Sie sollte auch Eigentum

der Bürger bleiben und nicht zum

politischen Steuerungsinstrument werden.

Und wie beurteilen Sie die frühere Idee des Generationenkapitals

der Vorgängerregierung?

Naumer: Ehrlich gesagt war ich davon

nie überzeugt. Im Kern hätte der Staat

kreditfinanziert Aktien gekauft und gehofft,

dass die Dividenden dauerhaft höher

ausfallen als die Finanzierungskos-

42 Fotos: Adobe Stock, Allianz Global Investors

FOCUS MONEY 28/2026


ten. Das erinnert eher an einen

Hedgefonds als an nachhaltige Altersvorsorge.

Norwegen kann sich einen

Staatsfonds leisten, weil dort Öleinnahmen

dahinterstehen. Deutschland hat

kein Öl – sondern Schulden. Das ist ein

grundlegender Unterschied.

Eigentlich ist es doch eine gute Nachricht,

dass wir immer älter werden...

Naumer: Absolut, Langlebigkeit ist

ein riesiger Fortschritt. Aber sie setzt

unser Rentensystem unter Druck. Als

Bismarck die gesetzliche Rente einführte,

erreichten viele Menschen das Rentenalter

gar nicht. Heute verbringen wir

häufig zwanzig Jahre oder mehr im Ruhestand.

Gleichzeitig schrumpft das Arbeitskräfteangebot.

Diese beiden Entwicklungen

stellen unser gesamtes

Rentensystem infrage.

Das betrifft also nicht nur die Rentenkassen?

Naumer: Ganz und gar nicht. Wir

verlieren gleichzeitig Wachstum, Innovation

und Wohlstand. Weniger Erwerbstätige

bedeuten geringeres Wirtschaftswachstum.

Hinzu kommt ein

psychologischer Effekt: Ältere Gesellschaften

neigen stärker dazu, den Status

quo zu bewahren. Reformen und Innovationen

werden schwieriger.

Deutschland steht ohnehin vor großen wirtschaftlichen

Veränderungen...

Naumer: Genau, unser bisheriges Erfolgsmodell

ist weitgehend verschwunden:

günstige Energie aus Russland,

große Absatzmärkte in Asien und Sicherheit

durch die USA. Das trägt nicht

mehr. Deshalb brauchen wir neue

Wachstumstreiber.

Wie wäre es mit künstlicher Intelligenz?

Naumer: Sehr gut, ich sehe KI und Robotik

nicht als Bedrohung, sondern als

historische Chance. Wir denken zu viel

darüber nach, darüber nach wie wir die

bestehenden Industrien retten. Wir stehen

aber vor einem tiefgreifenden Wandel.

Dabei ist Deutschland der ideale

Standort für humanoide Roboter. Die

smarten Maschinen kommen genau zu

dem Zeitpunkt, an dem wir sie aufgrund

der Demografie brauchen.

Viele Menschen sorgen sich allerdings um

ihre Arbeitsplätze....

FOCUS MONEY 28/2026

Naumer: Die entscheidende Frage lautet

nicht, ob Roboter arbeiten. Das werden

sie. Entscheidend ist vielmehr, wem

die Roboter gehören. Wenn Menschen

Eigentümer der Unternehmen – und damit

der „Roboter“ sind –, profitieren sie

über Kapitaleinkommen von dieser Entwicklung.

Deshalb sage ich bewusst: Lassen

wir künftig die Roboter in Form von

Dividenden für unsere Rente arbeiten.

Das heißt?

Naumer: Wir müssen viel stärker von

einer reinen Finanzierung über Arbeitseinkommen

zu einer Beteiligung am

Produktivkapital kommen. Wer Aktien

besitzt, profitiert von den Produktivitätsgewinnen

der Zukunft.

Die gesetzliche Rente deckt das nicht ab. Die

wird künftig nicht mehr reichen...

Naumer: Richtig, die heutige Rentnergeneration

ist vergleichsweise gut abgesichert.

Die haben zu ihrer gesetzlichen

Rente oft noch eine betriebliche Altersvorsorge

und private Rentenversicherung.

Für jüngere Generationen wird es

mit der gesetzlichen Rente immer

schwieriger. Deshalb brauchen wir

deutlich mehr private Altersvorsorge.

Geld dazu wäre vorhanden – die Deutschen

horten sehr viel Geld auf Sparbüchern...

Naumer: 9,5 Billionen Euro Geldvermögen.

Ein erheblicher Teil davon – schätzungsweise

30 bis 40 Prozent – arbeitet

praktisch gar nicht. Das ist verschenktes

Wohlstandspotenzial. Wir müssten mehr

Kapital produktiv investieren.

Warum fällt uns das so schwer?

Naumer: Aus mehreren Gründen, doch

vor allem, weil uns schlicht die Erfahrung

fehlt. In den USA oder Schweden wächst

man mit dem Kapitalmarkt auf, dem

401k-Plan in Amerika und einer kapitalgedeckten

Altersvorsorge in Schweden.

Deutschland hat diesen Lernprozess nie

wirklich erlebt. Das alte Riestermodell

war mit zwei Hosenträgern und mit einem

Gürtel gesichert. Das war teuer. Und

am Ende wurde klar: Sicherheit kostet

Rendite. Zum Glück geben wir die Hosenträger

jetzt auf. Deshalb begrüße ich Initiativen

wie die Frühstartrente und das

Altersvorsorgedepot. Wer früh mit Kapitalanlage

in Berührung kommt, verliert

Berührungsängste.

„Longevity“ in der Literatur

Auch kulturell ist Longevity ein Thema.

Das lässt sich anhand der Sprache messen:

In der englischsprachigen Literatur

nahm die relative Häufigkeit des Begriffs

seit dem Jahr 1900 deutlich zu

Anteile des Wortes „Longevity“

in englischer Literatur, in Prozent

0,00030

0,00020

0,00015

0,00010

0,00005

0,00000

1800 1840 1880 1920 1960 2000

Quelle: Google Trends, Google Ngram, Allianz Global Investors Global Capital Markets &

Thematic Research

Deutsche Lebenserwartung

Langlebigkeit ist Realität. Die Betrachtung

der Restlebenserwartung unterschiedlicher

Alterskohorten verdeutlicht das: Wer

ein bestimmtes Alter erreicht hat, kann

statistisch mit weiteren Jahren rechnen

Lebenserwartung

nach Altersgruppen in Jahren

Arbeitszeit je Arbeitsnehmer

durchschnittliche Arbeitsstunden pro Jahr

3000

Deutschland

USA

Frankreich

gestrichene Linien = Prognose

0 Jährige

10 Jährige

25 Jährige 80 Jährige

1871 1927 1983 2039 2067 2095

Spanien

45 Jährige

65 Jährige

Quelle: UN Population Division, Destatis, AllianzGI Global Capital Markets & Thematic Research,

Abnehmende Arbeitsstunden

Seit dem 19. Jahrhundert sinkt in vielen

Ländern das Arbeitsvolumen je Kopf. Höher

als in Deutschland liegen die geleisteten

Arbeitsstunden in vielen europäischen

Staaten, in den USA und in China

Schweiz

Italien

Großbritannien

1870 1958 1968 1983 2008 2024

85

75

65

55

45

35

2500

2000

1500

1000

Quelle: United Nations (2024). World Population Prospects (2024), AllianzGI Global Capital Markets

& Thematic Research

43


moneymarkets

Rückläufige Erwerbsfähige

Die Erwerbsfähigkeit in Deutschland

nimmt drastisch ab. Während die geburtenstarken

Jahrgänge den Arbeitsmarkt

verlassen, rücken immer weniger Menschen

im erwerbsfähigen Alter nach

Deutschland: Rückgang der

Personen im erwerbsfähigen Alter

60000

750

in Tausend

50000

250

40000

erwerbfähiges Alter

30000

–250

absolute

20000

–750

Veränderung

10000

1950 1980 2010 2040 2070 2100

Quelle: UN Population Division, AllianzGI Global Capital Markets & Thematic Research

Erträge mit S&P 500

Wer über die letzten zehn Jahre 100 000

Dollar in den S&P 500 investiert hätte,

hätte heute einen Gegenwert von

359 138 Dollar – reiner Kursindex. An

Dividenden hätte er 22 113 Dollar erzielt

350

250

150

50

200

160

120

80

S&P 500 & Dividenden

in Tausend Dollar

Stoxx Europe 600 & Dividenden

in Tausend Dollar

S&P 500 (rebasiert)

kumulierte

Dividendenzahlungen

2016 2018 2020 2022 2024 2026

Quelle: LSEG Datastream, Allianz Global Investors Global Capital Markets & Thematic Research

Erträge mit Stoxx Europe 600

Wer über die letzten zehn Jahre 100 000

Euro in den Stoxx Europe 600 investiert

hat, kommt kumuliert auf 45 313 Euro an

Dividenden und einen Kurswert von

186 899 Euro

Stoxx Europe 600 (rebasiert)

kumulierte

Dividendenzahlungen

2016 2018 2020 2022 2024 2026

Quelle: LSEG Datastream, Allianz Global Investors Global Capital Markets & Thematic Research

44

50

40

30

20

10

0

80

60

20

0

Beobachten Sie Veränderungen?

Naumer: Ja, vor allem junge Menschen

investieren heute selbstverständlicher.

Auch Frauen nutzen zunehmend den Kapitalmarkt.

Das freut mich besonders,

denn Studien zeigen: Frauen investieren

oft strukturierter, langfristiger und erfolgreicher

als Männer. Wir haben vor

Kurzem eine Umfrage in Auftrag gegeben.

Das Ergebnis ist, dass ein Großteil

der Menschen in Deutschland dafür ist,

Teile ihrer Rentenbeiträge in privates Kapital

zu investieren. Nur eine Minderheit

sprach sich dafür aus, ausschließlich im

Umlageverfahren bleiben zu wollen.

Welche Empfehlung geben Sie Anlegern?

Naumer: Vor allem: früh anfangen –

am besten sofort. Das Thema Langlebigkeit

bedeutet letztlich nur eins: Das Geld

muss länger und härter für uns arbeiten.

Und gilt das auch umgekehrt: Für den Einstieg

ist es nie zu spät?

Naumer: Natürlich, wer heute mit 60

oder 65 in Rente geht, hat häufig noch

zwanzig Jahre oder mehr vor sich. Deshalb

halte ich Aktien selbst im Ruhestand

für unverzichtbar.

Haben Sie eine Faustregel für die Aktienquote?

Naumer: Die klassische Formel „100

minus Lebensalter“ funktioniert für die

Aktienquote nach wie vor erstaunlich

gut. Eigentlich spricht vieles sogar dafür,

noch etwas offensiver zu investieren.

Worauf sollten Anleger besonders achten?

Naumer: Nicht auf tägliche Kursschwankungen.

Viel wichtiger sind

langfristige Kapitaleinkommen – Dividenden

und regelmäßige Ausschüttungen.

Wer Vermögen aufgebaut hat, sollte

sein Kapital möglichst erhalten und

von dessen Erträgen leben.

Wie sollte ein Depot aufgebaut sein?

Naumer: Ich würde mit einem breit diversifizierten

globalen Aktienportfolio

beginnen. Dann kann man Europa stärker

gewichten. Europäische Unternehmen

bieten oft attraktivere Dividenden.

In Europa werden strategische Autonomie

und Verteidigung immer wichtiger.

Und Technologie?

Naumer: Durch den US-Anteil im globalen

Portfolio ist Technologie gut abgedeckt,

aber wer Spaß daran hat, kann zusätzlich

noch auf Unternehmen setzen, die besonders

von der technologischen Transformation

profitieren, weil sie KI besonders

schnell in ihre Abläufe integrieren.

Anleihen als Sicherheitspuffer?

Naumer: Und unter Renditegesichtspunkten.

Ich rate zu Staatsanleihen und

qualitativ guten Unternehmensanleihen

aus dem Euro-Raum, um Wechselkursrisiken

zu minimieren.

Wie stehen Sie zu Bitcoin & Co.?

Naumer: Kritisch. Für mich sind Kryptowährungen

keine eigenständige Anlageklasse.

Die Märkte sind zu klein, zu

konzentriert, zu volatil und für eine

langfristige Altersvorsorge ungeeignet.

Und Gold?

Naumer: Als Beimischung durchaus.

Aber Gold schützt langfristig vor allem

vor Inflation. Für nachhaltigen Vermögensaufbau

reicht das nicht.

Viele Unternehmen sind nicht börsennotiert.

Gehört Private Equity deshalb ins Depot?

Naumer: Private Equity eröffnet Zugang

zu Unternehmen, die Privatanleger

sonst nie erreichen würden. Wichtig

ist allerdings die Qualität. Anleger

sollten genau prüfen, ob sie Zugang zu

institutionellen Strategien erhalten

oder nur zu zweitklassigen Produkten.

Und der aus Ihrer Sicht wichtigste Rat?

Naumer: Wichtig ist, sich selbst an eine

langfristige Strategie zu binden. Ich nenne

das die Odysseus-Strategie. Wie Odysseus

sich an den Mast binden ließ, um den

Sirenen zu widerstehen, sollten sich Anleger

an ihren Sparplan und ihre Strategie

binden. Nicht ständig ein- und aussteigen,

sondern konsequent dabeibleiben.

Ihr Fazit?

Naumer: Deutschland braucht Reformen

– bei der Rente, am Arbeitsmarkt

und bei der Kapitalbildung. Vor allem

aber brauchen wir einen Mentalitätswechsel.

Künftig wird Kapitaleinkommen

eine ebenso wichtige Rolle spielen

wie Arbeitseinkommen. Wer früh Vermögen

aufbaut und langfristig investiert,

schafft sich die besten Voraussetzungen

für finanzielle Sicherheit in einer Gesellschaft,

die immer älter wird.

FOCUS MONEY 28/2026


Bei der Chartanalyse arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e. V. (VTAD) zusammen.

Führende Mitglieder stellen jede Woche ihre wichtigsten Chartsignale vor. Diese Woche: Gregor Bauer, Vorstandsvorsitzender der VTAD e. V.

Quelle: Factset UK Limited 2026

CHARTSIGNAL DER WOCHE

Turnaround-Chance nach Kurssturz

Der Euro ist im Juni gegen den Dollar stark eingebrochen. Jetzt

könnte sich eine untere Umkehr anbahnen. Risikobereite Anleger

bereiten sich daher auf einen spekulativen Long-Einstieg vor

Preis für 1 Euro in Dollar

2026

200-Tage

Widerstände

Unterstützung

JAN FEB MÄR APR MAI JUN

1,190

1,180

1,170

1,160

1,150

1,140

1,130

Seit Mitte März 2026 verläuft der Euro-Dollar-Kurs in einem

breiten Seitwärtsband. Diese Bewegung wurde aus

der Region um 1,141 Dollar gestartet. Nach oben wird der

Kursverlauf durch den Widerstand bei 1,182 Dollar begrenzt,

der sich durch das Doppel-Hoch von April bis Mai gebildet

hat. Seit Mai fällt der Euro kontinuierlich zurück und brach

im Juni – ausgehend vom Widerstand bei 1,161 Dollar –

nochmals deutlich ein. Im Zuge dessen durchbrach die europäische

Leitwährung auch die Unterstützung bei etwa

1,141 Dollar nach unten. Erst bei 1,132 Dollar stabilisierte sich

der Kurs und startete einen unteren Umkehrimpuls.

Risikobereite Anleger positionieren sich daher jetzt für

einen Long-Einstieg, sobald der Euro die Marke von 1,141

Dollar (inzwischen ein Widerstand) nachhaltig nach oben

durchbricht. Der Eingangstopp sollte dabei etwas unter

dem Unterstützungstief von 1,13 Dollar platziert werden.

Die nächsten Kursziele leiten sich aus den charttechnischen

Widerständen ab und liegen bei 1,161 und 1,182 Dollar.

Spätestens hier ist mit deutlichen Kursrücksetzern zu

rechnen, weshalb der Eingangsstopp im Verlauf des Anstiegs

im Abstand von etwa 0,015 Dollar nachgezogen

werden sollte.

WETTE

DER WOCHE

ZHIPU

KI-Wette aus China

von MATTHIAS DWORAK

Sagenhafte Rally

Knowledge Atlas Technology

Kurs der Knowledge-(Zhipu-)-

Aktie in Euro

JAN

2026

FEB MÄR APR MAI JUN

250

200

150

100

50

0

Quelle: Factset UK Limited 2026

WÄHREND SICH VIELE ANLEGER

hierzulande vor allem auf die bekannten

KI-Werte aus den USA stürzen,

hat sich die chinesische KI-

Schmiede Zhipu, auch bekannt als

Z.ai oder Knowledge Atlas Technology

(CNE100007DH9), seit Jahresanfang

um sagenhafte 1300 Prozent

verteuert. Auslöser der Rally

war eine Nachricht, dass das neueste

Open-Source-KI-Modell der

Chinesen bei der Erkennung von Sicherheitslücken

offenbar mit dem

Opus 4.8 von Anthropic mithalten

kann. Für Anleger stellt sich nun die

Frage: Schöne Rally, aber leider war

man nicht dabei? Hier könnte Investoren

eine Regel für IPOs zugutekommen.

Im Rahmen des Börsengangs

im Januar dieses Jahres gilt

aktuell eine sechsmonatige Sperrfrist,

in der Insider ihre Aktien nicht

verkaufen dürfen. Diese läuft am 8.

Juli aus, was den Kurs unter Druck

setzen könnte. Anlegern könnte

das eine außergewöhnliche Einstiegschance

bieten. Immerhin hat

die chinesische Regierung Künstliche

Intelligenz als strategisch wichtigen

Sektor bestimmt und Vorschriften

für KI‐Unternehmen

gelockert, um die Nutzung von KI

voranzutreiben. Zhipu ist dabei einer

der wichtigsten Player in der

Branche. Analysten von J.P. Morgan

haben die Aktie daher jüngst auch

zu ihrem Top-Pick für die chinesische

KI-Story erklärt. Die Investmentbank

sieht das Unternehmen

im hart umkämpften chinesischen

Markt für Large Language Models

deutlich vor der Konkurrenz. Kursziel

der Experten: 1400 Hongkong-

Dollar (235,11 Euro). Für Anleger

heißt das: Aktie auf die Watchlist

packen und Rücksetzer abwarten.

FOCUS MONEY 28/2026

45


moneymarkets

TOURISMUS

Die schönste Jahreszeit im Depot

Die Sommerferien bescheren der Tourismusbranche

den größten Wachstumskick

des Jahres. Anleger fahren hier am besten

mit ausgewählten Marktführern

von STEFAN RIEDEL

Krise, welche Krise? Wenn es um den Urlaub geht, sparen

gerade die Menschen in Deutschland lieber woanders.

62 Prozent der Deutschen, so haben die Erhebungen des

Deutschen Tourismusverbands (DTV) und des Deutschen Instituts

für Tourismusforschung ergeben, planen demnach

2026 einen Sommerurlaub.

International ist der Tourismus längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

(Infografik rechts). Die Kassen klingeln bei Reiseveranstaltern,

Fluggesellschaften und Hotels. Aber auch

Online-Reiseplattformen, Flugzeugbauer und ausgewählte

Kreuzfahrtanbieter sind Nutznießer der globalen Reiselust.

Online-Reisevermittler hingegen verdienen gut dank der niedrigen

Fixkosten. Airlines, aber auch hoch verschuldete Anbieter

leiden dagegen stärker unter den Energiepreisen, Zinsen

und geopolitischen Risiken.

Boombranche Kreuzfahrten. Anlegern bietet sich somit ein

weites Universum an Unternehmen, die mit Urlaubsreisen gutes

Geld verdienen. Zu den Airline- und Luftfahrtaktien zählen

neben den Aktien von klassischen Fluglinien wie Lufthansa

auch Aktien von Flughafenbetreibern wie Fraport oder Aena

aus Spanien. Bei den Hotelaktien sind es neben klassischen

Hotelketten aus dem angelsächsischen Raum wie Hilton oder

Marriott die auf Urlaubsresorts oder andere Ferienunterkünfte

spezialisierten Gesellschaften. Dazu kommen Nischenplayer

in höheren Preiskategorien oder im preisgünstigeren Segment

agierende Hotelketten wie Accor aus Frankreich.

Die Aktien von Kreuzfahrt- und Freizeitparkbetreibern stehen

für ein weiteres Boomsegment. Carnival, Royal Caribbe-

ERHOLUNG AM POOL:

Trotz Inflation und Krieg

wollen die Menschen nicht

auf den Urlaub verzichten

46

Foto: Unsplash

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


Wichtiger Wirtschaftszweig

Für den boomenden Tourismus sind die wachsende

Mittelschicht und das sich über verschiedene Preisklassen

verbreiternde Angebot an Urlaubsmöglichkeiten

die weltweit treibenden Kräfte

Gesamtbeitrag Tourismus am BIP

in Billionen US-Dollar, ab 2025 Prognose

10,3

2019

Quelle: Statista

10,9

2024

11,7

2025

16,5

2035

Klare Nummer eins

Booking ist mit rund 37 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz

das weltweit größte Portal für Online-Hotelbuchungen

und lässt auch beim Börsenwert die

nächsten Wettbewerber weit hinter sich

Unternehmen Land Börsenwert

in Mio. Dollar

Booking Holdings USA 116193

Airbnb USA 51063

Trio.com China 25087

Expedia Group USA 24744

Amadeus IT Spanien 21447

Quelle: eigene Recherchen; Stand: 24.06.2026

an Cruises und Norwegian Cruise Line hatten sich hier als führendes

Trio unter den börsennotierten Kreuzfahrtunternehmen

etabliert, ehe 2024 mit Viking Holdings eine Luxus-Kreuzfahrtmarke

ihre Börsenpremiere feierte und danach zum Höhenflug

ansetzte. Das Kreuzfahrtgeschäft ist bei Umsatz und Gewinn

größeren Schwankungen ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund sind gerade veröffentlichte Quartalszahlen

von Carnival ein Stimmungsbarometer für den ganzen

Sektor. Wegen des enttäuschenden Ausblicks verlor die Aktie

und zog auch die Kurse der Wettbewerber wie Norwegian Cruise

Lines oder Royal Caribbean nach unten. Für den Sektor sprechen

weiter die anhaltend hohen Buchungen und die hohe Preissetzungsmacht.

Demgegenüber stehen aktuelle Risiken wie

hohe Treibstoffkosten, geopolitische Unsicherheitsfaktoren und

die hohe Verschuldung der Unternehmen.

Aus diesem Grund favorisieren wir aktuell die Aktien von vier

Unternehmen, die in anderen Tourismusfeldern unterwegs sind.

Vom Risikoprofil und Geschäftsmodell unterscheiden sich diese

Firmen teilweise deutlich. Allen gemein ist eine stabile finanzielle

Grundlage, eine breite Aufstellung hinsichtlich der Zielmärkte

und eine von Umsatz und Gewinn her kritische Größe. Dank

dieser Faktoren haben diese Gesellschaften ihre Krisenresistenz

bei temporären Markteinbrüchen bereits untermauert. Zugleich

sind sie im aktuellen Marktumfeld sehr gut positioniert, um von

aktuellen Tourismustrends überdurchschnittlich zu profitieren.

Wer sich das Wachstumspotenzial der gesamten Tourismusindustrie

ins Depot holen will, kann sich auch für einen ETF entscheiden.

Der Ishares Stoxx Europe 600 Travel & Leisure ETF

(DE000A0H08S0) bildet sämtliche Bereiche des europäischen

Reise- und Freizeitmarkts ab. Allerdings enthält er nur die Aktien

von 13 Unternehmen. Größte Position ist die Billig-Airline

Ryanair, gefolgt vom Hotelkonzern Interconti und IAG, der

Dachgesellschaft der Fluglinien British Airways, Iberia, Aer Lingus

und Vueling. Die Gebühren des ausschüttenden ETFs liegen

bei 0,46 Prozent.

BOOKING HOLDINGS

Weltweit im Bett

Digitale Geldmaschine. Das Geschäftsmodell des Online-Buchungsspezialisten

ist so simpel wie erfolgreich. Für jede Vermittlung springt von den jeweiligen

Hotels, Airlines, Autovermietern und Restaurants eine Provision heraus. Neben

der Onlineplattform Booking.com betreibt das Unternehmen auch die

Marken Priceline, Agoda und Rentalcars. Gegenüber Wettbewerbern wie Expedia

und Tripadvisor punktet das Unternehmen neben seiner globalen Reichweite

mit Angeboten, die weit über bekannte Hotelketten hinausreichen. Booking

hat damit eine hohe Marktdurchdringung erreicht: 30 bis 50 Prozent aller Onlinebuchungen

für Zimmer kommen über Vermittlung durch Booking.com.

Für die nächsten drei Jahre erwarten die Konsensschätzungen der Analysten

ein jährliches Umsatzwachstum im oberen einstelligen Bereich. Mit dem

Konzerngewinn soll nach einem satten Plus von über 50 Prozent im laufenden

Geschäftsjahr im unteren zweistelligen Bereich nach oben gehen.

Booking Holding

Kurs der Booking-Aktie in Euro

180

140

100

60

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINA2JEXP/US09857L1089

Börsenwert 123,6 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e16,2/14,0

Dividendenrendite für 2026e/27e1,0/1,1 %

Kursziel/Stoppkurs 228,00/130,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 42 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026

47


MELIÁ HOTELS INTERNATIONAL

Sonnige Zeiten

Mittelmeer-Champion. Für Spaniens größte Hotelkette macht sich die Ausrichtung

als Premium- und Luxusmarke bezahlt. Im Mittelmeerraum zählt Meliá zu

den dominierenden Playern mit Preissetzungsmacht im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich.

Seit dem Ende der Pandemie baut der Konzern die Zahl der Premiumhäuser

an Strandstandorten aus. Bei den Buchungen für die laufende Sommersaison

in den Luxusresorts und Stadthotels verzeichnet Meliá zweistellige Wachstumsraten.

Zugleich läuft die internationale Expansion weiter: 2026 eröffnen die ersten

Luxus- und Wellnesshotels von Meliá in Bali, auf den Malediven und Seychellen.

Die Aktie erreichte gerade ein neues Fünfjahreshoch. Damit honorieren die

Märkte auch, dass die Hotelbuchungen von den geopolitischen Konflikten im Nahen

Osten weniger betroffen sind als bei Wettbewerbern. Für 2026 erwartet Meliá

ein Ebitda-Plus von 545 auf mindestens 565 Millionen Euro. Die laufenden Investitionen

in neue Projekte sollten danach das Gewinnwachstum beschleunigen.

Melia Hotels

Kurs der Melia-Aktie in Euro

4

2023 2024 2025 2026

WKN/ISIN901347/ES0176252718

Börsenwert 2,7 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e16,8/15,3

Dividendenrendite für 2026e/27e1,6 /1,6 %

Kursziel/Stoppkurs 15,50/9,80 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 27 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

12

10

8

6

e = erwartet

SANLORENZO

Renditestarke Erfolgsroute

Luxus auf dem Wasser. Sanlorenzo designt, baut und verkauft kundenindividuelle

Luxusjachten und ist hier in den letzten fünf Jahren deutlich stärker gewachsen

als die gesamte Luxusbranche. Das Jachtgeschäft steht für unspektakuläres,

aber gut kalkulierbares Wachstum. 960 Millionen Euro Umsatz

erzielte das italienische Unternehmen 2025. Von den gerade im Bau befindlichen

Jachten werden 618 Millionen Euro Umsatz 2026 und 380 Millionen Euro

dann 2027 verbucht. Die Auswirkungen der US-Handelszölle schätzt das Management

als marginal ein, weil nur ein Bruchteil der in die USA gelieferten

Jachten unter 30 Meter lang und damit zollpflichtig ist. Übernahmen wie der

2024 für 81 Millionen Euro übernommene Segeljacht-Spezialist Nautor Swan

Group ergänzen das organische Wachstum. Schafft es die Sparte Sport- und

Segeljachten, die Margen deutlich zu steigern, wird der Konzerngewinn in den

nächsten Jahren deutlich stärker als der Umsatz wachsen.

Sanlorenzo

Kurs der Sanlorenzo-Aktie in Euro

20

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINA2PV7P/IT0003549422

Börsenwert 1,3 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e12,0/11,6

Dividendenrendite für 2026e/27e2,9/3,0 %

Kursziel/Stoppkurs 50,00/30,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial 38 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

45

40

35

30

25

e = erwartet

TUI

Überraschungseffekt möglich

Trumpfkarte Flexibilität. Seit Jahren ist die Aktie des Tourismuskonzerns eine

Spekulation auf ein nachhaltiges Comeback. Der Ausbruch des Iran-Kriegs

bremste die zuvor angelaufene Kurserholung erst einmal aus – zumal Tui seine

Gewinnprognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2025/26

senkte. 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro, das bedeutet im Bestfall Vorjahresniveau, sollen

es beim operativen Gewinn auf Ebitda-Basis werden. Jetzt könnte das

Schlussquartal noch ein Happy End bescheren: In den letzten Wochen verzeichnete

Tui eine kräftige Buchungswelle bei den Pauschalreisen, vor allem für Reiseziele

im westlichen Mittelmeer. Der große Pluspunkt von Tui ist das breit diversifizierte

Geschäftsmodell. Von den Reisebüros über die firmeneigenen

Hotel- und Resortketten über Kreuzfahrten bis zu Touren und kulturellen Aktivitäten

im Geschäftsfeld Tui Musement können die Kunden alles im Tui-Universum

planen.

Tui

Kurs der Tui-Aktie in Euro

4

2023 2024 2025 2026

WKN/ISINTUAG50/DE000TUAG505

Börsenwert 3,7 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27e6,4/5,1

Dividendenrendite für 2026e/27e 2,4/3,3 %

Kursziel/Stoppkurs 11,00/6,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 50 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

10

8

6

e = erwartet

48 FOCUS MONEY 28/2026


moneymarkets

ZERTIFIKATE-SERIE

MIT

ZERTIFIKATEN

CLEVER

INVESTIEREN

T E

I L 5

FESTE ERTRÄGE MIT FALL-

SCHIRM: Aktienanleihen

bieten hohe Zinszahlungen

inklusive Sicherheitspuffer

AKTIENANLEIHEN

Clevere Kuponzahler

Wer weit überdurchschnittliche Zinsen will, sollte zu Aktienanleihen greifen. Das damit

verbundene Risiko ist gut kalkulierbar und lässt sich zudem einfach reduzieren

Attraktive Zinsquelle

Klassische Zinsanlagen werfen seit geraumer Zeit

zwar wieder attraktivere Renditen ab. Mit Aktienanleihen

ist in der Regel jedoch deutlich mehr drin. Der

Grund: Anleger gehen ein gewisses Aktienrisiko ein

Erträge von Zinsanlagen

Rendite in %

Aktienanleihe Bayer 1) 7,50

Hochzinsanleihen, global 7,11

Unternehmensanleihen, global 4,68

Staatsanleihen, global 3,85

Festgeld, 3 Jahre 2) 3,25

Tagesgeld 2) 2,20

Quellen: biallo.de, Factset UK Limited 2026, Unicredit

1) 1 Jahr Laufzeit,

20 % Sicherheitspuffer

2) mind. gute Sicherheit,

Anbeiter aus Deutschland

von SASCHA ROSE

Zinsen und Aktien sind nicht die besten Freunde. Wozu

auch an der Börse ein unnötiges Risiko eingehen, wenn

man mit sicheren Sparkonten ebenfalls attraktive Renditen

erzielen kann? So bieten laut dem Verbraucherportal

Biallo.de inzwischen die ersten Banken wieder vier Prozent

Zinsen und mehr aufs Tagesgeldkonto. Das Dumme ist nur,

dass solche Angebote nur wenige Monate gelten. Danach müssen

sich Sparer mit durchschnittlich 2,20 Prozent zufriedengeben

(s. Grafik links). Wer mehr will, muss sein Geld entweder

über viele Jahre hinweg fest anlegen oder am (nicht ganz

risikofreien) Anleihemarkt investieren. Für den langfristigen

Vermögensaufbau reicht das jedoch auch nicht aus.

Im fünften und letzten Teil der diesjährigen Zertifikateserie

„Mit Zertifikaten clever investieren“ stellt FOCUS MONEY daher

besonders attraktive Zinsjäger vor: Aktienanleihen.

FOCUS MONEY 28/2026

Illustrationen: Adobe Stock Composing: FOCUS MONEY

49


moneymarkets

THEORIE

Zusätzliches Sicherheitsnetz

Bei Aktienanleihen ist der Basispreis das Zünglein

an der Waage. Er entscheidet darüber, wie die

Scheine getilgt werden: Notiert der Basiswert am

Laufzeitende darauf oder darüber, erhalten Anleger

den Nennwert zurück. Andernfalls wird der Basiswert

geliefert, was Verluste bedeuten kann. Um

dieses Risiko einzugrenzen, kann der Basispreis

(anders als sonst üblich) unter dem Startkurs des

Basiswerts liegen. Daraus ergeben sich Sicherheitspuffer

von 20, 30 und mehr Prozent.

Auszahlungsprofil einer Aktienanleihe

Aktienanleihe, Basispreis < 100 %

PRAXIS

Kursentwicklung des Basiswerts in %

–40 –20 0 20 40

Quelle: eigene Darstellung

50

Basiswert ohne Dividende

30

10

–10

–30

–50

Doppelte Schutzwirkung

Ein niedrigerer Basispreis bietet gleich zwei Vorteile

auf einmal. Zum einen wird die Aktienanleihe auch

dann zum Nennwert zurückgezahlt, wenn der Kurs

des Basiswerts gefallen ist. Denn der muss am

Laufzeitende lediglich auf oder über dem Basispreis

notieren. Gleichzeitig sind die Verluste – sollte

der andere Fall eintreten und es zur physischen Lieferung

des Basiswerts kommen – niedriger als bei

einem Direktinvestment. Denn die Zinserträge federn

das Minus ab. Umgekehrt sind die Renditechancen

auf genau diese Zinserträge begrenzt.

Auch auf Dividenden müssen Anleger verzichten.

Basiswert (2 % Dividendenrendite)

Startkurs des Basiswerts: 100 Euro (woraus sich ein Basispreis von 80 Euro ergibt), Nennwert: 1000 Euro; Laufzeit:

ein Jahr; *Zinsen plus Nennwert bzw. Wert der Aktienlieferung (12,5 Stück) plus Zinsen Quelle: eigene Berechnung

Ertrag des Zertifikats in %

Aktienanleihe (8 % Zinsen, 80 % Basispreis)

Kurs Rendite Rückzahlung* Rendite

130 € 32 % 1080 € 8,0 %

120 € 22 % 1080 € 8,0 %

110 € 12 % 1080 € 8,0 %

100 € 2 % 1080 € 8,0 %

90 € – 8 % 1080 € 8,0 %

80 € – 18 % 1080 € 8,0 %

70 € – 28 % 955 € – 4,5 %

60 € – 38 % 830 € – 17,0 %

Anleger können damit die Renditechancen des Aktienmarktes

anzapfen und so weit überdurchschnittliche Zinsen einstreichen.

Der Clou: Diese gibt es unabhängig vom Auf und Ab

am Aktienmarkt. Gleichzeitig lässt sich das Risiko, das Anleger

mit Aktienanleihen dennoch eingehen, eingrenzen.

Sichere Zinsen. Aktienanleihen sind Zertifikate, die sich auf

einen Basiswert beziehen. Meist ist das eine einzelne Aktie. Es

können aber auch mehrere Aktien oder ein ganzer Index als

Basiswert dienen. Das Wichtigste bei Aktienanleihen ist der

Zinskupon, der sich auf den Nennwert bezieht und gewöhnlich

als Jahreszins (p. a.) angegeben wird. Beispiel: Ein Zinskupon

von acht Prozent bringt bei einem Nennwert von 1000

Euro und einer Laufzeit von einem Jahr exakt 80 Euro Zinsen

pro Jahr. Diese bekommen Käufer der Aktienanleihe am Laufzeitende

ohne Wenn und Aber ausgezahlt (bei langen Laufzeiten

auch jährlich). Nur bei einer Insolvenz der Emittentin wären

die Zinsen in Gefahr. Denn wie bei allen Zertifikaten

besteht auch hier ein Emittentenrisiko.

Das eigentliche Risiko liegt jedoch woanders, und zwar in

der Tilgung der Papiere am Laufzeitende. Dann schaut die

Emittentin auf den Schlusskurs des Basiswerts, sprich der Aktie.

Es gilt: Liegt er am sogenannten Bewertungstag auf oder

über dem Basispreis, gibt es den Nennwert in bar zurück. Anleger

erzielen dann mit den Zinsen die maximale Rendite. Im

anderen Fall kommt es zur „physischen Lieferung“, bei der

eine bestimmte Anzahl der jeweiligen Aktie ins Depot gebucht

wird. Das Problem dabei: Der Wert der Aktien ist niedriger als

der Nennwert. Übersteigt dieses Minus den Zinsertrag, machen

auch Käufer von Aktienanleihen einen Verlust.

Reduziertes Risiko. Die Anzahl der Aktien ergibt sich, indem

man den Nennwert durch den Basispreis teilt. Der Basispreis

selbst wird zu Beginn der Laufzeit ermittelt. Beträgt er

beispielsweise 80 Euro, gäbe es bei 1000 Euro Nennwert 12,5

Aktien (wobei Bruchstücke immer bar ausgezahlt werden).

Womit wir bei dem Punkt wären, wie sich das „Lieferrisiko“ reduzieren

lässt. Der einfachste Weg ist, auf Aktienanleihen zurückzugreifen,

bei denen der Basispreis unter dem Startkurs

des Basiswerts liegt – er also nicht wie im klassischen Fall genau

diesem entspricht. Vorteil: Liegt der Basispreis beispielsweise

bei 80 Prozent des Startkurses, könnte der Basiswert am

Laufzeitende bis zu 20 Prozent an Wert verloren haben und es

käme dennoch zur Rückzahlung des Nennwerts.

Dass Papiere mit einem solchen Sicherheitspuffer tendenziell

weniger Zinsen abwerfen als ohne, dürfte nicht verwundern.

Hohe einstellige oder sogar zweistellige Kupons sind

aber auch mit solchen Aktienanleihen möglich, wie die Beispiele

auf Bayer, Tui und Infineon auf der rechten Seite zeigen.

Info: Dabei handelt es sich um Aktienanleihen, die sich noch

in der Zeichnungsphase befinden – oder bei denen diese gerade

geendet hat. Anleger können in Zeichnung befindliche Aktienanleihen

bei Ihrer Bank oder ihrem Broker vor der eigentlichen

Emission zum Nennwert ordern. Wer später am Markt

zugreift, zahlt mitunter schon mehr. Zudem müssen dann bereits

angelaufene Stückzinsen hinzugerechnet werden.

Erfahrene Anleger finden allerdings auch unter bereits

emittierten Aktienanleihen regelmäßig attraktive Scheine,

die vor allem eins beweisen: Zinsen und Aktien können doch

ziemlich beste Freunde sein.

FOCUS MONEY 28/2026


BAYER

7,50 Prozent Zinsen plus Puffer

Die Aktienanleihe der Unicredit bietet einen Zinskupon von 7,50 Prozent. Bei

1000 Euro Nennwert ergibt sich am Laufzeitende in einem Jahr somit eine Zinszahlung

von 75 Euro. Als Basiswert dient die Bayer-Aktie. Der Clou: Am Bewertungstag,

dem 14. Juli 2027, muss deren Kurs lediglich bei 80 Prozent des Startkurses

liegen, um neben den Zinsen auch den Nennwert zurückzubekommen.

Das wäre der Best-Case. Im anderen Fall gäbe es zwar auch die Zinsen, statt

des Nennwerts würde die Emittentin aber Bayer-Aktien liefern.

Die Anzahl der Aktien ergibt sich aus dem Nennwert, geteilt durch den Basispreis.

Notiert die Bayer-Aktie am anfänglichen Beobachtungstag, dem 17. Juli

2026, beispielsweise bei 46 Euro, wäre dies der Startkurs. Der Basispreis läge

wiederum bei 36,80 Euro (80 Prozent), woraus sich eine Liefermenge von 27,173

Aktien (Bruchteile in bar) ergeben würde. Die Aktienanleihe ist noch bis zum 17.

Juli 2026 in der Zeichnung. Emissionspreis: 1000 Euro.

Bayer

Kurs in Euro

Basispreis*

*bei einem Startkurs von 46 Euro

10

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINUN956M/DE000UN956M8

EmittentinUnicredit

Zinskupon, p. a. 7,50 %

Bewertungstag14.07.2027

Basispreis 80,00 %

Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €

Max. Rendite 7,50 %

60

50

40

30

20

*bei einem Startkurs von 46,00 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026

TUI

Vier mal mehr Zinsen als Dividende

Mit 8,60 Prozent Zinsen bekommen Käufer der Aktienanleihe auf den Reisekonzern

Tui nicht nur mehr als das Vierfache der nächstes Jahr erwarteten Dividendenrendite.

Die Tui-Aktie dürfte am 19. Juli 2027, dem Bewertungstag, auch bis

zu 20 Prozent im Minus stehen, und Anleger würden damit immer noch 8,65 Prozent

Rendite erzielen. Denn solange diese an dem Tag bei mindestens 80 Prozent

ihres Startkurses steht, zahlt die Emittentin (Vontobel) kurz darauf parallel zu

den Zinsen auch den Nennwert (1000 Euro) zurück. Info: Die Laufzeit beträgt zwölf

Monate und drei Tage, sodass es genau 8,6478 Prozent Zinsen (86,478 Euro) gibt.

Liegt der Tui-Kurs am 19. Juli 2027 unter der 80-Prozent-Schwelle, sprich dem

Basispreis, gibt es nicht den Nennwert zurück, sondern Tui-Aktien. Der Startkurs

entspricht dem Schlusskurs der Tui-Aktie am 17. Juli 2026. Aktuell läge der Basispreis

somit bei knapp unter sechs Euro. Auch die Tui-Aktienanleihe kann noch bis

zum 17. Juli 2026 zum Nennwert von 1000 Euro gezeichnet werden.

TUI

Kurs in Euro

*bei einem Startkurs von 7,40 Euro

Basispreis* 4

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINVY8R1J/DE000VY8R1J2

EmittentVontobel

Zinskupon, p. a. 8,60 %

Bewertungstag19.07.2027

Basispreis 80,00 %

Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €

Max. Rendite 8,65 %

16

12

8

*bei einem Startkurs von 7,40 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026

INFINEON

Üppige elf Prozent auf Tech-Aktie

Mit dem Kursverdoppler innerhalb von nur drei Monaten ist auch die Volatilität

der Infineon-Aktie deutlich angestiegen. Das freut Käufer von Aktienanleihen auf

den Chiphersteller. Denn je stärker ein Aktienkurs schwankt, desto höher fällt der

Zinskupon aus. Bei einer am 2. Juli frisch emittierten Aktienanleihe der Landesbank

Baden-Württemberg (LBBW) beträgt dieser satte elf Prozent. Nach den fast

13 Monaten Laufzeit erhalten Anleger am 23. Juli 2027 sogar 11,41 Prozent Zinsen.

Das sind bei 1000 Euro Nennwert immerhin sichere 114,10 Euro.

Der Basispreis liegt bei 70 Prozent des Startkurses, der dem Schlusskurs der

Infineon-Aktie am 1. Juli entspricht. Dieser dürfte bei rund 78 Euro liegen, der Basispreis

entsprechend bei etwa 55 Euro (die exakten Werte lagen bei Redaktionsschluss

noch nicht vor). Es gilt: Schließt die Infineon-Aktie am 16. Juli 2027 (Bewertungstag)

auf oder über dem Basispreis, erhalten Anleger zu ihren Zinsen auch

den Nennwert zurück. Andernfalls werden sie zu Infineon-Aktionären.

FOCUS MONEY 28/2026

Infineon

Kurs in Euro

Basispreis*

*bei einem Startkurs von 78 Euro

20

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINLB64GV/DE000LB64GV9

EmittentLBBW

Zinskupon, p. a. 11,00 %

Bewertungstag16.07.2027

Basispreis* 70,00 %

Emissionspreis (= Nennwert)1000,00 €

Max. Rendite 11,41 %

80

60

40

51

*bei einem Startkurs von 78,00 Euro Quellen: Emittentin, Factset UK Limited 2026


moneymarkets

Das Beste für

FOCUS-MONEY-Leser

Der 1843 gegründete „The

Economist“ mit dem Leitmotto

„Den globalen Fortschritt

inspirieren“ gilt heute

als eine der führenden Wirtschaftszeitschriften

der

Welt. Er betont seine Unabhängigkeit

und Objektivität;

mit Büros in 14 Ländern

weltweit ist er für seine tiefen

Analysen der globalen

Wirtschaft und Politik

bekannt. In einer Kooperation

macht FOCUS MONEY

seinen Lesern in der Regel

wöchentlich einen ausge

wählten Artikel aus „The

Economist“ zugänglich.

CHINA-KI: Immer leistungsstärkere Modelle beschleunigen den Wettlauf um künstliche Intelligenz (KI)

AUFHOLJAGD

China nimmt bei KI

gerade mächtig Fahrt auf

Mit einem neuen

KI-Modell verkürzt

China den Rückstand

auf die USA.

Übernimmt Peking

jetzt in der nächsten

Boombranche die

Weltherrschaft?

Der amerikanische Vorsprung vor China im Bereich der

künstlichen Intelligenz könnte so gering sein wie seit

über einem Jahr nicht mehr. Als China im Januar 2025

mit der Veröffentlichung von DeepSeek r1 ins KI-Rennen

einstieg, wurden an den US-Börsen binnen weniger Tage

über eine Billion Dollar vernichtet. Der Chip-Hersteller Nvidia

verlor kurzzeitig 17 Prozent seines Wertes, der Nasdaq

gab innerhalb eines Tages um 3,1 Prozent nach. Investoren

waren nicht nur besorgt, weil die chinesische KI gut war, sondern

auch noch kostenlos. Der Aufruhr legte sich bald. Seitdem

hängen die Marktbewertungen weltweit immer stärker

von der Aussicht ab, dass KI sowohl revolutionär sein könnte

als auch profitabel.

Nun machen chinesische Labore ihren amerikanischen

Konkurrenten im Wettlauf um die Marktbeherrschung bei

Modellen erneut zu schaffen. Am 13. Juni stellte ein in Peking

ansässiges Labor namens Zhipu, auch bekannt als Z.ai,

sein neuestes System, glm 5.2, vor und versprach damit „einen

weiteren Schritt in Richtung bahnbrechender Intelligenz

für alle“. Es ist das bislang leistungsfähigste in China

52

Illustration: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


trainierte Modell und kostet weniger als ein Zehntel des

Preises der neuesten Version von Anthropic, Fable 5.

Und wie bei anderen chinesischen Modellen wurden

auch hier die Gewichte bzw. Parameter, die den Betrieb

von glm 5.2 ermöglichen, öffentlich zugänglich gemacht.

In den vergangenen Wochen hatten US-Unternehmen

mit stark steigenden KI-Kosten zu kämpfen, teilweise

lag der Aufwand bei mehreren tausend Dollar pro Mitarbeiter.

Einige Unternehmen legen Budgets für Token

(von einem Modell verarbeitete Textabschnitte) fest. Am

12. Juni verbot die Trump-Regierung dann Nicht-US-

Bürgern die Nutzung von Fable 5, woraufhin Anthropic

den Zugang für alle Nutzer sperrte.

Zum ersten Mal hängt der Zugang zu Frontier-KI von

der Zustimmung der amerikanischen Regierung ab. All

dies könnte den Nutzern Anlass geben, sich nach Alternativen

zu amerikanischer KI umzusehen. Viele dürften

glm 5.2 als leistungsfähiges und erschwingliches Tool

bewerten und begrüßen, dass es außerhalb der Reichweite

der Trump-Regierung liegt.

Beginnen wir mit den Fähigkeiten. Das Marktforschungsunternehmen

Artificial Analysis stuft glm 5.2

als das intelligenteste Open-Source-Modell auf dem

Markt ein. Glm 5.2 belegt in der Gesamtwertung einen

beeindruckenden vierten Platz – hinter ChatGPT 5.5 von

OpenAI und vor dem Gemini-Bot von Google.

Das Modell hat alle überrascht. Noch Anfang dieses

Jahres hatten sich chinesische Entwickler pessimistisch

hinsichtlich der Aussicht gezeigt, dass ihre Modelle die

amerikanischen noch vor 2030 übertreffen könnten.

Doch nach der Veröffentlichung von Zhipu schrieb Multi-Milliardär

Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform

X, er gehe davon aus, dass China bis Anfang nächsten

Jahres das Niveau der aktuellen Spitzenklasse

erreichen werde. „So lange wird es nicht dauern“, entgegnete

Tang Jie, Mitbegründer von Zhipu.

Anders als bei DeepSeek haben die amerikanischen

Märkte bislang wenig Interesse an glm 5.2 gezeigt. Dies

liegt zum Teil daran, dass es schwieriger geworden ist,

die Leistungsfähigkeit chinesischer Modelle genau einzuschätzen.

Um zu seinen Schätzungen zu gelangen,

hat Artificial Analysis glm 5.2 in Dutzenden von Benchmark-Tests

bewertet, bei denen die Leistungsfähigkeit

eines Modells anhand von prüfungsähnlichen Fragen

beurteilt wird. Amerika behält dank Anthropic seinen

Performance-Vorsprung. Fable 5 ist bei den Benchmark-

Aufgaben im Durchschnitt etwa 17 Prozent leistungsfähiger

als glm 5.2. Ein weiterer wichtiger Maßstab ist, wie

lange glm 5.2 gebraucht hat, um dieses Intelligenzniveau

zu erreichen. Ein mit glm 5.2 vergleichbares westliches

Modell wurde im Februar, also vor rund fünf Monaten,

veröffentlicht.

In Wirklichkeit dürfte der Vorsprung der USA wahrscheinlich

größer sein als fünf Monate. Open-Source-

Modelle, von denen viele aus China stammen, schneiden

bei öffentlichen Benchmarks tendenziell besser ab

als proprietäre Modelle, sagt Havard Tveit Ihle vom Norwegischen

Verteidigungsforschungsinstitut, einem

Thinktank in Norwegen. Die bei öffentlichen Vergleichstests

verwendeten Fragen werden veröffentlicht, während

diejenigen, die private Vergleichstests durchführen,

ihre Bewertungen geheim halten. Eine von Tveit

Ihle vor der Veröffentlichung von glm 5.2 durchgeführte

Analyse ergab, dass chinesische Modelle bei öffentlichen

Tests etwa vier bis sechs Monate hinter den amerikanischen

zurücklagen. Bei privaten Tests hat sich der

Vorsprung der USA jedoch fast verdoppelt und liegt nun

bei acht bis zehn Monaten (siehe Grafik). Eine im Mai veröffentlichte

Studie der amerikanischen Regierung hat

eine ähnliche Lücke aufgezeigt. Tveit Ihle sagt, dass chinesische

Labore – möglicherweise ohne es zu merken –

offenbar „auf die Prüfung hin trainieren“.

Bei zwei bisher getesteten privaten Benchmarks zeigt

glm 5.2 dieselben Merkmale: Bei „Weird ml“ – einem

Maß für ungewöhnliche Machine-Learning-Aufgaben,

deren Lösung sorgfältiges logisches Denken erfordert –

liegt es etwa sieben Monate zurück, und bei „Simple-

Bench“, das den gesunden Menschenverstand bewertet,

indem es versucht, Modelle auszutricksen, liegt es ein

ganzes Jahr zurück. Das Muster ist jedoch nicht einheitlich.

Ein neuer Test, der am 19. Juni von Artificial Analysis

veröffentlicht wurde, prüft Modelle bei Aufgaben,

die Büroangestellte typischerweise erledigen, wie beispielsweise

das Durchforsten unübersichtlicher Akten

und die Bewertung widersprüchlicher Informationen.

Glm 5.2 konnte für diese Bewertung nicht trainiert worden

sein. Dennoch schnitt es besser ab als ChatGPT 5.5,

das erst zwei Monate alt ist. Diese Ergebnisse deuten laut

Tveit Ihle darauf hin, dass der Vorsprung der USA stabil

bleibt, sie sind aber auch ein Beleg dafür, dass sich der

Abstand nicht vergrößert, wie manche erwartet hatten.

Das Besondere an glm 5.2 ist, dass es Aufgaben meistert,

an denen andere Programme oft scheitern. Chinesische

Schüler zeichnen sich oft in Fächern aus, in denen

es klare richtige oder falsche Antworten gibt, wie

beispielsweise Mathematik und Programmieren. Allerdings

tun sie sich oft schwer mit Aufgaben, die offen sind

oder ein anhaltendes, eigenständiges Urteilsvermögen

erfordern. Dieses Muster spiegelt eine der größten Herausforderungen

wider, denen sich Forscher in China gegenübersehen.

Aufgrund der Exportkontrollen für hochentwickelte

Chips fehlt es chinesischen Forschungslabors

an der Rechenleistung, die für das Training der leistungsstärksten

Modelle erforderlich ist. Daher versuchen

sie in der Regel, diesen Rückstand im Anschluss

FOCUS MONEY 28/2026

53


an das Training aufzuholen: Sie optimieren die Modelle

so, dass sie sich auf bestimmte Weise verhalten oder bestimmte

Arten von Problemen lösen, unter anderem anhand

von Daten, die angeblich durch einen als „Destillation“

bezeichneten Prozess aus amerikanischen

Systemen gewonnen wurden.

Angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Leistungsfähigkeit

chinesischer Modelle soll nun geprüft

werden, ob diese tatsächlich kostengünstiger sind als

ihre amerikanischen Konkurrenten. DeepSeek berechnet

für sein v4-Modell lediglich 0,87 USD pro 1 Million

Ausgabe-Token, während Anthropic bei Fable 5 50 USD

berechnet. Solche Preise könnten in den USA zunehmend

an Attraktivität gewinnen, wo die Kosten für Token

bei einigen Unternehmen zuletzt außer Kontrolle

geraten sind. Laut Ramp, einem Rechnungsstellungsunternehmen,

verzeichnete DeepSeek im Juni einen starken

Anstieg der Zahl amerikanischer Unternehmen, die

für seine Dienstleistungen zahlten. Berichten zufolge

erwägt Microsoft, das Modell des chinesischen Labors in

seinem Flagship-Chatbot „Copilot“ einzusetzen. Doch

die Annahme, chinesische KI sei billiger, kann häufig

falsch sein.

Auch wenn chinesische Modelle immer leistungsfähiger

werden, werden sie im Allgemeinen nicht effizienter.

Chinesische Modelle verwenden deutlich mehr Token,

um ihre Antworten zu durchdenken. Eine in diesem Monat

von Du Zheng von der Georgia Tech und seinen Mitautoren

aktualisierte Studie zeigt, dass ein DeepSeek-

Modell bei gleichen Aufgaben 23-mal mehr Token

verbrauchte als sein Konkurrent von OpenAI, um ein

vergleichbares Ergebnis zu erzielen. Aufgrund dieser

großen Effizienzunterschiede sollte man Modelle nicht

anhand des Preises pro Token vergleichen, sondern anhand

der Gesamtkosten aller verwendeten Token. Gemessen

an diesem Maßstab fiel glm 5.2 in einem Benchmark-Test

zur Bewertung der Softwareentwicklung

teurer aus als die konkurrierenden Systeme von Anthropic

und OpenAI.

Neben Leistungsfähigkeit und Kosten steht für KI-

Nutzer mittlerweile ein drittes Verkaufsargument ganz

oben auf der Liste: Zuverlässigkeit. Zhipu veröffentlichte

sein Modell am 13. Juni um 17:21 Uhr Pekinger Zeit,

einen Tag nachdem die Trump-Regierung Anthropic

mitgeteilt hatte, dass sie Nicht-US-Bürgern die Nutzung

von Fable 5 untersagen werde. „Unsere Haltung ist von

radikaler Offenheit geprägt“, erklärte Tang. Er kritisierte

zudem „externe Blockaden“ wie die von Anthropic

und der US-Regierung verhängte und erklärte, diese

führten dazu, dass KI-Systeme „jederzeit außer Kraft gesetzt

werden können“.

Die meisten chinesischen Modelle werden als Open-

Source-Software veröffentlicht, was bedeutet, dass sie

heruntergeladen und auf lokaler Hardware ausgeführt

werden können – außerhalb der Reichweite von Regierungen

oder den Labors selbst. Die US-Regierung könnte

eines Tages Beschränkungen für die Nutzung chinesischer

KI im Inland verhängen. Zwei Ausschüsse des

Kongresses untersuchen derzeit amerikanische Technologieunternehmen

wegen der Nutzung chinesischer Modelle.

Die Zuverlässigkeit der chinesischen Labore unterliegt

noch weiteren Einschränkungen: Aufgrund

mangelnder Rechenleistung kommt es häufig zu Betriebsunterbrechungen

oder zu Verzögerungen in Zeiten

mit hohem Datenverkehr.

Da sich der Wettlauf um die KI jedoch immer weiter

beschleunigt, werden die Regulierungsbehörden weltweit

mit neuen Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit

und Schutz konfrontiert sein. Das Risiko plötzlicher

staatlicher Eingriffe könnte auf beiden Seiten des Pazifiks

zunehmen. Fable 5 war so wirkungsvoll, dass es eine

solche Reaktion des Weißen Hauses hervorrief. Die Tatsache,

dass chinesische Modelle vorerst keinen vergleichbaren

regulatorischen Risiken ausgesetzt sind,

lässt darauf schließen, dass die chinesische Regierung

noch nicht besorgt genug ist, um Maßnahmen zu ergreifen.

Das ist vielleicht einer der deutlichsten Belege dafür,

dass sie hinter ihren Konkurrenten zurückbleiben.

USA hält China in Schach – noch

Mit dem Debüt von Deepseek Anfang 2025 schockte

China die US-Konkurrenz. Seither verschärft sich das

Wettrennen zwischen West und Ost. Auch wenn Chinas

KI immer leistungsfähiger wird: Bei öffentlichen

Tests liegen die Modelle aus der Volksrepublik etwa

vier bis sechs Monate hinter den Rivalen von

ChatGPT & Co. zurück. Bei privaten Tests verdoppelte

sich der Vorsprung der USA auf acht bis zehn Monate

Rennstrecke

Private Daten

2023 2024 2025 2026

Quelle: The Economist

Öffentliche Daten

Chinesische KI-Modelle*,

Monate hinter den führenden

Modellen zum Veröffentlichungsdatum

DeepSeek R1

veröffentlicht

15

10

5

0

54 FOCUS MONEY 28/2026


moneymarkets

MUSTERDEPOT

Konsequente

Risikokontrolle

Hölzle trennt sich von der

Bitcoin Group, Dobetsberger

schichtet weiter um

„Die Bitcoin Group wird verkauft“, so der kurze

und knappe Auftrag von Manuel Hölzle

von GBC. Hintergrund dafür ist jedoch nicht

eine grundsätzlich negative Neubewertung

des Unternehmens, sondern die konsequente

Anwendung des eigenen Risikomanagements.

„Die Aktie hat den intern gesetzten

Stoppkurs unterschritten. Aufgrund dessen

sowie der zuletzt angeschlagenen markttechnischen

Situation wird die gesamte Position

mit einem Verkaufslimit von 22 Euro aus

dem Depot genommen“, so der Nebenwerteexperte,

für den die fundamentale Situation

des Unternehmens weiter interessant bleibt.

Richard Dobetsberger, ficon, schichtet nach

einer Ruhewoche sein Depot weiter um. Der

Stratege verkauft ohne Limit alle Stücke von

Nordex, Microsoft und Palantir. Er ordert dafür

200 Bayer-Aktien (DE000BAY0017) und

75 Nextera Energy-Aktien (US65339F1012)

– immer bestens.

Im Depot von Kai Hoffmann, Kamavest,

wurde in der Berichtswoche jeweils die Hälfte

von Troilus Gold zu 1,02 Euro, von First Mining

zu 0,3435 Euro und von Gold X2 zu

0,731 Euro veräußert. Die in Auftrag gegebenen

100 Cameco-Aktien kamen zum Stückpreis

von 93,94 Euro ins Depot. SR

Anzahl/nominal

des Wertpapiers

ISIN

aufgenommen

Ausgabe

Kaufkurs

in Euro

Kaufsumme

in Euro

Limits Euro

je Stück/

Anzahl

Kurs am

30.06.2026

in Euro

Kurswert

am

30.06.2026

Kursveränderung

in %

DEPOT 1

MANUEL HÖLZLE,

GBC AG

DEPOT 3

RICHARD

DOBETSBERGER,

ficon Vermögensmanagement

GmbH

60 Alzchem 7) 11) DE000A2YNT30 diverse 159,30 9 558,00 – 176,00 10 560,00 10,5

210 Avio 7) 11) IT0005119810 diverse 35,43 7 439,50 – 30,83 6 474,30 –13,0

325 Bitcoin Group 7) 11) DE000A1TNV91 diverse 31,65 10 285,25 V: 22,00/325 22,72 7 384,00 –28,2

110 Cembre 7) 11) IT0001128047 diverse 68,84 7 572,00 – 87,70 9 647,00 27,4

2 600 Guillemot 7) 11) FR0000066722 diverse 4,30 11 180,00 – 4,20 10 920,00 –2,3

500 M1 Kliniken 5) 7) 11) DE000A0STSQ8 diverse 17,53 8 766,00 – 18,96 9 480,00 8,1

Guthaben: 1 820,04 € 750 Smartbroker H. 5) 7) 11) DE000A2GS609 diverse 13,69 10 270,00 – 10,65 7 987,50 –22,2

Depotwert: 92 961,80 € 7 000 Verve Group 5) 7) 11) SE0018538068 diverse 1,56 10 909,30 – 1,44 10 073,00 –7,7

Gesamtwert*: 94 781,84 € 260 Washtec 5) 7) 11) DE0007507501 diverse 48,59 12 633,40 – 38,60 10 036,00 –20,6

Depotveränderung:–5,2 % 400 Revo Insurance 11) IT0005513202 diverse 23,31 9 324,00 – 26,00 10 400,00 11,5

5), 6), 7), 11) Offenlegung Interessenskonflikte (Erklärung: www.gbc-ag.de/rechtliches/offenlegung)

DEPOT 2

KAI HOFFMANN,

Kamavest Asset

Management

GmbH

800 Centerra Gold CA1520061021 4/26 13,33 10664,00 – 14,03 11224,00 5,3

700 First Majestic Silver CA32076V1031 4/26 16,18 11326,00 – 14,73 10307,50 –9,0

700 Ivanhoe Electric* US46578C1080 4/26 14,40 10080,00 – 8,15 5705,00 –43,4

60 Kamaxus Resource Fund DE000A40X8Z4 4/26 162,07 9724,20 – 151,51 9090,60 –6,5

100 Newmont US6516391066 4/26 92,14 9214,00 – 82,52 8252,00 –10,4

5000 Troilus Gold CA89688V1031 4/26 1,04 5200,00 – 0,93 4630,00 –11,0

Guthaben:11 495,68 € 12500 First Mining Gold CA3208901064 5/26 0,38 4800,00 – 0,42 5237,50 9,1

Depotwert: 76003,35 € 550 Elemental Royalty Corp CA28620K1066 5/26 17,05 9377,50 – 14,40 7920,00 –15,5

Gesamtwert*: 87499,03 € 6250 Gold X2 Mining CA38076G1037 9/26 0,73 4562,50 – 0,72 4518,75 –1,0

Depotveränderung:–12,5 % 100 Cameco CA13321L1085 28/26 93,94 9394,00 – 91,18 9118,00 –2,9

*Börse New York, Kurs in Euro umgerechnet; bei geringen Umsätzen anderer Titel in Deutschland werden teilweise die gängigeren ausländischen Kurse in Euro umgerechnet

100 Nordex DE000A0D6554 21/26 48,00 4 800,00 V: o.L./100 46,44 4 644,00 –3,3

34 Tesla US88160R1014 diverse 381,39 12 967,40 - 356,00 12 104,00 –6,7

17 Microsoft US5949181045 diverse 360,29 6 124,95 V: o.L./17 324,05 5 508,85 –10,1

7 Rheinmetall DE0007030009 diverse 1228,17 8 597,20 - 984,90 6 894,30 –19,8

40 IBM US4592001014 25/26 265,00 10 600,00 - 241,50 9 660,00 –8,9

25 Apple US0378331005 25/26 268,25 6 706,25 - 247,35 6 183,75 –7,8

Guthaben:12 023,37 € 7 Eli Lilly US5324571083 25/26 935,30 6547,10 - 1079,80 7558,60 15,4

Depotwert: 72924,00 € 50 Palantir Technologies US69608A1088 25/26 124,52 6226,00 V: o.L./50 100,94 5047,00 –18,9

Gesamtwert*: 84947,37 € 30 Johnson&Johnson US4781601046 27/26 201,65 6049,50 - 227,95 6838,50 13,0

Depotveränderung:–15,1 % 50 Revolution Medicines US76155X1000 27/26 137,30 6865,00 - 169,70 8485,00 23,6

*Startkapital am 09.01.26 = 100000 Euro, abzüglich Ausgaben für Wertpapiere und Spesen (0,2% pro Wertpapiergeschäft, 2,5 % Ausgabeaufschlag bei Fonds); Limits: K = Kauflimit, V = Verkaufslimit, o. L. = ohne Limit, SL = Stop-Loss

Die Beiträge stellen die Privatmeinung der Verfasser dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information. Analysen und Schlussfolgerungen sind all gemeiner Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner

Anleger. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Vor Treffen einer Anlageentscheidung sollte jedenfalls ein professioneller Finanzdienstleis ter konsultiert werden.

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moneymarkets

Vita

Corinne Brecher

Geboren 1990 in Zürich

2006 Lehre als Restaurationsfachfrau in der Gastronomie

INTERVIEW

Und wo ist

Ihre Frau?“

2014 Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre, Werkstudentätigkeit

bei der UBS

2017 Start des Finanzblogs „Finanziell stark als Frau“,

währenddessen Buchhalterin bei der Interogo-Holding

2020 Gründung der Investique GmbH

Als Bankberaterin hatte Corinne Brecher vor

allem männliche Kunden, heute zählen ihre

Finanzkurse rund 120 Teilnehmerinnen. Dafür

wurde sie mit dem FOCUS MONEY Female

Finance Award 2026 in der Kategorie

„Fin-Fluencer“ ausgezeichnet.

von LUCIA THEILER

Frau Brecher, Sie waren schlecht in Mathe und bilden heute Frauen

zu Finanzthemen weiter. Wie passt das zusammen?

Corinne Brecher: In der Schule war ich schlecht in Mathe,

weil ich mit den Zahlen nichts anfangen konnte. Das war

mir zu abstrakt. Im BWL-Studium hat mir Buchhaltung

plötzlich Spaß gemacht, weil zu den Zahlen Buchstaben

dazukamen. Dass ich mich früh mit Finanzen beschäftigt

habe, liegt daran, dass ich in einem Haushalt aufgewachsen

bin, in dem Geld nie ein Tabuthema war. Wir haben

immer offen darüber gesprochen, dass das, was wir uns

leisten konnten, nicht selbstverständlich ist – und dass

man sich Ziele setzen und dafür arbeiten muss, um sich

ein schönes Leben zu ermöglichen.

Haben Sie eine konkrete Situation im Kopf?

Brecher: Als ich zwölf Jahre alt war, hat mein Vater mir

den Ordner mit der Steuererklärung gezeigt: so viele Unterlagen.

Ich habe die Blätter abgeheftet und noch gar

nicht verstanden, worum es geht. Aber ich wusste, dass

wir Immobilien haben und mein Vater in Aktien investiert.

Ich war fasziniert davon, wie das Geld ohne eigenes Zutun

mehr wird. Das wollte ich auch machen.

Sie haben Ihre erste Aktie mit 19 gekauft. Welche war das?

Brecher: Ja, das war Swisscom, ein großer Telekomanbieter

in der Schweiz. Ich habe mich so gefreut, endlich

CORINNE BRECHER, Finanzbloggerin und

Unternehmerin aus der Schweiz

56

Foto: St. Päffgen/FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


volljährig zu sein und eigenständig zur

Bank zu gehen. Nach einem Jahr bekam ich

meine erste Dividende, 20 Franken, von denen

ich mir neue Schuhe kaufen konnte

(lacht).

Sie haben zunächst eine Berufslehre in der Hotelgastronomie

gemacht. Was haben Sie daraus

mitgenommen für Ihren Weg in die Finanzwelt?

Brecher: Ich hatte schon als Kind große Freude daran, Gastgeberin

zu sein. Die Lehre in der Hotelgastronomie war anstrengend,

aber ich habe mit 1400 Franken verhältnismäßig

gut verdient. Weil ich noch zuhause gewohnt habe, konnte

ich viel Geld zur Seite legen. Rückblickend war das eine Schule

fürs Leben: Es ging darum, Verantwortung zu übernehmen,

und zu verstehen, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit

ist. Nach der Lehre wurde mir aber klar, dass ich in der

Hotelgastronomie meine finanziellen Ziele nicht erreichen

konnte. Ich überlegte, die Branche zu wechseln.

Der Grund, warum Sie dann BWL studiert haben?

Brecher: Meine Eltern waren wichtige Sparringspartner.

Sie erklärten mir, dass ein Studium neue Wege eröffnet und

langfristig auch beim Einkommen einen Unterschied machen

kann. Dass ich bei UBS gelandet bin, war eher ein Zufall:

Ich war zunächst im Callcenter und bin dann in die Kundenberatung

gewechselt. Dort habe ich erlebt, dass meist

Männer in die Beratung kamen und die Frauen außen vor

blieben. Wenn ich fragte: „Und wo ist Ihre Frau?“, hieß es oft:

„Das interessiert sie nicht.“ Ich habe sie gebeten, die Frau zum

nächsten Beratungstermin mitzubringen. Ich würde dafür

sorgen, dass sie sich für Finanzen interessiert!

Sie haben sich neben Ihrem Konzernjob selbstständig gemacht. Da

gehört Mut dazu…

Brecher: Eigentlich war es eher Frust. Ich habe gemerkt,

dass mich mein Job zwar fordert, aber nicht wirklich erfüllt.

Wenn ich mein Kind zur Kita gebracht habe, um danach ins

Büro zu gehen, fragte ich mich: Ist das, was ich tue, wirklich

sinnvoll? Gleichzeitig fing ich an, einen Finanzblog auf

Wordpress zu schreiben. Der erste Post handelte vom Sparen,

der zweite von der Gehaltsverhandlung, irgendwann

schrieb ich sogar zu Bitcoin. Ich wollte Frauen Finanzthemen

so erklären, dass sie sich abgeholt fühlen.

Inwiefern unterscheiden sich Frauen von Männern, wenn es um Finanzberatung

geht?

Brecher: Viele Frauen sind skeptisch und kommen mit dem

Gefühl in eine Beratung, dass man ihnen etwas verkaufen

will. Und sie sind unglaublich streng mit sich selbst: Angenommen,

eine Frau hat fünf Bücher gelesen und einen Podcast

gehört, kommt sie trotzdem zu mir und sagt, sie kenne

sich nur ein wenig aus. Ein Mann liest ein Buch und sagt, er

weiß Bescheid.

Mangelt es also an Selbstbewusstsein?

Brecher: Nicht nur. Wir dürfen nicht vergessen, dass es

nicht lange her ist, dass Frauen wirtschaftlich oft abhängig

von Männern waren. Meine Mutter konnte

in ihren Zwanzigern noch nicht eigenständig

ein Bankkonto eröffnen und bis in

die 80er-Jahre brauchte man oft das Einverständnis

des Mannes, um einen Vertrag

zu unterschreiben. Das sitzt tief. Wenn

dann noch Sätze dazukommen wie „Ich

war schlecht in Mathe“ oder „Ich will keine

Fehler machen“, dann entsteht schnell das Gefühl: Finanzen

sind nichts für mich.

Was raten Sie Frauen, die meinen, sie hätten von Finanzen keine Ahnung?

Brecher: Sich Vorbilder zu suchen. Jemanden, der schon

dort ist, wo man selbst hinmöchte. Und ich frage oft nach

dem Worst-Case-Szenario, denn die meisten haben Angst,

etwas falsch zu machen. Dabei ist das Nichtstun das größere

Risiko. Natürlich macht man Fehler, aber nur so kommt

man weiter.

Mit Ihrem Blog sind Sie auf eine große Nachfrage gestoßen, haben

aber nicht direkt Geld verdient. Wann kam die Skalierung?

Brecher: Die ersten Webinare waren kostenlos, dann kamen

1:1-Anfragen, die ich zu einem kleinen Preis machte.

Aber irgendwann war die Nachfrage so groß, dass ich daraus

ein Geschäftsmodell entwickeln konnte: Im Online-Kurs

konnte ich mehr Frauen gleichzeitig helfen und wurde effizienter.

Im dritten Jahr habe ich mehr verdient als in meinem

Job – und habe gekündigt. Ich saß an meinem Schreibtisch

zuhause und nahm die ersten Videos für Kurse auf, während

links und rechts die Wäsche trocknete und fragte mich: Darf

ich so viel Spaß bei meiner Arbeit haben?

Wie sieht das Geschäftsmodell der „Investique GmbH“ heute aus?

Brecher: Über meinen kostenlosen Newsletter oder den

kostenfreien Kurs „Cash-Heldin“ können die Frauen uns erst

einmal kennenlernen und entscheiden, ob sie einen Kurs buchen

möchten. Der Online-Kurs findet zweimal pro Jahr statt

und kostet 3000 Schweizer Franken. Vor ein paar Jahren

zählte ich 23 Frauen im ersten Online-Termin, heute betreue

ich mit einem fünfköpfigen Team knapp 120 Teilnehmerinnen

pro Kurs. Wir sind sehr schnell gewachsen, manchmal

komme ich selbst kaum hinterher. Dabei war ich eigentlich

mit angezogener Handbremse unterwegs und hatte immer

einen Plan B, falls es nicht klappen sollte. Dann wäre ich zurück

in den Konzern gegangen.

Denken wir mal groß: Was ist Ihr Ziel heute?

Brecher: Zum einen möchte ich als nächsten Schritt die Marke

von einer Million Jahresumsatz erreichen. Zum anderen

will ich auch die Basis stärken: die Prozesse, die Teamstruktur

und die Qualität. Ich will nicht chaotisch wachsen und

nicht um jeden Preis. Vielleicht möchte ich dieses Jahr ein

bisschen mehr genießen, was wir schon alles geschafft haben?

Unser Büro ist direkt am Zürisee und im Sommer gehe

ich als allererstes schwimmen. Dass ich meine Zeit selbst einteilen

und meine Kinder jederzeit vom Kindergarten abholen

kann – das ist für mich Freiheit und purer Luxus.

FOCUS MONEY 28/2026

57


moneymarkets

STAATSBETEILIGUNGEN

Wo Washington zugreift

Die amerikanische Regierung kauft sich bei immer mehr US-Konzernen ein. Ein US-Börsenbrief

ließ mittels KI die nächsten Kandidaten ermitteln. FOCUS MONEY hat sie geprüft

STAATSAKTIEN: KI sucht

nach den Gewinnern

Kein Selbstläufer

Bei MP Materials sieht man den Effekt, den alleine

die Nachricht über eine Regierungsbeteiligung haben

kann. Längerfristig sieht die Sache anders aus

MP Materials

Kurs der MP-Materials-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

2022 23 24 25 2026

Quelle: Factset UK Limited 2026

60

50

40

30

20

10

von LEOPOLD VOIGT

Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf und

die Aktien in Ihrem Depot sind gestiegen, weil plötzlich

die US-Regierung Miteigentümer ist. So ging es im vergangenen

Jahr den Anteilseignern von Intel. Im August 2025

hat sich die US-Regierung für rund 8,9 Milliarden Dollar

knapp zehn Prozent an der Chip-Schmiede gesichert. Bereits

bei Aufkommen der ersten Gerüchte sprang der Kurs sieben

Prozent in die Höhe. Und Intel ist beileibe kein Einzelfall. Bei

MP Materials, dem einzigen Seltene-Erden-Förderer der USA,

ist das Pentagon mit über 400 Millionen Dollar eingestiegen

– das Verteidigungsministerium ist mit 15 Prozent der Anteile

größter Aktionär. Möglich war das über den Defense Production

Act – ein Gesetz aus dem Kalten Krieg, das dem Staat

erlaubt, kriegswichtige Rohstoffe zu priorisieren. Bei Lithi-

58

Fotos: Adobe Stock

Composing: FOCUS MONEY

FOCUS MONEY 28/2026


um Americas hält das US-Energieministerium fünf Prozent.

Die Tendenz ist eindeutig: Immer mehr US-Unternehmen bekommen

gerade Washington als Miteigentümer. Der US-

Tech-Investor Dave Wang glaubt, das Muster hinter diesen

Beteiligungen der Trump-Regierung entschlüsselt zu haben,

und ließ eine KI nach den nächsten Kandidaten suchen. Denn

wer frühzeitig kauft, könnte massiv profitieren. FOCUS MO-

NEY hat sich Wangs Theorie und die Unternehmen auf der

Liste einmal ganz genau angesehen.

Muster erkannt. Bislang galten staatliche Unternehmensbeteiligungen

in den USA eher als absolute Ausnahmeerscheinung

in Krisenzeiten. Nun entwickeln sie sich offenbar

zu einem festen Instrument der US-Industriepolitik. Wenn

das stimmt, wäre die entscheidende Frage nicht mehr, ob Washington

einsteigt, sondern bei wem. Das Besondere: Bisher

verliefen diese Einstiege laut der Analyse von Wang größtenteils

nicht über den freien Aktienmarkt. Der Staat habe die

Beteiligungen nicht wie ein gewöhnlicher Investor an der

Börse erworben, sondern auf bereits bestehende Förderinstrumente

zurückgegriffen, schreibt der US-Investor in seinem

Newsletter. Seine zugespitzte These lautet daher: „Der

Staat kauft sich nicht mit frischem Kapital über die Börse ein.

Er wandelt stattdessen einen Hebel um, den er bereits hat.“

Gemeint sind Förderzusagen, Staatskredite oder Programme

des Verteidigungsministeriums. Solche Instrumente bestehen

häufig bereits lange, bevor überhaupt über eine staatliche

Beteiligung gesprochen wird. Nach der Theorie des

Investors liegt genau darin der entscheidende Hebel: Statt

frisches Kapital über den Aktienmarkt einzusetzen, könnte

Washington bereits bestehende Verpflichtungen nutzen, um

daraus Eigenkapital oder andere Beteiligungsformen entstehen

zu lassen. Die Beteiligung wäre nicht der Beginn staatlicher

Unterstützung, sondern lediglich die nächste Stufe.

KI hilft bei der Suche. Die eigentlich spannende Frage lautet

daher: Lässt sich vorhersagen, wo der Staat als Nächstes

zugreift? Mithilfe des KI-Agenten Claude ließ Wang börsennotierte

US-Unternehmen nach vergleichbaren Konstellationen

durchsuchen. Gesucht wurden Firmen, die bereits um-

fangreiche staatliche Förderzusagen, Kredite oder

strategische Unterstützung erhalten haben sowie in strategisch

wichtigen Sektoren operieren und deshalb theoretisch

ebenfalls für eine Beteiligung infrage kommen.

Für Anleger klingt dieser Ansatz verlockend. Wer solche

Förderhebel früh identifiziert, könnte mögliche Beteiligungskandidaten

erkennen, bevor eine offizielle Meldung über einen

Staatseinstieg veröffentlicht wird. Sollte sich das Muster

tatsächlich wiederholen, ließe sich daraus womöglich ein

Informationsvorsprung ableiten. Genau diese Aussicht

macht den Ansatz für Investoren so interessant.

Genau hier ist allerdings Vorsicht geboten. Wang leitet seine

Theorie aus einigen bekannten Fällen und öffentlich zugänglichen

Behördenunterlagen ab. Ob daraus tatsächlich

ein belastbares Muster entsteht, bleibt offen. Zudem ist nicht

gesagt, dass eine staatliche Beteiligung für die Entwicklung

einer Aktie auch förderlich ist.

Bei Intel verlief alles nahezu nach Lehrbuch. Im August

2025 wandelte die US-Regierung nicht ausgezahlte Förderzusagen

– 5,7 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act und weitere

3,2 Milliarden Dollar aus dem Secure-Enclave-Programm

– in insgesamt 433,3 Millionen Aktien zum Kurs von

20,47 Dollar um. Daraus entstand ein Anteil von knapp zehn

Prozent. Der Zeitpunkt erwies sich als nahezu ideal. Getragen

von starken Quartalszahlen und der anhaltend hohen

Nachfrage nach KI-Chips stieg die Aktie bis zum 22. Juni

2026 auf rund 141 Dollar und erreichte ein Allzeithoch. Aus

der Beteiligung wurde damit ein Buchgewinn von rund 52

Milliarden Dollar – einer der profitabelsten Staatsdeals der

US-Industriegeschichte. Kritiker merken allerdings an, dass

dieser Erfolg eher günstigen Marktbedingungen als einer

ausgefeilten Beteiligungsstrategie zu verdanken gewesen sei.

Ganz anders verlief die Entwicklung bei MP Materials.

Nach Bekanntgabe der Pentagon-Beteiligung im Juli 2025

sprang die Aktie zwar zunächst kräftig an und legte am ersten

Handelstag rund 50 Prozent zu. Im Monatsverlauf summierte

sich das Plus sogar auf etwa 85 Prozent. Bis Mitte Oktober

stieg der Kurs auf fast 100 Dollar, bevor er mehr als

WOLFSPEED

Viel Fantasie, wenig Belege

Wolfspeed ist der Fall, der die Theorie am plausibelsten bestätigt, jedoch

auch die Risiken am besten zeigt. Der Siliziumkarbid-Hersteller verfügt über

eine CHIPS-Act-Zusage von bis zu 750 Millionen Dollar. Sie stammt aus dem

Jahr 2024 und wurde noch unter Präsident Biden in Aussicht gestellt, aber nie

ausgezahlt. Operativ hat sich das Bild für Wolfspeed dennoch gedreht. Nach

der Insolvenzrestrukturierung im September 2025 strich der Halbleiterhersteller

rund 4,6 Milliarden Dollar Schulden – etwa 70 Prozent der Verbindlichkeiten.

Trotzdem bleibt das Unternehmen vorerst tief in den roten Zahlen: Rund

700 Millionen Dollar an Umsatz stehen weiterhin hohen Verlusten gegenüber.

Die Analysten sind entsprechend skeptisch: Das durchschnittliche Kursziel

liegt mit 35,02 Euro rund zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs. Ein Staatseinstieg

könnte die Aktie zwar aus ihrem kurzfristigen Abwärtstrend reißen,

langfristig ist das Risiko allerdings beträchtlich.

FOCUS MONEY 28/2026

Wolfspeed

Kurs der Wolfspeed-Aktie in Euro

10

06.25 12.25 06.26

WKN/ISIN

A41JEH/ US97785W1062

Börsenwert 2,01 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.

Dividendenrendite für 2026e/27e0,0/0,0%

Kursziel/Stoppkurs 35,00/33,00 €

Risiko ■■■■■Kurspotenzial –

Quelle: Factset UK Limited 2026

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50

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30

20

e = erwartet

59


moneymarkets

D

z

b

T

40 Prozent nachgab. Seitdem wird die Aktie deutlich stärker

von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst als von klassischen

Unternehmenskennzahlen. Während Intel seine Bewertung

vor allem durch operative Fortschritte rechtfertigte,

reagiert MP Materials wesentlich sensibler auf die

Beziehungen zwischen den USA und China sowie auf die Entwicklung

der Handelsspannungen. Die beiden Beispiele zeigen

damit, dass staatliche Beteiligungen zwar erhebliche

Kursimpulse auslösen können, der weitere Verlauf aber sehr

unterschiedlichen Kräften folgt. Diese unterschiedlichen

Verläufe machen auch deutlich, warum sich aus den bisherigen

Fällen keine einfache Börsenformel ableiten lässt. Die

Aussicht auf eine staatliche Beteiligung sollte daher nie als

alleiniges Kaufargument dienen. Entscheidend für den Anlageerfolg

sind letztlich weiterhin die wirtschaftlichen Perspektiven

des jeweiligen Unternehmens. Kommen jedoch beide

Kriterien zusammen, könnte sich ein frühzeitiger Einstieg

durchaus bezahlt machen.

Wo könnte der Staat zugreifen? Wang nennt vor allem fünf

Namen, bei denen eine Beteiligung der US-Regierung anstehen

könnte: Wolfspeed, Perpetua Resources, Globalfoundries,

Rigetti Computing und D-Wave Quantum. Bei Rigetti

Computing scheint die Analyse zumindest goldrichtig zu liegen.

Jüngst veröffentlichte das US-Handelsministerium eine

Absichtserklärung über eine staatliche Förderung von bis zu

100 Millionen US-Dollar. Auch hier gibt es als Gegenleistung

für die Gelder aus dem CHIPS Act Anteile am Unternehmen.

D-Wave Quantum erhält ebenfalls 100 Millionen Dollar an

Staatsinvestitionen und die Zusage für Regierungsaufträge.

Nach einem kurzen Sprung nach oben gab die Aktie allerdings

wieder nach. Denn operativ steht der Aussicht auf lukrative

Staatsaufträge ein Umsatzrückgang von fast 81 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr gegenüber. FOCUS MONEY

hat sich drei der fünf Aktien für Sie einmal ganz genau angesehen

und sie anhand ihrer Fundamentaldaten sowie der aktuellen

Analysteneinschätzungen geprüft.

PERPETUA RESSOURCES

Der Favorit der Analysten

Perpetua Resources bekam durch die Export-Import Bank (EXIM) Ende Mai

die Zusage für einen Kredit über 2,9 Milliarden Dollar. Perpetua erschließt in

Idaho die einzige US-Lagerstätte des Metalls Antimon. Der Rohstoff ist unverzichtbar

für die Herstellung von Munition und Halbleitern und wird bislang komplett

importiert, größtenteils aus China. Operativ ist Perpetua noch ein Entwicklungsunternehmen.

Der Umsatz ist gering und unter dem Strich schreibt

der Konzern Verluste. Dafür verfügt Perpetua Resources über rund 637 Millionen

Dollar Umlaufvermögen und ist praktisch schuldenfrei. Alle sieben von

Factset erfassten Analystenhäuser bewerten die Aktie mit „Buy“, das durchschnittliche

Kursziel liegt bei knapp 33 Euro, rund 84 Prozent über dem aktuellen

Kurs. Strategisch ist das einer der überzeugendsten Fälle, finanziell solide:

Nur bleibt die entscheidende „Umwandlung“ in eine Staatsbeteiligung

reine Spekulation, und erste Lieferungen werden nicht vor 2029 erwartet.

Perpetua Resources

Kurs der Perpetua-Aktie in Euro

200-Tage-Linie

0

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINA2QPVU/CA7142661031

Börsenwert 2,26 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 33,00/15,00 €

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 84 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

30

25

20

15

10

5

e = erwartet

RIGETTI COMPUTING

Spekulative Wette

Im Mai unterschrieb das Unternehmen eine Absichtserklärung mit dem US-

Handelsministerium über bis zu 100 Millionen Dollar CHIPS-Act-Förderung binnen

drei Jahren, gekoppelt an eine Minderheitsbeteiligung des Staates. Sie

ist Teil eines breiteren Programms, mit dem Washington insgesamt neun Quantenfirmen

fördert und sich an ihnen beteiligt. Operativ steht Rigetti noch ganz

am Anfang: 2025 erzielte das Unternehmen lediglich 6,1 Millionen Dollar Umsatz,

für 2026 rechnen Analysten mit einem Anstieg auf 20,6 Millionen Dollar.

Dennoch erwarten Analysten weiterhin hohe Verluste. Die Bilanz ist solide und

das Unternehmen ist schuldenfrei. Die Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch:

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 27,14 Euro und damit rund 60

Prozent über dem aktuellen Kurs. Trotz des großen Potenzials bleibt es eine

Wette auf einen Markt, der erst in einigen Jahren wirtschaftlich reif sein dürfte.

60

Rigetti Computing

Kurs der Rigetti-Aktie in Euro

35

30

25

20

15

10

200-Tage-Linie

5

0

2022 23 24 25 2026

WKN/ISINA3DE3J/US76655K1034

Börsenwert 5,66 Mrd. €

Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e/27eVerl./Verl.

Dividendenrendite für 2026e/27e 0,0/0,0 %

Kursziel/Stoppkurs 27,00/14,50€

Risiko ■■■■■ Kurspotenzial 60 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

e = erwartet

FOCUS MONEY 28/2026


ieser Text

eigt evtl. Proleme

beim

ext an

Deutschlands größte

E-Zustellflotte wächst weiter.

Mit über 37.500 Fahrzeugen haben Deutsche Post

und DHL die mit Abstand größte elektrische Zustellflotte

des Landes. Und es werden immer mehr. Erfreulich fürs

Klima, für Deutschland, für alle.

deutschepost.de/nachhaltigkeit

FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 61


moneymarkets

ECHT SCHRÄG: Der

neue Denza Z9 GT

fährt in die Phalanx

etablierter E-Mobile

ELEKTRO-OBERKLASSE

Grün ist die Hoffnung

Mit seiner Premium-Tochter Denza will BYD deutschen Super-Stromern jetzt hierzulande den

Schneid abkaufen. Was mit dem neuen Shooting-Brake Z9 GT durchaus gelingen könnte

von THOMAS SCHICKLING

BYD mischt die Stromer-Oberklasse hierzulande auf! Ab

sofort ist der chinesische Elektroauto-Gigant mit dem

neuen Shooting-Brake Z9 GT seiner Premium-Tochter

Denza auch in Deutschland präsent. 1140 PS und eine

Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h sollen zahlungskräftige

E-Autofans weg von BMW, Mercedes und Porsche hin

zum Denza-Boliden ziehen. Was durchaus klappen könnte,

zumal keiner der potenziellen Luxus-Konkurrenten so viel

E-Power unter der Haube hat wie der Edel-GT (s. Tabelle).

Clou! Wer jetzt den Z9-Fünfsitzer bestellt, bekommt als

kleines Dankeschön 18 Monate lang den Ladestrom an den

BYD-eigenen Ladestationen geschenkt. Ein Goodie, das pekuniär

betrachtet allerdings eher bescheiden ausfällt, denn:

Bei einem Verbrauch des Super-Stromers von durchschnittlich

23,6 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometern, einer

Reichweite nach WLTP-Messung von maximal 600 Kilometern

pro „Tankfüllung“, einem Strompreis von derzeit rund

75 Cent pro kWh an öffentlichen E-Säulen und einer durch-

62

Foto: BYD

FOCUS MONEY 28/2026


schnittlichen Laufleistung von 20 000 Kilometern pro Jahr

entspricht das „Tankgeschenk“ lediglich 5310 Euro – das

sind gut 3,7 Prozent Rabatt auf den Grundpreis.

Volle Ladung. Interessant für potenzielle Interessenten

wird die Offerte jedoch im Hinblick auf Ladeinfrastruktur

und Ladeleistung. Warum? Der BYD-Konzern will noch im

Laufe dieses Jahres zwischen Flensburg und Garmisch rund

300 eigene Säulen mit sogenannter Flash-Charging-Technologie

ans Netz bringen. Mit Ladeleistungen von bis zu 1500

Kilowatt (kW) bewegt sich diese Technik damit in Regionen,

die bislang nur dem Nutzfahrzeugbereich vorbehalten waren.

Zum Vergleich: Die aktuellen Tesla-V4-Supercharger

erreichen maximal rund 500 kW. BYDs neue superschnelle

Flash-Generation verdreifacht diesen schon guten Wert.

Bis Ende 2026 will BYD unter Führung von Vizepräsidentin

Stella Li in Europa rund 3000 solcher Flash-Säulen aufstellen.

Hält die Top-Managerin aus dem Reich der Mitte mit

diesem Versprechen Wort, wäre dies eines der größten eigenständigen

Ladeinfrastruktur-Projekte in der EU - und ein dickes

Argument für den Kauf des Denza Z9 GT. Denn das Potenzial

der Flash-Säulen kann bislang nur dieser E-Schlitten

mit seinen brachialen 1300 kW Ladeleistung ausschöpfen.

Unter idealen Bedingungen lädt der Renner an Flash-Chargern

seine Batterie von zehn auf 97 Prozent binnen neun Minuten

auf. Das ist extrem fix. Selbst bei Temperaturen von

bis zu minus 30 Grad Celsius soll sich laut BYD der Ladevorgang

nur um drei Minuten auf maximal zwölf Minuten verlängern.

Mit solch beeindruckenden Leistungskennziffern kann die

deutsche Konkurrenz derzeit leider nicht mithalten. Selbst

moderne, rein mit Strom betriebene luxuriöse Sportwagen

wie der Porsche Taycan 4 S oder der Audi RS e-tron GT – beide

mit moderner 800-Volt-Systemspannung ausgestattet –

benötigen für einen Ladevorgang von zehn bis 80 Prozent

unter Idealbedingungen aktuell noch rund 18 Minuten (s. Tabelle).

Damit avanciert der Denza Z 9 GT zu einer echten Alternative

für betuchte Langstreckenfahrer, zumal der Bolide

mit einer „Tankfüllung“ im Alltag rund 600 Kilometer weit

kommt.

Auch die Relation von Grundpreis zu Reichweite ist beim

Denza mit 237 Euro pro Kilometer im Hinblick auf die Konkurrenz

aus der Elektro- Königs-Klasse passabel (s. Tabelle).

Preis passt. Zudem bewegt sich der China-Sportkombi mit

einem Grundpreis von 142 000 Euro inklusive Hinterachslenkung,

Hochgeschwindigkeits-Stabilitätskontrolle bei Reifenplatzern

und edlem Holz-Leder-Metall-Interieur in der

Preisrange der Wettbewerber made in Germany (s. Tabelle).

Denza entstammt einem Joint Venture von BYD und Mercedes.

Der Name leitet sich vom chinesischen Wort „Tengshi“

ab, was so viel bedeutet wie „aufstrebende Macht“ oder

„Dynamik“. Aufstrebend zeigt sich der BYD-Spross entsprechend

in Deutschland: Mit Showrooms in zentraler Lage ist

die Marke bereits in Hamburg, Köln und Frankfurt/Main vertreten.

Bis Ende 2026 soll die Anzahl der Stores in deutschen

Städten auf 40 wachsen, so der Plan der BYD-Strategen.

Dynamisch präsentiert sich auch die Denza-Mutter BYD

in Europa mit Modellen wie Dolphin, Atto oder Seal. Zwar ist

der Marktanteil des E-Mobil-Spezialisten in Europa von Januar

bis Mai mit 2,7 Prozent noch recht überschaubar, hat

damit aber Tesla (Marktanteil 2,3 Prozent) bereits überholt.

Licht und Schatten. Gute Zahlen, die aber nicht darüber

hinwegtäuschen können, dass die Talfahrt der BYD-Aktie

weiter ungebremst anhält. Binnen eines Jahres hat der Titel

fast 38 Prozent an der Börse eingebüßt. Zwar verbessern sich

die Zukunftsaussichten des Unternehmens durch eine wachsende

Kundenakzeptanz auf Märkten außerhalb des chinesischen

Heimatmarktes. Doch der Margendruck zu Hause

bleibt für BYD hoch, was sich in der anhaltenden Kurstalfahrt

niederschlägt. Auch ist eine Trendwende nicht in Sicht.

Angesichts neuer Verkaufssignale rechnen Branchenexperten

sogar mit weiteren Verlusten von bis zu zehn Prozent.

AUDI RS E-TRON GT: Der

Ingolstädter kann dem Z9

GT im Hinblick auf die

Ladetechnik nicht folgen

Super-Stromer der Oberklasse unter sich

Wie der neue Premium-Sportwagen Denza Z9 GT im

Vergleich zur Premium-Konkurrenz abschneidet

Modell

Grundpreis

in Euro

Leistung

in kW/PS

E-Verbrauch

in kWh/100 km

max. Ladeleistung

(DC)

in kW

min. Ladedauer DC

(10-80 %) in Minuten

Reichweite

(WLTP) in km Beschleunigung Höchstgeschwindigkeit

(0-100 km)

in km/h

Preis-Reichweiten-

Quotient in €/km

Denza Z9 GT 142000,00 850/1140 23,6 1300 9 (10-97 %) 600 2,7 270 237

Audi RS e-tron GT 147500,00 570/775 21,1 320 18 528 3,1 250 279

Mercedes-AMG EQE 53 4Matic 110705,70 460/625 20,7 170 32 502 3,5 220 221

BMW i7 60 xDrive 140100,00 400/544 20,8 250 28 608 4,8 240 230

Porsche Taycan 4 S 122000,00 400/544 21,4 270 18 560 3,7 250 218

Quelle: Herstellerangaben; Stand: Juni 2026; Sortierung nach Leistung absteigend

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Audi Composing: FOCUS MONEY

63


moneyleserbriefe

ISSN: 1615-4576

BurdaVerlag Publishing GmbH, Hubert-Burda-Platz 1, 77652 Offenburg

Sitz der Redaktion: Arabellastraße 23, 81925 München

Postfach 88 88, 81903 München, Telefon: 089/92 50-0, Fax: 0 89/92 50-3610

Pflichtblatt der Börse in Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart,

Bremen und Hannover

FOCUS MONEY ist eine Marke der BurdaVerlag Publishing GmbH

...UND DEUTSCHLAND

BEWEGT SICH DOCH!

(27/26) Editorial

Das deutsche Rentensystem gerät

durch den demografischen Wandel

zunehmend unter Druck.

Umso bemerkenswerter ist, dass

die Rentenkommission nun ein

ausgewogenes Reformpaket vorgelegt

hat. Gerade das spricht dafür,

dass ein vernünftiger Kompromiss

gefunden wurde.

Die vorgeschlagene Kombination

aus längerer Lebensarbeitszeit, einer

verpflichtenden kapitalgedeckten

Zusatzvorsorge und einer

breiteren Basis von Beitragszahlern

geht die Ursachen der Probleme

an, statt nur Symptome zu behandeln.

Doch Nichtstun ist keine

Alternative.

Jetzt kommt es darauf an, die Vorschläge

nicht zu zerreden, sondern

umzusetzen. Deutschland

braucht endlich den Mut, bekannte

Probleme entschlossen anzugehen.

Manfred Kiefer

Liebe Leserin, lieber Leser

Schreiben Sie Ihre Meinung zu den

Themen in diesem Heft:

Redaktion FOCUS MONEY

Arabellastraße 23, 81925 München

oder E-Mail: leserservice@focus-money.de

oder Fax: 0 89/92 50-3610

(Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.)

Absolut, sind die Vorschläge der

Rentenkommission der Schritt in

die richtige Richtung. Das hätte

man schon vor 20 Jahren unter

der Regierung von Angela Merkel

machen sollen. Vor allem die Einführung

der verpflichtenden Kapitalrente

nach schwedischem Muster

garantiert einen

weitreichenden Erfolg.

Gert Barth

Die Arbeitgeber werden ihren Biss

in den sauren Apfel schnell vergessen,

wenn auch die energieund

wirtschaftspolitischen Reformen

umgehend begonnen und

beschlossen werden. Ganz

Deutschland wird davon profitieren.

Siegmar Reiff

Anstatt immer an Bürgern zu sparen,

wäre es Zeit an der Regierung

zu sparen, Auslandszahlungen

zu unterlassen und für

Zahlungen aus dem Sozialsystem

Leistungen einzufordern sowie die

Asylpolitik schnellstens zu ändern.

Detlev Hoffmann

REDAKTION FOCUS MONEY

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64 FOCUS MONEY 28/2026


moneydigital

Spannende Trends

von

Mehr spannende Statistiken und

Analysen finden Sie in der App

unseres Partners Finanzen100

FOCUS MONEY

& Finanzen100

In dieser Woche bewegen insbesondere

deutsche Werte die Gemüter

der F100-Community: Rheinmetall

setzt der Stopp des Fregattenprogramms

F126 zu (s. S. 40), während

TKMS, der Gewinner des Strategiewechsels

im Verteidigungsministerium,

prompt auf den Watchlists auftaucht.

Das Gegenstück im Hinblick

auf Performance liefert Bayer nach

einer positiven Entscheidung des US

Supreme Court im Glyphosat-Streit.

Der Deutschen Telekom droht in den

USA dagegen Ungemach. Angeblich

treibt Telekom-Chef Tim Höttgens

die Fusion mit der US-Tochter

T-Mobile aus der Sorge über wachsende

Konkurrenz durch Musks Starlink-Service

voran – das könnte teuer

werden. Bei ETFs setzen Anleger

neben dem Space-Hype primär auf

breit gestreute Produkte, wobei der

ETF der Schweizer Großbank UBS

offenbar die größte Aufmerksamkeit

genießt.

Top-Trades

KäufeVerkäufe

Deutsche Telekom

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

83 %17 %

Rheinmetall

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

84 %16 %

Micron Technology

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

68 %32 %

Microsoft

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

76 %24 %

SpaceX

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

77 %23 %

Top-Aktien nach Aufrufen

Unternehmen WKN Performance

der letzten

Woche

1 Deutsche Telekom 555750 –9,8 %

2 Rheinmetall 703000 –17,8 %

3 SpaceX A42D4F 7,5 %

4 Nvidia 918422 –3,5%

5 Siemens Energy ENER6Y 2,6 %

Top-Aktien nach Performance

Unternehmen WKN 52-Wochen-

Performance

1 Sandisk A411ZM 4307,5 %

2 Kioxia A2QB8W 3543,5 %

3 AXT 914410 3132,7 %

4 Yangtze Optical Fibres A12F2G 1159,3 %

5 Hemlo Mining A41UK3 1031,3 %

Neu auf den Watchlists der

F100-Community

Unternehmen WKN Performance

der letzten

Woche

1 Rheinmetall 703000 –17,8 %

2 SpaceX A42D4F 7,5 %

3 Micron Technology 869020 3,1 %

4 Bayer BAY001 27,3 %

5 TKMS TKMS00 4,4 %

ETFs mit den meisten Aufrufen auf

der Plattform F100

Unternehmen WKN Performance

der letzten

Woche

1 UBS MSCI World A2PK5J 1,4 %

2 Ishares MSCI World A0RPWH 1,3 %

3 Vaneck Space Innovators A3DP9J 8,7 %

4 Vanguard FTSE All World A2PKXG 1,3 %

5 Vanguard FTSA A. W. High Div. A1T8FV 0,7 %

Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100

Quelle: Finanzen100

FOCUS MONEY 28/2026 Illustration: Adobe Stock

65


dswanlegerschutz

VERERBEN UND VERSCHENKEN TEIL II.

Was Aktionäre

beachten müssen

AKTIEN UND

AKTIENFONDS:

So geben Sie diese

Anlagen richtig an die

nächste Generation

weiter

D

z

b

T

Besonders deutlich wird der Vorteil des frühen Schenkens bei

Aktien und Aktienfonds. Anders als andere Anlageformen ist

ein Wertpapierdepot auf langfristigen Wertzuwachs angelegt,

und genau dieser Zuwachs ist steuerlich heikel. Maßgeblich für

Schenkung und Erbschaft ist stets der Kurswert am Stichtag. Wer

früh überträgt, „friert“ den niedrigeren heutigen Wert ein und holt

damit zugleich alle künftigen Kursgewinne aus dem eigenen steuerlichen

Zugriff: Sie wachsen fortan im Vermögen des Kindes, ohne

dass dafür erneut Schenkung- oder Erbschaftsteuer anfällt.

Wartet man hingegen ab, wächst nicht nur das Depot, sondern

auch die potenzielle Steuerlast mit. Ein über Jahrzehnte gut gelaufenes

Aktiendepot kann den Freibetrag mühelos übersteigen. Aus

einem ursprünglich steuerfreien Vorgang wird so ein steuerpflichtiger.

Hinzu kommt eine zweite, oft unterschätzte Belastung, die

speziell bei vererbten Wertpapieren greift:

Für die Praxis bedeutet das: Die Doppelbelastung lässt sich im

Erbfall kaum vermeiden, durch eine frühzeitige Übertragung zu

Lebzeiten aber zumindest in Teilen entschärfen, weil künftige

Kursgewinne dann gar nicht erst im eigenen, später zu versteuernden

Nachlass anwachsen.

Das rät die DSW

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rät

Anlegern, die Übertragung von Wertpapiervermögen nicht dem

Zufall und schon gar nicht allein dem Erbfall zu überlassen. Wer

früh plant, kann die persönlichen Freibeträge mehrfach nutzen,

künftige Kursgewinne aus dem steuerlichen Zugriff heraushalten

und über den Nießbrauch die Erträge sichern, ohne das Eigentum

festzuhalten. Gerade die jüngste Verschiebung bei der steuerlichen

Zurechnung von Dividenden zeigt aber, dass die Details entscheidend

sind.

Und schließlich der politische Rahmen: Solange in Karlsruhe

und Berlin über die Zukunft der Erbschaft- und Schenkungsteuer

entschieden wird, gilt das heutige, vergleichsweise günstige Recht,

mit dem alle zehn Jahre nutzbaren Freibetrag und der Bewertung

zum Stichtag. Gerade deshalb gilt: Ein Zuwarten ist bei der Übertragung

von Wertpapiervermögen nicht immer ratsam. Wer auf

die „perfekte“ Rechtslage oder den „richtigen“ Kurs wartet, verschenkt

häufig genau das, was diese Gestaltungen so wirksam

macht: Zeit. Steigt das Depot weiter, wächst die spätere Steuerlast

mit. Ändert sich allerdings das Recht, etwa hin zu einem einmaligen

Lebensfreibetrag, können sich die heutigen Spielräume verengen.

Das heißt nicht, überstürzt zu handeln, wohl aber, eine geplante

Übertragung nicht ohne Grund aufzuschieben.

Eine pauschale Empfehlung gibt es bei diesem Thema nicht,

denn jede Konstellation will individuell und sorgfältig beraten sein.

Eine vorausschauende Vorbereitung aber zahlt sich aus unserer

Sicht fast immer aus.

EXKURS

Doppelte Belastung

Für die Erbschaftsteuer gilt ein strenges

Stichtagsprinzip: Der Nachlass wird mit

den Werten am Todestag bewertet (§ 9

Abs. 1 Nr. 1, § 11 ErbStG, i. V. m. § 12 Abs.

2 ErbStG, § 11 BewG; § 1922 Abs. 1 BGB).

Dass ein geerbtes Depot mit den Kurswerten

am Todestag angesetzt wird,

entspricht der gesetzlichen Systematik.

Kapitalertragsteuerlich gilt jedoch

kein entsprechender „Step-up“ auf den

Todestagswert. Wegen der Gesamt-

rechtsnachfolge (§§ 1922 ff. BGB) greift

die sogenannte Fußstapfentheorie: Bei

unentgeltlichem Erwerb übernimmt der

Erbe die Anschaffungskosten des Erblassers.

Verkauft er die Aktien später,

wird der Veräußerungsgewinn nach §

20 Abs. 2 und 4 EStG vom ursprünglichen

Kaufkurs des Erblassers bis zum

Verkauf berechnet – die Depotbank

führt die alten Einstandskurse fort.

Immerhin: Hat der Erblasser die Aktien

vor 2009 erworben, bleibt deren

Veräußerung – nur kapitalertragsteuerlich

– auch für den Erben steuerfrei. So

kann es zu einer Doppelbelastung kom-

men: Erbschaftsteuer auf den Verkehrswert

am Todestag und zusätzlich Kapitalertragsteuer

auf den gesamten

Kursgewinn seit Anschaffung durch den

Erblasser. Das ist – bedauerlicherweise

– gesetzlich angelegt. Eine gewisse Milderung

ermöglicht zwar § 35b EStG

(eine an den Einkommensteuersätzen

orientierte Günstigerprüfung, im Vierjahreszeitraum

nach Anfall der Erbschaftsteuer).

Bei der Abgeltung-/Kapitalertragsteuer

scheidet diese

Entlastung jedoch regelmäßig aus, weil

§ 35b EStG nur die tarifliche Einkommensteuer

erfasst.

66 Illustration: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


ieser Text

eigt evtl. Proleme

beim

ext an

FOCUS MONEY 28/2026

67


moneyservice

HIGHSPEED: Mit

Glasfaser sind Übertragungsgeschwindigkeiten

von 1000 Mbit/s im

Download locker möglich

GLASFASER-ANSCHLÜSSE

Zug um Zug

Mit dem Projekt „Bestes Netz für Deutschland“ und Änderungen im Telekommunikationsgesetz

will Bundesdigitalminister Karsten Wildberger den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland

beschleunigen. Welche gängigen Tarife für Privathaushalte aktuell erste Wahl sind

von THOMAS SCHICKLING

Mehr Tempo, weniger Bürokratie und verlässliche

Rahmenbedingungen“ – das

fordert Bundesdigitalminister Karsten

Wildberger eindringlich bei fast jedem

seiner öffentlichen Auftritte, damit der

Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk „in

Deutschland spürbar vorankommt“. Indem man den

Fortschritt mit konkreten Kenngrößen transparent mache,

so das CDU-Mitglied, schaffe man mehr Verbindlichkeit

für Investitionen, Genehmigungsprozesse und

die Umsetzung der gemeinsam vereinbarten Ziele.

Um seinen politischen Worten auch reale Taten folgen

zu lassen, hat der Minister mit Vertretern der Bundesländer

und Kommunen, den CEOs der größten Telekommunikationsfirmen

und Verbandsvertretern

Anfang Juni ein Memorandum of Understanding namens

„Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet. In

dem Papier macht die Industrie massive finanzielle Zusagen:

Allein 2026 plant die Telekommunikationsbranche,

8,5 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau und

2,4 Milliarden Euro in Mobilfunknetze zu investieren.

Mit diesen hohen Summen sollen noch im Jahresverlauf

zwischen Flensburg und Garmisch rund 3,2 Millionen

direkt nutzbare Glasfaseranschlüsse, im Fachjargon

sogenannte Homes Connected, und weitere rund

2,5 Millionen schon vorbereitete Anschlüsse („Homes

Passed“) realisiert werden. Auch für die Zukunft sind

bereits hohe Milliardeninvestitionen fest eingeplant,

etwa mindestens 6,6 Milliarden Euro für Glasfaser und

2,4 Milliarden Euro für Mobilfunk im Jahr 2027.

68

Illustration: KI/FOCUS MONEY FOCUS MONEY 28/2026


Um die ambitionierten Ausbauziele auch schnell umzusetzen,

setzt das Bündnis auf strenge, halbjährliche Erfolgskontrollen

anhand bestimmter Kennzahlen, etwa dem Ausbaufortschritt

des Netzes, konkreten Investitionshöhen und

der Dauer behördlicher Genehmigungsverfahren. Dabei soll

auf bestehende Datensätze der Bundesnetzagentur zurückgegriffen

werden, um nicht unnötig wieder neue bürokratische

Hürden für die beteiligten Unternehmen zu schaffen.

Open Access. Ein weiterer Baustein des Memorandums ist

das Bekenntnis der Telekommunikationsbranche zu einer

„Open-Access-Strategie“. Das heißt: Offene und diskriminierungsfreie

Netzzugänge sollen dabei allen Anbietern von

Glasfaserprojekten ermöglichen, auf derselben Infrastruktur

aktiv zu werden. Das Konzept soll den Wettbewerb um

die Endkunden stärken, die Investitionsrisiken für die Telekommunikationsunternehmen

reduzieren und die wirtschaftliche

Auslastung der neu gelegten Netze verbessern.

Klingt gut. Doch wie kommen die neuen Glasfaseranschlüsse

schnell in jedes Gebäude und jede Wohnung? Zumal der

Ausbau hierzulande meist vor der Haustür endet. Dafür will

Digitalminister Wildberger das Telekommunikationsgesetz

mit dem „Recht auf Vollausbau“ reformieren: Liegt bereits ein

Glasfaseranschluss im Gebäude oder hat ein Anbieter einen

Teil der Wohnungen erschlossen, darf dieser oder ein Mitbewerber

auch die restlichen Wohneinheiten verkabeln. Die Verlegung

kann nur dann vom Eigentümer oder der Wohnungseigentümergemeinschaft

verweigert werden, wenn diese sich

vertraglich verpflichten, die hausinterne Verkabelung innerhalb

einer bestimmten Frist selbst in Auftrag zu geben.

Beschleunigt werden sollen zudem Verfahren bei der Glasfaserverlegung

in der Fläche durch kürzere Genehmigungsfristen

und der Option für Bauunternehmen, früher mit den

Arbeiten zu beginnen. Außerdem sollen Eisenbahnunternehmen

beim Ausbau schneller Funknetze entlang von

Bahntrassen zur Mitwirkung verpflichtet werden können.

Dank Memorandum und Gesetzesänderung sollte der Glasfaserausbau

in Deutschland zwar merklich an Fahrt gewinnen.

Was allerdings bleibt, ist ein unübersichtlicher Wirrwarr

von Tarifen, der es Verbraucherinnen und Verbrauchern

erschwert, das richtige Angebot für ihre Bedürfnisse zu finden.

Um Licht ins Dunkel der mitunter recht intransparenten

Glasfaser-Angebote zu bringen, hat das Vergleichsportal

Verivox für FOCUS MONEY den Markt unter die Lupe genommen

und für gängige Geschwindigkeiten von 50, 100, 150

und 1000 Mbit pro Sekunde im Download die aktuell besten

Offerten herauskristallisiert (s. Tabellen unten und S. 70).

„Bei niedrigen Bandbreiten sind die Preise für Glasfaser oft

ähnlich günstig wie für DSL oder Kabel“, erklärt Verivox-Telekommunikationsexperte

Jörg Schamberg. Das sei schon

seit ein bis zwei Jahren der Fall. Damit die Nachfrage nach

Glasfaseranschlüssen wirklich an Tempo gewinnen könne,

müssten die Telekommunikationsunternehmen jedoch

Glasfaser: Das sind die günstigsten Tarife bei 50, 100 und 150 Mbit/s im Download

Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr

(ab 25. Monat)

PŸUR Pure Speed 50 Glasfaser 19,83 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 19,00 Euro

1&1 Glasfaser 50 Glasfaser 37,07 Euro 50 Mbit/s (20 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro

Mnet Internet 100 Glasfaser 30,31 Euro 100 Mbit/s (40 Mbit/s im Upload) 39,90 Euro

Deutsche Glasfaser Basic 100 Glasfaser 35,40 Euro 100 Mbit/s (50 Mbit/s im Upload) 39,99 Euro

Telekom Glasfaser 150 Glasfaser 33,12 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 45,95 Euro

O 2

Home M 150 Glasfaser 35,40 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 39,99 Euro

Vodafone GigaZuhause Glasfaser 150 Glasfaser 37,70 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 44,99 Euro

Zum Vergleich: Die günstigsten DSL- und Kabel-Alternativen zum Glasfaseranschluss

Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr

(ab 25. Monat)

PŸUR Pure Speed 50 Kabel 19,83 Euro 50 Mbit/s (5 Mbit/s im Upload) 19,00 Euro

O 2

Home S Kabel 25,41 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro

Telekom Magenta Zuhause M DSL 29,28 Euro 50 Mbit/s (25 Mbit/s im Upload) 43,95 Euro

Mnet Internet 50 DSL 36,15 Euro 50 Mbit/s (10 Mbit/s im Upload) 34,90 Euro

Vodafone GigaZuhause 150 Kabel Kabel 36,86 Euro 150 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 44,99 Euro

1&1 DSL 50 DSL 37,07 Euro 50 Mbit/s (20 Mbit/s im Upload) 34,99 Euro

Quelle: Verivox.de, Webseiten der Anbieter; Auswahl gängiger marktrelevanter Anbieter, keine Komplettabdeckung; Effektivpreis: monatlicher Durchschnittspreis, der sich aus der Grundgebühr der ersten 24 Monate sowie allen einmaligen Kosten und Rabatten berechnet.

Der Verivox-Cashback wurde nicht berücksichtigt; Stand: Juni 2026

FOCUS MONEY 28/2026

69


deutlich mehr Einsteiger-Tarife auflegen. Dazu sind die Anbieter

bislang allerdings leider nur punktuell bereit.

Stadtstaaten vorn. Im bundesdeutschen Durchschnitt

können aktuell 49 Prozent der privaten Haushalte auf Gigabit-Glasfaseranschlüsse

zugreifen, bilanziert der aktuelle

Bundesbreitbandatlas. Am besten dabei ist die Versorgung

in den beiden Stadtstaaten Bremen und Hamburg. In der Fläche

hingegen liegt das nördliche Schleswig-Holstein vorn.

Die größten Vorteile von Glasfaseranschlüssen ruhen in

hohen Geschwindigkeiten beim Herunter- und Hochladen

von Daten. Was sich positiv auf Streaming, Gaming und andere

breitbandige Anwendungen auswirkt. Zudem ist die

Glasfaser-Technologie stabiler und weniger anfällig für Störungen,

selbst wenn mehrere Endgeräte (TV, Smartphone,

Computer) gleichzeitig zum Einsatz kommen. Auch ist Glasfaser

energieeffizienter, da die Technologie weniger Strom

als Kupferleitungen bei der Datenübertragung benötigt.

Recht auf Glasfaser. Im Zuge des „Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes“

haben Mieter heute sogar einen

Anspruch auf einen Glasfaseranschluss. Vermieter oder Verwalter

von Immobilien sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet,

den Einbau eines Glasfaseranschlusses zu unterstützen.

Vorausgesetzt, das jeweilige Gebäude liegt in einem vom

Netzbetreiber definierten Glasfaser-Ausbaugebiet. Ist dies

der Fall, darf der Vermieter den Glasfaseranschluss nicht verweigern,

auch wenn nur eine Mietpartei diesen will.

In Gebieten mit flächendeckendem Glasfaser-Angebot

übernehmen Provider wie etwa Telekom, Vodafone oder O 2

meist die kompletten Aufwendungen des Ausbaus. Sogar der

STREAMING: 25

Mbit/s braucht es

mindestens für hochauflösendes

4K-TV

Hausanschluss und die Verbindung ans Glasfasernetz sind in

der Regel dabei gratis inkludiert. Doch Vorsicht! Die Provider

tragen nicht auch die finanziellen Aufwendungen für die

Glasfaser-Inhouse-Verkabelung vom Hausübergabepunkt im

Keller (oder einem Technikraum) in die Wohnungen.

Schultert der Vermieter die Kosten dafür, darf er diese auf

die Miete als sogenanntes Glasfaserbereitstellungsentgelt

umlegen, sofern es sich um einen Anschluss mit hohem Datendurchsatz

handelt und die Mieter ihren Anbieter frei wählen

dürfen. Das Bereitstellungsentgelt ist jedoch gedeckelt:

Vermieter dürfen maximal fünf Euro pro Monat fünf Jahre

lang verlangen. Reicht dieser gesetzliche Regelbetrag von

insgesamt 300 Euro nicht aus, darf der Vermieter die Kosten

auf neun Jahre strecken und so maximal 540 Euro umlegen.

Ein moderner Glasfaseranschluss steigert die Attraktivität

einer Immobilie. Immer mehr Mieter achten daher beim Einzug

darauf, dass Wohnungen angesichts immer höherer Mieten

in den Metropolen über diese Technologie verfügen.

Glasfaser: Die günstigsten Highspeed-Tarife für 1000 MBit/s im Download

Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr

(ab 25. Monat)

PŸUR Pure Speed 1000 Glasfaser 37,07 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 54,99 Euro

Mnet Internet 1000 Glasfaser 41,15 Euro 1000 Mbit/s (200 Mbit/s im Upload) 59,90 Euro

Vodafone GigaZuhause Glasfaser 1000 Glasfaser 53,32 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro

Telekom Glasfaser 1000 Glasfaser 59,16 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 70,95 Euro

Deutsche Glasfaser Giga 1000 Glasfaser 60,41 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 89,99 Euro

O 2

Home XXL 1000 Glasfaser 65,41 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro

1&1 Glasfaser 1000 Glasfaser 72,07 Euro 1000 Mbit/s (500 Mbit/s im Upload) 69,99 Euro

Zum Vergleich: Die Kabel-Alternativen zu superschnellen Glasfaseranschlüssen

Anbieter Tarif Technologie Kosten effektiv Download-Speed Grundgebühr

(ab 25. Monat)

PŸUR Pure Speed 1000 Kabel 37,15 Euro 1000 Mbit/s (50 Mbit/s im Upload) 52,98 Euro

O 2

Home XXL Kabel 50,40 Euro 1000 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 59,99 Euro

Vodafone GigaZuhause 1000 Kabel Kabel 49,36 Euro 1000 Mbit/s (75 Mbit/s im Upload) 64,99 Euro

Quelle: Verivox.de, Webseiten der Anbieter; Auswahl gängiger marktrelevanter Anbieter, keine Komplettabdeckung; Effektivpreis: monatlicher Durchschnittspreis, der sich aus der Grundgebühr der ersten 24 Monate sowie allen einmaligen Kosten und Rabatten berechnet.

Der Verivox-Cashback wurde nicht berücksichtigt; Stand: Juni 2026

70 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


moneyservice

IN TRAUER: Überwiegend

werden die Deutschen in

Urnen beigesetzt – auch

das kostet viel Geld

STERBEGELDVERSICHERUNG

Abschied

kann teuer

werden

Die Kosten für Bestattungen klettern immer weiter in die Höhe. Wer seinen Angehörigen dafür

ein tiefes Loch in der Kasse ersparen möchte, sorgt bereits zu Lebzeiten finanziell vor

von WERNER MÜLLER

Rheinland-Pfalz hat es im vergangenen Jahr vorgemacht

und damit einen Nerv getroffen: Die Beerdigungsregeln

wurden deutlich liberalisiert, sodass dort inzwischen

auch Flussbestattungen erlaubt sind oder die Urne zu Hause

aufbewahrt, die Asche im eigenen Garten verstreut oder daraus

ein Erinnerungsstück angefertigt werden darf. Das sind

alles Formen, die in Umfragen immer wieder als Beerdigungswünsche

genannt werden. Den Friedhofszwang lehnen dagegen

drei Viertel der Bundesbürger ab. Dennoch ist er meistens

vorgeschrieben, allenfalls inzwischen gelockert durch

Bestattungswälder oder Seebestattungen. Nun überlegen

manche Bundesländer, bei der Liberalisierung nachzuziehen,

andere bleiben dagegen bei den althergebrachten Regeln. Das

Bestattungsrecht ist halt Ländersache.

Doch wie auch immer, es kostet eine ganze Menge Geld, liebe

Angehörige angemessen beizusetzen. Durchschnittliche

Bestattungen sind kaum unter 6000 Euro zu haben, mit Grabstein,

-pflege, Trauerfeier & Co. liegt der Schnitt laut Statista

sogar bei knapp 13 000 Euro. Und das, obwohl 78 Prozent

der Deutschen maximal 6000 Euro dafür ausgeben wollen,

57 Prozent sogar nur höchstens 4000 Euro. Kein Wunder,

dass sogenannte Discount-Bestattungen bei den mittlerweile

über eine Million jährlichen Todesfällen in Deutschland auf

dem Vormarsch sind.

Denn die Preise steigen munter weiter: Nach Angaben des

Verbrauchervereins Aeternitas verteuerten sich die Beerdigungskosten

in den vergangenen fünf Jahren insgesamt

um mehr als 20 Prozent. 2025 etwa lag die Erhöhung mit

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 71


moneyservice

3,1 Prozent klar über der allgemeinen Inflationsrate

von 2,2 Prozent. Und für 2024

war die Diskrepanz der Werte mit 4,5 zu 2,2

Prozent sogar noch deutlicher. Auf knapp

drei Milliarden Euro Umsatz kommt die

Branche so mit ihren rund 5500 Betrieben

inzwischen jedes Jahr.

Die Familie entlasten. Viele ältere Menschen

machen sich daher vermehrt Gedanken,

wie sie solch erhebliche Bestattungskosten

ihren trauernden Hinterbliebenen

ersparen können. Die Lösung: am besten schon zu Lebzeiten

für die eigene Beerdigung finanziell vorsorgen. Das mindert

zwar eine vielleicht zu erwartende Erbschaft, aber da sich die

nötigen Summen auch ratierlich ansparen lassen, reißen diese

im Ernstfall nicht sofort ein tiefes Loch in die Kasse.

Zumal der Erblasser es dann auch gleich selbst in die Hand

nehmen kann, die Umstände und Wünsche für seine Beerdigung

aktiv zu gestalten und im Voraus festzulegen. So sind

nicht nur die günstigeren Urnenbestattungen von 64 Prozent

im Jahr 2012 auf über 80 Prozent gestiegen. Zudem zeigen

Umfragen, dass für 60 Prozent der Befragten nicht die Trauer,

sondern eher schöne Momente bei ihrer Beerdigung im Vor-

BESTE

STERBEGELD-

VERSICHERUNG

dergrund stehen sollen. 47 Prozent legen

keinen Wert auf eine Trauerfeier, während

nur sechs Prozent eine große Trauerfeier für

die Hinterbliebenen veranstalten möchten.

Zur Finanzierung der individuellen Wünsche

bieten sich allgemeine private Sparpläne,

besondere zweckgebundene Vorsorgeverträge

mit Bestattern oder auch spezielle

Sterbegeldpolicen der Versicherer an. Die

Versicherungslösung hat dabei den Vorteil,

dass im Todesfall die gesamte vereinbarte

Summe ausgezahlt wird – auch wenn die bis dahin überwiesenen

monatlichen Beiträge diese nicht ansatzweise decken

sollten. Da kommt das Prinzip des Versichertenkollektivs voll

zum Tragen. Zu achten ist bei den Policen aber stets auf das

Kleingedruckte. So besteht etwa für viele Tarife eine kurze

Wartezeit, für andere nicht. Dafür verlangen Letztere aber die

Beantwortung von Gesundheitsfragen, Erstere dagegen nicht.

In der Tabelle unten sind auszugsweise weitere wichtige

Leistungsmerkmale aufgeführt. Zusammen mit anderen

Qualitätskriterien (s. rechts) sind dort die insgesamt bestbewerteten

Sterbegeldpolicen zu finden – damit genug Kapital

für die Beerdigung da ist, wenn es so weit sein sollte.

Die besten Sterbegeldversicherungen

Tarifname

Wartezeit in

Monaten

Leistung bei Tod während der

Wartezeit

Versicherungsunternehmen

Gesundheitsfragen

Höchstalter versicherte

Person

(in Jahren)

versicherbare

Mindest- / Höchstsumme

in Euro

doppelte Versicherungssumme

bei Unfalltod

Quelle: DFSI

Tarife mit Wartezeit

Allianz BestattungsSchutzbrief (LAS1) 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3000 / 20000 Ja, inkludiert

Ergo Vorsorge Sterbevorsorge 18 Rückerstattung Beiträge Nein 85 1000 / 20000 Ja, inkludiert

VPV Sterbegeldversicherung Premium (SGP) 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 2000 / 20000 Ja, inkludiert

Dela sorgenfreiLeben (mit Wartezeit) 24 Rückerstattung Beiträge Nein 54 3000 / 20000 Ja, inkludiert

Hannoversche L6-Plus 12 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3000 / 25000 Ja, inkludiert

Ideal SterbeGeld 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 85 2000 / 15000 Optional

LV 1871 Bestattungsvorsorge Comfort Plus (SV) 12 Anteilige Versicherungssumme Nein 95 1500 / 12500 Ja, inkludiert

Zurich Sterbegeldversicherung 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 75 2000 / 20000 Optional

Direkte Leben BestattungsVorsorge Tarif 15 18 Anteilige Versicherungssumme Nein 80 2500 / 20000 Nein

Gothaer Sterbegeldversicherung 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 5000 / 15000 Nein

HanseMerkur Senior Care 36 Rückerstattung Beiträge Nein 85 2000 / 20000 Nein

InterRisk Kapitalversicherung ohne GP 12 Rückerstattung Beiträge Nein 75 3000 / 15000 Ja, inkludiert

Nürnberger N3343 24 Rückerstattung Beiträge Nein 80 2500 / 20000 Nein

R+V Sterbegeldversicherung – Tarif GT 18 Rückerstattung Beiträge Nein 75 1000 / 15000 Nein

Signal Iduna Todesfallversicherung 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 2500 / 20000 Nein

Universa Trauerfall VORSORGE 36 Rückerstattung Beiträge Nein 70 2500 / 15000 Nein

Württembergische Sterbegeldversicherung (Tarif ST) 36 Rückerstattung Beiträge Nein 80 3500 / 20000 Nein

Inter Sterbegeldversicherung (Tarif K08) 24 Rückerstattung Beiträge Nein 75 2500 / 15000 Nein

Tarife ohne Wartezeit

Dela sorgenfreiLeben (ohne Wartezeit) keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 54 3000 / 20000 Ja, inkludiert

Debeka L1 (01/25) keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 80 4000 / – 1) Optional

Signal Iduna Todesfallversicherung keine Volle Leistung (keine Wartezeit) Ja 75 2500 / – 1) Nein

Stand: Juni 2026; 1) keine Höchstsumme; 2) AVB = Allgemeine Versicherungsbedingungen; 3) maximale Beitragszahlungsdauer überschritten; 4) kein Rating

72

FOCUS MONEY 28/2026


METHODE

So wurde im Detail getestet

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI)

hat aktuelle am Markt befindliche Sterbegeldpolicen

einer ein gehenden Analyse

unterzogen. Dazu ermittelte das DFSI per

Fragebogen zahlreiche für die Sterbegeldversicherung

relevante Tarifdetails bei den

Assekuranzen. Den Fragebogen komplett

ausgefüllt und zurückgesandt haben

schließlich 20 Gesellschaften mit 27 unterschiedlichen

Tarifvarianten. Für die Bewertung

werden die Policen in die zwei Kategorien

„Tarife mit Wartezeit“ und „Tarife

ohne Wartezeit“ eingestuft.

Bei der Bewertung von rund 36 Leistungsmerkmalen

prüft das DFSI nicht nur

den Inhalt der Klauseln, sondern achtet

auch darauf, dass diese fair und kundenfreundlich

sind. Für jede positive Regelung

verteilen die Experten – abhängig

von der Vorteilhaftigkeit – einen Viertel-,

einen halben, einen oder zwei Punkte.

Müssen die Assekuranzen bei den Fragen

passen, gibt es keine Punkte. Bei der Bewertung

der Leistungsmerkmale kommt

es auf die für das Bedingungswerk vergebene

Punktzahl im Verhältnis zur bestmöglichen

Punktzahl an.

Für die Bewertung der Beiträge wird im

ersten Schritt eine Durchschnittsprämie

aus den Prämien für 50- und 60-Jährige

mit einer Beitragszahlungsdauer bis Endalter

85 für die Versicherungssummen

5000 Euro, 7500 Euro und 10 000 Euro gebildet.

Die so berechnete Prämie wird dann

ins Verhältnis zur jeweils günstigsten Prämie

gesetzt und der prozentuale Wert mit

der entsprechenden Note versehen.

Schließlich kommt es als dritte Komponente

auf die Bonität des Versicherers an,

die anhand der Urteile renommierter Ratingagenturen

bewertet wird. Denn wenn

Anbieter wegen geringer Kapitalerträge

die tatsächlich zu zahlenden Nettobeiträge

anheben müssen, wäre erst beim kalkulatorischen

Bruttobeitrag Schluss mit

möglichen Erhöhungen, falls der Anbieter

gar keine Überschüsse mehr erwirtschaften

sollte. Insofern ist die Bonität des Versicherers

wichtig, damit Kunden die Gefahr

möglicher Prämienerhöhungen realistischer

einschätzen können.

Die Gesamtbewertung setzt sich zu 60

Prozent aus den Tarifbedingungen, zu 25

Prozent aus der Beitragsgestaltung und zu

15 Prozent aus der Bonität des Anbieters

zusammen. Die Bestnote „Hervorragend“

erhält, wer sich mit seiner Punktzahl im Bereich

der obersten zehn Prozent zwischen

null und dem höchsten von einem Anbieter

erzielten Wert bewegt. Die Note „Sehr

Gut“ geht an die darunterliegenden zehn

Prozent auf der Punkteskala. Die übrigen

Bewertungen („Gut“, „Befriedigend“, „Ausreichend“,

„Mangelhaft“) erfolgen dann

jeweils in 20-Prozent-Schritten.

Kostenübernahme

Rückholung

bei Versterben im

Ausland

digitale Erfassung

von Verträgen

und Konten sowie

zur Nachlassregelung

Organisation von

Grabpflege bei

vorhandenem

Restguthaben

Organisation der

Bestattung

AVB-Bewertung 2)

monatliche Prämie in Euro beispielhaft

für 50- / 60-Jährige mit

Versicherungssumme 7500 Euro

bis Endalter 85 Jahre

Preisbewertung Finanznote Gesamtbewertung

Begrenzt Ja Ja Ja Hervorragend 25,36 / 36,87 Hervorragend 1,00 Hervorragend

Nein Ja Ja Ja Hervorragend 27,41 / 37,96 Hervorragend 1,00 Hervorragend

Unbegrenzt Ja Ja Ja Hervorragend 26,02 / 39,20 Hervorragend 2,25 Hervorragend

Unbegrenzt Nein Nein Nein Sehr Gut 24,26 / 38,31 Hervorragend 2,00 Sehr Gut

Begrenzt Nein Nein Nein Gut 25,03 / 36,74 Hervorragend 1,00 Sehr Gut

Begrenzt Ja Nein Ja Gut 28,70 / 41,53 Sehr Gut 1,75 Sehr Gut

Nein Nein Nein Nein Sehr Gut 26,42 / 37,53 Hervorragend 1,25 Sehr Gut

Begrenzt Ja Nein Nein Gut 28,70 / 41,53 Sehr Gut 1,00 Sehr Gut

Nein Nein Nein Nein Gut 27,48 / 38,93 Hervorragend 2,00 Gut

Nein Nein Nein Nein Befriedigend 29,30 / 41,90 Sehr Gut 1,75 Gut

Nein Nein Nein Nein Befriedigend 22,54 / 33,57 Hervorragend 2,00 Gut

Begrenzt Nein Nein Nein Gut 26,85 / 39,27 Hervorragend 1,75 Gut

Begrenzt Ja Ja Ja Sehr Gut – 3) / 41,89 Gut 2,00 Gut

Nein Nein Nein Nein Befriedigend – 3) / 41,64 Gut 1,00 Gut

Nein Ja Nein Nein Befriedigend 24,31 / 37,90 Hervorragend 2,25 Gut

Nein Nein Nein Nein Befriedigend 30,40 / 44,28 Sehr Gut 2,00 Gut

Begrenzt Nein Nein Nein Befriedigend 28,41 / 41,25 Sehr Gut 2,00 Gut

Nein Nein Nein Nein Befriedigend 26,92 / 39,80 Hervorragend – 4) Befriedigend

Unbegrenzt Nein Nein Nein Hervorragend 20,66 / 32,47 Hervorragend 2,00 Hervorragend

Nein Nein Nein Nein Gut 24,05 / 36,85 Hervorragend 2,00 Gut

Nein Ja Nein Nein Gut 24,31 / 37,90 Hervorragend 2,25 Gut

FOCUS MONEY 28/2026

73


STUDIE

Das Beste für daheim

Neue Möbel, neue Technik, neuer Garten: Ein schönes Zuhause will stets in Schuss gehalten

werden. Welche Anbieter aus Kundensicht die besten Lösungen rund ums Haus bieten

von THORSTEN JACOBS

UNTER DACH UND FACH:

Vom Dachziegel bis zum

Bodenbelag ist alles top

74 Illustration: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


moneyservice

AUSWERTUNG 2026

Methode: So wurden

die Rankings ermittelt

Wie zufrieden sind die Kunden mit den

Leistungen von Anbietern und Dienstleistern

rund um Haus und Garten? Dieser

Frage ging das Kölner Analyse- und Beratungshaus

ServiceValue auch in diesem

Jahr im Auftrag von FOCUS MONEY nach.

Für die aktuelle Studie hat das Expertenteam

eine unabhängige Verbraucherbefragung

über ein sogenanntes Onli ne-

Access-Panel durchgeführt. Dabei wurden

insgesamt mehr als 152 000 Verbraucherurteile

zu insgesamt 1526 Unternehmen

aus 101 Branchen eingeholt und ausgewertet.

Konkret wurden die Umfrageteilnehmer

um ihr Zufriedenheitsurteil über

Produktanbieter und Dienstleister auf

Basis ihrer Erfahrungen und Erlebnisse

während der vergangenen 36 Monate

gebeten. Dazu stand ihnen die folgende

Bewertungsskala zur Auswahl:

1 = „äußerst zufrieden“

2 = „sehr zufrieden“

3 = „zufrieden“

4 = „eher zufrieden“

5 = „eher nicht zufrieden“

6 = „nicht zufrieden“

Aus allen Stimmen und für jeden Anbieter

wurde anschließend ein individueller Mittelwert

berechnet. Unternehmen, die besser

als der Durchschnitt aller Mitbewerber

ihrer jeweiligen Branche abgeschnitten

haben, erhielten das Urteil „Gut“. Anbieter,

die wiederum besser als der Durchschnitt

der mit „Gut“ bewerteten Mitbewerber

waren, bekamen das Prädikat

„Sehr Gut“. Das jeweils bestbewertete

Unternehmen seiner Branche wurde als

„Nr. 1“ ausgezeichnet. Überdies wurde

eine Langzeitauswertung vorgenommen.

Unternehmen, die seit fünf Jahren in Folge

(oder länger) durchgängig ein überdurchschnittliches

Kundenurteil erzielt haben

und dabei überwiegend „sehr gut“

waren, erhielten zudem eine Auszeichnung

als Langzeitsieger. Diese erfolgt

stets für den jeweils längstmöglichen Zeitraum.

Welche Anbieter ihre Kunden in besonderem

Maße zufriedenstellen, zeigen

die Rankings auf den folgenden Seiten.

FOCUS MONEY 28/2026

Die Zahlen sprechen für

sich: Laut einer Analyse

des Immobilienportals

Immowelt hat ein gutes

Drittel der dort inserierten

Häuser und Wohnungen einen

hohen Modernisierungsbedarf.

Besonders schlecht

steht es demnach um viele

Einfamilienhäuser, die mit

einem Energiestandard von F

und niedriger schnellstens

saniert werden sollten.

Zwar ist es um die Energieeffizienz

bei Eigentumswohnungen

etwas besser bestellt.

Aber auch deren Besitzer

Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

kommen nicht umhin, gelegentlich Renovierungsarbeiten

durchzuführen. Wände, Fußböden oder Küche können – je

nach Nutzung – schon nach zehn Jahren eine Auffrischung

vertragen. Ebenso halten Elektrik und Sanitäranlagen nicht

ewig. Und im Garten wiederum ist es keine Frage von Jahren,

sondern von Stetigkeit: Wer eine Blumenpracht genießen,

Gemüse ernten oder auch nur im Grünen entspannen möchte,

muss regelmäßig etwas dafür tun.

Die Qual der Wahl. Arbeit gibt es also zur Genüge. Insbesondere

Käufer oder Erben von sanierungsbedürftigen Immobilien

wissen oft kaum, wo sie anfangen sollen. In diesem

Fall ist es sinnvoll, das große Ganze ins Visier zu nehmen und

sich langsam vorzuarbeiten: vom Dach und der Fassade über

die Fenster und Türen bis hin zur Elektrik und dem Innenausbau.

Zu guter Letzt geht es an die Außenanlagen und in

den Garten. Für all diese Gewerke gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher

Anbieter. Stellt sich die Frage: Wer von ihnen

überzeugt mit seinem Angebot? Vielen Heimwerkern und

Gärtnern fehlt schlicht die Erfahrung. Aufgrund mangelnder

Vergleichswerte wird die Anbieterwahl damit noch vor

der eigentlichen Arbeit zur Herausforderung.

Orientierungshilfe bietet die aktuelle Studie „Deutschlands

Beste – Rund ums Haus“. Darin gaben Kunden von

mehr als 1500 Unternehmen aus über 100 Branchen an, wie

zufrieden sie mit den von ihnen genutzten Unternehmen beziehungsweise

deren Produkten jeweils waren. Durchgeführt

wurde die Kundenbefragung auch in diesem Jahr vom

Kölner Analyse- und Beratungshaus ServiceValue im Auftrag

von FOCUS MONEY. Erstmalig untersucht wurden Anbieter

aus Bereichen wie Bewässerungssysteme oder Biomasse-

Heiztechnik. Beide Branchen konnten auf Anhieb überzeugen

und sind mit guten Werten am oberen Ende ins Branchen-Ranking

eingestiegen.

Die besten Bewertungen. Als insgesamt bestbewertetes

Unternehmen sticht der Pflanzenversender as-garten.de heraus

(Score 2,41). Knapp dahinter – mit einem Mittelwert von

jeweils 2,42 – folgen BIEN-ZENKER (Fertighausanbieter),

NEUDORFF (Gartenpflegeprodukte), KRONENBACH (Bad &

Sanitär) und Verisure (Sicherheitstechnik). Der geteilte dritte

Platz geht an den Fertighausanbieter HANSE HAUS und

den Grillhersteller Weber mit einem Score von jeweils 2,43.

75


moneyservice

HAND ANLEGEN: Mit den richtigen

Werkzeugen läuft die Renovierung rund

Rund ums Haus

Alle Branchen, alle Besten

Sanieren und renovieren, tapezieren und dekorieren,

grillen und vertikutieren: In dieser Studie wurden mehr

als 1500 Anbieter rund ums Heim untersucht

DEUTSCHLANDS

Von anbieterstarken Branchen wie Energieversorgern,

BESTE Möbelhändlern und Möbelmarken bis hin zu kleineren Nischen

wie Akustikpaneelen, Pizzaöfen oder Zisternen-

Shops ist alles dabei. Die 101 in der Studie untersuchten

Branchen sind auf dieser und den folgenden Seiten in

alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Anbieter und

Unternehmen, die eine Auszeichnung als Langzeitsieger erhalten haben,

wurden jeweils mit einem Stern gekennzeichnet.

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

AKUSTIKPANEELE

Akuwoodpanel 2,63

Nr. 1 /

Sehr Gut

Woodupp 2,65 Sehr Gut

Isodeco 2,71 Gut

BAD & SANITÄR

KRONENBACH ★ 2,42

Nr. 1 /

Sehr Gut

LAUFEN ★ 2,44 Sehr Gut

pelipal ★ 2,45 Sehr Gut

GROHE ★ 2,47 Sehr Gut

hansgrohe ★ 2,48 Sehr Gut

OTTOFOND 2,49 Sehr Gut

VIGOUR 2,53 Sehr Gut

DURAVIT ★ 2,55 Sehr Gut

KEUCO 2,57 Sehr Gut

burgbad 2,60 Gut

repaBAD 2,64 Gut

Sanipa 2,65 Gut

KLUDI 2,67 Gut

KALDEWEI 2,69 Gut

Viega 2,70 Gut

HÜPPE 2,70 Gut

herzbach 2,72 Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

BAD-SHOPS

reuter.de ★ 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

badtraum24.de ★ 2,53 Sehr Gut

megabad.com ★ 2,56 Sehr Gut

baddepot.de 2,60 Sehr Gut

absolut-bad.de 2,61 Sehr Gut

x2o.de 2,62 Sehr Gut

guenstiges-bad.de 2,63 Sehr Gut

badmoebel-markenshop.de 2,65 Sehr Gut

neuesbad.de ★ 2,66 Sehr Gut

emero.de ★ 2,67 Sehr Gut

badedu.de 2,69 Gut

badfabrik24.de 2,70 Gut

badshop.de 2,72 Gut

rockyshop.de 2,74 Gut

emke.de 2,77 Gut

duschmeister.de 2,78 Gut

sonono.de 2,78 Gut

skybad.de 2,82 Gut

badquadrat.de 2,83 Gut

BALKONKRAFTWERK-SHOPS

solakon.de 2,45

Nr. 1 /

Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

priwatt.de 2,47 Sehr Gut

powerness.de 2,48 Sehr Gut

solago.de 2,49 Sehr Gut

solarway.shop 2,50 Sehr Gut

kawosun.de 2,55 Gut

pvundso.de 2,59 Gut

balkonstrom.com 2,62 Gut

BAUMÄRKTE (ONLINE)

onlinebaufuchs.de 2,63

Nr. 1 /

Sehr Gut

arebos.de 2,67 Sehr Gut

casando.de 2,71 Sehr Gut

onlineshop-baumarkt.de ★ 2,72 Sehr Gut

manomano.de 2,76 Gut

mein-online-baumarkt.de 2,80 Gut

j-kesselshop.de 2,85 Gut

BAUMÄRKTE (STATIONÄR)

HELLWEG ★ 2,54

Nr. 1 /

Sehr Gut

BAUHAUS ★ 2,57 Sehr Gut

hagebau 2,59 Sehr Gut

OBI ★ 2,63 Sehr Gut

toom Baumarkt ★ 2,64 Sehr Gut

BayWa Bau & Garten 2,69 Gut

HORNBACH 2,74 Gut

B1 Discount Baumarkt 2,77 Gut

BAUSTOFF-SHOPS

koempf24.de ★ 2,63

Nr. 1 /

Sehr Gut

baustoffshop.de ★ 2,65 Sehr Gut

dwz-shop.de 2,70 Sehr Gut

heim-baustoffe.de 2,74 Gut

kemmler.de 2,80 Gut

BETTEN & MATRATZEN

Origin Matratzen 2,50

Nr. 1 /

Sehr Gut

JYSK 2,51 Sehr Gut

BeCo Matratzen 2,52 Sehr Gut

Matratzen Concord 2,53 Sehr Gut

76 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


Unternehmen/Anbieter

Frankenstolz ★ 2,55 Sehr Gut

Hasena 2,56 Sehr Gut

TEMPUR ★ 2,57 Sehr Gut

SOULMAT 2,59 Sehr Gut

Metzeler Matratzen 2,60 Gut

Badenia 2,62 Gut

SCHRAMM-Betten 2,63 Gut

RÖWA 2,63 Gut

bett1.de 2,64 Gut

dormiente 2,65 Gut

RUF Betten ★ 2,68 Gut

swissflex 2,70 Gut

Waterbed Discount 2,71 Gut

BEWÄSSERUNGSSYSTEME

Regenmeister 2,57

Nr. 1 /

Sehr Gut

Eve Aqua 2,60 Gut

GARDENA 2,63 Gut

BIOMASSE‐HEIZTECHNIK

HARGASSNER 2,56

Nr. 1 /

Sehr Gut

Windhager 2,58 Sehr Gut

fröling 2,60 Sehr Gut

SOLARFOCUS 2,63 Gut

ETA Heiztechnik 2,65 Gut

BODENBELAGHERSTELLER

wineo 2,48

Nr. 1 /

Sehr Gut

HARO ★ 2,52 Sehr Gut

THEDE & WITTE 2,55 Sehr Gut

Kährs ★ 2,57 Sehr Gut

WICANDERS 2,60 Sehr Gut

JOKA 2,61 Sehr Gut

KAINDL 2,62 Sehr Gut

PARADOR ★ 2,65 Sehr Gut

KRONOTEX 2,72 Gut

MEISTER 2,76 Gut

EGGER 2,80 Gut

JANGAL 2,81 Gut

Weitzer Parkett 2,83 Gut

BODENBELAG-SHOPS

laminat-shop24.com 2,45

Nr. 1 /

Sehr Gut

parkettrabatte.de 2,47 Sehr Gut

laminatdepot.de 2,51 Sehr Gut

planeo.de ★ 2,55 Sehr Gut

oppland.shop 2,60 Sehr Gut

laminatparadies.de 2,62 Gut

parkett-direkt.net ★ 2,65 Gut

Unternehmen/Anbieter

wohntec.de 2,66 Gut

wiplano.de 2,68 Gut

raumtrend-hinze.de 2,73 Gut

traumboden24.de 2,76 Gut

holz-kunz.de 2,77 Gut

BRIEFKÄSTEN & AUSSENAUSSTATTUNG

METZLER 2,45

Nr. 1 /

Sehr Gut

frabox.de ★ 2,48 Sehr Gut

MEISTERBOX 2,50 Sehr Gut

MOCAVI 2,51 Sehr Gut

BURG-WÄCHTER ★ 2,52 Sehr Gut

JU-Metallwaren 2,54 Sehr Gut

Flexbox 2,63 Gut

RIBA 2,66 Gut

Briefkasten Manufaktur

Lippe

CARPORT-HERSTELLER

Deutsche Carportfabrik ★ 2,61

2,69 Gut

Nr. 1 /

Sehr Gut

WEKA Holzbau ★ 2,65 Sehr Gut

Schweng 2,73 Sehr Gut

Pauleikhoff Carport ★ 2,78 Sehr Gut

Carportmaster ★ 2,87 Gut

Brüning-Carport 2,90 Gut

GroJa 2,96 Gut

DACHBLECH‐SHOPS

trapezblech-onlineshop.de 2,60

Nr. 1 /

Sehr Gut

mein-dach24.de 2,62 Sehr Gut

dachbleche24.de 2,66 Gut

DACHZIEGELHERSTELLER

BMI Braas ★ 2,65

Nr. 1 /

Sehr Gut

NELSKAMP ★ 2,72 Sehr Gut

Meyer-Holsen 2,76 Gut

Wienerberger 2,78 Gut

ERLUS 2,82 Gut

ELEKTROKAMINE

Fischer Future Heat 2,60

Nr. 1 /

Sehr Gut

Dimlex 2,62 Sehr Gut

GARVENS 2,65 Gut

Muenkel 2,68 Gut

E-MOBILITY-SHOPS

wallbox24.de 2,66

Nr. 1 /

Sehr Gut

energieloesung.de 2,68 Sehr Gut

wallbox.de 2,75 Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Durchschnitts-

Bewertung

wert

mobilityhouse.com 2,83 Gut

ENERGIEVERSORGER

EnBW ★ 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

MONTANA ★ 2,53 Sehr Gut

ENTEGA 2,55 Sehr Gut

enviaM ★ 2,56 Sehr Gut

eprimo ★ 2,57 Sehr Gut

Pfalzwerke 2,58 Sehr Gut

LichtBlick ★ 2,59 Sehr Gut

Grünwelt Energie 2,60 Sehr Gut

EWE 2,61 Sehr Gut

E WIE EINFACH ★ 2,61 Sehr Gut

Naturwerke 2,62 Sehr Gut

immergrün-Energie 2,63 Sehr Gut

prioenergie 2,64 Sehr Gut

NEW Energie 2,64 Sehr Gut

E.ON ★ 2,65 Sehr Gut

rabot.energy 2,66 Sehr Gut

MAINGAU Energie 2,67 Sehr Gut

Süwag 2,68 Gut

TEAG Thüringer Energie 2,69 Gut

enercity 2,69 Gut

Vattenfall 2,70 Gut

Yippie 2,70 Gut

tibber 2,71 Gut

goldgas 2,71 Gut

KlickEnergie 2,72 Gut

yello ★ 2,72 Gut

Mainova 2,72 Gut

Erdgas Südwest 2,73 Gut

Stadtwerke Bochum

Gut & Grün

2,73 Gut

stromee 2,75 Gut

123energie ★ 2,76 Gut

lekker Energie ★ 2,77 Gut

infra fürth 2,78 Gut

LogoEnergie 2,78 Gut

ENSTROGA 2,78 Gut

WEMAG 2,79 Gut

Stadtwerke München

(SWM)

2,79 Gut

grün.power 2,80 Gut

Brillant Energie 2,81 Gut

FACHMÄRKTE FÜR WAND/BODEN

FRICK FÜR WAND & BODEN ★ 2,81

Nr. 1 /

Sehr Gut

Sonnen Herzog 2,84 Sehr Gut

Knutzen Wohnen 3,00 Gut

FOCUS MONEY 28/2026

77


moneyservice

Farben & Lacke bis

Infrarotheizungs-Shops

OUTDOOR-WOHNZIMMER:

Im Sommer spielt sich das Leben

bevorzugt draußen ab

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

FARBEN & LACKE

Alpina ★ 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

Schöner Wohnen ★ 2,55 Sehr Gut

Brillux ★ 2,59 Sehr Gut

Dulux ★ 2,62 Sehr Gut

Caparol ★ 2,68 Sehr Gut

Hammerite 2,72 Gut

remmers 2,78 Gut

Consolan 2,89 Gut

BONDEX 2,93 Gut

FENSTER- & TÜRENVERSAND

fensterversand.com ★ 2,56

Nr. 1 /

Sehr Gut

fensterfabrik24.com 2,58 Sehr Gut

fensterblick.de ★ 2,59 Sehr Gut

fensterdepot24.de ★ 2,60 Sehr Gut

widuro.de 2,61 Sehr Gut

provix-fenster.de 2,62 Gut

haustueren.de 2,63 Gut

bew24-fenster.de 2,64 Gut

sparfenster.de 2,66 Gut

fenster24.de 2,72 Gut

FENSTER, TÜREN, TORE

WERU ★ 2,56

Nr. 1 /

Sehr Gut

aluplast 2,58 Sehr Gut

PORTA FENSTER 2,62 Sehr Gut

VELUX ★ 2,67 Sehr Gut

Roto 2,69 Sehr Gut

SCHÜCO ★ 2,70 Sehr Gut

hilzinger ★ 2,71 Sehr Gut

GERMAN WINDOWS 2,74 Gut

JELD-WEN 2,78 Gut

Kömmerling ★ 2,80 Gut

novoferm 2,83 Gut

GAYKO 2,86 Gut

GEALAN 2,87 Gut

Borne Türelemente 2,89 Gut

FERTIGHAUSANBIETER

BIEN-ZENKER ★ 2,42

Nr. 1 /

Sehr Gut

HANSE HAUS ★ 2,43 Sehr Gut

WeberHaus ★ 2,44 Sehr Gut

KAMPA ★ 2,46 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

SchwörerHaus ★ 2,49 Sehr Gut

FingerHaus ★ 2,50 Sehr Gut

allkauf haus ★ 2,51 Sehr Gut

RENSCH-HAUS ★ 2,54 Sehr Gut

Regnauer 2,55 Sehr Gut

Living Haus 2,56 Sehr Gut

Büdenbender 2,58 Gut

ELK 2,60 Gut

OKAL Haus 2,64 Gut

STREIF Haus ★ 2,66 Gut

ScanHaus Marlow 2,67 Gut

ISOWOODhaus ★ 2,68 Gut

HAAS FERTIGBAU 2,77 Gut

BAUFRITZ 2,80 Gut

FLIESENFACHHÄNDLER

OUTLET NEXTERIO ★ 2,64

Nr. 1 /

Sehr Gut

KERAMUNDO ★ 2,69 Sehr Gut

fliesenmax ★ 2,71 Sehr Gut

Schmidt-Rudersdorf 2,79 Gut

Linnenbecker 2,81 Gut

FLIESEN-SHOPS

fliesenrabatte.de ★ 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

fliesenadeneuer.de 2,59 Sehr Gut

fliesenverkauf.eu ★ 2,60 Sehr Gut

fliesen24.com 2,61 Sehr Gut

livingfloor.com ★ 2,66 Gut

jonastone.de 2,67 Gut

fliesenoutlet-shop24.de 2,73 Gut

keramics.com 2,77 Gut

GARTEN-/GERÄTEHÄUSER

Butenas ★ 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

Gartenhausfabrik 2,54 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Hansagarten24 2,58 Sehr Gut

biohort ★ 2,60 Sehr Gut

Garten[Q] 2,62 Sehr Gut

Wolff Finnhaus 2,68 Gut

WEKA Holzbau 2,69 Gut

Karibu ★ 2,70 Gut

Keter 2,71 Gut

Eleo Pavillon 2,72 Gut

GARTENARTIKEL-SHOPS

my-harry.de 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

meingartencenter24.de ★ 2,57 Sehr Gut

aosom.de ★ 2,60 Sehr Gut

raiffeisenmarkt.de ★ 2,60 Sehr Gut

meingartenversand.de 2,70 Gut

pflanzwerk.de ★ 2,76 Gut

gartenwelt.de 2,78 Gut

GARTENHAUS‐ & OUTDOOR‐BAU‐SHOPS

mygartenhaus24.de 2,62

Nr. 1 /

Sehr Gut

hansagarten24.de 2,70 Sehr Gut

mygardenhome.de 2,82 Gut

mcgarden24.de 2,84 Gut

gartenhaus-gmbh.de 2,89 Gut

GARTENMÖBEL- & OUTDOOR‐LIVING-SHOPS

gartenmoebel.de ★ 2,64

Nr. 1 /

Sehr Gut

gartenmoebelcompany.de 2,66 Sehr Gut

garwoh.de 2,70 Sehr Gut

keessmit.de 2,74 Gut

gartentotal.de 2,85 Gut

GARTENMÖBELHERSTELLER

KETTLER Home&Garden ★ 2,61

Nr. 1 /

Sehr Gut

siena GARDEN ★ 2,63 Sehr Gut

Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

78 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


Unternehmen/Anbieter

Niehoff Garden 2,65 Sehr Gut

Hartman 2,66 Sehr Gut

SIEGER 2,67 Sehr Gut

STERN Möbel 2,70 Gut

MBM 2,71 Gut

DEDON 2,72 Gut

BEST Freizeitmöbel 2,75 Gut

GARTENPFLEGEPRODUKTE

NEUDORFF 2,42

Nr. 1 /

Sehr Gut

SERAMIS 2,43 Sehr Gut

Substral 2,46 Sehr Gut

COMPO 2,56 Gut

GARTENSPIELGERÄTE

Gartenpirat 2,62

Nr. 1 /

Sehr Gut

BIG 2,65 Sehr Gut

HUDORA 2,66 Sehr Gut

Exit Toys 2,73 Gut

GARTENZAUN-SHOPS

zaunfuchs.de ★ 2,46

Nr. 1 /

Sehr Gut

zaun-kaufen.de 2,50 Sehr Gut

zaun24.de ★ 2,56 Sehr Gut

gartenzaun-experten.de 2,58 Sehr Gut

zaunonline.de 2,61 Sehr Gut

zaun-tor-ztm.de 2,64 Gut

mein-zaunshop.de ★ 2,68 Gut

zaun-idee.de ★ 2,70 Gut

zaunguru.de 2,73 Gut

mycamas.de 2,73 Gut

GELÄNDER-SHOPS

eleo-express.de 2,72

Nr. 1 /

Sehr Gut

gelaenderladen.de 2,76 Sehr Gut

huero.de 2,81 Gut

metallbau-onlineshop.de 2,85 Gut

GEWÄCHSHAUSHERSTELLER

Beckmann ★ 2,60

Nr. 1 /

Sehr Gut

Brast ★ 2,65 Sehr Gut

Hoklartherm ★ 2,68 Sehr Gut

Deuba 2,71 Gut

WAMA 2,86 Gut

GRILLHERSTELLER

Weber ★ 2,43

Nr. 1 /

Sehr Gut

Enders ★ 2,48 Sehr Gut

THÜROS 2,52 Sehr Gut

Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

SPIELHAUS: Kinder bewerten den Spaß, Eltern die Sicherheit

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Char-Broil 2,60 Gut

BURNHARD 2,62 Gut

MONOLITH 2,73 Gut

RÖSLE ★ 2,74 Gut

GRILL-SHOPS

weststyle.de ★ 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

santosgrills.de ★ 2,50 Sehr Gut

amgrill.de ★ 2,52 Sehr Gut

grillfuerst.de ★ 2,54 Sehr Gut

grill-profi-shop.de 2,56 Sehr Gut

grills.de ★ 2,60 Gut

coobinox.com 2,63 Gut

grillshop-24.de ★ 2,70 Gut

grillgott.com 2,75 Gut

HAUSBAUPORTALE

musterhaus.net 2,66

Nr. 1 /

Sehr Gut

fertighauswelt.de 2,72 Sehr Gut

bauen.de 2,79 Gut

Haus xxl 2,84 Gut

HAUSTECHNIK-/SICHERHEITSTECHNIK-SHOPS

graefe24.de 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

raleo.de 2,56 Sehr Gut

voltking.de 2,57 Sehr Gut

elektroland24.de ★ 2,58 Sehr Gut

sicher24.de ★ 2,59 Sehr Gut

heizung-billiger.de 2,61 Sehr Gut

voltus.de ★ 2,63 Sehr Gut

glo24.de 2,65 Gut

endlich-sicher.de 2,69 Gut

expert-security.de 2,71 Gut

wagner-sicherheit.de ★ 2,75 Gut

elektro-wandelt.de 2,79 Gut

HEIZTECHNIK & WÄRMEPUMPEN

STIEBEL ELTRON 2,45

Nr. 1 /

Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

NIBE 2,46 Sehr Gut

WOLF 2,47 Sehr Gut

Dimplex 2,48 Sehr Gut

elco 2,49 Sehr Gut

BRÖTJE HEIZUNG ★ 2,50 Gut

NOVELAN 2,51 Gut

Hoval 2,52 Gut

Vaillant 2,53 Gut

alpha innotec 2,58 Gut

HEIZTECHNIK-SHOPS

qpool24.com 2,57

Nr. 1 /

Sehr Gut

heima24.de 2,61 Sehr Gut

unidomo.de 2,69 Gut

emax-haustechnik.de 2,70 Gut

heizman24.de 2,73 Gut

meinhausshop.de 2,75 Gut

HOME-OFFICE-MÖBELAUSSTATTER

FlexiSpot 2,54

Nr. 1 /

Sehr Gut

Inwerk 2,58 Sehr Gut

fm Büromöbel 2,59 Sehr Gut

Bosse 2,60 Sehr Gut

Steelcase 2,60 Sehr Gut

girsberger 2,61 Sehr Gut

König + Neurath 2,63 Sehr Gut

interstuhl 2,69 Gut

VS Vereinigte

Spezialmöbelfabriken

2,70 Gut

HAWORTH 2,71 Gut

USM 2,72 Gut

Röhr-Bush 2,73 Gut

INFRAROTHEIZUNGS-SHOPS

bringer-germany.de 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

redwell.com 2,55 Sehr Gut

heatness.de 2,59 Sehr Gut

vasner.com 2,60 Gut

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 79


moneyservice

Infrarotsauna-Anbieter bis

Pflastersteine/Platten

Unternehmen/Anbieter

trotec.de 2,73 Gut

INFRAROTSAUNA-ANBIETER

PHYSIOTHERM 2,59

Nr. 1 /

Sehr Gut

ARMSTARK ★ 2,60 Sehr Gut

Artsauna 2,61 Sehr Gut

infrawold 2,63 Gut

Infrasun 2,66 Gut

INSEKTENSCHUTZ

insetto.eu 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

teofix.de 2,55 Sehr Gut

insektenschutz-versand.de 2,57 Sehr Gut

insektenschutz24.eu 2,65 Gut

koester-insektengitter.de 2,69 Gut

KAMINOFENHERSTELLER

SPARTHERM ★ 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

skantherm ★ 2,55 Sehr Gut

HARK 2,56 Sehr Gut

DROOFF 2,61 Sehr Gut

Olsberg Gruppe 2,62 Sehr Gut

WAMSLER 2,66 Gut

AUSTROFLAMM 2,72 Gut

JUSTUS 2,74 Gut

CERA DESIGN 2,75 Gut

Camina & Schmid 2,80 Gut

KLIMAANLAGEN

Kältebringer 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

REMKO 2,55 Sehr Gut

AUX 2,56 Sehr Gut

TROTEC 2,59 Sehr Gut

Mitsubishi Electric 2,69 Gut

Toshiba Klimasysteme & 2,71 Gut

Wärmepumpen

KÜCHENHÄNDLER

Varia Küchen ★ 2,60

Nr. 1 /

Sehr Gut

MEDA Küchenfachmarkt 2,62 Sehr Gut

PLANA Küchenland ★ 2,64 Sehr Gut

REDDY Küchen ★ 2,66 Sehr Gut

ASMO KÜCHEN ★ 2,68 Sehr Gut

Küchen Aktuell 2,69 Sehr Gut

der küchenmacher 2,71 Sehr Gut

Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

HELLE FREUDE: Bei der großen Auswahl in gut sortierten Lampen-Shops wird jeder fündig

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

meine Küche 2,73 Gut

KüchenArena 2,78 Gut

Küche&Co 2,82 Gut

Förde-Küchen 2,83 Gut

musterhaus küchen 2,83 Gut

KÜCHENHERSTELLER

ALNO 2,50

Nr. 1 /

Sehr Gut

nobilia ★ 2,54 Sehr Gut

Beckermann Küchen 2,56 Sehr Gut

MARQUARDT KÜCHEN ★ 2,58 Sehr Gut

next125 2,60 Sehr Gut

nolte ★ 2,62 Sehr Gut

LEICHT Küchen 2,63 Gut

SCHMIDT Küchen ★ 2,64 Gut

Ballerina-Küchen 2,64 Gut

ROTPUNKT 2,65 Gut

schüller 2,68 Gut

IMPULS KÜCHEN 2,70 Gut

pronorm Einbauküchen 2,71 Gut

SACHSENKÜCHEN 2,75 Gut

KUNSTRASEN

topkunstrasen.de 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

kunstrasenhaus.de 2,58 Sehr Gut

premium-kunstrasen.de 2,60 Sehr Gut

kunstrasendirekt.de 2,65 Gut

dein-kunstrasen.de 2,68 Gut

LAMPEN-SHOPS

lampe.de ★ 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

watt24.com ★ 2,50 Sehr Gut

leds24.com ★ 2,51 Sehr Gut

lampenwelt.de ★ 2,54 Sehr Gut

leuchtenland.com ★ 2,55 Sehr Gut

gluehbirne.de 2,61 Sehr Gut

beleuchtungdirekt.de ★ 2,66 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

lampenundleuchten.de 2,69 Gut

led-lichtraum.de 2,75 Gut

led-centrum.de 2,85 Gut

nostraforma.com 2,90 Gut

led-lights24.de 2,93 Gut

LUFTREINIGER/VENTILATOREN

TROTEC 2,60

Nr. 1 /

Sehr Gut

Midea 2,62 Sehr Gut

Coway 2,63 Sehr Gut

Brandson 2,68 Gut

COMEDES 2,70 Gut

Fakir 2,75 Gut

LÜFTUNGS- & RAUMLUFTTECHNIK-SHOPS

luftbude.de 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

lueftungsmarkt.de 2,55 Sehr Gut

lueftungsfabrik.de 2,57 Gut

selfio.de 2,60 Gut

MASSIVHAUSANBIETER

Town & Country Haus ★ 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

Viebrockhaus 2,50 Sehr Gut

FAVORIT Massivhaus 2,51 Sehr Gut

BAUMEISTER-HAUS ★ 2,52 Sehr Gut

KERN-HAUS ★ 2,53 Sehr Gut

Heinz von Heiden ★ 2,54 Gut

HELMA ★ 2,55 Gut

ARGE-HAUS ★ 2,56 Gut

Dennert Massivhaus 2,62 Gut

MÖBEL NACH MASS

schrankplaner.de 2,50

Nr. 1 /

Sehr Gut

schrankwerk.de 2,52 Sehr Gut

Höffner Möbelwerke 2,56 Sehr Gut

deinschrank.de 2,60 Gut

holzpiloten.de 2,63 Gut

80 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

ONLINE-KAUF: Digitale

Konfiguratoren helfen, Möbel

im Raum zu visualisieren

Unternehmen/Anbieter

interliving ★ 2,43

Nr. 1 /

Sehr Gut

MONDO ★ 2,45 Sehr Gut

hartmann Möbel ★ 2,48 Sehr Gut

Musterring ★ 2,49 Sehr Gut

rauch Möbel ★ 2,50 Sehr Gut

HUKLA 2,51 Sehr Gut

Candy Polstermöbel 2,55 Sehr Gut

KOINOR ★ 2,58 Sehr Gut

vito Möbel ★ 2,60 Sehr Gut

POLIPOL 2,62 Sehr Gut

TEAM 7 2,64 Gut

Dieter Knoll 2,65 Gut

Niehoff Sitzmöbel 2,66 Gut

VENJAKOB ★ 2,70 Gut

Signet 2,71 Gut

InCasa 2,72 Gut

brühl 2,74 Gut

Thielemeyer 2,75 Gut

Rietberger Möbelwerke 2,76 Gut

ROLF BENZ 2,76 Gut

VALNATURA 2,77 Gut

MÖBEL-SHOPS

guenstigeinrichten.de 2,57

Nr. 1 /

Sehr Gut

online-moebel-kaufen.de 2,59 Sehr Gut

furnster.de 2,60 Sehr Gut

wohnen.de 2,61 Sehr Gut

lomado.de 2,63 Sehr Gut

trendmoebel24.de 2,65 Sehr Gut

sofacompany.com 2,66 Sehr Gut

moebelfirst.de 2,68 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

MÖBELHÄNDLER

Höffner ★ 2,50

Nr. 1 /

Sehr Gut

SEGMÜLLER ★ 2,51 Sehr Gut

Möbel Mahler ★ 2,53 Sehr Gut

XXXLutz 2,53 Sehr Gut

Möbel RIEGER 2,58 Sehr Gut

MÖBEL MARTIN 2,61 Sehr Gut

Möbel Fischer 2,63 Sehr Gut

OSTERMANN ★ 2,64 Sehr Gut

hofmeister 2,66 Sehr Gut

MÖBEL KRAFT ★ 2,67 Gut

SCHAFFRATH ★ 2,68 Gut

porta ★ 2,69 Gut

möbel wallach 2,69 Gut

Möbel PiLiPP 2,70 Gut

MÖBEL BORST 2,71 Gut

Möbel Inhofer 2,71 Gut

Franz Knuffmann 2,73 Gut

möbel staude 2,73 Gut

biller 2,74 Gut

Opti-Wohnwelt 2,75 Gut

WEKO 2,75 Gut

Möbel Karmann 2,76 Gut

Möbel Kempf 2,78 Gut

MÖBELHÄNDLER (DISCOUNT)

ROLLER ★ 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

SCONTO 2,52 Sehr Gut

SB-MÖBEL BOSS ★ 2,54 Gut

mömax 2,59 Gut

MÖBELMARKEN

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

beliani.de 2,68 Sehr Gut

home24.de 2,69 Gut

sofaszumhalbenpreis.de 2,70 Gut

riess-ambiente.net 2,73 Gut

main-moebel.de 2,74 Gut

westwing.de 2,77 Gut

moebel-eins.de 2,80 Gut

sofa.de 2,83 Gut

OBERFLÄCHENREINIGER

Nr. 1 /

MELLERUD 2,47

Sehr Gut

ECOLAB 2,48 Sehr Gut

HOTREGA 2,50 Sehr Gut

GLORIA 2,53 Gut

CELAFLOR 2,57 Gut

Terra Domi 2,60 Gut

OFEN-/KAMIN-SHOPS

ofen.de ★ 2,64

Nr. 1 /

Sehr Gut

kamdi24.de 2,68 Sehr Gut

ofenseite.com ★ 2,71 Sehr Gut

kamify.de 2,74 Sehr Gut

cafiro.de 2,76 Gut

kaminprofi24.de 2,79 Gut

kaminofen-store.de 2,80 Gut

muenkel.eu 2,82 Gut

PFLANZENVERSENDER

as-garten.de ★ 2,41

Nr. 1 /

Sehr Gut

baumschule-horstmann.de ★ 2,43 Sehr Gut

dehner.de ★ 2,44 Sehr Gut

baldur-garten.de ★ 2,46 Sehr Gut

bakker.com 2,48 Sehr Gut

shop.plantura.garden 2,50 Sehr Gut

shop.mein-schoenergarten.de

2,51 Sehr Gut

meingartenshop.de ★ 2,56 Gut

garten-schlueter.de 2,60 Gut

gartenversandhaus.de 2,63 Gut

pflanzen-koelle.de 2,63 Gut

native-plants.de 2,66 Gut

PFLASTERSTEINE/TERRASSENPLATTEN

METTEN Stein+Design ★ 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

DIEPHAUS ★ 2,59 Sehr Gut

FCN Betonelemente ★ 2,61 Sehr Gut

LITHON 2,62 Sehr Gut

EHL ★ 2,65 Sehr Gut

KANN ★ 2,68 Gut

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 81


moneyservice

Photovoltaik/Solar bis

Türen, Tore, Antriebe

Rund ums Haus

Unternehmen/Anbieter

DEUTSCHLANDS

BESTE

BADESPASS: Zu Hause ist es am schönsten – wer den nötigen Platz hat,

kann sich mit einem Pool den Urlaub in den Garten holen

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Egner Pflastersteine 2,70 Gut

RINN 2,72 Gut

casafino 2,74 Gut

seltra 2,77 Gut

PHOTOVOLTAIK/SOLAR

E.ON Solar ★ 2,47

Nr. 1 /

Sehr Gut

AMIA ENERGY 2,50 Sehr Gut

Ritter Energie 2,51 Sehr Gut

Energieversum (EnBW) 2,68 Gut

aleo solar 2,76 Gut

PHOTOVOLTAIK-/SOLAR-SHOPS

solarhandel24.de 2,56

Nr. 1 /

Sehr Gut

memodo.de 2,59 Sehr Gut

shop-muenchnersolarmarkt.de

2,60 Sehr Gut

greensolar.de 2,63 Sehr Gut

solarkontor.de 2,64 Gut

photovoltaikshop.eu 2,65 Gut

greenakku.de 2,68 Gut

photovoltaik4all.de ★ 2,69 Gut

pv-solarshop.net 2,70 Gut

PIZZAÖFEN

COZZE 2,59

Nr. 1 /

Sehr Gut

Ooni 2,63 Gut

POOLBAU

POOLSYSTEMS ★ 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

POOLUNION 2,58 Sehr Gut

Compass Pools 2,62 Sehr Gut

Desjoyaux Pools 2,64 Sehr Gut

Polyfaser 2,67 Sehr Gut

Leisure Pools 2,69 Gut

Vario Pool System 2,70 Gut

Paradies Pool 2,75 Gut

Veltmann ★ 2,78 Gut

STARLINE POOL 2,78 Gut

POOL-SHOPS

poolsana.de 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

poolspecial.de ★ 2,53 Sehr Gut

pool-chlor-shop.de ★ 2,55 Sehr Gut

pools.shop ★ 2,58 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

profi-poolwelt.de 2,60 Sehr Gut

best-pool-shop.de 2,74 Gut

pooltotal.com 2,83 Gut

pool.net 2,85 Gut

poolpowershop.de 2,86 Gut

poolmegastore.de 2,93 Gut

RAUCHMELDER

brennenstuhl 2,56

Nr. 1 /

Sehr Gut

ABUS 2,59 Sehr Gut

ELRO 2,62 Gut

Hekatron 2,64 Gut

ROLLLÄDEN, RAFFSTORES & PLISSEES

MHZ 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

Reflexa 2,55 Sehr Gut

KADECO 2,56 Sehr Gut

Alukon 2,58 Sehr Gut

roma 2,62 Gut

Reuther Fenstergestaltung 2,64 Gut

JAROLIFT 2,65 Gut

Alulux 2,65 Gut

Schanz Rollladensysteme 2,67 Gut

SANIERUNGSDIENSTE

POLYGON 2,65

Nr. 1 /

Sehr Gut

EB-Elm Bau 2,68 Sehr Gut

BELFOR ★ 2,73 Gut

Sprint 2,80 Gut

SAUNAHERSTELLER

corso sauna 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

KLAFS ★ 2,56 Sehr Gut

Erdmann Sauna & Spa 2,60 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Wille-Sauna 2,63 Gut

Butenas ★ 2,65 Gut

Karibu ★ 2,66 Gut

MÜTHER 2,67 Gut

SCHALTERSYSTEMHERSTELLER

Gira ★ 2,64

Nr. 1 /

Sehr Gut

Busch-Jaeger ★ 2,73 Gut

Berker ★ 2,81 Gut

SICHERHEITSTECHNIK

Verisure 2,42

Nr. 1 /

Sehr Gut

ABUS 2,43 Sehr Gut

BURG-WÄCHTER 2,45 Sehr Gut

DOM Sicherheitstechnik 2,47 Sehr Gut

AMG Sicherheitstechnik 2,51 Sehr Gut

Axis 2,52 Sehr Gut

Bosch Building

Technologies

2,56 Gut

Olympia 2,57 Gut

Lupus-Electronics 2,58 Gut

Eve Systems 2,59 Gut

MOBOTIX 2,60 Gut

Reolink 2,61 Gut

Dahua 2,63 Gut

SICHTSCHUTZ

TraumGarten 2,53

Nr. 1 /

Sehr Gut

elephant 2,58 Sehr Gut

TETZNER & JENTZSCH 2,62 Gut

Osmo Sichtschutz 2,65 Gut

SONNENSCHIRMHERSTELLER

Schneider Schirme ★ 2,61

Nr. 1 /

Sehr Gut

82 Foto: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


Unternehmen/Anbieter

Glatz 2,64 Sehr Gut

Suncomfort 2,69 Sehr Gut

MAY Sonnenschirme 2,70 Sehr Gut

siena GARDEN 2,72 Gut

Solero 2,81 Gut

doppler ★ 2,83 Gut

SONNENSCHUTZ-SHOPS

sonnensegel-pina.de ★ 2,57

Nr. 1 /

Sehr Gut

markise24.de ★ 2,60 Sehr Gut

sonnenmax.de 2,61 Sehr Gut

peddy-shield.de 2,68 Gut

schattenfix.de 2,78 Gut

der-markisen-shop.de 2,81 Gut

SONNENSCHUTZSYSTEME

VARISOL ★ 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

PERGOLUX 2,53 Sehr Gut

weinor ★ 2,54 Sehr Gut

HEIM & HAUS 2,57 Sehr Gut

Frimey 2,59 Sehr Gut

empasa.de 2,62 Sehr Gut

RENSON 2,66 Gut

SPETTMANN 2,69 Gut

Reflexa 2,71 Gut

WAREMA 2,72 Gut

KLAIBER Markisen ★ 2,75 Gut

STRANDKÖRBE

DERKORB 2,48

Nr. 1 /

Sehr Gut

Die Strandkorbprofis 2,50 Sehr Gut

De Vries 2,53 Sehr Gut

Mr. Deko 2,64 Gut

TAPETEN-SHOPS

tapetenmax.de 2,65

Nr. 1 /

Sehr Gut

billigerluxus.de 2,70 Sehr Gut

tapetenshop.de 2,73 Gut

tapetenagentur.de 2,74 Gut

TEICHBAU-SHOPS

teichpoint.de 2,57

Nr. 1 /

Sehr Gut

oase-teichbau.de 2,60 Sehr Gut

koi-company.de 2,61 Gut

teichdiscount24.de 2,62 Gut

TEPPICHHERSTELLER

ANKER Teppichboden 2,61

Nr. 1 /

Sehr Gut

PAULIG 2,62 Sehr Gut

ANGENEHM SCHATTIG: Dank Sonnenschutz bleibt es drinnen kühl

Rund ums Haus

DEUTSCHLANDS

BESTE

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Dura Contract 2,65 Sehr Gut

Infloor-Girloon 2,66 Gut

TEPPANA 2,68 Gut

Object Carpet 2,70 Gut

TEPPICH-SHOPS

teppichcenter24.de 2,59

Nr. 1 /

Sehr Gut

teppichversand24.de 2,62 Sehr Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

benuta.de 2,68 Sehr Gut

teppichscheune.de 2,69 Sehr Gut

ruugs.de 2,71 Gut

carpetcity.de 2,75 Gut

domdeco.de 2,78 Gut

tepgo.de 2,78 Gut

TRAMPOLINE

BERG 2,46

Nr. 1 /

Sehr Gut

Springfree 2,51 Sehr Gut

HUDORA 2,55 Gut

North Trampoline 2,63 Gut

TREPPENHERSTELLER

Treppenmeister 2,64

Nr. 1 /

Sehr Gut

KENNGOTT-TREPPEN ★ 2,69 Sehr Gut

FHS Treppen 2,71 Sehr Gut

DOLLE ★ 2,73 Sehr Gut

FUCHS-TREPPEN 2,78 Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

arcus Treppen 2,82 Gut

TREPPENLIFTANBIETER

Lifta 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

Acorn Treppenlifte 2,50 Sehr Gut

HIRO LIFT 2,54 Sehr Gut

handicare by Savaria 2,56 Gut

Hawle Treppenlifte 2,60 Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Sonilift 2,66 Gut

TREPPENLIFT-VERMITTLER

treppenlift-angebot.de 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

treppenlift-konzept.de 2,57 Sehr Gut

pflegehilfe.org 2,60 Gut

TRESORE

Hartmann Tresore 2,59

Nr. 1 /

Sehr Gut

ROTTNER 2,61 Sehr Gut

Phoenix Safe 2,65 Gut

BURG-WÄCHTER 2,69 Gut

TÜREN, TORE, ANTRIEBE

scheurich24.de ★ 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

torado.de 2,59 Sehr Gut

habefa.de ★ 2,60 Sehr Gut

tor7.de ★ 2,65 Sehr Gut

torlando.de 2,68 Gut

FOCUS MONEY 28/2026

Foto: Adobe Stock 83


moneyservice

Rund ums Haus

Türsprechanlagen bis

Zisternen-Shops

DEUTSCHLANDS

BESTE

ENERGIE TANKEN:

Für E-Auto-Fahrer ist

eine eigene Wallbox

ideal

Unternehmen/Anbieter

torteam24.de 2,72 Gut

torautomatik-shop.de 2,74 Gut

torshop-24.de 2,76 Gut

torix.de 2,77 Gut

TÜRSPRECHANLAGEN & KLINGELSYSTEME

Siedle 2,49

Nr. 1 /

Sehr Gut

METZLER 2,51 Sehr Gut

TCS TürControlSysteme 2,54 Sehr Gut

Comelit 2,55 Gut

Ring 2,56 Gut

Elcom (hager) 2,57 Gut

Ritto 2,59 Gut

DoorBird 2,60 Gut

WALLBOXEN & LADESÄULEN

Heidelberg Amperfied 2,53

Nr. 1 /

Sehr Gut

ABL 2,55 Sehr Gut

MENNEKES 2,59 Gut

KEBA 2,60 Gut

myenergy zappi 2,65 Gut

WANDTATTOO‐/FOTOTAPETEN-SHOPS

klebefieber.de 2,58

Nr. 1 /

Sehr Gut

wandmotiv24.de 2,60 Sehr Gut

wandtattoos.de 2,64 Sehr Gut

klebeheld.de 2,69 Gut

bilderwelten.de 2,71 Gut

bimago.de 2,71 Gut

wandtattoo.de 2,71 Gut

wall-art.de 2,72 Gut

wandtattooladen.de 2,72 Gut

WÄRMEPUMPEN-/SOLARANBIETER

enercity 2,55

Nr. 1 /

Sehr Gut

thermondo 2,62 Sehr Gut

Svea Solar 2,64 Gut

KLARSOLAR/E.ON 2,66 Gut

Enpal 2,67 Gut

WERKZEUG- & MOTORGERÄTEHERSTELLER

GARDENA ★ 2,45

Nr. 1 /

Sehr Gut

Bosch Power Tools ★ 2,47 Sehr Gut

Husqvarna ★ 2,50 Sehr Gut

HECHT Garten 2,51 Sehr Gut

Durchschnitts-

Bewertung

wert

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

DENQBAR ★ 2,52 Sehr Gut

WOLF-Garten ★ 2,53 Sehr Gut

STIHL ★ 2,56 Sehr Gut

Hilti 2,58 Sehr Gut

Makita 2,62 Gut

AS-Motor 2,64 Gut

Würth 2,67 Gut

FUXTEC 2,68 Gut

Milwaukee 2,69 Gut

Metabo 2,70 Gut

Einhell ★ 2,72 Gut

ECHO 2,74 Gut

FISKARS 2,76 Gut

DEWALT 2,76 Gut

WHIRLPOOL‐/SWIM‐SPA‐HÄNDLER

ARMSTARK 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

spadeluxe 2,53 Sehr Gut

Aida Whirlpools 2,55 Gut

Whirlpool Center 2,60 Gut

WHIRLPOOL‐/SWIM‐SPA‐HERSTELLER

Canadian Spa 2,52

Nr. 1 /

Sehr Gut

Artisan Spas 2,54 Sehr Gut

Vortex 2,56 Sehr Gut

Wellis 2,62 Gut

Jacuzzi 2,67 Gut

WINTERGARTENANBIETER

Novum Wintergarten 2,51

Nr. 1 /

Sehr Gut

albohn (tebau) 2,57 Sehr Gut

masson ★ 2,59 Sehr Gut

TS Aluminium 2,60 Sehr Gut

KRENZER 2,61 Sehr Gut

WIPRO Wintergarten 2,62 Sehr Gut

sunparadise 2,64 Sehr Gut

Nüchter Wintergarten 2,65 Sehr Gut

martin Wintergärten ★ 2,68 Gut

SOLARLUX ★ 2,70 Gut

Jechnerer 2,71 Gut

ATB Ahaus 2,76 Gut

Unternehmen/Anbieter

Durchschnitts-

Bewertung

wert

SCHÜCO ★ 2,77 Gut

WIKOMA Wintergärten 2,80 Gut

Nelson Park 2,83 Gut

LIVING DELUXE 2,85 Gut

WOHNGEBÄUDEVERSICHERER

ARAG ★ 2,59

Nr. 1 /

Sehr Gut

GEV Grundeigentümer

Versicherung

★ 2,62 Sehr Gut

GVV Direkt 2,64 Sehr Gut

Alte Leipziger ★ 2,65 Sehr Gut

PROVINZIAL ★ 2,66 Sehr Gut

ERGO 2,67 Sehr Gut

DEVK 2,68 Sehr Gut

Allianz ★ 2,69 Sehr Gut

R+V 2,70 Sehr Gut

Debeka ★ 2,71 Sehr Gut

Die Continentale 2,72 Sehr Gut

HAUSBESITZER-

VERSICHERUNG

2,73 Gut

VHV Versicherungen 2,74 Gut

VGH Versicherungen 2,76 Gut

SV SparkassenVersicherung 2,76 Gut

Generali 2,82 Gut

WGV 2,82 Gut

Württembergische 2,82 Gut

InterRisk 2,83 Gut

LVM Versicherung 2,84 Gut

BarmeniaGothaer 2,84 Gut

WPC-SHOPS

wpc-shop24.de 2,71

Nr. 1 /

Sehr Gut

mondesi.de 2,75 Sehr Gut

domondo24.de 2,86 Gut

ZISTERNEN-SHOPS

zisternenprofi.de 2,63

Nr. 1 /

Sehr Gut

regentanker.de 2,66 Sehr Gut

garten-zisternen.de 2,73 Gut

Quelle: ServiceValue

★ = Langzeitsieger

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FOCUS MONEY 28/2026


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FOCUS MONEY 28/2026

85


moneyanalyse

Dax

Starke Ausreißer

Sorgen um die Aussichten für KI belasteten nicht nur die Techtitel im Dax. Nach einem massiven Abverkauf von Hightech-, speziell

KI-Werten in Asien, verbilligte sich das Papier von Infineon um 4,5 Prozent. Auch im Rüstungssektor gab es blaue Augen. So ließ

Rheinmetall kräftig Federn (minus 15 Prozent). Die Bayer-Aktie indes schoss nach dem Glyphosat-Urteil um ein Viertel nach oben.

DAX-PERFORMANCE-INDEX IN PUNKTEN

3 Jahre 1 Woche

26 000

24 000

22 000

20 000

200-Tage-Linie

25 000

24 900

24 800

TOPS

Bayer +24,12 %

Merck +9,07 %

MTU Aero Engines +8,08 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

18 000

16 000

14 000

12 000

24 700

24 600

24 500

FLOPS

Rheinmetall –15,04%

Volkswagen Vz –9,75%

Deutsche Telekom –8,95%

2023 2024 2025 2026

23.6. 30.6.

DAX 24 922 Pkt. +0,11 %

Dow Jones 52 153 Pkt. +0,94 %

Nasdaq-100 29 961 Pkt. +2,09 %

Bovespa 173 117 Pkt. +1,49 %

86 Illustration: Adobe Stock

FOCUS MONEY 28/2026


S&P 500

Stimmung dreht

Anleger brauchen starke Nerven. Die zunehmende Erwartung auf steigende Zinsen, starke Quartalszahlen von Micron sowie Preiserhöhungen

bei Apple-Geräten (wegen anziehender Chippreise) schüttelten den Markt kräftig durch. Beobachtern zufolge seien Anleger

KI-müde geworden. Auch wegen der möglichen Verschiebung des OpenAI-Börsengangs „ist die Stimmung dabei, sich zu drehen“.

S&P-500-KURSINDEX IN PUNKTEN

3 Jahre 1 Woche

6500

5500

6540

6500

TOPS

Corning +32,13 %

Bio-Techne +30,96 %

Axon Enterprise Inc. +29,83 %

Quelle: Factset UK Limited 2026

200-Tage-Linie

6460

4500

6420

3500

6380

2023 2024 2025 2026 23.6. 29.6.

FLOPS

ON Semiconductor –30,16%

Super Micro Comp. –13,02%

Cboe Global Markets –12,60%

Rohstoffe unter Druck

Der Brent-Ölpreis schmiert im Wochenverlauf

ab und notiert inzwischen wieder

in etwa auf dem Niveau von vor

Ausbruch des Nahost-Konflikts. Auch

Gold, Silber und Bitcoin büßten ein.

Gold (Unze) 4 025 US-$ –0,06 %

Bitcoin 58 443 US-$ –2,78 %

Öl (Brent) 74,08 US-$ –3,45 %

Euro 1,1401 US-$ +0,24 %

Umlaufrendite 2,84 % –0,08

US-Anleihen 4,37 % –0,11

Shanghai Comp. 4 094 Pkt. –0,29 %

Nikkei 225 70 062 Pkt. +0,39 %

Wochenveränderung von Dienstag, 23. Juni 2026, Handelsschluss,

bis Dienstag, 30. Juni 2026, 15:50 Uhr. Nikkei-Index = ©

Nihon Keizai Shimbun.

Quelle:

FOCUS MONEY 28/2026

87


moneyanalyse Deutsche Aktien

MERCK KGAA

Milliarden-Zukauf

Im Mai übernahm Kai Beckmann den Vorstandsvorsitz beim Darmstädter Technologie-

und Pharmakonzern – jetzt setzt er mit einer zehn Milliarden Euro schweren

Übernahme einen deutlichen Akzent. Merck kauft das US-Unternehmen Bio-Techne,

das das eigene Life-Science-Geschäft mit Reagenzien und Materialien für die

Pharmaforschung und -produktion gut ergänzt. Das sehen offenbar auch die Investoren

so: Der Aktienkurs stieg um fünf Prozent. Kaufen.

Merck

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

200

160

120

80

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0006599905 Empfohlen am 17.04.2026 Empfehlungs-Kurs 118,50 € Kurs aktuell 147,25 € +/– in % +24,2 Neuer Stopp 120,00 € Kursziel 160,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

DAX

Adidas A1EWWW 180,10 3,2 6,5 214,9 / 129,95 159,73 4,8 13,5 9,55 11,71 15,4 2,1 2,6 29.04. 199,96 16 6 0

Airbus SE 938914 193,92 2,3 –2,1 221,25 / 157,48 189,70 5,2 20,9 7,21 8,57 22,6 1,7 2,0 210,44 11 7 0

Allianz SE 840400 411,40 1,2 5,4 413,9 / 334,1 372,34 2,4 — 31,19 33,06 12,4 4,4 4,8 413,90 6 7 0

BASF SE BASF11 46,78 –4,9 5,3 55,05 / 41,21 47,21 1,2 7,3 2,71 2,95 15,8 4,9 5,1 52,98 9 5 0

Bayer BAY001 47,91 25,5 29,5 49,78 / 24,81 36,27 1,7 31,5 4,42 4,68 10,2 0,5 1,3 30.04. 51,64 7 4 0

Beiersdorf 520000 75,24 5,7 –19,7 113,1 / 67,08 86,21 1,9 13,8 4,27 4,51 16,7 1,4 1,4 86,74 6 11 1

BMW St. 519000 57,52 –5,6 –38,2 97,92 / 57,02 82,45 0,4 2,7 8,25 10,28 5,6 5,4 6,4 78,35 5 11 1

Brenntag SE A1DAHH 52,78 –1,8 6,5 63,76 / 43,72 52,80 1,7 9,8 3,87 4,17 12,6 3,5 3,8 56,36 2 10 1

Commerzbank CBK100 37,29 –2,1 3,3 38,86 / 26,68 34,01 1,3 — 3,07 3,76 9,9 3,9 4,9 39,95 4 5 0

Continental 543900 72,04 –1,9 6,0 75,36 / 53,10 65,55 3,1 5,9 6,68 7,42 9,7 4,3 5,1 29.04. 74,64 7 5 0

Daimler Truck Hldg. DTR0CK 41,94 1,2 12,4 45,19 / 33,46 39,59 1,5 12,6 3,48 4,59 9,1 4,3 5,0 46,70 6 3 2

Deutsche Bank 514000 29,57 –6,1 –10,7 34,26 / 23,82 29,74 0,8 — 3,35 3,88 7,6 3,9 4,4 31,80 3 10 0

Deutsche Börse 581005 237,40 –2,7 6,1 276,3 / 200,1 231,76 3,6 15,9 12,40 13,31 17,8 1,9 2,1 286,08 7 4 0

Deutsche Telekom 555750 23,91 –8,5 –13,6 34,36 / 23,78 28,91 1,7 3,5 2,23 2,49 9,6 4,7 5,3 37,99 11 0 0

DHL Group 555200 52,78 2,3 12,9 53,44 / 36,99 45,96 2,6 8,1 3,32 3,69 14,3 3,7 3,9 50,89 3 12 0

E.ON SE ENAG99 18,04 1,3 11,9 20,39 / 14,60 17,40 2,3 7,2 1,09 1,24 14,5 3,3 3,4 19,79 6 9 0

Fresenius M. C. 578580 39,30 –4,7 –3,6 49,10 / 34,57 40,42 0,8 5,4 3,93 4,40 8,9 3,5 3,9 43,69 4 6 3

Fresenius SE 578560 39,66 0,3 –19,0 52,96 / 35,11 45,61 1,1 8,2 3,58 3,90 10,2 2,9 3,1 54,22 8 1 0

GEA Group 660200 60,15 3,2 4,1 66,80 / 53,45 60,07 3,6 14,3 3,26 3,56 16,9 2,5 2,8 64,79 6 8 0

Hannover Rück SE 840221 241,20 2,1 –9,4 281,2 / 223,4 251,46 2,1 — 23,33 23,60 10,2 5,4 5,6 04.05. 284,87 5 8 0

Heidelberg Materials 604700 167,55 –9,5 –24,9 241,8 / 159,7 197,92 1,5 9,1 13,35 14,95 11,2 2,3 2,6 224,89 11 2 2

Henkel Vz. 604843 73,42 4,5 5,5 84,20 / 61,28 70,45 1,4 11,8 5,51 5,86 12,5 2,9 3,1 75,86 4 9 2

Hochtief 607000 506,00 –4,0 50,1 554,0 / 159,8 371,72 20,2 24,0 13,77 17,01 29,8 1,7 2,1 463,93 1 6 0

Infineon Techn. 623100 81,15 –5,6 115,1 88,83 / 30,82 46,33 5,7 27,7 1,74 2,64 30,7 0,5 0,5 81,33 15 4 1

Mercedes Benz Grp. 710000 43,39 –4,7 –27,8 62,34 / 42,63 54,50 0,4 2,7 5,92 7,54 5,8 7,7 8,3 59,69 8 11 1

Merck 659990 147,25 10,7 20,1 147,85 / 100,7 119,43 2,1 13,8 8,00 8,64 17,0 1,6 1,6 145,14 6 7 0

MTU Aero Engines A0D9PT 365,10 8,1 2,8 404,8 / 265,2 348,79 3,9 22,9 18,65 20,33 18,0 1,3 1,7 386,10 7 7 3

Münchener Rück 843002 485,70 1,6 –13,6 611,8 / 437,4 525,07 1,8 — 50,41 52,16 9,3 5,3 5,7 552,07 2 9 1

Qiagen A41HBE 34,26 6,9 –16,2 47,60 / 27,56 38,27 2,1 12,1 2,14 2,31 14,8 0,0 0,5 38,59 6 6 0

Rheinmetall 703000 991,20 –16,7 –36,5 2008 / 900,2 1571,56 7,1 9,3 37,67 54,50 18,2 1,5 2,3 1795,60 14 2 0

RWE 703712 56,36 1,4 24,5 62,00 / 33,72 50,06 1,1 9,4 2,71 3,17 17,8 2,3 2,6 63,56 9 5 0

SAP SE 716460 134,06 1,4 –35,7 269,35 / 130,62 183,56 3,5 14,3 7,24 8,45 15,9 2,0 2,3 214,04 20 4 0

Scout24 SE A12DM8 73,00 0,1 –14,9 122,8 / 62,70 81,89 3,6 15,8 4,04 4,78 15,3 2,4 3,1 103,76 11 1 0

Siemens 723610 280,45 0,5 17,3 282,55 / 198,0 243,80 3,3 20,4 11,32 12,77 22,0 2,0 2,1 286,17 14 4 1

Siemens Energy ENER6Y 165,00 –2,4 37,0 191,66 / 83,32 138,78 11,5 16,3 4,35 6,00 27,5 1,1 1,6 195,08 14 4 1

Siemens Healthineers SHL100 34,05 –1,3 –24,2 50,00 / 32,81 41,09 2,0 11,6 2,24 2,53 13,5 2,9 3,3 48,63 11 5 0

Symrise SYM999 87,56 1,4 27,1 92,76 / 64,70 74,51 3,2 16,2 3,93 4,26 20,5 1,5 1,6 92,78 8 6 0

Volkswagen Vz 766403 70,32 –12,5 –32,1 109,15 / 70,12 93,94 0,2 1,3 19,66 24,65 2,9 8,4 10,2 109,99 8 8 1

88 FOCUS MONEY 28/2026


So lesen Sie die Aktientabelle

1 Die 200-Tage-Linie zeigt den Durchschnittswert

der 200 letzten Handelstage. Schneidet

der Aktienkurs diese Durchschnittslinie von

unten nach oben und gibt damit ein technisches

Kaufsignal, erscheint das aktuelle Niveau

der 200-Tage-Linie in einem grünen

Viereck. Schneidet der Aktienkurs die Linie

von oben nach unten und erzeugt damit ein

technisches Verkaufssignal, steht der aktuelle

Stand der 200-Tage-Linie in einem roten

Rechteck.

2 KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Basis des

vom Finanzdienst S&P Global geschätzten

Buchwerts für das angegebene Kalenderjahr/

Geschäftsjahr.

3 KCV: Kurs-Cashflow-Verhältnis auf Basis des

vom Finanzdienst S&P Global geschätzten

Netto-Cashflows für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr.

4/5 Gewinn je Aktie: Von den beim Finanzdienst

S&P Global erfassten Analysten im Durchschnitt

(Konsens) erwarteter Gewinn je Aktie

des angegebenen Geschäftsjahres. In der

Regel handelt es sich dabei um das Kalenderjahr.

Gebrochene Geschäftsjahre werden gemäß

dem Abschluß dem jeweiligen Kalenderjahr

zugeordnet.

6 KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der

Gewinnschätzungen für das angegebene

Kalenderjahr/Geschäftsjahr.

7 Dividendenrendite in %: Dividen denrendite

auf Basis der für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr

prognostizierten Dividende,

die in der Regel im Folgejahr ausgezahlt

wird.

8 HV-Termin: Termin der nächsten Hauptversammlung,

soweit bereits angekündigt.

9 Kursziel: Durchschnittliches Kursziel der

Analysten, die laut Finanzdienst S&P Global

die Aktie beur teilen.

10 Analystenempfehlung: 10/10/1 (diese Ziffern

dienen hier nur als Beispiel): Zahl der Analysten,

die laut Erfassung des Finanzdienstes

S&P Global zum Kaufen/Halten/Verkaufen

der Aktie raten.

Quelle:

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Vonovia SE A1ML7J 21,54 3,3 –12,2 30,24 / 19,53 24,36 0,5 7,9 1,81 1,94 11,1 5,9 6,2 31,93 10 3 0

Zalando SE ZAL111 25,26 0,1 –0,3 29,19 / 18,61 23,36 2,2 14,3 1,52 1,86 13,6 0,0 0,0 35,36 14 5 0

MDAX

Aixtron SE A0WMPJ 53,40 –11,6 208,6 62,66 / 11,68 29,28 6,2 47,7 0,73 1,30 41,1 0,3 0,5 51,81 4 9 1

Aroundtown A2DW8Z 2,33 –0,4 –12,2 3,52 / 2,16 2,74 0,3 3,3 0,26 0,23 10,1 5,3 6,0 3,11 3 6 3

Aumovio SE AUM0V1 35,35 –11,6 –17,7 47,02 / 31,66 38,62 0,4 3,0 3,72 5,16 6,9 1,0 2,7 50,22 5 3 0

Aurubis 676650 181,50 –7,3 46,1 225,2 / 84,10 150,74 1,3 7,6 8,80 10,42 17,4 1,2 1,4 172,50 2 4 0

Auto1 Group SE A2LQ88 22,92 –6,1 –16,0 31,50 / 14,46 23,55 5,9 40,0 0,63 0,95 24,1 0,0 0,0 30,97 6 2 1

Bechtle 515870 31,14 3,5 –28,7 45,14 / 24,56 35,60 1,8 11,9 1,93 2,10 14,8 2,4 2,6 09.06. 38,78 7 0 0

Bilfinger SE 590900 81,15 –4,3 –24,4 129,3 / 77,25 101,50 2,0 11,0 6,12 7,06 11,5 3,6 4,3 121,00 3 1 0

CTS Eventim 547030 50,65 –1,0 –35,5 107,0 / 48,68 68,82 3,7 11,0 3,29 3,63 13,9 3,3 3,6 87,79 7 1 0

Delivery Hero SE A2E4K4 35,86 –1,7 57,8 39,83 / 14,80 23,70 7,7 26,4 0,02 0,85 42,0 0,0 0,0 33,09 5 7 1

Deutsche Lufthansa 823212 9,88 8,2 17,6 9,95 / 6,72 8,12 0,9 3,4 1,07 1,43 6,9 3,1 3,8 9,44 4 8 3

Deutz 630500 8,72 –11,2 2,6 12,50 / 7,33 9,57 1,2 6,3 0,92 1,13 7,7 2,6 3,1 12,94 5 0 0

DWS Group DWS100 64,90 5,6 14,9 65,80 / 46,92 56,81 1,6 9,0 5,11 5,34 12,1 6,1 5,5 63,81 2 7 1

Elmos Semicond. SE 567710 179,40 –4,9 84,9 206,0 / 75,80 127,18 4,2 25,0 7,15 8,38 21,4 1,0 1,2 04.05. 180,00 2 2 0

Evonik Industries EVNK01 15,70 –2,1 17,5 18,32 / 12,49 15,00 0,9 5,0 1,54 1,47 10,7 5,0 5,2 17,51 3 6 2

flatexDegiro FTG111 37,68 0,4 2,6 43,24 / 23,38 33,38 3,8 16,8 1,91 2,28 16,5 1,0 1,1 42,42 6 5 0

Fraport 577330 73,25 2,0 4,7 86,95 / 62,45 73,82 1,2 6,4 3,62 3,82 19,2 1,4 2,7 25.05. 78,37 4 9 2

freenet A0Z2ZZ 22,78 –7,2 –22,4 33,92 / 22,78 27,64 1,7 6,9 2,16 2,47 9,2 9,0 9,5 27,76 3 6 1

Fuchs SE Vz. A3E5D6 38,38 –2,2 0,6 49,46 / 31,80 38,01 2,3 23,9 2,46 2,66 14,4 3,3 3,5 46,88 7 0 1

Hella A13SX2 71,30 –1,2 –13,7 89,10 / 67,90 77,74 2,5 12,6 1,83 2,18 32,7 0,8 1,0 65,00 0 2 1

Hensoldt HAG000 67,76 –1,9 –7,7 117,7 / 63,18 82,58 6,8 20,6 1,77 2,32 29,2 1,0 1,3 90,97 7 7 0

Hugo Boss A1PHFF 37,57 –1,4 3,9 44,08 / 33,85 37,32 1,6 5,7 2,66 3,23 11,6 0,2 2,5 40,57 1 9 0

Ionos Group SE A3E00M 27,38 3,2 2,4 43,25 / 20,90 28,03 7,0 10,2 2,02 2,33 11,8 0,0 0,0 33,53 5 4 0

Jenoptik A2NB60 46,76 –1,5 138,9 48,42 / 16,04 27,42 2,5 16,3 1,87 2,29 20,4 1,0 1,0 43,44 5 2 0

K+S KSAG88 13,27 –1,2 6,8 18,69 / 10,35 13,56 0,5 2,9 1,27 0,99 13,4 0,5 1,2 15,61 4 3 4

Kion Group KGX888 38,50 –8,6 –43,6 70,45 / 35,80 54,43 0,8 5,7 3,65 4,64 8,3 2,6 3,4 58,33 7 5 0

Knorr-Bremse KBX100 101,20 –2,7 6,4 115,6 / 77,40 95,38 4,6 15,3 4,62 5,31 19,1 2,1 2,4 115,47 9 3 0

Krones 633500 112,20 –1,2 –17,4 144,2 / 108,2 126,51 1,5 8,6 10,31 11,56 9,7 2,8 3,1 156,11 6 1 1

Lanxess 547040 15,09 –11,5 –14,4 27,14 / 11,03 18,06 0,4 4,8 0,15 0,46 32,7 0,7 1,4 17,53 2 7 3

LEG Immobilien SE LEG111 55,80 4,4 –10,4 76,45 / 50,05 61,90 0,4 8,1 5,41 5,87 9,5 5,4 5,6 79,51 8 4 1

Nemetschek SE 645290 53,35 –0,3 –42,5 138,5 / 50,45 79,34 5,3 16,7 2,46 2,93 18,2 1,4 1,7 90,28 7 3 1

Nordex SE A0D655 46,14 –5,5 58,4 51,70 / 16,99 34,89 6,3 14,1 1,97 2,35 19,6 0,8 0,9 47,00 7 7 0

Porsche PAG911 43,12 –10,1 –5,5 50,66 / 35,62 43,32 1,7 8,2 1,82 2,29 18,8 2,4 2,6 44,84 5 11 3

Porsche Hldg. SE PAH003 27,00 –11,0 –32,4 41,52 / 26,93 34,43 0,2 7,5 13,08 14,74 1,8 6,8 7,2 36,40 2 6 0

Puma SE 696960 26,35 –6,3 18,2 30,31 / 15,30 22,70 2,4 6,7 –1,46 0,34 78,3 0,0 0,3 29,31 6 10 0

Rational 701080 643,00 –3,1 –2,8 776,5 / 604,0 662,67 7,4 24,9 23,85 25,67 25,0 2,7 2,9 12.05. 796,50 7 3 0

FOCUS MONEY 28/2026

89


moneyanalyse Deutsche Aktien

ZALANDO

Online-Händler im Visier

Die Bafin hat eine Untersuchung des Jahresabschlusses 2025 von Zalando eingeleitet.

Im Fokus steht die 1,1 Milliarden Euro Übernahme von About You. Konkret geht es

um die Frage, ob die Beteiligung des dänischen Milliardärs Anders Holch Povlsen –

der vor der Übernahme an beiden Marken beteiligt war – hätte offengelegt werden

müssen. Zalando spricht von einem „rein formalen und unwesentlichen“ Sachverhalt.

Man kooperiere eng mit der Bafin. Die Aktie rutschte über fünf Prozent ab. Halten.

Zalando

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

90

70

50

30

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000ZAL1111 Empfohlen am 22.08.2025 Empfehlungs-Kurs 24,94 € Kurs aktuell 25,47 € +/– in % +2,1 Neuer Stopp 22,00 € Kursziel 36,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

MDAX

Renk Group RENK73 42,48 –6,1 –20,8 90,34 / 40,34 57,71 7,4 19,2 1,74 2,16 19,7 1,7 2,2 67,93 10 1 0

RTL Group 861149 31,25 –0,5 –9,3 39,00 / 28,80 34,53 1,1 9,4 2,36 2,62 11,9 7,7 8,2 34,50 0 6 0

Salzgitter 620200 44,76 –13,7 11,5 67,60 / 20,20 42,72 0,5 4,4 5,32 6,60 6,8 0,5 0,7 03.06. 60,43 3 3 0

Sartorius Vz. 716563 228,30 7,1 –7,6 267,7 / 175,95 229,69 5,3 19,1 5,35 6,36 35,9 0,4 0,4 266,32 10 5 1

Schaeffler SHA010 8,49 –7,7 1,6 11,98 / 4,52 8,17 2,6 6,1 0,38 0,70 12,1 3,4 4,3 9,43 6 4 1

Siltronic WAF300 82,15 –14,7 68,0 108,8 / 31,70 61,00 1,5 11,6 –7,15 –3,87 — 0,0 0,1 74,30 2 5 2

Suss MicroTec SE A1K023 92,80 –14,5 137,1 118,4 / 24,00 54,33 5,0 42,0 1,99 3,57 26,0 0,4 0,5 107,69 5 2 0

TAG Immobilien 830350 14,26 5,3 7,8 16,80 / 12,03 14,32 0,6 10,9 1,03 1,10 13,0 3,6 4,3 18,54 8 0 0

Talanx TLX100 109,90 4,1 –3,4 126,2 / 97,65 108,66 1,8 — 10,78 11,15 9,9 3,9 4,4 05.05. 121,00 1 1 0

thyssenkrupp 750000 10,35 –2,1 11,5 12,48 / 6,14 9,73 0,7 6,1 0,47 1,01 10,3 1,5 1,5 07.08. 12,72 5 3 0

TKMS TKMS00 75,10 3,9 13,6 107,0 / 57,00 81,04 4,0 12,9 2,11 2,56 29,4 1,1 1,3 91,71 2 3 1

Traton SE TRAT0N 32,66 –1,2 7,1 37,34 / 25,78 31,14 0,8 5,5 4,29 5,59 5,8 3,6 5,2 34,72 6 6 3

TUI TUAG50 7,22 0,1 –19,7 9,56 / 6,08 7,65 1,8 2,3 1,06 1,40 5,2 2,3 3,3 10,15 5 4 0

United Internet 508903 23,08 –2,1 –16,6 30,22 / 23,06 26,81 0,8 4,4 1,80 2,11 10,9 2,4 2,6 31,17 5 4 0

Wacker Chemie WCH888 90,50 –9,3 30,5 105,6 / 61,15 78,07 1,2 8,3 0,65 2,41 37,6 0,5 1,2 88,76 2 9 2

SDAX

1&1 554550 18,94 –8,3 –23,5 27,30 / 18,44 23,14 0,5 7,1 1,44 1,50 12,6 0,3 0,3 23,45 4 5 1

Adtran Networks SE 510300 23,00 1,3 5,5 23,20 / 20,30 22,24 3,2 — 0,18 — — — — — 0 0 0

Alzchem Group A2YNT3 174,40 –5,7 12,5 210,6 / 123,2 158,70 5,8 10,8 6,60 8,41 20,7 1,3 1,7 204,49 7 0 0

Asta Energy Solutions A4214T 68,60 –9,3 — 78,20 / 37,25 53,67 — — — — — — — — 0 0 0

Atoss Software SE 510440 66,60 –6,6 –42,3 147,6 / 65,00 94,04 9,4 18,6 3,26 3,76 17,7 3,6 4,1 125,88 5 2 0

Basler 510200 28,00 –12,2 83,0 31,90 / 11,32 18,34 5,3 — 0,89 1,01 27,7 0,8 0,9 28,00 2 1 0

Befesa A2H5Z1 29,50 –11,5 ±0,0 37,40 / 25,64 30,97 1,3 5,6 2,54 2,63 11,2 4,0 4,3 40,89 6 2 0

Cancom SE 541910 23,25 –1,9 –12,8 29,45 / 20,05 25,38 1,3 9,3 1,34 1,54 15,1 4,4 4,6 28,43 3 5 0

Carl Zeiss Meditec 531370 26,36 –3,9 –34,1 57,20 / 22,62 33,60 1,1 22,7 1,39 1,80 14,6 2,0 2,3 30,05 1 14 0

Cewe Stiftung 540390 91,20 –3,0 –12,1 106,2 / 89,10 99,35 1,2 3,9 10,84 9,41 9,7 3,9 3,6 135,67 6 0 0

Dermapharm Hldg. SE A2GS5D 47,45 1,9 20,6 51,90 / 31,70 39,63 3,5 10,1 2,65 2,93 16,2 2,1 2,4 50,38 2 3 0

Deutsche Beteilig. A1TNUT 21,85 –5,6 –13,1 26,60 / 21,60 24,66 0,6 7,5 2,22 3,09 7,1 4,6 4,7 35,03 6 0 0

Deutsche EuroShop 748020 17,46 –5,3 –7,3 21,10 / 17,46 19,25 0,7 5,7 1,62 1,77 9,8 6,2 6,2 19,33 0 2 1

Douglas BEAU1Y 7,83 –0,8 –37,4 13,26 / 7,75 10,86 0,9 2,9 1,20 1,35 5,8 0,0 2,0 10,96 4 5 0

Drägerwerk Vz 555063 82,60 –1,8 19,0 99,40 / 62,50 80,75 0,9 10,3 7,91 8,78 9,4 2,7 3,0 101,50 2 2 0

Dt. Pfandbriefbank 801900 3,24 –2,7 –23,1 5,72 / 2,71 3,94 0,2 — 0,09 0,49 6,6 0,7 6,1 3,85 1 2 1

Dürr 556520 17,70 –9,0 –21,5 25,10 / 17,20 20,91 0,9 11,6 1,92 2,58 6,9 4,0 5,4 14.05. 30,33 5 3 0

Eckert & Ziegler SE 565970 15,32 –3,1 0,4 23,08 / 13,30 15,68 3,2 22,3 0,83 0,90 17,0 1,3 1,3 16.06. 22,10 3 0 0

Einhell Germany A40ESU 69,50 –1,3 –17,5 89,00 / 65,30 78,40 1,5 13,6 6,88 7,53 9,2 2,7 2,8 105,00 2 0 0

Energiekontor 531350 39,35 –6,9 10,1 53,40 / 30,10 38,73 1,5 3,9 2,51 4,73 8,3 2,7 3,6 71,50 1 0 0

Evotec SE 566480 5,02 7,4 –8,0 7,84 / 4,00 5,56 1,3 — –0,77 –0,14 — 0,0 0,0 6,44 4 3 0

Fielmann Grp. 577220 42,80 –1,4 –1,7 58,80 / 39,85 44,73 3,3 9,0 2,64 2,95 14,5 3,6 4,0 09.07. 58,88 5 2 0

90 FOCUS MONEY 28/2026


AIRBUS SE

Wieder ein kleiner Sieg

China Eastern bestellt 25 Airbus-Großraumjets vom Typ A330neo im Listenwert von

etwa 9,35 Milliarden Dollar. Die Maschinen sollen zwischen 2029 und 2033 ausgeliefert

werden und die Flotte modernisieren sowie die Betriebskosten senken. Für Airbus

ist der Auftrag ein weiterer Erfolg im chinesischen Markt. Boeing hingegen hat

dort seit den 737-Max-Abstürzen und den politischen Spannungen mit China an

Boden verloren. Die Airbus-Aktie stieg auf Wochensicht um zwei Prozent. Kaufen.

Airbus

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

180

140

100

60

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN NL0000235190 Empfohlen am 5.12.2025 Empfehlungs-Kurs 197,89 € Kurs aktuell 193,66 € +/– in % -2,1 Neuer Stopp 165,00 € Kursziel 209,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Fr. Vorwerk Grp. SE A255F1 70,45 1,4 –13,7 109,2 / 55,10 79,82 3,9 14,6 4,68 5,05 14,0 1,6 1,7 86,50 2 1 1

GFT Technologies SE 580060 20,75 –2,6 9,6 25,50 / 13,86 18,82 1,9 11,6 1,73 2,01 10,3 2,6 2,8 03.06. 29,67 5 0 0

Grand City Prop. A1JXCV 9,03 –1,0 –8,2 11,58 / 8,55 10,08 0,3 5,3 1,22 1,19 7,6 6,9 6,4 11,13 2 6 0

Grenke A161N3 11,96 –3,2 –23,5 19,82 / 11,60 14,24 0,4 — 1,53 1,99 6,0 3,2 4,0 20,04 4 0 1

Hamborner Reit A3H233 4,42 –0,7 –1,3 6,03 / 4,27 4,81 0,6 7,8 0,12 0,09 49,1 7,6 7,8 10.06. 8,05 4 0 0

Heidelberger Druck. 731400 1,39 –4,2 –31,1 2,81 / 1,30 1,72 0,7 11,4 0,12 0,18 7,7 0,0 0,0 23.07. 2,15 2 1 0

HelloFresh SE A16140 3,93 ±0,0 –36,1 9,53 / 3,49 5,39 0,9 2,6 0,43 0,57 6,9 0,0 0,0 5,60 4 7 2

Hornbach Hldg. 608340 78,10 –3,6 –6,8 108,4 / 74,00 84,00 0,6 3,5 9,02 9,60 8,1 3,2 3,3 10.07. 99,11 3 3 0

Hypoport SE 549336 84,00 5,9 –34,6 218,0 / 68,20 104,47 1,4 9,2 3,82 6,15 13,6 0,0 0,0 212,75 3 0 0

Indus Holding 620010 25,80 –5,7 –8,5 33,70 / 21,15 27,55 0,8 40,2 3,65 3,82 6,8 5,6 5,8 36,83 3 1 0

init innovation SE 575980 46,40 –5,7 –0,6 55,20 / 35,70 47,09 2,7 63,6 2,56 3,19 14,6 2,2 2,6 65,83 3 0 0

Jost Werke SE JST400 52,10 –5,4 –3,7 67,80 / 47,20 55,09 1,8 5,3 6,21 6,99 7,4 3,3 3,8 75,00 4 0 0

Jungheinrich 621993 23,04 –2,6 –35,0 42,84 / 21,72 30,34 0,9 8,5 2,50 3,06 7,5 2,8 3,6 36,50 6 3 0

Klöckner & Co. SE KC0100 12,30 –0,3 51,5 12,70 / 5,10 9,53 0,8 20,7 0,37 0,55 22,5 1,4 1,6 26.05. 11,30 1 1 1

Kontron A0X9EJ 23,14 –1,4 1,5 29,00 / 16,34 23,17 1,7 11,4 1,64 1,99 11,6 2,4 3,3 29,34 5 0 0

KSB SE Vz 629203 859,00 –1,4 –10,3 1265 / 773,0 959,00 1,0 — 85,62 96,15 8,9 3,6 8,0 1207,00 3 0 0

KWS Saat SE 707400 67,60 0,7 –1,5 80,60 / 61,00 69,20 1,3 12,4 5,72 5,72 11,8 2,1 2,2 84,25 2 2 0

LPKF Laser & Electr. SE 645000 21,50 –23,5 284,6 30,80 / 5,35 10,67 7,4 — –0,26 0,08 268,8 0,0 0,0 15,50 0 2 0

MBB SE A0ETBQ 173,60 –2,4 –15,9 225,0 / 136,4 191,26 1,0 — 11,36 12,75 13,6 0,9 1,1 222,73 2 1 0

Medios A1MMCC 12,18 –1,6 –15,9 17,44 / 11,64 14,00 0,6 4,7 1,09 1,71 7,1 0,0 0,0 23,00 4 0 0

MLP SE 656990 7,37 –7,3 6,5 8,95 / 5,85 7,30 1,3 — 0,69 0,78 9,4 5,4 5,8 10,20 3 0 0

Mutares A2NB65 27,80 –6,4 –5,5 34,73 / 23,15 28,48 1,0 — 3,80 4,05 6,9 7,2 8,1 45,20 2 0 0

Nagarro A3H220 75,05 120,6 –1,6 80,35 / 32,50 54,35 4,9 15,4 5,19 5,47 13,7 1,7 1,8 78,00 2 1 1

Norma Group SE A1H8BV 17,72 0,3 21,5 18,90 / 12,48 15,30 0,8 10,6 0,65 0,91 19,5 2,4 2,3 17,44 2 3 0

Ottobock SE BCK222 51,80 1,4 –20,6 76,35 / 45,56 61,00 6,1 10,0 3,00 3,54 14,6 2,1 2,4 81,75 6 1 0

Patrizia SE PAT1AG 7,72 –0,4 –5,2 8,90 / 6,62 7,62 0,6 12,2 0,28 0,33 23,7 4,7 4,8 9,66 4 1 0

PNE A0JBPG 10,92 –3,2 8,1 15,44 / 7,22 10,07 4,7 28,0 0,26 0,30 36,4 0,4 0,4 11,60 1 1 0

PVA TePla 746100 44,72 3,2 96,1 46,32 / 18,65 30,08 5,8 36,2 0,80 1,27 35,1 0,0 0,0 44,81 5 2 0

Redcare Pharmacy A2AR94 68,40 3,0 5,1 114,0 / 30,20 59,70 3,0 18,7 –0,89 0,99 69,0 0,0 0,0 79,67 4 3 0

SAF Holland SE SAFH00 20,30 1,2 32,7 21,20 / 13,36 16,88 1,7 5,4 2,10 2,42 8,4 4,0 4,8 20,70 3 2 0

Schott Pharma A3ENQ5 17,28 2,2 14,4 28,50 / 12,62 16,64 2,6 12,3 0,94 1,06 16,3 1,0 1,1 19,43 5 5 0

Secunet Security 727650 166,80 –5,5 –10,0 246,5 / 152,8 191,45 5,6 19,3 6,10 7,39 22,6 1,8 2,1 239,67 2 1 0

SFC Energy 756857 20,60 –10,2 68,0 24,75 / 11,32 16,04 2,3 10,7 0,82 0,99 20,8 0,0 0,0 26,40 4 0 0

Shelly Group SE A2DGX9 59,10 –2,5 –1,8 71,60 / 44,20 57,45 7,2 35,0 2,41 3,22 18,4 0,4 0,5 79,33 2 0 0

Sixt SE St. 723132 63,90 –10,3 –9,7 98,70 / 57,70 71,26 1,2 8,3 6,87 7,63 8,4 5,7 6,3 96,00 5 1 0

SMA Solar Techn. A0DJ6J 64,10 11,2 88,1 70,70 / 15,41 38,92 5,3 45,1 2,00 3,13 20,5 0,9 0,4 52,40 1 4 0

Springer Nature SPG100 19,52 4,9 2,1 24,65 / 14,70 19,29 1,9 7,6 1,65 1,80 10,9 4,2 4,6 26,36 4 0 0

Stabilus SE STAB1L 15,16 –10,2 –25,9 29,00 / 14,52 19,44 0,6 5,5 2,69 3,11 4,9 3,5 4,6 25,84 4 0 1

FOCUS MONEY 28/2026

91


moneyanalyse Deutsche Aktien

HEIDELBERG MATERIALS

Es herrscht Unruhe

Nach dem Kursrutsch auf ein Mehrwochentief bleibt Heidelberg Materials unter

Druck. Mehrere Analysten reduzierten nach einem Pre-Call ihre Umsatzprognosen

für das zweite Quartal. Belastend auf die Umsätze wirken höhere Energiekosten und

die schwache Baukonjunktur. Die Analysten von JPMorgan und UBS halten zwar an

ihren Kaufempfehlungen fest, doch die Quartalszahlen am 30. Juli dürften zum entscheidenden

Stimmungstest werden.

Heidelberg Materials

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

200

150

100

50

0

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0006047004 Empfohlen am 13.02.2026 Empfehlungs-Kurs 218,40 € Kurs aktuell 168,90 € +/– in % -22,7 Neuer Stopp 144,00 € Kursziel 225,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

SDAX

Sto SE 727413 91,40 –5,7 –24,6 134,2 / 91,00 114,71 — — 6,60 9,38 9,7 4,4 4,9 140,00 1 0 0

Ströer SE 749399 33,74 –2,9 –8,8 52,00 / 28,85 35,80 3,7 8,2 3,00 3,53 9,6 6,5 7,0 50,08 6 3 1

Südzucker 729700 10,44 –1,1 14,0 13,57 / 8,92 10,27 1,0 12,7 0,39 0,83 12,5 1,6 2,9 16.07. 11,52 0 4 0

TeamViewer SE A2YN90 4,85 –1,5 –19,8 10,33 / 4,09 5,82 2,4 3,7 1,03 1,12 4,3 0,0 0,0 7,84 4 8 0

tonies SE A3CM2W 12,62 3,4 20,9 13,42 / 5,56 9,95 3,7 36,6 0,36 0,57 22,0 0,0 0,0 16,65 4 0 0

Verbio SE A0JL9W 29,80 –4,7 40,6 47,26 / 9,40 25,92 2,4 12,2 0,76 1,89 15,8 0,0 0,0 47,50 2 1 0

Vincorion SE VNC001 16,55 –4,2 — 23,90 / 15,30 17,79 — — — — — — — — 0 0 0

Vossloh 766710 63,05 0,1 –17,5 95,10 / 61,55 76,06 1,4 8,5 3,42 4,39 14,3 1,9 2,4 84,14 3 3 0

Wacker Neuson SE WACK01 18,72 –3,8 –23,7 26,05 / 16,66 20,39 0,8 6,3 1,51 2,04 9,2 4,6 6,0 03.06. 22,67 1 1 1

Wüstenr. & Württ. 805100 14,70 2,5 1,1 16,76 / 13,30 14,70 — — 1,54 2,01 7,3 4,4 5,1 20,00 1 0 0

WEITERE DEUTSCHE AKTIEN

123Fahrschule SE A2P4HL 2,50 0,8 –17,2 3,78 / 2,26 2,90 4,4 — –0,34 –0,13 — — — 5,65 1 0 0

2G Energy A0HL8N 71,50 –1,4 107,2 76,00 / 25,60 41,03 6,6 — 1,82 2,55 28,1 0,4 0,5 65,00 1 2 0

3U Holding 516790 1,01 –7,8 –7,8 1,74 / 0,97 1,20 — — –0,12 –0,06 — 0,0 0,0 1,97 2 1 0

7C Solarparken A11QW6 1,63 –5,2 3,0 1,93 / 1,52 1,69 0,6 — 0,14 — — 6,8 — — 0 0 0

A.H.T. Syngas Tech. A12AGY 2,40 –13,7 ±0,0 5,50 / 1,45 3,45 — — — — — — — — 0 0 0

A.S. Création A1TNNN 7,65 –0,6 –1,9 8,60 / 6,55 7,49 — — 0,34 0,86 8,9 2,6 6,5 14,00 1 0 0

ABO Wind 576002 3,85 9,1 –67,4 46,20 / 3,36 14,01 5,1 — –3,55 0,14 27,5 0,0 0,0 09.07. — 0 0 0

ad pepper media Int. 940883 2,52 ±0,0 –5,3 3,92 / 2,38 2,73 2,2 — 0,09 0,11 22,9 — — 5,00 0 0 0

adesso SE A0Z23Q 51,20 1,8 –42,3 103,2 / 48,40 75,42 1,6 7,0 4,11 5,83 8,8 1,6 1,7 103,33 4 1 0

All for One Group SE 511000 30,90 –2,5 –24,4 54,60 / 29,30 37,84 1,2 — 4,62 5,82 5,3 — 7,8 — 0 0 0

Allane SE A0DPRE 10,90 –9,2 9,5 12,50 / 8,00 10,45 1,0 — 0,50 — — 0,0 — — 0 0 0

Allgeier A2GS63 16,40 6,5 –21,2 23,80 / 14,95 17,94 1,1 — 1,03 1,08 15,2 3,7 4,0 24,00 1 2 0

Altech Advanced Mat. A41YD9 1,29 –3,0 — 2,80 / 0,86 1,23 — — — — — — — — 0 0 0

Amadeus Fire 509310 20,25 1,7 –52,1 80,70 / 19,82 36,10 0,8 6,0 2,33 3,81 5,3 5,4 9,4 58,33 2 0 0

AT&S 922230 205,00 –16,5 536,6 246,0 / 16,70 63,77 5,9 14,9 — 6,68 30,7 0,0 0,3 09.07. 243,12 2 2 1

Aumann A2DAM0 15,65 ±0,0 30,2 16,30 / 10,70 12,94 1,0 — 0,50 0,90 17,4 1,9 2,2 14,85 0 2 0

B+S Banksysteme 126215 1,98 ±0,0 –0,5 3,18 / 1,61 2,00 — — 0,22 0,24 8,3 0,0 4,0 4,70 0 0 0

Bastei Lübbe A1X3YY 7,00 0,6 –16,3 10,55 / 6,12 7,67 1,1 — 0,80 0,85 8,3 5,0 5,5 12,08 4 0 0

BayWa vNA 519406 2,48 3,5 –10,8 7,75 / 2,20 3,26 0,2 — –0,53 2,09 1,2 0,0 48,4 — 0 0 0

BB Biotech N A0NFN3 52,20 6,0 7,6 53,60 / 31,90 47,29 0,8 — –0,66 –0,71 — 5,1 5,5 74,82 1 0 0

Berentzen Group 520160 3,25 –1,5 –11,4 4,58 / 3,19 3,60 — — 0,25 0,38 8,6 4,0 5,8 8,00 1 0 0

Bertrandt 523280 8,84 –1,3 –52,5 21,80 / 8,84 16,19 0,3 1,5 –2,01 2,53 3,5 5,8 7,1 17,40 2 3 0

bet-at-home.com A0DNAY 3,07 2,3 39,5 3,59 / 1,90 2,48 — — 0,44 0,60 5,1 — — 5,50 1 0 0

Bike24 Holding A3CQ7F 2,48 –9,8 –16,8 3,53 / 2,44 2,98 0,9 — 0,07 0,21 11,8 0,0 0,0 4,25 2 0 0

Biofrontera A4BGGM 2,31 2,2 2,2 2,85 / 2,18 2,47 — — — — — — — — 0 0 0

Bio-Gate konv. BGAG98 0,59 5,4 –24,4 1,03 / 0,50 0,71 — — — — — — — — 0 0 0

BioNTech A2PSR2 82,45 4,5 0,9 105,5 / 68,00 85,15 1,2 — –4,60 –4,43 — 0,0 0,0 106,75 14 5 0

92 FOCUS MONEY 28/2026


ECKERT & ZIEGLER

Deutlich mehr Dividende

Der Spezialist für Nuklearmedizin und Strahlentherapie Eckert & Ziegler hat die Dividende

für das Geschäftsjahr 2025 von 17 auf 22 Cent je Aktie erhöht. Zwar notiert

das Papier aus dem SDax aktuell deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von gut 23

Euro. Da der Konzern aber zu den größten Herstellern radioaktiver Komponenten gehört

und als profitabler Qualitätswert gilt, empfiehlt die Mehrheit der Analysten den

Titel zum Kauf mit einem Kurspotenzial von bis zu 40 Prozent über aktuellem Niveau.

Eckert & Ziegler

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

40

30

20

10

0

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE0005659700 Empfohlen am 2.04.2026 Empfehlungs-Kurs 20,00 € Kurs aktuell 15,35 € +/– in % – 23,3 Neuer Stopp 13,00 € Kursziel 21,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Bitcoin Group A1TNV9 22,60 –14,3 –27,6 49,16 / 22,16 32,09 — — — — — — — — 0 0 0

Blue Cap A0JM2M 17,65 –8,3 2,0 21,40 / 16,50 18,56 0,7 — 0,44 0,76 23,3 3,7 3,7 30,25 2 0 0

Borussia Dortmund 549309 3,02 1,0 –7,6 3,97 / 2,88 3,25 1,0 11,6 –0,13 0,09 33,6 1,8 2,3 5,00 3 0 0

Brain Biotech 520394 2,74 –2,8 13,7 3,81 / 1,81 2,55 — — –0,43 –0,39 — 0,0 0,0 5,50 4 0 0

Branicks Group A1X3XX 1,03 23,5 –40,3 2,26 / 0,80 1,63 0,1 2,6 — — — 0,0 0,0 1,85 1 0 1

Brockhaus Technolog. A2GSU4 19,05 –0,3 18,3 20,20 / 9,10 15,14 0,8 — 3,60 — — 2,5 3,1 — 0 0 0

Ceconomy 725750 3,88 3,6 –11,8 4,55 / 3,54 4,26 2,3 7,8 0,55 0,61 6,4 2,6 3,3 4,60 0 0 2

Cenit 540710 8,32 –9,2 16,5 9,86 / 5,76 7,06 1,6 — 0,41 0,80 10,4 2,4 3,6 14,50 3 0 0

Cherry SE A41YFJ 1,25 — — — / — — — — — — — — — — 0 0 0

Circus SE A2YN35 5,29 –13,0 –56,5 24,80 / 5,18 10,89 117,6 — –0,42 0,44 12,2 — — 25,00 2 0 0

Cliq Digital A35JS4 3,65 0,3 168,0 5,81 / 1,29 2,43 0,3 — –1,04 –0,93 — 0,0 0,0 — 0 1 0

Corestate Capital A141J3 0,22 –1,3 –8,3 0,35 / 0,22 0,26 — — — — — — — — 0 0 0

Covestro 606214 59,80 –0,2 –0,9 61,14 / 54,10 59,68 1,8 10,9 0,09 0,97 61,8 0,0 0,6 62,00 0 2 0

cyan A2E4SV 1,83 –3,7 –7,6 2,92 / 1,79 2,13 1,5 45,8 –0,02 0,05 36,6 — — 4,00 0 0 0

Daldrup & Söhne 783057 20,40 –5,6 6,0 29,90 / 11,40 20,81 3,3 — 1,12 1,57 13,0 0,9 1,1 27,60 1 1 0

Data Modul 549890 27,40 –6,8 –4,2 30,20 / 21,00 27,57 0,7 — 0,50 1,03 26,6 0,4 0,4 37,00 1 0 0

Datagroup SE A41YEV 75,10 0,1 7,4 76,80 / 58,10 69,98 3,0 — 4,01 4,36 17,2 2,0 2,3 — 0 0 0

Datron A0V9LA 7,40 –3,3 5,0 9,70 / 6,90 7,57 0,7 5,8 0,64 1,06 7,0 2,7 3,6 25.06. 15,09 2 0 0

Delignit A0MZ4B 2,50 ±0,0 10,6 2,86 / 1,87 2,39 0,7 — 0,18 0,20 12,5 3,2 3,4 4,60 1 0 0

Delticom 514680 2,42 –1,6 21,0 2,78 / 1,91 2,26 0,6 — 0,28 0,32 7,6 5,0 5,4 07.07. 4,35 2 0 0

Demire Real Estate A0XFSF 0,29 –3,3 –24,0 0,71 / 0,29 0,44 — — — –0,20 — — — 0,80 0 0 0

Deutsche Rohstoff A0XYG7 81,30 –1,1 64,2 113,8 / 37,45 67,43 1,0 2,1 38,37 14,14 5,8 5,5 3,4 144,00 0 0 0

Deutsche Wohnen SE A0HN5C 18,44 2,8 –9,8 24,30 / 17,82 20,61 0,5 17,5 2,01 2,88 6,4 6,2 6,2 20,09 1 1 1

Dt. Grundstücksaukt. 553340 4,80 –1,2 –16,5 8,00 / 3,44 5,92 — — 0,34 0,73 6,6 0,0 0,0 12,85 1 0 0

Dt. Konsum REIT A14KRD 1,26 –11,6 –32,4 2,41 / 1,26 1,76 0,2 3,4 — — — 0,0 0,0 5,00 1 1 0

ecotel communication 585434 6,80 –2,9 –39,3 13,60 / 5,95 9,92 0,9 2,4 0,53 0,63 10,8 4,4 4,4 22,80 1 0 0

Edag Engineering Grp. A143NB 3,08 –11,0 –38,3 7,34 / 3,07 4,69 0,8 — 0,06 0,36 8,5 0,3 5,2 5,13 1 3 0

ElringKlinger 785602 5,04 –6,1 18,4 6,29 / 3,91 4,66 0,5 3,0 0,65 0,90 5,6 4,2 6,2 5,33 1 1 1

Enapter A255G0 1,20 –11,5 –29,3 2,95 / 1,12 1,57 1,0 — –0,36 –0,13 — 0,0 0,0 2,27 0 1 0

EnviTec Biogas A0MVLS 18,45 –3,7 7,3 28,20 / 16,25 20,18 — — — — — — — — 0 0 0

Epigenomics konv. A37FT4 0,87 ±0,0 –3,3 1,59 / 0,51 0,92 — — — — — — — — 0 0 0

Ernst Russ A16107 7,90 –1,0 12,2 9,22 / 6,44 7,38 0,9 7,1 1,10 0,79 10,0 4,0 3,8 13,23 2 0 0

Eurokai 570653 58,80 4,6 17,1 64,60 / 36,50 53,30 1,4 — 3,28 — — 2,2 — — 0 0 0

Exasol A0LR9G 2,12 –7,0 –21,8 3,45 / 1,87 2,50 5,3 — 0,09 0,15 14,6 0,0 0,0 4,45 2 0 0

Fabasoft 922985 13,70 0,4 –12,7 17,45 / 10,45 13,91 3,3 — 0,91 1,07 12,9 1,3 1,3 08.07. 25,00 2 0 0

Formycon A1EWVY 18,76 –3,4 –26,3 31,05 / 16,52 21,50 0,9 — –1,24 1,11 16,9 0,0 0,0 39,67 4 0 0

Fortec Elektronik 577410 12,55 –7,0 18,4 16,05 / 10,00 12,21 — — –0,60 0,46 27,3 3,2 4,8 15,00 1 0 0

Frequentis A2PHG5 61,00 –15,7 –15,0 103,5 / 44,40 72,45 3,6 16,9 2,41 2,85 21,4 0,6 0,7 81,81 1 2 0

FOCUS MONEY 28/2026

93


moneyanalyse Deutsche Aktien

NAGARRO

Kurs explodiert nach Kaufofferte

Die US-IT-Firma Persistent Systems will den Wettbewerber übernehmen und bietet 81

Euro je Aktie – gut das Doppelte der Notierung vor dem Angebot. Die Nachricht wurde

erst am Freitag, dem 26. Juni, nach Börsenschluss veröffentlicht, aber die Aktien

waren schon am Freitagnachmittag unter erhöhtem Volumen um 25 Prozent gestiegen.

Das wirft Fragen zum Insider-Handel auf, eine Prüfung durch die Bafin wäre

nachvollziehbar. Mit engem Stopp halten, falls es eine Angebotserhöhung gibt.

Nagarro

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

180

140

100

60

20

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000A3H2200 Empfohlen am 20.06.2025 Empfehlungs-Kurs 60,00 € Kurs aktuell 75,00 € +/– in % +25,0 Neuer Stopp 68,00 € Kursziel 81,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

WEITERE DEUTSCHE AKTIEN

Friwo 620110 4,68 –0,8 –13,3 15,20 / 4,44 5,55 — — — — — — — — 0 0 0

Frosta 606900 97,60 –0,6 8,2 108,0 / 86,00 96,37 — — — — — — — — 0 0 0

Gerresheimer A0LD6E 28,00 8,8 1,2 50,90 / 14,92 25,70 0,6 3,3 2,66 3,55 7,9 2,2 3,6 23,37 1 5 2

Gesco A1K020 13,15 –4,4 –7,1 18,40 / 13,05 14,64 0,5 — 1,48 1,84 7,2 2,4 3,0 23,02 3 0 0

Global Fashion Grp. A2PLUG 0,47 2,2 89,1 0,58 / 0,24 0,36 1,7 — –0,14 –0,07 — 0,0 0,0 0,78 1 1 0

Grammer 589540 8,80 1,7 51,7 9,20 / 5,45 7,00 0,4 — 2,41 — — 0,0 — — 0 0 0

H+R A2E4T7 5,02 7,0 18,4 5,02 / 3,83 4,47 0,4 3,1 0,16 0,21 23,6 1,0 1,0 4,30 0 0 1

Hamburger Hafen A0S848 21,70 –0,5 1,4 23,30 / 18,70 21,81 — — — — — — — — 0 0 0

Hapag-Lloyd HLAG47 113,60 –1,2 –3,6 158,7 / 109,0 119,84 1,2 12,3 –1,51 –2,44 — 1,8 1,7 97,40 0 3 4

Hawesko Holding SE 604270 16,95 –5,0 –11,0 24,40 / 16,95 20,07 1,2 — 1,47 1,74 9,7 6,5 7,7 27,75 1 1 0

Heidelberg Pharma A11QVV 2,56 1,2 6,7 5,04 / 2,31 2,85 4,6 — –0,52 –0,20 — 0,0 0,0 5,50 1 0 0

Heliad 121806 14,05 4,1 –6,3 16,40 / 12,20 14,34 1,4 23,4 0,60 0,60 23,4 0,0 0,0 24,20 2 0 0

Hermle Vz. 605283 176,50 0,3 18,1 192,5 / 133,0 156,45 — — — — — — — — 0 0 0

HMS Bergbau 606110 41,40 ±0,0 –9,2 78,00 / 36,60 45,01 1,5 6,0 7,71 5,39 7,7 3,0 3,5 82,50 1 0 0

Hoenle 515710 8,68 –5,4 23,3 10,30 / 6,36 8,49 0,7 — –0,08 0,41 21,2 0,0 0,0 17,67 2 0 0

HomeToGo SE A2QM3K 1,06 –9,1 –31,9 1,89 / 1,06 1,43 0,8 4,8 –0,13 –0,05 — 0,0 0,0 2,68 3 0 0

IBU tec A0XYHT 15,40 –3,1 –21,2 26,80 / 6,30 17,26 — — –0,40 0,19 81,1 — — 25,00 1 0 0

Identive Group A11404 2,16 –37,2 –24,5 4,62 / 2,08 3,09 — — –0,58 –0,58 — — — 3,83 1 2 0

Instone Real Estate A2NBX8 7,52 –4,6 –3,1 9,89 / 7,27 8,34 0,5 — 0,83 0,97 7,8 6,2 7,0 12,38 3 1 0

IVU Traffic Techn. 744850 20,10 0,8 –1,5 22,20 / 17,60 19,92 — — 0,85 1,00 20,1 1,6 1,7 27,00 1 0 0

JDC Group A0B9N3 22,10 1,8 –9,4 32,70 / 20,30 24,84 3,7 10,4 1,00 1,30 17,0 0,0 0,0 13.07. 33,42 2 0 0

Knaus Tabbert A2YN50 10,88 –2,7 –15,4 20,05 / 10,76 13,28 1,4 1,2 0,83 1,57 6,9 1,5 5,7 10.07. 17,40 1 3 0

Koenig & Bauer 719350 8,54 1,8 –18,0 16,14 / 7,83 10,13 0,4 — 0,87 2,26 3,8 1,0 3,5 15,25 2 0 0

Laiqon A12UP2 4,46 –1,5 –12,5 5,68 / 3,44 4,44 1,6 — –0,30 0,13 34,3 0,0 6,7 8,70 1 0 0

Leifheit 646450 14,65 –1,0 –1,3 17,90 / 14,45 15,47 1,5 13,3 0,69 0,95 15,5 8,2 8,3 20,79 3 0 0

Logwin A2DR54 282,00 6,0 12,8 304,0 / 206,0 265,51 2,0 — 19,18 17,18 16,4 3,5 3,5 261,00 0 1 0

M1 Kliniken A0STSQ 18,88 4,2 6,1 19,58 / 12,88 16,37 3,0 — 1,12 1,30 14,5 2,6 2,6 08.07. — 0 0 0

Masterflex SE 549293 14,50 0,7 5,8 15,20 / 11,25 13,64 — — 1,00 1,29 11,2 2,4 2,8 20,25 1 0 0

MAX Automation SE A2DA58 3,70 –1,3 –5,9 5,96 / 3,39 4,38 0,8 — –0,02 0,12 30,8 0,0 1,4 6,00 1 1 0

MediClin 659510 3,90 –1,0 13,4 4,18 / 2,84 3,56 0,7 — 0,77 0,80 4,9 1,0 1,0 7,30 1 0 0

Medigene A40ESG 0,02 –13,1 –15,7 0,15 / 0,01 0,04 — — –0,51 –0,45 — — — — 0 0 0

Mensch & Maschine 658080 35,80 1,8 –20,4 55,90 / 33,40 40,48 6,3 13,9 2,17 2,47 14,5 6,1 6,9 55,35 3 1 0

Mister Spex SE A3CSAE 1,13 –1,7 –10,0 2,18 / 1,12 1,32 1,8 — –0,71 –0,45 — — — 3,03 1 2 0

MPC Capital A1TNWJ 5,24 1,9 7,8 5,60 / 4,58 5,01 1,2 — 0,65 0,71 7,4 5,2 5,8 7,60 2 0 0

Mühlbauer 662720 36,40 –2,7 –5,2 46,40 / 33,80 38,65 — — — — — — — 29.07. — 0 0 0

MVV Energie A0H52F 30,00 –1,3 –2,3 32,30 / 29,60 30,78 — — — — — — — — 0 0 0

Nabaltec A0KPPR 13,05 1,2 9,2 15,15 / 10,10 12,11 0,7 — 0,85 1,11 11,8 2,0 2,1 15,75 1 0 0

NFON A0N4N5 3,52 5,7 3,5 7,20 / 3,08 4,04 0,7 5,8 0,21 0,31 11,4 0,7 1,4 6,93 2 0 1

94 FOCUS MONEY 28/2026


MUTARES

Bafin schließt Prüfung ab

Die Finanzaufsicht Bafin hatte den Jahresabschluss 2023 der Beteiligungsgesellschaft

überprüft, da ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen gegen verbundene

Unternehmen im Anhang gefehlt hatte. Dieser soll einen Einblick in die kurzfristige

Liquiditätslage von Firmen ermöglichen und ist gesetzlich vorgeschrieben.

Mutares hat die Daten für 2023 nachgereicht und auch danach in die Berichte aufgenommen.

Die Analysten sehen im Schnitt gute Kurschancen, die Aktie also halten.

Mutares

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

40

30

20

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000A2NB650 Empfohlen am 26.06.2026 Empfehlungs-Kurs 27,50 € Kurs aktuell 28,50 € +/– in % +3,6 Neuer Stopp 25,00 € Kursziel 42,00 €

Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 Termin empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U I O P

Northern Data A0SMU8 7,68 1,4 –49,8 24,88 / 5,12 12,72 — — –2,05 0,70 11,0 — 0,0 37,00 1 0 0

Nynomic A0MSN1 16,90 –6,6 71,4 25,70 / 8,24 13,06 — — 0,71 1,09 15,6 — — 26,00 2 0 0

OHB SE 593612 288,00 –23,8 142,9 647,31 / 62,96 221,45 — — 3,64 5,63 51,2 0,2 0,2 320,00 1 0 0

Ökoworld 540868 27,30 –3,9 4,2 35,10 / 25,00 27,07 — 13,6 2,76 2,58 10,6 7,1 6,6 39,15 1 0 0

OVB Holding 628656 19,60 –3,9 0,5 22,40 / 17,80 20,31 2,9 — 0,89 1,15 17,1 4,0 5,0 23,00 0 1 0

Pfeiffer Vacuum 691660 170,80 –0,2 8,4 171,8 / 153,0 161,59 — — — — — — — 10.07. 140,00 0 0 0

Pfisterer SE PFSE21 94,50 –8,1 24,7 113,0 / 42,00 79,65 6,8 — 3,45 3,82 24,7 1,1 1,1 109,00 2 1 0

Pro DV A4096T 2,10 –1,9 –4,5 2,86 / 2,02 2,30 — — 0,00 0,06 35,0 0,0 0,0 4,80 0 0 0

ProCredit Hldg. 622340 8,10 –4,6 –1,2 10,30 / 6,78 8,29 0,4 — 1,36 2,04 4,0 5,5 8,0 14,73 2 0 0

ProSiebenSat.1 SE PSM777 3,34 –7,4 –31,9 8,48 / 3,34 4,62 0,6 2,7 0,53 0,69 4,8 1,1 1,3 5,10 0 6 0

PSI Software SE A0Z1JH 44,00 –1,1 –2,0 46,30 / 24,10 43,14 6,9 — 2,39 4,07 10,8 0,2 0,7 45,00 0 2 0

Pyramid A41YDL 1,26 –10,6 –62,1 5,01 / 1,18 2,87 0,2 15,8 –0,19 0,02 63,0 — — 2,80 0 0 0

Q.Beyond konv. A41YDG 3,36 –4,0 –1,5 4,86 / 3,20 3,74 0,9 — 0,04 0,14 23,4 3,0 3,7 5,98 3 0 0

R. Stahl A1PHBB 13,90 –0,7 –4,8 19,30 / 12,00 14,28 1,2 21,7 –0,16 0,13 106,9 0,0 4,0 18,88 1 0 0

Rhön-Klinikum 704230 12,80 2,4 ±0,0 13,30 / 11,30 12,37 0,6 — 0,64 0,79 16,2 1,6 1,6 12,50 0 1 0

Ringmetall A3E5E5 2,60 –6,5 –0,8 3,32 / 2,52 2,73 — — — — — 3,8 3,8 4,60 0 1 0

Schloß Wachenheim 722900 13,40 –1,1 –6,3 15,80 / 13,30 14,24 0,5 5,5 1,30 1,45 9,2 4,7 4,8 19,60 2 0 0

Serviceware SE A2G8X3 13,00 3,2 –29,3 20,40 / 9,90 14,85 2,8 — 0,34 0,63 20,6 — — 29,00 2 0 0

SMT Scharf A3DRAE 6,35 –3,1 10,4 9,10 / 5,40 6,77 0,4 — –0,38 0,54 11,7 0,4 4,4 9,50 0 1 0

SNP Schneider-Neu. SE 720370 82,80 2,2 8,9 86,00 / 71,20 78,71 — — — — — — — 63,00 0 0 0

Steico SE A0LR93 18,78 –0,2 –11,4 27,60 / 18,64 21,57 0,7 15,5 1,32 1,62 11,6 1,3 2,1 25,33 1 2 0

STS Group A1TNU6 2,97 –0,3 –5,4 6,50 / 2,62 3,17 — — — — — 0,0 1,3 10.07. 10,70 0 1 0

Surteco Group SE 517690 9,40 –3,1 –10,0 16,00 / 9,10 11,15 0,4 1,6 –0,34 1,27 7,4 0,0 0,0 18,60 1 0 0

Syzygy 510480 1,21 ±0,0 –18,9 2,55 / 1,19 1,44 0,9 — — — — 2,1 8,3 2,98 2 0 0

Takkt 744600 2,26 –2,8 –38,0 6,52 / 2,26 3,48 0,3 — –0,34 0,30 7,5 8,8 8,8 4,75 1 1 0

technotrans SE A0XYGA 32,05 4,9 –4,6 37,00 / 20,80 31,24 2,0 — 1,81 2,27 14,2 2,8 3,5 21.05. 38,50 2 0 0

The Platform Group A40ZW8 1,10 –12,4 –79,5 10,65 / 1,00 4,93 0,1 0,6 1,93 2,28 0,5 — — 19,67 2 0 0

Umweltbank 557080 3,63 2,5 2,0 5,06 / 3,30 3,79 0,5 — 0,32 0,44 8,3 2,9 4,9 30.07. 7,60 3 0 0

Uniper SE UNSE02 40,00 –13,5 24,2 55,80 / 27,95 37,32 1,3 13,4 1,57 1,65 24,3 1,9 2,2 34,67 0 1 1

Uzin Utz 755150 61,00 –6,2 –10,3 83,50 / 52,40 70,42 1,0 — 4,55 5,52 11,1 3,1 3,4 103,50 2 0 0

Verve Group Media A3D3A1 1,44 –3,9 –18,4 3,33 / 1,18 1,70 0,7 6,0 0,22 0,29 4,9 0,0 0,0 4,68 4 0 0

Villeroy & Boch 765723 15,75 –2,2 –3,4 19,50 / 15,55 16,83 1,2 — 0,59 1,37 11,5 5,7 6,0 30,50 1 0 0

Viscom SE 784686 5,42 –5,6 32,8 6,70 / 3,34 4,68 1,1 8,5 0,19 0,45 12,2 0,3 2,6 6,60 0 0 0

Vita 34 A0BL84 3,73 0,3 –37,3 7,65 / 3,69 5,01 — — 0,01 0,06 62,2 — — 6,50 1 0 0

WashTec 750750 38,30 –0,8 –18,9 50,80 / 36,00 43,83 6,0 14,4 2,72 3,21 11,9 6,7 7,2 54,67 2 0 0

Westwing Group SE A2N4H0 16,90 3,0 50,2 17,65 / 7,80 13,87 3,1 — 1,15 1,48 11,4 0,0 0,0 21,83 3 0 0

YOC 593273 6,10 –5,9 –42,2 16,30 / 4,84 8,90 — — 0,61 0,92 6,6 — — 15,00 1 0 0

Zeal Network SE ZEAL24 42,10 –5,6 –17,5 52,20 / 42,10 48,26 3,6 15,4 1,93 2,36 17,8 3,6 4,1 72,30 5 0 0

FOCUS MONEY 28/2026

95


moneyanalyse Internationale Aktien

COMCAST

Geplante Aufspaltung

Der US-Telekom-Riese trennt künftig klarer zwischen dem Netzgeschäft und dem

Entertainment-Bereich. Während im Konzern das Telekom- und Breitbandgeschäft

verbleibt (Kabelnetze, Webdienste und US-Mobilfunk), werden das Medien- und

Unterhaltungsgeschäft rund um NBCUniversal sowie Europas Pay-TV-Anbieter

Sky in eine eigenständige, börsennotierte Gesellschaft ausgegliedert. Folge:

mehr Transparenz und weniger Konglomeratsabschlag! Aktie bleibt ein Kauf.

Comcast

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

40

30

20

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US20030N1019 Empfohlen am 9.03.2022 Empfehlungs-Kurs 39,45 € Kurs aktuell 21,40 € +/– in % –45,8 Neuer Stopp 17,80 € Kursziel 28,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

EURO STOXX 50 / STOXX 50

AB Inbev A2ASUV / BE0974293251 73,00 3,7 33,4 74,54 / 48,84 60,27 1,8 10,8 3,86 4,26 17,1 1,7 2,0 80,26 14 5 0

ABB N 919730 / CH0012221716 94,36 –1,8 46,9 96,68 / 50,45 72,47 9,9 33,0 2,75 3,03 31,1 1,1 1,2 83,98 3 21 0

Adyen A2JNF4 / NL0012969182 826,10 –5,9 –40,0 1600 / 788,3 1154,28 4,0 18,1 38,69 47,12 17,5 0,0 0,0 1381,24 23 5 0

Ahold Delhaize A2ANT0 / NL0011794037 35,29 2,6 2,0 42,47 / 32,20 36,77 2,1 5,5 2,79 2,98 11,8 3,6 3,9 39,83 4 9 1

Air Liquide 850133 / FR0000120073 172,44 3,5 18,2 174,9 / 140,91 156,54 3,8 16,1 6,39 7,07 24,4 2,0 2,2 181,09 13 2 0

Argenx A11602 / NL0010832176 799,20 3,2 12,3 815,0 / 457,4 699,15 6,3 29,7 23,16 30,16 26,5 0,1 0,1 869,07 10 2 0

ASML Hold. A1J4U4 / NL0010273215 1712,40 1,9 85,9 1712,4 / 589,8 1124,96 28,9 49,6 31,71 42,43 40,4 0,5 0,6 1612,82 32 4 1

AstraZeneca 886455 / GB0009895292 167,25 8,9 5,7 180,45 / 117,7 157,35 5,6 17,0 9,02 10,17 16,4 1,7 1,8 193,70 15 3 1

AXA 855705 / FR0000120628 43,70 2,6 6,2 43,85 / 36,58 39,80 1,8 — 4,12 4,46 9,8 5,7 6,1 47,62 8 4 0

Banco Santander 858872 / ES0113900J37 11,99 –0,3 18,5 12,06 / 7,02 9,93 1,6 — 1,00 1,22 9,8 2,3 3,5 12,36 11 2 0

BBVA 875773 / ES0113211835 21,58 –1,0 9,5 22,21 / 12,57 18,92 2,1 — 1,98 2,21 9,8 4,6 5,1 21,05 5 12 1

BNP Paribas 887771 / FR0000131104 101,70 –0,3 25,6 102,64 / 65,01 84,39 0,9 — 11,48 12,88 7,9 5,8 6,4 106,69 10 4 1

BP PLC 850517 / GB0007980591 5,43 –5,9 10,6 7,01 / 4,29 5,57 1,6 3,0 0,78 0,60 9,0 5,5 5,8 7,39 5 9 0

Brit. Am. Tobacco 916018 / GB0002875804 55,00 6,5 14,7 57,26 / 39,70 49,53 2,2 12,7 4,17 4,48 12,3 5,3 5,5 58,70 6 2 0

Danone 851194 / FR0000120644 71,78 6,9 –6,6 80,00 / 61,00 71,41 2,5 12,8 3,90 4,20 17,1 3,2 3,5 80,09 9 7 1

Enel 928624 / IT0003128367 10,14 3,0 14,8 10,28 / 7,60 9,19 2,9 6,4 0,72 0,75 13,5 5,1 5,3 10,22 8 11 1

Eni 897791 / IT0003132476 20,52 –4,7 27,5 25,00 / 13,82 18,96 1,2 3,9 2,60 2,33 8,8 5,3 5,6 25,31 6 12 0

EssilorLuxottica 863195 / FR0000121667 163,45 –3,6 –39,5 323,5 / 162,25 242,22 1,9 13,6 7,30 8,26 19,8 2,5 2,8 262,78 13 4 0

Ferrari A2ACKK / NL0011585146 322,35 5,6 0,8 446,0 / 268,9 320,80 13,1 24,1 9,60 10,61 30,4 1,2 1,3 370,75 9 4 0

GSK PLC A3DMB5 / GB00BN7SWP63 23,13 3,8 10,1 26,02 / 15,35 21,56 4,6 9,6 2,07 2,24 10,3 3,5 3,7 24,30 5 12 2

Hermes Intern. 886670 / FR0000052292 1601,50 –2,7 –23,4 2466 / 1534 1941,07 7,8 31,7 44,42 51,35 31,2 1,3 1,4 1977,50 10 8 0

HSBC Hold. 923893 / GB0005405286 16,79 –0,8 24,0 16,92 / 10,26 13,98 1,8 — 1,49 1,66 10,1 4,4 4,9 16,81 5 10 0

Iberdrola A0M46B / ES0144580Y14 21,94 4,0 19,4 22,30 / 15,14 18,77 2,5 11,4 1,01 1,08 20,4 3,3 3,5 20,03 5 16 0

Inditex A11873 / ES0148396007 55,64 0,7 –1,1 58,16 / 40,93 52,13 8,1 18,5 2,18 2,38 23,3 3,5 3,8 59,14 13 4 0

ING Groep A2ANV3 / NL0011821202 27,52 –2,6 14,4 28,25 / 18,66 23,75 1,5 — 2,40 2,83 9,7 4,5 5,2 28,31 8 7 0

Intesa Sanpaolo 850605 / IT0000072618 5,89 –5,3 –0,3 6,24 / 4,80 5,67 1,6 — 0,58 0,63 9,3 7,0 8,6 6,84 9 3 0

L’Oréal 853888 / FR0000120321 387,25 2,4 6,0 407,7 / 339,85 371,68 5,5 23,9 13,66 14,80 26,2 2,0 2,1 410,54 11 7 2

London St. Exch. A0JEJF / GB00B0SWJX34 94,48 –3,3 –7,4 130,0 / 83,00 101,45 2,2 10,2 5,50 6,26 15,1 2,1 2,3 141,05 9 1 0

LVMH 853292 / FR0000121014 481,80 0,3 –24,4 654,0 / 440,6 541,44 3,3 14,4 22,26 25,67 18,8 2,7 2,9 576,54 12 9 0

National Grid A2DQWX / GB00BDR05C01 14,64 4,5 11,8 16,40 / 11,60 14,01 1,5 7,5 1,03 1,13 13,0 3,9 4,0 15,88 4 6 1

Nestlé N A0Q4DC / CH0038863350 90,66 5,8 6,2 92,25 / 75,81 84,55 6,1 16,3 4,79 5,11 17,7 3,8 3,8 95,48 9 10 1

Nordea Bank A2N6F4 / FI4000297767 16,37 –2,8 1,8 17,03 / 12,00 15,57 1,7 — 1,43 1,56 10,5 6,0 6,5 17,33 4 1 0

Novartis N 904278 / CH0012005267 138,17 5,9 16,2 142,08 / 98,91 122,64 6,6 16,2 7,66 8,51 16,2 2,8 2,9 135,61 5 10 3

Novo-Nordisk B A3EU6F / DK0062498333 42,31 4,1 –3,9 62,39 / 30,29 41,16 6,1 13,4 2,80 2,86 14,8 3,6 3,5 42,09 6 17 1

Prosus A2PRDK / NL0013654783 37,39 –2,4 –29,0 63,58 / 36,88 48,56 1,4 41,2 3,66 4,53 8,2 0,6 0,7 63,29 10 2 0

Relx A0M95J / GB00B2B0DG97 27,52 2,1 –20,7 46,66 / 23,44 32,42 27,4 14,2 1,64 1,82 15,2 3,1 3,3 41,39 12 1 0

Richemont A1W5CV / CH0210483332 201,19 1,8 7,8 206,45 / 137,96 172,21 4,6 22,1 7,02 8,04 25,0 2,1 2,3 205,40 13 7 0

Rio Tinto 852147 / GB0007188757 83,52 –3,6 20,8 95,90 / 49,38 74,11 2,2 7,6 7,53 7,64 10,9 5,2 5,3 90,57 3 14 0

96 FOCUS MONEY 28/2026


MICRON TECHNOLOGY

Prognosen pulverisiert

Der US-Speicherchiphersteller toppt in Q3 erneut alle Erwartungen: Fast 41,5 Milliarden

Dollar Umsatz (erwartet: 35,8 Milliarden) bedeuteten eine Vervierfachung gegenüber

Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 25,11 Dollar (Prognose: 20,78

Dollar). Auch der Ausblick aufs laufende Quartal pulverisiert die Schätzungen der

Analysten. Statt 43,6 Milliarden sollen es 50 Milliarden Dollar werden. Unsere Einschätzung:

kein Ende des Megawachstums in Sicht! Bei Rücksetzern nachkaufen.

Micron

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

1000

1000

800

400

0

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US5951121038 Empfohlen am 27.03.2026 Empfehlungs-Kurs 299,50 € Kurs aktuell 1001,60 € +/– in % +234,0 Neuer Stopp 830,00 € Kursziel 1274,00€

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Roche PS A424UK / CH1499059983 363,54 5,2 2,1 406,6 / 264,52 342,35 6,6 16,2 21,85 23,51 15,5 3,0 3,1 389,09 6 7 2

Rolls-Royce Group A1H81L / GB00B63H8491 16,92 2,9 28,0 16,92 / 10,94 14,05 47,4 28,1 0,43 0,50 33,7 0,8 1,0 16,62 12 4 0

Safran 924781 / FR0000073272 343,50 4,0 16,4 348,5 / 264,0 302,81 9,1 23,4 10,09 12,31 27,9 1,2 1,4 341,75 11 6 0

Sanofi S.A. 920657 / FR0000120578 75,33 3,8 –9,3 90,46 / 71,72 80,66 1,2 8,3 8,52 9,01 8,4 5,6 6,0 96,70 10 12 0

Schneider Electr. 860180 / FR0000121972 284,55 –2,7 20,6 293,15 / 209,0 251,21 6,1 24,9 9,93 11,57 24,6 1,6 1,8 306,50 16 1 0

Shell A3C99G / GB00BP6MXD84 33,99 –2,1 8,5 41,28 / 29,54 34,11 1,2 4,3 4,59 4,22 8,1 4,0 4,2 45,29 6 9 0

St. Gobain 872087 / FR0000125007 78,94 2,4 –8,9 104,4 / 66,12 82,26 1,5 7,6 6,43 7,02 11,2 3,0 3,2 97,55 9 4 1

TotalEnergies 850727 / FR0000120271 67,77 –4,1 20,3 81,42 / 49,46 64,27 1,3 4,5 9,97 8,50 8,0 5,3 5,5 86,66 9 7 0

UBS Group N A12DFH / CH0244767585 43,55 –2,9 8,6 44,92 / 29,24 36,64 1,7 — 2,95 3,52 12,4 2,4 2,7 43,99 5 8 1

UniCredit A2DJV6 / IT0005239360 77,21 –4,0 8,8 80,76 / 56,02 68,45 1,7 — 7,38 8,29 9,3 4,9 5,5 85,27 5 5 0

Unilever PLC A41NM1 / GB00BVZK7T90 52,85 4,3 –5,0 63,27 / 47,00 55,16 7,2 14,8 3,20 3,41 15,5 3,6 3,7 59,25 5 6 2

Vinci 867475 / FR0000125486 127,85 –1,5 6,6 143,0 / 112,95 124,72 2,2 7,7 9,16 10,14 12,6 4,2 4,6 143,50 9 7 1

Wolters Kluwer A0J2R1 / NL0000395903 56,12 –0,2 –36,6 142,2 / 55,00 80,58 13,6 7,6 5,63 6,22 9,0 4,8 5,3 103,17 9 4 0

Zurich Insur. Grp N 579919 / CH0011075394 646,61 2,1 –0,9 658,11 / 565,06 612,42 3,6 — 40,61 46,59 13,9 5,4 5,7 646,72 2 7 0

DOW JONES

3M 851745 / US88579Y1010 142,20 0,1 4,6 149,0 / 120,52 135,47 17,0 18,4 7,62 8,29 17,2 2,0 2,1 149,91 8 7 0

Alphabet Inc. A A14Y6F / US02079K3059 309,05 1,0 16,1 350,15 / 147,84 270,49 7,5 21,1 12,45 12,74 24,3 0,2 0,3 379,93 43 7 0

Amazon.com 906866 / US0231351067 209,00 2,0 6,2 237,95 / 166,04 199,80 4,8 14,5 7,61 8,65 24,2 0,0 0,0 274,73 48 4 0

American Express 850226 / US0258161092 300,90 2,4 –6,2 330,05 / 250,05 289,99 6,5 — 15,46 17,64 17,1 1,1 1,2 319,27 10 15 1

Amgen 867900 / US0311621009 313,25 7,4 12,1 329,5 / 230,0 286,40 17,4 12,5 19,59 20,55 15,2 2,8 3,0 309,65 10 18 2

Apple Inc. 865985 / US0378331005 249,65 –4,7 7,5 273,2 / 174,72 231,82 39,6 28,9 7,66 8,41 29,7 0,4 0,4 276,58 22 16 1

Boeing 850471 / US0970231058 190,28 –1,9 2,8 216,4 / 153,56 187,25 24,2 23,7 –0,34 3,66 52,0 0,0 0,1 237,00 17 5 0

Caterpillar 850598 / US1491231015 907,00 1,7 84,9 929,8 / 330,5 594,81 20,1 34,4 21,53 26,35 34,4 0,6 0,6 834,79 14 11 2

Chevron Corp. 852552 / US1667641005 148,04 –2,8 15,2 187,08 / 123,32 147,94 1,7 6,2 12,57 11,05 13,4 4,2 4,4 190,60 13 5 1

Cisco Systems 878841 / US17275R1023 102,22 –2,8 55,1 111,94 / 56,04 72,76 9,2 28,4 3,74 4,18 24,5 1,4 1,5 111,64 13 8 0

Coca-Cola 850663 / US1912161007 72,00 2,9 20,7 72,97 / 55,83 63,71 9,8 24,5 2,86 3,05 23,6 2,6 2,8 75,47 12 5 0

Disney Co. 855686 / US2546871060 86,12 –3,9 –11,1 105,48 / 80,10 91,28 1,5 11,7 5,98 6,56 13,1 1,5 1,7 113,79 21 2 1

Goldman Sachs 920332 / US38141G1040 894,80 –6,9 18,5 968,2 / 588,9 762,54 2,7 — 52,09 57,67 15,5 1,8 1,9 858,77 6 16 1

Home Depot 866953 / US4370761029 306,40 5,6 4,1 362,15 / 254,05 304,81 18,2 18,6 13,09 14,08 21,8 2,7 2,8 325,08 17 15 0

Honeywell 870153 / US4385161066 202,10 1,5 21,7 210,35 / 162,1 185,29 8,9 21,2 9,22 10,03 20,1 2,1 2,2 — 12 9 0

IBM 851399 / US4592001014 240,15 10,6 –7,6 292,7 / 181,42 235,00 6,7 14,5 10,90 11,78 20,4 2,5 2,5 257,97 11 7 0

Johnson & Johnson 853260 / US4781601046 224,80 11,7 27,2 228,0 / 131,14 187,18 6,9 21,7 10,13 11,14 20,2 2,1 2,2 226,03 10 7 1

JP Morgan Chase 850628 / US46625H1005 289,00 –0,4 4,9 301,45 / 240,7 264,19 2,5 — 19,65 20,63 14,0 1,9 2,1 302,58 8 12 0

McDonald’s 856958 / US5801351017 235,70 –0,5 –10,1 290,45 / 231,3 260,47 212,5 — 16,5 11,36 12,44 18,9 2,8 2,9 290,08 14 15 1

Merck & Co. A0YD8Q / US58933Y1055 113,92 16,1 26,2 113,92 / 66,40 91,65 6,6 23,2 2,65 8,37 13,6 2,6 2,7 114,46 16 9 0

Microsoft 870747 / US5949181045 325,40 1,1 –21,2 490,1 / 307,4 382,54 6,2 16,3 14,72 16,95 19,2 1,0 1,1 492,53 40 3 0

Nike 866993 / US6541061031 36,13 –4,4 –30,9 69,80 / 35,39 49,43 4,6 16,6 1,57 2,08 17,4 4,2 4,4 48,47 11 24 1

Nvidia 918422 / US67066G1040 172,50 –5,4 7,6 202,2 / 128,62 163,76 15,6 23,1 7,85 11,17 15,4 0,4 0,5 264,75 48 2 1

FOCUS MONEY 28/2026

97


moneyanalyse Internationale Aktien

H&M

Erwartungen verfehlt

Die Profis wenden sich vom schwedischen Modekonzern H&M weiter ab: Selbst die

ohnehin schwachen Markterwartungen wurden im zweiten Quartal enttäuscht. Der

negative Fünfklang lautet: rückläufige Umsätze, stagnierender Gewinn, schwache

Nachfrage, negative Währungseffekte und Probleme im Warenmanagement. Keine

guten Voraussetzungen, um sich im harten Wettbewerb mit chinesischen Billiganbietern

und der spanischen Inditex zu behaupten. Der Weg zurück dürfte lang werden.

H&M

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

20

16

12

8

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN SE0000106270 Empfohlen am 5.12.2025 Empfehlungs-Kurs 16,03 € Kurs aktuell 15,15 € +/– in % –5,5 Neuer Stopp 12,50 € Kursziel 18,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

DOW JONES

Procter & Gamble 852062 / US7427181091 130,48 –0,1 6,1 141,96 / 118,0 127,62 6,5 18,8 6,04 6,20 21,1 2,9 3,0 143,57 9 11 0

Salesforce Inc. A0B87V / US79466L3024 136,54 4,9 –39,8 236,35 / 129,48 181,93 3,8 8,6 12,36 13,58 10,1 1,1 1,1 216,63 33 10 0

Sherwin Williams 856050 / US8243481061 301,10 7,5 9,5 319,6 / 251,5 286,58 17,1 26,3 10,27 11,59 26,0 0,9 1,0 328,46 10 11 0

Travelers Comp. A0MLX4 / US89417E1091 290,40 8,9 18,0 290,4 / 214,3 248,77 2,0 — 24,71 24,99 11,6 1,4 1,6 274,67 6 17 0

UnitedHealth 869561 / US91324P1021 363,80 1,7 29,9 375,6 / 204,9 289,00 3,6 17,5 16,09 18,32 19,9 2,1 2,2 361,04 17 4 1

VISA Inc. A0NC7B / US92826C8394 299,75 4,2 –0,5 310,0 / 254,0 281,72 17,7 25,7 11,50 13,01 23,0 0,8 0,9 350,09 29 3 0

Walmart Inc. 860853 / US9311421039 100,36 –2,4 5,0 116,34 / 80,66 100,37 8,5 23,2 2,54 2,88 34,9 0,9 0,9 121,65 28 5 1

USA WEITERE

Abbott Lab 850103 / US0028241000 81,18 6,0 –23,1 116,8 / 69,76 95,99 3,3 15,2 4,80 5,30 15,3 2,7 2,9 102,30 16 7 0

Adobe 871981 / US00724F1012 178,66 5,1 –40,1 329,8 / 167,68 247,43 6,5 7,7 21,38 24,10 7,4 0,0 0,0 245,66 9 25 3

AirBnB A2QG35 / US0090661010 128,26 4,4 10,6 131,58 / 96,01 110,80 9,0 18,5 4,42 5,31 24,1 0,0 0,0 137,59 19 18 2

Altria Group 200417 / US02209S1033 64,90 7,1 32,4 64,98 / 46,64 55,66 — 12,3 4,97 5,14 12,6 5,9 6,1 61,76 4 7 1

American Water A0NJ38 / US0304201033 115,00 4,9 3,8 126,35 / 102,85 112,67 2,1 11,1 5,32 5,74 20,0 2,7 2,9 118,98 3 9 0

AT&T A0HL9Z / US00206R1023 18,65 –4,0 –11,4 25,41 / 18,65 22,14 1,3 3,7 2,02 2,23 8,4 5,2 5,2 26,54 12 10 0

Bank of America 858388 / US0605051046 50,76 1,2 7,9 51,89 / 38,70 45,00 1,4 — 3,92 4,45 11,4 2,0 2,2 56,16 16 2 0

Berkshire Hath. B A0YJQ2 / US0846707026 434,15 1,2 2,1 445,0 / 392,8 420,33 1,4 — 18,16 18,79 23,1 0,0 0,0 456,74 2 1 0

Biogen Inc. 789617 / US09062X1037 187,18 9,7 24,7 189,62 / 104,4 150,98 1,7 8,9 11,66 14,55 12,9 0,0 0,0 193,36 18 14 1

Broadcom A2JG9Z / US11135F1012 331,45 –3,9 11,1 432,25 / 223,2 310,77 16,2 32,6 10,17 16,98 19,5 0,7 0,8 459,72 37 4 0

Citigroup A1H92V / US1729674242 124,76 –0,7 24,2 127,94 / 72,57 98,36 1,2 — 9,57 10,98 11,4 1,8 1,9 130,81 13 4 0

Coinbase Global A2QP7J / US19260Q1076 128,52 –10,3 –35,5 381,15 / 118,26 199,15 2,9 — 0,96 4,22 30,5 0,0 0,0 201,36 18 10 2

Colgate-Palmolive 850667 / US1941621039 80,82 3,2 19,6 84,30 / 64,84 72,69 104,2 — 19,9 3,34 3,54 22,8 2,3 2,4 84,13 7 8 0

Comcast A 157484 / US20030N1019 21,68 11,2 –13,8 31,12 / 19,35 24,17 0,9 3,2 3,07 3,30 6,6 5,4 5,6 28,26 6 17 2

eBay 916529 / US2786421030 97,07 4,6 30,5 102,08 / 64,09 80,68 9,3 14,1 5,37 5,92 16,4 1,1 1,2 94,66 5 20 2

Eli Lilly 858560 / US5324571083 1081,00 11,3 17,7 1083,2 / 537,4 842,11 21,7 34,0 31,70 38,93 27,8 0,6 0,6 1073,18 18 5 1

ExxonMobil 852549 / US30231G1022 119,02 –1,8 15,3 153,2 / 90,62 116,16 2,1 7,5 9,88 9,46 12,6 3,0 3,2 149,47 8 12 1

GE Aerospace A3CSML / US3696043013 330,00 5,5 25,5 331,5 / 206,5 264,79 21,6 41,0 6,61 7,60 43,4 0,5 0,5 308,06 16 1 0

Gilead Sciences 885823 / US3755581036 110,86 2,5 4,9 132,0 / 92,46 111,36 8,6 818,4 –0,69 8,47 13,1 2,6 2,6 138,31 17 7 0

Intel 855681 / US4581401001 117,70 –4,3 274,7 123,72 / 16,44 51,43 5,4 48,0 0,95 1,36 86,5 0,0 0,0 86,46 11 32 2

Kroger Co. 851544 / US5010441013 48,83 –2,1 –8,0 66,37 / 48,58 56,48 4,8 5,3 4,57 4,85 10,1 2,6 2,8 62,07 11 13 0

Lockheed Martin 894648 / US5398301094 441,60 1,8 6,0 612,0 / 350,0 463,25 11,5 13,3 26,13 28,08 15,7 2,8 2,9 547,82 4 14 1

LYFT A2PE38 / US55087P1049 13,20 6,5 –18,3 21,41 / 10,80 14,54 2,2 5,6 1,36 1,83 7,2 0,0 0,0 16,71 10 28 0

MasterCard A0F602 / US57636Q1040 451,10 5,9 –8,4 516,5 / 400,0 455,64 44,1 27,3 17,21 19,94 22,6 0,7 0,8 566,07 29 2 0

Meta Platforms A1JWVX / US30303M1027 490,35 –1,1 –12,4 685,9 / 452,5 554,89 4,7 10,1 28,16 31,72 15,5 0,4 0,4 726,20 50 6 0

Moderna A2N9D9 / US60770K1079 62,77 19,2 135,8 62,77 / 19,26 34,91 4,9 — –7,39 –3,67 — 0,0 0,0 38,84 2 17 1

Mondelez Intern. A1J4U0 / US6092071058 52,13 –0,3 12,7 60,91 / 44,01 50,46 3,0 16,0 2,67 2,96 17,6 3,5 3,7 59,03 11 9 0

Netflix 552484 / US64110L1061 64,68 0,8 –18,1 111,3 / 62,11 82,44 9,3 22,1 3,14 3,36 19,2 0,0 0,0 100,19 29 13 0

Newmont Corp. 853823 / US6516391066 82,44 –6,8 –4,6 116,0 / 48,32 88,40 2,5 7,4 8,94 9,93 8,3 1,1 1,1 123,04 13 3 0

Occidental Petrol. 851921 / US6745991058 43,00 –4,6 24,4 58,41 / 33,13 42,31 1,4 3,4 5,02 3,50 12,3 2,1 2,2 57,55 6 14 1

98 FOCUS MONEY 28/2026


QUALCOMM

Neue Exklusivkunden

Der US-Halbleiterhersteller Qualcomm baut sein Geschäft mit KI-Chips weiter aus.

Nach eigenen Angaben zählen nun auch Microsoft und Meta zum Kundenstamm.

Microsoft ist dabei vor allem an den energieeffizienten Chips für Smartphones und

Laptops interessiert, Meta an den speziell für Rechenzentren entwickelten Dragonfly-C1000-Prozessoren.

Qualcomm zufolge wurden auch noch zwei weitere, bislang

nicht namentlich genannte Großkunden für KI-Chips gewonnen.

Qualcomm

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

200

160

120

80

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US7475251036 Empfohlen am 4.01.2023 Empfehlungs-Kurs 102,28 € Kurs aktuell 163,38 € +/– in % +59,7 Neuer Stopp 134,00 € Kursziel 195,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Oracle 871460 / US68389X1054 129,72 –15,5 –22,0 294,4 / 114,5 172,86 5,2 7,9 7,04 9,56 13,6 1,4 1,5 221,76 28 5 1

Palantir Technol. A2QA4J / US69608A1088 101,28 –3,7 –35,4 179,84 / 93,61 135,22 24,4 64,0 1,29 1,82 55,6 0,0 0,0 160,42 18 10 1

PayPal A14R7U / US70450Y1038 38,28 3,5 –24,4 70,87 / 32,50 46,21 1,8 6,0 4,64 5,04 7,6 1,2 1,0 45,27 5 31 4

Pepsico 851995 / US7134481081 121,96 –1,6 –0,4 144,78 / 114,0 128,81 7,9 13,3 7,57 7,96 15,3 4,2 4,4 146,79 4 15 1

Pfizer 852009 / US7170811035 21,15 –3,5 –0,5 24,86 / 20,00 22,19 1,6 10,1 2,59 2,48 8,5 7,3 7,2 25,59 9 16 1

Philip Morris A0NDBJ / US7181721090 159,28 4,4 16,7 164,86 / 124,42 143,23 — 20,2 7,36 7,99 19,9 3,3 3,5 170,16 7 4 0

QUALCOMM Inc. 883121 / US7475251036 166,50 –14,8 13,0 220,55 / 106,54 144,62 8,0 15,1 9,45 9,60 17,3 1,9 2,0 189,09 10 22 1

Snap A2DLMS / US83304A1060 3,87 –6,9 –41,6 8,79 / 3,39 5,59 3,4 8,7 0,52 0,64 6,0 0,0 0,0 6,66 7 30 1

SpaceX A42D4F / US84615Q1031 142,80 5,2 — 194,78 / 128,94 148,76 — — — — — — — — 0 0 0

Starbucks Corp. 884437 / US8552441094 91,20 4,0 25,9 92,72 / 67,56 79,40 — 25,7 2,08 2,64 34,6 2,4 2,5 93,26 12 16 2

Tesla A1CX3T / US88160R1014 359,80 1,4 –8,5 422,9 / 245,95 358,57 15,8 102,1 1,81 2,19 164,3 0,0 0,0 369,68 18 18 4

Texas Instruments 852654 / US8825081040 250,45 –13,1 68,1 288,1 / 132,64 184,41 14,5 27,1 6,81 8,38 29,9 2,0 2,1 261,58 15 17 2

T-Mobile US A1T7LU / US8725901040 151,10 –4,1 –11,7 223,6 / 149,98 175,30 3,5 6,6 9,84 12,23 12,4 2,4 2,7 227,41 15 4 0

UPS 929198 / US9113121068 93,96 0,3 11,0 101,72 / 70,16 86,04 6,0 10,8 6,24 7,00 13,4 6,1 6,1 99,72 13 11 1

Verizon 868402 / US92343V1044 37,90 –4,7 10,0 45,00 / 32,70 38,20 1,7 4,9 4,33 4,61 8,2 6,5 6,6 45,56 8 15 0

SCHWEIZ

Adecco Group N 922031 / CH0012138605 16,13 –1,0 –35,7 29,57 / 15,77 22,40 0,7 4,6 2,37 2,63 6,1 6,3 7,0 22,84 3 5 3

Alcon N A2PDXE / CH0432492467 58,80 2,7 –14,3 80,63 / 51,84 65,01 1,5 14,3 3,03 3,48 16,9 0,5 0,6 83,90 17 3 0

Amrize N A414LY / CH1430134226 46,81 –1,7 –0,9 55,68 / 38,18 46,16 2,1 13,5 2,33 2,68 17,5 1,2 1,3 54,76 3 7 0

Clariant NA 895929 / CH0012142631 7,65 –6,9 –1,5 9,83 / 7,10 8,16 1,1 4,7 0,76 0,90 8,5 6,1 6,4 9,29 2 10 1

Geberit NA A0MQWG / CH0030170408 586,75 3,2 –12,7 715,59 / 531,87 629,53 11,0 20,6 20,51 22,15 26,5 2,4 2,5 605,50 4 8 2

Georg Fischer NA A3DHG1 / CH1169151003 45,38 –3,1 –21,9 72,29 / 41,97 54,61 244,7 — 9,4 2,64 3,14 14,5 3,3 3,4 62,12 4 2 0

Givaudan 938427 / CH0010645932 3689,67 4,6 8,1 4229,8 / 2783 3362,67 6,4 23,2 131,38 142,58 25,9 2,2 2,2 3760,91 8 9 0

Holcim N 869898 / CH0012214059 79,26 –4,4 –6,0 89,52 / 63,75 78,27 2,5 13,8 4,02 4,62 17,2 2,5 2,8 86,95 7 9 0

Kühne + Nagel N A0JLZL / CH0025238863 211,65 6,6 14,0 217,67 / 159,86 186,50 9,5 16,4 9,04 9,58 22,1 3,3 3,5 202,53 2 11 3

Lindt & Sprüngli PS 870503 / CH0010570767 10227,4 3,7 –18,6 14793 / 9723,1 12193 4,1 22,2 348,17 373,89 27,4 2,0 2,1 11051,03 0 3 2

Logitech NA A0J3YT / CH0025751329 81,60 –13,0 –7,7 111,49 / 70,50 88,94 5,4 15,2 4,99 5,44 15,0 1,8 1,9 101,34 5 4 0

SGS NA A3D68K / CH1256740924 102,19 4,9 3,7 105,72 / 86,66 96,72 13,7 12,9 4,44 4,77 21,4 3,4 3,5 107,35 6 8 0

Sonova NA 893484 / CH0012549785 207,04 –1,2 –7,8 266,48 / 176,78 220,31 3,9 13,2 11,41 12,63 16,4 2,5 2,6 236,65 3 10 2

Swatch Inh. 865126 / CH0012255151 212,74 –5,8 16,6 241,97 / 139,58 193,53 0,9 17,3 5,36 8,15 26,1 2,3 2,6 181,94 2 10 5

Swiss Re NA A1H81M / CH0126881561 139,91 3,6 –2,9 170,06 / 123,69 143,85 1,8 — 14,15 14,17 9,9 5,4 5,8 140,26 0 8 3

VAT Group N A2AGGY / CH0311864901 764,83 –0,2 82,7 766,57 / 279,27 512,80 23,7 64,5 11,10 15,95 48,0 1,1 1,4 688,48 7 6 2

ÖSTERREICH

Andritz 632305 / AT0000730007 75,60 –4,1 13,6 80,70 / 58,65 67,91 2,8 9,3 5,27 6,02 12,6 3,7 4,0 82,83 3 1 0

BAWAG Group A2DYJN / AT0000BAWAG2 173,70 0,9 36,8 173,7 / 104,3 131,68 2,9 — 12,33 14,42 12,0 3,3 4,8 168,98 5 1 0

CPI Europe A2JN9W / AT0000A21KS2 15,42 1,6 –0,6 19,56 / 14,86 16,02 0,4 5,3 1,58 1,47 10,5 4,0 3,7 16,75 0 1 0

Erste Group Bank 909943 / AT0000652011 115,70 –0,6 15,0 117,2 / 71,05 97,38 1,8 — 9,78 10,89 10,6 3,6 4,2 114,11 6 4 1

Flughafen Wien A2AMK9 / AT00000VIE62 50,80 0,8 –6,3 56,00 / 48,10 52,36 2,6 12,1 2,26 2,40 21,2 3,3 3,4 54,58 1 3 0

FOCUS MONEY 28/2026

99


moneyanalyse Internationale Aktien

FEDEX

Schwierige Einordnung

Der US-Logistikkonzern Fedex übertraf mit starken Quartalszahlen zuletzt klar die

Erwartungen des Marktes. Gleichzeitig hob man in Memphis den Ausblick an. Die

Aktie gab dennoch nach. Grund: Einige Analysten behielten zwar das Kauf-Votum

bei, senkten aber die Kursziele. Die Zahlen seien angesichts der Bilanzierungsumstellung

auf das Kalenderjahr sowie der jüngsten Abspaltung des Frachtgeschäfts

Fedex Freight derzeit noch schwierig einzuordnen, so der Tenor.

Fedex

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

250

200

150

100

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN US31428X1063 Empfohlen am 9.01.2025 Empfehlungs-Kurs 216,97 € Kurs aktuell 280,00 € +/– in % +29,1 Neuer Stopp 229,00 € Kursziel 317,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

ÖSTERREICH

Lenzing 852927 / AT0000644505 24,15 –14,1 4,1 29,60 / 19,76 24,27 0,9 2,9 –1,81 –0,98 — 0,0 0,7 24,50 1 3 1

Mayr-Melnhof 890447 / AT0000938204 76,90 –1,0 –16,5 101,6 / 69,90 84,32 0,7 12,8 5,78 7,79 9,9 3,3 4,1 94,00 0 2 0

OMV 874341 / AT0000743059 54,70 –2,8 15,4 64,45 / 43,00 53,04 1,0 3,4 8,24 7,25 7,5 8,3 8,7 61,00 4 4 3

Palfinger 919964 / AT0000758305 31,80 –5,1 –5,1 40,20 / 29,10 34,57 1,2 5,2 2,95 3,64 8,7 3,2 3,8 44,30 4 0 0

Raiffeisen Bank Intl. A0D9SU / AT0000606306 53,50 –2,2 42,4 55,40 / 24,16 39,18 0,8 — 6,23 6,47 8,3 3,4 4,0 45,63 5 4 0

SBO 907391 / AT0000946652 28,80 –9,0 6,9 37,35 / 25,85 31,58 1,0 7,9 1,96 3,22 8,9 3,5 5,3 36,90 1 1 1

Telekom Austria 588811 / AT0000720008 9,75 –1,2 9,2 10,32 / 8,46 9,26 1,1 3,7 1,00 1,08 9,1 4,7 5,1 10,57 1 5 0

Verbund 877738 / AT0000746409 56,05 1,2 –8,5 69,50 / 54,20 62,17 1,8 10,1 3,14 3,77 14,9 2,9 3,4 60,18 0 5 6

Voestalpine 897200 / AT0000937503 41,02 –8,1 9,2 48,86 / 22,90 39,13 0,9 5,2 3,82 4,80 8,6 2,7 3,5 48,45 2 7 0

Wienerberger 852894 / AT0000831706 22,48 –6,9 –25,9 33,14 / 21,96 26,53 0,9 5,4 2,13 2,69 8,4 4,5 4,8 28,96 3 1 2

WEITERE INTERNATIONALE AKTIEN

Accor 860206 / FR0000120404 50,10 3,7 5,3 50,56 / 38,08 44,96 2,9 12,3 2,22 2,65 18,9 2,9 3,3 55,94 10 3 0

Agnico-Eagle Mines 860325 / CA0084741085 131,90 –9,1 –10,8 223,8 / 98,40 158,30 2,5 8,4 11,79 12,64 10,4 1,1 1,1 214,05 10 5 1

Akzo Nobel A2PB32 / NL0013267909 59,06 –0,7 –0,1 66,78 / 46,42 56,54 2,1 12,3 3,83 4,26 13,9 3,4 3,5 62,53 7 9 0

Alibaba A117ME / US01609W1027 82,80 –9,6 –34,6 163,8 / 80,00 126,50 1,3 9,4 5,68 7,88 10,5 1,1 1,1 167,43 29 1 0

Anglo American PLC A41BF3 / GB00BTK05J60 42,57 –5,1 20,6 49,14 / 23,60 37,82 2,7 9,6 1,59 2,09 20,4 1,4 2,0 45,74 5 7 1

ANZ Group Holdings A3D4V6 / AU000000ANZ3 21,15 –1,6 4,7 24,13 / 16,40 21,16 1,5 — 1,49 1,53 13,8 4,8 4,8 21,44 2 7 0

ArcelorMittal A2DRTZ / LU1598757687 52,06 –5,9 33,8 62,12 / 26,10 44,39 0,8 7,3 4,19 6,20 8,4 1,1 1,1 58,78 7 3 0

BAE Systems 866131 / GB0002634946 21,33 2,3 9,1 27,97 / 18,06 22,64 4,3 18,4 0,96 1,10 19,4 2,2 2,4 26,77 8 5 2

Baidu Inc. A0F5DE / US0567521085 98,50 2,1 –13,3 141,6 / 73,00 109,83 0,9 9,6 6,77 7,94 12,4 0,0 0,0 157,51 23 3 0

Ballard Power Syst. A0RENB / CA0585861085 3,29 –12,7 51,0 5,65 / 1,36 2,71 2,1 — –0,14 –0,14 — 0,0 0,0 2,62 2 8 1

Bank of China A0M4WZ / CNE1000001Z5 0,55 –5,0 14,1 0,61 / 0,45 0,52 0,5 — 0,10 0,10 5,5 5,5 5,7 0,69 9 1 0

Barclays 850403 / GB0031348658 5,90 –1,3 8,1 6,01 / 3,76 5,00 1,0 — 0,61 0,73 8,0 3,0 3,6 6,40 9 4 0

Barrick Mining Gold A417GQ / CA06849F1080 31,60 –9,5 –17,5 45,63 / 17,58 35,03 2,0 6,0 3,52 4,02 7,9 2,4 2,9 45,02 11 3 1

BHP Group 850524 / AU000000BHP4 36,08 –3,8 39,8 40,44 / 20,70 29,62 3,9 9,9 2,25 2,32 15,5 3,7 3,7 37,81 2 12 0

BYD CO A0M4W9 / CNE100000296 8,14 –6,4 –23,9 14,79 / 8,06 10,83 2,1 4,5 0,54 0,68 11,9 0,7 1,8 13,79 20 3 0

Capgemini 869858 / FR0000125338 87,70 –0,8 –38,2 151,9 / 86,68 117,22 1,2 6,1 12,97 13,85 6,3 4,0 4,3 145,58 9 5 0

China Life A0M4XJ / CNE1000002L3 2,93 –11,2 –4,1 3,80 / 1,93 3,04 0,9 — 0,51 0,58 5,0 3,8 4,1 4,04 10 1 1

CK Hutchison A14QAZ / KYG217651051 7,37 –4,6 27,6 8,00 / 5,16 6,58 0,4 4,2 0,74 0,75 9,9 4,0 4,0 9,13 5 1 0

CSL 890952 / AU000000CSL8 68,22 –0,6 –30,5 153,06 / 56,00 91,20 2,3 10,5 5,50 5,60 12,2 3,7 3,8 84,61 5 9 0

Diageo 851247 / GB0002374006 17,92 2,7 –1,5 24,70 / 15,70 18,84 3,5 10,8 1,41 1,40 12,8 2,6 2,7 22,88 12 7 1

Engie A0ER6Q / FR0010208488 27,65 2,0 23,8 29,85 / 17,35 24,32 1,9 6,6 1,96 2,09 13,2 5,0 5,2 30,59 10 4 0

Equinor ASA 675213 / NO0010096985 27,61 –3,9 37,8 37,77 / 18,93 25,63 1,6 3,0 4,39 3,45 8,0 5,0 5,3 32,48 2 15 3

Ericsson B 850001 / SE0000108656 9,83 –1,6 17,8 11,77 / 6,22 9,11 3,3 13,6 0,59 0,65 15,2 2,8 3,0 8,92 2 10 3

Eurofins Scientific A2QJCT / FR0014000MR3 68,88 9,7 11,0 73,92 / 56,54 63,27 2,5 9,6 4,01 4,67 14,8 1,1 1,3 71,03 4 6 1

Franco-Nevada A0M8PX / CA3518581051 181,50 –4,4 2,4 248,8 / 131,8 193,97 4,3 18,5 7,88 8,41 21,6 0,8 0,9 257,42 8 3 0

Galp Energia A0LB24 / PTGAL0AM0009 18,45 –1,1 29,4 22,34 / 13,91 17,76 2,7 5,2 1,92 1,76 10,5 3,6 3,7 22,11 5 8 0

Generali 850312 / IT0000062072 42,29 –0,7 19,0 43,00 / 29,95 35,56 1,9 — 3,19 3,42 12,4 4,3 4,7 40,36 6 7 0

100 FOCUS MONEY 28/2026


SIGNIFY

Dividendenpolitik enttäuscht

Die Aktie des Weltmarktführers im Bereich Beleuchtung, Signify (ehemals Philips

Lighting), steht unter Druck und notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Der

Grund: Die Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinnrückgang.

Auslöser der negativen Reaktion waren die Mittelfristziele bis 2029, die zwar

über dem Marktkonsens liegen, jedoch durch eine gesenkte Dividendenprognose in

den Hintergrund gerieten. Anleger warten ab.

Signify

Aktienkurs in Euro

200-Tage-Linie

2021 22 23 24 25 2026

50

40

30

20

10

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN NL0011821392 Empfohlen am 16.08.2023 Empfehlungs-Kurs 27,00 € Kurs aktuell 16,40 € +/– in % -39,2 Neuer Stopp 14,00 € Kursziel 20,00 €

Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 26 Gewinn 27 KGV 27 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin

€ Vorwo- 30.12.25 52 Wochen Linie 26 26 je Aktie je Aktie Rendite 26 Rendite 27 empfehlungen

che in % in % in € in % in %

Q W E R T Z U U O P

Glencore A1JAGV / JE00B4T3BW64 6,06 –6,2 30,2 7,15 / 3,16 5,36 1,9 7,1 0,53 0,52 11,6 2,9 3,1 7,41 9 6 0

Heineken A0CA0G / NL0000009165 73,40 3,6 6,3 80,00 / 64,22 69,03 2,1 8,2 5,24 5,63 13,0 2,8 2,9 84,90 11 9 0

Hennes & Mauritz 872318 / SE0000106270 14,94 –2,5 –12,7 18,04 / 11,40 15,95 6,3 11,7 0,72 0,76 19,7 4,4 4,7 14,01 1 12 8

Honda Motor 853226 / JP3854600008 8,00 4,9 –2,9 9,80 / 6,70 8,13 0,5 6,6 0,62 — 1,14 — 7,0 — 4,7 5,1 8,49 5 9 0

ICBC A0M4YB / CNE1000003G1 0,71 –3,4 2,9 0,80 / 0,61 0,70 0,5 — 0,13 0,14 5,1 5,7 6,0 0,93 9 1 0

Kering 851223 / FR0000121485 254,25 –5,8 –15,4 350,9 / 190,58 275,93 2,1 9,8 6,51 9,82 25,9 1,4 2,0 282,46 3 17 1

Kone Corp. A0ET4X / FI0009013403 49,61 1,1 –17,6 64,16 / 48,00 56,96 8,7 17,3 2,22 2,49 19,9 3,9 4,2 61,98 7 9 2

Linde PLC A3D7VW / IE000S9YS762 452,20 0,2 25,3 463,4 / 332,4 402,45 6,1 21,5 15,66 17,15 26,4 1,2 1,3 479,30 17 4 1

MTN Group 897024 / ZAE000042164 11,60 –1,7 39,8 12,40 / 6,30 9,13 2,4 5,5 0,92 1,18 9,9 2,7 3,6 12,13 4 2 1

Naspers A41H7X / ZAE000351946 43,80 –0,5 –22,5 65,33 / 41,20 51,81 1,3 28,4 5,17 6,16 7,1 0,6 0,8 68,40 6 1 0

NEL A0B733 / NO0010081235 0,21 –7,4 8,0 0,37 / 0,17 0,21 1,1 — –0,02 –0,02 — 0,0 0,0 0,19 0 6 7

Nintendo 864009 / JP3756600007 37,00 –1,9 –35,6 85,00 / 35,00 55,55 2,6 22,7 2,20 — 2,66 — 13,8 — 2,9 3,4 55,60 15 7 1

Nokia 870737 / FI0009000681 11,72 –7,5 109,7 14,97 / 3,48 7,32 3,0 26,3 0,34 0,40 29,6 1,3 1,4 10,45 8 6 3

Northern Star R. A0BLDY / AU000000NST8 11,55 –9,9 –23,0 19,29 / 8,72 14,08 1,7 9,2 0,73 1,15 10,0 2,7 3,5 15,54 9 4 0

Orange 906849 / FR0000133308 16,69 –1,9 18,0 18,80 / 12,90 15,84 1,4 3,8 1,02 1,17 14,2 4,7 4,9 19,02 7 8 0

Pernod Ricard 853373 / FR0000120693 64,12 0,3 –12,3 107,0 / 60,24 74,27 1,0 9,0 5,76 5,89 10,9 7,3 6,8 86,53 5 10 0

Philips Elec. 940602 / NL0000009538 23,73 1,2 2,7 27,87 / 19,91 23,98 2,0 10,6 1,53 1,71 13,9 3,6 3,7 27,93 5 11 0

Prudential 852069 / GB0007099541 11,62 –0,6 –12,7 14,30 / 10,40 12,53 1,6 — 1,02 1,15 10,1 2,2 2,5 16,38 8 1 0

Reliance Ind GDR 884241 / US7594701077 48,00 –0,4 –18,9 60,60 / 44,90 53,15 1,5 — 2,95 3,46 13,9 0,2 0,3 70,59 1 0 0

Samsung El. St.GDR 896360 / US7960508882 4700,00 –8,9 167,0 5300 / 930,0 2569,73 — — 585,53 777,40 6,0 0,9 1,5 6219,56 3 0 0

Sibanye-Stillwater A2PWVQ / ZAE000259701 1,89 –6,0 –40,9 4,50 / 1,53 2,75 1,6 2,2 0,71 0,78 2,4 15,5 15,3 3,23 2 5 0

Softbank 891624 / JP3436100006 32,85 –17,4 34,1 49,99 / 14,70 27,82 1,8 17,5 0,51 — 0,51 — 64,4 — 0,2 0,2 41,45 10 4 1

Sony 853687 / JP3435000009 17,70 2,3 –20,6 26,32 / 16,50 20,81 2,1 10,0 1,13 — 1,22 — 14,5 — 1,0 1,1 25,37 16 2 0

Stellantis A2QL01 / NL00150001Q9 4,93 –12,7 –47,5 10,47 / 4,85 7,62 0,3 1,5 0,83 1,49 3,3 0,0 7,2 7,76 5 15 1

Taiwan Semicond. 909800 / US8740391003 400,50 –2,7 56,8 417,5 / 190,8 294,67 10,0 21,9 13,85 17,61 22,7 0,9 1,1 427,97 12 2 0

Telefónica 850775 / ES0178430E18 3,54 –2,0 1,9 4,89 / 3,25 3,83 1,3 2,8 0,34 0,39 9,0 4,2 5,1 4,00 2 14 3

Telia Comp. 938475 / SE0000667925 4,36 0,2 20,9 4,73 / 2,92 3,92 3,6 7,4 0,21 0,23 18,8 4,4 4,7 4,23 2 11 3

Tencent A1138D / KYG875721634 48,54 2,1 –25,1 74,99 / 46,09 61,13 2,5 10,2 3,85 4,25 11,4 1,4 1,6 78,72 34 2 1

Tomra Systems A3DHA0 / NO0012470089 8,40 –3,9 –26,9 14,07 / 8,25 10,56 3,9 10,0 0,34 0,63 13,4 2,4 4,8 12,04 6 1 1

Toyota 853510 / JP3633400001 14,89 –2,7 –17,6 21,35 / 14,21 17,50 0,9 6,0 1,83 — 2,01 — 7,4 — 3,7 4,2 19,78 9 6 0

Ubisoft Entert. 901581 / FR0000054470 5,22 –0,6 –20,0 10,25 / 3,67 5,86 0,5 4,9 –1,06 0,13 40,1 0,0 0,0 5,70 3 8 3

Umicore A2H5A3 / BE0974320526 20,32 –7,1 13,1 26,60 / 12,42 18,35 1,9 8,7 1,69 1,76 11,5 2,6 2,7 24,58 6 6 1

Vestas Wind Sys. A3CMNS / DK0061539921 25,38 3,3 9,0 27,12 / 13,12 22,04 5,5 10,2 1,14 1,44 17,6 0,8 1,1 25,13 12 8 1

Vodafone A1XA83 / GB00BH4HKS39 1,18 –4,7 4,8 1,41 / 0,90 1,18 0,6 2,7 0,10 0,12 9,5 4,1 4,2 1,21 3 6 2

Volvo B 855689 / SE0000115446 29,25 1,9 7,7 33,38 / 22,46 28,00 3,4 11,2 1,94 2,24 13,0 4,7 5,5 30,83 8 8 1

Wheaton Prec. Met. A2DRBP / CA9628791027 96,00 –9,1 –6,9 144,85 / 73,76 106,30 4,6 16,1 4,67 4,94 19,4 0,7 0,8 163,21 11 0 0

Woodside Petroleum A3DNGW / AU0000224040 16,95 –3,0 28,6 21,61 / 12,20 16,14 1,0 4,5 1,65 1,61 10,6 7,9 7,5 20,69 0 6 2

Zijin Mining A0M4ZR / CNE100000502 3,02 –11,4 –19,5 5,09 / 2,12 3,84 2,5 5,7 0,36 0,42 7,2 4,1 4,5 5,85 12 0 0

FOCUS MONEY 28/2026

101


moneyanalyse ETFs

XTRACKERS NIKKEI 225 ETF EUR HEDGED

Mit Währungssicherung

Es gibt derzeit gute Gründe, in den japanischen Aktienmarkt zu investieren. Die

Aktien profitieren von Strukturreformen in der Unternehmensführung und einem

prosperierenden Binnenmarkt. Doch in Phasen eines schwachen Yen kann die

Absicherung der Währung für europäische Anleger von Vorteil sein. Kursgewinne

müssen dann nicht gegen Währungsverluste aufgerechnet werden. Nikkei-

225-Fans sei deshalb der Xtrackers Nikkei 225 ETF (EUR-Hedged) empfohlen.

Xtrackers Nikkei 225 ETF

in Euro

2025

2026

18000

14000

10000

6000

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN LU1875395870 Anbieter Xtrackers Referenz-Index Nikkei 225® (EUR Hedged) Ertragsverwendung ausschüttend Nachbildungsart physisch Kosten p.a. 0,19 %

Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in

Gebühr ver- € %

in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

LÄNDER

iShares Core DAX 593393 0,16 T 205,40 2,6 15,2 9,0

Xtrackers DAX DBX1DA 0,09 T 232,55 2,8 15,3 9,1

Deka DAX ETFL06 0,15 A 91,57 2,8 15,3 9,0

iShares TecDAX 593397 0,51 T 33,74 –0,6 6,5 0,8

Amundi TecDAX ETF ETF908 0,42 A 27,66 –0,7 6,6 0,9

Deka MDAX LYX0R1 0,20 A 149,74 3,7 4,7 –1,9

Invesco MDAX A2N7NF 0,19 T 52,26 4,0 4,8 –2,0

Xtrackers ATX DBX0KJ 0,25 T 134,08 48,8 32,0 17,6

Xtrackers Switzerland DBX1SM 0,30 A 162,36 24,0 12,2 8,7

Vanguard S&P 500 A1JX53 0,07 A 123,80 25,0 18,7 13,9

iShares Core S&P 500 A0YEDG 0,07 T 703,20 25,0 18,7 13,9

Invesco EQQQ Nasdaq-100 801498 0,30 A 642,10 36,2 24,4 17,0

Xtrackers MSCI USA A1XB5V 0,03 T 192,86 24,6 18,8 13,4

Xtrackers Russell 2000 A1XEJT 0,30 T 390,55 43,1 16,4 7,3

UBS ETF (IE) S&P 500 ESG A2PEZ8 0,10 A 45,03 29,2 18,9 14,9

UBS MSCI USA Socially Responsible A1JA1S 0,22 A 260,00 26,8 16,8 12,0

Vanguard FTSE 100 A1JX54 0,10 A 52,88 21,9 15,9 12,0

iShares FTSE 100 (Acc) A0YEDM 0,07 T 250,65 22,6 16,2 12,2

Xtrackers CAC 40 DBX1AR 0,20 A 87,51 12,6 7,8 8,1

Amundi CAC 40 A2H59J 0,25 T 148,92 10,2 7,8 8,2

Xtrackers Nikkei 225 DBX0NJ 0,09 A 39,55 60,9 23,6 13,4

iShares Core MSCI Japan IMI A0RPWL 0,12 T 70,23 32,4 16,8 10,0

Vanguard FTSE Japan A1T8FU 0,10 A 44,28 32,0 16,5 10,0

Amundi Japan TOPIX II A0ESMK 0,45 A 213,44 30,0 15,9 9,5

Xtrackers MSCI China DBX0G2 0,65 T 14,90 –4,1 5,6 –6,5

Xtrackers CSI300 Swap DBX0M2 0,50 T 19,60 46,4 15,2 3,9

iShares MSCI China A A12DPT 0,40 T 5,64 40,7 11,4 0,6

Amundi MSCI India II LYX0BA 0,83 T 25,64 –11,8 2,8 4,5

REGIONEN

Xtrackers MSCI World A1XB5U 0,12 T 136,65 24,4 17,7 12,3

Vanguard FTSE All-World A1JX52 0,19 A 159,72 26,6 18,0 11,7

SPDR MSCI ACWI A1JJTC 0,12 T 280,75 27,0 18,2 11,8

iShares MSCI World Small Cap A2DWBY 0,35 T 9,20 32,8 15,8 8,2

UBS ETF (LU) MSCI World Soc. Resp. A1JA1R 0,22 A 182,38 22,3 15,3 10,6

Invesco EURO STOXX 50 A0RGCL 0,05 T 163,90 20,8 16,0 11,9

iShares Core EURO STOXX 50 593395 0,09 A 64,07 20,7 16,1 12,0

iShares STOXX Europe 600 263530 0,20 A 63,90 20,7 15,1 10,0

Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in

Gebühr ver- € %

in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

Xtrackers MSCI EMU DBX0GJ 0,09 A 69,47 22,5 16,8 11,0

Amundi MSCI EMU Small Cap ESG LYX0W3 0,40 A 439,35 15,3 12,9 6,2

Xtrackers MSCI Europe DBX1ME 0,12 T 118,74 21,0 15,0 10,3

iShares Core MSCI Europe A0MZWQ 0,12 A 40,15 20,9 15,0 10,4

Xtrackers MSCI Europe Small Cap DBX1AU 0,30 T 71,74 9,7 12,0 4,0

iShares MSCI Europe ESG Screened A2N48D 0,12 T 10,95 20,4 15,0 9,9

iShares MSCI Europe SRI A1H7ZS 0,20 T 77,55 11,2 8,5 5,5

Amundi MSCI EM Asia A2H58R 0,20 T 59,95 51,9 23,6 8,5

Xtrackers MSCI Emerging Markets A12GVR 0,18 T 82,57 47,4 21,5 8,1

iShares Core MSCI EM IMI A111X9 0,18 T 48,58 44,3 20,6 8,3

iShares MSCI EM SRI A2AFCZ 0,25 T 9,61 33,5 15,1 4,3

Amundi MSCI EM Latin America A2H58P 0,20 T 20,45 37,2 10,6 9,6

THEMEN

iShares Automation & Robotics A2ANH0 0,40 T 18,93 45,7 20,2 11,3

iShares Dow Jones Global Titans 50 628938 0,51 A 109,12 28,7 21,9 15,4

iShares Global Clean Energy A0MW0M 0,65 A 10,25 58,6 3,4 –1,6

iShares Digitalisation A2ANH3 0,40 T 9,52 –2,3 11,2 0,3

VanEck Vec. Gold Miners A12CCL 0,53 T 73,64 54,8 36,3 20,0

Xtrackers MSCI World Health Care A113FD 0,25 T 52,53 20,4 5,9 5,8

iShares Healthcare Innovation A2ANH2 0,40 T 8,41 30,4 7,4 –1,2

Amundi MSCI World Inf. Tech. TR LYX0GP 0,30 T 1177,20 39,3 27,4 19,5

iShares S&P 500 Inf. Tech. Sector A142N1 0,15 T 43,30 38,9 28,7 22,5

Amundi MSCI New Ene. ESG Screened LYX0CB 0,60 A 46,58 76,0 11,3 2,5

VanEck Vec. Video Gaming a. eSports A2PLDF 0,55 T 51,84 –12,8 17,2 7,0

Amundi MSCI Water ESG Screened LYX0CA 0,59 A 70,56 5,1 8,8 6,4

BNP P. EASY ECPI Circ. Ec. Leaders A2PHCA 0,30 T 22,99 23,7 11,3 9,5

BNP P. EASY Low Carb. 100 Europe A2DPX9 0,30 T 299,40 15,4 9,2 6,8

VanEck Defense UCITS ETF A A3D9M1 0,55 T 50,08 3,7 33,7 —

STRATEGIEN

iShares STOXX Global Select Div. 100 A0F5UH 0,46 A 38,00 29,4 19,3 10,8

SPDR S&P US Div. Aristocrats A1JKS0 0,35 A 73,78 18,4 8,6 7,7

SPDR S&P Euro Div. Aristocrats A1JT1B 0,30 A 29,20 11,2 14,6 8,6

Xtrackers MSCI World Min. Volatility A1103F 0,25 T 43,41 4,8 7,5 6,0

iShares Edge MSCI World Mom. Fac. A12ATF 0,25 T 108,14 39,7 28,0 15,2

iShares Edge MSCI World Val. Factor A12ATG 0,25 T 69,60 63,4 26,6 17,6

VanEck Vec. Mornings. US Wide Moat A12CCN 0,49 T 54,45 8,8 5,5 3,9

Frankfurter ETF - Modern Value FRA3TF 0,53 T 151,46 –3,8 7,1 —

Xtrackers Portfolio DBX0BT 0,70 T 358,70 18,8 12,0 5,7

102 FOCUS MONEY 28/2026


Zertifikate

CAPPED BONUSZERTIFIKAT AUF MERCK KGAA

28 Prozent Bonusrendite

Die lange Leidenszeit der Merck KGaA scheint vorbei, denn der Aktienkurs notiert

wieder über 140 Euro. Das Capped Bonuszertifikat auf Merck KGaA bietet derzeit eine

Bonusrendite von 28 Prozent, sofern der Aktienkurs bis zum Laufzeitende die

Barriere von 125 Euro nicht unterschreitet. In diesem Fall werden 240 Euro ausgezahlt.

Andernfalls erhalten Anleger Aktien, außer der Aktienkurs liegt am Laufzeitende

über dem Cap. Anleger sollten das Emittentenrisiko beachten.

Marck

Aktienkurs in Euro

maximale Auszahlung

200-Tage-Linie

Barriere

2021 22 23 24 25 2026

220

180

140

100

Quelle: Factset UK Limited 2026

ISIN DE000UN9C0V0 Emittent Unicredit Laufzeit 18.12.2026 Kurs aktuell 183,86 € Barriere 125,00 € Cap = max. Auszahlung 240,00 € Bonusrendite 28,82 %

Stand: 26.06.2026

Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit

€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit

€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

THEMENZERTIFIKATE

3D Printing (UBS) UBS13D 110,81 11,4 17,5 27,8 Open End

5G Technology (VON) VA9H37 252,92 22,0 27,9 43,9 Open End

Aqua Index (VON) VF55L2 207,24 8,1 8,3 12,3 Open End

Artificial Intelligence (VON) VL3SJB 394,71 2,5 –9,0 –2,2 Open End

Battery Energy Storage (VON) VL53BE 183,65 5,6 24,9 83,4 Open End

Bauwirtschaft Basket (RBI) RCB9FM 27,55 8,0 17,2 39,6 Open End

Belt and Road (VON) VF5Y6S 156,31 16,4 19,2 47,1 Open End

Best Age (HVB) HV3AGE 29,89 6,8 –2,2 9,8 Open End

Bitcoin (VON) VQ63TC 417,00 –13,4 –31,8 –45,3 Open End

Blockchain Technology (VON) VL9NBT 256,96 11,1 3,7 14,1 Open End

BRIC E-Commerce (HVB) HR0KPX 19,43 –10,8 –23,7 –19,6 Open End

China Dragons 7 (SOG) SY59KE 11,37 –16,5 –24,3 –22,7 Open End

China Internet (VON) VP6CJ5 69,79 –6,8 –23,2 –16,5 Open End

Circular World (VON) VE85VQ 171,25 2,4 1,0 9,0 Open End

Cyber Security (VON) VS5ZCS 561,87 49,1 28,6 15,8 Open End

Deutscher Maschinenbau (HVB) HV3DMB 26,21 0,0 –0,8 13,1 Open End

Digital Marketplaces (VON) VN19ER 235,17 –7,8 –19,1 –22,7 Open End

EPRA/NAREIT Eurozone (HVB) HV092P 42,99 0,0 0,0 –0,5 Open End

Erix (SOG) SG1ERX 188,40 –4,1 25,4 78,6 Open End

ESG Goods for Life (HVB) HVB4GL 90,89 3,4 –2,1 2,0 Open End

Ethereum (DZ) DW541J 9,48 –28,1 –48,8 — Open End

Gene Therapy (VON) VA3BPR 113,52 17,5 10,7 29,2 Open End

German Mergers & Acquisi. (HVB) HU5JPC 58,65 34,5 53,6 48,3 Open End

Global Family Owned Co. (UBS) UBS1FA 178,57 2,2 3,6 9,5 Open End

Global Hydrogen (HVB) HVB4H2 256,05 12,6 26,7 59,7 Open End

Global Spin-Off (VON) VZ2SP0 437,19 16,7 32,3 73,5 Open End

Green Invest (ERG) EB013Z 18,89 9,6 8,4 12,2 Open End

Home Office Technology (VON) VP796R 192,58 21,3 15,8 22,4 Open End

Impact for Good (VON) VA9QNW 152,88 6,9 1,2 1,6 Open End

Industrie 4.0 (VON) VS8Y40 443,41 25,1 30,1 54,8 Open End

Innovative Technologies (UBS) UBS1RU 319,59 26,6 17,4 28,0 Open End

Luxury-Performance-Index (VON) VTA3LU 261,74 6,6 –8,9 5,9 Open End

NYSE Arca Biotech (HVB) 787363 750,84 24,3 19,9 60,5 Open End

Robotics and Drones (UBS) UBS0RD 331,18 –3,4 5,1 29,1 Open End

SGI Inflation Proxy (SOG) SN2F89 15,77 12,0 26,3 50,0 Open End

Smart Farming (VON) VA8HXD 127,04 0,0 3,6 –0,3 Open End

Smart Grid (VON) VT0DSG 642,30 12,9 39,1 68,9 Open End

Smart Mobility (SOG) SH9YES 70,65 1,9 3,3 — Open End

Social Media Titans (VON) VZ6ASM 274,98 1,5 –17,8 –10,2 Open End

Stoxx Europe ESG L. Sel 30 (HVB) HX8SQL 44,71 5,9 17,8 23,3 Open End

Uranium Mining (SOG) SH02Q8 12,84 –19,3 –8,2 20,3 Open End

STRATEGIEZERTIFIKATE

CROCI Euro (DB) DB091Z 411,41 5,4 4,9 9,9 Open End

CROCI Germany (DB) DB0WKS 391,59 11,3 9,1 15,7 Open End

DAXplus Export Strategy (HVB) HV095B 77,60 15,8 12,4 15,9 Open End

DAXplus Max. Sh. Rat. Ger. (HVB) HU5JPA 179,74 3,8 6,2 5,2 Open End

DAXplus Min. Varian. Ger. (BNP) AA0KFZ 81,70 –4,1 –3,1 –6,5 Open End

DAXplus Seasonal Strategy (HVB) HV1DB6 134,81 6,9 1,9 5,2 Open End

Directors-Deal.-Val.-Strat. (UBS) UBS1GB 126,74 2,1 3,5 5,3 Open End

Dow Jones Asia Sel. Div. 30 (BNP) ABN6ZQ 261,28 –0,7 12,5 23,3 Open End

Europ. Buyback (SG) A12V1Y 30,65 6,4 2,2 18,1 Open End

Europ. High Div. Low Vola. (VON) VZ7HDL 156,19 2,2 4,2 5,9 Open End

European Sector Rot. Strat. (HVB) HVB12Y 2167,31 3,0 13,5 14,6 Open End

Gebert Börsenindikator (MS) MF04W6 296,91 12,3 –0,3 11,6 Open End

Global Quality Div.Payers (UBS) UBS0QD 555,07 12,6 14,4 20,8 Open End

Krypto Portfolio Basket (VON) VE5CRY 300,28 –21,9 –41,3 –40,9 Open End

Swiss Research Basket (VON) VL4JU8 258,06 5,7 3,2 5,0 Open End

Value Investoren (UBS) UBS1SV 493,51 6,7 2,4 14,8 Open End

REGIONENZERTIFIKATE

Baix (HVB) HVB4BY 157,17 18,2 12,6 14,8 Open End

CECExt (RBI) RCB3R3 23,94 9,5 14,2 37,8 Open End

Stoxx Nordic 30 (BNP) ABN1NK 155,08 8,2 6,6 17,6 Open End

ROHSTOFFZERTIFIKATE

Bloomberg Const.M.Com. (UBS) UW5P67 148,16 –2,9 15,6 — Open End

Bloomberg Indust. Metals (UBS) UT8KGL 128,87 2,9 5,4 22,3 Open End

Brent Oil (SOG) CU0L1S 102,74 –12,3 32,4 26,9 Open End

CO2-Emissionsrechte (SOG) SH755G 84,87 5,8 –9,6 11,2 Open End

Gold Quanto (DB) DB0SEX 322,10 –20,2 –13,0 20,4 Open End

Kupfer-Future (SOG) SH755F 11,40 11,2 12,2 — Open End

Rogers Intl. Energy (BNP) ABN08Q 60,13 –9,2 64,7 56,2 Open End

Silber Quanto (HVB) HV2XAG 47,23 –26,5 –27,6 78,3 Open End

EMITTENTEN: BNP BNP Paribas

DB Deutsche Bank

DZ Bank

ERG Erste Group

GS Goldman Sachs

HVB HypoVereinsbank

LEO Leonteq

MS Morgan Stanley

RBI Raiffeisen Bank International

SOG Société Générale

UBS UBS

VON Vontobel

FOCUS MONEY 28/2026

103


moneyanalyse Top-Fonds

Die besten Aktienfonds

Das Hin und Her im Mittleren Osten und die immer wieder aufflammenden Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms sorgten für

weniger große Kursbewegungen bei den Aktienfonds als in den vergangenen Monaten.

Fokus auf Stetigkeit

Der G&W Aktien Deutschland Trendfonds verteidigt seinen Spitzenplatz in der Kategorie Aktienfonds Deutschland. Er hält

zahlreiche Nebenwerte wie beispielsweise Jenoptik oder Aixtron, aber auch deutsche Staatsanleihen – zur Verstetigung.

TOPS

Aktienfonds Deutschland ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

G&W Aktien Deutschland Trendfonds DE0009765446 22,9

Deutsche Aktien Systematic Invest A LU1914900888 19,8

SEB Aktienfonds DE0008473471 15,8

G&W Aktien Deutschland Trendfonds

Kurs in Euro

58

54

FLOPS

MB Fund - S Plus LU0354946856 -23,7

Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland A LU0360172109 -23,1

Loys Premium Deutschland P LU2255688470 -10,3

30.6.2025 1.1.2026

30.6.

50

46

Kopf-an-Kopf-Rennen

Nur einen Prozentpunkt liegen die Top-Fonds bei den Produkten der Kategorie Aktien Europa auseinander. Diesmal haben

der Dimensional European Value und der UBS European Equity Opportunity die Plätze getauscht. Im UBS-Portfolio finden sich

Bluechips wie BNP Paribas, Astrazeneca, Nestlé und Roche.

TOPS

FLOPS

Aktienfonds Europa ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

UBS (L) KS European Equ Val Opp € P-acc LU0153925689 31,9

MEAG EuroInvest A DE0009754333 31,3

Dim European Value $ acc IE00B1W6CV70 30,9

Seilern Europa € U R Founders IE00B4MB6665 -13,9

MP CEAMS Quality Europe Equity B € LU0199669259 -9,2

Comgest Growth Europe Compound € R Acc IE0004XPWG97 -9,1

UBS European Eq. Value Opp.

Kurs in Euro

30.6.2025 1.1.2026

30.6.

42

40

38

36

34

32

BIT wieder vorn

Einmal mehr setzt sich das von Jan Beckers gemanagte Welt-Portfolio des BIT Global Leaders an die Spitze des Ein-Jahres-

Rankings. Beckers ist stark in Technologie-Aktien investiert, zu den etwas ausgefalleneren Werten zählt dabei etwa Iren, der

australische Rechenzentren-Betreiber.

TOPS

FLOPS

Aktienfonds global ISIN Wertentwicklung

1 Jahr in %

BIT Global Leaders R - I DE000A2QDRW2 74,0

High Conviction Fund R DE000A2PE1A8 73,3

DNB Disruptive Opportunities A € LU2061961145 67,1

Morgan St. Global Brands A $ LU0119620416 -15,1

Seilern World Growth € U R IE00B2NXKW18 -11,6

GuardCap Global Equity S € Acc IE00BYQ67K80 -11,3

BIT Global Leaders

Kurs in Euro

300

260

220

180

30.6.2025 1.1.2026.

30.6.

Daten: FVBS professional; Charts Factset UK Limited 2026

104 FOCUS MONEY 28/2026


Kryptowährungen / Kalender

Beim Krypto-Update arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit Coinshares zusammen, einem weltweit führenden

Investmentunternehmen für digitale Vermögenswerte. Jede Woche stellen Experten des Research-Teams wichtige

Entwicklungen auf dem Kryptomarkt vor. Diese Woche: Marc des Ligneris, Senior Portfolio Manager bei Coinshares

Tokenisierung: Vom Hype zur Realität

Die Tokenisierung realer Vermögenswerte hat in den vergangenen Monaten

deutlich an Fahrt gewonnen. Mehr als 40 Milliarden Dollar an klassischen

Assets sind mittlerweile digitalisiert. Der Schub kommt dabei vor

allem von Plattformen wie Hyperliquid. Die moderne Blockchain-Infrastruktur

zeigt, wie man beim Handelsvolumen traditionelle Börsen mit gerade

einmal elf Mitarbeitern einholen kann. Grund hierfür sind unter anderem

die automatisierte Abwicklung und millisekundenschnelle Transaktionen.

Die nächste Wachstumswelle könnte die sogenannte Agent-Economy

auslösen. Während künstliche Intelligenz (KI) autonomer wird, werden intelligente

Software-Agenten die Blockchain-Technologie nutzen, um Servicedienstleistungen

zu kaufen, Kapital zu verteilen und Geldreserven

anzulegen. Offen ist noch, ob diese Agenten auf bestehende Verwaltungssysteme

zurückgreifen oder sich zu eigenständigen Robo-Advisors entwickeln,

die ihre eigenen Strategien entwerfen.

Dafür zwingend notwendig sind kostengünstige und superschnelle

Blockchains. Deshalb konzentriert sich diese Aktivität bereits auf Netzwerke

wie Solana, Base und Polygon. Noch ist das Volumen klein, es wächst

aber stetig. Das Ganze könnte zudem zu einem der zuverlässigsten Indikatoren

dafür werden, wie schnell die KI in die Wirtschaft vordringt.

Viel Bewegung

Agentische Transaktionen auf Blockchains

Anzahl in Tausend

Top-5 Kryptowährungen

1)

Base

Polygon

APR MAI JUN

Marktkapital.

in Mrd. Euro

Solana

1000

Wertentwicklung 2)

1 Monat 3 Monate 1 Jahr

1 Bitcoin 1045 –19,2% –10,9% –44,7%

2 Ethereum 167 –22,1% –23,7% –35,4%

3 XRP 57 –21,8% –20,9% –52,0%

4 Solana 38 –10,2% –8,6% –51,2%

5 Tron 27 –6,8% 3,5 % 17,1 %

Stand: 29.06.26; 1) ohne Stable-, Meme- und Exchange-Coins, 2) auf Euro-Basis

800

600

400

200

0

Quelle: Coinshares

Quelle: Coinshares

Ausblick: Die zwei Top-Termine der nächsten Woche

6.07.2026 KI-KONFERENZ 8.07.2026 FED-PROTOKOLL

KI in der Praxis

Was bringt KI im Unternehmen wirklich?

Während die Investitionen der führenden

Tech-Konzerne wie Alphabet, Amazon oder

Meta mittlerweile absurd hohe Summen erreichen,

wachsen an der Börse die Zweifel, ob

die Effizienzgewinne hoch genug sind, um die

Gesamtausgaben von geschätzt mehr als 720

Milliarden Dollar im laufenden Jahr zu rechtfertigen.

Einen Überblick zu den Potenzialen

und Herausforderungen von KI in den Betrieben

gibt die Konferenz der Bundesagentur für

Arbeit und des Deutschen Gewerkschaftsbundes

(DGB) Baden-Württemberg. Gezeigt wird

unter anderem, wie mit sensiblen Betriebsdaten

umzugehen ist, wie sich ganze Berufsbilder

wandeln, welcher Schulungsbedarf entsteht

und Fachkräfte gesichert werden können.

Tiefe Einblicke

Das FOMC-Protokoll („Fed Minutes“) ist der

detaillierte Sitzungsbericht des Offenmarktausschusses

der US-Notenbank Fed. Genau

drei Wochen nach der jüngsten Zinsentscheidung

gibt er heute tiefe Einblicke in die Wirtschaftslage

der USA, die Diskussionen der

Währungshüter und mögliche geldpolitische

Maßnahmen. Im Gegensatz zum kurzen Statement

der Notenbank enthält das Protokoll die

Argumente, Sorgen und unterschiedlichen

Meinungen der Fed-Mitglieder. Zuletzt wurde

der Wind rauer. Eine wachsende Zahl von

Währungshütern sprach sich wegen der höheren

Inflation für Zinssteigerungen aus – zum

Ärger von US-Präsident Trump, der zur Finanzierung

der enormen Staatsverschuldung dringend

niedrige Zinsen benötigt.

US-Notenbank Fed:

Ihr Protokoll gibt

Aufschluss über die

künftige Zinspolitik

Was noch passiert: +++ Jährliches Aktionärstreffen bei Deutsche Entertainment, Fielmann, Hornbach Holding

und Syzygy +++ Südzucker berichtet Zahlen zum Auftaktquartal 2027 +++ ADP-Arbeitsmarktbericht

für die USA +++ Delta Airlines und Pepsico stellen die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vor +++

FOCUS MONEY 28/2026

Fotos: Adobe Stock 105


moneyinside

ANDREAS KÖRNER,

Chefstratege Nebenwerte

Börsenbrief und Ex-

Wertpapierhändler

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ANDIS BÖRSEN-BAROMETER

So handeln deutsche Anleger tatsächlich

Kaum ein Anleger dürfte frei von Zweifeln

sein, ob seine Anlageentscheidungen

richtig waren. Das gilt besonders in

volatilen Marktphasen, in denen sich die

Börsenstimmung rasant ändert. Da ist es

hilfreich, zu wissen, wie andere Privatinvestoren

konkret gehandelt haben – besonders,

wenn die Daten auf einer großen

Zahl von Befragten basieren.

Das trifft auf den Portfoliocheck 2026,

den die US-Fondsgesellschaft Vanguard

gerade veröffentlicht hat, auf jeden

Fall zu. Die Analyse untersucht das Anlageverhalten

privater Investoren in

Deutschland auf der Grundlage von

rund 166 600 echten Portfolios mit einem

Gesamtvolumen von 6,8 Milliarden

Euro. Die zweijährige Studie umfasst

Millionen von Transaktionen. Sie soll

aufzeigen, wie Anleger auf Marktschwankungen

reagieren und was sich

aus realen Portfolios für den langfristigen

Anlageerfolg lernen lässt.

Zentral für diesen sei Disziplin, und die

behielten die Privatinvestoren mehrheitlich

bei. „So verzichtete über ein Drittel im

gesamten Untersuchungszeitraum vollständig

auf Verkäufe, und auch auf Quartalsbasis

tätigt mehr als die Hälfte der Anleger

keine Verkaufsorders. Gleichzeitig

übersteigt das Volumen der Käufe insgesamt

das der Verkäufe – ein deutliches

Signal für kontinuierlichen Vermögensaufbau“,

so die Studienautoren. Sogar in

den Zeiträumen rund um die erratischen

Zollankündigungen des US-Präsidenten

Donald Trump hätte eine Mehrheit auf panische

Verkäufe verzichtet und die Kursdellen

sogar für gezielte Zukäufe – etwa

bei breit gestreuten ETFs – genutzt.

Zum Thema Rebalancing, also der regelmäßigen

Anpassung der Depotaufteilung

an Kursveränderungen, heißt es:

„Während Anleger mit größeren Portfolios

ihre Allokation tendenziell stabil halten

und damit ihre Risikostruktur aktiv

steuern, besteht bei kleineren Portfolios

noch Potenzial zur Optimierung.“

Die Untersuchung bestätigt auch, dass

viele Anleger Vermögen über regelmäßige,

kleinere Einzahlungen aufbauen –

etwa über Sparpläne. Dem stünden allerdings

teils größere Einzelverkäufe

gegenüber, die den langfristigen Vermögensaufbau

bremsen können. „Diese Dynamik

verdeutlicht, dass Disziplin nicht

nur im ‚Dranbleiben‘, sondern auch im

konsistenten Handeln liegt“, so das Fazit.

DAS GELD-GESPRÄCH

„Geiz ist für mich auf jeden

Fall nicht geil“

von JOHANNES BAUER

Geld ist für Sie…

Eine Messlatte für Erfolg. Geld beruhigt

die Nerven ungemein – sofern man

ausreichend davon hat ;-).

Außerdem schafft Geld neue Handlungsspielräume

und erhöht die Risikobereitschaft

für neue Projekte und Ziele.

Was war Ihr letzter Fehlkauf?

Eine viel zu enge Jeans, die ich mir

irgendwie von dem Verkäufer habe

aufschwatzen lassen – das gute Stück

wurde bis heute nie getragen.

Und was Ihr bestes Investment?

CHRISTIAN SOLMECKE,

Rechtsanwalt und

Geschäftsführer der

Kanzlei WBS Legal

Der Ehering, den ich vor 23 Jahren

meiner Frau geschenkt habe.

Was kann man mit Geld nicht kaufen?

Vertrauen und Geborgenheit: Die gibt’s

nur in der Familie. Und Freunde: Die

gibt’s nur, wenn man sich auch darum

kümmert.

Wie belohnen Sie sich selbst für gute

Leistungen?

Ich gehe mit meiner Familie in einem

bislang noch nicht von uns besuchten

Restaurant essen. Meist gibt es dann

Wiener Schnitzel oder Rinderfilet und

guten Wein.

Was ist für Sie Geiz?

Geiz ist für mich auf jeden Fall nicht geil.

Geiz ist es, in geselliger Runde die

Kölsch einzeln zu zahlen statt durch alle

Freunde zu teilen.

106 Foto: T. Hufnagl

FOCUS MONEY 28/2026


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