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klein & stark 1/26

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe: Umgang mit Legasthenie im Unterricht. Unser Magazin behandelt psychosoziale Gesundheitsthemen von Kindern und Jugendlichen.

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe: Umgang mit Legasthenie im Unterricht.
Unser Magazin behandelt psychosoziale Gesundheitsthemen von Kindern und Jugendlichen.

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&

Zukunftsprojekt Pöstlingberg ♥ Jahres- & Finanzbericht 2025 ♥ Kinderseiten

Vereinsmagazin des Kinderhilfswerks 1 / 2026

Umgang mit

Legasthenie

im Unterricht

Legasthenie im Fremdsprachenunterricht

mit besonderer Berücksichtigung des

Unterrichtsfaches Englisch

Diagnose Legasthenie – was nun?

Österreichische Post AG

SM 06Z036859 N

Kinderhilfswerk, Obere Dorfstraße 20, 4050 Traun


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Editorial

Editorial

Liebe Unterstützer*innen und

Leser*innen!

Lesen, Schreiben und Verstehen

gelten in der Schule als selbstverständlich.

Für Kinder und Jugendliche

mit Lese-Rechtschreib-Störung

(LRS), sogenannter Legasthenie,

sind diese Fähigkeiten jedoch oft

mit großen Anstrengungen verbunden.

Unsicherheiten und Frustration

sind häufig die Folgen. In

dieser Ausgabe unseres Magazins

widmen wir uns daher dem Schwerpunkt

„Umgang mit Legasthenie im

Unterricht“. Dieses Thema betrifft

viele Familien und wird dennoch

häufig missverstanden. Bei uns im

Kinderhilfswerk ist die Legasthenie

im therapeutischen Alltag allgegenwärtig.

Es ist uns daher ein großes

Anliegen, über diagnostische Maßnahmen

aufzuklären, Verständnis

zu fördern und Wege aufzuzeigen,

wie betroffene Kinder und deren

Familien bestmöglich unterstützt

werden können.

2025 war für das Kinderhilfswerk

ein intensives, aber auch sehr

erfüllendes Jahr. Wir konnten

viele bestehende Angebote weiterentwickeln

und neue Projekte

umsetzen. Besonders wichtig war

uns dabei, Kinder und Jugendliche

auch im schulischen Kontext

gezielt zu begleiten und ihre Chancen

auf Teilhabe zu verbessern. Auf

Seite 48 im Magazin erfahren Sie

mehr über aktuelle Initiativen und

Schwerpunkte unserer Arbeit.

In unserem Jahres- und Finanzbericht

geben wir Einblick in die

eingesetzten Mittel im vergangenen

Jahr sowie die gebildeten

Rücklagen für zukünftige Herzensprojekte,

wie etwa dem Neubau

von unserem „Haus der Kinder“

am Linzer Pöstlingberg. Denn wir

möchten nicht nur wirksam, sondern

auch transparent arbeiten. So

können wir das Vertrauen und die

Treue unserer Spender*innen und

Unterstützer*innen stärken.

Ich möchte betonen, dass es

gerade in Zeiten wie diesen besonders

wichtig ist, jungen Menschen

Mut zu machen und ihre Stärken

hervorzuheben. Denn auch wenn

Lernen nicht immer leichtfällt, so

hat jedes Kind das Potenzial, sich

zu einem starken Erwachsenen

zu entwickeln.

Ein herzliches Dankeschön

gilt daher unseren treuen

Spender*innen, Fördermitgliedern

und Partnerorganisationen.

Ohne ihre Unterstützung wären

viele unserer Angebote nicht

möglich.

Abschließend darf ich Ihnen einen

entspannten und erholsamen Sommer

wünschen!

Ihr Peter Begsteiger

Geschäftsführer

Zahlen und Fakten Jänner bis April 2026

5.303 Einheiten

für Beratung und

Therapie

2.500

Personen

fanden Hilfe

Insgesamt

5.666

geleistete Einheiten

Unsere Zahlen belegen eindrucksvoll, was Sie durch Ihren wertvollen Beitrag ermöglicht haben. Mehr auf Seite 11.

3


© freepik.com/freepik

Zukunftsperspektive am Pöstlingberg Jahres- & Finanzbericht 2025

Gemeinsam mehr bewirken

6

8

10

11

12

Zukunftsperspektive

am Pöstlingberg - ein

neuer Platz für unser

Beratungs- und Therapiezentrum

in Linz

Jetzt mitbauen: Unser

Haus der Kinder

braucht starke Partner

Testimonials

Zahlen und Fakten

Fußball und soziale

Verantwortung gehen

Hand in Hand

Schwerpunkt

18

30

Legasthenie im Fremdsprachenunterricht

mit

besonderer Berücksichtigung

des Unterrichtsfaches

Englisch

Diagnose Legasthenie –

was nun?

Vereinsinternes

34

36

Ein Ort für Entwicklung im

Herzen Oberösterreichs

Mitarbeiter*innen

stellen sich vor

13

Marktplatz Lebensnetze

14

Ein Jahr geprägt

von wertvoller

Unterstützung

16

Erfolgreiche Premiere

im Zeichen der

Kreativität

4


Schwerpunkt

© 2026 freepik.com / freepik

Unsere Leistungen

37

38

48

49

Kummerkiste

Jahres- &

Finanzbericht 2025

Wie hilft das

Kinderhilfswerk?

Freude am Lernen

trotz Legasthenie

Kinderseiten

50 Kinderseiten

Immer dabei

3

4

52

54

56

57

Editorial

Inhalt

Termine

Tipps

Meinungsbilder

Kontakt & Standorte

58

Erfolgsgeschichte

& Vorschau

59

25 Jahre

Spendengütesiegel

Impressum

5


Zukunftsperspektive am Pöstlingberg

Zukunftsperspektive am Pöstlingberg -

ein neuer Platz für unser Beratungs- und

Therapiezentrum in Linz

Das Kinderhilfswerk hat am Pöstlingberg eine Liegenschaft erworben,

die künftig zum neuen Standort unseres Beratungs- und Therapiezentrums

in Linz werden soll. Was heute noch ein Grundstück ist, wird

sich in den nächsten Jahren zu einem geschützten Ort entwickeln, an

dem Kinder und Jugendliche Sicherheit und professionelle Hilfe finden.

Seit vielen Jahren arbeiten wir

in Linz in gemieteten Räumlichkeiten.

Dies bringt auf Dauer

aber hohe laufende Kosten und

begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten

mit sich. Eigentum

bedeutet Planungssicherheit

und eröffnet langfristig Einsparungspotenziale,

die wir direkt

in unsere Angebote und Projekte

reinvestieren können.

Besonders wertvoll ist die Lage

selbst. Das Grundstück umfasst

mehr als 5.000 m² Wald- und

Grünflächen. Diese natürliche

Umgebung kann therapeutische

Prozesse unterstützen, Bewegung

fördern und Kreativität anregen.

Es ist ein Ort, an dem Kinder

leichter durchatmen, zur Ruhe

kommen und Vertrauen aufbauen

können.

Auch erlebnispädagogische Angebote

und Gruppentherapien in

der freien Natur können hier

stattfinden.

6


Zukunftsperspektive am Jetzt Pöstlingberg mitbauen

Spenden-Konto: Verein Kinderhilfswerk

IBAN: AT74 5400 0000 0001 0777

Die Infrastruktur der Lage spricht

für sich. Eine Bushaltestelle direkt

vor der Haustür erleichtert jungen

Klient*innen und ihren Familien

die öffentliche Anreise, zugleich

stehen auf dem Gelände ausreichend

kostenfreie Parkplätze zur

Verfügung. Durch diesen Vorteil,

der im städtischen Raum nicht

selbstverständlich ist, wird ein

Haus der Kinder möglich, welches

gut erreichbar ist und dennoch

jene Ruhe bietet, die im Therapiealltag

so wichtig ist.

Die bestehende alte Bausubstanz,

ein kleines Haus mit ca. 100 m²,

werden wir abreißen. Dadurch

können wir auf über 400 m² Baugrund

ein Gebäude von Grund

auf so planen, wie es Kinder

und Jugendliche in psychischen

Belastungssituationen brauchen.

Barrierefreiheit, energieeffiziente

Bauweise und innovative

Konzepte können so optimal

umgesetzt werden. Familien, die

sich an uns wenden, verdienen

moderne Therapie- und Gruppenräume,

die Schutz, Geborgenheit

und Entwicklung ermöglichen.

Die Finanzierung erfolgte neben

angesparten Eigenmitteln unter

anderem über die Zuwendung

des von Frau Marlene Engelhorn

ins Leben gerufenen "Guten Rats

für Rückverteilung". Auch die Vorbesitzerin

der Liegenschaft, die

römisch-katholische Stadt-Pfarrkirche

Linz-Pöstlingberg, kam

uns preislich etwas entgegen.

Endgültig ermöglicht wurde dieser

Schritt aber erst durch eine

außergewöhnlich großzügige,

zweckgebundene Spende einer

privaten Großspenderin, der wir

von Herzen für ihre wertvolle

Unterstützung und ihr großes Vertrauen

in unsere Arbeit danken.

Vor uns liegt noch eine große Aufgabe,

doch der wichtigste erste

Schritt ist getan. Am Pöstlingberg

wird ein Ort entstehen, der Kindern

und Jugendlichen langfristig

neue Perspektiven eröffnet.

Kontakt

Ob Sie einmalig helfen, einen Bauabschnitt übernehmen oder Fachwissen

einbringen möchten: Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Kontakt für Unternehmenskooperationen für unser Haus der Kinder:

office@kinderhilfswerk.at oder +43 7229 62082.

7


Jetzt mitbauen

© 2026 freepik.com/diana.grytsku

Jetzt mitbauen: Unser Haus der Kinder

braucht starke Partner

Gesucht sind Bauunternehmen, Architekturbüros, Baustoffhändler

und Dienstleister, die mit Know-how, Material, Arbeitszeit oder Finanzierung

mithelfen möchten.

Ein Therapiezentrum entsteht

nicht nur aus Beton, Holz und

Glas. Es entsteht aus dem Entschluss,

Kindern und Jugendlichen

in psychischen Notlagen

Räume zu geben, die Sicherheit

vermitteln, Orientierung schaffen

und Entwicklung ermöglichen.

Mit dem neuen Standort am

Pöstlingberg wollen wir genau

einen solchen Ort schaffen und

dafür suchen wir starke Partner

aus der Bau- und Planungswelt.

Gerade Bauunternehmen, Architekturbüros,

Baustoffhändler

und Fachdienstleister können bei

diesem Projekt besonders viel

bewirken. Denn sie wissen aus

ihrer täglichen Arbeit, dass gute

Räume mehr leisten müssen, als

nur ein Dach über dem Kopf zu

bieten. Sie müssen Menschen dienen,

Abläufe erleichtern, nachhaltig

geplant sein und Vertrauen

schaffen. Wo Kinder wieder

Halt finden sollen, sind Planung,

Materialqualität, Licht, Akustik,

Barrierefreiheit und Atmosphäre

keine Nebensache, sondern Teil

der Wirkung.

Deshalb benötigen wir nicht nur

klassische Geldspenden. Wir

suchen auch Unternehmen, die

mit Baumaterialien, Preisnach-

8


Jetzt mitbauen

lässen, Fachplanung, Pro-bono-

Leistungen, Maschinen, Logistik

oder konkreter Handwerksleistung

unterstützen möchten.

Denkbar sind zum Beispiel Beiträge

für Abbruch- und Erdarbeiten,

Rohbau, Dach, Fenster,

Sanitär- und Elektrotechnik,

Innenausbau, Akustik, Bodenund

Malerarbeiten, Möblierung,

Außenanlagen oder Beschilderung.

Ebenso wertvoll sind

Architektur-, Statik-, Bauphysik-,

Haustechnik- oder Projektsteuerungsleistungen.

Für Ihr Unternehmen gibt es

mehrere passende Wege, sich

einzubringen. Sie können einmalig

einen wichtigen Bauabschnitt

ermöglichen oder regelmäßig als

Projektpartner Planungssicherheit

schaffen, aber auch projektbezogen

einen klar definierten

Baustein finanzieren oder bereitstellen

– etwa Fenster, Türen,

Bodenbeläge, Gartenmaterialien

oder Ausstattung. Wichtig ist,

dass die Hilfe zu Ihrem Unternehmen

ebenso passt wie zu

unserem Bedarf.

Auch Corporate Volunteering,

also betriebliche Freiwilligenprogramme,

sind möglich.

Hier bieten Unternehmen ihren

Mitarbeiter*innen den Rahmen,

ihre Zeitressourcen oder ihr

Know-how in gemeinnützigen

Organisationen während ihrer

Arbeitszeit einzusetzen. So entsteht

Unterstützung nicht nur

finanziell, sondern auch kulturell,

mitten im Unternehmen.

Wir wissen, dass Unternehmen

Klarheit brauchen. Deshalb werden

wir jede Kooperation transparent

abwickeln. Das Kinderhilfswerk

informiert regelmäßig

über den Einsatz seiner Mittel,

veröffentlicht Jahresberichte, ist

seit 2008 Träger des österreichischen

Spendengütesiegels und

als spendenbegünstigte Organisation

gelistet. Auch Unternehmensspenden

an das Kinderhilfswerk

sind steuerlich absetzbar.

Ihr Unternehmen kann also den

marktüblichen Verkaufspreis als

Betriebsausgabe geltend machen.

Gerade für projektbezogene Beiträge

aus der Wirtschaft ist dies

ein entscheidender Faktor.

Wenn Sie sich mit Ihrem Unternehmen

regional sichtbar, vertrauenswürdig

und wirkungsvoll

sozial engagieren möchten, sprechen

Sie mit uns. Gerne bedanken

wir uns dafür mit einer Nennung

im Vereinsmagazin, online

oder später auf einer Ehrentafel

im neuen Haus der Kinder.

Noch wichtiger ist aber: Ihr

Beitrag hilft mit, einen Ort

zu schaffen, an dem Kinder,

Jugendliche und Familien in

schwierigen Lebenssituationen

wieder Halt und Zuversicht finden

können.

So können Sie konkret helfen

♥ Fachlich

Pro-bono-Planung, Beratung, Bauleitung oder Handwerksleistung

♥ Sachlich

Materialspende oder Sonderkonditionen

♥ Projektbezogen

Patenschaft für einen Raum, ein Werk oder ein Ausstattungselement

♥ Einmalig

Bau-Spende für einen aktuellen Bedarf

♥ Regelmäßig

Baupartnerschaft mit monatlichem oder jährlichem Beitrag

♥ Im Team

Mitarbeitersammlung oder Corporate Volunteering

♥ Netzwerkarbeit

Vermitteln Sie unser Projekt in Ihrem Netzwerk weiter

Kontakt

Ob Sie einmalig helfen, einen

Bauabschnitt übernehmen

oder Fachwissen einbringen

möchten: Wir freuen uns auf

das Gespräch mit Ihnen!

Kontakt für

Unternehmenskooperationen

für unser Haus der Kinder:

office@kinderhilfswerk.at

oder

+43 7229 62082.

© 2026 freepik.com/pch.vector

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©Landstrassler

ASKaritativ unterstützt das Kinderhilfswerk!

Auf die Schwächeren darf nicht vergessen werden

Was haben die Fans des Fußballvereins LASK mit sozialem Engagement zu tun? Diese Frage stellt sich vielleicht,

wenn man hört, dass LASK-Fans im Jänner 25.000 € an das Linzer Kinderhilfswerk gespendet haben. Hinter der

Aktion steht "ASKaritativ", ein Projekt des Fankollektivs "Landstrassler", das aus einem karitativen Punschstand

der Fanplattform "seit1908" entstanden ist. Diese sammelt bereits seit über einem Jahrzehnt rund um Weihnachten

Spenden für gemeinnützige Organisationen.

Aus anfänglich einigen Hundert Euro wurde im Laufe der Jahre ein immer größeres Projekt. Dank der Unterstützung

vieler Fans sowie zahlreicher Spenderinnen und Spender kann Jahr für Jahr ein neuer Spendenrekord erzielt

werden. So konnten bereits viele wichtige Projekte in Linz und Umgebung unterstützt werden.

Den Initiator*innen ist es ein Anliegen, ihrer Stadt etwas zurückzugeben. „Viele von uns erleben durch den LASK

eine besondere Gemeinschaft und schöne Momente. Daraus entstand der Wunsch, auch jenen zu helfen, die aktuell

nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Daher war es uns wichtig, die wertvolle Arbeit des Kinderhilfswerks zu

unterstützen.“

Landstrassler, Fanclub-Kollektiv

Kindern Zeit geben, stark zu werden

Individuelles Legasthenietraining als einfühlsame Begleitung

© Privat

Ay Sinan

Ein langer Weg begann früh: Unser Sohn litt ab etwa 1,5 Jahren unter

chronischen Mittelohrentzündungen, die seine Sprachentwicklung stark

verzögerten. Es folgten Logopädie, HNO-Besuche und mehrere Operationen

(Mandeln, Polypen, Paukenröhrchen). Parallel erhielt er Ergo- und

Sprachtherapie. Für uns als berufstätige Eltern war diese Zeit sehr belastend

– häufige Krankheiten, Sorgen und auch kritische Kommentare aus

dem Umfeld begleiteten uns.

Mit Schuleintritt wählten wir eine Volksschule mit Sprachheil-Schwerpunkt

– ein Wendepunkt. Unser Sohn wurde individuell gefördert und

fühlte sich wohl. Therapien begleiteten ihn weiter, später kam das

Thema Legasthenie hinzu. Über eine Empfehlung fanden wir schließlich

die passende Unterstützung: Seit zwei Jahren besucht er gerne die

Therapie bei Frau Mag. a Isabella Schmuck-Burtscher, MSc. im Kinderhilfswerk,

die ihn einfühlsam stärkt. Unsere Erfahrung: Vertraut eurem

Gefühl, sucht Hilfe, bleibt geduldig und akzeptiert den Weg eures Kindes.

Heute sind wir stolz – seine Entwicklung hat uns alle stärker gemacht.

Ay Sinan, Geschäftsführer / Inhaber – Sinan Ay e.U.

10


Zahlen und Fakten

Unsere Aktivitäten von Jänner bis April 2026

Danke

5.666

Einheiten

Danke

Die Zahlen belegen eindrucksvoll, was Sie durch Ihren wertvollen Beitrag ermöglicht haben.

Vom 01. Jänner bis 30. April 2026 fanden insgesamt 2.500 Kinder, Jugendliche, Eltern

und Fachpersonen Hilfe, Beratung, Unterstützung und Information durch

die Angebote des Kinderhilfswerks und seiner Kooperationspartner.

Beratung & Therapie

Pädagogik

Diagnostik

Prävention, Workshops

& Gruppen

5.303

Einheiten

183

Einheiten

18

Einheiten

1.654

Personen

5.303 Einheiten

Therapie und

Beratung fanden statt.

811 Personen

nahmen eine Psychotherapie,

Körpertherapie,

Beratung oder Ähnliches

in Anspruch.

183 Einheiten

Pädagogik wurden

geleistet.

33 Personen

profitierten von

unseren pädagogischen

Angeboten.

18 Einheiten

klinisch-psychologische

Diagnostik

fanden statt.

2 Personen

haben bei uns das

Angebot der Diagnostik

wahrgenommen.

1.654 Personen

nahmen an präventiven

Vorträgen, Workshops

und Gruppen teil.

162 Einheiten

Prävention, Workshops

und Gruppen

wurden durchgeführt.

11


Fußball und soziale Verantwortung gehen Hand in Hand

© landstrassler

Fußball und soziale Verantwortung gehen

Hand in Hand

LASK-Fans spenden 25.000 Euro für das Kinderhilfswerk

Das Fanclub-Kollektiv „Landstrassler“

sammelte im Rahmen seiner

jährlichen Charity-Initiative „ASKaritativ“

die beeindruckende Gesamtsumme

von 45.000 Euro. Als Haupt-

Spendenempfänger durfte sich

das Kinderhilfswerk über eine

Summe von 25.000 Euro freuen.

Ob Benefizspiel zum Thema psychische

Gesundheit, Weihnachtsmarkt,

Punschstand oder das

Sammeln von Becherpfand bei

LASK-Spielen – die engagierten

Fans bewiesen mit zahlreichen

Aktionen, dass das Motto der Initiative

„Wir lassen niemanden im

Regen stehen“ weit mehr ist als

eine Floskel. Es ist gelebte Solidarität,

Zusammenhalt und gesellschaftliche

Verantwortung.

Hilfe, dort wo sie gebraucht

wird

Die Spendensumme wurde im

Rahmen der Premiere des Landstrassler-Cups

offiziell übergeben.

Vertreter*innen des Kinderhilfswerks

waren selbstverständlich

auch hier persönlich vor Ort und

nahmen den Spendenscheck entgegen.

Ein Moment großer Dankbarkeit

und Anerkennung für das

gemeinsame Engagement.

Die Unterstützung kommt zweckgebunden

dem Beratungs- und Therapiezentrum

Linz zugute. Gerade in

herausfordernden Zeiten ist diese

Hilfe von unschätzbarem Wert.

Auch Peter Begsteiger, Geschäftsführer

des Kinderhilfswerks,

zeigt sich dankbar: „Diese großartige

Unterstützung der Landstrassler

bedeutet für uns weit

mehr als eine finanzielle Hilfe. Sie

ist ein starkes Zeichen der Solidarität

mit Kindern und Jugendlichen,

die psychische Unterstützung

brauchen. Wir sind beeindruckt

von diesem Engagement und dem

klaren Fokus auf mentale Gesundheit.“

Das gesamte Team des Kinderhilfswerks

sagt von Herzen

Danke an die Landstrassler, an

alle beteiligten Fanclubs und

Organisator*innen sowie an

jede einzelne Person, die diese

außergewöhnliche Spendenaktion

möglich gemacht hat.

12


Marktplatz Lebensnetze

Marktplatz Lebensnetze

Wirtschaft und Gemeinnützigkeit im

Austausch auf Augenhöhe

Ein Abend im Zeichen von Kooperation,

Fairness und sozialem Engagement:

Der 16. „Marktplatz Lebensnetze“

fand auch 2025 wieder in Linz

statt und brachte Unternehmen aus

der Wirtschaft mit gemeinnützigen

Organisationen zusammen. Als

bewährter Veranstaltungsort diente

erneut die BWT-Lounge der LASK-

Raiffeisen Arena, die den idealen

Rahmen für Begegnung, Austausch

und Zusammenarbeit bot.

In angenehmer Atmosphäre wurden

zahlreiche Gespräche geführt

und konkrete Vereinbarungen

getroffen. Der Marktplatz-Gedanke

stand stets im Vordergrund: auf

Augenhöhe, transparent und mit

Mehrwert für beide Seiten. Auch in

diesem Jahr konnten wieder viele

wertvolle Kooperationen geschlossen

werden, die die Arbeit sozialer

Einrichtungen nachhaltig stärken.

Zahlreiche Firmen sowie

Vertreter*innen gemeinnütziger

Organisationen nutzten die Gelegenheit,

sich zu vernetzen und

gemeinsame Projekte zu initiieren.

Auch das Kinderhilfswerk war wieder

mit dabei und konnte wichtige

Unterstützer*innen für verschiedene

Vorhaben gewinnen.

Begegnung, die Wirkung zeigt

Der Marktplatz Lebensnetze schafft

einen einzigartigen Rahmen, in dem

wirtschaftliches Engagement und

soziale Verantwortung zusammenfinden.

Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll,

wie Kooperationen entstehen

können, die über den Abend

hinaus Wirkung entfalten.

„Dank der vielfältigen Unterstützung

durch Unternehmen können

wir unsere Arbeit gezielt im Sinne

junger Menschen weiterentwickeln.

Jede Form der Kooperation – ob

Sachspende, Dienstleistung oder

fachlicher Austausch – hilft uns

dabei, nachhaltig zu wirken“, so Kinderhilfswerk-Geschäftsführer

Peter

Begsteiger.

Wir bedanken uns herzlich bei

allen Unternehmen, die sich auch

2025 für eine Zusammenarbeit

mit dem Kinderhilfswerk entschieden

haben und damit einen

wertvollen Beitrag für Kinder

und Jugendliche leisten.

13


Kopfzeile: Titel und so weiter

Spendenübergabe Bank Direkt.

V. l. n. r.: Dr. in Maria Fessl (Leitung Beratungs- und Therapiezentrum

Linz), Dr. Manfred Nosek (Geschäftsbereichsleiter Bank Direkt),

Dr. Rudolf Fessl (Fachlicher Leiter Kinderhilfswerk Österreich).

Spendenübergabe bei der Gierlinger Holding GmbH.

V. l. n. r.: Anna Reif (Spendenservice & Verwaltung Kinderhilfswerk) mit

Sohn Fabian, Dipl.-Ing. Peter Schulze (Vorsitzender der Geschäftsführung

Gierlinger Holding GmbH).

Ein Jahr geprägt von wertvoller

Unterstützung

In den vergangenen Monaten konnten wir uns wieder über tatkräftige

Hilfe aus unterschiedlichen Bereichen freuen

Die vergangenen Monate haben

einmal mehr gezeigt, wie viel

durch gemeinsames Engagement

bewegt werden kann. Zahlreiche

Unternehmen, Initiativen und

engagierte Privatpersonen haben

das Kinderhilfswerk mit großzügigen

Spenden und kreativen Aktionen

unterstützt – dafür möchten

wir von Herzen „Danke“ sagen.

Seit mehreren Jahren begleiten

uns die Gierlinger Holding

GmbH aus Ottensheim sowie die

Linzer Bank Direkt AG mit ihrer

Unterstützung im Dezember. Auch

2025 durften wir uns erneut über

eine gemeinsame Spendensumme

von 10.000 Euro freuen. Ebenso

bedanken wir uns herzlich bei der

Kanzlei Haslinger / Nagele, die

zum Jahresausklang bewusst auf

Weihnachtsgeschenke verzichtete

und stattdessen 2.000 Euro an die

Standorte Linz und Wien spendete.

Ein weiteres starkes Zeichen

setzte auch die RWA-Raiffeisen

Ware Austria mit einer Spende

von 2.200 Euro.

Neben finanzieller Unterstützung

sind es auch persönliche Initiativen,

die uns berühren. Das Team von

LENA Digital GmbH nahm bereits

zum vierten Mal an der Wichtelchallenge

teil und beschenkte

das Kinderhilfswerk mit über 20

liebevoll verpackten Geschenken.

Ebenso engagierten sich fünf Schülerinnen

der BBS Rohrbach im Rahmen

ihres Projekts „FreiDay“ und

sammelten mit großem Einsatz 615

Euro für Kinder und Jugendliche in

schwierigen Lebenssituationen.

Ein weiterer wertvoller Beitrag

kommt von BioFerdl sowie dem

Biohof Achleitner, die unsere Beratungs-

und Therapiezentren in Wien

und Linz regelmäßig mit Obstkisten

unterstützen und damit auch im Alltag

für gesunde Impulse sorgen.

All diese Beiträge machen einen

Unterschied. Sie ermöglichen

es uns, Kinder, Jugendliche und

deren Familien in herausfordernden

Lebenssituationen zu

begleiten und ihnen Perspektiven

zu schenken.

14


Ein Jahr geprägt von wertvoller Unterstützung

Qualitätskontrolleur Zazu befindet

die Obstspende von BioFerdl

für einwandfrei!

Pünktlich zum Frühlingsstart freuten wir

uns über die erste, lecker gefüllte

Biokiste vom Biohof Achleitner.

V. l. n. r.: Monika Ball (RWA), Christina

Schreckenthaler (Kinderhilfswerk),

Irene Brandmüller (RWA) und

Manuela Rametsteiner (RWA).

♥ Bank Direkt

♥ Familypark GmbH

♥ Gierlinger Holding

♥ Herbalife Nutrition

Foundation

♥ Haslinger / Nagele

Rechtsanwälte GmbH

♥ Wolf Systembau GmbH

♥ BBS Rohrbach

♥ P3 Personal - Claus Popper

Spendenübergabe in Linz. V. l. n. r.: Dr. in

Maria Fessl (Leiterin BTZ Linz) mit MMag. a

Dr. in Daniela Huemer, LL. M. (Partnerin

Haslinger / Nagele).

Spendenübergabe in Wien. V. l. n. r.: Dr.

Roland Zauner (Partner Haslinger / Nagele)

mit Mag. a Isabella Schmuck-Burtscher,

MSc. (Fachliche Leitung BTZ Wien).

Claus Popper

Sachspenden

♥ Lena Digital

♥ Sozialversicherungsanstalt

der Selbständigen (SVS)

♥ Digitalists

♥ Reifenhandel Eckmann

Vergünstigungen

♥ Bücher+So

♥ Büroland Wiesmayr

♥ Magenta

♥ BioFerdl

Team von LENA Digital GmbH bei

der Spendenübergabe im BTZ Linz.

Schülerinnen der BBS Rohrbach mit

Stefanie Andorfer (Kinderhilfswerk).

Lebensmittelspenden

♥ Teekanne

♥ Sonnentor

♥ Biohof Achleitner

15


Erfolgreiche Premiere im Zeichen der Kreativität

Erfolgreiche Premiere im Zeichen der

Kreativität

Die erste Charity-Kunstauktion ebnet den Weg für neue Fundraising-

Formate im Kinderhilfswerk

Mit großer Freude blickt das Kinderhilfswerk

auf seine erste Charity-

Kunstauktion, die am Donnerstag, 4.

Dezember 2025, im LENTOS Kunstmuseum

Linz stattfand, zurück.

Die Veranstaltung markierte einen

besonderen Meilenstein in der Fundraising-Arbeit

des Kinderhilfswerks

und stieß bei Kunstliebhaber*innen,

Unterstützer*innen und Gästen auf

großes Interesse. Insgesamt wurden

bei der Auktion Kunstwerke

im Wert von 40.799 Euro meistbietend

verkauft.

Im beeindruckenden Ambiente

des LENTOS wurden zahlreiche

Werke namhafter Künstler*innen

für den guten Zweck versteigert.

Durch Vorreservierungen,

Telefonbieter*innen und Live-

Bidding konnten insgesamt 45

Exponate erfolgreich versteigert

werden. Der Erlös aus den Verkäufen

fließt in die wertvolle Arbeit

des Kinderhilfswerks. Es war die

erste Veranstaltung dieser Art

für unseren Verein. Eine Fortsetzung

des erfolgreichen Formats ist

bereits in Planung.

Facettenreiche Kunstwerke

für Kinder in psychischen

Notlagen

Alle beteiligten Künstler*innen,

Bieter*innen, Partner*innen

sowie das LENTOS Kunstmuseum

haben dazu beigetragen, dass die

Veranstaltung in stilvollem Ambiente

ein Erfolg wurde. Die Charity-

Kunstauktion war nicht nur ein

erfolgreicher Auftakt, sondern

auch ein starkes Signal dafür, wie

kreative Formate neue Wege der

Unterstützung eröffnen können.

Ein herzliches Dankeschön

allen Beteiligten

Ohne die Werkspenden zahlreicher

Künstler*innen wäre

die Charity-Kunstauktion nicht

zustande gekommen. Wir danken

ihnen herzlich für ihr empathisches

Engagement.

Ein besonderer Dank gebührt dem

Team des LENTOS Kunstmuseums

für die Nutzung der Räumlichkeiten

und die freundliche

organisatorische und technische

Begleitung. Unseren Caterern

„Mundwerkstatt“ und „GO Gastro

& Catering“ danken wir für

die ausgezeichnete Verköstigung.

Zudem bedanken wir uns herzlich

für die freundliche Unter-

16


stützung der „OÖ Nachrichten“,

von Richard Lürzer Photography,

Rahmen Frank sowie Rötzer

Druck. Ein besonderer Dank

gilt den Organisator*innen der

Charity-Kunstauktion, Karin Ortner

und ihrem Team, die die

Veranstaltung kuratiert und mit

großem Engagement umgesetzt

haben. Ebenso danken wir allen

ehrenamtlichen Helfer*innen,

die mit ihrem Einsatz und ihrer

Zeit wesentlich zum Gelingen der

Veranstaltung beigetragen haben.

KARIN H. ORTNER

www.charity-kunstauktion.at

Nicht zuletzt bedanken wir uns

bei den Sponsor*innen und

Käufer*innen, die gemeinsam

großzügig zum finanziellen Erlös

zugunsten des Kinderhilfswerks

beigetragen haben.

Kunst und Gemeinnützigkeit

Die Veranstaltung zeigte auf besondere

Weise, was möglich ist, wenn

Menschen ihre Talente und ihr

Engagement verbinden. Kreative

Zugänge eröffnen neue Perspektiven,

nicht nur in der Kunst, sondern

auch in der Unterstützung von Kindern

und Jugendlichen. Dadurch

werden Räume geschaffen, in

denen Entwicklung, Ausdruck und

Hoffnung wachsen können.

17


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

© 2026 iStockphoto.com/ bandian1122

Legasthenie im Fremdsprachenunterricht

mit besonderer Berücksichtigung des

Unterrichtsfaches Englisch

Dieser Artikel richtet sich an betroffene Eltern sowie an Lehrer*innen.

Er zeigt Möglichkeiten auf, die Diagnose Legasthenie im Fremdsprachenunterricht

zu berücksichtigen.

Im ersten Teil finden Pädagog*innen

konkrete didaktische

Tipps zur Unterrichtsgestaltung

und Benotung.

Im zweiten Teil erhalten Eltern

Anregungen, wie die Lernsituation

zu Hause gestaltet werden

kann.

Doch zunächst eine kurze Erklärung,

was unter „Legasthenie“

eigentlich verstanden wird. Das

aktuelle Diagnosemanual ICD-11

klassifiziert Legasthenie unter

6A03.0 als Entwicklungsstörung

mit Lesebeeinträchtigung. Sie ist

definiert durch erhebliche, anhaltende

Schwierigkeiten beim Lesen

betreffend Genauigkeit, Flüssigkeit

und Verständnis. Sie gehört zu

den neuroentwicklungsbedingten

Störungen. ICD-11 Code 6A03.1

bezeichnet eine Lernentwicklungsstörung

mit Beeinträchtigung

im schriftlichen Ausdruck.

Sie ist durch anhaltende Schwierigkeiten

beim Schreiben gekenn-

18


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

zeichnet. Betroffen sind vor allem

die Rechtschreibung, Grammatik,

Zeichensetzung sowie die Organisation

und Kohärenz (Zusammenhang)

schriftlicher Texte. Besonders

wichtig ist es zu wissen, dass

diese Störung trotz normaler Intelligenz

und angemessener Beschulung

auftritt.

Bereits ab dem Kindergartenalter

können bei Verdacht standardisierte

Tests zur Abklärung verwendet

werden. Die Diagnosestellung

erfolgt üblicherweise am Ende der

2. Klasse Volksschule.

So viel zur Theorie auf dem

Papier, doch was bedeutet

diese Diagnose konkret?

Eine betroffene Mutter bringt die

Thematik auf den Punkt: „Eine

Odyssee aus Selbstzweifel, Elterngesprächen,

´wertvollen´ (Um)

Erziehungstipps der Umgebung,

Testverfahren – und plötzlich ist

sie da... Diagnose: Legasthenie! [...]

´Warum wir?´, eine Frage, die sich

immer wieder aufdrängt; das Gefühl

´betrogen´ worden zu sein, um den

Zauber der ersten Schuljahre [...].“

Es hilft, sich Legasthenie als

„Wahrnehmungsverzerrung“ vorzustellen.

Beim Lesen oder Schreiben

verhindert eine Desorientierung

die korrekte Ausführung. Bei

manchen Kindern betrifft dies vor

allem die Rechtschreibung, häufig

in Verbindung mit der Grammatik.

In anderen Fällen ist das Textverständnis

insgesamt beeinträchtigt.

Das bedeutet, obwohl das Kind den

Inhalt eines Textes gelesen hat,

kann es die Information daraus

nicht erfassen.

Der Fremdsprachenunterricht

ist „doppelt“ betroffen. Eigentlich

sollte man in seiner Muttersprache

bereits geübt genug sein, um flüssig

lesen zu können. Außerdem muss

man das Gelesene gut verstanden

und verinnerlicht haben, um zu

erfassen, worum es in diesem Text

konkret geht. Auch die Grammatik

sollte bereits sicher beherrscht

werden. Erst dann wäre der oder

die Schüler*in bereit, auf dieser

Grundlage eine neue Sprache zu

erlernen. Diese bringt eine neue

Syntax (Satzbau), neue Grammatikregeln,

eine andere Lautbildung

und vor allem einen völlig neuen

Wortschatz mit sich. Genau das ist

jedoch häufig nicht gegeben. Die

Schwierigkeiten zeigen sich bereits

in der Muttersprache.

Welche Problemfelder ergeben

sich?

Im Sprachunterricht wird deutlich,

dass sich legasthene Kinder Konkreta

wesentlich besser merken

können (in Bezug auf ihre korrekte

Schreibweise) als Abstrakta. Unter

Konkreta versteht man Substantive,

die gegenständliche, physisch

existierende Dinge oder Lebewesen

bezeichnen, welche man

anfassen, sehen, hören, riechen

oder schmecken kann. Abstrakta

hingegen beschreiben nicht greifbare

Konzepte, beispielsweise

Gefühle, Gedanken, Liebe, Freundschaft,

Zeit oder Mut.

Auch Präpositionen, Bindewörter,

Pronomen und dergleichen

machen den Betroffenen immer

wieder aufs Neue Schwierigkeiten.

Es muss jedes Mal neu überlegt

werden, ob – um ein Beispiel zu

nennen – „von“ mit „Vogel-V“ oder

„Fahnen-F“ geschrieben wird.

Daraus ergibt sich in Summe

natürlich ein Zeitproblem – ein/e

legasthene/r Schüler*in benötigt

zum Schreiben von Texten erheblich

länger, da viele Worte (v. a.

Abstrakta) jedes Mal einzeln überlegt

werden müssen. Dennoch

bleibt die Fehleranfälligkeit hoch,

selbst bei intensiver Konzentration

kann die Ausführung trotzdem

„falsch“ sein. Es scheint, als

ob es leichter fallen würde, wenn

das Wort es zulässt, mithilfe einer

Eselsbrücke gemerkt zu werden.

Bei Wörtern, wo das Lautbild

nicht dem Schriftbild entspricht,

ist die Fehleranfälligkeit besonders

hoch. Um ein Beispiel zu nennen:

warum „Maschine“ nicht mit

„i – e“ geschrieben wird, erschließt

sich einem legasthenen Kind nicht,

wo doch die Betonung auf der

zweiten Silbe liegt und dementsprechend

langgezogen ausgesprochen

wird.

Bei den Fremdsprachen machen

wir folgende Beobachtung: Je

stärker sich Schriftbild und Lautbild

von der Muttersprache unterscheiden,

desto schwerer fällt

Betroffenen das Abspeichern.

Diese Erkenntnis ist besonders

bemerkbar beim klassischen

Vokabellernen. Ein konkretes Beispiel

stammt aus dem Englischunterricht.

Das Wort ‚beautiful‘ stellt

für legasthene Schüler*innen

immer wieder eine Herausforderung

dar. Die Aussprache der

ersten Silbe ‚bju‘ gibt keinen Hinweis

auf die tatsächliche Vokalfolge

‚e-a-u‘. Selbst bei oftmaligem

Üben, Wiederholen und Schreiben

wird die Fehleranfälligkeit

immer gegeben sein.

Da wir immer wieder nach Empfehlungen

zur Sprachwahl gefragt

werden, möchten wir einige

Erfahrungswerte weitergeben. Ist

die gewählte Fremdsprache im

Alltag der Schüler*innen präsent

und leicht zugänglich, stehen die

Chancen besser, ein Gefühl für

die Sprache zu entwickeln. Gerade

bei Englisch können viele Wege

gewählt werden, um sich ständig

an den Klang der Sprache zu

gewöhnen und dadurch auch die

Syntax und Grammatik zu verinnerlichen.

Ist eine Sprache im Alltag

kaum präsent, wird das Lernen

oft schwieriger. Das gilt besonders

dann, wenn Lautbild und Schriftbild

stark von der Muttersprache

abweichen. In solchen Fällen

müssen legasthene Schüler*innen

meist deutlich größere Herausforderungen

bewältigen.

Wir werden auch öfter nach der

Wahl von Latein gefragt. Hier weichen

– im Vergleich zu Deutsch

beispielsweise – das Schriftbild

19


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

und das Lautbild nahezu gar nicht

voneinander ab, was Betroffenen

sehr entgegenkommt.

Beim Erlernen der Vokabeln können

viele Eselsbrücken gebaut werden,

da sich Elemente von Latein

in vielen europäischen Sprachen

finden lassen. Das bedeutet, einen

Bezug zu etwas Bekanntem kann

man fast immer finden. Dies vereinfacht

das Abspeichern der neu

gelernten Vokabeln deutlich.

Allerdings ist Latein in Bezug auf

die Grammatik eher herausfordernd.

Sie ist eine Sprache mit

strengen Regeln und einer kompakten

Struktur. Informationen,

die in vielen Sprachen mehrere

Wörter benötigen, können oft

durch Wortendungen, man nennt

sie Flexionen, kurz, detailliert

und präzise ausgedrückt werden.

Diese als fusionierend bezeichnete

Technik bedeutet, dass sehr

genau gelernt und unterschieden

werden muss, da bereits schon

ein einziger Buchstabe die Bedeutung

des Wortes komplett verändern

kann, beispielsweise das

Geschlecht (genus), die Anzahl

(numerus) oder den Fall (casus).

Aber auch Tempora, Vergangenheits-

und Zukunftsformen werden

durch kleine Buchstabenkombinationen

ausgedrückt, die an

den Stamm des Wortes angehängt

werden, ebenso wie die Konstruktionen

von aktiven und passiven

Formen. Um das geistig abzuspeichern,

braucht es viel Zeit und vor

allem viele Wiederholungen.

Legasthene Schüler*innen müssen

verinnerlichen, dass in

einem einzigen Verb folgende

Informationen zu finden sind:

nicht nur die eigentliche Bedeutung,

sondern auch die Person

(wer und welches Geschlecht?),

die Information ob Einzahl oder

Mehrzahl, der Fall (welche Person/en

in welchem Fall?), die Zeit

(Präsens, mehrere verschiedene

Vergangenheits- oder Zukunftsformen),

sowie die Information,

ob die beschriebene Tätigkeit

aktiv oder passiv ausgeführt

wird.

Dahinter verbirgt sich eine Fülle

von Wissen, ein Gesamtsystem,

das ebenso dazugelernt werden

muss. Die sprachwissenschaftliche

Definition von Latein ist „fusionale

Sprache mit Deklinationsund

Konjugationsparadigmen“.

Und ein kurzer Nebengedanke: Je

mehr Ausnahmen zu finden sind,

umso schwieriger ist es für den/

die legasthene/n Schüler*in, das

Gesamtsystem abzuspeichern. Ausnahmen

„erschüttern“ – so unsere

Beobachtung – immer wieder das

bisher Erlernte. Ein/e legasthene*r

Schüler*in orientiert sich gerade

beim Fremdsprachenunterricht

an Mustern. Er/Sie versucht sie zu

verinnerlichen, mit Vertrautem

abzugleichen und dann bei dem

Neugelernten anzuwenden – ein

mühsamer Prozess, der Zeit kostet

– aber bewältigbar ist! Und umso

realisierbarer, je souveräner der/

die Schüler*in bereits geworden

ist. Nebenbei bemerkt haben die

modernen romanischen Sprachen

zum Teil noch fusionierende Elemente,

gleichzeitig aber auch Tendenzen,

Präpositionen verstärkt

zu verwenden.

Mögliche Bilder, die

Lehrer*innen von betroffenen

Schüler*innen haben

Bei fachlichen Vorträgen und

Gesprächen mit Lehrer*innen ist

mir aufgefallen, dass oft unterschiedliche

Bilder voneinander

existieren. Mir ist es wichtig, auf

keinen Fall alle Beteiligten „in

einen Topf zu werfen“, aber ich versuche,

Tendenzen aufzuzeigen.

Manchmal passiert es seitens der

Lehrer*innen, dass ein legasthenes

Kind (noch ohne Diagnose und

Befund), zunächst einmal als ein

wenig „unbeholfen“, „langsam“, ja

sogar „(kognitiv) schwach“ oder

„faul“ wahrgenommen wird, vielleicht

sogar als „Schlusslicht im

Klassenverband“ erlebt wird. Wie

schon erwähnt, macht sich die Diagnose

bereits in der ersten Klasse

Volksschule bemerkbar und ist

gegen Ende der zweiten Klasse mittels

Austestung nachweisbar. In

dieser Zeit kann aber schon vieles

passieren, Gutes wie Nachteiliges.

Es kann für Lehrer*innen auch

eine Herausforderung darstellen,

wenn Eltern sie mit dem Befund

„konfrontieren“. Vielleicht wird

sogar befürchtet, die Eltern hätten

nun die Erwartung an die Schule,

„dem Kind einen Freibrief“ zu geben.

Ich möchte dazu anregen, sich

von (unbewussten) Vorurteilen zu

distanzieren und sich ein authentisches

Bild zu machen, denn die

Realität sieht (meist) anders aus.

Die Mutter einer betroffenen

Tochter berichtet von der Diagnosestellung:

„Einerseits eine Art

Erleichterung, endlich eine Antwort

auf all die Fragen und Probleme,

indirekt auch eine Art Rechtfertigungsmöglichkeit,

aber trotz allem

keine Lösung. [...] Das Lernen, das

Fördern, die Therapien – Stunde

um Stunde, Tag für Tag, Woche für

Woche. Ein Kraftakt, der für eine

´normale´ Familie nur schwer vorstellbar

ist.“

Die Mutter eines legasthenen

Sohnes beschreibt ihre Verzweiflung:

„Nach dem intensiven Lernen

gemeinsam mit meinem Sohn

habe ich ihm vor der Schularbeit

versprochen: ´Du wirst sehen, dein

Fleiß zahlt sich aus, du wirst eine

positive Schularbeit schreiben´.

Als das Ergebnis trotz intensiver

Vorbereitung dann doch ein "Nicht

genügend" war, waren wir alle am

Boden zerstört!“

Bei Gesprächen mit betroffenen

Eltern hören wir auch immer wieder,

dass es Lehrer*innen gäbe,

die an dem Befund gar kein Interesse

zeigten, den Eltern vorwerfen

würden, es werde einfach nur

zu wenig gelernt (Stichwort „faul“)

oder dass eventuell die Schulwahl

(vor allem Gymnasium) nicht passend

wäre. Aus vielen Gesprächen

mit leidtragenden Familien darf

20


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

ich folgende Tendenz als Ausgangspunkt

garantieren: Wir dürfen

vom guten Willen ausgehen

– der/die Schüler*in will weiterkommen

(intrinsische Motivation)

– geht etwas schief, so ist es die

(Versagens-) Angst, die seine Leistung

blockiert.

Tipps für Pädagog*innen

Folgende Tipps richten sich an

Pädagog*innen, die nach Möglichkeiten

suchen, legasthenen

Schüler*innen Chancengleichheit

zu ermöglichen. Aus meiner eigenen

Erfahrung heraus möchte ich

inspirierend tätig sein – denn es

lohnt sich. Jede/r Pädagoge/in kann

natürlich individuell entscheiden

wie u. a. Anregungen Umsetzung

finden können, in welchem Rahmen

und natürlich auch stets im

Hinblick auf die praktische Anwendung

im Klassenverband, bei

laufendem Unterricht und unter

Berücksichtigung des Rahmenlehrplanes.

Generell gilt: Jedes Fach, in dem

gelesen und geschrieben wird, ist

betroffen. Alle Lehrer*innen der

jeweiligen Fächer können und dürfen

entscheiden, ob Unterrichtsmethoden

Anwendung finden, die

den legasthenen Schüler*innen

entgegenkommen.

Speziell im Fremdsprachenunterricht:

Selbstwert

Meine Kollegin, Legasthenie-

Expertin Mag. a Isabella Schmuck-

Burtscher, berichtet, wie die

Diagnose Legasthenie auf den

Selbstwert wirkt: „Deuten Bezugspersonen

Lernprobleme als mangelnde

Begabung, übernehmen

legasthene Kinder dieses verzerrte

Selbstbild meist ungefiltert, was

ihre Motivation und ihren schulischen

Werdegang belastet.“

Doch die Diagnosestellung macht

es deutlich, so die Expertin: „Es

ist eine biologische Veranlagung,

kein Mangel an Intelligenz. Das

befreit das Kind von dysfunktionalen

Zuschreibungen und stoppt

die Abwärtsspirale aus Selbstzweifeln

und Versagensängsten [...] was

das Selbstwertgefühl nachhaltig

stabilisiert und psychosomatische

Folgen wie beispielsweise Kopfschmerzen

lindert oder gar nicht

erst entstehen lässt. “

Bewertung und Benotung

von schriftlichen Leistungen:

Benotung generell

Welche Aspekte, die ich erwarte,

wurden erfüllt? Wurde beispielsweise

eine passende Überschrift

gefunden? Ist die Einteilung der

Absätze entsprechend der Aufgabenstellung

gelungen? Ist das

Bemühen, die Aufgaben erfolgreich

zu erledigen, gegeben? Ist die

vorgegebene Wortanzahl erreicht

worden? Kann die Kreativität, die

meist hoch ist, positiv bewertet

werden?

Fehlerbeurteilung

Wir selbst wurden schon als

Schüler*innen in zwei Kategorien

eingeteilt, richtig oder falsch,

dazwischen hat es nichts gegeben.

Hier möchte ich anregen, genauer

hinzuschauen. Wie und in welcher

Form ist das Geschriebene falsch?

Ist eine „Logik“ innerhalb dieser

Fehler zu finden?

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Ein/e legasthene/r Schüler*in der

ersten Klasse eines Gymnasiums

übte zu Hause die Unterscheidung

der Anwendung von „a“ und „an“

(wenn nachher ein Vokal folgt)

für das Unterrichtsfach Englisch.

Bei der schriftlichen Überprüfung

im Unterricht wandte er dann

konsequent das Erlernte an, vertauschte

aber die Anwendung: „a

apple“, „an bag“, „an pineapple“, „a

astronaut“ usw. Wie kann das nun

bewertet und beurteilt werden?

Gelernt wurde, geübt wurde auch,

denn das Muster der Anwendung

war konsistent, die Logik der

Unterscheidung wurde begriffen,

die Umsetzung aber genau

verkehrt herum ausgeführt. Beispielsweise

könnte ein- und derselbe

Fehler der gleichen Kategorie

tatsächlich nur einmal negativ

bewertet werden. Das führt nach

Auswertung zu einem wesentlich

besseren Ergebnis. Als Lerneffekt

könnte der/die Schüler*in den

gesamten Test zu Hause verbessern.

Eine weitere Möglichkeit

wäre, Fehler nur „halb so streng“

zu bewerten, was ebenso zu besseren

Ergebnissen führt. Im Gegenzug

könnten richtige Antworten

positiv bewertet werden, sogar

Extrapunkte bringen.

Die Rechtschreibung („Spelling“)

sollte generell nicht in die

Bewertung einfließen. Gerade in

unserer Zeit des immer intensiver

genutzten PCs im Unterricht erledigt

die Autokorrektur ohnehin

diese kleinen (Tipp-)Fehler. Ist

Autokorrektur keine Option, so

könnte alternativ die Erfassung

des Lautbildes (wenn auch nicht

ganz korrekt umgesetzt) positiv

mitberücksichtigt werden.

Es fällt legasthenen Kindern in

der Regel viel leichter, Multiple-

Choice-Aufgaben zu erledigen,

als eigene Texte zu produzieren.

Gerade auf einer eher früheren

Schulstufe darf dem Ankreuzen

gerne Vorrang gegeben werden.

Hör- und Leseverständnis können

auf diesem Weg genauso erprobt

und abgeprüft werden, doch auf

eine Weise, die dem Betroffenen

das Gefühl von Kompetenz gibt.

Ein Gedanke am Rande

Eine Schularbeit bedeutet puren

Stress für den/die legasthene*n

Schüler*in. Er/Sie ist genau in

dieser Situation extrem leicht

ablenkbar, kann sich fast gar nicht

konzentrieren und ist besonders

störanfällig für ablenkende Ereignisse

um ihn/sie herum.

Extrazeit

Jede gegebene Extrazeit kommt den

legasthenen Schüler*innen entgegen.

Er/Sie braucht sie und wird

sie nützen. Denn es fällt ihm/ihr

schwerer als dem Rest der Klasse,

21


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

die Aufgabenstellung zu erfassen

und das Geschriebene nochmals

durchzulesen, um eigene Fehler

zu erkennen und auszubessern.

Außerdem steht ihm/ihr der Faktor

„Nervosität“ im Wege. Je größer

die Aufregung, umso geringer

die Chance, sich auf Fehlervermeidung

zu konzentrieren. Der

Ausblick auf Extrazeit nimmt

die Nervosität und schenkt

Zuversicht.

Wenn möglich, kann ein eigener

Raum mit pädagogischer Begleitperson

und zusätzlicher Arbeitszeit

zur Verfügung gestellt werden

oder alternativ z. B. Listening

Comprehensions mit Kopfhörern

angehört werden.

Fehlerangst nehmen

Wird ein schriftliches Ergebnis mit

einem „Nicht genügend“ bewertet,

so ist dies ein Hinweis darauf,

dass im Gehirn des/der betroffenen

Schüler(s)*in der Lernstoff

noch unzureichend erfasst und

integriert worden ist. Bitten Sie

die Eltern um ein Gespräch. Lassen

Sie sich schildern und zeigen,

was vor der Überprüfung geübt

wurde. Fragen Sie auch nach

dem Zeitaufwand und der Intensität

der Lernphasen zu Hause.

Vielleicht ergibt sich hier die

eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit,

das Vorbereiten und

Lernen zu optimieren. Gleichzeitig

bekommen Sie auch ein Bild

davon, ob vor der Schularbeit

intensives Lernen stattfindet. Mitunter

könnte die Vorbereitung bei

der Benotung mitberücksichtigt

werden.

Im Hinblick auf den Selbstwert

des/der Betroffenen bieten Sie

Gelegenheiten an, sich das „Nicht

genügend“ schnellstmöglich auszubessern.

Ich rate davon ab, bis

zur nächsten Schularbeit abzuwarten.

Bis dahin kommt weiterer

Lernstoff hinzu. Dieser baut auf

den bereits behandelten Inhalten

auf. Gleichzeitig steigt der Druck

oft erheblich an. Versagensängste

können dann die eigentliche Leistung

blockieren.

Ich rege dazu an, Chancen anzubieten,

ein „Nicht genügend“

schnellstmöglich auszubessern.

Bestenfalls, indem man Engagement

mit Lerneffekt kombiniert.

Gerade im Fremdsprachenunterricht

bieten sich zahlreiche Möglichkeiten

an. Eine davon ist ein

freiwilliges Referat. Besonders

hoch ist der Lerneffekt bei selbst

gewählten Themen, für die sich

der oder die Schüler*in begeistert.

Oder eine „Buchbesprechung“

zu einem selbst gelesenen

Buch in der jeweiligen Fremdsprache.

Hierzu ein didaktischer

Tipp: Bestehen Sie auf einen Part

„Unterschiede zwischen Buch und

Film“, oder auch „Informationen

zum Autor“, gegebenenfalls auch

zur „Entstehung des Buches“.

Eine großartige Möglichkeit

besteht meiner Meinung nach in

„freiwilligen Lernzielkontrollen“.

Fallen sie positiv aus, tragen sie

zur Gesamtnote bei. Fallen sie

negativ aus, gelten sie als Streichresultat.

Mit dem/der Schüler*in

sollte aber dennoch besprochen

werden, dass er/sie diesen Lernstoff

noch intensiver üben muss

(da ja in einer Sprache alles aufbauend

ist).

Generell berichten mir betroffene

Schüler*innen, dass der Notendruck

für sie phasenweise „unerträglich“

sei. Hier könnte es entlastend

sein, nicht ausschließlich

die Schularbeitsnoten zur Zeugnisnote

heranzuziehen (leider

wird das tatsächlich noch immer

so gemacht, wohl nicht mehr bei

allen Pädagog*innen, doch es

kommt immer wieder vor). Im

Laufe eines Unterrichtsjahres

ergeben sich vielfältige Möglichkeiten,

zu einer Gesamtnote zu

kommen.

Besonders motivierend ist es, wenn

die Schüler*innen merken, dass

ihre Mitarbeit und Beteiligung im

Unterricht tatsächlich auch positiv

in die Zeugnisnote einfließen.

Ein Tipp am Rande

Besprechen Sie in der ersten Unterrichtseinheit

zu Schulanfang, mit

welchen Möglichkeiten man zu

einer guten Note kommt. Gerade

bei legasthenen Schüler*innen bietet

es sich an, auch das Bemühen

mitzubewerten. Regen Sie dazu

an, dass Ihnen die Schüler*innen

auch freiwillige Texte zur Schularbeitsvorbereitung

abgeben dürfen,

thematisieren Sie auch deutlich,

was Sie nicht akzeptieren (z.

B. KI-generierte Texte).

Sich auch innerhalb des Rahmenlehrplanes

Zeit lassen

Legasthene Schüler*innen brauchen

tatsächlich längere Zeit und

deutlich mehr Wiederholungen

des Erlernten, um es abzuspeichern

und darauf aufbauen zu

können. Daher möchte ich dazu

anregen, sich bewusst Zeit zu lassen,

bei einem Themenblock etwas

länger zu verweilen und Gelerntes

mit Übungen (vorerst ohne Ausnahmen)

zu festigen. So wird eine

solide Basis für neuen Lernstoff

geschaffen.

Erfolgserlebnisse erfahren lassen

Nimmt man sich selbst den Druck,

eine vorgegebene Stoffmenge

„abarbeiten zu müssen“, so erleben

die Schüler*innen eher auch

Erfolgserlebnisse. Sie machen

die Erfahrung, weiterzukommen,

neu Gelerntes nun auch souverän

anwenden zu können. Im Lateinunterricht

beispielsweise könnten

immer wieder einmal bewusst

„einfachere“ Texte zur Übersetzung

gewählt werden, um den betroffenen

Schüler*innen die Sicherheit

zu geben: „Ich habe die Kompetenz

– ich kann das schaffen!“ Das

heißt nicht, dass alles stagnieren

muss, sondern auch einmal etwas

„eingestreut“ werden darf, was

einer einfacheren Kompetenzstufe

entstammt. Der bewusste Verzicht

auf „ständig etwas Neues“ anwenden

zu müssen, hilft Betroffenen

enorm, das positiv wahrnehmen

zu können, was ihnen bereits

gelingt. So kann Freude am Fach

22


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

© 2026 iStockphoto.com/ bandian1122

„entfacht“ werden. Und es gilt:

Was mit „Liebe“ gelernt wird, wird

wesentlich besser verinnerlicht.

Praktische Tipps aus der

Erfahrung

Besonderes Augenmerk ist auf

die Ankündigung von „Abgabefristen“

zu legen, denn legasthene

Schüler*innen haben auch mit

dem Einhalten von Fristen, dem

Abschätzen von benötigten Zeiträumen

oder dem Auffinden der Zettel

Schwierigkeiten (vor allem, wenn

sie jünger sind).

Es ist sinnvoll, bei „freiem Lernen“

die legasthenen Schüler*innen

nicht aus der Klasse gehen zu lassen,

sie stattdessen zu unterstützen,

vor allem auch beim Zeitmanagement

(„Du hast noch 30 Minuten,

wie weit bist du bisher gekommen,

wie viel fehlt dir noch? Wieviel Zeit

wirst du noch benötigen?“).

Der Umgang mit KI

Momentan befinden wir uns in

einer Umbruchphase. Der Umgang

mit KI im schulischen Alltag kann

zugleich Fluch und Segen sein. Was

Sie keinesfalls hinnehmen müssen

ist, dass sich die Schüler*innen

nicht anstrengen und Ihnen

mit einer Selbstverständlichkeit

KI-generierte Texte und Hausübungen

abliefern, die sie als ihre

eigenen Werke ausgeben. Das hat

überhaupt keinen Sinn und trägt

in keinster Weise zu einem Lerneffekt

bei.

Zum momentanen Zeitpunkt können

wir (noch) davon ausgehen,

dass es für eine*n geschulte*n

Sprachlehrer*in erkennbar ist,

wenn ein Text von der KI verfasst

worden ist. Ich würde das zu Jahresbeginn

mit der Klasse thematisieren

und dementsprechend nicht

akzeptieren. Das erklärte Ziel ist,

dass die Schüler*innen die Sprache

erlernen – diesen Teil kann

ihnen die KI zum jetzigen Entwicklungsstand

nicht abnehmen.

Umgekehrt jedoch kann die KI

ergänzend sinnvollen Einsatz finden,

beispielsweise wenn Sie dazu

anregen, die Schüler*innen sollten

zunächst eine Aufgabenstellung

eigenständig erledigen und erst im

zweiten Schritt der KI den gleichen

Auftrag geben. Im dritten Schritt

werden die beiden Versionen

aktiv von dem/der Schüler*in verglichen

und die bessere Variante

farblich hervorgehoben. Der/Die

Schüler*in hebt hervor, welche

Passagen die KI besser gelöst hat

und umgekehrt – wo war die Version

der Schülerin / des Schülers

besser? Hier liegt der Lernerfolg

auf der Hand – der/die Schüler*in

entwickelt auf mehreren Ebenen

weitere Kompetenzen.

Digitale Möglichkeiten

Es besteht die Möglichkeit, auf digitalen

Lernplattformen Übungspakete

zum Schularbeitsstoff zur

freiwilligen Übung hochzuladen.

Besonders hilfreich ist ein Überblick

in Prozentform: „Wie viel

Prozent vom Übungsmaterial habe

ich schon geschafft?“ Das hilft

23


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

dem Betroffenen, sich zu orientieren

und den Gesamtüberblick

über den Lernstoff zu behalten.

Nach Beendigung des jeweiligen

Übungsteiles wird automatisch

angezeigt, wo Fehler sind und der/

die Schüler*in hat somit die Möglichkeit,

so lange zu üben, bis keine

Fehler mehr vorkommen. Man

bekommt als Lehrer*in gleichzeitig

auch einen Überblick, wer wie

intensiv daran arbeitet – ohne

selbst verbessern zu müssen.

Manche Lehrer*innen regen dazu

an, Sprach-Apps zu nutzen („Duolingo“

wird in diesem Zusammenhang

immer wieder empfohlen).

Für viele Fremdsprachen gibt es

(kostenlos) geeignetes Übungsmaterial,

das sich online finden lässt,

so zum Beispiel „Fit für Franze“

für den Französischunterricht.

Ein Tipp, der universal gültig ist

Regen Sie dazu an, die jeweilige

Fremdsprache zu einem festen

Bestandteil der Freizeitgestaltung

werden zu lassen. Das fördert vor

allem die intrinsische Motivation,

sich in der Sprache zu verbessern.

Zu eigenen Interessensgebieten

Beiträge in dieser Sprache (im Originalton)

zu hören, wie beispielsweise

Podcasts, Youtube-Beiträge,

Hörbücher oder auch Serien,

Filme, einfach alles, was einem

persönlich gut gefällt. Dann ist

dementsprechend auch die Motivation

höher, sich sprachlichen

Herausforderungen zu stellen.

Eine ganz besonders intensive

Lernerfahrung wird gesammelt,

wenn man sich seinen Lieblingsfilm,

der in der Muttersprache

buchstäblich „auswendig“ gekannt

wird, nun im Originalton ansieht.

So werden nachhaltig lebensnahe

Ausdrücke und die Anwendung

von Vokabeln trainiert. Das

Ziel besteht darin, Sicherheit zu

gewinnen, sich etwas zuzutrauen

und die Fremdsprache als positive

Ressource erleben zu dürfen.

Durch das regelmäßige Hören

verbessert sich natürlich auch

die eigene Aussprache, man verinnerlicht

auch die Syntax, das

Gefühl für Grammatik, Intonation

und vieles mehr auf spielerische

Weise. Ebenso kann das Anhören

von emotional bewegender Musik

in der jeweiligen Sprache ein wunderbarer

Weg sein, die Fremdsprache

auch emotional im Gedächtnis

auf positive Weise zu verankern.

Implizierte Selbstständigkeit?

Je jünger legasthene Kinder sind,

umso orientierungsloser wirken

sie im Unterricht. Und tatsächlich,

die Wahrscheinlichkeit, etwas zu

übersehen, zu überhören oder

einfach nicht mitzubekommen, ist

definitiv größer. Die „implizierte

Selbstständigkeit“ erfolgt etwas

zeitverzögert, was Gleichaltrige

bereits an Souveränität zeigen

(können), ist bei betroffenen

Schüler*innen tendenziell erst

im darauffolgenden Schuljahr zu

bemerken.

Wenn Sie der Klasse etwas besonders

Wichtiges mitteilen, stellen

Sie sicher, dass es auch bei dem

oder der betroffenen Schüler*in

angekommen ist. Tun Sie dies

einfühlsam und ohne Bloßstellung.

Möchten Sie Teamarbeit und

(selbstständige) Gruppenarbeit

in Ihren Unterricht integrieren,

so stellen Sie die Gruppen zusammen

und steuern Sie (nicht wahrnehmbar),

dass der/die betroffene

Schüler*in mit Mitschüler*innen

zusammenarbeitet, die seine

Selbstständigkeit „beflügeln“, an

denen er/sie sich orientieren kann.

Ungünstig wären Gespanne von

Schüler*innen mit ähnlichen Defiziten,

denn, wie es ein sehr erfahrener

Pädagoge wunderbar formulierte:

„Da schaut wenig dabei

raus!“. Sprich der Lernerfolg stellt

sich nicht ein.

Begreifbare Logik erkennen, um

sich orientieren zu können

Die Orientierungslosigkeit betrifft

ganz besonders das Erlernen der

Grammatik. Das Verständnis für

einen Gesamtzusammenhang ist

kaum gegeben. „Wofür wird das, was

wir gerade lernen, eigentlich verwendet?“

Ist jedoch eine Logik bzw. eine

Struktur im Lernstoff erkennbar, so

erleichtert dies das Abspeichern des

Gelernten im Gehirn. Ist der Stoff

begriffen und integriert, so dürfen

„Abweichungen“ dazukommen.

Überlegen Sie sich Gesamtzusammenhänge

und eine Logik (sprich

ein „System“), diese zu präsentieren.

Gerne können Sie sagen: „Das

ist erstmal der Überblick, aber da

kommt noch etwas dazu, das lernen

wir dann im Sommersemester.“ Gibt

es bestimmte Ausnahmen, verzichten

Sie bitte vorerst darauf, bis der

Lernstoff souverän beherrscht wird.

Dann wird es möglich sein, auch

Ausnahmen im bereits Erlernten

zusätzlich abzuspeichern. Sie werden

dann eben als „System der Ausnahmen“

integriert.

Konkretes Beispiel für den

Grammatikunterricht im Fach

Englisch

Gerade beim Erlernen von Grammatik

der spezifischen Zeiten rege

ich gerne zu einer „Zeitlinie“ an,

die sich als Überbegriff durch das

Schuljahr zieht. Konkret für den

Englischunterricht: Present Tense

(mit Unterscheidung simple und

progressive je nach Anwendungskontext).

Dann Past Tense (simple /

progressive, gleiches Muster).

Was ist konkret der Unterschied?

Helfen Sie mit Signalwörtern, die

erkennen lassen, welche Zeitform

angebracht ist. Signalwörter geben

legasthenen Kindern Sicherheit

und Halt. Dann die Present Perfect

Tense. Die Logik dazu: „Eine Zeit,

die in der Vergangenheit begonnen

hat und sich bis jetzt auswirkt,

daher hat sie sogar das Wort Present

im Namen“. Zeichnen Sie

dazu auf der Zeitlinie ein, wo man

sich gerade befindet. (Auch hier

wieder das gleiche Muster: simple

und progressive). Gerne kann

darauf die Futur 1 folgen, denn

das kann gut nachvollzogen werden

– auf der Zeitlinie blickt man

24


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

nun in die andere Richtung, die

Zukunft, ebenso wieder simple

in Abgrenzung zu progressive. So

lernen betroffene Schüler*innen,

dass es sich wiederholende Muster

in allen Zeitformen gibt und über

den Gesamtüberblick können sie

die einzelnen Zeiten besser erfassen.

Sie wissen dann auch schon,

dass es noch in beide Richtungen

so weiter geht, es gibt eine Past

Perfect Tense (simple und progressive)

und eine Futur 2 (wo es sinnvoll

erscheint, auch gerne mit der

Unterscheidung zwischen simple

und progressive).

Werden Lernlücken sichtbar, hilft

der Überblick über die gesamte

Zeitlinie. Dadurch lässt sich leichter

erkennen, welcher Bereich

noch gefestigt werden muss. Das

erleichtert das gezielte Lernen.

„Schauen wir uns nochmals die

Present Perfect genauer an – wo in

der Zeitlinie gehört sie denn hin?

Ah, sie überbrückt die Past Tense

und verbindet mit der Present

Tense – das macht sie so besonders.“

Wie schon erwähnt, Orientierung

gibt Sicherheit.

Eine Alternative, die vom Rahmenlehrplan

abweicht

Es ist auch legitim, zunächst die

Present Tense, dann die Past

Tense (mit regular verbs) und

danach die Past Perfect Tense

(had plus regular verb plus ed)

zu erlernen. Wenn die drei Zeitformen

(gerne auch in simple

und progressive) gut abgespeichert

und verinnerlicht worden

sind, kann im nächsten Schritt

die Present Perfect Tense (have

plus regular verb plus ed) erklärt

werden: „Wir kennen schon zwei

Vergangenheiten, die alle beide

abgeschlossen sind. Was mache

ich aber, wenn ich etwas erzählen

möchte, das in der Vergangenheit

begonnen hat und sich noch

immer auf das Hier und Jetzt auswirkt...?

Aus dem had plus regular

verb plus ed mache ich dann ein

have ...“

Üben Sie die Zeiten so lange es

möglich ist, mit „regular verbs“,

sodass sich das „System“ gut im

Gehirn verankern kann. Zum Beispiel:

„Bei der Past Tense hänge ich

ein -ed an das Verb“.

Was natürlich dazugelernt werden

muss, aber bitte zum spätestmöglichen

Zeitpunkt, sind die „irregular

verbs“, sie sind das Grundgerüst für

die Anwendung der Zeiten in allen

„Ebenen“ der Zeitlinie. Vergewissern

Sie sich jedoch, dass die jeweilige

Zeit mit den „regular verbs“ bereits

einwandfrei gebildet werden kann.

Führen Sie dann die „irregular

verbs“ als „cluster“ ein. Sie folgen

eigenen Mustern, die gebündelt

gelernt werden können. Vielleicht

sogar mit Eselsbrücken, beispielsweise

„chicken verbs“ wie „put – put

– put“ und „cut – cut – cut“.

Nebenbei bemerkt, können ganz

einfach sieben Untergruppen

zusammengefasst und daher

getrennt voneinander gelernt

werden: Eben die gleichbleibenden

„chicken verbs“ der

Gruppe 1, dann die 2. Gruppe,

„-ew, -wn“ wie „blow“ und

„grow“, die 3. Gruppe mit den

sich ändernden Selbstlauten wie

„begin“ und „drink“, Gruppe 4

mit „-ought, - aught“ wie „buy“

und „bring“, die große Gruppe

5, in denen sich die Selbstlaute

ändern, aber die 2. und 3. Form

gleich bleibt, wie „dig“ und „find“,

die ebenso große Gruppe 6, mit

„en“ am Ende, wie in „bite“ und

„fall“. Die 7. Gruppe endet mit

einem „-t“ in der 2. und 3. Form,

wie bei „build“ und „leave“. Bitte

diese einzelnen Gruppen in größeren

Zeitabständen voneinander

unterrichten. Und immer

wieder wiederholen, so dass sie

wirklich gut abgespeichert werden.

Wer möchte, kann auch

eine 8. Gruppe der „absoluten

Ausnahmen“ clustern. Also die

Gruppe derjenigen Verben, die

sich „nicht unter einen Hut bringen

lassen“, wie beispielsweise

„be“ und „do“.

Es kann auch zu Jahresbeginn

besprochen werden, welche

Unterrichtsziele es für das bevorstehende

Unterrichtsjahr gibt.

Dieser Jahresüberblick könnte

immer wieder mal thematisiert

werden: „Nun sind wir schon

hier angekommen“. Und als Motivationsschub:

„So viel habt ihr

schon geschafft! Und zu Ende des

Schuljahres werdet ihr in der Lage

sein ...“ So gewinnen legasthene

Schüler*innen Orientierung. Sie

erkennen besser, wo sie stehen

und welche Schritte noch vor

ihnen liegen.

Ich habe immer wieder erlebt, dass

betroffene Schüler*innen resignieren.

Häufig geschieht dies dann,

wenn sie den Überblick über den

Lernstoff verlieren. Fehlt die Orientierung,

können Verzweiflung

und im schlimmsten Fall sogar ein

Schulabbruch die Folge sein. Wenn

der/die Betroffene aber einordnen

kann, wo er/sie momentan steht

und was noch auf ihn/sie zukommen

wird, so erhält er/sie Sicherheit.

Und kann auch besser damit

umgehen, sollte dazwischen einmal

etwas (vorübergehend) negativ

ausfallen.

Vokabellernen

Um das Vokabellernen wird kein/e

Schüler*in „herumkommen“.

Eselsbrücken helfen aber gerade

legasthenen Schüler*innen, das

Erlernte leichter abzuspeichern

und abrufbar zu halten. Ein

besonders gutes Beispiel habe ich

im Schulbuch „Latein: Medias in

res 3 – 4“ für den sechsjährigen

Latein-unterricht gefunden. In

einem eigenen Abschnitt bieten

die Autoren sogar Eselsbrücken

an, um Schüler*innen das Lernen

der Vokabeln zu erleichtern.

Außerdem ist farbliches Unterscheiden

eine gute Maßnahme,

um Gruppen zu erfassen. Um

beim Beispiel Latein zu bleiben:

„Wir schreiben alle Nomen in unser

Vokabelheft in grün, alle Verben in

orange usw.“ Suffixe werden farblich

besonders hervorgehoben,

um das Abspeichern und Anlegen

im Gehirn zu erleichtern.

25


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

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Komplexität reduzieren:

„Keep it simple!“

Bei allen Grammatikbereichen

gilt das Motto: „Weniger ist mehr“.

Wenn Sie sich Systeme überlegen,

den Stoff zu strukturieren, so

wählen Sie immer die einfachste

Alternative. Um ein konkretes

Beispiel zu nennen: Es werden

prinzipiell drei Arten von If-Sentences

unterschieden, vom Sinn

her nach: „Erstens: so wird es

sicher sein“, „Zweitens: Ratschläge

und Möglichkeiten“, „Drittens: was

wäre wenn gewesen, ein Ding der

Unmöglichkeit, bzw. es ist bereits

zu spät dafür“. Mit dieser Unterteilung

kommt ein/e legasthene/r

Schüler*in erfahrungsgemäß gut

zurecht. Nicht in dieses Konzept

passt jedoch die Variante „Zero:

Wissenschaftliche Tatsachen“, die

in manchen Lehrplänen vorgesehen

ist. Diese Variation kann aber

didaktisch einfach vernachlässigt

werden, indem man „if“ mit

„when“ ersetzt und sie gar nicht

thematisiert.

Was besondere Probleme

bereitet

Vokabeln, die kaum Eselsbrücken

zulassen. Hier muss immer wieder

wiederholt werden – daran führt

kein Weg vorbei. Allerdings darf

man als Lehrer*in darauf verzichten,

verschiedene Vokabeln für

denselben Begriff (Sprachkompetenzerweiterung)

zu verlangen.

Hier ist folgender Zugang hilfreich:

„Es reicht, ein Vokabel dafür

zu kennen, die Vermeidung von

Wortwiederholung als Stilmittel ist

Luxus“, zumindest für die Sekundarstufe

1. In der Oberstufe kann

meines Erachtens für interessierte

Schüler*innen dann die Option

„Benutzen eines Thesaurus“ geübt

werden, um die stilistischen Kompetenzen

zu erweitern.

Die Fehlererkennung als didaktische

Option bereitet legasthenen

Schüler*innen meist erhebliche

Schwierigkeiten. Wenn beispielsweise

ein ganzer Satz vorgegeben

wird und ein Wort darin falsch ist,

fällt es einer/einem betroffenen

Schüler*in schwer, das fehlerhafte

Wort zu erkennen. Umso auffälliger,

je komplexer die Sätze sind.

Meine Kollegin, Legasthenietrainerin

Mag. Christine Lutterschmidt

regt dazu an, auf „Fehlererkennung“

als didaktisches Mittel zu

verzichten: „Möglicherweise ist es

keine Wissenslücke aufgrund derer

der Fehler von Schüler*innen nicht

entdeckt wurde, sondern einfach

die erschwerte Fehlererkennung,

die typisch für Kinder mit einer

LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche)

ist. Auf solche Sätze würde ich im

Unterricht daher verzichten. Ich

habe den Eindruck, dass Kinder

mit LRS aus diesen nicht gut lernen

können. Wichtig ist es für sie,

Wörter immer in der korrekten

Schreibweise zu sehen, da der Wortbildungsspeicher

ja ohnehin schon

sehr schwach ausgeprägt ist.“

Wahlfreiheit

Vielleicht ist es möglich, nach

Abschluss der gesamten zu erlernenden

Grammatik die Klasse

26


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

wählen zu lassen, welche Themenbereiche

sie interessieren? Eine

Fremdsprache ist eigentlich ein

wunderschönes Unterrichtsfach.

Ich darf als Pädagog*in verhältnismäßig

selbstständig entscheiden,

was unterrichtet werden kann.

Hauptsache, die Konversation findet

in dieser Sprache statt. Ist die

Grammatik bzw. der Kernstoff

abgeschlossen, darf das Motto gelten:

Anything goes!

Tipps für Eltern

Welche Sprache soll es sein?

Die Wahl der jeweiligen Sprache

als Unterrichtsfach kann aus unterschiedlichen

Motiven erfolgen.

Für den Lateinunterricht gilt, sich

Wege und Tore für Bildungswege

zu eröffnen. Ich möchte an dieser

Stelle daran erinnern, dass es

diverse Studienrichtungen gibt,

die ein „Latinum“ verlangen (wie

zum Beispiel Medizin, Rechtswissenschaften,

Geschichte, Theologie).

Daher ist es sinnvoll, die mögliche

spätere Berufswahl seines

Kindes bereits bei der Sprachauswahl

mitzuberücksichtigen.

Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive

ist Latein hilfreich, einen

„Gesamtüberblick“ zu erhalten, um

Ähnlichkeiten und Zusammenhänge

innerhalb der romanischen

Sprachen zu erkennen. Sprachaffine

Menschen berichten, dass

ihnen das Erlernen dieser modernen

Sprachen umso leichter fiel,

je besser sie Latein als Grundlage

beherrschten. Auch historische,

rechtswissenschaftliche und sogar

philosophische Zusammenhänge

aus vielen Bereichen erklären kulturelle

Begebenheiten innerhalb

Europas mit einer entsprechenden

Bildung in Latein.

An erster Stelle sollte auf jeden Fall

die Freude an der Sprache stehen,

bestenfalls auch die Freude an

der Kultur der Länder, in denen

die Sprache eine erhebliche Rolle

spielt. Neben diesen Faktoren ist

vor allem die Freude an der eigenen

Kompetenz (Selbstwerterfahrung)

bedeutsam, um in der Fremdsprache

erfolgreich zu sein. Die

Erfahrung muss gemacht werden,

dass sich Lernen „auszahlt“. Mit

dem Schulabschluss in der Hand

sollten junge Menschen erkennen,

was sie gelernt haben. Sie sollten

sich sprachlich und kulturell in

fremden Ländern zurechtfinden

können. Das ist eines der wichtigsten

Ziele eines erfolgreichen

Fremdsprachenunterrichts.

Zugegebenermaßen, gerade im

Fach Englisch ist das Unterrichtsniveau

in unserem Land besonders

hoch, wohl mit dem Anspruch auf

„internationale Wettbewerbsfähigkeit“

zu achten. Ich möchte jedoch

zu einer gewissen Toleranz im

Anspruchsniveau einladen, frei

nach dem Motto: „Ein/e legasthene/r

Schüler*in muss ja nicht unbedingt

ein Shakespeare werden!“ Wozu

auch, wer außer Shakespeare ist

schon ein Shakespeare?

Erfolgserlebnisse

Wenn Sie ein legasthenes Kind

haben, wird es über mehrere Jahre

notwendig sein, es in Lernsituationen

eng zu begleiten. Woran es

Ihrem Kind (noch) mangelt, können

Sie daher ausgleichen. Und

gleich vorweg: Ihre liebevolle, konstante

Begleitung zahlt sich aus!

Vermutlich wird Ihr Kind auf die

Lerneinheiten mit Ihnen zu Hause

nicht unbedingt „viel Lust“ haben.

Seien Sie sich dessen bewusst, dass

Ihrem legasthenen Kind in diesen

Situationen geistige Höchstleistungen

abverlangt werden.

Belohnen Sie vor allem die Bereitschaft,

dass sich Ihr Kind in seiner

Freizeit trotz allem hinsetzt und

gewillt ist, die Hochkonzentration

aufzubringen.

Bleiben Sie geduldig

Es gehört zum Erscheinungsbild der

Legasthenie, dass sich Erfolg erst

nach vielen Übungen und Wiederholungen

einstellt und selbst dann

nicht konstant und stabil reproduziert

werden kann. Situativ und

tagesverfassungsabhängig, wägen

Sie bitte ab, wann der beste Zeitpunkt

ist, gemeinsam zu lernen.

Struktur und Überschaubarkeit

geben Sicherheit

Legasthene Kinder sind erfahrungsgemäß

sehr leicht ablenkbar.

Schaffen Sie eine möglichst

reizarme Lernsituation. Verbannen

Sie alles aus dem Zimmer, das

Sie beide im Lernprozess stören

und unterbrechen könnte, denn

ständige Störungen verhindern

im Gehirn die Konsolidierung des

frisch gelernten Stoffes. Vereinbaren

Sie eine zumutbare Zeiteinheit.

Ist die Zeit verstrichen, so wird die

Einheit tatsächlich beendet. Die

Planbarkeit gibt Sicherheit.

Informieren Sie sich frühzeitig

über das Stoffgebiet. Gerade jüngere

Kinder geben Lerninhalte oft

unvollständig wieder. Dadurch

steigt das Risiko, dass wichtige

Themen übersehen werden. Hat

Ihr legasthenes Kind genau mitbekommen,

welche Inhalte beim

Diktat, Test, der Lernzielkontrolle

oder der Schularbeit geprüft werden?

Gibt es einen Angabenzettel

mit dem Gesamtstoff? Falls

nicht - kann die Lehrkraft vorab

kontaktiert werden, ob die vom

Kind notierten Seitenanzahlen im

Buch passen und der Gesamtstoff

dadurch tatsächlich abgedeckt

wird, die Kapitel eingehalten werden

etc.? Gibt es noch weitere

„Handouts“, die abgefragt werden?

Lose Zettel haben erfahrungsgemäß

die Tendenz zu verschwinden.

Bei einem legasthenen Kind

sind Handouts signifikant seltener

in einer Sammelmappe gebündelt

zu finden. Vernetzen Sie sich nach

Möglichkeit mit anderen Eltern. So

können Sie den Stoffumfang noch

einmal abgleichen und absichern.

Teilen Sie selbst den zu erlernenden

Stoff in kleinere Pakete ein

und strukturieren Sie, wann was

gelernt wird.

Orientieren Sie sich an der

getreuen Vorgabe der

27


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

Lehrer*innen – verwendet er/sie

eine bestimmte „Logik“, behalten

Sie das gleiche System bei. Sehr

hilfreich sind hier die Online-

Übungen auf den Lernplattformen,

die manche Sprachlehrer*innen

hochladen. So haben Sie selbst

einen guten Überblick über den

zu erlernenden Stoff sowie den

aktuellen Wissensstand Ihres Kindes.

Folgen Sie der gleichen Struktur

wie im Unterricht, z. B. falls

der/die Lehrer*in mit der zuvor

genannten Zeitlinie arbeitet, thematisieren

Sie diese auch zu Hause

mit Ihrem Kind: „Zeige mir, wo

befinden wir uns gerade?“

Farblich unterscheiden

Vielleicht möchten Sie einheitliche

Themengebiete farblich markieren?

„Heute lernen wir die Zeiten

– in welcher Farbe magst du sie

markieren? (Ein gewisses Maß an

Mitbestimmung tut auch Ihrem

Kind sehr gut.) Morgen lernen

wir die If-Sentences, welche Farbe

bekommen sie?“

Bei sehr komplexen Aufgabenstellungen

regen Sie dazu an, dass

sich Ihr Kind die Angabe ganz

genau durchliest und farblich

hervorhebt, was nun der wichtige

und eigentliche Auftrag ist. Auch

im Mathematikunterricht ist es

förderlich, sich bei Textangaben

farblich anzustreichen, in welcher

Reihenfolge das Thema bearbeitet

werden muss.

Machen Sie an dieser Stelle eventuell

auch gleich einen Federschachtelcheck.

Mitunter gelingt

es legasthenen Schüler*innen

nicht besonders gut, darin Ordnung

zu halten. Eventuell fehlen

sogar wichtige Utensilien? Hat Ihr

Kind überhaupt alle Farben im

Sortiment, die zum Strukturieren

benötigt werden?

Lernheft

Da erfahrungsgemäß Einzelzettel

immer wieder „verschwinden“, ist

es eine einfache, aber wirksame

Maßnahme, ein eigenes „Lernheft“

zu führen. Darin können die einzelnen

Lerneinheiten mit Datum

und Uhrzeit dokumentiert werden.

Dadurch erlernt Ihr Kind zusätzlich,

Strukturen zu erkennen und

einzuhalten und ist für sein weiteres

Leben gerüstet, wenn es mit

der fortlaufenden Zeit lerntechnisch

auf sich alleine gestellt sein

wird. Dieses Lernheft bietet sich

besonders an, farblich gestaltet zu

werden und den Gesamtüberblick

immer wieder zu fokussieren (beispielsweise

die „Zeitlinie“ aus dem

Fremdsprachenunterricht).

Das Kind kann bestehende Strukturen

wiederholen und verinnerlichen.

Gleichzeitig lernt es, Informationen

selbstständig nachzuschlagen.

Dadurch wird die Eigenständigkeit

gefördert. Umgekehrt können Sie

das Lernheft nützen, um Ihr Kind in

diversen Stoffgebieten abzuprüfen.

Beim Gespräch mit Lehrer*innen

stellt das Lernheft eine wunderbare

Basis dar, zu besprechen, wie sich

die Lernsituation zu Hause gestaltet.

Eventuell ist es sinnvoll, neben

dem Lernheft auch noch ein eigenes

Vokabelheft zu führen. Unabhängig

zum Unterricht in der

Schule wird (in überschaubar kleinen

Paketen) jedes neue Vokabel zu

Hause erfasst, optimalerweise mit

einem kurzen Satz dazu, wie das

Vokabel Anwendung finden kann,

frei nach dem Motto: „Beherrsche

das Wort und wende es sinnvoll

an“. Dieses Vokabelheft kann bei

Gelegenheit, und insbesondere vor

den Schularbeiten, immer wieder

von Anfang an durchgegangen

werden.

Geeignete Materialien machen

vor allem in der Volksschule den

Unterschied

Sogenannte „Formati-Hefte“ helfen,

Linien einzuhalten, weiters

gibt es Bleistifte mit Grip zur graphomotorischen

Unterstützung,

oder auch spezielle Tintenroller,

die nicht kratzen, verglichen mit

der klassischen Füllfeder. Ebenso

empfehlenswert ist die Verwendung

von bunten Karton-Karten

für Grammatik-Themen. Sie

erleichtern das „schnelle Nachlesen“

und somit den Gesamtüberblick,

wovon letztendlich die Souveränität

des Kindes profitiert.

Vermeiden Sie das Erlernen von

ähnlichem Lernstoff kurz hintereinander

Die Erfahrung zeigt, dass Lernstoff,

der sich inhaltlich sehr ähnelt,

Gefahrenpotenzial hat, kurz zuvor

Gelerntes durcheinander zu bringen,

ja sogar zu löschen.

Hier fällt mir beispielsweise die

lateinische Grammatik ein, wobei

Pronomen unterschieden werden,

die je nach Person, Fall, Anzahl

dementsprechend viele – sich sehr

ähnlich darbietende – Variationen

haben. Vermeiden Sie das Erlernen

mehrerer Pronomengruppen

auf einmal. Bleiben Sie bei einer

„Pronomengruppe“ (z. B. Demonstrativpronomen)

pro Tag. Gibt es

Ausnahmen, führen Sie die erst

ein, wenn die regulären Formen

bereits gut abgespeichert und

abrufbar sind.

Nebenbei bemerkt, wie schon eingangs

berichtet, sind Pronomen

„abstrakte“ Wörter, deren Abspeicherung

legasthenen Schüler*innen

ohnehin schwerer fällt. Erdenken

Sie sich gemeinsam Eselsbrücken,

wo immer es sich anbietet. Manchmal

auch mit einem Schuss Humor

versehen. Wenn gemeinsam gelacht

werden kann, ist der Lernerfolg

immens größer.

Zusätzliches Lernmaterial

Manche Schulbuchautor*innen

bringen zu den im Unterricht

verwendeten Schulbüchern auch

ergänzende Bände heraus, oft

zu Themen wie „Fit für Schularbeiten“

oder „Language in use“.

Ebenso empfehlenswert sind gängige

Grammatikübungsbücher wie

„Practise makes perfect“ oder „Destination“.

Hier möchte ich besonderes

Augenmerk auf Band „B2“

legen, der Englisch auf Maturaniveau

beinhaltet. In „Destination -

B2“ werden maturavorbereitende

Rahmenbedingungen themati-

28


Legasthenie im Fremdsprachenunterricht ...

siert, die sehr leicht umzusetzen

sind, wie beispielsweise das Einhalten

formaler Aspekte, die den

Maturant*innen sogar zusätzliche

Punkte bringen können.

Bei manchen Schulbüchern gibt es

auch Digitalversionen mit Extramaterialien,

die sich als hilfreich

erweisen und die online abrufbar

sind. In vielen Fällen hat das verwendete

Unterrichtsbuch auch

einen Anhang, der wichtige Erklärungen

zum Thema „Lernorganisation“

bietet.

Wahlfreiheit mit zunehmendem

Alter

Je älter Ihr Kind wird, umso souveräner

wird es auch im Umgang

mit der Legasthenie. Probieren

Sie, Ihr Kind mitentscheiden zu

lassen, welches Lernpaket (von

Ihnen vorab zusammengestellt) es

momentan durchnehmen möchte.

Auch hier gilt: es darf mit einem

Schuss Humor versehen sein...

Gerade für die Sprachfächer ist es

definitiv empfehlenswert, immer

wieder die gesamte Grammatik in

überschaubaren Lernpaketen zu

wiederholen und bestenfalls auch

alle bisher gelernten Vokabeln

nochmals durchzunehmen. Nicht

nur dann, wenn Schularbeiten

anstehen, denn da wird die Vorbereitungszeit

stets zu knapp. Vielleicht

lässt sich auch für die Ferien

ein überschaubares Lernprogramm

erstellen. Denkbar ist außerdem

der Einsatz KI-gestützter Lernmethoden.

Wichtig bleibt jedoch, dass

Sprache Freude bereitet.

Und bitte bleiben Sie immer mit den

Sprachlehrer*innen im Austausch.

Sie werden bestimmt gute Tipps und

Anregungen bekommen, wie die

Vorbereitung zu Hause bestmöglich

gestaltet werden kann. Als Richtlinie

kann das Verständnis dienen,

dass Spracherwerb in drei Entwicklungsstufen

erfolgt. Zunächst das

Wissen, dann das Verstehen und

schließlich der Transfer von neuem

Lernstoff in variierende Situationen

– dies stellt letzten Endes „Sprachkompetenz“

dar.

Das Ziel der Förderung zu Hause

sollte die Erkenntnis Ihres Kindes

sein: „Wenn ich mich anstrenge und

fleißig übe, werde ich es schaffen!“

Einen Abschlussgedanken

möchte ich Ihnen noch mit auf

den Weg geben: Wie wäre es,

wenn die gemeinsamen Lerneinheiten

zu Hause als „Quality

Time“ mit seinem Kind betrachtet

werden? Eltern von „größeren“

Kindern wissen, wie schnell

die Zeit der Kindheit vergeht,

denn mit zunehmendem Alter

wird die „Zweisamkeit“ mit

dem Kind ohnehin viel seltener.

Vielleicht wird es durch diese

Perspektive möglich, wenigstens

die gemeinsame Lernzeit

bewusst zu „genießen“? Und

gelingt es Ihnen (vielleicht mal

weniger, mal mehr) Leichtigkeit,

Geduld und Humor in diesen

Situationen zu erleben, so

könnte es sein, dass Sie eines

Tages einmal auf diese Momente

sentimental zurückblicken –

und sich gemeinsam mit Ihrem

erwachsenen Kind daran erinnern,

wie es damals gewesen ist!

Quellen:

(Nb.: die Unterrichtsbücher sind für sämtliche

Unterrichtsstufen erhältlich und werden hier

nicht extra angeführt)

• Berufsverband Akademischer Legasthenie-

Dyskalkulie-TherapeutInnen (o.J.): Leitgedanken

für den Umgang mit Lese-/Rechtschreibstörung

und Lese- / Rechtschreibschwäche

am Schulstandort, Salzburg.

• Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft

und Forschung (2022): Der schulische

Umgang mit Lese- / Rechtschreibschwierigkeiten.

Eine Handreichung, Wien.

• Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft

und Forschung (2019): Evidenzbasierte

LRS-Förderung. Bericht über die

wissenschaftlich überprüfte Wirksamkeit von

Programmen und Komponenten, die in der

LRS-Förderung zum Einsatz kommen, Wien.

• Hofmann Axel (2021): Simple und Easy,

Wien: G&G.

• Hogg-Kollars, Sabine (2021): Prime Time. Fit

für Schularbeiten, Wien: ÖBV.

• Kautzy Wolfram, Hissek Oliver, Sprachowitz

Verena (2005): Medias in Res! Latein für den

Anfangsunterricht, Linz: Veritas.

• Kerstin Bert (2021): LRS im Englischunterricht.

Der Ratgeber für die Schulpraxis.

Hamburg: AOL-Verlag.

• Landesschulrat für Vorarlberg (2010): Legasthenie.

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche in

der Fremdsprache Englisch, Bregenz.

• Mann Malcolm, Taylore-Knowles Steve

(2022): Destination, London: Macmillan.

• Waining, Renate (2004): Practice Makes

Perfect, Fürstenfeld: VOWA.

• Wiener Landesverband Legasthenie (o.J.):

Praktische Ideen für den Unterricht von

legasthenen Schülern, Wien.

• Zach Franz (2002): Durchstarten Englisch,

Linz: Veritas.

• Zander Gisela (2002): Was ist...LRS-Förderung

im Englischunterricht. Mühlheim an der

Ruhr: Verlag an der Ruhr.

Online:

• https://icd.who.int/browse11

• https://de.duolingo.com/course/

en/de/Lerne-Englisch

• https://www.fit-fuer-franze.de/

• www.lrs-therapeuten.org

• www.legasthenie-dyskalkulie.at

Dr. in Maria Fessl

Systemische Familientherapeutin,

Leitung Kinderhilfswerk Linz,

Universitätslehrbeauftragte,

Referentin, Trainerin,

AHS-Lehramt Englisch,

PP und Geschichte und

Politische Bildung

und betroffene Mutter

maria.fessl@

kinderhilfswerk.at

Autorin

29


Kopfzeile: Titel und so weiter

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Diagnose Legasthenie – was nun?

Diagnose Legasthenie – was nun?

Die Diagnose „Legasthenie“ ist gestellt – doch wie lässt sie sich im

Sinne eines Ausgleichs oder einer individuellen Hilfestellung im schulischen

Kontext kindgerecht umsetzen?

Die Fachliteratur zum Thema

„Legasthenie“ ist äußerst komplex,

daher wird in diesem Artikel

versucht, nur einen kurzen

Überblick zu verschaffen, was aus

diagnostischer Hinsicht wichtig

und schulisch sinnvoll erscheint

– ohne dabei den Anspruch auf

Vollständigkeit zu erheben.

Was ist mit „ausgleichenden

Maßnahmen“ gemeint?

Es gibt in Österreich zwar keinen

definierten „Nachteilsausgleich“,

aber im Sinne der Chancengerechtigkeit

soll gewährleistet

werden, dass Menschen mit Lese-

Rechtschreib-Schwäche schulisch

keinen Nachteil erleiden

und ausgleichende Maßnahmen

in der Schule geschaffen werden.

Gesetzliche Basis dafür ist

in Rundschreiben des Bundesministeriums

für Bildung, Wissenschaft

und Forschung und in

spezifischen Bildungsrichtlinien

zu finden.

LRS wird zwar nicht als Behinderung

eingestuft (und stellt damit

auch keine Grundlage für einen

Sonderpädagogischen Förderbedarf

(SPF) dar),

aber dennoch ist

vorgesehen, dass

Defizite im Unterricht

berücksichtigt

bzw. evidenzbasiert

gefördert werden.

Dabei handelt es

sich nicht nur um

bloße Empfehlungen,

sondern um verbindliche

Richtlinien, die für die

„Nicht

nur bloße

Empfehlungen,

sondern

verbindliche

Richtlinien.“

Schule bzw. das Schulwesen

Weisungscharakter haben und

nicht nur der freien Entscheidung

unterliegen.

Rundschreiben Nr. 24/2021 des

Bundesministeriums für Bildung,

Wissenschaft und Forschung

(BMBWF):

https://rundschreiben.bmbwf.

gv.at/media/2021_24.pdf

https://rundschreiben.bmbwf.

gv.at/media/2023_30.pdf.

Auch ohne Befund haben Lehrkräfte

die Möglichkeit - bzw. laut

den oben genannten Richtlinien

auch die Pflicht -

den betroffenen

Schüler*innen Hilfestellungen

zur

Unterstützung zu

geben.

Eine Befundung

ist dennoch sinnvoll,

da transparent

wird, dass

eine belegbare Beeinträchtigung

vorliegt und nicht lediglich ein

Mangel an Übung oder Aufmerksamkeit

oder andere Defizite vorherrschen.

Unter welchen Bedingungen

wird die Diagnose gestellt?

Laut den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation

(WHO)

wird in der Internationalen statistischen

Klassifikation von

Krankheiten und verwandten

Gesundheitsproblemen (ICD-10

bzw. -11) genau festgelegt, unter

welchen Bedingungen eine Diagnose

gestellt werden kann.

Auszuschließen sind dabei:

» eine Störung der intellektuellen

Entwicklung

» eine sensorische Beeinträchtigung

(Seh- oder Hörvermögen)

» eine neurologische oder motorische

Störung

» mangelnde Verfügbarkeit von

Bildung

» mangelnde Beherrschung der

Sprache des akademischen Unterrichts

» psychosoziale Widrigkeiten

Es gibt demnach weitere Ursachen,

die Schwierigkeiten im

Lesen und Schreiben bedingen,

die aber nicht aus einer Legasthenie

resultieren, sondern beispielsweise

durch unzureichende

Beschulung, einen deutlich

erniedrigten IQ oder Sinnesbeeinträchtigungen

erklärbar sind.

Dies ist auch der Grund, weshalb

bei einer klinisch-psychologischen

Legasthenie-Diagnostik

neben den standardisierten Testverfahren

auch eine ausführliche

31


Diagnose Legasthenie – was nun?

Anamnese, ein kognitiver Leistungstest,

Fremdbeurteilungs-

Bögen zur Schul-, Lern- und

sozialen Situation sowie Abklärungen

des Hörens und Sehens

erforderlich sind.

Welche Bereiche können

noch häufig betroffen sein?

Vor allem bei Kindern im Volksschulalter

ist es ratsam, bei der

Diagnostik ebenfalls auf eine

mögliche Dyskalkulie (Rechenstörung)

zu testen, da aus der

Forschung bekannt ist, dass etwa

bei der Hälfte aller Legasthenie-

Fälle ebenfalls eine Dyskalkulie

vorliegt – und je früher diese

erkannt wird, umso besser für

das Kind.

Zusätzlich können auch Aufmerksamkeitsprobleme

und/

oder eine Dyspraxie (Entwicklungsstörungen

der motorischen

Funktionen, die beispielsweise

Probleme in der Grob- und Feinmotorik,

bei der Handschrift

oder beim An- und Ausziehen

verursachen können)

bestehen, die

ebenfalls immer

mitabgeklärt werden

sollten, da sie

häufig gemeinsam

mit diesen Teilleistungsstörungen

auftreten.

Wichtig zu wissen ist auch,

dass nicht alle Schulen pädagogische

Befunde akzeptieren,

sondern nur jene von klinischen

Psycholog*innen oder ärztliche

Gutachten – dies sollten Eltern

daher im Vorfeld von der Schule

erfragen, um Mehrfachtestungen

vermeiden zu können.

Welche Komplikationen ergeben

sich durch eine LRS nach

ICD-11?

In der neueren Version ICD-11

wird genauer beschrieben, welche

Komplikationen sich durch

die Diagnose „Legasthenie“ erge-

„Es ist sinnvoll

auch auf eine

mögliche

Dyskalkulie

zu testen.“

ben können. Dabei geht es nicht

nur um eine fehlerhafte Rechtschrei

bleistung,

sondern ferner um

„bedeutsame und

anhaltende Schwierigkeiten

beim Erlernen

akademischer

Fähigkeiten im

Zusammenhang mit

dem Schreiben, wie

z. B. korrekte Rechtschreibung,

Grammatik und Zeichensetzung

sowie Organisation

und Kohärenz (Zusammenhang)

der schriftlichen Gedanken.“

Gegenüber der früheren Version

ICD-10 wird also auch darauf

eingegangen, dass die Störung

ebenso den schriftsprachlichen

Ausdruck betreffen kann.

Folglich können auch das Verständnis

von Grammatik, der

Satzzeichen und das sinngemäße

und chronologische Schreiben

einer Textsorte betroffen sein.

Was die Leistung in der Lesefähigkeit

betrifft, werden die Genauigkeit

beim Lesen von Wörtern, die

Leseflüssigkeit und das Leseverständnis

genauer betrachtet.

Informa-

Weiterführende

tionen

Nachdem das Schulrecht in vielen

Bereichen Landessache ist,

gibt es aus den jeweiligen Bildungsdirektionen

Schreiben, die

über den Umgang mit Legasthenie

informieren und Empfehlungen

geben.

Ein guter Überblick zur Thematik

und eine hilfreiche Zusammenfassung

über förderliche Maßnahmen

wurde von der Schulpsychologie,

dem Berufsverband

Akademischer Legasthenie-

Dyskalkulie-Therapeut*innen

(BALDT) und dem Beratungslehrpersonal

sowie einzelnen

Bildungsdirektionen erstellt. Im

Folgenden werden daher diese

Quellen für Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten

im schulischen

Setting aus deren Expertise

angeführt:

32


Diagnose Legasthenie – was nun?

© 2026 freepik.com / freepik

https://www.schulpsychologie.at/

fileadmin/user_upload/lrs_2022.pdf

https://www.bildung-sbg.gv.at/

paedagogische-themen/

lese-rechtschreibfoerderung/

https://www.schulpsychologie.at/

lernen-lernerfolg/lese-rechtschreibschwierigkeiten/faqs.

Die Stärken stärken

Zu guter Letzt sei noch zu betonen,

dass neben den Fördermaßnahmen

hinsichtlich der Lese-

Rechtschreibschwierigkeiten die

sonstigen Talente und Stärken

des Kindes nie aus dem Blick

geraten sollten.

Das Kind immer wieder in seiner

Selbstsicherheit zu bestärken

und zu loben, sollte verhindern,

dass es sich selbst zu sehr

über seine Schwäche identifiziert

und es ermöglichen, das

in ihm liegende Potenzial der

Begabungen auch ausschöpfen

zu können.

Mag. Sandra Klepp-

Reinthaller

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Kinder-, Jugend- und

Familienpsychologin

sandra.klepp@

kinderhilfswerk.at

Autorin

33


Kopfzeile: Ein Ort für Titel Entwicklung und so weiter im Herzen Oberösterreichs

Ein Ort für Entwicklung im

Herzen Oberösterreichs

Das Beratungs- und Therapiezentrum Linz

stellt sich vor

Mitten im Alltagstrubel vieler Familien

gibt es einen Ort, an dem Ruhe,

Verständnis und Unterstützung im

Mittelpunkt stehen: das Beratungsund

Therapiezentrum (BTZ) des

Kinderhilfswerks in Linz. Hier finden

Kinder, Jugendliche und ihre

Familien einen geschützten Rahmen,

an dem sie mit ihren Sorgen

ernst genommen und auf ihrem

Weg begleitet werden.

Jede Familie und jedes Kind bringt

individuelle Erfahrungen und Herausforderungen

mit. Unser multiprofessionelles

Team begegnet

diesen mit Offenheit, Fachkompetenz

und Einfühlungsvermögen.

Ob Ängste, schulische Belastungen,

depressive Verstimmungen, familiäre

Konflikte oder belastende Erlebnisse

– wir hören zu und entwickeln

gemeinsam passende Wege

der Unterstützung.

Das BTZ Linz verfügt über zwei Therapieräume,

die speziell auf die Bedürfnisse

von Kindern und Jugendlichen

abgestimmt sind. Ergänzend

stehen ein Besprechungsraum für

Jugendliche, Eltern und Bezugspersonen,

ein Bewegungsraum sowie

eine geräumige Küche zur Verfügung,

die ebenfalls in die therapeutische

Arbeit eingebunden wird. Das

Zentrum ist barrierefrei erreichbar.

Gemeinsam stark für Kinder

und Familien

Unter der fachlichen Leitung in

34


Linz, Dr. in Maria Fessl, wird gemeinsam

mit dem Team die inhaltliche

und therapeutische Qualität

vor Ort sichergestellt. Auf übergeordneter

Ebene wird die fachliche

Ausrichtung durch Dr. Rudolf

Fessl, fachliche Leitung Kinderhilfswerk

Österreich, geprägt und

weiterentwickelt.

Ein zentraler Grundsatz unserer

Arbeit ist ein niederschwelliger

Zugang: Unterstützung soll für

alle zugänglich sein. Deshalb sind

unsere Angebote überwiegend kostenlos

oder sehr kostengünstig.

Individuelle Wege in der

Therapie

Im BTZ Linz steht die psychische Gesundheit

von Kindern und Jugendlichen

im Mittelpunkt. Unsere Arbeit

basiert auf psychotherapeutischen

und diagnostischen Angeboten, die

individuell auf die Bedürfnisse der

jungen Menschen und ihrer Familien

abgestimmt werden.

Gerade Kinder finden oft über kreative,

spielerische oder bewegungsorientierte

Zugänge einen Ausdruck

für das, was sie beschäftigt. Diese

Wege ermöglichen es, Gefühle greifbar

zu machen und neue Handlungsmöglichkeiten

zu entwickeln.

Ein Team, das Vertrauen

schafft

Hinter dem Angebot in Linz steht ein

engagiertes Team aus Fachkräften,

das Professionalität mit Menschlichkeit

verbindet. Mit viel Empathie, Erfahrung

und Engagement schaffen

wir einen sicheren Raum, in dem

Vertrauen wachsen kann.

Neben der therapeutischen Arbeit

werden am Standort Linz auch

zentrale Aufgaben wie Erstgespräche,

Diagnostik sowie die Öffentlichkeitsarbeit

für ganz Österreich

koordiniert.

Gemeinsam in eine stärkere

Zukunft

Unser Ziel ist es, Kinder und Familien

frühzeitig zu unterstützen,

Krisen zu begleiten und langfristig

zu stärken.

Damit wir dieses Angebot aufrechterhalten

und weiter ausbauen

können, sind wir auf Unterstützung

angewiesen – durch

Fördermitgliedschaften oder

Spenden.

Das BTZ Linz auf einen Blick

Was wir tun: Im BTZ Linz bieten wir

Psychotherapie, Beratung, kreative

und tiergestützte Therapien für

Kinder, Jugendliche und Familien

– einfühlsam, professionell und

leistbar. Bei einem Erstgespräch

besprechen wir mit Ihnen

gemeinsam relevante Fragen. Dies

ist für uns wichtig, damit wir Ihrem

Kind eine individuell zugeschnittene

Therapie ermöglichen können.

Unser Ziel: Psychische Gesundheit

stärken, Krisen begleiten und

Kindern Mut machen – ganz

individuell und auf Augenhöhe.

Angebote:

♥ Psychotherapie & Beratung

♥ Diagnostik

♥ Öffentlichkeitsarbeit

Für wen: Kinder, Jugendliche,

Familien – unabhängig von

Herkunft oder Einkommen.

Standort: Garnisonstraße 17/C2,

4020 Linz

Kontakt: siehe Seite 57

35


Mitarbeiter*innen stellen sich vor

Mag. a Christine Lutterschmidt

Psychologin und Akademische Legasthenie-Therapeutin

Seit 2005 bin ich selbstständig als Legasthenie-Therapeutin für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene tätig. Nebenberuflich unterrichte ich an der

FH für Gesundheitsberufe das Fach Entwicklungspsychologie.

Da eine Therapie der LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) leider nach wie

vor nicht von der Krankenkasse übernommen wird, freut es mich besonders,

dass ich seit 2019 als Kooperationspartnerin des Kinderhilfswerks

auch Kinder/Jugendliche unterstützen kann, deren Familien sich dies sonst

nicht leisten könnten.

In der LRS-Therapie lernen Kinder, die Rechtschreibung zu durchschauen

und ihre Lesefertigkeiten zu verbessern. So gewinnen sie wieder Zutrauen

in ihre eigenen Fähigkeiten und stärken ihr Selbstbewusstsein. Eine gesunde

Entwicklung wird gefördert. Es ist sehr schön für mich, Kinder und Jugendliche

auf diesem Weg unterstützen und begleiten zu dürfen.

Dipl.-Päd. Cornelia Paszner

Pädagogin, Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin

Seit Kurzem unterstütze ich das Kinderhilfswerk Wien als Legasthenietrainerin.

Bereits seit 1995 bin ich als klassenführende Lehrerin in Wien 11

tätig und habe in meiner beruflichen Laufbahn zahlreiche Zusatzausbildungen

absolviert, darunter „Bewegtes Lernen“, die Ausbildung zur Legasthenie-

und Dyskalkulietrainerin sowie Trainings in Kommunikation und

Rhetorik für Kinder und Jugendliche.

Am Kinderhilfswerk Wien schätze ich besonders die gezielte Unterstützung

sozial benachteiligter Familien und die wertvollen Fördermöglichkeiten.

Eine qualitätsvolle Förderung von Kindern mit Legasthenie ist entscheidend,

um ihre Lese- und Schreibkompetenzen nachhaltig zu verbessern

und Lernschwierigkeiten frühzeitig entgegenzuwirken. Gleichzeitig stärkt

sie das Selbstbewusstsein und unterstützt Kinder dabei, individuelle Strategien

im Umgang mit ihren Herausforderungen zu entwickeln – mit positiven

Auswirkungen auf ihre Bildungs- und Berufschancen.

Dipl.-Päd. Astrid Reisinger

Dipl. Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin

Fotos © Privat

Seit Jänner 2026 bin ich als Dipl. Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin im

Bezirk Perg für das Kinderhilfswerk tätig. Durch meine langjährige Arbeit

als Volksschullehrerin habe ich immer wieder erlebt, dass Kinder mit Legasthenie

und Dyskalkulie eine besondere und fachlich qualifizierte Unterstützung

benötigen. Deshalb habe ich zwischen 2023 und 2025 bei PROGES Linz

die Ausbildung zur Dipl. Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin absolviert.

Am Kinderhilfswerk schätze ich besonders, dass auch sozial benachteiligte

Familien Unterstützung erhalten. Die individuelle Arbeit mit den Kindern

bereitet mir große Freude. Es ist mir wichtig, ihr Selbstvertrauen zu stärken

und sie dabei zu unterstützen, den Schulalltag besser zu bewältigen. Jedes

Kind bringt eigene Stärken mit und ich freue mich, sie auf ihrem Lernweg

begleiten zu dürfen.

Unsere Mitarbeiter*innen finden Sie online: www.kinderhilfswerk.at/ueber-uns/team

36


Kummerkiste

Kummerkiste - Sie fragen – wir antworten!

Dr. Rudolf Fessl, Psychotherapeut und Psychotherapiewissenschafter,

beantwortet Ihre Fragen.

Wenn eine Nachprüfung droht!

Andrea K.: „Wie gestalte ich am besten die Sommerferien, wenn meinem Sohn (15 J.) eine Nachprüfung

droht? Meine Befürchtung ist, dass unsere Ferien dadurch sehr belastend sein könnten. Was ist Ihre Erfahrung

bzw. Empfehlung zu meinem Anliegen?“

Liebe Andrea,

eine Nachprüfung ist nicht optimal, das Ende der

Ferien bedeutet sie aber auch nicht. Egal, ob das

Schuljahr positiv oder negativ abgeschlossen wird,

zuerst braucht Ihr Sohn Erholung.

Eine lang ersehnte Atempause

Die Sommerferien sind für Ihren Sohn eine ersehnte

Atempause nach einem intensiven Schuljahr. Wer

zur Ruhe kommt, kann Gelerntes verarbeiten und

neue Motivation aufbauen und sich gesund weiterentwickeln.

Zahlreiche Studien zeigen die hohe Belastung, der

Kinder und Jugendliche durch Schule ausgesetzt

sind. Erschöpfung, Schlafprobleme, psychosomatische

Beschwerden etc., können die Folgen davon

sein. Für viele ist der Schulalltag mit konstantem

Leistungsdruck verbunden und die Ferien sind

dann ein notwendiger Gegenpol und erlauben es

dem Gehirn, Wissen zu konsolidieren.

Lernen in den Ferien ist kein Widerspruch zur

Erholung. Es bietet die Chance, sich neu auszurichten,

ohne Zeitdruck und richtig gestaltet, kann es zu

mehr Selbstvertrauen führen und einen besseren

Start in das kommende Schuljahr ermöglichen.

Da man sich mit kürzeren Lernzeiten leichter überwinden

kann, ist es sinnvoll, täglich ca. 90 Minuten

zu üben bzw. an Tagen mit schlechtem Wetter

etwas länger.

Kein Ferienverzicht

Auch wenn man eine Nachprüfung hat, bedeutet

das nicht, dass man auf Urlaub, Freizeit und Entspannung

verzichten muss. Oft macht es dann aber

Sinn, sich professionelle Hilfe von außen zu holen.

Mein Rat an Sie

Ich würde daher raten, im Juli auszurasten und im

August anzufangen, den Lernstoff aus dem Vorjahr

zu wiederholen. So gerät man im neuen Schuljahr

nicht unter Druck, da dieses meist mit hohem

Tempo und neuen Anforderungen beginnt.

So erreichen Sie uns:

Wenn auch in Ihrer Familie Fragen für unsere Kummerkiste auftauchen, stehen wir Ihnen gerne mit Rat

und Tat zur Seite. Senden Sie uns einfach eine E-Mail an: redaktion@kinderhilfswerk.at.

Kontakt

37


Jahres- und Finanzbericht

2025

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38


Jahres- und Finanzbericht 2025

Vertrauen schaffen

Hilfe ermöglichen

Krisen belasten unser aller Leben – und sie treffen die Kleinsten

besonders hart.

Finanzielle Sorgen in der Familie,

mediale Berichte über Krieg,

Klima und Katastrophen: All das

hinterlässt Spuren bei jungen

Menschen, die oft noch keine ausreichenden

Strategien entwickelt

haben, um mit den Herausforderungen

unserer Zeit umzugehen.

Unsere Therapeut*innen berichten

von einem deutlichen Anstieg

psychischer Belastungen – von

Depressionen über Ängste bis hin

zu suizidalen Gedanken oder sozialem

Rückzug. Als Kinderhilfswerk

sehen wir es als unsere Verantwortung,

genau hier zu helfen:

schnell, niederschwellig, professionell

und menschlich. Denn hinter

jeder Anfrage steht ein Kind,

das Unterstützung braucht – und

ein Umfeld, das oft selbst an seine

Grenzen stößt.

Die Nachfrage nach unseren Hilfsangeboten

war 2025 so hoch wie

nie zuvor – und wir sehen, dass

der Bedarf weiter steigen wird.

Deshalb setzen wir uns mit aller

Kraft dafür ein, leistbare Hilfe

für alle zugänglich zu machen. Es

sind Menschen wie Sie, die unsere

Arbeit überhaupt erst möglich

machen – Menschen mit Herz,

Weitblick und dem tiefen Wunsch,

Kindern eine bessere Zukunft zu

schenken.

Danke, dass Sie uns vertrauen.

Bleiben Sie an unserer Seite –

denn gemeinsam können wir

auch in schwierigen Zeiten Hoffnung

geben.

Ihr Peter Begsteiger

Obmann und Geschäftsführer

Der Verein Kinderhilfswerk

Für Kinder da, wenn sie uns brauchen

Seit mehr als 25 Jahren begleitet

das Kinderhilfswerk Kinder und

Jugendliche in psychosozialen

Belastungssituationen. Unser Ziel

ist es, seelische Gesundheit zu fördern,

Entwicklung zu stärken und

Familien in schwierigen Lebenslagen

zu unterstützen.

Unsere Angebote richten sich insbesondere

an Familien, die sich

private Hilfe nicht leisten können.

Beratung, Psychotherapie,

Diagnostik, präventive Bildungsarbeit

sowie reit- und erlebnispädagogische

Angebote ermöglichen

Kindern, neue Perspektiven zu

entwickeln und ihre Stärken zu

entdecken.

Das Kinderhilfswerk ist österreichweit

tätig. Mit Therapieund

Beratungszentren in Wien

und Linz, über 130 Kooperationstherapeut*innen

sowie der engen

Zusammenarbeit mit Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe

erreichen wir auch ländliche

Regionen.

Unsere Arbeit finanzieren wir zu

einem großen Teil aus Spenden

und Fördermitgliedschaften. 2025

konnten wir 4.492 Kinder, Jugendliche

und Bezugspersonen mit

14.314 Einheiten unterstützen. Die

Fördermitgliederzahl stieg erfreulicherweise

auf über 36.800.

Wir tragen das österreichische

Spendengütesiegel, sind unabhängig

von Religion und Politik und

arbeiten transparent, nachhaltig

und wirksam. Unser Ziel bleibt

klar: Kindern und Jugendlichen

genau dort zu helfen, wo sie uns

brauchen – persönlich, professionell

und mit ganz viel Herz.

39


DAS HABEN WIR 2025 GELEISTET

Einheiten

Personen

14.314

Kinder,

Einheiten für Kinder,

Jugendliche & deren

Bezugspersonen

wurden geleistet.

4.492

Jugendliche und deren

Bezugspersonen fanden Hilfe.

Alter

14,3

Jahre alt sind unsere

Klient*innen im Schnitt

(ohne Workshops, Gruppen & Erlebnispädagogik).

Unter 6 Jahre 8 %

6 - 10 Jahre 22 %

11 - 14 Jahre 30 %

15+ Jahre 40 %

Einheiten pro Fachbereich

Geschlecht der Klient*innen

Beratung & Therapie

Pädagogik

Prävention, Workshops & Gruppen

Diagnostik

90 %

6 %

3 %

1 %

Weiblich

2.510

Männlich

1.979

Divers

3

Behandlungsmethode - Einheiten Zuweisungsgründe - Personen *

Psychotherapie

Psychotherapie iAuS

Legasthenie/Lerntraining

Eltern-Baby Psychotherapie

Elterntherapie

Gruppentherapie

Helferkonferenz

Körpertherapie

Clearinggespräch

Elternberatung iAuS

11.746

465

229

182

146

84

11

8

6

1

Depression

Ängste

ADS/ADHS

Familiäre Probleme

Aggressionen

Essstörung

Trauma

Schul/Lernschwierigkeiten

Trauer (Todesfälle etc.)

Sozialverhalten außerhalb der Familie

Andere

94

61

45

41

40

29

15

13

11

6

751

*

Soweit bekannt

Österreichweite Angebote

Beratungs- & Therapiezentren Linz und Wien

Spendenservice und Verwaltung Traun

Kooperationstherapeut*innen

40


Jahres- und Finanzbericht 2025

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Psychotherapie & Beratung

Hilfe, die ankommt

Psychotherapie &

Beratung

12.649 Einheiten

1.003 Personen

♥ 626 Weiblich

♥ 374 Männlich

♥ 3 Divers

Sorgen, Überforderung, Rückzug,

Schlafstörungen – tagtäglich erleben

viele Kinder seelische Krisen.

Auch Erwachsene kennen diese

Gefühle. Doch für junge Menschen

ist es oft besonders schwer,

mit belastenden Situationen wie

Gewalt, Verlust, Trennung oder

Schulstress umzugehen.

In unseren Beratungs- und Therapiezentren

in Wien und Linz

und bei über 130 Kooperationstherapeut*innen

österreichweit

bieten wir betroffenen Kindern

rasch und unbürokratisch professionelle

Hilfe. Dies geschieht in

Form von psychotherapeutischen

Angeboten und individuell angepasstem

Legasthenietraining. Wir

fördern Selbstvertrauen, stärken

persönliche Ressourcen und

begleiten unsere Klient*innen

einfühlsam auf dem Weg zu mehr

Stabilität und Lebensfreude.

Selbstverständlich beziehen wir

auch die Eltern bzw. Bezugspersonen

mit ein – durch Einzelgespräche

oder Angebote im Rahmen

unserer Workshops. Denn

wenn Kinder professionelle Hilfe

erhalten, wirkt sich das positiv

auf das gesamte Familiensystem

aus. Und umgekehrt gilt: Starke

Eltern bedeuten starke Kinder.

41


Kopfzeile: Jahres- und Titel Finanzbericht und so weiter 2025

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Diagnostik & Legasthenietraining

Klarheit schaffen, Stärken fördern

Psychologische

Diagnostik

207 Einheiten

24 Personen

♥ 15 Weiblich

♥ 9 Männlich

Buchstaben verschwimmen, Zeilen

gehen verloren, Wörter erscheinen

jedes Mal anders – für Kinder mit

Legasthenie ist Lesen und Schreiben

oft eine tägliche Herausforderung.

Rund vier Prozent der

Bevölkerung sind von einer Lese-

Rechtschreib-Störung (LRS) betroffen.

Die Ursache liegt meist in einer

Störung der Wahrnehmungsverarbeitung,

die das Erfassen von Sprache

beeinträchtigt.

Legasthenie ist keine Tragödie,

erfordert jedoch gezielte Unterstützung.

Im Kinderhilfswerk setzen

wir auf fundierte Diagnostik

durch erfahrene Psycholog*innen.

Wir betrachten nicht nur Defizite,

sondern auch individuelle Stärken

und Bedürfnisse. So kann ein passgenauer

Förderplan entstehen.

Auch Themen wie Dyskalkulie,

Aufmerksamkeitsstörungen oder

emotionale Belastungen finden in

unseren Diagnosen und Förderplänen

Platz.

Dies schafft nicht nur Klarheit, sondern

auch Entlastung für Kinder

und Eltern. Diagnostik hilft zu verstehen,

worin genau die Schwierigkeiten

liegen und was bereits gut

gelingt. Auf dieser Basis können

gezielte Schritte gesetzt und Druck

reduziert werden. Denn wer die

eigenen Herausforderungen besser

versteht, kann ihnen auch mit

mehr Sicherheit begegnen.

Unser Ziel: betroffenen Kindern

und ihren Familien langfristig

Mut zu machen – durch frühzeitige

Hilfe, Geduld und individuelle

Begleitung.

Legasthenie- /

Lerntraining

229 Einheiten

10 Personen

♥ 2 Weiblich

♥ 8 Männlich

42


Jahres- und Finanzbericht 2025

Workshops, Prävention & Gruppen

Wissen macht stark

Ernährungsworkshops

122 Einheiten

1.012 Personen

♥ 496 Weiblich

♥ 516 Männlich

Was tun, wenn im Klassenchat

plötzlich beleidigt wird? Wie

reagiere ich, wenn jemand Grenzen

überschreitet? Und was

hilft, wenn man sich im Ernährungsdschungel

nicht mehr

zurechtfindet? Diese und viele

andere Fragen beschäftigen Kinder,

Lehrkräfte und Eltern. Die

Herausforderungen im Alltag

junger Menschen werden komplexer,

der Bedarf an Aufklärung

und Handlungsstrategien steigt.

Kinder und Jugendliche bewegen

sich selbstverständlich in den

sozialen Medien – und genau hier

entstehen oft Unsicherheiten,

Ängste und Verletzungen. Unsere

Präventionsarbeit und Ernährungsworkshops

unterstützen

dabei, mentale Stärke zu entwickeln,

soziale Kompetenzen zu

festigen und sich, auch abseits

der digitalen Welt, mit der eigenen

Gesundheit zu beschäftigen.

In Schulen und bei Elternabenden

vermitteln wir altersgerecht und

praxisnah, wie man Konflikte

löst, Hilfe holt, mit belastenden

Gefühlen umgeht – und wie

wichtig es ist, sich selbst ernst zu

nehmen. Themen wie Cybermobbing,

mentale Gesundheit, Selbstwahrnehmung

oder ein gesundes

Essverhalten finden in unseren

Workshop-Angeboten Platz.

Wir setzen auf Wissen, das Kinder

stark macht, sowie auf einen

Umgang auf Augenhöhe. Und auf

Erwachsene, die bereit sind, mitzuwachsen

– denn Kinder brauchen

klare Orientierung und verlässliche

Begleitung.

Prävention & Gruppen

251 Einheiten

2.315 Personen

♥ 1.291 Weiblich

♥ 1.024 Männlich

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43


Kopfzeile: Jahres- und Titel Finanzbericht und so weiter 2025

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Erlebnispädagogik

In der Natur zu Hause

Erlebnispädagogik

290 Einheiten

24 Personen

♥ 8 Weiblich

♥ 16 Männlich

Wenn der Alltag belastet, bieten

Naturerfahrungen wertvolle

Gegengewichte: Bei unseren erlebnispädagogischen

Camps erleben

Kinder und Jugendliche Gemeinschaft,

Abenteuer und das Gefühl,

angenommen zu sein – unabhängig

von Aussehen, Herkunft oder Problemen.

Unsere Teilnehmer*innen

stärken nicht nur motorische und

soziale Fähigkeiten, sondern auch

Selbstbewusstsein, Mut und die

Freude am Miteinander.

Spiel und Spaß in der Natur garantieren

eine abwechslungsreiche

Zeit voller bunter Erlebnisse für

die Kinder. Sie wachsen an den

Herausforderungen, die die Natur

und das Miteinander mit sich

bringen. Dabei fördern wir soziale

Kompetenzen wie Teamfähigkeit,

Kommunikation und Rücksichtnahme.

Kinder lernen, sich selbst

zu vertrauen – und anderen.

Besonders wichtig ist uns, auch

jenen Kindern die Teilnahme zu

ermöglichen, denen sonst solche

Erfahrungen verwehrt blieben.

Immer wieder werden Plätze

gefördert, damit auch Kinder

mit Beeinträchtigungen oder aus

finanziell schwachen Familien

dabei sein können. Denn alle Kinder

verdienen die Chance, gestärkt

aus solchen Erfahrungen hervorzugehen.

Dank Ihrer Spenden und Fördermitgliedschaften

können wir vielen

von ihnen eine unbeschwerte

Auszeit ermöglichen.

Die Rückmeldungen von Kindern

und Eltern zeigen deutlich: Diese

Zeit in der Natur wirkt lange nach.

Die Erlebnisse stärken das Selbstwertgefühl,

fördern emotionale

Stabilität und hinterlassen bleibende

positive Eindrücke.

44


Jahres- und Finanzbericht 2025

Reitpädagogik

Stärken spüren, getragen sein

Reitpädagogik

566 Einheiten

104 Personen

♥ 72 Weiblich

♥ 32 Männlich

Manchmal bewirkt der Kontakt

zu einem Tier mehr als tausend

Worte. In der Reitpädagogik

begegnen Kinder einem Tier, das

nicht bewertet, nicht fragt, nicht

drängt – sondern einfach da ist.

Diese Begegnung öffnet Türen,

wo andere Wege verschlossen

scheinen und schafft so Zugang

zu Kindern, die in ihrem Alltag

oft mit Überforderung, Entwicklungsverzögerungen

oder sozialen

Ängsten kämpfen.

In den reitpädagogischen Einheiten

erleben sie Vertrauen,

Selbstwirksamkeit und neue

Lebensfreude – ohne Druck, aber

mit viel Achtsamkeit.

Die Arbeit mit dem Pferd bietet

einen geschützten Raum. Die

sanften Bewegungen stimulieren

das Gleichgewicht, fördern die

Körperwahrnehmung und helfen

dabei, innere Spannungen abzubauen.

Gleichzeitig entsteht eine

besondere Beziehung zwischen

Tier und Kind: voller Respekt,

Aufmerksamkeit und gegenseitigem

Vertrauen. Kinder lernen

außerdem, Verantwortung zu

übernehmen und Grenzen wahrzunehmen.

Unsere qualifizierten Reitpädagog*innen

begleiten die Kinder

mit viel Geduld und Gespür. Die

Gruppen sind klein, die Atmosphäre

wertschätzend und individuell

angepasst. Besonders

Kinder mit besonderen Bedürfnissen

oder gesundheitlichen

Einschränkungen profitieren

von dieser Form der Förderung.

Und für viele Eltern bedeutet das

Angebot auch: Entlastung, Hoffnung

und ein Stück Normalität

im Alltag.

Auch hier ermöglichen unsere

Spender*innen Kindern aus einkommensschwachen

Familien

eine kostenfreie Teilnahme. Denn

jedes Kind verdient einen Ort, an

dem es sich sicher und getragen

fühlt.

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45


Jahres- und Finanzbericht 2025

Verein Kinderhilfswerk Finanzbericht 2025

Selbstdarstellung

Mittelherkunft

I. Spenden

a) ungewidmete Spenden

b) gewidmete Spenden

II. Mitgliedsbeiträge

III. Betriebliche Einnahmen

a) betriebliche Einnahmen aus öffentlichen Mitteln

b) sonstige betriebliche Einnahmen

IV. Subventionen und Zuschüsse der öffentlichen Hand

V. Sonstige Einnahmen

a) Vermögensverwaltung

b) sonstige andere Einnahmen sofern

nicht unter Punkt I bis IV festgehalten

VI. Auflösung von Passivposten für noch nicht widmungsgemäß

verwendete Spenden bzw. Subventionen

VII. Auflösungen von Rücklagen

VIII. Jahresverlust

Summe

Mittelverwendung

I. Leistungen für statutarisch festgelegte Zwecke

II. Spendenwerbung

III. Verwaltungsaufwand

IV. Sonstige Ausgaben, sofern nicht unter I. bis III. enthalten

V. Zuführung zu Passivposten für noch nicht widmungsgemäß

verwendete Spenden bzw. Subventionen

VI. Zuführung zu Rücklagen

Summe

Jahresüberschuss

3.460.109,88 EUR

400.000,00 EUR

- EUR

737.290,08 EUR

112.018,18 EUR

- EUR

- EUR

52.446,46 EUR

- EUR

- EUR

- EUR

4.761.864,60 EUR

3.070.831,11 EUR

487.086,04 EUR

518.476,58 EUR

- EUR

- EUR

300.000,00 EUR

4.376.393,73 EUR

385.470,87 EUR

Der Verein Kinderhilfswerk stärkt

österreichweit Kinder und Jugendliche

in ihrer geistigen, emotionalen

und sozialen Entwicklung. Er bietet

seit 1999 sozial benachteiligten

Kindern und deren Familien Hilfe

durch Beratung, Therapie, Diagnostik,

Präventionsarbeit in Schulen

sowie reit- und erlebnispädagogische

Angebote. Die Arbeit wird

überwiegend durch Finanzmittel

ermöglicht, die durch Spenden und

Fördermitgliedswerbung in Österreich

aufgebracht werden. Deshalb

ist ein damit verbundener Aufwand

für die Fördermitgliedswerbung

notwendig. Die Fördermitgliederentwicklung

war im Jahr 2025 positiv.

Die Mitgliederzahl ist von 36.000

auf etwas über 36.800 gestiegen.

Der Vorstand besteht aus folgenden

organschaftlichen Vertreter*innen:

Obmann und Geschäftsführer:

Peter Begsteiger, Obmann Stellvertreterin:

Mag. a Isabella Schmuck-

Burtscher, MSc., Kassier: Dr. Rudolf

Fessl; Kassier Stellvertreter: Rudolf

Flügl, Schriftführerin: Mag. a Martina

Eichhorn, Schriftführer Stellvertreterin:

Adelheid Reif und Beisitzer

Andreas Kolberger.

Ein Überschuss wird für nötige Rücklagen verwendet und für den Kauf einer Immobilie angespart,

welche für erlebnispädagogische Angebote genutzt werden soll. Finanzbericht zum

31.12.2025 vorbehaltlich der Prüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer. Gliederung gemäß Kooperationsvereinbarung

für die Vergabe des Spendengütesiegels mit der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Zum besseren Verständnis: Fördermitgliedsbeiträge werden im Finanzbericht als

ungewidmete Spenden (Punkt I) geführt und nicht als Mitgliedsbeiträge (Punkt II). Dies ist eine

reine Formsache, da Fördermitgliedsbeiträge wie Spenden steuerlich absetzbar sind.

Spendengütesiegel

Ihre Spende kommt an. Garantiert!

Spenden ist Vertrauenssache.

Das Österreichische Spendengütesiegel

schafft Sicherheit und

garantiert die ordnungsgemäße

Verwendung der Mittel. Dank der

strengen Prüfung durch einen

unabhängigen Wirtschaftsprüfer

können Spender*innen darauf

vertrauen, dass ihre Spendengelder

transparent, widmungsgemäß

und wirtschaftlich eingesetzt

werden. Alle Kriterien und

weitere Informationen finden Sie

unter www.osgs.at.

Das Kinderhilfswerk ist nicht auf

Gewinn ausgerichtet und Träger

des Österreichischen Spendengütesiegels.

Dies garantiert die Einhaltung

strenger Kriterien bei der

Spendenverwendung und schafft

Vertrauen, Sicherheit und Transparenz,

dass die Spenden bei den Kindern

ankommen. Zweckgebundene

Spenden werden für den angegebenen

Zweck (z. B. Therapie, Diagnostik,

Reitpädagogik) verwendet.

Ein Überschuss nicht zweckgebundener

Spenden wird für den Kauf

einer Immobilie angespart. Dieses

„Haus der Kinder“ soll für erlebnispädagogische

Angebote sowie

Beratung, Training, Fördermaßnahmen

und Workshops wie Lernhilfe,

Anti-Mobbing, Ernährungscoaching,

Elternberatung, uvm.

für Kinder, Jugendliche und deren

Bezugspersonen genutzt werden.

46


Jahres- und Finanzbericht 2025

Besonders wichtig ist dem Vorstand

die Unabhängigkeit von Religion

und Politik, denn dies ermöglicht

dem Verein, unbürokratisch und

schnell Hilfe anbieten zu können

– vertraulich und für jede*n leistbar.

Zentrale Elemente der Arbeit

sind das Einbeziehen aller relevanten

Bezugspersonen und keine

Begrenzung bei der Behandlungsdauer.

Durch Beratungsstellen,

Kooperationstherapeut*innen und

die Zusammenarbeit mit Stakeholdern

in der Kinder- und Jugendhilfe

gelingt es uns, österreichweit tätig

zu sein.

Das Kinderhilfswerk ist ein eingetragener

gemeinnütziger Verein

mit der ZVR-Zahl 903855763. Er

erfüllt die Voraussetzungen des § 4a

(8) Z1 EStG, wodurch alle Spenden

und Fördermitgliedschaftsbeiträge

an das Kinderhilfswerk steuerlich

absetzbar sind.

Der Vorstand, der von der Generalversammlung

gewählt wird, wird

im Zweijahreszyklus nach Vorlage

des Berichts der Rechnungsprüfer

von der Generalversammlung

entlastet. Peter Begsteiger ist als

Geschäftsführer für die Abwicklung

der laufenden Geschäfte und für die

Spendenwerbung und -verwendung

des Vereins, gemäß den Weisungen

des Vorstandes, verantwortlich und

für diese - bis auf Widerruf - zeichnungsberechtigt.

Als Angestellter

des Vereins achtet er darauf, dass

die Mitarbeiter*innen die Geschäftsordnung

einhalten. Er unterliegt der

Geschäftsordnung und den Vereinsstatuten.

Das Kinderhilfswerk hält sich an die

Bestimmungen des österreichischen

Datenschutzgesetzes (DSG 2000), des

Datenschutzanpassungsgesetzes

2018 bzw. an die Bestimmungen der

EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO). Verantwortliche Person

für Spendenwerbung, -verwendung,

sowie Ansprechperson für

KI, digitale Werkzeuge und Datenschutz:

Peter Begsteiger:

peter.b@kinderhilfswerk.at.

Aufschlüsselung Finanzbericht

Mittelherkunft

Ungewidmete Spenden

Gewidmete Spenden

Betriebliche Einnahmen

aus öffentlichen Mitteln

Sonstige betriebliche Einnahmen

Sonstige Einnahmen

Mittelverwendung

Leistungen für statutarisch

festgelegte Zwecke

Spendenwerbung

Verwaltungsaufwand

Zuführung zu Rücklagen

Leistungen für statutarisch festgelegte Zwecke

Beratung & Therapie

Kampagnen-, Bildungs-,

& Informationsarbeit

Erlebnispädagogik

Reitpädagogik

Prävention

72,66 %

8,40 %

15,48 %

2,36 %

1,10 %

70,17 %

11,13 %

11,85 %

6,85 %

61,59 %

31,05 %

3,14 %

2,23 %

1,99 %

Im Jahr 2025 haben wir dank der Unterstützung

unserer Spender*innen 4.492 Kindern,

Jugendlichen und deren Bezugspersonen mit

14.314 Einheiten geholfen!

Sie schenken neue Hoffnung und Zuversicht!

Ihre Spende hilft! Danke!

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Wie hilft das Kinderhilfswerk?

Wie hilft das Kinderhilfswerk?

Unsere Angebote sind vielschichtig, individuell und geprägt von

engagierten Mitarbeiter*innen.

Der Verein Kinderhilfswerk bietet

eine Vielzahl an Möglichkeiten,

wie Kindern und Jugendlichen in

schwierigen Lebensphasen geholfen

werden kann. Mit unserem

Angebot tragen wir dazu bei, die

gesunde Entwicklung der von uns

betreuten Kinder zu fördern. Wir

helfen, bewusst gestaltete und

in dividuelle Lebensbereiche für

Kinder und Jugendliche zu schaffen

und setzen uns österreichweit

für deren geistige, emotionale und

soziale Entwicklung ein.

In der psychologischen Beratung

und Therapie begleiten wir

Kinder, Jugendliche und deren Familien

durch schwierige Lebensphasen.

Körperorientierte Therapieangebote

unterstützen den Körper

in seiner Fähigkeit der Selbstregulation

und Wiederherstellung des

inneren Gleichgewichts.

Die Diagnostik gibt Aufschluss

über Lern- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten

und dient als Basis

für gezielte Förderung.

In Workshops und Präventionsvorträgen

klären wir über

wichtige Bereiche wie Ernährung

oder mentale Gesundheit auf und

bieten auch begleitende Informationsveranstaltungen

für Eltern

und Pädagog*innen.

Reitpädagogik ist ein sehr beliebtes

Angebot. Die Arbeit mit

den Pferden in der freien Natur

stärkt die emotionale und soziale

Entwicklung der Kinder.

Auch die Erlebnispädagogik findet

großteils draußen statt. Besonders

unsere Kindercamps erfreuen

sich bei den Teilnehmer*innen

großer Beliebtheit.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit

kümmern wir uns

um eine partnerschaftliche Vernetzung

mit anderen Organisationen

und informieren online

und in unserem Magazin über

Angebote und Neuigkeiten des

Vereins.

Psychotherapie

♥ Kinder- und Jugendlichentherapie

♥ Eltern-Säuglings-

Psychotherapie

♥ Familientherapie

♥ Gruppentherapie

♥ Therapie in verschiedenen

Sprachen

Beratung

♥ Elternberatung im

Rahmen der Diagnostik

♥ Elternberatung, vor einvernehmlicher

Scheidung, gemäß § 95

♥ Elternberatung, vor strittiger

Scheidung, gemäß § 107

Diagnostik

♥ Legasthenie

♥ Dyskalkulie

♥ Abklärung der Schulreife

♥ Leistungsschwankungen

♥ Konzentrationsschwierigkeiten

♥ Kontaktschwierigkeiten

♥ Aufmerksamkeitsprobleme

Körperorientierte Methoden

♥ Cranio Sacral

♥ Kindertuina

♥ Shiatsu

Prävention

♥ Missbrauchsprävention

♥ Stärkung der mentalen

Gesundheit

♥ Sicher und gesund in

der digitalen Welt

♥ Cyber-Mobbing

Workshops & Training

♥ Ernährungsworkshops

♥ Informationsabende für

Eltern und Pädagog*innen

♥ Legasthenietraining

♥ Lesepatenschaften

Tiergestützte Intervention

♥ Reitpädagogik

♥ Hundegestützte Therapie

Erlebnispädagogik

♥ Feriencamps

♥ Fortlaufende Jugendprojekte

Öffentlichkeitsarbeit

♥ Vereinsmagazin

♥ Onlineauftritt

♥ Pressearbeit

♥ Vernetzung

♥ Infostände

Stand Mai 2026. Bitte beachten Sie, dass wir unsere Angebote stets anpassen und diese daher von der Auflistung abweichen können.

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Freude am Lernen trotz Legasthenie

© 2026 StockAdobe.com/ Drazen

Freude am Lernen trotz Legasthenie

Maßgeschneiderte Unterstützung bei Lese-Rechtschreib-Störung (LRS)

im „All-in-One“-Angebot des Kinderhilfswerks

Wenn Lesen und Schreiben zur

Herausforderung werden, braucht

es gezielte Unterstützung. Das Kinderhilfswerk

begleitet Kinder und

ihre Familien mit einem strukturierten

und individuellen Förderangebot.

Im Kinderhilfswerk steht jedes

Kind mit seinen individuellen

Bedürfnissen im Mittelpunkt.

Vor allem legasthene Kinder profitieren

von individuell auf sie abgestimmten

Methoden und gezielten

Übungen, die sie in ihrem eigenen

Tempo bewältigen können. Angst

und Frustration werden so vermieden,

die Freude am Lernen

bleibt erhalten.

Unterstützung von Beginn an

Mit unserem „All-in-One“-Angebot

bieten wir einen klar strukturierten

Ablauf, der Orientierung

und Sicherheit gibt.

Am Beginn steht eine fundierte

Diagnostik, die in ein bis zwei

Terminen durchgeführt wird. Der

daraus entstehende Befund dient

als Grundlage für alle weiteren

Schritte und kann auch im schulischen

Kontext zum Nachteilsausgleich

verwendet werden.

Training nach eigener Logik

Im Anschluss erhalten Eltern eine

persönliche Beratung mit konkreten

Empfehlungen für den

Alltag sowie Unterstützung im

Austausch mit Schule und Lehrpersonen.

Direkt danach startet

das individuell abgestimmte Training,

das gezielt auf Bedürfnisse

und Stärken eingeht. Jedes Kind

hat dabei seine eigene Logik, mittels

derer es lernt, Hilfsschritte in

den Schulalltag zu integrieren.

Das Training vermittelt nicht nur

Strategien für den Umgang mit

Lesen und Schreiben, sondern

hilft Kindern auch, Sicherheit und

Selbstwert zurückzugewinnen

und wieder Vertrauen in die eigenen

Fähigkeiten zu entwickeln.

Unser Ziel ist es, Kinder nachhaltig

zu stärken und sie auf ihrem individuellen

Lernweg zu begleiten.

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Kinderseiten

Kinder-Seiten

Hallo liebe Kinder!

Ich bin’s – Igor Stachelson! Schön, dich zu sehen!

Hund, Hase, Schnecke und Biene sind sehr hungrig!

Kannst du ihnen helfen, zu ihrem Futter zu gelangen?

Beim nächsten Spaziergang oder Ausflug ins Freibad

kannst du die Bingo-Karte von der gegenüberliegenden

Seite mitnehmen und versuchen, sie voll zu

bekommen.

Ich wünsche dir eine wundervolle Sommerzeit und

ganz viel Spaß in den Ferien!

Dein Igor

TIPP

Diese Schrift (OpenDyslexic) kann Legastheniker*innen beim Lesen helfen

Die Buchstaben sind unten schwerer. Jeder Buchstabe sieht etwas anders

aus. Zwischen den Buchstaben ist mehr Platz. So können viele Kinder

besser lesen. Die Schrift ist frei verfügbar. Infos dazu gibt es unter:

www.legasthenie.at/schriftart-opendyslexic/

Illustrationen © freepik.com/freepik & AdobeStock/ WinWin

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Kinderseiten

SOMMER-BINGO

Nimm diese Seite mit, wenn du hinausgehst, und versuche,

alle Gegenstände zu finden. Wenn du einen Gegenstand

gefunden hast, kreuze ihn in dem kleinen Kästchen an.

Wenn all die kleinen Kästchen voll sind, hast du ein BINGO!

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Termine

Sommer-Reitcamp

Spiel und Spaß mit Pferden,

Katzen und Therapiehund „Cato“.

Auch heuer können wir wieder ein tolles und abwechslungsreiches

Reitcamp in den Sommerferien anbieten.

Aktivitäten

♥ Erlebnisse rund um die Pferde (z. B. Reiteinheiten, Fütterung, Pflege,

Stallarbeit und Satteln)

♥ Kreative Bastelprojekte mit Hufeisen

♥ Fantasiereise

♥ Selbsterfahrung – Selbstwert stärken, Selbstreflexion

♥ Erlebnispädagogische Spiele und Übungen

Elisa Buchberger wird auch in diesem Jahr eine schöne Reitwoche für

die Kinder anbieten. Mit viel Erfahrung, Herzblut und Leidenschaft

bereitet die ausgebildete Reitpädagogin den Kindern eine unvergessliche

Zeit am Hof.

Informationen

Termin: Montag, 10.08.2026 bis

Freitag, 14.08.2026

Alter: 10 – 14 Jahre

Preis: 300 Euro pro

Teilnehmer*in

Ort: Lisi’s Kinderwelt

Obenberg 51

4312 Ried in der Riedmark

Anmeldung

Telefon: +43 7229 62082

E-Mail:

office@kinderhilfswerk.at

Weitere Informationen:

www.kinderhilfswerk.at/

leistungen/kindercamps/

sommer-reitcamp/

Infos & Anmeldung

Illustrationen: © 2026 freepik.com/macrovector

Die Plätze für das Sommer-

Reit-Camp sind bereits vergeben.

Eine Anmeldung für die

Warteliste ist möglich.

Anmerkung

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Termine

© 2026 freepik.com/freepik

Fortbildungsprogramm BTZ Wien 2026

Informationen und Programm

Zeit

Jeweils 09:00 Uhr – 13:00 Uhr

Ort

Kinderhilfswerk BTZ Wien

Rotenturmstraße 29/7

1010 Wien

Raum Lila

Informationen und Anmeldung

Für weitere Informationen zum

Inhalt der Fortbildungen und für

verbindliche Anmeldungen kontaktieren

Sie uns unter:

wien@kinderhilfswerk.at.

Teilnahmebestätigung

Teilnehmer*innen erhalten eine

Teilnahmebestätigung.

Kosten

Für Mitarbeiter*innen und Studierende

des Kinderhilfswerks beträgt

der Unkostenbeitrag 5,00 Euro. Für

externe Zuhörer*innen wird ein

Unkostenbeitrag von 10,00 Euro

pro Fortbildung eingehoben. Diese

Beiträge gehen als Spende an den

Verein Kinderhilfswerk und sind

steuerlich absetzbar.

... und ist jetzt dann wegen mir das Kind weg?

Datum: 23.09.2026 | Vortragende: Mag. a Petra Tresky

Sexuelle Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen – Erkennen, Verstehen, Handeln

Datum: 20.11.2026 | Vortragende: Mag. a Csilla Bittner

Im Schatten der Familie:

Geschwisterinzest als gesellschaftliches Tabu und wahre Realität

Datum: 21.11.2026 | Vortragende: Mag. a Csilla Bittner

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Filmtipp

Die Schule der magischen

Tiere 3 – Voll verknallt!

Filmtipp

© Constantin Film

Deutschland, 2024

Regie: Sven Unterwaldt Jr.

Genre: Familienfilm

Freigegeben: 0 Jahre

Im dritten Teil der beliebten Reihe erleben die Kinder der Wintersteinschule

ein neues gemeinsames Abenteuer. Freundschaften werden

auf die Probe gestellt und alle Schüler*innen müssen ihren Platz

in der Gruppe finden. Während die Klasse an einer gemeinsamen

Aufgabe arbeitet, kommt es zu Unsicherheiten und Konflikten, aber

auch Momenten des Zusammenhalts, die zeigen, wie wichtig gegenseitige

Unterstützung ist.

Im Mittelpunkt steht Benni, der Schwierigkeiten beim Lesen und

Schreiben hat. Diese zeigen sich im Schulalltag und beeinflussen

sein Selbstvertrauen. Sein magisches Tier, die Schildkröte Henrietta,

begleitet ihn dabei und steht für Geduld und Ausdauer. Auch in diesem

Teil der Filmreihe wird wieder einfühlsam gezeigt, dass jedes

Kind seine eigenen Herausforderungen und Stärken hat.

Infobox

Legasthenie – Wir dachten

immer, du bist dumm

© Bildersturm Filmproduktion

Deutschland, 2023

Regie: Daniela Schmidt-Langels

Genre: Dokumentarfilm

Freigegeben: 0 Jahre

Filmtipp

Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS) wirken sich auf den Schulalltag

und das Selbstwertgefühl aus. Dieser Dokumentarfilm lässt

betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Legasthenie zu

Wort kommen. Viele Betroffene berichten davon, wie sie über Jahre

missverstanden wurden. Bezeichnungen wie „faul“ oder „weniger

begabt“ begleiten sie über Jahre ihrer schulischen Laufbahn.

Der Film macht deutlich, wie stark das Schulsystem Kinder, im Positiven

wie im Negativen, prägen kann. Gleichzeitig zeigt er, wie wichtig

frühes Erkennen, passende Unterstützung und ein verständnisvoller

Umgang sind. Nur so können Kinder ihre Stärken entfalten und die

gleichen Chancen erhalten wie Kinder ohne LRS.

Infobox

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Buchtipp

Buchveröffentlichung

Unser Wiener Psychotherapeut Valentin Opll

hatte die Ehre, mit der berühmten Schülerin

Viktor Frankls, Frau Prof. Elisabeth Lukas, ein

Buch mit dem schönen und hoffnungsfrohen

Titel „Es ist nie zu spät für ein sinnerfülltes

Leben“ zu veröffentlichen.

Das Buch soll den Leser*innen Mut schenken und zeigen, wie der

Mensch Krisen überwinden kann. Anhand vieler Fallbeispiele wird

deutlich, dass es, wie Viktor Frankl gesagt hat, „keine Situation im

Leben gibt, die nicht doch - wider jedes emotionale Sträuben und wider

allen logischen Scheins - eine Sinnmöglichkeit bietet“.

Wir begegnen in der Psychotherapie und Beratung oft sehr verzweifelten

und hoffnungslosen Kindern, Jugendlichen und Eltern. Ganz

sicher haben sie versucht, sich am eigenen Zopf, wie Münchhausen,

aus dem Sumpf zu ziehen. Manchmal gelingt das aber nicht.

In den Therapiezentren des Kinderhilfswerks arbeiten Menschen, die

ein starkes Seil zuwerfen, das hilft, Schwieriges zu meistern, Krisen

zu überwinden.

In diesem Buch wird gezeigt, dass es stets Hoffnung gibt. Dass es nie

zu spät ist, um Leidvolles zu bewältigen und gesund, zuversichtlich

und mit sinnvollen Aufgaben das Leben zu meistern.

Valentin Opll BEd

Psychotherapeut

Autor

© Privat

Es ist nie zu spät für ein sinnerfülltes Leben

Zwei Viktor-Frankl-Kenner im Dialog

Von

Elisabeth Lukas & Valentin F. Opll

Herausgeber

TYROLIA Gesellschaft m. b. H.

Erscheinungstermin

7. Februar 2026

ISBN-10

3702243240

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Meinungsbilder

Welche Rolle spielt LRS in deinem Leben?

Esra Özdemir, MBA, Senior Finance Expert

Ich bin Mutter von zwei Kindern mit Legasthenie. Anfangs war es

schwer zu verstehen, warum ihnen Lesen und Schreiben so schwerfällt.

Sie bemühten sich sehr, doch die Ergebnisse waren oft enttäuschend

und belasteten ihr Selbstvertrauen.

Heute weiß ich: Legasthenie hat nichts mit Intelligenz zu tun. Meine

Kinder sind klug und kreativ, sie lernen nur anders. Wichtig sind

Geduld, Verständnis und angepasster Unterricht. Mehr Zeit bei Aufgaben

hilft ihnen sehr. Auch die Bewertung sollte den Inhalt stärker

berücksichtigen. Unterstützung, Lob und Förderung – auch außerhalb

der Schule – stärken Fähigkeiten und Selbstvertrauen. Zusammenarbeit

ist entscheidend.

Esra Özdemir

Heide Rezner

Heide Rezner, Dipl.-Päd.

Als Lehrerin nehme ich das Thema LRS sehr ernst. Entsprechend groß ist

daher der Raum, den das Thema in meinem beruflichen Alltag einnimmt.

Das Arbeiten in der Kleingruppe ist immer förderlicher, da man sich dem

einzelnen Kind besser widmen kann. Ich gebe nur kleine “Häppchen” auf,

da das Arbeiten generell große Anstrengung bedeutet und legasthene

Kinder schneller ermüden und sonst demotiviert sind. Wichtig ist auch

viel Lob, wenn die Kinder dran bleiben, auch wenn sich immer wieder

Fehler einschleichen. Dies stärkt Schritt für Schritt das Selbstbewusstsein.

Eine Kleingruppe bietet außerdem so etwas wie eine Schutzblase, denn

legasthene Kinder gehen sehr gerne ins Vermeiden. Sie fühlen sich so

sicherer und trauen sich auch eher vorzulesen oder im Unterricht aktiv

mitzuarbeiten.

Das Arbeitspensum wird gekürzt, da Schüler*innen mit einer Lese-

Rechtschreib-Schwäche deutlich mehr Zeit benötigen, sich den

altersgemäßen Wortschatz zu erarbeiten. Ich achte außerdem auf eine

größere Schrift bei Texten und größere Zeilen und mehr Platz fürs

Schreiben.

Man muss auch die Eltern mit ins Boot holen und eine Testung vorschlagen.

Es gibt einen gesetzlich verankerten “Nachteilsausgleich” bei Vorliegen

einer LRS. Dies bietet für das Kind einige Vorteile, z. B. dass es mehr

Zeit bei Schularbeiten zur Verfügung hat oder Rechtschreib- und/oder

Leseleistungen teilweise nicht in die Note miteinbezogen werden.

Außerdem habe ich immer wieder beobachten dürfen, dass regelmäßiges

Üben, auch zu Hause, sich positiv auf den Lernerfolg der Kinder auswirkt.

Hayat, Schülerin, 14 Jahre

© Fotos: Privat

Hayat

Hallo, ich bin Hayat, ich bin 14 Jahre alt und ich habe Legasthenie.

Am Anfang war ich traurig und dachte, warum ich? Ich hatte Angst,

dass die Schule sehr schwer wird, aber das stimmt nicht. Heute finde

ich es schön, Legasthenie zu haben. Ich sehe Dinge anders als andere

und finde das besonders. Bei Prüfungen bekomme ich mehr Zeit und

meine Rechtschreibung wird nicht bewertet, dafür bekomme ich volle

Punkte, was ich sehr gut finde. Natürlich muss ich mehr üben als

andere, aber ich gehe in einen Legastheniekurs, der mir sehr hilft. Es

ist nichts Schlimmes und nichts, wovor man Angst haben muss.

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Kontakt / Standorte

Linz

Wien

Traun

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. a Martina Eichhorn

Ihre Ansprechpartnerin

Christina Schreckenthaler

Ihre Ansprechpartnerin

Tamara Hinterhölzl

Beratungs- und Therapiezentrum

Linz

Garnisonstraße 17/C2

4020 Linz

Tel.: +43 732 791617

linz@kinderhilfswerk.at

Telefonzeiten

Mo. - Do.: 8:30 - 13:30 Uhr

Termine nach Vereinbarung

Beratungs- und Therapiezentrum

Wien

Rotenturmstraße 29/7

1010 Wien

Tel.: +43 1 8101306

wien@kinderhilfswerk.at

Telefonzeiten

Mo.: 8:30 - 17:00 Uhr

Di. - Do.: 8:30 - 13:30 Uhr

Termine nach Vereinbarung

Spendenservice und

Verwaltung Traun

Obere Dorfstraße 20

4050 Traun

Tel.: +43 7229 62082

office@kinderhilfswerk.at

Telefonzeiten

Mo. - Do.: 9:00 - 14:00 Uhr

Fr.: 9:00 - 12:00 Uhr

Österreichweite Kooperationspartner

Beratungs- und Therapiezentren Linz & Wien

Verwaltung und Spendenservice Traun

Kooperationstherapeut*innen

Stand Mai 2026

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Erfolgsgeschichte & Vorschau

Neues und Nennenswertes

Spannende Projekte

Das erste Halbjahr 2026 war im Kinderhilfswerk geprägt von neuen,

spannenden Entwicklungen und dem Start der Umsetzung eines Herzensprojektes

– dem Kauf eines eigenen Grundstücks mit anschließendem

Neubau am Linzer Pöstlingberg. Hier soll unser "Haus der

Kinder" - unser neues Beratungs- und Therapiezentrum Linz entstehen.

Wir freuen uns auf die kommende Zeit und werden regelmäßig

über den Projektfortschritt berichten.

Wie immer gebührt unser herzlicher Dank unseren Unterstützer*innen.

Nur mit dem Engagement und der Hilfe zahlreicher

Spender*innen ist es möglich, unsere Leistungen stets in gewohnter

Qualität anzubieten.

Von Jänner bis Ende April 2026 konnten wir, dank der Unterstützung

unserer Spender*innen, 2.500 Kindern, Jugendlichen und deren

Bezugspersonen mit 5.666 Einheiten helfen!

Sie schenken neue Hoffnung und Zuversicht - Danke!

Spenden an: Verein Kinderhilfswerk - Hypobank Linz

IBAN: AT74 5400 0000 0001 0777

KI als Therapeut*in

Ein Blick in die nächste Ausgabe

In unserer nächsten Magazinausgabe widmen wir uns dem spannenden

Thema „KI als Therapeut*in“. Das Thema künstliche Intelligenz

als Hilfestellung bei psychologischen Themen begleitet uns

vermehrt auch in unserer therapeutischen Arbeit mit Kindern und

Jugendlichen. Immer mehr junge Menschen bauen diese neue Technologie

als „digitale Therapeut*innen“ in ihren Alltag ein.

Freuen Sie sich also auf interessante Beiträge, aktuelle Studienlagen

und Hilfestellungen für die Nutzung von KI-gestützten Therapie-Apps

im Alltag.

© 2026 freepik.com / freepik

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25 Jahre Spendengütesiegel / Impressum

25 Jahre Spendengütesiegel

Seit einem Vierteljahrhundert steht das Österreichische Spendengütesiegel

für Transparenz, Verantwortung und einen sorgfältigen Umgang

mit Spendengeldern.

Dieses besondere Jubiläum wurde am 21. Mai 2026

beim 13. OSGS Forum gefeiert. Auf dem Programm

standen ein Rückblick auf die Entwicklung des

Spendengütesiegels, aktuelle Einblicke in den Non-

Profit-Bereich sowie verschiedene Workshops.

Auch das Kinderhilfswerk war bei dieser Jubiläumsveranstaltung

vertreten. Obmann und Geschäftsführer Peter Begsteiger

nahm am Forum teil und unterstrich damit die Bedeutung von Transparenz

und Vertrauen für unsere Arbeit.

Das Kinderhilfswerk trägt seit 2008 durchgehend das Spendengütesiegel.

Für uns ist diese Auszeichnung ein Qualitätsmerkmal und ein

Zeichen dafür, dass wir verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten

Spenden umgehen. Nur das Vertrauen unserer Fördermitglieder und

aller an uns spendenden Menschen ermöglicht es uns, Kinder und Familien

nachhaltig zu unterstützen.

25 Jahre Spendengütesiegel zeigen eindrucksvoll, wie wichtig Offenheit,

Nachvollziehbarkeit und Transparenz im Spendenwesen sind. Werte,

denen sich auch das Kinderhilfswerk verpflichtet fühlt.

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber: Kinderhilfswerk, gemeinnütziger und unabhängiger Verein, Rotenturmstraße

29/7, 1010 Wien. ZVR-Nr.: 903855763. Geschäftsführer: Peter Begsteiger, E-Mail: peter.b@kinderhilfswerk.at.

Redaktionsleitung: Mandý Röver & Elena Bertolini, E-Mail: redaktion@kinderhilfswerk.at. Auflage: 23.500 Stück,

zweimal jährlich. Grafik & Layout: Mandý Röver. Cover-Foto: © 2026 iStockphoto.com/PeopleImages. Fotos: Nicht

gekennzeichnete Fotos © Kinderhilfswerk. Illustrationen: Mag. Sandra Klepp-Reinthaller. Bilder Kinderseiten:

freepik.com/freepik & AdobeStock/WinWin.

Copyright: Namentlich gekennzeichnete Artikel geben ausschließlich die Meinung der Autor*innen wieder, sie muss

nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen. Wenn nicht anders vermerkt, verbleibt das Urheberrecht

bei den einzelnen Verfasser*innen. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung

außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der jeweiligen Autor*innen. Die

Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser

Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Einige Artikel dieses Magazins wurden mit Unterstützung von

KI erstellt, überarbeitet oder lektoriert, jedoch stets mit menschlicher Kontrolle und finaler Prüfung. Leserzuschriften

können auch gekürzt wiedergegeben werden.

Das Österreichische Umweltzeichen

für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686

Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

Druckerei: Gedruckt nach der Richtlinie "Druckerzeugnisse" des

Österreichischen Umweltzeichens, Druckerei Ferdinand Berger & Söhne

GmbH, UW-Nr. 686.

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WENN

DIE SEELE

WEH TUT

Dann braucht

es mehr als

ein Pfl aster.

IHRE

SPENDE

HILFT!

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05664

SO1341

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IBAN: AT74 5400 0000 0001 0777

Verein Kinderhilfswerk

Bei Fragen zu Ihrer Spende

offi ce@kinderhilfswerk.at

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