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LOGISTIK EXPRESS JOURNAL 3/2026

TRANSPORT & LOGISTIK

Zukunft aktiv gestalten:

Innovation, Standort & Logistik

LOGISTIK EXPRESS INFORMIERT


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S2

Journal T&L 3/26

04 Eine Ära geht zu Ende

06 Siemens startet Zukunftsoffensive in Fürstenfeld

10 Mit besserer Koordination zum Ziel

16 Kombiverkehr: 2025 Nachfragerückgang

18 Hafen Wien: Drehscheibe Binnenschifffahrt

20 Schwimmendes Schweizermesser

24 VNL: Im Netzwerk erfolgreicher

30 Gewerbediesel muss Spritpreisbremse folgen

32 VNL zeichnet herausragende Logistikprojekte aus

34 Umfrage: Transportmarkt im Wandel

38 Zolldaten als Schlüsselressource

40 Vom Ein-Mann-Unternehmen zum Logistikspezialisten

42 Seifert Logistics Group feiert 10 Jahre Standort Leipzig

44 75 Jahre Alfred Schuon Group

46 cargo-partner feiert 20 Jahre in Graz

48 20-jähriges Jubiläum von Jörn Peter Struck

50 System Alliance Europe auf Wachstumskurs

52 NOSTA übernimmt Transportabwicklung für Panasonic

54 Lagermax Logistics übernimmt Spedition Keimelmayr

56 Hödlmayr übernimmt Nutzfahrzeugsparte Gartner KG

58 Wachsende Nachfrage und Nearshoring-Trends

60 Logistikmarkt: Flächenumsatz und Fertigstellungen sinken

62 Fuhrparkdaten sind der Schlüssel zur nachhaltigen Flotte

64 Whitepaper: PTV-Tourenoptimierung Stückgutlogistik

66 Smartphones bewegen jeden achten Euro

68 MAN reduziert Treibhausgas-Ausstoß seiner Werke

70 E-LKW: Ja, aber lohnt sich das?

72 Älteste Brauerei der Welt eröffnet neue Logistikladelösung

74 Fiege eröffnet Ladepark für E-Lkw in Oftringen

76 Niceshops & Schauperl vollelektrische Verkehrsverbindung

78 SMATRICS und eTrucker bündeln Kräfte

80 Burtenbach: SOS gegen unrealistische VECTO-Vorgaben

82 BSK-Fachforum 2026: Lösungen für Schwerlastverkehr

84 Lübecker Hafen & Hafen Tallinn Zusammenarbeit

86 Nordseehäfen Containerfreigabe vollständig digitalisiert

88 Lufthansa Cargo startet planmäßig Luftfracht-Hubs

90 Logistikdienstleister mietet im Segro Park Dortmund

92 Bauarbeiten für den Garbe Industrial Park Soest starten

94 REALOGIS vermittelt Logistikfläche im Prologis Park


LE 3/2026

IMPRESSUM

LOGISTIK express / MJR MEDIA

Donauwörther Str. 27a/7/4

A-2380 Perchtoldsdorf

Medieninhaber, Herausgeber:

Markus Jaklitsch

+43 676 7035206 / info@logistik-express.at

www.logistik-express.com

Foto: istockphoto.com, Depositphotos.com


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S4

Eine Ära geht zu Ende

Nach fast fünf Jahrzehnten an der Spitze eines

der weltweit führenden Mobilitäts-Technologieunternehmen

steht bei AVL in Graz ein

bedeutender Wechsel an: Helmut List übergibt

die Geschäftsführung an Lukas Walter.

Nach fast fünf Jahrzehnten prägender

Führung steht bei AVL in Graz

ein bedeutender Wechsel an: Helmut

List, der das Unternehmen seit

1979 maßgeblich geprägt hat, übergibt die

Geschäftsführung an Lukas Walter. Mit Ende

Mai wechselt List in den Aufsichtsrat, wo er als

Vorsitzender weiterhin wichtige Impulse für die

Zukunft des weltweit führenden Mobilitäts-

Technologieunternehmens geben wird.

Helmut List – Visionär und Wegbereiter einer

Mobilitätsrevolution

Helmut List begann seine Karriere 1966 bei

AVL, das 1948 von seinem Vater Hans List

gegründet wurde. Unter seiner Leitung entwickelte

sich AVL zu einem global anerkannten

Player in der Entwicklung komplexer

Antriebssysteme und nachhaltiger Mobilitätslösungen.

List war nicht nur Geschäftsführer,

sondern auch Visionär mit einem starken

Fokus auf internationale Vernetzung, technologische

Innovation und die konsequente

Ausrichtung auf zukunftsfähige Mobilität.

Seine Handschrift zeigt sich in der globalen

Expansion des Unternehmens, der Entwicklung

bahnbrechender Technologien und dem Aufbau

eines internationalen Netzwerks. Neben

seiner unternehmerischen Tätigkeit ist List

auch als großzügiger Kulturförderer bekannt

– die Helmut-List-Halle in Graz ist ein bedeutender

Veranstaltungsort, der auch in schwierigen

Zeiten wie nach der tragischen Amoktat

2025 als Ort der Unterstützung diente.

Herausforderungen und Wandel

in bewegten Zeiten

Die letzten Monate waren für AVL wirtschaftlich

herausfordernd. Im Januar 2026 wurde ein

weiterer Stellenabbau von über 300 Arbeitsplätzen

am Standort Graz angekündigt, der die

schwierige Marktsituation widerspiegelt. Trotz

dieser Herausforderungen bleibt AVL auf Kurs,

seine Transformation hin zu nachhaltiger, nutzerorientierter

Mobilität konsequent voranzutreiben.

Der Generationenwechsel ist dabei ein

wichtiger Schritt, um frische Impulse und neue

Perspektiven in die Unternehmensführung zu

bringen.


Lukas Walter – Kontinuität und

Innovation in der Führung

Der neue Geschäftsführer Lukas Walter

ist kein Unbekannter bei AVL. Als

bisheriger Chief Operating Officer im

Geschäftsbereich Engineering hat er die

strategische Entwicklung des Unternehmens

maßgeblich mitgestaltet. Walter

gilt als ausgewiesener Branchenexperte,

der die Erfolgsgeschichte von

AVL fortsetzen wird: „Unsere Fähigkeit,

komplexe Antriebssysteme ganzheitlich

zu entwickeln und in die Anwendung

zu bringen, macht uns zu einem

zentralen Partner in der Transformation

hin zu nachhaltiger Mobilität.“

Mit seiner Erfahrung und seinem Innovationsgeist

steht Walter für Kontinuität

und zugleich für den notwendigen Wandel,

um AVL fit für die Zukunft zu machen.

Helmut List bleibt aktiv als

Aufsichtsratsvorsitzender

In seiner neuen Rolle als Vorsitzender

des Aufsichtsrats wird Helmut List vor

allem den Ausbau internationaler Kontakte

vorantreiben und seine langjährige

Erfahrung einbringen. „Jetzt ist der richtige

Zeitpunkt, Raum für neue Perspektiven

in der operativen Führung zu schaffen“,

betont List. Seine Expertise und sein

Netzwerk werden AVL auch künftig als

wertvolle Ressource dienen.

Ausblick: Mit frischem Wind in eine

nachhaltige Mobilitätszukunft

Der Generationenwechsel bei AVL markiert

einen bedeutenden Meilenstein. Mit

Lukas Walter an der Spitze und Helmut

List im Aufsichtsrat ist das Unternehmen

bestens gerüstet, um die Herausforderungen

der Zukunft zu meistern. Die

Kombination aus bewährter Erfahrung

und frischem Innovationsgeist wird AVL

helfen, seine Rolle als globaler Technologieführer

in der nachhaltigen Mobilität

weiter auszubauen. (RED)

Gestalten

Sie mit für mehr

Sichtbarkeit –

Frequenz –

Reichweite

Gemeinsam bringen wir Ihr

Business ins Blickfeld.

LOGISTIK express – Ihr

Marktplatz für News,

Innovationen und Trends.

AVL wird die technologische Transformation

der Mobilitätsindustrie

weiterhin aktiv mitgestalten, neue

Marktpotenziale erschließen und die

Position als international führender

Technologiepartner nachhaltig stärken.

AVL bleibt damit ein zentraler

Partner für die Entwicklung komplexer

Antriebssysteme und nachhaltiger

Mobilitätslösungen – und

gestaltet aktiv die Mobilitätswende

von morgen.

Stärkung des Geschäftsbereichs

Instrumentation & Test Systems

Parallel zur Führungsübergabe setzt AVL

klare Impulse für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

im Geschäftsbereich Instrumentation

& Test Systems (ITS). Alexander

Kraus wird ab Juli 2026 zum Chief

Operating Officer dieses strategisch

Bereichs ernannt. Kraus bringt internationale

Führungserfahrung an der Schnittstelle

von Technologie, Regulierung und

Innovation mit. Als ehemaliger Chief

Technology Officer der TÜV SÜD Mobility

Division verantwortete er globale Innovations-

und Digitalisierungsprogramme

und prägte die Standardisierung sowie

Regulierung softwaregetriebener Mobilitätslösungen

maßgeblich mit. Seit Juli

2025 ist Kraus Geschäftsführer der AVL

Deutschland GmbH und Global Head of

SDV & AD-Homologation.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S6

Siemens startet

Zukunftsoffensive: Neuer

40-Millionen-Euro-Hub

für Bahntechnik

in Fürstenfeld

Modernes Kompetenzzentrum für Pantographenfertigung

und Fahrwerksservice mit verbessertem

Logistikkonzept stärkt Standort

Graz nachhaltig.

Siemens Mobility hat seinen neuen

Fertigungs-, Service- und Logistik-

Hub in Fürstenfeld mit Bundesminister

für Mobilität Peter Hanke, dem

Landeshauptmann der Steiermark Mario Kunasek,

der Stellvertreterin des steirischen Landeshauptmanns

Manuela Khom, Fürstenfelds Bürgermeister

Franz Jost sowie Siemens Mobility

Austria CEO Tanja Kienegger und dem Grazer

Standortleiter Stefan Erlach offiziell eröffnet.

Mit der Investition in Höhe von 40 Millionen Euro

stärkt das Unternehmen der heimischen Bahnindustrie

seine Präsenz und sorgt verstärkt für

hohe Wertschöpfung am Standort Österreich.

Konkret wird Fürstenfeld das Weltkompetenzzentrum

für Fahrwerke und Pantografen in Graz

bei der Vormontage von Radsätzen strategisch

ergänzen und unterstützen. Gleichzeitig entsteht

vor Ort ein Fertigungskompetenzzentrum

für Pantografen („Stromabnehmer“) für Schienenfahrzeuge

und auch Ladestromabnehmer

für Elektrobusse. Durch Fürstenfeld können

interne Logistikabläufe optimiert und so die

internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig

gesteigert werden.


virtueller Pantograph - Stromabnehmer

Siemens Mobility

Es entstehen Kapazitäten, um das langfristig

positive Marktumfeld für Schienenmobilität in

Zukunft noch besser adressieren zu können.

Am neuen Hub in Fürstenfeld beschäftigt Siemens

Mobility nun 150 Mitarbeitende.

Tanja Kienegger, CEO Siemens Mobility Austria:

„Österreich ist ein Bahnland, Siemens Mobility

ist der beste Partner für Bahnbetreiber. Mit

unserem Engagement in Fürstenfeld unterstützen

wir unser stark exportorientiertes Weltkompetenzzentrum

für Fahrwerke Graz, gleichzeitig

werden wir mit großer Nähe zu unseren

europäischen Kunden innovative Service- und

Instandhaltungsleistungen anbieten. Mit der

Investition von 40 Mio. Euro stellen wir die Weichen

für den Erfolg von morgen.“

Bundesminister für Mobilität Peter Hanke: „Mit

dem neuen Fertigungs-, Service- und Logistik-Hub

in Fürstenfeld stärkt Siemens Mobility

den Bahn- und Industriestandort Österreich Die

Investition von 40 Millionen Euro schafft Wertschöpfung,

sichert qualifizierte Arbeitsplätze

und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit

unserer heimischen Bahnindustrie.

Hier entsteht erfolgreich moderne Mobilität

made in Austria. Davon profitieren die Region,

die heimische Wirtschaft und der klimafreundliche

Ausbau des Verkehrs gleichermaßen.“

Landeshauptmann Mario Kunasek: „Die Eröffnung

des neuen Standorts in Fürstenfeld ist

ein starkes Signal für die Steiermark. Mit einer

Investition von 40 Millionen Euro und rund 150

gesicherten beziehungsweise neu geschaffenen

Arbeitsplätzen setzt Siemens Mobility

ein klares Zeichen für Wachstum, Innovation

und Zukunft. Solche Investitionen stärken die

regionale Wertschöpfung und festigen die

Position der Steiermark als führenden Industrie-

und Technologiestandort. Das langfristige

Bekenntnis von Siemens Mobility zu unserem

Bundesland unterstreicht die Attraktivität des

Standorts und schafft neue Perspektiven für die

Region. Das Land Steiermark wird auch künftig

ein verlässlicher Partner für Unternehmen und

Investoren sein. Mit weniger Bürokratie, schnelleren

Verfahren und praxisnahen Rahmenbedingungen

werden wir die Wettbewerbsfähigkeit

unseres Wirtschaftsstandorts konsequent

weiter stärken.“


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S8

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela

Khom: „Mit der Investition von rund 40 Millionen

Euro und der Schaffung neuer Arbeitsplätze

setzt Siemens Mobility ein starkes Zeichen für

den Wirtschaftsstandort Steiermark. Der neue

Hub in Fürstenfeld ist ein klares Bekenntnis zu

unseren Regionen, zu bestens ausgebildeten

Fachkräften und zur Innovationskraft der steirischen

Industrie. Die Ansiedlung stärkt nicht

nur die Oststeiermark, sondern bestätigt auch

die führende Rolle der Steiermark als Industrieund

Innovationsstandort. Unternehmen investieren

dort, wo sie Verlässlichkeit, Qualität und

Kompetenz vorfinden – genau dafür steht die

Steiermark. Was im Zukunftsland Steiermark

entwickelt, produziert und serviciert wird, ist

weltweit gefragt. Ich gratuliere Siemens Mobility

herzlich zur heutigen Eröffnung.“

Radsatzproduktion Siemens Mobility

Fürstenfelds Bürgermeister Franz Jost: „Der

heutige Tag ist ein Freudentag für Fürstenfeld!

Die Ansiedelung von Siemens Mobility ist eine

Auszeichnung für den Wirtschaftsstandort und

von enormer Bedeutung für die künftige wirtschaftliche

Entwicklung und Attraktivierung

unserer Region. Die Fürstenfelder Jahnstraße

hat bereits eine jahrzehntelange Tradition als

Industriestandort, mit der Eröffnung des Siemens-Werks

hat hier ein international agierender

und innovativer High-Tech-Konzern mit

hohem Wachstumspotenzial auf den globalen

Märkten seinen Betrieb aufgenommen. Dazu

haben wir auch das Fürstenfelder Fernwärmenetz

erweitert und das Industrieviertel erschlossen,

um die hier ansässigen Betriebe mit nachhaltiger

Öko-Fernwärme aus lokaler Produktion

versorgen zu können. Mein außerordentlicher

Dank gilt allen Beteiligten und Verantwortlichen

– insbesondere von Siemens Mobility! Fürstenfeld

ist durch den neuen Siemens-Standort an

der industriellen Wertschöpfungskette beteiligt

und viele wichtige Arbeitsplätze können für die

Region geschaffen werden.“

Stefan Erlach, Head of Bogies und Pantos Graz:

„Die Eröffnung unserer strategischen Erweiterung

in Fürstenfeld markiert einen wichtigen

Meilenstein für den Ausbau unseres globalen

Fahrwerke- und Pantographengeschäfts. Der

Standort ergänzt unsere Kompetenzen in Graz

ideal und schafft zusätzliche Kapazitäten, um

die steigende Nachfrage bei Radsätzen, Panto-


Fürstenfeld Eröffnung Siemens

graphen und im Komponentenservice gezielt zu

bedienen – und erhöht zugleich die Resilienz

unserer Wertschöpfung durch eine breitere und

flexiblere Aufstellung. Durch die gezielte Investition

in effiziente und nachhaltige Fertigungstechnologien

entstehen attraktive Arbeitsplätze

in der Region. Damit leistet Siemens

Mobility einen aktiven Beitrag zur langfristigen

Stärkung und Weiterentwicklung der Bahnindustrie

in der Steiermark und in Österreich.“

Integrierte Wertschöpfung für

globales Wachstum

Der neue Hub vereint Produktion, Service und

Logistik unter einem Dach. In Fürstenfeld erfolgen

künftig die Vormontage und Fertigung

neuer Radsätze für Schienenfahrzeuge von Siemens

Mobility. Darüber hinaus werden sowohl

Pantographen für klassische Schienenfahrzeuge

als auch innovative Ladestromabnehmer

für Elektrobusse produziert. Auch das wachsende

Servicegeschäft wird hier gebündelt: Im

Component Service Center werden Radsätze

instandgehalten, gewartet und aufgearbeitet.

Der Hub Fürstenfeld ist technologisch vollständig

in die Produktionsprozesse des Siemens

Mobility Weltkompetenzzentrums für Fahrwerke

und Pantographen in Graz-Eggenberg

integriert und ermöglicht damit eine durchgängige

und digitalisierte Produktionssteuerung.

Nachhaltigkeit als Standortmerkmal

Der neue Hub setzt Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit.

Der gesamte Werksverkehr zwischen

Graz und Fürstenfeld wird mit einer vollständig

elektrischen LKW-Flotte abgewickelt. Intelligente

Gebäudetechnologie, der Anschluss an

das Fernwärmenetz und der Bezug von 100

Prozent Ökostrom zeigen, dass Siemens Mobility

hohe Nachhaltigkeitsziele verfolgt. Auf den

zugehörigen Grünflächen übernehmen Schafe

eines lokal ansässigen Landwirts die natürliche

Grünraumbewirtschaftung und fördern die Biodiversität.

Bahn- und Industriestandort Österreich

Die aktuelle Investition unterstreicht die große

wirtschaftliche Bedeutung von Siemens Mobility

für Österreichs Bahnindustrie. Neben Fürstenfeld

ist das Unternehmen derzeit an drei

Standorten – am Unternehmenssitz in Wien-

Siemensstraße sowie den Standorten Wien-

Leberstraße und Graz-Eggenberger Straße

– tätig. Dabei beschäftigt Siemens Mobility

Austria mehr als 4.500 Mitarbeitende. Zum Verantwortungsbereich

des Unternehmens gehören

insgesamt 17 weitere Länder in Zentral- und

Osteuropa, in denen insgesamt fünf in Österreich

und Osteuropa ansässige weltweit tätige

Kompetenzzentren für Bahntechnologie tätig

sind. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S10



LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S12

Mit besserer

Koordination zum Ziel

Die zum Stahl- und Technologiekonzern voestalpine

zugehörige LogServ- Gruppe blickt

mit ihrer Tochter CargoServ auf 25 Jahre Entwicklung

zurück.

REDAKTION: MARCUS WALTER

Die Geschäftsführer Markus Schinko

und Christian Janecek sprechen über

ihre Wünsche für die Zukunft, den

Vorteil von Beständigkeit sowie die

Grenzen künstlicher Intelligenz und den Modal

Split.

Logistik Express: 25 Jahre LogServ & CargoServ

und Sie sind von Anfang an dabei. Was würden

Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Christian Janecek: Ja, natürlich gibt es solche

Dinge, die man vielleicht anders machen würde.

Im Nachhinein stellt sich manches anders da, als

es vorausgesehen wurde. Aber wie heißt es so

schön: Spurenlesen ist immer einfach, wenn der

Bär direkt vor einem steht. Vor dem Hintergrund

der zunehmenden Risiken für die weltweiten

Lieferketten achten wir heute noch viel mehr als

früher auf Resilienz. Das heißt, wir verlassen uns

bei der Supply Chain nicht nur auf einen Plan A,

sondern haben immer auch einen Plan B. Es

hat sich herausgestellt, dass die Logistik viel zu

volatil geworden ist, um nur auf ein Pferd zu setzen.

Markus Schinko: Zu den Dingen, die wir von

Anfang an richtig gemacht haben, gehört der

faire Umgang mit unseren Partnern. Mit Fehlern

beschäftigen wir uns nur, um daraus zu lernen.

Die Schuldfrage interessiert uns nur am Rande.

Stattdessen gehen wir sehr stark auf unsere

Partner zu. Ein Beispiel ist die Deutsche Bahn.

Gott sei Dank hat man dort erkannt, dass man

die Bahn-Infrastruktur in Deutschland sanieren

muss. Wir sehen es so, dass wir die damit

verbundenen Herausforderungen gemeinsam

angehen. Unsere zweite wichtige Botschaft in

diesem Zusammenhang ist, dass bei den Infrastruktur-Maßnahmen

auch die Industrie mit am

Tisch sitzen muss. Das geschieht noch zu wenig.

Logistik Express: An welchen strategischen

Stellschrauben drehen Sie denn ganz aktuell?

Markus Schinko: Derzeit gibt es diesbezüglich

keine großen Kursänderungen. Wir achten

jedoch sehr darauf, dass wir unsere Mitarbeitenden

fördern und weiterentwickeln. Wir brauchen

Mitarbeitende, die gut ausgebildet sind. Ein weiteres

Ziel ist, dass wir auch künftig über ausreichende

Personal-Ressourcen verfügen. Unser

Bedarf reicht von der einfachen Hilfskraft bis hin

zum Hochschulabsolventen mit internationaler

Erfahrung. Für ein Logistikunternehmen ist die

Personalpolitik ein vorrangiges strategisches

Thema.


Logistik Express: Welche Rolle wird dabei die

künstliche Intelligenz spielen? Werden nicht

auch bei LogServ viele Jobs durch KI obsolet?

Markus Schinko: Nein. Zunächst einmal setzt

künstliche Intelligenz eine menschliche Intelligenz

voraus. Das ist ein Grundprinzip. KI kann

mir zum Beispiel als nette Übung einen umfangreichen

Text zusammenfassen, aber kein wirklich

großes Problem lösen. Dazu brauchen wir

nach wie vor den Menschen.

Christian Janecek: Für sich betrachtet ist KI

keine Lösung. Wenn ich zum Beispiel den Versand

von Produkten zu einem Kunden optimieren

will, dann ist der erste Schritt eine gründliche

Prozess-Analyse.

Erst im nächsten Schritt kann ich mir die Frage

stellen, inwieweit die Abläufe durch KI schneller

und effizienter werden können.

Logistik Express: Kunden-Hotlines und andere

Bereiche der Kommunikation werden aber

schon vielfach durch KI automatisiert. Wäre das

kein Ansatz für LogServ und CargoServ?

Markus Schinko: In unserem industriellen

Umfeld treiben wir die durchgängige Vernetzung

mit allen Partnern und allen Kunden voran. Wenn

ich das erreicht habe, muss ich gar nicht mehr

so viel kommunizieren, weil sämtliche Daten

automatisch übermittelt und abgeglichen werden.

Bei Bedarf kann sich der Kunde dann selbst

einen Überblick über die laufenden Sendungen

verschaffen.

Logistik Express: Als die LogServ-Gruppe 2001

gegründet wurde, spielte KI ohnehin noch keine

Rolle. Was waren denn vor 25 Jahren die vorrangigen

Themen?

Christian Janecek: Die Grundidee unserer

Konzernmutter voestalpine mit der LogServ

Gruppe war die Bündelung der Logistikaktivitäten

mit einem klaren Kostenfokus. Damals

wurde Logistik vor allem als Kostenverursacher

gesehen. Irgendwann wurde Logistik dann ein

Engpass-Faktor mit einem Mangel an Lokführern

und Lkw-Fahrern, mit zunehmenden Staus,

blockierten Binnenschiffswegen und Kriegsauswirkungen.

Dadurch wurde Logistik zu dem, was

sie heute ist: Ein echter Erfolgsfaktor, mit dem

sich konkurrierende Unternehmen voneinander

abheben können.

Markus Schinko: Vor 25 Jahren gab es eine

echte Aufbruchstimmung mit der Privatisierung

der Bahnen, der Interoperabilität und dem Bilden

transeuropäischer Netzwerke. Vor diesem

Hintergrund haben wir damals mit CargoServ

ein eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen

gegründet, das heute sehr erfolgreich ist.

2006 haben wir im Interesse der Resilienz

zudem damit begonnen, uns an einem Binnenschifffahrtsunternehmen

zu beteiligen. Heute

hält LogServ 49 Prozent an der Kühne + Nagel

Euroshipping GmbH.

Logistik Express: Demzufolge müsste der Modal

Split von voestalpine beziehungsweise der

LogServ-Gruppe ja mustergültig sein, oder?


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S14

Markus Schinko: Wir leisten hier einen großen

Beitrag. Während der Anteil der Schiene am

gesamten österreichischen Güterverkehr bei 27

bis 28 Prozent liegt, werden in der Steel Division

von voestalpine 75 Prozent aller ein- und ausgehenden

Transporte per Bahn befördert. Im

Inbound liegt dieser Wert sogar im Bereich von

90 Prozent. Das liegt natürlich an der Art der

beförderten Güter. Schwere Schüttgüter sind

besonders gut für die Bahn geeignet.

Christian Janecek: Wir setzen aber auch im

Outbound überdurchschnittlich stark auf die

Schiene – das gilt auch im Vergleich mit anderen

Stahlproduzenten in Europa. Unser Bahnanteil

liegt bei deutlich über 50 Prozent. Das erreichen

andere Stahlwerke nicht annähernd.

Logistik Express: Haben Sie bezüglich Modal

Split schon das Ende der Fahnenstange erreicht,

oder wollen Sie den Bahnanteil noch weiter steigern?

Christian Janecek: Wir möchten den Lkw-Anteil

auf keinen Fall steigern, sondern eher senken

und dafür zukünftig im Outbound noch mehr

ganze Züge einsetzen. Nicht zuletzt wünscht

sich auch der Kunde eine möglichst ökologische

Belieferung…

Markus Schinko: …wobei unsere Bemühungen

um die Reduzierung des Lkw-Anteils auch vom

Wetter beeinflusst werden. Die Niedrigwasser-

Phasen an der Donau werden immer länger und

dramatischer und schränken die Binnenschifftransporte

empfindlich ein. Ein rumänisches

Schwesterwerk vom Stahlwerk Linz wird zum

Beispiel grundsätzlich per Schiff versorgt. Parallel

setzen wir jedoch immer auch auf die Bahn,

um bei Niedrigwasser schnell reagieren und

aufstocken zu können.

Christian Janecek: Binnenschiff und Bahn können

sich auch volumenmäßig gut gegenseitig

ersetzen. Ein Binnenschiff zwischen Linz und

Rumänien ist mit rund 1.500 Tonnen beladen.

Diese Menge können wir auch mit einem einzigen

Zug befördern. Alternativ bräuchte man

dafür 65 Lkw, die jedoch niemals kurzfristig bei

einem Frächter abrufbar sein werden. Vor diesem

Hintergrund setzen wir vorrangig auf die

beiden Verkehrsträger Schiene und Binnenschiff.

Der Lkw kommt nur dann zum Einsatz, wenn der

Transport nicht anders möglich ist.

Logistik Express: Ein wichtiges Argument für

Bahn und Binnenschiff ist deren wesentlich bessere

Klimabilanz. Werden diese Verkehrsträger

nicht deutlich an Akzeptanz verlieren, wenn der

Lkw-Verkehr eines schönen Tages klimaneutral

sein wird, indem nur noch batterieelektrische

Fahrzeuge mit regenerativer Energie unterwegs

sind?

CHRISTIAN JANECEK

Markus Schinko: Das kann man ganz klar mit

nein beantworten. Schließlich kann die Physik

nicht überwunden werden. Der Rollwiderstand

auf der Straße ist sechsmal höher als auf der

Schiene. Von daher hat die Schiene immer einen

Vorteil und wird niemals durch den Straßenverkehr

ersetzt werden können.


Christian Janecek: Das Thema Lkw hängt ja

nicht nur am Verbrennungsmotor und dem CO2,

das ausgestoßen wird. Es geht auch um den

Gummiabrieb, Feinstaub und beschädigte Straßen

und Brücken. Die Belastung der Infrastruktur

durch den Straßengüterverkehr ist immens.

Logistik Express: Neben dem Modal Split

möchte ich noch eine andere Kennzahl ansprechen.

LogServ generiert über 75 Prozent des

Umsatzes mit voestalpine. Bei CargoServ liegt

dieser Wert bei über 65 Prozent. Wollen Sie das

Drittgeschäft künftig weiter ausbauen?

Christian Janecek: Unser Fokus liegt nach wie

vor auf der Logistik von voestalpine. Dafür wurden

wir gegründet und das wir auch so bleiben.

Unser Drittgeschäft entsteht überall dort,

wo es unser Kerngeschäft ergänzt und gut zu

unseren Prozessen passt. Wir gehen aber nicht

aktiv auf Kundenfang, zumal jeder neue Auftrag

auch Personalressourcen bindet, die im Zweifel

erst aufgebaut werden müssen. Das ist ein Vorgang,

der mit allen Sicherheits-Schulungen und

Unterweisungen mehrere Monate dauern kann.

Von daher ist das Drittgeschäft für uns wichtig,

aber kein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Markus Schinko: Wir wünschen uns auf europäischer

Ebene eine bessere Abstimmung,

wenn es um infrastrukturelle Maßnahmen und

Baustellen geht. Das wird noch viel zu wenig

gemacht.

Als Logistikunternehmen im Herzen Europas

haben wir es schwer, wenn es in Slowenien, Italien

und Deutschland zeitgleich Baustellen gibt

und wir von den laufenden Maßnahmen praktisch

umringt werden. Dann werden Umfahrungen

fast unmöglich. Ein besseres Koordinieren

würde uns sehr helfen.

Logistik Express: Dafür wünsche ich Ihnen viel

Erfolg und eine einsichtige EU. Vielen Dank für

das Gespräch! (RED)

Logistik Express: Ein Erfolgsfaktor ist aber

bestimmt die große Kontinuität in der Führung

der LogServ-Gruppe. Seit wann sind Sie am

Hebel?

Christian Janecek: Ich war von Anfang an

Geschäftsführer und Herr Schinko war von

Anfang an ebenfalls im Führungs-Team. Wir sind

sozusagen Urgesteine.

Markus Schinko: Innerhalb der voestalpine wird

Kontinuität in der Führung sehr geschätzt. LogServ

wird aber nicht nur durch Herrn Janecek und

mich geprägt, sondern auch durch unsere vielen

Mitarbeitenden – und hier gibt es auch einen

regen Wechsel, zumal es innerhalb des Konzerns

viele Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Kontinuität

und Erfahrung wird bei uns also durch immer

neue Ideen und Impulse ergänzt. Das ist sicherlich

ein Erfolgsfaktor.

Logistik Express: Offenbar haben Sie in den

letzten 25 Jahren vieles richtig gemacht. Was

würde Ihnen das Leben in den nächsten 25 Jahren

erleichtern?

MARKUS SCHINKO


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S16

Kombiverkehr: 2025

brachte deutlichen

Nachfragerückgang

Klimafreundlicher Schienengüterverkehr in

der Krise: Warum der Kombinierte Verkehr in

Deutschland jetzt Unterstützung braucht.

Der Kombinierte Verkehr (KV) ist ein

zentraler Baustein für eine nachhaltige

und effiziente Logistik in

Deutschland. Er verbindet Straße

und Schiene und ermöglicht so den umweltfreundlichen

Transport von Gütern über weite

Strecken. Doch trotz der großen Bedeutung für

Klimaschutz und Verkehrsentlastung steht der

KV aktuell vor erheblichen Herausforderungen

– wie die jüngsten Zahlen der Kombiverkehr KG

für das Geschäftsjahr 2025 eindrucksvoll zeigen.

Rückgang bei Transportmengen und Umsätzen

Im Jahr 2025 sanken die Transportmengen der

Kombiverkehr KG um 13,5 Prozent auf rund

666.000 Lkw-Sendungen. Auch der Umsatz

ging um über 36 Millionen Euro zurück. Besonders

betroffen sind die internationalen Verkehre,

etwa nach Südeuropa und Nordeuropa,

wo die Sendungszahlen deutlich zurückgingen.

Diese Entwicklung ist vor allem auf eine

Kombination aus wirtschaftlicher Zurückhaltung,

schwacher Industrienachfrage und infrastrukturellen

Problemen zurückzuführen.


Baustellen und unzureichende Verkehrspolitik

als Bremsklotz

Ein wesentlicher Grund für die Belastungen

im KV sind umfangreiche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen

im Schienennetz, die

zu Umleitungen und längeren Laufzeiten führen.

Diese beeinträchtigen die Zuverlässigkeit

der Transporte und erhöhen die Kosten

erheblich. Gleichzeitig sorgt eine unzureichend

koordinierte Verkehrspolitik für Unsicherheiten

und erschwert langfristige Planungen. Die

reduzierte Trassenpreisförderung schwächt

zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene

gegenüber dem Straßengüterverkehr, der

von günstigeren Dieselpreisen profitierte.

Klimaschutz durch Schienengüterverkehr

Trotz dieser Widrigkeiten leistet der Kombinierte

Verkehr einen wichtigen Beitrag zum

Klimaschutz: Im Jahr 2025 konnten durch

die mehr als 2.600 täglichen Fahrten auf der

Schiene rund 1 Million Tonnen Treibhausgase

vermieden werden. Das zeigt, wie wichtig es

ist, den Schienengüterverkehr als klimafreundliche

Alternative zum Lkw-Verkehr zu stärken.

Forderungen an die Politik

Die Geschäftsführung der Kombiverkehr KG

appelliert daher eindringlich an die Politik, verlässliche

Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ein konstruktiver Dialog mit der Bundesregierung

sowie konkrete Entlastungsmaßnahmen

sind notwendig, um den klimafreundlichen

Schienengüterverkehr langfristig wettbewerbsfähig

zu halten. Nur so kann der Kombinierte

Verkehr seine wichtige Rolle für eine

nachhaltige Mobilität und eine klimafreundliche

Logistik in Deutschland erfüllen.

Fazit

Der Kombinierte Verkehr steht an einem

Scheideweg. Trotz erfolgreicher Unternehmensentwicklung

und Digitalisierung sind die

Herausforderungen groß. Um den Schienengüterverkehr

als umweltfreundliche Alternative

zu stärken, braucht es jetzt entschlossene

politische Unterstützung und eine bessere

Koordination der Verkehrsinfrastruktur. Nur so

kann Deutschland seine Klimaziele erreichen

und gleichzeitig eine leistungsfähige Logistik

sicherstellen. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S18

Hafen Wien: Europas

zentrale Drehscheibe für

nachhaltige Logistik und

Binnenschifffahrt

Mit multimodaler Kompetenz, grüner Technologie

und internationaler Vernetzung setzt der

Hafen Wien Maßstäbe für klimafreundliche

Versorgung und wirtschaftliches Wachstum.

Der Hafen Wien ist weit mehr als nur

ein Umschlagplatz für Güter – er

ist eine der wichtigsten multimodalen

Logistikdrehscheiben Europas

und ein Vorreiter in Sachen nachhaltiger

und innovativer Hafenentwicklung. Als größtes

Güterverkehrszentrum Österreichs und

strategisch an der Donau gelegen, spielt der

Hafen eine zentrale Rolle in der europäischen

Binnenschifffahrt und verbindet internationale

Handelswege effizient und umweltfreundlich.

Strategische Lage an der Donau –

Europas Wasserstraße

Die Donau ist mit rund 2.850 Kilometern der

zweitlängste Fluss Europas und eine der bedeutendsten

Wasserstraßen für den Güterverkehr.

Der Hafen Wien liegt an einer der wichtigsten

Verkehrsadern Europas und fungiert

als zentrale Schnittstelle zwischen Ost- und

Westeuropa. Die Lage ermöglicht es, Warenströme

aus dem Schwarzen Meer, Osteuropa

und dem Mittelmeerraum direkt in das Herz

Foto: David Bohmann


Europas zu bringen – und das auf umweltfreundliche

Weise über die Binnenschifffahrt.

Die Bedeutung der Binnenschifffahrt wächst

angesichts der Herausforderungen des Klimawandels

und der steigenden Verkehrsbelastung

auf den Straßen. Der Hafen Wien trägt als

multimodales Verkehrszentrum dazu bei, den

Gütertransport von der Straße auf das Wasser

und die Schiene zu verlagern. Dies entlastet die

Straßeninfrastruktur, reduziert CO2-Emissionen

und fördert nachhaltige Logistiklösungen.

Multimodale Kompetenz – Verbindung

von Wasser, Schiene und Straße

Der Hafen Wien ist ein echtes multimodales

Güterverkehrszentrum. Mit direktem Zugang

zu Schiffen, Eisenbahn und Lkw bietet er flexible

und effiziente Transportmöglichkeiten.

Rund 200 Unternehmen sind auf dem rund

drei Millionen Quadratmeter großen Hafengelände

angesiedelt, das größer ist als der Fürstenstaat

Monaco. Gemeinsam schaffen sie ein

leistungsfähiges Netzwerk, das die Versorgung

Wiens und ganz Österreichs sicherstellt und

zugleich als Knotenpunkt für den internationalen

Handel dient. Die Kombination aus Wasser-,

Schienen- und Straßenverkehr ermöglicht

es, Güter je nach Bedarf optimal und ressourcenschonend

zu transportieren. Besonders

die Verlagerung von Lkw-Verkehren auf die

Donau ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrsentlastung

und zur Erreichung der Klimaziele.

Nachhaltigkeit und Innovation –

Der Hafen Wien als Vorreiter

Der Hafen Wien setzt konsequent auf grüne

Logistik und innovative Technologien. Seit 2024

werden alle Terminalfahrzeuge mit HVO100

betrieben, was im Jahr 2025 zu einer CO2-Einsparung

von 809 Tonnen führt. Die gesamte

Energieversorgung am Standort erfolgt zu 100

% aus Ökostrom, und der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen

sorgt für eine stetig steigende

Eigenstromproduktion.

Mit dem Innovationshub „thinkport VIENNA“ ist

der Hafen zudem Teil des Globalen Port Innovators

Network und arbeitet international an

zukunftsweisenden Lösungen für die Güterlogistik.

Hier treffen Unternehmen, Forschung

und öffentliche Institutionen zusammen, um

nachhaltige und effiziente Logistiksysteme zu

entwickeln.

Wirtschaftliche Bedeutung

und Arbeitsplatzmotor

Der Hafen Wien ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

für die Region. Mit rund 5.000

Arbeitsplätzen und etwa 200 ansässigen

Unternehmen ist er ein stabiler Arbeitgeber

und trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Wertschöpfung

bei. Die Vielfalt der Betriebe reicht

von Logistikdienstleistern über Einzelgewerbe

bis hin zu innovativen Produktionsstätten wie

Kaffeeproduktion und Filmwirtschaft.

Die kontinuierliche Expansion, etwa durch

den Ausbau des WienCont-Terminals und die

Schaffung neuer Betriebsflächen durch Landgewinnung,

zeigt die dynamische Entwicklung

des Hafens. Dabei wird stets auf nachhaltige

Nutzung und Kreislaufwirtschaft geachtet.

Zentrale Drehscheibe in Europa –

Vernetzung und Zukunftsfähigkeit

Als Teil eines internationalen Netzwerks von Binnenhäfen

verbindet der Hafen Wien Österreich

mit den wichtigsten europäischen und globalen

Handelsrouten. Die direkte Anbindung an den

Flughafen Wien-Schwechat sowie die Eisenbahn-

und Wasserstraßeninfrastruktur macht

ihn zu einem unverzichtbaren Knotenpunkt.

Die strategische Bedeutung des Hafens wächst

weiter, da er als First-Mover im Bereich nachhaltiger

Logistik neue Maßstäbe setzt und die

Stadt Wien sowie die gesamte Region bei der

klimafitten Stadtentwicklung unterstützt.

Fazit: Hafen Wien – Motor für nachhaltige

und effiziente Logistik

Der Hafen Wien ist eine zentrale Drehscheibe

für die europäische Binnenschifffahrt und ein

Vorbild für nachhaltige Logistik. Durch seine

strategische Lage an der Donau, die multimodale

Infrastruktur und den Fokus auf Innovation

und Klimaschutz sichert er die Versorgung

Wiens und ganz Österreichs, stärkt die Wirtschaft

und leistet einen wichtigen Beitrag zum

Umweltschutz.

Mit seiner Rolle als international vernetzter

Logistikstandort und Innovationshub gestaltet

der Hafen Wien aktiv die Zukunft der urbanen

Versorgung und nachhaltigen Mobilität – eine

Erfolgsgeschichte, die weit über die Stadtgrenzen

hinausstrahlt.

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S20

Nicht alle Schiffe fahren von A nach B.

Manche sind auch „nur“ Parkplatz.

Quelle: Peter Baumgartner

Schwimmendes

Schweizermesser

Seit der spektakulären Rettung des Buckelwals

„Timmy“ weiß die ganze Welt, dass man

mit Binnenschiffen nicht nur Kohle und Container

transportieren, sondern auch tierische

Rettungsaktionen durchführen kann. Ob die

Aktion für die Wasserstraßenlogistik eine

gute Werbung war, bleibt abzuwarten.

PETER BAUMGARTNER

Die Entwicklung im Schiffbau vom

Einbaum bis zum 400-Meter-Containerschiff

und bis zum 7.600 Pax-

Kreuzfahrer, ist tausende Jahre alt.

Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung war,

dass die Menschen keine Lust mehr hatten,

ihren Krempel selber zu tragen und damit durch

die Gegend zu laufen. Heute bilden Sherpas die

Ausnahme, weil es auf den Mont Everest keine

Wasserstraße gibt und Schiffe (noch) nicht fliegen

können. Jedenfalls muss sich bereits der

erste Einbaum als zweckdienliches Transportmittel

herausgestellt haben, sonst hätte man

die Entwicklung nicht bis heute fortgesetzt.

Heute wissen wir, mit Schiffen könnte man

alles, in jeder Größe und in riesigen Mengen

transportieren. Die Palette reicht von Menschen

jeder Religion und Hautfarbe, vielfältige Tierarten,

feste, flüssige und gasförmige Produkte,

urschwere und federleichte Produkte, wohlriechende

Blumen und stinkender Gülle, wertvolle

Güter und Schrott, intelligente Stoffe und verseuchte

Erde, langlebige und flüchtige Stoffe,

sensible Kunstgegenstände und rohes Eisen,

lebenswichtiges Trinkwasser und todbringende

Chemikalien, Hilfsgüter und Kriegsmaterial,

halal- oder haram Lebensmittel. Ja selbst Luft

wird mit dem Schiff in rauen Mengen transportiert,

weil die Verpackungsindustrie und die

Verlader ihre Unfähigkeit nicht selber zahlen

müssen.

Quelle: Peter Baumgartner

Man sieht also, es gibt nichts, was nicht

irgendwo und irgendwann mit dem Schiff auf

dem Meer, auf Flüssen, Kanälen oder Binnenseen

transportiert werden könnte. Schiffe

sind wie „schwimmende Schweizermesser“.


Auch PKW wurden einst mit dem „schwimmenden

Schweizermesser“ importiert. Quelle: Peter

Baumgartner

Sie können alles. Manche bewegen sich langsam,

manche schnell und einige gleiten sogar

auf dem Wasser. Dabei ist es so, dass durchaus

nicht alle Schiffe von A nach B fahren. Viele

Güter werden auch nur auf dem stehenden

Schiff gelagert oder über die Bordkante verkauft.

Wohnen und arbeiten auf dem Schiff ist

so selbstverständlich wie kommunaler Wohnbau.

Anders als in der Hochseeschifffahrt, hat jedoch

die Binnenschifffahrt in den meisten Regionen

ihre Zweckmäßigkeit weitgehend verloren. Da

hilft auch die Multifunktionalität eines Schiffes

nicht mehr. Es ist sprichwörtlich der Zug (und

der LKW) abgefahren. Die Binnenschifffahrt

reicht nur noch für Hochglanzbroschüren und

Sonntagsreden auf diversen Symposien. Ein

Binnenschiff ist sozusagen das Synonym für die

Erklärung von Funktionalität und Zweckmäßigkeit.

Tatsächlich sind Binnenschiffe zur Fehlfunktion

degradiert – egal was sie können.

Straßenfahrzeuge sind beispielsweise ein

Transportgut, dass in Österreich sehr häufig

transportiert und in jeder Ecke des Landes

gebraucht wird. Allein 285.000 PKW werden in

Österreich neu zugelassen und einzeln importiert.

Der heimische Logistikexperte Hödlmayr

transportiert selber 250.000 Fahrzeuge per

Bahn - aber kein einziges mit dem Binnenschiff.

Doch ist es nicht so, dass das „schwimmende

Schweizermesser“ das nicht könnte. Im Gegenteil!

Die Wasserstraße Donau war sogar schon

mal führend im internationalen PKW-Transportlogistik

und es wurden auch Spezialschiffe

für den Transport von LKW und Sattelauflegern

gebaut und eingesetzt. Grundsätzlich gibt es

diese Transportmöglichkeit mit dem Schiff noch

immer, sie wird aber nicht genützt, weil es „effizientere

Lösungen“ gibt. In Wien, wo praktisch

die Drehscheibe für den PKW-Handel ist, hat

man den ursprünglich vorhandenen Umschlag

in der Hafenlogistik abgeschafft, weil es keinen

Bedarf dafür gibt. Übersetzt heißt das, die

Verkehrspolitik baut lieber neue Straßen und

Bahntunnel, statt die vorhandene „nasse Infrastruktur“

auszulasten.

Ungeachtet dieser zweifelhaften Verkehrsund

Logistikpolitik, setzt sich die Entwicklung

des Einbaums fort. Neueste Entwicklung ist ein

schwimmendes „Mini-Kraftwerk“. Ein Schiff als

Atomkraftwerk. Im Gefolge der neu aufflammenden

Atomenergie, sollen Small Modular

Reactor (SMR) zu Land und zu Wasser gebaut

werden. Die Idee ist zwar nicht neu, doch mit

dem zunehmenden Energiebedarf, bekommt

das Projekt Rückenwind – und das Schiff ein

neues Transportgut, nämlich Atomstrom.

Geht es nach dem Projektführer CORE POWER

sind Floating Nuclear Power Plants (FNPPs) Teil

der Lösung für Energie- und Umweltprobleme.

Das „schwimmende Schweizermesser“ hat

somit ein Gut mehr in der langen Funktionsliste

– saubere Energie. In diesem Fall ist aber

noch nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um

ein Transportgut handelt – oder ob es vielleicht

eher ein „Ungut“ ist. Güter dienen in der ökonomischen

Literatur zunächst zur Befriedigung

menschlicher Bedürfnisse und wirken darüber

hinaus gemeinwohlfördernd. Güter sind demnach

dann „gut“, wenn sie über das Einzelwohl

hinaus auch der Gemeinschaft dienen.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S22

Bildquelle: Zech Kies

Info zum Autor

Peter Baumgartner, Kapitän der Binnenschifffahrt

und heute im Ruhestand,

engagiert sich nach wie vor mit großer

Leidenschaft für die Branche. Er bringt

regelmäßig in der Fachzeitschrift LOGIS-

TIK express spannende, informative

und aktuelle Themen zur Sprache,

um die Binnenschifffahrt aus ihrem

Dornröschenschlaf zu wecken und

ihr den Stellenwert zu verschaffen,

den sie verdient.

Sein Antrieb ist es, die Bedeutung der

Binnenschifffahrt in der Logistik stärker ins

Bewusstsein zu rücken und ihre Potenziale

aufzuzeigen. Weitere Beiträge von Peter

Baumgartner lesen Sie auf den Seiten von

logistik-express.com und wandzeitung.org.

Bei der Atomenergie streiten sich aber noch die

Geister, ob es nicht ein Ungut ist, weil es zweifelsohne

dem Gemeinwohl erheblich schaden

kann. Ein Schiff, dass Atomenergie in einen

Hafen, für eine Industrieanlage oder ein KI-

Zentrum liefert, befriedigt zunächst das Einzelwohl

– könnte aber im Schadensfall weit

darüber hinaus für die Gemeinschaft negative

Folgen haben. Man könnte an dieser Stelle zum

Schluss kommen, wir haben jetzt (zumindest in

der Binnenschifffahrt) einen Punkt erreicht, wo

nicht nur die Funktionalität des Schiffes ausgedient

hat, sondern darüber hinaus auch zweckentfremdet

verwendet wird.

Genauso, wie ein Sandler den Einkaufswagen

zweckentfremdet. Allerdings erleben wir

gerade einen zunehmenden Machiavellismus,

wo bekanntlich der Zweck die Mittel heiligt.

Zum Glück ist der Mensch gottgewollter Zweck

an sich. Da fährt sozusagen die Eisenbahn drüber.

Sonst hätte man das menschliche Wesen

inzwischen schon für zwecklos und zum Ungut

erklärt. (RED)


Die wichtigsten Logistik- &

Wirtschaftsnews des Tages


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S24

VNL: Im Netzwerk

erfolgreicher

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

sind starke Netzwerke für kleine und mittlere

Unternehmen (KMU) sowie Ein-Personen-Unternehmen

(EPUs) unverzichtbar. Der

Verein Netzwerk Logistik (VNL) als größtes

Wirtschaftsnetzwerk im Bereich Logistik in

Österreich bietet genau diese Unterstützung.

Im nachfolgendem Interview mit Prof. Franz

Staberhofer, VNL-Obmann und Leiter des

Logistikums FH Oberösterreich, werfen wir

einen Blick auf die Bedeutung des VNL für

die Zukunft der Logistik in Österreich – und

welche Chancen sich daraus gerade für KMU

und EPUs ergeben.

1. Wie unterstützt das VNL-Netzwerk gerade

in wirtschaftlich schwierigen und volatilen

Zeiten kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

sowie Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) in

Österreich?

Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, dass

niemand Lieferketten allein stabil halten kann.

KMU und EPUs verfügen in der Regel nicht über

große Stabsstellen mit ausreichender Erfahrung,

belastbaren Daten, geeigneten Werkzeugen

und kompetenten Ansprechpartnern. Hier

können wir Abhilfe schaffen: Im VNL bringen wir

genau diese Gruppen zusammen: Anwender

aus Industrie und Handel, Logistikdienstleister,

Technologieanbieter, Forschung, Bildung und

Beratung. Wer eine konkrete Frage hat, kann

über unsere Expert:innenrunden, Online-Erfahrungsaustausch

oder VNL-Veranstaltungen

sehr schnell mit Menschen sprechen, die ähnliche

Aufgaben bereits gelöst haben. Zusätzlich

stellen wir Wissen über Seminare, Leitfäden,

Themenhefte und dem Lieferkettenmonitor

bereit. Das ersetzt keine Unternehmensentscheidung,

aber es verkürzt den Weg von der

Unsicherheit zur handlungsfähigen Lösung. Für

kleine Unternehmen ist das oft der Unterschied

zwischen Reagieren und Gestalten.

2. Welche Rolle spielt die Vernetzung innerhalb

des VNL für die Innovationskraft und

Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Logistikbranche?

Vernetzung ist in der Logistik kein Begleitprogramm,

sondern ein Produktivitäts- und Wettbewerbsfaktor.

Innovation entsteht selten im

eigenen Büro, sondern an Schnittstellen: zwischen

Verladern und Dienstleistern, zwischen

Technologie und Anwendung, zwischen Forschung

und operativer Praxis. Im VNL sehen

Unternehmen sehr rasch, welche Lösungen

bereits funktionieren und wo noch Entwicklungsbedarf

besteht. Hier können sie sich

unter anderem bei unseren VNL Best-Practice-

Company-Formaten oder im Rahmen unserer

Future-Lab-Veranstaltung informieren und

austauschen. Dadurch werden Fehler nicht

mehrfach gemacht und gute Ansätze schneller

skaliert. Für Österreich ist das besonders

wichtig, weil unser Standort stark von exportorientierter

Industrie, verlässlicher Beschaffung

und effizientem Transport abhängt. Wenn

wir die richtigen Menschen zusammenbringen,


FRANZ STABERHOFER

entsteht mehr als Informationsaustausch; es

entstehen Projekte, Partnerschaften und Vertrauen.

Genau dieses Vertrauen braucht man,

wenn Märkte plötzlich kippen oder Lieferketten

unter Druck geraten.

3. Ist unser Wirtschaftsstandort zum Beispiel

seitens der Industrielogistik, der Automotive-

Branche samt Zulieferer, gefährdet?

Ja, eine Gefährdung ist vorhanden, aber sie ist

kein Naturgesetz. Besonders die Industrielogistik

und die Automotive-Zulieferketten stehen

unter Druck durch Energie- und Kostenniveaus,

internationale Standortkonkurrenz, Zölle, Rohstoffabhängigkeiten

und neue technologische

Sprünge. Österreich kann sich hier nicht allein

über Tradition oder Qualität absichern. Wer Lieferketten

nicht aktiv steuert, riskiert Stillstände,

steigende Kosten und letztlich Standortent-

scheidungen gegen Österreich. Das betrifft

nicht nur große Hersteller, sondern auch viele

mittelständische Zulieferer, die in globalen

Wertschöpfungsketten hängen. Gleichzeitig

haben die heimischen Unterhehmen enorme

Stärken: gut ausgebildete Menschen, industrielle

Kompetenz, starke Forschung und eine

hohe Umsetzungsqualität. Die zentrale Frage

ist, ob wir Technologie, Resilienz und Zusammenarbeit

schnell genug in bessere Kostenpositionen

und neue Geschäftsmodelle übersetzen.

Ich bin überzeugt: Der Standort ist

gefährdet, wenn wir passiv bleiben; er hat gute

Chancen, wenn wir Lieferketten strategisch

behandeln.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S26

4. Inwiefern helfen die vom VNL organisierten

Veranstaltungen und Seminare dabei, aktuelle

Herausforderungen in der Logistik praxisnah

zu adressieren und Lösungsansätze zu entwickeln?

Unsere Veranstaltungen und Seminare funktionieren

deshalb gut, weil sie nicht bei Schlagworten

stehen bleiben. Wir holen Themen wie

KI, Robotics, Beschaffung, Bestandsmanagement,

Transport, ESG, E-Trucking oder Risikomanagement

in einen konkreten Unternehmenskontext.

In den Fachveranstaltungen sieht

man Best Practices, hört aber auch offen, wo

Umsetzung schwierig ist. In den Seminaren

geht es dann um Werkzeuge, Methoden und

Entscheidungen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

im Betrieb einsetzen können. Gerade

für KMU ist dieser Praxisbezug wichtig, weil

sie keine Zeit für abstrakte Zukunftsdebatten

haben. Sie brauchen klare Prioritäten: Was ist

dringend, was bringt messbaren Nutzen und

womit fange ich am Montag an? Der VNL schafft

dafür den Raum - in großer Runde, im kleinen

Kreis und in geschlossenen Expert:innenrunden.

So werden Herausforderungen nicht nur

beschrieben, sondern in lösbare Arbeitspakete

übersetzt.

5. Wie trägt die Zusammenarbeit mit Forschungs-

und Bildungseinrichtungen

sowie Technologiezentren im VNL dazu bei,

zukunftsfähige Logistiklösungen für KMU und

EPUs zu schaffen?

Die Zusammenarbeit mit Forschung, Bildungseinrichtungen

und Technologiezentren ist ein

Kern des VNL. Wir bringen wissenschaftliche

Tiefe mit der Erfahrung aus dem Betrieb zusammen.

Gerade KMU und EPUs profitieren davon,

weil sie nicht jedes Thema selbst erforschen

oder jeden Technologietrend selbst bewerten

können. Projekte zu resilienten Lieferketten,

KI in der Logistik oder Risikotransparenz zeigen,

wie wichtig diese Übersetzung ist. Eine

gute Lösung muss fachlich fundiert sein, aber

sie muss auch in einem kleinen oder mittleren

Unternehmen anwendbar bleiben. Das bedeutet:

verständliche Methoden, passende Werkzeuge,

realistische Kosten und klare Umsetzungsschritte.

Bildungseinrichtungen liefern

außerdem die Talente, die wir für die Transformation

der Logistik dringend brauchen. Wenn

Forschung, Ausbildung und Unternehmenspraxis

zusammenarbeiten, entstehen Lösungen,

die nicht nur modern klingen, sondern im

Betrieb Wirkung zeigen.

6. Welche Trends und Entwicklungen in der

Logistik sehen Sie als besonders relevant für

die kommenden Jahre, insbesondere für kleinere

Unternehmen?

Für die kommenden Jahre sehe ich fünf Themen

besonders stark. Erstens wird Resilienz zum

normalen Bestandteil jeder Logistikentscheidung,

nicht nur zur Krisenreaktion. Zweitens

wird KI viele Planungs-, Prognose- und Steuerungsaufgaben

verändern, aber nur dort Nutzen

stiften, wo Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten

sauber sind. Drittens wird Transparenz

in Lieferketten wichtiger, sei es wegen Risiko,

Nachhaltigkeit, Compliance oder Kundenanforderungen.

Viertens werden Automatisierung

und Robotics auch für kleinere Unternehmen

interessanter, wenn Lösungen modularer und

leichter integrierbar werden. Fünftens bleibt

der Faktor Mensch nach wie vor entscheidend:

Qualifikation, Erfahrung und Führung sind durch

Technologie nicht ersetzbar. Für kleinere Unternehmen

wird entscheidend sein, nicht jedem

Trend nachzulaufen, sondern die zwei oder drei


Hebel zu finden, die im eigenen Geschäftsmodell

wirklich Wirkung erzeugen. Genau hier

kann ein Netzwerk helfen, weil es Orientierung

aus der Praxis liefert.

7. Wie kann das VNL-Netzwerk dazu beitragen,

die Versorgungssicherheit in Österreich

auch in Krisenzeiten zu gewährleisten?

Versorgungssicherheit entsteht nicht erst in der

Krise, sondern lange davor. Sie braucht Transparenz

über kritische Lieferanten, realistische

Alternativen, belastbare Transportketten und

Menschen, die im Ernstfall schnell entscheiden

können. Das VNL-Netzwerk kann hier

auf mehreren Ebenen beitragen. Wir schaffen

Bewusstsein, bringen Entscheidungsträger:innen

zusammen und machen gute Lösungen

sichtbar. Über Projekte, Veranstaltungen und

Arbeitskreise können Unternehmen voneinander

lernen, wie sie Risiken erkennen, Lieferketten

diversifizieren und digitale Frühwarnsysteme

nutzen. Besonders wichtig ist, dass

Versorgungssicherheit nicht als Gegensatz zu

Wirtschaftlichkeit verstanden wird. Eine resiliente

Supply Chain kostet Geld, aber ein Stillstand

kostet meist deutlich mehr. Österreich

braucht deshalb nicht weniger Logistik, sondern

bessere, transparentere und stärker vernetzte

Logistik.

8. Welche Bedeutung hat die internationale

Vernetzung des VNL, etwa über die European

Logistics Association, für KMU und EPUs?

Die internationale Vernetzung ist für österreichische

Unternehmen ein echter Hebel.

Viele Risiken und Chancen enden nicht an der

Staatsgrenze: Rohstoffe, Energie, Häfen, Handelsrouten,

Regulierung und Technologie entwickeln

sich europäisch bzw. global. Der VNL ist

Networker des VNL:

Hubert Zajicek, Franz

Staberhofer, Peter

Umundum (c) VNL

Zusätzlich sind wir, mit dem WIFO, der FH OÖ

und dem CSH, Gründungsmitglied des ASCII,

dem Supply Chain Intelligence Institute Austria,

der zentralen Forschungseinrichtung für

Lieferketten- und Produktionsnetzwerke in

Österreich. Es wurde mit dem Ziel gegründet,

Stakeholder aus Wirtschaft, inklusive Politik

und Gesellschaft daten- und evidenzbasiert zu

unterstützen und resiliente, nachhaltige und

zukunftsfähige Lieferketten zu gestalten.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S28

Mitglied der ELA - European Logistics Association

und vertritt damit die heimische Logistik in

Europa. Damit bekommen wir Zugang zu einer

breiteren Fach- und Entscheidungsebene. Für

KMU und EPUs ist das wertvoll, weil sie dadurch

Entwicklungen früher erkennen und nicht nur

auf nationale Sichtweisen angewiesen sind.

Themen wie Qualifizierung, Supply-Chain-Risiken,

Nachhaltigkeit oder Digitalisierung lassen

sich europäisch besser vergleichen. Mit Formaten

wie der durch den VNL organisierten internationalen

ELA Global Supply Chain Excellence

(inclusive ELA Awards) in Wien wird außerdem

sichtbar, dass Österreich in der Logistik mehr ist

als ein Transitland. Wir können zeigen, welche

Innovationskraft hier vorhanden ist, und gleichzeitig

internationale Impulse ins Land holen.

Durch die Vernetzung können wir hier einen

Beitrag zur Stärkung des heimischen Standorts

beitragen – davon können auch die kleineren

Unternehmen profitieren.

9. Welche Chancen ergeben sich für KMU und

EPUs durch die Mitgliedschaft im VNL, die über

reine Informationsvermittlung hinausgehen?

Eine VNL-Mitgliedschaft bietet weit mehr

als Newsletter und Informationen. Mitglieder

können ihr Unternehmen im Netzwerk sichtbar

machen, Best Practices präsentieren und

konkrete Problemstellungen in den Austausch

bringen. Sie erhalten Zugang zu Menschen,

die ähnliche Herausforderungen bereits gelöst

haben, und zu Partnern, die bei Umsetzung,

Technologie, Forschung oder Weiterbildung

helfen können. Das ist besonders für KMU und

EPUs wertvoll, weil sie dadurch Kompetenzen

erweitern, ohne alles selbst aufbauen zu müssen.

Dazu kommen Preisvorteile bei Veranstaltungen

und Seminaren, Präsentationsmöglichkeiten

auf unserer homepage bzw. in unserem

Newsletter und exclusive Formate nur für VNL-

Mitglieder, wie u.a. VNL Neujahrsempfang,

Online-Erfahrungsaustausch oder Expert:innenrunden.

Wer das VNL-Netzwerk aktiv nutzt,

gewinnt Orientierung, Glaubwürdigkeit und

Kooperationsmöglichkeiten. Und oft entstehen

gerade aus einem Gespräch am Rand einer Veranstaltung

jene Kontakte, die später zu einem

Projekt werden.

10. Wie ist das Feedback von vom großartig

organisierten und höchst informativen Österreichischen

Logistik-Tag? Wie ist Ihr Resümee?

Das Feedback zum Österreichischen Logistik-Tag

war aus meiner Sicht heuer wieder

außergewöhnlich positiv. Viele Speaker haben

zurückgemeldet, dass das Publikum fachlich

stark war und die Diskussionen nicht oberflächlich,

sondern sehr konkret geführt wurden.

Aussteller haben die hohe Qualität der Gespräche

und die gute Mischung aus Industrie, Handel,

Dienstleistung, Technologie und Forschung

hervorgehoben.

Von Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam

vor allem die Rückmeldung, dass sie Orientierung

bekommen haben: zur Weltlage, zu KI

und Robotics, zu Resilienz, Beschaffung, E-Trucking,

Intralogistik und Materialfluss. Persönlich

hat mich gefreut, dass der Logistik-Tag

inclusive dem Future-Lab am Vortag nicht als

reine Leistungsschau wahrgenommen wurde,

sondern als Arbeitsplattform für den Standort.

Mein Resümee ist klar: Wir haben den Nerv der

Zeit getroffen. Die zentrale Botschaft war, dass

Logistik heute über Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit

und industrielle Zukunft

mitentscheidet. Jetzt geht es darum, aus dieser

Erkenntnis konkrete Umsetzung zu machen.

(RED)



LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S30

Gewerbediesel muss auf

Spritpreisbremse folgen

Auf die Spritpreisbremse muss ein Gewerbediesel

folgen – Ohne Entlastung droht

der Güterbeförderungsbranche ein neuer

Kostenschub.

Diese Situation führt zu einem erheblichen

finanziellen Druck auf die Betriebe. Markus

Fischer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung

in der Wirtschaftskammer Österreich

(WKÖ), warnt eindringlich: „Die Preise sind

bereits extrem hoch. Wenn preisdämpfende

Maßnahmen ersatzlos wegfallen, trifft das die

Betriebe schlagartig und mit voller Wucht.“ Die

Folge wären massive Kostensteigerungen von

einem Tag auf den anderen – und das in einer

Branche, die das Rückgrat der Versorgung in

Österreich bildet.

Die österreichische Güterbeförderungsbranche

steht vor einer ernsten

Herausforderung: Die Spritpreise

sind auf einem hohen Niveau

verharrt, und mit dem Auslaufen der staatlichen

Spritpreisbremse zum Monatsende droht

ein weiterer massiver Anstieg der Dieselpreise.

Für Transportunternehmen, die bereits jetzt mit

enormen Kostenbelastungen kämpfen, könnte

dies zu einer existenziellen Bedrohung werden.

Die angespannte Kostensituation

der Transportunternehmen

Für viele österreichische Transportunternehmen

ist die aktuelle Dieselpreisentwicklung

eine enorme Belastung. Die Preise für Diesel

sind in den letzten Monaten auf einem historisch

hohen Niveau geblieben, was die Betriebskosten

der Unternehmen massiv erhöht. Besonders

problematisch ist, dass diese Kostensteigerungen

nicht unmittelbar an die Auftraggeber weitergegeben

werden können. Häufig müssen die

Unternehmen die Mehrkosten zunächst selbst

tragen – über Wochen oder sogar Monate – bis

Nachverhandlungen abgeschlossen sind oder

Preisgleitklauseln greifen.

Die Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Die Auswirkungen steigender Dieselpreise

gehen weit über die Transportbranche hinaus.

Da Transportunternehmen die Kosten

letztlich weitergeben müssen, schlagen

höhere Dieselpreise direkt auf die Preise

für Waren und Dienstleistungen durch. Dies

führt zu einer zusätzlichen Inflation, die Konsument:innen

mit höheren Preisen belastet.

„Ohne Lkw keine Versorgung“, betont Fischer.

Steigende Transportkosten gefährden nicht nur

die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen,

sondern auch die stabile und leistbare Versorgung

der Bevölkerung und der Wirtschaft.

Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten und

wirtschaftlicher Herausforderungen ist eine

verlässliche Versorgung essenziell.

Forderung nach Gewerbediesel als

Entlastungsmaßnahme

Vor diesem Hintergrund fordert der Fachverband

Güterbeförderung der WKÖ die Einführung

eines Gewerbediesels als wirksame preisdämpfende

Maßnahme. Konkret geht es dabei

um die Reduktion der Mineralölsteuer (MÖSt)

auf Dieselkraftstoff sowie die Aussetzung des

CO2-Preises für gewerblich getankten Diesel.


Diese Maßnahmen sollen die Kosten für Diesel

im gewerblichen Bereich senken und so den

Transportunternehmen eine dringend benötigte

finanzielle Entlastung bieten. „Wenn die

Preisbremse ausläuft, braucht es jedenfalls

andere wirksame Entlastungen. Andernfalls

droht ein massiver Kostenschub, der Transportunternehmen

kurzfristig unter enormen Druck

setzt, Konsument:innen belastet und die Inflation

weiter antreibt“, erklärt Markus Fischer.

Dringlichkeit und Appell für klare Rahmenbedingungen

Der Fachverband Güterbeförderung appelliert

eindringlich an Politik und Entscheidungsträger,

rasch Klarheit zu schaffen und weitere

preisdämpfende Maßnahmen sicherzustellen.

Für die Unternehmen ist Planbarkeit essenziell,

um wirtschaftlich arbeiten zu können und faire

Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

Eine verlässliche Versorgung Österreichs mit

Gütern und Waren hängt maßgeblich von einer

stabilen und bezahlbaren Transportbranche ab.

Die Einführung eines Gewerbediesels könnte

ein wichtiger Schritt sein, um die Branche zu

entlasten, die Inflation zu bremsen und die Versorgungssicherheit

zu gewährleisten.

Fazit: Ohne Entlastung droht ein massiver

Kostenschub

Die Güterbeförderungsbranche in Österreich

steht an einem kritischen Punkt. Die Spritpreisbremse

hat bislang geholfen, die Kosten

zu dämpfen. Mit ihrem Auslaufen droht

ein erneuter Kostensprung, der die Unternehmen

stark belastet und letztlich die

gesamte Wirtschaft und Verbraucher trifft.

Die Forderung nach einem Gewerbediesel

als Entlastungsmaßnahme ist daher mehr als

berechtigt. Sie ist ein notwendiger Schritt,

um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu

sichern, die Versorgung Österreichs stabil zu

halten und die Inflation nicht weiter anzutreiben.

Die Politik ist nun gefordert, zeitnah und klar zu

handeln – für die Zukunft der österreichischen

Transportwirtschaft und die Versorgungssicherheit

aller. (RED)

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Wir verbinden, was zusammen gehört. Wirtschaftliche

Abläufe und effiziente Transporte sind heute wichtiger

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S32

VNL zeichnet zum 18.

Mal herausragende

Logistikprojekte aus

Gurkerl.at setzt mit hochautomatisierter

Lagertechnik neue Maßstäbe, Lidl Österreich

und voestalpine Stahl sind weitere Finalisten.

Beim Österreichischen Logistiktag in

Linz wurde zum 18. Mal der Österreichische

Logistikpreis des Vereins

Netzwerk Logistik (VNL) verliehen.

Die begehrte Auszeichnung würdigt innovative

und nachhaltige Logistikprojekte, die durch

eine Fachjury nach strengen Kriterien bewertet

werden. In diesem Jahr ging der Preis an den

Online-Supermarkt Gurkerl.at, der mit einer

hochautomatisierten Fulfillment-Lösung im

Online-Lebensmittelhandel neue Maßstäbe setzt.

Der Online-Lebensmittelhandel stellt besondere

Anforderungen an die Logistik: Frische,

gekühlte Produkte und ein breites Sortiment

müssen schnell, zuverlässig und fehlerfrei

beim Kunden ankommen. Gurkerl.at hat

diese Herausforderung am Standort Wien mit

einem umfassenden Automatisierungsprojekt

gemeistert. Zwei AutoStore-Systeme mit über

36.000 Behältern und mehr als 200 Robotern

lagern Waren platzsparend und temperaturgerecht.

Vier KI-gestützte Roboterarme übernehmen

vorbereitende Kommissionierschritte,

bevor Mitarbeitende die Bestellungen final verpacken.

Das eigens entwickelte Warehouse Execution

System steuert alle Prozesse in Echtzeit

– von Wareneingang über Kommissionierung

bis zur Tourenplanung. Fertig kommissionierte

Bestellungen werden automatisch nach Lieferrouten

sortiert und zum richtigen Zeitpunkt

für die Auslieferung bereitgestellt. Das Ergebnis:

Rund 70 Prozent der Bestellungen laufen

vollautomatisiert, die Bearbeitungszeit beträgt

durchschnittlich 30 Minuten, und 94 Prozent

der Lieferungen erfolgen pünktlich und ohne

Reklamationen. Seit der Automatisierung stieg

die Produktivität um 50 Prozent, während das

Bestellvolumen um über 200 Prozent wuchs.


Veit Kohnhauser, Juryvorsitzender, Geschäftsführer

des VNL, betonte in seiner Laudatio:

„Die Finalisten Gurkerl.at, Lidl Österreich und

voestalpine Stahl zeigen eindrucksvoll die

Innovationskraft österreichischer Logistik. Ob

Automatisierung im E-Grocery, emissionsfreie

Lieferketten oder nachhaltige Stausysteme –

moderne Logistik ist der Schlüssel für Nachhaltigkeit,

Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.“

Auch Oberösterreichs Wirtschafts-Landesrat

Markus Achleitner gratulierte: „Der Österreichische

Logistikpreis macht sichtbar, welche Qualität

und Kreativität in unserer Logistik steckt.

Gurkerl.at zeigt, wie Automatisierung, Robotik

und intelligente Software zu einem effizienten

Gesamtsystem verbunden werden können.“

Lidl Österreich – Zero Emission Supply Chain

Lidl verfolgt mit seinem Projekt das Ziel, die

gesamte Lieferkette emissionsfrei zu gestalten.

Elektro-Lkw, Ladeinfrastruktur und digitale

Tourenplanung sind dabei zentrale Bausteine.

Mit Österreichs größtem Ladepark für

E-Lkw und bereits Millionen elektrisch gefahrenen

Kilometern zeigt Lidl, dass emissionsfreie

Schwerverkehrslogistik im Handel machbar ist.

voestalpine Stahl – wellDun

voestalpine entwickelte mit „wellDun“ ein

nachhaltiges Stausystem aus nassfester Wellpappe

für den Transport von Stahl-Coils. Das

patentierte System ermöglicht flexible, sichere

und ressourcenschonende Transporte auf

Straße, Schiene und im kombinierten Verkehr.

Es senkt Logistikkosten um 20 Prozent und

reduziert den CO2-Fußabdruck um 90 Prozent.

Über den Österreichischen

Logistikpreis und den VNL

Der Österreichische Logistikpreis wird seit 18

Jahren vom Verein Netzwerk Logistik (VNL)

vergeben, dem größten Wirtschaftsnetzwerk

für Logistik und Supply Chain Management in

Österreich mit über 6.200 Mitgliedern. Ziel ist

es, herausragende Logistikleistungen sichtbar

zu machen und Best Practices zu fördern. Die

Trophäe basiert auf dem Tripendulum, einem

Symbol für die Dynamik und Komplexität logistischer

Systeme.

Der VNL vernetzt Unternehmen, Forschung

und Bildung, um die Wettbewerbsfähigkeit und

Innovationskraft der österreichischen Logistik

zu stärken. Jährlich organisiert der Verein zahlreiche

Veranstaltungen, Seminare und beteiligt

sich an Forschungsprojekten. Als Gründungsmitglied

der Initiative „AUSTRIAN LOGISTICS“

unterstützt der VNL die internationale Sichtbarkeit

österreichischer Logistikkompetenz.

Logistik-Future-Lab und

Österreichischer Logistik-Tag 2026

Der Logistik-Future-Lab und der Österreichische

Logistik-Tag in Linz bieten spannende

Einblicke in aktuelle Trends wie KI, Quantencomputing,

Robotics, E-Trucking und nachhaltige

Supply Chains. Mit über 60 Ausstellern, 70

Referenten und 800 Fachbesuchern sind diese

Veranstaltungen ein Highlight für die Branche.

Der Österreichische Logistikpreis 2026 zeigt

eindrucksvoll, wie innovative Technologien und

nachhaltige Konzepte die Zukunft der Logistik

gestalten – zum Nutzen von Wirtschaft, Umwelt

und Gesellschaft. (RED)

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S34

Umfrage: Transportmarkt

im Wandel

TIMOCOM-Umfrage zeigt Herausforderungen

im Transportmarkt: Kapazitätsengpässe und

steigender Kostendruck trüben die Stimmung

bei Logistikexperten.

Der europäische Straßengüterverkehr

steht weiter unter Spannung.

Eine aktuelle Umfrage unter mehr

als 270 Fachexperten aus Speditionen,

Transportunternehmen sowie Produktion

und Handel zeigt ein geteiltes Stimmungsbild

und eine leicht negative Tendenz: 52,4 Prozent

der Befragten bewerten die aktuelle Marktlage

für ihr Unternehmen als eher schlecht oder sehr

schlecht. 47,6 Prozent schätzen sie dagegen als

eher gut oder sehr gut ein.

Negative Lagebewertungen nehmen

um 10,4 Prozentpunkte zu

Gegenüber der Befragung im Januar und Februar

2026 hat sich die Stimmung spürbar eingetrübt.

Damals bewerteten 42,0 Prozent der

Teilnehmenden die Marktlage negativ, 58,0

Prozent positiv. In der aktuellen Befragung hat

sich dieses Verhältnis nahezu umgekehrt. Der

Anteil negativer Bewertungen stieg um 10,4

Prozentpunkte, während der Anteil positiver

Bewertungen im gleichen Umfang zurückging.

Die Erhebung fällt in eine Phase erhöhter geopolitischer

und energiewirtschaftlicher Unsicherheit,

insbesondere infolge der Eskalation

im Nahen Osten und Einschränkungen an der

Straße von Hormus. Während ein Teil der Unternehmen

von knappen Kapazitäten, steigenden

Kosten und schwieriger Planbarkeit berichtet,

sehen andere Marktteilnehmer weiterhin die

stabile Nachfrage als positiv.

Bewertung hängt stark von Marktrolle

und Geschäftsmodell ab

Die Einschätzung der Marktlage hängt stark

vom jeweiligen Geschäftsmodell der Teilneh-


mer ab. Unternehmen mit flexiblen Kontrakten,

stabiler Subunternehmerflotte oder langfristigen

Kundenbeziehungen berichten von

einer weitgehend guten Auslastung. Frachtführer

berichten von genügend Frachten z.B.

für Anschlusstouren oder Beiladungen. Demgegenüber

beurteilen Umfrageteilnehmer mit

Fokus auf die Transportvergabe die Lage pessimistischer

und verweisen vermehrt auf kurzfristige

Kapazitätsengpässe, steigende Einkaufspreise

oder sinkende Margen.

„Die Umfrage zeigt einen Transportmarkt, der

nicht pauschal als schwach beschrieben werden

kann, aber deutlich unter Druck steht“,

sagt Gunnar Gburek, Head of Business Affairs

bei TIMOCOM. „Entscheidend ist, aus welcher

Marktposition Unternehmen auf die Lage blicken:

Verlader aus Industrie und Handel bzw.

deren Spediteure spüren Verfügbarkeits- und

Kostendruck aktuell besonders stark, wohingegen

diejenigen Dienstleister profitieren, die

über eigene Kapazitäten oder ein starkes Netzwerk

verfügen.“

Unternehmen benennen Herausforderungen

und AMPHIBUS Kostentreiber TAXI

Neben der Lagebewertung zeigen die offenen

Antworten der Teilnehmenden, welche

Faktoren die Unternehmen aktuell besonders

beschäftigen: Wiederholt genannt werden

knapper Laderaum, fehlende LKW-Verfügbarkeiten,

Fahrermangel sowie steigende Kosten

für Diesel, Maut und Betrieb.

Einzelne Teilnehmer berichten zudem von längeren

Lieferzeiten, erschwerter Kapazitätsbeschaffung

bei Bedarfsspitzen und zunehmendem

Planungsaufwand. Damit verdeutlicht

die Umfrage ein zentrales Spannungsfeld im

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Straßengüterverkehr: „Logistikunternehmen

müssen effizienter agieren, weil

höhere Kosten nicht immer vollständig

weitergegeben werden

können. Denn Industrie und

Handelsunternehmen können

nicht jede Kostensteigerung

auffangen, da sie selbst unter

Wettbewerbsdruck stehen

und die Konsumenten nicht

bereit sind, jeden Preisanstieg

mitzugehen“, so Gunnar Gburek.

Transportpreise liegen deutlich

über Vorjahreswerten

Die in der TIMOCOM Frachtenbörse erfassten

durchschnittlichen Transportpreise im

bisherigen Jahresverlauf 2026 zeigen eine

klare Aufwärtsbewegung. Die Monatsdurchschnittspreise

innerhalb Deutschlands lagen

von Januar bis Mai sowohl auf Auftraggeberals

auch auf Auftragnehmerseite durchgehend

über Vorjahresniveau. Im März und April lagen

die durchschnittlichen Spotmarktpreise jeweils

mehr als 11 Prozent über den Vorjahreswerten.

Im Mai boten die Auftraggeber durchschnittlich

2,19 Euro pro Kilometer und damit über 17 Prozent

mehr als Vorjahresmonat. Der höchste von

den Auftragnehmern geforderte durchschnittliche

Transportpreis wurde in KW 20 mit 2,36

Euro pro Kilometer ermittelt.

Kostendruck erhöht Bedarf

an Kapazitätsnutzung

Für den Straßengüterverkehr

bleiben Energiepreise, Beschaffungskosten

und Planungssicherheit zentrale

Risikofaktoren. Umso wichtiger wird es

für alle Beteiligten, vorhandene Transportkapazitäten

effizienter zu nutzen und unnötige

Aufwendungen zu vermeiden. Industrie- und

Handelsunternehmen sollten Transporte konsolidieren

und kurzfristige Sondertouren sowie

Standzeiten an den Rampen reduzieren. Logistikunternehmen

können Kosten senken und

ihre Effizienz steigern, indem sie die Fahrzeugauslastung

erhöhen, Leerfahrten reduzieren

und Touren mithilfe digitaler Netzwerke sowie

KI-gestützter Planung besser steuern. Perspektivisch

können alternative Antriebe wie E-LKW

dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen

Energieträgern zu verringern.

(RED)



LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S38

Zolldaten als

Schlüsselressource

Datenqualität und Transparenz: Befragung

von 150 europäischen Zoll- und Außenhandelsverantwortlichen

zeigt: Nur mit verlässlichen

Zolldaten lassen sich Compliance, Resilienz

und KI-Potenziale erfolgreich meistern.

Datenqualität und Transparenz als

Grundpfeiler moderner Zollfunktionen

24 Prozent der Befragten nannten regulatorische

Veränderungen und steigende Komplexität

als größte Herausforderung im Zollmanagement,

dicht gefolgt von Datenqualität

und Datentransparenz mit 20 Prozent. Für viele

Unternehmen sind diese Themen eng miteinander

verknüpft: Ohne verlässliche Daten

lassen sich neue Handelsvorschriften, Sanktionen

oder Nachhaltigkeitsanforderungen

kaum effizient steuern. Die Qualität der Zolldaten

wird so zur Voraussetzung, um regulatorische

Komplexität beherrschbar zu machen

und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die zunehmende Komplexität im

internationalen Handel stellt Unternehmen

vor große Herausforderungen.

Regulatorische Anforderungen,

Handelskonflikte und neue Nachhaltigkeitsvorgaben

erhöhen den Druck auf Zoll- und

Außenhandelsabteilungen. Gleichzeitig fehlt

es vielen Unternehmen an belastbaren, zentral

verfügbaren Zolldaten, um Risiken schnell zu

bewerten, Zollvorteile konsequent zu nutzen

und digitale Prozesse voranzutreiben. Diese

Erkenntnisse stammen aus einer Befragung

von rund 150 leitenden europäischen Zoll- und

Außenhandelsverantwortlichen, die im Vorfeld

des ersten Customs Support Summit am 3.

Juni 2026 in Amsterdam durchgeführt wurde.

Nicolas Collart, Chief Trade Operations and

Compliance Officer der Customs Support Group

(CSG), fasst zusammen: „Mangelnde Datenverfügbarkeit,

fehlende gemeinsame Datenstrukturen

und geringer Datenaustausch führen zu

einer Fragmentierung, die es sowohl Unternehmen

als auch Zollbehörden erschwert, Risiken

datenbasiert zu analysieren und zu steuern. In

einer Welt wachsender Handelsbarrieren brauchen

Unternehmen deutlich mehr Transparenz

über ihre zoll- und handelsrelevanten Daten.“

Die fünf Säulen der Datentransparenz

CSG identifiziert fünf zentrale Bereiche, in

denen Unternehmen Transparenz schaffen

müssen, um handlungsfähig zu bleiben:


• Transparenz über globale

End-to-End-Lieferketten

• Transparenz über eigene Zolldaten

• Transparenz über die Daten der Zollbroker

• Transparenz über Finanzdaten

• Transparenz über aktuelle Entwicklungen

• und kommende Regulierungen

Die Geschwindigkeit, mit der sich Anforderungen

verändern, erhöht die Komplexität zusätzlich.

Unternehmen müssen geopolitische

Risiken, neue Handelsbarrieren, Nachhaltigkeitsvorgaben

und digitale Berichtspflichten

immer schneller in ihre Prozesse integrieren.

Digitalisierung und KI brauchen

belastbare Datenbasis

Die Qualität der Zolldaten ist nicht nur eine operative

Herausforderung, sondern die Grundlage

für Digitalisierung, Automatisierung und den

Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Supply

Chain Management. Viele Unternehmen

stehen vor der Aufgabe, ihre Zoll-, Produkt-,

Klassifizierungs- und Ursprungsdaten zu zentralisieren,

zu bereinigen und strukturiert verfügbar

zu machen, bevor digitale Lösungen oder

KI-Anwendungen zuverlässig wirken können.

Besonders die Investitionen in belastbare Klassifizierungs-

und Ursprungsstammdaten werden

laut CSG häufig noch nicht systematisch

genug angegangen. Dabei sind diese Daten

essenziell, um Zollprozesse zu standardisieren,

Risiken besser zu bewerten und Automatisierung

sinnvoll zu skalieren.

Mehr als ein Drittel der Befragten sieht in digitaler

Transformation und Datentransparenz

den wichtigsten Hebel, mit dem Zollfunktionen

Wettbewerbsvorteile schaffen können.

EU-Zollreform als zusätzlicher Beschleuniger

Die geplante EU-Zollreform mit dem EU Customs

Data Hub wird Unternehmen künftig

ermöglichen, Zollinformationen zentral und

standardisiert bereitzustellen. Dies wird Datenqualität,

Standardisierung und digitale Vernetzung

weiter in den Fokus rücken und die Handlungsfähigkeit

der Unternehmen stärken.

Wirtschaftliches Potenzial

ungenutzter Zollvorteile

Die Nutzung von Freihandelsabkommen zeigt

das wirtschaftliche Potenzial belastbarer Daten:

Die durchschnittliche Präferenznutzungsrate

für EU-Freihandelsabkommen liegt bei 67 Prozent,

was bedeutet, dass rund ein Drittel möglicher

Vorteile ungenutzt bleibt. 27 Prozent der

Befragten wissen nicht, in welchem Umfang ihr

Unternehmen Zollvorteile tatsächlich nutzt, nur

neun Prozent schätzen eine Nutzung von über

90 Prozent.

Die Gründe liegen oft in mangelnder Transparenz

über Ursprungsdaten, Lieferanteninformationen

und zollrelevante Produktdaten. Auch

die Warenklassifizierung stellt mit rund 50 Prozent

der Nennungen den größten Problembereich

dar.

Erweiterte Rolle der Zollfunktion in

einem komplexen Umfeld

Neben der klassischen Zollabwicklung gewinnen

neue Aufgaben wie Sanktionen, Exportkontrollen,

Anti-Dumping-Maßnahmen und

ESG-Vorgaben (z.B. Carbon Border Adjustment

Mechanism, EU-Entwaldungsverordnung,

Forced Labour Regulation) an Bedeutung.

Diese erfordern eine konsistente

Datenbasis über Unternehmensgrenzen hinweg.

Zoll- und Außenhandelsabteilungen rücken

dadurch näher an die Unternehmensführung

heran und werden zu strategischen Treibern für

Compliance, Risikomanagement, resiliente Lieferketten

und Wachstum.

John Wegman, CEO der Customs Support Group,

bringt es auf den Punkt: „Im Kern geht es um

Supply-Chain-Resilienz. Wer Daten, Prozesse

und Verantwortlichkeiten konsequent verknüpft,

kann Risiken früher erkennen, regulatorische

Veränderungen schneller umsetzen

und Lieferketten widerstandsfähiger machen.

Damit wird der Zoll zu einem entscheidenden

strategischen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit

in einem volatilen Handelsumfeld.“

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S40

Vom Ein-Mann-Unternehmen

zum führenden

Logistikspezialisten

Was 1990 mit einem einzigen Lkw begann,

ist heute eine internationale Unternehmensgruppe

mit mehr als 3.500 Mitarbeitenden, 75

Standorten in Deutschland sowie Präsenz in

Europa und den USA.

Firmengründer Frank Schmidt startete

im Alter von 23 Jahren mit Mut, Unternehmergeist

und einer klaren Vision in

die Selbstständigkeit. Aus der damaligen

Spedition „Transporte Frank Schmidt“ entwickelte

sich innerhalb von dreieinhalb Jahrzehnten

die heutige TST-Gruppe, ein führender

Logistikspezialist für industrienahe Prozesse,

Produktionslogistik und hochwertige Konsumgüter.

Früh erkannte Schmidt, dass moderne Logistik

weit mehr ist als der Transport von Waren. Mit

innovativen Dienstleistungen, tief integrierten

Produktionsprozessen und dem Einsatz moderner

Automatisierungs- und Robotertechnik

entwickelte TST Lösungen, die Unternehmen

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

unterstützen. Heute bewirtschaftet die Unternehmensgruppe

mehr als 1,3 Millionen Quadratmeter

Lager- und Logistikfläche, erwirtschaftet

mehr als 500 Millionen Euro Umsatz

und zählt zahlreiche namhafte Industrie- und

Handelskunden zu ihren Kunden.

Zu den Meilensteinen der Unternehmensgeschichte

zählen die Expansion in ganz

Deutschland, der Aufbau innovativer, hoch

automatisierter Logistikzentren, der Eintritt in

den US-Markt im Jahr 2018 sowie umfangreiche

Investitionen in nachhaltige Infrastruktur.

Mit der 2023 gegründeten Tochtergesellschaft

PamSun Energy GmbH treibt TST zudem den

Ausbau erneuerbarer Energien und einer bundesweiten

Ladeinfrastruktur für E-Lkw unter

dem Namen Dragonize voran.

Foto: TST/Studio Sittel


„Mittelständische Familienunternehmen wie

TST sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Sie schaffen Arbeitsplätze, investieren

langfristig, übernehmen Verantwortung für

ihre Regionen und sorgen mit Innovationskraft

und unternehmerischem Denken dafür, dass

Deutschland auch künftig ein starker Wirtschaftsstandort

bleibt“, sagt Frank Schmidt,

Gründer und Gesellschafter der TST GmbH.

Das Jubiläum wird am 18. Juni 2026 mit Gästen

aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur gefeiert.

Moderiert von TV-Kommentator und Politikwissenschaftler

Karl-Rudolf Korte erwartet

die Besucher im Eindruckwerk in Monsheim ein

abwechslungsreiches Programm mit Talkrunden,

Live-Musik und persönlichen Begegnungen.

„Die mehr als 35-jährige Erfolgsgeschichte der

TST GmbH zeigt, wie wichtig engagierte Unternehmerinnen

und Unternehmer für Rheinland-Pfalz

sind. Mit ihrer Entwicklung vom

Ein-Mann-Unternehmen zu einem international

tätigen Logistikunternehmen steht die TST

GmbH für die Stärke unseres Mittelstands und

die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts.

Die Eheleute Schmidt leisten mit ihrem

Unternehmergeist und Innovationswillen in

der Logistikbranche einen immensen Beitrag

zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft unseres

Landes. Die TST GmbH beweist internationales

Engagement bei gleichzeitiger regionaler

Verwurzelung und trägt somit Verantwortung

für den wirtschaftlichen Erfolg von Rheinland-

Pfalz“, sagte Ministerpräsident Gordon Schnieder

(CDU) im Rahmen der Jubiläumsfeier.

Unter den Gästen: Gordon Schnieder, Ministerpräsident

des Landes Rheinland-Pfalz,

Alexander Schweitzer, der ehemalige

Ministerpräsident des Landes Rheinland-

Pfalz, Kathrin Anklam-Trapp, Staatssekretärin

im Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie,

Frauen und Jugend des Landes Rheinland-

Pfalz, Daniel Stich, Staatssekretär im Ministerium

für Wirtschaft, Tourismus, Klima und

Energie des Landes Rheinland-Pfalz, Adolf Kessel,

Oberbürgermeister der Stadt Worms, Stephanie

Lohr, Bürgermeisterin der Stadt Worms,

Timo Horst, Beigeordneter der Stadt Worms, Jan

Metzler, Mitglied des Deutschen Bundestages,

Nico Hofmann, Intendant der Nibelungen-Festspiele

sowie Jochen Röttgermann, Vorstand des

1. FSV Mainz 05.

Für TST ist das Jubiläum nicht nur Anlass zum

Rückblick, sondern vor allem Ansporn für die

Zukunft. Die Unternehmensgruppe setzt auf

nachhaltiges Wachstum, innovative Logistiklösungen

und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

an der Schnittstelle von Logistik und Energie.

Frank Schmidt: „35 Jahre TST stehen für Mut,

Verantwortung und Überzeugung, dass man

mit Leidenschaft und den richtigen Menschen

an seiner Seite Großes bewegen kann.“ (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S42

Seifert Logistics Group

feiert 10 Jahre Standort

Leipzig

Zehn Jahre Zusammenarbeit am Standort

Leipzig – Seifert Logistics feiert Jubiläum.

Die Seifert Logistics Group feiert ein

besonderes Jubiläum: Seit zehn

Jahren ist das Unternehmen am

Standort Leipzig erfolgreich für

einen namhaften Automobilhersteller tätig.

Dieses bedeutende Ereignis wurde am 27. Juni

2026 gemeinsam mit Mitarbeitenden, deren

Familien, Kunden sowie der Geschäftsführung

gebührend gefeiert und bot den Gästen einen

abwechslungsreichen Tag voller Begegnungen,

Unterhaltung und gemeinsamer Erinnerungen.

Eröffnet wurde die Jubiläumsfeier durch den

Vorsitzenden des Beirats Harry Seifert, CEO Axel

Frey sowie Standortleiter Olaf Schulze, die in

ihren Begrüßungsworten insbesondere die vertrauensvolle

und langjährige Zusammenarbeit

hervorhoben. Im Mittelpunkt standen dabei die

Menschen, die den Standort Leipzig in den vergangenen

zehn Jahren geprägt und weiterentwickelt

haben. Am Standort Leipzig übernimmt

die Seifert Logistics Group unter anderem Leistungen

in den Bereichen Wareneingang, Kommissionierung

und Sequenzierung, Sortierung,

Warenausgang sowie Umpackprozesse. Sie

trägt damit wesentlich zu effizienten Logistikabläufen

vor Ort bei.

Sowohl für das leibliche Wohl als auch für die

Unterhaltung der Gäste, durch ein vielseitiges

Rahmenprogramm für Groß und Klein, hatten

die Gastgeber an diesem Samstag gesorgt.

Musikalische Begleitung, ein gemeinsames


informiert

Meet & Greet sowie zahlreiche Attraktionen – zu

denen eine Lostrommel, eine Hüpfburg, Kinderschminken,

Bastelangebote und das beliebte

Spiel „Heißer Draht“ zählten – machten die Veranstaltung

zu einem gelungenen Familienfest.

„Zehn Jahre Leipzig stehen für Verlässlichkeit,

partnerschaftliche Zusammenarbeit und

gemeinsames Wachstum. Dieses Jubiläum ist

vor allem ein Erfolg unserer Mitarbeitenden und

das Resultat unserer langjährigen, sehr kooperativen

Kundenbeziehungen“, betonte Olaf

Schulze, Standortleiter Leipzig. Das Jubiläum in

Leipzig reiht sich zugleich in weitere besondere

Meilensteine der Unternehmensgeschichte ein:

Auch weitere Standorte der Seifert Logistics

Group in Ostdeutschland feiern bedeutende

Jubiläen. Der Standort Merseburg blickt bereits

auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Arbeit

zurück, während in Delitzsch bereits 2024 das

10-jähriges Bestehen gefeiert werden konnte.

„Unsere Standorte in Ostdeutschland sind seit

vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der

Erfolgsgeschichte der Seifert Logistics Group.

Die Jubiläen in Leipzig, Merseburg und Delitzsch

zeigen, wie nachhaltig sich diese Regionen für

unser Unternehmen entwickelt haben“, betont

Axel Frey.

Weitere Standorte in Kabelsketal, Bitterfeld-

Wolfen, Halle (Saale), Schleinitz und Schönbach

unterstreichen die enge Verbundenheit der Seifert

Logistics Group mit dem mitteldeutschen

Raum. Bereits kurz nach der Wiedervereinigung

setzte das Unternehmen gezielt auf den Ausbau

seiner Präsenz in den damals neuen Bundesländern.

Mit dem ersten Standort in Zorbau

wurden wichtige Grundlagen für die weitere

Entwicklung in Ostdeutschland geschaffen.

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E-Commerce

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Distanzhandel

Transport &

Logistik

Bis heute zählt der mitteldeutsche Raum um

Leipzig und Halle (Saale) zu den bedeutendsten

Regionen für die Seifert Logistics Group. Dank

langfristiger Kundenbeziehungen, engagierten

Mitarbeitenden und somit einer starken Vor-

Ort-Verankerung sieht das Unternehmen auch

künftig großes Potenzial für die weitere Entwicklung

seines Geschäftes in diesem Landstrich.

(RED)

logistik-express.com


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S44

75 Jahre Alfred Schuon:

Von einem gebrauchten

Kipper zum europaweiten

Logistikdienstleister

Tradition, Innovation & Nachhaltigkeit – Wie

ein Familienunternehmen die Logistikbranche

prägt und für die Zukunft aufgestellt ist.

Die Alfred Schuon Group feiert 2026

ein beeindruckendes Jubiläum: 75

Jahre Unternehmensgeschichte,

die von einem kleinen Ein-Mann-

Betrieb mit einem gebrauchten Mercedes Kipper

zu einem europaweit agierenden Logistikdienstleister

gewachsen ist. Heute beschäftigt

die Unternehmensgruppe über 600 Mitarbeitende,

verfügt über mehr als 350 disponierte

Fahrzeuge und betreibt an sechzehn Standorten

in Deutschland, Ungarn und Polen über

130.000 Quadratmeter Lagerfläche. Das Familienunternehmen

feierte dieses besondere

Ereignis gemeinsam mit Kunden, Geschäftspartnern

und Vertretern aus Politik und Wirtschaft

– ein Fest für die ganze Schuon-Familie

folgt im September.

Mit einem gebrauchten Kipper

in die Selbstständigkeit

Die Erfolgsgeschichte begann 1951 in Haiterbach,

einer Stadt im Wiederaufbau nach dem

Krieg. Der damals 24-jährige Maurergeselle

Alfred Schuon wagte den Schritt in die Selbstständigkeit

– mit einem gebrauchten Mercedes

L 3500 Kipper. Als einer der wenigen

motorisierten Fuhrunternehmer übernahm er

Misttransporte für Landwirte, Fuhrdienste für

ein Schotterwerk und sogar Winterdienste mit

Schneepflug für die Stadt. Am 22. Juni 1951 meldete

er sein Gewerbe offiziell an – der Grundstein

für ein Unternehmen, das heute zu den

bedeutendsten Logistikdienstleistern Europas

zählt.

Wachstum durch Spezialisierung

und Flottenausbau

Mit dem Einstieg seines Sohnes Theo in den

1960er Jahren begann eine Phase des rasanten

Wachstums. 1966 erweiterte Alfred Schuon

das Geschäftsfeld um die Herstellung und den

Transport von Fertigbeton, 1971 folgte ein eigenes

Transportbetonwerk. Mitte der 1970er Jahre

wurde die erste rote Fernverkehrsgenehmigung

erworben, der Fuhrpark um Planen-Lkw

erweitert und der Einstieg in den Fernverkehr

vollzogen. 1979 wandelte sich die Einzelfirma

in die Alfred Schuon GmbH um, Theo übernahm

die Geschäftsführung und verlegte den Betrieb

in das heutige Industriegebiet Haiterbach. Mit

Bürotrakt, Werkstatt und Lkw-Waschanlage

wurde die Basis für weitere Expansionen gelegt.


Der Ausbau des Jumbo-Fuhrparks und der

Lagerlogistik-Dienstleistungen machte Volumentransporte

und maßgeschneiderte Logistiklösungen

zu zentralen Bausteinen des Portfolios.

Die dritte Generation bringt neue Impulse

In den 2000er Jahren übernahmen die Kinder

von Theo Schuon Verantwortung: Sandra

Grimm, Alexander Schuon und Bianca Kuppetz

traten in das Familienunternehmen ein.

Seit 2015 führen Alexander und sein Vater das

Unternehmen gemeinsam. Unter Alexanders

Führung wurde die Kontraktlogistik ausgebaut

und Branchenlösungen diversifiziert. Ein Meilenstein

war der Einstieg in die Batterielogistik

mit dem Logistikcenter Wildberg I (2020) und

dem größten Bauprojekt der Firmengeschichte,

Wildberg II (2025). Theo Schuon lobt die unternehmerische

Weitsicht seines Sohnes, die das

Unternehmen auch in schwierigen Wettbewerbszeiten

erfolgreich macht.

Nachhaltigkeit als Zukunftsstrategie

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema der Alfred

Schuon Group. Das neue Logistikcenter

Wildberg II erfüllt den DGNB Gold Standard, verzichtet

komplett auf fossile Energieträger und

nutzt eine elektrische Wärmepumpe sowie eine

großflächige Photovoltaikanlage mit knapp

2.000 kWp. Parallel wird die Fahrzeugflotte

elektrifiziert: Mehrere eActros sind bereits im

regionalen Einsatz, ein vollelektrischer MAN

eTGX ermöglicht vollelektrische Volumentransporte.

„Wir denken Nachhaltigkeit konsequent

in allen Prozessen mit“, betont Alexander

Schuon.

Gemeinsam feiern und in die Zukunft blicken

Das Jubiläum wurde mit Kunden, Geschäftspartnern

und Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft

gefeiert. Neben Redebeiträgen, einem

Kurzfilm, einem Jubiläumsquiz und Führungen

durch das Logistikcenter war der Schuon-

Lkw-Konvoi mit dem neuen Jubiläumstruck

das Highlight des Abends. Bei „Schwarzwald

trifft Fine Barbecue“ und Jubiläumscocktails

genossen die Gäste einen stimmungsvollen

Sommerabend. Im September folgt eine große

Volksfestparty für alle Mitarbeitenden und ihre

Familien am Firmensitz in Haiterbach – ein

Dankeschön an das Team, das den Erfolg des

Unternehmens maßgeblich mitgestaltet hat.

Die Alfred Schuon Group zeigt eindrucksvoll,

wie Tradition, Innovation und nachhaltiges

Wachstum Hand in Hand gehen können. Mit

Weitblick und familiärem Zusammenhalt ist das

Unternehmen bestens gerüstet, auch die kommenden

Jahrzehnte erfolgreich zu gestalten.

(RED)

Der neue 75-Jahre-Jubiläumstruck

wurde just-intime

zur Firmenfeier ausgeliefert.

Geschäftsführer

Alexander Schuon blickte

in seiner Ansprache auf

die Entwicklung der vergangenen

75 Jahre zurück

und gab einen Ausblick auf

die Zukunft des Familienunternehmens.

Über 110

Gäste aus Politik und Wirtschaft

sowie Geschäftspartner

kamen zur Feier

ins Schuon-Logistikcenter

Wildberg II.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S46

cargo-partner feiert

20 Jahre in Graz

Seit 20 Jahren ist cargo-partner ein starker

Logistikpartner der Industrie in Steiermark

und Kärnten – mit maßgeschneiderten

Lösungen von Luft- und Seefracht bis Kontraktlogistik

Im Jahre 2006 eröffnete cargo-partner sein

erstes Büro in Graz – ein Standort, der sich

in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer

der wichtigsten regionalen Drehscheiben

für Industrieunternehmen entwickelt hat.

Besonders Betriebe aus Maschinen-, Anlagenund

Fahrzeugbau profitieren von der Kombination

aus lokaler Betreuung, globalem Netzwerk

und spezialisierten Services. Was 2006

als kleine Niederlassung des 1983 gegründeten

Logistikers cargo-partner begann, ist heute ein

vollwertiges Logistikzentrum mit internationaler

Ausrichtung und einem Team erfahrener

Expert:innen für Luft- und Seefracht, Gefahrgut

und temperaturgeführte Transporte.

„Der Standort in Werndorf verbindet alles, was

produzierende Unternehmen benötigen – nur

zehn Minuten vom Flughafen entfernt, mit

direktem Autobahnanschluss und unmittelbarer

Nähe zum Containerterminal Graz, inklusive

Bahnverbindung für FCL- und LCL-Sendungen,“

erklärt Martin Schenzel, Geschäftsführer

von cargo-partner in Österreich. Damit ist das

Logistikzentrum ein attraktiver Ausgangspunkt

für weltweite Lieferketten, von Europa bis Asien

oder Nordamerika.

Im iLogistics Center Graz bietet cargo-partner

mit rund 4.500 Palettenstellplätzen flexible

Lösungen für ganz unterschiedliche Warengruppen,

einschließlich Blocklager, Hochregal-


lager und Kleinteilebereich. Von Beschaffung

und Einlagerung über Kommissionierung bis zu

Paketdienstleistungen deckt der Standort das

gesamte Kontraktlogistik-Spektrum ab. Ergänzt

wird dies durch effiziente Zollservices, ein eigenes

Zolllager und einen direkten Zugang zum

Containerterminal, der flexible Bestellzeiten

ermöglicht.

Jubiläumsfeier „20 Jahre Graz“

Um diesen Meilenstein gebührend zu würdigen,

lud cargo-partner im Mai Kund:innen und Mitarbeiter:innen

zu einer Jubiläumsfeier im „Aiola“

im Schloss St. Veit ein. „Die treibende Kraft hinter

unserem Erfolg ist das Team in Graz, dessen

Engagement und Expertise unsere Entwicklung

erst möglich gemacht haben“, betonte Günter

Haidinger, Branch Manager Graz.

Bereit für die nächsten 20 Jahre

Ob Übersee-Logistik für weltweite Beschaffung,

temperaturgeführte Transporte, Gefahrgut-Expertise

oder flexible Kontraktlogistik-

Lösungen: Der cargo-partner-Standort in Graz

hat sich als verlässlicher Partner der Industrie

in Steiermark und Kärnten etabliert. Mit der

wachsenden Bedeutung der Südstrecke und

dem Ausbau der Koralmbahn stärkt Graz seine

Rolle weiter – als logistischer Knotenpunkt, der

Unternehmen hilft, schneller, effizienter und

internationaler zu werden. (RED)

Besonders geehrt wurden jene Mitarbeiter, die

dem Unternehmen seit vielen Jahren – teilweise

sogar seit der ersten Stunde – die Treue

halten und die Unternehmenskultur maßgeblich

prägen. Ganz im Sinne des Mottos „we take

it personally“ wurde der Abend genutzt, um auf

die gemeinsamen Erfolge anzustoßen und die

starken partnerschaftlichen Beziehungen zu

feiern. Ein unterhaltsames Rahmenprogramm

mit dem Moderator und Zauberer Christoph

Kulmer, Musik von DJ „Steevy Matheano“ und

einem Auftritt der „Comedy Hirten“ rundete den

feierlichen Abend ab.

MARTIN-SCHENZEL


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S48

20-jähriges Jubiläum

von Jörn Peter Struck

Ein besonderes Jubiläum in der Geschichte

von CargoLine: Jörn Peter Struck feiert am

01.07.2026 sein 20-jähriges Jubiläum in der

Geschäftsführung der Stückgutkooperation.

Zwei Jahrzehnte in einer Führungsposition

sind alles andere als selbstverständlich,

insbesondere in einer

Branche, die von stetigem Wandel,

hoher Dynamik und zunehmender Komplexität

geprägt ist. Seit nunmehr 20 Jahren trägt Jörn

Peter Struck Verantwortung für die Entwicklung

von CargoLine und hat das Unternehmen in dieser

Zeit maßgeblich mitgestaltet. Mit Kontinuität,

Verlässlichkeit und strategischem Weitblick

hat er die Ausrichtung der Kooperation geprägt

und ihre Weiterentwicklung begleitet.

Führung über einen so langen Zeitraum bedeutet,

in bewegten Zeiten Orientierung zu geben,

Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen und

unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen

Stabilität zu vermitteln. Für CargoLine ist Jörn

Peter Struck seit vielen Jahren eine wichtige

Konstante und zugleich ein verbindendes Element

innerhalb des Netzwerks. Sein Verständnis

für partnerschaftliche Zusammenarbeit,

Vertrauen und gemeinsame Ziele hat wesentlich

dazu beigetragen, die Kooperation nachhaltig

zu stärken.

20 Jahre in der Geschäftsführung stehen nicht

nur für langjährige Verantwortung, sondern

auch für prägenden Einfluss auf Unternehmenskultur

und Zusammenarbeit. Sein Wirken

steht für Verlässlichkeit, klare Orientierung

und den Blick für das, was unser Netzwerk im

Kern ausmacht. CargoLine bedankt sich bei

Jörn Peter Struck herzlich für engagierte Arbeit,

seine vorausschauende Führung und seine

Rolle in der Entwicklung der Kooperation. Das

Jubiläum ist Anlass, auf Erreichtes zurückzublicken

und mit Zuversicht auf die kommenden

Jahre zu schauen.

(RED)



LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S50

System Alliance Europe

auf Wachstumskurs

System Alliance Europe setzt Wachstum fort:

Sendungsmengen und Tonnage steigen –

bestes Jahr der Stückgutkooperation.

Die Mitgliedsunternehmen der System

Alliance Europe (SAE) haben

im zurückliegenden Geschäftsjahr

deutlich mehr Sendungen transportiert

als im Jahr zuvor. „2025 war für unsere Allianz,

bezogen auf das Sendungsvolumen, das

bislang beste Geschäftsjahr seit Gründung“, sagt

SAE-Vorstandsvorsitzender Tassilo Schneider.

Mit 3,5 Millionen Sendungen (2024: 3,0

Millionen) und einer Tonnage von 1,1 Millionen

Tonnen (2024: 1,0 Millionen) verzeichnete die

genossenschaftlich organisierte Stückgutkooperation

den deutlichsten Mengenzuwachs

der vergangenen fünf Jahre. „Das Momentum

liegt derzeit vornehmlich im europäischen Ausland“,

kommentiert Schneider die Entwicklung.

So spiegele sich das wirtschaftliche Wachstum

in Ländern wie Dänemark, Portugal und Spanien

in den Sendungsmengen, die im kontinentalen

Warenverkehr aus und in diese Regionen strömen.

Die wirtschaftliche Schwäche des Industriestandortes

Deutschland zeige sich mittlerweile

auch in der Logistik: „In anderen Ländern

Europas sehen wir derzeit deutlich mehr Dynamik“,

so Schneider.

Mit 54 Mitgliedsunternehmen und 170 Niederlassungen

in 33 Ländern ist die SAE die größte

Stückgutkooperation Europas. Ihre Mitglieder

handeln nach einheitlichen Qualitäts- und

Sicherheitsstandards, steuern ihre Logistik über

eine zentrale IT- und Datenplattform, bleiben

unternehmerisch dennoch vollkommen unabhängig.

Foto: SAE/Bernd Ebbing


Die Mitglieder der System Alliance Europe

kamen auf der diesjährigen Generalversammlung

in Athen zusammen.

„Unsere Mitglieder nutzen die etablierten Standards,

digitalen Tools und Prozesse der SAE,

machen aber ihre eigene Preispolitik“, erläutert

Schneider.

SAE CEO Tassilo Schnei-

Zu den Mitgliedern der SAE, die 2005 gegründet

wurde, zählen führende mittelständische

Speditions- und Logistikunternehmen. Zusammen

bilden sie ein eng verzahntes System

aus konzernunabhängigen, inhabergeführten

Unternehmen, das hohe regionale Präsenz mit

flächendeckender Reichweite in ganz Europa

verbindet.

Über die System Alliance Europe eG

Die System Alliance Europe eG (SAE) ist eine

genossenschaftlich organisierte Stückgutkooperation

54 mittelständischer, inhabergeführter

Transport- und Logistikdienstleister mit

insgesamt 46.000 Mitarbeitern und 170 Niederlassungen

in 33 Ländern Europas. Im Jahr 2025

wickelte die 2005 gegründete Allianz 3,5 Millionen

Sendungen (2024: 3,0 Millionen Sendungen)

und rund 1,1 Millionen Tonnen Sammelgut

ab. Die Firmenzentrale ist in Düsseldorf. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S52

NOSTA übernimmt

Kontraktlogistik und

Transportabwicklung für

Panasonic

NOSTA stärkt Panasonic: Effiziente Kontraktlogistik

und Transportlösungen für

Klima- und Wärmetechnik mit modernster

Lagertechnik am Standort Ladbergen.

Die NOSTA Logistics GmbH macht

Ladbergen künftig zur Logistikdrehscheibe

für Panasonic HVAC (Heating,

Ventilation, Airconditioning).

Dafür stellt der Full-Service-Logistikdienstleister

in seinem Multi-User-Standort Ladbergen

12.000 Quadratmeter Logistikfläche für

Klima-, Lüftungs- und Wärmepumpentechnik

bereit. Die Waren erreichen den Standort aus

europäischen sowie asiatischen Produktionsstandorten

und werden künftig durch NOSTA

an europäische Kunden mit Schwerpunkt auf

den DACH-Benelux-Raum transportiert. Derzeit

stattet der Logistikdienstleister das Lager

mit kundenspezifischer Lagertechnik aus, im

Anschluss folgt die schrittweise Inbetriebnahme:

Der Wareneingang startet planmäßig

im Juni, ab Juli folgt der Warenausgang. Im

August soll der Standort seinen Vollbetrieb aufnehmen.

„Die Nachfrage nach effizienten Heiz- und

Kühllösungen steigt. Mit Panasonic gewinnen

wir einen Partner, der mit zukunftsträchtigen

Produkten wachstumsstarke internationale

Märkte bedient“, sagt Jan Steinacker, Head of

Contract Logistics Germany bei der NOSTA

Group. Das Leistungsspektrum in Ladbergen

umfasst künftig Wareneingang, Lagerung und

Warenausgang der Luft-Wasser-Wärmepumpen

und Klimageräte sowie die Kommissionierung

kundenindividueller Aufträge. Steinacker

ergänzt: „Besonders erfreulich ist dabei, dass

wir neben der ursprünglich vertraglich vereinbarten

Lagerlogistik auch die Abwicklung der

Straßentransporte ins europäische Ausland

übernehmen werden – ein starker Vertrauensbeweis

unseres Partners.“

Auf der Suche nach einem Logistikdienstleister

im Raum Osnabrück hatte der führende Anbieter

von Heiz- und Kühllösungen NOSTA 2025 proaktiv

dazu eingeladen, sich an der Ausschreibung

zu beteiligen, bei der sich der Full-Service-Logistikdienstleister

letztlich durchsetzte.

„Ausschlaggebend für die Vergabe waren insbesondere

die überzeugende Kombination aus

mittelständisch geprägter Unternehmenskultur

und technologischer Innovationsbereitschaft

sowie die strategisch vorteilhafte geografische


Lage“, erklärt Philipp Stephan, General Manager

Supply Chain Europe bei Panasonic Heating

Ventilation Airconditioning Europe.

Aktuell stattet NOSTA die Logistikflächen in

Ladbergen entsprechend der spezifischen

Anforderungen seines Kunden aus. Steinacker

sagt: „Dazu zählen unter anderem der Aufbau

von Einfahrregalen zur effizienten Flächennutzung

und die Anschaffung von Klammerstaplern

für das Handling der Wärmepumpen – eine

Flurfördertechnik, die sich seit vielen Jahren an

anderen NOSTA-Standorten bewährt hat.“

Der Standort Ladbergen ist mit 175 Mitarbeitenden

der größte Standort der NOSTA Group. Insgesamt

stehen dort rund 25.000 Quadratmeter

Logistikfläche zur Verfügung. Der Projektstart

mit Panasonic erfolgt zunächst auf einer Fläche

von rund 12.000 Quadratmetern. Für die

weitere Entwicklung der Partnerschaft wurde

eine langfristige Wachstumsperspektive definiert,

die abhängig von den zukünftigen Bedarfen

einen Ausbau der operativen Kapazitäten

auf bis zu 19.000 Quadratmeter ermöglicht.

Im nächsten Schritt verlagert NOSTA rund 200

Lkw-Ladungen Ware von bisherigen Panasonic-Lagerstandorten

nach Ladbergen.

Zusätzlich wird Ladbergen zum ersten Logistikstandort,

an dem Panasonic auf die automatische,

scanbasierte Vermessung und Wiegung

von Packstücken setzt – mithilfe einer Technologie,

die NOSTA auf Kundenwunsch integriert

hat. Auf Grundlage der Daten lässt sich die

Frachtkosten-Kalkulation und die Vergabe der

Transporte effizienter abbilden.

Nicolas Gallenkamp, CEO der NOSTA Holding

GmbH, betont mit Blick auf den bevorstehenden

operativen Start insbesondere die partnerschaftliche

Kooperation: „Bereits vor Beginn der

Implementierungsphase war unsere Zusammenarbeit

mit Panasonic von Vertrauen und

Offenheit geprägt. Umso mehr freut es uns,

dass künftig neben der Contract Logistics auch

unsere Business Unit Road mit dem Kunden

zusammenarbeitet. Mein besonderer Dank gilt

dabei unserem Contract Logistics-Team rund

um Jan Steinacker für den starken Einsatz und

die professionelle Umsetzung.“

(RED)

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S54

Lagermax Logistics

übernimmt Spedition

Keimelmayr

Zukunftssicherung und Stärkung des Netzwerks:

Kompetenzen und Marktkenntnis

gebündelt – Leistungsangebot erweitert,

Arbeitsverhältnisse bleiben erhalten.

Die Lagermax Logistics Austria GmbH

hat die Übernahme der Spedition

Keimelmayr in Leonding, vorbehaltlich

der Zustimmung der Kartellbehörde,

erfolgreich abgeschlossen. Dieser strategische

Schritt markiert einen bedeutenden

Meilenstein für beide Unternehmen und setzt

wichtige Impulse für die nachhaltige Zukunft

des oberösterreichischen mittelständischen

Logistikdienstleisters Keimelmayr. Gleichzeitig

stärkt Lagermax damit seine Marktposition in

Oberösterreich und baut sein österreichisches

Netzwerk in einem zentralen Wirtschaftsraum

weiter aus.

Tradition trifft Zukunft: Die Geschichte von

Keimelmayr

Die Spedition Keimelmayr blickt auf eine über

fünf Jahrzehnte andauernde Erfolgsgeschichte

zurück. Als verlässlicher Partner für Kunden

aus unterschiedlichsten Branchen hat sich das

Unternehmen einen exzellenten Ruf erarbeitet.

Die Entscheidung des bisherigen Eigentümers

Hubert Keimelmayr, das Unternehmen im Rahmen

seiner Nachfolgeregelung an Lagermax zu

übergeben, basiert vor allem auf dem Wunsch,

das Lebenswerk langfristig zu sichern und den

Mitarbeitenden sowie Kunden eine stabile und

verlässliche Zukunft zu gewährleisten.

„Nach vielen erfolgreichen Jahren war es mir

wichtig, eine Lösung zu finden, die den Fortbestand

unseres Unternehmens gewährleistet

und gleichzeitig unseren Mitarbeitenden neue

Perspektiven eröffnet“, so Hubert Keimelmayr.

„Mit Lagermax haben wir den richtigen Partner

gefunden, der unsere Werte teilt, unsere

Leistungen schätzt und die Entwicklung des

Unternehmens nachhaltig fortführen wird.“

Kontinuität und Sicherheit für

Mitarbeitende und Kunden

Für die rund 50 Mitarbeitenden von Keimelmayr

bedeutet die Übernahme vor allem eines:

Kontinuität und Sicherheit. Alle bestehenden

Arbeitsverhältnisse bleiben erhalten, was in

der heutigen Zeit ein wichtiger Vertrauens-


beweis ist. Auch die Kunden können sich darauf

verlassen, weiterhin von den gewohnten

Ansprechpartnern betreut zu werden und von

der bewährten hohen Servicequalität sowie

zuverlässigen Logistiklösungen zu profitieren.

Synergien nutzen: Erweiterung des

Leistungsangebots

Lagermax sieht in der Übernahme ein großes

Potenzial, das bestehende Leistungsangebot

gezielt zu erweitern. Durch die Integration

der Kompetenzen und Marktkenntnisse

von Keimelmayr kann Lagermax seinen Kunden

künftig noch umfassendere Transport-,

Logistik- und Servicelösungen aus einer

Hand anbieten. Die Verbindung von regionaler

Expertise mit der Stärke eines europaweit

agierenden Logistiknetzwerks schafft

neue Chancen für Wachstum und Innovation.

Alexander Friesz, Vorstand der Lagermax

Gruppe, unterstreicht die Bedeutung der Übernahme:

„Keimelmayr genießt einen hervorragenden

Ruf im Markt und verfügt über ein engagiertes

Team mit hoher Fachkompetenz. Die

Übernahme ist für uns ein weiterer wichtiger

Schritt. Sie ergänzt unser bestehendes Angebot

ideal und schafft neue Möglichkeiten, unsere

Kunden, insbesondere am oberösterreichischen

Markt, noch umfassender zu betreuen. Gleichzeitig

freuen wir uns darauf, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter von Keimelmayr in unserer

Unternehmensgruppe willkommen zu heißen.“

Eine starke Kombination für

nachhaltiges Wachstum

Mit der Übernahme entsteht eine starke Kombination,

die Tradition, Erfahrung und Innovationskraft

miteinander verbindet. Beide Unternehmen

sind überzeugt, dass dieser Schritt die

Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum

und langfristigen Erfolg schafft. Die Bündelung

von Kompetenzen und Marktkenntnis wird

die Position beider Partner in der Transport- und

Logistikbranche nachhaltig stärken.

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S56

Hödlmayr International

übernimmt Nutzfahrzeugsparte

Gartner KG

Hödlmayr International baut High & Heavy-

Logistik aus: Geplante Übernahme der

Nutzfahrzeugsparte der Gartner KG.

spezialisierten Fuhrpark im Bereich schwerer

Transporte auszeichnet. Künftig wird diese

Sparte in die Hödlmayr High & Heavy GmbH

integriert und ergänzt das bestehende Angebot

sowohl strategisch als auch operativ sinnvoll.

Durch die Zusammenführung erwartet Hödlmayr

International signifikante Synergien, vor allem in

den Bereichen Transportorganisation, Flottenmanagement

und Overhead-Strukturen. Ziel ist

es, bestehende Kundenbeziehungen langfristig

zu sichern, Abläufe effizienter zu gestalten

und die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen

High & Heavy-Markt nachhaltig zu erhöhen.

Die Hödlmayr International GmbH gab

kürzlich die geplante Übernahme der

Nutzfahrzeugsparte der Gartner KG

bekannt. Mit diesem strategischen

Schritt will das Unternehmen seine Position im

Bereich High- & Heavy-Logistik weiter stärken

und setzt damit einen wichtigen Meilenstein

in seiner langfristigen Wachstumsstrategie.

Erweiterung des Leistungsportfolios durch

Integration der Gartner Nutzfahrzeugsparte

Der Übernahmegegenstand umfasst das operative

Nutzfahrzeuggeschäft der Gartner KG,

das sich durch ein etabliertes Kundenportfolio,

erfahrene Fahrerinnen und Fahrer sowie einen

Statements der Unternehmensführung

„Die heute unterzeichnete Übernahme der

Nutzfahrzeugsparte der Gartner KG ist ein

bedeutender Schritt für unser Unternehmen.

Sie ermöglicht es uns, unser Angebot gezielt

auszubauen und unseren Kundinnen und Kunden

noch umfassendere und integrierte Logistiklösungen

im Bereich High & Heavy anzubieten“,

erklärt Johannes A. Hödlmayr, CEO der

Hödlmayr International GmbH.

Auch Christian Gartner, CEO der Gartner KG,

bewertet die Transaktion positiv: „Wir sind

überzeugt, dass die Nutzfahrzeugsparte unter

dem Dach von Hödlmayr International ihr volles

Potenzial entfalten kann und dort bestens für


die Zukunft aufgestellt ist.“ Durch die Abgabe

dieses Geschäftsbereichs kann sich die Gartner

KG künftig noch stärker auf ihr Kerngeschäft im

Bereich Kühl-, Planen- und Tankverkehr konzentrieren.

Ausblick und Rahmenbedingungen

Der Vollzug der Transaktion steht unter dem

Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen

und wird bis Ende Sommer 2026

erwartet. Über die finanziellen Details wurde

Stillschweigen vereinbart.

Über Hödlmayr International GmbH

Hödlmayr International ist ein führender Anbieter

von Fahrzeug- und Automobillogistik in

Europa und deckt die gesamte Wertschöpfungskette

ab – von Transport und Aufbereitung bis

hin zur Distribution. Mit innovativen Lösungen

und einem starken Fokus auf Kundenbedürfnisse

setzt Hödlmayr Maßstäbe in der Branche.

Fakten auf einen Blick:

• 100 %iges Familienunternehmen

• Umsatz 445 Millionen Euro (2025)

• Rund 1.900 Mitarbeiter

• Präsenz in 16 Ländern

• 650 Fahrzeugtransporter

• 27 Ganzzugsysteme

• 66.000 Fahrzeugstellplätze

• Transportvolumen von rund 1,9 Millionen

Fahrzeugen jährlich

Mit der Übernahme der Nutzfahrzeugsparte der

Gartner KG baut Hödlmayr International seine

Kompetenz im Bereich High & Heavy-Logistik

weiter aus und festigt seine Position als starker

Partner für komplexe Transportlösungen in

Europa. Die Integration schafft neue Synergien

und bietet Kunden zukünftig noch umfassendere

Services aus einer Hand. (RED)

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S58

Wachsende Nachfrage

und Nearshoring-Trends

cargo-partner, ein Mitglied der NIPPON

EXPRESS GROUP, baut seine Straßentransport-Services

in Europa signifikant aus.

Der strategische Fokus liegt dabei auf

Verbindungen zwischen der Slowakei,

Tschechien und Polen mit Italien,

der Türkei, dem Vereinigten Königreich

und Irland.

„Der Straßengüterverkehr spielt eine entscheidende

Rolle dabei, europäische Lieferketten flexibel

und zuverlässig zu halten“, erklärt Mirko

Blazevic, Director Road Europe Operations bei

cargo-partner. „Mit dem europaweiten Ausbau

unseres Netzwerks bieten wir unseren

Kund:innen eine integrierte Gesamtlösung, die

Transport, Verzollung, Lagerhaltung und digitale

Transparenz aus einer Hand vereint.“

Gestützt auf eine starke regionale Präsenz in

Zentral- und Osteuropa sowie die umfassenden

Kapazitäten der NX GROUP, deckt das erweiterte

Angebot von cargo-partner das gesamte

Spektrum an Straßentransport-Services ab:

von Komplett- (FTL) und Teilladungen (LTL) über

Sammelgut bis hin zu Economy-, Priority- und

Emergency-Sendungen.

Wichtige Kapazitätssteigerungen auf

zentralen Handelskorridoren

Im Zuge der Expansion hat cargo-partner sein

Serviceangebot auf mehreren entscheidenden

europäischen Handelsrouten optimiert:

• Italien – CEE: Im Verkehr zwischen Italien und

der CEE-Region bietet der Logistiker bis zu fünf

Abfahrten pro Woche von Italien in die Slowakei,

nach Tschechien, Österreich, Ungarn und

Polen und vice versa. Mit Door-to-Door-Laufzeiten

ab drei Tagen treffen diese Services insbesondere

bei Unternehmen aus der Automobil-,

Maschinenbau- und Möbelindustrie auf

starke Nachfrage.

• Türkei – CEE: Angetrieben durch das wachsende

Interesse an Nearshoring bietet cargopartner

wöchentliche Import- und Exportverkehre

von und in die Slowakei, nach Tschechien,

Österreich und Ungarn an. Dazu zählt eine

regelmäßige Verbindung zwischen Istanbul

und Brünn mit Door-to-Door-Laufzeiten ab sieben

Tagen. Eine immer beliebtere Option auf

dieser Strecke ist der intermodale Transport

– eine kosteneffiziente und umweltfreundliche

Alternative zu reinen LKW-Verbindungen,

die das Risiko von Verzögerungen an der stark

beanspruchten türkischen Grenze minimiert.

• Großbritannien & Irland – Europa: Für die Handelsroute

zwischen CEE und dem Vereinigten

Königreich unterhält cargo-partner zweimal

wöchentlich Sammelgutabfahrten von Großbritannien

nach Polen, Österreich, Tschechien,

in die Slowakei, nach Ungarn, Kroatien, in den

Photo Copyright: cargo-partner


baltischen Raum und in die Türkei. Ergänzt wird

dies durch einen bewährten Straßentransport-Service

über die Irische See mit täglichen

Optionen für Sammelgut, Teil- und Komplettladungen

sowie Express-Fahrten.

Integrierte Lagerlogistik und paneuropäische

Distribution

Eine besondere Stärke des Angebots ist sein

integrierter Ansatz. Zusätzlich zum Transport

bietet cargo-partner parallel eine umfassende

Zollunterstützung in ganz Europa. Von seinem

Umschlagspunkt in Österreich aus bedient der

Logistiker Linienverkehre nach Kroatien, Slowenien,

die Türkei, nach Polen, Ungarn, Rumänien,

Bulgarien, Moldawien, die Slowakei,

Tschechien, den Kosovo, die „Stan“-Staaten,

Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro,

Nordmazedonien und Albanien. Diese Services

werden von einem starken Netzwerk an

Lagerstandorten gestützt, zu dem von cargopartner

betriebene Logistikzentren in Zentralund

Osteuropa, der Türkei und Großbritannien

sowie NX-GROUP-Warehouses in Italien und

weiteren wichtigen westeuropäischen Knotenpunkten

gehören. Diese Infrastruktur ermöglicht

maßgeschneiderte Lösungen, die Transport

mit Konsolidierung, Lagerung, Fulfillment

und Distribution kombinieren.

„Wir schaffen ein hocheffizientes und flexibles

Netzwerk, um Betriebsabläufe in ganz Europa

zu optimieren“, betont Mirko Blazevic. „Indem

wir unsere Kapazitäten im Landverkehr und

unsere internen Prozesse stärken, können wir

einen noch schnelleren und resilienteren Service

anbieten. Wir wollen nicht nur Waren von

A nach B bewegen, sondern aktiv Hürden in

den Lieferketten unserer Kund:innen abbauen.

Darin liegt der wahre Mehrwert.“ (RED)

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S60

Der Wiener Industrie- und Logistikmarkt

befindet sich in einer Phase

struktureller Verschiebungen. Während

die Nachfrage an Dynamik

verliert, trifft sie auf ein wachsendes Angebot

aus den starken Fertigstellungsjahren 2024

und 2025. Der Flächenumsatz ging 2025 auf

rund 104.000 m2 zurück. Gleichzeitig wurde

vom Vienna Research Forum (VRF) erstmals

eine Leerstandsquote erhoben: Diese liegt bei

4,0 %. „Wir sehen aktuell eine klare Marktverschiebung.

Das Angebot wächst schneller

als die Nachfrage. Gleichzeitig werden Standortentscheidungen

selektiver getroffen. Für

Unternehmen eröffnet das neue Handlungsspielräume,

während sich Anbieterinnen und

Anbieter stärker differenzieren müssen“, sagt

Eugen Otto, Geschäftsführer von OTTO Immobilien.

Rückläufige Nachfrage bei stabilem Bestand

Der Gesamtbestand an Industrie- und Logistikflächen

in Wien und Umgebung beläuft sich

laut Daten des VRF aktuell auf rund 8,25 Mio.

m2. Der Flächenumsatz lag 2025 bei 104.000

m2 und damit um 11 % unter dem Vorjahreswert

(2024: 117.000 m2). Der größte Flächenumsatz

wurde 2025 mit rund 25.000 m2 im Submarkt

Wien Umland Süd erzielt. Das entspricht rund

24 % der im Jahr 2025 umgesetzten Fläche.

Auffällig ist die geringe Zahl großvolumiger

Abschlüsse, ein Großteil des Marktgeschehens

konzentriert sich auf kleinere und mittlere Flächen.

Nur eine Inbetriebnahme überschritt die

Marke von 10.000 m2.

Wiener Logistikmarkt:

Flächenumsatz und

Fertigstellungen sinken

Rückläufige Flächenumsätze und Fertigstellungen

bei stabilen Mietpreisen: Logistikimmobilienmarkt

2025/2026 im Überblick.

„Die Nachfrage ist deutlich selektiver geworden.

Viele Unternehmen verschieben Standortentscheidungen

oder prüfen intensiver. Der

Bedarf bleibt grundsätzlich vorhanden, konzentriert

sich jedoch stärker auf passende Flächen

hinsichtlich Preis, Lage und Qualität“, sagt

Anthony Crow, Abteilungsleiter Immobilienvermarktung

Gewerbe bei OTTO Immobilien.

Leerstände durch Angebotsüberhang

Mit 2025 wurde erstmals eine Leerstandsquote

für moderne, drittverwendbare Flächen erhoben,

die sich auf 4,0 % beläuft. „Die Leerstände

sind eine direkte Folge der starken Fertigstellungen

der vergangenen Jahre. Viele neue Projekte

kommen aktuell zeitgleich auf den Markt,

während die Nachfrage nicht im gleichen Ausmaß

mitzieht“, so Research-Leiter Martin Denner.

Besonders betroffen sind neu errichtete,

großflächige Objekte, die teilweise noch keine

ausreichende Vorvermietung aufweisen. Vor

diesem Hintergrund ist in den kommenden

Jahren mit einem weiteren Anstieg der Leerstandsrate

zu rechnen.

Deutlicher Rückgang bei Fertigstellungen

Nach zwei außergewöhnlich starken Jahren mit

durchschnittlich rund 300.000 m2 Fertigstellungsvolumen

folgt 2026 ein markanter Rückgang.

Für das laufende Jahr werden lediglich

rund 79.000 m2 neue Flächen erwartet. Dieser

Rückgang ist vor allem auf die Verschiebung


zahlreicher Projekte zurückzuführen, die nun

frühestens ab 2027 realisiert werden sollen.

Rund 97 % der Flächen mit einer geplanten Fertigstellung

2026 und 2027 sind für die Fremdnutzung

bestimmt, davon aktuell aber nur 5 %

vorvermietet. Für 2027 ist momentan ein Fertigstellungsvolumen

von über 250.000 m2 in

Planung.

„Die Projektpipeline reagiert bereits auf die veränderten

Marktbedingungen. Entwickler:innen

verschieben Projekte oder passen Konzepte

an, um auf die aktuelle Nachfragesituation zu

reagieren“, sagt Alexandra Fischer, Teamleiterin

Industrie & Logistik bei OTTO Immobilien.

Stabile Mieten, differenzierte Entwicklung

Die Mietpreisentwicklung zeigt sich 2025 und

Anfang 2026 insgesamt stabil. Vor allem im

Neubausegment gab es in den meisten Submärkten

kaum Veränderungen gegenüber dem

Vorjahr: Die Mietpreise liegen in allen Wiener

Regionen weiterhin bei bis zu EUR 7,75 pro m2.

Im Bestandssegment hingegen zeigen sich

regionale Unterschiede. Während in einzelnen

Lagen wie etwa Wien Nord Zuwächse zu beobachten

sind, kommt es in anderen Teilmärkten

– wie Wien Ost sowie moderat auch Wien

Süd – zu Rückgängen. „Der Markt differenziert

sich zunehmend. Hochwertige Flächen in guten

Lagen behaupten sich weiterhin, während

weniger attraktive Objekte stärker unter Druck

geraten“, so Alexandra Fischer.

Auch bei Grundstücken zeigt sich ein differenziertes

Bild: Während Top-Lagen weiterhin

Preissteigerungen verzeichnen, stabilisieren

sich die Preise in Randlagen zunehmend.

Da Neuwidmungen seltener werden, rücken

Brownfields – also das Recycling bereits

gewidmeter Flächen – verstärkt in den Fokus.

Die höchsten Preise werden nach wie vor im

Submarkt Wien Süd mit rund 550 Euro pro m2

gezahlt.

Die Runde führender Entwickler:innen bestätigt

die zunehmende Differenzierung des Marktes

und sieht insbesondere bei Nutzungsanforderungen,

Flächenformaten und Standortqualität

einen nachhaltigen Wandel.

Moderne Flächen bleiben nachgefragt, ältere

Bestandsobjekte geraten zunehmend in eine

schwächere Marktposition. Insbesondere die

Nachvermietung zu bisherigen Mietniveaus

gestaltet sich vielerorts schwieriger. Gleichzeitig

verändern strukturelle Trends die Nachfrage

nachhaltig. Der Bedarf an stadtnahen Logistikflächen

bleibt hoch, während steigender Kostendruck

und begrenzte Flächenverfügbarkeit

die Standortentscheidungen beeinflussen.

Brownfields gewinnen weiter an Bedeutung,

ebenso wie energieeffiziente Bauweisen und

neue Logistikkonzepte. Zusätzliche Nachfrageimpulse

könnten von internationalen Unternehmen

ausgehen, die ihre Präsenz in Europa ausbauen.

Der Industrie und

Logistik-Marktbericht

von OTTO Immobilien

mit Analysen,

Marktdaten und den

Einschätzungen der

Developer-Experten

ist hier abrufbar unter:

https://epaper.otto.at/

link/533491/

Ausblick: Markt bleibt unter Anpassungsdruck

Der Wiener Industrie- und Logistikmarkt wird

kurzfristig von einem weiteren Anpassungsprozess

geprägt bleiben. Im Rahmen eines

erstmals durchgeführten „Developer“-Roundtables

bei OTTO Immobilien diskutierten zentrale

Marktakteur:innen die aktuelle Lage und

künftige Entwicklungen des Logistikmarktes.

„Die aktuelle Marktphase sorgt für mehr Realismus

auf beiden Seiten. Nutzer:innen hinterfragen

Flächen genauer, Entwickler:innen ihre

Konzepte. Diese neue Balance wird den Markt

nachhaltig prägen. Umso wichtiger wird es, fundierte

Marktkenntnis als Grundlage für belastbare

Entscheidungen zu nutzen“, schließt Eugen

Otto. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S62

Fuhrparkdaten sind der

Schlüssel zur

nachhaltigen Flotte

Metzger Spedition setzt auf digitale Fuhrparkdaten

als Basis für eine nachhaltige und

elektrifizierte Zukunft.

Die Metzger Spedition GmbH aus dem

baden-württembergischen Neu-

Kupfer (D) feiert heuer ihr 80-jähriges

Firmenjubiläum und damit

acht Jahrzehnte Transport- und Logistikdienstleistungen.

Stetige Veränderungen prägen die

Branche von Beginn an. Das Familienunternehmen

hat es sich zum Ziel gesetzt, seine

regionale Verwurzelung mit einer modernen

Zukunftsstrategie, geprägt von

Digitalisierung und Nachhaltigkeit, zu

verknüpfen. Eine zentrale Rolle spielt

dabei die Flottenmanagement-Software

Webfleet.

Was 1946 mit einem einzigen reparierten

Lkw begann, hat sich zu einem

modernen Logistikdienstleister mit rund

80 Mitarbeitenden und einem Fuhrpark von

30 Lkw – davon 5 vollelektrisch – entwickelt.

Das Unternehmen mit eigenem Ladepark – 4

Schnellladesäulen für Lkw und Pkw – bietet

Transportlogistik, Lagerlogistik und individuelle

Logistikkonzepte für spezielle Kundenanforderungen

an. Nachhaltige Mobilität und

zukunftsfähige Technologien sind die beiden

Haupt-Investitionsziele. Unter dem Leitgedanken

„Charge the Future“ hat sich Metzger

ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen

mindestens 50 Prozent der eigenen Lkw-

Flotte elektrifiziert sein. Dass die schrittweise

Elektrifizierung des Fuhrparks nicht mittels

Bauchgefühl erfolgen kann, ist klar. „Bei der

Umstellung der Flotte auf E-Lkw ist es am wichtigsten,

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

miteinander zu verbinden“, sagt Kevin Kielwein,

Geschäftsführer von Metzger Logistik.

Digitalisierung als Grundlage für

die Elektrifizierung

Für den Unternehmer ist klar, dass die Elektrifizierung

einer Flotte nur auf Basis belastbarer

Daten gelingt: „Man kann nicht einfach Fahrzeuge

austauschen, sondern muss genau wissen,

welcher Schritt zu welchem Zeitpunkt notwendig

wird. Dabei helfen digitale Werkzeuge

wie die Fuhrparksoftware von Webfleet. Sie

zeigt, welche Transportaufträge bereits heute

elektrisch abgewickelt werden können, wo entlang

der Strecke Lademöglichkeiten zur Verfügung

stehen und an welchen Stellen der weitere

Ausbau der Flotte sinnvoll ist.“ Reichweiten,

Ladezeiten, Routen und Fahrzeugauslastungen

müssen daher jederzeit abrufbar sein. Aus

diesem Grund hat Metzger bereits 2025 seine

gesamte Fahrzeugflotte mit Webfleet ausgestattet,

von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren

bis zu den elektrisch betriebenen Lkw.

Fuhrparksoftware als kompetenter,

wachsamer Assistent

Die digitale Flottenmanagement-Plattform

unterstützt das Logistikunternehmen sowohl

bei der Tourenplanung und Disposition als auch

bei der Ladeinfrastrukturplanung. Verfügbare


Ladestationen entlang der Strecken werden

angezeigt, Reichweiten lassen sich in Echtzeit

überwachen und Touren entsprechend optimieren.

„Für uns ist das digitalisierte Flottenmanagement

ein entscheidender Faktor für

das Gelingen unserer Logistikleistungen. Wir

treffen notwendige Entscheidungen nicht aufgrund

von Vermutungen oder aufgrund eines

Bauchgefühls, sondern auf Basis ganz konkreter

Daten. So bekommen wir auch die Planungssicherheit

für den weiteren Ausbau der E-Mobilität

unseres Unternehmens“, so Kielwein.

Effizienzsteigerung im täglichen Betrieb

Die Telematiksoftware bringt für den Fuhrpark

von Metzger etliche weitere Vorteile mit sich:

Echtzeitinformationen ermöglichen eine präzisere

Disposition, Leerfahrten können reduziert

und Personalressourcen besser genutzt werden.

Gleichzeitig unterstützt das System bei der

Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie Lenkund

Ruhezeiten sowie bei Führerschein- und

Geschwindigkeitskontrollen.

Für die Fahrer bietet Webfleet zusätzliche

Unterstützung durch Echtzeit-Feedback. Mithilfe

von Webfleet OptiDrive 360 werden Kennzahlen

wie Tempoverstöße, Leerlaufzeiten oder

auffällige Fahrmanöver ausgewertet. Daraus

entsteht ein individueller Fahrerscore, der

sowohl für Schulungen als auch für die persönliche

Weiterentwicklung genutzt werden kann

und erheblich zur Sicherheit der Lenker beiträgt.

„Seit der Einführung von Webfleet OptiDrive360

hat sich der Schulungsaufwand deutlich reduziert,

gleichzeitig sanken Kraftstoffverbrauch

und Wartungskosten. Eine vorausschauende

Fahrweise verbessert nicht nur die Wirtschaftlichkeit,

sondern auch die Umweltbilanz der

Flotte“, zeigt sich der Logistik-Unternehmer

zufrieden.

Digitale Wartungsplanung statt „Oh je, da

brauchen wir einen Werkstatt-Termin“

Eine weitere positive Facette der Fuhrparkmanagement-Software

zeigt sich im Wartungsmanagement.

Während Wartungen oder

Reparaturen früher überwiegend nach festen

Intervallen oder aufgrund von Fahrerhinweisen

durchgeführt wurden, setzt Metzger heute

auf digitale Prozesse und vorausschauende

Instandhaltung.

Über den Webfleet Vehicle Check führen Fahrer

ihre Fahrzeugkontrollen digital durch und dokumentieren

den Zustand des Fahrzeugs direkt

am Tablet. Mögliche Mängel werden sofort

angezeigt und können frühzeitig behoben werden.

Zusätzlich werden Fehlermeldungen aus

den Fahrzeugen automatisch an die Fuhrparkverantwortlichen

weitergeleitet. Dadurch lassen

sich Wartungsmaßnahmen besser planen,

ungeplante Ausfälle vermeiden und die Verfügbarkeit

der Fahrzeuge erhöht sich.

Nachhaltigkeit als Teil der

Unternehmensstrategie

„Wenn man als Logistikunternehmen Nachhaltigkeit

ernst nimmt, dann ist das kein abgeschlossenes

Projekt, sondern ein wichtiger Teil

der Firmenphilosophie. Unserer Meinung nach

führt an Nachhaltigkeit buchstäblich kein Weg

vorbei. Neben dem Einsatz von E-Lkw setzen wir

auf den alternativen Kraftstoff HVO100. Somit

fahren auch all unsere Verbrennerfahrzeuge

CO2 neutral. wir investieren in unsere eigene

Ladeinfrastruktur und nutzen Solarenergie am

Standort. Die digitalen Werkzeuge gehören fix

zum Arbeitsalltag. Sie liefern uns die notwendigen

Daten, um Emissionen transparent zu

erfassen und unsere Fortschritte messbar zu

machen“, sagt Kielwein.

Blick nach vorne

Seit es Logistikbetriebe gibt, gibt es Veränderungen.

Derzeit sind es die Themen Digitalisierung,

Elektrifizierung und steigende Anforderungen

an Nachhaltigkeit, die die Branche und

deren Entwicklung in den kommenden Jahren

prägen. Metzger ist für die aktuellen Herausforderungen

gut vorbereitet und hat auch den

Anspruch, eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Dazu Kevin Kielwein: „Wir wissen, dass es in

der Branche viele Unternehmen gibt, die beispielsweise

nichts von e-Lkw halten. Mit unserer

Initiative zeigen wir, dass die Elektrifizierung

der Flotte sehr wohl funktioniert und auch viele

Vorteile mit sich bringt.“

Mit datenbasiertem, digitalem Flottenmanagement

schafft das Unternehmen die Basis für

mehr Transparenz und schnellere Entscheidungen

in allen Belangen rund um den Firmenfuhrpark.

Oder wie Geschäftsführer Kevin Kielwein

es zusammenfasst: „Effizient. Leistungsstark.

Nachhaltig. Mit Webfleet werden wir genau das

Unternehmen, das wir sein wollen.“ (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S64

Logistics Whitepaper:

PTV-Tourenoptimierung

in der Stückgutlogistik

Die Stückgutlogistik steht zunehmend unter

Druck: steigende Personalkosten, volatile

Sendungsmengen und wachsende

Kundenanforderungen treffen auf stagnierende

Produktivität.

Drei Herausforderungen in der Stückgutlogistik

und mögliche Lösungen.

. Laut DSLV-Kostenindex machen

Personalkosten inzwischen über

50 Prozent aus und treiben das Kostenniveau

weiter in die Höhe. Gleichzeitig fehlt es häufig

an qualifizierten Fachkräften. Für Unternehmen

der Branche ist klar: Sie müssen effizienter

werden. Doch traditionelle Prozesse und

bestehende Software-Lösungen in der Logistik

stehen dem oft im Weg. Wie groß die Herausforderungen

tatsächlich sind und wie Unternehmen

ihnen begegnen können, zeigt das

aktuelle Whitepaper „Tourenoptimierung in der

Stückgutlogistik“ von PTV Logistics. Dabei werden

insbesondere drei zentrale Herausforderungen

deutlich, die die Effizienz in der Stückgutlogistik

heute maßgeblich beeinflussen:

1. Fehlende Transparenz auf Betriebsebene

In der heterogenen Welt der Stückgutlogistik

basieren Wirtschaftlichkeitsrechnungen häufig

auf Mischkalkulationen. Ein Blick bis hinunter

auf einzelne Touren ist oft nicht möglich

oder nur mit sehr hohem Aufwand verbunden.

Dadurch bleibt die tatsächliche Wirtschaftlichkeit

häufig unklar. Besonders im Nahverkehr

werden Ineffizienzen durch ungünstige Tourengebiete

oder zusätzlichen Aufwand bei einzelnen

Stopps oftmals nicht erkannt.

2. Lösungen können Komplexität nur vereinfacht

abbilden

Mit traditionellen Methoden und älteren Tools

sind Unternehmen oft gezwungen, mit Vereinfachungen

zu arbeiten. Die Vielzahl möglicher

Einflussfaktoren kann dabei nicht vollständig

berücksichtigt werden. Doch gerade in Summe

können viele kleine Aspekte zu größeren Problemen

führen. Dazu gehören beispielsweise

unterschiedliche Servicezeiten oder geografische

Besonderheiten bei einzelnen Kunden,

ungeplante Wartezeiten, fixe Termine für Pausen

oder fahrzeugspezifische Einschränkungen.

Bei händischer Planung lässt sich all das

kaum berücksichtigen – zumindest nicht mit

überschaubarem Aufwand. Das führt dann

dazu, dass Touren zwar auf dem Papier funktionieren

und effizient erscheinen, in der Praxis

jedoch oft nicht optimal umsetzbar sind.

3. Ungenutzte Potenziale im Nahverkehr

Beim Stückgut geht es immer auch darum, Liefer-

und Abholprozesse möglichst effizient miteinander

zu verzahnen, um unnötige Kilometer


zu vermeiden. Im Idealfall werden Zustellung

und Abholung innerhalb einer Tour kombiniert.

Doch das stellt Disponenten wiederum vor die

Herausforderung, Touren so zu planen, dass

Fahrer möglichst wenig im Laderaum umräumen

müssen. In der Praxis gelingt das häufig

nicht oder ist mit großem Abstimmungsaufwand

verbunden. Wird kein optimales Zusammenspiel

zwischen Disposition, Kunden und

Fahrern erreicht, sind ineffiziente Touren und

ungenutzte Kapazitäten häufig die Folge.

Automatisierte Tourenoptimierung als Lösung

Mit steigenden Effizienzanforderungen in der

Stückgutlogistik stößt die manuelle Planung

zunehmend an ihre Grenzen. Zeitfenster, Kapazitäten,

Relationen, Servicezeiten und Restriktionen

müssen gleichzeitig berücksichtigt werden

– oft unter erheblichem Zeitdruck in der Nacht.

Es ist also an der Zeit, dass Transportunternehmen

auf konsequente Automatisierung setzen

und die eigenen Daten zu ihrem strategischen

Vorteil nutzen. Mit entsprechenden modernen

Lösungen können realistische Servicezeiten

und fixe Termine automatisch berücksichtigt

werden. Integrierte Tourenplanung kombiniert

dabei Abhol- und Zustellaufträge innerhalb

einer Tour möglichst effizient. Dabei steht klar

die Gesamteffizienz im Fokus und nicht etwa

nur die kürzeste Strecke. Zufahrtsbeschränkungen,

Zeitfenster und gesetzliche Vorgaben

fließen ebenfalls automatisch in die Planung

ein. Dadurch entstehen Tourenpläne, die nicht

nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis

funktionieren. Gleichzeitig werden Disponenten

entlastet und Unternehmen gewinnen an

Flexibilität im Tagesgeschäft.

Das Whitepaper von PTV Logistics zeigt, wie

moderne, automatisierte Tourenplanung dazu

beitragen kann, Transparenz zu schaffen, Planungsqualität

zu verbessern und vorhandene

Kapazitäten optimal zu nutzen. Weitere Informationen

und Lösungsansätze finden sich im

Whitepaper auf Anfrage, welches zum Download

bereitsteht. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S66

Smartphones bewegen

jeden achten Euro des

Technologiehandels in

der EU

Logista Freight analysiert in einem Bericht

die wichtigsten Korridore, Produkte und

Transportarten des europäischen Technologiehandels.

Smartphones sind das bedeutendste

Technologieprodukt im innereuropäischen

Handel: 42.664 Millionen

Euro wurden zwischen den 27 Mitgliedstaaten

der EU ausgetauscht, was 12,2 %

eines Marktes entspricht, der 2025 insgesamt

350.289 Millionen Euro erreichte. Das geht aus

einem Bericht von Logista Freight hervor, der

die Handelsströme der Tech‐Industrie analysiert.

Sie haben sich im Laufe des vergangenen

Jahrzehnts mehr als verdoppelt und spiegeln

bereits den Aufschwung der künstlichen Intelligenz

wider.

Der Bericht, der über einen Link heruntergeladen

werden kann, zeigt, dass die Niederlande

und Deutschland das Rückgrat des europäischen

Technologiehandels bilden. Sie sind

Ursprung oder Ziel der zehn wichtigsten Handelskorridore.

Der intensivste Warenstrom verläuft

zwischen den Niederlanden und Deutschland

und beläuft sich auf 29.018 Millionen Euro,

gefolgt von der Handelsachse zwischen den

Niederlanden und Frankreich mit 16.158 Millionen

Euro.

Diese Konzentration der Warenströme in den

Niederlanden hängt mit der Rolle Rotterdams

als Eingangstor für Technologieimporte nach

Europa zusammen. Viele der mit Smartphones,

Laptops, Chips und Komponenten beladenen

Container, die aus China, den USA, Vietnam oder

Taiwan auf den Kontinent gelangen, erreichen

Europa über diesen Hafen. Von dort werden sie

per Lkw in den übrigen EU‐Raum weiterverteilt.

Die Analyse der in der Branche am häufigsten

genutzten Transportarten bestätigt die führende

Rolle des Straßentransports, der mehr

als 90 % der logistischen Warenströme in den

27 Mitgliedstaaten der EU auf sich vereint. Der

Bericht geht zudem den Gründen für die starke

Stellung des Straßentransports nach, erläutert

die spezifischen Vorteile von Stückgut‐ und


Komplettladungen und beleuchtet die besondere

Herausforderung, die das Thema Sicherheit

für die Technologiebranche darstellt, die

von 15 % der in Europa registrierten Diebstählen

betroffen ist.

Álvaro González‐Escalada, Generaldirektor von

Logista Freight, ist der Ansicht, dass sich die

Technologiebranche mit ganz anderen Dynamiken

bewegt als andere Industriezweige und

die Logistik deshalb für jedes Unternehmen der

Branche eine strategische Bedeutung hat. In

einer Branche, die durch kurze Produktzyklen,

konzentrierte Nachfragespitzen und eine Nulltoleranz

gegenüber Verzögerungen geprägt

ist, komme dem Transport eine wachsende

strategische Bedeutung zu. Je stärker die Produktion

in Europa zunehme und die Handelsströme

wachsen, desto deutlicher trete diese

Bedeutung hervor. Hinzu kämen wachsende

sicherheitsbezogene Herausforderungen. Die

Zunahme krimineller Aktivitäten gegenüber

hochwertigen Gütern zwinge die Unternehmen

dazu, ihre Schutzstandards zu erhöhen und

mache das Sicherheitsmanagement zu einem

entscheidenden Differenzierungsmerkmal der

spezialisierten Logistik.

Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick

darüber, wie sich der Technologiehandel in den

27 Mitgliedstaaten der EU entwickelt: welche

Produkte den größten Anteil am Handelsvolumen

ausmachen, welche Korridore die Verteilung

strukturieren, auf welche Weise der Transport

erfolgt und welche spezifischen Risiken

die Logistik mit sich bringt. Diese Informationen

verschaffen allen Akteuren der Branche – von

Herstellern über Distributoren und E‐Commerce‐Anbieter

bis hin zu Systemintegratoren

– einen präzisen Einblick in die logistische und

kommerzielle Struktur des europäischen Technologiemarkts.

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S68

MAN reduziert

Treibhausgas-Ausstoß

seiner Werke deutlich

MAN setzt Maßstäbe in Klimaschutz: 67,9 %

weniger Treibhausgasemissionen seit 2019,

E-Mobilität als Schlüssel mit vollelektrischen

Modellen und Nachhaltigkeitsbericht 2025.

MAN steigerte den Anteil erneuerbarer Energien

durch Eigenerzeugung, langfristige Power

Purchase Agreements (PPAs) sowie den Bezug

zertifizierten Grünstroms. Photovoltaikanlagen

werden standortübergreifend ausgebaut.

In München bereitet MAN zudem den Bau

einer Geothermieanlage vor, um fossile Wärme

schrittweise zu ersetzen und die Treibhausgas

Bilanz des größten Produktionsstandorts nachhaltig

zu verbessern. Ergänzend modernisiert

das Unternehmen konsequent energieintensive

Anlagen und setzt weitere Effizienzprogramme

in der Produktion um. Auch die zunehmende

Elektrifizierung der eigenen Firmenwagenflotte

trägt zur Emissionsreduktion bei.

Seit 2019 hat das Unternehmen die

Treibhausgasemissionen an seinen

Unternehmensstandorten (Scopes

1 und 2) um 67,9 Prozent reduziert.

Damit nähert sich MAN dem von der Science

Based Targets initiative (SBTi) bestätigten Ziel,

die standortbezogenen Emissionen bis 2030

um 70 Prozent gegenüber 2019 zu senken. Dies

geht aus dem soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht

des Unternehmens hervor.

Die Reduktion ist Ergebnis einer konsequenten

Umstellung von Energieversorgung, Infrastruktur

und Produktionsprozessen.

Elektrifizierung des Produktportfolios

Der Nachhaltigkeitsbericht zeigt, dass über 95

Prozent der Treibhausgasemissionen von MAN

in der Nutzungsphase der Fahrzeuge entstehen.

Der THG-Flottenausstoß pro Fahrzeugkilometer

der von MAN verkauften Trucks, Busse und Vans

(Scope 3, Kategorie 11) soll bis 2030 um 28 Prozent

im Vergleich zu 2019 sinken. Entsprechend

ist die Dekarbonisierungsstrategie konsequent

auf die Elektrifizierung des Fahrzeugportfolios

ausgerichtet. Im Berichtsjahr 2025 konnte hier

eine Reduktion um 16 Prozent gegenüber 2019

erreicht werden.

Foto: FRBMedia


Mit dem Start der Serienproduktion der batterieelektrischen

Lkw MAN eTGX und MAN eTGS

am Standort München ist der Übergang von

der Erprobung zur Skalierung vollzogen. 2025

setzte MAN mehr als 620 elektrische Lkw ab

und unterstützt damit zahlreiche Transportund

Logistikunternehmen bei der Reduktion

ihrer Transportemissionen. Auch im Bussegment

verzeichnet MAN starkes Wachstum:

Vollelektrische Stadt- und Überlandbusse sind

in vielen europäischen Städten im Einsatz. 2025

stieg der Absatz von elektrischen Linienbussen

um 118 Prozent auf über 1.300 Fahrzeuge – ein

Rekord. Mit dem MAN Lion’s Coach E erweitert

das Unternehmen sein Angebot erstmals auf

den Reisebusverkehr. Erste batterieelektrische

MAN-Reisebusse sollen bis Ende 2026 an Kunden

in Europa rollen. Insgesamt erhöhte MAN

den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge 2025 um

168 Prozent auf 1.970 Einheiten. Bis 2030 sollen

etwa 40 Prozent der in Europa abgesetzten

MAN-Fahrzeuge vollelektrisch sein.

Dekarbonisierung eigener Transportprozesse

MAN treibt auch die schrittweise Elektrifizierung

seiner Inbound Logistik voran und hat 2025

Ausschreibungen für den Einsatz batterieelektrischer

Lkw auf zunächst rund 40 Routen

durchgeführt, die jährlich bis zu 165 Millionen

Kilometer umfassen. Der Serienbetrieb läuft seit

Anfang dieses Jahres. In der Outbound Logistik

setzt MAN gemeinsam mit Logistikpartner

VEGA International auf ein intermodales Konzept

aus Schienentransport für den Hauptlauf

und MAN eTGX für die „letzte Meile“. Bis Ende

2026 sollen 30 bis 40 weitere vollelektrische

Lkw in der Fahrzeugauslieferung eingesetzt

werden. „Der größte Klimaschutzhebel liegt im

Fahrzeugbetrieb – und genau dort beschleunigen

wir die Elektrifizierung. Gleichzeitig zeigen

wir im eigenen Einflussbereich, dass wir liefern:

An unseren Unternehmensstandorten haben

wir die Emissionen seit 2019 um 67,9 Prozent

reduziert. Und wir elektrifizieren auch unsere

eigenen Transportprozesse – von Inbound bis

Outbound. So machen wir Klimaschutz messbar:

im Geschäftsbetrieb, in der Nutzung sowie

entlang der Wertschöpfungskette”, erläutert

Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus.

Nachhaltigkeit Unternehmensstrategie

Unter dem Motto “Simplifying Sustainability“

hat MAN nun seinen Nachhaltigkeitsbericht

2025 veröffentlicht. Neben Klima- und Energiethemen

dokumentiert er weitere Fortschritte,

unter anderem in den Bereichen Kreislaufwirtschaft,

Lieferkettenverantwortung, Arbeitssicherheit

und Qualifizierung. (RED)

Bildtext links: Seit 2019

hat MAN die Treibhausgas-Emissionen

an seinen

Standorten um 67,9

Prozent reduziert – das

von der SBTi bestätigte

Ziel liegt bei 70 Prozent

bis 2030.

Bildtext oben: Der Flottenausstoß

pro Fahrzeugkilometer

ist gegenüber

2019 bereits um 16 Prozent

gesunken. Bis 2030

soll er um insgesamt 28

Prozent zurückgehen.


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S70

E-LKW: Ja, aber

lohnt sich das?

Fraunhofer Austria liefert Unternehmen mit

Fuhrpark die Entscheidungsgrundlage für die

Flottenelektrifizierung.

Der LKW ist das Rückgrat der europäischen

Wirtschaft: 77 Prozent des

gesamten Frachtaufkommens in der

EU werden auf der Straße transportiert

– und genau hier liegt eines der größten

Klimaprobleme. Schwere Nutzfahrzeuge stoßen

im Durchschnitt rund 129 Gramm CO2-Äquivalent

pro Tonnenkilometer aus. Die EU-Flottengrenzwerte

für neue LKW schreiben bis 2040

eine Emissionsreduktion von 90 Prozent vor.

Österreich geht noch weiter: Klimaneutralität

bereits bis 2040. Die Elektrifizierung von LKW-

Flotten ist damit keine Option mehr – sie ist

strategische Notwendigkeit. Die Frage ist nicht

ob, sondern wann und wie.

Die Technologie ist bereit

Batterieelektrische LKW erreichen heute Reichweiten

von bis zu 700 Kilometern, erzielen

einen Systemwirkungsgrad von rund 77 Prozent

– gegenüber 25 Prozent bei Diesel – und weisen

über den Lebenszyklus im Mittel rund 50

Prozent weniger CO2-Emissionen aus als ihre

dieselbetriebenen Pendants. In Österreich wurden

2025 bereits über 18.000 elektrische Nutzfahrzeuge

zugelassen, Tendenz weiter steigend.

Was vielen Unternehmen aber noch fehlt, ist die

belastbare Entscheidungsgrundlage. Denn der

Business Case hängt stark vom konkreten Einsatzprofil

ab: Routenstruktur, Ladeinfrastruktur,

Autobahn-Anteil, Förderprogramme – all das

beeinflusst, ob sich der Umstieg rechnet. Genau

hier setzt Fraunhofer Austria an.

Erste Einschätzung mit wenigen Klicks

Mit dem Fleet Flamingo – einem eigens entwickelten,

kostenlos zugänglichen Klick-Tool

– können Unternehmen in wenigen Minuten

eine erste fundierte Einschätzung erhalten. Drei

Eingaben genügen: Autobahnanteil, Ladeanteil

am eigenen Depot und jährliche Kilometerleistung.

Das Tool berechnet darauf basierend die

Kostendifferenz zwischen E-LKW und Dieselfahrzeug

über einen Zeitraum von sieben Jahren

und visualisiert das Ergebnis in einer interaktiven

3D-Matrix. Grüne Punkte signalisieren

Einsparungen, rote Mehrkosten – intuitiv, auf

einen Blick.

Wie wirksam gezielte Optimierung sein kann,

zeigt eine aktuelle Analyse von Fraunhofer Austria:

Durch Routenanpassung kombiniert mit der

Integration von Photovoltaik-Eigenstrom lassen

sich die Gesamtbetriebskosten einer elektrifizierten

Flotte gegenüber einer reinen Dieselflotte

um bis zu 10 Prozent senken. Christoph

Ecker, Leiter des Geschäftsbereichs Logistik

und Supply Chain Management erklärt: „Die

Flottenelektrifizierung ist kein reines Fahrzeugthema

– sie ist eine ganzheitliche System- und

Prozessentscheidung.“

Christoph Ecker, Leiter des

Geschäftsbereichs Logistik

und Supply Chain Management

bei Fraunhofer Austria

Der Fleet Flamingo ist dabei der erste Schritt.

Das Expertenteam von Fraunhofer Austria

unterstützt Unternehmen anschließend bei der

tiefergehenden Analyse der gesamten Flotte,

entwickelt maßgeschneiderte Tourenpläne

und ermittelt das individuelle CO2-Reduktionspotenzial.

(RED)


Austrian Summit

für Retail &

Branded Goods

tagdeshandels.at

8.-9.OKT

TAG DESGMUNDEN (OÖ)

HANDELS

TOSCANA

CONGRESS,

2026


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S72

Älteste Brauerei der Welt

Weihenstephan eröffnet

neue Logistikladelösung

Tradition trifft Innovation: Staatsbrauerei

Weihenstephan und Delta Charge eröffnen

intelligente Lade- und Batterielösung für

elektrische Lkw-Flotte.

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan,

die älteste Brauerei der

Welt seit 1040, und Delta Charge,

ein deutsch-schwedischer Unternehmen

für Ladeinfrastruktur und Batteriespeicherlösungen

für Elektro-Lkws, haben gemeinsam

ein vollständig elektrifiziertes Lade- und

Energiedepot am Logistikzentrum der Brauerei

eingeweiht – maßgeschneidert für die wachsende

Elektro-Lkw-Flotte der Staatsbrauerei.

Mit dem System gehört Weihenstephan zu den

ersten großen deutschen Brauereien, die einen

batteriegestützten Schnelllade-Hub in Betrieb

genommen haben. Dabei sind die Gesamtkosten

geringer als bei Diesel, was den Weg

für die Elektrifizierung der gesamten Branche

ebnet. Das Logistikzentrum wurde als vollständig

integrierte Energielösung konzipiert. Zwei

deckenmontierte 150-kW-Schnellladestationen

werden von einem modularen Batteriespeichersystem

gespeist. Beginnend mit einer

Kapazität von 125 kW/257 kWh und erweiterbar

auf 375 kW/771 kWh – entsprechend dem

Wachstum der elektrischen Flotte – bindet der

Batteriespeicher die bestehende 380-kWp-

PV-Anlage des Standorts nahtlos ein.

Das Herzstück des Projekts bildet das eigens

entwickelte, KI-gestützte Energiemanagementsystem

von Delta Charge, das das Zusammenspiel

von Solarenergie, Batteriespeicher

und Ladevorgängen kontinuierlich optimiert,

um die Netzabhängigkeit zu minimieren und

Stromkosten zu senken. Das Ergebnis ist ein

System, das elektrische Lkw nicht nur betrieblich

ermöglicht, sondern über die Lebensdauer

günstiger als ihre Diesel-Pendants macht.

Bilder (Copyright Delta Charge


„Seit fast eintausend Jahren steht Weihenstephan

für Qualität, Handwerkskunst und

Verantwortung – gegenüber unseren Bierspezialitäten,

unserer Region und künftigen

Generationen. Die Elektrifizierung unserer

Flotte ist ein natürlicher Ausdruck dieser Verantwortung

und ein konkreter Schritt auf unserem

Weg zur vollständigen Dekarbonisierung",

sagt Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen

Staatsbrauerei Weihenstephan.

Die Elektrifizierung der Lkw-Flotte ist ein weiterer

Meilenstein im langjährigen Engagement

von Weihenstephan für Nachhaltigkeit und

Umweltschutz. Die vollständige Elektrifizierung

des Logistikzentrums – bereits ein Vorbild für

modernes, energieoptimiertes Bauen – stärkt

den Kurs des Unternehmens hin zur vollständigen

Dekarbonisierung und setzt einen neuen

Maßstab für die gesamte Branche.

“Aus klimaschutzpolitischer Sicht hat die

Staatsbrauerei Weihenstephan mit der Umstellung

auf eMobilität im Rahmen eines integrierten

Energiekonzepts einen Weg eingeschlagen,

den man nur als vorbildlich bezeichnen kann.

Als Unternehmen des Freistaats Bayern wird

sie ihrer Vorbildfunktion gerecht. Als Leiter der

Klimaschutzabteilung am Bayerischen Staatsministerium

für Umwelt und Verbraucherschutz

wünsche ich mir möglichst viele Nachahmer.

Mit dem noch jungen, engagierten Unternehmen

Delta Charge hat sich die Staatsbrauerei

den perfekten Partner für die Umsetzung ihres

durchaus anspruchsvollen Vorhabens ausgesucht,”

sagt Robert Winkler, Ministerialdirektor

im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt

und Verbraucherschutz.

Das Weihenstephaner Logistikzentrum vereint

zwei der größten industriellen Trends

Europas: die Einführung von elektrischen Lkws

beschleunigt sich rapide, während stationäre

Batteriespeicher zunehmend zum entscheidenden

Faktor werden, diesen Wechsel auch

wirtschaftlich tragfähig zu machen. Dabei werden

nicht nur Kosten signifikant gesenkt, sondern

auch die Unabhängigkeit und Resilienz

gegenüber Netzschwankungen und steigenden

Energiepreisen erhöht.

“Die Brauerei Weihenstephan und Delta Charge

haben gemeinsam etwas wirklich Besonderes

aufgebaut”, sagt Johannes Kirnberger,

Geschäftsführer von Delta Charge. “Da ich in

Freising aufgewachsen bin, liegt mir dieses Projekt

besonders am Herzen. Noch spannender ist

aber, dass wir erst am Anfang der Transformation

stehen. Unser Konzept funktioniert sowohl

technisch als auch wirtschaftlich, und wir sind

bereit, es europaweit in Logistik und Industrie

zu etablieren.” (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S74

Fiege eröffnet Ladepark

für E-Lkw in Oftringen

und stärkt nachhaltige

Mobilität in der Schweiz

Mit zehn Ladepunkten für batteriebetriebene

Lkw treibt der Logistikdienstleister den

Ausbau der E-Ladeinfrastruktur voran und

erweitert die Einsatzmöglichkeiten seiner

E-Flotte.

Der Grevener Logistikdienstleister

Fiege setzt seinen Weg zur

Dekarbonisierung konsequent fort

und hat am Standort Oftringen im

Schweizer Kanton Aargau einen neuen Ladepark

für E-Lkw eröffnet. Mit insgesamt zehn

Ladepunkten – darunter vier für das regelmäßige

Laden über Nacht und sechs High-Power-

Charger für schnelles Laden – schafft Fiege

optimale Voraussetzungen, um seine acht batteriebetriebenen

schweren Lkw in der Schweiz

noch flexibler und nachhaltiger einzusetzen.

Zukunftsfähige Mobilität im Fokus

„Die Elektrifizierung unseres Lkw-Fuhrparks

spielt eine zentrale Rolle bei der Mobilität

der Zukunft“, erklärt Marcel Boccali, Managing

Director und Head of Landtransports bei

Fiege Schweiz. „Mit dem neuen Ladepark in

Oftringen erweitern wir den Einsatzradius und

die Verfügbarkeit unserer E-Lkw und gestalten

unsere Transportlösungen nachhaltiger.“

Die technische Umsetzung des Ladeparks

übernahm die Power+ Engineering AG aus

Zuzwil. Eine besondere Herausforderung war


die Installation einer Trafostation mit einer

elektrischen Scheinleistung von 1.250 Kilovoltampere

– insbesondere, da sich unter

dem Ladepark eine Tiefgarage befindet. Die

Kabel wurden deshalb oberirdisch in einem

Betonkanal verlegt, eine innovative Lösung,

die hohes technisches Know-how erforderte.

E-Flotte und nachhaltige Kraftstoffe im Einsatz

Die acht E-Lkw von Fiege Schweiz sind im

nationalen Transport für namhafte Kunden wie

den Verpackungsexperten DS Smith und den

Lebensmittel-Importeur Stutzer & Co. unterwegs.

Insgesamt verfügt die Fiege-Gruppe

bereits über 20 batteriebetriebene schwere

Lkw und 20 Schnellladepunkte. Weitere zehn

Schnellladepunkte entstehen derzeit an verschiedenen

Standorten in Deutschland.

Neben der Elektromobilität setzt Fiege auch

auf alternative Kraftstoffe wie Bio-CNG, Bio-

LNG und HVO100, um die Dekarbonisierung

des Fuhrparks weiter voranzutreiben.

Nachhaltigkeit als strategischer Kern

Die Fiege-Gruppe mit Stammsitz in Greven

gilt als einer der innovativsten Logistikanbieter

Europas. Mit 22.000 Mitarbeitenden an

136 Standorten in 14 Ländern erwirtschaftete

das Familienunternehmen 2024 einen Umsatz

von zwei Milliarden Euro. Nachhaltigkeit und

zukunftsorientierte Infrastruktur sind zentrale

Bestandteile der Unternehmensstrategie.

Jens Fiege, Co-CEO in fünfter Generation,

betont: „Für uns ist es entscheidend, dort präsent

zu sein, wo es für unsere Kunden am wertvollsten

ist. Die Nähe zu wichtigen Logistikdrehscheiben

und eine hervorragende Anbindung

schaffen Flexibilität und ermöglichen es uns,

Kundenanforderungen noch gezielter zu

erfüllen. Dabei legen wir besonderen Wert

auf nachhaltige Lösungen wie E-Mobilität.“

Mit dem neuen Ladepark in Oftringen setzt

Fiege ein starkes Zeichen für den Ausbau der

Elektromobilität im Logistiksektor und zeigt,

wie moderne Ladeinfrastruktur und innovative

Technik die nachhaltige Mobilität von morgen

ermöglichen. (RED)

LOGISTIK express

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› Handel & Distanzhandel

› Transport & Logistik


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S76

Niceshops und

Schauperl starten

vollelektrische

Fernverkehrsverbindung

Erste tägliche E-LKW-Route über 1.000 Kilometer

setzt ein starkes Zeichen für klimafreundlichen

Pakettransport – Ausbau der

Ladeinfrastruktur und weitere Elektrifizierungsprojekte

geplant.

Anlässlich des Weltumwelttags am 5.

Juni setzen das E-Commerce-Unternehmen

niceshops und Schauperl

Logistics ein klares Zeichen für nachhaltige

Pakettransporte: Gemeinsam betreiben

sie die erste vollelektrische Verbindung zu

einem internationalen Paket-Verteilzentrum.

Die tägliche Gesamtstrecke von rund 1.000

Kilometern zum und vom deutschen Paket-Verteilzentrum

in Regensburg zählt damit zu den

wenigen internationalen Fernverkehrsrouten,

die komplett mit E-LKWs abgewickelt werden.

Strategischer Hebel gegen CO2-Emissionen

Als international agierendes E-Commerce-

Unternehmen trägt niceshops Verantwortung

für seine Umweltbilanz. Seit 2018 berechnet

das Unternehmen jährlich seinen CO2-Fußabdruck

und identifiziert gezielt Maßnahmen zur

Emissionsreduktion. Während am Hauptstandort

in Saaz bereits umfangreiche Umweltmaßnahmen

umgesetzt wurden, fokussiert sich

niceshops nun auf die Transporte zu internationalen

Verteilzentren als nächsten wichtigen

Schritt. Die Partnerschaft mit Schauperl

Logistics, einem erfahrenen Logistikdienstleister

mit starkem Engagement in der E-Mobilität,

ist dabei ein entscheidender Baustein.

Roland Fink, Gründer von niceshops, betont:

„Die Transporte zu unseren Verteilzentren

sind ein wesentlicher Hebel, um Emissionen

zu reduzieren. Mit Schauperl Logistics haben

wir einen Partner gefunden, der bereit ist, diesen

Weg gemeinsam mit uns umzusetzen.“

Michael Clarke, eTrucker, (links) & Thomas Dittrich, SMATRICS,

(rechts) im Rahmen des Fachkongresses der EL-MOTION.

Die Herausforderung der Langstrecke meistern

E-LKWs werden bislang vor allem im regionalen

Verteilerverkehr eingesetzt. Die tägliche Strecke

von rund 1.000 Kilometern vom Logistikzentrum

in Saaz über Straubing nach Regensburg

und zurück erfordert daher durchdachte

Lösungen. Über einen Partner wurde das Zwischenladen

entlang der Strecke organisiert,

um die Reichweite der E-LKWs sicherzustellen.

Schauperl Transporte setzt aktuell fünf elektrische

Schwerlast-LKWs mit Batteriekapazitäten

von jeweils 600 kWh und Reichweiten von

über 500 Kilometern ein. Ergänzt wird die Infrastruktur

durch einen firmeneigenen 1,3-Megawattstunden-Batteriespeicher

mit intelligenter

Ladesteuerung am Standort in Feldbach.

Foto: SMATRICS


Gerhard Schauperl, Geschäftsführer von

Schauperl Logistics, erklärt: „Der Betrieb von

E-LKWs auf langen Strecken ist derzeit noch

mit großem organisatorischem Aufwand verbunden.

Deshalb investieren wir gezielt in

eigene Speicher- und Ladeinfrastruktur.“

Ausbau der Ladeinfrastruktur bei niceshops

Auch am Standort von niceshops in Saaz wird

die Ladeinfrastruktur kräftig ausgebaut. Derzeit

stehen dort 30 Ladestationen zur Verfügung,

die größtenteils mit Strom aus der

unternehmenseigenen Photovoltaikanlage

betrieben werden. Noch im laufenden Jahr

sollen bis zu 20 weitere Ladepunkte installiert

werden. Zudem prüft das Unternehmen

die Errichtung eines Batteriespeichers.

Zukunftsperspektiven

Beide Unternehmen sehen das Projekt als wichtigen

Meilenstein, um Erfahrungen mit elektrischen

Transportlösungen im internationalen

Güterverkehr zu sammeln. Ziel ist es, die vollelektrisch

betriebenen Linien zu internationalen

Verteilzentren weiter auszubauen und so einen

nachhaltigen Beitrag zur Reduktion von CO2-

Emissionen im Paketfernverkehr zu leisten.

Mit diesem innovativen Vorhaben zeigen

niceshops und Schauperl Logistics, wie Elektromobilität

auch im anspruchsvollen internationalen

Fernverkehr erfolgreich eingesetzt

werden kann – ein starkes Signal für

mehr Nachhaltigkeit in der Logistikbranche.

(RED)

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LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S78

Michael Clarke, Geschäftsführer und Gründer

von eTrucker: „Direkte, bilaterale Verträge

zwischen Spediteur und Ladepunktbetreiber

sind der wirtschaftlichste Weg E-LKW zu laden

– ohne Roaming-Gebühren, mit transparenten

kWh-Preisen. Mit dem eTrucker Chip wird

dieses Modell in der Praxis nahtlos umsetzbar

– von Fahrer:innen bis zu Ladepunktbetreibenden.

Dass SMATRICS hier als Vorreiter mitgeht,

zeigt, wohin sich der Markt entwickelt.“

SMATRICS und eTrucker

bündeln Kräfte

Seit Juni erhalten E-LKW-Fahrer aus Speditions-und

Logistikunternehmen Zugang zu

einem erweiterten Ladenetz und profitieren

von günstigen kWh-Preisen ohne Roaming-

Aufschläge.

In der Partnerschaft bringt eTrucker mit dem

eTrucker Chip bereits eine Vielzahl angebundener

Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur

in Österreich und Deutschland mit.

„Für uns ist die Kooperation mit eTrucker der

nächste logische Schritt in unserer Transformation

und im Ausbau der E-Logistik. Gemeinsam

verbinden wir Ladepunkte zu einem vernetzten,

skalierbaren Ladeökosystem. Einheitliche

Standards und nahtlose Anbindung machen

den Zugang für E-LKW-Flotten so einfach und

effizient wie nie“, betont Hauke Hinrichs, CEO

von SMATRICS.

Auch am Fahrzeugmarkt wird sichtbar, dass

E-Mobilität zunehmend als stabilisierender

Faktor in Zeiten steigender Energiepreise wahrgenommen

wird. Für Logistikunternehmen

rücken dabei neben ökologischen Vorteilen vor

allem planbare Energiekosten, transparente

Ladepreise und ein verlässlicher Infrastrukturzugang

in den Fokus. „Wir freuen uns, mit eTrucker

als Partner das Ladenetz jetzt auch über

die Landesgrenzen hinaus zu erweitern“, so

Hinrichs.

Kooperatives Depotladen als

wirtschaftlicher Faktor

Die Vision von eTrucker und SMATRICS ist es,

E-LKW-Flotten den Zugang zu Ladeinfrastruktur

so einfach und wirtschaftlich attraktiv wie

möglich zu gestalten. Ein weiteres Service, das

hier ansetzt und von SMATRICS vor Kurzem ins

Leben gerufen wurde, ist der SMATRICS Depot

Club: Er erweitert das bestehende eTrucker-

Ökosystem um kontrolliert geöffnete Depot-

Ladepunkte und macht diese über den eTrucker

Chip nahtlos nutzbar.

Davon profitieren alle Beteiligten: Logistiker, die

ihre eigene Depot-Ladeinfrastruktur für andere

E-LKW öffnen wollen, bekommen die Möglichkeit,

die Auslastung der eigenen Ladeinfrastruktur

zu erhöhen und erschließen damit eine

zusätzliche Einnahmequelle. Dabei legen sie

Ladezeiten sowie den Umfang der Verfügbarkeit

für Partnerunternehmen fest. E-LKW hingegen

können durch das erweiterte Ladenetz

ihre Routenplanung optimieren und zu attraktiven

Konditionen laden.

(RED)

Foto: SMATRICS



LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S80

Kögel CEO Markus Siegner & Staatsminister Hubert Aiwanger

Burtenbach: SOS-Aktion

mit 16 Trailern gegen

unrealistische VECTO-

Vorgaben

Mit einer öffentlichkeitswirksamen SOS-

Aktion in Burtenbach macht Kögel auf die

Auswirkungen der EU-Regulierung zu VECTO

für die Transportbranche aufmerksam.

An der Veranstaltung nahm auch der

stellvertretende bayerische Ministerpräsident

Hubert Aiwanger teil.

Er unterstützt die Forderung des

Aufliegerherstellers nach technisch erreichbaren

CO2-Zielen, um Arbeitsplätze, industrielle

Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit

des Standorts Deutschland zu sichern.

VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation

Tool) ist ein Berechnungsmodell der Europäischen

Union, das Aufliegern einen virtuellen

CO2-Wert zuordnet. Grundlage ist die Verordnung

(EU) 2024/1610. Sie sieht vor, dass dieser

simulierte Wert bis 2030 bei Sattelaufliegern

um 10 % und bei Anhängern um 7,5 % sinken

muss. Aus Sicht der Branche entsteht daraus

ein grundlegendes Problem: Auflieger verfügen

über keinen eigenen Antrieb und verursachen

selbst keine direkten CO2-Emissionen.

Die Bewertung basiert auf einer Simulation und

nicht auf tatsächlich gemessenen Emissionen

im Betrieb. Sie ignoriert physikalische Grenzen

und die reale Transportaufgabe.

Mögliche Folgen: Strafzahlungen, höhere

Fahrzeugpreise und Arbeitsplatzverluste

Nach Einschätzung von Kögel und aller führenden

europäischen Aufliegerhersteller sind

die geforderten Reduktionsziele mit den heute

verfügbaren technischen Möglichkeiten nicht

erreichbar. Für das Unternehmen entstehen

dadurch Strafzahlungen von bis zu 64 Millionen

Euro pro Jahr. Um diese Belastung aufzufangen,

könnten die Preise für Auflieger um bis zu 50

Prozent steigen.

Die Folgen sind dann entlang der gesamten Lieferkette

spürbar – von Transportunternehmen

bis hin zu Endverbrauchern. Branchenweit sind

die Auswirkungen deutlich größer: Insgesamt

sind rund 70.000 Arbeitsplätze in der europäischen

Aufliegerindustrie von den Folgen der

aktuellen Regulierung betroffen.


Investitionen am Standort gefährdet

Kögel hat in den vergangenen Jahren mehrere

Millionen Euro in den Standort Burtenbach

investiert. Dazu zählen die Fertigungslinie für

ein neues Kühlfahrzeug sowie die Erweiterung

des Werksgeländes für eine zusätzliche

Produktionshalle. Diese Investitionen und die

langfristige Entwicklung des Standorts geraten

durch die wirtschaftlichen Folgen der VECTO-

Regulierung in Gefahr.

Bayerns stellvertretender Ministerpräsident,

Huber Aiwanger, hat dazu eine klare Meinung:

„Das Letzte, was die Trailer- und Logistik-Branche

in diesen Zeiten braucht, sind zusätzliche

Belastungen durch realitätsferne und überzogene

Regulierungen aus Brüssel. Unsere Unternehmen

dürfen nicht unangemessen belastet

werden.

Die Mittelständler der Branche verfügen nicht

über unbegrenzte finanzielle oder technologische

Ressourcen, um unsinnige regulatorische

Lasten kurzfristig abzufedern. Für sie stellen

die EU-Vorgaben zur CO2-Einsparungen durch

Trailer eine akute Bedrohung der wirtschaftlichen

Existenz dar – mit direkten Folgen für

tausende Arbeitsplätze. Statt drohender Strafzahlungen

brauchen wir pragmatische und

realistische Lösungen, die wirkliche CO2-Einsparungen

bringen.“

Hersteller klagen gegen die EU-Regulierung

Acht europäische Aufliegerhersteller haben

gegen die VECTO-Regulierung Klage eingereicht.

Ziel ist die Überarbeitung der Regelung

in ihrer aktuellen Form. Die Klage richtet sich

nicht gegen Klimaschutz, sondern gegen Vorgaben,

die aus ihrer Sicht nicht umsetzbar sind.

„Dafür haben wir bereits viel getan“ sagt Markus

Siegner, CEO der Kögel Trailer GmbH, „Unsere

langlebigen Leichtbaufahrzeuge tragen seit

Jahren dazu bei, den Kraftstoffverbrauch und

damit die CO2-Emissionen im Transport zu

senken. Die aktuelle VECTO-Regulierung ignoriert

die Realität der Transportbranche und setzt

Unternehmen wie Kögel massiv unter Druck.

Wir brauchen pragmatische Lösungen, die Klimaschutz

und Wettbewerbsfähigkeit vereinen".

Appell für realistische Klimaziele

Mit der symbolträchtigen SOS-Aktion in Burtenbach

fordert Kögel eine Überprüfung der

VECTO-Regulierung. Die Unterstützung durch

Staatsminister Hubert Aiwanger und die Klage

der acht Hersteller zeigen nach Ansicht des

Unternehmens den Handlungsbedarf. Kögel

bekennt sich weiterhin zu Nachhaltigkeit, klimafreundlichen

Transportlösungen und Innovation.

Voraussetzung dafür sind jedoch regulatorische

Vorgaben, die technisch umsetzbar

und wirtschaftlich tragbar sind. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S82

BSK-Fachforum 2026:

Zukunftssichere

Lösungen für den

multimodalen Schwerlastverkehr

BSK stärkt Branchenkooperation und fordert

zukunftsfähige Infrastruktur für Großraumund

Schwertransporte.

Am 23. und 24. Juni 2026 fand in

Bremen und Bremerhaven ein

bedeutendes Fachforum des Bundesverbands

Schwertransporte

und Kranarbeiten (BSK) statt, das sich dem

verkehrsträgerübergreifenden Schwerlastverkehr

widmete. Die Veranstaltung bot eine

Plattform für intensive Diskussionen, Fachvorträge

und praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen

und Chancen des Großraumund

Schwertransports (GST) in Deutschland.

Ein Highlight des Forums war die Besichtigung

des EUROGATE-Terminals im Überseehafen

Bremerhaven sowie des Neustädter

Hafens in Bremen. Beide Standorte verfügen

über spezielle Anlagen für Schwergut und verdeutlichten

anschaulich die Bedeutung multimodaler

Transportlösungen für die Branche.

Im Zentrum der Gespräche standen die Anforderungen

der Windkraftbranche an die Logistik,

die komplexen Versicherungsfragen bei multimodalen

Transporten sowie das Infrastruktur-Nadelöhr

A27, das eine zentrale Rolle für

die Beförderung von Großraum- und Schwergütern

spielt. Die Teilnehmer waren sich einig:

Um die ehrgeizigen Ausbaupläne der Windkraftindustrie

zu realisieren, sind erhebliche

logistische Kapazitäten und der koordinierte

Einsatz aller Verkehrsträger unverzichtbar.

Der BSK betonte die dringende Notwendigkeit,

die Infrastruktur für Großraum- und Schwertransporte

zu verbessern. Leistungsfähigere

Straßen, Brücken und Schleusen sowie ausreichend

nutzbare Parkflächen für die Spezialfahrzeuge

sind essenziell. Zudem wurde der

Ruf nach einem geringeren bürokratischen

Aufwand bei Genehmigungsverfahren laut, um

die Abläufe zu beschleunigen und effizienter

zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf


der Digitalisierung – sowohl in der Kommunikation

mit Behörden als auch im Austausch

zwischen allen Projektbeteiligten, um Transparenz

und Planungssicherheit zu erhöhen.

Der Bundesverband Schwertransporte und Kranarbeiten

(BSK) e.V. ist mit rund 500 Mitgliedern

der größte Fachverband Europas in der Sparte

Großraum- und Schwertransporte. Er vereint

Unternehmen aus Transport und Montage,

Betreiber von Mobilkranen, Dienstleister für

Transportsicherung sowie Anbieter spezifischer

Branchenlösungen und Vertreter verschiedener

Verkehrsträger und Industriezweige. Mit Sitz in

Frankfurt am Main setzt sich der BSK im Dialog

mit Politik, Verkehrsbehörden und Industrie für

bessere Rahmenbedingungen und Strukturen

ein, die eine reibungslose Planung und Durchführung

von Schwertransporten auf Straße,

Schiene und Binnenwasserwegen ermöglichen.

Das Fachforum in Bremen und Bremerhaven

hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die

Zusammenarbeit aller Akteure im multimodalen

Schwerlastverkehr ist, um den Industriestandort

Deutschland zu stärken und die

Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Weitere Informationen zum BSK und seinen

Aktivitäten finden Sie unter: www.bsk-ffm.de.

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S84

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding im Hafenhaus der LHG: LHG-Geschäftsführer

Prof. Sebastian Jürgens (links) und Valdo Kalm, CEO des Hafens Tallinn. Bei der Zeremonie

dabei (hintere Reihe von links): Henning Schumann, Lübecker Stadtpräsident; Jan Lindenau,

Lübecker Bürgermeister; Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie

und Tourismus Schleswig-Holsteins; Botschafterin Marika Linntam sowie Estlands Infrastrukturminister

Kuldar Leis.

Lübecker Hafen und

Hafen Tallinn

intensivieren

Zusammenarbeit

im Ostseeraum

Gemeinsames Ziel: Nachhaltige und leistungsfähige

Logistikverbindungen zwischen

Lübeck und Paldiski stärken und neue

Ladungspotenziale erschließen.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft

(LHG) und der estnische Hafen Tallinn

bauen ihre Zusammenarbeit im

Ostseeraum aus. Im Rahmen des

Besuchs einer hochrangigen estnischen Delegation

in Lübeck unterzeichneten beide Partner

ein Memorandum of Understanding. Ziel

ist es, die Verkehrs- und Logistikverbindungen

zwischen Lübeck und dem zum Hafen Tallinn

gehörenden Hafenstandort Paldiski strategisch

weiterzuentwickeln.

Mit der Vereinbarung wollen die LHG und der

Hafen Tallinn zusätzliche Ladungspotenziale

erschließen, bestehende Verkehre stärken

und die Verbindung zwischen Deutschland

und Estland nachhaltiger, leistungsfähiger und

krisenfester aufstellen. Im Mittelpunkt stehen

gemeinsame Marktaktivitäten, integrierte

Logistik- und Serviceangebote, der Austausch

von Daten, Best Practices sowie Umwelt-, Innovations-

und Pilotprojekte zur Modernisierung

der maritimen Transportketten.


„Zwischen Deutschland und Estland liegen

erhebliche Potenziale für eine Verlagerung

von Verkehren von der Straße auf

das Schiff“, sagt Prof. Sebastian Jürgens,

Geschäftsführer der LHG. „Genau hier

setzen wir gemeinsam mit dem Hafen

Tallinn an. Wenn es gelingt, bestehende

Lkw-Verkehre stärker über See zu führen,

profitieren Wirtschaft, Klima und Infrastruktur

gleichermaßen. Lübeck und

Paldiski können dabei eine wichtige Rolle

als leistungsfähige Verbindung im Ostseeraum

übernehmen.“

Nach Angaben der LHG bestehen bereits

heute zwei Linienverbindungen zwischen

Paldiski und Lübeck. Die Partner

wollen nun prüfen, wie zusätzliche

Frachtströme für diese Verbindung

gewonnen und Transportketten besser

aufeinander abgestimmt werden können.

Dazu gehören gemeinsame integrierte

Logistik- und Serviceangebote

sowie eine engere Ansprache von Kunden

und Marktpartnern.

Die estnische Delegation in Lübeck

knüpfte an den Besuch einer hochrangigen

Lübecker und Hamburger Delegation

in Estland im Frühjahr 2025 an. Damals

waren Vertreterinnen und Vertreter aus

Politik, Hafenwirtschaft und Logistik zu

den Estnisch-Deutschen Hafentagen

nach Tallinn gereist. Der erneute Austausch

in Lübeck unterstreicht, dass aus

den Gesprächen des vergangenen Jahres

eine enge und zunehmend konkrete

Zusammenarbeit entstanden ist.

kritischer Infrastruktur und militärischer

Mobilität austauschen. Damit erhält die

Verbindung zwischen Lübeck und Paldiski

vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen

Lage im Ostseeraum

zusätzliches strategisches Gewicht.

Auch gemeinsame Anträge für europäische

und nationale Förderprogramme

sind Teil des Kooperationsrahmens.

Im Memorandum sind hierzu spezifische

Projekte und die Einrichtung eines Lenkungsausschusses

vereinbart worden.

Jürgens weiter: „Es freut mich, dass wir

konkrete, praxisorientierte Vereinbarungen

treffen konnten – und nicht einfach

Gestalten

Sie mit für mehr

Sichtbarkeit –

Frequenz –

Reichweite

Gemeinsam bringen wir Ihr

Business ins Blickfeld.

LOGISTIK express – Ihr

Marktplatz für News,

Innovationen und Trends.

nur eine abstrakte Willensbekundung

unterschrieben haben. Dafür haben wir

die richtigen Partner.“

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH

ist Deutschlands größte RoRo-Hafenbetreiberin

an der Ostsee. An ihren vier

Hafenterminals werden hochfrequente

Seeverkehre in den Ostseeraum angeboten.

Die Ladeeinheiten werden gebündelt

und durch leistungsfähige Systeme mit

dem Hinterland verbunden. Die LHG ist

eine zuverlässige Partnerin der Papier-,

Stahl- und Automobilindustrie sowie „A

Member of Port of Lübeck“.

(RED)

Auch Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau

unterstützt die engere Zusammenarbeit

mit Estland: Für die Hansestadt

Lübeck füge sich die Vereinbarung in die

langjährigen Beziehungen in den Ostseeraum

ein und stärke die Rolle Lübecks

als logistisches Bindeglied zwischen

Deutschland und den baltischen Staaten.

Ein besonderer Schwerpunkt der Kooperation

liegt auf der Resilienz von Lieferketten

und Verkehrsinfrastrukturen im

Ostseeraum. LHG und Hafen Tallinn wollen

sich nach dem Memorandum auch

zu Fragen der Versorgungssicherheit,


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S86

Projektabschluss:

Nordseehäfen haben

Containerfreigabe vollständig

digitalisiert

Die Softwaredienstleister DAKOSY und dbh

haben das Großprojekt zur hafenübergreifenden

Digitalisierung der Containerfreistellung

(Secure Release Order) über die IT-Plattform

German Ports erfolgreich abgeschlossen.

Die Softwaredienstleister DAKOSY

und dbh haben das Großprojekt

zur hafenübergreifenden Digitalisierung

der Containerfreistellung

(Secure Release Order) über die IT-Plattform

German Ports erfolgreich abgeschlossen. In nur

einem Jahr haben die beiden Unternehmen das

Vorhaben von der Registrierung des ersten Teilnehmers

bis zum Anschluss aller beteiligten

Akteure finalisiert.

Mit dem digitalen Freistellungsprozess ist erstmalig

hafenübergreifend ein einheitlicher Standard

für die deutschen Nordseehäfen Hamburg,

Bremerhaven und Wilhelmshaven etabliert

worden. Zu den Nutzern gehören die Containerterminals,

Reedereien sowie die involvierten

Speditionen und Transportunternehmen.

Der lückenlose digitale Freistellungsprozess

ersetzt das vormals genutzte PIN-basierte Verfahren

vollständig. Die Basis bildet das digitale

Recht zur Abholung. Dieses wird in einem gesi-


cherten und modernen Rollen- und Berechtigungsmanagement

von einem Beteiligten an

den nächsten innerhalb der Transportkette weitergegeben.

In einem stufenweisen Change-

Prozess, der sich über sechs Monate erstreckte,

wurden alle involvierten Unternehmen verpflichtend

angebunden und der neue Prozess

als Standard etabliert. Davon zeugen bereits

über 700.000 digitale Freistellungen in diesem

Jahr über alle Häfen.

Matthias Knicky, Mitglied der Geschäftsleitung

bei Kühne + Nagel bestätigt: „Die Umsetzung

des Secure Release Order Prozesses verlief

reibungslos und stellt einen wichtigen weiteren

Schritt zur Erhöhung der Hafensicherheit

mit effizienten Abläufen dar. Durch das

neue System sowie die einheitliche technische

Lösung schaffen wir zudem die Grundlage, den

Gesamtprozess ganzheitlich und deutlich besser

zu digitalisieren.“

Den verbindlich rechtlichen Rahmen für den

digitalen Containerfreigabeprozess bildet

in Hamburg und Bremen eine Änderung des

Hafensicherheitsgesetzes, die zum Oktober

2025 in Kraft trat. Durch die länderübergreifende

Zusammenarbeit von Politik, Hafenwirtschaft

und den beiden Softwarehäusern

DAKOSY und dbh entstand eine durchgängige

digitale Prozesskette, die weit über die Verordnung

hinausgeht. Diese beinhaltet den gesamten

Ablauf vom Eintreffen des Containers bis zu

dessen Abholung in den deutschen Nordseehäfen.

Mit dem hafenübergreifend geltenden einheitlichen

Standard wirken die Nordseehäfen dem

Drogenschmuggel geschlossen entgegen und

minimieren durch den gezielten Einsatz der

Digitalisierung ein Einfallstor für Missbrauch

und Datenlecks. Die positiven Effekte sind aus

Sicht von Jens Hansen, Chief Operating Officer,

Hamburger Hafen und Logistik (HHLA), deutlich:

„Mit den neuen standardisierten und klar

definierten Prozessen erhöhen wir die Sicherheit

unserer Terminalabläufe und Mitarbeitenden

enorm. Davon profitieren nicht nur wir

als Betreiber, sondern alle Partner entlang der

gesamten Logistikkette.“

Neben dem wirksamen Kampf gegen den Drogenschmuggel

wurden durch den einheitlichen

digitalen Standard in den Nordseehäfen die

Transparenz und Effizienz im Containerumschlag

spürbar erhöht. Die Rückmeldungen aus

der Branche zeigen die operativen Vorteile des

Services von German Ports. Dazu zählen eine

schnellere Warenverfügbarkeit, transparentere

Abläufe, höhere Planungssicherheit sowie

weniger Rückfragen durch die verbesserte

Datenqualität.

Die erfolgreiche Einführung und Einbindung

des Systems in bestehende Prozesse bestätigt

Marc Dietrich, Geschäftsführer EUROGATE Container

Terminal Bremerhaven (CTB): „Wir sind

sehr zufrieden mit dem System, der Integration

in unsere bestehenden operativen Prozesse

und dem nun laufenden produktiven Betrieb.“

(RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S88

Lufthansa Cargo startet

planmäßig Betrieb ihres

innovativen Luftfracht-

Hubs

Modernisierung stärkt Lufthansa Cargo und

schafft Voraussetzungen für weiteres Wachstum

Erster Bauabschnitt des 600-Millionen-Euro-Projekts

optimiert Warenströme

und automatisiert Prozesse für mehr Effizienz.

Lufthansa Cargo hat heute gemeinsam

mit Gästen aus Politik, Wirtschaft

und Luftverkehr die Fertigstellung und

Inbetriebnahme der Bauphase ALPHA

ihres Infrastrukturprojekts „LCCevo“ am Flughafen

Frankfurt gefeiert. Mit dem Abschluss des

ersten und zugleich wichtigsten Bauabschnitts

erreicht die umfassende Modernisierung einen

entscheidenden Meilenstein. Auf rund 80.000

Quadratmetern – das entspricht etwa 11 Fußballfeldern

– erneuert Lufthansa Cargo ihr

gesamtes Frankfurter Frachtdrehkreuz bei laufendem

24/7-Betrieb grundlegend. Das Infrastrukturprojekt

mit einem Gesamtinvestitionsvolumen

von rund 600 Millionen Euro soll das

Lufthansa Cargo Center (LCC) bis 2030 schrittweise

zum modernsten Luftfracht-Hub Europas

weiterentwickeln.

Moderne Technologie für maximale Effizienz

Kern der neuen Infrastruktur sind intelligente

Materialfluss- und Fördersysteme, die sämtliche

Prozessschritte eng miteinander vernetzen

und für einen deutlich effizienteren Warenfluss

sorgen. Die Anlagen umfassen unter anderem

ein rund 42 Meter hohes vollautomatisiertes

Hochregallager mit knapp 3.000 Lagerplätzen

für große Frachtpaletten sowie ein hochmodernes

automatisches Palettenlager für temperatursensible

und spezialisierte Sendungen. Allein

das Hochregallager ermöglicht künftig mehr als

300 Ein- und Auslagerungen pro Stunde und

verdoppelt damit die Leistungsfähigkeit.

Vom Projekt zur Performance

„Mit der Inbetriebnahme von Bauphase ALPHA

wird eine Vision zur Wirklichkeit“, sagte Ashwin

Bhat, CEO von Lufthansa Cargo. „LCCevo

ist eine der bedeutendsten Investitionen in der

Geschichte unseres Unternehmens und ein klares

Bekenntnis zum Luftfrachtstandort Hessen.

Rund jede zweite Tonne Luftfracht am Flughafen

Frankfurt wird von Lufthansa Cargo abge-


fertigt. Deshalb investieren wir gezielt in die

Zukunft unseres Hubs und seine langfristige

Leistungsfähigkeit. Mit intelligenten Warenströmen,

hochmoderner Infrastruktur und automatisierten

Prozessen schaffen wir die Voraussetzungen,

um den Anforderungen der globalen

Märkte auch in Zukunft gerecht zu werden.

Damit stärken wir unsere und Deutschlands

Wettbewerbsfähigkeit und schaffen die Voraussetzungen

für weiteres Wachstum.“

Klares Bekenntnis zum Standort Frankfurt

„Unsere Investition in Höhe von 600 Millionen

Euro in das neue Luftfrachtzentrum LCCevo ist

ein wichtiger Beitrag zum Ausbau unserer führenden

Position im Geschäftsfeld Luftfracht und

zum langfristigen Erfolg der Lufthansa Group.

Wir investieren gleichzeitig in moderne Frachtinfrastruktur

und in die größte Flottenmodernisierung

unserer Geschichte. Das erfolgreiche

Zusammenspiel von Passagier- und Frachtverkehr

ist eine besondere Stärke der Lufthansa

Group. Die optimale Nutzung und Vermarktung

der Frachtkapazitäten unserer Passagierflugzeuge

und unserer Frachterflotte machen dieses

Erfolgsmodell möglich", sagte Dr. Michael

Niggemann, Mitglied des Vorstands der Deutschen

Lufthansa AG. „LCCevo ist ein weiterer

Schritt in die Zukunft dieses Erfolgsmodells.

Wir stärken damit Frankfurt als eines unserer

wichtigsten internationalen Drehkreuze und

investieren in die langfristige Leistungsfähigkeit

eines Standorts, der für die Anbindung

Deutschlands an die Märkte der Welt von zentraler

Bedeutung ist. Das ist ein klares Bekenntnis

zu Frankfurt, Hessen und dem Wirtschaftsstandort

Deutschland.“

Wichtiger Faktor für Wirtschaft und Lieferketten

„Der Flughafen Frankfurt ist das Herz der europäischen

Luftfrachtlogistik. Seine Spitzenposition

ist untrennbar mit Lufthansa Cargo verbunden.

Das Unternehmen prägt den Standort

seit Jahrzehnten und trägt maßgeblich dazu

bei, dass Hessen zu den führenden Logistikregionen

Europas gehört. Mit Investitionen wie

LCCevo bekennt sich Lufthansa Cargo klar zu

Frankfurt und zu Hessen. Das Projekt stärkt die

Wettbewerbsfähigkeit unseres Luftverkehrsstandorts,

beschleunigt Prozesse und schafft

die Voraussetzungen dafür, dass Frankfurt auch

künftig zu den wichtigsten Luftfrachtdrehkreuzen

der Welt zählt. Moderne Infrastruktur ist die

Grundlage für Wachstum, gute Arbeitsplätze

und nachhaltige Wertschöpfung. Deshalb hat

das Hessische Wirtschaftsministerium das

Projekt von Beginn an eng begleitet und unterstützt“,

sagte der hessische Wirtschafts- und

Verkehrsminister und stellvertretende Ministerpräsident

Kaweh Mansoori.

„Luftfracht ist für viele Schlüsselindustrien in

Deutschland unverzichtbar – von der Pharmaindustrie

über den Maschinenbau bis hin

zu Zukunftsbranchen wie der Halbleiterindustrie“,

sagte Stefan Schnorr, Staatssekretär im

Bundesministerium für Verkehr. „Für unsere

Unternehmen ist ein zuverlässiger, sicherer

und schneller Zugang zu internationalen

Märkten von entscheidender Bedeutung. Deshalb

begrüßt die Bundesregierung das klare

Bekenntnis der Lufthansa Group zum Luftfrachtstandort

Deutschland sowie die umfassenden

und innovativen Investitionen in die

Zukunft des Frankfurter Hubs. Projekte wie

LCCevo stärken die Leistungsfähigkeit der Luftfracht

und damit zugleich die Wettbewerbsfähigkeit

unseres Landess.“

Die Zukunft beginnt jetzt

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums blickt

die Lufthansa Group auf ihre Geschichte zurück

und richtet den Blick zugleich nach vorn. Mit

LCCevo schafft Lufthansa Cargo einen wichtigen

Baustein für die Jahrzehnte. Was 1926 mit

der Gründung der ersten Lufthansa begann und

von Anfang an auch den Transport von Post

und Fracht umfasste, hat sich heute zu einem

globalen Netzwerk entwickelt, das Menschen,

Kulturen und Volkswirtschaften verbindet. Lufthansa

Cargo trägt dazu als einer der weltweit

führenden Luftfrachtanbieter mit ihrer Mission

„Enabling Global Business“ maßgeblich bei.

In den kommenden Jahren folgen mit BRAVO

und CHARLIE weitere Bauphasen, die das Lufthansa

Cargo Center bis 2030 zum modernsten

Luftfrachtstandort Europas weiterentwickeln.

Neben Effizienz und Leistungsfähigkeit spielt

auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Auf

rund 19.000 Quadratmetern Dachfläche werden

Photovoltaikanlagen installiert. Moderne

Gebäudetechnik, intelligente Wärmerückgewinnungssysteme

und extensive Dachbegrünungen

tragen dazu bei, Energieverbrauch und

Emissionen zu reduzieren. (RED)


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S90

Logistikdienstleister

mietet 37.300 m2

Nutzfläche im

Segro Park Dortmund

Internationaler Healthcare-Logistikdienstleister

sichert sich 37.300 m2 nachhaltige Logistikfläche

im zukunftsweisenden Segro Park

Dortmund.

Ein global agierender Logistikdienstleister

(3PL) aus dem Healthcare-Bereich

baut sein Logistiknetz in Deutschland

weiter aus. Für diesen Schritt hat das

Unternehmen knapp 37.300 m2 Nutzfläche

im Segro Park Dortmund angemietet, genauer

gesagt in der Levi-Baum-Straße 9. Dort wird

der Dienstleister in Halle C rund 33.000 m2

Lagerfläche sowie 900 m2 Bürofläche nutzen.

Ergänzt wird das Raumangebot durch Mezzanineflächen,

die den Rest der angemieteten Fläche

ausmachen. Die Übergabe der Flächen ist

nach Fertigstellung im Oktober 2026 geplant.

Modernes Logistikareal auf ehemaligem

Kraftwerksgelände

Der Segro Park Dortmund entsteht auf dem

Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks

und umfasst insgesamt rund 200.000 m2

Mietfläche. Die Hallen A und C werden spekulativ

errichtet, während Halle B bereits frühzeitig

an Amazon vergeben wurde. Besonders

hervorzuheben ist das nachhaltige Entwicklungsziel:

Segro strebt für die Logistikimmobilien

eine DGNB Platin-Zertifizierung an, die

höchste Standards in Sachen Umweltfreundlichkeit

und Energieeffizienz garantiert.

Halle C vor Fertigstellung bereits vollvermietet

Mit der Anmietung durch den Healthcare-

Logistikdienstleister ist Halle C bereits vor Fertigstellung

vollständig vermietet. Dies unterstreicht

die hohe Nachfrage nach modernen,

nachhaltigen Logistikflächen in der Region

Dortmund und die Attraktivität des Segro Parks

als Standort für innovative Logistiklösungen.

Professionelle Beratung durch JLL

Die Anmietung wurde durch JLL begleitet,

die den Logistikdienstleister umfassend

beraten und die Vermittlung erfolgreich

durchgeführt haben. Dies zeigt die

Bedeutung professioneller Partner bei der

Suche und Sicherung passender Logistikflächen

in einem wettbewerbsintensiven Markt.

Fazit: Die Erweiterung des Logistiknetzwerks

durch den internationalen Healthcare-3PL

im Segro Park Dortmund ist ein starkes Signal

für die Bedeutung nachhaltiger und moderner

Logistikimmobilien in Deutschland. Mit der

DGNB Platin-Zertifizierung setzt der Standort

neue Maßstäbe für umweltbewusste Logistik.

Die Vollvermietung von Halle C vor Fertigstellung

bestätigt den Trend zu hochwertigen Flächen

und zeigt, dass der Logistikmarkt in Dortmund

weiterhin dynamisch wächst.

(RED)


Shops, Stores

& Spaces


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S92

Bauarbeiten für den

Garbe Industrial Park

Soest starten

Garbe Industrial wird noch im zweiten Quartal

mit dem Bau des neuen Garbe Industrial

Parks in Soest (Nordrhein-Westfalen) beginnen.

Auf einem rund 28.700 Quadratmeter

großen Grundstück soll eine Immobilie mit

einer Gesamtfläche von ca. 19.200 Quadratmetern

für Mieter aus den Bereichen Produktion,

Gewerbe, Industrie, Logistik, E-Commerce

und Light Industrial entstehen.

Das Grundstück befindet sich im Südosten

der Stadt, nur wenige Hundert

Meter von der A 44 entfernt. Sie

verbindet den Standort in westlicher

Richtung mit Unna und dem Ruhrgebiet, in

östlicher Richtung mit Kassel. Die Anschlussstelle

Soest-Ost ist innerhalb von einer Minute

ohne Ortsdurchfahrt zu erreichen. „Die Lage

am östlichen Rand des Ruhrgebiets mit optimaler

Anbindung an das Fernstraßennetz und

die gut aufgestellte Wirtschaftsstruktur mit

einem breiten Branchenmix machen Soest zu

einem bedeutenden Standort in Nordrhein-

Westfalen“, sagt Frank Soppa, Regional Head

West / Development bei Garbe Industrial: „Insbesondere

für Nutzungen aus den Bereichen

Logistik, Lagerung und Distribution sehen wir

großes Potenzial. Die Immobilie bietet optimale

Voraussetzungen für die effiziente Abwicklung

moderner Warenströme.“

Auf dem Grundstück hatte früher ein Großhändler

für Landmaschinen-Ersatzteile seinen

Sitz. Die nicht mehr zeitgemäßen Gebäude

wurden abgerissen, um das Areal wieder nutzbar

zu machen und für den Bau einer modernen,

nachhaltigen Immobilie vorzubereiten. Geplant

ist der Neubau mit einer Hallenfläche von ca.

17.000 Quadratmetern. Hinzu kommen etwa

1.700 Quadratmeter Lagerfläche auf Zwischenebenen

(Mezzanin) und weitere 500 Quadratmeter

für Büros und Sozialräume. Zur Be- und

Entladung von Lkw soll das Objekt mit 17 Überladebrücken

und zwei ebenerdigen Sektionaltoren

ausgestattet werden. Auf dem Außengelände

entstehen Stellplätze für 40 Pkw und drei

Lkw. Garbe Industrial strebt für die Immobilie

eine Zertifizierung nach dem Gold-Standard der

Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

(DGNB) an. Zur Gewinnung regenerativer Energie

ist auf dem Dach eine Photovoltaikanlage

vorgesehen. Beheizt werden soll das Gebäude

mithilfe von Wärmepumpen, so dass auf den

Einsatz fossiler Energieträger verzichtet werden

kann. Voraussichtlich im vierten Quartal 2026

wird die Immobilie fertiggestellt sein. Beim

Grundstückskauf in Soest war das Maklerbüro

Leben+Raum Immobilien vermittelnd tätig.

(RED


#ECOMLOG26

ECOM-

LOG26

E-COMMERCE

LOGISTIK-DAY

SAVE THE DATE:

21.09. 2026


LOGISTIK-EXPRESS T&L 3/26 | S94

REALOGIS vermittelt

9.100 m2 Logistikfläche

im Prologis Park Alzenau

an Horoz Logistics

Die REALOGIS Immobilien Frankfurt GmbH

(REALOGIS) hat als Teil der REALOGIS Unternehmensgruppe,

Deutschlands führendem

Beratungsunternehmen für Industrie- und

Logistikimmobilien sowie Gewerbegrundstücke,

rund 9.100 m2 Logistikfläche im Prologis

Park Alzenau erfolgreich an Horoz Logistics

International GmbH vermittelt.

für moderne und flexibel nutzbare Logistikprozesse“,

sagt Denis Tanque, Abteilungsleiter

Vermietung bei REALOGIS Frankfurt. Im Prologis

Park Alzenau stehen aktuell weitere 16.000 m2

Hallenfläche zur Verfügung. Die Vermarktung

erfolgt provisionsfrei über REALOGIS als Co-

Lead-Makler.

REALOGIS. Die Nr. 1 bei Industrie- und Logistikimmobilien

Die REALOGIS Unternehmensgruppe ist

Deutschlands führende Adresse für die Beratung

und Vermittlung von Industrie- und Logistikimmobilien

sowie Gewerbegrundstücken.

Als eigentümergeführtes Haus mit Standorten

in Berlin, Düsseldorf, Deutschland Süd/Nord,

Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München

und Stuttgart verfügt das 2005 gegründete

Unternehmen über eine fundierte Marktkenntnis

und mehr als zwanzigjährige Erfahrung im

deutschen Immobiliensektor.

Eigentümer der Liegenschaft im Industriegebiet

Süd B30 ist Prologis, ein

weltweit führender Entwickler und

Eigentümer von Logistikimmobilien.

Horoz Logistics wird den Standort künftig als

Deutschland-Zentrallager nutzen und dort zentrale

Logistik- und Fulfillment-Dienstleistungen

für seine Kunden abwickeln. „Ausschlaggebend

für die Anmietung war insbesondere die kurzfristige

Verfügbarkeit der Flächen. Gerade in

einem von dynamischen wirtschaftlichen und

geopolitischen Entwicklungen geprägten Markt

bietet das Objekt optimale Voraussetzungen

Rund 70 Mitarbeitende unterstützen nationale

und internationale Unternehmen aus Logistik,

Industrie, Handel und E-Commerce sowie private

und institutionelle Investoren. Das Leistungsspektrum

umfasst die Vermittlung von

Mietern für Bestands- und Neubauimmobilien,

die Begleitung von Investoren bei Akquisitionen

und Projektentwicklungen, die Beratung bei der

Grundstückssuche oder -veräußerung sowie

die Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher

Immobilienstrategien, von der Standortanalyse

bis zur Verwertung nicht mehr betriebsnotwendiger

Assets.

(RED)


Gestalten

Sie mit für mehr

Sichtbarkeit –

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Reichweite

Gemeinsam bringen wir Ihr

Business ins Blickfeld.

LOGISTIK express – Ihr

Marktplatz für News,

Innovationen und Trends.


LOGISTIK EXPRESS

STRATEGIE

wikifolio-Indexzertifikat

Der Markt zur privaten

Kapitalanlage befindet

sich in einem Umbruch.

FinTech-Unternehmen fordern

die klassischen Anbieter heraus.

Mit der LOGISTIK express

Strategie wollen wir in die

Branche investieren und mit

aktivem Trading ein alternatives

Portfolio anbieten...

E-Mail: info@logistik-express.at

http://www.logistik-express.com

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