bauMAGAZIN Juli 2026
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2026
07
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
Transformation meistern
Wie Tiltrotatoren den Weg in die Zukunft ebnen
BLICKPUNKT
VOR ORT
BLICKPUNKT
JCB
Vorgestellt wurde eine große
Palette an Produktneuheiten
ROBERT AEBI
Die »Pro Days« mit einer ganzen
Armada an Maschinen und Geräten
BOBCAT
Ein Kompaktlader-Spektakel zu
den »Demo Days« in Tschechien
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Juli 2026
38
16
58
07/2026
6 | Editorial
8 | Zum Titel – OilQuick | Um die Baustelle
der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen,
unterstützt OilQuick mit Tiltrotatoren, die zur
Transformation der Baubranche unerlässlich
sind – gleichzeitig investiert der Hersteller massiv
in seinen Standort, um sich zukunftssicher
aufzustellen.
10 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
14 | bauGEFLÜSTER | Die bauMAGAZIN-
Kolumne ist brachial ehrlich, auf Krawall
gebürstet und hoch subjektiv. Mit
»bauGEFLÜSTER« rücken wir die wichtigsten
News und Streitthemen der Branche klar
in den Mittelpunkt.
BLICKPUNKTE
16 | Bobcat | Im Rahmen der Demo Days hat
das bauMAGAZIN eine große Bandbreite an
neuen kompakten Ladern getestet und durfte
sich ein genaues Bild von den wichtigsten
Neuentwicklungen machen.
ERDBEWEGUNG
26 | Vor Ort – Robert Aebi | Anlässlich der
Pro Days wurden viele Baumaschinen und -geräte
gezeigt, welche die Effizienz auf der Baustelle
steigern und hohe Leistung samt Produktivität
mit sich bringen sollen
30 | Vor Ort – Hydrema | Die diesjährigen
Demo-Tage am 8. und 9. Mai standen ganz
unter dem Motto des 30-jährigen Jubiläums
am Standort Weimar
33 | DMS | Wie Rotatorlöffel viel Aufwand,
aber auch Zeit am Bau einsparen können
34 | Develon | Ein Praxiseinsatz in der Schweiz
macht die Baustelle der Zukunft erlebbar
35 | Zeppelin – Caterpillar | Der neue
Cat-Kurzheckbagger »319« überzeugt
Anwender im Praxistest
37 | Atlas Weyhausen | Die »3er«-Serie
an Kompaktradladern vorgestellt
20 | JCB | Mitte Mai präsentierte JCB
am Hauptsitz in Staffordshire eine
beeindruckende Auswahl an
Produktneuheiten.
VERKEHRSWEGEBAU
38 | Wirtgen | Im US-Bundesstaat Oregon
erstellte ein Gleitschalungsfertiger neue
Bordsteinkanten und Entwässerungsrinnen
40 | Dynapac | Drei niederländische
Infrastrukturunternehmen erhalten die ersten
vollelektrischen Großasphaltfertiger Europas
41 | Wirtgen – Vögele | Automatisierungslösungen
vereinfachen den Einbau und fördern
die Prozesssicherheit
43 | Komatsu | Neue Kompaktlader im
4- und 5-t-Segment vorgestellt
44 | Liebherr Ehingen | Zwei
»LTM 1750-9.1« montieren die neue
Landgrafenbrücke im Ahrtal
45 | Moba | Schnelle und präzise Erstellung
von Planumsflächen ermöglichen
46 | Paus | Schwenklader als effiziente
und kraftvolle Helfer im GaLaBau
47 | RMStegos | Bausoftware soll bei Digitalisierung
und Effizienzsteigerung unterstützen
48 | Husqvarna | Renovierung einer
Start- und Landebahn mit Trennscheiben
der neuen »Elite-Cut F1600C«-Serie
KANALBAU & ROHRLEITUNGSBAU
50 | Vor Ort – Kiesel | Am Innovationstag nahmen
über 250 Personen teil, um sich ein Bild von
den wichtigsten Neuentwicklungen der Branche
zu machen
53 | HD Hyundai | 23-t-Raupenbagger war
das erste Modell der nächsten Generation auf
dem nordamerikanischen Markt
4
Juli 2026
Inhaltsverzeichnis
68
30 76
54 | Vermeer | Für Kommunen bietet das horizontale,
grabenlose Bohren zahlreiche Vorteile
56 | Amex Sanivar | Trinkwasserleitung wird
mit grabenlosem Verfahren instand gesetzt
57 | MB Crusher | Schaufelseparator
bei Hochgebirgsarbeiten eingesetzt
58 | Seier Gruppe | Infrastrukturprojekte:
Großauftrag im Kabel- und Leitungsbau
60 | Ammann Verdichtung | Neue Grabenwalze
bietet eine 360°-Drehung auf der Stelle
61 | Coalsi | Kanalgerüche als Problem
im innerstädtischen Bereich
62 | Swecon | Mit elektrisch betriebenen
Baggern erfolgreich im Arbeitsalltag unterwegs
62 | Güteschutz Kanalbau | Regelwerke
und Fachwissen für den Kanalbau digital nutzen
TIEFBAU & TUNNELBAU
64 | Liebherr Nenzing | Seilbagger unterstützen
beim Bau eines Mega-Trockendocks in Genua
66 | Sennebogen | Umfangreiche
Schwerlastarbeiten für U-Bahn-Netz in Paris
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
72 | Vor Ort – Webfleet | Wie aus einem
Fuhrparkmanager alter Schule ein »operational
intelligence leader« wird
74 | Granit Parts | Hochwertige Sitzlösungen,
die in Baumaschinen zum Einsatz kommen
75 | Meiller | Überarbeitete »Grandload«-Kippsattel
sowie neue Typenbezeichnung vorgestellt
76 | Iveco | Testphase für emissionsfreien
Schwerverkehr ist kürzlich gestartet worden
77 | Krampe | Zwei neue Varianten aus
der »FlexBody«-Serie wurden vorgestellt
78 | Fassi | Neuer Baustoffkran erleichtert
der Karst Transport GmbH das Material-Handling
79 | Bohnenkamp | Molcon-Felgen nun
im Sortiment des Großhändlers vertreten
80 | Renault Trucks | Antriebsstrang und
wichtige Features für mehrere Modellreihen
weiterentwickelt
82 | Aspöck | Kompakte Mehrfunktionsleuchte
für Baumaschinen steht aktuell im Mittelpunkt
68 | Dynaset | Leistungsstarker
Schraubenkompressor für Airlift-Bohrarbeiten
70 | Epiroc | Großes Tunnelbauprojekt in Indien:
Unterstützung beim Shimla-Bypass-Projekt
Facebook Instagram LinkedIn
RUBRIKEN
83 | Aktuelles |
86 | Impressum |
86 | Redaktionsverzeichnis A – Z
87 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz
Inhaltsverzeichnis
Juli 2026
EDITORIAL
PETRA REGER
Einen Gang hochschalten
Während Deutschland unter einer Hitzewelle litt, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft
(mal wieder) aus einem großen Turnier ausschied und die Großbaustelle Stuttgart
21 zu »Stuttgart 31« wurde, standen für die Baubranche im Deutschen Bundestag
wichtige Punkte auf der Tagesordnung. So wurde der »Aktionsplan zur Senkung der
Baukosten« vorgelegt und in erster Lesung über die Reform des Baugesetzbuches
(»Baugesetzbuch-Upgrade«) beraten. Darüber hinaus erfolgte die Verabschiedung
des »Infrastruktur-Zukunftsgesetzes«. Vor allem Letzteres soll das Tempo bei der
Sanierung der bundesweit maroden Infrastruktur deutlich erhöhen.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer
des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe
(ZDB), begrüßt die vorgesehenen
Beschleunigungsmaßnahmen für
Bundesfernstraßen ausdrücklich: »Eingestürzte
Brücken, gesperrte Rheinquerungen,
ganze Regionen im Stau: Deutschland hat zuletzt
mehrfach erlebt, was passiert, wenn marode Bauwerke
zu spät saniert werden. Genau hier setzt
das Gesetz an. Es macht Planungs- und Genehmigungsverfahren
effizienter und rechtssicherer –
»Der Wohnungsbau
bekommt Vorfahrt.«
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD)
vor allem durch das gesetzlich
verankerte überragende öffentliche
Interesse an prioritären
Verkehrsprojekten. Wie dringend
dieser Vorrang ist, zeigen
die jüngsten Schadensfälle. In Dresden stürzte
im September 2024 die Carolabrücke in die Elbe
– nur Minuten, nachdem die letzte Straßenbahn
das Bauwerk passiert hatte. In Bonn wurde die
Nordbrücke der A565 im Juni ohne Vorwarnung
voll gesperrt; täglich 100.000 Fahrzeuge stehen
seitdem vor einer Lücke, die erst Ende 2028 wieder
geschlossen ist. Der ADAC rechnet allein für
Bonn mit 50 Mio. Umweg-Kilometern pro Jahr.
Solche Sperrungen treffen ganze Regionen und
ihre Wirtschaft mit voller Wucht. Das darf nicht
zur Normalität werden. Genau deshalb brauchen
wir den Vorrang für Infrastruktur.« Positiv bewertet
Pakleppa auch die gestärkte Zuständigkeit der
Straßenbaubehörden für Baumaßnahmen an
Bundesfernstraßen. Künftig sollen allein die Straßenbaubehörden
verantwortlich sein; zusätzlicher
Genehmigungen bedarf es dann grundsätzlich
nicht mehr.
Mit dem »Baugesetzbuch-Upgrade« will die
Bundesregierung darüber hinaus die nächste
Stufe des »Bau-Turbo« zünden. Verfolgt werden
damit gleich mehrere Ziele: Damit sollen Planungsund
Genehmigungsverfahren beschleunigt, die
Digitalisierung der kommunalen Bauleitplanung
vorangetrieben und der Wohnungsbau in angespannten
Märkten als »überragendes öffentliches
Interesse« gelten. »Der Wohnungsbau bekommt
Vorfahrt«, kündigte Bundesbauministerin Verena
Hubertz (SPD) in ihrer Rede vor dem Bundestag
an. Es stellt sich nur die Frage, ob ein schnelleres
Genehmigungsrecht ausreicht. Denn dieses
allein schafft noch keinen Wohnraum, da die tatsächliche
Bautätigkeit deutlich hinter dem Bedarf
zurückbleibt. Wie sich Bauvorhaben beschleunigen
ließen, erläutert Dieter Schnittjer, Vorstand
und Geschäftsführer des VDBUM, auf Seite 12:
Sein Appell »Das »Machen« einfacher machen!«
geht auf die Vorzüge des »Hamburger Modells«
bei Bauvorhaben ein. Keine Frage: Veränderungen
sind notwendig und der Baubranche steht
langfristig ein Kulturwandel vor. Hinsichtlich passender
Maschinen, Geräten und digitalen Lösungen
für jede Herausforderung besteht jedenfalls
kein Mangel, wie die Beiträge in dieser Ausgabe
und in der Beilage branchenSPEZIALISTEN zeigen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Thomas Seibold
Redakteur
6
Juli 2026
Editorial
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Monat 2026
ZUM TITEL
Tiltrotatoren für
die Transformation
der Baubranche
OILQUICK – Auf der Baustelle zählen Effizienz und Präzision: Jede Bewegung,
jeder Werkzeugwechsel, jeder Arbeitsschritt kann über den Erfolg eines Projekts
entscheiden. Maschinenführer, Baustellenleiter und Ingenieure kennen diese
Herausforderung zur Genüge und wissen, dass Zeitdruck und anspruchsvolle
Rahmenbedingungen schnelle und exakte Arbeit voraussetzen. Doch wo früher
Rüstzeiten wertvolle Minuten kosteten, verändern moderne Tiltrotatoren die
Regeln und ermöglichen eine neue Form der Produktivität.
Neubau
Die Erweiterung des Firmensitzes
soll die Fertigungskapazitäten
erhöhen, neuen Raum für
Innovationskraft schaffen und
die Servicewelt sowie digitale
Prozesse massiv stärken.
Mit ihrem vollhydraulischen Schnellwechselsystem
und den Tiltrotatoren der »OQTR«-Serie
hat OilQuick die Grundlage geschaffen, um Anbaugeräte
nicht nur sekundenschnell zu wechseln, sondern
Präzision und Sicherheit auf eine neue Ebene
zu heben: »Ohne Aussteigen, ohne Zeitverlust,
ohne Kompromisse.« Mit der integrierten Zero-Degree-Technologie
möchte OilQuick zudem sicherstellen,
dass Rotationsbewegungen exakt und stabil,
ohne Taumelbewegungen, ausgeführt werden.
Ob im Kanalbau, Spezialtiefbau oder Verkehrswegebau:
Schnellwechsler und Tiltrotatoren schaffen
überzeugende Vorteile für jeden, der Produktivität
und Komfort auf der Baustelle miteinander verbinden
möchte. Und die »OQTR«-Serie kann hier wichtige
Vorteile ausspielen: weniger Standzeiten, kontrollierter
Mechanismus und ein sicherer Arbeitsablauf
– selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
Multifunktionales Werkzeug
»Tiltrotatoren verändern die Perspektive auf Maschinen.
Aus einem klassischen Bagger wird ein
präzises und multifunktionales Werkzeug, das nahezu
jeder Baustellenherausforderung gewachsen
ist«, sagt Stefan Schauer, Geschäftsführer von
OilQuick Deutschland. Ein weiterer Vorteil: Die
OilQuick-Systeme sind kompatibel mit Anbaugeräten
jeglicher Hersteller. Maschinenführer profitieren
damit von maximaler Flexibilität bei der Ausrüstung
ihrer Maschinen. Egal ob Sieblöffel, Greifer
oder Verdichtungsplatten – mit den Systemen von
OilQuick lassen sich unterschiedlichste Werkzeuge
in wenigen Sekunden sicher und effizient einsetzen.
Neubau mit Herz
Im Spätsommer schlägt OilQuick zudem ein neues
Kapitel auf: Der Firmensitz in Steindorf, zwischen
Augsburg und München, wird um einen Neubau er-
Mit seinen Lösungen stellt OilQuick ein wichtiges Bindeglied dar,
um die Baustelle der Zukunft effizienter, vernetzter, schneller
und zuverlässiger zu machen.
weitert, der die Philosophie des Familienbetriebs
unterstreichen soll – zukunftsweisende Innovationen
auf einem bewährten Fundament aufzubauen.
Das neue Gebäude, so OilQuick, vereine modernste
Technologien, hochautomatisierte Prozesse und einen
einzigartigen Ansatz für Entwicklung und Kundenorientierung.
Im sogenannten Experience Center,
dem Herzstück des Neubaus, können Kunden
Technologie direkt erleben. Hier sorgen voll ausgestattete
Bagger mit OilQuick-Schnellwechslern
und Tiltrotatoren für praxisnahe Eindrücke. Der
Showroom unterstreicht damit laut Unternehmen
die Botschaft: »Fortschritt wird nicht nur gezeigt,
sondern erlebbar gemacht.«
Die Servicewelt von OilQuick
Neben der Innovationskraft des Neubaus soll das Unternehmen
auch mit einer besonderen Servicestruktur
überzeugen. Es wird ein Zentrum für Lagerhaltung,
Ersatzteile und Reparaturen geschaffen, das
durch digitalisierte Prozesse, maximale Verfügbarkeit
und schnelle Reaktionszeiten besticht. Kunden
können sich auf eine Rundum-Betreuung verlassen,
die Wartung und Service so verlässlich macht wie
den Einsatz der Maschinen selbst. Von der Betreuung
bis zur Ersatzteilbeschaffung wird hier nichts
dem Zufall überlassen.
8
Juli 2026
Zum Titel
OILQUICK
Digitale Vernetzung
OilQuick möchte beim Thema Fortschritt aber noch
einen Schritt weiter gehen. Mit der Vernetzung
durch den »MIC 4.0«-Standard (Machines in Construction)
wird die digitale Baustelle Wirklichkeit.
Maschinen, Anbaugeräte und Software kommunizieren
in einem digitalen Ökosystem miteinander,
das für präzisere Steuerung, effizientere Dokumentation
und schnellere Prozesse sorgt. Tiltrotatoren
spielen dabei eine zentrale Rolle, sie fungieren als
Bindeglied zwischen Mensch und Maschine und garantieren
eine intuitive, exakte Bedienung. »Automatisierung
wird hier nicht als Ersatz für Kontrolle
gedacht, sondern als Optimierung – zugunsten des
Maschinenführers und des gesamten Bauablaufs«,
so OilQuick. Mit »MIC 4.0« schaffe man eine homogene
Systemlandschaft, die komplexe Bauprojekte
erleichtert und der Branche durch smarte Prozesse
einen Vorsprung verschafft.
Hightech und Menschlichkeit
Mit dem Neubau in Steindorf möchte OilQuick
überdies einen Ort schaffen, an dem Hightech auf
Menschlichkeit trifft. Die offene Architektur inspiriere
und bilde die Grundlage für Begegnungen und
Kreativität. »Innovation entsteht dort, wo Technologie
und Mensch im Einklang sind. Wir schaffen
Raum für Visionen und echtes Miteinander«, so Brigitte
Schauer, Mitglied der Geschäftsführung. »Unser
Ziel ist es, eine Umgebung zu gestalten, in der
wir gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen
entwickeln – basierend auf Vertrauen und Partnerschaft.«
Warum der Wandel wichtig ist
Die Baubranche steht vor großen Herausforderungen:
zunehmende Komplexität, höhere Anforderungen
und der stetige Zeitdruck. Tradierte Prozesse
stoßen zunehmend an ihre Grenzen und genau
hier setzt OilQuick an. Mit der Kombination aus
Die Vernetzung durch den »MIC 4.0«-Standard lässt
den Traum von der digitalen Baustelle tatsächlich
Wirklichkeit werden – OilQuick setzt damit auf ein
digitales Ökosystem, das für Präzision, Produktivität
und Wirtschaftlichkeit stehen soll.
vollhydraulischen Schnellwechselsystemen, Tiltrotatoren
und der digitalen Baustelle durch »MIC 4.0«
möchte das Unternehmen Werkzeuge und Lösungen
schaffen, die nicht nur Zeit und Kosten sparen,
sondern die Art des Arbeitens verändern. »Es geht
nicht nur darum, Maschinen besser zu machen, es
geht darum, die Baubranche zukunftsfähig zu gestalten
– durch richtungsweisende Prozesse, die
Technik und Mensch nachhaltig verbinden«, erklärt
Stefan Schauer. Das Fazit lautet, dass OilQuick
mit der Erweiterung seines Firmensitzes massiv in
die eigene Zukunftsfähigkeit investiert und dabei
nicht nur seine Produktionskapazitäten ausbaut,
sondern auf eine Plattform für echten Fortschritt
setzen will. Die erklärte Zielsetzung ist es, die Zukunft
der Branche für Anwender erlebbar zu machen
und gleichzeitig Sorge dafür zu tragen, dass
die Transformation zur modernen Baustelle Seite
an Seite mit den eigenen Kunden gelingt.
d
»OQTR«-Serie
Mit seinen Tiltrotatoren der
»OQTR«-Serie bietet OilQuick
die Möglichkeit, weniger Standzeiten,
sichere Arbeitsabläufe
und hohe Effizienz auf der
Baustelle zu schaffen.
Die multifunktionale
Fertigungshalle
vereint Produktion,
Lagerhaltung,
Ersatzteilversorgung
und Reparaturdienstleistungen
an einem
zentralen Standort.
OILQUICK (3)
OILQUICK (3)
Zum Titel Juli 2026 9
NAMEN & NEUIGKEITEN
Algeco ernennt Cornelius Egbers
zum Geschäftsführer der DACHS-Region
ALGECO – Als Teil der Modulaire Group gab Algeco die Ernennung von Cornelius Egbers zum
Geschäftsführer der DACHS-Region (Deutschland, Österreich, die Schweiz und Slowenien)
bekannt. Egbers hat die Funktion im April übernommen; die Eintragung als Geschäftsführer
im Handelsregister erfolgte im Juni. Zudem ist er Mitglied des Executive Committee der Modulaire
Group und berichtet direkt an Richard Ingram, CEO & Chairman.
Cornelius Egbers verfügt über internationale
Führungserfahrung in Vertrieb,
Geschäftsentwicklung und Marktexpansion
innerhalb der modularen Raumlösungsbranche.
Zuletzt verantwortete er
das Vermietungsgeschäft bei ELA Con-
tainer und war zudem als Geschäftsführer
Cornelius Egbers.
Jubiläum: Cojali feiert sein 35-jähriges Bestehen
COJALI – Der spanische, multinational tätige Konzern darf sein großes Jubiläum
feiern und stärkt eigenen Angaben nach gleichzeitig seine Führungsposition im
Bereich technologischer Lösungen und setzt dabei auf Innovation, Digitalisierung
sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Nutzfahrzeugsektor.
Seit seiner Gründung im Jahr 1991 hat
das Unternehmen eine kontinuierliche
Entwicklung durchlaufen und sich als
Akteur in Bereichen wie Elektronik, erweiterte
Diagnose, Konnektivität und Datenanalyse
positioniert. Gegründet in Campo
de Criptana als zunächst auf die Reparatur
von Komponenten ausgerichtetes Unternehmen,
hat sich Cojali zu einem multinationalen
Technologieunternehmen
mit internationaler Präsenz entwickelt,
das in der Lage ist, eigene Lösungen mit
hoher Wertschöpfung zu entwickeln. Im
Verlauf dieser 35 Jahre hat das Unternehmen
laut eigener Aussage auf Innovation
und technologische Entwicklung gesetzt,
erhebliche Ressourcen in Forschung, Entwicklung
und Innovation (F+E+i) investiert
und eine Organisation mit rund 600
ALGECO
mehrerer Business Units tätig. Egbers hat
einen Bachelorabschluss in Business Administration
der Fachhochschule Osnabrück
und lebt mit seiner Familie in Lingen
(Emsland). Richard Ingram, Group
Chief Executive der Modulaire Group,
hierzu: »Wir freuen uns sehr, Cornelius
Egbers bei Algeco zu begrüßen. Mit seiner
internationalen Erfahrung, seinem strategischen
Blick und seiner tiefen Branchenexpertise
ist er hervorragend geeignet,
die DACHS-Region in die nächste
Entwicklungsphase zu führen.« Und auch
Cornelius Egbers selbst kommentiert seine
Ernennung: »Ich freue mich sehr, die
Rolle des Geschäftsführers für Algeco in
der DACHS-Region zu übernehmen. Algeco
verfügt über eine starke Marktposition,
ein hochengagiertes Team und enormes
Wachstumspotenzial.«
d
Fachkräften aufgebaut, die in hochspezialisierten,
multidisziplinären Teams arbeiten,
viele davon mit technischem Hintergrund,
und damit entscheidend auch
zur Bindung und Entwicklung von Talenten
in Kastilien-La Mancha beigetragen.
Cojali hat sich als Hersteller von Komponenten
und Elektronik gefestigt, der auch
Lösungen für fortschrittliche und erweiterte
Diagnose, Konnektivität und Ferndiagnose
für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen
entwickelt. »Cojali hat ein umfassendes
Lösungsökosystem entwickelt, das auf
die Optimierung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit
ausgerichtet ist, wobei insbesondere
Marken wie Cojali Parts, Jaltest
Diagnostics, Jaltest Telematics oder Jaltest
Tools hervorzuheben und derzeit in mehr
als 100 Ländern vertreten sind.« d
VOLVO CE
Erster Spatenstich für neue
Baggerfabrik von Volco CE
VOLVO CE – Die Arbeiten an der neuen Baggerfabrik
von Volvo Construction Equipment (Volvo CE) im
schwedischen Eskilstuna haben offiziell begonnen.
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson
und die stellvertretende Ministerpräsidentin Ebba
Busch würdigten den Anlass, indem sie symbolisch
die Steuerung von 23 t schweren Elektrobaggern
übernahmen und den ersten Aushub vornahmen.
(v. l. n. r.) Martin Lundstedt, Ebba Busch,
Premierminister Ulf Kristersson und Melker Jernberg.
Während viele Industrieunternehmen ihre
Produktion ins Ausland verlagern, investiert
Volvo CE weiterhin im eigenen Land. Das neue
Werk, dessen Fertigstellung für 2028 geplant ist,
wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens
stärken und Schwedens Rolle als starke Industrienation
festigen, wie das Unternehmen mitteilt. Die
Investition soll Arbeitsplätze schaffen und das
Wachstum in der Region Mälardalen ankurbeln
sowie Europas Innovationskraft und industrielle
Kapazität in einem zunehmend wettbewerbs-
intensiven globalen Markt unterstützen. Volvo CE
ist seit fast 200 Jahren ein Eckpfeiler der schwedischen
Industrie und investiert weiterhin langfristig
in Schweden. Heute werden rund 40 Prozent
der gesamten Produktionsstunden des Unternehmens
in Schweden abgehalten. Die Investition von
umgerechnet rund 64 Mio. Euro in Eskilstuna ist
Teil der langfristigen Strategie von Volvo CE, näher
an die Kunden heranzurücken und die regionale
Präsenz zu stärken. Während des Besuchs
hatten der Premierminister und der Minister für
Energie, Wirtschaft und Industrie die Gelegenheit,
Radlader und knickgelenkte Muldenkipper Probe
zu fahren, bevor sie sich selbst ans Steuer eines
23 t schweren Elektrobaggers von Volvo CE setzten,
um den Baubeginn des neuen Werks zu unterstützen.
»Es fühlt sich wirklich an wie nach Hause
kommen. Ich freue mich unglaublich, heute hier
zu sein und zu zeigen, wie dieses stolze Erbe weitergetragen
wird. Ich glaube fest an den engen Dialog
zwischen Wirtschaft und Politik, den wir in
Schweden pflegen«, sagte Ulf Kristersson, Ministerpräsident
von Schweden.
d
10
Juli 2026
Namen & Neuigkeiten
Vereinbarung zur Übernahme des operativen
Geschäfts der Atlas-Gruppe durch Buhler
Versatile wie geplant erfolgt
ATLAS – Die notarielle Beurkundung der unterzeichneten Vereinbarung
zum Erwerb sämtlicher Vermögenswerte der operativ tätigen Gesellschaften
der Atlas-Gruppe – dies sind im Einzelnen die Atlas GmbH,
Atlas Spare Parts GmbH, Atlas Group Services GmbH, Atlas Kompakt
GmbH sowie die Anteile an der britischen Atlas Cranes UK Ltd. – durch
die kanadische Buhler Versatile ist am 11. Juni wie geplant erfolgt.
Damit ist eine vertragliche Bindung zur Übernahme des laufenden
Geschäftsbetriebs und eines erheblichen Teils der Beschäftigten
der Atlas-Gruppe hergestellt und ein weiterer Schritt zur Sanierung
der Atlas-Gruppe erfolgt. Über den
Kaufpreis und weitere Details der Transaktion
war Stillschweigen vereinbart worden. Der
Vollzug der Transaktion steht weiterhin unter
dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen
Behörden, insbesondere der Genehmigung
nach dem Außenwirtschaftsgesetz. Eine
weitere Vollzugsbedingung ist die Ausarbeitung
und Umsetzung eines mit dem Betriebsrat zu vereinbarenden
Konzepts zu Personalmaßnahmen. In diesem Zusammenhang
sind erste Gespräche mit dem Betriebsrat angelaufen, um möglichst
sozialverträgliche Lösungen zu finden. Die Gespräche mit dem Betriebsrat
werden derweil vertieft. Buhler Versatile ist Teil der Asko
Group, einer weltweit tätigen, familiengeführten Industriegruppe
mit mehr als 2 500 Beschäftigten und etablierten Aktivitäten in den
Bereichen Land- und Baumaschinen in der Türkei, Kanada und den
USA. Buhler Versatile ist ein strategischer Investor mit industriellem
Hintergrund. Aus Sicht der Gruppe liegen wesentliche Synergien
insbesondere im Produktportfolio. Atlas zählt zu den bekannten
deutschen Herstellern von Baumaschinen. Die Unternehmensgruppe
mit Sitz in Ganderkesee bei Delmenhorst hatte im Februar eine
Sanierung in Eigenverwaltung gestartet (das bauMAGAZIN berichtete
darüber bereits in der Märzausgabe auf Seite 16). Zur Unterstützung
der Geschäftsführung wurden die Sanierungsexperten Malte Köster
und Hans-Joachim Berner von der Kanzlei Kösterberner Sanierungsrecht
als Generalbevollmächtigte eingesetzt. Rechtsanwalt Hendrik
Gittermann von der Kanzlei Reimer wurde vom Amtsgericht zum vorläufigen
Sachwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb
wurde seitdem fortgeführt. Parallel wurde
ein strukturierter internationaler Investorenprozess
gestartet, der von PwC unter der
Federführung von Timo Klees und Julius Karp
begleitet wird. Buhler Versatile Inc. ist laut eigenen
Angaben Kanadas einziger Hersteller
von landwirtschaftlichen Traktoren. Das Unternehmen
mit Sitz in Winnipeg, Manitoba, entwickelt, produziert
und vertreibt unter seiner Marke Versatile ein Sortiment an landwirtschaftlichen
Maschinen. Dazu zählen knickgelenkte 4WD-Traktoren
sowie Bodenbearbeitungs- und Sätechnik. Buhler Versatile verfügt
über ein internationales Händler- und Servicenetz.
d
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Namen & Neuigkeiten Juli 2026 11
Das »Machen« einfacher machen!
VDBUM – Dieter Schnittjer, Vorstandsmitglied
und Geschäftsführer
des Verbandes der Baubran-
Es ist dringender denn je: Wir
müssen das »Machen« wieder
einfacher machen! Alle Tä-
als Mutmacher für unsere gesamte
Branche: vom Spezialtiefbau
über das Baustoff-Recycling
che, Umwelt- und Maschinentech-
tigkeitsbereiche – von den Be-
und den Straßenbau bis hin zum
nik e.V. (VDBUM), zeigt anhand
hörden und Verwaltungen über
Hochbau im ländlichen Raum.
des Hamburger Modells auf, wie
Planungsbüros und Architekten
Die Erfolgsformel des Hambur-
weniger Bürokratie erreicht wird,
bis hin zu Brandschutzbehör-
ger Modells ist simpel, aber radi-
wenn alle Akteure fragwürdige
den und Bauämtern – müssen,
kal: Alle am Bauprozess Beteilig-
Verwaltungsabläufe sowie ihren
gestützt durch den nötigen po-
ten haben sich in vielschichtigen
eigenen Aufgabenbereich kritisch
litischen Rahmen, ihre Prozes-
Arbeitsgruppen an einen Tisch
wir erst neue Bürokratie aufbau-
hinterfragen. Zudem plädiert er
se einmal komplett auf links dre-
gesetzt. Hunderte von fragwür-
en müssen, um dringend benötig-
für einen radikalen Abbau der
hen. Das Ziel? Ein Minimum an
digen Verwaltungsabläufen wur-
te Investitionsmittel freizusetzen.
bürokratischen Hürden bezüglich
des Einsatzes von Sondervermögen,
um Investitionsmittel für den
Vorgaben für ein Maximum an Effizienz.
Schnell sind wir bei der
allzu bekannten Floskel: »Die Po-
den gesichtet, geprüft und gemeinschaftlich
abgeschafft. Der
Anstoß kam von der Politik, aber
Verlässliche Planung
Unsere Kernforderung lautet:
Straßenbau freizusetzen.
litik muss!« Doch politische Ent-
getragen wurde er von Verwal-
Die bürokratischen Hürden für
scheidungen greifen zu kurz,
tungsmitarbeitenden, Architek-
den Einsatz von Sondervermögen
wenn sie nicht von den Akteuren
ten, Planern und ausführenden
müssen radikal abgebaut werden.
in der Praxis getragen werden.
Unternehmen. Mein tiefster Re-
Eine kontinuierliche, verlässliche
»Wir laufen
sehenden Auges
einem wirtschaftlichen
Langfristschaden
entgegen.«
Wir alle wissen: Änderungen in
vertrauten Abläufen, Umstrukturierungen
am Arbeitsplatz oder
gar der Wegfall liebgewonnener
Tätigkeiten führen unweigerlich
zu Blockaden und Widerständen.
Doch das können wir uns nicht
mehr leisten. Dass es anders geht,
zeigt das sogenannte Hamburger
Modell. Obwohl es ursprünglich
für die Stadtentwicklung in
Großstädten und Ballungsräu-
spekt und meine Anerkennung
gelten all jenen, die mit einer Vision
für das große Ganze den Mut
hatten, ihren eigenen Aufgabenbereich
kritisch zu hinterfragen.
Das Ergebnis: Weniger Bürokratie,
mehr Machen!
Die Situation der Baubranche
Blicken wir auf unsere Branche,
so zeigt sich ein extrem zweigeteiltes
Bild. Während weite Tei-
Planung der öffentlichen Investitionsmittel
– ob aus dem Kernhaushalt
oder dem Sondervermögen
– schafft Planbarkeit. Und genau
diese Verlässlichkeit schafft
Vertrauen. Vertrauen wiederum
fördert den Mut, positiv in die Zukunft
zu schauen.
Digital und persönlich
Ich könnte diese Liste an Baustellen
noch um viele The-
men konzipiert wurde, taugt es
le als robust und gut bezeichnet
men ergänzen, möchte Sie aber
werden können, ist der Hoch-
auch mitnehmen zu den er-
bau organisatorisch eine Katas-
freulichen Nachrichten unserer
trophe und muss dringend mit
VDBUM-Verbandsarbeit.
Denn
neuen, mutigen Ansätzen re-
das Motto »Das Machen einfacher
formiert werden. Und der Stra-
machen« haben wir uns auch für
VDBUM
ßenbau? Er leidet an vermeintlich
technischen Haushaltspro-
unsere eigenen Strukturen auf
die Fahnen geschrieben. Bestes
blemen. Wenn ich diese Begrün-
Beispiel ist unser neuer Webauf-
dung höre, möchte ich, ehrlich
tritt: Unsere neue Homepage ist
gesagt, in die Tischkante beißen.
nicht nur modern und hochgra-
Wir befinden uns in einer Phase,
dig informativ, sondern macht
in der die Baubranche hochgra-
auch Ihre Anforderungen, Semi-
dig erfolgreich sein könnte. Statt-
naranmeldungen und die Vernet-
dessen müssen Schwertranspor-
zung untereinander deutlich ein-
te von Industriegütern unvorstell-
facher, automatisierter und pro-
bare Umwege zu den Häfen fah-
fessioneller. Doch trotz aller di-
ren, marode Brücken weiträumig
gitalen Prozesse gilt: Technik ist
umfahren werden und wir be-
nur das Werkzeug. Das Team der
treiben Flickschusterei an Stel-
VDBUM-Geschäftsstelle,
unser
len, die längst eine Kernsanie-
ehrenamtlicher Vorstand und
Dieter Schnittjer, Vorstand und
Geschäftsführer des VDBUM.
rung bräuchten. Wir laufen sehenden
Auges einem wirtschaftli-
der Beirat sind für Sie im Tagesgeschäft
weiterhin ganz persönlich
chen Langfristschaden entgegen.
und mit gewohnt großem Engage-
Da kann es doch nicht sein, dass
ment ansprechbar.
d
12
Juli 2026
Namen & Neuigkeiten
»Baugenehmigungen
nehmen weiter zu«
HDB – Für April meldete das Statistische Bundesamt mit 20 200 Baugenehmigungen
bei Wohn- und Nichtwohngebäuden (Neu- und Umbau)
ein Plus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Von Januar bis April setzte sich damit der Aufwärtstrend fort: Mit
83 700 Wohnungen wurde ein Zuwachs von 13,2 Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Diese Entwicklung machte sich
auch bei den Mehrfamilienhäusern mit 44 300 neu genehmigten Wohnungen
und einem Plus von 14,7 Prozent bemerkbar. Während 2025 nur
rund 110 000 Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern fertiggestellt
wurden – fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Tim-Oliver Müller,
Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
(HDB), ordnet die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten
Zahlen ein: »Aus Baugenehmigungen müssen jetzt Projekte werden.
Aber genau hieran hat es in den letzten Monaten gehapert, wie die
Fertigstellungszahlen für 2025 und der niedrige Auftragseingang der
Bauwirtschaft belegen. Es braucht klare, investitionsfreundliche und
verlässliche Rahmenbedingungen, damit nun auch wirklich gebaut
wird. Von der Bundesbauministerin muss daher ein klares Maßnahmenpaket
hervorgehen.« Müller weiter: »Das Monitoring des Bundes
zum Sondervermögen zeigt auf, dass im vergangenen Jahr von insgesamt
327 Mio. Euro für den Wohnungsbau nur rund 37 Mio. Euro abgeflossen
sind. Die nicht verausgabten Mittel müssen daher unbedingt
im Bundeshaushalt 2027 dafür eingesetzt werden, den Wohnungsbau
wieder in Schwung zu bringen. Gleichzeitig muss die Förderkulisse,
wie angekündigt, deutlich vereinfacht werden. Hierbei reicht es aber
nicht, die schon bestehenden Förderprogramme in die zwei Säulen »Sanierung«
und »Neubau« aufzuteilen. Vielmehr braucht es auch eigenkapitalunterstützende
sowie verbesserte, steuerliche Abschreibungsinstrumente
und eine langfristige Planbarkeit der Programme für bezahlbaren
Wohnungsneubau.«
Überjährige Finanzierung für Straße und Schiene gefordert
Ein weiteres zentrales Thema dieser Tage ist aus Sicht des HDB,
die Verkehrsinfrastruktur des Bundes dauerhaft zu sichern. Hierzu
der HDB kürzlich: Straße, Schiene und Wasserstraße müssten
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer
beim HDB.
dauerhaft leistungsfähig gehalten und über Legislaturperioden hinweg
planbar finanziert werden. »Unsere Verkehrsinfrastruktur ist
Standortfaktor, Lebensader und Wettbewerbsgrundlage zugleich.
Wer Wertschöpfung, Logistik, Pendlerverkehre und internationale
Anbindungen sichern will, darf die Verkehrsträger nicht gegeneinander
ausspielen, sondern muss sie als zusammenhängendes
System begreifen«, so Tim-Oliver Müller. Der Investitionsbedarf ist
enorm: Für die Jahre 2025 bis 2030 wird ein kumulierter Bedarf von
mehr als 600 Mrd. Euro beziffert. Zugleich sinkt die reale Investitionskraft
seit Jahren, weil nominal steigende Budgets durch Baupreissteigerungen
aufgezehrt werden. Politische Rekordsummen allein
reichen deshalb nicht aus. Entscheidend ist, was preisbereinigt
tatsächlich auf Baustellen ankommt. »Das Sondervermögen kann einen
wichtigen Modernisierungsschub leisten. Es ist aber keine Dauerlösung.
Wir brauchen jetzt die politische Entscheidung für eine
dauerhaft abgesicherte, überjährige Finanzierung aller Verkehrsträger
des Bundes – damit nach dem Auslaufen des Sondervermögens
kein neuer Investitionsabfall droht«, so Müller.
d
HDB
Webfleet integriert die Volkswagen Group Info
Services AG in sein »OEM.connect«-Programm
WEBFLEET – Die bewährte Flottenmanagementlösung Webfleet von
Bridgestone gab kürzlich eine Kooperation mit der Volkswagen Group Info
Services AG bekannt. Über »OEM.connect«, das Programm für werkseitig
integrierte Fahrzeugvernetzung von Webfleet, sind Flottenbetreiber nun
in der Lage, Fahrzeuge von sechs Marken der Volkswagen Gruppe direkt
an Webfleet anzubinden. Damit können Flotten, die Fahrzeuge der Marken
Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat, Cupra
und Audi einsetzen, auf Webfleet-Dienste zugreifen, ohne
nachträglich Hardware installieren zu müssen.
Fahrzeuge mit einer werkseitig integrierten Vernetzungsfunktion
werden anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer
(VIN) aktiviert. Ab diesem Moment sind die Webfleet-Services
binnen weniger Minuten verfügbar. Flottenbetreiber
erhalten einen schnellen, einfachen und sicheren Zugriff auf die
Fahrzeugdaten. Damit wird es laut Unternehmen möglich, die betriebliche
Effizienz zu steigern, Betriebskosten zu senken und sicheres
sowie umweltfreundliches Fahrverhalten zu fördern. Jan-Maarten
de Vries, President Fleet Management Solutions bei Bridgestone,
zur neuen Partnerschaft: »Unser Ziel ist es, die Anbindung von
Fahrzeugen an Webfleet so schnell und einfach wie möglich zu gestalten.
Mit der Aufnahme von sechs Marken der Volkswagen-Gruppe
in das ›OEM.connect‹-Programm von Webfleet
sind wir auf dem richtigen Weg. Fuhrparkbetreiber erhalten
einen direkten Zugang zu relevanten Daten ihres Fuhrparks
und können damit an den richtigen Stellschrauben bei ihrer
Flottenverwaltung drehen. Mit der Zusammenarbeit bauen
wir unser ›OEM.connect‹-Ökosystem konsequent weiter aus und ermöglichen
Flotten einen noch schnelleren und unkomplizierteren
Zugang zu vernetzten Diensten.«
d
Namen & Neuigkeiten Juli 2026 13
BAU
GEFLÜSTER
»Frau am Bau«
Zwischen (vertanen) Chancen, großer Hoffnung
und verkanntem Sexismus
Die Baubranche – ein elitärer Herrenklub,
umgeben von schwitzenden
Männern, hartem Armierungsstahl
und klackernden Betonmischern.
Und Frauen? Über Jahrhunderte
hinweg unerwünscht. Und wenn sich das
weibliche Geschlecht früher dann doch
mal auf die Baustelle verirrt hat, galt das als mindestens
genauso exotisch wie ein glitzerndes Einhorn auf
einem Heavy-Metal-Konzert. Heute spricht alles (politisch
korrekt) von flächendeckender Gleichberechtigung
und davon, dass man(n) endlich mehr Frauen
in die Baubranche bringen möchte. Böse Zungen behaupten
nun, dass das vorrangig auf den Fachkräftemangel
zurückzuführen ist, der seit Jahren wie ein
finsteres Damoklesschwert über der Branche schwebt
Dan Windhorst
und sich eben nicht darin begründet, ausnahmsweise
mal dazugelernt zu haben. Die bittere Wahrheit
ist, dass wir Männer einen richtigen Dachschaden
haben. Und zwar gewaltig. Wir haben
jahrhundertelang erstaunliche Kreativität bewiesen,
um Frauen kategorisch von allem fernzuhalten,
was als typische Männerdomäne galt.
Frauen durften nicht wählen, hatten kein eigenes
Bankkonto, mussten sich von Autos, Universitäten
und Fußball fernhalten und hatten stattdessen die
Pflicht, sich um den Haushalt, den Ehemann und die
Erziehung der Kinder zu kümmern. Früher glaubte
man, dass Frauen beispielsweise nichts in Politik oder
Wissenschaft zu suchen hätten, weil sie »aufgrund
ihres zerbrechlichen Gemüts, der geringen Belastbarkeit
und der beständigen Neigung zu unkontrollierter
Emotionalität eine Gefahr für sich und andere
darstellen« würden. Aus heutiger Sicht ist das alles
unvorstellbar. Wir schütteln den Kopf, zeigen uns
empört und sprechen davon, dass das alles Gott sei
Dank der Vergangenheit angehört. Aber ist das wirklich
so? Können wir in Zeiten von Ehegattensplitting,
»Gender Pay Gap« sowie der sagenumwobenen Frauenquote
wirklich von Gleichberechtigung, geschweige
denn von weniger Ignoranz sprechen? Lassen Sie uns
in diesem Zusammenhang die Baubranche betrachten:
In den spezifischen Handwerksberufen (Maurer,
Dachdecker, Straßenbauer, Betonbauer) sind bundesweit
knapp 2,2 Prozent der Beschäftigten weiblich – in
der gesamten Bauwirtschaft liegt der Anteil immerhin
bei 14 Prozent, aber das lässt sich vorrangig darauf zurückführen,
dass Frauen in der Regel eher in akademischen
Segmenten, darunter in Planung, Entwicklung
und Architektur, zu finden sind. Fakt ist, dass
es der Branche trotz ihres massiven Bedarfs an Fachkräften
nicht gelingt, ausreichend Frauen auf die Baustelle
zu bringen, geschweige denn, sie überhaupt dafür
zu begeistern. Und das hat vielschichtige Gründe:
bauMagazin Kolumne
Zum einen hält sich die Mär, dass die Arbeit
am Bau für Frauen körperlich zu anstrengend
sei. In Zeiten des technischen Fortschritts ist diese Begründung,
die in Teilen ja sogar hie und da ihre Daseinsberechtigung
haben mag, bemerkenswert. Zum
anderen existieren kaum Fürsprecher. Für Papa und
Mama ist es auch 2026 undenkbar, dass ihre 16-jährige
Tochter eine Maurerlehre beginnt, in einen Kettenbagger
steigt oder acht Stunden täglich Dachpfannen
durch die Gegend schmeißt. Erschwerend kommt
hinzu, dass Jobs auf der Baustelle für junge Menschen
schlichtweg unattraktiv sind: Die massive körperliche
Belastung bis zum Rentenalter, einhergehend mit
der vergleichsweise geringen Bezahlung, verführt dazu,
sich am Ende dann doch lieber für das Studium
und den (eigentlich) ungeliebten Bürojob zu entscheiden.
Die dramatische Folge ist, dass wir über Jahrzehnte
hinweg ein gewaltiges Potenzial mit Anlauf in
die Tonne treten und den noch verbliebenen
Rest an ehrlichem Interesse
damit zerstören, dass die Dinge
sich, wenn überhaupt, nur im
Schneckentempo verändern. Was
also tun? Erklärte Zielsetzung der
Politik ist es, junge Frauen frühzeitig
für technische und handwerkliche
Berufe zu begeistern – das soll
z.B. über den »Girls Day« gelingen,
wo Schülerinnen die Berufe in der
Praxis kennenlernen. Außerdem
wurden sogenannte Mentoring-
und Weiterbildungsprogramme
entwickelt, mit denen Frauen beim
Berufseinstieg von erfahrenen Mitarbeitern
unterstützt werden. Aus
meinen Gesprächen mit den Verbänden,
der Politik, den Bauunternehmen
und Frauen, die ihren Weg erfolgreich in
die Branche gefunden haben, weiß ich, dass das
alles zwar nett gemeint, inhaltlich aber viel
zu kurz gedacht wurde. Es ist zwar
Früher galt, dass
Frauen »aufgrund
ihres zerbrechlichen
Gemüts, der geringen
Belastbarkeit und
der beständigen
Neigung zu
unkontrollierter
Emotionalität eine
Gefahr für sich und
andere darstellen«.
richtig, dass wir jungen Frauen
(und im Übrigen auch
jungen Männern) möglichst
früh die Berufsmöglichkeiten
der Baubranche
aufzeigen, aber
wenn die Rahmenbedingungen,
an denen
es ja nachweislich noch
immer scheitert, unverändert
bleiben, wird der Nachwuchs, ganz gleich welchen
Geschlechts, auch in Zukunft einen großen Bogen
um die Bauwirtschaft machen. Meine Befürchtung
ist, dass es (mal wieder) an den Baufirmen selbst
hängen bleibt: Zum einen müssen sie die kostspielige
Werbetrommel rühren und ein attraktives Gehalt
herbeizaubern, um überhaupt die Aufmerksamkeit
möglicher Auszubildende zu erhalten. Zum anderen
braucht es das Aufbrechen
von Klischees und den Schutz vor
Diskriminierung, obwohl das vielmehr
Aufgabe von Politik und Gesellschaft
wäre. Denn auch wenn
wir uns alle wünschen würden,
dass herabwürdigende Kommentare,
haltlose Vorurteile und purer
Sexismus der Vergangenheit
angehören, beweist der Alltag auf
Baustellen das Gegenteil. Die Herausforderung
ist es, Frauen glaubwürdig
zu integrieren und mit guter
Ausbildung, fairer Bezahlung,
klugem Rat und ehrlicher Kollegialität
zu unterstützen. Denn:
In der Bau- und Baumaschinenbranche
habe ich durchaus positive
Beispiele dafür gesehen, wie
»Frau am Bau« funktionieren kann. Aber fast immer
war das mit einem erheblichen Engagement der Bauunternehmen
verknüpft, das nicht nur die notwendigen
finanziellen Rahmenbedingungen schaffen musste,
sondern mit echter und vor allem vorurteilsfreier
Meinung an die Sache herangegangen ist. Im Grunde
müssen Baufirmen, Hersteller, Dienstleister und
Händler genau das auffangen, was die Politik und insbesondere
die Gesellschaft bis heute verpasst hat –
nämlich die ehrliche Auseinandersetzung damit, warum
sich viele Frauen nicht in unsere Branche trauen
und weshalb wir auch im Jahr 2026 noch immer
so vielen patriarchalischen und zuweilen misogynen
Vollidioten begegnen müssen.
d
bauMagazin Kolumne Juli 2026
15
IM BLICKPUNKT
Großes Lader-
Spektakel in Dobríš
BOBCAT – Die Demo Days von Bobcat sind ein spektakuläres »Live Action Event« für
kompakte Maschinen, das gleichzeitig als wichtiger Gradmesser dafür dient, was die
US-Amerikaner derzeit aus ihrer Entwicklerschublade zaubern. Auch in diesem Jahr
ist bauMAGAZIN-Chefredakteur Dan Windhorst ins tschechische Dobríš gereist und
hat sich die neuen Maschinen genau angeschaut. Im Mittelpunkt stand das komplette
Lader-Repertoire, darunter Maschinen, die derzeit Weltpremiere feiern und mit so
manchen Leistungsdaten zu überraschen wussten.
VON
DAN WINDHORST
Seit nunmehr 15 Jahren lädt Bobcat europäische
Händler, Kunden und Journalisten
zu den Demo Days nach Dobříš ein –
und obwohl das bauMAGAZIN mittlerweile
jede noch so kleine Schraube des
weitläufigen EMEA-Hauptsitzes südwestlich von
Prag kennt, verblüfft der US-amerikanische Baumaschinenhersteller
immer wieder aufs Neue.
Das betrifft zum einen den jährlichen Output an
Maschinen und Anbaugeräten und zum anderen
den Standort selbst: Als Teil der südkoreanischen
Doosan Group investiert Bobcat seit vielen Jahren
massiv in die Forschung, Fertigung und Entwicklung,
um den europäischen Markt mit Kompaktmaschinen
zu bedienen. Und die jährlich stattfindenden
Demo Days dienen gezielt als Testballon und
Aushängeschild: Insgesamt 90 Maschinen sowie
mehr als 250 Anbaugeräte, digitale Tools und Zubehörteile
standen zur Verfügung.
Ein neues Radlader-Duo
Der Hauptakteur der diesjährigen Demo Days war
zweifelsohne das Lader-Segment. Den Anfang machten
die beiden kompakten Radlader des Typs »L85«
und »L100«. Beide Maschinen gelten aufgrund starker
Leistungsdaten, kompakter Bauweise und vielseitigen
Einsatzmöglichkeiten als produktive Allrounder.
Der knapp 5 t schwere »85er« bringt eine
Motorleistung von 50,7 kW sowie eine Kipplast
von 3,2 t und eine Hubhöhe von 3,3 m mit sich. Bei
Bobcat ist seiner Tradition
treu geblieben und
hat zu den Demo Days
ein Großaufgebot an
Maschinen aufgefahren.
BOBCAT
16
Juli 2026
Im Blickpunkt
BOBCAT
seinem größeren Bruder, dem »L100«, handelt es
sich um einen Prototypen, der in Kürze das Vorgängermodell
»L95« ersetzen und damit eine wichtige
Lücke schließen soll. Beide Modelle bieten eine höhere
Hydraulikleistung, hinzu kommt, dass Bobcat
nochmals an der Gerätekompatibilität geschraubt
hat, was die beiden Lader anpassungsfähiger und damit
flexibler macht. Aufgefallen ist aber auch, dass
die Hydraulikleistung erhöht und die Bedienfreundlichkeit
verbessert wurde. Spürbar war, dass die Maschinen
präzises Arbeiten und schnelles Manövrieren
zulassen. Die finale Ausführung des »L100« wird
im Übrigen erstmals auf der GaLaBau in Nürnberg
zu sehen sein, wo Bobcat auch die offizielle Markteinführung
für die beiden Radladermodelle plant.
Drei kompakte Raupen
Darüber hinaus hat Bobcat die neue Generation
seiner »R«-Laderserie vorgestellt. Auf dem Papier
sollen die Kompakt-Raupenlader »T66-2«, »T76-2«
und »T86-2« sowie die Kompaktlader »S66-2«,
»S76-2« und »S86-2« eine größere Auswahl, mehr
Kontrolle und verbesserte Bedienfreundlichkeit
bieten. Nachdem die bauMAGAZIN-Redaktion die
neuen Modelle getestet hat, lässt sich festhalten,
dass die bessere Bedienbarkeit tatsächlich im Mittelpunkt
steht. Die Fahrerkabine wirkt insgesamt
aufgeräumt, klar strukturiert und ermöglicht angenehmes
Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum
hinweg. Aus Erfahrung weiß man, dass Bobcat
hier von seiner langjährigen Expertise in diesem
Segment profitiert – und das macht sich auch
bei den Leistungsdaten bemerkbar. Das Fazit lautet:
Die drei Raupenlader, der 4 t schwere »T66-2« mit
3,2 t Kipplast, der »T76-2« mit 4,6 t Einsatzgewicht
und 4 t Kipplast sowie der 5,4-Tonner »T86-2« mit 5 t
Kipp last, arbeiten auf engstem Raum, lassen sich
präzise und direkt steuern und gewähren dem Maschinisten
auffallend guten Bedienkomfort.
Weitere kompakte Lader
Im Segment der Kompaktlader hat Bobcat hingegen
die Modelle »S66-2«, »S76-2« und »S86-2« ins Rennen
geschickt. Mit einer Motorleistung von 55 bis 85,8 kW
sollen die 3,2, 3,7 und 4,4 t schweren Kompaktlader
ordentlich Kraft auf die Räder bringen. Und das war
auf dem Demogelände auch spürbar. Aufgrund der
Tatsache, dass das bauMAGAZIN die Vorgängermodelle
der vergangenen Jahren bereits kennt, hat sich
durchaus gezeigt, dass Bobcat hier nachgelegt hat.
Das betrifft beispielsweise das neu konstruierte Elektriksystem,
um die Haltbarkeit zu erhöhen, die Betriebszeitverbesserung
und vor allem die erhöhte
Hubhöhe von bis zu 3,7 m beim »S86-2«. Laut Bobcat
soll das vorrangig das Beladen von Kippern mit
hohen Bordwänden erleichtern – auch das Stapeln
von Material gelingt besser als bisher. In der Fahrerkabine
fällt hingegen ein neues Display auf, in das
90
Maschinen
Im Rahmen der Demo Days
2026 stellte Bobcat insgesamt
90 Maschinen sowie
über 250 Anbaugeräte und
Zubehör für ausgiebige Tests
zur Verfügung.
Im Blickpunkt
Juli 2026
17
IM BLICKPUNKT
Ein Lader-Tanz für die
Besucher: Als Showeinlage
zeigte Bobcat,
wozu die kompakten
Lader in der Lage sind.
zahlreiche Zusatzfunktionen und Anpassungsmöglichkeiten
integriert worden sind. Unter anderem
lässt sich zwischen vier Beschleunigungsmodi wählen,
um die Maschinenreaktion individuell an den
Bedarf anzupassen. Oder anders gesagt: Hier lässt
sich von »sanft und gleichmäßig« bis »schnell, kraftvoll
und aggressiv« genau die Balance finden, die
man für den jeweiligen Einsatz braucht. Die Kipp-
last der drei Kompaktlader liegt bei 2,2, 2,7 und 3,1 t.
Demo-Days-Premiere gefeiert
Besondere Aufmerksamkeit erhielt im Übrigen
der neue Kompakt-Raupenlader »T650«. Über den
»650er« hatte das bauMAGAZIN bereits ausführlich
in seiner Titelstory ab Seite 10 in der Mai-Ausgabe
berichtet. Die Zusammenfassung lautet: Der »T650«
ist ein kompakter Alleskönner. Die Stage-V-konforme
Maschine kommt auf ein Betriebsgewicht von
4,19 t und greift aufgrund ihres »D24«-Motors auf
knapp 55 kW Leistung zurück. Die Kipplast liegt
laut Hersteller bei 3,4 t. Der »T650« ist Teil der neuen
»R«-Serie und setzt daher u. a. auf mehr Bedienkomfort,
individuell anpassbare Modi, hohe Sicherheitsstandards
und kann »auf der Stelle« drehen.
Durch den Nullwendekreis sind weder Kurvenradius
noch Rangieren nötig, was den Kompaktlader
extrem flexibel, vielseitig und schnell in seinen Bewegungen
macht. Und genau das hat die Redaktion
auch in Tschechien festgestellt: Der Lader macht,
unter Maschinisten gesprochen, einfach riesig
Spaß. Trotz seiner kompakten Abmessungen von
(L x B) 3 475 x 1 981 mm bietet der Lader eine bemerkenswerte
Arbeitskapazität mit vertikalem Hubweg
sowie eine Nennbetriebslast von 1,19 t. Grundsätzlich
dürfte sich der Kompaktlader damit vor allem
für das Beladen von Lkw, den Paletten-Transport sowie
für Erdbewegungsarbeiten auf beengtem Raum
eignen. Und zur Wahrheit gehört auch, dass Bobcat
nicht nur für den »650er«, sondern für die gesamte
Lader-Bandbreite ein auffallend großes Anbaugeräteportfolio
zur Verfügung stellt. Dadurch ist der
Bobcat-Lader mehr und mehr zu einem kompakten
Geräteträger geworden, der auf der Baustelle unterschiedlichste
Aufgaben übernehmen kann. Gefertigt
wird der »T650« übrigens direkt vor Ort im Bobcat-Werk
in Dobříš.
Mini-Raupenlader »MT120«
Ein weiteres, wenn auch etwas handlicheres Highlight
war zweifelsohne der Mini-Raupenlader des
3,7
Meter
Der Kompaktlader »S86-2«
verfügt über eine erhöhte
Hubhöhe von bis zu 3,7 m, was
die Einsatzfähigkeiten verbessert.
Brachiale Kraft:
Ausgestattet mit einem
Forstmulcher, hatte der
Kompaktlader keine
Mühe, den kompletten
Baum zu zerlegen.
18
Juli 2026
Im Blickpunkt
BOBCAT
DAN WINDHORST (4)
Getestet wurden auch
die aktuellen Baggermodelle,
die vor allem für
ihre Kompaktheit, hohe
Leistung und schnelles
Arbeiten gelobt wurden.
Typs »MT120«. Hier trifft ein kompaktes Design mit
Fahrerpodest auf durchaus bemerkenswerte Performance:
Die Kipplast liegt bei 1,5 t, während der Motor
mit 18,3 kW Leistung bei einem Betriebsgewicht
von 1,6 t ordentlich Power mit sich bringt. Die Hubhöhe
liegt hier bei 2,2 m – die fahrbare Nutzlast beträgt
540 kg. Festhalten lässt sich außerdem, dass der
»MT120« robust aufgebaut wurde und aufgrund der
Der Schlüssel steckte:
Die aktuellen Teleskoplader
durften ausgiebig
getestet werden.
Kipplast sowie eines Vertikal-Hubwegs vielseitig eingesetzt
werden kann. Wichtig zu erwähnen ist an dieser
Stelle, dass Bobcat über 25 kompatible Anbaugeräte
für dieses Modell anbietet, was die Einsatzmöglichkeiten
nochmals erweitert.
Das betrifft Schaufeln, Bodenfräsen,
Hydraulikhämmer, Gabeln
oder auch Grabenfräsen.
Ein Vorteil ist, dass mittels
»Bob-Tach« oder gängiger
Kupplungen schnell zwischen
den Anbaugeräten
gewechselt werden
kann.
Ein abschließendes Fazit
Die drei Tage in Tschechien waren geprägt von
ausgiebiger Maschinenerprobung – und davon,
sich dabei nicht von schicken Broschüren oder
Selbstbeweihräucherung beeinflussen zu lassen.
Die Demo Days sollen natürlich das Beste von
Bobcat repräsentieren, keine Frage. Zur Wahrheit
gehört aber auch, dass der Hersteller viel Raum
für konstruktive Kritik lässt und sich nicht davor
scheut, auf Entwicklungsprobleme, neue Denkansätze
oder Verbesserungsvorschläge einzugehen.
Aufgrund der Tatsache, dass sowohl Händler
und Kunden, aber eben auch Anwender und
Fachjournalisten vor Ort sind, hat es Bobcat mit
erfahrenen Profis zutun, die mitunter seit Jahrzehnten
in der Maschine sitzen und genau wissen,
wovon sie da sprechen. Die neue »R«-Serie
ist ein gutes Beispiel für die aktuelle Entwicklungsarbeit:
Seit Jahren feilt Bobcat hier an der
Balance zwischen Leistungsdaten, Design und
Be dienkomfort. Und abgesehen davon, dass der
Hersteller seine Modelle den weltweiten Marktanforderungen
anpassen muss, befinden sich die
kompakten Lader nach Ansicht vieler Event-Teilnehmer
mittlerweile auf einer extrem ausgereiften
Entwicklungsstufe. Zu hören war außerdem,
dass Bobcat gerade in den vergangenen Jahren
gelernt hat, auf individuelle Bedürfnisse der Maschinisten
einzugehen. Das betrifft sowohl den
Einsatz smarter Assistenzsysteme als auch den
deutlich gestiegenen Bedienkomfort. Gleichwohl,
und auch das war ein interessantes Feedback
der Teilnehmer, kann Bobcat offensichtlich
von durchdachten Anbaugeräten profitieren – die
Auswahl ist hier in den vergangenen Jahren immer
weiter gewachsen. Und auch ein Blick hinter
die Kulissen der Fertigung sowie des Innovationscenters
hat gezeigt, dass sich der Hersteller
nicht auf Lorbeeren ausruhen will.
d
»R«-Serie
Aktuell stellt Bobcat die neue
Generation seiner »R«-Serie
für das Lader-Segment vor,
was Performance, Bedienkomfort
und Effizienz in den
Mittelpunkt rücken soll.
Radlader
Im Bereich der kompakten
Radlader wurden mit dem »L85«
und dem »L100« zwei leistungsstarke
Maschinen vorgestellt.
Im Blickpunkt Juli 2026 19
IM BLICKPUNKT
In neue Dimensionen
vorstoßen
VON
THOMAS SEIBOLD
JCB – Mitte Mai präsentierte JCB am Hauptsitz in Staffordshire eine beeindruckende
Auswahl an Produktneuheiten. Im Fokus standen zwei Kettenbagger der 50- und
40-t-Klasse, ein knickgelenkter Muldenkipper mit einer Nutzlast von 12,75 t und die
Einführung der »DualDrive«-Technologie bei den 9-t-Raddumpern. Zudem wurden zwei
Walzenzüge für den 4- bis 8-t-Bereich und zwei weitere mit Stage-V-Motoren in der 12-
bis 15-t-Klasse sowie ein »3CX Sitemaster«-Baggerlader vorgestellt. Dazu kamen die
emissionsarmen Lösungen: Mit dem »3CX Hydrogen« feierte der erste serienmäßig
produzierte wasserstoffbetriebene Baggerlader sein Debüt. Passend dazu stellte JCB
ein mobiles H2-Betankungssystem sowie mit dem »G60RS H« ein Stromaggregat mit
Wasserstoffmotor vor. Nicht zuletzt präsentierte JCB-Chairman Anthony Bamford
persönlich den »JCB Hydromax«. Dieser soll 20 Jahre nach dem »JCB Dieselmax«
einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge aufstellen. Die Redaktion des
bauMAGAZINs war vor Ort und lässt die zweitägige Veranstaltung Revue passieren.
Ergänzend zu den zahlreichen Neuheiten
wartete JCB mit interessantem Zahlenmaterial
auf: So investiert das Unternehmen
derzeit im texanischen San Antonio
rund 500 Mio. US-Dollar in den Bau eines
neuen Werks. Darin sollen auf einer Fläche von
knapp 100000 m 2 künftig von 1500 Mitarbeitenden
Maschinen und Zubehör für den US-Markt produziert
werden. Nach Angaben von CEO Graeme
Macdonald exportiert JCB rund 75 Prozent seiner
in Großbritannien hergestellten Maschinen. Mit
einer neuen Fertigungsstätte in Übersee reagiert
das Unternehmen auf die Herausforderungen bei
den Lieferketten und Zöllen. Nicht nur deswegen
blickte Graeme Macdonald durchaus zuversichtlich
in die Zukunft.
20
Juli 2026
Im Blickpunkt
JCB
THOMAS SEIBOLD (5)
Zwei neue Bagger der »X-Serie«
Die zwei größten und schwersten Neuheiten – das
neue Spitzenmodell »520X« in der 50-t-Klasse und
der leistungsstarke »420X« – wurden zum Abschluss
eines Werksrundgangs am zweiten Tag präsentiert.
Die Einführung dieser zwei neuen Modelle für die
Bereiche Erdbewegung, Steinbruch, Abbruch und
Schwerlastanwendungen komplettiert laut JCB die
»Heavyline«-Kettenbagger-Reihe der 2018 erstmals
vorgestellten »X-Serie«. Mit dem »520X« verfügt das
Unternehmen nun über seinen bislang größten Kettenbagger,
was ein Blick auf die Gewichts- und Leistungsdaten
eindrucksvoll zeigt. Mit einem Einsatzgewicht
von 52 bis 57 t, abhängig von der jeweiligen Ausstattungsvariante,
deckt das Modell in der Tat neue
Leistungsdimensionen ab. Die Maschine kann wahlweise
mit einem 6,9 m langen Standardausleger für
maximale Vielseitigkeit oder mit einem 6,5 m langen
»Mass-Excavation«-Ausleger für hohe Produktivität
konfiguriert werden.
Für den 6,5-m-»Mass-Excavation«-Ausleger
des »520X« stehen wahlweise ein 2,55-m- oder ein
3-m-Heavy-Duty-Löffelstiel zur Verfügung. Beim
6,9-m-Reichweitenausleger kann die Maschine mit
einem 3-m- oder einem 3,3-m-Löffelstiel ausgestattet
werden. Abhängig von der jeweiligen Spezifikation
ist der »520X« für Löffelgrößen von 2,8 bis 3,4 m³
ausgelegt. Mit Reichweitenausleger und verlängertem
Arm erreicht die Maschine eine maximale Grabreichweite
von 11,8 m und eine Grabtiefe von bis zu
7,8 m. Die maximale Ausschütthöhe liegt bei 7,5 m.
Damit ist die Maschine für vielfältige Lastzyklen und
Anwendungen ausgelegt. Die Losbrechkraft am Löffelstiel
beträgt bis zu 279 kN, die maximale Losbrechkraft
am Löffel liegt bei 318 kN.
Nicht weniger bedeutend ist der neue »420X«,
der serienmäßig mit dem »Earthmoving Pro«-Pack
inklusive einer 2,6-m³-HD-Schaufel angeboten wird.
Damit bietet der »420X« ein rund 10 Prozent größeres
Schaufelvolumen als der »370X« mit seiner
2,34 m³ großen Schaufel. Um dieses größere Volumen
zu realisieren, verfügt der »420X« serienmäßig
über einen schwer verstärkten Ausleger und Stiel.
Der Stiel ist in Längen von 2,63 m und 3,23 m erhältlich.
Beim »420X« wurde der Durchmesser des Hydraulikzylinders
am Stiel im Vergleich zum »370X«
vergrößert, was eine deutlich höhere Losbrechkraft
liefern soll – insbesondere beim Arbeiten in dichtem
oder schwer lösbarem Material. Gleichzeitig tragen
die größeren Zylinderdurchmesser zu einer erhöhten
Hubleistung über die Front bei. So kann der »420X«
bei maximaler Reichweite über 940 kg mehr heben
als das leichtere Vorgängermodell. Dies steigert die
Grableistung und ermöglicht den Einsatz schwerer
Abbruchanbaugeräte.
Starke Antriebsaggregate in beiden Modellen
Ausgestattet ist der »520X« mit einem 11,8-l-Aggregat
von Cummins, das eine Leistung von 298 kW bei
1 800 U/min bereitstellt. Das maximale Drehmoment
von 1 969 Nm wird bereits bei 1 400 U/min erreicht,
wodurch der »520X« laut JCB »eine hohe Zugkraft
im unteren Drehzahlbereich für anspruchsvolle
Bei den neuen Walzenzügen
»VM128D« und »VM138D«
kommt der »JCB 448«-Dieselmotor
mit 97 kW Leistung
und Stage V zum Einsatz.
Losbrechkraft
Beim neuen »520X« beträgt
die Losbrechkraft am Löffelstiel
bis zu 279 kN und die
maximale Losbrechkraft am
Löffel liegt bei 318 kN.
Im Blickpunkt Juli 2026 21
IM BLICKPUNKT
Mit einem Einsatzgewicht von
9,32 t ist der neue knickgelenkte
Muldenkipper »715« bewusst
robust ausgelegt.
Szenenapplaus
Angesichts des teilweise extrem
schlechten Wetters im Steinbruch
soll das Engagement der JCB-Mitarbeiter
vor Ort nicht unerwähnt
bleiben. Denn insbesondere bei
der Vorstellung des »520X« und
»420X« regnete und windete es
sehr stark. Das hielt Mirko Heßler,
Product Manager Large Excavators,
und James Higgs, Commercial
Manager Large Excavators, jedoch
nicht davon ab, die Erläuterungen
zu den Maschinen trotz strömenden
Regens in gewohnt professioneller
Manier abzuhalten. Von den
Journalisten im Zelt gab es dafür
spontanen Szenenapplaus, der
stellvertretend für alle JCB-Mitarbeiter
vor Ort galt, die mit den
widrigen Wetterbedingungen zu
kämpfen hatten.
Grabarbeiten und das Potenzial für eine beeindruckende
Produktivität in Tonne pro Liter Kraftstoff bietet«.
Der Motor treibt zwei Axialkolben-Hydraulikpumpen
mit variabler Förderleistung an, die jeweils
einen Förderstrom von bis zu 404 l/min bereitstellen.
Modernste Hydraulikkomponenten, Rohrleitungen
mit größerem Durchmesser sowie ein hydraulisch
angetriebener Kühllüfter sollen zur Reduzierung des
Kraftstoffverbrauchs beitragen. Ein Doppelschwenkmotor-System
sorgt laut JCB zudem für wettbewerbsfähige
Arbeitszyklen und ermöglicht eine maximale
Grab- sowie Ladeleistung.
Der »420X« wird von einem 8,9-l-Stage-V-Dieselmotor
mit einer Leistung von 240 kW und einem
maximalen Drehmoment von 1 526 Nm angetrieben.
Im Vergleich zum »370X« wurde die Motordrehzahl
erhöht, was zu einer gesteigerten Leistungsabgabe
beitragen soll. Gleichzeitig ermöglicht der höhere
Hydraulikvolumenstrom ein laut JCB besonders
effizientes Multitasking beim Graben und Heben,
wodurch sich die Gesamtproduktivität der Maschine
erhöht. Die serienmäßig integrierte »Auto
Boost«-Funktion sorgt für zusätzliche Leistungsreserven,
indem sie bei Bedarf automatisch den Hydraulikdruck
anhebt und somit auch bei anspruchsvollen
Einsätzen maximale Performance sicherstellt.
Überarbeitete Unterwagen für mehr Produktivität
Beim Unterwagen des »420X« wurden die oberen
Laufrollen neu positioniert und auf jeder Seite zusätzlich
eine weitere untere Laufrolle verbaut. Dies
soll die Mobilität auf unebenem Gelände verbessern.
Optimierte Verzurrpunkte verhindern laut JCB Materialansammlungen
unter dem X-Rahmen. Abgerundet
wird das Unterwagenkonzept des »420X« durch
Fahrmotoren der 50-t-Klasse, die eine Steigerung der
Zugkraft um 21 Prozent auf bis zu 345 kN liefern. Das
Modell verfügt oberhalb des Unterwagens über einen
um 40 mm größeren Drehkranz mit erhöhter Tragfähigkeit.
Das soll die Haltbarkeit bei drehmoment-
intensiven Schwenkzyklen, wie sie beispielsweise
beim Bankettladen oder bei Haldenarbeiten auftreten,
erhöhen. Auch das Drehwerk und das Drehgetriebe
wurden weiterentwickelt und bieten ein höheres
Schwenkmoment bei gleichzeitig geringerer Geräuschentwicklung.
Kunden, die ein Höchstmaß an Robustheit
und Leistungsfähigkeit benötigen, können
die Maschine mit dem »Heavy Duty Pro«-Pack ausstatten.
Dieses umfasst u.a. zusätzliche Seitenschutzplatten,
schwere Unterbodenschutzbleche, einen Zylinderschutz
für den Schaufelzylinder sowie Schutzgitter
für die Arbeitsscheinwerfer.
In der beim »520X« standardmäßigen »Earthmoving
Pro«-Ausstattung sind zwei »Heavy Duty«-Unterwagenoptionen
verfügbar: eine feste Spurweite von
2 740 mm oder ein mechanisch verstellbarer Unterwagen
mit variabler Spurbreite von 2 390 bis 2 890 mm.
Darüber hinaus können Kunden Kettenplatten in
Breiten von 600 bis 900 mm wählen, um die Maschine
optimal an individuelle Baustellenbedingungen und
Transportanforderungen anzupassen. Ergänzt wird
das Angebot durch zwei Kontergewichtvarianten: ein
festes Kontergewicht mit 10,5 t oder ein hydraulisch
abnehmbares Kontergewicht mit 9,8 t. Als Option für
anspruchsvollste Einsätze bietet JCB auch hier die
»Heavy Duty Pro«-Spezifikation an. Für beide Ausstattungsvarianten
– »Earthmoving Pro« und »Hea-
vy Duty Pro« – sind klappbare seitliche Laufstege zur
Vereinfachung von Wartung und Service erhältlich.
Hoher Bedienkomfort für mehr Effizienz
Die »CommandPlus«-Kabine von JCB bildet bei
allen »X-Serie«-Modellen die Basis für hohen
Bedienkomfort und maximale Sicherheit. Die serienmäßige
»Pro«-Ausstattung der »Heavyline«-Maschinen
umfasst einen beheizten und belüfteten Fahrersitz
mit elektrischer Lendenwirbelverstellung sowie
eine hochwertige Innenausstattung. Zur Serienausstattung
der »X-Serie« zählt die JCB-UX-Bedienoberfläche
mit einem 10-Zoll-Touchscreen in Vollfarbdarstellung.
Die Bedienstruktur lässt sich individuell
konfigurieren, inklusive frei belegbarer Hotkeys für
häufig verwendete Funktionen. Das neu eingeführte
schlüssellose Startsystem ermöglicht das Aktivieren
oder Deaktivieren des Displays per Knopfdruck. Insgesamt
können bis zu 25 Benutzerprofile gespeichert
werden, um individuelle Einstellungen für Joysticks
und Bedienelemente dauerhaft abzurufen.
Die Kabinen des »520X« und »420X« sind serienmäßig
ROPS-zertifiziert und verfügen über das
JCB-»2 Go«-System zur hydraulischen Abschaltung,
das in allen Anwendungen für erhöhte Sicherheit
sorgen soll. Eine hochauflösende 360°-Kamera ist
ebenfalls serienmäßig vorhanden und in das neue
UX-Display integriert. Für optimale Sichtverhältnisse
bei allen Lichtbedingungen sorgen 14 serienmäßige
LED-Arbeitsscheinwerfer. Darüber hinaus ist JCB
»LiveLink« serienmäßig integriert und stellt Echtzeit-Maschinendaten
zur Verfügung, einschließlich
22
Juli 2026
Im Blickpunkt
JCB
Verbrauchskennzahlen, Leerlaufzeiten und Tankfüllständen.
Durch Service- und Wartungsalarme
unterstützt das System eine effiziente Fehlerdiagnose
und vorausschauende Wartung. Zusätzlich bietet
»LiveLink« erweiterte Sicherheitsfunktionen wie die
Fernüberwachung des Maschinenstandorts.
Neuer knickgelenkter Muldenkipper »715«
Der »715« wurde von JCB als Zweiachser konzipiert
und als »idealer Transportpartner für zahlreiche
Rad‐ und Raupenbagger sowie Ladetechnik« ausgelegt.
Dank einer breiten Auswahl an Reifenoptionen
lässt sich die Maschine an unterschiedlichste
Bodenverhältnisse und Einsatzbedingungen anpassen.
Mit einem Einsatzgewicht von 9,32 t ist der
»715« bewusst robust ausgelegt. So verfügt die Mulde
serienmäßig über einen Boden aus verstärktem
»Hardox 450«-Stahl und ein Fassungsvermögen von
7,1 m³ bei einer Nutzlast von 12,75 t. Angetrieben wird
der Muldenkipper von einem JCB-Dieselmotor »Typ
448« der Abgasstufe V, der eine Leistung von 129 kW
bereitstellt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein
JCB-Achtgang-Automatik-Power shift-Getriebe
mit
Wandlerüberbrückung. Das soll Wandlungsverluste
reduzieren und einen direkten Kraftschluss für hohe
Traktion auch unter anspruchsvollen Geländebedingungen
ermöglichen.
Zur Kraftübertragung auf den Untergrund kommen
Heavy-Duty-ZF‐Achsen mit Differenzialsperre
zum Einsatz, die das maximale Motordrehmoment
von 690 Nm laut JCB auch unter schwierigen Bodenbedingungen
zuverlässig umsetzen. Der kompakte
knickgelenkte Muldenkipper erreicht eine
Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h für
schnelle und effiziente Lade‐ und Transportzyklen.
Die Maschine ist mit der »Command‐Plus«‐Kabine
der neuesten Generation ausgestattet und serienmäßig
ROPS-/FOPS‐zertifiziert. Die Fahrerposition
ist für eine optimale Rundumsicht zentral angeordnet.
Teil der Serienausstattung sind LED‐Arbeitsbeleuchtung,
Weitwinkelspiegel sowie eine Rückfahrkamera
für ein möglichst hohes Maß an Übersicht.
Das 7-Zoll-Touchscreen-Display in der Kabine
nutzt die neueste »JCBUX«-Bedienoberfläche, wie sie
auch aus den »X-Serie«-Baggern bekannt ist. Zur Serienausstattung
zählt zudem das JCB-Telematik-System
»LiveLink« . Darüber hinaus verfügt der Dumper
über elektronische Start-Checks, die alle betriebsrelevanten
Flüssigkeitsstände und Systemparameter
überprüfen und die Ergebnisse digital in der Kabine
anzeigen. Der Servicezugang erfolgt vollständig
vom Boden aus, wobei abnehmbare Kotflügel einen
schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Filter und
Chairman Anthony Bamford präsentierte persönlich
den »JCB Hydromax« , welcher exakt 20 Jahre nach
dem historischen Erfolg des »JCB Dieselmax« den
bisherigen Geschwindigkeitsrekord von 563,418 km/h
brechen soll – diesmal mit Wasserstoffantrieb.
Motorleistung
Das 11,8-l-Aggregat von Cummins
erreicht im »520X« eine Leistung
von 298 kW bei 1 800 U/min und
ein maximales Drehmoment von
1 969 Nm bereits bei 1 400 U/min.
Der »420X« kommt mit einem
8,9-l-Aggregat auf 240 kW und
ein maximales Drehmoment von
1 526 Nm.
JCB
Im Blickpunkt Juli 2026 23
IM BLICKPUNKT
»DualDrive«
Mit der »DualDrive«-Technologie
kann der Bediener Sitz und
Bedienelemente drehen, sodass
er stets in Fahrtrichtung blickt.
Dies erhöht die Übersicht und
reduziert gefährliche
Fahrmanöver.
Mit dem je nach Ausstattung 52 bis 57 t
schweren »520X« verfügt JCB nun über
seinen bislang größten Kettenbagger.
Wartungspunkte ermöglichen sollen. Das patentierte
Kühlerpaket ist hoch am hinteren Bereich
des Vorderwagens angeordnet, um es wirksam vor
Staub und Schmutz zu schützen. Ein drehzahlgeregelter
Umkehrlüfter bläst automatisch Staub aus
dem Kühlerpaket und passt zugleich die Lüfterdrehzahl
bedarfsgerecht an.
»DualDrive« nun auch bei den 9-t-Raddumpern
JCB bringt die bewährte »DualDrive«-Technologie
nun auch in die 9-t-Raddumper-Klasse – sowohl für
Frontkipper als auch für Schwenkkippmulden-Varianten.
Die neue »DualDrive«-Kabine soll nicht nur
die Sicherheit des Bedieners, sondern die Sicherheit
auf der Baustelle generell erhöhen. Basierend auf der
Technologie des bewährten JCB-»DualDrive«-Baggerladers
kann der Bediener Sitz und Bedienelemente
drehen, sodass er stets in Fahrtrichtung blickt. Dies
erhöht die Übersicht und reduziert gefährliche Fahrmanöver.
Der luftgefederte Sitz ist zentral in der Kabine
positioniert und bietet Sicht in alle Richtungen.
Dabei wurde aufs Detail geachtet: So sind die Heizungs-
und Klimakomponenten unterhalb des Kabinenbodens
integriert, um den Rundumblick nicht
zu beeinträchtigen. Die Sitzeinheit inklusive Lenkrad
und Bedienelemente lässt sich über das »Heal-
Click«-System um 180° drehen – ganz ohne manuelles
Betätigen von Hebeln. Ein Sitzverriegelungssystem
stellt sicher, dass Antrieb und Hydraulik nur dann aktiviert
werden können, wenn der Sitz in einer der beiden
definierten Fahrpositionen sicher eingerastet ist.
Darüber hinaus wurde die Kabine des »JCB 9T
Dual Drive« einem Aufpralltest unterzogen und
hält Kräften stand, wie sie beim Kontakt mit einem
20-t-Bagger auftreten können. Zusätzlich verfügt
die Maschine über »Follow-me-home«-Arbeitsscheinwerfer,
die dem Fahrer ein sicheres Verlassen
der Baustelle ermöglichen. Zur Serienausstattung
gehören zusätzlicher Stauraum, ein 7-Zoll-Touchscreen-Display,
ein Radio sowie eine Wegfahrsperre
mit Tastenfeld. Angetrieben wird der »9T Dual
Drive« von einem 55-kW-JCB-»Diesel-Max«-Motor.
Der neu entwickelte zweistufige hydrostatische Fahrantrieb
treibt für maximale Traktion beide Achsen an.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Ein servo-
unterstütztes Bremssystem reduziert den Kraftaufwand
für den Fahrer. Die größte Entlastung für den
Bediener bietet nach Einschätzung des Herstellers
jedoch die drehbare Sitzeinheit. Sie verringert die
Notwendigkeit, den Oberkörper zu drehen oder im
Rückwärtsgang zu fahren. Das konsequente Fahren
in Blickrichtung bietet optimale Sicht, bessere Kontrolle
und mehr Sicherheit auf der Baustelle.
Verdichtungsprogramm um neue Walzen erweitert
Im Steinbruch hat JCB mit der »VM58D« und der
»VM78D« zwei Walzenzüge vorgestellt, welche die
4- bis 8-t-Klasse abdecken. Sie sind mit Stage-V-Dieselmotoren
ausgestattet, die niedrige Emissionen
und hohe Effizienz bieten sollen. Dazu kommt eine
laut JCB spürbar verbesserte Verdichtungsleistung:
Konkret sorge die Zentrifugalkraft von 81 bis
138 kN für weniger Überfahrten. Darüber hinaus erweitern
neben den größeren Modellen »VM118D«,
»VM128D« und »VM138D« nun die neue »VM58D«
und die »VM78D« das Portfolio. Diese verfügen über
Einsatzgewichte von 5,4 t bzw. 7,1 t. Durch die nahezu
vollständige Gleichteilstrategie im Hinterwagen profitieren
beide von einer hohen Komponentengleichheit
und damit von vereinfachter Wartung und effizienter
Teilelogistik.
Angetrieben werden die kompakten Modelle
von einem JCB-by-Rehlko-Dieselmotor mit 55 kW
Leistung. Das Aggregat erfüllt die Stage-V-Norm, ohne
dass DEF oder ein System zur selektiven katalytischen
Reduktion (SCR) erforderlich sind. Ausgestattet
sind sie mit unabhängigen hydraulischen Radmotoren
ohne Hinterachse. Diese bieten laut JCB
Arbeits- und Fahrtraktionsmodi sowie die Fähigkeit,
Steigungen von bis zu 60 Prozent zu bewältigen. Der
Entfall der Hinterachse ermöglicht zudem eine tiefere
Motorposition, was Schwerpunktlage und Stabilität
im unwegsamen Gelände verbessern soll.
Die »VM58D« verfügt über einen 2,7-t-Vorderwagen
und verdichtet mit einer Frequenz von 31 Hz sowie
einer Amplitude von 1,70 mm, was einer Zentrifugalkraft
von 81 kN entspricht. Die schwerere
»VM78D« verfügt über einen Vorderwagen von 4,05 t
und bietet zwei Verdichtungsfrequenzen von 29 Hz
und 31 Hz. Es stehen zwei Amplituden von 1,8 mm
und 0,8 mm zur Verfügung und der Vibrator entwickelt
Zentrifugalkräfte von 138 kN und 84 kN. Die
Bandagenstärke beträgt bei der »VM58D« 22 mm plus
einen 10-mm-Versteifungsring. Bei der »VM78D«
sind es 25 mm mit ebenfalls 10-mm-Ringverstärkung.
Dies sorgt laut JCB für »eine hohe Vibrationsmasse
und eine hervorragende Haltbarkeit selbst unter anspruchsvollen
Einsatzbedingungen«.
24
Juli 2026
Im Blickpunkt
JCB
Alle fünf Walzenzug-Modelle nutzen das gleiche neu
entwickelte Bedienerstand-Konzept. Die beiden kleineren
Modelle können wahlweise mit einem ROPS/
FOPS-Fahrerschutzdach oder einer klimatisierten
Kabine ausgestattet werden. Das Kabinenpaket umfasst
LED-Arbeitsleuchten vorne und hinten, in die
Dachecken integrierte gelbe Rundumleuchten, rundum
verbaute Flachverglasung für schnellen Scheibentausch,
eine Klima- und Heizungsanlage, ein
Radio sowie einen stoffbezogenen Fahrersitz. Beide
Maschinen können zudem mit »Connected Compaction«
über das JCB-»LiveLink«-Telematiksystem
ausgestattet werden. Darüber hinaus steht das »Intellicompaction«-Messsystem
zur Verfügung. Dieses
liefert Verdichtungsmessungen und kann so die Anzahl
der Überfahrten sowie Überverdichtung auf der
Baustelle reduzieren. Die beiden kompakten Modelle
werden zunächst mit einer Glattmantelbandage angeboten;
eine Stampffußbandage folgt später.
Ergänzend dazu präsentierte JCB zwei weitere
Stage-V-Modelle in der 12- bis 15-t-Klasse: die
»VM128D« mit 12,1 t und die »VM138D« mit 13,2 t. Gemeinsam
mit der 2025 eingeführten »VM118D« bilden
die drei Walzenzüge eine modular aufgebaute
Maschinenplattform. Die »VM118D« wird von einem
«JCB 430«-Dieselmotor mit 55 kW angetrieben und erfüllt
die Emissionsstufe V vollständig ohne DEF- oder
SCR-System. Die größeren Modelle »VM128D« und
»VM138D« setzen auf den »JCB 448«-Dieselmotor mit
97 kW Leistung. Zum Einsatz kommt ein Traktionssystem
mit vier Betriebsmodi – Arbeits-, Fahr-, Steigungs-
und PD-Modus für Stampffußeinsatz mit Steigfähigkeiten
von bis zu 55 Prozent.
Die Vibrationsbandage bietet Frequenzen von
32 Hz und 36 Hz sowie zwei Amplituden von 1,8 mm
und 0,8 mm. Die beiden kleineren Modelle nutzen
ein 256-kN-Vibrationssystem und eine Vorderachslast
von 6,75 t, während die größere »VM138D« mit
292 kN Zentrifugalkraft und 7,8 t Vorderachslast ausgestattet
ist. Mit einer Bandagenstärke von 28 mm
und 10 mm starken Versteifungsringen (»VM118D«
und »VM128D«) sowie einer 32-mm-Bandagenstärke
mit 10-mm-Ringen bei der »VM138D« bieten alle drei
Modelle hohe Vibrationsmassen. Auch hier stehen
optional die »Intellicompaction«Technologie sowie
»Connected Compaction« über den JCB »LiveLink«
zur Verfügung. Ein »LiveLink«-Vertrag für die ersten
fünf Jahre ist bei jeder Maschine bereits enthalten.
Neuer Baggerlader »3CX Sitemaster«
Mit dem neuen »3CX Sitemaster« stellte JCB ein
Modell vor, das Unternehmensgründern einen
wirtschaftlichen Start in die Selbstständigkeit ermöglichen
soll. Gleichzeitig eignet sich das Modell
für Vermieter. Die Maschine mit 55 kW wird
in einer einzigen, fest definierten »HighSpec«-Ausstattung
angeboten. Diese bietet serienmäßig eine
klimatisierte Kabine, eine 6-in-1-Schaufel mit
Gabeln, einen teleskopierbaren Löffel stiel, eine
»Return-to-Dig«-Funktion sowie die hydraulische
Schwingungsdämpfung (SRS). Serienmäßig sind zudem
einfach- und doppeltwirkende Zusatzhydraulikkreise,
um damit Anbaugeräte wie Hydraulikhämmer
oder Schwenklöffel zu betreiben.
Neuheiten aus dem Hydrogen-Portfolio
Das Engagement von JCB für emissionsfreie Hydrogen-Antriebe
reicht bereits mehrere Jahre zurück.
Mehr als 100 Mio. Pfund wurden in die Entwicklung
des JCB-Wasserstoffmotors sowie entsprechender
Technik investiert. Mit der offiziellen Markteinführung
des »3CX Hydrogen« stellte das Unternehmen
nun den ersten serienmäßig produzierten wasserstoffbetriebenen
Baggerlader vor. Der »3CX Hydrogen«
wird von einer 55‐kW‐Version des JCB-Wasserstoffmotors
angetrieben. Die Maschine verfügt über
drei mit Verbundwerkstoff ummantelte Wasserstofftanks
mit einem Druck von 350 bar, die auf dem Kabinendach
montiert sind und ausreichend Speicherkapazität
für einen ganztägigen Einsatz bieten sollen.
Passend dazu hat JCB in Zusammenarbeit mit Hy-
Kit das mobile Betankungssystem »MHR X75« entwickelt,
das eine einfache und schnelle Befüllung
direkt auf der Baustelle ermöglichen soll. Es erfüllt
die Anforderungen der Standards TPED, ADR und UK
CDG und entspricht damit den relevanten Transport-
und Sicherheitsvorgaben. Außerdem vorgestellt wurde
mit dem »G60RS H« ein Stromaggregat mit einem
EU‐Stage‐V‐konformen Wasserstoffmotor und einer
Nennleistung von 58 kVA bei 50/60 Hz.
Abschließend lässt sich festhalten, dass JCB bei
dieser Veranstaltung für die internationale Presse
wirklich auf ganzer Bandbreite aus dem Vollen geschöpft
hat. Gezeigt wurden eine Vielzahl neuer und
modernisierter Maschinen und Technologien sowie
die eine oder andere Überraschung.
s
Der neue »420X« wird
serienmäßig mit dem
»Earthmoving Pro«-
Pack inklusive einer
2,6-m³- HD-Schaufel
angeboten.
Hydrogen-
Entwicklung
Das Engagement von JCB für
emissionsfreie Hydrogen-Antriebe
reicht bereits mehrere
Jahre zurück. So wurden bislang
mehr als 100 Mio. Pfund in die
Entwicklung des JCB-Wasserstoffmotors
sowie entsprechender
Technik investiert. Die ersten
Produkte daraus wurden auf
dieser Veranstaltung präsentiert.
Im Blickpunkt Juli 2026 25
ERDBEWEGUNG
Pro Days 2026: Eine Armada
an Baumaschinen
ROBERT AEBI – Strahlender Sonnenschein und Baumaschinen, so weit das
Auge reichte: Die Pro Days 2026 von Robert Aebi erwiesen sich als wahre
Spielwiese für Maschinisten – und haben aufgezeigt, dass die Branche derzeit
nach klaren Lösungswegen sucht, um noch mehr Produktivität, Zuverlässigkeit
und Leistungskraft auf die Baustelle zu bringen. Als Veranstaltungsort
diente das Ebenhöh-Kieswerk »Lüß« in Neuching, wo das bauMAGAZIN nicht
nur diverse Maschinen selbst testen, sondern auch mit Geschäftsführer
Armin Süß über die aktuelle Entwicklung der Branche sprechen durfte.
VON
DAN WINDHORST &
BENJAMIN CHUCHOLOWSKI
Die erklärte Zielsetzung der Pro Days war es,
neue Lösungen für Anwender greifbar zu machen.
Und genau das ist Robert Aebi im Kieswerk
der Ebenhöh GmbH, nordöstlich von München,
auch tatsächlich gelungen. Insgesamt waren knapp
500 Teilnehmer vor Ort – und gegenüber dem bau-
MAGAZIN stellten diverse Besucher klar, dass eine
schicke Broschüre allein nicht ausreiche, um sich
für die Investition in neue Maschinen zu entschei-
den. »Wir müssen das Ding selbst testen« – und genau
das haben die Teilnehmer auch ausgiebig getan.
Tatsächlich waren so manche Tester teilweise kaum
mehr aus der Maschine zu bekommen. Als Händler
hat Robert Aebi außerdem ein kluges Köpfchen bewiesen
und neben Maschinen seiner bekannten Herstellermarken
Volvo CE und Ammann auch auf Partner
wie Volvo Trucks, SSM, OilQuick, Tuchel und Allu
gesetzt, was die Bandbreite an gezeigten Lösungen
deutlich erweitert hat.
Großes Repertoire an Lösungen
Im Segment der Raupenbagger trafen die Teilnehmer
u.a. auf den Volvo »ECR355«, ein Kraftpaket, das trotz
37 t Einsatzgewicht, knapp 2,5 m 3 Löffelvolumen und
189 kW Leistung über einen kurzen Heckschwenkradius
von 2 040 mm verfügt. Das macht diese Kurz-
Maschine extrem v ielseitig, da sie trotz ihrer Masse
26
Juli 2026
Erdbewegung
VOR ORT
Gerade die Mobilbagger
wurden ausgiebig getestet
– im Mittelpunkt
standen hohe Leistung
und Produktivität
bei Wendigkeit und
Kompaktheit.
und Leistungskraft auch dort zum Einsatz kommt,
wo Platz eher Mangelware darstellt. Hinzu kommen
richtig starke Hub- und Zugkräfte. Im Kieswerk stellte
Robert Aebi außerdem seinen »EC260« für Tests
zur Verfügung: Der bis zu 34 t schwere Raupenbagger
gilt als Allrounder, da er sich sowohl für klassische
Erdarbeiten als auch für Steinbrüche und präzisen
Grabenaushub eignet. Grundsätzlich ist der »260er«,
der im Übrigen auch als Hybridvariante existiert, für
schwere Arbeiten konzipiert. Die Motorleistung liegt
bei 168 kW, das Löffelvolumen bei bis zu 1,76 m 3 , die
Reichweite bei 9 960 mm und die maximale Grabtiefe
bei 6 590 mm. Damit deckt die Maschine eine breite
Palette an Einsatzmöglichkeiten ab. Gelobt haben
die Teilnehmer den »ECR355« sowie den »EC260«
vorrangig für das schnelle und präzise Arbeiten, und
selbiges kann die bauMAGAZIN- Redaktion nur bestätigen:
Der »ECR355« kann gewaltige Kraft mobilisieren
und erweist sich aufgrund der Kurzheckvariante
als flexibel, wendig und unkompliziert. Beim
»EC260«, so die Rückmeldung der Produktspezialisten,
die als Ansprechpartner vor Ort waren, sollen
die neue elektrohydraulische Anlage mit verbessertem
Hauptsteuerventil sowie Assistenzsysteme wie
die Grabhilfe »Dig Assist« punkten. Was beim Maschinenrundgang
auffiel: Volvo setzt hier klar auf hohe
Wartungsfreundlichkeit und starken Bedienkomfort.
Vertreten war im Übrigen auch der »ECR145«
und damit ein rund 16 t schwerer Raupenbagger mit
ebenfalls kurzem Schwenkradius, erhöhter Kraftstoffeffizienz
und verbesserter Hubkapazität. Mit einer
Leistung von 90 kW, einem Löffelvolumen von
bis zu 0,82 m 3 und einem Heckschwenkradius von
lediglich 1 565 mm dürfte diese Maschine wahrlich
viele Einsatzbereiche abdecken. Im Test fiel auf, dass
die Maschine von zahlreichen Volvo-Weiterentwicklungen
profitiert. Das wird insbesondere in der Fahrerkabine
sichtbar: Hier trifft der Bediener auf das
»Co-Pilot«-Display, das in Kombination mit Kamerasystemen
sowie 360°-»Smart View« gute Übersicht
verschafft, hohe Sicherheitsstandards setzt und letztlich
gut mit der verbauten Lenkhebelsteuerung harmoniert.
Das Bedienen fühlt sich leichtgängig und
präzise an – die Maschine reagiert auffallend schnell
und profitiert mitunter von smarten Unterstützungssystemen,
die insgesamt sehr ausgereift wirken.
»Besonders geschätzt
wurde die Möglichkeit,
unsere Maschinen unter
realistischen Bedingungen
selbst zu testen.
Genau dieser praxisnahe
Ansatz macht für viele
den Unterschied bei
einer Investitionsentscheidung.«
Armin Süß,
Geschäftsführer der Robert Aebi GmbH
Schnell, mobil und präzise
Viel Aufmerksamkeit erhielten darüber hinaus die
Mobilbagger. Und wie dem bauMAGAZIN auffiel,
weckte vor allem der »EWR170« großes Interesse –
denn aus dem waren die Tester vor Ort teilweise gar
nicht mehr herauszubekommen. Der 17-Tonner verfügt
über einen Heckschwenkradius von 1 790 mm,
einen um mehr als 0,5 m reduzierten Frontschwenkradius
sowie laut Volvo über eine deutlich gesteigerte
Hubkapazität. Klar ist, dass diese Arbeitsmaschine
vorrangig in urbaner und beengter Baustellenumgebung
zum Einsatz kommt. Dafür sprechen
die extrem hohe Manövrierfähigkeit, die Leistungskraft
und die hohe Flexibilität. Fragt man die
Tonnenschwer und extrem leistungsstark: Die aktuellen Radladermodelle
von Volvo wurden auf Herz und Nieren von den Fachbesuchern geprüft.
Erdbewegung Juli 2026 27
dass der Bedienkomfort wirklich hoch ist. Das interaktive
Display, ein dynamisches Kombiinstrument
und anpassbare Bedienereinstellungen sorgen für
Übersicht und einfache Handhabung. Aufgrund verbauter
Systeme wie smarter Kollisionsvermeidung
und 360°-Smartview können große Radlader wie der
»L180« hohe Sicherheitsstandards gewährleisten.
Im Repertoire von
Robert Aebi finden
sich auch zahlreiche
Ammann-Lösungen,
darunter die neuesten
Walzenlösungen.
Live-Demo
Die Pro Days leben vor allem
von der praxisnahen Erprobung:
Die Teilnehmer dürfen die Baumaschinen
direkt vor Ort testen.
Volvo- Experten direkt, sprechen die beim »170er«
vom »besten 17-t-Mobilbagger am Markt«. Letztlich,
und das ist das Urteil jener, die diese Maschine direkt
vor Ort getestet haben, lässt sich nicht verkennen,
dass der »EWR170« schlichtweg »zu Ende gedacht«
wurde. Tatsächlich wirkt der Mobilbagger
mit Blick auf Effizienz und Leistungsmöglichkeiten
extrem gut abgestimmt: Eine intelligente Hydraulik,
die automatische Leerlauf automatik, das elektrohydraulische
Lastmesssystem und der Zugriff auf
zahlreiche Assistenzsysteme bereiten wirklich gute
Laune. Die Kabine wurde neu gestaltet, und das ist
sowohl spür- als auch sichtbar. Der Bediener hat seinen
Arbeitsbereich gut im Blick, der Geräuschpegel
ist niedrig und die Bedienelemente sorgen für bequemes
Arbeiten. Quasi gleich nebenan durften die
Event-Besucher außerdem den »EWR150« und damit
einen kompakten Mobilbagger testen, der starke
Leistungsdaten mit sich bringt. Was sich beide Maschinen
teilen, ist das große Einsatzspektrum: Aufgrund
der Manövrierfähigkeit, des kurzen Schwenkradius
und präziser Steuerung eignen sie sich ideal
für Arbeiten im städtischen und extrem beengten
Bereich. Der »EWR150« kommt auf 15 t Einsatzgewicht,
115 kW Motorleistung und lässt sich individuell
den Anforderungen vor Ort anpassen.
Schweres Gerät auf Rädern
Ein Highlight stellte im Übrigen der große Radlader
»L180« dar. Mit einem Einsatzgewicht von 27 bis
28,4 t, einer statischen Kipplast von 18,9 t sowie einem
Löffelinhalt von bis zu 16 m 3 hat das schwere
Gerät richtig Eindruck hinterlassen. Im Mittelpunkt
stehen laut Robert Aebi sowohl Effizienz als auch
Rentabilität des laufenden Betriebs. Der »L180« soll
mit kürzeren Zykluszeiten, optimierten Anbaugeräten
und intelligenter Ladeassistenz punkten. Insgesamt
wirkt der Radlader extrem robust, kraftvoll
und zuverlässig. Ausgestattet mit »Load Assist«,
On-Board-Wiegesystem und Lastenschlagzettel dürfte
diese Maschine hohe Produktivität mit sich bringen
– nach mehreren Ladespielen hat sich gezeigt,
Knickgelenkte Arbeitstiere
Um Arbeitsprozesse im vollen Umfang abzubilden,
hat sich Robert Aebi dazu entschlossen, anlässlich
der Pro Days auch einige Dumper aufzufahren – darunter
den »A25« von Volvo. Diese knickgelenkte Maschine
ist dem bauMAGAZIN bereits mehrfach begegnet,
und auch diesmal ließ es sich die Redaktion
nicht nehmen, »hinter die Kulissen« des Dumpers
zu blicken. Denn: Der »A25« ist ein wirklich
bemerkenswertes Kraftpaket. Mit seiner Ladekapazität
von 25 t, einer Motorleistung von 235 kW und einem
Muldenvolumen von bis zu 15,3 m 3 liefert er bemerkenswerte
Geländegängigkeit. Der verbaute Antriebsstrang,
die intuitive Bedienung und die robuste
Bauweise haben sich bei diesem Modell wirklich
bewährt. Tatsache ist, dass Volvo in diesem Segment
über noch größere Modelle wie den »A45« mit 42 t
oder den »A60« mit 55 t Ladekapazität verfügt, aber
eines teilen sich alle Knickdumper: Sie sind extrem
robust, verfügen über satte Leistung und gelten innerhalb
der Branche als zuverlässig.
Maschinen für den Straßenbau
Mit von der Partie waren überdies Maschinen von
Ammann – darunter die Tandem-Vibrationswalze
»ARP75«, die speziell für mittlere und große Verdichtungsprojekte
im Verkehrswegebau entwickelt
wurden. Mit einer Bandagenbreite von 1 500 mm, einer
Motorleistung von 55,4 kW und einem Betriebsgewicht
von 7,3 t ist die »75er« für viele Einsatzbereiche
geeignet. Hervorzuheben ist hier in erster Linie
die variable Verdichtungsleistung: Ein zweistufiges
Erregersystem erlaubt die Anpassung an konkrete
Baustellen. Gleichzeitig, so Robert Aebi, soll die Ammann-Walze
über ein fortschrittliches Antriebssystem
verfügen, das ruckartiges Anfahren sowie Anhalten
während des Einsatzes verhindert. Was dem
bauMAGAZIN auffiel: Die Kabine erweist sich als geräumig
und erstaunlich leise – gleichzeitig steht dem
Maschinisten eine 360°-Übersicht zur Verfügung. Vor
Ort war Ammann allerdings auch mit seinem »ABG
7820«, einem leistungsstarken Kettenfertiger, der mit
einer Grundbreite von 2,5 m, einer maximalen Einbaubreite
von 11 m sowie einer Einbauleistung von
900 t/h auftrumpft. Der Kettenfertiger besitzt eine
elektronische Antriebssteuerung, eine Lebensdauerschmierung
der Laufrollen sowie geschmiedete wie
gehärtete Verbindungsstücke der Raupenketten. Mit
dem »ARS 170« zeigte Ammann last but not least einen
knapp 16 t schweren Walzenzug: Aufgrund der
verschiedenen Bandagen-Möglichkeiten und einer
einfachen Bedienung gilt die Maschine als vielseitig
28
Juli 2026
Erdbewegung
einsetzbar. Die Bandagenbreite liegt bei diesem Modell
bei 2 130 mm, während die Steigfähigkeit (mit Vibration)
rund 50 Prozent beträgt.
Ein Stand der Dinge
Im Nachgang der Pro Days hat die Redaktion mit
Geschäftsführer Armin Süß über das Event gesprochen
und erfahren, dass die Rückmeldungen
durchweg positiv waren: »Besonders geschätzt wurde
die Möglichkeit, unsere Maschinen unter realistischen
Bedingungen selbst zu testen und sich dabei
direkt mit unseren Spezialisten auszutauschen.
Genau dieser praxisnahe Ansatz macht für viele
den Unterschied bei einer Investitionsentscheidung.«
Und genau das bestätigten auch zahlreiche
Teilnehmer vor Ort. Im Kern, so die Tester, gehe
es Unternehmern und Maschinisten darum, niemals
die »Katze im Sack« zu kaufen. Sei es ein neuer
Raupenbagger, ein knickgelenkter Dumper oder
ein Radlader, die Besucher haben die Möglichkeit
genutzt, die Maschinen unter realistischen Einsatzbedingungen
zu testen und lobten, dass gleichzeitig
die Möglichkeit bestand, mit Produktspezialisten
vor Ort zu sprechen. »Auch die Vertreter unserer
Herstellermarken Volvo CE und Ammann sowie
die unserer Veranstaltungspartner Volvo Trucks,
SSM, OilQuick, Tuchel, Allu, Hopf und VTN zeigten
sich vom Format, der hohen Besucherqualität
und der intensiven Nutzung begeistert«, wie Armin
Süß anfügte. Zur aktuellen Situation der Bau- und
Baumaschinenbranche stellte der Geschäftsführer
klar: »Der Markt zeigt sich derzeit sehr heterogen.
Während einige Unternehmen angesichts geopolitischer
Unsicherheiten und Kostensteigerungen investitionszurückhaltend
agieren, berichten andere
von gut gefüllten Auftragsbüchern und zusätzlichem
Ausrüstungsbedarf. Die angekündigten staatlichen
Investitionen sind bislang zwar nur teilweise
im Markt angekommen, der Nachholbedarf, insbesondere
bei Infrastruktur und Sanierung, ist
jedoch unbestritten hoch. Vor diesem Hintergrund
erwarten wir für 2026 eine Stabilisierung
des Markts mit einem leichten Aufwärtstrend,
insbesondere in der zweiten
Jahreshälfte. Entscheidend wird sein, wann
und in welchem Volumen die beschlossenen
Infrastrukturmittel tatsächlich wirksam
werden.« Für Robert Aebi selbst, so
Armin Süß weiter, stünden außerdem
zwei zentrale Themen für die Zukunft
der Baubranche im Mittelpunkt: die zunehmende
Digitalisierung und die Elektrifizierung
von Baumaschinen. »Maschinen
sind heute nicht mehr isolierte Arbeitsgeräte,
sondern Teil vernetzter Systeme:
vom Flottenmanagement über vorausschauende
Wartung bis hin zur Optimierung kompletter Baustellenprozesse.«
Weitere Präsenz möchte Robert
Mit dem knickgelenkten Muldenkipper »A25« von Volvo
sollen Zuverlässigkeit und hohe Produktivität aufeinandertreffen.
Aebi in den kommenden Monaten auf der SteinExpo
sowie auf der GaLaBau zeigen. Geplant ist ein gemeinsamer
Auftritt mit Swecon in Nürnberg, um
die aktuelle Volvo-Maschinenpalette für den Garten-
und Landschaftsbau aufzuzeigen. Während die
Robert Aebi GmbH als Vertragspartner von Volvo
Construction Equipment den süddeutschen Raum
mit sieben Regionalzentren in Baden-Württemberg
und Bayern abdeckt, ist die Swecon Baumaschinen
GmbH mit 19 Standorten von der Mitte Deutschlands
bis in den Norden vertreten. Wichtig in diesem
Zusammenhang zu erwähnen ist, dass Swecon
seit Februar zu Volvo Construction Equipment
gehört. »Die Zusammenarbeit mit Robert Aebi hat
sich als stark erwiesen – gemeinsam bringen wir
unsere Erfahrungen ein und freuen uns auf den
Dialog mit den Messebesuchern. Unser Ziel ist es,
nah am Kunden zu bleiben. Wir bieten passgenaue
Lösungen, von der Maschine bis zu digitalen Services«,
so Swecon-Geschäftsführer Falk Bösche.d
Groß, schwer und trotzdem
erstaunlich präzise und
feinfühlig – die aktuellen
Raupenbagger von Volvo
zählten zu den Highlights
der Pro Days.
1 790
Millimeter
Der Mobilbagger »EWR170«
verfügt über einen Heckschwenkradius
von 1 790 mm und einen
um mehr als 0,5 m reduzierten
Frontschwenkradius.
DAN WINDHORST (6)
Erdbewegung Juli 2026 29
Hydrema-Demo-Tage:
Die Messlatte höher legen
30 Jahre in Weimar:
Neben Werksführungen
während der laufenden
Produktion fuhr das
Unternehmen die
ganze Bandbreite
seiner Lösungen an
Mobil- und Raupenbaggern,
Radladern und
Baggerladern auf.
HYDREMA (3)
HYDREMA – Die diesjährigen Demo-Tage von Hydrema am 8. und 9. Mai standen
ganz unter dem Motto des 30-jährigen Jubiläums am Standort Weimar. An Highlights
für die Besucher wurde nicht gegeizt: Neben Werksführungen während der laufenden
Produktion fuhr das Unternehmen die ganze Bandbreite seiner Lösungen an
Mobil- und Raupenbaggern, Radladern und Baggerladern auf. Im Mittelpunkt stand die
Europapremiere des neuen knickgelenkten Muldenkippers »DT22« mit 20 t Nutzlast.
Außerdem zeigte Hydrema seinen Zweiwege-Bagger auf Basis der »MX G«-Serie auf
dem Werksgleis im praxisnahen Einsatz. Die Redaktion des bauMAGAZINs war mit
dabei und konnte zudem noch einen Blick auf ein in Deutschland nicht verfügbares
Modell werfen: einen Zweiwege-Dumper.
VON
THOMAS SEIBOLD &
BENJAMIN CHUCHOLOWSKI
Das Wetter meinte es am Vortag der Veranstaltung
nicht gut mit Weimar, denn laut Vertriebsleiter
Martin Werthenbach »schüttete es in der Aufbauphase
wie aus Eimern, was das Demo-Gelände
komplett unter Wasser setzte«. Am ersten Tag des
Events waren die Folgen noch deutlich zu sehen –
aber selbst daraus ließ sich ein positiver Aspekt ableiten,
so Werthenbach: »Der Matsch auf dem Demo-Gelände
konnte allerdings nicht besser angelegt
sein, um zu zeigen, was der Star des Tages, der neue
›DT22‹, aber auch alle seine kleinen Brüder können.
Die Demo-Strecke mit entsprechenden Tiefen und
Schrägen, sowie der Hügel mit der anschließenden
Senke wurde von allen Dumpern ohne Probleme
durchfahren. Selbst der Elektro-Dumper ›DT6‹
machte da keine Ausnahme und fuhr tapfer alle Strecken
mit.« Für die Leistung der Maschinen sprach
laut Martin Werthenbach zudem, dass wirklich jeder
Besucher die Maschine seiner Wahl auf dem Gelände
testen durfte und selbst von den zum großen Teil
ungeübten Fahrern keiner im Matsch stecken blieb.
Große Auswahl an Maschinen- und Anbaugeräten
Aufgeboten hatte Hydrema zahlreiche Modelle, wie
die City-Bagger »MX14G«, »MX16G«, »MX18G« und
»MX20G«, die konventionell angetriebenen Muldenkipper
»707G«, »912G«, »922G« und »DT22« sowie
das rein elektrische Modell »DT6«. Ebenfalls mit dabei
war ein Baggerlader »906G«. Für den praxisnahen
Bezug sorgten diverse Anbaugeräte wie Sieblöffel,
Brecher, Hydraulikmagnet, Tiltrotatoren und Verdichterplatten
und mehr. So waren u.a. Rock.Zone
mit einem »Rockcrusher« und Tibatek mit seinem
»Rohrmaster« zur Verlegung von Rohren und seiner
Betonmischschaufel für die mobile Herstellung
30
Juli 2026
Erdbewegung
Ein weiteres besonderes Erlebnis waren für
die Besucher die Werksrundgänge, die am
Freitagvormittag während der laufenden
Produktion durchgeführt wurden.
VOR ORT
Ein seltener Anblick: der »912GS« in der »Rail«-Version.
THOMAS SEIBOLD
von Beton vertreten (das bauMAGAZIN berichtete
in Ausgabe 06/2026 auf Seite 58). Tuchel Maschinenbau
steuerte Kehrmaschinen und Schneeräumschilde
bei und OilQuick war mit einem großen Querschnitt
aus seinem Portfolio auf dem Demogelände
präsent. Nicht zuletzt gab es von der BSB-Saugbagger
und Zweiwegetechnik Stefan Mattes GmbH
& Co. KG das Saugbagger-Anbaugerät »tinbin TC2
Evo« zu sehen.
Als besonderes Highlight zeigte Hydrema die
Leistungsfähigkeit des »MX20G«. Mit musikalischer
Untermalung präsentierte sich der nach Unternehmensangaben
»kompakteste 20-t-Mobilbagger am
Markt«, laut Martin Werthenbach ein »perfekter
Verwandlungskünstler«: »Seit über 13 Jahren ist der
›MX‹ im Visier auch vieler Marktbegleiter, die sich alle
mal hier, mal dort versucht haben, etwas vom Konzept
der Maschine abzuschauen. In der Gesamtheit
seiner Werte ist es bis heute aber niemandem gelungen.
Die hohen Leistungswerte, vor allem die Mehrpumpenhydraulik,
bleiben genauso unerreicht wie
die große Kabine der Maschine. Der ›MX20G‹ ist der
mit Abstand kompakteste 20-Tonner am Markt der
Mobilbagger, und wenn er in der Show zum Höhepunkt
das schwere Gewicht, samt angebautem Grabenräumlöffel,
in die Luft hebt und dann fast 10 t in
die Höhe streckt, sind vor allem die Fachleute unter
den Zuschauern überrascht und verblüfft zugleich.«
Werksrundgang durch die laufende Produktion
Ein weiteres besonderes Erlebnis waren für die Besucher
die Werksrundgänge, die am Freitagvormittag
während der laufenden Produktion durchgeführt
wurden. Bemerkenswert ist die hohe Fertigungstiefe
in der auf vier Takte ausgelegten Fertigung. So werden
die Kabinen der knickgelenkten Dumper und
der im dänischen Hydrema-Stammwerk Støvring
produzierten Baggerlader komplett in Eigenregie
hergestellt. Darüber hinaus stammen sämtliche weitere
Komponenten, wie beispielsweise die Kabelbäume,
aus europäischer Produktion. Pro Woche laufen
durchschnittlich ein bis eineinhalb Modelle des
neuen »DT22« und fünf bis sechs der weiteren Dumper-Modelle
einschließlich der elektrischen Variante
in unterschiedlichen Ausfertigungen vom Band. Gemäß
dem Motto »Brennen war gestern, heute wird
Fertigung
Die Kabinen der knickgelenkten
Dumper und der im dänischen
Hydrema-Stammwerk
Støvring produzierten Baggerlader
werden komplett in
Eigenregie hergestellt.
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Erdbewegung Juli 2026 31
Im Rahmen einer
Musterbaustelle konnte der
»MX-Rail« sein Können unter
Beweis stellen.
»MX-Rail«
Wie angekündigt, durfte das
Fachpublikum den neuen
Zweiwegebagger »MX-Rail«
ausgiebig testen.
nur noch geschnitten« gab es moderne Lasertische,
hochmoderne Bohrwerke, ein mannloses Bohrzentrum
sowie eine durch eine Lackierstraße von der
Stahlbearbeitung getrennte Montagehalle zu sehen.
Bauma-Versprechen eingelöst: »MX-Rail« testbar
Mit dem Auftritt des »MX-Rail« auf den Demo-Tagen
hat Hydrema zudem ein Versprechen eingelöst,
das vielen Fahrern auf der Bauma gegeben worden
war. Hierzu erläutert Werthenbach: »Wir hatten
auf der Bauma sehr viele Kunden aus Deutschland,
die uns darum gebeten haben, den ›MX-Rail‹,
der in Skandinavien Marktführer auf den Gleisen
ist, einmal fahren zu dürfen. Da wir uns auch fest
vorgenommen haben, den Bagger mit einer Bahnlizenz
für Deutschland weiterzuentwickeln, lag es
nahe, die Gelegenheit zu nutzen, bei dieser Veranstaltung
die Maschine für Fahrten auf dem eigenen
Werksgleis zur Verfügung zu stellen. Und tatsächlich
kamen sehr viele kompetente Gleisbaufirmen
und Baggerfahrer, die diese Chance nicht
verpassen wollten. Nun war es
aufgrund des bereits erzielten
Erfolges in Skandinavien
nicht verwunder-
lich, dass viele Fahrer schnell die Vorzüge der Maschine
erkennen würden, aber die überwältigende
Zustimmung für die Maschine begeisterte ebenfalls
die nach Deutschland angereisten Konstrukteure
aus Dänemark.«
Der selbstständige Zweiwegebagger-Fahrer
Jan-Henrik Weigel ist seit mehreren Jahren mit
der Firma Weigel Railservice deutschlandweit unterwegs
und blickt auf über 17 Jahre Erfahrung im
Zweiwegebagger-Einsatz zurück. Er bekam anlässlich
der Veranstaltung die Gelegenheit, als Vorführer
und Sprecher den anreisenden Fahrern die Maschine
zu erklären. »Ich habe sehr viele Vorzüge der
Maschine erkannt und musste mich in sehr kurzer
Zeit auch mit ein paar Besonderheiten an der Maschine
auseinandersetzen, die wir in Deutschland
so nicht kennen. Ich konnte in der sehr kurzen Einführungsphase
mit den dänischen Konstrukteuren
die Punkte herausarbeiten, die man ändern sollte,
um im deutschen Markt dem Großteil der Fahrer
die gewohnte Arbeitsweise mit der Maschine
zu bieten, denn nicht alle Fahrer werden sich umgewöhnen
wollen.«
In einem zweiten Teil der »Rail«-Demo wurde
mit dem Bagger und entsprechendem Werkzeug
von OilQuick in einer Musterbaustelle das überalterte
Gleis ausgebessert. Hierfür war ein Bautrupp
der Firma Gleisbau Bautzen GmbH angereist, um
mit seinem mitgebrachten Werkzeug den Arbeitsprozess
mit dem Bagger zu demonstrieren. Baggerfahrer
Sandro Seifert hatte mit der angesprochenen
Umgewöhnung überhaupt kein Problem und konnte
mit seinen Kollegen den Prozess vorbildlich und
sehr souverän darstellen.
Vertriebsleiter Martin Werthenbach zieht nicht
nur deswegen ein durchgängig positives Fazit zur
diesjährigen Veranstaltung: »Aber eines ist ganz sicher;
an diese Demo-Tage werden wir uns noch lange
gerne erinnern.«
s
THOMAS SEIBOLD
THOMAS SEIBOLD
Hydrema stellte die Leistungsfähigkeit des »MX20G« eindrucksvoll unter Beweis:
Der Bagger hebt mit dem schweren Gewicht und angebautem Grabenräumlöffel fast 10 t hoch.
Jeder Besucher durfte die Maschine seiner Wahl inklusive
passenden Anbaugeräts auf dem Gelände testen.
32
Juli 2026
Erdbewegung
PRAXISNAH.
LEISTUNGSSTARK.
Präzise, flexibel und
schnell: Der Einsatz
von Rotatorlöffeln
spart viel Aufwand
und Zeit.
Den Baggeralltag
durch Rotatorlöffel
verändern
DMS
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DMS – Es ist dieser eine
Moment auf der Baustelle, den
jeder Maschinenführer kennt:
Der Graben verläuft nicht
gerade, der Hang fällt anders
ab als geplant, und eigentlich
müsste man jetzt aussteigen,
den Löffel umbauen oder eine
zweite Maschine ranholen.
Genau dieser Moment ist es,
den ein Rotatorlöffel laut DMS
überflüssig macht.
Statt die Maschine zu bewegen,
dreht sich der Löffel.
360°, stufenlos, direkt aus dem
Fahrerhaus gesteuert. Was früher
Rangieren, Umpositionieren
und kostbare Minuten bedeutete,
passiert mittlerweile
in einer einzigen fließenden
Bewegung. Der Unterschied
klingt klein, ist es laut DMS aber
nicht: Auf einer durchschnittlichen
Baustelle summieren sich
diese eingesparten Minuten zu
Stunden, die Stunden zu Tagen.
Sein volles Potenzial entfaltet
der Rotatorlöffel allerdings erst
im Zusammenspiel mit einem
die Drehbewegung übernimmt,
sorgt der Powertilt für das seitliche
Schwenken des Löffels – und
gemeinsam ergeben beide Komponenten
eine Bewegungsfreiheit,
die mit einem klassischen
Löffel schlicht nicht möglich ist,
wie DMS anmerkt. Hangabflachungen,
Anschlussgräben oder
unregelmäßige Geländekanten
lassen sich so in einem Arbeitsgang
erledigen, ganz ohne Nachgraben
oder Umsetzen der Maschine.
Was bei einer Standardausrüstung
mehrere Anfahrten
erfordern würde, schafft die
Kombination aus Rotator und
Tilt in einem durchgehenden
Bewegungsablauf. Genau hier
zeigt sich der eigentliche Effizienzgewinn:
nicht nur in der
einzelnen Bewegung, sondern
im gesamten Arbeitsfluss. Bei
der Firma Seitz Erd- und Pflasterbau
aus Ramsberg ist dieser
Arbeitsfluss längst Alltag. Der
hier eingesetzte Bagger wurde
mit dem Rotatorlöffel von DMS
ausgerüstet, bezogen über den
Partner Gebr. Mayer Bautechnik
2.–5.
September 2026
Homberg/Nieder-Ofleiden
Tel. + 49 7229 606-29 | info@geoplangmbh.de
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Erdbewegung Juli 2026 33
Autonomer »DX225LC«
überzeugt im Praxiseinsatz
Der autonom
arbeitende Develon-
»Real-X«-Kettenbagger
»DX225LC« beim
Praxiseinsatz im
ehemaligen Steinbruch
der Kibag im schweizerischen
Tuggen.
trischem Antrieb investiert und generell mit verschiedenen
Baumaschinenherstellern zusammengearbeitet
– mit Develon bislang nicht. Dass sich
dies nun ändert, liege daran, dass Develon im Bereich
autonomer Maschinen weiter ist als andere
Hersteller, so Kordeuter.
Bereits 2019 hat Develon »Concept-X« vorgestellt.
Damit wurde die unbemannte Baustelle aufgezeigt,
auf der Sicherheit und Effizienz durch den
Einsatz von 5G-Netzwerken, Drohnenvermessung
und autonomer Maschinensteuerung gesteigert
werden. Das Ziel bestand darin, volle Autonomie
bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Auf der Bauma 2025
ging Develon mit der Vorstellung von »Real X2« den
nächsten Schritt und präsentierte den neuen intelligenten
Raupenbagger, der in der Lage ist, autonom
Grabenaushub, Erdarbeiten und Beladen von
Lkw auszuführen.
DEVELON
DEVELON – Ende April wurde in Tuggen im Kanton Schwyz Geschichte
geschrieben. Die Kibag, eines der großen Unternehmen der Schweiz im
Bereich Baustoffe und Bauwesen, hat den autonomen Develon- »Real-
X«-Kettenbagger, eine gemeinsame Entwicklung mit Gravis Robotics, als
erstes europäisches Unternehmen für den Praxiseinsatz übernommen.
@c@c3030 %
Die Maschine verspricht eine um
30 Prozent verbesserte Leistung
bei Grabenaushub, Erdarbeiten
bauMagazin und Beladen von Lkw.
42,5 x 48 mm
11.07.2026
HD
HEAVY DUTY
HD700 MIT FRONTALPRESSE
Hier sitzt weder ein Fahrer in der Kabine, noch
wird die Maschine durch eine Fernbedienung
gesteuert. Urs Helbling, CEO der AG für Baumaschinen
Schmerikon (AGfBS), des Develon-Händlers
in der Schweiz, verdeutlicht, dass diesem Moment
zweijährige Vorarbeiten vorausgegangen sind.
Die Hauptdarsteller dabei sind das KI-gestützte System
»Real-X« und ein Unternehmen, das offen ist
für den Einsatz neuer Technologien. »Heute ist ein
besonderer Tag für uns alle. Dies ist keine gewöhnliche
Maschinenübergabe, sondern ein Schritt in
die Zukunft des Bauens«, so Christoph Duijts, CEO
der Kibag.
Offen für neue Technologie
Das 1926 gegründete Familienunternehmen ist
hauptsächlich in den drei Geschäftsfeldern Baustoffe,
Bauleistungen sowie Umwelt und Entsorgung
aktiv. Kibag-CPO Urs Kordeuter erläutert,
dass der Fuhrpark des Unternehmens 2 000 Baumaschinen
jeder Größe umfasst. Damit man stets auf
dem neuesten Stand der Technik ist, werden jährlich
200 davon ersetzt. Im Sinne der Nachhaltigkeit
wird derzeit insbesondere in Maschinen mit elek-
Sehr gutes Arbeitsergebnis
Eingesetzt wird die Maschine auf dem Gelände eines
ehemaligen Kibag-Steinbruchs, der nun renaturiert
wird. Während der Betrieb von autonomen
Baumaschinen im öffentlichen Raum noch nicht
klar geregelt ist, kann die Maschine auf dem Privatgelände
der Kibag unter Aufsicht einer technischen
Person autonom betrieben werden. Bauleiter
Gabriel Hasler hat dem »DX225LC« den Auftrag erteilt,
einen 300 m langen, 6 m breiten und 3 m tiefen
Graben zu ziehen. Dieser soll mit vorwiegend felsigem
Material gefüllt werden, um ein Abrutschen
des Bergfußes zu verhindern. »Die Maschine erledigt
ihren Auftrag außerordentlich gut«, so Hasler.
»2024 wurde die Idee für dieses Projekt anhand
eines Prototyps von Develon geboren«, erinnert
sich Urs Helbling, CEO der AGfBS. »Auf der
Bauma 2025 wurden dann die entsprechenden Kontakte
geknüpft und im Sommer 2025 hat die Kibag
entschieden, den ›DX225LC‹ in dieser Konfiguration
nutzen zu wollen«, führt er weiter aus. Gerade
der Mangel an Facharbeitern mache eine Maschine,
die eine um 30 Prozent verbesserte Leistung bei
Grabenaushub, Erdarbeiten und Beladen von Lkw
und eine Rentabilität von 100 Prozent oder mehr
verspricht, zum »attraktiven Invest«.
»Wir werden Sicherheit und Effizienz auf Baustellen
mit unseren Innovationen immer weiter
steigern«, so Gilles Bendaoud, Vice President
Sales and Marketing Europe bei Develon. Martin Gering,
Key Account Manager GSA & EE bei Develon,
ergänzt: »Auch wenn es noch einige rechtliche Hürden
gibt, die überwunden werden müssen, sind wir
der Vision der autonomen Baustelle heute wieder einen
bedeutenden Schritt nähergekommen.«
j
34
Juli 2026
Erdbewegung
ALLESFÜRDIE
ERDBEWEGUNG
TIEFLÖFFEL
Ausgestattet war die
Testmaschine mit einem
vollhydraulischen »OQ
70/55«-Schnellwechsler
von Oilquick.
CATERPILLAR (3)
Auf Herz und Nieren
geprüft: »Cat 319«
überzeugt im Praxistest
GRABENRÄUMLÖFFEL
ZEPPELIN – CATERPILLAR – Kunden
der Zeppelin-Niederlassung Koblenz hatten
die Gelegenheit, den Kurzheckbagger
»319« live in Aktion zu erleben. »Auf diese
Maschine haben wir gewartet«, bringt
Michael Gasteier von der Trapo GmbH die
Stimmung der Testfahrer auf den Punkt.
Ihre Einschätzung lautete: »Der hat noch
gefehlt und schließt endlich die Lücke
zwischen den Cat-Modellen ›315‹ und
›325‹.« Punkten kann der »Cat 319« als
kompakte, leistungsfähige Maschine. Mit
einem Kontergewicht von 4,65 t bietet
sie Stabilität und Sicherheit. Obendrein
lässt sie sich dank der Breite von 2,80 m
bei 600 mm breiten Bodenplatten einfach
und ohne zusätzliche Genehmigung
von Einsatzort zu Einsatzort auf einem
Tieflader transportieren.
Unternehmer sind gemeinsam mit ihren
Maschinisten der Einladung in die
Kiesgrube Kaspar Leimig & Sohn in St. Sebastian
gefolgt. Nach einer kurzen Einweisung
und mit Unterstützung von Sascha
Heinz von der Zeppelin Produkt- und Einsatztechnik
konnte die Maschine vor Ort
bewegt und unter realen Bedingungen umfassend
getestet werden. »Die steht wie angenagelt«,
urteilt Björn Schürmann von der
Bauunternehmung Martin Meurer. Darüber
hinaus gilt für ihn: »Da die Baustellen
immer kleiner werden, gehört dem Kurzheck
die Zukunft. Wenn man klein kann,
bekommt man den Auftrag.«
Der Cat-Kurzheckbagger eignet sich für
eine Vielzahl von Anbaugeräten. Ausgestattet
war die Testmaschine mit einem vollhydraulischen
»OQ 70/55«-Schnellwechsler
von OilQuick, mit dem sich das gewünschte
Anbauwerkzeug wie Hydraulikhammer,
Felsfräse, Anbauverdichter oder Trapezlöffel
schnell und unkompliziert anbringen
lässt. Angeboten wird der Bagger mit unterschiedlichen
Stiellängen – mit 2,25 m und
2,60 m mit Verstellausleger, mit einer Stiellänge
von 3,10 m ist er dagegen mit Monoausleger
zu haben.
Für beengte Platzverhältnisse
Mit einem ausrüstungsabhängigen Einsatzgewicht
zwischen 19,7 und 22,1 t, einem
Schwenkradius von 1 750 mm und einem
Motor mit 98,9 kW (136 PS) bringt der
Bagger zudem ordentlich Leistung mit. Der
Kurzheckbagger wurde speziell für den Einsatz
in beengten Arbeitsbereichen wie innerstädtische
Baustellen, den Wegebau im
Wald, Kanal- und Grubenbau sowie Einfamilienhaus-
und Tiefbauprojekte entwickelt.
Der Testbagger hatte 600 mm breite Bodenplatten,
ist aber auch mit 700 und 900 mm
breiten Bodenplatten zu haben. Denkt man
bei Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen
zunächst an Einsätze in der Innenstadt
oder geschlossenen Räumen, gelten
4IN1SCHAUFEL
SCHWENKBARER
TIEFLÖFFEL
RADLADERSCHAUFEL
AUSEINERHAND
QualitätausStahl
Erdbewegung Juli 2026 35
Arbeit erheblich und sorgen für präzise Arbeitsergebnisse
und ein deutliches Plus an
Effizienz. »Die vollintegrierte 2D-Steuerung
ist für uns ein sehr gutes Feature, da wir im
Wald geländeangepasst arbeiten und dann
eben nicht einmessen müssen. Zudem sind
die bei nachträglich verbauten Steuerungssystemen
üblichen Töpfe auf den Baumaschinen
im Wald bei den vielen Bäumen und
Ästen sehr hinderlich, je nachdem, wo man
im Wald arbeitet, hat man auch gar keinen
Empfang«, so Peter Junker. Grundsätzlich
kann der »Cat 319« ab Werk auch um eine
vollintegrierte 3D-Lösung erweitert werden.
Gute Noten gab es von den
Testfahrern auch für die ergonomisch
gestaltete Kabine
mit intuitiver Bedienlogik.
19 bis 22
Tonnen
Je nach Ausstattung hat der
»Cat 319« ein Einsatzgewicht
zwischen 19 und 22 t.
ähnliche Rahmenbedingungen tatsächlich
auch im Waldwegebau. Dichtes Wurzelwerk
und eng gepflanzte Bäume sowie ausladende
Baumkronen schränken die Arbeitsbereiche
deutlich ein und stellen besondere
Anforderungen an Sicherheit und Leistung.
Serienmäßig integrierte Assistenzsysteme
Inhaber Peter Junker von der Junker GmbH
aus Niederweiler, spezialisiert auf Wegebau
und Baggerarbeiten, schätzt auch die Assistenzsysteme,
die der »Cat 319« serienmäßig
mitbringt. So leistet die Hub-Schwenkbegrenzung
»E-Fence« bei Arbeiten in der
Nähe von Brücken wertvolle Unterstützung.
Die ab Werk verbaute 2D-Steuerung, die
Planierautomatik, die »Heavy-Lift«-Funktion
sowie die Kontrollwaage erleichtern die
Mit Blick auf den Fahrerkomfort
Gute Noten gab es von den Testfahrern auch
für die ergonomisch gestaltete Kabine mit
intuitiver Bedienlogik. Das hochauflösende
Display überzeugt mit klarer und sicherer
Bilddarstellung, und eine optionale 360°-Kamera
bietet eine gute Rundumsicht. Dank
der starken Beleuchtung kann auch unter
widrigen Lichtverhältnissen sicher gearbeitet
werden. »Das Fahrerhaus ist schön aufgeteilt
– man findet alles auf einen Blick.
Die Kabine ist angenehm, der Sitz hervorragend«,
beschreiben die Testfahrer ihre
Eindrücke.
Punkten konnte der »Cat 319« bei den
Testern auch mit seinen gut erreichbaren
Wartungspunkten. Mühelos lassen sich vom
Boden aus nicht nur der Motorölfüllstand,
sondern sämtliche Betriebsflüssigkeiten
kontrollieren. Die Betankungspumpe hat eine
automatische Abschaltung bei Erreichen
des maximalen Füllstands. Längst zum Standard
gehört bei Cat-Baumaschinen, dass alle
Wartungsklappen mit leistungsstarken Arbeitsleuchten
ausgestattet sind. Anwenderfreundlich
erlöschen diese per Zeitschaltuhr
gesteuert automatisch.
j
Allroundtalent
Der Cat-Kurzheckbagger eignet
sich für eine Vielzahl von
Anbaugeräten.
Der Kettenbagger liefert hohe Leistungskraft,
erweist sich gleichzeitig
aber auch als zuverlässig, schnell
und präzise.
36
Juli 2026
Erdbewegung
Startschuss für
die neuen »3er«-Kompaktradlader
ATLAS WEYHAUSEN – Mit dem offiziellen Serienstart
der neuen »Weycor 3er«-Serie möchte Atlas Weyhausen
nach eigenen Angaben einen neuen Maßstab in der Kompaktklasse
setzen. Die neu entwickelte Radlader-Generation
vereine kompakte Abmessungen mit einer Leistungsfähigkeit,
die sonst eher bei größeren Radladern zu finden sei.
Die neue Serie soll nach Ansicht
von Atlas Weyhausen
vor allem für auffallend hohe
Leistung in ihrer Klasse stehen.
Trotz kompakter Bauweise liefern
die Modelle des Typs »360«
und »380« eine Performance, die
laut Atlas Weyhausen in vielen
Einsatzbereichen mit deutlich
größeren Radladern vergleichbar
ist. Effiziente Antriebskonzepte,
eine optimal abgestimmte
Hydraulik und durchdachte
Maschinenarchitektur sollen für
hohe Produktivität bei gleichzeitig
niedrigem Verbrauch sorgen.
Das Ergebnis seien mehr Leistung
und ein spürbar effizienterer
Arbeitsalltag.
Robust und zuverlässig
Punkten möchte der Hersteller
überdies mit Langlebigkeit. Die
Radlader sind für den täglichen
Baustelleneinsatz konzipiert – robust,
wartungsarm und zuverlässig.
Das massive Knick-Pendelgelenk
sorge für hohe Standsicherheit
und ein sicheres Fahrgefühl,
auch unter anspruchsvollen Bedingungen
und bei schweren Lasten,
wie der Hersteller klarstellt.
Damit vereine die Serie die Stabilität
klassischer Baumaschinen
mit der Wendigkeit kompakter
Geräte. Der laut Atlas entscheidende
Unterschied sei der Hubwerksbaukasten.
Er ermöglicht
es, die Maschine exakt auf den
jeweiligen Einsatzbereich abzustimmen,
ein Vorteil im Vergleich
zu standardisierten Lösungen.
Drei Hubwerksvarianten
stehen zur Verfügung: Die (kurze)
Parallelkinematik mit rund
2 600 mm Hubhöhe, um maximale
Hubkraft bei kompakter
Bauweise zu erzielen, die Z-Kinematik
mit 2 900 mm Hubhöhe
für hohe Reißkräfte und schnelle
Ladezyklen sowie die Parallelkinematik
»Highlift« mit bis zu
3 200 mm Hubhöhe, was sich laut
Atlas gut zum Stapeln und Verladen
von Material in größerer Höhe
eignet.
Maximale Flexibilität
Mit einem Einsatzgewicht ab 2,7 t
ist der »360« trailerbar und damit
flexibel einzusetzen. Der einfache
Transport zwischen verschiedenen
Einsatzorten ermöglicht
eine hohe Mobilität. Die kompakte
Bauweise sorgt laut Atlas Weyhausen
zudem für eine außergewöhnliche
Wendigkeit, selbst auf
engen Baustellen oder in innerstädtischen
Bereichen. Ein weiteres
Highlight der neuen »3er«-Serie
soll die neu entwickelte Kabine
sein. Ein großer Ein- und Ausstieg,
gute Rundumsicht und eine
ergonomische Gestaltung sollen
den Komfort für den Maschinisten
erhöhen.
Mit den Modellen »360e«
und »380e« bietet Weycor die
»3er«-Serie ab dem zweiten Halbjahr
im Übrigen auch als vollelektrische
Variante an. Diese
kombiniert emissionsfreies Arbeiten
mit hoher Leistungsfähigkeit
und Alltagstauglichkeit. Ein
zentrales Merkmal ist die flexible
Ladeinfrastruktur: Aufgrund
des CCS-Anschlusses, des integrierten
Onboard-Ladegeräts und
schneller Ladezeiten von rund
zwei Stunden lassen sich die Maschinen
nahezu überall laden.
Mit bis zu acht Stunden Laufzeit
ATLAS WEYHAUSEN
Vielseitig, mobil und leistungsstark sollen sich
die neuen Modelle der »3er«-Kompaktradladerserie zeigen.
im Dauereinsatz seien die elektrischen
Modelle voll in den Arbeitsalltag
integrierbar. Parallel
zur Markteinführung wird auch
in den Standort Wildeshausen investiert:
Dort wurde kürzlich eine
neue Montagelinie in Betrieb
genommen.
d
Mobilität
Mit einem Einsatzgewicht ab 2,7 t
ist der »360« trailerbar und damit
flexibel einzusetzen. Der einfache
Transport zwischen Einsatzorten
ermöglicht eine hohe Mobilität.
Erdbewegung Juli 2026 37
VERKEHRSWEGEBAU
WIRTGEN (2)
Leitdrahtloser
Einbau in Oregon
Für die neue Wohnsiedlung
in Springfield errichtete
der Gleitschalungsfertiger
Bordsteinkanten und
Rinnenprofile auf einer
Länge von mehr als 730 m.
WIRTGEN – Für eine neu
entstehende Wohnsiedlung in
Springfield im US-Bundesstaat
Oregon erstellte ein Gleitschalungsfertiger
von Wirtgen
kürzlich Bordsteinkanten und
Entwässerungsrinnen. Zum
Einsatz kam dabei ein »SP 15i«
mit integriertem »Autopilot
2.0«, der den Bauprozess
laut Hersteller deutlich
beschleunigte und präzise
Einbauergebnisse lieferte.
730
Meter
In Springfield im US-Bundesstaat
Oregon wurden für
eine neue Wohnsiedlung neue
Bordsteinkanten und Rinnenprofile
auf einer Länge von
mehr als 730 m gefertigt.
Für die neue Wohnsiedlung in Springfield wurden
Bordsteinkanten und Rinnenprofile auf einer
Länge von mehr als 730 m gefertigt. Der »SP 15i«
trug zur schnellen Umsetzung der Maßnahme entscheidend
bei. Durch die Integration der leitdrahtlosen
Maschinensteuerung »AutoPilot 2.0« in den
»SP 15i« ließ sich die Baustelle in Springfield besonders
zügig und effizient abwickeln. Die Wirtgen-Eigenentwicklung
ersetzt das aufwendige Vermessen
sowie das Aufspannen und Demontieren von Leitdrähten
und das Erstellen eines geodätischen Datenmodells.
Dadurch verringert sich laut Hersteller
der Arbeitsaufwand deutlich und die Kosten sinken
spürbar. Der »AutoPilot 2.0« erstellt Offset- und
Inset-Profile sehr wirtschaftlich und präzise: Unter
anderem fertigt er Betonschutzwände, Bordsteine,
Verkehrsinseln oder bis zu 3,5 m breite Fahrbahndecken.
Das 3D-Steuersystem »AutoPilot 2.0« arbeitet
mit einem digitalen Datenmodell, das entweder
aus bereits vorhandenen Daten besteht oder direkt
auf der Baustelle neu erfasst wird. Aus allen gemessenen
Punkten errechnet die Software die optimale
Verlaufslinie für den Betoneinbau. Zwei an der
Maschine montierte GPS-Empfänger kommunizieren
mit einer GPS-Referenzstation auf der Baustelle.
Das satellitengestützte Navigationssystem
(GNSS) steuert die Lenkung und Querneigung des
Gleitschalungsfertigers vollautomatisch. Wirtgen
bietet den »AutoPilot 2.0« für die Modelle »SP 15i«,
»SP 25i« und »SP 33«. Eine Nachrüstung ist ebenfalls
möglich.
Kosten gezielt senken
Das ausführende Bauunternehmen Roger Langeliers
Construction Co. (RLC) setzt auf eine Maschinenausrüstung,
mit der sich laut eigener Aussage die
Qualitätsziele und Terminvorgaben der Kunden optimal
erreichen lassen. Gleichzeitig stehen für das
Unternehmen die Bediener im Mittelpunkt: Sie sollen
sicher, zügig und komfortabel arbeiten können.
Der »SP 15i« sei dafür ein gutes Beispiel. Für Bauleiter
Thomas Kallai hebt die Integration von »AutoPilot
2.0« den Bauprozess noch einmal auf ein neues
Level: »Wir arbeiten mit einem ›SP 15i‹ und nutzen
zudem den ›AutoPilot‹ für das gesamte Projekt. Die
gut 730 m haben wir in zwei bis drei Stunden vorbereitet.
Dann übertragen wir alle Daten auf das Tablet
an der Maschine – und schon kann es losgehen.«
Handhabung und Verbrauch
Bei der Einbaumannschaft kam die einfache, schnell
erlernbare Bedienung der Maschine besonders gut
an. »Es ist wirklich sehr einfach. Ob Anschalten, Einlernen
oder die einfache Bedienung – das schafft
38
Juli 2026
Verkehrswegebau
jeder wirklich gut«, sagt Maschinenbediener Kevin
Valentine, der bereits seit zwei Jahren mit dem »SP
15« arbeitet. »Der geringe Kraftstoffverbrauch macht
für uns einen Riesenunterschied«, erklärt Kevin Valentine.
»Wir schaffen zwei große Jobs an drei Tagen
ohne zu tanken. Im Eco-Mode passt die Maschine
den Leistungsbedarf automatisch an, sobald wir
den Trimmer oder das Förderband einschalten.« Neben
dem geringen Kraftstoffverbrauch ist der Gleitschalungsfertiger
auch weniger störanfällig: Valentine
ist auch für den ordnungsgemäßen Betrieb des
»SP 15i« zuständig und schätzt die Zuverlässigkeit
der Maschine. Selbst bei einem Dauereinsatz über
vier Tage reiche eine Füllung der Diesel-Abgasflüssigkeit
aus.
Für RLC-Bauleiter Thomas Kallai ist die Zeitersparnis
beim Schalungswechsel, der vor Ort auf der
Baustelle erfolgen kann, ein großes Plus: »Die Maschine
ist sehr ausbalanciert. Das erleichtert die Anpassung
an die jeweilige Arbeitssituation. Der Umbau
geht richtig schnell.« Der Schalungswechsel ist
aufgrund der Schnellaufnahme einfach zu machen.
Der Maschinenbediener betätigt nur einen Schalter,
und schon gleitet die Schalung nahezu von allein
auf die Maschine.
Schnelle Inbetriebnahme
Das ausführende Bauunternehmen hatte vor dem
Einsatz der ersten »SP 15i« mit Leitdraht gearbeitet.
Der Wechsel von den bis dato eingesetzten Maschinen
hin zur Wirtgen-Maschine verlief reibungslos.
Unterstützt wurde RLC von Wirtgen-Servicetechnikern,
die nicht nur die Bedienung und Wartung der
Maschine, sondern auch die verschiedenen Funktionen
erklärten. Als nach einem Jahr der »Auto-
Pilot 2.0« nachträglich in die Maschine integriert
wurde, gab es erneut Support vom bewährten Wirtgen-Service-Team.
»Die Wirtgen-Mitarbeiter waren
bei mehreren Projekten dabei. Sie zeigten uns den
Umgang mit dem System, wie die Maschine zum
Lenken oder Anheben eingestellt wird und wie wir
Probleme im laufenden Betrieb lösen. Das hat uns
enorm geholfen«, sagt Thomas Kallai.
d
Mittels »AutoPilot 2.0«
entfällt das aufwendige
Vermessen, Aufspannen
und Demontieren von
Leitdrähten.
LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHNITT
Verkehrswegebau www.husqvarnaconstruction.com
Juli 2026 39
Der »SD25 80C e« kann acht bis zehn
Stunden und damit einen vollständigen
Arbeitstag mit einer einzigen
Batterieladung betrieben werden,
bevor ein Ladevorgang erforderlich ist.
DYNAPAC
Europäische Marktpremiere: Vollelektrische
Großasphaltfertiger ausgeliefert
DYNAPAC – Mit der Auslieferung
der Dynapac-Maschinen
vom Typ »SD25 80C e« wird
ein wichtiger Schritt bei der
Skalierung emissionsfreier
Baumaschinen vollzogen. Im
Mai nahmen drei niederländische
Infrastrukturunternehmen
die ersten vollelektrischen
Großasphaltfertiger Europas in
Betrieb. Noch nie zuvor wurden
Asphaltfertiger dieser Größenordnung
vollelektrisch direkt
vom Hersteller produziert und
ausgeliefert.
Die Infrastrukturunternehmen Mourik, Van Gelder
und Heijmans haben bekannt gegeben, die
Maschinen künftig einzusetzen. Entwickelt und geliefert
werden die Großfertiger von Dynapac in Zusammenarbeit
mit dem Importeur Van der Spek Vianen
B.V. aus Vianen. Die Auslieferung von insgesamt
drei Maschinen – jeweils eine pro Bauunternehmen
– markiert einen wichtigen Meilenstein
auf dem Weg zu einer nachhaltigeren niederländischen
Infrastrukturbranche. Die Maschinen sind
die größtmögliche Variante von Straßenfertigern aus
der 800-t/h-Klasse und eignen sich u. a. für den Bau
von Autobahnen. Kleinere elektrische Modelle, wie
der für innerstädtische Anwendungen entwickelte
»City Paver SD1800W e«, waren bereits zuvor als
werksseitig produzierte Lösungen verfügbar.
Der neue Großfertiger kann insbesondere bei
den umfangreichen Erneuerungs- und Sanierungsprojekten
der niederländischen Infrastruktur eingesetzt
werden. Der Investitions- und Instandhaltungsbedarf
in diesem Bereich wurde zuletzt auf
insgesamt 34,5 Mrd. Euro geschätzt.
Vom Umbau zum Serienmodell
Bislang wurden elektrische Asphaltfertiger überwiegend
durch den nachträglichen Umbau dieselbetriebener
Maschinen realisiert. Der neue Großfertiger ist
hingegen die erste Maschine dieser Klasse, die von
Beginn an vollständig elektrisch konzipiert und entwickelt
wurde. Dadurch wird die Skalierung emissionsfreier
Maschinen deutlich vereinfacht. Ab Ende
dieses Jahres soll sie auch weiteren Unternehmen
zur Verfügung stehen.
Der »SD25 80C e« kann acht bis zehn Stunden und
damit einen vollständigen Arbeitstag mit einer einzigen
Batterieladung betrieben werden, bevor ein
Ladevorgang erforderlich ist. Das Schnellladen der
294-kWh-Batterie per DC dauert etwa 40 Minuten.
Die Maschine verfügt serienmäßig über AC- und
DC-Ladeoptionen sowie den Marechal-Standard für
flexibles Laden mit üblichen Baustromanschlüssen.
Durch fünf elektrische Antriebe erreicht der Fertiger
nach Herstellerangaben eine Energieeffizienz
von 65 Prozent.
Asphalt spielt eine zentrale Rolle für die niederländische
Infrastruktur. Er bildet die Grundlage für Straßen,
Start- und Rollbahnen auf Flughäfen und trägt
zudem zur Verstärkung von Deichen bei. Der Einsatz
elektrischer Asphaltfertiger trägt unmittelbar zur Reduzierung
von Emissionen wie Stickoxiden und CO₂
bei. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von fossilen
Kraftstoffen wie Diesel. Dies entspricht den Nachhaltigkeitszielen
aller beteiligten Unternehmen.
Gemeinsame Entwicklung
Die Entwicklung des elektrischen Großfertigers ist
das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen
Auftraggebern, Lieferant und Hersteller. Bereits
im Januar 2024 beschlossen die fünf beteiligten
Unternehmen ihre Kooperation. Im März desselben
Jahres beauftragten Heijmans, Mourik und Van
Gelder gemeinsam die werkseitige Entwicklung der
Maschine. Im April 2025 wurde der Prototyp auf der
Bauma in München vorgestellt. Im Anschluss folgten
umfangreiche Praxistests und Evaluierungen in der
zweiten Jahreshälfte 2025.
s
40
Juli 2026
Verkehrswegebau
»Grade Assist« automatisiert den
Einbau von Dach- und Querprofilen
und ergänzt die bestehende Nivellierautomatik
»Auto Grade Plus«.
Smarte Straßenfertiger:
Automatisiert steuern
und nivellieren
WIRTGEN – VÖGELE – Automatisierungslösungen
entlasten Maschinenbediener, steigern
die Effizienz, fördern die Prozesssicherheit und
sparen Material. Mit »Grade Assist«, »AutoTrac«
und »Smart Pave« bietet Vögele drei schlaue
»Helfer«: Sie steuern den Profileinbau sowie
Richtung und Breite der Strich-5-Straßenfertiger.
Weltweit stehen Straßenbauunternehmen wachsenden
Herausforderungen gegenüber: Fachkräftemangel,
Klimawandel, steigende Rohstoffpreise,
Kosten- und Termindruck, hohe Qualitätsanforderungen
und Nachweispflichten zwingen Unternehmen,
effizient, ressourcenschonend und präzise
zu arbeiten. Baumaschinen, die Automatisierungstechnologien
integrieren, sind dabei ein Schlüsselfaktor.
Sie übernehmen Routinearbeiten, reduzieren
das Fehlerrisiko und gestalten Arbeitsabläufe effizienter.
Großes Potenzial haben vor allem Straßenfertiger,
weil sie den Einbauprozess und die Einbauqualität
unmittelbar beeinflussen.
Smarte Helfer beim Asphalteinbau
Der Fertiger-Hersteller Vögele bietet deshalb ein
breites Spektrum an digitalen Bautechnologien:
Cloudbasierte »Jobsite Intelligence«-Lösungen wie
der »Wirtgen Group Performance Tracker (WPT)
Paving« helfen Bauunternehmen, relevante Einbau-
und Fertigerdaten in Echtzeit zu erfassen, zu analysieren
und den gesamten Einbauprozess zu optimieren.
»Smart Automation«-Lösungen wie » Grade
Assist«, »Auto Trac« und »Smart Pave« unterstützen
die Fertiger-Bediener wiederum beim Steuern und
Nivellieren. »Wir gestalten unsere Maschinen so,
dass sie ein optimales Team mit den Bedienern bilden.
Die Fertiger übernehmen routinemäßige oder
repetitive Aufgaben, damit sich die Bediener auf den
eigentlichen Einbau und die Überwachung der Qualität
konzentrieren können«, sagt Bastian Fleischer,
Leiter Produktmanagement bei Vögele. In Kombination
mit der Strich-5-Generation hat Vögele
neue Lösungen auf den Markt gebracht,
die Nivellieraufgaben sowie das Steuern
der Einbaubreite, -richtung und
-lage automatisieren.
Profile automatisiert einbauen
Das Assistenzsystem »Grade
Assist« vereinfacht den Einbau
von Dach- und Quer-
Einfache Bedienung und einfaches
Datenhandling: Die Automatisierungslösungen
von Vögele sind
nutzerfreundlich gestaltet.
Verkehrswegebau Juli 2026 41
Prozesse
vereinfachen
»Grade Assist«, »AutoTrac«
und »Smart Pave« sind als
einfache, skalierbare Lösungen
konzipiert, die sich einzeln
oder gemeinsam nutzen lassen
Sind auf Baustellen physische Referenzen
wie Kanten, Leitdrähte oder
Borde vorhanden, können Bediener
die Lenk- und Breitenautomatik
»AutoTrac« nutzen.
profilen und ergänzt die bestehende Nivellierautomatik
»Auto Grade Plus«. Bediener legen an der Bohlen-
oder Fahrerbedienkonsole das gewünschte Profil
an einem Zielpunkt, die Neigungswerte und die
Wegstrecke bis zum Erreichen des Punkts manuell
fest. Nach dem Starten der Funktion regelt die Nivellierautomatik
das gleichmäßige Annähern an die
Zielwerte automatisch. Anwender müssen die Neigung
bis zu dem vordefinierten Punkt also nicht mehr
graduell per Hand anpassen, was Einbaufehler wie
Abweichungen im Asphalt vermeidet. Vor allem bei
wechselnden Dach- und Querprofilen stellt die Automatisierung
optimale Übergänge und ein ebenmäßiges
Einbauergebnis sicher. »Indem ›Grade Assist‹ die
Steuerung der Neigung übernimmt, werden Bediener
entlastet und können sich auf die Überwachung
der eingegebenen Parameter und andere qualitätsrelevante
Faktoren konzentrieren«, sagt Fleischer.
Automatisierung anhand physischer Referenzen
Sind physische Referenzen wie Kanten, Leitdrähte
oder Borde vorhanden, können Bediener außerdem
die optionale Lenk- und Breitenautomatik »AutoTrac«
einsetzen. Sie steuert die Einbaubreite und
Fahrtrichtung eines Strich-5-Fertigers mithilfe unterschiedlicher
Sensoren, die reale Referenzen abtasten.
Die Lösung von Vögele besteht aus vier Komponenten,
die sich teilweise einzeln nutzen oder kombinieren
lassen: »Edge Control«, »Steering Control«, »Edge
Detection« und »Feste Bohlenbreite«.
Ist ein Leitdraht zum Nivellieren der Höhe gespannt,
kann er auch für die automatisierte Steuerung
der Einbaubreite genutzt werden. Dazu muss
der Fertiger mit »Edge Control« und einem Ultraschallsensor
ausgestattet sein. Der Bohlenbediener
aktiviert die entsprechende Funktion, anschließend
folgt das Bohlenausziehteil dem Leitdraht automatisiert.
Für eine konstante Einbaubreite ist lediglich
ein Leitdraht erforderlich – die leitdrahtlose
Bohlenseite fährt automatisch mit ein und aus. Sind
auf beiden Seiten Leitdrähte vorhanden, setzt »Edge
Control« auch eine variierende Einbaubreite um. Bei
Raupenfertigern können Fahrer zusätzlich »Steering
WIRTGEN (3)
Control« und einen Ultraschallsensor nutzen, um
auch die Fahrtrichtung automatisiert entlang des
Leitdrahts zu steuern.
Dienen Fräskanten, Borde oder Rinnen als Referenz,
können Einbauteams »Edge Control« in
Kombination mit »Edge Detection« einsetzen. Der
Lidar-Sensor (Light Detection And Ranging) tastet
den Bereich vor dem Seitenschild ab und erkennt
Kanten mit einem Profil von mindestens 2 cm. Aktiviert
der Bohlenbediener die entsprechende Funktion,
folgt das jeweilige Bohlenausziehteil der Kante
automatisch. Auch bei dieser Lösung können Einbauteams
nur eine oder beide Bohlenseiten mit dem
»Edge Detection Sensor« ausstatten und so eine konstante
oder variierende Einbaubreite umsetzen. Die
exakte und präzise Steuerung entlang der Referenz
ermöglicht einen passgenauen Kantenverlauf. Ist die
Referenz nur auf einer Seite vorhanden, vermeidet
die automatisierte Steuerung Überbreiten – was je
nach Länge der Maßnahme viel Material und Kosten
einspart.
Steuerung anhand virtueller Referenzen
»Smart Pave« geht einen Schritt weiter und ist die
Komplettlösung von Vögele: Das integrierte System
steuert Einbaubreite, -position und -richtung des
Fertigers anhand virtueller Referenzen vollautomatisch.
Der Arbeitsablauf ist einfach: Der Vermesser
lädt das CAD-Modell der Trasse in das »John Deere
Operations Center«, das digitale Baustellenmanagementsystem
der Wirtgen Group. Dort werden die Daten
automatisch auf Plausibilität geprüft. Vor dem
Baustellenstart ruft der Bediener die verifizierten
Einbaugeometrien über das Touch-Display der Fahrer-Bedienkonsole
ab. Die Daten werden per Mobilfunkverbindung
übertragen und der Straßenfertiger
nach dem Aktivieren des Auftrags automatisch entlang
der definierten Trasse gesteuert.
Exakter Einbau und einfaches Handling
Die notwendigen Hardware-Komponenten sind im
Fertiger integriert: Das »StarFire«-Doppelantennensystem
von John Deere bestimmt die exakte Position
des Fertigers, das RTK-Modem ermittelt den Korrekturwert
der Satelliten-Positionsdaten und ermöglicht
eine hohe Genauigkeit von +/- 2,5 cm. »›Smart
Pave‹ sorgt für einen besonders exakten Einbau, der
Überbreiten verhindert und damit Material und Kosten
spart«, sagt Fleischer. »Außerdem ist die Lösung
effizient und anwenderfreundlich: Bediener haben
keinen Montageaufwand, das Datenhandling ist einfach,
transparent und führt dank automatischer Fehler-Analyse
zum gewünschten Ergebnis.«
Die automatisierte Steuerung spart aufwendige
Markierungsarbeiten und erhöht die Prozesssicherheit
beim Einbau. Außerdem fördert sie die Sicherheit
der Anwender: Bei schwierigen Bedingungen
wie Dunkelheit oder in beengten Situationen, wie in
fließendem Verkehr, werden sie entlastet, können
aufmerksamer arbeiten und sich eher aus dem Gefahrenbereich
zurückziehen.
j
42
Juli 2026
Verkehrswegebau
Aktuell zeigt Komatsu neue
Kompaktlader auf – hier
der »CK50-8« mit einem
Einsatzgewicht von rund 5 t.
Auf Reifen und Ketten:
Neue Kompaktlader erstmals im Einsatz
KOMATSU
KOMATSU – Kürzlich stellte Komatsu den neuen 4 t schweren
Kompaktlader des Typs »SK40-8« auf Reifen sowie den neuen
5‐t‐Kompakt-Raupenlader »CK50-8« vor. Nun beweisen sich die ersten
Modelle im Einsatz. Die komplett neu entwickelten Maschinen
sollen sich besonders durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten
sowie durch kompakte Abmessungen auszeichnen.
Die wendigen Maschinen eignen
sich für Anwendungen
mit beengten Platzverhältnissen
und punkten insbesondere
deshalb, weil sie kompakte
Abmessungen, Flexibilität und
Leistungskraft vereinen. Für
Einsätze in Hallen oder auf Wertstoffhöfen
mit begrenztem Platzangebot
sind sie ebenfalls gedacht
– schlichtweg überall da,
wo vielfältig einsetzbare Maschinen
notwendig sind, die schnelles
Agieren, zuverlässiges Arbeiten
und hohe Produktivität ermöglichen.
Außerdem können
die Kompaktlader beispielsweise
beim Schüttgutumschlag in
Schiffen ihre Trümpfe ausspielen,
wo hohe Leistung auf engstem
Raum gefragt ist. Im Bereich
Straßenbau können sie laut Komatsu
aufgrund enormer Hydraulikleistung
mit Straßenfräsen,
Grabenfräsen sowie Besen
ausgestattet werden, womit
die Überarbeitung eines Straßenzugs
mit nur einer Maschine
möglich wird. Dadurch, dass
sie ganz einfach mit einer Viel-
zahl von verschiedenen Anbaugeräten
betrieben werden können,
eignen sie sich für fast jeden
Einsatz und sind damit auch
für Kommunalbetriebe interessant.
Erreicht wird diese maximale
Flexibilität bei der Anbaugerätewahl
mit fünf Anschlüssen
als Sonderausrüstung – drei Anschlüsse
sind Standard. Mit dem
»SK40-8« und »CK50-8« bietet Komatsu
eigenen Angaben zufolge
leistungsstarke und zuverlässige
Maschinen, die sich durch
hohe Einsatzflexibilität, Bedienkomfort
und eine praxisorientierte
Auslegung auszeichnen.
Die neuen Modelle, so der Hersteller
weiter, würden das bestehende
Produktprogramm ergänzen
und Komatsus Anspruch unterstreichen,
maßgeschneiderte
Lösungen für unterschiedliche
Anforderungen bereitzustellen.
Weitere Highlights der neuen
Maschinen sind mitunter optimierte
Betriebsarten mit elektronisch
gesteuerter HST-Pumpe,
eine »Super Flow«-Hydraulik mit
Leckölleitung und elektrischem
Anschluss als Standardausrüstung
sowie eine laut Komatsu
»hervorragende Stabilität« mit
einer Nutzlast von über 1,6 t.
Die hochziehbare Fronttür der
Druckluftkabine soll hingegen
für hohen Komfort beim Einsteigen
unabhängig vom Anbaugerät
und den äußeren Bedingungen
sorgen. Hinzu kommt
ein luftgefederter Fahrersitz
mit Zweifachverstellung, die eine
optimale Position zwischen
EPC-Monitor und Sicherheitsbügel
bieten soll. Letztlich bietet
sich eine Vielzahl an Assistenzsystemen
wie automatische
Schaufelrückstellung,
Kriechgang,
Tempomat oder Auto-Nivellierung,
um die Effizienz und
Arbeitsqualität zu steigern. d
NEU
EU-Abgasstufe
V
Flexibel
Mit dem »SK40-8« und
»CK50-8« bietet Komatsu leistungsstarke
und zuverlässige
Maschinen, die sich durch hohe
Einsatzflexibilität, Bedienkomfort
und eine praxisorientierte
Auslegung auszeichnen.
SPRITZMASCHINEN:
Verkehrswegebau Juli 2026 43
Weisig_Weiro_BD_06_2023.indd 1 01.06.2023 11:09:35
Auf engstem Raum mussten die »LTM 1750-9.1«
gerüstet werden und dann feinfühlig
ihre Montageaufgaben erledigen.
bauteils auf ein Minimum reduzierte. Bei höheren
Temperaturen hätte die Gefahr bestanden, dass der
Brückenträger aufgrund der Ausdehnung nicht exakt
in die vorgesehenen Widerlager passt.
»Das Team und alle Beteiligten haben einen
hervorragenden Job gemacht. Der Einsatz verlief
ohne Komplikationen und Zwischenfälle – genau
wie geplant«, sagt Thorsten Mahlberg, Projektleiter
bei der Dietmar Floßdorf GmbH & Co. KG.
Wiederaufbau im Ahrtal
mit zwei »LTM 1750-9.1«
LIEBHERR EHINGEN – Zwei Liebherr-Mobilkrane des Typs »LTM 1750‐9.1«
der Richter Kran und Schwerlast GmbH haben zentrale Brückenelemente
und eine Stahlkonstruktion für die neue Landgrafenbrücke in Bad
Neuenahr‐Ahrweiler montiert. Der Kraneinsatz markiert einen wichtigen Meilenstein
beim Wiederaufbau der Infrastruktur im Ahrtal – dort, wo die frühere
Brücke bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 vollständig zerstört worden war.
105
Tonnen
Im Mittelpunkt des Einsatzes
stand das Einheben eines
Brückensegments mit einem
Gesamtgewicht von 105 t.
Auftraggeber waren das Bauunternehmen Leonhard
Weiss GmbH & Co. KG und das Schwertransport-
und Kranunternehmen Dietmar Floßdorf
GmbH & Co. KG. Für die Montage der schweren
Brückenelemente und Stahlkonstruktionen
setzte man auf die Leistungsfähigkeit und Präzision
zweier Liebherr-Großkrane der Richter Kran
und Schwerlast GmbH.
Im Mittelpunkt des Einsatzes stand das Einheben
eines Brückensegments mit einem Gesamtgewicht
von 105 t, das im Tandemhub von beiden
»LTM 1750‐9.1« bewegt wurde. Die maximale Ausladung
betrug dabei 38 m. Beide Krane waren mit
einer 28 m langen Wippspitze sowie jeweils 204 t
Ballast konfiguriert und boten damit die erforderlichen
Reserven für den präzisen Hub.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse direkt
an der Ahr mussten die Krane eng nebeneinander
aufgebaut werden. Eine zusätzliche technische Besonderheit
war der Einsatz einer Dreieckstraverse,
die dafür sorgte, dass die Last gleichmäßig auf beide
Krane verteilt wurde.
Millimeterarbeit auf engstem Raum
Die logistischen und technischen Herausforderungen
begannen bereits beim Aufbau: Zunächst wurde
der erste »LTM 1750‐9.1« aufgestellt und aufgerichtet.
Anschließend unterstützte dieser Kran den
Aufbau des zweiten Geräts. Während des Tandemhubs
war höchste Konzentration gefragt – insbesondere,
um die Last an der Dreieckstraverse jederzeit
exakt gleichmäßig zu halten. »Ein spezieller
Einsatz unter sehr engen Platzverhältnissen. Eine
große Herausforderung – aber letztendlich hat
alles geklappt«, berichtet Manuel Bergmann, Kranfahrer
des blauen »LTM 1750‐9.1«. Auch Michael
Schmieder, Fahrer des weißen »LTM 1750‐9.1«, betont
die Präzisionsarbeit: »Man musste sehr konzentriert
und präzise arbeiten, um die Last an der
Dreieckstraverse und an beiden Kranen konstant
zu halten. Ich bin sehr erleichtert, dass alles wie
geplant funktioniert hat.«
LIEBHERR-WERK EHINGEN (2)
Der erfolgreiche Tandemhub unterstreicht eindrucksvoll,
wie leistungsfähige Krantechnik, sorgfältige
Planung und ein erfahrenes Team selbst unter
schwierigsten Bedingungen präzise und sichere
Lösungen ermöglichen. Nach Abschluss der Hauptmontage
wurde einer der »LTM 1750‐9.1« abgebaut,
während der zweite Kran auf die gegenüberliegende
Uferseite umgesetzt wurde, um dort weitere
Restarbeiten durchzuführen.
j
Hub in den frühen Morgenstunden
Der entscheidende Haupthub wurde bewusst morgens
um 4 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt
herrschten die niedrigsten Temperaturen, wodurch
sich die thermische Ausdehnung des Stahl-
In den frühen Morgenstunden heben zwei »LTM 1750-9.1«
das schwerste Brückenelement in einem Tandemhub
passgenau in die Widerlager ein.
44
Juli 2026
Verkehrswegebau
Planumsflächen schnell
und präzise erstellen
MOBA – Das manuelle Planieren zählt zu den
klassischen, jedoch zeit- und kraftintensiven
Aufgaben auf Baustellen. Gerade bei hohen
Anforderungen an die Ebenheit sind zahlreiche
Kontrollmessungen notwendig, um ein exaktes
Ergebnis zu gewährleisten. Die maschinengesteuerte
Planie bietet hier eine leistungsstarke Alternative:
Sie ermöglicht die schnelle, präzise und
wirtschaftliche Erstellung von Planumsflächen.
Radlader oder Kettenkompaktlader, ausgerüstet
mit Planierschild (Leveller), Sechs-Wege-Schild
oder Vorbaugrader, oder Mini-Grader sind vielseitig
und flexibel einsetzbar. Ausgestattet mit einer
intelligenten Maschinensteuerung, ist die Planums-
erstellung nicht nur schneller und genauer, sondern
auch kraftsparender als die manuelle Planie.
Die Flächenleistung steigt, da in der gleichen Zeit
mehr Fläche planiert werden kann.
MOBA
Planierschild für Präzision
Beim Erstellen eines exakten Planums für Pflasterflächen
oder beim Platzbau ist hochpräzise Ebenheit
ein absolutes Muss. Mit dem Planierschild
von Moba soll eine optimal ebene Fläche erstellt
werden können – in kürzester Zeit und vollautomatisch.
Die große Auflagefläche, so Moba, sorgt
für eine hohe Laufruhe, die Verwendung in beide
Fahrtrichtungen ermöglicht in der Rückwärtsfahrt
ein Planum ohne Fahrspuren. Der Schild ist mit abnehmbarem
Messer versehen, die Blattbreite liegt
bei 140 cm bis 300 cm (in 20-cm-Schritten) – das Gewicht
wiederum liegt laut Hersteller bei 0,45 bis 1 t.
Optional ist eine 3D-Steuerung (GNSS oder tachymetrisch)
verfügbar.
In Kombination mit einem Kettenkompaktlader
soll das Sechs-Wege-Schild durch Vielseitigkeit
und Wendigkeit überzeugen. Es ermöglicht exaktes
Arbeiten, auch in schwer zugänglichen Bereichen
wie Ecken oder Buchten. Die Blattbreite beträgt
210 cm bis 270 cm (in 30-cm-Schritten), die
Blatthöhe liegt bei 71 cm und das Gewicht beträgt
755 bis 785 kg. Darüber hinaus hebt Moba die hohe
Schubleistung hervor.
Vorbaugrader für Großflächen
Wenn es um hohe Flächenleistung und lange Strecken
geht, ist der Vorbaugrader die optimale Lösung.
Aufgrund seiner Arbeitsbreite und der hohen
Fahrgeschwindigkeit eignet er sich besonders für
großflächige Projekte. Neben einer Blattbreite von
210 cm bis 270 cm und einer Blatthöhe von knapp
41 cm kommt der Vorbaugrader auf ein Gewicht von
890 bis 950 kg.
Kompakter Mini-Grader
Der Laser-Grader ist eine hochpräzise Kompaktmaschine
für die Feinplanie und Flächenbearbeitung.
Mit seinem hydrostatischem 6x6-Allrad-Antrieb
und einem leistungsstarken Kubota-Dieselmotor
ist er laut Moba ein effizientes Werkzeug für
präzises und wirtschaftliches Arbeiten in unterschiedlichsten
Einsatzgebieten. Durch seine kompakte
Bauweise sorgt der Mini-Grader für maximale
Flexibilität. Die Maße betragen 350 x 152 cm – die
Mittelschar kommt auf 182,8 cm. Aufgrund des Gesamtgewichts
von 1,5 t ist zudem ein einfacher und
schneller Transport möglich. Ausgerüstet mit einer
Moba-Maschinensteuerung ist die Feinplanie mit
dem Laser-Grader effizient und einfach realisierbar.
Flexible Sensorlösungen
Je nach gewählter Sensorkonfiguration sind die
Systeme individuell anpassbar. Die 2D-Nivellierung
etwa ist mit zwei Laserempfängern für ein-
und zweifach geneigte Flächen (in Kombination
mit einem baustellenüblichen Rotationslaser), Ultraschall-Sensoren
für Arbeiten im Bestand und
das einfache Abtasten von Referenzschnüren oder
Kantensteinen geeignet. Die 3D-Nivellierung wiederum
ist GNSS-basiert oder tachymetrisch mittels
Totalstation nutzbar. Die Positionsbestimmung erfolgt
dabei entweder über eine GNSS-Antenne oder
über ein Prisma in Kombination mit der Totalstation.
Die 3D-Systeme »3D-matic« oder »Xsite Leveller«
lassen sich mit den 2D-Komponenten wie dem
Laserempfänger »LS-3000«, dem Ultraschall-Sensor
»Sonic-Ski« oder dem »G-Slope«-Querneigungssensor
auch als 2D-Anlage verwenden.
d
Ausgerüstet mit einer Moba-
Maschinensteuerung ist die
Feinplanie mit dem Laser-Grader
effizient und einfach realisierbar.
Planierschild
Mit dem Planierschild von Moba
können optimal ebene Flächen
erstellt werden – in kürzester Zeit
und vollautomatisch.
Verkehrswegebau Juli 2026 45
Mit seinen Schwenkladern
möchte Paus eine effiziente,
zuverlässige und leistungsstarke
Lösung bieten.
PAUS
Schwenklader als Effizienzlösung
PAUS – Innerstädtische
Arbeitsräume werden immer
enger, Zeitpläne straffer und
der Fachkräftemangel verlangt
effiziente und komfortable
Maschinen. Genau hier möchte
Paus mit seinen Schwenkladern
ansetzen – getreu dem Motto
»Schwenken statt Lenken«.
Geradeaus fahren und mit dem
Hubwerk 90° links oder rechts
geschwenkt, spart der Anwender
Wege, Zeit und den Einsatz
zahlreicher Anbaugeräte.
Bedienung
Das Schwenkwerk wird hochpräzise
über den Joystick
bedient, über den unterschiedliche
Funktionen erreichbar sind.
Der Druck im Garten-, Landschafts- und Straßenbau
wächst stetig, weshalb effizienteres und technisch
ausgereiftes Equipment in den Mittelpunkt
rückt – insbesondere der Einsatz moderner Baumaschinen,
die die Produktivität und Zuverlässigkeit
spürbar steigern können. Und genau hier möchten
Hersteller wie Paus, die auf die Einsatzvielfalt und Effizienz
ihrer Schwenklader schwören, kluge Lösungen
aufzeigen. Der »SL 9088 Pro« beispielsweise hat
ein Dienstgewicht von 7,6 t sowie einen Deutz-Motor
mit 85 kW Leistung. Die Ausrüstung mit einem
Schwenkarm hat mehrere Vorteile. Das Arbeiten
muss nicht frontal erfolgen. Man kann längs an das
Arbeitsfeld heranfahren und das Hubwerk schwenken
– jeweils um 90°, sowohl links als auch rechts.
Arbeiten im Handumdrehen
Traditionelle Erdarbeiten und Materialbewegungen
folgen meist einem starren Muster. Der Radlader
muss frontal anfahren, aufnehmen, zurücksetzen,
drehen und wieder vorfahren, die sogenannten
V-Ladespiele. Beim Schwenklader entfallen
diese Fahrbewegungen. Die Positionierung wird
durch den Schwenkarm übernommen. Dadurch benötigt
der »SL 9088 Pro« laut Paus deutlich weniger
Rangierfläche, da nicht die gesamte Maschine bewegt
werden muss. Dies spart deutlich mehr Zeit
und Fahrbewegungen ein und man kann mit dem
Schwenklader entlang von Gebäuden, Anhängern
und engen Straßen arbeiten. Das Schwenkwerk wird
durch den Joystick bedient, über den unterschiedliche
Funktionen erreichbar sind, wie Aktivierung
der Schwimmstellung, Steuerung der Zusatzkreise
etc. Somit ist Arbeiten im Handumdrehen möglich.
Solide und standfest
Ein Schwenkarm verlagert den Schwerpunkt der Last
beim Drehen zwangsläufig zur Seite. Für den harten
Alltag im GaLa- und Straßenbau ist daher Standfestigkeit
notwendig. Ein robuster, knickgelenkter
Bau bildet hier das Fundament. Der »SL 9088 Pro«
hat Planetenstarrachsen, eine Hinterachs-
pendelung von +/- 10° und einen Lenkwinkel von
+/- 40°. Die Hydraulik arbeitet mit einer Fördermenge
von maximal 140 l/min und 200 bar Druck. Die
Durchflussmenge des proportional lastunabhängigen
Zusatz-Steuerkreises für Schnellwechsler
und Anbaugeräte ist über ein Potenziometer bis
140 l/min steuerbar. Somit lassen sich Anbauwerkzeuge
optimal auf den Einsatz abstimmen. Der
Schwenkarm wird durch Schwenkzylinder mit einer
Drehbewegung des Joysticks bewegt. Die Ölbad-Lamellenbremse
bremst alle vier Räder. Bei
Motorstillstand oder wenn der Fahrer nicht sitzt,
wirkt die elektrohydraulische Federspeicherbremse
automatisch auf alle vier Räder. Der »SL 9088
Pro« hat mit der Standardschaufel eine maximale
Auskipphöhe von 2 755 mm und eine Stapelhöhe
von 3 320 mm. Sehenswert ist auch die solide Verarbeitung
der hochwertigen Materialien, was sowohl
Stahl, Verschraubungen als auch Hauben angeht.
Auch der Blick auf Arbeitsfeld und Umgebung ist
durch die Verjüngung des Hubwerks zum Fahrer
und das vorbildliche Kabinendesign ausgezeichnet.
Viele Aufgaben einfach erledigt
Ob Leitungs- und Wegebau, Pflasterungen oder
das Anlegen von großflächigen Grünanlagen: Der
Paus- Schwenklader beweist laut Hersteller seine
Stärken überall dort, wo es eng wird oder Präzision
gefragt ist. Wo auf schmalen Wegen oft nur eine
Geradeausfahrt möglich ist, beweist er sich mit
seinem Schwenkvorteil. Die verschiedenen Anbaugeräte,
wie z. B. eine Arbeitsbühne, Mulcher oder
eine Ast- und Wallschere, ermöglichen die Bewerkstelligung
vielseitiger Aufgaben und passen
sich den verschiedenen Bedingungen im Alltag an.
Der standardmäßig integrierte Zusatzkreis deckt
bereits die Anforderungen vieler gängiger Anbaugeräte
ab, wie Paus abschließend klarstellt.
d
46
Juli 2026
Verkehrswegebau
Wie digitale Baustellenlogistik
Bauleiter im Tagesgeschäft unterstützt
RMSTEGOS – Mit einer smarten
Lösung wie »ConnectBau«
lassen sich alle notwendigen
Informationen zu Maschinen,
Geräten, Baumaterial und
-stoffen zentral erfassen und
für alle zugänglich machen.
Das Ziel: mehr Übersicht,
Transparenz, Schnelligkeit und
vor allem Effizienz, da sich viele
weitere Funktionen mit dieser
Software am Bau nutzen lassen.
Bauleiter stehen täglich vor der Herausforderung,
Personal, Geräte, Materialien und Termine zu
koordinieren. Häufig entstehen Verzögerungen
nicht auf der Baustelle selbst, sondern durch fehlende
Informationen: Wo befindet sich ein benötigtes
Gerät? Ist das Material bereits bestellt? Welche
Ressourcen sind verfügbar? Ein umfassendes System
wie »ConnectBau« setzt genau an diesen Herausforderungen
an. Die Software bündelt laut Aussage
des Unternehmens alle Informationen zu Maschinen,
Geräten, Materialien und Baustoffen in
einer zentralen Datenbasis und macht sie für alle
Beteiligten verfügbar – auch per App auf der Baustelle.
Im Arbeitsalltag profitieren Mitarbeiter von
Bauunternehmen insbesondere von Funktionen
wie der digitalen Gerätebestellung, der Disposition
von Geräten, Materialien und Ressourcen, der
Lagerverwaltung sowie der Transport- und Materialkoordination.
Dadurch lassen sich Bedarfe frühzeitig
erkennen und Abstimmungsaufwände reduzieren.
Ein weiterer Aspekt ist die Dokumentation
und Abrechnung. Werden Geräte, Materialien und
Leistungen digital erfasst, stehen die Daten spä-
RMSTEGOS
Die Baustelle wird digital: Mittels »ConnectBau« lassen sich
viele Abläufe vereinfachen und übersichtlich nutzen.
ter für Nachweise, Kostenkontrollen und Abrechnungsprozesse
zur Verfügung. Die zunehmende Digitalisierung
zeigt: Bauleiter benötigen heute nicht
nur Erfahrung auf der Baustelle, sondern auch verlässliche
Daten. Digitale Werkzeuge schaffen Transparenz
und unterstützen fundierte Entscheidungen
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Verkehrswegebau Juli 2026 47
Fugenschneider
unter Druck
Um den Schnitt auf 8 cm Länge zu öffnen,
nutzte das Team einen ersten Durchgang
mit einem »FS 5000 D«-Fugenschneider,
ausgerüstet mit einer 500 mm »Elite-Cut
F1635C«-Trennscheibe (4,4 mm dick).
HUSQVARNA – Der seit 1946 in Betrieb befindliche EuroAirport Basel-
Mulhouse-Freiburg bedient als grenzüberschreitender Flughafen sowohl Frankreich
als auch die Schweiz. Fast der gesamte Flugverkehr – 2025 waren es insgesamt
94 509 Flugbewegungen und 9,6 Mio. Passagiere – wird von einer Hauptstart- und
Landebahn abgewickelt. Nachdem deren Mittelteil im Laufe der Jahre ständigen
Belastungen und wiederholten Reparaturen ausgesetzt war, wurde für April dieses
Jahres ein vollständiger Austausch des mittleren Abschnitts geplant. Zur Einhaltung
der knappen Zeitfenster und Gewährleistung einer hohen Schnittqualität kamen
Trennscheiben der neuen »Elite-Cut F1600C«-Serie von Husqvarna zum Einsatz.
Indem jede Diamantscheibe
innerhalb ihres optimierten Bereichs
betrieben wurde, gewährleistete der
Aufbau eine stabile, konsistente Leistung
und ermöglichte es mehreren
Teams, effizient parallel zu arbeiten.
Der Renovierungsauftrag wurde nach einer Ausschreibung
an das belgische Bauunternehmen
TRBA und seinen Schweizer Partner Walo vergeben.
Die Durchführung des Projekts erfolgte in
mehreren Phasen, beginnend mit einem kritischen
Sägevorgang entlang der gesamten Länge
des zu ersetzenden Abschnitts. Diese Phase begann
am 16. März und musste kurz vor der Sperrung
der Start- und Landebahn Mitte April abgeschlossen
werden. Allen Beteiligten war klar, dass
bei diesem Infrastrukturprojekt Leistung, Zuverlässigkeit
und sorgfältige Planung vom ersten Tag
an zusammenkommen mussten.
Von Anfang an ein anspruchsvolles Unterfangen
Schon in den ersten Nächten wurde das Ausmaß der
Herausforderung deutlich. Da die Start- und Landebahn
den größten Teil des Tages geöffnet war, hatten
die Teams nur ein schmales Zeitfenster zwischen
Mitternacht und vier Uhr morgens, um die Sägearbeiten
abzuschließen. Während dieser Zeit rechnete
das Team damit, durchschnittlich 250 Laufmeter
in einer Tiefe von fast 25 cm zu schneiden, was
unter allen Bedingungen ein anspruchsvolles Ziel
darstellt. Aber die Bedingungen waren alles andere
als typisch. Der alte Beton enthielt harte Flusskieselzuschlagstoffe,
die die Schnittgeschwindigkeit
schnell beeinflussten. Trotz der Erfahrung
von TRBA erreichte das Team zunächst eine Fortschrittsrate
von nur 100 Laufmetern und lag damit
deutlich unter dem geforderten Niveau.
Zu diesem Zeitpunkt bestand die Herausforderung
nicht mehr nur im Schneiden. Es ging darum,
einen Weg zu finden, Nacht für Nacht innerhalb eines
sehr begrenzten Zeitrahmens eine konsistente
und vorhersehbare Leistung zu erbringen.
ONLINE
»Liebe auf den ersten Schnitt«: In
diesem Video stellt Manuel Alexander,
Inhaber der Bohr Alex e. K., seine
Erfahrungen mit der Trennscheiben-Serie
»Elite-Cut F1600C« vor.
48
Juli 2026
Verkehrswegebau
Die Durchführung des Projekts erfolgte in mehreren Phasen,
beginnend mit einem kritischen Sägevorgang entlang der
gesamten Länge des zu ersetzenden Abschnitts.
Eine Feuerprobe für »Elite-Cut F1600C«
Um den anspruchsvollen Zeitplan des Projekts
einhalten zu können, wandte sich TRBA an seinen
Lieferanten Husqvarna Construction. Für
diesen war das die ideale Gelegenheit, um seine
neue »Elite-Cut F1600C«-Serie unter realen Baustellenbedingungen
einzuführen. »Wir baten unseren
Ansprechpartner bei Husqvarna Construction,
Stéphane Kempeneers, vor Ort zu sein, und
gemeinsam schauten wir uns die Maschinengeschwindigkeit,
den verwendeten Trennscheibentyp,
den Durchmesser, die Tiefe, die Förderrate und die
Wassermenge an. All diese Faktoren wurden analysiert
und an die neuen Trennscheiben angepasst«,
so Frédéric Van Steenkiste, Projektingenieur bei der
TRBA Concrete Division.
Die »F1600C«-Baureihe ist für anspruchsvolle
Anwendungen wie Straßen sowie Start- und Landebahnen
gedacht, bei denen eine gleichmäßige
Schneidleistung entscheidend ist. Sie wurde entwickelt,
um die Drehzahl aufrechtzuerhalten, den Verschleiß
zu kontrollieren und ein stabiles Schneidverhalten
zu liefern, selbst in Stahl- und Hartbeton.
»Das Projekt EuroAirport Basel-Mulhouse ist genau
für die Art von Anwendung konzipiert, für die die
›F1600C‹-Klinge entwickelt wurde«, sagt Stéphane
Kempeneers, Account-Manager bei Husqvarna Construction.
»Sie brauchen eine Trennscheibe, die während
der gesamten Schicht konstant arbeitet, nicht
nur am Anfang, insbesondere unter schwierigen Bedingungen
und unter Zeitlimit.« Zur Maximierung
der Leistung wurde ein zweistufiger Schneidansatz
vorgeschlagen, um die Tiefe von 25 cm effizienter
und kontrollierter zu erreichen. Um den Schnitt auf
8 cm Länge zu öffnen, wurde im ersten Durchgang
ein »FS 5000 D«-Fugenschneider mit einer 500 mm
»Elite-Cut F1635C«-Trennscheibe (4,4 mm dick) genutzt.
Für den zweiten Durchgang kam eine hydraulische
80-PS-Säge mit einer 750-mm-»Elite-Cut
F1650C«-Klinge (4,4 mm dick) zum Einsatz, um die
endgültige Tiefe von 25 cm zu erreichen. Indem jede
Diamantscheibe innerhalb ihres optimierten Bereichs
betrieben wurde, gewährleistete der Aufbau
eine stabile, konsistente Leistung und ermöglichte
es mehreren Teams, effizient parallel zu arbeiten.
Erwartungen wurden deutlich übertroffen
Die Ergebnisse der Neuaufstellung waren sofort
sichtbar. Das Team von TRBA erfüllte nicht nur die
geforderten Produktivitätsniveaus, sondern übertraf
sie sogar mit mehr als 300 Laufmetern pro Tag.
Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig die Kombination
aus Anwendungskompetenz, fortschrittlichen Diamantwerkzeugen
und einer engen Zusammenarbeit
zwischen Vertragspartnern und ihren Lieferanten
ist, um komplexe Herausforderungen zu
meistern. »Es war wirklich eine Kombination aus
allem: sorgfältige Planung im Vorfeld, die richtigen
Kontakte, die Fähigkeiten unserer Bediener, die Bedienung
der Maschine und des Schneidprozesses
sowie die Reaktionsfähigkeit von Husqvarna mit
kurzen Kommunikationswegen zwischen uns und
Stéphane«, so Frédéric Van Steenkiste.
s
HUSQVARNA DEUTSCHLAND GMBH (4)
Die »F1600C«-Baureihe
wurde für anspruchsvolle
Anwendungen
konzipiert, bei denen
eine gleichmäßige
Schneidleistung
entscheidend ist.
Fahrzeugbau GmbH
Gögl Fahrzeugbau
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A-6233 Kramsach, Tirol
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Fax: +43 53376 2469 77
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Juli 2026 49
KANAL- & ROHRLEITUNGSBAU
Im Indoor-Sandkasten
des Coreums fanden die
Vorträge anlässlich des
diesjährigen Kiesel-Innovationstags
statt – insgesamt
250 Teilnehmer waren
vor Ort.
Kiesel-Innovationstag:
Das Zauberwort lautet
»Zusammenspiel«
DAN WINDHORST (4)
KIESEL – Gesteigerte Produktivität, spürbare Entlastung, mehr Sicherheit und
Kosteneffizienz – um das auf der Baustelle zu erreichen, gibt es nicht »die eine
Lösung«. Innerhalb der Baubranche wird zwar gern von »dieser einen Innovation«
gesprochen, die all unsere Probleme löst, aber in der Regel stellt sie nur ein winziges
Zahnrad im gesamten Arbeitsprozess dar. Was es am Bau wirklich braucht, um in
diesen Zeiten effizienter, wettbewerbsfähiger und klüger zu arbeiten, hat der Innovationstag
von Kiesel, der kürzlich im Coreum in Stockstadt am Rhein stattfand, auf
den Punkt gebracht: Es ist das Zusammenspiel von Maschinen, digitalen Tools und
Menschen – gebündelt als Einheit, um den gesamten Prozess und nicht nur einzelne
Arbeitsweisen auf der Baustelle zu verändern.
VON
DAN WINDHORST
Im Kern ist die Bauwirtschaft vor allem von steigenden
Kosten, gewaltigem Zeitdruck, mangelnder
Planbarkeit und Fachkräftemangel betroffen.
In solchen Fällen galt früher: »Mehr anpacken, weniger
quatschen.« Mit bloßem Eifer ist es heute aber
längst nicht mehr getan. Die gute Nachricht ist aber,
dass die Bau- und Baumaschinenbranche unlängst
Lösungswege vorgibt. Zwei große Meilensteine sind
beispielsweise weit verbesserte Maschinentechnik
und die Digitalisierung nahezu aller Dinge, was uns
nachweislich tatsächlich mehr Produktivität, eine
bessere Planungs- und Ergebnisqualität und auch
gestiegene Kosteneffizienz liefert. Die Frage, die
auch Kiesel anlässlich seines Innovationstags aber
gestellt hat, ist, wie konsequent wir diese innovativen
»Geschenke« auch tatsächlich nutzen.
Maschinen und Prozesse
Für die rund 250 Teilnehmer sollten die wichtigsten
digitalen Tools sowie neue Maschinen- und
Gerätetechnik greifbar gemacht werden. Und einen
besseren Ort hätte es dafür kaum geben können.
Aufgrund der gigantischen Demonstrationsfläche,
die das Coreum den Besuchern bietet, ließen
sich unzählige Arbeitsprozesse live abbilden
– das reichte von klassischer Erdbewegung über
GaLaBau, Kanal- und Tiefbau bis hin zum Abbruch,
Materialumschlag und Gleisbau. Die Fachbesucher
haben Hydraulikbagger, Anbaugeräte,
50
Juli 2026
Kanal- & Rohrleitungsbau
VOR ORT
Vermessungslösungen, Spezialmaschinen und digitale
Helfer unter realistischen Einsatzbedingungen
erlebt und konnten sich, abseits der Vortragsbühne,
die diesmal im »Sandkasten« verortet war,
direkt mit Produktspezialisten, Anwendern, Herstellern
und auch Händlern über einzelne Lösungen
unterhalten.
Klare Ansage aus der Branche
Als Kiesel-Vertriebsleiter für die Branche Bau und
verantwortlich für den Innovationstag stellte Uwe
Herrmann klar: »Produktivität, Entlastung und Sicherheit
müssen zusammengedacht werden, um
als funktionierende Systemlösungen Profit zu generieren.
Wer hier dabei war, ging mit belastbaren
Entscheidungsgrundlagen nach Hause und einem
klaren Bild davon, welche Investitionen sich
für den eigenen Betrieb rechnen.« Unter dem Leitgedanken
»Echte Baustellen, echte Learnings« bot
Kiesel gleich drei Unternehmen die Gelegenheit,
offen auf der Bühne darüber zu sprechen, wie
moderne Maschinenkonzepte und digitale Prozesse
ihre Baustellen tatsächlich verändern – untermauert
mit konkreten Zahlen und Erfahrungswerten.
Theo Heitkamp, Geschäftsführer der Firmengruppe
Stewering, gab beispielsweise einen
Einblick in die Realität des innerstädtischen Großkanalbaus,
wo sich Projekte technisch, organisatorisch
und wirtschaftlich als hochkomplex erweisen.
Anhand einer realen Baustellensituation
zeigte er auf, wie sich Risiken wie Planungsdefizite,
falsche Bestands pläne, Termin- und Kostendruck
und Fachkräftemangel durch systematische Arbeitsvorbereitung
und den Einsatz digitaler Zwillinge
deutlich reduzieren lassen. Dabei werden
Daten aus Drohne, Georadar, Leitungsortung und
3D-Scan in belastbare 2D- und 3D-Unterlagen überführt
und auf dieser Basis Baubarkeit, Verbau, Abläufe
und Leitungsverlegungen gezielt optimiert.
Heitkamp betonte, dass sich die Investition in Daten
und digitale Methoden schnell amortisiere,
da sich Stillstände vermeiden, Alternativen eröffnen
und Projekte schneller, sicherer und profitabler
realisieren lassen würden. »Unsere Branche
ist viel innovativer und auch innovationsfreudiger,
als man ihr nachsagt – manchmal braucht sie nur
einen kleinen Schubs. Wenn ich hier am Innovationstag
offen darüber spreche, was bei uns gut
funktioniert, hoffe ich, dass der eine oder andere
diese Impulse mitnimmt, denn wir stehen im Infrastrukturbau
großen Aufgaben gegenüber. Das
Gute: Es gibt viele Hilfsmittel, sie müssen nur angewendet
werden«, wie Heitkamp klarstellte.
»Herausforderung annehmen«
Wie sich Tiefbauprojekte mit einem durchgängigen
digitalen Workflow und eben nicht per »Bauchgefühl«
mit interoperablen 3D-Prozessen steuern lassen,
brachten hingegen Denis Kägbein, Bauleiter
der wk-bau GmbH, und Steven Cazacu, Fachberater
digitale Lösungen bei Makineo, auf den Punkt. Anhand
konkreter Projekte zeigte Kägbein, wie frühe
3D-Planung Höhen- und Kollisionsfehler aufdeckt,
Punktwolken und Scans die Abrechnung stützen,
und die frühzeitige Einbindung von Polier und Auftraggeber
Akzeptanz und Klarheit schafft – auch bei
kleineren Projekten. Steven Cazacu vertiefte hingegen
das Verständnis für die dahinterliegende digitale
Architektur, sodass Fehler idealerweise schon vor
Baubeginn vermieden werden können. »Es müssen
nicht immer die Großen sein, die Digitalisierung erfolgreich
umsetzen – es ist auch als kleine Baufirma
möglich. Ich habe am Innovationstag viele Unternehmer
getroffen, die bereit sind, diese Herausforderung
anzunehmen und den digitalen Weg zu gehen«,
wie Denis Kägbein sagte.
»Unsere Branche ist viel
innovativer und auch
innovationsfreudiger,
als man ihr nachsagt
– manchmal braucht
sie nur einen kleinen
Schubs.«
BILDQUELLE
Theo Heitkamp,
Geschäftsführer bei Stewering
KIESEL
Der Innovationstag war gespickt
mit vielen Möglichkeiten, neue
Lösungen direkt vor Ort zu
begutachten und zu testen.
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 51
Klarer Vorteil:
Theorie und Praxis
gehen beim Kiesel-
Innovationstag
ineinander über.
KIESEL
Unter der Moderation von Coreum-Geschäftsführer
Björn Hickmann (l.), erklärte
Vorarbeiter Benedikt Weis von der Hornung
Pflanzen GmbH die Vorzüge des Einsatzes
der »P-Line«, wodurch ein Bagger zum
Multi-Tool-Carrier wird.
»Es müssen nicht immer
die Großen sein, die Digitalisierung
erfolgreich
umsetzen – es ist auch
als kleine Baufirma
möglich.«
Denis Kägbein
Bauleiter der wk-bau GmbH
»P-Line« als Prozessoptimierer
Gestellt wurde überdies die Frage, wie sich Maschinenkonzepte
auf beengten Baustellen neu denken
lassen. Erläutert wurde das von Geschäftsführer
Claus Engel und Vorarbeiter Benedikt Weis von der
Hornung Pflanzen GmbH. Im Mittelpunkt ihres Vortrags:
Der Einsatz des »P-Line«-Systems von KTEG,
verbaut an einem 14,5 t schweren Hitachi-Mobilbagger
des Typs »ZX135W-7, der die Logistik auf engem
Raum vereinfachen, zusätzliche Geräte ersetzen und
Abläufe deutlich beschleunigen soll, indem er Aufgaben
übernimmt, für die sonst ein zusätzlicher Radlader
oder Minibagger benötigt wird. Sein Urteil lautete,
dass Systemlösungen wie diese den Bagger zum
Multi-Tool-Carrier machen, was für hohe Produktivität,
aber eben auch mehr Flexibilität, Schnelligkeit
und Vielseitigkeit steht, da eine einzige Maschine
verschiedenste Aufgaben übernehmen kann. Die
»P-Line« zielt seit jeher darauf ab, Prozessoptimierer
zu sein. Die Idee dahinter: Ein ganzheitliches modulares
System, bestehend aus Maschine, digitalem Assistenzsystem,
vollhydraulischem Rotationsschnellwechsler
und bauteiloptimierten Anbaugeräten.
Neue Technik erlebbar machen
Ein Highlight des Innovationstags stellte zweifelsohne
der anschließende Praxisteil dar: Nach
einer offenen Diskussionsrunde mit den Referenten
leitete ein Live-Drohnenflug durch den
80 000 m² großen Coreum-Expo-Park und gab damit
den Startschuss für das Begutachten und Erproben
aller Lösungen, die im Coreum ausgestellt
wurden. Geführte Rundgänge durch die insgesamt
zwölf Aktionsflächen sorgten für einen
praktischen Einblick, wie durchgängige Baustellenprozesse
im Echtbetrieb funktionieren können.
Danach konnten die Maschinen, Anbaugeräte
und Technologien auf eigene Faust erkundet,
Themen mit den Produktspezialisten, Herstellern
und Händlern vertieft und technische Details ausgetauscht
werden. »Viele unserer Teilnehmer haben
betont, wie konkret diese Gespräche waren –
von digitalen Konzepten bis hin zu geplanten Investitionsentscheidungen.
Im Mittelpunkt stand
immer die Frage: Wie bringen neue Lösungen unseren
eigenen Betrieb voran?«, wie Uwe Herrmann
abschließend klarstellte.
d
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52
Juli 2026
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Kanal- & Rohrleitungsbau
»HX230L« bewährt sich in Nordamerika
HD HYUNDAI – Der 23-t-Raupenbagger
»HX230L« wurde im März auf der ConExpo-Messe
in Las Vegas vorgestellt und war das erste Modell
der nächsten Generation von Hyundai, das
auf den nordamerikanischen Markt kam. Die
Maschine reiht sich zudem in eine wachsende
Produktpalette in Europa ein und bietet nach
Herstellerangaben effiziente Motoren, eine
vollelektrohydraulische (FEH) Steuerung sowie
ein neues Maß an Bedienkomfort.
Angetrieben wird der »HX230L« von einem Vierzylinder-Dieselmotor
mit 5 l Hubraum. Dieser
erfüllt die Abgasnorm Stufe V und liefert eine
Leistung von 141 kW sowie ein Drehmoment von
955 Nm. Obwohl es sich laut Hyundai um einen der
leistungsstärksten Motoren in der 23-t-Klasse handelt,
verbraucht die Maschine bis zu 7 Prozent weniger
Kraftstoff und bis zu 30 Prozent weniger AdBlue
als das Modell der A-Serie. Die Wartungsintervalle
betragen 1 000 Betriebsstunden, doppelt so viel wie
bei der Vorgängermaschine.
Das Hydrauliksystem wird von einem EPOS
(Electric Power Optimising System) gesteuert, das
laut Hersteller optimale Durchflussraten bei reduziertem
Kraftstoffverbrauch gewährleistet. Alle
Bagger der »Next Generation« verfügen über voll-
elektrohydraulische (FEH) Joysticks, die Hydraulikverluste
reduzieren und die Präzision erhöhen sollen.
Lieferbar sind 2D-Maschinensteuerungs- und
-führungssysteme, die bei Bedarf auf 3D aufgerüstet
werden können. Die automatische Wiegefunktion
Übersichtliche Displays im Blickfeld zeigen Maschinendaten
und erlauben die Programmierung von Druck und
Öl-Liefermenge für Anbaugeräte.
HYUNDAI (2)
sorgt für schnelleres und präziseres Beladen, während
die Optionen »Lift Assist« und »Advanced Lift
Assist« den Fahrer dabei unterstützen, bei schweren
Lasten die Stabilität zu gewährleisten. Die optionale
»E-Boundary« soll Kollisionen vermeiden.
Der »HX230L« verfügt über das »Smart Around
View Monitor«-(SAVM-)System von Hyundai, eine
Weiterentwicklung des Vier-Kamera-Systems, das
nun mit sechs am Oberwagen montierten Kameras
ausgestattet ist. Es nutzt KI-basierte Personenerkennung.
Die Maschinen lassen sich mit einer
Radar-Objekterkennung ausstatten, um den
Fahrer auf Gefahren hinzuweisen, und eine Auto-Stopp-Funktion
steht zur Verfügung, um die Baggerbewegungen
bei Bedarf anzuhalten.
Der »HX230L« verfügt über ein Gegengewicht
von 4,9 t und ist damit 29 Prozent schwerer als das
Vorgängermodell. Dies sorgt laut Hersteller für zusätzliche
Stabilität und ermöglicht eine höhere Hubkraft.
Mit einer Ausbrechkraft von 116 kN am Löffelstiel
und 164 kN an der Schaufel zählt der »HX230L«
nach Einschätzung des Herstellers »zu den leistungsstärksten
Maschinen im 22-t-Segment«. Die
Maschine ist mit einem 5,7 m langen Monoboom,
einem zweiteiligen Knickausleger oder einem 8,5 m
langen Langausleger (beim »HX230LR«) erhältlich.
Die Stiellängen betragen 2,4 m, 2,9 m und 3,5 m
beim Monoboom, 2,4 m und 2,9 m beim zweiteiligen
Ausleger und 6,2 m beim LR-Modell. Daraus ergeben
sich maximale Grabtiefen von 7220 mm beim
Monoboom, 6 490 mm beim zweiteiligen Ausleger
und 11 665 mm beim Langausleger-Modell.
s
Hochpräzises und
zuverlässiges Arbeiten:
Der Raupenbagger
spielt seine Stärken
mittels starken Motors
und vollelektrohydraulischer
Steuerung aus.
Kamerasystem
Der Kettenbagger ist mit dem
»Smart Around View Monitor«-System
ausgestattet, das
mit sechs am Oberwagen montierten
Kameras arbeitet.
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 53
Minimalinvasive
Bohrungen
VERMEER – Für Kommunen bietet das horizontale, grabenlose Bohren zahlreiche
Vorteile. Alexander Kandora, Produktspezialist für Tiefbau und Leiter des HDD-Kompetenzzentrums
von Vermeer Deutschland in Bestwig, erläutert: »Grundsätzlich sind
Horizontalbohrungen minimalinvasiv. Es ist nicht erforderlich, die Straße aufzureißen,
und zeit- sowie kostenintensive Folgearbeiten zur Wiederherstellung des ursprünglichen
Zustands entfallen.« Das öffentliche Leben wird nur geringfügig beeinträchtigt,
und es entstehen lediglich geringe Kosten für Straßensperrungen sowie Verkehrsregelungen.
Während der Verkehr ungehindert fließen kann, wird unterirdisch zunächst
eine Pilotbohrung im Horizontalspülbohrverfahren durchgeführt. Anschließend
werden die Leerrohre im Rückzug eingezogen.
200
Meter
Im Rahmen des »NoDig«-
Verfahrens können bereits
im Standard Entfernungen von
etwa 200 m überwunden werden.
Hierfür ist lediglich zu Beginn und am Ende der
Trasse eine Grube zum Bohren bzw. Ziehen erforderlich.
Laut Kandora ist zu Beginn jeder Planung
grundsätzlich der wichtigste Punkt zu klären: »Bei
den ersten Gesprächen mit Kunden geht es darum,
wo die Bohrung stattfinden soll, bevor besprochen
wird, was das Projekt beinhaltet. Die Bodenbeschaffenheit
bestimmt, ob eine Jet- oder Felsbohranlage
erforderlich ist.«
Aufgrund seiner 25-jährigen Erfahrung in der
HDD-Branche ist der Fachspezialist häufig in der
Lage, das eingesetzte Verfahren bereits auf Anhieb
zu erkennen. Gelegentlich ist ein geologisches Gutachten
erforderlich, um zusätzliche Informationen
über die Beschaffenheit des Untergrunds zu gewinnen.
Davon hängt ab, wie der Bohrkopf für die geplante
Bohrung gestaltet sein soll. An dieser Stelle
kommt die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter
des HDD-Kompetenzzentrums von Vermeer
Deutschland in Bestwig zum Tragen. Kandora erläu-
tert ausführlich: »Die Bohrköpfe werden in sorgfältiger
Handarbeit gefertigt und richten sich nach den
spezifischen Anforderungen des Kundenprojekts
hinsichtlich Durchmesser und Bodenbeschaffenheit.«
Beim Jetbohren ist der Bohrkopf leicht abgeschrägt,
wodurch eine Steuerung in die gewünschte
Richtung ermöglicht wird. Beim Felsbohren wird
der Rollen- oder Felsbohrmeißel an der Spitze zusätzlich
durch eine Innenstange angetrieben.
Flexible Mischanlagen
Bei beiden Verfahren ist eine hohe Präzision der
Bauteile und Bohrwerkzeuge im Erdreich von entscheidender
Bedeutung. Ein weiterer wesentlicher
Faktor für das Gelingen einer Horizontalspülbohrung
ist die Bedeutung der Bohrflüssigkeitsmischanlage.
Die eingespülte Bohrsuspension kann je
nach Bedarf aus Wasser, Polymeren, Benetzungsmitteln,
Bentonit und weiteren Zusätzen bestehen.
Sie stabilisiert den Bohrkanal, verbessert die Gleitfähigkeit
und sorgt für die Kühlung des Bohrwerkzeugs,
wodurch größere und längere Bohrungen ermöglicht
werden.
Die Bohrflüssigkeits-Mischanlagen von Vermeer
sowie aus der Produktion in Bestwig stellen
durchdachte Komplettlösungen dar. Sie umfassen
ein Mischsystem, verschiedene Tankgrößen (variabel
von 1 100 bis 20 000 l), einen Träger, ein Antriebsaggregat,
eine Umwälzdüse, Schläuche, eine Kreiselpumpe
sowie Rohrleitungen. »Damit erreichen wir
eine saubere, stabile Durchmischung und schaffen
54
Juli 2026
Kanal- & Rohrleitungsbau
Horizontalspülbohrmaschinen werden primär
im grabenlosen Leitungsbau, für Telekommunikation,
Wasser- und Gasrohrverlegungen in
städtischen Gebieten eingesetzt.
Mischcontainer. Darüber hinaus können die Mitarbeitenden
vor Ort bei Bedarf Werkzeuge wie einen
Trennschleifer anschließen.«
die Grundlage für einen erfolgreichen Bohrvorgang«,
erläutert Kandora.
Früher wurden die Antriebsaggregate von Vermeer
mit Dieselmotoren betrieben, heute kommen
zukunftsorientierte Elektroantriebe zum Einsatz. Alexander
Kandora ergänzt: »Dieser Fortschritt wird
insbesondere in städtischen Gebieten sehr geschätzt.
Zum einen verfügen wir über eine leise Bohranlage,
zum anderen über eine geräuscharme, emissionsfreie
Mischanlage sowie eine gute Beleuchtung im
Die Bohrköpfe werden in Handarbeit gefertigt und richten sich
nach den spezifischen Anforderungen des Kundenprojekts.
VERMEER (2)
In Eigenregie verlegen
Insbesondere im kommunalen Bereich sind die Horizontalbohranlagen
und Felsbohrgeräte von Vermeer
sehr gefragt. Der Bohrspezialist erläutert: »Viele
Kommunen treten heutzutage als Telekommunikationsanbieter
auf und verlegen die Kabel eigenständig.
Dadurch werden diese Projekte nicht mehr
ausgeschrieben. Vielmehr übernehmen die Kommunen
die Durchführung mit einer HDD-Bohranlage
selbst, da sie auf diese Weise flexibler agieren
und zudem Kosten einsparen können.«
Neben Leerrohren für Kabel werden zunehmend
auch Wasserleitungen eigenständig verlegt
bzw. repariert. Sowohl bei der Auswahl der geeigneten
Maschine als auch bei der Inbetriebnahme stehen
die Fachkräfte der Vermeer Deutschland GmbH
sowie der gesamten Vermeer-Kifour Group als offizieller
Händler den Anwendern unterstützend zur
Verfügung. Bei der Auslieferung einer Horizontalbohranlage
oder eines Felsbohrgeräts sind die Spezialisten
beispielsweise drei Tage vor Ort, um die Bediener
einzuweisen, Tipps zu geben, Fragen zu beantworten
und die ersten Bohrungen zu begleiten.
Alexander Kandora legt besonderen Wert auf diesen
Aspekt: »Das gibt nicht nur dem Kunden die nötige
Sicherheit, sondern auch uns, dass alles gut klappt
und zum Erfolg führt.«
Breites Portfolio
Das HDD-Portfolio der Vermeer Deutschland
GmbH umfasst Horizontalbohranlagen und Felsbohrgeräte
in unterschiedlichen Größen – von klein
bis sehr groß – und ist für jede Herausforderung geeignet
sowie entsprechend ausgestattet. Eine Besonderheit
der Vermeer-HDD-Maschinen besteht darin,
dass die Vorschub- und Rückzugskraft jeweils identisch
sind. Nach Angaben von Kandora ist dies am
Markt nicht üblich. Die 3,5 t schwere »D10« stellt
ein zuverlässiges und wirtschaftliches Einstiegsmodell
für kleinere Verlegungsprojekte, wie beispielsweise
Hausanschlüsse, dar. Die 5,8 t schwere »D20«
wurde mittlerweile über 4 000-mal verkauft und eignet
sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise besonders
gut für Arbeiten in dicht besiedelten Stadtgebieten
sowie für kurze Bohrstrecken. Weitere Modelle
mit einer Leistung von bis zu 399 kN sind die »D23«,
»D24« und »D40«. Ab einer Leistung von 400 kN befinden
sich die Modelle »D100«, »D120E« (vollelektrisch),
»D220« und »D550« am oberen Leistungsende.
Die größeren Maschinen stellen zudem Daten
für die zukunftsorientierte »VermeerOne«-Plattform
bereit, die im Rahmen einer Flottenmanagementlösung
ausgewertet werden können.
s
Minimalinvasiv
Horizontalbohrungen sind minimalinvasiv.
Da lediglich zu Beginn
und am Ende der Trasse eine
Grube zum Bohren bzw. Ziehen
benötigt wird, muss eine Straße
nicht aufgerissen werden.
Die Vermeer Deutschland
GmbH mit Hauptsitz
in Nürnberg sowie
Niederlassungen in Bestwig und
Berlin hat sich als Partner für
maßgeschneiderte und technisch
ausgereifte Lösungen im
Bereich der umweltschonenden
Horizontalspülbohrtechnik
etabliert. Im HDD-Kompetenzzentrum
in Bestwig werden für
die Vermeer-Horizontalbohranlagen
sowie Felsbohrgeräte
individuelle Bohrköpfe und
Spezialwerkzeuge gefertigt. Das
Unternehmen ist seit 2002 in
Deutschland tätig und gehört
seit 2010 zur Vermeer-Kifour
Group, einem Familienunternehmen,
das in sechs europäischen
Ländern aktiv ist.
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 55
Neue Trinkwasserversorgung
in nur zehn Tagen
AMEX SANIVAR – Kaum
hatte der Winter seinen Griff
gelockert, ging im Saarland
ein Sanierungsprojekt an den
Start, das zeigt, wie moderne
Sanierungstechnologien die
Zukunft kritischer Infrastruktur
sichern – effizient, kostensparend
und umweltschonend.
Die Stadtwerke Merzig setzten
bei der Instandsetzung
einer knapp 980 m langen
Trinkwasserleitung zwischen
Merzig und dem Ortsteil
Harlingen auf das grabenlose
»SaniTube«-Verfahren der
Amex Sanivar AG. Das ehrgeizige
Ziel: Die Arbeiten sollten
nach nur zehn Arbeitstagen
abgeschlossen sein – und das
mit nur minimalen Eingriffen
in die Infrastruktur.
Vorbereitung des »SaniTubes«
für den Einzug in die marode
Trinkwasserleitung.
Nach vielen Betriebsjahren war die Druckleitung
aus duktilem Guss (DN150) entlang des
Harlinger Wegs an mehreren Stellen korrosionsbedingt
undicht geworden. »Duktiler Guss hat den
Nachteil: Er rostet. Wir hatten in den letzten drei,
vier Jahren mehrere Rohrbrüche und Lochfraß«,
so Jürgen Blasius, technischer Betriebsleiter der
Stadtwerke Merzig und Geschäftsführer der Netzwerke
Merzig. Statt die Leitung nun aber vollständig
in offener Bauweise zu erneuern, fiel die Entscheidung
für eine grabenlose Sanierung: »Dank
der geringen Anzahl an Hausanschlüssen in diesem
Abschnitt können wir das ›SaniTube‹-Verfahren
einsetzen«, erklärt Blasius. »Das ermöglicht es
uns, die Leitung von innen zu erneuern, ohne den
Boden großflächig aufgraben zu müssen.« Stattdessen
wird ein innen wie außen mit PE beschichteter
Sanierungsschlauch in die bestehende Leitung eingezogen
und dort mit Druck aufgeweitet. »Das spart
nicht nur Zeit und Geld, sondern reduziert auch die
Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr auf
ein Minimum«, so Blasius.
Das durchdachte Qualitäts- und Sicherheitskonzept
sicherte die erfolgreiche Sanierung der mit etwa
10 bis 12 bar betriebenen Druckleitung. Nach der
mechanischen Druckrohrreinigung der Bestandsleitung
erfolgte der abschnittsweise Einbau des Sanierungssystems,
gefolgt von Druckprüfungen, die
mit einem Druckschreiber dokumentiert werden.
Dadurch war die Sanierung bei der abschließenden
Projektabnahme genau nachvollziehbar, prüfbar
und sicher dokumentiert.
KATJA NICKLAUS/RESINNOVATION (2)
Vor der Aufstellung per Druck
ist der »SaniTube« flach gefaltet.
Abschnittsweise Sanierung sichert Qualität
Die Sanierung war in vier Bauabschnitte unterteilt,
was Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr
minimierte. Mit diesem Verfahren wäre es
aber auch möglich, eine Strecke von bis zu 2 km in
einem Stück zu sanieren. Besonderes Augenmerk
wurde auf die Übergänge zur Bestandsleitung gelegt.
Mit Übergangskupplungen der End- und Übergangstechnik
»SaniGrip« wurden diese dauerhaft
dicht und betriebssicher realisiert.
Mit einem Projektvolumen von 180 000 Euro
zeigte Merzig, wie moderne Sanierungstechnologien
wirtschaftliche und ökologische Vorteile vereinen:
geringere Kosten, weniger Eingriffe in die
Umwelt und eine schnelle Umsetzung. Während der
Bauarbeiten mussten die Einwohner von Harlingen
nicht auf das kostbare Nass verzichten, eine Ersatzleitung
der Stadtwerke Merzig stellte die Trinkwasserversorgung
sicher. Doch selbst diese Notversorgung
musste nur für einen kurzen Zeitraum bereitgestellt
werden, da die bestehende Leitung bereits
innerhalb kürzester Zeit wieder am Netz war.
Wie man zu diesen kurzen Sanierungszeiten
kommt, erläutert Oliver Terhoeven, Geschäftsführer
der Amex Sanivar AG: »Das Produkt wird bereits
in der Fertigungsstelle vorkonfektioniert. Wir wissen
im Vorfeld genau, welche Strecken wir sanieren
müssen. Wir kommen also vorbereitet mit dem vorgefertigten
und vorgefalteten Liner zur Baustelle,
den wir nur noch an die zu sanierende Stelle transportieren
müssen. Dort wird er dann abschnittweise
eingezogen – das bedeutet, dass wir an einem
Tag rund 600 bis 700 m Strecke sanieren können.«
»Wir zeigen, dass es möglich ist, Leitungen effizient
und nachhaltig zu sanieren – ohne große Baustellen
und mit maximalem Nutzen für die Bürger«, resümiert
Blasius. Das gesteckte Ziel von zehn Arbeitstagen
wurde nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich
unterschritten. »Wir haben innerhalb von sieben
Arbeitstagen die gesamte Strecke saniert«, betont
Terhoeven, »mit einem Produkt, das mühelos
Dimensionssprünge und Bögen sanieren kann und
die marode Leitung komplett und hygienisch einwandfrei
instand setzt.«
s
56
Juli 2026
Kanal- & Rohrleitungsbau
Schaufelseparator sorgt
für Zeit- und Kosteneffizienz
Am »914er« von Liebherr sollte
der Schaufelseparator von
MB Crusher hohe Leistung
und Schnelligkeit bieten.
MB CRUSHER – Bei Hochgebirgsarbeiten zur
Erneuerung der roten Piste »Salere« sowie eines
700 m langen Grabenaushubs, der für neue Leitungen
einer Beschneiungsanlage benötigt wurde,
kamen Lösungen von MB Crusher zum Einsatz
– darunter der »HDS314«-Schaufelseparator.
Im Hochsommer musste im Baustellenbereich Bosco
delle Salere am Fuße des Pordoijochs hart gearbeitet
werden, um alles für die Wintersport saison
vorzubereiten: Teil dieses Ökosystems ist Funivie
Arabba, ein Unternehmen, das einige der bekanntesten
Skigebiete der Dolomiten betreibt. Zu den
Aufgaben zählten die Erneuerung der roten Piste
Salere und der Aushub eines 700 m langen Grabens
für die neuen Leitungen der Beschneiungsanlage
(Wasser, Luft und Strom). Für diese Arbeiten wurde
der »MB-HDS314«-Schaufelseparator an einem
Hydraulikbagger des Typs »914« von Liebherr montiert,
der mit einem Fortschritt von rund 70 m pro
Tag arbeitete. Ziel war es, feines, homogenes Material
für die Rohrbettung zu erzeugen – und das ohne
externe Transporte. »Der ›HDS314‹ lieferte eine
gleichmäßige Korngröße, ideal zum Schutz der
Rohrleitungen, und sorgt selbst bei feuchtem Material
für eine hervorragende Produktivität«, wie
Maschinenführer Alessio Crepaz berichtet. In Höhenlagen,
wo nasser oder kompakter Boden die
Arbeiten verlangsamen kann, ermöglichte der MB-
Crusher-Schaufelseparator laut Hersteller schnellere
Arbeitszeiten, gleichbleibende Leistung und
einfache Handhabung.
Logistik und Nachhaltigkeit bilden ein Team
Nicht nur der Schaufelseparator zeigt seine Stärken
in Höhenlagen von über 1 000 bis 2 000 m: Die gesamte
MB-Crusher-Produktpalette ist für Baustellen
konzipiert, auf denen Materialtransporte kompliziert
oder teuer sind. Die Anbaugeräte lassen
sich schnell montieren, verarbeiten unterschiedlichste
Materialien und ermöglichen die Durchführung
zahlreicher Arbeiten direkt vor Ort, wodurch
Zeit, Kosten und logistischer Aufwand reduziert
werden und die geotechnischen Eigenschaften
des Bodens und der verwendeten Materialien
erhalten bleiben. Trennen, zerkleinern, bewegen,
abbauen oder fräsen werden zu integrierten Abläufen
innerhalb eines effizienten Systems, mit einem
Ziel: Zeiten und Kosten zu optimieren.
Genau dieser Ansatz wurde einige Hundert Kilometer
weiter nördlich in den österreichischen
Alpen umgesetzt. Um die Schneesicherheit zu gewährleisten,
errichtete die Dachstein Tourismus AG
auf 1 000 m ein künstliches Reservoir für die Skigebiete
Gosau-Zwieselalm und Annaberg-Zwieselalm.
Das Unternehmen Karl Pitzer GmbH, verantwortlich
für die Bauarbeiten, führte ein groß angelegtes
Projekt durch: die Abtragung von 120 000 m³ Material,
die Aufbringung von 54 000 m³ Auffüllmaterial
und den Bau von bis zu 22 m hohen Dämmen.
Der MB-Crusher-Brecherlöffel »BF120.4«, montiert
an einem Liebherr »936«, verwandelte Kalkstein in
Material für den Straßenunterbau und die Drainage
für das Becken.
MB CRUSHER (2)
d
»HDS314«
Genutzt wurde der
»HDS314«-Schaufelseparator
an einem Liebherr-Bagger »914«.
Auch auf entlegenen
Baustellen lässt sich
das Material direkt vor
Ort weiterverarbeiten
– schnell, effizient und
zuverlässig.
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 57
Deutschlands Infrastruktur:
Seier Gruppe etabliert sich
im Großprojekt-Geschäft
Großes Gerät für große
Projekte: Die Seier
Gruppe ist an großen
Erdkabel-Projekten
beteiligt.
SEIER GRUPPE – Mit der Beteiligung an zwei bedeutenden Infrastrukturprojekten
in Deutschland etabliert sich die Seier Gruppe endgültig im Geschäft der
Großprojekte. Die Tochterunternehmen Kuhlmann Leitungsbau sowie Tief- und
Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler sind an SuedOstLink und SuedLink beteiligt –
zwei großen Erdkabel-Projekten im Rahmen der Energiewende Deutschlands.
Großprojekt
Im Rahmen des SuedLink-
Projekts sind 43 km Leitungen,
26 Kabelsektionen und 65
Bohr-Kreuzungen im grabenlosen
Verfahren zu bewältigen.
Knapp 43 km Leitungslänge, insgesamt 26 Kabelsektionen,
65 Bohr-Kreuzungen im grabenlosen
Verfahren – das sind Dimensionen, welche die Firma
Wähler derzeit zwischen Kutenholz und Wischhafen
im Rahmen des SuedLink-Projekts im Auftrag
von TenneT Germany als Teil einer Arge umsetzt.
Im Rahmen dieses Projekts wurde das Tief-
und Rohrleitungsbau-Unternehmen nicht nur mit
grabenlosen Bohrungen, sondern auch mit der umfangreichen
Arbeitsvorbereitung beauftragt. »Das
größte Projekt bisher«, bestätigt Frank von der
Geest, Geschäftsführer von Wähler. Innerhalb der
Seier Gruppe machte Kuhlmann 2024 den ersten
Aufschlag dieser Größenordnung mit dem Zuschlag
für den SuedOstLink im Auftrag von 50Hertz. Hier
führt das Leitungsbauunternehmen grabenlose
Bohrungen mit Längen zwischen 100 und 600 m
aus. »Wir haben bis zu fünf Anlagen parallel lau-
fen«, sagt Carsten Weiß, Geschäftsführer von Kuhl-
mann. »Das bedeutet: Acht Vermessungsteams,
acht Schweißcontainer und Bohranlagen erfordern
eine permanente Koordination.« Insgesamt bearbeitet
Kuhlmann derzeit fünf Teilstreckenabschnitte
parallel. Diese logistischen Herausforderungen
meistern beide Unternehmen mit der Expertise aus
vergangenen Projekten, einem großen Fachkräfteaufwand
und einem starken Fuhrpark.
Neue Maschinenklasse – neue Märkte
Für die Großprojekte setzt die Seier Gruppe auf modernste
Bohrtechnik, die unterirdische Bohrungen
ermöglicht. Sensible Oberflächen bleiben bestehen.
Maschinen mit bis zu 100 t Zugkraft kommen hier
zum Einsatz – Technik, die sonst vor allem in anderen
Ländern verwendet wird. Mit jeder Anwendung
solcher Technik wächst die Expertise. Die Herausforderungen
sind vielfältig: komplexe Geologie,
sensible Schutzgebiete, strenge Umweltauflagen.
An der Saale traf das Team Kuhlmann auf instabile
Kiesschichten und musste den Bohrkanal mit Stahlrohren
stabilisieren. Für mache Bohrungen gibt
es zeitlich ökologische Restriktionen, sodass alle
58
Juli 2026
Kanal- & Rohrleitungsbau
SEIER GRUPPE (3)
Die Leitungsarbeiten beim SuedLink-Projekt
erstrecken sich über mehrere Kilometer.
Das Kuhlmann-Team vor der »HDD«-Bohranlage
auf dem Baugelände in Ilberstedt-Beesenlaublingen.
Bohrungen terminlich in der Abfolge genau aufeinander
abgestimmt werden müssen.
Alles aus einer Hand als Wettbewerbsvorteil
Ein möglicher Wettbewerbsvorteil der Seier-Töchter:
Sie bieten das komplette Leistungsspektrum.
Von der Vermessung über die Schweißarbeiten bis
zur Bohrung – alles kommt aus einer Hand. »Wir
können eine All-In-One Lösung liefern, sodass
das System in sich stimmig ist«, erklärt von der
Geest. In Großprojekten mit zahlreichen Auftragnehmern
bedeutet das: effizientere Kommunikation,
weniger Missverständnisse, schnellere Prozesse.
SuedLink und SuedOstLink werden laut der Seier-Gruppe
keine Einzelfälle sein. Mit dem Ausbau
erneuerbarer Energien wachse der Bedarf an unterirdischen
Stromleitungen massiv. Das bedeutet:
mehr komplexe Bohrprojekte, längere Strecken,
höhere Anforderungen. Für die Seier Gruppe
ist das der richtige Zeitpunkt, um sich in diesem
Segment zu positionieren.
»Mit Kuhlmann und Wähler verfügen wir über
zwei regional etablierte Bauunternehmen, die
den Schritt in die Großbohrtechnik erfolgreich
vollziehen«, heißt es aus der Unternehmensgruppe.
Die Erfahrungen aus den aktuellen Projekten
bilden die Grundlage für künftige Großaufträge
im Netzausbau.
d
Großer Bedarf
Mit dem Ausbau erneuerbarer
Energien wächst der
Bedarf an unterirdischen
Stromleitungen massiv.
ZUVERLÄSSIG UND WIRTSCHAFTLICH
AMMANN CBS ELBA BETON-MISCHANLAGEN
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PMP-1495-03-DE | © Ammann Group
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 59
Die neue Grabenwalze
erreicht eine Steigfähigkeit
von 30 Prozent
und hält dabei eine
seitliche Stabilität von
25 Prozent.
Grabenverdichtung
mit 360°-Drehung auf der Stelle
AMMANN VERDICHTUNG – Schmale Gräben, schwer zugängliche Bereiche,
wechselnde Baustellenbedingungen: Grabenverdichtung gehört zu den anspruchsvollsten
Aufgaben im Tiefbau. Für Aufgaben wie diese hat Ammann die neue fern- und
panzergesteuerte »ARR 1585-2«-Grabenwalze konzipiert.
AMMANN GROUP (3)
Mit einer Basisarbeitsbreite von nur
640 mm passt die »ARR 1585-2«
durch nahezu jeden Graben. Optionale
Bandagenverbreiterungen erweitern die
Arbeitsbreite bei Bedarf auf 850 mm.
Was auf beengten Baustellen täglich Zeit und damit
Geld kostet, hat einen Namen: Rangieraufwand.
Insbesondere im Kanal- und Leitungsbau oder
bei Verdichtungsaufgaben im Erdbau kommen herkömmliche
Grabenwalzen schnell an ihre Grenzen.
Und wer mit einer konventionellen Verdichterplatte
arbeitet, trägt noch ein weiteres Problem mit sich:
Er steht im Graben und atmet Abgase ein. Die neue
ferngesteuerte »Ammann ARR 1585-2« soll mit beidem
Schluss machen. Ihr Antriebsprinzip, bekannt
aus dem Kompaktlader-Bereich und für den Grabenbau
adaptiert, ermöglicht mit vier unabhängigen
Hydraulikmotoren ein vollständiges 360°-Drehen
auf der Stelle.
Der verbesserte Allradantrieb in Kombination
mit der »Skid-Steering«-Technologie maximiert nach
Herstellerangaben die Traktion. Neben schnellen
Richtungswechseln erreicht die neue Grabenwalze
eine Steigfähigkeit von 30 Prozent und hält dabei eine
seitliche Stabilität von 25 Prozent. Selbst Verdichtungen
auf schwierigem Terrain seien demnach kein
Problem für die Maschine. Obendrein erfüllt der wassergekühlte
Kubota-»D1105«-Dieselmotor mit einer
Leistung von 15,6 kW die Emissionsstandards EU Stufe
V sowie US EPA Tier 4f und senkt nach Herstellerangaben
den Hydraulik ölbedarf gegenüber der Vorgängergeneration
um 62 Prozent.
In puncto Verdichtungsleistung setzt die »ARR
1585-2« laut Ammann ebenfalls neue Maßstäbe. Das
zwischen den Bandagen positionierte, zentralisierte
Vibrationssystem erzeugt eine Kraft von 75 kN bei
einer Amplitude von 1,6 mm und einer konstanten
Frequenz von 33 Hz. Das Ergebnis: Die Maschine erreicht
die Zielverdichtung mit deutlich weniger Überfahrten.
»Das spart Zeit, reduziert den Kraftstoffverbrauch
und minimiert die Betriebskosten«, so Thilo
Ohlraun, Leiter Vertrieb Deutschland & Benelux. Flexibel
bleibt die Walze auch beim Format: Mit einer
Basisarbeitsbreite von nur 640 mm passt sie durch
nahezu jeden Graben. Optionale Bandagenverbreiterungen
erweitern die Arbeitsbreite bei Bedarf auf
850 mm.
Besonderes Gewicht legt Ammann auf Bediensicherheit.
Das Fernsteuerungssystem der »ARR
1585-2« kombiniert zwei unabhängige Signaltechnologien:
Infrarot stellt sicher, dass Maschine und
Fernbedienung dauerhaft in Sichtlinie bleiben. Unterbricht
ein Hindernis die Verbindung, stoppt die
Walze automatisch. Ergänzend schaffen 3D-LF-Antennen
eine aktive Sicherheitszone mit 2 m Radius
um die Maschine. Betritt der Bediener diese Zone,
schaltet die Maschine unverzüglich ab. Das schützt
Personen, Maschine und Umfeld auch in unübersichtlichen
Grabensituationen.
Der wassergekühlte Kubota-»D1105«-Dieselmotor
bietet eine Leistung von 15,6 kW und erfüllt u. a.
die Emissionsstandards EU Stufe V und US EPA Tier 4f.
s
60
Juli 2026
Kanal- & Rohrleitungsbau
Kanalgeruch als Umweltproblem
COALSI – Feinstaub, Lärm, Hitze: Die großen
Umweltbelastungen sind bekannt und breit
diskutiert. Doch ein Faktor bleibt oft unbeachtet,
obwohl er viele Menschen betrifft: unangenehme
Gerüche aus der urbanen Infrastruktur.
Was für viele ein bloßes Ärgernis ist, kann sich
zum echten Problem für Lebensqualität, Gesundheit
und Stadtentwicklung vergrößern. Nicht
wenige Kommunen verzeichnen regelmäßig Beschwerden
über Geruchsbelastungen, insbesondere
in dicht besiedelten Gebieten und bei steigenden
Temperaturen. »Gerüche sind die unterschätzte
Form der Umweltverschmutzung«, sagt Christian
Elmauer aus der Geschäftsführung der coalsi
GmbH. »Sie wirken unmittelbar auf das Wohlbefinden
und beeinträchtigen die Wahrnehmung des
gesamten Umfelds.«
Wenn Infrastruktur zur Belastung wird
Ein zentraler Ursprung vieler Geruchsprobleme
liegt unter der Erde: in der Kanalisation. Hier entstehen
durch biologische Prozesse Gase wie Schwefelwasserstoff,
die nicht nur für den typischen Kanalgeruch
verantwortlich sind, sondern auch langfristig
die Infrastruktur angreifen. Korrosion und
Schäden an Leitungen verursachen hohe Folgekosten
für Städte und Gemeinden. Mit den Auswirkungen
des Klimawandels verschärft sich die Situation
zusätzlich. Höhere Temperaturen fördern die
Geruchsbildung, während Starkregen ereignisse
die Systeme belasten und zu vermehrten Emissionen
führen. Die Bekämpfung von Gerüchen
ist technisch anspruchsvoller, als es zunächst erscheint.
Viele herkömmliche Lösungen arbeiten
mit losen Aktivkohleschüttungen und einfachen
Geruchsverschlüssen. Diese Systeme stoßen jedoch
schnell an ihre Grenzen: Die Schüttungen
können durch Feuchtigkeit und Verschmutzungen
versotten, sich verdichten und den Luftaustausch
im Kanal erheblich beeinträchtigen oder
sogar vollständig verschließen. Zudem ist der Austausch
des Filtermaterials häufig sehr aufwendig.
Die eingeschränkte Belüftung erhöht gleichzeitig
die Korrosionsgefahr im Kanalsystem.
Moderne Filtersysteme setzen daher auf
kompakte, strukturstabile Filtermatten mit aufgebrachter
Aktivkohle. Durch das modulare Siphon-System
bleiben die Matten dauerhaft sauber
und trocken, sodass die Aktivkohle ihre Wirkung
ungehindert entfalten kann. Die coalsi GmbH hat
sich auf solche hybriden Filtersysteme spezialisiert.
Das Unternehmen aus dem Münchner Umland
entwickelt modulare Lösungen, die individuell
an die jeweilige Belastungssituation angepasst
werden können – von punktuellen Anwendungen
in der Kanalisation bis hin zu komplexeren Anforderungen
in Prozessen und kommunaler Infrastruktur.
Ein weiterer Vorteil ist die Wirtschaftlichkeit.
Durch den gezielten Abbau korrosiver Gase
können Schäden an Bauwerken und Leitungen
verhindert werden (MIC-Korrosion). Das verlängert
Wartungsintervalle und senkt die Kosten für
Sanierung und Instandhaltung. »Die Technologie
ist heute so weit, dass sich Geruchsprobleme in
vielen Fällen vollständig und nachhaltig lösen lassen.«
Die Herausforderung sei weniger die Technik
als vielmehr, die Sache rechtzeitig anzupacken.
Da sind sich wohl alle Experten einig: Um Städte
und Arbeitsumgebungen langfristig lebenswert zu
halten, muss das Thema Geruch stärker in den Fokus
rücken.
d
Filtersysteme
Moderne Filtersysteme setzen
auf kompakte, strukturstabile
Filtermatten mit aufgebrachter
Aktivkohle. Durch das
modulare Siphon-System bleiben
die Matten dauerhaft sauber
und trocken, sodass die Aktivkohle
ihre Wirkung ungehindert
entfalten kann.
»Gerüche sind die
unterschätzte Form der
Umweltverschmutzung.«
COALSI
Christian Elmauer
Geschäftsführer der coalsi GmbH
COALSI (2)
Mehr Aufmerksamkeit für ein
alltägliches Phänomen: Gerüche
aus der Kanalisation
oder aus Prozessen können
weitreichende Folgen haben
Kanal- & Rohrleitungsbau Juli 2026 61
»EC 18 Electric« stellt
Leistungsfähigkeit unter Beweis
SWECON – Die Leitungstiefbau
Dithmarschen GmbH setzt
auf elektrische Arbeitsgeräte
und Fahrzeuge – darunter der
E-Bagger »EC18 Electric«, der
im Einsatz mit hoher Leistung,
Zuverlässigkeit und Produktivität
punkten kann.
Die Leitungstiefbau Dithmarschen GmbH (LTBD)
ist noch ein sehr junges Unternehmen, das im
Januar 2024 als 100-prozentige Tochter der Stadtwerke
Heide GmbH gegründet wurde. Steigende
Preise und die sinkende Verfügbarkeit von fachlich
versierten Unternehmen brachten, so erläutert
Andreas Hein, Aufsichtsratsvorsitzender der
Stadtwerke Heide, die Idee der Gründung eines eigenen
Leitungsbauunternehmens ins Rollen. Mit Jan
Plath, Geschäftsführer der LTBD, und Stefan Vergo,
Geschäftsführer der Stadtwerke Heide und LT-
BD, stand auch schnell ein dynamisches Duo parat,
das den Aufbau des Unternehmens vorantrieb. Ausgestattet
mit einem Stammkapital von 500 000 Euro,
haben die Stadtwerke die Basis für einen erfolgreichen
Aufbau geschaffen. Eine eigens beauftragte
Zielnetzplanung der Stadt Heide für das Jahr 2045
attestierte ein schon jetzt gut ausgebautes Stromleitungsnetz,
das aber, bedingt durch die zukünftigen
Anforderungen für Digitalisierung und Elekt-
rifizierung sowie die Eigenverpflichtung, bis 2045
klimaneutral zu sein, einer konstanten Erweiterung
und Instandhaltung bedarf. Als kommunaler
Dienstleister umfasst das Geschäftsgebiet den Kreis
Dithmarschen. Aufgabenseitig beschäftigt man sich
mit dem Tief- und Rohleitungsbau, vom Hausanschluss
bis hin zu Montagearbeiten in allen Netzen
wie Gas, Strom und Trinkwasser. Dabei steht laut Gesellschaftszweck
das umweltgerechte Arbeiten nach
den Richtlinien des Klimaschutzes im Vordergrund.
Der elektrische Fuhrpark
»Aufgrund der im Unternehmenszweck festgehaltenen,
ökologischen Arbeitsweise und natürlich der guten
Voraussetzung, dass wir die Stadtwerke im Hintergrund
haben, fiel es uns etwas leichter in der Herangehensweise«,
erklärt Jan Plath die Bestrebung,
den gesamten Fuhrpark inklusive der Arbeitsgeräte
und Maschinen zu elektrifizieren. »Was teilweise
noch dagegenspricht, sind die Verfügbarkeit in
Regelwerke als Fundament
für Kanalbauqualität
GÜTESCHUTZ KANALBAU
– Im Kanalbau geht es um Qualität
und Präzision und darum,
rechtssicher, beständig und
nach dem Stand der Technik
zu arbeiten. Für Auftraggeber,
Planer und Baufirma ist
die fundierte Kenntnis der
einschlägigen Normen und
technischen Bestimmungen
daher Voraussetzung für eine
fachgerechte, sichere und
nachhaltige Bauausführung. Vor
diesem Hintergrund bietet die
Gütegemeinschaft Kanalbau
digitale Angebote zur aktuellen
fachlichen Information und zu
Regelwerken an.
Dazu gehören ein normorientiertes Onlineportal,
eine mobile WebApp sowie digitale
E-Learning- und Videoformate, die insbesondere
den Mitgliedern der Gütegemeinschaft zugänglich
sind. Wer Zugriff auf die jeweils gültigen Regelwerke
hat und über Änderungen frühzeitig informiert
wird, reduziert Risiken in allen Projektphasen.
»Fehlerhafte Ausschreibungen, unvollständige
Leistungsbeschreibungen oder Abweichungen vom
Stand der Technik lassen sich so vermeiden«, sagt
Christoph Wiesel, Leiter Bereich Grundlagen beim
Güteschutz Kanalbau. »Gerade im Kanalbau mit seinen
hohen Anforderungen an Dichtheit, Standsicherheit,
Dauerhaftigkeit und Arbeitssicherheit
ist die Orientierung an aktuellen Normen und Arbeitsblättern
deshalb ein zentraler Qualitätsfaktor.«
Gleichzeitig verändern Digitalisierung und mobile
Arbeitsweisen die Anforderungen an den Umgang
mit technischen Regelwerken. Informationen müssen
heute schnell, strukturiert und ortsunabhängig
verfügbar sein – auf der Baustelle ebenso wie im
Planungsbüro. Gefragt ist ein digitaler Zugang, der
Aktualität, Übersichtlichkeit und Praxistauglichkeit
miteinander verbindet. Die Gütegemeinschaft Kanalbau
bietet ein digitales Regelwerk an, das auf
dem Portal der DIN Media GmbH basiert und von
dieser betrieben wird. Nach einer umfassenden Aktualisierung
der Plattform konnten die Funktionen
GÜTESCHUTZ KANALBAU
Die Gütegemeinschaft bietet die digitale Möglichkeit, auf
fachliche Informationen für den Kanalbau zuzugreifen.
für ein effizientes Arbeiten deutlich erweitert werden.
»Mitglieder der Gütergemeinschaft profitieren
dabei von Sonderkonditionen und erhalten damit
einen deutlich erleichterten sowie kostengünstigeren
Zugang zu den Inhalten«, so Wiesel weiter.
»Die Regelwerke sind somit frei am Markt verfügbar,
für Mitglieder jedoch wirtschaftlich attraktiv
gebündelt.« Inhaltlich konzentriert sich das Angebot
auf das praxisrelevante Handwerkszeug der
Bauausführung im Kanalbau. Es handelt sich laut
Verein nicht um eine beliebige Sammlung sämtlicher
Produkt- oder Randnormen, sondern um gezielt
zusammengestellte Dokumente, die für die tägliche
Arbeit auf der Baustelle und in der Bauleitung
tatsächlich benötigt werden.
d
62
Juli 2026 Kanal- & Rohrleitungsbau
Kaum Geräusche, dafür hohe
Leistung: Das Unternehmen zeigt
sich zufrieden mit der neuen
Elektro-Arbeitsflotte.
auf der Baustelle. Ich kann mich mit meinem Kollegen
ohne Probleme beim Arbeiten abstimmen und
habe keine störenden Nebengeräusche. Wenn ich
dann den Bagger nicht bewege, schaltet er sofort in
den Ruhezustand, was erstens Akkuleistung spart
und zweitens noch einmal einen der großen Vorteile
zeigt – es gibt gar keine Geräusche mehr.«
Aufladen
In fünf bis sechs Stunden
lassen sich die Bagger über
einen 16-A-CEE-Anschluss
von 10 auf 100 Prozent
laden.
bestimmten Klassen und die Bezahlbarkeit bzw.
Wirtschaftlichkeit.« So setzte man bei den Pkws und
Transportern anfangs auf Hybride sowie klassische
Verbrenner, aber bei den Baumaschinen lag der Fokus
sofort auf vollelektrischen Lösungen. Neben Akkustampfern
kommen deswegen jetzt bei den beiden
Arbeitskolonnen zwei »Volvo EC18 Electric« zum Einsatz.
»Das war eigentlich für uns keine Frage, weil
unsere Baustellen meistens im innerstädtischen Bereich
liegen, wo gerade das emissionsfreie Arbeiten
von großem Vorteil für alle Beteiligten ist«, führt er
weiter aus. »Sie haben uns vom Leistungsspektrum,
der unkomplizierten Lademöglichkeiten dank Typ-2-
Stecker und der absolut ausreichenden Batterieleistung
her überzeugt.«
Ralf Schulz, der Erste auf dem »EC18 Electric«,
schildert seinen Eindruck: »Ich bin schon ein bisschen
skeptisch gewesen, weil ich vorher nur auf
Verbrennern gesessen habe, aber das hat sich sofort
gelegt. Die Bedienung ist ja vollkommen identisch,
und leistungsseitig zeigte er keine Schwächen.
Was mich aber wirklich begeistert, ist fast die Stille
Akkuleistung und -kapazität
Da kann Ralf Schulz jetzt schon aus Erfahrung sprechen
und bestätigt, dass sie mit der Akkuladung lässig
über den Arbeitstag kommen. Mit der 48-V-Lithium-Ionen-Batterie
sind herstellerseitig je nach
Arbeitseinsatz zwei bis fünf Stunden Betriebszeit
möglich. Aufgrund des automatischen Energiesparmodus,
in den die Maschine schaltet, sobald
sie nicht mehr bewegt wird, verringern sich die
Betriebsstunden, im Vergleich zum klassischen
Verbrenner, enorm. »Und wenn ich wirklich mal
keinen Saft mehr haben sollte, kann ich mit dem
›EC18‹ an jede normale Ladesäule fahren und ihn
dort laden. Das erhöht enorm die Flexibilität des
Baggers«, sagt er. Dies sei jedoch ein absoluter Ausnahmefall,
sodass die beiden »EC18 Electric« immer
über Nacht auf dem Betriebshof der Leitungstiefbau
Dithmarschen geladen werden. Hier lassen
sich die Bagger dann mit dem mitgelieferten Kabel
in fünf bis sechs Stunden über einen 16-A-CEE-Anschluss
von 10 auf 100 Prozent oder optional mit
einem Gleichstromschnellladegerät von 10 auf
80 Prozent in weniger als 55 Minuten laden. d
SWECON (2)
Der Einsatz von elektrisch betriebenen
Baggern hat sich laut Unternehmen bewährt
– punkten können die Maschinen
mit hoher Leistung sowie der »Stille auf
der Baustelle«.
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2026 63
TIEFBAU & TUNNELBAU
Die Liebherr-Fräse
»LSC 8-20« überzeugt
in Genua mit ihrem hohen
Drehmoment.
Wenn eine Fräse ihre Zähne
zeigt: Härtetest bestanden
LIEBHERR NENZING – Der Bau eines Mega-Trockendocks für große Kreuzfahrtschiffe
in Genua zählt zu den bedeutendsten maritimen Bauprojekten Italiens. Für
die anspruchsvolle Erstellung der Schlitzwände setzt das Unternehmen R.C.M.
Costruzioni S.r.l. auf drei Seilbagger von Liebherr: Der »HS 8100.1« ist mit dem
hydraulischen Greifer »HSG 5-18 L« ausgerüstet, während die beiden »HS 8130.1«
mit mechanischem Greifer und der Fräse »LSC 8-20« arbeiten. Das verbaute Eisen im
Baufeld wird für die Spezialtiefbau-Geräte dabei zur Herausforderung.
Für das maritime Infrastrukturprojekt müssen
Schlitzwände in unterschiedlicher Ausführung
erstellt werden. Abhängig von der statischen Funktion
als tragende oder nicht tragende Elemente unterscheiden
sie sich in Breite und Tiefe. Gemeinsam
ist ihnen allen, dass die Realisierung sehr herausfordernd
ist, denn im Hafenbereich sind Betonfundamente
mit sehr viel Eisen verbaut. Für das italienische
Unternehmen R.C.M. Costruzioni S.r.l. ist es
daher besonders wichtig, leistungsstarke Geräte einzusetzen,
die diese Bodenschichten durchdringen.
»Wir vertrauen schon seit vielen Jahren auf Liebherr.
In diesem Fall setzen wir eine groß dimensi-
onierte Schlitzwandfräse ein, um den Bauprozess
zu beschleunigen«, sagt Bauleiter Leoncio Fortunato.
Das hohe Drehmoment der Fräsräder ist bei diesem
Härtetest entscheidend. Ein großer Vorteil für
den Kunden ist, dass dieses am Liebherr-Standort
in Nenzing vorab am Prüfstand getestet und überprüft
werden kann.
Mit der Liebherr-Fräse »LSC 8-20« arbeitet R.C.M.
Costruzioni S.r.l. bis in eine Tiefe von 10 m. Das neue
Modell ist in Genua erstmals im Einsatz, nachdem es
auf der letzten Bauma dem Markt präsentiert wurde.
»Die Schlitzwandfräse ist äußerst leistungsstark
und zuverlässig. Sie verfügt über eine hohe Fräskraft
und ermöglicht einen gleichmäßigen und effizienten
Aushub, ohne dass es zu übermäßigen Belastungen
kommt«, erzählt Manuel Dazzi, der die Fräse bedient.
Für die weiteren Aushubarbeiten sind zwei Seilbagger
mit Schlitzwandgreifern ausgerüstet: der »HS
8100.1« mit dem hydraulischen »HSG 5-18« und der
»HS 8130.1« mit einer mechanischen Ausführung.
Damit wird bis zu 34 m in die stabile Tonschicht des
64
Juli 2026
Tiefbau & Tunnelbau
LIEBHERR (2)
Sorgt für einen effizienten
Bauvorschritt beim
Großprojekt in Genua:
die Schlitzwandfräse
»LSC 8-20« von Liebherr.
Bodens gegraben, um eine sichere Einbettung der
Schlitzwände zu erreichen. Sowohl die Fräse als auch
der hydraulische Greifer von Liebherr sind modular
aufgebaut und können je nach Baustellenanforderung
flexibel angepasst werden. Beide überzeugen
mit einem robusten Grundkörper, einem hohen
Gewicht und niedrigen Schwerpunkt, wodurch
eine noch bessere Vertikalität erreicht wird. Speziell
bei größeren Dimensionen der Schlitzwand oder
bei ausgesprochen schwierigen Bodenverhältnissen
wie beim Bau des Trockendocks in Genua ist das von
besonderer Bedeutung.
Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer
Alle drei Seilbagger von Liebherr sind nicht nur in
der Anwendung gut kombinierbar, sondern auch
für die Bedienenden, da die Steuerung über das jeweils
gleiche Kabinenkonzept mit den gleichen Bedienhebeln
und Bildschirmen erfolgt. So kann zwischen
den Geräten einfach gewechselt und produktiv
gearbeitet werden. »Ausschlaggebend für die
Wahl der Maschinen sind ihre hohe Leistungsfähigkeit,
Zuverlässigkeit und der umfassende Wartungsservice
sowie die technische Beratung von Liebherr
bei der Planung und Umsetzung der einzelnen Bauphasen.
Das trägt maßgeblich zur erfolgreichen und
termingerechten Durchführung der Bauarbeiten an
der Kaianlage bei«, sagt Bauleiter Leoncio Fortunato.
»Das ganze Projekt ist durch eine enge Zusammenarbeit
zwischen Bauunternehmer und Hersteller,
moderne Technik und präzise Planung gekennzeichnet.
Das Ziel ist die erfolgreiche Realisierung
eines leistungsfähigen Infrastrukturprojekts von nationaler
Bedeutung.«
s
Schlitzwände
Schlitzwände sind tiefreichende
Wandkonstruktionen im Baugrund
aus Beton, Stahlbeton oder Bindemitteln,
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Juli 2026 65
Schwerlastarbeiten für das
neue U-Bahn-Netz von Paris
SENNEBOGEN – Die Spezialtiefbauarbeiten für das künftige U-Bahn-
Netz des Grand Paris Express laufen auf Hochtouren. Auf der Linie 15 West
sind die Teams von NGE Fondations an mehreren Baustellen gleichzeitig
im Einsatz und nutzen gleich mehrere Krane und Seilbagger von Sennebogen
sowohl für die anfallenden Fundament- als auch für die Hebearbeiten.
Seilbagger
Die Schwerlasthebearbeiten übernimmt
der 140 t schwere Seilbagger
»6140 HD« – ausgestattet
mit zwei 350-kN-Freifallwinden.
Der Grand Paris Express ist ein neues Untergrund-Verkehrsnetz
für den Großraum Paris,
das bereits seit 2016 im Bau ist und Anfang
der 2030er-Jahre finalisiert werden soll. Das Infrastrukturprojekt
ist eines der derzeit größten
in Europa und umfasst sechs vollautomatisch betriebene
U-Bahn-Linien, die das bestehende Pariser
Metro-System erweitern, inklusive 68 Stationen
und sieben Technischer Zentralen. Es
entsteht ein neues, nachhaltig ausgelegtes Liniennetz,
das vor allem die Anbindung und den
Austausch der umliegenden Gemeinden unter-
einander deutlich verbessern soll. Die neue Linie
15 West wird nach ihrer Fertigstellung die
längste U-Bahn-Linie Frankreichs und als Umgehungsstrecke
um den Stadtkern insgesamt 45 Gemeinden
und vier Departements der Region Îlede-France
durchqueren.
Zusammen mit dem General-Bauunternehmen
Webuild und dem französischen Technikdienstleister
Equans France hat das französische
Tiefbauunternehmen NGE Fondations als Gruppe
Ende Mai den vierten und letzten Staatsauftrag für
die Planung und den Bau des westlichen Abschnitts
der Linie 15 erhalten. Das Projekt hat ein Volumen
von 1,38 Mrd. Euro und soll bis Ende 2031 fertiggestellt
werden. Dieses finale Teilstück wird letztlich
die Linie 15 abschließen. Es wird den Bahnhof
Bécon-les-Bruyères mit dem Bahnhof Saint-Denis
– Pleyel verbinden und umfasst 7 km Tunnel, vier
66
Juli 2026
Tiefbau & Tunnelbau
Der Raupentelekran »673E« unterstützt
die Betonierarbeiten, die Vorbereitung
der Bewehrungskörbe und verschiedene
Verladearbeiten auf der Baustelle des
Bahnhofs Les Grésillons in Gennevilliers.
neue Bahnhöfe mit Anschlüssen an das bestehende
Netz und wichtigen Gebäudeblöcken.
Zwei Spezialtiefbauprojekte
in Gennevilliers
Seit einigen Monaten haben die Teams von NGE
Fondations mit den Arbeiten an den Schlitzwänden
begonnen, um die Fundamente für die ersten beiden
Bauprojekte des von NGE geleiteten Konsortiums
zu erstellen: Dies betrifft zum einen den Servicetunnel
»Les Caboeufs« in der Gemeinde Gennevilliers.
Dieser Standort wird der Eingangsschacht
bzw. das Servicebauwerk für die Tunnelbohrmaschine
sein, die einen 7,5 km langen Tunnel bohren
wird. Die Besonderheit dieses Bauabschnitts
liegt in der Arbeitsweise der Tunnelbohrmaschine,
die in zwei aufeinanderfolgenden Schritten arbeitet.
Ein erster Abschnitt von 1,2 km wird in östlicher
Richtung bis nach Saint Ouen gebaut, ein
zweiter Abschnitt stellt dann die Verbindung zum
Geschäftsviertel »Bécon les Bruyères« in Richtung
Courbevoie / La Défense her.
1 200 mm dicke Schlitzwände erstellt
Als Vorbereitung für die anstehende Tunnelbohrung
kümmert sich NGE um den Bau der
1 200 mm dicken Schlitzwände. Diese werden mit
einem »6130HD«-Seilbagger von Sennebogen mit
Stein-Schlitzwandgreifer und einer Hydrofräse
durchgeführt. Die Schlitzwandlamellen weisen eine
Tiefe von 50 m auf, wobei die Außenwände 1 000 mm
Der Raupenkran »3300« der Firma Force-Loc kümmert
sich um die Montage der Bewehrungskörbe beim
Servicebauwerk für die Tunnelbohrmaschine.
SENNEBOGEN (3)
und die zentrale Trennwand sogar 1 200 mm Wandstärke
misst. Zwei Verschlussplatten – je eine an beiden
Enden – vervollständigen das Bauwerk und fungieren
als Abschirmung in beide Richtungen, sodass
eventuell von der Tunnelbohrmaschine generierte
Leckagen vermieden werden können.
Schwerlasthübe mit Raupenkran
Die anfallenden Hebearbeiten, insbesondere die
der Bewehrungskörbe, werden mit dem Raupenkran
»3300« mit einer Tragkraft von 125 t durchgeführt,
der von der Firma Force-Loc zur Verfügung
gestellt wurde. Ausgestattet mit einer Hauptwinde
und einer Hilfswinde gewährleistet der Kran das
sichere Anheben der Baustahlmatten, sodass die
geschweißten Metallkonstruktionen unversehrt
bleiben. Die Schwerlasthebearbeiten übernimmt
der ebenfalls auf der Baustelle eingesetzte 140 t
schwere Seilbagger »6140 HD«. Ausgestattet mit
zwei 350-kN-Freifallwinden wird dieser mit einem
1 500 mm-Schlitzwandgreifer ebenfalls bei den Tiefbauarbeiten
auf der nächsten Baustelle des Bahnhofs
Gare des Agnettes zum Einsatz kommen.
Ninos Salur, Bauingenieur des Servicebauwerks,
erklärt: »Sowohl beim Heben als auch bei
den Fundamentarbeiten haben sich die Krane
und Seilbagger als effizient erwiesen. Auch bei der
nächsten Baustelle am Bahnhof Les Agnettes werden
wir die Seilbagger wieder einsetzen und dabei
den ›6130HD‹ für die Schwerlasthübe und den
›6140HD‹ für die Erstellung der Schlitzwände nutzen.
Die Schlitzwände sollen an diesem Bahnhof
eine Breite von 1 500 mm haben.« Nach der Fertigstellung
der Schlitzwände übergibt das Bauunternehmen
das Projekt planmäßig an die Erdbau- und
Tiefbauteams, die das Material ausheben und so die
eigentliche Baugrube erstellen, damit ab Herbst die
Tunnelbohrmaschine loslegen kann.
d
1 200
Millimeter
Als Vorbereitung für die Tunnelbohrung
kümmert sich NGE um
den Bau der 1 200 mm dicken
Schlitzwände. Diese werden mit
einem »6130HD«-Seilbagger mit
Stein-Schlitzwandgreifer und einer
Hydrofräse durchgeführt.
Tiefbau & Tunnelbau Juli 2026 67
»HKR 11000« bei
Airlift-Bohrarbeiten eingesetzt
Airlift-Bohrvorgang bei einem Brunnenbauprojekt: Das
Bohrgerät ist mit integrierten Dynaset-Lösungen für
Druckluft und Stromerzeugung vor Ort ausgestattet.
tion des Kompressors in die Bohranlage profitiert
Nordmeyer von einer vereinfachten Installation, einer
optimierten Raumnutzung und einer verbesserten
betrieblichen Flexibilität. »Der ›HKR 11000‹
ist für große Airlift-Bohrarbeiten im Brunnenbau
unverzichtbar. Wir schätzen das kompakte Design,
die einfache Installation und die hohe Zuverlässigkeit.
Die Anlage ermöglicht zudem erhebliche Zeitersparnisse
und verbessert die Effizienz unserer
Projekte«, so Jan-Henrik Schubert, Vertriebsleiter
bei Nordmeyer Technologies
DYNASET (2)
DYNASET – Grundsätzlich gilt: Brunnenbauprojekte erfordern leistungsstarke und
dennoch kompakte Geräte, die in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig arbeiten.
Die Nordmeyer Technologies GmbH mit Sitz in Salzgitter setzt beispielsweise
Dynaset-Lösungen ein – darunter den hydraulischen Schraubenkompressor »HKR
11000«, der bei Airlift-Bohrungen und mobilen Bohranwendungen Verwendung findet,
bei denen Integration, Flexibilität und Zuverlässigkeit entscheidend sind.
11 000
Liter pro Minute
Der Kompressor liefert bis zu
11 000 l/min (388 cfm) Druckluft
bei einem maximalen Druck von
10 bar (145 psi) und gewährleistet
so einen konstanten Luftstrom für
anspruchsvolle Einsätze.
Nordmeyer ist auf geothermische Bohrungen
und Brunnenbauprojekte spezialisiert. Die Arbeiten
finden häufig auf offenen Feldern, in Tagebaustandorten
und in dicht besiedelten Gebieten
statt, wo die Ausrüstung kompakt, effizient
und leicht in mobile Bohrgeräte zu integrieren
sein muss. In solchen Umgebungen ist der Platz
begrenzt und die Betriebssicherheit von entscheidender
Bedeutung.
Zuverlässige Druckluft für Airlift-Bohrungen
Bei Brunnenbauprojekten spielt Druckluft eine
zentrale Rolle bei Airlift-Bohrarbeiten. Das System
muss einen kontinuierlichen und stabilen Luftstrom
liefern, um eine gleichbleibende Hubleistung
auch in größeren Tiefen zu gewährleisten.
Der »HKR 11000« wandelt die Hydraulikleistung
des Bohrgeräts in Druckluft für anspruchsvolle
Airlift-Bohrarbeiten um. Eine der Schlüsselkomponenten
in Nordmeyers Anlage ist der hydraulische
Schraubenkompressor. Er wandelt die Hydraulikleistung
des Bohrgeräts direkt in Druckluft um, wodurch
keine separate, eigenständige Kompressoreinheit
erforderlich ist. Durch die direkte Integra-
Zusatzausrüstung für effizienten Betrieb
Nordmeyer setzt regelmäßig die hydraulische
Hochdruckwasserpumpe »220/30« zur Reinigung
von Bohrgeräten ein. Die Pumpe ist mit einer
Waschpistole und einer Schlauchtrommel ausgestattet,
was eine effiziente Reinigung direkt über
das Hydrauliksystem des Bohrgeräts ermöglicht.
Die Sauberhaltung der Ausrüstung verbessert die
Betriebssicherheit und trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit
unter staubigen und schlammigen Bedingungen
aufrechtzuerhalten. Je nach Konfiguration
des Bohrgeräts setzt Nordmeyer in der Regel entweder
den »HG 6,5 kVA« oder den »HG 10 kVA« ein,
der Elektrizität direkt aus dem Hydrauliksystem des
Bohrgeräts liefert. Dieser integrierte Ansatz unterstützt
einen effizienten Baustellenbetrieb, ohne
auf separate externe Stromaggregate angewiesen
zu sein. Laut Nordmeyer gehören zu den wichtigsten
Vorteilen der Dynaset-Geräte bei Brunnenbauprojekten:
kompakte Bauweise, einfache Installation,
hohe Zuverlässigkeit, erhebliche Zeitersparnis
und verbesserte Gesamteffizienz des Projekts.
In anspruchsvollen Bohrumgebungen wirken sich
diese Faktoren direkt auf die Betriebszeit, die Logistik
und die Kostenkontrolle aus.
Der »HKR 11000« wandelt die Hydraulikleistung des Bohrgeräts
in Druckluft für anspruchsvolle Airlift-Bohrarbeiten um.
d
68
Juli 2026
Tiefbau & Tunnelbau
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Tiefbau & Tunnelbau Juli 2026 69
Unterstützung für
Infrastrukturprojekt im Himalaya
Das rund 27,4 km lange
Shimla-Bypass-Projekt
wurde konzipiert, um
den Durchgangsverkehr
aus der Stadt Shimla
herauszuführen und
städtische Staus zu
reduzieren.
Sprengarbeiten eingeschränkt oder zeitweise ausgesetzt
waren. Für den Untertageeinsatz wurden
mehrere technische Anpassungen vorgenommen,
u. a. hinsichtlich Tunnelquerschnitt, Arbeitszyklen
und Dauerbelastung. Nach der Inbetriebnahme
und einer kurzen Stabilisierungsphase lieferte
der Abbruchhammer eine gleichmäßige und präzise
Löseleistung und ermöglichte einen kontinuierlichen
Tunnelvortrieb, ohne Sicherheits- oder
Genehmigungsanforderungen zu beeinträchtigen.
EPIROC – Mit der Bereitstellung
einer mechanisierten Lösung
zum Tunnelvortrieb hat Epiroc
den erfolgreichen Fortschritt des
Shimla-Bypass-Tunnelprojekts
unterstützt. Ausgeführt wird der
Auftrag von Bharat Constructions
(India) Pvt. Ltd., einem der führenden
indischen Unternehmen
im Straßen- und Tunnelbau. Das
Projekt ist Teil eines strategischen
Infrastrukturprogramms der
National Highways Authority of
India (NHAI) entlang des National
Highway 5 (NH 5), einer zentralen
Verkehrsachse im Bundesstaat
Himachal Pradesh.
Service
Über die reine Bereitstellung
der Ausrüstung hinaus unterstützte
Epiroc das Projekt durch
strukturierte Schulungen zu
Betrieb und Wartung für Ingenieure
und Baustellenpersonal.
Das rund 27,4 km lange Shimla-Bypass-Projekt
wurde konzipiert, um den Durchgangsverkehr
aus der Stadt Shimla herauszuführen, städtische
Staus zu reduzieren und gleichzeitig die regionale
Mobilität im gebirgigen Bundesstaat zu verbessern.
Die Trasse umfasst mehrere Tunnel, Brücken und
Durchlässe und verläuft durch geologisch sensibles
Himalaya-Gelände. Komplexe Gesteinsformatione
sowie die Nähe zu besiedelten Gebieten erfordern
eine besonders sorgfältige Bauplanung.
Einschränkungen
in sensiblen Tunnelabschnitten
Ein wesentlicher Teil der Tunnelarbeiten wurde
mit dem konventionellen Sprengvortrieb nach der
Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NATM)
ausgeführt, die flexible Sicherungsmaßnahmen
auf Basis des beobachteten Gebirgsverhaltens erlaubt.
Obwohl sich NATM grundsätzlich für die variablen
geologischen Bedingungen im Himalaya eignet,
führten Einschränkungen beim Sprengen in
bestimmten Tunnelabschnitten – insbesondere in
der Nähe bewohnter Zonen – zu Herausforderungen
in Bezug auf Erschütterungskontrolle, Sicherheitsauflagen
und Bauzeiten. Zur Bewältigung dieser
Rahmenbedingungen führte Epiroc eine detaillierte
technische Analyse durch und empfahl den
Einsatz des Hydraulikhammers »HB 3600 DP«. Dieses
Anbaugerät wurde als Alternative eingeführt,
um den Vortrieb auch dort aufrechtzuerhalten, wo
Schulungen und Vor-Ort-Support
sichern Projektausführung
Über die reine Bereitstellung der Ausrüstung hinaus
unterstützte Epiroc das Projekt durch strukturierte
Schulungen zu Betrieb und Wartung für
Ingenieure und Baustellenpersonal. Der Fokus
lag dabei auf Zuverlässigkeit, Verschleißmanagement
und sicherem Untertagebetrieb. Ergänzende
Bedienerschulungen trugen dazu bei, den hydraulischen
Abbruchhammer auch unter anspruchsvollen
Einsatzbedingungen effizient zu
nutzen. Dieser integrierte Ansatz ermöglichte eine
schnelle Einbindung der Maschine in den Bauablauf,
eine höhere technische Verfügbarkeit und
eine verlässliche Leistung während kontinuierlicher
Vortriebs zyklen – entscheidende Faktoren
bei Tunnelprojekten mit langer Laufzeit und hohen
regulatorischen sowie geologischen Anforderungen.
EPIROC (2)
Peter Royston, Business Line Manager – Attachments
Division bei Epiroc India, sagte: »Mit derzeit
rund 3 km Tunnelbau in Ausführung zeigt dieses
Projekt, wie mechanisierte, präzisionsorientierte
Vortriebslösungen den Baufortschritt sichern können,
wenn konventionelle Sprengverfahren eingeschränkt
sind. Ähnliche Infrastrukturprojekte in
sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf
solche Technologien setzen.«
Epiroc führte eine detaillierte technische Analyse durch und
empfahl den Einsatz des Hydraulikhammers »HB 3600 DP«.
j
70
Juli 2026
Tiefbau & Tunnelbau
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Tiefbau & Tunnelbau Juli 2026 71
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
Warum der Flottenmanager
für Unternehmen immer
wichtiger wird
VON
PETER LANG
WEBFLEET – Der jährlich stattfindende Pressetag von Webfleet Solutions fand
Anfang Juni in der Webfleet-Niederlassung in Barcelona statt. Im Mittelpunkt
der Veranstaltung stand die Frage, wie die Digitalisierung, insbesondere die
rasante Entwicklung von KI, die Aufgaben eines Flottenmanagers verändert. Das
Webfleet-Management um CEO Jan-Maarten de Vries erläuterte, wie die enorme
Datenflut beherrscht und mithilfe von Webfleets Softwarelösungen zu mehr Nachhaltigkeit
und höherer Profitabilität für die Unternehmen führen kann – und aus
dem Fuhrparkmanager alter Schule einen »operational intelligence leader« macht.
Gerade die aktuell hohen Kraftstoffpreise
setzen viele Unternehmen, die über größere
Fuhrparks verfügen, unter enormen Kostendruck.
Dies ist ein Bereich, in dem moderne
Flottenmanagement-Lösungen ansetzen und
Unternehmen dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch
und damit die Kosten systematisch zu
senken. Aber nicht nur da – auch bei Themen
wie Wartung, Sicherheit und Risikoprävention sowie
der Optimierung von Betriebszeiten spielt das
richtige Flottenmanagement eine zentrale Rolle.
»Die Bedeutung des Flottenmanagers wird in
Der Fahrer ist ein entscheidender
Faktor im modernen
Flottenmanagement – mit
»Webfleet OptiDrive 360«
lassen sich detaillierte
Fahrstilanalysen anfertigen
und die Fahrer entsprechend
coachen.
WEBFLEET (3)
72
Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
VOR ORT
Was KI bringt
Der Vorteil von KI-gestützten Lösungen ist
es, Datenmaterial in richtige Entscheidungen
zu verwandeln. Der Flottenmanager gewinnt
dadurch Zeit, um die passenden Strategien für
sein Unternehmen zu entwickeln.
Mehr Sicherheit: Mit den KI-basierten
Videotelematiklösungen »Webfleet
Video 2.0« kann die Zahl der Unfälle
signifikant verringert werden.
der heutigen Zeit immer wichtiger für das Unternehmen«,
betont Jan-Maarten de Vries, President
Fleet Management Solutions bei Bridge-
stone und CEO Webfleet.
War der Fuhrparkmanager früher eher ein
Feuerwehrmann, der die Kosten im Blick hatte
und dann reagierte, wenn Fahrzeuge gewartet
oder repariert werden mussten, so haben sich
die Anforderungen sukzessive verändert. Heute
sind die zu betreuenden Fuhrparks größer, es
gibt mehr staatliche Regulierungen, mehr Wettbewerb
und vor allem – dank moderner Telematiklösungen
– mehr Datenmaterial, das es auszuwerten
gilt.
Modernes Wartungsmanagement
erhöht Betriebszeit
Jan-Maarten de Vries nennt den heutigen Flotten-
oder Fuhrparkmanager deshalb einen »operational
intelligence leader«. Er muss das umfangreiche
Datenmaterial nutzen, um die richtigen
Entscheidungen zu treffen, Störfälle vor ihrem
Eintreten verhindern, eine hohe Betriebszeit
der Flotte sicherstellen (Uptime) und mit seinen
Maßnahmen den Profit des Unternehmens erhöhen.
Stand der Flottenmanager früher als Techniker
eher am Rande, so füllt er heute mit seiner
Kompetenz eine zentrale Managementfunktion
im Unternehmen aus.
Um dieses komplexe Aufgabenfeld zu bearbeiten,
sind digitale Tools unabdingbar. Ein aktuelles
Thema bei Webfleet heißt »Predictive
Maintenance«, also eine vorausschauende Wartungsstrategie.
Dies bedeutet, dass der Flottenmanager
mithilfe moderner Telematiklösungen und
KI nicht nur erkennen kann, was passiert, sondern
frühzeitig versteht, was als Nächstes passieren
könnte. Der Flottenmanager orientiert sich
also nicht mehr an festen, vom Hersteller vorgegebenen
Wartungsintervallen, sondern erkennt
anhand von realen Betriebsdaten, wann verschlissene
Ersatzteile ausgetauscht bzw. Wartungen
durchgeführt werden müssen. Webfleet bietet
dazu mit »Webfleet Vehicle Diagnostics« ein Programm
an, das Fahrzeugdaten wie Fehlercodes
oder CAN-Signale kontinuierlich abbildet und in
Verbindung mit KI-gestützten Analysen Trends
und Verschleißentwicklungen frühzeitig erkennt.
Auch routinemäßige Fahrzeugkontrollen
vor Beginn der Fahrt können mithilfe von »Webfleet
Vehicle Check« vom Fahrer über eine Smart-
phone-App durchgeführt und Checklisten direkt
übermittelt werden – dies minimiert Verwaltungsaufwand
und sorgt dafür, Fahrzeuge schneller auf
die Straße zu bringen.
Fahrstilanalyse mit
»Webfleet OptiDrive 360«
Ein wichtiger Faktor beim Thema Sicherheit oder
Kraftstoffverbrauch ist die Leistung der Fahrer.
90 Prozent aller Unfälle seien auf das Verhalten
der Fahrer zurückzuführen, betont Jan-Maarten de
Vries. Um die eigene Flotte sicherer und effizienter
zu betreiben, ist deshalb eine Fahrstilanalyse unabdingbar.
Mit »Webfleet OptiDrive 360« kann der
Flottenmanager Kennzahlen wie Geschwindigkeit,
Verbrauch, Schaltverhalten oder Tempomat-Nutzung
der Fahrer analysieren und ihnen Hinweise
liefern, wie sie ihr Fahrverhalten verbessern und
den Kraftstoffverbrauch senken können. Der »Opti-
Drive-Score« erstellt dazu eine Rangliste der Fahrer
mit ihren Stärken und Schwächen – optimiert
wird das System durch den integrierten »Webfleet
Fleet Advisor«. Diese generative KI-Lösung ermöglicht
dem Flottenmanager, mit dem »Fleet Advisor«
in ein Gespräch einzusteigen und sofort visuell aufbereitete
Antworten in Tabellen- oder Diagrammform
zu erhalten.
Noch einen Schritt weiter geht die ebenfalls
KI-gestützte Videotelematiklösung »Webfleet Video
2.0«. Mit den zwei neuen Kameras »CAM
Lite« und »CAM Pro« werden mittels KI und maschinellem
Sehen das Fahrverhalten, der Zustand
der Straße sowie mögliche Gefahren noch
»KI-gestützte Videound
Telematiklösungen
können so das Auftreten
von Unfällen um bis zu
40 Prozent reduzieren.«
Jan-Maarten de Vries,
Webfleet-CEO
Bau- & Nutzfahrzeuge Juli 2026 73
WEBFLEET
Anja Nüsse, Senior
Product Trainer bei Webfleet,
zeigte im Showroom einige
Webfleet-Produkte, wie die
Videotelematiklösungen
»CAM Pro« und »CAM Lite«.
PETER LANG
Beim Pressetag von Webfleet
stand auch ein Besuch
der Firma Anticimex auf
dem Programm – für seine
800 Fahrzeuge umfassende
Flotte in ganz Spanien nutzt
das Unternehmen »Webfleet
OptiDrive 360«, um seinen
Kraftstoffverbrauch zu
senken.
genauer analysiert. Der Fahrer wird unmittelbar
vor möglichen Gefahren gewarnt (Handynutzung,
Ermüdung oder riskantes Verhalten anderer
Verkehrs teilnehmer) und kann entsprechend
reagieren. Das Video-System ist ebenfalls in »Opti-
Drive 360« eingebunden, sodass der Flottenmanager
das Fahrverhalten im Zeitverlauf verfolgen
und verbessern kann. Außerdem werden bei Zwischenfällen
die Videoaufnahmen automatisch gespeichert
und in die Cloud geladen – ein Vorteil bei
der Unfallaufklärung, um Versicherungsansprüche
zu beschleunigen und Betrugsversuche zu verhindern.
»KI-gestützte Video- und Telematiklösungen
können so das Auftreten von Unfällen um
bis zu 40 Prozent reduzieren«, hebt Jan-Maarten
de Vries einen wesentlichen Vorteil von »Webfleet
Video 2.0« hervor.
Das sensible Thema Datenschutz hat Webfleet
dabei ebenfalls immer auf dem Schirm. Damit Datenschutzvorgaben
wie die DSGVO zuverlässig eingehalten
werden, behalten Flottenmanager in der
Webfleet-Plattform jederzeit die Kontrolle – von
Kameraeinstellungen bis zu Datenspeicherung,
Verschlüsselung und Zugriffsrechten. Bei Bedarf
sorgen optionale Linsenabdeckungen für zusätzlichen
Schutz der Privatsphäre.
Übrigens: Schon im September wird Webfleet
seine neuesten KI-gestützten Lösungen für
das Flottenmanagement präsentieren – pünktlich
zur IAA Transportation in Hannover.
L
»Proboss«-Sitzlösungen für Baumaschinen
GRANIT PARTS – Mit neuen
Sitzmodellen und erweiterten
Ausstattungsvarianten baut
Granit Parts aktuell das »Proboss«-Sortiment
für Baumaschinensitze
weiter aus. Im Fokus
stehen neue Premium-Sitzlösungen
für moderne Maschinenarbeitsplätze,
die Komfort,
Ergonomie und Funktionalität
gezielt miteinander verbinden.
GRANIT PARTS
Neue Sitzlösungen von »Proboss«
für Baumaschinen vorgestellt.
Zu den Neuheiten gehören die Modelle »AS7550«,
»AS6550« und »AS5550« sowie zusätzliche Varianten
des bewährten »AS3510«, darunter eine
Ausführung im John-Deere-Design und ein neues
PVC-Modell für Einsätze unter besonders robusten
Bedingungen. Die neuen »Proboss«-Sitze wurden
speziell für moderne Maschinenarbeitsplätze entwickelt.
Sie bieten zahlreiche Funktionen, die Komfort
und Ergonomie auf ein neues Niveau heben.
Ergonomie, Komfort und individuelle Anpassung
So sorgen die 550 mm breiten Sitzkissen und Federungssysteme
für noch mehr Bewegungsfreiheit
und Fahrkomfort, vor allem in Großraumkabinen.
Die im Sitz integrierte Klima- und Kühlfunktion unterstützt
den Fahrer auch an heißen Arbeitstagen,
während die mehrstufige Sitzheizung den Komfort
in der kalten Jahreszeit erhöht. Pneumatische Lordosenstützen
entlasten den Rücken des Fahrers
und helfen insbesondere bei langen Einsätzen, Ermüdungserscheinungen
zu reduzieren. Neue Federungs-
und Dämpfungssysteme reduzieren Vibrationen
und Stöße und verbessern die Laufruhe
der Maschine. Damit ist auch auf unebenem Untergrund
jederzeit ein ruhiges Fahrgefühl gegeben.
Ein wesentliches Merkmal der neuen Sitz-Generation
ist aus Sicht von Granit Parts außerdem das
automatische Positionierungssystem (APS). Durch
das APS wird die Sitzhöhe automatisch in Abhängigkeit
vom Gewicht des Fahrers auf die optimale
Position eingestellt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit,
die individuelle Sitzhöhe manuell nachzujustieren.
Weiterentwickelte Bedienelemente
zum Einstellen des Sitzes ermöglichen außerdem
die intuitive Handhabung im täglichen Einsatz. Begleitend
zur Sortimentserweiterung erscheint eine
neue »Proboss«-Broschüre mit mehr als 80 Seiten
technischen Produktinformationen, Anwendungsübersichten
und passgenauem Zubehör für zahlreiche
Fahrzeugtypen.
d
74 Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Neue
»Grandload«-
Generation vorgestellt
MEILLER
In der Basisausführung bringt
der Ganzstahlkipper nach
Herstellerangaben »kaum mehr
als 5,6 t auf die Waage«.
MEILLER – Nach einer umfangreichen
technischen Überarbeitung
seines Kippsattels führt
der Münchener Aufbauhersteller
nun auch eine neue Typenbezeichnung
für seine Lösung
im Schüttguttransport ein:
Mit dem »Grandload« möchte
Meiller einen Kippsattel zeigen,
der höhere Robustheit, aber
auch komfortable Bedienung
mit sich bringen soll – die neue
Bezeichnung hingegen vereinfacht
die wichtigsten Merkmale
und fasst damit die Vorzüge des
Kippsattels zusammen.
Kippsattel-Serie erhält
neue Bezeichnung
Bei der Bezeichnung
der »Grandload«-Kippsattelserie
vereinfacht Meiller die Typenbezeichnung.
Künftig setzt sich
die Bezeichnung nur noch aus
drei Merkmalen zusammen:
dem Aufbautyp, der Achsanzahl
und der Nennlänge. So wird
aus einem »Grandload MHPS
44/3N« zukünftig ein »Grandload
P3-76«. Das »P« steht dabei für
die Halfpipe-Ausführung, die »3«
für drei Achsen und die »76« für
eine Länge von 7 600 mm.
Die wesentlichsten Änderungen hat Meiller laut
eigener Aussage am verwindungssteifen Chassis
aus geschweißten Längs- und Torsionsquerträgern
vorgenommen: Der KTL (kathodische Tauchlackierung)-grundierte
Fahrwerkrahmen (bis 7,6 m
Länge) wurde damit umfassend erneuert. Vor allem
am Rahmenkopf habe man einiges verändert, Kritikpunkte
der Kunden beseitigt und den markanten
Schwanenhals glattgebügelt, wie Meiller mitteilt.
Zudem lassen sich die Stahlprofile nun robotergesteuert
schweißen, was eine langfristig gleichbleibend
hohe Qualität und Fertigungsgenauigkeit
garantieren soll. Gleichzeitig hilft diese konstruktive
Veränderung, der Rissbildung bei starker Belastung
entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird das
Bauteil dadurch weniger korrosionsanfällig. Beides,
so der Hersteller weiter, erhöhe die Lebensdauer
der »Grandload«-Produktreihe entscheidend.
Komfortablere Bedienung
Parallel zur noch stabileren Ausführung des Kippsattelanhängers
erhalten die Anwender laut Meiller
ein größeres, massives Kronenblech mit deutlich
mehr Abstand zwischen den einzelnen Anschlüssen
für Elektrik, Luftdruck und Hydraulik. Der Fahrer
bekommt dadurch einen leichteren Zugang zu
den Versorgungsanschlüssen und kann die Kopplung
des Kippsattels mit der Sattelzugmaschine
schneller und komfortabler bewerkstelligen. Ferner
gibt es eine neue, montierte Brückeneinführung
ohne separate Kunststoffauflage, aber dafür
mit Verstärkung im Längsträger. Künftig wird die
Kippbrücke beim Ablassen nicht mehr von außen,
sondern von innen in den Rahmen eingeführt. Das
hat laut Herstellerangaben den Vorteil, dass sich
die beide Gegenstücke besser ergänzen und in Fahrstellung
eine stabilere Einheit bilden. Durch den
Wegfall der Schweißnaht zwischen Längsträger
und Stirnwand fällt die bisherige Stufe am Grundrahmen
weg, sodass die Mulde jetzt noch sanfter
und gleichmäßiger in das Chassis gleiten kann. Für
die Langlebigkeit dieses Vorgangs lässt sich bei Bedarf
die geschraubte Brückeneinführung mit wenigen
Handgriffen seitlich einstellen. Zusätzliche
Distanzbleche sind dafür laut Meiller nicht nötig.
Einfache Aufrüstung
Eine weitere, wesentliche Neuerung ergibt sich
beim Bedienstand des Kippsattels. Aufgrund des
geänderten Rahmenvorbaus lässt sich das Arbeitspodest
nun sogar einfacher an der Gegenplatte des
Grundrahmens anbauen. Das ist wichtig, sobald
der Kunde sich nachträglich für eine Aufrüstung
mit einem Bedienstand entscheidet. Dazu wird
das Stehpodest innerhalb des Rahmens montiert.
Die Anschlusskonsole für die Versorgungsleitungen
wandert dann mit nach vorn und befindet sich
unterhalb der Kontrollplattform, um laut Meiller
weiterhin eine optimale Zugänglichkeit zu den Anschlüssen
zu gewährleisten. Um dem abrasiven
Verschleiß am Heck entgegenzuwirken, kann der
Ladeboden im hinteren Drittel des Aufliegers optional
verstärkt ausgeführt werden. Die Materialstärke
lässt sich dort bedarfsgerecht auf bis zu 6 mm erhöhen.
Einen Nutzlastverlust muss der Anwender
laut Hersteller dabei nicht in Kauf nehmen: In der
Basisausführung bringt der Ganzstahlkipper kaum
mehr als 5,6 t auf die Waage.
d
Bau- & Nutzfahrzeuge Juli 2026 75
Kürzlich startete die sechsmonatige Testphase,
um den emissionsfreien Schwerverkehr
innerhalb von Europa voranzubringen.
Emissionsfreien
Schwerverkehr
vorantreiben
IVECO – Ein neuer
batterieelektrischer Prototyp
für schwere Logistik im
Verteiler- und Fernverkehr soll
unter realen Bedingungen
getestet werden. Der Praxiseinsatz,
so die Aussage, könne
wichtige Erkenntnisse für die
breite Einführung emissionsfreier
Nutzfahrzeuge in der
europäischen Logistik liefern.
Im Rahmen des europäischen
Forschungsprojekts »EMPower«
ist im Juni eine sechsmonatige
Testphase mit einem batterieelektrischen,
emissionsfreien
Lkw-Prototyp von Iveco für
schwere Nutzfahrzeuganwendungen
gestartet.
400
Kilometer
Mit einer Reichweite von bis zu
400 km wird das Fahrzeug bis
Ende des Jahres auf Mittel- und
Langstrecken getestet.
Optimierung
Die während der Testphase
gesammelten Daten werden
dazu beitragen, künftige elektrische
Lkw-Plattformen weiter
zu optimieren.
IVECO
In Zusammenarbeit mit dem Logistikunternehmen
Gruber Logistics wird der Prototyp auf Basis des
»S-eWay«-Serienfahrgestells vom Standort des Unternehmens
in Nordostitalien aus eingesetzt. Der
Testbetrieb erfolgt innerhalb der LTL-Sparte von
Gruber Logistics (Less Than Truckload) und umfasst
Sammelgut- sowie Teilladungstransporte. Mit einer
Reichweite von bis zu 400 km wird das Fahrzeug bis
Ende des Jahres auf Mittel- und Langstrecken getestet.
Zuvor wurden bereits erste Testfahrten auf dem
privaten Iveco-Testgelände in Ulm erfolgreich abgeschlossen.
Der Lkw integriert mehrere innovative
Lösungen, die im Rahmen des Programms »Horizon
Europe« der Europäischen Kommission gefördert
und in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern
für die Iveco-Elektroplattform entwickelt wurden.
Dazu zählen u. a. eine zusätzliche Fahrerhausisolierung
sowie Funktionen des Human-Machine
Interface (HMI), mit denen besonders nachhaltige
Routen geplant und der Energieverbrauch optimiert
werden können. Darüber hinaus wurde das
Fahrzeug gezielt für den Einsatz im Sammelgutverkehr
angepasst. Dazu gehören ein maßgeschneiderter
Hilfsrahmen sowie zusätzliche Heckkameras, die
den Logistikbetrieb erleichtern.
Das »EMPower«-Projekt steht für »Eco-operated,
Modular, highly efficient, and flexible multi-
PowerTrain for long-haul heavy-duty vehicles«. Ziel
des Projekts ist es, einen wichtigen Beitrag zur skalierbaren
Einführung emissionsfreier Gütertransporte
in Europa zu leisten. Durch die Erprobung
batterieelektrischer Schwerlastfahrzeuge im logistischen
Realbetrieb soll die Lücke zwischen technologischer
Entwicklung und breiter Markteinführung
geschlossen werden.
Mit Wechselaufbauten
Die während der Testphase gesammelten Daten werden
dazu beitragen, künftige elektrische Lkw-Plattformen
weiter zu optimieren und den Einsatz batterieelektrischer
Fahrzeuge im regionalen Verkehr
ebenso wie im Fernverkehr voranzutreiben. Eine
Besonderheit des Prototyps ist, dass er speziell für
emissionsfreie Transporte auf längeren Strecken mit
Wechselaufbauten entwickelt wurde – und nicht für
den klassischen Einsatz mit Sattelaufliegern. Dafür
wurde der Rahmen des Fahrzeugs verlängert und
an die gemeinsam mit Gruber Logistics definier-
ten operativen Anforderungen angepasst. Auch das
Fahrerhaus wurde in Zusammenarbeit mit mehreren
»EMPower«-Projektpartnern weiterentwickelt,
um die notwendigen Betriebs- und Steuerungsstrategien
umzusetzen.
»Bei Iveco setzen wir uns konsequent für die
Entwicklung emissionsfreier Lösungen ein. ›EMPower‹
bietet den idealen Rahmen, um gemeinsam
mit Partnern aus dem gesamten Ökosystem an konkreten
und anspruchsvollen Transportanwendungen
zu arbeiten. Unser Fokus liegt nicht nur darauf,
Technologien weiterzuentwickeln, sondern sie
auch unter realen Bedingungen zu validieren. So
verbinden wir Innovation mit praktischer Anwendung,
ermöglichen frühe Tests, Kundenfeedback
und ein tieferes Verständnis der Systemintegration
– und stellen zugleich höchste Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards
in jeder Entwicklungsphase
sicher«, erklärt Pierpaolo Biffali, Head of Innovation
& Advanced Engineering der Iveco Group.
»Einführung beschleunigen«
Michele De Gennaro, Head of Competence Unit
Electric Vehicle Technologies am AIT, hält fest:
»Der erfolgreiche Einsatz des batterieelektrischen
Iveco-Demonstrators mit Gruber Logistics im Rahmen
von ›EMPower‹ ist ein wichtiger Schritt hin zu
skalierbarem, emissionsfreiem Güterverkehr in Europa.
Aufbauend auf diesen operativen Grundlagen
freuen wir uns darauf, die Zusammenarbeit im europäischen
Forschungsprogramm fortzusetzen, um
die großflächige Einführung batterieelektrischer
schwerer Nutzfahrzeuge in europäischen Logistikprozessen
zu beschleunigen.« Auch Martin Gruber,
CEO von Gruber Logistics, betont die Bedeutung des
Projekts: »Mit dem speziell für den ›EMPower‹-Einsatz
angepassten elektrischen Iveco-Lkw-Prototyp
können wir ein hochmodernes Fahrzeug unter realen
Logistikbedingungen auf Leistung und Zuverlässigkeit
testen. Um die ambitionierten Klimaziele
im Logistiksektor zu erreichen, sind solche innovativen
Projekte für den emissionsfreien Straßengüterverkehr
unverzichtbar. Durch den Einsatz des
Fahrzeugs auf unterschiedlichen Strecken und für
verschiedene Warengruppen im Sammelgut- und
Teilladungssegment können wir wertvolle Erkenntnisse
für die Weiterentwicklung emissionsfreier
schwerer Nutzfahrzeuge gewinnen.«
d
76
Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Neues »FlexBody«-Duo
KRAMPE
KRAMPE – Die »FlexBody«-Familie von Krampe wächst weiter:
Mit den neuen Modellen »TDK 12-450 Carrier« und »TDK
14-450 Carrier« schließt der Hersteller die Lücke zwischen
dem Einachs-Dreiseitenkipper »EDK 6-400 Carrier« und dem
Tandem-Dreiseitenkipper »TDK 18-500«.
Die beiden neuen Fahrzeugtypen
verfügen über eine Aufbaulänge
von 4,5 m, eine Breite
nieren eine kompakte Bauweise
mit einer hohen Leistungsfähigkeit.
Die wichtigsten Vorteile
von 2,22 m und decken – abhän-
sind laut Hersteller das modula-
gig von der gewählten Bordwand-
re Baukastenprinzip für maxi-
kombination – ein Transportvo-
male Flexibilität, die Anpassung
lumen von 5 bis 18 m³ ab. Damit
eignen sie sich für ein breites
Einsatzspektrum. Der »FlexBody
TDK 12-450 Carrier« ist auf ein zu-
an unterschiedlichste Einsatzanforderungen,
der Leichtbau
bei gleichzeitig hoher Stabilität
durch patentierte Profilbord-
und ergonomische, gekröpfte
Schließhebel. Darüber hinaus
könne der Anwender auf
Die »FlexBody«-Produktfamilie
von Krampe ist
weiter gewachsen.
lässiges Gesamtgewicht von 12 t
wände sowie rollgewalzte Nut
eine zuverlässige Verriegelung
ausgelegt und bietet laut Herstel-
für flexible, schweißfreie Mon-
durch Totpunkt-Kinematik so-
ler eine technische Nutzlast von
tage von Komponenten, ein ge-
wie auf rapsdichte und frostsi-
11,5 t. Der »TDK 14-450 Carrier«
schlossenes Fahrwerk für eine
chere Edelstahlabdichtung, ei-
erreicht ein zulässiges Gesamt-
robuste Konstruktion, optiona-
ne niedrige Plattformhöhe von
gewicht von 14 t und ermöglicht
le Bordwandhebefedern für er-
1 110 mm bei Serienbereifung
ebenfalls eine Nutzlast von bis
leichterte Bedienung, hydrau-
und verschiedene Bereifungs-
zu 11,5 t. Beide Modelle kombi-
lische
Bordwandentriegelung
optionen zurückgreifen.
d
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Juli 2026 77
Der Hochsitz bietet
dem Bediener eine
optimale Rundumsicht.
Baustoff-Handling
leicht gemacht
FASSI – Die Karst Transport
GmbH aus Höchstberg in
Rheinland-Pfalz hat ihren
Fuhrpark modernisiert. Mit
dem neuen Fassi-Baustoffkran
»F225SXP« wurde gezielt in die
Zukunft ihres Baustofftransports
investiert. Der Kran der
neuesten Generation wurde
von der Firma Kooyker in
Landscheid, einem erfahrenen
Aufbaupartner für Fassi-Kranlösungen,
fertiggestellt und ist
seit August 2025 im Einsatz.
Geführt von den Brüdern Herbert und Ulrich
Karst, hat sich das gleichnamige Unternehmen
seit 2002 auf den Transport nahezu sämtlicher Arten
von Baustoffen im Nah- und Fernverkehr spezialisiert
– von Standardmaterialien bis hin zu individuellen
Kundenaufträgen. Als der Fuhrpark
erweitert werden sollte und der bisherige Fahrzeugaufbauer
Insolvenz anmelden musste, war
schnelles Handeln gefragt. Die Wahl fiel auf die
Firma Kooyker in Landscheid, einen erfahrenen
Aufbaupartner für Fassi-Kranlösungen. »Wir wurden
hervorragend beraten und sind mit der bisherigen
Zusammenarbeit äußerst zufrieden«, betont
Herbert Karst.
Der moderne Baustoffkran der neuesten Generation
ist darauf ausgelegt, Materialien schneller, sicherer
und präziser zu bewegen. Im Aufbau unterscheidet
sich das Fahrzeug nur in Details von den bisherigen
Modellen, dennoch wurden gezielt Optimierungen
umgesetzt. Auch die neue Steuerung überzeugt
das Unternehmen: »Sie ist anders als bei unseren
bisherigen Fahrzeugen, aber zuverlässig. Wir sind
überzeugt, dass sich der neue Baustoffkran im Alltag
schnell bewähren wird.« Besondere Bedeutung
misst Herbert Karst zudem der partnerschaftlichen
Nähe bei: »Mit der Firma Kooyker haben wir einen
starken Partner an unserer Seite, auf den wir uns
verlassen können. Es war uns wichtig, ein Unternehmen
in der Region zu haben, das Service, Reparaturen
und Ersatzteile zuverlässig abdeckt.«
Gerüstet für zukünftige Herausforderungen
Mit der Investition in den Fassi-Baustoffkran ist Karst
Transporte bestens auf kommende Marktanforderungen
vorbereitet. Flexibilität, Zuverlässigkeit und
Leistungsstärke stehen im Mittelpunkt – Eigenschaften,
die sowohl im Tagesgeschäft als auch bei komplexen
Transportaufträgen entscheidend sind. »Unser
Ziel ist es, Technik zu bieten, die den Arbeitsalltag
unserer Kunden spürbar erleichtert – zuverlässig, effizient
und kompromisslos praxisorientiert«, heißt es
dazu seitens des Fassi-Produktmanagements.
s
Laut Fassi ermöglicht die kompakte
Bauweise eine einfachere Montage.
DANIEL JÜNGLING (2)
BAUSTOFFKRAN
»F225SXP«
Hubmoment (mt) 20
Reichweite bis zu (m) 13,5
Schwenkbereich (°) 420
78
Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Bohnenkamp erweitert
mit »Molcon« das Felgensortiment
BOHNENKAMP – Der Großhändler für Reifen und
Räder erweitert sein Angebot im Bereich Kompletträder:
Seit Juni sind Felgenlösungen von Molcon
mit im Programm. Die entsprechende Vereinbarung
wurde zwischen Bohnenkamp und dem niederländischen
Hersteller Molcon BV geschlossen.
Mit der Partnerschaft werden Molcon-Felgen
künftig im gesamten Vertriebsgebiet der Bohnenkamp-Gruppe
verfügbar sein. Im Rahmen der
Zusammenarbeit bündeln beide Unternehmen ihre
jeweiligen Kompetenzen. Bohnenkamp bringt
seine europaweite Vertriebs-, Logistik- und Servicekompetenz
in den Bereichen Landwirtschaft
und Erdbewegung ein. Molcon ergänzt diese durch
hohe Produktqualität, technische Entwicklungskompetenz
sowie eine flexible Fertigung von Felgen
in OE-Qualität, wie die Unternehmen aussagen.
Verfügbarkeit, Qualität und Planungssicherheit
Für Kunden im Handelsgeschäft schafft die Kooperation
aus Sicht von Bohnenkamp vor allem eines:
zusätzliche Sicherheit und verlässliche Lösungen
im Tagesgeschäft. Bohnenkamp nimmt die Felgen
von Molcon als ergänzendes Produkt zu den bestehenden
Lieferanten in das Sortiment auf und erweitert
damit gezielt Kapazitäten und Möglichkeiten
für standardisierte und individuelle Kompletträder.
In der Fertigung kommen automatisierte
Schweißprozesse zum Einsatz. Eine zweischichtige
Pulverbeschichtung sorgt für einen dauerhaf-
ten Schutz vor Korrosion und mechanischen Einflüssen.
Durch den Standort im niederländischen
Heinkenszand und die Einbindung in das Bohnenkamp-Vertriebsnetz
profitieren Handelspartner
von kurzen Lieferzeiten, klaren Strukturen und einem
zentralen Ansprechpartner. Auch für OEMs
eröffnet die Partnerschaft zusätzliche Möglichkeiten.
Molcon verfügt über eine mehr als 75-jährige
Erfahrung in der OE-Felgenentwicklung. Diese bildet
die Basis für hochwertige Entwicklungskonzepte,
die in den vergangenen Jahren u. a. durch moderne
Produktionslinien, den Einsatz von 3D-Berechnungsmodellen
sowie flexible Just-in-Time-
Konzepte weiter ausgebaut wurden.
Gemeinsame Werte
Die Zusammenarbeit zwischen Bohnenkamp und
Molcon basiert nach Angaben beider Partner auf
einer hohen Übereinstimmung in den Unternehmenswerten:
So verfolgen beide Unternehmen einen
langfristigen Ansatz, verbinden hohe Qualitätsansprüche
mit technischer Kompetenz und
setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren
Kunden. Der Fokus liegt auf nachhaltigen, verlässlichen
Lösungen für den professionellen Einsatz.
»Mit der Vermarktung der Molcon-Felgen stärken
wir unser Felgenportfolio gezielt. Unsere Kunden
profitieren von einer hohen Lieferperformance,
technischer Qualität und klaren Prozessen«, erklärt
Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der Bohnenkamp
SE.
d
BOHNENKAMP
Die Produkte erfüllen laut Bohnenkamp
die Qualitätsanforderungen moderner
OE-Felgen.
Pulverbeschichtung
Eine zweischichtige Pulverbeschichtung
sorgt nach Herstellerangaben
für einen dauerhaften
Schutz vor Korrosion und mechanischen
Einflüssen.
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Juli 2026 79
Mehr Kraft, geringerer Kraftstoffverbrauch und viele
weitere wichtige Weiterentwicklungen hat Renault
Trucks aktuell auf den Weg gebracht.
Antriebsstrang
weiterentwickelt
RENAULT TRUCKS (2)
RENAULT TRUCKS – Mit der Einführung eines neuen
»DE13R«-Motors und einer neuen Generation des »Optidriver«-Getriebes
entwickelt Renault Trucks den Antriebsstrang
seiner Modellreihen »T«, »T High«, »C« und »K« weiter.
Diese Schritte ermöglichen laut Hersteller eine Reduzierung
des Kraftstoffverbrauchs und der CO 2
-Emissionen um bis zu
4 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration.
Antriebsstrang
Renault Trucks führt einen neuen
Antriebsstrang für seine Modellreihen
»T«, »T High«, »C« und »K«
ein, bestehend aus dem neuen
»DE13R«-Motor, einer neuen Generation
des »Optidriver«-Getriebes
sowie modernen vorausschauenden
Fahrassistenzsystemen.
Angesichts steigender Betriebskosten
und wachsender
Anforderungen an die
Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs
Transportunternehmen
suchen
nach
Lösungen, die ihre Betriebseffizienz
unmittelbar verbessern
können. Um diesen Herausforderungen
zu begegnen, führt
Renault Trucks einen neuen Antriebsstrang
für seine Modellreihen
»T«, »T High«, »C« und »K«
ein, bestehend aus dem neuen
»DE13R«-Motor, einer neuen
Generation des »Optidriver«-Getriebes
sowie modernen vorausschauenden
Fahrassistenzsystemen.
»Die Dekarbonisierung
des Straßengüterverkehrs basiert
auf mehreren sich ergänzenden
Hebeln. Parallel zur Beschleunigung
des Ausbaus unse-
res Elektroangebots verbessern
wir weiterhin die Energieeffizienz
unserer Fahrzeuge mit
Verbrennungsmotor, um unseren
Kunden bereits heute dabei
zu helfen, ihren Kraftstoffverbrauch,
ihre CO₂-Emissionen
und ihre Gesamtbetriebskosten
zu senken. Dieser neue Antriebsstrang
ist ein konkretes Beispiel
dafür«, erklärt Antoine Duclaux,
Präsident von Renault Trucks.
Verbesserte Energieeffizienz
Der neue »DE13R«-Motor mit
einer Leistung von bis zu 540 PS
und einem Drehmoment von
2 800 Nm wurde auf Basis neuer
Werkstoffe entwickelt. Hierzu
gehören insbesondere ein
besonders widerstandsfähiger
Grauguss und ein verdichteter
Grafitguss, um die Robustheit
und Langlebigkeit des Motors
noch weiter zu verbessern.
Er zeichnet sich durch mehrere
technische Neuerungen aus,
die auf eine optimierte Verbrennung
und geringere Energieverluste
abzielen. Der maximale
Druck in den Zylindern
kann jetzt 250 bar erreichen,
während ein neues Kraftstoffversorgungssystem
mit externer
Hochdruckpumpe die Präzision
der Einspritzung und den Wirkungsgrad
des Motors verbessert.
Zudem verfügt das Aggregat
serienmäßig über eine erhöhte
Motorbremsleistung, wodurch
der Fahrkomfort und die
Fahrzeugkontrolle speziell auf
hügeligen Strecken verbessert
werden sollen.
Wichtige Features
Der Motor ist mit einer neuen
Generation des »Opti driver«-
Getriebes kombiniert, das neue
Steuerungssoftware und optimierte
Schaltstrategien integriert.
Die Gangwechsel erfolgen
laut Unternehmen im Vergleich
zur Vorgängergeneration
bis zu 20 Prozent schneller
und flüssiger. Der neue Antriebsstrang
nutzt zudem mehrere
Technologien, die auf eine
Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
abzielen, wie das vorausschauende
Fahrassistenzsystem
»Opti vision+«, das anhand
80
Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
von Geländedaten und Verkehrszeichen
die Schaltvorgänge, Beschleunigung
und Geschwindigkeit
des Fahrzeugs entsprechend
dem Streckenprofil optimiert,
und das System »Predictive Engine
Stop & Start«, das den Motor
während der Fahrt automatisch
abschaltet, wenn dessen Betrieb
nicht erforderlich ist, wobei jedoch
die wesentlichen Funktionen
des Fahrzeugs weiterhin aktiv
bleiben und der Motor bei Bedarf
sofort wieder startet. Diese
Weiterentwicklungen werden,
so Renault Trucks, durch eine
optimierte Aerodynamik ergänzt,
um den Luftwiderstand
zu verringern und die Kraftstoffersparnis
voll auszuschöpfen.
Je nach Einsatzbereich können
laut Hersteller aufgrund dieser
neuen Fahrzeuggeneration im
Vergleich zu den Vorgängermodellen
bis zu 4 Prozent Kraftstoff
und CO₂ eingespart werden. Für
ein Maximum an Energieeinsparungen
und Produktivität bietet
Renault Trucks darüber hinaus
die Version »Smart Racer2« an,
die alle Technologien im Bereich
Energieeffizienz vereint: optimierte
Aerodynamik, »Optivision+«,
Reifen mit geringem Rollwiderstand
sowie ein modernes
vorausschauendes Management
des Antriebsstrangs.
@c@c044 %
Im Vergleich zur Vorgängergeneration
sollen die Neuerungen eine
Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
und der CO 2
-Emissionen
um bis zu 4 Prozent ermöglichen.
Mehr Komfort für die Fahrer
Mit den neuen Modellen wird
laut Renault Trucks aber auch
der Fahrkomfort verbessert. Der
neue Antriebsstrang sorge für
ein geschmeidigeres und leiseres
Fahr erlebnis – aufgrund
der Reaktionsfähigkeit des
»DE13R«-Motors, der das höchste
Drehmoment am Markt für
einen 540-PS-Motor liefere, sowie
durch flüssigere Gangwechsel.
Die Fahrzeuge verfügen außerdem
über Ausstattungen zur
Verbesserung der täglichen Fahrbedingungen,
darunter »Smart
Steering«, das die Richtungsstabilität
verbessert und die »Driver
Assist«-Funktion integriert.
Diese hält das Fahrzeug in der
Spur und passt gleichzeitig den
Abstand zum vorausfahrenden
Fahrzeug automatisch an.
d
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+ 10" Touchscreen und 360° Kamera
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Der neue »DE13R«-Motor mit
einer Leistung von bis zu 540 PS
und einem Drehmoment von
2 800 Nm wurde auf Basis neuer
Werkstoffe entwickelt.
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Kompakte Mehrfunktionsleuchte
für Baumaschinen
ASPÖCK – Robust, intelligent
und für härteste Einsätze
entwickelt – das ist »MidiLED
II«. Die kompakte Mehrfunktionsleuchte
soll durch einen
dynamischen Fahrtrichtungsanzeiger
überzeugen und höchste
Anforderungen an Sicherheit
sowie Widerstandsfähigkeit
erfüllen. Als europäischer Spezialist
für Fahrzeugbeleuchtung
zeigt Aspöck Systems, wie
moderne Licht- und Systemlösungen
die Anforderungen von
Bau- und Arbeitsmaschinen
berücksichtigen.
Schutzklasse
Aufgrund der Schutzklasse
IP6K9K ist »MidiLED II« etwa
gegen Staub, Wasser und Hochdruckreinigung
geschützt.
Im Jahr 1977 legte Felix Aspöck mit einem Grundgedanken
den Grundstein: »Das muss einfacher gehen.«
Während Fahrzeugbeleuchtung damals aus
zahlreichen Einzelkomponenten, separaten Lichtfunktionen
und aufwendigen Verkabelungen bestand,
verfolgt das Unternehmen von Beginn an
einen neuen Ansatz: Es entwickelt ein durchdachtes
Gesamtsystem bestehend aus Lichtanlage und
Verkabelung. Aus dieser Idee entstehen integrierte
Lichtlösungen, Multifunktionsleuchten und abgestimmte
Systemkonzepte, die den Montageaufwand
reduzieren, die Zuverlässigkeit erhöhen und
Fahrzeugherstellern sowie Aufbauern einen echten
Mehrwert bieten sollen. Dieser Systemgedanke
bildet laut Unternehmen bis heute die Basis für
die Entwicklung moderner Beleuchtungslösungen.
LED-Mehrfunktionsleuchte
Mit seiner neuesten Lösung, der »MidiLED II«,
möchte Aspöck ein modernes Design mit hoher
Funktionalität und Widerstandsfähigkeit verbinden.
Ihr dynamischer Fahrtrichtungsanzeiger, so
der Hersteller, sorge für eine verbesserte Wahrnehmung
und erhöhte Sicherheit. Aufgrund der
Schutzklasse IP6K9K ist »MidiLED II« etwa gegen
Staub, Wasser und Hochdruckreinigung geschützt.
Optional erfüllt die Leuchte die Anforderungen der
ISO 13766 für elektromagnetische Verträglichkeit
in Erdbewegungs- und Baumaschinen. Mit Funktionen
wie Rücklicht, Bremslicht, Rückfahrlicht, Nebelschlusslicht,
Reflektor plus optionaler Kennzeichenbeleuchtung
bietet »MidiLED II« eine vielseitige
Lösung für anspruchsvolle Einsatzbedingungen.
Kluge Entwicklungsarbeit
Das Aspöck-Portfolio umfasst leistungsstarke Lichttechnik
für moderne Maschinen. Der Fokus liegt dabei
auf robusten, langlebigen und montagefreundlichen
Systemen, die den Anforderungen moderner
Bau- und Arbeitsmaschinen gerecht werden.
ASPÖCK (2)
Die kompakte Mehrfunktionsleuchte »MidiLED II« soll durch
einen dynamischen Fahrtrichtungsanzeiger überzeugen und
höchsten Anforderungen an Sicherheit sowie Zuverlässigkeit
entsprechen.
Auch Lösungen wie »LuxLED II« entspringen dem
Grundgedanken, hohe Leistung mit Zuverlässigkeit
zu verbinden und sicheres Arbeiten zu ermöglichen.
Sicherheit durch Sichtbarkeit bleibt der Ansatz bei
jedem neuen Aspöck-Lichtkonzept, wie das Unternehmen
sagt. Bei anspruchsvollen Einsatzbereichen
kommen beispielsweise auch »LuxLED II«,
»IBL I« oder »Workpoint II 3000« zum Einsatz. Die
Mehrfunktions-Frontleuchte »LuxLED II« kombiniert
Frontpositions-, Tagfahr-, Abblend- und
Fernlicht, einen großflächigen vorderen und seitlichen
Fahrtrichtungsanzeiger sowie eine integrierte
Seitenmarkierungsleuchte mit Reflektor in einer
kompakten Einheit. Mit Schutzklasse IP6K9K, ISO
13766, CISPR25 sowie ECE-, SAE- und CCC-Zulassungen
eignet sich »LuxLED II« besonders für den weltweiten
Einsatz moderner Bau-, Kommunal- und Arbeitsmaschinen.
Intelligente Leuchte
Mit »IBL I« wiederum bietet Aspöck Systems eine
intelligente Signal- und Statusleuchte für automatisierte
Maschinen und Fahrzeuge. Sogenannte High-
Power-RGB-LEDs ermöglichen laut Aspöck die Darstellung
unterschiedlicher Farben und dynamischer
Lichtsignale. Durch die LIN-BUS-Anbindung können
Betriebszustände und Warnhinweise gezielt visualisiert
werden. Für eine optimale Arbeitsausleuchtung
sorgt der LED-Arbeitsscheinwerfer »Workpoint
II 3000«. Mit bis zu 3 600 lm Lichtleistung, tageslichtähnlicher
Lichtfarbe sowie hoher Widerstandsfähigkeit
gegenüber Witterung und Korrosion eignet
er sich ideal für den Einsatz auf Bau- und Arbeitsmaschinen.
Zur Information: Aspöck wird diese und
weitere Lösungen auch auf der IAA Transportation
in Hannover vorstellen. Fachbesucher erhalten einen
Überblick darüber, was der Hersteller aktuell
im Portfolio hat.
d
82
Juli 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
AKTUELLES
Mai-Auktion erzielt 21 Mio. Euro
EURO AUCTIONS – Bei der jüngsten Auktion von Euro Auctions am Hauptstandort in
Dormagen wurden knapp 21 Mio. Euro erzielt und damit die 20-Mio.-Euro-Marke, die für
den Standort Dormagen zunehmend zur Norm wird, übertroffen. Von der erzielten
Gesamtsumme wurden etwa 5,5 Mio. Euro im Auktionssaal getätigt und der Rest online.
Rund 250 Anbieter stellten Maschinen
zur Versteigerung ein. Fast 5 000 Lose
wurden verkauft, was einen Anstieg von
5 Prozent gegenüber der entsprechenden
Auktion im Mai 2025 darstellt. Die Auktion
zog Anmeldungen aus mehr als 74 Ländern
weltweit an, wobei die Mehrheit der
Anbieter aus Deutschland und Mitteleuropa
stammte. Trotz vorwiegend europäischer
Prägung wurde die internationale
Reichweite weiter ausgebaut. Rund
97 Prozent aller verkauften Maschinen
blieben innerhalb Europas, was die Stärke
des kontinentalen Gebrauchtmaschinenmarkts
unterstreicht. Außerhalb Europas
verteilten sich die Verkäufe gleichmäßig
auf Afrika, den Nahen Osten sowie
das Vereinigte Königreich und Nordirland,
die jeweils rund 1 Prozent der Käufe
ausmachten. Bemerkenswert ist, dass
rund die Hälfte aller Länder, die sich für
die Auktion registriert hatten, erfolgreich
Maschinen über die Online-Bietplattform
von Euro Auctions erwarben. Dies ermöglicht
Käufern in ganz Europa und darüber
hinaus, aus der Ferne teilzunehmen und
WILHELM FRICKE – Am 21. Mai wurde das neue Logistikzentrum der Fricke-Gruppe im saarländischen
Tholey feierlich eröffnet. Die Investition von rund 160 Mio. Euro stärkt die Leistungsfähigkeit
ihres Ersatzteilgroßhändlers Granit Parts deutlich. Dank hochautomatisierter
Intralogistik sollen im Endausbau bis zu 35 000 Auftragspositionen täglich erreicht werden.
In Kombination mit dem Zentrallager in
Heeslingen entsteht ein leistungsfähiges
System aus zwei Logistikstandorten
mit zusätzlichen Skalierungsmöglichkeiten.
Zudem stärkt die Fricke-Gruppe ihre
Position im globalen Ersatzteilgeschäft
und richtet sich konsequent auf zukünftiges
Wachstum aus. Insgesamt stehen
mehrere Hunderttausend Lagerplätze
zur Verfügung, darunter rund 16 000 manuelle
sowie etwa 335 000 automatisierte
Lagerplätze im Endausbau. Bereits heute
sind rund 30 000 verschiedene Produkte
eingelagert. Ein zentrales Element ist
dennoch von der Wettbewerbsdynamik einer
Live-Auktion zu profitieren. Auch die
Besucherzahlen blieben hoch, mit mehr
als 3 000 Bietern während der dreitägigen
Veranstaltung. Bei der Käuferaktivität
zeichnete sich zudem eine Verschiebung
ab. Während die Auktionen in der
Vergangenheit von niederländischen Käufern
dominiert wurden, etablierte sich bei
der Auktion im Mai Deutschland als führende
Käufernation.
Rund 250 Anbieter stellten Maschinen zur
Versteigerung ein, wobei etwa 10 Prozent zum
ersten Mal über Euro Auctions verkauften.
Granit Parts eröffnet neues Logistikzentrum in Tholey
das Intralogistiksystem mit hohem Automatisierungsgrad.
Mit rund 180 Shuttles,
modernster Fördertechnik und vernetzten
Prozessen ermöglicht es eine effiziente
Abwicklung der Kundenaufträge,
etwa in Form konsolidierter Warenströme
zur Reduzierung der Anzahl der Sendungen
pro Bestellung. »Die Eröffnung
unseres Logistikzentrums in Tholey ist
ein zentraler Schritt für die Weiterentwicklung
unserer Unternehmensgruppe«,
erklärt Hans-Peter Fricke, Inhaber
und Geschäftsführer der Fricke- Gruppe.
»Mit dem Ausbau unserer Logistik schaffen
wir die Voraussetzung, unser Wachstum
langfristig abzusichern.«
s
EURO AUCTIONS
s
RUDOLF HÖRMANN
Kramp präsentiert
Geschäftsbericht 2025
KRAMP – Kramp ist 2025
auch in einem herausfordernden
Marktumfeld
weiter gewachsen und
konnte seine Position
im Markt stärken. Der
Umsatz stieg um 4,5 Prozent
auf 1 253 Mio. Euro.
Ausschlaggebend dafür waren die gezielte
Weiterentwicklung des Geschäfts, eine klare
Organisationsstruktur sowie der Ausbau des
Produktportfolios. Parallel dazu wurden die
Vorbereitung auf die Anforderungen der
Corporate Sustainability Reporting Directive
(CSRD) sowie weitere strategische Initiativen
konsequent vorangetrieben. Eddie Perdok,
Kramp Chief Executive Officer, dazu: »Dank der
Energie, des Engagements und der Flexibilität
unserer Mitarbeitenden konnten wir unseren
Umsatz um 4,5 Prozent steigern. Mit unserer
2025 entwickelten Strategie 2030 haben wir eine
klare Richtung vorgegeben, um unser Wachstum
weiter beschleunigen und in unseren ausgewählten
Segmenten in allen Kramp-Ländern
eine führende Position einnehmen zu können.
Für die Umsetzung unserer Wachstumspläne im
Jahr 2026 sind wir sehr gut aufgestellt.« s
Spatenstich
des Holzclusters »Athene«
HÖRMANN – Mit dem offiziellen Spatenstich hat
die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG am 18.
Mai die nächste Projektphase ihres Großprojekts
»Athene« gestartet. Am Standort Buchloe entsteht
auf einer Fläche von rund 12 ha ein hochintegrierter
Holzcluster, der Sägewerk, Brettschichtholzproduktion,
Abbundbereich sowie intelligente
Energieversorgung miteinander verbindet. Das
Projekt gilt in dieser Form als weltweit einzigartig,
da es die gesamte Wertschöpfungskette künftig an
einem Standort bündelt – vom Rundholz bis zum
montagefertigen Holzbauteil.
Beim Spatenstich (v. l. n. r.): Robert Pöschl,
Bürgermeister Buchloe, Michael Hörmann,
Stefan Hörmann, Landrat Bernd Stapfner,
Rolf Hörmann und Margit Hörmann.
Eddie Perdok, Kramp
Chief Executive Officer.
s
KRAMP
Aktuelles Juli 2026 83
AKTUELLES
400. Takeuchi-Bagger an
Leonhard Weiss übergeben
WILHELM SCHÄFER – Das war etwas Besonderes:
Der 400. Takeuchi-Kompaktbagger wurde bei einer kleinen
Feierstunde an die Leonhard Weiss Bauunternehmung übergeben.
Dazu Jürgen Voß, Bereichsleiter Technik bei der Leonhard Weiss
GmbH & Co. KG: »Der Qualitätsanspruch von Leonhard Weiss
und die Maschinen- und Systemqualität von Takeuchi passen sehr
gut zusammen. Deshalb entscheiden wir uns für diese Kompaktbagger.«
Als reines Gleisbauunternehmen im Jahre 1900 gegründet, realisiert
das familiengeführte Bauunternehmen heute erfolgreich Projekte
im Straßen- und Netzbau, im Ingenieur- und Schlüsselfertigbau sowie
im Gleisinfrastrukturbau. Von Takeuchi sind überwiegend Bagger
der 4- und 5-t Klasse im Einsatz, also die Takeuchi-Typen »TB 240« bis
»TB 260«, aber auch z. B. der 10-t-Mobilbagger »TB 395 W« und andere
gehören zum Maschinenpark. »Die Kompaktbagger kommen überwiegend
im Straßen- und Netzbau zum Einsatz. Dabei müssen sie extrem
flexibel sein. Deshalb haben Schnellwechsler, Powertilt, Rotator
und ›Taklock‹ schon immer eine sehr große Bedeutung bei uns«,
sagt Simon Schall, Bereichsleiter Technik. Betreut wird die Leonhard
Weiss Bauunternehmung von der Baumaschinen Schmittinger GmbH
aus Köngen. Über 25 Jahre klappt diese Zusammenarbeit bestens.
WILHELM SCHÄFER
Übergabe der 400. Takeuchi-Maschine (v. l. n. r.): Stefan Mittelmeier, Viktor Wuckert,
Florian Thumm, Sebastian Grot, Jürgen Voß, Nicole Westermayer, Katrin Schmittinger,
Marco Pohl, Kevin Dittrich, Simon Schall, Georg, Brigitte und Richard Schmittinger.
40 Mitarbeiter sind für die Kunden da. Sehr zügig, wenn etwas anliegt,
immer aber zuverlässig. »Das ist für uns extrem wichtig, dass man sich
auf Schmittinger immer verlassen kann«, sagt Geschäftsführerin Katrin
Schmittinger. Dazu gehört selbstverständlich auch die Produktqualität.
Und wie die Wirklichkeit zeigt, ist sie bei Takeuchi tatsächlich
sehr gut, resümiert Jürgen Voß: »Die Gesamtkostenrechnung ist
entscheidend. Wir prüfen das permanent. Bei den Takeuchi-Kompaktbaggern
stimmt sie.«
s
14 Jahre CrefoZert: Bema beweist
erneut Stabilität und Zukunftsfähigkeit
BEMA – Die Bema GmbH Maschinenfabrik wurde im Juni bereits
zum 14. Mal in Folge mit dem CrefoZert ausgezeichnet. Damit zählt
das Unternehmen weiterhin zu einem exklusiven Kreis deutscher
Mittelständler, die die strengen Bonitätskriterien der Creditreform erfüllen.
In einem wirtschaftlichen Umfeld, das zunehmend von Unsicherheiten
geprägt ist, gewinnt diese Auszeichnung zusätzliche Bedeutung.
Sie steht für Verlässlichkeit, Stabilität und nachhaltige Unternehmensführung
und schafft Vertrauen bei Kunden, Partnern, Banken
und potenziellen Mitarbeitenden. »Die Bema GmbH Maschinenfabrik
kann ihre Stabilität auch in volatilen Marktphasen klar
belegen. Das Unternehmen ist solide aufgestellt und gut für kommende
Herausforderungen gerüstet«, sagt Armin Trojahn, Prokurist der
Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG. Die erneute Zertifizierung
ist für Bema zugleich Bestätigung und Ansporn. Sie unterstreicht
den eingeschlagenen Kurs und den Blick nach vorn. Geschäftsführerin
Sonja Koopmann betont: »Wir sind gut gerüstet für eine saubere
Zukunft, und das ist für uns nicht nur ein Werbeversprechen. Eine
BEMA
saubere Zukunft entsteht
aus Verantwortung, Weitblick
und dem Anspruch,
Dinge stetig weiterzuentwickeln.
Genau dafür
steht Bema.«
s
Bema-Geschäftsführerin Sonja
Koopmann und Armin Trojahn,
Prokurist der Creditreform
Osnabrück / Nordhorn Unger KG.
Flottweg eröffnet
Process Center
FLOTTWEG – Flottweg hat an seinem Hauptsitz in Vilsbiburg sein neues
Process Center offiziell eröffnet. Mit einer Investitionssumme von rund
15 Mio. Euro entsteht eine zentrale Plattform für Kundenversuche,
Prozessentwicklung und anwendungsnahe Tests im industriellen Maßstab.
Einen Einblick in die
Entstehungsgeschichte
und die technische
Konzeption gab Stefan Bichelmeier,
Leiter der Verfahrenstechnik.
Das Zentrum
fungiert als Schnittstelle
zwischen Labor und
industrieller Anwendung
und ist darauf ausgerichtet,
Kundenanwendungen
unter realitätsnahen Bedingungen
im größeren
Maßstab zu testen. »Sehr
häufig beginnt alles hier
FLOTTWEG
Flottweg hat sein neues
Process Center offiziell eröffnet.
in Vilsbiburg – im Labor«, erklärt der Vorstandvorsitzende Dr. Kersten
Christoph Link. »Das Process Center schafft die Voraussetzungen, um
aus einer Idee eine realisierbare, robuste und wirtschaftliche Lösung
zu entwickeln.« Für diese Versuche bringen Kunden ihre eigenen Materialien
mit. Nach ersten Untersuchungen im Labor werden diese im
Process Center unter Einsatz von Dekanterzentrifugen, Separatoren
und weiteren Anlagen getrennt, getestet und optimiert, um fundierte
Investitionsentscheidungen treffen zu können. Auf rund 2 000 m 2 sind
moderne Labor-, Test- und Büroflächen vereint.
s
84
Juli 2026
Aktuelles
Im Einsatz für internationale Hilfsprojekte
ATLAS WEYHAUSEN
Eine stabile Rahmenkonstruktion, ein massiv ausgeführtes
Knickgelenk sowie hochwertige Komponenten namhafter
Hersteller sollen dafür sorgen, dass der Radlader auch unter
schwierigsten Bedingungen zuverlässig arbeitet.
ATLAS WEYHAUSEN – Die Radlader von Weycor Typ »AR660« sind auf dem Weg in den internationalen Einsatz,
wo sie künftig Projekte der United Nations (UN) unterstützen werden. Die Maschinen werden insbesondere bei
Infrastrukturmaßnahmen sowie Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten in Krisengebieten eingesetzt.
Gerade bei internationalen Hilfsprojekten in Krisengebieten sind
Radlader gefragt, die flexibel einsetzbar sind. Ob beim Räumen
von Trümmern, beim Materialtransport oder bei vorbereitenden Arbeiten
für den Wiederaufbau – der Weycor »AR660« ist für genau diese
Aufgaben konzipiert. Seine Konstruktion zielt darauf ab, auch bei
kontinuierlicher Belastung über lange Einsatzzeiten hinweg zuverlässig
Leistung zu bringen. Eine stabile Rahmenkonstruktion, ein massiv
ausgeführtes Knickgelenk sowie hochwertige Komponenten namhafter
Hersteller wie Deutz, Dana und Bosch Rexroth sollen dafür sorgen,
dass der Radlader auch unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig
arbeitet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Einsatzsicherheit
unter wechselnden und herausfordernden Rahmenbedingungen:
Für diesen Einsatz ist der Motor speziell so ausgelegt, dass er auch mit
verunreinigten Kraftstoffen zuverlässig betrieben werden kann – ein
entscheidender Vorteil in Regionen mit schwankender Kraftstoffqualität.
Je nach Anforderung kann der Radlader individuell angepasst und
ausgestattet werden – beispielsweise durch spezielle Schutzausrüstung
oder Überdruckkabinen, die den Einsatz auch in besonders sensiblen
oder belasteten Umgebungen ermöglichen. Damit lässt sich der Radlader
gezielt auf verschiedenste Einsatzgebiete vorbereiten – von klassischen
Bau- und Infrastrukturprojekten bis hin zu anspruchsvollen
Hilfseinsätzen unter extremen Bedingungen. Für Weycor ist die Lieferung
der Radlader mehr als ein klassisches Projektgeschäft, so CEO
Marc Bockelmann: »Für uns ist es eine große Ehre, dass unsere Maschinen
internationale Hilfsprojekte unterstützen dürfen. Organisationen
wie die United Nations leisten weltweit wichtige Arbeit, wenn es
darum geht, Menschen zu helfen und Infrastruktur wieder aufzubauen.
Gerade in den aktuellen Zeiten zeigt sich leider, wie wichtig robuste
und zuverlässige Technik für solche Einsätze ist. Dass Weycor-Radlader
hier einen Beitrag leisten können, macht uns stolz.«
s
Sicher schulen.
Sicher bedienen.
Modulares
Konzept zur
Qualifizierung
von Kranführern
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Dann haben wir genau das Richtige für Sie:
Basismodul:
Lehrsystem Sicheres
Bedienen von Kranen
(allg. Inhalte der Kranführer-
Qualifizierung, für alle
Kranbauarten relevant)
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Bauartspezifische
Zusatzmodule:
z. B. Hallen- und Portalkrane
oder Container- und Hafenkrane
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in Vorbereitung)
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Aktuelles Juli 2026 85
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen
Seite
A Firma Algeco GmbH XXR 10
A Amex Sanivar AG 56
A Ammann Verdichtung GmbH 60
A Aspöck Systems GmbH 82
A Atlas GmbH 11
A Atlas Weyhausen GmbH 37, 85
B bema GmbH Maschinenfabrik 84
A Bohnenkamp SE 79
C Coalsi GmbH 61
A Cojali S.L. 10
D Develon Construction Equipment 34
A DMS Technologie GmbH 33
A Doosan Bobcat EMEA 16
A Dynapac GmbH 40
A Dynaset Oy 68
E Epiroc Construction Tools GmbH 70
A Euro Auctions 83
F Fassi Ladekrane GmbH 78
A Flottweg SE 84
A Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik – GmbH & Co KG 75
G Granit Parts – Wilhelm Fricke SE 74, 83
A Güteschutz Kanalbau e. V. 62
H Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 13
A HD Hyundai Construction Equipment Europe 53
A Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH 46
A Husqvarna Deutschland GmbH 48
A Hydrema Baumaschinen GmbH 30
I Iveco Deutschland AG 76
J JCB Deutschland GmbH 20
K Kiesel GmbH 50
A Komatsu Germany GmbH 43
A Krampe Fahrzeugbau GmbH 77
A Kramp GmbH 83
L Liebherr-Werk Ehingen GmbH 44
A Liebherr Werk Nenzing GmbH 64
M MB S.p.A. 57
A Moba Construction Solutions GmbH 45
O OilQuick AB 8
R Renault Trucks SASU 80
A RMStegos GmbH 47
A Robert Aebi GmbH 26
A Rudolf Hörmann GmbH & Co.KG 83
S Seier Holding GmbH & Co. KG 58
A Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 66
A Swecon Baumaschinen GmbH 62
V VDBUM Service GmbH 12
A Vermeer Deutschland GmbH 54
A Volvo Construction Equipment Germany GmbH 10
W Webfleet Solutions Sales B. V. 13, 72
A Wilhelm Schäfer GmbH 84
A Wirtgen International GmbH 38, 41
Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 35
IMPRESSUM
BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
baumagazin@sbm-verlag.de
www.baumagazin-online.de
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-0)
Joachim Plath (-0)
Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)
OBJEKTLEITUNG
Tobias Haslach (-39)
REDAKTION
Dan Windhorst (dc)
Thomas Seibold (ts)
Jessy von Berg (jvb)
KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT
Norman Zenzinger (-33)
ANZEIGENDISPOSITION
Benjamin Chucholowski (-18)
Emilie Plath (-45)
Simon ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Schmalholz (-13)
1 10.05.21 11:
MAGAZIN-LAYOUT
Lisa Schröder Leitung (-23)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
LESER- UND ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,
Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de
BANKVERBINDUNG
IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87
HypoVereinsbank Kempten
BIC HYVEDEMM428
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TITELBILDER
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Robert Aebi / Dan Windhorst;
Bobcat / Dan Windhorst
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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom
1. Januar 2026. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit
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Jahresabonnements können nur bei Einhaltung
der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)
schriftlich beim Verlag gekündigt
werden.
Das Jahresabo kostet 55,– Euro
(11 Ausgaben, eine Doppelnummer)
inkl. MwSt. und Versandkosten;
bei Auslandslieferung 89,– Euro inkl. Versand.
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86
Juli 2026
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