baustoffPARTNER Juli 2026
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: KLB Kötztal Systemlösungen für fugenlose Böden Top-Thema: Innenausbau Sonderthema: Bad & Heizung Im Blickpunkt: Webfleet Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement Red Corner: Project Floors PVC-freier Vinylboden in Holzoptik für modernes Wohnen
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: KLB Kötztal Systemlösungen für fugenlose Böden
Top-Thema: Innenausbau
Sonderthema: Bad & Heizung
Im Blickpunkt: Webfleet Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement
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07
2026
KLB KÖTZTAL
Systemlösungen
für fugenlose
Bodenflächen
TOP-THEMA
Innenausbau
Durchdachte Lösungen
für stilvolle Räume
mit Anspruch
IM BLICKPUNKT
Webfleet
Der Flottenmanager in
Zeiten von Digitalisierung
und Künstlicher Intelligenz
RED CORNER
Project Floors
PVC-freier
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Editorial
Große Sprünge,
kleine Wirkung
In der ihm eigenen Art für missverständliche Äußerungen
hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Anfang Juli
angekündigten Reformen als »Großen Sprung nach vorn«
bezeichnet – unter dem gleichen Motto stand ein von Mao
in der Volksrepublik China initiiertes Reformprogramm,
das in den 1960er-Jahren zu einer riesigen Hungersnot
führte. Der Kanzler wollte seine Reformen sicher nicht
mit Maos Politik vergleichen, sondern vielmehr die neu
gewonnene Handlungsfähigkeit der Bundesregierung
unterstreichen. Doch wie groß ist der Sprung wirklich,
zu dem die Koalitionäre nach intensiven Beratungen
angesetzt haben?
Die Entlastung bei der Einkommensteuer von 10 Mrd.
Euro ist eher ein kleiner Schritt, angesichts zusätzlicher
Belastungen durch steigende Ausgaben für Rente,
Gesundheit und Lebenshaltungskosten. Abgesehen von
einer minimalen Erhöhung der Steuer für hohe Einkommen
ab 280 000 Euro hat sich die Koalition an die großen
Fische – sprich die großen Vermögen – wieder einmal
nicht herangetraut.
Beim Arbeitsmarkt gibt es zwei signifikante Veränderungen,
welche die Arbeitgeberseite freuen dürften: Der
Kündigungsschutz für Gutverdiener soll gelockert werden
und die Befristung von Arbeitsverhältnissen kann auf 48
Monate ausgeweitet werden – d. h. der Arbeitgeber kann
das Arbeitsverhältnis innerhalb von vier Jahren sechsmal
verlängern. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, wie von
der Arbeitgeberseite gefordert, ist dagegen noch nicht
realisiert worden. Im Bereich Bürokratieabbau hat die
Regierung ebenfalls Fortschritte erzielt. DIHK-Präsident
Peter Adrian lobt die Beschlüsse: »Dass hier, wie von uns
gefordert, Berichtspflichten pauschal wegfallen und eine
Beweislastumkehr für Belastungen eingeführt wird, ist ein
echter Durchbruch.«
Der größte Aufreger aus Sicht von Arbeitnehmern und
Ärzten ist die Aufhebung der telefonischen Krankschreibung
sowie die Notwendigkeit einer AU-Bescheinigung
bereits am ersten Krankheitstag. Ob dieser Schuss nicht
nach hinten losgeht und die Krankheitstage dadurch eher
erhöht werden, wird sich zeigen. Eine Maßnahme zum
Bürokratieabbau und zur Entlastung der Arztpraxen ist es
jedenfalls nicht.
Auch für den Bausektor hat das Reformpaket Auswirkungen.
Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen,
der »Handwerkerbonus«, soll von 20 auf 15 Prozent
verringert werden, was zu einer maximalen Entlastung von
900 Euro (bisher 1 200 Euro) führt. Die Diskussion um Enteignungen
großer Wohnungsbaukonzerne in Berlin hat zu
Verunsicherung bei Wohnungsbaukonzernen und Investoren
geführt. Mit einem neuen Bundesgesetz soll nun verhindert
werden, dass Bestände von privaten Wohnungskonzernen
auf Landesebene verstaatlicht werden können.
Gleichzeitig will der Bund mit der Gründung einer eigenen
Wohnungsbaugesellschaft (WBG) für bezahlbares Wohnen
»neuen Drive in den Wohnungsbau bringen«, wie es Bundesbauministerin
Verena Hubertz formulierte. Die WBG
soll dort Angebote schaffen, wo der Markt angespannt
ist, und den industriellen Hochlauf des seriellen Bauens
unterstützen. An einer konkreten Umsetzung der Idee
werde aber erst noch gearbeitet.
Fazit: Das Reformpaket der Bundesregierung ist kein
großer Sprung, sondern vielmehr eine Ansammlung von
Einzelmaßnahmen, deren Wirkung gering sein dürfte.
Eine echte Entlastung der Bürger findet nicht statt, beim
Bürokratieabbau sind Fortschritte erkennbar und manche
Pläne, wie die Gründung der WBG, bleiben im Ungefähren.
Die Koalition einigt sich wieder einmal auf den kleinsten
gemeinsamen Nenner.
Peter Lang
Redakteur
4 l Juli 2026
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Inhaltsverzeichnis
4 EDITORIAL
iTitelstory
8 KLB KÖTZTAL Systemlösungen für fugenlose Böden
10 NAMEN & NEUIGKEITEN
Blickpunkt
26 Sonderthema: Bad & Heizung
26 DALLMER Badmodernisierung mit »DallFlex 2.0«
28 GEBERIT Installation eines Dusch-WCs
29 SPRINZ Glasduschen-Kollektion mit neuer Beschlagoberfläche
30 JACKON INSULATION Runddusche mit »Jackoboard Aqua Circle«
31 EMCO BAD Lichtspiegelschrank mit viel Stauraum
32 GRIP SAFETY COATINGS Mehr Trittsicherheit im Wellnessbereich
33 VILLEROY & BOCH Armaturenkollektion »Vea« mit »ViPush«-Technologie
34 REISSER Wärmepumpen-Einbau in der Praxis
36 AUSTROTHERM Mehr Sicherheit im Feuchtraumaufbau
37 ALFERPROLINE Selbstklebendes Abdichtungssystem »Alferground«
12 WEBFLEET Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement
38 Azubi-Ecke: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
15 Top-Thema: Innenausbau
16 SCHLÜTER-SYSTEMS Historische Identität trifft moderne Eleganz
18 HOMAPAL Echtmetalldekor macht Bar zum Blickfang
20 SORIWA Gespräch über die »grüne« Trockenbauwand
22 NATURBO Lehmputz-Deckenheizung für Bürokomplex
24 OSMO »2K Holz-Öl« mit schneller Trocknungszeit
25 OWA Deckensysteme für Schall- und Brandschutz
42 Thema: Bodenbeläge & Aufbau
42 PALLMANN Parkettboden für Bolongaro-Palast
44 PROJECT FLOORS PVC-freier Vinylboden in Holzoptik für modernes Wohnen
46 SEELBACH INTERNATIONAL Systemlösungen für starke Böden
48 TARKETT Neue Linoleum-Serie »Lino Style Collection«
NEU
24 38
6 l Juli 2026
Inhaltsverzeichnis
44
50 Thema: Fenster
50 KNEER-SÜDFENSTER Wohnquartier mit moderner Fenster- und Türtechnik
52 SIEGENIA Fassadenlüfter für neuen Bürokomplex
54 Thema: Türen & Tore
54 NOVOFERM Türlösungen für Forschung und Sicherheit
56 EFAFLEX Schnelllauftore optimieren Prozesse im Hochregallager
58 NOBLESSE Aluminium-Haustüren mit intelligenter Technologie
59 DORMAKABA Automatisches Türsystem »MotionIQ«
60 BUCHELE »Shelter Line« verspricht Schutz im Extremfall
61 Thema: Werkzeuge & Befestigungssysteme
61 WOLFCRAFT Einhandzwinge »Pro Max« mit Pumpmechanik
62 MASCOT Arbeitskleidung digital beschaffen
61
63 AKTUELLES
65 AUF EINEN BLICK
65 IMPRESSUM
66 VORSCHAU
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Systemlösungen für hochwertige
Industrie- und Gewerbeböden
KLB KÖTZTAL – Die Anforderungen an moderne Gewerbe- und Industrieböden
steigen kontinuierlich. Kürzere Bauzeiten, Sanierungen während laufender
Betriebsabläufe sowie zunehmende Belastungen durch Chemikalien,
Verkehr und intensive Nutzung verlangen nach durchdachten Gesamtkonzepten.
Entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Bodens ist dabei längst
nicht mehr allein die Nutzschicht, sondern das Zusammenspiel aller Systemkomponenten
– von der Schnittstelle zum Untergrund über die Untergrundvorbereitung
bis zur fertigen Oberfläche.
6 - 7 Mio. m 2
Die Erfahrung aus jährlich rund
6 bis 7 Mio. m² realisierter
Bodenfläche fließt direkt in die
Entwicklung und Weiterentwicklung
der Systeme ein.
Die Beschichtung »PU 414 Flair« wird
gleichmäßig aufgetragen und im
Anschluss individuell strukturiert.
Genau diesen Systemgedanken verfolgt KLB
Kötztal. Seit mehr als 30 Jahren entwickelt und
produziert das Unternehmen Reaktionsharzsysteme
für Gewerbe-, Industrie- und Objektbauten.
Aus dem 1995 von den Brüdern Erwin
und Artur Kehrle gegründeten Familienunternehmen
hat sich einer der führenden Hersteller für
Bodenbeschichtungen und Reaktionskunststoffe
entwickelt. Grundlage dieses Erfolgs sind nach
Unternehmensangaben praxisgerechte Systemlösungen,
fundiertes technisches Know-how sowie
die enge Zusammenarbeit mit Verarbeitern, Planern
und Bauherren. So entstehen leistungsfähige
Systemlösungen, die präzise auf die Anforderungen
verschiedenster Branchen und individueller
Bauaufgaben abgestimmt werden können. Trotz
des kontinuierlichen Wachstums ist KLB Kötztal
seinen Wurzeln als Familienunternehmen stets
treu geblieben. Gleichzeitig wurden frühzeitig
die Weichen für eine langfristige Fortführung in
Familienhand gestellt. Mit Dr. Julian Kehrle und
Patrick Kehrle, die gemeinsam mit Artur Kehrle
die Geschäftsführung bilden, steht bereits die
nächste Generation in Verantwortung. Damit verbindet
das Unternehmen nach eigenen Angaben
die Werte eines familiengeführten Mittelständlers
mit Innovationskraft, Kontinuität und einer klaren
Zukunftsorientierung.
Der Systemgedanke als Erfolgsfaktor
Bodenaufbauten erfordern durchdachte Systemlösungen.
Auch Estriche übernehmen heute nicht
mehr nur die Funktion einer tragfähigen
Lastverteilungsschicht, sondern
bilden die Basis für langlebige
und leistungsfähige Beschichtungen.
Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel
aller Komponenten – von
der Untergrundvorbereitung bis zur
fertigen Nutzschicht.
Für diese Anforderungen bietet
KLB Kötztal ein umfassendes Sortiment
an Reaktionsharzsystemen.
Leistungsfähige Grundierungen, Haftbrücken und
Ausgleichsschichten sorgen für eine sichere Verbindung
zwischen Untergrund und Beschichtung.
Gerade bei kritischen Untergründen oder engen
Bauzeiten schafft eine termingerechte Vorbereitung
die Voraussetzung für dauerhaft funktionierende
Bodenlösungen.
Auf dieser Basis ermöglichen moderne Beschichtungssysteme
aus Epoxid- und Polyurethanharz
vielseitige Anwendungen: von dekorativen Flächen
im Objektbereich über mechanisch hoch
belastbare Industrieböden bis hin zu fugenlosen,
hygienischen Lösungen für gewerbliche Küchen
oder ableitfähige Böden in der Produktion von
empfindlichen elektrischen Bauteilen. Die Systeme
sind auf hohe Beanspruchung, gute Reinigungsfähigkeit
und eine lange Nutzungsdauer ausgelegt.
Gestaltung und Funktion im Einklang
Neben der technischen Leistungsfähigkeit gewinnen
gestalterische Anforderungen im Gewerbe-,
Objekt- und privaten Wohnbereich zunehmend an
Bedeutung. Mit dem 3-K-Design-Spachtelbelag
»KLB-System EC 450 Decor« stehen vielfältige
Möglichkeiten für individuelle, fugenlose Oberflächen
zur Verfügung. Unterschiedliche Applikationstechniken
ermöglichen hochwertige Optiken
– von ruhig und elegant bis hin zu ausdrucksstark
strukturierten Flächen.
8 l Juli 2026 Titelstory
Titelstory
Ob hochbelastete Produktionsfläche
oder repräsentative Designbeläge –
KLB bietet abgestimmte Beschichtungssysteme
für funktionale und
dekorative Anforderungen.
ERFOLGREICHER
MESSEAUFTRITT
AUF DER EPF 2026
Ergänzend bietet die Beschichtung »KLB-System
Polyurethan PU 414 Flair« eine dekorative
Lösung mit elastischem Gehkomfort und individueller
Strukturwirkung. Das System eignet sich
sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen im
Bestand und ermöglicht eine emissionsarme, wirtschaftliche
Umsetzung moderner Designkonzepte.
Beide Systeme verbinden gestalterische Freiheit
mit funktionalen Eigenschaften wie hoher Beständigkeit,
Pflegeleichtigkeit und emissionsarmer
Ausführung. Sie sind auf den Einsatz in nachhaltigen
Bauvorhaben ausgelegt und können gängige
Gebäudezertifizierungen wie DGNB, BNB, QNG,
LEED oder Minergie-Eco unterstützen; unter anderem
durch geprüfte Emissionsklassen wie »Emicode
EC1 Plus« und »Eurofins Indoor Air Comfort
Gold«. Für Verarbeiter bedeutet der Systemansatz
vor allem Planungssicherheit. Alle Komponenten
sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen
eine effiziente und wirtschaftliche Umsetzung
auf der Baustelle. So entsteht ein ganzheitliches
Bodenkonzept, das technische, wirtschaftliche
und gestalterische Anforderungen gleichermaßen
erfüllt. Damit positioniert sich KLB Kötztal nach
Unternehmensangaben nicht nur als Hersteller
hochwertiger Reaktionsharzsysteme, sondern
auch als kompetenter Partner für nachhaltige
und zukunftsfähige Bodenlösungen im Gewerbeund
Industriebau.
?
Großes Interesse an den Systemlösungen
zeigte sich laut KLB Kötztal auch auf
der EPF 2026 in Feuchtwangen, einer der
wichtigsten Fachmessen für Estrich-, Parkett-
und Fliesenleger sowie Beschichter.
Rund 150 Aussteller präsentierten dort ihre
neuesten Produkte und Entwicklungen.
Mehrere tausend Fachbesucher nutzten
die drei Messetage zum persönlichen Austausch
und zur Information über aktuelle
Entwicklungen in der Branche. Am Messestand
von KLB Kötztal standen insbesondere
praxisorientierte Lösungen für den
fugenlosen Bodenaufbau im Mittelpunkt.
Besonders gefragt waren abgestimmte
Systemaufbauten – von leistungsfähigen
Grundierungen und Haftbrücken über
dekorative Reaktionsharzbeschichtungen
bis hin zu hochbelastbaren Industrie- und
Küchenbodensystemen.
Im Mittelpunkt vieler Gespräche standen
Sanierungen im Bestand, kurze Bauzeiten
sowie sichere Systemaufbauten für unterschiedliche
Untergründe. Der Austausch
mit Verarbeitern, Planern und Partnern
lieferte dem Unternehmen zahlreiche Projektansätze
und bestätigte den Stellenwert
persönlicher Beratung.
KLB KÖTZTAL (3)
Der Messeauftritt auf der EPF 2026 war für
KLB Kötztal geprägt von großem Interesse,
vielen Fachgesprächen und einem
intensiven Austausch mit Verarbeitern,
Planern und Partnern.
Titelstory Juli 2026 l 9
NAMEN & NEUIGKEITEN
07 26
Reisser – Fünfte Generation in der Unternehmensführung
Die neue Dreierspitze bei Reisser (v.l.n.r.):
Marten Reißer, Jessica Reißer und Alexander Bruggner.
Zum 1. Juni stellte sich das traditionsreiche Familienunternehmen
Reisser an der Spitze neu auf: Mit
Jessica Reißer und Marten Reißer übernimmt die
fünfte Generation die Leitung des SHK-Großhändlers.
Beide fungieren künftig als Co-CEOs und tragen die
Verantwortung für das Unternehmen. Gemeinsam mit
Vorstand Alexander Bruggner bilden sie eine Dreierspitze.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Guntram
Wildermuth-Reißer wechselt in den Aufsichtsrat und
bleibt dem Unternehmen dort als Vorsitzender und in
beratender Funktion eng verbunden.
Mit der Neuaufstellung setzt das SHK-Unternehmen
auf die enge Verbindung aus Erfahrung, Tradition
und neuen Perspektiven. Ȇber Jahrzehnte hinweg
Wienerberger – Weichenstellung
für die Zukunft
Bekannte Gesichter in neuer Position (v.l.n.r.):
Matthias Meir, Nadja Führer und Florian Scherr.
REISSER
WIENERBERGER
Wienerberger Deutschland stärkt seine Vertriebsorganisation
mit einer gezielten Neuaufstellung: Zum
1. Juni 2026 hat Matthias Meir die Leitung Vertrieb
und Produktmanagement der Division Steildach übernommen.
Florian Scherr, Geschäftsführer für Vertrieb,
Marketing und Produktmanagement, übergibt im Zuge
dieser Neuaufstellung die bislang zusätzlich als Vertriebsleiter
von ihm geführte Steildach-Sparte. Mit
Matthias Meir übernimmt ein erfahrener Branchenwurde
der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung
des Familienunternehmens gelegt und die Marke
Reisser nachhaltig geprägt. Nun wird die Generationenübergabe
vollzogen – verbunden mit dem Ziel,
Bewährtes zu erhalten und zugleich neue Impulse zu
setzen. Darüber bin ich sehr stolz«, unterstreicht
Guntram Wildermuth-Reißer.
Zukunft aktiv gestalten, neue Ideen zulassen und
gleichzeitig das Know-how bewahren: Die neue Führungsstruktur
steht für frischen Spirit, tatkräftige Dynamik
und ein stärkeres Zusammenwirken unterschiedlicher
Generationen. Die dreiköpfige Führungsriege
bündelt Kompetenzen noch gezielter. Während Alexander
Bruggner seine langjährige Erfahrung einbringt,
stehen die Eheleute Jessica und Marten Reißer nach
Unternehmensangaben für neue Denkansätze, Innovationskraft
und einen ausgeprägten »Can-do-Spirit«. Jessica
Reißer, die die fünfte Generation im Familienunternehmen
Reisser verkörpert, hat bereits verschiedene
Bereiche verantwortet, sich im Vorstand eingebracht
und auch auswärts Erfahrungen gesammelt.
»Out of the Box« handeln und denken – auch dafür steht
das Führungstrio: »Wir sind ein solides Unternehmen,
das in der SHK-Branche seit mehr als 150 Jahren etabliert
ist. Gleichzeitig denken wir mutig nach vorne und
gehen neue Wege«, sagt Jessica Reißer. ?
kenner die Verantwortung für zwei strategisch wichtige
Segmente: Steildach und Photovoltaik. Der 40-Jährige
ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen
Funktionen innerhalb der Unternehmensgruppe tätig
und bringt umfassende Erfahrung aus Einkauf, Vertrieb
und dem Aufbau integrierter PV-Lösungen mit. Nach
Stationen bei Creaton in Deutschland und einer anschließenden
europäischen Führungsrolle bei der Etex-Gruppe
in Brüssel kehrte er 2019 zu Creaton zurück. Dort
verantwortete er den Einkauf für mehrere europäische
Märkte und trieb parallel den Aufbau der PV-Aktivitäten
maßgeblich voran. Seit 2023 ist Matthias Meir
Geschäftsführer von Wevolt Deutschland.
Auch bei Wevolt Deutschland wurde die Führungsstruktur
zum 1. Juni 2026 weiterentwickelt: Florian
Scherr und Matthias Meir bleiben Geschäftsführer des
Unternehmens. Die operative Gesamtleitung übernimmt
Nadja Führer, die über langjährige Erfahrung
im Vertriebscontrolling und im PV-Geschäft verfügt
und die Branche bestens kennt. So positioniert sich
Wevolt noch schlagkräftiger im Markt und ist nach
Unternehmensangaben optimal für die kommenden
Herausforderungen aufgestellt.
?
Jackon Insulation – Thorsten
Albrecht neuer Vertriebsleiter
DACH
Setzt auf eine aktive Projektpartnerschaft:
Thorsten Albrecht ist neuer Vertriebsleiter DACH
bei Jackon Insulation.
Jackon Insulation by Bewi richtet die Vertriebsorganisation
für Deutschland, Österreich und die Schweiz
neu aus. Thorsten Albrecht hat mit Wirkung zum
29. April die Vertriebsleitung DACH übernommen. In
dieser Funktion verantwortet er die strategische und
operative Weiterentwicklung des Vertriebs in der Region
und führt das deutsche Außendienstteam. Mit der
Neuaufstellung verbindet Jackon Insulation einen klaren
Anspruch: Kunden und Partner sollen direkter, verbindlicher
und projektnäher begleitet werden. Im Mittelpunkt
stehen klare Ansprechpartner, kurze
Abstimmungswege, transparente Kommunikation zu
Verfügbarkeit und Disposition sowie eine engere Verzahnung
von Vertrieb, Technik und Projektabwicklung.
»Unsere Kunden brauchen heute mehr als technisch
leistungsfähige Produkte. Sie brauchen Orientierung,
Planungssicherheit und Ansprechpartner, die frühzeitig
mitdenken«, sagt Thorsten Albrecht. »Mein Ziel ist
es, den Fachhandel, Verarbeiter, Planer und Projektpartner
nicht nur zuverlässig zu unterstützen, sondern
Projekte aktiv von der ersten Idee bis zur Umsetzung
zu begleiten.« Damit steht die neue Vertriebsleitung
für einen bewussten Perspektivwechsel: weg von einer
rein klassischen Lieferantenbeziehung, hin zu einer
aktiven Projektpartnerschaft. Technische Anforderungen,
wirtschaftliche Machbarkeit und verlässliche
Umsetzung sollen künftig noch früher zusammengeführt
werden.
Thorsten Albrecht bringt umfassende Erfahrung aus
der Immobilienwirtschaft, dem Vertrieb beratungsintensiver
Produkte sowie aus Projekt- und Havariemanagement
in industriellen Anwendungen mit. Als Immobilienfachwirt
IHK verbindet er kaufmännisches
Denken mit technischem Verständnis, operativer Umsetzungserfahrung
und einem klaren Blick für Kundenanforderungen.
?
JACKON INSULATION
10 l Juli 2026 Namen & Neuigkeiten
Prüm/Garant – Sven Mang verstärkt Geschäftsführung
Die erweiterte Geschäftsführung von Prüm/Garant:
(v.li.) Michael Zapp, Sven Mang und Markus Sprick.
Zum 1. Juli hat Sven Mang die Geschäftsführung von
Prüm/Garant verstärkt. Mit der Erweiterung des Führungsteams
setzt das Unternehmen klare Zeichen für
die Zukunft und schafft die Voraussetzungen für gesundes
Wachstum und eine erfolgreiche Weiterentwicklung.
Neben den bisherigen Geschäftsführern Markus
Sprick (Vertrieb und Marketing) und Michael Zapp
(Finanzen und Controlling) ist nun auch Sven Mang
(Operations) Teil der Unternehmensleitung. Den Vorsitz
der Geschäftsführung hat weiterhin Markus Sprick.
Mit der Berufung von Sven Mang trägt die Konzernmutter
Arbonia der steigenden Komplexität und den
wachsenden Anforderungen eines dynamischen Marktumfelds
Rechnung. Sven Mang bringt durch seine langjährige
Branchenerfahrung, sein umfassendes Verständnis
der betrieblichen Abläufe sowie seine enge
Verbindung zu den operativen Einheiten wertvolle Perspektiven
in die strategische Führung ein. Bereits seit
Januar 2024 verantwortet er den Bereich Operations
im Arbonia-Mutterkonzern und damit auch die Produktionsstandorte.
Die neue Führungsstruktur bildet die Basis, um zukünftige
Herausforderungen noch gezielter anzugehen und
die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig
unterstreicht die Entscheidung den Anspruch,
Kunden auch in Zukunft mit hoher Qualität, Zuverlässigkeit
und Innovationskraft zu begleiten. »Wir setzen
auf Kontinuität und Weiterentwicklung zugleich. Mit
der erweiterten Geschäftsführung schaffen wir die
organisatorischen Voraussetzungen, um unsere langfristigen
Ziele erfolgreich umzusetzen«, so die Geschäftsführung
zu diesem wichtigen Meilenstein.
»Die Erweiterung unserer Geschäftsführung ist ein
wichtiger Schritt, um die erfolgreiche Entwicklung von
Prüm/Garant langfristig zu sichern und neue Chancen
konsequent zu nutzen«, erklärt Markus Sprick. »Mit
Sven Mang gewinnen wir zusätzliche Führungskompetenz
auf höchster Ebene und stärken zugleich die
Verbindung zwischen Strategie, Produktion und operativer
Umsetzung.«
?
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Juli 2026 l 11
Warum der Flottenmanager
für Unternehmen
immer wichtiger wird
WEBFLEET – Der jährlich stattfindende Pressetag von Webfleet Solutions
fand Anfang Juni in der Webfleet-Niederlassung in Barcelona statt. Im
Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Digitalisierung,
insbesondere die rasante Entwicklung von KI, die Aufgaben eines Flottenmanagers
verändert. Das Webfleet-Management um CEO Jan-Maarten de
Vries erläuterte, wie die enorme Datenflut beherrschbar wird und mithilfe
von Webfleets Softwarelösungen zu mehr Nachhaltigkeit und höherer
Profitabilität für die Unternehmen führen kann – und aus dem Fuhrparkmanager
alter Schule einen »operational intelligence leader« macht.
von Peter Lang
Gerade die aktuell hohen Kraftstoffpreise setzen
viele Unternehmen, die über größere Fuhrparks
verfügen, unter enormen Kostendruck. Dies ist
ein Bereich, in dem moderne Flottenmanagement-Lösungen
ansetzen und Unternehmen dabei
unterstützen, ihren Energieverbrauch und damit
die Kosten systematisch zu senken. Aber nicht
nur da – auch bei Themen wie Wartung, Sicherheit
und Risikoprävention sowie der Optimierung
von Betriebszeiten spielt das richtige Flottenmanagement
eine zentrale Rolle. »Die Bedeutung
des Flottenmanagers wird in der heutigen Zeit
immer wichtiger für das Unternehmen«, betont
Jan-Maarten de Vries, President Fleet Management
Solutions bei Bridgestone und CEO Webfleet.
War der Fuhrparkmanager früher eher ein
Feuerwehrmann, der die Kosten im Blick hatte
und dann reagierte, wenn Fahrzeuge gewartet
oder repariert werden mussten, so haben sich
die Anforderungen sukzessive verändert. Heute
sind die zu betreuenden Fuhrparks größer, es gibt
mehr staatliche Regulierungen, mehr Wettbewerb
und vor allem – dank moderner Telematiklösungen
– mehr Datenmaterial, das es auszuwerten gilt.
Modernes Wartungsmanagement
erhöht Betriebszeit
Jan-Maarten de Vries nennt den heutigen Flottenoder
Fuhrparkmanager deshalb einen »operational
intelligence leader«. Er muss das umfangreiche
Datenmaterial nutzen, um die richtigen Entscheidungen
zu treffen, Störfälle vor ihrem Eintreten
verhindern, eine hohe Betriebszeit der Flotte
sicherstellen (Uptime) und mit seinen Maßnahmen
den Profit des Unternehmens erhöhen.
Stand der Flottenmanager früher als Techniker
eher am Rande, so füllt er heute mit seiner Kompetenz
eine zentrale Managementfunktion im
Unternehmen aus.
Um dieses komplexe Aufgabenfeld zu bearbeiten,
sind digitale Tools unabdingbar. Ein aktuelles
Thema bei Webfleet ist »Predictive Maintenance«,
also eine vorausschauende Wartungsstrategie.
Dies bedeutet, dass der Flottenmanager mithilfe
moderner Telematiklösungen und KI nicht
nur erkennen kann, was passiert, sondern auch
frühzeitig versteht, was als Nächstes passieren
könnte. Der Flottenmanager orientiert sich also
nicht mehr an festen, vom Hersteller vorgegebenen
Wartungsintervallen, sondern erkennt
anhand von realen Betriebsdaten, wann verschlissene
Ersatzteile ausgetauscht bzw. Wartungen
durchgeführt werden müssen. Webfleet bietet
WEBFLEET (3)
Beim Pressetag von Webfleet stand auch ein Besuch der
Firma Anticimex auf dem Programm – für seine 800 Fahrzeuge
umfassende Flotte in ganz Spanien nutzt das Unternehmen
»Webfleet OptiDrive 360«, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.
12 l Juli 2026
Im Blickpunkt
Im Blickpunkt
Der Fahrer ist ein entscheidender Faktor im modernen
Flottenmanagement – mit »Webfleet OptiDrive 360« lassen
sich detaillierte Fahrstilanalysen anfertigen und die Fahrer
entsprechend coachen.
dazu mit »Webfleet Vehicle Diagnostics« ein Programm
an, das Fahrzeugdaten wie Fehlercodes
oder CAN-Signale kontinuierlich abbildet und in
Verbindung mit KI-gestützten Analysen Trends
und Verschleißentwicklungen frühzeitig erkennt.
WEBFLEET »OEM.CONNECT«
FÜR SECHS VW-MARKEN
Webfleet hat vor Kurzem eine Kooperation mit
Volkswagen Group Info Services bekannt gegeben.
Über »OEM.connect«, das Programm für werkseitig
integrierte Fahrzeugvernetzung von Webfleet,
sind Flottenbetreiber nun in der Lage, Fahrzeuge
von sechs Marken der Volkswagen-Gruppe direkt
an Webfleet anzubinden. Damit können Flotten, die
Fahrzeuge der Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen
Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat, Cupra und Audi
einsetzen, auf Webfleet-Dienste zugreifen, ohne
nachträglich Hardware installieren zu müssen.
Fahrzeuge mit einer werkseitig integrierten Vernetzungsfunktion
werden anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer
(VIN) aktiviert. Ab diesem
Moment sind die Webfleet-Services binnen weniger
Minuten verfügbar. Flottenbetreiber erhalten
einen schnellen, einfachen und sicheren Zugriff
auf die Fahrzeugdaten. Damit wird es möglich, die
betriebliche Effizienz zu steigern, Betriebskosten
zu senken und sicheres sowie umweltfreundliches
Fahrverhalten zu fördern.
Auch routinemäßige Fahrzeugkontrollen
vor Beginn
der Fahrt können mithilfe von »Webfleet Vehicle
Check« vom Fahrer über eine Smartphone-App
durchgeführt und Checklisten direkt übermittelt
werden – dies minimiert den Verwaltungsaufwand
und sorgt dafür, Fahrzeuge schneller auf
die Straße zu bringen.
Fahrstilanalyse mit
»Webfleet OptiDrive 360«
Ein wichtiger Faktor beim Thema Sicherheit oder
Kraftstoffverbrauch ist die Leistung der Fahrer.
90 Prozent aller Unfälle seien auf das Verhalten
der Fahrer zurückzuführen, betont Jan-Maarten
de Vries. Um die eigene Flotte sicherer und
BAUSTOFFPARTNER
Webfleet-CEO Jan-Maarten de Vries:
Die Aufgaben und die Bedeutung
des Flottenmanagers verändern sich
angesichts von Digitalisierung und
künstlicher Intelligenz in rasantem Tempo.
Im Blickpunkt Juli 2026 l 13
Mehr Sicherheit: Mit den KI-basierten
Videotelematiklösungen »Webfleet
Video 2.0« kann die Zahl der Unfälle
signifikant verringert werden.
Anja Nüsse, Senior Product Trainer
bei Webfleet, zeigte im Showroom
einige Webfleet-Produkte, wie
die Videotelematiklösungen
»CAM Pro« und »CAM Lite«.
effizienter zu betreiben, ist deshalb eine Fahrstilanalyse
unabdingbar. Mit »Webfleet OptiDrive
360« kann der Flottenmanager Kennzahlen
wie Geschwindigkeit, Verbrauch, Schaltverhalten
oder Tempomat-Nutzung der Fahrer analysieren
und ihnen Hinweise liefern, wie sie ihr
Fahrverhalten verbessern und den Kraftstoffverbrauch
senken können. Der »OptiDrive-Score«
erstellt dazu eine Rangliste der Fahrer mit ihren
Stärken und Schwächen – optimiert wird das
System durch den integrierten »Webfleet Fleet
Advisor«. Die generative KI-Lösung ermöglicht
dem Flottenmanager, mit dem »Fleet Advisor«
in ein Gespräch einzusteigen und sofort visuell
aufbereitete Antworten in Tabellen- oder
Diagrammform zu erhalten.
BAUSTOFFPARTNER
Noch einen Schritt weiter geht die ebenfalls
KI-gestützte Videotelematiklösung »Webfleet
Video 2.0«. Mit den zwei neuen Kameras »CAM
Lite« und »CAM Pro« werden mithilfe von KI
und maschinellem Sehen das Fahrverhalten, der
Zustand der Straße sowie mögliche Gefahren noch
genauer analysiert. Der Fahrer wird unmittelbar
vor möglichen Gefahren gewarnt (Handynutzung,
Ermüdung oder riskantes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer)
und kann entsprechend reagieren.
Das Video-System ist ebenfalls in »OptiDrive
360« eingebunden, sodass der Flottenmanager
das Fahrverhalten im Zeitverlauf verfolgen und
verbessern kann. Außerdem werden bei Zwischenfällen
die Videoaufnahmen automatisch
gespeichert und in die Cloud geladen – ein Vorteil
bei der Unfallaufklärung, um Versicherungsansprüche
zu beschleunigen und Betrugsversuche
zu verhindern. »KI-gestützte Video- und Telematiklösungen
können so das Auftreten von
Unfällen um bis zu 40 Prozent reduzieren«, hebt
Jan-Maarten de Vries einen wesentlichen Vorteil
von »Webfleet Video 2.0« hervor.
Das sensible Thema Datenschutz hat Webfleet
dabei ebenfalls immer auf dem Schirm. Damit
Datenschutzvorgaben wie die DSGVO zuverlässig
eingehalten werden, behalten Flottenmanager in
der Webfleet-Plattform jederzeit die Kontrolle –
von Kameraeinstellungen bis zu Datenspeicherung,
Verschlüsselung und Zugriffsrechten. Bei
Bedarf sorgen optionale Linsenabdeckungen für
zusätzlichen Schutz der Privatsphäre.
Übrigens: Schon im September wird Webfleet
seine neuesten KI-gestützten Lösungen für das
Flottenmanagement präsentieren – pünktlich zur
IAA in Hannover.
?
14 l Juli 2026
Im Blickpunkt
Top-Thema
Innenausbau
SCHLÜTER-SYSTEMS
Ein Grandhotel
kehrt zurück
SCHLÜTER-SYSTEMS – Im Herzen von Baden-Baden gelegen, vereint
das Steigenberger Icon Europäischer Hof historische Substanz mit zeitgemäßer
Eleganz. Als Gründungshaus der Marke Steigenberger trägt der
Europäische Hof Baden-Baden eine besondere symbolische Bedeutung
und setzt heute, 95 Jahre nach seiner ursprünglichen Eröffnung, neue
Maßstäbe für kultivierten Luxus und stilvolle Gastlichkeit.
Die Lobby des Steigenberger Icon Europäischer
Hof zeigt die elegante Handschrift
von DK Architekten und Bachhuber
Contract – eine moderne Interpretation
klassischer Grandhotel-Architektur.
Bad im historischen Gebäudeteil:
Rundungen, Nischen und begrenzter
Raum stellten hohe Anforderungen an
Planung und Ausführung – umgesetzt in
präziser Detailarbeit.
»Der Europäische Hof Baden-Baden steht für eine
harmonische Verbindung aus reicher Geschichte
und moderner Raffinesse. Ein Ort, an dem Gäste
eine einzigartige Symbiose aus historischer Grandeur,
zeitgemäßem Luxus und außergewöhnlichem
Service erleben«, sagt General Manager
Holger Flory. 126 individuell gestaltete Zimmer,
Suiten und Apartments bieten hohen Komfort
und zurückhaltenden Luxus. Edle Materialien,
maßgefertigte Möbel und eine von der Natur
inspirierte Farbwelt fügen sich elegant in die
Architektur des Hauses ein. Die architektonische
Entwicklung des Projekts basiert auf einem
ursprünglichen Entwurf von Kruse Architekten,
der im weiteren Planungs- und Realisierungsprozess
durch DK Architekten und Bachhuber
Contract fortgeführt wurde.
Planerische Präzision
Die Neugestaltung der Bäder spielte im Gesamtkonzept
des Hauses eine besondere Rolle, da
diese maßgeblich zur Anmutung von Komfort und
Wertbeständigkeit beitragen. Gleichzeitig stellte
der denkmalgeschützte Bestandsbau mit seinen
fünf miteinander verwobenen Gebäudeteilen hohe
technische Anforderungen an das Fliesenlegergewerk
und die eingesetzten Produktlösungen.
Historische Räume mit Rundungen, Gewölben
und engen Nischen mussten mit modernen Neubaugrundrissen
und -strukturen zusammengeführt
werden. Für die Planer und das ausführende Handwerk
war früh klar, dass sich diese Komplexität
nur mit einem durchgängigen Systemanbieter
lösen lässt, der in sicherheitstechnischer,
komfortbezogener und
gestalterischer Hinsicht überzeugt.
Die Entscheidung fiel auf Schlüter-Systems
– als Partner für eine
vollständige, normgerechte und
zugleich ästhetisch hochwertige
Umsetzung der geplanten Bäder.
Verlässliche Abdichtung
Bei der Abdichtung aller 126 Bäder
ging der ausführende Betrieb Fliesen
Lang, der aufgrund seiner langjährigen
Erfahrung bei Projekten
SCHLÜTER-SYSTEMS (5)
dieser Größenordnung den Zuschlag erhielt, kein
Risiko ein. Durchgängig kam »Kerdi-200« von
Schlüter-Systems zum Einsatz, eine seit Jahrzehnten
bewährte Polyethylen-Verbundabdichtung
mit beidseitigem Vlies, die in Kombination
mit Formteilen, »Kerdi-Keba«-Stoßbändern und
Dichtmanschetten ein vollständiges, geprüftes
Abdichtungssystem bildet. »In einem Projekt
dieser Größenordnung – noch dazu im denkmalgeschützten
Altbau – ist eine dauerhafte Sicherheit
ausschlaggebend«, sagt Bauleiter Alexander
Kriegl von Fliesen Lang.
Die flexibel zu verarbeitenden Bahnen ließen
sich auch in geometrisch anspruchsvollen Bereichen
präzise anpassen und ermöglichten eine
normgerechte Ausführung nach DIN 18534. Für
Alexander Kriegl war insbesondere die Formbarkeit
der Bahnen entscheidend, um die zahlreichen
Nischen, Rundungen und Versprünge sauber und
sicher auszuführen.
Unsichtbare Wärme
Ein weiterer Schwerpunkt der technischen
Badgestaltung war die behagliche Beheizung
der luxuriösen Bäder, die im Steigenberger
Icon Europäischer Hof Baden-Baden bewusst
zurückhaltend und unsichtbar umgesetzt wurde.
Statt klassischer Heizkörper kommt mit »Ditra-
Heat-E« von Schlüter-Systems eine elektrische
Wand- und Bodenheizung zum Einsatz.
Das System vereint Entkopplung, Abdichtung,
Lastverteilung und Heizebene in einem Aufbau
und eignet sich damit besonders für Alt- und
Innenausbau
Die Spa-Suite verbindet Wohnen und
Wellness in einem offenen Raumkonzept ?–
mit freistehender Badewanne, angrenzender
Sauna und warmen Naturmaterialien.
Das denkmalgeschützte Grandhotel-
Ensemble im Herzen der Kurstadt,
umgeben von Parkanlagen und
historischer Architektur.
Neubausituationen mit begrenzten Aufbauhöhen.
Die schnelle Wärmeabgabe von Wandpaneelen
und Bodenflächen trägt wesentlich zum Komfort
bei, ohne das klare, ruhige Erscheinungsbild
der Bäder zu beeinträchtigen. Das Zusammenspiel
aus niedriger Aufbauhöhe, gleichmäßiger
Wärmeverteilung und sicherem Systemaufbau
unterstützt das gestalterische Ziel einer dezenten,
aber spürbaren Behaglichkeit.
Licht, Linien und Präzision
Ein besonderes gestalterisches Element der
Neubaubäder ist die lineare Lichtführung. Mit
»LiproTec-LLPM« von Schlüter-Systems kamen
LED-Module zum Einsatz, deren Trägerprofile für
das Projekt exklusiv kundenindividuell in mattem
Graphitschwarz pulverbeschichtet wurden. Durch
diesen vom Hersteller unter der Bezeichnung
»MyDesign by Schlüter-Systems« angebotenen
Service wurde eine präzise Anpassung der Lichtelemente
an die umgebenden Belagsmaterialien
ermöglicht.
Der flächenbündige Einbau, die homogene Lichtstreuung
und die Präzision der Module erzeugen
eine atmosphärische Tiefenwirkung und unterstützen
die architektonische Klarheit der Bäder.
Die IP67-Klassifizierung und die systemgerechte
Abdichtung der Steckverbindungen gewährleisten
zugleich die erforderliche Sicherheit in Nassbereichen.
Für die Ausbildung der Kanten wurden
im gesamten Hotel die »Jolly«-Abschlussprofile
der »Trendline«-Serie in der Farbe »Brillantweiß
matt« eingesetzt. Die exakt ausgeführten
Profilkanten schützen
die Beläge
dauerhaft und unterstützen
durch ihre ruhige,
lineare Ausstrahlung das
hochwertige Erscheinungsbild der
Wandflächen. Im Zusammenspiel mit
Naturstein- und Keramikmaterialien entsteht
eine zeitlose, klare Detailgestaltung, die funktional
und ästhetisch überzeugt.
Ganzheitliche Systemlösung
Die Zusammenarbeit zwischen Planung, Innenarchitektur,
Bauleitung, Handwerk und Hersteller
erwies sich über den gesamten Projektverlauf
als wesentlicher Erfolgsfaktor. Wo historische
Substanz, unterschiedliche Gebäudeteile und
moderne Designanforderungen zusammentrafen,
konnten durch systemkompatible Lösungen
dauerhafte Sicherheit, eine präzise Detailausbildung
und ein konsistentes Erscheinungsbild
gewährleistet werden.
Für Schlüter-Systems bot das Projekt die Gelegenheit,
seine Kompetenz als Komplettanbieter
für Abdichtung, Entkopplung, Beheizung, Profiltechnik
und Lichtlösungen im Premium-Hotelbau
zu zeigen. Die Bäder verdeutlichen, dass technische
Leistungsfähigkeit und ästhetische Qualität
im hochwertigen Innenausbau keine Gegensätze
sind, sondern gemeinsam die Grundlage für ein
zeitgemäßes Gästeerlebnis bilden – passend zum
Anspruch eines Grandhotels und zur Identität
eines historischen Ortes.
?
Ein Hotelbad auf höchstem Niveau –
harmonisch inszeniert mit durchgängigen
Schlüter-Systemlösungen für Abdichtung,
Beheizung, Profiltechnik und Licht.
Innenausbau
Juli 2026 l 17
In der Bar des Hotels Alte
Werft wird die handveredelte
Echtkupferoberfläche von
Homapal zum Blickfang.
Für die Neugestaltung der
Hotelbar wurde das Dekor
»635/502 Kupfer Moon
Türkis« ausgewählt.
Echtmetalldekor verbindet
Tradition und Moderne
HOMAPAL – Das Hotel Alte Werft liegt im Herzen von Papenburg.
Durch die anfängliche Nutzung des Gebäudes als Werkshalle der Meyer
Werft im Jahr 1855 steckt viel Geschichte in den alten Mauern. Seinen
rustikalen Charakter der Industriezeit kombiniert das Hotel mit modernem
Charme. Sichtbar wird diese Verbindung auch in der neu gestalteten
Bar, bei deren Bau ein Echtmetalldekor von Homapal zum Einsatz kam.
JONES ART (3)
Das Dekor weist eine
natürlich wirkende Patina
oxidierenden Kupfers auf.
Nach umfangreichen Umbauarbeiten bietet das
Hotel Alte Werft seinen Gästen insgesamt 122
komfortabel ausgestattete Zimmer und acht
moderne Tagungsräume, die Platz für bis zu
1 200 Personen bieten. Herzstück des Hotels ist
das geschichtsträchtige Restaurant mit integrierter
Bar und angrenzendem Biergarten.
Um den geschichtlichen Charakter zu bewahren
und ihn gleichzeitig mit dem Charme der Moderne
zu verbinden, wurde das Architekturbüro Wiemer
beauftragt, die neue Bar für das Restaurant zu
entwerfen. Ziel war es, einen Ort zu schaffen,
der sich optimal in die Industriearchitektur einfügt,
aber trotzdem durch hochwertige Oberflächen
einen modernen und edlen Charme schafft.
Einzigartiger Charakter
durch Echtmetalldekore
Bei der Suche nach geeigneten Materialien für
dieses Projekt waren unterschiedliche Kriterien
für die Auswahl entscheidend: Hochwertigkeit,
ästhetisches Erscheinungsbild und leichte
Verarbeitbarkeit spielten eine wesentliche
Rolle. So wurden im weiteren Planungsprozess
des Projektes die Echtmetalldekore von
Homapal schnell zu einer vielversprechenden
Lösung. Aufgrund seiner rustikal anmutenden
und trotzdem hochwertigen Oberfläche wurde
das Dekor »635/502 Kupfer Moon Türkis« ausgewählt.
Das Dekor überzeugt durch eine Echtkupferoberfläche,
die durch Handveredelung
eine natürlich wirkende Patina oxidierenden
Kupfers aufweist.
Durch die Auswahl des Homapal-Echtmetalldekors
als Oberfläche wird der lange Bartresen
zum Blickfang. Er bietet Platz für eine Vielzahl an
Gästen, und mithilfe des hochwertigen Designs
wird eine Verbindung zwischen modernem Gastronomiecharme
und der geschichtsträchtigen
Architektur des Gebäudes geschaffen. ?
Innenausbau
ROMA Raffstoren F50 & zipSCREEN F50
Sonnenschutz für
Pfosten-Riegel-Fassaden
Das perfekte an beiden Lösungen?
Patentierte Anbindung für einfache Montage. Je schraubbarer Anbindung nur ein
Stehbolzen nötig. Die Führungsschiene lässt sich darauf einfach in der Höhe nivellieren.
Und weil beide Systeme konsequent für P-R-Fassaden entwickelt wurden, addieren sich
dazu weitere Systemvorteile:
1 2
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Innenausbau
Juli 2026 l 19
»Wir wollten
Trockenbau
neu denken«
♺
Mit dem »Multi-System«
hat Soriwa ein Trockenbau-
System ohne Stahl
entwickelt – als Werkstoff
dienen Zellstofffasern.
SORIWA – Die Firma Soriwa aus dem Münsterland hat mit dem »Multi-
System« ein stahlfreies Montagesystem für den Trockenbau entwickelt. Im Interview
berichten die beiden Gründer Michael Sommer und Andreas Ridder über die
Idee, die Forschungsarbeit und die Vision einer »grünen« Trockenbauwand.
Aber es war keineswegs so, dass wir sofort die
perfekte Lösung hatten. Am Anfang stand ein
langer Prozess aus Materialtests, Fehlversuchen
und Optimierungen.
Bis zur bauaufsichtlichen Zulassung
waren viele Materialprüfungen
notwendig – hier ein Langzeitversuch
des VHT Instituts für Leichtbau
Trockenbau Holzbau aus Darmstadt.
MICHAEL SOMMER / SORIWA
Herr Sommer, Herr Ridder, was war der
Ausgangspunkt für Ihre Entwicklung?
Michael Sommer: Die Ausgangsfrage war
eigentlich sehr einfach: Brauchen wir im Trockenbau
wirklich Stahl? Über Jahrzehnte haben sich
Metallprofile als Standard durchgesetzt. Aber
jeder, der sich mit Ressourcen, Klimabilanzen
und Kreislauffähigkeit beschäftigt, weiß: Stahl ist
energieintensiv in der Herstellung, aufwendig im
Recycling und nicht immer die optimale Lösung
für den Innenausbau.
Andreas Ridder: Uns war klar, dass wir den Trockenbau
noch einmal grundsätzlich neu denken
müssen. Wir wollten herausfinden, ob es eine
Alternative gibt, die funktional gleichwertig oder
sogar besser ist – aber eben aus einem Werkstoff,
der Ressourcen schont und neue Perspektiven
eröffnet.
Warum fiel die Wahl auf Zellstofffasern?
Ridder: Zellstofffasern sind zunächst ein naheliegender
Gedanke, wenn man kreislauffähig arbeiten
will. Sie stammen aus Recyclingströmen, sind
verfügbar und lassen sich gut in Form bringen.
Sommer: Die größte Herausforderung war, dass
wir Fasern nicht wie Holz behandeln dürfen.
Holzprofile gibt es bereits, aber Zellstoff ist ein
ganz eigener Werkstoff. Wir mussten also eine
Geometrie entwickeln, die den Fasern Stabilität
gibt, wir mussten Schichtaufbauten konzipieren
und Verbindungsmittel einsetzen, die ein tragfähiges
Bauteil ergeben. Erst nach vielen Versuchen
haben wir ein Profil entwickelt, das den Anforderungen
des Trockenbaus entspricht.
Können Sie ein Beispiel für
diese Herausforderungen geben?
Sommer: Ein klassisches Thema war die Feuchtigkeit.
Fasern sind hygroskopisch, sie nehmen
Wasser auf. Wir mussten also sicherstellen, dass
das Profil auch unter Baustellenbedingungen
seine Form und Tragfähigkeit behält. Das bedeutete:
intensive Prüfungen im Labor, Anpassungen
in der Fertigung und immer wieder Rückkopplung
mit Forschungseinrichtungen.
Ridder: Ein anderer Punkt war die Normung.
Trockenbauprofile sind in Deutschland klar definiert.
Wenn man plötzlich ein völlig anderes Material einführt,
muss man nachweisen, dass es denselben
20 l Juli 2026
Innenausbau
Anforderungen genügt – oder sie übertrifft. Brandschutz,
Tragfähigkeit, Verarbeitung: All das wurde
geprüft, bevor wir den Schritt zur allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung gehen konnten.
Wie hat sich aus dem Profil
ein ganzes System entwickelt?
Ridder: Am Anfang stand tatsächlich die Idee,
einen Ersatz für CW-Profile zu entwickeln. Aber
sehr schnell haben wir gemerkt: Wenn wir wirklich
eine Alternative schaffen wollen, brauchen wir
ein komplettes System. Denn Trockenbau funktioniert
modular – Profile, Verbinder, Verstärkungen.
Sommer: Daraus entstand das »Multi-System«.
Wir haben einen Verbinder entwickelt, der die
Rahmenkonstruktion ohne klassische UW- und
CW-Profile ermöglicht. Und wir haben den
Kern konzipiert, der an stark belasteten Stellen
wie Türöffnungen eingesetzt wird. So entsteht
ein vollständig stahlfreies Ständerwerk. Dieser
Systemgedanke war ein entscheidender Schritt.
Welche Reaktionen haben Sie in der Praxis erlebt?
Sommer: Am Anfang natürlich Skepsis. Viele
Handwerker konnten sich nicht vorstellen, dass
Fasern Stahl ersetzen können. Aber sobald sie
das Material selbst in der Hand hatten, hat sich
die Sicht verändert. Die Profile sind leichter, man
kann sie mit den üblichen Werkzeugen bearbeiten,
und es gibt keine scharfen Kanten – das
überzeugt in der Praxis.
Ridder: Wichtig war auch: Wir haben kein völlig
neues Bauverfahren erfunden. Alles funktioniert
so, wie die Handwerker es kennen. Das macht
den Einstieg einfach. Innovation bedeutet für uns
nicht, dass man alles umwirft, sondern dass man
Bestehendes besser macht.
Sie sprechen von der »grünen Wand«.
Was steckt hinter dieser Vision?
Ridder: Mit dem »Multi-System« haben wir
einen großen Schritt gemacht. Aber unser Ziel
ist weiter gesteckt. Wir wollen eine Wand, bei
der nicht nur die Profile, sondern alle Komponenten
kreislauffähig sind – bis hin zur Platte und
den Dämmstoffen.
Sommer: Das nennen wir die »grüne Wand«.
Ziel ist, dass künftig eine komplette Innenwand
aus Materialien besteht, die sich in den Kreislauf
zurückführen lassen. Unser »Multi Profil« ist der
erste Baustein dafür. Entscheidend ist für uns:
Diese neuen Werkstoffe dürfen nicht erheblich
teurer sein als heutige Standardartikel und sie
müssen sich mit denselben Werkzeugen und
Handgriffen verarbeiten lassen. Wir wollen Systeme
entwickeln, die ökologisch zukunftsfähig
sind, ohne für Planende und Handwerker zum
Kosten- oder Aufwandstreiber zu werden. Unsere
Vision ist eine Bauweise, die wirtschaftlich,
praxisgerecht und gleichzeitig kreislauffähig ist
– weg vom linearen »Rohstoff rein, Abfall raus«,
hin zum geschlossenen Materialkreislauf.
Ein letzter Blick zurück: Was war der wichtigste
Moment in Ihrer Entwicklung?
Sommer: Für mich war es der Tag, an dem wir
den ersten kompletten Raum mit unserem System
gebaut haben. Plötzlich war die Idee Realität.
Wir konnten sehen, fühlen und messen, dass es
funktioniert und gleichzeitig erleben, wie selbstverständlich
sich das Material verarbeiten lässt.
Besonders eindrücklich war die Reaktion des Trockenbauers,
der zunächst skeptisch war und dann
mit sichtbarer Begeisterung weiterarbeitete. Er
sagte uns später, er habe sich beim Arbeiten fast
wie der »MacGyver des Trockenbaus« gefühlt –
weil er mit einfachen Mitteln plötzlich ganz neue
Möglichkeiten hatte. In diesem Moment wurde
klar: Unser Konzept funktioniert nicht nur im
Labor, sondern überzeugt auch auf der Baustelle.
Ridder: Für mich war es der Moment, als die
bauaufsichtliche Zulassung erteilt wurde. Damit
war klar: Es ist nicht nur eine Vision, sondern ein
zugelassenes Bauprodukt, das in der Praxis eingesetzt
werden kann.
Und ein Blick nach vorn?
Ridder: Wir stehen erst am Anfang. Das »Multi-
System« ist ein Fundament. Aber die Entwicklung
geht weiter – mit neuen Bauteilen, mit Partnern
aus der Forschung, mit Pilotprojekten. Wir wollen
zeigen, dass ressourcenschonendes Bauen kein
Kompromiss ist, sondern ein Fortschritt.
Sommer: Und wir wollen Handwerkern, Planern
und Architekten ein Werkzeug geben, mit dem
sie diesen Fortschritt sofort in der Praxis umsetzen
können. Das ist unsere Motivation. ?
Das »Multi Profil« behält auch
unter Baustellenbedingungen
seine Form und Tragfähigkeit.
Arbeiten an ihrer Vision einer
»grünen« Trockenbauwand: Die
Soriwa-Gründer Andreas Ridder
(links) und Michael Sommer.
?
»Wir wollen eine Wand, bei
der alle Komponenten kreislauffähig
sind – bis hin zur
Platte und den Dämmstoffen.«
THOMAS MOHN / SORIWA (3)
Innenausbau
Ökologisch heizen und kühlen
mit dem Sandwichsystem
Die »Naturbo-Therm«-Platten
werden mit Presskupplungen
miteinander verbunden. Nach der
Montage erfolgt der Anschluss
an die Heizkreisverteiler durch
den Heizungsfachmann.
NATURBO (3)
NATURBO – Das nachhaltige Gewerbeprojekt »Autarkia Green World Business
Park« in Gronau (Münsterland) wurde mit dem Lehmputz-Deckenheizsystem von
Naturbo ausgestattet. Die Kombination aus Holz und Lehm passt zur Philosophie
des Autarkia-Verbunds, der als Veranstalter seiner »Green World Tour«-Messen
Nachhaltigkeit zum Mainstream machen will.
Entstanden ist das Baukonzept nach dem
Motto »Nachhaltigkeit für alle!« – so will der
Autarkia-Verbund über seine Angebote den
Zugang zu nachhaltigen Produkten, Dienstleistungen,
Technologien und Konzepten
erleichtern und ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes
unternehmerisches Handeln
fördern. In diesem Sinne hat sich auch Bauherr
und Autarkia-Geschäftsführer Michael
Lülf auf diversen Messen wie der BAU in
München über ökologische Innovationen
für sein Bauprojekt informiert.
Bei seiner Recherche stieß Lülf auf das
Lehmputz-Deckenheizsystem von Naturbo.
Holz und Lehm sind in der ökologischen Bauweise
eine ideale Kombination, insbesondere
im Innenausbau. Beide Materialien sind diffusionsoffen
und können Feuchtigkeit puffern
und wieder abgeben. Durch seine geringere
Ausgleichsfeuchte hat Lehm darüber hinaus
eine dauerhaft schützende Wirkung für die
Holzkonstruktion. Die Lehmoberfläche ist
atmungsaktiv und absorbiert Gerüche und
Schadstoffe. Durch ihre Masse dämpft sie
Schwingungen und verbessert so den Schallschutz
im Holzbau. Außerdem wirken Lehmoberflächen
brandhemmend und sorgen mit
ihren feuchteregulierenden Eigenschaften
für ein angenehmes Raumklima.
Die Decken im Autarkia-Gebäude sind wie
die Wände aus massiven CLT-Elementen
hergestellt. Daher empfahl sich eine Trockenbauweise,
zumal das Sandwichsystem
von Naturbo mit der integrierten Holzweichfaserplatte
und dem Lehmputz eine in allen
Aspekten bauphysikalisch gelungene Lösung
versprach. Das gilt vor allem für die Kühlfunktion,
denn durch den starken Feuchtepuffer
der Lehmschichten kann die Raumtemperatur
Naturbo lieferte für das Projekt eine komplette
Werkplanung mit detailliertem Verlegeplan sowie
vorkonfektionierten und durchnummerierten Deckenplatten
inklusive Montagematerial auf die Baustelle.
problemlos abgesenkt werden, ohne dass
die Luftfeuchtigkeit ansteigt.
All-in-One-Sandwichbauweise –
leicht und effizient
Basis des Naturbo-Trockenbau-Systems ist
eine 17 mm starke Holzweichfaserplatte als
Trägerplatte mit einer dünnen, 3 mm starken
Putzschicht und einem Armierungsgewebe
auf der Rückseite. Auf der Vorderseite
sind in einer weiteren Lehmputzschicht
die Heiz-Kühl-Rohre eingelassen. Diese
sind fast vollständig von dem Lehmputz
ummantelt und werden nach der Montage
nochmals mit 2 mm Putzfinish überdeckt.
Die 15 mm reine Lehmputzschicht an der
Oberfläche sorgt für einen perfekten Feuchteausgleich.
Die integrierte Holzweichfaser
22 l Juli 2026 Innenausbau
Gm
G
dient als thermische Trennung und sorgt
damit für eine hohe Effizienz. Die Naturbo-
Platten haben eine gut montierbare Größe
von 625 x 1250 mm und wiegen bei 30 mm
Dicke rund 21 kg.
Im Autarkia Green World Business
Park wurden fast 1 000 m²
Deckenfläche in den Büroräumen,
im Treppenhaus und
auf den Fluren in ein Zwei-
Wege-System für Heizen
und Kühlen integriert. In der
Übergangszeit versorgt eine
Lüftungsanlage die Räume mit
wohltemperierter Frischluft.
Im Winter und Sommer wird die
Deckenheizung bzw. -kühlung dazugeschaltet.
Das Naturbo-System überträgt die
Wärme fast ausschließlich durch Wärmestrahlung.
Dies steigert die Energieeffizienz,
optimiert den Wirkungsgrad der Wärmepumpe
und sorgt für schnelle Reaktionszeiten
und eine gesunde, stressmindernde Wärme.
Kühlen kann das System ohne Zugluft, ohne
Geräusche und mit sehr geringem Energieinput.
»Nur über die Lüftung zu heizen und
zu kühlen, hätte für das Gebäude nicht ausgereicht.
Nur über die Decken zu heizen,
Die massive Holzkonstruktion
aus CLT-Wandund
Deckenelementen bietet den
Rahmen für das Arbeitsumfeld. Unter
dem weißen Deckenputz verbirgt sich
das lehmbasierte Deckenheiz- und
-kühlsystem von Naturbo.
hätte das Belüftungsproblem
nicht gelöst.
So ergänzen sich die
beiden Systeme im Betrieb
zu einem vollkommenen Ganzen«,
erklärt Michael Lülf das Konzept.
Naturbo erstellte eine maßgeschneiderte
Werkplanung für die Deckenheizung. Auf
Basis der Heiz- und Kühllastberechnung des
TGA-Planers berechnete man die Anzahl
der Heizkreise und lieferte für jeden Raum
einen detaillierten Verlegeplan inklusive
Materialliste. In Abstimmung mit dem
Heizungsbauer und der Lüftungsplanung
gelang so eine optimale Leitungsführung.
Die vorkonfektionierten Deckenelemente
❄?
wurden streng nach der Verlegevorgabe
direkt auf die CLT-Unterdecke geschraubt.
Häufig wird eine Unterkonstruktion mit
Lattung für die Leitungsführung genutzt.
»Das wird je nach Projekt entschieden.
Im Green Business Park waren jedoch die
Leitungen für die Lüftungsanlage bereits
verkoffert und wir konnten unsere Leitungen
darin verziehen. Daher haben wir hier
auf eine Unterlattung verzichtet«, erinnert
sich Michel Weihele, Geschäftsführer von
Naturbo. Nach dem Anschluss an die Heizkreisverteilung
bzw. die Lüftungsleitungen
wurden die Deckenplatten verspachtelt und
mit dem weißen Lehmputzfinish zu einer
homogenen Fläche glatt gestrichen. ?
RAHMEN für
Akustikpaneele
Innenausbau
www.Auer-Metallprofile.de
Juli 2026 l 23
Das »Osmo 2K-Holz-Öl« schafft bereits durch
einen einmaligen Auftrag dauerhaft schöne
und optimal geschützte Oberflächen.
Starker Holzschutz in Rekordzeit
OSMO – Anstrichsysteme wie das »2K Holz-Öl« von Osmo verbinden
wirksamen Langzeitschutz mit Rekord-Trocknungszeiten, sodass Projekte
zügig abgeschlossen werden können, ohne Kompromisse bei Qualität,
Effizienz und Haltbarkeit einzugehen. Neben optimierten
Trocknungszeiten und einer konstant hohen Materialqualität bietet
Osmos erstes einschichtiges und lösemittelfreies Zwei-Komponenten-Öl
für den Innenbereich auch eine wirtschaftliche Verarbeitung und eine
außergewöhnlich breite Farbpalette.
Osmo bietet sein »2K-Holz-Öl«
standardmäßig in elf Farben sowie
einer farblosen Variante an.
Als matter Langzeit-Holzschutz erzeugt das »Osmo
2K Holz-Öl« eine offenporige und zugleich extrem
belastbare Oberfläche, die den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch
des Holzes bewahrt und damit
aktiv zu einem verbesserten Raumklima beiträgt.
Ein schlagender Vorteil des Profi-Produktes liegt
in seiner Zeitersparnis: Mit nur einem Auftrag lassen
sich optisch hochwertige Flächen kreieren,
die selbst intensiver Beanspruchung problemlos
standhalten. Dabei ist die emissionsgeprüfte
Oberfläche dank der innovativen Bindemitteltechnologie
nach nur 24 Stunden bereits wieder voll
belastbar, was gerade für terminsensible Projekte
im Objektbereich ideal ist.
Die Reichweite von ca. 40 bis 50 m² pro Liter
macht das »2K Holz-Öl« besonders
wirtschaftlich in der Verarbeitung.
Für kleinere Flächen
lassen sich auch Teilmengen
exakt anmischen – hier fungiert
der Deckel als Maßeinheit.
Nach der Zugabe des Härters
und dem gründlichen Vermischen
beider Komponenten ist
das Produkt sofort einsatzbereit,
die Topfzeit beträgt etwa
drei bis vier Stunden.
Elf Farben im Standard
»Osmo 2K Holz-Öl« eignet sich für sämtliche Parkett-
und Holzfußböden gemäß DIN 18356, für
Möbeloberflächen sowie für nahezu alle inhaltsstoffreichen
Holzarten und ist in getrocknetem
Zustand sogar für Kinderspielzeug geeignet. Es
basiert auf nachwachsenden Rohstoffen und
bietet bereits im Standard elf farbige sowie eine
farblose Variante, welche sich für ein Maximum
an Individualisierbarkeit direkt auf der Baustelle
beliebig untereinander mischen lassen. Neu im
Sortiment und ein echter Eyecatcher ist z. B. der
Farbton »Granat Matt«, der den Gestaltungsspielraum
erweitert und ausdrucksstarke Oberflächenoptiken
ermöglicht, von pastelligen Beerentönen
über edles Mahagoni bis hin zu charaktervollen
Brauntönen.
?
OSMO (3)
Nachdem der Härter zugefügt und beide Komponenten
sorgfältig vermischt wurden, ist das »2K-Holz-Öl« sofort
einsatzbereit. Die Topfzeit beträgt drei bis vier Stunden.
24 l Juli 2026 Innenausbau
Mehr Sicherheit, Absorption und Effizienz
OWA – Dem Markenanspruch »Owa –
more than a ceiling« folgend, werden
Owa-Deckensysteme entwickelt, um
echte Mehrwerte zu bieten. Im Mai
kehrte der Brandschutz-Klassiker »Barriere
B« zurück. Außerdem kamen Mitte
Mai die Einlegevariante der Hanfstrohdecke
»Natura A« und das weiter optimierte
fugenfreie Deckensystem
»OwaPlan« auf den Markt.
Die selbstständige Brandschutzeinheit »Barriere
B« EI30 (a↔b) erfüllt die Anforderungen
nach EN 13501-2 an den Feuerwiderstand
eigenständig, bei Brandangriff von unten
nach oben sowie umgekehrt. Dies dient
dem Schutz von Versorgungsleitungen
im Deckenhohlraum und gewährleistet im
Brandfall eine ausreichend lange Nutzbarkeit
des darunterliegenden Fluchtwegs.
»Barriere B« ist rauchdicht und bietet mit
der hochwertigen Oberfläche »Sternbild«
eine sehr gute Schallabsorption – ideal für
Räume mit höchsten Anforderungen an
Brandschutz und Akustik.
»Natura A«:
Nachhaltig mehr Absorption
Die akustisch optimierte Einlegevariante der
Natura-Hanfstrohplatten bietet als A-Absorber
mit einem Schallabsorptionsgrad von
αw 0,90 eine wahrnehmbar höhere Schallabsorption.
Damit erweitert »Natura A«
die Produktfamilie um eine leistungsstarke
Lösung für anspruchsvollste akustische
Anforderungen als geschlossene Unterdecke.
Die Serie Natura-Hanfstrohplatten aus der
»nOWAcoustic collection« überzeugt durch
ihre natürliche Materialität, ihren positiven
Beitrag zur Ökobilanz und ihre vielseitigen
Einsatzmöglichkeiten. Durch den ressourcenschonenden
Herstellungsprozess wird
Hanf zur Zero-Waste-Ressource. »Natura A«
fügt sich mit zwei Formaten und der Kante
N0 ideal in das System »S 3« ein. Verschiedenste
Farben bieten hohe gestalterische
Flexibilität. Natura-Hanfstrohplatten sind
ideal für individuelle Raumkonzepte und sorgen
für ein angenehm zeitgemäßes Interior
Design. Für mehr Effizienz ohne Kompromisse
steht »OwaPlan90«: Das Deckensystem
OWA
Das Deckensystem »OwaPlan« vereint Akustik,
Brandschutz und Design.
vereint Akustik, Brandschutz und Design. Ob
in Restaurants, Foyers, Museen, Galerien,
Schulen, Einkaufspassagen, Hotels oder im
privaten Wohnbereich, »OwaPlan« macht
überall eine gute Figur und sorgt für eine
angenehme Raumakustik. Feine bis sehr
feine Putzstrukturen in Weiß oder farbig verleihen
der Decke eine klare Eleganz. Neben
dem werkseitig erzeugten vliesfreien Rand
lässt sich der Akustikputz nun in bis zu drei
Schichten mit je zwei Stunden Trocknungszeit
an einem Tag auftragen.
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Steinwolle – Ihr starker Partner
im Holzbau
Innenausbau
Moderner Holzbau mit Woodrock Protect
Woodrock Protect ist die auf den Holzbau zugeschnittene Fassadendämmplatte von
ROCKWOOL. Sie überzeugt durch starken Brand- und Wärmeschutz und eignet sich
ideal für hinterlüftete Außenwände. Entdecken Sie vielfältige Konstruktionen, konform
zur neuen MHolzBauRL 2024.
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Juli 2026 l 25
Badmodernisierung
mit bodengleicher Dusche
QUELLE
Großformatige Fliesen, eine
bodengleiche Dusche und ein
hochwertiges Design kennzeichnen
das Bad nach seiner
Modernisierung.
DALLMER – Bodengleiche Duschen sind heute fester Bestandteil hochwertiger
Badmodernisierungen. Damit sie dauerhaft sicher funktionieren, kommt
es auf präzise Höhenjustierung, normgerechte Abdichtung und klar definierte
Schnittstellen zwischen SHK und Fliesenleger an. Ein Praxisbericht über den
Einbau des Duschrinnensystems »DallFlex 2.0« von Dallmer.
»Alles, was fest verbaut ist
und später nicht mehr
einfach getauscht werden
kann – Unterputzarmatur
oder Duschrinne –, sollte
von Anfang an hochwertig
gewählt werden.«
Beim Einbau des weiterentwickelten Duschrinnensystems
»DallFlex 2.0« von Dallmer ließ sich
Installateurmeister Leo Meurer auf einer Baustelle
in Hürth begleiten. Gemeinsam mit Fliesenleger
Matthias Balk zeigte er, wie sich das System effizient,
sicher und praxisgerecht montieren lässt –
von der Rohmontage bis zum fertigen Bad. Das
Projekt: eine hochwertige Badmodernisierung mit
großformatigen Fliesen und befliesbarer Duschrinne
»CeraWall Individual«.
»In der Badplanung lege ich den größten Fokus
auf die Dusche. Dort merkt der Nutzer jeden Tag,
ob alles gut geplant ist«, erklärt Leo Meurer. »Ist
die Dusche zu klein, der Einstieg zu hoch oder die
Armatur ungünstig positioniert, werde ich mich
jeden Tag ärgern.« Gerade deshalb empfiehlt der
Installateurmeister, bei zentralen Komponenten
keine Kompromisse einzugehen: »Alles, was
fest verbaut ist und später nicht mehr einfach
getauscht werden kann – Unterputzarmatur oder
Duschrinne –, sollte von Anfang an hochwertig
gewählt werden.«
Die Umsetzung bodengleicher Duschen muss
besonders sorgfältig geplant werden. Neben der
Entwässerung spielen Aufbauhöhe, Gefälle und
das spätere Fliesenbild eine entscheidende Rolle.
Rohmontage und Vorbereitung
Nach der Planung folgt die Umsetzung. Gerade
bei bodengleichen Duschen zeigt sich hier, wie
wichtig durchdachte Systeme und eingespielte
Abläufe sind. Kernbohrung, Trockenbauwände und
Randdämmstreifen sind vorbereitet. Sie bilden die
Grundlage für eine saubere und normgerechte
Installation. Leo Meurer packt das Ablaufgehäuse
»DallFlex 2.0« aus. Alle Systemkomponenten
sind übersichtlich und transportsicher verpackt.
So lässt sich das Ablaufgehäuse mit wenigen
Handgriffen schnell und sicher montieren.
Ein zentrales Feature des »DallFlex 2.0« ist
das neue Schnellspannsystem. Es ermöglicht
eine werkzeuglose Voreinstellung der Gewindestangen.
Die Höhe lässt sich exakt und schnell
anpassen. Das ist besonders bei Sanierungen
oder variierenden Estrichstärken ein klarer Vorteil.
Die Montageeinheit mit integrierter Positionierhilfe sorgt
für eine passgenaue Ausrichtung der Duschrinne.
26 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
Anschließend richtet der Installateur das Ablaufgehäuse
mit der Wasserwaage aus. Die Montagefüße
lassen sich komfortabel justieren.
In dem Projekt erfolgt die Entwässerung über
einen senkrechten Ablauf durch den Keller. Diese
Lösung bietet vor allem bei geringem Bodenaufbau
zusätzliche Flexibilität. »Der senkrechte Ablauf
›DallFlex 2.0‹ war hier entscheidend. Dadurch
konnten wir die hohe Ablaufleistung sicherstellen
und gleichzeitig genug Spielraum bei der Aufbauhöhe
behalten«, erläutert Meurer.
Nach dem Anschluss an die Entwässerung und
vor dem Estricheinbau erfolgt eine Funktionsprüfung:
»Den Ablauf prüfe ich immer vor dem
Estrich mit der Gießkanne. So sehe ich sofort,
ob alles dicht ist und ob die Leitung ausreichend
belüftet wird.«
Mit der abgeschlossenen Rohmontage rückt
nun ein wichtiger Faktor in den Fokus: die reibungslose
Übergabe an den Fliesenleger. Fliesenleger
Matthias Balk übernimmt die Fläche,
passt Dämmung und Randdämmstreifen an und
bereitet den Untergrund für die weiteren Arbeitsschritte
vor. Das selbstklebende Sicherheitsband
aus Edelstahl dient dabei als Schnittschutz und
sorgt für zusätzliche Sicherheit bei späteren
Wartungsarbeiten.
Danach bringt der Fliesenleger den Gefälleestrich
ein und zieht ihn exakt auf das Ablaufgehäuse.
Die klare Systemgeometrie des »DallFlex
2.0« erleichtert die saubere und gleichmäßige
Ausbildung des Gefälles. Neben der technischen
Ausführung spielt auch die gestalterische Planung
eine zentrale Rolle: »Man muss eigentlich
schon ab der Tür überlegen, wie das Fliesenbild
läuft und wo die Rinne sitzt. Sonst passt später
die ganze Gestaltung nicht mehr zusammen.«
Sobald der Estrich getrocknet ist, beginnt der
nächste entscheidende Schritt: die fachgerechte
Abdichtung. Zunächst gleicht der Fliesenleger letzte
Unebenheiten aus und bereitet den Untergrund für
die Abdichtung vor. Dann wird die faltenfrei und
separat verpackte Dichtmanschette eingesetzt
und in die Verbundabdichtung integriert. Die klar
definierte System-Schnittstelle erleichtert die Verarbeitung
und reduziert potenzielle Fehlerquellen.
Gleichzeitig wird eine normgerechte Abdichtung
gemäß DIN 18534 sichergestellt. Im nächsten
Schritt werden Wand- und Bodenflächen mit
Fliesenkleber versehen und die Abdichtung fachgerecht
eingebunden. So entsteht eine dauerhaft
sichere Grundlage für die weitere Ausführung.
Einbau der Duschrinne
Mit der vorbereiteten Abdichtung folgt der Einbau
der Duschrinne. Hier zeigt sich, wie gut Systemkomponenten
und Verarbeitung ineinandergreifen.
Beim Einmessen und Einkürzen der Duschrinne
»CeraWall Individual« wird die Systemklarheit des
»DallFlex 2.0« deutlich. Auch bei großformatigen
Fliesen lässt sich die Rinne passgenau an die
baulichen Gegebenheiten anpassen. Fliesenleger
Matthias Balk bereitet anschließend den Einbau
vor und setzt die Rinne in das Fliesenkleberbett
ein. Die integrierte Positionierhilfe sorgt für die
exakte Ausrichtung an Wand- und Bodenbelägen.
Zusätzlich bietet der um 180° drehbare Rahmen
maximale Gestaltungsfreiheit für die variabel
wählbaren Belagstärken.
Einige Wochen später ist die Modernisierung
abgeschlossen. »Der Fokus bei der Badgestaltung
lag klar auf einem sehr cleanen, hochwertigen
Design mit großformatigen Fliesen und
möglichst wenigen Fugen. Deshalb haben wir
auch die befliesbare Rinne ›CeraWall Individual‹
eingesetzt, die sich optisch perfekt in das Fliesenbild
integriert«, erklärt Meurer. Die befliesbare
Duschrinne fügt sich nahezu unsichtbar in das
Wanddesign ein. Das einseitige Gefälle ermöglicht
eine großflächige Verlegung mit minimalen
Fugen und reduziertem Verschnitt.
?
DALLMER (4)
Bad & Heizung
Die befliesbare Duschrinne integriert sich
nahezu unsichtbar in das Wanddesign. Das
einseitige Gefälle ermöglicht eine großflächige
Verlegung mit möglichst wenigen
Fugen und Verschnitten.
Mit wenigen Handgriffen lässt sich
das Ablaufgehäuse des »DallFlex 2.0«
montieren – hier werden gerade die
Montagefüße justiert.
SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 27
Mehr Badkomfort mit einem Dusch-WC
GEBERIT – Was den Komfort
im Bad unmittelbar
erhöht, ist der Umstieg von
einem herkömmlichen WC
auf ein Dusch-WC. Gerade in
älteren Bädern wird die
Nachrüstung von Dusch-WCs
häufig als komplex eingeschätzt.
Doch die Bedenken
sind oft unbegründet und die
Herausforderungen in vielen
Fällen gut lösbar: Meist ist
die Installation eines Dusch-
WCs wie des »Geberit
AquaClean Alba« mit überschaubarem
baulichem Aufwand
möglich.
Sind keine Anschlüsse vorhanden,
kann das Dusch-WC u. a. mit dem
»Geberit Monolith«-Sanitärmodul
installiert werden – hier ist ein
eigener Spülkasten dabei.
GEBERIT (3)
Bei der Installation der »Geberit Power
& Connect Box« kann der Elektriker den
230‐V‐Zugang an den Zwischenboden
führen. Danach übernimmt der
Installateur per Plug & Play.
Ein Dusch-WC benötigt im Vergleich zu einem
herkömmlichen WC in der Regel zwei weitere
Anschlüsse: einen Wasseranschluss für die
Duschfunktion und einen Stromanschluss. Geberit-Unterputzspülkästen
sind heute mit einem
Leerrohr ausgestattet und bieten zusätzlich Platz
für den Stromanschluss. In älteren Bädern sind
diese Voraussetzungen oftmals nicht gegeben.
Auf den ersten Blick erscheint die Nachrüstung
eines Dusch-WCs daher aufwendig. Bei genauer
Betrachtung lassen sich jedoch praktikable und
einfach umsetzbare Lösungen finden, mit denen
sich auch im Bestand eine Intimreinigung mit
Wasser realisieren lässt. Um einen Wasseranschluss
ohne vorhandenes Leerrohr sowie einen
Stromanschluss zum Dusch-WC zu führen, stehen
mehrere Optionen zur Verfügung:
Keine Anschlüsse vorhanden,
kein Ausschlusskriterium
Eine bewährte Lösung ist die Geberit-Designplatte:
Sie ermöglicht die Aufputz-Verlegung des Wasseranschlusses
aus der Revisionsöffnung des
Spülkastens bis zum WC. Ein Panzerschlauch
und ein Stromkabel werden innerhalb eines aufgeklebten
Grundrahmens geführt und sind später
vollständig hinter der Designplatte verborgen.
Diese Variante kommt ohne Fliesenbohrungen
aus, ist optisch dezent und eignet sich damit auch
für Mietwohnungen.
Alternativ kann ein »Geberit Monolith«-Sanitärmodul
vor dem vorhandenen Unterputzspülkasten
installiert werden. Das Element bringt
einen eigenen Spülkasten mit, bietet Raum für
Wasser‐ und Stromanschlüsse und ist mit nahezu
allen handelsüblichen WC-Keramiken kompatibel.
Durch die große Auswahl an Oberflächen und
Farben eröffnet der Geberit Monolith zusätzliche
gestalterische Möglichkeiten.
Für eine besonders kostengünstige Nachrüstung
kann die Wasserzufuhr über das Eckventil des
Waschtischs abgezweigt werden und gemeinsam
mit dem Stromkabel in einem Kabelkanal
von unten bis zum WC geführt werden. All diese
Lösungen können ohne größeren baulichen Aufwand
installiert werden und vermeiden das Aufstemmen
der Wand.
Leerrohr vorhanden,
Stromanschluss fehlt
Wurde das Bad in den vergangenen Jahren bereits
renoviert, ist häufig ein aktuelles Geberit-WC-Element
verbaut. Dieses verfügt über ein Leerrohr,
über das ein Panzerschlauch vom Wasseranschluss
direkt zum WC geführt werden kann.
Seit April 2013 sind alle Geberit-WC-Elemente
standardmäßig mit zwei Leerrohren (auf 5 cm
und 19,5 cm Höhe) ausgestattet. Damit lassen
sich sowohl verdeckte Anschlüsse für Komplettanlagen
als auch sichtbare seitliche Anschlüsse
28 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
für WC-Aufsätze realisieren. In diesem Fall ist nur
noch der Stromanschluss nachzurüsten.
Grundsätzlich kann der Strom für ein Dusch-
WC wie das »Geberit AquaClean Alba« aus allen
im Haus vorhandenen Stromquellen abgeleitet
werden, beispielsweise über eine Steckdose im
Bad oder über einen Spiegelschrank oder Lichtspiegel,
der bereits über einen Stromanschluss
verfügt. Das Stromkabel lässt sich anschließend
über einen Kabelkanal unauffällig bis zum WC führen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den
Strom aus einem Nachbarraum oder dem Keller
zu entnehmen. Durch Bohren an der richtigen
Stelle kann das Kabel verdeckt an das WC-Element
geführt werden. So bleibt das Badezimmer
selbst unberührt, ganz ohne optische Einbußen.
Für eine dauerhafte, sichere und zukunftsorientierte
Lösung, vor allem in Neubauten oder
bei Komplettbadsanierungen, bietet Geberit die
»Power & Connect Box«. Sie versorgt den WC-
Platz zuverlässig mit Strom. Die Box wird unsichtbar,
aber zugänglich hinter der WC‐Keramik im
Installationsrahmen montiert, schafft eine standardisierte
Anschlussposition und ist mit »Geberit
GIS«‐ und »Duofix«‐Elementen sowie gängigen
Keramiken kompatibel. So ist die »Geberit Power
& Connect Box« nicht nur für den Anschluss von
Dusch-WCs geeignet. Über sie können auch
weitere Funktionen wie elektronische Betätigungsplatten
oder eine Geruchsabsaugung mit
Strom versorgt werden. Bei der Installation sind
die Zuständigkeiten klar. Der 230‐V‐Zugang wird
vom Elektriker an den Zwischenboden geführt.
Der Sanitärinstallateur kann die Anschlussarbeiten
anschließend einfach per Plug & Play ausführen,
was Schnittstellen sinnvoll trennt und die Koordination
erleichtert.
?
Aktuelle Geberit-WC-Elemente verfügen
standardmäßig über ein Leerrohr, in dem
ein Panzerschlauch aus dem Spülkasten
direkt zum WC geführt werden kann.
Warme Oberflächenoptik
für Glasduschen
SPRINZ – Die »Omega«-Glasduschen-
Kollektion von Sprinz wird um die neue
Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«
erweitert. Die fein gebürstete, matte
Oberfläche bringt eine angenehme
Wärme ins Bad und sorgt für eine
ruhige, hochwertige Optik.
Mehr Wärme für moderne Badgestaltung:
Die Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«
von Sprinz zeichnet sich durch eine reduzierte
Reflexion und eine gleichmäßige Lichtwirkung
aus. Die Oberfläche wirkt je nach
Lichteinfall sanft und lebendig zugleich. In
Kombination mit klarem Glas entsteht ein
spannender Kontrast, der moderne wie auch
klassische Badkonzepte stilvoll ergänzt. Die
»Brushed Bronze«-Oberfläche bietet eine
hochwertige Alternative zu klassischen
Beschlägen in Chrom oder Schwarz. Sie
lässt sich vielseitig einsetzen und setzt
gezielte Akzente im Raum – ohne dominant
zu wirken. Gleichzeitig überzeugt sie durch
eine angenehme, griffige Haptik und eine
klare Formsprache.
Individuelle Lösungen für jedes Bad
Die »Omega Brushed Bronze«-Edition ist für
alle gängigen »Omega«-Modelle verfügbar
und ermöglicht eine individuelle Gestaltung
nach Maß. Unterschiedliche Grundrisslösungen,
Glasvarianten und Ausstattungsoptionen
bieten maximale Flexibilität bei
der Planung. Neben »Brushed Bronze« hat
Sprinz noch vier weitere Optiken standardmäßig
im Programm: »Chrom«, »Schwarz
matt«, »Supersteel« sowie »Gunmetal«.?
Mit der Beschlagoberfläche »Brushed Bronze« erweitert
Sprinz seine Glasduschen-Serie »Omega«.
Alternative zu Chrom oder Schwarz:
die neue Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«.
WISSENSWERTES...
Als Glashersteller mit über 135 Jahren
Erfahrung entwickelt und produziert Sprinz
hochwertige Duschlösungen nach Maß. Ob
Sonderanfertigungen, spezielle Einbausituationen
oder individuelle Designwünsche
– Sprinz bietet für jede Raumsituation die
passende Lösung. Ein flächendeckender
Aufmaß- und Montageservice in Deutschland,
Österreich und der Schweiz sowie eine
persönliche Beratung runden das Angebot
ab. Das Unternehmen verarbeitet täglich
über 100 Tonnen Rohglas zu Sanitär- und
Küchenausstattung, Glastüren, Trennwandsystemen,
Gebäudeglas oder anderen hochwertigen
Spezialglas-Produkten.
Juli 2026 l 29
Maximale Funktion bei
minimaler Fläche
JACKON INSULATION – In Le Perreux-sur-Marne bei Paris entstand im
Zuge einer umfassenden Haussanierung ein neues Badezimmer mit Dusche,
Waschtisch und WC auf nur 4,35 m². Bei einer Raumabmessung von 1,40 ×
3,11 m zählt jeder Quadratmeter, weswegen die Badgestaltung sehr präzise
durchdacht werden musste. Spielraum für klassische, rechteckige Duschlösungen
gab es hier kaum, ohne den Nutzungskomfort spürbar einzuschränken.
Die Lösung war eine Runddusche mit dem »Jackoboard Aqua Circle«.
JACKON INSULATION (2)
Passgenauigkeit Schritt für Schritt:
Das Aufstellen der vorgefertigten
»Jackoboard Aqua Circle«-Trennwände
lässt sich zügig ausführen.
Die Entscheidung für eine Runddusche brachte die
notwendige Bewegungsfreiheit zurück. Die Bauherrin
ist Stylistin und Set-Designerin – entsprechend
hoch waren die Ansprüche an Gestaltung und
Raumwirkung. Der zentrale Kniff: Die Runddusche
wurde ganz bewusst leicht in das angrenzende
Zimmer, ein Büro, hineinversetzt. So gewinnt das
Bad spürbar an Bewegungsfläche, während die
abgerundete Rückseite im Büroraum als sichtbare,
sanft gerundete Wandfläche erscheint. Was als
praktische Maßnahme fungiert, wird gleichzeitig
zu einem architektonischen Detail: funktional und
gestalterisch ein echtes Signature-Element, das
den Grundriss nicht »verengt«, sondern öffnet.
Eine moderne, barrierefreie Runddusche trotz Mini-Fläche:
»Jackoboard Aqua Circle« verbindet Funktion mit Komfort.
Barrierefreie Komplettlösung
für eine schnelle, sichere Ausführung
Umgesetzt wurde die Dusche mit »Jackoboard
Aqua Circle« von Jackon Insulation by Bewi. Das
System ist als barrierefreie Komplettlösung ausgelegt
und besteht aus einem Bodenelement und
einer fünfteiligen Duschtrennwand mit Nut- und
Federsteckverbindungen. Für Verarbeiter bedeutet
das: klar definierte Geometrie, planbarer Aufbau
und eine Lösung, die direkt den nächsten Arbeitsschritt
ermöglicht – das Verfliesen.
Die Elemente verfügen über einen wasserdichten
XPS-Kern mit beidseitiger Spezialbeschichtung.
Das rollstuhlbefahrbare Bodenelement ist für sehr
niedrige Aufbauhöhen geeignet und hat ein eingearbeitetes
CNC-gefrästes Gefälle, das eine sichere
Wasserführung unterstützt sowie einen sauberen
und zügigen Einbau erleichtert. Mit einem Innendurchmesser
von 1 000 mm (Außendurchmesser
1 100 mm) entsteht eine komfortable Duschzone,
die auf kleinem Grundriss überraschend großzügig
wirkt. Die Ablaufleistung liegt bei 0,9 l/s; der
Ablauf ist separat bestellbar. Maßgefertigte Größen
sind auf Anfrage erhältlich.
Im fertigen Badezimmer wird der Vorteil der
runden Geometrie deutlich: Der Duschbereich
bietet die gewünschte Bewegungsfreiheit und
die Rundung strukturiert das Badezimmer ohne
zusätzliche Wände, die den Raum optisch schließen.
Die kurvige Rückseite im Büro wird zu einem
Gestaltungselement mit starkem Wiedererkennungswert
– in diesem Projekt sogar ein Impuls,
dies als Motiv im Interieur erneut aufzugreifen.?
30 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
Passt auch,
wenn es richtig
eng wird!
Made in
Germany!
Mehr Höhe,
mehr Stauraum
Der neue Lichtspiegelschrank
»Emco 800« mit drei Spiegeltüren
als Aufputzvariante.
Schlauchbad, 120 cm breit
Mit Grumbach Sanitärbausteinen
und Duschbodenelementen aus PUR
entstehen auch in sehr beengten
Räumen attraktive Bäder!
Der Klassiker!
EMCO BAD – Mit dem Lichtspiegelschrank »Emco 800« erweitert das Unternehmen aus
Lingen sein Portfolio um ein Modell mit 800 mm Bauhöhe. Der Schrank bietet viel Stauraum,
flexible Montagemöglichkeiten und modernste LED-Lichttechnik. Erhältlich ist er in
verschiedenen Breiten in Aluminium oder Schwarz sowie als Auf- und Unterputzvariante.
Eck-WC-Stein
108 cm hoch
• platzsparend
• komplett
vorgerichtet
• direkt zu verfl iesen
Mit 800 mm Höhe setzt der neue Spiegelschrank
im Markt ein klares Zeichen. Der höhere Korpus
schafft zusätzlichen Stauraum und eröffnet neue
Spielräume in der Badgestaltung. Gleichzeitig
bietet das Format mehr Komfort im Alltag, denn
unabhängig von der Körpergröße eignet sich der
Schrank gleichermaßen für die ganze Familie.
Erhältlich ist der Spiegelschrank in Breiten von
600 bis 1 600 mm.
Flexibel in Montage und Design
Dank einer neuen Konstruktion kommt der Lichtspiegelschrank
ohne Einbaurahmen aus und lässt
sich als Auf- oder Unterputzversion montieren.
Das klare, zurückhaltende Design ist zeitlos und
fügt sich in unterschiedlichste Stilwelten ein.
Hochwertige Seitenflächen, eine seidenmatt ausgeführte
graue Rückwand sowie Korpusvarianten
in Aluminium oder Schwarz unterstreichen die
edle Optik. Je nach Breite sind die neuen Modelle
mit einer, zwei oder drei Doppelspiegeltüren
ausgestattet.
Montagevideo
Eck-WC-Stein
Duschboden element mit Rinne
und höhenverstellbarer Blende
• für bodengleiche Duschen
• mit einseitigem Gefälle
• leicht zu befl iesen
EMCO (2)
Licht nach Bedarf
Die oben und unten waagerecht in den Korpus
integrierten LED-Lichtleisten sorgen für optimale
Ausleuchtung und lassen sich per Touchsensor
stufenlos in Lichtfarbe und Lichtstärke regulieren.
Das Spektrum reicht von warmem Ambiente- bis
zu kühlem Funktionslicht bei 2 700 bis 6 500 Kelvin.
Die stufenlos verstellbaren Kristallglasablagen
und eine platzsparende 45°-Elektrobox ergänzen
die umfangreiche Ausstattung. So verbindet der
neue Spiegelschrank »Emco 800« Individualität
mit Funktion und bietet viel Stauraum. Damit
eignet er sich gut für moderne Familienbäder.?
Montagevideo
Duschbodenelement
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Die oben und unten waagerecht in den Korpus integrierten LED-
Karl Grumbach GmbH & Co. KG
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SONDERTHEMA | Bad & Heizung grumbach@grumbach.net Juli 2026 l 31
Die Antirutschbeschichtung
»SwissGrip« wurde rund um den
großen Pool, die Whirlpools und
im Duschbereich aufgebracht.
Unsichtbare Lösung, spürbarer Effekt
GRIP SAFETY COATINGS – Direkt an der montenegrinischen Adriaküste, in der
Bucht von Pržno, liegt das Maestral Resort & Casino – ein exklusives Fünf-Sterne-
Resort. An einem privaten Sandstrand gelegen, vereint die Anlage moderne Architektur,
mediterranes Flair und gehobenen Komfort. Ein Spa- und Wellnesszentrum
bietet den Gästen ein umfassendes Angebot für Erholung und Entspannung. Um
auch den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, entschied sich das Hotelmanagement
für eine umfassende Antirutschbeschichtung.
Ein zentraler Bestandteil des Wellnessbereichs
ist der hochwertig gestaltete
Innenpoolbereich: Keramische Fliesen, ein
beheiztes Schwimmbecken und Jacuzzi-
Zonen schaffen eine ruhige Atmosphäre.
Großzügige Fensterflächen, natürliches
Licht, dezente Farben und helle Materialien
unterstreichen den exklusiven Charakter des
Spa-Bereichs. Auch die stilvoll gestalteten
Ruheräume prägen das Ambiente.
Im Innenpoolbereich des Maestral Resort & Casino wurde
die Rutschhemmung der keramischen Bodenfliesen mit
einer transparenten Beschichtung verbessert.
Mit der Zeit zeigte sich jedoch ein zunehmender
Sicherheitsbedarf. Durch Abnutzung
in Kombination mit Reinigungsverfahren
und -mitteln verloren die glasierten Fliesen
ihre ursprünglich vorhandene rutschhemmende
Eigenschaft. Im laufenden Betrieb
entstand auf der unteren Pooldeck-Ebene
ein erhöhtes Risiko: Vereinzelt kam es zu
Rutschvorfällen mit Gästen. Das Hotel versuchte
zunächst, dem Problem mit Antirutschmatten
zu begegnen, die auf den
Gehwegen ausgelegt wurden. Doch diese
Behelfslösung war nicht nur unästhetisch
und reinigungsaufwendig, sondern erwies
sich durch Wölbungen auch als zusätzliche
Stolperfalle.
Nachlassende Rutschhemmung im
laufenden Betrieb
»Die Sicherheit unserer Gäste hat für uns
oberste Priorität. Nachdem solche Rutschvorfälle
zunahmen, suchten wir nach einer
nachhaltigen und professionellen Lösung«,
erklärt Hoteldirektor Ioannis Kakkos. Bei
einer Produktrecherche im Internet wurde
er auf Grip Safety Coatings aufmerksam.
Das Schweizer Unternehmen hat sich auf
Oberflächenbeschichtungen mit Antirutscheffekt
spezialisiert. Zahlreiche internationale
Referenzen belegen die Wirksamkeit des
Materials »SwissGrip«. Zur Bewertung der
Leistungsfähigkeit wurden entsprechend
behandelte Musterfliesen bereitgestellt.
Auf dieser Basis fiel die Entscheidung auf
das Produkt »GSAS medium«. Ob für den
privaten, öffentlichen oder gewerblichen
Einsatz: »SwissGrip« ist in unterschiedlichen
Rutschsicherheitsklassen erhältlich.
Für Barfuß- und Nassbereiche erreicht das
Produkt die Rutschsicherheitsklasse R12/C.
Im Spa wurde die transparente Antirutschbeschichtung
auf Pool- und Bodenflächen
aufgebracht. Die körnige Zweikomponentenbeschichtung
entspricht der DIN EN 16165,
ist LGA-zertifiziert und UV-beständig. Das
Material ist lösemittelfrei, umweltfreundlich
und beschädigt den Untergrund nicht.
Startpunkt war der Innenpoolbereich mit
seinen 350 m² Fliesenfläche. Die Applikation
erfolgte auf den Bodenfliesen rund um den
großen Pool, die beiden Whirlpools sowie
im Duschbereich und wurde im Rahmen der
regulären Wartungsarbeiten durchgeführt.
Dafür wurde der Poolbetrieb für drei Tage
unterbrochen. Zur Vorbereitung wurden die
Flächen gereinigt und abgeklebt. Ein spezialisierter
Anwendungstechniker von Grip
Safety Coatings trug das Material anschließend
gleichmäßig mittels Spritztechnik auf.
Die Trocknungszeit betrug zwölf Stunden.
Verbesserte Sicherheit bei
unveränderter Ästhetik
»Bereits unmittelbar nach der Anwendung
zeigte sich eine deutliche Verbesserung der
Situation. Die Rutschhemmung ist vorhanden,
32 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
ohne die Optik der Bodenfläche zu verändern«,
freut sich Kakkos. Das hochwertige
Erscheinungsbild des Spa-Bereichs ist vollständig
erhalten geblieben. »Das Ergebnis
ist sehr überzeugend. Die Trittsicherheit für
unsere Gäste hat sich spürbar erhöht.« Auch
aus betrieblicher Sicht bestätigt sich der
Erfolg der Maßnahme: Seit der Beschichtung
wurden keine weiteren Rutschvorfälle
dokumentiert. Sowohl Mitarbeiter als
auch Gäste berichten von einem deutlich
höheren Sicherheitsgefühl beim Begehen
der Flächen. »Unsere Gäste haben uns ausdrücklich
rückgemeldet, dass sie sich rund
um den Indoorpool sehr viel sicherer fühlen.
Das bestätigt uns in unserer Entscheidung.«
»SwissGrip« erfüllt gängige Hygienestandards,
inklusive Lotuseffekt und antimikrobieller
Wirkung. Die Oberflächenbeschichtung
GRIP SAFETY COATINGS (3)
Die Beschichtung erhöht die Trittsicherheit im Spa-Bereich,
ohne das Erscheinungsbild der Bodenflächen sichtbar zu
verändern.
ist unempfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln
und lässt sich mit gängigen Hochdruckreinigern
und Putzmaschinen einfach
reinigen. So wird die langfristige Wirksamkeit
der Beschichtung sichergestellt. Aufgrund
der positiven Erfahrungen im Innenbereich
plant das Hotel nun auch die Beschichtung
der 450 m² großen Außenflächen im Poolbereich.
Für das Maestral Resort & Casino
stellt die Antirutschbeschichtung eine sinnvolle
Investition dar – sowohl im Hinblick
auf die Sicherheit der Gäste als auch auf
die Werterhaltung der vorhandenen Oberflächen.
Der Hoteldirektor resümiert: »Wir
empfehlen diese Lösung jederzeit weiter –
insbesondere für Hotels und Betreiber von
Pool- und Wellnessanlagen, die vergleichbare
Anforderungen an Sicherheit und Qualität
haben.«
?
Eine Armatur
mit Kontur und Klarheit
Die Bedienung der Armaturen – hier die Variante in
»Matt Black«/»PureBlack« – erfolgt via »ViPush«-
Technologie intuitiv per Fingerdruck.
VILLEROY & BOCH – Mit »Vea« präsentiert
Villeroy & Boch eine Armaturenkollektion,
die von der zeitlosen
Ästhetik klassisch-modernen Interior
Designs inspiriert ist. Die von Christian
Haas entworfene Serie steht für gestalterische
Reduktion, präzise Geometrie
und eine auf Beständigkeit ausgelegte
Formensprache. »Vea« versteht sich
nicht als dekoratives Objekt, sondern
als architektonisches Element im Raum.
Im Zentrum des Designs stehen präzise
Facetten, deren Inspiration aus der klaren
Geometrie klassischer Parfümflakons stammt
und die die Form der Armatur prägen. Die
Facette fungiert als strukturelles Element,
das Licht gezielt bricht, Schatten lenkt und
der Armatur eine schlanke, definierte Silhouette
verleiht. Das Ergebnis ist ein modernes
Zitat klassischer Handwerkskunst – übertragen
in industrielle Fertigungspräzision. »Es
geht darum, eine Formensprache zu entwickeln,
die Bestand hat und sich visuell nicht
VILLEROY & BOCH (2)
abnutzt«, erklärt Christian
Haas. »Die Facette ist hier
kein bloßes Dekor, sondern
bestimmt Kanten und Form.
Sie verleiht der Armatur Kontur
und Klarheit.«
Form und Bedienung als Einheit
Diese formale Konsequenz des Designs
setzt sich auch in der Bedienung fort: Die
für »Vea« entwickelte »ViPush«-Technologie
ermöglicht eine vollkommen neue Bedienphilosophie.
Die Wassersteuerung erfolgt
intuitiv per Fingerdruck auf den zentralen
Bedienknopf, die Temperatur lässt sich durch
Drehen regulieren – eine Mechanik, die an
die haptische Erfahrung hochwertiger Parfümflakons
erinnert. Anstelle konventioneller
Hebelmechanismen, die oft als visuelle
Störfaktoren die Silhouette dominieren, bietet
»ViPush« eine zentrale, in sich geschlossene
Steuerung. Technik, Ästhetik und Nutzererlebnis
bilden eine harmonische Einheit.
Die Variante mit Keramik-Inlay im Bedienknopf
schafft eine bewusste materielle Verbindung
zum Waschplatz. Der Wechsel von
Metall zu Keramik verstärkt die sinnliche Qualität
des Objekts und verankert die Armatur
als integralen Bestandteil der Badarchitektur.
Die Armaturenkollektion »Vea« – hier in Chrom – orientiert
sich an der klaren Geometrie klassischer Parfümflakons.
Erhältlich ist die Armatur in »Matt Black« mit
»Pure Black« sowie in Chrom mit weißem
Keramik-Inlay; daneben ist die Kollektion
auch vollständig in Chrom verfügbar.
Präzision und Vielseitigkeit
Die skulpturale Qualität von »Vea« ist untrennbar
mit ihrer Herstellung verbunden. Die
Umsetzung der klaren Geometrie erfordert
höchste Präzision und handwerkliches Können:
Toleranzen werden auf ein Minimum
reduziert, damit die visuelle Klarheit der
Form auch haptisch erlebbar wird. Jede
Armatur wird in Deutschland gefertigt. »Vea«
ist äußerst vielseitig: In Chrom mit weißer
Einlage hat die Armatur ein klassisches, fast
vertrautes Aussehen und passt perfekt in
ein renoviertes Altbauhaus. In »Matt Black«
hingegen wirkt die Armatur elegant, ultramodern
und architektonisch. Die Kollektion
bewahrt ihren starken Charakter, ohne sich
dem Nutzer oder der Architektur aufzudrängen,
und steht für einen Designansatz, bei
dem technologische Innovation konsequent
der zeitlos eleganten Form dient. ?
Juli 2026 l 33
Ein Plädoyer für die Wärmepumpe
ADOBE STOCK
Funktionsdarstellung einer Wärmepumpe: Mithilfe effizienter Technik wird Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzbar gemacht.
So können aus 1 kWh Strom je nach Anlage und Betriebsbedingungen bis zu 4 kWh Heizenergie gewonnen werden.
REISSER – Man lernt nie aus! Das ist das Motto des Heizungsbauers Khaled Al
Shafei vom gleichnamigen Handwerksbetrieb in Reutlingen. Daher hat er bereits
mehrere Schulungen rund um das Thema Wärmepumpen besucht. Aktuelles
Know-how in Kombination mit 30 Jahren Branchenerfahrung – so begleitet er
seine Kunden bei der Energiewende. Mit der Firma Reisser verbindet ihn eine
enge Partnerschaft.
Welche Module muss man mit welchen
Steckern und Leitungen bestücken? Wie
genau hat die Verdrahtung für den Strom
auszusehen? Was ist beim Außen- und was
beim Raumtemperaturfühler zu beachten?
»Solche und viele weitere Aspekte werden
bei den Schulungen rund um das Thema
Der Installateur und Heizungsbaumeister Khaled Al Shafei
setzt auf die Vorteile der Wärmepumpen-Technik.
Wärmepumpe betrachtet. Uns Installateuren
wird gezeigt, dass es mit der modernen
Technik eigentlich recht einfach ist«, sagt
Khaled Al Shafei, der sich schon seit längerer
Zeit mit alternativen Energien befasst.
Seine erste Fortbildung absolvierte er beim
Hersteller LG in Frankfurt, anschließend
besuchte er eine Schulung am Reisser Energie
Campus in Tübingen. Dass Menschen
aus der Praxis das Wissen an die Fachhandwerker
vermitteln, schätzt er besonders:
»Die Teilnehmer bekommen einen guten
Überblick, was man machen muss, wie
alles funktioniert. Zusätzlich erhält man gute
Unterlagen, um sich weiter in die Sache zu
vertiefen, das finde ich gut und wichtig.«
Mit einem Experten an der Seite
Durch den für ihn zuständigen Außendienstmitarbeiter
des Großhändlers Reisser wurde
er auf das Schulungsangebot für Heizungsmonteure
aufmerksam. Mit dem Reisser-
Ansprechpartner ist er regelmäßig in Kontakt,
gemeinsam besuchen sie beispielsweise
Kunden vor Ort. Bei einer Begehung wird
erörtert, welche Leistung die Wärmepumpe
haben sollte, wo sie am besten aufgestellt
wird, welche technischen Rahmenbedingungen
vorhanden sind oder geschaffen
werden müssen und welche gesetzlichen
Regularien zu beachten sind. »Ich bin froh,
einen Experten an meiner Seite zu haben,
der sich gut auskennt. Gemeinsam sorgen
wir dafür, dass schlussendlich nicht nur die
Kunden zufrieden sind, sondern auch die
Nachbarn – denn die stören sich oft an den
neuen Geräten«, unterstreicht Al Shafei.
Besucht hat er etwa ein zweistöckiges
Einfamilienhaus in Bad Urach, das für eine
Wohnfläche von 180 m² eine Fußbodenheizung
inklusive Wärmepumpe bekommen
soll. Nach dem Erstgespräch wird
schnell klar, dass aufgrund des älteren
Baujahrs keine Pläne vorliegen, der Kunde
nur eine Skizze hat. »Also beginne ich mit
den Berechnungen, berücksichtige Fläche,
Bodenhöhe und Wattzahl. Reisser fertigt
dann am Computer einen konkreten Plan,
vom Hersteller bekomme ich Hydraulik- und
Verdrahtungspläne. So habe ich alles, was
ich zur Montage brauche, und kann meine
Arbeiten optimal durchführen.«
Um staatliche Zuschüsse für den Heizungsumbau
zu bekommen, wird vom Bauherrn
ein Energieberater kontaktiert, dieser
34 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
kümmert sich um die Heizlastberechnung
und die Förderanträge. »Wenn es zum Auftrag
kommt, aktiviere ich einfach die zwölfstellige
Nummer des Energieberaters, das
ist unkompliziert.«
Ohne Energieberater geht es nicht
Für das betreffende Gebäude wird eine
Wärmepumpe ausreichen, das zeigen die
ersten Berechnungen. Für die notwendige
Heizlastberechnung gibt es unterschiedliche
Methoden, sei es grob nach Verbrauch,
nach Ausgaben für Gas und Strom, wie viel
Kilowatt bei der bisherigen Wärmequelle
angefallen sind. »Es gibt gute Computerprogramme,
um die Werte zu bestimmen –
aber das akzeptiert die KfW-Bank nicht. Hier
in Deutschland müssen wir die Bürokratie
mit bedenken, es braucht sehr detaillierte
Berechnungen, ohne einen Energieberater
geht es heutzutage nicht mehr.«
Dieses Prozedere bewertet Al Shafei recht
positiv, seine eigene Arbeit erschwert das
keineswegs: »Wenn jemand zu mir kommt,
der etwas an seiner Heizung ändern will,
schicke ich den erst einmal zum Energieberater.
Wenn der den Energieausweis
ausgestellt und seine Empfehlungen ausgesprochen
hat, wird vor Ort alles begutachtet
und besprochen. Nach der Begehung
sehen wir, welche Anlage für welches Haus
passt, erst dann erstelle ich das Angebot.«
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit
Energieberatern, Herstellern und Großhandel
hält der Heizungsmonteur für höchst
relevant, zumal die Kunden genau wissen
wollen, mit welcher Summe an Förderung
sie rechnen können, wann genau sich eine
Anlage amortisiert, wie hoch die jährlichen
Betriebskosten zukünftig sein werden.
Deutschland hinkt hinterher
Hemmschwellen, sich des Themas Wärmepumpe
anzunehmen, sieht Al Shafei
eher durch die Politik veranlasst: »Wenn
die hiesige Landespolitik die Bevölkerung
dazu auffordert, mehr Wärmepumpen einzubauen,
und dann aber der Ministerpräsident
im Radio erzählt, er habe bei sich eine
Pelletheizung eingebaut, weil nichts anderes
möglich sei, dann ist das Augenwischerei.
Da frage ich mich schon: Wie kann das sein,
dass bei ihm keine Wärmepumpe gepasst
hat? Politiker sagen das eine und machen
das andere! Sie bilden die Realität anders
ab, das verunsichert die Menschen.«
Daher rührt seiner Meinung nach auch,
dass Deutschland beim Thema Wärmepumpen
so weit hinterherhinkt. »Von 1 000
Wärmequellen in Schweden sind 450
REISSER (2)
Khaled Al Shafei kennt die Technik im Detail: Am geöffneten Steuerungsschrank zeigt sich,
worauf es bei Verdrahtung und Regelung einer Wärmepumpe ankommt.
Wärmepumpen, wenn auch unterschiedlicher
Bauart. Bei uns sind es gerade mal 37
von 1 000 Haushalten, ein verschwindend
kleiner Bruchteil also. Viele Verbraucher denken,
die Technik sei noch nicht ausgereift
– dabei haben sich die Systeme bereits 55
Jahre bewährt und sind fortschrittlich. Manch
einer befürchtet auch, die Handwerker würden
nichts von der neuen Technologie verstehen.
Also lassen alle die Finger davon.«
Diesen Zustand findet Al Shafei bedauernswert,
gerade weil der Einbau einer
Wärmepumpe so viel einfacher ist als bei
einer Gas- oder Pelletheizung. Er hat festgestellt,
dass sich viele Firmen in seiner
Branche mit dem Thema schlichtweg nicht
befassen wollen: »Viele Kollegen machen
nur ihr Standardgeschäft. Wenn jemand
nach einer Wärmepumpe fragt, werden
erschreckend hohe Summen genannt, so
verscheucht man die Kunden. Denn eines
ist klar: Man muss sich intensiv mit dem
Thema befassen, die Verbraucher stellen
unzählige Fragen.« Ein Heizungsmonteur ist
heute mehr denn je als Berater gefordert:
»Ich muss Zeit und Geduld investieren.
Viele Einzelheiten erkläre ich auch anhand
von Videos.« Er schickt den Interessenten
detaillierte Informationen zu, steht für weitere
Gespräche zur Verfügung. Bis sich ein
Kunde entscheidet, mit dem Energieberater
alles geklärt ist, die Förderanträge durch
sind, braucht es manchmal ein halbes Jahr.
Zu wenig Interesse an Technik
Um den Einbau der Wärmepumpe professionell
beraten und begleiten zu können,
braucht es gute Informationen und Schulungen,
davon ist Khaled Al Shafei überzeugt.
Auch wenn es eine Zeit lang dauert, bis
der Prozess in Bewegung und der Auftrag
zustande kommt, hält es der Heizungsinstallateur
aus Reutlingen für lohnenswert.
Al Shafei: »Auch für mich ist die Zeit das
höchste Gut und der Aufwand recht hoch.
Aber ich mache lieber eine Wärmepumpe
als eine Rohrreinigung. Ich befasse mich
lieber mit der Technik, als schnelles Geld
zu machen.« Unterm Strich rechnen sich
seine Mühen, von drei Angeboten bekommt
er zwei Zusagen. »Wenn die Leute etwas
Gutes für die Umwelt tun, ist das ein Stück
weit auch mein Verdienst. Darüber freue
ich mich.«
Neugierde und Interesse an moderner
Technologie sind Khaled Al Shafeis persönlicher
Motor. Dass viele Handwerker lediglich
ein Bad einbauen oder Rohre verlegen
wollen, weil sie gleichgültig gegenüber
neuen Themen sind, findet er bedauernswert.
»Ein Außendienstmitarbeiter eines
namhaften deutschen Herstellers, der
150 Firmen in unserem Kreis betreut, sagte
mir: ›Von den 150 Firmen, die ich betreue,
baut nur jede sechste Firma Wärmepumpen
ein, du gehörst dazu.‹ Dabei leben wir in
einer Informationsgesellschaft, es gibt überall
genug Wissen, auch in Form von Videos
und Schulungen. Alles im Leben funktioniert
doch über Fortschritt und Entwicklung.«
Seiner Ansicht nach ist es ein langsamer
und steter Prozess, in dem die Menschen
aufgeklärt, informiert und überzeugt werden
müssen. »Erst wenn alle mitspielen,
Politik auf Landes- und Bundesebene
genau wie Handwerker und Verbraucher,
können wir den Umweltschutz nachhaltig
etablieren.«
?
SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 35
Bündige Anschlüsse, sichere Verarbeitung
AUSTROTHERM – Mit
einer zusätzlichen Plattenstärke
von 25 mm und einer
weiterentwickelten
Beschichtung wurde die
»Uniplatte« von Austrotherm
gezielt an die Anforderungen
im modernen Bad-, Wellness-
und Trockenbau angepasst.
Im Fokus stehen ein
vereinfachter Anschluss bei
unterschiedlichen Wandaufbauten
und eine höhere Verarbeitungssicherheit
im
Feuchtraum.
Mit der weiterentwickelten »Uniplatte«
reagiert Austrotherm auf gestiegene
Anforderungen im modernen Bad-,
Wellness- und Trockenbau.
Kern des Produkts bleibt ein wasserundurchlässiger
XPS-Hartschaum. Neu ist der
erhöhte Polymeranteil in der Beschichtung,
der zu einer höheren Druckfestigkeit sowie
verbesserten Haftzugwerten führt.
Die neue Variante der »Uniplatte« in 25 mm Stärke
ermöglicht einen unkomplizierten, bündigen
Anschluss an doppelt beplankte Gipskartonwände.
Aufwendige Anpassungen im Übergangsbereich
entfallen damit.
Da die »Uniplatte« einlagig verlegt wird, reduziert
sich zugleich der Montageaufwand im Vergleich
zur klassischen Doppelbeplankung deutlich.
Für den Verarbeiter bedeutet das eine schnellere
Bauabwicklung bei gleichzeitig geringerem
Materialeinsatz und vereinfachter Logistik auf
der Baustelle.
Höhere Druckfestigkeit, verbesserte
Haftzugwerte, präzisere Kanten
Parallel zur Sortimentserweiterung wurde die »Uniplatte«
technisch angepasst. Kern des Produkts
bleibt ein wasserundurchlässiger XPS-Hartschaum.
Im System, unter anderem in Kombination mit
Produkten des Bauchemiespezialisten Murexin,
übernimmt die Bauplatte sowohl Träger- als auch
Abdichtungsfunktion.
Neu ist der erhöhte Polymeranteil in der Beschichtung,
der zu einer höheren Druckfestigkeit sowie
verbesserten Haftzugwerten führt. Das erhöht
die Verarbeitungssicherheit, insbesondere wenn
großformatige Fliesen oder schwere Beläge zum
Einsatz kommen. Auch bei geklebten Oberflächen
aus Metall oder Glas bietet die höhere Haftzugfestigkeit
zusätzliche Sicherheit.
Breites Einsatzspektrum im Innenausbau
Die »Uniplatte« eignet sich als Untergrund für Fliesen
ebenso wie für fugenlose Spachtelsysteme,
Mikrozement oder Putz. In Feuchträumen kann
sie beispielsweise als Trennwand, dämmender
Wanduntergrund, vorgefertigtes Shower-Board
oder zur Verkleidung von Badewannen eingesetzt
werden.
Dabei überzeugt die Bauplatte durch Maßgenauigkeit,
Planebenheit und Stabilität sowie
durch ihre integrierte Wärmedämmung. Die
vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie
sowohl im Neubau als auch in der Sanierung
zu einer durchgängigen Lösung. Die Bauplatte
ist in der Datenbank des Sentinel Holding Instituts
sowie im DGNB-Navigator gelistet. Das
erleichtert die Nachweisführung bei nachhaltigen
Gebäudezertifizierungen.
?
AUSTROTHERM (3)
Die neue Variante der »Austrotherm Uniplatte« in der
Stärke von 25 mm steht für einen unkomplizierten, bündigen
Anschluss an doppelt beplankte Gipskartonwände. Im Bild
ist zur Verdeutlichung der untere Bereich doppelt, der obere
Bereich einfach mit Gipskarton beplankt.
36 l Juli 2026
SONDERTHEMA | Bad & Heizung
Selbstklebende Abdichtung
für Feuchträume
ALFERPROLINE – Abdichten, entkoppeln,
entwässern – das »Alferground«-Sortiment
bietet zuverlässige Lösungen für den Ausbau
und die Sanierung von Feuchträumen.
Neu hinzugekommen ist das selbstklebende
Abdichtungssystem »Alferground« mit
»Hot-Melt«-Technologie, die ideal ist für
eine schnelle und saubere Flächenabdichtung
im Verbund mit keramischen und
nicht-keramischen Belägen wie »Lifestyleboards«,
»AquaWall«-Paneelen und »Top-
Wall«-Modulen in Feuchträumen
im Innenbereich.
Mit den Matten, Bändern und Bahnen der Produktreihe
»Alferground« lässt sich der Untergrund
vom Belag entkoppeln. Das wirkt Rissbildungen
entgegen und verlängert die Haltbarkeit von
keramischen und nicht-keramischen Belägen in
feuchten Innenräumen. Die dafür benötigten Dichtbahnen,
Entkopplungsmatten und Systemteile
von »Alferground« sind ideal aufeinander abgestimmt.
Die neue, selbstklebende Dichtbahn und
das abgestimmte Zubehör von selbstklebenden
Sockelbändern, Innen- und Außenecken, Wandmanschetten
und Schnittschutzbändern ermöglichen
eine schnelle und einfache Verarbeitung
bei maximaler Verlegesicherheit und eignen sich
besonders für Sanierungsmaßnahmen. Zudem ist
bei nicht absandenden Untergründen keine Grundierung
erforderlich. Der Schichtaufbau besteht
aus Belag (Fliesen, Platten, nicht-keramische Beläge),
Dichtbahn und Estrich. Die selbstklebende
Dichtbahn ist AbP-geprüft und normenkonform
nach DIN 18534 bis W2-I.
ALFERPROLINE (3)
Abziehen, aufkleben und fertig: das selbstklebende
Abdichtungssystem »Alferground«.
Verarbeitung
ohne Fliesenkleber
Die selbstklebende Dichtbahn sowie die Formteile
benötigen – wie andere »Alferground«-Produkte
auch – einen tragfähigen, trockenen, ebenen,
staubfreien bzw. nicht sandenden und von haftungsmindernden
Bestandteilen wie Verunreinigungen
oder Trennmitteln freien Untergrund.
Dichtbahn, Dichtbänder sowie Systemteile werden
im nächsten Schritt auf die entsprechende
Größe zugeschnitten. Anschließend werden die
Formteile verklebt, indem die Schutzfolie abgezogen
und das Formteil blasen- und faltenfrei
angeklebt wird. Musste zur Herstellung der Flächenabdichtung
im Wand- und anschließend im
Bodenbereich mit einer klassischen Dichtbahn
bislang ein C2-Fliesenkleber nach Herstellerangaben
vollflächig bis über die Vlieskante aufgezogen
und anschließend vollflächig verklebt
werden, reicht nun das Abziehen der Schutzfolie
und anschließendes Verkleben der Dichtbahn.
Das neue selbstklebende Abdichtungssystem
ist ideal für Sanierungsarbeiten und bei nichtkeramischen
Belagsmaterialien. Es ermöglicht
eine schnelle und einfache Verarbeitung ohne
separaten Kleber durch einfaches Abziehen der
Schutzfolie und anschließendes Aufkleben auf
sauberen, trockenen Untergründen.
Die vollflächige Verklebung – im Gegensatz zu
Produkten auf Butyl-Basis und anderen Systemen
– bietet Sicherheit im Detail. Es sind keine
Trocknungszeiten für einen Kleber, keine aufwendige
Vorbereitung und keine Spezialwerkzeuge
notwendig. Die zusätzliche Polymer-Nahtsicherung
minimiert Kanalbildung und bietet besseren
Feuchtigkeitsschutz. Die Bahnbreite von 50 cm
erleichtert die Verlegung und bietet ein komfortables
Handling.
?
Das neue selbstklebende Abdichtungssystem
»Alferground« mit »Hot-Melt«-
Technologie eignet sich besonders für
Sanierungsarbeiten sowie für Flächenabdichtungen
im Verbund mit keramischen
und nicht-keramischen Belägen.
Die vollflächige Verklebung
– im Gegensatz zu
Produkten auf Butyl-Basis
und anderen Systemen –
bietet Sicherheit im Detail.
SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 37
AZUBI
Karriere
von
Christine Seif
mit Bodenhaftung
Für junge Menschen ist es gegen Ende ihrer Schullaufbahn die Frage
aller Fragen: Was möchte ich beruflich machen? Nur wenige Schüler
haben im Teenager-Alter eine klare Vorstellung ihrer beruflichen Laufbahn.
Praktika, Schnuppertage und Job-Börsen versuchen, den Berufseinsteigern
von morgen einen kleinen Einblick zu geben, was sie im
jeweiligen Job erwartet. Doch die Entscheidung fällt vielen schwer. Das
Handwerk bietet jungen Menschen eine Vielzahl an interessanten und
zukunftssicheren Berufen. Einige davon wollen wir in den nächsten
Ausgaben des baustoffPARTNERs vorstellen. Diesmal im Fokus:
der Ausbildungsberuf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers.
Fachkräfte sind rar, nicht nur im Handwerk. Daher
geht der Kampf um die besten Azubis früh los.
Auf Job-Messen wird nicht nur mit dem Berufsbild,
sondern auch mit Zusatzleistungen wie
einem Zuschuss zum Fitnessstudio, modernster
technischer Ausstattung und der Übernahme der
Führerscheinkosten geworben.
Das ist alles schön, doch sollte es am wichtigsten
sein, dass der Beruf zum jungen Menschen
passt. Schließlich hat eben dieser noch einige
Genaues Arbeiten für eine perfekte Fuge und ein optimales Endergebnis
ist als Fliesenleger unerlässlich.
Jahre bis zur Rente vor sich. Und natürlich ist ein
Ausbildungsberuf nicht in Stein gemeißelt, aber
der optimale Fall wäre doch, dass der Auszubildende
Spaß an seiner Lehre hat und den Job auch
danach noch gerne ausführt.
38 l Juli 2026 Azubi-Ecke
Azubi-Ecke
»Egal, ob ich ein Badezimmer oder eine Küche mache,
ich freue mich immer, wenn ich etwas schaffe, was für
die nächsten 20 oder 30 Jahre Bestand hat und den
Menschen im besten Fall jeden Tag Freude bereitet.«
Sara Sinhuber,
amtierende Europameisterin der Fliesenleger
Ein handwerklicher Ausbildungsberuf ist nicht
immer die erste Wahl bei jungen Menschen,
scheint doch der Berufswunsch »Influencer« so
viel entspannter zu sein und die Industrie so viel
besser zu bezahlen. Eine Ausbildung im Handwerk
bringt zahlreiche Vorteile mit sich sowie
eine relativ sichere Zukunftsperspektive. Ein
klassischer Handwerksberuf ist der Fliesenleger
bzw. der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, wie
der offizielle Ausbildungsberuf lautet.
Ausbildungsdauer,
Anforderungen und Vergütung
Die Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
dauert in der Regel drei Jahre. Die duale
Ausbildung erfolgt zum einen im Ausbildungsbetrieb
und zum anderen in der Berufsschule.
Rechtlich ist keine bestimmte Schulausbildung
vorgeschrieben, in der Praxis hat die Mehrheit
der Azubis einen Hauptschulabschluss oder einen
mittleren Bildungsabschluss. Neben dem Interesse
am Beruf sollten die Schüler Sorgfalt und
etwas Geschick mitbringen, schließlich muss
beim Zuschneiden und Verlegen der Platten und
Fliesen genau gearbeitet werden – schon kleine
Ungenauigkeiten können zu einem mangelhaften
Ergebnis führen. Auch beim Vermessen
im Vorfeld sind exakte Berechnungen wichtig,
denn anhand derer wird das passende Material
bestellt. Zudem ist räumliches Vorstellungsvermögen
von Vorteil sowie eine gewisse körperliche
Konstitution, denn neben dem Tragen und
Heben von Fliesen und Mörtelsäcken findet ein
großer Teil der Arbeit am Boden auf Knien statt.
Doch die Bauindustrie ist in den vergangenen
Jahrzehnten diesbezüglich nicht stillgestanden:
Leichtere Materialien, unterstützende Technik
und verbesserte Rezepturen sorgen für Erleichterung
im Arbeitsalltag. Dieser besteht aus den
unterschiedlichsten Tätigkeiten rund um den Fliesenbelag.
Zu Beginn jeder Baustelle werden erst
einmal die zu verfliesenden Flächen begutachtet
und es findet meist eine Beratung statt. Dabei sollte
der Fliesenleger sowohl den Verwendungszweck
als auch die Wünsche der Kunden im Blick haben.
Nach dem Vorbereiten des Untergrunds geht es
an das Anbringen der Fliesen mit Mörtel oder
Spezialkleber. Die Einsatzgebiete sind dabei vielfältig
und reichen von Küchen oder Badezimmern
in kleinen privaten Wohnungen über große Häuser
bis hin zu Krankenhäusern, Firmengebäuden oder
Schwimmbädern. Auch Terrassen oder Außenbereiche
werden häufig von Fliesenlegern gestaltet.
Arbeiten rund um das Fliesenlegen herum, wie
Abdichtung, Wärme-, Kälte- und Schallschutz,
Dämmung oder Brandschutz, fallen oft ebenfalls
in den Tätigkeitsbereich von Fliesenlegern.
Karriere, Weiterbildung und
Aufstiegsmöglichkeiten
Während der Ausbildung findet meist am Ende
des zweiten Ausbildungsjahres eine Zwischenprüfung
statt sowie eine Abschlussprüfung am Ende
der Ausbildung. Nach bestandener Prüfung und
Den Bedarf berechnen, Material bestellen
und exakt zuschneiden – diese Arbeiten
gehören zum Alltag eines Fliesenlegers.
Fliesen-,
Platten- und
Mosaikleger
Gehalt in
der Ausbildung:
1. Lehrjahr: ca. 850 – 1 000 €
2. Lehrjahr: ca. 950 – 1 200 €
3. Lehrjahr: ca. 1 150 – 1 450 €
Gesellenlohn:
2 200 bis 2 700 €
durchschnittliches
Einstiegsgehalt
Azubi-Ecke
Juli 2026 l 39
Ob Badezimmer, Küche, Terrasse oder
Schwimmbad – Fliesen sind ein beliebter
Belag für Boden und Wände und überzeugen
durch zahlreiche Vorteile.
Zahlen und Fakten
abgeschlossener Lehre ist man offiziell Geselle.
Bereits danach gibt es zahlreiche fachliche oder
betriebswirtschaftliche Fortbildungen. Auch besteht
die Möglichkeit, seinen Meister zu machen. Mit
dem Meisterbrief in der Tasche kann der Fliesenleger
einen eigenen Betrieb leiten und Azubis
ausbilden. Außerdem kann man damit (auch ohne
Abitur) studieren.
Immer mehr Frauen finden in der
Männerdomäne ihren Traumjob
Gerade eben fand der PCI-Alpencup statt, ein
Wettbewerb von PCI/Sika, bei dem junge Fliesenleger
gegeneinander antreten und ihre Leistung
messen. Der baustoffPARTNER war vor Ort und
hat mit den jungen Handwerkern über das Fliesenlegerhandwerk
gesprochen. Vor Ort war auch die
aktuelle Fliesen-Europameisterin Sara Sinhuber.
Für die 24-jährige Österreicherin war es bereits
von klein auf klar, dass sie etwas Handwerkliches
machen wollte. »Während der Schulzeit habe ich
bei einem Fliesenleger reingeschnuppert. Das hat
mir sofort gefallen und ich hab dann gleich mit der
Lehre angefangen.« Seit neun Jahren arbeitet sie
jetzt bei Fliesen & Öfen Reiter in Gföhl im Waldviertel
– nach der Gesellenprüfung hat sie inzwischen
auch ihren Meister gemacht. Außerdem nahm Sara
bei den österreichischen Staatsmeisterschaften
ADOBE STOCK (4)
der Fliesenleger mit Erfolg teil und gewann 2023
den PCI-Alpencup mit ihrem Kollegen Florian
Gruber. Der Höhepunkt ihrer Karriere folgte dann
2025, als sie bei den Euroskills in Dänemark Europameisterin
der Fliesenleger wurde und dabei
ihre männliche Konkurrenz hinter sich ließ. In
19,5 Stunden musste sie ein komplexes Werkstück
mit zwei gefliesten Wänden, einer gemauerten
Trennwand und einem Waschtisch anfertigen.
Es war Saras bislang größtes Einzelprojekt. Aber
auch sonst macht ihr die Arbeit sehr viel Spaß.
»Egal, ob ich ein Badezimmer oder eine Küche
mache, ich freue mich immer, wenn ich etwas
schaffe, was für die nächsten 20 oder 30 Jahre
Bestand hat und den Menschen im besten Fall
jeden Tag Freude bereitet.« Jungen Frauen, die
auf Berufssuche sind, rät sie: »So viel wie möglich
anschauen und reinschnuppern und sich nur nicht
unterkriegen lassen.« Denn in der Männerdomäne
Fliesenleger-Handwerk müsse man sich als Frau
BAUSTOFFPARNER
Sara Sinhuber ist das
beste Beispiel für
Frauenpower im
Fliesenlegerhandwerk.
manch dummen Spruch anhören und Vorurteile
über sich ergehen lassen. »Ignorieren oder kontern«,
lautet Saras Devise. Sie hat die Erfahrung
gemacht, dass Frauen sich mehr beweisen und
eine bessere Leistung abliefern müssen. Ein Beispiel:
Wenn sie mit anderen Gewerken auf einer
Baustelle ist, rede die ersten zwei Tage oft keiner
mit ihr. Erst wenn alle merken, dass sie ihren
Job beherrscht, taut das Eis und man kommt
ins Gespräch. Doch als Mitglied der österreichischen
Fliesen-Nationalmannschaft und amtierende
Europameisterin hat sie viel Selbstvertrauen
getankt. »Es war eine magische Zeit. Das ist
eine Erfahrung fürs Leben, die dir keiner mehr
nehmen kann.«
?
Ausbildungsberuf
Ausbildungsart
Ausbildungsdauer
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
3 Jahre / 36 Monate
Ausbildungsorte
Schulabschluss
Durchschnittliches Fachkraftgehalt
Fußbodenverlegebetriebe, Raumausstatterbetriebe, Fachbetriebe für Bodenbeläge
Hauptschulabschluss oder
mittlerer Bildungsabschluss
ca. 2 700 bis 3 000 Euro brutto pro Monat
40 l Juli 2026
Azubi-Ecke
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Bodenbeläge & Aufbau
Juli 2026 l 41
Robuster Parkettboden mit
historischem Charme
PALLMANN – Der rund 250 Jahre alte Bolongaro-Palast in Frankfurt erhielt im
Rahmen einer umfassenden Modernisierung einen neu verlegten Eichenparkettboden,
hauptsächlich im klassischen Fischgrätmuster. Ziel der Maßnahme ist es,
den repräsentativen Charakter des Barockbaus zu unterstreichen und gleichzeitig
eine langlebige, funktionale und pflegeleichte Bodenlösung für den intensiven
Publikumsverkehr und die vielfältige Nutzung als Verwaltungs- und Veranstaltungsstandort
zu schaffen. Zum Einsatz kamen dabei Systemprodukte von
Pallmann: »Pall-X Filler«, »Magic Oil 2K-Original« sowie »Magic Oil Care«.
Der Bolongaro-Palast gilt als einer der
bedeutendsten barocken Profanbauten der
Region. Errichtet in den Jahren 1772 bis
1780 von den Tabakfabrikanten Josef Maria
Markus und Jakob Philipp Bolongaro, thront
der weitläufige Palast mit seinem Garten
prominent auf einer Anhöhe im Frankfurter
Stadtteil Höchst. Nachdem das Gebäude
im 19. Jahrhundert zeitweise industriell
genutzt und dabei stark in Mitleidenschaft
gezogen worden war, erwarb die damalige
Stadt Höchst den Palast zu Beginn des
20. Jahrhunderts, sanierte ihn aufwendig
Der rund 250 Jahre alte Bolongaro-Palast
erhielt einen neu verlegten Eichenparkettboden;
hauptsächlich im klassischen Fischgrätmuster.
und führte ihn wieder einer repräsentativen
Nutzung zu. Heute beherbergt der Bolongaro-Palast
Teile der Stadtbezirksverwaltung
sowie einen Trausaal und wird für besondere
Veranstaltungen genutzt.
Neuer Eichen-Parkettboden
für hohe Ansprüche
Der vorhandene alte Dielenboden entsprach
in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den
aktuellen Anforderungen. Die Nutzung des
Bolongaro-Palasts als Verwaltungsstandort
mit Publikumsverkehr verlangt nach einer
In der historischen Bausubstanz entstehen u.a. ein Museumstrakt,
ein Musiksaal, ein Veranstaltungssaal sowie
Räume für Kitas, Jugendarbeit und die Musikschule.
Oberfläche, die optisch dem historischen
Ambiente gerecht wird, gleichzeitig aber
hohe Belastungen und häufige Nutzung
sicher abdeckt. Eine besondere Herausforderung
für die Firma Hubert Neles, die
für die Neuverlegung und Oberflächenbehandlung
der insgesamt 1 200 m 2 Parkettfläche
verantwortlich war, stellte zudem
der vorhandene Untergrund dar. Die Böden
wiesen extreme Niveauunterschiede von
bis zu 28 cm auf. Um einen dauerhaft stabilen
und ebenen Aufbau zu gewährleisten,
war ein sorgfältig geplanter und präzise
ausgeführter Schichtaufbau notwendig.
Hinzu kamen anspruchsvolle brandschutztechnische
Vorgaben, insbesondere durch
die Integration von Bodentanks, die sicher,
flächenbündig und optisch unauffällig in den
neuen Bodenaufbau zu integrieren waren.
Gleichzeitig sollten verschiedene Maßnahmen
zur barrierefreien Erschließung des
Hauses – von Aufzügen bis zu schwellenarmen
Übergängen – unterstützt werden.
Nach dem Rückbau des alten Dielenbodens
und dem Ausgleich der unebenen
Untergründe erfolgte die fachgerechte
Neuverlegung von 1 200 m 2 Eichenparkett.
Dieses wurde hauptsächlich im klassischen
Fischgrätmuster verlegt. Bei einem Raum
entschied man sich für ein besonderes
Flechtmuster aus Eiche und Kanadischem
Ahorn. Besondere Sorgfalt galt der exakten
Einbindung der Bodentanks, die in das Verlegemuster
integriert wurden, ohne die Optik
des Bodens zu stören. Gleichzeitig wurden
Bodenbeläge & Aufbau
Die Verlegerichtung und die Geometrie wurden so gewählt,
dass sie die Raumproportionen und die historisch geprägte
Linienführung der Innenarchitektur unterstreichen.
Bodenbeläge & Aufbau
die Verlegerichtung und die Geometrie so
gewählt, dass sie die Raumproportionen
und die historisch geprägte Linienführung
der Innenarchitektur der verschiedenen
Räume unterstreichen. Die Übergänge und
Raumanschlüsse wurden so ausgebildet,
dass barrierefreie Bewegungsflächen und
ein ruhiges Gesamtbild entstanden sind.
Perfekte Basis –
Fugenschluss mit Pall-X Filler
Nach dem Schleifen des frisch verlegten
Parketts wurde die Oberfläche mit »Pall-X
Filler« vorbereitet. Der wasserbasierende,
faserarmierte Fugenkitt zeichnet sich laut
Hersteller durch ein sehr gutes Füllvermögen
und eine hohe Standfestigkeit in der Fuge
aus. Aufgrund der schnellen Trocknung ließ
sich der Arbeitsprozess zügig fortsetzen,
was gerade bei großen Objektflächen ein
wichtiger Faktor ist. »Pall-X Filler« verspricht
eine sehr gute Haftung auch bei Fugen bis
ca. 3 mm und überzeugt durch eine hohe
Farbechtheit, sodass die homogene Anmutung
des Eichen-Fischgrätbodens unterstützt
wird. Durch das vollflächige Kittverfahren
entstand eine geschlossene Oberfläche als
geeignete Grundlage für die nachfolgende
Ölbehandlung.
Für die Endbehandlung der Eichenoberfläche entschieden
sich die Verantwortlichen für »Magic Oil 2K-Original«, ein
lösemittelfreies 2K-Parkettöl auf Basis natürlicher Öle
und Wachse.
Hochwertige Oberflächenveredelung
mit »Magic Oil 2K Original«
Für die Endbehandlung der Eichenoberfläche
entschieden sich die Verantwortlichen für
»Magic Oil 2K Original«, ein lösemittelfreies
2K-Parkettöl auf Basis natürlicher Öle und
Wachse. Diese Kombination soll die natürliche
PALLMANN (5)
Farbe und Struktur der Eiche besonders gut
zur Geltung bringen und dem Parkettboden
eine warme Ausstrahlung verleihen. Gleichzeitig
bietet das zweikomponentige Parkettöl
laut Pallmann eine sehr gute Beständigkeit
gegenüber mechanischer und chemischer
Beanspruchung und ist damit ideal für die
stark frequentierten Flächen des Bürgerund
Kulturhauses geeignet.
Die schnelle Trocknung begünstigt zudem
einen effizienten Baufortschritt, was insbesondere
bei großen Flächen und engen
Zeitfenstern, wie es im Bolongaro-Palast
mit weiteren parallel laufenden Restaurierungsarbeiten
der Fall ist, von Vorteil ist.
Langfristiger Werterhalt
mit »Magic Oil Care«
Um den neu veredelten Parkettboden langfristig
in seinem optischen und funktionalen
Niveau zu erhalten, brachte die Firma Hubert
Neles »Magic Oil Care« als abschließenden
Oberflächenschutz auf. Die wasserbasierende
Pflegeemulsion dient der Auffrischung
geölter Parkettflächen, die mit »Magic Oil«
behandelt wurden. Sie verspricht einen
deutlich sichtbaren Refresher-Effekt, revitalisiert
optisch geölte Flächen und unterstützt
nachhaltig den Pflegeschutz durch
eine rückfettende Wirkung.
Historischer Charme und
moderner Nutzungskomfort
Mit der Neuverlegung des Eichen-Parkettbodens
und der abgestimmten Oberflächenbehandlung
ist im Bolongaro-Palast
eine Bodenlösung entstanden, die den historischen
Charme des barocken Bauwerks
mit den Anforderungen eines modernen
Bürger- und Kulturhauses verbindet. Insgesamt
1 200 m 2 neu verlegter Boden,
veredelt mit »Pall-X Filler«, »Magic Oil Original«
und »Magic Oil Care«, bilden eine
robuste, pflegeleichte und optisch hochwertige
Grundlage für Museumstrakt, Veranstaltungsbereiche
und Bildungsangebote.
Damit leistet der neue Parkettboden einen
wesentlichen Beitrag dazu, den Bolongaro-
Palast als lebendigen Ort für Bürger, Kultur
und Geschichte in die Zukunft zu führen. ?
Nach dem Schleifen des frisch verlegten Parketts wurde
die Oberfläche mit »Pall-X Filler« vorbereitet.
Bodenbeläge & Aufbau
Juli 2026 l 43
Sanierung mit Stil
PROJECT FLOORS – Wenn ein Haus renoviert wird, spielen viele Faktoren
eine Rolle. Neben Budget und Zeitaufwand müssen etwa technische Vorgaben
und architektonische Bedingungen berücksichtigt werden. So auch im
Fall einer Familie aus dem Raum Hannover: Nach dem Kauf einer Bestandsimmobilie
sollte diese umfassend modernisiert und zugleich in ein warmes,
zeitgemäßes Zuhause für die Familie verwandelt werden. Die Wahl des
Bodenbelags spielte dabei eine wesentliche Rolle.
Im Rahmen der Sanierung musste der ursprüngliche
Bodenbelag in weiten Teilen erneuert werden.
Dafür wurden zunächst Altbeläge entfernt
und die Untergründe sorgfältig aufbereitet. Die
neu verlegten Flächen grenzen unmittelbar an
bestehende Natursteinböden aus Granit und Marmor
an – eine Herausforderung, die die Materialwahl
maßgeblich beeinflusste.
Das ursprünglich favorisierte Echtholzparkett
hätte aufgrund seiner Aufbauhöhe nicht
harmonisch an die vorhandenen Beläge angeschlossen
werden können. Im Zuge der Beratung
durch Deniz Cam von Deca Fußbodendesign in
Höxter rückte daher Vinyl als Alternative in den
Fokus. Ein wesentlicher Vorteil dieser Bodenbelagsgattung
ist die geringe Aufbauhöhe, in diesem
Fall lediglich 2,5 mm. Damit eignet sich der
Bodenbelag insbesondere für Sanierungen, bei
denen bestehende Einbauten wie Bodenbeläge,
Türzargen oder Treppenanschlüsse berücksichtigt
werden müssen.
PVC-freier Vinylboden
für gesundes Wohnen
Die Bauherren wünschten sich ausdrücklich eine
PVC-freie Lösung mit wohnlicher Ausstrahlung.
Fündig wurden sie schließlich im Showroom von
Deca Fußbodendesign: Die »Eco+ Collection«
von Project Floors überzeugte sowohl optisch
als auch in puncto Wohngesundheit und Produkteigenschaften.
Der Designboden verbindet die
authentische Anmutung eines Holzfußbodens mit
den Anforderungen moderner Sanierungsprojekte.
Besonders das natürliche Dekor und die umfassenden
Zertifizierungen gaben den Ausschlag. Die
Kollektion trägt unter anderem das »Indoor Air
Comfort Gold«-Zertifikat für eine unbedenkliche
Raumluft sowie den Blauen Engel als Nachweis
für nachhaltige und umweltverträgliche Produkte.
Ergänzt wird dies durch den SHI-Produktpass des
Sentinel Holding Instituts, der Transparenz hinsichtlich
Schadstofffreiheit und Emissionsarmut
bietet. Gerade im Kontext aktueller Gebäudezertifizierungen
wie DGNB, QNG, BNB, BREE-
AM oder EU-Taxonomie schafft dies zusätzliche
Sicherheit für Bauherren und Planer.
Die handwerkliche Umsetzung
der Fischgrätverlegung macht
das Ergebnis sehenswert.
PROJECT FLOORS (3)
44 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau
Das Arbeitszimmer
erhält durch das
Dekor »Eco 1231« eine
wohnliche Atmosphäre.
?
Designboden in Holzoptik:
Fischgrät als moderner Klassiker
Beim Stöbern durch den Displayständer des Meisterbetriebs
fiel den Bauherren sofort das Dekor
»Eco 1231« ins Auge. Die großzügigen Planken
wurden im eleganten Fischgrätmuster verlegt
und prägen nun den Charakter der Räume. Der
Boden wirkt präsent, ohne sich aufzudrängen: Er
verleiht den Wohnbereichen Ruhe, Struktur und
Eleganz. Der warme, honigfarbene Holzton bildet
eine passende Grundlage für das Interieur, das mit
Nuancen aus Salbei, Creme, Beige, zartem Gelb
und pudrigen Rosétönen eine sanfte, harmonische
Atmosphäre entstehen lässt. Tageslicht, großzügige
Dachschrägen und die natürliche Holzoptik
verstärken zusätzlich das Gefühl von Weite und
Behaglichkeit. Da der Bodenbelag wasserunempfindlich
ist, konnte er auch bis in das Badezimmer
durchgelegt werden. So entstand eine einheitliche
Gestaltung ohne weitere Brüche.
Modernes Interior Design
trifft auf persönliche Akzente
Besonders spannend ist dabei das Zusammenspiel
aus moderner Klarheit und persönlichen
Akzenten. Statt eines streng durchkomponierten
Einrichtungskonzepts entfaltet sich eine wohnliche
Individualität, die den Räumen Charakter
verleiht. Designorientierte Einzelstücke setzen
gezielte Akzente und geben dem Haus seine
unverwechselbare Handschrift.
Die chromfarbenen Kugelleuchten wirken
fast skulptural und bringen einen Hauch von
Mid-Century-Ästhetik in die offenen Wohnbereiche.
Ergänzt werden sie durch sorgsam ausgewählte
Kunstobjekte und Möbelstücke, die
eher wie in einer Ausstellung kuratiert als
klassisch arrangiert erscheinen. Dadurch entsteht
der Eindruck eines gewachsenen Interieurs
– persönlich, stilbewusst und zugleich
entspannt.
?
2,5 mm
Der eingesetzte Designboden
hat eine Aufbauhöhe von
nur 2,5 mm. Das ist ideal für
Sanierungen mit bestehenden
Belägen, Türen oder Treppen.
XXX
Der im Fischgrätmuster verlegte PVCfreie
Vinylboden »Eco 1231« von Project
Floors prägt die Wohnräume mit warmer
Holzoptik und zurückhaltender Eleganz.
Juli 2026 l 45
Systemlösungen für
langlebige und ästhetische Böden
SEELBACH – Individuelle Böden verleihen
jedem Gebäude eine besondere
Note und erhöhen den Wert der
Immobilie. Bei der Wahl des passenden
Belags sind die Anforderungen daran
entscheidend. Auf der EPF 2026 zeigte
der Fußbodenexperte Seelbach
International nun, wie ein Boden
aussehen und was er leisten kann.
SEELBACH INTERNATIONAL (2)
Seit über 40 Jahren steht Seelbach International
aus Rennerod für Kompetenz bei
Oberflächenschutz, Diamantwerkzeugen
und Bodenschleiftechnik. Auf der EPF 2026
in Feuchtwangen präsentierte sich das
Unternehmen als ganzheitlicher Systemlieferant
für moderne, fugenlose mineralische
Designböden – von der Bearbeitung über
die Veredelung bis hin zur Instandsetzung.
Zum Portfolio gehören neben leistungsfähigen
Beschichtungs- und Reparatursystemen
auch Bodenschleifmaschinen,
Diamantwerkzeuge sowie umfangreiches
Zubehör für die professionelle Bearbeitung
von Beton- und Estrichflächen. Damit bietet
Seelbach alle Komponenten für durchgängige
und wirtschaftliche Arbeitsprozesse
aus einer Hand. Im Fokus des Messeauftritts
standen Lösungen, die sowohl die
Widerstandsfähigkeit als auch die optische
Qualität von Beton- und Estrichböden
dauerhaft verbessern.
Nachhaltige Sicherheit
Mit der Einkomponentenbeschichtung »TK6
NanoCoat« zeigte Seelbach International
»Pin-Fix Pro« eignet sich für die
Sanierung von Beton- und Estrichböden.
Es verschließt effektiv
Poren, Mikrorisse und Ausbrüche
ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand.
eine leistungsstarke Lösung für die Oberflächenvergütung
von Betonböden.
»TK6 NanoCoat« ist ein ökologisches
Versiegelungs- und Beschichtungsmittel,
das auf verschiedenen Untergründen im
Innenbereich angewendet werden kann.
Neben Beton ist es auch für Estrich,
DREI FÜR
ALLE FÄLLE
DIE PALL-X 96 VERSIEGELUNGEN
46 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau
»C2 Salt Hard+« ist ein
wasserbasiertes Mittel zum
Schutz von Oberflächen, die
Straßensalz ausgesetzt sind.
Terrazzo, Betonwerkstein und selbstnivellierende
zementäre Ausgleichsmassen
geeignet. Thomas Wolf, Geschäftsführer
von Seelbach International, erklärt: »Das
Besondere an unserem Produkt ist: Die
Beschichtung gibt es im Gegensatz zu den
üblichen Mitteln sowohl in Glanz- als auch
in Mattoptik und bietet in beiden Ausführungen
den gleichen hochwertigen Oberflächenschutz.
So kann der Anwender mit
einem Produkt auf zwei unterschiedliche
Gestaltungsmöglichkeiten zurückgreifen.«
Dank seiner Nanomolekülstruktur verfügt
»TK6 NanoCoat« über ein besonders gutes
Eindringvermögen. Die Beschichtung versiegelt,
verfestigt und glättet die Oberfläche
und schützt sie vor Abrieb sowie dem
Eindringen von Flüssigkeiten und Schmutz.
Gleichzeitig sorgt sie laut Hersteller für
eine einfache Reinigung und eine deutlich
verlängerte Lebensdauer der Böden.
Effiziente Reparatur
Für die Sanierung von Beton- und Estrichböden
stellte Seelbach mit »Pin-Fix Pro«
eine praxisgerechte Lösung vor. Die Flüssigkunststoffdispersion
wird während des
Schleifprozesses eingesetzt und verbindet
sich mit dem entstehenden Schleifstaub
zu einer stabilen Matrix. So lassen sich
Poren, Mikrorisse und Ausbrüche ohne
zusätzlichen Arbeitsaufwand effektiv
schließen. Das Ergebnis ist eine homogene,
monolithische Oberfläche, die sich
nicht nur optisch verbessert, sondern auch
die Aufnahmefähigkeit für nachfolgende
Behandlungen optimiert.Geschäftsführer
Thomas Wolf sagt: »›Pin-Fix Pro‹ eignet
sich für alle Orte, wo robuste und langlebige
Bodenlösungen gefragt sind. Ob
Lager- und Industrieböden oder hochpolierte
dekorative Böden beispielsweise
für den Handel – ›Pin-Fix Pro‹ erzeugt eine
Oberfläche, die sich schneller, leichter und
wirksamer polieren lässt. Da Löcher und
Defekte gefüllt sind, nimmt der Boden
Härter bzw. Verdichtungsmittel, Schutzbehandlungen
und Färbungen gleichmäßiger
auf. Das sorgt für noch bessere Ergebnisse
bei der Herstellung und Sanierung
von Beton- und Estrichböden. Ein weiteres
Plus: Da dank ›Pin-Fix Pro‹ die Risse
und Poren, in denen sich sonst Schmutz
ansammelt, im Beton verschwunden sind,
lassen sich die Böden leichter pflegen und
instand halten.«
Lösungsmittelfreier Schutz
Ein weiteres Produkt am Messestand
war das bewährte Konzentrat »C2 Salt
Hard+«. Es schützt insbesondere horizontale
Flächen wie Auffahrten, Gehwege und
andere Betonflächen, aber auch vertikale
Flächen, die Straßensalz ausgesetzt sind.
Thomas Wolf erklärt: »In Kombination
mit ›C2 Super Hard‹ oder ›C2 Hard‹ härtet
›C2 Salt Hard+‹ nicht nur den Boden,
sondern macht ihn auch staubdicht und
schützt langanhaltend zudem vor Abrieb,
eindringender Feuchtigkeit und Chlorsalzen
– und das alles in nur einem einfachen
Schritt.« Im Mischverhältnis 1:4 entfaltet
es seine volle Wirkung, indem es tiefer
als konventionelle Hydrophobierungsmittel
auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis
in horizontale und vertikale Oberflächen
eindringt. Dort wirkt es wasserabweisend
und schützt vor dem chemischen Angriff
durch Salz in der Luft, indem es die Chloride
daran hindert, durch den Beton zum
Armierungseisen vorzudringen. Das ist
vor allem in Küstenbereichen sinnvoll. »C2
Salt Hard+« verringert die Korrosion der
Armierung und schützt vor dem Abplatzen
der Oberfläche durch Salze im Wasser.
Im Gegensatz zu konventionellen Silanen
und Siloxanen auf Lösungsmittelbasis
ist »C2 Salt Hard+« eine wirksame Alternative,
die wie alle »C2«-Produkte auf
Wasserbasis hergestellt wird. Zudem ist
das Mittel geruchsarm und laugenstabil,
wodurch es sich für Betonflächen im Freien
sowie in Fabriken eignet. Die milchig weiße
Flüssigkeit dringt tief in den Beton oder
das Mauerwerk ein, wo es zu einer chemischen
Bindung kommt. Nach korrekter
Anwendung ist »C2 Salt Hard+« auf den
Oberflächen nicht sichtbar. Sie behalten ihr
natürliches Aussehen ohne Schleier und
bleiben weiterhin atmungsaktiv.
Neben diesen Produkthighlights zeigte
Seelbach International auf der EPF
in Feuchtwangen, wie sich durch das
Zusammenspiel von Schleifmaschinen,
Diamantwerkzeugen, Oberflächenschutzund
Reparaturlösungen langlebige und
ästhetisch anspruchsvolle Böden realisieren
lassen.
?
Bodenbeläge & Aufbau
Juli 2026 l 47
TARKETT (2)
Die »Lino Style Collection« von
Tarkett mit den beiden Designlinien
»Style Emme« und »Style
Elle« verbindet authentische
Oberflächenoptiken mit nachhaltiger
Materialtechnologie.
Linoleum im Stil
von Marmor und Travertin
TARKETT – Mit der neuen »Lino Style Collection« präsentiert Tarkett eine
Linoleum-Kollektion, die von der zeitlosen Schönheit natürlicher Materialien
wie Stein und Mineralien inspiriert ist. Die beiden Designlinien »Style Emme«
und »Style Elle« verbinden authentische Oberflächenoptiken mit nachhaltiger
Materialtechnologie und ermöglichen zeitgemäße Raumkonzepte fürs Objekt.
Die »Lino Style Collection« umfasst zwei harmonisch
aufeinander abgestimmte Designs: Während
»Style Emme« die raffinierten Texturen von Marmor
interpretiert, setzt »Style Elle« auf die organische
Wärme von Travertin und mineralischen
Strukturen. Gemeinsam bilden beide Stilrichtungen
ein harmonisches Duo für kreative und moderne
Raumwelten in Großraumbüros, Bildungseinrichtungen,
Ladenbau und Gesundheitssektor.
Die Farbpalette reicht von erdigen Beige- und
Brauntönen über mineralische Graunuancen bis
hin zu gedeckten Grüntönen. Inspiriert von Erde,
Stein, Rinde und Moos verleihen die Dekore
Räumen eine natürliche, ruhige Atmosphäre mit
subtiler Tiefe und Struktur.
Zwei Designs und 38 Farbtöne
»Style Emme« bildet den Auftakt der mineralisch
inspirierten Kollektion. Das Ton-in-Ton-Marmordesign
interpretiert klassisches Linoleum mit einer
gedämpften, erdigen Farbpalette und dezenter
Maserung neu. Gefertigt aus natürlichen Rohstoffen,
greift das Design die stille Kraft von Sedimentformationen
und die Vielfalt mineralischer
Farbtöne auf.
Mit einem raffinierten linearen Design übersetzt
das zweite Design, »Style Elle«, die Ästhetik
organischer Materialien in eine moderne Flächengestaltung.
Inspiriert von Travertin und anderen
mineralischen Texturen erzeugen die zurückhaltenden
Linien und die gedeckte Farbgebung eine
ausgewogene Kombination aus Tiefe, Wärme
und Klarheit.
Mit insgesamt 38 dezenten Farbtönen –
30 Farben für »Style Emme« und acht Farben
für »Style Elle« – trägt Tarkett dem Wunsch von
Architekten, Planern und Designern nach noch
mehr natürlichen Farben voll und ganz Rechnung.
Die Farbpalette der Style-Kollektion ist modern
und zeitlos zugleich.
Natürliche Materialien,
nachhaltige Produktion
Die neue »Lino Style Collection« wird unter
anderem aus Korkmehl, Leinöl, Pinienharz und
Holzmehl hergestellt und besteht zu 94 Prozent
aus natürlichen Inhaltsstoffen. So entsteht ein
leistungsfähiger und umweltverträglicher Bodenbelag,
der Strapazierfähigkeit mit einer authentischen,
natürlichen Anmutung verbindet.
Die »Lino Style Collection« wird im italienischen
Tarkett-Werk in Narni produziert. Die Herstellung
erfolgt in einem vollständig geschlossenen Wasserkreislauf
und mit 100 Prozent erneuerbarer
48 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau
Energie. Rund 40 Prozent des Strombedarfs
erzeugt das Werk selbst – unter anderem mithilfe
eigener Photovoltaikanlagen. Laut Tarkett
weist die Kollektion damit einen der weltweit
niedrigsten CO 2
-Fußabdrücke für Linoleum über
den gesamten Lebenszyklus hinweg auf.
Im Sinne eines zirkulären Produktdesigns
werden die Linoleum-Bodenbeläge bei Tarkett
bereits mit Blick auf ihr »nächstes Leben« entwickelt.
»Unser Ansatz zur Kreislaufwirtschaft
basiert auf drei Säulen: Design, Materialien und
geschlossene Recyclingprozesse. Für uns liegt
die wahre Schönheit der Kreislaufwirtschaft in
der Wiederverwendung wertvoller Materialien,
in innovativen Herstellungsprozessen und in dem
Wissen, dass wir aktiv Abfall reduzieren und Treibhausgasemissionen
senken«, betont Daniel Mai,
Product Manager DACH für Homogeneous Vinyl,
Heterogeneous Vinyl, Linoleum, Sports Indoor.
Dank des »ReStart«-Rücknahme- und Recyclingprogramms
führt Tarkett gebrauchtes Linoleum
und die Verlegereste gezielt in den Kreislauf
zurück: Der Boden wird in Narni vollständig aufbereitet
und als Rezyklat in die nächste Generation
von Bodenbelägen integriert oder in anderen
hochwertigen Anwendungen wiederverwendet.
Zur Bewertung der Umweltleistung berechnet
Tarkett den zirkulären CO 2
-Fußabdruck seiner
Linoleum-Kollektionen über den gesamten Lebenszyklus
hinweg. Grundlage hierfür sind extern verifizierte
Umweltproduktdeklarationen. Verantwortungsvolle
Rohstoffbeschaffung, Rücknahme-, Recycling- und
Wiederverwendungsprozesse tragen dazu bei,
den CO 2
-Fußabdruck auf ein besonders niedriges
Niveau zu reduzieren.
?
Zwei Designs mit insgesamt 38
Farbtönen stehen zur Auswahl.
Inspiriert von Erde, Stein, Rinde und
Moos verleihen sie Räumen eine
natürliche, ruhige Atmosphäre.
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Bodenbeläge & Aufbau
Juli 2026 l 49
Modernes Wohnquartier –
transparent und energieeffizient
KNEER-SÜDFENSTER – Auf historischem Boden zukunftsweisend bauen –
das ist in Westerheim auf der Schwäbischen Alb gelungen. Wo einst die ersten
Fenster von Kneer-Südfenster entstanden, befindet sich heute ein modernes
Wohnensemble, das architektonische Klarheit mit Komfort, Energieeffizienz und
innovativer Fenstertechnik verbindet.
Tageslicht für mehr Wohnkomfort:
Die Kunststoff-Fenster von Kneer-
Südfenster sorgen auch in funktionalen
Räumen wie dem Bad für ein
helles, freundliches Ambiente.
Lichtdurchflutetes Wohnen: Die
großzügigen Fensterflächen mit
Dreifachverglasung schaffen eine
offene, moderne Wohnatmosphäre.
Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine der großen
Aufgaben unserer Zeit – auch jenseits urbaner
Zentren. In ländlichen Regionen wie Westerheim
geht es dabei nicht nur um Quantität, sondern
auch um Qualität: um Räume, in denen sich Singles,
Paare und Familien gleichermaßen wohlfühlen.
Das neu entstandene Wohnquartier in der
Ortsmitte zeigt exemplarisch, wie nachhaltiges
Bauen, durchdachte Architektur und hochwertige
Fenster- und Türlösungen ineinandergreifen.
Ein Quartier mit Geschichte
und neuer Lebensqualität
Auf dem früheren Gelände des Gründungshauses
von Kneer-Südfenster entstanden drei moderne
Neubauten mit insgesamt 13 Wohneinheiten. Sie
bieten vielfältige Grundrisse – vom 48-m²-Apartment
bis hin zur großzügigen 140-m²-Maisonette.
Das gesamte Ensemble ist nach KfW-40-Standard
errichtet und überzeugt durch eine helle, klare
Architektursprache, hohe Energieeffizienz und
durchdachte Details. Großzügige Balkone und
Terrassen, ein gemeinschaftlicher Gartenhof mit
Aufenthaltsqualität und eine vollausgestattete
Tiefgarage mit Wallboxen unterstreichen das
zukunftsorientierte Konzept.
Großflächige Fenster und verglaste Fassaden
sind ein zentrales Gestaltungselement der
KNEER (4)
Wohnanlage. Sie holen viel Tageslicht in die Räume
und schaffen eine freundliche, offene Wohnatmosphäre.
Verwendet wurden dabei die Kunststoff-
Fenstersysteme »KF 824 S« und »KF 404 S HST«
für die Hebe-Schiebetüren – beide gefertigt von
Kneer-Südfenster direkt vor Ort in Westerheim.
Ihre technischen und optischen Eigenschaften
überzeugen: filigrane Rahmenoptik, pflegeleichte
Oberflächen, hohe Witterungsbeständigkeit und
sehr gute Wärmedämmwerte mit Uw-Werten
bis 0,73 W/(m²K). Auch in Sachen Schallschutz
sind die Fenster bestens aufgestellt. Mit Schallschutzwerten
bis Klasse 5 bieten sie spürbaren
Komfortgewinn, gerade bei dichter Bebauung
oder stark frequentierten Lagen.
In Kombination mit der gedämmten Gebäudehülle,
Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
und Photovoltaik auf dem Dach
bilden die Fenster einen integralen Baustein
des nachhaltigen Energiekonzepts. Dank Dreifach-Isolierverglasung
und siebenzonigem Rahmenprofil
bleiben Räume im Winter warm und
im Sommer angenehm temperiert. Gleichzeitig
reduzieren sich der Energiebedarf und die damit
verbundenen Kosten für die Mieter.
50 l Juli 2026 Fenster | Aufbau & Verarbeitung
Großzügige Balkone,
hochwertige Fensterflächen
und abgestimmte Fassadendetails
prägen das neue Wohnbau-
Ensemble in Westerheim.
Fenster
Haustüren mit Charakter
und Schutzfunktion
Perfekt durchdacht sind auch die Hauseingänge:
Die Hauptzugänge der drei Gebäude sind als Pfosten-Riegel-Fassaden
ausgeführt, mit großzügigen
Glasflächen und einer modernen, repräsentativen
Anmutung. Die einzelnen Wohneinheiten sind
mit hochwertigen Aluminium-Haustüren ausgestattet.
Diese schließen flächenbündig und
luftdicht mit dem Rahmen ab. Sie sind extrem
stabil, pflegeleicht und aufgrund der individuellen
Modellgestaltung zugleich ein Detail mit spannender
Wirkung. Ein besonderes Komfort-Plus ist
die schlüssellose Zugangslösung via Fingerprint,
die gleichzeitig auch mehr Sicherheit bietet. Alle
Haustüren erfüllen – wie auch die Fenster – die
Anforderungen der Widerstandsklasse RC2 und
verfügen damit über Mehrfachverriegelung, Profilzylinder
und Aufbohrschutz.
Vom Hersteller zum Bauherren –
für ein Projekt mit Signalwirkung
Das neue Wohnquartier in Westerheim ist mehr
als ein gelungenes Wohnprojekt. Es ist ein sichtbares
Zeichen für das Bekenntnis zum Standort
und die Leistungsfähigkeit eines traditionsreichen
Fensterherstellers. Von der Planung über die
Fertigung bis zur Montage lagen alle Schritte in
einer Hand. So wurde nicht nur eine hohe Produktqualität
gesichert, sondern auch ein überzeugendes
Beispiel für modernes Bauen mit
unterschiedlichen Systemlösungen realisiert.
Architektonischer Anspruch, ökologische Verantwortung
und Alltagstauglichkeit wurden in
Einklang gebracht – mit Fenstern und Türen, die
mehr sind als funktionale Bauteile: Sie eröffnen
Räume zum Leben.
?
Großflächige Fenster und verglaste
Fassaden sind ein zentrales
Gestaltungselement der
Wohnanlage.
Die verglasten Hauseingänge in Pfosten-
Riegel-Bauweise verleihen den Gebäuden
eine einladende Offenheit. Durch den
hohen Vorfertigungsgrad der Elemente ist
ein zeitsparender Aufbau gewährleistet.
Fenster | Aufbau & Verarbeitung
Fassadenintegrierte Lüftung
plus Schallschutz
SIEGENIA – Im Herzen von Siegen entstand ein hochmodernes Büro- und
Geschäftsgebäude, das »Siegener 8Eck«. Neben einer energieeffizienten
Bauweise hatte bei der Realisierung des Bauvorhabens aufgrund der
Lage an einer stark befahrenen Straße auch das Thema Schallschutz
einen hohen Stellenwert. Eine leistungsstarke Lösung bieten die insgesamt
65 Fassadenlüfter »Aeromat VT WRG« von Siegenia.
SIEGENIA (2)
Der Einbau des Fassadenlüfters kann
u. a. waagerecht im Sturzbereich
erfolgen. Zu den großen Stärken
des Lüfters zählt seine Wärmerückgewinnung
von bis zu 93 Prozent.
Als Generalunternehmer mit der Umsetzung des
Bauvorhabens betraut, beauftragte die Firma Runkel
Hochbau den Fensterbauer Terhalle mit der
Fertigung der Holz-Aluminium-Fenster für die drei
ersten Obergeschosse des »Siegener 8Ecks«.
Für den Bau der Pfosten-Riegel-Konstruktion mit
Aluminiumfenstern im Staffelgeschoss hingegen
zeichnete ein regionaler Anbieter verantwortlich.
Maßgeblich für das Gesamtprojekt war zum
einen die Erfüllung zeitgemäßer Anforderungen
an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Durch
die Lage an einer verkehrsreichen Straße zählte
zudem eine leistungsfähige Schalldämmung zu
den Vorgaben des Bauherrn, zu realisieren mithilfe
von dezentralen Lüftungsgeräten.
Bereits frühzeitig nahmen die Architekten Kontakt
zu Siegenia auf. Schnell zeichnete sich im
persönlichen Gespräch der »Aeromat VT WRG«
als passende Lösung ab. Der Highend-Fassadenlüfter
lässt sich fast unsichtbar in die Fassade
integrieren und verbindet ausgezeichnete
Schalldämmwerte mit einer hohen Luftleistung
und einem niedrigen Eigengeräusch. Für eine
bedarfsgerechte Be- und Entlüftung sorgt die
selbsttätige Lüftungsautomatik. Zu den großen
Stärken des Lüfters zählt zudem seine Wärmerückgewinnung
von bis zu 93 Prozent.
Harmonische Farbgebung –
individuelle Montagelösung
Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit zur
Präsentation des Lüfters im Zuge einer Besprechung
mit Runkel, bei der auch der Bauherr
anwesend war. »Im Rahmen dieses Gesprächs
konnten wir allen Beteiligten die Vorteile des
›Aeromat VT WRG‹ eindrucksvoll vermitteln«,
schildert Markus Birkner, Gebietsleiter Aero
und Objektberatung bei Siegenia, der im Zuge
der Vergabegespräche intensiven Kontakt zum
Architekturbüro hielt. Auch die vielseitigen Optionen
zur farblichen Gestaltung stießen auf großen
Anklang. »Der gewünschten Anpassung an die
Farbgebung des Gebäudes konnten wir problemlos
entsprechen.«
Als ausschlaggebendes Argument für den
Einsatz des Lüfters erwies sich letztlich die
Bereitschaft von Siegenia zur Realisierung einer
kundenindividuellen Lösung. »Dem Architekten
schwebte vor, rund ein Drittel der Lüfter unmittelbar
in die Pfosten-Riegel-Fassade zu integrieren«,
erinnert sich Markus Birkner. »Anders als
unser Mitbewerber waren wir in der Lage, diese
Anforderung umzusetzen.«
52 l Juli 2026 Fenster | Aufbau & Verarbeitung
Einbau in die
Pfosten-Riegel-Fassade
In enger Zusammenarbeit mit den Architekten und
Terhalle entwickelte Siegenia einen Einspannrahmen
mit umlaufendem Winkel, der von der Tiefe
her auf die Abmessungen der Pfosten-Riegel-
Konstruktion abgestimmt wurde und eine farbidentische
Beschichtung erhielt. Eingeschlossen
in den Leistungsumfang war die Vormontage der
Einspannrahmen am Lüftergehäuse durch Siegenia.
Das ermöglichte Terhalle die Montage der
Lüfter in die Pfosten-Riegel-Konstruktion ohne
weitere Vorarbeiten.
Insgesamt 65 Fassadenlüfter verbaute Terhalle
in den Büros und Besprechungsräumen. Auf der
Gebäudeinnenseite weiß gestaltet, gleicht sich
der Farbton der Lüfter auf der Außenseite an den
jeweiligen Fassadenbereich an – im Pfosten-Riegel-Bereich
im Farbton RAL 9001 Cremeweiß,
im Brüstungsbereich in RAL-Design 0757010
Flachsfasergrau. Zur harmonischen Gestaltung
der Fassade mit möglichst unsichtbarer Technik
wurden die 42 Fassadenlüfter im Brüstungsbereich
unter Verwendung von Brüstungskanälen
aus montagefreundlichem EPP-Material verdeckt
Der Fassadenlüfter »Aeromat VT WRG« von
Siegenia lässt sich fast unsichtbar in die Fassade
integrieren und verbindet ausgezeichnete Schalldämmwerte
mit einer hohen Luftleistung und
einem niedrigen Eigengeräusch.
in die Fassade integriert. In der Pfosten-Riegel-
Konstruktion erfolgte der Einbau des »Aeromat
VT WRG« waagerecht im Sturzbereich.
Im Büroalltag hat sich der Einsatz der Lüfter
bewährt. Die bedarfsgerechte Be- und Entlüftung
der Räumlichkeiten sorgt für ein gesundes
Raumluftklima und schützt die Mitarbeiter vor
der lebhaften Geräuschkulisse der Siegener City.
Im Winter tragen die Fassadenlüfter dank ihrer
Wärmerückgewinnung zudem zur Senkung der
Nebenkosten bei. Auch die komfortable Bedienung
wissen die Mitarbeiter zu schätzen: Per KNX in
die Gebäudeleittechnik integriert, lassen sich die
Lüfter über die Bedienpanels in den Büroräumen
bei Bedarf individuell ansteuern.
?
Fenster | Aufbau & Verarbeitung
Juli 2026 l 53
Abgestimmte Türlösungen
für Innovationszentrum
NOVOFERM – Als führender Hersteller von Befestigungstechnik treibt Würth
die anwendungsorientierte Forschung voran. Am Stammsitz im baden-württembergischen
Künzelsau entstand mit dem Innovationszentrum »Curio« ein
Gebäudeensemble, das Raum für interdisziplinäre Entwicklung, Ideen und
Zukunftstechnologien bietet. Novoferm stattete das Zentrum mit einem breiten
Portfolio an Stahl- und Rohrrahmentüren aus – abgestimmt auf Nutzung,
Sicherheitsbedarf und gestalterisches Konzept.
Der Neubau umfasst rund 15 500 m² Gesamtfläche,
darunter 5 700 m² hochspezialisierte Laborflächen,
und bietet rund 250 Arbeitsplätze. Architektonisches
Herzstück ist das dreieckige Hauptgebäude
mit seiner markanten Stahl-Glas-Konstruktion,
die das lichtdurchflutete Foyer überspannt. Über
einen gläsernen Verbindungsgang ist das Nebengebäude
angeschlossen. Eine Dachterrasse,
weite Blickachsen ins Hohenloher Land – auch
von den Büros aus –, offene Arbeitszonen und
Meetingpoints unterstreichen die Offenheit des
Raumkonzepts. Technisch ist das Zentrum unter
anderem mit Werkstätten, 3D-Druckanlagen, Prüffeldern,
Klimakammern und einem IoT-Labor auf
dem neuesten Stand. Es ermöglicht realitätsnahe
Tests von Materialien und Befestigungssystemen
unter extremen
Bedingungen – von tropischem
Klima bis hin zur Simulation von
Erdbeben.
und Schutzbedarf unterschiedliche Türsysteme
eingebaut. Insgesamt befinden sich mehr als
170 Stahltüren und 17 Rohrrahmentüren von
Novoferm im Haupt- und Nebengebäude. Viele
von ihnen vereinen mehrere sicherheitstechnische
Funktionen: von feuerhemmendem T30/
EI 2
30 bis feuerbeständigem T90/EI 2
90-Brandschutz,
Rauchschutz, Notausgangsverschlüsse
nach DIN EN 179 sowie Schallschutzanforderungen
bis 42 dB.
Ausblick von einem der Pausenbereiche auf ein- und zweiflügelige
»NovoPorta Premio«-Türen, die zu verschiedensten Arbeitszonen
und Prüflaboren führen.
Insgesamt schützen über 170
»NovoPorta Premio«-Türen
verschiedenste Bereiche im
Gebäude. Eine Werkstatttür
wurde im Sondermaß mit einer
Höhe über 3 m ausgeführt.
Türsysteme erfüllen
höchste Anforderungen
In einem Gebäudeensemble dieser
Komplexität sind spezialisierte
Türlösungen gefragt, die den
hohen Sicherheitsstandards entsprechen.
Denn die Forschung
muss geschützt werden – das war
ein zentrales Thema in der Planung
und Umsetzung. Für viele Arbeitsbereiche
im Gebäude galten nicht
nur hohe Anforderungen an Brandund
Rauchschutz, sondern auch an
den Schallschutz – insbesondere
in Laboren, Besprechungsräumen
und technischen Prüfbereichen.
Türen müssen hier nicht nur Bereiche
voneinander trennen, sondern
auch Geräusche dämmen, schützen
und den Zutritt kontrollieren.
Daher wurden je nach Einsatzort
Stahltüren schützen
vor Brand und unbefugtem Zutritt
Die Dickfalz-Stahltüren der Serie »NovoPorta
Premio« kamen insbesondere in Bereichen zum
Einsatz, in denen funktionale Robustheit und
technische Ausstattung im Vordergrund stehen
– etwa in den Untergeschossen mit Lager-, Technik-
und Prüfräumen. Dort wurden unter anderem
21 ein- und zweiflügelige »Premio EI30«-Türen,
teilweise mit Rauchschutz und Schallschutz bis
40 dB, sieben »EI90-1«-Türen mit Schallschutz bis
43 dB sowie 38 »Premio MZ«-Mehrzwecktüren mit
Schallschutz bis 42 dB montiert. Eine Werkstatttür
wurde als Sondermaß mit einer Höhe von mehr
als 3 m ausgeführt. Im Erdgeschoss und in den
oberen Geschossen dominieren »Premio«-Türen
mit individuell abgestimmten Brandschutz- und
Schallschutzkonzepten, während in den Personal-
und Wirtschaftsräumen 26 »Premio«-Mehrzwecktüren
eingesetzt wurden. Zahlreiche Türen
erhielten einen einheitlichen Glasausschnitt von
54 l Juli 2026 Türen & Tore
460 × 910 mm, der die Einsehbarkeit verbessert
und zu einer helleren, freundlicheren Raumwirkung
beiträgt.
Rohrrahmentüren vereinen
Transparenz und Sicherheit
In Fluren und Treppenhäusern fiel die Wahl auf
Aluminium-Profilrahmentüren der Serie »Novo-
Fire«, da sie durch ihre schmalen Profile eine
filigrane Optik mit funktionaler Sicherheit verbinden.
Darüber hinaus ermöglichen großzügige
Glasflächen in den Türen Sichtverbindungen
und schaffen eine lichtdurchflutete, transparente
Gebäudeatmosphäre, ohne auf Rauch- und Brandschutz
zu verzichten. Insgesamt wurden drei
»NovoFire T30-1 RS«-Türen im Untergeschoss,
zehn zweiflügelige »NovoFire«-Türen (T30-2 bis
T90-2 RS) im Erdgeschoss sowie vier »Novo-
Fire T30-1 RS«-Türen in den Obergeschossen
eingebaut – alle mit Rauchschutz. Die meisten
Türen sind mit Feststellanlagen ausgestattet, die
im Alltag einen offenen Durchgang ermöglichen
und im Brandfall automatisch schließen. Einige
Türen bereitete Novoferm zudem werksseitig für
die Integration von Zutrittskontrollsystemen vor.
Dies gilt auch für Stahlblechtüren in besonders
sensiblen Bereichen.
Je nach Nutzung, Sicherheitsbedarf und Gestaltungskonzept
wurden im gesamten Gebäude unterschiedliche Novoferm-
Türsysteme verbaut. Auf vielen Gängen des Innovationszentrums
findet man »NovoFire«-Rohrrahmentüren in unmittelbarer Nähe zu
»NovoPorta Premio«-Türen aus Stahl.
NOVOFERM /JANNIK HAMMES FOTOGRAFIE (5)
Umgebung. Glasausschnitte und Oberflächen
wurden auf das Gesamtkonzept abgestimmt.
Sämtliche Beschläge – Obertürschließer und
Türdrücker – stammen aus dem Sortiment von
Adolf Würth. Novoferm bereitete die Türsysteme
entsprechend vor.
Die Baustellensituation war aufgrund der Hanglage
des Grundstücks vergleichsweise unkompliziert:
Ein ebenerdiger Zugang war sowohl
von der Vorderseite auf Höhe des Empfangsbereichs
als auch auf der Rückseite des Gebäudes
zum Untergeschoss hin möglich. So konnten die
Türen effizient angeliefert, in den Geschossen
verteilt und eingebaut werden, ohne dass aufwendige
Zwischentransporte über Hebezeuge,
Bauaufzüge und Gerüste notwendig waren – ein
logistischer Vorteil, der den Bauablauf zusätzlich
positiv beeinflusste.
Im Innovationszentrum »Curio« zeigt sich, wie
Novoferm mit einem durchdachten Produktsystem
unterschiedliche Anforderungen im hochwertigen
Objektbau erfüllt.
?
Türen & Tore
Transparente, zweiflügelige »NovoFire«-
Rohrrahmentüren sichern jeweils an den
Enden des gläsernen Verbindungsgangs
die Abschnitte zum Haupt- und Nebengebäude.
Blick aus einer Werkstatt auf den Zugang
durch eine zweiflügelige »NovoPorta
Premio«-Tür. Zahlreiche Türen wie diese
erhielten einen einheitlichen Glasausschnitt
für bessere Einsehbarkeit und eine
hellere, freundlichere Raumwirkung.
Durchdachte Systemlösungen für eine
einheitliche Optik
Ein zentrales Anliegen des Bauherrn war ein durchgängiges
Türdesign über alle Gebäudeebenen
hinweg. Novoferm setzte dies mit abgestimmten
Systemlösungen um. Die Alu-Glas-Türen mit
Endbeschichtung in RAL 7042 (Verkehrsgrau)
sowie die Stahltüren, die pulverbeschichtet mit
einer Grundierung geliefert und bauseits vom
Maler endbeschichtet wurden, fügen sich in
das gestalterische Gesamtbild ein. Gleichzeitig
setzen sie einen bewussten Kontrast zur hellen
Türen & Tore
Juli 2026 l 55
Schnelllauftore verbessern
Prozesse und Arbeitsklima
Effizientere Abläufe bei der
Agrolab Group bieten die
neuen Tore von Efaflex.
EFAFLEX – Im hochfrequentierten Hochregallager der
Agrolab Group in Bruckberg treffen täglich Hunderte Proben,
Materialien und Sendungen ein. Um die internen Abläufe zu
beschleunigen und zugleich das Raumklima für die Mitarbeiter
zu verbessern, entschied sich der Standort für den Einbau
von drei Schnelllauftoren von Efaflex. Das Ergebnis:
effizientere Prozesse, mehr Sicherheit und ein angenehmeres
Arbeitsumfeld.
Die Agrolab Group ist europaweit für Umweltanalytik bekannt.
Am Standort Bruckberg liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung
von Feststoff- und Grundwasserproben sowie kommunalen
Abwasser- und Klärschlammproben. Herzstück aller logistischen
Abläufe ist das Hochregallager, über das Probeneingang und -ausgang,
Wareneingänge, Materialversorgung und Müllentsorgung
gesteuert werden. »Hier herrscht permanenter Staplerverkehr – wir
brauchen schnelle Abläufe und kurze Wege, sonst entsteht sofort
ein Rückstau«, beschreibt Dr. Mandy Erdmann, stellvertretende
Standortverantwortliche in Bruckberg, die Situation.
Schnelllauftore fördern Effizienz
Um den Anforderungen an Schnelligkeit, Temperaturstabilität und
Mitarbeiterschutz gerecht zu werden, wurden drei Efaflex-Schnelllauftore
installiert. Zwei Tore – ein »Efa-SST-L Eco« und ein »Efa-
SRT-L Premium« – optimieren die internen Wege zwischen Lager
und Versand. Ein »Efa-STT-L Eco« dient als neues Außentor zum
Wirtschaftshof.
Schon kurz nach der Inbetriebnahme zeigte sich, wie sehr die
hohen Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten den Arbeitsalltag
vereinfachen. Die Bedienung direkt vom Stapler aus ermöglicht
flüssige Prozesse ohne Unterbrechungen. Zudem ließ Agrolab eine
weitere Wandöffnung für ein zusätzliches Tor schaffen – ein Eingriff,
der »uns enorm viel Zeit gespart hat«, so das Team.
EFAFLEX (4)
Weniger Zugluft
Früher standen die alten Industrietore oft lange offen, was vor allem
im Winter zu unangenehmer Zugluft und deutlichen Temperaturschwankungen
führte. Das war für die Mitarbeiter belastend und
Die neuen Tore von Efaflex, wie das Schnelllauf-Rolltor »Efa-SRT Premium«, sorgen für
einen angenehmeren Arbeitsalltag bei Agrolab.
56 l Juli 2026 Türen & Tore
beeinträchtigte die Arbeit in den angrenzenden Laborbereichen.
Die neuen Tore schließen automatisch und schnell – und genau das
macht den entscheidenden Unterschied. Obwohl es sich nicht um
isolierte Tore handelt, wurde der Wärme- und Kälteeintrag spürbar
reduziert. »Seit dem Einbau ist die Zugluft praktisch verschwunden.
Das Arbeitsklima hat sich enorm verbessert.«
Beratung, Service und kurze Wege
Einen besonderen Pluspunkt sieht Agrolab in der Beratung und der
unmittelbaren Nähe zu Efaflex. Beide Unternehmen sind direkte
Nachbarn in Bruckberg – ein Vorteil, der die Umsetzung spürbar
beschleunigte. Die kurze Lieferzeit war entscheidend, da eines
der alten Tore kurzfristig ausgefallen war. Auch die Empfehlung
des Außendienstes, Sichtlamellen in das Außentor zu integrieren,
erweist sich bis heute als nützlich: Mehr Tageslicht im Lager und
bessere Sichtbeziehungen erhöhen Sicherheit und Komfort im
täglichen Staplerbetrieb. »Die Beratung war hervorragend – auf
die Idee mit den Sichtlamellen wären wir selbst gar nicht gekommen«,
teilt das Unternehmen mit. Servicefälle konnten ebenfalls
schnell abgewickelt werden. Der modulare Austausch einzelner
Elemente sorgte für minimale Ausfallzeiten.
Das Team von Agrolab zeigt sich mit der Investition sehr zufrieden.
Die Schnelllauftore leisten einen entscheidenden Beitrag zu
stabilen Prozessen, einem angenehmeren Arbeitsumfeld und einer
Besseres
Klima mit dem
»Efa-SST Eco«.
Gleiten mühelos
in jeden Lebensstil
primePort Schiebebeschläge
von Winkhaus
Die hochwertigen primePort Schiebebeschläge erfüllen
die Anforderungen verschiedenster Einsatzszenarien.
Sie sind für Holz-, PVC- oder Aluminiumfenster und
-fenstertüren geeignet und in unterschiedlichen Ausführungen
erhältlich:
• Schiebe-Kipp-Beschlag
• Parallel-Abstell-Schiebe-Beschlag
• Abstell-Schiebe-Beschlag
• Hebe-Schiebe-Beschlag
besseren Energieeffizienz. »Die Tore erfüllen unsere Anforderungen
sehr gut. Die Dichtigkeit, die Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit
überzeugen uns«, teilt Agrolab mit.
Mit den drei installierten Efaflex-Toren hat das Unternehmen
eine Lösung gefunden, die die Abläufe im Hochregallager spürbar
verbessert und den Standort auch für künftige Anforderungen gut
aufstellt.
?
Ob für Alt- oder Neubauten, Ein- oder Mehrfamilienhäuser,
für Objekte oder den privaten Gebrauch, die
vielseitigen primePort Lösungen zeichnen sich durch
herausragende Produktqualität, intuitive Bedienung und
leichtgängige Mechanik aus.
Türen & Tore
winkhaus.com/primePort
Juli 2026 l 57
Design, Sicherheit
und digitaler Komfort
NOBLESSE – Wenn es um hochwertige
Aluminium-Haustüren geht, zählt
Noblesse aus Hagenbach seit Jahrzehnten
zu den etablierten Anbietern im
deutschen Bauelementemarkt. Das
1973 als Anbieter von Türfüllungen
gegründete Unternehmen hat sich in
den vergangenen fünf Jahrzehnten zu
einem namhaften Hersteller entwickelt.
Bis heute setzt Noblesse auf eine klare
Strategie: hochwertige Haustürsysteme
aus deutscher Fertigung, eine enge
Zusammenarbeit mit dem Fachhandel
und die kontinuierliche Weiterentwicklung
innovativer Lösungen.
Unter der Leitung von Geschäftsführer
Alexander Rung verbindet das Unternehmen
traditionelle Werte mit moderner Fertigungstechnologie.
Dabei versteht sich Noblesse
nicht nur als Produzent von Haustüren,
sondern auch als Entwicklungspartner für
den Fachhandel. Der Produktionsstandort
in der Südpfalz bildet das Herzstück des
Unternehmens. Hier entwickelt und fertigt
Noblesse Aluminium-Haustüren für die
DACH-Region und das Elsass. Die Produktion
»made in Germany« ermöglicht kurze Entscheidungswege,
hohe Qualitätsstandards
und eine flexible Umsetzung individueller
Kundenanforderungen.
Gerade im Haustürsegment gewinnen
maßgeschneiderte Lösungen zunehmend an
Bedeutung. Unterschiedliche Architekturstile
und technische Anforderungen verlangen
nach Produkten, die über standardisierte
Lösungen hinausgehen. Noblesse begegnet
dieser Entwicklung mit einem breiten
Portfolio an Designvarianten, Oberflächen,
Verglasungen und Ausstattungsoptionen.
Das Zutrittskontrollsystem »FaceScan« mit integrierter
binokularer 3D-Kamera erkennt Gesichter präzise und sorgt
dafür, dass nur autorisierte Personen Zutritt erhalten.
NOBLESSE (2)
Qualität und Sicherheit im Fokus
Neben Design und Individualisierung stehen
bei Noblesse Sicherheit und Langlebigkeit
im Mittelpunkt der Produktentwicklung.
Moderne Haustüren müssen hohe Anforderungen
an Einbruchschutz, Funktionalität
und Energieeffizienz erfüllen. Noblesse setzt
deshalb auf hochwertige Aluminiumkonstruktionen,
moderne Verriegelungssysteme
und zeitgemäße Sicherheitslösungen. Die
kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte
orientiert sich dabei sowohl an den
Anforderungen des Marktes als auch an
den Bedürfnissen von Fachhändlern und
Endkunden.
Für das Unternehmen ist Qualität nach
eigenen Angaben Bestandteil der gesamten
Unternehmensphilosophie – von der
Entwicklung über die Fertigung bis hin zur
Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern.
»FaceScan« erweitert das Portfolio
intelligenter Zutrittssysteme
Ein aktuelles Beispiel ist die seit März verfügbare
Zutrittskontrolle »FaceScan«. Mit
dieser neuen Lösung erweitert Noblesse
sein Angebot im Bereich digitaler Zugangssysteme
und greift einen Trend auf, der
im hochwertigen Hausbau zunehmend an
Bedeutung gewinnt.
»FaceScan« ermöglicht die Öffnung der
Haustür mittels Gesichtserkennung und
bietet damit eine berührungslose Alternative
zum klassischen Schlüssel. Zusätzlich
kann der Zutritt per Fingerprint, PIN-Code,
Transponder oder Smartphone erfolgen. Die
Technologie verbindet Komfort und Sicherheit
und eröffnet neue Möglichkeiten für
Noblesse fertigt maßgeschneiderte Aluminium-Haustüren
für individuelle Architekturstile in echter Handarbeit an.
Von günstigen Einstiegsmodellen bis hin zu hochwertigen
Haustüren.
die Integration in moderne Smart-Home-
Konzepte. Für Noblesse ist »FaceScan« ein
weiterer Schritt auf dem Weg, die Haustür
als intelligentes Bauelement weiterzuentwickeln.
Neben mechanischen Eigenschaften
gewinnen digitale Funktionen zunehmend
an Bedeutung.
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie
bleibt die enge Zusammenarbeit
mit dem Fachhandel. Noblesse
setzt bewusst auf qualifizierte Partner,
die Endkunden kompetent beraten und
eine fachgerechte Montage sicherstellen.
Davon profitieren alle Beteiligten: Der Fachhandel
erhält Zugang zu einem umfangreichen
Produktprogramm und innovativen
Entwicklungen, während Endkunden von
hoher Beratungs- und Ausführungsqualität
profitieren.
Mehr als fünf Jahrzehnte nach der Unternehmensgründung
blickt Noblesse auf eine
erfolgreiche Entwicklung zurück. Mit einem
klaren Fokus auf Qualität und Innovation
sieht sich das Unternehmen auch für die
zukünftigen Anforderungen des Marktes
gut aufgestellt. Die Verbindung aus handwerklichem
Qualitätsverständnis, moderner
Fertigung und digitalen Innovationen wie
»FaceScan« zeigt, wie sich traditionelle
Werte und neue Technologien erfolgreich
verbinden lassen. Ein Ansatz, der Noblesse
seit 1973 prägt und nach Unternehmensangaben
auch künftig begleiten wird. ?
58 l Juli 2026 Türen & Tore
Ein intelligenter Türöffner
DORMAKABA
DORMAKABA – Mit »MotionIQ« hat Dormakaba eine Lösung entwickelt, um die
Energiebilanz eines Gebäudes deutlich zu verbessern. So wird ein energieeffizienter
Gebäudebetrieb gefördert, der dazu beiträgt, die Betriebskosten zu senken. Im
Markt für automatische Drehflügeltüren hat sich die Technologie bereits etabliert,
wie ein Anwenderbeispiel im Zentrum für Innovation, Medizin und Technik (ZIMT)
in Bad Kreuznach zeigt. Jetzt ist das automatische Türsystem »MotionIQ« auch in
Kombination mit Schiebetüren einsetzbar.
Das innovative System öffnet Türen erst
dann, wenn es tatsächlich notwendig ist,
und schließt sie unmittelbar nach dem
Durchgang. Dazu setzt Dormakaba auf
eine intelligente Technologie: Zunächst
wird ein Bereich von bis zu 10 m rund um
die Tür mit einem virtuellen Netz belegt.
Dabei kommen hochmoderne Sensoren
zum Einsatz.
Sobald eine Person den Erfassungsbereich
betritt, misst »MotionIQ« Entfernung,
Geschwindigkeit sowie Winkel von Personen
und berechnet daraus Bewegungsvektoren.
Wird keine Begehungsabsicht erkannt, so
bleibt die Tür geschlossen. Sollte die Person
jedoch durch die Tür gehen wollen, berechnet
»MotionIQ« den idealen Öffnungszeitpunkt
sowie die Offenhaltezeit, um eine optimale
Türbewegung zu ermöglichen.
Auf diese Weise lassen sich unnötige
Türöffnungen beispielsweise in Fußgängerzonen
vermeiden. In den Wintermonaten
wird es dadurch möglich, den Austausch
von kalter und warmer Luft deutlich zu
reduzieren, um den Innenbereich effizient
zu heizen. Und auch in den Sommermonaten
lässt sich Energie einsparen, indem
die gekühlte Innentemperatur nicht stetig
mit der warmen Außenluft gemischt wird.
Das intelligente und automatische Türsystem
»MotionIQ« trägt so laut Hersteller
dazu bei, den Energieverbrauch um bis zu
50 Prozent zu reduzieren. Dadurch werden
Betriebskosten und CO2-Emissionen gleichermaßen
gesenkt. Durch die individuelle
Öffnung wird die Tür zudem weniger als
Barriere wahrgenommen.
Mehr Sicherheit,
längere Lebensdauer
Gleichzeitig sorgen die optimierten Offenhaltezeiten
für mehr Sicherheit im Betrieb.
Eine Berührung mit dem Türblatt wird durch
die laufende Überwachung der Bewegung
der Person sicher ausgeschlossen, wie der
Hersteller mitteilt. Dies minimiert das Risiko
von Unfällen und Verletzungen.
Zudem kann die Lebensdauer der Tür verlängert
werden. Denn durch die gezielte Steuerung
der Öffnungs- und Schließvorgänge
Öffnet nur, wenn man wirklich rein will:
das automatische Türöffnungssystem
»MotionIQ« von Dormakaba.
steuert »MotionIQ« die Tür nur dann, wenn
Personen wirklich hindurchgehen wollen.
Darüber hinaus passt sich das intelligente
Türsystem selbstständig an die Umgebungs-
und Nutzungsbedingungen an.
Dieser Umstand ermöglicht eine unkomplizierte
und schnelle Inbetriebnahme durch
die Montagetechniker.
Etabliert hat sich die Technologie bereits
im Markt für automatische Drehflügeltüren.
Hier wird »MotionIQ« in Kombination
mit den Drehflügeltürantrieben »ED 100«
und »ED 250« von Dormakaba eingesetzt.
Und das mit Erfolg, wie ein Blick in die
Praxis zeigt: So ist etwa am Zentrum für
Innovation, Medizin und Technik (ZIMT)
in Bad Kreuznach eine Tür, die zum Parkplatz
führt, mit dem intelligenten Türsystem
ausgestattet worden, damit die Tür
insbesondere bei vorbeifahrenden Autos
geschlossen bleibt.
Dieses Beispiel zeigt nach Unternehmensangaben
eindrucksvoll, wie »MotionIQ« die
Sicherheit und das Nutzererlebnis verbessert.
Auch im nördlichsten Eishotel der Welt
in Norwegen hat »MotionIQ« bereits zuverlässig
dazu beigetragen, Türen intelligent zu
betreiben.
?
Türen & Tore
Juli 2026 l 59
Hoher Schutz für extreme Situationen
BUCHELE – Eine neue
Generation von Schutzraumlösungen
für hohe Sicherheit
in Extremsituationen hat
Buchele auf den Markt
gebracht. Die »Shelter Line«
weist hohe technische Widerstandswerte
auf und soll im
Ernstfall Schutz vor äußeren
Bedrohungen bieten.
Das »Emergency-Close-System« ermöglicht
laut Buchele ein extrem schnelles,
manuelles Verschließen. Innerhalb weniger
Sekunden lässt sich der Schutzraum
sichern – auch unter Stressbedingungen
oder bei eingeschränkter Sicht.
»Die ›Shelter Line‹ ist eine neue Generation von
Schutzraumtüren, -toren und -fensterklappen für
private Wohngebäude ebenso wie für Behörden,
Industrieanlagen und sicherheitsrelevante Infrastrukturen.
Diese Linie haben wir für extreme
Anforderungen entwickelt«, so Jürgen Buchele,
Geschäftsführer von Buchele. »Unsere Elemente
lassen sich sowohl im Neubau einsetzen wie
auch in bereits vorhandenen Gebäuden.« Dabei
überzeugt die »Shelter Line« laut Buchele mit
zentralen Leistungsmerkmalen wie Explosionsschutz
bis 800 kPa, Durchschusshemmung bis
FB7 nach DIN EN 1522, Einbruchhemmung bis
RC5 nach DIN EN 1627, Brandschutz bis EI 2
90
nach DIN EN 1634-1, Rauchschutz S200 nach
DIN EN 1634-3, luft- und gasdichte Ausführung,
Flüssigkeitsdichtigkeit sowie Strahlenschutz.
wird ein entscheidender Sicherheitsaspekt abgedeckt:
der garantierte Zugang bzw. Ausstieg auch
nach extremen Ereignissen.
Ein Schutzraum ist nur dann vollständig funktionsfähig,
wenn auch die Versorgung mit sauberer
Atemluft sichergestellt ist. Daher lässt
sich die »Shelter Line« optional mit leistungsfähigen
Belüftungsanlagen und ABC-Filtern
kombinieren.
?
Physische Widerstandsfähigkeit, Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit
und psychologische Sicherheit möchte Buchele mit
seiner »Shelter Line« bieten.
BUCHELE (3)
Mit der neuen »Shelter Line« bietet
Buchele Schutzraumtüren, -tore und
-fensterklappen, die im Fall einer
Bedrohung Sicherheit geben.
Innovative Systeme für den Ernstfall
Neben den hohen technischen Widerstandswerten
bietet die »Shelter Line« auch intelligente
Systeme, die speziell für den Notfall entwickelt
wurden. Das »Emergency-Close-System« ermöglicht
laut Buchele ein extrem schnelles, manuelles
Verschließen. Innerhalb weniger Sekunden lässt
sich der Schutzraum sichern – auch unter Stressbedingungen
oder bei eingeschränkter Sicht.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist das patentierte
»Easy-Remove-System«, heißt es in einer
Mitteilung des Unternehmens. Sollte die Sicherheitstür
blockiert sein, erlaubt dieses System
dennoch die Öffnung der Tür von innen. Damit
60 l Juli 2026
Spannwerkzeug mit
Einhandbedienung
Werkzeuge
WOLFCRAFT – Mit einer Reihe von
Weiterentwicklungen nimmt Wolfcraft
zunehmend auch die Bedürfnisse von
Profi-Handwerkern in den Fokus. Ein
gutes Beispiel dafür ist die Einhandzwinge
»Pro Max«. Sie hat eine maximale
Spannkraft von 250 kg und ist durch ihre
besonders hohe, lang anhaltende Haltekraft
perfekt für den zuverlässigen Dauereinsatz
mit hohen Lasten geeignet.
Bereits vor über 30 Jahren präsentierte
Wolfcraft die erste Zwinge mit Einhandbedienung.
Diesen technologischen Vorsprung
haben die Wolfcraft-Produktentwickler seither
durch stetige Innovation ausgebaut. Die
intelligente Pumpmechanik der neuen »Pro
Max« ermöglicht nicht nur das schrittweise
kontrollierte Spannen, sondern auch das
sichere Öffnen mit nur einer Hand. Über
eine spezielle Lösevorrichtung mit Hebel
lässt sich die Spannkraft mühelos, sicher und
kontrolliert aufheben und die Spannbacken
leichtgängig verschieben. »Unsere Einhandzwinge
in dritter Generation ist die Antwort
für den Profi. Einerseits wegen ihrer hohen
Spann- und Haltekraft, aber auch weil sie
sich extrem gut mit einer Hand bedienen
lässt und dabei auch noch gut in der Hand
liegt«, erklärt Christian Hurth, Leiter Marketing-Kommunikation
bei Wolfcraft.
WOLFCRAFT (3)
Leicht und vielseitig
Durch ihr geringes Eigengewicht und die
optimale Geometrie ist die Einhandzwinge
»Pro Max« intuitiv und selbst bei länger
andauernden Serienarbeiten ermüdungsfrei
bedienbar. Das Profispannwerkzeug ist in
fünf verschiedenen Versionen mit Spannweiten
von 150 bis 915 mm, vielen cleveren
Funktionen und optionalem Zubehör auf
maximale Vielseitigkeit ausgelegt. Durch
die praktische Zwei-in-eins-Funktion lassen
sich die Einhandzwingen ohne weiteres
Werkzeug für Spreizanwendungen für Dehnbereiche
von 220 bis 1 175 mm umbauen.
Die großen gummierten Spannflächen mit
einer besonders großen Ausladung von
110 mm verteilen die Spannkraft so, dass
Werkstücke bestmöglich geschont werden.
Für den sicheren Halt beim Spannen von
Rundmaterial sorgt eine Nut mit V-Profil.
Der Hersteller setzt auf Qualität »made
in Europe« mit zehn Jahren Garantie. Durch
die speziell gehärtete Stahlschiene mit
Die Profi-Einhandzwinge
»Pro Max« im Einsatz –
erhältlich in Versionen mit
Spannweiten von 150 bis 915 mm.
Lässt sich mühelos mit einer Hand
bedienen: Die Wolfcraft-Zwinge
»Pro Max« verfügt über eine
intelligente Pumpmechanik.
Knochenprofil und dem Gehäuse aus glasfaserverstärktem
Kunststoff (GFK) ist das
Produkt höchst robust und langlebig. Zusätzlich
sorgt die spezielle Lochstruktur für
extreme Belastbarkeit und Formstabilität.
Neu im Sortiment: Eine Profi-Messerlinie, ergonomisch auf
Links- und Rechtshänder optimiert.
Exemplarisch für das Sortiment
Neben der Einhandzwinge »Pro Max« gibt
es inzwischen zahlreiche weitere Wolfcraft-
Handwerkzeuge auf dem Markt, die den
Handwerker dabei unterstützen, effizient zu
arbeiten. »Das ist schließlich das wichtigste
Anliegen des Profis«, meint Hurth, »er
möchte seine Arbeit schnell, gut und sicher
erledigen.« Im März stellte das Unternehmen
auf der Eisenwarenmesse eine robuste
Profi-Messerlinie mit optimaler Ergonomie
für Links- und Rechtshänder und extrascharfen
Klingen vor. Ebenfalls interessant
für Fachleute: das Elektrowerkzeugzubehör
wie Lochsägen und Stichsägeblätter. Diese
bietet Wolfcraft nicht nur einzeln, sondern
auch im Großgebinde oder in Multipacks an.
Gleichzeitig ist das Sortiment von Wolfcraft
schlank und übersichtlich. »Wir haben keine
unterschiedlichen Linien für Profis und Heimwerker«,
so Hurth, »und wir haben generell
die Komplexität in unserem Sortiment reduziert.«
Eine übersichtliche Sortimentsstruktur
und passende Packungsgrößen kämen
schließlich allen zugute – nicht zuletzt auch
dem Handel.
?
Werkzeuge & Befestigungssysteme
Juli 2026 l 61
Digitale Beschaffungslösung
für Arbeitskleidung
MASCOT – Mit dem »Mascot SmartStore« hat Mascot
Workwear eine digitale Beschaffungslösung entwickelt,
die administrative Aufwände senkt, Prozesse standardisiert
und die zuverlässige Versorgung mit Arbeitskleidung
sichert. Das Angebot richtet sich insbesondere
an Unternehmen mit mehreren Standorten und vielen
Mitarbeitern. An dem bisherigen mehrstufigen
Vertriebskonzept soll sich aber nichts ändern.
Mascot Workwear bleibt seinem bewährten
Vertriebsmodell treu und setzt weiterhin zu
100 Prozent auf den mehrstufigen Vertrieb
ohne Direktvertrieb. Gemeinsam mit seinen
Partnern unterstützt Mascot Unternehmen
dabei, die Beschaffung und Verwaltung
von Arbeitskleidung effizienter zu gestalten.
Bereits mehr als 700 000 Mitarbeiter
werden über den »Mascot SmartStore«
ausgestattet.
Die Entwicklung individueller digitaler
Beschaffungslösungen begann bei Mascot
vor fast 15 Jahren. Heute profitieren Unternehmen
von einer Lösung, die moderne
Bestellprozesse mit den Leistungen
von Mascot und seinen Vertriebspartnern
verbindet.
MASCOT (2)
Um die
Beschaffung von Mascot-
Arbeitskleidung für Unternehmen
zu vereinfachen, hat Mascot den
»Mascot SmartStore« entwickelt.
Mehr Effizienz entlang des gesamten
Beschaffungsprozesses
Die größten Kosten für Arbeitskleidung entstehen
selten beim Produkt selbst, sondern
in den Prozessen rundherum: Bestellungen,
Lagerhaltung, Wareneingang, Verteilung und
Nachbestellungen binden Zeit und Ressourcen
in Einkauf und Verwaltung.
Der »Mascot SmartStore« hilft Unternehmen
dabei, diese Prozesse zu optimieren.
Digitale Bestell- und Freigabeprozesse
Über den »Mascot SmartStore« wird die Arbeitskleidung
direkt an die Mitarbeiter geliefert.
minimieren manuelle Arbeitsschritte und
schaffen transparente Abläufe. Kosten können
nach Standort, Abteilung, Kostenstelle
oder Mitarbeitern ausgewertet werden.
So behalten Unternehmen jederzeit den
Überblick über ihre Investitionen. Durch
definierte Sortimente, individuelle Berechtigungen
und Freigabeworkflows wird die
Beschaffung kontrollierter und effizienter.
Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit
einer eigenen Lagerhaltung: Unternehmen
können das Mascot-Lager mit mehr
als 17 Mio. Artikeln nutzen und reduzieren
dadurch Kapitalbindung, Lagerkosten und
internen Verwaltungsaufwand. Auch die
Logistik wird vereinfacht. Die Lieferung
erfolgt direkt an die Mitarbeiter in Form
individueller Mitarbeiterpakete. Dadurch
entfallen interne Verteilungsprozesse und
zusätzliche Bearbeitungsschritte.
Entlastung für Einkauf und Verwaltung
Der »Mascot SmartStore« unterstützt
Unternehmen dabei, interne Ressourcen
gezielt einzusetzen. Durch die digitale
Verwaltung von Mitarbeiterdaten und Konfektionsgrößen
werden Nachbestellungen
vereinfacht und Fehler reduziert. Alle
Artikel und Logos sind digital hinterlegt.
Veredelungen werden direkt bei Mascot
umgesetzt – von der Logoherstellung bis
zur Transfer-Anbringung. Dadurch werden
zusätzliche Schnittstellen reduziert und
Prozesse beschleunigt.
Der »Mascot SmartStore« ist damit
besonders relevant für Unternehmen mit
mehreren Standorten, vielen Mitarbeitern
oder komplexen Beschaffungsstrukturen.
Gerade dort entstehen durch standardisierte
Abläufe, transparente Kostenstrukturen
und digitale Freigabeprozesse spürbare
Vorteile.
Im »Mascot SmartStore« arbeiten Mascot
und der Fachhandel mit klarer Aufgabenteilung
zusammen: Der Vertriebspartner vor
Ort richtet das Sortiment ein, berät bei der
Produktauswahl, übernimmt die Aufmaße
und bleibt fester Ansprechpartner. Mascot
sorgt für Lagerhaltung, Veredelung und die
direkte Lieferung an die Mitarbeiter. ?
62 l Juli 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme
AKTUELLES
07 26
Martin Meier – Mehr Kompetenz
bei Keramik und Naturstein
Die Martin Meier Gruppe baut ihre Marktposition im
süddeutschen Keramik-, Naturstein- und Baustoffhandel
weiter aus. Mit der neu gegründeten Gesellschaft
Martin Meier Baukeramik übernimmt das Familienunternehmen
die Geschäftsbereiche Keramik- und
Natursteinhandel aus der Insolvenz der bisherigen
Firma Ludwig Küblböck Baukeramik. Durch die Transaktion,
bei der auch die Geschäftsbereiche Ofenhandel
und Kachelofenbau einen neuen, dritten Eigentümer
gefunden haben, bleiben wesentliche
Kompetenzen und ein Großteil der Arbeitsplätze am
etablierten Fachhandelsstandort Burglengenfeld
erhalten. Kunden aus Handwerk, Architektur und privatem
Wohnungsbau sowie Wiederverkäufer profitieren
auch in Zukunft von einem leistungsfähigen
Sortiment, einer qualifizierten Fachberatung und eigener
Logistik. Der Standort verfügt über eine mehr als
2 000 m² große Ausstellungsfläche und zählt zu den
führenden Fachhandelszentren für Fliesen, Natursteine
und Ofensysteme in Bayern. Die Ausstellung prä-
Eine der bayernweit größten Ausstellungen für Keramik, Naturstein und Öfen:
Die Ausstellungsfläche in Burglengenfeld beträgt rund 2 000 m².
sentiert aktuelle Produkt- und Gestaltungstrends und
bietet umfassende Lösungen für Neubau, Modernisierung
und hochwertige Innen- und Außengestaltung.
Die Übernahme knüpft an eine langjährige Partnerschaft
an. Beide Traditionsunternehmen arbeiten
seit vielen Jahren innerhalb der Eurobaustoff zusammen,
und sie verbindet insbesondere eine enge Kooperation
im Naturstein- und Keramikbereich. Für die
Martin Meier Gruppe ergänzt der Standort Burglengenfeld
das bestehende Leistungsportfolio ideal. Mit
dem Natursteinpark in Abensberg-Offenstetten
betreibt das Unternehmen bereits einen der führenden
Ausstellungs- und Handelsstandorte für Naturstein-
und Keramikprodukte in Bayern. Durch die künftig
engere Verzahnung beider Standorte sollen
Synergien in den Bereichen Sortiment, Beschaffung,
Lagerverfügbarkeit und Kundenservice geschaffen
werden.
?
MARTIN MEIER
Sita – Es begann vor 50 Jahren mit einem Flachdachgully
SITA (2)
Ein Mann – eine Produktidee: 1976 startete Karl-Heinz
Gelsen als Ein-Mann-Start-up in Pinneberg. Das Produkt
der ersten Stunden war der »SitaStandard«, ein
Flachdachgully aus Polyurethan. 50 Jahre später ist
Sita Bauelemente 127 Mitarbeiter stark und eine der
führenden Marken am Markt – mit über 2 000 Flachdachentwässerungsprodukten
ein Begriff in der Branche.
»Wir sind kurz vor dem ›Tempo‹-Taschentuch«, so
Geschäftsführer Thomas Kleinegees zur Markenbekanntheit
des Unternehmens, das dieses Jahr sein
50-jähriges Jubiläum feiert.
Mitte der 1970er-Jahre suchte Gründer Karl-Heinz
Gelsen nach einem Produktionspartner, der PUR-Gullys
fertigen konnte. Er fand ihn bei Paul Craemer in
Herzebrock-Clarholz. Kurze Zeit später mietete Sita
erste Flächen und Verwaltungsgebäude auf dem
Das Sita-Geschäftsleitungstrio 2026:
(v.r.n.l.) Geschäftsführer Thomas Kleinegees,
Kai Gradert, Vertriebsleiter und
Prokurist, sowie Rainer Pieper, Technischer
Leiter und Prokurist.
Craemer-Gelände. Im Januar 1988 trat
Paul Craemer mit 50 Prozent der Anteile
in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaftsanteile
gingen im Dezember 2003
an die Craemer Holding über. Im Aurea-
Gewerbegebiet, direkt an der A2 gelegen, wurde die
Sita 2009/2010 erster Bauherr. An der Ferdinand-Braun-
Straße 1 baute sie auf 16 000 m² Fläche ihr eigenes
neues Stammwerk mit 3 300 m² Produktions- und Lagerfläche
sowie einem zweigeschossigen 700-m²-Verwaltungsgebäude
– damals für 50 Mitarbeiter. 2018 wurde
ein weiterer Verwaltungs- und Schulungstrakt
angebaut, in dem auch der Sita Campus untergebracht
ist – ein internes Schulungs- und Seminarwesen.
Ende 2021 stieg das Stuttgarter Unternehmen Paul
Bauder als dritter, gleichberechtigter Gesellschafter
neben der Familie Gelsen und der Craemer Holding bei
Sita Bauelemente ein. Sita, Spezialist für Dachentwässerung
in Deutschland, Österreich, Polen, den Benelux-Staaten
sowie England/Irland, wird von Bauder
fortan auch bei der europaweiten Expansion unter-
stützt. Sita Bauelemente, die bereits 2025 einen Umsatz
von 44,2 Mio. Euro erwirtschaftete, wuchs kontinuierlich
weiter – im Jubiläumsjahr 2026 auf 127 Beschäftigte.
Nur 300 m Luftlinie vom Stammwerk entfernt
entstand eine neue, hochmoderne Logistikhalle – in
Sichtweite des bestehenden Sita-Firmensitzes aus dem
Jahre 2010. In dem nachhaltig konzipierten Gebäude
sind die Logistik und Teile der Verwaltung
untergebracht.
Sita setzt bewusst auf Qualität »made in Germany«,
doch die Flachdachgullys und Lüfter werden europaweit
vertrieben. Jüngste Produktentwicklungen, ein
digitaler Regenwächter und Feuchtigkeitsmelder, gehen
unter der neuen Marke Varuna in den Markt. Als digitale
Pioniere für das Flachdach flankieren sie die bewährten
Entwässerungs- und Lüftungsprodukte der Sita-
Familie.
?
Das Sita-Portfolio – hier der »SitaTrendy« – umfasst mittlerweile
rund 2 000 Flachdachentwässerungslösungen.
Aktuelles
Juli 2026 l 63
Lamilux – Millioneninvestition in neuen Standort
Mit der feierlichen Eröffnung ihres neuen Standorts
im Automobilzuliefererpark Hof-Gattendorf präsentierte
die Lamilux-Gruppe Anfang Mai ihr neues Werk
mit modernen Produktionsflächen und angeschlossenem
Bürogebäude. Das Familienunternehmen stärkt
damit gezielt den Standort Hochfranken und schafft
zusätzliche Voraussetzungen für zukünftiges
Wachstum.
Zur offiziellen Eröffnung begrüßte Lamilux zahlreiche
Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter Dorothee
Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie
und Raumfahrt, sowie Vertreter der regionalen
Politik und der Regierung von Oberfranken. »Lamilux
zeigt eindrucksvoll, wie man auf einer starken Basis
aufbaut und gleichzeitig konsequent in die Zukunft
LAMILUX
Zur feierlichen Eröffnung des neuen
Werks im Automobilzuliefererpark
Hof-Gattendorf begrüßte die
Lamilux-Gruppe zahlreiche Gäste
aus Politik und Wirtschaft, darunter
Bundesforschungsministerin Dorothee
Bär (rechts).
investiert. Hier entstehen Arbeitsplätze, Wertschöpfung
und Perspektiven für viele Familien in der Region
– und ein fränkisches Traditionsunternehmen
behauptet sich damit erfolgreich im internationalen
Wettbewerb«, sagte Dorothee Bär.
Der neue Standort umfasst ein modernes Produktionsgebäude
mit angeschlossenem Bürotrakt. Die
ehemalige Immobilie der DGH Hof wurde in den vergangenen
Monaten umfassend saniert und gezielt
für die Nutzung durch Lamilux vorbereitet. Insgesamt
investiert das Unternehmen rund 25 Mio. Euro in den
neuen Standort. Das Werk wird durch den Unternehmensbereich
Tageslichtsysteme genutzt und ist Teil
der Weiterentwicklung des Standortverbunds der
Lamilux-Gruppe. Bereits seit 2025 erfolgt der schrittweise
Umzug einzelner Abteilungen vom Standort
Rehau nach Hof-Gattendorf. Die Inbetriebnahme des
neuen Werks verläuft dabei abschnittsweise. Im Laufe
des Jahres sind weitere Verlagerungen vorgesehen,
mit denen die Nutzung des Standorts sukzessive
ausgebaut wird.
»Dieses neue Werk ist für uns weit mehr als ein
Gebäude. Es steht für unsere Zuversicht, dass wir
mit Innovation und verlässlicher Qualität auch künftig
erfolgreich wachsen können. Es ist ein Ort für die
Menschen, die hier jeden Tag ihr Können einbringen
und damit die Grundlage schaffen, unsere Kundinnen
und Kunden mit starken Lösungen zu unterstützen«,
betont Dr. Sophia Strunz, geschäftsführende
Gesellschafterin der Lamilux-Gruppe. Aktuell arbeiten
rund 130 festangestellte Mitarbeiter am Standort
in Hof-Gattendorf. Das Werk bietet Kapazitäten
für bis zu 300 Arbeitsplätze bei Vollauslastung und
unterstreicht damit die langfristige Wachstumsstrategie
der Lamilux-Gruppe. Im Zusammenspiel mit den
bestehenden Werken ist der neue Standort ein wichtiger
Baustein für die Weiterentwicklung des Unternehmens
in Hochfranken. Am Hauptsitz in Rehau
bleiben weiterhin zentrale Funktionen sowie die Produktion
beider Unternehmensbereiche bestehen.?
Novoferm – WM-Gewinnspiel mit Lukas Podolski
NOVOFERM
Novoferm – einer der größten europäischen Systemanbieter
von Tür- und Torlösungen sowie Verladesystemen
für den privaten, gewerblichen und industriellen
Einsatz – veranstaltet derzeit gemeinsam mit Weltmeister
Lukas Podolski ein Gewinnspiel auf Instagram. Als
Lukas Podolski ist das Gesicht des aktuellen
WM-Gewinnspiels von Novoferm auf Instagram.
Hauptpreis gibt es einen Infinitas Outdoor-Whirlpool
»The Grand« inklusive zusätzlicher U-LED-Außenbeleuchtung
von Spa Natural zu gewinnen. Das Gewinnspiel
läuft noch bis zum 20. Juli 2026. Mit der Aktion
verbindet Novoferm die Begeisterung für Sport und
besondere Erlebnisse mit der Chance auf einen exklusiven
Gewinn. Weitere Informationen, das Video mit
Lukas Podolski sowie die Teilnahmebedingungen sind
auf dem Instagram-Kanal von Novoferm zu finden. ?
64 l Juli 2026 Aktuelles
Auf einen Blick
Redaktionsverzeichnis
Alferproline GmbH 37
Austrotherm Dämmstoffe GmbH 36
Buchele GmbH 60
Dallmer GmbH & Co. KG 26
Dormakaba Deutschland GmbH 59
Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG$3546 56
Emco Bad GmbH 31
Geberit Vertriebs GmbH 28
Grip Safety Coatings AG 32
Homapal GmbH 18
Jackon Insulation GmbH 10, 30
Joh. Sprinz GmbH & Co. KG 29
KLB Kötztal Lacke & Beschichtungen GmbH 8
Kneer GmbH 50
Lamilux Heinrich Strunz GmbH 64
Martin Meier GmbH & Co. KG. 63
Mascot International A/S 62
Naturbo Lehmputz Trockenbausysteme 22
Noblesse GmbH 58
Novoferm Vertriebs GmbH 54, 64
Odenwald Faserplattenwerk GmbH 25
Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG 24
Pallmann GmbH/A company of Uzin Utz Group 42
Project Floors GmbH 44
Prüm-Türenwerk GmbH 11
Reisser AG 10, 34
Schlüter-Systems KG 16
Seelbach International GmbH 46
Siegenia-Aubi KGs 52
Sita Bauelemente GmbH 63
Soriwa GmbH 20
Tarkett Holding GmbH 48
Villeroy & Boch AG 33
Wienerberger GmbH 10
Wolfcraft GmbH 61
Auf einen Blick
Impressum
Verlag
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Telefon (08 31) 5 22 04-0
E-Mail: info@sbm-verlag.de
Herausgeber
Markus Holl
Joachim Plath
Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)
Redaktion
Christine Seif (-25)
Frauke Fink (-36)
Peter Lang (-46)
Objektleitung
Markus Maier (-37)
Anzeigendisposition
Elmar Romanesen (-16)
Layout
Lisa Schröder Leitung (-23)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
Leser- und Abonnenten-Service
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
Anzeigen
Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 20
vom 1. Januar 2026
Bezugspreis
Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER
im Einzelabonnement
bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):
Inland: 55,00 € inkl. Versand
Ausland: 82,50 € inkl. Versand
Druckvorstufe und Druck
W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,
Stuttgart
www.kohlhammerdruck.de
Bankverbindung
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Konto-Nr. 66 90 41 98 72
BLZ 733 200 73
DE75 73320073 6690419872
BIC HYVEOEMM428
Titelbild
KLB KÖTZTAL
IVW angeschlossen
ISSN 1439-5606
Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck
– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Verlages. Jahresabonnements
können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate
vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich
beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt
eingesandte Manus kripte wird keine Haftung
übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge
kennzeichnen nicht die Ansicht
der Redaktion.
Juli 2026 l 65
Vorschau
baustoffpartner
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August – Gesamtausgabe
TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungssysteme
SONDERTHEMA: Gerüste
ERSCHEINUNGSTERMIN: 08.08.
September – Außenausgabe
TOP-THEMA: Außenanlagen
SONDERTHEMA: GaLaBau
ERSCHEINUNGSTERMIN: 05.09.
ADOBE STOCK (2)
MESSE-
AUSGABE
TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungssysteme
TOP-THEMA: Außenanlagen
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FGL Hordenwagen
FGL Türblattsortierwagen
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