08.07.2026 Aufrufe

baustoffPARTNER Juli 2026

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: KLB Kötztal  Systemlösungen für fugenlose Böden Top-Thema: Innenausbau Sonderthema: Bad & Heizung Im Blickpunkt: Webfleet  Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement Red Corner: Project Floors  PVC-freier Vinylboden in Holzoptik für modernes Wohnen

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: KLB Kötztal  Systemlösungen für fugenlose Böden
Top-Thema: Innenausbau
Sonderthema: Bad & Heizung
Im Blickpunkt: Webfleet  Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement
Red Corner: Project Floors  PVC-freier Vinylboden in Holzoptik für modernes Wohnen

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07

2026

KLB KÖTZTAL

Systemlösungen

für fugenlose

Bodenflächen

TOP-THEMA

Innenausbau

Durchdachte Lösungen

für stilvolle Räume

mit Anspruch

IM BLICKPUNKT

Webfleet

Der Flottenmanager in

Zeiten von Digitalisierung

und Künstlicher Intelligenz

RED CORNER

Project Floors

PVC-freier

Vinylboden schafft

wohnliches Ambiente

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk

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Editorial

Große Sprünge,

kleine Wirkung

In der ihm eigenen Art für missverständliche Äußerungen

hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Anfang Juli

angekündigten Reformen als »Großen Sprung nach vorn«

bezeichnet – unter dem gleichen Motto stand ein von Mao

in der Volksrepublik China initiiertes Reformprogramm,

das in den 1960er-Jahren zu einer riesigen Hungersnot

führte. Der Kanzler wollte seine Reformen sicher nicht

mit Maos Politik vergleichen, sondern vielmehr die neu

gewonnene Handlungsfähigkeit der Bundesregierung

unterstreichen. Doch wie groß ist der Sprung wirklich,

zu dem die Koalitionäre nach intensiven Beratungen

angesetzt haben?

Die Entlastung bei der Einkommensteuer von 10 Mrd.

Euro ist eher ein kleiner Schritt, angesichts zusätzlicher

Belastungen durch steigende Ausgaben für Rente,

Gesundheit und Lebenshaltungskosten. Abgesehen von

einer minimalen Erhöhung der Steuer für hohe Einkommen

ab 280 000 Euro hat sich die Koalition an die großen

Fische – sprich die großen Vermögen – wieder einmal

nicht herangetraut.

Beim Arbeitsmarkt gibt es zwei signifikante Veränderungen,

welche die Arbeitgeberseite freuen dürften: Der

Kündigungsschutz für Gutverdiener soll gelockert werden

und die Befristung von Arbeitsverhältnissen kann auf 48

Monate ausgeweitet werden – d. h. der Arbeitgeber kann

das Arbeitsverhältnis innerhalb von vier Jahren sechsmal

verlängern. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, wie von

der Arbeitgeberseite gefordert, ist dagegen noch nicht

realisiert worden. Im Bereich Bürokratieabbau hat die

Regierung ebenfalls Fortschritte erzielt. DIHK-Präsident

Peter Adrian lobt die Beschlüsse: »Dass hier, wie von uns

gefordert, Berichtspflichten pauschal wegfallen und eine

Beweislastumkehr für Belastungen eingeführt wird, ist ein

echter Durchbruch.«

Der größte Aufreger aus Sicht von Arbeitnehmern und

Ärzten ist die Aufhebung der telefonischen Krankschreibung

sowie die Notwendigkeit einer AU-Bescheinigung

bereits am ersten Krankheitstag. Ob dieser Schuss nicht

nach hinten losgeht und die Krankheitstage dadurch eher

erhöht werden, wird sich zeigen. Eine Maßnahme zum

Bürokratieabbau und zur Entlastung der Arztpraxen ist es

jedenfalls nicht.

Auch für den Bausektor hat das Reformpaket Auswirkungen.

Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen,

der »Handwerkerbonus«, soll von 20 auf 15 Prozent

verringert werden, was zu einer maximalen Entlastung von

900 Euro (bisher 1 200 Euro) führt. Die Diskussion um Enteignungen

großer Wohnungsbaukonzerne in Berlin hat zu

Verunsicherung bei Wohnungsbaukonzernen und Investoren

geführt. Mit einem neuen Bundesgesetz soll nun verhindert

werden, dass Bestände von privaten Wohnungskonzernen

auf Landesebene verstaatlicht werden können.

Gleichzeitig will der Bund mit der Gründung einer eigenen

Wohnungsbaugesellschaft (WBG) für bezahlbares Wohnen

»neuen Drive in den Wohnungsbau bringen«, wie es Bundesbauministerin

Verena Hubertz formulierte. Die WBG

soll dort Angebote schaffen, wo der Markt angespannt

ist, und den industriellen Hochlauf des seriellen Bauens

unterstützen. An einer konkreten Umsetzung der Idee

werde aber erst noch gearbeitet.

Fazit: Das Reformpaket der Bundesregierung ist kein

großer Sprung, sondern vielmehr eine Ansammlung von

Einzelmaßnahmen, deren Wirkung gering sein dürfte.

Eine echte Entlastung der Bürger findet nicht statt, beim

Bürokratieabbau sind Fortschritte erkennbar und manche

Pläne, wie die Gründung der WBG, bleiben im Ungefähren.

Die Koalition einigt sich wieder einmal auf den kleinsten

gemeinsamen Nenner.

Peter Lang

Redakteur

4 l Juli 2026

Editorial


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Inhaltsverzeichnis

4 EDITORIAL

iTitelstory

8 KLB KÖTZTAL Systemlösungen für fugenlose Böden

10 NAMEN & NEUIGKEITEN

Blickpunkt

26 Sonderthema: Bad & Heizung

26 DALLMER Badmodernisierung mit »DallFlex 2.0«

28 GEBERIT Installation eines Dusch-WCs

29 SPRINZ Glasduschen-Kollektion mit neuer Beschlagoberfläche

30 JACKON INSULATION Runddusche mit »Jackoboard Aqua Circle«

31 EMCO BAD Lichtspiegelschrank mit viel Stauraum

32 GRIP SAFETY COATINGS Mehr Trittsicherheit im Wellnessbereich

33 VILLEROY & BOCH Armaturenkollektion »Vea« mit »ViPush«-Technologie

34 REISSER Wärmepumpen-Einbau in der Praxis

36 AUSTROTHERM Mehr Sicherheit im Feuchtraumaufbau

37 ALFERPROLINE Selbstklebendes Abdichtungssystem »Alferground«

12 WEBFLEET Rasante Entwicklungen im Flottenmanagement

38 Azubi-Ecke: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

15 Top-Thema: Innenausbau

16 SCHLÜTER-SYSTEMS Historische Identität trifft moderne Eleganz

18 HOMAPAL Echtmetalldekor macht Bar zum Blickfang

20 SORIWA Gespräch über die »grüne« Trockenbauwand

22 NATURBO Lehmputz-Deckenheizung für Bürokomplex

24 OSMO »2K Holz-Öl« mit schneller Trocknungszeit

25 OWA Deckensysteme für Schall- und Brandschutz

42 Thema: Bodenbeläge & Aufbau

42 PALLMANN Parkettboden für Bolongaro-Palast

44 PROJECT FLOORS PVC-freier Vinylboden in Holzoptik für modernes Wohnen

46 SEELBACH INTERNATIONAL Systemlösungen für starke Böden

48 TARKETT Neue Linoleum-Serie »Lino Style Collection«

NEU

24 38

6 l Juli 2026

Inhaltsverzeichnis


44

50 Thema: Fenster

50 KNEER-SÜDFENSTER Wohnquartier mit moderner Fenster- und Türtechnik

52 SIEGENIA Fassadenlüfter für neuen Bürokomplex

54 Thema: Türen & Tore

54 NOVOFERM Türlösungen für Forschung und Sicherheit

56 EFAFLEX Schnelllauftore optimieren Prozesse im Hochregallager

58 NOBLESSE Aluminium-Haustüren mit intelligenter Technologie

59 DORMAKABA Automatisches Türsystem »MotionIQ«

60 BUCHELE »Shelter Line« verspricht Schutz im Extremfall

61 Thema: Werkzeuge & Befestigungssysteme

61 WOLFCRAFT Einhandzwinge »Pro Max« mit Pumpmechanik

62 MASCOT Arbeitskleidung digital beschaffen

61

63 AKTUELLES

65 AUF EINEN BLICK

65 IMPRESSUM

66 VORSCHAU

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Systemlösungen für hochwertige

Industrie- und Gewerbeböden

KLB KÖTZTAL – Die Anforderungen an moderne Gewerbe- und Industrieböden

steigen kontinuierlich. Kürzere Bauzeiten, Sanierungen während laufender

Betriebsabläufe sowie zunehmende Belastungen durch Chemikalien,

Verkehr und intensive Nutzung verlangen nach durchdachten Gesamtkonzepten.

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Bodens ist dabei längst

nicht mehr allein die Nutzschicht, sondern das Zusammenspiel aller Systemkomponenten

– von der Schnittstelle zum Untergrund über die Untergrundvorbereitung

bis zur fertigen Oberfläche.

6 - 7 Mio. m 2

Die Erfahrung aus jährlich rund

6 bis 7 Mio. m² realisierter

Bodenfläche fließt direkt in die

Entwicklung und Weiterentwicklung

der Systeme ein.

Die Beschichtung »PU 414 Flair« wird

gleichmäßig aufgetragen und im

Anschluss individuell strukturiert.

Genau diesen Systemgedanken verfolgt KLB

Kötztal. Seit mehr als 30 Jahren entwickelt und

produziert das Unternehmen Reaktionsharzsysteme

für Gewerbe-, Industrie- und Objektbauten.

Aus dem 1995 von den Brüdern Erwin

und Artur Kehrle gegründeten Familienunternehmen

hat sich einer der führenden Hersteller für

Bodenbeschichtungen und Reaktionskunststoffe

entwickelt. Grundlage dieses Erfolgs sind nach

Unternehmensangaben praxisgerechte Systemlösungen,

fundiertes technisches Know-how sowie

die enge Zusammenarbeit mit Verarbeitern, Planern

und Bauherren. So entstehen leistungsfähige

Systemlösungen, die präzise auf die Anforderungen

verschiedenster Branchen und individueller

Bauaufgaben abgestimmt werden können. Trotz

des kontinuierlichen Wachstums ist KLB Kötztal

seinen Wurzeln als Familienunternehmen stets

treu geblieben. Gleichzeitig wurden frühzeitig

die Weichen für eine langfristige Fortführung in

Familienhand gestellt. Mit Dr. Julian Kehrle und

Patrick Kehrle, die gemeinsam mit Artur Kehrle

die Geschäftsführung bilden, steht bereits die

nächste Generation in Verantwortung. Damit verbindet

das Unternehmen nach eigenen Angaben

die Werte eines familiengeführten Mittelständlers

mit Innovationskraft, Kontinuität und einer klaren

Zukunftsorientierung.

Der Systemgedanke als Erfolgsfaktor

Bodenaufbauten erfordern durchdachte Systemlösungen.

Auch Estriche übernehmen heute nicht

mehr nur die Funktion einer tragfähigen

Lastverteilungsschicht, sondern

bilden die Basis für langlebige

und leistungsfähige Beschichtungen.

Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel

aller Komponenten – von

der Untergrundvorbereitung bis zur

fertigen Nutzschicht.

Für diese Anforderungen bietet

KLB Kötztal ein umfassendes Sortiment

an Reaktionsharzsystemen.

Leistungsfähige Grundierungen, Haftbrücken und

Ausgleichsschichten sorgen für eine sichere Verbindung

zwischen Untergrund und Beschichtung.

Gerade bei kritischen Untergründen oder engen

Bauzeiten schafft eine termingerechte Vorbereitung

die Voraussetzung für dauerhaft funktionierende

Bodenlösungen.

Auf dieser Basis ermöglichen moderne Beschichtungssysteme

aus Epoxid- und Polyurethanharz

vielseitige Anwendungen: von dekorativen Flächen

im Objektbereich über mechanisch hoch

belastbare Industrieböden bis hin zu fugenlosen,

hygienischen Lösungen für gewerbliche Küchen

oder ableitfähige Böden in der Produktion von

empfindlichen elektrischen Bauteilen. Die Systeme

sind auf hohe Beanspruchung, gute Reinigungsfähigkeit

und eine lange Nutzungsdauer ausgelegt.

Gestaltung und Funktion im Einklang

Neben der technischen Leistungsfähigkeit gewinnen

gestalterische Anforderungen im Gewerbe-,

Objekt- und privaten Wohnbereich zunehmend an

Bedeutung. Mit dem 3-K-Design-Spachtelbelag

»KLB-System EC 450 Decor« stehen vielfältige

Möglichkeiten für individuelle, fugenlose Oberflächen

zur Verfügung. Unterschiedliche Applikationstechniken

ermöglichen hochwertige Optiken

– von ruhig und elegant bis hin zu ausdrucksstark

strukturierten Flächen.

8 l Juli 2026 Titelstory


Titelstory

Ob hochbelastete Produktionsfläche

oder repräsentative Designbeläge –

KLB bietet abgestimmte Beschichtungssysteme

für funktionale und

dekorative Anforderungen.

ERFOLGREICHER

MESSEAUFTRITT

AUF DER EPF 2026

Ergänzend bietet die Beschichtung »KLB-System

Polyurethan PU 414 Flair« eine dekorative

Lösung mit elastischem Gehkomfort und individueller

Strukturwirkung. Das System eignet sich

sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen im

Bestand und ermöglicht eine emissionsarme, wirtschaftliche

Umsetzung moderner Designkonzepte.

Beide Systeme verbinden gestalterische Freiheit

mit funktionalen Eigenschaften wie hoher Beständigkeit,

Pflegeleichtigkeit und emissionsarmer

Ausführung. Sie sind auf den Einsatz in nachhaltigen

Bauvorhaben ausgelegt und können gängige

Gebäudezertifizierungen wie DGNB, BNB, QNG,

LEED oder Minergie-Eco unterstützen; unter anderem

durch geprüfte Emissionsklassen wie »Emicode

EC1 Plus« und »Eurofins Indoor Air Comfort

Gold«. Für Verarbeiter bedeutet der Systemansatz

vor allem Planungssicherheit. Alle Komponenten

sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen

eine effiziente und wirtschaftliche Umsetzung

auf der Baustelle. So entsteht ein ganzheitliches

Bodenkonzept, das technische, wirtschaftliche

und gestalterische Anforderungen gleichermaßen

erfüllt. Damit positioniert sich KLB Kötztal nach

Unternehmensangaben nicht nur als Hersteller

hochwertiger Reaktionsharzsysteme, sondern

auch als kompetenter Partner für nachhaltige

und zukunftsfähige Bodenlösungen im Gewerbeund

Industriebau.

?

Großes Interesse an den Systemlösungen

zeigte sich laut KLB Kötztal auch auf

der EPF 2026 in Feuchtwangen, einer der

wichtigsten Fachmessen für Estrich-, Parkett-

und Fliesenleger sowie Beschichter.

Rund 150 Aussteller präsentierten dort ihre

neuesten Produkte und Entwicklungen.

Mehrere tausend Fachbesucher nutzten

die drei Messetage zum persönlichen Austausch

und zur Information über aktuelle

Entwicklungen in der Branche. Am Messestand

von KLB Kötztal standen insbesondere

praxisorientierte Lösungen für den

fugenlosen Bodenaufbau im Mittelpunkt.

Besonders gefragt waren abgestimmte

Systemaufbauten – von leistungsfähigen

Grundierungen und Haftbrücken über

dekorative Reaktionsharzbeschichtungen

bis hin zu hochbelastbaren Industrie- und

Küchenbodensystemen.

Im Mittelpunkt vieler Gespräche standen

Sanierungen im Bestand, kurze Bauzeiten

sowie sichere Systemaufbauten für unterschiedliche

Untergründe. Der Austausch

mit Verarbeitern, Planern und Partnern

lieferte dem Unternehmen zahlreiche Projektansätze

und bestätigte den Stellenwert

persönlicher Beratung.

KLB KÖTZTAL (3)

Der Messeauftritt auf der EPF 2026 war für

KLB Kötztal geprägt von großem Interesse,

vielen Fachgesprächen und einem

intensiven Austausch mit Verarbeitern,

Planern und Partnern.

Titelstory Juli 2026 l 9


NAMEN & NEUIGKEITEN

07 26

Reisser – Fünfte Generation in der Unternehmensführung

Die neue Dreierspitze bei Reisser (v.l.n.r.):

Marten Reißer, Jessica Reißer und Alexander Bruggner.

Zum 1. Juni stellte sich das traditionsreiche Familienunternehmen

Reisser an der Spitze neu auf: Mit

Jessica Reißer und Marten Reißer übernimmt die

fünfte Generation die Leitung des SHK-Großhändlers.

Beide fungieren künftig als Co-CEOs und tragen die

Verantwortung für das Unternehmen. Gemeinsam mit

Vorstand Alexander Bruggner bilden sie eine Dreierspitze.

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Guntram

Wildermuth-Reißer wechselt in den Aufsichtsrat und

bleibt dem Unternehmen dort als Vorsitzender und in

beratender Funktion eng verbunden.

Mit der Neuaufstellung setzt das SHK-Unternehmen

auf die enge Verbindung aus Erfahrung, Tradition

und neuen Perspektiven. Ȇber Jahrzehnte hinweg

Wienerberger – Weichenstellung

für die Zukunft

Bekannte Gesichter in neuer Position (v.l.n.r.):

Matthias Meir, Nadja Führer und Florian Scherr.

REISSER

WIENERBERGER

Wienerberger Deutschland stärkt seine Vertriebsorganisation

mit einer gezielten Neuaufstellung: Zum

1. Juni 2026 hat Matthias Meir die Leitung Vertrieb

und Produktmanagement der Division Steildach übernommen.

Florian Scherr, Geschäftsführer für Vertrieb,

Marketing und Produktmanagement, übergibt im Zuge

dieser Neuaufstellung die bislang zusätzlich als Vertriebsleiter

von ihm geführte Steildach-Sparte. Mit

Matthias Meir übernimmt ein erfahrener Branchenwurde

der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung

des Familienunternehmens gelegt und die Marke

Reisser nachhaltig geprägt. Nun wird die Generationenübergabe

vollzogen – verbunden mit dem Ziel,

Bewährtes zu erhalten und zugleich neue Impulse zu

setzen. Darüber bin ich sehr stolz«, unterstreicht

Guntram Wildermuth-Reißer.

Zukunft aktiv gestalten, neue Ideen zulassen und

gleichzeitig das Know-how bewahren: Die neue Führungsstruktur

steht für frischen Spirit, tatkräftige Dynamik

und ein stärkeres Zusammenwirken unterschiedlicher

Generationen. Die dreiköpfige Führungsriege

bündelt Kompetenzen noch gezielter. Während Alexander

Bruggner seine langjährige Erfahrung einbringt,

stehen die Eheleute Jessica und Marten Reißer nach

Unternehmensangaben für neue Denkansätze, Innovationskraft

und einen ausgeprägten »Can-do-Spirit«. Jessica

Reißer, die die fünfte Generation im Familienunternehmen

Reisser verkörpert, hat bereits verschiedene

Bereiche verantwortet, sich im Vorstand eingebracht

und auch auswärts Erfahrungen gesammelt.

»Out of the Box« handeln und denken – auch dafür steht

das Führungstrio: »Wir sind ein solides Unternehmen,

das in der SHK-Branche seit mehr als 150 Jahren etabliert

ist. Gleichzeitig denken wir mutig nach vorne und

gehen neue Wege«, sagt Jessica Reißer. ?

kenner die Verantwortung für zwei strategisch wichtige

Segmente: Steildach und Photovoltaik. Der 40-Jährige

ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen

Funktionen innerhalb der Unternehmensgruppe tätig

und bringt umfassende Erfahrung aus Einkauf, Vertrieb

und dem Aufbau integrierter PV-Lösungen mit. Nach

Stationen bei Creaton in Deutschland und einer anschließenden

europäischen Führungsrolle bei der Etex-Gruppe

in Brüssel kehrte er 2019 zu Creaton zurück. Dort

verantwortete er den Einkauf für mehrere europäische

Märkte und trieb parallel den Aufbau der PV-Aktivitäten

maßgeblich voran. Seit 2023 ist Matthias Meir

Geschäftsführer von Wevolt Deutschland.

Auch bei Wevolt Deutschland wurde die Führungsstruktur

zum 1. Juni 2026 weiterentwickelt: Florian

Scherr und Matthias Meir bleiben Geschäftsführer des

Unternehmens. Die operative Gesamtleitung übernimmt

Nadja Führer, die über langjährige Erfahrung

im Vertriebscontrolling und im PV-Geschäft verfügt

und die Branche bestens kennt. So positioniert sich

Wevolt noch schlagkräftiger im Markt und ist nach

Unternehmensangaben optimal für die kommenden

Herausforderungen aufgestellt.

?

Jackon Insulation – Thorsten

Albrecht neuer Vertriebsleiter

DACH

Setzt auf eine aktive Projektpartnerschaft:

Thorsten Albrecht ist neuer Vertriebsleiter DACH

bei Jackon Insulation.

Jackon Insulation by Bewi richtet die Vertriebsorganisation

für Deutschland, Österreich und die Schweiz

neu aus. Thorsten Albrecht hat mit Wirkung zum

29. April die Vertriebsleitung DACH übernommen. In

dieser Funktion verantwortet er die strategische und

operative Weiterentwicklung des Vertriebs in der Region

und führt das deutsche Außendienstteam. Mit der

Neuaufstellung verbindet Jackon Insulation einen klaren

Anspruch: Kunden und Partner sollen direkter, verbindlicher

und projektnäher begleitet werden. Im Mittelpunkt

stehen klare Ansprechpartner, kurze

Abstimmungswege, transparente Kommunikation zu

Verfügbarkeit und Disposition sowie eine engere Verzahnung

von Vertrieb, Technik und Projektabwicklung.

»Unsere Kunden brauchen heute mehr als technisch

leistungsfähige Produkte. Sie brauchen Orientierung,

Planungssicherheit und Ansprechpartner, die frühzeitig

mitdenken«, sagt Thorsten Albrecht. »Mein Ziel ist

es, den Fachhandel, Verarbeiter, Planer und Projektpartner

nicht nur zuverlässig zu unterstützen, sondern

Projekte aktiv von der ersten Idee bis zur Umsetzung

zu begleiten.« Damit steht die neue Vertriebsleitung

für einen bewussten Perspektivwechsel: weg von einer

rein klassischen Lieferantenbeziehung, hin zu einer

aktiven Projektpartnerschaft. Technische Anforderungen,

wirtschaftliche Machbarkeit und verlässliche

Umsetzung sollen künftig noch früher zusammengeführt

werden.

Thorsten Albrecht bringt umfassende Erfahrung aus

der Immobilienwirtschaft, dem Vertrieb beratungsintensiver

Produkte sowie aus Projekt- und Havariemanagement

in industriellen Anwendungen mit. Als Immobilienfachwirt

IHK verbindet er kaufmännisches

Denken mit technischem Verständnis, operativer Umsetzungserfahrung

und einem klaren Blick für Kundenanforderungen.

?

JACKON INSULATION

10 l Juli 2026 Namen & Neuigkeiten


Prüm/Garant – Sven Mang verstärkt Geschäftsführung

Die erweiterte Geschäftsführung von Prüm/Garant:

(v.li.) Michael Zapp, Sven Mang und Markus Sprick.

Zum 1. Juli hat Sven Mang die Geschäftsführung von

Prüm/Garant verstärkt. Mit der Erweiterung des Führungsteams

setzt das Unternehmen klare Zeichen für

die Zukunft und schafft die Voraussetzungen für gesundes

Wachstum und eine erfolgreiche Weiterentwicklung.

Neben den bisherigen Geschäftsführern Markus

Sprick (Vertrieb und Marketing) und Michael Zapp

(Finanzen und Controlling) ist nun auch Sven Mang

(Operations) Teil der Unternehmensleitung. Den Vorsitz

der Geschäftsführung hat weiterhin Markus Sprick.

Mit der Berufung von Sven Mang trägt die Konzernmutter

Arbonia der steigenden Komplexität und den

wachsenden Anforderungen eines dynamischen Marktumfelds

Rechnung. Sven Mang bringt durch seine langjährige

Branchenerfahrung, sein umfassendes Verständnis

der betrieblichen Abläufe sowie seine enge

Verbindung zu den operativen Einheiten wertvolle Perspektiven

in die strategische Führung ein. Bereits seit

Januar 2024 verantwortet er den Bereich Operations

im Arbonia-Mutterkonzern und damit auch die Produktionsstandorte.

Die neue Führungsstruktur bildet die Basis, um zukünftige

Herausforderungen noch gezielter anzugehen und

die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig

unterstreicht die Entscheidung den Anspruch,

Kunden auch in Zukunft mit hoher Qualität, Zuverlässigkeit

und Innovationskraft zu begleiten. »Wir setzen

auf Kontinuität und Weiterentwicklung zugleich. Mit

der erweiterten Geschäftsführung schaffen wir die

organisatorischen Voraussetzungen, um unsere langfristigen

Ziele erfolgreich umzusetzen«, so die Geschäftsführung

zu diesem wichtigen Meilenstein.

»Die Erweiterung unserer Geschäftsführung ist ein

wichtiger Schritt, um die erfolgreiche Entwicklung von

Prüm/Garant langfristig zu sichern und neue Chancen

konsequent zu nutzen«, erklärt Markus Sprick. »Mit

Sven Mang gewinnen wir zusätzliche Führungskompetenz

auf höchster Ebene und stärken zugleich die

Verbindung zwischen Strategie, Produktion und operativer

Umsetzung.«

?

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Juli 2026 l 11


Warum der Flottenmanager

für Unternehmen

immer wichtiger wird

WEBFLEET – Der jährlich stattfindende Pressetag von Webfleet Solutions

fand Anfang Juni in der Webfleet-Niederlassung in Barcelona statt. Im

Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Digitalisierung,

insbesondere die rasante Entwicklung von KI, die Aufgaben eines Flottenmanagers

verändert. Das Webfleet-Management um CEO Jan-Maarten de

Vries erläuterte, wie die enorme Datenflut beherrschbar wird und mithilfe

von Webfleets Softwarelösungen zu mehr Nachhaltigkeit und höherer

Profitabilität für die Unternehmen führen kann – und aus dem Fuhrparkmanager

alter Schule einen »operational intelligence leader« macht.

von Peter Lang

Gerade die aktuell hohen Kraftstoffpreise setzen

viele Unternehmen, die über größere Fuhrparks

verfügen, unter enormen Kostendruck. Dies ist

ein Bereich, in dem moderne Flottenmanagement-Lösungen

ansetzen und Unternehmen dabei

unterstützen, ihren Energieverbrauch und damit

die Kosten systematisch zu senken. Aber nicht

nur da – auch bei Themen wie Wartung, Sicherheit

und Risikoprävention sowie der Optimierung

von Betriebszeiten spielt das richtige Flottenmanagement

eine zentrale Rolle. »Die Bedeutung

des Flottenmanagers wird in der heutigen Zeit

immer wichtiger für das Unternehmen«, betont

Jan-Maarten de Vries, President Fleet Management

Solutions bei Bridgestone und CEO Webfleet.

War der Fuhrparkmanager früher eher ein

Feuerwehrmann, der die Kosten im Blick hatte

und dann reagierte, wenn Fahrzeuge gewartet

oder repariert werden mussten, so haben sich

die Anforderungen sukzessive verändert. Heute

sind die zu betreuenden Fuhrparks größer, es gibt

mehr staatliche Regulierungen, mehr Wettbewerb

und vor allem – dank moderner Telematiklösungen

– mehr Datenmaterial, das es auszuwerten gilt.

Modernes Wartungsmanagement

erhöht Betriebszeit

Jan-Maarten de Vries nennt den heutigen Flottenoder

Fuhrparkmanager deshalb einen »operational

intelligence leader«. Er muss das umfangreiche

Datenmaterial nutzen, um die richtigen Entscheidungen

zu treffen, Störfälle vor ihrem Eintreten

verhindern, eine hohe Betriebszeit der Flotte

sicherstellen (Uptime) und mit seinen Maßnahmen

den Profit des Unternehmens erhöhen.

Stand der Flottenmanager früher als Techniker

eher am Rande, so füllt er heute mit seiner Kompetenz

eine zentrale Managementfunktion im

Unternehmen aus.

Um dieses komplexe Aufgabenfeld zu bearbeiten,

sind digitale Tools unabdingbar. Ein aktuelles

Thema bei Webfleet ist »Predictive Maintenance«,

also eine vorausschauende Wartungsstrategie.

Dies bedeutet, dass der Flottenmanager mithilfe

moderner Telematiklösungen und KI nicht

nur erkennen kann, was passiert, sondern auch

frühzeitig versteht, was als Nächstes passieren

könnte. Der Flottenmanager orientiert sich also

nicht mehr an festen, vom Hersteller vorgegebenen

Wartungsintervallen, sondern erkennt

anhand von realen Betriebsdaten, wann verschlissene

Ersatzteile ausgetauscht bzw. Wartungen

durchgeführt werden müssen. Webfleet bietet

WEBFLEET (3)

Beim Pressetag von Webfleet stand auch ein Besuch der

Firma Anticimex auf dem Programm – für seine 800 Fahrzeuge

umfassende Flotte in ganz Spanien nutzt das Unternehmen

»Webfleet OptiDrive 360«, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.

12 l Juli 2026

Im Blickpunkt


Im Blickpunkt

Der Fahrer ist ein entscheidender Faktor im modernen

Flottenmanagement – mit »Webfleet OptiDrive 360« lassen

sich detaillierte Fahrstilanalysen anfertigen und die Fahrer

entsprechend coachen.

dazu mit »Webfleet Vehicle Diagnostics« ein Programm

an, das Fahrzeugdaten wie Fehlercodes

oder CAN-Signale kontinuierlich abbildet und in

Verbindung mit KI-gestützten Analysen Trends

und Verschleißentwicklungen frühzeitig erkennt.

WEBFLEET »OEM.CONNECT«

FÜR SECHS VW-MARKEN

Webfleet hat vor Kurzem eine Kooperation mit

Volkswagen Group Info Services bekannt gegeben.

Über »OEM.connect«, das Programm für werkseitig

integrierte Fahrzeugvernetzung von Webfleet,

sind Flottenbetreiber nun in der Lage, Fahrzeuge

von sechs Marken der Volkswagen-Gruppe direkt

an Webfleet anzubinden. Damit können Flotten, die

Fahrzeuge der Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen

Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat, Cupra und Audi

einsetzen, auf Webfleet-Dienste zugreifen, ohne

nachträglich Hardware installieren zu müssen.

Fahrzeuge mit einer werkseitig integrierten Vernetzungsfunktion

werden anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer

(VIN) aktiviert. Ab diesem

Moment sind die Webfleet-Services binnen weniger

Minuten verfügbar. Flottenbetreiber erhalten

einen schnellen, einfachen und sicheren Zugriff

auf die Fahrzeugdaten. Damit wird es möglich, die

betriebliche Effizienz zu steigern, Betriebskosten

zu senken und sicheres sowie umweltfreundliches

Fahrverhalten zu fördern.

Auch routinemäßige Fahrzeugkontrollen

vor Beginn

der Fahrt können mithilfe von »Webfleet Vehicle

Check« vom Fahrer über eine Smartphone-App

durchgeführt und Checklisten direkt übermittelt

werden – dies minimiert den Verwaltungsaufwand

und sorgt dafür, Fahrzeuge schneller auf

die Straße zu bringen.

Fahrstilanalyse mit

»Webfleet OptiDrive 360«

Ein wichtiger Faktor beim Thema Sicherheit oder

Kraftstoffverbrauch ist die Leistung der Fahrer.

90 Prozent aller Unfälle seien auf das Verhalten

der Fahrer zurückzuführen, betont Jan-Maarten

de Vries. Um die eigene Flotte sicherer und

BAUSTOFFPARTNER

Webfleet-CEO Jan-Maarten de Vries:

Die Aufgaben und die Bedeutung

des Flottenmanagers verändern sich

angesichts von Digitalisierung und

künstlicher Intelligenz in rasantem Tempo.

Im Blickpunkt Juli 2026 l 13


Mehr Sicherheit: Mit den KI-basierten

Videotelematiklösungen »Webfleet

Video 2.0« kann die Zahl der Unfälle

signifikant verringert werden.

Anja Nüsse, Senior Product Trainer

bei Webfleet, zeigte im Showroom

einige Webfleet-Produkte, wie

die Videotelematiklösungen

»CAM Pro« und »CAM Lite«.

effizienter zu betreiben, ist deshalb eine Fahrstilanalyse

unabdingbar. Mit »Webfleet OptiDrive

360« kann der Flottenmanager Kennzahlen

wie Geschwindigkeit, Verbrauch, Schaltverhalten

oder Tempomat-Nutzung der Fahrer analysieren

und ihnen Hinweise liefern, wie sie ihr

Fahrverhalten verbessern und den Kraftstoffverbrauch

senken können. Der »OptiDrive-Score«

erstellt dazu eine Rangliste der Fahrer mit ihren

Stärken und Schwächen – optimiert wird das

System durch den integrierten »Webfleet Fleet

Advisor«. Die generative KI-Lösung ermöglicht

dem Flottenmanager, mit dem »Fleet Advisor«

in ein Gespräch einzusteigen und sofort visuell

aufbereitete Antworten in Tabellen- oder

Diagrammform zu erhalten.

BAUSTOFFPARTNER

Noch einen Schritt weiter geht die ebenfalls

KI-gestützte Videotelematiklösung »Webfleet

Video 2.0«. Mit den zwei neuen Kameras »CAM

Lite« und »CAM Pro« werden mithilfe von KI

und maschinellem Sehen das Fahrverhalten, der

Zustand der Straße sowie mögliche Gefahren noch

genauer analysiert. Der Fahrer wird unmittelbar

vor möglichen Gefahren gewarnt (Handynutzung,

Ermüdung oder riskantes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer)

und kann entsprechend reagieren.

Das Video-System ist ebenfalls in »OptiDrive

360« eingebunden, sodass der Flottenmanager

das Fahrverhalten im Zeitverlauf verfolgen und

verbessern kann. Außerdem werden bei Zwischenfällen

die Videoaufnahmen automatisch

gespeichert und in die Cloud geladen – ein Vorteil

bei der Unfallaufklärung, um Versicherungsansprüche

zu beschleunigen und Betrugsversuche

zu verhindern. »KI-gestützte Video- und Telematiklösungen

können so das Auftreten von

Unfällen um bis zu 40 Prozent reduzieren«, hebt

Jan-Maarten de Vries einen wesentlichen Vorteil

von »Webfleet Video 2.0« hervor.

Das sensible Thema Datenschutz hat Webfleet

dabei ebenfalls immer auf dem Schirm. Damit

Datenschutzvorgaben wie die DSGVO zuverlässig

eingehalten werden, behalten Flottenmanager in

der Webfleet-Plattform jederzeit die Kontrolle –

von Kameraeinstellungen bis zu Datenspeicherung,

Verschlüsselung und Zugriffsrechten. Bei

Bedarf sorgen optionale Linsenabdeckungen für

zusätzlichen Schutz der Privatsphäre.

Übrigens: Schon im September wird Webfleet

seine neuesten KI-gestützten Lösungen für das

Flottenmanagement präsentieren – pünktlich zur

IAA in Hannover.

?

14 l Juli 2026

Im Blickpunkt


Top-Thema

Innenausbau

SCHLÜTER-SYSTEMS


Ein Grandhotel

kehrt zurück

SCHLÜTER-SYSTEMS – Im Herzen von Baden-Baden gelegen, vereint

das Steigenberger Icon Europäischer Hof historische Substanz mit zeitgemäßer

Eleganz. Als Gründungshaus der Marke Steigenberger trägt der

Europäische Hof Baden-Baden eine besondere symbolische Bedeutung

und setzt heute, 95 Jahre nach seiner ursprünglichen Eröffnung, neue

Maßstäbe für kultivierten Luxus und stilvolle Gastlichkeit.

Die Lobby des Steigenberger Icon Europäischer

Hof zeigt die elegante Handschrift

von DK Architekten und Bachhuber

Contract – eine moderne Interpretation

klassischer Grandhotel-Architektur.

Bad im historischen Gebäudeteil:

Rundungen, Nischen und begrenzter

Raum stellten hohe Anforderungen an

Planung und Ausführung – umgesetzt in

präziser Detailarbeit.

»Der Europäische Hof Baden-Baden steht für eine

harmonische Verbindung aus reicher Geschichte

und moderner Raffinesse. Ein Ort, an dem Gäste

eine einzigartige Symbiose aus historischer Grandeur,

zeitgemäßem Luxus und außergewöhnlichem

Service erleben«, sagt General Manager

Holger Flory. 126 individuell gestaltete Zimmer,

Suiten und Apartments bieten hohen Komfort

und zurückhaltenden Luxus. Edle Materialien,

maßgefertigte Möbel und eine von der Natur

inspirierte Farbwelt fügen sich elegant in die

Architektur des Hauses ein. Die architektonische

Entwicklung des Projekts basiert auf einem

ursprünglichen Entwurf von Kruse Architekten,

der im weiteren Planungs- und Realisierungsprozess

durch DK Architekten und Bachhuber

Contract fortgeführt wurde.

Planerische Präzision

Die Neugestaltung der Bäder spielte im Gesamtkonzept

des Hauses eine besondere Rolle, da

diese maßgeblich zur Anmutung von Komfort und

Wertbeständigkeit beitragen. Gleichzeitig stellte

der denkmalgeschützte Bestandsbau mit seinen

fünf miteinander verwobenen Gebäudeteilen hohe

technische Anforderungen an das Fliesenlegergewerk

und die eingesetzten Produktlösungen.

Historische Räume mit Rundungen, Gewölben

und engen Nischen mussten mit modernen Neubaugrundrissen

und -strukturen zusammengeführt

werden. Für die Planer und das ausführende Handwerk

war früh klar, dass sich diese Komplexität

nur mit einem durchgängigen Systemanbieter

lösen lässt, der in sicherheitstechnischer,

komfortbezogener und

gestalterischer Hinsicht überzeugt.

Die Entscheidung fiel auf Schlüter-Systems

– als Partner für eine

vollständige, normgerechte und

zugleich ästhetisch hochwertige

Umsetzung der geplanten Bäder.

Verlässliche Abdichtung

Bei der Abdichtung aller 126 Bäder

ging der ausführende Betrieb Fliesen

Lang, der aufgrund seiner langjährigen

Erfahrung bei Projekten

SCHLÜTER-SYSTEMS (5)

dieser Größenordnung den Zuschlag erhielt, kein

Risiko ein. Durchgängig kam »Kerdi-200« von

Schlüter-Systems zum Einsatz, eine seit Jahrzehnten

bewährte Polyethylen-Verbundabdichtung

mit beidseitigem Vlies, die in Kombination

mit Formteilen, »Kerdi-Keba«-Stoßbändern und

Dichtmanschetten ein vollständiges, geprüftes

Abdichtungssystem bildet. »In einem Projekt

dieser Größenordnung – noch dazu im denkmalgeschützten

Altbau – ist eine dauerhafte Sicherheit

ausschlaggebend«, sagt Bauleiter Alexander

Kriegl von Fliesen Lang.

Die flexibel zu verarbeitenden Bahnen ließen

sich auch in geometrisch anspruchsvollen Bereichen

präzise anpassen und ermöglichten eine

normgerechte Ausführung nach DIN 18534. Für

Alexander Kriegl war insbesondere die Formbarkeit

der Bahnen entscheidend, um die zahlreichen

Nischen, Rundungen und Versprünge sauber und

sicher auszuführen.

Unsichtbare Wärme

Ein weiterer Schwerpunkt der technischen

Badgestaltung war die behagliche Beheizung

der luxuriösen Bäder, die im Steigenberger

Icon Europäischer Hof Baden-Baden bewusst

zurückhaltend und unsichtbar umgesetzt wurde.

Statt klassischer Heizkörper kommt mit »Ditra-

Heat-E« von Schlüter-Systems eine elektrische

Wand- und Bodenheizung zum Einsatz.

Das System vereint Entkopplung, Abdichtung,

Lastverteilung und Heizebene in einem Aufbau

und eignet sich damit besonders für Alt- und

Innenausbau


Die Spa-Suite verbindet Wohnen und

Wellness in einem offenen Raumkonzept ?–

mit freistehender Badewanne, angrenzender

Sauna und warmen Naturmaterialien.

Das denkmalgeschützte Grandhotel-

Ensemble im Herzen der Kurstadt,

umgeben von Parkanlagen und

historischer Architektur.

Neubausituationen mit begrenzten Aufbauhöhen.

Die schnelle Wärmeabgabe von Wandpaneelen

und Bodenflächen trägt wesentlich zum Komfort

bei, ohne das klare, ruhige Erscheinungsbild

der Bäder zu beeinträchtigen. Das Zusammenspiel

aus niedriger Aufbauhöhe, gleichmäßiger

Wärmeverteilung und sicherem Systemaufbau

unterstützt das gestalterische Ziel einer dezenten,

aber spürbaren Behaglichkeit.

Licht, Linien und Präzision

Ein besonderes gestalterisches Element der

Neubaubäder ist die lineare Lichtführung. Mit

»LiproTec-LLPM« von Schlüter-Systems kamen

LED-Module zum Einsatz, deren Trägerprofile für

das Projekt exklusiv kundenindividuell in mattem

Graphitschwarz pulverbeschichtet wurden. Durch

diesen vom Hersteller unter der Bezeichnung

»MyDesign by Schlüter-Systems« angebotenen

Service wurde eine präzise Anpassung der Lichtelemente

an die umgebenden Belagsmaterialien

ermöglicht.

Der flächenbündige Einbau, die homogene Lichtstreuung

und die Präzision der Module erzeugen

eine atmosphärische Tiefenwirkung und unterstützen

die architektonische Klarheit der Bäder.

Die IP67-Klassifizierung und die systemgerechte

Abdichtung der Steckverbindungen gewährleisten

zugleich die erforderliche Sicherheit in Nassbereichen.

Für die Ausbildung der Kanten wurden

im gesamten Hotel die »Jolly«-Abschlussprofile

der »Trendline«-Serie in der Farbe »Brillantweiß

matt« eingesetzt. Die exakt ausgeführten

Profilkanten schützen

die Beläge

dauerhaft und unterstützen

durch ihre ruhige,

lineare Ausstrahlung das

hochwertige Erscheinungsbild der

Wandflächen. Im Zusammenspiel mit

Naturstein- und Keramikmaterialien entsteht

eine zeitlose, klare Detailgestaltung, die funktional

und ästhetisch überzeugt.

Ganzheitliche Systemlösung

Die Zusammenarbeit zwischen Planung, Innenarchitektur,

Bauleitung, Handwerk und Hersteller

erwies sich über den gesamten Projektverlauf

als wesentlicher Erfolgsfaktor. Wo historische

Substanz, unterschiedliche Gebäudeteile und

moderne Designanforderungen zusammentrafen,

konnten durch systemkompatible Lösungen

dauerhafte Sicherheit, eine präzise Detailausbildung

und ein konsistentes Erscheinungsbild

gewährleistet werden.

Für Schlüter-Systems bot das Projekt die Gelegenheit,

seine Kompetenz als Komplettanbieter

für Abdichtung, Entkopplung, Beheizung, Profiltechnik

und Lichtlösungen im Premium-Hotelbau

zu zeigen. Die Bäder verdeutlichen, dass technische

Leistungsfähigkeit und ästhetische Qualität

im hochwertigen Innenausbau keine Gegensätze

sind, sondern gemeinsam die Grundlage für ein

zeitgemäßes Gästeerlebnis bilden – passend zum

Anspruch eines Grandhotels und zur Identität

eines historischen Ortes.

?

Ein Hotelbad auf höchstem Niveau –

harmonisch inszeniert mit durchgängigen

Schlüter-Systemlösungen für Abdichtung,

Beheizung, Profiltechnik und Licht.

Innenausbau

Juli 2026 l 17


In der Bar des Hotels Alte

Werft wird die handveredelte

Echtkupferoberfläche von

Homapal zum Blickfang.

Für die Neugestaltung der

Hotelbar wurde das Dekor

»635/502 Kupfer Moon

Türkis« ausgewählt.

Echtmetalldekor verbindet

Tradition und Moderne

HOMAPAL – Das Hotel Alte Werft liegt im Herzen von Papenburg.

Durch die anfängliche Nutzung des Gebäudes als Werkshalle der Meyer

Werft im Jahr 1855 steckt viel Geschichte in den alten Mauern. Seinen

rustikalen Charakter der Industriezeit kombiniert das Hotel mit modernem

Charme. Sichtbar wird diese Verbindung auch in der neu gestalteten

Bar, bei deren Bau ein Echtmetalldekor von Homapal zum Einsatz kam.

JONES ART (3)

Das Dekor weist eine

natürlich wirkende Patina

oxidierenden Kupfers auf.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten bietet das

Hotel Alte Werft seinen Gästen insgesamt 122

komfortabel ausgestattete Zimmer und acht

moderne Tagungsräume, die Platz für bis zu

1 200 Personen bieten. Herzstück des Hotels ist

das geschichtsträchtige Restaurant mit integrierter

Bar und angrenzendem Biergarten.

Um den geschichtlichen Charakter zu bewahren

und ihn gleichzeitig mit dem Charme der Moderne

zu verbinden, wurde das Architekturbüro Wiemer

beauftragt, die neue Bar für das Restaurant zu

entwerfen. Ziel war es, einen Ort zu schaffen,

der sich optimal in die Industriearchitektur einfügt,

aber trotzdem durch hochwertige Oberflächen

einen modernen und edlen Charme schafft.

Einzigartiger Charakter

durch Echtmetalldekore

Bei der Suche nach geeigneten Materialien für

dieses Projekt waren unterschiedliche Kriterien

für die Auswahl entscheidend: Hochwertigkeit,

ästhetisches Erscheinungsbild und leichte

Verarbeitbarkeit spielten eine wesentliche

Rolle. So wurden im weiteren Planungsprozess

des Projektes die Echtmetalldekore von

Homapal schnell zu einer vielversprechenden

Lösung. Aufgrund seiner rustikal anmutenden

und trotzdem hochwertigen Oberfläche wurde

das Dekor »635/502 Kupfer Moon Türkis« ausgewählt.

Das Dekor überzeugt durch eine Echtkupferoberfläche,

die durch Handveredelung

eine natürlich wirkende Patina oxidierenden

Kupfers aufweist.

Durch die Auswahl des Homapal-Echtmetalldekors

als Oberfläche wird der lange Bartresen

zum Blickfang. Er bietet Platz für eine Vielzahl an

Gästen, und mithilfe des hochwertigen Designs

wird eine Verbindung zwischen modernem Gastronomiecharme

und der geschichtsträchtigen

Architektur des Gebäudes geschaffen. ?

Innenausbau


ROMA Raffstoren F50 & zipSCREEN F50

Sonnenschutz für

Pfosten-Riegel-Fassaden

Das perfekte an beiden Lösungen?

Patentierte Anbindung für einfache Montage. Je schraubbarer Anbindung nur ein

Stehbolzen nötig. Die Führungsschiene lässt sich darauf einfach in der Höhe nivellieren.

Und weil beide Systeme konsequent für P-R-Fassaden entwickelt wurden, addieren sich

dazu weitere Systemvorteile:

1 2

3

Reihenanlagen

nahezu unbegrenzt

möglich

Nahtlose Integration mit

50 mm Ansichtsbreiten

der Führungsschienen

Einheitliche

Schienenoptik

und Befestigung

Ideal für Büro, Gewerbebauten, Schulbau sowie modernen Wohnbau –

informieren Sie sich: www.roma.de/f50systeme

Innenausbau

Juli 2026 l 19


»Wir wollten

Trockenbau

neu denken«

Mit dem »Multi-System«

hat Soriwa ein Trockenbau-

System ohne Stahl

entwickelt – als Werkstoff

dienen Zellstofffasern.

SORIWA – Die Firma Soriwa aus dem Münsterland hat mit dem »Multi-

System« ein stahlfreies Montagesystem für den Trockenbau entwickelt. Im Interview

berichten die beiden Gründer Michael Sommer und Andreas Ridder über die

Idee, die Forschungsarbeit und die Vision einer »grünen« Trockenbauwand.

Aber es war keineswegs so, dass wir sofort die

perfekte Lösung hatten. Am Anfang stand ein

langer Prozess aus Materialtests, Fehlversuchen

und Optimierungen.

Bis zur bauaufsichtlichen Zulassung

waren viele Materialprüfungen

notwendig – hier ein Langzeitversuch

des VHT Instituts für Leichtbau

Trockenbau Holzbau aus Darmstadt.

MICHAEL SOMMER / SORIWA

Herr Sommer, Herr Ridder, was war der

Ausgangspunkt für Ihre Entwicklung?

Michael Sommer: Die Ausgangsfrage war

eigentlich sehr einfach: Brauchen wir im Trockenbau

wirklich Stahl? Über Jahrzehnte haben sich

Metallprofile als Standard durchgesetzt. Aber

jeder, der sich mit Ressourcen, Klimabilanzen

und Kreislauffähigkeit beschäftigt, weiß: Stahl ist

energieintensiv in der Herstellung, aufwendig im

Recycling und nicht immer die optimale Lösung

für den Innenausbau.

Andreas Ridder: Uns war klar, dass wir den Trockenbau

noch einmal grundsätzlich neu denken

müssen. Wir wollten herausfinden, ob es eine

Alternative gibt, die funktional gleichwertig oder

sogar besser ist – aber eben aus einem Werkstoff,

der Ressourcen schont und neue Perspektiven

eröffnet.

Warum fiel die Wahl auf Zellstofffasern?

Ridder: Zellstofffasern sind zunächst ein naheliegender

Gedanke, wenn man kreislauffähig arbeiten

will. Sie stammen aus Recyclingströmen, sind

verfügbar und lassen sich gut in Form bringen.

Sommer: Die größte Herausforderung war, dass

wir Fasern nicht wie Holz behandeln dürfen.

Holzprofile gibt es bereits, aber Zellstoff ist ein

ganz eigener Werkstoff. Wir mussten also eine

Geometrie entwickeln, die den Fasern Stabilität

gibt, wir mussten Schichtaufbauten konzipieren

und Verbindungsmittel einsetzen, die ein tragfähiges

Bauteil ergeben. Erst nach vielen Versuchen

haben wir ein Profil entwickelt, das den Anforderungen

des Trockenbaus entspricht.

Können Sie ein Beispiel für

diese Herausforderungen geben?

Sommer: Ein klassisches Thema war die Feuchtigkeit.

Fasern sind hygroskopisch, sie nehmen

Wasser auf. Wir mussten also sicherstellen, dass

das Profil auch unter Baustellenbedingungen

seine Form und Tragfähigkeit behält. Das bedeutete:

intensive Prüfungen im Labor, Anpassungen

in der Fertigung und immer wieder Rückkopplung

mit Forschungseinrichtungen.

Ridder: Ein anderer Punkt war die Normung.

Trockenbauprofile sind in Deutschland klar definiert.

Wenn man plötzlich ein völlig anderes Material einführt,

muss man nachweisen, dass es denselben

20 l Juli 2026

Innenausbau


Anforderungen genügt – oder sie übertrifft. Brandschutz,

Tragfähigkeit, Verarbeitung: All das wurde

geprüft, bevor wir den Schritt zur allgemeinen

bauaufsichtlichen Zulassung gehen konnten.

Wie hat sich aus dem Profil

ein ganzes System entwickelt?

Ridder: Am Anfang stand tatsächlich die Idee,

einen Ersatz für CW-Profile zu entwickeln. Aber

sehr schnell haben wir gemerkt: Wenn wir wirklich

eine Alternative schaffen wollen, brauchen wir

ein komplettes System. Denn Trockenbau funktioniert

modular – Profile, Verbinder, Verstärkungen.

Sommer: Daraus entstand das »Multi-System«.

Wir haben einen Verbinder entwickelt, der die

Rahmenkonstruktion ohne klassische UW- und

CW-Profile ermöglicht. Und wir haben den

Kern konzipiert, der an stark belasteten Stellen

wie Türöffnungen eingesetzt wird. So entsteht

ein vollständig stahlfreies Ständerwerk. Dieser

Systemgedanke war ein entscheidender Schritt.

Welche Reaktionen haben Sie in der Praxis erlebt?

Sommer: Am Anfang natürlich Skepsis. Viele

Handwerker konnten sich nicht vorstellen, dass

Fasern Stahl ersetzen können. Aber sobald sie

das Material selbst in der Hand hatten, hat sich

die Sicht verändert. Die Profile sind leichter, man

kann sie mit den üblichen Werkzeugen bearbeiten,

und es gibt keine scharfen Kanten – das

überzeugt in der Praxis.

Ridder: Wichtig war auch: Wir haben kein völlig

neues Bauverfahren erfunden. Alles funktioniert

so, wie die Handwerker es kennen. Das macht

den Einstieg einfach. Innovation bedeutet für uns

nicht, dass man alles umwirft, sondern dass man

Bestehendes besser macht.

Sie sprechen von der »grünen Wand«.

Was steckt hinter dieser Vision?

Ridder: Mit dem »Multi-System« haben wir

einen großen Schritt gemacht. Aber unser Ziel

ist weiter gesteckt. Wir wollen eine Wand, bei

der nicht nur die Profile, sondern alle Komponenten

kreislauffähig sind – bis hin zur Platte und

den Dämmstoffen.

Sommer: Das nennen wir die »grüne Wand«.

Ziel ist, dass künftig eine komplette Innenwand

aus Materialien besteht, die sich in den Kreislauf

zurückführen lassen. Unser »Multi Profil« ist der

erste Baustein dafür. Entscheidend ist für uns:

Diese neuen Werkstoffe dürfen nicht erheblich

teurer sein als heutige Standardartikel und sie

müssen sich mit denselben Werkzeugen und

Handgriffen verarbeiten lassen. Wir wollen Systeme

entwickeln, die ökologisch zukunftsfähig

sind, ohne für Planende und Handwerker zum

Kosten- oder Aufwandstreiber zu werden. Unsere

Vision ist eine Bauweise, die wirtschaftlich,

praxisgerecht und gleichzeitig kreislauffähig ist

– weg vom linearen »Rohstoff rein, Abfall raus«,

hin zum geschlossenen Materialkreislauf.

Ein letzter Blick zurück: Was war der wichtigste

Moment in Ihrer Entwicklung?

Sommer: Für mich war es der Tag, an dem wir

den ersten kompletten Raum mit unserem System

gebaut haben. Plötzlich war die Idee Realität.

Wir konnten sehen, fühlen und messen, dass es

funktioniert und gleichzeitig erleben, wie selbstverständlich

sich das Material verarbeiten lässt.

Besonders eindrücklich war die Reaktion des Trockenbauers,

der zunächst skeptisch war und dann

mit sichtbarer Begeisterung weiterarbeitete. Er

sagte uns später, er habe sich beim Arbeiten fast

wie der »MacGyver des Trockenbaus« gefühlt –

weil er mit einfachen Mitteln plötzlich ganz neue

Möglichkeiten hatte. In diesem Moment wurde

klar: Unser Konzept funktioniert nicht nur im

Labor, sondern überzeugt auch auf der Baustelle.

Ridder: Für mich war es der Moment, als die

bauaufsichtliche Zulassung erteilt wurde. Damit

war klar: Es ist nicht nur eine Vision, sondern ein

zugelassenes Bauprodukt, das in der Praxis eingesetzt

werden kann.

Und ein Blick nach vorn?

Ridder: Wir stehen erst am Anfang. Das »Multi-

System« ist ein Fundament. Aber die Entwicklung

geht weiter – mit neuen Bauteilen, mit Partnern

aus der Forschung, mit Pilotprojekten. Wir wollen

zeigen, dass ressourcenschonendes Bauen kein

Kompromiss ist, sondern ein Fortschritt.

Sommer: Und wir wollen Handwerkern, Planern

und Architekten ein Werkzeug geben, mit dem

sie diesen Fortschritt sofort in der Praxis umsetzen

können. Das ist unsere Motivation. ?

Das »Multi Profil« behält auch

unter Baustellenbedingungen

seine Form und Tragfähigkeit.

Arbeiten an ihrer Vision einer

»grünen« Trockenbauwand: Die

Soriwa-Gründer Andreas Ridder

(links) und Michael Sommer.

?

»Wir wollen eine Wand, bei

der alle Komponenten kreislauffähig

sind – bis hin zur

Platte und den Dämmstoffen.«

THOMAS MOHN / SORIWA (3)

Innenausbau


Ökologisch heizen und kühlen

mit dem Sandwichsystem

Die »Naturbo-Therm«-Platten

werden mit Presskupplungen

miteinander verbunden. Nach der

Montage erfolgt der Anschluss

an die Heizkreisverteiler durch

den Heizungsfachmann.

NATURBO (3)

NATURBO – Das nachhaltige Gewerbeprojekt »Autarkia Green World Business

Park« in Gronau (Münsterland) wurde mit dem Lehmputz-Deckenheizsystem von

Naturbo ausgestattet. Die Kombination aus Holz und Lehm passt zur Philosophie

des Autarkia-Verbunds, der als Veranstalter seiner »Green World Tour«-Messen

Nachhaltigkeit zum Mainstream machen will.

Entstanden ist das Baukonzept nach dem

Motto »Nachhaltigkeit für alle!« – so will der

Autarkia-Verbund über seine Angebote den

Zugang zu nachhaltigen Produkten, Dienstleistungen,

Technologien und Konzepten

erleichtern und ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes

unternehmerisches Handeln

fördern. In diesem Sinne hat sich auch Bauherr

und Autarkia-Geschäftsführer Michael

Lülf auf diversen Messen wie der BAU in

München über ökologische Innovationen

für sein Bauprojekt informiert.

Bei seiner Recherche stieß Lülf auf das

Lehmputz-Deckenheizsystem von Naturbo.

Holz und Lehm sind in der ökologischen Bauweise

eine ideale Kombination, insbesondere

im Innenausbau. Beide Materialien sind diffusionsoffen

und können Feuchtigkeit puffern

und wieder abgeben. Durch seine geringere

Ausgleichsfeuchte hat Lehm darüber hinaus

eine dauerhaft schützende Wirkung für die

Holzkonstruktion. Die Lehmoberfläche ist

atmungsaktiv und absorbiert Gerüche und

Schadstoffe. Durch ihre Masse dämpft sie

Schwingungen und verbessert so den Schallschutz

im Holzbau. Außerdem wirken Lehmoberflächen

brandhemmend und sorgen mit

ihren feuchteregulierenden Eigenschaften

für ein angenehmes Raumklima.

Die Decken im Autarkia-Gebäude sind wie

die Wände aus massiven CLT-Elementen

hergestellt. Daher empfahl sich eine Trockenbauweise,

zumal das Sandwichsystem

von Naturbo mit der integrierten Holzweichfaserplatte

und dem Lehmputz eine in allen

Aspekten bauphysikalisch gelungene Lösung

versprach. Das gilt vor allem für die Kühlfunktion,

denn durch den starken Feuchtepuffer

der Lehmschichten kann die Raumtemperatur

Naturbo lieferte für das Projekt eine komplette

Werkplanung mit detailliertem Verlegeplan sowie

vorkonfektionierten und durchnummerierten Deckenplatten

inklusive Montagematerial auf die Baustelle.

problemlos abgesenkt werden, ohne dass

die Luftfeuchtigkeit ansteigt.

All-in-One-Sandwichbauweise –

leicht und effizient

Basis des Naturbo-Trockenbau-Systems ist

eine 17 mm starke Holzweichfaserplatte als

Trägerplatte mit einer dünnen, 3 mm starken

Putzschicht und einem Armierungsgewebe

auf der Rückseite. Auf der Vorderseite

sind in einer weiteren Lehmputzschicht

die Heiz-Kühl-Rohre eingelassen. Diese

sind fast vollständig von dem Lehmputz

ummantelt und werden nach der Montage

nochmals mit 2 mm Putzfinish überdeckt.

Die 15 mm reine Lehmputzschicht an der

Oberfläche sorgt für einen perfekten Feuchteausgleich.

Die integrierte Holzweichfaser

22 l Juli 2026 Innenausbau


Gm

G

dient als thermische Trennung und sorgt

damit für eine hohe Effizienz. Die Naturbo-

Platten haben eine gut montierbare Größe

von 625 x 1250 mm und wiegen bei 30 mm

Dicke rund 21 kg.

Im Autarkia Green World Business

Park wurden fast 1 000 m²

Deckenfläche in den Büroräumen,

im Treppenhaus und

auf den Fluren in ein Zwei-

Wege-System für Heizen

und Kühlen integriert. In der

Übergangszeit versorgt eine

Lüftungsanlage die Räume mit

wohltemperierter Frischluft.

Im Winter und Sommer wird die

Deckenheizung bzw. -kühlung dazugeschaltet.

Das Naturbo-System überträgt die

Wärme fast ausschließlich durch Wärmestrahlung.

Dies steigert die Energieeffizienz,

optimiert den Wirkungsgrad der Wärmepumpe

und sorgt für schnelle Reaktionszeiten

und eine gesunde, stressmindernde Wärme.

Kühlen kann das System ohne Zugluft, ohne

Geräusche und mit sehr geringem Energieinput.

»Nur über die Lüftung zu heizen und

zu kühlen, hätte für das Gebäude nicht ausgereicht.

Nur über die Decken zu heizen,

Die massive Holzkonstruktion

aus CLT-Wandund

Deckenelementen bietet den

Rahmen für das Arbeitsumfeld. Unter

dem weißen Deckenputz verbirgt sich

das lehmbasierte Deckenheiz- und

-kühlsystem von Naturbo.

hätte das Belüftungsproblem

nicht gelöst.

So ergänzen sich die

beiden Systeme im Betrieb

zu einem vollkommenen Ganzen«,

erklärt Michael Lülf das Konzept.

Naturbo erstellte eine maßgeschneiderte

Werkplanung für die Deckenheizung. Auf

Basis der Heiz- und Kühllastberechnung des

TGA-Planers berechnete man die Anzahl

der Heizkreise und lieferte für jeden Raum

einen detaillierten Verlegeplan inklusive

Materialliste. In Abstimmung mit dem

Heizungsbauer und der Lüftungsplanung

gelang so eine optimale Leitungsführung.

Die vorkonfektionierten Deckenelemente

❄?

wurden streng nach der Verlegevorgabe

direkt auf die CLT-Unterdecke geschraubt.

Häufig wird eine Unterkonstruktion mit

Lattung für die Leitungsführung genutzt.

»Das wird je nach Projekt entschieden.

Im Green Business Park waren jedoch die

Leitungen für die Lüftungsanlage bereits

verkoffert und wir konnten unsere Leitungen

darin verziehen. Daher haben wir hier

auf eine Unterlattung verzichtet«, erinnert

sich Michel Weihele, Geschäftsführer von

Naturbo. Nach dem Anschluss an die Heizkreisverteilung

bzw. die Lüftungsleitungen

wurden die Deckenplatten verspachtelt und

mit dem weißen Lehmputzfinish zu einer

homogenen Fläche glatt gestrichen. ?

RAHMEN für

Akustikpaneele

Innenausbau

www.Auer-Metallprofile.de

Juli 2026 l 23


Das »Osmo 2K-Holz-Öl« schafft bereits durch

einen einmaligen Auftrag dauerhaft schöne

und optimal geschützte Oberflächen.

Starker Holzschutz in Rekordzeit

OSMO – Anstrichsysteme wie das »2K Holz-Öl« von Osmo verbinden

wirksamen Langzeitschutz mit Rekord-Trocknungszeiten, sodass Projekte

zügig abgeschlossen werden können, ohne Kompromisse bei Qualität,

Effizienz und Haltbarkeit einzugehen. Neben optimierten

Trocknungszeiten und einer konstant hohen Materialqualität bietet

Osmos erstes einschichtiges und lösemittelfreies Zwei-Komponenten-Öl

für den Innenbereich auch eine wirtschaftliche Verarbeitung und eine

außergewöhnlich breite Farbpalette.

Osmo bietet sein »2K-Holz-Öl«

standardmäßig in elf Farben sowie

einer farblosen Variante an.

Als matter Langzeit-Holzschutz erzeugt das »Osmo

2K Holz-Öl« eine offenporige und zugleich extrem

belastbare Oberfläche, die den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch

des Holzes bewahrt und damit

aktiv zu einem verbesserten Raumklima beiträgt.

Ein schlagender Vorteil des Profi-Produktes liegt

in seiner Zeitersparnis: Mit nur einem Auftrag lassen

sich optisch hochwertige Flächen kreieren,

die selbst intensiver Beanspruchung problemlos

standhalten. Dabei ist die emissionsgeprüfte

Oberfläche dank der innovativen Bindemitteltechnologie

nach nur 24 Stunden bereits wieder voll

belastbar, was gerade für terminsensible Projekte

im Objektbereich ideal ist.

Die Reichweite von ca. 40 bis 50 m² pro Liter

macht das »2K Holz-Öl« besonders

wirtschaftlich in der Verarbeitung.

Für kleinere Flächen

lassen sich auch Teilmengen

exakt anmischen – hier fungiert

der Deckel als Maßeinheit.

Nach der Zugabe des Härters

und dem gründlichen Vermischen

beider Komponenten ist

das Produkt sofort einsatzbereit,

die Topfzeit beträgt etwa

drei bis vier Stunden.

Elf Farben im Standard

»Osmo 2K Holz-Öl« eignet sich für sämtliche Parkett-

und Holzfußböden gemäß DIN 18356, für

Möbeloberflächen sowie für nahezu alle inhaltsstoffreichen

Holzarten und ist in getrocknetem

Zustand sogar für Kinderspielzeug geeignet. Es

basiert auf nachwachsenden Rohstoffen und

bietet bereits im Standard elf farbige sowie eine

farblose Variante, welche sich für ein Maximum

an Individualisierbarkeit direkt auf der Baustelle

beliebig untereinander mischen lassen. Neu im

Sortiment und ein echter Eyecatcher ist z. B. der

Farbton »Granat Matt«, der den Gestaltungsspielraum

erweitert und ausdrucksstarke Oberflächenoptiken

ermöglicht, von pastelligen Beerentönen

über edles Mahagoni bis hin zu charaktervollen

Brauntönen.

?

OSMO (3)

Nachdem der Härter zugefügt und beide Komponenten

sorgfältig vermischt wurden, ist das »2K-Holz-Öl« sofort

einsatzbereit. Die Topfzeit beträgt drei bis vier Stunden.

24 l Juli 2026 Innenausbau


Mehr Sicherheit, Absorption und Effizienz

OWA – Dem Markenanspruch »Owa –

more than a ceiling« folgend, werden

Owa-Deckensysteme entwickelt, um

echte Mehrwerte zu bieten. Im Mai

kehrte der Brandschutz-Klassiker »Barriere

B« zurück. Außerdem kamen Mitte

Mai die Einlegevariante der Hanfstrohdecke

»Natura A« und das weiter optimierte

fugenfreie Deckensystem

»OwaPlan« auf den Markt.

Die selbstständige Brandschutzeinheit »Barriere

B« EI30 (a↔b) erfüllt die Anforderungen

nach EN 13501-2 an den Feuerwiderstand

eigenständig, bei Brandangriff von unten

nach oben sowie umgekehrt. Dies dient

dem Schutz von Versorgungsleitungen

im Deckenhohlraum und gewährleistet im

Brandfall eine ausreichend lange Nutzbarkeit

des darunterliegenden Fluchtwegs.

»Barriere B« ist rauchdicht und bietet mit

der hochwertigen Oberfläche »Sternbild«

eine sehr gute Schallabsorption – ideal für

Räume mit höchsten Anforderungen an

Brandschutz und Akustik.

»Natura A«:

Nachhaltig mehr Absorption

Die akustisch optimierte Einlegevariante der

Natura-Hanfstrohplatten bietet als A-Absorber

mit einem Schallabsorptionsgrad von

αw 0,90 eine wahrnehmbar höhere Schallabsorption.

Damit erweitert »Natura A«

die Produktfamilie um eine leistungsstarke

Lösung für anspruchsvollste akustische

Anforderungen als geschlossene Unterdecke.

Die Serie Natura-Hanfstrohplatten aus der

»nOWAcoustic collection« überzeugt durch

ihre natürliche Materialität, ihren positiven

Beitrag zur Ökobilanz und ihre vielseitigen

Einsatzmöglichkeiten. Durch den ressourcenschonenden

Herstellungsprozess wird

Hanf zur Zero-Waste-Ressource. »Natura A«

fügt sich mit zwei Formaten und der Kante

N0 ideal in das System »S 3« ein. Verschiedenste

Farben bieten hohe gestalterische

Flexibilität. Natura-Hanfstrohplatten sind

ideal für individuelle Raumkonzepte und sorgen

für ein angenehm zeitgemäßes Interior

Design. Für mehr Effizienz ohne Kompromisse

steht »OwaPlan90«: Das Deckensystem

OWA

Das Deckensystem »OwaPlan« vereint Akustik,

Brandschutz und Design.

vereint Akustik, Brandschutz und Design. Ob

in Restaurants, Foyers, Museen, Galerien,

Schulen, Einkaufspassagen, Hotels oder im

privaten Wohnbereich, »OwaPlan« macht

überall eine gute Figur und sorgt für eine

angenehme Raumakustik. Feine bis sehr

feine Putzstrukturen in Weiß oder farbig verleihen

der Decke eine klare Eleganz. Neben

dem werkseitig erzeugten vliesfreien Rand

lässt sich der Akustikputz nun in bis zu drei

Schichten mit je zwei Stunden Trocknungszeit

an einem Tag auftragen.

?

Steinwolle – Ihr starker Partner

im Holzbau

Innenausbau

Moderner Holzbau mit Woodrock Protect

Woodrock Protect ist die auf den Holzbau zugeschnittene Fassadendämmplatte von

ROCKWOOL. Sie überzeugt durch starken Brand- und Wärmeschutz und eignet sich

ideal für hinterlüftete Außenwände. Entdecken Sie vielfältige Konstruktionen, konform

zur neuen MHolzBauRL 2024.

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Juli 2026 l 25


Badmodernisierung

mit bodengleicher Dusche

QUELLE

Großformatige Fliesen, eine

bodengleiche Dusche und ein

hochwertiges Design kennzeichnen

das Bad nach seiner

Modernisierung.

DALLMER – Bodengleiche Duschen sind heute fester Bestandteil hochwertiger

Badmodernisierungen. Damit sie dauerhaft sicher funktionieren, kommt

es auf präzise Höhenjustierung, normgerechte Abdichtung und klar definierte

Schnittstellen zwischen SHK und Fliesenleger an. Ein Praxisbericht über den

Einbau des Duschrinnensystems »DallFlex 2.0« von Dallmer.

»Alles, was fest verbaut ist

und später nicht mehr

einfach getauscht werden

kann – Unterputzarmatur

oder Duschrinne –, sollte

von Anfang an hochwertig

gewählt werden.«

Beim Einbau des weiterentwickelten Duschrinnensystems

»DallFlex 2.0« von Dallmer ließ sich

Installateurmeister Leo Meurer auf einer Baustelle

in Hürth begleiten. Gemeinsam mit Fliesenleger

Matthias Balk zeigte er, wie sich das System effizient,

sicher und praxisgerecht montieren lässt –

von der Rohmontage bis zum fertigen Bad. Das

Projekt: eine hochwertige Badmodernisierung mit

großformatigen Fliesen und befliesbarer Duschrinne

»CeraWall Individual«.

»In der Badplanung lege ich den größten Fokus

auf die Dusche. Dort merkt der Nutzer jeden Tag,

ob alles gut geplant ist«, erklärt Leo Meurer. »Ist

die Dusche zu klein, der Einstieg zu hoch oder die

Armatur ungünstig positioniert, werde ich mich

jeden Tag ärgern.« Gerade deshalb empfiehlt der

Installateurmeister, bei zentralen Komponenten

keine Kompromisse einzugehen: »Alles, was

fest verbaut ist und später nicht mehr einfach

getauscht werden kann – Unterputzarmatur oder

Duschrinne –, sollte von Anfang an hochwertig

gewählt werden.«

Die Umsetzung bodengleicher Duschen muss

besonders sorgfältig geplant werden. Neben der

Entwässerung spielen Aufbauhöhe, Gefälle und

das spätere Fliesenbild eine entscheidende Rolle.

Rohmontage und Vorbereitung

Nach der Planung folgt die Umsetzung. Gerade

bei bodengleichen Duschen zeigt sich hier, wie

wichtig durchdachte Systeme und eingespielte

Abläufe sind. Kernbohrung, Trockenbauwände und

Randdämmstreifen sind vorbereitet. Sie bilden die

Grundlage für eine saubere und normgerechte

Installation. Leo Meurer packt das Ablaufgehäuse

»DallFlex 2.0« aus. Alle Systemkomponenten

sind übersichtlich und transportsicher verpackt.

So lässt sich das Ablaufgehäuse mit wenigen

Handgriffen schnell und sicher montieren.

Ein zentrales Feature des »DallFlex 2.0« ist

das neue Schnellspannsystem. Es ermöglicht

eine werkzeuglose Voreinstellung der Gewindestangen.

Die Höhe lässt sich exakt und schnell

anpassen. Das ist besonders bei Sanierungen

oder variierenden Estrichstärken ein klarer Vorteil.

Die Montageeinheit mit integrierter Positionierhilfe sorgt

für eine passgenaue Ausrichtung der Duschrinne.

26 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


Anschließend richtet der Installateur das Ablaufgehäuse

mit der Wasserwaage aus. Die Montagefüße

lassen sich komfortabel justieren.

In dem Projekt erfolgt die Entwässerung über

einen senkrechten Ablauf durch den Keller. Diese

Lösung bietet vor allem bei geringem Bodenaufbau

zusätzliche Flexibilität. »Der senkrechte Ablauf

›DallFlex 2.0‹ war hier entscheidend. Dadurch

konnten wir die hohe Ablaufleistung sicherstellen

und gleichzeitig genug Spielraum bei der Aufbauhöhe

behalten«, erläutert Meurer.

Nach dem Anschluss an die Entwässerung und

vor dem Estricheinbau erfolgt eine Funktionsprüfung:

»Den Ablauf prüfe ich immer vor dem

Estrich mit der Gießkanne. So sehe ich sofort,

ob alles dicht ist und ob die Leitung ausreichend

belüftet wird.«

Mit der abgeschlossenen Rohmontage rückt

nun ein wichtiger Faktor in den Fokus: die reibungslose

Übergabe an den Fliesenleger. Fliesenleger

Matthias Balk übernimmt die Fläche,

passt Dämmung und Randdämmstreifen an und

bereitet den Untergrund für die weiteren Arbeitsschritte

vor. Das selbstklebende Sicherheitsband

aus Edelstahl dient dabei als Schnittschutz und

sorgt für zusätzliche Sicherheit bei späteren

Wartungsarbeiten.

Danach bringt der Fliesenleger den Gefälleestrich

ein und zieht ihn exakt auf das Ablaufgehäuse.

Die klare Systemgeometrie des »DallFlex

2.0« erleichtert die saubere und gleichmäßige

Ausbildung des Gefälles. Neben der technischen

Ausführung spielt auch die gestalterische Planung

eine zentrale Rolle: »Man muss eigentlich

schon ab der Tür überlegen, wie das Fliesenbild

läuft und wo die Rinne sitzt. Sonst passt später

die ganze Gestaltung nicht mehr zusammen.«

Sobald der Estrich getrocknet ist, beginnt der

nächste entscheidende Schritt: die fachgerechte

Abdichtung. Zunächst gleicht der Fliesenleger letzte

Unebenheiten aus und bereitet den Untergrund für

die Abdichtung vor. Dann wird die faltenfrei und

separat verpackte Dichtmanschette eingesetzt

und in die Verbundabdichtung integriert. Die klar

definierte System-Schnittstelle erleichtert die Verarbeitung

und reduziert potenzielle Fehlerquellen.

Gleichzeitig wird eine normgerechte Abdichtung

gemäß DIN 18534 sichergestellt. Im nächsten

Schritt werden Wand- und Bodenflächen mit

Fliesenkleber versehen und die Abdichtung fachgerecht

eingebunden. So entsteht eine dauerhaft

sichere Grundlage für die weitere Ausführung.

Einbau der Duschrinne

Mit der vorbereiteten Abdichtung folgt der Einbau

der Duschrinne. Hier zeigt sich, wie gut Systemkomponenten

und Verarbeitung ineinandergreifen.

Beim Einmessen und Einkürzen der Duschrinne

»CeraWall Individual« wird die Systemklarheit des

»DallFlex 2.0« deutlich. Auch bei großformatigen

Fliesen lässt sich die Rinne passgenau an die

baulichen Gegebenheiten anpassen. Fliesenleger

Matthias Balk bereitet anschließend den Einbau

vor und setzt die Rinne in das Fliesenkleberbett

ein. Die integrierte Positionierhilfe sorgt für die

exakte Ausrichtung an Wand- und Bodenbelägen.

Zusätzlich bietet der um 180° drehbare Rahmen

maximale Gestaltungsfreiheit für die variabel

wählbaren Belagstärken.

Einige Wochen später ist die Modernisierung

abgeschlossen. »Der Fokus bei der Badgestaltung

lag klar auf einem sehr cleanen, hochwertigen

Design mit großformatigen Fliesen und

möglichst wenigen Fugen. Deshalb haben wir

auch die befliesbare Rinne ›CeraWall Individual‹

eingesetzt, die sich optisch perfekt in das Fliesenbild

integriert«, erklärt Meurer. Die befliesbare

Duschrinne fügt sich nahezu unsichtbar in das

Wanddesign ein. Das einseitige Gefälle ermöglicht

eine großflächige Verlegung mit minimalen

Fugen und reduziertem Verschnitt.

?

DALLMER (4)

Bad & Heizung

Die befliesbare Duschrinne integriert sich

nahezu unsichtbar in das Wanddesign. Das

einseitige Gefälle ermöglicht eine großflächige

Verlegung mit möglichst wenigen

Fugen und Verschnitten.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich

das Ablaufgehäuse des »DallFlex 2.0«

montieren – hier werden gerade die

Montagefüße justiert.

SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 27


Mehr Badkomfort mit einem Dusch-WC

GEBERIT – Was den Komfort

im Bad unmittelbar

erhöht, ist der Umstieg von

einem herkömmlichen WC

auf ein Dusch-WC. Gerade in

älteren Bädern wird die

Nachrüstung von Dusch-WCs

häufig als komplex eingeschätzt.

Doch die Bedenken

sind oft unbegründet und die

Herausforderungen in vielen

Fällen gut lösbar: Meist ist

die Installation eines Dusch-

WCs wie des »Geberit

AquaClean Alba« mit überschaubarem

baulichem Aufwand

möglich.

Sind keine Anschlüsse vorhanden,

kann das Dusch-WC u. a. mit dem

»Geberit Monolith«-Sanitärmodul

installiert werden – hier ist ein

eigener Spülkasten dabei.

GEBERIT (3)

Bei der Installation der »Geberit Power

& Connect Box« kann der Elektriker den

230‐V‐Zugang an den Zwischenboden

führen. Danach übernimmt der

Installateur per Plug & Play.

Ein Dusch-WC benötigt im Vergleich zu einem

herkömmlichen WC in der Regel zwei weitere

Anschlüsse: einen Wasseranschluss für die

Duschfunktion und einen Stromanschluss. Geberit-Unterputzspülkästen

sind heute mit einem

Leerrohr ausgestattet und bieten zusätzlich Platz

für den Stromanschluss. In älteren Bädern sind

diese Voraussetzungen oftmals nicht gegeben.

Auf den ersten Blick erscheint die Nachrüstung

eines Dusch-WCs daher aufwendig. Bei genauer

Betrachtung lassen sich jedoch praktikable und

einfach umsetzbare Lösungen finden, mit denen

sich auch im Bestand eine Intimreinigung mit

Wasser realisieren lässt. Um einen Wasseranschluss

ohne vorhandenes Leerrohr sowie einen

Stromanschluss zum Dusch-WC zu führen, stehen

mehrere Optionen zur Verfügung:

Keine Anschlüsse vorhanden,

kein Ausschlusskriterium

Eine bewährte Lösung ist die Geberit-Designplatte:

Sie ermöglicht die Aufputz-Verlegung des Wasseranschlusses

aus der Revisionsöffnung des

Spülkastens bis zum WC. Ein Panzerschlauch

und ein Stromkabel werden innerhalb eines aufgeklebten

Grundrahmens geführt und sind später

vollständig hinter der Designplatte verborgen.

Diese Variante kommt ohne Fliesenbohrungen

aus, ist optisch dezent und eignet sich damit auch

für Mietwohnungen.

Alternativ kann ein »Geberit Monolith«-Sanitärmodul

vor dem vorhandenen Unterputzspülkasten

installiert werden. Das Element bringt

einen eigenen Spülkasten mit, bietet Raum für

Wasser‐ und Stromanschlüsse und ist mit nahezu

allen handelsüblichen WC-Keramiken kompatibel.

Durch die große Auswahl an Oberflächen und

Farben eröffnet der Geberit Monolith zusätzliche

gestalterische Möglichkeiten.

Für eine besonders kostengünstige Nachrüstung

kann die Wasserzufuhr über das Eckventil des

Waschtischs abgezweigt werden und gemeinsam

mit dem Stromkabel in einem Kabelkanal

von unten bis zum WC geführt werden. All diese

Lösungen können ohne größeren baulichen Aufwand

installiert werden und vermeiden das Aufstemmen

der Wand.

Leerrohr vorhanden,

Stromanschluss fehlt

Wurde das Bad in den vergangenen Jahren bereits

renoviert, ist häufig ein aktuelles Geberit-WC-Element

verbaut. Dieses verfügt über ein Leerrohr,

über das ein Panzerschlauch vom Wasseranschluss

direkt zum WC geführt werden kann.

Seit April 2013 sind alle Geberit-WC-Elemente

standardmäßig mit zwei Leerrohren (auf 5 cm

und 19,5 cm Höhe) ausgestattet. Damit lassen

sich sowohl verdeckte Anschlüsse für Komplettanlagen

als auch sichtbare seitliche Anschlüsse

28 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


für WC-Aufsätze realisieren. In diesem Fall ist nur

noch der Stromanschluss nachzurüsten.

Grundsätzlich kann der Strom für ein Dusch-

WC wie das »Geberit AquaClean Alba« aus allen

im Haus vorhandenen Stromquellen abgeleitet

werden, beispielsweise über eine Steckdose im

Bad oder über einen Spiegelschrank oder Lichtspiegel,

der bereits über einen Stromanschluss

verfügt. Das Stromkabel lässt sich anschließend

über einen Kabelkanal unauffällig bis zum WC führen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den

Strom aus einem Nachbarraum oder dem Keller

zu entnehmen. Durch Bohren an der richtigen

Stelle kann das Kabel verdeckt an das WC-Element

geführt werden. So bleibt das Badezimmer

selbst unberührt, ganz ohne optische Einbußen.

Für eine dauerhafte, sichere und zukunftsorientierte

Lösung, vor allem in Neubauten oder

bei Komplettbadsanierungen, bietet Geberit die

»Power & Connect Box«. Sie versorgt den WC-

Platz zuverlässig mit Strom. Die Box wird unsichtbar,

aber zugänglich hinter der WC‐Keramik im

Installationsrahmen montiert, schafft eine standardisierte

Anschlussposition und ist mit »Geberit

GIS«‐ und »Duofix«‐Elementen sowie gängigen

Keramiken kompatibel. So ist die »Geberit Power

& Connect Box« nicht nur für den Anschluss von

Dusch-WCs geeignet. Über sie können auch

weitere Funktionen wie elektronische Betätigungsplatten

oder eine Geruchsabsaugung mit

Strom versorgt werden. Bei der Installation sind

die Zuständigkeiten klar. Der 230‐V‐Zugang wird

vom Elektriker an den Zwischenboden geführt.

Der Sanitärinstallateur kann die Anschlussarbeiten

anschließend einfach per Plug & Play ausführen,

was Schnittstellen sinnvoll trennt und die Koordination

erleichtert.

?

Aktuelle Geberit-WC-Elemente verfügen

standardmäßig über ein Leerrohr, in dem

ein Panzerschlauch aus dem Spülkasten

direkt zum WC geführt werden kann.

Warme Oberflächenoptik

für Glasduschen

SPRINZ – Die »Omega«-Glasduschen-

Kollektion von Sprinz wird um die neue

Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«

erweitert. Die fein gebürstete, matte

Oberfläche bringt eine angenehme

Wärme ins Bad und sorgt für eine

ruhige, hochwertige Optik.

Mehr Wärme für moderne Badgestaltung:

Die Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«

von Sprinz zeichnet sich durch eine reduzierte

Reflexion und eine gleichmäßige Lichtwirkung

aus. Die Oberfläche wirkt je nach

Lichteinfall sanft und lebendig zugleich. In

Kombination mit klarem Glas entsteht ein

spannender Kontrast, der moderne wie auch

klassische Badkonzepte stilvoll ergänzt. Die

»Brushed Bronze«-Oberfläche bietet eine

hochwertige Alternative zu klassischen

Beschlägen in Chrom oder Schwarz. Sie

lässt sich vielseitig einsetzen und setzt

gezielte Akzente im Raum – ohne dominant

zu wirken. Gleichzeitig überzeugt sie durch

eine angenehme, griffige Haptik und eine

klare Formsprache.

Individuelle Lösungen für jedes Bad

Die »Omega Brushed Bronze«-Edition ist für

alle gängigen »Omega«-Modelle verfügbar

und ermöglicht eine individuelle Gestaltung

nach Maß. Unterschiedliche Grundrisslösungen,

Glasvarianten und Ausstattungsoptionen

bieten maximale Flexibilität bei

der Planung. Neben »Brushed Bronze« hat

Sprinz noch vier weitere Optiken standardmäßig

im Programm: »Chrom«, »Schwarz

matt«, »Supersteel« sowie »Gunmetal«.?

Mit der Beschlagoberfläche »Brushed Bronze« erweitert

Sprinz seine Glasduschen-Serie »Omega«.

Alternative zu Chrom oder Schwarz:

die neue Beschlagoberfläche »Brushed Bronze«.

WISSENSWERTES...

Als Glashersteller mit über 135 Jahren

Erfahrung entwickelt und produziert Sprinz

hochwertige Duschlösungen nach Maß. Ob

Sonderanfertigungen, spezielle Einbausituationen

oder individuelle Designwünsche

– Sprinz bietet für jede Raumsituation die

passende Lösung. Ein flächendeckender

Aufmaß- und Montageservice in Deutschland,

Österreich und der Schweiz sowie eine

persönliche Beratung runden das Angebot

ab. Das Unternehmen verarbeitet täglich

über 100 Tonnen Rohglas zu Sanitär- und

Küchenausstattung, Glastüren, Trennwandsystemen,

Gebäudeglas oder anderen hochwertigen

Spezialglas-Produkten.

Juli 2026 l 29


Maximale Funktion bei

minimaler Fläche

JACKON INSULATION – In Le Perreux-sur-Marne bei Paris entstand im

Zuge einer umfassenden Haussanierung ein neues Badezimmer mit Dusche,

Waschtisch und WC auf nur 4,35 m². Bei einer Raumabmessung von 1,40 ×

3,11 m zählt jeder Quadratmeter, weswegen die Badgestaltung sehr präzise

durchdacht werden musste. Spielraum für klassische, rechteckige Duschlösungen

gab es hier kaum, ohne den Nutzungskomfort spürbar einzuschränken.

Die Lösung war eine Runddusche mit dem »Jackoboard Aqua Circle«.

JACKON INSULATION (2)

Passgenauigkeit Schritt für Schritt:

Das Aufstellen der vorgefertigten

»Jackoboard Aqua Circle«-Trennwände

lässt sich zügig ausführen.

Die Entscheidung für eine Runddusche brachte die

notwendige Bewegungsfreiheit zurück. Die Bauherrin

ist Stylistin und Set-Designerin – entsprechend

hoch waren die Ansprüche an Gestaltung und

Raumwirkung. Der zentrale Kniff: Die Runddusche

wurde ganz bewusst leicht in das angrenzende

Zimmer, ein Büro, hineinversetzt. So gewinnt das

Bad spürbar an Bewegungsfläche, während die

abgerundete Rückseite im Büroraum als sichtbare,

sanft gerundete Wandfläche erscheint. Was als

praktische Maßnahme fungiert, wird gleichzeitig

zu einem architektonischen Detail: funktional und

gestalterisch ein echtes Signature-Element, das

den Grundriss nicht »verengt«, sondern öffnet.

Eine moderne, barrierefreie Runddusche trotz Mini-Fläche:

»Jackoboard Aqua Circle« verbindet Funktion mit Komfort.

Barrierefreie Komplettlösung

für eine schnelle, sichere Ausführung

Umgesetzt wurde die Dusche mit »Jackoboard

Aqua Circle« von Jackon Insulation by Bewi. Das

System ist als barrierefreie Komplettlösung ausgelegt

und besteht aus einem Bodenelement und

einer fünfteiligen Duschtrennwand mit Nut- und

Federsteckverbindungen. Für Verarbeiter bedeutet

das: klar definierte Geometrie, planbarer Aufbau

und eine Lösung, die direkt den nächsten Arbeitsschritt

ermöglicht – das Verfliesen.

Die Elemente verfügen über einen wasserdichten

XPS-Kern mit beidseitiger Spezialbeschichtung.

Das rollstuhlbefahrbare Bodenelement ist für sehr

niedrige Aufbauhöhen geeignet und hat ein eingearbeitetes

CNC-gefrästes Gefälle, das eine sichere

Wasserführung unterstützt sowie einen sauberen

und zügigen Einbau erleichtert. Mit einem Innendurchmesser

von 1 000 mm (Außendurchmesser

1 100 mm) entsteht eine komfortable Duschzone,

die auf kleinem Grundriss überraschend großzügig

wirkt. Die Ablaufleistung liegt bei 0,9 l/s; der

Ablauf ist separat bestellbar. Maßgefertigte Größen

sind auf Anfrage erhältlich.

Im fertigen Badezimmer wird der Vorteil der

runden Geometrie deutlich: Der Duschbereich

bietet die gewünschte Bewegungsfreiheit und

die Rundung strukturiert das Badezimmer ohne

zusätzliche Wände, die den Raum optisch schließen.

Die kurvige Rückseite im Büro wird zu einem

Gestaltungselement mit starkem Wiedererkennungswert

– in diesem Projekt sogar ein Impuls,

dies als Motiv im Interieur erneut aufzugreifen.?

30 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


Passt auch,

wenn es richtig

eng wird!

Made in

Germany!

Mehr Höhe,

mehr Stauraum

Der neue Lichtspiegelschrank

»Emco 800« mit drei Spiegeltüren

als Aufputzvariante.

Schlauchbad, 120 cm breit

Mit Grumbach Sanitärbausteinen

und Duschbodenelementen aus PUR

entstehen auch in sehr beengten

Räumen attraktive Bäder!

Der Klassiker!

EMCO BAD – Mit dem Lichtspiegelschrank »Emco 800« erweitert das Unternehmen aus

Lingen sein Portfolio um ein Modell mit 800 mm Bauhöhe. Der Schrank bietet viel Stauraum,

flexible Montagemöglichkeiten und modernste LED-Lichttechnik. Erhältlich ist er in

verschiedenen Breiten in Aluminium oder Schwarz sowie als Auf- und Unterputzvariante.

Eck-WC-Stein

108 cm hoch

• platzsparend

• komplett

vorgerichtet

• direkt zu verfl iesen

Mit 800 mm Höhe setzt der neue Spiegelschrank

im Markt ein klares Zeichen. Der höhere Korpus

schafft zusätzlichen Stauraum und eröffnet neue

Spielräume in der Badgestaltung. Gleichzeitig

bietet das Format mehr Komfort im Alltag, denn

unabhängig von der Körpergröße eignet sich der

Schrank gleichermaßen für die ganze Familie.

Erhältlich ist der Spiegelschrank in Breiten von

600 bis 1 600 mm.

Flexibel in Montage und Design

Dank einer neuen Konstruktion kommt der Lichtspiegelschrank

ohne Einbaurahmen aus und lässt

sich als Auf- oder Unterputzversion montieren.

Das klare, zurückhaltende Design ist zeitlos und

fügt sich in unterschiedlichste Stilwelten ein.

Hochwertige Seitenflächen, eine seidenmatt ausgeführte

graue Rückwand sowie Korpusvarianten

in Aluminium oder Schwarz unterstreichen die

edle Optik. Je nach Breite sind die neuen Modelle

mit einer, zwei oder drei Doppelspiegeltüren

ausgestattet.

Montagevideo

Eck-WC-Stein

Duschboden element mit Rinne

und höhenverstellbarer Blende

• für bodengleiche Duschen

• mit einseitigem Gefälle

• leicht zu befl iesen

EMCO (2)

Licht nach Bedarf

Die oben und unten waagerecht in den Korpus

integrierten LED-Lichtleisten sorgen für optimale

Ausleuchtung und lassen sich per Touchsensor

stufenlos in Lichtfarbe und Lichtstärke regulieren.

Das Spektrum reicht von warmem Ambiente- bis

zu kühlem Funktionslicht bei 2 700 bis 6 500 Kelvin.

Die stufenlos verstellbaren Kristallglasablagen

und eine platzsparende 45°-Elektrobox ergänzen

die umfangreiche Ausstattung. So verbindet der

neue Spiegelschrank »Emco 800« Individualität

mit Funktion und bietet viel Stauraum. Damit

eignet er sich gut für moderne Familienbäder.?

Montagevideo

Duschbodenelement

Mehr Informationen:

superflach !

Die oben und unten waagerecht in den Korpus integrierten LED-

Karl Grumbach GmbH & Co. KG

Lichtleisten lassen sich per Touchsensor stufenlos in Lichtfarbe

Breitteilsweg 3 · 35581 Wetzlar

und Lichtstärke regulieren.

Telefon +49 64 41 9772-0

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SONDERTHEMA | Bad & Heizung grumbach@grumbach.net Juli 2026 l 31


Die Antirutschbeschichtung

»SwissGrip« wurde rund um den

großen Pool, die Whirlpools und

im Duschbereich aufgebracht.

Unsichtbare Lösung, spürbarer Effekt

GRIP SAFETY COATINGS – Direkt an der montenegrinischen Adriaküste, in der

Bucht von Pržno, liegt das Maestral Resort & Casino – ein exklusives Fünf-Sterne-

Resort. An einem privaten Sandstrand gelegen, vereint die Anlage moderne Architektur,

mediterranes Flair und gehobenen Komfort. Ein Spa- und Wellnesszentrum

bietet den Gästen ein umfassendes Angebot für Erholung und Entspannung. Um

auch den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, entschied sich das Hotelmanagement

für eine umfassende Antirutschbeschichtung.

Ein zentraler Bestandteil des Wellnessbereichs

ist der hochwertig gestaltete

Innenpoolbereich: Keramische Fliesen, ein

beheiztes Schwimmbecken und Jacuzzi-

Zonen schaffen eine ruhige Atmosphäre.

Großzügige Fensterflächen, natürliches

Licht, dezente Farben und helle Materialien

unterstreichen den exklusiven Charakter des

Spa-Bereichs. Auch die stilvoll gestalteten

Ruheräume prägen das Ambiente.

Im Innenpoolbereich des Maestral Resort & Casino wurde

die Rutschhemmung der keramischen Bodenfliesen mit

einer transparenten Beschichtung verbessert.

Mit der Zeit zeigte sich jedoch ein zunehmender

Sicherheitsbedarf. Durch Abnutzung

in Kombination mit Reinigungsverfahren

und -mitteln verloren die glasierten Fliesen

ihre ursprünglich vorhandene rutschhemmende

Eigenschaft. Im laufenden Betrieb

entstand auf der unteren Pooldeck-Ebene

ein erhöhtes Risiko: Vereinzelt kam es zu

Rutschvorfällen mit Gästen. Das Hotel versuchte

zunächst, dem Problem mit Antirutschmatten

zu begegnen, die auf den

Gehwegen ausgelegt wurden. Doch diese

Behelfslösung war nicht nur unästhetisch

und reinigungsaufwendig, sondern erwies

sich durch Wölbungen auch als zusätzliche

Stolperfalle.

Nachlassende Rutschhemmung im

laufenden Betrieb

»Die Sicherheit unserer Gäste hat für uns

oberste Priorität. Nachdem solche Rutschvorfälle

zunahmen, suchten wir nach einer

nachhaltigen und professionellen Lösung«,

erklärt Hoteldirektor Ioannis Kakkos. Bei

einer Produktrecherche im Internet wurde

er auf Grip Safety Coatings aufmerksam.

Das Schweizer Unternehmen hat sich auf

Oberflächenbeschichtungen mit Antirutscheffekt

spezialisiert. Zahlreiche internationale

Referenzen belegen die Wirksamkeit des

Materials »SwissGrip«. Zur Bewertung der

Leistungsfähigkeit wurden entsprechend

behandelte Musterfliesen bereitgestellt.

Auf dieser Basis fiel die Entscheidung auf

das Produkt »GSAS medium«. Ob für den

privaten, öffentlichen oder gewerblichen

Einsatz: »SwissGrip« ist in unterschiedlichen

Rutschsicherheitsklassen erhältlich.

Für Barfuß- und Nassbereiche erreicht das

Produkt die Rutschsicherheitsklasse R12/C.

Im Spa wurde die transparente Antirutschbeschichtung

auf Pool- und Bodenflächen

aufgebracht. Die körnige Zweikomponentenbeschichtung

entspricht der DIN EN 16165,

ist LGA-zertifiziert und UV-beständig. Das

Material ist lösemittelfrei, umweltfreundlich

und beschädigt den Untergrund nicht.

Startpunkt war der Innenpoolbereich mit

seinen 350 m² Fliesenfläche. Die Applikation

erfolgte auf den Bodenfliesen rund um den

großen Pool, die beiden Whirlpools sowie

im Duschbereich und wurde im Rahmen der

regulären Wartungsarbeiten durchgeführt.

Dafür wurde der Poolbetrieb für drei Tage

unterbrochen. Zur Vorbereitung wurden die

Flächen gereinigt und abgeklebt. Ein spezialisierter

Anwendungstechniker von Grip

Safety Coatings trug das Material anschließend

gleichmäßig mittels Spritztechnik auf.

Die Trocknungszeit betrug zwölf Stunden.

Verbesserte Sicherheit bei

unveränderter Ästhetik

»Bereits unmittelbar nach der Anwendung

zeigte sich eine deutliche Verbesserung der

Situation. Die Rutschhemmung ist vorhanden,

32 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


ohne die Optik der Bodenfläche zu verändern«,

freut sich Kakkos. Das hochwertige

Erscheinungsbild des Spa-Bereichs ist vollständig

erhalten geblieben. »Das Ergebnis

ist sehr überzeugend. Die Trittsicherheit für

unsere Gäste hat sich spürbar erhöht.« Auch

aus betrieblicher Sicht bestätigt sich der

Erfolg der Maßnahme: Seit der Beschichtung

wurden keine weiteren Rutschvorfälle

dokumentiert. Sowohl Mitarbeiter als

auch Gäste berichten von einem deutlich

höheren Sicherheitsgefühl beim Begehen

der Flächen. »Unsere Gäste haben uns ausdrücklich

rückgemeldet, dass sie sich rund

um den Indoorpool sehr viel sicherer fühlen.

Das bestätigt uns in unserer Entscheidung.«

»SwissGrip« erfüllt gängige Hygienestandards,

inklusive Lotuseffekt und antimikrobieller

Wirkung. Die Oberflächenbeschichtung

GRIP SAFETY COATINGS (3)

Die Beschichtung erhöht die Trittsicherheit im Spa-Bereich,

ohne das Erscheinungsbild der Bodenflächen sichtbar zu

verändern.

ist unempfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln

und lässt sich mit gängigen Hochdruckreinigern

und Putzmaschinen einfach

reinigen. So wird die langfristige Wirksamkeit

der Beschichtung sichergestellt. Aufgrund

der positiven Erfahrungen im Innenbereich

plant das Hotel nun auch die Beschichtung

der 450 m² großen Außenflächen im Poolbereich.

Für das Maestral Resort & Casino

stellt die Antirutschbeschichtung eine sinnvolle

Investition dar – sowohl im Hinblick

auf die Sicherheit der Gäste als auch auf

die Werterhaltung der vorhandenen Oberflächen.

Der Hoteldirektor resümiert: »Wir

empfehlen diese Lösung jederzeit weiter –

insbesondere für Hotels und Betreiber von

Pool- und Wellnessanlagen, die vergleichbare

Anforderungen an Sicherheit und Qualität

haben.«

?

Eine Armatur

mit Kontur und Klarheit

Die Bedienung der Armaturen – hier die Variante in

»Matt Black«/»PureBlack« – erfolgt via »ViPush«-

Technologie intuitiv per Fingerdruck.

VILLEROY & BOCH – Mit »Vea« präsentiert

Villeroy & Boch eine Armaturenkollektion,

die von der zeitlosen

Ästhetik klassisch-modernen Interior

Designs inspiriert ist. Die von Christian

Haas entworfene Serie steht für gestalterische

Reduktion, präzise Geometrie

und eine auf Beständigkeit ausgelegte

Formensprache. »Vea« versteht sich

nicht als dekoratives Objekt, sondern

als architektonisches Element im Raum.

Im Zentrum des Designs stehen präzise

Facetten, deren Inspiration aus der klaren

Geometrie klassischer Parfümflakons stammt

und die die Form der Armatur prägen. Die

Facette fungiert als strukturelles Element,

das Licht gezielt bricht, Schatten lenkt und

der Armatur eine schlanke, definierte Silhouette

verleiht. Das Ergebnis ist ein modernes

Zitat klassischer Handwerkskunst – übertragen

in industrielle Fertigungspräzision. »Es

geht darum, eine Formensprache zu entwickeln,

die Bestand hat und sich visuell nicht

VILLEROY & BOCH (2)

abnutzt«, erklärt Christian

Haas. »Die Facette ist hier

kein bloßes Dekor, sondern

bestimmt Kanten und Form.

Sie verleiht der Armatur Kontur

und Klarheit.«

Form und Bedienung als Einheit

Diese formale Konsequenz des Designs

setzt sich auch in der Bedienung fort: Die

für »Vea« entwickelte »ViPush«-Technologie

ermöglicht eine vollkommen neue Bedienphilosophie.

Die Wassersteuerung erfolgt

intuitiv per Fingerdruck auf den zentralen

Bedienknopf, die Temperatur lässt sich durch

Drehen regulieren – eine Mechanik, die an

die haptische Erfahrung hochwertiger Parfümflakons

erinnert. Anstelle konventioneller

Hebelmechanismen, die oft als visuelle

Störfaktoren die Silhouette dominieren, bietet

»ViPush« eine zentrale, in sich geschlossene

Steuerung. Technik, Ästhetik und Nutzererlebnis

bilden eine harmonische Einheit.

Die Variante mit Keramik-Inlay im Bedienknopf

schafft eine bewusste materielle Verbindung

zum Waschplatz. Der Wechsel von

Metall zu Keramik verstärkt die sinnliche Qualität

des Objekts und verankert die Armatur

als integralen Bestandteil der Badarchitektur.

Die Armaturenkollektion »Vea« – hier in Chrom – orientiert

sich an der klaren Geometrie klassischer Parfümflakons.

Erhältlich ist die Armatur in »Matt Black« mit

»Pure Black« sowie in Chrom mit weißem

Keramik-Inlay; daneben ist die Kollektion

auch vollständig in Chrom verfügbar.

Präzision und Vielseitigkeit

Die skulpturale Qualität von »Vea« ist untrennbar

mit ihrer Herstellung verbunden. Die

Umsetzung der klaren Geometrie erfordert

höchste Präzision und handwerkliches Können:

Toleranzen werden auf ein Minimum

reduziert, damit die visuelle Klarheit der

Form auch haptisch erlebbar wird. Jede

Armatur wird in Deutschland gefertigt. »Vea«

ist äußerst vielseitig: In Chrom mit weißer

Einlage hat die Armatur ein klassisches, fast

vertrautes Aussehen und passt perfekt in

ein renoviertes Altbauhaus. In »Matt Black«

hingegen wirkt die Armatur elegant, ultramodern

und architektonisch. Die Kollektion

bewahrt ihren starken Charakter, ohne sich

dem Nutzer oder der Architektur aufzudrängen,

und steht für einen Designansatz, bei

dem technologische Innovation konsequent

der zeitlos eleganten Form dient. ?

Juli 2026 l 33


Ein Plädoyer für die Wärmepumpe

ADOBE STOCK

Funktionsdarstellung einer Wärmepumpe: Mithilfe effizienter Technik wird Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzbar gemacht.

So können aus 1 kWh Strom je nach Anlage und Betriebsbedingungen bis zu 4 kWh Heizenergie gewonnen werden.

REISSER – Man lernt nie aus! Das ist das Motto des Heizungsbauers Khaled Al

Shafei vom gleichnamigen Handwerksbetrieb in Reutlingen. Daher hat er bereits

mehrere Schulungen rund um das Thema Wärmepumpen besucht. Aktuelles

Know-how in Kombination mit 30 Jahren Branchenerfahrung – so begleitet er

seine Kunden bei der Energiewende. Mit der Firma Reisser verbindet ihn eine

enge Partnerschaft.

Welche Module muss man mit welchen

Steckern und Leitungen bestücken? Wie

genau hat die Verdrahtung für den Strom

auszusehen? Was ist beim Außen- und was

beim Raumtemperaturfühler zu beachten?

»Solche und viele weitere Aspekte werden

bei den Schulungen rund um das Thema

Der Installateur und Heizungsbaumeister Khaled Al Shafei

setzt auf die Vorteile der Wärmepumpen-Technik.

Wärmepumpe betrachtet. Uns Installateuren

wird gezeigt, dass es mit der modernen

Technik eigentlich recht einfach ist«, sagt

Khaled Al Shafei, der sich schon seit längerer

Zeit mit alternativen Energien befasst.

Seine erste Fortbildung absolvierte er beim

Hersteller LG in Frankfurt, anschließend

besuchte er eine Schulung am Reisser Energie

Campus in Tübingen. Dass Menschen

aus der Praxis das Wissen an die Fachhandwerker

vermitteln, schätzt er besonders:

»Die Teilnehmer bekommen einen guten

Überblick, was man machen muss, wie

alles funktioniert. Zusätzlich erhält man gute

Unterlagen, um sich weiter in die Sache zu

vertiefen, das finde ich gut und wichtig.«

Mit einem Experten an der Seite

Durch den für ihn zuständigen Außendienstmitarbeiter

des Großhändlers Reisser wurde

er auf das Schulungsangebot für Heizungsmonteure

aufmerksam. Mit dem Reisser-

Ansprechpartner ist er regelmäßig in Kontakt,

gemeinsam besuchen sie beispielsweise

Kunden vor Ort. Bei einer Begehung wird

erörtert, welche Leistung die Wärmepumpe

haben sollte, wo sie am besten aufgestellt

wird, welche technischen Rahmenbedingungen

vorhanden sind oder geschaffen

werden müssen und welche gesetzlichen

Regularien zu beachten sind. »Ich bin froh,

einen Experten an meiner Seite zu haben,

der sich gut auskennt. Gemeinsam sorgen

wir dafür, dass schlussendlich nicht nur die

Kunden zufrieden sind, sondern auch die

Nachbarn – denn die stören sich oft an den

neuen Geräten«, unterstreicht Al Shafei.

Besucht hat er etwa ein zweistöckiges

Einfamilienhaus in Bad Urach, das für eine

Wohnfläche von 180 m² eine Fußbodenheizung

inklusive Wärmepumpe bekommen

soll. Nach dem Erstgespräch wird

schnell klar, dass aufgrund des älteren

Baujahrs keine Pläne vorliegen, der Kunde

nur eine Skizze hat. »Also beginne ich mit

den Berechnungen, berücksichtige Fläche,

Bodenhöhe und Wattzahl. Reisser fertigt

dann am Computer einen konkreten Plan,

vom Hersteller bekomme ich Hydraulik- und

Verdrahtungspläne. So habe ich alles, was

ich zur Montage brauche, und kann meine

Arbeiten optimal durchführen.«

Um staatliche Zuschüsse für den Heizungsumbau

zu bekommen, wird vom Bauherrn

ein Energieberater kontaktiert, dieser

34 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


kümmert sich um die Heizlastberechnung

und die Förderanträge. »Wenn es zum Auftrag

kommt, aktiviere ich einfach die zwölfstellige

Nummer des Energieberaters, das

ist unkompliziert.«

Ohne Energieberater geht es nicht

Für das betreffende Gebäude wird eine

Wärmepumpe ausreichen, das zeigen die

ersten Berechnungen. Für die notwendige

Heizlastberechnung gibt es unterschiedliche

Methoden, sei es grob nach Verbrauch,

nach Ausgaben für Gas und Strom, wie viel

Kilowatt bei der bisherigen Wärmequelle

angefallen sind. »Es gibt gute Computerprogramme,

um die Werte zu bestimmen –

aber das akzeptiert die KfW-Bank nicht. Hier

in Deutschland müssen wir die Bürokratie

mit bedenken, es braucht sehr detaillierte

Berechnungen, ohne einen Energieberater

geht es heutzutage nicht mehr.«

Dieses Prozedere bewertet Al Shafei recht

positiv, seine eigene Arbeit erschwert das

keineswegs: »Wenn jemand zu mir kommt,

der etwas an seiner Heizung ändern will,

schicke ich den erst einmal zum Energieberater.

Wenn der den Energieausweis

ausgestellt und seine Empfehlungen ausgesprochen

hat, wird vor Ort alles begutachtet

und besprochen. Nach der Begehung

sehen wir, welche Anlage für welches Haus

passt, erst dann erstelle ich das Angebot.«

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit

Energieberatern, Herstellern und Großhandel

hält der Heizungsmonteur für höchst

relevant, zumal die Kunden genau wissen

wollen, mit welcher Summe an Förderung

sie rechnen können, wann genau sich eine

Anlage amortisiert, wie hoch die jährlichen

Betriebskosten zukünftig sein werden.

Deutschland hinkt hinterher

Hemmschwellen, sich des Themas Wärmepumpe

anzunehmen, sieht Al Shafei

eher durch die Politik veranlasst: »Wenn

die hiesige Landespolitik die Bevölkerung

dazu auffordert, mehr Wärmepumpen einzubauen,

und dann aber der Ministerpräsident

im Radio erzählt, er habe bei sich eine

Pelletheizung eingebaut, weil nichts anderes

möglich sei, dann ist das Augenwischerei.

Da frage ich mich schon: Wie kann das sein,

dass bei ihm keine Wärmepumpe gepasst

hat? Politiker sagen das eine und machen

das andere! Sie bilden die Realität anders

ab, das verunsichert die Menschen.«

Daher rührt seiner Meinung nach auch,

dass Deutschland beim Thema Wärmepumpen

so weit hinterherhinkt. »Von 1 000

Wärmequellen in Schweden sind 450

REISSER (2)

Khaled Al Shafei kennt die Technik im Detail: Am geöffneten Steuerungsschrank zeigt sich,

worauf es bei Verdrahtung und Regelung einer Wärmepumpe ankommt.

Wärmepumpen, wenn auch unterschiedlicher

Bauart. Bei uns sind es gerade mal 37

von 1 000 Haushalten, ein verschwindend

kleiner Bruchteil also. Viele Verbraucher denken,

die Technik sei noch nicht ausgereift

– dabei haben sich die Systeme bereits 55

Jahre bewährt und sind fortschrittlich. Manch

einer befürchtet auch, die Handwerker würden

nichts von der neuen Technologie verstehen.

Also lassen alle die Finger davon.«

Diesen Zustand findet Al Shafei bedauernswert,

gerade weil der Einbau einer

Wärmepumpe so viel einfacher ist als bei

einer Gas- oder Pelletheizung. Er hat festgestellt,

dass sich viele Firmen in seiner

Branche mit dem Thema schlichtweg nicht

befassen wollen: »Viele Kollegen machen

nur ihr Standardgeschäft. Wenn jemand

nach einer Wärmepumpe fragt, werden

erschreckend hohe Summen genannt, so

verscheucht man die Kunden. Denn eines

ist klar: Man muss sich intensiv mit dem

Thema befassen, die Verbraucher stellen

unzählige Fragen.« Ein Heizungsmonteur ist

heute mehr denn je als Berater gefordert:

»Ich muss Zeit und Geduld investieren.

Viele Einzelheiten erkläre ich auch anhand

von Videos.« Er schickt den Interessenten

detaillierte Informationen zu, steht für weitere

Gespräche zur Verfügung. Bis sich ein

Kunde entscheidet, mit dem Energieberater

alles geklärt ist, die Förderanträge durch

sind, braucht es manchmal ein halbes Jahr.

Zu wenig Interesse an Technik

Um den Einbau der Wärmepumpe professionell

beraten und begleiten zu können,

braucht es gute Informationen und Schulungen,

davon ist Khaled Al Shafei überzeugt.

Auch wenn es eine Zeit lang dauert, bis

der Prozess in Bewegung und der Auftrag

zustande kommt, hält es der Heizungsinstallateur

aus Reutlingen für lohnenswert.

Al Shafei: »Auch für mich ist die Zeit das

höchste Gut und der Aufwand recht hoch.

Aber ich mache lieber eine Wärmepumpe

als eine Rohrreinigung. Ich befasse mich

lieber mit der Technik, als schnelles Geld

zu machen.« Unterm Strich rechnen sich

seine Mühen, von drei Angeboten bekommt

er zwei Zusagen. »Wenn die Leute etwas

Gutes für die Umwelt tun, ist das ein Stück

weit auch mein Verdienst. Darüber freue

ich mich.«

Neugierde und Interesse an moderner

Technologie sind Khaled Al Shafeis persönlicher

Motor. Dass viele Handwerker lediglich

ein Bad einbauen oder Rohre verlegen

wollen, weil sie gleichgültig gegenüber

neuen Themen sind, findet er bedauernswert.

»Ein Außendienstmitarbeiter eines

namhaften deutschen Herstellers, der

150 Firmen in unserem Kreis betreut, sagte

mir: ›Von den 150 Firmen, die ich betreue,

baut nur jede sechste Firma Wärmepumpen

ein, du gehörst dazu.‹ Dabei leben wir in

einer Informationsgesellschaft, es gibt überall

genug Wissen, auch in Form von Videos

und Schulungen. Alles im Leben funktioniert

doch über Fortschritt und Entwicklung.«

Seiner Ansicht nach ist es ein langsamer

und steter Prozess, in dem die Menschen

aufgeklärt, informiert und überzeugt werden

müssen. »Erst wenn alle mitspielen,

Politik auf Landes- und Bundesebene

genau wie Handwerker und Verbraucher,

können wir den Umweltschutz nachhaltig

etablieren.«

?

SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 35


Bündige Anschlüsse, sichere Verarbeitung

AUSTROTHERM – Mit

einer zusätzlichen Plattenstärke

von 25 mm und einer

weiterentwickelten

Beschichtung wurde die

»Uniplatte« von Austrotherm

gezielt an die Anforderungen

im modernen Bad-, Wellness-

und Trockenbau angepasst.

Im Fokus stehen ein

vereinfachter Anschluss bei

unterschiedlichen Wandaufbauten

und eine höhere Verarbeitungssicherheit

im

Feuchtraum.

Mit der weiterentwickelten »Uniplatte«

reagiert Austrotherm auf gestiegene

Anforderungen im modernen Bad-,

Wellness- und Trockenbau.

Kern des Produkts bleibt ein wasserundurchlässiger

XPS-Hartschaum. Neu ist der

erhöhte Polymeranteil in der Beschichtung,

der zu einer höheren Druckfestigkeit sowie

verbesserten Haftzugwerten führt.

Die neue Variante der »Uniplatte« in 25 mm Stärke

ermöglicht einen unkomplizierten, bündigen

Anschluss an doppelt beplankte Gipskartonwände.

Aufwendige Anpassungen im Übergangsbereich

entfallen damit.

Da die »Uniplatte« einlagig verlegt wird, reduziert

sich zugleich der Montageaufwand im Vergleich

zur klassischen Doppelbeplankung deutlich.

Für den Verarbeiter bedeutet das eine schnellere

Bauabwicklung bei gleichzeitig geringerem

Materialeinsatz und vereinfachter Logistik auf

der Baustelle.

Höhere Druckfestigkeit, verbesserte

Haftzugwerte, präzisere Kanten

Parallel zur Sortimentserweiterung wurde die »Uniplatte«

technisch angepasst. Kern des Produkts

bleibt ein wasserundurchlässiger XPS-Hartschaum.

Im System, unter anderem in Kombination mit

Produkten des Bauchemiespezialisten Murexin,

übernimmt die Bauplatte sowohl Träger- als auch

Abdichtungsfunktion.

Neu ist der erhöhte Polymeranteil in der Beschichtung,

der zu einer höheren Druckfestigkeit sowie

verbesserten Haftzugwerten führt. Das erhöht

die Verarbeitungssicherheit, insbesondere wenn

großformatige Fliesen oder schwere Beläge zum

Einsatz kommen. Auch bei geklebten Oberflächen

aus Metall oder Glas bietet die höhere Haftzugfestigkeit

zusätzliche Sicherheit.

Breites Einsatzspektrum im Innenausbau

Die »Uniplatte« eignet sich als Untergrund für Fliesen

ebenso wie für fugenlose Spachtelsysteme,

Mikrozement oder Putz. In Feuchträumen kann

sie beispielsweise als Trennwand, dämmender

Wanduntergrund, vorgefertigtes Shower-Board

oder zur Verkleidung von Badewannen eingesetzt

werden.

Dabei überzeugt die Bauplatte durch Maßgenauigkeit,

Planebenheit und Stabilität sowie

durch ihre integrierte Wärmedämmung. Die

vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie

sowohl im Neubau als auch in der Sanierung

zu einer durchgängigen Lösung. Die Bauplatte

ist in der Datenbank des Sentinel Holding Instituts

sowie im DGNB-Navigator gelistet. Das

erleichtert die Nachweisführung bei nachhaltigen

Gebäudezertifizierungen.

?

AUSTROTHERM (3)

Die neue Variante der »Austrotherm Uniplatte« in der

Stärke von 25 mm steht für einen unkomplizierten, bündigen

Anschluss an doppelt beplankte Gipskartonwände. Im Bild

ist zur Verdeutlichung der untere Bereich doppelt, der obere

Bereich einfach mit Gipskarton beplankt.

36 l Juli 2026

SONDERTHEMA | Bad & Heizung


Selbstklebende Abdichtung

für Feuchträume

ALFERPROLINE – Abdichten, entkoppeln,

entwässern – das »Alferground«-Sortiment

bietet zuverlässige Lösungen für den Ausbau

und die Sanierung von Feuchträumen.

Neu hinzugekommen ist das selbstklebende

Abdichtungssystem »Alferground« mit

»Hot-Melt«-Technologie, die ideal ist für

eine schnelle und saubere Flächenabdichtung

im Verbund mit keramischen und

nicht-keramischen Belägen wie »Lifestyleboards«,

»AquaWall«-Paneelen und »Top-

Wall«-Modulen in Feuchträumen

im Innenbereich.

Mit den Matten, Bändern und Bahnen der Produktreihe

»Alferground« lässt sich der Untergrund

vom Belag entkoppeln. Das wirkt Rissbildungen

entgegen und verlängert die Haltbarkeit von

keramischen und nicht-keramischen Belägen in

feuchten Innenräumen. Die dafür benötigten Dichtbahnen,

Entkopplungsmatten und Systemteile

von »Alferground« sind ideal aufeinander abgestimmt.

Die neue, selbstklebende Dichtbahn und

das abgestimmte Zubehör von selbstklebenden

Sockelbändern, Innen- und Außenecken, Wandmanschetten

und Schnittschutzbändern ermöglichen

eine schnelle und einfache Verarbeitung

bei maximaler Verlegesicherheit und eignen sich

besonders für Sanierungsmaßnahmen. Zudem ist

bei nicht absandenden Untergründen keine Grundierung

erforderlich. Der Schichtaufbau besteht

aus Belag (Fliesen, Platten, nicht-keramische Beläge),

Dichtbahn und Estrich. Die selbstklebende

Dichtbahn ist AbP-geprüft und normenkonform

nach DIN 18534 bis W2-I.

ALFERPROLINE (3)

Abziehen, aufkleben und fertig: das selbstklebende

Abdichtungssystem »Alferground«.

Verarbeitung

ohne Fliesenkleber

Die selbstklebende Dichtbahn sowie die Formteile

benötigen – wie andere »Alferground«-Produkte

auch – einen tragfähigen, trockenen, ebenen,

staubfreien bzw. nicht sandenden und von haftungsmindernden

Bestandteilen wie Verunreinigungen

oder Trennmitteln freien Untergrund.

Dichtbahn, Dichtbänder sowie Systemteile werden

im nächsten Schritt auf die entsprechende

Größe zugeschnitten. Anschließend werden die

Formteile verklebt, indem die Schutzfolie abgezogen

und das Formteil blasen- und faltenfrei

angeklebt wird. Musste zur Herstellung der Flächenabdichtung

im Wand- und anschließend im

Bodenbereich mit einer klassischen Dichtbahn

bislang ein C2-Fliesenkleber nach Herstellerangaben

vollflächig bis über die Vlieskante aufgezogen

und anschließend vollflächig verklebt

werden, reicht nun das Abziehen der Schutzfolie

und anschließendes Verkleben der Dichtbahn.

Das neue selbstklebende Abdichtungssystem

ist ideal für Sanierungsarbeiten und bei nichtkeramischen

Belagsmaterialien. Es ermöglicht

eine schnelle und einfache Verarbeitung ohne

separaten Kleber durch einfaches Abziehen der

Schutzfolie und anschließendes Aufkleben auf

sauberen, trockenen Untergründen.

Die vollflächige Verklebung – im Gegensatz zu

Produkten auf Butyl-Basis und anderen Systemen

– bietet Sicherheit im Detail. Es sind keine

Trocknungszeiten für einen Kleber, keine aufwendige

Vorbereitung und keine Spezialwerkzeuge

notwendig. Die zusätzliche Polymer-Nahtsicherung

minimiert Kanalbildung und bietet besseren

Feuchtigkeitsschutz. Die Bahnbreite von 50 cm

erleichtert die Verlegung und bietet ein komfortables

Handling.

?

Das neue selbstklebende Abdichtungssystem

»Alferground« mit »Hot-Melt«-

Technologie eignet sich besonders für

Sanierungsarbeiten sowie für Flächenabdichtungen

im Verbund mit keramischen

und nicht-keramischen Belägen.

Die vollflächige Verklebung

– im Gegensatz zu

Produkten auf Butyl-Basis

und anderen Systemen –

bietet Sicherheit im Detail.

SONDERTHEMA | Bad & Heizung Juli 2026 l 37


AZUBI

Karriere

von

Christine Seif

mit Bodenhaftung

Für junge Menschen ist es gegen Ende ihrer Schullaufbahn die Frage

aller Fragen: Was möchte ich beruflich machen? Nur wenige Schüler

haben im Teenager-Alter eine klare Vorstellung ihrer beruflichen Laufbahn.

Praktika, Schnuppertage und Job-Börsen versuchen, den Berufseinsteigern

von morgen einen kleinen Einblick zu geben, was sie im

jeweiligen Job erwartet. Doch die Entscheidung fällt vielen schwer. Das

Handwerk bietet jungen Menschen eine Vielzahl an interessanten und

zukunftssicheren Berufen. Einige davon wollen wir in den nächsten

Ausgaben des baustoffPARTNERs vorstellen. Diesmal im Fokus:

der Ausbildungsberuf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers.

Fachkräfte sind rar, nicht nur im Handwerk. Daher

geht der Kampf um die besten Azubis früh los.

Auf Job-Messen wird nicht nur mit dem Berufsbild,

sondern auch mit Zusatzleistungen wie

einem Zuschuss zum Fitnessstudio, modernster

technischer Ausstattung und der Übernahme der

Führerscheinkosten geworben.

Das ist alles schön, doch sollte es am wichtigsten

sein, dass der Beruf zum jungen Menschen

passt. Schließlich hat eben dieser noch einige

Genaues Arbeiten für eine perfekte Fuge und ein optimales Endergebnis

ist als Fliesenleger unerlässlich.

Jahre bis zur Rente vor sich. Und natürlich ist ein

Ausbildungsberuf nicht in Stein gemeißelt, aber

der optimale Fall wäre doch, dass der Auszubildende

Spaß an seiner Lehre hat und den Job auch

danach noch gerne ausführt.

38 l Juli 2026 Azubi-Ecke


Azubi-Ecke

»Egal, ob ich ein Badezimmer oder eine Küche mache,

ich freue mich immer, wenn ich etwas schaffe, was für

die nächsten 20 oder 30 Jahre Bestand hat und den

Menschen im besten Fall jeden Tag Freude bereitet.«

Sara Sinhuber,

amtierende Europameisterin der Fliesenleger

Ein handwerklicher Ausbildungsberuf ist nicht

immer die erste Wahl bei jungen Menschen,

scheint doch der Berufswunsch »Influencer« so

viel entspannter zu sein und die Industrie so viel

besser zu bezahlen. Eine Ausbildung im Handwerk

bringt zahlreiche Vorteile mit sich sowie

eine relativ sichere Zukunftsperspektive. Ein

klassischer Handwerksberuf ist der Fliesenleger

bzw. der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, wie

der offizielle Ausbildungsberuf lautet.

Ausbildungsdauer,

Anforderungen und Vergütung

Die Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

dauert in der Regel drei Jahre. Die duale

Ausbildung erfolgt zum einen im Ausbildungsbetrieb

und zum anderen in der Berufsschule.

Rechtlich ist keine bestimmte Schulausbildung

vorgeschrieben, in der Praxis hat die Mehrheit

der Azubis einen Hauptschulabschluss oder einen

mittleren Bildungsabschluss. Neben dem Interesse

am Beruf sollten die Schüler Sorgfalt und

etwas Geschick mitbringen, schließlich muss

beim Zuschneiden und Verlegen der Platten und

Fliesen genau gearbeitet werden – schon kleine

Ungenauigkeiten können zu einem mangelhaften

Ergebnis führen. Auch beim Vermessen

im Vorfeld sind exakte Berechnungen wichtig,

denn anhand derer wird das passende Material

bestellt. Zudem ist räumliches Vorstellungsvermögen

von Vorteil sowie eine gewisse körperliche

Konstitution, denn neben dem Tragen und

Heben von Fliesen und Mörtelsäcken findet ein

großer Teil der Arbeit am Boden auf Knien statt.

Doch die Bauindustrie ist in den vergangenen

Jahrzehnten diesbezüglich nicht stillgestanden:

Leichtere Materialien, unterstützende Technik

und verbesserte Rezepturen sorgen für Erleichterung

im Arbeitsalltag. Dieser besteht aus den

unterschiedlichsten Tätigkeiten rund um den Fliesenbelag.

Zu Beginn jeder Baustelle werden erst

einmal die zu verfliesenden Flächen begutachtet

und es findet meist eine Beratung statt. Dabei sollte

der Fliesenleger sowohl den Verwendungszweck

als auch die Wünsche der Kunden im Blick haben.

Nach dem Vorbereiten des Untergrunds geht es

an das Anbringen der Fliesen mit Mörtel oder

Spezialkleber. Die Einsatzgebiete sind dabei vielfältig

und reichen von Küchen oder Badezimmern

in kleinen privaten Wohnungen über große Häuser

bis hin zu Krankenhäusern, Firmengebäuden oder

Schwimmbädern. Auch Terrassen oder Außenbereiche

werden häufig von Fliesenlegern gestaltet.

Arbeiten rund um das Fliesenlegen herum, wie

Abdichtung, Wärme-, Kälte- und Schallschutz,

Dämmung oder Brandschutz, fallen oft ebenfalls

in den Tätigkeitsbereich von Fliesenlegern.

Karriere, Weiterbildung und

Aufstiegsmöglichkeiten

Während der Ausbildung findet meist am Ende

des zweiten Ausbildungsjahres eine Zwischenprüfung

statt sowie eine Abschlussprüfung am Ende

der Ausbildung. Nach bestandener Prüfung und

Den Bedarf berechnen, Material bestellen

und exakt zuschneiden – diese Arbeiten

gehören zum Alltag eines Fliesenlegers.

Fliesen-,

Platten- und

Mosaikleger

Gehalt in

der Ausbildung:

1. Lehrjahr: ca. 850 – 1 000 €

2. Lehrjahr: ca. 950 – 1 200 €

3. Lehrjahr: ca. 1 150 – 1 450 €

Gesellenlohn:

2 200 bis 2 700 €

durchschnittliches

Einstiegsgehalt

Azubi-Ecke

Juli 2026 l 39


Ob Badezimmer, Küche, Terrasse oder

Schwimmbad – Fliesen sind ein beliebter

Belag für Boden und Wände und überzeugen

durch zahlreiche Vorteile.

Zahlen und Fakten

abgeschlossener Lehre ist man offiziell Geselle.

Bereits danach gibt es zahlreiche fachliche oder

betriebswirtschaftliche Fortbildungen. Auch besteht

die Möglichkeit, seinen Meister zu machen. Mit

dem Meisterbrief in der Tasche kann der Fliesenleger

einen eigenen Betrieb leiten und Azubis

ausbilden. Außerdem kann man damit (auch ohne

Abitur) studieren.

Immer mehr Frauen finden in der

Männerdomäne ihren Traumjob

Gerade eben fand der PCI-Alpencup statt, ein

Wettbewerb von PCI/Sika, bei dem junge Fliesenleger

gegeneinander antreten und ihre Leistung

messen. Der baustoffPARTNER war vor Ort und

hat mit den jungen Handwerkern über das Fliesenlegerhandwerk

gesprochen. Vor Ort war auch die

aktuelle Fliesen-Europameisterin Sara Sinhuber.

Für die 24-jährige Österreicherin war es bereits

von klein auf klar, dass sie etwas Handwerkliches

machen wollte. »Während der Schulzeit habe ich

bei einem Fliesenleger reingeschnuppert. Das hat

mir sofort gefallen und ich hab dann gleich mit der

Lehre angefangen.« Seit neun Jahren arbeitet sie

jetzt bei Fliesen & Öfen Reiter in Gföhl im Waldviertel

– nach der Gesellenprüfung hat sie inzwischen

auch ihren Meister gemacht. Außerdem nahm Sara

bei den österreichischen Staatsmeisterschaften

ADOBE STOCK (4)

der Fliesenleger mit Erfolg teil und gewann 2023

den PCI-Alpencup mit ihrem Kollegen Florian

Gruber. Der Höhepunkt ihrer Karriere folgte dann

2025, als sie bei den Euroskills in Dänemark Europameisterin

der Fliesenleger wurde und dabei

ihre männliche Konkurrenz hinter sich ließ. In

19,5 Stunden musste sie ein komplexes Werkstück

mit zwei gefliesten Wänden, einer gemauerten

Trennwand und einem Waschtisch anfertigen.

Es war Saras bislang größtes Einzelprojekt. Aber

auch sonst macht ihr die Arbeit sehr viel Spaß.

»Egal, ob ich ein Badezimmer oder eine Küche

mache, ich freue mich immer, wenn ich etwas

schaffe, was für die nächsten 20 oder 30 Jahre

Bestand hat und den Menschen im besten Fall

jeden Tag Freude bereitet.« Jungen Frauen, die

auf Berufssuche sind, rät sie: »So viel wie möglich

anschauen und reinschnuppern und sich nur nicht

unterkriegen lassen.« Denn in der Männerdomäne

Fliesenleger-Handwerk müsse man sich als Frau

BAUSTOFFPARNER

Sara Sinhuber ist das

beste Beispiel für

Frauenpower im

Fliesenlegerhandwerk.

manch dummen Spruch anhören und Vorurteile

über sich ergehen lassen. »Ignorieren oder kontern«,

lautet Saras Devise. Sie hat die Erfahrung

gemacht, dass Frauen sich mehr beweisen und

eine bessere Leistung abliefern müssen. Ein Beispiel:

Wenn sie mit anderen Gewerken auf einer

Baustelle ist, rede die ersten zwei Tage oft keiner

mit ihr. Erst wenn alle merken, dass sie ihren

Job beherrscht, taut das Eis und man kommt

ins Gespräch. Doch als Mitglied der österreichischen

Fliesen-Nationalmannschaft und amtierende

Europameisterin hat sie viel Selbstvertrauen

getankt. »Es war eine magische Zeit. Das ist

eine Erfahrung fürs Leben, die dir keiner mehr

nehmen kann.«

?

Ausbildungsberuf

Ausbildungsart

Ausbildungsdauer

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

3 Jahre / 36 Monate

Ausbildungsorte

Schulabschluss

Durchschnittliches Fachkraftgehalt

Fußbodenverlegebetriebe, Raumausstatterbetriebe, Fachbetriebe für Bodenbeläge

Hauptschulabschluss oder

mittlerer Bildungsabschluss

ca. 2 700 bis 3 000 Euro brutto pro Monat

40 l Juli 2026

Azubi-Ecke


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Bodenbeläge & Aufbau

Juli 2026 l 41


Robuster Parkettboden mit

historischem Charme

PALLMANN – Der rund 250 Jahre alte Bolongaro-Palast in Frankfurt erhielt im

Rahmen einer umfassenden Modernisierung einen neu verlegten Eichenparkettboden,

hauptsächlich im klassischen Fischgrätmuster. Ziel der Maßnahme ist es,

den repräsentativen Charakter des Barockbaus zu unterstreichen und gleichzeitig

eine langlebige, funktionale und pflegeleichte Bodenlösung für den intensiven

Publikumsverkehr und die vielfältige Nutzung als Verwaltungs- und Veranstaltungsstandort

zu schaffen. Zum Einsatz kamen dabei Systemprodukte von

Pallmann: »Pall-X Filler«, »Magic Oil 2K-Original« sowie »Magic Oil Care«.

Der Bolongaro-Palast gilt als einer der

bedeutendsten barocken Profanbauten der

Region. Errichtet in den Jahren 1772 bis

1780 von den Tabakfabrikanten Josef Maria

Markus und Jakob Philipp Bolongaro, thront

der weitläufige Palast mit seinem Garten

prominent auf einer Anhöhe im Frankfurter

Stadtteil Höchst. Nachdem das Gebäude

im 19. Jahrhundert zeitweise industriell

genutzt und dabei stark in Mitleidenschaft

gezogen worden war, erwarb die damalige

Stadt Höchst den Palast zu Beginn des

20. Jahrhunderts, sanierte ihn aufwendig

Der rund 250 Jahre alte Bolongaro-Palast

erhielt einen neu verlegten Eichenparkettboden;

hauptsächlich im klassischen Fischgrätmuster.

und führte ihn wieder einer repräsentativen

Nutzung zu. Heute beherbergt der Bolongaro-Palast

Teile der Stadtbezirksverwaltung

sowie einen Trausaal und wird für besondere

Veranstaltungen genutzt.

Neuer Eichen-Parkettboden

für hohe Ansprüche

Der vorhandene alte Dielenboden entsprach

in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den

aktuellen Anforderungen. Die Nutzung des

Bolongaro-Palasts als Verwaltungsstandort

mit Publikumsverkehr verlangt nach einer

In der historischen Bausubstanz entstehen u.a. ein Museumstrakt,

ein Musiksaal, ein Veranstaltungssaal sowie

Räume für Kitas, Jugendarbeit und die Musikschule.

Oberfläche, die optisch dem historischen

Ambiente gerecht wird, gleichzeitig aber

hohe Belastungen und häufige Nutzung

sicher abdeckt. Eine besondere Herausforderung

für die Firma Hubert Neles, die

für die Neuverlegung und Oberflächenbehandlung

der insgesamt 1 200 m 2 Parkettfläche

verantwortlich war, stellte zudem

der vorhandene Untergrund dar. Die Böden

wiesen extreme Niveauunterschiede von

bis zu 28 cm auf. Um einen dauerhaft stabilen

und ebenen Aufbau zu gewährleisten,

war ein sorgfältig geplanter und präzise

ausgeführter Schichtaufbau notwendig.

Hinzu kamen anspruchsvolle brandschutztechnische

Vorgaben, insbesondere durch

die Integration von Bodentanks, die sicher,

flächenbündig und optisch unauffällig in den

neuen Bodenaufbau zu integrieren waren.

Gleichzeitig sollten verschiedene Maßnahmen

zur barrierefreien Erschließung des

Hauses – von Aufzügen bis zu schwellenarmen

Übergängen – unterstützt werden.

Nach dem Rückbau des alten Dielenbodens

und dem Ausgleich der unebenen

Untergründe erfolgte die fachgerechte

Neuverlegung von 1 200 m 2 Eichenparkett.

Dieses wurde hauptsächlich im klassischen

Fischgrätmuster verlegt. Bei einem Raum

entschied man sich für ein besonderes

Flechtmuster aus Eiche und Kanadischem

Ahorn. Besondere Sorgfalt galt der exakten

Einbindung der Bodentanks, die in das Verlegemuster

integriert wurden, ohne die Optik

des Bodens zu stören. Gleichzeitig wurden

Bodenbeläge & Aufbau


Die Verlegerichtung und die Geometrie wurden so gewählt,

dass sie die Raumproportionen und die historisch geprägte

Linienführung der Innenarchitektur unterstreichen.

Bodenbeläge & Aufbau

die Verlegerichtung und die Geometrie so

gewählt, dass sie die Raumproportionen

und die historisch geprägte Linienführung

der Innenarchitektur der verschiedenen

Räume unterstreichen. Die Übergänge und

Raumanschlüsse wurden so ausgebildet,

dass barrierefreie Bewegungsflächen und

ein ruhiges Gesamtbild entstanden sind.

Perfekte Basis –

Fugenschluss mit Pall-X Filler

Nach dem Schleifen des frisch verlegten

Parketts wurde die Oberfläche mit »Pall-X

Filler« vorbereitet. Der wasserbasierende,

faserarmierte Fugenkitt zeichnet sich laut

Hersteller durch ein sehr gutes Füllvermögen

und eine hohe Standfestigkeit in der Fuge

aus. Aufgrund der schnellen Trocknung ließ

sich der Arbeitsprozess zügig fortsetzen,

was gerade bei großen Objektflächen ein

wichtiger Faktor ist. »Pall-X Filler« verspricht

eine sehr gute Haftung auch bei Fugen bis

ca. 3 mm und überzeugt durch eine hohe

Farbechtheit, sodass die homogene Anmutung

des Eichen-Fischgrätbodens unterstützt

wird. Durch das vollflächige Kittverfahren

entstand eine geschlossene Oberfläche als

geeignete Grundlage für die nachfolgende

Ölbehandlung.

Für die Endbehandlung der Eichenoberfläche entschieden

sich die Verantwortlichen für »Magic Oil 2K-Original«, ein

lösemittelfreies 2K-Parkettöl auf Basis natürlicher Öle

und Wachse.

Hochwertige Oberflächenveredelung

mit »Magic Oil 2K Original«

Für die Endbehandlung der Eichenoberfläche

entschieden sich die Verantwortlichen für

»Magic Oil 2K Original«, ein lösemittelfreies

2K-Parkettöl auf Basis natürlicher Öle und

Wachse. Diese Kombination soll die natürliche

PALLMANN (5)

Farbe und Struktur der Eiche besonders gut

zur Geltung bringen und dem Parkettboden

eine warme Ausstrahlung verleihen. Gleichzeitig

bietet das zweikomponentige Parkettöl

laut Pallmann eine sehr gute Beständigkeit

gegenüber mechanischer und chemischer

Beanspruchung und ist damit ideal für die

stark frequentierten Flächen des Bürgerund

Kulturhauses geeignet.

Die schnelle Trocknung begünstigt zudem

einen effizienten Baufortschritt, was insbesondere

bei großen Flächen und engen

Zeitfenstern, wie es im Bolongaro-Palast

mit weiteren parallel laufenden Restaurierungsarbeiten

der Fall ist, von Vorteil ist.

Langfristiger Werterhalt

mit »Magic Oil Care«

Um den neu veredelten Parkettboden langfristig

in seinem optischen und funktionalen

Niveau zu erhalten, brachte die Firma Hubert

Neles »Magic Oil Care« als abschließenden

Oberflächenschutz auf. Die wasserbasierende

Pflegeemulsion dient der Auffrischung

geölter Parkettflächen, die mit »Magic Oil«

behandelt wurden. Sie verspricht einen

deutlich sichtbaren Refresher-Effekt, revitalisiert

optisch geölte Flächen und unterstützt

nachhaltig den Pflegeschutz durch

eine rückfettende Wirkung.

Historischer Charme und

moderner Nutzungskomfort

Mit der Neuverlegung des Eichen-Parkettbodens

und der abgestimmten Oberflächenbehandlung

ist im Bolongaro-Palast

eine Bodenlösung entstanden, die den historischen

Charme des barocken Bauwerks

mit den Anforderungen eines modernen

Bürger- und Kulturhauses verbindet. Insgesamt

1 200 m 2 neu verlegter Boden,

veredelt mit »Pall-X Filler«, »Magic Oil Original«

und »Magic Oil Care«, bilden eine

robuste, pflegeleichte und optisch hochwertige

Grundlage für Museumstrakt, Veranstaltungsbereiche

und Bildungsangebote.

Damit leistet der neue Parkettboden einen

wesentlichen Beitrag dazu, den Bolongaro-

Palast als lebendigen Ort für Bürger, Kultur

und Geschichte in die Zukunft zu führen. ?

Nach dem Schleifen des frisch verlegten Parketts wurde

die Oberfläche mit »Pall-X Filler« vorbereitet.

Bodenbeläge & Aufbau

Juli 2026 l 43


Sanierung mit Stil

PROJECT FLOORS – Wenn ein Haus renoviert wird, spielen viele Faktoren

eine Rolle. Neben Budget und Zeitaufwand müssen etwa technische Vorgaben

und architektonische Bedingungen berücksichtigt werden. So auch im

Fall einer Familie aus dem Raum Hannover: Nach dem Kauf einer Bestandsimmobilie

sollte diese umfassend modernisiert und zugleich in ein warmes,

zeitgemäßes Zuhause für die Familie verwandelt werden. Die Wahl des

Bodenbelags spielte dabei eine wesentliche Rolle.

Im Rahmen der Sanierung musste der ursprüngliche

Bodenbelag in weiten Teilen erneuert werden.

Dafür wurden zunächst Altbeläge entfernt

und die Untergründe sorgfältig aufbereitet. Die

neu verlegten Flächen grenzen unmittelbar an

bestehende Natursteinböden aus Granit und Marmor

an – eine Herausforderung, die die Materialwahl

maßgeblich beeinflusste.

Das ursprünglich favorisierte Echtholzparkett

hätte aufgrund seiner Aufbauhöhe nicht

harmonisch an die vorhandenen Beläge angeschlossen

werden können. Im Zuge der Beratung

durch Deniz Cam von Deca Fußbodendesign in

Höxter rückte daher Vinyl als Alternative in den

Fokus. Ein wesentlicher Vorteil dieser Bodenbelagsgattung

ist die geringe Aufbauhöhe, in diesem

Fall lediglich 2,5 mm. Damit eignet sich der

Bodenbelag insbesondere für Sanierungen, bei

denen bestehende Einbauten wie Bodenbeläge,

Türzargen oder Treppenanschlüsse berücksichtigt

werden müssen.

PVC-freier Vinylboden

für gesundes Wohnen

Die Bauherren wünschten sich ausdrücklich eine

PVC-freie Lösung mit wohnlicher Ausstrahlung.

Fündig wurden sie schließlich im Showroom von

Deca Fußbodendesign: Die »Eco+ Collection«

von Project Floors überzeugte sowohl optisch

als auch in puncto Wohngesundheit und Produkteigenschaften.

Der Designboden verbindet die

authentische Anmutung eines Holzfußbodens mit

den Anforderungen moderner Sanierungsprojekte.

Besonders das natürliche Dekor und die umfassenden

Zertifizierungen gaben den Ausschlag. Die

Kollektion trägt unter anderem das »Indoor Air

Comfort Gold«-Zertifikat für eine unbedenkliche

Raumluft sowie den Blauen Engel als Nachweis

für nachhaltige und umweltverträgliche Produkte.

Ergänzt wird dies durch den SHI-Produktpass des

Sentinel Holding Instituts, der Transparenz hinsichtlich

Schadstofffreiheit und Emissionsarmut

bietet. Gerade im Kontext aktueller Gebäudezertifizierungen

wie DGNB, QNG, BNB, BREE-

AM oder EU-Taxonomie schafft dies zusätzliche

Sicherheit für Bauherren und Planer.

Die handwerkliche Umsetzung

der Fischgrätverlegung macht

das Ergebnis sehenswert.

PROJECT FLOORS (3)

44 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau


Das Arbeitszimmer

erhält durch das

Dekor »Eco 1231« eine

wohnliche Atmosphäre.

?

Designboden in Holzoptik:

Fischgrät als moderner Klassiker

Beim Stöbern durch den Displayständer des Meisterbetriebs

fiel den Bauherren sofort das Dekor

»Eco 1231« ins Auge. Die großzügigen Planken

wurden im eleganten Fischgrätmuster verlegt

und prägen nun den Charakter der Räume. Der

Boden wirkt präsent, ohne sich aufzudrängen: Er

verleiht den Wohnbereichen Ruhe, Struktur und

Eleganz. Der warme, honigfarbene Holzton bildet

eine passende Grundlage für das Interieur, das mit

Nuancen aus Salbei, Creme, Beige, zartem Gelb

und pudrigen Rosétönen eine sanfte, harmonische

Atmosphäre entstehen lässt. Tageslicht, großzügige

Dachschrägen und die natürliche Holzoptik

verstärken zusätzlich das Gefühl von Weite und

Behaglichkeit. Da der Bodenbelag wasserunempfindlich

ist, konnte er auch bis in das Badezimmer

durchgelegt werden. So entstand eine einheitliche

Gestaltung ohne weitere Brüche.

Modernes Interior Design

trifft auf persönliche Akzente

Besonders spannend ist dabei das Zusammenspiel

aus moderner Klarheit und persönlichen

Akzenten. Statt eines streng durchkomponierten

Einrichtungskonzepts entfaltet sich eine wohnliche

Individualität, die den Räumen Charakter

verleiht. Designorientierte Einzelstücke setzen

gezielte Akzente und geben dem Haus seine

unverwechselbare Handschrift.

Die chromfarbenen Kugelleuchten wirken

fast skulptural und bringen einen Hauch von

Mid-Century-Ästhetik in die offenen Wohnbereiche.

Ergänzt werden sie durch sorgsam ausgewählte

Kunstobjekte und Möbelstücke, die

eher wie in einer Ausstellung kuratiert als

klassisch arrangiert erscheinen. Dadurch entsteht

der Eindruck eines gewachsenen Interieurs

– persönlich, stilbewusst und zugleich

entspannt.

?

2,5 mm

Der eingesetzte Designboden

hat eine Aufbauhöhe von

nur 2,5 mm. Das ist ideal für

Sanierungen mit bestehenden

Belägen, Türen oder Treppen.

XXX

Der im Fischgrätmuster verlegte PVCfreie

Vinylboden »Eco 1231« von Project

Floors prägt die Wohnräume mit warmer

Holzoptik und zurückhaltender Eleganz.

Juli 2026 l 45


Systemlösungen für

langlebige und ästhetische Böden

SEELBACH – Individuelle Böden verleihen

jedem Gebäude eine besondere

Note und erhöhen den Wert der

Immobilie. Bei der Wahl des passenden

Belags sind die Anforderungen daran

entscheidend. Auf der EPF 2026 zeigte

der Fußbodenexperte Seelbach

International nun, wie ein Boden

aussehen und was er leisten kann.

SEELBACH INTERNATIONAL (2)

Seit über 40 Jahren steht Seelbach International

aus Rennerod für Kompetenz bei

Oberflächenschutz, Diamantwerkzeugen

und Bodenschleiftechnik. Auf der EPF 2026

in Feuchtwangen präsentierte sich das

Unternehmen als ganzheitlicher Systemlieferant

für moderne, fugenlose mineralische

Designböden – von der Bearbeitung über

die Veredelung bis hin zur Instandsetzung.

Zum Portfolio gehören neben leistungsfähigen

Beschichtungs- und Reparatursystemen

auch Bodenschleifmaschinen,

Diamantwerkzeuge sowie umfangreiches

Zubehör für die professionelle Bearbeitung

von Beton- und Estrichflächen. Damit bietet

Seelbach alle Komponenten für durchgängige

und wirtschaftliche Arbeitsprozesse

aus einer Hand. Im Fokus des Messeauftritts

standen Lösungen, die sowohl die

Widerstandsfähigkeit als auch die optische

Qualität von Beton- und Estrichböden

dauerhaft verbessern.

Nachhaltige Sicherheit

Mit der Einkomponentenbeschichtung »TK6

NanoCoat« zeigte Seelbach International

»Pin-Fix Pro« eignet sich für die

Sanierung von Beton- und Estrichböden.

Es verschließt effektiv

Poren, Mikrorisse und Ausbrüche

ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand.

eine leistungsstarke Lösung für die Oberflächenvergütung

von Betonböden.

»TK6 NanoCoat« ist ein ökologisches

Versiegelungs- und Beschichtungsmittel,

das auf verschiedenen Untergründen im

Innenbereich angewendet werden kann.

Neben Beton ist es auch für Estrich,

DREI FÜR

ALLE FÄLLE

DIE PALL-X 96 VERSIEGELUNGEN

46 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau


»C2 Salt Hard+« ist ein

wasserbasiertes Mittel zum

Schutz von Oberflächen, die

Straßensalz ausgesetzt sind.

Terrazzo, Betonwerkstein und selbstnivellierende

zementäre Ausgleichsmassen

geeignet. Thomas Wolf, Geschäftsführer

von Seelbach International, erklärt: »Das

Besondere an unserem Produkt ist: Die

Beschichtung gibt es im Gegensatz zu den

üblichen Mitteln sowohl in Glanz- als auch

in Mattoptik und bietet in beiden Ausführungen

den gleichen hochwertigen Oberflächenschutz.

So kann der Anwender mit

einem Produkt auf zwei unterschiedliche

Gestaltungsmöglichkeiten zurückgreifen.«

Dank seiner Nanomolekülstruktur verfügt

»TK6 NanoCoat« über ein besonders gutes

Eindringvermögen. Die Beschichtung versiegelt,

verfestigt und glättet die Oberfläche

und schützt sie vor Abrieb sowie dem

Eindringen von Flüssigkeiten und Schmutz.

Gleichzeitig sorgt sie laut Hersteller für

eine einfache Reinigung und eine deutlich

verlängerte Lebensdauer der Böden.

Effiziente Reparatur

Für die Sanierung von Beton- und Estrichböden

stellte Seelbach mit »Pin-Fix Pro«

eine praxisgerechte Lösung vor. Die Flüssigkunststoffdispersion

wird während des

Schleifprozesses eingesetzt und verbindet

sich mit dem entstehenden Schleifstaub

zu einer stabilen Matrix. So lassen sich

Poren, Mikrorisse und Ausbrüche ohne

zusätzlichen Arbeitsaufwand effektiv

schließen. Das Ergebnis ist eine homogene,

monolithische Oberfläche, die sich

nicht nur optisch verbessert, sondern auch

die Aufnahmefähigkeit für nachfolgende

Behandlungen optimiert.Geschäftsführer

Thomas Wolf sagt: »›Pin-Fix Pro‹ eignet

sich für alle Orte, wo robuste und langlebige

Bodenlösungen gefragt sind. Ob

Lager- und Industrieböden oder hochpolierte

dekorative Böden beispielsweise

für den Handel – ›Pin-Fix Pro‹ erzeugt eine

Oberfläche, die sich schneller, leichter und

wirksamer polieren lässt. Da Löcher und

Defekte gefüllt sind, nimmt der Boden

Härter bzw. Verdichtungsmittel, Schutzbehandlungen

und Färbungen gleichmäßiger

auf. Das sorgt für noch bessere Ergebnisse

bei der Herstellung und Sanierung

von Beton- und Estrichböden. Ein weiteres

Plus: Da dank ›Pin-Fix Pro‹ die Risse

und Poren, in denen sich sonst Schmutz

ansammelt, im Beton verschwunden sind,

lassen sich die Böden leichter pflegen und

instand halten.«

Lösungsmittelfreier Schutz

Ein weiteres Produkt am Messestand

war das bewährte Konzentrat »C2 Salt

Hard+«. Es schützt insbesondere horizontale

Flächen wie Auffahrten, Gehwege und

andere Betonflächen, aber auch vertikale

Flächen, die Straßensalz ausgesetzt sind.

Thomas Wolf erklärt: »In Kombination

mit ›C2 Super Hard‹ oder ›C2 Hard‹ härtet

›C2 Salt Hard+‹ nicht nur den Boden,

sondern macht ihn auch staubdicht und

schützt langanhaltend zudem vor Abrieb,

eindringender Feuchtigkeit und Chlorsalzen

– und das alles in nur einem einfachen

Schritt.« Im Mischverhältnis 1:4 entfaltet

es seine volle Wirkung, indem es tiefer

als konventionelle Hydrophobierungsmittel

auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis

in horizontale und vertikale Oberflächen

eindringt. Dort wirkt es wasserabweisend

und schützt vor dem chemischen Angriff

durch Salz in der Luft, indem es die Chloride

daran hindert, durch den Beton zum

Armierungseisen vorzudringen. Das ist

vor allem in Küstenbereichen sinnvoll. »C2

Salt Hard+« verringert die Korrosion der

Armierung und schützt vor dem Abplatzen

der Oberfläche durch Salze im Wasser.

Im Gegensatz zu konventionellen Silanen

und Siloxanen auf Lösungsmittelbasis

ist »C2 Salt Hard+« eine wirksame Alternative,

die wie alle »C2«-Produkte auf

Wasserbasis hergestellt wird. Zudem ist

das Mittel geruchsarm und laugenstabil,

wodurch es sich für Betonflächen im Freien

sowie in Fabriken eignet. Die milchig weiße

Flüssigkeit dringt tief in den Beton oder

das Mauerwerk ein, wo es zu einer chemischen

Bindung kommt. Nach korrekter

Anwendung ist »C2 Salt Hard+« auf den

Oberflächen nicht sichtbar. Sie behalten ihr

natürliches Aussehen ohne Schleier und

bleiben weiterhin atmungsaktiv.

Neben diesen Produkthighlights zeigte

Seelbach International auf der EPF

in Feuchtwangen, wie sich durch das

Zusammenspiel von Schleifmaschinen,

Diamantwerkzeugen, Oberflächenschutzund

Reparaturlösungen langlebige und

ästhetisch anspruchsvolle Böden realisieren

lassen.

?

Bodenbeläge & Aufbau

Juli 2026 l 47


TARKETT (2)

Die »Lino Style Collection« von

Tarkett mit den beiden Designlinien

»Style Emme« und »Style

Elle« verbindet authentische

Oberflächenoptiken mit nachhaltiger

Materialtechnologie.

Linoleum im Stil

von Marmor und Travertin

TARKETT – Mit der neuen »Lino Style Collection« präsentiert Tarkett eine

Linoleum-Kollektion, die von der zeitlosen Schönheit natürlicher Materialien

wie Stein und Mineralien inspiriert ist. Die beiden Designlinien »Style Emme«

und »Style Elle« verbinden authentische Oberflächenoptiken mit nachhaltiger

Materialtechnologie und ermöglichen zeitgemäße Raumkonzepte fürs Objekt.

Die »Lino Style Collection« umfasst zwei harmonisch

aufeinander abgestimmte Designs: Während

»Style Emme« die raffinierten Texturen von Marmor

interpretiert, setzt »Style Elle« auf die organische

Wärme von Travertin und mineralischen

Strukturen. Gemeinsam bilden beide Stilrichtungen

ein harmonisches Duo für kreative und moderne

Raumwelten in Großraumbüros, Bildungseinrichtungen,

Ladenbau und Gesundheitssektor.

Die Farbpalette reicht von erdigen Beige- und

Brauntönen über mineralische Graunuancen bis

hin zu gedeckten Grüntönen. Inspiriert von Erde,

Stein, Rinde und Moos verleihen die Dekore

Räumen eine natürliche, ruhige Atmosphäre mit

subtiler Tiefe und Struktur.

Zwei Designs und 38 Farbtöne

»Style Emme« bildet den Auftakt der mineralisch

inspirierten Kollektion. Das Ton-in-Ton-Marmordesign

interpretiert klassisches Linoleum mit einer

gedämpften, erdigen Farbpalette und dezenter

Maserung neu. Gefertigt aus natürlichen Rohstoffen,

greift das Design die stille Kraft von Sedimentformationen

und die Vielfalt mineralischer

Farbtöne auf.

Mit einem raffinierten linearen Design übersetzt

das zweite Design, »Style Elle«, die Ästhetik

organischer Materialien in eine moderne Flächengestaltung.

Inspiriert von Travertin und anderen

mineralischen Texturen erzeugen die zurückhaltenden

Linien und die gedeckte Farbgebung eine

ausgewogene Kombination aus Tiefe, Wärme

und Klarheit.

Mit insgesamt 38 dezenten Farbtönen –

30 Farben für »Style Emme« und acht Farben

für »Style Elle« – trägt Tarkett dem Wunsch von

Architekten, Planern und Designern nach noch

mehr natürlichen Farben voll und ganz Rechnung.

Die Farbpalette der Style-Kollektion ist modern

und zeitlos zugleich.

Natürliche Materialien,

nachhaltige Produktion

Die neue »Lino Style Collection« wird unter

anderem aus Korkmehl, Leinöl, Pinienharz und

Holzmehl hergestellt und besteht zu 94 Prozent

aus natürlichen Inhaltsstoffen. So entsteht ein

leistungsfähiger und umweltverträglicher Bodenbelag,

der Strapazierfähigkeit mit einer authentischen,

natürlichen Anmutung verbindet.

Die »Lino Style Collection« wird im italienischen

Tarkett-Werk in Narni produziert. Die Herstellung

erfolgt in einem vollständig geschlossenen Wasserkreislauf

und mit 100 Prozent erneuerbarer

48 l Juli 2026 Bodenbeläge & Aufbau


Energie. Rund 40 Prozent des Strombedarfs

erzeugt das Werk selbst – unter anderem mithilfe

eigener Photovoltaikanlagen. Laut Tarkett

weist die Kollektion damit einen der weltweit

niedrigsten CO 2

-Fußabdrücke für Linoleum über

den gesamten Lebenszyklus hinweg auf.

Im Sinne eines zirkulären Produktdesigns

werden die Linoleum-Bodenbeläge bei Tarkett

bereits mit Blick auf ihr »nächstes Leben« entwickelt.

»Unser Ansatz zur Kreislaufwirtschaft

basiert auf drei Säulen: Design, Materialien und

geschlossene Recyclingprozesse. Für uns liegt

die wahre Schönheit der Kreislaufwirtschaft in

der Wiederverwendung wertvoller Materialien,

in innovativen Herstellungsprozessen und in dem

Wissen, dass wir aktiv Abfall reduzieren und Treibhausgasemissionen

senken«, betont Daniel Mai,

Product Manager DACH für Homogeneous Vinyl,

Heterogeneous Vinyl, Linoleum, Sports Indoor.

Dank des »ReStart«-Rücknahme- und Recyclingprogramms

führt Tarkett gebrauchtes Linoleum

und die Verlegereste gezielt in den Kreislauf

zurück: Der Boden wird in Narni vollständig aufbereitet

und als Rezyklat in die nächste Generation

von Bodenbelägen integriert oder in anderen

hochwertigen Anwendungen wiederverwendet.

Zur Bewertung der Umweltleistung berechnet

Tarkett den zirkulären CO 2

-Fußabdruck seiner

Linoleum-Kollektionen über den gesamten Lebenszyklus

hinweg. Grundlage hierfür sind extern verifizierte

Umweltproduktdeklarationen. Verantwortungsvolle

Rohstoffbeschaffung, Rücknahme-, Recycling- und

Wiederverwendungsprozesse tragen dazu bei,

den CO 2

-Fußabdruck auf ein besonders niedriges

Niveau zu reduzieren.

?

Zwei Designs mit insgesamt 38

Farbtönen stehen zur Auswahl.

Inspiriert von Erde, Stein, Rinde und

Moos verleihen sie Räumen eine

natürliche, ruhige Atmosphäre.

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BODEN UND WAND

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Bodenbeläge & Aufbau

Juli 2026 l 49


Modernes Wohnquartier –

transparent und energieeffizient

KNEER-SÜDFENSTER – Auf historischem Boden zukunftsweisend bauen –

das ist in Westerheim auf der Schwäbischen Alb gelungen. Wo einst die ersten

Fenster von Kneer-Südfenster entstanden, befindet sich heute ein modernes

Wohnensemble, das architektonische Klarheit mit Komfort, Energieeffizienz und

innovativer Fenstertechnik verbindet.

Tageslicht für mehr Wohnkomfort:

Die Kunststoff-Fenster von Kneer-

Südfenster sorgen auch in funktionalen

Räumen wie dem Bad für ein

helles, freundliches Ambiente.

Lichtdurchflutetes Wohnen: Die

großzügigen Fensterflächen mit

Dreifachverglasung schaffen eine

offene, moderne Wohnatmosphäre.

Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine der großen

Aufgaben unserer Zeit – auch jenseits urbaner

Zentren. In ländlichen Regionen wie Westerheim

geht es dabei nicht nur um Quantität, sondern

auch um Qualität: um Räume, in denen sich Singles,

Paare und Familien gleichermaßen wohlfühlen.

Das neu entstandene Wohnquartier in der

Ortsmitte zeigt exemplarisch, wie nachhaltiges

Bauen, durchdachte Architektur und hochwertige

Fenster- und Türlösungen ineinandergreifen.

Ein Quartier mit Geschichte

und neuer Lebensqualität

Auf dem früheren Gelände des Gründungshauses

von Kneer-Südfenster entstanden drei moderne

Neubauten mit insgesamt 13 Wohneinheiten. Sie

bieten vielfältige Grundrisse – vom 48-m²-Apartment

bis hin zur großzügigen 140-m²-Maisonette.

Das gesamte Ensemble ist nach KfW-40-Standard

errichtet und überzeugt durch eine helle, klare

Architektursprache, hohe Energieeffizienz und

durchdachte Details. Großzügige Balkone und

Terrassen, ein gemeinschaftlicher Gartenhof mit

Aufenthaltsqualität und eine vollausgestattete

Tiefgarage mit Wallboxen unterstreichen das

zukunftsorientierte Konzept.

Großflächige Fenster und verglaste Fassaden

sind ein zentrales Gestaltungselement der

KNEER (4)

Wohnanlage. Sie holen viel Tageslicht in die Räume

und schaffen eine freundliche, offene Wohnatmosphäre.

Verwendet wurden dabei die Kunststoff-

Fenstersysteme »KF 824 S« und »KF 404 S HST«

für die Hebe-Schiebetüren – beide gefertigt von

Kneer-Südfenster direkt vor Ort in Westerheim.

Ihre technischen und optischen Eigenschaften

überzeugen: filigrane Rahmenoptik, pflegeleichte

Oberflächen, hohe Witterungsbeständigkeit und

sehr gute Wärmedämmwerte mit Uw-Werten

bis 0,73 W/(m²K). Auch in Sachen Schallschutz

sind die Fenster bestens aufgestellt. Mit Schallschutzwerten

bis Klasse 5 bieten sie spürbaren

Komfortgewinn, gerade bei dichter Bebauung

oder stark frequentierten Lagen.

In Kombination mit der gedämmten Gebäudehülle,

Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

und Photovoltaik auf dem Dach

bilden die Fenster einen integralen Baustein

des nachhaltigen Energiekonzepts. Dank Dreifach-Isolierverglasung

und siebenzonigem Rahmenprofil

bleiben Räume im Winter warm und

im Sommer angenehm temperiert. Gleichzeitig

reduzieren sich der Energiebedarf und die damit

verbundenen Kosten für die Mieter.

50 l Juli 2026 Fenster | Aufbau & Verarbeitung


Großzügige Balkone,

hochwertige Fensterflächen

und abgestimmte Fassadendetails

prägen das neue Wohnbau-

Ensemble in Westerheim.

Fenster

Haustüren mit Charakter

und Schutzfunktion

Perfekt durchdacht sind auch die Hauseingänge:

Die Hauptzugänge der drei Gebäude sind als Pfosten-Riegel-Fassaden

ausgeführt, mit großzügigen

Glasflächen und einer modernen, repräsentativen

Anmutung. Die einzelnen Wohneinheiten sind

mit hochwertigen Aluminium-Haustüren ausgestattet.

Diese schließen flächenbündig und

luftdicht mit dem Rahmen ab. Sie sind extrem

stabil, pflegeleicht und aufgrund der individuellen

Modellgestaltung zugleich ein Detail mit spannender

Wirkung. Ein besonderes Komfort-Plus ist

die schlüssellose Zugangslösung via Fingerprint,

die gleichzeitig auch mehr Sicherheit bietet. Alle

Haustüren erfüllen – wie auch die Fenster – die

Anforderungen der Widerstandsklasse RC2 und

verfügen damit über Mehrfachverriegelung, Profilzylinder

und Aufbohrschutz.

Vom Hersteller zum Bauherren –

für ein Projekt mit Signalwirkung

Das neue Wohnquartier in Westerheim ist mehr

als ein gelungenes Wohnprojekt. Es ist ein sichtbares

Zeichen für das Bekenntnis zum Standort

und die Leistungsfähigkeit eines traditionsreichen

Fensterherstellers. Von der Planung über die

Fertigung bis zur Montage lagen alle Schritte in

einer Hand. So wurde nicht nur eine hohe Produktqualität

gesichert, sondern auch ein überzeugendes

Beispiel für modernes Bauen mit

unterschiedlichen Systemlösungen realisiert.

Architektonischer Anspruch, ökologische Verantwortung

und Alltagstauglichkeit wurden in

Einklang gebracht – mit Fenstern und Türen, die

mehr sind als funktionale Bauteile: Sie eröffnen

Räume zum Leben.

?

Großflächige Fenster und verglaste

Fassaden sind ein zentrales

Gestaltungselement der

Wohnanlage.

Die verglasten Hauseingänge in Pfosten-

Riegel-Bauweise verleihen den Gebäuden

eine einladende Offenheit. Durch den

hohen Vorfertigungsgrad der Elemente ist

ein zeitsparender Aufbau gewährleistet.

Fenster | Aufbau & Verarbeitung


Fassadenintegrierte Lüftung

plus Schallschutz

SIEGENIA – Im Herzen von Siegen entstand ein hochmodernes Büro- und

Geschäftsgebäude, das »Siegener 8Eck«. Neben einer energieeffizienten

Bauweise hatte bei der Realisierung des Bauvorhabens aufgrund der

Lage an einer stark befahrenen Straße auch das Thema Schallschutz

einen hohen Stellenwert. Eine leistungsstarke Lösung bieten die insgesamt

65 Fassadenlüfter »Aeromat VT WRG« von Siegenia.

SIEGENIA (2)

Der Einbau des Fassadenlüfters kann

u. a. waagerecht im Sturzbereich

erfolgen. Zu den großen Stärken

des Lüfters zählt seine Wärmerückgewinnung

von bis zu 93 Prozent.

Als Generalunternehmer mit der Umsetzung des

Bauvorhabens betraut, beauftragte die Firma Runkel

Hochbau den Fensterbauer Terhalle mit der

Fertigung der Holz-Aluminium-Fenster für die drei

ersten Obergeschosse des »Siegener 8Ecks«.

Für den Bau der Pfosten-Riegel-Konstruktion mit

Aluminiumfenstern im Staffelgeschoss hingegen

zeichnete ein regionaler Anbieter verantwortlich.

Maßgeblich für das Gesamtprojekt war zum

einen die Erfüllung zeitgemäßer Anforderungen

an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Durch

die Lage an einer verkehrsreichen Straße zählte

zudem eine leistungsfähige Schalldämmung zu

den Vorgaben des Bauherrn, zu realisieren mithilfe

von dezentralen Lüftungsgeräten.

Bereits frühzeitig nahmen die Architekten Kontakt

zu Siegenia auf. Schnell zeichnete sich im

persönlichen Gespräch der »Aeromat VT WRG«

als passende Lösung ab. Der Highend-Fassadenlüfter

lässt sich fast unsichtbar in die Fassade

integrieren und verbindet ausgezeichnete

Schalldämmwerte mit einer hohen Luftleistung

und einem niedrigen Eigengeräusch. Für eine

bedarfsgerechte Be- und Entlüftung sorgt die

selbsttätige Lüftungsautomatik. Zu den großen

Stärken des Lüfters zählt zudem seine Wärmerückgewinnung

von bis zu 93 Prozent.

Harmonische Farbgebung –

individuelle Montagelösung

Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit zur

Präsentation des Lüfters im Zuge einer Besprechung

mit Runkel, bei der auch der Bauherr

anwesend war. »Im Rahmen dieses Gesprächs

konnten wir allen Beteiligten die Vorteile des

›Aeromat VT WRG‹ eindrucksvoll vermitteln«,

schildert Markus Birkner, Gebietsleiter Aero

und Objektberatung bei Siegenia, der im Zuge

der Vergabegespräche intensiven Kontakt zum

Architekturbüro hielt. Auch die vielseitigen Optionen

zur farblichen Gestaltung stießen auf großen

Anklang. »Der gewünschten Anpassung an die

Farbgebung des Gebäudes konnten wir problemlos

entsprechen.«

Als ausschlaggebendes Argument für den

Einsatz des Lüfters erwies sich letztlich die

Bereitschaft von Siegenia zur Realisierung einer

kundenindividuellen Lösung. »Dem Architekten

schwebte vor, rund ein Drittel der Lüfter unmittelbar

in die Pfosten-Riegel-Fassade zu integrieren«,

erinnert sich Markus Birkner. »Anders als

unser Mitbewerber waren wir in der Lage, diese

Anforderung umzusetzen.«

52 l Juli 2026 Fenster | Aufbau & Verarbeitung


Einbau in die

Pfosten-Riegel-Fassade

In enger Zusammenarbeit mit den Architekten und

Terhalle entwickelte Siegenia einen Einspannrahmen

mit umlaufendem Winkel, der von der Tiefe

her auf die Abmessungen der Pfosten-Riegel-

Konstruktion abgestimmt wurde und eine farbidentische

Beschichtung erhielt. Eingeschlossen

in den Leistungsumfang war die Vormontage der

Einspannrahmen am Lüftergehäuse durch Siegenia.

Das ermöglichte Terhalle die Montage der

Lüfter in die Pfosten-Riegel-Konstruktion ohne

weitere Vorarbeiten.

Insgesamt 65 Fassadenlüfter verbaute Terhalle

in den Büros und Besprechungsräumen. Auf der

Gebäudeinnenseite weiß gestaltet, gleicht sich

der Farbton der Lüfter auf der Außenseite an den

jeweiligen Fassadenbereich an – im Pfosten-Riegel-Bereich

im Farbton RAL 9001 Cremeweiß,

im Brüstungsbereich in RAL-Design 0757010

Flachsfasergrau. Zur harmonischen Gestaltung

der Fassade mit möglichst unsichtbarer Technik

wurden die 42 Fassadenlüfter im Brüstungsbereich

unter Verwendung von Brüstungskanälen

aus montagefreundlichem EPP-Material verdeckt

Der Fassadenlüfter »Aeromat VT WRG« von

Siegenia lässt sich fast unsichtbar in die Fassade

integrieren und verbindet ausgezeichnete Schalldämmwerte

mit einer hohen Luftleistung und

einem niedrigen Eigengeräusch.

in die Fassade integriert. In der Pfosten-Riegel-

Konstruktion erfolgte der Einbau des »Aeromat

VT WRG« waagerecht im Sturzbereich.

Im Büroalltag hat sich der Einsatz der Lüfter

bewährt. Die bedarfsgerechte Be- und Entlüftung

der Räumlichkeiten sorgt für ein gesundes

Raumluftklima und schützt die Mitarbeiter vor

der lebhaften Geräuschkulisse der Siegener City.

Im Winter tragen die Fassadenlüfter dank ihrer

Wärmerückgewinnung zudem zur Senkung der

Nebenkosten bei. Auch die komfortable Bedienung

wissen die Mitarbeiter zu schätzen: Per KNX in

die Gebäudeleittechnik integriert, lassen sich die

Lüfter über die Bedienpanels in den Büroräumen

bei Bedarf individuell ansteuern.

?

Fenster | Aufbau & Verarbeitung

Juli 2026 l 53


Abgestimmte Türlösungen

für Innovationszentrum

NOVOFERM – Als führender Hersteller von Befestigungstechnik treibt Würth

die anwendungsorientierte Forschung voran. Am Stammsitz im baden-württembergischen

Künzelsau entstand mit dem Innovationszentrum »Curio« ein

Gebäudeensemble, das Raum für interdisziplinäre Entwicklung, Ideen und

Zukunftstechnologien bietet. Novoferm stattete das Zentrum mit einem breiten

Portfolio an Stahl- und Rohrrahmentüren aus – abgestimmt auf Nutzung,

Sicherheitsbedarf und gestalterisches Konzept.

Der Neubau umfasst rund 15 500 m² Gesamtfläche,

darunter 5 700 m² hochspezialisierte Laborflächen,

und bietet rund 250 Arbeitsplätze. Architektonisches

Herzstück ist das dreieckige Hauptgebäude

mit seiner markanten Stahl-Glas-Konstruktion,

die das lichtdurchflutete Foyer überspannt. Über

einen gläsernen Verbindungsgang ist das Nebengebäude

angeschlossen. Eine Dachterrasse,

weite Blickachsen ins Hohenloher Land – auch

von den Büros aus –, offene Arbeitszonen und

Meetingpoints unterstreichen die Offenheit des

Raumkonzepts. Technisch ist das Zentrum unter

anderem mit Werkstätten, 3D-Druckanlagen, Prüffeldern,

Klimakammern und einem IoT-Labor auf

dem neuesten Stand. Es ermöglicht realitätsnahe

Tests von Materialien und Befestigungssystemen

unter extremen

Bedingungen – von tropischem

Klima bis hin zur Simulation von

Erdbeben.

und Schutzbedarf unterschiedliche Türsysteme

eingebaut. Insgesamt befinden sich mehr als

170 Stahltüren und 17 Rohrrahmentüren von

Novoferm im Haupt- und Nebengebäude. Viele

von ihnen vereinen mehrere sicherheitstechnische

Funktionen: von feuerhemmendem T30/

EI 2

30 bis feuerbeständigem T90/EI 2

90-Brandschutz,

Rauchschutz, Notausgangsverschlüsse

nach DIN EN 179 sowie Schallschutzanforderungen

bis 42 dB.

Ausblick von einem der Pausenbereiche auf ein- und zweiflügelige

»NovoPorta Premio«-Türen, die zu verschiedensten Arbeitszonen

und Prüflaboren führen.

Insgesamt schützen über 170

»NovoPorta Premio«-Türen

verschiedenste Bereiche im

Gebäude. Eine Werkstatttür

wurde im Sondermaß mit einer

Höhe über 3 m ausgeführt.

Türsysteme erfüllen

höchste Anforderungen

In einem Gebäudeensemble dieser

Komplexität sind spezialisierte

Türlösungen gefragt, die den

hohen Sicherheitsstandards entsprechen.

Denn die Forschung

muss geschützt werden – das war

ein zentrales Thema in der Planung

und Umsetzung. Für viele Arbeitsbereiche

im Gebäude galten nicht

nur hohe Anforderungen an Brandund

Rauchschutz, sondern auch an

den Schallschutz – insbesondere

in Laboren, Besprechungsräumen

und technischen Prüfbereichen.

Türen müssen hier nicht nur Bereiche

voneinander trennen, sondern

auch Geräusche dämmen, schützen

und den Zutritt kontrollieren.

Daher wurden je nach Einsatzort

Stahltüren schützen

vor Brand und unbefugtem Zutritt

Die Dickfalz-Stahltüren der Serie »NovoPorta

Premio« kamen insbesondere in Bereichen zum

Einsatz, in denen funktionale Robustheit und

technische Ausstattung im Vordergrund stehen

– etwa in den Untergeschossen mit Lager-, Technik-

und Prüfräumen. Dort wurden unter anderem

21 ein- und zweiflügelige »Premio EI30«-Türen,

teilweise mit Rauchschutz und Schallschutz bis

40 dB, sieben »EI90-1«-Türen mit Schallschutz bis

43 dB sowie 38 »Premio MZ«-Mehrzwecktüren mit

Schallschutz bis 42 dB montiert. Eine Werkstatttür

wurde als Sondermaß mit einer Höhe von mehr

als 3 m ausgeführt. Im Erdgeschoss und in den

oberen Geschossen dominieren »Premio«-Türen

mit individuell abgestimmten Brandschutz- und

Schallschutzkonzepten, während in den Personal-

und Wirtschaftsräumen 26 »Premio«-Mehrzwecktüren

eingesetzt wurden. Zahlreiche Türen

erhielten einen einheitlichen Glasausschnitt von

54 l Juli 2026 Türen & Tore


460 × 910 mm, der die Einsehbarkeit verbessert

und zu einer helleren, freundlicheren Raumwirkung

beiträgt.

Rohrrahmentüren vereinen

Transparenz und Sicherheit

In Fluren und Treppenhäusern fiel die Wahl auf

Aluminium-Profilrahmentüren der Serie »Novo-

Fire«, da sie durch ihre schmalen Profile eine

filigrane Optik mit funktionaler Sicherheit verbinden.

Darüber hinaus ermöglichen großzügige

Glasflächen in den Türen Sichtverbindungen

und schaffen eine lichtdurchflutete, transparente

Gebäudeatmosphäre, ohne auf Rauch- und Brandschutz

zu verzichten. Insgesamt wurden drei

»NovoFire T30-1 RS«-Türen im Untergeschoss,

zehn zweiflügelige »NovoFire«-Türen (T30-2 bis

T90-2 RS) im Erdgeschoss sowie vier »Novo-

Fire T30-1 RS«-Türen in den Obergeschossen

eingebaut – alle mit Rauchschutz. Die meisten

Türen sind mit Feststellanlagen ausgestattet, die

im Alltag einen offenen Durchgang ermöglichen

und im Brandfall automatisch schließen. Einige

Türen bereitete Novoferm zudem werksseitig für

die Integration von Zutrittskontrollsystemen vor.

Dies gilt auch für Stahlblechtüren in besonders

sensiblen Bereichen.

Je nach Nutzung, Sicherheitsbedarf und Gestaltungskonzept

wurden im gesamten Gebäude unterschiedliche Novoferm-

Türsysteme verbaut. Auf vielen Gängen des Innovationszentrums

findet man »NovoFire«-Rohrrahmentüren in unmittelbarer Nähe zu

»NovoPorta Premio«-Türen aus Stahl.

NOVOFERM /JANNIK HAMMES FOTOGRAFIE (5)

Umgebung. Glasausschnitte und Oberflächen

wurden auf das Gesamtkonzept abgestimmt.

Sämtliche Beschläge – Obertürschließer und

Türdrücker – stammen aus dem Sortiment von

Adolf Würth. Novoferm bereitete die Türsysteme

entsprechend vor.

Die Baustellensituation war aufgrund der Hanglage

des Grundstücks vergleichsweise unkompliziert:

Ein ebenerdiger Zugang war sowohl

von der Vorderseite auf Höhe des Empfangsbereichs

als auch auf der Rückseite des Gebäudes

zum Untergeschoss hin möglich. So konnten die

Türen effizient angeliefert, in den Geschossen

verteilt und eingebaut werden, ohne dass aufwendige

Zwischentransporte über Hebezeuge,

Bauaufzüge und Gerüste notwendig waren – ein

logistischer Vorteil, der den Bauablauf zusätzlich

positiv beeinflusste.

Im Innovationszentrum »Curio« zeigt sich, wie

Novoferm mit einem durchdachten Produktsystem

unterschiedliche Anforderungen im hochwertigen

Objektbau erfüllt.

?

Türen & Tore

Transparente, zweiflügelige »NovoFire«-

Rohrrahmentüren sichern jeweils an den

Enden des gläsernen Verbindungsgangs

die Abschnitte zum Haupt- und Nebengebäude.

Blick aus einer Werkstatt auf den Zugang

durch eine zweiflügelige »NovoPorta

Premio«-Tür. Zahlreiche Türen wie diese

erhielten einen einheitlichen Glasausschnitt

für bessere Einsehbarkeit und eine

hellere, freundlichere Raumwirkung.

Durchdachte Systemlösungen für eine

einheitliche Optik

Ein zentrales Anliegen des Bauherrn war ein durchgängiges

Türdesign über alle Gebäudeebenen

hinweg. Novoferm setzte dies mit abgestimmten

Systemlösungen um. Die Alu-Glas-Türen mit

Endbeschichtung in RAL 7042 (Verkehrsgrau)

sowie die Stahltüren, die pulverbeschichtet mit

einer Grundierung geliefert und bauseits vom

Maler endbeschichtet wurden, fügen sich in

das gestalterische Gesamtbild ein. Gleichzeitig

setzen sie einen bewussten Kontrast zur hellen

Türen & Tore

Juli 2026 l 55


Schnelllauftore verbessern

Prozesse und Arbeitsklima

Effizientere Abläufe bei der

Agrolab Group bieten die

neuen Tore von Efaflex.

EFAFLEX – Im hochfrequentierten Hochregallager der

Agrolab Group in Bruckberg treffen täglich Hunderte Proben,

Materialien und Sendungen ein. Um die internen Abläufe zu

beschleunigen und zugleich das Raumklima für die Mitarbeiter

zu verbessern, entschied sich der Standort für den Einbau

von drei Schnelllauftoren von Efaflex. Das Ergebnis:

effizientere Prozesse, mehr Sicherheit und ein angenehmeres

Arbeitsumfeld.

Die Agrolab Group ist europaweit für Umweltanalytik bekannt.

Am Standort Bruckberg liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung

von Feststoff- und Grundwasserproben sowie kommunalen

Abwasser- und Klärschlammproben. Herzstück aller logistischen

Abläufe ist das Hochregallager, über das Probeneingang und -ausgang,

Wareneingänge, Materialversorgung und Müllentsorgung

gesteuert werden. »Hier herrscht permanenter Staplerverkehr – wir

brauchen schnelle Abläufe und kurze Wege, sonst entsteht sofort

ein Rückstau«, beschreibt Dr. Mandy Erdmann, stellvertretende

Standortverantwortliche in Bruckberg, die Situation.

Schnelllauftore fördern Effizienz

Um den Anforderungen an Schnelligkeit, Temperaturstabilität und

Mitarbeiterschutz gerecht zu werden, wurden drei Efaflex-Schnelllauftore

installiert. Zwei Tore – ein »Efa-SST-L Eco« und ein »Efa-

SRT-L Premium« – optimieren die internen Wege zwischen Lager

und Versand. Ein »Efa-STT-L Eco« dient als neues Außentor zum

Wirtschaftshof.

Schon kurz nach der Inbetriebnahme zeigte sich, wie sehr die

hohen Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten den Arbeitsalltag

vereinfachen. Die Bedienung direkt vom Stapler aus ermöglicht

flüssige Prozesse ohne Unterbrechungen. Zudem ließ Agrolab eine

weitere Wandöffnung für ein zusätzliches Tor schaffen – ein Eingriff,

der »uns enorm viel Zeit gespart hat«, so das Team.

EFAFLEX (4)

Weniger Zugluft

Früher standen die alten Industrietore oft lange offen, was vor allem

im Winter zu unangenehmer Zugluft und deutlichen Temperaturschwankungen

führte. Das war für die Mitarbeiter belastend und

Die neuen Tore von Efaflex, wie das Schnelllauf-Rolltor »Efa-SRT Premium«, sorgen für

einen angenehmeren Arbeitsalltag bei Agrolab.

56 l Juli 2026 Türen & Tore


beeinträchtigte die Arbeit in den angrenzenden Laborbereichen.

Die neuen Tore schließen automatisch und schnell – und genau das

macht den entscheidenden Unterschied. Obwohl es sich nicht um

isolierte Tore handelt, wurde der Wärme- und Kälteeintrag spürbar

reduziert. »Seit dem Einbau ist die Zugluft praktisch verschwunden.

Das Arbeitsklima hat sich enorm verbessert.«

Beratung, Service und kurze Wege

Einen besonderen Pluspunkt sieht Agrolab in der Beratung und der

unmittelbaren Nähe zu Efaflex. Beide Unternehmen sind direkte

Nachbarn in Bruckberg – ein Vorteil, der die Umsetzung spürbar

beschleunigte. Die kurze Lieferzeit war entscheidend, da eines

der alten Tore kurzfristig ausgefallen war. Auch die Empfehlung

des Außendienstes, Sichtlamellen in das Außentor zu integrieren,

erweist sich bis heute als nützlich: Mehr Tageslicht im Lager und

bessere Sichtbeziehungen erhöhen Sicherheit und Komfort im

täglichen Staplerbetrieb. »Die Beratung war hervorragend – auf

die Idee mit den Sichtlamellen wären wir selbst gar nicht gekommen«,

teilt das Unternehmen mit. Servicefälle konnten ebenfalls

schnell abgewickelt werden. Der modulare Austausch einzelner

Elemente sorgte für minimale Ausfallzeiten.

Das Team von Agrolab zeigt sich mit der Investition sehr zufrieden.

Die Schnelllauftore leisten einen entscheidenden Beitrag zu

stabilen Prozessen, einem angenehmeren Arbeitsumfeld und einer

Besseres

Klima mit dem

»Efa-SST Eco«.

Gleiten mühelos

in jeden Lebensstil

primePort Schiebebeschläge

von Winkhaus

Die hochwertigen primePort Schiebebeschläge erfüllen

die Anforderungen verschiedenster Einsatzszenarien.

Sie sind für Holz-, PVC- oder Aluminiumfenster und

-fenstertüren geeignet und in unterschiedlichen Ausführungen

erhältlich:

• Schiebe-Kipp-Beschlag

• Parallel-Abstell-Schiebe-Beschlag

• Abstell-Schiebe-Beschlag

• Hebe-Schiebe-Beschlag

besseren Energieeffizienz. »Die Tore erfüllen unsere Anforderungen

sehr gut. Die Dichtigkeit, die Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit

überzeugen uns«, teilt Agrolab mit.

Mit den drei installierten Efaflex-Toren hat das Unternehmen

eine Lösung gefunden, die die Abläufe im Hochregallager spürbar

verbessert und den Standort auch für künftige Anforderungen gut

aufstellt.

?

Ob für Alt- oder Neubauten, Ein- oder Mehrfamilienhäuser,

für Objekte oder den privaten Gebrauch, die

vielseitigen primePort Lösungen zeichnen sich durch

herausragende Produktqualität, intuitive Bedienung und

leichtgängige Mechanik aus.

Türen & Tore

winkhaus.com/primePort

Juli 2026 l 57


Design, Sicherheit

und digitaler Komfort

NOBLESSE – Wenn es um hochwertige

Aluminium-Haustüren geht, zählt

Noblesse aus Hagenbach seit Jahrzehnten

zu den etablierten Anbietern im

deutschen Bauelementemarkt. Das

1973 als Anbieter von Türfüllungen

gegründete Unternehmen hat sich in

den vergangenen fünf Jahrzehnten zu

einem namhaften Hersteller entwickelt.

Bis heute setzt Noblesse auf eine klare

Strategie: hochwertige Haustürsysteme

aus deutscher Fertigung, eine enge

Zusammenarbeit mit dem Fachhandel

und die kontinuierliche Weiterentwicklung

innovativer Lösungen.

Unter der Leitung von Geschäftsführer

Alexander Rung verbindet das Unternehmen

traditionelle Werte mit moderner Fertigungstechnologie.

Dabei versteht sich Noblesse

nicht nur als Produzent von Haustüren,

sondern auch als Entwicklungspartner für

den Fachhandel. Der Produktionsstandort

in der Südpfalz bildet das Herzstück des

Unternehmens. Hier entwickelt und fertigt

Noblesse Aluminium-Haustüren für die

DACH-Region und das Elsass. Die Produktion

»made in Germany« ermöglicht kurze Entscheidungswege,

hohe Qualitätsstandards

und eine flexible Umsetzung individueller

Kundenanforderungen.

Gerade im Haustürsegment gewinnen

maßgeschneiderte Lösungen zunehmend an

Bedeutung. Unterschiedliche Architekturstile

und technische Anforderungen verlangen

nach Produkten, die über standardisierte

Lösungen hinausgehen. Noblesse begegnet

dieser Entwicklung mit einem breiten

Portfolio an Designvarianten, Oberflächen,

Verglasungen und Ausstattungsoptionen.

Das Zutrittskontrollsystem »FaceScan« mit integrierter

binokularer 3D-Kamera erkennt Gesichter präzise und sorgt

dafür, dass nur autorisierte Personen Zutritt erhalten.

NOBLESSE (2)

Qualität und Sicherheit im Fokus

Neben Design und Individualisierung stehen

bei Noblesse Sicherheit und Langlebigkeit

im Mittelpunkt der Produktentwicklung.

Moderne Haustüren müssen hohe Anforderungen

an Einbruchschutz, Funktionalität

und Energieeffizienz erfüllen. Noblesse setzt

deshalb auf hochwertige Aluminiumkonstruktionen,

moderne Verriegelungssysteme

und zeitgemäße Sicherheitslösungen. Die

kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte

orientiert sich dabei sowohl an den

Anforderungen des Marktes als auch an

den Bedürfnissen von Fachhändlern und

Endkunden.

Für das Unternehmen ist Qualität nach

eigenen Angaben Bestandteil der gesamten

Unternehmensphilosophie – von der

Entwicklung über die Fertigung bis hin zur

Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern.

»FaceScan« erweitert das Portfolio

intelligenter Zutrittssysteme

Ein aktuelles Beispiel ist die seit März verfügbare

Zutrittskontrolle »FaceScan«. Mit

dieser neuen Lösung erweitert Noblesse

sein Angebot im Bereich digitaler Zugangssysteme

und greift einen Trend auf, der

im hochwertigen Hausbau zunehmend an

Bedeutung gewinnt.

»FaceScan« ermöglicht die Öffnung der

Haustür mittels Gesichtserkennung und

bietet damit eine berührungslose Alternative

zum klassischen Schlüssel. Zusätzlich

kann der Zutritt per Fingerprint, PIN-Code,

Transponder oder Smartphone erfolgen. Die

Technologie verbindet Komfort und Sicherheit

und eröffnet neue Möglichkeiten für

Noblesse fertigt maßgeschneiderte Aluminium-Haustüren

für individuelle Architekturstile in echter Handarbeit an.

Von günstigen Einstiegsmodellen bis hin zu hochwertigen

Haustüren.

die Integration in moderne Smart-Home-

Konzepte. Für Noblesse ist »FaceScan« ein

weiterer Schritt auf dem Weg, die Haustür

als intelligentes Bauelement weiterzuentwickeln.

Neben mechanischen Eigenschaften

gewinnen digitale Funktionen zunehmend

an Bedeutung.

Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie

bleibt die enge Zusammenarbeit

mit dem Fachhandel. Noblesse

setzt bewusst auf qualifizierte Partner,

die Endkunden kompetent beraten und

eine fachgerechte Montage sicherstellen.

Davon profitieren alle Beteiligten: Der Fachhandel

erhält Zugang zu einem umfangreichen

Produktprogramm und innovativen

Entwicklungen, während Endkunden von

hoher Beratungs- und Ausführungsqualität

profitieren.

Mehr als fünf Jahrzehnte nach der Unternehmensgründung

blickt Noblesse auf eine

erfolgreiche Entwicklung zurück. Mit einem

klaren Fokus auf Qualität und Innovation

sieht sich das Unternehmen auch für die

zukünftigen Anforderungen des Marktes

gut aufgestellt. Die Verbindung aus handwerklichem

Qualitätsverständnis, moderner

Fertigung und digitalen Innovationen wie

»FaceScan« zeigt, wie sich traditionelle

Werte und neue Technologien erfolgreich

verbinden lassen. Ein Ansatz, der Noblesse

seit 1973 prägt und nach Unternehmensangaben

auch künftig begleiten wird. ?

58 l Juli 2026 Türen & Tore


Ein intelligenter Türöffner

DORMAKABA

DORMAKABA – Mit »MotionIQ« hat Dormakaba eine Lösung entwickelt, um die

Energiebilanz eines Gebäudes deutlich zu verbessern. So wird ein energieeffizienter

Gebäudebetrieb gefördert, der dazu beiträgt, die Betriebskosten zu senken. Im

Markt für automatische Drehflügeltüren hat sich die Technologie bereits etabliert,

wie ein Anwenderbeispiel im Zentrum für Innovation, Medizin und Technik (ZIMT)

in Bad Kreuznach zeigt. Jetzt ist das automatische Türsystem »MotionIQ« auch in

Kombination mit Schiebetüren einsetzbar.

Das innovative System öffnet Türen erst

dann, wenn es tatsächlich notwendig ist,

und schließt sie unmittelbar nach dem

Durchgang. Dazu setzt Dormakaba auf

eine intelligente Technologie: Zunächst

wird ein Bereich von bis zu 10 m rund um

die Tür mit einem virtuellen Netz belegt.

Dabei kommen hochmoderne Sensoren

zum Einsatz.

Sobald eine Person den Erfassungsbereich

betritt, misst »MotionIQ« Entfernung,

Geschwindigkeit sowie Winkel von Personen

und berechnet daraus Bewegungsvektoren.

Wird keine Begehungsabsicht erkannt, so

bleibt die Tür geschlossen. Sollte die Person

jedoch durch die Tür gehen wollen, berechnet

»MotionIQ« den idealen Öffnungszeitpunkt

sowie die Offenhaltezeit, um eine optimale

Türbewegung zu ermöglichen.

Auf diese Weise lassen sich unnötige

Türöffnungen beispielsweise in Fußgängerzonen

vermeiden. In den Wintermonaten

wird es dadurch möglich, den Austausch

von kalter und warmer Luft deutlich zu

reduzieren, um den Innenbereich effizient

zu heizen. Und auch in den Sommermonaten

lässt sich Energie einsparen, indem

die gekühlte Innentemperatur nicht stetig

mit der warmen Außenluft gemischt wird.

Das intelligente und automatische Türsystem

»MotionIQ« trägt so laut Hersteller

dazu bei, den Energieverbrauch um bis zu

50 Prozent zu reduzieren. Dadurch werden

Betriebskosten und CO2-Emissionen gleichermaßen

gesenkt. Durch die individuelle

Öffnung wird die Tür zudem weniger als

Barriere wahrgenommen.

Mehr Sicherheit,

längere Lebensdauer

Gleichzeitig sorgen die optimierten Offenhaltezeiten

für mehr Sicherheit im Betrieb.

Eine Berührung mit dem Türblatt wird durch

die laufende Überwachung der Bewegung

der Person sicher ausgeschlossen, wie der

Hersteller mitteilt. Dies minimiert das Risiko

von Unfällen und Verletzungen.

Zudem kann die Lebensdauer der Tür verlängert

werden. Denn durch die gezielte Steuerung

der Öffnungs- und Schließvorgänge

Öffnet nur, wenn man wirklich rein will:

das automatische Türöffnungssystem

»MotionIQ« von Dormakaba.

steuert »MotionIQ« die Tür nur dann, wenn

Personen wirklich hindurchgehen wollen.

Darüber hinaus passt sich das intelligente

Türsystem selbstständig an die Umgebungs-

und Nutzungsbedingungen an.

Dieser Umstand ermöglicht eine unkomplizierte

und schnelle Inbetriebnahme durch

die Montagetechniker.

Etabliert hat sich die Technologie bereits

im Markt für automatische Drehflügeltüren.

Hier wird »MotionIQ« in Kombination

mit den Drehflügeltürantrieben »ED 100«

und »ED 250« von Dormakaba eingesetzt.

Und das mit Erfolg, wie ein Blick in die

Praxis zeigt: So ist etwa am Zentrum für

Innovation, Medizin und Technik (ZIMT)

in Bad Kreuznach eine Tür, die zum Parkplatz

führt, mit dem intelligenten Türsystem

ausgestattet worden, damit die Tür

insbesondere bei vorbeifahrenden Autos

geschlossen bleibt.

Dieses Beispiel zeigt nach Unternehmensangaben

eindrucksvoll, wie »MotionIQ« die

Sicherheit und das Nutzererlebnis verbessert.

Auch im nördlichsten Eishotel der Welt

in Norwegen hat »MotionIQ« bereits zuverlässig

dazu beigetragen, Türen intelligent zu

betreiben.

?

Türen & Tore

Juli 2026 l 59


Hoher Schutz für extreme Situationen

BUCHELE – Eine neue

Generation von Schutzraumlösungen

für hohe Sicherheit

in Extremsituationen hat

Buchele auf den Markt

gebracht. Die »Shelter Line«

weist hohe technische Widerstandswerte

auf und soll im

Ernstfall Schutz vor äußeren

Bedrohungen bieten.

Das »Emergency-Close-System« ermöglicht

laut Buchele ein extrem schnelles,

manuelles Verschließen. Innerhalb weniger

Sekunden lässt sich der Schutzraum

sichern – auch unter Stressbedingungen

oder bei eingeschränkter Sicht.

»Die ›Shelter Line‹ ist eine neue Generation von

Schutzraumtüren, -toren und -fensterklappen für

private Wohngebäude ebenso wie für Behörden,

Industrieanlagen und sicherheitsrelevante Infrastrukturen.

Diese Linie haben wir für extreme

Anforderungen entwickelt«, so Jürgen Buchele,

Geschäftsführer von Buchele. »Unsere Elemente

lassen sich sowohl im Neubau einsetzen wie

auch in bereits vorhandenen Gebäuden.« Dabei

überzeugt die »Shelter Line« laut Buchele mit

zentralen Leistungsmerkmalen wie Explosionsschutz

bis 800 kPa, Durchschusshemmung bis

FB7 nach DIN EN 1522, Einbruchhemmung bis

RC5 nach DIN EN 1627, Brandschutz bis EI 2

90

nach DIN EN 1634-1, Rauchschutz S200 nach

DIN EN 1634-3, luft- und gasdichte Ausführung,

Flüssigkeitsdichtigkeit sowie Strahlenschutz.

wird ein entscheidender Sicherheitsaspekt abgedeckt:

der garantierte Zugang bzw. Ausstieg auch

nach extremen Ereignissen.

Ein Schutzraum ist nur dann vollständig funktionsfähig,

wenn auch die Versorgung mit sauberer

Atemluft sichergestellt ist. Daher lässt

sich die »Shelter Line« optional mit leistungsfähigen

Belüftungsanlagen und ABC-Filtern

kombinieren.

?

Physische Widerstandsfähigkeit, Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit

und psychologische Sicherheit möchte Buchele mit

seiner »Shelter Line« bieten.

BUCHELE (3)

Mit der neuen »Shelter Line« bietet

Buchele Schutzraumtüren, -tore und

-fensterklappen, die im Fall einer

Bedrohung Sicherheit geben.

Innovative Systeme für den Ernstfall

Neben den hohen technischen Widerstandswerten

bietet die »Shelter Line« auch intelligente

Systeme, die speziell für den Notfall entwickelt

wurden. Das »Emergency-Close-System« ermöglicht

laut Buchele ein extrem schnelles, manuelles

Verschließen. Innerhalb weniger Sekunden lässt

sich der Schutzraum sichern – auch unter Stressbedingungen

oder bei eingeschränkter Sicht.

Ein weiteres zentrales Merkmal ist das patentierte

»Easy-Remove-System«, heißt es in einer

Mitteilung des Unternehmens. Sollte die Sicherheitstür

blockiert sein, erlaubt dieses System

dennoch die Öffnung der Tür von innen. Damit

60 l Juli 2026


Spannwerkzeug mit

Einhandbedienung

Werkzeuge

WOLFCRAFT – Mit einer Reihe von

Weiterentwicklungen nimmt Wolfcraft

zunehmend auch die Bedürfnisse von

Profi-Handwerkern in den Fokus. Ein

gutes Beispiel dafür ist die Einhandzwinge

»Pro Max«. Sie hat eine maximale

Spannkraft von 250 kg und ist durch ihre

besonders hohe, lang anhaltende Haltekraft

perfekt für den zuverlässigen Dauereinsatz

mit hohen Lasten geeignet.

Bereits vor über 30 Jahren präsentierte

Wolfcraft die erste Zwinge mit Einhandbedienung.

Diesen technologischen Vorsprung

haben die Wolfcraft-Produktentwickler seither

durch stetige Innovation ausgebaut. Die

intelligente Pumpmechanik der neuen »Pro

Max« ermöglicht nicht nur das schrittweise

kontrollierte Spannen, sondern auch das

sichere Öffnen mit nur einer Hand. Über

eine spezielle Lösevorrichtung mit Hebel

lässt sich die Spannkraft mühelos, sicher und

kontrolliert aufheben und die Spannbacken

leichtgängig verschieben. »Unsere Einhandzwinge

in dritter Generation ist die Antwort

für den Profi. Einerseits wegen ihrer hohen

Spann- und Haltekraft, aber auch weil sie

sich extrem gut mit einer Hand bedienen

lässt und dabei auch noch gut in der Hand

liegt«, erklärt Christian Hurth, Leiter Marketing-Kommunikation

bei Wolfcraft.

WOLFCRAFT (3)

Leicht und vielseitig

Durch ihr geringes Eigengewicht und die

optimale Geometrie ist die Einhandzwinge

»Pro Max« intuitiv und selbst bei länger

andauernden Serienarbeiten ermüdungsfrei

bedienbar. Das Profispannwerkzeug ist in

fünf verschiedenen Versionen mit Spannweiten

von 150 bis 915 mm, vielen cleveren

Funktionen und optionalem Zubehör auf

maximale Vielseitigkeit ausgelegt. Durch

die praktische Zwei-in-eins-Funktion lassen

sich die Einhandzwingen ohne weiteres

Werkzeug für Spreizanwendungen für Dehnbereiche

von 220 bis 1 175 mm umbauen.

Die großen gummierten Spannflächen mit

einer besonders großen Ausladung von

110 mm verteilen die Spannkraft so, dass

Werkstücke bestmöglich geschont werden.

Für den sicheren Halt beim Spannen von

Rundmaterial sorgt eine Nut mit V-Profil.

Der Hersteller setzt auf Qualität »made

in Europe« mit zehn Jahren Garantie. Durch

die speziell gehärtete Stahlschiene mit

Die Profi-Einhandzwinge

»Pro Max« im Einsatz –

erhältlich in Versionen mit

Spannweiten von 150 bis 915 mm.

Lässt sich mühelos mit einer Hand

bedienen: Die Wolfcraft-Zwinge

»Pro Max« verfügt über eine

intelligente Pumpmechanik.

Knochenprofil und dem Gehäuse aus glasfaserverstärktem

Kunststoff (GFK) ist das

Produkt höchst robust und langlebig. Zusätzlich

sorgt die spezielle Lochstruktur für

extreme Belastbarkeit und Formstabilität.

Neu im Sortiment: Eine Profi-Messerlinie, ergonomisch auf

Links- und Rechtshänder optimiert.

Exemplarisch für das Sortiment

Neben der Einhandzwinge »Pro Max« gibt

es inzwischen zahlreiche weitere Wolfcraft-

Handwerkzeuge auf dem Markt, die den

Handwerker dabei unterstützen, effizient zu

arbeiten. »Das ist schließlich das wichtigste

Anliegen des Profis«, meint Hurth, »er

möchte seine Arbeit schnell, gut und sicher

erledigen.« Im März stellte das Unternehmen

auf der Eisenwarenmesse eine robuste

Profi-Messerlinie mit optimaler Ergonomie

für Links- und Rechtshänder und extrascharfen

Klingen vor. Ebenfalls interessant

für Fachleute: das Elektrowerkzeugzubehör

wie Lochsägen und Stichsägeblätter. Diese

bietet Wolfcraft nicht nur einzeln, sondern

auch im Großgebinde oder in Multipacks an.

Gleichzeitig ist das Sortiment von Wolfcraft

schlank und übersichtlich. »Wir haben keine

unterschiedlichen Linien für Profis und Heimwerker«,

so Hurth, »und wir haben generell

die Komplexität in unserem Sortiment reduziert.«

Eine übersichtliche Sortimentsstruktur

und passende Packungsgrößen kämen

schließlich allen zugute – nicht zuletzt auch

dem Handel.

?

Werkzeuge & Befestigungssysteme

Juli 2026 l 61


Digitale Beschaffungslösung

für Arbeitskleidung

MASCOT – Mit dem »Mascot SmartStore« hat Mascot

Workwear eine digitale Beschaffungslösung entwickelt,

die administrative Aufwände senkt, Prozesse standardisiert

und die zuverlässige Versorgung mit Arbeitskleidung

sichert. Das Angebot richtet sich insbesondere

an Unternehmen mit mehreren Standorten und vielen

Mitarbeitern. An dem bisherigen mehrstufigen

Vertriebskonzept soll sich aber nichts ändern.

Mascot Workwear bleibt seinem bewährten

Vertriebsmodell treu und setzt weiterhin zu

100 Prozent auf den mehrstufigen Vertrieb

ohne Direktvertrieb. Gemeinsam mit seinen

Partnern unterstützt Mascot Unternehmen

dabei, die Beschaffung und Verwaltung

von Arbeitskleidung effizienter zu gestalten.

Bereits mehr als 700 000 Mitarbeiter

werden über den »Mascot SmartStore«

ausgestattet.

Die Entwicklung individueller digitaler

Beschaffungslösungen begann bei Mascot

vor fast 15 Jahren. Heute profitieren Unternehmen

von einer Lösung, die moderne

Bestellprozesse mit den Leistungen

von Mascot und seinen Vertriebspartnern

verbindet.

MASCOT (2)

Um die

Beschaffung von Mascot-

Arbeitskleidung für Unternehmen

zu vereinfachen, hat Mascot den

»Mascot SmartStore« entwickelt.

Mehr Effizienz entlang des gesamten

Beschaffungsprozesses

Die größten Kosten für Arbeitskleidung entstehen

selten beim Produkt selbst, sondern

in den Prozessen rundherum: Bestellungen,

Lagerhaltung, Wareneingang, Verteilung und

Nachbestellungen binden Zeit und Ressourcen

in Einkauf und Verwaltung.

Der »Mascot SmartStore« hilft Unternehmen

dabei, diese Prozesse zu optimieren.

Digitale Bestell- und Freigabeprozesse

Über den »Mascot SmartStore« wird die Arbeitskleidung

direkt an die Mitarbeiter geliefert.

minimieren manuelle Arbeitsschritte und

schaffen transparente Abläufe. Kosten können

nach Standort, Abteilung, Kostenstelle

oder Mitarbeitern ausgewertet werden.

So behalten Unternehmen jederzeit den

Überblick über ihre Investitionen. Durch

definierte Sortimente, individuelle Berechtigungen

und Freigabeworkflows wird die

Beschaffung kontrollierter und effizienter.

Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit

einer eigenen Lagerhaltung: Unternehmen

können das Mascot-Lager mit mehr

als 17 Mio. Artikeln nutzen und reduzieren

dadurch Kapitalbindung, Lagerkosten und

internen Verwaltungsaufwand. Auch die

Logistik wird vereinfacht. Die Lieferung

erfolgt direkt an die Mitarbeiter in Form

individueller Mitarbeiterpakete. Dadurch

entfallen interne Verteilungsprozesse und

zusätzliche Bearbeitungsschritte.

Entlastung für Einkauf und Verwaltung

Der »Mascot SmartStore« unterstützt

Unternehmen dabei, interne Ressourcen

gezielt einzusetzen. Durch die digitale

Verwaltung von Mitarbeiterdaten und Konfektionsgrößen

werden Nachbestellungen

vereinfacht und Fehler reduziert. Alle

Artikel und Logos sind digital hinterlegt.

Veredelungen werden direkt bei Mascot

umgesetzt – von der Logoherstellung bis

zur Transfer-Anbringung. Dadurch werden

zusätzliche Schnittstellen reduziert und

Prozesse beschleunigt.

Der »Mascot SmartStore« ist damit

besonders relevant für Unternehmen mit

mehreren Standorten, vielen Mitarbeitern

oder komplexen Beschaffungsstrukturen.

Gerade dort entstehen durch standardisierte

Abläufe, transparente Kostenstrukturen

und digitale Freigabeprozesse spürbare

Vorteile.

Im »Mascot SmartStore« arbeiten Mascot

und der Fachhandel mit klarer Aufgabenteilung

zusammen: Der Vertriebspartner vor

Ort richtet das Sortiment ein, berät bei der

Produktauswahl, übernimmt die Aufmaße

und bleibt fester Ansprechpartner. Mascot

sorgt für Lagerhaltung, Veredelung und die

direkte Lieferung an die Mitarbeiter. ?

62 l Juli 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme


AKTUELLES

07 26

Martin Meier – Mehr Kompetenz

bei Keramik und Naturstein

Die Martin Meier Gruppe baut ihre Marktposition im

süddeutschen Keramik-, Naturstein- und Baustoffhandel

weiter aus. Mit der neu gegründeten Gesellschaft

Martin Meier Baukeramik übernimmt das Familienunternehmen

die Geschäftsbereiche Keramik- und

Natursteinhandel aus der Insolvenz der bisherigen

Firma Ludwig Küblböck Baukeramik. Durch die Transaktion,

bei der auch die Geschäftsbereiche Ofenhandel

und Kachelofenbau einen neuen, dritten Eigentümer

gefunden haben, bleiben wesentliche

Kompetenzen und ein Großteil der Arbeitsplätze am

etablierten Fachhandelsstandort Burglengenfeld

erhalten. Kunden aus Handwerk, Architektur und privatem

Wohnungsbau sowie Wiederverkäufer profitieren

auch in Zukunft von einem leistungsfähigen

Sortiment, einer qualifizierten Fachberatung und eigener

Logistik. Der Standort verfügt über eine mehr als

2 000 m² große Ausstellungsfläche und zählt zu den

führenden Fachhandelszentren für Fliesen, Natursteine

und Ofensysteme in Bayern. Die Ausstellung prä-

Eine der bayernweit größten Ausstellungen für Keramik, Naturstein und Öfen:

Die Ausstellungsfläche in Burglengenfeld beträgt rund 2 000 m².

sentiert aktuelle Produkt- und Gestaltungstrends und

bietet umfassende Lösungen für Neubau, Modernisierung

und hochwertige Innen- und Außengestaltung.

Die Übernahme knüpft an eine langjährige Partnerschaft

an. Beide Traditionsunternehmen arbeiten

seit vielen Jahren innerhalb der Eurobaustoff zusammen,

und sie verbindet insbesondere eine enge Kooperation

im Naturstein- und Keramikbereich. Für die

Martin Meier Gruppe ergänzt der Standort Burglengenfeld

das bestehende Leistungsportfolio ideal. Mit

dem Natursteinpark in Abensberg-Offenstetten

betreibt das Unternehmen bereits einen der führenden

Ausstellungs- und Handelsstandorte für Naturstein-

und Keramikprodukte in Bayern. Durch die künftig

engere Verzahnung beider Standorte sollen

Synergien in den Bereichen Sortiment, Beschaffung,

Lagerverfügbarkeit und Kundenservice geschaffen

werden.

?

MARTIN MEIER

Sita – Es begann vor 50 Jahren mit einem Flachdachgully

SITA (2)

Ein Mann – eine Produktidee: 1976 startete Karl-Heinz

Gelsen als Ein-Mann-Start-up in Pinneberg. Das Produkt

der ersten Stunden war der »SitaStandard«, ein

Flachdachgully aus Polyurethan. 50 Jahre später ist

Sita Bauelemente 127 Mitarbeiter stark und eine der

führenden Marken am Markt – mit über 2 000 Flachdachentwässerungsprodukten

ein Begriff in der Branche.

»Wir sind kurz vor dem ›Tempo‹-Taschentuch«, so

Geschäftsführer Thomas Kleinegees zur Markenbekanntheit

des Unternehmens, das dieses Jahr sein

50-jähriges Jubiläum feiert.

Mitte der 1970er-Jahre suchte Gründer Karl-Heinz

Gelsen nach einem Produktionspartner, der PUR-Gullys

fertigen konnte. Er fand ihn bei Paul Craemer in

Herzebrock-Clarholz. Kurze Zeit später mietete Sita

erste Flächen und Verwaltungsgebäude auf dem

Das Sita-Geschäftsleitungstrio 2026:

(v.r.n.l.) Geschäftsführer Thomas Kleinegees,

Kai Gradert, Vertriebsleiter und

Prokurist, sowie Rainer Pieper, Technischer

Leiter und Prokurist.

Craemer-Gelände. Im Januar 1988 trat

Paul Craemer mit 50 Prozent der Anteile

in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaftsanteile

gingen im Dezember 2003

an die Craemer Holding über. Im Aurea-

Gewerbegebiet, direkt an der A2 gelegen, wurde die

Sita 2009/2010 erster Bauherr. An der Ferdinand-Braun-

Straße 1 baute sie auf 16 000 m² Fläche ihr eigenes

neues Stammwerk mit 3 300 m² Produktions- und Lagerfläche

sowie einem zweigeschossigen 700-m²-Verwaltungsgebäude

– damals für 50 Mitarbeiter. 2018 wurde

ein weiterer Verwaltungs- und Schulungstrakt

angebaut, in dem auch der Sita Campus untergebracht

ist – ein internes Schulungs- und Seminarwesen.

Ende 2021 stieg das Stuttgarter Unternehmen Paul

Bauder als dritter, gleichberechtigter Gesellschafter

neben der Familie Gelsen und der Craemer Holding bei

Sita Bauelemente ein. Sita, Spezialist für Dachentwässerung

in Deutschland, Österreich, Polen, den Benelux-Staaten

sowie England/Irland, wird von Bauder

fortan auch bei der europaweiten Expansion unter-

stützt. Sita Bauelemente, die bereits 2025 einen Umsatz

von 44,2 Mio. Euro erwirtschaftete, wuchs kontinuierlich

weiter – im Jubiläumsjahr 2026 auf 127 Beschäftigte.

Nur 300 m Luftlinie vom Stammwerk entfernt

entstand eine neue, hochmoderne Logistikhalle – in

Sichtweite des bestehenden Sita-Firmensitzes aus dem

Jahre 2010. In dem nachhaltig konzipierten Gebäude

sind die Logistik und Teile der Verwaltung

untergebracht.

Sita setzt bewusst auf Qualität »made in Germany«,

doch die Flachdachgullys und Lüfter werden europaweit

vertrieben. Jüngste Produktentwicklungen, ein

digitaler Regenwächter und Feuchtigkeitsmelder, gehen

unter der neuen Marke Varuna in den Markt. Als digitale

Pioniere für das Flachdach flankieren sie die bewährten

Entwässerungs- und Lüftungsprodukte der Sita-

Familie.

?

Das Sita-Portfolio – hier der »SitaTrendy« – umfasst mittlerweile

rund 2 000 Flachdachentwässerungslösungen.

Aktuelles

Juli 2026 l 63


Lamilux – Millioneninvestition in neuen Standort

Mit der feierlichen Eröffnung ihres neuen Standorts

im Automobilzuliefererpark Hof-Gattendorf präsentierte

die Lamilux-Gruppe Anfang Mai ihr neues Werk

mit modernen Produktionsflächen und angeschlossenem

Bürogebäude. Das Familienunternehmen stärkt

damit gezielt den Standort Hochfranken und schafft

zusätzliche Voraussetzungen für zukünftiges

Wachstum.

Zur offiziellen Eröffnung begrüßte Lamilux zahlreiche

Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter Dorothee

Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie

und Raumfahrt, sowie Vertreter der regionalen

Politik und der Regierung von Oberfranken. »Lamilux

zeigt eindrucksvoll, wie man auf einer starken Basis

aufbaut und gleichzeitig konsequent in die Zukunft

LAMILUX

Zur feierlichen Eröffnung des neuen

Werks im Automobilzuliefererpark

Hof-Gattendorf begrüßte die

Lamilux-Gruppe zahlreiche Gäste

aus Politik und Wirtschaft, darunter

Bundesforschungsministerin Dorothee

Bär (rechts).

investiert. Hier entstehen Arbeitsplätze, Wertschöpfung

und Perspektiven für viele Familien in der Region

– und ein fränkisches Traditionsunternehmen

behauptet sich damit erfolgreich im internationalen

Wettbewerb«, sagte Dorothee Bär.

Der neue Standort umfasst ein modernes Produktionsgebäude

mit angeschlossenem Bürotrakt. Die

ehemalige Immobilie der DGH Hof wurde in den vergangenen

Monaten umfassend saniert und gezielt

für die Nutzung durch Lamilux vorbereitet. Insgesamt

investiert das Unternehmen rund 25 Mio. Euro in den

neuen Standort. Das Werk wird durch den Unternehmensbereich

Tageslichtsysteme genutzt und ist Teil

der Weiterentwicklung des Standortverbunds der

Lamilux-Gruppe. Bereits seit 2025 erfolgt der schrittweise

Umzug einzelner Abteilungen vom Standort

Rehau nach Hof-Gattendorf. Die Inbetriebnahme des

neuen Werks verläuft dabei abschnittsweise. Im Laufe

des Jahres sind weitere Verlagerungen vorgesehen,

mit denen die Nutzung des Standorts sukzessive

ausgebaut wird.

»Dieses neue Werk ist für uns weit mehr als ein

Gebäude. Es steht für unsere Zuversicht, dass wir

mit Innovation und verlässlicher Qualität auch künftig

erfolgreich wachsen können. Es ist ein Ort für die

Menschen, die hier jeden Tag ihr Können einbringen

und damit die Grundlage schaffen, unsere Kundinnen

und Kunden mit starken Lösungen zu unterstützen«,

betont Dr. Sophia Strunz, geschäftsführende

Gesellschafterin der Lamilux-Gruppe. Aktuell arbeiten

rund 130 festangestellte Mitarbeiter am Standort

in Hof-Gattendorf. Das Werk bietet Kapazitäten

für bis zu 300 Arbeitsplätze bei Vollauslastung und

unterstreicht damit die langfristige Wachstumsstrategie

der Lamilux-Gruppe. Im Zusammenspiel mit den

bestehenden Werken ist der neue Standort ein wichtiger

Baustein für die Weiterentwicklung des Unternehmens

in Hochfranken. Am Hauptsitz in Rehau

bleiben weiterhin zentrale Funktionen sowie die Produktion

beider Unternehmensbereiche bestehen.?

Novoferm – WM-Gewinnspiel mit Lukas Podolski

NOVOFERM

Novoferm – einer der größten europäischen Systemanbieter

von Tür- und Torlösungen sowie Verladesystemen

für den privaten, gewerblichen und industriellen

Einsatz – veranstaltet derzeit gemeinsam mit Weltmeister

Lukas Podolski ein Gewinnspiel auf Instagram. Als

Lukas Podolski ist das Gesicht des aktuellen

WM-Gewinnspiels von Novoferm auf Instagram.

Hauptpreis gibt es einen Infinitas Outdoor-Whirlpool

»The Grand« inklusive zusätzlicher U-LED-Außenbeleuchtung

von Spa Natural zu gewinnen. Das Gewinnspiel

läuft noch bis zum 20. Juli 2026. Mit der Aktion

verbindet Novoferm die Begeisterung für Sport und

besondere Erlebnisse mit der Chance auf einen exklusiven

Gewinn. Weitere Informationen, das Video mit

Lukas Podolski sowie die Teilnahmebedingungen sind

auf dem Instagram-Kanal von Novoferm zu finden. ?

64 l Juli 2026 Aktuelles


Auf einen Blick

Redaktionsverzeichnis

Alferproline GmbH 37

Austrotherm Dämmstoffe GmbH 36

Buchele GmbH 60

Dallmer GmbH & Co. KG 26

Dormakaba Deutschland GmbH 59

Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG$3546 56

Emco Bad GmbH 31

Geberit Vertriebs GmbH 28

Grip Safety Coatings AG 32

Homapal GmbH 18

Jackon Insulation GmbH 10, 30

Joh. Sprinz GmbH & Co. KG 29

KLB Kötztal Lacke & Beschichtungen GmbH 8

Kneer GmbH 50

Lamilux Heinrich Strunz GmbH 64

Martin Meier GmbH & Co. KG. 63

Mascot International A/S 62

Naturbo Lehmputz Trockenbausysteme 22

Noblesse GmbH 58

Novoferm Vertriebs GmbH 54, 64

Odenwald Faserplattenwerk GmbH 25

Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG 24

Pallmann GmbH/A company of Uzin Utz Group 42

Project Floors GmbH 44

Prüm-Türenwerk GmbH 11

Reisser AG 10, 34

Schlüter-Systems KG 16

Seelbach International GmbH 46

Siegenia-Aubi KGs 52

Sita Bauelemente GmbH 63

Soriwa GmbH 20

Tarkett Holding GmbH 48

Villeroy & Boch AG 33

Wienerberger GmbH 10

Wolfcraft GmbH 61

Auf einen Blick

Impressum

Verlag

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Telefon (08 31) 5 22 04-0

E-Mail: info@sbm-verlag.de

Herausgeber

Markus Holl

Joachim Plath

Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)

Redaktion

Christine Seif (-25)

Frauke Fink (-36)

Peter Lang (-46)

Objektleitung

Markus Maier (-37)

Anzeigendisposition

Elmar Romanesen (-16)

Layout

Lisa Schröder Leitung (-23)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

Leser- und Abonnenten-Service

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

Anzeigen

Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 20

vom 1. Januar 2026

Bezugspreis

Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER

im Einzelabonnement

bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):

Inland: 55,00 € inkl. Versand

Ausland: 82,50 € inkl. Versand

Druckvorstufe und Druck

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Stuttgart

www.kohlhammerdruck.de

Bankverbindung

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BLZ 733 200 73

DE75 73320073 6690419872

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Titelbild

KLB KÖTZTAL

IVW angeschlossen

ISSN 1439-5606

Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages. Jahresabonnements

können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate

vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich

beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt

eingesandte Manus kripte wird keine Haftung

übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge

kennzeichnen nicht die Ansicht

der Redaktion.

Juli 2026 l 65


Vorschau

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August – Gesamtausgabe

TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungssysteme

SONDERTHEMA: Gerüste

ERSCHEINUNGSTERMIN: 08.08.

September – Außenausgabe

TOP-THEMA: Außenanlagen

SONDERTHEMA: GaLaBau

ERSCHEINUNGSTERMIN: 05.09.

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AUSGABE

TOP-THEMA: Werkzeuge & Befestigungssysteme

TOP-THEMA: Außenanlagen

MESSE-

AUSGABE

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