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2026-07_Regio Business

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SÜDWESTPRESSE

RegioBusiness

EBM-PAPST

Der Ventilatorenbauer

dreht wieder ins Plus SEITE 4

www.regiobusiness.biz

i bi

LANDWIRTSCHAFT

BAGHohenlohe mit solidem

Geschäftsverlauf SEITE 11

JULI 2026

JUBILÄUM

Schubertfeiertden

60.Geburtstag SEITE 17

Nr. 281 / Jg. 25 [2,50 EUR]

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Am Rande des

Hitzschlags?

Nach einem viel zu heißen Juni ist klar:

Der Klimawandel nimmt weiter an Fahrt

auf. Der Volkswirtschaft drohen Schäden

in Milliardenhöhe. Laut einer Studie ist

Heilbronn-Franken besonders stark betroffen.

Wie reagieren die Unternehmen

auf die Herausforderungen? SEITE 6

Illustration:ChatGPT /MariusStephan

GESCHICHTE

Seit 150 Jahren

erfolgreich

RollinCrailsheim blickt auf eine

lange und bewegte Vergangenheit

zurück.Der Fokusder Firmengruppe

liegt nach wievor auf der

Güterbeförderung. Seite 8

INVESTITION

Noch einmal 90

Millionen

DerKünzelsauerVentilatorenhersteller

Ziehl-Abeggstocktsein

Budgetfür neue Projektemassiv

auf,umdie steigende globale

Nachfrage zu befriedigen. Seite 15

ARCHITEKTUR

Einheitliche

Handschrift

Kraft+KraftArchitekten prägen

seit55Jahren dasAussehen der

Region. Die Haller gehören zu den

größten Architektenbüros

Deutschlands. Seite 23

Weiter aufWachstumskurs

Die Würth-Gruppe knüpft an die gute EntwicklungimVorjahr an.Inden ersten sechs

Monaten des Jahresbeläuftsich derUmsatz auf10,9Milliarden Euro. VON ADINA BAUER

Die Würth-Gruppe hat im

ersten Halbjahr 2026 wieder

Umsatz und Ergebnis

gesteigert. Nach eigenen Angaben

erzielte der Konzerneinen

Umsatz von 10,9 Milliarden Euro.

Das entspricht einem Plus von

4,3 Prozent, währungsbereinigt

von 5,2 Prozent. Das Betriebsergebnislegte

überproportionalauf

515 Millionen Euro zu und lag

damit 8,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

„Wir freuen uns, dass wir an der

erfolgreichen Entwicklung von

2025 anknüpfen können“, zeigt

sichRobertFriedmann, Sprecher

der Konzernführung, mit den

Zahlen zufrieden. Dass das Betriebsergebnis

stärker gestiegen

sei als der Umsatz, führt erauf

zwei Faktoren zurück:Das Unternehmen

habe seine Sachkosten

besser im Griff als im Vorjahr,zudem

werde bei der Nachbesetzung

offener Stellen weiterhin vorsichtig

agiert, der Personalstand liegt

unter dem Vorjahr.

Die Diversifizierung –bei Regionen,

Kunden und Produkten –

sieht Friedmann als einen der

Wurzel: Trotz der zunehmenden Internationalisierungbleibt dieBedeutung desStammsitzesinKünzelsau

undHohenlohe als Heimat desUnternehmenshoch.

Foto:Würth/Tim Seidl

größten Erfolgsfaktoren. „Es gelingt

uns ganz gut, nicht alleEier

in einem Korb zu haben“,meint

er.Vor allemdie Sparten Elektronik

und Chemie entwickeltensich

in den vergangenen Monaten besonders

dynamisch. ImElektronikbereich

profitiert Würth von

der hohen Nachfrage rund um

den Bau von Rechenzentren. In

der Chemiesparte treiben vor allem

steigende Ölpreise die Nachfrage.

Allgemein bleibt das Umfeld in

Deutschland allerdings schwierig.

Vor allem der Maschinenbau

und dieAutomobilindustrie stünden

unter Druck. Die Schwäche

im Heimatmarkt werde jedoch

durch Impulse aus anderen Regionen

überkompensiert. Besonders

stark wächst Würth derzeit

in Osteuropa und Südamerika.

Trotz der zunehmenden Internationalisierung

betonte Friedmann

die Bedeutung des Stammsitzes

in Hohenlohe. „Das ist die

Wurzel des Unternehmens“, sagte

er. Auch weiterhin werde vor

Ortinvestiert, etwamit einerneuen

Fertigung der Würth-Tochter

Dringenberg in Öhringen.

Friedmanns Ausblick fällt optimistisch

aus: Die Auftragseingänge

stimmten zuversichtlich, dass

sich dieerfolgreiche Entwicklung

im Jahresverlauf fortsetze.

www.wuerth.de

Experte fürdie

Luftfahrt

RecaroAircraft Seating ernennt AndreasErber

zumChief TechnologyOfficer underweitert

damitdas Management-Team.

Recaro verstärkt sein

Management-Team: Zum

1. September wird Andreas

Erber Chief Technology Officer

(CTO). Das neue Mitglied der

Geschäftsleitung hat ein Studium

der Luft- und Raumfahrttechnik

an der Universität Stuttgart absolviert

und dannseine berufliche

Laufbahn bei einem auf Karbonfaser-Technologien

spezialisierten

Unternehmen gestartet. Zuletzt

warerals Geschäftsführereines

internationalen Automobilund

Luftfahrtzulieferers tätig und

verantwortete dort insbesondere

die Bereiche Luftfahrt, Engineering

und innovative Verbundwerkstoffe.

„Andreas Erber vereint tiefgreifende

technische Expertise, umfassende

Erfahrung in derLuftfahrtindustrie

und eine nachgewiesene

Führungskompetenz. Damit

ist erhervorragend für die Positiondes

ChiefTechnology Officers

Verstärkung: AndreasErber

startet im September. Foto: Recaro

bei Recaro Aircraft Seating geeignet“,

erklärt CEOund Shareholder

Mark Hiller. Der Neue blickt den

kommenden Aufgaben gespannt

entgegen: „Recaro genießt in der

Luftfahrtindustrie weltweit einen

hervorragenden Ruf. Ich freue

mich darauf, die erfolgreiche Zukunft

aktivmitzugestalten.“ pm

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02 Politik & Wirtschaft

Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281

Sommerhitze lässt den Arbeitsmarkt kalt

Es sind nur 160 Menschen, die die Arbeitslosenstatistik gegenüber dem Mai entlasten. Knapp 5000 Stellen sind nach wie vor unbesetzt.

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen

im Agenturbezirk

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

auf 13.199 zurückgegangen.

Das sind 160 Arbeitslose

weniger als im Mai und

16 mehr als im Juni 2025. Die

Arbeitslosenquote liegt wie im Mai

bei 3,8 Prozent.

Firmen melden

weniger freie Stellen

Die Unternehmen haben im Juni

652 neue Arbeitsstellen gemeldet,

110 (14,4 Prozent) weniger als

im Mai und 136 (17,3 Prozent)

weniger als im Juni 2025. Insgesamt

waren 4999 Stellen gemeldet,

48 (1 Prozent) mehr als im

Mai und 278 (5,9 Prozent) mehr

als im Juni 2025.„Die Sommerhitze

bringt den Arbeitsmarkt nicht

ins Schwitzen – zumindest nicht

bei den Gesamtzahlen. Die Arbeitslosigkeit

verharrt auf nahezu

gleichem Niveau“, erklärt Elisabeth

Giesen, Leiterin der Agentur

für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

„Wir beobachten

allerdings eine Verschiebung

zwischen den Rechtskreisen.“ Die

Zahlen verdeutlichen diese Aussage:

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung

stieg die Zahl der Arbeitslosen

innerhalb eines Jahres

um knapp 10 Prozent während

„Der Arbeitsmarkt

befindet

sich im Wandel.

Es besteht das

Risiko, kurzfristig

arbeitslos zu werden,

und gleichzeitig

gibt es weiterhin

gute Chancen

auch wieder

eine Arbeit zu

finden.“

die Arbeitslosigkeit im Bereich

der Grundsicherung um knapp

10 Prozent zurückgegangen ist.

„Die Entwicklung macht deutlich:

Der Arbeitsmarkt befindet

sich im Wandel. Es besteht das Risiko,

kurzfristig arbeitslos zu werden,

und gleichzeitig gibt es weiterhin

gute Chancen auch wieder

eine Arbeit zu finden.“

SCHWÄBISCH HALL Im Landkreis

liegt die Arbeitslosenquote

wie im Mai bei 3,8 Prozent. Im

Juni waren 4541 Menschen arbeitslos

gemeldet, 64 weniger als

im Mai und 214 weniger als vor einem

Jahr. 864 Menschen meldeten

sich neu oder erneut arbeitslos

und 938 Menschen beendeten die

Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben

223 Stellen gemeldet, 13,6 Prozent

weniger als im Mai und 12,9 Prozent

weniger als im Juni 2025.

Der Bestand an Stellenangeboten

lag bei 1973; 9,9 Prozent mehr

als im Juni 2025. 2197 Arbeitslose

wurden vom Jobcenter Schwäbisch

Hall betreut, 2344 von den

Geschäftsstellen der Arbeitsagentur

im Haller Landkreis.

HOHENLOHEKREIS Hier liegt

die Arbeitslosenquote wie im Mai

bei 3,6 Prozent. Im Juni waren

2504 Menschen arbeitslos gemeldet,

22 weniger als im Vorjahr. 455

Der Arbeitsmarkt im Juni 2026

13.199

ARBEITSLOSE

Veränderung zum Vorjahr: +0,1 %

3,4 %

ARBEITSLOSENQUOTE

JUGENDLICHE

Veränderung zum Vorjahr: +0,2 %

258.079

SOZIALVERSICHERUNGS-

PFLICHTIG BESCHÄFTIGTE

Veränderung zum Vorjahr: 0,0 %

Menschen meldeten sich neu arbeitslos

und 480 beendeten die Arbeitslosigkeit.

Die Arbeitgeber haben

106 Stellen gemeldet, 31,2

Prozent weniger als im Mai und

26,9 Prozent weniger als im Juni

2025. 971 freie Stellen sind im Bestand;

4,5 Prozent weniger als im

Vorjahr. 1088 Suchende wurden

vom Jobcenter betreut, 1416 von

der Arbeitsagentur.

3,8 %

ARBEITSLOSENQUOTE

Veränderung zum Vorjahr: 0,0%

16.402

UNTERBESCHÄFTIGTE

(OHNE KURZARBEIT)

Veränderung zum Vorjahr: -0,6%

4.999

ARBEITSSTELLEN

Veränderung zum Vorjahr: +5,9 %

RB Grafik: Jürgen Schneider; Quelle: Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

MAIN-TAUBER-KREIS Im

Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote

wie im Mai unverändert

bei 3,7 Prozent. Im Juni

waren 2837 Menschen arbeitslos

gemeldet, 42 weniger als im Mai

und 115 mehr als im Vorjahr. 566

Menschen meldeten sich arbeitslos,

619 Menschen haben einen

Job gefunden. Die Arbeitgeber haben

193 Stellen gemeldet, 2 Prozent

weniger als im Mai und 0,5

Prozent weniger als im Juni 2025.

Insgesamt sind 1350 Jobs verfügbar,

12,1 Prozent mehr als im

Juni 2025. 1184 Arbeitssuchende

wurden vom Jobcenter betreut,

1653 von den Geschäftsstellen der

Arbeitsagentur.

NECKAR-ODENWALD-KREIS

Auch hier bleibt die Arbeitslosenquote

zum Vormonat unverändert

bei 4,1 Prozent. Im Juni waren

3317 Menschen arbeitslos gemeldet,

32 weniger als im Mai und

118 mehr als im Juni 2025. 612

Menschen meldeten sich arbeitslos,

640 Menschen beendeten die

Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben

130 Stellenangebote gemeldet, 15

Prozent weniger als im Mai und

32,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Bestand an Stellenangeboten

liegt bei 705. Vom Jobcenter

wurden 1511 Menschen betreut,

von der Arbeitsagentur 1806.

RECHTSKREISE Im regionalen

Agenturbezirk waren im Bereich

der Grundsicherung 5980 Arbeitslose

gemeldet, im Bereich der

Arbeitslosenversicherung 7219.

Der Anteil der Arbeitslosen aus

dem Bereich der Grundsicherung

beträgt 45,3 Prozent. pm

www.arbeitsagentur.de

Impressum

STANDPUNKT

Marius Stephan

Redakteur

Mit gezinkten Karten

Es war eine Szene wie aus einem schlechten

Polit-Thriller, die sich kürzlich bei der Fußball-Weltmeisterschaft

abspielte: Ein Schiedsrichter

zeigt die Rote Karte – ein klares Foul,

eine automatische Sperre, so steht es im Regelwerk.

Bestätigt durch den VAR, tritt die

Strafe auf dem Platz in Kraft. Nun mag man

die Entscheidung durchaus infrage stellen

und heftig darüber diskutieren, so ist das im

Fußball nun mal. Aber es gibt die eiserne Regel,

dass Schiedsrichterentscheidungen auf

dem Platz Bestand haben, selbst wenn sich

im Nachhinein durch zig Analysen und technische

Überprüfungen herausstellt, dass sie

falsch waren. Das gibt dem Spiel Verlässlichkeit

und dem Regelwerk Gewicht. Die FIFA ist

schließlich nicht irgendwer, Fußball nicht irgendein

Nischensport.

Doch dann klingelt bei FIFA-Chef Gianni Infantino

das Telefon. Am Apparat: US-Präsident

Donald Trump. Er interveniert persönlich, erklärt

danach gewohnt jovial vor laufenden

Kameras, dass das Foul keines war. Er „kenne

sich schließlich aus“. Und prompt knickt der

Weltverband ein, das Undenkbare passiert. Die

Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun wird

kurzerhand ausgesetzt - wohlgemerkt in der

KO-Runde einer Weltmeisterschaft. Was wie

eine skurrile Posse aus dem Profisport wirkt,

zeigt, worauf die ganze Welt sich weiter einstellen

muss: Für Trump gilt einzig das Recht

des Stärkeren, und die Autokraten rund um

den Globus (und solche, die es werden

wollen) notieren ohne Frage fleißig die

Foto: Ufuk Arslan

„Erfolge“ Trumps mit. Die Versuche, sein Verhalten

zu kopieren, werden in Zukunft wahrscheinlich

zunehmen.

Für den Rest der Welt, für die EU, für Deutschland

und auch für die Unternehmen der Region

Heilbronn-Franken heißt das, dass sich

der Unwägbarkeitsfaktor weiter verstärkt, der

durch Krisen rund um den Globus – manche

bewusst ausgelöst, andere außerhalb des

menschlichen Einflussbereichs – sowieso bereits

ins gefühlt Unermessliche gestiegen ist.

Wer auf internationale Standards, gewachsene

Verträge, gesunden Menschenverstand oder

das Prinzip des fairen Kaufmanns vertraut,

baut auf aller Wahrscheinlichkeit nach – leider

– mittlerweile auf Sand.

Ein weiteres Beispiel für die dreiste Art, die

sich breit macht, erlebte die Europäische Union

jüngst bei den Verhandlungen um den

transatlantischen Zolldeal. Unter dem massiven

Druck der Drohgebärden aus Washington

stimmte das Europaparlament zähneknirschend

einem Abkommen zu, das Handelsexperten

mitunter als wirtschaftspolitische

Demütigung einstufen. Um existenzgefährdende

Strafzölle von bis zu 30 Prozent auf

europäische Waren abzuwenden, akzeptierte

die EU nun dauerhafte Zölle von 15 Prozent

auf eigene Exporte fast aller Warengattungen

in die USA, während amerikanische

Industriegüter und Produkte im Gegenzug

komplett zollfrei nach Europa strömen dürfen.

Schlimmer noch: Kaum war die Tinte trocken,

folgte die nächste Erpressung über das

„Präsidentensprachrohr“ Truth Social. Sollten

europäische Staaten an einer Digitalsteuer

für US-Tech-Giganten festhalten, drohen sofort

100-prozentige Zölle auf alle Lieferungen.

Vertragstreue? Fehlanzeige. Das regelbasierte

Welthandelssystem ist vorerst Geschichte.

Für die Hidden Champions in Hohenlohe und

im Raum Heilbronn kann die Antwort darauf

nur eine radikale Stärkung der eigenen

Widerstandsfähigkeit sein – resiliente Lieferketten,

strategische Lagerhaltung, alternative

Märkte. Wer sich weiter in einseitige Abhängigkeiten

begibt, liefert sich der Willkür

aus, die zweifelsohne Schule macht. Dazu gehört

auch der politische Wille, Schlüsseltechnologien

ins Land zu holen und hier zu fertigen.

Das betrifft nicht nur Batterietechnologie,

Chips und Leiterplatten, sondern vor

allem auch KI-Forschung und Datencenter-

Knowhow. Das Innovationspotenzial vor der

eigenen Haustür – wie durch den Innovationspark

IPAI in Heilbronn, um nur ein Besispiel

zu nennen – muss konsequent genutzt

werden.

Ob auf dem Rasen in den USA oder in den

Werkshallen an Jagst, Kocher und Tauber: Es

ist klar, dass nicht mehr nur nach den Regeln

des Handbuchs entschieden wird. Die Region

Heilbronn-Franken und die Welt müssen sich

darauf einstellen, dass Fouls auf der Weltbühne

künftig zunehmen und ungestraft bleiben.

Die Betriebe müssen lernen, das Spiel auch

dann zu gewinnen, wenn der Schiedsrichter

auf Zuruf falsch pfeift.

Verlag

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

GmbH & Co. KG

Haalstr. 5 + 7

74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/404-0

Telefax: 0791/404-480

Geschäftsführung

Tim Hager, Carsten Huber

Redaktion

Ulrich Becker (V.i.S.d.P.)

Adina Bauer (ina)

E-Mail: a.bauer@swp.de

Telefon: 0791/404-457

Marius Stephan (mst)

E-Mail: m.stephan@swp.de

Telefon: 0791/404-461

Anzeigen

Vera Epple (verantw.)

Telefon: 0791/404-216

E-Mail: anzeigen.sho@n-pg.de

Abonnement/Vertrieb

Peer Ley (verantw.)

E-Mail: aboservice.sho@swp.de

Bezugspreis:

Abonnement inkl. Postbezug und

7% MwSt. 25 Euro p.a.

Einzelverkaufspreis 2,50 Euro

Auflage

Im Landkreis Schwäbisch Hall,

dem Main-Tauber-Kreis,

dem Hohenlohekreis und

dem Landkreis Ansbach mit einer

Auflage über 38.100 Exemplaren

(Verlagsangabe).

Erscheinungsweise monatlich über

die Tageszeitungen der

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe:

Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt,

Rundschau Gaildorf.

Im Main-Tauber-Kreis in Kooperation

mit den Fränkischen Nachrichten.

Druck

NPG Druckhaus GmbH & Co. KG

Siemensstraße 10

89079 Ulm

Geschäftsführer: Christian Gaidies


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Politik &Wirtschaft 03

Ambidextrieschafftechte Stars

Das Start-up-Zentrum Gravity in Heilbronn will junge, findigeGründerinnen undGründermit derIndustrie in der Region

zusammenbringen. EinWhite Paper machtjetzt klar,worumesdabei geht.Das PhänomenheißtAmbidextrie. VON ANTONIO DE MITRI

Wer schon einmal jemanden

gesehen hat, der mit

beiden Händen gleichzeitig

ganz unterschiedliche Dinge

tun kann, der kennt die Faszination,

die von diesemPhänomen

ausgeht: Ambidextrie, zu Deutsch

Beidhändigkeit, ist eine Gabe, die

schätzungsweise nur ein Prozent

aller Menschen hat. Leonardo da

Vinci war einer von ihnen, Keanu

Reeves und der Basketballstar Le-

Bron James sind zeitgenössische

Beispiele.

Soweit die medizinische Einordnung.

Doch auch in derWirtschaft

beschäftigt man sich mit dem

Thema. Die Rede ist dann von„organisationaler

Ambidextrie“ und

bezeichnet die Fähigkeit von Unternehmen,

gleichzeitig bestehende

Strukturen zu optimieren und

neue Ansätze für zukunftsgerichtete

Innovationen auszuprobieren.Zum

Beispiel, indem sich etablierte

Firmen mit Start-ups zusammenschließen.

Corporate Venturing als

dasneueGeheimrezept

Genau darum geht es in demWhite

Paper, das die baden-württembergische

Innovationsplattform

NXTGN veröffentlicht hat. Es soll

zeigen, wie die Zusammenarbeit

mit Start-ups Unternehmen darin

befähigt, Innovationsprojekte

umzusetzen. „Vor allem im Kontext

disruptiver Technologien und

Geschäftsmodelle“, schreiben die

Autoren, „können interne Forschungs-

und Entwicklungs-Budgetskaum

mehr mit der Entwicklungsgeschwindigkeit

von wagniskapitalgeförderten

Start-ups

Schritthalten.“

Die Lösung: Corporate Venturing.

Darunter verstehen Experten die

gezielte Strategie eines Unternehmens,

externe Innovationen für

den eigenen Erfolg zu nutzen. Ein

Beispiel, das im White Paper genannt

wird: Bürkert inIngelfingen.

Die Hersteller von Regelsystemen,

die in Maschinen Flüssigkeiten

und Gase steuern, haben

sich mit dem Karlsruher Start-up

Spotium zusammengetan, um das

Management ihrer Kundenbeziehungen

zuverbessern. Das Problem:

Die Kundendaten waren oft

unvollständig oder veraltet.Spotium

verknüpftemit seinem KI-Tool

nahezu 100 Prozent allerKontakte

mit verifizierten E-Mail-Adressen

und ordnete die Kontakte den

zuständigen Teamszu.

Oder Würth: Die Künzelsauer

suchten nach einer Möglichkeit,

Beidhänder: Chris Martin, KeanuReeves undLeBronJames sindprominenteBeispiele fürMenschen,die

mitder linken undrechten HandganzunterschiedlicheFertigkeiten zustande bringen.

Fotos:dpa

ihre Vertriebsleute besser zu trainieren

–ein Thema, auf das sich

Sleak AI spezialisiert hat. Mithilfe

der Münchner übt der Außendienst

heute täglich spezifische

Gesprächssituationen und erhält

KI-gestütztes Feedback. „Zum ersten

Mal haben wir ein Trainingsformat,

das mit unserem Außendienst

skaliert“, freut sich Felix

Roll, Projektleiter beiRoll.

Campus Foundersmit einer

klaren Mission

Einer der Partner desWhite Paper

sind die Campus Founders. Den

Mittelstand in derRegionmit den

kreativen KöpfenimStart-up-Zentrum

Gravity auf dem Heilbronner

Bildungscampus zusammenzubringen

–das ist der Ansatz, den

das Team um Oliver Hanisch verfolgt.

„Wenn wir im Wettbewerb

gewinnen wollen, müssen wir das

zusammen machen“, formuliert

der Chef der Campus Founders

die Mission. „Auf der einen Seite

profitieren die etablierten Unternehmen

von den Innovationen

der Gründer und werden dadurch

wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig

können sie den Start-ups viel bieten,

zum Beispiel ihre langjährige

Expertiseoderglobale Netzwerke

aus Lieferanten, Tochterfirmen

und Vertriebspartnern“, erklärter.

Das biete den jungen Unternehmendie

Chance,schnellzuskalierenund

zu wachsen.

Inzwischen sind die Arbeitsplätze

und PrivatbürosimGravitynahezu

ausgebucht. Der neue Sitz der

Campus Founders wurde gerade

einmal vor einem halben Jahr

eingeweiht und bietet Start-ups

auf 7000Quadratmetern und acht

Stockwerken Platz zum Arbeiten,

Netzwerken und zum Funding.

Etwa mithilfe des Venture-Studios

der Founders: Start-ups in diesem

Programm könnenbis zu 100.000

US-Dollar über einen Wandelkreditvertrag

bekommen. AuchD11Z,

einfamiliengeführter Venture-Capital-Fonds,

sitzt im Haus. Hinzu

kommen die14-tägigenCorporate

Campus Challenges, bei denen

Unternehmen – darunter etwa

Audi oder Recaro –junge Talente

einladen, spezifische Problemstellungenzulösen.

Krise?Eher eine Chance als

eine Bedrohung

Die aktuelle Wirtschaftskrise ist

aus Sicht von Oliver Hanisch im

Übrigenkeine Bedrohung für junge

Gründerinnen und Gründer. Im

Gegenteil: „In Krisenzeiten werden

Talente freigesetzt, und sie

werden dadurch wieder bezahlbar“,

meint er und nennt einBeispiel:

„DieFinanzmarktkrise2008

hat in den USA Start-ups hervorgebracht,

dieheuteRiesen sind.So

etwa Airbnb. OderUber. OderProjektmanagement-Tools

wie Slack

und Asana, die heute weltweit genutzt

werden.“ Krise, davon ist

Oliver Hanisch fest überzeugt, ist

eigentlich eine große Chance für

Innovation.

gravity.campusfounders.de

Disruption: Der Begriff steht fürden Bruch mit alten Geschäftsmodellen undwurde in der Architektur desGravity buchstäblich umgesetzt. Alles wirkt

ein bisschen „ver-rückt“ indem Neubauauf demBildungscampus in Heilbronn.

Fotos: Campus Founders

Visionär: Oliver Hanischhat ausden CampusFounders eine Plattform für

die Förderung vonStart-ups gemacht.

Foto: Antonio De Mitri

Eine Hitzewelle –wie für dieseTagung gemacht

Die Teilnehmer des 13.Regionalen Wasserstofftagsfandensich an einem viel zu heißen Junimorgenzusammen.

VON ANTONIO DE MITRI

Geht es in Heilbronn-Franken

um Wasserstoff, dann

ist Norbert Heuser nicht

weit. Der Heilbronner Landrat ist

seit Jahren leidenschaftlicher Verfechter

des Themas. Als Wasserstoff-Koordinator

für Heilbronn-

Franken will er die Region zueinem

der Leuchttürme in ganz

Deutschland machen. Zusätzliches

Gewicht verleiht ihm dabei

sein Amt als Sprecher des Bundes

der Wasserstoffregionen in Berlin,

das er im vergangenen Jahr angetreten

hat.

Auch an diesemMorgeninHardthausen

am Kocher ist er dabei. Die

Initiative H2-Impuls hat zum 13.

Wasserstofftag geladen und rund

100 Interessenten sind gekommen.

Und das trotz einer Bruthitze

von 27 Grad um neun Uhr in

der Früh. In der Buchsbachtal-

Halle selbst ist es nicht angenehmer.Eine

Klimaanlagegibteshier

nicht. Aber da es um grünen Wasserstoff

geht, der ausschließlich

„Wie viele Wachrüttler

brauchen

wir eigentlich

noch?“

Pionier: Landrat NorbertHeuser hatsich dem Ausbau einer grünen

Wasserstoff-Infrastruktur in der Regionverschrieben. Foto: Landratsamt

aus erneuerbaren Energien gewonnen

wird, passen die für Juni

extremen Temperaturen ins Umfeld.

Grüner Wasserstoff ist untrennbar

mit dem Klimaschutz

verbunden.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland,

erklärt Heuser bei der Eröffnung

der Fachtagung, stehe

vor einer doppelten Herausforderung:

„Die industrielle Substanz

im globalen Wettbewerb sichern

und den Weg in die Klimaneutralitätschaffen.“

Das, so Heuser,gehe

nur durch „ökonomische

Resilienz“, eine Wirtschaftspolitik

also,die innovativen Klimaschutz

als Wachstumschance sieht. Dies

sei das Gebot der Stunde. Heuser:

„Wie viele Wachrüttler brauchen

wir eigentlich noch?“

Flankenschutz erhält der Landrat

an diesem Vormittag vonDominik

Bernauer aus demLandesumweltministerium.

Bernauer leitet dort

die Abteilung Energiewirtschaft.

Sein Haus hat die Schirmherrschaft

über die Regionalen Wasserstofftage.

„Wasserstoff“, so Bernauer,

„ist eine Schlüsseltechnologie

für die Wettbewerbsfähigkeit

der Wirtschaft.“ Baden-Württemberg,

fügt erhinzu, solle „Wasserstoffland“

werden. Der Koalitionsvertrag

der neuen Landesregierung

stelle unter anderem

die Fortführung der Wasserstoff-

Roadmap für den Südwesten sicher,

die Fördermittel in Höhe

von 500 Millionen Euro im Topf

habe. Inden anschließenden Podiumsdiskussionen

vertiefen Experten

das Thema aus ganz unterschiedlichen

Blickwinkeln. Isabell

Knüttgen von der Landesagentur

für neue Mobilitätslösungen

und Automotive Baden-Württemberg,

kurz E-Mobil BW, mahnt zu

einer realistischen Kommunikation

beim Thema Wasserstoff: „Es

gibtvielzuvielGeschwurbel.“Unternehmenbräuchten

verlässliche

Zahlen zu denerwartbaren Kosten

und zu deren Verteilung.

Björn Lüssow,Mitgründervon Hyfindr,

einem Marktplatz für die

Wasserstoffindustrie, pflichtet dem

bei. Gleichzeitig warnt er davor,

sich zu sehr auf mögliche Fördergelder

beim Thema Wasserstoff zu

verlassen. „Gerade bei Start-ups

kanndas schnellzufalschen Hoffnungen

führen“, erklärt er. „Besser

ist es immer, sein Schicksal

selbst in dieHand zu nehmen und

dendirektenWeg zum Kundenzu

finden.“Zusehr auf Zuschüssezu

setzen, berge außerdem eine weitere

Gefahr in sich: „Wir müssen

uns dabeiimmer sehr sichersein,

dass wir den Wettbewerb mit China

und denUSA auchwirklichbestehen.“

www.h2-impuls.de

www.bdwr.de


04 Industrie

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

KünstlicheIntelligenz treibtWachstum

Der Technologiekonzern EBM-Papstaus Mulfingen drehtwiederins Plus: Das mittelfristigeZiel von 3,4 MilliardenEuro Umsatz im Jahr

2030 könnte deutlich übertroffen werden. VON MARIUS STEPHAN

Die Mulfinger EBM-Papst-

Gruppe ist wieder auf

Wachstumskurs. Nach

deutlichen Einbrüchen in den

vergangenen beiden Jahren und

der strategischen Neuausrichtung

schreibt der Ventilatorenund

Motorenbauer im abgelaufenen

Geschäftsjahr schwarze Zahlen

und ist trotz eines weiterhin

herausfordernden geopolitischen

und wirtschaftlichen Umfelds auf

einen klaren Wachstumspfad zurückgekehrt.

Das Technologieunternehmen

profitierte zum einen von seiner

konsequenten Restrukturierung

sowie dem Boom im Bereich

der Datenzentren, die für

denBetrieb von Künstlicher Intelligenz

weltweitbenötigt und damit

enorm nachgefragt werden. EBM-

Papst hat spezielle Lösungen für

die Kühlung der Zentren im Produktportfolio.

„Künstliche Intelligenz

ist für EBM-Papst kein Zukunftsthema

–sie istRealität und

ein zentraler Treiber unseres heutigen

und zukünftigen Geschäfts“,

erklärte CEO Dr. Klaus Geißdörfer

auf der Jahrespressekonferenz

in Mulfingen. „Sie beeinflusst,wie

wir Produkte entwickeln, wie wir

Energie effizienter nutzen, wiewir

Systeme intelligenter machen –

und auch, wie wir uns als Organisation

weiterentwickeln.“ Der

Markt für Rechenzentren wachse

aktuell mit 30 bis 40 Prozent

pro Jahr,„und wir sind Teil dieses

Wachstums“, sagteGeißdörfer.

STRATEGIEWECHSEL Im abgelaufenen

Geschäftsjahr wuchs

das Kerngeschäft der Air Technology

um rund zwölf Prozent. Das

Gesamtwachstum der Gruppe lag

bei rund sechs Prozent, beeinflusst

durch den planmäßigen Rückzug

aus der Automobiltechnikund

den Hausgeräten sowie den Übergang

der Antriebstechnik auf Siemens

im Juli 2025. „Die Zahlen

zeigen deutlich, dass unsere strategische

Fokussierung wirkt“,sagt

Harald Klaiber,der beiEBM-Papst

die Bereiche Finanzenund Transformation

verantwortet. „Wir haben

unser Portfolio bewusst bereinigt

und damit die Voraussetzungen

geschaffen, um uns noch besser

auf die globalen Megatrends

auszurichten. Wir investieren gezielt

in jene Bereiche, die langfristiges,

profitables Wachstum

ermöglichen. Die finanzielle Basis

der Gruppe ist grundsolide und

das verschafft uns die finanzielle

Flexibilität, die nächsten Wachstumsschritte

aus einer Position

der Stärke heraus zu gestalten.“

Regional entwickeltesichdas operative

Geschäft durchaus unterschiedlich:

Während Amerika das

dynamischste Wachstum mit einem

Plus von 25,7 Prozent verzeichnete

und auch Europa (plus

8,3Prozent) sowie Asien (plus 4,2

Prozent) trotz Währungseffekten

zulegten, entwickelte sich der

deutsche Heimatmarkt aufgrund

politischer Unsicherheiten deutlich

rückläufig (minus 14,9 Prozent).

Dies sei jedoch auch auf

den Umsatzverlust durch den Verkauf

der drei Geschäftsfelder bedingt,

erläutert Klaiber. Bereinigt

bleibe nur ein kleiner Rückgang

und im aktuellen ersten Quartal

2026 stünden dieZeichen auchim

deutschen Marktauf Wachstum.

Die dezentrale „Local-for-Local“-

Strategie erweist sich hierbei als

zentraler Erfolgsfaktor für Lieferketten.

Das Unternehmen investierte

gezielt in den strategischen

Ausbauneuer WerkeinRumänien

und Indien sowie in den Ausbau

der Standorte inden USA. „Wir

produzieren dort,wounsere Kunden

sind –und wo Märkte wachsen“,betont

Geißdörfer.

„Ohne innovative Lufttechnik

wirddie Weiterentwicklung derKI

weltweit an physikalische Grenzen

stoßen“, erklärt Jens Löffler,

CTO von EBM-Papst. „Unsere Lösungen

ermöglichen es, denEnergiebedarf

in Rechenzentren signifikant

zu senken –und genau

hier entsteht ein enormes Marktpotenzial.“

Neben neuer Hardware

kombiniertdas digitale Ökosystem

Nexeira physische Produkte und

Wandel: Die Restrukturierung zeigt Wirkung.

KI-basierte Algorithmenzuintelligenten

Gesamtsystemen. Das Modell

sei so erfolgreich, dass aktuell

im Wochentakt Nexeira-Systeme

bei den Kunden aufgebaut

würden.

UNTERSTÜTZUNG Dieser KI-

Ansatz prägt auch die Organisation

intern. Über 1500 Mitarbeitende

wurden bereits in KI-Kompetenzen

geschult.„Unser Anspruch

ist klar:KünstlicheIntelligenz soll

Menschen bei EBM-Papst unterstützen

–nicht ersetzen“, führte

Geißdörfer aus. „Wir investieren

Foto: EBM-Papst

gezielt in Qualifizierung und neue

Kompetenzen. So schaffen wir

Freiräume für Innovation, Kreativität

und strategisches Arbeiten.“

Die Gesamtbelegschaft blieb

mit 13.055 Mitarbeitenden stabil,

da Beschäftigte aus auslaufenden

Bereichen umgeschult wurden.

Auch der Standort Mulfingen –

für EBM-Papst schließt dieser die

Werke inHollenbach und Niederstetten

mit ein –blieb mit rund

3800 Mitarbeitern auf Vorjahresniveau.

„Transformation bedeutet

auch, Aufgaben und Qualifikationen

neu zu denken“, betont Klaiber.

„Wirsind und bleibenimKern

ein produzierendes Unternehmen

–und wirbrauchen weiterhinengagierte,

gut ausgebildete Menschen

–inallenBereichen.“

Mit einem sehr hohen Betrag von

über 140 Millionen Euro für Forschung

und Entwicklung blickt

EBM-Papst äußerstoptimistischin

dieZukunft. Für das Geschäftsjahr

2026/27 wird ein Umsatzplus von

über zehn Prozent in den fortgeführten

Bereichen erwartet. „Wir

haben den Kurs korrigiert, wir

haben fokussiert und wir haben

umgesetzt“, resümierte Geißdörfer.

„Heute stehen wir wieder mit

voller Kraft im Markt. Künstliche

Intelligenz ist dabei kein Selbstzweck,

sondern der Schlüssel, um

unser Kerngeschäft nachhaltig

zu skalieren. Der eingeschlagene

Kurs zeigt klar Wirkung. Wir haben

erfolgreich die Weichen gestellt

–jetzt geht es darum, das

Momentum zu nutzen und unsere

globale Marktführerschaft konsequent

auszubauen.“

Mittel- und langfristig will EBM-

Papst deutlich schneller als der

Markt wachsen. Das 2025 ausgegebene

Ziel von 3,4 Milliarden

Euro Umsatz imJahr 2030 müsste

eigentlich „deutlich nach oben

korrigiert werden“, sagt Klaus

Geißdörfer.

www.ebmpapst.com

Elektromobilitätsorgt für Rückenwind

Arnold sieht die Trendwende geschafft.Beim Verbindungshersteller ausForchtenberg sind dieAuftragsbüchervoll.

VON ADINA BAUER

Nach zwei wirtschaftlich

schwierigeren Jahren

blickt Arnold Umformtechnik

wieder ganz optimistisch in

die Zukunft. Zwar ging der Umsatz

des Verbindungsspezialisten

aus Forchtenberg, der zur Würth-

Gruppe gehört, auch 2025 erneut

leicht zurück, doch das Unternehmen

sieht klare Anzeichenfür

eine Trendwende. Vor allem die

Elektromobilität entwickelt sich

zunehmend zum Wachstumstreiber.Gleichzeitig

investiertdas Unternehmen

sostark wie nie zuvor

in seine Standorte –inder Region

ebensowie in Chinaund denUSA.

Mit einem Umsatz von 276Millionen

Euro blieb Arnold im vergangenen

Geschäftsjahr unter dem

Vorjahreswert von 285 Millionen

Euro. Bereits 2024 hatte das Unternehmen

nach dem Rekordjahr

2023 einen Rückgang hinnehmen

müssen. Angesichts der anhalten

Krise der Automobilindustrie

überrascht diese Entwicklung jedoch

kaum: Rund 95 Prozent des

Geschäftshängen direktoderindirekt

von der Fahrzeugbranche ab.

Dennoch sieht CEO Dirk Döllner

keinen Anlass zur Sorge: „Wir

konnten die Trendwende einleiten“,

betont er. Nach einem starken

Jahresauftakt entwickle sich

auch der Auftragsbestand für die

zweite Jahreshälfte erfreulich. Mit

etwas Rückenwind könne zum

Jahresende sogar wieder die Marke

von 300 Millionen Euro Umsatz

erreicht werden. Das wäre eine

Rückkehr auf das Niveau des Rekordjahres

2023. Auch amlangfristigen

Ziel hält das Unternehmenfest:Bis

2033 sollder Umsatz

auf 750 Millionen Eurowachsen.

UmsatzamStandortsoll

sich verdoppeln

Ein wesentlicher Hoffnungsträger

ist das Kompetenzzentrum

im Forchtenberger Teilort Rauhbusch.

Das 2021 eröffnete Werk,

in das rund 30 Millionen Euro investiert

wurden, ist speziell auf

Komponenten für die Elektromobilität

ausgerichtet. Der erwartete

Markthochlauf blieb zunächst jedoch

aus. „Manche Projekte wurden

früher als geplant eingestellt

oder ganz abgesagt“, gibt Lukas

Schmieg an. Die Auslastung lag

zeitweise lediglich bei rund 50

Prozent.

Inzwischenhat sichdas Bild deutlich

verändert. Stabilere Abrufzahlen,

neue Programme und die

Führungsriege: CEO Dirk Döllnerund dieGeschäftsführer Thorsten

Lienhardt-Schuster,LukasSchmieg, Mario Metzger undBernd Weidner

(v. li.) sehen Arnold aufgutem Kurs.

Foto: AdinaBauer

zunehmende Industrialisierung

der Elektromobilität sorgen für

eine deutlich bessere Auslastung.

Der Umsatzdes Standorts soll sich

in diesemJahr verdoppeln.

Rückenwind erwartet Arnold zudem

durch den geplanten Bau

mehrerer Batteriewerke inEuropa.

Mit nahezu allen relevanten

Herstellern stehe das Unternehmen

im engen Austausch. Gerade

die frühe Zusammenarbeit mit

den Entwicklungsabteilungen der

Kunden gilt als wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Neben neuen Geschäftschancen

setzt Arnold konsequent auf Investitionen.

Unter dem Leitgedanken

„Global wachsen –Standort

Deutschland stärken“ werden die

internationalen Aktivitäten ausgebaut,gleichzeitigbleibtdie

Entwicklung

mit den Schwerpunkten

Automatisierung und Prozessentwicklung

in Deutschland verankert.

Besonders umfangreich fallen

die Investitionen in China aus.

Dort fließen in diesem Jahr rund

40 Millionen Euro in zusätzliche

Galvanik-Kapazitäten und neue

Gebäude, nachdem der Standort

erneut zweistellige Wachstumsraten

verzeichnete.

In denUSA reagiertArnold auf die

veränderten politischen Rahmenbedingungen

und den Zollkonflikt

mitdem Ausbau lokaler Wertschöpfung.

Zwar ist das Geschäft

dort zuletzt leicht zurückgegangen,

dennoch sieht das Unternehmengute

Perspektiven.

Auch in Hohenlohe investiert

Arnold kräftig. In Dörzbach entsteht

derzeit ein neues Oberflächenzentrum

mit einer hochautomatisierten

Zink-Nickel-

Anlage. Insgesamt werden rund

30 Millionen Euro dafür aufgewendet.

Ziel ist es, bislang ausgelagerte

Fertigungsschritte ins

eigene Unternehmen zurückzuholen,

Lieferketten unabhängiger

zumachen und die Versorgungssicherheit

zuerhöhen. Der

Probebetrieb soll im Juli starten,

Anfang 2027die Anlage im Vollbetrieblaufen.

Parallel entsteht eine

neue Technikzentrale, mit der

Wärme und Kälte künftig schrittweise

aus erneuerbaren Energien

bereitgestellt werden soll.

Investitionenauf

Rekordniveau

Die Investitionen erreichen somit

ein Rekordniveau. Nachdem

Arnold 2025 bereits 27,6 Millionen

Euro in Europa investiert hatte,

steigt das Volumen 2026 auf

knapp 39 Millionen Euro – so

viel wienie zuvor. Hinzu kommen

die umfangreichen Investitionen

in Asien. Für Döllner ist das ein

deutliches Signal: Der Rückhalt

der Würth-Gruppe ermögliche es,

konsequent an der langfristigen

Strategiefestzuhalten.

Dazu gehört auchdie konsequente

Kundennähe. Arnold ist derzeit

mit einer mehrmonatigen Roadshow

inneun europäischen Ländern

unterwegs, um den Austausch

mit Herstellern und Entwicklungspartnern

weiter zu

intensivieren. Diese enge Zusammenarbeit

sehen die Verantwortlichen

beim Verbindungsexperten

als einen entscheidenden Erfolgsfaktor.

Trotz eines nach wie vor anspruchsvollen

Marktumfelds

herrscht bei Arnold deshalb viel

Zuversicht. Die Nachfrage zieht

wiederan, dieInvestitionen schaffen

zusätzliche Kapazitäten und

insbesondere die Elektromobilität

entwickelt sich zunehmend vom

Hoffnungsträgerzum Wachstumsmotor.

Für Döllner sind das alles

Zeichen, dass der eingeschlagene

Kurs trägt. „Arnoldgeht seinen

Weg. Wir sind überzeugt, dass wir

die Zukunft erfolgreich gestalten

können“, betont er.

www.arnold-fastening.com


Juli2026 IJahrgang 25 INr. 281

Industrie 05

Wird der Begriff Akkuganzneu definiert?

Es kommt nicht alle Tage vor, dass man miteinemmutmaßlich künftigenMillionärspricht.Bei Nils Krumm ist der Gedankenicht

abwegig.Erhat eine Batterietechnologieerfunden, um diesichdie Industrie reißenkönnte. VON ANTONIO DE MITRI

Die Idee hat mir einfachkeine

Ruhe gelassen“, sagt

Nils Krumm und lehnt sich

zurück. Wir sitzen im Gravity,dem

noch jungen Start-up-Zentrum

auf dem Heilbronner Bildungscampus

(siehe linke Seite). Ein

Gebäude, in dem eine umtriebige

Atmosphäre herrscht.Junge Leute

diskutieren anBistrotischen über

ihre Geschäftsideen und innovativeEntwicklungen

oder sind an ihrem

Laptop in die Arbeit vertieft.

Genau das richtige Umfeld also

für einen wie Nils Krumm. Hier

hat er seinen Arbeitsplatz.

Wieso istdarauf noch

niemand gekommen?

Die Idee, von der der 29-Jährigein

der folgenden halben Stunde erzählen

wird, klingt auf denersten

Blick soeinfach und logisch, dass

man sich denkt: Wieso ist darauf

noch nie jemand vorher gekommen?

„Tja, das frage ich mich ehrlich

gesagt auch“, meint Krumm.

Es geht um nichts weniger als einen

neuen Ansatz, der den Bau

von Lithium-Ionen-Batterien revolutionieren

kann –höhere Lebensdauer,

bessere Schnellladefähigkeit,

geringere Herstellungskosten.

Erste Berührungspunkte mit dem

Thema hatte der damalige Robotik-Student

in seinem Praxissemester

bei Audi in Neckarsulm.

Um zu verstehen, worum esgeht,

mussman bei NilsKrumm genau

hinhören. Denn es wird technisch.

Sehr technisch. „Batterien“, erklärt

der gebürtige Celler, „altern

ungleichmäßig.“ Soll heißen: Die

einzelne Zelle im Inneren verschleißt

unterschiedlichschnell.

Das kann ganz verschiedene Ursachen

haben: Einer der häufigsten

Gründe ist, dass sich die Temperatur

innerhalb einer Einzelzelle

ungleichmäßigverteilt.Die Folge:

Manche Bereiche im Inneren der

Zelle heizen sich schneller auf als

andere oder entladen sich schneller.

Hinzu kommt, dass es beim

Laden und Entladen eines Akkus

zu Unterschieden bei den elektrischen

Strömen kommen kann.

Das Problem, ineinfachen Worten:

Der schwächste Bereich innerhalb

der Zelle bestimmt die

Gesamtleistung und damit dessen

Alterungsprozess. Vor allem

das Schnellladen befördert dieungleichmäßige

Alterung. Zudem

Der Fluss derIonen

wandern beim Laden Lithium-Ionen

von der Kathode zur Anode.

Beim Schnellladen kann eshier

zum „Stau“ kommen: Die Ionen

treffen ungleichmäßig auf die

Anodeauf.

Schweigenüberdas

Geheimrezept

Nils Krumms Erfindung macht

damit Schluss. „Meine Methode“,

betont der junge Erfinder, „sorgt

für gleichmäßigeStromverteilung

und damit für gleichmäßiges Altern

der Batteriezellen.“ Das ist

dieStelle im Interview,ander sich

zwangsläufig dieFrage anschließt:

Ja,und wie funktioniert dieseMethode?

Krumm schweigt und lächelt.

„Geheimrezept.“ Nicht umsonst

hat ersich seine Idee schon

patentieren lassen, damit sie ihm

niemand wegnehmen kann.

Erst nach Einreichen des Patents

holte sich der Tüftler Partner an

Bord,umdie nötigen Laborversuche

zu starten und zu prüfen, ob

Lithium-Ionen-Batterien setzen sich aus vielen einzelnen Batteriezellen

zusammen. Innerhalb einer solchen Zelle sitzen die Elektroden.

Pro Einzelzelle gibteszweiElektroden: die Anode, denMinuspol,

und die Kathode, den Pluspol.Wird die Batterie geladen oder

entladen, fließen Lithium-Ionen hin und her und erzeugen soden

Stromfluss derBatterie.

Aufgeladen: Nils Krumm legt alle Energie in die zügigeWeiterentwicklungseinerErfindung.

Foto: Antonio De Mitri

das Ganze auch wirklich funktioniert.

Dabei stand viel Schreibarbeit

am Anfang. „Ich habe erst

einmal alle möglichen Institute

und Professoren kontaktiert“, erinnert

Krumm sich. Beim Fraunhofer-Institut

für Produktionstechnik

und Automatisierung

(IPA) rannte er schließlich offene

Türen ein. „Ich habe meine

Idee präsentiert, und diewarensofort

dabei.“Das IPAstellte dasLabor

und die nötigen Materialien,

soweit vorhanden. Weil die Ausstattung

aber noch nicht reichte,

suchte Krumm nach weiteren

Partnern für seine Versuche und

konnte auch das Deutsche Zentrum

für Luft- und Raumfahrt

(DLR)für sich gewinnen.

Es folgteein Jahr harter Arbeit,an

dessen Ende nicht nur der Master

mit Note 1,0 stand, sondern auch

die Gewissheit: Es funktioniert.

Wann immer Krumm beim Laden

und Entladen seine Batterievariante

mit einer herkömmlichen

verglich, schnitt sein Modell deutlich

besser ab. Die Werte lieferte

dabei die sogenannte Frequenzmessung:

Dabei werden Wechselstromsignale

mit unterschiedlichen

Frequenzen durch die Batteriegeschickt.

Dadurchlässt sich

messen, wie stark der elektrische

Widerstand in derBatterie ist und

wie effektiv die Ionen-Wanderung

in den Elektroden läuft. „Praktisch

wieein Röntgenblick ins Innere

der Batterie“, fasst Krumm

zusammen.

Gedanken an das ganz

große Geschäft

Beim „Start-up BW Elevator

Pitch“der IHK Heilbronn-Franken

gewann er mitseiner Idee denRegionalentscheid.

500 Euro Preisgeldgab

es dafür.AberNils Krumm

denkt in anderenDimensionen. Er

steckt schon mitten imFunding

und will mithilfe von Business

Angels Geld für ein eigenes kleines

Labor einsammeln. Das Ziel:

„Das nächste technische Level erreichen.“

Sprich: größere Batterien

mit seinem Verfahren bauen.

Und dann kann esans ganz große

Geschäft gehen. Denn: Dieneue

Technologie eignet sich für E-Autos

genausowie für Smartphones.

Selber bauen will Krumm nicht.

„Ichwerde Lizenzverträge verkaufen.“

Erste Gespräche mit der Autoindustrielaufen.

In Zukunft kärchertman mit Stihl

Die beiden Platzhirsche schließen eine Allianz fürden Einsatz vonAkkus.

VON ANTONIO DE MITRI

Keine zehn Kilometer trennen

Winnenden von Waiblingen.

Und doch liegen seit

Jahrzehnten Welten zwischen den

beiden Städten. Sie sind Hauptsitz

zweier Unternehmen, die sich in

der Vergangenheit tüchtig in die

Quere gekommen sind. Denn als

Stihl, Waiblingen, vor rund zehn

Jahren plötzlich Hochdruckreiniger

in sein Sortiment aufnahm,

war das ein Frontalangriff auf

das Kerngeschäft von Kärcher.Die

Antwort kam postwendend: Die

Winnender nahmen Laubbläser in

ihr Programm auf und attackierten

damit das Gartensegment von

Stihl.

Einigkeit: Michael Traub(li.), Vorstandvorsitzender vonStihl,und sein Amtskollegebei Kärcher, Hartmut

Jenner, habeneinen gemeinsamen Weggefunden.

Foto: dpa

FRIEDENSSCHLUSS „In der

Vergangenheit gabesjaein angespanntes

Verhältnis zwischen unseren

Betrieben“, räumte Stihl-

Chef Michael Traub inder vergangenen

Woche ein und lachte.

Der Satz fielgewissermaßen in

derHöhle der Löwen. Denn Traub

hatte sich zur Pressekonferenz bei

Kärcher eingefunden. An seiner

Seite sein Amtskollege Hartmut

Jenner, Kärchers Vorstandvorsitzender.Aus

dessen Mund jetzt dieser

Satz kommt: „Stihl hat die besten

Akkus der Welt.“

Was wardenn da passiert? DerTag

der Pressekonferenz warder Startschuss

für eine Allianz, die man

sich so kaum vorgestellt hätte. In

Zukunft wird Stihl nicht nur seine

eigenen, sondern auchdie Profigeräte

von Kärcher mit seinem

neuen Akkusystem Allpro ausstatten.

Die Akkus mit einer Spannung

von 36 Volt werden ab August im

Stihl-Fachhandel erhältlich sein,

Kärcher führt sie im kommenden

Jahr ein. Anwenderinnen und Anwender

haben damit Zugriff auf

ein System von mehr als 120 Geräten,die

mit den gleichen Akkupacks

angetrieben werden.

Michael Traub bezeichnete Allpro

in seiner Rede als Plattform, die

offen für weitere Partnersei. „Der

Kunde will heute einheitliche Gesamtlösungen“,

erklärte er. Profi-Anwender

sollen von dem neuen

System profitieren, indem sie

sowohl für Reinigungsgeräte von

Kärcher als auch für Motorgeräte

von Stihl die gleichenHochleistung-Akkus

und Ladegeräte nutzen

können. Weiterer Vorteil: Allpro

ist kompatibel mit Stihls bisherigem

AP-System (Akkusystem

Professional). Für Kunden, die

bislang 18-Volt-Geräte von Kärcher

nutzen, bleiben Service und

die Verfügbarkeit von Ersatzteilen

und Akkus bestehen, versichert

Elch-Optik: Rick Petzold, Matti Nolte und KatrinNock(v.l.)präsentieren

einen neuen, noch abgeklebten Hochdruckreiniger vonKärcher mit

Allpro-Akku. Er wiegt nurnochacht Kilo.

Foto:Antonio De Mitri

Akku-Allianzenliegen im Trend

Neben dem Schwergewicht Kärcher als größtem Partner ergänzen

zahlreiche weitere Kooperationspartner die Allpro-Allianz, die das

Akku-System beispielsweise für Forstwinden, Geräteträger oder

mobile Tankstellensysteme in ihren Geräten nutzen. Derartige Allianzen

sind nichts Neues. So haben sich im Bereich der 18-Volt-Akkus

bereits mehr als 30Unternehmen der Plattform AmpShare von

Bosch Power Tools angeschlossen, beim Cordless Alliance System

des Nürtinger Herstellers von Elektrowerkzeugen Metabo sind es

mehr als 40 Partner.Die „Power forAll Alliance“ von Bosch Home

&Gardenumfasstelf Marken, darunter Gardena und Husqvarna.

dasUnternehmen. Im Vergleichzu

bisherigen Standard-Akkus bietet

Allpro nach Angaben des Herstellers

eine um 60 Prozent höhere

Spitzenleistung sowie eine um20

Prozent gesteigerte Laufzeit. Zudem

halbiert sich die maximale

Einsatzbereitschaft, während sich

die Lebensdauer auf bis 3000 Ladezyklen

verdoppelt –„ohne Ladungseinbußen“,

wie es heißt.

Das System bietet zwei Technologieklassen:

Basis-Akkus mit Standardzellen

und High-End-Geräte

mit sogenannter Tabless-Zellarchitektur.

Statt den Stromfluss

über eine einzige, Hitze erzeugendeEngstelle,den

„Tab“zuleiten,

fließt die Energie hier über

die gesamte Oberfläche der Zelle.

Das Prinzip hinter der Technologie

gleicht einer weiten Flaschenöffnung,durchdie

dasWasser–imFalle

des Akkusnatürlich

dieEnergie–schneller wieder hinaus-

und hineinfließen kann.

Durch den minimierten Innenwiderstand

entsteht im Betrieb und

beim Laden des Akkus kaum noch

Hitze, was die Hauptursache für

die Alterung der Akku-Zellen reduziert.

MILLIONENINVEST Stihl habe

in denletzten„zweibis dreiJahren

einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag“

in die Entwicklung

von Allproinvestiert, ließVorstand

Michael Traub durchblicken. Die

Kosten bei Kärcher für die Adaption

des neuen Systems beliefen

sich nach Angaben von Hartmut

Jenner auf zehn Millionen Euro.

Einen gemeinsamen Vertrieb werde

es für Allpro nicht geben, Kunden

können jedoch alte Geräte in

Zukunft bei beiden Unternehmen

zurückgeben.

www.kaercher.com

www.stihl.de


06 Blickpunkt

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Legt das Klima die

Wirtschaft lahm?

Die Hitzewelle im Juni hat deutlichgezeigt: DerKlimawandel ist

brutale Realität geworden. Laut einerwissenschaftlichen Analyse

zählenTeileder Region Heilbronn-Frankeninzwischen sogarzuden

bundesweitamstärksten betroffenen Gebieten.Wie reagiert die

Wirtschaft aufdieseEntwicklungen? VON ANTONIO DE MITRI

Im Auftrag des Regionalverbandes

Heilbronn-Franken

hatten die Freiburger Gutachter

von IMA Richter &Röckle

drei Jahre lang alle klimarelevanten

Informationen zwischen Neckar

und Tauber zusammengetragen.

Eine Sisyphos-Arbeit, denn

eine vergleichbare Studie für die

Region lag bis dahin nicht vor.

Die Gutachter nahmen die komplette

Topografie von Heilbronn-

Franken unter die Lupe:Wie ist die

Alle Infos im Netz

Wetterlage in den Tälern, wo liegen

die Kaltluftschneisen, welchen

Einfluss auf das lokale Mikroklima

haben bebauteFlächen?

Laut der Analyse zählen die tiefer

gelegenen Teile Heilbronn-Frankens

zu den thermisch am stärksten

belasteten Regionen Deutschlands.

Insbesondere das Neckarbecken

im Heilbronner Raum,

aber auch die Flussniederungen

von Kocher, Jagst und Tauber

gehören dazu. Der Grund.Hier

Wer sich für die Ergebnisse der Klimaanalyse im Detail interessiert,

kann alle Daten imInternet abrufen. Der Regionalverband

stellt das kartografische Material unter dem Namen „WebGIS“ –

webbasiertes Geografisches Informationssystem –öffentlich zur

Verfügung. Für jede Kommune inHeilbronn-Franken stehen dort

umfangreiche Auswertungenzur Verfügung,sozum BeispielWärmebelastungen

am Tagund in derNacht, Luftströme und Kaltluftschneisenund

die prognostizierten klimatischen Entwicklungen.

Die Daten zur Klimaanalyse finden sich unter der Web-Adresse

rvhnf.de/webgis

Regionale Klimaanalyse für Heilbronn-Franken

1971 – 2000

2031 – 2060 Median 2071 – 2100 Median

staut sich die Luft besonders,und

weil die Flüsse nur über eine relativ

langsame Fließgeschwindigkeit

verfügen, entstehen auchkeine

entlastenden Luftströme in den

betroffenen Bereichen. Als Belastungsschwerpunkte

nennt dieUntersuchung

außerdem Öhringen,

Schwäbisch Hall, Künzelsau und

Crailsheim aufgrund derEinwohnerdichte.

Schaut mansich dieKlimaanalyse

auf der Landkarte an, so ist ein

klares Temperaturgefälle von West

nach Ost zu erkennen. Je weiter

man sich von Heilbronn und

dem Landkreis entfernt, desto geringer

ist die „thermische Betroffenheit“.Insbesondere

derSchwäbisch-Fränkische

Wald gehört zu

diesen Kaltluftschneisen. Abwinde

an den Hängen und die waldtypische

Verdunstung sorgen hier für

kühlereLuft.

Insgesamt sind die Prognosen beunruhigend:

Bis Mitte dieses Jahrhunderts

wird die Lufttemperatur

in derRegionlaut Analyseum

zwei Grad, bis Ende des Jahrhunderts

sogar umvier Grad zunehmen.

Parallel dazu steigt auch die

Zahl derSommertagemit mehr als

25 Grad: Waren dies in Heilbronn

beispielsweise zwischen 1971 und

2000 noch 58 pro Jahr, sowerdenesbis

2100 mehr als 111Tage

sein, sagt die Studie. Auch ländliche

Gegenden bleiben von diesem

Anstieg nicht verschont: Frauental

imMain-Tauber-Kreis etwa

muss mit einem Anstieg von 40

auf mehr als 91Sommertage bis

Ende des Jahrhunderts rechnen.

„Tage mit mehr als 35 Grad sind

hierbei noch gar nicht gesondert

ausgewiesen“, wie Claudia Lang

vom Regionalverband Heilbronn-

Franken im Interview (siehe unten)

betont.

Hitzewellen, wiedie Region sie im

Juni mitzwölfTagen über30Grad

erlebthat, werden in Zukunft also

immer häufiger. „Auch wenn es

brutal klingt: Der Juni 2026 wird

im Rückblick wahrscheinlich einer

derkühlstenJuni-Monate dieses

Jahrhunderts gewesen sein“,

hatte TV-Meteorologe Sven Plöger

im Interview mit der SÜDWEST

DurchschnittlicheAnzahlan

Sommertagenpro Jahr

<28

28 –36

36 –44

44 –52

52 –60

60 –68

68 –76

76 –84

84 –92

>92

RB Grafik: Jürgen Schneider; Quelle: RegionalverbandHeilbronn-Franken /LandschaftsrahmenplanKlimaanalyse

PRESSE prophezeit. Auch die

Wirtschaft muss sichmit denFolgen

des Klimawandels beschäftigen.

Und die können beträchtlich

sein –esdrohen Produktivitätsverluste,

auch wegen steigender

hitzebedingter Gesundheitsprobleme

beiArbeitnehmern, Versicherungsschäden

durch Extremwetter,

Ernteausfälle oder auch Ausfälle

bei Kühl- und Lieferketten.

Alles in allem, hat dasBundeswirtschaftsministerium

ausgerechnet,

drohen der deutschen Volkswirtschaft

bis 2050 Schäden inHöhe

von280 bis900 Milliarden Euro.

„Arbeitszeiten wieinsüdlichenLändern“

Claudia Lang vomRegionalverbandhat dieErstellungder Klimaanalyse fürHeilbronn-Frankenbetreut. Sie weiß,vor welchen Herausforderungen

Kommunen undUnternehmen inden kommenden Jahren stehen. INTERVIEW VON ANTONIO DE MITRI

REGIOBUSINESS Frau Lang,

wieso gehört Heilbronn-Franken

eigentlich zu den thermisch

am stärksten belasteten Regionen

Deutschlands?

CLAUDIA LANG Dasmuss man

differenziert betrachten. Die thermische

Belastung nimmtvon Westen

nach Osten deutlich ab. Im

Heilbronner Becken mit dem Neckartal

ist sie am höchsten, ähnlich

wie wir das auf der Wetterkarte

vom Rheingraben am Oberrhein

kennen. Auch das Taubertal

und der westliche Talverlauf

von Jagst und Kocher gehören zu

den stärker belasteten Regionen.

In diesen Becken und Tälern staut

sich die warme Luft. Auchdie großen

landwirtschaftlichen Flächen

in derRegion sind stärker belastet,

vor allem die Weinberge, die sind

ja idealerweise nach Süden ausgerichtet

und werden bis inden

Abend hinein von der Sonne angestrahlt.

REGIOBUSINESS Und wo ist es

vergleichsweise kühler?

CLAUDIA LANG Ganz klar im

Schwäbisch-Fränkischen Wald,

auch wegen der geringeren Bebauungsdichte.

Das zieht sich weiter

bis in die Hochlagen im östlichen

Hohenlohekreis und im

Landkreis Schwäbisch Hall. Dort

weht mehr Wind, zusätzlich begünstigt

durch die generell größere

Verdunstungüber Waldflächen.

REGIOBUSINESS Laut Ihrer

Analyse wird sich die Zahl der

Sommertage mit mehr als25Grad

Lufttemperatur bis 2100 in etwa

verdoppeln. Das klingt alarmierend…

CLAUDIA LANG Absolut. Und

hier differenziert die Untersuchung

noch gar nicht nach Tagen,

die über 35 Grad liegen, so wiewir

es im Juni hatten.

REGIOBUSINESS Was müssen

die Kommunen jetzt tun?

CLAUDIA LANG Klimaanpassung

mussheuteschon immer bei

allen Stadtplanungen mitgedacht

werden. Größere Kommunen sind

verpflichtet, entsprechende Konzepte

zu erstellen, bei kleineren

ist dies Aufgabe der Landkreise.

Solche Klimaanpassungskonzepte

sind wie ein Leitfaden für die

Kommunen. Wir reden über ein

Themenspektrum von Starkregen

über Hochwasser und Dürre bis

hin zu gesundheitsgefährdenden

Hitzewellen. Man spricht heutzutage

auch von der blau-grünen

Infrastruktur, die ausreichend

Wasser- und Grünflächen in Städten

einbezieht. Das wird ohne

massive Fördermittelnicht funktionieren,

denn die Kassen sind leer.

REGIOBUSINESS Und die

Wirtschaft?

CLAUDIA LANG Für Betriebsflächen

von Unternehmen gilt das

Hitzestress: Arbeitgeber werden in Zukunft dieArbeitszeiten an den

Klimawandel anpassen müssen.

Foto: dpa

Gleiche wie für öffentliche Bereiche:

Flächenversiegelungen vermeiden

und stattdessen nach dem

Schwammstadtprinzip bauen, damit

Regenwasser versickern oder

gespeichert werden kann. Oder:

Photovoltaikdächer über Parkplätzen,

Sonnenschutz an Gebäude

und Dachbegrünung. Leider

werden wir auch über mehr Lüftungs-

und Klimatechnik in den

Gebäuden nicht herumkommen,

auch wenn hier hohe Energiekosten

entstehen. Es sei denn, man

erzeugt selbst die nötige Energie

ausPhotovoltaik. Auch Arbeitszeiten

werden sicherlich angepasst,

wie wir das heute schon aus den

südlichen Ländern mit längeren

Mittagspausen und späteren Feierabenden

kennen. Bei Bürojobs

lässt sich das natürlich einfacher

realisieren als improduzierenden

Gewerbe.

REGIOBUSINESS Wie haben

Sieausgerechnet, wiesichdas Klima

in den kommenden Jahren in

derRegion entwickeln wird?

CLAUDIA LANG Das hat ein

Gutachter inunserem Auftrag gemacht.

Angewendet wurde dabei

das sogenannte FITNAH-Verfahren

(Flow over Irregular Terrain

with Natural and Anthropogenic

Heat-Sources). Dieses Klimamodell

simuliert meteorologische

Entwicklungen wieWindströmungen,

Temperaturverteilungen und

auchdie Entstehung vonKaltluftströmen

ineiner Stadt oder Region.

Man kann mit diesem Modell

in einer horizontalen Auflösung

von 50mal 50 Metern das Mikroklima

prognostizieren. Das ist natürlich

für die Regionalplanung

wie auch für kommunale Flächennutzungspläne

eine sehr gute

Entscheidungsgrundlage.

REGIOBUSINESS Welche Rolle

spielt dabei die Topographie einer

Region?

CLAUDIA LANG Die ist zentral

für eine solche Analyse. Talsenken

sind zum Beispiel Orte, an denen

Kaltluft sich sammelt und dadurch

nächtliche Windströmungen

verursacht, flächendeckende

Wälder fördern die Verdunstung

und damit Kühleffekte auf der

Erdoberfläche. Dunkle Flächen

wie Felder, Straßen oder Häuser

speichern die Wärme des Tages

und geben sie nachtsab. Wenn

wirwissen, wo in denkommenden

Jahren gebaut werden soll, können

wir eine Vorausschau für das

dortige Mikroklima erstellen.

REGIOBUSINESS Berücksichtigen

Sie in dem Modell auch die

Auswirkungen auf denMenschen?

CLAUDIA LANG Ja, ein wichtiger

Aspekt ist die thermische Belastung.

Das heißt, unsere Klimaanalyse

nimmt Faktoren wie

Lufttemperatur, Luftströme, Luftfeuchtigkeit

oder Verdunstung,

um diegefühlte Temperatur an einem

bestimmten Ort zu berechnen.

Zudem wird prognostiziert,

wie oft erhöhte Belastungssituationen

auftreten oder inZukunft

zu erwarten sind. Aus dem Wetterberichtkennen

wirdiesaus Begriffen

wie Hitzetage und Tropennächte.

REGIOBUSINESS LeitenSie aus

den Daten konkrete Maßnahmen

ab?

CLAUDIA LANG Genau. Wir

ziehen als Regionalverband aus

der Analyse Schlüsse für unsere

Regionalplanung. Konkret bedeutet

das, dass wir im Regionalplan

Flächen vor Bebauung

sichern können, wenn es aus mikroklimatischer

Sicht erforderlich

erscheint.Das sind sogenannte

regionale Grünzüge. Dort sollte

aus unserer Sicht dann nicht

gebaut werden. Das müssen wir

freilich sehr gut begründen. Die

Aufstellung oder Änderung eines

Regionalplans geht mit einer

umfangreichen Abwägung unterschiedlicher

Belange einher

und erfordert Beschlüsse unserer

Verbandsversammlung sowie öffentliche

Beteiligungsverfahren.

Das braucht Zeit. Daher erstellen

wireinen Leitfaden, um dieErgebnisse

der Klimaanalyse vorab berücksichtigenzukönnen.


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Blickpunkt 07

Wenn die Sonne am Himmel brennt

Die extremen Temperaturen der jüngstenHitzewellestellen nicht nurdie Arbeitnehmervor körperliche Herausforderungen.Auchdie

Unternehmen in derRegion machen sich Gedanken, wieGesundheitund Produktivität erhalten werden können. VON MARIUS STEPHAN

Statistische Zahlen gibt es

zwar nicht, Wirtschaftsexperten

schätzen die Zahl

der klimatisierten Büros in

Deutschland jedoch auf rund 15

Prozent. Dort fällt der Schutz der

Mitarbeiter vor hohen Temperaturenleicht.

Viel schwieriger wird es

bei Arbeitsplätzen in Fertigungshallen

oder im Freien.

MASSNAHMEN „Der Schutz

unserer Mitarbeiter steht für Leonhard

Weiss an erster Stelle“,betont

der Pressesprecher der Bauunternehmung

aus Satteldorf,

Andre Ufer. Das Unternehmen

habe schon seit Jahren ein umfassendes

Maßnahmenpaket etabliert,

„um unsere Teamsbestmöglich

vor Hitze und UV-Strahlung

zu schützen“. Dazu gehören Spe-

Belastung: Gerade aufBaustellen oder in der Fertigungschlägt dieHitze extremzu.

zialangebote, Gefährdungsbeurteilungen,

regelmäßige Unterweisungen

und praxisnahe Schutzmaßnahmen

direkt auf den Baustellen.

„Wir gehen bewusst über

die gesetzlichen Vorgaben hinaus

und bieten unter anderem

spezielle Schutzkleidung, Schattenspender,

kühle Getränke, Sonnenschutzprodukte

und flexible

Arbeitszeiten“, erzählt Ufer. Innovative

Praxislösungen wie UV-

Schutzfolien zur Abdunklung der

Scheiben, Sonnenschirm-Universalhalter

für Maschinen und mobile

Klimaanlagen für Container

sollen dafür sorgen, dass Gesundheit

und Produktivität gleichermaßen

erhalten bleiben. Alle

Fahrzeuge und Großgeräte sind

bei Leonhard Weiss standardmäßig

mit Klimaanlagen ausgerüstet.

„Wir arbeiten ebenfalls stetig

an neuen Schutzmaßnahmen für

unsere Mitarbeiter auf den Baustellen

und testen beispielsweise

derzeit Kühlkleidung“, betont der

Pressesprecher.

Beim Ventilatoren- und Motorenhersteller

Ziehl-Abegg aus Künzelsau

stellt das Unternehmen

umsonst Trinkwasser für die Belegschaft.

Die Neubauten des Mittelständlers

sind allesamt mitKlimaanlagen

ausgestattet, die hohen

Außentemperaturen sind in

diesen Bereichen der Firma kein

Problem. „Wo dies nicht möglich

ist, zum Beispiel in Altbauten oder

in derProduktion, habenwir große

Ventilatoren aufgestellt –natürlich

aus eigener Fertigung“,

sagt Pressesprecher Rainer Grill.

So sorgtzumindest dieLuftverwirbelungen

für ein wenig Kühlung.

Foto: Christoph Schmidt/dpa

DerSchutz derMitarbeiter vorhohen

Temperaturenist aber durchaus

auch eine individuelle Sache.

„In manchen Bereichen ist mobiles

Arbeiten möglich, da gehen wir

besonders bei Hitze eher großzügig

damit um“, weiß Grill. Allerdings

könne ein Gabelstaplerfahrer

beispielsweise natürlich kein

Homeoffice machen, da müsse

dann genau geschaut werden, wie

es den Mitarbeitern gehe.

„Anunserem Standort in Fichtenberg

haben wir bei unseren Baumaßnahmen

mit Blick auf steigende

Temperaturen und Energiekosten

auf eine gute Gebäudedämmung

geachtet. Beispielsweise

lässt sich unser Verwaltungsgebäude

mit der großen Glasfront

verschatten, zusätzlichnutzen wir

klimatisierte Lüftungsanlagen sowie

Klimaanlagen“, teilt Christian

Schmidt, Pressesprecher beim

Fahrwerksspezialisten KW Automotive

aus Fichtenberg mit. „Auch

unsere Produktionshallen sind

entsprechend ausgestattet, sodass

wir insgesamt stabile Arbeitsbedingungen

schaffen können“. In

den Sozialräumen stehen kostenlose

Trinkwasserspender zur Verfügung.

„In Summe sind wir damit

heute schon gut vorbereitet“,

sagt Schmidt. Zusätzlich hat die

Kantine ihr Angebot in denbesonders

heißen Wochen auf leichtere

Speisen umgestelltund das Unternehmen

stelltbei Rekordtemperaturen

kostenlos Speiseeis zur Verfügung.

„Einfache Maßnahmen,

die imArbeitsalltag einen spürbaren

Unterschied machen“, ist

Schmidt überzeugt.

AUSBLICK Wirtschaftliche Herausforderungen

für Ziehl-Abegg

durch den Klimawandel beurteilt

Grill pragmatisch: „Wenn es mit

dem Klima so weitergeht, dann

werden mehr Privathäuser und

mehr Firmengebäude mit Klimaanlagen

ausgestattet werden. Und

in diesen ist auch immer mindestens

ein Ventilator.“ Weiterhin

hohe Temperaturen werden

„Ziehl-Abegg mehr Aufträge bescheren“,prognostiziert

Grill.

In eine ähnliche Richtung

denkt auch Leonhard Weiss. „In

Deutschland muss generell ein

Umdenken stattfinden. Bauliche

und technologische Anpassungen

wie verbesserte Dämmung und

moderne Gebäudetechniksindfür

die gesamte Gesellschaft überfällig,

um für die vermehrt auftretenden

hohen Temperaturen gewappnet

zu sein“, ist Ufer überzeugt.

Schmidt identifiziert für KW die

hohen Energiekosten als Herausforderung.

„Auch wenn wir auf

Photovoltaik setzen, können wir

damit aktuell nur einen Teil unseres

Bedarfs abdecken. Wenn der

Kühlbedarf weiter steigt, wird das

wirtschaftlich zunehmend relevant.

Entsprechend werden energieeffiziente

Lösungen künftig

noch wichtiger werden“, betont

derSprecher.

Das Thema wird in denVorstandsetagen

durchaus kontrovers diskutiert.

Mehrere angefragte Firmen

wollten sich gegenüber RegioBusiness

nicht zu denMaßnahmengegen

dieHitzewelleäußern.

Das Thema seizusensibel.

Schöpfer vonkühlen Räumen

Hitze treibt Nachfrage nach Klimaanlagen–langfristige Lösungen gehen nochweiter. VON ADINA BAUER

„Die Hitze

kommtjawie

Weihnachten –

ganz unerwartet.“

Wer derzeit ein Klimagerät

kaufen möchte, erlebt

oft eine böse Überraschung:

lange Lieferzeiten, knappe

Verfügbarkeit und deutlich gestiegene

Preise. Das kommt nicht

von ungefähr.Nach den außergewöhnlich

heißen TagenimJuni ist

die Nachfrage nach Kühltechnik

sprunghaft angestiegen –sowohl

bei privaten Haushalten als auch

in Unternehmen.

Während in Produktionshallen

schon seit Jahren auf technische

Kühlung gesetzt wird, wächst inzwischen

auch in Wohnhäusern

der Bedarf. Diese Entwicklung

spiegelt sich auch in den Produktionszahlen

wider: In den fünf

Jahren bis 2024 ist die Herstellung

von Klimaanlagen in Deutschland

laut Statistischem Bundesamtum

75 Prozent auf 317.000 Geräte gestiegen.

Der Produktionswert belief

sich 2024 auf rund 1,5 Milliarden

Euro. Neuere Zahlen liegen

bislang noch nicht vor.

Vom Sturm auf die Kühlgeräte

profitieren auch die heimischen

Fachbetriebe für Haus- und Klimatechnik.

Einen hohen Auftragsbestand

verzeichnet unter anderem

aktuell Wolf Haustechnik aus

Braunsbach. Die Anfragen kommen

sowohl von Privatpersonen

als auch von Unternehmen, die

ihre Produktionsstandorte nachrüsten

möchten. Besonders gefragt

seien Single-Split- und

Multi-Split-Anlagen, teilt das Unternehmen

auf Nachfrage mit.

Während Single-Split-Geräte ein

Innengerät mit einem Außengerät

verbinden und sichfür einzelne

Räume eignen, können über

Multi-Split-Anlagen mehrere Räume

mit nur einem Außengerätklimatisiertwerden.

Die hohe Nachfrage führt allerdings

auch zu Engpässen. „Wir

sind gut strukturiert und extrem

bemüht, den hohen Bedarf zu bedienen

und zeitnah Termine –sowohl

für Beratungsgespräche vor

Ort als auch für Angebotserstellung

und Montage –anzubieten.

Dennoch sind wir auf die Geduld

unserer Kundenangewisen“ ,teilt

das Unternehmen mit. Besonders

ältere Menschen, die kurzfristig

einen Auftrag erteilen, versuche

manbevorzugt zu versorgen.

Dabei raten die Experten dazu,

das Thema Klimatisierung nicht

erst während einer Hitzewelle anzugehen.

„Die Hitze kommtjawie

Weihnachten – ganz unerwartet“,meint

Iris Wolf schmunzelnd.

Sie empfiehlt: bei Klimaanlagen

langfristig denken. Der Sommer

kommtsicherlich auch im nächsten

Jahr wieder mit hohen Temperaturen“.

Besonders attraktiv seien

die Geräte für Besitzer einer

Photovoltaikanlage, die den im

Sommer erzeugten Solarstrom so

direkt nutzen können.

BAUWEISE Doch Klimageräte

sind nicht die einzige Antwort

Begehrt: bei derMontage vonKlimageräten kann es aktuell zu Engpässen kommen.

auf steigende Temperaturen. Eine

andere Lösung sind Gebäude, die

durch ihre Bauweise gar nicht erst

auf eine technische Kühlung angewiesen

sind. Ein Beispiel hierfür

ist der neue Firmensitz von

H3 Bau in Schwäbisch Hall, der

in den kommenden Wochen bezogenwerden

soll.Dortsetzendie

Verantwortlichen auf dicke Ziegelwände

und massive Betondecken,

die imWinter Wärme speichern

und im Sommer die Hitze

draußen halten. Eine automatisch

gesteuerte Fensterlüftung sorgt

nachts zudem für Abkühlung, sodass

aufdie klassischeKlimaanlage

verzichtet werden kann. Rechnerisch

sollen die Temperaturen

das ganze Jahr über zwischen 22

und 26 Grad liegen. „langlebig,

wartungsarmund zukunftsfähig“,

beschreibt Bauherr Julian Hermann

dasKonzept.

Foto: NPG-Archiv.

SCHWAMMSTADT Auch außerhalb

von Gebäuden entstehen

neue Konzepte, um Folgendes Klimawandels

zu begegnen. So auch

bei Stego inSchwäbisch Hall. Das

Unternehmen hat entlang seines

Firmengeländes neue Parkplätze

nachdem Schwammstadt-Prinzip

angelegt. Ziel ist es, Regenwasser

besser zu speichern, Bäume widerstandsfähiger

gegen Trockenheit

zu machen und gleichzeitig das

Mikroklima zu verbessern.

Unter jedem Baum wurde ein

großzügigerWurzelraum geschaffen,

derNiederschläge aufnehmen

und in tiefereBodenschichtenleiten

kann. Dadurchüberstehen die

Bäume längere Hitzeperiodenbesserund

sorgen gleichzeitig für natürliche

Kühlung der Umgebung.

Geschäftsführer Elmar Mangold

sieht darin einen wichtigen Beitrag

für die Zukunft: „Wir sind

überzeugt, dass ein Umdenken

nötig ist, um eine nachhaltigere

Stadtentwicklung zu fördern.“Für

das Projekt erhielt Stego den Haller

Klimaschutzpreis in der KategorieUnternehmen.

Ob Klimaanlage, intelligente Gebäudetechnik

oder begrünte Freiflächen

–die zunehmendenHitzewellen

machen deutlich, dass der

Umgang mithohenTemperaturen

zu einer Daueraufgabe wird –und

zugleich auch Wachstumschanceneröffnet.


08 Firmen &Märkte

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Seit 150 Jahrenerfolgreich am Markt

Das Crailsheimer Unternehmen Roll feiert sein Jubiläum undblickt dabeiauf diebewegte Vergangenheit zurück.

VON MARIUS STEPHAN

Mit rund 300 Gästen aus

Politik, Wirtschaft und

Gesellschaft feierte die

Roll-Firmengruppe ein spektakuläres

und seltenes Jubiläum. Was

1876 als einfache landwirtschaftliche

Güterbeförderung begann,

präsentiert sich heute als moderne

Firmengruppe mit mehreren

Standbeinen, die jedoch alle mit

dem Bereich Güterbeförderung –

der Keimzelle von Roll –zutun

haben.

Als Martin Schmidt –der Urgroßvater

des späteren Seniorchefs

Heinrich Roll – im Jahr 1876

den Betrieb gründete, profitierte

er direkt von der zeitgleichen

Eröffnung der Bahnlinie Nürnberg–Crailsheim.

Das Schienenkreuz

brachte Dynamik in dieRegion,

die im Volksmund als„Württembergisch-Sibirien“

bezeichnet

wurde. „Hiergab es damals ja

nichts außer Landwirtschaft“, erinnertsich

HeinrichRoll im Rahmen

der Jubiläumsfeierandie Erzählungen

seiner Vorfahren. 1894

zog der Betrieb samtTransportgeschäft

vor die Stadtmauern in die

Ludwigstraße. Über die Jahrzehnte

wuchs das Unternehmen, ehe

der Zweite Weltkrieg seine Spuren

in der Regionhinterließ. Dererste

OpelBlitz von Roll wurdevon der

Wehrmacht eingezogen, 1945 lag

Crailsheim in Trümmern.

Ernst Roll, Schwiegersohn der

Gründerfamilie, verschrieb sich

der Trümmerbeseitigung und

dem Wiederaufbau. Mit einem

Jubilare: Horst Wagner,KatrinWagner-Roll,Bettina Kißling-Roll,Christl undHeinrich Roll,Sabine Pflug-Rollund RonnyPflugsind die vierte

beziehungsweisefünfte Generation,die dasUnternehmen leitet.(v. li.).

Foto: Marius Stephan

1948 ergatterten Gebrauchtfahrzeug

und dem einsetzenden Wirtschaftswunder

wuchs der Fuhrpark

rasch auf vier Kipper-Lkw.Im

Jahr 1968 übernahm mit Heinrich

und Christl Roll die vierte Generation

die Verantwortung –damals

für gerade einmal fünf Mitarbeiter.

Unter ihrer Führung folgte

1976 die Aussiedlung in dieHaller

Straße,zwei Jahre später das eigene

Ausbildungsprogramm,das bis

heute über 300 Fachkräfte hervorgebracht

hat. Viele davon sind

nun in Führungspositionen tätig.

Das spricht für die Ausbildungsqualität:

„Bei uns lernen die Auszubildenden

unter echten Bedingungen

an realen Projekten“, erläutertBettina

Kißling-Roll.

DIVERSIFIZIERUNG In den

1980er-Jahren baute die Unternehmensgruppeihr

Portfolio aus:

Auslandsaktivitäten, Reifenerneuerung,

der Autohof Wörnitz und

der Einstieg in die Kranwelt legten

den Grundstein für eine breite

Aufstellung. Als 1995 mit Katrin,

Sabine und Bettina Roll drei

Schwestern als fünfte Generation

in das Familienunternehmen

einstiegen und 2003 die Schwiegersöhne

von Heinrichund Christel

Roll, Horst Wagner und Ronny

Pflug, als Geschäftsführer Verantwortung

übernahmen, stand

Roll vor einem Wandel. „Mit der

Zeit konnte unsereSpeditionnicht

mehr mit den viel größeren Konkurrenten

mithalten“, erinnert

sich Katrin Wagner-Roll. Die Familie

trifft eine schwere Entscheidung:

2006 verkauft sie den Speditionsbereich

an die Schenker

AG, behält jedoch die Immobilien.

Stattdessen fokussierte sich

die Gruppe auf hochspezialisierte

Segmente: Roll-Truck-Service–

heute Vertragswerkstatt für Volvo,

DAF und Iveco –sowie Roll Kran

und Arbeitsbühnen. „Im Nachhinein

war das absolut die richtige

Entscheidung“, sagt Wagner-Roll.

Die weltweite Finanzkrise 2009

ließ das Speditionsgeschäft rund

um denGlobus einbrechen.

Das Erfolgsgeheimnis sei es, „mit

offenen Augen durch die Welt

zu gehen und dort, wo es sinnvoll

ist, Neues zu probieren“,umschreibt

Horst Wagner den Ansatz

der Inhaberfamilie.Dass dieserWeg

für Roll funktioniert,belegen

die jüngsten Meilensteine. So

wurde Roll-Truck-Service bereits

zweimal zur „Werkstatt des Jahres“

gekürt.Gleichzeitig investiert

die Gruppe massiv in die alternativen

Antriebskonzepte: Nach der

Eröffnung einer LNG-Tankstelle

im Jahr 2020 folgte 2025 die Inbetriebnahme

des hochmodernen

Roll-E-Ladeparks auf dem Firmengelände.

2026 beschäftigt die

Firmengruppe rund 80 Mitarbeiter,die

Ausbildungsquote liegt bei

etwa zehn Prozent.

HEIMAT Der Inhaberfamilie lag

bei ihren unternehmerischen Aktivitäten

auch immer die Stadt

am Herzen. „Beiuns ging es beim

Abendessen schon immerumLkw,

Logistik, Krane und um Crailsheim.

Und darum, wie wir die

Dinge voranbringen“, sagt Sabine

Pflug-Roll. Deshalb engagiert

sich Roll auch inder Stadt –unter

anderem mit der Krannummer

zum jährlichen Kulturwochenende.

Diese Verbundenheit

würdigte auch Crailsheims Oberbürgermeister

Christoph Grimmerinseinem

Grußwort: „Besonders

bemerkenswertist, dassdiese

Erfolgsgeschichte über Generationen

hinweg von einer Unternehmerfamiliegestaltetwurde,

dieihrer

Firma und ihrer Heimat stets

eng verbunden geblieben ist. Roll

ist ein wichtiger Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb

und verlässlicher

Partner unserer Stadt.“ Grimmer

übergab zum Jubiläum eine Reproduktion

des ältesten noch erhaltenen

Gewerbesteuerblatts des

Unternehmens, das aus der Gewerbesteuerkartei

der Jahre 1922

bis1933stammt, nochaus derZeit

derFamilieSchmidt.

www.roll.gmbh

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Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Politik &Wirtschaft 09

Herr Vollertunddas böse „Ö“

Wenn der Amtsschimmel auf zwei Pünktchenherumreitet –ein wahresErlebnis.

VON ANTONIO DE MITRI

„Also haben wir

eineE-Mailzurückgeschrieben,

dass wir außer

denzwei Punkten

im Umlaut nichts

erkennen können,

waseventuellder

Obrigkeit dieeindeutige

Ermittlung

des Schandtäters

verunmöglichen

könnte.“

Ältere Semester werden sich

noch an die Liedzeilen erinnern:

„Mein Verhältnis zu

Behörden war nicht immer ungetrübt“,

sangeinst der Barde Reinhard

Mey und erzählte die Geschichte

eines Mannes, den die

„Aktenhauptverwertungsstelle

Nord“ per Einschreiben auffordert:

„Schicken sie uns sofort einen

Antrag auf Erteilung eines

Antragformulars, zur Bestätigung

der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars,

dessen Gültigkeitsvermerk

von der Bezugsbehörde

stammt –zum Behuf der Vorlage

beim zuständ‘gen Erteilungsamt.“

Das war1977. Inzwischen sind wir

fünf Jahrzehnte weiter. Aber die

Welt der Bürokratie hat sich nicht

verbessert. Im Gegenteil: Laut einer

aktuellen Umfrage des Instituts

der Deutschen Wirtschaft

(IW) berichten80Prozent der Unternehmen

in Deutschland, dass

der Aufwand bei den gesetzlichen

Berichts- und Dokumentationspflichten

in den vergangenendrei

Jahren weiter zugenommen habe.

Viele Betriebe sehen die Probleme

bei den Behörden: Rund 70 Prozent

halten Verwaltungsverfahren

für zu langsam. Gut 60 Prozent

sagen, Ermessensspielräume würden

nicht ausreichend genutzt.

Etwa jedes zweite Unternehmen

bemängelt fehlende Kapazitäten

bei der Antragsbearbeitung oder

zweifelt an der fachlichen Expertise

in denVerwaltungen.

Das Transparenzregister ist ein

Beispiel dafür, welche Volten der

deutsche Amtsschimmel schlagen

kann. 2017 eingeführt, um Geldwäsche

und die Finanzierung terroristischer

Straftaten zu verhindern,

verursacht es bei Betrieben

jede Menge Aufwand. Der Grund:

Daten, diebereits im Handels- und

Partnerschaftsregister öffentlich

einsehbar sind, müssen sie hier

nochmals einreichen. Begehensie

dabei einen Fehler, kann esteuer

werden, denn diedrohenden Bußgelder

sind happig: Bis zu 150.000

Euro, bei schweren Verstößen sogar

eine Million, können unvollständige

oder verspätete Meldungen

kosten.

Was das bedeuten kann, erlebte

jetzt der Unternehmer Hans-

Jörg Vollert aus Weinsberg, Geschäftsführer

des Maschinenbauunternehmens

Vollert Heavy

Duty Solutions. Der Stein des Anstoßes:

Das „Ö“ inseinem Vornamen.

Weil Vollerts Betrieb internationaltätig

ist, schreibterden seit

Humorvoll: Der Weinsberger Unternehmer Hans-JörgVollert

schmunzelt heute über den Vorgang.

Foto: privat

jeher auch mit „oe“, also Hans-

Joerg. Alles kein Problem. Außer

für das Transparenzregister.

Das schrieb Vollert an und teilte

ihm mit, es lägen Informationen

vor, dass er als sogenannter wirtschaftlich

Berechtigter seines Betriebes

falsch eingetragen sei. Indes:

„Kein Hinweis auf das‚Ö‘“, so

Vollert. Stattdessen die Warnung,

Falscheintragungen seien strafbewehrt.

Vollert beschlich ein mulmiges

Gefühl. „Wir haben angefangen

zu suchen.“ Die Selbstauskunft

im Transparenzregister

führte Vollert auf die Spur. „Also

haben wir eine E-Mail zurückgeschrieben,

dass wir außer den

zwei Punkten imUmlaut nichts

erkennen können, was eventuell

der Obrigkeit die eindeutige Ermittlung

des Schandtäters verunmöglichen

könnte“, kommentiert

Vollertaugenzwinkernd „Geburtsdatum

und Adresse stimmten ja.“

Mehr noch: In Vollerts E-Mail-

Adresse,die das Transparenzregister

verwendet hatte,wirdseinVorname

ebenfalls mit„oe“geschrieben.

„Ein Schelm, werBöses dabei

denkt.“

Das Register kennt keine Gnade.

Das „oe“, sosagt esdas Antwortschreiben,

wird nicht akzeptiert.

Wörtlich: „Nach unseren

Ermittlungsergebnissen sind die

wirtschaftlich Berechtigten derzeit

entweder nicht oder mit abweichenden

Angaben im Transparenzregister

hinterlegt. Vollert:

„Da wird gründliche Arbeit geleistet

so wie wir das in Deutschland

von einer Behörde erwarten

können.“ Die Ironie dabei: Laut

dem Frage-Antwort-Katalog zum

Transparenzregistersollder Name

eines wirtschaftlich Berechtigten

so angegeben werden, „wie er im

amtlichen Ausweisdokument bzw.

im Personalausweis eingetragen

ist“. In Vollerts Reisepass steht im

maschinenlesbaren Teil: Hans-

Joerg. Inzwischen musste Vollert

übrigens tatsächlich bezahlen:

1,96 Euro. Das ist die Gebühr dafür,

dass der Unternehmer inder

Selbstauskunft Einsicht in seine

eigenen Datennehmen durfte.

Gastkommentar

Zukunftschancen werden „vervespert“

Walter Döring: DieJugendverdient mehr Generationengerechtigkeit.

Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“

haben Ende Mai Reformen

rund um den Sozialstaat gefordert.

Im Mittelpunkt standen

Einsparungen im Gesundheitsbereich,

bei der Rente und sie sahen,

so das Handelsblatt, „einenmassiven

Handlungsdruckbei denSozialversicherungen.“

Ein Kernsatz

war, dass die hohen Ausgaben im

Sozialbereich „so nicht mehr finanzierbar“

seien und alles zusammen

voll zulasten der jungen

Generation gehe.

Die ablehnenden Reaktionen der

Sozialverbände auf diese „weisen“

Vorschläge –auch von den Gewerkschaften

und Teilen der SPD

sowie Grünen und Linke –waren

zu erwarten.

In der gesamten Diskussion ist leider

bezeichnenderweise eine sehr

bemerkenswerte Begründung der

Sachverständigen nahezu völlig

unter den Tisch gefallen: Die Reformen

seien auch „aus Gründen

der Generationengerechtigkeit“

notwendig. Konkret erläuterte

das Handelsblatt einenweiteren

Vorschlag des Sachverständigenrats:

„Kapitaldeckung: Zur Stabilisierung

und für mehr Generationengerechtigkeit

stellen sich die

Wirtschaftsweisen vor, eine verpflichtende

Kapitaldeckung für

die Pflegeversicherung einzuführen,

die nicht über das Umlagesystem

läuft.“

Es blieb beim Vorschlag. Gleiches,

als die „junge Gruppe“ der CDU-

Enttäuschend: Die eigentlich beschlossene Bafög-Erhöhung steht

„unterFinanzierungsvorbehalt“.

Foto:NPG-Archiv

Bundestagsabgeordneten eine faire

Rentenreform vorschlug, die

auch die Belange der jungen Generation

berücksichtigt – Verständnis

geheuchelt, aber abgelehnt.

Damit nicht genug: Bundesforschungsministerin

Dorothee Bär

wandte sich gegen die beschlossene

Bafög-Erhöhung und ließ wissen,

dass auch diese „unter Finanzierungvorbehalt“

stehe. Professor

Rudolf Steinberg, ehemaliger

Präsident der Goethe-Universität

Frankfurt: „Ichhabenicht gehört,

dass auch die Mütterrenteoder die

anstehende Rentenerhöhung unter

Finanzierungsvorbehalt stünden.“

Maßnahmen, von denen

„die Alten“, die älteren Wählerinnen

und Wähler,profitieren.

Livia Gerster hierzutreffendinder

FAZ: „Junge Menschen und Eltern

sind in diesem Land eine Minderheit.

Noch nie gab essowenige

Geburten –und so viele sechzigste

Geburtstagsfeiern. Wer die Mehrheit

regiert, regiertdie Alten.“

Als ein Mitglied derJungenUnion

vorschlug, die Renten nicht übermäßig

steigen, sondern „nur“ in

Höhe der Inflationsrate ansteigen

zu lassen und dieDifferenz zur Finanzierung

der Bafög-Erhöhung

heranzuziehen, gab eseinen Aufschrei

„der Alten.“Dabei wardies

doch ein sehr pragmatischer Vorschlag

für eine faire Politik der

Generationengerechtigkeit –und

dies ohne dieHaushaltskassen zusätzlichzubelasten.

Keine Chance

auf Realisierung.

Anderes Beispiel dafür, wie wenig

die junge Generation bei Entscheidungen,

die sie direkt betreffen,

berücksichtigt wird: Nicht

wirklich Geld, nicht einen einzigen

Euro, hätte es gekostet, wenn

Bundesverteidigungsminister Boris

Pistorius vor der Bundeswehrreform

mit der jungen Generation

gesprochen und damit gezeigt

hätte, dass er sie ernstnimmt, dass

er um sie wirbtund damit um die,

die imKriegsfalle uns alle verteidigen

sollen/müssen. Esbrauchte

öffentlichen Protest, bis das

Selbstverständliche stattfand: ein

Gespräch des Ministers mit dem

Bundesschülersprecher.

Zurück zum Bafög: Der Hinweis

aus der Politik, die Studierenden

sollten eben nebenher arbeiten, ist

eine Binse. Nahezu 70 Prozent aller

Studierenden arbeiten „nebenher“.

Ja, ich fand die Ferienjobs

ab meinem 16. Lebensjahr während

meiner Schulzeit und später

neben dem Studium als lehrreichund

in jeder Beziehunghilfreich.

Aber offen gesagt teilweise

doch auch als belastend, unter

demStrich jedochschlicht und ergreifend

eben notwendig. Sonotwendig

wie dies auchheutedie 70

Prozent neben dem Studium arbeitenden

Studierenden benötigen;

und dennoch erreichen einige

–zuviele! –nicht dasZiel„erfolgreicher

Studienabschluss“:

Statistiken zufolge beenden 28

Prozent derStudierenden ihrStudium

ohne Abschluss. Mehr als

die Hälfte davon, 54 Prozent, wegen

„finanzieller Schwierigkeiten“.

Demnach gibt es, wenig

überraschend, einen Zusammenhang

zwischen „Studienerfolg“

und ausreichender„Finanzkraft“.

Nehmen die finanziellen Schwierigkeiten

auch aufgrund einer zu

geringen Förderung dernicht vom

Elternhaus finanziellausreichend

Ausgestatteten zu, erhöht sich die

Zahl der Abbrecherinnen und Abbrecher

–zulasten nicht allein

der Betroffenen, sondern natürlich

auchder Wirtschaft, diedringend

auf gut qualifizierte Mitarbeiter

ebenso angewiesen ist wie

der„öffentlicheDienst“. Somit gehendiese

Fehlentscheidungenzulasten

vonuns allen.

Auf der einen Seite neben der erwähntenMütterrente,die

Pendlerpauschale,

der unsinnige Tankrabatt,die

Senkung derGastro-Steuer

und die Wiedereinführung der

Agrardiesel-Subvention, aber auf

deranderenSeite kein Geld für die

im Koalitionsvertrag beschlossene

(!!!) Bafög-Erhöhung;das passt

nicht zusammen, das hat nicht

Dr.Walter Döring

Der gebürtige Stuttgarter Dr.Walter Döring war

lange eine der Galionsfiguren der FDP. Er war

Vorsitzender der Landtagsfraktion und von 1996

bis 2004 Wirtschaftsminister von Baden-

Württemberg. Heute arbeitet der 71-Jährige als

Consultant, hält Vorlesungen an Hochschulen

und saß lange im Gemeinderat in Schwäbisch

Hall.ImKreistag ist er für die Freien Demokraten

politisch aktiv. Döring ist Initiatorund Mitorganisator

des Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“

in Schwäbisch Hall und gründete die Akademie

Deutscher Weltmarktführer.

einmal im Ansatz was mit Generationengerechtigkeitzutun,

sondern

ist das glatte Gegenteil. Denn

mit den aufgeführten Steuergeschenken

werden die Zukunftschancen

der jungen Generation

„vervespert“.

Die junge Generation hat Corona

hinter sich, lernt inheruntergekommenen

Schulen, wird aktuell

zur Bundeswehr gerufen, hat

einen riesigen staatlichen Schuldenberg

vorsich–und kennt „Generationengerechtigkeit“

allenfallsals

ein„Schlagwortohne realisierte

Inhalte“.

Die junge Generation trifft an

den allermeisten Missständen

und „Unannehmlichkeiten“ keine

Schuld. Es wäre höchste Zeit

für eine Bewegung „Omas für Generationengerechtigkeit“,

aber da

müsste Verzicht geleistet werden,

anders alsbei und vonden „Omas

gegenrechts“!


10 Pharma

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Syntegonziehtins Druckzentrum

Der Standort Crailsheim des Verpackungsmaschinenbauerswächst.Neben demFirmengelände in RotamSee ist seit kurzem auch

das ehemalige Druckzentrum imWesten der Stadtein Syntegon-Werk. VON MARIUS STEPHAN

Als die ehemalige Verpackungssparte

von Bosch, damals

Bosch Packaging Technology

genannt, unter den Hammer

kam und vom Kapitalinvestor

CVCaufgekauft wurde,sahen viele

Marktbeobachter das renommierte

Unternehmen am Ende. Heute,

sechs Jahre später,geheesdem

Crailsheimer Standort nach eigenem

Bekunden sehr gut, Syntegon

investiere und erweitere, betont

Stephan März, derals Executive

Vice President Pharma Liquid

den Flüssigabfüllbereich verantwortet.

Unter dem Strich steht ein

Plus von etwa 200 Arbeitsplätzen,

die der Maschinenbauer seit 2023

in Crailsheim geschaffenhat. „Wir

sind sehr stark gewachsen in den

letzten drei Jahren“, sagt März.

Erst vor wenigen Wochen hatte

Syntegon seine Bilanz präsentiert

und neue Rekordwerte bei Umsatz

und Auftragseingang vermelden

können. Rund 60 Prozent des

Umsatzes kommen dabeiaus dem

Pharmabereich.

PARTNER Das Unternehmenpositioniert

sich bewusst als „strategischer

Lifecycle-Partner“ bei seinen

Kunden aus der Lebensmittel-

und Pharmaindustrie. Das

heißt, Syntegon möchte der Partner

von der ersten Herausforderung

über die Entwicklungsthemen

und technologischen Lösungenbis

zum Service während eines

langen Betriebszeitraums beim

Kunden sein.

Konkret will Syntegon von vorbereitenden

Schritten wie zum Beispiel

dem Waschen und Sterilisieren

der Gefäße vor dem Abfüllen

über den Abfüllvorgang selbst

bis hin zur Weiterverarbeitung des

abgefüllten Wirkstoffes in einem

Gefäß, Autoinjektoren oder anderen

Darreichungsutensilien den

kompletten Verpackungsprozess

liefern – inklusive Qualitätssicherung

und Nachverfolgbarkeit.

„Wenn der Kunde erfolgreich ist,

sind auch wir erfolgreich“, fasst

März den Slogan „Cocreate, cosucceed“

zusammen, derauch auf

der markanten, gebogenen LED-

Wand am Crailsheimer Standort

zu sehenist.

Die Haupttherapiebereiche seien

im Moment die Immunologie, die

Onkologie wie auch dasGewichtsmanagement

–die berühmte Abnehmspritze.

„In diesem Bereich

sind wir die absolute Nummer

eins, so auch im Insulinbereich“,

sagt März. Besonders stolz ist er

Einzug: Ein kleines Syntegon-Fähnchensteht bereitsamEingang.Bis Ende des Jahres soll dasWerk renoviert

und in einem gestaffeltenUmzugbesetzt werden.

Foto: Marius Stephan

auf eine neue Art von Abfülllinie,

die ohne die inder Branche üblichen

Eingriffe per Handschuhfenster

auskommt. Das „SynTiso“

getaufte Produkt wurde in Crailsheim

entwickelt und soll durch

verschiedene technologische Innovationen

die „Fehlerquelle

Mensch“ von Eingriffen in der

Abfüllung trennen, da diese noch

immer den Großteil der Störungen

ausmache. Die ersten Maschinen

der neuen Serie seien bereits

produziert und bei den Kunden

aufgestellt. Der Erfolg von Syn-

Tiso untermauert auch die Rolle

und den Anspruch des Standortes

in der Horaffenstadt als „Innovations-

und Technologiestandort“

innerhalb der Gruppe. „Wir haben

über 400 Ingenieure hier im

Werk“, weiß März. Crailsheim sei

das Herzstück und der wichtigste

Standort des gesamten Pharmaflüssig-Geschäftsbereichs.

Deshalb

werde hier auch viel optimiert.

„Wirarbeiten sehr stark an

derEffizienz und derReduzierung

derDurchlaufzeit am Standort. So

können wir auf gleicher Fläche

mehr Umsatzmachen. Unser Auftragsbestand

wächst weiter“, erklärtMärz.

ERWEITERUNG Neben dem

Hauptstandort imNorden Crailsheims

und dem inRot am See

richtete Syntegon deshalb kürzlich

eine weitereBetriebsstätte ein:

Das dritte Werk befindet sich im

ehemaligen Druckzentrum Hohenlohe

Ostalb, das die Südwest

Presse zusammen mit der Schwäbischen

Post bis Ende 2023 betrieb.

„Das neu angemietete Werk

in der Ludwig-Erhard-Straße in

Crailsheim umfasst eine Fläche

von 4700 Quadratmetern“, teilt

Syntegon-Sprecher Patrick Löffel

mit. Das Unternehmensiedelt hier

dieSystem- und Baugruppenmontage

an, was die Durchlaufzeiten

im Hauptwerk weiter verkürzen

soll. Die ersten 15 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind im Juni

in das neue Werk gezogen. „Die

vollständige Inbetriebnahme ist

nacheinersukzessiven Sanierung

und einem gestaffeltenUmzug bis

Ende2026geplant“, sagt Löffel.In

derFolge sollenimneuenWerkbis

zu 75 Menschen tätig sein.

www.syntegon.com

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weltweit sicherer macht

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verlassen sich täglich darauf,

dass ihre Arzneimittel keimfrei

und sicher sind. Dass das

funktioniert, hat oft mit einer

Technologie zutun, die in unserer

Region erfunden wurde

–und mit einem Unternehmen,

das hier seit 1952 zuHause ist:

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Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Firmen &Märkte 11

„Das kannsonichtweitergehen“

Eine Generalversammlung alsGeneralabrechnung:Martin Boschet, geschäftsführenderVorstandder Hohenloher Molkerei, bekommt

angesichts der Rahmenbedingungen „Puls“ –und beweist leidenschaftliches Engagement fürdie Lieferanten. VON ANTONIO DE MITRI

Der Griff ins Kühlregal gehört

für uns Verbraucher

zu den selbstverständlichsten

Handlungen beim Einkaufen

im Supermarkt. Milch, Joghurt,

Quark, Butter –alles ist immer

ausreichend vorhanden, und die

Preise stimmen auch. Doch tatsächlich

steckt hinter derProduktion

von Milchprodukten ein täglicher

Kampf, der sich von Jahr

zu Jahr verschärft.Wer einenEindruck

davon bekommen möchte,

muss nur einmal Martin Boschet

zuhören.

Generalabrechnung mit

bürokratischem „Wahn“

Boschet ist geschäftsführender

Vorstand der Hohenloher Molkerei

und ein Mann, den die Situation

seiner Lieferanten, seines

Unternehmens und der globalen

Wirtschaft umtreiben. Er weiß die

Dinge einzuordnen. So auch wieder

an diesem Junimorgen,als die

Hohenloher Molkerei ihre Genossenschaftsmitglieder

zur Generalversammlung

nach Wolpertshausen

eingeladen hat. Es istheiß an

diesem Vormittag, und die Inhalte

von BoschetsRede tragen in der

Mehrzweckhalle nicht zur Abkühlung

bei.

Im Gegenteil: Denn bevor derVorstand

über ein „wiederumäußerst

erfolgreiches Geschäftsjahr 2025“

für die Molkerei berichtet, gleicht

die Dreiviertelstunde davor einer

Generalabrechnung.

Stichwort Bürokratie: Boschet

nennt es den „unglaublichen Regulierungswahn“

und nimmt die

EU ins Visier–aktuell:die PPWR.

Das Kürzel steht für Packaging

and Packaging Waste Regulation

(Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung)

und hat an

sich ein nobles Ziel: Verpackungsmüll

zu reduzieren und denRecyclinganteil

zu steigern. Aber: „Der

Teufel steckt auch hier wie immer

imDetail“, so Boschet. Lücken

im Verordnungstext führten

dazu, dass die Händler die Lieferanten

sogenannter Eigenmarken

–bei Aldi zum Beispiel „Milsani“

für Milchprodukte –als Erzeuger

einstufen wollen. DieFolge,

sagt Boschet: „Wir tragen alle Kosten,

müssen externe Firmen und

Rechtsanwälte beauftragen, die

uns bei der Erstellung von mehreren

hundert Konformitätserklärungen

unterstützen.“

Mit PPWR ist es noch lange nicht

getan: Boschet wird nicht müde,

weiter aufzuzählen: QM-Milch,

QM++, ITW, Tethered Cup, Emp-

Co, MilchPQV. Man muss die ganzen

Abkürzungen nicht kennen,

um zu ahnen, worum es hier geht.

„Das alles ist sicher richtig und

Bilderbuchwelt: In einem Malwettbewerbhatte dieHohenloher Molkerei Kinder aufgerufen, ihre Vorstellungvom

Leben aufdem BauernhofzuPapier zu bringen. Die neunjährigeLotta kamauf Platz zwei. Bild: privat

nachvollziehbar“, findet Boschet,

„trotzdem müssen wir aufpassen,

dass diese Systeme unsere Landwirte

nicht überfordern und sie

am Endenicht mehr wettbewerbsfähig

sind.“

Eiskalter Preiskrieg bei

Händlern und Discountern

Und alswäredas alles immer noch

nicht genug, kommt der tägliche

Preiskrieg hinzu. In Deutschland

erreichte dieMilchproduktion mit

32,5 Tonnen den höchsten Stand

seit fünf Jahren. Entgegen allen

Erwartungen von Marktbeobachtern

sind die Milchkuhbestände

hierzulande wieder angestiegen.

Besseres Futter, höhere Melkfrequenzen,

bessere Tiergesundheit

sind weitere Faktoren, weshalbdie

Kühe mehr Milchgeben.

Was für den Verbraucher erfreulich

klingt, entwickelte sich bis

zum Jahresende fürdie Milchbauern

zu einem „maximal desaströsen“

Zustand. Denn jetzt schlug

die Stunde des Lebensmitteleinzelhandels

und der Discounter,an

dieauch dieHohenloherMolkerei

ihre Erzeugnisse liefert, etwa an

Aldi. Boschet: „Unter diesen Rahmenbedingungen

war esziemlich

einfach, die Anbieter bei Preisgesprächen

zu nie dagewesenen Zugeständnissen

aufzufordern.“ Die

Folge:Bei Blockbutterstürztendie

Preise von August bis Dezember

um 39 Prozent ab, bei abgepackterWare

um 37,5und beiKäseum

29 Prozent. „Wer senkt als erster

den Preis, wer ist der noch bessere

Preisführer, wer kann esnoch

billiger?“,resümiertBoschetbitter

und fügt hinzu: „Ein gnadenloser

Unterbietungswettbewerb.“

Dennoch: Nach all den negativen

Analysen kann Boschet vor den

versammelten Mitgliedern mit

denErgebnissen für 2025 glänzen

und ihnen zeigen, wie man trotz

allerHerausforderungen einen sicheren

Kurs fährt. DieZahlensind

durchweg positiv: Die Bilanzsumme

stieg auf 138,5 MillionenEuro,

der Umsatz um 20,8 Millionen

Euro oder 5,9 Prozent auf 372,8

Millionen. Nach Abzug von Steuernund

Rücklagenergibtsichein

Bilanzgewinn von 2,2 Millionen

Euro. Beim Eigenkapital erreichte

dieGenossenschaft mitder laut

Boschet„historischen Marke“ von

exakt 100 Millionen eine Quote

von 72,2 Prozent. „Branchenweiter

Spitzenwert“.

Erfreulichfür dieLieferanten: Die

Hohenloher Molkerei konnte erneut

Milchauszahlungspreise weit

über dem bundesweiten Durchschnitt

sicherstellen: 54,75 Cent

netto pro Kilo bedeutet 1,97 Cent

über dem Schnitt. In absoluten

Zahlen: 8,8 Millionen Euro mehr

Milchgeld für die Lieferanten der

Molkerei. Seit 2021 haben die

Schwäbisch Hallerdamit 58,5Millionen

Euro mehr an ihre Milchbauern

ausbezahlt als der Durchschnitt

der Branche. Für Euphorie

sieht Boschet trotzdem keinen

Anlass: Auch 2026 werde herausfordernd,

mahnt der Molkereivorstand.

Dennoch: „Unser strategisches

Ziel bleibt unverändert:

die Erwirtschaftung eines wettbewerbsfähigen

Auszahlungspreises

für unsere Milcherzeuger.“

www.hohenloher-molkerei.de

Zwischen Preisdruck und Perspektiven

Die BAG Hohenlohe schautbei der 103. Generalversammlungnacheinem soliden Geschäftsverlauf vorsichtig optimistischindie Zukunft.

Die Genossenschaftprofitiert auchvon InsolvenzenehemaligerMarktbegleiter. VON ADINA BAUER

Mit attraktiven Preisen bei

der Tombola –drei hochwertige

Stihl-Geräte –

sorgte die BAG Hohenlohe bei ihrer

103. Hauptversammlung Ende

Juni in der Arena Hohenlohe für

gute Stimmung. Der eigentliche

Grundzur Freude lagjedoch in der

Geschäftsentwicklung: Trotz eines

von Krisen und Unsicherheitengeprägten

Jahres konnte die Genossenschaft

einen soliden Jahresabschluss

präsentieren.

VorstandsvorsitzenderSvenSchneider

zeichnete in seinem Rückblick

ein differenziertes Bild dervergangenen

Monate. Die gesamte Agrarbranche

habe ein außergewöhnlich

turbulentes Jahr erlebt

–geprägt von geopolitischen Unsicherheiten,

stark schwankenden

Märkten und sinkenden Erlösen.

„Wir kennen ja den Schweinezyklus

und sindanihn gewohnt“,sagte

Schneider mit Blick auf die üblichen

Schwankungen, um dann

auszuführen: „Allerdings war die

Schnelligkeit von Preisabstürzen

Diewichtigsten Kennzahlen2025

sowie deren Dimensionen im Jahr

2025 schon außergewöhnlich.Hier

bekommt Volatilität nochmalseine

andere Tragweite.“

Besonders im Bereich Landtechnik

sei die Investitionsbereitschaft vieler

Betriebe spürbar zurückgegangen.

„Im vergangenen Jahr wurde

von vielen Landwirten nur zögerlich

investiert und genau abgewogen“,

erläuterte Schneider.Zusätzlich

zur allgemeinen wirtschaftlichen

Verunsicherung gerieten die

Margen ab der zweitenJahreshälfte

unter Druck, weil Artikel derindie

Krisegeratenen BayWabei Auktionen

zu günstigen Preisen auf den

Marktgelangten.

Auch auf den Getreidemärkten

machte sich das schwierige Umfeld

bemerkbar. Rekord-Ernten in

der Region und auf der gesamten

Nordhalbkugel führten zugut gefüllten

Silos und einem deutlichen

Preisverfall. Die Auswirkungen seien

bereitsseit Mitte 2025 im Handel

zu spüren und würdensich auch in

der diesjährigen Ernte fortsetzen.

Anlagevermögen:

20,12 Mio. Euro

Umlaufvermögen:

24,38Mio.Euro

Eigenkapital:

15,59Mio.Euro

Geschäftsguthaben:

5,16 Mio.Euro

Ergebnisrücklagen:

9,6 Mio.Euro

Bilanzgewinn:

681.000 Euro

Zahlder Mitglieder: 2016

Mitarbeiter: 229

Teamarbeit: Tobias Schirrle, stellvertretenderAufsichtsratsvorsitzender, Aufsichtratsvorsitzender Volker

Baumann,Vorstandsvorsitzender Sven Schneiderund VorstandHannes Zipfel (v.li.)informieren die Mitglieder

über wichtige Entwicklungendes vergangenen Jahres.

Foto: Adina Bauer

Eine Ausnahme bilde allerdings

der Raps. Da europaweit mehr

verbraucht als produziert werde,

könnten derzeit Rekordpreise erzielt

werden. Rund 70 Prozent der

aktuellen Ernte seien bereits vermarktet.

„Die Erlöse stehen unter Druck,

aber die Kosten steigen weiter“,

fasste Schneider die Situation auf

den Höfen insgesamt zusammen.

Für die Landwirtschaft insgesamt

rechneterdennochmit einerAufwärtsbewegung

innerhalb der

kommenden ein bis zwei Jahre.

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit

fand der Vorstandsvorsitzende

deutlich mahnende Worte.

Baden-Württemberg erreiche lediglich

bei Getreide und Äpfeln einen

Selbstversorgungsgrad von

100 Prozent. Bei tierischen Produkten

liege dieser bei maximal

60 Prozent. „Wir sind also weit

weg von der Ernährungssouveränität.

Hier muss sich einiges tun.

Stallbauten und Co. müssen wieder

wirtschaftlich realisierbar werden“,

forderteder BAG-Chef.

Neben den Herausforderungen

sieht die BAG aber auch Chancen.

Erfolgreich entwickelte sich beispielsweise

der Bereich Kraft- und

Brennstoffe, zu dem unter anderem

die Tochtergesellschaft EDI

gehört. Mit Holzpellets und E-Fuel

siehtsich das Unternehmen gut für

die Zukunft aufgestellt. Ebenfalls

positiv entwickelte sich die Tochter

STEBAG in Ellwangen. Hier wird

aktuell ein großer Neubau geplant.

Auch im Einzelhandel setzt die Genossenschaft

ihren Wachstumskurs

fort. Nach dem erfolgreichen

Ausbau des Raiffeisenmarkts

in Öhringen soll in den kommenden

Tagenauch in der Werkstatt in

Hessental ein neuer Stihl-Shop eröffnen.

Mehrere Geschäftsbereiche hätten

sich also insgesamt erfreulich entwickelt,

fasste Schneider zusammen.

Dass dies keine Selbstverständlichkeit

ist, zeigte sein Blick

auf das Marktumfeld. So musste

Endress Motorgeräte das Aus bekannt

geben. Auch die Hohenloher

Fruchtsäfte meldeten Insolvenz

an. In beiden Fällen konnte

die BAG dadurch weitere Marktanteile

gewinnen. „Abersowollen wir

eigentlich nicht wachsen. Dieaktuelle

Vielzahl an Insolvenzen in der

Region und auch in ganz Deutschland

ist beunruhigend“, betonte

Schneider.

Den Jahresabschluss stellte Vorstand

Hannes Zipfel vor.Die größten

Investitionen flossen 2025 in

den Fuhrpark (266.000 Euro),

den Erwerb eines angrenzenden

Grundstücks in Ilshofen (279.000

Euro) sowie in Werkstatt und Raiffeisenmarkt

in Öhringen (451.000

Euro). Die Finanzanlagen gingen

dagegen von 2,45 auf 2,26 Millionen

Euro zurück. Gründe hierfür

waren unter anderem die Liquidation

der Ostalb-Vertriebs GmbH

sowie Abschreibungen auf Beteiligungen

an der BayWa. Unter dem

Strich weist die BAG Hohenlohe für

das Geschäftsjahr 2025 ein Eigenkapital

von 15,59 Millionen Euro

aus. Die Mitglieder stimmten einstimmig

dem Vorschlag zu, eine

Dividende von 1,5 Prozent auf die

Geschäftsguthaben – insgesamt

76.576 Euro – auszuschütten.

Ebenso einstimmig entlasteten sie

Vorstand und Aufsichtsrat.

www.bag-hohenlohe.de


12 Firmen&Märkte

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Keine Rettung für Autolöwen

Mit Eröffnung desInsolvenzverfahrensschließen sieben der achtStandorte desHändlers.Den Mitarbeitern wurde nungekündigt.

Lediglich für denStandort Aalen konnte ein Käufer gefunden werden. VON MARIUS STEPHAN

Insolvenz: Die Stellantis-Bankhatte in den vergangenen Wochen alle Fahrzeuge ausden Autolöwen-Standorten (im Bild Crailsheim) abholen

lassen,die sich nicht im Besitzdes Händlersbefanden.

Foto: Marius Stephan

Das endgültige Aus für den

Großteil der Autolöwen-

Standorte steht fest. Mit

der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens

schließen die

Standorte in Schwäbisch Hall,

Crailsheim, Öhringen, Ludwigsburg

und Heilbronn. Bereits in

den Wochen zuvor hatte die Stellantis-Bank

die Fahrzeuge, die

sich nicht imAutolöwen-Eigentum

befanden, von den Standorten

abholen lassen.

Viele Kunden, die Fahrzeuge gekauft

und an- oder bezahlt hatten,

bekamen weder die Fahrzeuge

ausgeliefertnoch das Geld zurück,

als das Unternehmen Insolvenz

anmeldete. Betrugsvorwürfe wurden

laut, Kunden erstatteten Anzeige.

Dies bestätigt auch Staatsanwältin

Mareike Hafendörfervon

der Staatsanwaltschaft Heilbronn:

Dort seien zwischenzeitlich sieben

Anzeigen wegen Betrugs und

auchInsolvenzverschleppung eingegangen.

„Zum genauen Stand

kann ich derzeit keine weitergehenden

Auskünfte erteilen“, sagt

Hafendörfer.

Die Schließung der Standorte hat

weitreichende Folgen: Von den

rund 150 verbliebenen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern musste

Insolvenzverwalter Dr. Markus

Schuster rund 100 kündigen, weitere

rund 50 hatten zuvor Aufhebungsverträge

geschlossen, weil

sie anderweitig neue Arbeitsstellen

gefunden hatten. „Man sieht,

dass wir trotz der kurzen Zeit, die

uns zur Verfügung stand,erhebliche

Anstrengungen unternommen

haben, um die Autohäuser und

die Arbeitsplätze zu sichern. Leider

hat es diesmal nicht funktioniert.

Die Schließung istdaher aus

wirtschaftlichen Gründennicht zu

vermeiden“, sagt Schuster.

Einenkleinen Erfolg kann derInsolvenzverwalter

aber doch vermelden:

Der Aalener Standort der

Gruppe, das ehemalige Autohaus

Spiegler, ging mit Wirkung zum

1. Juli an die Widmann-Gruppe

über. Das Autohaus sowie alle 33

Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Die Firmengruppe Widmann,

die in der Region hauptsächlich

als Mercedes-Benz-Händler bekannt

ist,will mit demZukaufihr

Markenportfolio stärken.

Im Zugeder Investorensuche habe

es „trotz intensiver Gespräche

keine umsetzungsfähigen Übernahmeangebote

für die anderen

Standorte gegeben“, teilt die

Kanzlei mit. Eine eigenständige

Fortführung des Unternehmens

sei ebenfalls nicht möglich gewesen.

So blieb nur der Weg, den Geschäftsbetrieb

der Autolöwen einzustellen.

„Das ist natürlich eine

Entscheidung, die ich gerne vermieden

hätte. Wirhaben alles getan,

wasunter dengegebenen Umständen

möglichwar,umdas Unternehmen

und die Arbeitsplätze

zu erhalten. Leider hat die Investorensuche

trotz intensiver Bemühungen

kein positives Ergebnis

gefunden“, sagt Dr.Schuster.

Verhandlungen mit

Investoren gescheitert

Die Suche nach möglichen Investoren

hatte der Insolvenzverwalter

bereits Anfang Mai gestartet.

„Wir haben imZuge der Investorensuche

insgesamt mehr als 200

potenzielle Interessenten angeschrieben.

Mit 19 davon sind wir

in nähere Gespräche eingestiegen,

neun von ihnen legten ein

Angebot vor oder äußerten konkreteres

Interesse an einzelnen

oder mehreren Standorten. Während

Aalen erfolgreich übertragen

werden konnte,kamen mögliche

Lösungen für Crailsheim und

Schwäbisch Hall nicht zustande,

weil sich Vermieter und Interessent

nicht einig wurden. In Öhringen

zogsich derInteressentselbst

zurück“, berichtet NikolausRöver

von Pluta Management, der den

Prozess steuerte. Für die übrigen

Standorte hatte es keine Angebote

gegeben. Die nun geschlossenen

Filialen stehennicht im Eigentum

derAutolöwenGmbH, sondern waren

allesamt angemietet. Sie sollen

geordnet abgewickelt und an

die Eigentümer übergeben werden.

Das Inventar, wie eventuell

Werkzeug oder Werkstatteinrichtung,

soll veräußert werden, um

damit die Gläubigeransprüche zu

bedienen. Ein Prozess, der „mehrere

Jahre dauern wird“, schätzt

Ingo Schorlemmer, Sprecher der

Kanzlei. Die Autolöwen betrieben

vor der Insolvenz insgesamt acht

Autohäuser in derRegion. Das Unternehmen

vertrieb Neu- und Gebrauchtfahrzeuge

der Marken

Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Fiat

Professional, Alfa Romeo, Abarth

und Jeep und bot ergänzend Service-,

Werkstatt- und Mobilitätsdienstleistungen

an. Der Händler

beschäftigte rund 180 Mitarbeitende

und erzielte einen Jahresumsatz

im mittlerenzweistelligen

Millionenbereich.

www.autoloewen.de

Schrittfür Schrittzum Hidden Champion

Binder stellt seit 50 Jahren komplexeBehälter fürdie Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie her.

VON MARIUS STEPHAN

Es ist eine dieser Erfolgsgeschichten,

für die die Region

berühmt ist: Mit Tüftlergeist

und Initiative wurde aus einer

kleinen Keimzelle ein Unternehmen,

das heute erfolgreich

den Weltmarkt bedient. Die Binder

GmbH blickt nun auf ein halbes

JahrhunderterfolgreicherEntwicklung

zurück. Das mittelständische

Familienunternehmen, das

heute seinen Sitz in Crailsheimin

der Roßfelder Straße hat, begann

seine Reise als Handwerksbetrieb

im Nebenerwerb und entwickelte

sich über die Jahre zu einem international

agierenden Zulieferer

für hoch technisierte Industriebranchen.

GRÜNDUNG Die Wurzeln des

Unternehmens reichen in dasJahr

1976 zurück. Damals gründeten

Fritz Binder und sein Sohn Roland

eine Einzelfirma, deren erster

Fertigungsstandort imnahegelegenen

Markertshofen lag. In

den Anfangsjahren lag der Fokus

auf der Herstellung von klassischen

Weinlagertanks für die

Landwirtschaft. Bereits drei Jahre

später, im Jahr 1979, wurdedas

Unternehmen offiziell in die Binder

GmbH Apparate- und Behälterbau

umgewandelt. Nach einem

Schicksalsschlag 1983, nach dem

Fritz Binder nicht mehr im Unternehmen

mitarbeiten konnte,

lag die Verantwortung bei Roland

Binder.Der wachsende Erfolg und

der damit verbundene Platzbedarf

machten bald eine Vergrößerung

der Kapazitäten notwendig. „Aufgrund

der Hanglage in Markertshofen

und der schlechteren Infrastruktur

hat ein Architekt die

Kosten für eine Erweiterung dort

höher geschätzt als für einenNeubau

in Crailsheim“, erinnert sich

Roland Binder. Deshalb errichtete

das Unternehmen in den Jahren1986

bis 1987 im Crailsheimer

Jubiläum: Binder feierte einenGalaabend mitden Mitarbeitern und

luddie Öffentlichkeit danach zumTag der offenenTür.

Standteil Altenmünster einen modernenNeubau,bestehend

aus einer

Produktionshalle und einem

Bürogebäude. Der Umzug 1987

markierte einen Meilenstein und

läutete gleichzeitig einen strategischen

Wandel ein: weg von reinen

Getränketanks, hin zu komplexeren

Behältern für die Lebensmittel-

und Kosmetikindustrie.

In dendarauffolgenden Jahrzehnten

wuchs die Binder GmbH kontinuierlich

und passte sich den

steigenden Qualitätsanforderungen

desMarktes an. Um derwachsenden

Nachfrage gerecht zu werden,

wurden die Produktionsflächen

mehrfach vergrößert. Die

Erweiterungen, sowohl baulich

als auch imMaschinenpark, folgen

dabeider Philosophie desUnternehmens.

„Wir haben uns damals

bewusst für einen anderen

Weg entschieden als viele andere

Unternehmen: Statt weiterhin

Leistungen fremdzuvergeben oder

auszulagern, haben wir gezielt in

den eigenen Maschinenpark investiert,

um unsere Bauteile selbst

fertigen zu können. Seitdem hat

sich unser Maschinenpark Schritt

für Schritt und sehr gezielt weiterentwickelt“,sagt

Thorsten Binder,

der seit 2018 im Familienunternehmen

tätig ist. Die Erfolgsfaktoren

der langen Unternehmensgeschichte

sieht er hauptsächlich

in dem enormen Know-how, das

sich Binder über die Jahrzehnte

erarbeitet hat. Dieses übertrage

Familienbetrieb: Roland Binder,seine Söhne Thorsten undFrank sowie sein Bruder Martin bilden die

Geschäftsleitungdes Mittelständlers.

Fotos:Binder

sichauf dasImageder Firma,und

dasführe auchzuneuenKunden.

„Wir setzen für unsereKundenauf

individuelle Lösungen, diesehrins

technische Detail gehen und liefern

alle Dokumentationsansprüche

direkt mit“, erklärt Thorsten

Binder den Wettbewerbsvorteil.

In den vergangenen Jahren setzte

das Unternehmen zudem immer

mehr darauf, nicht mehr nur Behälter

an sich, sondern auch die

Technik um oder in denBehältern

–Steuerungen, Temperierungen

oder Rührwerke–mitzuliefern.

HIGHTECH Heute fertigtdie BinderGmbHmit

60 hoch qualifizierten

Mitarbeitern auf rund 5500

Quadratmetern Produktionsfläche

modernste Prozessbehälter,

Fermenter, Bio-Reaktoren sowie

Rührwerks- und Druckbehälter.

In einem Jahr verlassen zwischen

300 und 500 Behälter die Werkshallen

inAltenmünster: von meterhohen

Kolossen bis zu kleineren,

technisch jedoch nicht weniger

ausgeklügelten Behältern. Die

Erzeugnisse aus Crailsheim werden

längst nicht mehr nur regional

geschätzt. Binder exportiert

seine Hightech-Produkte heute

nach ganz Europa, Asien und

Nordamerika.

Das Jubiläum beging das Unternehmen

doppelgleisig: „AmSamstag

habenwir gemeinsam mitunseren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,

deren Familien, langjährigen

Geschäftspartnern und

Freunden den ganzen Tag bis tief

in die Nacht gefeiert –mit tollen

Cocktails, kulinarischem Essen

und einer rundum großartigen

Stimmung“, erzählt Thorsten

Binder. Auch für die kleinen Gäste

war jede Menge geboten. „Mit

Dampfeisenbahn, XXL-Sandkasten

und Hüpfburg wurde unser

Fest zu einem echten Erlebnis für

die ganze Familie. Genau sohaben

wir uns dieses besondere Jubiläum

gewünscht –persönlich,

herzlich und voller gemeinsamer

Erinnerungen“, fügt er hinzu.

Der Sonntag stand ganz im

Zeichen des Tags der offenen Tür.

„Wir sind wirklich überwältigt von

der riesigen Resonanz. Mit insgesamt

mehr als1000Besuchern an

beiden Tagen wurde aus unserem

50-jährigen Jubiläum etwas ganz

Besonderes“,freut sichBinder.

www.binder-behaelterbau.de


Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281

Firmen & Märkte 13

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Frist verstrichen –

Rechtssicherheit in der Warteschleife:

Die europäische Entgelttransparenzrichtlinie

ohne deutsches Umsetzungsgesetz

Leistungen der

Arbeitgeberverbände

Heilbronn-Franken

Die Mitgliedsunternehmen haben einen starken Partner

an ihrer Seite. Mit Tarifbindung ist Südwestmetall

zuständig, ohne Tarifbindung der USW.

Unsere Rechts- und Fachanwälte für

Arbeitsrecht beraten die Region in einem

Netzwerk von baden-württemberg-weit

mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen im

Arbeits- und Sozialrecht. Dies betrifft alle

Bereiche des Individualarbeitsrechts, von der

Arbeitsvertragserstellung bis hin zum Zeugnis. Weiterer

zentraler Punkt ist die Beratung bei der betrieblichen

Mitbestimmung sowie juristische Begleitung von

Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften.

Daneben vertreten wir unsere Mitgliedsunternehmen in allen

Instanzen der Arbeits- und Sozialgerichte. Seminare, Leitfäden

und Legal-Tech-Angebote zu arbeits- und sozialrechtlichen

Fragestellungen runden das Leistungsangebot ab.

Unser Verbandsingenieur unterstützt in einem

Netzwerk von baden-württemberg-weit

insgesamt 22 Ingenieurinnen und Ingenieuren

zum Beispiel bei der Arbeitszeit- und

Entgeltgestaltung oder der Optimierung

von Arbeitsbedingungen. Auch die Themen

Prozessoptimierung, Produktivitätsmanagement sowie

Arbeitssicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement

sind im Dienstleistungskatalog enthalten.

Arbeitsmarkt, Arbeitsverwaltung und

Fachkräftemanagement sind wichtige

Tätigkeitsfelder der Arbeitgeberverbände.

Dafür setzen wir uns in der Politik und in der

Selbstverwaltung der Agentur für Arbeit ein.

Als Partner der Bildungspolitik setzen sich die

Arbeitgeberverbände für ein leistungsfähiges

Bildungssystem ein. Spezielle Arbeitskreise

beschäftigen sich mit Fragen der

Berufsausbildung und der Hochschulpolitik

und entwickeln Konzepte entlang

der Bildungsbiografie zum Beispiel im MINT-Bereich.

Die Arbeitgeberverbände Heilbronn-Franken

geben ihren Mitgliedsunternehmen eine Stimme

und setzen sich für deren Interessen in Politik

und Gesellschaft ein. So fand im Sommer

2024 etwa eine Delegationsreise von Vertretern

aus Heilbronn-Franken nach Berlin statt.

Die den Arbeitgeberverbänden beigetretenen

Unternehmen haben Zugang zu einem

Mitgliederbereich. Neben aktuellen Informationen

zu Themen der Verbandsfachbereiche

(Arbeits- und Sozialrecht, Arbeitsmarktpolitik,

Bildung und Kommunikation) können sie an

exklusiven Arbeitskreisen und Veranstaltungen teilnehmen.

Südwestmetall / Unternehmensverband Südwest e. V.

Heilbronn / Region Franken

Ferdinand-Braun-Straße 18

74074 Heilbronn

Telefon 07131/9449-19

E-Mail ernstberger@suedwestmetall.de

https://heilbronn.suedwestmetall.de

LinkedIn ® : Bezirksgruppe Heilbronn-Franken

https://www.linkedin.com/company/bezirksgruppe-heilbronn-region-franken

Am 7. Juni 2026 ist die Frist zur

Umsetzung der Richtlinie (EU)

2023/970 des Europäischen

Parlaments und des Rates vom

10. Mai 2023 zur Stärkung der

Anwendung des Grundsatzes

des gleichen Entgelts für

Männer und Frauen bei gleicher

oder gleichwertiger Arbeit durch

Entgelttransparenz und Durchsetzungsmechanismen

(kurz:

„Entgelttransparenzrichtlinie“)

in nationales Recht abgelaufen.

In Deutschland wurde bis heute

kein entsprechendes Umsetzungsgesetz

erlassen.

Die rechtliche Grauzone: Richtlinienkonforme

Auslegung

Obwohl die Entgelttransparenzrichtlinie

bei privaten Arbeitgebern*

ohne nationales Umsetzungsgesetz

keine unmittelbare Wirkung entfaltet,

dürfen sich Unternehmen nicht

in Sicherheit wiegen. Nationale

Gerichte sind nämlich verpflichtet,

bereits bestehendes deutsches

Recht – wie z.B. das Entgelttransparenzgesetz

(„EntgTranspG“) oder

das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(„AGG“) – richtlinienkonform

auszulegen. Das bedeutet,

dass Richter die Vorgaben der

Entgelttransparenzrichtlinie bereits

jetzt in ihre Urteilsfindung einbeziehen

müssen.

Die konkreten Auswirkungen

Auf private Arbeitgeber in Deutschland

wirkt sich die richtlinienkonforme

Auslegung seit dem 7. Juni 2026

im Einzelnen wie folgt aus:

Transparenz im Bewerbungsprozess

Gemäß Entgelttransparenzrichtlinie

müssen Arbeitgeber Stellenbewerbern

Informationen über das

Einstiegsentgelt oder dessen Spanne

sowie ggf. einschlägige Bestimmungen

eines Tarifvertrages mitteilen.

Weiterhin soll es Arbeitgebern

untersagt sein, Bewerber nach ihrer

Entgeltentwicklung in laufenden

oder früheren Beschäftigungsverhältnissen

zu befragen. Diese

europäischen Vorgaben werden nun

auch über eine richtlinienkonforme

Auslegung des AGG zu beachten

sein, da auch das AGG Bewerber in

seinen Schutzbereich einbezieht.

Transparenz während der

Beschäftigung – allgemeine

Informationspflichten

Die Entgelttransparenzrichtlinie

schreibt weiterhin vor, dass

Arbeitgeber allen Arbeitnehmern

Informationen über die Kriterien für

die Festlegung des Entgelts, der Entgelthöhen

und der Entgeltentwicklung

zur Verfügung stellen sollen.

Ob die Rechtsprechung in einem

Streitfall z.B. § 6 Abs. 2 EntgTranspG

insofern als „Einfallstor“ für eine

richtlinienkonforme Auslegung

heranziehen würde, ist zwar nicht

auszuschließen. Ein offensichtliches

Einfallstor im nationalen Recht

existiert jedenfalls nicht, sodass eher

davon auszugehen ist, dass diese

allgemeinen Informationspflichten

noch keine Rechtswirkungen

entfalten.

Corinna Deister

Rechtsanwältin

(Syndikusrechtsanwältin)

Fachanwältin

für Arbeitsrecht

Foto: Südwestmetall

Transparenz während der

Beschäftigung –

Auskunftsanspruch

Besonderes Augenmerk ist auf den

Auskunftsanspruch der Arbeitnehmer

zu legen. Das deutsche

EntgTranspG gewährt Beschäftigten,

die in Betrieben mit mindestens

200 Arbeitnehmern beschäftigt

sind, einen Auskunftsanspruch und

der Arbeitgeber muss den Median

der Vergleichsgruppe des anderen

Geschlechts angeben, wenn diese

Vergleichsgruppe aus mind. 6 Personen

besteht. Gemäß Entgelttransparenzrichtlinie

hat hingegen jeder

Arbeitnehmer das Recht,Auskunft

über die individuelle Entgelthöhe

sowie über die durchschnittliche

Entgelthöhe der Arbeitnehmer

zu erhalten, die die gleiche oder

gleichwertige Arbeit verrichten

(aufgeschlüsselt nach Geschlecht).

Die datenschutzrechtlichen Grenzen

sind dabei zu wahren. Der Auskunftsanspruch

gem. Entgelttransparenzrichtlinie

besteht somit

unabhängig von der Betriebsgröße

und der Größe der Vergleichsgruppe.

Über eine richtlinienkonforme

Auslegung des EntgTranspG könnte

nun auch dieser sehr weitreichende

Auskunftsanspruch nach der

Entgelttransparenzrichtlinie Wirkung

entfalten. Dies gilt jedenfalls für

Betriebe mit mindestens 200 Beschäftigten.

Kommen diese Betriebe

dem Auskunftsverlangen mit den

Inhalten der Entgelttransparenzrichtlinie

nach, sollte gleichwohl die

Mindestgröße der Vergleichsgruppe

von 6 Personen und damit die Wertung

des deutschen Gesetzgebers

zum Datenschutz berücksichtigt

werden. Für Betriebe mit weniger

als 200 Beschäftigten sprechen

gute Argumente dafür, dass trotz

richtlinienkonformer Auslegung kein

Auskunftsanspruch nach der Entgelttransparenzrichtlinie

besteht, da

der deutsche Gesetzgeber sich im

EntgTranspG ausdrücklich für einen

Schwellenwert, zum Schutz von

kleineren und mittleren Betrieben

entschieden hat.

Entgeltgleichheitsgebot

Die Entgelttransparenzrichtlinie besagt

weiterhin, dass alle Arbeitgeber

über Vergütungsstrukturen verfügen

müssen, durch die gleiches Entgelt

für Frauen und Männer bei gleicher

oder gleichwertiger Arbeit gewährleistet

wird. Die insofern genannten

objektiven Mindestkriterien sind

„Kompetenzen“, „Belastungen“,

„Verantwortung“ und „Arbeitsbedingungen“.

Das geltende

EntgTranspG stellt in § 4 Abs. 2 bzgl.

der Feststellung von gleichwertiger

Arbeit und benachteiligungsfreier

Entgeltsysteme hingegen auf eine

„Gesamtheit von Faktoren“ ab,

wobei insbesondere die Art der

Arbeit, die Ausbildungsanforderungen

und die Arbeitsbedingungen

zu berücksichtigen sind. Da es sich

hierbei um unbestimmte Rechtsbegriffe

handelt, können die o.g. vier

von der Entgelttransparenzrichtlinie

vorgegebenen Kriterien bereits jetzt

über eine richtlinienkonforme Auslegung

zu berücksichtigen sein.

Berichterstattungspflichten über

das Entgeltgefälle

Gem. dem deutschen § 21 Entg-

TranspG müssen Arbeitgeber mit

i.d.R. mehr als 500 Beschäftigten

(nur) einen Lagebericht nach §§

264, 289 HGB erstellen. In diesem

müssen die Maßnahmen zur Förderung

von Entgeltgleichheit dargestellt

werden. Im Unterschied dazu

müssen gem. Entgelttransparenzrichtlinie

Arbeitgeber mit bereits 100

bis 149 Arbeitnehmern alle drei Jahre

(erstmalig bis Juni 2031) über das

geschlechtsspezifische Entgeltgefälle

(sog. Gender Pay Gap) Bericht

erstatten. Die Fristen und Häufigkeiten

der Berichterstattungspflicht

variieren je nach Mitarbeiterzahl. Da

die Entgelttransparenzrichtlinie also

deutlich über diese allgemein gehaltenen

Pflichten hinaus geht, ist eher

nicht davon auszugehen, dass die

strengeren Berichtspflichten über

eine richtlinienkonforme Auslegung

zur Anwendung kommen. Denn

eine richtlinienkonforme Auslegung

durch nationale Gerichte darf nicht

dazu führen, die Schwellenwerte,

Fristen und Berichtsinhalte unmittelbar

gegenüber privaten Arbeitgebern

durchzusetzen. Des Weiteren

muss der nationale Gesetzgeber erst

noch die staatliche Überwachungsstelle

benennen, gegenüber der die

Berichtspflichten zu erfüllen sind.

Fazit

Das Ausbleiben des deutschen

Umsetzungsgesetzes bedeutet

für Unternehmen eine erhebliche

Rechtsunsicherheit.Viele Mindestvorgaben

der Entgelttransparenzrichtlinie

gelten bereits jetzt über

eine richtlinienkonforme Auslegung

des bereits bestehenden nationalen

Rechts. Dies setzt Arbeitgeber

bereits jetzt unter Handlungsdruck.

*Aus Gründen der besseren

Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige

Verwendung der Sprachformen

männlich, weiblich und divers

(m/w/d) verzichtet. Sämtliche

Personenbezeichnungen gelten

gleichermaßen für alle Geschlechter.

zu erhalten. Ein ordnungsgemäß

durchgeführtes BEM ist daher für

die Verhältnismäßigkeit einer Kündigung

entscheidend. Unterbleibt

das BEM, verschlechtern sich die

prozessualen Erfolgsaussichten des

Arbeitgebers.


14 Sport &Wirtschaft

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Locker, leichtundtriefgründig

Basketball: Beim Sponsorenabend gaben die HAKROMerlins Crailsheim tiefe Einblicke auf ihrkünftige Ausrichtungund die

strategischen Ansätzedes Teams. VON HERIBERT LOHR

Der Veranstaltungsort war

Programm: Die „Wunderbar“

in Crailsheims Stadtmitte

hat sich als kultiger Treffpunkt

vor allem beim jüngeren

Publikum etabliert. Ein „Ort der

Begegnung“will die Tagesbar„der

Merlins“ sein. Gleiches gilt für ihren

Sponsorenabend. Die eigene

Anhängerschaft in lockerer Atmosphäre

über Hintergründe und

Zusammenhänge zu informieren

und mit Förderern und Unterstützern

das Gespräch zu suchen, hat

bei den Merlins eine gewisse Tradition.

Bereits seit 2001 betreiben

sie diese Form der Bestandspflege.

Und dass weit mehr als 120 Gäste

der Einladung folgten, zeigt: Die

Partner wissen die stilvolleZusammenkunft

zu schätzen.

Leicht, locker und kurzweilig gab

die Führungscrew im Gespräch mit

Hallensprecher Daniel Feuchterin

knapp 45 Minuten dennauchEinblicke

in die aktuellen Gegebenheiten.

Geschäftsführer Martin

„Präse“ Romig rückte die Dinge

mit Blick auf das 40-jährige Jubiläum

inden großen Zusammenhang

„Unsere Entwicklung indieserForm

ist alles andere alsselbstverständlich.

Ohne dievertrauensvolle

Zusammenarbeit und breite

Treffpunkt: Der Sponsorenabend als Ort der Begegnung. Bereits zum zweitenMal genossendie Gäste die

lockere Atmosphäre vorund in der „Wunderbar“.

Foto: Heribert Lohr

Unterstützung durch die Sponsoren

wäre das alles sonicht möglich.“

Besonders die jüngsten Erfolge in

der Nachwuchsarbeit haben es

dem erfahrenen Manager angetan:

„Wir werden in der kommenden

Saison mit zwei Jugendmannschaften

in den höchsten deutschen

Spielklassen vertreten sein

und mit LinusOhr spieltevor kurzem

der erste Crailsheimer in der

U-16 Nationalmannschaft: Das

sind abseits der Profimannschaft

Erfolge, auf die wir alle wirklich

stolz sein können.“

Bogdan Radosavljevic lenkte den

Blick auf die zurückliegende Saison,

um dann die Arbeit für die

kommendeSpielzeit zu umreißen:

„Wir haben am Ende der Saison

leider nicht mehr dieForm gehabt,

um wirklich erfolgreich zu sein.“

Derverpasste Aufstieg warauchfür

den Sportlichen Leiter in gewisser

Hinsicht „ein herber Dämpfer“.

Konsequent wurde deshalb „der

Saisonverlauf eingehend analysiert“

und in der Folge nun auch

„ein durchgreifender Umbruch“

eingeleitet. Der ehemalige Nationalspieler

mit Blick auf die kommenden

Monate. „Wir wollen

eine Mannschaft mit Spielern formen,

die hungrig sind, sichentwickeln

wollen und den Ehrgeiz haben,

Großes zuerreichen.“ Soist

es der Clubführung bereits gelungen,

fünf Neuzugänge zuvermelden,

die sich „ganz bewusst“ für

die Merlins entschieden und „dafür

auch finanzielle bessere Angebote

ausgeschlagen“ haben. Gerade

diesen Umstand, wertet Radosavljevic

auch als Beleg dafür,dass

die „Zauberer“ in der Basketballszene

mittlerweile„ein enorm hohes

Ansehen“ genießen.

EineDarstellung die auch der neue

Head-Coach Florian Flabbpersönlich

unterstreicht: „Es war für

mich wirklich eine großeEhre, als

die Anfrage der Merlins kam. Da

gab esauch nicht viel zu überlegen.“

Der gebürtige Düsseldorfer

will perspektivisch vor allem eine

gewisse „kreative Entwicklungsfähigkeit“

des Teams zu „einem

Markenzeichen“ machen. Flabbs

Ansatz in der Theorie einfach, auf

dem Parkett wirklich herausfordernd:

„DenBall viel bewegen und

gute, weil ruhige Würfenehmen.“

Geschäftsführer Lukas Lienert

schloss den offiziellen Teil des

Sponsorenabends mit einem kurzweiligen

Reigen an ernsthaftnachdenklichen

Betrachtungen.

„Wir alle haben uns die Rückkehr

in die erste Bundesliga einfacher

vorgestellt. Aber wir müssen uns

immer wieder in Erinnerung rufen,

Spitzenbasketball in der Region

istbei allen bisherigen Erfolgenalles

andere als selbstverständlich.“

Für Lienert ist es denn auch vor

allem „das leidenschaftliche Engagement“

der vielen Ehrenamtlichen,

„das vertrauensvolle und

vielfach langjährigeEngagement“

der Unterstützer und Sponsoren

und „der beinahe bedingungslose

Einsatz des gesamten Teams“,

das „die Merlins“ trägt und „die

Magie der Zauberer“ letztlich ausmacht.

DerGeschäftsführerist deshalb

„felsenfest“ davon überzeugt,

„dass wir mit all diesem Herzblut

unsere hochgesteckten Ziele erreichen

und so auch nachhaltig

eine tolle Adresse in der deutschen

Sportlandschaft sein werden.“

Der Optimismus wird auch von

den jüngsten wirtschaftlichen Datengetragen.

In den zurückliegenden

Wochen kamen gleich fünf

neue Partner hinzu. Rund 150 Betriebe

aus der Region zählen mittlerweile

zu den Unterstützern. Und

der Zuspruchdurch die Fanbase ist

nun wahrlich beeindruckend. 95

Prozent der Dauerkartenbesitzer

haben ihr Engagement zuletzt bereitsdirekt

verlängertund die Zahl

der verkauften Dauerkarten erreichte

mit aktuell 1650 Stück eine

weitere Rekordmarke.

www.hakro-merlins.com

PARTNER DERHAKROMERLINS CRAILSHEIM

Neue Saison –

neue Herausforderung!

„Erfolgbeginnt dort,woaus vielen EinzelneneineMannschaftwird–

mit Herz,Leidenschaftund demunbedingten Willen, gemeinsamzu

gewinnen.“Auf geht‘s Merlins, tragtdas Trikot mitStolz.

Kämpftfüreinander,für denVerein, füruns Fans und fürdie gesamte

Region Hohenlohe.

Ronny Mechnich

Geschäftsführer /General Manager

Flair Park-HotelIlshofen

seit 150 Jahren

FLAIR PARK-HOTEL

ILSHOFEN


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Firmen &Märkte 15

Wachstum dank viel heißer Luft

Erst eine Milliarde Umsatz, jetzt ein millionenschweres Investitionspaket: Ziehl-Abegg gibt im Moment Vollgas undprofitiert dabeivom

KI-Boom, dem Klimawandel sowieder anziehendenNachfrage in denUSA undChina. VON ANTONIO DE MITRI

„Wir sehen weltweit

eine sehr

dynamische Entwicklung

unserer

Märkte.“

Aufwind: Diese Art von Ventilatoren wird später in Rechenzentren eingesetzt. Aufdem Bild istMonteurKarol

MaczugaimWerk Kupferzell zu sehen.

Foto: Ziehl-Abegg

Die Künzelsauer haben das,

was man einen Lauf nennen

könnte: Erstmalsinihrer

116-jährigen Geschichtekonnte

die Firma im vergangenen Jahr

beim Umsatz die Grenze von einer

Milliarde Euro knacken (Vorjahr:

893 Mio. Euro). Und dasunter

schwierigen wirtschaftlichen

Bedingungen. Vorstandsvorsitzender

Joachim Ley kommentiertedie

Zahlen: „2025 war kein einfaches

Jahr.Wechselkurse,Zölle und geopolitische

Unsicherheiten haben

viele Märkte unter Druck gesetzt.

Umso mehr zeigt dieses Ergebnis,

wozu wir als Unternehmen in der

Lage sind.“

In der vergangenen Woche dann

diese Meldung: „Ziehl-Abegg investiert

zusätzlich 90 Millionen

Euro in Maschinen, Werkzeuge

und Produktionskapazitäten in

Europa, Nordamerika und Asien.“

Verteilt sind die 90 Millionen Euro

auf zwei Jahre. Bei dem Geld handelt

es sich um Mittel, die das bereits

geplante Investitionsbudget

ergänzen sollen.

Damit, teilte Ziehl-Abegg auf

Nachfrage mit, investiere das Unternehmen

„insgesamt deutlich

mehr als 100 Millionen Euro pro

Jahr“. Hintergrund sind die weltweit

steigende Nachfrage nach

Ventilatoren für KI-Rechenzentren

sowie das Wachstum inden

Bereichen Gebäudeklimatisierung,

Wärmepumpen und Kältetechnik.

„Wir sehen weltweit eine sehr dynamische

Entwicklung unserer

Märkte“, erklärte Joachim Ley,

Vorstandsvorsitzender von Ziehl-

Abegg. Besonders die Nachfrage

aus dem Umfeld von KI-Rechenzentren

wachse stark. „Gleichzeitig“,

so Ley,„verzeichnenwir eine

positive Entwicklung bei Anwendungen

für Gebäudeklimatisierung

und Kältetechnik.“

Die Nachfrage entwickelt sich

nach Angaben von Ziehl-Abegg

auf mehreren Kontinenten so dynamisch,

dass bestehende Werke

bereits mit hoher Auslastung produzieren.

In den USA wurden die

Voraussetzungen für einen Dreischichtbetrieb

geschaffen. Auch

an deutschen Standorten wird

demnach teilweise rund um die

Uhr sowie zusätzlich anWochenenden

gearbeitet. Das Werk in China

produziert seit vergangenem

Herbst an sechs Tagen pro Woche

in dreiSchichten.Mit demAusbau

der Produktionskapazitäten verfolgt

Ziehl-Abegg zwei Ziele,heißt

es in einer Mitteilung: das Wachstum

in Zukunftsmärkten zu ermöglichen

und gleichzeitig die

zuverlässige Belieferung bestehender

Kunden sicherzustellen. „Diese

Investitionenstärken nicht nur

unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so

JoachimLey,„sie sichern auchdie

Arbeitsplätze unsererbestehenden

Mitarbeiter weltweit.“ Ziehl-Abegg

baue seine Kapazitäten auf allen

Kontinentenaus.

Wesentlicher Wachstumstreiber

beiZiehl-Abegg ist dasstarke Auslandsgeschäft:

Die USA entwickelten

sich 2025 mit deutlich mehr

als 20Prozent Anteil amGesamtumsatz

zum wichtigsten Auslandsmarkt

für Ziehl-Abegg. China

bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt.

Aufgrund desintensiven

Wettbewerbs setzt Ziehl-Abegg

in der Volksrepublik auf regionale

Entwicklung, um Produkte anzubieten,

die sowohl technisch

als auch preislich optimal auf die

Marktanforderungen abgestimmt

sind. „Wer in China bestehen will,

muss den Markt nicht nur verstehen,

sondern ihnauchvor Ortgestalten“,

erklärte Vorstand Ley.

www.ziehl-abegg.com

ADVERTORIAL

DasFachkräfte-Netzwerk

Aus einer Idee ein Unternehmen machen

Gründerstipendium Hohenlohe4Talents startetneue Bewerbungsrunde

Bis zu zwölf Monate Förderung,individuelles

Coaching

und wertvolle Kontakte zu

Unternehmen: Der Gründerwettbewerb

Hohenlohe4Talents

geht in seine sechste

Bewerbungsphase.Gründerinnen,

Gründer und junge

Start-ups aus der Region

können sich ab sofort für

das Förderprogramm bewerben.

Werschon länger mit dem Gedanken

zu einer Geschäftsidee

spielt oder den Schritt in die

Selbstständigkeit wagenmöchte,

erhältmit Hohenlohe4Talents

die Chance,aus einer Idee ein

tragfähiges Unternehmen zu

entwickeln. Das Förderprogramm

begleitet ausgewählte

Gründerteams bis zu zwölf

Monate lang mit finanzieller

Unterstützung, individuellem

Coaching sowie einem Netzwerk

aus erfahrenen Unternehmern,

Mentorinnen und Mentoren.

Seit dem Startdes Programms

im Jahr 2020 hat sich Hohenlohe4Talents

zu einer wichtigen

Anlaufstelle für innovative

Gründungsvorhaben in der

Regionentwickelt. Fast 200.000

Eurowurden bislang an Gründerteams

vergeben. Zahlreiche

Start-ups konnten mit Unterstützung

des Programms ihre Geschäftsideen

weiterentwickeln,

Erfolgreich:

Gewinnerteams

desHohenlohe4Talents-Stipendiums

2025:

Tropicalhaus Açaí,

TravRec, clyr AI

undMutually. Ab

sofort läuftdie

Bewerbungsphase

fürdie sechste

Rundedes Gründerstipendiums.

Foto:

hfconGmbH&Co. KG

neue Märkte erschließenund

erfolgreich wachsen.

„Hohenlohe braucht Menschen,

die Neueswagen und

Chancenerkennen“, sagt Dr.

Ralf Eisenbeiß, Geschäftsführer

von Hohenlohe Plus.Ziel des

Programms seies, Talente frühzeitig

mit den richtigen Partnern

zusammenzubringen und sie

auf ihrem Wegzuerfolgreichen

Unternehmen zu begleiten.

Auch ThorbenHeinrichs,Geschäftsführer

derhfcon GmbH &

Co.KG, diedas Projekt organisatorisch

betreut, sieht großes

Potenzial in denBewerbungen:

„Jede große Erfolgsgeschichte

beginnt miteiner mutigenIdee.

Genau diese Ideen möchten wir

entdecken, fördern undgemeinsammit

denGründerinnen und

Gründern weiterentwickeln.“

Ein besonderer Vorteil des

Programms ist dieenge Zusammenarbeit

mit regionalen

Unternehmen. Die Stipendiatinnen

und Stipendiaten

erhalten frühzeitig Kontakte zu

potenziellenPilotkunden und

Kooperationspartnern sowie

wertvolles fachliches Feedback

aus derPraxis. Finanziert wird

das Gründerstipendium gemeinsam

von Hohenlohe Plus,

den Städten BadMergentheim,

Crailsheim, Künzelsau, Öhringen

und Schwäbisch Hall sowie den

Förderpartnern Raiffeisenbank

Hohenloher Land, Sparkasse

Hohenlohekreis, Volksbank

Hohenlohe und derAnsmann

AG.Gesucht werden Geschäftsideen

ausunterschiedlichsten

Bereichen –von innovativen

Technologien über digitale Lösungen

bis hin zu nachhaltigen

Geschäftsmodellen, kreativen

Dienstleistungen oder zukunftsorientierten

Handelskonzepten.

Entscheidend sind Innovationskraft,

Unternehmergeist und

das Potenzial,aus einer Idee ein

erfolgreiches Unternehmen entstehen

zu lassen. Höhepunkt

des Auswahlverfahrensist der

Pitch Day am Mittwoch, 30. September

2026, in Künzelsau.Dort

präsentieren die Bewerberinnen

und Bewerber ihre Konzepte vor

einer Jury. Die überzeugendsten

Teams erhalten anschließend die

Förderung durch Hohenlohe4Talents.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren

gibt es unter

www.hohenlohe4talents.de.

Hohenlohe Plus e.V. ist

ein regionales Fachkräftenetzwerk,

das sich der

Gewinnung und Sicherung

von Fachkräften für die landkreisübergreifende

Raumschaft

Hohenlohe widmet.

Durch gezielteVernetzung,

innovative Personalmarketingstrategien

und enge

Zusammenarbeit mit Unternehmen,

Bildungseinrichtungen

und Kommunen leistet

der Verein einen wesentlichen

Beitrag zur Stärkung

der Region als dynamischer

Wirtschafts- und attraktiver

Lebensstandort. National

und international präsentiert

sich der Verbund augenzwinkernd

als „geheimste

Metropolregion ever“.

Kontakt:

Geschäftsführer

Dr. Ralf Eisenbeiß

Geschäftsstelle

Stauffenbergstraße 35–37

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791/ 5801-23

www.hohenlohe.plus


16 Standort Crailsheim

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Breit aufgestelltundgut versorgt

Maschinenbauer, Lebensmittelcluster undLogistik: Der Wirtschaftsstandort Crailsheimist begehrt -– dieGewerbeflächen sind zum

größten Teil belegt und die Unternehmen suchen weiter Fachkräfte. VON MARIUS STEPHAN

Der Wirtschaftsstandort

Crailsheim verzeichnet

im langfristigen Vergleich

eine überdurchschnittliche

Wachstumsdynamik. Als

drittgrößte Stadt derRegionHeilbronn-Franken

ist das Mittelzentrum

ein Industrie- und Gewerbeschwerpunkt

im nordöstlichen

Baden-Württemberg. DiestrukturelleStärkedes

Standorts spiegelt

sich insbesondere in derEntwicklung

des Arbeitsmarktes der vergangenenJahre

wider:Konnte die

Stadt im Jahr 2010 noch 16.409

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

vorweisen, stieg diese

Zahl bis zum Jahr 2020 auf

20.426 an. Die jüngste Erhebung

weist mit 21.423 Arbeitsplätzen

beiüber37.000 Einwohnern weiteresWachstumaus.

Die Stadt gilt als starker Industrie-

und Gewerbestandort sowie

als vielseitige Einkaufsstadt. Familiengeführte,

hochinnovative

Unternehmen bestimmen das

Bild der Crailsheimer Wirtschaft

ebenso wie Handwerksbetriebe,

klassischer Mittelstand sowie

Produktionsstätten internationaler

Konzerne. Der Maschinenbau,

insbesondere der Verpackungsmaschinenbau,

bildet mit der

Arbeitgeber: Der Lebensmittelhersteller Bürger produziertinCrailsheim. Daraus ergab sichein innovatives Leuchtturmprojekt: DieAbwärme aus

der Maultaschenproduktion beheizt in Zukunft dasCrailsheimer Frei- undHallenbad, dassich ganz in der Nähe des Industriebetriebs befindet. Archivfoto

Lebensmittelindustrie, der Logistik

und der Kreativwirtschaft

die Säulen des Branchenmix in

Crailsheim.

Fachkräfteinvielen

Bereichen gesucht

Insgesamt gehe es dem Wirtschaftsstandort

gut, ist Kai Hinderberger,

Ressortleiter Digitales

und Kommunikation bei

der Stadt Crailsheim überzeugt.

„Natürlich spürt man sicherlich

auch inCrailsheim, was gerade

landesweit und bundesweit passiert“,

sagt Hinderberger. Dennoch

werden Fachkräfte in vielen

Bereichen weiter gesucht. Auch

durch Abwanderungen wie der

Schließung des Yanmar-Werkes

im letzten Jahr ergab sich keine

Steigerung der Arbeitslosenquote

in der Stadt, der Arbeitsmarkt

absorbierte die ehemaligen Beschäftigten

und sie kamen zum

größten Teil bei anderen Firmen

unter.„Das ist immer ein Indikator,

dass der Wirtschaftsstandort

funktioniert und grundsätzlich

gut aufgestellt ist“, betont Hinderberger.

Crailsheim habe den Vorteil, dass

es nicht von einer Branche abhängig

seiwie andere Städte, beispielsweise

von großen Automobilwerken.

Dies habe den Standort

immer gut durch Krisen

gebracht, ist Hinderberger überzeugt.

Horst Herold, stellvertretender

Leiter des Ressorts Bildung und

Wirtschaft in Crailsheim, sieht

im Erfolg der Firmen auch den

Erfolg der Arbeit der Stadt: „Wir

versuchen dort zuhelfen, wo die

Firmen sich selbst schwer helfen

können“. Besonders im Bereich

Bildung und Ausbildung arbeite

die Stadt engmaschig und erfolgreich

mit den Unternehmen vor

Ortzusammen. Hier will die Stadt

vor allem helfen, junge Menschen

mit nützlichen Softskills auszustatten,

die in der Schule nicht

auf dem Stundenplan stehen, im

Arbeitsleben jedoch wichtig sind.

Dies erhöhe auch die Zahl der Jugendlichen,

die fürdie Unternehmen

besonders wertvoll sind.

Im Bereich Investitionen sehen

Hinderberger und Herold den

Kurs des Standortes ebenfalls bestätigt.

„Viele große Unternehmen

haben in den vergangenen

Jahren mehrstellige Millionenbeträge

hier am Standort investiert:

Zum Beispiel Procter &

Gamble, Bürger,Groninger,Schubert“,

sagt Herold. Im Gemeindecheck

des Instituts für deutsche

Wirtschaft, der alle Kommunen

bewertet, liegt Crailsheim mit der

Bewertung „Sehr gut“ auf Rang

990 von 10.817.

„Wir haben aktuell keine Gewerbeflächen

mehr übrig“, sagt

Hinderberger. Eine Erweiterung

des Gewerbegebiets in Roßfeld

ist beschlossen. Auch dies spricht

für ein gesundes wirtschaftliches

Leben am Standort. Es ist kein

Geheimnis, dass Crailsheim gerne

mehr Gewerbeflächen ausweisen

würde. „Der Standort ist attraktiv

für Firmen“, betont Herold.

Dies habe die Stadt bei der

Regionalplanung in Stuttgart

auch vorgebracht. Genügend

Firmen mit Interesse an weiteren

Betriebsflächen gäbe es in

Crailsheim.

www.crailsheim.de

INNOVATION

IM KOPF.

CRAILSHEIMERINNEN UND CRAILSHEIMER – SEIT JEHER

ERFINDERISCH, EINFALLSREICH UNDERFOLGREICH.

SmartCitysince 1380: Feinde mit der Horaffen-List besiegt. 1950 das

Handfunksprechgerät weiter entwickelt. Verpackungsmaschinenbau

mit dem ersten Verpackungsroboter revolutioniert. Geburtsort des

PackagingValley.

GuterGeschmack kommtvon hier:

Millionen vonMaultaschen und Toastbrot

täglich. Größte Käserei Baden-Württembergs.

Eine Brauerei mit mehrfach international

ausgezeichneten Bieren.

Viele Momente.

Viel drin.

Und noch mehr dahinter.

Danke an alle,

die das möglich machen.

www.crailsheim.de


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Standort Crailsheim 17

Darf’s ein bisschen

mehr sein?

Der VerpackungsmaschinenherstellerSchubert feierte sein

60-jähriges Bestehen. Traditionell fallen dieJubiläen dort etwas

größer aus.Pop-Stars, Foodtrucks undHeißluftballonsverwandelten

das Firmengelände in eingroßesFestival. Das Unternehmen will so

den Mitarbeitern danken. VON MARIUS STEPHAN

Kurzzeitig gab esinCrailsheim

kaum ein anderes

Thema mehr: Wer ist wohl

der Stargast, der zum 60. Jubiläum

bei Schubert auftritt? Wilde

Spekulationen führtenquerdurch

Whats-App-Gruppen, Freundeskreise

und das Arbeitsumfeld. KIs

wurden nach Wahrscheinlichkeiten

befragt. Das gut gehütete Geheimnis

hielt dann auch lange

durch: Erst gegen Mittag am Jubiläumstag

sickerten Gerüchte über

einen angeblich gesichteten Koffer

mit der Aufschrift Sarah Connor

durch.

Bei Schubert wurde schon immer

groß gedacht: Nicht nur was die

Visionen von Firmengründer Gerhard

Schubert anging, oder den

Kurs, den seine Söhne Ralf und

Gerald für das Unternehmen einschlugen.

Sondern auch was das

Feiern angeht. „Wir wollen uns

mit den großen Jubiläen vor allem

bei unseren Mitarbeitern für

die Leistung bedanken, die sie erbracht

haben“, sagt Ralf Schubert,

der als geschäftsführender Gesellschafter

an der Spitze des Familienunternehmens

steht. Schubert

feiert traditionell groß und nicht

erst seit diesemJahrmit Star-Power:

Zum 40-Jährigen sang UdoJürgens,

zehn Jahre später geigte David

Garret in der Werkshalle. Nun

rockte Sarah Connor die Festivalbühne

und zuvor belustigte der

bekannte Comedian Olaf Schubertdas

Publikum. „Wir möchten

damit unvergessliche Momente

schaffen“, erklärt Ralf Schubert.

Zahle man als Unternehmen eine

Prämie zum Jubiläum, sei dies

zwar toll,aber bleibenicht in den

Köpfen, ist er überzeugt.

GESCHICHTE Die Automatisierung

der Verpackungsindustrieist

eng mitdem Namen Schubertverbunden.

Was inden 1960er-Jahren

als anfangs belächelte Idee

begann, veränderte die Branche

nachhaltig: der Bau von Verpackungsmaschinen

aus standardisierten

Komponenten, die

sich flexibel zu maßgeschneiderten

Linien zusammensetzen lassen.

1966 gründete Gerhard Schubert

sein Unternehmen. Bereits

im selben Jahr verpackte die erste

Schachtelaufrichte- und Klebemaschine

die weltbekannten

Nürnberger Lebkuchen des Traditionsunternehmens

Weiss. Von da

an gingesfür Schubertsteil bergauf.

Wenig später folgte die erste

Baukastenmaschine zum Befüllen

von Schachteln per Top-

Loading. In diesem Bereich istdas

Unternehmen heute Weltmarktführer.Rund

1800 Mitarbeiter beschäftigt

Schubert weltweit. „Ich

glaube nicht, dass es einen entscheidenden

Erfolgsfaktorfür uns

gab. Es ist vielmehr die kontinuierliche

Weiterentwicklung, die

uns da hingebracht hat, wowir

heute stehen“, sagt Ralf Schubert.

Die Robotik allenfalls könnte

man herausheben. „Wenn es einen

Punkt gibt, der den größten

Unterschied in der Entwicklung

des Unternehmens gemacht hat,

dann die Robotik.“

GerhardSchuberthabebei einem

Kunden seinen ersten Roboter gesehen,

erzählt sein Sohn. Seitdem

warervon demKonzept überzeugt

und verfolgte die Vision der verpackenden

Roboter mit seinem

Unternehmen. Als Vorbild diente

dem Firmengründer dabeidie Natur:

Die Flexibilität des Menschen

sollte auf die Maschine übertragen

werden –realisiertdurch eine

Strahlkraft: Pop-StarSarah Connor sang zum Jubiläum aufder eigensaufgestelltenFestivalbühne und

begeisterte nicht nurdie 3100 geladenenGäste,sondern lockte auch zahlreiche Zaungäste aufden Lärmschutzwall

der benachbartenStraße.

Foto:Marius Stephan

Generationen: Sechs Mitglieder der Familie Schubert sindderzeit im Unternehmen beschäftigt.Alisa

Schubert(in kaufmännischer Ausbildung,vorne li.),Franziska Schubert (Mission Blue -Nachhaltige Unternehmensführung,

vornere.)–beide sindTöchter vonRalf Schubert. Die hintere Reihebilden Johannes Schubert

(Gesellschafter undLeiter Vertrieb Gerhard Schubert GmbHsowie Geschäftsführer bei Schubert Packaging

Systems GmbH), sein VaterGeraldSchubert (Gesellschafter Gerhard Schubert GmbHund Geschäftsführer

SchubertBusiness Development), Ralf Schubert (Geschäftsführender Gesellschafter Gerhard Schubert GmbH)

und seinSohnPeter Schubert (Bereichsleiter Konstruktion Gerhard Schubert GmbH, v. li.).

Kombination aus Mechanik, Software

und Sensoren.Auf derFachmesse

Interpack präsentierte das

Unternehmen wenig später den

ersten Verpackungsroboter Der

endgültige Durchbruch folgte mit

den Pick-and-Place-Linien. Diese

Packstraße für Pralinen beispielsweise

verfügte bereits Ende

der Achtzigerjahre über eine optische

Bilderkennung. Schubert

treibt diese Technologie bis heute

voran, jüngst mitder Marktreife

eines 3D-Scanners zur präzisen

Volumen- und Qualitätskontrolle.

Heute basiertdas System auf acht

standardisierten Grundmodulen.

Durch die Kombination von

mehrachsigen Robotern, Bilderkennung

und schienenbasierten

Transportsystemen werden

alle Prozessschritte vom Aufrichten

bis zum Palettieren effizient

und platzsparend vereint.

HERAUSFORDERUNGEN

Zwar sehe sich das Unternehmen

mit stärker werdender Konkurrenz

aus China konfrontiert,

Ralf Schubert bleibt jedoch gelassen.

„Wir sind konkurrenzfähig“,

konstatiert er. Mit Innovation,

Erfindergeist, und Kreativität,

den Kernkompetenzen bei

Schubert, könne das Unternehmen

imMarktumfeld weiter bestehen.

„Wenn wir starken Wettbewerb

haben, bleibenwir flexibel.

Das ist nicht schlecht für die Entwicklung.“

Schubert bekennt sich auch klar

zum Standort. „Wir wollen wachsen

inDeutschland und auch in

Crailsheim. “Dazu passen auch

die Erweiterungspläne: Es gebe

zwar noch keinen ganz konkreten

Plan, das zuletzt zugekaufte

Gelände der ehemaligen Fränkischen

Druckpresse zu bebauen,

„Ich schätze aber,dasswir in zwei,

drei Jahren dort Gebäude stehen

haben“, sagt Ralf Schubert.

So sehr der Blick bei Schubert

voraus schweift, so sehr geht er

auch zurück. Aktuell schreibt

das Unternehmen aneiner Chronik

über die zurückliegenden 60

Jahre. Ein ehemaliger Mitarbeiter

schreibt daran und hält die

Geschichte des Unternehmens für

dieNachwelt fest.

Endmontage: Schubert istWeltmarktführer fürTop-Loading-Verpackungsmaschinen

undfertigt hauptsächlich in Crailsheim. Im Werk im

amerikanischen Charlotte findet dieEndmontage undInbetriebnahme

fürUS-Kunden statt. Fotos:Schubert www.schubert.group

Wirtschaft

nach Wahl.

Spritzen, Karpulen,

Fläschchen:

Was über unsere Maschinen läuft,

rettet weltweit Leben.

Lesen wie Sie wollen!

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18 Firmen&Märkte

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

„Unsere Fragen?Kein Wunschkonzert!“

Alle Hoffnungen,nachdem Ausscheiden vonClausBischoffals Vorstandschef würde es auf derdiesjährigen Hauptversammlung der

R. StahlAGfriedlicher zugehen,verpufften schon nach wenigen Minuten. VON ANTONIO DE MITRI

Zu einer Hauptversammlung

bei der R. Stahl AG gehört

immer auch die Provokation

seitens der externen Aktionäre.

Zu tief sitzt die Kluft zwischen ihnen

und den Vertretern derStahl-

Gründerfamilien, die zusammen

auf 46Prozent der Anteile kommen

und seit Jahren dringend notwendige

Reformen im Unternehmen

blockieren. So jedenfalls stellen

es die externen Aktionäre dar.

Auf der diesjährigen Hauptversammlung

gesellte sich an dieSeite

der Provokation jedoch ein weiteres

Phänomen: das Schweigen.

Denn je lauter die Vertreterder externen

Aktionäre in der vierstündigen

Generaldebatte mit ihren

Fragen, ihrer Kritik und ihrenVorwürfen

wurden, desto mehr schien

es dem Aufsichtsrat an Antworten

zu fehlen.

Aktionäreverlangen

Antworten

Provokant: Ewald Stephan,der den InvestorNorman Rentropvertritt, wedelt mit einem selbstgemachten

Geldschein, der den Tageskursder Aktie zeigt.2014standsie zuletzt bei44,90 Euro.

Foto: Antonio De Mitri

So verlangte beispielsweise Herbert

Wild von der Schutzgemeinschaft

der Kapitalanleger Aufklärung

rund um den spektakulären

Rauswurf von Vorstandschef Claus

Bischoff.„Nach welchen Kriterien

wurde er eingestellt.“ „Was waren

die Gründe für das Ausscheiden“?

„Gab es eine Abfindung?“ Antwort

aus dem Backoffice, vorgelesen

vom Aufsichtsratsvorsitzenden

Prof. Peter Hofmann: Die Trennung

sei „aus persönlichen Gründen“

und „im Einvernehmen“ erfolgt.

Zur Abfindung könne man

heute nichts sagen: Dies betreffe

das laufende Geschäftsjahrund

sei damit erst für die Hauptversammlung

2027 relevant. Wenig

überraschend: Wild war nicht zufrieden.

Und so trat er im Laufe

der Generaldebatteerneut ansMikrofon

und wiederholte seine Fragen.

Ohne Erfolg, denn: Aufsichtsrat

Hofmann las dieselben Antwortenwieder

ab.

Zwischen der ersten und zweiten

Wortmeldung Wilds lag mehr

als eine Stunde, in deren Verlauf

sich die Debatteimmer weiter aufheizte.

Vor allem, als der Knaller

des Tages bekanntgegeben wurde:

Hofmanns viel kritisierterVorgänger

PeterLeischner, der im Februar

vom Vorsitzenden zum normalen

Mitglied im Aufsichtsrat

degradiert worden war, kündigte

sein komplettes Ausscheiden

aus dem Gremium an. Ein Etappensieg

für die externen Aktionäre,

die dies seit Jahren fordern.

Der Schönheitsfehler: Wann er zurücktreten

werde, gab Leischner

nicht bekannt.

Was wiederum den Frankfurter

Investor Martin Helferich auf den

Plan rief.Helferich istseitjeher einer

der krawalligsten Redner auf

den Hauptversammlungen der R.

StahlAG. Und so schöpfte er auch

an diesem Tagaus demVollen und

forderte Leischners sofortige Demission:

„Erhat diemeisten Fehlentscheidungen

der letzten Jahre

zu verantworten“,donnerteHelferich.

„Herr Leischner,Ihre Zeit ist

zu Ende!“ Antwort:„Der Rücktritt

von Herrn Leischner kann nicht

Gegenstand der heutigen Hauptversammlung

sein“, schrieb das

Backoffice dem Aufsichtsratsvorsitzenden

Hofmann auf den Monitor.

Begründung: Gemäß Aktienrecht

sei die Frist für Ergänzungen der

Tagesordnung vor der Hauptversammlung

verstrichen. Erste

Tumulte im Publikum. Alfred

Schneider vonder RH Vermögensverwaltung

nannte die Antworten

„Geschwurbel“ und eine „Unverschämtheit“.

„Unsere Fragen“,

betonte er, „sind kein Wunschkonzert.“

Die gereizte Atmosphäre

sollte sich verstärken, als esan

die Kampfabstimmung des Tages

um dieNeubesetzung desAufsichtsratspostens

für den ausgeschiedenen

Harald Rönn ging:

Der Aufsichtsrathatte dieMünchner

Unternehmensberaterin Astrid

Rauchfuß ins Rennen geschickt.

Als Stimmenaus demPublikum

forderten, dass sie sich

vorstellen solle, kam als Antwort:

„Wir verweisenauf dieVorstellung

von Frau Rauchfuß inTagesordnungspunkt

5.“Rufeaus demPlenum:

„Ist siedaodernicht?“

Norman Rentrops Kandidat

setztsich durch

Sie war da. Und sie stellte sich

danndochvor.Genauwie ihr Gegenkandidat

Rolf Friedrich, Unternehmensberater

aus Bergisch-

Gladbach, den der Investor Norman

Rentrop zur Wahl gestellt

hatte. Friedrich gewann. Wenn

auch mit 51,54 Prozent der Stimmennur

knapp. Immerhin haben

die externen Aktionäre jetzt beim

Aufsichtsrateinen Fuß in derTür.

Ob das beider nächstenHauptversammlung

für weniger Tumulte

und mehr Dialog zwischen Anteilseignern

und Aufsichtsrat führenwird?

Es bleibt abzuwarten.

www.r-stahl.com

Deepfakes unddigitale Zwillinge

Bereits zum drittenMal wurde der AI Communication Award verliehen. Bei dem Preis drehtsichalles um innovativeKI-Anwendungeninder

Unternehmenskommunikation. Erstmals umwehte die Verleihung einHauch von Glamour. VON ANTONIO DE MITRI

Erst dreimal wurdeder Award

bisher verliehen – doch

schon hat er sich zur begehrten

Trophäe in der Kommunikationsszene

gemausert.Ins Leben

gerufen wurde er von Rainer

Grill, Sprecher von Ziehl-Abegg.

Die Preisverleihung ist Höhepunkt

der Social Media Days des Künzelsauer

Ventilatorenherstellers, auf

denen sich an zwei Tagen Expertentreffen

und rund um Chancen

und Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation

in den Online-Netzwerken

fachsimpeln.

In diesem Jahr gab esfür den

Award buchstäblich die ganz große

Bühne. Wurden die Siegerbeim

letzten Mal noch in einem kleinen

Seitenraum der Fassfabrik in

Schwäbisch Hall gekürt, so fand

die Zeremonie jetzt im großen

Saal statt –eingebettetinein festliches

Dinner.

Schirmherrin des Awardswar auch

in diesem Jahr Baden-Württembergs

Wirtschaftsministerin Nicole

Hoffmeister-Kraut. Über die Auszeichnungen

entschied eine unabhängige

Jury aus Expertinnen

und Experten aus Wissenschaft,

Künstlicher Intelligenz, Marketing

und Kommunikation. Den Vorsitz

hatten KI-Unternehmer Joe Keller

sowie Professor Daniel Werth von

der Technischen Universität Dresden.

Vergeben wurde derAward in

insgesamt fünf Kategorien. Hier

sind diePreisträger:

Preisträger: Der AI CommunicationAward ist mittlerweile eine begehrteTrophäe.

KI-gestützteKampagnen &

Storytelling

Der Award in dieserKategorie ging

an das Projekt „Michael Bommer

macht sich unsterblich“ des USamerikanischen

Start-upsEternos

Lifeund der PR-Agentur MSLGermany,

die zur Publicis-Gruppegehört.

Im Mittelpunkt steht der an

Krebs erkrankte Berliner Technologiemanager

Michael Bommer,

dessen Stimme, Erinnerungen

und Lebenserfahrungen mithilfe

Künstlicher Intelligenz in einem

digitalen Zwilling bewahrt werden.

Die Jury würdigte insbesondere

den sensiblen Umgang mit

den ethischen Fragen rund um

Tod, Erinnerung und KI.

InterneKommunikation,

HR &Employee Experience

Ausgezeichnet wurde hier dasProjekt

„Deepfakemit Tiefgang–Wie

der EYKI-Boy das Cyber Lab zum

internen Hit machte“ der Unternehmensberatung

EY Österreich.

Mit einer humorvollen Deepfake-

Kampagne gelang es den Machern,

mehr als 1300 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter für Cybersecurity

zusensibilisieren und

gleichzeitig die interne Sichtbarkeit

des Cyber Labs von EY deutlich

zu erhöhen – vollständig

ohne zusätzliches Kommunikationsbudget.

Foto: Ufuk Arslan

KI-Strategie,Analytics &

Agenten

Den Preis in dieser Kategorie erhielt

der Claims Pilot des Daten-

Dienstleisters Control Expert aus

Langenfeld bei Düsseldorf. Die

Plattform steuert den gesamten

Kfz-Schadenprozess mithilfeautonomerKI-Agenten

–von derSchadensmeldung

biszur Regulierung.

Nach Angaben des Unternehmens

lassen sich dadurch Bearbeitungszeiten

verkürzen, Produktivität

steigern und die Kundenzufriedenheitverbessern.

Tools,Plattformen &

Infrastruktur

Ausgezeichnet wurde die Meta

Compass Assistenten-Factory des

österreichischen Online-Beraters

Thomas Friese. Das Projekt verfolgt

einen europäischen Ansatz

für digitale Souveränität. Unternehmen

sollen leistungsfähige KI-

Systemeentwickeln und betreiben

können, ohne die Kontrolle über

ihre Datenoderihre Infrastruktur

an internationale Cloud-Plattformenabzugeben.

Studierende und junge

Talente

Der Nachwuchspreis ging anJohannes

Störlein von der Julius-

Maximilians-Universität Würzburg.

Sein Projekt entwickelt eine

KI-Lösung zur Dokumentation

von Gesprächen imRahmen familienpsychologischer

Gutachten,

diebeispielsweisevon Familiengerichten

beauftragt werden. Die Anwendung

reduziertden Dokumentationsaufwand

deutlich und ermöglicht

zugleich eine transparente

sowie datenschutzkonforme

Verarbeitung sensibler Daten.

www.communication-award.ai


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Kapital &Finanzen 19

„Jetzt braucheicherst einmal Freiheit“

Mit Claudia Klug verabschiedetesich Ende Juni dieerste Generalbevollmächtigte derBausparkasseinden Ruhestand.Sie warzudem

die erste Frau im Vorstandund blickt im Gespräch aufMeilensteine ihrer Karriere zurück. INTERVIEW VON ADINA BAUER

Zum 30. Juni ging nach 35

Jahren bei der Bausparkasse

die Generalbevollmächtigte

Claudia Klug in den Ruhestand.

Sie schaut auf ein bewegtes

Berufsleben zurück: Ihr Lebenslauf

beinhaltet Stationen in

der Rechtsabteilung, im Personalbereich

und in derSchwäbisch

Hall Facility Management GmbH,

deren Ausgründung sie als Geschäftsführerin

begleitethatte.

REGIOBUSINESS Frau Klug,

mit welchem Gefühl beenden Sie

Ihre Karriere beider Bausparkasse

Schwäbisch Hall?

CLAUDIA KLUG Ich bin wirklich

melancholisch. Natürlich

freue ich mich darauf, meineZeit

wieder selbst einteilen zu können

und nicht schon jetzt zuwissen,

wasich am 10. März 2027 um

10 Uhrmache.Aber dieMenschen

hier sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Es steckt ein Stück meiner

Seele in derSchwäbisch-Hall-

Gruppe.

REGIOBUSINESS Dabeihaben

Sie sich am Anfang jagar nicht

vorstellen können, so lange in

Schwäbisch Hallzubleiben?

CLAUDIA KLUG Nein, überhaupt

nicht. Ich habe Jura inErlangen

studiert, mein jetziger

Mann arbeitete dort –ebenfalls

als Jurist –ineiner Kanzlei. Wir

haben damals gesagt: „Wirschauen,

bei wem esberuflich besser

läuft, und ziehen dann dorthin.“

AmEndelief es bei unsbeiden gut

–und wir haben mehr als zehn

Jahre lang eine Wochenendbeziehung

geführt. Zur Bausparkasse

kam ich eher zufällig.Ich habe

in der Süddeutschen Zeitung die

Stellenanzeige gelesen und mich

beworben. Schwäbisch Hallkannte

ich zuvor gar nicht.

REGIOBUSINESS Warum sind

Sie schließlich doch so viele Jahre

geblieben?

CLAUDIA KLUG Es gibtindieser

Unternehmensgruppesehrviele

Entwicklungsmöglichkeiten.

Ich hatte schon früh den Traum,

Verantwortung zu übernehmen.

Angefangen habe ich in der

Rechtsabteilung der Bausparkasse.

Schon bald durfte ich dort die

Gründung unserer Beteiligungsgesellschaft

in der Slowakei juristisch

mitgestalten. Damals dachte

ich noch, so etwas Spannendes

passiert mir nie wieder. Aber immer,bevor

meine Arbeit zur Routine

wurde, kam eine neue Möglichkeit

um die Ecke, mich weiterzuentwickeln.

So wechselte ich in

den Bereich Personal, übernahm

erstmals Führungsverantwortung

und merkte: Menschen und Organisationen

zu entwickeln, das

macht mir große Freude.

Vorständin: Claudia Klugschaffte es als erste Frau in dieoberste Führungsriegeder Bausparkasse. Nach 35

Jahrenverabschiedet sichdie Generalbevollmächtigte in denRuhestand.

Foto:Bausparkasse Schwäbisch Hall

REGIOBUSINESSWelche Station

hat Sie auf Ihrem Weg besonders

geprägt?

CLAUDIA KLUG Ganz klar

die Ausgründung der heutigen

Schwäbisch Hall Facility (SHF),

mit der ich mich sehr verbunden

fühle und die ein bisschen

„mein Baby“ ist. Viele Mitarbeitende

dort hatten damals große

Sorgen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Ich war aber von Beginn

an überzeugt, dass das Geschäftsmodell

tragfähig war. Damals

habe ich gelernt, die Ängste

meiner Kollegen und Kolleginnen

ernst zu nehmen und nicht wegzudiskutieren.

REGIOBUSINESS Und im

Nachgang sind Sie jetzt stolz auf

diese Entscheidung?

CLAUDIA KLUG Absolut. Die

SHF ist heute ein solides Unternehmen

mit rund 550 Mitarbeitenden.

Es versorgt mit Facility-

Dienstleistungen nicht nurunsere

eigene Unternehmensgruppe,sondern

hat auch Kunden in der Region

und in der genossenschaftlichen

Finanzgruppe. Die anfängliche

Sorge und Skepsis der SHF-

Kolleginnen und -Kollegen sind

mittlerweile einer hohen Identifikation

und Dienstleistungsorientierung

gewichen. Diese Entwicklung

begeistert mich und macht

michstolz.

REGIOBUSINESS Das Engagement

für Menschen drückte sich

ja auch in Ihrem Einsatz für die

Vereinbarkeit von Familie und

Beruf aus. Was war Ihnen dabei

wichtig?

CLAUDIA KLUG Bei der Bausparkasse

haben wir traditionell

eine hohe Frauenquote. Also wurde

schon vor meiner Zeit darauf

geachtet, die Arbeit so zu gestalten,

dass Frauen –auch wenn sie

Kinder haben –gute Rahmenbedingungen

für ihre Arbeit finden.

Daran habe ich angeknüpft. Mir

warbesonderswichtig,die Frauen

darin zu bestärken, auch in Teilzeit

Führungsrollen zuübernehmen.

Und die Männer zu ermuntern,

mehr Elternzeit zu nehmen.

Hierhaben wir uns in den vergangenen

Jahrzehnten supergut weiterentwickelt.

REGIOBUSINESS Sie selbst

warendie erste Frau in derobersten

Führungsriege und später sogar

die erste Generalbevollmächtigte.

Wie groß wardieser Schritt?

CLAUDIA KLUG Der Schritt

selbst wargar nicht mehr so groß,

aber der Weg dahin schon herausfordernd.

In den Sitzungen

der obersten Führungsriege hieß

es damals zur Begrüßung immer:

„Frau Klug, meine Herren“.

Ich war also immer direkt angesprochen,

fühlte mich schon beobachtet

undhatte das Gefühl,alles

mindestens hundertprozentig

richtigmachen zu müssen.

REGIOBUSINESS Sehen Sie

sich heute als Vorbild für Frauen,

die Karrieremachen wollen?

CLAUDIA KLUG Frauen in

Führungspositionen haben es

heute zum Glück deutlich leichter

–vieles istselbstverständlicher

geworden. Ich glaube schon, dass

ich die Führungskultur veränderthabe.

Das fing bei Kleinigkeiten

wie dem Dress-Code an: Früher

war es Usus,als Frau in einer

Führungsposition im Business-

Anzug aufzutreten.Ich habe aber

auch Kleider und Röcke getragen

und gemerkt, dass andere Frauen

sich mitder Zeitebenfalls femininergekleidet

haben.

REGIOBUSINESS Welchen Rat

geben Sie jüngeren Frauen mit

Führungsambitionen?

CLAUDIA KLUG Für Männer

und Frauen gilt gleichermaßen:

Man sollte sich genau überlegen,

was man aus seinem Leben machen

möchte. Wer Verantwortung

übernehmen will, muss auch lernen,

sich selbst zu vermarkten.

Frauen neigen dazu, zuwarten,

bis sie glauben, alles zukönnen.

Ihnen rate ich: Einfach mal die

Hand heben und mit mehr Mut

und mehr Selbstvertrauen Herausforderungen

annehmen.

REGIOBUSINESS Gab es einen

Moment, in dem Sie als Führungskraft

besonders viel gelernt

haben?

CLAUDIA KLUG Ja, ich war

ziemlich frisch imBereich Personal

und dachte, ich sei die beste

Führungskraft überhaupt. Und

dennoch lief es im Team nicht

rund. Also holte ich mir Hilfe bei

einem Coach, der mir zu einem

Workshop riet. Dort hat mir mein

Team sehr offen gesagt, was ich

falsch mache. Ich erinnere mich

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BANKEN-TIPP

heute noch, wie ich danach nach

Hause kam und erst mal in Tränen

ausbrach. Die Situation war

heftig, aber es war gut, dass mir

der Spiegel vorgehalten wurde.

Glücklicherweise konnte ich dadurch

etwas Entscheidendes lernen:

gute Kommunikation, richtiges

Zuhörenund klare Botschaften

zuformulieren, die verstanden

werden. Davon habe ich in all

meinen Berufsjahren sehr profitiert.

REGIOBUSINESS Werfen wir

einen Blick auf das Unternehmen:

Was war in Ihrer Zeit die größte

Herausforderung für die Bausparkasse?

CLAUDIA KLUG Das war die

anhaltende Niedrigzinsphase vor

einigen Jahren. Bausparen war in

dieser Zeit nicht mehr so gefragt.

Daher haben wir unser zweites

Geschäftsfeld, die Baufinanzierung,

stärker ausgebaut.

MitAlexander Kellermann übernimmt ein

erfahrener Diplom-Bankbetriebswirt die

Leitung des Private Bankings der Sparkasse.

ImExpertentipp stellt er sich vor

und gibt einen Einblick, worauf esinder

persönlichen Vermögensberatung heute

wirklich ankommt.

❚ WerVerantwortungfür sein Vermögenträgt,

weiß: Finanzielle Entscheidungen sind selten

nur eine Frage von Zahlen. Hinter jedem Vermögen

stehen persönliche Ziele, familiäre

Werte und individuelle Lebenswege. Genau

deshalb verstehe ich Private Banking als weit

mehr als eine klassischeAnlageberatung.

Ich freue mich gemeinsam mit meinem Team

unsere Kundinnen undKundenpersönlichund

langfristigzubegleiten.Vertrauen,Verlässlichkeit

undeinepartnerschaftlicheZusammenarbeit

sind für mich die Grundlage einer erfolgreichenBeratung.

Meine berufliche Laufbahn begann innerhalb

der Sparkassen-Finanzgruppe. Über viele Jahre

durfte ich Menschen inunterschiedlichen

Lebensphasen begleiten und vielfältige Erfahrungen

inder Beratung sowie inverantwortungsvollen

Führungsaufgabensammeln.

Im Private Banking nehmen wir uns bewusst

Zeit für unsere Kunden. Gemeinsam entwickeln

wir Lösungen, die zuihrer persönlichen

Situation passen –unabhängig davon, obes

um den langfristigen Vermögensaufbau, die

Strukturierung bestehender Vermögenswerte,

die private und betriebliche Vorsorge,die Planung

der Vermögensnachfolge oder die Absicherung

dernächsten Generation geht.

REGIOBUSINESS Welche

Schwierigkeit sehen Sie künftig

auf die Kollegen zukommen?

CLAUDIA KLUG Heute ist die

Herausforderung wieder eine andere:

Junge Menschen legen ihr

Geld sehr volatil an. Das macht

es fürs Bausparen relativ schwer.

Hier setzen wir mit unserer aktuellen

Marketingkampagne „Make

it real“ an. Wir wollen der jüngeren

Generation zeigen, dass Bausparen

auch in heutiger Zeit Sicherheit

gibt und dabei hilft,

künftige Wohnträume zu erfüllen.

Schwäbisch Hall ist seit Jahrzehnten

Marktführerder Branche

–und das wollen wir auch in Zukunft

bleiben.

REGIOBUSINESS Das hört

sich an, als würden Sie die Entwicklung

der Bausparkasse weiterhin

genau verfolgen?

CLAUDIA KLUG Auf jeden Fall.

Ich bin der Bausparkasse auch

weiterhin verbunden und vertrete

das Unternehmen künftig unter

anderem im Kuratorium der

Freilichtspiele, in der Bürgerstiftung

und in der Vollversammlung

der IHK.

REGIOBUSINESS Wie soll

sonst so Ihre Zeit im Ruhestand

aussehen?

CLAUDIA KLUG Ich bin gerne

in der Natur, zum Beispiel

rund um meinen Wohnort Gnadental,

unterwegs. Dafür habe

ich nun mehr Zeit. Außerdem

freue ich mich auf die sommerlichen

Kulturveranstaltungen wie

die Freilichtspiele oder das Gaildorfer

Bluesfest.Künftig kann ich

mir auch vorstellen, mich ehrenamtlich

zu engagieren. Aber jetzt

brauche ich erst einmal Freiheit.

www.schwaebisch-hall.de

Vermögen braucht Vertrauen

und eine Beratung, die zum Leben passt

Alexander

Kellermann,

Bereichsleiter

Private Banking

Dabei stehtfür uns immerder Mensch im Mittelpunkt.

Wir möchten die finanziellen Ziele

unserer Kunden verstehen und sie über viele

Jahre hinweg als verlässlicher Partner begleiten.

Entscheidungen rund um Vermögen entstehen

nichtvon heuteauf morgen.Sie entwickelnsichoft

übereinen langen Zeitraum und

verdienen deshalb eine Beratung, die Weitblick,

Erfahrung und persönliche Nähe miteinanderverbindet.

Unsere Kundinnen und Kundenkönnen

auf dieKompetenz und das breite

Leistungsspektrum der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe

vertrauen. Wir verbinden

persönliche Erreichbarkeit vor Ort mit einem

umfassenden Netzwerk an Spezialisten.

Ichfreue michdarauf,gemeinsam mitmeinem

Team die Zukunft unseres Private Bankings

aktiv zu gestalten. Unser Anspruch ist es,

unserenKundenauchkünftigein verlässlicher

Ansprechpartner in allen Vermögensfragen zu

sein –persönlich, kompetent und auf Augenhöhe.

Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim

Hafenmarkt 1 | 74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791/7540

E-Mail: info@sparkasse-sha.de

Internet: www.sparkasse-sha.de


20 Journal

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

NEWSLINE

Auszeichnung für Röther

MICHELFELD. Im Rahmen der Katag-Cheftagung in Bielefeld

wurde Martin Röther, Seniorchef von Modepark

Röther, gemeinsam mit seiner Familiemit dem Award für

„Unternehmerische Leistung“ ausgezeichnet. Damit

würdigt der Fashion-

Dienstleister die erfolgreiche

Entwicklung

des

Familienunternehmens.

„Diese Auszeichnung

erfüllt

uns mit großer

Dankbarkeit. Sie ist

nicht nur eine Anerkennung

für unsere

Familie, sondern vor allem für die vielen Menschen, die

unseren Weg über Jahre und Jahrzehnte begleitet und

mitgestaltethaben“, freut sich der Seniorchef. pm

Netzwerkveranstaltung zum

Thema Betriebsnachfolge

ÖHRINGEN. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken

lädt Betriebsinhaber sowie potenzielle Nachfolger zu

einer Netzwerkveranstaltung zumThema Betriebsnachfolge

ein. Sie findet am Mittwoch, 22.Juli,ab16Uhr im

Hoftheater in Öhringen statt. Im Mittelpunkt steht der

Austausch zwischen Betriebsübergebern und Übernehmern.

Experten geben praxisnahe Einblicke und Tipps.

An verschiedenen Ständen erhalten die Gäste Informationen

zu allen wichtigen Themen rund um die Betriebsübernahme

und kommenmit Fachberaternins Gespräch.

Impulsvorträge und Erfahrungsberichte aus dem Handwerk

runden das Programm ab. Die Veranstaltung wird

im Rahmen des landesweiten Projekts „Next Generation

Handwerk“ durchgeführt, dessen Ziel die nachhaltige

Verbesserung der Nachfolgesituation im baden-württembergischen

Handwerk ist. Anmeldung bis 15. Juli

2026 unter www.hwk-heilbronn.de/veranstaltung pm

Wiedemann Transporte

verabschiedet Dietmar Lange

MICHELFELD. Nach 45 Jahren in der Transport- und Logistikbranche

ist Dietmar Lange (Mi.), Geschäftsführer

der Wiedemann Transporte GmbH, in den Ruhestand

verabschiedet worden. Im Rahmen des Sommerfests

würdigte Geschäftsführerkollege

Klaus

Böltz dessen langjährigen

Einsatz für

Foto: Röther

das Unternehmen

und die Branche.

Dietmar Lange begann

seine berufliche

Laufbahn mit einer

Ausbildung bei

der damaligen Spedition Hohl –auf demselben Gelände,

auf dem heute Wiedemann Transporte den Firmensitz

hat. Nach Stationen bei mehreren Speditionen machte

er sich 2009 selbstständig und gründete später die Dietmar

Lange Transporte GmbH. Gemeinsam mit Wiedemann

Transporte entwickelte sich das Unternehmen

kontinuierlich weiter, bis beide Gesellschaften 2020 zusammengeführt

wurden. Langes Nachfolge wurde frühzeitig

vorbereitet.

pm

Foto: Wiedemann

Bürkert-Tochter kauft zu

KÜNZELSAU. Die BDG Testing&Automation GmbH aus

Künzelsau-Amrichshausen, eine Tochter der Bürkert

Gruppe, übernimmt die EP Ehrler Prüftechnik Engineering

GmbH aus Niederstetten. Mit der Übernahme erweitert

BDG das Leistungsportfolio gezielt um Kompetenzen

in der Prüf-, Mess- und Kalibriertechnik.

Gleichzeitig stärkt die Transaktion die technologische

Aufstellung der Bürkert Gruppe als Ganzes. „Mit der

Übernahme von EP Ehrler erweitern wir gezielt unser

Leistungsportfolio. Für unsere Kunden bedeutet das

mehr messtechnische Tiefe, eine noch engere Verzahnung

von Prüf- und Automatisierungskompetenz und

ein erweitertes Serviceangebot aus einer Hand“, sagt

CEOJürgen Lorenz.

pm

Intensiver Austausch

DieWirtschaftsjuniorenHeilbronn-Franken waren Teil einer bundesweiten Delegation,die

Bundestagsabgeordnete während einerSitzungswoche begleitendurfte.

Wie entstehen politische

Entscheidungen? Welche

Auswirkungen haben

Gesetze auf Unternehmen im Alltag?

Und wie kann die Stimme der

jungen Wirtschaft stärker in politische

Prozesse eingebracht werden?

Mit diesen Fragen beschäftigten

sich dieWirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken im Rahmen

des „Know-how-Transfers 2026“,

ein Dialogformat der Wirtschaftsjunioren

Deutschland im Deutschen

Bundestag. Mit dabei: Marc

Amann, Personalchef bei BJ Automotive

in Kirchardt und Mitglied

der Wirtschaftsjunioren der Region.

An fünf Tagen begleiteten rund

150 junge Unternehmerinnen,

Unternehmer und Führungskräfte

ausganzDeutschland Abgeordnete

des Bundestages während einer

Sitzungswoche. Amann warin

dieser Zeit mitdem Bundestagsabgeordneten

Tilman Kuban, Sprecher

der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

für Angelegenheiten der

Europäischen Union,unterwegs.

Im Mittelpunkt der Gespräche mit

den Abgeordneten standen zentrale

Themen der jungen Wirtschaft:

die Wettbewerbsfähigkeit des

Standorts Deutschland, der Abbau

vonBürokratie, schnellereVerfahren,

Fachkräftesicherung, Digitalisierung

sowie bessere Rahmenbedingungen

für Investitionen und

Unternehmensnachfolge. Grundlage

des Austauschs war darüber

hinaus ein vonden Wirtschaftsjunioren

Baden-Württemberg erarbeitetes

Positionspapier.

„Der Know-how-Transfer zeigt, wie

wichtig der persönliche Austausch

zwischen Politik und Wirtschaft

ist.“, so Amann. Unternehmer und

Führungskräfte erlebten jeden

Tag, welche Auswirkungen politische

Entscheidungeninder Praxis

hätten. „Deshalb ist es entscheidend,

dassdiese Erfahrungenauch

in Berlin ankommen. Unsere Region

steht beispielhaft für dieStärke

des deutschen Mittelstands.“ Diese

Stärke dürfenicht alsselbstverständlich

betrachtet werden. „Sie

braucht politische Rahmenbedingungen,

die Investitionen ermöglichen.“

adm

„Für unsist dasmehr als Beton“

DerMaschinenbauerItek ziehtvom SolparkineineeigeneImmobilie im HallerGewerbeparkWest.

Engagiert: Mark Amann vertrat die Wirtschaftsjunioren ausder

RegionbeimBesuch in Berlin.

Foto: privat

Spatenstich: DieGeschäftsführer undVertreter der am Baubeteiligten

Partner mit Bürgermeister Wolfgang Binnig (li.).

Im Haller Gewerbegebiet West

hat sich imJuni eine der letzten

Baulücken geschlossen:

Mit einem symbolischen Spatenstich

gab der Maschinenbauer

Itek den Startschuss für seinen

neuen Firmensitz. Entstehen

soll in den kommenden Monaten

ein Bürogebäude mit angeschlossener

Montage- und Inbetriebnahmehalle

auf insgesamt rund

1000 Quadratmetern Fläche.

Die Freude über die erste unternehmenseigene

Immobilie war

Geschäftsführer Wolfgang Jäger

deutlich anzumerken: „Für

uns ist der Neubau mehr als Beton,

Stahl und Holz. Er ist ein

Zeichen für weiteres Wachstum

und ein Bekenntnis zum Standort

Schwäbisch Hall.“ Hier liegen

die Wurzeln des Unternehmens,

das 2000 als Engineering-Dienstleister

gegründet wurde. Mittlerweile

hatsichdie Itek GmbH zum

Maschinenbauermit eigenenProdukten

entwickelt. Die Auftragsbücher

seien gut gefüllt, die bisherigen

Kapazitäten amStandort

im Solpark längst ausgeschöpft,

erläuterte Jäger. Mit dem Neubau

sollen diese Engpässe der Vergangenheit

angehören. Künftig stehen

rund 700 Quadratmeter für

Montage und Inbetriebnahmezur

Verfügung –dreimal so viel wie

bisher.

Über die Investition in die Zukunft

zeigte sich auch MichelfeldsBürgermeisterWolfgangBin-

nig erfreut. Gerade in wirtschaftlich

schwierigen Zeiten sei der

Spatenstich ein wichtiges Signal.

„Wachstum ist entscheidend

www.wjhn.de

für die Zukunftsfähigkeit unseres

Landes“,betonte Binnig. ina

www.itek-gmbh.de

Damit Job und

Leben passen

Optima ist seit zehn Jahren für dieVereinbarkeit

vonBeruf undPrivatleben zertifiziert.

Als Familienunternehmen zu eng gefasst“, meint Herzog. Es

legt Optima schon immer gehe allgemeinumdie Vereinbarkeit

von Privatleben und Beruf –

viel Wert auf dieMitarbeiterorientierung“,

betont Andrea Herzog,

HR Business Partner bei Optima.

Schon früh habe das Unternehmen

unabhängigdavon, ob jemand alleine

lebt, Angehörige pflegt oder

sich in einer anderen Lebensphafen,

Angebote geschafse

befindet. In der jüngsten Zer-

die sich anden Bedürfnissen

der Mitarbeiter orientieren. Seit

2016 lässt sich Optima dieses Engagement

regelmäßig bescheinigen.

Im Juni erhieltdas UnternehmeninBerlin

zum viertenMal das

Zertifikat „berufundfamilie“ und

trägt das Siegel damit seit zehn

Jahren.

Dabei geht es nicht nur um klassische

tifizierungsrunde standen insbesondere

die Führungskräfte im

Fokus. Hintergrund ist das starke

Wachstum des Unternehmens.

„Alleinimvergangenen Jahr wurden

rund 300 neue Mitarbeiter

eingestellt, darunter zahlreiche

Führungskräfte“, erklärt Personalleiterin

Katja Schrafft. Und sie

betont: „Auch diesemüssen unsere

Besiegelt: Projektleiterin Andrea Herzogund Personalleiterin Katja

Schrafft (re.)freuensich überdie Urkunde.Die gelbe Schleife am Logo Familienförderung. „Der

Name des Audits ist sein einziger

DNA verinnerlichen.“ ina

bezeugt, dass Optima seitzehn Jahren zertifiziert ist. Foto: AdinaBauer Fehler: Beruf und Familie ist www.optima-packaging.com


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Journal 21

Hauptquartier eingeweiht

Der Elektrogroßhändler Fega &Schmittbezieht seinen neuen Stammsitz in Ansbach.Das

Unternehmen ist der erfolgreichste Elektronikhändler derWürth-Gruppe.

Die Fega &Schmitt Elektrogroßhandel

GmbH hat ihr

neues Verwaltungsgebäude

am Hauptsitz in Ansbach offizielleingeweiht.

Das Unternehmen

gehört zur Würth-Gruppe und betreibt

weitere Standorte inCrailsheim

und Schwäbisch Hall.Ehrengast

der Veranstaltung war Reinhold

Würth, Ehrenvorsitzenderdes

Stiftungsaufsichtsrats der Würth-

Gruppe: „Ich freue mich mit Ihnen,

dass Sie dieses neue Gebäude

beziehen können und bedanke

mich bei allen Anwesenden. Denn

das ist einer unserer Erfolgsgründe:

Dankbarkeit. Ich wünsche Ihnen

von ganzem Herzen viel Glück

in diesem Gebäude“, sagte Würth

zur Einweihung. Mit dem Neubau

investiertFega &Schmitt 18,5

Millionen Euro in die Zukunft des

Unternehmens und bekennt sich

langfristig zur Region. Auf rund

4100 Quadratmetern Nutzfläche

entstanden 181 moderne Arbeitsplätze

sowie zahlreiche Bereiche

für Zusammenarbeit und

Austausch. „Unsere Mitarbeitenden

sind unser höchstes Gut. Unser

Zielwar es daher,amtraditionsreichen

Wirtschaftsstandort Ansbach

ein zeitgemäßes Gebäude zu schaffen“,sagt

Bernd Eberlein, einer der

beiden Geschäftsführer vonFega&

Schmitt. Sein Kollege Frank Leyser

fügt hinzu: „Besonderen Fokus

habenwir dabeiauf eine Ausstattung

gelegt, die dem heutigen

Zeitgeist entspricht und modernes,

gemeinschaftliches Arbeiten

ermöglicht.“ Robert Friedmann,

Sprecher der Würth-Konzernführung

ergänzt:„DieEinweihung eines

Gebäudes ist etwas Besonderes.

Sie ist deshalb auch ein sichtbares

Zeichen für Erfolg, Wachstum

und das nötige Vertrauen in

die Zukunft eines Unternehmens

und –noch wichtiger –indie Mitarbeitenden.

Es geht nicht nurum

ein Verwaltungsgebäude, sondern

um die Entwicklung von Fega &

Schmitt als erfolgreichstes Unternehmen

im Elektrogroßhandelinnerhalb

derWürth Gruppe“. mst

Frühjahrsbelebung noch immer

nicht in Sicht

Handwerkskonjunktur: Nur noch 34 Prozent derBetriebe mitguter Geschäftslage.

Esist ein düsteres Bild, dasdie

aktuelle Konjunkturumfrage

zum zweiten Quartal für

das heimische Handwerk zeichnet:

Nach einem außergewöhnlich

schwachen Jahresbeginn verharrt

die Handwerkskonjunktur in

Heilbronn-Franken weiterhin auf

einem sehr niedrigen Niveau.

Nur 34 Prozent der Handwerksbetriebe

im Kammerbezirk beurteilen

imzweiten Quartal ihre aktuelle

Geschäftslage als „gut“. Dieser

Wert liegt 22 Prozentpunkte unterdem

des Vorjahresquartals. Der

Anteil der Betriebe, die ihre Geschäftslage

als „schlecht“ bezeichnen,

ist imVergleich zum Vorjahr

um 16 Prozentpunkte auf 28 Prozent

gestiegen. 37 Prozent der Betriebe

stufen ihre Geschäftslage

derzeit als „befriedigend“ ein. Damitliegt

derGeschäftslagesaldo bei

sechs Prozentpunkten. Ein niedrigererWert

wurdeineinemzweiten

Quartal zuletzt im Jahr 2005 verzeichnet.

Viel Grund zur Hoffnung auf baldige

Besserung geben die Zahlen

nicht:Wie im Vorjahrerwarten lediglich

17 Prozent der Betriebe im

kommenden Quartal eine Trendwende

zum Guten. Der Anteil der

Betriebe,die eine Verschlechterung

Innovative

Mittelständler

TOP-100-Siegel gehtanheimischeUnternehmen.

ImRahmen des Deutschen Mittelstands-Summit

würdigte

der frühere Bundespräsident

Christian Wulff die Leistungenbesonders

innovativer Mittelständler

und verlieh das TOP-100-Siegel.

Unter den Preisträgern ist die Fertighaus

Weiss GmbH: Dem Familienunternehmen

aus Oberrot wurde

somit bereits zum vierten Mal

besondere Innovationsstärke und

überdurchschnittliche Innovationserfolge

bescheinigt.

Auch die Berner Group aus Künzelsau

zählt zu den innovativsten

Unternehmen im deutschen

Mittelstand. Berner überzeugte in

der Größenklasse C(über 200 Mitarbeitende

in Deutschland) ins-

Prominent: Zur Einweihungkam auch Reinhold Würth (3.v.li.), zu

dessenKonzern Fega &Schmittgehört.

Foto:Fega &Schmitt

besondere in der Kategorie Innovationsprozesse

und Organisation.

„Innovation beginnt für uns immer

beim Kunden. Ihre Herausforderungen

und Bedürfnisse sind

in unseren Prozessen diewichtigstenEckpfeiler“,

erklärtVicePresident

Bernd Laibacher.

Ebenfalls überzeugen konnte

die Innovationskraft von Würth

IT. Der Full-Service-Anbieter

von ganzheitlichen IT-Lösungen

punktete insbesondere in der

Kategorie „Innovationsförderndes

Top-Management“ und zählt damit

zum vierten Mal zu den TOP-

100-Innovatoren.

pm

www.top100.de

prognostizieren, ist hingegen von

19 auf 27 Prozent gestiegen.

AUFTRAGSLAGE Die negative

Entwicklung spiegelt sich auch in

den stark rückläufigen Auftragseingängen

wider: 42 Prozent der Betriebe

berichten von einem Minus

in den Büchern. Auch die Umsätze

sind schwach: Zuletzt mussten

42 Prozent der Handwerksbetriebe

im Kammerbezirk Rückgänge

hinnehmen. Dieangespannte Lage

führt dazu, dass sich die Betriebe

bei Neueinstellungen und Investitionsvorhaben

äußerst zurückhaltend

zeigen: Mit35Prozent hat

www.fega-schmitt.de

mehr als jeder dritteHandwerksbetrieb

seine Investitionstätigkeit zurückgefahren.

Die Kammerspitze zeigt sich wenig

überrascht von der konjunkturellen

Lage. Vor allem die überbordende

Bürokratie bremse das

Handwerk aus. Präsident Ralf

Rothenburger betont: „Die Bundesregierung

muss endlich ins

Machen kommen und verlässliche

Rahmenbedingungen für das

Handwerk schaffen –esbraucht

jetzt einen kräftigen Hau-Ruck-

Moment!“

pm

www.hwk-heilbronn.de

Preisträger: ChristianWulff gratuliertMichaela Noller,Marketingleiterin

bei Fertighaus Weiss, zur erneuten Auszeichnung. Foto: KD Busch/compamedia

NEWSLINE

Handwerker live erleben

KÜNZELSAU. Unterschiedlichen Handwerkern über die

Schulter schauen oder gleich selbst aktiv werden: Diese

Möglichkeiten bietet der Handwerkertag am Samstag,

11.Juli, aufdem Unteren Markt in Künzelsau.Von 10 bis

13:30 Uhr können Interessierte spielerisch an 15 Ständen

verschiedeneHandwerksberufe vom Zimmerer über

Tischler bis hin zum Maler kennenlernen.Schüler erhalten

im Rahmen eines Wettbewerbs erste Einblickeindie

verschiedenen Tätigkeiten. Monika Schaffner,Vizepräsidentin

der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, wird

die Veranstaltung um 10 Uhroffiziell eröffnen. pm

Nicole Jedrol rückt indie

Geschäftsführung auf

TAUBERBISCHOFSHEIM. Nicole Jedrol ist seit 1. Juli

geschäftsführende Partnerin der Kanzlei Reinhart Kober

Großkinsky Braun Rechtsanwälte (RKGB). Die Fachanwältin

für Insolvenz- und Sanierungsrecht sowie für

Bank- und Kapitalmarktrecht führt die Sozietät künftig

gemeinsammit den bisherigen geschäftsführenden Partnern

Dr.BerndKober,Dr. Ingo Großkinsky undDr. Sebastian

Braun, LL.M. Nicole Jedrol ist seit zehn Jahren für

RKGB tätig. In dieser Zeit hat sie den Bereich Restrukturierung

und Bankrecht der Kanzlei maßgeblich mitentwickelt.

Ihre Mandate liegen häufig dort,worechtliche,

wirtschaftliche und finanzierungsbezogene Fragen eng

miteinander verbunden sind: bei Unternehmenskrisen,

Sanierungsverfahren, der Beratung von Gesellschaftern

und Geschäftsführern sowie in bank- und kapitalmarktrechtlichen

Auseinandersetzungen. Nicole Jedrol ist sowohl

Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

als auch für Bank- und Kapitalmarktrecht. Mit der

Ernennung erweitert RKGB seine Geschäftsführung in

einer Phase, in der die Nachfrage nach spezialisierter

Beratung im Wirtschaftsrecht weiter wächst. pm

Wirtschaftssenioren bei Optima

SCHWÄBISCHHALL. Die Wirtschaftssenioren Heilbronn

haben Ende Juni die Optima PackagingGroup in Schwäbisch

Hall besucht. Der gemeinnützige Verein bringt die

Erfahrung ehemaliger Führungskräfte und Unternehmer

ein und berät kleine

und mittlere Unternehmen,

Existenzgründer

und Organisationen

in Fragen

der Unternehmensführung,

Strategie,

Finanzen, Vertrieb,

Nachfolge und Prozessverbesserung.

Zu Beginn stellte

Heiko Funk,

Geschäftsführer Optima Materials Management, die Optima

Gruppe vor. Die Unternehmensvorstellung führte

schnellzueiner lebhaften Diskussion überMärkte, Organisation,

Lieferfähigkeit, technologische Entwicklungen

undzentrale Erfolgsfaktoren. Ein besondererHöhepunkt

war das abschließende Gespräch mit Hans Bühler, dem

geschäftsführenden Gesellschafter in dritter Generation.

Diskutiert wurden unter anderem internationaleMärkte,

die Rolle Chinas und Indiens, die Wettbewerbsfähigkeit

Deutschlands undEuropas sowie die langfristige Strategie

des Unternehmens.

pm

Geteilte Führung

REGION. Im Handwerk stehen Betriebe vor der Herausforderung,

Fachkräfte zu sichern und gleichzeitig zeitgemäße

Führungsmodelle zu etablieren. GeteilteVerantwortung

–ob in Form von Doppelspitzen, Führung in

Teilzeit oder klar abgestimmten Zuständigkeiten –bietet

die Chance, Betriebe resilienter und attraktiver aufzustellen.

Im Web-Seminar „Geteilte Führung –doppelter

Erfolg“erfahren die Teilnehmer,wie dieseAnsätze in

der Praxis erfolgreich umgesetzt werden und Zusammenarbeit

gelingt. Das Web-Seminar der Handwerkskammer

Heilbronn-FrankenfindetamMittwoch, 15.Juli,

von 10 bis 11:15 Uhr statt.Die Teilnahme ist kostenfrei,

eine Anmeldung ist bis 14. Juli 2026 unter www.hwkheilbronn.de/veranstaltung

möglich.

pm

Foto: Wirtschaftssenioren


22 Duale Hochschule

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

Mit 23 Klickszum besseren Firmenchef?

Sind Sie einPionier? EinWanderer?Oder ein Architekt? Vielleichteherein Wächter? Werwissenwill, wievielUnternehmertum in ihm

oder ihr steckt, fürden gibt es jetzt den SchnellcheckimInternet. VON ANTONIO DE MITRI

Mit dem Ownership Competence

Tool lässt sich

im Handumdrehen feststellen,

ob man der geborene Unternehmer

ist. So jedenfalls verspricht

es das Global Center

for Family Enterprise. Die Forschungsstelle

gehörtzur School of

Management der TU München am

Heilbronner Campus und hat das

Tool entwickelt.

DATENANALYSE Vorausgegangen

war dem Ganzen eine wissenschaftliche

Studie unter Leitung

von Miriam Bird, Professorin

für Entrepreneurship und Family

Enterprise. „Wir wollten herausfinden,

warummanche Unternehmen

erfolgreicher als andere

sind“, erklärt sie. Im Fokus: Welche

Rolle spielen dabei die Fähigkeiten

der Firmeneigentümer? Um

hier Antworten zu finden, analysierte

Birds Team Informationen

zu Finanzen, Eigentumsverhältnissen

und Top-Managern von

mehr als 2500 inhabergeführten

Unternehmen in Deutschland. Anschließend

wurden die LinkedIn-

Profile der jeweils größten Anteilseigner

unter die Lupe genommen.

Analysiert wurden unter anderem

Ausbildung, Berufserfahrung

und Begriffe, die auf zwei zentrale

Kompetenzen schließen lassen:

die Matching-Kompetenz als Ausdruck

für den unternehmerischen

Spirit einer Person und die Governance-Kompetenz,

alsodie Fähigkeit,

ein Unternehmen effektiv zu

führen.

Um aus der grauen Theorie etwas

für den praktischen Nutzen

zu entwickeln, programmierte das

GlobalCenter forFamily Enterprise

zusammen mit einer Agentur

das Ownership Competence Tool,

das vor wenigen Wochen online

ging.Durch Beantwortung von23

Fragen kann jeder herausfinden,

wie hoch die eigene Matchingund

Governance-Kompetenz ist.

Benötigte Zeit: zehn Minuten. „Es

geht um eine erste Grobeinschätzung“,

ordnet Bird ein. Wer mitmache,

habe hinterher eine Momentaufnahme,

die Verbesserungsmöglichkeiten

aufzeige.

Forscherteam:Miriam Bird mit ihren Kollegen Lorenz Tidow(li.) undMarcSeiffarth.

SELBSTVERSUCH Versuchen

wir esmal. „Bewerten Sie Ihre

Kompetenzen als Eigentümer:in“

lockt das Tool gleich auf derStartseite.

Und weiter: „Erhalten Sie individuelles,

wissenschaftlich fundiertes

Feedback, um Ihre Rolle

als Eigentümer:in weiterzuentwickeln

und zu stärken.“ Na dann,

startenwir den Fragebogen.Punkt

1: „Ich bin erfahren inder Suche

nach alternativen Verwendungsmöglichkeiten

für die Ressourcen

des Unternehmens.“ Darunter

eine siebenstufige Skala zum

Anklicken: von „stimme überhaupt

nicht zu“ bis „stimme voll

und ganz zu“. Klicken wir erstmal

„neutral“. So ganz klar formuliert

erscheint dieser Punkt nicht.

Weiter geht’s:„IchhabeErfahrung

in derUmsetzung neuer Lösungen

zur Steigerung der Effizienz des

Unternehmens.“ Klar, stimme zu.

Immerhin war ich selbst mal Unternehmer.

„Ich habe Erfahrung

in derGründung neuer Unternehmen.“

Stimme voll und ganz zu.

Insgesamt 15 Punkte sind zubeantworten,

um die eigene Matching-Kompetenz

auswerten zu

lassen. Bei dennächsten acht geht

es um dieGovernance-Kompetenz.

„Ich habe Erfahrung darin,andere

Menschen (zum BeispielMitarbeiter)

zu führen.“ Klick, weiter.

„Ich habe Erfahrung darin, Mitarbeiter

zu coachen, wie sie ihre

Talente einsetzen können, um zur

angestrebten Unternehmensstrategie

beizutragen.“ Letzter Punkt:

„Ich habe Erfahrung darin, alltägliche

Entscheidungen an Mitarbeiter

zu delegieren.“Geschafft.

Foto: Antonio De Mitri

Ichklickeauf „Absenden“.Eswird

spannend. Welcher „Owneship-

Kompetenz-Typ“bin ich? Die Antwort:

Architekt. Matching-Kompetenz:

5,4 von 7Punkten. Governance-Kompetenz:

5,1 von 7

Punkten. Immerhin. „Eigentümer

in diesem Quadranten verbinden

strategische Vorstellungskraft mit

disziplinierter Umsetzung“, heißt

es in der Erklärung. Klingt gut.

„Sie sind in der Lage, wertvolle

Chancen zuerkennen und Menschen,

Prozesse und Ressourcen

darauf auszurichten, dieseeffektiv

zu realisieren.“Klingt nochbesser.

Es folgt ein „Denkanstoß“: „Sie

haben sowohl die Vision als auch

das Governance-System aufgebaut

—nun gilt es, diese dauerhaft

zu machen. Nachhaltiges Wachstum

entsteht durchdie Weitergabe

von Eigentümerkompetenz über

Generationen hinweg.“ Gut, das

mit dem Unternehmertum ist für

mich Geschichte. Aber was macht

ein heutiger Unternehmer oder

eine Unternehmerin als nächstes,

wenn dieAuswertung vorliegt? Das

Tool empfiehlt drei Schritte: Zum

Beispiel: „Institutionalisieren Sie

Ihre Best Practices durch Wissenstransfer,

Dokumentation und

Nachfolgeplanung.“ Oder: „ErweiternSie

strategische Netzwerke

und Partnerschaften, um Zugang

zu neuen Fähigkeiten und Perspektiven

zu erhalten.“

FEEDBACK Wem das nicht

reicht: Über ein Eingabeformular

kann man Kontakt zur Forschungsstelle

aufnehmen –„für

maßgeschneiderte Informationen

zur Weiterentwicklung Ihrer Eigentümerkompetenzen“.

Ob man

tatsächlich Pionier, Architekt,

Wanderer oder Wächter ist –vielleicht

hilft das Feedback der Forscher

danach einwenig weiter.

www.ownership-competence.de

ADVERTORIAL

Neue Studiengänge stehen

in den Startlöchern

Kreislaufwirtschaft für die

Baubranche,die Akademisierung

der Pflegeberufe,digitale

Souveränität und Digitalisierung

auf dem Bau: Trends inWirtschaft

und Gesellschaft führen

auch zu neuen und angepassten

Studienangeboten an der DHBW.

BWL mit Fokus auf

die Baubranche

Mit „BWL-Nachhaltiges Bauenund

Ressourcenmanagement“ geht ein

deutschlandweit einmaliger Branchenstudiengang

an denStart.

Er bildet kaufmännische Fachkräfte

für die gesamte Wertschöpfungskette

des nachhaltigenBauens aus

–von der Baustoffproduktion bis

zum Facility Management.

Ein Informatik-Schwerpunkt zu

digitaler Souveränität

DieAbhängigkeitvon externen

Cloud-Dienstenund internationalen

Software-Lieferkettenist zu einem

realen Geschäftsrisikogeworden.

Der Studiengang Informatik vermitteltdas

Verständnisfür strategische

IT-Governance,sowie dieErfahrung

mitlokalen KI-Lösungenals Alternativezureinen

Cloud-Ansätzen.

Pflegestudium mit

Bachelor-Abschluss

Am CampusBad Mergentheim

startet zudem dasersteduale und

primärqualifizierende Pflegestudium

der Region. Es verbindet akademische

Ausbildung mit beruflicher

ANZEIGE

Praxis: Nach siebenSemestern

erwerbendie Studierenden gleich

zwei Abschlüsse –den Bachelor of

Science sowie die staatliche Berufszulassung

als Pflegefachperson.

Vermessungswesen wird dual

Ab 2027vermittelt derduale Studiengang

„Vermessung und digitales

Bauen“ fundierte Grundlagenim

klassischen Vermessungsingenieurwesenund

verknüpft diese mit

modernerGeoinformationstechnik

sowie Building Information Modeling

(BIM).

Informationen

zu den neuen

Studienangebot unter

www.mosbach.dhbw.de.

Zürich am Neckar

Die ETHhat einen eigenen Campus in Heilbronn eröffnetund will

Top-Studentenindie Region holen. VON ANTONIO DE MITRI

Das war wirklich der ganz

große Bahnhof an diesem

Nachmittag Anfang

Juli: Baden-Württembergs Forschungsministerin

Petra Olschowski

kam ebenso in die

Aula des Heilbronner Bildungscampus

wie der Schweizer Bundesrat

Albert Rösti, Joël Mesot,

Präsident der Eidgenössischen

Technischen Hochschule

(ETH) Zürich, und Prof. Reinhold

Geilsdörfer, Vorsitzender

der Geschäftsführer der Dieter-

Schwarz-Stiftung. Und aus Berlin

war Bundeswirtschaftsministerin

Katherina Reiche (CDU)

angereist.

Reiche erklärte in ihrer Rede,

der neue Campus der ETH Zürich

solle „ein Motor für die

Transformation in Deutschland“

werden. Mit seiner Eröffnung

werde ein Umfeld geschaffen,

an dem Talente aus aller Welt

forschten. „Das ist auch dringend

notwendig angesichts des

internationalen Drucks“, fügte

Reiche hinzu.Dassdie Schweizer

nach Heilbronn gekommen seien,

nannte die Ministerin einen

Vertrauensbeweis für Deutschland

und die Region, die mehr

als60MilliardenEuropro Jahr

erwirtschafte. Das Zusammenspiel

von ETH, TU Münchenmit

ihrem HeilbronnerCampus und

den Hidden Champions der Region

bezeichnete Reiche als

„einzigartig“. Die ETH Zürich

Abstecher: Bundesministerin

Katherina Reiche reiste zur

Eröffnung ausBerlin an. Foto: dpa

baut in den kommenden Jahren

schrittweise einen eigenen

Campus auf, der Forschung betreiben

sowie Studiengänge und

Weiterbildungen anbieten wird.

Geplant sind insgesamt 15 Professuren,

die zuden Grundlagen

der Künstlichen Intelligenz,

Cybersicherheit und der Anwendung

vonKIinGesellschaft, Umwelt

oder auch Medizin lehren

und forschen. Gesichert wird die

Grundfinanzierung der Lehrstühle

für die kommenden 30

Weltweitander Spitze

Jahre durch die Dieter-Schwarz-

Stiftung. Stiftungschef Professor

Reinhold Geilsdörfer betonte

bei der Eröffnung, die Präsenz

derETH alseiner derbesten

Universitätender Welt runde das

Image des Bildungscampus perfekt

ab. Esentstehe ein Dreieck

Heilbronn-Zürich-München, das

seinen Beitrag dazu leisten werde,

Deutschland „wieder zueinem

ernst zunehmenden Partner

im globalen Wettbewerb zu

machen“.

Gegenwärtig befinden sich die

Büros des ETH-Campus imHip-

Turm, mitseinen acht Stockwerkenein

erster Blickfang auf dem

Areal des künftigen Bildungscampus

West. Hip steht für „Heilbronner

Innovationspark“. Das

Gebäude deckt die Bedürfnisse

der ETH für das Wachstum bis

2030 ab. Dann wird die ETH in

eigens für sie errichtete Gebäude

auf dem Bildungscampus West

umziehen. Rund 700 Studentinnen

und Studenten werden dort

dann lernen und forschen.

www.heilbronn.ethz.ch

Die ETHzählt in den internationalen Rankings zu den besten Unis

der Welt. So belegte siebei der jüngsten Bewertung des britischen

Hochschul-Analysten Quacquarelli Symonds Platz acht, das Londoner

Wochenmagazin„Times HigherEducation“ (THE) stufte die

Schweizer aufRangelf ein.


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Firmen &Märkte 23

EinheitlicheHandschrift

Seit 55 JahrenprägenKraft+KraftArchitektendas Aussehender Region. VON ADINA BAUER

Was haben die Wohnbebauung

in den Haller

Ilgenwiesen, das Museums-

und Veranstaltungsgebäude

am Carmen Würth-Forum in

Gaisbach, das Solebad in Schwäbisch

Hall oder die Entwicklung

des Karl-Kurz-Areals in Hessental

gemeinsam? Sie alle tragen die

Handschrift von Kraft+Kraft Architekten.

Seit mehrals fünfJahrzehnten

gestaltet dasHaller Architekturbüro

das Gesicht der Region

–von der Balkonsanierung bis

zum Industriekomplex, von der

Garage bis zur Quartiersentwicklung.

In diesem Jahr blickt das Unternehmen

auf gleich zwei Jubiläen:

Vor 55 Jahren gründete Wilhelm

Kraft das Architekturbüro, seit 25

Jahren firmiert esals Kraft+Kraft

Architekten. Der Schritt zur Partnerschaft

erfolgte, als Sohn Lorenz

Kraft 1999 in das Unternehmen

eintrat und 2001 Mitgesellschafter

wurde. Seit 2020 gehört

mit Thilo Weimert ein weiterer

Geschäftsführer zur Unternehmensleitung.

„1971 habe ich das

Büro als damals 30-Jähriger gegründet“,

erinnert sich Wilhelm

Kraft. Frisch von der Ingenieursprüfung

wagte er den Schritt in

die Selbstständigkeit. Bereits ein

Jahr später stellte er den ersten

Mitarbeiter ein. Aus dem kleinen

Büro entwickelte sich kontinuierlich

ein mittelständisches Unternehmen:

Heute arbeiten 42Menschen

für das Büro –darunter

rund 30 Architekten sowie Bauingenieure

und Verwaltungskräfte.

Damit zählt Kraft+Kraft zu

den größeren Architekturbüros

Deutschlands. „Nur etwadreiProzent

aller Architekturbüros haben

mehr als zehn Mitarbeiter“, sagt

Lorenz Kraft stolz. Den Erfolg erklärterso:

„Wir hatten das Glück,

zur richtigen Zeit spannende Projektebegleiten

zu dürfen.“

Die Liste dieser Projekte ist lang.

Wohnhäuser, Kindergärten, Feuerwehrhäuser,

Kirchengebäude

und kommunale Einrichtungen

gehören ebenso dazu wie anspruchsvolle

Industrie- und Gewerbebauten.

So entstanden unter

anderemProjekte für Bott in Gaildorf,

Bürger in Crailsheim oder

das Logistikzentrum von EBM-

Papst in Hollenbach.

Auch städtebaulich hat das Büro

seine Spuren hinterlassen. Wilhelm

Kraft verweist auf die Entwicklung

Untermünkheims: „Dem

Orthaben wir ein ganz neues Gesicht

gegeben.“ Gerade die breite

Aufstellung habe sich immer wieder

als Vorteil erwiesen. Während

der Finanzkrise etwa gingen privateBauvorhaben

zurück. Gleichzeitig

sorgten öffentliche Projekte

Führungsriege: FirmengründerWilhelm Kraft arbeitet immernocheng mit seinem Sohn Lorenz Kraftund

Thilo Weimert zusammen (v.l.).

Foto: Adina Bauer

wie das Kocherquartier in Schwäbisch

Hall für eine stabile Auslastung.

KONZEPT Trotzder unterschiedlichen

Aufgaben zieht sich eine

klare Haltung durch alle Projekte.

„Unsere Gebäude sollen sich

selbstverständlich in ihre Umgebung

einfügen“, erklärt Lorenz

Kraft.SpektakuläreArchitektur

um ihrer selbst willen seinicht

dasZiel.„DieMenschen,die unsere

Gebäudenutzen,stehen im Mittelpunkt.

Wir wollen angemessene

Lösungen schaffen, die funktionieren

und gleichzeitig Freude

bereiten.“ Für das Büro endet ein

gelungenes Bauprojekt deshalb

nicht beider Gestaltung.„EinProjekt

wird erst dannals erfolgreich

wahrgenommen, wenn Qualität,

Kosten und Termine gleichermaßenstimmen“,

sagt Lorenz Kraft.

Der Aktionsradius des Unternehmens

liegt bewusst überwiegend

im Landkreis Schwäbisch Hall

und in Hohenlohe. Die räumliche

Nähe ermögliche eine intensive

Betreuung der Bauherren

und kurze Wege auf den Baustellen.

VieleKundenarbeiten deshalb

seit Jahrenodersogar Jahrzehnten

mit Kraft+Kraft zusammen. „Sie

schätzen, dass wirimmermit ganz

viel Leidenschaft und Herzblut bei

der Sache sind“, meint der Architekt.

AUSBLICK Mit Optimismus

blickt die Geschäftsführung nach

vorn –auch wenn sich die Rahmenbedingungen

verändern.

Lorenz Kraft nennt drei Herausforderungen:

diegestiegenenBaukosten

im privatenWohnungsbau,

die angespannte Finanzlage vieler

Kommunen sowie die zunehmende

Verlagerung vonIndustrieinvestitionen

ins Ausland. Gleichzeitig

sieht er große Chancen

in der energetischen Sanierung

und Modernisierung bestehender

Gebäude. „Wir sind weiterhin

gut ausgelastet“, sagt er.„Aberwir

müssen uns heute deutlich mehr

anstrengen als noch vor einigen

Jahren.“Eineshat sichinden vergangenen

55Jahren jedoch nicht

verändert: Gebäude prägen das

Umfeld und damit auchdas Leben

der Menschen. Gute Architektur

entsteht deshalb dort, wo Funktion,

Konstruktion und Gestaltung

im Einklang stehen.

www.kraft-sha.de

„Wir halten Firmen am Laufen“

Richard-Köstner-Gruppeinvestiertindie Zukunft und in Mitarbeiter.

Wer die neue Firmenzentrale

der Richard-

Köstner-Gruppe inNeustadt

an der Aischbetritt,bemerkt

schnell: Hier ist weit mehr entstanden

als ein klassisches Verkaufs-

und Verwaltungsgebäude.

Auf mehreren Ebenen vereint

der Neubau Ausstellung, Verkauf,

moderne Arbeitsweltenund Angebotefür

die Belegschaft. Miteiner

Investition von rund zwölf Millionen

Euro setzt das mittelfränkische

Familienunternehmen ein

deutliches Zeichen für weiteres

Wachstum –und für den Mittelstand

als attraktiven Arbeitgeber.

Anlass für die Erweiterung des

überregional tätigen Fachgroßhändlers

für Stahl, Bauelement,

Neubau: Zwölf Millionen Euro wurden in dieErweiterung der

Zentrale investiert.

Foto:Richard Köstner

Sanitärbedarf, Haustechnik,

Werkzeuge und Befestigungstechnik

war das kontinuierliche

Wachstum der vergangenen Jahre.

„Wir haben deutlich mehr Fläche

benötigt“, erklärt Geschäftsführer

Dr.Norbert Teltschik.

Im Erdgeschoss wird die Vielfalt

des Unternehmens sichtbar. Besucher

finden hier eine großzügige

Bäderausstellung, Produkte

für Hause und Garten, Wohnaccessoires,Fliesen

sowie eine Bauelemente-Ausstellung

mit Türen

und Toren, einen Fachmarkt für

Werkszeug und Maschinen sowie

Haushaltswaren. In den Obergeschossen

entstanden auf rund

4000 Quadratmetern moderne

Büro-, Besprechungs-, Veranstaltungs-

und Gemeinschaftsräume.

Hinzu kommen eine Physiotherapiepraxis

und ein Fitnessstudio,

die zwar extern betrieben

werden, den Beschäftigten

aber flexible Gesundheitsangebote

direkt am Arbeitsplatzermöglichen.Auch

organisatorisch

bringt der Anbau Vorteile: Durch

die Verlagerung von Verkaufsflächen

konnten im Bestandsgebäude

Flächen für ein neues Wareneingangslager

geschaffen werden.

Die Logistikabläufe wurden

verbessert und zusätzliche Kapazitäten

geschaffen.

MISSION Seine Mission bringt

Teltschik auf einen einfachen

Nenner: „Wir halten Firmen

am Laufen.“ Dahinter steht ein

Selbstverständnis, das langfristiges

Denken über kurzfristige Erfolge

stellt. „Wir denken nicht in

Quartalen, sondern inGenerationen“,

sagt er. Dieser Anspruch

zeigt sich auch beim Thema

Nachhaltigkeit. So sorgt ein Eisspeicher

im Neubau energieeffizientfür

Heizung und Kühlung des

Gebäudes.

Für Teltschik ist der Neubau zudem

mehr als eine bauliche Erweiterung.

„Das Gebäude ist ein

klares Bekenntnis zu unserem

Leitbild und zu New Work im

Mittelstand“, betont er. Moderne

Arbeitsplätze, offene Begegnungszonen,

eine Köstner-Lounge für

die Belegschaft sowie gemeinsame

Veranstaltungen sollen den

Teamgedanken stärken. Rund

220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

arbeiten in der neuen Firmenzentrale.

Insgesamt beschäftigt

die Richard-Köstner-Gruppe

an sieben Standorten rund 500

Menschen, darunter auch am

Standort Ansbach.

VON ADINA BAUER

Besonderen Wert legt das Familienunternehmen

auf die Ausbildung

des eigenen Nachwuchses.

Bereitsseit 2016 durchlaufenalle

Auszubildenden im ersten Lehrjahr

zusätzlich zu klassischen

Ausbildung die unternehmenseigene

„Power-Azubi-Schmiede.“

In sechs Modulen geht esdabei

nicht um Fachwissen, sondern

um persönliche Entwicklung.

Teamfähigkeit, Perspektivwechsel,

Selbstvertrauen, Kommunikation,

Konfliktmanagement

oder souveränes Auftreten gehören

ebenso zu den Inhalten wie

Eigenverantwortung und Motivation.

Ziel sei es, junge Menschen

frühzeitig auf die Anforderungen

moderner Arbeitswelten vorzubereiten.

ZUKUNFT Die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen beurteilt

Teltschik aktuell differenziert.

DerWohnungsbau zumBeispiel

bleibe derzeit deutlich hinter

dem tatsächlichen Bedarf

zurück. Hohe Baukosten und immer

neue regulatorische Anforderungen

erschwerten Investitionen

und bremsten den Markt.

Dennoch haben die Verantwortlichen

dieZukunft desUnternehmens

fest im Blick. Dr. Norbert

Teltschik führt den Familienbetrieb

in dritter Generation. In den

kommenden Jahren sollen seine

Söhne einsteigen.

www.koestner.de

Vertrauen als

Fundament

Weber&Bartschfeiert 30-jährigesBestehenund

zugleich denGenerationenwechsel.

Die Geschichte der Weber &

Bartsch GmbH begann im

Jahr 1996 unter besonderenUmständen.

Nachdem das Verwaltungsunternehmen,

in dem

Heike Simon-Bartsch und Rolf

Weber tätig waren, vor einer ungewissen

Zukunft stand, wagten

beide den Schritt in die Selbstständigkeit.

Aus diesen Anfängen

entwickelte sich inden vergangenen

drei Jahrzehnten ein etabliertes

Hausverwaltungsunternehmen.

DieseEntwicklung und auch

die Staffelübergabe wurde mit einem

Fest zum 30-jährigen Bestehengefeiert.

Zum 1. Januar2026haben dieUnternehmensgründer

die Verantwortung

an Henning Rösner und

Thomas Kühnle übergeben. Beide

sind als neue Gesellschafter und

Geschäftsführer indie Nachfolge

eingetreten und führen das Unternehmen

gemeinsam weiter.Die

Unternehmensnachfolge konnte

aus deneigenenReihen heraus

gestaltet werden. Damit bleibt das

über Jahrzehnte gewachsene Wissenebenso

erhalten wiedie Unternehmenskultur

und die enge Verbundenheit

zuKunden, Mitarbeitern

und Geschäftspartnern.

„Ein Unternehmen kann man

kaufen – Vertrauen nicht. Vertrauenmuss

man sichverdienen“,

Übergabe: HenningRösner (li.)

undThomas Kühnle (2.v.r..)sind

die neuen an der Spitze. Foto: privat

betonte Thomas Kühnle inseiner

Ansprache. Das überviele Jahre

aufgebaute Vertrauen von Eigentümern,

Kunden, Geschäftspartnern

und Mitarbeitern seidas

wichtigste Fundament für die Zukunft

desUnternehmens.

Auch Henning Rösner würdigte

die Leistung der Gründer: „DiesesUnternehmenwurde

nicht einfach

gegründet, sondern überdrei

Jahrzehnte mit Mut, Verantwortung

und persönlichem Einsatz

aufgebaut. Diese Werte wollen

wir bewahren und gleichzeitig

neue Impulse setzen.“ Die neuen

Geschäftsführer wollen Bewährtes

erhalten und zugleich die Digitalisierung

konsequent weiterentwickeln.

pm

www.hausverwaltung-sha.de


24 Wohnen &Einrichten

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

HoheKosten setzenBrancheunter Druck

Deutsche Möbelindustrie: Der Umsatz liegtimersten Quartalumdrei Prozentunter dem Vorjahr.

Die deutsche Möbelindustrie

leidet weiterhin unter

dem eingetrübten Konsumklima

in Deutschland.Imersten

Quartal dieses Jahres setzte die

Branche laut amtlicher Statistik

rund 3,8 Milliarden Euro um, ein

Minus von drei Prozent gegenüber

dem Vorjahreszeitraum. Während

im Ausland ein kleiner Zuwachs

von 0,3 Prozent auf rund 1,3Milliarden

Euro gelang,gab derUmsatz

auf dem Heimatmarktum4,7

Prozent auf rund 2,5 Milliarden

Euro nach.

„Der Anstieg der Inflationsrateinfolge

der Verteuerung der Energiepreise

durch den Iran-Krieg

verstärkt die Verunsicherung der

Verbraucherinnen und Verbraucher

wieder“,stellt JanKurth, Geschäftsführer

der Verbände der

Deutschen Möbelindustrie, fest.

Die Anschaffungsneigung fiel im

April laut Gesellschaft für Konsumforschung

(GfK) auf ein Zwei-

Jahres-Tief. Das Ifo-Institut meldete

eine deutlich verschlechterte

Stimmung in der deutschen Möbelindustrie.

Fast 30 Prozent der

vom Verband befragten Möbelhersteller

planten im zweiten Quartal

mit Kurzarbeit. Der Anteilliegt

damit annähernd so hoch wie im

ersten Quartal (33 Prozent).

„Deutschland

braucht eine

Reformagenda,

dieeine positive

Perspektive aufzeigt.“

Die gestiegenen Energiepreise

führen zudem zu höheren Kosten

in der Möbelproduktion, wie

Kurth berichtet. „Unsere Hersteller

sehen sich mit Preiserhöhungen

bei diversen Vorprodukten,

darunter Spanplatten,Metallbeschlägen

und Polsterschäumen,

sowie Logistikdienstleistungen

konfrontiert.“ Damit nehme der

Druck auf die Branche, die ohnehin

unter der US-Zollpolitik, steigenden

Möbelimporten, Konsumzurückhaltung

und dem stockendenWohnungsbau

zu leiden habe,

noch weiter zu.

Küchen im Plus,

PolstermöbelimMinus

Rückläufig: Die Verkaufszahlen bei Sofasschwächeln ebenso wie die bei Büromöbeln oder Matratzen. Einzig

dieKüchenmöbelindustrie konnteleicht wachsen.

Foto: DGM/W.Schillig

Lediglich die Küchenmöbelindustrie

verbuchte im Auftaktquartal

ein Umsatzplus von 3,6 Prozent

auf rund 1,4 Milliarden Euro. Im

Segment dersonstigen Möbel (darunter

Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel)

und Möbelteile

sank der Umsatz um 7,7 Prozent

auf 1,15Milliarden Euro. DieHersteller

vonPolstermöbeln mussten

eine Einbuße von neun Prozent

auf 221 Millionen Euro hinnehmen.

Rückläufig entwickelte sich

auch derUmsatz mit Büromöbeln

(minus fünf Prozent auf 464 Millionen

Euro) und Ladenmöbeln

(minus 3,8 Prozent auf 432 Millionen

Euro). Das kleinste Segment,

die Matratzenindustrie, lag

mit einem Umsatz von 110 Millionen

Euro um acht Prozentunter

demVorjahr.

Forderungen nach

besseren Bedingungen

Die Zahl der Möbelbetriebe (mit

50 und mehr Beschäftigten)

schrumpfte im Durchschnitt des

Auftaktquartals um 6,5 Prozent

auf 374;die Zahl derBeschäftigten

sank um 5,2 Prozent auf 65.454.

„Die Politik sollte dringend stabilisierende

Signale in Richtung

der Konsumenten und Unternehmensenden.

Deutschland braucht

eine Reformagenda, die eine positive

Perspektive aufzeigt. Hierzu

gehören steuerliche Entlastungen,

Bürokratieabbau und –über

den Bau-Turbo hinaus –weitere

Maßnahmen zur Ankurbelung

der Baukonjunktur“, fordert Jan

Kurth. Es brauche vorallemgünstigere

Rahmenbedingungen für

private Investitionen in Wohneigentum.

„Mitden entsprechenden

Impulsen setzt unsere Branche

auf eine bessere Nachfrageentwicklung”,gibtsichder

Verbandsgeschäftsführernachwie

voroptimistisch.

pm

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Möbelaus Massivholz

Nachhaltigkeit spieltbeim KaufzunehmendeineRolle.

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Wer heute in ein hochwertiges

Möbelstück investiert,

achtet längstnicht

mehr nur auf Design undFunktionalität.

Nachhaltigkeit, Herkunft

und Lebensdauer spielen

zunehmend eine Rolle. Besonders

Massivholzmöbel stehen

dabeiimFokus –nicht nur

aufgrund ihrernatürlichenAusstrahlung,

sondern vor allem

wegen ihrer ökologischen und

gesundheitlichen Vorteile. Die

Initiative Pro Massivholz (IPM)

zeigt, wie nachhaltiges Wohnen

durch verantwortungsvolle

Forstwirtschaft, regionale Wertschöpfung

und hohe Produktqualität

gelingt.

Die Basis der gesamten Wertschöpfungskette

bildet eine regionale

und nachhaltige Forstwirtschaft.

Das Prinzip ist ebenso

einfach wie effektiv: „Dem

Wald wird nur so viel Holz entnommen,

wie durch natürliche

Verjüngung und gezielte Aufforstung

nachwachsen kann.Diessichert

den Fortbestand der Wälderund

schützt dieBiodiversität

sowie sensible Ökosysteme“, erklärt

Andreas Ruf,Geschäftsführerder

Initiative.

Gleichzeitig leistet das Material

Holz einen handfesten Beitrag

zum Klimaschutz, denn Möbel

aus Massivholz dienen als CO 2

-

Speicher.

Doch Nachhaltigkeit hört für

die IPM-Mitgliedsunternehmen

nicht beim Rohstoff auf. Auch

der CO 2

-Fußabdruck in der Herstellung

und Logistik steht im

Fokus. Um die Umweltbelastung

so gering wiemöglichzuhalten,

setzen die Hersteller auf kurze

Lieferketten und eine maßgebliche

Beschaffung innerhalb Europas.

Zudem wird auch inden

Werkshallen auf Ressourcenschutz

geachtet.

Ein oft unterschätzter Aspekt in

der Nachhaltigkeitsdebatte ist

die Lebensdauer eines Möbelstücks.

Ineiner Wegwerfgesellschaft,

in der etliche Einrichtungsgegenstände

alssogenannte

Fast-Furniture bereits nach

wenigen Jahren oder nach einem

Umzug auf dem Sperrmüll

landen, setzen massive Hölzer

und eine hochwertige Verarbeitung

ein deutliches Zeichen der

Beständigkeit. „Wichtige Aspekte

sind ein zeitloses Design, das

auchspätere Generationennoch

begeistert, sowie die Langlebigkeit

und Reparierbarkeit“, sagt

Ruf.

pm

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umweltfreundliche Möbelstücke.

pFoto: dpa/Sebastian Gollnow


Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281

Handelsregister 25

Neueintragung

HRB 805727

Haus Ammerland Service GmbH.

Sitz verlegt; nun: Öhringen. Neue Geschäftsanschrift:

An der Lehmgrube 17,

74613 Öhringen. Betrieb von Hotels,

Vermietung von Appartmenthäusern

und sonstigen Beherbergungseinrichtungen

und alle damit im Zusammeng

stehenden Dienstleitstungen und Tätigkeiten,

wie z. B. ein Veranstaltungsservice.

25.000,00 EUR. Personenbezogene

Daten (Wohnort) geändert

bei Geschäftsführer: Lamken, Maria,

Edewecht, *26.01.1945 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Personenbezogene Daten (Wohnort)

geändert bei Geschäftsführer: Lamken,

Dirk, Bretzfeld, *27.04.1966 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom 25.01.2011

mit mehrfachen Änderungen; zuletzt

geändert am 13.08.2013. Die Gesellschafterversammlung

vom 30.04.2026

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und Sitz) beschlossen.

Der Sitz ist von Bad Zwischenahn

(Amtsgericht Oldenburg (Oldenburg)

HRB 205387) nach Öhringen verlegt.

HRB 752031

Theed.Projekt GmbH. Sitz verlegt;

nun: Fichtenau. Änderung der Geschäftsanschrift:

Parkstraße 8, 74579

Fichtenau. Gegenstand geändert; nun:

Die Übernahme der persönlichen

Haftung und Geschäftsführung bei

HandelsgeseIIschaften, insbesondere

Beteiligung als persönlich haftende,

geschäftsführende Gesellschafterin.

Gegenstand des Unternehmens sind

außerdem die im Rahmen der Liquidation

der Gesellschaft erforderlichen und

zweckmäßigen Geschäfte. 25.000,00

EUR. Ist nur ein Liquidator bestellt,

vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren

bestellt, vertreten zwei gemeinsam

oder ein Liquidator gemeinsam mit

einem Prokuristen. Liquidator: Grüner,

Jochen, Leipzig, *02.04.1982 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom 14.02.2017

mit Änderung vom 24.05.2022. Die

Gesellschafterversammlung vom

08.05.2026 hat die Neufassung des

Gesellschaftsvertrages beschlossen. Der

Sitz ist von Chemnitz (Amtsgericht

Chemnitz HRB 30866) nach Fichtenau

verlegt. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 752018

MYNAH 4 GmbH Bad Mergentheim.

Neue Geschäftsanschrift: Stifterstraße

49, 97980 Bad Mergentheim.

Erwerb, Entwicklung, Bau und Verkauf,

sowie Vermietung und Verpachtung

von Wohn- und Gewerbeflächen

sowie alle hiermit verbundenen Nebengeschäfte.

25.000,00 EUR. Geschäftsführer:

Herrmann, Thomas Hubert,

Bad Mergentheim, *27.04.1977 mit

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Geschäftsführer:

Würkner, Klaus Reiner, Bad Mergentheim,

*19.08.1968 mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom 16.12.2020.

Die Gesellschafterversammlung vom

15.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und

Sitz) beschlossen. Der Sitz ist von Boxberg

(Amtsgericht Mannheim HRB

738901) nach Bad Mergentheim verlegt.

HRB 805685

Firma geändert; nun: Weitblick

GmbH. Gaildorf, Landkreis Landshut

Änderung der Geschäftsanschrift: Grabenstraße

6, 74405 Gaildorf. Gegenstand

geändert; nun: Die Verwaltung

eigenen Vermögens, das Halten und

Verwalten von Beteiligungen an Steuerberatungsgesellschaften

und anderen

Gesellschaften. 50.000,00 EUR. Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Bestellt als Geschäftsführer: Bailänder,

Marcel, Bruckberg, *22.07.1984

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer:

Bailänder, Iva, Bruckberg, *17.01.1982

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom 04.08.2023

mit mehrfachen Änderungen. Die

Gesellschafterversammlung vom

24.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Ziffer 1 (Firma

und Sitz), Ziffer 2 (Gegenstand) beschlossen.

Der Sitz ist von Bruckberg

(Amtsgericht Landshut HRB 13955)

nach Gaildorf verlegt.

HRB 752015

Bisher: „(REHWESolar GmbH)“;

nun: Solarpark Aich Verwaltungs

GmbH Kirchberg an der Jagst. Neue

Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-Straße

5, 74592 Kirchberg an der Jagst.

Der Erwerb und die Verwaltung von

Beteiligungen sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als

persönlich haftende geschäftsführende

Gesellschafterin an der Solarpark Aich

GmbH & Co. KG, Unterschwaningen.

Weiterhin die Planung, Erstellung und

der Betrieb von Energieerzeugungsanlagen

sowie die Erbringung von Vermittlungs-

und Beratungsleistungen

auf dem genannten Gebiet. 25.000,00

EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

vertritt er allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei

gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen. Bestellt als Geschäftsführer:

Walz, Stefan, Massenbachhausen,

*14.03.1975 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Geschäftsführer: Stier, Ralf Manfred,

Kirchberg an der Jagst, *06.03.1968

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Engelhardt, Peter, Wassertrüdingen,

*16.08.1993 Gesellschaft mit

beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag

vom 26.09.2024. Die Gesellschafterversammlung

vom 27.03.2026 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und Sitz) beschlossen.

Der Sitz ist von Unterschwaningen

(Amtsgericht Ansbach HRB 8552)

nach Kirchberg an der Jagst verlegt.

HRB 752044

Casa Weckia GmbH. Sitz verlegt;

nun: Gschwend. Änderung der Geschäftsanschrift:

Hagstraße 3, 74417

Gschwend. Das Halten von Beteiligungen

und die Verwaltung eigenen

Vermögens. Es werden auch sämtliche

mit vorgenanntem Gesellschaftszweck

verbundenen Nebenleistungen erbracht,

sofern hierfür keine gesonderte

öffentlich-rechtliche Genehmigung benötigt

wird oder ein gesetzlicher Vorbehalt

besteht. 25.000,00 EUR. Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Weckenmann,

Ernst, Stuttgart, *28.11.1964 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Geschäftsführer: Weckenmann, Patrick

Mario, Stuttgart, *03.04.1998 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom 07.02.2025.

Die Gesellschafterversammlung vom

21.05.2026 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma

und Sitz der Gesellschaft) beschlossen.

Der Sitz ist von Stuttgart (Amtsgericht

Stuttgart HRB 798556) nach

Gschwend verlegt.

HRB 804951

Zentrum für didaktische Computerspielforschung

Innovation Hub

GmbH Mainhardt. Geschäftsanschrift:

Ahornweg 35, 74535 Mainhardt. Beratung,

Entwicklung, Durchführung

und wissenschaftliche Begleitung von

Bildungs- und Medienangeboten, insbesondere

im Bereich der digitalen

Medien und Spiele, sowie die Durchführung

von Forschungs-, Fortbildungs-

und Entwicklungsprojekten, die

Erstellung didaktischer Konzepte und

die Erbringung damit zusammenhängender

Dienstleistungen. Das Unternehmen

kann eigene digitale Spiele,

Software oder Medienprodukte konzeptionell

entwickeln sowie Publikationen

und Schulungsangebote erstellen

und anbieten. 25.000,00 EUR Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Dr. König,

Lisa Yvonne, Mainhardt, *01.03.1994

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung.

HRB 805516

Samdanli Holdinggesellschaft mbH

Oberrot. Geschäftsanschrift: Rottalstraße

115, 74420 Oberrot. Das Halten,

Verwalten und Steuern von Beteiligungen

an anderen Unternehmen sowie

die Erbringung von Management- und

Verwaltungsdienstleistungen bei anderen

Unternehmen. 25.000,00 EUR.

Bestellt als Geschäftsführer: Samdanli,

Mert Öztürk, Murrhardt, *12.12.2000

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Samdanli, Selahaddin, Murrhardt,

*10.09.1976 Gesellschaft mit

beschränkter Haftung.

HRB 805357

SauberFix UG (haftungsbeschränkt)

Öhringen. Geschäftsanschrift: In den

Kesseläckern 8, 74613 Öhringen. Die

Erbringung von Reinigungsdienstleistungen,

insbesondere die Gebäudereinigung.

100,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Mobarez, Rahmatullah,

Öhringen, *01.01.1999 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

HRB 805392

HM Verwaltungsgesellschaft mbH

Mainhardt. Geschäftsanschrift: Im

Wiesengrund 14, 74535 Mainhardt.

Die Verwaltung bestehender und noch

zu erwerbender Beteiligungen sowie die

Tätigkeit als geschäftsleitende Holdinggesellschaft.

25.000,00 EUR. Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Mager, Hannes

Georg Daniel, Mainhardt, *22.12.1982

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung.

HRA 730062

Volker Lüdorf Industriemontagen

e.K. Blaufelden. Geschäftsanschrift:

Eichenweg 10, 74572 Blaufelden. Inhaber:

Lüdorf, Volker, Blaufelden,

*24.12.1964 Einzelkaufmann Mit dem

Vermögen des Inhabers (übernehmender

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 10.03.2026

und des Versammlungsbeschlusses

des übertragenden Rechtsträgers vom

10.03.2026 die Gesellschaft mit beschränkter

Haftung „Volker Lüdorf

Industriemontagen GmbH“, Blaufelden

(Amtsgericht Ulm HRB 721464)

verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme).

HRB 805277

HEA Verwaltungs-GmbH Dörzbach.

Geschäftsanschrift: Hauptstraße 4,

74677 Dörzbach. Ausschließlich die

Verwaltung des eigenen Vermögens,

das Halten und Verwalten von Beteiligungen

an in- und ausländischen

Unternehmen, insbesondere bei der

Firma HEA GmbH mit Sitz in Dörzbach,

sowie sonstiger Vermögenswerte.

25.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Ludwig, Tobias Erwin,

Dörzbach, *15.10.1987 Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

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Mainklinger Straße 2 74586 Frankenhardt 07959 92991-0

HRB 805428

TGA ZB Erfurt Verwaltung UG (haftungsbeschränkt)

Künzelsau. Geschäftsanschrift:

Mohnweg 6, 74653

Künzelsau - Das Halten und Verwalten

eigenen Vermögens, der Erwerb und

das Vermieten und Verpachten von

Immobilien sowie der Erwerb von Beteiligungen

an anderen Unternehmen

und alle damit in Zusammenhang

stehenden Tätigkeiten und - die Übernahme

der Geschäftsführung als persönlich

haftende Gesellschafterin der

TGA Zeichenbüro Erfurt UG (haftungsbeschränkt)

& Co. KG mit dem

Sitz in Künzelsau, die Vornahme aller

damit im Zusammenhang stehenden

Geschäfte sowie die Förderung des Unternehmenszwecks

der vorgenannten

Kommanditgesellschaft innerhalb ihres

Kaufen Mieten

Service

Fleet-

Management

Unternehmensgegenstandes, nämlich

- die Erstellung technischer Zeichnungen

unter Einsatz professioneller CAD-

Software, insbesondere im Bereich

der technischen Gebäudeausrüstung

(TGA), vornehmlich für Heizungs-,

Lüftungs-, Sanitär- und Anlagenbauprojekte,

sowie Durchführung kleinerer

technischer Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten

und - das Halten und Verwalten

eigenen Vermögens, der Erwerb

und das Vermieten und Verpachten von

Immobilien sowie der Erwerb von Beteiligungen

an anderen Unternehmen

und alle damit in Zusammenhang stehenden

Tätigkeiten. 2.000,00 EUR Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Erfurt, Thomas,

Künzelsau, *11.01.1988 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Geschäftsführer: Erfurt, Elena, Künzelsau,

*28.05.1958 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

HRB 805473

Signus Park 6 GmbH Zweiflingen.

Geschäftsanschrift: Klingenäcker 2,

74639 Zweiflingen. Der Erwerb, die

Errichtung, Verwaltung, Vermietung

und Verpachtung von Immobilien im

eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

26.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Schweinle,

Gerhard Karl Hermann, Zweiflingen,

*10.01.1961 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

HRB 805487

Signus Park 5 GmbH Zweiflingen.

Geschäftsanschrift: Klingenäcker 2,

74639 Zweiflingen. Der Erwerb, die

Errichtung, Verwaltung, Vermietung

und Verpachtung von Immobilien im

eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

26.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Schweinle,

Gerhard Karl Hermann, Zweiflingen,

*10.01.1961 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

HRB 18515

TK Holding GmbH Tauberrettersheim.

Geschäftsanschrift: Kapellenweg

7, 97285 Tauberrettersheim. Ist das

Halten und Verwalten von Beteiligungen.

25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er die

Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Bestellt: Geschäftsführer: Kossowski,

Timo Matthias, Tauberrettersheim,

*26.11.1994 einzelvertretungsberechtigt;

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 751929

Rüdiger Lang Beteiligungs-GmbH

Gschwend. Geschäftsanschrift:

Schlechtbacher Straße 28, 74417

Gschwend. Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen an anderen

Gesellschaften sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung

bei Gesellschaften, insbesondere

bei der Rüdiger Lang GmbH

& Co. KG. 25.000,00 EUR Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Lang, Rüdiger

Heinz, Gschwend, *10.10.1964 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Schulz BüroTechnikVertrieb GmbH

Mainklinger Straße 2

74586 Frankenhardt

Tel.: 07959 / 926940

www.schulz-buerotechnik.de

HRB 805659

SYNPLIdrive GmbH Öhringen. Geschäftsanschrift:

Verrenberger Weg 36,

74613 Öhringen. Der Betrieb einer

Fahrschule, dabei auch die Einführung,

Nutzung und Weiterentwicklung

einer neuen Lernplattform unter Verwendung

digitaler Tools. 25.000,00

EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

vertritt er allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei

gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:

Swyter, Jann Hendrik, Öhringen,

*26.07.1985 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer:

Michelfelder, Achim,

Neuenstein, *07.09.1969 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

HRB 805385

Tassenkasper GmbH Rosengarten.

Geschäftsanschrift: Eugen-Kübler-Straße

8, 74538 Rosengarten. Die Entwicklung,

das Design, die Herstellung, die

Veredelung, der Import, der Export, der

Groß- und Einzelhandel sowie der Vertrieb,

insbesondere im Fernabsatz und

über Online-Shops und digitale Marktplätze,

von Trinkgefäßen, insbesondere

Tassen, Bechern und ähnlichen Produkten,

sowie von Geschenkartikeln,

Bekleidung, Werbeartikeln, Deko- und

Lifestyleprodukten, Zubehör, Untersetzern,

Marketingmaterialien, Werbemitteln

und sonstigen ergänzenden

Produkten, einschließlich personalisierter

und individualisierter Produkte.

25.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Lucaciu, Alexander,

Schwäbisch Hall, *03.11.1991 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

HRB 805439

Greiner HE Holding GmbH Neuenstein.

Geschäftsanschrift: Felix-Wankel-Straße

5, 74632 Neuenstein. Das

Halten und Verwalten eigenen Vermögens,

insbesondere Beteiligungen und

Immobilien. 25.000,00 EUR. Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam

oder ein Geschäftsführer mit einem

Prokuristen. Geschäftsführer: Greiner,

Michael, Bretzfeld, *03.05.1970 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Ihr Partner für die Region

Hohenlohe-Franken

HRB 752006

Schmidt Technik Verwaltungs-GmbH

Gschwend. Geschäftsanschrift: Gaildorfer

Straße 10, 74417 Gschwend.

Verwaltung eigenen Vermögens und

Übernahme der Komplementär-Stellung

in Kommanditgesellschaften.

25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Schmidt, Michael,

Gschwend, *25.11.1977 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

HRB 805675

CTS Isoliertechnik GmbH Schwäbisch

Hall. Geschäftsanschrift: Lise-

Meitner-Straße 3, 74523 Schwäbisch

Hall. Die technische Isolierung von

Anlagen, Rohrleitungen und Behältern

aller Art, insbesondere im Bereich Wärme-,

Kälte-, Schall und Brandschutz,

sowie die Erbringung aller hiermit im

Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

27.000,00 EUR. Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Schöllhammer,

Clemens Theodor, Schwäbisch Hall,

*27.03.1991 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer:

Schöllhammer, Natalie,

geb. Mühlbauer, Schwäbisch-Hall,

*22.03.1991 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

HRA 743384

Jonek Besitz GmbH & Co. KG Pfedelbach.

Geschäftsanschrift: Meisenstraße

15, 74629 Pfedelbach. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt einzeln.

Persönlich haftender Gesellschafter: Jonek

Verwaltungs-GmbH, Gesellschaft

mit beschränkter Haftung, Pfedelbach

(Amtsgericht Stuttgart HRB 803156)

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Kommanditgesellschaft

Entstanden durch Statuswechsel

der „Jonek Besitz eGbR“ mit

Sitz in Pfedelbach (Amtsgericht Stuttgart,

GsR 4291) Kommanditist: Jonek,

Hannelore, Öhringen, *09.08.1940,

Haftsumme: 9.000,00 EUR Kommanditist:

Jonek, Axel, Öhringen,

*15.10.1968, Haftsumme: 3.000,00

EUR Kommanditist: Jonek, Markus,

Öhringen, *05.12.1970, Haftsumme:

3.000,00 EUR Kommanditist: Jonek,

Martina, Pfedelbach, *08.07.1967,

Haftsumme: 3.000,00 EUR.

HRB 752014

KHG GmbH Igersheim. Geschäftsanschrift:

Reisfeld 12, 97999 Igersheim.

Die Verwaltung eigenen Vermögens,

insbesondere das Halten und die Verwaltung

von Beteiligungen im eigenen

Namen und auf eigene Rechnung, sowie

die Übernahme von Geschäftsführungs-,

Verwaltungs-, Beratungs- und

Managementleistungen gegenüber verbundenen

Unternehmen, soweit hierfür

keine besondere behördliche Erlaubnis

erforderlich ist. 25.000,00 EUR. Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam

oder ein Geschäftsführer mit einem

Prokuristen. Geschäftsführer: Kraft,

Jens, Igersheim, *19.02.1996 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

HRA 730071

Solarpark Aich GmbH & Co. KG.

Sitz verlegt; nun: Kirchberg an der

Jagst. Neue Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-Straße

5, 74592 Kirchberg

an der Jagst. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter: REH-

WESolar, Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Unterschwaningen (Amtsgericht

Ansbach HRB 8552) Kommanditgesellschaft

Der Sitz ist von Unterschwaningen

(Amtsgericht Ansbach

HRA 4853) nach Kirchberg an der

Jagst verlegt. Haftsumme um 1.875,00

EUR erhöht bei Kommanditist: Hoffmann,

Marc Steven, Rot am See ,

*07.04.1984, Haftsumme: 5.000,00

EUR Haftsumme um 12.500,00 EUR

erhöht bei Kommanditist: Winter, Daniel,

Ilshofen , *12.10.1978, Haftsumme:

15.000,00 EUR Haftsumme um

10.000,00 EUR erhöht bei Kommanditist:

Stier Beteiligungen GmbH & Co.

KG, Kommanditgesellschaft, Kirchberg

an der Jagst , (Amtsgericht Ulm

HRA 729310), Haftsumme: 20.000,00

EUR Eingetreten als Kommanditist:

Walz, Stefan Karl, Massenbachhausen ,

*14.03.1975, Haftsumme: 140.000,00

EUR Ausgeschieden als Kommanditist:

Engelhard, Peter, Wassertrüdingen,

*16.08.1993, Haftsumme: 3.125,00


26 Handelsregister

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

EUR Ausgeschieden als Kommanditist:

Regele, David, Unterschwaningen

,*03.05.1994, Haftsumme: 3.125,00

EUR Für diese Haftsummen inSonderrechtsnachfolge

Haftsumme um 2x

3125,00 EUR =6.250,00 EURerhöht,

sowie Erhöhung um weitere 10.625,00

EUR bei Kommanditist: Engelhard,

Helmut, Gnotzheim , *12.12.1966,

Haftsumme: 20.000,00.

HRA 743392

Bundesweiter EnergiePartnerBrigitte

Wilhelm e.K. Öhringen. Geschäftsanschrift:

Poststraße 71, 74613 Öhringen.

Die Inhaberin handelt allein.

Inhaber: Wilhelm, Brigitte, Öhringen,

*17.07.1993 Einzelkauffrau.

HRA 743395

TGA Zeichenbüro Erfurt UG (haftungsbeschränkt)

& Co. KG Künzelsau.

Geschäftsanschrift: Mohnweg

6, 74653 Künzelsau. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt einzeln.

Persönlich haftender Gesellschafter:

TGA ZBErfurt Verwaltung UG(haftungsbeschränkt),

Künzelsau (Amtsgericht

Stuttgart HRB 805428) mit

der Befugnis -auch für die jeweiligen

Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Kommanditgesellschaft

Kommanditist: Erfurt,

Thomas, Künzelsau, *11.01.1988,

Haftsumme: 1.000,00 EUR.

HRA 743402

Fielmann AG &Co. KG Öhringen.

Geschäftsanschrift: Poststraße 54,

74613 Öhringen. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln.

Persönlich haftender Gesellschafter:

Fielmann Group AG,Hamburg (Amtsgericht

Hamburg HRB 56098) mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Kommanditgesellschaft

Kommanditist: Fielmann Finanzservice

GmbH, Hamburg, (Amtsgericht

Hamburg HRB 30823), Haftsumme:

10.000,00 EUR.

HRA 743403

Blaumann Jeanshosen Produktions

UG (haftungsbeschränkt) &Co. KG

Künzelsau. Geschäftsanschrift: Bolehofstraße

9, 74653 Künzelsau. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:

Blaumann Produktions

Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),

Künzelsau (Amtsgericht Stuttgart HRB

805099) mit der Befugnis, imNamen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Kommanditgesellschaft Kommanditist:

Hampel, Christian, Künzelsau,

*03.10.1967, Haftsumme: 5.000,00

EUR Kommanditist: Wetzels, Guido

Hans Emil, Künzelsau, *30.01.1965,

Haftsumme: 5.000,00 EUR.

HRA 743415

Caeiro & Hartmann OHG Schwäbisch

Hall. Geschäftsanschrift: Weilerwiese

1, 74523 Schwäbisch Hall.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: Caeiro, Dario Antonio

Ramalho, Crailsheim, *23.09.1983

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Hartmann,

Oliver Heinrich Johannes, Schwäbisch

Hall, *26.08.1991 mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRA 743416

Aequitas Family Office GmbH &Co.

KG Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift:

Am Rotbach 2, 74523 Schwäbisch

Hall. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter ist

befugt, im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder alsVertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Persönlich haftender Gesellschafter:

Aequitas Verwaltungs GmbH,

Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart

HRB 804995) mit der Befugnis -auch

für die jeweiligen Geschäftsführer -,im

g

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Kommanditgesellschaft Die Gesellschaft

ist entstanden durch formwechselnde

Umwandlung der Gesellschaft

mit beschränkter Haftung Aequitas Family

Office GmbH mit Sitz in Schwäbisch

Hall (Amtsgericht Stuttgart,HRB

802096) gemäß §190 ff. UmwG. Auf

diebei Gericht eingereichten Urkunden

wirdBezug genommen. Kommanditist:

Scheunert, Thomas, Schwäbisch Hall,

*02.10.1974, Haftsumme: 1.000,00

R

EUR Kommanditist: Pircher, Michaela

Sabine, Ludwigsburg, *31.08.1968,

Haftsumme: 1.000,00 EUR.

HRA 730090

Mainholz Jens Kraft e.K. Igersheim.

Geschäftsanschrift: Reisfeld 12, 97999

Igersheim. Inhaber: Kraft, Jens, Igersheim,

*19.02.1996 Einzelkaufmann.

HRA 730092

Photovoltaikanlage Jens Kraft e.K.

Igersheim. Geschäftsanschrift: Reisfeld

12, 97999 Igersheim. Inhaber: Kraft,

Jens, Igersheim, *19.02.1996 Einzelkaufmann.

HRA 730098

Schmidt Technik GmbH &Co. KG

Gschwend. Geschäftsanschrift: Gaildorfer

Straße 10, 74417 Gschwend.

Jeder persönlich haftendeGesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: Schmidt Technik Verwaltungs-GmbH,

Gschwend (Amtsgericht

Ulm HRB 752006) mit der

Befugnis - auch für die jeweiligen

Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Kommanditgesellschaft

Kommanditist: Schmidt,

Michael, Gschwend, *25.11.1977,

Haftsumme: 100,00 EUR.

Veränderung

HRA 724824

MG Gläser Baumarkt GmbH &Co.

KG. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Heilbronn vom 04.12.2025 (9 IN

66/15) ist das Insolvenzverfahren aufgehoben.

HRB 751636

Plesniarski UG(haftungsbeschränkt)

Durch Beschluss des Amtsgerichts

Crailsheim vom 09.02.2026 (4 1 In

84/15) ist das Insolvenzverfahren aufgehoben.

HRB 741991

Maks GmbH. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Heilbronn vom

25.02.2026 (3 IN 706/19) ist das Insolvenzverfahren

aufgehoben.

HRB 795118

R.Eagle Holding GmbH. Die Gesellschafterversammlung

vom 26.03.2026

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in §4(Stammkapital), §13(Erbfolge

und Testamentsvollstreckung)

und §15 (Einziehung von Geschäftsanteilen)

beschlossen.

HRB 744652

R. Stahl Services GmbH. Personenbezogene

Daten ergänzt bei Geschäftsführer:

Merkel, Frank Thomas, Neumark,

*24.01.1976 mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Gesamtprokuragemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder

einem anderen Prokuristen mit der Befugnis,

imNamen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder alsVertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Reichert, Timo, Zweiflingen,

*17.08.1982.

HRB 571291

GEPAS -Gesellschaft für Produktions-

und Automatisierungssysteme

mbH. Stammkapital nun: 27.000,00

EUR. Nicht mehr Geschäftsführer:

Otterbach, Ralf, Schwäbisch Hall,

*22.11.1963 Durch Beschluss der

Gesellschafterversammlung vom

07.04.2026 ist das Stammkapital auf

Euro umgestellt. Durch Beschluss

der Gesellschafterversammlung vom

07.04.2026 ist das Stammkapital zum

Zweck der Glättung zunächst um 75,89

EUR herabgesetzt und sodann um

1.000,00 EUR erhöht. DieGesellschafterversammlung

vom 07.04.2026 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in §3(Stammkapital) und §7(Gesellschafterbeschlüsse)

beschlossen.

HRB 755853

T.A. KA Verwaltungs GmbH. Durch

Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn

vom 07.04.2026 (9 IN 1060/25)

wurde über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Heilbronn, 9IN

1060/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1

GmbHG i.V.§65 Abs. 1GmbHG von

Amts wegeneingetragen.

HRB 759137

T.A. PF Verwaltungs GmbH. Durch

Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn

vom 08.04.2026 (3 IN 1066/25)

wurde über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Heilbronn, 3IN

1066/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1

GmbHG i.V.§65 Abs. 1GmbHG von

Amts wegeneingetragen.

HRB 740732

GaLaBau Hohenlohe UG (haftungsbeschränkt)

Firma geändert; nun:

GaLaBau Hohenlohe GmbH. Stammkapital

nun: 25.000,00 EUR. Personenbezogene

Daten (Wohnort) geändert

bei Geschäftsführer: Weigel, Jens

Christian, Ilshofen, *26.11.1975 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Gesellschafterversammlung vom

09.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in §1(Firma und

Sitz) und §3(Stammkapital) beschlossen.

Das Stammkapital ist durch Beschluss

der Gesellschafterversammlung

vom gleichen Tag um 20.000,00 EUR

auf 25.000,00 EURerhöht.

HRB 758566

T.A. Betriebs GmbH. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Heilbronn

vom 17.04.2026 (5 IN 1070/25)

wurde über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Heilbronn, 5IN

1070/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1

GmbHG i.V.§65Abs.1GmbHG von

Amts wegen eingetragen.

HRB 758626

T.A. MA Verwaltungs GmbH. Durch

Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn

vom 17.04.2026 (4 IN 1064/25)

wurde über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Heilbronn, 4IN

1064/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1

GmbHG i.V.§65Abs.1GmbHG von

Amts wegen eingetragen.

HRB 785853

REPO UG(haftungsbeschränkt) Firma

geändert; nun: HVD Baudienstleistungen

UG (haftungsbeschränkt)

Sitz verlegt;nun:Pfedelbach. Neue Geschäftsanschrift:

Geißelhardter Straße

24, 74629 Pfedelbach Die Gesellschafterversammlung

vom 23.04.2026 hat

die Änderung desGesellschaftsvertrages

in §1(Firmaund Sitz) beschlossen.

HRB 804266

Spross Elektrotechnik UG(haftungsbeschränkt).

Sitz verlegt; nun: Schwäbisch

Hall. Änderung der Geschäftsanschrift:

LuckenbacherStraße 11, 74523

Schwäbisch Hall Die Gesellschafterversammlung

vom 29.04.2026 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages in

Ziff. 1(Firma, Sitz) beschlossen.

HRB 570981

Autolöwen GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Kut, Fatma, Crailsheim,

*27.01.1988.

HRB 570981

Autolöwen GmbH. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Heilbronn vom

30.04.2026 (20 IN 546/26) wurde ein

vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

Verfügungen der Gesellschaft über

Gegenstände ihres Vermögens sind nur

noch mit Zustimmung des vorläufigen

Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs.

2Nr. 2InsO).

HRB 750565

Hägele UG (haftungsbeschränkt) Allgemeine

Vertretungsregelung von Amts

wegen berichtigt in: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten sie gemeinsam.

HRB 751473

Wiedemann Transporte GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Lange,

Dietmar, Michelfeld, *09.02.1963.

HRB 749278

Domus Cura Pflegezentrum Crailsheim

GmbH. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Crailsheim vom

01.05.2026 (1 1 IN 18/26) wurde

über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet. Die

Gesellschaft ist durch Eröffnung des

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Crailsheim, 11IN 18/26)

aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1GmbHG

i.V.§65Abs. 1GmbHG vonAmts wegen

eingetragen. Die Eigenverwaltung

durch den Schuldner ist angeordnet.

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HRA 724834

Grabert Sport GmbH & Co. KG.

Eingetreten als Persönlich haftender

Gesellschafter: Grabert Grundstücksund

Vermögensverwaltungs-GmbH,

Öhringen (Amtsgericht Stuttgart HRB

580571) Ausgeschieden als Persönlich

haftender Gesellschafter: Grabert Verwaltungs-GmbH,

Öhringen (Amtsgericht

StuttgartHRB 743738)

HRB 590794

Würth Elektronik Verwaltungs-

GmbH. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder einem

anderen Prokuristen: Güner, Emin, Ilshofen,

*15.05.1979.

HRB 680288

Bruno Brenner, Garten- und Landschaftsbau

GmbH. Einzelprokura mit

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich imeigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Popp,Alexander,

Niederstetten, *02.06.1974.

HRB 742966

Klimaneutrale Bürgerenergie Stetten

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Freifrau vonStetten, Natalie, geb.Pfeiffer,

Künzelsau, *15.09.1981 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Freiherr

von Stetten, Christian, Künzelsau,

*24.07.1970.

HRB 570583

ConCab Kabel GmbH. Bestellt als

Geschäftsführer: Hendrickx, Dirk Jan

Regina Paul, London / Vereinigtes

Königreich, *21.03.1968 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 570594

Reiseservice, Hotel- und Gaststättenbetriebe

REHOGA GmbH. Allgemeine

Vertretungsregelung von Amts

wegen berichtigt in: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen.

Jeder Geschäftsführer ist befugt, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Bestellt alsGeschäftsführer:Eroglu, Niyazi,

Crailsheim, *01.01.1970 Prokura

erloschen: Eroglu, Niyazi, Crailsheim,

*01.01.1970.

HRB 590663

Albert Berner Deutschland GmbH.

Personenbezogene Daten geändert bei

Geschäftsführer: Roleder, Roman Johannes,

Forchtenberg, *23.12.1981

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 732968

Kurz Beteiligungs-GmbH. Bestellt als

Geschäftsführer: Hannebaum, Sabine

Brigitte, Stimpfach, *20.09.1978 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namender Gesellschaft mitsich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 749734

Berner Group Service Center

Deutschland GmbH. Personenbezogene

Daten(Name) geändert bei Geschäftsführer:

Roleder, Roman Johannes,

Künzelsau, *23.12.1981 mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 795164

FMK Mobility GmbH. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Crailsheim

vom 05.05.2026 (1 1IN48/26) wurde

ein vorläufiger Insolvenzverwalter

bestellt. Verfügungen der Gesellschaft

über Gegenstände ihres Vermögens sind

nur noch mit Zustimmung des vorläufigen

Insolvenzverwalterswirksam(§21

Abs. 2Nr. 2InsO).

HRB 670812

Josef Kurz GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Hannebaum, Sabine Brigitte,

Stimpfach, *20.09.1978 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

Die Speieserei

GbR, Haller Str. 189

74564 Crailsheim

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 680426

Data Modul Weikersheim GmbH.

Prokura erloschen: Kössel, Nina-Susan,

Weikersheim, *23.08.1977.

HRB 746892

CWMRF IT-Service GmbH. Allgemeine

Vertretungsregelung geändert;

nun: Ist nur ein Liquidator bestellt,

vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren

bestellt, vertreten sie gemeinsam.

Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt

als Liquidator: Rautenberg, Jonathan,

Burgbernheim, *11.01.1981 Die

Gesellschaft istaufgelöst.

HRB 590165

BürkertVerwaltungs-Gesellschaftmit

beschränkter Haftung. Nicht mehr

Geschäftsführer:Gaida, Roman, Untermünkheim,

*08.07.1982.

HRB 680693

WITTENSTEIN cyber motor

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Wilstermann, Jochen, Zorneding,

*21.01.1975 mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Prokura erloschen: Wilstermann, Jochen,

Zorneding, *21.01.1975.

HRB 727853

Energiewelt-info GmbH. Einzelprokura:

Koch, Corinna, Igersheim,

*21.03.1984.

HRB 732010

Atlas Components GmbH. Nicht

mehr Geschäftsführer: Stitou, Brahim,

Delmenhorst, *06.04.1979.

HRB 787320

F+KServices GmbH. Sitz verlegt;

nun: Wolpertshausen. Neue Geschäftsanschrift:

Birkichstraße 5, 74549

Wolpertshausen Die Gesellschafterversammlung

vom 07.05.2026 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages in

§1(Firma und Sitz) und §3(Stammkapital)

beschlossen.

HRB 590757

Fujimi Europe GmbH. Bestelltals Geschäftsführer:

Dörr, Christian, Forchtenberg,

*29.04.1986 mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bestellt als Geschäftsführerin:

Scherz, Damaris, Schwäbisch Hall,

*08.06.1982. Prokura erloschen: Dörr,

Christian, Forchtenberg, *29.04.1986

Prokura erloschen: Scherz, Damaris,

Schwäbisch Hall, *08.06.1982.

HRB 729101

Hirsch Innenausbau Verwaltungs

GmbH. Firma geändert; nun: Hirsch

Interieur GmbH. Gegenstand geändert;

nun: Die Erbringung von

Planungs- und Konstruktionsdienstleistungen

im exklusiven lnnenausbau,

speziell im Yacht- und Residenzbereich

sowie das Design und Ausführung von

lnnenausbauprojekten. Stammkapital

nun: 30.000,00 EUR Die Gesellschafterversammlung

vom 08.05.2026 hat

die Neufassung des Gesellschaftsvertrages

beschlossen. Das Stammkapital

ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung

vom gleichen Tag um

5.000,00 EUR auf 30.000,00 EUR

erhöht.

HRB 751382

Theed.Verwaltungs GmbH. Gegenstand

geändert; nun: Die Übernahme

der persönlichen Haftung und Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften,

insbesondere Beteiligung als

persönlich haftende, geschäftsführende

Gesellschafterin. Gegenstand des Unternehmens

sind außerdemdie im Rahmen

der Liquidation der Gesellschaft

erforderlichen und zweckmäßigen Geschäfte.

DieGesellschafterversammlung

vom 08.05.2026 hat die Neufassung

des Gesellschaftsvertragesbeschlossen.

HRB 590276

BTI Befestigungstechnik Verwaltungsgesellschaft

mbH. Personenbezogene

Daten (Nachname) geändert

bei Geschäftsführer: Roleder, Roman

Johannes, Forchtenberg, *23.12.1981

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Im McKee-Gebäude

Öffnungszeiten:

Montag bis

Freitag

Imbiss:

von 7.30 bis

14.00 Uhr

Mittagessen:

von 11.00

bis 14.00 Uhr

07951/ 9599950 www.diespeiserei.de

HRB 789233

Anifour GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Hauck, Benedikt Georg,

Pfedelbach, *16.04.1992.

HRB 794767

BEG-Immobilien GmbH. Änderung

der Geschäftsanschrift: Kolpingstraße

19/1, 74523 Schwäbisch Hall.

HRA 4364

Winkler Design GmbH & Co.

KG. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem persönlich haftenden Gesellschafter

oder einem anderen Prokuristen:

Hensel, Florian, Boxberg,

*21.10.1989 Losert, Melanie, Igersheim,

*17.05.1988 Mania, Matthias,

Stuttgart, *01.09.1972.

HRB 5268

Winkler DesignVerwaltungs-GmbH.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

Geschäftsführer oder einem anderen

Prokuristen: Losert, Melanie, Igersheim,

*17.05.1988 Hensel, Florian,

Boxberg, *21.10.1989 Mania, Matthias,

Stuttgart, *01.09.1972.

HRB 570105

Bausparkasse Schwäbisch Hall Aktiengesellschaft

- Bausparkasse der

Volksbanken und Raiffeisenbanken -

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

Vorstandsmitglied: Schüttler, Thomas,

RotamSee, *03.01.1973.

HRB 580781

Rapp GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Rapp, Eugen, Kaufmann, Öhringen,

*24.03.1958.

HRB 680700

Wirthwein Beteiligungs-GmbH. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem

Geschäftsführer oder einem anderen

Prokuristen: Bresink, Mario, Bad Honnef,

*26.05.1968 Mania, Matthias,

Stuttgart, *01.09.1972 Hensel, Florian,

Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,

Igersheim, *17.05.1988 Gezmis, Kemal,

Mühlhausen, *21.10.1969.

HRB 731180

Bürkert Foundation GmbH. Die

Gesellschafterversammlung vom

13.05.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in §§ 12 (Geschäftsführer),

15 (Beirat, Zusarnmensetzung,

Wahl und Amtsdauer, 16 (Aufgabendes

Beirats), 18 (Sitzungen des Beirats), 20

(Gesellschafterbeschlüsse) und in §22

(Alternatlve Durchführungen von Abstimmungen)

beschlossen.

HRB 737812

Teragro UG (haftungsbeschränkt)

Allgemeine Vertretungsregelung geändert;

nun: Ist nur ein Liquidator

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere

Liquidatoren bestellt, vertretenzweigemeinsam

oder ein Liquidator gemeinsam

mit einem Prokuristen. Bestellt

als Liquidator: Müller, Hans-Albrecht,

Weikersheim, *09.10.1966 mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Müller, Nadia, Weikersheim,

*11.10.1967. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 779027

Berner Omnichannel Trading Holding

SE. Bestellt als GeschäftsführenderDirektor:

Runde, Hanjo, Hamburg,

*14.10.1979.

HRB 793365

BEG-Projekte GmbH. Neue Geschäftsanschrift:

Kolpingstraße 19/1,

74523 Schwäbisch Hall.

HRB 745590

WIRTHWEIN SE. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied

oder einem anderen Prokuristen:

Gezmis, Kemal, Mühlhausen,

*21.10.1969 Bresink, Mario, Bad

Honnef, *26.05.1968 Mania, Matthias,

Stuttgart, *01.09.1972 Hensel, Florian,

Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,

Igersheim, *17.05.1988.

HRA 680582

Möhler Apotheke Sylvia Begemann

e.K. Errichtet: Zweigniederlassung mit

abweichender Firma Janus Apotheke,

Filiale der Möhler Apotheke Sylvia

Begemann e.K., 97980 Bad Mergentheim,

Geschäftsanschrift: Hauptstraße

12, 97980 Bad Mergentheim Personenbezogene

Daten geändert bei Inhaberin:

Begemann, Sylvia Therese,

Bad Mergentheim, *04.08.1981 Das

Handelsgeschäft des Wagner, René,

Niederstetten, *29.09.1962 als Inhaber

der Firma „Janus Apotheke René Wagner

e.K.“, Niederstetten (Amtsgericht

Ulm HRA 722477) ist mit dem Recht

zur Fortführung der Firma übergegangen

auf Begemann, Sylvia Therese,

Bad Mergentheim, *04.08.1981 die es

als Zweigniederlassung fortführt. Der

Übergang der imGeschäftsbetrieb des

früheren Inhabers begründeten Verbindlichkeiten

ist ausgeschlossen.

HRA 721558

Transporter Industry International

Sales GmbH &Co. KG. Personenbezogene

Daten geändert; nun: Gesamtprokura

gemeinsam mit einem persönlich

haftenden Gesellschafter oder

einem anderen Prokuristen mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Kettner, Andreas, Neu-

Ulm, *10.06.1974.


Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281

Handelsregister 27

HRB 105711

Transporter Industry International

GmbH. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder einem

anderen Prokuristen mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Personenbezogene Daten (Wohnort)

geändert bei Kettner, Andreas, Neu-

Ulm, *10.06.1974.

HRB 571042

mft transport systems gmbh. Personenbezogene

Daten geändert bei

Geschäftsführer: Bohn, Gloria Anna,

Ilshofen, *11.03.1993 einzelvertretungsberechtigt.

HRB 580509

Ulrich Abendschein GmbH. Sitz verlegt;

nun: Wolpertshausen Änderung

der Geschäftsanschrift: Birkichstraße

6, 74549 Wolpertshausen. Personenbezogene

Daten (Wohnort) geändert bei

Geschäftsführer: Abendschein, Ulrich,

Satteldorf, *26.03.1971 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Abendschein, Vincent, Satteldorf,

*16.08.2002 Die Gesellschafterversammlung

vom 18.05.2026 hat die

Neufassung des Gesellschaftsvertrages

beschlossen.

HRB 590196

Näve - Leuchten Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Bestellt als

Geschäftsführer: Schramm, Thorsten,

Arnsberg, *25.06.1973 einzelvertretungsberechtigt.

HRB 671002

VT Generalbau GmbH. Nicht mehr

Geschäftsführer: Hesterberg, Werner,

Crailsheim, *13.02.1948 Nicht mehr

Geschäftsführer: Hesterberg, Günter

Martin, Crailsheim, *10.07.1950.

HRB 731140

Hesterberg Holding GmbH. Bestellt

als Geschäftsführer: Hesterberg, Dierk,

Crailsheim, *02.09.1970 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bestellt als Geschäftsführer: Hesterberg,

Oliver,Crailsheim, *16.06.1980 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Hesterberg,

Günter Martin, Crailsheim,

*10.07.1950 Nicht mehr Geschäftsführer:

Hesterberg, Werner, Crailsheim,

*13.02.1948.

HRB 738144

Transporttechnik GmbH. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Personenbezogene

Daten geändert bei Kettner, Andreas,

Neu-Ulm, *10.06.1974.

HRB 790159

R.Brand Group GmbH. Nicht mehr

Geschäftsführer: Schulte-Angels, Anna-

Lena, Rüthen, *31.08.1978.

HRA 680665

Wirthwein GmbH & Co. KG. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem

persönlich haftenden Gesellschafter

oder einem anderen Prokuristen:

Bresink, Mario, Bad Honnef,

*26.05.1968 Mania, Matthias, Stuttgart,

*01.09.1972 Hensel, Florian,

Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,

Igersheim, *17.05.1988 Gezmis, Kemal,

Mühlhausen, *21.10.1969.

HRB 103482

Otto Rettenmaier GmbH. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen: Personenbezogene

Daten geändert bei Kettner,

Andreas, Neu-Ulm, *10.06.1974.

HRB 570765

BTE Biegetechnik Engineering

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Ruth, Jörg, Velbert, *05.01.1976 einzelvertretungsberechtigt.

Vertretungsbefugnis

geändert bei Geschäftsführer:

Walser-Schaeff, Annette, geb. Schaeff,

Untermünkheim, *21.02.1965 einzelvertretungsberechtigt.

Vertretungsbefugnis

geändert bei Geschäftsführer:

Großeibl, Günter, Langenburg,

*18.09.1965 einzelvertretungsberechtigt.

HRB 571785

kocher-plastik Verwaltungs GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Bouffleur,

Ralf Paul, Wiesbaden, *16.01.1964.

HRB 590306

KRIWAN Industrie-Elektronik

GmbH. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder

einem anderen Prokuristen: Schmidt,

Lisa Erna, geb. Zwicker, Schöntal,

*18.03.1995.

HRB 670637

ALWICO Hesterberg GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Hesterberg,

Günter Martin, Crailsheim,

*10.07.1950 Nicht mehr Geschäftsführer:

Hesterberg, Werner Ulrich, Crailsheim,

*13.02.1948.

HRB 671294

HT Bau GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Hesterberg, Werner,

Crailsheim, *13.02.1948 Nicht mehr

Geschäftsführer: Hesterberg, Günter

Martin,Crailsheim, *10.07.1950.

HRB 732581

Herbert Wiedmann Steuerberatungsgesellschaft

mbH. Einzelprokura mit

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Wiedmann,

Andreas, Obersontheim, *15.01.1984.

HRB 749205

Autohaus Franco Fahrbach GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Fahrbach,

Franco, Bad Mergentheim,

*06.06.2004.

HRB 761269

KRIWAN Testzentrum GmbH. Gesamtprokura

gemeinsam miteinem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen:

Schmidt, Lisa Erna, Schöntal,

*18.03.1995.

HRB 765485

LED-ARENA GmbH. Neue Geschäftsanschrift:

Dieselstraße 16, 74629

Pfedelbach. Gegenstand geändert; nun:

Gegenstand des Unternehmens ist

die Herstellung und der Vertrieb von

professionellen LED-Produkten, der

Großhandel von Elektro und Baustoffen

sowie Hausmeisterdienstleistungen.

Die Gesellschafterversammlung vom

19.05.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Ziffer 1und Ziffer

2(Gegenstand des Unternehmens)

beschlossen.

HRB 770235

Diakoneo Diak Schwäbisch Hall

gGmbH. Prokura erloschen: Trittenbach,

Bernd, Essingen, *08.03.1964.

HRB 787511

Diakoneo Sonnenhof Schwäbisch

Hall gGmbH. Prokuraerloschen: Trittenbach,

Bernd, Essingen, *08.03.1964.

HRB 794499

BEG-Familie GmbH. Änderung der

Geschäftsanschrift: Kolpingstraße 19/1,

74523 Schwäbisch Hall.

HRB 801443

GardenCaddy GmbH. Personenbezogene

Daten (Wohnort) geändert bei

Geschäftsführer: Plottke, Dominik, Ilshofen,

*08.12.1994 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen: Bohn,

Gloria Anna,Ilshofen, *11.03.1993.

HRB 581061

SCHEUERLE Engineering GmbH.

Personenbezogene Daten (Wohnort)

geändert bei Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder

einem anderen Prokuristen mit der Befugnis,

imNamen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder alsVertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Kettner, Andreas, Neu-Ulm,

*10.06.1974.

HRB 680504

Schülke HeizungsbauGmbH. Bestellt

als Geschäftsführer: Schülke, Arne,

Weikersheim, *18.06.1998 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Schülke,

Rolf, Heizungsbaumeister, Niederstetten.

HRB 751309

Compounding Ideas UG(haftungsbeschränkt)

Allgemeine Vertretungsregelung

geändert; nun: Ist nur ein

Liquidator bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Liquidatoren bestellt,

vertreten sie gemeinsam. Nicht mehr

Geschäftsführer, jetzt bestellt als Liquidator:

Greiner, Adrian Tom, Wallhausen,

*12.11.1997. Die Gesellschaft ist

aufgelöst.

HRB 767933

Schön Sondermüll-Transporte

GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Mayer, Beate, Kirchberg ander Jagst,

*09.09.1982.

HRB 782963

plDNA GmbH. Firma geändert; nun:

MG Studio GmbH. Gegenstand geändert;

nun: Die Durchführung und Vermarktung

von eignungsdiagnostischen

und persönlichkeitsanalytischen Verfahren,

die Ausbildung vonTrainernzur

Umsetzungsowie Fitness-und Gesundheitsdienstleistungen.

Die Gesellschafterversammlung

vom 20.05.2026 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in §1(Firmaund Sitz) und§2(Gegenstand

des Unternehmens) beschlossen.

HRB 730119

Umspannwerk Nassau Verwaltungs-

GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Pubantz, Markus, Niedernhall,

*22.02.1975.

HRB 745815

Knaudl GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Bross, Jelena, Kreßberg einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 804665

WP6 Hohenlohe GmbH. Bestellt als

Geschäftsführer: Natalia, Warschau /

Polen, *20.02.1983 Nicht mehr Geschäftsführer:

Mulawka, Grazyna, Niedernhall,

*26.08.1967 Einzelprokura

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich imeigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Mulawka,

Grazyna, Niedernhall, *26.08.1967.

HRA 721886

Rüdinger Verwaltungs-GmbH &

Co. KG. Haftsumme herabgesetzt bei

Kommanditist: Rüdinger, Roland,

Krautheim, *21.05.1962, Haftsumme:

80.000,00 EUR Für einen Teil dieser

herabgesetzten Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge

eingetreten als Kommanditist:

Rüdinger, Max, Krautheim,

*25.12.2000, Haftsumme: 10.000,00

EUR Für einen Teil dieser herabgesetzten

Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge

eingetreten als Kommanditist: Rüdinger,

Theo, Krautheim, *17.12.2003,

Haftsumme: 10.000,00 EUR.

HRB 138723

OEP Stella TopCo GmbH. Bestellt als

Geschäftsführer: Dr. Schefter, Martin

Uwe, Bonn, *17.10.1964 einzelvertretungsberechtigt;

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Schatton, Sebastian Josef, Bad

Soden am Taunus, *16.04.1990.

HRB 204733

Kade GmbH Systemhallenvertrieb.

Allgemeine Vertretungsregelung geändert;

nun: Ist nur ein Liquidator

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere

Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam.

Nicht mehr Geschäftsführer,

bestellt als Liquidator: Schauer, Fritz,

Affalterbach, *14.11.1944 Die Gesellschaft

ist aufgelöst.

HRB 580469

Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

Geschäftsführer oder einem anderen

Prokuristen mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Personenbezogene Daten (Wohnort)

geändert bei Kettner, Andreas, Neu-

Ulm, *10.06.1974.

HRB 590591

ebm-papst Verwaltungs GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Prof Dr.

Smetana, Tomás, Herzogenaurach,

*18.04.1974.

HRB 680888

Margraf New Media GmbH. Änderung

der Geschäftsanschrift: Eisenbahnstraße1,72072

Tübingen.

HRB 722638

Dentalclinic Dr. Ryssel + Collegen

Zahnmedizinisches Versorgungszentrum

GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:

Dr.Ryssel,Stephan, Crailsheim,

*23.12.1970.

HRB 751600

Pat‘s UG(haftungsbeschränkt) Nicht

mehr Geschäftsführer: Dietrich, Margit

Stefanie, Ilshofen, *30.09.1983.

HRB 784776

RK Holding GmbH. Die Gesellschafterversammlung

vom 22.05.2026 hat

die Änderung desGesellschaftsvertrages

in § 6 (Gesellschafterbeschlüsse) beschlossen.

HRB 727612

Gesundheitsholding Tauberfranken

gemeinnützige GmbH. Nicht mehr

Geschäftsführer: Latz, Andreas Rudolf,

Püttlingen, *29.07.1969.

HRA 590572

Schäfer Hohenloher Fleisch und

Wurst GmbH &Co. KG. Allgemeine

Vertretungsregelung von Amts wegen

neu vorgetragen: Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln.

Jeder persönlichhaftende Gesellschafter

ist befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich imeigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Personenbezogene

Daten (Firma) geändert bei Persönlich

haftender Gesellschafter: Schäfer

Verwaltungs-GmbH, Forchtenberg

(Amtsgericht Stuttgart HRB 590802)

Einzelprokura:Schäfer,Thomas,Untermünkheim,*11.05.1995.

HRA 727504

Bürgerwind 2Neubronn GmbH &

Co. KG. Änderung der Geschäftsanschrift:

Laudenbacher Weg 1, 97990

Weikersheim. Personenbezogene Daten

(Firma) geändert bei Persönlich haftender

Gesellschafter:GPP Verwaltungsgesellschaft

III mbH, Hamburg (Amtsgericht

HamburgHRB 167518)

HRA 730897

RKS Besitz GmbH &Co. KG. Sitz

verlegt; nun: Bretzfeld. Änderung der

Geschäftsanschrift: Heroldstraße 10,

74626 Bretzfeld. Personenbezogene

Daten (Sitz) geändert bei Persönlich

haftender Gesellschafter: RKS Verwaltungs

GmH, Bretzfeld (Amtsgericht

Stuttgart HRB 752374) mit der Befugnis

-auch für die jeweiligen Geschäftsführer

-, im Namen der Gesellschaft

mit sich imeigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 744927

Starwetten GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Papadopoulos, Theofilos,

Forchtenberg, *02.02.1964 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bestellt als Geschäftsführer: Thurau,

Raphael, Walldorf, *12.10.1987 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer:Sarantidis,

Christodoulos,Künzelsau, *19.04.1990

Nicht mehr Geschäftsführer: Papadopoulos,

Stylianos, Forchtenberg,

*10.08.2002.

HRB 751124

MainHolz Energie GmbH. Bestellt

als Geschäftsführer: Kraft, Jens, Igersheim,

*19.02.1996 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, imNamen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht

mehr Geschäftsführer: Kraft, Markus

Heinrich, Igersheim, *17.04.1970.

HRB 804995

Aequitas Verwaltungs GmbH. Bestellt

als Geschäftsführer: Schweizer,

Bernhard Eberhard, Mainhardt,

*08.01.1962 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRA 721185

Consistency GmbH &Co. KG. Gesamtprokura

gemeinsam miteinem persönlich

haftenden Gesellschafter oder

einem anderen Prokuristen: Dr. Grapenthin,

Simon, Essen, *14.02.1983

Olabamidele, Benjamin Olatokunboh

Alfred, Köln, *10.09.1997 Eingetreten

als Kommanditist: fits Holding

GmbH, Essen , (Amtsgericht Essen

HRB 30698), Haftsumme: 10.000,00

EUR Eingetreten als Kommanditist:

Olabamidele, Benjamin Olatokunboh

Alfred, Köln ,*10.09.1997, Haftsumme:

10.000,00 EUR Personenbezogene

Daten von Amts wegen berichtigt

bei Kommanditist: Hassel Holding

GmbH, Reken ,(Amtsgericht Coesfeld

HRB 23148), Haftsumme: 10.000,00

EUR.

HRA 738389

Solarpark Domsühl III GmbH &

Co. KG. Ausgeschieden als Kommanditist:

Zanzinger, Bernd, Crailsheim,

*23.12.1970, Haftsumme: 747,50

EUR Für diese Haftsumme in Gesamtrechtsnachfolge

eingetreten als

Kommanditist: Eser-Zanzinger, Sigrid,

Crailsheim, *18.10.1974, Haftsumme:

747,50 EUR Kommanditist mit

Das Handelsregister wird präsentiert von:

www.temperso.de

Haftsumme gemäß Artikel 89 Absatz

2EGHGB von Amts wegen neu vorgetragen

Kommanditist: NOVATECH

Gesellschaft für umweltschonende

Technologie mbH, Wolpertshausen,

(Amtsgericht Stuttgart HRB 570579),

Haftsumme: 7.010,00 EUR Kommanditist

mit Haftsumme gemäß Artikel

89 Absatz 2EGHGB von Amts wegen

neu vorgetragen Kommanditist:

Gronbach, Gottfried, Wolpertshausen,

*12.10.1956, Haftsumme: 7.500,00

EUR Kommanditist mit Haftsumme

gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB

von Amts wegen neu vorgetragen

Kommanditist: Gronbach, Imanuel,

Wolpertshausen, *16.02.1989, Haftsumme:

747,50 EUR Kommanditist

mit Haftsumme gemäß Artikel 89Absatz

2EGHGB von Amts wegen neu

vorgetragen Kommanditist: Christmann,

Lennart, Wien/Österreich,

*29.01.2000, Haftsumme: 747,50

EUR Kommanditist mit Haftsumme

gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB

vonAmts wegen neuvorgetragenKommanditist:

Christmann, Alexander,

Wuppertal, *09.10.1960, Haftsumme:

7.500,00 EUR Kommanditist mit

Haftsumme gemäß Artikel 89 Absatz

2EGHGB von Amts wegen neu vorgetragen

Kommanditist: Christmann,

Moritz, Wuppertal, *20.05.1995, Haftsumme:

747,50 EUR.

HRA 743415

Caeiro &Hartmann OHG. Berichtigung

von Amts wegen zur Geschäftsanschrift:

Weilerwiese 3,74523 Schwäbisch

Hall.

HRB 580775

Hohenloher Krankenhaus gGmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Latz, Andreas,

Püttlingen, *29.07.1969.

HRB 784475

h-w-lee GmbH. Allgemeine Vertretungsregelung

geändert; nun: Ist nur

einLiquidator bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrereLiquidatoren bestellt, vertreten

sie gemeinsam. Nun bestellt als

Liquidator: Hoffmann, Elke, Neuenstein,

*24.03.1967 einzelvertretungsberechtigt.

DieGesellschaft ist aufgelöst.

HRB 702157

Weiss-Doppelbodensysteme GmbH.

Nicht mehr Geschäftsführer: Grünwald,Viktor,

Adlkofen, *08.08.1962.

HRB 735357

OKAL Verwaltung GmbH. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen

mit der Ermächtigung zur Veräußerung

und Belastungvon Grundstücken:

Barthold, Antje, Schwäbisch Hall,

*11.04.1972.

HRB 738854

Bioenergie Hörlebach Verwaltungs-

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:

Breitkreuz, Nele, Wolpertshausen,

*26.04.1988 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich imeigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht

mehr Geschäftsführer:Kümmerer,Eckhard,

Wolpertshausen, *16.05.1958.

HRA 724426

BTI Befestigungstechnik GmbH &

Co. KG. Nachname geändert, nun

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

persönlich haftenden Gesellschafter

oder einem anderen Prokuristen mit

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen: Roleder,

Roman Johannes, Forchtenberg,

*23.12.1980.

HRB 780005

MHW Bike-Service-GmbH. Personenbezogene

Daten geändert bei

Geschäftsführer: Gutzy, Steffen, Michelbach

an der Bilz, *23.04.1985 einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namender Gesellschaft mitsich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer:

Neumann, Heinz, Rosengarten- Raibach,

*12.08.1960.

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Löschung

HRA 111517

DIENST360 e.K. Sitz verlegt, nun:

Schwäbisch Hall. Geändert, nun: Geschäftsanschrift:

Mühlweg 19, 74523

Schwäbisch Hall. Nun Amtsgericht

StuttgartHRA 742700.

HRB 721464

Volker Lüdorf Industriemontagen

GmbH. Die Gesellschaft (übertragender

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 10.03.2026

und des Versammlungsbeschlusses

des übertragenden Rechtsträgers vom

10.03.2026 mit dem Vermögen des Alleingesellschafters

Lüdorf, Volker, Blaufelden,

*24.12.1964 als Inhaber derFirma

„Volker Lüdorf Industriemontagen

e.K.“, Blaufelden (Amtsgericht Ulm

HRA 730062) verschmolzen. Das Registerblatt

istgeschlossen.

HRB 23698

Wind Möbisburg Reset GmbH

Schwäbisch Hall. Der Sitz ist nach

Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart

HRB 804431) verlegt.

HRB 802096

Aequitas Family Office GmbH &

Co. KG. Die Gesellschaft ist aufgrund

des Umwandlungsbeschlusses vom

27.03.2026 in eine Kommanditgesellschaft

unter der Firma Aequitas Family

Office GmbH &Co. KG mit Sitz in

Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart,

HRA 743416) gemäß §190 ff.

UmwG formwechselnd umgewandelt.

Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden

wird Bezug genommen. Das

Registerblatt istgeschlossen.

HRB 753523

Schwäbisch Hall Kreditservice

GmbH. Die Eintragung der Verschmelzung

im Register des Sitzes des

übernehmenden Rechtsträgers ist am

23.04.2026 erfolgt. Gemäß §19 Abs.

2UmwG von Amts wegen eingetragen.

DasRegisterblatt istgeschlossen.

HRA 721251

Gunz KG. DieLiquidation istbeendet.

Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt

istgeschlossen.

HRA 726185

Heinkel Mechanik e.K. Die Firma

ist erloschen. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRB 723202

STDGmbH. Prokuraerloschen: Trautwein,Simone,

Crailsheim,*24.02.1975

Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft

ist gelöscht. Das Registerblatt

istgeschlossen.

HRB 728288

Oldenburger Fleischwaren Leasing

GmbH. Der Sitz ist nach München

(Amtsgericht München HRB 311698)

verlegt. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRA 590529

Bürgerwindpark Hohenlohe Nesselbach

III GmbH &Co. KG. Die Gesellschaft

ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.

Eine Liquidation findet nicht

statt. DasRegisterblatt istgeschlossen.

HRA 742693

Zimmerei Kessler Inhaber Robert

Kessler e.K. Die Firma ist erloschen.

DasRegisterblatt istgeschlossen.

HRA 701141

Kaufhaus WOHA Drexel &Kißling

GmbH &Co. KG. Die Liquidation ist

beendet. Die Firma ist erloschen. Das

Registerblatt istgeschlossen.

HRB 744061

QuitBro UG (haftungsbeschränkt)

Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft

ist gelöscht. Das Registerblatt

istgeschlossen.

HRA 722477

Janus Apotheke René Wagner e.K.

Das Handelsgeschäft ist mit dem Recht

zur Fortführung der Firma übergegangen

auf Begemann, Sylvia Therese, Bad

Mergentheim, *04.08.1981, die esals

Zweigniederlassung unter der Firma

Janus Apotheke, Filiale der Möhler

Apotheke Sylvia Begemann e.K.(Amtsgericht

Ulm, HRA 680582) fortführt.

DasRegisterblatt istgeschlossen.

HRA 728114

SPB Solarpark Bücknitz GmbH &

Co. KG. Die Liquidation ist beendet.

Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt

istgeschlossen.

HRB 13955

Bailänder Holding GmbH Gaildorf.

Geändert, nun: Geschäftsanschrift:

Gartenstraße 6, 74405 Gaildorf Sitz

(nach Änderung derFirma in Weitblick

GmbH) verlegt nach Gaildorf (nun

Amtsgericht StuttgartHRB 805685).

HRB 671335

EDT Edelstahl Design Technik

GmbH. DieGesellschaft istwegen Vermögenslosigkeit

gemäß §394 FamFG

vonAmts wegen gelöscht. DasRegisterblatt

istgeschlossen.


28 Politik &Wirtschaft

Juli 2026 IJahrgang25INr. 281

And theIfoy goes to...

Pyck aus Schwäbisch Hall ist „Start-up of theYear“.

VON ANTONIO DE MITRI

Siegerpose:Maxillian Mack (li.) erhielt den Preis vonJan Drömer vomVDMA.

„Wir haben

dasBetriebssystem

für die

Logistikder Zukunft

gebaut.“

Der Ifoy ist so etwas wie

der Oscar der Intralogistik-Branche,

also der Anbieter

von Lösungen rund um

die Organisation, Steuerung,

Durchführung undOptimierung

des Warenumschlags innerhalb

von Betrieben. Träger desAwards

ist der Fachverband Fördertechnik

und IntralogistikimMaschinenbauverband

VDMA. Ifoysteht

dabei für „InternationalIntralogistics

and Forklift Truck ofthe

Year Award“, zuDeutsch: Internationaler

Preis für Intralogistik

und den Gabelstapler des Jahres.

Was so sperrig klingt, ist inder

Branche heiß begehrt: Indiesem

Jahrgab es 49 Bewerbungenaus

aller Welt, von denen es nur 13

Lösungen aus acht Ländern ins

Finale schafften.

Darunter Pyck. Unter diesem Namen

haben vor knapp drei Jahren

Maximilian Mack, Daniel

Jarr und Matthias Nagel ihr

Start-up gegründet, das einen

großen Anspruch vor sich herträgt:

nicht weniger als das perfekte

Lagermanagementsystem

anzubieten. Oder,wie es aufder

Website heißt: „das ultimative

WMS-Framework –und zwar

das letzte, das der Markt jemals

brauchen wird“.

Unter WMS, also Warehouse-

Management-Systemen, versteht

man Software, mit der sich der

komplette Betrieb eines Warenlagers

organisieren lässt –angefangen

bei der Wareneingangskontrolle

bis zum Warenausgang

und Versand. Und warum

der Name „Pyck“? Mack: „Picking

ist ein zentraler Begriff in

der Lagerlogistik. Er umfasst das

Zusammenstellen von Artikeln

für eine individuelle Kundenbestellung

und ist damit der Prozess

im Lager mit der größten

Wertschöpfung.“

Vorstellen kann man sich

Pyck wie einen Werkzeugkasten,

ein Toolkit. Über eine offene

Schnittstelle lässt es sich als

Open Source in bestehende Systeme

integrieren und hilft Unternehmen,

das eigene Liefermanagement

an neue Anforderungen

und Prozesse anzupassen

–also eben genau das, was viele

herkömmliche Systeme nicht

leisten. Der Clou: Pyck zerlegt

komplexe Lagerabläufe inkleine,

flexible Module und hilft mit

KI, diese Abläufe zu optimieren.

Das Versprechen: „Schlage Dein

Altsystem: Erstelle und optimiere

Dein individuelles System

Foto: Karl-Josef Hildenbrand

schneller als die Anpassung einer

alten Software.“

So selbstbewusst sich die drei

Macher auf ihrer Website geben,

so bescheiden kommentiert Maximilian

Mack die Preisverleihung:

„Das kam für uns echt

überraschend“, sagt er. Denn

Ifoy sei nicht nur einer der weltweit

renommiertesten Awards

der Branche. „Die Jury ist auch

echt brutal.“ Dass Pyck sich am

Ende durchsetzen konnte, führt

Mack auf den ganzheitlichen

Ansatz zurück. „Wir haben halt

nicht irgendein Tool oder einen

Algorithmus entwickelt“, erklärt

er. „Wir haben das Betriebssystem

für die Logistik der Zukunft

gebaut.“ Und das überzeugt.

Pyck hatinzwischen Kundenwie

Siemens, Dachser, Fraunhofer

IML und Fiege im Portfolio.

www.pyck.ai

Denkanstöße

Gute Führung schütztPsycheund Bilanz

Gute Führung wird gern gelobt.

FreundlicherTon,klare Rückmeldung,

verlässliche Entscheidungen –alles

wichtig, aber bitte nebenbei.Erst

diesen Monatveröffentlichte Studien

zeichnen ein anderes Bild: Psychische

Belastungenhängen nicht nur an

Arbeitsmenge,sondern wesentlich

an Führung, Organisationund Kultur.

Gallup zum Beispiel meldet im „State

Dr.med. Michael Majer

Facharztfür Chirurgie und Arbeitsmedizin

–Notfallmedizin,

Psychotherapie

of the GlobalWorkplace 2026“

sinkendes Engagement; auffällig ist

der Rückgang bei Führungskräften

selbst. Weralso über Produktivität

spricht, kommtanFührung nicht

vorbei.

Für den Mittelstand ist dasunbequem.

Psychische Gefährdungenentstehen

im täglichenZusammenspiel:

Termindruck, unklare Prioritäten, zu

wenig Handlungsspielraum, ungelöste

Konflikte,fehlende Anerkennung.

Entlastend: Genauhier ist Gestaltung

möglich. Gute Führung istkein

Charakterbonus,sondern Arbeitsbedingung

(„Verhältnisprävention“).

Psychodynamisch betrachtet ist

Führung Beziehungunter asymmetrischenBedingungen.

Werentscheidet,

bewertet und verteilt, wird –ober

will oder nicht –als mächtig erlebt.

Mitarbeitende reagieren aufInhalte,

Tonfall,Timing, Schweigen. Ein

kurzer Satz kann motivieren –oder

beschämen. Eineausweichende

AntwortkannFreiraumbedeuten –

oder Desinteresse.Unter Druck füllt

dasUnbewussteLückenmit Fantasie:

„Ich genüge nicht“, „Kritik ist gefährlich“,

„Bloßkeine Fehlerzeigen“.

So entstehen Anpassung, Rückzug,

Zynismus oder Übererfüllung.Alles

sieht zunächstnachArbeit aus. Tatsächlich

läuft Verschleißproduktion.

DerPräventionshebelliegt deshalb

nicht in mehr Appellen, sondern

in Reflexionsfähigkeit. Führungskräfte

brauchenGrundkenntnisse

darüber, wieHierarchie wirkt: Was

löst Autoritätaus? Wo wird Loyalität

mit Schweigen verwechselt? Welche

Konflikte werden nach unten delegiert?Welchen

eigenen Anteil habe

ich an der Dynamik, die ich beklage?

WerAngst vorKontrollverlusthat,

produziert Mikromanagement. Wer

Kritik fürchtet, verpackt Entscheidungen

in Endlosschleifen. WerNähe

meidet, nennt das„Eigenverantwortung“.

Die psychische Gefährdungsbeurteilung

kann hier mehr sein als Pflichtdokument.

Richtig genutzt, macht

sie Beziehungsmuster sichtbar: Wo

fehlen klare Rollen? Wo stautsich

Verantwortung? Wo werden Fehler

nicht besprochen? Wo ist Tempo

Ersatz für Richtung? Daraus entstehen

konkrete Maßnahmen: Entscheidungspfade,echte

Prioritäten,

Feedback-Routinen, Konfliktklärung,

Führungskräfte-Supervision.

Mein Denkanstoßfür Juli: Fragen

Sie nicht nur,obIhre Führungskräfte

führen.FragenSie,was ihre Führung

auslöst.GuteFührung schützt nicht

vorjedemStress.Aber sieentscheidet,

ob Stress verarbeitet oder

verschärft wird.Genau dort beginnt

Prävention –für Psyche,Bindung

und Bilanz.

Dr.Michael Majer

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Nächste Ausgabe: August 2026

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