2026-07_Regio Business
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
SÜDWESTPRESSE
RegioBusiness
EBM-PAPST
Der Ventilatorenbauer
dreht wieder ins Plus SEITE 4
www.regiobusiness.biz
i bi
LANDWIRTSCHAFT
BAGHohenlohe mit solidem
Geschäftsverlauf SEITE 11
JULI 2026
JUBILÄUM
Schubertfeiertden
60.Geburtstag SEITE 17
Nr. 281 / Jg. 25 [2,50 EUR]
WIR
REALISIEREN
IHRE IDEEN!
Ingenieur-und Schlüsselfertigbau
07951 33-0
MIT LEONHARD WEISS
FREUDE AM BAUENERLEBEN!
Am Rande des
Hitzschlags?
Nach einem viel zu heißen Juni ist klar:
Der Klimawandel nimmt weiter an Fahrt
auf. Der Volkswirtschaft drohen Schäden
in Milliardenhöhe. Laut einer Studie ist
Heilbronn-Franken besonders stark betroffen.
Wie reagieren die Unternehmen
auf die Herausforderungen? SEITE 6
Illustration:ChatGPT /MariusStephan
GESCHICHTE
Seit 150 Jahren
erfolgreich
RollinCrailsheim blickt auf eine
lange und bewegte Vergangenheit
zurück.Der Fokusder Firmengruppe
liegt nach wievor auf der
Güterbeförderung. Seite 8
INVESTITION
Noch einmal 90
Millionen
DerKünzelsauerVentilatorenhersteller
Ziehl-Abeggstocktsein
Budgetfür neue Projektemassiv
auf,umdie steigende globale
Nachfrage zu befriedigen. Seite 15
ARCHITEKTUR
Einheitliche
Handschrift
Kraft+KraftArchitekten prägen
seit55Jahren dasAussehen der
Region. Die Haller gehören zu den
größten Architektenbüros
Deutschlands. Seite 23
Weiter aufWachstumskurs
Die Würth-Gruppe knüpft an die gute EntwicklungimVorjahr an.Inden ersten sechs
Monaten des Jahresbeläuftsich derUmsatz auf10,9Milliarden Euro. VON ADINA BAUER
Die Würth-Gruppe hat im
ersten Halbjahr 2026 wieder
Umsatz und Ergebnis
gesteigert. Nach eigenen Angaben
erzielte der Konzerneinen
Umsatz von 10,9 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Plus von
4,3 Prozent, währungsbereinigt
von 5,2 Prozent. Das Betriebsergebnislegte
überproportionalauf
515 Millionen Euro zu und lag
damit 8,4 Prozent über dem Vorjahreswert.
„Wir freuen uns, dass wir an der
erfolgreichen Entwicklung von
2025 anknüpfen können“, zeigt
sichRobertFriedmann, Sprecher
der Konzernführung, mit den
Zahlen zufrieden. Dass das Betriebsergebnis
stärker gestiegen
sei als der Umsatz, führt erauf
zwei Faktoren zurück:Das Unternehmen
habe seine Sachkosten
besser im Griff als im Vorjahr,zudem
werde bei der Nachbesetzung
offener Stellen weiterhin vorsichtig
agiert, der Personalstand liegt
unter dem Vorjahr.
Die Diversifizierung –bei Regionen,
Kunden und Produkten –
sieht Friedmann als einen der
Wurzel: Trotz der zunehmenden Internationalisierungbleibt dieBedeutung desStammsitzesinKünzelsau
undHohenlohe als Heimat desUnternehmenshoch.
Foto:Würth/Tim Seidl
größten Erfolgsfaktoren. „Es gelingt
uns ganz gut, nicht alleEier
in einem Korb zu haben“,meint
er.Vor allemdie Sparten Elektronik
und Chemie entwickeltensich
in den vergangenen Monaten besonders
dynamisch. ImElektronikbereich
profitiert Würth von
der hohen Nachfrage rund um
den Bau von Rechenzentren. In
der Chemiesparte treiben vor allem
steigende Ölpreise die Nachfrage.
Allgemein bleibt das Umfeld in
Deutschland allerdings schwierig.
Vor allem der Maschinenbau
und dieAutomobilindustrie stünden
unter Druck. Die Schwäche
im Heimatmarkt werde jedoch
durch Impulse aus anderen Regionen
überkompensiert. Besonders
stark wächst Würth derzeit
in Osteuropa und Südamerika.
Trotz der zunehmenden Internationalisierung
betonte Friedmann
die Bedeutung des Stammsitzes
in Hohenlohe. „Das ist die
Wurzel des Unternehmens“, sagte
er. Auch weiterhin werde vor
Ortinvestiert, etwamit einerneuen
Fertigung der Würth-Tochter
Dringenberg in Öhringen.
Friedmanns Ausblick fällt optimistisch
aus: Die Auftragseingänge
stimmten zuversichtlich, dass
sich dieerfolgreiche Entwicklung
im Jahresverlauf fortsetze.
www.wuerth.de
Experte fürdie
Luftfahrt
RecaroAircraft Seating ernennt AndreasErber
zumChief TechnologyOfficer underweitert
damitdas Management-Team.
Recaro verstärkt sein
Management-Team: Zum
1. September wird Andreas
Erber Chief Technology Officer
(CTO). Das neue Mitglied der
Geschäftsleitung hat ein Studium
der Luft- und Raumfahrttechnik
an der Universität Stuttgart absolviert
und dannseine berufliche
Laufbahn bei einem auf Karbonfaser-Technologien
spezialisierten
Unternehmen gestartet. Zuletzt
warerals Geschäftsführereines
internationalen Automobilund
Luftfahrtzulieferers tätig und
verantwortete dort insbesondere
die Bereiche Luftfahrt, Engineering
und innovative Verbundwerkstoffe.
„Andreas Erber vereint tiefgreifende
technische Expertise, umfassende
Erfahrung in derLuftfahrtindustrie
und eine nachgewiesene
Führungskompetenz. Damit
ist erhervorragend für die Positiondes
ChiefTechnology Officers
Verstärkung: AndreasErber
startet im September. Foto: Recaro
bei Recaro Aircraft Seating geeignet“,
erklärt CEOund Shareholder
Mark Hiller. Der Neue blickt den
kommenden Aufgaben gespannt
entgegen: „Recaro genießt in der
Luftfahrtindustrie weltweit einen
hervorragenden Ruf. Ich freue
mich darauf, die erfolgreiche Zukunft
aktivmitzugestalten.“ pm
www.recaro.com
ERFOLGREICH SCHULEN MITSYSTEM !
NEU: VIRTUAL REALITY SCHULUNGEN
c.benz@roll.cr 07951/29793-21 roll-kran-buehne.de
02 Politik & Wirtschaft
Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281
Sommerhitze lässt den Arbeitsmarkt kalt
Es sind nur 160 Menschen, die die Arbeitslosenstatistik gegenüber dem Mai entlasten. Knapp 5000 Stellen sind nach wie vor unbesetzt.
Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen
im Agenturbezirk
Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim
auf 13.199 zurückgegangen.
Das sind 160 Arbeitslose
weniger als im Mai und
16 mehr als im Juni 2025. Die
Arbeitslosenquote liegt wie im Mai
bei 3,8 Prozent.
Firmen melden
weniger freie Stellen
Die Unternehmen haben im Juni
652 neue Arbeitsstellen gemeldet,
110 (14,4 Prozent) weniger als
im Mai und 136 (17,3 Prozent)
weniger als im Juni 2025. Insgesamt
waren 4999 Stellen gemeldet,
48 (1 Prozent) mehr als im
Mai und 278 (5,9 Prozent) mehr
als im Juni 2025.„Die Sommerhitze
bringt den Arbeitsmarkt nicht
ins Schwitzen – zumindest nicht
bei den Gesamtzahlen. Die Arbeitslosigkeit
verharrt auf nahezu
gleichem Niveau“, erklärt Elisabeth
Giesen, Leiterin der Agentur
für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.
„Wir beobachten
allerdings eine Verschiebung
zwischen den Rechtskreisen.“ Die
Zahlen verdeutlichen diese Aussage:
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung
stieg die Zahl der Arbeitslosen
innerhalb eines Jahres
um knapp 10 Prozent während
„Der Arbeitsmarkt
befindet
sich im Wandel.
Es besteht das
Risiko, kurzfristig
arbeitslos zu werden,
und gleichzeitig
gibt es weiterhin
gute Chancen
auch wieder
eine Arbeit zu
finden.“
die Arbeitslosigkeit im Bereich
der Grundsicherung um knapp
10 Prozent zurückgegangen ist.
„Die Entwicklung macht deutlich:
Der Arbeitsmarkt befindet
sich im Wandel. Es besteht das Risiko,
kurzfristig arbeitslos zu werden,
und gleichzeitig gibt es weiterhin
gute Chancen auch wieder
eine Arbeit zu finden.“
SCHWÄBISCH HALL Im Landkreis
liegt die Arbeitslosenquote
wie im Mai bei 3,8 Prozent. Im
Juni waren 4541 Menschen arbeitslos
gemeldet, 64 weniger als
im Mai und 214 weniger als vor einem
Jahr. 864 Menschen meldeten
sich neu oder erneut arbeitslos
und 938 Menschen beendeten die
Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben
223 Stellen gemeldet, 13,6 Prozent
weniger als im Mai und 12,9 Prozent
weniger als im Juni 2025.
Der Bestand an Stellenangeboten
lag bei 1973; 9,9 Prozent mehr
als im Juni 2025. 2197 Arbeitslose
wurden vom Jobcenter Schwäbisch
Hall betreut, 2344 von den
Geschäftsstellen der Arbeitsagentur
im Haller Landkreis.
HOHENLOHEKREIS Hier liegt
die Arbeitslosenquote wie im Mai
bei 3,6 Prozent. Im Juni waren
2504 Menschen arbeitslos gemeldet,
22 weniger als im Vorjahr. 455
Der Arbeitsmarkt im Juni 2026
13.199
ARBEITSLOSE
Veränderung zum Vorjahr: +0,1 %
3,4 %
ARBEITSLOSENQUOTE
JUGENDLICHE
Veränderung zum Vorjahr: +0,2 %
258.079
SOZIALVERSICHERUNGS-
PFLICHTIG BESCHÄFTIGTE
Veränderung zum Vorjahr: 0,0 %
Menschen meldeten sich neu arbeitslos
und 480 beendeten die Arbeitslosigkeit.
Die Arbeitgeber haben
106 Stellen gemeldet, 31,2
Prozent weniger als im Mai und
26,9 Prozent weniger als im Juni
2025. 971 freie Stellen sind im Bestand;
4,5 Prozent weniger als im
Vorjahr. 1088 Suchende wurden
vom Jobcenter betreut, 1416 von
der Arbeitsagentur.
3,8 %
ARBEITSLOSENQUOTE
Veränderung zum Vorjahr: 0,0%
16.402
UNTERBESCHÄFTIGTE
(OHNE KURZARBEIT)
Veränderung zum Vorjahr: -0,6%
4.999
ARBEITSSTELLEN
Veränderung zum Vorjahr: +5,9 %
RB Grafik: Jürgen Schneider; Quelle: Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim
MAIN-TAUBER-KREIS Im
Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote
wie im Mai unverändert
bei 3,7 Prozent. Im Juni
waren 2837 Menschen arbeitslos
gemeldet, 42 weniger als im Mai
und 115 mehr als im Vorjahr. 566
Menschen meldeten sich arbeitslos,
619 Menschen haben einen
Job gefunden. Die Arbeitgeber haben
193 Stellen gemeldet, 2 Prozent
weniger als im Mai und 0,5
Prozent weniger als im Juni 2025.
Insgesamt sind 1350 Jobs verfügbar,
12,1 Prozent mehr als im
Juni 2025. 1184 Arbeitssuchende
wurden vom Jobcenter betreut,
1653 von den Geschäftsstellen der
Arbeitsagentur.
NECKAR-ODENWALD-KREIS
Auch hier bleibt die Arbeitslosenquote
zum Vormonat unverändert
bei 4,1 Prozent. Im Juni waren
3317 Menschen arbeitslos gemeldet,
32 weniger als im Mai und
118 mehr als im Juni 2025. 612
Menschen meldeten sich arbeitslos,
640 Menschen beendeten die
Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben
130 Stellenangebote gemeldet, 15
Prozent weniger als im Mai und
32,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
Der Bestand an Stellenangeboten
liegt bei 705. Vom Jobcenter
wurden 1511 Menschen betreut,
von der Arbeitsagentur 1806.
RECHTSKREISE Im regionalen
Agenturbezirk waren im Bereich
der Grundsicherung 5980 Arbeitslose
gemeldet, im Bereich der
Arbeitslosenversicherung 7219.
Der Anteil der Arbeitslosen aus
dem Bereich der Grundsicherung
beträgt 45,3 Prozent. pm
www.arbeitsagentur.de
Impressum
STANDPUNKT
Marius Stephan
Redakteur
Mit gezinkten Karten
Es war eine Szene wie aus einem schlechten
Polit-Thriller, die sich kürzlich bei der Fußball-Weltmeisterschaft
abspielte: Ein Schiedsrichter
zeigt die Rote Karte – ein klares Foul,
eine automatische Sperre, so steht es im Regelwerk.
Bestätigt durch den VAR, tritt die
Strafe auf dem Platz in Kraft. Nun mag man
die Entscheidung durchaus infrage stellen
und heftig darüber diskutieren, so ist das im
Fußball nun mal. Aber es gibt die eiserne Regel,
dass Schiedsrichterentscheidungen auf
dem Platz Bestand haben, selbst wenn sich
im Nachhinein durch zig Analysen und technische
Überprüfungen herausstellt, dass sie
falsch waren. Das gibt dem Spiel Verlässlichkeit
und dem Regelwerk Gewicht. Die FIFA ist
schließlich nicht irgendwer, Fußball nicht irgendein
Nischensport.
Doch dann klingelt bei FIFA-Chef Gianni Infantino
das Telefon. Am Apparat: US-Präsident
Donald Trump. Er interveniert persönlich, erklärt
danach gewohnt jovial vor laufenden
Kameras, dass das Foul keines war. Er „kenne
sich schließlich aus“. Und prompt knickt der
Weltverband ein, das Undenkbare passiert. Die
Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun wird
kurzerhand ausgesetzt - wohlgemerkt in der
KO-Runde einer Weltmeisterschaft. Was wie
eine skurrile Posse aus dem Profisport wirkt,
zeigt, worauf die ganze Welt sich weiter einstellen
muss: Für Trump gilt einzig das Recht
des Stärkeren, und die Autokraten rund um
den Globus (und solche, die es werden
wollen) notieren ohne Frage fleißig die
Foto: Ufuk Arslan
„Erfolge“ Trumps mit. Die Versuche, sein Verhalten
zu kopieren, werden in Zukunft wahrscheinlich
zunehmen.
Für den Rest der Welt, für die EU, für Deutschland
und auch für die Unternehmen der Region
Heilbronn-Franken heißt das, dass sich
der Unwägbarkeitsfaktor weiter verstärkt, der
durch Krisen rund um den Globus – manche
bewusst ausgelöst, andere außerhalb des
menschlichen Einflussbereichs – sowieso bereits
ins gefühlt Unermessliche gestiegen ist.
Wer auf internationale Standards, gewachsene
Verträge, gesunden Menschenverstand oder
das Prinzip des fairen Kaufmanns vertraut,
baut auf aller Wahrscheinlichkeit nach – leider
– mittlerweile auf Sand.
Ein weiteres Beispiel für die dreiste Art, die
sich breit macht, erlebte die Europäische Union
jüngst bei den Verhandlungen um den
transatlantischen Zolldeal. Unter dem massiven
Druck der Drohgebärden aus Washington
stimmte das Europaparlament zähneknirschend
einem Abkommen zu, das Handelsexperten
mitunter als wirtschaftspolitische
Demütigung einstufen. Um existenzgefährdende
Strafzölle von bis zu 30 Prozent auf
europäische Waren abzuwenden, akzeptierte
die EU nun dauerhafte Zölle von 15 Prozent
auf eigene Exporte fast aller Warengattungen
in die USA, während amerikanische
Industriegüter und Produkte im Gegenzug
komplett zollfrei nach Europa strömen dürfen.
Schlimmer noch: Kaum war die Tinte trocken,
folgte die nächste Erpressung über das
„Präsidentensprachrohr“ Truth Social. Sollten
europäische Staaten an einer Digitalsteuer
für US-Tech-Giganten festhalten, drohen sofort
100-prozentige Zölle auf alle Lieferungen.
Vertragstreue? Fehlanzeige. Das regelbasierte
Welthandelssystem ist vorerst Geschichte.
Für die Hidden Champions in Hohenlohe und
im Raum Heilbronn kann die Antwort darauf
nur eine radikale Stärkung der eigenen
Widerstandsfähigkeit sein – resiliente Lieferketten,
strategische Lagerhaltung, alternative
Märkte. Wer sich weiter in einseitige Abhängigkeiten
begibt, liefert sich der Willkür
aus, die zweifelsohne Schule macht. Dazu gehört
auch der politische Wille, Schlüsseltechnologien
ins Land zu holen und hier zu fertigen.
Das betrifft nicht nur Batterietechnologie,
Chips und Leiterplatten, sondern vor
allem auch KI-Forschung und Datencenter-
Knowhow. Das Innovationspotenzial vor der
eigenen Haustür – wie durch den Innovationspark
IPAI in Heilbronn, um nur ein Besispiel
zu nennen – muss konsequent genutzt
werden.
Ob auf dem Rasen in den USA oder in den
Werkshallen an Jagst, Kocher und Tauber: Es
ist klar, dass nicht mehr nur nach den Regeln
des Handbuchs entschieden wird. Die Region
Heilbronn-Franken und die Welt müssen sich
darauf einstellen, dass Fouls auf der Weltbühne
künftig zunehmen und ungestraft bleiben.
Die Betriebe müssen lernen, das Spiel auch
dann zu gewinnen, wenn der Schiedsrichter
auf Zuruf falsch pfeift.
Verlag
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe
GmbH & Co. KG
Haalstr. 5 + 7
74523 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791/404-0
Telefax: 0791/404-480
Geschäftsführung
Tim Hager, Carsten Huber
Redaktion
Ulrich Becker (V.i.S.d.P.)
Adina Bauer (ina)
E-Mail: a.bauer@swp.de
Telefon: 0791/404-457
Marius Stephan (mst)
E-Mail: m.stephan@swp.de
Telefon: 0791/404-461
Anzeigen
Vera Epple (verantw.)
Telefon: 0791/404-216
E-Mail: anzeigen.sho@n-pg.de
Abonnement/Vertrieb
Peer Ley (verantw.)
E-Mail: aboservice.sho@swp.de
Bezugspreis:
Abonnement inkl. Postbezug und
7% MwSt. 25 Euro p.a.
Einzelverkaufspreis 2,50 Euro
Auflage
Im Landkreis Schwäbisch Hall,
dem Main-Tauber-Kreis,
dem Hohenlohekreis und
dem Landkreis Ansbach mit einer
Auflage über 38.100 Exemplaren
(Verlagsangabe).
Erscheinungsweise monatlich über
die Tageszeitungen der
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe:
Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt,
Rundschau Gaildorf.
Im Main-Tauber-Kreis in Kooperation
mit den Fränkischen Nachrichten.
Druck
NPG Druckhaus GmbH & Co. KG
Siemensstraße 10
89079 Ulm
Geschäftsführer: Christian Gaidies
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Politik &Wirtschaft 03
Ambidextrieschafftechte Stars
Das Start-up-Zentrum Gravity in Heilbronn will junge, findigeGründerinnen undGründermit derIndustrie in der Region
zusammenbringen. EinWhite Paper machtjetzt klar,worumesdabei geht.Das PhänomenheißtAmbidextrie. VON ANTONIO DE MITRI
Wer schon einmal jemanden
gesehen hat, der mit
beiden Händen gleichzeitig
ganz unterschiedliche Dinge
tun kann, der kennt die Faszination,
die von diesemPhänomen
ausgeht: Ambidextrie, zu Deutsch
Beidhändigkeit, ist eine Gabe, die
schätzungsweise nur ein Prozent
aller Menschen hat. Leonardo da
Vinci war einer von ihnen, Keanu
Reeves und der Basketballstar Le-
Bron James sind zeitgenössische
Beispiele.
Soweit die medizinische Einordnung.
Doch auch in derWirtschaft
beschäftigt man sich mit dem
Thema. Die Rede ist dann von„organisationaler
Ambidextrie“ und
bezeichnet die Fähigkeit von Unternehmen,
gleichzeitig bestehende
Strukturen zu optimieren und
neue Ansätze für zukunftsgerichtete
Innovationen auszuprobieren.Zum
Beispiel, indem sich etablierte
Firmen mit Start-ups zusammenschließen.
Corporate Venturing als
dasneueGeheimrezept
Genau darum geht es in demWhite
Paper, das die baden-württembergische
Innovationsplattform
NXTGN veröffentlicht hat. Es soll
zeigen, wie die Zusammenarbeit
mit Start-ups Unternehmen darin
befähigt, Innovationsprojekte
umzusetzen. „Vor allem im Kontext
disruptiver Technologien und
Geschäftsmodelle“, schreiben die
Autoren, „können interne Forschungs-
und Entwicklungs-Budgetskaum
mehr mit der Entwicklungsgeschwindigkeit
von wagniskapitalgeförderten
Start-ups
Schritthalten.“
Die Lösung: Corporate Venturing.
Darunter verstehen Experten die
gezielte Strategie eines Unternehmens,
externe Innovationen für
den eigenen Erfolg zu nutzen. Ein
Beispiel, das im White Paper genannt
wird: Bürkert inIngelfingen.
Die Hersteller von Regelsystemen,
die in Maschinen Flüssigkeiten
und Gase steuern, haben
sich mit dem Karlsruher Start-up
Spotium zusammengetan, um das
Management ihrer Kundenbeziehungen
zuverbessern. Das Problem:
Die Kundendaten waren oft
unvollständig oder veraltet.Spotium
verknüpftemit seinem KI-Tool
nahezu 100 Prozent allerKontakte
mit verifizierten E-Mail-Adressen
und ordnete die Kontakte den
zuständigen Teamszu.
Oder Würth: Die Künzelsauer
suchten nach einer Möglichkeit,
Beidhänder: Chris Martin, KeanuReeves undLeBronJames sindprominenteBeispiele fürMenschen,die
mitder linken undrechten HandganzunterschiedlicheFertigkeiten zustande bringen.
Fotos:dpa
ihre Vertriebsleute besser zu trainieren
–ein Thema, auf das sich
Sleak AI spezialisiert hat. Mithilfe
der Münchner übt der Außendienst
heute täglich spezifische
Gesprächssituationen und erhält
KI-gestütztes Feedback. „Zum ersten
Mal haben wir ein Trainingsformat,
das mit unserem Außendienst
skaliert“, freut sich Felix
Roll, Projektleiter beiRoll.
Campus Foundersmit einer
klaren Mission
Einer der Partner desWhite Paper
sind die Campus Founders. Den
Mittelstand in derRegionmit den
kreativen KöpfenimStart-up-Zentrum
Gravity auf dem Heilbronner
Bildungscampus zusammenzubringen
–das ist der Ansatz, den
das Team um Oliver Hanisch verfolgt.
„Wenn wir im Wettbewerb
gewinnen wollen, müssen wir das
zusammen machen“, formuliert
der Chef der Campus Founders
die Mission. „Auf der einen Seite
profitieren die etablierten Unternehmen
von den Innovationen
der Gründer und werden dadurch
wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig
können sie den Start-ups viel bieten,
zum Beispiel ihre langjährige
Expertiseoderglobale Netzwerke
aus Lieferanten, Tochterfirmen
und Vertriebspartnern“, erklärter.
Das biete den jungen Unternehmendie
Chance,schnellzuskalierenund
zu wachsen.
Inzwischen sind die Arbeitsplätze
und PrivatbürosimGravitynahezu
ausgebucht. Der neue Sitz der
Campus Founders wurde gerade
einmal vor einem halben Jahr
eingeweiht und bietet Start-ups
auf 7000Quadratmetern und acht
Stockwerken Platz zum Arbeiten,
Netzwerken und zum Funding.
Etwa mithilfe des Venture-Studios
der Founders: Start-ups in diesem
Programm könnenbis zu 100.000
US-Dollar über einen Wandelkreditvertrag
bekommen. AuchD11Z,
einfamiliengeführter Venture-Capital-Fonds,
sitzt im Haus. Hinzu
kommen die14-tägigenCorporate
Campus Challenges, bei denen
Unternehmen – darunter etwa
Audi oder Recaro –junge Talente
einladen, spezifische Problemstellungenzulösen.
Krise?Eher eine Chance als
eine Bedrohung
Die aktuelle Wirtschaftskrise ist
aus Sicht von Oliver Hanisch im
Übrigenkeine Bedrohung für junge
Gründerinnen und Gründer. Im
Gegenteil: „In Krisenzeiten werden
Talente freigesetzt, und sie
werden dadurch wieder bezahlbar“,
meint er und nennt einBeispiel:
„DieFinanzmarktkrise2008
hat in den USA Start-ups hervorgebracht,
dieheuteRiesen sind.So
etwa Airbnb. OderUber. OderProjektmanagement-Tools
wie Slack
und Asana, die heute weltweit genutzt
werden.“ Krise, davon ist
Oliver Hanisch fest überzeugt, ist
eigentlich eine große Chance für
Innovation.
gravity.campusfounders.de
Disruption: Der Begriff steht fürden Bruch mit alten Geschäftsmodellen undwurde in der Architektur desGravity buchstäblich umgesetzt. Alles wirkt
ein bisschen „ver-rückt“ indem Neubauauf demBildungscampus in Heilbronn.
Fotos: Campus Founders
Visionär: Oliver Hanischhat ausden CampusFounders eine Plattform für
die Förderung vonStart-ups gemacht.
Foto: Antonio De Mitri
Eine Hitzewelle –wie für dieseTagung gemacht
Die Teilnehmer des 13.Regionalen Wasserstofftagsfandensich an einem viel zu heißen Junimorgenzusammen.
VON ANTONIO DE MITRI
Geht es in Heilbronn-Franken
um Wasserstoff, dann
ist Norbert Heuser nicht
weit. Der Heilbronner Landrat ist
seit Jahren leidenschaftlicher Verfechter
des Themas. Als Wasserstoff-Koordinator
für Heilbronn-
Franken will er die Region zueinem
der Leuchttürme in ganz
Deutschland machen. Zusätzliches
Gewicht verleiht ihm dabei
sein Amt als Sprecher des Bundes
der Wasserstoffregionen in Berlin,
das er im vergangenen Jahr angetreten
hat.
Auch an diesemMorgeninHardthausen
am Kocher ist er dabei. Die
Initiative H2-Impuls hat zum 13.
Wasserstofftag geladen und rund
100 Interessenten sind gekommen.
Und das trotz einer Bruthitze
von 27 Grad um neun Uhr in
der Früh. In der Buchsbachtal-
Halle selbst ist es nicht angenehmer.Eine
Klimaanlagegibteshier
nicht. Aber da es um grünen Wasserstoff
geht, der ausschließlich
„Wie viele Wachrüttler
brauchen
wir eigentlich
noch?“
Pionier: Landrat NorbertHeuser hatsich dem Ausbau einer grünen
Wasserstoff-Infrastruktur in der Regionverschrieben. Foto: Landratsamt
aus erneuerbaren Energien gewonnen
wird, passen die für Juni
extremen Temperaturen ins Umfeld.
Grüner Wasserstoff ist untrennbar
mit dem Klimaschutz
verbunden.
Der Wirtschaftsstandort Deutschland,
erklärt Heuser bei der Eröffnung
der Fachtagung, stehe
vor einer doppelten Herausforderung:
„Die industrielle Substanz
im globalen Wettbewerb sichern
und den Weg in die Klimaneutralitätschaffen.“
Das, so Heuser,gehe
nur durch „ökonomische
Resilienz“, eine Wirtschaftspolitik
also,die innovativen Klimaschutz
als Wachstumschance sieht. Dies
sei das Gebot der Stunde. Heuser:
„Wie viele Wachrüttler brauchen
wir eigentlich noch?“
Flankenschutz erhält der Landrat
an diesem Vormittag vonDominik
Bernauer aus demLandesumweltministerium.
Bernauer leitet dort
die Abteilung Energiewirtschaft.
Sein Haus hat die Schirmherrschaft
über die Regionalen Wasserstofftage.
„Wasserstoff“, so Bernauer,
„ist eine Schlüsseltechnologie
für die Wettbewerbsfähigkeit
der Wirtschaft.“ Baden-Württemberg,
fügt erhinzu, solle „Wasserstoffland“
werden. Der Koalitionsvertrag
der neuen Landesregierung
stelle unter anderem
die Fortführung der Wasserstoff-
Roadmap für den Südwesten sicher,
die Fördermittel in Höhe
von 500 Millionen Euro im Topf
habe. Inden anschließenden Podiumsdiskussionen
vertiefen Experten
das Thema aus ganz unterschiedlichen
Blickwinkeln. Isabell
Knüttgen von der Landesagentur
für neue Mobilitätslösungen
und Automotive Baden-Württemberg,
kurz E-Mobil BW, mahnt zu
einer realistischen Kommunikation
beim Thema Wasserstoff: „Es
gibtvielzuvielGeschwurbel.“Unternehmenbräuchten
verlässliche
Zahlen zu denerwartbaren Kosten
und zu deren Verteilung.
Björn Lüssow,Mitgründervon Hyfindr,
einem Marktplatz für die
Wasserstoffindustrie, pflichtet dem
bei. Gleichzeitig warnt er davor,
sich zu sehr auf mögliche Fördergelder
beim Thema Wasserstoff zu
verlassen. „Gerade bei Start-ups
kanndas schnellzufalschen Hoffnungen
führen“, erklärt er. „Besser
ist es immer, sein Schicksal
selbst in dieHand zu nehmen und
dendirektenWeg zum Kundenzu
finden.“Zusehr auf Zuschüssezu
setzen, berge außerdem eine weitere
Gefahr in sich: „Wir müssen
uns dabeiimmer sehr sichersein,
dass wir den Wettbewerb mit China
und denUSA auchwirklichbestehen.“
www.h2-impuls.de
www.bdwr.de
04 Industrie
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
KünstlicheIntelligenz treibtWachstum
Der Technologiekonzern EBM-Papstaus Mulfingen drehtwiederins Plus: Das mittelfristigeZiel von 3,4 MilliardenEuro Umsatz im Jahr
2030 könnte deutlich übertroffen werden. VON MARIUS STEPHAN
Die Mulfinger EBM-Papst-
Gruppe ist wieder auf
Wachstumskurs. Nach
deutlichen Einbrüchen in den
vergangenen beiden Jahren und
der strategischen Neuausrichtung
schreibt der Ventilatorenund
Motorenbauer im abgelaufenen
Geschäftsjahr schwarze Zahlen
und ist trotz eines weiterhin
herausfordernden geopolitischen
und wirtschaftlichen Umfelds auf
einen klaren Wachstumspfad zurückgekehrt.
Das Technologieunternehmen
profitierte zum einen von seiner
konsequenten Restrukturierung
sowie dem Boom im Bereich
der Datenzentren, die für
denBetrieb von Künstlicher Intelligenz
weltweitbenötigt und damit
enorm nachgefragt werden. EBM-
Papst hat spezielle Lösungen für
die Kühlung der Zentren im Produktportfolio.
„Künstliche Intelligenz
ist für EBM-Papst kein Zukunftsthema
–sie istRealität und
ein zentraler Treiber unseres heutigen
und zukünftigen Geschäfts“,
erklärte CEO Dr. Klaus Geißdörfer
auf der Jahrespressekonferenz
in Mulfingen. „Sie beeinflusst,wie
wir Produkte entwickeln, wie wir
Energie effizienter nutzen, wiewir
Systeme intelligenter machen –
und auch, wie wir uns als Organisation
weiterentwickeln.“ Der
Markt für Rechenzentren wachse
aktuell mit 30 bis 40 Prozent
pro Jahr,„und wir sind Teil dieses
Wachstums“, sagteGeißdörfer.
STRATEGIEWECHSEL Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wuchs
das Kerngeschäft der Air Technology
um rund zwölf Prozent. Das
Gesamtwachstum der Gruppe lag
bei rund sechs Prozent, beeinflusst
durch den planmäßigen Rückzug
aus der Automobiltechnikund
den Hausgeräten sowie den Übergang
der Antriebstechnik auf Siemens
im Juli 2025. „Die Zahlen
zeigen deutlich, dass unsere strategische
Fokussierung wirkt“,sagt
Harald Klaiber,der beiEBM-Papst
die Bereiche Finanzenund Transformation
verantwortet. „Wir haben
unser Portfolio bewusst bereinigt
und damit die Voraussetzungen
geschaffen, um uns noch besser
auf die globalen Megatrends
auszurichten. Wir investieren gezielt
in jene Bereiche, die langfristiges,
profitables Wachstum
ermöglichen. Die finanzielle Basis
der Gruppe ist grundsolide und
das verschafft uns die finanzielle
Flexibilität, die nächsten Wachstumsschritte
aus einer Position
der Stärke heraus zu gestalten.“
Regional entwickeltesichdas operative
Geschäft durchaus unterschiedlich:
Während Amerika das
dynamischste Wachstum mit einem
Plus von 25,7 Prozent verzeichnete
und auch Europa (plus
8,3Prozent) sowie Asien (plus 4,2
Prozent) trotz Währungseffekten
zulegten, entwickelte sich der
deutsche Heimatmarkt aufgrund
politischer Unsicherheiten deutlich
rückläufig (minus 14,9 Prozent).
Dies sei jedoch auch auf
den Umsatzverlust durch den Verkauf
der drei Geschäftsfelder bedingt,
erläutert Klaiber. Bereinigt
bleibe nur ein kleiner Rückgang
und im aktuellen ersten Quartal
2026 stünden dieZeichen auchim
deutschen Marktauf Wachstum.
Die dezentrale „Local-for-Local“-
Strategie erweist sich hierbei als
zentraler Erfolgsfaktor für Lieferketten.
Das Unternehmen investierte
gezielt in den strategischen
Ausbauneuer WerkeinRumänien
und Indien sowie in den Ausbau
der Standorte inden USA. „Wir
produzieren dort,wounsere Kunden
sind –und wo Märkte wachsen“,betont
Geißdörfer.
„Ohne innovative Lufttechnik
wirddie Weiterentwicklung derKI
weltweit an physikalische Grenzen
stoßen“, erklärt Jens Löffler,
CTO von EBM-Papst. „Unsere Lösungen
ermöglichen es, denEnergiebedarf
in Rechenzentren signifikant
zu senken –und genau
hier entsteht ein enormes Marktpotenzial.“
Neben neuer Hardware
kombiniertdas digitale Ökosystem
Nexeira physische Produkte und
Wandel: Die Restrukturierung zeigt Wirkung.
KI-basierte Algorithmenzuintelligenten
Gesamtsystemen. Das Modell
sei so erfolgreich, dass aktuell
im Wochentakt Nexeira-Systeme
bei den Kunden aufgebaut
würden.
UNTERSTÜTZUNG Dieser KI-
Ansatz prägt auch die Organisation
intern. Über 1500 Mitarbeitende
wurden bereits in KI-Kompetenzen
geschult.„Unser Anspruch
ist klar:KünstlicheIntelligenz soll
Menschen bei EBM-Papst unterstützen
–nicht ersetzen“, führte
Geißdörfer aus. „Wir investieren
Foto: EBM-Papst
gezielt in Qualifizierung und neue
Kompetenzen. So schaffen wir
Freiräume für Innovation, Kreativität
und strategisches Arbeiten.“
Die Gesamtbelegschaft blieb
mit 13.055 Mitarbeitenden stabil,
da Beschäftigte aus auslaufenden
Bereichen umgeschult wurden.
Auch der Standort Mulfingen –
für EBM-Papst schließt dieser die
Werke inHollenbach und Niederstetten
mit ein –blieb mit rund
3800 Mitarbeitern auf Vorjahresniveau.
„Transformation bedeutet
auch, Aufgaben und Qualifikationen
neu zu denken“, betont Klaiber.
„Wirsind und bleibenimKern
ein produzierendes Unternehmen
–und wirbrauchen weiterhinengagierte,
gut ausgebildete Menschen
–inallenBereichen.“
Mit einem sehr hohen Betrag von
über 140 Millionen Euro für Forschung
und Entwicklung blickt
EBM-Papst äußerstoptimistischin
dieZukunft. Für das Geschäftsjahr
2026/27 wird ein Umsatzplus von
über zehn Prozent in den fortgeführten
Bereichen erwartet. „Wir
haben den Kurs korrigiert, wir
haben fokussiert und wir haben
umgesetzt“, resümierte Geißdörfer.
„Heute stehen wir wieder mit
voller Kraft im Markt. Künstliche
Intelligenz ist dabei kein Selbstzweck,
sondern der Schlüssel, um
unser Kerngeschäft nachhaltig
zu skalieren. Der eingeschlagene
Kurs zeigt klar Wirkung. Wir haben
erfolgreich die Weichen gestellt
–jetzt geht es darum, das
Momentum zu nutzen und unsere
globale Marktführerschaft konsequent
auszubauen.“
Mittel- und langfristig will EBM-
Papst deutlich schneller als der
Markt wachsen. Das 2025 ausgegebene
Ziel von 3,4 Milliarden
Euro Umsatz imJahr 2030 müsste
eigentlich „deutlich nach oben
korrigiert werden“, sagt Klaus
Geißdörfer.
www.ebmpapst.com
Elektromobilitätsorgt für Rückenwind
Arnold sieht die Trendwende geschafft.Beim Verbindungshersteller ausForchtenberg sind dieAuftragsbüchervoll.
VON ADINA BAUER
Nach zwei wirtschaftlich
schwierigeren Jahren
blickt Arnold Umformtechnik
wieder ganz optimistisch in
die Zukunft. Zwar ging der Umsatz
des Verbindungsspezialisten
aus Forchtenberg, der zur Würth-
Gruppe gehört, auch 2025 erneut
leicht zurück, doch das Unternehmen
sieht klare Anzeichenfür
eine Trendwende. Vor allem die
Elektromobilität entwickelt sich
zunehmend zum Wachstumstreiber.Gleichzeitig
investiertdas Unternehmen
sostark wie nie zuvor
in seine Standorte –inder Region
ebensowie in Chinaund denUSA.
Mit einem Umsatz von 276Millionen
Euro blieb Arnold im vergangenen
Geschäftsjahr unter dem
Vorjahreswert von 285 Millionen
Euro. Bereits 2024 hatte das Unternehmen
nach dem Rekordjahr
2023 einen Rückgang hinnehmen
müssen. Angesichts der anhalten
Krise der Automobilindustrie
überrascht diese Entwicklung jedoch
kaum: Rund 95 Prozent des
Geschäftshängen direktoderindirekt
von der Fahrzeugbranche ab.
Dennoch sieht CEO Dirk Döllner
keinen Anlass zur Sorge: „Wir
konnten die Trendwende einleiten“,
betont er. Nach einem starken
Jahresauftakt entwickle sich
auch der Auftragsbestand für die
zweite Jahreshälfte erfreulich. Mit
etwas Rückenwind könne zum
Jahresende sogar wieder die Marke
von 300 Millionen Euro Umsatz
erreicht werden. Das wäre eine
Rückkehr auf das Niveau des Rekordjahres
2023. Auch amlangfristigen
Ziel hält das Unternehmenfest:Bis
2033 sollder Umsatz
auf 750 Millionen Eurowachsen.
UmsatzamStandortsoll
sich verdoppeln
Ein wesentlicher Hoffnungsträger
ist das Kompetenzzentrum
im Forchtenberger Teilort Rauhbusch.
Das 2021 eröffnete Werk,
in das rund 30 Millionen Euro investiert
wurden, ist speziell auf
Komponenten für die Elektromobilität
ausgerichtet. Der erwartete
Markthochlauf blieb zunächst jedoch
aus. „Manche Projekte wurden
früher als geplant eingestellt
oder ganz abgesagt“, gibt Lukas
Schmieg an. Die Auslastung lag
zeitweise lediglich bei rund 50
Prozent.
Inzwischenhat sichdas Bild deutlich
verändert. Stabilere Abrufzahlen,
neue Programme und die
Führungsriege: CEO Dirk Döllnerund dieGeschäftsführer Thorsten
Lienhardt-Schuster,LukasSchmieg, Mario Metzger undBernd Weidner
(v. li.) sehen Arnold aufgutem Kurs.
Foto: AdinaBauer
zunehmende Industrialisierung
der Elektromobilität sorgen für
eine deutlich bessere Auslastung.
Der Umsatzdes Standorts soll sich
in diesemJahr verdoppeln.
Rückenwind erwartet Arnold zudem
durch den geplanten Bau
mehrerer Batteriewerke inEuropa.
Mit nahezu allen relevanten
Herstellern stehe das Unternehmen
im engen Austausch. Gerade
die frühe Zusammenarbeit mit
den Entwicklungsabteilungen der
Kunden gilt als wichtiger Wettbewerbsvorteil.
Neben neuen Geschäftschancen
setzt Arnold konsequent auf Investitionen.
Unter dem Leitgedanken
„Global wachsen –Standort
Deutschland stärken“ werden die
internationalen Aktivitäten ausgebaut,gleichzeitigbleibtdie
Entwicklung
mit den Schwerpunkten
Automatisierung und Prozessentwicklung
in Deutschland verankert.
Besonders umfangreich fallen
die Investitionen in China aus.
Dort fließen in diesem Jahr rund
40 Millionen Euro in zusätzliche
Galvanik-Kapazitäten und neue
Gebäude, nachdem der Standort
erneut zweistellige Wachstumsraten
verzeichnete.
In denUSA reagiertArnold auf die
veränderten politischen Rahmenbedingungen
und den Zollkonflikt
mitdem Ausbau lokaler Wertschöpfung.
Zwar ist das Geschäft
dort zuletzt leicht zurückgegangen,
dennoch sieht das Unternehmengute
Perspektiven.
Auch in Hohenlohe investiert
Arnold kräftig. In Dörzbach entsteht
derzeit ein neues Oberflächenzentrum
mit einer hochautomatisierten
Zink-Nickel-
Anlage. Insgesamt werden rund
30 Millionen Euro dafür aufgewendet.
Ziel ist es, bislang ausgelagerte
Fertigungsschritte ins
eigene Unternehmen zurückzuholen,
Lieferketten unabhängiger
zumachen und die Versorgungssicherheit
zuerhöhen. Der
Probebetrieb soll im Juli starten,
Anfang 2027die Anlage im Vollbetrieblaufen.
Parallel entsteht eine
neue Technikzentrale, mit der
Wärme und Kälte künftig schrittweise
aus erneuerbaren Energien
bereitgestellt werden soll.
Investitionenauf
Rekordniveau
Die Investitionen erreichen somit
ein Rekordniveau. Nachdem
Arnold 2025 bereits 27,6 Millionen
Euro in Europa investiert hatte,
steigt das Volumen 2026 auf
knapp 39 Millionen Euro – so
viel wienie zuvor. Hinzu kommen
die umfangreichen Investitionen
in Asien. Für Döllner ist das ein
deutliches Signal: Der Rückhalt
der Würth-Gruppe ermögliche es,
konsequent an der langfristigen
Strategiefestzuhalten.
Dazu gehört auchdie konsequente
Kundennähe. Arnold ist derzeit
mit einer mehrmonatigen Roadshow
inneun europäischen Ländern
unterwegs, um den Austausch
mit Herstellern und Entwicklungspartnern
weiter zu
intensivieren. Diese enge Zusammenarbeit
sehen die Verantwortlichen
beim Verbindungsexperten
als einen entscheidenden Erfolgsfaktor.
Trotz eines nach wie vor anspruchsvollen
Marktumfelds
herrscht bei Arnold deshalb viel
Zuversicht. Die Nachfrage zieht
wiederan, dieInvestitionen schaffen
zusätzliche Kapazitäten und
insbesondere die Elektromobilität
entwickelt sich zunehmend vom
Hoffnungsträgerzum Wachstumsmotor.
Für Döllner sind das alles
Zeichen, dass der eingeschlagene
Kurs trägt. „Arnoldgeht seinen
Weg. Wir sind überzeugt, dass wir
die Zukunft erfolgreich gestalten
können“, betont er.
www.arnold-fastening.com
Juli2026 IJahrgang 25 INr. 281
Industrie 05
Wird der Begriff Akkuganzneu definiert?
Es kommt nicht alle Tage vor, dass man miteinemmutmaßlich künftigenMillionärspricht.Bei Nils Krumm ist der Gedankenicht
abwegig.Erhat eine Batterietechnologieerfunden, um diesichdie Industrie reißenkönnte. VON ANTONIO DE MITRI
Die Idee hat mir einfachkeine
Ruhe gelassen“, sagt
Nils Krumm und lehnt sich
zurück. Wir sitzen im Gravity,dem
noch jungen Start-up-Zentrum
auf dem Heilbronner Bildungscampus
(siehe linke Seite). Ein
Gebäude, in dem eine umtriebige
Atmosphäre herrscht.Junge Leute
diskutieren anBistrotischen über
ihre Geschäftsideen und innovativeEntwicklungen
oder sind an ihrem
Laptop in die Arbeit vertieft.
Genau das richtige Umfeld also
für einen wie Nils Krumm. Hier
hat er seinen Arbeitsplatz.
Wieso istdarauf noch
niemand gekommen?
Die Idee, von der der 29-Jährigein
der folgenden halben Stunde erzählen
wird, klingt auf denersten
Blick soeinfach und logisch, dass
man sich denkt: Wieso ist darauf
noch nie jemand vorher gekommen?
„Tja, das frage ich mich ehrlich
gesagt auch“, meint Krumm.
Es geht um nichts weniger als einen
neuen Ansatz, der den Bau
von Lithium-Ionen-Batterien revolutionieren
kann –höhere Lebensdauer,
bessere Schnellladefähigkeit,
geringere Herstellungskosten.
Erste Berührungspunkte mit dem
Thema hatte der damalige Robotik-Student
in seinem Praxissemester
bei Audi in Neckarsulm.
Um zu verstehen, worum esgeht,
mussman bei NilsKrumm genau
hinhören. Denn es wird technisch.
Sehr technisch. „Batterien“, erklärt
der gebürtige Celler, „altern
ungleichmäßig.“ Soll heißen: Die
einzelne Zelle im Inneren verschleißt
unterschiedlichschnell.
Das kann ganz verschiedene Ursachen
haben: Einer der häufigsten
Gründe ist, dass sich die Temperatur
innerhalb einer Einzelzelle
ungleichmäßigverteilt.Die Folge:
Manche Bereiche im Inneren der
Zelle heizen sich schneller auf als
andere oder entladen sich schneller.
Hinzu kommt, dass es beim
Laden und Entladen eines Akkus
zu Unterschieden bei den elektrischen
Strömen kommen kann.
Das Problem, ineinfachen Worten:
Der schwächste Bereich innerhalb
der Zelle bestimmt die
Gesamtleistung und damit dessen
Alterungsprozess. Vor allem
das Schnellladen befördert dieungleichmäßige
Alterung. Zudem
Der Fluss derIonen
wandern beim Laden Lithium-Ionen
von der Kathode zur Anode.
Beim Schnellladen kann eshier
zum „Stau“ kommen: Die Ionen
treffen ungleichmäßig auf die
Anodeauf.
Schweigenüberdas
Geheimrezept
Nils Krumms Erfindung macht
damit Schluss. „Meine Methode“,
betont der junge Erfinder, „sorgt
für gleichmäßigeStromverteilung
und damit für gleichmäßiges Altern
der Batteriezellen.“ Das ist
dieStelle im Interview,ander sich
zwangsläufig dieFrage anschließt:
Ja,und wie funktioniert dieseMethode?
Krumm schweigt und lächelt.
„Geheimrezept.“ Nicht umsonst
hat ersich seine Idee schon
patentieren lassen, damit sie ihm
niemand wegnehmen kann.
Erst nach Einreichen des Patents
holte sich der Tüftler Partner an
Bord,umdie nötigen Laborversuche
zu starten und zu prüfen, ob
Lithium-Ionen-Batterien setzen sich aus vielen einzelnen Batteriezellen
zusammen. Innerhalb einer solchen Zelle sitzen die Elektroden.
Pro Einzelzelle gibteszweiElektroden: die Anode, denMinuspol,
und die Kathode, den Pluspol.Wird die Batterie geladen oder
entladen, fließen Lithium-Ionen hin und her und erzeugen soden
Stromfluss derBatterie.
Aufgeladen: Nils Krumm legt alle Energie in die zügigeWeiterentwicklungseinerErfindung.
Foto: Antonio De Mitri
das Ganze auch wirklich funktioniert.
Dabei stand viel Schreibarbeit
am Anfang. „Ich habe erst
einmal alle möglichen Institute
und Professoren kontaktiert“, erinnert
Krumm sich. Beim Fraunhofer-Institut
für Produktionstechnik
und Automatisierung
(IPA) rannte er schließlich offene
Türen ein. „Ich habe meine
Idee präsentiert, und diewarensofort
dabei.“Das IPAstellte dasLabor
und die nötigen Materialien,
soweit vorhanden. Weil die Ausstattung
aber noch nicht reichte,
suchte Krumm nach weiteren
Partnern für seine Versuche und
konnte auch das Deutsche Zentrum
für Luft- und Raumfahrt
(DLR)für sich gewinnen.
Es folgteein Jahr harter Arbeit,an
dessen Ende nicht nur der Master
mit Note 1,0 stand, sondern auch
die Gewissheit: Es funktioniert.
Wann immer Krumm beim Laden
und Entladen seine Batterievariante
mit einer herkömmlichen
verglich, schnitt sein Modell deutlich
besser ab. Die Werte lieferte
dabei die sogenannte Frequenzmessung:
Dabei werden Wechselstromsignale
mit unterschiedlichen
Frequenzen durch die Batteriegeschickt.
Dadurchlässt sich
messen, wie stark der elektrische
Widerstand in derBatterie ist und
wie effektiv die Ionen-Wanderung
in den Elektroden läuft. „Praktisch
wieein Röntgenblick ins Innere
der Batterie“, fasst Krumm
zusammen.
Gedanken an das ganz
große Geschäft
Beim „Start-up BW Elevator
Pitch“der IHK Heilbronn-Franken
gewann er mitseiner Idee denRegionalentscheid.
500 Euro Preisgeldgab
es dafür.AberNils Krumm
denkt in anderenDimensionen. Er
steckt schon mitten imFunding
und will mithilfe von Business
Angels Geld für ein eigenes kleines
Labor einsammeln. Das Ziel:
„Das nächste technische Level erreichen.“
Sprich: größere Batterien
mit seinem Verfahren bauen.
Und dann kann esans ganz große
Geschäft gehen. Denn: Dieneue
Technologie eignet sich für E-Autos
genausowie für Smartphones.
Selber bauen will Krumm nicht.
„Ichwerde Lizenzverträge verkaufen.“
Erste Gespräche mit der Autoindustrielaufen.
In Zukunft kärchertman mit Stihl
Die beiden Platzhirsche schließen eine Allianz fürden Einsatz vonAkkus.
VON ANTONIO DE MITRI
Keine zehn Kilometer trennen
Winnenden von Waiblingen.
Und doch liegen seit
Jahrzehnten Welten zwischen den
beiden Städten. Sie sind Hauptsitz
zweier Unternehmen, die sich in
der Vergangenheit tüchtig in die
Quere gekommen sind. Denn als
Stihl, Waiblingen, vor rund zehn
Jahren plötzlich Hochdruckreiniger
in sein Sortiment aufnahm,
war das ein Frontalangriff auf
das Kerngeschäft von Kärcher.Die
Antwort kam postwendend: Die
Winnender nahmen Laubbläser in
ihr Programm auf und attackierten
damit das Gartensegment von
Stihl.
Einigkeit: Michael Traub(li.), Vorstandvorsitzender vonStihl,und sein Amtskollegebei Kärcher, Hartmut
Jenner, habeneinen gemeinsamen Weggefunden.
Foto: dpa
FRIEDENSSCHLUSS „In der
Vergangenheit gabesjaein angespanntes
Verhältnis zwischen unseren
Betrieben“, räumte Stihl-
Chef Michael Traub inder vergangenen
Woche ein und lachte.
Der Satz fielgewissermaßen in
derHöhle der Löwen. Denn Traub
hatte sich zur Pressekonferenz bei
Kärcher eingefunden. An seiner
Seite sein Amtskollege Hartmut
Jenner, Kärchers Vorstandvorsitzender.Aus
dessen Mund jetzt dieser
Satz kommt: „Stihl hat die besten
Akkus der Welt.“
Was wardenn da passiert? DerTag
der Pressekonferenz warder Startschuss
für eine Allianz, die man
sich so kaum vorgestellt hätte. In
Zukunft wird Stihl nicht nur seine
eigenen, sondern auchdie Profigeräte
von Kärcher mit seinem
neuen Akkusystem Allpro ausstatten.
Die Akkus mit einer Spannung
von 36 Volt werden ab August im
Stihl-Fachhandel erhältlich sein,
Kärcher führt sie im kommenden
Jahr ein. Anwenderinnen und Anwender
haben damit Zugriff auf
ein System von mehr als 120 Geräten,die
mit den gleichen Akkupacks
angetrieben werden.
Michael Traub bezeichnete Allpro
in seiner Rede als Plattform, die
offen für weitere Partnersei. „Der
Kunde will heute einheitliche Gesamtlösungen“,
erklärte er. Profi-Anwender
sollen von dem neuen
System profitieren, indem sie
sowohl für Reinigungsgeräte von
Kärcher als auch für Motorgeräte
von Stihl die gleichenHochleistung-Akkus
und Ladegeräte nutzen
können. Weiterer Vorteil: Allpro
ist kompatibel mit Stihls bisherigem
AP-System (Akkusystem
Professional). Für Kunden, die
bislang 18-Volt-Geräte von Kärcher
nutzen, bleiben Service und
die Verfügbarkeit von Ersatzteilen
und Akkus bestehen, versichert
Elch-Optik: Rick Petzold, Matti Nolte und KatrinNock(v.l.)präsentieren
einen neuen, noch abgeklebten Hochdruckreiniger vonKärcher mit
Allpro-Akku. Er wiegt nurnochacht Kilo.
Foto:Antonio De Mitri
Akku-Allianzenliegen im Trend
Neben dem Schwergewicht Kärcher als größtem Partner ergänzen
zahlreiche weitere Kooperationspartner die Allpro-Allianz, die das
Akku-System beispielsweise für Forstwinden, Geräteträger oder
mobile Tankstellensysteme in ihren Geräten nutzen. Derartige Allianzen
sind nichts Neues. So haben sich im Bereich der 18-Volt-Akkus
bereits mehr als 30Unternehmen der Plattform AmpShare von
Bosch Power Tools angeschlossen, beim Cordless Alliance System
des Nürtinger Herstellers von Elektrowerkzeugen Metabo sind es
mehr als 40 Partner.Die „Power forAll Alliance“ von Bosch Home
&Gardenumfasstelf Marken, darunter Gardena und Husqvarna.
dasUnternehmen. Im Vergleichzu
bisherigen Standard-Akkus bietet
Allpro nach Angaben des Herstellers
eine um 60 Prozent höhere
Spitzenleistung sowie eine um20
Prozent gesteigerte Laufzeit. Zudem
halbiert sich die maximale
Einsatzbereitschaft, während sich
die Lebensdauer auf bis 3000 Ladezyklen
verdoppelt –„ohne Ladungseinbußen“,
wie es heißt.
Das System bietet zwei Technologieklassen:
Basis-Akkus mit Standardzellen
und High-End-Geräte
mit sogenannter Tabless-Zellarchitektur.
Statt den Stromfluss
über eine einzige, Hitze erzeugendeEngstelle,den
„Tab“zuleiten,
fließt die Energie hier über
die gesamte Oberfläche der Zelle.
Das Prinzip hinter der Technologie
gleicht einer weiten Flaschenöffnung,durchdie
dasWasser–imFalle
des Akkusnatürlich
dieEnergie–schneller wieder hinaus-
und hineinfließen kann.
Durch den minimierten Innenwiderstand
entsteht im Betrieb und
beim Laden des Akkus kaum noch
Hitze, was die Hauptursache für
die Alterung der Akku-Zellen reduziert.
MILLIONENINVEST Stihl habe
in denletzten„zweibis dreiJahren
einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag“
in die Entwicklung
von Allproinvestiert, ließVorstand
Michael Traub durchblicken. Die
Kosten bei Kärcher für die Adaption
des neuen Systems beliefen
sich nach Angaben von Hartmut
Jenner auf zehn Millionen Euro.
Einen gemeinsamen Vertrieb werde
es für Allpro nicht geben, Kunden
können jedoch alte Geräte in
Zukunft bei beiden Unternehmen
zurückgeben.
www.kaercher.com
www.stihl.de
06 Blickpunkt
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Legt das Klima die
Wirtschaft lahm?
Die Hitzewelle im Juni hat deutlichgezeigt: DerKlimawandel ist
brutale Realität geworden. Laut einerwissenschaftlichen Analyse
zählenTeileder Region Heilbronn-Frankeninzwischen sogarzuden
bundesweitamstärksten betroffenen Gebieten.Wie reagiert die
Wirtschaft aufdieseEntwicklungen? VON ANTONIO DE MITRI
Im Auftrag des Regionalverbandes
Heilbronn-Franken
hatten die Freiburger Gutachter
von IMA Richter &Röckle
drei Jahre lang alle klimarelevanten
Informationen zwischen Neckar
und Tauber zusammengetragen.
Eine Sisyphos-Arbeit, denn
eine vergleichbare Studie für die
Region lag bis dahin nicht vor.
Die Gutachter nahmen die komplette
Topografie von Heilbronn-
Franken unter die Lupe:Wie ist die
Alle Infos im Netz
Wetterlage in den Tälern, wo liegen
die Kaltluftschneisen, welchen
Einfluss auf das lokale Mikroklima
haben bebauteFlächen?
Laut der Analyse zählen die tiefer
gelegenen Teile Heilbronn-Frankens
zu den thermisch am stärksten
belasteten Regionen Deutschlands.
Insbesondere das Neckarbecken
im Heilbronner Raum,
aber auch die Flussniederungen
von Kocher, Jagst und Tauber
gehören dazu. Der Grund.Hier
Wer sich für die Ergebnisse der Klimaanalyse im Detail interessiert,
kann alle Daten imInternet abrufen. Der Regionalverband
stellt das kartografische Material unter dem Namen „WebGIS“ –
webbasiertes Geografisches Informationssystem –öffentlich zur
Verfügung. Für jede Kommune inHeilbronn-Franken stehen dort
umfangreiche Auswertungenzur Verfügung,sozum BeispielWärmebelastungen
am Tagund in derNacht, Luftströme und Kaltluftschneisenund
die prognostizierten klimatischen Entwicklungen.
Die Daten zur Klimaanalyse finden sich unter der Web-Adresse
rvhnf.de/webgis
Regionale Klimaanalyse für Heilbronn-Franken
1971 – 2000
2031 – 2060 Median 2071 – 2100 Median
staut sich die Luft besonders,und
weil die Flüsse nur über eine relativ
langsame Fließgeschwindigkeit
verfügen, entstehen auchkeine
entlastenden Luftströme in den
betroffenen Bereichen. Als Belastungsschwerpunkte
nennt dieUntersuchung
außerdem Öhringen,
Schwäbisch Hall, Künzelsau und
Crailsheim aufgrund derEinwohnerdichte.
Schaut mansich dieKlimaanalyse
auf der Landkarte an, so ist ein
klares Temperaturgefälle von West
nach Ost zu erkennen. Je weiter
man sich von Heilbronn und
dem Landkreis entfernt, desto geringer
ist die „thermische Betroffenheit“.Insbesondere
derSchwäbisch-Fränkische
Wald gehört zu
diesen Kaltluftschneisen. Abwinde
an den Hängen und die waldtypische
Verdunstung sorgen hier für
kühlereLuft.
Insgesamt sind die Prognosen beunruhigend:
Bis Mitte dieses Jahrhunderts
wird die Lufttemperatur
in derRegionlaut Analyseum
zwei Grad, bis Ende des Jahrhunderts
sogar umvier Grad zunehmen.
Parallel dazu steigt auch die
Zahl derSommertagemit mehr als
25 Grad: Waren dies in Heilbronn
beispielsweise zwischen 1971 und
2000 noch 58 pro Jahr, sowerdenesbis
2100 mehr als 111Tage
sein, sagt die Studie. Auch ländliche
Gegenden bleiben von diesem
Anstieg nicht verschont: Frauental
imMain-Tauber-Kreis etwa
muss mit einem Anstieg von 40
auf mehr als 91Sommertage bis
Ende des Jahrhunderts rechnen.
„Tage mit mehr als 35 Grad sind
hierbei noch gar nicht gesondert
ausgewiesen“, wie Claudia Lang
vom Regionalverband Heilbronn-
Franken im Interview (siehe unten)
betont.
Hitzewellen, wiedie Region sie im
Juni mitzwölfTagen über30Grad
erlebthat, werden in Zukunft also
immer häufiger. „Auch wenn es
brutal klingt: Der Juni 2026 wird
im Rückblick wahrscheinlich einer
derkühlstenJuni-Monate dieses
Jahrhunderts gewesen sein“,
hatte TV-Meteorologe Sven Plöger
im Interview mit der SÜDWEST
DurchschnittlicheAnzahlan
Sommertagenpro Jahr
<28
28 –36
36 –44
44 –52
52 –60
60 –68
68 –76
76 –84
84 –92
>92
RB Grafik: Jürgen Schneider; Quelle: RegionalverbandHeilbronn-Franken /LandschaftsrahmenplanKlimaanalyse
PRESSE prophezeit. Auch die
Wirtschaft muss sichmit denFolgen
des Klimawandels beschäftigen.
Und die können beträchtlich
sein –esdrohen Produktivitätsverluste,
auch wegen steigender
hitzebedingter Gesundheitsprobleme
beiArbeitnehmern, Versicherungsschäden
durch Extremwetter,
Ernteausfälle oder auch Ausfälle
bei Kühl- und Lieferketten.
Alles in allem, hat dasBundeswirtschaftsministerium
ausgerechnet,
drohen der deutschen Volkswirtschaft
bis 2050 Schäden inHöhe
von280 bis900 Milliarden Euro.
„Arbeitszeiten wieinsüdlichenLändern“
Claudia Lang vomRegionalverbandhat dieErstellungder Klimaanalyse fürHeilbronn-Frankenbetreut. Sie weiß,vor welchen Herausforderungen
Kommunen undUnternehmen inden kommenden Jahren stehen. INTERVIEW VON ANTONIO DE MITRI
REGIOBUSINESS Frau Lang,
wieso gehört Heilbronn-Franken
eigentlich zu den thermisch
am stärksten belasteten Regionen
Deutschlands?
CLAUDIA LANG Dasmuss man
differenziert betrachten. Die thermische
Belastung nimmtvon Westen
nach Osten deutlich ab. Im
Heilbronner Becken mit dem Neckartal
ist sie am höchsten, ähnlich
wie wir das auf der Wetterkarte
vom Rheingraben am Oberrhein
kennen. Auch das Taubertal
und der westliche Talverlauf
von Jagst und Kocher gehören zu
den stärker belasteten Regionen.
In diesen Becken und Tälern staut
sich die warme Luft. Auchdie großen
landwirtschaftlichen Flächen
in derRegion sind stärker belastet,
vor allem die Weinberge, die sind
ja idealerweise nach Süden ausgerichtet
und werden bis inden
Abend hinein von der Sonne angestrahlt.
REGIOBUSINESS Und wo ist es
vergleichsweise kühler?
CLAUDIA LANG Ganz klar im
Schwäbisch-Fränkischen Wald,
auch wegen der geringeren Bebauungsdichte.
Das zieht sich weiter
bis in die Hochlagen im östlichen
Hohenlohekreis und im
Landkreis Schwäbisch Hall. Dort
weht mehr Wind, zusätzlich begünstigt
durch die generell größere
Verdunstungüber Waldflächen.
REGIOBUSINESS Laut Ihrer
Analyse wird sich die Zahl der
Sommertage mit mehr als25Grad
Lufttemperatur bis 2100 in etwa
verdoppeln. Das klingt alarmierend…
CLAUDIA LANG Absolut. Und
hier differenziert die Untersuchung
noch gar nicht nach Tagen,
die über 35 Grad liegen, so wiewir
es im Juni hatten.
REGIOBUSINESS Was müssen
die Kommunen jetzt tun?
CLAUDIA LANG Klimaanpassung
mussheuteschon immer bei
allen Stadtplanungen mitgedacht
werden. Größere Kommunen sind
verpflichtet, entsprechende Konzepte
zu erstellen, bei kleineren
ist dies Aufgabe der Landkreise.
Solche Klimaanpassungskonzepte
sind wie ein Leitfaden für die
Kommunen. Wir reden über ein
Themenspektrum von Starkregen
über Hochwasser und Dürre bis
hin zu gesundheitsgefährdenden
Hitzewellen. Man spricht heutzutage
auch von der blau-grünen
Infrastruktur, die ausreichend
Wasser- und Grünflächen in Städten
einbezieht. Das wird ohne
massive Fördermittelnicht funktionieren,
denn die Kassen sind leer.
REGIOBUSINESS Und die
Wirtschaft?
CLAUDIA LANG Für Betriebsflächen
von Unternehmen gilt das
Hitzestress: Arbeitgeber werden in Zukunft dieArbeitszeiten an den
Klimawandel anpassen müssen.
Foto: dpa
Gleiche wie für öffentliche Bereiche:
Flächenversiegelungen vermeiden
und stattdessen nach dem
Schwammstadtprinzip bauen, damit
Regenwasser versickern oder
gespeichert werden kann. Oder:
Photovoltaikdächer über Parkplätzen,
Sonnenschutz an Gebäude
und Dachbegrünung. Leider
werden wir auch über mehr Lüftungs-
und Klimatechnik in den
Gebäuden nicht herumkommen,
auch wenn hier hohe Energiekosten
entstehen. Es sei denn, man
erzeugt selbst die nötige Energie
ausPhotovoltaik. Auch Arbeitszeiten
werden sicherlich angepasst,
wie wir das heute schon aus den
südlichen Ländern mit längeren
Mittagspausen und späteren Feierabenden
kennen. Bei Bürojobs
lässt sich das natürlich einfacher
realisieren als improduzierenden
Gewerbe.
REGIOBUSINESS Wie haben
Sieausgerechnet, wiesichdas Klima
in den kommenden Jahren in
derRegion entwickeln wird?
CLAUDIA LANG Das hat ein
Gutachter inunserem Auftrag gemacht.
Angewendet wurde dabei
das sogenannte FITNAH-Verfahren
(Flow over Irregular Terrain
with Natural and Anthropogenic
Heat-Sources). Dieses Klimamodell
simuliert meteorologische
Entwicklungen wieWindströmungen,
Temperaturverteilungen und
auchdie Entstehung vonKaltluftströmen
ineiner Stadt oder Region.
Man kann mit diesem Modell
in einer horizontalen Auflösung
von 50mal 50 Metern das Mikroklima
prognostizieren. Das ist natürlich
für die Regionalplanung
wie auch für kommunale Flächennutzungspläne
eine sehr gute
Entscheidungsgrundlage.
REGIOBUSINESS Welche Rolle
spielt dabei die Topographie einer
Region?
CLAUDIA LANG Die ist zentral
für eine solche Analyse. Talsenken
sind zum Beispiel Orte, an denen
Kaltluft sich sammelt und dadurch
nächtliche Windströmungen
verursacht, flächendeckende
Wälder fördern die Verdunstung
und damit Kühleffekte auf der
Erdoberfläche. Dunkle Flächen
wie Felder, Straßen oder Häuser
speichern die Wärme des Tages
und geben sie nachtsab. Wenn
wirwissen, wo in denkommenden
Jahren gebaut werden soll, können
wir eine Vorausschau für das
dortige Mikroklima erstellen.
REGIOBUSINESS Berücksichtigen
Sie in dem Modell auch die
Auswirkungen auf denMenschen?
CLAUDIA LANG Ja, ein wichtiger
Aspekt ist die thermische Belastung.
Das heißt, unsere Klimaanalyse
nimmt Faktoren wie
Lufttemperatur, Luftströme, Luftfeuchtigkeit
oder Verdunstung,
um diegefühlte Temperatur an einem
bestimmten Ort zu berechnen.
Zudem wird prognostiziert,
wie oft erhöhte Belastungssituationen
auftreten oder inZukunft
zu erwarten sind. Aus dem Wetterberichtkennen
wirdiesaus Begriffen
wie Hitzetage und Tropennächte.
REGIOBUSINESS LeitenSie aus
den Daten konkrete Maßnahmen
ab?
CLAUDIA LANG Genau. Wir
ziehen als Regionalverband aus
der Analyse Schlüsse für unsere
Regionalplanung. Konkret bedeutet
das, dass wir im Regionalplan
Flächen vor Bebauung
sichern können, wenn es aus mikroklimatischer
Sicht erforderlich
erscheint.Das sind sogenannte
regionale Grünzüge. Dort sollte
aus unserer Sicht dann nicht
gebaut werden. Das müssen wir
freilich sehr gut begründen. Die
Aufstellung oder Änderung eines
Regionalplans geht mit einer
umfangreichen Abwägung unterschiedlicher
Belange einher
und erfordert Beschlüsse unserer
Verbandsversammlung sowie öffentliche
Beteiligungsverfahren.
Das braucht Zeit. Daher erstellen
wireinen Leitfaden, um dieErgebnisse
der Klimaanalyse vorab berücksichtigenzukönnen.
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Blickpunkt 07
Wenn die Sonne am Himmel brennt
Die extremen Temperaturen der jüngstenHitzewellestellen nicht nurdie Arbeitnehmervor körperliche Herausforderungen.Auchdie
Unternehmen in derRegion machen sich Gedanken, wieGesundheitund Produktivität erhalten werden können. VON MARIUS STEPHAN
Statistische Zahlen gibt es
zwar nicht, Wirtschaftsexperten
schätzen die Zahl
der klimatisierten Büros in
Deutschland jedoch auf rund 15
Prozent. Dort fällt der Schutz der
Mitarbeiter vor hohen Temperaturenleicht.
Viel schwieriger wird es
bei Arbeitsplätzen in Fertigungshallen
oder im Freien.
MASSNAHMEN „Der Schutz
unserer Mitarbeiter steht für Leonhard
Weiss an erster Stelle“,betont
der Pressesprecher der Bauunternehmung
aus Satteldorf,
Andre Ufer. Das Unternehmen
habe schon seit Jahren ein umfassendes
Maßnahmenpaket etabliert,
„um unsere Teamsbestmöglich
vor Hitze und UV-Strahlung
zu schützen“. Dazu gehören Spe-
Belastung: Gerade aufBaustellen oder in der Fertigungschlägt dieHitze extremzu.
zialangebote, Gefährdungsbeurteilungen,
regelmäßige Unterweisungen
und praxisnahe Schutzmaßnahmen
direkt auf den Baustellen.
„Wir gehen bewusst über
die gesetzlichen Vorgaben hinaus
und bieten unter anderem
spezielle Schutzkleidung, Schattenspender,
kühle Getränke, Sonnenschutzprodukte
und flexible
Arbeitszeiten“, erzählt Ufer. Innovative
Praxislösungen wie UV-
Schutzfolien zur Abdunklung der
Scheiben, Sonnenschirm-Universalhalter
für Maschinen und mobile
Klimaanlagen für Container
sollen dafür sorgen, dass Gesundheit
und Produktivität gleichermaßen
erhalten bleiben. Alle
Fahrzeuge und Großgeräte sind
bei Leonhard Weiss standardmäßig
mit Klimaanlagen ausgerüstet.
„Wir arbeiten ebenfalls stetig
an neuen Schutzmaßnahmen für
unsere Mitarbeiter auf den Baustellen
und testen beispielsweise
derzeit Kühlkleidung“, betont der
Pressesprecher.
Beim Ventilatoren- und Motorenhersteller
Ziehl-Abegg aus Künzelsau
stellt das Unternehmen
umsonst Trinkwasser für die Belegschaft.
Die Neubauten des Mittelständlers
sind allesamt mitKlimaanlagen
ausgestattet, die hohen
Außentemperaturen sind in
diesen Bereichen der Firma kein
Problem. „Wo dies nicht möglich
ist, zum Beispiel in Altbauten oder
in derProduktion, habenwir große
Ventilatoren aufgestellt –natürlich
aus eigener Fertigung“,
sagt Pressesprecher Rainer Grill.
So sorgtzumindest dieLuftverwirbelungen
für ein wenig Kühlung.
Foto: Christoph Schmidt/dpa
DerSchutz derMitarbeiter vorhohen
Temperaturenist aber durchaus
auch eine individuelle Sache.
„In manchen Bereichen ist mobiles
Arbeiten möglich, da gehen wir
besonders bei Hitze eher großzügig
damit um“, weiß Grill. Allerdings
könne ein Gabelstaplerfahrer
beispielsweise natürlich kein
Homeoffice machen, da müsse
dann genau geschaut werden, wie
es den Mitarbeitern gehe.
„Anunserem Standort in Fichtenberg
haben wir bei unseren Baumaßnahmen
mit Blick auf steigende
Temperaturen und Energiekosten
auf eine gute Gebäudedämmung
geachtet. Beispielsweise
lässt sich unser Verwaltungsgebäude
mit der großen Glasfront
verschatten, zusätzlichnutzen wir
klimatisierte Lüftungsanlagen sowie
Klimaanlagen“, teilt Christian
Schmidt, Pressesprecher beim
Fahrwerksspezialisten KW Automotive
aus Fichtenberg mit. „Auch
unsere Produktionshallen sind
entsprechend ausgestattet, sodass
wir insgesamt stabile Arbeitsbedingungen
schaffen können“. In
den Sozialräumen stehen kostenlose
Trinkwasserspender zur Verfügung.
„In Summe sind wir damit
heute schon gut vorbereitet“,
sagt Schmidt. Zusätzlich hat die
Kantine ihr Angebot in denbesonders
heißen Wochen auf leichtere
Speisen umgestelltund das Unternehmen
stelltbei Rekordtemperaturen
kostenlos Speiseeis zur Verfügung.
„Einfache Maßnahmen,
die imArbeitsalltag einen spürbaren
Unterschied machen“, ist
Schmidt überzeugt.
AUSBLICK Wirtschaftliche Herausforderungen
für Ziehl-Abegg
durch den Klimawandel beurteilt
Grill pragmatisch: „Wenn es mit
dem Klima so weitergeht, dann
werden mehr Privathäuser und
mehr Firmengebäude mit Klimaanlagen
ausgestattet werden. Und
in diesen ist auch immer mindestens
ein Ventilator.“ Weiterhin
hohe Temperaturen werden
„Ziehl-Abegg mehr Aufträge bescheren“,prognostiziert
Grill.
In eine ähnliche Richtung
denkt auch Leonhard Weiss. „In
Deutschland muss generell ein
Umdenken stattfinden. Bauliche
und technologische Anpassungen
wie verbesserte Dämmung und
moderne Gebäudetechniksindfür
die gesamte Gesellschaft überfällig,
um für die vermehrt auftretenden
hohen Temperaturen gewappnet
zu sein“, ist Ufer überzeugt.
Schmidt identifiziert für KW die
hohen Energiekosten als Herausforderung.
„Auch wenn wir auf
Photovoltaik setzen, können wir
damit aktuell nur einen Teil unseres
Bedarfs abdecken. Wenn der
Kühlbedarf weiter steigt, wird das
wirtschaftlich zunehmend relevant.
Entsprechend werden energieeffiziente
Lösungen künftig
noch wichtiger werden“, betont
derSprecher.
Das Thema wird in denVorstandsetagen
durchaus kontrovers diskutiert.
Mehrere angefragte Firmen
wollten sich gegenüber RegioBusiness
nicht zu denMaßnahmengegen
dieHitzewelleäußern.
Das Thema seizusensibel.
Schöpfer vonkühlen Räumen
Hitze treibt Nachfrage nach Klimaanlagen–langfristige Lösungen gehen nochweiter. VON ADINA BAUER
„Die Hitze
kommtjawie
Weihnachten –
ganz unerwartet.“
Wer derzeit ein Klimagerät
kaufen möchte, erlebt
oft eine böse Überraschung:
lange Lieferzeiten, knappe
Verfügbarkeit und deutlich gestiegene
Preise. Das kommt nicht
von ungefähr.Nach den außergewöhnlich
heißen TagenimJuni ist
die Nachfrage nach Kühltechnik
sprunghaft angestiegen –sowohl
bei privaten Haushalten als auch
in Unternehmen.
Während in Produktionshallen
schon seit Jahren auf technische
Kühlung gesetzt wird, wächst inzwischen
auch in Wohnhäusern
der Bedarf. Diese Entwicklung
spiegelt sich auch in den Produktionszahlen
wider: In den fünf
Jahren bis 2024 ist die Herstellung
von Klimaanlagen in Deutschland
laut Statistischem Bundesamtum
75 Prozent auf 317.000 Geräte gestiegen.
Der Produktionswert belief
sich 2024 auf rund 1,5 Milliarden
Euro. Neuere Zahlen liegen
bislang noch nicht vor.
Vom Sturm auf die Kühlgeräte
profitieren auch die heimischen
Fachbetriebe für Haus- und Klimatechnik.
Einen hohen Auftragsbestand
verzeichnet unter anderem
aktuell Wolf Haustechnik aus
Braunsbach. Die Anfragen kommen
sowohl von Privatpersonen
als auch von Unternehmen, die
ihre Produktionsstandorte nachrüsten
möchten. Besonders gefragt
seien Single-Split- und
Multi-Split-Anlagen, teilt das Unternehmen
auf Nachfrage mit.
Während Single-Split-Geräte ein
Innengerät mit einem Außengerät
verbinden und sichfür einzelne
Räume eignen, können über
Multi-Split-Anlagen mehrere Räume
mit nur einem Außengerätklimatisiertwerden.
Die hohe Nachfrage führt allerdings
auch zu Engpässen. „Wir
sind gut strukturiert und extrem
bemüht, den hohen Bedarf zu bedienen
und zeitnah Termine –sowohl
für Beratungsgespräche vor
Ort als auch für Angebotserstellung
und Montage –anzubieten.
Dennoch sind wir auf die Geduld
unserer Kundenangewisen“ ,teilt
das Unternehmen mit. Besonders
ältere Menschen, die kurzfristig
einen Auftrag erteilen, versuche
manbevorzugt zu versorgen.
Dabei raten die Experten dazu,
das Thema Klimatisierung nicht
erst während einer Hitzewelle anzugehen.
„Die Hitze kommtjawie
Weihnachten – ganz unerwartet“,meint
Iris Wolf schmunzelnd.
Sie empfiehlt: bei Klimaanlagen
langfristig denken. Der Sommer
kommtsicherlich auch im nächsten
Jahr wieder mit hohen Temperaturen“.
Besonders attraktiv seien
die Geräte für Besitzer einer
Photovoltaikanlage, die den im
Sommer erzeugten Solarstrom so
direkt nutzen können.
BAUWEISE Doch Klimageräte
sind nicht die einzige Antwort
Begehrt: bei derMontage vonKlimageräten kann es aktuell zu Engpässen kommen.
auf steigende Temperaturen. Eine
andere Lösung sind Gebäude, die
durch ihre Bauweise gar nicht erst
auf eine technische Kühlung angewiesen
sind. Ein Beispiel hierfür
ist der neue Firmensitz von
H3 Bau in Schwäbisch Hall, der
in den kommenden Wochen bezogenwerden
soll.Dortsetzendie
Verantwortlichen auf dicke Ziegelwände
und massive Betondecken,
die imWinter Wärme speichern
und im Sommer die Hitze
draußen halten. Eine automatisch
gesteuerte Fensterlüftung sorgt
nachts zudem für Abkühlung, sodass
aufdie klassischeKlimaanlage
verzichtet werden kann. Rechnerisch
sollen die Temperaturen
das ganze Jahr über zwischen 22
und 26 Grad liegen. „langlebig,
wartungsarmund zukunftsfähig“,
beschreibt Bauherr Julian Hermann
dasKonzept.
Foto: NPG-Archiv.
SCHWAMMSTADT Auch außerhalb
von Gebäuden entstehen
neue Konzepte, um Folgendes Klimawandels
zu begegnen. So auch
bei Stego inSchwäbisch Hall. Das
Unternehmen hat entlang seines
Firmengeländes neue Parkplätze
nachdem Schwammstadt-Prinzip
angelegt. Ziel ist es, Regenwasser
besser zu speichern, Bäume widerstandsfähiger
gegen Trockenheit
zu machen und gleichzeitig das
Mikroklima zu verbessern.
Unter jedem Baum wurde ein
großzügigerWurzelraum geschaffen,
derNiederschläge aufnehmen
und in tiefereBodenschichtenleiten
kann. Dadurchüberstehen die
Bäume längere Hitzeperiodenbesserund
sorgen gleichzeitig für natürliche
Kühlung der Umgebung.
Geschäftsführer Elmar Mangold
sieht darin einen wichtigen Beitrag
für die Zukunft: „Wir sind
überzeugt, dass ein Umdenken
nötig ist, um eine nachhaltigere
Stadtentwicklung zu fördern.“Für
das Projekt erhielt Stego den Haller
Klimaschutzpreis in der KategorieUnternehmen.
Ob Klimaanlage, intelligente Gebäudetechnik
oder begrünte Freiflächen
–die zunehmendenHitzewellen
machen deutlich, dass der
Umgang mithohenTemperaturen
zu einer Daueraufgabe wird –und
zugleich auch Wachstumschanceneröffnet.
08 Firmen &Märkte
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Seit 150 Jahrenerfolgreich am Markt
Das Crailsheimer Unternehmen Roll feiert sein Jubiläum undblickt dabeiauf diebewegte Vergangenheit zurück.
VON MARIUS STEPHAN
Mit rund 300 Gästen aus
Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft feierte die
Roll-Firmengruppe ein spektakuläres
und seltenes Jubiläum. Was
1876 als einfache landwirtschaftliche
Güterbeförderung begann,
präsentiert sich heute als moderne
Firmengruppe mit mehreren
Standbeinen, die jedoch alle mit
dem Bereich Güterbeförderung –
der Keimzelle von Roll –zutun
haben.
Als Martin Schmidt –der Urgroßvater
des späteren Seniorchefs
Heinrich Roll – im Jahr 1876
den Betrieb gründete, profitierte
er direkt von der zeitgleichen
Eröffnung der Bahnlinie Nürnberg–Crailsheim.
Das Schienenkreuz
brachte Dynamik in dieRegion,
die im Volksmund als„Württembergisch-Sibirien“
bezeichnet
wurde. „Hiergab es damals ja
nichts außer Landwirtschaft“, erinnertsich
HeinrichRoll im Rahmen
der Jubiläumsfeierandie Erzählungen
seiner Vorfahren. 1894
zog der Betrieb samtTransportgeschäft
vor die Stadtmauern in die
Ludwigstraße. Über die Jahrzehnte
wuchs das Unternehmen, ehe
der Zweite Weltkrieg seine Spuren
in der Regionhinterließ. Dererste
OpelBlitz von Roll wurdevon der
Wehrmacht eingezogen, 1945 lag
Crailsheim in Trümmern.
Ernst Roll, Schwiegersohn der
Gründerfamilie, verschrieb sich
der Trümmerbeseitigung und
dem Wiederaufbau. Mit einem
Jubilare: Horst Wagner,KatrinWagner-Roll,Bettina Kißling-Roll,Christl undHeinrich Roll,Sabine Pflug-Rollund RonnyPflugsind die vierte
beziehungsweisefünfte Generation,die dasUnternehmen leitet.(v. li.).
Foto: Marius Stephan
1948 ergatterten Gebrauchtfahrzeug
und dem einsetzenden Wirtschaftswunder
wuchs der Fuhrpark
rasch auf vier Kipper-Lkw.Im
Jahr 1968 übernahm mit Heinrich
und Christl Roll die vierte Generation
die Verantwortung –damals
für gerade einmal fünf Mitarbeiter.
Unter ihrer Führung folgte
1976 die Aussiedlung in dieHaller
Straße,zwei Jahre später das eigene
Ausbildungsprogramm,das bis
heute über 300 Fachkräfte hervorgebracht
hat. Viele davon sind
nun in Führungspositionen tätig.
Das spricht für die Ausbildungsqualität:
„Bei uns lernen die Auszubildenden
unter echten Bedingungen
an realen Projekten“, erläutertBettina
Kißling-Roll.
DIVERSIFIZIERUNG In den
1980er-Jahren baute die Unternehmensgruppeihr
Portfolio aus:
Auslandsaktivitäten, Reifenerneuerung,
der Autohof Wörnitz und
der Einstieg in die Kranwelt legten
den Grundstein für eine breite
Aufstellung. Als 1995 mit Katrin,
Sabine und Bettina Roll drei
Schwestern als fünfte Generation
in das Familienunternehmen
einstiegen und 2003 die Schwiegersöhne
von Heinrichund Christel
Roll, Horst Wagner und Ronny
Pflug, als Geschäftsführer Verantwortung
übernahmen, stand
Roll vor einem Wandel. „Mit der
Zeit konnte unsereSpeditionnicht
mehr mit den viel größeren Konkurrenten
mithalten“, erinnert
sich Katrin Wagner-Roll. Die Familie
trifft eine schwere Entscheidung:
2006 verkauft sie den Speditionsbereich
an die Schenker
AG, behält jedoch die Immobilien.
Stattdessen fokussierte sich
die Gruppe auf hochspezialisierte
Segmente: Roll-Truck-Service–
heute Vertragswerkstatt für Volvo,
DAF und Iveco –sowie Roll Kran
und Arbeitsbühnen. „Im Nachhinein
war das absolut die richtige
Entscheidung“, sagt Wagner-Roll.
Die weltweite Finanzkrise 2009
ließ das Speditionsgeschäft rund
um denGlobus einbrechen.
Das Erfolgsgeheimnis sei es, „mit
offenen Augen durch die Welt
zu gehen und dort, wo es sinnvoll
ist, Neues zu probieren“,umschreibt
Horst Wagner den Ansatz
der Inhaberfamilie.Dass dieserWeg
für Roll funktioniert,belegen
die jüngsten Meilensteine. So
wurde Roll-Truck-Service bereits
zweimal zur „Werkstatt des Jahres“
gekürt.Gleichzeitig investiert
die Gruppe massiv in die alternativen
Antriebskonzepte: Nach der
Eröffnung einer LNG-Tankstelle
im Jahr 2020 folgte 2025 die Inbetriebnahme
des hochmodernen
Roll-E-Ladeparks auf dem Firmengelände.
2026 beschäftigt die
Firmengruppe rund 80 Mitarbeiter,die
Ausbildungsquote liegt bei
etwa zehn Prozent.
HEIMAT Der Inhaberfamilie lag
bei ihren unternehmerischen Aktivitäten
auch immer die Stadt
am Herzen. „Beiuns ging es beim
Abendessen schon immerumLkw,
Logistik, Krane und um Crailsheim.
Und darum, wie wir die
Dinge voranbringen“, sagt Sabine
Pflug-Roll. Deshalb engagiert
sich Roll auch inder Stadt –unter
anderem mit der Krannummer
zum jährlichen Kulturwochenende.
Diese Verbundenheit
würdigte auch Crailsheims Oberbürgermeister
Christoph Grimmerinseinem
Grußwort: „Besonders
bemerkenswertist, dassdiese
Erfolgsgeschichte über Generationen
hinweg von einer Unternehmerfamiliegestaltetwurde,
dieihrer
Firma und ihrer Heimat stets
eng verbunden geblieben ist. Roll
ist ein wichtiger Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb
und verlässlicher
Partner unserer Stadt.“ Grimmer
übergab zum Jubiläum eine Reproduktion
des ältesten noch erhaltenen
Gewerbesteuerblatts des
Unternehmens, das aus der Gewerbesteuerkartei
der Jahre 1922
bis1933stammt, nochaus derZeit
derFamilieSchmidt.
www.roll.gmbh
UNSER KOMPLETTSERVICE SCHENKT
IHNEN ZEIT FÜR DAS WESENTLICHE
LEONHARD WEISS – SCHLÜSSELFERTIGBAU
Wir sind Ihr Experte für hochwertiges Bauen – von der Planung bis hin
zur schlüsselfertigen Übergabe übernehmen wir alle Leistungen für Sie.
Unsere Aktivitäten umfassen neben dem Bauen auch Beratungs- und
Planungsleistungen in verschiedensten Sparten:
- Industrie- und Logistikbauten
- Einzelhandels- und Gewerbebauten
- Büro- und Verwaltungsgebäude
- Mehrgeschossige Wohngebäude
- Sozial- und Bildungseinrichtungen
/ Sportzentren
- Bauen im Bestand
- Sonderbauten
Mit LEONHARD WEISS FREUDE AM BAUEN ERLEBEN.
Seit über 125 Jahren. Heute und Morgen.
www.leonhard-weiss.de
ALDI Markt mit Studentenwohnheim
inLandau
LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG
Leonhard-Weiss-Str. 2-3, 74589 Satteldorf
www.leonhard-weiss.de
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Politik &Wirtschaft 09
Herr Vollertunddas böse „Ö“
Wenn der Amtsschimmel auf zwei Pünktchenherumreitet –ein wahresErlebnis.
VON ANTONIO DE MITRI
„Also haben wir
eineE-Mailzurückgeschrieben,
dass wir außer
denzwei Punkten
im Umlaut nichts
erkennen können,
waseventuellder
Obrigkeit dieeindeutige
Ermittlung
des Schandtäters
verunmöglichen
könnte.“
Ältere Semester werden sich
noch an die Liedzeilen erinnern:
„Mein Verhältnis zu
Behörden war nicht immer ungetrübt“,
sangeinst der Barde Reinhard
Mey und erzählte die Geschichte
eines Mannes, den die
„Aktenhauptverwertungsstelle
Nord“ per Einschreiben auffordert:
„Schicken sie uns sofort einen
Antrag auf Erteilung eines
Antragformulars, zur Bestätigung
der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars,
dessen Gültigkeitsvermerk
von der Bezugsbehörde
stammt –zum Behuf der Vorlage
beim zuständ‘gen Erteilungsamt.“
Das war1977. Inzwischen sind wir
fünf Jahrzehnte weiter. Aber die
Welt der Bürokratie hat sich nicht
verbessert. Im Gegenteil: Laut einer
aktuellen Umfrage des Instituts
der Deutschen Wirtschaft
(IW) berichten80Prozent der Unternehmen
in Deutschland, dass
der Aufwand bei den gesetzlichen
Berichts- und Dokumentationspflichten
in den vergangenendrei
Jahren weiter zugenommen habe.
Viele Betriebe sehen die Probleme
bei den Behörden: Rund 70 Prozent
halten Verwaltungsverfahren
für zu langsam. Gut 60 Prozent
sagen, Ermessensspielräume würden
nicht ausreichend genutzt.
Etwa jedes zweite Unternehmen
bemängelt fehlende Kapazitäten
bei der Antragsbearbeitung oder
zweifelt an der fachlichen Expertise
in denVerwaltungen.
Das Transparenzregister ist ein
Beispiel dafür, welche Volten der
deutsche Amtsschimmel schlagen
kann. 2017 eingeführt, um Geldwäsche
und die Finanzierung terroristischer
Straftaten zu verhindern,
verursacht es bei Betrieben
jede Menge Aufwand. Der Grund:
Daten, diebereits im Handels- und
Partnerschaftsregister öffentlich
einsehbar sind, müssen sie hier
nochmals einreichen. Begehensie
dabei einen Fehler, kann esteuer
werden, denn diedrohenden Bußgelder
sind happig: Bis zu 150.000
Euro, bei schweren Verstößen sogar
eine Million, können unvollständige
oder verspätete Meldungen
kosten.
Was das bedeuten kann, erlebte
jetzt der Unternehmer Hans-
Jörg Vollert aus Weinsberg, Geschäftsführer
des Maschinenbauunternehmens
Vollert Heavy
Duty Solutions. Der Stein des Anstoßes:
Das „Ö“ inseinem Vornamen.
Weil Vollerts Betrieb internationaltätig
ist, schreibterden seit
Humorvoll: Der Weinsberger Unternehmer Hans-JörgVollert
schmunzelt heute über den Vorgang.
Foto: privat
jeher auch mit „oe“, also Hans-
Joerg. Alles kein Problem. Außer
für das Transparenzregister.
Das schrieb Vollert an und teilte
ihm mit, es lägen Informationen
vor, dass er als sogenannter wirtschaftlich
Berechtigter seines Betriebes
falsch eingetragen sei. Indes:
„Kein Hinweis auf das‚Ö‘“, so
Vollert. Stattdessen die Warnung,
Falscheintragungen seien strafbewehrt.
Vollert beschlich ein mulmiges
Gefühl. „Wir haben angefangen
zu suchen.“ Die Selbstauskunft
im Transparenzregister
führte Vollert auf die Spur. „Also
haben wir eine E-Mail zurückgeschrieben,
dass wir außer den
zwei Punkten imUmlaut nichts
erkennen können, was eventuell
der Obrigkeit die eindeutige Ermittlung
des Schandtäters verunmöglichen
könnte“, kommentiert
Vollertaugenzwinkernd „Geburtsdatum
und Adresse stimmten ja.“
Mehr noch: In Vollerts E-Mail-
Adresse,die das Transparenzregister
verwendet hatte,wirdseinVorname
ebenfalls mit„oe“geschrieben.
„Ein Schelm, werBöses dabei
denkt.“
Das Register kennt keine Gnade.
Das „oe“, sosagt esdas Antwortschreiben,
wird nicht akzeptiert.
Wörtlich: „Nach unseren
Ermittlungsergebnissen sind die
wirtschaftlich Berechtigten derzeit
entweder nicht oder mit abweichenden
Angaben im Transparenzregister
hinterlegt. Vollert:
„Da wird gründliche Arbeit geleistet
so wie wir das in Deutschland
von einer Behörde erwarten
können.“ Die Ironie dabei: Laut
dem Frage-Antwort-Katalog zum
Transparenzregistersollder Name
eines wirtschaftlich Berechtigten
so angegeben werden, „wie er im
amtlichen Ausweisdokument bzw.
im Personalausweis eingetragen
ist“. In Vollerts Reisepass steht im
maschinenlesbaren Teil: Hans-
Joerg. Inzwischen musste Vollert
übrigens tatsächlich bezahlen:
1,96 Euro. Das ist die Gebühr dafür,
dass der Unternehmer inder
Selbstauskunft Einsicht in seine
eigenen Datennehmen durfte.
Gastkommentar
Zukunftschancen werden „vervespert“
Walter Döring: DieJugendverdient mehr Generationengerechtigkeit.
Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“
haben Ende Mai Reformen
rund um den Sozialstaat gefordert.
Im Mittelpunkt standen
Einsparungen im Gesundheitsbereich,
bei der Rente und sie sahen,
so das Handelsblatt, „einenmassiven
Handlungsdruckbei denSozialversicherungen.“
Ein Kernsatz
war, dass die hohen Ausgaben im
Sozialbereich „so nicht mehr finanzierbar“
seien und alles zusammen
voll zulasten der jungen
Generation gehe.
Die ablehnenden Reaktionen der
Sozialverbände auf diese „weisen“
Vorschläge –auch von den Gewerkschaften
und Teilen der SPD
sowie Grünen und Linke –waren
zu erwarten.
In der gesamten Diskussion ist leider
bezeichnenderweise eine sehr
bemerkenswerte Begründung der
Sachverständigen nahezu völlig
unter den Tisch gefallen: Die Reformen
seien auch „aus Gründen
der Generationengerechtigkeit“
notwendig. Konkret erläuterte
das Handelsblatt einenweiteren
Vorschlag des Sachverständigenrats:
„Kapitaldeckung: Zur Stabilisierung
und für mehr Generationengerechtigkeit
stellen sich die
Wirtschaftsweisen vor, eine verpflichtende
Kapitaldeckung für
die Pflegeversicherung einzuführen,
die nicht über das Umlagesystem
läuft.“
Es blieb beim Vorschlag. Gleiches,
als die „junge Gruppe“ der CDU-
Enttäuschend: Die eigentlich beschlossene Bafög-Erhöhung steht
„unterFinanzierungsvorbehalt“.
Foto:NPG-Archiv
Bundestagsabgeordneten eine faire
Rentenreform vorschlug, die
auch die Belange der jungen Generation
berücksichtigt – Verständnis
geheuchelt, aber abgelehnt.
Damit nicht genug: Bundesforschungsministerin
Dorothee Bär
wandte sich gegen die beschlossene
Bafög-Erhöhung und ließ wissen,
dass auch diese „unter Finanzierungvorbehalt“
stehe. Professor
Rudolf Steinberg, ehemaliger
Präsident der Goethe-Universität
Frankfurt: „Ichhabenicht gehört,
dass auch die Mütterrenteoder die
anstehende Rentenerhöhung unter
Finanzierungsvorbehalt stünden.“
Maßnahmen, von denen
„die Alten“, die älteren Wählerinnen
und Wähler,profitieren.
Livia Gerster hierzutreffendinder
FAZ: „Junge Menschen und Eltern
sind in diesem Land eine Minderheit.
Noch nie gab essowenige
Geburten –und so viele sechzigste
Geburtstagsfeiern. Wer die Mehrheit
regiert, regiertdie Alten.“
Als ein Mitglied derJungenUnion
vorschlug, die Renten nicht übermäßig
steigen, sondern „nur“ in
Höhe der Inflationsrate ansteigen
zu lassen und dieDifferenz zur Finanzierung
der Bafög-Erhöhung
heranzuziehen, gab eseinen Aufschrei
„der Alten.“Dabei wardies
doch ein sehr pragmatischer Vorschlag
für eine faire Politik der
Generationengerechtigkeit –und
dies ohne dieHaushaltskassen zusätzlichzubelasten.
Keine Chance
auf Realisierung.
Anderes Beispiel dafür, wie wenig
die junge Generation bei Entscheidungen,
die sie direkt betreffen,
berücksichtigt wird: Nicht
wirklich Geld, nicht einen einzigen
Euro, hätte es gekostet, wenn
Bundesverteidigungsminister Boris
Pistorius vor der Bundeswehrreform
mit der jungen Generation
gesprochen und damit gezeigt
hätte, dass er sie ernstnimmt, dass
er um sie wirbtund damit um die,
die imKriegsfalle uns alle verteidigen
sollen/müssen. Esbrauchte
öffentlichen Protest, bis das
Selbstverständliche stattfand: ein
Gespräch des Ministers mit dem
Bundesschülersprecher.
Zurück zum Bafög: Der Hinweis
aus der Politik, die Studierenden
sollten eben nebenher arbeiten, ist
eine Binse. Nahezu 70 Prozent aller
Studierenden arbeiten „nebenher“.
Ja, ich fand die Ferienjobs
ab meinem 16. Lebensjahr während
meiner Schulzeit und später
neben dem Studium als lehrreichund
in jeder Beziehunghilfreich.
Aber offen gesagt teilweise
doch auch als belastend, unter
demStrich jedochschlicht und ergreifend
eben notwendig. Sonotwendig
wie dies auchheutedie 70
Prozent neben dem Studium arbeitenden
Studierenden benötigen;
und dennoch erreichen einige
–zuviele! –nicht dasZiel„erfolgreicher
Studienabschluss“:
Statistiken zufolge beenden 28
Prozent derStudierenden ihrStudium
ohne Abschluss. Mehr als
die Hälfte davon, 54 Prozent, wegen
„finanzieller Schwierigkeiten“.
Demnach gibt es, wenig
überraschend, einen Zusammenhang
zwischen „Studienerfolg“
und ausreichender„Finanzkraft“.
Nehmen die finanziellen Schwierigkeiten
auch aufgrund einer zu
geringen Förderung dernicht vom
Elternhaus finanziellausreichend
Ausgestatteten zu, erhöht sich die
Zahl der Abbrecherinnen und Abbrecher
–zulasten nicht allein
der Betroffenen, sondern natürlich
auchder Wirtschaft, diedringend
auf gut qualifizierte Mitarbeiter
ebenso angewiesen ist wie
der„öffentlicheDienst“. Somit gehendiese
Fehlentscheidungenzulasten
vonuns allen.
Auf der einen Seite neben der erwähntenMütterrente,die
Pendlerpauschale,
der unsinnige Tankrabatt,die
Senkung derGastro-Steuer
und die Wiedereinführung der
Agrardiesel-Subvention, aber auf
deranderenSeite kein Geld für die
im Koalitionsvertrag beschlossene
(!!!) Bafög-Erhöhung;das passt
nicht zusammen, das hat nicht
Dr.Walter Döring
Der gebürtige Stuttgarter Dr.Walter Döring war
lange eine der Galionsfiguren der FDP. Er war
Vorsitzender der Landtagsfraktion und von 1996
bis 2004 Wirtschaftsminister von Baden-
Württemberg. Heute arbeitet der 71-Jährige als
Consultant, hält Vorlesungen an Hochschulen
und saß lange im Gemeinderat in Schwäbisch
Hall.ImKreistag ist er für die Freien Demokraten
politisch aktiv. Döring ist Initiatorund Mitorganisator
des Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“
in Schwäbisch Hall und gründete die Akademie
Deutscher Weltmarktführer.
einmal im Ansatz was mit Generationengerechtigkeitzutun,
sondern
ist das glatte Gegenteil. Denn
mit den aufgeführten Steuergeschenken
werden die Zukunftschancen
der jungen Generation
„vervespert“.
Die junge Generation hat Corona
hinter sich, lernt inheruntergekommenen
Schulen, wird aktuell
zur Bundeswehr gerufen, hat
einen riesigen staatlichen Schuldenberg
vorsich–und kennt „Generationengerechtigkeit“
allenfallsals
ein„Schlagwortohne realisierte
Inhalte“.
Die junge Generation trifft an
den allermeisten Missständen
und „Unannehmlichkeiten“ keine
Schuld. Es wäre höchste Zeit
für eine Bewegung „Omas für Generationengerechtigkeit“,
aber da
müsste Verzicht geleistet werden,
anders alsbei und vonden „Omas
gegenrechts“!
10 Pharma
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Syntegonziehtins Druckzentrum
Der Standort Crailsheim des Verpackungsmaschinenbauerswächst.Neben demFirmengelände in RotamSee ist seit kurzem auch
das ehemalige Druckzentrum imWesten der Stadtein Syntegon-Werk. VON MARIUS STEPHAN
Als die ehemalige Verpackungssparte
von Bosch, damals
Bosch Packaging Technology
genannt, unter den Hammer
kam und vom Kapitalinvestor
CVCaufgekauft wurde,sahen viele
Marktbeobachter das renommierte
Unternehmen am Ende. Heute,
sechs Jahre später,geheesdem
Crailsheimer Standort nach eigenem
Bekunden sehr gut, Syntegon
investiere und erweitere, betont
Stephan März, derals Executive
Vice President Pharma Liquid
den Flüssigabfüllbereich verantwortet.
Unter dem Strich steht ein
Plus von etwa 200 Arbeitsplätzen,
die der Maschinenbauer seit 2023
in Crailsheim geschaffenhat. „Wir
sind sehr stark gewachsen in den
letzten drei Jahren“, sagt März.
Erst vor wenigen Wochen hatte
Syntegon seine Bilanz präsentiert
und neue Rekordwerte bei Umsatz
und Auftragseingang vermelden
können. Rund 60 Prozent des
Umsatzes kommen dabeiaus dem
Pharmabereich.
PARTNER Das Unternehmenpositioniert
sich bewusst als „strategischer
Lifecycle-Partner“ bei seinen
Kunden aus der Lebensmittel-
und Pharmaindustrie. Das
heißt, Syntegon möchte der Partner
von der ersten Herausforderung
über die Entwicklungsthemen
und technologischen Lösungenbis
zum Service während eines
langen Betriebszeitraums beim
Kunden sein.
Konkret will Syntegon von vorbereitenden
Schritten wie zum Beispiel
dem Waschen und Sterilisieren
der Gefäße vor dem Abfüllen
über den Abfüllvorgang selbst
bis hin zur Weiterverarbeitung des
abgefüllten Wirkstoffes in einem
Gefäß, Autoinjektoren oder anderen
Darreichungsutensilien den
kompletten Verpackungsprozess
liefern – inklusive Qualitätssicherung
und Nachverfolgbarkeit.
„Wenn der Kunde erfolgreich ist,
sind auch wir erfolgreich“, fasst
März den Slogan „Cocreate, cosucceed“
zusammen, derauch auf
der markanten, gebogenen LED-
Wand am Crailsheimer Standort
zu sehenist.
Die Haupttherapiebereiche seien
im Moment die Immunologie, die
Onkologie wie auch dasGewichtsmanagement
–die berühmte Abnehmspritze.
„In diesem Bereich
sind wir die absolute Nummer
eins, so auch im Insulinbereich“,
sagt März. Besonders stolz ist er
Einzug: Ein kleines Syntegon-Fähnchensteht bereitsamEingang.Bis Ende des Jahres soll dasWerk renoviert
und in einem gestaffeltenUmzugbesetzt werden.
Foto: Marius Stephan
auf eine neue Art von Abfülllinie,
die ohne die inder Branche üblichen
Eingriffe per Handschuhfenster
auskommt. Das „SynTiso“
getaufte Produkt wurde in Crailsheim
entwickelt und soll durch
verschiedene technologische Innovationen
die „Fehlerquelle
Mensch“ von Eingriffen in der
Abfüllung trennen, da diese noch
immer den Großteil der Störungen
ausmache. Die ersten Maschinen
der neuen Serie seien bereits
produziert und bei den Kunden
aufgestellt. Der Erfolg von Syn-
Tiso untermauert auch die Rolle
und den Anspruch des Standortes
in der Horaffenstadt als „Innovations-
und Technologiestandort“
innerhalb der Gruppe. „Wir haben
über 400 Ingenieure hier im
Werk“, weiß März. Crailsheim sei
das Herzstück und der wichtigste
Standort des gesamten Pharmaflüssig-Geschäftsbereichs.
Deshalb
werde hier auch viel optimiert.
„Wirarbeiten sehr stark an
derEffizienz und derReduzierung
derDurchlaufzeit am Standort. So
können wir auf gleicher Fläche
mehr Umsatzmachen. Unser Auftragsbestand
wächst weiter“, erklärtMärz.
ERWEITERUNG Neben dem
Hauptstandort imNorden Crailsheims
und dem inRot am See
richtete Syntegon deshalb kürzlich
eine weitereBetriebsstätte ein:
Das dritte Werk befindet sich im
ehemaligen Druckzentrum Hohenlohe
Ostalb, das die Südwest
Presse zusammen mit der Schwäbischen
Post bis Ende 2023 betrieb.
„Das neu angemietete Werk
in der Ludwig-Erhard-Straße in
Crailsheim umfasst eine Fläche
von 4700 Quadratmetern“, teilt
Syntegon-Sprecher Patrick Löffel
mit. Das Unternehmensiedelt hier
dieSystem- und Baugruppenmontage
an, was die Durchlaufzeiten
im Hauptwerk weiter verkürzen
soll. Die ersten 15 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind im Juni
in das neue Werk gezogen. „Die
vollständige Inbetriebnahme ist
nacheinersukzessiven Sanierung
und einem gestaffeltenUmzug bis
Ende2026geplant“, sagt Löffel.In
derFolge sollenimneuenWerkbis
zu 75 Menschen tätig sein.
www.syntegon.com
ADVERTORIAL
ANZEIGE
Damit Medizin sicher
ankommt
Wie ein familiengeführter Arbeitgeber aus der Region Pharma
weltweit sicherer macht
Augentropfen, Impfstoffe,
Ampullen: Millionen Menschen
verlassen sich täglich darauf,
dass ihre Arzneimittel keimfrei
und sicher sind. Dass das
funktioniert, hat oft mit einer
Technologie zutun, die in unserer
Region erfunden wurde
–und mit einem Unternehmen,
das hier seit 1952 zuHause ist:
Rommelag.
Als Erfinderder Blow-Fill-Seal-Technologie
und Weltmarktführer in
der aseptischen Abfüllungsorgt
das familiengeführte Unternehmen
dafür,dass flüssige und halbfeste
Medikamente in einem einzigen,
vollautomatischen Prozess geformt,
steril befüllt und verschlossen
werden–ganz ohne Kontaminationsrisikound
Konservierungsmittel.
Auf bottelpack-Anlagen „made in
Packaging Valley“ entstehen so
weltweitsichere Arzneimittel. Im
eigenen Lohnherstellungsbereich
füllt Rommelag zudem täglichweit
» BEI ROMMELAG
ARBEITEST DU AN
ETWAS, DAS ZÄHLT:
AN SICHEREN
ARZNEIMITTELN FÜR
MENSCHEN
WELTWEIT.
über zwei Million Behältnisse im
Kundenauftrag ab.Viele Produkte,
die rund um den Globus in Kliniken
und Apotheken ankommen, haben
ihren Ursprung also direkt vorunserer
Haustür.
Hinter dieser Aufgabe stehen über
2.000Mitarbeitende.Sie alle eint
ein Ziel: dass Menschen überallauf
derWelt Zugang zu sicheren Arzneimittelnhaben.Wer
hier arbeitet,
weiß abends,wofür –obinProduktion,
Labor,IT, Office, Lageroder
Entwicklung. Und das Beste:Man
muss dafür nicht in die Großstadt
ziehen, sondern findetanspruchsvolle
Aufgaben mitweltweiter
Wirkungdirekt in der Region.
Dass Rommelag nichtnur ein
sinnstiftender,sondern auch ein
richtigguter Arbeitgeber ist, bestätigt
dasTop Employers Institute:
zumdritten Mal in Folge trägt das
Unternehmendas begehrte Siegel
„Top Employer“. Dahinterstehen
flache Hierarchien, kurze Wege,ein
ehrliches Miteinander per Du –und
die feste Überzeugung, dass ein
Job insLeben passen muss,nicht
umgekehrt. Flexible Arbeitszeiten,
mobiles Arbeiten undzahlreiche
Benefits sind deshalb selbstverständlich.
Auch der Nachwuchsist
bestens aufgehoben: Als vonder
IHK Heilbronn-Franken ausgezeichneter
Ausbildungsbetrieb bildet
Rommelag den eigenen Fachkräfte-Nachwuchsgleich
selbstaus.
Du willst dasLeben fürMenschen
weltweit ein Stück besser machen?
Dann lohntsichein Blickauf Rommelag
–ganz gleich,wodugerade
stehst.
Du willst dasLeben für
Menschen weltweit besser
machen?
Wenn Du einenArbeitgeber suchst,der sich fürDeinLeben interessiert
undDeine Bedürfnisseernst nimmt, bist DU beiRommelaggenau richtig.
Wirtragenunseren Teil dazu bei, dass Menschen weltweit dieChance
aufden Zugang zu sicheren Arzneimittelnhaben.WennDuuns dabei
unterstützen willst,bietenwir DiroptimaleVoraussetzungen,umDeinen
Jobsozugestalten,dasserinDeinLeben passt.
Die neue bp730 istRommelags jüngsteAnlagefür diesichere aseptische
Abfüllungvon Parenteralia.
Foto:Rommelag
Who the FisRommelag? Erfinder
der Blow-Fill-Seal-Technologie
und Weltmarktführer
in der aseptischen Abfüllung.
Familiengeführt seit 1952,
Sitz inSulzbach-Laufen, über
2.000 Mitarbeitende, vertreten
in über 20 und Kunden in
über 80 Ländern. Zum dritten
Mal in Folge ausgezeichnet
als Top Employer. www.rommelag.com/karriere
Undfalls du dich gerade fragst:
Who the F is Rommelag?
Scanne denQR-Code und
finde es heraus!
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Firmen &Märkte 11
„Das kannsonichtweitergehen“
Eine Generalversammlung alsGeneralabrechnung:Martin Boschet, geschäftsführenderVorstandder Hohenloher Molkerei, bekommt
angesichts der Rahmenbedingungen „Puls“ –und beweist leidenschaftliches Engagement fürdie Lieferanten. VON ANTONIO DE MITRI
Der Griff ins Kühlregal gehört
für uns Verbraucher
zu den selbstverständlichsten
Handlungen beim Einkaufen
im Supermarkt. Milch, Joghurt,
Quark, Butter –alles ist immer
ausreichend vorhanden, und die
Preise stimmen auch. Doch tatsächlich
steckt hinter derProduktion
von Milchprodukten ein täglicher
Kampf, der sich von Jahr
zu Jahr verschärft.Wer einenEindruck
davon bekommen möchte,
muss nur einmal Martin Boschet
zuhören.
Generalabrechnung mit
bürokratischem „Wahn“
Boschet ist geschäftsführender
Vorstand der Hohenloher Molkerei
und ein Mann, den die Situation
seiner Lieferanten, seines
Unternehmens und der globalen
Wirtschaft umtreiben. Er weiß die
Dinge einzuordnen. So auch wieder
an diesem Junimorgen,als die
Hohenloher Molkerei ihre Genossenschaftsmitglieder
zur Generalversammlung
nach Wolpertshausen
eingeladen hat. Es istheiß an
diesem Vormittag, und die Inhalte
von BoschetsRede tragen in der
Mehrzweckhalle nicht zur Abkühlung
bei.
Im Gegenteil: Denn bevor derVorstand
über ein „wiederumäußerst
erfolgreiches Geschäftsjahr 2025“
für die Molkerei berichtet, gleicht
die Dreiviertelstunde davor einer
Generalabrechnung.
Stichwort Bürokratie: Boschet
nennt es den „unglaublichen Regulierungswahn“
und nimmt die
EU ins Visier–aktuell:die PPWR.
Das Kürzel steht für Packaging
and Packaging Waste Regulation
(Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung)
und hat an
sich ein nobles Ziel: Verpackungsmüll
zu reduzieren und denRecyclinganteil
zu steigern. Aber: „Der
Teufel steckt auch hier wie immer
imDetail“, so Boschet. Lücken
im Verordnungstext führten
dazu, dass die Händler die Lieferanten
sogenannter Eigenmarken
–bei Aldi zum Beispiel „Milsani“
für Milchprodukte –als Erzeuger
einstufen wollen. DieFolge,
sagt Boschet: „Wir tragen alle Kosten,
müssen externe Firmen und
Rechtsanwälte beauftragen, die
uns bei der Erstellung von mehreren
hundert Konformitätserklärungen
unterstützen.“
Mit PPWR ist es noch lange nicht
getan: Boschet wird nicht müde,
weiter aufzuzählen: QM-Milch,
QM++, ITW, Tethered Cup, Emp-
Co, MilchPQV. Man muss die ganzen
Abkürzungen nicht kennen,
um zu ahnen, worum es hier geht.
„Das alles ist sicher richtig und
Bilderbuchwelt: In einem Malwettbewerbhatte dieHohenloher Molkerei Kinder aufgerufen, ihre Vorstellungvom
Leben aufdem BauernhofzuPapier zu bringen. Die neunjährigeLotta kamauf Platz zwei. Bild: privat
nachvollziehbar“, findet Boschet,
„trotzdem müssen wir aufpassen,
dass diese Systeme unsere Landwirte
nicht überfordern und sie
am Endenicht mehr wettbewerbsfähig
sind.“
Eiskalter Preiskrieg bei
Händlern und Discountern
Und alswäredas alles immer noch
nicht genug, kommt der tägliche
Preiskrieg hinzu. In Deutschland
erreichte dieMilchproduktion mit
32,5 Tonnen den höchsten Stand
seit fünf Jahren. Entgegen allen
Erwartungen von Marktbeobachtern
sind die Milchkuhbestände
hierzulande wieder angestiegen.
Besseres Futter, höhere Melkfrequenzen,
bessere Tiergesundheit
sind weitere Faktoren, weshalbdie
Kühe mehr Milchgeben.
Was für den Verbraucher erfreulich
klingt, entwickelte sich bis
zum Jahresende fürdie Milchbauern
zu einem „maximal desaströsen“
Zustand. Denn jetzt schlug
die Stunde des Lebensmitteleinzelhandels
und der Discounter,an
dieauch dieHohenloherMolkerei
ihre Erzeugnisse liefert, etwa an
Aldi. Boschet: „Unter diesen Rahmenbedingungen
war esziemlich
einfach, die Anbieter bei Preisgesprächen
zu nie dagewesenen Zugeständnissen
aufzufordern.“ Die
Folge:Bei Blockbutterstürztendie
Preise von August bis Dezember
um 39 Prozent ab, bei abgepackterWare
um 37,5und beiKäseum
29 Prozent. „Wer senkt als erster
den Preis, wer ist der noch bessere
Preisführer, wer kann esnoch
billiger?“,resümiertBoschetbitter
und fügt hinzu: „Ein gnadenloser
Unterbietungswettbewerb.“
Dennoch: Nach all den negativen
Analysen kann Boschet vor den
versammelten Mitgliedern mit
denErgebnissen für 2025 glänzen
und ihnen zeigen, wie man trotz
allerHerausforderungen einen sicheren
Kurs fährt. DieZahlensind
durchweg positiv: Die Bilanzsumme
stieg auf 138,5 MillionenEuro,
der Umsatz um 20,8 Millionen
Euro oder 5,9 Prozent auf 372,8
Millionen. Nach Abzug von Steuernund
Rücklagenergibtsichein
Bilanzgewinn von 2,2 Millionen
Euro. Beim Eigenkapital erreichte
dieGenossenschaft mitder laut
Boschet„historischen Marke“ von
exakt 100 Millionen eine Quote
von 72,2 Prozent. „Branchenweiter
Spitzenwert“.
Erfreulichfür dieLieferanten: Die
Hohenloher Molkerei konnte erneut
Milchauszahlungspreise weit
über dem bundesweiten Durchschnitt
sicherstellen: 54,75 Cent
netto pro Kilo bedeutet 1,97 Cent
über dem Schnitt. In absoluten
Zahlen: 8,8 Millionen Euro mehr
Milchgeld für die Lieferanten der
Molkerei. Seit 2021 haben die
Schwäbisch Hallerdamit 58,5Millionen
Euro mehr an ihre Milchbauern
ausbezahlt als der Durchschnitt
der Branche. Für Euphorie
sieht Boschet trotzdem keinen
Anlass: Auch 2026 werde herausfordernd,
mahnt der Molkereivorstand.
Dennoch: „Unser strategisches
Ziel bleibt unverändert:
die Erwirtschaftung eines wettbewerbsfähigen
Auszahlungspreises
für unsere Milcherzeuger.“
www.hohenloher-molkerei.de
Zwischen Preisdruck und Perspektiven
Die BAG Hohenlohe schautbei der 103. Generalversammlungnacheinem soliden Geschäftsverlauf vorsichtig optimistischindie Zukunft.
Die Genossenschaftprofitiert auchvon InsolvenzenehemaligerMarktbegleiter. VON ADINA BAUER
Mit attraktiven Preisen bei
der Tombola –drei hochwertige
Stihl-Geräte –
sorgte die BAG Hohenlohe bei ihrer
103. Hauptversammlung Ende
Juni in der Arena Hohenlohe für
gute Stimmung. Der eigentliche
Grundzur Freude lagjedoch in der
Geschäftsentwicklung: Trotz eines
von Krisen und Unsicherheitengeprägten
Jahres konnte die Genossenschaft
einen soliden Jahresabschluss
präsentieren.
VorstandsvorsitzenderSvenSchneider
zeichnete in seinem Rückblick
ein differenziertes Bild dervergangenen
Monate. Die gesamte Agrarbranche
habe ein außergewöhnlich
turbulentes Jahr erlebt
–geprägt von geopolitischen Unsicherheiten,
stark schwankenden
Märkten und sinkenden Erlösen.
„Wir kennen ja den Schweinezyklus
und sindanihn gewohnt“,sagte
Schneider mit Blick auf die üblichen
Schwankungen, um dann
auszuführen: „Allerdings war die
Schnelligkeit von Preisabstürzen
Diewichtigsten Kennzahlen2025
sowie deren Dimensionen im Jahr
2025 schon außergewöhnlich.Hier
bekommt Volatilität nochmalseine
andere Tragweite.“
Besonders im Bereich Landtechnik
sei die Investitionsbereitschaft vieler
Betriebe spürbar zurückgegangen.
„Im vergangenen Jahr wurde
von vielen Landwirten nur zögerlich
investiert und genau abgewogen“,
erläuterte Schneider.Zusätzlich
zur allgemeinen wirtschaftlichen
Verunsicherung gerieten die
Margen ab der zweitenJahreshälfte
unter Druck, weil Artikel derindie
Krisegeratenen BayWabei Auktionen
zu günstigen Preisen auf den
Marktgelangten.
Auch auf den Getreidemärkten
machte sich das schwierige Umfeld
bemerkbar. Rekord-Ernten in
der Region und auf der gesamten
Nordhalbkugel führten zugut gefüllten
Silos und einem deutlichen
Preisverfall. Die Auswirkungen seien
bereitsseit Mitte 2025 im Handel
zu spüren und würdensich auch in
der diesjährigen Ernte fortsetzen.
Anlagevermögen:
20,12 Mio. Euro
Umlaufvermögen:
24,38Mio.Euro
Eigenkapital:
15,59Mio.Euro
Geschäftsguthaben:
5,16 Mio.Euro
Ergebnisrücklagen:
9,6 Mio.Euro
Bilanzgewinn:
681.000 Euro
Zahlder Mitglieder: 2016
Mitarbeiter: 229
Teamarbeit: Tobias Schirrle, stellvertretenderAufsichtsratsvorsitzender, Aufsichtratsvorsitzender Volker
Baumann,Vorstandsvorsitzender Sven Schneiderund VorstandHannes Zipfel (v.li.)informieren die Mitglieder
über wichtige Entwicklungendes vergangenen Jahres.
Foto: Adina Bauer
Eine Ausnahme bilde allerdings
der Raps. Da europaweit mehr
verbraucht als produziert werde,
könnten derzeit Rekordpreise erzielt
werden. Rund 70 Prozent der
aktuellen Ernte seien bereits vermarktet.
„Die Erlöse stehen unter Druck,
aber die Kosten steigen weiter“,
fasste Schneider die Situation auf
den Höfen insgesamt zusammen.
Für die Landwirtschaft insgesamt
rechneterdennochmit einerAufwärtsbewegung
innerhalb der
kommenden ein bis zwei Jahre.
Mit Blick auf die Versorgungssicherheit
fand der Vorstandsvorsitzende
deutlich mahnende Worte.
Baden-Württemberg erreiche lediglich
bei Getreide und Äpfeln einen
Selbstversorgungsgrad von
100 Prozent. Bei tierischen Produkten
liege dieser bei maximal
60 Prozent. „Wir sind also weit
weg von der Ernährungssouveränität.
Hier muss sich einiges tun.
Stallbauten und Co. müssen wieder
wirtschaftlich realisierbar werden“,
forderteder BAG-Chef.
Neben den Herausforderungen
sieht die BAG aber auch Chancen.
Erfolgreich entwickelte sich beispielsweise
der Bereich Kraft- und
Brennstoffe, zu dem unter anderem
die Tochtergesellschaft EDI
gehört. Mit Holzpellets und E-Fuel
siehtsich das Unternehmen gut für
die Zukunft aufgestellt. Ebenfalls
positiv entwickelte sich die Tochter
STEBAG in Ellwangen. Hier wird
aktuell ein großer Neubau geplant.
Auch im Einzelhandel setzt die Genossenschaft
ihren Wachstumskurs
fort. Nach dem erfolgreichen
Ausbau des Raiffeisenmarkts
in Öhringen soll in den kommenden
Tagenauch in der Werkstatt in
Hessental ein neuer Stihl-Shop eröffnen.
Mehrere Geschäftsbereiche hätten
sich also insgesamt erfreulich entwickelt,
fasste Schneider zusammen.
Dass dies keine Selbstverständlichkeit
ist, zeigte sein Blick
auf das Marktumfeld. So musste
Endress Motorgeräte das Aus bekannt
geben. Auch die Hohenloher
Fruchtsäfte meldeten Insolvenz
an. In beiden Fällen konnte
die BAG dadurch weitere Marktanteile
gewinnen. „Abersowollen wir
eigentlich nicht wachsen. Dieaktuelle
Vielzahl an Insolvenzen in der
Region und auch in ganz Deutschland
ist beunruhigend“, betonte
Schneider.
Den Jahresabschluss stellte Vorstand
Hannes Zipfel vor.Die größten
Investitionen flossen 2025 in
den Fuhrpark (266.000 Euro),
den Erwerb eines angrenzenden
Grundstücks in Ilshofen (279.000
Euro) sowie in Werkstatt und Raiffeisenmarkt
in Öhringen (451.000
Euro). Die Finanzanlagen gingen
dagegen von 2,45 auf 2,26 Millionen
Euro zurück. Gründe hierfür
waren unter anderem die Liquidation
der Ostalb-Vertriebs GmbH
sowie Abschreibungen auf Beteiligungen
an der BayWa. Unter dem
Strich weist die BAG Hohenlohe für
das Geschäftsjahr 2025 ein Eigenkapital
von 15,59 Millionen Euro
aus. Die Mitglieder stimmten einstimmig
dem Vorschlag zu, eine
Dividende von 1,5 Prozent auf die
Geschäftsguthaben – insgesamt
76.576 Euro – auszuschütten.
Ebenso einstimmig entlasteten sie
Vorstand und Aufsichtsrat.
www.bag-hohenlohe.de
12 Firmen&Märkte
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Keine Rettung für Autolöwen
Mit Eröffnung desInsolvenzverfahrensschließen sieben der achtStandorte desHändlers.Den Mitarbeitern wurde nungekündigt.
Lediglich für denStandort Aalen konnte ein Käufer gefunden werden. VON MARIUS STEPHAN
Insolvenz: Die Stellantis-Bankhatte in den vergangenen Wochen alle Fahrzeuge ausden Autolöwen-Standorten (im Bild Crailsheim) abholen
lassen,die sich nicht im Besitzdes Händlersbefanden.
Foto: Marius Stephan
Das endgültige Aus für den
Großteil der Autolöwen-
Standorte steht fest. Mit
der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens
schließen die
Standorte in Schwäbisch Hall,
Crailsheim, Öhringen, Ludwigsburg
und Heilbronn. Bereits in
den Wochen zuvor hatte die Stellantis-Bank
die Fahrzeuge, die
sich nicht imAutolöwen-Eigentum
befanden, von den Standorten
abholen lassen.
Viele Kunden, die Fahrzeuge gekauft
und an- oder bezahlt hatten,
bekamen weder die Fahrzeuge
ausgeliefertnoch das Geld zurück,
als das Unternehmen Insolvenz
anmeldete. Betrugsvorwürfe wurden
laut, Kunden erstatteten Anzeige.
Dies bestätigt auch Staatsanwältin
Mareike Hafendörfervon
der Staatsanwaltschaft Heilbronn:
Dort seien zwischenzeitlich sieben
Anzeigen wegen Betrugs und
auchInsolvenzverschleppung eingegangen.
„Zum genauen Stand
kann ich derzeit keine weitergehenden
Auskünfte erteilen“, sagt
Hafendörfer.
Die Schließung der Standorte hat
weitreichende Folgen: Von den
rund 150 verbliebenen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern musste
Insolvenzverwalter Dr. Markus
Schuster rund 100 kündigen, weitere
rund 50 hatten zuvor Aufhebungsverträge
geschlossen, weil
sie anderweitig neue Arbeitsstellen
gefunden hatten. „Man sieht,
dass wir trotz der kurzen Zeit, die
uns zur Verfügung stand,erhebliche
Anstrengungen unternommen
haben, um die Autohäuser und
die Arbeitsplätze zu sichern. Leider
hat es diesmal nicht funktioniert.
Die Schließung istdaher aus
wirtschaftlichen Gründennicht zu
vermeiden“, sagt Schuster.
Einenkleinen Erfolg kann derInsolvenzverwalter
aber doch vermelden:
Der Aalener Standort der
Gruppe, das ehemalige Autohaus
Spiegler, ging mit Wirkung zum
1. Juli an die Widmann-Gruppe
über. Das Autohaus sowie alle 33
Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Die Firmengruppe Widmann,
die in der Region hauptsächlich
als Mercedes-Benz-Händler bekannt
ist,will mit demZukaufihr
Markenportfolio stärken.
Im Zugeder Investorensuche habe
es „trotz intensiver Gespräche
keine umsetzungsfähigen Übernahmeangebote
für die anderen
Standorte gegeben“, teilt die
Kanzlei mit. Eine eigenständige
Fortführung des Unternehmens
sei ebenfalls nicht möglich gewesen.
So blieb nur der Weg, den Geschäftsbetrieb
der Autolöwen einzustellen.
„Das ist natürlich eine
Entscheidung, die ich gerne vermieden
hätte. Wirhaben alles getan,
wasunter dengegebenen Umständen
möglichwar,umdas Unternehmen
und die Arbeitsplätze
zu erhalten. Leider hat die Investorensuche
trotz intensiver Bemühungen
kein positives Ergebnis
gefunden“, sagt Dr.Schuster.
Verhandlungen mit
Investoren gescheitert
Die Suche nach möglichen Investoren
hatte der Insolvenzverwalter
bereits Anfang Mai gestartet.
„Wir haben imZuge der Investorensuche
insgesamt mehr als 200
potenzielle Interessenten angeschrieben.
Mit 19 davon sind wir
in nähere Gespräche eingestiegen,
neun von ihnen legten ein
Angebot vor oder äußerten konkreteres
Interesse an einzelnen
oder mehreren Standorten. Während
Aalen erfolgreich übertragen
werden konnte,kamen mögliche
Lösungen für Crailsheim und
Schwäbisch Hall nicht zustande,
weil sich Vermieter und Interessent
nicht einig wurden. In Öhringen
zogsich derInteressentselbst
zurück“, berichtet NikolausRöver
von Pluta Management, der den
Prozess steuerte. Für die übrigen
Standorte hatte es keine Angebote
gegeben. Die nun geschlossenen
Filialen stehennicht im Eigentum
derAutolöwenGmbH, sondern waren
allesamt angemietet. Sie sollen
geordnet abgewickelt und an
die Eigentümer übergeben werden.
Das Inventar, wie eventuell
Werkzeug oder Werkstatteinrichtung,
soll veräußert werden, um
damit die Gläubigeransprüche zu
bedienen. Ein Prozess, der „mehrere
Jahre dauern wird“, schätzt
Ingo Schorlemmer, Sprecher der
Kanzlei. Die Autolöwen betrieben
vor der Insolvenz insgesamt acht
Autohäuser in derRegion. Das Unternehmen
vertrieb Neu- und Gebrauchtfahrzeuge
der Marken
Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Fiat
Professional, Alfa Romeo, Abarth
und Jeep und bot ergänzend Service-,
Werkstatt- und Mobilitätsdienstleistungen
an. Der Händler
beschäftigte rund 180 Mitarbeitende
und erzielte einen Jahresumsatz
im mittlerenzweistelligen
Millionenbereich.
www.autoloewen.de
Schrittfür Schrittzum Hidden Champion
Binder stellt seit 50 Jahren komplexeBehälter fürdie Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie her.
VON MARIUS STEPHAN
Es ist eine dieser Erfolgsgeschichten,
für die die Region
berühmt ist: Mit Tüftlergeist
und Initiative wurde aus einer
kleinen Keimzelle ein Unternehmen,
das heute erfolgreich
den Weltmarkt bedient. Die Binder
GmbH blickt nun auf ein halbes
JahrhunderterfolgreicherEntwicklung
zurück. Das mittelständische
Familienunternehmen, das
heute seinen Sitz in Crailsheimin
der Roßfelder Straße hat, begann
seine Reise als Handwerksbetrieb
im Nebenerwerb und entwickelte
sich über die Jahre zu einem international
agierenden Zulieferer
für hoch technisierte Industriebranchen.
GRÜNDUNG Die Wurzeln des
Unternehmens reichen in dasJahr
1976 zurück. Damals gründeten
Fritz Binder und sein Sohn Roland
eine Einzelfirma, deren erster
Fertigungsstandort imnahegelegenen
Markertshofen lag. In
den Anfangsjahren lag der Fokus
auf der Herstellung von klassischen
Weinlagertanks für die
Landwirtschaft. Bereits drei Jahre
später, im Jahr 1979, wurdedas
Unternehmen offiziell in die Binder
GmbH Apparate- und Behälterbau
umgewandelt. Nach einem
Schicksalsschlag 1983, nach dem
Fritz Binder nicht mehr im Unternehmen
mitarbeiten konnte,
lag die Verantwortung bei Roland
Binder.Der wachsende Erfolg und
der damit verbundene Platzbedarf
machten bald eine Vergrößerung
der Kapazitäten notwendig. „Aufgrund
der Hanglage in Markertshofen
und der schlechteren Infrastruktur
hat ein Architekt die
Kosten für eine Erweiterung dort
höher geschätzt als für einenNeubau
in Crailsheim“, erinnert sich
Roland Binder. Deshalb errichtete
das Unternehmen in den Jahren1986
bis 1987 im Crailsheimer
Jubiläum: Binder feierte einenGalaabend mitden Mitarbeitern und
luddie Öffentlichkeit danach zumTag der offenenTür.
Standteil Altenmünster einen modernenNeubau,bestehend
aus einer
Produktionshalle und einem
Bürogebäude. Der Umzug 1987
markierte einen Meilenstein und
läutete gleichzeitig einen strategischen
Wandel ein: weg von reinen
Getränketanks, hin zu komplexeren
Behältern für die Lebensmittel-
und Kosmetikindustrie.
In dendarauffolgenden Jahrzehnten
wuchs die Binder GmbH kontinuierlich
und passte sich den
steigenden Qualitätsanforderungen
desMarktes an. Um derwachsenden
Nachfrage gerecht zu werden,
wurden die Produktionsflächen
mehrfach vergrößert. Die
Erweiterungen, sowohl baulich
als auch imMaschinenpark, folgen
dabeider Philosophie desUnternehmens.
„Wir haben uns damals
bewusst für einen anderen
Weg entschieden als viele andere
Unternehmen: Statt weiterhin
Leistungen fremdzuvergeben oder
auszulagern, haben wir gezielt in
den eigenen Maschinenpark investiert,
um unsere Bauteile selbst
fertigen zu können. Seitdem hat
sich unser Maschinenpark Schritt
für Schritt und sehr gezielt weiterentwickelt“,sagt
Thorsten Binder,
der seit 2018 im Familienunternehmen
tätig ist. Die Erfolgsfaktoren
der langen Unternehmensgeschichte
sieht er hauptsächlich
in dem enormen Know-how, das
sich Binder über die Jahrzehnte
erarbeitet hat. Dieses übertrage
Familienbetrieb: Roland Binder,seine Söhne Thorsten undFrank sowie sein Bruder Martin bilden die
Geschäftsleitungdes Mittelständlers.
Fotos:Binder
sichauf dasImageder Firma,und
dasführe auchzuneuenKunden.
„Wir setzen für unsereKundenauf
individuelle Lösungen, diesehrins
technische Detail gehen und liefern
alle Dokumentationsansprüche
direkt mit“, erklärt Thorsten
Binder den Wettbewerbsvorteil.
In den vergangenen Jahren setzte
das Unternehmen zudem immer
mehr darauf, nicht mehr nur Behälter
an sich, sondern auch die
Technik um oder in denBehältern
–Steuerungen, Temperierungen
oder Rührwerke–mitzuliefern.
HIGHTECH Heute fertigtdie BinderGmbHmit
60 hoch qualifizierten
Mitarbeitern auf rund 5500
Quadratmetern Produktionsfläche
modernste Prozessbehälter,
Fermenter, Bio-Reaktoren sowie
Rührwerks- und Druckbehälter.
In einem Jahr verlassen zwischen
300 und 500 Behälter die Werkshallen
inAltenmünster: von meterhohen
Kolossen bis zu kleineren,
technisch jedoch nicht weniger
ausgeklügelten Behältern. Die
Erzeugnisse aus Crailsheim werden
längst nicht mehr nur regional
geschätzt. Binder exportiert
seine Hightech-Produkte heute
nach ganz Europa, Asien und
Nordamerika.
Das Jubiläum beging das Unternehmen
doppelgleisig: „AmSamstag
habenwir gemeinsam mitunseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
deren Familien, langjährigen
Geschäftspartnern und
Freunden den ganzen Tag bis tief
in die Nacht gefeiert –mit tollen
Cocktails, kulinarischem Essen
und einer rundum großartigen
Stimmung“, erzählt Thorsten
Binder. Auch für die kleinen Gäste
war jede Menge geboten. „Mit
Dampfeisenbahn, XXL-Sandkasten
und Hüpfburg wurde unser
Fest zu einem echten Erlebnis für
die ganze Familie. Genau sohaben
wir uns dieses besondere Jubiläum
gewünscht –persönlich,
herzlich und voller gemeinsamer
Erinnerungen“, fügt er hinzu.
Der Sonntag stand ganz im
Zeichen des Tags der offenen Tür.
„Wir sind wirklich überwältigt von
der riesigen Resonanz. Mit insgesamt
mehr als1000Besuchern an
beiden Tagen wurde aus unserem
50-jährigen Jubiläum etwas ganz
Besonderes“,freut sichBinder.
www.binder-behaelterbau.de
Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281
Firmen & Märkte 13
ADVERTORIAL
Frist verstrichen –
Rechtssicherheit in der Warteschleife:
Die europäische Entgelttransparenzrichtlinie
ohne deutsches Umsetzungsgesetz
Leistungen der
Arbeitgeberverbände
Heilbronn-Franken
Die Mitgliedsunternehmen haben einen starken Partner
an ihrer Seite. Mit Tarifbindung ist Südwestmetall
zuständig, ohne Tarifbindung der USW.
Unsere Rechts- und Fachanwälte für
Arbeitsrecht beraten die Region in einem
Netzwerk von baden-württemberg-weit
mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen im
Arbeits- und Sozialrecht. Dies betrifft alle
Bereiche des Individualarbeitsrechts, von der
Arbeitsvertragserstellung bis hin zum Zeugnis. Weiterer
zentraler Punkt ist die Beratung bei der betrieblichen
Mitbestimmung sowie juristische Begleitung von
Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften.
Daneben vertreten wir unsere Mitgliedsunternehmen in allen
Instanzen der Arbeits- und Sozialgerichte. Seminare, Leitfäden
und Legal-Tech-Angebote zu arbeits- und sozialrechtlichen
Fragestellungen runden das Leistungsangebot ab.
Unser Verbandsingenieur unterstützt in einem
Netzwerk von baden-württemberg-weit
insgesamt 22 Ingenieurinnen und Ingenieuren
zum Beispiel bei der Arbeitszeit- und
Entgeltgestaltung oder der Optimierung
von Arbeitsbedingungen. Auch die Themen
Prozessoptimierung, Produktivitätsmanagement sowie
Arbeitssicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement
sind im Dienstleistungskatalog enthalten.
Arbeitsmarkt, Arbeitsverwaltung und
Fachkräftemanagement sind wichtige
Tätigkeitsfelder der Arbeitgeberverbände.
Dafür setzen wir uns in der Politik und in der
Selbstverwaltung der Agentur für Arbeit ein.
Als Partner der Bildungspolitik setzen sich die
Arbeitgeberverbände für ein leistungsfähiges
Bildungssystem ein. Spezielle Arbeitskreise
beschäftigen sich mit Fragen der
Berufsausbildung und der Hochschulpolitik
und entwickeln Konzepte entlang
der Bildungsbiografie zum Beispiel im MINT-Bereich.
Die Arbeitgeberverbände Heilbronn-Franken
geben ihren Mitgliedsunternehmen eine Stimme
und setzen sich für deren Interessen in Politik
und Gesellschaft ein. So fand im Sommer
2024 etwa eine Delegationsreise von Vertretern
aus Heilbronn-Franken nach Berlin statt.
Die den Arbeitgeberverbänden beigetretenen
Unternehmen haben Zugang zu einem
Mitgliederbereich. Neben aktuellen Informationen
zu Themen der Verbandsfachbereiche
(Arbeits- und Sozialrecht, Arbeitsmarktpolitik,
Bildung und Kommunikation) können sie an
exklusiven Arbeitskreisen und Veranstaltungen teilnehmen.
Südwestmetall / Unternehmensverband Südwest e. V.
Heilbronn / Region Franken
Ferdinand-Braun-Straße 18
74074 Heilbronn
Telefon 07131/9449-19
E-Mail ernstberger@suedwestmetall.de
https://heilbronn.suedwestmetall.de
LinkedIn ® : Bezirksgruppe Heilbronn-Franken
https://www.linkedin.com/company/bezirksgruppe-heilbronn-region-franken
Am 7. Juni 2026 ist die Frist zur
Umsetzung der Richtlinie (EU)
2023/970 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom
10. Mai 2023 zur Stärkung der
Anwendung des Grundsatzes
des gleichen Entgelts für
Männer und Frauen bei gleicher
oder gleichwertiger Arbeit durch
Entgelttransparenz und Durchsetzungsmechanismen
(kurz:
„Entgelttransparenzrichtlinie“)
in nationales Recht abgelaufen.
In Deutschland wurde bis heute
kein entsprechendes Umsetzungsgesetz
erlassen.
Die rechtliche Grauzone: Richtlinienkonforme
Auslegung
Obwohl die Entgelttransparenzrichtlinie
bei privaten Arbeitgebern*
ohne nationales Umsetzungsgesetz
keine unmittelbare Wirkung entfaltet,
dürfen sich Unternehmen nicht
in Sicherheit wiegen. Nationale
Gerichte sind nämlich verpflichtet,
bereits bestehendes deutsches
Recht – wie z.B. das Entgelttransparenzgesetz
(„EntgTranspG“) oder
das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
(„AGG“) – richtlinienkonform
auszulegen. Das bedeutet,
dass Richter die Vorgaben der
Entgelttransparenzrichtlinie bereits
jetzt in ihre Urteilsfindung einbeziehen
müssen.
Die konkreten Auswirkungen
Auf private Arbeitgeber in Deutschland
wirkt sich die richtlinienkonforme
Auslegung seit dem 7. Juni 2026
im Einzelnen wie folgt aus:
Transparenz im Bewerbungsprozess
Gemäß Entgelttransparenzrichtlinie
müssen Arbeitgeber Stellenbewerbern
Informationen über das
Einstiegsentgelt oder dessen Spanne
sowie ggf. einschlägige Bestimmungen
eines Tarifvertrages mitteilen.
Weiterhin soll es Arbeitgebern
untersagt sein, Bewerber nach ihrer
Entgeltentwicklung in laufenden
oder früheren Beschäftigungsverhältnissen
zu befragen. Diese
europäischen Vorgaben werden nun
auch über eine richtlinienkonforme
Auslegung des AGG zu beachten
sein, da auch das AGG Bewerber in
seinen Schutzbereich einbezieht.
Transparenz während der
Beschäftigung – allgemeine
Informationspflichten
Die Entgelttransparenzrichtlinie
schreibt weiterhin vor, dass
Arbeitgeber allen Arbeitnehmern
Informationen über die Kriterien für
die Festlegung des Entgelts, der Entgelthöhen
und der Entgeltentwicklung
zur Verfügung stellen sollen.
Ob die Rechtsprechung in einem
Streitfall z.B. § 6 Abs. 2 EntgTranspG
insofern als „Einfallstor“ für eine
richtlinienkonforme Auslegung
heranziehen würde, ist zwar nicht
auszuschließen. Ein offensichtliches
Einfallstor im nationalen Recht
existiert jedenfalls nicht, sodass eher
davon auszugehen ist, dass diese
allgemeinen Informationspflichten
noch keine Rechtswirkungen
entfalten.
Corinna Deister
Rechtsanwältin
(Syndikusrechtsanwältin)
Fachanwältin
für Arbeitsrecht
Foto: Südwestmetall
Transparenz während der
Beschäftigung –
Auskunftsanspruch
Besonderes Augenmerk ist auf den
Auskunftsanspruch der Arbeitnehmer
zu legen. Das deutsche
EntgTranspG gewährt Beschäftigten,
die in Betrieben mit mindestens
200 Arbeitnehmern beschäftigt
sind, einen Auskunftsanspruch und
der Arbeitgeber muss den Median
der Vergleichsgruppe des anderen
Geschlechts angeben, wenn diese
Vergleichsgruppe aus mind. 6 Personen
besteht. Gemäß Entgelttransparenzrichtlinie
hat hingegen jeder
Arbeitnehmer das Recht,Auskunft
über die individuelle Entgelthöhe
sowie über die durchschnittliche
Entgelthöhe der Arbeitnehmer
zu erhalten, die die gleiche oder
gleichwertige Arbeit verrichten
(aufgeschlüsselt nach Geschlecht).
Die datenschutzrechtlichen Grenzen
sind dabei zu wahren. Der Auskunftsanspruch
gem. Entgelttransparenzrichtlinie
besteht somit
unabhängig von der Betriebsgröße
und der Größe der Vergleichsgruppe.
Über eine richtlinienkonforme
Auslegung des EntgTranspG könnte
nun auch dieser sehr weitreichende
Auskunftsanspruch nach der
Entgelttransparenzrichtlinie Wirkung
entfalten. Dies gilt jedenfalls für
Betriebe mit mindestens 200 Beschäftigten.
Kommen diese Betriebe
dem Auskunftsverlangen mit den
Inhalten der Entgelttransparenzrichtlinie
nach, sollte gleichwohl die
Mindestgröße der Vergleichsgruppe
von 6 Personen und damit die Wertung
des deutschen Gesetzgebers
zum Datenschutz berücksichtigt
werden. Für Betriebe mit weniger
als 200 Beschäftigten sprechen
gute Argumente dafür, dass trotz
richtlinienkonformer Auslegung kein
Auskunftsanspruch nach der Entgelttransparenzrichtlinie
besteht, da
der deutsche Gesetzgeber sich im
EntgTranspG ausdrücklich für einen
Schwellenwert, zum Schutz von
kleineren und mittleren Betrieben
entschieden hat.
Entgeltgleichheitsgebot
Die Entgelttransparenzrichtlinie besagt
weiterhin, dass alle Arbeitgeber
über Vergütungsstrukturen verfügen
müssen, durch die gleiches Entgelt
für Frauen und Männer bei gleicher
oder gleichwertiger Arbeit gewährleistet
wird. Die insofern genannten
objektiven Mindestkriterien sind
„Kompetenzen“, „Belastungen“,
„Verantwortung“ und „Arbeitsbedingungen“.
Das geltende
EntgTranspG stellt in § 4 Abs. 2 bzgl.
der Feststellung von gleichwertiger
Arbeit und benachteiligungsfreier
Entgeltsysteme hingegen auf eine
„Gesamtheit von Faktoren“ ab,
wobei insbesondere die Art der
Arbeit, die Ausbildungsanforderungen
und die Arbeitsbedingungen
zu berücksichtigen sind. Da es sich
hierbei um unbestimmte Rechtsbegriffe
handelt, können die o.g. vier
von der Entgelttransparenzrichtlinie
vorgegebenen Kriterien bereits jetzt
über eine richtlinienkonforme Auslegung
zu berücksichtigen sein.
Berichterstattungspflichten über
das Entgeltgefälle
Gem. dem deutschen § 21 Entg-
TranspG müssen Arbeitgeber mit
i.d.R. mehr als 500 Beschäftigten
(nur) einen Lagebericht nach §§
264, 289 HGB erstellen. In diesem
müssen die Maßnahmen zur Förderung
von Entgeltgleichheit dargestellt
werden. Im Unterschied dazu
müssen gem. Entgelttransparenzrichtlinie
Arbeitgeber mit bereits 100
bis 149 Arbeitnehmern alle drei Jahre
(erstmalig bis Juni 2031) über das
geschlechtsspezifische Entgeltgefälle
(sog. Gender Pay Gap) Bericht
erstatten. Die Fristen und Häufigkeiten
der Berichterstattungspflicht
variieren je nach Mitarbeiterzahl. Da
die Entgelttransparenzrichtlinie also
deutlich über diese allgemein gehaltenen
Pflichten hinaus geht, ist eher
nicht davon auszugehen, dass die
strengeren Berichtspflichten über
eine richtlinienkonforme Auslegung
zur Anwendung kommen. Denn
eine richtlinienkonforme Auslegung
durch nationale Gerichte darf nicht
dazu führen, die Schwellenwerte,
Fristen und Berichtsinhalte unmittelbar
gegenüber privaten Arbeitgebern
durchzusetzen. Des Weiteren
muss der nationale Gesetzgeber erst
noch die staatliche Überwachungsstelle
benennen, gegenüber der die
Berichtspflichten zu erfüllen sind.
Fazit
Das Ausbleiben des deutschen
Umsetzungsgesetzes bedeutet
für Unternehmen eine erhebliche
Rechtsunsicherheit.Viele Mindestvorgaben
der Entgelttransparenzrichtlinie
gelten bereits jetzt über
eine richtlinienkonforme Auslegung
des bereits bestehenden nationalen
Rechts. Dies setzt Arbeitgeber
bereits jetzt unter Handlungsdruck.
*Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige
Verwendung der Sprachformen
männlich, weiblich und divers
(m/w/d) verzichtet. Sämtliche
Personenbezeichnungen gelten
gleichermaßen für alle Geschlechter.
zu erhalten. Ein ordnungsgemäß
durchgeführtes BEM ist daher für
die Verhältnismäßigkeit einer Kündigung
entscheidend. Unterbleibt
das BEM, verschlechtern sich die
prozessualen Erfolgsaussichten des
Arbeitgebers.
14 Sport &Wirtschaft
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Locker, leichtundtriefgründig
Basketball: Beim Sponsorenabend gaben die HAKROMerlins Crailsheim tiefe Einblicke auf ihrkünftige Ausrichtungund die
strategischen Ansätzedes Teams. VON HERIBERT LOHR
Der Veranstaltungsort war
Programm: Die „Wunderbar“
in Crailsheims Stadtmitte
hat sich als kultiger Treffpunkt
vor allem beim jüngeren
Publikum etabliert. Ein „Ort der
Begegnung“will die Tagesbar„der
Merlins“ sein. Gleiches gilt für ihren
Sponsorenabend. Die eigene
Anhängerschaft in lockerer Atmosphäre
über Hintergründe und
Zusammenhänge zu informieren
und mit Förderern und Unterstützern
das Gespräch zu suchen, hat
bei den Merlins eine gewisse Tradition.
Bereits seit 2001 betreiben
sie diese Form der Bestandspflege.
Und dass weit mehr als 120 Gäste
der Einladung folgten, zeigt: Die
Partner wissen die stilvolleZusammenkunft
zu schätzen.
Leicht, locker und kurzweilig gab
die Führungscrew im Gespräch mit
Hallensprecher Daniel Feuchterin
knapp 45 Minuten dennauchEinblicke
in die aktuellen Gegebenheiten.
Geschäftsführer Martin
„Präse“ Romig rückte die Dinge
mit Blick auf das 40-jährige Jubiläum
inden großen Zusammenhang
„Unsere Entwicklung indieserForm
ist alles andere alsselbstverständlich.
Ohne dievertrauensvolle
Zusammenarbeit und breite
Treffpunkt: Der Sponsorenabend als Ort der Begegnung. Bereits zum zweitenMal genossendie Gäste die
lockere Atmosphäre vorund in der „Wunderbar“.
Foto: Heribert Lohr
Unterstützung durch die Sponsoren
wäre das alles sonicht möglich.“
Besonders die jüngsten Erfolge in
der Nachwuchsarbeit haben es
dem erfahrenen Manager angetan:
„Wir werden in der kommenden
Saison mit zwei Jugendmannschaften
in den höchsten deutschen
Spielklassen vertreten sein
und mit LinusOhr spieltevor kurzem
der erste Crailsheimer in der
U-16 Nationalmannschaft: Das
sind abseits der Profimannschaft
Erfolge, auf die wir alle wirklich
stolz sein können.“
Bogdan Radosavljevic lenkte den
Blick auf die zurückliegende Saison,
um dann die Arbeit für die
kommendeSpielzeit zu umreißen:
„Wir haben am Ende der Saison
leider nicht mehr dieForm gehabt,
um wirklich erfolgreich zu sein.“
Derverpasste Aufstieg warauchfür
den Sportlichen Leiter in gewisser
Hinsicht „ein herber Dämpfer“.
Konsequent wurde deshalb „der
Saisonverlauf eingehend analysiert“
und in der Folge nun auch
„ein durchgreifender Umbruch“
eingeleitet. Der ehemalige Nationalspieler
mit Blick auf die kommenden
Monate. „Wir wollen
eine Mannschaft mit Spielern formen,
die hungrig sind, sichentwickeln
wollen und den Ehrgeiz haben,
Großes zuerreichen.“ Soist
es der Clubführung bereits gelungen,
fünf Neuzugänge zuvermelden,
die sich „ganz bewusst“ für
die Merlins entschieden und „dafür
auch finanzielle bessere Angebote
ausgeschlagen“ haben. Gerade
diesen Umstand, wertet Radosavljevic
auch als Beleg dafür,dass
die „Zauberer“ in der Basketballszene
mittlerweile„ein enorm hohes
Ansehen“ genießen.
EineDarstellung die auch der neue
Head-Coach Florian Flabbpersönlich
unterstreicht: „Es war für
mich wirklich eine großeEhre, als
die Anfrage der Merlins kam. Da
gab esauch nicht viel zu überlegen.“
Der gebürtige Düsseldorfer
will perspektivisch vor allem eine
gewisse „kreative Entwicklungsfähigkeit“
des Teams zu „einem
Markenzeichen“ machen. Flabbs
Ansatz in der Theorie einfach, auf
dem Parkett wirklich herausfordernd:
„DenBall viel bewegen und
gute, weil ruhige Würfenehmen.“
Geschäftsführer Lukas Lienert
schloss den offiziellen Teil des
Sponsorenabends mit einem kurzweiligen
Reigen an ernsthaftnachdenklichen
Betrachtungen.
„Wir alle haben uns die Rückkehr
in die erste Bundesliga einfacher
vorgestellt. Aber wir müssen uns
immer wieder in Erinnerung rufen,
Spitzenbasketball in der Region
istbei allen bisherigen Erfolgenalles
andere als selbstverständlich.“
Für Lienert ist es denn auch vor
allem „das leidenschaftliche Engagement“
der vielen Ehrenamtlichen,
„das vertrauensvolle und
vielfach langjährigeEngagement“
der Unterstützer und Sponsoren
und „der beinahe bedingungslose
Einsatz des gesamten Teams“,
das „die Merlins“ trägt und „die
Magie der Zauberer“ letztlich ausmacht.
DerGeschäftsführerist deshalb
„felsenfest“ davon überzeugt,
„dass wir mit all diesem Herzblut
unsere hochgesteckten Ziele erreichen
und so auch nachhaltig
eine tolle Adresse in der deutschen
Sportlandschaft sein werden.“
Der Optimismus wird auch von
den jüngsten wirtschaftlichen Datengetragen.
In den zurückliegenden
Wochen kamen gleich fünf
neue Partner hinzu. Rund 150 Betriebe
aus der Region zählen mittlerweile
zu den Unterstützern. Und
der Zuspruchdurch die Fanbase ist
nun wahrlich beeindruckend. 95
Prozent der Dauerkartenbesitzer
haben ihr Engagement zuletzt bereitsdirekt
verlängertund die Zahl
der verkauften Dauerkarten erreichte
mit aktuell 1650 Stück eine
weitere Rekordmarke.
www.hakro-merlins.com
PARTNER DERHAKROMERLINS CRAILSHEIM
Neue Saison –
neue Herausforderung!
„Erfolgbeginnt dort,woaus vielen EinzelneneineMannschaftwird–
mit Herz,Leidenschaftund demunbedingten Willen, gemeinsamzu
gewinnen.“Auf geht‘s Merlins, tragtdas Trikot mitStolz.
Kämpftfüreinander,für denVerein, füruns Fans und fürdie gesamte
Region Hohenlohe.
Ronny Mechnich
Geschäftsführer /General Manager
Flair Park-HotelIlshofen
seit 150 Jahren
FLAIR PARK-HOTEL
ILSHOFEN
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Firmen &Märkte 15
Wachstum dank viel heißer Luft
Erst eine Milliarde Umsatz, jetzt ein millionenschweres Investitionspaket: Ziehl-Abegg gibt im Moment Vollgas undprofitiert dabeivom
KI-Boom, dem Klimawandel sowieder anziehendenNachfrage in denUSA undChina. VON ANTONIO DE MITRI
„Wir sehen weltweit
eine sehr
dynamische Entwicklung
unserer
Märkte.“
Aufwind: Diese Art von Ventilatoren wird später in Rechenzentren eingesetzt. Aufdem Bild istMonteurKarol
MaczugaimWerk Kupferzell zu sehen.
Foto: Ziehl-Abegg
Die Künzelsauer haben das,
was man einen Lauf nennen
könnte: Erstmalsinihrer
116-jährigen Geschichtekonnte
die Firma im vergangenen Jahr
beim Umsatz die Grenze von einer
Milliarde Euro knacken (Vorjahr:
893 Mio. Euro). Und dasunter
schwierigen wirtschaftlichen
Bedingungen. Vorstandsvorsitzender
Joachim Ley kommentiertedie
Zahlen: „2025 war kein einfaches
Jahr.Wechselkurse,Zölle und geopolitische
Unsicherheiten haben
viele Märkte unter Druck gesetzt.
Umso mehr zeigt dieses Ergebnis,
wozu wir als Unternehmen in der
Lage sind.“
In der vergangenen Woche dann
diese Meldung: „Ziehl-Abegg investiert
zusätzlich 90 Millionen
Euro in Maschinen, Werkzeuge
und Produktionskapazitäten in
Europa, Nordamerika und Asien.“
Verteilt sind die 90 Millionen Euro
auf zwei Jahre. Bei dem Geld handelt
es sich um Mittel, die das bereits
geplante Investitionsbudget
ergänzen sollen.
Damit, teilte Ziehl-Abegg auf
Nachfrage mit, investiere das Unternehmen
„insgesamt deutlich
mehr als 100 Millionen Euro pro
Jahr“. Hintergrund sind die weltweit
steigende Nachfrage nach
Ventilatoren für KI-Rechenzentren
sowie das Wachstum inden
Bereichen Gebäudeklimatisierung,
Wärmepumpen und Kältetechnik.
„Wir sehen weltweit eine sehr dynamische
Entwicklung unserer
Märkte“, erklärte Joachim Ley,
Vorstandsvorsitzender von Ziehl-
Abegg. Besonders die Nachfrage
aus dem Umfeld von KI-Rechenzentren
wachse stark. „Gleichzeitig“,
so Ley,„verzeichnenwir eine
positive Entwicklung bei Anwendungen
für Gebäudeklimatisierung
und Kältetechnik.“
Die Nachfrage entwickelt sich
nach Angaben von Ziehl-Abegg
auf mehreren Kontinenten so dynamisch,
dass bestehende Werke
bereits mit hoher Auslastung produzieren.
In den USA wurden die
Voraussetzungen für einen Dreischichtbetrieb
geschaffen. Auch
an deutschen Standorten wird
demnach teilweise rund um die
Uhr sowie zusätzlich anWochenenden
gearbeitet. Das Werk in China
produziert seit vergangenem
Herbst an sechs Tagen pro Woche
in dreiSchichten.Mit demAusbau
der Produktionskapazitäten verfolgt
Ziehl-Abegg zwei Ziele,heißt
es in einer Mitteilung: das Wachstum
in Zukunftsmärkten zu ermöglichen
und gleichzeitig die
zuverlässige Belieferung bestehender
Kunden sicherzustellen. „Diese
Investitionenstärken nicht nur
unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so
JoachimLey,„sie sichern auchdie
Arbeitsplätze unsererbestehenden
Mitarbeiter weltweit.“ Ziehl-Abegg
baue seine Kapazitäten auf allen
Kontinentenaus.
Wesentlicher Wachstumstreiber
beiZiehl-Abegg ist dasstarke Auslandsgeschäft:
Die USA entwickelten
sich 2025 mit deutlich mehr
als 20Prozent Anteil amGesamtumsatz
zum wichtigsten Auslandsmarkt
für Ziehl-Abegg. China
bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt.
Aufgrund desintensiven
Wettbewerbs setzt Ziehl-Abegg
in der Volksrepublik auf regionale
Entwicklung, um Produkte anzubieten,
die sowohl technisch
als auch preislich optimal auf die
Marktanforderungen abgestimmt
sind. „Wer in China bestehen will,
muss den Markt nicht nur verstehen,
sondern ihnauchvor Ortgestalten“,
erklärte Vorstand Ley.
www.ziehl-abegg.com
ADVERTORIAL
DasFachkräfte-Netzwerk
Aus einer Idee ein Unternehmen machen
Gründerstipendium Hohenlohe4Talents startetneue Bewerbungsrunde
Bis zu zwölf Monate Förderung,individuelles
Coaching
und wertvolle Kontakte zu
Unternehmen: Der Gründerwettbewerb
Hohenlohe4Talents
geht in seine sechste
Bewerbungsphase.Gründerinnen,
Gründer und junge
Start-ups aus der Region
können sich ab sofort für
das Förderprogramm bewerben.
Werschon länger mit dem Gedanken
zu einer Geschäftsidee
spielt oder den Schritt in die
Selbstständigkeit wagenmöchte,
erhältmit Hohenlohe4Talents
die Chance,aus einer Idee ein
tragfähiges Unternehmen zu
entwickeln. Das Förderprogramm
begleitet ausgewählte
Gründerteams bis zu zwölf
Monate lang mit finanzieller
Unterstützung, individuellem
Coaching sowie einem Netzwerk
aus erfahrenen Unternehmern,
Mentorinnen und Mentoren.
Seit dem Startdes Programms
im Jahr 2020 hat sich Hohenlohe4Talents
zu einer wichtigen
Anlaufstelle für innovative
Gründungsvorhaben in der
Regionentwickelt. Fast 200.000
Eurowurden bislang an Gründerteams
vergeben. Zahlreiche
Start-ups konnten mit Unterstützung
des Programms ihre Geschäftsideen
weiterentwickeln,
Erfolgreich:
Gewinnerteams
desHohenlohe4Talents-Stipendiums
2025:
Tropicalhaus Açaí,
TravRec, clyr AI
undMutually. Ab
sofort läuftdie
Bewerbungsphase
fürdie sechste
Rundedes Gründerstipendiums.
Foto:
hfconGmbH&Co. KG
neue Märkte erschließenund
erfolgreich wachsen.
„Hohenlohe braucht Menschen,
die Neueswagen und
Chancenerkennen“, sagt Dr.
Ralf Eisenbeiß, Geschäftsführer
von Hohenlohe Plus.Ziel des
Programms seies, Talente frühzeitig
mit den richtigen Partnern
zusammenzubringen und sie
auf ihrem Wegzuerfolgreichen
Unternehmen zu begleiten.
Auch ThorbenHeinrichs,Geschäftsführer
derhfcon GmbH &
Co.KG, diedas Projekt organisatorisch
betreut, sieht großes
Potenzial in denBewerbungen:
„Jede große Erfolgsgeschichte
beginnt miteiner mutigenIdee.
Genau diese Ideen möchten wir
entdecken, fördern undgemeinsammit
denGründerinnen und
Gründern weiterentwickeln.“
Ein besonderer Vorteil des
Programms ist dieenge Zusammenarbeit
mit regionalen
Unternehmen. Die Stipendiatinnen
und Stipendiaten
erhalten frühzeitig Kontakte zu
potenziellenPilotkunden und
Kooperationspartnern sowie
wertvolles fachliches Feedback
aus derPraxis. Finanziert wird
das Gründerstipendium gemeinsam
von Hohenlohe Plus,
den Städten BadMergentheim,
Crailsheim, Künzelsau, Öhringen
und Schwäbisch Hall sowie den
Förderpartnern Raiffeisenbank
Hohenloher Land, Sparkasse
Hohenlohekreis, Volksbank
Hohenlohe und derAnsmann
AG.Gesucht werden Geschäftsideen
ausunterschiedlichsten
Bereichen –von innovativen
Technologien über digitale Lösungen
bis hin zu nachhaltigen
Geschäftsmodellen, kreativen
Dienstleistungen oder zukunftsorientierten
Handelskonzepten.
Entscheidend sind Innovationskraft,
Unternehmergeist und
das Potenzial,aus einer Idee ein
erfolgreiches Unternehmen entstehen
zu lassen. Höhepunkt
des Auswahlverfahrensist der
Pitch Day am Mittwoch, 30. September
2026, in Künzelsau.Dort
präsentieren die Bewerberinnen
und Bewerber ihre Konzepte vor
einer Jury. Die überzeugendsten
Teams erhalten anschließend die
Förderung durch Hohenlohe4Talents.
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren
gibt es unter
www.hohenlohe4talents.de.
Hohenlohe Plus e.V. ist
ein regionales Fachkräftenetzwerk,
das sich der
Gewinnung und Sicherung
von Fachkräften für die landkreisübergreifende
Raumschaft
Hohenlohe widmet.
Durch gezielteVernetzung,
innovative Personalmarketingstrategien
und enge
Zusammenarbeit mit Unternehmen,
Bildungseinrichtungen
und Kommunen leistet
der Verein einen wesentlichen
Beitrag zur Stärkung
der Region als dynamischer
Wirtschafts- und attraktiver
Lebensstandort. National
und international präsentiert
sich der Verbund augenzwinkernd
als „geheimste
Metropolregion ever“.
Kontakt:
Geschäftsführer
Dr. Ralf Eisenbeiß
Geschäftsstelle
Stauffenbergstraße 35–37
74523 Schwäbisch Hall
Telefon 0791/ 5801-23
www.hohenlohe.plus
16 Standort Crailsheim
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Breit aufgestelltundgut versorgt
Maschinenbauer, Lebensmittelcluster undLogistik: Der Wirtschaftsstandort Crailsheimist begehrt -– dieGewerbeflächen sind zum
größten Teil belegt und die Unternehmen suchen weiter Fachkräfte. VON MARIUS STEPHAN
Der Wirtschaftsstandort
Crailsheim verzeichnet
im langfristigen Vergleich
eine überdurchschnittliche
Wachstumsdynamik. Als
drittgrößte Stadt derRegionHeilbronn-Franken
ist das Mittelzentrum
ein Industrie- und Gewerbeschwerpunkt
im nordöstlichen
Baden-Württemberg. DiestrukturelleStärkedes
Standorts spiegelt
sich insbesondere in derEntwicklung
des Arbeitsmarktes der vergangenenJahre
wider:Konnte die
Stadt im Jahr 2010 noch 16.409
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
vorweisen, stieg diese
Zahl bis zum Jahr 2020 auf
20.426 an. Die jüngste Erhebung
weist mit 21.423 Arbeitsplätzen
beiüber37.000 Einwohnern weiteresWachstumaus.
Die Stadt gilt als starker Industrie-
und Gewerbestandort sowie
als vielseitige Einkaufsstadt. Familiengeführte,
hochinnovative
Unternehmen bestimmen das
Bild der Crailsheimer Wirtschaft
ebenso wie Handwerksbetriebe,
klassischer Mittelstand sowie
Produktionsstätten internationaler
Konzerne. Der Maschinenbau,
insbesondere der Verpackungsmaschinenbau,
bildet mit der
Arbeitgeber: Der Lebensmittelhersteller Bürger produziertinCrailsheim. Daraus ergab sichein innovatives Leuchtturmprojekt: DieAbwärme aus
der Maultaschenproduktion beheizt in Zukunft dasCrailsheimer Frei- undHallenbad, dassich ganz in der Nähe des Industriebetriebs befindet. Archivfoto
Lebensmittelindustrie, der Logistik
und der Kreativwirtschaft
die Säulen des Branchenmix in
Crailsheim.
Fachkräfteinvielen
Bereichen gesucht
Insgesamt gehe es dem Wirtschaftsstandort
gut, ist Kai Hinderberger,
Ressortleiter Digitales
und Kommunikation bei
der Stadt Crailsheim überzeugt.
„Natürlich spürt man sicherlich
auch inCrailsheim, was gerade
landesweit und bundesweit passiert“,
sagt Hinderberger. Dennoch
werden Fachkräfte in vielen
Bereichen weiter gesucht. Auch
durch Abwanderungen wie der
Schließung des Yanmar-Werkes
im letzten Jahr ergab sich keine
Steigerung der Arbeitslosenquote
in der Stadt, der Arbeitsmarkt
absorbierte die ehemaligen Beschäftigten
und sie kamen zum
größten Teil bei anderen Firmen
unter.„Das ist immer ein Indikator,
dass der Wirtschaftsstandort
funktioniert und grundsätzlich
gut aufgestellt ist“, betont Hinderberger.
Crailsheim habe den Vorteil, dass
es nicht von einer Branche abhängig
seiwie andere Städte, beispielsweise
von großen Automobilwerken.
Dies habe den Standort
immer gut durch Krisen
gebracht, ist Hinderberger überzeugt.
Horst Herold, stellvertretender
Leiter des Ressorts Bildung und
Wirtschaft in Crailsheim, sieht
im Erfolg der Firmen auch den
Erfolg der Arbeit der Stadt: „Wir
versuchen dort zuhelfen, wo die
Firmen sich selbst schwer helfen
können“. Besonders im Bereich
Bildung und Ausbildung arbeite
die Stadt engmaschig und erfolgreich
mit den Unternehmen vor
Ortzusammen. Hier will die Stadt
vor allem helfen, junge Menschen
mit nützlichen Softskills auszustatten,
die in der Schule nicht
auf dem Stundenplan stehen, im
Arbeitsleben jedoch wichtig sind.
Dies erhöhe auch die Zahl der Jugendlichen,
die fürdie Unternehmen
besonders wertvoll sind.
Im Bereich Investitionen sehen
Hinderberger und Herold den
Kurs des Standortes ebenfalls bestätigt.
„Viele große Unternehmen
haben in den vergangenen
Jahren mehrstellige Millionenbeträge
hier am Standort investiert:
Zum Beispiel Procter &
Gamble, Bürger,Groninger,Schubert“,
sagt Herold. Im Gemeindecheck
des Instituts für deutsche
Wirtschaft, der alle Kommunen
bewertet, liegt Crailsheim mit der
Bewertung „Sehr gut“ auf Rang
990 von 10.817.
„Wir haben aktuell keine Gewerbeflächen
mehr übrig“, sagt
Hinderberger. Eine Erweiterung
des Gewerbegebiets in Roßfeld
ist beschlossen. Auch dies spricht
für ein gesundes wirtschaftliches
Leben am Standort. Es ist kein
Geheimnis, dass Crailsheim gerne
mehr Gewerbeflächen ausweisen
würde. „Der Standort ist attraktiv
für Firmen“, betont Herold.
Dies habe die Stadt bei der
Regionalplanung in Stuttgart
auch vorgebracht. Genügend
Firmen mit Interesse an weiteren
Betriebsflächen gäbe es in
Crailsheim.
www.crailsheim.de
INNOVATION
IM KOPF.
CRAILSHEIMERINNEN UND CRAILSHEIMER – SEIT JEHER
ERFINDERISCH, EINFALLSREICH UNDERFOLGREICH.
SmartCitysince 1380: Feinde mit der Horaffen-List besiegt. 1950 das
Handfunksprechgerät weiter entwickelt. Verpackungsmaschinenbau
mit dem ersten Verpackungsroboter revolutioniert. Geburtsort des
PackagingValley.
GuterGeschmack kommtvon hier:
Millionen vonMaultaschen und Toastbrot
täglich. Größte Käserei Baden-Württembergs.
Eine Brauerei mit mehrfach international
ausgezeichneten Bieren.
Viele Momente.
Viel drin.
Und noch mehr dahinter.
Danke an alle,
die das möglich machen.
www.crailsheim.de
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Standort Crailsheim 17
Darf’s ein bisschen
mehr sein?
Der VerpackungsmaschinenherstellerSchubert feierte sein
60-jähriges Bestehen. Traditionell fallen dieJubiläen dort etwas
größer aus.Pop-Stars, Foodtrucks undHeißluftballonsverwandelten
das Firmengelände in eingroßesFestival. Das Unternehmen will so
den Mitarbeitern danken. VON MARIUS STEPHAN
Kurzzeitig gab esinCrailsheim
kaum ein anderes
Thema mehr: Wer ist wohl
der Stargast, der zum 60. Jubiläum
bei Schubert auftritt? Wilde
Spekulationen führtenquerdurch
Whats-App-Gruppen, Freundeskreise
und das Arbeitsumfeld. KIs
wurden nach Wahrscheinlichkeiten
befragt. Das gut gehütete Geheimnis
hielt dann auch lange
durch: Erst gegen Mittag am Jubiläumstag
sickerten Gerüchte über
einen angeblich gesichteten Koffer
mit der Aufschrift Sarah Connor
durch.
Bei Schubert wurde schon immer
groß gedacht: Nicht nur was die
Visionen von Firmengründer Gerhard
Schubert anging, oder den
Kurs, den seine Söhne Ralf und
Gerald für das Unternehmen einschlugen.
Sondern auch was das
Feiern angeht. „Wir wollen uns
mit den großen Jubiläen vor allem
bei unseren Mitarbeitern für
die Leistung bedanken, die sie erbracht
haben“, sagt Ralf Schubert,
der als geschäftsführender Gesellschafter
an der Spitze des Familienunternehmens
steht. Schubert
feiert traditionell groß und nicht
erst seit diesemJahrmit Star-Power:
Zum 40-Jährigen sang UdoJürgens,
zehn Jahre später geigte David
Garret in der Werkshalle. Nun
rockte Sarah Connor die Festivalbühne
und zuvor belustigte der
bekannte Comedian Olaf Schubertdas
Publikum. „Wir möchten
damit unvergessliche Momente
schaffen“, erklärt Ralf Schubert.
Zahle man als Unternehmen eine
Prämie zum Jubiläum, sei dies
zwar toll,aber bleibenicht in den
Köpfen, ist er überzeugt.
GESCHICHTE Die Automatisierung
der Verpackungsindustrieist
eng mitdem Namen Schubertverbunden.
Was inden 1960er-Jahren
als anfangs belächelte Idee
begann, veränderte die Branche
nachhaltig: der Bau von Verpackungsmaschinen
aus standardisierten
Komponenten, die
sich flexibel zu maßgeschneiderten
Linien zusammensetzen lassen.
1966 gründete Gerhard Schubert
sein Unternehmen. Bereits
im selben Jahr verpackte die erste
Schachtelaufrichte- und Klebemaschine
die weltbekannten
Nürnberger Lebkuchen des Traditionsunternehmens
Weiss. Von da
an gingesfür Schubertsteil bergauf.
Wenig später folgte die erste
Baukastenmaschine zum Befüllen
von Schachteln per Top-
Loading. In diesem Bereich istdas
Unternehmen heute Weltmarktführer.Rund
1800 Mitarbeiter beschäftigt
Schubert weltweit. „Ich
glaube nicht, dass es einen entscheidenden
Erfolgsfaktorfür uns
gab. Es ist vielmehr die kontinuierliche
Weiterentwicklung, die
uns da hingebracht hat, wowir
heute stehen“, sagt Ralf Schubert.
Die Robotik allenfalls könnte
man herausheben. „Wenn es einen
Punkt gibt, der den größten
Unterschied in der Entwicklung
des Unternehmens gemacht hat,
dann die Robotik.“
GerhardSchuberthabebei einem
Kunden seinen ersten Roboter gesehen,
erzählt sein Sohn. Seitdem
warervon demKonzept überzeugt
und verfolgte die Vision der verpackenden
Roboter mit seinem
Unternehmen. Als Vorbild diente
dem Firmengründer dabeidie Natur:
Die Flexibilität des Menschen
sollte auf die Maschine übertragen
werden –realisiertdurch eine
Strahlkraft: Pop-StarSarah Connor sang zum Jubiläum aufder eigensaufgestelltenFestivalbühne und
begeisterte nicht nurdie 3100 geladenenGäste,sondern lockte auch zahlreiche Zaungäste aufden Lärmschutzwall
der benachbartenStraße.
Foto:Marius Stephan
Generationen: Sechs Mitglieder der Familie Schubert sindderzeit im Unternehmen beschäftigt.Alisa
Schubert(in kaufmännischer Ausbildung,vorne li.),Franziska Schubert (Mission Blue -Nachhaltige Unternehmensführung,
vornere.)–beide sindTöchter vonRalf Schubert. Die hintere Reihebilden Johannes Schubert
(Gesellschafter undLeiter Vertrieb Gerhard Schubert GmbHsowie Geschäftsführer bei Schubert Packaging
Systems GmbH), sein VaterGeraldSchubert (Gesellschafter Gerhard Schubert GmbHund Geschäftsführer
SchubertBusiness Development), Ralf Schubert (Geschäftsführender Gesellschafter Gerhard Schubert GmbH)
und seinSohnPeter Schubert (Bereichsleiter Konstruktion Gerhard Schubert GmbH, v. li.).
Kombination aus Mechanik, Software
und Sensoren.Auf derFachmesse
Interpack präsentierte das
Unternehmen wenig später den
ersten Verpackungsroboter Der
endgültige Durchbruch folgte mit
den Pick-and-Place-Linien. Diese
Packstraße für Pralinen beispielsweise
verfügte bereits Ende
der Achtzigerjahre über eine optische
Bilderkennung. Schubert
treibt diese Technologie bis heute
voran, jüngst mitder Marktreife
eines 3D-Scanners zur präzisen
Volumen- und Qualitätskontrolle.
Heute basiertdas System auf acht
standardisierten Grundmodulen.
Durch die Kombination von
mehrachsigen Robotern, Bilderkennung
und schienenbasierten
Transportsystemen werden
alle Prozessschritte vom Aufrichten
bis zum Palettieren effizient
und platzsparend vereint.
HERAUSFORDERUNGEN
Zwar sehe sich das Unternehmen
mit stärker werdender Konkurrenz
aus China konfrontiert,
Ralf Schubert bleibt jedoch gelassen.
„Wir sind konkurrenzfähig“,
konstatiert er. Mit Innovation,
Erfindergeist, und Kreativität,
den Kernkompetenzen bei
Schubert, könne das Unternehmen
imMarktumfeld weiter bestehen.
„Wenn wir starken Wettbewerb
haben, bleibenwir flexibel.
Das ist nicht schlecht für die Entwicklung.“
Schubert bekennt sich auch klar
zum Standort. „Wir wollen wachsen
inDeutschland und auch in
Crailsheim. “Dazu passen auch
die Erweiterungspläne: Es gebe
zwar noch keinen ganz konkreten
Plan, das zuletzt zugekaufte
Gelände der ehemaligen Fränkischen
Druckpresse zu bebauen,
„Ich schätze aber,dasswir in zwei,
drei Jahren dort Gebäude stehen
haben“, sagt Ralf Schubert.
So sehr der Blick bei Schubert
voraus schweift, so sehr geht er
auch zurück. Aktuell schreibt
das Unternehmen aneiner Chronik
über die zurückliegenden 60
Jahre. Ein ehemaliger Mitarbeiter
schreibt daran und hält die
Geschichte des Unternehmens für
dieNachwelt fest.
Endmontage: Schubert istWeltmarktführer fürTop-Loading-Verpackungsmaschinen
undfertigt hauptsächlich in Crailsheim. Im Werk im
amerikanischen Charlotte findet dieEndmontage undInbetriebnahme
fürUS-Kunden statt. Fotos:Schubert www.schubert.group
Wirtschaft
nach Wahl.
Spritzen, Karpulen,
Fläschchen:
Was über unsere Maschinen läuft,
rettet weltweit Leben.
Lesen wie Sie wollen!
Wieinformieren Siesichüberdie Wirtschaft IhrerRegion
lieber?ImMagazin oder online?
Einmal im Monatals MagazininIhrer Tageszeitung und
rund um dieUhr online an IhremPC!
RegioBusinessist diePlattform derheimischenWirtschaft
mitdem Blickfür dieWirtschaftsregion Heilbronn-Franken.
Werde Teil
unseres Teams.
AUCH ONLINE: swp.de/regiobusiness
www.groninger-group.com
18 Firmen&Märkte
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
„Unsere Fragen?Kein Wunschkonzert!“
Alle Hoffnungen,nachdem Ausscheiden vonClausBischoffals Vorstandschef würde es auf derdiesjährigen Hauptversammlung der
R. StahlAGfriedlicher zugehen,verpufften schon nach wenigen Minuten. VON ANTONIO DE MITRI
Zu einer Hauptversammlung
bei der R. Stahl AG gehört
immer auch die Provokation
seitens der externen Aktionäre.
Zu tief sitzt die Kluft zwischen ihnen
und den Vertretern derStahl-
Gründerfamilien, die zusammen
auf 46Prozent der Anteile kommen
und seit Jahren dringend notwendige
Reformen im Unternehmen
blockieren. So jedenfalls stellen
es die externen Aktionäre dar.
Auf der diesjährigen Hauptversammlung
gesellte sich an dieSeite
der Provokation jedoch ein weiteres
Phänomen: das Schweigen.
Denn je lauter die Vertreterder externen
Aktionäre in der vierstündigen
Generaldebatte mit ihren
Fragen, ihrer Kritik und ihrenVorwürfen
wurden, desto mehr schien
es dem Aufsichtsrat an Antworten
zu fehlen.
Aktionäreverlangen
Antworten
Provokant: Ewald Stephan,der den InvestorNorman Rentropvertritt, wedelt mit einem selbstgemachten
Geldschein, der den Tageskursder Aktie zeigt.2014standsie zuletzt bei44,90 Euro.
Foto: Antonio De Mitri
So verlangte beispielsweise Herbert
Wild von der Schutzgemeinschaft
der Kapitalanleger Aufklärung
rund um den spektakulären
Rauswurf von Vorstandschef Claus
Bischoff.„Nach welchen Kriterien
wurde er eingestellt.“ „Was waren
die Gründe für das Ausscheiden“?
„Gab es eine Abfindung?“ Antwort
aus dem Backoffice, vorgelesen
vom Aufsichtsratsvorsitzenden
Prof. Peter Hofmann: Die Trennung
sei „aus persönlichen Gründen“
und „im Einvernehmen“ erfolgt.
Zur Abfindung könne man
heute nichts sagen: Dies betreffe
das laufende Geschäftsjahrund
sei damit erst für die Hauptversammlung
2027 relevant. Wenig
überraschend: Wild war nicht zufrieden.
Und so trat er im Laufe
der Generaldebatteerneut ansMikrofon
und wiederholte seine Fragen.
Ohne Erfolg, denn: Aufsichtsrat
Hofmann las dieselben Antwortenwieder
ab.
Zwischen der ersten und zweiten
Wortmeldung Wilds lag mehr
als eine Stunde, in deren Verlauf
sich die Debatteimmer weiter aufheizte.
Vor allem, als der Knaller
des Tages bekanntgegeben wurde:
Hofmanns viel kritisierterVorgänger
PeterLeischner, der im Februar
vom Vorsitzenden zum normalen
Mitglied im Aufsichtsrat
degradiert worden war, kündigte
sein komplettes Ausscheiden
aus dem Gremium an. Ein Etappensieg
für die externen Aktionäre,
die dies seit Jahren fordern.
Der Schönheitsfehler: Wann er zurücktreten
werde, gab Leischner
nicht bekannt.
Was wiederum den Frankfurter
Investor Martin Helferich auf den
Plan rief.Helferich istseitjeher einer
der krawalligsten Redner auf
den Hauptversammlungen der R.
StahlAG. Und so schöpfte er auch
an diesem Tagaus demVollen und
forderte Leischners sofortige Demission:
„Erhat diemeisten Fehlentscheidungen
der letzten Jahre
zu verantworten“,donnerteHelferich.
„Herr Leischner,Ihre Zeit ist
zu Ende!“ Antwort:„Der Rücktritt
von Herrn Leischner kann nicht
Gegenstand der heutigen Hauptversammlung
sein“, schrieb das
Backoffice dem Aufsichtsratsvorsitzenden
Hofmann auf den Monitor.
Begründung: Gemäß Aktienrecht
sei die Frist für Ergänzungen der
Tagesordnung vor der Hauptversammlung
verstrichen. Erste
Tumulte im Publikum. Alfred
Schneider vonder RH Vermögensverwaltung
nannte die Antworten
„Geschwurbel“ und eine „Unverschämtheit“.
„Unsere Fragen“,
betonte er, „sind kein Wunschkonzert.“
Die gereizte Atmosphäre
sollte sich verstärken, als esan
die Kampfabstimmung des Tages
um dieNeubesetzung desAufsichtsratspostens
für den ausgeschiedenen
Harald Rönn ging:
Der Aufsichtsrathatte dieMünchner
Unternehmensberaterin Astrid
Rauchfuß ins Rennen geschickt.
Als Stimmenaus demPublikum
forderten, dass sie sich
vorstellen solle, kam als Antwort:
„Wir verweisenauf dieVorstellung
von Frau Rauchfuß inTagesordnungspunkt
5.“Rufeaus demPlenum:
„Ist siedaodernicht?“
Norman Rentrops Kandidat
setztsich durch
Sie war da. Und sie stellte sich
danndochvor.Genauwie ihr Gegenkandidat
Rolf Friedrich, Unternehmensberater
aus Bergisch-
Gladbach, den der Investor Norman
Rentrop zur Wahl gestellt
hatte. Friedrich gewann. Wenn
auch mit 51,54 Prozent der Stimmennur
knapp. Immerhin haben
die externen Aktionäre jetzt beim
Aufsichtsrateinen Fuß in derTür.
Ob das beider nächstenHauptversammlung
für weniger Tumulte
und mehr Dialog zwischen Anteilseignern
und Aufsichtsrat führenwird?
Es bleibt abzuwarten.
www.r-stahl.com
Deepfakes unddigitale Zwillinge
Bereits zum drittenMal wurde der AI Communication Award verliehen. Bei dem Preis drehtsichalles um innovativeKI-Anwendungeninder
Unternehmenskommunikation. Erstmals umwehte die Verleihung einHauch von Glamour. VON ANTONIO DE MITRI
Erst dreimal wurdeder Award
bisher verliehen – doch
schon hat er sich zur begehrten
Trophäe in der Kommunikationsszene
gemausert.Ins Leben
gerufen wurde er von Rainer
Grill, Sprecher von Ziehl-Abegg.
Die Preisverleihung ist Höhepunkt
der Social Media Days des Künzelsauer
Ventilatorenherstellers, auf
denen sich an zwei Tagen Expertentreffen
und rund um Chancen
und Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation
in den Online-Netzwerken
fachsimpeln.
In diesem Jahr gab esfür den
Award buchstäblich die ganz große
Bühne. Wurden die Siegerbeim
letzten Mal noch in einem kleinen
Seitenraum der Fassfabrik in
Schwäbisch Hall gekürt, so fand
die Zeremonie jetzt im großen
Saal statt –eingebettetinein festliches
Dinner.
Schirmherrin des Awardswar auch
in diesem Jahr Baden-Württembergs
Wirtschaftsministerin Nicole
Hoffmeister-Kraut. Über die Auszeichnungen
entschied eine unabhängige
Jury aus Expertinnen
und Experten aus Wissenschaft,
Künstlicher Intelligenz, Marketing
und Kommunikation. Den Vorsitz
hatten KI-Unternehmer Joe Keller
sowie Professor Daniel Werth von
der Technischen Universität Dresden.
Vergeben wurde derAward in
insgesamt fünf Kategorien. Hier
sind diePreisträger:
Preisträger: Der AI CommunicationAward ist mittlerweile eine begehrteTrophäe.
KI-gestützteKampagnen &
Storytelling
Der Award in dieserKategorie ging
an das Projekt „Michael Bommer
macht sich unsterblich“ des USamerikanischen
Start-upsEternos
Lifeund der PR-Agentur MSLGermany,
die zur Publicis-Gruppegehört.
Im Mittelpunkt steht der an
Krebs erkrankte Berliner Technologiemanager
Michael Bommer,
dessen Stimme, Erinnerungen
und Lebenserfahrungen mithilfe
Künstlicher Intelligenz in einem
digitalen Zwilling bewahrt werden.
Die Jury würdigte insbesondere
den sensiblen Umgang mit
den ethischen Fragen rund um
Tod, Erinnerung und KI.
InterneKommunikation,
HR &Employee Experience
Ausgezeichnet wurde hier dasProjekt
„Deepfakemit Tiefgang–Wie
der EYKI-Boy das Cyber Lab zum
internen Hit machte“ der Unternehmensberatung
EY Österreich.
Mit einer humorvollen Deepfake-
Kampagne gelang es den Machern,
mehr als 1300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter für Cybersecurity
zusensibilisieren und
gleichzeitig die interne Sichtbarkeit
des Cyber Labs von EY deutlich
zu erhöhen – vollständig
ohne zusätzliches Kommunikationsbudget.
Foto: Ufuk Arslan
KI-Strategie,Analytics &
Agenten
Den Preis in dieser Kategorie erhielt
der Claims Pilot des Daten-
Dienstleisters Control Expert aus
Langenfeld bei Düsseldorf. Die
Plattform steuert den gesamten
Kfz-Schadenprozess mithilfeautonomerKI-Agenten
–von derSchadensmeldung
biszur Regulierung.
Nach Angaben des Unternehmens
lassen sich dadurch Bearbeitungszeiten
verkürzen, Produktivität
steigern und die Kundenzufriedenheitverbessern.
Tools,Plattformen &
Infrastruktur
Ausgezeichnet wurde die Meta
Compass Assistenten-Factory des
österreichischen Online-Beraters
Thomas Friese. Das Projekt verfolgt
einen europäischen Ansatz
für digitale Souveränität. Unternehmen
sollen leistungsfähige KI-
Systemeentwickeln und betreiben
können, ohne die Kontrolle über
ihre Datenoderihre Infrastruktur
an internationale Cloud-Plattformenabzugeben.
Studierende und junge
Talente
Der Nachwuchspreis ging anJohannes
Störlein von der Julius-
Maximilians-Universität Würzburg.
Sein Projekt entwickelt eine
KI-Lösung zur Dokumentation
von Gesprächen imRahmen familienpsychologischer
Gutachten,
diebeispielsweisevon Familiengerichten
beauftragt werden. Die Anwendung
reduziertden Dokumentationsaufwand
deutlich und ermöglicht
zugleich eine transparente
sowie datenschutzkonforme
Verarbeitung sensibler Daten.
www.communication-award.ai
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Kapital &Finanzen 19
„Jetzt braucheicherst einmal Freiheit“
Mit Claudia Klug verabschiedetesich Ende Juni dieerste Generalbevollmächtigte derBausparkasseinden Ruhestand.Sie warzudem
die erste Frau im Vorstandund blickt im Gespräch aufMeilensteine ihrer Karriere zurück. INTERVIEW VON ADINA BAUER
Zum 30. Juni ging nach 35
Jahren bei der Bausparkasse
die Generalbevollmächtigte
Claudia Klug in den Ruhestand.
Sie schaut auf ein bewegtes
Berufsleben zurück: Ihr Lebenslauf
beinhaltet Stationen in
der Rechtsabteilung, im Personalbereich
und in derSchwäbisch
Hall Facility Management GmbH,
deren Ausgründung sie als Geschäftsführerin
begleitethatte.
REGIOBUSINESS Frau Klug,
mit welchem Gefühl beenden Sie
Ihre Karriere beider Bausparkasse
Schwäbisch Hall?
CLAUDIA KLUG Ich bin wirklich
melancholisch. Natürlich
freue ich mich darauf, meineZeit
wieder selbst einteilen zu können
und nicht schon jetzt zuwissen,
wasich am 10. März 2027 um
10 Uhrmache.Aber dieMenschen
hier sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Es steckt ein Stück meiner
Seele in derSchwäbisch-Hall-
Gruppe.
REGIOBUSINESS Dabeihaben
Sie sich am Anfang jagar nicht
vorstellen können, so lange in
Schwäbisch Hallzubleiben?
CLAUDIA KLUG Nein, überhaupt
nicht. Ich habe Jura inErlangen
studiert, mein jetziger
Mann arbeitete dort –ebenfalls
als Jurist –ineiner Kanzlei. Wir
haben damals gesagt: „Wirschauen,
bei wem esberuflich besser
läuft, und ziehen dann dorthin.“
AmEndelief es bei unsbeiden gut
–und wir haben mehr als zehn
Jahre lang eine Wochenendbeziehung
geführt. Zur Bausparkasse
kam ich eher zufällig.Ich habe
in der Süddeutschen Zeitung die
Stellenanzeige gelesen und mich
beworben. Schwäbisch Hallkannte
ich zuvor gar nicht.
REGIOBUSINESS Warum sind
Sie schließlich doch so viele Jahre
geblieben?
CLAUDIA KLUG Es gibtindieser
Unternehmensgruppesehrviele
Entwicklungsmöglichkeiten.
Ich hatte schon früh den Traum,
Verantwortung zu übernehmen.
Angefangen habe ich in der
Rechtsabteilung der Bausparkasse.
Schon bald durfte ich dort die
Gründung unserer Beteiligungsgesellschaft
in der Slowakei juristisch
mitgestalten. Damals dachte
ich noch, so etwas Spannendes
passiert mir nie wieder. Aber immer,bevor
meine Arbeit zur Routine
wurde, kam eine neue Möglichkeit
um die Ecke, mich weiterzuentwickeln.
So wechselte ich in
den Bereich Personal, übernahm
erstmals Führungsverantwortung
und merkte: Menschen und Organisationen
zu entwickeln, das
macht mir große Freude.
Vorständin: Claudia Klugschaffte es als erste Frau in dieoberste Führungsriegeder Bausparkasse. Nach 35
Jahrenverabschiedet sichdie Generalbevollmächtigte in denRuhestand.
Foto:Bausparkasse Schwäbisch Hall
REGIOBUSINESSWelche Station
hat Sie auf Ihrem Weg besonders
geprägt?
CLAUDIA KLUG Ganz klar
die Ausgründung der heutigen
Schwäbisch Hall Facility (SHF),
mit der ich mich sehr verbunden
fühle und die ein bisschen
„mein Baby“ ist. Viele Mitarbeitende
dort hatten damals große
Sorgen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.
Ich war aber von Beginn
an überzeugt, dass das Geschäftsmodell
tragfähig war. Damals
habe ich gelernt, die Ängste
meiner Kollegen und Kolleginnen
ernst zu nehmen und nicht wegzudiskutieren.
REGIOBUSINESS Und im
Nachgang sind Sie jetzt stolz auf
diese Entscheidung?
CLAUDIA KLUG Absolut. Die
SHF ist heute ein solides Unternehmen
mit rund 550 Mitarbeitenden.
Es versorgt mit Facility-
Dienstleistungen nicht nurunsere
eigene Unternehmensgruppe,sondern
hat auch Kunden in der Region
und in der genossenschaftlichen
Finanzgruppe. Die anfängliche
Sorge und Skepsis der SHF-
Kolleginnen und -Kollegen sind
mittlerweile einer hohen Identifikation
und Dienstleistungsorientierung
gewichen. Diese Entwicklung
begeistert mich und macht
michstolz.
REGIOBUSINESS Das Engagement
für Menschen drückte sich
ja auch in Ihrem Einsatz für die
Vereinbarkeit von Familie und
Beruf aus. Was war Ihnen dabei
wichtig?
CLAUDIA KLUG Bei der Bausparkasse
haben wir traditionell
eine hohe Frauenquote. Also wurde
schon vor meiner Zeit darauf
geachtet, die Arbeit so zu gestalten,
dass Frauen –auch wenn sie
Kinder haben –gute Rahmenbedingungen
für ihre Arbeit finden.
Daran habe ich angeknüpft. Mir
warbesonderswichtig,die Frauen
darin zu bestärken, auch in Teilzeit
Führungsrollen zuübernehmen.
Und die Männer zu ermuntern,
mehr Elternzeit zu nehmen.
Hierhaben wir uns in den vergangenen
Jahrzehnten supergut weiterentwickelt.
REGIOBUSINESS Sie selbst
warendie erste Frau in derobersten
Führungsriege und später sogar
die erste Generalbevollmächtigte.
Wie groß wardieser Schritt?
CLAUDIA KLUG Der Schritt
selbst wargar nicht mehr so groß,
aber der Weg dahin schon herausfordernd.
In den Sitzungen
der obersten Führungsriege hieß
es damals zur Begrüßung immer:
„Frau Klug, meine Herren“.
Ich war also immer direkt angesprochen,
fühlte mich schon beobachtet
undhatte das Gefühl,alles
mindestens hundertprozentig
richtigmachen zu müssen.
REGIOBUSINESS Sehen Sie
sich heute als Vorbild für Frauen,
die Karrieremachen wollen?
CLAUDIA KLUG Frauen in
Führungspositionen haben es
heute zum Glück deutlich leichter
–vieles istselbstverständlicher
geworden. Ich glaube schon, dass
ich die Führungskultur veränderthabe.
Das fing bei Kleinigkeiten
wie dem Dress-Code an: Früher
war es Usus,als Frau in einer
Führungsposition im Business-
Anzug aufzutreten.Ich habe aber
auch Kleider und Röcke getragen
und gemerkt, dass andere Frauen
sich mitder Zeitebenfalls femininergekleidet
haben.
REGIOBUSINESS Welchen Rat
geben Sie jüngeren Frauen mit
Führungsambitionen?
CLAUDIA KLUG Für Männer
und Frauen gilt gleichermaßen:
Man sollte sich genau überlegen,
was man aus seinem Leben machen
möchte. Wer Verantwortung
übernehmen will, muss auch lernen,
sich selbst zu vermarkten.
Frauen neigen dazu, zuwarten,
bis sie glauben, alles zukönnen.
Ihnen rate ich: Einfach mal die
Hand heben und mit mehr Mut
und mehr Selbstvertrauen Herausforderungen
annehmen.
REGIOBUSINESS Gab es einen
Moment, in dem Sie als Führungskraft
besonders viel gelernt
haben?
CLAUDIA KLUG Ja, ich war
ziemlich frisch imBereich Personal
und dachte, ich sei die beste
Führungskraft überhaupt. Und
dennoch lief es im Team nicht
rund. Also holte ich mir Hilfe bei
einem Coach, der mir zu einem
Workshop riet. Dort hat mir mein
Team sehr offen gesagt, was ich
falsch mache. Ich erinnere mich
ANZEIGE
BANKEN-TIPP
heute noch, wie ich danach nach
Hause kam und erst mal in Tränen
ausbrach. Die Situation war
heftig, aber es war gut, dass mir
der Spiegel vorgehalten wurde.
Glücklicherweise konnte ich dadurch
etwas Entscheidendes lernen:
gute Kommunikation, richtiges
Zuhörenund klare Botschaften
zuformulieren, die verstanden
werden. Davon habe ich in all
meinen Berufsjahren sehr profitiert.
REGIOBUSINESS Werfen wir
einen Blick auf das Unternehmen:
Was war in Ihrer Zeit die größte
Herausforderung für die Bausparkasse?
CLAUDIA KLUG Das war die
anhaltende Niedrigzinsphase vor
einigen Jahren. Bausparen war in
dieser Zeit nicht mehr so gefragt.
Daher haben wir unser zweites
Geschäftsfeld, die Baufinanzierung,
stärker ausgebaut.
MitAlexander Kellermann übernimmt ein
erfahrener Diplom-Bankbetriebswirt die
Leitung des Private Bankings der Sparkasse.
ImExpertentipp stellt er sich vor
und gibt einen Einblick, worauf esinder
persönlichen Vermögensberatung heute
wirklich ankommt.
❚ WerVerantwortungfür sein Vermögenträgt,
weiß: Finanzielle Entscheidungen sind selten
nur eine Frage von Zahlen. Hinter jedem Vermögen
stehen persönliche Ziele, familiäre
Werte und individuelle Lebenswege. Genau
deshalb verstehe ich Private Banking als weit
mehr als eine klassischeAnlageberatung.
Ich freue mich gemeinsam mit meinem Team
unsere Kundinnen undKundenpersönlichund
langfristigzubegleiten.Vertrauen,Verlässlichkeit
undeinepartnerschaftlicheZusammenarbeit
sind für mich die Grundlage einer erfolgreichenBeratung.
Meine berufliche Laufbahn begann innerhalb
der Sparkassen-Finanzgruppe. Über viele Jahre
durfte ich Menschen inunterschiedlichen
Lebensphasen begleiten und vielfältige Erfahrungen
inder Beratung sowie inverantwortungsvollen
Führungsaufgabensammeln.
Im Private Banking nehmen wir uns bewusst
Zeit für unsere Kunden. Gemeinsam entwickeln
wir Lösungen, die zuihrer persönlichen
Situation passen –unabhängig davon, obes
um den langfristigen Vermögensaufbau, die
Strukturierung bestehender Vermögenswerte,
die private und betriebliche Vorsorge,die Planung
der Vermögensnachfolge oder die Absicherung
dernächsten Generation geht.
REGIOBUSINESS Welche
Schwierigkeit sehen Sie künftig
auf die Kollegen zukommen?
CLAUDIA KLUG Heute ist die
Herausforderung wieder eine andere:
Junge Menschen legen ihr
Geld sehr volatil an. Das macht
es fürs Bausparen relativ schwer.
Hier setzen wir mit unserer aktuellen
Marketingkampagne „Make
it real“ an. Wir wollen der jüngeren
Generation zeigen, dass Bausparen
auch in heutiger Zeit Sicherheit
gibt und dabei hilft,
künftige Wohnträume zu erfüllen.
Schwäbisch Hall ist seit Jahrzehnten
Marktführerder Branche
–und das wollen wir auch in Zukunft
bleiben.
REGIOBUSINESS Das hört
sich an, als würden Sie die Entwicklung
der Bausparkasse weiterhin
genau verfolgen?
CLAUDIA KLUG Auf jeden Fall.
Ich bin der Bausparkasse auch
weiterhin verbunden und vertrete
das Unternehmen künftig unter
anderem im Kuratorium der
Freilichtspiele, in der Bürgerstiftung
und in der Vollversammlung
der IHK.
REGIOBUSINESS Wie soll
sonst so Ihre Zeit im Ruhestand
aussehen?
CLAUDIA KLUG Ich bin gerne
in der Natur, zum Beispiel
rund um meinen Wohnort Gnadental,
unterwegs. Dafür habe
ich nun mehr Zeit. Außerdem
freue ich mich auf die sommerlichen
Kulturveranstaltungen wie
die Freilichtspiele oder das Gaildorfer
Bluesfest.Künftig kann ich
mir auch vorstellen, mich ehrenamtlich
zu engagieren. Aber jetzt
brauche ich erst einmal Freiheit.
www.schwaebisch-hall.de
Vermögen braucht Vertrauen
und eine Beratung, die zum Leben passt
Alexander
Kellermann,
Bereichsleiter
Private Banking
Dabei stehtfür uns immerder Mensch im Mittelpunkt.
Wir möchten die finanziellen Ziele
unserer Kunden verstehen und sie über viele
Jahre hinweg als verlässlicher Partner begleiten.
Entscheidungen rund um Vermögen entstehen
nichtvon heuteauf morgen.Sie entwickelnsichoft
übereinen langen Zeitraum und
verdienen deshalb eine Beratung, die Weitblick,
Erfahrung und persönliche Nähe miteinanderverbindet.
Unsere Kundinnen und Kundenkönnen
auf dieKompetenz und das breite
Leistungsspektrum der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe
vertrauen. Wir verbinden
persönliche Erreichbarkeit vor Ort mit einem
umfassenden Netzwerk an Spezialisten.
Ichfreue michdarauf,gemeinsam mitmeinem
Team die Zukunft unseres Private Bankings
aktiv zu gestalten. Unser Anspruch ist es,
unserenKundenauchkünftigein verlässlicher
Ansprechpartner in allen Vermögensfragen zu
sein –persönlich, kompetent und auf Augenhöhe.
Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim
Hafenmarkt 1 | 74523 Schwäbisch Hall
Telefon 0791/7540
E-Mail: info@sparkasse-sha.de
Internet: www.sparkasse-sha.de
20 Journal
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
NEWSLINE
Auszeichnung für Röther
MICHELFELD. Im Rahmen der Katag-Cheftagung in Bielefeld
wurde Martin Röther, Seniorchef von Modepark
Röther, gemeinsam mit seiner Familiemit dem Award für
„Unternehmerische Leistung“ ausgezeichnet. Damit
würdigt der Fashion-
Dienstleister die erfolgreiche
Entwicklung
des
Familienunternehmens.
„Diese Auszeichnung
erfüllt
uns mit großer
Dankbarkeit. Sie ist
nicht nur eine Anerkennung
für unsere
Familie, sondern vor allem für die vielen Menschen, die
unseren Weg über Jahre und Jahrzehnte begleitet und
mitgestaltethaben“, freut sich der Seniorchef. pm
Netzwerkveranstaltung zum
Thema Betriebsnachfolge
ÖHRINGEN. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken
lädt Betriebsinhaber sowie potenzielle Nachfolger zu
einer Netzwerkveranstaltung zumThema Betriebsnachfolge
ein. Sie findet am Mittwoch, 22.Juli,ab16Uhr im
Hoftheater in Öhringen statt. Im Mittelpunkt steht der
Austausch zwischen Betriebsübergebern und Übernehmern.
Experten geben praxisnahe Einblicke und Tipps.
An verschiedenen Ständen erhalten die Gäste Informationen
zu allen wichtigen Themen rund um die Betriebsübernahme
und kommenmit Fachberaternins Gespräch.
Impulsvorträge und Erfahrungsberichte aus dem Handwerk
runden das Programm ab. Die Veranstaltung wird
im Rahmen des landesweiten Projekts „Next Generation
Handwerk“ durchgeführt, dessen Ziel die nachhaltige
Verbesserung der Nachfolgesituation im baden-württembergischen
Handwerk ist. Anmeldung bis 15. Juli
2026 unter www.hwk-heilbronn.de/veranstaltung pm
Wiedemann Transporte
verabschiedet Dietmar Lange
MICHELFELD. Nach 45 Jahren in der Transport- und Logistikbranche
ist Dietmar Lange (Mi.), Geschäftsführer
der Wiedemann Transporte GmbH, in den Ruhestand
verabschiedet worden. Im Rahmen des Sommerfests
würdigte Geschäftsführerkollege
Klaus
Böltz dessen langjährigen
Einsatz für
Foto: Röther
das Unternehmen
und die Branche.
Dietmar Lange begann
seine berufliche
Laufbahn mit einer
Ausbildung bei
der damaligen Spedition Hohl –auf demselben Gelände,
auf dem heute Wiedemann Transporte den Firmensitz
hat. Nach Stationen bei mehreren Speditionen machte
er sich 2009 selbstständig und gründete später die Dietmar
Lange Transporte GmbH. Gemeinsam mit Wiedemann
Transporte entwickelte sich das Unternehmen
kontinuierlich weiter, bis beide Gesellschaften 2020 zusammengeführt
wurden. Langes Nachfolge wurde frühzeitig
vorbereitet.
pm
Foto: Wiedemann
Bürkert-Tochter kauft zu
KÜNZELSAU. Die BDG Testing&Automation GmbH aus
Künzelsau-Amrichshausen, eine Tochter der Bürkert
Gruppe, übernimmt die EP Ehrler Prüftechnik Engineering
GmbH aus Niederstetten. Mit der Übernahme erweitert
BDG das Leistungsportfolio gezielt um Kompetenzen
in der Prüf-, Mess- und Kalibriertechnik.
Gleichzeitig stärkt die Transaktion die technologische
Aufstellung der Bürkert Gruppe als Ganzes. „Mit der
Übernahme von EP Ehrler erweitern wir gezielt unser
Leistungsportfolio. Für unsere Kunden bedeutet das
mehr messtechnische Tiefe, eine noch engere Verzahnung
von Prüf- und Automatisierungskompetenz und
ein erweitertes Serviceangebot aus einer Hand“, sagt
CEOJürgen Lorenz.
pm
Intensiver Austausch
DieWirtschaftsjuniorenHeilbronn-Franken waren Teil einer bundesweiten Delegation,die
Bundestagsabgeordnete während einerSitzungswoche begleitendurfte.
Wie entstehen politische
Entscheidungen? Welche
Auswirkungen haben
Gesetze auf Unternehmen im Alltag?
Und wie kann die Stimme der
jungen Wirtschaft stärker in politische
Prozesse eingebracht werden?
Mit diesen Fragen beschäftigten
sich dieWirtschaftsjunioren
Heilbronn-Franken im Rahmen
des „Know-how-Transfers 2026“,
ein Dialogformat der Wirtschaftsjunioren
Deutschland im Deutschen
Bundestag. Mit dabei: Marc
Amann, Personalchef bei BJ Automotive
in Kirchardt und Mitglied
der Wirtschaftsjunioren der Region.
An fünf Tagen begleiteten rund
150 junge Unternehmerinnen,
Unternehmer und Führungskräfte
ausganzDeutschland Abgeordnete
des Bundestages während einer
Sitzungswoche. Amann warin
dieser Zeit mitdem Bundestagsabgeordneten
Tilman Kuban, Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
für Angelegenheiten der
Europäischen Union,unterwegs.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit
den Abgeordneten standen zentrale
Themen der jungen Wirtschaft:
die Wettbewerbsfähigkeit des
Standorts Deutschland, der Abbau
vonBürokratie, schnellereVerfahren,
Fachkräftesicherung, Digitalisierung
sowie bessere Rahmenbedingungen
für Investitionen und
Unternehmensnachfolge. Grundlage
des Austauschs war darüber
hinaus ein vonden Wirtschaftsjunioren
Baden-Württemberg erarbeitetes
Positionspapier.
„Der Know-how-Transfer zeigt, wie
wichtig der persönliche Austausch
zwischen Politik und Wirtschaft
ist.“, so Amann. Unternehmer und
Führungskräfte erlebten jeden
Tag, welche Auswirkungen politische
Entscheidungeninder Praxis
hätten. „Deshalb ist es entscheidend,
dassdiese Erfahrungenauch
in Berlin ankommen. Unsere Region
steht beispielhaft für dieStärke
des deutschen Mittelstands.“ Diese
Stärke dürfenicht alsselbstverständlich
betrachtet werden. „Sie
braucht politische Rahmenbedingungen,
die Investitionen ermöglichen.“
adm
„Für unsist dasmehr als Beton“
DerMaschinenbauerItek ziehtvom SolparkineineeigeneImmobilie im HallerGewerbeparkWest.
Engagiert: Mark Amann vertrat die Wirtschaftsjunioren ausder
RegionbeimBesuch in Berlin.
Foto: privat
Spatenstich: DieGeschäftsführer undVertreter der am Baubeteiligten
Partner mit Bürgermeister Wolfgang Binnig (li.).
Im Haller Gewerbegebiet West
hat sich imJuni eine der letzten
Baulücken geschlossen:
Mit einem symbolischen Spatenstich
gab der Maschinenbauer
Itek den Startschuss für seinen
neuen Firmensitz. Entstehen
soll in den kommenden Monaten
ein Bürogebäude mit angeschlossener
Montage- und Inbetriebnahmehalle
auf insgesamt rund
1000 Quadratmetern Fläche.
Die Freude über die erste unternehmenseigene
Immobilie war
Geschäftsführer Wolfgang Jäger
deutlich anzumerken: „Für
uns ist der Neubau mehr als Beton,
Stahl und Holz. Er ist ein
Zeichen für weiteres Wachstum
und ein Bekenntnis zum Standort
Schwäbisch Hall.“ Hier liegen
die Wurzeln des Unternehmens,
das 2000 als Engineering-Dienstleister
gegründet wurde. Mittlerweile
hatsichdie Itek GmbH zum
Maschinenbauermit eigenenProdukten
entwickelt. Die Auftragsbücher
seien gut gefüllt, die bisherigen
Kapazitäten amStandort
im Solpark längst ausgeschöpft,
erläuterte Jäger. Mit dem Neubau
sollen diese Engpässe der Vergangenheit
angehören. Künftig stehen
rund 700 Quadratmeter für
Montage und Inbetriebnahmezur
Verfügung –dreimal so viel wie
bisher.
Über die Investition in die Zukunft
zeigte sich auch MichelfeldsBürgermeisterWolfgangBin-
nig erfreut. Gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten sei der
Spatenstich ein wichtiges Signal.
„Wachstum ist entscheidend
www.wjhn.de
für die Zukunftsfähigkeit unseres
Landes“,betonte Binnig. ina
www.itek-gmbh.de
Damit Job und
Leben passen
Optima ist seit zehn Jahren für dieVereinbarkeit
vonBeruf undPrivatleben zertifiziert.
Als Familienunternehmen zu eng gefasst“, meint Herzog. Es
legt Optima schon immer gehe allgemeinumdie Vereinbarkeit
von Privatleben und Beruf –
viel Wert auf dieMitarbeiterorientierung“,
betont Andrea Herzog,
HR Business Partner bei Optima.
Schon früh habe das Unternehmen
unabhängigdavon, ob jemand alleine
lebt, Angehörige pflegt oder
sich in einer anderen Lebensphafen,
Angebote geschafse
befindet. In der jüngsten Zer-
die sich anden Bedürfnissen
der Mitarbeiter orientieren. Seit
2016 lässt sich Optima dieses Engagement
regelmäßig bescheinigen.
Im Juni erhieltdas UnternehmeninBerlin
zum viertenMal das
Zertifikat „berufundfamilie“ und
trägt das Siegel damit seit zehn
Jahren.
Dabei geht es nicht nur um klassische
tifizierungsrunde standen insbesondere
die Führungskräfte im
Fokus. Hintergrund ist das starke
Wachstum des Unternehmens.
„Alleinimvergangenen Jahr wurden
rund 300 neue Mitarbeiter
eingestellt, darunter zahlreiche
Führungskräfte“, erklärt Personalleiterin
Katja Schrafft. Und sie
betont: „Auch diesemüssen unsere
Besiegelt: Projektleiterin Andrea Herzogund Personalleiterin Katja
Schrafft (re.)freuensich überdie Urkunde.Die gelbe Schleife am Logo Familienförderung. „Der
Name des Audits ist sein einziger
DNA verinnerlichen.“ ina
bezeugt, dass Optima seitzehn Jahren zertifiziert ist. Foto: AdinaBauer Fehler: Beruf und Familie ist www.optima-packaging.com
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Journal 21
Hauptquartier eingeweiht
Der Elektrogroßhändler Fega &Schmittbezieht seinen neuen Stammsitz in Ansbach.Das
Unternehmen ist der erfolgreichste Elektronikhändler derWürth-Gruppe.
Die Fega &Schmitt Elektrogroßhandel
GmbH hat ihr
neues Verwaltungsgebäude
am Hauptsitz in Ansbach offizielleingeweiht.
Das Unternehmen
gehört zur Würth-Gruppe und betreibt
weitere Standorte inCrailsheim
und Schwäbisch Hall.Ehrengast
der Veranstaltung war Reinhold
Würth, Ehrenvorsitzenderdes
Stiftungsaufsichtsrats der Würth-
Gruppe: „Ich freue mich mit Ihnen,
dass Sie dieses neue Gebäude
beziehen können und bedanke
mich bei allen Anwesenden. Denn
das ist einer unserer Erfolgsgründe:
Dankbarkeit. Ich wünsche Ihnen
von ganzem Herzen viel Glück
in diesem Gebäude“, sagte Würth
zur Einweihung. Mit dem Neubau
investiertFega &Schmitt 18,5
Millionen Euro in die Zukunft des
Unternehmens und bekennt sich
langfristig zur Region. Auf rund
4100 Quadratmetern Nutzfläche
entstanden 181 moderne Arbeitsplätze
sowie zahlreiche Bereiche
für Zusammenarbeit und
Austausch. „Unsere Mitarbeitenden
sind unser höchstes Gut. Unser
Zielwar es daher,amtraditionsreichen
Wirtschaftsstandort Ansbach
ein zeitgemäßes Gebäude zu schaffen“,sagt
Bernd Eberlein, einer der
beiden Geschäftsführer vonFega&
Schmitt. Sein Kollege Frank Leyser
fügt hinzu: „Besonderen Fokus
habenwir dabeiauf eine Ausstattung
gelegt, die dem heutigen
Zeitgeist entspricht und modernes,
gemeinschaftliches Arbeiten
ermöglicht.“ Robert Friedmann,
Sprecher der Würth-Konzernführung
ergänzt:„DieEinweihung eines
Gebäudes ist etwas Besonderes.
Sie ist deshalb auch ein sichtbares
Zeichen für Erfolg, Wachstum
und das nötige Vertrauen in
die Zukunft eines Unternehmens
und –noch wichtiger –indie Mitarbeitenden.
Es geht nicht nurum
ein Verwaltungsgebäude, sondern
um die Entwicklung von Fega &
Schmitt als erfolgreichstes Unternehmen
im Elektrogroßhandelinnerhalb
derWürth Gruppe“. mst
Frühjahrsbelebung noch immer
nicht in Sicht
Handwerkskonjunktur: Nur noch 34 Prozent derBetriebe mitguter Geschäftslage.
Esist ein düsteres Bild, dasdie
aktuelle Konjunkturumfrage
zum zweiten Quartal für
das heimische Handwerk zeichnet:
Nach einem außergewöhnlich
schwachen Jahresbeginn verharrt
die Handwerkskonjunktur in
Heilbronn-Franken weiterhin auf
einem sehr niedrigen Niveau.
Nur 34 Prozent der Handwerksbetriebe
im Kammerbezirk beurteilen
imzweiten Quartal ihre aktuelle
Geschäftslage als „gut“. Dieser
Wert liegt 22 Prozentpunkte unterdem
des Vorjahresquartals. Der
Anteil der Betriebe, die ihre Geschäftslage
als „schlecht“ bezeichnen,
ist imVergleich zum Vorjahr
um 16 Prozentpunkte auf 28 Prozent
gestiegen. 37 Prozent der Betriebe
stufen ihre Geschäftslage
derzeit als „befriedigend“ ein. Damitliegt
derGeschäftslagesaldo bei
sechs Prozentpunkten. Ein niedrigererWert
wurdeineinemzweiten
Quartal zuletzt im Jahr 2005 verzeichnet.
Viel Grund zur Hoffnung auf baldige
Besserung geben die Zahlen
nicht:Wie im Vorjahrerwarten lediglich
17 Prozent der Betriebe im
kommenden Quartal eine Trendwende
zum Guten. Der Anteil der
Betriebe,die eine Verschlechterung
Innovative
Mittelständler
TOP-100-Siegel gehtanheimischeUnternehmen.
ImRahmen des Deutschen Mittelstands-Summit
würdigte
der frühere Bundespräsident
Christian Wulff die Leistungenbesonders
innovativer Mittelständler
und verlieh das TOP-100-Siegel.
Unter den Preisträgern ist die Fertighaus
Weiss GmbH: Dem Familienunternehmen
aus Oberrot wurde
somit bereits zum vierten Mal
besondere Innovationsstärke und
überdurchschnittliche Innovationserfolge
bescheinigt.
Auch die Berner Group aus Künzelsau
zählt zu den innovativsten
Unternehmen im deutschen
Mittelstand. Berner überzeugte in
der Größenklasse C(über 200 Mitarbeitende
in Deutschland) ins-
Prominent: Zur Einweihungkam auch Reinhold Würth (3.v.li.), zu
dessenKonzern Fega &Schmittgehört.
Foto:Fega &Schmitt
besondere in der Kategorie Innovationsprozesse
und Organisation.
„Innovation beginnt für uns immer
beim Kunden. Ihre Herausforderungen
und Bedürfnisse sind
in unseren Prozessen diewichtigstenEckpfeiler“,
erklärtVicePresident
Bernd Laibacher.
Ebenfalls überzeugen konnte
die Innovationskraft von Würth
IT. Der Full-Service-Anbieter
von ganzheitlichen IT-Lösungen
punktete insbesondere in der
Kategorie „Innovationsförderndes
Top-Management“ und zählt damit
zum vierten Mal zu den TOP-
100-Innovatoren.
pm
www.top100.de
prognostizieren, ist hingegen von
19 auf 27 Prozent gestiegen.
AUFTRAGSLAGE Die negative
Entwicklung spiegelt sich auch in
den stark rückläufigen Auftragseingängen
wider: 42 Prozent der Betriebe
berichten von einem Minus
in den Büchern. Auch die Umsätze
sind schwach: Zuletzt mussten
42 Prozent der Handwerksbetriebe
im Kammerbezirk Rückgänge
hinnehmen. Dieangespannte Lage
führt dazu, dass sich die Betriebe
bei Neueinstellungen und Investitionsvorhaben
äußerst zurückhaltend
zeigen: Mit35Prozent hat
www.fega-schmitt.de
mehr als jeder dritteHandwerksbetrieb
seine Investitionstätigkeit zurückgefahren.
Die Kammerspitze zeigt sich wenig
überrascht von der konjunkturellen
Lage. Vor allem die überbordende
Bürokratie bremse das
Handwerk aus. Präsident Ralf
Rothenburger betont: „Die Bundesregierung
muss endlich ins
Machen kommen und verlässliche
Rahmenbedingungen für das
Handwerk schaffen –esbraucht
jetzt einen kräftigen Hau-Ruck-
Moment!“
pm
www.hwk-heilbronn.de
Preisträger: ChristianWulff gratuliertMichaela Noller,Marketingleiterin
bei Fertighaus Weiss, zur erneuten Auszeichnung. Foto: KD Busch/compamedia
NEWSLINE
Handwerker live erleben
KÜNZELSAU. Unterschiedlichen Handwerkern über die
Schulter schauen oder gleich selbst aktiv werden: Diese
Möglichkeiten bietet der Handwerkertag am Samstag,
11.Juli, aufdem Unteren Markt in Künzelsau.Von 10 bis
13:30 Uhr können Interessierte spielerisch an 15 Ständen
verschiedeneHandwerksberufe vom Zimmerer über
Tischler bis hin zum Maler kennenlernen.Schüler erhalten
im Rahmen eines Wettbewerbs erste Einblickeindie
verschiedenen Tätigkeiten. Monika Schaffner,Vizepräsidentin
der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, wird
die Veranstaltung um 10 Uhroffiziell eröffnen. pm
Nicole Jedrol rückt indie
Geschäftsführung auf
TAUBERBISCHOFSHEIM. Nicole Jedrol ist seit 1. Juli
geschäftsführende Partnerin der Kanzlei Reinhart Kober
Großkinsky Braun Rechtsanwälte (RKGB). Die Fachanwältin
für Insolvenz- und Sanierungsrecht sowie für
Bank- und Kapitalmarktrecht führt die Sozietät künftig
gemeinsammit den bisherigen geschäftsführenden Partnern
Dr.BerndKober,Dr. Ingo Großkinsky undDr. Sebastian
Braun, LL.M. Nicole Jedrol ist seit zehn Jahren für
RKGB tätig. In dieser Zeit hat sie den Bereich Restrukturierung
und Bankrecht der Kanzlei maßgeblich mitentwickelt.
Ihre Mandate liegen häufig dort,worechtliche,
wirtschaftliche und finanzierungsbezogene Fragen eng
miteinander verbunden sind: bei Unternehmenskrisen,
Sanierungsverfahren, der Beratung von Gesellschaftern
und Geschäftsführern sowie in bank- und kapitalmarktrechtlichen
Auseinandersetzungen. Nicole Jedrol ist sowohl
Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht
als auch für Bank- und Kapitalmarktrecht. Mit der
Ernennung erweitert RKGB seine Geschäftsführung in
einer Phase, in der die Nachfrage nach spezialisierter
Beratung im Wirtschaftsrecht weiter wächst. pm
Wirtschaftssenioren bei Optima
SCHWÄBISCHHALL. Die Wirtschaftssenioren Heilbronn
haben Ende Juni die Optima PackagingGroup in Schwäbisch
Hall besucht. Der gemeinnützige Verein bringt die
Erfahrung ehemaliger Führungskräfte und Unternehmer
ein und berät kleine
und mittlere Unternehmen,
Existenzgründer
und Organisationen
in Fragen
der Unternehmensführung,
Strategie,
Finanzen, Vertrieb,
Nachfolge und Prozessverbesserung.
Zu Beginn stellte
Heiko Funk,
Geschäftsführer Optima Materials Management, die Optima
Gruppe vor. Die Unternehmensvorstellung führte
schnellzueiner lebhaften Diskussion überMärkte, Organisation,
Lieferfähigkeit, technologische Entwicklungen
undzentrale Erfolgsfaktoren. Ein besondererHöhepunkt
war das abschließende Gespräch mit Hans Bühler, dem
geschäftsführenden Gesellschafter in dritter Generation.
Diskutiert wurden unter anderem internationaleMärkte,
die Rolle Chinas und Indiens, die Wettbewerbsfähigkeit
Deutschlands undEuropas sowie die langfristige Strategie
des Unternehmens.
pm
Geteilte Führung
REGION. Im Handwerk stehen Betriebe vor der Herausforderung,
Fachkräfte zu sichern und gleichzeitig zeitgemäße
Führungsmodelle zu etablieren. GeteilteVerantwortung
–ob in Form von Doppelspitzen, Führung in
Teilzeit oder klar abgestimmten Zuständigkeiten –bietet
die Chance, Betriebe resilienter und attraktiver aufzustellen.
Im Web-Seminar „Geteilte Führung –doppelter
Erfolg“erfahren die Teilnehmer,wie dieseAnsätze in
der Praxis erfolgreich umgesetzt werden und Zusammenarbeit
gelingt. Das Web-Seminar der Handwerkskammer
Heilbronn-FrankenfindetamMittwoch, 15.Juli,
von 10 bis 11:15 Uhr statt.Die Teilnahme ist kostenfrei,
eine Anmeldung ist bis 14. Juli 2026 unter www.hwkheilbronn.de/veranstaltung
möglich.
pm
Foto: Wirtschaftssenioren
22 Duale Hochschule
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
Mit 23 Klickszum besseren Firmenchef?
Sind Sie einPionier? EinWanderer?Oder ein Architekt? Vielleichteherein Wächter? Werwissenwill, wievielUnternehmertum in ihm
oder ihr steckt, fürden gibt es jetzt den SchnellcheckimInternet. VON ANTONIO DE MITRI
Mit dem Ownership Competence
Tool lässt sich
im Handumdrehen feststellen,
ob man der geborene Unternehmer
ist. So jedenfalls verspricht
es das Global Center
for Family Enterprise. Die Forschungsstelle
gehörtzur School of
Management der TU München am
Heilbronner Campus und hat das
Tool entwickelt.
DATENANALYSE Vorausgegangen
war dem Ganzen eine wissenschaftliche
Studie unter Leitung
von Miriam Bird, Professorin
für Entrepreneurship und Family
Enterprise. „Wir wollten herausfinden,
warummanche Unternehmen
erfolgreicher als andere
sind“, erklärt sie. Im Fokus: Welche
Rolle spielen dabei die Fähigkeiten
der Firmeneigentümer? Um
hier Antworten zu finden, analysierte
Birds Team Informationen
zu Finanzen, Eigentumsverhältnissen
und Top-Managern von
mehr als 2500 inhabergeführten
Unternehmen in Deutschland. Anschließend
wurden die LinkedIn-
Profile der jeweils größten Anteilseigner
unter die Lupe genommen.
Analysiert wurden unter anderem
Ausbildung, Berufserfahrung
und Begriffe, die auf zwei zentrale
Kompetenzen schließen lassen:
die Matching-Kompetenz als Ausdruck
für den unternehmerischen
Spirit einer Person und die Governance-Kompetenz,
alsodie Fähigkeit,
ein Unternehmen effektiv zu
führen.
Um aus der grauen Theorie etwas
für den praktischen Nutzen
zu entwickeln, programmierte das
GlobalCenter forFamily Enterprise
zusammen mit einer Agentur
das Ownership Competence Tool,
das vor wenigen Wochen online
ging.Durch Beantwortung von23
Fragen kann jeder herausfinden,
wie hoch die eigene Matchingund
Governance-Kompetenz ist.
Benötigte Zeit: zehn Minuten. „Es
geht um eine erste Grobeinschätzung“,
ordnet Bird ein. Wer mitmache,
habe hinterher eine Momentaufnahme,
die Verbesserungsmöglichkeiten
aufzeige.
Forscherteam:Miriam Bird mit ihren Kollegen Lorenz Tidow(li.) undMarcSeiffarth.
SELBSTVERSUCH Versuchen
wir esmal. „Bewerten Sie Ihre
Kompetenzen als Eigentümer:in“
lockt das Tool gleich auf derStartseite.
Und weiter: „Erhalten Sie individuelles,
wissenschaftlich fundiertes
Feedback, um Ihre Rolle
als Eigentümer:in weiterzuentwickeln
und zu stärken.“ Na dann,
startenwir den Fragebogen.Punkt
1: „Ich bin erfahren inder Suche
nach alternativen Verwendungsmöglichkeiten
für die Ressourcen
des Unternehmens.“ Darunter
eine siebenstufige Skala zum
Anklicken: von „stimme überhaupt
nicht zu“ bis „stimme voll
und ganz zu“. Klicken wir erstmal
„neutral“. So ganz klar formuliert
erscheint dieser Punkt nicht.
Weiter geht’s:„IchhabeErfahrung
in derUmsetzung neuer Lösungen
zur Steigerung der Effizienz des
Unternehmens.“ Klar, stimme zu.
Immerhin war ich selbst mal Unternehmer.
„Ich habe Erfahrung
in derGründung neuer Unternehmen.“
Stimme voll und ganz zu.
Insgesamt 15 Punkte sind zubeantworten,
um die eigene Matching-Kompetenz
auswerten zu
lassen. Bei dennächsten acht geht
es um dieGovernance-Kompetenz.
„Ich habe Erfahrung darin,andere
Menschen (zum BeispielMitarbeiter)
zu führen.“ Klick, weiter.
„Ich habe Erfahrung darin, Mitarbeiter
zu coachen, wie sie ihre
Talente einsetzen können, um zur
angestrebten Unternehmensstrategie
beizutragen.“ Letzter Punkt:
„Ich habe Erfahrung darin, alltägliche
Entscheidungen an Mitarbeiter
zu delegieren.“Geschafft.
Foto: Antonio De Mitri
Ichklickeauf „Absenden“.Eswird
spannend. Welcher „Owneship-
Kompetenz-Typ“bin ich? Die Antwort:
Architekt. Matching-Kompetenz:
5,4 von 7Punkten. Governance-Kompetenz:
5,1 von 7
Punkten. Immerhin. „Eigentümer
in diesem Quadranten verbinden
strategische Vorstellungskraft mit
disziplinierter Umsetzung“, heißt
es in der Erklärung. Klingt gut.
„Sie sind in der Lage, wertvolle
Chancen zuerkennen und Menschen,
Prozesse und Ressourcen
darauf auszurichten, dieseeffektiv
zu realisieren.“Klingt nochbesser.
Es folgt ein „Denkanstoß“: „Sie
haben sowohl die Vision als auch
das Governance-System aufgebaut
—nun gilt es, diese dauerhaft
zu machen. Nachhaltiges Wachstum
entsteht durchdie Weitergabe
von Eigentümerkompetenz über
Generationen hinweg.“ Gut, das
mit dem Unternehmertum ist für
mich Geschichte. Aber was macht
ein heutiger Unternehmer oder
eine Unternehmerin als nächstes,
wenn dieAuswertung vorliegt? Das
Tool empfiehlt drei Schritte: Zum
Beispiel: „Institutionalisieren Sie
Ihre Best Practices durch Wissenstransfer,
Dokumentation und
Nachfolgeplanung.“ Oder: „ErweiternSie
strategische Netzwerke
und Partnerschaften, um Zugang
zu neuen Fähigkeiten und Perspektiven
zu erhalten.“
FEEDBACK Wem das nicht
reicht: Über ein Eingabeformular
kann man Kontakt zur Forschungsstelle
aufnehmen –„für
maßgeschneiderte Informationen
zur Weiterentwicklung Ihrer Eigentümerkompetenzen“.
Ob man
tatsächlich Pionier, Architekt,
Wanderer oder Wächter ist –vielleicht
hilft das Feedback der Forscher
danach einwenig weiter.
www.ownership-competence.de
ADVERTORIAL
Neue Studiengänge stehen
in den Startlöchern
Kreislaufwirtschaft für die
Baubranche,die Akademisierung
der Pflegeberufe,digitale
Souveränität und Digitalisierung
auf dem Bau: Trends inWirtschaft
und Gesellschaft führen
auch zu neuen und angepassten
Studienangeboten an der DHBW.
BWL mit Fokus auf
die Baubranche
Mit „BWL-Nachhaltiges Bauenund
Ressourcenmanagement“ geht ein
deutschlandweit einmaliger Branchenstudiengang
an denStart.
Er bildet kaufmännische Fachkräfte
für die gesamte Wertschöpfungskette
des nachhaltigenBauens aus
–von der Baustoffproduktion bis
zum Facility Management.
Ein Informatik-Schwerpunkt zu
digitaler Souveränität
DieAbhängigkeitvon externen
Cloud-Dienstenund internationalen
Software-Lieferkettenist zu einem
realen Geschäftsrisikogeworden.
Der Studiengang Informatik vermitteltdas
Verständnisfür strategische
IT-Governance,sowie dieErfahrung
mitlokalen KI-Lösungenals Alternativezureinen
Cloud-Ansätzen.
Pflegestudium mit
Bachelor-Abschluss
Am CampusBad Mergentheim
startet zudem dasersteduale und
primärqualifizierende Pflegestudium
der Region. Es verbindet akademische
Ausbildung mit beruflicher
ANZEIGE
Praxis: Nach siebenSemestern
erwerbendie Studierenden gleich
zwei Abschlüsse –den Bachelor of
Science sowie die staatliche Berufszulassung
als Pflegefachperson.
Vermessungswesen wird dual
Ab 2027vermittelt derduale Studiengang
„Vermessung und digitales
Bauen“ fundierte Grundlagenim
klassischen Vermessungsingenieurwesenund
verknüpft diese mit
modernerGeoinformationstechnik
sowie Building Information Modeling
(BIM).
Informationen
zu den neuen
Studienangebot unter
www.mosbach.dhbw.de.
Zürich am Neckar
Die ETHhat einen eigenen Campus in Heilbronn eröffnetund will
Top-Studentenindie Region holen. VON ANTONIO DE MITRI
Das war wirklich der ganz
große Bahnhof an diesem
Nachmittag Anfang
Juli: Baden-Württembergs Forschungsministerin
Petra Olschowski
kam ebenso in die
Aula des Heilbronner Bildungscampus
wie der Schweizer Bundesrat
Albert Rösti, Joël Mesot,
Präsident der Eidgenössischen
Technischen Hochschule
(ETH) Zürich, und Prof. Reinhold
Geilsdörfer, Vorsitzender
der Geschäftsführer der Dieter-
Schwarz-Stiftung. Und aus Berlin
war Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche (CDU)
angereist.
Reiche erklärte in ihrer Rede,
der neue Campus der ETH Zürich
solle „ein Motor für die
Transformation in Deutschland“
werden. Mit seiner Eröffnung
werde ein Umfeld geschaffen,
an dem Talente aus aller Welt
forschten. „Das ist auch dringend
notwendig angesichts des
internationalen Drucks“, fügte
Reiche hinzu.Dassdie Schweizer
nach Heilbronn gekommen seien,
nannte die Ministerin einen
Vertrauensbeweis für Deutschland
und die Region, die mehr
als60MilliardenEuropro Jahr
erwirtschafte. Das Zusammenspiel
von ETH, TU Münchenmit
ihrem HeilbronnerCampus und
den Hidden Champions der Region
bezeichnete Reiche als
„einzigartig“. Die ETH Zürich
Abstecher: Bundesministerin
Katherina Reiche reiste zur
Eröffnung ausBerlin an. Foto: dpa
baut in den kommenden Jahren
schrittweise einen eigenen
Campus auf, der Forschung betreiben
sowie Studiengänge und
Weiterbildungen anbieten wird.
Geplant sind insgesamt 15 Professuren,
die zuden Grundlagen
der Künstlichen Intelligenz,
Cybersicherheit und der Anwendung
vonKIinGesellschaft, Umwelt
oder auch Medizin lehren
und forschen. Gesichert wird die
Grundfinanzierung der Lehrstühle
für die kommenden 30
Weltweitander Spitze
Jahre durch die Dieter-Schwarz-
Stiftung. Stiftungschef Professor
Reinhold Geilsdörfer betonte
bei der Eröffnung, die Präsenz
derETH alseiner derbesten
Universitätender Welt runde das
Image des Bildungscampus perfekt
ab. Esentstehe ein Dreieck
Heilbronn-Zürich-München, das
seinen Beitrag dazu leisten werde,
Deutschland „wieder zueinem
ernst zunehmenden Partner
im globalen Wettbewerb zu
machen“.
Gegenwärtig befinden sich die
Büros des ETH-Campus imHip-
Turm, mitseinen acht Stockwerkenein
erster Blickfang auf dem
Areal des künftigen Bildungscampus
West. Hip steht für „Heilbronner
Innovationspark“. Das
Gebäude deckt die Bedürfnisse
der ETH für das Wachstum bis
2030 ab. Dann wird die ETH in
eigens für sie errichtete Gebäude
auf dem Bildungscampus West
umziehen. Rund 700 Studentinnen
und Studenten werden dort
dann lernen und forschen.
www.heilbronn.ethz.ch
Die ETHzählt in den internationalen Rankings zu den besten Unis
der Welt. So belegte siebei der jüngsten Bewertung des britischen
Hochschul-Analysten Quacquarelli Symonds Platz acht, das Londoner
Wochenmagazin„Times HigherEducation“ (THE) stufte die
Schweizer aufRangelf ein.
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Firmen &Märkte 23
EinheitlicheHandschrift
Seit 55 JahrenprägenKraft+KraftArchitektendas Aussehender Region. VON ADINA BAUER
Was haben die Wohnbebauung
in den Haller
Ilgenwiesen, das Museums-
und Veranstaltungsgebäude
am Carmen Würth-Forum in
Gaisbach, das Solebad in Schwäbisch
Hall oder die Entwicklung
des Karl-Kurz-Areals in Hessental
gemeinsam? Sie alle tragen die
Handschrift von Kraft+Kraft Architekten.
Seit mehrals fünfJahrzehnten
gestaltet dasHaller Architekturbüro
das Gesicht der Region
–von der Balkonsanierung bis
zum Industriekomplex, von der
Garage bis zur Quartiersentwicklung.
In diesem Jahr blickt das Unternehmen
auf gleich zwei Jubiläen:
Vor 55 Jahren gründete Wilhelm
Kraft das Architekturbüro, seit 25
Jahren firmiert esals Kraft+Kraft
Architekten. Der Schritt zur Partnerschaft
erfolgte, als Sohn Lorenz
Kraft 1999 in das Unternehmen
eintrat und 2001 Mitgesellschafter
wurde. Seit 2020 gehört
mit Thilo Weimert ein weiterer
Geschäftsführer zur Unternehmensleitung.
„1971 habe ich das
Büro als damals 30-Jähriger gegründet“,
erinnert sich Wilhelm
Kraft. Frisch von der Ingenieursprüfung
wagte er den Schritt in
die Selbstständigkeit. Bereits ein
Jahr später stellte er den ersten
Mitarbeiter ein. Aus dem kleinen
Büro entwickelte sich kontinuierlich
ein mittelständisches Unternehmen:
Heute arbeiten 42Menschen
für das Büro –darunter
rund 30 Architekten sowie Bauingenieure
und Verwaltungskräfte.
Damit zählt Kraft+Kraft zu
den größeren Architekturbüros
Deutschlands. „Nur etwadreiProzent
aller Architekturbüros haben
mehr als zehn Mitarbeiter“, sagt
Lorenz Kraft stolz. Den Erfolg erklärterso:
„Wir hatten das Glück,
zur richtigen Zeit spannende Projektebegleiten
zu dürfen.“
Die Liste dieser Projekte ist lang.
Wohnhäuser, Kindergärten, Feuerwehrhäuser,
Kirchengebäude
und kommunale Einrichtungen
gehören ebenso dazu wie anspruchsvolle
Industrie- und Gewerbebauten.
So entstanden unter
anderemProjekte für Bott in Gaildorf,
Bürger in Crailsheim oder
das Logistikzentrum von EBM-
Papst in Hollenbach.
Auch städtebaulich hat das Büro
seine Spuren hinterlassen. Wilhelm
Kraft verweist auf die Entwicklung
Untermünkheims: „Dem
Orthaben wir ein ganz neues Gesicht
gegeben.“ Gerade die breite
Aufstellung habe sich immer wieder
als Vorteil erwiesen. Während
der Finanzkrise etwa gingen privateBauvorhaben
zurück. Gleichzeitig
sorgten öffentliche Projekte
Führungsriege: FirmengründerWilhelm Kraft arbeitet immernocheng mit seinem Sohn Lorenz Kraftund
Thilo Weimert zusammen (v.l.).
Foto: Adina Bauer
wie das Kocherquartier in Schwäbisch
Hall für eine stabile Auslastung.
KONZEPT Trotzder unterschiedlichen
Aufgaben zieht sich eine
klare Haltung durch alle Projekte.
„Unsere Gebäude sollen sich
selbstverständlich in ihre Umgebung
einfügen“, erklärt Lorenz
Kraft.SpektakuläreArchitektur
um ihrer selbst willen seinicht
dasZiel.„DieMenschen,die unsere
Gebäudenutzen,stehen im Mittelpunkt.
Wir wollen angemessene
Lösungen schaffen, die funktionieren
und gleichzeitig Freude
bereiten.“ Für das Büro endet ein
gelungenes Bauprojekt deshalb
nicht beider Gestaltung.„EinProjekt
wird erst dannals erfolgreich
wahrgenommen, wenn Qualität,
Kosten und Termine gleichermaßenstimmen“,
sagt Lorenz Kraft.
Der Aktionsradius des Unternehmens
liegt bewusst überwiegend
im Landkreis Schwäbisch Hall
und in Hohenlohe. Die räumliche
Nähe ermögliche eine intensive
Betreuung der Bauherren
und kurze Wege auf den Baustellen.
VieleKundenarbeiten deshalb
seit Jahrenodersogar Jahrzehnten
mit Kraft+Kraft zusammen. „Sie
schätzen, dass wirimmermit ganz
viel Leidenschaft und Herzblut bei
der Sache sind“, meint der Architekt.
AUSBLICK Mit Optimismus
blickt die Geschäftsführung nach
vorn –auch wenn sich die Rahmenbedingungen
verändern.
Lorenz Kraft nennt drei Herausforderungen:
diegestiegenenBaukosten
im privatenWohnungsbau,
die angespannte Finanzlage vieler
Kommunen sowie die zunehmende
Verlagerung vonIndustrieinvestitionen
ins Ausland. Gleichzeitig
sieht er große Chancen
in der energetischen Sanierung
und Modernisierung bestehender
Gebäude. „Wir sind weiterhin
gut ausgelastet“, sagt er.„Aberwir
müssen uns heute deutlich mehr
anstrengen als noch vor einigen
Jahren.“Eineshat sichinden vergangenen
55Jahren jedoch nicht
verändert: Gebäude prägen das
Umfeld und damit auchdas Leben
der Menschen. Gute Architektur
entsteht deshalb dort, wo Funktion,
Konstruktion und Gestaltung
im Einklang stehen.
www.kraft-sha.de
„Wir halten Firmen am Laufen“
Richard-Köstner-Gruppeinvestiertindie Zukunft und in Mitarbeiter.
Wer die neue Firmenzentrale
der Richard-
Köstner-Gruppe inNeustadt
an der Aischbetritt,bemerkt
schnell: Hier ist weit mehr entstanden
als ein klassisches Verkaufs-
und Verwaltungsgebäude.
Auf mehreren Ebenen vereint
der Neubau Ausstellung, Verkauf,
moderne Arbeitsweltenund Angebotefür
die Belegschaft. Miteiner
Investition von rund zwölf Millionen
Euro setzt das mittelfränkische
Familienunternehmen ein
deutliches Zeichen für weiteres
Wachstum –und für den Mittelstand
als attraktiven Arbeitgeber.
Anlass für die Erweiterung des
überregional tätigen Fachgroßhändlers
für Stahl, Bauelement,
Neubau: Zwölf Millionen Euro wurden in dieErweiterung der
Zentrale investiert.
Foto:Richard Köstner
Sanitärbedarf, Haustechnik,
Werkzeuge und Befestigungstechnik
war das kontinuierliche
Wachstum der vergangenen Jahre.
„Wir haben deutlich mehr Fläche
benötigt“, erklärt Geschäftsführer
Dr.Norbert Teltschik.
Im Erdgeschoss wird die Vielfalt
des Unternehmens sichtbar. Besucher
finden hier eine großzügige
Bäderausstellung, Produkte
für Hause und Garten, Wohnaccessoires,Fliesen
sowie eine Bauelemente-Ausstellung
mit Türen
und Toren, einen Fachmarkt für
Werkszeug und Maschinen sowie
Haushaltswaren. In den Obergeschossen
entstanden auf rund
4000 Quadratmetern moderne
Büro-, Besprechungs-, Veranstaltungs-
und Gemeinschaftsräume.
Hinzu kommen eine Physiotherapiepraxis
und ein Fitnessstudio,
die zwar extern betrieben
werden, den Beschäftigten
aber flexible Gesundheitsangebote
direkt am Arbeitsplatzermöglichen.Auch
organisatorisch
bringt der Anbau Vorteile: Durch
die Verlagerung von Verkaufsflächen
konnten im Bestandsgebäude
Flächen für ein neues Wareneingangslager
geschaffen werden.
Die Logistikabläufe wurden
verbessert und zusätzliche Kapazitäten
geschaffen.
MISSION Seine Mission bringt
Teltschik auf einen einfachen
Nenner: „Wir halten Firmen
am Laufen.“ Dahinter steht ein
Selbstverständnis, das langfristiges
Denken über kurzfristige Erfolge
stellt. „Wir denken nicht in
Quartalen, sondern inGenerationen“,
sagt er. Dieser Anspruch
zeigt sich auch beim Thema
Nachhaltigkeit. So sorgt ein Eisspeicher
im Neubau energieeffizientfür
Heizung und Kühlung des
Gebäudes.
Für Teltschik ist der Neubau zudem
mehr als eine bauliche Erweiterung.
„Das Gebäude ist ein
klares Bekenntnis zu unserem
Leitbild und zu New Work im
Mittelstand“, betont er. Moderne
Arbeitsplätze, offene Begegnungszonen,
eine Köstner-Lounge für
die Belegschaft sowie gemeinsame
Veranstaltungen sollen den
Teamgedanken stärken. Rund
220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
arbeiten in der neuen Firmenzentrale.
Insgesamt beschäftigt
die Richard-Köstner-Gruppe
an sieben Standorten rund 500
Menschen, darunter auch am
Standort Ansbach.
VON ADINA BAUER
Besonderen Wert legt das Familienunternehmen
auf die Ausbildung
des eigenen Nachwuchses.
Bereitsseit 2016 durchlaufenalle
Auszubildenden im ersten Lehrjahr
zusätzlich zu klassischen
Ausbildung die unternehmenseigene
„Power-Azubi-Schmiede.“
In sechs Modulen geht esdabei
nicht um Fachwissen, sondern
um persönliche Entwicklung.
Teamfähigkeit, Perspektivwechsel,
Selbstvertrauen, Kommunikation,
Konfliktmanagement
oder souveränes Auftreten gehören
ebenso zu den Inhalten wie
Eigenverantwortung und Motivation.
Ziel sei es, junge Menschen
frühzeitig auf die Anforderungen
moderner Arbeitswelten vorzubereiten.
ZUKUNFT Die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen beurteilt
Teltschik aktuell differenziert.
DerWohnungsbau zumBeispiel
bleibe derzeit deutlich hinter
dem tatsächlichen Bedarf
zurück. Hohe Baukosten und immer
neue regulatorische Anforderungen
erschwerten Investitionen
und bremsten den Markt.
Dennoch haben die Verantwortlichen
dieZukunft desUnternehmens
fest im Blick. Dr. Norbert
Teltschik führt den Familienbetrieb
in dritter Generation. In den
kommenden Jahren sollen seine
Söhne einsteigen.
www.koestner.de
Vertrauen als
Fundament
Weber&Bartschfeiert 30-jährigesBestehenund
zugleich denGenerationenwechsel.
Die Geschichte der Weber &
Bartsch GmbH begann im
Jahr 1996 unter besonderenUmständen.
Nachdem das Verwaltungsunternehmen,
in dem
Heike Simon-Bartsch und Rolf
Weber tätig waren, vor einer ungewissen
Zukunft stand, wagten
beide den Schritt in die Selbstständigkeit.
Aus diesen Anfängen
entwickelte sich inden vergangenen
drei Jahrzehnten ein etabliertes
Hausverwaltungsunternehmen.
DieseEntwicklung und auch
die Staffelübergabe wurde mit einem
Fest zum 30-jährigen Bestehengefeiert.
Zum 1. Januar2026haben dieUnternehmensgründer
die Verantwortung
an Henning Rösner und
Thomas Kühnle übergeben. Beide
sind als neue Gesellschafter und
Geschäftsführer indie Nachfolge
eingetreten und führen das Unternehmen
gemeinsam weiter.Die
Unternehmensnachfolge konnte
aus deneigenenReihen heraus
gestaltet werden. Damit bleibt das
über Jahrzehnte gewachsene Wissenebenso
erhalten wiedie Unternehmenskultur
und die enge Verbundenheit
zuKunden, Mitarbeitern
und Geschäftspartnern.
„Ein Unternehmen kann man
kaufen – Vertrauen nicht. Vertrauenmuss
man sichverdienen“,
Übergabe: HenningRösner (li.)
undThomas Kühnle (2.v.r..)sind
die neuen an der Spitze. Foto: privat
betonte Thomas Kühnle inseiner
Ansprache. Das überviele Jahre
aufgebaute Vertrauen von Eigentümern,
Kunden, Geschäftspartnern
und Mitarbeitern seidas
wichtigste Fundament für die Zukunft
desUnternehmens.
Auch Henning Rösner würdigte
die Leistung der Gründer: „DiesesUnternehmenwurde
nicht einfach
gegründet, sondern überdrei
Jahrzehnte mit Mut, Verantwortung
und persönlichem Einsatz
aufgebaut. Diese Werte wollen
wir bewahren und gleichzeitig
neue Impulse setzen.“ Die neuen
Geschäftsführer wollen Bewährtes
erhalten und zugleich die Digitalisierung
konsequent weiterentwickeln.
pm
www.hausverwaltung-sha.de
24 Wohnen &Einrichten
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
HoheKosten setzenBrancheunter Druck
Deutsche Möbelindustrie: Der Umsatz liegtimersten Quartalumdrei Prozentunter dem Vorjahr.
Die deutsche Möbelindustrie
leidet weiterhin unter
dem eingetrübten Konsumklima
in Deutschland.Imersten
Quartal dieses Jahres setzte die
Branche laut amtlicher Statistik
rund 3,8 Milliarden Euro um, ein
Minus von drei Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum. Während
im Ausland ein kleiner Zuwachs
von 0,3 Prozent auf rund 1,3Milliarden
Euro gelang,gab derUmsatz
auf dem Heimatmarktum4,7
Prozent auf rund 2,5 Milliarden
Euro nach.
„Der Anstieg der Inflationsrateinfolge
der Verteuerung der Energiepreise
durch den Iran-Krieg
verstärkt die Verunsicherung der
Verbraucherinnen und Verbraucher
wieder“,stellt JanKurth, Geschäftsführer
der Verbände der
Deutschen Möbelindustrie, fest.
Die Anschaffungsneigung fiel im
April laut Gesellschaft für Konsumforschung
(GfK) auf ein Zwei-
Jahres-Tief. Das Ifo-Institut meldete
eine deutlich verschlechterte
Stimmung in der deutschen Möbelindustrie.
Fast 30 Prozent der
vom Verband befragten Möbelhersteller
planten im zweiten Quartal
mit Kurzarbeit. Der Anteilliegt
damit annähernd so hoch wie im
ersten Quartal (33 Prozent).
„Deutschland
braucht eine
Reformagenda,
dieeine positive
Perspektive aufzeigt.“
Die gestiegenen Energiepreise
führen zudem zu höheren Kosten
in der Möbelproduktion, wie
Kurth berichtet. „Unsere Hersteller
sehen sich mit Preiserhöhungen
bei diversen Vorprodukten,
darunter Spanplatten,Metallbeschlägen
und Polsterschäumen,
sowie Logistikdienstleistungen
konfrontiert.“ Damit nehme der
Druck auf die Branche, die ohnehin
unter der US-Zollpolitik, steigenden
Möbelimporten, Konsumzurückhaltung
und dem stockendenWohnungsbau
zu leiden habe,
noch weiter zu.
Küchen im Plus,
PolstermöbelimMinus
Rückläufig: Die Verkaufszahlen bei Sofasschwächeln ebenso wie die bei Büromöbeln oder Matratzen. Einzig
dieKüchenmöbelindustrie konnteleicht wachsen.
Foto: DGM/W.Schillig
Lediglich die Küchenmöbelindustrie
verbuchte im Auftaktquartal
ein Umsatzplus von 3,6 Prozent
auf rund 1,4 Milliarden Euro. Im
Segment dersonstigen Möbel (darunter
Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel)
und Möbelteile
sank der Umsatz um 7,7 Prozent
auf 1,15Milliarden Euro. DieHersteller
vonPolstermöbeln mussten
eine Einbuße von neun Prozent
auf 221 Millionen Euro hinnehmen.
Rückläufig entwickelte sich
auch derUmsatz mit Büromöbeln
(minus fünf Prozent auf 464 Millionen
Euro) und Ladenmöbeln
(minus 3,8 Prozent auf 432 Millionen
Euro). Das kleinste Segment,
die Matratzenindustrie, lag
mit einem Umsatz von 110 Millionen
Euro um acht Prozentunter
demVorjahr.
Forderungen nach
besseren Bedingungen
Die Zahl der Möbelbetriebe (mit
50 und mehr Beschäftigten)
schrumpfte im Durchschnitt des
Auftaktquartals um 6,5 Prozent
auf 374;die Zahl derBeschäftigten
sank um 5,2 Prozent auf 65.454.
„Die Politik sollte dringend stabilisierende
Signale in Richtung
der Konsumenten und Unternehmensenden.
Deutschland braucht
eine Reformagenda, die eine positive
Perspektive aufzeigt. Hierzu
gehören steuerliche Entlastungen,
Bürokratieabbau und –über
den Bau-Turbo hinaus –weitere
Maßnahmen zur Ankurbelung
der Baukonjunktur“, fordert Jan
Kurth. Es brauche vorallemgünstigere
Rahmenbedingungen für
private Investitionen in Wohneigentum.
„Mitden entsprechenden
Impulsen setzt unsere Branche
auf eine bessere Nachfrageentwicklung”,gibtsichder
Verbandsgeschäftsführernachwie
voroptimistisch.
pm
www.moebelindustrie.de
Erfüll’ dir deine Wohnträume!
Möbelaus Massivholz
Nachhaltigkeit spieltbeim KaufzunehmendeineRolle.
Steinbeisweg 39 |SchwäbischHall
www.gunst.de
Wer heute in ein hochwertiges
Möbelstück investiert,
achtet längstnicht
mehr nur auf Design undFunktionalität.
Nachhaltigkeit, Herkunft
und Lebensdauer spielen
zunehmend eine Rolle. Besonders
Massivholzmöbel stehen
dabeiimFokus –nicht nur
aufgrund ihrernatürlichenAusstrahlung,
sondern vor allem
wegen ihrer ökologischen und
gesundheitlichen Vorteile. Die
Initiative Pro Massivholz (IPM)
zeigt, wie nachhaltiges Wohnen
durch verantwortungsvolle
Forstwirtschaft, regionale Wertschöpfung
und hohe Produktqualität
gelingt.
Die Basis der gesamten Wertschöpfungskette
bildet eine regionale
und nachhaltige Forstwirtschaft.
Das Prinzip ist ebenso
einfach wie effektiv: „Dem
Wald wird nur so viel Holz entnommen,
wie durch natürliche
Verjüngung und gezielte Aufforstung
nachwachsen kann.Diessichert
den Fortbestand der Wälderund
schützt dieBiodiversität
sowie sensible Ökosysteme“, erklärt
Andreas Ruf,Geschäftsführerder
Initiative.
Gleichzeitig leistet das Material
Holz einen handfesten Beitrag
zum Klimaschutz, denn Möbel
aus Massivholz dienen als CO 2
-
Speicher.
Doch Nachhaltigkeit hört für
die IPM-Mitgliedsunternehmen
nicht beim Rohstoff auf. Auch
der CO 2
-Fußabdruck in der Herstellung
und Logistik steht im
Fokus. Um die Umweltbelastung
so gering wiemöglichzuhalten,
setzen die Hersteller auf kurze
Lieferketten und eine maßgebliche
Beschaffung innerhalb Europas.
Zudem wird auch inden
Werkshallen auf Ressourcenschutz
geachtet.
Ein oft unterschätzter Aspekt in
der Nachhaltigkeitsdebatte ist
die Lebensdauer eines Möbelstücks.
Ineiner Wegwerfgesellschaft,
in der etliche Einrichtungsgegenstände
alssogenannte
Fast-Furniture bereits nach
wenigen Jahren oder nach einem
Umzug auf dem Sperrmüll
landen, setzen massive Hölzer
und eine hochwertige Verarbeitung
ein deutliches Zeichen der
Beständigkeit. „Wichtige Aspekte
sind ein zeitloses Design, das
auchspätere Generationennoch
begeistert, sowie die Langlebigkeit
und Reparierbarkeit“, sagt
Ruf.
pm
www.pro-massivholz.de
WIR PLANEN KÜCHEN
DIE SIE GLÜCKLICH MACHEN
10 Jahre Garantie
auf Geräte undMöbel!*
*beim Kauf einer Küche gegen einen geringen
Mehrpreis möglich.
Der Küchentreff GmbH
Michelfeld-Kerz lIm Buchhorn 2lTelefon 0791/943089-30
www.derkuechentreff.de
seit 2004
Rohstoff Holz: Nachhaltige Forstwirtschaft bildet die Basisfür
umweltfreundliche Möbelstücke.
pFoto: dpa/Sebastian Gollnow
Juli 2026 I Jahrgang 25 I Nr. 281
Handelsregister 25
Neueintragung
HRB 805727
Haus Ammerland Service GmbH.
Sitz verlegt; nun: Öhringen. Neue Geschäftsanschrift:
An der Lehmgrube 17,
74613 Öhringen. Betrieb von Hotels,
Vermietung von Appartmenthäusern
und sonstigen Beherbergungseinrichtungen
und alle damit im Zusammeng
stehenden Dienstleitstungen und Tätigkeiten,
wie z. B. ein Veranstaltungsservice.
25.000,00 EUR. Personenbezogene
Daten (Wohnort) geändert
bei Geschäftsführer: Lamken, Maria,
Edewecht, *26.01.1945 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Personenbezogene Daten (Wohnort)
geändert bei Geschäftsführer: Lamken,
Dirk, Bretzfeld, *27.04.1966 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaftsvertrag vom 25.01.2011
mit mehrfachen Änderungen; zuletzt
geändert am 13.08.2013. Die Gesellschafterversammlung
vom 30.04.2026
hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in § 1 (Firma und Sitz) beschlossen.
Der Sitz ist von Bad Zwischenahn
(Amtsgericht Oldenburg (Oldenburg)
HRB 205387) nach Öhringen verlegt.
HRB 752031
Theed.Projekt GmbH. Sitz verlegt;
nun: Fichtenau. Änderung der Geschäftsanschrift:
Parkstraße 8, 74579
Fichtenau. Gegenstand geändert; nun:
Die Übernahme der persönlichen
Haftung und Geschäftsführung bei
HandelsgeseIIschaften, insbesondere
Beteiligung als persönlich haftende,
geschäftsführende Gesellschafterin.
Gegenstand des Unternehmens sind
außerdem die im Rahmen der Liquidation
der Gesellschaft erforderlichen und
zweckmäßigen Geschäfte. 25.000,00
EUR. Ist nur ein Liquidator bestellt,
vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren
bestellt, vertreten zwei gemeinsam
oder ein Liquidator gemeinsam mit
einem Prokuristen. Liquidator: Grüner,
Jochen, Leipzig, *02.04.1982 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaftsvertrag vom 14.02.2017
mit Änderung vom 24.05.2022. Die
Gesellschafterversammlung vom
08.05.2026 hat die Neufassung des
Gesellschaftsvertrages beschlossen. Der
Sitz ist von Chemnitz (Amtsgericht
Chemnitz HRB 30866) nach Fichtenau
verlegt. Die Gesellschaft ist aufgelöst.
HRB 752018
MYNAH 4 GmbH Bad Mergentheim.
Neue Geschäftsanschrift: Stifterstraße
49, 97980 Bad Mergentheim.
Erwerb, Entwicklung, Bau und Verkauf,
sowie Vermietung und Verpachtung
von Wohn- und Gewerbeflächen
sowie alle hiermit verbundenen Nebengeschäfte.
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Herrmann, Thomas Hubert,
Bad Mergentheim, *27.04.1977 mit
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Geschäftsführer:
Würkner, Klaus Reiner, Bad Mergentheim,
*19.08.1968 mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaftsvertrag vom 16.12.2020.
Die Gesellschafterversammlung vom
15.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in § 1 (Firma und
Sitz) beschlossen. Der Sitz ist von Boxberg
(Amtsgericht Mannheim HRB
738901) nach Bad Mergentheim verlegt.
HRB 805685
Firma geändert; nun: Weitblick
GmbH. Gaildorf, Landkreis Landshut
Änderung der Geschäftsanschrift: Grabenstraße
6, 74405 Gaildorf. Gegenstand
geändert; nun: Die Verwaltung
eigenen Vermögens, das Halten und
Verwalten von Beteiligungen an Steuerberatungsgesellschaften
und anderen
Gesellschaften. 50.000,00 EUR. Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Bestellt als Geschäftsführer: Bailänder,
Marcel, Bruckberg, *22.07.1984
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer:
Bailänder, Iva, Bruckberg, *17.01.1982
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaftsvertrag vom 04.08.2023
mit mehrfachen Änderungen. Die
Gesellschafterversammlung vom
24.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in Ziffer 1 (Firma
und Sitz), Ziffer 2 (Gegenstand) beschlossen.
Der Sitz ist von Bruckberg
(Amtsgericht Landshut HRB 13955)
nach Gaildorf verlegt.
HRB 752015
Bisher: „(REHWESolar GmbH)“;
nun: Solarpark Aich Verwaltungs
GmbH Kirchberg an der Jagst. Neue
Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-Straße
5, 74592 Kirchberg an der Jagst.
Der Erwerb und die Verwaltung von
Beteiligungen sowie die Übernahme
der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung
bei Handelsgesellschaften,
insbesondere die Beteiligung als
persönlich haftende geschäftsführende
Gesellschafterin an der Solarpark Aich
GmbH & Co. KG, Unterschwaningen.
Weiterhin die Planung, Erstellung und
der Betrieb von Energieerzeugungsanlagen
sowie die Erbringung von Vermittlungs-
und Beratungsleistungen
auf dem genannten Gebiet. 25.000,00
EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,
vertritt er allein. Sind mehrere
Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei
gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen. Bestellt als Geschäftsführer:
Walz, Stefan, Massenbachhausen,
*14.03.1975 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Geschäftsführer: Stier, Ralf Manfred,
Kirchberg an der Jagst, *06.03.1968
einzelvertretungsberechtigt mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:
Engelhardt, Peter, Wassertrüdingen,
*16.08.1993 Gesellschaft mit
beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag
vom 26.09.2024. Die Gesellschafterversammlung
vom 27.03.2026 hat
die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in § 1 (Firma und Sitz) beschlossen.
Der Sitz ist von Unterschwaningen
(Amtsgericht Ansbach HRB 8552)
nach Kirchberg an der Jagst verlegt.
HRB 752044
Casa Weckia GmbH. Sitz verlegt;
nun: Gschwend. Änderung der Geschäftsanschrift:
Hagstraße 3, 74417
Gschwend. Das Halten von Beteiligungen
und die Verwaltung eigenen
Vermögens. Es werden auch sämtliche
mit vorgenanntem Gesellschaftszweck
verbundenen Nebenleistungen erbracht,
sofern hierfür keine gesonderte
öffentlich-rechtliche Genehmigung benötigt
wird oder ein gesetzlicher Vorbehalt
besteht. 25.000,00 EUR. Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Weckenmann,
Ernst, Stuttgart, *28.11.1964 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Geschäftsführer: Weckenmann, Patrick
Mario, Stuttgart, *03.04.1998 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaftsvertrag vom 07.02.2025.
Die Gesellschafterversammlung vom
21.05.2026 hat die Änderung des
Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma
und Sitz der Gesellschaft) beschlossen.
Der Sitz ist von Stuttgart (Amtsgericht
Stuttgart HRB 798556) nach
Gschwend verlegt.
HRB 804951
Zentrum für didaktische Computerspielforschung
Innovation Hub
GmbH Mainhardt. Geschäftsanschrift:
Ahornweg 35, 74535 Mainhardt. Beratung,
Entwicklung, Durchführung
und wissenschaftliche Begleitung von
Bildungs- und Medienangeboten, insbesondere
im Bereich der digitalen
Medien und Spiele, sowie die Durchführung
von Forschungs-, Fortbildungs-
und Entwicklungsprojekten, die
Erstellung didaktischer Konzepte und
die Erbringung damit zusammenhängender
Dienstleistungen. Das Unternehmen
kann eigene digitale Spiele,
Software oder Medienprodukte konzeptionell
entwickeln sowie Publikationen
und Schulungsangebote erstellen
und anbieten. 25.000,00 EUR Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Dr. König,
Lisa Yvonne, Mainhardt, *01.03.1994
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung.
HRB 805516
Samdanli Holdinggesellschaft mbH
Oberrot. Geschäftsanschrift: Rottalstraße
115, 74420 Oberrot. Das Halten,
Verwalten und Steuern von Beteiligungen
an anderen Unternehmen sowie
die Erbringung von Management- und
Verwaltungsdienstleistungen bei anderen
Unternehmen. 25.000,00 EUR.
Bestellt als Geschäftsführer: Samdanli,
Mert Öztürk, Murrhardt, *12.12.2000
einzelvertretungsberechtigt mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:
Samdanli, Selahaddin, Murrhardt,
*10.09.1976 Gesellschaft mit
beschränkter Haftung.
HRB 805357
SauberFix UG (haftungsbeschränkt)
Öhringen. Geschäftsanschrift: In den
Kesseläckern 8, 74613 Öhringen. Die
Erbringung von Reinigungsdienstleistungen,
insbesondere die Gebäudereinigung.
100,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Mobarez, Rahmatullah,
Öhringen, *01.01.1999 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
HRB 805392
HM Verwaltungsgesellschaft mbH
Mainhardt. Geschäftsanschrift: Im
Wiesengrund 14, 74535 Mainhardt.
Die Verwaltung bestehender und noch
zu erwerbender Beteiligungen sowie die
Tätigkeit als geschäftsleitende Holdinggesellschaft.
25.000,00 EUR. Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Mager, Hannes
Georg Daniel, Mainhardt, *22.12.1982
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung.
HRA 730062
Volker Lüdorf Industriemontagen
e.K. Blaufelden. Geschäftsanschrift:
Eichenweg 10, 74572 Blaufelden. Inhaber:
Lüdorf, Volker, Blaufelden,
*24.12.1964 Einzelkaufmann Mit dem
Vermögen des Inhabers (übernehmender
Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages
vom 10.03.2026
und des Versammlungsbeschlusses
des übertragenden Rechtsträgers vom
10.03.2026 die Gesellschaft mit beschränkter
Haftung „Volker Lüdorf
Industriemontagen GmbH“, Blaufelden
(Amtsgericht Ulm HRB 721464)
verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme).
HRB 805277
HEA Verwaltungs-GmbH Dörzbach.
Geschäftsanschrift: Hauptstraße 4,
74677 Dörzbach. Ausschließlich die
Verwaltung des eigenen Vermögens,
das Halten und Verwalten von Beteiligungen
an in- und ausländischen
Unternehmen, insbesondere bei der
Firma HEA GmbH mit Sitz in Dörzbach,
sowie sonstiger Vermögenswerte.
25.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein. Sind
mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten
zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Ludwig, Tobias Erwin,
Dörzbach, *15.10.1987 Gesellschaft
mit beschränkter Haftung.
Das Handelsregister wird präsentiert von:
Workspace Tomorrow
schon heute.
Verwirklichen Sie jetzt Ihr Büro der Zukunft!
www.buerovision.de
Mainklinger Straße 2 74586 Frankenhardt 07959 92991-0
HRB 805428
TGA ZB Erfurt Verwaltung UG (haftungsbeschränkt)
Künzelsau. Geschäftsanschrift:
Mohnweg 6, 74653
Künzelsau - Das Halten und Verwalten
eigenen Vermögens, der Erwerb und
das Vermieten und Verpachten von
Immobilien sowie der Erwerb von Beteiligungen
an anderen Unternehmen
und alle damit in Zusammenhang
stehenden Tätigkeiten und - die Übernahme
der Geschäftsführung als persönlich
haftende Gesellschafterin der
TGA Zeichenbüro Erfurt UG (haftungsbeschränkt)
& Co. KG mit dem
Sitz in Künzelsau, die Vornahme aller
damit im Zusammenhang stehenden
Geschäfte sowie die Förderung des Unternehmenszwecks
der vorgenannten
Kommanditgesellschaft innerhalb ihres
Kaufen Mieten
Service
Fleet-
Management
Unternehmensgegenstandes, nämlich
- die Erstellung technischer Zeichnungen
unter Einsatz professioneller CAD-
Software, insbesondere im Bereich
der technischen Gebäudeausrüstung
(TGA), vornehmlich für Heizungs-,
Lüftungs-, Sanitär- und Anlagenbauprojekte,
sowie Durchführung kleinerer
technischer Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten
und - das Halten und Verwalten
eigenen Vermögens, der Erwerb
und das Vermieten und Verpachten von
Immobilien sowie der Erwerb von Beteiligungen
an anderen Unternehmen
und alle damit in Zusammenhang stehenden
Tätigkeiten. 2.000,00 EUR Ist
nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt
er allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Erfurt, Thomas,
Künzelsau, *11.01.1988 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Geschäftsführer: Erfurt, Elena, Künzelsau,
*28.05.1958 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft
mit beschränkter Haftung.
HRB 805473
Signus Park 6 GmbH Zweiflingen.
Geschäftsanschrift: Klingenäcker 2,
74639 Zweiflingen. Der Erwerb, die
Errichtung, Verwaltung, Vermietung
und Verpachtung von Immobilien im
eigenen Namen und auf eigene Rechnung.
26.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,
vertreten zwei gemeinsam oder ein
Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Schweinle,
Gerhard Karl Hermann, Zweiflingen,
*10.01.1961 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft
mit beschränkter Haftung.
HRB 805487
Signus Park 5 GmbH Zweiflingen.
Geschäftsanschrift: Klingenäcker 2,
74639 Zweiflingen. Der Erwerb, die
Errichtung, Verwaltung, Vermietung
und Verpachtung von Immobilien im
eigenen Namen und auf eigene Rechnung.
26.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,
vertreten zwei gemeinsam oder ein
Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Schweinle,
Gerhard Karl Hermann, Zweiflingen,
*10.01.1961 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft
mit beschränkter Haftung.
HRB 18515
TK Holding GmbH Tauberrettersheim.
Geschäftsanschrift: Kapellenweg
7, 97285 Tauberrettersheim. Ist das
Halten und Verwalten von Beteiligungen.
25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, so vertritt er die
Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, so wird die Gesellschaft
durch zwei Geschäftsführer
oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam
mit einem Prokuristen vertreten.
Bestellt: Geschäftsführer: Kossowski,
Timo Matthias, Tauberrettersheim,
*26.11.1994 einzelvertretungsberechtigt;
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 751929
Rüdiger Lang Beteiligungs-GmbH
Gschwend. Geschäftsanschrift:
Schlechtbacher Straße 28, 74417
Gschwend. Der Erwerb und die Verwaltung
von Beteiligungen an anderen
Gesellschaften sowie die Übernahme
der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung
bei Gesellschaften, insbesondere
bei der Rüdiger Lang GmbH
& Co. KG. 25.000,00 EUR Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Lang, Rüdiger
Heinz, Gschwend, *10.10.1964 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Schulz BüroTechnikVertrieb GmbH
Mainklinger Straße 2
74586 Frankenhardt
Tel.: 07959 / 926940
www.schulz-buerotechnik.de
HRB 805659
SYNPLIdrive GmbH Öhringen. Geschäftsanschrift:
Verrenberger Weg 36,
74613 Öhringen. Der Betrieb einer
Fahrschule, dabei auch die Einführung,
Nutzung und Weiterentwicklung
einer neuen Lernplattform unter Verwendung
digitaler Tools. 25.000,00
EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,
vertritt er allein. Sind mehrere
Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei
gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:
Swyter, Jann Hendrik, Öhringen,
*26.07.1985 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer:
Michelfelder, Achim,
Neuenstein, *07.09.1969 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
HRB 805385
Tassenkasper GmbH Rosengarten.
Geschäftsanschrift: Eugen-Kübler-Straße
8, 74538 Rosengarten. Die Entwicklung,
das Design, die Herstellung, die
Veredelung, der Import, der Export, der
Groß- und Einzelhandel sowie der Vertrieb,
insbesondere im Fernabsatz und
über Online-Shops und digitale Marktplätze,
von Trinkgefäßen, insbesondere
Tassen, Bechern und ähnlichen Produkten,
sowie von Geschenkartikeln,
Bekleidung, Werbeartikeln, Deko- und
Lifestyleprodukten, Zubehör, Untersetzern,
Marketingmaterialien, Werbemitteln
und sonstigen ergänzenden
Produkten, einschließlich personalisierter
und individualisierter Produkte.
25.000,00 EUR Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein. Sind
mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten
zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Lucaciu, Alexander,
Schwäbisch Hall, *03.11.1991 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
HRB 805439
Greiner HE Holding GmbH Neuenstein.
Geschäftsanschrift: Felix-Wankel-Straße
5, 74632 Neuenstein. Das
Halten und Verwalten eigenen Vermögens,
insbesondere Beteiligungen und
Immobilien. 25.000,00 EUR. Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt
er allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam
oder ein Geschäftsführer mit einem
Prokuristen. Geschäftsführer: Greiner,
Michael, Bretzfeld, *03.05.1970 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Ihr Partner für die Region
Hohenlohe-Franken
HRB 752006
Schmidt Technik Verwaltungs-GmbH
Gschwend. Geschäftsanschrift: Gaildorfer
Straße 10, 74417 Gschwend.
Verwaltung eigenen Vermögens und
Übernahme der Komplementär-Stellung
in Kommanditgesellschaften.
25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein. Sind
mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten
zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Schmidt, Michael,
Gschwend, *25.11.1977 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
HRB 805675
CTS Isoliertechnik GmbH Schwäbisch
Hall. Geschäftsanschrift: Lise-
Meitner-Straße 3, 74523 Schwäbisch
Hall. Die technische Isolierung von
Anlagen, Rohrleitungen und Behältern
aller Art, insbesondere im Bereich Wärme-,
Kälte-, Schall und Brandschutz,
sowie die Erbringung aller hiermit im
Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.
27.000,00 EUR. Ist nur
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er
allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Geschäftsführer: Schöllhammer,
Clemens Theodor, Schwäbisch Hall,
*27.03.1991 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer:
Schöllhammer, Natalie,
geb. Mühlbauer, Schwäbisch-Hall,
*22.03.1991 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft
mit beschränkter Haftung.
HRA 743384
Jonek Besitz GmbH & Co. KG Pfedelbach.
Geschäftsanschrift: Meisenstraße
15, 74629 Pfedelbach. Jeder persönlich
haftende Gesellschafter vertritt einzeln.
Persönlich haftender Gesellschafter: Jonek
Verwaltungs-GmbH, Gesellschaft
mit beschränkter Haftung, Pfedelbach
(Amtsgericht Stuttgart HRB 803156)
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Kommanditgesellschaft
Entstanden durch Statuswechsel
der „Jonek Besitz eGbR“ mit
Sitz in Pfedelbach (Amtsgericht Stuttgart,
GsR 4291) Kommanditist: Jonek,
Hannelore, Öhringen, *09.08.1940,
Haftsumme: 9.000,00 EUR Kommanditist:
Jonek, Axel, Öhringen,
*15.10.1968, Haftsumme: 3.000,00
EUR Kommanditist: Jonek, Markus,
Öhringen, *05.12.1970, Haftsumme:
3.000,00 EUR Kommanditist: Jonek,
Martina, Pfedelbach, *08.07.1967,
Haftsumme: 3.000,00 EUR.
HRB 752014
KHG GmbH Igersheim. Geschäftsanschrift:
Reisfeld 12, 97999 Igersheim.
Die Verwaltung eigenen Vermögens,
insbesondere das Halten und die Verwaltung
von Beteiligungen im eigenen
Namen und auf eigene Rechnung, sowie
die Übernahme von Geschäftsführungs-,
Verwaltungs-, Beratungs- und
Managementleistungen gegenüber verbundenen
Unternehmen, soweit hierfür
keine besondere behördliche Erlaubnis
erforderlich ist. 25.000,00 EUR. Ist
nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt
er allein. Sind mehrere Geschäftsführer
bestellt, vertreten zwei gemeinsam
oder ein Geschäftsführer mit einem
Prokuristen. Geschäftsführer: Kraft,
Jens, Igersheim, *19.02.1996 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
HRA 730071
Solarpark Aich GmbH & Co. KG.
Sitz verlegt; nun: Kirchberg an der
Jagst. Neue Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-Straße
5, 74592 Kirchberg
an der Jagst. Jeder persönlich haftende
Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich
haftender Gesellschafter: REH-
WESolar, Gesellschaft mit beschränkter
Haftung, Unterschwaningen (Amtsgericht
Ansbach HRB 8552) Kommanditgesellschaft
Der Sitz ist von Unterschwaningen
(Amtsgericht Ansbach
HRA 4853) nach Kirchberg an der
Jagst verlegt. Haftsumme um 1.875,00
EUR erhöht bei Kommanditist: Hoffmann,
Marc Steven, Rot am See ,
*07.04.1984, Haftsumme: 5.000,00
EUR Haftsumme um 12.500,00 EUR
erhöht bei Kommanditist: Winter, Daniel,
Ilshofen , *12.10.1978, Haftsumme:
15.000,00 EUR Haftsumme um
10.000,00 EUR erhöht bei Kommanditist:
Stier Beteiligungen GmbH & Co.
KG, Kommanditgesellschaft, Kirchberg
an der Jagst , (Amtsgericht Ulm
HRA 729310), Haftsumme: 20.000,00
EUR Eingetreten als Kommanditist:
Walz, Stefan Karl, Massenbachhausen ,
*14.03.1975, Haftsumme: 140.000,00
EUR Ausgeschieden als Kommanditist:
Engelhard, Peter, Wassertrüdingen,
*16.08.1993, Haftsumme: 3.125,00
26 Handelsregister
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
EUR Ausgeschieden als Kommanditist:
Regele, David, Unterschwaningen
,*03.05.1994, Haftsumme: 3.125,00
EUR Für diese Haftsummen inSonderrechtsnachfolge
Haftsumme um 2x
3125,00 EUR =6.250,00 EURerhöht,
sowie Erhöhung um weitere 10.625,00
EUR bei Kommanditist: Engelhard,
Helmut, Gnotzheim , *12.12.1966,
Haftsumme: 20.000,00.
HRA 743392
Bundesweiter EnergiePartnerBrigitte
Wilhelm e.K. Öhringen. Geschäftsanschrift:
Poststraße 71, 74613 Öhringen.
Die Inhaberin handelt allein.
Inhaber: Wilhelm, Brigitte, Öhringen,
*17.07.1993 Einzelkauffrau.
HRA 743395
TGA Zeichenbüro Erfurt UG (haftungsbeschränkt)
& Co. KG Künzelsau.
Geschäftsanschrift: Mohnweg
6, 74653 Künzelsau. Jeder persönlich
haftende Gesellschafter vertritt einzeln.
Persönlich haftender Gesellschafter:
TGA ZBErfurt Verwaltung UG(haftungsbeschränkt),
Künzelsau (Amtsgericht
Stuttgart HRB 805428) mit
der Befugnis -auch für die jeweiligen
Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Kommanditgesellschaft
Kommanditist: Erfurt,
Thomas, Künzelsau, *11.01.1988,
Haftsumme: 1.000,00 EUR.
HRA 743402
Fielmann AG &Co. KG Öhringen.
Geschäftsanschrift: Poststraße 54,
74613 Öhringen. Jeder persönlich haftende
Gesellschafter vertritt einzeln.
Persönlich haftender Gesellschafter:
Fielmann Group AG,Hamburg (Amtsgericht
Hamburg HRB 56098) mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Kommanditgesellschaft
Kommanditist: Fielmann Finanzservice
GmbH, Hamburg, (Amtsgericht
Hamburg HRB 30823), Haftsumme:
10.000,00 EUR.
HRA 743403
Blaumann Jeanshosen Produktions
UG (haftungsbeschränkt) &Co. KG
Künzelsau. Geschäftsanschrift: Bolehofstraße
9, 74653 Künzelsau. Jeder
persönlich haftende Gesellschafter vertritt
einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:
Blaumann Produktions
Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),
Künzelsau (Amtsgericht Stuttgart HRB
805099) mit der Befugnis, imNamen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Kommanditgesellschaft Kommanditist:
Hampel, Christian, Künzelsau,
*03.10.1967, Haftsumme: 5.000,00
EUR Kommanditist: Wetzels, Guido
Hans Emil, Künzelsau, *30.01.1965,
Haftsumme: 5.000,00 EUR.
HRA 743415
Caeiro & Hartmann OHG Schwäbisch
Hall. Geschäftsanschrift: Weilerwiese
1, 74523 Schwäbisch Hall.
Jeder persönlich haftende Gesellschafter
vertritt einzeln. Persönlich haftender
Gesellschafter: Caeiro, Dario Antonio
Ramalho, Crailsheim, *23.09.1983
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Persönlich
haftender Gesellschafter: Hartmann,
Oliver Heinrich Johannes, Schwäbisch
Hall, *26.08.1991 mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRA 743416
Aequitas Family Office GmbH &Co.
KG Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift:
Am Rotbach 2, 74523 Schwäbisch
Hall. Jeder persönlich haftende
Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder
persönlich haftende Gesellschafter ist
befugt, im Namen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder alsVertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.
Persönlich haftender Gesellschafter:
Aequitas Verwaltungs GmbH,
Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart
HRB 804995) mit der Befugnis -auch
für die jeweiligen Geschäftsführer -,im
g
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Kommanditgesellschaft Die Gesellschaft
ist entstanden durch formwechselnde
Umwandlung der Gesellschaft
mit beschränkter Haftung Aequitas Family
Office GmbH mit Sitz in Schwäbisch
Hall (Amtsgericht Stuttgart,HRB
802096) gemäß §190 ff. UmwG. Auf
diebei Gericht eingereichten Urkunden
wirdBezug genommen. Kommanditist:
Scheunert, Thomas, Schwäbisch Hall,
*02.10.1974, Haftsumme: 1.000,00
R
EUR Kommanditist: Pircher, Michaela
Sabine, Ludwigsburg, *31.08.1968,
Haftsumme: 1.000,00 EUR.
HRA 730090
Mainholz Jens Kraft e.K. Igersheim.
Geschäftsanschrift: Reisfeld 12, 97999
Igersheim. Inhaber: Kraft, Jens, Igersheim,
*19.02.1996 Einzelkaufmann.
HRA 730092
Photovoltaikanlage Jens Kraft e.K.
Igersheim. Geschäftsanschrift: Reisfeld
12, 97999 Igersheim. Inhaber: Kraft,
Jens, Igersheim, *19.02.1996 Einzelkaufmann.
HRA 730098
Schmidt Technik GmbH &Co. KG
Gschwend. Geschäftsanschrift: Gaildorfer
Straße 10, 74417 Gschwend.
Jeder persönlich haftendeGesellschafter
vertritt einzeln. Persönlich haftender
Gesellschafter: Schmidt Technik Verwaltungs-GmbH,
Gschwend (Amtsgericht
Ulm HRB 752006) mit der
Befugnis - auch für die jeweiligen
Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Kommanditgesellschaft
Kommanditist: Schmidt,
Michael, Gschwend, *25.11.1977,
Haftsumme: 100,00 EUR.
Veränderung
HRA 724824
MG Gläser Baumarkt GmbH &Co.
KG. Durch Beschluss des Amtsgerichts
Heilbronn vom 04.12.2025 (9 IN
66/15) ist das Insolvenzverfahren aufgehoben.
HRB 751636
Plesniarski UG(haftungsbeschränkt)
Durch Beschluss des Amtsgerichts
Crailsheim vom 09.02.2026 (4 1 In
84/15) ist das Insolvenzverfahren aufgehoben.
HRB 741991
Maks GmbH. Durch Beschluss
des Amtsgerichts Heilbronn vom
25.02.2026 (3 IN 706/19) ist das Insolvenzverfahren
aufgehoben.
HRB 795118
R.Eagle Holding GmbH. Die Gesellschafterversammlung
vom 26.03.2026
hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in §4(Stammkapital), §13(Erbfolge
und Testamentsvollstreckung)
und §15 (Einziehung von Geschäftsanteilen)
beschlossen.
HRB 744652
R. Stahl Services GmbH. Personenbezogene
Daten ergänzt bei Geschäftsführer:
Merkel, Frank Thomas, Neumark,
*24.01.1976 mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Gesamtprokuragemeinsam
mit einem Geschäftsführer oder
einem anderen Prokuristen mit der Befugnis,
imNamen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder alsVertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:
Reichert, Timo, Zweiflingen,
*17.08.1982.
HRB 571291
GEPAS -Gesellschaft für Produktions-
und Automatisierungssysteme
mbH. Stammkapital nun: 27.000,00
EUR. Nicht mehr Geschäftsführer:
Otterbach, Ralf, Schwäbisch Hall,
*22.11.1963 Durch Beschluss der
Gesellschafterversammlung vom
07.04.2026 ist das Stammkapital auf
Euro umgestellt. Durch Beschluss
der Gesellschafterversammlung vom
07.04.2026 ist das Stammkapital zum
Zweck der Glättung zunächst um 75,89
EUR herabgesetzt und sodann um
1.000,00 EUR erhöht. DieGesellschafterversammlung
vom 07.04.2026 hat
die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in §3(Stammkapital) und §7(Gesellschafterbeschlüsse)
beschlossen.
HRB 755853
T.A. KA Verwaltungs GmbH. Durch
Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn
vom 07.04.2026 (9 IN 1060/25)
wurde über das Vermögen der Gesellschaft
das Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Gesellschaft ist durch Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen
(Amtsgericht Heilbronn, 9IN
1060/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1
GmbHG i.V.§65 Abs. 1GmbHG von
Amts wegeneingetragen.
HRB 759137
T.A. PF Verwaltungs GmbH. Durch
Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn
vom 08.04.2026 (3 IN 1066/25)
wurde über das Vermögen der Gesellschaft
das Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Gesellschaft ist durch Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen
(Amtsgericht Heilbronn, 3IN
1066/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1
GmbHG i.V.§65 Abs. 1GmbHG von
Amts wegeneingetragen.
HRB 740732
GaLaBau Hohenlohe UG (haftungsbeschränkt)
Firma geändert; nun:
GaLaBau Hohenlohe GmbH. Stammkapital
nun: 25.000,00 EUR. Personenbezogene
Daten (Wohnort) geändert
bei Geschäftsführer: Weigel, Jens
Christian, Ilshofen, *26.11.1975 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Die Gesellschafterversammlung vom
09.04.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in §1(Firma und
Sitz) und §3(Stammkapital) beschlossen.
Das Stammkapital ist durch Beschluss
der Gesellschafterversammlung
vom gleichen Tag um 20.000,00 EUR
auf 25.000,00 EURerhöht.
HRB 758566
T.A. Betriebs GmbH. Durch Beschluss
des Amtsgerichts Heilbronn
vom 17.04.2026 (5 IN 1070/25)
wurde über das Vermögen der Gesellschaft
das Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Gesellschaft ist durch Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen
(Amtsgericht Heilbronn, 5IN
1070/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1
GmbHG i.V.§65Abs.1GmbHG von
Amts wegen eingetragen.
HRB 758626
T.A. MA Verwaltungs GmbH. Durch
Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn
vom 17.04.2026 (4 IN 1064/25)
wurde über das Vermögen der Gesellschaft
das Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Gesellschaft ist durch Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen
(Amtsgericht Heilbronn, 4IN
1064/25) aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1
GmbHG i.V.§65Abs.1GmbHG von
Amts wegen eingetragen.
HRB 785853
REPO UG(haftungsbeschränkt) Firma
geändert; nun: HVD Baudienstleistungen
UG (haftungsbeschränkt)
Sitz verlegt;nun:Pfedelbach. Neue Geschäftsanschrift:
Geißelhardter Straße
24, 74629 Pfedelbach Die Gesellschafterversammlung
vom 23.04.2026 hat
die Änderung desGesellschaftsvertrages
in §1(Firmaund Sitz) beschlossen.
HRB 804266
Spross Elektrotechnik UG(haftungsbeschränkt).
Sitz verlegt; nun: Schwäbisch
Hall. Änderung der Geschäftsanschrift:
LuckenbacherStraße 11, 74523
Schwäbisch Hall Die Gesellschafterversammlung
vom 29.04.2026 hat die
Änderung des Gesellschaftsvertrages in
Ziff. 1(Firma, Sitz) beschlossen.
HRB 570981
Autolöwen GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Kut, Fatma, Crailsheim,
*27.01.1988.
HRB 570981
Autolöwen GmbH. Durch Beschluss
des Amtsgerichts Heilbronn vom
30.04.2026 (20 IN 546/26) wurde ein
vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.
Verfügungen der Gesellschaft über
Gegenstände ihres Vermögens sind nur
noch mit Zustimmung des vorläufigen
Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs.
2Nr. 2InsO).
HRB 750565
Hägele UG (haftungsbeschränkt) Allgemeine
Vertretungsregelung von Amts
wegen berichtigt in: Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,
vertreten sie gemeinsam.
HRB 751473
Wiedemann Transporte GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Lange,
Dietmar, Michelfeld, *09.02.1963.
HRB 749278
Domus Cura Pflegezentrum Crailsheim
GmbH. Durch Beschluss
des Amtsgerichts Crailsheim vom
01.05.2026 (1 1 IN 18/26) wurde
über das Vermögen der Gesellschaft
das Insolvenzverfahren eröffnet. Die
Gesellschaft ist durch Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen
(Amtsgericht Crailsheim, 11IN 18/26)
aufgelöst. Gemäß§60 Abs. 1GmbHG
i.V.§65Abs. 1GmbHG vonAmts wegen
eingetragen. Die Eigenverwaltung
durch den Schuldner ist angeordnet.
Das Handelsregister wird präsentiert von:
STRESS MIT
KRANKENSTAND?!
WIRHELFENAUSFÄLLE
ZU REDUZIEREN,DURCH...
// BetriebsärztlicheBetreuung
// Entwicklungvon Führungskompetenzen
// Steigerung der Leistungsfähigkeit
// Reduzierungpsychischer Belastung
... nurmit spezialisiertenÄrzten
und Psychologen.
Zentrumfür
Personalgesundheit
97980 BadMergentheim
Tel. 07931-959846-0
www.zfp-tauberfranken.de
HRA 724834
Grabert Sport GmbH & Co. KG.
Eingetreten als Persönlich haftender
Gesellschafter: Grabert Grundstücksund
Vermögensverwaltungs-GmbH,
Öhringen (Amtsgericht Stuttgart HRB
580571) Ausgeschieden als Persönlich
haftender Gesellschafter: Grabert Verwaltungs-GmbH,
Öhringen (Amtsgericht
StuttgartHRB 743738)
HRB 590794
Würth Elektronik Verwaltungs-
GmbH. Gesamtprokura gemeinsam
mit einem Geschäftsführer oder einem
anderen Prokuristen: Güner, Emin, Ilshofen,
*15.05.1979.
HRB 680288
Bruno Brenner, Garten- und Landschaftsbau
GmbH. Einzelprokura mit
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich imeigenen Namen oder
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen: Popp,Alexander,
Niederstetten, *02.06.1974.
HRB 742966
Klimaneutrale Bürgerenergie Stetten
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Freifrau vonStetten, Natalie, geb.Pfeiffer,
Künzelsau, *15.09.1981 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer: Freiherr
von Stetten, Christian, Künzelsau,
*24.07.1970.
HRB 570583
ConCab Kabel GmbH. Bestellt als
Geschäftsführer: Hendrickx, Dirk Jan
Regina Paul, London / Vereinigtes
Königreich, *21.03.1968 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen.
HRB 570594
Reiseservice, Hotel- und Gaststättenbetriebe
REHOGA GmbH. Allgemeine
Vertretungsregelung von Amts
wegen berichtigt in: Ist nur ein Geschäftsführer
bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer
mit einem Prokuristen.
Jeder Geschäftsführer ist befugt, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.
Bestellt alsGeschäftsführer:Eroglu, Niyazi,
Crailsheim, *01.01.1970 Prokura
erloschen: Eroglu, Niyazi, Crailsheim,
*01.01.1970.
HRB 590663
Albert Berner Deutschland GmbH.
Personenbezogene Daten geändert bei
Geschäftsführer: Roleder, Roman Johannes,
Forchtenberg, *23.12.1981
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 732968
Kurz Beteiligungs-GmbH. Bestellt als
Geschäftsführer: Hannebaum, Sabine
Brigitte, Stimpfach, *20.09.1978 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namender Gesellschaft mitsich
im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 749734
Berner Group Service Center
Deutschland GmbH. Personenbezogene
Daten(Name) geändert bei Geschäftsführer:
Roleder, Roman Johannes,
Künzelsau, *23.12.1981 mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 795164
FMK Mobility GmbH. Durch Beschluss
des Amtsgerichts Crailsheim
vom 05.05.2026 (1 1IN48/26) wurde
ein vorläufiger Insolvenzverwalter
bestellt. Verfügungen der Gesellschaft
über Gegenstände ihres Vermögens sind
nur noch mit Zustimmung des vorläufigen
Insolvenzverwalterswirksam(§21
Abs. 2Nr. 2InsO).
HRB 670812
Josef Kurz GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Hannebaum, Sabine Brigitte,
Stimpfach, *20.09.1978 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
Die Speieserei
GbR, Haller Str. 189
74564 Crailsheim
✆
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 680426
Data Modul Weikersheim GmbH.
Prokura erloschen: Kössel, Nina-Susan,
Weikersheim, *23.08.1977.
HRB 746892
CWMRF IT-Service GmbH. Allgemeine
Vertretungsregelung geändert;
nun: Ist nur ein Liquidator bestellt,
vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren
bestellt, vertreten sie gemeinsam.
Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt
als Liquidator: Rautenberg, Jonathan,
Burgbernheim, *11.01.1981 Die
Gesellschaft istaufgelöst.
HRB 590165
BürkertVerwaltungs-Gesellschaftmit
beschränkter Haftung. Nicht mehr
Geschäftsführer:Gaida, Roman, Untermünkheim,
*08.07.1982.
HRB 680693
WITTENSTEIN cyber motor
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Wilstermann, Jochen, Zorneding,
*21.01.1975 mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Prokura erloschen: Wilstermann, Jochen,
Zorneding, *21.01.1975.
HRB 727853
Energiewelt-info GmbH. Einzelprokura:
Koch, Corinna, Igersheim,
*21.03.1984.
HRB 732010
Atlas Components GmbH. Nicht
mehr Geschäftsführer: Stitou, Brahim,
Delmenhorst, *06.04.1979.
HRB 787320
F+KServices GmbH. Sitz verlegt;
nun: Wolpertshausen. Neue Geschäftsanschrift:
Birkichstraße 5, 74549
Wolpertshausen Die Gesellschafterversammlung
vom 07.05.2026 hat die
Änderung des Gesellschaftsvertrages in
§1(Firma und Sitz) und §3(Stammkapital)
beschlossen.
HRB 590757
Fujimi Europe GmbH. Bestelltals Geschäftsführer:
Dörr, Christian, Forchtenberg,
*29.04.1986 mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich
im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Bestellt als Geschäftsführerin:
Scherz, Damaris, Schwäbisch Hall,
*08.06.1982. Prokura erloschen: Dörr,
Christian, Forchtenberg, *29.04.1986
Prokura erloschen: Scherz, Damaris,
Schwäbisch Hall, *08.06.1982.
HRB 729101
Hirsch Innenausbau Verwaltungs
GmbH. Firma geändert; nun: Hirsch
Interieur GmbH. Gegenstand geändert;
nun: Die Erbringung von
Planungs- und Konstruktionsdienstleistungen
im exklusiven lnnenausbau,
speziell im Yacht- und Residenzbereich
sowie das Design und Ausführung von
lnnenausbauprojekten. Stammkapital
nun: 30.000,00 EUR Die Gesellschafterversammlung
vom 08.05.2026 hat
die Neufassung des Gesellschaftsvertrages
beschlossen. Das Stammkapital
ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung
vom gleichen Tag um
5.000,00 EUR auf 30.000,00 EUR
erhöht.
HRB 751382
Theed.Verwaltungs GmbH. Gegenstand
geändert; nun: Die Übernahme
der persönlichen Haftung und Geschäftsführung
bei Handelsgesellschaften,
insbesondere Beteiligung als
persönlich haftende, geschäftsführende
Gesellschafterin. Gegenstand des Unternehmens
sind außerdemdie im Rahmen
der Liquidation der Gesellschaft
erforderlichen und zweckmäßigen Geschäfte.
DieGesellschafterversammlung
vom 08.05.2026 hat die Neufassung
des Gesellschaftsvertragesbeschlossen.
HRB 590276
BTI Befestigungstechnik Verwaltungsgesellschaft
mbH. Personenbezogene
Daten (Nachname) geändert
bei Geschäftsführer: Roleder, Roman
Johannes, Forchtenberg, *23.12.1981
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Im McKee-Gebäude
Öffnungszeiten:
Montag bis
Freitag
Imbiss:
von 7.30 bis
14.00 Uhr
Mittagessen:
von 11.00
bis 14.00 Uhr
07951/ 9599950 www.diespeiserei.de
HRB 789233
Anifour GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Hauck, Benedikt Georg,
Pfedelbach, *16.04.1992.
HRB 794767
BEG-Immobilien GmbH. Änderung
der Geschäftsanschrift: Kolpingstraße
19/1, 74523 Schwäbisch Hall.
HRA 4364
Winkler Design GmbH & Co.
KG. Gesamtprokura gemeinsam
mit einem persönlich haftenden Gesellschafter
oder einem anderen Prokuristen:
Hensel, Florian, Boxberg,
*21.10.1989 Losert, Melanie, Igersheim,
*17.05.1988 Mania, Matthias,
Stuttgart, *01.09.1972.
HRB 5268
Winkler DesignVerwaltungs-GmbH.
Gesamtprokura gemeinsam mit einem
Geschäftsführer oder einem anderen
Prokuristen: Losert, Melanie, Igersheim,
*17.05.1988 Hensel, Florian,
Boxberg, *21.10.1989 Mania, Matthias,
Stuttgart, *01.09.1972.
HRB 570105
Bausparkasse Schwäbisch Hall Aktiengesellschaft
- Bausparkasse der
Volksbanken und Raiffeisenbanken -
Gesamtprokura gemeinsam mit einem
Vorstandsmitglied: Schüttler, Thomas,
RotamSee, *03.01.1973.
HRB 580781
Rapp GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Rapp, Eugen, Kaufmann, Öhringen,
*24.03.1958.
HRB 680700
Wirthwein Beteiligungs-GmbH. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem
Geschäftsführer oder einem anderen
Prokuristen: Bresink, Mario, Bad Honnef,
*26.05.1968 Mania, Matthias,
Stuttgart, *01.09.1972 Hensel, Florian,
Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,
Igersheim, *17.05.1988 Gezmis, Kemal,
Mühlhausen, *21.10.1969.
HRB 731180
Bürkert Foundation GmbH. Die
Gesellschafterversammlung vom
13.05.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in §§ 12 (Geschäftsführer),
15 (Beirat, Zusarnmensetzung,
Wahl und Amtsdauer, 16 (Aufgabendes
Beirats), 18 (Sitzungen des Beirats), 20
(Gesellschafterbeschlüsse) und in §22
(Alternatlve Durchführungen von Abstimmungen)
beschlossen.
HRB 737812
Teragro UG (haftungsbeschränkt)
Allgemeine Vertretungsregelung geändert;
nun: Ist nur ein Liquidator
bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere
Liquidatoren bestellt, vertretenzweigemeinsam
oder ein Liquidator gemeinsam
mit einem Prokuristen. Bestellt
als Liquidator: Müller, Hans-Albrecht,
Weikersheim, *09.10.1966 mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:
Müller, Nadia, Weikersheim,
*11.10.1967. Die Gesellschaft ist aufgelöst.
HRB 779027
Berner Omnichannel Trading Holding
SE. Bestellt als GeschäftsführenderDirektor:
Runde, Hanjo, Hamburg,
*14.10.1979.
HRB 793365
BEG-Projekte GmbH. Neue Geschäftsanschrift:
Kolpingstraße 19/1,
74523 Schwäbisch Hall.
HRB 745590
WIRTHWEIN SE. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied
oder einem anderen Prokuristen:
Gezmis, Kemal, Mühlhausen,
*21.10.1969 Bresink, Mario, Bad
Honnef, *26.05.1968 Mania, Matthias,
Stuttgart, *01.09.1972 Hensel, Florian,
Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,
Igersheim, *17.05.1988.
HRA 680582
Möhler Apotheke Sylvia Begemann
e.K. Errichtet: Zweigniederlassung mit
abweichender Firma Janus Apotheke,
Filiale der Möhler Apotheke Sylvia
Begemann e.K., 97980 Bad Mergentheim,
Geschäftsanschrift: Hauptstraße
12, 97980 Bad Mergentheim Personenbezogene
Daten geändert bei Inhaberin:
Begemann, Sylvia Therese,
Bad Mergentheim, *04.08.1981 Das
Handelsgeschäft des Wagner, René,
Niederstetten, *29.09.1962 als Inhaber
der Firma „Janus Apotheke René Wagner
e.K.“, Niederstetten (Amtsgericht
Ulm HRA 722477) ist mit dem Recht
zur Fortführung der Firma übergegangen
auf Begemann, Sylvia Therese,
Bad Mergentheim, *04.08.1981 die es
als Zweigniederlassung fortführt. Der
Übergang der imGeschäftsbetrieb des
früheren Inhabers begründeten Verbindlichkeiten
ist ausgeschlossen.
HRA 721558
Transporter Industry International
Sales GmbH &Co. KG. Personenbezogene
Daten geändert; nun: Gesamtprokura
gemeinsam mit einem persönlich
haftenden Gesellschafter oder
einem anderen Prokuristen mit der
Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen: Kettner, Andreas, Neu-
Ulm, *10.06.1974.
Juli 2026 IJahrgang 25 INr. 281
Handelsregister 27
HRB 105711
Transporter Industry International
GmbH. Gesamtprokura gemeinsam
mit einem Geschäftsführer oder einem
anderen Prokuristen mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:
Personenbezogene Daten (Wohnort)
geändert bei Kettner, Andreas, Neu-
Ulm, *10.06.1974.
HRB 571042
mft transport systems gmbh. Personenbezogene
Daten geändert bei
Geschäftsführer: Bohn, Gloria Anna,
Ilshofen, *11.03.1993 einzelvertretungsberechtigt.
HRB 580509
Ulrich Abendschein GmbH. Sitz verlegt;
nun: Wolpertshausen Änderung
der Geschäftsanschrift: Birkichstraße
6, 74549 Wolpertshausen. Personenbezogene
Daten (Wohnort) geändert bei
Geschäftsführer: Abendschein, Ulrich,
Satteldorf, *26.03.1971 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Einzelprokura mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:
Abendschein, Vincent, Satteldorf,
*16.08.2002 Die Gesellschafterversammlung
vom 18.05.2026 hat die
Neufassung des Gesellschaftsvertrages
beschlossen.
HRB 590196
Näve - Leuchten Gesellschaft mit
beschränkter Haftung. Bestellt als
Geschäftsführer: Schramm, Thorsten,
Arnsberg, *25.06.1973 einzelvertretungsberechtigt.
HRB 671002
VT Generalbau GmbH. Nicht mehr
Geschäftsführer: Hesterberg, Werner,
Crailsheim, *13.02.1948 Nicht mehr
Geschäftsführer: Hesterberg, Günter
Martin, Crailsheim, *10.07.1950.
HRB 731140
Hesterberg Holding GmbH. Bestellt
als Geschäftsführer: Hesterberg, Dierk,
Crailsheim, *02.09.1970 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Bestellt als Geschäftsführer: Hesterberg,
Oliver,Crailsheim, *16.06.1980 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer: Hesterberg,
Günter Martin, Crailsheim,
*10.07.1950 Nicht mehr Geschäftsführer:
Hesterberg, Werner, Crailsheim,
*13.02.1948.
HRB 738144
Transporttechnik GmbH. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem Geschäftsführer
oder einem anderen Prokuristen
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen: Personenbezogene
Daten geändert bei Kettner, Andreas,
Neu-Ulm, *10.06.1974.
HRB 790159
R.Brand Group GmbH. Nicht mehr
Geschäftsführer: Schulte-Angels, Anna-
Lena, Rüthen, *31.08.1978.
HRA 680665
Wirthwein GmbH & Co. KG. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem
persönlich haftenden Gesellschafter
oder einem anderen Prokuristen:
Bresink, Mario, Bad Honnef,
*26.05.1968 Mania, Matthias, Stuttgart,
*01.09.1972 Hensel, Florian,
Boxberg, *21.10.1989 Losert, Melanie,
Igersheim, *17.05.1988 Gezmis, Kemal,
Mühlhausen, *21.10.1969.
HRB 103482
Otto Rettenmaier GmbH. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem Geschäftsführer
oder einem anderen Prokuristen
mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen: Personenbezogene
Daten geändert bei Kettner,
Andreas, Neu-Ulm, *10.06.1974.
HRB 570765
BTE Biegetechnik Engineering
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Ruth, Jörg, Velbert, *05.01.1976 einzelvertretungsberechtigt.
Vertretungsbefugnis
geändert bei Geschäftsführer:
Walser-Schaeff, Annette, geb. Schaeff,
Untermünkheim, *21.02.1965 einzelvertretungsberechtigt.
Vertretungsbefugnis
geändert bei Geschäftsführer:
Großeibl, Günter, Langenburg,
*18.09.1965 einzelvertretungsberechtigt.
HRB 571785
kocher-plastik Verwaltungs GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Bouffleur,
Ralf Paul, Wiesbaden, *16.01.1964.
HRB 590306
KRIWAN Industrie-Elektronik
GmbH. Gesamtprokura gemeinsam
mit einem Geschäftsführer oder
einem anderen Prokuristen: Schmidt,
Lisa Erna, geb. Zwicker, Schöntal,
*18.03.1995.
HRB 670637
ALWICO Hesterberg GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Hesterberg,
Günter Martin, Crailsheim,
*10.07.1950 Nicht mehr Geschäftsführer:
Hesterberg, Werner Ulrich, Crailsheim,
*13.02.1948.
HRB 671294
HT Bau GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Hesterberg, Werner,
Crailsheim, *13.02.1948 Nicht mehr
Geschäftsführer: Hesterberg, Günter
Martin,Crailsheim, *10.07.1950.
HRB 732581
Herbert Wiedmann Steuerberatungsgesellschaft
mbH. Einzelprokura mit
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen: Wiedmann,
Andreas, Obersontheim, *15.01.1984.
HRB 749205
Autohaus Franco Fahrbach GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Fahrbach,
Franco, Bad Mergentheim,
*06.06.2004.
HRB 761269
KRIWAN Testzentrum GmbH. Gesamtprokura
gemeinsam miteinem Geschäftsführer
oder einem anderen Prokuristen:
Schmidt, Lisa Erna, Schöntal,
*18.03.1995.
HRB 765485
LED-ARENA GmbH. Neue Geschäftsanschrift:
Dieselstraße 16, 74629
Pfedelbach. Gegenstand geändert; nun:
Gegenstand des Unternehmens ist
die Herstellung und der Vertrieb von
professionellen LED-Produkten, der
Großhandel von Elektro und Baustoffen
sowie Hausmeisterdienstleistungen.
Die Gesellschafterversammlung vom
19.05.2026 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in Ziffer 1und Ziffer
2(Gegenstand des Unternehmens)
beschlossen.
HRB 770235
Diakoneo Diak Schwäbisch Hall
gGmbH. Prokura erloschen: Trittenbach,
Bernd, Essingen, *08.03.1964.
HRB 787511
Diakoneo Sonnenhof Schwäbisch
Hall gGmbH. Prokuraerloschen: Trittenbach,
Bernd, Essingen, *08.03.1964.
HRB 794499
BEG-Familie GmbH. Änderung der
Geschäftsanschrift: Kolpingstraße 19/1,
74523 Schwäbisch Hall.
HRB 801443
GardenCaddy GmbH. Personenbezogene
Daten (Wohnort) geändert bei
Geschäftsführer: Plottke, Dominik, Ilshofen,
*08.12.1994 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura
mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen: Bohn,
Gloria Anna,Ilshofen, *11.03.1993.
HRB 581061
SCHEUERLE Engineering GmbH.
Personenbezogene Daten (Wohnort)
geändert bei Gesamtprokura gemeinsam
mit einem Geschäftsführer oder
einem anderen Prokuristen mit der Befugnis,
imNamen der Gesellschaft mit
sich im eigenen Namen oder alsVertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:
Kettner, Andreas, Neu-Ulm,
*10.06.1974.
HRB 680504
Schülke HeizungsbauGmbH. Bestellt
als Geschäftsführer: Schülke, Arne,
Weikersheim, *18.06.1998 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer: Schülke,
Rolf, Heizungsbaumeister, Niederstetten.
HRB 751309
Compounding Ideas UG(haftungsbeschränkt)
Allgemeine Vertretungsregelung
geändert; nun: Ist nur ein
Liquidator bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrere Liquidatoren bestellt,
vertreten sie gemeinsam. Nicht mehr
Geschäftsführer, jetzt bestellt als Liquidator:
Greiner, Adrian Tom, Wallhausen,
*12.11.1997. Die Gesellschaft ist
aufgelöst.
HRB 767933
Schön Sondermüll-Transporte
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Mayer, Beate, Kirchberg ander Jagst,
*09.09.1982.
HRB 782963
plDNA GmbH. Firma geändert; nun:
MG Studio GmbH. Gegenstand geändert;
nun: Die Durchführung und Vermarktung
von eignungsdiagnostischen
und persönlichkeitsanalytischen Verfahren,
die Ausbildung vonTrainernzur
Umsetzungsowie Fitness-und Gesundheitsdienstleistungen.
Die Gesellschafterversammlung
vom 20.05.2026 hat
die Änderung des Gesellschaftsvertrages
in §1(Firmaund Sitz) und§2(Gegenstand
des Unternehmens) beschlossen.
HRB 730119
Umspannwerk Nassau Verwaltungs-
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Pubantz, Markus, Niedernhall,
*22.02.1975.
HRB 745815
Knaudl GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Bross, Jelena, Kreßberg einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRB 804665
WP6 Hohenlohe GmbH. Bestellt als
Geschäftsführer: Natalia, Warschau /
Polen, *20.02.1983 Nicht mehr Geschäftsführer:
Mulawka, Grazyna, Niedernhall,
*26.08.1967 Einzelprokura
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich imeigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen: Mulawka,
Grazyna, Niedernhall, *26.08.1967.
HRA 721886
Rüdinger Verwaltungs-GmbH &
Co. KG. Haftsumme herabgesetzt bei
Kommanditist: Rüdinger, Roland,
Krautheim, *21.05.1962, Haftsumme:
80.000,00 EUR Für einen Teil dieser
herabgesetzten Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge
eingetreten als Kommanditist:
Rüdinger, Max, Krautheim,
*25.12.2000, Haftsumme: 10.000,00
EUR Für einen Teil dieser herabgesetzten
Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge
eingetreten als Kommanditist: Rüdinger,
Theo, Krautheim, *17.12.2003,
Haftsumme: 10.000,00 EUR.
HRB 138723
OEP Stella TopCo GmbH. Bestellt als
Geschäftsführer: Dr. Schefter, Martin
Uwe, Bonn, *17.10.1964 einzelvertretungsberechtigt;
mit der Befugnis im
Namen der Gesellschaft mit sich als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:
Schatton, Sebastian Josef, Bad
Soden am Taunus, *16.04.1990.
HRB 204733
Kade GmbH Systemhallenvertrieb.
Allgemeine Vertretungsregelung geändert;
nun: Ist nur ein Liquidator
bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere
Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam.
Nicht mehr Geschäftsführer,
bestellt als Liquidator: Schauer, Fritz,
Affalterbach, *14.11.1944 Die Gesellschaft
ist aufgelöst.
HRB 580469
Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH.
Gesamtprokura gemeinsam mit einem
Geschäftsführer oder einem anderen
Prokuristen mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:
Personenbezogene Daten (Wohnort)
geändert bei Kettner, Andreas, Neu-
Ulm, *10.06.1974.
HRB 590591
ebm-papst Verwaltungs GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Prof Dr.
Smetana, Tomás, Herzogenaurach,
*18.04.1974.
HRB 680888
Margraf New Media GmbH. Änderung
der Geschäftsanschrift: Eisenbahnstraße1,72072
Tübingen.
HRB 722638
Dentalclinic Dr. Ryssel + Collegen
Zahnmedizinisches Versorgungszentrum
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:
Dr.Ryssel,Stephan, Crailsheim,
*23.12.1970.
HRB 751600
Pat‘s UG(haftungsbeschränkt) Nicht
mehr Geschäftsführer: Dietrich, Margit
Stefanie, Ilshofen, *30.09.1983.
HRB 784776
RK Holding GmbH. Die Gesellschafterversammlung
vom 22.05.2026 hat
die Änderung desGesellschaftsvertrages
in § 6 (Gesellschafterbeschlüsse) beschlossen.
HRB 727612
Gesundheitsholding Tauberfranken
gemeinnützige GmbH. Nicht mehr
Geschäftsführer: Latz, Andreas Rudolf,
Püttlingen, *29.07.1969.
HRA 590572
Schäfer Hohenloher Fleisch und
Wurst GmbH &Co. KG. Allgemeine
Vertretungsregelung von Amts wegen
neu vorgetragen: Jeder persönlich haftende
Gesellschafter vertritt einzeln.
Jeder persönlichhaftende Gesellschafter
ist befugt, im Namen der Gesellschaft
mit sich imeigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
vorzunehmen. Personenbezogene
Daten (Firma) geändert bei Persönlich
haftender Gesellschafter: Schäfer
Verwaltungs-GmbH, Forchtenberg
(Amtsgericht Stuttgart HRB 590802)
Einzelprokura:Schäfer,Thomas,Untermünkheim,*11.05.1995.
HRA 727504
Bürgerwind 2Neubronn GmbH &
Co. KG. Änderung der Geschäftsanschrift:
Laudenbacher Weg 1, 97990
Weikersheim. Personenbezogene Daten
(Firma) geändert bei Persönlich haftender
Gesellschafter:GPP Verwaltungsgesellschaft
III mbH, Hamburg (Amtsgericht
HamburgHRB 167518)
HRA 730897
RKS Besitz GmbH &Co. KG. Sitz
verlegt; nun: Bretzfeld. Änderung der
Geschäftsanschrift: Heroldstraße 10,
74626 Bretzfeld. Personenbezogene
Daten (Sitz) geändert bei Persönlich
haftender Gesellschafter: RKS Verwaltungs
GmH, Bretzfeld (Amtsgericht
Stuttgart HRB 752374) mit der Befugnis
-auch für die jeweiligen Geschäftsführer
-, im Namen der Gesellschaft
mit sich imeigenen Namen oder als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte
abzuschließen.
HRB 744927
Starwetten GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Papadopoulos, Theofilos,
Forchtenberg, *02.02.1964 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Bestellt als Geschäftsführer: Thurau,
Raphael, Walldorf, *12.10.1987 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer:Sarantidis,
Christodoulos,Künzelsau, *19.04.1990
Nicht mehr Geschäftsführer: Papadopoulos,
Stylianos, Forchtenberg,
*10.08.2002.
HRB 751124
MainHolz Energie GmbH. Bestellt
als Geschäftsführer: Kraft, Jens, Igersheim,
*19.02.1996 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, imNamen
der Gesellschaft mit sich im eigenen
Namen oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht
mehr Geschäftsführer: Kraft, Markus
Heinrich, Igersheim, *17.04.1970.
HRB 804995
Aequitas Verwaltungs GmbH. Bestellt
als Geschäftsführer: Schweizer,
Bernhard Eberhard, Mainhardt,
*08.01.1962 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen.
HRA 721185
Consistency GmbH &Co. KG. Gesamtprokura
gemeinsam miteinem persönlich
haftenden Gesellschafter oder
einem anderen Prokuristen: Dr. Grapenthin,
Simon, Essen, *14.02.1983
Olabamidele, Benjamin Olatokunboh
Alfred, Köln, *10.09.1997 Eingetreten
als Kommanditist: fits Holding
GmbH, Essen , (Amtsgericht Essen
HRB 30698), Haftsumme: 10.000,00
EUR Eingetreten als Kommanditist:
Olabamidele, Benjamin Olatokunboh
Alfred, Köln ,*10.09.1997, Haftsumme:
10.000,00 EUR Personenbezogene
Daten von Amts wegen berichtigt
bei Kommanditist: Hassel Holding
GmbH, Reken ,(Amtsgericht Coesfeld
HRB 23148), Haftsumme: 10.000,00
EUR.
HRA 738389
Solarpark Domsühl III GmbH &
Co. KG. Ausgeschieden als Kommanditist:
Zanzinger, Bernd, Crailsheim,
*23.12.1970, Haftsumme: 747,50
EUR Für diese Haftsumme in Gesamtrechtsnachfolge
eingetreten als
Kommanditist: Eser-Zanzinger, Sigrid,
Crailsheim, *18.10.1974, Haftsumme:
747,50 EUR Kommanditist mit
Das Handelsregister wird präsentiert von:
www.temperso.de
Haftsumme gemäß Artikel 89 Absatz
2EGHGB von Amts wegen neu vorgetragen
Kommanditist: NOVATECH
Gesellschaft für umweltschonende
Technologie mbH, Wolpertshausen,
(Amtsgericht Stuttgart HRB 570579),
Haftsumme: 7.010,00 EUR Kommanditist
mit Haftsumme gemäß Artikel
89 Absatz 2EGHGB von Amts wegen
neu vorgetragen Kommanditist:
Gronbach, Gottfried, Wolpertshausen,
*12.10.1956, Haftsumme: 7.500,00
EUR Kommanditist mit Haftsumme
gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB
von Amts wegen neu vorgetragen
Kommanditist: Gronbach, Imanuel,
Wolpertshausen, *16.02.1989, Haftsumme:
747,50 EUR Kommanditist
mit Haftsumme gemäß Artikel 89Absatz
2EGHGB von Amts wegen neu
vorgetragen Kommanditist: Christmann,
Lennart, Wien/Österreich,
*29.01.2000, Haftsumme: 747,50
EUR Kommanditist mit Haftsumme
gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB
vonAmts wegen neuvorgetragenKommanditist:
Christmann, Alexander,
Wuppertal, *09.10.1960, Haftsumme:
7.500,00 EUR Kommanditist mit
Haftsumme gemäß Artikel 89 Absatz
2EGHGB von Amts wegen neu vorgetragen
Kommanditist: Christmann,
Moritz, Wuppertal, *20.05.1995, Haftsumme:
747,50 EUR.
HRA 743415
Caeiro &Hartmann OHG. Berichtigung
von Amts wegen zur Geschäftsanschrift:
Weilerwiese 3,74523 Schwäbisch
Hall.
HRB 580775
Hohenloher Krankenhaus gGmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Latz, Andreas,
Püttlingen, *29.07.1969.
HRB 784475
h-w-lee GmbH. Allgemeine Vertretungsregelung
geändert; nun: Ist nur
einLiquidator bestellt, vertritt er allein.
Sind mehrereLiquidatoren bestellt, vertreten
sie gemeinsam. Nun bestellt als
Liquidator: Hoffmann, Elke, Neuenstein,
*24.03.1967 einzelvertretungsberechtigt.
DieGesellschaft ist aufgelöst.
HRB 702157
Weiss-Doppelbodensysteme GmbH.
Nicht mehr Geschäftsführer: Grünwald,Viktor,
Adlkofen, *08.08.1962.
HRB 735357
OKAL Verwaltung GmbH. Gesamtprokura
gemeinsam mit einem Geschäftsführer
mit der Befugnis, im
Namen der Gesellschaft mit sich im
eigenen Namen oder als Vertreter eines
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen
mit der Ermächtigung zur Veräußerung
und Belastungvon Grundstücken:
Barthold, Antje, Schwäbisch Hall,
*11.04.1972.
HRB 738854
Bioenergie Hörlebach Verwaltungs-
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:
Breitkreuz, Nele, Wolpertshausen,
*26.04.1988 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis, im Namen der
Gesellschaft mit sich imeigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht
mehr Geschäftsführer:Kümmerer,Eckhard,
Wolpertshausen, *16.05.1958.
HRA 724426
BTI Befestigungstechnik GmbH &
Co. KG. Nachname geändert, nun
Gesamtprokura gemeinsam mit einem
persönlich haftenden Gesellschafter
oder einem anderen Prokuristen mit
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft
mit sich als Vertreter eines Dritten
Rechtsgeschäfte abzuschließen: Roleder,
Roman Johannes, Forchtenberg,
*23.12.1980.
HRB 780005
MHW Bike-Service-GmbH. Personenbezogene
Daten geändert bei
Geschäftsführer: Gutzy, Steffen, Michelbach
an der Bilz, *23.04.1985 einzelvertretungsberechtigt
mit der Befugnis,
im Namender Gesellschaft mitsich
im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Nicht mehr Geschäftsführer:
Neumann, Heinz, Rosengarten- Raibach,
*12.08.1960.
Ihre Nr. 1bei der Jobsuche und in Personallösungen.
Friedenstraße 1·74564 Crailsheim ·07951 297989-0 ·info@temperso.de
Löschung
HRA 111517
DIENST360 e.K. Sitz verlegt, nun:
Schwäbisch Hall. Geändert, nun: Geschäftsanschrift:
Mühlweg 19, 74523
Schwäbisch Hall. Nun Amtsgericht
StuttgartHRA 742700.
HRB 721464
Volker Lüdorf Industriemontagen
GmbH. Die Gesellschaft (übertragender
Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages
vom 10.03.2026
und des Versammlungsbeschlusses
des übertragenden Rechtsträgers vom
10.03.2026 mit dem Vermögen des Alleingesellschafters
Lüdorf, Volker, Blaufelden,
*24.12.1964 als Inhaber derFirma
„Volker Lüdorf Industriemontagen
e.K.“, Blaufelden (Amtsgericht Ulm
HRA 730062) verschmolzen. Das Registerblatt
istgeschlossen.
HRB 23698
Wind Möbisburg Reset GmbH
Schwäbisch Hall. Der Sitz ist nach
Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart
HRB 804431) verlegt.
HRB 802096
Aequitas Family Office GmbH &
Co. KG. Die Gesellschaft ist aufgrund
des Umwandlungsbeschlusses vom
27.03.2026 in eine Kommanditgesellschaft
unter der Firma Aequitas Family
Office GmbH &Co. KG mit Sitz in
Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart,
HRA 743416) gemäß §190 ff.
UmwG formwechselnd umgewandelt.
Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden
wird Bezug genommen. Das
Registerblatt istgeschlossen.
HRB 753523
Schwäbisch Hall Kreditservice
GmbH. Die Eintragung der Verschmelzung
im Register des Sitzes des
übernehmenden Rechtsträgers ist am
23.04.2026 erfolgt. Gemäß §19 Abs.
2UmwG von Amts wegen eingetragen.
DasRegisterblatt istgeschlossen.
HRA 721251
Gunz KG. DieLiquidation istbeendet.
Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt
istgeschlossen.
HRA 726185
Heinkel Mechanik e.K. Die Firma
ist erloschen. Das Registerblatt ist geschlossen.
HRB 723202
STDGmbH. Prokuraerloschen: Trautwein,Simone,
Crailsheim,*24.02.1975
Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft
ist gelöscht. Das Registerblatt
istgeschlossen.
HRB 728288
Oldenburger Fleischwaren Leasing
GmbH. Der Sitz ist nach München
(Amtsgericht München HRB 311698)
verlegt. Das Registerblatt ist geschlossen.
HRA 590529
Bürgerwindpark Hohenlohe Nesselbach
III GmbH &Co. KG. Die Gesellschaft
ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.
Eine Liquidation findet nicht
statt. DasRegisterblatt istgeschlossen.
HRA 742693
Zimmerei Kessler Inhaber Robert
Kessler e.K. Die Firma ist erloschen.
DasRegisterblatt istgeschlossen.
HRA 701141
Kaufhaus WOHA Drexel &Kißling
GmbH &Co. KG. Die Liquidation ist
beendet. Die Firma ist erloschen. Das
Registerblatt istgeschlossen.
HRB 744061
QuitBro UG (haftungsbeschränkt)
Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft
ist gelöscht. Das Registerblatt
istgeschlossen.
HRA 722477
Janus Apotheke René Wagner e.K.
Das Handelsgeschäft ist mit dem Recht
zur Fortführung der Firma übergegangen
auf Begemann, Sylvia Therese, Bad
Mergentheim, *04.08.1981, die esals
Zweigniederlassung unter der Firma
Janus Apotheke, Filiale der Möhler
Apotheke Sylvia Begemann e.K.(Amtsgericht
Ulm, HRA 680582) fortführt.
DasRegisterblatt istgeschlossen.
HRA 728114
SPB Solarpark Bücknitz GmbH &
Co. KG. Die Liquidation ist beendet.
Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt
istgeschlossen.
HRB 13955
Bailänder Holding GmbH Gaildorf.
Geändert, nun: Geschäftsanschrift:
Gartenstraße 6, 74405 Gaildorf Sitz
(nach Änderung derFirma in Weitblick
GmbH) verlegt nach Gaildorf (nun
Amtsgericht StuttgartHRB 805685).
HRB 671335
EDT Edelstahl Design Technik
GmbH. DieGesellschaft istwegen Vermögenslosigkeit
gemäß §394 FamFG
vonAmts wegen gelöscht. DasRegisterblatt
istgeschlossen.
28 Politik &Wirtschaft
Juli 2026 IJahrgang25INr. 281
And theIfoy goes to...
Pyck aus Schwäbisch Hall ist „Start-up of theYear“.
VON ANTONIO DE MITRI
Siegerpose:Maxillian Mack (li.) erhielt den Preis vonJan Drömer vomVDMA.
„Wir haben
dasBetriebssystem
für die
Logistikder Zukunft
gebaut.“
Der Ifoy ist so etwas wie
der Oscar der Intralogistik-Branche,
also der Anbieter
von Lösungen rund um
die Organisation, Steuerung,
Durchführung undOptimierung
des Warenumschlags innerhalb
von Betrieben. Träger desAwards
ist der Fachverband Fördertechnik
und IntralogistikimMaschinenbauverband
VDMA. Ifoysteht
dabei für „InternationalIntralogistics
and Forklift Truck ofthe
Year Award“, zuDeutsch: Internationaler
Preis für Intralogistik
und den Gabelstapler des Jahres.
Was so sperrig klingt, ist inder
Branche heiß begehrt: Indiesem
Jahrgab es 49 Bewerbungenaus
aller Welt, von denen es nur 13
Lösungen aus acht Ländern ins
Finale schafften.
Darunter Pyck. Unter diesem Namen
haben vor knapp drei Jahren
Maximilian Mack, Daniel
Jarr und Matthias Nagel ihr
Start-up gegründet, das einen
großen Anspruch vor sich herträgt:
nicht weniger als das perfekte
Lagermanagementsystem
anzubieten. Oder,wie es aufder
Website heißt: „das ultimative
WMS-Framework –und zwar
das letzte, das der Markt jemals
brauchen wird“.
Unter WMS, also Warehouse-
Management-Systemen, versteht
man Software, mit der sich der
komplette Betrieb eines Warenlagers
organisieren lässt –angefangen
bei der Wareneingangskontrolle
bis zum Warenausgang
und Versand. Und warum
der Name „Pyck“? Mack: „Picking
ist ein zentraler Begriff in
der Lagerlogistik. Er umfasst das
Zusammenstellen von Artikeln
für eine individuelle Kundenbestellung
und ist damit der Prozess
im Lager mit der größten
Wertschöpfung.“
Vorstellen kann man sich
Pyck wie einen Werkzeugkasten,
ein Toolkit. Über eine offene
Schnittstelle lässt es sich als
Open Source in bestehende Systeme
integrieren und hilft Unternehmen,
das eigene Liefermanagement
an neue Anforderungen
und Prozesse anzupassen
–also eben genau das, was viele
herkömmliche Systeme nicht
leisten. Der Clou: Pyck zerlegt
komplexe Lagerabläufe inkleine,
flexible Module und hilft mit
KI, diese Abläufe zu optimieren.
Das Versprechen: „Schlage Dein
Altsystem: Erstelle und optimiere
Dein individuelles System
Foto: Karl-Josef Hildenbrand
schneller als die Anpassung einer
alten Software.“
So selbstbewusst sich die drei
Macher auf ihrer Website geben,
so bescheiden kommentiert Maximilian
Mack die Preisverleihung:
„Das kam für uns echt
überraschend“, sagt er. Denn
Ifoy sei nicht nur einer der weltweit
renommiertesten Awards
der Branche. „Die Jury ist auch
echt brutal.“ Dass Pyck sich am
Ende durchsetzen konnte, führt
Mack auf den ganzheitlichen
Ansatz zurück. „Wir haben halt
nicht irgendein Tool oder einen
Algorithmus entwickelt“, erklärt
er. „Wir haben das Betriebssystem
für die Logistik der Zukunft
gebaut.“ Und das überzeugt.
Pyck hatinzwischen Kundenwie
Siemens, Dachser, Fraunhofer
IML und Fiege im Portfolio.
www.pyck.ai
Denkanstöße
Gute Führung schütztPsycheund Bilanz
Gute Führung wird gern gelobt.
FreundlicherTon,klare Rückmeldung,
verlässliche Entscheidungen –alles
wichtig, aber bitte nebenbei.Erst
diesen Monatveröffentlichte Studien
zeichnen ein anderes Bild: Psychische
Belastungenhängen nicht nur an
Arbeitsmenge,sondern wesentlich
an Führung, Organisationund Kultur.
Gallup zum Beispiel meldet im „State
Dr.med. Michael Majer
Facharztfür Chirurgie und Arbeitsmedizin
–Notfallmedizin,
Psychotherapie
of the GlobalWorkplace 2026“
sinkendes Engagement; auffällig ist
der Rückgang bei Führungskräften
selbst. Weralso über Produktivität
spricht, kommtanFührung nicht
vorbei.
Für den Mittelstand ist dasunbequem.
Psychische Gefährdungenentstehen
im täglichenZusammenspiel:
Termindruck, unklare Prioritäten, zu
wenig Handlungsspielraum, ungelöste
Konflikte,fehlende Anerkennung.
Entlastend: Genauhier ist Gestaltung
möglich. Gute Führung istkein
Charakterbonus,sondern Arbeitsbedingung
(„Verhältnisprävention“).
Psychodynamisch betrachtet ist
Führung Beziehungunter asymmetrischenBedingungen.
Werentscheidet,
bewertet und verteilt, wird –ober
will oder nicht –als mächtig erlebt.
Mitarbeitende reagieren aufInhalte,
Tonfall,Timing, Schweigen. Ein
kurzer Satz kann motivieren –oder
beschämen. Eineausweichende
AntwortkannFreiraumbedeuten –
oder Desinteresse.Unter Druck füllt
dasUnbewussteLückenmit Fantasie:
„Ich genüge nicht“, „Kritik ist gefährlich“,
„Bloßkeine Fehlerzeigen“.
So entstehen Anpassung, Rückzug,
Zynismus oder Übererfüllung.Alles
sieht zunächstnachArbeit aus. Tatsächlich
läuft Verschleißproduktion.
DerPräventionshebelliegt deshalb
nicht in mehr Appellen, sondern
in Reflexionsfähigkeit. Führungskräfte
brauchenGrundkenntnisse
darüber, wieHierarchie wirkt: Was
löst Autoritätaus? Wo wird Loyalität
mit Schweigen verwechselt? Welche
Konflikte werden nach unten delegiert?Welchen
eigenen Anteil habe
ich an der Dynamik, die ich beklage?
WerAngst vorKontrollverlusthat,
produziert Mikromanagement. Wer
Kritik fürchtet, verpackt Entscheidungen
in Endlosschleifen. WerNähe
meidet, nennt das„Eigenverantwortung“.
Die psychische Gefährdungsbeurteilung
kann hier mehr sein als Pflichtdokument.
Richtig genutzt, macht
sie Beziehungsmuster sichtbar: Wo
fehlen klare Rollen? Wo stautsich
Verantwortung? Wo werden Fehler
nicht besprochen? Wo ist Tempo
Ersatz für Richtung? Daraus entstehen
konkrete Maßnahmen: Entscheidungspfade,echte
Prioritäten,
Feedback-Routinen, Konfliktklärung,
Führungskräfte-Supervision.
Mein Denkanstoßfür Juli: Fragen
Sie nicht nur,obIhre Führungskräfte
führen.FragenSie,was ihre Führung
auslöst.GuteFührung schützt nicht
vorjedemStress.Aber sieentscheidet,
ob Stress verarbeitet oder
verschärft wird.Genau dort beginnt
Prävention –für Psyche,Bindung
und Bilanz.
Dr.Michael Majer
www.personalgesundheit.de
INNOVATIONS- UND WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
Ihr
Standort am
Eisenbahnknoten
Lauda
Mehr wissen.
Mehr profitieren!
GEWERBEFLÄCHEN ZUVERKAUFEN
Im Sanierungsgebiet Bahnstadt
Lauda wächst Wirtschaft.
Jetzt sind Sie am Zug!
Tel.: 09343 501-5130
Mail: wirtschaftsfoerderung
@lauda-koenigshofen.de
Telefon 07931 9687910
www.energiewelt-info.de
swp.de/regiobusiness
–das Wirtschaftsmagazin fürHohenlohe-Franken
Mehr Wirtschaft von hier!
RegioBusiness, dasmonatliche Wirtschaftsmagazin für die
Region Hohenlohe-Franken, wirdverteilt über diedrei Tageszeitungen der
SÜDWEST PRESSEHohenlohe (Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblattund
Rundschau)sowie im Verbund mit denFränkischen Nachrichten.
Mit unserer Auflage von über 39.000 Exemplaren erreichen Sie die
Entscheider derregionalen Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Wirtschaftsmagazin für Hohenlohe-Franken
RegioBusiness berichtet seit 2001 über dasökonomischeGeschehen,
Altuelles aus Industrie,Handel,Handwerk undPolitik.
Nutzen Sie RegioBusiness als Plattform für Ihre
Öffentlichkeitsarbeit.
Kontaktieren Sie uns
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH &Co. KG
Anzeigenabteilung
T0791404-260
F0791404-280
anzeigen.sho@n-pg.de
Nächste Ausgabe: August 2026
Erscheinungstermin:
Freitag, 7. August 2026
Anzeigenschluss:
Mittwoch, 22.Juli 2026
UnsereThemen
im August 2026
–25Jahre
RegioBusiness
MEHR WIRTSCHAFT
VONHIER