12. Juli 2026
- Neue Kräfte in den Bezirken - Die STG lud zur legendären Grünen Nacht - VIP-Architekt Guido Strohecker übernimmt Jakominiplatz-Stand
- Neue Kräfte in den Bezirken
- Die STG lud zur legendären Grünen Nacht
- VIP-Architekt Guido Strohecker übernimmt Jakominiplatz-Stand
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12. JULI 2026, AUSGABE 28
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Aufgetanzt
Die STG lud zur legendären Grünen
Nacht. Unter den 400 Gästen war auch
höchste Polit-Prominenz. 14
Aufgekocht
VIP-Architekt Guido Strohecker (Bild)
übernimmt den Jakominiplatz-Stand
von Haubenkoch Didi Dorner. 8
Zweigeteilte Stadt
Neue
Kräfte
in den
Bezirken
Unter der Lupe. Die Karten sind nach der Wahl auch in den Bezirken neu gemischt. KPÖ und ÖVP haben sich dazu bekannt, die jeweils stimmenstärksten
Kandidaten zu unterstützen. Kurios: In Gösting kann die KPÖ ihre drei Mandate aufgrund von Personalmangel nicht besetzen. SEITEN 4/5
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www.grazer.at 12. JULI 2026
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Auf eine gute
Zusammenarbeit
in den Bezirken
W
er Demokratie verstehen
will, darf nicht nur
auf die Regierungsbank
im Parlament oder im Rathaus
blicken. Er muss dorthin
schauen, wo politische
Entscheidungen unmittelbare,
spürbare Realität werden:
direkt vor unserer Haustür, auf
der Ebene der Bezirkspolitik
(siehe Seiten 4/5). Je näher
man zum Menschen kommt,
desto weniger zählen parteigetriebene
ideologische Programme
und Schlagzeilen.
Der persönliche Umgang, die
Auseinandersetzung mit dem
Anderen wird immer wichtiger.
Insofern überrascht es
nicht, dass auch der Umgangston
in den Bezirken oft ein
anderer, amikalerer ist. Oder
besser: wieder ist. Denn vor
fünf Jahren wurde in manchen
Bezirken das demokratiepolitisch
fragwürdige Experiment
gestartet, die stimmenstärksten
Kandidaten über Koalitionen
wegzubringen. Betroffen
hat es immer ÖVPler, KPÖ,
Grüne und SPÖ machten
gemeinsame Sache. Das
Ergebnis war verheerend:
Ständig wechselten die
Bezirksvorsteher, es wurde
gestritten, die Menschen
hatten keine Ansprechperson
mehr. So etwas funktioniert
auf der „menschelnden“
Bezirksebene nicht. Die gute
Nachricht: Die KPÖ hat den
Fehler eingesehen und
gemeinsam mit der ÖVP
klargestellt, die gewählten
Vertreter zu unterstützen. Auf
eine gute Zusammenarbeit!
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Johannes
Hödl
Der Musiker und Redakteur
Johannes Hödl über sein
klassisches Frühstück und
darüber, was ihn in seiner
Karriere am meisten geprägt
hat und welches Instrument
er noch lernen möchte.
Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?
Bei mir darf es gerne ein klassisches Frühstück
sein mit einer Semmel, Butter, Schinken.
Ich esse meine Semmel mit Genuss,
aber weiß auch, dass mir ein Schwarzbrot
besser täte. Aber ich bemühe mich, manchmal
was Gesundes zu essen. Was auf keinen
Fall fehlen darf, ist Kaffee mit Milch – und
davon reichlich: So zwei bis drei Tassen Kaffee
dürfen es schon sein.
Sie feiern heuer gleich drei Jubiläen: Seit
zehn Jahren gibt es das Dixie- & Swingfestival
Steiermark, 50 Jahre alt ist die Very
Old Stoariegler Dixielandband und im August
werden Sie 70. Wie blicken Sie auf all
das zurück?
Ich will jetzt ja nicht zu geschwollen klingen,
aber ich bin natürlich dankbar, dass ich
mein Leben lang Musik machen konnte – mit
sehr, sehr guten Musikern, die überwiegend
viel besser waren als ich. Was mich besonders
dankbar macht, ist der Applaus nach
einem gelungenen Konzert. Das ist schon
eine Art Celebration, und das bewegt einen
natürlich.
Sie sind ja schon auf mehreren Bühnen
gestanden – welche hat Sie am meisten geprägt
und welche hat am meisten Spaß gemacht?
Die Politbühne, die Journalistenbühne
oder die Musikbühne?
Geprägt hat mich auf alle Fälle die Bühne
bei Gerhard Hirschmann, ich war ja sein
Pressesprecher, und dort durfte ich sehr viel
für mein Leben lernen. Ich sage ja immer
scherzhaft, dass Hirschmann mein „Doktorvater“
ist – ich hab zwar keinen akademischen
Titel, aber wenn es so wäre, wäre
er mein Doktorvater. Ich habe dabei sehr
viel miterleben dürfen, und das hat mich
geprägt, gebildet und weitergebracht. Am
meisten Spaß hat letztlich die musikalische
Bühne gemacht mit den diversen Konzerten.
Kaffee darf bei
Johannes Hödl
in der Früh auf
keinen Fall fehlen.
BEREITGESTELLT
Die musikalische Bühne war zwar manchmal
mühselig und schweißtreibend, aber das
ist einfach mein Leben.
Gibt es einen Auftritt, den Sie niemals vergessen
werden?
Das waren die zwei Auftritte beim Jazz-Sommer
in Graz. Das war für mich das Allergrößte,
damals noch mit der Gruppe Obsession.
Zwei Sommer lang waren wir da zu Gast, und
wir haben gemeinsam mit Weltstars gespielt,
das war einfach ein richtig tolles Gefühl.
Sie haben angekündigt, etwas leiser treten
zu wollen. Was bedeutet „etwas leiser“ für
Johannes Hödl?
Na ja, ich fürchte, gar nichts. Wer mich kennt,
weiß, dass meine schweren Schritte nie ganz
leise werden. Aber ich hab schon vor, mich
mehr auf mein Team zu stützen und manche
Arbeiten abzugeben.
Gibt es einen Traum oder ein musikalisches
Projekt, das Sie sich trotz der vielen
Erfolge noch erfüllen möchten?
Tatsächlich gibt es noch einen Traum: Ich
möchte meinen achtzigsten Geburtstag bei
einem öffentlichen Frühstück, einem Jazz-
Brunch, mit den Grazern feiern.
Gibt es ein Instrument, das Sie gerne noch
lernen möchten?
Ich musste ja während meines Studiums
Klavier studieren, ich habe das so sehr gehasst.
Aber tatsächlich würde ich jetzt gerne
Klavier spielen können, das möchte ich noch
lernen. VICTORIA WEITENTHALER
Johannes Hödl wurde 1956 in Graz geboren und
absolvierte sein Musikstudium an der Hochschule
für Musik und darstellende Kunst Graz. Er ist Gründer
und Leiter mehrerer Jazzformationen, darunter
die „Very Old Stoariegler Dixielandband“, und Verfasser
zahlreicher Zeitungs- und Musikbeiträge sowie
Künstlerporträts.
graz
4 graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Ich habe zu diesem Haus gesagt,
ich komme irgendwann mal wieder.
Ob mit 60 oder jetzt mit 41.“
Marlene Hahn übernimmt ab der Saison 2028/29
4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
die Intendanz der Oper Graz.
J. FUCHS
Alles neu: Grazer Bezirke
WAHL. Anders als noch vor fünf Jahren haben sich die KPÖ und die ÖVP darauf geeinigt, die
stimmenstärksten Kandidaten in den Bezirken zum Bezirksvorsteher zu wählen. Kurios: In Gösting
kann die KPÖ ihre drei Mandate nicht besetzen, da sich nur zwei Personen zur Wahl gestellt haben.
In neun Bezirken hatte die KPÖ
die Nase vorne, in acht Bezirken
die ÖVP. Beide haben sich
darauf verständigt, den jeweils
stimmenstärksten Kandidaten zu
wählen. Damit setzt man einen
Schlussstrich unter die koalitionären
Spielchen, mit denen man 2021
die Wahlsieger ausbootete. „Dieses
Experiment ist klar gescheitert“,
meinen KPÖ-Büroleiter Hanno
Wisiak und ÖVP-Geschäftsführer
Markus Huber. Völlig kurios geht
es in Gösting zu: Dort kann die KPÖ
aufgrund von Personalmangel ihre
drei Sitze nicht besetzen.
I. Innere Stadt
KPÖ 3 • ÖVP 2 • Grüne 2
In der Inneren Stadt machte
die KPÖ mit 37,2 Prozent (+5,9
Prozent im Vergleich zu 2021)
das Rennen, vor der ÖVP mit
25,7 Prozent (+3,2 Prozent). Die
Mandatsstärke bleibt unverändert,
KPÖ-Bezirksvorsteher
Alfred Strutzenberger geht
in Pension, für ihn wird Imela
Kühnelt übernehmen.
II. St. Leonhard
KPÖ 4 • Grüne 3 • ÖVP 3
Auch in St. Leonhard gingen
die meisten Stimmen an die
KPÖ (34,3 Prozent), den zweiten
Platz machten wie schon
bei der letzten Wahl die Grünen
(25,9 Prozent) vor der ÖVP
(22,3 Prozent). Damit ist klar:
Andreas Nitsche (KPÖ) wird
weiter im Amt als Bezirksvorsteher
bleiben.
III. Geidorf
KPÖ 6 • ÖVP 4 • Grüne 4
FPÖ 1 • Neos 1
In Geidorf bleibt BV Hanno
Wisiak (KPÖ, 32,8 Prozent) im
Amt, dahinter hat sich aber
etwas getan: Die ÖVP (24,8
Prozent) hat die Grünen (23,6
Prozent) überholt. Damit wird
Christine Simmerstatter (ÖVP)
1. Bezirksvorsteher-Stellvertreterin,
erste Gespräche haben
bereits stattgefunden.
IV. Lend
V. Gries
VI. Jakomini
VII. Liebenau
KPÖ 9 • Grüne 4 • ÖVP 3
FPÖ 2 • SPÖ 1
Im Bezirk Lend sind die Stärkenverhältnisse
klar: Die KPÖ
gewann mit 39,4 Prozent und
einem Plus von 6,6 Prozent
vor den Grünen (19 Prozent),
die damit die ÖVP (16,0%)
überholen konnten. Damit
bleibt Christian Carli (KPÖ) im
Amt, Anna Drusko (Grüne) wird
1. Stellvertreterin.
KPÖ 10 • Grüne 3 • FPÖ 3
ÖVP 2 • SPÖ 1
In Gries herrschen ganz klare
Verhältnisse. Die KPÖ hat mit
46,8 Prozent der Stimmen
zehn Mandate und damit die
absolute Mehrheit erreicht.
Der Apotheker Michael
Eigner-Rothe wird das Amt des
Bezirksvorstehers übernehmen.
Marina Grujic (Grüne) wird 1.
Stellvertreterin.
KPÖ 8 • Grüne 4 • ÖVP 3
FPÖ 2 • SPÖ 1 • Neos 1
Im Bezirk Jakomini machte die
KPÖ mit 41,3 Prozent der Stimmen
das Rennen. Mit Lukas
Hartleb ist ein neuer Mann am
Ruder. Gespräche mit den anderen
Fraktionen gab es noch
keine, da sich Hartleb noch im
Urlaub befindet. 1. Stellvertreter
wird wohl Valentin Gritsch von
den Grünen werden.
ÖVP 3 • KPÖ 3 • FPÖ 2
Grüne 1 • SPÖ 1
In Liebenau konnte die ÖVP
ihren Spitzenplatz mit 31,1 Prozent
der Stimmen verteidigen.
Langzeit-Bezirksvorsteher Karl
Christian Kvas wird seine Ära
damit verlängern. Auf Platz
zwei landete die KPÖ (24,9
Prozent) mit Kerstin Kapp
(KPÖ). Gespräche werden
demnächst geführt.
VIII. St. Peter
IX. Waltendorf
X. Ries
XI. Mariatrost
ÖVP 4 • KPÖ 3 • Grüne 3
FPÖ 1
Die ÖVP erhielt auch in
St. Peter die meisten Stimmen
(34,4 Prozent). Da Spitzenkandidat
Georg Schröck über
die Vorzugsstimmen in den
Gemeinderat einzieht, wird
Erich Kickenweitz (ÖVP) Bezirksvorsteher.
Mario Rossmann
(KPÖ) wird 1. Bezirksvorsteher-
Stellvertreter.
ÖVP 4 • KPÖ 2 • Grüne 2
Die Waltendorfer scheinen mit
ihrem Bezirksvorsteher Peter
Mayr (ÖVP) vollauf zufrieden
zu sein: Mit 36,1 Prozent der
Stimmen gewann er vor der
KPÖ (21,2 Prozent), die die Grünen
(20,7 Prozent) überholten.
Damit wird Lisbeth Zeiler
(KPÖ) 1. Bezirksvorsteher-
Stellvertreterin.
ÖVP 3 • KPÖ 2 • Grüne 2
In Ries hat sich Josef Schuster
(ÖVP) abermals durchgesetzt
(35,8 Prozent). Ein Treffen
mit Cathrin Mariacher (KPÖ,
21,3 Prozent), die die Grünen
überholt hat, fand bereits
statt. Dabei wurde fixiert, dass
Schuster Bezirksvorsteher
bleibt, Mariacher wird die 1.
Stellvertreterin.
ÖVP 3 • Grüne 2 • KPÖ 2
Nach dem Wirrwarr der letzten
Jahre mit vier (!) verschiedenen
BVs wurde Erwin Wurzinger
(ÖVP) mit 39,6 Prozent der
Stimmen gewählt. Allerdings
wechselt er in den Gemeinderat,
sein Nachfolger und damit
Bezirksvorsteher wird Meinhardt
Schweditsch. Gespräche
folgen in den nächsten Tagen.
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz 5
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TOP
Univ.-Klinik für Radiologie eröffnet
Der ersten Bauteil der Univ.-Klinik für
Radiologie wurde eröffnet. Das Zentrum
ist eines der modernsten Österreichs.
Getränkepreise über Inflation
Laut der AK-Marktforschung sind die
Getränkepreise in Graz stärker als die
allgemeine Inflationsrate gestiegen.
FLOP
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LKH-UNIV. KLINIKUM GRAZ / L. SCHAFFELHOFER, GETTY
im Fokus
XII. Andritz
XIII. Gösting
ÖVP 5 • KPÖ 3 • Grüne 3
FPÖ 1 • SPÖ 1
In Andritz wurde die stimmenstärkste
ÖVP vor fünf Jahren
noch koalitionär ausgebootet,
diesmal wird Wahlsieger
Christian Jelesic das Amt des
Bezirksvorstehers aber antreten
dürfen. Mit 33,6 Prozent der
Stimmen liegt er vor der KPÖ
(21,4 Prozent) und den Grünen
mit 20,6 Prozent.
KPÖ 3 • ÖVP 2 • Grüne 1
FPÖ 1
Äußerst kurios geht es in Gösting
zu. Die KPÖ, die den Bezirk
von der ÖVP „erobern“ konnte,
hat zwar drei Mandate erhalten,
aber nur zwei Leute zur Wahl
aufgestellt. Deshalb bleibt ein
Sitz im Bezirksrat in den nächsten
fünf Jahren einfach leer.
Den Bezirksvorsteher macht
Lukas Mayer (KPÖ).
Graz ist zweigeteilt:
In neun
Bezirken gewann
die KPÖ
(rot markiert),
in acht Bezirken die
ÖVP.
XIV. Eggenberg
XV. Wetzelsdorf
XVI. Straßgang
XVII. Puntigam
KPÖ 5 • ÖVP 3 • Grüne 3
FPÖ 2 • SPÖ 1
In Eggenberg bleibt Karin Gruber
(KPÖ) als Bezirksvorsteherin
im Amt. Die Kommunisten
erreichten 33,8 Prozent der
Stimmen, die ÖVP kam mit
20,9 Prozent auf den zweiten
Platz vor den Grünen (17,2
Prozent). Robert Hagenhofer
(ÖVP) wird damit 1. Bezirksvorsteher-Stellvertreter.
KPÖ 4 • ÖVP 3 • FPÖ 2
Grüne 1 • SPÖ 1
In Wetzelsdorf flogen in den
letzten Jahren die Fetzen. Dies
soll der neue Bezirksvorsteher
Stephan Kraus (KPÖ) abstellen.
Er wird das Gespräch mit allen
Fraktionen suchen, der Zweitplatzierte
Peter Sauermoser
(ÖVP) hat seine Unterstützung
bereits zugesagt und wird BV-
Stellvertreter.
ÖVP 4 • KPÖ 3 • FPÖ 3
Grüne 1 • SPÖ 1
Ein knappes Rennen gab es in
Straßgang: Am Ende konnte
sich Walter Wurm (ÖVP) mit
26,9 Prozent gegen Ruth
Masser (KPÖ) mit 26,3 Prozent
durchsetzen. Dennoch ist alles
klar, seitens der KPÖ wurde
bereits mitgeteilt, dass man
Wurm zum Bezirksvorsteher
wählen wird.
ÖVP 2 • KPÖ 2 • FPÖ 2
Grüne 1
In Puntigam kam es zu einem
Dreikampf von ÖVP, KPÖ und
der FPÖ. Der alte und neue
Bezirksvorsteher Helmuth
Scheuch (ÖVP) setzte sich
schließlich mit 26,9 Prozent
durch. Amir Ballaj (KPÖ) kam
mit 25,7 Prozent auf den zweiten
Platz, vor Christian Feldhofer
(FPÖ) mit 24,5 Prozent.
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6 graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
K O M M E N T A R
von
Linda
Steurer
✏ linda.steurer@grazer.at
Was Toiletten
alles über uns
aussagen
D
ie WC-Debatte in Graz
lässt nicht nach (siehe
Seiten 10/11). Mal sind
die öffentlichen Toiletten stark
verschmutzt, mal beschädigt
oder sogar temporär gesperrt,
weil sie nicht mehr benutzbar
sind. Die Diskussion dreht
sich längst nicht mehr nur um
öffentliche WCs. Sie wirft
vielmehr die Frage auf, wie wir
mit unserem öffentlichen
Raum und damit auch mit den
Menschen, die ihn Tag für Tag
sauber halten, umgehen.
Bezahlschranken und
Code-Systeme wie am
Lendplatz mögen Maßnahmen
sein, doch lösen sie das
eigentliche Problem nicht
nachhaltig: den fehlenden
Respekt gegenüber öffentlicher
Infrastruktur und den
Menschen, die diese instand
halten. Dabei beginnt Respekt
schon bei kleinen Dingen, wie
dem Kassabon, der es in den
Mistkübel schafft, statt auf
dem Gehsteig zu landen, oder
jedem Kaugummi, der nicht
auf Bus- oder Bimsitzen
kleben bleibt. Eine Stadt wird
nie makellos sein, und
Sauberkeit ist auch nicht die
alleinige Aufgabe der Stadt
oder der Menschen, die
tagtäglich dafür im Einsatz
sind. Sie ist eine gemeinsame
Verantwortung. Wer öffentliche
Infrastruktur beschädigt
oder die Umwelt verschmutzt,
schadet nicht nur der Stadt,
sondern allen Menschen, die
diesen öffentlichen Lebensraum
täglich nutzen.
Einspruch gegen Energiewerk
„Die Zeit drängt“
ARG. Das Energiewerk soll 23.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Ein
einziger Einspruch bringt Sand ins Getriebe, Experten bitten um Einsicht.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Das Energiewerk Graz
in der Sturzgasse soll
23.000 Haushalte mit
Wärme und 15.000 Haushalte
mit Strom versorgen, indem
jährlich 100.000 Tonnen nicht
recyclefähiger Rest- und Sperrmüll
verbrannt werden. Das
250-Millionen-Euro-Projekt hat
vor wenigen Wochen einen positiven
UVP-Bescheid erhalten,
Bürgermeisterin Elke Kahr hat
das Energiewerk zur Koalitionsbedingung
gemacht.
Verzögerung
Trotzdem gibt es Probleme: Die
GAW Group Pildner-Steinburg
Holding brachte eine Beschwerde
gegen den Bescheid ein. Jochen
Pildner-Steinburg hatte
kritisiert, die Mengenangaben
zum An- und Abtransport der
Müllmengen seien im UVP-Antrag
seitens der Holding nicht
korrekt angeführt gewesen. Statt
knapp 9000 Lkw-Fahrten weniger
würde das Energiewerk laut
einem Gutachten Pildner-Steinburgs
in Wahrheit einen Zuwachs
von 10.000 Fahrten mehr mit sich
bringen. Der Müll kommt dabei
aus Graz-Umgebung, Leibnitz,
Deutschlandsberg und sogar
Bruck-Mürzzuschlag.
„Das müssen wir massiv zurückweisen“,
meint Holding-Vorständin
Alice Loidl. „Wir haben
keine Falschinformationen in
einem UVP-Verfahren angegeben.
So ein Vorwurf ist nicht zu
akzeptieren. Tatsächlich haben
200 Experten über Jahre an diesem
Projekt gearbeitet. Es wurden
48 verschiedene Varianten
geprüft, die UVP umfasst 2500
Seiten. Man kann über alles diskutieren,
aber nicht über wissenschaftliche
Fakten.“ Tatsächlich
Holding-
Vorständin
Alice Loidl
kämpft
für das
Energiewerk
Graz.
„Jede
Verzögerung
kostet den
Steuerzahler
viel
Geld.“
HOLDING GRAZ
würde man 9000 Lkw-Fahrten
jährlich einsparen, da die Lieferungen
schon jetzt aus dem Umland
nach Graz gebracht würden.
„Das wurde in dem Gutachten
wohl übersehen“, meint Projektleiter
Michael Hierzenberger.
„Die Zeit drängt. In 20 Jahren
wird man nicht mehr fragen, ob
wir ein Energiewerk gebaut haben,
sondern ob wir uns rechtzeitig
dafür entschieden haben.“
Und dies steht mit dem Einspruch
nun auf der Kippe. Denn
bis dieser aufgearbeitet wurde,
können viele Monate vergehen.
„Wir haben Herrn Pildner-
Steinburg schon mehrmals zum
Gespräch eingeladen, aber nicht
einmal eine Antwort erhalten“,
ärgert sich Hierzenberger. „Wir
können nur dringend bitten, hier
zur Einsicht zu kommen, denn
mit jedem Tag Verzögerung wird
es für die Stadt und die Steuerzahler
teurer und teurer.“
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.
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Druck Carinthia, UW-NR. 1417
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EU Ecolabel: Bitte
sammeln Sie Altpapier
für das Recycling
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz 7
Grazer kritisieren:
Zu hohe Öffi-Preise
TARIFE. Mit 1. Juli wurden die Ticketpreise für die öffentlichen Verkehrsmittel
in der Steiermark erhöht. Für viele Grazer sind die Öffis damit zu teuer.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Seit 1. Juli müssen Fahrgäste
in der Steiermark für Bus,
Bim und S-Bahn erneut tiefer
in die Tasche greifen – eine
Preiserhöhung, die vielen sauer
aufstößt. Deshalb wollten wir
bei unserer Frage der Woche
wissen, ob den Grazern die Öffi-Tickets
mittlerweile zu teuer
sind. Das Ergebnis ist eindeutig:
89 Prozent der Teilnehmer
finden, dass die Ticketpreise zu
hoch sind.
Maßnahmen
„Die Tarife im Verkehrsverbund
Steiermark werden gemeinsam
mit den Verkehrsunternehmen
sowie den zuständigen Bestellern
des öffentlichen Verkehrs
– dem Land Steiermark und der
Stadt Graz – abgestimmt und
einstimmig beschlossen. Bereits
mit der Einführung des Klimatickets
Steiermark konnten Kosten
für sehr viele Pendler gesenkt
werden, außerdem bieten die
Stadt Graz und weitere Gemeinden
auch Förderungen für das
Ticket an“, heißt es seitens Verkehrsverbund
Steiermark. Über
die Tarife im Verkehrsverbund
Steiermark entscheidet nicht ein
einzelnes Verkehrsunternehmen.
Tarif änderungen werden
von Verkehrsunternehmen und
Gebietskörperschaften gemeinsam
einstimmig beschlossen.
Die Holding Graz ist in diesem
Gremium vertreten und bringt
sich in die Beratungen ein.
Die Stundenkarte
für eine
Zone kostet
nun 3,30 Euro
statt bisher
3,20 Euro.
Auch die
Tageskarte
wurde teurer
und liegt
künftig bei
7,20 Euro. LUEF
Die Gründe für die Preissteigerungen
der vergangenen Jahre
sind hauptsächlich auf die allgemeine
Kostenentwicklung im öffentlichen
Verkehr zurückzuführen
– dazu zählen unter anderem
gestiegene Energie- und Treibstoffkosten
oder Personalkosten.
Ziel sei es, trotz der Entwicklungen
ein leistbares Angebot im
öffentlichen Verkehr sicherzustellen.
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Sind die Öffi-Preise zu teuer?
11 %
Nein
89 %
Ja
1253 Teilnehmer, nicht repräsentativ,
Stand: Freitag, 10. Juli, 12 Uhr, Foto: Luef
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
An 25 Stationen konnten die Kinder
neue Sportarten entdecken. H. TAUDERER
Eine Bühne für
Bewegung
■ Das Uniqa Trendsportfestival
in Kooperation mit der
Sportunion verwandelte Graz
in eine bunte Bühne für Bewegung,
Gemeinschaft und
sportliche Vielfalt. Rund 560
Kinder und Jugendliche sowie
zehn Athleten von Special
Olympics nutzten die Gelegenheit,
zahlreiche neue Sportarten
kennenzulernen und selbst
auszuprobieren. An insgesamt
25 Stationen konnten die Teilnehmer
in unterschiedlichste
Sportwelten eintauchen.
Kurt Hohensinner und Elke Kahr
kündigen weitere Gespräche an. KK
KPÖ und ÖVP
verhandeln
■ Am Freitag verhandelten
die KPÖ und die ÖVP über
eine mögliche Koalition. „Wir
hatten eine angenehme Gesprächsatmosphäre
und sind
bereit, mit der KPÖ weiterzuverhandeln“,
berichtet ÖVP-
Chef Kurt Hohensinner. Diese
Gesprächsrunden sollen in der
kommenden Woche stattfinden.
Parallel dazu gibt es ja
bekanntlich auch Gespräche
der KPÖ mit den Grünen. Am
28. August findet die konstituierende
Sitzung statt.
8 graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Gastro
Börse
www.grazer.at
15 verschiedene Gulaschsorten
Guido Strohecker
(oben) schwingt
statt Didi Dorner
den Kochlöffel
im Standl am
Jakominiplatz.
Statt Würstel gibt’s
Gulasch. KK (2), KANIZAJ
VIP-Architekt übernimmt
Stand von Haubenkoch
ÜBERRASCHUNG. Guido Strohecker übernimmt das Standl von Didi Dorner am Jakominiplatz und
kocht dort Edelgulasch. Außerdem ist die Hutmanufaktur Kepka zurück in der Grazer Innenstadt.
Damit hat wohl niemand
gerechnet: Promi-Architekt
Guido Strohecker
geht unter die Gastronomen und
übernimmt den Stand von Haubenkoch
Didi Dorner am Jakominiplatz!
Dabei ist das eigentlich
gar nicht so weit hergeholt und
für Freunde und Bekannte alles
andere als überraschend. Denn
privat schwingt der Planer leidenschaftlich
gerne den Kochlöffel.
„Wir haben einfach eins und eins
zusammengezählt. So eine Chance
direkt vor der Haustür kann
man sich nicht entgehen lassen“,
erzählt Strohecker, der mit seinem
Architekturbüro ebenfalls
am Jakominiplatz beheimatet ist.
„Kochen tu ich schon mein Leben
lang gern. Und in der Architektur
gibt’s immer weniger Spaß zu machen.“
„Gulaschérie“ wird das Lokal
heißen – Untertitel: mit
GAUMENgut&seelenKlang. Und
der Name ist Programm. Zehn
bis 15 verschiedene Edelgulasch-
Sorten im Glas möchte Strohecker
zusammen mit verschiedenen
prominenten Partnern und Lieferanten
anbieten. „Bei den unterschiedlichen
Gulaschsorten wird
es auch für Gulasche ganz neue
Geschmackserlebnisse geben“,
macht Strohecker Gusto. „Auch
für Vegetarier gibt’s entsprechende
Auswahl an Seitlingsgulasch,
Backed Beans und mehr. Ergänzt
wird dies durch ausschließlich
saisonale Gulascharten wie etwa
Gamsgulasch. Und da es nicht
nur in Österreich traditionelles
Gulasch gibt, wird’s auch kulinarische
Reisen nach Griechenland,
Italien, Frankreich und Spanien
geben. Ergänzt mit Nussbutternockerln,
der echten handgemachten
reschen Kaisersemmel und
original steirischem Bier.“
Zurzeit wird die Umbauphase
eingeleitet. Nächste Woche startet
der erste Kochtestdurchgang. Zubereitet
werden die Speisen dann
nach originalen Strohecker-Rezepten
in einer Großküche – denn
Gulasch schmeckt aufgewärmt
bekanntlich am besten. Im Herbst
soll die Eröffnung stattfinden.
Graz gut behütet
Und ein Comeback steht in der
Grazer Innenstadt ebenfalls bevor:
Die Hutmanufaktur Kepka,
die 2022 nach 112 Jahren aus
der Wickenburggasse ausgezogen
und nach Deutschfeistritz
gesiedelt ist, kehrt zurück. „Wir
möchten, dass unsere regional
hergestellten Modehüte und
Trachtenhüte wieder in Graz vertreten
sind, und so kam es zu einer
Kooperation mit Gössl in der
Schmiedgasse“, verrät Inhaberin
Karin Krahl-Wichmann. Geplant
ist eine eigene Kollektion
ausschließlich dort und über den
Gössl-Onlineshop. Der genaue
Zeitpunkt ist noch nicht bekannt
– jedenfalls noch im Juli soll es
aber so weit sein.
Mehr Neueröffnungen
Einen neuen Nahversorger gibt es
ab dem 16. Juli in Raaba-Grambach.
Ins Erdgeschoss des dort
neu errichteten Bürogebäudes
zieht eine Spar-Filiale ein. „Spar
steht für modernes und komfortables
Einkaufen. Mit dem neuen
Standort in Raaba-Grambach
verbinden wir Nahversorgung
und moderne Arbeitswelten unter
einem Dach. Das schafft kurze
Wege, stärkt die Infrastruktur
eines bedeutenden Wirtschaftsstandorts
und ist beispielgebend
für unseren verantwortungsvollen
Umgang mit Grund und Boden“,
so Christoph Holzer, Geschäftsführer
Spar Steiermark
und Südburgenland. Passend
zum Standort bietet man ein umfangreiches
Jausen- und Food-togo-Angebot.
Spielerisch wird es im Shopping
Nord. Mit InKids eröffnete
im Bürogebäude „Black Box“ eine
neue Location für Kindergeburtstage,
Familienfeiern und professionelle
Kinderanimation.
Mitten in der Grazer Innenstadt
hat diese Woche am Dienstag,
7. Juli, ein neuer Wohlfühl-Spot
aufgesperrt. Am Karmeliterplatz 8
hat mit dem Soul Coffee ein Ort
zum Innehalten und Begegnen eröffnet.
Es gibt eigens ausgewählte
Kaffeebohnen, zeremoniellen Kakao
und hausgemachte Kuchen
und Cookies. Direkt nebenan gibt
es einen Raum, in dem in Zukunft
Workshops etwa für Yoga angeboten
werden. VENA, NSA, VW
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz 9
Grazer Urwald
Der ehemalige KinderWald soll nun zum sogenannten Urwald werden. DERGRAZER
NATUR. Aus dem KinderWald
im Buchkogel-
Wald soll jetzt ein
Urwald entstehen.
Bis vor kurzem befand sich
der KinderWald im Buchkogel-Wald
zwischen dem
Bildungshaus Schloss St. Martin
und der LFS Grottenhof in Graz-
Straßgang. Nun musste er weichen,
da genau dort ein „Urwald“
entstehen sollte.
Natur pur
„Wir beabsichtigen, eine Waldfläche
außer Nutzung zu stellen
– das bedeutet, dass es keine
menschlichen Eingriffe mehr
gibt“, erklärt Hannes Saueregger,
Direktor der Landwirtschaftlichen
Fachschule Grottenhof.
Über Jahrzehnte beziehungsweise
Jahrhunderte soll sich der
Wald so zu einem Urwald entwickeln.
Das bedeutet auch, dass
umgestürzte Bäume oder andere
Schäden nicht entfernt werden.
Mit dem Projekt möchte die
Landwirtschaftsschule verschiedene
Waldnutzungsarten vorstellen.
Dazu zählen der Wirtschaftswald,
der Erholungswald
und der Naturwald, der sich
ohne menschliche Eingriffe entwickeln
kann. „Diese Art von
Wald kennt man in Österreich
kaum. Österreichweit gibt es nur
ein anerkanntes Wildnisgebiet in
Dürrenstein. Wir haben in unserem
Teil des Waldes, der nicht
mehr so jung ist, Baumarten, die
als zukunfts- und klimafit gelten“,
so Saueregger.
Derzeit befindet sich noch alles
in der Planungsphase. Es wird
nichts verändert – der Wald wird
künftig einfach nicht mehr bewirtschaftet.
Spaziergänger können
ihn weiterhin nutzen. Im
Herbst findet ein Termin mit dem
Bundesforschungszentrum für
Wald statt, bei dem die weiteren
Schritte festgelegt werden. VW
Mehr Schutz für Fußgänger
VERKEHRSSICHERHEIT. Premstätten errichtet vier neue Schutzwege für mehr Sicherheit im Alltag.
Zwei Übergänge sind bereits fertig, die weiteren Übergänge befinden sich noch in Umsetzung.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
In Premstätten wird das Zu-
Fuß-Gehen sicherer. Die
Marktgemeinde setzt derzeit
vier neue Schutzwege um, damit
soll die Verkehrssicherheit
im Ortsgebiet nachhaltig erhöht
werden. Zwei der vier Schutzwege
– zwischen der Bäckerei Sorger
und dem Billa-Markt sowie in
der Roseggerstraße – sind bereits
fertiggestellt. Die beiden weiteren
Schutzwege beim Kreisverkehr
bei der Apotheke und an
der Kreuzung Otterwirtweg werden
derzeit realisiert.
Mehr Sicherheit
Besonders der Zebrastreifen
beim Billa-Markt war ein hartes
Stück Arbeit für die Gemeindeführung,
denn die Landesstra-
ßenverwaltung hat die frühere
Querungsmöglichkeit nach einer
Prüfung nicht mehr genehmigt.
Nach intensiven Erhebungen,
neuen Gutachten und Behördenabstimmungen
konnte die
Gemeinde den wichtigen Übergang
an dieser stark frequentierten
Stelle nun aber erfolgreich
zurückholen.
„Jede und jeder soll sich in
Premstätten sicher zu Fuß bewegen
können – egal ob auf
dem Schulweg, beim Einkaufen
oder auf dem Weg zur Arbeit“,
betont Bürgermeister Matthias
Pokorn. „Mit den neuen Schutzwegen
schaffen wir an wichtigen
Punkten im Ortsgebiet sichere
Querungsmöglichkeiten und
erhöhen die Verkehrssicherheit
nachhaltig.“ Besonderer Wert
wurde zudem auf eine moderne
Beleuchtung gelegt.
Bürgermeister Matthias Pokorn am neuen Schutzweg beim Billa-Markt. Die
Marktgemeinde setzte sich stark für dessen Wiedererrichtung ein. MG PREMSTÄTTEN
10 graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Lendplatz
Zugang zu WCs nur
NEU. Nun braucht
man am Lendplatz
einen Zugangscode,
um die WC-Anlage zu
benutzen. Dies soll die
Situation entschärfen.
Von Linda Steurer & Verena Leitold
redaktion@grazer.at
Wer im Marktgebiet am Grazer Lendplatz auf die Toilette gehen möchte,
muss ab sofort einen Code eingeben. Dieser wird regelmäßig geändert.
KK
Verdreckt, beschädigt, zu
voll: Die öffentlichen WCs
in Graz sorgen immer wieder
für Diskussionen. Besonders
die Toilettenanlage am Lendplatz
steht immer wieder in der
Kritik. Sowohl Marktbesucher als
auch Standler und Gastronomen
klagen über Verschmutzungen
und Beschädigungen der Anlagen.
Seit längerem stehen Maßnahmen
zur Verbesserung der
Situation im Raum – nun werden
erste Schritte gesetzt.
Noch Ferienpate werden
DANKE. Noch bis 26. Juli Ferienpate werden und mit Patenschaften in Höhe
von 75 Euro Kindern einen schönen Ferienaufenthalt ermöglichen.
In finanziell herausfordernden
Zeiten kann es für Eltern
schwierig sein, ihren Kindern
einen Ferienaufenthalt zu finanzieren.
Seit vielen Jahren sucht
„der Grazer“ daher gemeinsam
mit den Partnerorganisationen
Kinderland Steiermark und Kinderfreunde
Steiermark Ferienpaten,
die Kindern mit Patenschaften
in Höhe von je 75 Euro
eine schöne Auszeit im Sommer
ermöglichen – entweder als finanzielle
Beteiligung oder als
vollständige Übernahme der
Kosten. Unsere Leser haben bereits
fleißig gespendet und rund
18.000 Euro eingezahlt.
Ein besonderer Dank gilt unter
anderen Christof Faist für sechs
Patenschaften und Andrea Knaller,
Birgit Kremers, Michaela
Pilc, Monika Ertler, Reinhard
Penz und Klaus Rundhammer
für je zwei Patenschaften.
Patenschaft
Bis 26. Juli ist noch Zeit, eine Ferienpatenschaft
zu übernehmen
und Kindern einen schönen Sommer
im Feriencamp am Wörthersee
oder Turnersee zu bescheren.
Einzahlungen: Eine Patenschaft
kostet 75 Euro. Mehrere Patenschaften
sind herzlich willkommen.
Bank: RLB Steiermark
IBAN: AT71 3800 0000 0002 8266
BIC: RZSTAT2G
Kontoinhaber: Media21 GmbH
Mit einer Ferienpatenschaft kann Kindern im Sommer ein Aufenthalt in
einem Feriencamp am Wörthersee oder am Turnersee geboten werden. GETTY
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz 11
mit Code
Seit dieser Woche ist beim
Markt-WC am Lendplatz ein
Code-System in Betrieb. Der
Zugangscode wird mehrmals
täglich geändert und kann bei
den Gastronomiebetrieben und
Standlern erfragt werden. Auch
bei der Toilettenanlage bei der
Verkehrsinsel am Lendplatz gibt
es Neuerungen: Dort wird derzeit
eine Bezahlschranke eingebaut.
Nach Angaben des Büros von Beteiligungsstadtrat
Manfred Eber
sollen die Arbeiten bis Mitte
nächster Woche abgeschlossen
sein. „Uns ist wichtig, dass alle
Menschen in Graz öffentliche
WCs problemlos nutzen können
und dass unsere Mitarbeitenden
im Reinigungsdienst ihren Job sicher
ausführen können“, heißt es
von Stadtrat Manfred Eber.
Videoüberwachung
Ob die neuen Maßnahmen die
Situation nachhaltig verbessern,
wird sich mit der Zeit zeigen. Die
GBG verwaltet und pflegt die öffentlichen
WC-Anlagen der Stadt.
Nicht nur Verschmutzungen beschäftigen
die Mitarbeitenden
der GmbH. „Die öffentlichen Toiletten
der Stadt werden regelmäßig
von Vandalen verunstaltet“,
ärgert sich GBG-Geschäftsführer
Günter Hirner. Betroffen ist
nicht nur die Anlage am Lendplatz,
sondern auch jene im
Volksgarten (wir haben berichtet)
und an anderen Orten. Er bestätigt
auch, dass die WCs oft von
Menschen mit Suchterkrankungen
benutzt werden. Oft werden
sogar die Spülplatten entwendet.
„Die eignen sich offenbar gut
zum Anwärmen von Suchtmitteln“,
erklärt Hirner. Als weitere
Maßnahme werden derzeit Vorbereitungen
zur Videoüberwachung
der WC-Anlage im Volksgarten
getroffen. Laut dem Büro
von Stadtrat Eber geht man davon
aus, die Umsetzung schnellstmöglich
realisieren zu können.
12 graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Keinen guten Tag ...
... hatte der Buslenker der Linie
40 am Mittwoch, dem 8. Juli, um
etwa 10.30 bis 11.30 Uhr.
Wochenlang habe ich mich bereits
auf die Österreich-Radrundfahrt
gefreut und wollte die Fahrer im
Bereich Griesplatz anfeuern. Doch
kurz vor besagter Stelle machte der
österreichische Chauffeur die Türen
des Busses einfach nicht auf ...
(logischerweise wurde der Bereich
um den Griesplatz ca. 20 Minuten
zuvor bereits abgesperrt). Trotz
meiner höflichst vorgetragenen
Bitte blieb er stur und die Türen für
etwa 30 Minuten verschlossen. Ein
Knopfdruck hätte genügt ...
Auch zahlreiche weitere Fahrgäste
mussten aufgrund der Sturheit
dieses Herrn Geschäfts- und Arzttermine
verschieben bzw. absagen.
Erst nachdem er bemerkte, dass
vor und hinter ihm Fahrgäste aus
anderen Bussen bereits „in Freiheit“
gelassen wurden, „erbarmte“
er sich und öffnete die Türen. Nicht
so streng ging er etwa eine Stunde
zuvor mit einem Araber um,
der keinen Fahrschein hatte und
lautstark die bedauernswerten
Kontrollore verbal attackierte. Als
der feine Herr „Mach die Tür auf!“
rief, folgte ihm der Chauffeur umgehend
... was zur Folge hatte, dass
dieser (sportlich durchtrainierte)
Mann erfolgreich flüchten konnte.
Hugo Hebenstreit
Parkplätze
Es bleibt unerwähnt, dass Graz für
alle Bürger da ist. Mit dem Streichen
von Parkplätzen und Reservierungen
für Anrainer wird ein
Besuch für auswärtige Bewohner
wohl unmöglich werden. Wie im
Mittelalter, als nur eine besondere
Schicht in die Stadt durfte. Die
Landbevölkerung könnte das umgekehrt
auch machen. Ist das eine
Regierung für ALLE ?
Josef Loidl
* * *
Fahrplanausdünnung
Der neue, ab 12. Juli geltende Fahrplan
des Verkehrsverbundes sieht
bei der Postbuslinie 250 von Graz
zum Schöcklkreuz die Streichung
des einzigen an Wochentagen
brauchbaren Kurses mit Abfahrt
8.48 Uhr vor. Ebenso wurde der
in der Ferienzeit geltende Rückfahrkurs
um 17.09 Uhr gestrichen,
auch der Kurs um 14.45 an Schultagen
ab Angerkreuz. Damit wird
die Erreichbarkeit mit Linienbussen
des Ausgangspunktes für eine
einstündige Schöcklwanderung
ab kühlen 1100 Metern Seehöhe
an Wochentagen abgedreht. Dies
trifft vor allem ältere Personen,
die unter der Hitze in der Stadt besonders
leiden. Auf sie wird keine
Rücksicht genommen. Der Verweis
auf Wochenendkurse ist zu wenig,
zumal der Schöckl zu dieser Zeit
überlaufen ist. Generell ist eine Anpassung
der Fahrpläne und Ziele
an den Klimawandel nötig. Das
Bewusstsein der Verkehrsplanung
von Land und Verbund ist dafür
leider noch nicht vorhanden.
Viktor Pölzl
Jetzt App downloaden!
Kommende Woche
im
Koalitionsverhandlungen
■ Die GKB startet in Graz den
Bau hochmoderner Werkstätten
für ihre neuen Elektrozüge. Gelingt
damit der flächendeckende
Strombetrieb bis 2033? Alle Details
erfahren Sie nächste Woche
im Grazer24!
Rüsthaus-Spatenstich
■ Die Verhandlungen über eine
neue Rathauskoalition sind bereits
in vollem Gange. Spannend wird die
Rolle der ÖVP. Wird sie als Partner
mit der KPÖ von Elke Kahr regieren?
Der Grazer24 hält Sie bei allen
Entwicklungen auf dem Laufenden.
GKB-Elektrifizierung
■ Nächste Woche fällt der
Startschuss für das neue Rüsthaus
der Freiwilligen Feuerwehr
Hart bei Graz – ein wichtiger
Schritt für die Sicherheit in
der Gemeinde. Alle Infos zum
Projekt lesen Sie bei uns!
GETTY (3)
Vertrauen in Tonweber
Immobilien seit 2003
Tonweber Immobilien ist seit 2003
erfolgreich im Immobilienbereich
tätig und hat sich auf den direkten
Ankauf von gebrauchten Häusern,
Wohnungen und Grundstücken
spezialisiert.
Im „der Grazer“ vom 14. 6. 2026
hat sich ein Leserbriefschreiber
über eine Verteilaktion eines
Tonweber-Flyers geärgert und das
Aufkleben dieses Flyers kritisiert.
Wir verstehen diese Kritik und
haben das externe Verteilunternehmen,
das diese Verteilung
zu verantworten hatte, damit
konfrontiert und uns bei den betroffenen
Bewohnern ausdrücklich
entschuldigt. Diese Form der
Werbung entspricht selbstverständlich
nicht unserem Kommunikationsstil,
da es uns wichtig ist,
dass wir mit Kunden auf Augenhöhe
und mit aller Wertschätzung
kommunizieren. Wir setzen daher
weder auf übertriebene Werbemaßnahmen
noch auf aggressive
Marketingmethoden, sondern
sprechen interessierte Kunden,
die seit Jahrzehnten auf unsere
Leistungen vertrauen, offen und
transparent an. Dabei ist unser
Handeln von Fairness, Transparenz
und Verantwortung geprägt,
wie uns auch unsere zufriedenen
Kunden seit Jahrzehnten bestätigen.
Tonweber Immobilien
szene
graz
14 www.grazer.at 12. JULI 2026
14
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Grüne Nacht
Wie groß ist bitte diese Sensation
und diese Freude – ich habe mitgefiebert
bis ein Uhr nachts.“
Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier, der der Schweizer Fußballnationalmannschaft
zum Sieg gegen Kolumbien gratuliert. KK
Landeshauptmann a.D. Hermann Schützenhöfer
mit Landesrätin Claudia Holzer
Es grünt so grün
Alle Fotos auf
www.grazer.
Autorin Claudia Rossbacher, Landesrat
Willibald Ehrenhöfer, Landeshauptmann
Mario Kunasek,
Winzerin Stefanie Leitner und
STG-Geschäftsführer Michael
Feiertag (v. l.) STG/SCHERIAU (7)
AUSGELASSEN. Zum
17. Mal lud die STG um
Geschäftsführer Michael
Feiertag zu ihrer legendären
Grünen Nacht ins
Moosbrunnschlössl.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
tung verwöhnt. Mehr als 400 Gäste
waren der Einladung gefolgt:
Landeshauptmann und Tourismusreferent
Mario Kunasek, die
Landesräte Willibald Ehrenhöfer
und Claudia Holzer, der Zweite
Landtagspräsident Werner
Amon, Stadträtin Claudia Unger
und Alt-Landeshauptmann
Hermann Schützenhöfer, die
Kommunikatoren Richard Peer,
Klaus D. Hasl, Mario Lugger,
Gerold Fraidl, Niki Grissmann
und Christian Edelsbrunner,
die Touristiker Doris Salchinger,
Philip Borckenstein-Quirini,
Wolfgang Grimus, Alfred Tieber,
Christian Contola, Markus
Leitner, Sylvia Loidolt, Susanne
Haubenhofer, Isabella Painhapp
und Herbert Germuth, aus
der Gastro Christof Widakovich
Einen Tag vor Schulschluss lud
STG-Geschäftsführer Michael
Feiertag zur traditionellen
Grünen Nacht in den Garten
des Moosbrunnschlössls. Unter
dem Motto „Wofür schlägt dein
Herz“ wurden die Gäste mit ausgezeichneter
Kulinarik und Unterhalund
Herti Grossauer-Widakovich,
Aleander Posch, Eiskönig
Charly Temmel, GenussHauptstadt-Doyenne
Waltraud Hutter,
„motioncooking“-Influencer
Gerhard Dragschitz, SFG-Geschäftsführer
Christoph Ludwig,
Landwirtschaftskammer-Direktor
Werner Brugner, Steirerkrimi-Autorin
Claudia Rossbacher,
vom UMJ Marko Mele und Josef
Schrammel, Doyen Konsul Rudi
Roth, Bergfex Markus Kümmel,
Künstler Tom Lohner, GAK-Kapitän
Daniel Maderner, Michael
Weissensteiner vom Steirischen
Volksliedwerk und Reinhard
Hochegger (Stadt Graz), Michael
Schweighofer (HSG), Spartenobmann
Johann Spreitzhofer und
Markus und Alexandra Lientscher
(Ivents).
Gastronomen-Paar: Herti Grossauer-
Widakovich und Christof Widakovich
Waltraud Hutter und Wolfgang
Grimus genossen den Abend.
Schauspieler Swen Temmel mit Gattin
Vanessa und Papa Eiskönig Charly Temmel
Michael Weissensteiner, Tom Lohner, Susanne
Haubenhofer und Gerhard Dragschitz (v. l.)
Die WK Steiermark war mit Mario Lugger
(l.) und Klaus D. Hasl vertreten.
12. JULI 2026 www.grazer.at
szene graz 15
KK, PERTRAMER
Alexander Posch
GEBURTSTAGSKINDER
Paul Pizzera
Heute feiert der Spitzenkoch seinen
40. Geburtstag. Happy Birthday und
viel Würze im neuen Lebensjahr.
DER WOCHE Der Sänger feiert am 17. Juli seinen
38. Geburtstag. Möge sein neues Lebensjahr
immer im richtigen Takt laufen.
Die Grazer Top 30 unter 30
■ Die Top 30 unter 30 zeigen auch heuer wieder,
wie vielfältig Erfolg in jungen Jahren sein kann. Ausgezeichnet
wurden 30 Unternehmerinnen und Unternehmer
unter 30 für ihre innovativen Ideen und
erfolgreichen Betriebe. Besonders stark vertreten ist
Graz: 15 der 30 Ausgezeichneten kommen aus Graz
oder Graz-Umgebung – darunter Influencerin Lisa-
Marie Schiffner mit ihrem Tech-Start-up LMWY,
Snowboard-Vizeweltmeister und Videograf Arvid
Auner sowie Lisa M., auf Social Media besser bekannt
als „die Hauswerkerin“.
Hannes Reinmayr (l.) und Klaus „Serratus“ Drescher
Erfreuliche Babynews
■ Nachdem die Influencerin
Lisa-Marie Schiffner und ihr
Partner Nico Rauchenwald letztes
Jahr ihr Baby verloren haben,
gaben sie erst kürzlich auf Social
Media ein riesiges Geheimnis
bekannt.
„Unser Regenbogenbaby hat
sich auf den Weg gemacht. Die
ersten Monate haben wir ganz
bewusst nur für uns genutzt, um
Hoffnung, Zuversicht und Vorfreude
Raum zu geben. Umso
mehr freuen wir uns jetzt, diese
KK
wundervolle Nachricht endlich
mit euch zu teilen“, schreibt die
Influencerin auf Social Media.
Seitdem postet Schiffner regelmäßig
Schwangerschafts-Updates
auf Instagram und hält ihre
Community am Laufenden. Die
ersten drei Monate hatten Höhen
und Tiefen, wie sie erzählte, doch
das Schöne überwiege eindeutig.
Mittlerweile ist sie schon in
der 19. Schwangerschaftswoche
und freut sich auf alles, was noch
kommt.
Die Influencerin Lisa-Marie Schiffner und ihr Partner Nico Rauchenwald
freuen sich auf ihren Familienzuwachs.
INSTAGRAM/LISA-MARIA SCHIFFNER
Happy Birthday!
Mario Lugger, Arvid Auner, Josef Herk (v. l.)
FOTO FISCHER
Wenn Fußball das Herz trifft
■ Beim 13. Kleinfeldturnier des SK Werndorf standen
Sport und Solidarität im Mittelpunkt. Die Charity-Initiative
„Legends for Hope“ sammelte Spenden
für drei schwerkranke Kinder. Gegründet wurde sie
von Ex-Fußballer Reinhard „Schlossi“ Schlossinger
und Bodybuilding-Weltmeister Klaus „Serratus“
Drescher. Unterstützt wurden sie unter anderem
von SK-Sturm-Legende Hannes Reinmayr, Ex-Profi
Heiko Juritsch und Schauspieler Christoph Schlagenhaufen.
Sämtliche Spenden kommen ohne Abzüge
direkt den betroffenen Familien zugute.
Jeden Donnerstag sorgen regionale Live-Acts mit unterschiedlichsten
Musikrichtungen für besondere Open-Air-Momente.
JACK COLEMAN
Sommerlich im Viertel 4
■ Die Pop-up-Bar und Sommerlounge
ist mit ihrem abwechslungsreichen
Unterhaltungsprogramm
ein Treffpunkt für alle,
die den Sommer in entspannter
Atmosphäre genießen möchten.
Jeden Donnerstag verwandeln
regionale Live-Acts die Hofgasse
in eine Open-Air-Bühne und
sorgen mit unterschiedlichsten
Musikrichtungen für besondere
Sommerabende. Ergänzt wird
das Programm von wechselnden
DJs, die mittwochs, freitags und
Das Duo Komoco Dance performt am
21. Juli „The Fridas“. INT. BÜHNENWERKSTATT
35. Runde der
Bühnenwerkstatt
■ Die 35. Bühnenwerkstatt – das
internationale Tanztheater Festival
– läuft derzeit im Kristallwerk.
Weiter geht es am 14. Juli mit der
Performance „The Cloud“, gefolgt
von „Termin@l“ am 15. Juli. Ein
besonderer Höhepunkt erwartet
das Publikum am 21. Juli mit
dem Doppelabend „Dark Lake –
Deep Forest“ & „The Fridas“ – ein
Abend mit drei außergewöhnlichen
Künstlerpersönlichkeiten.
samstags mit stimmungsvollen
Sets den passenden Sound liefern
– von entspannten Sundowner-Beats
bis hin zu elektronischen
Klängen. Mit gemütlichen
Lounge-Bereichen, Liegestühlen
sowie einer Auswahl an kreativen
Drinks und Snacks lädt das Viertel
4 zum Verweilen ein. Mitten in
der Grazer Innenstadt entsteht so
ein sommerlicher Treffpunkt, an
dem Kulinarik, Musik und entspannte
Atmosphäre aufeinandertreffen.
16
eco
graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Sabrina Naseradsky
16 sabrina.naseradsky@grazer.at
Hochschulen sind das Backpulver
im Kuchen. Sie machen den Kuchen
größer.“
TU-Rektor Horst Bischof über die Bedeutung der Hochschulen
für den Innovationsstandort Graz LUNGHAMMER/TU GRAZ
Sanieren statt neu bauen
Die Brüder Marco
(l.) Marcel Heibl
haben mit
konfy.at ein
innovatives
Unternehmen
zur Sanierung
von Wohnungen
gegründet. SCHEREIAU
INNOVATIV. Das Brüderpaar Marco und Marcel Heibl will mit seinem Start-up konfy.at den Immobilienmarkt
revolutionieren. Sie bieten Käufern und Verkäufern die Möglichkeit der Sanierung von Bestandswohnungen an.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die Idee
„Wir haben vor Jahren das Haus
unserer Oma geerbt und uns
dann überlegt, was wir damit machen
könnten. Schnell war die
Idee geboren, es zu sanieren und
zu vermieten. Das hat gut funktioniert,
und daher haben wir dann
angefangen, weitere Wohnungen
zu kaufen, zu sanieren und dann
wieder zu verkaufen“, so das Brüderpaar
zur Enstehungsgeschichte
seines Unternehmens. Schnell
haben die beiden gemerkt, dass
sich die Käufer wünschen, bei
der Sanierung mitentscheiden
zu können. „Uns ist schnell klar-
Bestandsimmobilien, besonders
solche mit einem
Sanierungsbedarf, werden
immer schwieriger zu verkaufen.
Vielen Käufern fehlt schlichtweg
die Zeit und auch das Wissen,
eine Wohnung nach ihren Wünschen
umzubauen. Diese Marktlücke
haben die beiden jungen
Unternehmer Marco und Marcel
Heibl entdeckt und wollen sie mit
ihrem Unternehmen konfy.at nun
schließen.
geworden, dass hier viel Potenzial
liegt. Denn mittlerweile kann
ich fast alles konfigurieren lassen,
vom Auto bis zum Ikea-Kasten
– warum also nicht meine potenzielle
zukünftige Wohnung?“,
erklären die beiden konfy.at-Eigentümer.
Sowohl Eigentümer als auch
Käufer und Immobilienmakler
können sich bei konfy.at melden.
Auf der Website des Unternehmens
kann man sich mit Hilfe
des eigens designten Konfigurators
die Möglichkeiten einer Sanierung
zeigen lassen. Es finden
sich aber auch Best-Pratice-Beispiele
von bereits erfolgten Sanierungen.
Den Wünschen der Kunden
sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
„Von der Standard- bis hin zur Luxussanierung
ist fast alles möglich.
Auch baulich können Änderungen
vorgenommen werden.
Wir haben etwa erst kürzlich bei
einem Objekt aus einem Fenster
eine Balkontür gemacht, um Zugang
zum Garten zu schaffen“,
erzählt das Brüderpaar aus der
Praxis. Das Team kümmert sich
zudem um sämtliche Genehmigungen,
sodass sich die Kunden
nicht mit der Bürokratie herumschlagen
müssen. Für eine Sanierung
muss man acht bis zwölf
Wochen veranschlagen.
Nachhaltig
Der Gedanke der Nachhaltigkeit
spielt bei Marco und Marcel Heibl
eine zentrale Rolle. „Es gibt gerade
in Graz so viele tolle Wohnungen,
deren Potenzial nicht
genutzt wird, weil sie eben sanierungsbedürftig
sind. Auf der anderen
Seite werden laufend neue
Wohnungen gebaut. Dem wollen
wir mit konfy.at entgegenwirken
und unseren Beitrag gegen die
Bodenversiegelung leisten“, so die
beiden Gründer.
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz eco 17
➜
TEURER
GETTY (2)
IV-Sommerempfang
Blumen +8,3 %
Wer nach der Hitzewelle seine
Blütenpracht erneuern will, muss um
8,3 Prozent tiefer in die Tasche greifen.
Kraftwagen –4,6 %
Wer sich ein neues Fahrzeug zulegen
möchte, muss derzeit um 4,6 Prozent
weniger dafür bezahlen.
Alle Fotos auf
www.grazer.at
Luden zum Sommerempfang:
Christoph Robinson, Alfred
Marchler, Franz Mayr-Melnhof-
Saurau, Kurt Maier, Markus
Ritter und Nina Zechner (v. l.).
SCHERIAU (5), KANIZAJ/LUEF
BILLIGER
➜
Was wäre
die Steiermark
ohne Industrie?
Willibald Ehrenhöfer und Manuela
Khom schauten auch vorbei.
NETZWERK. Diese
Frage stellte die Industriellenvereinigung
Steiermark zu Beginn
ihres traditionellen
Sommerempfangs.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Zu Beginn des Abends wurde
diese Frage in einem kurzen
Film auch Passanten auf der
Straße gestellt. Die Antwort darauf
war eigentlich ziemlich klar – eigentlich
nicht viel. Daher warf IV-
Steiermark-Präsident Kurt Maier
auch einen Blick in die Zukunft.
Denn für ihn ist „Zukunft – also das
Produzieren von Zukunft – letztlich
das Kerngeschäft unserer vielfältigen
und vielseitigen Industrieunternehmen“.
„Und wir produzieren
auch Zukunft, in dem wir sozia-
le Sicherheit und gesellschaftliche
Stabilität ermöglichen und fördern.
Genau das zeigen wir auch
mit der Initiative ,Unsere Industrie
denkt neu‘ auf“, so Maier weiter.
Mit dabei
Das IV-Präsidium Alfred Marchler,
Franz Mayr-Melnhof-Saurau und
Markus Ritter sowie IV-Geschäftsführer
Christoph Robinson und
seine Stellvertreterin Nina Zechner
konnten zahlreiche Gäste begrüßen.
Darunter waren: Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela
Khom, die Landesräte Willibald
Ehrenhöfer, Hannes Amesbauer
und Claudia Holzer, Stadtrat Kurt
Hohensinner, die Klubobmänner
Lukas Schnitzer und Marco Triller,
IV-Österreich-Präsident Georg
Knill, die ehemaligen IV-Präsidenten
Jochen Pildner-Steinburg und
Stefan Stolitzka, AK-Präsident Josef
Pesserl mit -Direktor Johann
Scheuch, WK-Steiermark-Vizepräsident
Herbert Ritter und -Direk-
tor Karl-Heinz Dernoscheg ebenso
wie ÖVP-Frauen-Landesleiterin
Martina Kaufmann, AMS-Steiermark-Geschäftsführer
Karl-Heinz
Snobe mit Stellvertreterin Yvonne
Popper-Pieber, Bildungsdirektorin
Elisabeth Meixner, SFG-Geschäftsführer
Christoph Ludwig,
Landwirtschaftskammer-Direktor
Werner Brugner, Militärkommandant
Heinz Zöllner, Doyen Rudi
Roth, Saubermacher-Vorstand Andreas
Opelt, die Banker Martin
Schaller, Rainer Stelzer, Florian
Stryeck, Georg Bucher, Walburga
Seidl, Sigmund Loibner, Manfred
Geiger, Nikolaus Juhasz, Ernst
Albegger und Christian Strobel-
Ludwig, Sturm-Präsident Christian
Jauk mit Vizepräsident Peter
Schaller, E-Fuel-Vorstand Jürgen
Roth, Knapp-Vorstand Christian
Grabner, Unternehmer Christian
Kovac und von den Unis und FHs
Horst Bischof, Andrea Kurz, Corinna
Engelhardt-Nowitzki und
Martin Payer.
Landesräte unter sich: Claudia
Holzer und Hannes Amesbauer
WK-Vizepräsident Herbert Ritter
und Jochen Pildner-Steinburg (r.)
Yvonne Popper-Pieber und Karl-Heinz Snobe (beide AMS
Steiermark) mit Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner (v. l.)
WK-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, Stadtrat Kurt Hohensinner
und Graz-Airport-Boss Wolfgang Grimus (v. l.)
Die AK war durch Josef Pesserl (l.)
und Johann Scheuch vertreten.
18
viva
graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
18
Das engagierte Team leistet wertvolle
Hilfe zum Schutz des Lebens
– der Mütter und der Kinder.“
Waltraud Klasnic zu 25 Jahre Kontaktstelle Anonyme
Geburt – Babyklappe der Caritas STADT GRAZ/FISCHER
Therese Gogg übernimmt als neue
Primaria die Leitung. PACHERNEGG
Neue Leitung
der Psychiatrie 1
■ Seit dem 1. Juli steht die Abteilung
für Psychiatrie und Psychotherapie
1 am LKH Graz II
unter neuer Führung. Therese
Gogg ist die neue Primaria der
Abteilung. Im Rahmen einer
Führungskräftevorstellung
am 6. Juli wurde Gogg im Beisein
von Landesrat Karlheinz
Kornhäusl, Klubobmann
Marco Triller, den KAGes-
Vorständen Gerhard Stark
und Ulf Drabek, dem Direktorium
des LKH Graz II sowie
zahlreichen Ehrengästen offiziell
vorgestellt.
„Gemeinsam mit unserem
Team möchte ich eine Umgebung
schaffen, in der Patienten
und Mitarbeiter gleichermaßen
Vertrauen, Sicherheit
und Entwicklungsmöglichkeiten
erleben“, unterstreicht
die neue Primaria.
Begleitung in
stürmischen Zeiten
Rainbows unterstützt Familien, die turbulente Zeiten durchleben, und gibt Kindern einen geschützten Raum, um
ihre Bedürfnisse zu äußern. Xenia Hobacher (Foto) ist die Landesleiterin von Rainbows Steiermark. GETTY, BEREITGESTELLT
HILFE. Ob Trennung oder Verlust: Rainbows begleitet Kinder in herausfordernden
Lebensphasen und unterstützt zugleich Eltern und Bezugspersonen.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Im Laufe des Lebens kommt jeder
Mensch mit Verlusten und
Trauer in Kontakt. Sei es der
Tod einer geliebten Person oder
eine Trennung in der Familie.
Für betroffene Familien bringen
solche Lebensereignisse oft große
Herausforderungen mit sich.
„Eine Trennung oder ein Todesfall
allein stellt für betroffene Familien
bereits eine Krisensituation
dar, in der die gewohnte Welt
nicht mehr so ist wie zuvor. Daneben
tragen Eltern und Familien
heutzutage mehrere Belastungsfelder
mit sich herum“, erklärt Xenia
Hobacher, Landesleiterin von
Rainbows Steiermark. Rainbows
gibt es in Österreich seit 1991,
seither werden zahlreiche Kinder,
Jugendliche und Bezugspersonen
begleitet, die mit Trennungs- oder
Todesfällen in der Familie konfrontiert
sind.
Unterstützung
Trennungen oder Todesfälle belasten
die Eltern nicht nur persönlich,
sondern werfen auch die
Frage auf, wie das eigene Kind in
dieser Situation bestmöglich unterstützt
werden kann. Doch wie
können Eltern ihre Kinder durch
solche Krisen begleiten? „Indem
sie sich selbst unterstützen lassen,
damit sie stabil sind, sowie
Selbstfürsorge betreiben und
Psychoedukation oder Beratung
in Anspruch nehmen“, erzählt
Hobacher. „Dann können sie mit
konkreten, sachlichen Informationen
auf das Kind zugehen und
gleichzeitig auch ein ‚gefühlvolles
Vorbild‘ sein“, ergänzt sie. So
wird Kindern Raum gegeben,
Gefühle auszudrücken, Fragen
zu stellen und Situationen besser
zu verstehen.
Angebote
Bei Rainbows lernen Kinder, mit
Trauer aufgrund von Trennungsund
Verlusterlebnissen umzugehen
und diese zu verarbeiten.
„Kinder werden drei bis vier Monate,
manchmal auch länger oder
kürzer, betreut, da Trauerprozesse
individuell sind und keiner vorgegebenen
Dauer entsprechen“,
so die Landesleiterin. In Kleingruppen
oder einzeln haben die
Kinder die Möglichkeit, ihre Perspektiven
zu äußern und Fragen
zu stellen. Gemeinsam werden
Bewältigungsstrategien für Trauer
und Wut erarbeitet. Die Bezugspersonen
werden dabei aktiv miteinbezogen,
damit sich das Familiensystem
stabilisieren kann.
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz viva 19
➜
IN
GETTY (2)
Hugo
Der Hugo erlebt ein Comeback als
Trendgetränk. Holunderblüte, Minze und
Limette sind perfekt für den Sommer.
Lillet Wild Berry
Der beliebte Lillet Wild Berry ist zwar
nicht verschwunden, doch der Hype
um das Getränk lässt langsam nach.
OUT
➜
Neue Intendanz der Oper Graz
NEUERUNGEN. Ab der Spielzeit 2028/29 übernimmt Marlene Hahn die Geschäftsführende Intendanz
des Grazer Opernhauses. Sie folgt auf den aktuellen Intendanten, Ulrich Lenz.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Mitte Juni ist die Ausschreibung
für die Geschäftsführende
Intendanz der
Oper Graz zu Ende gegangen.
Insgesamt gingen 26 Bewerbungen
ein, darunter zehn von Frauen
und 16 von Männern. Unter
den Bewerbern befand sich auch
der amtierende Intendant Ulrich
Lenz. Am Mittwochnachmittag
wurde bekannt gegeben, dass
Lenz trotz seiner Wiederbewerbung
nicht verlängert wird. Auf
ihn folgt die deutsche Musikdramaturgin
Marlene Hahn, die bereits
von 2015 bis 2022 als Musikund
Ballettdramaturgin im Team
der damaligen Intendantin Nora
Schmid an der Grazer Oper tätig
war. Sie wurde dem Aufsichtsrat
von der Hearing-Kommission
einstimmig empfohlen. Hahn
ist derzeit Chefdramaturgin der
Oper Leipzig und Leiterin der Jungen
Oper Leipzig / 360°. „Mit Marlene
Hahn übernimmt eine Persönlichkeit
die Verantwortung,
die künstlerische Qualität, Offenheit
für neue Zielgruppen und
wirtschaftliches Verantwortungsbewusstsein
miteinander verbindet“,
betonte Kulturlandesrat
Karlheinz Kornhäusl. Die Bühnen
dankten Ulrich Lenz für seine
Arbeit und betonten, dass die Entscheidung
keine Bewertung der
bisherigen künstlerischen Leistungen
darstelle. Vielmehr sei sie
ein Ausdruck unterschiedlicher
Vorstellungen über die zukünftige
Entwicklung des Hauses, insbesondere
im Hinblick auf die finanziellen
Rahmenbedingungen.
Ärzt licher Leiter Maximilian Zacherl und Hebamme Barbara Ribul mit den
Eltern Ulrike und Lukas Ebner und dem Jubiläumsbaby Leonie Elisabeth MAVIE MED /
20.000. Baby in Ragnitz
■ Am 9. Juli 2026 um 1.02 Uhr
kam das 20.000. Baby in der
Privatklinik Ragnitz zur Welt.
Das Jubiläumsbaby Leonie Elisabeth
und seine Eltern Ulrike
und Lukas Ebner wurden von
der Klinik leitung sowie dem
Team der Geburts hilfe mit Geschenken
überrascht. Unter
anderem bekam Leonie Elisabeth
den ersten „Ragnitzhasen“
– das neueste Geburtsgeschenk
der Privatklinik. „Dass
wir nun das 20.000. Baby in
unserer Klinik will kommen
heißen durften, erfüllt uns mit
großer Freude und ist ein Beleg
für das Ver trauen, das uns werdende
Eltern seit vielen Jahren
ent gegen bringen“, sagt der
Ärzt liche Leiter Maxi milian
Zacherl.
Die deutsche Musikdramaturgin Marlene Hahn übernimmt ab der Saison
2028/29 die Geschäftsführende Intendanz des Grazer Opernhauses. J. FUCHS
Redaktionsteam gesucht
■ Die Online-Menschenrechtsplattform
„Kenne deine Rechte“
geht ins 17. Projektjahr und sucht
ab Herbst ein neues Redaktionsteam
für die Saison 2026/27.
Dabei werden junge Menschen
zwischen 14 und 26 gesucht, die
sich für Menschenrechte, Politik
und Gesellschaft interessieren
und sich als Menschenrechtsbildende
für andere junge Menschen
engagieren möchten. Bis
31. Juli ist Zeit, eine E-Mail mit
einem Lebenslauf sowie einem
kurzen Text, Video oder Podcast
an office@kennedeinerechte.at zu
schicken. Projektteilnehmer haben
die Möglichkeit, auf der Online-
Plattform Texte oder Videos zu veröffentlichen,
an Workshops teilzunehmen
sowie Veranstaltungen zu
besuchen.
Bis 31. Juli besteht die Möglichkeit, sich für das Redaktionsteam zu bewerben.
GETTY
20 viva
www.grazer.at 12. JULI 2026
Hannes Schreiner, Sabrina Konrad
und Hannes Müller (v. l.) HARRY SCHIFFER
Gedeckter Ort
enthüllt
■ Unter dem Motto „Der gedeckte
Ort – Vol. 2“ luden Hannes
Schreiner und Sabrina Konrad
zu einem außergewöhnlichen
Kulinarik-Erlebnis. Bis drei Tage
vor der Veranstaltung wurde um
den Ort ein Geheimnis gemacht.
Dieses Mal führte die Reise rund
70 Gäste nach Kitzeck im Sausal,
wo zwischen den Weinbergen im
exklusiven Raum & Reben Chalet
der Schreiner Capital Gruppe
diniert wurde. Verwöhnt wurden
die Gäste von Spitzenkoch Hannes
Müller.
Neues aus der
Leader-Region
■ Im Hügel- und Schöcklland
gibt es viele positive Entwicklungen
im Bereich Regionalentwicklung,
Digitalisierung
und Positionierung der Region.
Seit einigen Tagen präsentiert
sich die Website der
Leader-Region Hügel- und
Schöcklland in einem neuen
Erscheinungsbild. Der Fokus
liegt dabei noch stärker auf
dem Thema Umsetzung von
Leader-Projekten und den
notwendigen Anforderungen
dafür.
Sommerspaß auf
der Rodelbahn
Spaß für Groß und Klein: Die Sommerrodelbahn „Hexenexpress“ auf dem Plateau des Schöckls.
SOMMERSPASS. Ob rasant den Berg hinunter oder
sportlich auf zwei Rädern – die Steiermark bietet im
Sommer jede Menge Möglichkeiten für aktive Ausflüge.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Wenn die Temperaturen
steigen, beginnt in den
Bergen die Saison für
eine der beliebtesten Familienattraktionen:
Sommerrodelbahnen.
Zwischen Almwiesen, Wäldern
und aussichtsreichen Gipfeln sorgen
sie für den perfekten Mix aus
Naturerlebnis, Geschwindigkeit
und Nervenkitzel. Die Steiermark
bietet dabei eine erstaunliche Vielfalt
– von der klassischen Rodelrinne
bis zum modernen Alpine
Coaster.
Hexenritt am Schöckl
Der Schöckl gilt als Grazer Hausberg
– und als einer der beliebtesten
Familienberge der Steiermark.
Nach der Fahrt mit der Seilbahn
wartet auf dem Gipfel der Hexenexpress,
eine Sommerrodelbahn
mit rund einem Kilometer Länge.
Die Strecke schlängelt sich durch
Waldstücke und Wiesen, bietet
flotte Kurven und ist so angelegt,
dass sowohl Kinder als auch Erwachsene
auf ihre Kosten kommen.
Erzberg Leoben
In Mautern wartet mit dem Wiesengleiter
eine kleine, familienfreundliche
Sommerrodelbahn.
Sie ist Teil des Freizeitangebots am
Präbichl und eignet sich besonders
für Familien mit jüngeren Kindern.
Die Bahn lässt sich hervorragend
mit Wanderungen oder einem Besuch
des Erzbergs kombinieren.
Murtal und Murau
Wer in Murau oder im Murtal
nach einer klassischen Sommerrodelbahn
sucht, wird nur
teilweise fündig. Dafür haben
sich die Regionen auf moderne
Bergerlebnisse spezialisiert. Am
Kreischberg stehen Mountaincarts
und Downhill-Angebote
im Mittelpunkt, während auf der
Turracher Höhe der spektakuläre
„Nocky Flitzer“ lockt – ein rund
1,6 Kilometer langer Alpine Coaster
mit Kreiseln, Wellen und Steil-
HOLDING GRAZ/LUPI SPUMA
kurven durch den Zirbenwald.
Die Bahn zählt zu den spektakulärsten
ihrer Art in Österreich und
ist auch von der Region Murau
aus gut erreichbar.
Aufsatteln
Wer den Sommer lieber sportlich
genießt, erkundet das Murtal auf
zwei Rädern. Zwischen Mur, Aichfeld,
Zirbenland und den umliegenden
Bergen präsentiert sich die
Region besonders vielseitig. Denn
beim Radfahren gilt hier: Die Mischung
macht’s. Ob gemütliche
Genusstouren mit Zeit für eine
Einkehr, anspruchsvolle Rennradrouten
vom Red Bull Ring aus über
Fohnsdorf, Judenburg und Knittelfeld
oder abwechslungsreiche
Gravelbike-Strecken auf wechselndem
Untergrund – im Murtal
findet jeder die passende Tour.
Rennradfahren im Murtal
LAMM
12. JULI 2026 www.grazer.at
graz 21
22 viva
www.grazer.at 12. JULI 2026
Mit Mauli, dem Maulwurf kann man im Märchenwald viele Abenteuer
erleben und die Attraktionen des Parks entdecken. MÄRCHENWALD/WRABL SIEGLINDE
Hurra, hurra, die Ferien
sind endlich da
SPASS. Ferien sind auch Abenteuer. Wir wissen,
was man im Sommer alles erleben kann.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Am vergangenen Freitag haben
offiziell die Sommerferien
begonnen, und damit
stellt sich für viele Eltern die Frage:
Was unternehme ich mit den
Kindern? Viele Angebote locken
mit Spiel, Spaß und Abenteuer.
Auswahl
130 Märchenfiguren und jede
Menge andere Attraktionen
warten im Märchenwald Steiermark
auf die großen und kleinen
Besucher. Die Teppichrutsche,
Klettertürme, Karusselle, die
Indianer-Bootsbahn, das Tempelräuber-Lasergame
und ein eigener
Spielplatz wollen erkundet
werden. Mauli, der Maulwurf,
das Maskottchen des Märchenwalds,
begrüßt zudem die Gäste.
Über 30 Fahrattraktionen kann
man im Familypark St. Margarethen
erleben. Heuer wurden mit
dem Family-Thrill-Ride „Rotonda“
und dem „Wilden Winzer“
zwei neue Attraktionen präsentiert.
An heißen Tagen sorgen
zahlreiche Wasserattraktionen
für eine willkommene Abkühlung.
Stehen geblieben ist die Zeit im
Styrassic Park. Mehr als 100 Dinosaurier
entführen in eine Welt
vor unserer Zeit.
Viel zu entdecken gibt es auch
in der Playworld, dem größten
Indoor-Freizeitpark Österreichs.
Über 5000 Quadratmeter Fläche
garantieren Abenteuer und Spaß.
4000 Wasserbälle in Loipersdorf
■ Beim großen #WeAreWater-
Fest am 4. Juli startete das
Thermen resort in den Family
Summer. „Das #WeAreWater-Fest
ist für uns jedes Jahr ein ganz besonderer
Moment. Wir feiern damit
nicht nur den Start in den Family
Summer, sondern auch das,
was Loipersdorf ausmacht: unser
Wasser. Es macht jeden Besuch
4000 Bälle machten Loipersdorf zu
einem besonderen Erlebnis.THERME LOIPERSDORF
zum Erlebnis“, freut sich Philip
Borckenstein, Geschäftsführer
der Therme Loipersdorf.
24 viva
www.grazer.at 12. JULI 2026
Kulturausflüge
genießen
Alles ist bereit für die MotoGP am
Red Bull Ring. PHILIP PLATZER/RED BULL RING
Woodstock rockt
in Spielberg
■ Viel Energie und Lebenslust
nimmt die Woodstock Allstar
Band vom Woodstock der
Blasmusik mit, um am Red Bull
Ring mit den MotoGP-Fans
die Bundeshymne zu spielen.
Spielberg ist bereit für die Motorrad-WM
und freut sich auf
ganz besondere Momente vor
dem Rennstart. Alle Infos zur
MotoGP im Herzen der Steiermark
von 18. bis 20. September
und Tickets dafür können sich
Fans unter www.redbullring.
com sichern.
INTERESSANT. Zahlreiche
Museen und Ausstellungen machen
den steirischen Sommer zu
einem speziellen Kulturgenuss.
■ Blumig ist es heuer im Universalmuseum
Joanneum. Mit
dem Jahresthema „Bloom“ hat
man die Blume in den Mittelpunkt
gestellt. An acht Standorten
kann man zehn Ausstellungen
zum Thema besuchen.
Bierig wird es im Gösseum. Im
Gösser Braumuseum in Leoben
erfährt man alles Wissenswerte
rund ums Bier und die Entstehung
des goldenen Hopfensaftes.
Wer wissen möchte, wie unsere
Vorfahren gelebt haben, dem
sei ein Ausflug in das Freilichtmuseum
Stübing empfohlen. In
Die Stiftsbibliothek in Admont beeindruckt mit 60.000
Büchern und einzigartiger Architektur.
STG/GÜNTHER STEININGER
den mehr als 100 historischen
Gebäuden findet man unter anderem
eine Dorfschule und eine
Rauchkuchl.
Einzigartig – anders kann man
die Weltmaschine von Franz
Gsellmann nicht beschreiben.
Nach einem Besuch des Atomium
in Brüssel baute er eine Maschine,
die bis heute die Menschen
in Staunen versetzt.
Mit rund 60.000 historischen
Büchern ist die weltberühmte
Stiftsbibliothek in Admont die
gößte Klosterbibliothek der Welt.
Neben dem wunderschönen barocken
Büchersaal kann man im
Stift auch das hauseigene Museum
besuchen. Die historische
Gartenanlage ist zudem ein Ort
zum Innehalten, Entdecken und
Genießen. NASA
12. JULI 2026 www.grazer.at
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mobil
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www.grazer.at 12. JULI 2026
26
Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Mit dieser Ladestation schaffen
wir einen weiteren Baustein für
die Mobilitätswende in Graz.“
Josef Landschützer, GF der Energie Graz, über die Inbetriebnahme
der neuen Ladestation in der Augasse ENERGIE GRAZ
Der BMW iX3 erfüllte die Anforderungen
in vollem Umfang. ÖAMTC
Neue Kriterien
bei Crashtest
■ Euro NCAP hat sein Crashtest-System
grundlegend
überarbeitet und bewertet die
Fahrzeugsicherheit nun vom
sicheren Fahren über die Unfallvermeidung
bis zum Insassenschutz
nach dem Aufprall.
Trotz der verschärften Kriterien
erreichten der BMW iX3
und der Zeekr 7GT als erste
getestete Modelle die Höchstwertung
von fünf Sternen.
Rätsel-Lösung vom 5.7.2026
S
H F T U
S T A D T T E I L P A R K
G E N R E L E I I H M
I E S E L E W I G U
E L I T E L I G A G E E
A R S I N E S E T H
M E S S E C E N T E R L
M A G I E H I N N I G
R A G N I T Z A D R A
K L E I D O H N E H I N
A T R E U R O L A N G
V A Z I E R E N
K O S I S O
Lösung:
E B E N S E E L
Lösung:
A L E C L O U RECHTS-
MENSCHEN-
L E O K M L
PREIS RECHTS-
L I E B E N A U PREIS
Sudoku-Lösung
vom 12.7.2026
MENSCHEN-
3 4 5 2 7 9 8 6 1
2 8 1 4 6 5 3 9 7
6 7 9 3 8 1 2 5 4
4 1 2 9 5 6 7 8 3
8 5 3 1 2 7 6 4 9
7 9 6 8 4 3 1 2 5
9 2 4 7 3 8 5 1 6
5 3 8 6 1 4 9 7 2
1 6 7 5 9 2 4 3 8
Der B-Führerschein bleibt
bei Jugendlichen sehr
beliebt. GETY
Sorge um junge Lenker
VERKEHR. KFV-Studie zeigt: Junge Lenker verursachen oft schwere Unfälle.
In Graz verunglückten im Vorjahr 349 Jugendliche im Straßenverkehr.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Der Pkw-Führerschein
behält für junge Menschen
in Österreich einen
hohen Stellenwert. Laut
einer repräsentativen Umfrage
des Kuratoriums für Verkehrssicherheit
(KFV) unter 1000
Jugendlichen zwischen 16 und
24 Jahren besitzen 67 Prozent
bereits die Lenkerberechtigung
der Klasse B, weitere 26 Prozent
streben diese an. Gleichzeitig
zeigt die Unfallstatistik
deutliche Risiken in dieser Altersgruppe
auf. Wenn junge
Pkw-Lenker in Unfälle mit Personenschaden
verwickelt sind,
tragen sie in 67 Prozent der Fälle
die Hauptschuld.
Als wesentlicher Faktor gilt
die Ablenkung: 28 Prozent der
von Jugendlichen verursachten
Unfälle mit Personenschaden
sind auf Unaufmerksamkeit
zurückzuführen. Beim Gehen
nutzen 67 Prozent Kopfhörer,
während der Fahrt tippen
14 Prozent Textnachrichten.
Zudem gab jeder vierte Befragte
an, bereits einmal alkoholisiert
ein Fahrzeug gelenkt zu haben.
Gefahr in der Stadt
Die bundesweiten Trends spiegeln
sich auch in der steirischen
Landeshauptstadt wider. Im Vorjahr
wurden im Grazer Stadtgebiet
349 Personen im Alter von 16
bis 24 Jahren im Straßenverkehr
verletzt, eine Person kam ums
Leben. KFV-Verkehrssicherheitsleiter
Klaus Robatsch verweist
zwar auf einen leichten Rückgang
zum Vorjahr, betont jedoch,
dass jeder Verunglückte einer zu
viel sei. Aufgrund der hohen Radfahrdichte
in einer Großstadt wie
Graz stieg hier die Zahl der verletzten
Radfahrer sowie der Fußgänger
im Vorjahr markant an.
Als wichtigste Maßnahme für
mehr Sicherheit im Straßenverkehr
wünscht sich die Jugend
Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen.
45 Prozent
fordern kostenlose öffentliche
Verkehrsmittel, gefolgt von besseren
Anbindungen an den
ländlichen Raum und mehr
Nachtbussen für den Heimweg
nach dem Fortgehen. Müssten
Jugendliche eine Strecke von fünf
Kilometern ohne Geld und Bus
bewältigen, würden 60 Prozent
die Eltern oder Verwandte kontaktieren.
23 Prozent würden den
Heimweg zu Fuß antreten. Eine
Helmpflicht für Erwachsene bei
E-Scootern und E-Bikes befürworten
immerhin 33 Prozent der
Befragten.
Gerade bei Jugendlichen ein Problem: Ablenkung durch Smartphones.GETTY
12. JULI 2026 www.grazer.at
mobil graz 27
Getty (2)
... in Graz
Die Schloßbergbahn zählt
zu den steilsten öffentlichen
Verkehrsmitteln der Welt.
ÖFFI-KURIOSITÄTEN
MAXIMALE STEIGUNG
60 % : 3 %
... in Wuppertal
Seit 1901 ist die Schwebebahn
das Rückgrat des Nahverkehrs.
Ein Unikat der Mobilitätswelt.
Graz baut das Ladenetz aus
E-MOBILITÄT. In Kooperation mit Grossauer nimmt die Energie Graz in der Augasse sechs neue
Ladeplätze mit bis zu 240 kW Leistung in Betrieb – betrieben mit 100 Prozent Naturstrom.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Die Energie Graz baut das
öffentliche Ladenetz
weiter aus. In Kooperation
mit dem Gastronomiebetrieb
Grossauer wurde eine
neue, moderne Ladestation in
der nördlichen Augasse 34 offiziell
in Betrieb genommen. Die
Anlage verfügt über insgesamt
sechs Ladeplätze, aufgeteilt auf
vier AC-Ladepunkte mit bis zu
22 kW und zwei DC-Schnellladepunkte,
die eine maximale
Gesamtladeleistung von bis zu
240 kW erreichen.
Laden mit Komfort
Betrieben werden die technischen
Stationen ausschließlich
mit 100 Prozent umweltfreundlichem
Naturstrom.
Bei der Standortwahl zwischen
Kalvarienbergfriedhof
und Heimgartenanlage stand
die Alltagsintegration im Fokus:
Nutzer können die Wartezeit
durch nahe gelegene
Angebote wie ein gemütliches
Café, Fitness, Physiotherapie
oder ein Kosmetikstudio praktisch
im Alltag überbrücken.
Laut den Geschäftsführern
Boris Papousek und Sepp
Landschützer schafft die
Kombination aus hoher Leistung
und lokaler Infrastruktur
Die beiden
Geschäftsführer
Josef
Landschützer
und Boris
Papousek
(Energie
Graz) mit
Franz Grossauer
(v. l.)
ENERGIE GRAZ
einen echten Mehrwert für die
Grazer Verkehrsinfrastruktur.
28
sport
graz
www.grazer.at 12. JULI 2026
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
28
Ich verspüre den Drang,
noch einmal eine Stufe
höher zu gehen.“
Ex-Sturm- und Hoffenheim-Sportdirektor Andreas
Schicker zu seinem 40. Geburtstag GEPA
Auch Basketball wurde bei den
Vereinssporttagen gespielt. SCHAFFER
1300 Schüler bei
Vereinssporttag
■ Zum bereits zehnten Mal
fand auf dem Gelände des Allgemeinen
Turnvereins Graz
(ATG) der Vereinssporttag für
Grazer Pflichtschulen statt.
Dabei konnten an zwei Tagen
1300 Schülerinnen und Schüler
jeweils von 8 bis 13 Uhr
insgesamt 23 verschiedene
Sportarten kennenlernen. Veranstaltet
wurde das schon traditionelle
Event vom Sportamt
der Stadt Graz gemeinsam mit
Sportstadtrat Kurt Hohensinner
und dem ATG.
Pfarrer Giovanni Risaliti (l.) u. Walter
Hiesel bei der Übergabe KOWATSCH
Fußball für eine
Familie in Not
■ Zehn Teams haben beim
Benefiz-Turnier der Pfarre
St. Anna in Gösting für den guten
Zweck gespielt. Durch den
Einsatz der Organisatoren Michaela
Penz, Mario Pulko und
Walter Hiesel konnten 4000
Euro für eine Familie in Not gesammelt
werden.
INTERVIEW. Nach einem Monat als Obfrau der Grazer Basketballer spricht
Kerstin Höger über den neuen Namen und die neue Ausrichtung des Klubs.
Frau Höger, Sie sind ein Monat
im Amt. Wie waren die
ersten Wochen?
Kerstin Höger: Sehr stressig und
ein Lernprozess. Wir hatten viele
Gespräche mit der Stadt und mit
Sponsoren und haben viele interessante
Leute kennengelernt.
Langsam kommen wir rein.
Wie ist der Wechsel von UBSC auf
Eagles angekommen?
Höger: Also zuerst muss ich sagen,
dass das ein bisschen falsch
kommuniziert worden ist. Wir
haben den Namen nicht getauscht,
sondern heißen Eagles
Raiffeisen UBSC Graz. Der UBSC
ist also noch erhalten geblieben.
Wir wollten aber auch moderner
werden. Fast alle Mannschaften
haben ein Tier im Namen, und
wir haben sehr viele positive
Rückmeldungen auf die Eagles
bekommen.
Neu soll auch die sportliche Ausrichtung
sein, mit mehr Spielzeit
für heimische Spieler.
Höger: Ja, auf alle Fälle. Einen
kompletten Umbruch wird es
aber nicht geben. Wir starten mit
fünf statt sechs Legionären. Und
vielleicht werden wir diese Saison
nicht mehr Vierter, aber wir müssen
auf dem Sektor unbedingt etwas
tun. Junge heimische Spieler
entwickeln geht halt nicht von der
einen auf die andere Saison. Darum
halten wir die Kooperation
mit Kapfenberg für die 2. Liga aufrecht.
Damit ist der Sprung von
der U19 in die Bundesliga nicht
so groß.
Bislang wurde gerne argumentiert,
man brauche Legionäre für
den sportlichen Erfolg, damit man
Sponsoren gewinnen kann.
Höger: Ich gebe dem alten Vorstand
und Michael Fuchs komplett
recht, dass es sehr schwierig
ist, Sponsoren zu gewinnen,
aber es ist nicht unmöglich. Wir
Eagles-Obfrau
Kerstin Höger
(oben) will den
Verein modernisieren.
Zach Laput
(l.) könnte in der
kommenden Saison
bei den erneuerten
Eagles UBSC Graz
spielen. GEPA
„Kompletten Umbruch
wird es keinen geben“
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
drei, mein Mann Martin Mitter,
Pascal Seidl und ich, haben mit
unseren Firmen im IT-, Marketing-
und Immobilienbereich ein
großes Netzwerk an Kontakten
und sind da auch schon angesprochen
worden. Klar sind das
oft keine großen Summen. Aber
mir sind viele kleine lieber, denn
wenn dann ein Sponsor wegbricht,
passiert nicht so viel.
Trainer Ervin Dragsic bleibt an
Bord. Er galt bislang nicht als großer
Förderer der jungen Spieler.
Höger: Da tut man ihm ein bisschen
unrecht. Das hat er nicht
alleine entschieden. Mit ihm behalten
wir auch Kontinuität im
Verein.
Zurück zu den Spielern: Werden
wir Tevin Brewer wieder sehen?
Höger: Leider nein. Nach dieser
Saison können wir ihn uns nicht
mehr leisten. Auch Peyton Gerald
wird nicht zu halten sein.
Zach Laput würden wir gerne
behalten, aber das wird schwierig.
12. JULI 2026 www.grazer.at
sport graz 29
OHA!➜
Ein Routinier für die HSG Graz
Martin Breg, der fast 20 Jahre für
Bruck Handball gespielt hat, wechselt
als rechter Flügel nach Graz.
Abschied aus Graz
Basketball-Wirbelwind Tevin Brewer
wird in der kommenden Saison nicht
mehr für die Eagles Graz spielen.
GEPA (2)
Atmen, rollen, dehnen, laufen
OJE!
➜
WIR BEWEGEN GRAZ. Diese Woche im Fokus unserer Aktion mit der Bewegungsrevolution: die
runninGraz Kids Academy im USZ Rosenhain und Aikido im Sportpark Hüttenbrennergasse.
Zielorientiert und trotzdem
spielerisch – das ist die Kids
Academy von runninGraz.
Am Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr
steigt im Universitätssportzentrum
Rosenhain das Training
rund um den Laufsport mit
leichtathletischer Grundausrichtung
für Kinder im Alter von 5 bis
14 Jahren. Aufgewärmt wird auf
der Bahn oder im nahen Wald,
mit Lauf-ABC-, Mobilitäts- und
Koordinationsübungen. Danach
folgen spielerische Lauf-Intervalle,
Zielsprints sowie Ausdauereinheiten.
Am Ende jeder Trainingseinheit
wartet ein kreatives
Gruppen- oder Staffel-Spiel, bei
dem die Kinder ihre sportlichen
Fähigkeiten und ihren Teamgeist
unter Beweis stellen können. Wer
mehr wissen möchte, mailt an
kids@runningraz.at.
Am Freitag geht es ganz unabhängig
von Alter, Geschlecht
oder Fitness im Sportpark beim
Aikido (18–20 Uhr) zur Sache. Los
geht es bei dieser Selbstverteidigungskunst
mit einem Meditationsteil.
Danach folgen Atem-,
Dehn-, Konzentrations- und
Rollübungen, ehe im Technikteil
unterschiedliche Angriffe und
Techniken mit wechselnden Partnern
trainiert werden. Infos unter
v.lasnik@aikidopro.at
„Wir bewegen Graz“ soll Menschen zu mehr Bewegung animieren.
SPORTUNION
30 grazer sonntag
www.grazer.at 12. JULI 2026
SO ISST GRAZ
Das Arravané präsentiert ...
... Wassermelonen-
Gazpacho mit
Burrata-Creme
Michael Berchtold zaubert im
Arravané zahlreiche Speisen KK (2)
Wer an den heißen Tagen im Sommer
eine Abkühlung braucht, ist
im Arravané genau richtig. Die Speisen
werden saisonal angepasst, und
so wird man gerade in der jetzigen
Zeit mit einem herrlichen Gazpacho
verwöhnt. Die Zutaten kommen aus
der Region, und so
schaffen es immer
die frischesten
Lebensmittel
auf den Teller.
LEO
Zutaten für 4
Personen:
Gazpacho: 679 g
Wassermelone, 70
g Gurke (geschält), 0,5
g Chili, 113 g rote Paprika, 170 g Kirschtomaten,
Salz, Cayennepfeffer; Burrata-Creme:
250 g Burrata, 50 g Crème
fraîche, 10 ml Zitronensaft, 1 Prise Salz,
weißer Pfeffer; Basilikumöl: 50 g Basilikumblätter,
100 ml Traubenkernöl oder
Sonnenblumenöl, 1 Prise Salz
Zubereitung:
Für das Wassermelonen-Gazpacho
alle Zutaten fein mixen, mit Salz und
Cayenne abschmecken, optional passieren
und gut kühlen. Für die Burrata-Creme
ebenfalls alles fein mixen,
abschmecken und kaltstellen. Für das
Basilikumöl Basilikum kurz blanchieren,
abschrecken, ausdrücken und
mit dem Öl fein mixen. Anschließend
filtern. Gazpacho in gekühlte Teller
geben. Burrata-Creme als Nocken oder
Tupfen daraufsetzen. Mit Basilikumöl
beträufeln und nach Wunsch mit Gurkenbrunoise,
Kirschtomaten, Pinienkernen,
Mini-Basilikum und Zitronenzeste
garnieren. Guten Appetit!
GRAZWORTRÄTSEL
Festival-
Premiere
2026 in Graz
& Co. (2 W.)
Samen
Heerführer
Davids
(ökumen.)
König
von Kreta
mit
Labyrinth
Funktion,
Mandat
Süßwasserschellfisch
Kreativität
im Sport
Wortteil für
"widerwillig,
feindselig"
Dauerbezug
einer
Zeitschrift
weiblicher
Vorname
zeugungsunwilliger
Sohn
von Juda
Lösung:
SUDOKU
Gebieter
"Graz-Werbung"
im
Messeturm
8
4
Präsident
der steir.
Wirtschaftskammer
Gott
anrufen
Klebeband
begeisterter
Anhänger
Seeräuber,
Freibeuter
räumlich
begrenzt
Präsident
der steir.
Arbeiterkammer
überschaubare
Arbeit
zweitgrößter
US-Staat
kurzer
Videofilm
5
Grabhügel
in Geidorf
alte chines.
Münze
(sich)
entsinnen
Volk in Südwestchina
auf welche
Weise
englisch
für "Eis"
flöten,
piepsen,
tirilieren
ehemalige
Gemeinde
nordwestl.
von Graz
"I see" im
Netzjargon
Elch
an welchem
Ort
Badespaß
in Kumberg
6
steir. Versicherung
das "Miteinander"
Schutz
vor
Verfolgung
"eine soziale
Übung"
Großmama
Demonstrationsobjekt
bei
Kolumbus
Abk. für
"Informationstechnologie"
so weit,
so lange
heimischer
Laubbaum
zerbeißen
Grazer
Messe für
Mobilität
isoliertes
Wohnviertel
9
Rätsellösungen: S. 26
1 2 3 4 5 6 7 8 9
3 4 7
1 6
9
4 9 6 3
5 3 4 9
8 3
2 8 1
5 3 1 9 7 2
6 7 8
884
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
spitzen,
los geht’s.
Viel Spaß!
3
Widerhall,
Resonanz
Nische,
Winkel
chem.
Zeichen
für Zink
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Anzug am
Opernball
männlicher
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japan.
Karpfen
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12. JULI 2026 www.grazer.at
grazer sonntag 31
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 12. JULI
Kino unter freiem Himmel
Im Lesliehof wird auch an diesem
Sonntag zu einer Kino-Vorstellung
geladen. Gezeigt wird heute um
21 Uhr „The Outfit – Verbrechen
nach Maß“, ein Thriller, in dem ein
Maßschneider eine Gruppe von
Gangstern überlisten muss, um
eine schicksalhafte Nacht zu überleben.
Einlass: 19.30 Uhr.
Sitzkissenkonzert
Das Festival Styriarte hat an diesem
Wochenende auch für Kinder
genau das Richtige. Im Palais
Attems wird heute die Geschichte
vom kleinen Maulwurf erzählt und
als Sitzkissenkonzert präsentiert.
Gleich drei Vorstellungen gibt es
um 11, 14 und 16 Uhr. Tickets gibt
es nur noch vereinzelt; aufgrund
der hohen Nachfrage gibt es am
morgigen Montag noch Zusatztermine.
Pretty Woman: Finale
In den vergangenen Wochen
machte „Pretty Woman – Das
Musical“ in Graz Station, heute
finden die letzten zwei Vorstellungen
statt. Um 14 und um 18.30 Uhr
erklingen heute in der Grazer
Oper zum letzten Mal die Hits von
Weltstar Bryan Adams und seinem
Partner Jim Vallance.
Gratis-Tour
Den Schloßberg kennen alle Grazer,
doch wie es im Glocken- oder
Uhrturm aussieht, wissen wohl
die wenigsten. Im Rahmen einer
„Free-Tour“ kann man heute einen
Blick auf die „Liesl“ im Glockenturm
oder das Uhrwerk des Grazer
Wahrzeichens werfen. Um 10 Uhr
geht’s los, eine Anmeldung ist
erforderlich.
Freilufttheater
Im Hof des Steiermärkischen
Landesarchivs wird wieder die
HIGHLIGHT:
18 Uhr
Auf die Plätze,
fertig, Love
Im Hof des Steiermärkischen Landesarchivs wird auch heute
wieder die Komödie von Derek Benfield gespielt.
KK, GETTY
Komödie „Auf die Plätze, fertig,
Love!“ gespielt. Los geht’s um
18 Uhr.
Musical-Gala
Für alle Fans von Musicals gibt
es am Schloßberg genau das
Richtige. Auf der Kasematten-
Bühne werden die besten Hits
der bekanntesten Werke zum
Besten gegeben. So warten
neben Starsolisten auch schwungvolle
Tanzakrobatik zu Musicals
wie „The Greatest Showman“,
„Frozen“, „Das Phantom der Oper“
oder „Mamma Mia“. Beginn der
Musical-Gala ist um 20 Uhr.
Region Graz erleben
„Slow Region Genuss“: Eggersdorf
bei Graz steht heute unter diesem
Motto. Ausgangspunkt ist der Park
in Eggersdorf, von dem aus die
Große Genusstour mit Planetenweg-Wanderung
sowie die Kleine
Genusstour entlang des Glantschenbachs
zum Gartenparadies
Painer führen. Ab 10 Uhr kann man
den regionalen Genuss erleben.
2-in-1-Tour
Bei einem weiteren Rundgang
durch die Landeshauptstadt kann
man heute etwas lernen. Ab 14 Uhr
führt ein Guide bei der Foto-Tour
durch Graz, begleitet wird man
zusätzlich von einer Profi-Fotografin,
die erklärt, wie man mit einer
(Handy-)Kamera großartige
Motive einfängt. Um Anmeldung
wird gebeten.
Letzte Aufführung
Die Schloss-Spiele
Reinthal bringen
heute zum letzten
Mal ihre „Verwickelte
Geschichte“
auf die Bühne am
Taggerhof in Kainbach
bei Graz. Die
letzte Aufführung
beginnt um 18.30
Uhr.
WOHIN AM SONNTAG
Anna-Sonntag
In Kalsdorf bei Graz wird heute
der Anna-Sonntag gefeiert. Los
geht’s um 10 Uhr mit einer heiligen
Messe, anschließend wird im
St.-Anna-Park gefeiert. Für Speis
und Trank ist gesorgt, auch ein
Kinderprogramm wird angeboten.
Summer of ’26
Das American Institute of Musical
Studies (AIMS) verzaubert auch
diesen Sommer im Rahmen des
AIMS-Festivals Graz und die
Steiermark. Los geht’s heute mit
dem festlichen Eröffnungskonzert
im György-Ligeti-Saal. Beginn im
Mumuth ist um 19.30 Uhr.
„Die Lavendelhex“
Auch die Theaterrunde Kalsdorf
hat für diesen Sommer eine Produktion
vorbereitet. Das Stück von
Elfi Greiner erzählt die Geschichte
einer geheimnisvollen Lavendelhexe
und führt an einen Ort, an dem
Fantasie und Wirklichkeit aufeinandertreffen.
Beginn im Theatergarten
Kalsdorf ist um 19 Uhr.
Metal-Matinee
Der Club Wakuum verwandelt sich
am Nachmittag in einen Treffpunkt
für Thrash-, Speed- und Hardcore-
Fans. Bei der Metal-Matinee „Coup
de Grace“ geht es ab 15 Uhr rund.
Sommer-Bim
Mit Beginn der Sommerferien
nimmt auch heuer die
beliebte Sommer-Bim ihren
Betrieb auf. Von 12 bis
18 Uhr ist ein Oldtimer-
Wagen auf der Strecke
Laudongasse-Jakominiplatz
unterwegs. Die
Mitfahrt ist kostenlos,
um eine Spende zum
Erhalt der Fahrzeuge
wird gebeten.
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* Quelle: ÖAK, 2. HJ
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