Unsere Kitzbühelerin Sommer 2026
Ursprung – Der Wert unserer Wurzeln
Ursprung – Der Wert unserer Wurzeln
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SOMMER 2026 – 14. Jahrg. – € 3,50
Österreichische Post AG, MZ02Z032209M, TIROLERIN Verlags GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 IBK
06
9 005524 192034
© Mathäus Gartner
Der Wert unserer Wurzeln
RAUMÜBERGREIFENDE
KOMPETENZ.
DURCHGÄNGIGE QUALITÄT.
IHR NEUES ZUHAUSE AUS EINER HAND
www.gasteiger.design
Pass-Thurn-Straße 46/47
6371 Aurach
Tel.: 05356 / 6919
© Mathäus Gartner
© Klara Ulmer
Unsere Kitzbühelerin – Herz der Region
Die besten Seiten des Bezirks
Herausgeber, Medieninhaber & Hersteller
Tirolerin Verlags GmbH
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EDITORIAL
Geschäftsführung
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Magazin- & Anzeigenleitung
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Lektorat
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Lea Hof, BA
Grafik-Team
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Lea Vogelsberger, Cheryl Kapferer,
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Druck
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Vertrieb
Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH,
5081 Anif
Die nächste Ausgabe erscheint
am 4. Dezember 2026.
www.unserekitzbuehelerin.at
Wo schöpfen wir Kraft, wenn uns das Leben mit seinen
Herausforderungen alles abverlangt? Dort, wo wir
unseren Ursprung haben, können wir auftanken. Nicht
umsonst kehren viele Menschen wieder dorthin zurück,
wo sie herkommen. Manchmal nur ab und zu, eines Tags
vielleicht für immer. Auch wenn es uns in die Welt hinauslockt,
wenn wir rund um den Erdball Erfahrungen
sammeln, wenn wir mit großem Erfolg in anderen Ländern
wirken, wenn wir uns, fasziniert von der Vielfalt der
Menschen, auf die Reise begeben, aber auch, wenn wir
einen Pfad einschlagen, der uns von unserem Lebensweg
abbringt – irgendwann kommt bei den meisten der Moment,
in dem sie ein Gefühl beschleicht, das irgendetwas
fehlt. Zuerst meldet es sich ganz leise, sodass wir es gerne
überhören. Dann kommt der Zeitpunkt – die innere Stimme
trifft eine klare Entscheidung. Das Herz scheint schon
vorausgeeilt auf dem Weg zurück in die wahre Heimat.
Nicht nur auf der geografischen Landkarte, sondern
ebenso auf der seelischen Ebene. Die Quelle unseres
Seins sind unsere Wurzeln. Davon erzählen Geschichten,
die das Leben schreibt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
viel Inspiration und Freude beim Lesen der neuen
Ausgabe „Unsere KITZBÜHELERIN“.
Von ganzem Herzen
Ihre Conny Pipal
Informationen zur Offenlegung gem. § 25 MedienG können unter
der URL www.tirolerin.at/impressum abgerufen werden. Weitere
Infos zum Datenschutz sind unter www.tirolerin.at/info/
datenschutz-und-cookies/ abrufbar.
KULINARIK
Kulinarik ist beim Stanglwirt seit jeher weit mehr als Genuss – sie ist Ausdruck einer Haltung.
Verwurzelt in der eigenen Landwirtschaft, geprägt von regionalen Produkten, handwerklicher
Qualität und echter Gastfreundschaft entstehen Gerichte, die Tradition und Zeitgeist verbinden.
Vom gemütlichen Gasthof „Stangl“ über das À-la-carte-Restaurant Leni`s bis zur feinen Gourmetküche
im Restaurant „Dreiklang“ erleben Gäste ehrliche Kulinarik mit Herkunft, Charakter und Seele.
Und das Schönste daran: Die Restaurants und kulinarischen Erlebnisse des Stanglwirt stehen
nicht nur Hotelgästen offen, sondern heißen auch externe Gäste jederzeit herzlich willkommen.
DREIKLANG
INTERNATIONALE KÜCHE
LENI`S
MEDITERRANE KÜCHE
GASTHOF STANGL
TRADITIONELLE - ALPINE KÜCHE
6353 Going am Wilden Kaiser, Tirol
+43/(0)5358/2000 | daheim@stanglwirt.com | www.stanglwirt.com
@stanglwirt | facebook.com/stanglwirt
30
56
INHALT
64
MOMENTE
14 Hochzeit in Szene gesetzt
Hochzeitshooting am
Hartkaiser zeigte,
wie wunderbar das
Heiraten sein kann.
20 Kitzbühels Kasettlfrauen
Ein kleidsamer Brauch, angezogen
von der alten Tradition.
SCHÖN & GESUND
24 In aller Munde
Beim Ölziehen läuft die
Hygiene wie geschmiert.
30 Haargenau, die Birke
Die Wirkung wurzelt in
der Kraft des Baumes.
36 Die Mücke wird zum Elefanten
Tipps und Tricks, um das
stechfreudige Getier
in die Flucht zu schlagen.
WOHNEN
56 Reinlich gefaltet
Die Serviette ist ein
richtiger Saubermacher
in allen Lebenslagen.
60 Omas Trickkiste
Omas althergebrachte
Ratschläge wirken
auch heute noch.
GENUSS
64 London im Kipferlfieber
Hubert Zanier wechselte in
Großbritannien vom Bankgeschäft
zum Bäckerbusiness.
72 Kathis Kuchenträume
Fürs große Promibacken:
Kathi Schönleitner in
Arabella Kiesbauers Küche.
© Pexels/Miami, Shutterstock, Pexels/Alexander Mas, privat, Pexels/
Alexander Mass, Pexels/Cottonbro Studio
6
20
82
90
LEBEN
76 Neue Mission
Helmut Gruber ist immer
noch schneidig unterwegs.
82 Wo die Liebe hinfällt
Hier werden
Herzensangelegenheiten
liebevoll besiegelt.
MODE
90 Wo die Mode herkommt
Seit jeher fühlen sich Menschen
von der Mode angezogen
94 Umhüllt vom Meer
Maritime Kleidung kommt
immer wieder in Trend.
AUSZEIT
98 Hurra, die Goas!
Der Fieberbrunner Bergauflauf
mit dem Ziegennamen.
106 Von klein auf aufschlagen
Die neue Tennis-Damen-Turnierdirektorin
im Porträt.
116 Italienisches Fahrgefühl
Die Vespa lenkt einen Verein
in Richtung Lebensfreude.
KULTUR
120 Karriere am Sax
Andreas Mader brilliert
grenzenlos mit einem
Reigen an Preisen
126 Filmreifes Ellmau
Vom Edelweißkönig zum
Bergdoktor im Ellmauer
Heimatmuseum
IMPULSE
135 Ellmi’s Geburtstag
Ein zauberhaftes Jubiläumsfest
am Hartkaiser.
7
Lieblingsplätze
UNSERE
LIEBLINGE
Durchatmen. Innehalten. Spüren, wo wir zuhause sind.
Die Erde unter unseren Füßen trägt unseren
Ursprung vertrauensvoll in sich. Im Außen
zeigt sich die Liebenswürdigkeit ebenso wie in den
inneren Werten. Die Menschen in ihrer unverwechselbaren
Bodenständigkeit, die Landschaft,
ein Juwel der Schöpfung, die Lebendigkeit in all seinen
Facetten verbindet sich auf ganz natürliche
Weise. Ein jeder Ort, jeder Platz, jeder Winkel zeigt
sich in seiner individuellen Schönheit und fügt sich
dennoch zu einer harmonischen Ganzheit.
BUNTER WOCHEN-
MARKT IM HERZEN
VON ST. JOHANN
© Stefan Wörgetter
Jeden Freitag verwandelt sich der Hauptplatz
von St. Johann i. T. in einen lebendigen Marktplatz
voller Farben und Düfte. Von 9 bis 16 Uhr
laden liebevoll gestaltete Stände zum Schlendern,
Verkosten und Verweilen ein. Frisches
Obst und Gemüse, regionale Schmankerl,
handgemachtes Kunsthandwerk sowie kulinarische
Spezialitäten machen den Wochenmarkt
zu einem genussvollen Einkaufserlebnis.
Der Wochenmarkt ist weit mehr als nur
ein Ort zum Einkaufen, er ist Treffpunkt für
Jung und Alt, Platz zum Plaudern, Genießen
und um gemeinsam entspannt ins Wochenende
zu starten. Noch bis 20. November lädt der
Markt mit vielfältigem Angebot und buntem
Rahmenprogramm ein.
www.treffpunkt-stjohann.at/wochenmarkt
info@ortsmarketing-stjohann.at
8
Lieblingsplätze
SUNDOWNER BBQ
NIGHT HOCH DROBEN
AM BERG
Kulinarisch ins Wochenende starten bei der
Sundowner BBQ Night in der Kaiserlounge
am Hartkaiser. Sich auf köstliche Grillspezialitäten,
beste Stimmung und einen atemberaubenden
Blick auf den Wilden Kaiser
freuen. Der perfekte Wochenausklang in
den Bergen. Ein unvergesslicher Abend mit
grandioser Aussicht.
Ab 22. Mai 2026 freitags in der Kaiserlounge.
Bergfahrt ab 17 Uhr, letzte Talfahrt 23
Uhr. Nur mit Vorreservierung.
www.ellmau-going.at
© Bergbahnen Wilder Kaiser
DAS ULTIMATIVE
AUSFLUGSZIEL IM
SAALACHTAL
Eintauchen in eine Welt, in der Geschichte lebendig
wird und Abenteuer auf Genuss trifft:
Fort Kniepass vereint Vergangenheit und Gegenwart
zu einem einzigartigen Erlebnis. Mit
dem persönlichen „KniePASS“ begibt man
sich auf eine spannende Entdeckungsreise
durch interaktive Stationen, die historische
Einblicke bieten und zum Nachdenken anregen.
Das Highlight? Die längste Röhrenrutsche
der Alpen. Auf über 150 Metern erlebt
man, begleitet von eindrucksvollen Licht- und
Soundeffekten, eine rasante Fahrt zurück ins
Tal. Nach so viel Erlebtem lädt die moderne
Raststätte „Fort Kulinarik“ zum Verweilen und
Genießen ein: Kreativ interpretierte, hausgemachte
Spezialitäten, regionale und raffinierte
fermentierte Köstlichkeiten. Fort Kniepass
– ein Ort, der begeistert, inspiriert und Genuss
neu definiert.
www.fort-kniepass.at
© Salzburger Burgen & Schlösser, Katrin Gollackner
9
Lieblingsplätze
© Bergbahnen Wildkogel
SPASSFAKTOR
MIT GRANDIOSEN
AUSSICHTEN
Die Bergbahnen Wildkogel zwischen den Kitzbüheler
Alpen und dem Nationalpark Hohe
Tauern präsentieren sich als wahres Freizeitparadies.
Neben wunderbaren Wanderwegen
und Mountainbike-Strecken sorgen die vier
Kilometer lange Mountaincart-Strecke für actionreiche
Abfahrten und ein spannender Rutschenwanderweg
mit zehn Edelstahlrutschen
für jede Menge Abenteuermomente inmitten
einer traumhaften Berglandschaft. Der Spaßfaktor
ist in jedem Fall garantiert.
www.wildkogel-arena.at
EIN NATURJUWEL IN
TÜRKISBLAU
Der Hintersteiner See ist ein bezaubernder
Bergsee mit einer Größe von 56 Hektar und
einer Tiefe bis zu 36 Metern. Dieses Juwel liegt
auf 883 Meter Seehöhe über Scheffau inmitten
des Naturschutzgebiets Wilder Kaiser.
Eine Wanderung rund um den glasklaren Gebirgssee
ist ein unvergessliches Erlebnis mit
fantastischen Ausblicken auf das türkisblau
schimmernde, saubere und durchaus kühle
Wasser und die umliegende Bergwelt. Ein
Ausflug zu diesem ganz besonderen Natursee
lohnt sich allemal.
© Conny Pipal
10
MOMENTE
© SkylineMedien
Hier sind alle Willkommen
„Unsere Kitzbühelerin“ Tipp für externe Gäste, die das wunderbare Ambiente, das
unvergleichliche Sportangebot, das stilvolle Shoppen beim Stanglwirt genießen möchten.
Eine kurze Auszeit nehmen, ohne gleich Urlaub zu machen? Spontan eine sportliche Einheit einlegen? Aus dem Moment heraus
schick shoppen? All das ist möglich beim Stanglwirt. Nicht nur die Gäste des Hotels, ebenso externe Genussmenschen können
sich im Biohotel hingeben. Draußen in der Natur locken interessante Golfarrangements der Spitzenklasse. Lieber hoch zu Ross dahin
traben? Auf Pferdefans wartet in der hauseigenen Reitschule ein besonders Erlebnis mit dem ersten privaten Lipizzanergestüt
Österreichs. Natürlich kann man beim Stanglwirt auch beim Shoppen aus dem Vollen schöpfen. Stilbewusste Gäste freuen sich über
den ausgezeichnet bestückte Stangl-Shop mit ausgewählten Kultmarken.Und das neue Stanglwirt’s Blumenladl lädt mit frischen
Sträußen, Blumengestecken, saisonaler Dekoration und liebevollen Geschenkideen zum Entdecken ein. www.stanglwirt.com
Momente
Sie ist eine der gefragtesten Coaches für CEOs
und Unternehmer, ausgebildete Ernährungsberaterin,
zertifizierte Epigenetik- und DNA-Coachin
und wurde unter anderem von Biohacking-Pionier
Dave Asprey geschult. Prof. Dr. h. c. Nike
Schröder schreibt in ihrem neuen Buch „Die Kunst,
stark zu bleiben“, wenn alles zu viel ist über innere
Stärke, Selbstführung und die Kunst, sich in einer
lauten Welt nicht selbst zu verlieren. Warum Kitzbühel
und die Berge für sie dabei weit mehr sind als
schöne Kulisse, erzählt sie im Gespräch mit „Unsere
Kitzbühelerin“.
UNSERE KITZBÜHELERIN:
Woher kommt diese tiefe Verbindung, die Sie zu
Kitzbühel spüren?
Sie hat viel mit meiner eigenen Geschichte zu
tun. Ich war früher in meinen Ferien in St. Johann in
Tirol begeisterte Skilehrerin. Diese Zeit hat mich geprägt
– körperlich, emotional und auch innerlich. Ich
habe das frühe Aufstehen geliebt, die Disziplin, die
IN KITZBÜHEL WIRD
AUS RUHE STÄRKE
Bewegung, die Stille am Morgen, dieses besondere
Licht in den Bergen. Kitzbühel war für mich damals
immer schon ganz nah. Und aus dieser Nähe ist über
die Jahre eine echte Herzensverbindung geworden.
Warum passen Ihr neues Buch und Kitzbühel so
gut zusammen?
Weil es in meinem Buch genau um die Themen
geht, die man in den Bergen sehr unmittelbar erlebt:
innere Ruhe, Klarheit, Selbstführung und die Frage,
wie wir stark bleiben, ohne uns selbst zu verlieren.
Die Berge erinnern uns an etwas Wesentliches. Sie
nehmen uns aus der Überforderung heraus und
bringen uns zurück in einen ehrlicheren Kontakt mit
uns selbst. Kitzbühel ist für mich deshalb ein Ort, an
dem mein Buch fast greifbar wird.
Was ist die Kernbotschaft Ihres Buches?
Dass Stärke nicht bedeutet, immer härter zu werden.
Wahre Stärke entsteht für mich dort, wo wir
beginnen, uns selbst wieder ernst zu nehmen – unsere
Grenzen, unsere Bedürfnisse, unsere Erschöpfung,
aber auch unsere Sehnsucht nach einem Leben,
das sich richtig anfühlt. Mein Buch ist eine
Einladung, nicht nur zu funktionieren, sondern wieder
bewusster zu leben.
Viele Menschen wirken stark und sind innerlich
trotzdem erschöpft. Warum ist das so?
Weil wir Stärke oft falsch definieren. Wir bewundern
Menschen, die viel leisten, viel tragen, viel aus
Journalistin, Führungscoach,
Visionärin und „Mission Impossible
Lady“ Nike Schröder über ihr neues
Buch, die Kraft der Berge und ihre
tiefe Verbundenheit mit Kitzbühel.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Sabina Radke
halten. Aber dauerhaftes Funktionieren ist nicht automatisch
innere Kraft. Oft steckt dahinter ein
Körper im Daueralarm, ein Leben in ständiger Anspannung.
Gerade Frauen sind es gewohnt, viel zu
organisieren, zu halten, zu ermöglichen – und übergehen
dabei oft ihre eigenen Signale. Irgendwann
verliert man dann die Verbindung zu sich selbst. Genau
an diesem Punkt setzt mein Buch an.
Welche Rolle spielt innere Ruhe in Ihrem Verständnis
von Stärke?
Eine sehr große. Für mich ist innere Ruhe nichts
Passives. Sie ist kein Stillstand und keine dekorative
Idee. Sie ist Präzision. Wenn ich innerlich ruhig bin,
entscheide ich klarer, spüre genauer, grenze mich
besser ab und höre schneller, was tatsächlich stimmt.
Ohne diese Ruhe leben wir oft im Reagieren. Mit ihr
12
Momente
kommen wir wieder ins bewusste Handeln. Das ist
für mich eine der wichtigsten Formen von Stärke.
Was haben die Berge Sie gelehrt?
Demut. Fokus. Körpergefühl. Vertrauen. Und
auch, dass Balance nichts Starres ist. Man findet sie
nicht, indem alles perfekt ist, sondern indem man in
Verbindung bleibt – mit dem eigenen Körper, mit
dem Moment, mit dem, was gerade da ist. Das habe
ich beim Skifahren früh gespürt. Und später im Leben
noch einmal ganz anders verstanden.
Ihr Buch handelt auch davon, dass der Körper oft
früher Bescheid weiß als der Kopf. Was meinen Sie
damit?
Dass unser Körper sehr klug ist. Er sendet Signale,
lange bevor wir bereit sind, sie wahrzunehmen. Er
zeigt uns, wenn etwas zu viel ist, wenn wir über unsere
Grenzen gehen, wenn wir innerlich nur noch auf
Spannung laufen. Reizbarkeit, Getriebenheit, Erschöpfung,
dieses Gefühl permanenter Wachsamkeit
– all das sind Botschaften. Aber viele Menschen
haben gelernt, darüber hinwegzugehen. Wir nennen
es dann Disziplin oder Leistungsfähigkeit, obwohl es
oft schon Überforderung ist.
Gibt es in Kitzbühel etwas, das Sie besonders berührt?
Ja, diese Mischung aus Kraft und Eleganz. Kitzbühel
hat eine starke Identität. Es ist sportlich, traditionsreich,
stilvoll – aber für mich ist das Entscheidende
etwas anderes: Es hat Seele. Es gibt Orte, die
schön sind, und Orte, die etwas in einem auslösen.
Kitzbühel gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.
Denken Sie, dass die Berge auch ein Gegenmittel zu
unserer heutigen Überforderung sein können?
Ich glaube schon. Nicht als Flucht, sondern als
Erinnerung. Die Berge erinnern uns an einen anderen
inneren Zustand. An Einfachheit. An Präsenz.
An das Wesentliche. In meinem Buch geht es auch
Stark bleiben heißt
für mich nicht, härter
zu werden, sondern
wieder bei sich
selbst anzukommen.
NIKE SCHRÖDER
darum, dass wir Räume brauchen, in denen wir
nichts leisten müssen. Solche Räume sind selten geworden.
Für mich können die Berge genau das sein:
Orte, an denen wir nicht optimieren müssen, sondern
einfach wieder atmen dürfen.
Hat sich Ihr Blick auf Erfolg verändert?
Sehr. Früher war Erfolg für viele von uns stark im
Außen definiert: Leistung, Sichtbarkeit, Anerkennung,
Tempo. Heute interessiert mich viel mehr, wie
sich Erfolg anfühlt. Ob er mit mir in Verbindung
steht. Ob er mich nährt oder erschöpft. Ob ich mich
in meinem eigenen Leben noch wiederfinde. Mein
Buch stellt genau diese Fragen – und ich finde, die
Berge helfen uns dabei, ehrlicher darauf zu antworten.
Welche Erinnerung aus Ihrer Zeit als Skilehrerin
tragen Sie bis heute in sich?
Dieses besondere Gefühl am frühen Morgen. Bevor
der Tag richtig beginnt. Wenn die Luft klar ist,
der Schnee noch unberührt wirkt und alles für einen
Moment still ist. Diese Mischung aus Ruhe und Kraft
hat sich tief in mich eingeschrieben. Vielleicht ist genau
dort mein Verständnis davon entstanden, dass
Stärke nichts Lautes sein muss.
Wenn Sie Menschen, die Ihr Buch lesen, einen Gedanken
mit nach Kitzbühel geben könnten, welcher
wäre das?
Dass sie nicht erst zusammenbrechen müssen,
um sich selbst wichtig zu nehmen. Dass Ruhe keine
Belohnung ist, sondern eine Voraussetzung. Und
dass ein Leben, das sich richtig anfühlt, oft dort beginnt,
wo wir wieder lernen, auf unseren eigenen inneren
Kompass zu hören.
Was wünschen Sie sich, dass man aus Ihrem Buch
mitnimmt?
Mut. Ehrlichkeit. Selbstachtung. Und das Gefühl,
dass Veränderung möglich ist – nicht irgendwann,
sondern jetzt. Nicht perfekt, aber echt. Ich
wünsche mir, dass Frauen nach dem Lesen spüren:
Ich muss mich nicht weiter verlieren, um stark zu
sein. Ich darf bei mir bleiben. Genau darin liegt die
eigentliche Kraft.
Und wenn Sie Kitzbühel in einem einzigen Satz beschreiben
müssten?
Kitzbühel ist für mich ein Ort, an dem Ruhe zur
Kraft wird.
13
Momente
Ja,
ICH WILL
TEXT: Conny Pipal
Nein, nein, die Hochzeit war nicht echt, die hoch
droben am Berg über die Bühne ging. Es war eine
perfekte Inszenierung von Creating Moments by
Patricia, um zu zeigen, wie grandios der schönste
Tag im Leben in Wirklichkeit sein kann.
© everwildheart
14
Momente
Ist alles an seinem Platz? Sitzt das
Kleid auch tatsächlich richtig? Helfende
Hände tragen die erwartungsvolle
Braut durch die Augenblicke, die für
sie unvergessen bleiben. Die Menschen,
die Ihr an ihrem Traumtag zur
Seite stehen, wird sie nie vergessen.
© Pucksophie Photography
Hochzeitsplanerin Patricia
Huber hilft tatkräftig mit. Sie
weiß, wie eine Hochzeit zum
schönsten Tag im Leben zweier
Menschen wird und plant
alles liebevoll und perfekt bis
ins kleinste Detail.
© everwildheart
Weiße Luftballons steigen
hoch hinauf in den Himmel,
während die süßen Verlockungen
dafür sorgen, dass alle
lieber auf der Erde bleiben.
Wäre doch schade, sich nicht
diesem Genuss hinzugeben.
© everwildheart
Der Bund fürs Leben wird
besiegelt mit zwei Ringen,
die aus einem Paar eine
liebende Einheit werden
lassen. Das Symbol für die
Liebe, Treue und unendliche
Verbundenheit, sinnbildlich
geformt für die Ewigkeit und
sichtbares Zeichen für das
Eheversprechen.
© Pucksophie Photography
In ein gemeinsames Leben gondeln?
Zuerst geht es hoch hinauf – zu
einer Hochzeit an einem Ort, der
seinesgleichen sucht. Im Herzen
der Kitzbüheler Alpen, inmitten der
majestätischen Berglandschaft,
umgeben von reiner Natur.
© everwildheart
Die Magie des ersten Augenblicks,
der Zauber des ersten
Kusses, der Liebreiz, sich für den anderen
zu öffnen, der Mut, sich füreinander
zu entscheiden, der Wunsch, das Leben
miteinander zu verbringen, der eine
Tag, an dem sich beide entscheiden, „Ja“
zu sagen: Um all diese Momente bei einer
Hochzeit in einem Guss miteinander
zu verbinden, braucht es Menschen,
die nicht nur das Talent haben, all dies
in Perfektion zu organisieren. Es braucht
Menschen, die all dies im Herzen spüren.
Ausgestattet mit einer
15
Momente
Einen kurzen Augenblick innehalten, ein
intimer Moment nur für das Paar, einen
kleinen Schluck nehmen und durchatmen,
die vertraute Zweisamkeit genießen, bevor
die Aufregung wieder steigt ...
© Pucksophie Photography
PERFEKT INSZENIERT
Hoch oben, fernab des Alltäglichen, entstand
bei einem Hochzeitsstyle-Shooting
in der Kaiserlounge am Hartkaiser in Ellmau
ein Setting von atemberaubender
Schönheit, in dem sich Stilvolles in seiner
reinsten Form entfalten darf. In vollkommener
Harmonie wirkten alle Akteurinnen
und Akteure für sich und doch in einem
fließenden Miteinander. Die perfekte
Inszenierung fand dank Patricia Huber
Kaiserlich tafeln vor einer außergewöhnlichen
Kulisse, in einer
einzigartigen Location. Stimmungsvolles
Licht, stimmig konzipiert,
romantisch geschmückt, elegant
gewählt, alles zusammen zaubert
eine wunderbare Atmosphäre für
diesen besonderen Tag.
© everwildheart
© everwildheart
© everwildheart
kreativen Ideenvielfalt, geleitet von einem
tiefsinnigen Feingefühl, begleitet
von einem starken Netzwerk, wird eine
Hochzeit zu einer kunstvoll inszenierten
Komposition, die alle Sinne berührt.
Abseits des Gewöhnlichen spiegelt sich
die Geschichte des Paares in jedem Detail
authentisch wider. Die lebendige Erinnerung
bleibt für immer. Was wie ein
fantasievolles Märchen klingt, wird mit
Creating Moments by Patricia fantastische
Wirklichkeit.
© Pucksophie Photography
Die Gläser erheben auf das
Brautpaar – um die Gäste zu
verwöhnen, lässt die Braut den
Champagner in Strömen fließen.
Ein märchenhafter Brautstrauß,
farblich auf das Outfit
abgestimmt und handlich gebunden:
Nun bleibt nur noch
eine Frage: Wer fängt beim
Werfen den Strauß?
16
Momente
ihren Weg in die Wirklichkeit. Mit ihrem
feinen Gespür für Details, ihrem unverkennbaren
Sinn für Stil, gepaart mit
höchster Professionalität, vereint mit ihrer
feinfühligen Kreativität und der Hingabe
für Herzensangelegenheiten, begleitet
sie Brautpaare mit ihrer
unverwechselbaren Handschrift am
schönsten Tag ihres Lebens.
GRÖSSTER WUNSCH
Jedes Konzept enthüllt sich als maßgeschneiderter
Traum, umgesetzt in die Realität,
vom unverbindlichen Kennenlernen
bis zur finalen Hochzeit. „Beim
Erstgespräch ist es mir wichtig, zuerst das
große Ganze zu klären, das heißt, welche
Begleitung das Paar wünscht und ob wir
harmonisch zusammenpassen. Es gibt
unterschiedliche Packages, sei es nur die
Unterstützung bei der Suche nach einer
Location oder eine Komplettplanung mit
Passt der Schuh? Aber ja,
perfekt sogar. Die Braut
ganz für sich, um das schicke
Beinkleid zu schließen, bevor
ihr großer Auftritt vor den
Gästen seinen Anfang nimmt.
© everwildheart
© Pucksophie Photography © Pucksophie Photography
© Pucksophie Photography
Traumkleider in Weiß
von „Rina Brautmoden
allem Drum und Dran mit sämtlichen
Dienstleistungen bis hin zur Gästebetreuung“,
erklärt sie freudestrahlend. Das
Herzblut für diese Rolle ist ihr ins Gesicht
geschrieben. Kein Wunder, schon
von klein auf war es ihr größter Wunsch,
Events zu organisieren. Sie studierte
Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement,
zeigt seit einigen Jahren erfolgreich
ihr Talent in der Gastronomie
und verwirklicht sich zudem als Hochzeitsplanerin.
© everwildheart
Platz nehmen und auf die Liebe anstoßen:
Liebevoll dekoriert wird jede
Hochzeitstafel zum einem wahren
Augenschmaus, bevor die Gaumen
der Gäste verwöhnt werden.
17
Momente
Einander festhalten - für immer.
Wie schön, wenn eine große
Liebesgeschichte mit einer
traumhaften Hochzeit beginnt.
© Pucksophie Photography
BLUMEN, IM NAMEN
DER LIEBE
Jeder Hochzeitsstrauß, liebevoll gestaltet
von Meisterfloristin Helene Dahlmeier-Adelsberger,
erzählt die wunderbare
Geschichte des Liebespaares.
Floral Design in Kitzbühel
Tel: +43 677 62999018
www.hdafloraldesign.at
DIE LIEBE IN SEINER
TRACHT BESIEGELN
Das „Model Pärchen“ wurde für
das Shooting von „Wimmer
schneidert“ ausgestattet
© everwildheart
Der Hochzeitstag soll sich nach dem Brautpaar
anfühlen. Bei Wimmer schneidert in
Schleedorf finden Braut und Bräutigam besondere
Trachtenlooks mit Persönlichkeit:
viele wunderschöne Modelle direkt vor Ort
und natürlich auch individuell nach Maß gefertigt.
Vom Brautdirndl bis zur Lederhose für
den Bräutigam – alles aus einer Hand und mit
viel Liebe zum Detail. Für das perfekte Hochzeitsoutfit
lohnt sich der Weg nach Salzburg.
Wimmer schneidert in Schleedorf und Filiale
in Salzburg
+43 6216 6562
lebensfreude@wimmertracht.at
www.wimmertracht.at
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Momente
MODERNE BRAUTKLEIDER.
PERSÖNLICH BEGLEITET.
© Madeleine Gabl Photography
Bei rina.braut.konzept begleitet Katharina jede
Braut persönlich vom ersten Termin bis zum Hochzeitstag.
Mit viel Gefühl, ehrlicher Beratung und
einem besonderen Gespür dafür, welches Kleid
wirklich zur Braut passt. Im Atelier in Hatting warten
moderne, außergewöhnliche Designerkleider aus
kleinen europäischen Ateliers – individuell, hochwertig
und fern von Mainstream. Private Anproben
in ruhiger Atmosphäre sowie individuelle Anpassungen
direkt im Atelier mit Schneiderin Heidi machen
die Brautkleidsuche zu einem besonderen Erlebnis.
Regelmäßig finden außerdem Open-House-Tage
ohne Termin statt. Infos dazu auf Instagram.
rina.braut.konzept in Hatting
Tel: + 43 676 9305771
rina@brautkonzept.at
www.rina.braut.konzept.at
© Pucksophie Photography
„JA“ AUF
1555 METERN
MODERNE HOCHZEITEN
IN DEN BERGEN
Irina von EverWildHeart Photography fotografiert
moderne Hochzeiten, Ski-Elopements und
Love Stories in den Bergen Europas - emotional,
ungestellt und voller echter Momente.
Irina Reitbauer
Whatsapp: +43 676 5340891
everwildheart@gmail.com
www.everwildheart.photography
In der Kaiserlounge wird gar jede Hochzeit
zu einem unvergesslichen Erlebnis
– mit atemberaubendem Panoramablick
auf den Wilden Kaiser und die Kitzbüheler
Alpen. Feiern in stilvollem Alpin-Chic.
Die großzügige Sky-Terrasse macht jeden
Moment, vom Empfang bis zum
Sonnenuntergang, einfach magisch.
Kaiserlounge in Ellmau
Tel. +43 664 120 97 22
hochzeit@kaiserlounge.at
hochzeit.ellmau-going.at
PATRICIAS
VERSPRECHEN
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
© everwildheart
Nicht nur die Paare sagen bei einer Heirat „Ja“ zueinander.
Ebenso ist es die Hochzeitsplanerin, die das Versprechen gibt
dazusein, in allen Belangen, treu an der Seite der Paare, um
den schönsten Tag im Leben unvergesslich zu machen. „Eure
Liebe – mein Herzensprojekt“, sagt Patricia Huber und tut es –
mit unterschiedlichen Paketen zum Buchen – vom Budgetplan,
Locationsuche, Designkonzept über die Suche und
Abstimmung aller Dienstleistungen bis hin zum detaillierten
Ablaufplan.
Creating Moments in St. Johann in Tirol
Patricia Huber
Hochzeitsplanerin
Tel. +43 664 1173770
patricia@creating-moments.at
www.creating-moments.at
19
Momente
Von den Röcklgwandfrauen, die meist in
der Generationenfolge das Kasettl bis heute
stolz als kleidsamen Brauch des Tiroler Unterlandes
in die Zukunft tragen.
Die Damenrunde
der trachtigen
Tradition
TEXT: Conny Pipal
FOTOS: Michael Werlberger, privat
Momente
chen. Und ihr sei dann in den Sinn gekommen,
den Rathausspruch von
Kitzbühel im Anschluss an die Messe
vorzutragen, auswendig, versteht sich.
Passend zum Röcklgwand
perfekt gezopft.
Unerschütterlich ist die Begeisterung
der Frauen, wenn sie von
der Tracht sprechen, die ihre Wurzeln
in jedem Detail widerspiegelt. Dafür sei
der Blick in die Vergangenheit unerlässlich,
ist die Damenrunde, stellvertretend
für alle Kitzbüheler Röcklgwandfrauen,
überzeugt. Heute sitzen sie bei
einem gemütlichen „Hoangascht“ zusammen.
Uschi Schorer, wohl allen als
ehemalige leidenschaftliche Hausherrin
des „Hotel Erika“ und nun als herzliche
Gastgeberin in ihrem privaten
Haus bekannt, erinnert sich noch gut,
wie sie zu ihrem Röcklgwand gekommen
ist. „Als junges Mädchen bin ich
immer im Dirndlgwand in die Kirche
gegangen. Und dann hat der Brandstätter
Peter, damals Volksschuldirektor, irgendwann
zu mir gesagt, jetzt wär’ es
Zeit, dass ich mir ein Kassettl machen
lass’. Zur Firmung meiner jüngeren
Tochter hab’ ich es dann getragen“, erinnert
sie sich.
Und auch daran, dass Maria Mamoser,
die damalige Besitzerin vom Hotel Tiefenbrunner,
ihr aufgetragen habe, die
Kassettlfrauen zusammenzubringen,
damit alle gemeinsam zu den Festlichkeiten
gehen sollen. Und dass sie am hohen
Frauentag, Maria Empfängnis, dem
8. Dezember, dem Mesner und den Ministranten
ein Trinkgeld geben müsse.
Ebenso sei es ihre Aufgabe gewesen, an
diesem Tag die Fürbitten selbst zusammenzustellen
und die Lesung zu spre-
BÜRGERLICH UND BÄUERLICH
„Anlässlich der Festlichkeiten im Jahr
1971 zur 700 Jahr-Feier der Stadterhebung
Kitzbühels, gelobten die Frauen von Kitzbühel
mit ihrer Initiatorin Maria Mamoser,
jeweils am 8. Dezember zu Maria
Empfängnis einen Bitt- und Dankgottesdienst
abzuhalten, zum Wohle für unsere
Stadt und deren Bewohner“, weiß Barbara
Schmidinger und ergänzt: „Es gibt
die bäuerlichen und die bürgerlichen
Kasettlfrauen. Früher war die Altersgrenze
gegeben mit der Hochzeit.“ Die
Röcklgwandfrau betont, dass sie kein
Verein sind und das Röcklgwand nur bei
kirchlichen Anlässen und damit verbundenen
Festen oder Umzügen ausgeführt
wird. „Fronleichnam, Maria Himmelfahrt,
der hohe Frauentag, da gehen wir
mit den Kräuterbuschen in die Kirche.
Erntedank und Maria Empfängnis sind
dabei ganz besonders wichtig.“
DEN HUT AUFHABEN
Rosi Aufschnaiter lauscht aufmerksam
den Worten. Sie ist mit ihren 95 Jahren
die Älteste der Röcklgwandfrauen in
Kitzbühel. Das Kassettl bekam sie zu
ihrer Hochzeit im Jahr 1956. Sie weiß viel
über diese besondere Tracht. So auch,
dass die Frauen den Hut erst tragen
Bei kirchlichen Anlässen rücken
die Röcklgwandfrauen aus.
21
Momente
dürfen, wenn sie verheiratet sind. Doch
heutzutage sei das nicht mehr so streng,
da gebe es schon die eine oder andere,
die auch ohne Ehering einen Hut aufhat,
meint die Damenrunde unisono.
Auch Anna Werlberger hat sich heute
dazugesellt. Die ehemalige Ortsbäuerin,
jetzige Gemeinderätin und Obfrau des
Bauernhausmuseums Hinterobernau in
der Gamsstadt, ist stolz auf ihr Röcklgwand.
Auf ihrem Schoß liegen Schürzen
in unterschiedlichsten Farben und Mustern.
„Ich konnte mich nicht entscheiden,
welcher Stoff mir am besten gefällt,
da hab’ ich alle genommen“, verrät sie
mit einem Schmunzeln und zeigt ihre
selbstgenähten Schätze. Bevor diese
umgebunden werden, müssen die Damen
alle Teile des Kleides in der richtigen
Reihenfolge anziehen. Und dies sei
von einem aufs andere Mal eine ziemliche
Prozedur. Es brauche schon ziemliches
Geschick, um die stofflichen
Schönheiten in ihrer ganzen Pracht zu
entfalten. So müssen da und dort die
„Hafteln“ richtig zusammengeführt, der
„Zipp“ in richtige Bahnen gelenkt und
schlussendlich die Schürze schneidig
gebunden sein. „Mein Mann Benedikt
hilft mir dabei. Da brauchen wir beide
Geduld“, lacht Uschi Schorer und staunt
nicht schlecht, als Rosi sagt, sie würde
ihres ganz allein anziehen. Einige der
Damen schaffen es, dank des Reißverschlusses,
ohne Hilfe hineinzuschlüpfen.
Und auch das Flechten der dazu
Die Kitzbüheler Röcklgwandfrauen
vor einer traumhaften Kulisse.
Das Kassettl begeistert
seit Generationen.
Mein Mann Benedikt
hilft mir beim
Kassettl-Anziehen.
Da brauchen wir
beide Geduld.
USCHI SCHORER
passenden Zopffrisur geht ihnen gut
von der Hand. Um das Erscheinungsbild
zu vervollständigen, sind Accessoires
wie die schwarze Strumpfhose,
schwarze Schuhe, der Doppelschal, der
schöne Schmuck und das Trachtentäschchen
unerlässlich. Was da alles hineingehört,
legt Uschi Schorer Stück für
Stück auf den Tisch. „Die Brille, ein Taschentuch,
die schwarzen Handschuhe
und auch ein Stück Traubenzucker für
den Kreislauf sind immer dabei.“ Dass
in ihrer Tasche auch ein kleines Roll-on-
Fläschchen mit Pfefferminzaroma immer
Platz findet, hat einen guten Grund.
„Wenn wir mit Musikgruppen ausrücken,
ist es oft sehr heiß und die müssen
oft so lange stehen. Da gehe ich hin und
geb’ ihnen ein wenig auf Schläfen und
Stirn. Das hat schon oft geholfen“, lächelt
sie, wissend, dass die Röcklgwandfrauen
mit ihren Auftritten der Stadt ein
ganz besonderes Gesicht verleihen.
22
SCHÖN & GESUND
© Michelle Hirnsberger
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Schön & gesund
In aller Munde
Das Ölziehen stammt ursprünglich aus dem Ayurveda,
einer Heilkunst aus Indien. Diese viele Tausend Jahre alte
Methode zur Reinigung des gesamten Körpers beginnt im
Mund und fasst auch im Westen immer mehr Fuß.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock
Pexels/Meruyert Gonullu
24
Schön & gesund
Das lasse man sich auf der Zunge
zergehen: Man nehme gleich
nach dem Aufstehen, noch bevor man
einen Bissen isst oder einen Schluck
trinkt, einen Esslöffel Öl, zieht es
durch die Zahnzwischenräume und
spült damit den gesamten Mundraum.
Dieser gehört zum Verdauungssystem,
und die spezielle
Art der Reinigung, die man
vorzugsweise täglich vornimmt,
wirkt auf vielerlei Weise
unterstützend. Das Ölziehen
dient der Kräftigung der
Zähne, stärkt das Zahnfleisch,
löst Belag, Gifte und Säuren aus
der Mundhöhle, schützt vor Karies,
bekämpft unangenehmen
Geruch, hilft bei trockenem Mund
und rissigen Lippen. Doch der Effekt
geht noch tiefer und entfaltet sich im gesamten
Körper. Eine Studie besagt, dass
diese Methode bei etwa 30 Krankheitsbildern
unterstützend sein kann. Ganzheitlich
gesehen lindert sie die Beschwerden
bei grippalen Infekten,
Magenschleimhautentzündungen,
Herzerkrankungen, Hautleiden wie Ekzemen,
Schuppenflechte, Neurodermitis
und sogar bei allerlei Leiden von
Frauen. Die antibakterielle und entgiftende
Wirkung entlastet den ganzen
Organismus.
Man nehme nach dem Aufstehen,
noch bevor man einen
Bissen isst oder einen Schluck
trinkt, einen Esslöffel.
BYE, BYE, BAKTERIEN
Bei dieser ergänzenden Maßnahme für
die Mundgesundheit wird mehr Speichel
produziert. Das wiederum bindet
Bakterien und Beläge, die sich ungebeten
in der Mundhöhle aufhalten. Deshalb
ist es wichtig, das Öl nicht zu gurgeln
und nicht zu schlucken, sondern
auszuspucken. Schließlich will man
die Eindringlinge loswerden. Zur Verwendung
kommen ausschließlich
hochwertige und biologisch angebaute,
kaltgepresste pflanzliche Öle, beispielsweise
Oliven-, Sesam-, Sonnenblumen-,
Kokos- oder Leinöl. Auch
wenn man das Ölziehen gerne durchziehen
möchte, steht oft das Argument
dagegen, dass man morgens wenig Zeit
dafür habe. Integriert man die Anwendung
jedoch in die morgendliche Routine,
will man es nicht mehr missen. So
kann man auch beim Frühstück zubereiten,
beim Anziehen, unter der Dusche,
beim Lesen der Zeitung, beim Betten
machen, beim Lüften davon
Gebrauch machen. Je nach Belieben
können manche nicht mehr ohne, andere
wieder ziehen es als mehrwöchige
Kur durch.
Übrigens: Wer eine sinnvolle Fleißaufgabe
dazunehmen möchte, dem sei die
Handhabung mit einem Zungenschaber
empfohlen. Damit wird die Reinigung
intensiviert und den Giftstoffen zusätzlich
der Garaus gemacht. Richtig angewendet
schabt man vorsichtig einige
Male von hinten nach vorne über die
Zunge und wird staunen, was sich darauf
alles befindet. Anschließend beginnt
man mit dem Ölziehen.
25
Schön & gesund
PORTRÄT DER PASSENDEN ÖLE
© Pexels/Tijana Drndarski
KOKOSÖL
Enthält jede Menge Laurinsäure, die Mikroorganismen
wie Bakterien, Pilze, Viren
hemmen oder abtöten kann, überzeugt
durch den angenehmen Geschmack.
Es schmilzt im Mund und ist bei Raumtemperatur
fest.
© Pexels/
Delphine Hourlay
SESAMÖL
Wird traditionell bei Ayurveda-Anwendungen
verwendet, enthält antioxidative Stoffe
(Sesamol, Sesamin), und man mag den milden
Geschmack.
© Pexels/ Vie Studio
LEINÖL
Überzeugt durch den hohen Anteil an
Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure),
ebenso wertvoll sind die entzündungshemmenden
Eigenschaften und speziell
in der Anwendung durch das mild-nussige
Aroma und den leicht bitteren Geschmack.
© Pexels/ Darina
Belonogova
SONNENBLUMENÖL
Gehört zu den Klassikern in Sachen Ölziehen
und ist beliebt wegen dem milden,
eher neutralen und gut verträglichen Geschmack
und zudem preiswert.
Es ist reich an Linolsäure (Omega-6) und
lange haltbar.
© Pexels/ Pixabay
OLIVENÖL
Ist antibakteriell, entzündungshemmend
und pflegt das Zahnfleisch und die
Schleimhäute. Es schmeckt mild und leicht
fruchtig, wird im Mund nach einigen Minuten
neutraler und dünnflüssiger und wirkt
eventuell am Ende der Anwendung intensiv
ölig.
26
Schön & gesund
UND SO FUNKTIONIERT’S:
Morgens nach dem Aufstehen und noch
vor dem Zähneputzen gibt man einen
Esslöffel Öl der Wahl in den Mund und
beginnt es zu kauen, von einer Wange
zur anderen vorsichtig zu saugen, langsam
durch die Zähne zu ziehen. Dabei ist
es wichtig, dass das Öl immer bewegt
wird. Für Anfänger reichen bereits fünf
Minuten. Je länger, desto besser? Profis
halten 20 Minuten durch.
Nach und nach verändern sich die Farbe
und die Konsistenz des Öls und wird
dünnflüssiger. Nun ist es Zeit auszuspucken.
Zum Abschluss wird der gesamte
Mundraum mit lauwarmem Wasser
gründlich ausgespült. Den Abschluss bildet
das Zähneputzen.
Ölziehen kann das Zahnfleisch stärken
und die Mundflora verbessern.
27
Schön & gesund
STRAHLENDE AUGEN
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überschüssige Haut zu reduzieren,
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präzise auf die oberste Hautschicht,
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Das Besondere: Sie kann auch
direkt im Auge angewendet werden, etwa
zur Behandlung bestimmter Lidveränderungen
oder Bindehauterkrankungen.
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Schön & gesund
Schön & gesund
Ein Baum,
im Dienste der
Schönheit
TEXT: Conny Pipal
Die Birke schlägt seit jeher ihre Wurzeln in die Erde, um
Haut und Haar auf himmlische Weise zu verwöhnen.
30
Schön & gesund
Birkenblätter sind ein
wirksames Mittel zur
Anregung des gesamten
Stoffwechsels.
SEBASTIAN KNEIPP
Blättert man in der Geschichte
der Birke, entdeckt man Erstaunliches.
Dieser wahrlich außergewöhnliche
Baum war einer der ersten
seiner Art nach der letzten Eiszeit, als er
in Europa Wurzeln schlug. Seine gewachsene
Historie zeigt sich voll von
Symbolen mit zahlreichen Verästelungen
in die Botanik, die Kultur, die Gesundheit,
die Schönheit, aber auch in
die Mystik. Als bodenständiges Gewächs
mit hoher Widerstandsfähigkeit
lässt sie sich auch von überaus kargen
Böden nicht beeindrucken. Das Pech
der Birke zählt zu einem der ältesten
Klebstoffe. Man sagt die Birke sei ein Pi-
onier, wenn es um die Nützlichkeit für
die Menschheit geht. Bereits in frühesten
Zeiten diente ihr Holz als Werkzeug
und als Brennmaterial, ihre Rinde zum
Schreiben und als Behältnis, ihr Saft als
heilsames Getränk. Außerdem hat die
Birke als Symbol für Neubeginn, Reinheit,
Schutz und Fruchtbarkeit eine mythologische
Bedeutung. So stand sie bei
den Kelten für Erneuerung, die Germanen
bezeichneten sie als heiligen Baum.
Ihre Fähigkeit, sich anzupassen, wird in
der Ökologie überaus geschätzt.
Ihr Erkennungsmerkmal ist die weißlich
gefleckte Rinde. Früher nutzte man
diese elastische, wasserfeste, antibakterielle,
reißfeste und biegsame Hülle des
Stammes, um daraus Taschen, Schuhe,
Teller, Dosen, Körbe und sogar Abdeckungen
für Dächer zu fertigen.
31
Ihre Blätter verwandeln sich je nach
Jahreszeit: Im Frühling sind sie hellgrün,
im Sommer strahlen sie in einem
kraftvollen Grün und im Herbst in einem
leuchtenden Gelb. Seit jeher gilt ihr
Saft, mild, leicht süßlich und frisch in
seinem Geschmack, als Schönheitselixier
dank den wertvollen Inhaltsstoffen
wie Kalium, Kalzium, Magnesium,
Zink, Mangan, Aminosäuren und Enzyme
und Antioxidantien. Die entgiftende
und entwässernde Wirkung schenkt einen
klaren Teint, den Hautzellen Feuchtigkeit
und stärkt Nägel und Haare. Bei
regelmäßiger Anwendung als Gesichtswasser
zeigt sich eine sichtbare Veränderung
bei Hautunreinheiten, die Regeneration
der oberen Hautschicht wird
gefördert, Juckreiz gelindert und die
Neubildung der Hautzellen angeregt.
Selbst bei Krankheiten der Haut entfalten
die Inhaltsstoffe mit ihren entzündungshemmenden
Eigenschaften einen positiven
Effekt. In Sachen Schönheit und in
Form eines Tees genossen kurbeln die Birkenblätter
die Entwässerung des Körpers
an. Dies wiederum sorgt für wohltuende
Entschlackung.
Der Haarwuchs und die Kopfhaut profitieren
ebenso, sobald das Birkenwasser
seine durchblutungsfördernden Wirkstoffe
freigibt. Allseits bekannt wird es als
Mittel gegen Haarausfall genützt, die Fettproduktion
wird reguliert, die Schuppenbildung
reduziert.
33
Schön & gesund
WENN DIE HAND
EINSCHLÄFT…
Das Karpaltunnelsyndrom –
ein Interview mit Dr. Kastenberger
und Priv.-Doz. Dr. Kaiser, PhD
Akute und chronische Beschwerden
können mit individuell angepassten
Behandlungsansätzen die Lebensqualität
verbessern. Die Praxis von
Dr. med. univ. Tobias Johannes Kastenberger,
Facharzt für Unfallchirurgie
und Orthopädie & Traumatologie und
Spezialisierungsdiplom Handchirurgie,
und Priv.-Doz. Dr. med. univ. Peter Kaiser,
PhD, Facharzt für Orthopädie &
Traumatologie und Spezialisierungsdiplom
Handchirurgie, verbindet moderne
Medizintechnologien mit fachlicher
Expertise, um Hände wieder voll funktionsfähig
zu machen.
Dr. Kaiser: Typische Beschwerden sind
das nächtliche Einschlafen vor allem der
ersten drei bis vier Finger, hinzu kommen
teilweise Taubheitsgefühle, teils brennende
oder anhaltende Schmerzen wie auch
ein Kraftverlust in einem fortgeschrittenen
Stadium.
Wodurch entstehen die Symptome?
Dr. Kastenberger: Der mittlere Handnerv
verläuft auf Handgelenkshöhe zusammen
mit den Beugesehnen der Finger durch
einen Tunnel. Bei der Erkrankung kommt
es zu einer Kompression des Nerven.
Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?
Dr. Kastenberger: Zielführend ist die Anamnese
und die typischen Beschwerden.
Hinzu kommen ein paar klinische typische
Untersuchungen, bei dem das Einschlafen
der Finger oder ein Schmerz pro-
voziert wird. In weiterer Folge wird beim
Neurologen die Nervenfunktion wie die
Nervenleitgeschwindigkeit untersucht.
Ein geschädigter Nerv funktioniert nämlich
langsamer, was neurologisch objektiv
gemessen werden kann. Zusätzlich kann
mittels einer Ultraschalluntersuchung
eine Schwellung der Nerven bildlich dargestellt
werden.
Wie behandelt man das Karpaltunnelsyndrom?
Dr. Kaiser: In der Regel erfolgt zu allererst
eine konservative Behandlung, wobei diese
oftmals nicht von anhaltender Dauer
ist. Zu diesen Maßnahmen zählen unter
anderem das Tragen einer Handgelenksprothese,
vor allem nachts, das Anlegen
von Kinesiotape, auch mögliche Infiltrationen
von beispielsweise Cortison, die
Durchführung von Ergotherapie samt
speziellen Nervenübungen sowie die Applikation
einer Stoßwelle.
Dr. Kastenberger: Falls es zu keiner anhaltenden
Besserung kommt, sollte man eine
Operation in Erwägung ziehen. Hierbei
wird ein Band, das den Nerv komprimiert,
durchtrennt, wodurch dieser wieder mehr
Platz im genannten Tunnel hat und sich erholen
kann. Spezialisierte Handchirurgen
können diesen Eingriff mit geringem Risikoprofil
sicher und einfach in lokaler Betäubung
durchführen.
Dr. Kaiser: Als Alternative bietet sich die
minimalinvasive, ultraschallgezielte
Karpaltunnelspaltung an. Dabei bleibt
die Haut weitestgehend intakt. Der Vor-
teil der Methode ist die schnellere Rehabilitation
mit möglicherweise geringeren
Schmerzen. Mittelfristig sind beide
operativen Methoden jedoch gleichwertig
anzusehen.
Woher weiß ich, welches Verfahren das
richtige für mich ist?
Dr. Kastenberger: Es wird ein individueller
Behandlungsplan erstellt und eine
maßgeschneiderte Therapie eingeleitet.
Sollte eine Operationsmethode nicht
durchführbar sein, kann in unserem ordinationseigenen
Operationsraum sofort
auf das jeweilige andere komplementäre
Verfahren gewechselt werden.
Dr. Kaiser: Ein minimal-invasives Verfahren
kann dann nicht durchgeführt
werden, wenn der Abstand zwischen
dem Nerven und der Arterie zu klein ist.
In diesem Fall wird offen operiert.
Ordinationsumzug (Wahlarzt)
Handchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie
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bedeuten für
viele Patientinnen und Patienten
und ebenso für die Angehörigen eine große
Belastung. Meist ist schon der Weg zur
Klinik oder in die Reha ohne Hilfe kaum
zu bewältigen. Genau hier setzt der Klinikexpress
an. Einige der Mitarbeitenden
sind medizinisch ausgebildet oder erfahren
im Rettungsdienst. Mit einem spezialisierten
Fuhrpark und einem erfahrenen,
einfühlsamen Team kümmert sich der
Klinikexpress mit Standorten in Kitzbühel
und St. Johann i. T. darum, dass man
sicher, pünktlich und mit Würde ans Ziel
kommt. Die Fahrerinnen und Fahrer
transportieren nicht nur – sie begleiten
achtsam und mit Menschlichkeit auf jedem
Weg und verfügen über ein hohes
Maß an Verantwortungsbewusstsein. Das
Wohlergehen der Patienten liegt dem
Team am Herzen.
© Markus Mitterer
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Schön & gesund
Wenn die Mücke
zum Elefanten wird
Kaum zeigen sich die ersten warmen
Sonnenstrahlen, schlagen die lästigen
Insekten zu. Doch es gibt Mittel und Wege,
das stechfreudige Getier zu bändigen.
TEXT: Conny Pipal
Schön & gesund
Sie sind erbarmungslos aufdringlich
und hemmungslos hungrig,
unverschämt übergriffig und stets bereit
anzugreifen. Wahrlich bedrohlich tönt
ihr gnadenloses Summen am Ohr und
verhindert erfolgreich ein entspanntes
Einschlafen. Glaubt man, durch hektisches
Herumfuchteln den Feind in die
Flucht zu schlagen, treibt es die Stechmücke
auf die Spitze. Wird man unweigerlich
zum unschuldigen Opfer, hat
man ein stichhaltiges Argument, um
aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
Dem deutlich spürbaren Schmerz
folgt nämlich ein schier unerträglicher
Juckreiz, der meist nur durch unablässiges
Kratzen, wenn auch nur kurzfristig,
ein erleichterndes Ende findet.
Wenn du denkst, du
seist zu klein, um
etwas zu bewirken,
dann verbringe die
Nacht mit einer Mücke.
AFRIKANISCHES SPRICHWORT
STICHHALTIG NÜTZLICH
Schon früh morgens scheinen sie sich
auf die Lauer zu legen, dann ziehen sie
sich unauffällig zurück, um abends
abermals auf Beutezug zu gehen. Selbst
den Stachel ausfahren, lautet da die Gegenoffensive.
Und dafür eignen sich allerlei
hilfreiche Tipps und Tricks. Damit
das geflügelte Getier uns nicht zu nahekommt,
gibt es natürliche Mittel und
Wege, um es ohne chemische Keulen
fernzuhalten. Schließlich weiß man
auch um den Nutzen, den die Mücken
dem Ökosystem bringen. Sie dienen als
Futterquelle für nützliche Bewohner des
Tierreichs und gliedern sich auf diese
Weise perfekt ein in die Nahrungskette
für viele Lebewesen, die im Wasser
kreuchen und fleuchen. Mücken ernähren
sich von Pflanzensäften und Blütennektar,
tragen so zur Bestäubung bei
und sichern den Weiterbestand der
Pflanzenwelt.
37
Schön & gesund
strömen. Bestimmte Gerüche, die der
Mensch überaus schätzt, empfinden
hingegen die stechfreudigen Angreifer
als äußerst unangenehm. Aromatische
Kräuter, wie Rosmarin, Basilikum,
Thymian, Minze, Eukalyptus und natürlich
den Lavendel stinkt den Mücken,
und sie nehmen freiwillig Reißaus.
So richtig sauer werden die lästigen
Insekten beim Aroma der Zitrone. Gemeinsam
mit Gewürznelken wird es
für die Tiere echt bitter. Bestens platziert
auf Fensterbänken, in Eingangsbereichen
und nahe den Sitzgelegenheiten
im Garten bleibt den Mücken
nichts anderes übrig, als vor den Hilfsmitteln
vorzeitig eine Fliege zu machen.
Auch Tomaten im Topf oder Geranien
am Balkon gehören zu den
erfolgreichen Abwehrmethoden. Mit
DEN RICHTIGEN RIECHER
Die ungebetenen Gäste fühlen sich von
dunkler Kleidung, ebenso vom Atem
und der Ausdünstung angezogen. Laut
Untersuchungen sind die Mücken
wahre Meister im Aufspüren des CO 2
in der Atemluft und können diese sogar
in 50 Meter Entfernung wahrnehmen.
Die Blutgruppe 0 soll sich bei den
Plagegeistern besonderer Beliebtheit
erfreuen. Stichfreudig sind nur die
weiblichen Mücken, die ihre Eier bevorzugt
im Wasser oder in Feuchtgebieten
deponieren. Um einen Großteil
der Körperregionen vor einem Angriff
zu schützen, empfiehlt sich Schutzkleidung
in Form von Kopfbedeckungen
aller Art, langärmeligen Shirts, bodenlangen
Hosen und Kleidern. Was sie
gar nicht mögen, sind Gewürze und
Pflanzen, die einen speziellen Duft vereinem
Schutzschirm direkt auf der Haut
verfehlt der Stachel dank ätherischer
Öle aus Zitronengras oder Zimt garantiert
sein Ziel. Stechmücken tauchen bevorzugt
in das Ambiente eines Gartenteichs
ein, um dort ihre Eier zu legen.
Um das Übel im Keim zu ertränken, verbündet
man sich am besten mit dem
Feind des Feindes. Am Menüplan der
Goldfische stehen Mücken ganz oben.
Auf der Speisekarte der ungebetenen
Gäste sollten Mahlzeiten mit Knoblauch
am besten gar nicht stehen. Diese
Lauchart ist ob der Ausdünstung über
die Haut gar nicht nach ihrem Geschmack.
Gar grässlich finden Mücken
den eindringlichen Duft von Salbei.
Eine Räucherung mit dem Lippenblütler
schlägt sie blitzschnell in die Flucht
und die Luft ist rein.
WOHNEN
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Frische Farbe für St. Johann
Mit der Eröffnung eines neuen Geschäfts bringt Farben Fred wieder ein renommiertes Unternehmen
in die Gemeinde und bringt fachliche Kompetenz und hochwertige Qualitätsprodukte mit.
Schön, dass es wieder ein Farbenfachgeschäft in St. Johann gibt“, so ein Kommentar auf Instagram. Dieser Meinung war auch
die bunt gemischte Gästeschar bei der feierlichen Eröffnung von Farben Fred in St. Johann. Begeistert von der einzigartigen
Vielfalt an Produkten zeigte das motivierte Team der interessierten Kundschaft, den Geschäftspartnern, Freundinnen und
Freunden voller Freude die neuen Räumlichkeiten. Hier schlägt das Künstlerherz höher, dort strahlt die Handwerkszunft über
das tolle Sortiment wie Holzschutz sowie große und kleine Pinsel, Feines für die Fassade und vieles mehr. Ein paar Schritte weiter
strahlen die Lehrlinge über die hochwertigen Lacke – für jeden ist das Passende dabei. Jede Menge Gründe also, auf diese
wunderbare Farbenwelt anzustoßen.
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TEXT: Conny Pipal
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Charme, gewachsene Werte, einzigartige Landschaft
und unvergleichliche Lebensqualität
prägen die Region der Kitzbüheler Alpen.
© Studio Prest_The Feather
Gerade in Zeiten wie diesen ist der
Wunsch nach einem ruhigen
Rückzugsort abseits von Stress und
Hektik groß. Das Bedürfnis nach Gemütlichkeit
und Geborgenheit halten
Einzug im Zuhause. Wohl deshalb wünschen
sich die Menschen ein behagliches
Ambiente in den eigenen vier Wänden.
So kann Zufriedenheit einkehren,
und der Lebensfreude werden Tür und
Tor geöffnet. Wohlbehagen lässt sich in
allen Bereichen nieder. Um all dies in
Perfektion umzusetzen, stehen die Fachleute
aus der Baubranche, der Architektur,
dem Handwerk, der Inneneinrichtung
mit Rat und Rat zur Seite. Von der
Errichtung eines Eigenheims über die
Wellnessoase bis zur kleinen, feinen
Wohnung, von der Wahl des Bodens
über die Farbgestaltung an den Wänden
bis hin zum dekorativen Accessoire
braucht es einfühlsame Begleitung. Ob
trendig-urban oder zurück zur Ursprünglichkeit
agieren alle mit Fingerspitzengefühl,
Erfahrung und Verantwortung,
von der ersten Idee bis hin zur
Umsetzung und Ausführung. Der
Wunsch, dass eine natürliche Harmonie
einkehrt, lässt einen Ideenreichtum
erwachsen, der sich in jedem Detail widerspiegelt.
40
Wohnträume werden wahr
PLANUNG MIT WEITBLICK –
WERTE ERHALTEN,
ZUKUNFT GESTALTEN
Mit großer Wertschätzung auf das
bereits Geschaffene bringt Johannes
Resch frische Impulse in das Goinger
Bau- und Planungsbüro Resch.
© Fotografie Gabriel Buechelmeier, Martin Raffeiner
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Seit über drei Jahrzehnten steht das
Bau- und Planungsbüro Resch für
Erfahrung, Verlässlichkeit und die ganzheitlich
professionelle Begleitung von
Bau- und Sanierungsprojekten. Mit Johannes
Resch kommt nun frischer Wind
in das traditionsreiche Familienunternehmen,
das Fundament wird konsequent
weitergedacht und gemeinsam
fortgeführt. Die nächste Generation verbindet
innovative Ideen, moderne Technologien
und nachhaltige Planungsansätze
mit der langjährigen Erfahrung
und Kompetenz des renommierten Bauund
Planungsbüros. Die Symbiose aus
Erfahrung und neuen Impulsen schafft
Vertrauen, Qualität und innovative Lösungen
für fortschrittliches Bauen und
Sanieren.
WURZELN, DIE ZUKUNFT TRAGEN
„Unser Anspruch ist es, gewachsene Erfahrung
mit zeitgemäßen und nachhaltigen
Planungsansätzen zu vereinen und
unsere Kunden umfassend durch alle Projektphasen
zu begleiten“, erklärt Johannes
Das Team des Bau- und
Planungsbüro Resch
Resch. Ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung
– die Anforderungen an Bauprojekte
verändern sich stetig. Themen
wie Energieeffizienz, intelligente Planung
und nachhaltige Materialien gewinnen
zunehmend an Bedeutung. Mit frischen
Ideen, persönlichem Engagement und einem
starken Fundament aus Erfahrung
entwickelt sich das Bau- und Planungsbüro
Resch immer weiter. Innovative Wohnkonzepte
sollen nicht nur funktional und
schön sein, sondern auch zukünftig ökologisch
und wirtschaftlich sinnvoll bleiben.
ZEITGEMÄSSER PROZESS
Erfahrung und vorausschauende Planung
ermöglichen es, Herausforderungen frühzeitig
zu erkennen und gezielt zu lösen, bevor
sie zum Problem werden. So entsteht
ein Projektverlauf, der von Sicherheit, Effizienz
und Ruhe geprägt ist. Durch eine
intelligente, vorausschauende Herangehensweise
wird der Einsatz von Zeit und
finanziellen Ressourcen optimal auf den
Lebensrhythmus und die Bedürfnisse der
Menschen abgestimmt – mit dem Ziel,
nachhaltige Instandhaltung zu sichern
und langfristige Werte zu schaffen. Ein
realistisches, sorgfältig kalkuliertes Budget
– inklusive ausreichender Reserven für
unvorhergesehene Arbeiten – bildet dabei
einen zentralen Eckpfeiler jeder Planung.
Gerade bei Sanierungen zeigt sich, dass
versteckte Schäden zusätzliche Maßnahmen
erforderlich machen können und
dass auch weltweite Entwicklungen spürbare
Auswirkungen auf Preisgestaltung
und Materialkosten haben. So entsteht
eine Bau- und Planungskultur, die nicht
nur den Bestand erhält, sondern konsequent
auf die Zukunft ausgerichtet ist. Das
Bau- und Planungsbüro Resch begleitet
seine Projekte mit dem Anspruch, nachhaltige,
wertbeständige und zukunftsorientierte
Lösungen zu schaffen.
Bau- und
Planungsbüro Resch
Kaiserweg 30 • 6353 Going
Tel.: 05358/ 2200
info@bm-resch-kitz.at.
www.bm-resch-kitz.at
41
Wohnträume werden wahr
© Holzbau Maier
© Gabriel Buechelmeier
BAU- UND PLANUNGS-
BÜRO RESCH
Baumeister Sebastian Resch
Vertrauen und Verständnis
Der Beginn eines Bauprojekts ist ein bedeutender
Schritt. Die Wahl eines vertrauensvollen Planers spielt
dabei eine wesentliche Rolle. Wichtig ist, dass die
Wünsche und Vorstellungen der Bauherren erkannt
und in die Planung integriert werden – abgestimmt
auf Lebensstil, Bedürfnisse und Zukunftsperspektiven.
Bereits zu Beginn sollten Kosten transparent
und realistisch eingeschätzt sowie Nachhaltigkeit und
Energieeffizienz berücksichtigt werden. Besonders
bei Umbauten oder Sanierugen von Bestandsobjekten
ist sorgfältig zu prüfen, ob eine Erhaltung sinnvoll
und wirtschaftlich ist. „Mit Erfahrung, Verständnis
und persönlicher Betreuung begleite ich Sie gerne auf
dem Weg zu Ihrem erfolgreichen Bauprojekt.“
HOLZBAU MAIER
Kundenberater Simon Exenberger
Bau- und Planungsbüro
Resch
© Fotografie Gabriel Buechelmeier
„Wer nachhaltig bauen will, sollte beim Material
beginnen.“
Ob Familiennest, Platzwunder oder architektonisches
Statement – Holz lässt sich flexibel planen
und präzise umsetzen. Besonders wichtig: frühzeitig
auf eine clevere Raumaufteilung und hochwertige
Materialien achten. Ein gut geplantes Holzhaus
spart langfristig Energie, Zeit und Nerven. Den
Grundriss planen und das Lebensgefühl mitdenken.
Holz schafft ein natürliches Raumklima. Beim
Hausbau nicht nur auf den Preis pro Quadratmeter
schauen, sondern auf den Wert für Jahrzehnte.
Ein hochwertiges Holzhaus zahlt sich durch Wohnkomfort,
Energieeffizienz und Beständigkeit aus.
42
Fühler
ausstrecken
nach Ihrem
Traumhaus!
Wir haben für jeden das passende Heim aus Holz:
Von detailverliebten Häuschen bis Platzwundern für die
Großfamilie. Von robuster Riegel- bis hochmoderner
Massivholzbauweise. Von clever in aller Ruhe geplant bis
in Windeseile maßgefertigt. Drum sind Holzbau Maiers
Häuser auch tierisch begehrt … www.maier.at
HOLZBAU MAIER GmbH & Co KG | Gewerbestraße 171 | 5733 Bramberg | Austria | Tel. +43/(0)6566/72 64 | www.maier.at
Wohnträume werden wahr
ALLES AUS
EINER HAND
Bruno Berger
Ges.m.b.H.
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5731 Hollersbach
Tel.: +43 6562 4747-00
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www.brunoberger.at
Mit insgesamt 15 vereinten Gewerken
unter einem Dach und
rund 130 Mitarbeitern realisiert Bruno
Berger Einrichtungslösungen für Privatkunden,
Hotels und Gewerbebetriebe.
Das Besondere: Die gesamte Koordination
der Handwerker übernimmt das
Unternehmen selbst. Dieses in Österreich
einzigartige Modell punktet mit
vielen Vorteilen. Ein einziger Ansprechpartner
betreut die komplette Baustelle
– ein geniales Konzept, das nicht nur
Zeit und Geld spart, sondern auch unnötigen
Stress vermeidet und die Nerven
schont.
ÜBER 55 JAHRE ERFAHRUNG UND
VERTRAUEN
Seit mehr als fünf Jahrzehnten begleitet
Bruno Berger seine Kunden – oft über
Generationen hinweg. Familienbetriebe,
Hoteliers und private Bauherren vertrauen
auf die Erfahrung und Verlässlichkeit
des renommierten
Unternehmens. Die realisierten Wohnkonzepte
sind dabei stets am Puls der
Zeit und verbinden Funktionalität mit
zeitgemäßem Design. Viele Stoffe, Möbel
und Wohnaccessoires werden direkt
auf internationalen Messen in Paris und
Mailand ausgewählt, geordert und anschließend
in den Ausstellungen in Mittersill
und Hollersbach präsentiert. So
entsteht ein Sortiment, das internationale
Trends aufgreift und in individuelle
Wohnkonzepte übersetzt. Ebenso findet
man dort eine Palette an
wunderbaren Geschenkideen für jeden
Anlass.
SCHAUFENSTER ALS HINGUCKER
Die liebevoll gestalteten Schaufenster in
Mittersill haben sich längst als Trendsetter
etabliert. Sie zeigen eindrucksvoll, wie
moderne Einrichtungsideen Wirklichkeit
werden können, und haben weit über die
Region hinaus große Beliebtheit erlangt.
MODERNSTE WERKSTÄTTEN,
ECHTES HANDWERK
Die Basis für besondere Produkte sind
die hauseigenen Werkstätten, wo echtes
Handwerk gelebt wird. Von der Großtischlerei
mit CNC-Technologie über
Stiegenbau bis hin zu Polsterei und Näherei
– alles ist mit modernster Technik
ausgestattet. Erfahrene Fachkräfte sor-
44
Wohnträume werden wahr
gen in bewährter Berger-Handwerkerqualität
sowohl in der Produktion als
auch bei der Montage vor Ort für höchste
Qualität und präzise Umsetzung.
Die Auswahl kann sich sehen lassen: In
Hollersbach erwartet Kunden eine beeindruckende
Auswahl an Bodenbelägen:
Holz, Teppich, Fliesen oder moderne
Designböden – auf über 25.000
Quadratmetern findet sich für jeden
Geschmack, Stil und Anspruch das passende
Material. Nicht lagernde Produkte
werden innerhalb weniger Tage beschafft.
Auf Wunsch erfolgt die
fachgerechte Verlegung der Böden.
© Bruno Berger
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
DIE KÜCHE ALS LEBENSRAUM NEU
GEDACHT
Im Stammhaus in Mittersill befindet
sich eine umfassende Küchenausstellung,
die ihresgleichen sucht, darunter
auch ein Flagshipstore der Marke ewe.
Unter dem Motto „Pimp your kitchen“
verwandeln die Berger-Handwerker bestehende
Küchen, die in die Jahre gekommen
sind, in echte Hingucker, die
alle Blicke auf sich ziehen. Ergänzt wird
das Sortiment mit einem weiteren
Glanzpunkt – die exklusive Designmarke
Modulnova spielt im Schauraum in
Hollersbach alle Stückeln – ideal für
alle, die höchste Ansprüche an moderne
Ästhetik und Qualität stellen.
Ob Bauen, Renovieren oder Einrichten – die Koordination
aller Gewerke, Entscheidungen zwischen unzähligen
Materialien und die Suche nach einem stimmigen Gesamtkonzept.
All diese Aufgaben übernimmt das Bruno Berger
Einrichtungshaus als Fullhousepartner mit einem
österreichweit einzigartigen Angebot.
WOHNWELTEN ZUM ERLEBEN
Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit,
vollständig eingerichtete Wohnungen
und Häuser zu besichtigen. Unterschiedlichste
Stilrichtungen – von
modern-minimalistisch bis gemütlichalpin
– werden realitätsnah präsentiert.
So können Kunden Wohnkonzepte
nicht nur sehen, sondern tatsächlich darin
eintauchen und hautnah erleben.
Bruno Berger steht für ganzheitliche
Einrichtungslösungen, bei denen Design,
Funktionalität und Handwerksqualität
perfekt zusammenspielen. Mit
einem umfassenden Leistungsangebot,
langjähriger Erfahrung und einem klaren
Fokus auf Kundenservice ist das
Unternehmen der ideale Partner für
alle, die ihr Zuhause oder Projekt in professionelle
Hände legen möchten.
45
Wohnträume werden wahr
WOHNDESIGN IN
VOLLENDUNG
Ein Blick auf diese Wohnwelten
lässt erahnen, welch beeindruckende
Ideen, welch einzigartige Geschichten
hinter jedem Stein, hinter jedem
Entwurf stehen. Das Wohndesign
scheint beseelt von jedem liebevoll gestalteten
Detail. Um all dies Wirklichkeit
werden zu lassen, macht sich Matthias
Gasteiger auf den Weg, bereist
regelmäßig die bedeutendsten Messen
Europas wie diese in Mailand, Bologna,
Paris und Frankfurt, um sich von weltberühmten
Herstellern und einzigartigen
Materialien, wie es auch der weiße
Marmor ist, zu neuen Kreationen inspirieren
zu lassen.
KOMPLETTE KOORDINATION
Alles Mitgebrachte, Hineingedachte
und schließlich aus allen Eindrücken
Entstandene begeistert Menschen, die
den GASTEIGER Showroom mit über
2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche
in Aurach bei Kitzbühel besuchen.
So wird Wohndesign zum Spiegel der
eigenen Persönlichkeit. Um dies zu Hause
in Vollendung umzusetzen, steht Gasteiger
mit einer Komplettkoordination
aller Arbeitsbereiche zur Verfügung.
„Bei Gasteiger Design begleiten wir un-
Wenn Wohnkreationen
unvergesslich werden,
Materialien und Handwerk zu
eigenständigen Kompositionen
verschmelzen, wirkt Gasteiger
Design mit unvergleichlicher
Kompetenz.
sere Kundinnen und Kunden deshalb
von der ersten Idee über die Planung bis
zur fachgerechten Ausführung. Planung,
Materialauswahl, Bemusterung
und Koordination der Gewerke greifen
bei uns ineinander. So entsteht ein Bad,
das gestalterisch überzeugt, technisch
sauber umgesetzt ist und im täglichen
Gebrauch dauerhaft funktioniert – alles
aus einer Hand“, so Matthias Gasteiger.
PROFESSIONELLE
BADGESTALTUNG
Blickt man auf die Badgestaltung, ist eine
professionelle Planung von Anfang wichtig.
„Ein neues Bad muss nicht nur gut
aussehen, sondern über viele Jahre im
Alltag funktionieren. Genau deshalb sollte
am Anfang jeder Badrenovierung eine
professionelle Planung stehen. Dabei geht
es nicht nur um Fliesen, Armaturen und
Farben, sondern um Raumaufteilung,
Bewegungsflächen, Stauraum, Licht, Anschlüsse
und die technische Machbarkeit.
Lassen Sie sich frühzeitig von einem professionellen
Badplaner beraten. Ein erfahrener
Planer geht auf die individuellen
Wünsche und Lebensgewohnheiten ein
und erkennt, wie der Raum später im Alltag
genutzt wird. So werden Gestaltung,
Komfort, Funktion und technische
Machbarkeit von Anfang an sinnvoll miteinander
verbunden.“
Gasteiger Design
Pass-Thurn-Straße 46/47
6371 Aurach
Tel.: 05356 / 6919
www.gasteiger.design
© Mathäus Gartner
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
46
Wohnträume werden wahr
STILVOLL
SAUNIEREN IM
GARTEN
Das perfekte Erlebnis einer Gartensauna
entsteht nicht nur aus der Funktion
heraus, sondern auch aus der Atmosphäre,
die sich entfaltet. Im Fluss mit
dem Zeitgeist präsentiert Röger die
perfekten Lösungen für alle Sinne.
© Röger GmbH
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Die Fasssauna Fjelo von Röger verbindet
modernes Design mit hohem Komfort
und hochwertiger Verarbeitung. Als zeitgemäße
Interpretation klassischer Saunafässer überzeugt
sie mit leicht eckiger Form, geraden Seitenwänden
und großzügigem Innenraum für mehr Bewegungsfreiheit
und ergonomisches Sitzen.
EFFIZIENTE WÄRME
Die durchdachte Konstruktion sorgt für eine
gleichmäßige Wärmeverteilung und ein angenehmes
Raumklima. Gedämmte Wände und Decke
sowie Isolierglasfenster halten die Wärme effizient
im Inneren. Die wetterfeste Außenverkleidung
aus naturgrauer Fichte und das langlebige Dach
machen die Sauna ganzjährig nutzbar.
GLEICH BEREIT
Das Modell Fjelo wird als vollständig vormontierte
Einheit geliefert und in einem Stück mittels
Kran auf Ihrem Grundstück platziert. Nach dem
Elektroanschluss und dem Befüllen mit Saunasteinen
ist sie sofort einsatzbereit.
Zur Ausstattung gehören ergonomische Rückenlehnen,
Kopfstützen, ein Hocker sowie eine integrierte
LED-Beleuchtung. Optional sind RGBW-Licht, präzise
Steuerungen und zusätzliche Wellnessfunktionen
verfügbar. Großzügige Glaselemente – inklusive
optionaler Fensterflächen – schaffen eine helle, offene
Atmosphäre und verbinden Innenraum und Natur.
Trotz kompakter Maße bietet die Fjelo ein überraschend
großzügiges Raumgefühl und passt auch
in kleinere Gärten oder auf Terrassen.
Röger GmbH
Sonnwiesenweg19 • 6361 Hopfgarten
Tel.: 05335 / 23 300
info@roeger-sauna.at
www.roeger-sauna.at
47
Wohnträume werden wahr
© Klafs/Theresa
Klingenschmid
KLAFS GMBH
Geschäftsführer
Jürgen Klingenschmid
Persönlicher Entspannungsort
Ein ideal gewählter Ort für eine Gartensauna
erfüllt auch alle architektonischen Anforderungen:
eine stimmige Einbindung in Haus
und Garten und ein windgeschützter, ebener
Bauplatz mit kurzen, komfortablen Wegen.
Erstklassige Hölzer, präzise gefertigte Bauteile
und eine abgestimmte Materialpalette
bilden die Grundlage für langfristige Freude
an der Gartensauna. Dazu kommen eine
durchdachte Konstruktion, Energieeffizienz
und Langlebigkeit. Bei KLAFS war und ist
die Auswahl der Materialien untrennbar mit
höchster Qualität verbunden.
Vorteil einer professionellen
Badplanung
Gerade im Bad können Fehler in Planung oder
Ausführung teuer werden. Wenn Anschlüsse,
Aufbauhöhen, Gefälle, Abdichtungen oder
Materialien nicht fachgerecht geplant und
normgerecht ausgeführt werden, können daraus
Folgeschäden entstehen. Feuchtigkeitsschäden,
undichte Stellen oder spätere Rückbauten
sind ärgerlich und verursachen hohe
Kosten. Im Badbereich treffen viele Gewerke
aufeinander: Installateur, Elektriker, Fliesenleger,
Trockenbauer, Tischler, Glaser und auch
Lichtplaner. Dadurch entstehen viele Schnittstellen,
die sauber geplant und koordiniert
werden müssen. Genau hier liegt der Vorteil
einer professionellen Badplanung: Alle Details
werden rechtzeitig aufeinander abgestimmt.
© privat
PLANUNGSBÜRO
NOTHDURFTER
Geschäftsführer Christian
Nothdurfter
GASTEIGER
DESIGN
Geschäftsführer
Matthias Gasteiger
Effizient bauen Der Energieausweis ist in
der Planungsphase ein sehr wichtiges Instrument
für die Optimierung des künftigen
Energieverbrauchs eines Gebäudes.
© Thomas Kirchmair
© Studiowaelder © Mathäus Gartner
Gasteiger Design
Holzbau Maier
48
FÜR EIN
FARBENFROHES
ZUHAUSE
Wohnträume werden wahr
Um eine bunte Welt rund ums eigene
Heim kümmert sich das erfahrene
Team von Freds Malerei.
NEUERÖFFNUNG
Im Februar dieses Jahres gab es wieder
einen Grund für ein Fest. Mit der Eröffnung
eines neuen Farbenfachgeschäfts
präsentiert der renommierte und erfolgreiche
Traditionsbetrieb ein wahres Paradies
für begeisterte Heimwerkerinnen
und Heimwerker.
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Im vergangenen Jahr feierte Freds
Malerei sein 40-Jahre-Jubiläum.
Das Angebot des erfahrenen Fachbetriebs
kann sich wahrlich sehen lassen:
Von Trockenbauarbeiten für einen
schnellen und unkomplizierten Innenausbau
sowie als Lösung für Feuchte-,
Wärme-, Schall- und Brandschutz.
Auch in der Fassadengestaltung zeigt
Freds Malerei
der Fachbetrieb sein Können, egal ob
Dämmung, Putz, Reinigung von Fassaden
oder ein neuer Anstrich. Ihr Blechdach
braucht eine Renovierung? Dann
sind Sie bei Freds Malerei genau richtig!
Sie erneuert den Aufbau mit Korrosionsschutz
und neuer Beschichtung. Malerarbeiten
innen und außen, dekorative
Wandgestaltungen, Farbberatung und
Tapeten lassen keine Wünsche offen.
Erfahrung im Holzschutz für Renovierungsanstriche
auf altem Holz sowie die
Grundbeschichtung auf neuem Holz.
Steiger, Hebebühnen und Maschinenverleih
runden das Angebot ab.
ERFAHRUNG UND HERZBLUT
Auf der Suche nach professionellem
Handwerk für Malerarbeiten erstellt das
erfahrene Team von Freds Malerei ein
unverbindliches Angebot, ganz nach
den individuellen Wünschen und Vorstellungen.
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49
Wohnträume werden wahr
Planung mit Weitblick
Ein gelungenes Projekt beginnt lange vor
dem ersten Handgriff. Eine präzise, vorausschauende
Planung schafft Klarheit in allen
Phasen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.
Wer hier sorgfältig arbeitet, vermeidet
unnötige Anpassungen, spart Kosten
und legt den Grundstein für ein stimmiges
Gesamtergebnis. Ein zentraler Ansprechpartner,
der sämtliche Gewerke koordiniert,
bringt entscheidende Vorteile. Als Full-
House-Partner sorgen wir für reibungslose
Abläufe, klare Kommunikation und perfekt
abgestimmte Lösungen. Das reduziert
Schnittstellen, spart Zeit und ermöglicht eine
Umsetzung auf höchstem Niveau.
© Bruno Berger
RAUMAUS-
STATTUNG BRUNO
BERGER
Nicola und Bruno Berger
Raumausstattung
Bruno Berger
© Bruno Berger
© Idealbau
Der Wert der Qualität
Ein Haus zu bauen ist eine der größten Entscheidungen
im Leben – deshalb entscheidet
nicht nur der Preis, sondern vor allem
die Qualität der Planung über den langfristigen
Erfolg. Wer frühzeitig klare Bedürfnisse
definiert, spart später Geld, Nerven und Zeit.
IDEALBAU GMBH
Betriebsleiter Alexander Grebiens
Qualität bei Montage und Service
Beim Einbau von Fenstern ist es besonders
wichtig, auf die Qualität der Montage
durch Professionisten und ebenso auf die
Qualität des Montagematerials Wert zu legen
– ebenso auf eine regelmäßige Servicebetreuung
samt Pflege und Reinigung.
© Josko
Holzbau Maier
© Studiowaelder
JOSKO STUDIO
JOSKO-Partner Alexander
Fankhauser
50
Wohnträume werden wahr
DAS SCHÖNSTE AM
SCHLANKEN RAHMEN
© Josko
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Platin, das in Österreich
und Deutschland beliebteste
Holz/Alu-Fenster, ist Goldw
ert. Es punktet in der zweiten
Generation mit noch
schlankeren Rahmen.
Schlanke Fensterrahmen sind optisch
ein Highlight. Die Modelle
von Josko sind zwölf Prozent schmaler als
vergleichbare Systeme am Markt. Diese
Tatsache gilt für alle Dreh-Kipp-Elemente
wie Fenster und Terrassentüren. Ebenso
ist die Auswahl von Josko an verschiedenen
Werkstoffen und Stilrichtungen
für schlanke Rahmen nicht zu toppen.
Die Form der Fenster verschönert jedes
Zuhause, jeden Bau- und Architekturstil
und dient als ästhetischer Blickfang in jedem
Raum. Sie gestatten mehr Tageslicht,
mehr Aussicht und höhere solare
Energiegewinne. Das ist bei kleineren
Fenstergrößen wie bei Sanierungen besonders
von Vorteil.
Josko-Studio
St. Johann
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Weniger Rahmen
_____ mehr Tageslicht
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Wohnträume werden wahr
Das Planungsbüro Nothdurfter in
St. Johann in Tirol präsentiert seit
vielen Jahren maßgeschneiderte Lösungen
in vielen Belangen. Die Leistungen
reichen von der innovativen Idee über die
detaillierte Planung bis zur gewissenhaften
Umsetzung einer modernen Gebäude-
und Energietechnik.
ERFOLGREICH UMGESETZT
Sei es die Erstellung eines Energieausweises
für eine Wohnung, das Erledigen
QUALITÄT, AUF DIE
MAN BAUEN KANN
von Behördengängen für notwendige
Unterlagen für eine wasserrechtliche
Bewilligung zur Oberflächenwassentsorgung
oder eine komplexe Planung
eines Büro- und Geschäftshauses. Beginnend
mit den verschiedenen Planungsunterlagen
für die unterschiedlichen
Gewerke über die professionelle
Ausschreibung, die partnerschaftliche
Baubegleitung bis hin zur abschließenden
Rechnungskontrolle werden alle
Leistungen abgedeckt. Das Planungsbüro
Nothdurfter steht als zuverlässiger
Ansprechpartner vor Ort zur Seite – von
der professionellen Beratung bis zur erfolgreichen
Umsetzung. Mit viel Herzblut
arbeiten in diesem Büro sieben engagierte
Mitarbeitende, die sich Leib
und Seele der innovativen Gebäudetechnik
verschrieben haben.
Das Planungsbüro
Nothdurfter verbindet die
Bedürfnisse und Wünsche
der Kundinnen und Kunden.
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Die Idealbau Gesellschaft m.b.H.
steht seit 1987 für hochwertige
Bauprojekte in Tirol.
Als Generalunternehmen mit Sitz in Kitzbühel
vereint das Unternehmen langjährige Erfahrung,
handwerkliche Qualität und moderne Baukompetenz
unter einem Dach. Das engagierte Team
realisiert anspruchsvolle Bauvorhaben im Hochbau
– von Einfamilienhäusern über Wohnanlagen bis
hin zu gewerblichen Projekten. Dabei begleitet der
Betrieb von der Planung bis zur schlüsselfertigen
Umsetzung und setzt auf maßgeschneiderte Lösungen,
die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Qualität
verbinden. So entstehen Bauwerke, die Bestand
haben und Lebensräume gestalten, in denen Menschen
gerne leben und arbeiten.
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Kitzbühel rar – gleichzeitig verändern
sich Lebenssituationen laufend.
Häuser werden zu groß, Wohnungen zu
klein, neue Bedürfnisse entstehen. Genau
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ebenso wie für Suchende.
Gemeinsam mit regionalen Rechts- und
Steuerexpertinnen und -experten wurden
Modelle entwickelt, die neue Wege
eröffnen – vom Wohnrechtsmodell über
Leibrente bis hin zu Co-Living, Nachlass-
regelung oder Immobilientausch. Ziel ist
es, bestehende Immobilien sinnvoll zu
nutzen und gleichzeitig individuelle Lebenssituationen
zu berücksichtigen.
Kernstück ist die NEXT-Wohnbörse:
eine eigene Plattform, die Angebot und
Nachfrage gezielt zusammenführt. So
entstehen neue Perspektiven – ohne
Neubau und zusätzliche Bodenversiegelung.
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Chancen auf leistbaren Wohnraum
Für Einheimische, die im Bezirk Kitzbühel
eine Immobilie suchen, lohnt es sich, auch
abseits des klassischen Kaufs zu denken:
Modelle wie Wohnrecht, Leibrente oder Immobilientausch
schaffen Möglichkeiten, die
am freien Markt oft gar nicht auftauchen –
und genau dort finden sich manchmal die
fairsten Chancen.
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oder Heckenschnitt betraut, kann man
sich darauf verlassen, dass das grüne Paradies den ganzen
Sommer über zum Verweilen einlädt. Auch wenn’s
darum geht, Lücken im Rasen fachmännisch zu schließen
oder mit einem Rollrasen schnell benutzbare Flächen
zu schaffen, ist man beim Maschinenring richtig.
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Am liebsten
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Mundgerecht angerichtet, stets
um Sauberkeit bemüht und kreativ
gefaltet: Die Serviette bittet als
dekorativer Diener zu Tisch.
sich für die adeligen Häupter zum luxuriösen
Deckchen, um deren Lippen restlos
zu reinigen und die edlen Gewänder
zu schützen. Aus feinsten Stoffen samt
fantasiereichen Verzierungen gefertigt,
lagen sie griffbereit, um jeden Gang
mundgerecht zu begleiten. Es lag klar auf
dem Tisch, dass eine geschmackvolle
Serviette Wohlstand und Status zeigte.
AUF TUCHFÜHLUNG
Der Name des feinen Tuches
kommt aus der französischen
Sprache und lässt
sich mit „kleines Tuch“
übersetzen. Aus dem
Latein leitet sich die
Version „serviere“ ab.
Nach und nach breitete
sich seine Beliebtheit
aus und zog als Begleiter
in den Alltag des Volkes
ein. Im 19. Jahrhundert fanden,
dank der günstigeren Herstellung,
Modelle aus Papier den Einzug in
die Haushalte, die bis heute nichts an
Beliebtheit verloren haben. Ganz im
Gegenteil: Um die Etikette zu wahren,
kommen Servietten in unter-
AAm liebsten in Falten gelegt ˙
m liebsten in Falten gelegt ˙
Was im alten Rom als selbstverständliche
Geste galt, wäre in
unserer Zeit ein Gag, wenn Gäste zum
Essen kommen. Damals sei es nämlich
Sitte gewesen, dass der Besuch die Servietten
selbst mitbringt. Nicht nur um
Mund und Hände zu reinigen, sondern
auch um eventuelle Reste der Mahlzeit
einzuwickeln und mitzunehmen. Im
damaligen Europa war es Brauch, dass
alle Gäste ihre schmutzigen Finger im
sauberen gemeinsamen Tischtuch abwischten.
Die unästhetische Handhabung
würde heute wohl wenig Anklang
finden. Die Rettung der Reinlichkeit
nahte in der Renaissance. Jede Serviette
sorgte als individuelles Tüchlein für Hygiene
und diente zudem als hübsche Dekoration
am Tisch. Ob in der Mitte geknickt
oder seitlich eingeklappt, erste
Techniken ließen so manch kreatives
Talent erblühen. Die Serviette entfaltete
© Pexels/Heidy Lopez Galo
57
Wohnen
schiedlichsten Farben, Formen und
Materialien zum Einsatz. Dies wiederum
bestimmt der jeweilige Anlass. Im
alltäglichen Leben, bei Mahlzeiten zwischendurch
oder bei Kindern im Haus,
zeigt sich die Variante aus Papier praktisch
und durchaus hygienisch und
wird statt in der Waschmaschine aufwändig
gereinigt, einfach im Müll entsorgt.
WISCH UND WEG
Prinzipiell sollten Servietten stets griffbereit
sein. Welche, wann auf den Tisch
kommen, dazu gibt es eine
Reihe von Regeln. Die
Varianten aus Papier
eignen sich gut für
den alltäglichen
Gebrauch und zeigen
sich besonders
bei Partys aller Art
als willkommene
Wisch- und Wegwerfhelfer,
um diskret
unerwartete Hoppalas aus
dem Weg zu räumen, wenn etwas daneben
geht. Schnell bei der Hand, wird so
manches Malheur wieder trockengelegt.
Selbst mit der kleinen Vlies-Varian-
AAm liebsten in Falten gelegt ˙
m liebsten in Falten gelegt ˙
© Pexels/Timonreinhard
te lässt sich ein Missgeschick locker
wegstecken. Wenn die geladene Gesellschaft
mit Fingerfood verwöhnt wird,
zeigt sich die Serviette aus Papier als
handsamer Saubermacher.
Wohl ein wenig zweckentfremdet,
macht sie dennoch als Taschentuch
durchaus Sinn und als Unterlage schont
sie die schönen Möbel. Kreativ in Form
gebracht, entfaltet die Papierserviette,
ihren praktischen Nutzen mit wenigen
Handgriffen als hübsche Deko.
© Pexels/K
Servietten
gehören zu einer
stilvollen Tischkultur.
58
Wohnen
Adis Mesic mit
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Die Gartensaison ist in vollem Gange –
die beste Zeit, den Außenbereich wieder
in Bestform zu bringen.
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Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen
wächst die Lust auf
Zeit im Freien – doch der Blick auf Terrasse
und Wege trübt oft die Stimmung:
Grünbelag, Flecken und vermooste Fugen
lassen Außenflächen ungepflegt
wirken. Gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt,
den Garten wieder in einen Ort
zu verwandeln, an dem man sich gerne
aufhält. Doch herkömmliche Reinigungsversuche
kosten Zeit und liefern
selten nachhaltige Ergebnisse. Oft kehrt
der Belag schneller zurück als erwartet.
ERGEBNIS VORAB SICHTBAR
Die Steinpfleger bieten hier eine professionelle
und langfristige Lösung. Ziel ist
es nicht nur, Flächen gründlich zu reinigen,
sondern sie dauerhaft zu schützen.
Nach der Aufbereitung bleiben Pflaster-
flächen über Jahre hinweg gepflegt – bei
minimalem Wartungsaufwand. Der
Ablauf ist einfach: Nach Terminvereinbarung
wird die Fläche vor Ort begutachtet.
Auf Wunsch erfolgt eine kostenfreie
Probefläche, sodass das Ergebnis
vorab sichtbar wird – unverbindlich und
ohne Risiko.
FLÄCHEN WIE NEU
Bei der Reinigung kommen moderne
Verfahren mit heißem Wasser und angepasstem
Druck zum Einsatz. Schmutz
wird gründlich entfernt und abgesaugt,
anschließend erfolgt eine Desinfektion
sowie Neuverfugung und auf Wunsch
eine Imprägnierung. Das Ergebnis: eine
optisch neuwertige Fläche und ein Außenbereich,
der wieder zum Genießen
einlädt.
59
Wohnen
Es mag sein, dass es in der heutigen
Zeit schnelle und effektive Mittel
und Wege gibt, um den Haushalt in
Schuss zu halten. Dass dabei allerdings
die eine oder andere chemische Keule
dabei ist, macht die Zauberformeln unserer
Großmütter wieder attraktiv. Das Beste
daran: Sie funktionieren tadellos, sind
günstig, sparsam anzuwenden und schonen
zudem die Umwelt.
KLEINE TRICKS
MIT GROSSER
TEXT: Conny Pipal
WIRKUNG
Längst vergessen und doch so nützlich: Omas altbewährte
Ratschläge rund um den Haushalt sind heute
noch von großem Nutzen in vielen Lebenslagen.
© Pexels/Shvetsa
60
Wohnen
© Pexels/Mart
Production
Beim
Fensterputzen
hatten unsere Großmütter
eine glasklare
Vorstellung, wie der
Schmutz entfernt wird. Zuallererst
wischt man den Staub
mit einem Tuch ab. Dann gibt man einen
Spritzer Spülmittel in warmes Wasser,
© Unsplash/Sona © Unsplash/Paul
Esch Laurent
So war es früher üblich:
Mit Essig als Geheimwaffe
dem Kalk
den Kampf anzusagen.
Gerade Geräte wie der Wasserkocher
sind eine sensible Angelegenheit.
Das saure Mittelchen aus der
Natur reinigt blitzblank, und sein Geruch
verschwindet wieder im Nu. Und gleich
noch ein Trick hat Biss: Dabei gibt man
Apfelschalen in den Wasserkocher. Dann
wird so viel Wasser eingefüllt, dass die
Kalkflecken gut bedeckt sind. Anschließend
bringt man das Wasser zum Kochen.
Durch die Fruchtsäure lösen sich die Ablagerungen.
Natron war Omas
dazu einen Schuss Essig, der für besonderen
Glanz sorgt. Mit einem Schwamm
wird die Scheibe gründlich gereinigt. Um
Streifen und Schlieren zu vermeiden, zerknüllte
Oma eine Zeitung und rieb damit
das noch feuchte Glas in kreisenden Bewegungen
trocken. Das Ergebnis kann sich
sehen lassen. Wichtig dabei ist: Nur mit
schwarz-weißem Zeitungspapier bekommt
man den perfekten Durchblick. Hochglanzmagazine
haben in diesem Fall keinen
strahlenden Auftritt.
Natürlich weiß sie
auch bei haarigen
Angelegenheiten Tipps
und Tricks, um Abhilfe zu
schaffen. So süß Hund und
Katz auch sein mögen – wechseln
die Haustiere ihr Fell, sind die Härchen gar
© Pexels/Anastasia
Ilina Makarova
ständiger
Begleiter.
überall verstreut. Um dieser Situation wie-
Besonders dann, wenn
der Herr zu werden, hilft ein Klebeband. Da-
üble Gerüche schier uner-
bei reißt man ein Stück herunter, drückt die
träglich und schmutzige Töpfe
klebende Seite auf die Haare und zieht es
anscheinend nicht mehr zu retten wa-
ab. So bleiben die struppigen Störenfriede
ren. Um eingebrannte Reste zu lösen, füllte
auf dem Band kleben. Bei sehr felligen Mit-
sie das Gefäß bodenbedeckt mit Wasser und
bewohnern ist der Befall besonders groß,
gab zwei Esslöffel Natron dazu. Anschließend
und der Vorgang sollte mehrere Male wie-
ließ sie diese Mischung etwa fünf Minuten
derholt werden.
leicht köcheln, schaltete den Herd aus und
ließ das Ganze abkühlen. Die Rückstände lassen
sich so leicht mit einem hölzernen Kochlöffel
oder einem Schwamm herauslösen.
61
Wohnen
© Pexels/Karola
Hat man die Schneid,
alles Mögliche auf dem
Holzbrett unters Messer
zu legen, ist nachher
manchmal das Malheur passiert.
Hartnäckige Flecken, unliebsame
Verfärbungen und lästige Gerüche
scheinen in den Fasern festzusitzen und
wollen trotz langwieriger Reinigungsversuche
nicht mehr weichen. Großmütter wurden
ob dieses Missgeschickes nicht sauer,
sondern spülten das Brett mit warmem
Wasser ab, schnitten kurzerhand eine Zitrone
in zwei Hälften und rieben diese
kraftvoll über das Brett. Wenn die Wirkung
nicht sofort eintrat, nahmen sie grobes
Salz zu Hilfe. Das streuten sie auf die Fläche
und rieben abermals mit der Zitrone
darüber. Nach dem effektiven Peeling wird
das Schneidbrett wieder mit warmem Wasser
abgespült und aufrecht zum Trocknen
hingestellt.
© Pexels/Pixabay
Wie lästig, wenn ein
dringender Termin
ansteht, die Kleidung
bereitliegt, man schnell
hineinschlüpfen möchte, und
dann klemmt der Reißverschluss.
Nun gilt es, diesen rasch wieder in korrekte
Bahnen zu lenken. Dazu kann man in
Omas Trickkiste greifen, nimmt ein winziges
Stückchen Butter oder ein klein wenig Fett
und reibt dies vorsichtig auf den streikenden
Zipp. Dieser läuft schnell wieder wie
geschmiert.
Wenn sich Staub in Jalousien
und in den Heizkörpern
angesammelt
hat, dienen alte Socken als
schnelle Saubermacher. Dabei zieht
man die ausrangierte Fußkleidung zum
Wischen einfach über die Hand. Damit erreicht
man mühelos jede Ritze.
Oft ist es so: Ist etwas
passiert, kann man
es nicht mehr rückgängig
machen. Dies gilt laut
Oma nicht bei Speisen, die
während der Zubereitung am Herd
zu viel Salz abbekommen haben. Gibt man
noch während des Kochvorganges rohe
Kartoffelscheiben dazu, ist die Mahlzeit
noch zu retten und durchaus genießbar.
Glas auf Glas, wie
leicht bricht das. Wohl
aus diesem Grund wusste
schon die Großmutter,
dass Gläser, die ineinanderstecken
und festsitzen, sich rasch
wieder voneinander lösen, sobald man das
unterste Glas in heißes Wasser stellt und in
das oberste kaltes Wasser gießt.
© Pexels/Jan van
der Wolf
© Pexels/Enginakyurt
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62
GENUSS
© Andi Bruckner, Hersteller
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Vinophiler Gruß des Winzers voller Leben
Weine, die Freude machen. Aus Tradition. Freude im Glas durch Frische und Frucht. Das ist
Poysdorf. Das ist das nördliche Weinviertel. Das ist das Gut Kellerstöckl.
Sein Ziel sei es, jedes Jahr das Beste aus dem Jahrgang zu holen, sagt Weinbauer Horst Schuckert.
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Genuss
TEXT: Conny Pipal
FOTOS: Kipferl/Zanier
EIN
KIPFERL
FÜRS
KÖNIGREICH
Sind es die Heimatgefühle oder die
verlockenden Gerüche, die einem
beim Schlendern durch die Londoner
Camden Passage, zum Innehalten bewegen?
Kipferl steht da auf der Fensterscheibe
geschrieben und allein der
Name lockt die neugierigen Gäste ins
Innere des gemütlichen Cafés in bester
Lage. Dass die Einrichtung tirolerisch
Der Kufsteiner Hubert Zanier zog vor vielen
Jahren Bilanz über sein Leben, ließ das Bankgeschäft
hinter sich und stieg ins Bäckerbusiness ein.
© Pexels/Roman Odintsov
64
Genuss
anmutet, liegt wohl am Besitzer. „Wenn
man so will, schaut es hier wie in einer
Skihütte aus, mit viel Holz, urig, aber
nicht kitschig“, sagt Hubert Zanier im
astreinen Tiroler Dialekt und erzählt
von den über hundert Jahre alten Skiern
des Urgroßvaters, die nun die Wand im
Kipferl zieren. Dass der Kufsteiner in
seinem Londoner Lokal auch alte Ortsschilder
aus Kitzbühel unübersehbar
platziert hat, sei wohl zum einen eine
wertschätzende Geste an die Gamsstadt
und zum anderen eine Erinnerung an
die Jugend. „Da haben wir das Nachtleben
in Kitz in vollen Zügen genossen“,
offenbart er lachend, Das Vergnügen,
sich im Königreich eine Kostbarkeit aufzubauen,
gönnte er sich Jahre später.
© Shutterstock
BANKER IN DIE BÄCKEREI
Nach Stationen in Wien, Mailand, München,
Frankreich sei es die innere Berufung
gewesen, die ihn auf den Geschmack
brachte, die Äußerlichkeiten
der Finanzbranche hinter sich zu lassen
und sich der Gastronomie und Hotellerie
zuzuwenden. „2005 kam ich als Banker
nach London, 2017 wechselte ich in
die Gastro und übernahm schließlich
2009 das Kipferl“. Für die süßen Verlockungen
flanieren Gäste aus aller Welt
und berühmte Persönlichkeiten gerne
durch die britische Straße, um im Kipferl
Platz zu nehmen. Ehemalige James-
Bond-Darsteller geben sich ebenso die
Klinke in die Hand wie Oscar-gekrönte
Stars aus der Filmbranche. „Mirijam
Weichselbraun wohnt hier ganz in der
Nähe und schaut auch immer wieder
mal bei uns vorbei“, verrät er und spricht
von der hohen Dichte an prominenten
Leuten, die in London leben.
EINE BESONDERE SÜSSE
Was macht das Kipferl für Promis, Einheimische
und Gäste so schmackhaft?
Es sei die Tirol lastige, österreichische
Küche, die Kaspressknödel, die Frittatensuppe,
das Gulasch, das Wiener
Schnitzel, der Kaiserschmarrn. „Und
wir haben ganz feine Würstel, Debreziner
und Frankfurter, die schmecken wie
in unserer Kindheit“, sagt er schmunzelnd.
Natürlich seien es hauptsächlich
die süßen Köstlichkeiten für Groß und
Klein, die einen Besuch im Kipferl unvergesslich
machen. Wer nicht selbst
vorbeikommen kann, muss trotzdem
nicht verzichten. „Wir verschicken
© Shutterstock
Genuss
keiten sind sehr begrenzt. Zu Hause in
Tirol haben wir den Luxus der Berge,
der Seen rundherum. Das ist eine andere
Lebensqualität“. Schwingt da ein wenig
Heimweh in seinen Worten? Mehr,
denn je, gesteht er und spricht davon,
dass er irgendwann mal ganz sicher zurückkehren
wird.
Dazu wird wohl auch seine Ehefrau Aylin
Ja sagen. Einen kleinen Vorgeschmack
darauf durfte die Französin,
die er in London kennenlernte, bei der
Hochzeit in Kufstein und der anschließenden
Feier in Erl auskosten.
© Shutterstock
unsere Sachertorten, Esterhazyschnitten
und Apfelstrudel nach Schottland,
Wales, Cornwall und überall hin.“ Der
ehemalige Banker sei selbst kein Bäcker.
Die feinen Backwaren würden von einer
sizilianischen Bäckerin und drei Vollzeitkuchenbäckern
herrühren. Das gibt
dem Ganzen eine besondere Süße. Sachertorte,
Apfelstrudel, Topfentorte
sind nur ein kleiner Auszug aus dem
Sortiment, die in der Vitrine zum genussvollen
Verzehr verführen. Davor sei
auch der Besitzer nicht gefeit: „Wenn ich
nicht regelmäßig das Fitnessstudio besuchen
würde, hätte ich einige Kilos zu
viel“. Kein Wunder, dass er ebenso viel
Gewicht auf Berggehen und Radfahren
legt, wenn er alle paar Monate seine Familie
in seiner ursprünglichen Heimat
besucht. „Das fehlt mir in London sehr.
Da gibt es zwar viel an kulturellen Angeboten,
aber die sportlichen Möglich-
In London
fehlen mir die
Berge sehr.
HUBERT ZANIER
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Kreative Köstlichkeiten
a la Kathi
KATHIS REZEPTE
FÜR ARABELLAS
AUFTRITT
72
Genuss
Es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu,
für einen Star als eine der beiden Coaches
für die Serie „Das große Promibacken“ mitzumischen.
Schließlich wird dabei jedes Detail auf die
Waagschale gelegt, und zudem geht es um eine
gute Platzierung für die bekannten Persönlichkeiten.
Doch da Kathi Schönleitners Talent, feinste
Backwaren auf die Teller zu zaubern, mit kiloweiser
Kreativität verfeinert ist, sagte sie auf die Anfrage,
Arabelles Kiesbauers Backbegleiterin zu
sein, sogleich zu. „Ich packte alle meine Utensilien
wie Rührschüsseln, Küchenmaschine, Schneebesen
in Kisten, so fünf, sechs waren es sicher, und
rückte bei Arabellas Haus an. Sie hieß mich herzlich
willkommen. Sie ist genauso nett wie im Fernsehen.“
Kennengelernt haben sich die beiden zuerst
am Telefon. Kathi stellte sich kurz vor und
fragte den TV-Star nach ihren Lieblingsdesserts.
Gut in Schuss fürs
Promibacken
Das geniale Gespür von
Katharina Schönleitner für feinste
Konditoreikunst versüßte Arabella
Kiesbauers Performance beim
großen Promibacken.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Gabriel Marques
GESCHMACKVOLLER FEINSCHLIFF
Zu Hause bei Arabella geht‘s dann ans Eingemachte.
Kathi packt das Mitgebrachte aus, und
das wiederum macht die Moderation nahezu
sprachlos ob der Menge an Sachen, die man zum
Backen braucht. Dafür hat ihre Coachin viel zu sagen,
über Rezepte, Teige, Techniken. „Wir haben
gewisse Vorgaben bekommen. Für jede Folge der
Sendung gibt es drei Aufgaben“, so Kathi und
schickt voraus, dass dieses Handwerk schwierig
sei, man müsse lange üben. „Arabella wollte alles
ganz genau wissen, damit wenig Missgeschicke
passieren können. Ich hab die ganzen Rezepte angepasst
und den groben Vorgaben einen Feinschliff
verpasst.“ Nachdem diese ausgesucht, die
Ingredienzien hergerichtet und das Objekt der Begierde
ausgewählt ist, gehen die beiden eines der
wichtigsten Themen an – das Üben der Grundteige,
damit auch die technische Prüfung vor der Kamera
klappt. Praktisch gesehen seien Arabellas
Backkünste in ihrer eigenen Küche bislang eher
bescheiden ausgefallen, gesteht sie, und bis auf
einfallslose Becherkuchen und einfache Marillenkuchen
hätte sie vorher nichts dergleichen ausprobiert.
Daher sei sie zufrieden, das Halbfinale nur
knapp verfehlt zu haben. „Die Anforderungen
beim ‚Großen Promibacken‘ waren also dementsprechend
übermächtig“, offenbart sie und antwortet
mit einer Prise Humor auf die Frage, welche
Herausforderungen am größten waren,
spontan mit: „Alles! Vor allem aber die Nerven
und die gute Laune zu behalten, wenn mal wieder
was schiefging.“
GENUSSVOLLES VERKOSTEN
Dank Kathis rührender Begleitung und der Bestätigung,
dass die Aufgaben ja auch wirklich schwierig
seien, denkt Arabella nie ans Aufgeben. „Ohne
ihre einfühlsame Art hätte ich beim Üben schon
bald den Rührlöffel ins Eck geschmissen!“
73
Genuss
GEFÜHLVOLL GELÖST
Auch Arabella Kiesbauer kommt aus dem Schwärmen
nicht heraus. „Kathi ist einfach fantastisch.
Sie ist kompetent und motivierend. Sie weiß auch
einen Laien durch die Tücken des Backens zu führen
und geht schnell, sensibel und lösungsorientiert
an die Sache ran.“ Die junge Konditorin
möchte nun ihr meisterliches Talent, ihr feinsinniges
Gefühl, Komplexes einfach zu erklären, und
ihre vielschichtigen Erfahrungen weitergeben.
„Ob einzelne Personen, Familien, Firmen oder
Gruppen, ich komme zu den Leuten nachhause
oder ins Unternehmen und zeige ihnen, wie man
richtig bäckt oder kocht. Dazu bringe ich alles mit,
was gebraucht wird. Sollte ein Showbacken oder
-kochen gewünscht sein, freue ich mich ebenso
darauf, Feiern und Events jeglicher Art, mit kreativen
und unverwechselbaren Köstlichkeiten zu
verzaubern.“ „Ich empfehle sie auf jeden Fall! Kathi
for Back President“, lobt Arabella ihre Coachin.
Sie sei verzückt von ihrem wundervollen Wesen
und berührt vom Mut, ihren alles andere als leichten
Lebensweg zu gehen, so die beliebte Modera-
Spaß beim Verzieren:
Kathi Schönleitner und
Arabella Kiesbauer
Zum Glück, so konnte sie das Beste beim Backen
in vollen Zügen genießen, nämlich das Verkosten,
Naschen, Probieren und Schlecken. Natürlich sei
beim anspruchsvollen Anpacken auch einmal ein
Schuss in den Ofen passiert. Beim hitzigen Zeitmanagement,
die Höhe der Waffeltorte zentimetergenau
hinzubekommen, liegen bei ihr nicht nur
die Nerven flach, auch das Backwerk bleibt flach.
„Wir hatten für diese Aufgabe nur eineinhalb
Stunden Zeit, und die Torte musste aus fünf Waffeln
und zwei unterschiedlichen Füllungen bestehen“,
erzählt Kathi und fügt schmunzelnd hinzu:
„Die Waffeln waren wohl noch etwas zu warm
oder die Creme noch zu wenig stabil. So ist uns alles
immer weiter auseinander geronnen, und wir
produzierten einen Waffelberg“, lacht sie. Ob nun
das Gebackene gut geformt geblieben sei oder ein
wenig daneben ging, der geschmackliche Genuss
sei hervorragend gewesen. „Nachbarn, Familie,
Freunde der prominenten TV-Backqueen freuten
sich jedes Mal über die süßen Leckerbissen.“
„Kathi weiß schnell
und sensibel durch
die Tücken des Backens
zu führen.“
ARABELLA KIESBAUER
torin und erzählt, dass sie auch privat zueinander
gefunden haben. Die große Liebe brachte die gebürtige
Salzburgerin nach Oberndorf in Tirol. Ein
schwerer Schicksalsschlag trübt das junge Glück,
während sie den gemeinsamen Sohn unter ihrem
Herzen trägt. Kurz vor der Geburt ihres Kindes erkrankt
ihr Lebensgefährte Jonathan schwer und
sitzt seither im Rollstuhl. Tapfer bewältigt das
Paar diese Situation, meistert den Alltag auf bewundernswerte
Weise. „Das Backen macht mich
glücklich. Dabei kann ich meine Sorgen und
Ängste für einen Moment vergessen, kann abschalten
und zur Ruhe kommen“, sagt sie. Dieses
Handwerk ist für die junge Konditormeisterin und
gelernte Köchin nicht nur Beruf, sondern Berufung,
die sie in Vollendung beherrscht.
74
LEBEN
© Floobe Medienproduktion, Lisa Lederer
Zwei Persönlichkeiten. Eine starke Kanzlei
Dr. Alexander Katholnig, MBL, und MMag. Carmen Huber, BSc, haben sich zu einer
Rechtsanwaltsgesellschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam bündeln sie Erfahrung,
Fachwissen und persönliches Engagement.
Die Kanzlei berät in den Bereichen Gesellschafts- und Immobilienrecht sowie in zivil-, erb- und strafrechtlichen Angelegenheiten.
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Bankrecht und Markenrecht gerichtet. Jahrelange Spezialisierung und Weiterbildung haben den Fokus auf die Lösung komplexer
wirtschaftlicher Sachverhalte gerichtet. Gemeinsam mit ihrem Team widmen sich Katholnig & Huber Rechtsanwälte mit
großem persönlichen Einsatz den individuellen Anforderungen ihrer Klientinn und Klienten. Auch abseits des Berufs verbindet
die beiden eine gemeinsame Leidenschaft – sozusagen ein „Mandat“ in Sachen Sport: Alexander Katholnig ist Vizepräsident des
Kitzbüheler Ski Clubs, Carmen Huber engagiert sich unter anderem im Organisationsteam des Generali Open.
Katholnig & Huber Rechtsanwälte GmbH & Co KG • Kitzbühel • Tel.: +43 (0)5356 / 66400 • kanzlei@katholnig-huber.at
Leben
I M M E R
N O C H
S C H N E I D I G
U N T E R W E G S
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: privat
76
Leben
Er kümmerte sich um die schicke Kleidung seiner
prominenten Kundschaft, kürte die Schönsten des Landes
und schwärmt heute noch von den alten Zeiten: Im nächsten
Jahr wird Helmut Gruber 80 – ein guter Grund,
ihn wieder vor den Vorhang zu holen.
G R U B E R
˙
H E L M U T
H E L M U T
˙
G R U B E R
Neun Jahre ist es nun her, dass
Helmut Gruber seine Mission
als Missenmacher an den Nagel hängte.
Doch bis es so weit war, machte er es
spannend. Sollte es zum 70. Geburtstag
sein, an dem er seinen Rückzug verkündet?
Damals wusste es niemand, nicht
einmal er selbst, wie er heute lachend
gesteht. Ob es wohl die Tatsache
war, das 2017 eine Kitzbühelerin
das Krönchen in seine
Heimatstadt holte? Wer
weiß. Fakt ist, dass er in
jenem Jahr nach vier
Jahrzehnten seinen Job
in weibliche Hände legte
und seinen Ruhestand
antrat. Wohlverdient,
wie man ja immer so
schön sagt, und doch habe er
es sich viel leichter vorgestellt, auch
wenn es eine freiwillige Entscheidung
war. Schließlich hätte ihn niemand
dazu gezwungen. „Von einem Tag auf
den anderen rufen dich die Leute nicht
mehr an, weil sie was von dir brauchen.
Das erste Jahr danach war für mich sehr
schwierig“, gesteht er. „Ich bin dann mit
meiner Frau viel auf Reisen gewesen,
das hat mir geholfen.“ Und da waren
auch noch die ehemaligen Missen, die
ihren Helmut nicht vergessen haben.
„Bis heute treffen wir uns regelmäßig
und plaudern über alte Zeiten.“
MISSION HOT PANTS
Immer wieder hört man es gerne, wenn
er von damals spricht, als er noch
Schneidermeister in Kitzbühel war,
über seine prominente Kundschaft, zu
der auch Udo Jürgens und Hans Orsolics
gehörten. Dass er schließlich als
Missenmacher die Hosen anhatte, war
den Hot Pants der Mädchen geschuldet.
„Der damalige Veranstalter kam aufgelöst
zu mir, weil die Höschen viel zu
77
Leben
G R U B E R
˙
groß waren und ich sie kurzerhand enger
nähen musste. So lernte ich die Welt
der Misswahlen kennen, und der Rest
ist eh bekannt“, lacht er schelmisch. Seine
Augen strahlen, wenn er von den vielen
Geschichten spricht, die er damals
erlebt hat, von den prominenten Gesichtern,
die ihm begegnet sind und natürlich
von den Damen, die zu den Schönsten
des Landes gekürt wurden. Und er
redet auch von jenen, die zwar nicht gewonnen
und doch Karriere gemacht haben.
Ebenso sei ihm so manch Kurioses untergekommen,
wie etwa die Miss, die
sich schließlich als Misses entpuppte,
von der Miss, die einen Mister
ehelichte, von einer Miss,
die für eine verhinderte
Kandidatin einsprang
und siegte. Ebenso
unvergessen bleibt
Eva Düringer, die zur
Miss Tirol, zur Miss
Austria, zur Miss Europa
und schließlich vom
italienischen Stardesigner
Roberto Cavalli zu seiner Ehefrau
gekrönt wurde.
H E L M U T
H E L M U T
˙
G R U B E R
FRÜHSTÜCK UND FÜRBITTEN
Im kommenden Jahr feiert er einen runden
Geburtstag. Dass dieser eine Acht
vorne dran hat, ist kaum zu glauben.
Fakt ist, dass er mit seiner Sonja die Goldene
Hochzeit in der Kitzbüheler Liebfrauenkirche
feierte und auch einige Missen
dabei waren. Das wiederum erstaunte
Pfarrer Michael Struzynski. Er meinte, er
habe schon viel erlebt, sogar den Papst in
Rom, aber das Missen die Fürbitten lesen,
sei ihm noch nie untergekommen.
Dass es dem Helmut richtig gutgeht, ist
nicht zu übersehen. „Ich stehe meist erst
um neun Uhr auf, genieße ein schönes
Frühstück. Je nach Witterung sitze ich
gerne im Garten und schaue zufrieden
auf mein Leben“, sagt er schmunzelnd.
„Zweimal in der Woche gehe ich mit interessanten
Leuten auf einen Kaffee.“
Schließlich müsse er alle wichtigen Sachen
besprechen, die in der Welt passieren.
Mit dem Schneidern hat er heute nichts
mehr am Hut. Wenn ein Kleidungsstück
zum Richten sei, komme das zur Schneiderin.
Seine Lieblingsbeschäftigung ist
heute eine andere. „Kitzbühel ist heute ein
anderes Kitzbühel, als es damals war. Ich
sammle leidenschaftlich Bilder und Filme
von früher“, verrät er und auch, dass er dafür
die modernen Medien nutze, um Vergangenes
in die Gegenwart zu bringen.
Was ihm da noch alles unterkommt, ist
ungewiss. Eines weiß er aber ganz genau:
„Ich würde wieder alle Entscheidungen
vollkommen gleich treffen wie damals“,
sagt er und blättert zufrieden in einem seiner
Fotoalben, das so manche Erinnerung
wachruft.
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Leben
Anton Rothbacher als
Stadtkapellmeister
Multitalent
Anton Rothbacher
(1867–1939)
TEXT: Martin Reiter
FOTOS: Privatarchiv Martin Reiter/
Stadtarchiv Kitzbühel
Fotograf, Musiker, Kapellmeister,
Musik- und Gesangslehrer,
Organist, Turner,
Feuerwehrkommandant und
kultureller Organisator.
Frühe Fotografie von Kitzbühel
aus dem Jahr 1873.
Schon im Jahr 1850 findet man in
Kitzbühel einen Joseph Rothbacher
als „Gastwirt zum weißen Rößl“, der
1851 auch „Bothenfahrten“ nach Innsbruck
und retour durch seinen Fuhrknecht
Josef Harb durchführte. Im Mai
1852 bot Anton Rothbacher, Bäckermeister
von Kitzbühel, freiwillig sein „auf dem
Bichl Nr. 40“ stehendes Haus – auch
„Bichlbäckenbehausung“ genannt – mit
Bäckerkonzession freiwillig zur Versteigerung
an. Auch der Bichlwirt wurde Jahre
später, 1871, versteigert.
Vermutlich wollte er den Beruf wechseln,
denn schon 1858 hatte Anton Rothbacher
in Wilten bei Innsbruck ein eigenes Fotoatelier,
das er wie folgt bewarb: „Ich
schmeichle mir, dass meine Porträts auch
in Innsbruck den gewohnten Beifall finden
werden, und hoffe daher auf zahlreichen
geehrten Zuspruch. – Auch sind bei
mir mehrere ausgezeichnete Apparate zu
verkaufen. Anton Rothbacher, Fotograf.
Wiltau, Nr. 90.“
Im Mai 1861 registrierte man in Innsbruck
einen angekommenen „Rothbacher, Fotograf
v. Kitzbichl“. Somit hatte auch Kitzbühel
damals bereits seinen ersten eigenen
Fotografen. Verheiratet war dieser mit
Maria Brandl.
Und der Apfel fällt bekanntlich nicht weit
vom Stamm. Denn auch sein Sohn Anton
Josef, geboren am 22. Mai 1867, sollte Fotograf
werden, vor allem aber über Jahrzehnte
quasi als „Universalgenie“ die Entwicklung
und die Geschicke der Stadt
Kitzbühel federführend mitgestalten.
Anton Rothbacher gehörte zu den frühen
professionellen Fotografen Kitzbühels
und dokumentierte das gesellschaftliche,
kulturelle und städtische Leben der Region
über viele Jahrzehnte hinweg. Seine
80
Leben
Fotografien zeigen unter anderem Stadtansichten
von Kitzbühel, Denkmäler und
historische Ereignisse, Vereinsleben, Porträts
sowie frühe Wintersport- und Alltagsmotive.
Besonders bedeutend ist heute
sein fotografischer Nachlass im Stadtarchiv
von Kitzbühel. Dort werden Negative,
Abzüge und historische Fotografien aufbewahrt.
Das Archiv nennt ihn ausdrücklich
als einen der wichtigsten historischen
Fotografen der Stadt. Sein Fotoatelier befand
sich laut historischen Quellen in der
Hinterstadt/Hintere Stadtgasse 28 in Kitzbühel.
Dort arbeitete er über Jahrzehnte
als Fotograf.
Neben der Fotografie interessierte Anton
junior vor allem auch die Musik, und so
begann er schon mit 20 Jahren zu komponieren.
Und nachdem volle zwei Jahre
hindurch die Kitzbüheler Streichmusik
brachgelegen war, scharten sich 1888 mehrere
junge Leute unter der Leitung des jugendlichen
Komponisten Anton Rothbacher
zusammen, um wieder eine solche zu
gründen. Der Verlauf des Konzerts im
Herbst war in jeder Hinsicht ein ausgezeichneter.
In der Zeitung konnte man lesen:
„Einige Stücke mussten auf allgemeines
Verlangen wiederholt werden.
Besonders aber beim Radfahrer-Marsch,
einer gediegenen Komposition des Herrn
Rothbacher, wollte der Beifall kein Ende
nehmen.“
Im Jahr 1890 wurde Anton Rothbacher
schließlich Stadtkapellmeister und Leiter
des Streichorchesters. Es folgte die Berufung
in den Ausschuss der Stadtsparkasse,
Anton Rothbacher fungierte
als Feuerwehrhauptmann
und Bezirkslöschinspektor.
und 1893 konnte man Rothbachers fotografisch
aufgenommene „sehr genaue
und reine Ansichten von Kitzbühel und
Umgebung sowie Strohhüte (!) bei der Tiroler
Landesausstellung in Innsbruck“ bewundern.
1897 folgte die Wahl zum Kommandant
der Freiwilligen Feuerwehr
Kitzbühel und einige Jahre später sogar
Bezirksverbands-Hauptmann zwischen
1903 bis 1908 und 1912 bis 1937 sowie „landschaftlicher
Löschinspektor von Kitzbühel
und Hopfgarten“ von 1905 bis 1921. Damit
gehörte er über Jahrzehnte zu den
wichtigsten Feuerwehrfunktionären der
Region.
Anton Rothbacher hatte auch die schwierige
Aufgabe, die Stadtmusik während des
Ersten Weltkriegs zu führen. Durch seinen
verstärkten Einsatz hielt er die Kapelle
zusammen und ließ die Musikanten neuen
Mut schöpfen. Denn ständige Beerdigungen
schwächten die Moral der Blasmusik
erheblich. Er war auch Gründer
einer Jungmusik für den musikalischen
Nachwuchs, die im Jahr 1923 beim Katholikentag
in Wien mitwirkte. Sie spielte auf
dem Heldenplatz vor Bundeskanzler Dr.
Ignaz Seipl.
Im Jahre 1936 trat der hochverdiente Kapellmeister
zurück und starb drei Jahre
später am 2. Juli 1939.
Anton Rothbacher war eine der prägendsten
Kultur- und Vereinspersönlichkeiten
von Kitzbühel in der Zeit vom späten 19.
bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Herrenporträt
Er galt lokal als regelrechtes „Universalgenie“,
weil er gleichzeitig als Fotograf, Musiker,
Kapellmeister, Musik- und Gesangslehrer,
Organist, Feuerwehrkommandant
und kultureller Organisator tätig war.
Außerdem war er ein guter Turner und
künstlerisch begabt. In seiner Freizeit
schnitzte er Holzfiguren, malte Bilder und
entwarf sogar Bühnendekorationen.
81
Leben
Wenn Amors
Pfeile treffsicher
landen
Unbedingt hat es der 11. November
sein müssen. Der Saal war
geschmückt, die Blumen am Tisch, die
Rede vorbereitet – und dann bin ich dagestanden,
habe gewartet und gewartet.
Irgendwann habe ich mir gedacht, da
muss etwas passiert sein. Als ich schließlich
angerufen habe, hat niemand abgehoben“,
erzählt Jutta Wunder, und das
Entsetzen ist ihr noch heute ins Gesicht
geschrieben. Da wollte ein Paar aus
Salzburg um jeden Preis zu diesem Datum
im Standesamt St. Johann heiraten
– und ist einfach nicht aufgetaucht. „Wir
haben nie mehr etwas von ihnen ge-
© Pexels/Mlkbnl
© Unsplash/Micah Sammie Chaffin
Wo die Liebe hinfällt, bestimmt das
Schicksal. Wo Herzensangelegenheiten
besiegelt werden, dafür sorgen die beiden
Standesbeamtinnen in St. Johann.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTO: Conny Pipal
82
Leben
© Pexels/Alexander Mass
per den Tipp, einfach aus dem Herzen
zu sprechen. Was dabei herauskam, waren
Worte, die niemanden im Saal kaltließen.
„Das Kuriose an dieser Geschichte
war, dass er auf dem Zettel
gesessen ist“, erinnert sich die Standesbeamtin
mit einem Lächeln auf den Lippen.
Ebenso schmunzelnd erzählt Frau
Wunder von einem heiratswilligen
Mann, der seiner Zukünftigen tatsächlich
eine seiner vorangegangenen Ehen
verschwiegen hatte. „Sie dachte, er war
erst viermal verheiratet. Doch beim Beantworten
des Fragebogens, den jedes
Paar von mir bekommt, ist die Sache
aufgeflogen. Die Braut war zuerst ziemlich
irritiert, doch schließlich wurde sie
dann doch seine sechste Ehefrau.“
Zum ersten Mal wünschte sich ein junger
Mann, in den Stand der Ehe zu treten.
„Er wollte seiner Freundin direkt
am Standesamt einen Antrag machen.
Doch Spontanhochzeiten sind nicht erlaubt“,
erklärt Jutta Wunder und erzählt
auch von den besonderen Momenten,
die sie zutiefst berühren. „Es gibt Hochzeitsgesellschaften,
bei denen für die
Verstorbenen ein Platz freigehalten
wird. Da stellen wir auch gerne die Fotos
hin.“ Wo Amors Pfeile treffsicher
landen? Da zeigt sich wahrlich ein buntes
Bild. „Entweder lernen Einheimische
jemanden im Ausland kennen und
heiraten dann daheim oder auslän-
hört“, sagt die Standesbeamtin, die
schon seit einem halben Jahrhundert
Pärchen in allen möglichen Konstellationen
in den Stand der Ehe hebt.
So etwas habe sie Gott sei Dank nie wieder
erlebt, dafür gebe es viele andere
Geschichten, die ihre Arbeit niemals
langweilig werden lassen. So erinnert
sie sich an eine wahrlich filmreife Liebesgeschichte:
„Sie war gerade 80, er
fünf Jahre älter. Beide hatten schon zwei
Ehen hinter sich. Als Jugendliche waren
die beiden ineinander verliebt gewesen,
doch die Zeit war wohl nicht reif. Im Alter
haben sie sich wieder getroffen, und
ich habe sie getraut“, erinnert sie sich –
und auch daran, wie berührend diese
Begegnung war.
Dass eine Trauung auch „Wau-Momente“
haben kann, davon weiß ihre Kollegin
Jutta Tropper, die seit einem Jahr
Trauungen durchführt, zu berichten.
„Ein Paar hatte keine Kinder und wollte
seinen Hund dabeihaben, ausnahmsweise
wurde dies von uns gestattet. Es
war einfach bezaubernd, wie sich der
kleine Wollknäuel zwischen die beiden
gesetzt und sie angeschaut hat. Um den
Hals hatte er eine Schlaufe mit einer
Schachtel mit den Ringen.“
VERLIEBT VERZETTELT
In Verlegenheit kam ein Bräutigam, als
er seinen Zettel mit der Rede nicht mehr
fand. Kurzerhand gab ihm Jutta Trop-
© Pexels/Amirhabibip
Die beiden St. Johanner
Standesbeamtinnen
Jutta Tropper und Jutta
Wunder im Trausaal
Leben
© Pexels/Luana Goncalves
Wir erleben viele
wunderbare
Momente, die
auch uns zu
Tränen rühren.
JUTTA TROPPER
© Pexels/Alirezamani Wedding Team
dische Gäste treffen hier auf Einheimische
und feiern die Hochzeit bei uns.
Der Klassiker sind die Skilehrer-Liebesgeschichten“,
lacht die erfahrene Standesbeamtin.
Natürlich gebe es auch
Paare, die sich auf Online-Plattformen
kennenlernen. „Das macht etwa ein
Drittel aus.“ Tatsächlich sei es so, dass
viele sich bei Feiern, beim Sport oder bei
Hochzeiten kennenlernen.
PIPIFEIN UND POMPÖS
Nicht immer sind es Ringe, die Liebende
am schönsten Tag ihres Lebens tauschen.
Das ist keine Verpflichtung. „Inzwischen
ist es durchaus üblich, eine
Kette am Hals oder am Arm zu tragen.
Manche geben auch den Ring auf die
Halskette, einige wollen, statt der klassischen
Modelle, lieber Siegelringe.“ Die
Arbeit als Standesbeamtinnen ist für
beide Juttas immer wieder mit außergewöhnlichen
Erlebnissen verbunden –
sei es ein Heiratsantrag am Grab des
Vaters, ein Mann, der sich im Trausaal
nicht mehr sicher war, ob sie die Richtige
ist, oder der farbenfrohe Mix an Kleidung,
mit dem die Paare alle Blicke auf
sich ziehen. „Von einer Rockerhochzeit
in Lederkluft bis pipifein und prächtig
ist alles dabei“, sind sich beide Juttas einig.
Und dass heutzutage Frauen im Hosenanzug
heiraten, sei durchaus üblich
– ebenso Hochzeitskleidung in allen
Farben. Ein Outfit sorgte für besonders
großes Aufsehen: So ließ es sich gleich
eine ganze Hochzeitsgesellschaft nicht
nehmen, quasi im Partnerlook zu erscheinen.
„Nicht nur das Kleid der Braut
war lila-schwarz, sondern auch der
pompöse Anzug des Bräutigams und
zudem die Kleidung aller Gäste.“
Nun, die Liebe trifft wirklich jeden Geschmack
und macht den Alltag der
Standesbeamtinnen bunt. Kein Wunder,
dass die beiden gar nicht anders
können, als stets aufs Neue „Ja“ zu einem
Job zu sagen, bei dem andere den Bund
fürs Leben schließen.
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84
Die Region hat einen neuen offiziellen Ansprechpartner für
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85
Leben
Sparverein
statt Sparschwein
Ein Verein für kleine finanziellen Angelegenheiten und
ein Minischließfach für Papiergeld und Münzen zählen für die
Jochberger Sparfüchse mehr als alles Geld der Welt.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: privat, Conny Pipal, Shutterstock
86
Leben
Früh übt sich, wer ein richtiger
Sparefroh sein will. Vom Kindergartenkind
bis zur älteren Generation,
bei allen ist der Groschen gefallen. „Alle
kommen gerne zusammen, wenn es zur
Einzahlung in der Jochberger Dorfstubn
kommt. Die wöchentliche Ausleerung
findet jeden Mittwoch um 19 Uhr
statt. Bis dahin müssen die Beträge eingezahlt
sein, sonst wird ein Strafgeld in
Höhe von einem Euro fällig. Nur bei
wirklichen Notfällen wie Krankheit
kann man jemanden beauftragen, das
Geld vorbeizubringen“, erklärt Theresia
Markl. Die Obfrau des Vereins ist verantwortlich,
dass alles mit rechten Dingen
zugeht. „Die wöchentliche Mindestansparleistung
beträgt laut Statuten
zwei Euro. Jedes Mitglied, ob Bauer oder
Makler, hat beim Sparschrank ein eigenes
Fach. Wegen der Geldwäschebestimmungen
ist die jährliche Sparleistung
mit 1.500 Euro pro Mitglied
begrenzt.“
GELD INS KUVERT
Alle Abläufe im Verein
laufen seit Anbeginn in einer sinnvollen
Ordnung ab. So finden die letzte Einzahlung
und Ausleerung meist Mitte
November statt. Anschließend wird fleißig
gerechnet und nach dem Vier-Augen
Prinzip kontrolliert. Wenn alles stimmt,
wird die Münzliste für die Auszahlung
erstellt. Sobald der Betrag bei der Bank
zur Abholung bereitsteht, treffen sich
die Ausschussmitglieder zum Finale.
Dabei wird der angesparte Betrag der
Mitglieder mehrmals gezählt und mit
der Vereinskarte in ein Geldkuvert gegeben.
„Es bleibt spannend, bis der letzte
Cent ‚eingesackerlt‘ ist und alles passt.
Sonst beginnt das Prozedere von vorne“,
weiß Theresia aus Erfahrung. Und dann
kommt der große Tag, auf den alle schon
warten: Alle Jahre wieder, am 7. Dezember,
lädt der Sparverein zu einem gemeinsamen
Essen in die Dorfstubn. Dabei
wird dann das ersparte Geld
ausbezahlt. „Das wird schon seit Anfang
an so gehandhabt. Vor Weihnachten ist
jeder froh, wenn er das Geld für Liftkarten,
Skianzüge und Geschenke zur Verfügung
hat“, so die Obfrau und erinnert
sich an eine aufregende Anekdote.
Die wöchentliche
Mindestansparleistung
beträgt
laut Statuten
zwei Euro.
RESI MARKL
87
Leben
VEREINSKASSE FÜLLEN
So war es einmal so, dass die Metallboxen
nicht nur brave Sparer, sondern
auch diebische Schlitzohren anzogen
haben. „Die Kästen wurden aufgebrochen.
Doch der Dieb hatte Pech. Am
Abend vorher wurden sie geleert“, erinnert
sie sich und ist froh, dass alle mit
dem Schrecken davongekommen sind.
Natürlich müsse die Vereinskasse auch
gefüllt werden. Dazu dienen die Mitgliedsbeiträge
ebenso wie der Verkauf
von Schweinsbraten-Semmeln beim
Platzkonzert oder bei der Verpflegung
bei Vereinsfesten. „Dabei werden wir
von freiwilligen Helfern unterstützt.“
Mit den Erlösen finanzierte man schon
unvergessliche Ausflüge. Das stärke die
Gemeinschaft, sagt Theresia.
SPAREN UND SPASS
Schließlich geht es beim Verein auch
um das gesellige Zusammensein.
„Nachdem die finanzielle Angelegenheit
unter Dach und Fach ist, kommt die
soziale Komponente ins Spiel“, lacht sie
und erinnert sich gerne an so manchen
„verhockten“ Abend.
Theresia ist überzeugt, dass die gute alte
Art Geld zu sparen, wahrlich ihren Wert
hat. „Gerade in Zeiten, in denen es vielen
Leuten schwerfällt, Geld zur Seite zu
legen, bietet der Sparverein eine gute
Möglichkeit, über das Jahr hinweg eine
ansehnliche Summe anzusparen.“ Für
die Vereinsmitglieder ist der Sparverein
längst ein fixer Bestandteil des Dorflebens.
Und den hüten sie wie einen wertvollen
Schatz.
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MODE
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
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Mode
TRENDS IN
DER MODE
SIND EIN
ALTER HUT
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© Pexels/Cottonbro Studio
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© Karin Hackl
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TEXT: Conny Pipal
Kleider machten schon immer Leute.
Die Menschheit fühlte sich seit jeher
von der Vorliebe, sich in stoffliche
Schönheiten zu hüllen, angezogen.
Sie trägt dazu bei, dass wir uns in unserer
Haut wohlfühlen. Mit einer Selbstverständlichkeit
fühlen wir uns davon angezogen,
ohne sie wären wir, nicht nur im wahrsten Sinne
des Wortes, sondern tatsächlich nackt. Wie
ein roter Faden zieht sich ihre Zweckdienlichkeit
durch unsere Gesellschaft, sei es als Statussymbol
oder als Sinnbild für unseren Berufsstand.
Neben ihrem Nutzen, uns zu
kleiden, verkörpert sie ebenso den Inbegriff
von Geschmack. Unsere Kleidung begleitet
uns durch unser Leben und gibt dem Begriff
Mode erst seine Daseinsberechtigung. Wobei
beides nicht automatisch eins ist. Der Zweck
der Kleidung erfüllt sich in erster Linie durch
© Unsplash/Valna Studio
© Pexels/Cottonbro Studio
© Unsplash/Mojtaba Mosayebzadeh
die Notwendigkeit, unseren Körper zu verhüllen.
Die Schnittfläche zur Mode ergibt sich erst
dann, wenn die Bekleidung nahtlos mit den
stetig sich verändernden und den doch immer
wieder wiederkehrenden zeitgeistigen Strömungen
verwoben ist.
Ein Blick in die Geschichte der Mode zeigt, der
Mensch erlag schon in frühesten Epochen den
Verlockungen der stofflichen Verführungen.
Doch wann und wo hat sie ihren
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Mode
© Unsplash/Irene Kredenets
© Unsplash/Marcus Santos
Mode betrachtet oder analysiert, seien drei
Funktionen zu beachten. Die praktische Verwendung,
sie betreffen die Funktionalität und
den Nutzen der Mode wie zum Beispiel Schutz
vor Umwelteinflüssen. Die ästhetischen Funktionen
betreffen die formalen Eigenschaften
und das visuelle Konzept des Designs wie zum
Beispiel Formcharakter, Materialkombinationen
und Farbeigenschaften. Und die symbolischen
Funktionen: Sie betreffen Ausdruck,
Ansehen und die emotionale Wirkung der
Mode, wie zum Beispiel die Vermittlung von
Wertvorstellungen oder Exklusivität. Mode
war nie nur funktional, schön oder Ausdruck
von Macht, sie beinhaltet meist alle drei Funktionen,
sie wirken immer mit.
HISTORISCH ANGEZOGEN
„Mode lässt sich sinnvoll in Epochen einteilen.
Typische Perioden helfen dabei, Stil, Materialien,
Schnitte und kulturelle Einflüsse zu verstehen,
die Kleidung zu bestimmten Zeiten geprägt
haben. Mode spiegelt immer den Zeitgeist und
die Werte einer Epoche wider. Die Übergänge
sind meist fließend. Mode ist der verbindliche
und wandelbare Stil einer Gesellschaft zu einem
bestimmten Zeitpunkt bis heute“, erklärt
die Expertin und spricht ebenso von der Bedeutung
der historischen Mode. „Der Blick zurück
führt in die Zukunft. Die Formgeschichte der
Mode ist unglaublich vielfältig, spannend und
eine umfangreiche Quelle für neue Inspirationen.
Ebenso historische Techniken wie Weben,
Sticken, Färben – diese Techniken werden neu
belebt und interpretiert.“
Ursprung? „Mode hat keinen Ursprung im eigentlichen
Sinn. Sie entstand weltweit über
Jahrhunderte durch Veränderungen in Textilherstellung,
Handel und gesellschaftliche Normen“,
weiß Ulrike Kölzer-Gießing, Lehrerin
für Mode-und Kunstgeschichte und Trendforschung
an der Modeschule Hallein. Begonnen
habe es sicher mit einem Tierfell, um sich vor
Umwelteinflüssen zu schützen, aber auch um
sich zu schmücken. „Eine sehr frühe und gut
erhaltene Bekleidung aus der Jungsteinzeit
wurde bei der Mumie Ötzi gefunden. Seine Bekleidung
war aus Fell, Leder und Grasgeflecht
gefertigt und sehr gut durchdacht.“ Wenn man
© Pexels/Alexander Mass
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Mode
EINFLÜSSE AUF NEUE TRENDS
Die Modeentwicklung werde von vielen Faktoren
geprägt. „Von allen Einflüssen, die uns
Menschen umgeben. Das sind historische Ereignisse,
neue Techniken, sozialer Wandel,
Geschlechterrollen, Feminismus, Jugendkulturen,
Kunst und Kultur, wirtschaftliche Faktoren,
Konsumverhalten, Nachhaltigkeit, Recycling,
soziale Medien, Influencer, Klima,
Verfügbarkeit von Stoffen, globaler Handel
und Migration.“ All das beeinflusse uns Menschen
und damit auch die Mode und führe zu
neuen Trends.
Mode sei ebenso ein Statement für bestimmte
Generationen. „Jugendliche und junge Erwachsene
nutzen Mode gern, um Zugehörigkeit,
Rebellion, Nachhaltigkeitswerte oder
Identität auszudrücken. Aber nicht ausschließlich,
die heutige Generation ist selten so homogen,
dass eine Mode ausreicht. In der Regel gibt
es unterschiedliche Statements und auch gegensätzliche
Strömungen parallel.“
© Unsplash/Aiony Haus
© Pexels/Miami302
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IKONISCHE MODE
Ist Mode unverwechselbar? „Die Frage ist
schwierig zu beantworten, da ‚unverwechselbar‘
subjektiv ist. Der Gedanke, Diors Nachkriegsmode
zu nennen, drängt sich auf, aber
für mich sind es Moden, die lange Bestand,
sich ins globale Gedächtnis eingebrannt haben
und zu Klassikern geworden sind. Wie zum
Beispiel die Jeansmode, eine stille Strömung
mit starker Durchsetzungskraft. Von der robusten
Arbeitshose für Goldminenarbeiter
wurde sie in den 1950er-Jahren als Ausdruck
von Rebellion in der Jugend- und Popkultur
populär, in den 2000er-Jahren zum Klassiker
und findet sich heute selbstverständlich in der
Haute-Couture-Mode wieder.“
Wenn unverwechselbar mit hoher formaler
Wiedererkennung gedacht werde, dann sei es
eine ikonische Mode mit hohem Wiedererkennungswert.
Zum Beispiel die Mode des Punks,
des Surrealismus oder des Minimalismus.
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Mode
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Ob waagrecht gestreift oder geradewegs einfärbig – in regelmäßigen
Wellen schwappt der Charme der Nautik auf die Mode über.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Hersteller, Shutterstock
© Pexels/Miami
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Mode
Erstmals aufgetaucht bei den Fischern in
Frankreich, trug die gestreifte Arbeitskleidung
in erste Linie dazu bei, dass der Arbeitsalltag
nicht aus dem Ruder lief, die Männer
nicht farblos untergingen, sondern sichtbar
waren, falls einer über Bord ging. Selbst in der
Ferne waren die waagrechten Streifen gut
sichtbar. Ferner überwogen die Vorteile der
abwechselnd dunkelblauen und weißen Balken,
um eventuelle Schmutzränder zu kaschieren.
Zudem erzählte man sich in alten Zeiten,
die Streifen würden vor Unglück schützen.
© Pexels/Maximilian Orlowsky
Dies allerdings wird bis heute als ausufernder
Aberglaube abgehandelt. Aus reiner
Vernunft wurde Marinekleidung von den
Seeleuten genutzt. Zum einen signalisierte
diese den Rang und die Zugehörigkeit, zum
anderen war sie durch Farbgebung und
Schnitt wiedererkennbar. Die textile Verbindung
zu den Seeleuten entwickelte sich zu einem
Symbol des Berufsbildes und zog schließlich
die alleinige Gültigkeit als Marineuniform
an Land. Über den Seeweg strandete der Marinestil
Mitte des 18. Jahrhunderts schließlich
bei den britischen Royals. Nicht als militärische
Uniform, sondern als modischer Blickfang.
So sorgte Königin Victoria für die weltweite
Verbreitung, nachdem sie ihren Sohn in
einen Miniatur-Matrosenanzug steckte.
© Pexels/luchik
KNOPF UND KRAGEN
Der Siegeszug des Streifenlooks fand mit der
Modeikone Coco Chanel seine Fortsetzung. Sie
fühlte sich davon angezogen, hüllte die Modewelt
streifenweise in blau-weiße Hemden und
etablierte den nautischen Look wohl für alle
Zeiten als unverzichtbare Stilikone.
Was als dunkelblauer Zweiteiler seinen Anfang
nahm, überschwemmt seither den Markt mit
einer Fülle von vielfältigen Fashiontrends. Fern
von den Anfängen als Arbeitsklamotten findet
sich die maritime Mode heutzutage nahezu in
allen Kollektionen. Der klassische Stil, der neben
dem blau-weiß auch rot-weiß Gestreiftes
zulässt, wird begleitet vom schicken Matrosenkragen
und brillanten Goldknöpfen. Zeitlos
kombinierbar ist dazu der blaue Blazer und die
weiße Hose unverzichtbar und erinnert unweigerlich
an die Küsten Frankreichs.
95
© Pexels/Semih Akdag
Mode
© Pexels
STILSICHER SEGELN
Der nautische Stil holt mit seinem sportlich-eleganten
Auftreten den Segelsport ins Boot. In
den Farben Navy, Weiß, Beige und Rot, verhübscht
mit Motiven wie Anker, Tauen und
Steuerrädern, machen die lässigen Poloshirts,
schicken Chinos und funktional feschen Segeljacken
einen Mordswind, ob auf dem weiten
Meer oder im sicheren Hafen. Sei es auf der teuren
Yacht, beim Strandspaziergang oder beim
abendlichen Urlaubsbummel, der romantisch-maritime
Look passt in jedem
Fall als Feriengarderobe. Bei
rauer See und hohem Wellengang
dient eine funktionale
Kleidung für Skipper und
Crew als robuster Rettungsanker.
Es sei empfohlen, Ölzeug, Parkas, wärmende
Wollpullis und Canvas stets mit im Gepäck
zu haben.
FERIEN AM MEER
Im Koffer für die Ferien an der Nordsee darf ob
dem kühlen Lüftchen der grob gestrickte Pullover,
die Mütze im Beaniestyle in Blau- und
Erdtönen oder auch in schlichtem Grau für die
bodenständige Garderobe nicht fehlen. In
wärmeren Gefilden mag man es lieber leicht
und verspielt. Kleider aus Leinen zu den Ballerinas,
luftig geschnitten und je nach Geschmack
in geschmeidiger Koralle, gediegenem
Sand oder gewohntem Weiß-Blau. Dabei
ist bei einer feinen Meeresbrise auch ein nostalgischer
Touch in zarten Pastellfarben, fließenden
Materialien und verspielten Spitzen
erlaubt. Auf den Stoffen sammeln sich dazu
hübsche Muschelmotive und Wellenmuster.
Natürlich hat sich die modische Manier des
© Pexels/Ketut Subiyanto
© Pexels/Aleriiamiller
Meeres auch längst schon in den Großstädten
verankert. Minimalistisch im Schnitt und dezent
mit Streifen präsent, zeigt sich die zeitgenössische
Interpretation des Maritimen auch
im urbanen Bereich durchaus seegängig. Was
für die Kleidung gilt, entfaltet seine Wirkung
ebenso bei den Accessoires. Ringelsöckchen,
ein Strohhut mit maritimem Band, ein zartes
Halstuch mit Segelprint, ein Seesack als stylischer
Beutel, Espadrilles in Blau-Weiß oder ein
Armband in Tau-Optik lassen uns eintauchen
in diesen unvergleichlichen Hauch von Leichtigkeit,
die uns am Meer stets begleitet.
AUSZEIT
© Mathäus Gartner
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Fantastischer Panoramablick
Echtes Gipfelglück mit einzigartiger Aussicht: Ein Besuch am
Jakobskreuz ist ein unvergessliches Erlebnis.
Mit ihren 1.456 Meter Höhe ragt die Buchensteinwand im Pillerseetal imposant in die Höhe und präsentiert einen grandiosen Panoramablick
auf die Kitzbüheler Alpen, den Wilden Kaiser, die Hohen Tauern, die Waidringer Steinplatte und auf die Loferer und
Leoganger Steinberge. Mit einer beachtlichen Höhe von 30 Metern ist das Jakobskreuz das größte begehbare Gipfelkreuz der Welt –
dem Himmel ganz nah – inmitten einer wunderbaren Naturlandschaft. Zu dieser beeindruckenden Aussicht wird man auch mit köstlicher
Kulinarik verwöhnt. Um all das zu genießen, bringt die Bergbahn Pillersee die begeisterten Gäste bequem auf den Gipfel, oder
man erreicht den Aussichtspunkt über eine herrliche Wanderung. Bergbahn Buchensteinwand Pillersee GmbH • Buchenstein 13 •
6393 St. Ulrich am Pillersee • Tel.: +43 (0)5354 / 77 077 • info@bergbahn-pillersee.com • www. bergbahn-pillersee.com
Auszeit
Hurra,
die Goas!
TEXT: Conny Pipal
FOTOS: Denise Neumayr, Shutterstock, FKK
98
Auszeit
War es das Ziel der Ziegen, einem
Bergrauflauf den Namen zu geben? Wie
auch immer: Die Goasleitn-Trophy in
Fieberbrunn macht tierisch viel Spaß und
dient zudem der guten Sache.
Ob des neckischen Namens möchte
man fast meinen, es seien Nackedeis,
die bei diesem Verein dabei sind.
Doch was im ersten Moment nach freizügigen
Männern ohne Kleidung klingt,
enthüllt sich beim näheren Hinsehen als
taffe Herrenrunde, die sich um gesunde
Körperertüchtigung kümmert. FKK
nennen sie sich, und hinter der frechen
Abkürzung steht der flotte Name „Fieberbrunner
Körperkult“. Ursprünglich
als freundschaftliche Fußballtruppe,
später als sportliche Saunagruppe entstand
eines Tages die Idee, einen Verein
zu gründen, um dem Fieberbrunner
Dorfleben einen gesellschaftlichen Aufguss
zu verpassen. „Im Jahr 2023 haben
wir den Verein gegründet und begonnen,
Veranstaltungen zu organisieren“,
erzählt David Foidl von den Anfängen,
die auf der Rohreralm ihre erfolgreiche
Fortsetzung fand. „Wir sind da oben zusammeng’sessen
und haben auf den steilen
Hang vor der Hütte g’schaut. So ist
uns die Idee gekommen, da herauf ein
Rennen zu veranstalten, das die Leute
animiert, Spaß und Sport zu verbinden.
Anschließend wird auf der Alm ordentlich
gefeiert“, so der Vizeobmann. Und
da seines Bruders Ziegenherde ebendort
grast, war auch gleich der Name
für das sportliche Bergauf gefunden.
„So ist die Goasleitn-Trophy entstanden,
die wir mit unseren 17 Vereinsmitgliedern
aus Fieberbrunn, St.
Ulrich, Hochfilzen und
Waidring veranstalten.“
AUFI AUFN BERG
Mitten im Wald, zwischen den Bäumen,
auf der Fieberbrunner Sonnenseite
wird gestartet. Das Ziel ist die Almhütte,
hundert Meter weiter oben. „Das ist
der steilste Hundert-Meter-Sprint der
Welt mit einer hundert prozentigen
Steigung“, ist David überzeugt, und alle
Vereinsmitglieder nicken. „Mitmachen
können Frauen, Männer und
auch Kinder. Im ersten
Jahr hatten wir nur
Einzelstartende,
inzwischen
gibt es auch einen
Staffellauf.“
Auf den Berg auf
die Rohreralm
zieht’s heuer am 11.
Juli wieder alle, die
beim Rennen mitmachen
möchten.
Ob auf beiden Beinen
oder auf allen
Vieren: Wie die
Teilnehmenden
den Hang bewältigen,
ist den Veranstaltern
einerlei. Runtergekugelt
sei beim
Rennen noch niemand. Bei
den Vorbereitungen allerdings sei beim
Stromkabelverlegen ein FKKler den
Hintern runtergerutscht. Es ist auch
schon vorgekommen, dass die Strecke
das Ziel einer Ziege ist, die sich neugierig
mitten ins Geschehen meckert.
Überhaupt dreht sich beim Verein alles
um die blökenden
Vierbeiner.
Kein
W u n d e r
also, dass
ein Goaskopf
das
Markenzeichen
der Truppe
ist. „Dafür haben
wir extra
99
Auszeit
Köpfe machen lassen, als Erkennungszeichen.“
Versteht sich, dass der Goaskopf
den Verein auf Schritt und Tritt
begleitet. Auf dem Social-Media-Kanal
der Fieberbrunner Körperkultler setzen
sie das tierische Testimonial gekonnt in
Szene – sei es für einen Heiratsantrag,
bei dem die Angebetete statt eines ersehnten
Eherings die Goaskopfmedaille
bekommt, oder auch als Lockmittel, um
für die Trophy zu werben.
Der Goaskopf
ist unser
Markenzeichen.
DAVID FOIDL
SPASS FÜR DIE GUTE SACHE
„Über 200.000 Aufrufe auf Instagram
haben wir fürs witzige Reel mit den unterschiedlichen
Teilnehmertypen bekommen.
Vom Jausner, Fanaten, Grüßer
und Influencer war alles dabei.“ Die
Ideen dafür kommen vom Obmann
Max Foidl. Er schreibt die Drehbücher,
koordiniert die Drehs und schaut, dass
die schauspielenden Vereinsmitglieder
lustig rüberkommen, damit dann wiederum
viele Lauffans raufkommen und
viele Einnahmen reinkommen. Natürlich
ist die ganze Rennerei auch für die
Teilnehmenden nicht umsonst, sondern
wird mit tollen Preisen wie
1.000 Euro Siegergeld und
vielen Sachpreisen belohnt.
Auch Menschen,
die Hilfe
brauchen, vergisst
der Verein nicht.
„Wir machen das
alles nicht nur aus
Jux und Tollerei,
sondern wir sind
ein gemeinnütziger
Verein und
verwenden die erwirtschafteten
Gelder für sinnvolle
Zwecke, und diese
kommen anonymen
Projekten
zugute“, sagt David
und erklärt, dass
sie sehr dankbar
für die Unterstützung
aller Sponsorinnen
und Sponsoren
seien.
AM BODEN
BLEIBEN
Auch ein neues
Projekt steht für die
Männer schon in
den Startlöchern.
„Wir werden heuer zum
Nationalfeiertag den Pillerseetal-Halbmara-thon
veranstalten“,
verrät er. Und auch wenn der Verein
schon ein wenig Stolz über den
Erfolg ist, möchten sie am Boden bleiben
und deswegen nur Events organisieren,
die sie nach ihren Vorstellungen
gestalten können. „Wir möchten nicht
nach der Pfeife von anderen tanzen. So
bleibt auch unser Zusammenhalt bestehen,
und wir ziehen alle an einem
Strang.“
Goaskopf als
Markenzeichen für
die Mitglieder
100
ABENTEUER AM BERG – FÜR DIE GANZE FAMILIE
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weitere Infos
Auszeit
WO FREUDE
HAUT & HERZ
BERÜHRT
Man kennt sie als Königin des Teleshoppings
oder als Investorin von „Die Höhle der
Löwen“: Judith Williams. Aber wussten Sie,
dass es in Innsbruck einen Flagship Store
ihrer Kosmetikmarke gibt?
Judith Williams Cosmetics wird –
wie alle Marken der CURA COS-
METICSGROUP – direkt an ihrem Entstehungsort,
der Judith Williams Beauty
World, vertrieben. Und diese ist weit
mehr als nur ein Showroom: Hier steht
individuelle, fundierte Beratung im
Mittelpunkt, ebenso wie ein außergewöhnliches
Einkaufserlebnis. Besonders
großen Wert legt man auf das
Wohlgefühl der Kund:innen, die oft von
weit her anreisen, um ihre Favoriten aus
Webshop oder TV-Commerce live zu
testen und zu shoppen. Eine Beauty-Oase,
in der man das perfekte Geschenk
ergattern und trotzdem dem Weihnachtstrubel
entfliehen kann.
Technologie trifft Expertise. Dabei wird
das umfassende Know-how des Hauses
genutzt: Mithilfe modernster Technologien
werden im CURA Skin Research
Institute nicht nur Studien durchgeführt
und neue Formulierungen getestet, sondern
auch unsichtbare Hautparameter
der Kund:innen ermittelt. Denn jede
Haut ist einzigartig und verlangt nach
individueller Pflege. Die Hautmessung
ermöglicht es, die persönliche Pflegeroutine
besonders präzise auf die jeweiligen
Bedürfnisse abzustimmen. Ergänzt wird
dieses tiefgehende Analyseangebot
durch ein Spa-Menü mit verschiedenen-
Treatments in der Beauty World - kurz:
ein echter Geheimtipp. „Wir sind überzeugt,
dass die Beauty World nicht nur
durch unser kosmetisches Angebot
überzeugt, sondern auch durch das
Shopping-Erlebnis. Erst gestern habe ich
mit Kund:innen aus der Umgebung gesprochen,
die gar nicht wussten, dass
unser Geschäft auch ein regulärer
Shop ist,“ erzählt Beauty World Senior
Manager Margit Staudinger.
Erlebniswelt für Beauty-Fans. Doch das
Beauty-Erlebnis endet hier nicht: Mehrmals
im Jahr lädt die Judith Williams
Beauty World zu exklusiven Events ein,
bei denen man nicht nur von Sonderaktionen
profitiert, sondern auch spannende
Einblicke hinter die Kulissen erhält.
In Firmenführungen lernt man, wie hier
Kosmetik entsteht – von der Idee bis zum
fertigen Produkt. Zusätzlich werden
Themenworkshops rund um Pflegeroutinen,
Wirkstoffe und mehr angeboten –
für alle, die Beauty-Expert:innen sind
oder es noch werden wollen. So lässt sich
die Innovationskraft der CURA COS-
METICS GROUP in all ihren Facetten
entdecken.
Judith Williams
Beauty World
(in der CURA COSMETICS GROUP)
Dr.-Franz-Werner-Straße 19
6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 26 26 76 325
beautyinstitute@judithwilliams.com
© CURA COSMETICS GROUP
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
102
© Wilder-Kaiser/Gartner_Mathäus
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
ZWISCHEN
HIMMEL UND
ERDE
Unter dem Jahresthema „Zwischen
Himmel und Erde“ lädt der
Sonnen-Sommer 2026 Einheimische
wie Gäste ein, die Tiroler Bergwelt neu
zu entdecken.
EIN TAG BEI DEN HEXEN
Mit der Geschichten-Gondelbahn geht es
hinauf. Klein und Groß erforschen, wie
Himmel und Erde miteinander sprechen –
durch Mondphasen, Wetterwechsel, alte
Bauernregeln und Sternstunden. An den
Staubecken spürt man den Fluss des Wassers,
die Naturwelten-Runde führt ins Erdreich.
Die Hexerei lädt dazu ein, geheime
Winkel wie den Riechkeller, das Hexenatelier
oder den beHUTsamen Stall zu entdecken
und mehr über Kräuter, Rituale und
Zyklen der Natur zu erfahren. Spielerisch
lernt man Natur, Tiere und Himmelsgeschehen
kennen, beobachtet die Eierbahn
und entdeckt den kosmischen Ursprung
des Lebens. In der Kunstwerker-Hütte werden
Holz, Pflanzen, Specksteine und Ton
zu kreativen Funken – im Sommer begleitet
vom Stockbrot-Lagerfeuer. Neu in diesem
Jahr ist die modernisierte barrierefreie
„Sternstunden“-Gondelbahn auf die Hohe
Salve. Am Sonnenuhrenweg warten der
Salvenriese und das Himmels-Labyrinth
mit begehbarer Salven-Sonne. Auch der
Himmel selbst sorgt 2026 für besondere
Momente: mögliche Polarlichter durch ein
Sonnenaktivitätsmaximum sowie die seltene
Sonnenfinsternis am 12. August.
Gondelbetrieb Hexenwasser 9. Mai bis 1.
November und Hohe Salve von Mitte Juli bis
1. November täglich 8.45–17.30 Uhr
Erlebnisreicher Sonnen-
Sommer 2026 im Hexenwasser
& auf der Hohen Salve
Hexenwasser
Bergbahn Söll
Stampfanger 21
6306 Söll
Tel.: +43 (0) 53 33 52 60
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Anichweg 1, 6380 St. Johann/T.
Tel.: 05352/62389, office.stj@unterberger.bmw.at
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BMW X3 M50: Kraftstoffverbrauch, kombiniert WLTP in l/100 km: 7,7–8,3; CO₂-Emissionen, kombiniert WLTP in g/km: 175–189.
Symbolfoto
Auszeit
Das Erfolgsduo ist zurück:
Die YouTube-Stars Anni und
Anita im Buchformat mit ihrer
zweiten Rezeptsammlung
Küchenhexe und
Küchenschelle
KOCHTS WIEDER
MIT UNS
Neue Lieblingsrezepte von Anni
und Anita für jeden Tag
Alle Rezepte mit Videoanleitung
184 Seiten, 84 farb. Abb., 21 x 26 cm,
gebunden
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ISBN 978-3-7022-4337-1
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GENUSS ZUM
NACHKOCHEN
Nach dem großen Erfolg von
„Kochts mit uns“ zeigen Anita
Brunner und Anni Oberlechner alias Küchenschelle
und Küchenhexe erneut, wie
einfach gutes Essen sein kann. Ihr Kochbuch
verbindet regionale Klassiker mit
internationalen Lieblingsgerichten – unkompliziert,
abwechslungsreich und für
jeden nachzukochen. Mit klaren Schritt-
für-Schritt-Anleitungen und praktischen
Video-Links gelingt jedes Rezept mühelos
– vom schnellen Alltagsgericht bis hin
zum besonderen Gaumenschmaus für
Feste, Familie, Freundinnen und Freunde.
Ein Kochbuch, das wirklich Lust aufs
Mitkochen macht und Wärme, Freude
und Genuss in die Küche bringt – ehrlich,
alltagstauglich und einfach köstlich.
© Anni Oberlechner, Anita Brunner
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Auszeit
Ein echtes Ass für das Tennis in Kitz: Carmen Huber
ist neue Turnierdirektorin des Generali Open Damenturniers.
Mit der Rückkehr dieses Events bekommt die
Gamsstadt ein weiteres sportliches Highlight.
TEXT: Daniela Maier, Conny Pipal ❧ FOTOS: KTC/Mia Knoll, privat
VOM BALLMÄDCHEN
ZUR TURNIER-
DIREKTORIN
Die neue Turnierdirektorin der
Tennisdamen: Carmen Huber
geschäftsführer Florian Zinnagl – gelungen
ist, die Damen nach 33 Jahren wieder
nach Kitzbühel zu holen. Natürlich
ist es für mich eine große Ehre, dass sie
mir dieses Vertrauen schenken und mir
diese Verantwortung übertragen. Ich
war schon als Kind im Kitzbüheler Tennisclub
aktiv und stand bereits mit sieben
Jahren als Ballkind am Platz. In den
Jahren danach habe ich viele Bereiche
Der Tennissport begleitet die
31-Jährige seit ihrer Kindheit
und ist seitdem weit mehr als nur ein
Hobby. Mit der Kitzbüheler Rechtsanwältin
Carmen Huber steht eine Frau an
der Spitze des Generali Open Ladies
Kitzbühel, ihr Weg dorthin spricht für
sich selbst. Der Weg, ein Damenturnier
zu etablieren, setzt ein starkes Zeichen,
auch in Richtung Tourismus. 33 Jahre
nach dem letzten internationalen Turnier
für Frauen in der Gamsstadt, ist
nun von 12. bis 19. Juli wieder der weiße
Sport zu Gast. Was sich die neue Turnierdirektorin
wünscht? Dass sich die
Frauen hier genauso wohlfühlen wie
ihre männlichen Kollegen.
UNSERE KITZBÜHELERIN: Was bedeutet
diese neue Rolle für dich?
Carmen Huber: Ich finde es großartig,
dass es den Veranstaltern des Kitzbüheler
Tennisturniers – rund um Markus
Bodner, Herbert Günther und Turnier-
Als Ballmädchen hat Carmen Huber bereits
davon geträumt, einmal in der Organisation des
Tennisturniers vorne mit dabei zu sein. (1.r.)
Klein Carmen mit Papa
beim Training
106
Auszeit
des Turniers kennengelernt: Als „Mädchen
am Platz“ war ich ganz nah an den
Spielern, später war ich in der Gastronomie
als Hostess und im Ticketing tätig –
vor allem in meiner Schulzeit. Während
meines Studiums habe ich im Turnieroffice
gearbeitet, war in die Organisation
eingebunden und habe Side-Events wie
die Players Party oder die Siegerehrung
betreut. In den vergangenen Jahren lag
mein Schwerpunkt im Personalbereich
– mittlerweile umfasst unser Team
bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
für die ich mitverantwortlich bin.
Ist die Aufgabe der Turnierdirektorin
ein Kindheitstraum, der in Erfüllung
geht?
Schon mit drei Jahren
selbstbewusst am Ball
Als Mannschaftsführerin mit den KTC
Damen zum Tiroler Meistertitel
Grundsätzlich war es schon immer
ein Kindheitstraum, hinter den Kulissen
des Turniers mitwirken zu dürfen – und
besonders speziell ist, dass das Turnier
in meiner Heimat stattfindet. Ich bin am
Tennisplatz in St. Johann aufgewachsen
und habe als Dreijährige bereits alleine
in der Halle meiner Eltern stundenlang
den Ball gegen die Wand gespielt. Damals
war der Schläger fast noch größer
als ich selbst. Bereits als Ballkind hat
mich die frühere Personalkoordinatorin
beeindruckt – damals dachte ich mir:
Diese Rolle möchte ich eines Tages
selbst übernehmen. Turnierdirektorin
zu sein, ist nun das Tüpfelchen auf dem
i. Gleichzeitig ist es ein schönes Zeichen,
dass die Arbeit der vergangenen Jahre
gesehen und wertgeschätzt wird.
Das Organisationsteam mit den
Veranstaltern Markus Bodner (l. ganz
vorne) und Herbert Günther (r.)
Welche Rolle spielt das Turnier für den
österreichischen Tennissport?
Ich bin selbst Mannschaftsführerin
der zweiten Damenmannschaft im Kitzbüheler
Tennisclub und sehe, wie stark
sich das Damentennis entwickelt hat.
Für junge Spielerinnen ist es enorm
wichtig, Vorbilder zu haben. Wenn sie
sehen, was möglich ist, wirkt das motivierend.
Vielleicht ergibt sich für die
eine oder andere sogar die Chance, irgendwann
einmal über eine Wildcard
ins Heimturnier zu kommen und sich
auf der WTA-Bühne zu präsentieren. So
wie zum Beispiel die junge Tirolerin
Anna Pircher, die von uns eine Wildcard
für das Hauptfeld bekommen wird.
Wie groß ist der Aufwand hinter so einem
Turnier?
Zum Glück können wir auf ein sehr
erfahrenes Team zurückgreifen, das bereits
durch das ATP-Turnier bestens eingespielt
ist. Dennoch ist das Damenturnier
eine eigenständige Veranstaltung
mit eigenen Anforderungen – auch seitens
der WTA. Langweilig wird uns definitiv
nicht: Hinter den Kulissen stecken
viele Stunden intensiver Arbeit.
Worauf dürfen sich die Fans freuen
und was ist dein persönlicher Anspruch
an das Turnier?
Auf zahlreiche spannende Matches.
Das Niveau im Damentennis hat sich
enorm entwickelt – Geschwindigkeit
und Intensität sind beeindruckend. Tennisfans
werden garantiert auf ihre Kosten
kommen. Unser Ziel ist es, dass sich
die Spielerinnen der WTA-Tour in Kitzbühel
genauso wohlfühlen wie die ATP-
Spieler. Kitzbühel genießt hier bereits
einen sehr guten Ruf – und wir möchten,
dass sich dieser auch im Damenbereich
nachhaltig etabliert.
107
Generali Open Kitzbühel und Generali Open
Ladies Kitzbühel: Von Family Day über Kitz-
4Kids bis Ladies Day und Health Day – das
Rahmenprogramm rund um WTA und ATP
bietet Highlights für jedes Publikum.
SIDEEVENTS MACHEN GENERALI
OPEN ZUM TENNISERLEBNIS
FÜR DIE GANZE FAMILIE
Wenn Kitzbühel von 12. bis
25. Juli erstmalig zum zweiwöchigen
Treffpunkt der internationalen
Tenniswelt wird, stehen nicht nur die
Matches der WTA 125 und des ATP 250
im Mittelpunkt. Auch abseits des Center
Courts erwartet Besucherinnen und Besucher
ein vielfältiges Rahmenprogramm,
das Sport, Unterhaltung, Genuss,
Gesundheit und Familienerlebnisse
verbindet. Neu im Programm ist
am 18. Juli 2026 der KRONE Family Day.
Im Mittelpunkt stehen die Halbfinalspiele
des WTA-Damenturniers und die
Qualifikationsmatches der ATP-Herren.
Mit speziellen Familienangeboten wird
der Turniertag zu einem gemeinsamen
Erlebnis für Groß und Klein. Am Halbfinalsamstag
genießen zwei Kinder pro
Erwachsenem freien Eintritt.
Ein echter Dauerbrenner wartet am
19. Juli 2026: Beim 11. Huber’s Weißwurst-Frühschoppen
werden von 11 bis
13 Uhr tausend kostenlose Weißwürste
der Metzgerei Huber mit Brezen der Bäckerei
Schmidt serviert – begleitet von
Livemusik. Sportlich stehen an diesem
Tag das WTA-125-Einzelfinale sowie die
zweite Quali-Runde der Herren auf dem
Programm.
KIDS UND LADIES
Am 20. Juli 2026 geht der Kitz4Kids Day
über die Bühne. Kinder bis 14 Jahre erhalten
freien Eintritt in Kategorie B und können
von 11 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches
Programm erleben. Geboten
werden Tenniszauberei, Airbrush-Tattoos,
Kinderschminken, Fast-Track-
Tennis, eine Kreativstation, Popcorn sowie
Mitmachangebote mit regionalen
Vereinen und vieles mehr. Am Dienstag,
den 21. Juli 2026 gehört das Turnierareal
den Damen: Beim KRONE Ladies Day
erhalten die ersten tausend Damen freien
Eintritt in Kategorie B und dürfen sich
über einen Mionetto-Prosecco-Piccolo
freuen. Freikarten: ab 9 Uhr an den Ticketschaltern,
solange der Vorrat reicht.
Eine Premiere folgt am 22. Juli 2026:
Beim OMNi-BiOTiC® Health Day er-
TICKETVORVERKAUF:
WWW.GENERALIOPEN.COM
warten Besucherinnen und Besucher
ein interaktives Programm mit Health-
Talk, Gewinnspielen, Überraschungsgästen
und weiteren Highlights. Die ersten
500 Gäste erhalten exklusive
Goodie-Bags.
Weitere Stimmungshöhepunkte: Am
23. Juli zieht bei der PURA VIDA Tennisflair
in die Kitzbüheler Innenstadt
ein. Am 24. Juli lädt die Champions
Night by Breuninger mit Live-Band und
DJ zum Feiern ein. Am 25. Juli gibt’s die
Finals Party am Turniergelände mit DJ
CLEMOTONE.
Auch das Generali Race to Kitzbühel
setzt wieder ein starkes Zeichen für den
Breitensport: Amateurspielerinnen und
Amateurspieler ab zwölf Jahren haben
die Chance, sich über Qualifikationsturniere
in den Bundesländern für das Finale
auf Kitzbüheler Sand zu qualifizieren.
Als Hauptpreis wartet ein Scheck im
Wert von 10.000 Euro.
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG © KTC/Mia Knoll
108
Polestar 4 Coupé
—
In der Nordic Edition
ab € 49.990
Polestar Innsbruck
Langer Weg 12
6020 Innsbruck
WLTP: 18.4–21.7 kWh/100 km und CO2 : 0 g/km.
Polestar 4 Coupé „Nordic Edition“ ist ein Aktionsmodell mit Preisvorteil auf verfügbare Modelle des Modelljahres 2026 sowie frei konfigurierbare Fahrzeuge des Modelljahres 2027. Der Preisvorteil beträgt bis zu € 16.000.
Bei Auswahl des Prime-Pakets wird dieses zusätzlich mit € 1.000 brutto rabattiert, ausschließlich gültig für Fahrzeuge des Modelljahres 2026. Kombinierbar mit Polestar Leasing ab 0,99 % Fixzinssatz. Gültig bei Bestelleingang bis 15.06.2026 und
Auslieferung bis 30.06.2026. Änderungen, Irrtümer, Zwischenverkauf sowie vorzeitige Beendigung der Aktion vorbehalten. Symbolbild
Auszeit
Fahrgefühl in seiner reinsten Form: Der Polestar 4 holt
die Mobilität der Zukunft in die Gegenwart, verwöhnt
mit revolutionären Details, aerodynamischem Design
und einer Genialität, die vorausfährt.
Polestar-Spezialist
Fabian Hackl
SCHWEDISCHE
SCHÖNHEIT
An seiner kraftvollen Ausstrahlung
kommt niemand vorbei. Er
strotzt vor Selbstbewusstsein, seine
sportliche Silhouette beeindruckt mit
einer klaren Präsenz. Er passt in keine
Schublade. Seine markanten Details begeistern
ebenso wie seine gefühlvolle
Bodenhaftung. Er ist allemal ein Abenteuer
wert. Es war Liebe auf den ersten
Blick. Selbst wenn er sich nicht bewegt,
wirkt er elektrisierend. Ja, es macht
Spaß, den Polestar 4 zu fahren, weil man
sich selbst auf kurvenreichen Straßen
sicher fühlt. Aerodynamisch wie ein
Coupé besticht er mit einer flachen, glatten
Front, Luftvorhängen unterhalb der
Scheinwerfer, Aero Blades am Heck.
Flächenbündige Verglasung und Türgriffe
zeigen sich in einer unvergleichlichen
Eleganz. Der komplette plane Unterboden
wirkt nahe überirdisch. Alle
aerodynamischen Merkmale bilden als
integrierte Designelemente eine harmonische
Symbiose und dienen dem minimalen
Luftwiderstand, der hohen
Reichweite und der stilsicheren Performance.
BESTE SICHT
Der Verzicht auf eine klassische Heckscheibe
ist nicht nur ein wahrer Hingucker,
sondern tatsächlich ein echter Gewinn.
Die Insassen genießen auf diese
Weise mehr Platz, Kopffreiheit und ein
„Business-Class-Feeling“, auch dank
neigbarer Rückenlehnen. Der Rückspie-
110
Auszeit
Polestar hat seine Ursprünge als schwedisches
Rennteam. Seit 2017 ist die Marke
mit Hauptsitz in Göteborg (Schweden)
eigenständig, seit 2021 in
Österreich vertreten. Innerhalb des letzten
Jahres hat die Marke die Zahl ihrer
Standorte hierzulande von drei auf elf
ausgebaut, darunter jenen beim Autopark
Innsbruck, und bietet in Summe 32
Polestar-Service-Partner von Ost nach
West. Dabei greift Polestar auf das gut
etablierte Netzwerk der Schwestermarke
Volvo zurück.
© Polestar, Conny Pipal
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
gel wird durch einen hochauflösenden
Bildschirm ersetzt, der ein Echtzeitbild
von einer auf dem Dach montierten
Rückfahrkamera anzeigt. Damit sind ein
weitaus größeres Sichtfeld und die beste
Sicht auch nachts und bei Schlechtwetter
als in gängigen modernen Autos ermöglicht.
Bei Bedarf kann die digitale Übertragung
deaktiviert werden, damit die
fahrende Person auch die hinteren Fahrgäste
sehen kann.
GESCHWINDIGKEIT UND NACH-
HALTIGKEIT
Der Polestar 4 sorgt nicht nur mit seinem
Aussehen für Aufsehen, er beeindruckt
ebenso mit Geschwindigkeit und Umweltbewusstsein.
Als bislang schnellster
SUV im Portfolio – von 0 auf 100 in 3,8
Sekunden in der Dual-Motor-Version –
überzeugt er auch mit dem niedrigsten
CO 2
-Fußabdruck. Neue Materialien im
Innenraum und die maßgeschneiderten
Stoffbezüge sind eine Novität in der Autobranche.
Das Material und das Design
wurden vom Polestar-Designerteam in
Zusammenarbeit mit der schwedischen
Textilhochschule Borås Textilhögskolan
konzipiert und mit Zulieferern weiterentwickelt.
Es wird passgenau gefertigt, sodass
kaum Verschnitt anfällt und der Abfall
insgesamt reduziert wird.
Die Teppiche im Innenraum werden aus
recyceltem PET und die Bodenteppiche
aus ECONYL hergestellt, das wiederverwertete
Fischernetze enthält. Spezielle
Türverkleidungen aus NFPP (Naturfaser-
Polypropylen) sorgen dafür, dass bis zu
50 Prozent weniger neuer Kunststoff benötigt
und eine Gewichtseinsparung von
bis zu 40 Prozent erzielt wird. MicroTech,
das erstmals im Polestar 3 eingeführt
wurde, ist ein „bio-attributed“ Vinyl, bei
dessen Herstellung Erdöl durch Kiefernöl
ersetzt wird, und verfügt über einen
Träger aus recyceltem Textil.
Stichwort CO 2
-Fußabdruck: Polestar war
der erste Hersteller, der eine Lebenszyklusanalyse
für seine Modelle erstellt
und samt Methodik veröffentlicht. Aus
dem Nachhaltigkeitsbericht der Marke
geht hervor, dass die Emissionen in den
vergangenen fünf Jahren um nahezu ein
Drittel reduziert wurde.
Aktuell sind vier Fahrzeuge im Portfolio:
Polestar 2 als Fließhecklimousine,
Polestar 3 als Luxus-SUV, Polestar 4 als
SUV Coupé und Polestar 5 als Performance
Grand Tourer.
Chefredakteurin Conny Pipal
bei der Testfahrt
Autopark Innsbruck
Fabian Hackl
Verkaufsberater Polestar
Langer Weg 12
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512/3336-248
fhackl@autopark.at
www.autopark.at
111
Auszeit
FÜR FRAUEN,
DIE VIEL TRAGEN –
UND SICH EINMAL
TRAGEN LASSEN
Christina und Sophie Brunner nehmen Frauen
mit auf ein besonderes Reiseerlebnis, fern
vom hektischen Alltag und nahe den
ganz persönlichen Bedürfnissen.
V. l. Christina Brunner
(Geschäftsführung)
und Sophie Brunner
(Umwelt & Innovation)
Einsteigen. Durchatmen. Und dann? Einfach
einmal nicht funktionieren müssen. Und
sich auf das freuen, was kommt. Genau dafür wurde
„HerWay“ geschaffen – als besondere Form des
Reisens für Frauen, die sich nach Erholung
und gleichzeitig Inspiration sehnen.
Im Mittelpunkt stehen besondere
Auszeiten mit Stil, Leichtigkeit
und persönlicher Atmosphäre.
Die Reisen richten sich an
Frauen, die bewusst Zeit für
sich genießen möchten – gemeinsam
mit Freundinnen,
Mutter oder Tochter oder auch
allein. „Mit ‚HerWay‘ werden
Frauen zu Orten gebracht, an denen
sie relaxen und zu sich selbst finden
können. Diese Auszeiten bieten Platz
für Entspannung und neue Impulse. Das kann ein
Techniktraining am Bike sein, das Wandern auf einen
Gipfel, eine Breathwork-Session, eine Driving
Experience, ein begleiteter Spaziergang durch den
Wald oder eine Reformer-Pilates-Einheit.
schönes Ressort in Südtirol. Es geht nicht um Entfernung,
sondern um Entschleunigung. Ausgewählte
Hotels, harmonische Programme, stilvolle
Details und persönliche Betreuung sorgen dafür,
dass sich die Teilnehmerinnen vom ersten Moment
an wohlfühlen. Nach dem Motto: Alles kann,
nichts muss.
WOMEN ONLY
„HerWay“ setzt bewusst auf entschleunigtes Reisen
statt auf straffe Programme. Wellness, Kulinarik,
besondere Orte und inspirierende gemeinsame Erlebnisse
stehen im Vordergrund – immer mit ausreichend
Freiraum für individuelle Bedürfnisse.
„Es geht nicht um Selbstoptimierung oder feste
Erwartungen, sondern darum, Frauen eine wirklich
schöne Zeit zu ermöglichen“, ergänzt Sophie
Brunner. Mit „HerWay“ erweitert Dödlinger Touristik
sein Angebot um eine moderne, emotionale
Reisemarke, die den Wunsch vieler Frauen nach
bewussten Auszeiten und besonderen Reiseerlebnissen
aufgreift.
Dödlinger Touristik
DIE GESAMTE REISE IST ORGANISIERT
„Viele Frauen tragen im Alltag Verantwortung in
unterschiedlichsten Bereichen. Unsere Reisen sollen
einen Rahmen schaffen, in dem man einfach
loslassen und genießen kann“, erklärt Christina
Brunner. Gemeinsam mit ihrer Tochter Sophie
werden Reiseerlebnisse erschaffen, die Entspannung,
Genuss und Qualität verbinden. High-
Class-Busse bieten WLAN und unterschiedliche
Sitzkategorien. Auf Wunsch werden in der Küche
an Bord feine Snacks zubereitet. Wohin die Reise
geht? Das kann eine aufregende Großstadt sein,
ein feines, kleines Hotel im Bayrischen Wald, ein
„HerWay“ by
Dödlinger Touristik
Rosenegg 63 • 6391 Fieberbrunn
Tel.: 05354 / 56 20 611
tanja@herway.at
www.herway.com
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Travel the way your heart moves.
Not a tour.
A moving Sanctuary.
Leave the noise behind.
Travel the way your heart moves.
herway_travel | www.herway.at
Auszeit
MEHR TRAILSPASS
MIT NEUER SKILL AREA
Erweiterter Trail, zusätzlicher
Übungsbereich und ein neuer
Mobilitätsservice setzen 2026
Impulse für das Bike-Angebot
im Pillerseetal
Die Bergbahnen Fieberbrunn und
der Tourismusverband Pillerseetal
entwickeln das bestehende Bike-Angebot
bei den Lines & Trails gezielt weiter,
ebenso wie neue niederschwellige Zugänge
– insbesondere für Familien und Neulinge.
Ab August 2026 wird der technisch
anspruchsvollere Iglmoos-Trail verlängert.
Die Erweiterung ermöglicht lässige Wechselmöglichkeiten
zwischen der Schweinestberg-Line
und dem Iglmoos-Trail. Die
neue Skill Area an der Talstation beim
Obingleitn-Bikeschlepplift ist für jedermann
zugänglich und bietet einen niederschwelligen
Einstieg ins Mountainbiken –
besonders für Kinder, Familien und
Anfänger geeignet.
VIELFALT AUF ZWEI RÄDERN
Von 11. Juli bis 30. August 2026 verbindet
der neue Bike & Wander Xpress die Bergbahnen
Fieberbrunn und die Leoganger
Bergbahnen. Der Bus bietet Mountainbikern,
Wanderinnen und Familien eine flexible
und nachhaltige Möglichkeit, die Angebote
in beiden Regionen bequem zu
erkunden. Von familienfreundlichen Talradwegen
bis zu anspruchsvollen Lines
entsteht ein vielseitiges Bike-Angebot.
Pillerseetal –
Kitzbüheler Alpen
Dorfplatz 1, 6391 Fieberbrunn
Tel. 05354 56304
info@pillerseetal.at
www.pillerseetal.at
© Sebastian Astl
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
unique
MOMENTS
by
Nike Schröder
© Forte Village
UNIQUE MOMENTS
IM PREISGEKRÖNTEN
FORTE VILLAGE
Ein Ort, an dem Luxus zur Haltung wird und
jeder Moment Exzellenz atmet. Eingebettet
in die unvergleichliche Kulisse Sardiniens,
verschmelzen Energie, Leichtigkeit und
diskreter Glamour zu einem Erlebnis jenseits
des Gewöhnlichen. Zwischen türkisblauem
Meer, zeitloser Eleganz und inspirierender
Atmosphäre entstehen Augenblicke
von seltener Intensität – geschaffen für
Menschen, die das Besondere nicht suchen,
sondern erwarten dürfen.
2 0 2 5
World's Leading
Resort
WORLD CULINARY AWARDS
2 0 2 5
World's
Best Culinary Resort
2 0 2 5
World's
Best MICE Hotel
Auszeit
Sie sieht einfach bezaubernd aus, hat einen
unverwechselbaren Stil, zeigt von
allen Seiten den unvergleichlichen Zauber Italiens
und begeistert mit ihrem flotten Fahrgestell.
Sie verkörpert Lebensfreude und versprüht
charmanten Esprit. Kommt man ihr
einmal näher, ist es Liebe auf den ersten Blick.
Auch wenn sie ihren Ursprung im sonnigen
Süden hat, eroberte sie die Herzen in den alpinen
Gefilden im Sturm. Lauscht man den
Worten der Vespafreunde Kitzbüheler Alpen,
spürt man diese einmalige Beziehung zu dem
zweirädrigen Motorroller mit Kultstatus. „Mit
ihr kommt man nicht einfach nur von A nach
Eine
Ikone fürs
Dolce Vita
© Unsplash/Zero Take
© Pexels/Valeriiamiller
© Unsplash/Albert Vincent
Die Romantik Italiens auf zwei Rädern: Die
Vespa lenkt gleich einen ganzen Verein in
Richtung Spaß und Lebensfreude.
116
Auszeit
VISITENKARTEN FÜR DIE FREUNDES-
RUNDE
Die unbändige Freude am Fahrgefühl und der
Spaß stünden im Verein ganz oben, sagen die
motorisierten Mitglieder, 32 an der Zahl. Zuerst
seien sie nur zu zweit gewesen, sagt Gründungsvater
und Obmann-Stellvertreter Georg
Rass. Um weitere Vespa-Fans zu animieren,
sich der flotten Freundesrunde anzuschließen,
druckte man Interessierten Visitenkarten und
„alles, was man halt so braucht“, in die Hand
und verteilte die Drucksorten fleißig unter den
Gleichgesinnten. Und damit man auch überall
gleich erkannt wird, verpasste jedes Mitglied
seiner Vespa ein schickes Abziehbildchen. Die
Aufkleber sind inzwischen das Markenzeichen
des cruisenden Clubs, der, statt ständig Gas zu
geben, das smarte Dahingleiten auf dem schicken
Roller bevorzugt.
OLDTIMER MIT DUFTWOLKE
Sie seien ein bunter Haufen aus Pensionistinnen
und Pensionisten sowie Leuten aus den
unterschiedlichsten Berufen mit der gleichen
Mission, so Obfrau Katrin und zeigt hinüber zu
Georg. Wenn die Ausfahrt nicht allzu lange
dauert, lässt auch er es sich mit seinen 90 Jahren
nicht nehmen, mit seiner Vespa mitzufahren.
Er sei mit einem Sondermodell unterwegs,
verrät er mit einem Augenzwinkern und
B, sondern es ist ein Gefühl von Freiheit“,
schwärmt Obfrau Katrin Herrnegger und
zückt gleich ein Foto von der Ihrigen. Stolz sitzt
sie da auf dem bequemen Sitz und scheint eins
mit der hellblauen Hübschen aus Bella Italia.
Dabei hatten die beiden schon eine schwere
Karambolage, die für Katrin im Krankenhaus
endete. „Sie haben mich mit dem Hubschrauber
nach Kufstein geflogen, bin auf der Intensivstation
gelegen und operiert worden“, erzählt
sie. Und doch wagte sie es wieder, Schritt
für Schritt auf ihre Vespa zu steigen. „Mein
Papa hat sie richten lassen, während ich in der
Klinik war. Die Vespa war schneller wieder zu
Hause als ich“, erinnert sie sich und kann heute
sogar darüber lachen.
117
Auszeit
Die Vespa
vermittelt ein
Freiheitsgefühl.
KATRIN HERRNEGGER
erzählt, dass eben diese einst eine Rallye in Italien
gewann. Daraufhin ging das Modell in Serie,
und eine davon steht nun in seiner Garage.
Aber auch echte Oldtimer seien der Stolz der
Kitzbüheler Vespa-Freunde. So möchte Kassier
Thomas nicht unerwähnt lassen, dass ein Mitglied
ein wahres Juwel von 1957 besitzt. „Die
stinken noch richtig“, lacht er. Trotzdem seien
die Reisen nach Caorle, Osttirol, Südtirol echt
dufte gewesen, sagt Obfrau Kati, die zuständig
ist für die Hotelreservierungen und all die organisatorischen
Dinge. Allerdings waren es
nicht immer feine Betten, in die sich die rollende
Reisegesellschaft legen konnte. Es hätte
auch Trips gegeben, bei denen ein Zelt oder gar
ein Liegestuhl der Nachtruhe diente.
© Pexels/Labskiii
© Pexels/Volkerthimm
PRIMA HALTUNGSNOTEN
Tagsüber gleiten sie dann wieder weiter, stets im
Sinne des Genusses. Vespa-Rennen gibt es keine.
„Dafür ist sie nicht geeignet“, sagt Georg und erklärt,
dass die kleinen Räder zwar sehr agil sind,
aber auch mehr Vorsicht in den Kurven benötigen.
Warum die Haltungsnoten auf der Vespa
eins A sind? „Die Füße sind auf dem Trittbrett,
und man sitzt aufrecht auf einer durchgängigen
Bank. Die Knie sind hinter der Verkleidung platziert,
im Gegensatz zu einem Motorrad, bei dem
die Knie den Tank umfassen“, weiß Kassier Thomas
als erfahrener Vespa-Fahrer ganz genau.
Was sie mit den Feuerstuhlfahrerinnen und -fahrer
teilen, ist die Schutzbekleidung von der Ledermontur,
den Handschuhen und vom Ellenbogenschutz
bis zum Helm. Damit sie alle wieder
wohlbehütet daheim ankommen.
© Unsplash/Maxim Mox
118
KULTUR
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Classic & Couture vom Feinsten
Ein stilvoller Verkaufsraum in einer ehemaligen Tischlerei in Kirchdorf
wird zum Ort für Musik, Mode und außergewöhnliche Begegnungen.
Junge Musiktalente finden hier ebenso eine Bühne wie international etablierte Künstler. Persönliche Betreuung und Stilgefühl
prägen sowohl ihre Musikagentur als auch die Modeberatung – so verschmelzen beide Welten zu classic & couture.
Aus diesem persönlichen Rahmen entstehen seit Jahren besondere Konzertformate weit über die Region hinaus. Mit
ihrer Arbeit verfolgt Stephanie Henle ein besonderes Ziel: Spuren von Liebe, Schönheit und Menschlichkeit zu hinterlassen
und Musik dorthin zu tragen, wo sie Herzen öffnet und Menschen verbindet. Für private Feiern vermittelt sie außergewöhnliche
Musikmomente mit Charakter. Stephanie Henle • Litzlfeldner Str. 16/4 • 6382 Kirchdorf • Tel.: +43 (0) 664 /
35 26 548 • www.stephaniehenle.com
Kultur
Seine Karriere am Saxophon klingt gut: Das herausragende Talent
und der eiserne Wille des jungen Jochbergers Andreas Mader sind in
vielen Ländern Musik in den Ohren von Klassikfans.
TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Thommy Mardo, Michal Grycko
Ein echter
Klassiker mit
moderner Note
120
Kultur
Lauscht man nicht nur den vollkommenen
Klängen, sondern
auch den wertschätzenden Worten von
Andreas Mader, hört man eines heraus:
Die Musikschule Kitzbühel darf sich getrost
Kaderschmiede nennen. So lobt er
seinen Saxophonlehrer Peter Gasteiger
in höchsten Tönen. Hoffnungsvolle
Karrierewege wie der des Jochbergers
nehmen von dort ihren Lauf. Virtuos
vorbereitet auf das Musikgymnasium in
Innsbruck und das Konservatorium,
klingen seine nachfolgenden Stationen
durchaus vielversprechend. In der Heimat
gewinnt Andreas Mader Preise
beim Jugendmusikwettbewerb prima la
musica. Fern von zu Hause setzt er sich
im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem
Studium in Amsterdam über Grenzen
hinweg, absolviert dort den Master
und den Bachelor. Um Geld zu verdienen,
arbeitet er als freischaffender Musiker.
Zwischendurch verbringt er für ein
Erasmus-Austauschprogramm ein halbes
Jahr in Paris.
EIN REIGEN AN PREISEN
Heute lebt er als Lehrer an einer Musikschule
in Luxemburg. Um an einem Tag
in der Woche am Konservatorium in Utrecht
zu unterrichten, nimmt er vier
Autostunden in Kauf. Für ihn als freischaffender
Künstler sei das normal,
sagt er und erzählt von seiner kosmopolitischen
Karriere. Unvergessliche Momente
erlebt er bei seinem Debüt in der
Carnegie Hall in New York. Schon bald
danach erscheint sein Album „Walking
The Dog“, begleitet vom deutschen Pianisten
Joseph Moog. Den ersten Preis
der namhaften Naumburg Competition
in New York gewinnt er 2022, ebenso
den ersten Preis beim internationalen
Werner-Pirchner-Preis in Österreich. In
der Saison 2021/22 tritt er bei der bekannten
„Dutch Classical Talent Tour“
in zwölf bedeutungsvollen Konzertsälen
der Niederlande auf. Er ist Preisträger
des „1 st International Piano Chamber
Music Competition Birmingham“, des
Internationalen AEOLUS-Wettbewerbs,
des Internationalen Saxophon-
wettbewerbs Andorra und des Bertold-
Hummel-Wettbewerbs Würzburg.
Als Solist begeistert er mit dem Krakauer
Philharmonischen Orchester, der
Kammerphilharmonie Graubünden,
der Philharmonie Südwestfalen auf
dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
und Windkraft – Kapelle für
Neue Musik. Seine Genialität beweist er
als Orchestermusiker in Orchestern wie
dem NDR Elbphilharmonie Orchester,
dem Nederlands Philharmonisch Orkest
oder dem Staatsorchester Hamburg.
Internationale Medien loben seine
Leistungen mit Hymnen in höchsten
Tönen und bezeichnen ihn als Musiker
mit brillanter Technik und beachtlicher
Wandlungsfähigkeit und bewundern
seine unermüdliche Ausdruckskraft.
Dank seines außergewöhnlichen Talents
scheint ihm eine großartige Karriere
sicher.
FREUDE AN DER MUSIK
Doch zuerst ein Blick zurück: Dass er
seine Berufung so konsequent zum
121
Kultur
Mit zwölf traf ich die
Entscheidung, dass ich Profimusiker
werde.
ANDREAS MADER
122
Kultur
Beruf macht, beschließt er mit zwölf:
„Schon damals traf ich die Entscheidung,
dass ich alles in Bewegung setzen
werde, um Profimusiker zu werden“,
sagt der heute 32-Jährige und erzählt,
dass er schon als Kind auf Achse war,
wenn auch die Entfernungen kurz waren:
„Die ersten sechs Jahre verbrachte
ich in Oberndorf, meine Kindergartenzeit
in Going. Musik hat in unserer Familie
eine große Rolle gespielt. Es war
klar, dass meine Schwester und ich ein
Instrument lernen. Die sozialen Strukturen
in der Heimat ermöglichen Kindern
die Freude, den Spaß am gemeinsamen
Musizieren. Dadurch kommen
immer wieder sehr, sehr gute Musikanten
heraus, die auch international mitmischen.“
VON DER FLÖTE ZUM SAX
Wie viele andere fing auch Andreas
klein an. Er sei so etwa fünf gewesen, als
er Papas Trompete das erste Mal in Händen
hielt. Zum Mund geführt hat er aber
vorerst die Blockflöte, bevor er zwei Jahre
später fingerfertig die Tasten des Klaviers
bedient. Mit sechs Jahren schließlich
entdeckt er die Liebe zum Saxophon.
„In Kirchberg gab es das Format ‚Musik
in kleinen Gruppen‘, ein Kammermusikwettbewerb
für junge Musikusse.
Dort hörte ich zum ersten Mal ein Saxophon-Ensemble,
und es war um mich
geschehen.“
Seit 2024 wirkt er als Professor für klassisches
Saxophon am Utrechts Conservatorium,
entwickelt seine eigenen Konzerte.
„Um meine Ideen umzusetzen,
muss ich mich neben der Musik auch
um das Budget, das Projektmanagement,
um alles, was ein Unternehmen
braucht, kümmern“, sagt er schmunzelnd.
Was man sich unter seinen eigenen
Projekten vorstellen kann? „In diesem
Projekt kombiniere ich klassische
Musik mit Videokunst. Dabei wird mein
Schatten, den ich mit meiner Musik live
ansteuere, auf Projektionsflächen auf
der Bühne projiziert. Das Video reagiert
also auf das, was ich mache – so entsteht
eine ganz lebendige Interaktion.“
DIE LIEBE ZUR ALTEN MUSIK
Manchmal habe er auch Heimweh, gesteht
er. Doch dagegen habe er einen
Notenschlüssel gefunden. Im Frühjahr
gastiert er mit einem Streichquartett in
Wattens, und in Salzburg wirkt er als
Gastlektorat am Mozarteum. Nicht nur
beruflich, auch privat begleitet ihn die
Klangwelt. „Ich höre sehr viel alte Musik.“
Pop ist nicht ganz nach seinem Geschmack,
Jazz mag er ab und zu, das
Klavierkonzert von Ravel jedoch
schmeichelt seinem Gehör. Was er jungen
Menschen rät, die einen ähnlichen
Weg wie er gehen möchten? „Das Wichtigste
ist ein Lehrender, der gut zu einem
passt. Wenn es keine persönliche Basis
gibt, wird es schwierig. Junge Musikerinnen
und Musiker müssen proaktiv
sein und sich die Mühe machen, viele
Meisterkurse zu besuchen, um herauszufinden,
was man wirklich will.“ Was
er persönlich möchte? Er wünscht sich,
dass sein aktuelles CD-Projekt ein echter
Ohrwurm für Klassikfans wird.
123
Kultur
HERAUSRAGENDE
AUSBILDUNG
IM TANZ
Erlesene Kaderschmiede mit
einem großartigen Angebot.
Anmeldung noch möglich.
Seit nunmehr 14 Jahren bildet die
Austria Tanz Akademie Tanzbegeisterte
aus ganz Österreich in den Fächern
Ballett, Jazz, Modern, Hip Hop
und Zeitgenössisch aus und ermöglichte
mit einer exzellenten Tanzausbildung
bereits so manche Erfolgsgeschichte für
aussichtsreiche ATA-Absolventinnen
und -Absolventen. Die Student:innen
der ATA haben die Möglichkeit, eine pädagogische
Zusatzausbildung zu absolvieren
mit einem Abschlusszertifikat,
welches sie berechtigt, Kindertanz zu
unterrichten.
FLEXIBLES ANGEBOT
An der Kaderschmiede in St. Johann in
Tirol wird ein weitreichendes Ausbildungsspektrum
in Abstimmung zum
Schulunterricht angeboten. Unabhängig
vom Besuch der Schule präsentiert
sich die Tanz Akademie für alle jungen
Talente von zwölf bis 21 Jahren regional,
national und auch international mit einem
flexiblen Angebot. Ebenso wird
Teilzeitstudierenden die Tanzausbildung
durch das variable Unterrichtsangebot
von Montag bis Freitag bis in die
frühen Abendstunden und teilweise
auch am Samstag ermöglicht. Alle Interessierten
können sich auch noch für
das kommende Schuljahr 2026/27 anmelden.
Aufnahmeprüfung/Eignungsfeststellung
nach individueller Terminvereinbarung.
• Basisausbildung mit reduzierter
Stundenzahl
• Professionelle Vollausbildung
• Pädagogische Ausbildung mit
Abschlusszertifikat
• Tanzbegeisterte im Alter von zwölf
bis 21 Jahre
• Kooperationen mit verschiedenen
Schulen vor Ort – BORG, Tourismusschule
und HAK/HASCH
• Schulheim vorhanden
Austria Tanz
Akademie
Mag. Bettina Huber
Tel.: 0664 / 53 06 566
info@austria-tanz-akademie.at
www.austria-tanz-akademie.at
DANCE ALPS
FESTIVAL 2026
Das DANCE ALPS FESTIVAL etabliert
internationale Hochkultur auch dort,
wo man sie nicht erwarten würde. Es
verbindet Kulturen, bringt die Welt des
Tanzes nach Österreich und trägt das
österreichische Flair in die Welt hinaus.
So hat sich in den vergangenen Jahren
ein reger Austausch mit Künstlern aus
ganz Europa und darüber hinaus entwickelt.
Das Programm bietet Kurse
für Profi-Tänzer, Tanzpädagogen und
-studenten und auch für Hobbytänzer
jeden Alters, in Stilen wie Ballett, Hiphop,
Jazz, Contemporary, Modern oder
auch Afro Dance.
DANCE ALPS FESTIVAL 2026
14. Juli – 15. August 2026
www.dance-alps.com
info@dance-alps.com
© Seibtphotography/Luisa Ledderhos/Eva Schinwald/Gabriel Marques/ATA
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
124
© Bjoern Boenig
M u s i cal S o mme r KUFSTEIN
Das
perfekte
Geschenk
Juli-
August
2026
Tickets am Günstigsten über www.Musicalsommer.tirol
Das Musical von Robert Stigwood & Bill Oakes. In der neuen Version von Ryan McBryde.
Mit Musik von den Bee Gees. Deutsch von Anja Hauptmann.
Kultur
Der Kirchbichlhof 1942:
Schauplatz des Films „Violenta“
Vom
Edelweißkönig
zum
Bergdoktor
126
Kultur
Im Heimatmuseum Ellmau erzählen eindrucksvolle Schwarzweißfotos,
wie am Wilden Kaiser Filmgeschichte geschrieben wurde.
TEXT: Sabina Moser ❧ FOTOS: Manuell Treffer/Archiv Gemeinde Ellmau
Aufrecht und elegant steht sie da in
ihrem schwarzen Kassettl, ganz
allein in luftiger Höhe auf einem Grat im
Wilden Kaiser, den Blick sinnend in die
Weite gerichtet, ein kleines Stoffbündel
in der Hand. Muss sie fliehen oder kann
sie bleiben? Violenta heißt die junge Frau
des gleichnamigen deutschen Heimatfilms
aus dem Jahr 1942, der in Ellmau
und im Kaisergebirge gedreht wurde.
Dabei war dieses Bergdrama nicht der
einzige Kinofilm, der hier entstand und
zwar lange, bevor der „Bergdoktor“ in
unsere Region einzog.
BESONDERE FOTOSCHÄTZE
Als Chronistin von Ellmau freue ich
mich immer, wenn mir jemand alte Fotos
bringt, die Dorfansichten von früher
zeigen oder vom Leben vergangener Generationen
berichten, aber als Erna
Kopp vor einigen Jahren 15 Schwarzweißaufnahmen
von Filmszenen ausbreitete
und die Geschichte dazu erzählte,
war mir klar, dass wir hier einen
besonderen Fotoschatz haben, den auch
andere sehen müssen. Ellmau und Umgebung
sind ja beliebte TV-Drehorte,
und jeden Sommer kommen tausende
Fans zu den Bergdoktor-Wochen, um in
der realen Filmkulisse Urlaub zu machen,
aber dass schon Jahrzehnte vor
dem kultigen Alpenarzt große Kinoproduktionen
hier stattfanden, ist
127
Kultur
kaum jemandem bekannt, auch den
Einheimischen nicht.
Das Filmplakat
1942 zu „Violenta“
Dramatische Szenen am Wilden Kaiser:
die Hauptdarstellerin Anneliese Reinhold
und der Übeltäter
EHRLOSER HALLODRI
„Mei Dat Georg Gogl war damals der
Wirt vom Gasthof Au und hat die Filmleut
aus Deutschland beherbergt und
für die Filmaufnahmen sein Roß und
Wagen zur Verfügung g’stellt. Wia der
Film fertig war, ham’s eam zum Dank
die Fotos g’schenkt. Aber da steht nix
drauf, koa Filmtitel“, berichtete Erna
und übergab mir die Unikate. Etwas Recherche
ergab, dass es sich um den Ufa-
Spielfilm „Violanta“ handelt. Darin wird
die schöne Magd von einem Hallodri
geschwängert und verlassen, dafür heiratet
sie dessen Bruder, dem sie aber verschweigt,
dass das Kind nicht von ihm
ist. Als der ehrlose Marianus zurückkehrt
und Violanta mit diesem Wissen
erpresst, flüchtet sie ins Kaisergebirge,
der ehemalige Liebhaber setzt ihr nach.
Der dramatische Höhepunkt des Films,
die Verfolgung am spektakulären Jubiläumssteig,
wird wie in einer Fotostory
anhand von aufeinanderfolgenden Fotos
dokumentiert. Beim letzten kann
man fast den Todesschrei hören, wenn
der Übeltäter vor den Augen von Violanta
abstürzt, die sich verzweifelt an die
Felswand presst. Für Hauptdarstellerin
Annelies Reinhold, ein Ufa-Star der
1940er-Jahre, war „Violanta“ ihre Lieblingsrolle.
ELLMAU ALS FILMDORF
Während der Kriegszeit waren Heimatfilme
ein beliebtes Genre zur Unterhaltung,
doch bereits vorher wurde die
Sage vom „Edelweißkönig“ nach einer
Erzählung von Ludwig Ganghofer 1938
in Ellmau mit schönen Ansichten der
alten Höfe, Szenen auf der Wochenbrunner
Alm und im Hochgebirge filmisch
umgesetzt. Dieser Tonfilm markiert
den Beginn von Ellmaus Karriere
als Filmdorf.
Mit „Weiße Schatten“ folgte 1951 ein
Bergkrimi in der winterlichen Schneekulisse
der Kaisergipfel, prominent besetzt
mit den deutschen Kinostars Hans
Söhnker und Hilde Krahl. Vier Jahre
später drehte Söhnker 1955 wieder hier,
als „Oberarzt Dr. Solm“ findet der wegen
einer angeblich verpfuschten Operation
aus seiner Klinik geschasste Chirurg
seinen Frieden als erster Bergdoktor
am Wilden Kaiser.
128
Kultur
Ein Jahr darauf kam der lokale Tourismuspionier
Georg Winkler zusammen
mit Hans-Joachim Strickrodt, der mit
seinen „Hummel-Reisen“ die ersten
deutschen Urlaubsgäste nach Ellmau
lockte, auf die findige Idee, eine Tourismuswerbung
in Spielfilmlänge zu drehen.
So entstand 1956 die originelle
Winterkomödie „Skilehrer Cilly“ um
ein Bauernmädel, das besser auf den
Brettln steht als der einzige Skilehrer im
Ort, der einen Gipshaxen hat. Bei zahllosen
Verfolgungsjagden auf Skipisten
und Tiefschneehängen rund um einen
falschen Baron wird die Lust auf den
Winterurlaub angekurbelt, und die attraktiven
Skifahrer wedeln in schnittigen
Keilhosen vor sonnigen Schneebergen
wie auf Walde-Gemälden.
GEFÄHRLICHE KLETTERPARTIEN
Dann war erstmal Schluss mit lustig,
und es wurde wieder hochdramatisch
am Koasa. Auch vom technischen Aufwand
her setzte „Sturm am Wilden Kaiser“
1963 filmisch neue Maßstäbe, denn
die Liebesgeschichte zwischen einem in
Ellmau lebenden Arzt (okay, Tierarzt)
und einer berühmten Schauspielerin
gipfelt im wahrsten Sinne in gefährlichen
Kletterpartien im titelgebenden
Gebirge. Die wirklich atemberaubenden
Sequenzen im Fels setzte Kameramann
Walter Riml in den steilen Flanken
der Fleischbank ins Bild. Kein
Wunder, war der gebürtige Innsbrucker
doch ein Meister des Alpinfilms und
wirkte später auch bei Hollywood-Klassikern
und einem Bond-Film mit. Er
hinterließ beeindruckende Making-of-
Fotos von den Dreharbeiten in Felswänden
und am Gipfelkreuz sowie Standfotos
für die damalige Kinowerbung.
Diese Fotoschätze sowie ein Original-
Kinoplakat wurde Ellmau für die Sonderausstellung
„Filmdorf Ellmau“ im
Sommer 2025 im Heimatmuseum von
Rimls Sohn Christian Riml und seiner
Frau Helma Türk zur Verfügung gestellt.
30 Jahre lang fiel keine Filmklappe
am Wilden Kaiser, dann holte Peter Moser,
bis Ende 2024 umtriebiger Leiter des
Ellmauer Tourismusbüros, Musiksendungen,
TV-Stars und Schlagersänger,
neue Heimatfilme und Serien zurück in
die Region. Von „Lustige Musikanten“,
„Der Wilde Kaiser“, „Die Hüttenwirtin“
bis „Sing meinen Song“ und die Musikshow
„Made in Austria“, die bis heute
auf der Rübezahlalm, einer Hotspot-Location,
gedreht wird. Das filmische Aushängeschild
bleibt auch im 20. Drehjahr
natürlich „Der Bergdoktor“. Hans Sigl
alias Dr. Martin Gruber ordiniert gewohnt
souverän vor malerischer Landschaft
und hangelt sich weiter durch
sein kompliziertes Liebesleben. Im
Filmdorf Ellmau ist der letzte Vorhang
noch lange nicht gefallen!
Wer eintauchen möchte in die Welt des
Filmdorfs Ellmau, kann dies tun im Heimatmuseum
Ellmau, Steinerner Tisch 27, von
Juni bis September geöffnet am Freitag von
14 bis 17 Uhr.
Bergdoktor Hans Sigl mit Chronistin
und Autorin Sabina Moser bei der
Eröffnung „Filmdorf Ellmau“ im
Sommer 2025
129
Kultur
Die sieben Geisterfrauen
Wir haben für Sie die schönsten Sagen der Region gesammelt. Tauchen
Sie mit uns gemeinsam in die Welt der Mythen und Geschichten ein.
In der lieblichen Kelchsau hausten
vor langer Zeit sieben wilde, geflügelte
Geisterfrauen.Tagelang schwebten
sie über dem Tal, um nach frei herumlaufenden
Katzen Ausschau zu halten, denn
das war ihre einzige Nahrung. Die Talbewohner
hassten und fürchteten die Geisterfrauen
und sagten ihnen viele schlimme
Dinge nach, die stimmen mochten
oder auch nicht. Als nun in einem Jahr
die Ernte besonders schlecht ausfiel, beschlossen
zwei Hopfgartner Männer,
dem geheimnisvollen Treiben der sieben
Geisterfrauen den Garaus zum achen.
An einem Werktag marschierten sie
übermütig und kampfeslustig in die
Kelchsau, aber je näher sie dem Nest der
geflügelten Frauen kamen, desto stiller
und langsamer wurden sie. Als sie nur
mehr eine Viertelstunde davon entfernt
waren, begegneten sie einer alten Bettlerin
und fragten: „He, du! Kannst du uns
genau zeigen, wo die Geisterfrauen wohnen?“
Statt einer Antwort schlug ihnen
die Bettlerin nur mit einer Rute auf die
Hände und spazierte dann gemächlich
weiter. „So eine Frechheit!“, riefen die
Männer empört. “Was fällt dir ein?“
Die beiden wollten der Alten nachlaufen
und sie zur Rede stellen, aber sie waren
an ihrem Platz festgebannt und
konnten kein Glied mehr rühren. Gleich
darauf kamen die sieben Geisterfrauen
angeflogen. Sie kreisten lange und drohend
über den beiden Helden, bevor sie
vor den Männern landeten und sie mit
Spott überhäuften. Eine Geisterfrau
höhnte: „Wir werden euch genau beobachten
- wenn ihr bis zum Dunkelwerden
keinen Mucks macht, kommt ihr
vielleicht wieder frei!“ Nun wagten die
Männer erst recht nicht, sich zu bewegen.
Wer konnte wissen, was sonst mit
ihnen geschehen würde! Erst als die
blutrote Sonne hinter dem Gipfel des
Großen Beils versank, wich der Zauber
von den beiden Männern und sie rannten
geschwind wie der Wind nach Hopfgarten
hinaus. Dort warnten sie jeden
vor den unheimlichen Künsten der sieben
Geisterfrauen, die von diesem Tag
an ihre Ruhe hatten. Unser Dank geht
an den Tyrolia-Verlag, der uns das Buch
„Tiroler Sagen“ von Brigitte Weninger
und Jakob Kirchmayr zur Verfügung
gestellt hat.
130
IMPULSE
© Sabina Radke
Die Kunst, stark zu bleiben, wenn alles zu viel ist
Erfolg, Selbsttreue und echte Lebensfreude – warum Nikes
„Mission Impossible“ uns alle betrifft.
Was, wenn wahre Stärke nicht bedeutet, immer weiterzumachen – sondern rechtzeitig zu spüren,
wann es genug ist? In ihrem neuen Buch „Die Kunst, stark zu bleiben, wenn alles zu viel
ist“ erzählt Nike Schröder von Mut, Balance und der Kraft, sich selbst wiederzufinden. Als TV-Redakteurin,
Hotelmanagerin, Autorin, Mitglied des Managements im Forte Village, Co-Founder
des Palazzo Fiuggi, INSEAD-zertifizierter Coach, ausgebildeter Trauma-Coach und Psychologiestudentin
verbindet sie persönliche Erfahrung mit fundiertem Wissen über mentale Stärke,
Selbstführung und echte Lebensenergie. Nike Schröder stellt ihr Buch in exklusiver Runde vor.
Eine Lesung mit Gespräch, Tiefe, Humor und Impulsen für alle, die viel leisten, viel tragen und
trotzdem nicht den Kontakt zu sich selbst verlieren wollen. Lesung & Gesprächsrunde mit
Nike Schröder, 11. Juli 2026, ab 16 Uhr im Stanglwirt, Anmeldung erbeten.
nike@nike-schroeder.com, event@stanglwirt.com
Impulse
v.l.n.r.: Hypo Tirol Vorstände Markus Hildmann und
Claudia Höller, Dr. Klaus Winkler – Bürgermeister Kitzbühel,
Dr. Martin Grander – Bezirkshauptmann Kitzbühel, Franz
Auschnaiter – Leiter Hypo Tirol Geschäftsstelle Kitzbühel
HYPO TIROL FEIERT
40 JAHRE KITZBÜHEL
DI Herbert Günther, Dr. Klaus Winkler, DI
Wulf Kreutschnigg, Johann Quickner
Was verbindet am meisten? Richtig: Gemeinsame
Erinnerungen und gemeinsames
Feiern. Beides stand beim 40-Jahre-Jubiläum
der Geschäftsstelle Kitzbühel im Mittelpunkt.
An diesem Abend wurde deutlich, was den Standort
über Jahrzehnte geprägt hat: Kundinnen und
Kunden der ersten Stunde, Unternehmer aus der
Region, langjährige Wegbegleiter und ein engagiertes
Team. Auch die beiden Vorstände Claudia
Höller und Markus Hildmann waren vor Ort –
nicht als formeller Programmpunkt, sondern im
Austausch mit den Menschen, die den Standort
tragen. Genau daraus entsteht ein Bild, das mehr
ist als ein Jubiläum: eine Chronik einer Region in
Bewegung.
GEMEINSAM GEWACHSEN.
Die Entscheidung, in der Bichlstraße eine Geschäftsstelle
zu eröffnen, war 1986 eine Reaktion
132
Impulse
© Hypo Tirol Bank_Franz Oss
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
v. l. n. r.: Dr. Klaus Winkler,
Claudia Höller, Rosi Schipflinger
und Franz Aufschnaiter
Kitzbühel, April 2026: Seit 1986 ist die
Landesbank fixer Bestandteil des wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Lebens in der
Region. Das Jubiläum wurde kürzlich in der
Geschäftsstelle in der Bichlstraße gefeiert.
HYPO TIROL BANK AG
GESCHÄFTSSTELLE KITZBÜHEL
Bichlstraße 9 • 6370 Kitzbühel
Tel.: +43 (0) 50700 1600
hypo.kitzbuehel@hypotirol.com
www.hypotirol.com
auf das Wachstum der Region, den steigenden Bedarf
nach Finanzierung und persönlicher Betreuung
vor Ort. Seitdem begleitet das Team am
Standort genau jene Themen, die Kitzbühel als
Wirtschafts- und Lebensraum beschäftigen und
prägen: Betriebsentwicklungen, Übergaben,
Wohnraumfinanzierungen und Kapitalgeschäfte.
Aber vor allem begleitet Franz Aufschnaiter und
sein Team die Menschen bei wichtigen Entscheidungen
und täglichen Geldthemen. Auffällig dabei
ist die Kontinuität: Über vier Jahrzehnte hinweg
wurde der Standort von wenigen
Geschäftsstellenleitern geführt – von den Anfängen
bis heute. Auf Peter Forster folgte Hans
Spieglmayr und 2016 übernahm dann Franz Aufschnaiter.
ENTSCHEIDUNGEN ENTSTEHEN IM ZUSAM-
MENHANG.
Was sich in den letzten 40 Jahren verändert hat,
sind weniger die Themen als deren Komplexität.
Wohnen, Investitionen, Vorsorge oder Betriebsübergaben
lassen sich heute kaum mehr getrennt
denken.
Genau hier liegt die Rolle der Landesbank: Zusammenhänge
erkennen, Entwicklungen in einem
regionalen Kontext einordnen und Entscheidungen
ermöglichen, die langfristig tragen. Nicht
als fertige Lösung, sondern im Austausch. Immer
mit Blick auf die Region und ihre wirtschaftliche
Entwicklung. Damit Kapital nicht abstrakt bleibt,
sondern dort wirkt, wo es eingesetzt wird. Dieser
regionale Kreislauf ist Kern des Auftrags als Landesbank.
GEMEINSAM WEITERWACHSEN.
Dieses Jubiläum verbindet Rückblick und Ausblick,
bekannte Gesichter und neue Themen. Und
genau darin liegt der rote Faden über 40 Jahre hinweg:
Der Standort entwickelt sich mit der Region
weiter – offen für Veränderung, aber verankert
dort, wo die Entscheidungen wirken.
133
Impulse
ZUM JUBILÄUM
FÜR 25 JAHRE
SOMMERTHEATER
„RENT A FRIEND“
© Wir4
EIN JUBILÄUM MIT
BESONDERER NOTE
Samstag, 7. November 2026
arena365 Kirchberg,
Einlass 18.45 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Die Original Austria-3-Band WIR4 lädt zur
großen 15 Jahre Jubiläumsshow – ein mitreißendes
Konzert mit unvergessenen Hits
von Austria 3, eigenen Songs mit Tiefgang
sowie internationalen Covers in wienerischen
Übersetzungen aus ihren Anfängen.
Die Jubiläumsshow 2026 wird ein Rückblick
auf 15 Jahre Bandgeschichte – und eine
Hommage an die kraftvollen Lieder von Ambros,
Fendrich und Danzer. Mit im Gepäck:
neue Interpretationen bekannter Klassiker
und persönliche Anekdoten.
www.arena365-kirchberg.at
Gala-Premiere: 30. Juli 2026
Konzertsaal der Landesmusikschule
Kitzbühel
Aufführungen bis 21. August 2026
Mit viel Witz, Tempo und Herz erzählt Folke
Braband eine herrlich unterhaltsame
Komödie über große Erwartungen, kleine
Täuschungen und Begegnungen, die alles
verändern. Ein Abend zum Lachen, Genießen
– und vielleicht sogar zum Verlieben.
Zum 25-jährigen Jubiläum des Sommertheaters
Kitzbühel ergänzen eine musikalische
Soirée (16. Juli), ein Familientheater (9. August)
sowie eine Matinée mit Heinz Marecek
(16. August) das Programm.
Tickets & Infos:
www.sommertheater-kitzbuehel.at
© Mitterer
FAMILY DAY FÜR
GROSS UND KLEIN
© Mia Knoll
Samstag, 18. Juli 2026
Tennisstadion, Sportfeld 2, Kitzbühel
Mit speziellen Familienangeboten wird dieser
Turniertag zu einem unvergesslichen
Erlebnis, und mit einer tollen Ticketaktion
ist die Freude bei allen groß. Dabei spielen
die Halbfinalspiele des WTA-Damenturniers
und die Qualifikationsspiele der ATP
eine entscheidende Rolle. An diesem Halbfinalsamstag
gibt es für zwei Kinder pro
Erwachsenem eine einmalige Gelegenheit
– nämlich einen freien Eintritt.
www.generaliopen.com
134
Impulse
WEISSWURST
UND BREZN BEIM
FRÜHSCHOPPEN
Sonntag, 19. Juli 2026, 11 bis 13 Uhr
Tennisstadion, Sportfeld 2, Kitzbühel
Deftige Weißwürste und saftige
Brezn genussvoll verspeisen
und dabei sportliche Hochgenüsse
erleben? Gerne! Beim 11. Huber‘s Frühschoppen
gibt‘s – man höre und staune –
tausend kostenlose Weißwürst‘ mit Brezn,
kredenzt mit feiner Livemusik. Dazu
wird beim Tennisturnier an diesem Tag
das WTA-125-Einzelfinale sowie die zweite
Quali-Runde der Herren serviert. Spiel,
Satz und Mahlzeit!
www.generaliopen.com
© Mia Knoll
ELLMI’S
JUBILÄUMSFEST
Sonntag, 19. Juli 2026
Am Hartkaiser
Im Sommer 2026 feiert Ellmi‘s Zauberwelt
ihr 20-jähriges Jubiläum und lädt Jung und
Alt ein, dieses besondere Ereignis in der
magischen Welt von Zauberfrosch Ellmi
und seinen Freunden zu erleben. Von Pony
reiten, Kinderschminken, Hüpfburg über
Goldwaschen bis zu Live-Musik ist alles dabei.
Freier Eintritt für das Kinderprogramm
in Ellmi‘s Zauberwelt. Es gelten die regulären
Tickettarife.
www.ellmau-going.at
© Bergbahnen Wilder Kaiser
EVENTS
in der Region Kitzbühel
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30 JAHRE 30 JAHRE
BAUEN,
MIT HERZ & SEELE
„JEDER GEDANKE, EGAL OB POSITIV ODER
NEGATIV ERZEUGT RESONANZ UND ZIEHT
UNWEIGERLICH DAS GLEICHE AN.“
- BUDDHA
BM Sebastian Resch
Bau- und Planungsbüro GesmbH
A-6353 Going – Kaiserweg 30
Tel.: +43-5358-2200 * Fax: + 43-5358-2200-4
info@bm-resch-kitz.at * www.bm-resch-kitz.at
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Was dürfen wir
für Sie tun?