Festspielzeitung 2026
Sonderausgabe der Bayreutehr Sonntagszeitung anlässlich der 150. Bayreuther Festspiele. Unsere Ausgabe erscheint jeder Jahr zur Premiere und liegt an vielen Stellen in Bayreuth kostenlos aus. Herausgeber ist Media Hub Bayreuth GmbH .
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Bayreuther
estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
150 Jahre – und kein bisschen leise!
Bayreuth feiert einen ganz besonderen Festspielsommer
V.l.: Joachim Sauer, Michel Friedmann, Karin Baumüller-Söder, Angela Merkel, Festspielleiterin Katharina Wagner, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth
Dr. Andreas Zippel mit Partner Luca Maaß.
150 Jahre nach der Eröffnung des Bayreuther Festspielhauses geschieht etwas, das lange als
kaum vorstellbar galt: Richard Wagners „Rienzi“ wird erstmals auf dem Grünen Hügel aufgeführt.
Ausgerechnet jenes Werk, mit dem Wagner einst seinen internationalen Durchbruch
feierte, fehlte bislang im Bayreuther Kanon. Nun erhält die monumentale Oper ihren Platz
– als musikalische und wissenschaftliche Wiederentdeckung.
Dass „Rienzi“ nie in Bayreuth erklang, hatte mehrere Gründe. Wagner selbst wandte sich von
seinem Frühwerk ab und entwickelte mit Werken wie „Der fliegende Holländer“, „Tristan und
Isolde“ oder dem „Ring“ seinen unverwechselbaren Musikdrama-Stil. Die Originalpartitur gilt
als verschollen. Jede Aufführung basiert auf unterschiedlichen Quellen und Bearbeitungen.
Genau darin lag die besondere Herausforderung für den Leitenden Dramaturgen Dr. Markus
Kiesel. Gemeinsam mit Dirigentin Nathalie Stutzmann sowie dem Regie-Duo Alexandra
Szemerédy und Magdolna Parditka arbeitete er seit Herbst 2023 an einer neuen Bayreuther
Fassung. Ziel war es nicht, eine weitere Bearbeitung zu schaffen, sondern möglichst nah an
Richard Wagner heranzurücken. „Jeder kennt den Titel, aber niemand kennt das zugrunde
liegende Werk“, sagt Dr. Kiesel. Die Oper sei über Jahrzehnte von unterschiedlichen Bearbeitungen
überlagert worden. Am Sonntag, 26. Juli, ab 16 Uhr wird das „Rienzi“-Geheimnis im
Festspielhaus gelüftet.
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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12 Jahrgang | 25. Juli 2026
Hofer Landrat Oliver Bär, Charlotte Merz, Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Chefin des Bundeskanzleramts Nina Warken
Staatsminister im Kanzleramt Philipp Amthor mit Carlotta Voß Staatsministerin Michaela Kaniber mit Tochter Antonia Staatsminister Klaus Holetschek mit Ehefrau Birgit
Johnny Logan: Mr. Eurovision
trifft Richard Wagner
Mit seinen Erfolgen beim Eurovision
Song Contest 1980 und 1987 wurde
Johnny Logan weltweit bekannt.
Nun besucht der irische Sänger erstmals
die Bayreuther Festspiele. Im
Gespräch erzählt der „Mr. Eurovision“,
wie ihn der unvergessene Wagner-Tenor
Peter Hofmann einst für Bayreuth begeisterte.
Wir trafen den irischen Sänger
unmittelbar vor dem Festspielhaus zum
Gespräch:
Was hat Ihr Interesse an den Bayreuther
Festspielen geweckt?
Ich kannte Peter Hofmann Ende der
1980er Jahre. Er hat mir damals viel über
die Bayreuther Festspiele und die Musik
Richard Wagners erzählt. Als ich gefragt
wurde, ob ich in diesem Jahr nach Bayreuth
kommen möchte, musste ich nicht
lange überlegen. Jetzt freue ich mich darauf,
die besondere Atmosphäre und die
Festspiele endlich selbst zu erleben.
Welche Verbindung haben Sie zu Richard
Wagner und seiner Musik?
Mein Vater war ausgebildeter Tenor – ein
irischer Tenor – und hat mich schon früh
an die Oper herangeführt. Wie viele junge
Menschen, habe ich das damals vielleicht
nicht ausreichend zu schätzen gewusst.
Dennoch hatte ich immer ein großes Interesse
an klassischer Musik. Über Wagner
weiß ich bislang noch nicht so viel, wie ich
eigentlich gerne würde. Natürlich kenne
ich berühmte Werke wie den „Ritt der Walküren“.
Ich hoffe aber, mein Wissen bei
meinem Besuch in Bayreuth deutlich zu
erweitern.
Haben Sie bereits Aufführungen von
Wagners Opern gesehen?
Nein, leider noch nicht. Ich kenne bisher
nur Ausschnitte aus Filmen.
Waren Sie schon einmal in Bayreuth?
Nein, ich war bislang noch nie in Bayreuth.
Ich freue mich sehr darauf. Mir wurde oft
erzählt, dass die Atmosphäre einzigartig
und die Kulisse für Wagners Musik schlicht
atemberaubend ist. Das möchte ich nun
endlich selbst erleben.
Johnny Logan und Tanja Surmann
festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien
Wolfram Weimer und Ehefrau Christiane Goetz-Weimer
Kabarettist Michl Müller
Volker Heißmann und Martin Rassau
Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und
Deutsche Zuckerrübenkönigin Ingrid Stigler
Bamberger Erzbischof Herwig
Gössl
Staatsminister für Wissenschaft und Kunst
Dr. Markus Blume
Publizist Michel Friedmann mit Festspielleiterin Katharina Wagner
12
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12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Willkommen zum Festspielsommer 2026
Sehr geehrte Festspiel-Gäste,
liebe Festspiel-Mitwirkende,
liebe Mitbürgerinnen und
Mitbürger, sehr geehrte Damen
und Herren,
wir freuen uns auf die bevorstehende
Festspielzeit, ist sie doch diesmal etwas
ganz Besonderes. Denn mit ihr feiern
wir die 150. Bayreuther Festspiele – ein
Jubiläum, das von einem außergewöhnlichen
Programm begleitet wird.
Liebe Leserinnen und Leser,
anlässlich der Eröffnung der Bayreuther
Festspiele erscheint diese Festspielzeitung
und begleitet den diesjährigen Festspielsommer
mit aktuellen Berichten, Hintergrundinformationen
und Einblicken in das
Geschehen rund um den Grünen Hügel.
Die Bayreuther Festspiele stehen seit ihrer
Gründung für die kontinuierliche Auseinandersetzung
mit dem Werk Richard Wagners
und für die Verbindung von künstlerischer
Tradition und zeitgenössischer
Interpretation. Jede Spielzeit bringt neue
Perspektiven auf die Werke hervor und
vereint Künstlerinnen und Künstler sowie
Besucherinnen und Besucher aus aller
Welt.
Die Festspielzeitung bietet einen Über-
blick über die Premieren, die Mitwirkenden
und die vielfältigen Aktivitäten rund
um die Festspiele. Interviews, Reportagen
und Hintergrundberichte geben Einblicke
in die Arbeit auf und hinter der Bühne
und spiegeln die besondere Atmosphäre
wider, die Bayreuth während der Festspielzeit
prägt.
Ich wünsche Ihnen eine anregende
Lektüre und allen Besucherinnen und Besuchern
eine erfüllende Festspielzeit mit
vielen nachhaltigen Eindrücken.
Herzlich
Katharina Wagner,
Festspielleitung
Außergewöhnlich ist heuer schon
der Premierentag am 25. Juli, an
dem diesmal nämlich keine Oper Richard
Wagners auf dem Programm
steht, sondern anlässlich des Jubiläums,
Beethovens 9. Symphonie im
Festspielhaus erklingen und die diesjährigen
Festspiele eröffnen wird – mit
Rotem Teppich und schillernden Premierengästen
inklusive. Außergewöhnlich
auch die Oper, die am Tag darauf, also
am 26. Juli, im Festspielhaus Premiere feiert:
„Rienzi“ steht nicht in Wagners „Bayreuther
Kanon“, wird aber anlässlich des
Jubiläums erstmals im Festspielhaus zu
sehen sein.
Unterhalb des Grünen Hügels wird schon
seit Jahresbeginn das Festival150 gefeiert,
unter anderem mit Straßenfest, verschiedenen
Konzerten, Theateraufführungen,
Lesungen und Co. Noch bis zum Jahresende
wird die gesamte Stadt dieses besondere
Jubiläum feiern. Während der
Festspielzeit gesellen sich dazu 50 Jahre
Richard-Wagner-Museum – ebenfalls mit
einem dem Geburtstag würdigen Programm.
Vielversprechend sind auch die zahlreichen
anderen Veranstaltungen in der
Stadt, die mal die Festspiele, mal Richard
Wagner und mal keines der beiden Themen
in den Mittelpunkt stellen, dennoch
aber zu einem vollen und abwechslungsreichen
Terminkalender der Interessierten
führen werden. Bayreuth ist also gut
gerüstet für die diesjährige Festspiel-
Saison und freut sich auf die vielen Gäste
in den nächsten Wochen und wünscht vor
allem viel Spaß!
Dr. Andreas Zippel,
Oberbürgermeister Stadt Bayreuth
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Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Vom Grünen Hügel in die Zukunft
150 Jahre Bayreuther Festpiele und neue Impulse
Advertorial
Wenn eine Stadt im Wandel der Zeit ihre Identität bewahrt und zugleich mutig in die Zukunft trägt,
entsteht eine besondere Anziehungskraft. Diese Entwicklung lässt sich in Bayreuth eindrucksvoll
beobachten. Die einstige Residenzstadt der Markgräfin Wilhelmine hat in den vergangenen Jahren
eine kulturelle Renaissance erlebt, die sich in einer beispiellosen Resonanz widerspiegelt. Die
Zahlen belegen diese Dynamik: Seit 2022 und damit bereits vier Jahre in Folge etablierte sich die
Anzahl der Übernachtungen in Bayreuth jenseits der Halbe-Million-Marke, was nahezu eine Verdopplung
in den letzten 15 Jahren darstellt. Diese Entwicklung ist das Resultat einer tiefgreifenden
strategischen Schärfung. Denn Bayreuth nutzt die immense Strahlkraft des Grünen Hügels als Katalysator,
um sein Portfolio weit über die Festspielsaison hinaus zu erweitern.
Im Jubiläumsjahr feiert die Stadt unter dem Titel „Festival 150“ das 150-jährige Bestehen der Festspiele
und schlägt dabei eine aufregende Brücke in die Moderne. Zukunftsweisende Eventformate
öffnen den Grünen Hügel für neue Impulse, und so darf man sich besonders in diesem Sommer
auf Richard Wagners Bayreuth freuen. Die sonst eigentlich nicht im Festspielkalender vorgesehenen
Aufführungen Rienzis, DJ Alle Farben am Festspielhaus oder die vielen kulturellen Events im
ganzen Stadtgebiet mit Bezug zum diesjährigen Jubiläum – in diesem Jahr ist wirklich für jeden ein
Stückchen Wagner dabei.
Natürlich bilden die Richard-Wagner-Festspiele nach wie vor das internationale Aushängeschild
und sorgen für die unumstrittene Hauptsaison. Doch die wachsende touristische Vielfalt macht
die klassische Nebensaison zunehmend attraktiv für einen Besuch in Bayreuth. Beispielhaft seien
das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus mit seinem Welterbemuseum, die Vielfalt
an Urban Art und Kunst im öffentlichen Raum, die neuen Eventformate wie Bayreuth Baroque
oder das Seebühnen Festival oder die Maisel Bier-Erlebniswelt, das moderne Aushängeschild Fränkischer
Bierkultur, genannt. Es ist genau dieses Zusammenspiel aus Hochkultur, Lebensart und
modernen Impulsen, das Gäste ganzjährig anzieht.
Diese gestiegene Attraktivität von Bayreuth über das gesamte Jahr hinweg unterstreicht die enorme
Bedeutung des Tourismusmarketings aus wirtschaftlicher Sicht. Tourismus ist längst zu einem
zentralen Standortfaktor geworden. Gastronomie, Einzelhandel, Hotellerie und lokale Dienstleister
profitieren von den stetigen Besucherströmen. Ein professionelles, zielgerichtetes Marketing
ist daher ein unverzichtbarer Wirtschaftsmotor für Städte geworden. Es sichert Arbeitsplätze,
stärkt die urbane Infrastruktur und erhöht letztlich die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und
Bürger. Während die Richard Wagner Festspiele weltweite Aufmerksamkeit garantieren, sichert
die strategische Vermarktung der kulturellen Vielfalt Bayreuths das Fundament für eine ganzjährig
zukunftssichere Stadt.
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Festspielsommer 2026!
Ihr Dr. Michael Hohl, Vorsitzender des Marketing & Tourismus Region Bayreuth e.V.
Ihr Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH
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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12 Jahrgang | 25. Juli 2026
Rienzi – Monument und Ansage
Der vergessene Erfolg kehrt nach Bayreuth zurück
Im Opernspielplan, so scheint es zumindest,
gibt es feste Kategorien: Da sind die
Opern, die landauf landab beständig gespielt
werden und da sind die Raritäten,
die Kuriositäten und die Werke mit dem
Etikett „neu“, die der Abwechslung halber
gerne mal eingestreut werden. Und
schließlich gibt es noch Werke, die man am
liebsten außen vorlassen und wenn überhaupt,
dann nur mit spitzen Fingern anfassen
möchte. Wie beispielsweise „Rienzi“,
Richard Wagners dritte vollendete Oper.
Ein fürwahr monumentales Werk: gewaltig,
ehrgeizig und laut.
Es erzählt – als Vorlage diente Edward
Bulwer-Lyttons 1835 erschienener gleichnamiger
Roman – vom Aufstieg und Fall
des römischen Volkstribunen Cola di Rienzi.
Der charismatische Politiker befreit das
Volk von der Willkür des Adels, wird gefeiert,
verliert sich dann zunehmend in Hybris
und Macht und endet im Flammenmeer
des Kapitols. Pathos, große Chöre, Intrigen,
Verrat, Gebete und Katastrophen – die
französische Grand opéra des 19. Jahrhunderts
lässt grüßen.
Und genau darin liegt das Kuriosum.
„Rienzi“ klingt nämlich wenig nach Wagner.
Man muss schon sehr genau hinhören – der
typische Wagner-Sound lässt sich allenfalls
dann und wann erahnen. Denn der junge
Komponist orientierte sich unverhohlen
an Meyerbeer und Fromental Halévy. Fünf
Akte, Massenszenen, Prozessionen, Balletteinlagen
– zumindest ursprünglich - und
knallend effektvolle Finali – Wagner wollte
den überwältigenden Publikumserfolg. Unbedingt.
Und den holte er sich auch.
Die Uraufführung 1842 in Dresden war
ein Triumph und begründete seinen Ruf.
„Rienzi“ machte Richard Wagner 1842 schlagartig bekannt. Die lebensgroße Statue auf dem La-Spezia-
Platz, ein Geschenk der gleichnamigen Partnerstadt in Italien, zeigt ihn nachdenklich und in einer späteren
Lebens-und Schaffensphase. 1853 soll er dann von der Idee zum Vorspiel des „Rheingold“i inspiriert
gewesen sein.
Zeitweise war „Rienzi“ seine erfolgreichste
Oper. Während Werke wie „Tristan und
Isolde“ oder der „Ring des Nibelungen“
anfangs eher Stirnrunzeln hervorriefen,
beeindruckte „Rienzi“ das Publikum zuverlässig.
Monumentalität verkauft sich eben
oft besser als Revolution.
Doch mit den Jahren änderte sich das:
Wagner entwickelte sich in eine völlig andere
Richtung und sprach über sein Frühwerk
zunehmend mit höflicher Distanz. „Rienzi“
passte nicht mehr in sein Selbstbild als
Komponist und verkam so zum ungeliebten
Verwandten der Familie: Man respek-
tierte die Existenz, sprach aber lieber über
die jüngeren und auch erfolgreicheren Geschwister.
Hinzu kam eine Rezeptionsgeschichte, die
bis heute schwer auf dem Werk lastet.
Adolf Hitler verehrte „Rienzi“ nach eigenem
Bekunden seit seiner Jugend und stilisierte
insbesondere die Titelfigur zum Vorbild des
charismatischen Volksführers. Die Ouvertüre
erklang bei Parteiveranstaltungen; die
Oper erhielt dadurch eine politische Aufladung,
die dafür sorgte, dass sie nach 1945
kaum noch gespielt wurde.
Heute bemühen sich Opernhäuser und
Musikwissenschaft um eine differenziertere
Betrachtung. So erkennt man durchaus
an, dass „Rienzi“ ein faszinierendes
Dokument des jungen Wagner ist – eine
Oper an der Schwelle zwischen französischer
Effektkunst und dem späteren
musikdramatischen Kosmos. Gleichzeitig
bleibt das Werk eine Herausforderung: Die
ungekürzte Fassung dauert weit über fünf
Stunden, verlangt ein riesiges Ensemble
und in der Titelrolle einen Tenor mit Herkuleskräften.
Und so verharrt „Rienzi“ bis heute in einer
eigentümlichen Konstellation; zu bedeutend,
um vergessen zu werden, zu
monumental und sperrig, um regelmäßig
gespielt zu werden und zu historisch belastet,
um jemals unbefangen betrachtet zu
werden. Doch vielleicht macht gerade das
den Reiz aus: „Rienzi“ ist keine vollendete
Wagner-Oper im späteren Sinn, eher die
überdimensionierte Ansage eines selbstbewussten
Komponisten, der damals noch
nicht wusste, dass er die Operngeschichte
auf den Kopf stellen würde.
Gordian Beck
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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Zwischen Hochamt und Häme
150 Jahre begleitet die Presse die Richard Wagner-Festspiele
Blättert man sich durch die Berichte zu den
ersten Bayreuther Festspielen, staunt man
nicht schlecht: Das Who is Who, die Crème
de la Crème des europäischen Feuilletons,
war an diesem Ereignis interessiert. Und so
begann, kaum hatte sich der Vorhang im
Festspielhaus zum ersten Mal gehoben, das
große Schreiben, Wundern und Sticheln.
Die „Neue Freie Presse“ etwa, sah ein Unternehmen,
das „mehr als ein Theater“ sei.
Die „Allgemeine Zeitung“ setzte noch einen
drauf und machte aus dem Festspielhaus
gar einen „Tempel der Musik“ – beschrieb
aber auch jene Unsicherheit, mit der man
großen Ideen gemeinhin gegenübersteht.
Kurz, über Wagners Festspiele wurde von
Anfang an leidenschaftlich diskutiert.
Der Korrespondent der „Times“ sprach von
„the most extraordinary musical event of
the century“, der französische „Figaro“ erkannte
gar auf einen Kult und notierte eine
„religion nouvelle“. Man erlebte Musik und
beobachtete zugleich die Entstehung eines
Mythos. Zu dem im Übrigen auch damals
schon Hitze, schlechte Luft und hartes Gestühl
gehörte. Wer Bayreuths Festspiele
besuchte, musste nicht nur Wagner lieben,
sondern auch leiden können.
Zu den ersten und wichtigsten Stimmen
gehörte Friedrich Nietzsche. Als glühender
Wagnerianer sah er in Bayreuth zunächst
die Verheißung einer kulturellen Erneuerung;
in seinen „Unzeitgemässen Betrachtungen“
bezeichnet er die Festspiele als
„Morgenröte“ einer neuen Kunst. Wenige
Jahre später war seine Euphorie dahin:
Richard Wagner und seine Festspiele im Spiegel von 150 Jahren Berichterstattung.
Wagners Festspiele waren ihm jetzt nur
noch Selbstinszenierung mit Orchestergraben.
Ganz anders König Ludwig II. von Bayern,
der Bayreuth überhaupt erst möglich gemacht
hatte. Sein berühmtes Bekenntnis
– „Was ich besitze, verdanke ich Wagner“
– liest sich wie die Präambel eines Sponsorenvertrags
– reichlich Pathos, wenig
Controlling. In der Tat: Ohne die schamlos
angezapften königlichen Finanzen wäre
der Grüne Hügel vermutlich nie zur Bühne
dieses Projekts geworden.
Foto erstellt mit KI
Wie Ludwig II. nahm auch die musikalische
Konkurrenz Bayreuth ernst. Hans von Bülow,
längst von Wagner getrennt, nannte
den „Ring des Nibelungen“ das „gewaltigste
Kunstwerk unserer Zeit“. Peter Tschaikowski
wiederum schwankte zwischen Bewunderung
und Skepsis: Wagner sei zweifellos
ein Genie, notierte er, doch seine Anhänger
erinnerten ihn bisweilen an eine Glaubensgemeinschaft
mit sehr lautem Missionsbewusstsein.
Die Presse liebte diesen Widerspruch. Das
„Berliner Tageblatt“ sprach von einer „Wallfahrt
der Kunstfreunde“, die „Frankfurter
Zeitung“ lobte den „Triumph der Organisation“,
während die Wiener Blätter mutmaßten,
dass Bayreuth weniger Ort als Zustand
sei. Währen die einen den Gipfel deutscher
Kunst erreicht sahen, verdammten die anderen
die Festspiele als Zumutung für Nerven
und Sitzfleisch. Mark Twain – auch er
schaute in Bayreuth vorbei – hätte das vermutlich
als Inbegriff europäischer Selbstprüfung
beschrieben: Man leidet, also ist
es bedeutend.
Unter Cosima Wagner wurde aus dem Experiment
eine Institution. Ihre Direktive
machte Bayreuth zum Ort der Bewahrung.
Auf die Berichterstattung hatte das wenig
Einfluss; die Zeitungen berichteten emsig
weiter – allein der Tonfall änderte sich. Je
nach Blatt wuchs die Ehrfurcht oder die
Müdigkeit. Eines blieb jedoch: Bayreuth
war nie bloß Oper, sondern immer auch
Kommentar.
So liest sich die Rezeptionsgeschichte der
Bayreuther Festspiele bis heute wie ein
historischer Pressespiegel mit den immer
gleichen Schlagworten: Genie, Kult, Zumutung,
Weltkunst, Pilgerstätte, Museum.
Und das ist vielleicht die eigentliche Bayreuther
Leistung; dass man dort noch
immer nicht nur Wagner hört, sondern
zugleich auch das Echo all jener Stimmen,
die sich seit 1876 daran abarbeiten.
Die Aufführung endet, die Diskussion beginnt.
Inklusive der sattsam bekannten
Stichworte.
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12. Jahrgang | 25. Juli 2026
„Oper hat nichts von ihrer Kraft verloren“
Nadine Weissmann steht erneut als Mary auf der Bühne
Seit mehreren Jahren gehört Nadine Weissmann
zu den Solistinnen der Bayreuther
Festspiele. In diesem Sommer ist sie erneut
als Mary im „Fliegenden Holländer“ zu erleben.
Im Gespräch berichtet die Mezzosopranistin
über die Entwicklung ihrer Rolle,
die besondere Arbeit auf dem Grünen
Hügel, moderne Operninszenierungen und
die Zukunft der Festspiele.
Frau Weissmann, Sie kehren in diesem
Sommer nach Bayreuth zurück. Die
Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen.
Welche Bedeutung hat dieses Jubiläum
für Sie?
Bayreuth ist für mich längst ein vertrauter
Ort geworden. Während der Festspiele
verbringe ich viele Wochen hier. Natürlich
freue ich mich immer darauf, wiederzukommen
und zu sehen, was sich verändert
hat. Das Jubiläum selbst ist für mich gar
nicht die große Zäsur. Spannend finde ich,
was in diesem Jahr zusätzlich passiert – das
Rahmenprogramm, die neuen Produktionen
oder Projekte wie „Brünnhilde brennt“.
Sie singen erneut die Mary im „Fliegenden
Holländer“. Viele sehen sie als
Nebenfigur. Was macht diese Rolle für
Sie interessant?
Mary entwickelt sich in dieser Inszenierung
über kleine Dinge. Dmitri Tscherniakov hat
genau festgelegt, in welchen Momenten
sich bei ihr der Gedanke entwickelt, dass
der Holländer nichts Gutes im Schilde führt
und möglicherweise nicht nur ihre Familie,
sondern die ganze Stadt bedroht.
Anfangs haben wir uns vor allem mit den
technischen Abläufen beschäftigt. Allein
das Tischdecken in einer Szene wirkt von
außen einfach, tatsächlich sind Handgriffe
Nadine Weissmann.
Foto: Privat
auf die Musik abgestimmt. Schon wenige
Sekunden Verzögerung bringen den Ablauf
durcheinander. Auf der Bühne gibt es zudem
wenig Platz und viele Stellen, an denen
man achtsam sein muss.
Erst als diese Abläufe wie selbstverständlich
funktionierten, konnten wir an den
feinen Nuancen arbeiten: an Blicken, Gesten
oder daran, wie Mary eine Serviette
auseinanderfaltet, ein Glas hält oder Daland
ansieht.
In diesem Sommer stehen neue Kolleginnen
und Kollegen auf der Bühne. Verändert
das die Produktion?
Ja. Wir haben im Holländer schon mit
verschiedenen Sängern gearbeitet –
manchmal auch ganz kurzfristig wegen
Erkrankungen. Jeder bringt seine eigene
Persönlichkeit mit, dadurch entsteht
immer wieder eine neue Dynamik.
Auch der große Anteil neuer Chormitglieder
bringt heuer eine besondere Spannung.
Das überträgt sich auf die gesamte
Produktion. Plötzlich fühlt es sich fast wieder
so an, als würde man selbst etwas Neues
entdecken.
Richard Wagner begleitet Ihre Karriere
seit vielen Jahren. Was fasziniert Sie an
seiner Musik bis heute?
Wagners Musik ist unglaublich emotional.
Durch seine Leitmotive wird einem manchmal
schon fast körperlich klar, worum
es gerade geht. Bestimmte musikalische
Passagen lösen unmittelbar ein Gefühl
aus. Je länger ich mich mit seinen Werken
beschäftige, desto mehr entdecke ich
die enge Verbindung von Text und Musik.
Auch die Figuren gewinnen an Tiefe. Viele
Konflikte, die Wagner beschreibt, sind bis
heute aktuell. Gerade deshalb wirken seine
Opern erstaunlich zeitlos.
Moderne Inszenierungen werden häufig
kontrovers diskutiert. Wie stehen Sie zu
neuen Ansätzen wie Künstlicher Intelligenz?
Ich finde es wichtig, Neues auszuprobieren.
Nicht alles gelingt, aber Kunst muss auch
scheitern dürfen. Richard Wagner selbst
war ein großer Verfechter neuer Ideen und
technischer Entwicklungen. Entscheidend
ist für mich, dass die Essenz eines Werkes
erhalten bleibt. Eine Inszenierung kann
ganz modern oder sehr traditionell sein
– wichtig ist, dass sie einen nachvollziehbaren
Gedanken verfolgt. Gutes Theater
bleibt gutes Theater.
Ich bin deshalb auch gespannt auf den KI-
Ring. Man muss offen bleiben und ausprobieren.
Natürlich gefällt einem nicht jede
Idee. Solange die Geschichte und ihre Aussage
jedoch erkennbar bleiben, finde ich
solche Ansätze spannend.
Wie sehen Sie die Zukunft der
Bayreuther Festspiele und der Oper insgesamt?
Überall wird derzeit über Kultur und ihre
Finanzierung diskutiert. Gleichzeitig erlebe
ich immer wieder, wie groß das Bedürfnis
der Menschen nach Live-Aufführungen ist.
Das unmittelbare Erlebnis im Theater kann
kein Bildschirm ersetzen. Diese emotionale
Verbindung zwischen Bühne und Publikum
ist etwas ganz Besonderes.
Deshalb halte ich es für wichtig, weiterhin
in Kultur zu investieren. Eine Gesellschaft
wird nicht nur durch ihre Infrastruktur geprägt,
sondern auch durch ihre Kunst und
Kultur. Theater, Musik und Literatur bleiben
weit über ihre Entstehungszeit hinaus
erhalten.
In Bayreuth sehe ich viele gute Entwicklungen.
Ein umfangreiches Education-
Programm, Open-Air-Konzerte oder neue
37 Jahre Rion in der Von Römer Straße. Schmuck und Mode
von S bis XXL, direkt im Herzen der Innenstadt.
Eine breite Auswahl an Mode und Accessoires in verschiedenen
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(Made in Germany), OOZOO-Uhren und vielen mehr kommt
auch das nordisch hyggelige Gefühl nicht zu kurz. „Eine
kompetente und liebevolle Beratung ist für mich selbstverständlich“,
so Chefin Silke Ihl.
Und ein weiterer Pluspunkt: Im Laden gibt‘s auch
„Männer-Parkplätze“. Also gibt es keine Ausreden mehr mit
der Frau shoppen zu gehen.
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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Bayreuther Festspiele 2026
Der komplette Spielplan in der Übersicht
Nadine Weissmann (l.) als Mary im „Fliegenden Holländer“. Sie ist Dienerin und Vertraute für Senta
(Elisabeth Teige).
Foto: Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath
Veranstaltungsformate sprechen auch jüngere
Menschen an. Ich höre oft, dass zu
wenige junge Besucher kommen. Diesen
Eindruck teile ich nicht. Ich sehe viele junge
Gesichter im Publikum und erlebe, dass
inzwischen sogar die Kinder von Freunden,
die früher mit ihren Eltern hier waren, heute
selbst zu den Festspielen kommen.
Sie haben selbst in Bayreuth in der
Kinderversion des „Parsifal“ mitgewirkt.
Warum liegt Ihnen dieses Format am
Herzen?
Die Kinderoper ist eine besondere Aufgabe.
Vielleicht kann man damit ein Samenkorn
legen, aus dem später die Begeisterung
für Oper wächst. Kinder reagieren unglaublich
ehrlich. Wenn sie begeistert sind, zeigen
sie es.
Beim „Kinder-Parsifal“, in dem ich mitgewirkt
habe, mussten wir beispielsweise
Themen wie Religion oder Erotik ausklammern.
Trotzdem blieb die Geschichte erhalten
– mit Burgen, Rittern, Zauberern. Daraus
entstand etwas Eigenes, das Kindern
einen Zugang zur Oper eröffnet. Das hat
mir große Freude bereitet, und ich würde
sehr gern wieder in einer Kinderoper mitwirken.
Wie würden Sie Bayreuth jemandem
beschreiben, der die Stadt noch nie besucht
hat?
Natürlich ist Bayreuth eine Festspielstadt.
Während der Saison dreht sich vieles um
Richard Wagner. Gleichzeitig hat die Stadt
aber weit mehr zu bieten – historische Gebäude,
Museen, Parks und viele kulturelle
Angebote.
Vor allem empfinde ich Bayreuth als angenehm
entspannt. Im Vergleich zu manch
anderem Festivalort geht es hier sehr bodenständig
zu. Es gibt den roten Teppich
und die großen Premieren, aber danach
kehrt schnell wieder Normalität ein. Genau
das gefällt mir. Man kann sich frei durch
die Stadt bewegen, Menschen treffen und
Kultur erleben. Diese Mischung macht für
mich den besonderen Reiz aus.
Interview Gabriele Munzert
Do, 24. Juli 2025 20 Uhr Festspiel Open Air
Sa, 25. Juli 2026 18 Uhr IX. Symphonie
So, 26. Juli 2026 10.30 Uhr Gedenkveranstaltung
So, 26. Juli 2026 16 Uhr Rienzi
Mo. 27. Juli 2026 18 Uhr Das Rheingold
Di, 28. Juli 2026 16 Uhr Die Walküre
Mi, 29. Juli 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer
Do, 30. Juli 2026 16 Uhr Siegfried
Fr, 31. Juli 2026 16 Uhr Parsifal
Sa, 01. August 2026 11 Uhr Chor-Open Air
Sa, 01. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung
So, 02. August 2026 17 Uhr Festspiel-Open Air
Mo, 03. August 2026 16 Uhr Rienzi
Di, 04. August 2026 18 Uhr Das Rheingoldrn
Mi, 05. August 2026 16 Uhr Die Walküre
Do, 06. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer
Fr, 07. August 2026 16 Uhr Siegfried
Sa, 08. August 2026 16 Uhr Rienzi
So, 09. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung
Mo, 10. August 2026 16 Uhr Parsifal
Mi, 12. August 2026 18 Uhr Das Rheingold
Do, 13. August 2026 16 Uhr Die Walküre
Fr, 14. August 2026 16 Uhr Rienzi
Sa, 15. August 2026 16 Uhr Siegfried
So, 16. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung
Mo, 17. August 2026 16 Uhr Rienzi
Di, 18. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer
Mi, 19. August 2026 16 Uhr Rienzi
Do. 20. August 2026 16 Uhr Parsifal
Sa, 22. August 2026 16 Uhr Rienzi
So, 23. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer
Mo, 24. August 2026 16 Uhr Rienzi
Di, 25. August 2026 16 Uhr Parsifal
Mi, 26. August 2026 16 Uhr Rienzi
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Im Jahr 1863 reist Richard Wagner auf Einladung von
Großfürstin Helene zu einer Konzertreise nach Russland. In
St. Petersburg überreicht General Suworow ein von Ignatius
Sazikov prunkvoll gearbeitetes und reichhaltig verziertes
Trinkhorn. 1864 in Wien veräußert sein Freund Dr.
Standhartner das Trinkhorn und es verschwindet, bis auf
eine Erwähnung in Wagners Biographie, aus der
Öffentlichkeit.
2023 kauft es Karl-Heinz Breitzmann und hat es 2025
erstmalig in Bayreuth ausgestellt. In 2026 können Sie es
letztmals im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der
Festspiele Bayreuth öffentlich für alle betrachten.
Dauerausstellung in der Zeit vom 24.07.2026 bis
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Ignatius
Pavelovitj
Sazikov
Ignatius Pavelovitj Sazikov
* 1793 in Moskau
† 1868 in Moskau
Einer der bedeutendsten
russischen Silberschmiede,
er arbeitete unter anderem
in der Werkstatt von Fabergé.
Prinzessin von Württemberg
* 1807 in Stuttgart
† 1873 in Sankt Petersburg
Friederike Charlotte Marie
wurde durch ihre Heirat
Großfürstin Elena Pawlowna
(auch Helena) von Russland.
Alexander A. Suworow
* 1804 in Sankt Petersburg
† 1882 in Sankt Petersburg
Alexander Arkadjewitsch
Suworow war General- und
Militärgouverneur des Baltikums
und St. Petersburg.
Ignatius Pavelovitj Sazikov (* 1793 in Moskau; † 1868 in Moskau)
“...Zudem hatte ich es nicht verhindern können, für ein auf den dritten Tag nach dem meinigen
angekündetes Konzert zum Besten der Petersburger Schuldgefangenen zuzusagen, da ich namentlich
durch Großfürstin Helene dringend hierzu aufgefordert war. Für dieses letztere war ganz Petersburg
schon ehrenhalber engagiert, da es unter hohem Protektorate stand, und während alle Plätze zu demselben
im voraus verkauft waren, hatte ich bei einem sehr leeren Saale im Adeligen Kasino mich mit
einer Einnahme zu begnügen, welche glücklicherweise wenigstens die Kosten deckte. Dafür ging es in
dem Konzerte für die Schuldgefangenen desto festlicher her:
Wilhelm
Richard
Wagner
Dr.
Joseph
Standthartner
General Suworow, ein Mann von vollkommenster Schönheit, dazu Gouverneur von Petersburg, überreichte
mir als Dank der Schuldgefangenen, ein sehr schön gearbeitetes silbernes Trinkhorn...”
Karl-Heinz
“Charly”
Breitzmann
Aus der Biographie Richard Wagners
Wilhelm Richard Wagner
* 1813 in Leipzig
† 1883 in Venedig
Bekannter deutscher Komponist,
seine Musikdramen
gelten als einflussreichste
der Romantik.
Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar
1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Schriftsteller und
Dirigent. Mit seinen durchkomponierten Musikdramen gilt er als
einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten der
Romantik.
Dr. Josef Standhartner
* 1818 in Troppau
† 1892 in Wien
Leibarzt der Kaiserin Sissi von
Österreich und einer der
hilfreichsten Freunde und
Vertrauter Wagners in Wien.
Dr. Josef Standhartner Leibarzt der Kaiserin Elizabeth, gehörte zu
den engsten und hilfreichsten Freunden Richard Wagners in Wien.
In seiner Wohnung fand im November 1862 einer denkwürdige
Vorlesung der Dichtung aus den Meistersingern von Nürnberg
statt.
Karl-Heinz “Charly” Breitzmann
* 1968 in Bayreuth
Deutschlandweit bekannter
Goldhändler - er kauft das
Trinkhorn und widmet es
seinen Töchtern LIsa, NORa
und CHArlotte.
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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Prickelnder
Festspielgenuss
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele
hat die Geldermann Privatsektkellerei einen
besonderen Festspiel-Cuvée kreiert. Der
Blanc de Noir reifte drei Jahre auf der Hefe
und überzeugt mit feinen Aromen von gelben
Früchten und Waldbeeren, ergänzt durch Nuancen
von Brioche und Honig. Am Gaumen
präsentiert sich die Cuvée cremig, frisch und
mineralisch, mit eleganter Perlage und einem
langen Nachhall.
Die Jubiläums-Cuvée steht für jene Werte,
die Geldermann und die Bayreuther
Festspiele seit vielen Jahren verbinden:
handwerkliche Qualität, Tradition
und die Leidenschaft für besondere
Genussmomente.
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Teilnahme Online-Formular:
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Einsendeschluss:
Montag, 03. August 2026.
Ein Spritz auf 150 Jahre Festspiele
Kostprobe gefällig: OB Andreas Zippel, Engin Gülyaprak, Axel Gottstein und Astrid Kwias.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele gibt es in diesem Sommer
eine neue kulinarische Idee. Das Catering-Unternehmen Wahnfood hat
eigens für die Festspiele den „150 Jahre Festspiel-Spritz“ entwickelt. Verantwortlich
für die Kreation sind die Wahnfood-Geschäftsführer Axel Gottstein
und Engin Gülyaprak. Der Jubiläumsdrink verbindet Geldermann-Sekt mit Bayreuther
Bier und einem Schuss Orangen-Likör Canonita. Hopfendolden und
Eiswürfel runden den Spritz ab.
Die Idee dahinter: ein Getränk zu
schaffen, das zur Atmosphäre auf dem
Grünen Hügel passt und dass es nur in
Bayreuth gibt.
Für Wahnfood ist es bereits die fünfte
Festspielsaison als gastronomischer
Partner der Bayreuther Festspiele.
Zum Jubiläumsjahr wurde das Angebot
weiter ausgebaut. Erstmals gehören
eine Champagner- und Austernbar
zum gastronomischen Konzept.
Ergänzt wird das Angebot durch den
Biergarten sowie mehrere Sektstände,
die gemeinsam mit Geldermann betrieben
werden.
„Unser Ziel ist es, den Besuch der
Bayreuther Festspiele auch kulinarisch
zu einem besonderen Erlebnis
zu machen“, sagt Axel Gottstein. Deshalb
werde das Angebot jedes Jahr
weiterentwickelt und um neue Ideen
ergänzt. Der Jubiläumsspritz sei Ausdruck
dieses Anspruchs – eine eigens
für Bayreuth entwickelte Kreation, die
den Festspielsommer begleitet.
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Erstmals gibt das Online-Magazin
Operablog ein Opern-Quartett heraus.
Auf 32 Spielkarten bündelt das Kartenspiel
bekannte Sängerinnen und
Sänger, Dirigentinnen und Dirigenten
sowie Regisseurinnen und Regisseure.
Wer vier Karten einer Kategorie – etwa
Sopran, Tenor, Bariton oder Regie –
sammelt, gewinnt.
Mit dabei sind unter anderem Michael
Spyres, der künftige Bayreuther
„Lohengrin“, Regisseurin Ilaria Lanzino
sowie Jonas Kaufmann, Ekaterina
Gubanova, Michael Volle, Klaus
Florian Vogt, Georg Zeppenfeld und Oksana
Lyniv.
Die Idee knüpft an historische Wagner-
Sammelbilder an, die um 1900 beliebt
waren. Für die zweite Ausgabe, die zu den
Bayreuther Festspielen 2027 erscheinen
soll, kann das Publikum ab sofort auf www.
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12. Jahrgang | 25. Juli 2026
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Richard Wagners Opern erschließen sich
oft erst beim genaueren Hinhören. Leitmotive,
musikalische Bezüge und die vielschichtigen
Handlungen machen die Werke
einzigartig – stellen das Publikum aber
auch vor Herausforderungen. Wer sich vor
der Aufführung mit dem Werk beschäftigt,
entdeckt häufig neue Zusammenhänge
und erlebt den Opernabend bewusster.
Genau hier setzen die Werkeinführungen
von Hans Martin Gräbner an. Am Flügel
führt der Musikwissenschaftler und Pianist
verständlich und unterhaltsam in die
jeweilige Oper ein. Er erläutert die Handlung,
stellt die wichtigsten musikalischen
Leitmotive vor und erklärt, worauf sich
das Publikum während der Aufführung
besonders freuen kann.
Dabei verbindet er musikalische
Beispiele mit
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und macht auch komplexe
Zusammenhänge
leicht nachvollziehbar.
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sind sowohl für
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für erfahrene Festspielbesucher
gedacht. Sie bieten
eine fundierte Vorbereitung
auf den Opernabend
und schärfen den Blick für
die musikalischen und dramaturgischen
Besonderheiten der Werke. Gleichzeitig
vermitteln sie einen Einblick in Wagners
Kompositionsweise und zeigen, wie eng
Musik, Handlung und Figuren miteinander
verknüpft sind. So wird der spätere
Opernbesuch um eine zusätzliche Ebene
bereichert.
Veranstaltungsdaten:
Rokokosaal im Steingraeber-Haus.
Jeweils am Aufführungstag, 11 bis etwa
12 Uhr.
Eintritt: 18 Euro.
Karten: Tageskasse ab 10.30 Uhr, kein
Vorverkauf, keine Ermäßigungen.
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Am Vorstellungstag zur jeweiligen Aufführung, 11 bis ca. 12 Uhr,
Rokokosaal, Steingraeber-Haus, Friedrichstr. 2, Bayreuth. Eintritt: 18 €.
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Manche Erinnerungen enden mit dem Schlussapplaus.
Andere begleiten uns weit darüber hinaus.
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Wagners auf eine außergewöhnliche Weise zum
Ausdruck: Berühmte Opernzitate werden auf feinem
Porzellan neu interpretiert und verbinden
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Sammlerstücken.
Jedes Design entsteht in Bayreuth und wird dort
mit großer Sorgfalt gefertigt. Veredelt mit Echtgold
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Wagners, entstehen Porzellankollektionen, die den
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Am Vorstellungstag zur jeweiligen Aufführung, 11 bis ca. 12 Uhr,
Rokokosaal, Steingraeber-Haus, Friedrichstr. 2, Bayreuth. Eintritt: 15 €.
Geist der Festspiele auf elegante Weise weitertragen.
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IMPRESSUM
Herausgeber: Media Hub Bayreuth GmbH, Richard-Wagner-Straße 36, 95444 Bayreuth, Tel. 0921/1627280-40 www.inbayreuth.de. Gesamtverantwortlich: Martin Munzert. Anzeigen: Alexander Süß, Thomas Hacker, Stefanie Hoffmann.
Redaktion: Gordian Beck, Jessica Mohr, Gabriele Munzert. Fotos: Stefan Dörfler, Wolfgang Munzert, Privat. Vorlagen und Entwürfe verlagsrechtlich geschützt. Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit Zustimmung
des Verlags. Gültige Anzeigenpreisliste: 01/2025. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Wer im Park unterhalb des Festspielhauses
unterwegs ist, hat den ungewöhnlichen
Neubau längst entdeckt: Direkt zu Füßen
des berühmten Opernhauses steht seit
kurzem ein Nachbau en miniature. Dort
sollen im Rahmen der Feierlichkeiten um
150 Jahre Bayreuther Festspiele, Kinder
spielerisch an die Welt Richard Wagners
herangeführt werden - unter anderem mit
Marionettentheater und einem Stück, das
als Hörspiel Kultstatus genießt – dem „Sängerkrieg
der Heidehasen“.
Dieser Klassiker der Kinderliteratur aus
der Feder von James Krüss erzählt die Geschichte
des jungen Hasen Lodengrün, der
an einem Sängerwettstreit teilnehmen will
und gegen Korruption und Intrigen ankämpfen
muss, um am Ende dann groß zu
triumphieren. Das Stück nimmt die Welt
der großen Oper, insbesondere Richard
Wagners „Tannhäuser“, „Meistersinger“
und auch „Lohengrin“, liebevoll auf die
Schippe.
Das Bayreuther Marionettentheater
Operla hat dieses Hörspiel vor Jahren in
eine flott unterhaltsame Puppentheaterproduktion
transferiert. Verantwortlich für
die Inszenierung ist Gisela Mösch-Ahner,
für die dieses Projekt eine Herzensangelegenheit
ist: „Da musste ich wirklich nicht
lange überlegen, als Guido Hackhausen
von den Bayreuther Festspielen bei uns
anfragte, ob wir beim Jubiläum 150 Jahre
Bayreuther Festspiele unsere Heidehasen
zeigen wollen.“
Gespielt wird allerdings nicht im neu errichteten
Kinder-Festspielhaus selbst. „Wir nutzen
dafür unsere mobile Marionettenbühne“,
erklärt Mösch-Ahner, „der Aufwand
Heidehasen im Festspielpark
Unterhaltsames Marionetten-Theater für Kinder
„Den Sängerkrieg der Heidehasen“ – ein musikalisches Theatererlebnis für Kinder im Festspielpark.
wäre für uns zu groß“. Und das Publikum,
wo sitzt das? „Am liebsten würde ich die
Kinder in eine große Hasenhöhle platzieren“,
erklärt Mösch-Ahner, doch das gebe
das Budget nicht her. Aber auch mit Rasenteppich,
vielen Kissen und Liebe zum Detail
wird - da ist sich Mösch-Ahner sich sicher
- eine gemütliche Atmosphäre entstehen.
Wobei das Ensemble die Zuschauerzahl auf
60 Kinder begrenzt: „Sonst wird es einfach
zu unruhig.“
Hinter den rund 40 Minuten Spielzeit steckt
weit mehr Arbeit, als das Publikum ahnt.
Obwohl die „Heidehasen“ seit Jahren zum
Repertoire gehören, wird an dieser Produktion
beständig gearbeitet, repariert
und geprobt. So müssen beispielsweise
neue Puppenspieler eingelernt oder Musikschnitte
angepasst werden. „Der Aufwand
ist beträchtlich“, sagt Mösch-Ahner, „aber
das Stück wird immer wieder nachgefragt.“
Besonders wichtig ist ihr der Kontakt zum
jungen Publikum. So führt eine „Heroldine“
als Erzählerin durch die Geschichte, spricht
direkt mit den Kindern und holt sie immer
wieder ins Geschehen zurück. Das funktioniert
selbst bei den Kleinsten erstaunlich
gut. Berührungsängste kennt Mösch-Ahner
dabei kaum: „Kinder wollen alles ganz
genau sehen und wissen. Und sie fragen
ohne Scheu nach. Das unmittelbare Erlebnis
ist eben etwas völlig anderes als das,
was sie aus den Medien kennen.“
Zwölf Vorstellungen sind am Festspielhaus
geplant. Für Mösch-Ahner ist das organisatorisch
eine Herausforderung. Wobei
sie hofft, dass das Projekt keine einmalige
Sache bleibt. „Der erste Kontakt mit Theater
oder Marionetten kann unglaublich
prägend sein“, sagt sie. Und genau dafür
eignen sich Heidehasen auf dem Grünen
Hügel bestens.
Gordian Beck
Das „Kleine Festspielhaus“
150 Jahre nach der Eröffnung des Bayreuther
Festspielhauses wurde auf dem
Grünen Hügel erneut gebaut. Damals ließ
Richard Wagner sein Festspielhaus errichten.
Nun entstand unter der Verantwortung
von Katharina Wagner das Kleine
Festspielhaus. Dort finden bis zu 199 Besucher
Platz. Die technische Ausstattung
entspricht einer Kleinbühne mit Licht-,
Ton- und Bühnentechnik, sodass die Kinderoper
und weitere Aufführungen ohne
Einschränkungen stattfinden können.
Termine:
Freitag 07. August, 11 Uhr
Samstag 08. August, 11 Uhr
Samstag 08. August, 14.30 Uhr
Sonntag 09. August, 11 Uhr
Sonntag 09. August, 14.30 Uhr
Freitag 14. August, 11 Uhr
Samstag 15. August, 11 Uhr
Samstag 15. August, 14.30 Uhr
Sonntag 16. August, 11 Uhr
Sonntag 16. August, 14.30 Uhr
Dienstag 25. August, 11 Uhr
Mittwoch 26. August, 11 Uhr
Festspielpark.
Zirka 45 Minuten. Altersempfehlung: 3
bis 6 Jahre. Eintritt: 15 Euro für Erwachsene,
Kinder frei.
Gesamtkunstwerk Personalgewinnung
Wenn Recruiting
zur Kunst wird.
Wagner war überzeugt, dass keine Kunst allein ihre volle Wirkung
entfaltet. Erst die Vereinigung von Musik, Dichtung, Schauspiel,
Bühnenbild und Licht schafft das vollständige Erlebnis. Wir denken
genauso. Jede Besetzung ist eine Aufführung, die sitzen muss.
Nur wenn Technologie, Marktstärke und persönliche Beratung
präzise zusammenwirken, entsteht vollendete Rekrutierungskraft.
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Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Die Freunde der Festspiele
GdF-Geschäftsführerin Ina Besser-Eichler über den Wandel des Mäzenatentums
Seit 2006 leitet Ina Besser-Eichler die Geschäfte
der Gesellschaft der Freunde von
Bayreuth. Der internationale Mäzenatenverein
zählt zu den wichtigsten Förderern
der Bayreuther Festspiele und hat seit seiner
Gründung mehr als 155 Millionen Euro
(nach heutigem Wert) für das Festspielhaus,
Bauprojekte und den Spielbetrieb
bereitgestellt. Zum Auftakt der Festspiele
spricht sie über die Rolle privater Förderer,
den Wandel des Vereins und die Frage, warum
die Zukunft der Festspiele auch vom
Engagement vieler Einzelner abhängt.
Frau Besser-Eichler, 150 Jahre Bayreuther
Festspiele – welche Bedeutung
hat dieses Jubiläum für die Gesellschaft
der Freunde?
Es zeigt, wie wichtig langfristiges Engagement
ist. Die Gesellschaft der Freunde
begleitet die Festspiele seit Jahrzehnten.
Unser Auftrag ist derselbe geblieben: die
Bayreuther Festspiele und die Richard-
Wagner-Stipendienstiftung finanziell zu
unterstützen. Das Jubiläum macht deutlich,
dass diese Unterstützung heute wichtiger
ist denn je. Hinter diesem Auftrag steht
eine weltweite Gemeinschaft von vielen
tausend Mitgliedern. Die Begeisterung für
die Bayreuther Festspiele zu teilen und sich
mit dem Werk Richard Wagners auseinander
zu setzen, an einem Ort, der eigens für
seine Werke geschaffen wurde, ist, was unsere
Mitglieder verbindet.
Hat sich die Rolle der Mäzene in den vergangenen
Jahren verändert?
Ja. Früher konnte man mit privaten Mitteln
oft besondere Projekte zusätzlich ermöglichen.
Heute fließt ein immer größerer Teil
unseres Engagements in den Kernbetrieb.
Öffentliche Haushalte stehen unter Druck,
deshalb gewinnt privates Engagement an
Bedeutung. Das erleben wir nicht nur in
Bayreuth, sondern in vielen Kultureinrichtungen.
Wo setzen Sie bei den Festspielen Ihre
Prioritäten?
Unser Schwerpunkt liegt ganz klar auf den
Aufführungen im Festspielhaus. Das ist das
Herz der Bayreuther Festspiele. Natürlich
unterstützen wir auch die Kinderoper, Einführungsvorträge
oder den Gesangswettbewerb.
Aber entscheidend bleibt, dass
die künstlerische Qualität im Festspielhaus
gesichert wird.
Das Team in der GdF-Geschäftsstelle, v.l.: Kirsti Neumüller, Ina Besser-Eichler, Thasnim Chowdhury und Pierre
Soldatenko.
Foto: Stephan Herbert Fuchs
Wie wollen Sie neue Menschen für den
Verein gewinnen?
Wir freuen uns über jeden, der die Festspiele
unterstützen möchte – unabhängig
vom Alter. Natürlich engagieren sich Menschen
am Anfang ihres Berufslebens oft
anders als jemand, der schon länger im Beruf
steht. Entscheidend ist die Begeisterung
für Bayreuth. Viele Mitglieder kommen
über persönliche Begegnungen zu uns,
etwa durch Gespräche während der Festspiele.
Ob bei unseren Veranstaltungen,
an unserem Info-Stand am Grünen Hügel
oder durch persönliche Empfehlung. Dane-
Almanach der GdF
Die 17. Ausgabe sind 170 Seiten voller Geschichten,
Hintergründe und Begegnungen
der vergangenen 150 Jahre Festspielgeschichte.
Der Almanach 2026 versammelt
Essays über Richard Wagner und sein
Werk, Porträts bedeutender Künstlerinnen
und Künstler sowie exklusive Interviews –
unter anderem mit Christian Thielemann
und KI-Kurator Marcus Lobbes. Dazu spannende
Einblicke in die Neuinszenierung
von Rienzi, den KI-Ring und die Zukunft
des Musiktheaters. Das ideale Begleitbuch
für den Festspielsommer. Erhältlich für 25
Euro in der GdF-Geschäfststelle am Grünen
Hügel und im Buchhandel.
ben haben wir auch die digitalen Kommunikationskanäle
ausgebaut und sind dort
präsenter.
Früher spielte der bevorzugte Zugang
zu Eintrittskarten eine große Rolle. Hat
sich das geändert?
Ja. Die Kartenvergabe ist heute insgesamt
einfacher geworden. Damit fällt ein früheres
Motiv für eine Mitgliedschaft teilweise
weg. Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen,
dass eine Mitgliedschaft vor allem
dazu dient, die Festspiele dauerhaft zu sichern
und weiterzuentwickeln.
Wie gehen Sie mit diesem Wandel um?
I R
W
F E
I E R N
B A Y R E U T H E R
Wir bieten unseren Mitgliedern heute deutlich
mehr Möglichkeiten zum Austausch.
Vorträge, Künstlergespräche, Führungen
oder Treffen der Jugendmitglieder schaffen
Nähe zu den Festspielen. Viele möchten erleben,
was mit ihrer Unterstützung konkret
ermöglicht wird.
Die Gesellschaft der Freunde hat den Grünen
Hügel auch baulich geprägt. Darauf
wird kaum hingewiesen.
Dabei ist das ein wichtiger Teil unserer
Geschichte. Sämtliche Gebäude rund um
das Festspielhaus – vom Chorprobensaal
über Probebühnen bis zum Regiegebäude
und unsere Geschäftsstelle – wurden von
den Freunden finanziert. Auch viele Investitionen
der Bühnentechnik stammen aus
unseren Mitteln. Insgesamt beläuft sich
dieses Engagement heute auf mehr als 155
Millionen Euro.
Wie läuft die Arbeit des Vereins außerhalb
der Festspielzeit?
Sie ist sehr vielfältig. Neben Vorstandssitzungen
und Gremienarbeit organisieren
wir das Ticketing für unsere Mitglieder,
kümmern uns um Spenden, Veranstaltungen
und Publikationen. Außerdem arbeiten
wir mit den Richard-Wagner-Verbänden
weltweit zusammen und pflegen den
Austausch mit unseren Mitgliedern.
1 5 0
F E
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen
Kultur als gemeinsame Aufgabe verstehen.
Wer die Bayreuther Festspiele für
wichtig hält, kann mit einer Mitgliedschaft
oder einer Spende dazu beitragen, dass
sie auch in Zukunft bestehen können, das
private Engagement ist auch heute unverzichtbar.
Interview Gabriele Munzert
S T
J A H R E
I E L E
S P
I-ARTS.BERLIN
Gerade im Jubiläumsjahr gibt es viele
neue Formate. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
F R E U N D
Solche Projekte sind wichtig, weil sie neue
Besucher ansprechen. Gleichzeitig muss
die Balance stimmen. Alles, was zusätzlich
entsteht, muss auch finanziert werden.
Deshalb wägen wir sorgfältig ab, wie unsere
Mittel eingesetzt werden. Am Ende soll
genügend Spielraum bleiben, um weiterhin
hervorragende Sängerinnen und Sänger
sowie anspruchsvolle Produktionen nach
Bayreuth zu holen.
Sie unterstützen auch das Education-
Programm und die Kinderoper. Passt
das zu diesem Schwerpunkt?
Ja. Junge Menschen an Wagner und die
Oper heranzuführen, ist wichtig. Deshalb
beteiligen wir uns an diesen Projekten.
Die Mitgliederzahl ist leicht rückläufig.
Verlosung:
Drei unserer Leser können jeweils einen
Almanach gewinnen.
Verlosungsformular:
www. inbayreuth.de/Gewinnspiele
Es gelten unsere allgemeinen Teilnahmebedingungen
zu Gewinnspielen.
www.inbayreuth.de/gewinnspiele.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
I-ARTS
SEIN
!
GESELLSCHAFT
DER FREUNDE VON BAYREUTH
•
DER FÖRDERVEREIN DER BAYREUTHER FESTSPIELE.
SEIT 1949
WWW.FREUNDE-BAYREUTH.ORG
festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung
12. Jahrgang | 25. Juli 2026
„50/150 – Utopie und Echo“
Wahnfried feiert doppeltes Jubiläum
Das Jubiläumsprogramm „50/150 – Utopie
und Echo“ im Richard-Wagner-Museum ist
eröffnet. Vor 150 Jahren fanden nicht nur
die ersten Bayreuther Festspiele statt, vor
50 Jahren öffnete das Museum im Haus
Wahnfried erstmals seine Türen.
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel
erinnerte daran, dass sich die Bayreuther
Festspiele und die mit ihnen verbundenen
Institutionen stetig weiterentwickelten.
„Stillstand gab es nie“, sagte Zippel. Das
Museum leiste mit seinem Programm einen
wichtigen Beitrag zum Jubiläumsjahr.
Die Ausstellung eröffne neue Perspektiven
auf Richard Wagner, die Festspiele und ihre
Wirkungsgeschichte. Installationen, Performances
und musikalische Interventionen
sollen anregen, eigene Positionen zu überdenken.
Zippel dankte dem Museumsteam
sowie den Förderern und Unterstützern.
Besonders hob Dr. Friedrich die Arbeit
von Antoine Wagner, dem Ur-Ur-Enkel Richard
Wagners, hervor. Seine multimediale
Installation verbindet Fotografie, Video
und Zeichnung. Sie beschäftigt sich mit
Vermächtnis und Neuerfindung sowie mit
der Frage, wie sich das Gesamtkunstwerk
weiterdenken lässt. Friedrich bezeichnete
die Arbeit als Meditation „an der Schnittstelle
von Mythos, Materialität und Moderne“.
Felix Burgers Installation „Swanhood“ erzählt
mit Film und mechanischen Figuren
von der Verwandlung eines Jungen in einen
Schwan. Georg Nussbaumer bespielt
den Wahnfried-Park mit seinem Triptychon
„Hundehaus | Wahnhall | Schaumfried“.
Sounding Situations untersucht die Verbindung
von Wagner-Mythen, digitaler Propaganda,
Machtbildern und der russischen
Söldnergruppe Wagner.
Das musikalische Konzept von Antoine Wagner, Ur-Ur-Enkel von Richard Wagner (l.), zerlegt das Parsifal-Vorspiel in seine
einzelnen Instrumentengruppen. Über Telefone können Besucher die jeweiligen Klangspuren anhören und diese per
Tastendruck immer wieder neu miteinander kombinieren.
Vier Perspektiven auf Wagner
Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich stellte
die Programmpunkte vor. Der Titel „50/150
– Utopie und Echo“ beschreibe das Museum
als Ort, an dem sich die 150-jährige
Festspielgeschichte spiegele und bündele
zugleich „150 Jahre deutsche Geschichte
in allen Höhen und Tiefen“. Das Programm
ruht auf vier Säulen: Positionen, Projektionen,
Reflexionen und Resonanzen. „Wir
möchten den Strahl der Zeitläufte wie
durch ein Prisma in seinen verschiedenen
Farben auffächern“, erklärte Dr. Friedrich.
Zu den „Positionen“ gehören zeitgenössische
Arbeiten von Felix Burger, Georg
Nussbaumer, dem Kollektiv Sounding Situations
und Antoine Wagner. Sie greifen in
die Dauerausstellung ein und konfrontieren
Wagners Werk mit der Gegenwart.
Lichtkunst, Musik und Festspielgeschichte
Zur Jubiläumsausstellung gehört auch die
Performance „Mein Mann, das bin hier ich!“
der Studiobühne Bayreuth. Sie widmet sich
den starken Frauen und den Abgründen
der Festspielgeschichte.
Veranstaltungen:
Auch das Abendprogramm setzt Akzente.
Mit „Wahnfried leuchtet!“ wird zudem die
Fassade des Gebäudes zur Projektionsfläche.
Die Video-Animation von Urbanscreen
erzählt die Geschichte Wahnfrieds
von Richard Wagners Zeit über die Verstri-
Jubiläumsausstellung „50/150 – Utopie und Echo“: bis 04. Oktober
„Wahnfried leuchtet!“: bis 26. August, täglich ab 21.30 Uhr
Performance „Mein Mann, das bin hier ich!“: mehrere Termine im Juli und August
Wahnfried-Tetralogie und Wahnfried-Konzerte: Juli und August
Künstlergespräche, Führungen und Workshops: bis Anfang Oktober
Festspiele für Einsteiger: an den Aufführungstagen der Bayreuther Festspiele
Einzeltermine, Uhrzeiten und Hinweise: wagnermuseum.de.
ckungen im Nationalsozialismus bis zur
heutigen Nutzung als Museum.
Musikalische Resonanzen liefert die vierteilige
Wahnfried-Tetralogie, Liederabende
mit Festspielsolisten, das Mike Svoboda
Quartet und die Percussionistin
Vanessa Porter. Bereits im Juli hatte die
wissenschaftliche Tagung „Festspiele! –
Gestern – Heute – Morgen“ den historischen
und gesellschaftlichen Kontext beleuchtet.
Anlässlich des Jubiläums erscheint außerdem
das Buch „Wahnfried – 50 Jahre
Richard Wagner Museum 1976–2026“, in
dem Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich
die Geschichte des Hauses dokumentiert
und dessen Entwicklung vom Erinnerungsort
zum modernen Museum nachzeichnet.
Positionen
Projektionen
Reflexionen
Resonanzen
50 Jahre Richard Wagner Museum
150 Jahre Bayreuther Festspiele
Wahnfried-Tetralogie I – IV
Haus Wahnfried, Saal
I
Mittwoch, 29. Juli, 19.30 Uhr
Studierende der Liedklassen
der HfM Karlsruhe
Alexander Fleischer, Klavier
II
Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr
Christiane Libor, Sopran
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Petra Schwieger, Violine
Günther Albers, Klavier
III
Sonntag, 2. August, 19.30 Uhr
Daria Tymoshenko, Sopran
Isa von Wedemeyer, Violoncello
Günther Albers, Klavier
IV
Donnerstag, 6. August, 19.30 Uhr
Maria Hilmes, Mezzosopran
Renatus Mészár, Bassbariton
Nina Valcheva, Kontrabass
Martin Wagemann, Trompete
Günther Albers, Klavier
Wahnfried-Konzerte
Haus Wahnfried, Saal
Dienstag, 4. August, 19.30 Uhr
Georg Zeppenfeld, Bass
Johannes Wulff-Woesten, Klavier
Samstag, 8. August, 19.30 Uhr
Katharina Konradi, Sopran
Joseph Middleton, Klavier
Sonntag, 9. August, 19.30 Uhr
Johannes Martin Kränzle, Bariton
Hilko Dumno, Klavier
Dienstag, 11. August, 19.30 Uhr
Alexander Grassauer, Bassbariton
Stephan Matthias Lademann, Klavier
Donnerstag, 13. August, 19.30 Uhr
Katharina Magiera, Alt
Hilko Dumno, Klavier
Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr
Klenke Quartett
Wahnfried-Tetralogie in Zusammenarbeit mit
den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr.
Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main,
Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)
Eintritt: 30 €, ermäßigt 15 €. Der Vorverkauf beginnt am 15. Juli 2026 – persönlich an der Museumskasse oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse
(E-Mail: kasse@wagnermuseum.de). Im Eintrittspreis ist der einmalige Besuch des Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden Tag enthalten.
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Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
180 Seiten für das große Jubiläumsjahr
Neues Bayreuth Magazin erschienen
Bayreuths
schönste Seiten
Das neue Stadtmagazin, ab sofort kostenlos
an den bekannten Auslagestellen!
Nr. 20 | 2026/2027
V.r.: GMK-Geschäftsführer Jörg Lichtenegger, Katrin Teichmann (GMK), Annika Horn (GMK), Oberbürgermeister Dr.
Andreas Zippel und Projektleiter Daniel Sutter (GMK).
Foto: Stadt Bayreuth
M A G A Z I N
Pünktlich zum Start der Bayreuther Festspiele
erscheint die 20. Ausgabe des Bayreuth
Magazins – so umfangreich wie nie
zuvor. Auf 180 Seiten blickt das Heft auf
das Jubiläumsjahr 2026 mit seinen zahlreichen
Höhepunkten. Dazu zählen unter anderem
150 Jahre Bayreuther Festspiele, 60
Jahre Städtepartnerschaft mit Annecy, 50
Jahre Richard-Wagner-Museum, 30 Jahre
Historisches Museum und 15 Jahre RW21.
Ein Schwerpunkt ist das Friedrichsforum,
das nach zehn Jahren Sanierung den Betrieb
aufgenommen hat. Leiter Dr. Björn
Rodday spricht im Interview über seine
Pläne für das neue Kulturzentrum. Großen
Raum nehmen die Bayreuther Festspiele
ein. Das Jubiläumsjahr verbindet klassische
Wagner-Inszenierungen mit digitalen Projekten
und einem erweiterten Education-
Programm. Auch das Richard-Wagner-
Museum blickt zum 50-jährigen Bestehen
zurück. Weitere Beiträge widmen sich dem
Historischen Museum, dem RW21 und
dem neuen Stadtarchiv. Die seit 60 Jahren
bestehende Städtepartnerschaft mit Anne-
cy ist ebenso Thema wie aktuelle Entwicklungen
in Bayreuth. Oberbürgermeister
Dr. Andreas Zippel spricht im Interview
über Stadtentwicklung, Wohnen, Bildung,
Ehrenamt und Wirtschaft. Darüber hinaus
stellt das Magazin kulturelle und touristische
Angebote, die Universität Bayreuth,
das geplante Regionale Gründer- und Innovationszentrum
sowie Unternehmen
aus der Region vor. Auch die Themen Weiterbildung,
Freizeit und Stadtleben finden
Platz. Herausgegeben wird das Bayreuth
Magazin von GMK Marke. Design. Digital.,
in Kooperation mit der Stadt Bayreuth. Das
Magazin wurde bereits mit dem German
Design Award ausgezeichnet. Das Bayreuth
Magazin liegt ab sofort kostenlos im Neuen
Rathaus, Rathaus II, in der Tourist-Information,
im Markgräflichen Opernhaus, rund
um das Festspielhaus sowie in zahlreichen
Hotels, Restaurants, Geschäften und weiteren
Auslagestellen aus. Auf Wunsch verschickt
die Pressestelle der Stadt das Magazin
auch per Post. Eine Online-Ausgabe
erscheint in Kürze.
Online lesen:
bayreuthmagazin.online
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Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
MdL Tim Pargent und Ehefrau Mirjam Dr. Stefan Specht mit Lebensgefährtin Reglicary Obatala Yeya Dr. Martin Gollner mit Ehefrau Dr. Barbara Gollner
Stephanie Anna Kollmer
Landrat Florian Wiedemann mit Ehefrau Sandra Dr. Michael Hohl mit Ehefrau Hanne V.l.: Christopher Süss, Luisa Funke-Barjak, Dr. Stephan Huttner, Ina Medick und Felix Wiesel
Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel mit Partner Luca Maaß
Horst Auernheimer mit Ehefrau Elke
Zweiter Bürgermeister Stefan Schuh mit Ehefrau Nora
Thomas Zimmer mit Ehefrau Alexandra
Unipräsident Dr. Stefan Leible mit Ehefrau Monika Goertz-Leible
RAINER MARKGRAF STIFTUNG
MdL Franc Dierl mit Frau Barbara
Wir wünschen allen eine
schöne Festspielzeit!
R A I N E R M A R K G R A F S T I F T U N G
Alexander Herrmann mit Ehefrau Maxi Friedrichs
Bayreuther estspielzeitung
festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026
Dr. Karl-Wilhelm Temmen mit Ehefrau Dr. Carolin Temmen, Prof. Dr. Christoph Mundhenke mit Ehefrau Dr. Heidi Mundhenke, Andrea Deyerling,
Oliver Gießübel, Carolin und Jörg Lichtenegger und Hans Rebhahn
MdL Holger Grießhammer mit Ehefrau Nicole
Sabine Trinklein mit Tochter Julia Reibrich
Ulrich Pfeifer mit Ehefrau Evelin
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