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Festspielzeitung 2026

Sonderausgabe der Bayreutehr Sonntagszeitung anlässlich der 150. Bayreuther Festspiele. Unsere Ausgabe erscheint jeder Jahr zur Premiere und liegt an vielen Stellen in Bayreuth kostenlos aus. Herausgeber ist Media Hub Bayreuth GmbH .

Sonderausgabe der Bayreutehr Sonntagszeitung anlässlich der 150. Bayreuther Festspiele. Unsere Ausgabe erscheint jeder Jahr zur Premiere und liegt an vielen Stellen in Bayreuth kostenlos aus. Herausgeber ist Media Hub Bayreuth GmbH .

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Bayreuther

estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

150 Jahre – und kein bisschen leise!

Bayreuth feiert einen ganz besonderen Festspielsommer

V.l.: Joachim Sauer, Michel Friedmann, Karin Baumüller-Söder, Angela Merkel, Festspielleiterin Katharina Wagner, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth

Dr. Andreas Zippel mit Partner Luca Maaß.

150 Jahre nach der Eröffnung des Bayreuther Festspielhauses geschieht etwas, das lange als

kaum vorstellbar galt: Richard Wagners „Rienzi“ wird erstmals auf dem Grünen Hügel aufgeführt.

Ausgerechnet jenes Werk, mit dem Wagner einst seinen internationalen Durchbruch

feierte, fehlte bislang im Bayreuther Kanon. Nun erhält die monumentale Oper ihren Platz

– als musikalische und wissenschaftliche Wiederentdeckung.

Dass „Rienzi“ nie in Bayreuth erklang, hatte mehrere Gründe. Wagner selbst wandte sich von

seinem Frühwerk ab und entwickelte mit Werken wie „Der fliegende Holländer“, „Tristan und

Isolde“ oder dem „Ring“ seinen unverwechselbaren Musikdrama-Stil. Die Originalpartitur gilt

als verschollen. Jede Aufführung basiert auf unterschiedlichen Quellen und Bearbeitungen.

Genau darin lag die besondere Herausforderung für den Leitenden Dramaturgen Dr. Markus

Kiesel. Gemeinsam mit Dirigentin Nathalie Stutzmann sowie dem Regie-Duo Alexandra

Szemerédy und Magdolna Parditka arbeitete er seit Herbst 2023 an einer neuen Bayreuther

Fassung. Ziel war es nicht, eine weitere Bearbeitung zu schaffen, sondern möglichst nah an

Richard Wagner heranzurücken. „Jeder kennt den Titel, aber niemand kennt das zugrunde

liegende Werk“, sagt Dr. Kiesel. Die Oper sei über Jahrzehnte von unterschiedlichen Bearbeitungen

überlagert worden. Am Sonntag, 26. Juli, ab 16 Uhr wird das „Rienzi“-Geheimnis im

Festspielhaus gelüftet.

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BAYREUTH.

150 Jahre Festspiele Bayreuth

1876 - 2026

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während oder nach der Aufführung.

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12 Jahrgang | 25. Juli 2026

Hofer Landrat Oliver Bär, Charlotte Merz, Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Chefin des Bundeskanzleramts Nina Warken

Staatsminister im Kanzleramt Philipp Amthor mit Carlotta Voß Staatsministerin Michaela Kaniber mit Tochter Antonia Staatsminister Klaus Holetschek mit Ehefrau Birgit

Johnny Logan: Mr. Eurovision

trifft Richard Wagner

Mit seinen Erfolgen beim Eurovision

Song Contest 1980 und 1987 wurde

Johnny Logan weltweit bekannt.

Nun besucht der irische Sänger erstmals

die Bayreuther Festspiele. Im

Gespräch erzählt der „Mr. Eurovision“,

wie ihn der unvergessene Wagner-Tenor

Peter Hofmann einst für Bayreuth begeisterte.

Wir trafen den irischen Sänger

unmittelbar vor dem Festspielhaus zum

Gespräch:

Was hat Ihr Interesse an den Bayreuther

Festspielen geweckt?

Ich kannte Peter Hofmann Ende der

1980er Jahre. Er hat mir damals viel über

die Bayreuther Festspiele und die Musik

Richard Wagners erzählt. Als ich gefragt

wurde, ob ich in diesem Jahr nach Bayreuth

kommen möchte, musste ich nicht

lange überlegen. Jetzt freue ich mich darauf,

die besondere Atmosphäre und die

Festspiele endlich selbst zu erleben.

Welche Verbindung haben Sie zu Richard

Wagner und seiner Musik?

Mein Vater war ausgebildeter Tenor – ein

irischer Tenor – und hat mich schon früh

an die Oper herangeführt. Wie viele junge

Menschen, habe ich das damals vielleicht

nicht ausreichend zu schätzen gewusst.

Dennoch hatte ich immer ein großes Interesse

an klassischer Musik. Über Wagner

weiß ich bislang noch nicht so viel, wie ich

eigentlich gerne würde. Natürlich kenne

ich berühmte Werke wie den „Ritt der Walküren“.

Ich hoffe aber, mein Wissen bei

meinem Besuch in Bayreuth deutlich zu

erweitern.

Haben Sie bereits Aufführungen von

Wagners Opern gesehen?

Nein, leider noch nicht. Ich kenne bisher

nur Ausschnitte aus Filmen.

Waren Sie schon einmal in Bayreuth?

Nein, ich war bislang noch nie in Bayreuth.

Ich freue mich sehr darauf. Mir wurde oft

erzählt, dass die Atmosphäre einzigartig

und die Kulisse für Wagners Musik schlicht

atemberaubend ist. Das möchte ich nun

endlich selbst erleben.

Johnny Logan und Tanja Surmann


festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien

Wolfram Weimer und Ehefrau Christiane Goetz-Weimer

Kabarettist Michl Müller

Volker Heißmann und Martin Rassau

Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und

Deutsche Zuckerrübenkönigin Ingrid Stigler

Bamberger Erzbischof Herwig

Gössl

Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Dr. Markus Blume

Publizist Michel Friedmann mit Festspielleiterin Katharina Wagner

12


festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Willkommen zum Festspielsommer 2026

Sehr geehrte Festspiel-Gäste,

liebe Festspiel-Mitwirkende,

liebe Mitbürgerinnen und

Mitbürger, sehr geehrte Damen

und Herren,

wir freuen uns auf die bevorstehende

Festspielzeit, ist sie doch diesmal etwas

ganz Besonderes. Denn mit ihr feiern

wir die 150. Bayreuther Festspiele – ein

Jubiläum, das von einem außergewöhnlichen

Programm begleitet wird.

Liebe Leserinnen und Leser,

anlässlich der Eröffnung der Bayreuther

Festspiele erscheint diese Festspielzeitung

und begleitet den diesjährigen Festspielsommer

mit aktuellen Berichten, Hintergrundinformationen

und Einblicken in das

Geschehen rund um den Grünen Hügel.

Die Bayreuther Festspiele stehen seit ihrer

Gründung für die kontinuierliche Auseinandersetzung

mit dem Werk Richard Wagners

und für die Verbindung von künstlerischer

Tradition und zeitgenössischer

Interpretation. Jede Spielzeit bringt neue

Perspektiven auf die Werke hervor und

vereint Künstlerinnen und Künstler sowie

Besucherinnen und Besucher aus aller

Welt.

Die Festspielzeitung bietet einen Über-

blick über die Premieren, die Mitwirkenden

und die vielfältigen Aktivitäten rund

um die Festspiele. Interviews, Reportagen

und Hintergrundberichte geben Einblicke

in die Arbeit auf und hinter der Bühne

und spiegeln die besondere Atmosphäre

wider, die Bayreuth während der Festspielzeit

prägt.

Ich wünsche Ihnen eine anregende

Lektüre und allen Besucherinnen und Besuchern

eine erfüllende Festspielzeit mit

vielen nachhaltigen Eindrücken.

Herzlich

Katharina Wagner,

Festspielleitung

Außergewöhnlich ist heuer schon

der Premierentag am 25. Juli, an

dem diesmal nämlich keine Oper Richard

Wagners auf dem Programm

steht, sondern anlässlich des Jubiläums,

Beethovens 9. Symphonie im

Festspielhaus erklingen und die diesjährigen

Festspiele eröffnen wird – mit

Rotem Teppich und schillernden Premierengästen

inklusive. Außergewöhnlich

auch die Oper, die am Tag darauf, also

am 26. Juli, im Festspielhaus Premiere feiert:

„Rienzi“ steht nicht in Wagners „Bayreuther

Kanon“, wird aber anlässlich des

Jubiläums erstmals im Festspielhaus zu

sehen sein.

Unterhalb des Grünen Hügels wird schon

seit Jahresbeginn das Festival150 gefeiert,

unter anderem mit Straßenfest, verschiedenen

Konzerten, Theateraufführungen,

Lesungen und Co. Noch bis zum Jahresende

wird die gesamte Stadt dieses besondere

Jubiläum feiern. Während der

Festspielzeit gesellen sich dazu 50 Jahre

Richard-Wagner-Museum – ebenfalls mit

einem dem Geburtstag würdigen Programm.

Vielversprechend sind auch die zahlreichen

anderen Veranstaltungen in der

Stadt, die mal die Festspiele, mal Richard

Wagner und mal keines der beiden Themen

in den Mittelpunkt stellen, dennoch

aber zu einem vollen und abwechslungsreichen

Terminkalender der Interessierten

führen werden. Bayreuth ist also gut

gerüstet für die diesjährige Festspiel-

Saison und freut sich auf die vielen Gäste

in den nächsten Wochen und wünscht vor

allem viel Spaß!

Dr. Andreas Zippel,

Oberbürgermeister Stadt Bayreuth

Verweilen Sie in gemütlichem Ambiente

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oder genießen Sie bei schönem Wetter die

Atmosphäre Bayreuths im angrenzenden Garten.

Freuen Sie sich auf unsere regional und saisonal

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Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Vom Grünen Hügel in die Zukunft

150 Jahre Bayreuther Festpiele und neue Impulse

Advertorial

Wenn eine Stadt im Wandel der Zeit ihre Identität bewahrt und zugleich mutig in die Zukunft trägt,

entsteht eine besondere Anziehungskraft. Diese Entwicklung lässt sich in Bayreuth eindrucksvoll

beobachten. Die einstige Residenzstadt der Markgräfin Wilhelmine hat in den vergangenen Jahren

eine kulturelle Renaissance erlebt, die sich in einer beispiellosen Resonanz widerspiegelt. Die

Zahlen belegen diese Dynamik: Seit 2022 und damit bereits vier Jahre in Folge etablierte sich die

Anzahl der Übernachtungen in Bayreuth jenseits der Halbe-Million-Marke, was nahezu eine Verdopplung

in den letzten 15 Jahren darstellt. Diese Entwicklung ist das Resultat einer tiefgreifenden

strategischen Schärfung. Denn Bayreuth nutzt die immense Strahlkraft des Grünen Hügels als Katalysator,

um sein Portfolio weit über die Festspielsaison hinaus zu erweitern.

Im Jubiläumsjahr feiert die Stadt unter dem Titel „Festival 150“ das 150-jährige Bestehen der Festspiele

und schlägt dabei eine aufregende Brücke in die Moderne. Zukunftsweisende Eventformate

öffnen den Grünen Hügel für neue Impulse, und so darf man sich besonders in diesem Sommer

auf Richard Wagners Bayreuth freuen. Die sonst eigentlich nicht im Festspielkalender vorgesehenen

Aufführungen Rienzis, DJ Alle Farben am Festspielhaus oder die vielen kulturellen Events im

ganzen Stadtgebiet mit Bezug zum diesjährigen Jubiläum – in diesem Jahr ist wirklich für jeden ein

Stückchen Wagner dabei.

Natürlich bilden die Richard-Wagner-Festspiele nach wie vor das internationale Aushängeschild

und sorgen für die unumstrittene Hauptsaison. Doch die wachsende touristische Vielfalt macht

die klassische Nebensaison zunehmend attraktiv für einen Besuch in Bayreuth. Beispielhaft seien

das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus mit seinem Welterbemuseum, die Vielfalt

an Urban Art und Kunst im öffentlichen Raum, die neuen Eventformate wie Bayreuth Baroque

oder das Seebühnen Festival oder die Maisel Bier-Erlebniswelt, das moderne Aushängeschild Fränkischer

Bierkultur, genannt. Es ist genau dieses Zusammenspiel aus Hochkultur, Lebensart und

modernen Impulsen, das Gäste ganzjährig anzieht.

Diese gestiegene Attraktivität von Bayreuth über das gesamte Jahr hinweg unterstreicht die enorme

Bedeutung des Tourismusmarketings aus wirtschaftlicher Sicht. Tourismus ist längst zu einem

zentralen Standortfaktor geworden. Gastronomie, Einzelhandel, Hotellerie und lokale Dienstleister

profitieren von den stetigen Besucherströmen. Ein professionelles, zielgerichtetes Marketing

ist daher ein unverzichtbarer Wirtschaftsmotor für Städte geworden. Es sichert Arbeitsplätze,

stärkt die urbane Infrastruktur und erhöht letztlich die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und

Bürger. Während die Richard Wagner Festspiele weltweite Aufmerksamkeit garantieren, sichert

die strategische Vermarktung der kulturellen Vielfalt Bayreuths das Fundament für eine ganzjährig

zukunftssichere Stadt.

Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Festspielsommer 2026!

Ihr Dr. Michael Hohl, Vorsitzender des Marketing & Tourismus Region Bayreuth e.V.

Ihr Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12 Jahrgang | 25. Juli 2026

Rienzi – Monument und Ansage

Der vergessene Erfolg kehrt nach Bayreuth zurück

Im Opernspielplan, so scheint es zumindest,

gibt es feste Kategorien: Da sind die

Opern, die landauf landab beständig gespielt

werden und da sind die Raritäten,

die Kuriositäten und die Werke mit dem

Etikett „neu“, die der Abwechslung halber

gerne mal eingestreut werden. Und

schließlich gibt es noch Werke, die man am

liebsten außen vorlassen und wenn überhaupt,

dann nur mit spitzen Fingern anfassen

möchte. Wie beispielsweise „Rienzi“,

Richard Wagners dritte vollendete Oper.

Ein fürwahr monumentales Werk: gewaltig,

ehrgeizig und laut.

Es erzählt – als Vorlage diente Edward

Bulwer-Lyttons 1835 erschienener gleichnamiger

Roman – vom Aufstieg und Fall

des römischen Volkstribunen Cola di Rienzi.

Der charismatische Politiker befreit das

Volk von der Willkür des Adels, wird gefeiert,

verliert sich dann zunehmend in Hybris

und Macht und endet im Flammenmeer

des Kapitols. Pathos, große Chöre, Intrigen,

Verrat, Gebete und Katastrophen – die

französische Grand opéra des 19. Jahrhunderts

lässt grüßen.

Und genau darin liegt das Kuriosum.

„Rienzi“ klingt nämlich wenig nach Wagner.

Man muss schon sehr genau hinhören – der

typische Wagner-Sound lässt sich allenfalls

dann und wann erahnen. Denn der junge

Komponist orientierte sich unverhohlen

an Meyerbeer und Fromental Halévy. Fünf

Akte, Massenszenen, Prozessionen, Balletteinlagen

– zumindest ursprünglich - und

knallend effektvolle Finali – Wagner wollte

den überwältigenden Publikumserfolg. Unbedingt.

Und den holte er sich auch.

Die Uraufführung 1842 in Dresden war

ein Triumph und begründete seinen Ruf.

„Rienzi“ machte Richard Wagner 1842 schlagartig bekannt. Die lebensgroße Statue auf dem La-Spezia-

Platz, ein Geschenk der gleichnamigen Partnerstadt in Italien, zeigt ihn nachdenklich und in einer späteren

Lebens-und Schaffensphase. 1853 soll er dann von der Idee zum Vorspiel des „Rheingold“i inspiriert

gewesen sein.

Zeitweise war „Rienzi“ seine erfolgreichste

Oper. Während Werke wie „Tristan und

Isolde“ oder der „Ring des Nibelungen“

anfangs eher Stirnrunzeln hervorriefen,

beeindruckte „Rienzi“ das Publikum zuverlässig.

Monumentalität verkauft sich eben

oft besser als Revolution.

Doch mit den Jahren änderte sich das:

Wagner entwickelte sich in eine völlig andere

Richtung und sprach über sein Frühwerk

zunehmend mit höflicher Distanz. „Rienzi“

passte nicht mehr in sein Selbstbild als

Komponist und verkam so zum ungeliebten

Verwandten der Familie: Man respek-

tierte die Existenz, sprach aber lieber über

die jüngeren und auch erfolgreicheren Geschwister.

Hinzu kam eine Rezeptionsgeschichte, die

bis heute schwer auf dem Werk lastet.

Adolf Hitler verehrte „Rienzi“ nach eigenem

Bekunden seit seiner Jugend und stilisierte

insbesondere die Titelfigur zum Vorbild des

charismatischen Volksführers. Die Ouvertüre

erklang bei Parteiveranstaltungen; die

Oper erhielt dadurch eine politische Aufladung,

die dafür sorgte, dass sie nach 1945

kaum noch gespielt wurde.

Heute bemühen sich Opernhäuser und

Musikwissenschaft um eine differenziertere

Betrachtung. So erkennt man durchaus

an, dass „Rienzi“ ein faszinierendes

Dokument des jungen Wagner ist – eine

Oper an der Schwelle zwischen französischer

Effektkunst und dem späteren

musikdramatischen Kosmos. Gleichzeitig

bleibt das Werk eine Herausforderung: Die

ungekürzte Fassung dauert weit über fünf

Stunden, verlangt ein riesiges Ensemble

und in der Titelrolle einen Tenor mit Herkuleskräften.

Und so verharrt „Rienzi“ bis heute in einer

eigentümlichen Konstellation; zu bedeutend,

um vergessen zu werden, zu

monumental und sperrig, um regelmäßig

gespielt zu werden und zu historisch belastet,

um jemals unbefangen betrachtet zu

werden. Doch vielleicht macht gerade das

den Reiz aus: „Rienzi“ ist keine vollendete

Wagner-Oper im späteren Sinn, eher die

überdimensionierte Ansage eines selbstbewussten

Komponisten, der damals noch

nicht wusste, dass er die Operngeschichte

auf den Kopf stellen würde.

Gordian Beck

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Zwischen Hochamt und Häme

150 Jahre begleitet die Presse die Richard Wagner-Festspiele

Blättert man sich durch die Berichte zu den

ersten Bayreuther Festspielen, staunt man

nicht schlecht: Das Who is Who, die Crème

de la Crème des europäischen Feuilletons,

war an diesem Ereignis interessiert. Und so

begann, kaum hatte sich der Vorhang im

Festspielhaus zum ersten Mal gehoben, das

große Schreiben, Wundern und Sticheln.

Die „Neue Freie Presse“ etwa, sah ein Unternehmen,

das „mehr als ein Theater“ sei.

Die „Allgemeine Zeitung“ setzte noch einen

drauf und machte aus dem Festspielhaus

gar einen „Tempel der Musik“ – beschrieb

aber auch jene Unsicherheit, mit der man

großen Ideen gemeinhin gegenübersteht.

Kurz, über Wagners Festspiele wurde von

Anfang an leidenschaftlich diskutiert.

Der Korrespondent der „Times“ sprach von

„the most extraordinary musical event of

the century“, der französische „Figaro“ erkannte

gar auf einen Kult und notierte eine

„religion nouvelle“. Man erlebte Musik und

beobachtete zugleich die Entstehung eines

Mythos. Zu dem im Übrigen auch damals

schon Hitze, schlechte Luft und hartes Gestühl

gehörte. Wer Bayreuths Festspiele

besuchte, musste nicht nur Wagner lieben,

sondern auch leiden können.

Zu den ersten und wichtigsten Stimmen

gehörte Friedrich Nietzsche. Als glühender

Wagnerianer sah er in Bayreuth zunächst

die Verheißung einer kulturellen Erneuerung;

in seinen „Unzeitgemässen Betrachtungen“

bezeichnet er die Festspiele als

„Morgenröte“ einer neuen Kunst. Wenige

Jahre später war seine Euphorie dahin:

Richard Wagner und seine Festspiele im Spiegel von 150 Jahren Berichterstattung.

Wagners Festspiele waren ihm jetzt nur

noch Selbstinszenierung mit Orchestergraben.

Ganz anders König Ludwig II. von Bayern,

der Bayreuth überhaupt erst möglich gemacht

hatte. Sein berühmtes Bekenntnis

– „Was ich besitze, verdanke ich Wagner“

– liest sich wie die Präambel eines Sponsorenvertrags

– reichlich Pathos, wenig

Controlling. In der Tat: Ohne die schamlos

angezapften königlichen Finanzen wäre

der Grüne Hügel vermutlich nie zur Bühne

dieses Projekts geworden.

Foto erstellt mit KI

Wie Ludwig II. nahm auch die musikalische

Konkurrenz Bayreuth ernst. Hans von Bülow,

längst von Wagner getrennt, nannte

den „Ring des Nibelungen“ das „gewaltigste

Kunstwerk unserer Zeit“. Peter Tschaikowski

wiederum schwankte zwischen Bewunderung

und Skepsis: Wagner sei zweifellos

ein Genie, notierte er, doch seine Anhänger

erinnerten ihn bisweilen an eine Glaubensgemeinschaft

mit sehr lautem Missionsbewusstsein.

Die Presse liebte diesen Widerspruch. Das

„Berliner Tageblatt“ sprach von einer „Wallfahrt

der Kunstfreunde“, die „Frankfurter

Zeitung“ lobte den „Triumph der Organisation“,

während die Wiener Blätter mutmaßten,

dass Bayreuth weniger Ort als Zustand

sei. Währen die einen den Gipfel deutscher

Kunst erreicht sahen, verdammten die anderen

die Festspiele als Zumutung für Nerven

und Sitzfleisch. Mark Twain – auch er

schaute in Bayreuth vorbei – hätte das vermutlich

als Inbegriff europäischer Selbstprüfung

beschrieben: Man leidet, also ist

es bedeutend.

Unter Cosima Wagner wurde aus dem Experiment

eine Institution. Ihre Direktive

machte Bayreuth zum Ort der Bewahrung.

Auf die Berichterstattung hatte das wenig

Einfluss; die Zeitungen berichteten emsig

weiter – allein der Tonfall änderte sich. Je

nach Blatt wuchs die Ehrfurcht oder die

Müdigkeit. Eines blieb jedoch: Bayreuth

war nie bloß Oper, sondern immer auch

Kommentar.

So liest sich die Rezeptionsgeschichte der

Bayreuther Festspiele bis heute wie ein

historischer Pressespiegel mit den immer

gleichen Schlagworten: Genie, Kult, Zumutung,

Weltkunst, Pilgerstätte, Museum.

Und das ist vielleicht die eigentliche Bayreuther

Leistung; dass man dort noch

immer nicht nur Wagner hört, sondern

zugleich auch das Echo all jener Stimmen,

die sich seit 1876 daran abarbeiten.

Die Aufführung endet, die Diskussion beginnt.

Inklusive der sattsam bekannten

Stichworte.

Gordian Beck

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Highlights 2026

Das komplette Programm: friedrichsforum.de

Foto: Oliver Helbig

Foto: Meike Kenn

Foto: Felix Broede

Sir Simon Rattle trifft auf das Freiburger Barockorchester – und

31.08.

auf Robert Schumann im Kontext von Ludwig van Beethoven und

Richard Wagner. Gemeinsam mit der Geigerin Isabelle Faust widmen sich die

Musikerinnen und Musiker zentralen Werken des 19. Jahrhunderts in historisch

informierter Aufführungspraxis.

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

„Oper hat nichts von ihrer Kraft verloren“

Nadine Weissmann steht erneut als Mary auf der Bühne

Seit mehreren Jahren gehört Nadine Weissmann

zu den Solistinnen der Bayreuther

Festspiele. In diesem Sommer ist sie erneut

als Mary im „Fliegenden Holländer“ zu erleben.

Im Gespräch berichtet die Mezzosopranistin

über die Entwicklung ihrer Rolle,

die besondere Arbeit auf dem Grünen

Hügel, moderne Operninszenierungen und

die Zukunft der Festspiele.

Frau Weissmann, Sie kehren in diesem

Sommer nach Bayreuth zurück. Die

Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen.

Welche Bedeutung hat dieses Jubiläum

für Sie?

Bayreuth ist für mich längst ein vertrauter

Ort geworden. Während der Festspiele

verbringe ich viele Wochen hier. Natürlich

freue ich mich immer darauf, wiederzukommen

und zu sehen, was sich verändert

hat. Das Jubiläum selbst ist für mich gar

nicht die große Zäsur. Spannend finde ich,

was in diesem Jahr zusätzlich passiert – das

Rahmenprogramm, die neuen Produktionen

oder Projekte wie „Brünnhilde brennt“.

Sie singen erneut die Mary im „Fliegenden

Holländer“. Viele sehen sie als

Nebenfigur. Was macht diese Rolle für

Sie interessant?

Mary entwickelt sich in dieser Inszenierung

über kleine Dinge. Dmitri Tscherniakov hat

genau festgelegt, in welchen Momenten

sich bei ihr der Gedanke entwickelt, dass

der Holländer nichts Gutes im Schilde führt

und möglicherweise nicht nur ihre Familie,

sondern die ganze Stadt bedroht.

Anfangs haben wir uns vor allem mit den

technischen Abläufen beschäftigt. Allein

das Tischdecken in einer Szene wirkt von

außen einfach, tatsächlich sind Handgriffe

Nadine Weissmann.

Foto: Privat

auf die Musik abgestimmt. Schon wenige

Sekunden Verzögerung bringen den Ablauf

durcheinander. Auf der Bühne gibt es zudem

wenig Platz und viele Stellen, an denen

man achtsam sein muss.

Erst als diese Abläufe wie selbstverständlich

funktionierten, konnten wir an den

feinen Nuancen arbeiten: an Blicken, Gesten

oder daran, wie Mary eine Serviette

auseinanderfaltet, ein Glas hält oder Daland

ansieht.

In diesem Sommer stehen neue Kolleginnen

und Kollegen auf der Bühne. Verändert

das die Produktion?

Ja. Wir haben im Holländer schon mit

verschiedenen Sängern gearbeitet –

manchmal auch ganz kurzfristig wegen

Erkrankungen. Jeder bringt seine eigene

Persönlichkeit mit, dadurch entsteht

immer wieder eine neue Dynamik.

Auch der große Anteil neuer Chormitglieder

bringt heuer eine besondere Spannung.

Das überträgt sich auf die gesamte

Produktion. Plötzlich fühlt es sich fast wieder

so an, als würde man selbst etwas Neues

entdecken.

Richard Wagner begleitet Ihre Karriere

seit vielen Jahren. Was fasziniert Sie an

seiner Musik bis heute?

Wagners Musik ist unglaublich emotional.

Durch seine Leitmotive wird einem manchmal

schon fast körperlich klar, worum

es gerade geht. Bestimmte musikalische

Passagen lösen unmittelbar ein Gefühl

aus. Je länger ich mich mit seinen Werken

beschäftige, desto mehr entdecke ich

die enge Verbindung von Text und Musik.

Auch die Figuren gewinnen an Tiefe. Viele

Konflikte, die Wagner beschreibt, sind bis

heute aktuell. Gerade deshalb wirken seine

Opern erstaunlich zeitlos.

Moderne Inszenierungen werden häufig

kontrovers diskutiert. Wie stehen Sie zu

neuen Ansätzen wie Künstlicher Intelligenz?

Ich finde es wichtig, Neues auszuprobieren.

Nicht alles gelingt, aber Kunst muss auch

scheitern dürfen. Richard Wagner selbst

war ein großer Verfechter neuer Ideen und

technischer Entwicklungen. Entscheidend

ist für mich, dass die Essenz eines Werkes

erhalten bleibt. Eine Inszenierung kann

ganz modern oder sehr traditionell sein

– wichtig ist, dass sie einen nachvollziehbaren

Gedanken verfolgt. Gutes Theater

bleibt gutes Theater.

Ich bin deshalb auch gespannt auf den KI-

Ring. Man muss offen bleiben und ausprobieren.

Natürlich gefällt einem nicht jede

Idee. Solange die Geschichte und ihre Aussage

jedoch erkennbar bleiben, finde ich

solche Ansätze spannend.

Wie sehen Sie die Zukunft der

Bayreuther Festspiele und der Oper insgesamt?

Überall wird derzeit über Kultur und ihre

Finanzierung diskutiert. Gleichzeitig erlebe

ich immer wieder, wie groß das Bedürfnis

der Menschen nach Live-Aufführungen ist.

Das unmittelbare Erlebnis im Theater kann

kein Bildschirm ersetzen. Diese emotionale

Verbindung zwischen Bühne und Publikum

ist etwas ganz Besonderes.

Deshalb halte ich es für wichtig, weiterhin

in Kultur zu investieren. Eine Gesellschaft

wird nicht nur durch ihre Infrastruktur geprägt,

sondern auch durch ihre Kunst und

Kultur. Theater, Musik und Literatur bleiben

weit über ihre Entstehungszeit hinaus

erhalten.

In Bayreuth sehe ich viele gute Entwicklungen.

Ein umfangreiches Education-

Programm, Open-Air-Konzerte oder neue

37 Jahre Rion in der Von Römer Straße. Schmuck und Mode

von S bis XXL, direkt im Herzen der Innenstadt.

Eine breite Auswahl an Mode und Accessoires in verschiedenen

Styles. Mit den Firmen Danks Smykkekunst, Hopsack

(Made in Germany), OOZOO-Uhren und vielen mehr kommt

auch das nordisch hyggelige Gefühl nicht zu kurz. „Eine

kompetente und liebevolle Beratung ist für mich selbstverständlich“,

so Chefin Silke Ihl.

Und ein weiterer Pluspunkt: Im Laden gibt‘s auch

„Männer-Parkplätze“. Also gibt es keine Ausreden mehr mit

der Frau shoppen zu gehen.

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Bayreuther Festspiele 2026

Der komplette Spielplan in der Übersicht

Nadine Weissmann (l.) als Mary im „Fliegenden Holländer“. Sie ist Dienerin und Vertraute für Senta

(Elisabeth Teige).

Foto: Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath

Veranstaltungsformate sprechen auch jüngere

Menschen an. Ich höre oft, dass zu

wenige junge Besucher kommen. Diesen

Eindruck teile ich nicht. Ich sehe viele junge

Gesichter im Publikum und erlebe, dass

inzwischen sogar die Kinder von Freunden,

die früher mit ihren Eltern hier waren, heute

selbst zu den Festspielen kommen.

Sie haben selbst in Bayreuth in der

Kinderversion des „Parsifal“ mitgewirkt.

Warum liegt Ihnen dieses Format am

Herzen?

Die Kinderoper ist eine besondere Aufgabe.

Vielleicht kann man damit ein Samenkorn

legen, aus dem später die Begeisterung

für Oper wächst. Kinder reagieren unglaublich

ehrlich. Wenn sie begeistert sind, zeigen

sie es.

Beim „Kinder-Parsifal“, in dem ich mitgewirkt

habe, mussten wir beispielsweise

Themen wie Religion oder Erotik ausklammern.

Trotzdem blieb die Geschichte erhalten

– mit Burgen, Rittern, Zauberern. Daraus

entstand etwas Eigenes, das Kindern

einen Zugang zur Oper eröffnet. Das hat

mir große Freude bereitet, und ich würde

sehr gern wieder in einer Kinderoper mitwirken.

Wie würden Sie Bayreuth jemandem

beschreiben, der die Stadt noch nie besucht

hat?

Natürlich ist Bayreuth eine Festspielstadt.

Während der Saison dreht sich vieles um

Richard Wagner. Gleichzeitig hat die Stadt

aber weit mehr zu bieten – historische Gebäude,

Museen, Parks und viele kulturelle

Angebote.

Vor allem empfinde ich Bayreuth als angenehm

entspannt. Im Vergleich zu manch

anderem Festivalort geht es hier sehr bodenständig

zu. Es gibt den roten Teppich

und die großen Premieren, aber danach

kehrt schnell wieder Normalität ein. Genau

das gefällt mir. Man kann sich frei durch

die Stadt bewegen, Menschen treffen und

Kultur erleben. Diese Mischung macht für

mich den besonderen Reiz aus.

Interview Gabriele Munzert

Do, 24. Juli 2025 20 Uhr Festspiel Open Air

Sa, 25. Juli 2026 18 Uhr IX. Symphonie

So, 26. Juli 2026 10.30 Uhr Gedenkveranstaltung

So, 26. Juli 2026 16 Uhr Rienzi

Mo. 27. Juli 2026 18 Uhr Das Rheingold

Di, 28. Juli 2026 16 Uhr Die Walküre

Mi, 29. Juli 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer

Do, 30. Juli 2026 16 Uhr Siegfried

Fr, 31. Juli 2026 16 Uhr Parsifal

Sa, 01. August 2026 11 Uhr Chor-Open Air

Sa, 01. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung

So, 02. August 2026 17 Uhr Festspiel-Open Air

Mo, 03. August 2026 16 Uhr Rienzi

Di, 04. August 2026 18 Uhr Das Rheingoldrn

Mi, 05. August 2026 16 Uhr Die Walküre

Do, 06. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer

Fr, 07. August 2026 16 Uhr Siegfried

Sa, 08. August 2026 16 Uhr Rienzi

So, 09. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung

Mo, 10. August 2026 16 Uhr Parsifal

Mi, 12. August 2026 18 Uhr Das Rheingold

Do, 13. August 2026 16 Uhr Die Walküre

Fr, 14. August 2026 16 Uhr Rienzi

Sa, 15. August 2026 16 Uhr Siegfried

So, 16. August 2026 16 Uhr Götterdämmerung

Mo, 17. August 2026 16 Uhr Rienzi

Di, 18. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer

Mi, 19. August 2026 16 Uhr Rienzi

Do. 20. August 2026 16 Uhr Parsifal

Sa, 22. August 2026 16 Uhr Rienzi

So, 23. August 2026 18 Uhr Der fliegende Holländer

Mo, 24. August 2026 16 Uhr Rienzi

Di, 25. August 2026 16 Uhr Parsifal

Mi, 26. August 2026 16 Uhr Rienzi

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Im Jahr 1863 reist Richard Wagner auf Einladung von

Großfürstin Helene zu einer Konzertreise nach Russland. In

St. Petersburg überreicht General Suworow ein von Ignatius

Sazikov prunkvoll gearbeitetes und reichhaltig verziertes

Trinkhorn. 1864 in Wien veräußert sein Freund Dr.

Standhartner das Trinkhorn und es verschwindet, bis auf

eine Erwähnung in Wagners Biographie, aus der

Öffentlichkeit.

2023 kauft es Karl-Heinz Breitzmann und hat es 2025

erstmalig in Bayreuth ausgestellt. In 2026 können Sie es

letztmals im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der

Festspiele Bayreuth öffentlich für alle betrachten.

Dauerausstellung in der Zeit vom 24.07.2026 bis

15.08.2026 in den Geschäftsräumen der Firma

BREITZMANN Edelmetalle & Diamanten,

Wölfelstr. 1a - 95444 Bayreuth

Ignatius

Pavelovitj

Sazikov

Ignatius Pavelovitj Sazikov

* 1793 in Moskau

† 1868 in Moskau

Einer der bedeutendsten

russischen Silberschmiede,

er arbeitete unter anderem

in der Werkstatt von Fabergé.

Prinzessin von Württemberg

* 1807 in Stuttgart

† 1873 in Sankt Petersburg

Friederike Charlotte Marie

wurde durch ihre Heirat

Großfürstin Elena Pawlowna

(auch Helena) von Russland.

Alexander A. Suworow

* 1804 in Sankt Petersburg

† 1882 in Sankt Petersburg

Alexander Arkadjewitsch

Suworow war General- und

Militärgouverneur des Baltikums

und St. Petersburg.

Ignatius Pavelovitj Sazikov (* 1793 in Moskau; † 1868 in Moskau)


“...Zudem hatte ich es nicht verhindern können, für ein auf den dritten Tag nach dem meinigen

angekündetes Konzert zum Besten der Petersburger Schuldgefangenen zuzusagen, da ich namentlich

durch Großfürstin Helene dringend hierzu aufgefordert war. Für dieses letztere war ganz Petersburg

schon ehrenhalber engagiert, da es unter hohem Protektorate stand, und während alle Plätze zu demselben

im voraus verkauft waren, hatte ich bei einem sehr leeren Saale im Adeligen Kasino mich mit

einer Einnahme zu begnügen, welche glücklicherweise wenigstens die Kosten deckte. Dafür ging es in

dem Konzerte für die Schuldgefangenen desto festlicher her:

Wilhelm

Richard

Wagner

Dr.

Joseph

Standthartner

General Suworow, ein Mann von vollkommenster Schönheit, dazu Gouverneur von Petersburg, überreichte

mir als Dank der Schuldgefangenen, ein sehr schön gearbeitetes silbernes Trinkhorn...”

Karl-Heinz

“Charly”

Breitzmann

Aus der Biographie Richard Wagners

Wilhelm Richard Wagner

* 1813 in Leipzig

† 1883 in Venedig

Bekannter deutscher Komponist,

seine Musikdramen

gelten als einflussreichste

der Romantik.

Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar

1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Schriftsteller und

Dirigent. Mit seinen durchkomponierten Musikdramen gilt er als

einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten der

Romantik.

Dr. Josef Standhartner

* 1818 in Troppau

† 1892 in Wien

Leibarzt der Kaiserin Sissi von

Österreich und einer der

hilfreichsten Freunde und

Vertrauter Wagners in Wien.

Dr. Josef Standhartner Leibarzt der Kaiserin Elizabeth, gehörte zu

den engsten und hilfreichsten Freunden Richard Wagners in Wien.

In seiner Wohnung fand im November 1862 einer denkwürdige

Vorlesung der Dichtung aus den Meistersingern von Nürnberg

statt.

Karl-Heinz “Charly” Breitzmann

* 1968 in Bayreuth

Deutschlandweit bekannter

Goldhändler - er kauft das

Trinkhorn und widmet es

seinen Töchtern LIsa, NORa

und CHArlotte.

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Prickelnder

Festspielgenuss

Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele

hat die Geldermann Privatsektkellerei einen

besonderen Festspiel-Cuvée kreiert. Der

Blanc de Noir reifte drei Jahre auf der Hefe

und überzeugt mit feinen Aromen von gelben

Früchten und Waldbeeren, ergänzt durch Nuancen

von Brioche und Honig. Am Gaumen

präsentiert sich die Cuvée cremig, frisch und

mineralisch, mit eleganter Perlage und einem

langen Nachhall.

Die Jubiläums-Cuvée steht für jene Werte,

die Geldermann und die Bayreuther

Festspiele seit vielen Jahren verbinden:

handwerkliche Qualität, Tradition

und die Leidenschaft für besondere

Genussmomente.

Mitmachen und

gewinnen!

Wir verlosen sechs Flaschen des

neuen Geldermann Bayreuther

Festspiel-Cuvée 2026.

Teilnahme Online-Formular:

www.inbayreuth.de/Gewinnspiele.

Einsendeschluss:

Montag, 03. August 2026.

Ein Spritz auf 150 Jahre Festspiele

Kostprobe gefällig: OB Andreas Zippel, Engin Gülyaprak, Axel Gottstein und Astrid Kwias.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele gibt es in diesem Sommer

eine neue kulinarische Idee. Das Catering-Unternehmen Wahnfood hat

eigens für die Festspiele den „150 Jahre Festspiel-Spritz“ entwickelt. Verantwortlich

für die Kreation sind die Wahnfood-Geschäftsführer Axel Gottstein

und Engin Gülyaprak. Der Jubiläumsdrink verbindet Geldermann-Sekt mit Bayreuther

Bier und einem Schuss Orangen-Likör Canonita. Hopfendolden und

Eiswürfel runden den Spritz ab.

Die Idee dahinter: ein Getränk zu

schaffen, das zur Atmosphäre auf dem

Grünen Hügel passt und dass es nur in

Bayreuth gibt.

Für Wahnfood ist es bereits die fünfte

Festspielsaison als gastronomischer

Partner der Bayreuther Festspiele.

Zum Jubiläumsjahr wurde das Angebot

weiter ausgebaut. Erstmals gehören

eine Champagner- und Austernbar

zum gastronomischen Konzept.

Ergänzt wird das Angebot durch den

Biergarten sowie mehrere Sektstände,

die gemeinsam mit Geldermann betrieben

werden.

„Unser Ziel ist es, den Besuch der

Bayreuther Festspiele auch kulinarisch

zu einem besonderen Erlebnis

zu machen“, sagt Axel Gottstein. Deshalb

werde das Angebot jedes Jahr

weiterentwickelt und um neue Ideen

ergänzt. Der Jubiläumsspritz sei Ausdruck

dieses Anspruchs – eine eigens

für Bayreuth entwickelte Kreation, die

den Festspielsommer begleitet.

Opern-Quartett für Klassik-Fans

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Erstmals gibt das Online-Magazin

Operablog ein Opern-Quartett heraus.

Auf 32 Spielkarten bündelt das Kartenspiel

bekannte Sängerinnen und

Sänger, Dirigentinnen und Dirigenten

sowie Regisseurinnen und Regisseure.

Wer vier Karten einer Kategorie – etwa

Sopran, Tenor, Bariton oder Regie –

sammelt, gewinnt.

Mit dabei sind unter anderem Michael

Spyres, der künftige Bayreuther

„Lohengrin“, Regisseurin Ilaria Lanzino

sowie Jonas Kaufmann, Ekaterina

Gubanova, Michael Volle, Klaus

Florian Vogt, Georg Zeppenfeld und Oksana

Lyniv.

Die Idee knüpft an historische Wagner-

Sammelbilder an, die um 1900 beliebt

waren. Für die zweite Ausgabe, die zu den

Bayreuther Festspielen 2027 erscheinen

soll, kann das Publikum ab sofort auf www.

operablog.org seine Favoriten wählen. Die

jeweils vier meistgenannten Künstler jeder

Kategorie kommen ins nächste Quartett.

Online 9,90 Euro. zzgl Versand, vor Ort 12,90

Euro. Erhältlich im Wahnfried und online:

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festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Musik verstehen,

Wagner neu entdecken

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Richard Wagners Opern erschließen sich

oft erst beim genaueren Hinhören. Leitmotive,

musikalische Bezüge und die vielschichtigen

Handlungen machen die Werke

einzigartig – stellen das Publikum aber

auch vor Herausforderungen. Wer sich vor

der Aufführung mit dem Werk beschäftigt,

entdeckt häufig neue Zusammenhänge

und erlebt den Opernabend bewusster.

Genau hier setzen die Werkeinführungen

von Hans Martin Gräbner an. Am Flügel

führt der Musikwissenschaftler und Pianist

verständlich und unterhaltsam in die

jeweilige Oper ein. Er erläutert die Handlung,

stellt die wichtigsten musikalischen

Leitmotive vor und erklärt, worauf sich

das Publikum während der Aufführung

besonders freuen kann.

Dabei verbindet er musikalische

Beispiele mit

anschaulichen Erläuterungen

und macht auch komplexe

Zusammenhänge

leicht nachvollziehbar.

Die rund einstündigen Einführungen

sind sowohl für

Wagner-Neulinge als auch

für erfahrene Festspielbesucher

gedacht. Sie bieten

eine fundierte Vorbereitung

auf den Opernabend

und schärfen den Blick für

die musikalischen und dramaturgischen

Besonderheiten der Werke. Gleichzeitig

vermitteln sie einen Einblick in Wagners

Kompositionsweise und zeigen, wie eng

Musik, Handlung und Figuren miteinander

verknüpft sind. So wird der spätere

Opernbesuch um eine zusätzliche Ebene

bereichert.

Veranstaltungsdaten:

Rokokosaal im Steingraeber-Haus.

Jeweils am Aufführungstag, 11 bis etwa

12 Uhr.

Eintritt: 18 Euro.

Karten: Tageskasse ab 10.30 Uhr, kein

Vorverkauf, keine Ermäßigungen.

Wagners WeRke

wirklich verstehen

WERKEINFÜHRUNGEN VON HANS MARTIN GRÄBNER

Am Vorstellungstag zur jeweiligen Aufführung, 11 bis ca. 12 Uhr,

Rokokosaal, Steingraeber-Haus, Friedrichstr. 2, Bayreuth. Eintritt: 18 €.

Kein VVK. Tageskasse: 10.30 Uhr. www.steingraeber.de

www.hmgraebner.de

Wagner‘s by GLORIA – Oper wird Porzellan

Manche Erinnerungen enden mit dem Schlussapplaus.

Andere begleiten uns weit darüber hinaus.

Wagner‘s by GLORIA bringt die Welt Richard

Wagners auf eine außergewöhnliche Weise zum

Ausdruck: Berühmte Opernzitate werden auf feinem

Porzellan neu interpretiert und verbinden

Musik, Literatur und Handwerkskunst zu bleibenden

Sammlerstücken.

Jedes Design entsteht in Bayreuth und wird dort

mit großer Sorgfalt gefertigt. Veredelt mit Echtgold

und inspiriert von den großen Werken Richard

Wagners, entstehen Porzellankollektionen, die den

Wagners WeRke

wirklich verstehen

WERKEINFÜHRUNGEN VON HANS MARTIN GRÄBNER

Am Vorstellungstag zur jeweiligen Aufführung, 11 bis ca. 12 Uhr,

Rokokosaal, Steingraeber-Haus, Friedrichstr. 2, Bayreuth. Eintritt: 15 €.

Geist der Festspiele auf elegante Weise weitertragen.

Die exklusive www.hmgraebner.de

Becher- und Espressokollektion

Kein VVK. Tageskasse: 10.30 Uhr. www.steingraeber.de

umfasst elf Opern – elf individuell gestaltete Sets

sowie eine besondere Jubiläumsedition anlässlich

150 Jahre Bayreuther Festspiele.

Ob als stilvolle Erinnerung an unvergessliche

Festspieltage oder als besonderes Geschenk für

Opernliebhaber – Wagner‘s by GLORIA steht für

zeitlose Gestaltung, höchste Qualität und eine tiefe

Verbundenheit mit Bayreuth. Eine Kollektion, die

Oper nicht nur zitiert, sondern ihr eine neue Form

gibt.

Entworfen und gefertigt in Bayreuth. Veredelt mit Echtgold.

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Jean-Paul-Straße 16, Bayreuth, +49 921 65268 www.gloriaporcelain.com

IMPRESSUM

Herausgeber: Media Hub Bayreuth GmbH, Richard-Wagner-Straße 36, 95444 Bayreuth, Tel. 0921/1627280-40 www.inbayreuth.de. Gesamtverantwortlich: Martin Munzert. Anzeigen: Alexander Süß, Thomas Hacker, Stefanie Hoffmann.

Redaktion: Gordian Beck, Jessica Mohr, Gabriele Munzert. Fotos: Stefan Dörfler, Wolfgang Munzert, Privat. Vorlagen und Entwürfe verlagsrechtlich geschützt. Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit Zustimmung

des Verlags. Gültige Anzeigenpreisliste: 01/2025. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Wer im Park unterhalb des Festspielhauses

unterwegs ist, hat den ungewöhnlichen

Neubau längst entdeckt: Direkt zu Füßen

des berühmten Opernhauses steht seit

kurzem ein Nachbau en miniature. Dort

sollen im Rahmen der Feierlichkeiten um

150 Jahre Bayreuther Festspiele, Kinder

spielerisch an die Welt Richard Wagners

herangeführt werden - unter anderem mit

Marionettentheater und einem Stück, das

als Hörspiel Kultstatus genießt – dem „Sängerkrieg

der Heidehasen“.

Dieser Klassiker der Kinderliteratur aus

der Feder von James Krüss erzählt die Geschichte

des jungen Hasen Lodengrün, der

an einem Sängerwettstreit teilnehmen will

und gegen Korruption und Intrigen ankämpfen

muss, um am Ende dann groß zu

triumphieren. Das Stück nimmt die Welt

der großen Oper, insbesondere Richard

Wagners „Tannhäuser“, „Meistersinger“

und auch „Lohengrin“, liebevoll auf die

Schippe.

Das Bayreuther Marionettentheater

Operla hat dieses Hörspiel vor Jahren in

eine flott unterhaltsame Puppentheaterproduktion

transferiert. Verantwortlich für

die Inszenierung ist Gisela Mösch-Ahner,

für die dieses Projekt eine Herzensangelegenheit

ist: „Da musste ich wirklich nicht

lange überlegen, als Guido Hackhausen

von den Bayreuther Festspielen bei uns

anfragte, ob wir beim Jubiläum 150 Jahre

Bayreuther Festspiele unsere Heidehasen

zeigen wollen.“

Gespielt wird allerdings nicht im neu errichteten

Kinder-Festspielhaus selbst. „Wir nutzen

dafür unsere mobile Marionettenbühne“,

erklärt Mösch-Ahner, „der Aufwand

Heidehasen im Festspielpark

Unterhaltsames Marionetten-Theater für Kinder

„Den Sängerkrieg der Heidehasen“ – ein musikalisches Theatererlebnis für Kinder im Festspielpark.

wäre für uns zu groß“. Und das Publikum,

wo sitzt das? „Am liebsten würde ich die

Kinder in eine große Hasenhöhle platzieren“,

erklärt Mösch-Ahner, doch das gebe

das Budget nicht her. Aber auch mit Rasenteppich,

vielen Kissen und Liebe zum Detail

wird - da ist sich Mösch-Ahner sich sicher

- eine gemütliche Atmosphäre entstehen.

Wobei das Ensemble die Zuschauerzahl auf

60 Kinder begrenzt: „Sonst wird es einfach

zu unruhig.“

Hinter den rund 40 Minuten Spielzeit steckt

weit mehr Arbeit, als das Publikum ahnt.

Obwohl die „Heidehasen“ seit Jahren zum

Repertoire gehören, wird an dieser Produktion

beständig gearbeitet, repariert

und geprobt. So müssen beispielsweise

neue Puppenspieler eingelernt oder Musikschnitte

angepasst werden. „Der Aufwand

ist beträchtlich“, sagt Mösch-Ahner, „aber

das Stück wird immer wieder nachgefragt.“

Besonders wichtig ist ihr der Kontakt zum

jungen Publikum. So führt eine „Heroldine“

als Erzählerin durch die Geschichte, spricht

direkt mit den Kindern und holt sie immer

wieder ins Geschehen zurück. Das funktioniert

selbst bei den Kleinsten erstaunlich

gut. Berührungsängste kennt Mösch-Ahner

dabei kaum: „Kinder wollen alles ganz

genau sehen und wissen. Und sie fragen

ohne Scheu nach. Das unmittelbare Erlebnis

ist eben etwas völlig anderes als das,

was sie aus den Medien kennen.“

Zwölf Vorstellungen sind am Festspielhaus

geplant. Für Mösch-Ahner ist das organisatorisch

eine Herausforderung. Wobei

sie hofft, dass das Projekt keine einmalige

Sache bleibt. „Der erste Kontakt mit Theater

oder Marionetten kann unglaublich

prägend sein“, sagt sie. Und genau dafür

eignen sich Heidehasen auf dem Grünen

Hügel bestens.

Gordian Beck

Das „Kleine Festspielhaus“

150 Jahre nach der Eröffnung des Bayreuther

Festspielhauses wurde auf dem

Grünen Hügel erneut gebaut. Damals ließ

Richard Wagner sein Festspielhaus errichten.

Nun entstand unter der Verantwortung

von Katharina Wagner das Kleine

Festspielhaus. Dort finden bis zu 199 Besucher

Platz. Die technische Ausstattung

entspricht einer Kleinbühne mit Licht-,

Ton- und Bühnentechnik, sodass die Kinderoper

und weitere Aufführungen ohne

Einschränkungen stattfinden können.

Termine:

Freitag 07. August, 11 Uhr

Samstag 08. August, 11 Uhr

Samstag 08. August, 14.30 Uhr

Sonntag 09. August, 11 Uhr

Sonntag 09. August, 14.30 Uhr

Freitag 14. August, 11 Uhr

Samstag 15. August, 11 Uhr

Samstag 15. August, 14.30 Uhr

Sonntag 16. August, 11 Uhr

Sonntag 16. August, 14.30 Uhr

Dienstag 25. August, 11 Uhr

Mittwoch 26. August, 11 Uhr

Festspielpark.

Zirka 45 Minuten. Altersempfehlung: 3

bis 6 Jahre. Eintritt: 15 Euro für Erwachsene,

Kinder frei.

Gesamtkunstwerk Personalgewinnung

Wenn Recruiting

zur Kunst wird.

Wagner war überzeugt, dass keine Kunst allein ihre volle Wirkung

entfaltet. Erst die Vereinigung von Musik, Dichtung, Schauspiel,

Bühnenbild und Licht schafft das vollständige Erlebnis. Wir denken

genauso. Jede Besetzung ist eine Aufführung, die sitzen muss.

Nur wenn Technologie, Marktstärke und persönliche Beratung

präzise zusammenwirken, entsteht vollendete Rekrutierungskraft.

Wann dürfen wir für Sie aktiv werden?

I. K. Hofmann GmbH | Niederlassung Bayreuth

Schulstraße 11 | 95444 Bayreuth

0921 5607220

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Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Die Freunde der Festspiele

GdF-Geschäftsführerin Ina Besser-Eichler über den Wandel des Mäzenatentums

Seit 2006 leitet Ina Besser-Eichler die Geschäfte

der Gesellschaft der Freunde von

Bayreuth. Der internationale Mäzenatenverein

zählt zu den wichtigsten Förderern

der Bayreuther Festspiele und hat seit seiner

Gründung mehr als 155 Millionen Euro

(nach heutigem Wert) für das Festspielhaus,

Bauprojekte und den Spielbetrieb

bereitgestellt. Zum Auftakt der Festspiele

spricht sie über die Rolle privater Förderer,

den Wandel des Vereins und die Frage, warum

die Zukunft der Festspiele auch vom

Engagement vieler Einzelner abhängt.

Frau Besser-Eichler, 150 Jahre Bayreuther

Festspiele – welche Bedeutung

hat dieses Jubiläum für die Gesellschaft

der Freunde?

Es zeigt, wie wichtig langfristiges Engagement

ist. Die Gesellschaft der Freunde

begleitet die Festspiele seit Jahrzehnten.

Unser Auftrag ist derselbe geblieben: die

Bayreuther Festspiele und die Richard-

Wagner-Stipendienstiftung finanziell zu

unterstützen. Das Jubiläum macht deutlich,

dass diese Unterstützung heute wichtiger

ist denn je. Hinter diesem Auftrag steht

eine weltweite Gemeinschaft von vielen

tausend Mitgliedern. Die Begeisterung für

die Bayreuther Festspiele zu teilen und sich

mit dem Werk Richard Wagners auseinander

zu setzen, an einem Ort, der eigens für

seine Werke geschaffen wurde, ist, was unsere

Mitglieder verbindet.

Hat sich die Rolle der Mäzene in den vergangenen

Jahren verändert?

Ja. Früher konnte man mit privaten Mitteln

oft besondere Projekte zusätzlich ermöglichen.

Heute fließt ein immer größerer Teil

unseres Engagements in den Kernbetrieb.

Öffentliche Haushalte stehen unter Druck,

deshalb gewinnt privates Engagement an

Bedeutung. Das erleben wir nicht nur in

Bayreuth, sondern in vielen Kultureinrichtungen.

Wo setzen Sie bei den Festspielen Ihre

Prioritäten?

Unser Schwerpunkt liegt ganz klar auf den

Aufführungen im Festspielhaus. Das ist das

Herz der Bayreuther Festspiele. Natürlich

unterstützen wir auch die Kinderoper, Einführungsvorträge

oder den Gesangswettbewerb.

Aber entscheidend bleibt, dass

die künstlerische Qualität im Festspielhaus

gesichert wird.

Das Team in der GdF-Geschäftsstelle, v.l.: Kirsti Neumüller, Ina Besser-Eichler, Thasnim Chowdhury und Pierre

Soldatenko.

Foto: Stephan Herbert Fuchs

Wie wollen Sie neue Menschen für den

Verein gewinnen?

Wir freuen uns über jeden, der die Festspiele

unterstützen möchte – unabhängig

vom Alter. Natürlich engagieren sich Menschen

am Anfang ihres Berufslebens oft

anders als jemand, der schon länger im Beruf

steht. Entscheidend ist die Begeisterung

für Bayreuth. Viele Mitglieder kommen

über persönliche Begegnungen zu uns,

etwa durch Gespräche während der Festspiele.

Ob bei unseren Veranstaltungen,

an unserem Info-Stand am Grünen Hügel

oder durch persönliche Empfehlung. Dane-

Almanach der GdF

Die 17. Ausgabe sind 170 Seiten voller Geschichten,

Hintergründe und Begegnungen

der vergangenen 150 Jahre Festspielgeschichte.

Der Almanach 2026 versammelt

Essays über Richard Wagner und sein

Werk, Porträts bedeutender Künstlerinnen

und Künstler sowie exklusive Interviews –

unter anderem mit Christian Thielemann

und KI-Kurator Marcus Lobbes. Dazu spannende

Einblicke in die Neuinszenierung

von Rienzi, den KI-Ring und die Zukunft

des Musiktheaters. Das ideale Begleitbuch

für den Festspielsommer. Erhältlich für 25

Euro in der GdF-Geschäfststelle am Grünen

Hügel und im Buchhandel.

ben haben wir auch die digitalen Kommunikationskanäle

ausgebaut und sind dort

präsenter.

Früher spielte der bevorzugte Zugang

zu Eintrittskarten eine große Rolle. Hat

sich das geändert?

Ja. Die Kartenvergabe ist heute insgesamt

einfacher geworden. Damit fällt ein früheres

Motiv für eine Mitgliedschaft teilweise

weg. Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen,

dass eine Mitgliedschaft vor allem

dazu dient, die Festspiele dauerhaft zu sichern

und weiterzuentwickeln.

Wie gehen Sie mit diesem Wandel um?

I R

W

F E

I E R N

B A Y R E U T H E R

Wir bieten unseren Mitgliedern heute deutlich

mehr Möglichkeiten zum Austausch.

Vorträge, Künstlergespräche, Führungen

oder Treffen der Jugendmitglieder schaffen

Nähe zu den Festspielen. Viele möchten erleben,

was mit ihrer Unterstützung konkret

ermöglicht wird.

Die Gesellschaft der Freunde hat den Grünen

Hügel auch baulich geprägt. Darauf

wird kaum hingewiesen.

Dabei ist das ein wichtiger Teil unserer

Geschichte. Sämtliche Gebäude rund um

das Festspielhaus – vom Chorprobensaal

über Probebühnen bis zum Regiegebäude

und unsere Geschäftsstelle – wurden von

den Freunden finanziert. Auch viele Investitionen

der Bühnentechnik stammen aus

unseren Mitteln. Insgesamt beläuft sich

dieses Engagement heute auf mehr als 155

Millionen Euro.

Wie läuft die Arbeit des Vereins außerhalb

der Festspielzeit?

Sie ist sehr vielfältig. Neben Vorstandssitzungen

und Gremienarbeit organisieren

wir das Ticketing für unsere Mitglieder,

kümmern uns um Spenden, Veranstaltungen

und Publikationen. Außerdem arbeiten

wir mit den Richard-Wagner-Verbänden

weltweit zusammen und pflegen den

Austausch mit unseren Mitgliedern.

1 5 0

F E

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen

Kultur als gemeinsame Aufgabe verstehen.

Wer die Bayreuther Festspiele für

wichtig hält, kann mit einer Mitgliedschaft

oder einer Spende dazu beitragen, dass

sie auch in Zukunft bestehen können, das

private Engagement ist auch heute unverzichtbar.

Interview Gabriele Munzert

S T

J A H R E

I E L E

S P

I-ARTS.BERLIN

Gerade im Jubiläumsjahr gibt es viele

neue Formate. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

F R E U N D

Solche Projekte sind wichtig, weil sie neue

Besucher ansprechen. Gleichzeitig muss

die Balance stimmen. Alles, was zusätzlich

entsteht, muss auch finanziert werden.

Deshalb wägen wir sorgfältig ab, wie unsere

Mittel eingesetzt werden. Am Ende soll

genügend Spielraum bleiben, um weiterhin

hervorragende Sängerinnen und Sänger

sowie anspruchsvolle Produktionen nach

Bayreuth zu holen.

Sie unterstützen auch das Education-

Programm und die Kinderoper. Passt

das zu diesem Schwerpunkt?

Ja. Junge Menschen an Wagner und die

Oper heranzuführen, ist wichtig. Deshalb

beteiligen wir uns an diesen Projekten.

Die Mitgliederzahl ist leicht rückläufig.

Verlosung:

Drei unserer Leser können jeweils einen

Almanach gewinnen.

Verlosungsformular:

www. inbayreuth.de/Gewinnspiele

Es gelten unsere allgemeinen Teilnahmebedingungen

zu Gewinnspielen.

www.inbayreuth.de/gewinnspiele.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

I-ARTS

SEIN

!

GESELLSCHAFT

DER FREUNDE VON BAYREUTH

DER FÖRDERVEREIN DER BAYREUTHER FESTSPIELE.

SEIT 1949

WWW.FREUNDE-BAYREUTH.ORG


festspiele.inbayreuth.de Bayreuther estspielzeitung

12. Jahrgang | 25. Juli 2026

„50/150 – Utopie und Echo“

Wahnfried feiert doppeltes Jubiläum

Das Jubiläumsprogramm „50/150 – Utopie

und Echo“ im Richard-Wagner-Museum ist

eröffnet. Vor 150 Jahren fanden nicht nur

die ersten Bayreuther Festspiele statt, vor

50 Jahren öffnete das Museum im Haus

Wahnfried erstmals seine Türen.

Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel

erinnerte daran, dass sich die Bayreuther

Festspiele und die mit ihnen verbundenen

Institutionen stetig weiterentwickelten.

„Stillstand gab es nie“, sagte Zippel. Das

Museum leiste mit seinem Programm einen

wichtigen Beitrag zum Jubiläumsjahr.

Die Ausstellung eröffne neue Perspektiven

auf Richard Wagner, die Festspiele und ihre

Wirkungsgeschichte. Installationen, Performances

und musikalische Interventionen

sollen anregen, eigene Positionen zu überdenken.

Zippel dankte dem Museumsteam

sowie den Förderern und Unterstützern.

Besonders hob Dr. Friedrich die Arbeit

von Antoine Wagner, dem Ur-Ur-Enkel Richard

Wagners, hervor. Seine multimediale

Installation verbindet Fotografie, Video

und Zeichnung. Sie beschäftigt sich mit

Vermächtnis und Neuerfindung sowie mit

der Frage, wie sich das Gesamtkunstwerk

weiterdenken lässt. Friedrich bezeichnete

die Arbeit als Meditation „an der Schnittstelle

von Mythos, Materialität und Moderne“.

Felix Burgers Installation „Swanhood“ erzählt

mit Film und mechanischen Figuren

von der Verwandlung eines Jungen in einen

Schwan. Georg Nussbaumer bespielt

den Wahnfried-Park mit seinem Triptychon

„Hundehaus | Wahnhall | Schaumfried“.

Sounding Situations untersucht die Verbindung

von Wagner-Mythen, digitaler Propaganda,

Machtbildern und der russischen

Söldnergruppe Wagner.

Das musikalische Konzept von Antoine Wagner, Ur-Ur-Enkel von Richard Wagner (l.), zerlegt das Parsifal-Vorspiel in seine

einzelnen Instrumentengruppen. Über Telefone können Besucher die jeweiligen Klangspuren anhören und diese per

Tastendruck immer wieder neu miteinander kombinieren.

Vier Perspektiven auf Wagner

Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich stellte

die Programmpunkte vor. Der Titel „50/150

– Utopie und Echo“ beschreibe das Museum

als Ort, an dem sich die 150-jährige

Festspielgeschichte spiegele und bündele

zugleich „150 Jahre deutsche Geschichte

in allen Höhen und Tiefen“. Das Programm

ruht auf vier Säulen: Positionen, Projektionen,

Reflexionen und Resonanzen. „Wir

möchten den Strahl der Zeitläufte wie

durch ein Prisma in seinen verschiedenen

Farben auffächern“, erklärte Dr. Friedrich.

Zu den „Positionen“ gehören zeitgenössische

Arbeiten von Felix Burger, Georg

Nussbaumer, dem Kollektiv Sounding Situations

und Antoine Wagner. Sie greifen in

die Dauerausstellung ein und konfrontieren

Wagners Werk mit der Gegenwart.

Lichtkunst, Musik und Festspielgeschichte

Zur Jubiläumsausstellung gehört auch die

Performance „Mein Mann, das bin hier ich!“

der Studiobühne Bayreuth. Sie widmet sich

den starken Frauen und den Abgründen

der Festspielgeschichte.

Veranstaltungen:

Auch das Abendprogramm setzt Akzente.

Mit „Wahnfried leuchtet!“ wird zudem die

Fassade des Gebäudes zur Projektionsfläche.

Die Video-Animation von Urbanscreen

erzählt die Geschichte Wahnfrieds

von Richard Wagners Zeit über die Verstri-

Jubiläumsausstellung „50/150 – Utopie und Echo“: bis 04. Oktober

„Wahnfried leuchtet!“: bis 26. August, täglich ab 21.30 Uhr

Performance „Mein Mann, das bin hier ich!“: mehrere Termine im Juli und August

Wahnfried-Tetralogie und Wahnfried-Konzerte: Juli und August

Künstlergespräche, Führungen und Workshops: bis Anfang Oktober

Festspiele für Einsteiger: an den Aufführungstagen der Bayreuther Festspiele

Einzeltermine, Uhrzeiten und Hinweise: wagnermuseum.de.

ckungen im Nationalsozialismus bis zur

heutigen Nutzung als Museum.

Musikalische Resonanzen liefert die vierteilige

Wahnfried-Tetralogie, Liederabende

mit Festspielsolisten, das Mike Svoboda

Quartet und die Percussionistin

Vanessa Porter. Bereits im Juli hatte die

wissenschaftliche Tagung „Festspiele! –

Gestern – Heute – Morgen“ den historischen

und gesellschaftlichen Kontext beleuchtet.

Anlässlich des Jubiläums erscheint außerdem

das Buch „Wahnfried – 50 Jahre

Richard Wagner Museum 1976–2026“, in

dem Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich

die Geschichte des Hauses dokumentiert

und dessen Entwicklung vom Erinnerungsort

zum modernen Museum nachzeichnet.

Positionen

Projektionen

Reflexionen

Resonanzen

50 Jahre Richard Wagner Museum

150 Jahre Bayreuther Festspiele

Wahnfried-Tetralogie I – IV

Haus Wahnfried, Saal

I

Mittwoch, 29. Juli, 19.30 Uhr

Studierende der Liedklassen

der HfM Karlsruhe

Alexander Fleischer, Klavier

II

Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr

Christiane Libor, Sopran

Hanno Müller-Brachmann, Bariton

Petra Schwieger, Violine

Günther Albers, Klavier

III

Sonntag, 2. August, 19.30 Uhr

Daria Tymoshenko, Sopran

Isa von Wedemeyer, Violoncello

Günther Albers, Klavier

IV

Donnerstag, 6. August, 19.30 Uhr

Maria Hilmes, Mezzosopran

Renatus Mészár, Bassbariton

Nina Valcheva, Kontrabass

Martin Wagemann, Trompete

Günther Albers, Klavier

Wahnfried-Konzerte

Haus Wahnfried, Saal

Dienstag, 4. August, 19.30 Uhr

Georg Zeppenfeld, Bass

Johannes Wulff-Woesten, Klavier

Samstag, 8. August, 19.30 Uhr

Katharina Konradi, Sopran

Joseph Middleton, Klavier

Sonntag, 9. August, 19.30 Uhr

Johannes Martin Kränzle, Bariton

Hilko Dumno, Klavier

Dienstag, 11. August, 19.30 Uhr

Alexander Grassauer, Bassbariton

Stephan Matthias Lademann, Klavier

Donnerstag, 13. August, 19.30 Uhr

Katharina Magiera, Alt

Hilko Dumno, Klavier

Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr

Klenke Quartett

Wahnfried-Tetralogie in Zusammenarbeit mit

den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr.

Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main,

Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)

Eintritt: 30 €, ermäßigt 15 €. Der Vorverkauf beginnt am 15. Juli 2026 – persönlich an der Museumskasse oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse

(E-Mail: kasse@wagnermuseum.de). Im Eintrittspreis ist der einmalige Besuch des Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden Tag enthalten.

wagnermuseum.de

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Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

180 Seiten für das große Jubiläumsjahr

Neues Bayreuth Magazin erschienen

Bayreuths

schönste Seiten

Das neue Stadtmagazin, ab sofort kostenlos

an den bekannten Auslagestellen!

Nr. 20 | 2026/2027

V.r.: GMK-Geschäftsführer Jörg Lichtenegger, Katrin Teichmann (GMK), Annika Horn (GMK), Oberbürgermeister Dr.

Andreas Zippel und Projektleiter Daniel Sutter (GMK).

Foto: Stadt Bayreuth

M A G A Z I N

Pünktlich zum Start der Bayreuther Festspiele

erscheint die 20. Ausgabe des Bayreuth

Magazins – so umfangreich wie nie

zuvor. Auf 180 Seiten blickt das Heft auf

das Jubiläumsjahr 2026 mit seinen zahlreichen

Höhepunkten. Dazu zählen unter anderem

150 Jahre Bayreuther Festspiele, 60

Jahre Städtepartnerschaft mit Annecy, 50

Jahre Richard-Wagner-Museum, 30 Jahre

Historisches Museum und 15 Jahre RW21.

Ein Schwerpunkt ist das Friedrichsforum,

das nach zehn Jahren Sanierung den Betrieb

aufgenommen hat. Leiter Dr. Björn

Rodday spricht im Interview über seine

Pläne für das neue Kulturzentrum. Großen

Raum nehmen die Bayreuther Festspiele

ein. Das Jubiläumsjahr verbindet klassische

Wagner-Inszenierungen mit digitalen Projekten

und einem erweiterten Education-

Programm. Auch das Richard-Wagner-

Museum blickt zum 50-jährigen Bestehen

zurück. Weitere Beiträge widmen sich dem

Historischen Museum, dem RW21 und

dem neuen Stadtarchiv. Die seit 60 Jahren

bestehende Städtepartnerschaft mit Anne-

cy ist ebenso Thema wie aktuelle Entwicklungen

in Bayreuth. Oberbürgermeister

Dr. Andreas Zippel spricht im Interview

über Stadtentwicklung, Wohnen, Bildung,

Ehrenamt und Wirtschaft. Darüber hinaus

stellt das Magazin kulturelle und touristische

Angebote, die Universität Bayreuth,

das geplante Regionale Gründer- und Innovationszentrum

sowie Unternehmen

aus der Region vor. Auch die Themen Weiterbildung,

Freizeit und Stadtleben finden

Platz. Herausgegeben wird das Bayreuth

Magazin von GMK Marke. Design. Digital.,

in Kooperation mit der Stadt Bayreuth. Das

Magazin wurde bereits mit dem German

Design Award ausgezeichnet. Das Bayreuth

Magazin liegt ab sofort kostenlos im Neuen

Rathaus, Rathaus II, in der Tourist-Information,

im Markgräflichen Opernhaus, rund

um das Festspielhaus sowie in zahlreichen

Hotels, Restaurants, Geschäften und weiteren

Auslagestellen aus. Auf Wunsch verschickt

die Pressestelle der Stadt das Magazin

auch per Post. Eine Online-Ausgabe

erscheint in Kürze.

Online lesen:

bayreuthmagazin.online

Friedrichsforum

Ein Haus, viele Erlebnisse –

im Herzen der Stadt

150 Jahre

Festspiele

Jubiläum am

Grünen Hügel

Flanieren

Entspannen, genießen und

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Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

MdL Tim Pargent und Ehefrau Mirjam Dr. Stefan Specht mit Lebensgefährtin Reglicary Obatala Yeya Dr. Martin Gollner mit Ehefrau Dr. Barbara Gollner

Stephanie Anna Kollmer

Landrat Florian Wiedemann mit Ehefrau Sandra Dr. Michael Hohl mit Ehefrau Hanne V.l.: Christopher Süss, Luisa Funke-Barjak, Dr. Stephan Huttner, Ina Medick und Felix Wiesel


Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel mit Partner Luca Maaß

Horst Auernheimer mit Ehefrau Elke

Zweiter Bürgermeister Stefan Schuh mit Ehefrau Nora

Thomas Zimmer mit Ehefrau Alexandra

Unipräsident Dr. Stefan Leible mit Ehefrau Monika Goertz-Leible

RAINER MARKGRAF STIFTUNG

MdL Franc Dierl mit Frau Barbara

Wir wünschen allen eine

schöne Festspielzeit!

R A I N E R M A R K G R A F S T I F T U N G

Alexander Herrmann mit Ehefrau Maxi Friedrichs


Bayreuther estspielzeitung

festspiele.inbayreuth.de 12. Jahrgang | 25. Juli 2026

Dr. Karl-Wilhelm Temmen mit Ehefrau Dr. Carolin Temmen, Prof. Dr. Christoph Mundhenke mit Ehefrau Dr. Heidi Mundhenke, Andrea Deyerling,

Oliver Gießübel, Carolin und Jörg Lichtenegger und Hans Rebhahn

MdL Holger Grießhammer mit Ehefrau Nicole

Sabine Trinklein mit Tochter Julia Reibrich

Ulrich Pfeifer mit Ehefrau Evelin

Thomas Ebersberger mit Ehefrau Stefanie Hellbach


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