Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 110
Liebe Leserin, lieber Leser, noch ist der Sommer in Bremen sehr präsent und lockt uns vor die Tür. Mich gerne mal in wohl temperierte Ausstellungen, nicht nur in Bremen, aber hier besonders gerne. Im Magazin gibt es wieder jede Menge Tipps dafür. Aber wie wäre es mit einem Bummel durch Bremens Straßen und vor allem, wenn in der einen oder anderen kleinen Einkaufsstraße auch ein Fest stattfindet? Am 22. August das Wachmannstraßenfest und am 05. September, zeitgleich mit dem ersten Heimspiel von Werder, halten die Anrainer im Fedelhören ihre Geschäfte offen und möchten mit Ihnen ab 16:00 Uhr feiern. Rund um den Ansgarihof sind übrigens auch alle Geschäfte geöffnet, obwohl dort die große Baustelle ist. Die Innenstadt soll schöner werden, ich freue mich dar- auf. Ich vermisse aber auch seit vielen Jahren das Straßenfest am Ostertorsteinweg, auch dort und weiter bis zum Ende des Steintors gibt es so viele schöne Sachen zu entdecken und das große Fest war früher ein Highlight in meinem Kalender. Schade, dass es das nicht mehr geben soll. Ich kann gar nicht oft genug daran erinnern, wie wichtig ich es finde, dass wir nicht aus Bequemlichkeit nur online shoppen, sondern uns die Zeit nehmen in den Geschäften zu stöbern. Wieder wird ein mit Herzblut geführtes Geschäft (an der Verdener Straße) seine Türen schließen, weil wir nicht bereit sind für Qualität etwas mehr Geld auszugeben. Ich halte es mit meiner Großmutter, die schon immer sagte „wer günstig kauft, kauft zweimal“. In diesem Sinne, bleiben Sie nicht nur im Schatten und vor allem zuversichtlich. Herzlichst, Susanne Lolk
Liebe Leserin, lieber Leser,
noch ist der Sommer in Bremen sehr präsent und lockt uns vor die
Tür. Mich gerne mal in wohl temperierte Ausstellungen, nicht nur in
Bremen, aber hier besonders gerne. Im Magazin gibt es wieder jede
Menge Tipps dafür.
Aber wie wäre es mit einem Bummel durch Bremens Straßen und
vor allem, wenn in der einen oder anderen kleinen Einkaufsstraße
auch ein Fest stattfindet? Am 22. August das Wachmannstraßenfest
und am 05. September, zeitgleich mit dem ersten Heimspiel von
Werder, halten die Anrainer im Fedelhören ihre Geschäfte offen und
möchten mit Ihnen ab 16:00 Uhr feiern. Rund um den Ansgarihof
sind übrigens auch alle Geschäfte geöffnet, obwohl dort die große
Baustelle ist. Die Innenstadt soll schöner werden, ich freue mich dar-
auf. Ich vermisse aber auch seit vielen Jahren das Straßenfest am
Ostertorsteinweg, auch dort und weiter bis zum Ende des Steintors
gibt es so viele schöne Sachen zu entdecken und das große Fest
war früher ein Highlight in meinem Kalender. Schade, dass es das
nicht mehr geben soll.
Ich kann gar nicht oft genug daran erinnern, wie wichtig ich es finde,
dass wir nicht aus Bequemlichkeit nur online shoppen, sondern uns
die Zeit nehmen in den Geschäften zu stöbern. Wieder wird ein mit
Herzblut geführtes Geschäft (an der Verdener Straße) seine Türen
schließen, weil wir nicht bereit sind für Qualität etwas mehr Geld
auszugeben. Ich halte es mit meiner Großmutter, die schon immer
sagte „wer günstig kauft, kauft zweimal“.
In diesem Sinne, bleiben Sie nicht nur im Schatten und vor allem
zuversichtlich.
Herzlichst, Susanne Lolk
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
KULTUR
Theater
Konzerte
Ausstellungen
Film
PLAUDEREI
Katja Pietsch
KUNST
Sabine Straßburger
IN BREMEN
Musikfest
Shakespeare im Park
Bindungsenergetik
150 Jahre BSAG
August / September 2026
4,50 €
1
Hintergrund mit KI umgesetzt
Werde auch Neusparer und mach
mehr aus deinem Geld – mit smarten
Produkten, einfachen Online-Tools
und unserer individuellen Beratung.
Jetzt Serie streamen und alle
Infos zum neuen Sparen entdecken:
sparkasse.de/neues-sparen
Weil’s um mehr als Geld geht.
Editorial
Liebe Leserin,
lieber Leser,
noch ist der Sommer in Bremen sehr präsent und lockt uns vor die
Tür. Mich gerne mal in wohl temperierte Ausstellungen, nicht nur in
Bremen, aber hier besonders gerne. Im Magazin gibt es wieder jede
Menge Tipps dafür.
Aber wie wäre es mit einem Bummel durch Bremens Straßen und
vor allem, wenn in der einen oder anderen kleinen Einkaufsstraße
auch ein Fest stattfindet? Am 22. August das Wachmannstraßenfest
und am 05. September, zeitgleich mit dem ersten Heimspiel von
Werder, halten die Anrainer im Fedelhören ihre Geschäfte offen und
möchten mit Ihnen ab 16:00 Uhr feiern. Rund um den Ansgarihof
sind übrigens auch alle Geschäfte geöffnet, obwohl dort die große
Baustelle ist. Die Innenstadt soll schöner werden, ich freue mich darauf.
Ich vermisse aber auch seit vielen Jahren das Straßenfest am
Ostertorsteinweg, auch dort und weiter bis zum Ende des Steintors
gibt es so viele schöne Sachen zu entdecken und das große Fest
war früher ein Highlight in meinem Kalender. Schade, dass es das
nicht mehr geben soll.
Ich kann gar nicht oft genug daran erinnern, wie wichtig ich es finde,
dass wir nicht aus Bequemlichkeit nur online shoppen, sondern uns
die Zeit nehmen in den Geschäften zu stöbern. Wieder wird ein mit
Herzblut geführtes Geschäft (an der Verdener Straße) seine Türen
schließen, weil wir nicht bereit sind für Qualität etwas mehr Geld
auszugeben. Ich halte es mit meiner Großmutter, die schon immer
sagte „wer günstig kauft, kauft zweimal“.
In diesem Sinne, bleiben Sie nicht nur im Schatten und vor allem
zuversichtlich.
Herzlichst
Susanne Lolk
·
Mit dem QR-Code online lesen
und im Archiv stöbern!
3
Inhalt
110
06
PLAUDEREI
Katja Pietsch
Radio Bremen
12
KUNST
Sabine Straßburger
32
MUSIK
Philharmoniker
Sendesaal
GartenKultur
Seebühne / Metropol
42
BÜHNE
Theater Bremen
Shakespeare Company
Stadttheater BRV
48
AUSSTELLUNGEN
Gerhard-Marcks-Haus
Lilienthaler Kunststiftung
Städtische Galerie
Syker Vorwerk
4
Immobilienverkauf?
Dafür hab ich
jemanden!
22
IN BREMEN
Bindungsenergetik
150 Jahrfeier BSAG
Ansgari-Quartier
28
MUSIKFEST BREMEN
45 Veranstaltungen
34 Spielstätten
64
FILM
Filmkritik
Silent Cinema
Premieren
Filmkunsttheater
75
UNTERHALTUNG
Buchbesprechung
Cartoon
Kreuzworträtsel
Melanie Kritzer,
Haus & Grund-Mitglied seit 2013
· Verkauf
· Vermietung
· Verwaltung
· Bewertung
Haus & Grund Bremen GmbH
Am Dobben 1
28203 Bremen
0421 - 3 68 04-0
www.hug-bremen.de
5
Plauderei mit Katja Pietsch
Von Lena Häfermann, Fotos: Konstantin Zigmann
Katja Pietsch auf dem Weg in die Redaktionen von Bremen Eins und Bremen Vier – zwei ihrer früheren Arbeitsplätze bei Radio Bremen.
6
„Ich mag die Nähe in Bremen.“
Für die heutige Plauderei darf ich eine Frau treffen,
die sozusagen beruflich plaudert. Eine, die aber sonst
eher in die Rolle der Fragenstellerin schlüpft: Katja
Pietsch, Chefredakteurin von Radio Bremen. Wollen
wir doch mal schauen, wie sie sich auf der anderen
Seite eines Interviews so macht. Das Erste, was
mir auffällt, als sie mich fröhlich begrüßt: was für ein
wunderbares und farbenfrohes Outfit (knallroter Hosenanzug
mit pinkem T-Shirt). Außerdem: eine meiner
Fragen wäre gewesen, worüber Frau Pietsch das
letzte Mal so richtig herzhaft gelacht hat. Doch schon
nach wenigen Augenblicken ist klar: heute, über
eine Bemerkung, die der Fotograf gemacht hat. Frau
Pietsch lacht gern. Laut. Und oft. Das wird sicher eine
unterhaltsame Plauderei!
Katja Pietsch ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. In der
Nähe des Westfalenstadions und durch ihre Blutbahn
schwirren, wie sie sagt: schwarz-gelbe Blutkörperchen.
Dass die inzwischen auch grün-weiß sind, gibt
sie aber auch gern zu. Bunt geht es also in ihrem Inneren
zu, könnte man sagen. Auch das Büro der Chefin
ist bunt und lädt dazu ein, den Blick schweifen zu
lassen: Hier liegt eine gelbe Stressente, dort hängen
Fotos vergangener Veranstaltungen (und natürlich ein
gelb-schwarzes Stadionbild), viele, viele Bücher zieren
das Regal, eine Kaffeemaschine gibt es auch, der Konferenztisch
ist wirklich und wahrhaftig eine Tischtennisplatte,
sogar mit Netz. Zwei Schläger liegen auch
bereit. Dazu eine große Schale mit Haferkeksen.
making
places
remarkable
Form Vertriebs GmbH
Schwachhauser Heerstr. 1, 28203 Bremen
Tel. +49 421 347 953 5, info@form29.com, www.form29.com
usm.com
7
Katja Pietsch im Gespräch mit Lena Häfermann
Bank, BWL, Bremen Vier
Los geht’s! Wir starten mit der beruflichen Laufbahn.
Nach einer Banklehre und einem BWL-Studium, um
etwas Solides in der Tasche zu haben, entdeckte Katja
Pietsch während des angehängten Journalistik-Studiums
ihre große Liebe: Das Radio. Diese Liebe führte
sie zunächst zu Stationen in Nordrhein-Westfalen,
bevor eine Freundin anrief und sie nach Bremen und
zu Radio Bremen lockte. „Bei Bremen Vier habe ich
die Vier News mitentwickelt und präsentiert. Dann
fing ich bei Bremen Eins bei der Rundschau an. Später
bei buten un binnen, als Moderatorin. Und so ging
es immer weiter. Ich wurde Nachrichtenchefin, jetzt
bin ich Chefredakteurin.“ Und da hat sie das journalistische
große Ganze im Blick: die journalistische Qualität
im Programm, aber auch große Ereignisse wie die
Organisation der Berichterstattung zum Tag der Deutschen
Einheit für die ARD und Radio Bremen oder
die Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr. So im
Schnelldurchlauf.
„Ich bin neugierig und liebe Menschen und ihre Geschichten“,
erklärt sie ihre Berufswahl. Aus beinahe
jeder Begegnung nimmt sie etwas mit, etwas Neues,
einen Gedanken, eine Geschichte, ein Gefühl, eine
Perspektive – und gleichzeitig hofft sie immer, selbst
auch immer etwas zurückzugeben, sodass aus einem
einfachen Gespräch ein Austausch wird, der in
beide Richtungen wirkt. „Wir sind so nah an unserem
Publikum. Das ist es, was mir an Radio Bremen und
an der Stadt gefällt. Alle Bremerinnen und Bremer
kennen Radio Bremen und wissen damit etwas anzufangen.
Ich mag das.“ Neben den journalistischen
Inhalten kann sich die Chefredakteurin auch für Herzens-Aktionen
begeistern wie zum Beispiel das Weihnachtswunder,
eine gemeinsame Aktion der Hörfunkwellen
Bremen Eins und Bremen Vier. Auf dem
Weihnachtsmarkt stand die letzten beiden Jahre (und
diesen Winter wieder) ein gläsernes Studio, aus dem
rund um die Uhr gesendet wird. Hier dürfen sich Besucherinnen
und Besucher gegen eine Spende Musik
wünschen, es werden Konzerte gespielt, und am
Ende geht das Geld an einen guten Zweck. „Am letzten
Abend haben wir dort alle zusammen gesungen,
mit hausinterner Band, und es war einfach so schön,
das Publikum kennenzulernen und miteinander ins
Gespräch zu kommen.“ Das ist etwas sehr Besonderes,
findet sie.
Für gute Laune ist gesorgt
Ich möchte wissen, wie wir uns den Alltag einer Chefredakteurin
vorstellen können. „Wie ein buntes Mosaikpuzzle“,
antwortet Katja Pietsch auf die Frage
nach ihren täglichen ToDos. Da steht ein Austausch
8
mit dem buten un binnen Regionalchef an, dann die
Führungskräfte-Runde aus Online, TV und Radio. Danach
Meetings mit den Kolleginnen und Kollegen der
ARD. Radio Bremen ist Teil der ARD und damit ist
Frau Pietsch auch eine der Chefredakteurinnen der
ARD. Radio Bremen ist Lieferant und Garant für regionalen
Nachrichten und Unterhaltung. Mit den Radio-
Sendern Bremen Eins, Bremen Zwei, Bremen NEXT
und Bremen Vier verbinden viele Menschen im Land
Bremen eine persönliche Geschichte, erzählt Katja
Pietsch. Auch heute schaltet jeder zweite im Bundesland
Bremen einen Sender von Radio Bremen ein.
“Stolz bin ich darauf, dass buten un binnen das erfolgreichste
TV-Regionalmagazin Deutschlands ist. Es ist
diese Verbundenheit mit den Menschen, die mich so
antreibt. Ich freue mich auch über alle, die uns digital
über die Apps und Streaming nutzen, weil es zeigt,
dass uns die Menschen finden, wo und wann sie es
mögen“.
Die Tür von Pietsch steht grundsätzlich offen. Sie ist
ansprechbar für ihr Team, auch oder gerade dann,
wenn Unvorhergesehenes passiert. „Außerdem sorge
ich für Motivation und gute Laune“, ergänzt sie.
Das glaube ich angesichts des ansteckendes Lachens
sofort. Pietsch beschreibt ihre Arbeit als ein Zusammenspiel
aus unterschiedlichen Tätigkeiten – sprechen,
schreiben, organisieren, entwickeln –, das sich
nicht auf eine einzige Rolle reduzieren lässt, sondern
gerade davon lebt, dass ständig neue Situationen entstehen,
neue Menschen ins Spiel kommen und neue
Lösungen gefragt sind. „Ich fühle mich sehr wohl, in
dem, was ich tue. Und sehr beschenkt“, sagt sie.
NOCH KEIN ABO?
Bremens schönstes Kulturmagazin
6x im Jahr portofrei für 27€
in Ihren Briefkasten
Bestellung: info@schwachhauser.de
9
Das Hintergrundbild ist ein Ausschnitt eines großen Tafelbildes „Dampfradio“ aus dem Jahr 1983, eine Gemeinschaftsarbeit der beiden deutschen
Künstler Jub Mönster und Jürgen Schmiedekampf
Eine Jalousie runterlassen
In einer Welt, in der die Informationsflut und viel zu
oft auch die schlechten Nachrichten uns zu ersticken
drohen, was ist der Rat einer Frau, die sich täglich damit
umgibt? Wie schafft sie es, sich abzugrenzen und
ihre Heiterkeit zu bewahren? „Ich habe gelernt, mir
eine Jalousie runterzulassen. Mir zu sagen, okay, ich
nehme das jetzt mit, aber mir nicht zu sehr zu Herzen.
Ich kann die Welt nicht retten.“
Als Journalistin und Redakteurin hat sie schon viele
Stationen miterlebt: Radio, Fernsehen, Internet. Obwohl
inzwischen das Digitale im Fokus steht, kann sie
sich aber auch immer noch für die Arbeit beim Radio
oder im Fernsehen begeistern. „Da gibt es Moderatorinnen
und Moderatoren, die Sie ansprechen. Die
lassen Sie in Ihr Wohnzimmer, mit denen fahren Sie
Auto. Denen können Sie vertrauen. Die können Sie auf
der Straße treffen.“ Was sie immer wieder antreibt,
sind selten die großen, spektakulären Momente, sondern
vielmehr die kleinen Begegnungen, die im Alltag
entstehen und oft kaum auffallen, wenn man nicht
genau hinschaut – ein Lächeln auf der Straße, ein kurzer
Austausch, ein Moment, in dem sich etwas verbindet,
ohne dass es geplant war.
Wegen Pistazieneis nach Sizilien
Bei all der Bewegung, all den Begegnungen und all
den Impulsen bleibt eine Sache schwierig: innezuhalten.
„Einfach mal durchatmen, einfach mal stoppen“,
sagt sie. Wenn sie unterwegs ist, dann deshalb am
liebsten auf eine Weise, die möglichst viel Raum für
Spontaneität und Pausen lässt. Beim Motorrad fahren
geht es ihr nie nur um das Ziel, sondern vor allem
um den Weg dorthin, weshalb sie Autobahnen meidet
und stattdessen Landstraßen bevorzugt, auf denen
sich Landschaften, Orte und Stimmungen ganz anders
erschließen. Es war sogar schon mal nur ein spe-
Familie Tielitz
und Mitarbeiter
in 5. Generation
Laura und Henrick Tielitz
Friedhofstraße 19
28213 Bremen
www.tielitz.de
Tag & Nacht
0421 - 20 22 30
10
Sonntagskind
EINE GUTE
KOLUMNE:
BESSER ALS
EIN DRINK AM
Die wöchentliche Kolumne MORGEN. von
Mark Scheibe
www.
sonntagskind.
blog
Loriots Spruch: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ trifft
Katja Pietschs Humor auf den Punkt. Der Loriot Mops auf dem Sofa vor
Radio Bremen erinnert daran, das Leben und den täglichen Wahnsinn
mit Humor zu nehmen
ziell empfohlenes Pistazieneis in Sizilien Anlass und
damit Reiseziel. Und wenn es darum geht, anzukommen,
dann bedeutet das für Frau Pietsch auch nicht
zwingend ein fest gebuchtes Hotel, sondern kann
ebenso gut ein kleiner Gasthof sein, eine spontane
Unterkunft oder eben ein Zeltplatz mit Aussicht. Zelten
und Ruhepausen in Hängematten hat sie erst spät
für sich entdeckt, erzählt sie und zeigt damit, dass sie
ihren Radius immer noch erweitert. Einfach mal die
Dinge ausprobieren, die sich irgendwann ergeben.
Mal Action, mal Entspannung
„Ich mag den Trubel, einfach mal so ein bisschen berieseln
lassen, Spaß haben, leben. Und ich mag aber
genauso gerne auch einfach mit Freunden in der
Ruhe zu sein, nicht an der Oberfläche zu bleiben, sondern
sich auch mal in der Tiefe auszutauschen und
das auch gerne mit einem schönen Essen dabei. Ich
kann mich in beidem sehr, sehr wohlfühlen und ich
finde es auch wichtig, dass das ausgeglichen ist.“
Nach Lieblingsorten frage ich noch, und der ist nicht
immer gleich für Katja Pietsch: Samstagvormittags ist
es der Markt auf dem Domshof, plaudern, schlendern,
einkaufen. Den Sonntagmorgen verbringt sie gern mit
einer Tasse Kaffee auf der Stufe zu ihrer Balkontür.
„Ich liebe es auch, auf die Weser zu gucken. Es gibt
hier einen sehr schönen Ort, an der Weser entlang,
hinter der Überseeinsel. Da kann man schön drei Gänge
runterschalten und durchs Gebüsch die Weser glitzern
sehen.“
Gekommen, um zu bleiben
Wie ist es denn, aus dem Ruhrpott nach Bremen zu
kommen? Hat man da Heimweh? Die norddeutsche
Zurückhaltung ist erstmal gewöhnungsbedürftig,
wenn man aus dem Pott kommt, gibt Katja Pietsch zu.
Das Ruhrgebiet beschreibt sie als laut, leidenschaftlich,
direkt – als einen Ort, an dem Emotionen selten
gedämpft werden, sondern sich ihren Weg suchen,
während sie Bremen als zurückhaltender erlebt hat, als
leiser, manchmal auch vorsichtiger im Ausdruck. Eine
Szene ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben und
erheitert sie bis heute: bei einem Spiel im Weserstadion
singen und trommeln die Dortmunder Fans unermüdlich
und treiben ihre Mannschaft pausenlos an.
Trotz Eiseskälte. Irgendwann fragt ein Bremer Fan etwas
genervt, ob das denn nie aufhöre. „Nee, das kannste
knicken“, bekam er zur Antwort. Trotz aller vermeintlichen
Unterschiede in Mentalität, Temperament
und Fußballliebe: „Bremen ist mein Zuhause.“
LUME CATERING & EVENTS
Wernerstraße 38
28203 Bremen
Tel.: 0421 74720
Email: info@lume-bremen.de
Web: www.lume-bremen.de
Instagram: ciaolume
AFTER WORK DINNER ABENDE
3-GÄNGE AN EINER LANGEN TAFEL
SAISONAL & KREATIV
6. AUGUST 19 UHR
20. AUGUST 19 UHR - VEGAN
3. SEPTEMBER 19 UHR
17. AUGUST 19 UHR
BUCHUNGEN ÜBER UNSERE WEBSEITE!
WIR BIETEN:
KOCHEVENTS MIT TEAMS & FREUNDEN
AFTER WORK EVENTS
CATERINGS
FEIERN IN STILVOLLER ATMOSPHÄRE
BUCHUNGEN ÜBER UNSERE WEBSEITE!
11
SABINE STRAßBURGER
Geschichte ist Geschichtetes, 2026, Mixed Media
12
Denken
in Bildern
von Karla Wagner
Sabine Straßburger
„Malerei ist meine Art zu denken!“ - so Sabine Straßburger im Gespräch. Ihr künstlerisches
Schaffen begleitet sie kontinuierlich mit philosophischen Fragestellungen
– was macht das Format aus? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Bild und Objekt?
Wie erfolgt die Wahrnehmung von präsentierten Arbeiten, was ist wahrnehmbar?
Die Künstlerin beruft sich hier auch auf den französischen Schriftsteller Jean Giono
(1895 bis 1970), der konstatierte: „Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu
lassen, deshalb erkennen wir so wenig.“
Es ist wieder Zeit
für die Summerlounge!
Am 27.08.2026 ab 17 Uhr können Sie
endlich wieder sommerliche Vibes im
Mercedes-Benz Kundencenter Bremen
genießen: Entspannen Sie mit Longdrinks,
Snacks, Fingerfood und den besten Sounds
aufgelegt von der Bremer DJ-Legende
Frank Koopmann.
Jetzt Plätze sichern über den QR-Code!
Wir freuen uns auf Sie Im Holter Feld 10,
28309 Bremen.
Welcome home.
13
Wie groß ist eine Lücke - mind.-höchst., 2019, 21x210cm, 3-tlg., Öl auf Leinwand, Öl auf Holz, Holzelemente variabel
In ihrer Arbeit konzentriert sich die Künstlerin auf zwei,
für sie gleichwertige, Ebenen der Malerei: einerseits
die analytisch-konzeptionelle Dimension, in der die
konstruktiven wie auch konstitutiven Elemente des
Bildes wie Bildraum, Fläche und Binnenformat in den
Fokus gestellt und beleuchtet werden, andererseits
die Frage, wie sich Malerei in der Struktur und Textur
oder der verschiedenen Wirkungen der Farbe äußert.
Bilder sind für die Künstlerin Wahrnehmungsfelder,
sind Schritt für Schritt zu erschließen, dabei verbindet
sich Gesehenes mit Erinnertem, wobei auch die Betrachter
und Betrachterinnen der eigenen Geschwindigkeit
folgen und das persönliche Zeitarchiv, das
persönliche Gedächtnis aktiviert wird.
Im Gespräch sagt Sabine Straßburger, dass die Malerei
durch ihre persönliche Zeitstruktur – und hier die
Ölmalerei im Besonderen – ein geeignetes Medium
sei, die für sie wichtigen Zusammenhänge sichtbar zu
machen: ein eher von Langsamkeit gekennzeichneter
Entstehungsprozess, der dem Sehen und Wahrnehmen,
dem Erkennen und Verstehen Zeit lasse und der
von den Betrachtern und Betrachterinnen nachvollzogen
werden könne.
Sabine Straßburger ist 1956 in Osterholz-Scharmbeck
geboren, absolviert von 1976 bis 1981 das Studium
der Kommunikation (Kunst und Germanistik) an der
Universität Bremen. Von 1992 bis 2015 ist die Künstlerin
Mitglied der Galerie Gruppe Grün e. V. Anlass der
Gründung dieser Produzentengalerie im Jahr 1971
war nicht ein gemeinsames ästhetisches oder stilistisches
Programm – einfach und fundamental zugleich
wollten die Künstlerinnen und Künstler ihr kreatives
Schaffen präsentieren. Ziel war, die Öffentlichkeit an
den jeweils neuesten Arbeiten teilhaben zu lassen,
zur Diskussion zu stellen und auf diese Weise einen
künstlerischen Freiraum zu schaffen, der unabhängig
von den Bedingungen einer kommerziell arbeitenden
Galerie und der damit implementierten Verkäuflichkeit
agiert. 1993 nimmt Sabine Straßburger mit der Gruppe
KEB an einem Wettbewerb der Platzgestaltung in
Findorff teil; die Gruppe gehört zu den Preisträgern.
Ebenfalls im Jahr 1993 erhält die Künstlerin einen
Lehrauftrag für Malerei an der Universität Bremen.
Als eine weitere wichtige Station in ihrer künstlerischen
Laufbahn ist das im Jahr 2002 erhaltene
Stipendium Casa Baldi zu werten. Die Casa Baldi,
eine Künstlerresidenz in dem mittelalterlichen Berg-
O.T. - Nr.2, 2021 18x215cm, 4-tlg. Öl, Metall, Holz auf Leinwand
14
SUMMER TIME
städtchen Olevano Romano, etwa eine Stunde östlich
von Rom gelegen, gehört seit 1960 der Deutschen
Akademie Rom Villa Massimo an. Jährlich vergibt eine
Fachjury acht Stipendien an Künstlerinnen und Künstler
aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst,
Literatur und Musik (Komposition).
Sabine Straßburger arbeitet vorwiegend mit Ölfarbe,
mischt sie in der Vergangenheit selbst aus Pigmenten,
Bindemitteln und Beimischungen. Auf diese Weise
entsteht ein haptisches Malmaterial; die früheren
Bilder bieten keine glatte, viele jedoch häufig eine reliefartige
Oberfläche oder changierende Farbflächen
an. Einzelne Farbschichten überlagern sich, Pigmente
verschmelzen und schichten sich im malerischen
Prozess, durchdringen sich aber gleichzeitig und verleihen
dem Bild Räumlichkeit, Plastizität und Tiefe. Es
entstehen komplexe Gebilde, Bildsprachen, abstrakte
Systeme, spannungsvolle Bildzeichen und Farbflächen.
Die Arbeiten gehen vom Seriellen aus; sie sind
Versuchsanordnungen. Sie gehen der Frage nach,
was ein Bild ausmacht, wie ein ästhetisches Anschauungsmodell
entwickelt werden kann und die den
Betrachtenden gegebenenfalls vor Augen führt, dass
diese Fragen final nicht zu beantworten sind.
Wohn
WERK
STATT
Fiedler & Rösch
N 0 C / 5 M / 20 Y / 60 K (HKS 96 K)
N 50 C / 0 M / 20 Y / 0 K (HKS 51 K / 55 %)
15
Von Ungefährem + Exaktem - Studien, 2023, jeweils 40x40cm
Öl auf Leinwand
So sind die Bilder der Künstlerin mehr Objekte als dass
sie Bildcharakter im herkömmlichen Verständnis haben.
Farben sind für Sabine Straßburger vielmehr als visuelle
Reize, sind gleichermaßen Zeichen und Inhaltsträger.
Die Rezeption der Farbe stellt sich als komplexer
Prozess mit vielen Komponenten wie Licht, Farben
der Umgebung, Sättigung wie auch Größe und Format
der Farbfläche dar. Farbe ist so nicht unter einem
Oberbegriff zu fassen; zudem trägt die Farbe für die
Künstlerin auch persönliche Erfahrungen und emotionale
Erfahrungsräume in sich. Bedeutungen lassen
sich so transportieren, Emotionen werden freigesetzt
und die eigene Wahrnehmung erfährt Lebendigkeit
und Dynamik. Durch das Zusammenspiel von Farbe,
Form und Erinnerung entstehen so innovative
Momente. Die Bildzeichen und Farbflächen, die die
Künstlerin in ihren Arbeiten präsentiert, lassen sich
in den Bereich der Konzeptkunst einordnen, jedoch
greift Sabine Straßburger auch Elemente der konkreten
Kunst auf.
Bei der Konzeptkunst ist die Idee bzw. das Konzept
das eigentliche Kunstwerk. Material und fertiges Objekt
erscheinen zweitrangig. Nicht was die Betrachtenden
sehen, ist entscheidend, sondern was sie denken.
US-Künstler Sol LeWitt beschreibt es so: „Wenn
ein Künstler eine konzeptuelle Kunstform wählt, bedeutet
das, dass alle Planungen und Entscheidungen
16
ANZEIGE
BARRIEREFREIE BÄDER –
KOMFORT KENNT KEIN ALTER
ELEMENTS +
Digitale Badplanung leicht gemacht
Mit ELEMENTS + können Sie Ihr neues
Bad ganz einfach von zu Hause aus
planen. Unser digitaler Showroom
bringt die Badausstellung direkt auf
Ihren Bildschirm. Erkunden Sie hochwertige
Produkte in realistischen
3D-Visualisierungen und stellen Sie
sich Ihr Wunschbad individuell zusammen.
Über den Konfigurator können
Sie Ihre Favoriten speichern und für
die Beratung in einer unserer ELE-
MENTS-Ausstellungen vormerken. Zusätzlich
ermöglicht Ihnen ELEMENTS +
die flexible Auswahl verschiedener
Designs und Produktvarianten, sodass
Ihre Badplanung noch einfacher und
inspirierender wird.
Ein barrierefreies Bad bietet Sicherheit,
Komfort und Bewegungsfreiheit – und das
ganz ohne Abstriche beim Design. Moderne
Badkonzepte zeigen, dass Funktionalität
und Ästhetik heute Hand in Hand gehen.
Bodengleiche Duschen ermöglichen
einen bequemen Einstieg und schaffen
gleichzeitig ein groß-zügiges Raumgefühl.
Rutschhemmende Bodenbeläge, durchdachte
Lichtkonzepte und gut platzierte
Haltegriffe erhöhen die Sicherheit und
sorgen für Orientierung im Alltag.
Höhenverstellbare Waschtische, leicht
erreichbare Stauraumlösungen und großzügige
Bewegungsflächen machen das
Bad flexibel nutzbar – für jede Lebensphase.
Ob altersgerecht, vorausschauend
geplant oder bei eingeschränkter Mobilität:
Barrierefreiheit bedeutet Selbstständigkeit
und Komfort im eigenen Zuhause.
Hochwertige Materialien und moderne
Designs sorgen dafür, dass das Bad nicht an
ein funktionales Hilfsmittel erinnert, sondern
an einen stilvollen Wohlfühlraum.
Bei ELEMENTS entdecken Sie vielfältige
Möglichkeiten für barrierefreie Badgestaltung.
Unsere Experten beraten Sie
individuell, planen gemeinsam mit Ihnen
Ihr neues Bad und informieren Sie auf
Wunsch auch zu Fördermöglichkeiten.
Der erste Schritt zu mehr Komfort beginnt
mit Inspiration.
ELEMENTS-SHOW.DE
1717
O.T., 2025 Öl, Tape a. Leinwand 70x210 cm
im Vorhinein getroffen werden und die Ausführung
eine rein mechanische Angelegenheit ist. Die Idee
wird zu der Maschine, die die Kunst macht.“
Unter Konkreter Kunst subsummiert sich eine Kunstrichtung,
die im Gegensatz zum Kunstbegriff der
Abstraktion zu verstehen ist. Während die abstrakte
Kunst den Versuch unternimmt, sichtbare Realität wie
eine Landschaft oder auch ein Gesicht zu verfremden,
zu vereinfachen oder zu reduzieren, greift die Konkrete
Kunst in keiner Weise auf die Natur zurück. Sie
hat nicht den Anspruch etwas abzubilden, zu symbo-
lisieren oder Realitäten hinter den Dingen zu erklären.
Grundsatz der Konkreten Kunst ist: Das Werk steht
für sich selbst – eine Fläche ist eine Fläche, eine Linie
eine Linie, ein gelbes Quadrat ein gelbes Quadrat.
Der Entstehungsprozess von Bildern soll nachvollziehbar
und ablesbar sein; Sabine Straßburger ermöglicht
in ihren Arbeiten, zwar durchdacht und rational,
trotzdem, dass Zufall, spontanes Finden von Formen
und die Eigendynamik der Farbe ihren Platz haben.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Planung und
Prozess.
18
circeling thoughts (during the day), Studie, 2024 , 30x30cm
Mischtechnik auf MDF
circeling thoughts (at night), Studie, 2024 , 30x30cm
Mischtechnik auf MDF
Vorträge rund um die Gesundheit
im St. Joseph-Stift
Demenzinformationsabend
19. August 2026 um 16 Uhr
A. Viergutz, Neuropsychologin
A. Heinermann, Oberärztin Geriatrie
Arthrose – Therapien der Naturheilkunde
02. September 2026 um 17 Uhr
Dr. med. S. Dörffel, Leitung Klinik für Naturheilverfahren
Grauer Star im Fokus – von der Diagnose
bis zur Behandlung
16. September 2026 um 16:30 Uhr
Dr. med. B. Paun, Oberärztin Augenklinik
Endometriose
30. September 2026 um 17 Uhr
Dr. med. K. Dennis, Ltd. Oberärztin Frauenklinik
Dr. med. L. Zech, Oberärztin Frauenklinik
Der Begriff Konkrete Kunst wurde 1930 von dem niederländischen
Künstler und Kunsthistoriker Theo van
Doesburg in einem Manifest geprägt, in dem er konstatiert:
„Das Bild muss ausschließlich aus plastischen
Elementen konstruiert sein, d. h. aus Flächen und
Farben. Ein Bildelement hat keine andere Bedeutung
als ‚sich selbst‘, folglich hat das Bild keine andere Bedeutung
als ‚sich selbst‘.“
Der Eintritt ist frei.
Anmeldung unter (0421) 347 347 (Anrufbeantworter)
oder an mam@sjs-bremen.de
@stjosephstift
Es gelingt Sabine Straßburger bei den Betrachtenden
einen inneren Umgang mit ihren Arbeiten in der
Gesamtheit zu entfalten. Die Künstlerin zeigt nicht
Ein Haufen Tabletten?
Managen wir!
Nehmen Sie dauerhaft fünf oder mehr Medikamente ein. Keine Sorge –
durch unsere professionelle Beratung können wir dazu beitragen, dass
die Polymedikation wirksam und sicher verläuft.
Das Team der Horner Apotheke steht Ihnen zur Seite und hilft,
Ihre Gesundheit optimal im Blick zu behalten. Und das Beste daran:
Sie haben gesetzlichen Anspruch darauf! Sprechen Sie uns gerne an!
Terminvereinbarung:
Hotline 0800 – 20 366 10 | mail@hornerapotheke.de
www.hornerapotheke.de
circeling thoughts, 2025, 110x110cm
Öl, Kreiden auf Leinwand
19
O.T. 2, 2022, 38x80 cm, Öl auf Leinwand
einfach Bilder, ihre Arbeiten suggerieren
Lesbarkeit. Ihre Arbeiten
„beherbergen“ Geschichte, die – so
die Künstlerin – sich auch als „Geschichtetes“
darstellt.
seit 1888
Wir liefern Ihnen Wärme auf Vorrat
Die Wahrnehmung der präsentierten Arbeiten ist selbstredend individuell,
jedes Bild fungiert als erster Impuls und birgt die Möglichkeit, einen
dynamischen Prozess zu durchlaufen- das, was mit zeitlichem Abstand
erkannt wird, muss nicht mit dem ersten Eindruck übereinstimmen.
Durchgängig konzentriert sich Sabine Straßburger auf komplexe Thematisierungen
und unterschiedliche Aspekte von Bildlichkeit, widmet sich
der Frage, wie Konventionen und Normen sich zur Bildfläche verhalten,
Wahrnehmungen prägen. Der Aufbau ihrer Arbeiten ist vergleichbar mit
dem sprachlicher Konstrukte. Dabei kristallisiert sich auch häufig eine ironische
und spielerische Haltung zu den Entstehungsprozessen heraus.
Die Betrachtenden erleben hier eine Fülle an unterschiedlichen Assoziationsfeldern.
Koopmann-Jindelt
Energiehandel GmbH
www.koopmann-jindelt.de
info@koopmann-jindelt.de
Barlachweg 19 · 28355 Bremen
Tel. 0421 320077
Stadtkontor
Böttcherstraße 9 · 28195 Bremen
Tel. 0421 320077
Schleusenstraße 1 · 27568 Bremerhaven
Tel. 0471 44012
Heizoel
Service-Ruf 0800 5667626 / 0-24 Uhr
Versuch mit Flüssigkeit und Lichtquelle, Polaroid 1, 2021
20
Während der Pandemie erhält die Künstlerin 2021 für
den Zeitraum von drei Monaten ein Stipendium. In
diesem Kontext entschließt sich Sabine Straßburger
„anders (zu) malen“, entscheidet sich für das Medium
Fotografie - als Werkzeug dient eine Polaroidkamera.
Die Polaroidfotografie wertet die Künstlerin als Fortführung
ihrer Malerei, die ihr die Möglichkeit offeriert,
unmittelbar und sofort Resultate zu überprüfen,
Gedanken und Ideen direkt visualisieren zu können –
über 1000 Polaroids entstehen, bei Weitem nicht alle
finden einen Platz in der Dokumentation ihres künstlerischen
Schaffens.
Für die ausgewählten Polaroids sind, so die Künstlerin,
nicht deren fotografische Qualität oder „Originalität“
entscheidend, Datum und Unterschiedlichkeit
der Inhalte spielen für Sabine Straßburger ebenso wie
deren persönliche Bedeutung eine Rolle. Gedanken
und Ideen aus dieser Zeit werden in der Auswahl der
entstandenen Polaroids berücksichtigt.
Ihre Erfahrungen und Erinnerungen hält Sabine
Straßburger über einen Zeitraum von 151 Tagen fest,
reflektiert den Prozess und bezeichnet ihn als „ALL(E)
-TAG(E)“. Die Pandemie nimmt sie als „chaotisch und
zugleich strukturlos“ wahr. Sie hält ihre „Erkenntnisse“
in einer Art Tagebuch fest - Corona ist das omnipräsente
Thema in dieser herausfordernden Zeit,
in deren Kontext entwickelt die Künstlerin „Struktur“,
stellt am Ende des Projekts, bei der Durchsicht und
Auswahl der Fotos, mehrfach verzerrte Perspektiven
fest, immer wieder präsentieren sich Kreisformen und
-formationen, wenig Farbe, Licht und Schatten und
immer wieder der Blick in den Himmel.
ANGEBOT:
Sonnenbrillen-
Gläser pro Paar*
Ferne o. Nähe ab 79€
Gleitsicht ab 179€
*Gläser aus Kunststoff in Ihrer Sehstärke: 75% oder 85%
braun, grau oder grün getönt, 100% UV-Schutz,
bis sph ± 6 dpt, cyl + 2 dpt, Gleitsicht: Add + 3 dpt.
Schwachhauser Heerstraße 211 · 28211 Bremen
Tel. (04 21) 21 73 82 + 21 68 25
Sabine Straßburger macht die Erfahrung, dass die
Arbeit mit der Polaroidkamera Auswirkungen auf ihre
Malerei hat. Sie entwickelt und findet neue Ideen, so
dass das Werkzeug „Polaroidkamera“ ihr kreatives
Schaffen auch weiterhin begleitet.
In der Zeit vom 09. August bis 13. September 2026
präsentiert die Künstlerin in der Gruppenausstellung
„Zwischen Druck und Dehnung“ mit Anja Höppner
und Thilini Zach Arbeiten in der Villa Sponte, Osterdeich
59B.
sabine-strassburger.de
21
Von Michael Munzel
Load
Ein Problem unserer Zeit
Mental Load wird häufig als Thema berufstätiger
Mütter beschrieben. Tatsächlich betrifft die dauerhafte
mentale Belastung jedoch Menschen aller
Altersgruppen und Lebenssituationen: Lehrkräfte,
Berufstätige, Selbstständige, pflegende Angehörige,
Studierende und viele andere. Ständige Erreichbarkeit,
hohe Erwartungen und die Vielzahl alltäglicher
Entscheidungen können dazu führen, dass das Gefühl
von innerer Sicherheit verloren geht.
In unserem Zentrum für Bindungsenergetik in Bremen
widmen wir eine im August beginnende Vortragsreihe
dem Thema „Mentale Sicherheit statt Mental Overload“.
Im Mittelpunkt der Vortragsreihe stehen Fragen, die
viele Menschen unmittelbar betreffen: Schlafstörungen,
„Herz in Sicherheit“, Lernstörungen sowie Psychische
Gesundheit. Ziel ist es, wissenschaftliche
Erkenntnisse verständlich zu vermitteln und
konkrete Anregungen für mehr Wohlbefinden
im Alltag zu geben.
Zusammen mit meiner Kollegin Uta Goebel wird am
27.08 2026, um 18:00 eine Veranstaltung mit zwei
Vorträgen zum Thema Störungen der Nachtruhe –
und wieso wir (k)ein Auge zu tun können den Auftakt
dieser Reihe machen. Im September wird ein Vortrag
zum Thema Herz in Sicherheit gehalten werden.
Darüber hinaus ist am 14.10.26 ein kleiner Fachtag im
Bereich Lernen und Lernstörungen geplant. Allen genannten
Themen ist gemein, dass sie Auswirkungen
eines gesellschaftlich um sich greifenden Phänomens
sind. Mental Load wird verständlich im Zusammenhang
mit einer Zeit, in der die Informationsbelastungen
und die Ansprüche des Lebens dazu führen, dass
immer mehr Menschen nicht mehr alles „unter einen
Hut“ bekommen. Dies führt zu unterschiedlichen Formen
der Erschöpfung und Überlastung, die wiederum
unterschiedliche Lösungsansätze benötigen.
Mental Load greift in einer zunehmend unsicheren
Welt immer mehr um sich, weshalb das Thema auch
bei Wohlwurzeln ganz oben auf der Agenda steht.
In unterschiedlichen Gesprächsformaten und Kursen
geht es um die Frage, wie Sicherheitszuwachs zu
mehr Wohlgefühl beitragen kann – und wie ein stabiles
Wohlgefühl hilft, Mental Overload vorzubeugen.
Im Mittelpunkt stehen Austausch, gegenseitige
Unterstützung und alltagstaugliche Impulse für
mehr Resilienz und mentale Gesundheit.
22
Aktuell entsteht außerdem ein lokales Austauschforum
mit LehrerInnen aus Bremen. Sie dienen dem
Erfahrungsaustausch und bilden gleichzeitig die
Grundlage für einen speziell auf den Schulalltag zugeschnittenen
Kurs zum Thema Mental Load, Resilienz
und psychische Gesundheit.
Für den Ausbau unserer Social-Media-Aktivitäten
suchen wir außerdem interessierte PartnerInnen aus
Bremen, die das Thema Mental Load und mentale
Gesundheit mitgestalten möchten.
Wer sich für die Vortragsreihe, für den Austausch für
Lehrende oder weitere geplante Kurse auf unserer
Lernplattform Wohlwurzeln interessiert, kann sich
gerne per E-Mail an kontakt@bindungsenergetik.de
oder info@wohlwurzeln.de wenden.
Resilienz, mentale Gesundheit und Mental Load sind
keine Randthemen – sie sind Themen für Bremen.
Vielleicht sehen wir uns bereits beim Straßenfest im
Fedelhören, vor dem Zentrum für Bindungsenergetik
am 05.09.2026
Michael Munzel
Dipl. Psych.
Begründer der Bindungsenergetik
und Gründer von Wohlwurzeln
Fedelhören 106
28203 Bremen
T 0421 2446393
bindungsenergetik.de
Michael Munzel
23
Eindrücke des großen Umzugs durch die Innenstadt, Foto: BSAG
Jubiläumskorso durch die Innenstadt
Am Samstag, dem 6. Juni, verwandelte sich die Obernstraße zwischen 16 und 18
Uhr in eine lebendige Bühne für 150 Jahre BSAG-Geschichte und die Mobilitätsentwicklung
in Bremen. Es war der glanzvolle Höhepunkt des Jubiläumsjahres.
24
Rund 50 historische und moderne Fahrzeuge präsentierten
sich den zahlreichen Zuschauerinnen und
Zuschauern in einem großen Schaufahren. Die beeindruckende
Spannbreite reichte von der Pferdebahn
von 1876 bis zum modernen „Nordlicht“. So konnten
die Gäste die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs
aus nächster Nähe miterleben. Ergänzt wurde
das Spektakel durch liebevoll restaurierte Oldtimer, die
ebenfalls durch die Obernstraße rollten. Alle Fahrzeuge
– sorgfältig gepflegt und beeindruckend erhalten
– zeigten eindrucksvoll, wie sich Mobilität in Bremen
über eineinhalb Jahrhunderte verändert hat.
Dass das historische Erbe der BSAG so umfassend
erhalten ist und live präsentiert werden konnte, ist
vor allem dem großartigen Engagement des Vereins
Freunde der Bremer Straßenbahn zu verdanken. Für
den Korso hatten die Mitglieder in den vergangenen
Monaten die Fahrzeuge intensiv für ihren großen
Auftritt vorbereitet – inklusive aller vorgeschriebenen
Hauptuntersuchungen.
Insgesamt elf Straßenbahnen aus 150 Jahren konnten
beim Jubiläumskorso bestaunt werden. Angeführt
wurde die Parade von einer Pferdebahn – einem echten
Stück Bremer Verkehrsgeschichte. Das Fahrzeug
wurde 1888 in der Werkstatt in Walle gebaut und
bot damals Platz für 16 Fahrgäste, die auf einfachen
Lattensitzen in Längsrichtung saßen. Für die Pferdebahner
war der Dienst einst hart: bis zu 14 Stunden
Schicht, stehend und ohne Heizung. Die Zugpferde
hingegen wurden regelmäßig ausgetauscht und als
wertvolle Investition der Gesellschaft stets gut versorgt.
Ebenfalls mit dabei war Triebwagen 49, liebevoll
„Molly“ genannt. Er war der 17. Wagen einer Großserie
und zählt zu den ersten elektrisch betriebenen
Straßenbahntriebwagen in Bremen. Zwischen 1899
und 1907 entstanden im Stadtteil Walle insgesamt
147 dieser Fahrzeuge. Der Längssitzer bot 20 Sitzplätze
und wurde anfangs von nur einem Motor angetrieben.
Die Fahrer standen damals zwar unter dem
Fahrzeugdach, jedoch völlig ungeschützt im Freien.
Erst ab 1921 erhielten die Bahnen Verglasungen, die
einen verlässlichen Wetterschutz boten. Ein historischer
Borgward-Bus der BSAG, ein Neoplan aus der
Reihe der ersten barrierefreien Busse in Bremen sowie
zahlreiche Oldtimer aus verschiedenen Jahrzehnten
begleiteten den Korso – von Fahrrädern aus dem
Jahr 1902 über Motorräder und Mopeds bis hin zu
Automobilen aus den 1920er- bis 1990er-Jahren. Die
Oldtimer stammten aus unterschiedlichen Regionen
sowie Ländern und waren eigens für diese besondere
Fahrzeugschau in Bremen zu Gast.
25
Advertorial, Foto: © S-Com/Westend61
Neues Sparen, neue Chancen
Viele sparen noch wie früher. Dabei lohnt es sich, genauer
auf seine Sparziele zu schauen. Die einen legen
monatlich einen festen Betrag zur Seite – für ein neues
Auto, eine Reise oder einfach als Sicherheitspolster.
Andere denken weiter: Wohneigentum, Altersvorsorge,
Vermögensaufbau. Und manche wissen zwar, dass
sie handeln sollten, wissen aber nicht, wo sie anfangen
sollen. Doch grundsätzlich gilt: Das klassische Sparbuch
reicht nicht mehr. Die Inflation frisst die Kaufkraft
schneller auf, als Zinsen sie ausgleichen können.
Das Problem hat einen Namen: Renditelücke
Deutschlands Sparerinnen und Sparer verschenken
jährlich Milliarden, weil ihr Geld nicht arbeitet, sondern
nur liegt. Doch wie geht das neue Sparen – und welches
Werkzeug passt zu welchem Ziel?
Wer für konkrete, überschaubare Wünsche spart –
einen Urlaub, ein neues Haushaltsgerät, eine Notfallreserve
–, profitiert von den digitalen Spartöpfen der
Sparkasse Bremen. Jeder Topf hat einen Namen, ein
Ziel und einen individuellen Betrag. Das Geld ist klar
zugeordnet, jederzeit einsehbar und nicht vermischt mit
dem Alltagskonto. Einfach, transparent, wirkungsvoll.
Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, braucht
mehr als ein Sparkonto. Das S-Neo Depot der Sparkasse
Bremen bietet von der Sparkassen-App aus
Zugang zu Fonds und Aktien – investieren ist bereits
ab einem Euro möglich. Mit Sparplänen lässt sich der
Einstieg niedrigschwellig gestalten: Regelmäßige Einzahlungen
gleichen Marktschwankungen aus, ohne
dass ständig Entscheidungen getroffen werden müssen.
Geldanlagen am Kapitalmarkt sind mit Risiken
verbunden. Wer aber früh beginnt und konsequent
bleibt, kann so über Jahre ein solides Kapitalpolster
aufbauen.
Wer hingegen für das Eigenheim oder die Altersvorsorge
plant, steht vor komplexeren Fragen: Wie viel
Förderung gibt es für mich? Welche Kombination aus
Bausparen, Eigenkapital und staatlicher Unterstützung
ergibt Sinn? Was reicht im Alter wirklich aus? Auf diese
Fragen gibt es keine pauschale Antwort – sie brauchen
eine persönliche Einschätzung. Genau hier sind
die Beraterinnen und Berater der Sparkasse Bremen
gefragt: Sie hören zu, analysieren die individuelle Lage
und entwickeln gemeinsam mit ihren Kundinnen und
Kunden einen Plan, der weiterhilft.
Damit dieser Plan auch verständlich bleibt, gibt es in
der Sparkassen-App eine Finanzakademie. Sie erklärt
unterhaltsam, wie Fonds funktionieren, was staatliche
Förderung leistet oder wie sich ein realistischer Sparplan
aufbaut – einfach und direkt anwendbar.
Sparen ist heute kein Selbstläufer mehr. Aber wer das
richtige Werkzeug für das richtige Ziel wählt, macht
aus der Renditelücke eine Renditechance.
26
Modernisierung des
Ansgari Quartiers
Alle anliegenden Geschäfte sind weiterhin erreichbar
Die Modernisierung des Ansgari Quartiers
in Bremen beginnt nach jahrelanger
Vorbereitung. Bis Ende September
2026 soll der historisch gewachsene
Platz saniert und nachhaltig aufgewertet
werden. Die Arbeiten erfolgen
abschnittsweise, sodass alle
Geschäfte im Quartier während
der mehr als viermonatigen
Bauzeit durchgehend
erreichbar bleiben. Die Fertigstellung
ist rechtzeitig vor
den Feierlichkeiten zum Tag
der Deutschen Einheit am 3. Oktober
2026 vorgesehen.
Geplant sind ein neuer Bodenbelag,
eine optimierte Beleuchtung sowie eine
modernisierte technische Infrastruktur und Stromversorgung.
Damit sollen bessere Voraussetzungen für
Gastronomie, Veranstaltungen und Nutzungen entstehen.
Zugleich soll der Ansgarikirchhof attraktiver, sicherer,
barrierefreier und angenehmer für Besucherinnen
und Besucher werden. Eigentümer und Anlieger
erwarten dadurch eine höhere Aufenthaltsqualität und
längere Verweildauer im Quartier.
Die Eigentümergemeinschaft des BID
Ansgari Quartier hatte sich seit Jahren
für die Sanierung eingesetzt. Unterstützt
wird das Projekt vom Bund, der
Senatorin für Wirtschaft, Häfen und
Transformation, der Senatorin für
Bau, Mobilität und Stadtentwicklung,
der Wirtschaftsförderung
Bremen und weiteren Behörden
und Akteuren. Ende Februar 2026
bewilligte der Bremer Senat rund eine
Million Euro für die Revitalisierung des
Platzes. Die Mittel stammen aus dem
LuKIFG-Infrastrukturprogramm und
werden durch Beiträge von Eigentümern
und Anliegern ergänzt.
Umgesetzt wird das Maßnahmenpaket von der WFB
Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Begleitet wird
das Projekt von der CS City-Service GmbH, dem Aufgabenträger
des BID Ansgari Quartier. Die Gesellschaft
ist im City-Marketing tätig und unterstützt unter anderem
Veranstaltungen, Werbung, Zwischennutzungen,
Facility Management und Bürgerbeteiligung. Ein Business
Improvement District ist ein Zusammenschluss
von Eigentümerinnen und Eigentümern, die ein Quartier
gemeinsam stärken und weiterentwickeln.
Ansgaritorstraße 22 · 28195 Bremen · Tel.: 0421 131 75 · Öffnungszeiten: Mo–Sa: 10–18 Uhr · www.ristedt.de
27
VORHANG AUF
für das 37. Musikfest Bremen
Festival startet am 15. August rund um den Marktplatz
Musikfest-Eröffnung auf dem Marktplatz, Foto: fotoetage
Der Spätsommer ist traditionell für eines der Großereignisse
im jährlichen kulturellen Kalender der Hansestadt
reserviert: das Musikfest Bremen. Bereits zum
37. Mal hebt sich am 15. August der Vorhang für das
Festival, das mit populären Meisterwerken genauso
wie der Vergessenheit entrissenen Raritäten quer
durch die Jahrhunderte und einer erlesenen Auswahl
renommierter Künstlerinnen und Künstler lockt.
Über 45 Veranstaltungen in 34 Spielstätten in Bremen,
Bremerhaven sowie ausgewählten Spielorten im gesamten
Nordwesten versprechen bis zum 4. September
einmal mehr drei prall gefüllte Wochen mit mitreißenden
Konzerterlebnissen erlesener Qualität, die
inspirieren, aufrütteln, stärken oder trösten. Gewohnt
stimmungsvoll beschert gleich der Eröffnungsabend
„Eine große Nachtmusik“ am 15. August mit seinen
18 Konzerten in drei Zeitschienen in neun Spielstätten
28
Ensemble Matheus, Foto: Jean Enders
rund um den illuminierten Marktplatz ein aufregendes
Mit- und Nebeneinander von Epochen, Stilrichtungen
und Genres. Der Bogen spannt sich von schwelgerischen
Orchesterklängen über sakrale barocke Schätze
oder exquisite kammermusikalische Perlen bis zu
avantgardistischem Jazz und fetzigen Latin-Rhythmen.
Dafür kündigen sich Künstlerinnen und Künstler
an wie z. B. das hr-Sinfonieorchester und Alain Altinoglu
mit Solist Fazıl Say (Klavier), das Ensemble Matheus
und Jean-Christophe Spinosi, die Boston Early
Music Festival Vocal & Chamber Ensembles, die klassische
Band SPARK oder das Robinson Khoury Trio.
Dazu komplettieren die Illuminationen der Spielstätten
rund um den Marktplatz von Lichtdesigner Christian
Weißkircher auch visuell das festliche Geschehen zum
25-jährigen Jubiläum dieses Eröffnungsformats.
Nicht weniger hochkarätig ist das Angebot in den
folgenden drei Festivalwochen. Das Quatuor Ebène
bietet mit seinem Beethoven-Zyklus die seltene Gelegenheit,
an sechs Abenden in der Glocke alle 16
Streichquartette des Komponisten zu erleben. Weitere
Höhepunkte versprechen der Auftritt von Tenor
Rolando Villazón mit Christina Pluhar und ihrem
Ensemble L’Arpeggiata auf den Spuren des Orpheus-
Mythos. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
wiederum kombiniert mit Dirigentin Giedrė Šlekytė
Brahms‘ zweite Sinfonie mit dem ersten Violinkonzert
von Max Bruch, Solistin ist María Dueñas. Mit
dem jungen chinesisch-kanadischen Pianisten Bruce
Liu gibt der Gewinner des prestigeträchtigen Warschauer
Chopin-Klavierwettbewerbs von 2021 mit
29
TICKETS
Erhältlich beim Ticket-Service in der Glocke
sowie bei nordwest-ticket.de und im Webshop
unter
musikfest-bremen.de
MUSIKFEST FÜR JUNGE MENSCHEN
(unterstützt von der swb Bildungsinitiative)
BIS 18-TICKET (nach Verfügbarkeit):
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18
Jahre zahlen für jede Veranstaltung 6 Euro.
LAST MINUTE(nach Verfügbarkeit):
Schüler*innen, Studierende usw. bis 30
Jahre erhalten ab 30 Minuten vor Konzertbeginn
an der Abendkasse Tickets zum
Preis von 12 Euro.
Bruce Liu, Foto: Christoph Koestlin
einem Klavierabend in der Glocke sein Bremen-Debüt.
Vokalkunst in Vollendung versprechen daneben die
eingeladenen Gesangsstars: Die Sopranistin Nicole
Chevalier präsentiert mit den Bremer Philharmonikern
eine Verdi-Gala und die Sopranistin Julia Lezhneva
zündet mit dem Ensemble Il Giardino Armonico ein
barockes Feuerwerk mit Vivaldi-Arien. Während der
polnische Countertenor Jakub Józef Orliński mit dem
Ensemble Il Pomo d’Oro Arien, Kantaten und Madrigale
aus dem italienischen Frühbarock verwebt, schlägt
der französische Star-Tenor Benjamin Bernheim bei
seinem Bremen-Debüt den Bogen von französischen
Kunstliedern zu weltberühmten Chansons wie „Les
feuilles mortes“, Jazz-Sänger Kurt Elling wiederum
setzt mit der hr-Bigband auf Klassiker aus dem Great
American Songbook. Das Orchestra of the Eighteenth
Century und vier Sängerinnen und Sänger erwecken
Josephs Haydns Oper „L’isola disabitata“ zu neuem
Leben, wohingegen Vox Luminis und Lionel Meunier
eines der kühnsten Meisterwerke der sakralen Musik
aufführen: die Marienvesper von Claudio Monteverdi.
Das Schlusskonzert in der Glocke gestalten das Freiburger
Barockorchester und Violinistin Isabelle Faust
mit Sir Simon Rattle am Pult.
Beim Arp-Schnitger-Festival im Orgelparadies rund
um Bremen bildet Johann Sebastian Bach den Drehund
Angelpunkt für die ausgewählten Repertoires,
dessen Abschluss das Musikfest-Atelier „Wege zu
Bach“ mit einer Auswahl seiner Motetten bildet. „Katharinas
Hofmusik“, das zweite mehrtägige Musikfest-
Atelier für junge Musikerinnen und Musiker aus aller
Welt, findet unter der Leitung von Alfredo Bernardini
und Alessandro Quarta in Jever ebenfalls eine Fortsetzung,
wo die Ergebnisse in der dortigen Stadtkirche
präsentiert werden. Daneben gastiert das Musikfest
mit weiteren Konzerten im Nordwesten, so etwa in
Cloppenburg, Cuxhaven, Lilienthal, Lindern, Meppen,
Oldenburg, Papenburg, Verden und Worpswede.
30
BAROCKES
FEUERWERK
2026 | www.kleinerundbold.com | Bilder: Julia Lezhneva © Emil Matveev, iStock
Do 27. Aug 2026 / 19.30 Uhr
Die Glocke, Bremen
Il Giardino Armonico Instrumentalensemble
Julia Lezhneva Sopran
Giovanni Antonini Dirigent
Werke von Antonio Vivaldi und Joseph Haydn
Tickets: www.musikfest-bremen.de und www.nordwest-ticket.de
0421.33 66 99 und 36 36 36, in der Glocke und im Pressehaus
27
08
präsentiert von
31
Die Bremer
Philharmoniker
AUGUST / SEPTEMBER 2026
Frank Peter Zimmermann, Foto: Harald Hoffmann
Also sprach Zarathustra – ein Urknall!
1. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
So 20.9.2026
11 Uhr
Mo 21.9.2026 19:30 Uhr
Es ist eine Art musikalischer Urknall: Aus einem winzigen
Motiv entwickelt Richard Strauss in seiner Symphonischen
Dichtung Also sprach Zarathustra einen
der ikonischsten Anfänge der Musikgeschichte. Hier
werden die ganz großen Dinge des Lebens verhandelt:
Es geht um Gut und Böse, um den Sinn des Lebens,
den Anfang allen Seins. Doch zuvor steht mit Anton
Weberns Passacaglia op. 1 noch ein ganz anderer
(Neu)Anfang im Mittelpunkt. Sein erstes veröffentlichtes
Werk sprengt die Grenzen der Spätromantik, es ist
ein Aufbruch zu neuen Ufern. Noch in reinsten hochromantischen
Gefilden bewegt sich dagegen William
Waltons Violinkonzert, bei dem es zu einem Wiedersehen
mit einem weltbekannten Violinisten der Extraklasse
kommt: Frank Peter Zimmermann.
Anton Webern (1883-1945)
Passacaglia op. 1
William Walton (1902-1983)
Violinkonzert
Richard Strauss (1864-1949)
Also sprach Zarathustra op.30
Frank Peter Zimmermann, Violine
Marko Letonja, Dirigat
Symphonic Mob
Weserpark / Lichthof
Sa 12.9.2026. 12 Uhr
Der beliebte Symphonic Mob ist zurück! Die Bremer
Philharmoniker laden erneut Musikbegeisterte dazu
ein, den Bremer Weserpark in einen Konzertsaal
zu verwandeln. Beim Symphonic Mob finden sich
unter dem Dirigat von Kiril Stankow Profis und
Hobbymusiker:innen, Senior:innen und Kinder, Studierende
und Lehrende, Anfänger:innen und Fortgeschrittene
zu einem großen Orchester zusammen.
Symphonic Mob, Foto: Lutz Riechardt
Musizierende und Publikum dürfen sich auf ein beschwingtes
Programm freuen u.a. mit Auszügen aus
der Carmen-Suite von Georges Bizet, Slawische und
Ungarische Tänze von Antonín Dvořák und Johannes
Brahms sowie der mitreißende Juba Dance aus der
ersten Symphonie von Florence Price.
32
Musikalischer Spaziergang
Bürgerpark Bremen
So 23.8.2026 14-16 Uhr
Kammerensembles spielen in unterschiedlichen Besetzungen
an idyllischen Plätzen Werke aus fünf
Jahrhunderten – von Barock über Klassik und Romantik
bis Heute - und laden zum Spazieren, Entdecken
und Verweilen ein. Wer selbst einmal Violine,
Fagott & Co ausprobieren möchte, ist beim Stand
der Musikwerkstatt richtig. An allen Stationen spielen
die Musiker:innen mit kleinen Pausen zwischen den
Werken durchgängig. Die Route durch den Park kann
somit individuell zusammengestellt werden.
Verdi-Gala
Die Glocke
Mi 26.8.2026 19:30 Uhr
Generalmusikdirektor Marko Letonja und die Bremer
Philharmoniker sind beim diesjährigen Musikfest Bremen
mit einer Verdi-Gala dabei. An ihrer Seite haben
sie mit Nicole Chevalier eine Ausnahmesopranistin –
eine Idealbesetzung für Verdis Frauenfiguren aus »I
lombardi«, »La traviata«, »Il trovatore«, »Don Carlos«,
»Otello« u. a., denen sie dramatische Intensität und
bewegende Gefühlstiefe einhauchen wird.
Nicole Chevalier, Foto: Maurice Korbel
Familienkonzerte
Klassik für Kinder? Na klar! Die Familienkonzerte der Bremer Philharmoniker bieten mit kindgerechter Dramaturgie
einen vergnüglichen Zugang zur klassischen Musik. „Konzertinchen“, bietet zauberhafte Klanggeschichten
und eingängige Melodien für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren; „Konzertini“ präsentiert Kindern ab Grundschulalter
das fetzig-freche Konzert „Tierisch gut“ mit großem Orchester und der Kinderrockband Die Blindfische sowie
eine musikalischen Lesung mit lustigen Gedichten von Anke Bär und Musik vom Ensemble Arcano.
Konzertinchen
Musikwerkstatt im Tabakquartier
So 30.8.2026 10 und 11 Uhr
„Vogelgezwitscher“ mit David Gutfleisch
So 13.9.2026 10 und 11 Uhr
„Guten Morgen, Cello“ mit Lynda Cortis
ABO oder PhilBenefitCard
Konzertini
Wallsaal
Fr 4.9.2026 15:30 Uhr
„In Giraffen stecken Affen…“ mit Anke Bär und dem
Ensemble Arcano
Halle 1 im Tabakquartier
So 27.9.2026 11 Uhr
„Tierisch gut“ mit den Blindfischen und gr. Orchester
Zusätzlich zu den attraktiven Abonnements mit Preisvorteilen von bis zu 35%, Stammplatz und vielen weiteren
Extras bieten die Bremer Philharmoniker mit der PhilBenefitCard ein neues Angebot mit exklusiven Ticketrabatten
an: Der Kauf einer PhilBenefitCard für 40 Euro gewährt einen Rabatt von 25% auf alle Tickets für Philharmonische
Konzerte und Afterwork-Konzerte 5nachsechs in der Glocke sowie für Meine Playlist, Next Level, Familienkonzerte
und Kammermusiken im Tabakquartier. So lassen sich persönliche Highlights zu einer individuellen Konzertsaison
zusammenstellen!
Nähere Details und Karten unter:
bremerphilharmoniker.de // Hotline T 0421 62673-20
33
sendesaal
bremen
SEPTEMBER / OKTOBER 2026
Boulanger Trio, Foto: Mathias Bothor
September 2026
PREOPENING: BOULANGER TRIO
„Beethoven III“
Das Boulanger Trio hat sich in den vergangenen Jahren
als eines der führenden Klavier-Trios etabliert. Die
drei Musikerinnen nehmen derzeit im Sendesaal Bremen
alle Werke Ludwig van Beethovens für ihre Besetzung
auf. In vier Konzerten lassen sie das Publikum
an dieser zyklischen Einspielung teilhaben und geben
so einen Vorgeschmack auf das Beethoven-Jahr 2027.
Auch am dritten Abend der Reihe werden sie, wie in
den Konzerten der vergangenen Saison, durch ihr geradezu
symbiotisches Zusammenspiel und ihr tiefes
Verständnis für Beethovens Musik faszinieren.
Fr, 11.09.26, 19.30 Uhr
Martin Stadtfeld, Foto: Uwe Arens
TÜREN AUF! MARTIN STADTFELD
„Meer müsste er heißen“
Er gehört seit Jahren zu den bekanntesten und profiliertesten
Pianisten seiner Generation und konzertiert
weltweit in den bekanntesten Sälen mit vielen prominenten
Klangkörpern. Seine atemberaubende Karriere
nahm ihren Ausgangspunkt mit dem Gewinn des
Bach-Wettbewerbes Leipzig 2002 und der Einspielung
der Goldberg-Variationen 2004. Mit diesem Werk debütiert
Martin Stadtfeld, der seit einigen Jahren an der
HfK Bremen lehrt, nun im Sendesaal und eröffnet die
Konzertsaison 2026/2027.
Sa, 12.09.26, 19.30 Uhr
Duo Pertar, Foto: Jörg Carstensen
34
DUO PERTAR
„Echoes of the World“
Lin Chen (Percussion) und Kristian Sievers (Gitarre)
verschmelzen asiatische und westliche Kultur mit der
gemeinsamen Passion für genreübergreifende Musik.
Chinesische Großtrommel wechselt auf südamerikanische
Tänze und Tangos, temperamentvolle Marimbaklänge
mischen sich mit warmem Jazzgitarrensounds
zu einem harmonischen Ganzen und zeichnen
exotische Collagen von balinesischen Landschaften
bis zu cineastischen Eigenkompositionen.
Fr, 25.09.2026, 19.30 Uhr
„New York, New York“, neben unbekannteren Titeln
wie „Harlem“ auf die Bühne.
Sa, 26.09.2026, 19.30 Uhr
HERCULES GOMES
„Bremen Solo“
Hercules Gomes hat seit seinem Deutschland-Debüt
im Sendesaal Bremen im März 2025 ein beeindruckendes
Jahr hinter sich: Als Solist konzertierte er mit
den größten Orchestern Brasiliens und gab Konzerte
in der Elbphilharmonie und beim Klavierfestival Ruhr.
Er bringt dieses Mal seine CD „Bremen solo“ mit, auf
der ausschließlich eigene Kompositionen zu hören
sind, erweitert das Programm jedoch um prägende
Kompositionen Brasiliens zwischen Ernesto Nazareth,
Chiquinha Gonzaga und Hermeto Pascoal in eigenen
komplexen Arrangements.
So, 27.09.2026, 18.00 Uhr
Ausblick auf die Highlights im Oktober
Tim Garland’s Lighthouse Trio
02.10.2026, 19.30 Uhr
Seit über 20 Jahren eine feste Größe in der Spitzenklasse
des Jazz: Grammy-Gewinner Tim Garland und
sein Trio.
Svavar Knútur „Autumn String Tour“
11.10.2026, 18.00 Uhr
Der launige isländische Singer/Songwriter mit der melancholischen
Stimme kehrt zurück nach Bremen.
Hercules Gomes, Foto: Rolf Schöllkopf
JEFF CASCARO
„Broadway and Beyond“
Er ist eine der bekanntesten deutschen Jazz-Stimmen:
Jeff Cascaro hat mit seinem ganz besonderen
Timbre zwischen Jazz und Soul eine eigene, erfolgreiche
Klangsprache entwickelt, die weltweit Fans
findet. Sein neues Bühnenprogramm lässt den Blick
nach New York schweifen und erweckt die großen
Melodien des Broadways zum Leben. Das Flair und
der besondere Puls dieser Weltstadt formen das neue
Programm und bringen Klassiker wie „On Broadway“,
Norma Winstone & Kit Downes
23.10.2026, 19:30 Uhr
Die grande dame des britische Vocal-Jazz trifft auf den
jungen Überflieger unter den Jazz-Pianisten.
Iiro Rantala „Trinity“
24.10.2026, 19.30 Uhr
Iiros feiner finnischer Humor, seine Inspiration und Virtuosität
treffen auf die bekanntesten Jazz-Standards.
Thabilé „Read my Lips“
31.10.2026, 19.30 Uhr
Die aus Südafrika stammende Sängerin ist eine der
aufregendsten Stimmen jenseits aller Genregrenzen.
Sendesaal Bremen
Bürgermeister-Spitta-Allee 45
28329 Bremen
info@sendesaal-bremen.de
Ticket Vorverkauf und Infos
sendesaal-bremen.de
oder an den Sendesaal-Abendkassen
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
35
Eröffnungskonzert 2025
Fotos: Kerstin Rolfes
23.
Von Freitag, 31. Juli, bis einschließlich Sonntag, 30.
August, veranstaltet der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen
e.V. das 23. GartenKultur-Musikfestival.
Von Großenkneten im Westen bis Grasberg im
Osten und von Hagen im Bremischen im Norden bis
Asendorf im Süden finden in 22 Städten und Gemeinden
insgesamt 35 Konzerte in privaten sowie öffentlichen
Gärten und Parks statt, darunter 4 Konzerte in
Bremen.
Auch in diesem Jahr bietet das GartenKultur-Musikfestival
wieder eine große Bandbreite an Musikrichtungen
für jeden Geschmack: Neben Pop, Swing, Reggae,
Blues, Soul, Kammermusik und Musical-Melodien
stehen u. a. auch plattdeutscher Indiepop, sphärischer
Welten-Folk und Klezmermusik auf dem Programm.
Parks, Burgen, Mühlen, Museen, Höfe, Privatgärten,
Schlösser und Stadtgärten öffnen ihre Pforten und
bieten dem Publikum vielfältige Musik regionaler und
überregionaler Kunstschaffender im Grünen.
Das Eröffnungskonzert findet am Freitag, 31. Juli,
um 19 Uhr in der Villa Marienhude in Hude statt. Die
ortsansässige Sängerin Sabine Santjer läutet dort das
GartenKultur-Musikfestival 2026 ein. Mutig und eigenständig
verbindet sie Lyrik in ostfriesischem Platt
mit elektronischem Indie-Pop.
Eröffnung 2025
Zur Einstimmung auf das Eröffnungskonzert wird
auch in diesem Jahr ein Kulturspaziergang angeboten,
36
Ein Großteil der Konzerte ist kostenlos, Karten für
kostenpflichtige Konzerte können bei den jeweiligen
Veranstaltenden und teilweise bei Nordwest Ticket
erworben werden.
Konzerte in insgesamt 22 Gärten, ein jeder ist ein Unikat
für den Tickets bei Nordwest Ticket erworben werden
können. Er führt vom historischen Klosterbereich zur
Villa Marienhude.
Alle Veranstaltungen hat der Kommunalverbund
wieder in einem übersichtlichen Programmheft zusammengefasst,
in dem die teilnehmenden Kunstschaffenden
und Gärten sowie das Begleitprogramm
vorgestellt werden. Das Programmheft liegt ab sofort
in den Rathäusern der Mitgliedskommunen des Kommunalverbunds
sowie an vielen weiteren öffentlichen
Stellen aus und ist auch digital auf www.gartenkulturmusikfestival.de
verfügbar.
Das GartenKultur-Musikfestival ist ein Gemeinschaftsprojekt
verschiedener Kulturschaffender
aus Städten und Gemeinden unter dem Dach des
Kommunalverbunds. Zudem wirken auch private
Gartenbesitzende und Vereine sowie Fördernde
und Sponsernde am Festival mit. Bereits seit 2003
organisiert der Kommunalverbund das GartenKultur-
Musikfestival. Dank der Kombination aus vielfältigen
Musikrichtungen sowie unterschiedlichen Parks und
Gärten ist das vierwöchige Event immer wieder ein
großer Erfolg.
TERMIN
23. GartenKultur-Musikfestival
35 Konzerte
31. Juli bis 30. August 2026
22 Städten und Gemeinden
in der Region Bremen und umzu
gartenkultur-musikfestival.de
LINSSEN CLASSIC
STURDY 28 SEDAN
Diese klassische Linssen Yacht wurde 2015 als
eines der ersten Modelle der neuen “New Classic
Sturdy“ von Linssen Yachts präsentiert. Es
war eine neue Stahlyacht-Serie, die sich an den
klassischen Vorbildern orientierte. Und die Serie
schlug im Markt ein, die kompakte TNCS 28 Sedan,
das kleinste Modell der neuen Palette, überzeugte
in den Tests mit sehr guten Fahreigenschaften und
einem gemütlichen Ambiente.
Die Ausstattung ist für ein Boot dieser Größe sehr komfortabel
und vielseitig. Die Bugkabine mit Doppelkoje
verfügt über zwei große Kleiderschränke, eine Toilette
und eine separate Dusche.
Überzeugend verhält sich die 28er Sedan auch
unterwegs. Erwähnenswert sind insbesondere
die gute Schallisolierung und die problemlose
Geradeausfahrt.
Das Schiff ist in perfektem Pflegezustand, hat etwas
über 1.000 Betriebsstunden absolviert und
war immer in Privatbesitz. Der jetzige Eigner hat in 2024
einiges investiert, so ist ein zweiter Plotter (Axiom9), aktives
AIS, Suchscheinwerfer, Funkgerät und sogar eine
Waschmaschine an Bord. Zwei zusätzliche Batterien
sorgen für Autonomie, Unterwasserschiff, Anoden, Inspektion,
etc. sind frisch gemacht – die 28 Sedan ist
bereit mit Ihnen Europa zu entdecken…
Alle Informationen: siemer-yachthandel.de/linssen-classic-sturdy-28-sedan
Kontakt: Christhard Wendt, Tel.: 0 44 97 - 85 82 80
SEEBÜHNE BREMEN
SAISON 2026
Die Seebühne Bremen startet 2026 bereits in ihre
sechste Saison – und das größer denn je: Vom 17. Juli
bis 23. August 2026 erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches
Programm mit mehr Shows, mehr
Stars und insgesamt fünfeinhalb Wochen voller Musik
und Entertainment. Unter freiem Himmel, direkt an der
Weser, entsteht so erneut eine spektakuläre Open-
Air-Kulisse für unvergessliche Abende. Das Programm
vereint beliebte Publikumslieblinge, die nach ihren
gefeierten Auftritten erneut auf die Seebühne zurückkehren
– darunter SCHILLER, Alphaville, Ben Zucker,
Philharmonic Rock und Highland Saga – ebenso wie
starke Neuzugänge, die 2026 erstmals auf dieser
Bühne zu erleben sind, etwa NENA und Madsen. Und
das ist längst nicht alles. Ein Sommer voller einzigartiger
Erlebnisse – jetzt Tickets sichern und Sommernächte
unter freiem Himmel genießen!
David Garrett
11.08.2026, 20:00 Uhr
David Garrett setzt seine „Millennium Symphony“-Tour im Sommer
2026 mit Open-Air-Konzerten in Deutschland und Österreich
fort. Er präsentiert die größten Pop-Hits der letzten 25 Jahre im
einzigartigen Klassik-Crossover-Stil. Mit über 5 Millionen verkauften
Alben und 5,6 Milliarden Streams zählt er zu den erfolgreichsten
Solokünstlern weltweit.
Philharmonic Rock
18.08.2026, 19:00 Uhr
PHILHARMONIC ROCK verbindet seit 2017 die Energie einer
Rockband mit der Klangvielfalt eines Sinfonieorchesters. Gemeinsam
mit der Klassischen Philharmonie Nordwest präsentiert das
Ensemble die größten deutschen und internationalen Rockklassiker.
Unter der Leitung von Ulrich Semrau und mit Sänger Jens
Wördemann entsteht ein einzigartiges Live-Erlebnis für Rockund
Klassikfans.
Engelbert Humperdinck
22.08.2026, 20:00 Uhr
Fotos: Seebühne
Engelbert Humperdinck kommt mit „The 90th Birthday Celebration“
erstmals nach Bremen und feiert dort seine über 60-jährige
Weltkarriere. Das Konzert am 22. August ist eine von nur zwei
Deutschland-Shows und zählt zu seinen letzten Auftritten hierzulande.
Seebühne Bremen
AG-Weser-Straße
28237 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
seebuehne-bremen.de
38
METROPOL THEATER
AUGUST BIS OKTOBER 2026
12.08.2026
12.09.2026 20.09.2026 02.10.2026
10.10.2026 14.10.2026 15. und 16.10.2026 28.10.2026
Montags
Metropol Jazz Lounge
03.10.2026
Till Reiners
09.10.2026
GameChanger Celebration
21.10.2026
Biyon Kattilathu
27.10.2026
Bjarne Mädel, Sven Stricker
& Jan-Peter Pflug Band
Service, Vielfalt & Gute Unterhaltung
26.09.2026
Traumkonzert
04.10.2026
Lars Eidinger
Vorschau
11.10.2026
Kosmos & Orchester
23.10.2026
Addams Family
29.10.2026
Der Nussknacker
01.10.2026
Tutty Tran
06.10.2026
Berlin, du coole Sau
18.10.2026
MICHAEL
24. und 25.10.2026
Evil Dead
31.10.2026
Joe Jackson & Band
Metropol Theater Bremen
Richtweg 7
28195 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
metropol-theater-bremen.de
39
BERLIN, DU COOLE SAU
Die Jahrhundertshow
Berlin, Du coole Sau führt durch die letzten 100 Jahre bewegter Geschichte
dieser Stadt. „Und Berlin war Sodom und Gomorrha“, schrieb
Bertolt Brecht 1928 über die damals drittgrößte Metropole der Welt. Das
ist Berlin bis heute geblieben – schlafloser Zufluchtsort zahlloser Getriebener
auf der Suche nach Abenteuern.
Eine einmalige Zeitreise...
Die Zeitreise beginnt im Luna Park der 1920er-Jahre
und endet im heutigen Berliner Club Berghain. Von
Swing bis Loveparade, von Marlene Dietrich bis Seeed:
Berlin, Du coole Sau schlägt eine musikalische Brücke
von der goldenen Ära bis in die funkelnde Gegenwart
dieser einzigartigen Stadt.
...mit charmanter Reisebegleitung
Erlebt wird die Geschichte durch die Augen einer
Berliner Toilettendame: Adele – gespielt vom Berliner
Original Ades Zabel – erzählt, in den 1920ern startend
bis in die 2020er-Jahre hinein, vom legendären
Nachtleben Berlins. Sie berichtet – immer am Puls der
Zeit und mit Berliner Schnauze – von Höhepunkten
und Niederlagen der Metropole, vom Mauerbau bis
Mauerfall und vom Trash und Glamour dieser besonderen
Verbindung, die Berlin so einzigartig macht.
Endlich auf Tournee
Nach mehr als 60 umjubelten Shows in Berlin und
Gastspielen auf diversen Festivals geht Berlin, Du
coole Sau nun endlich auf große Deutschlandtour.
The Capital Dance Orchestra präsentiert gemeinsam
mit seinen wunderbaren Sängerinnen Sharon Brauner
(Buch & Regie) und Meta Hüper (Musikalische
Leitung) einen fulminanten Abend mit Musik, Esprit,
Burlesque-Tanz – und Ades Zabel. Die längst überfällige
musikalische Hommage an eine einzigartige Stadt.
06.10.2026
Metropol Theater Bremen
Tickets:
coolesau.berlin/tickets/bremen
40
41
INNOCENCE, Foto: Jörg Landsberg
August / September 2026
MUSIKTHEATER
INNOCENCE
Oper in fünf Akten von Kaija Saariaho
Musikalische Leitung: Stefan Klingele
Regie: Marco Štorman
Es sollte der schönste Tag ihres Lebens werden: Stela heiratet ihren Bräutigam Tuomas im kleinen Kreis. Sie
fragt nicht, wieso nur wenige Gäste da sind, zu groß ist das unbeschwerte Glück. Doch dunkle Wolken der Vergangenheit
verdichten sich über der Hochzeitsgesellschaft und ein Sturm aus Erinnerung, Schuld und vertaner
Verantwortung braut sich zusammen. Mit archaischer Wucht erzählt die finnische Komponistin Kaija Saariaho
von einem Trauma: Zehn Jahre zuvor gab es an einer Schule einen Amoklauf. Die unterschiedlichen darin verwickelten
Biografien verknüpfen sich tragisch und unbeabsichtigt zu einem Schicksal. Was bleibt vom Leben nach
dem Überleben? Schicht für Schicht offenbart sich die Schuldverstrickung aller Beteiligten.
Premiere: So 13. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: Mi 16. September und Fr 25. September jeweils um 19 Uhr
42
SCHAUSPIEL
HAMLET
von William Shakespeare // Regie: Alize Zandwijk
Ein Prinz ohne Krone, ein Däne ohne Mark. Sein Vater, der König, ist gestorben, und Hamlet ist untröstlich.
Er kann und will nicht akzeptieren, dass alle einfach weitermachen. Auch, weil er glaubt zu wissen, wer die
Schuld an seines Vaters Tod trägt. Seine Trauer vertieft sich zur existenziellen Krise. Hamlet sucht nach Wahrheit,
ringt mit sich selbst und misstraut den eigenen Wahrnehmungen. Er zögert und zaudert, will Gewissheit,
wo es keine gibt, will nicht auch zum Mörder werden. Und doch nimmt das Rachedrama seinen Lauf.
Wiederaufnahme: So 30. August um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weiterer Termin: Sa 12. September um 19 Uhr
SCHAUSPIEL
SOLANGE WIR LEBEN
nach dem Roman von David Safier // Regie: Alize Zandwijk
Foto: Jörg Landsberg
Die Geschichte von David Safiers Eltern Waltraut und Joschi führt vom
Wien der 1930er Jahre durch die Gefängnisse der Gestapo nach Tel Aviv,
in den Palästinakrieg und später auf die Weltmeere. Der Jude Joschi, der
niemals wieder deutschen Boden betreten wollte, wird Seemann – und
verliebt sich ausgerechnet beim Landgang in einer Eisdiele in Bremen.
Waltraut ist zwanzig Jahre jünger, Tochter eines Werftarbeiters in Walle,
bei ihrer ersten Begegnung bereits alleinerziehende Witwe. Gemeinsam
bekommen sie einen Sohn, David. Ihre Leben sind voller Höhenflüge
und Schicksalsschläge.
Wiederaufnahme: Sa 19. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
SCHAUSPIEL
CABARET
Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb // Regie: Andreas Kriegenburg
Foto: Jörg Landsberg
Berlin, zu Beginn der 1930er Jahre. In dem legendären Kit Kat Club leuchtet
der Star Sally Bowles. Ihr Charme blendet auch den amerikanischen
Schriftsteller Clifford Bradshaw – sie lernen sich kennen, er verliebt sich
in sie. Als Sally ihren Job verliert und bei ihm einzieht, werden sie ein
Paar. Die Vermieterin der Pension, Fräulein Schneider, möchte den jüdischen
Obsthändler Schulz heiraten, aber die Pläne werden von der
Realität überholt: Die Machtergreifung der Nationalsozialisten bestimmt
fortan ihr Leben. Clifford möchte mit der schwangeren Sally Deutschland
verlassen, doch sie hat andere Pläne …
Wiederaufnahme: So 23. August um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: So 6. September um 18 Uhr und Sa 26. September um 19 Uhr
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Theaterkasse
Goetheplatz 1-3
Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Termine und Karten unter
theaterbremen.de
T 0421 3653333
43
DAS WINTERMÄRCHEN
Von William Shakespeare
Sizilien erstrahlt im Sonnenschein. Doch der plötzliche
Eifersuchtswahn König Leontes bringt wütende Raserei
und Kälte auf die Insel. So düster das Stück beginnt,
so heiter und komödiantisch entwickelt es sich im weiteren
Verlauf – und am Ende überwinden Liebe, Reue
und Verzeihung sogar den Tod.
TERMIN: Freitag, 21. August um 18.30 Uhr
DAS WINTERMÄRCHEN, Foto: Mariann Menke
ORLANDO
Nach Virginia Woolf
Virginia Woolf schickt ihre Titelfigur Orlando auf eine
300-jährige, bewegte und abenteuerliche Reise – eine
Lebensreise, die Geschlechtererwartungen, gesellschaftliche
Konventionen und die Dimensionen von
Zeit in Frage stellt.
TERMIN: Mittwoch, 26. August um 19.30 Uhr
ORLANDO, Foto: Mariann Menke
LOVE LOVE LOVE
Von Mike Bartlett
Im Summer of Love 1967 kribbelt, schwelt und brennt
die Luft – und Kenneth und Sandra sind mitten drin!
30 Jahre später ist ihre Liebe jedoch im Egoismus,
die Utopie der 68er im Neoliberalismus angekommen.
Ein Stück über die Komplexität gesellschaftlicher Bewegungen,
das Spannungsfeld zwischen Idealen und
Realität, Privatem und Politischem – eine amüsante,
satirische und schräg-pointierte Bestandsaufnahme.
TERMIN: Samstag, 29. August um 19.30 Uhr
LOVE LOVE LOVE, Foto: Mariann Menke
…noch mehr Open-Air-Theater
gefällig?
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
im Park von Gut Hodenberg
So 13.9. um 17.00 Uhr
SHAKESBIERGARTEN im September
Do 17.9. um 19.30 Uhr ROMEO UND JULIA
Fr 18.9. um 19.30 Uhr ALLEIN AN DER BAR
So 20.9. um 19.30 Uhr DAS WINTERMÄRCHEN
im ShakesBierGarten am Falstaff (Theaterkneipe).
Jeweils Kurzfassungen à 40 Minuten.
44
SHAKESPEARE IM PARK, Foto: Wolfgang Kunckel
SHAKESPEARE IM PARK
Die bremer shakespeare company lädt zu Shakespeare
im Park ein: bereits zum 31. Mal findet das
große Open-Air-Ereignis vom 19. bis 30. August auf
der Wiese an der Melchersbrücke im Bremer Bürgerpark
statt!
Berührende Tragödien und amüsante Komödien,
Liebesgeschichten und Elfenzauber, Musik und Puppenspiel:
Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches
Programm mit Picknick, netter Gesellschaft und in
perfekter Naturkulisse – ein wunderschönes Theatererlebnis
für alle!
PROGRAMM
19.8. um 19.30 Uhr EIN SOMMERNACHTSTRAUM
20.8. um 19.30 Uhr MARIA STUART
21.8. um 18.30 Uhr DAS WINTERMÄRCHEN
21.8. um 22.00 Uhr MACBETH (auf Englisch)
22.8. um 19.30 Uhr VIEL LÄRM UM NICHTS
23.8. um 19.30 Uhr MEDEA
24.8. um 19.30 Uhr BÜHNE CIPOLLA Gastspiel
25.8. um 19.30 Uhr JULIUS CÄSAR
Die ArtVerwandten & Ukulelenorchester
26.8. um 19.30 Uhr ORLANDO
27.8. um 19.30 Uhr ROMEO UND JULIA
28.8. um 19.30 Uhr ROMEO UND JULIA
29.8. um 19.30 Uhr LOVE LOVE LOVE
30.8. um 18.00 Uhr EIN SOMMERNACHTSTRAUM
VIEL LÄRM UM NICHTS, Foto: Mariann Menke
Infos und Tickets:
shakespeare-company.com/Shakespeare-im-park
bremer shakespeare company
Theater am Leibnizplatz
Schulstr. 26
28199 Bremen
Tickets
Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall
Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr
T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
shakespeare-company.com
45
LUISA MILLER, Foto: Anni Strauss
SPIELPLAN AUGUST bis OKTOBER 2026
LUISA MILLER
Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Salvadore Cammarano
kritische Ausgabe von Jeffrey Kallberg
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Sa, 19.09., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
So, 27.09., 18:00 Uhr, Großes Haus
So, 11.10., 18:00 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Luisa und Rodolfo haben keine Chance. Ihre Liebe steht von Beginn an unter Beobachtung und Misstrauen. Sie ist
die Tochter eines einfachen Soldaten, er der Sohn eines einflussreichen Mannes. Was sie verbindet, bedroht eine
Ordnung, die Gefühle nach sozialer Herkunft bewertet und Nähe nur zulässt, wenn sie kontrollierbar ist. Verdis
Musik treibt diesen Zusammenstoß unerbittlich voran und verdichtet Schillers Kabale und Liebe zu einem Drama
ohne Ausweg. Luisa Miller erzählt von einer Liebe, die zerstört wird, weil sie sich nicht fügen will – und von einer
Macht, die erst siegt, als alles verloren ist.
Musikalische Leitung: Marco Comin // Regie & Bühne: Philipp Westerbarkei // Kostüme: Tassilo Tesche
46
TRUE CRIME:
DIE THOMASKATASTROPHE
Ein Live-Hörspiel von Coco Plümer // Uraufführung
Fr, 18.09., 19:30 Uhr, Kleines Haus (Premiere)
Fr, 25.09., 19:30 Uhr, Kleines Haus
Do, 08.10., 19:30 Uhr, Kleines Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Am 15. Dezember 1875 ging in Bremerhaven eine Bombe hoch, die große Nachwirkungen hatte. Die schlimmsten
Folgen waren über hundert Tote und massive Schäden am Hafen und in der Stadt. Psychologisch und
wirtschaftlich verursachte die mit einem Zeitzünder versehene Bombe, die auf einem Passagierschiff versteckt
werden sollte, enorme Angst. Und kurios war, dass der Attentäter William King Thomas ein notorischer Betrüger
und krimineller Hochstapler war.
Das Stadttheater zeigt diese haarsträubende Geschichte als True-Crime-Hörspiel – mit live produzierten Sounds
und Geräuschen. Das Stück lässt eines der prägendsten und zugleich fast vergessenen Ereignisse aus der Stadtgeschichte
wieder lebendig werden.
Regie: Luzie Kurth // Bühne & Kostüme: Sven Hansen
1. SINFONIEKONZERT «AUFBRUCH»
Antrittskonzert des neuen Generalmusikdirektors Marco Comin
GIOACHINO ROSSINI Ouvertüre zu Guillaume Tell
JEAN SIBELIUS Violinkonzert d-Moll op.47
ANTONÍN DVOŘÁK Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Rossinis Ouvertüre zu Guillaume Tell ist ein komponierter
Aufbruch: Naturklang, Bewegung, Energie, gespannte
Erwartung und ein entschiedener Wille nach
vorn. Freiheit erscheint hier als Geste des Anfangs,
unmittelbar und körperlich. Bei Sibelius richtet sich der
Aufbruch nach innen. Das Violinkonzert d-Moll wird
Mo, 31.08., 20:00 Uhr, Großes Haus
Di, 01.09., 19:30 Uhr, Großes Haus
weitere Infos: stadttheaterbremerhaven.de
zum konzentrierten Monolog der Solovioline – virtuos,
kantig, von nordischer Klarheit und innerer Spannung
geprägt. Dvořáks Sinfonie Nr. 8 führt ins Offene: Melodie,
Rhythmus und Lebenslust verbinden sich zu einer
Musik, die atmet, erzählt und den Raum mit menschlicher
Wärme füllt.
Dirigent: Marco Comin // Violine: Lea Birringer // Philharmonisches Orchester Bremerhaven
DIE MAUSEFALLE
Krimi von Agatha Christie
Deutsch von Horst Willems
Sa, 26.09., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
So, 04.10., 15:00 Uhr, Großes Haus
Sa, 17.10., 19:30 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Die abgelegene Pension des Ehepaars Ralston ist durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten.
Über das Radio erfahren sie von einem Mord, der sich in London ereignet. Nach und nach tauchen unterschiedliche
Gäste in der Pension auf, und über das Telefon kündigt sich ein Polizist an, der in der Pension ermitteln will.
Trotz Alibis stehen alle Gäste unter Verdacht. Das Misstrauen wächst. Ist der Mörder in der Pension zu finden oder
wird das Publikum hier auf die falsche Fährte geführt? Agatha Christies Detektivgeschichte enthält alle Elemente,
die man von einem spannenden Krimi erwartet, und ist mit 70.000 Vorstellungen in über 73 Jahren das am längsten
laufende Theaterstück der Welt.
Regie: Jan Steinbach // Bühne & Kostüme: Frank Albert
Stadttheater Bremerhaven
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
Öffnungszeiten Theaterkasse
Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
T 0471 49001
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
stadttheaterbremerhaven.de
47
Caroline Kryzecki, KSZ 270/190–05, 2019, Kugelschreiber auf Papier,
Privatsammlung Bielefeld, © Caroline Kryzecki & Sexauer Gallery,
Foto: Marcus Schneider
Christiane Baumgartner, Sunken Treasure – Pearls IV, 2024
Holzschnitt auf Kozo-Papier, Courtesy the artist & Cristea Roberts Gallery,
London, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Sam Roberts
Pauli-Preis 2026
50. Verleihung in der Kunsthalle Bremen
Im Jahr 2026 wird in der Kunsthalle Bremen der Pauli-
Preis zum 50. Mal verliehen. Der Kunstpreis zeichnet
im deutschen Sprachraum lebende Künstler*innen für
einen hervorragenden Beitrag zur jüngsten Kunst der
Gegenwart aus und gilt als einer der bedeutendsten
Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Sein
Name erinnert an den ersten wissenschaftlichen
Direktor der Kunsthalle Bremen, Gustav Pauli (1866–
1938). Bis heute verdankt das Museum seine berühmtesten
Werke Paulis progressiven Ankäufen moderner
Kunst. Seinem fortschrittlichen Geist sieht sich auch der
Pauli-Preis verpflichtet. Die Wettbewerbsausstellung,
in der alle acht nominierten Künstler*innen ihre Werke
präsentieren, findet vom 8. August bis 4. Oktober
2026 in der Kunsthalle Bremen statt. Die künstlerischen
Positionen wurden von sechs internationalen
Kurator*innen, dem Direktor der Kunsthalle Bremen,
Christoph Grunenberg, sowie dem Stifterkreis für
den Pauli-Preis nominiert. Im Laufe der Ausstellung
verkündet eine renommierte fünfköpfige Jury von
Fachleuten den bzw. die Preisträger*in. Am 15. September
2026 wird der mit 30.000 Euro dotierte Preis
um 18 Uhr in der Kunsthalle an den*die Preisträger*in
verliehen.
48
Jan Albers, smOulderbOulder, 2019
Sprühfarbe und Epoxy auf Polymergips und Polystyrol
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 K21, Düsseldorf, © Jan Albers
Harry Hachmeister, Installationsansicht Im Haus der Gefühle, 2024, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026,
Foto: MEWO Kunsthalle, Memmingen / Carsten Eisfeld
Die acht nominierten Künstler*innen für den Pauli-Preis 2026:
Jan Albers (lebt und arbeitet in Düsseldorf)
vorgeschlagen von Felix Krämer, Generaldirektor und künstlerischer Leiter
des Kunstpalastes in Düsseldorf
Christiane Baumgartner (lebt und arbeitet in Leipzig)
vorgeschlagen von Anna Wesle, Kuratorin am Museum Franz Gertsch,
Burgdorf, Schweiz
Harry Hachmeister (lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig)
vorgeschlagen von Mathilda Legemah, wissenschaftliche Mitarbeiterin
für Institutional Development am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie
der Gegenwart, Berlin
Annette Kelm (lebt und arbeitet in Berlin)
vorgeschlagen vom Stifterkreis für den Pauli-Preis
Caroline Kryzecki (lebt und arbeitet in Berlin)
vorgeschlagen von Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen
Phung-Tien Phan (lebt und arbeitet in Essen)
vorgeschlagen von Michelle Cotton, Direktorin der Kunsthalle Wien
Liesl Raff (lebt und arbeitet in Wien)
vorgeschlagen von Stefanie Böttcher, Direktorin der Kunsthalle Mainz
Anike Joyce Sadiq (lebt und arbeitet in Berlin und Nürnberg)
vorgeschlagen von Yvette Mutumba, Mitbegründerin und Leiterin von
Contemporary And (C&)
TERMIN
Pauli-Preis 2026
50. Verleihung und Ausstellung
8. August bis 4. Oktober 2026
Kunsthalle Bremen
Am Wall 207 | 28195 Bremen
T 0421 32 908 0
kunsthalle-bremen.de
Phung-Tien Phan, Volkswagen (Romeo and Juliet), 2025, Mixed Media
Courtesy of the artist & Project Native Informant, London, Foto:
Phung-Tien Phan & Project Native Informant
49
Daphne Wright
Daphne Wright, Blick in die Ausstellung „Memory and Presence“ mit der Künstlerin
Daphne Wright im Gerhard-Marcks-Haus, 2026, © Daphne Wright, Foto: Sandra Beckefeldt
Memory and Presence
12. Juli bis 18. Oktober 2026
Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert die erste Einzelausstellung
der irischen Bildhauerin Daphne Wright
(geb. 1963) auf dem europäischen Festland. Zu den
Motiven der Künstlerin gehören ihre beiden Söhne, die
sie mehrfach in verschiedenen Altersphasen abformte.
Auf der Schwelle zum Erwachsensein zeigt ihre neuste
imposante Arbeit „Sons and Couch“ (2025) einen
lebensgroßen Abguss ihrer Kinder auf dem häuslichen
Sofa. Die „Jungs“ erscheinen wie herausgenommen
aus dem Leben, eine intime Momentaufnahme, um
eine flüchtige Erinnerung aus dem Alltagsleben zu
konservieren. Die sichtbaren Spuren des langwierigen
Herstellungsprozesses des Doppelporträts aus Jesmonite
drängt den Eindruck eines potenziellen Hyperrealismus
eindeutig zurück.
Wrights Werke kreisen um Vergänglichkeit, Zerbrechlichkeit
sowie Lebensphasen zwischen Kindheit,
Erwachsensein, Leben und Tod. Ziel ist es, ihr Publikum
emotional tief zu berühren. Die vorherrschenden
Weißtöne verleihen den Arbeiten zusätzlich eine stille,
melancholische Präsenz. Die Ausstellung zeigt Werke
aus allen Phasen ihres Œuvres (mit Leihgaben aus
England und Irland), angefangen bei den frühen In-
50
stallationen aus Gips und Alufolie bis hin zu neusten
Arbeiten wie zum Beispiel „Dogs“ aus ungebranntem
Ton. Wright nutzt scheinbar gegensätzliche Methoden
wie Modellierung und Abgüsse nach lebenden und
toten Wesen nebeneinander und schafft dadurch in
jedem einzelnen Werk einen unterschiedlichen Wirkungsgrad.
Buchpräsentation am Mittwoch, 09. September,
18 Uhr „Daphne Wright. Memory and Presence”
Mit Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-
Hauses, Penelope Curtis, ehemalige Direktorin der
Tate Britain und der Künstlerin Daphne Wright.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Christian Schilling
Christian Schilling, Blick in die Ausstellung „Wunderkammer“ im Gerhard-Marcks-Haus
2026, Foto: Sandra Beckefeldt
Wunderkammer
12. Juli bis 18. Oktober 2026
Christian Schilling (geb. 1960) dürfte einer der wenigen
Künstler*innen aus Bremen sein, die im Leslie-Lohman
Museum of Art in New York ausgestellt haben, das
erste Museum weltweit, das explizit nur LGBTQIA+
Perspektiven zeigt. Schillings Figuren und Ensembles
sind auf eine besondere Art übertrieben figürlich und
bewegen sich zwischen Comic und kunsthistorischen
Anspielungen, etwa auf die ägyptische Amarna-Zeit.
und Büsten in die Hand nehmen kann (und das nicht
tut!), spielt für ihren Reiz eine große Rolle.
Gerhard Marcks
Seine Musiker und Dichter
12. Juli bis 20. September 2026
Der Künstler lebt mit seinen Objekten, die hier zum
ersten Mal in größerem Umfang gezeigt werden. Die
Idee, dass eine Person diese oft mehrteiligen Figuren
Gerhard-Marcks-Haus
marcks.de
Am Wall 208
28195 Bremen
51
„Du wurdest mit Flügeln geboren“
Ausstellung von Ulrich Schwecke vom 16.08. bis
25.09.2026 in der Kirche „Unser Lieben Frauen“
Ernst Bischoff-Culm, Der Friedof in Nidden
52
„Du wurdest mit Flügeln geboren…“
Entwurf für eine Fotoinstallation, Ulrich Schwecke
eröffnen Interessierten vielfältige Deutungsräume.
Ein zweites zentrales Element der Ausstellung ist
eine groß angelegte Foto-Installation im Altarraum:
Rund 200 Schwarz-Weiß-Fotografien im Format
20 x 30 Zentimeter zeigen zwei- bis vierjährige Kinder
– Freunde des Künstlers, Menschen aus der Kirchengemeinde
sowie bekannte Persönlichkeiten aus
Geschichte und Gegenwart, darunter Greta Thunberg,
Donald Trump, Andreas Bovenschulte und Herbert
Grönemeyer.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine künstlerische
Meditation über menschliche Entwicklung. Sie
lädt dazu ein, über persönliche und gesellschaftliche
Fragen nachzudenken und über die Kunst miteinander
ins Gespräch zu kommen. Die Arbeiten eröffnen
Perspektiven auf das eigene Leben, familiäre Prägungen
und gesellschaftliche Zusammenhänge. Welche
„Käfige“ bestimmen unser Denken und Handeln?
„Love and peace“ Objekt und Foto: Ulrich Schwecke
Was machen Menschen aus dem, was ihnen mitgegeben
wurde? Dieser Frage geht der Bremer Objektund
Fotokünstler Ulrich Schwecke in seiner neuen
Ausstellung „Du wurdest mit Flügeln geboren“ nach.
Der Titel greift ein Zitat des persischen Mystikers
Rumi aus dem 13. Jahrhundert auf und bildet den
Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung
mit Freiheit und Begrenzung, Berufung und
Scheitern sowie den inneren und äußeren Kräften,
die menschliches Handeln prägen.
Ulrich Schwecke präsentiert in der Bremer Stadtkirche
Unser Lieben Frauen großformatige Objekte aus
einem vielschichtigen Materialmix aus Federn, Holz,
Stoff, Metall, Fotografien, Fundstücken, Verbandsmaterialien
und Farbe. Entlang der Fensterwände
entfalten die schwebenden Arbeiten ihre Wirkung und
Die Objekte von Ulrich Schwecke arbeiten mit symbolstarken
Elementen. Federn und Flügel können für
Aufbruch, Bewegung und Freiheit stehen, Käfige für
Begrenzung und Kontrolle. Ergänzt durch Materialien
wie Verbände und Mullbinden können die Arbeiten
auch auf Verletzlichkeit und Heilung verweisen und
damit auf die Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.
Auch die gegenwärtigen globalen Krisen und Konflikte
fließen in die Ausstellung ein. Die Kriege in der
Ukraine und im Nahen Osten sowie gesellschaftliche
Polarisierung bilden einen Hintergrund für einige der
Arbeiten. Einzelne Objekte setzen sich mit Macht,
Ideologien und der Inszenierung politischer Führung
auseinander.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Die Kirche ist
täglich von 11 bis 16 Uhr geöffnet; sonntags ist der
Besuch im Rahmen der Gottesdienste möglich. Mehr
Informationen zur Ausstellung: ulrichschwecke.art
MENSCHSEIN
HÖRT MIT DEM TOD
NICHT AUF
Bestattungen
BESTATTUNGS-
VORSORGE
Entlasten Sie sich
und Ihre Nächsten.
Kostenfreie und
unverbindliche
Beratung.
Schwachhauser Heerstr. 47
28211 Bremen | 0421-38 30 55
www.caspary-bestattungen.de
info@caspary-bestattungen.de
53
Eine Landschaft
von Licht und Farbe
Ernst Bischoff-Culm, Der Friedof in Nidden
25. April bis 18. Oktober 2026
54
Die Kurische Nehrung mit ihrem künstlerischen Mittelpunkt
Nidden war vor 1900 ein Anziehungspunkt
für Künstler und wurde eine beachtenswerte Künstlerkolonie.
Exkursionen der nahen Kunsthochschule
in Königsberg und der im Ort ansässige Gastwirt Hermann
Blode beförderten das Interesse an der eigenartigen
Dünenlandschaft. Als die Zug- wie Schiffsverbindungen
ausgebaut wurden, besuchten auch Berliner
und Düsseldorfer Künstler die Kurische Nehrung.
Bedeutende Künstler des Expressionismus wie Max
Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff suchten den Ort
immer wieder auf, und als sich ab 1929 Thomas Mann
hier ein Sommerhaus baute, bekam Nidden eine überragene
Bedeutung.
Bis 1945 arbeiteten über 200 Künstler und Künstlerinnen
aus ganz Deutschland in Nidden. Sie waren
fasziniert von der Natur und der Architektur auf der
Kurischen Nehrung, aber auch vom Handwerk, der Lebensweise
und dem Lebensrhythmus der Fischer. Mit
dem Zweiten Weltkrieg brach die Geschichte der Niddener
Künstlerkolonie abrupt ab.
Mollenhauer, Fischergehöfte in Nidden
Die Künstlerkolonie Nidden
auf der Kurischen Nehrung
Das künstlerische Erbe haben nach 1945 das Ostpreußische
Landesmuseum in Lüneburg und viel später zwei
private Sammlungen intensiv gepflegt. Es gehört zum
Glücksfall, dass der Sammler Dr. Bernd Schimpke der Lilienthaler
Kunststiftung eine Auswahl seiner über 400
Gemälde umfassenden Sammlung zur Verfügung stellt.
In ihr sind alle Niddener Künstler und Künstlerinnen vertreten,
und sie dokumentiert damit die ganze Breite der
100-jährigen Geschichte dieser Künstlerkolonie.
Seit es ab 1990 wieder einfacher ist, die Kurische Nehrung
– die heute zu Litauen gehört – zu besuchen, ist
auch das ehemalige deutsche Kulturerbe wieder in den
engeren Fokus des kunsthistorischen Interesses gerückt.
Unbekannte Fotografien des
Niddener Fotografen Fritz
Krauskopf über den Aufenthalt
von Thomas Mann
in Nidden ergänzen diese
Ausstellung.
Max Pechstein, Am Strand
Bei ihrer Nähe zur Künstlerkolonie
Worpswede ist es der
Lilienthaler Kunststiftung wichtig, immer mal wieder
auf die weiteren europäischen Künstlerkolonien hinzuweisen,
damit der internationale Zusammenhang
dieser kurzen, aber intensiven Bewegung der Künstlerkolonien
deutlich und nicht vergessen wird.
Vorträge und Filme über einzelne Künstler, den Ort
Nidden, die Kurische Nehrung und Ostpreußen begleiten
die Ausstellung.
Lilienthaler Kunststiftung
Trupe 6 I 28865 Lilienthal
Öffnungszeiten:
Do-So 14-18 Uhr
kunststiftung-lilienthal.de
Karl Schmidt-Rottluff, Nidden 1913
55
Museumsleitung Laura Schuppe und Ute Garbrecht beim Lager im Güterbahnhof, Foto: kek
Das kek Kindermuseum
Das kek Kindermuseum für Bremen e.V. ist ein gemeinnütziger
Verein, der seit über 20 Jahren Mitmachausstellungen
und Schulprojekte ausrichtet.
„kek“ steht für Kinder erleben Kunst und Kultur
Die Museumsleitung übernahmen im Oktober letzten
Jahres Laura Schuppe und Ute Garbrecht mit
Unterstützung von Gudrun Gessert, die sich um den
Bereich Finanzen kümmert. Gemeinsam führen sie
das von den Gründerinnen Silke Rosenthal und Eva
Vonrüti Moeller entwickelte Bildungskonzept fort und
entwickeln das Kindermuseum mit neuen Ideen und
Impulsen weiter.
Ziel des Vereins ist es, Kindern einen aktiven und
kindgerechten Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen
mit Themen, die jeder kennt und erlebt.
Die Ausstellungen bestehen aus Mitmachstationen,
Werkstätten, partizipativen Bereichen und Ruhezonen.
Ausprobieren, Verändern und Gestalten sind hier
ausdrücklich erwünscht. Der Ansatz ermöglicht es,
Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen
niedrigschwellige Zugänge zu künstlerischen Themen
zu eröffnen.
Jährlich realisiert das kek von September bis Februar
eine große temporäre Mitmachausstellung, die sich
einem Thema widmet. Unter der Woche kommen
Schulklassen, Kindergärten und Gruppen im Rahmen
gebuchter Führungen, während an Wochenenden
und in den Ferien offene Besuchszeiten für Familien
angeboten werden.
Ergänzend finden im restlichen
Jahr Kunstprojekt-
Tage, Schulprojekt-
Wochen sowie Kooperationen
im Rahmen der
Bremer Schuloffensive
statt. Um eine nachhaltige
Nutzung zu ermöglichen,
verleiht
das Kindermuseum
die Kunststationen
oder ganze
Ausstellungen
an Schulen, Kitas,
Einrichtungen und
andere Museen.
Foto: Magnific
56
Wo?
Im Hafenmuseum Bremen
Am Speicher XI 1, erste Etage
28217 Bremen - Überseestadt
Öffnungszeiten
Gebuchte Führungen:
Montag - Donnerstag: 9 -18 Uhr, Freitag: 9 -14 Uhr
Offen für alle:
Freitag: 15 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag: 11-18 Uhr
An Feiertagen und Ferien gibt es gesonderte Öffnungszeiten.
Siehe Website
Zwei Senioren in der letzten Ausstellung „Kapier Papier“, Foto: kek
Unsere neue Mitmachausstellung „Auf den Punkt!“
Im Hafenmuseum Bremen entsteht vom 13. September
2026 bis 14. Februar 2027 unsere ganz neue Mitmachausstellung
„Auf den Punkt“.
Ein Punkt gehört zu den Dingen im Leben, die einem
so lange selbstverständlich sind, bis man anfängt,
über sie nachzudenken. Wir wollen neue Zugänge zu
einem scheinbar alltäglichen Element öffnen und gewohnte
Sichtweisen hinterfragen:
- Was ist eigentlich ein Punkt?
- Ist er immer rund?
- Welche Bedeutung hat er in Bild und Sprache?
Eintritt
6 € für alle ab 18 Jahren
95 € Führungen, Kindergeburtstage
(inkl. Eintritt und Buchung der Ausstellung)
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 18
ermöglicht durch die Sparkasse Bremen
Anmeldung oder Fragen
Telefon: 0421 - 380 476 82
info@hafenmuseum-bremen.de
Mehr Infos
kek-kindermuseum.de
mail@kek-kindermuseum.de
Insgesamt laden 15 Mitmachstationen dazu ein, das
Thema „Auf den Punkt“ auf vielfältige Weise zu entdecken
und selbst kreativ zu werden. Für die Umsetzung
der Stationen arbeiten wir mit Künstler*innen
aus Bremen zusammen. Die Mitmachangebote widmen
sich unterschiedlichen Themenbereichen: Der
Punkt in der Kommunikation, der Perspektive, in verschiedenen
Kulturen, im Handwerk, in der Kunst, der
Natur, der Musik, der digitalen Welt…
Neben unserem bewährten Begleitprogramm mit verschiedenen
Workshops, haben wir uns zum Ziel gesetzt,
unsere Angebote für die kommende Ausstellung
noch inklusiver zu gestalten:
- Kostenlose Führungen für Senior*innengruppen
- Kostenlose Familienführungen am Wochenende in
verschiedenen Sprachen
- Neue Öffnungszeit am Freitagnachmittag von 15-18
Uhr für alle Besucher ohne Anmeldung
Punktkinder, Foto: kek
57
GUNTHER GERLACH
PASSING SNOW
Ateliersituation © Hervé Maillet
Eröffnung: Samstag, 15.08.2026, 19 Uhr
Draußen am Deich der kleinen Weser, hinter der Städtischen
Galerie Bremen genießen die Badegäste den
Sommer. Wer würde bei den warmen Temperaturen
schon wieder an den Schnee denken, der Bremen vor
einigen Monaten überzogen hat?
turen und übermalten Grafiken in den letztlich vergänglichen
Materialien Holz und Papier gerne als Erfahrung
für das Publikum erzeugen möchte.
Gunther Gerlach jedoch bezieht sich mitten
im Sommer auf diesen Schnee, dessen
Momenthaftigkeit und auf die vorübergehenden
Spuren darin. Mit dem poetischen
Titel seiner Einzelausstellung in der Städtischen
Galerie möchte der Künstler „Momente
der Intuition“ beschreiben, wie er selbst
sagt. Momente, die kurz sind und dennoch
lange nachhallen – was er mit seinen Skulp-
58
Passing Snow, 2026, Handkamera Collage Kurzfilm
© Gunther Gerlach, Hervé Maillet
Aus der Reihe Falsches Tarot, 2024, übermalte Radierungen
© Hervé Maillet
Dazu setzt er seine Kunstwerke, vor allem einzelne bearbeitete
Holzstelen, in Bezug zum spezifischen Raum
der Städtischen Galerie. Aufrechtstehende Gruppen
solcher Stelen bilden Beziehungen untereinander und
zu den besonderen architektonischen Charakteristika
des großen Galerieraums, der zentral von einer Reihe
von Säulen getragen wird. Mit der Assoziation an
unsere eigene aufrechte menschliche Figur erschließen
auch wir uns mittels der Kunstwerke den Raum,
in dem außerdem eine Spur liegender Holzelemente
den Ort in Schwingung bringt. Als weitere Werkgruppe
füllt Gunther Gerlach die Wände, vor allem des kleinen
Galerieraums, mit aktuell übermalten frühen Stahlschnittgrafiken,
die einst riesig, gestisch und abstrakt
ausgeführt wurden, nun aber geteilt und mit figurativen
Andeutungen versehen sind. Ein starker Kontrast
dunkler gedruckter Hintergründe und weißer bewegter
Zeichen davor öffnet die sonst vermeintlich neutralen
weißen Ausstellungswände in psychisch empfundene,
physisch zu erahnende Räume.
Ausschnitt Konstellage Going Fishing, 2026, 10 Hölzer
© Gunther Gerlach
Diese sinnlichen Erfahrungen können intuitiv erfahrene
Momente erzeugen, die vorübergehen, uns aber
vielleicht wie der kurze Schnee und die Spuren darin im
Gedächtnis bleiben, weil wir die Kunstwerke als haptisch
reizvolle, visuell beeindruckende und körperlich
verifizierte Erlebnisse verinnerlichen. Raum wird zum
Ort, Zeit zum Moment, Skulpturen und Übermalungen
zu Zeichen der Existenz, zu einer Versicherung, hier
und jetzt zu sein.
Gunther Gerlach
Passing Snow
16.08. bis
18.10.2026
Städtische Galerie Bremen
Buntentorsteinweg 112
28201 Bremen
Öffnungszeiten
Di-So, 12-18 Uhr, Eintritt frei
staedtischegaleriebremen.de
Authentisch bleiben –
bis zuletzt.
Bestattungsvorsorge
Alles geregelt.
Familienbetrieb seit 1903
Tel. 0421 45 14 53
Bremen-Hemelingen
Bremen-Osterholz
www.ahrens-bestattungen.de
59
Minh Duc Pham: Präsente. Für die Ewigkeit, Textil, Kunststoff und Metall, 2024. Foto: Minh Duc Pham © Minh Duc Pham
Die Kids sind nicht
60
In der Ausstellung Die Kids sind nicht alright! setzen
sich elf Künstler:innen in den Medien Malerei, Zeichnung,
Grafik, Fotografie, Film, Skulptur und Rauminstallation
mit den gesellschaftlichen Auswirkungen
der deutschen Wiedervereinigung auseinander. Die
gezeigten Arbeiten verhandeln Fragen von Herkunft,
Erinnerung, Identität und sozialer Prägung und werfen
zugleich einen kritischen Blick auf politische Systeme,
gesellschaftliche Werte und ökonomische Umbrüche.
Die Ausstellenden eint, dass sie entweder noch Kinder
waren, als 1989 die Mauer fiel, oder kurz nach der
Wiedervereinigung geboren wurden. Aufgewachsen
in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation,
spiegeln ihre Arbeiten Erfahrungen von Umbruch,
Unsicherheit und Neuorientierung wider, die
viele Familien in Ostdeutschland prägten. Dabei werden
persönliche Familiengeschichten ebenso sichtbar
wie kollektive Erinnerungen und gesellschaftliche
Spannungen, die bis heute nachwirken.
Nadja Buttendorf: rosie - the next generation, Web Serie, 2026
© Nadja Buttendorf
Im Zentrum der Ausstellung stehen sowohl individuelle
Identitätssuchen als auch die strukturellen Bedingungen
der Nachwendejahre im Osten Deutschlands.
Die künstlerischen Positionen eröffnen dabei unterschiedliche
Perspektiven auf ostdeutsche Sozialisation,
Erinnerungspolitik und gegenwärtige Debatten um
Zugehörigkeit, Klasse und gesellschaftliche Teilhabe.
Präsentiert werden Werke von Nadja Buttendorf, Susan
Donath, Sophia Hirsch, Florian Kunert, Eric Meier,
Norman Neumann, Minh Duc Pham, David Polzin,
Oskar Schmidt, Manuel Sékou und Anna Zett.
Die Ausstellung ist konzipiert und kuratiert von Dr.
Meta Marina Beeck. Die Ausstellung steht unter der
Schirmherrschaft von Elisabeth Kaiser, Staatsministerin
und Beauftragte der Bundesregierung für
Ostdeutschland. Begleitend findet ein vielfältiges Rahmenprogramm
statt: syker-vorwerk.de
Eric Meier: Zur Einheit, Glasskulptur (fusionierte Schnapsflaschen), 2022
Foto: Julie Becquart © der Künstler & Mountains Berlin
alright!
TERMIN
Die Kids sind nicht alright!
04. Oktober bis 17. Januar
SYKER VORWERK
Waldstraße 76 I 28857 Syke
syker-vorwerk.de
David Polzin: Mauerfall 1989 (aus der Serie „Die Geschichte der der der
er“), Aquarell auf Papier, 2018 © VG Bild-Kunst Bonn 2026
61
Reisen zur Kunst
Foto: Katian Aidenko, pexels.com
Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?
Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl
sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen
inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.
LUXEMBURG: William Turner – Grand Tour
Joseph Mallord William Turner
The Rham Plateau and the Bock, Luxembourg, from the
North-East, 1839, © Tate Britain
William Turner war seiner Zeit weit voraus. Seine Landschaften
wirken oft so lichtdurchflutet und atmosphärisch, dass sie
erstaunlich modern erscheinen – obwohl sie vor mehr als 200
Jahren entstanden sind. Die Ausstellung in der Villa Vauban zeigt,
wie aus dem jungen Maler, der sich zunächst an den Künstlern
der Grand Tour orientierte, einer der großen Erneuerer der Malerei
wurde. Im direkten Vergleich mit seinen Zeitgenossen lässt sich
dieser Weg besonders gut nachvollziehen. Zu sehen sind beeindruckende
Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung der
Tate Britain, darunter auch Arbeiten, die Turner während seiner
Reisen durch Luxemburg schuf. Eine Ausstellung, die Lust macht,
genauer hinzusehen – und einen Künstler neu zu entdecken, dessen
Bilder bis heute faszinieren.
Bis 11. Oktober 2026
Villa Vauban, Luxemburg-Stadt
LONDON: Frida – The Making of an Icon
Frida Kahlo
Untitled Self-portrait with thorn necklace and hummingbird
© Tate London
Frida Kahlo ist längst mehr als eine Künstlerin – sie ist ein Bild, ein
Mythos, eine Projektionsfläche. Die Tate Modern interessiert sich
deshalb weniger für die Legende als für ihre Entstehung. Zwischen
Gemälden, Fotografien, persönlichen Objekten und Dokumenten
entfaltet sich das Porträt einer Frau, die Identität immer wieder neu
inszenierte: als Malerin, politische Aktivistin, Intellektuelle und Ikone.
Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wie stark ihr Werk bis heute
Künstlerinnen und Künstler weltweit beeinflusst. Dabei rückt weniger
die Biografie als die anhaltende Kraft ihrer Bilder in den Mittelpunkt
– Werke, die Schmerz, Selbstbehauptung und politische Haltung
auf unverwechselbare Weise verbinden. So entsteht weniger
eine klassische Retrospektive als eine vielschichtige Erzählung darüber,
wie Kunst Geschichte schreibt – und selbst Geschichte wird.
Bis 3. Januar 2027
Tate Modern, London
62
BERLIN: Lina Lapelytė – We Make Years Out of Hours
Lina Lapelytė, We Make Years Out of Hours, Foto:
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / art/beats,
Florian Mag © Lina Lapelytė. VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Unbekannter Künstler
Rhododendron – Rote Blüte mit Zweig. Aus dem Bestand
der Ständischen Zeichnungsakademie, © UMJ/N. Lackner
Auch Erwachsene können hier nach Herzenslust mit Bauklötzen
spielen. Also nicht nur schauen, sondern gestalten. 400.000
Holzwürfel verwandeln die historische Halle des Hamburger
Bahnhofs in eine Landschaft, die sich ständig verändert. Besucherinnen
und Besucher errichten gemeinsam mit Performerinnen
und Performern temporäre Architekturen, während Stimmen
den Raum mit Poesie und Gesang füllen. Zwischen Skulptur,
Performance und sozialem Experiment entsteht ein Werk,
das Gemeinschaft nicht nur zeigt, sondern unmittelbar erfahrbar
macht. Jeder Eingriff verändert den Raum – und macht sichtbar,
dass jede Form von Gemeinschaft immer wieder neu ausgehandelt
werden muss. Kunst entsteht hier nicht als fertiges Objekt,
sondern im gemeinsamen Handeln. Eine Einladung, Kunst nicht
nur zu betrachten, sondern Teil von ihr zu werden.
Bis 10. Januar 2027
Hamburger Bahnhof, Berlin
GRAZ: Blumen – Analytische Schönheit
Blumen sind hier weit mehr als dekorative Motive. Die Ausstellung
spannt den Bogen von detailgenauen Pflanzenstudien
des Biedermeier über fernöstliche Farbholzschnitte bis hin zu
zeitgenössischen Positionen und zeigt, wie eng Wissenschaft
und Kunst seit jeher miteinander verbunden sind. Präzision
trifft auf Poesie, botanische Dokumentation auf ästhetische
Inszenierung. Was zunächst wie eine klassische Blumenschau
erscheint, entfaltet sich als vielschichtige Erzählung über Natur,
Wahrnehmung und die Faszination des genauen Blicks. Gerade
im Wechsel zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und
künstlerischer Freiheit wird sichtbar, warum Blumen seit Jahrhunderten
zu den beliebtesten Motiven der Kunstgeschichte
gehören. Eine ruhige Ausstellung, die den Blick für das scheinbar
Alltägliche schärft.
Bis 04. Oktober 2026
BRUSEUM (Neue Galerie), Graz
FRANKFURT: Elmgreen & Dragset – Stillleben mit Gemüse
Ausstellungsansicht „Elmgreen & Dragset
Stillleben mit Gemüse“
© Städel Museum – Norbert Miguletz
Ich gebe zu: Für einen kurzen Moment dachte ich tatsächlich, jemand
hätte einen Säugling in einem Babykorb vor einem altmeisterlichen
Gemälde vergessen. Erst auf den zweiten Blick wurde
mir klar, dass genau diese Irritation Teil der Ausstellung ist.
Elmgreen & Dragset verteilen ihre Interventionen im gesamten
Städel Museum und verändern mit großer Leichtigkeit und Augenzwinkern
den Blick auf die Sammlung. Zwischen alten Meistern
und zeitgenössischen Eingriffen entstehen überraschende
Dialoge, die Gewohntes ins Wanken bringen. Was zunächst wie
ein Fremdkörper wirkt, eröffnet plötzlich neue Perspektiven auf
unsere Sehgewohnheiten. Genau darin liegt die Stärke dieser
klugen Interventionen: Sie erzählen keine neue Kunstgeschichte,
sondern lassen uns die bestehende mit frischen Augen sehen.
Bis 17. Januar 2027
Städel Museum, Frankfurt am Main
63
Sabine Wewer
NEUE BILDER in der SCHWACHHAUSER GALERIE
Vieques I, 2010, Acryl auf Leinwand, 140 x 300 (Ausschnitt) Sabine Wewer mit Samurai Frau, 2025
Vernissage, Freitag, 04.09.2026, 18 Uhr
In Wewers Bildern werden mystische Welten erschaffen,
in denen sich Reales und Fiktives wechselseitig
durchdringen und gegenseitig in Frage stellen.
Durch die Verwendung entsättigter Farben entstehen
surreale Momente, in denen sich scheinbar Bekanntes
einer absoluten Lesbarkeit entzieht. Transzendenz,
Transmutation und die Konzentration vor dem Kampf
oder einer magischen Situation werden künstlerisch
untersucht. So ist z. B.: eine Serie mit Boxern und Boxerinnen
entstanden, die im Kreismuseum Syke noch
bis Oktober 2026 zu sehen ist.
Themen ihrer künstlerischen Forschung sind die Alchemie
von Wetter, Wasser, Wolken- und Kristallbildung;
leerstehende Häuser und Dinge, die eine Erinnerung
herzustellen scheinen; Kinder und Jugendliche
und ihre Codizes. In anderen Bildern scheint man
sich in einem Rätsel zu befinden. Zeichnerische Architektur,
Figuren, Dinge oder Landschaften auf monumentalen
abstrakten Hintergründen führen den Betrachter
durch die vordergründigen Erzählungen auf
tiefere Sinn- und Zusammenhänge. Transformation
in geologischer und chemischer Form, Orte und Himmelsphänomene
sind ihre Themen, die sich in Titeln
widerspiegeln wie BROOKLYN METEOR oder den Namen
von Winden: TORNADO, SCIROCCO oder RUS-
SISCHE PEITSCHE. Das alles mischt sich mit autobiografischen
und literarischen Anregungen. Daher auch
der Titel des großen Unterwasserbildes VIEQUES I,
welches einer Serie von Bildern entstammt – inspiriert
von Tauchgängen vor der Insel Vieques in Puerto Rico.
Sabine Wewer arbeitet in ihren Ateliers im Zentrum für
Kunst, Tabakquartier Bremen und in Groß Ippener.
Am 04. September um 18 Uhr ist die Vernissage in
der Kunstgalerie des Schwachhauser Magazins in
der Schwachhauser Heerstraße 47. Die Ausstellung
geht bis zum 04. Oktober 2026. Sie können neue
Werke von Sabine Wewer sehen und die Künstlerin
persönlich kennenlernen. Wir freuen uns auf Sie.
64
Wenn man mal bedenkt, dass sich das Budget des gesamten
Films mit 650.000 Euro nur auf die Hälfte einer
durchschnittlichen Tatort-Folge beläuft, fällt einem beim
Anblick von Staatsschutz die Kinnlade runter.
Auch nutzt der Film eine sehr realitätsnahe, dem Alltag
anmutende Erzählweise, indem immer wieder fast
schon episodisch Ereignisse aus Seyos Leben und ihrer
Ermittlung aufgegriffen und gezeigt werden, anstatt
einem klassischen dramaturgischen Aufbau zu folgen.
Zudem unterhalten sich die Figuren in sehr realitätsnahen
Dialogen, die zwar authentisch wirken, dafür aber
nicht so unterhaltsam und charakterisierend sind. Das ist
zwar spätestens seit der Nouvelle Vague nichts Neues
mehr, liefert aber gerade dem „Mainstream“-Kinogänger
ein neues Filmerlebnis.
Das Ganze fällt sich dann leider im Pacing etwas auf die
Füße: Denn ein Thriller, wie es Staatsschutz laut Regisseur
Faraz Shariat sein soll, braucht ein gewisses Maß
an Suspense und Geschwindigkeit, welches durch die
Erzählstruktur leider immer wieder aufgebrochen wird.
Filmplakat, Quelle: Verleih
REZENSION
von Justus Schlichtherle
Das packende Gerichtsdrama Staatsschutz zeigt mit
ausgestrecktem Finger auf den deutschen Rechtsstaat,
übernimmt sich dabei aber stellenweise.
In Staatsschutz wird die junge Staatsanwältin Seyo Kim
Opfer eines rechtsextrem motivierten Brandanschlags.
Infolgedessen nimmt sie die Ermittlungsarbeiten selbst
in die Hand und muss dabei jedoch realisieren, wie sie
von ihrer eigenen Institution im Stich gelassen wird.
Der Film fällt mit einer unglaublich starken visuellen
Inszenierung und beeindruckender Bildsprache schon
früh auf: Gerade wie das Innere der Staatsanwaltschaft,
des massiven Betonbaus, so kalt, eng und erdrückend
in Szene gesetzt wird, prägt sich ein.
Dann ist da noch die Thematik des Films, die nach der
Berlinale-Premiere am 15.02.26 auf den eingängigen
Filmplattformen wie Letterboxd u. Ä. diskutiert wurde:
Denn auch wenn Shariats Werk mit der Kritik am
Selbstschutz, den sich Extremisten und Straftäter im
deutschen Rechtssystem selbst geben können, wenn
sie auf institutionelle oder persönliche Verbindungen
zurückgreifen können, ein überaus wichtiges und reales
Problem anspricht, so tut es das mit einer solchen
Eindeutigkeit, dass die Botschaft am Ende kaum weiterentwickelt
wird. Statt neue Perspektiven zu öffnen,
wiederholt der Film die zentrale Aussage mehrfach.
So wirkt es gegen Ende doch etwas arg dick aufgetragen
und selbstbestätigend, wo ein Film mit solch schwerwiegender
Gesellschaftskritik doch eigentlich Raum für
Diskurs schaffen sollte. Hier bekommt man an manchen
Stellen leider das Gefühl, dass etwas zu wenig Vertrauen
in den Zuschauer gesteckt wird, die Geschichte selbst
zu entschlüsseln und sich seine eigene Meinung bilden
zu können.
Staatsschutz bleibt allerdings allein wegen seiner packenden
Geschichte und einer für das deutsche Kino
herausragenden Inszenierung eine klare Empfehlung
für den geneigten Zuschauer und gibt einen hoffnungsvollen
Ausblick auf die Zukunft der Filmproduktion in
unserem Land.
Weitere Filmrezensionen im Film-Blog: cinephile.one
65
SILENT CINEMA
#STADTNEUDENKEN 2026
PROGRAMM
Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war, Foto: Verleih
Auch 2026 lädt die Initiative stadtneudenken wieder dazu ein, Stadträume neu zu erleben: An
fünf Sommerabenden verwandelt sich der Hillmannplatz in ein temporäres Open-Air-Kino.
Im Mittelpunkt stehen Filme, die sich mit Urbanität, Demokratie und Empowerment auseinandersetzen
– Themen, die unsere Städte prägen und unser Zusammenleben gestalten.
Ausgestattet mit Kopfhörern genießen die Zuschauer:innen in entspannter Atmosphäre fünf
sorgfältig kuratierte Filme.
Open Screen-Abend
Moderiert von Ilona Rieke (Filmbüro Bremen)
D 2025, Hobbyfilmer bis Profi
(jew. maximal 10 Minuten), 90 min
Der Open Screen-Abend gibt ausdrücklich jedem
- Hobbyfilmer bis Profi - die Möglichkeit,
einen eigenen Film vorzuführen und im Anschluss
mit Publikum und anderen Filmschaffenden
in den Austausch zu gehen. Fiction,
Doku, Animation, Experimentelles und Musikvideos
sind willkommen, Premieren und lokale
Produktionen werden bevorzugt. Es gibt
keine Auswahljury beim Open Screen, d.h. es
wird grundsätzlich alles gezeigt, was eingereicht
wird - unter der Voraussetzung, dass die
Filmemacher:innen am Abend anwesend sind.
Es wird zwischen den Filmen kurze Gespräche
geben und auch das Publikum darf hier ausdrücklich
Lob und Kritik verteilen und Fragen
stellen. Kurzfilmfans können sich auf eine kreative
Mischung aus frischen Werken, Bremer
Geschichten, schrägem Humor, Kunstfilmen,
Preisgekröntem und Skurrilem freuen.
Mi. 12.08., 20:30 Uhr, Hillmannplatz
Ingeborg Bachmann –
Jemand, der einmal ich war
Doku/Biografie, OV, Deutschland 2026
Regie: Regina Schilling, 96min
Ein Porträt zum 100. Geburtstag von Schriftstellerin
Ingeborg Bachmann, eine der bedeutendsten
deutschsprachigen Autorinnen des
20. Jahrhunderts, dass die Zerbrechlichkeit
und Kraft einer Künstlerin zwischen öffentlichem
Ruhm und existentiellen Krisenfeiert. Mit
einer kunstvollen Verbindung aus Archivaufnahmen,
Dialoge basierend auf Briefen, Tagebüchern
und anderen Werken Bachmanns
und der schauspielerischen Interpretation von
Sandra Hüller inszeniert der Film die zentralen
Lebensphasen der Autorin, die sich mit
radikaler Sprache jeder Vereinnahmung entzog,
und deren Werk bis heute eine visionäre
Wucht besitzt.
Do. 13.08., 20:30 Uhr, Hillmannplatz
Film Siri Hustvedt – Dance Around the Self
Biografie, OmU/DV, Deutschland/Schweiz
2026, Regie: Sabine Lidl, 110min
Mit 13 beschloss sie, Schriftstellerin zu werden!
Jung, neugierig und voller Tatendrang zieht es
Siri Hustvedt auf der Suche nach einem Helden
für ihren ersten Roman nach New York,
das weite, ruhige Minnesota im Rücken. Eine
Zeit voller Möglichkeiten, auszubrechen, mutig
zu sein und sich selbst zu verwirklichen.
Vier Jahre lang begleitet Regisseurin Sabine
Lidl eine der wichtigsten, intellektuellen Stimmen
der amerikanischen Literatur – Autorin,
Feministin, Tochter, Mutter & Ehefrau von
Paul Auster, und porträtiert ihre ganz eigene
Art zu leben und zu denken, mit den großen
Themen des Lebens: Liebe und Abschied.
Do. 14.08., 20:30 Uhr, Hillmannplatz
Film: Die leisen und die großen Töne
Tragikomödie, DV, Frankreich 2024
Regie: Emmanuel Courcol, 104min
Nachdem der renommierte Dirigent Thibaut
erfährt, dass er an Leukämie erkrankt ist und
eine Knochenmarkspende benötigt, findet er
zu allem Übel heraus, dass er adoptiert wurde
und einen älteren Bruder namens Jimmy hat.
Mit der Hoffnung, dass dieser ihm helfen kann,
macht er sich auf dem Weg und stellt schnell
fest: auf den ersten Blick könnten die beiden
nicht unterschiedlicher sein. Schnell denkt Thibaut
über die Ungerechtigkeit des Schicksals
nach, über Chancen, die ihm gegeben wurden
und Jimmy verwehrt blieben. So beginnt mit
ihrem Wiedersehen eine brüderliche, musikalische
Reise zwischen Gegensätzen und Gemeinsamkeiten,
und nimmt einen mit durch
Krisen, um dort erneut das verblüffend Schöne
zu entdecken.
Sa. 15.08., 20:30 Uhr, Hillmannplatz
dokumentART Kurzfilmrolle, 91 Min
moderiert von Ilona Rieke (Filmbüro Bremen)
Seit über 30 Jahren ist dokumentART ein Ort
für starke filmische Stimmen & sorgfältig kuratiertem
Programm, das sich mit unserer Gegenwart
und möglichen Zukünften beschäftigt–
neugierig, aufmerksam und nah am Leben.
So. 16.08., 20:30 Uhr, Hillmannplatz
Gezeigt werden folgende Filme:
Project Dad
Doku/Kurzfilm, OmU, Norwegen/Estland 2024
Regie: Camilla Stefanie Jämting, 28min
Camilla hat keinen typischen Vater; er ist sogennanter
„Pickup-Artist“, der anderen Männern
beibringt, wie man erfolgreich auf Dating-Apps
ist. Außerdem verfolgt er seine „spirituelle
Entwicklung“, unter anderem durch eisige
Oben-ohne-Spaziergänge, inspiriert von
Wim Hof. Camilla ist Künstlerin und Feministin,
und es gibt nicht viel, worüber sie und ihr Vater
sich einig sind, trotzdem haben die beiden eine
starke Verbindung zueinander. Ein Film an der
Schnittstelle von Liebe, Humor und Frustration,
der eine Tochter zeigt, die versucht zu verstehen,
wie sie und ihr Vater zu Gegensätzen
werden konnten und was es braucht, damit
diese Beziehung zueinander funktioniert.
Obey, obey
Kurzfilm, OmeU, Deutschland 2024
Regie: Akira Kawasaki, 4min
Die meisten Mittel- und Oberschulen in Japan
schreiben vor, wie die Jugendlichen ihr Haar
oder ihre Kleidung tragen dürfen. Der Film ist
ein visueller Guide dafür, wie diese Regeln
aussehen könnten.
Zuhause ist dort
wo die Sternfrüchte sauer sind
Doku/Kurzfilm,OV,Vietnam/Deutschland
2023, Regie: Huy Nguyen, 24min
Huy Nguyen dokumentiert seine ganz persönliche
Reise nach Vietnam. Um seinen Eltern
näher zu kommen, sucht Huy Antworten
66
bei seinen Großeltern in Hanoi. Liebevoll behandelt
der Film die emotionalen Konflikte und
das oft schwierige transkontinentale Schweigen
zwischen den Generationen seiner Familie
und begleitet die emotionale Annäherung
des Enkels.
Trains Passing
Drama/Kurzfilm, OV, Deutschland 2023
Regie: Ani Mrelashvili, 10min
Einmal die Woche treffen sie sich in einer
Wohnung, um der Großstadt zu entfliehen
und für ein paar Stunden Poeten zu sein –
bis zu dem Tag, als ein unerwarteter Gast zu
Besuch kommt.
Al Basateen | The Orchards
Doku/Kurzfilm, OV arabisch, Frankreich 2023
Regie: Antoine Chapon, 25min
Im Jahr 2015 wurde in Damaskus das Viertel
Basateen al-Razi als Strafe für den Aufstand
der Bevölkerung gegen das Regime von Baschar
al-Assad dem Erdboden gleichgemacht.
An seiner Stelle soll Marota City entstehen, ein
moderner, vernetzter Stadtteil mit 80 Wolkenkratzern.
Zehn Jahre später erinnern sich zwei
Bewohner*innen, die alles verloren haben, an
ihr Viertel, in dem einst ihre Häuser und die
ältesten Obstgärten von Damaskus standen.
Der Film verbindet ihre Erzählungen und nutzt
vom Regime produzierte 3D-Animationen, um
Erinnerungen wach zu rufen und sich dem
Vergessen und der gezielten Auslöschung
entgegenzustellen.
RAHMEN-PROGRAMM
Ausstellung: ENOUGH! GENUG!
DO. 13.08. bis 04.10.2026, 17:00 Uhr, Hillmannplatz
Am 9. März wurde der Bremer Marktplatz laut. Beim ersten Frauenstreik in Bremen im Rahmen
des internationalen Streiks der ENOUGH!-Bündnisse versammelten sich rund 1.000
Frauen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Mitten im Geschehen standen zwei Frauen,
ein Bügelbrett, 30 Meter Wäscheleine, 250 Postkarten und eine einfache Frage: Wovon
hast du GENUG!? Hunderte Frauen – und auch einige Männer – im Alter von 7 bis 87 Jahren
schrieben ihre Antworten auf Karten und hängten sie an die Leine.
Diese Ausstellung macht diese Stimmen sichtbar. Sie erzählt von Wut, Erschöpfung, Solidarität,
Hoffnung und Widerstand. Von all dem, was Frauen täglich tragen – und nicht länger allein
tragen wollen. Doch die Ausstellung ist kein Rückblick. Sie wächst weiter. Denn wir haben
noch nicht genug. Solange es Gründe gibt, laut zu werden, sammeln wir Stimmen.
GENUG! ist kein Ende. GENUG! ist ein Anfang.
Workshop: BIST DU WÜTEND GENUG von Susanna Janke
Do. 13.08., 18:00 Uhr, Hillmannplatz
Wir wollen uns eine Stunde lang mit unserer Stimme und unserer Haltung befassen. Erst im
Innen für uns, dann miteinander und dann nach draußen. Wie kann ich meine Stimme und
meinen Körper nutzen, um Grenzen zu setzen? Möchtest du deutlich werden und auf dich
aufmerksam machen? Sichtbar, hörbar und ganz und gar bei dem, was du sagen möchtest?
Gemeinsam mit der Stimmbildnerin Susanna Janke entwickeln wir einen Klang, eine Wucht
und eine Deutlichkeit.
One Day Chor: mit Line Papandieck
Sa. 15.08, 18:00 Uhr, Ballsaal Dorint Hotel (Hillmannplatz)
Gemeinsam einfach singen! Der One Day Chor soll ein paar Stunden voller Neugier werden:
auf das Stück, die eigene Stimme und auf die Gemeinschaft hinter dem Singen. Anderen zuhören
und gehört werden. In 2,5 Stunden üben wir gemeinsam ein Stück ein und freuen uns
drüber. Das wird super!
Beim One-Day-Chor kommen jedes Mal ganz unterschiedliche Menschen zusammen, die alle
Lust haben, gemeinsam zu singen. Wir lernen ein 4-7 stimmiges Stück und freuen uns dann
drüber, es gemeinsam zu singen. linepapendieck.de/chor/
Dein Sommer. Dein Denim.
Bei jeans disco findest Du nicht nur deine perfekte
Jeans, sondern auch den Service, der den
Unterschied macht:
Persönliche Beratung, passgenaue Änderungen,
Extra-Längen und alle Größen – für Deinen
individuellen Denim-Style.
jeansdisco
Martinistr. 53-55
28195 Bremen
jeansdisco.de
Tel: 0421 / 98899301
67
Steckerlfischfiasko, Foto: Verleih
Im Spiegel meiner Mutter, Foto: Verleih
BREMER
FILMKUNST
FILMSTARTS IM AUGUST
SCHAUBURG // GONDEL
ATLANTIS // CINEMA OSTERTOR
THEATER
Der Klang der Stradivari
Regie Grégory Magne
Astrid steht kurz davor, Musikgeschichte zu
schreiben und den Traum ihres verstorbenen
Vaters zu erfüllen: vier weltberühmte Stradivari
zum ersten Mal für ein Konzert zu vereinen.
Doch die Harmonie endet bei den kostbaren
Streichinstrumenten. Die für das Projekt
engagierten Solisten Lise, George, Peter und
Apolline beherrschen zwar virtuos ihre Saiten,
aber nicht ihre Emotionen. Während der Proben
auf dem abgeschiedenen Château prallen
Eitelkeiten, alte Rivalitäten und künstlerische
Differenzen aufeinander. Um das Jahrhundertprojekt
vor dem Scheitern zu retten, bittet
Astrid den exzentrischen Komponisten Charlie
Beaumont um Hilfe. Nun liegt es an ihm, aus
vier Einzelkämpfern ein Quartett zu formen
und den unvergleichlichen Klang der Stradivari
zum Leben zu erwecken.
Ab Do. 06.08.
fangen nimmt. Was da lauert rund um eine
alte Hütte, in die ein junges Ehepaar vor dem
Stress der Großstadt flieht, ist der Schrecken
alter Märchen und Sagen.
Ab Do. 06.08.
Steckerlfischfiasko
Regie Ed Herzog
Für den beliebten Dorfgendarm Franz Eberhofer
geht es auf bisher unberührtes Terrain,
als der örtliche Steckerlfischkönig auf dem hiesigen
Golfplatz mausetot aufgefunden wird.
Klar, dass sich der Franz da nicht länger mit
Nichtigkeiten wie dem Umzug in den Neubau
oder dem Wahlkampf von der Susi zur Bürgermeisterin
aufhalten kann. Gemeinsam mit
Kumpel Rudi Birkenberger und dem richtigen
Riecher ermittelt das wiedervereinte Dreamteam
im zehnten filmischen Abenteuer inmitten
zweier verfeindeter Volksfestclans – Fiasko
vorprogrammiert.
Ab Do. 13.08. Preview am Mittwoch, 12.08.,
um 20:00 Uhr in der Schauburg.
Sunny Dancer
Regie George Jaques
Nach ihrem Sieg gegen den Krebs will die
17-jährige Ivy einfach nur ein normales Leben
führen – fernab von Mitleid oder dem Stempel
des „Make-A-Wish-Kindes“. Doch als sie
gegen ihren Willen in ein Sommercamp für
krebsbetroffene Jugendliche geschickt wird,
Nightborn
Regie Hanna Bergholm
Wenn man bei Sonnenuntergang aufbricht
und immer geradeaus geht, immer weiter hinein
in den finnischen Wald, über Stock und
Stein, wird man da, wo die Nacht am tiefsten
und das Gehölz am finstersten ist, auf NIGHT-
BORN stoßen. Ein blutiger Body-Horror so
weiblich und körperlich und knarzend, dass
uns seine kraftvolle Atmosphäre sofort geprallt
ihr Freiheitsdrang auf starre Regeln. Was
widerwillig beginnt, entwickelt sich jedoch zu
einer Reise echter Verbundenheit, als sie in
einer Gruppe von Außenseitern unerwartete
Freundschaften schließt.
Ab Do. 13.08.
Der Spiegel meiner Mutter
Regie Jutta Brückner
Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin
Ursula Scheuner macht bei
Ausgrabungen im Moor einen sensationellen
Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes
Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie
den kürzlichen Tod ihrer Mutter verarbeiten.
Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen
für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart
und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen
in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer
muss Ursula schnell einen Weg hinausfinden.
Doch als ihre neue Assistentin Mel andeutet,
sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte
zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis
an die Oberfläche zu gelangen.
Ab Do. 13.08.
The Bombay Blood
Regie Gaurav Thakur
Als Keshav, ein bescheidener Pothraj-Künstler
aus Indien mit der seltenen Bombay-
Blutgruppe, für einen kulturellen Austausch
nach Europa reist, werden er und sein Blut
68
Nightborn, Foto: Verleih
Oh La La 2, Foto: Verleih
unwissentlich zum Schlüssel im Überlebenskampf
gegen die tödliche Pandemie „Phantom
Death“. Gejagt vom verzweifelten Dr.
Gerhard Kaiser und seiner Expertenkoalition
– die vor nichts zurückschrecken, um Keshav
zu fassen –, muss dieser ein gefährliches Katzund-Maus-Spiel
durch die Straßen Bremens
überleben. Kann ein Künstler die Wissenschaft
überlisten – in einem Wettlauf, bei dem Blut
der Preis des Lebens ist?
Ab Do. 20.08.
Der Spaziergang nach Syrakus
Regie Lars Jessen
Einmal nach Syrakus und zurück – davon
träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer
Reise nach Sizilien will er auf den Spuren
des Dichters Johann Gottfried Seume wandeln.
Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben
das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR.
Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für
seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine
Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft
in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine
Studienreise? Alles wird abgelehnt! Was bleibt
ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht
planen. Was die Sache nicht einfacher macht:
Er will danach auch wieder nach Hause zurück.
Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner
Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt
einen verwegenen Plan…
Ab Do. 20.08.
A sad and beautiful world
Regie Cyril Aris
Nino und Yasmina werden am selben Tag im
selben Krankenhaus geboren, doch sie begegnen
sich erst in der Schule. Beide spüren sofort
eine unmittelbare, tiefgehende Verbindung,
die sie sich nicht erklären können. Gemeinsam
schmieden sie einen Plan: Sie wollen Beirut mit
einem »magischen« Zug verlassen. Doch als
der Moment der Flucht gekommen ist, taucht
Yasmina nie auf. Erst 25 Jahre später führt
das Schicksal die beiden wieder zusammen
und sie beschließen, eine Familie zu gründen
– allen Widerständen und Krisen zum Trotz.
Ab Do. 20.08.
Salz und Wasser
In „Salz und Wasser“ führt Regisseurin Ines
Reinisch das Publikum auf eine Expedition
in die Ostantarktis, wo ein Team von
Forscher*innen und Seefahrer*innen die Geheimnisse
der Region erkundet. Unter den
Teilnehmern befindet sich auch Marcus Gutjahr
vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für
Ozeanforschung in Kiel.
Ab Do. 20.08.
Das Ende der Sterne
Regie Ridley Scott
Big Hig hat fast alles verloren – seine Frau,
seine Freunde und die vertraute Welt. Inmitten
der Stille nach einer verheerenden Pandemie
harrt er mit seinem Hund Jasper auf einem
Flugplatz aus. Sein einziger Verbündeter ist
der schroffe Bangley. Doch ein mysteriöser
Funkspruch weckt in Hig die Sehnsucht nach
mehr als nur dem bloßen Überleben. Mit seiner
Cessna bricht er auf in ein Ungewisses, das
Hoffnung auf Zivilisation verspricht.
Ab Do. 27.08.
Staatsschutz
Regie Faraz Shariat
Als die frisch examinierte Staatsanwältin Seyo
Kim ihre erste Stelle antritt, ahnt sie nicht, welchen
maroden Strukturen sie schon bald die
Stirn bieten muss. Sie überlebt nur knapp einen
rassistischen Brandanschlag und entscheidet
sich, selbst zu ermitteln. Doch statt
auf Aufklärung stößt sie in den „eigenen Reihen“
auf eine Mauer des Schweigens. Gegen
die ausdrückliche Weisung und erbitterten
Widerstand der eigenen Behörde nimmt Seyo
den Kampf gegen den scheinbar übermächtigen
Justizapparat auf. In einem Klima des
Misstrauens findet sie in der Anwältin Alexandra
Tiedemann und ihrer Freundin Ayten
Alican, einer Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft,
zwei Verbündete. Unter ständiger Bedrohung
kämpft Seyo mit ihnen für die Integrität
des Rechts – mit allen Mitteln und nicht
nur vor Gericht.
Ab Do. 27.08.
Oh La La 2 – Neue Tests, neues Chaos
Regie Julien Hervé
Damit haben die beiden Sturköpfe nicht gerechnet:
Ihre DNA-Tests waren fehlerhaft!
Jetzt wird nicht nur die deutsche Abstammung
des französischen Autohändlers Gerard
in Frage gestellt, sondern auch der cholerische
Weingutbesitzer Frederic, der sich gerade erst
mit seinen indigenen Wurzeln angefreundet
hat, verliert seinen kompletten französischen
Stammbaum und ist ein waschechter Türke.
Ab Do. 27.08.
HIGHLIGHTS IN DEN KINOS
Preview – Vaterland
Sonntag 23. August um 15:00 Uhr
Gondel
Preview – Steckerlfischfiasko
Mittwoch 12. August um 20:00 Uhr
Schauburg
Premiere – Aufstand in Auschwitz?
Dienstag 18. August um 20:00 Uhr
Schauburg
Premiere –
Wer weiß schon, was Leben ist
Mittwoch 26. August um 20:00 Uhr
Schauburg
Kult-Klassiker:
Reservoir Dogs (OmU)
30. August um 20:00 Uhr
Schauburg
bremerfilmkunsttheater.de
69
ÜBER
VIER
Buchempfehlung von Sabrina Weisser
Buchhandlung Melchers
LEBEN
Foto: Suzy Hazelwood von pexels.com
„Drei Frauen, die immer funktionieren mussten. Und
eine, die den Mut findet, den Kreislauf zu durchbrechen.“
Zitat Eichborn Verlag. Der Debütroman „Über
vier Leben“ von der 1998 geborenen Autorin Pauline
Hatscher erzählt von vier Frauen einer Familie. Wie
beeinflusst das Erlebte dieser Frauen auch spätere
Generationen, welche Erfahrungen bleiben festgeschrieben
in der Familiengeschichte? Ein feinfühliger
Roman über Verbundenheit und Verständnis für vorangegangene
Generationen.
So erzählt uns der Roman in kurzen Abschnitten abwechselnd
bruchstückhaft von den Lebensgeschichten
vier verschiedener Frauen. Wir begleiten Mirabell
im Jahr 2023, Sabine 1994, Lisa 1968 und Hannchen
1930. Mirabell ist dabei die treibende Kraft dieser Erzählung,
sie hadert mit dem Gefühl, in ihrem Leben
nirgends wirklich ankommen zu können und fragt sich,
welche Parallelen sie im Leben ihrer weiblichen Ahnen
finden kann.
Die Urgroßmutter Hannchen erlebt 1930 etwas
Schreckliches, das ihre Jugend schlagartig beendet
und ihr Leben und das ihrer Familie zerreißt. Lisa wird
als uneheliches Kind geboren, ihre Tante Erna nimmt
das Neugeborene auf und zieht es als ihr eigenes Kind
groß. Sie selbst wird spät Mutter und sieht sich mit der
Frage konfrontiert, ob eine Familie zu gründen wirklich
ihr sehnlichster Wunsch war. Sabine muss früh
den Tod ihrer Mutter erleben, ein Verlust, der ihr Leben
prägen wird.
Am Ende dieser Ahnenlinie steht nun Mirabell mit vielen
offenen Fragen. Haben sich in ihrer Familie transgenerationale
Traumata festgeschrieben? Welche
Rückschlüsse kann sie für ihr eigenes Leben aus dem
der vorangegangenen Generationen ziehen?
Mit einer beeindruckenden eindringlichen Sprache
erzählt Pauline Hatscher in ihrem Roman von vier
Frauen, die unter den Umständen ihrer Zeit, dem Patriarchat
und vielen unausgesprochenen Erlebnissen
leben, leiden und lieben mussten. Es gelingt ihr dabei,
die Familienkonstellation so aufzubrechen, dass die
Lesenden hautnah am Leben der Frauen teilnehmen
können. Allerdings sorgt die Erzählerin Mirabell durch
einige Auslassungen für die ein oder andere unerwartete
Wendungen.
Trotz der Schwere der Thematik liest sich „Über vier
Leben“ als überraschender Pageturner, die klare Sprache,
detailliert gezeichnete Frauenfiguren, die viel
Identifikationsfläche bieten, und ein rauschender Erzählfluss
machen diesen Familienroman
zu einem absoluten Sommerhighlight.
Pauline Hatscher
Über vier Leben
Eichborn Verlag
Hardcover 24 €
70
Jasmin Zwick/ Eichborn Verlag
Cartoon von Til Mette
71
Ortsamt Schwachhausen/Vahr
Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen
(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)
T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039
office@oaschwachhausen.bremen.de
ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr
nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063
Für Pass-, Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-
ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40
MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:
Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE
Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)
Dr. Christine Börner, CDU
Lukas Dietzel, CDU
Jörg Findeisen, CDU
Yvonne Funke, CDU
Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU
Robert Lippardt, CDU
Gudrun Eickelberg, Grüne
York Golinski; Fraktionssprecher, Grüne
Waltraut Bergmann, Grüne
Antje Hoffmann-Land, Grüne
Klaus-Peter Land, Grüne
Jan Brockmann, SPD
Dr. Dagmar Burgdorf, SPD
Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD
Ingeborg Mehser, SPD
Malte Lier; Fraktionssprecher, DIE LINKE
Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP
Frank Köhler; Fraktionssprecher, fraktionslos
Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)
Wann: 27.08.2026 und am 24.09.2026, 19.30 Uhr
Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal
Impressum 110
Herausgeberin und Chefredakteurin
Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47
Schwachhauser Heerstraße 47
28211 Bremen
Online
schwachhauser.de
facebook.com/schwachhauser.de/
instagram.com/schwachhauser/
Redaktionelle Mitarbeiter
Lena Häfermann
Susanne Lolk
Mark Scheibe
Justus Schlichtherle
Karla Wagner
Layout /Art Direction
Konstantin Zigmann
PR- und Anzeigenberatung
Susanne Lolk I T 0421 2575747
lolk@schwachhauser.de
Erscheinungsweise
Zweimonatlich
Ausgabe 111
Oktober / November 2026
Anzeigenschluss: 15. September 2026
Erhältlich und zu lesen
Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie
bei Anzeigenkunden und zu lesen an
über 1000 Auslegestellen in Arztpraxen,
bei Friseuren, in der Gastronomie und
in Vereinen und Institutionen.
Vertrieb
Lesezirkel Leserkreis Daheim,
Haferwende 29/a1, 28357 Bremen
Titelbild
Frida Kahlo - Untitled Self-portrait with
thorn necklace and hummingbird
Pressebild der Ausstellung „Frida – The
Making of an Icon” © Tate London
72
ital.
Komponist
(Luigi)
† 1990
Org. der
Erdöl export.
Länder
(Abk.)
abschließende
Behandlung
Lastendes
Bestandteil
der
Milch
ostgot.
Königsgeschlecht
ägyptischer
Sonnengott
engl.:
Besitzer
Glättung
von
Papier
(frz.)
weit
weg gelegene
Gegend
Papagei
Süd- und
Mittelamerikas
alban.
Währungseinheit
Pferdelaufleine
Insel Dänemarks
Sohn
Jakobs
Südseeinselstaat
Gegner
Luthers
† 1543
Beinabschnitt
Patientenverzeichnis
erster
Großfürst
der
Magyaren
Gingellikraut,
Nigersaat
erdachtes
Land
Musik:
schnell
einer
der
Apostel
plötzlich
auftretend
Vorname
der
„La
Douce“
russ.
Pfannkuchen
(Mz.)
franz.
Revolutionär
† 1793
14
Gebirgsstock
in Griechenland
9
12
veraltet:
Lebemann
(franz.)
17
moralischer
Begriff in
der Poesie
16
zum
Munde
gehörig
(Med.)
19
österr.:
Streupulver
König
von
Israel
und Juda
15
veraltet:
Straftat
Erbfaktor
Sippenverband
Etsch-Zufluss
(ital. Name)
11
Fluss in
Oberösterreich
engl. Krimiautorin
† 1957
japanischer
Porzellanstil
Blutader
weibl.
Vorname
8
Rachenorgan
22
Name
vieler
engl.
Flüsse
18
20
Gemahlin
des
Zeus
konserv.
Verband
bei
Frakturen
13
österr.
Stadt
an der
Donau
Bergstämme
in Nordostindien
ja, zu
Befehl
(seem.,
engl.)
zu d. Ohren
gehörend
frz. Poet
(Victor) †
Genitiv
4
7
früher:
türk.
Feldmarschall
Spannholz
Stadt
im Südlibanon
(Tyros)
2
veraltet:
Einigung
niedersächs.
Stadt
am Harz
dänische
Insel südlich
von
Fünen
Trinkbares
Kf.: Elektrokardiogramm
niederl.
Freiheitskämpfer
schweiz.
Alpenmassiv
festgesetzter
Zeitpunkt
Gleichgewicht
südspan.
Stadt
Gewürz,
Heilpflanze
Lichtbündler
ugs.:
scharf
10
lat.:
Würfel
Kern
von
Paris
engl.:
Kleidergröße
keltischer
Name
Irlands
21
franz.
Politiker
(Léon)
† 1950
lat.:
Tag
1
3
Vorname
Trenkers
† 1990
6
24
Titel
von
Beamtinnen
Felsenpython
Entspannung
zw. Staaten
(frz.)
Milz
(Med.)
engl.
Limerick-
Dichter
(Edward) †
Stadt
an der
Garonne
®
5
23
svd1719-0424
Musik und Licht am Hollersee, Foto: Konstantin Zigmann
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
Einfach mal selber
machen lassen!
Bestellen Sie Ihren Großeinkauf für die Woche, den Geschenkkorb
für Mutti oder Snacks & Bier für die nächste Party
bequem nach Hause über:
www.edeka-jastrebow.de
JETZT AUCH
IN DER
FRIEDHOFSTR.
9-13
Schwachhausen Busestr. 42 I T 0421 / 21 30 33
Schwachhausen Friedhofstraße 9-13 I T 0421 / 24 45 92 77
Vahr Phillip-Scheidemann-Str. 11-13 I T 0421 / 8 78 25 88
73
KOLUMNE
Nicht alle top im Flow
Sind wir eine Nörgelnation?
74
Immer was zu jammern. Sind wir eine Nörgelnation, ein
Stöhn- und Stänkerstaat? Macht wer was gut, ist das
Quengelkommando nicht weit. Die meckernde Mehrheit
motzt mit – manchmal fruchtet das Gemäkel: Dann
führt Schimpfen zum Scheitern, wie der Rasen, der die
Welt bedeutet, uns Deutschen schmerzhaft eingeblüht
hat.
„Da sind jetzt nicht alle top im Flow.“ Mit dieser Analyse
der sportlichen Form seiner Mannschaft schrieb
der Kummercoach der ausgeschiedenen Nationalelf
Trainergeschichte. Vielleicht hat der Mäkelminister des
DFB mehr Glück als Sachbuchautor: „Wie ich einen
vierfachen Weltmeister auf Bezirksliganiveau runtercoachte“
– bestsellerverdächtig. Bestimmt länger, als
die WM-Vorrunde dauerte.
Gegen diese Antimotivation wirkt das Bonmot „Wir
müssen alle mehr arbeiten!“ aus dem Kanzleramt wie
ein flottes „Packen wir’s, Freunde!“
Aber wer an Nörglern herumnörgelt, ist selbst ein
Nörgler, so will ich nicht sein – neulich auf dem Domshof:
Ich sitze am Klavier, fordere die Leute auf, Dank,
Lob oder Komplimente auszusprechen. Stelle ein paar
Fragen auf der Bühne, dann singen wir gemeinsam mit
allen – so die Idee. Ob das klappt? Ob Menschen nicht
doch anfangen zu jammern, zu klagen, zu motzen, haben
sie erstmal ein Forum? Vom legendären Speaker’s
Corner in London, der historischen Bühne für alle, heißt
es, sie sei ein analoges Abbild der zorndurchfluteten
Kommentarspalten auf Facebook geworden: Jeder gegen
jeden.
Das Publikum auf dem Domshof wirkt freundlich: offenbar
keine wutgesichtigen Hassprediger, keine pöbelwilligen
Extremisten. Den ersten Schritt macht Elisabeth.
Sie kommt ans Mikro: Ihre Schwiegermutter
war für sie da in den letzten Jahren. Und dass das nicht
selbstverständlich ist, sagt sie. Am Klavier phantasiere
ich eine Melodie: „Fehlt’s mir an Sinn oder Humor,
hast du das richtige Gespür. Du schenkst mir stets ein
off’nes Ohr und eine immer off’ne Tür.“ Die Melodie
perlt schlagerleicht daher und der ganze Domshof singt
es nach ein paar Wiederholungen mit.
Einige Minuten später kommt Lenni. Mit zittrigen Händen
spricht er von seiner Freundin. Die Menge spürt
seinen Schmerz und klebt an seinen Lippen. „Sie blieb
… ich hatte eine echte Scheißzeit, meinen Job verloren
und Probleme mit dem Alkohol. Jetzt bin ich trocken,
das verdank ich ihr.“ Ich schlage Lenni eine Melodie
und ein paar Zeilen vor, wir singen. Und spüren, wie gut
es tut, Menschlichkeit zu zelebrieren. Nach einer Stunde
und zwölf Leuten, die den Mut hatten, öffentlich zu
danken und zu verehren, lautet meine Gesellschaftsanalyse:
Wir sind alle top im Flow.
Guten Tag, ich bin Mark Scheibe. Als Kind war der Bremer
Freimarkt mein Himmel auf Erden: Rotor, Krake,
Achterbahn – je schneller, desto besser. Und das Riesenrad
schenkte Weitblick im Trubel. So soll auch diese
Kolumne sein: In jeder Ausgabe nehme ich Sie mit auf
eine Runde Riesenrad: Einsteigen, hochfahren, anders
schauen – und am Ende vielleicht ein wenig reicher
wieder landen.
Wer mag, schreibt mir: mark@sonntagskind.blog
DER EINFACHSTE WEG
ZUM NEUEN BAD
DIE BADAUSSTELLUNG IN IHRER NÄHE.
TENEVERSTR. 3
28325 BREMEN
T +49 421 427 682 0
MO–FR 9–18 UHR
SA 9–16 UHR
WULFHOOPER STR. 1–5
28816 STUHR-SECKENHAUSEN
T +49 421 899 83 19
MO–FR 9–18 UHR
SA 9–16 UHR
RUDLOFFSTR. 124
27568 BREMERHAVEN
T +49 471 947 385 2
MO–FR 9–18 UHR
SA 9–14 UHR
DONNERSCHWEER STR. 400
26123 OLDENBURG
T +49 441 932 94 15
MO–FR 9–18 UHR
SA 9–13 UHR
ELEMENTS-SHOW.DE
bsag.de/150
Huchthal
Huckelhausen
Vahrwalle
Wir bringen
euch zusammen
Blumelingen
Gröpelhorn
Osterdorff
Ob von Gröpelingen nach Horn oder von Huchting nach Lilienthal …
Wir verbinden unsere Heimat.