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IV. Projekttage „Vollkorn“

Wiichttiig zu wiissen zum Thema Vollllkorrn!!

• Die Nahrungsgrundlage eines Großteils der Menschheit ist das Getreide. Der Getreide-

anbau hat eine lange Geschichte und lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen (Mi-

nisterium für Ernährung und ländlichen Raum Baden-Württemberg, 2004). Reis, Weizen,

Mais, Roggen, Dinkel, Gerste und Hirse sind Grundnahrungsmittel und können vielfältig

verwendet werden, z.B. als Getreideflocken, Getreidekaffee, Getreidekeime, Getreide-

keimöl, Puffreis oder Popkorn, Spirituosen etc.

• Weizen und Roggen sind die wichtigsten Brotgetreidearten. Dinkel war von der Bronze-

zeit bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Hauptgetreideart im Mitteleuropäischen

Raum, wurde aber vom ertragreicheren Weizen verdrängt. Grünkern ist unreif geernteter

Dinkel und hat einen nussartigen Geschmack. Gerste wird unter anderem zum Bier-

brauen, aber auch zur Herstellung von Malzkaffee verwendet. Reis ist in Asien, Hirse in

Afrika und Mais in Teilen von Amerika das Hauptnahrungsmittel (Ministerium für Ernäh-

rung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, 2004).

• Woran erkenne ich Produkte aus Vollwertmehl?

Diese sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Z.B. hat der konventionelle Bäcker

alle chemischen Möglichkeiten seine Produkte dunkler erscheinen zu lassen, manche

Bäcker färben den Teig „unbedenklich“ mit Sirup oder Malz. Die Farbe eines Produktes

ist folglich kein Hinweis auf eine Vollwertigkeit (vgl. z.B.

http://www.infomeal.de/brot.htm).

• Woher bekomme ich Lebensmittel aus Vollwertmehl? Mittlerweile gibt es in fast jedem

gut sortierten Supermarkt Vollkornprodukte und natürlich auch im Reformhaus oder in

Bioläden.

• Das Getreidekorn (egal welcher Art ob Weizen, Roggen, Dinkel usw.) enthält in seinem

Keim und in den Randschichten Stoffe, die in den Auszugsmehlen nicht mehr vorhanden

sind. Kein anderes Lebensmittel enthält auf so kleinem Raum so viel Vitamin B wie der

Getreidekeim. Dieser enthält sämtliche heute bekannten Vitamine, besonders B1, neben

vielen anderen Ergänzungsstoffen wie Mineralien und Spurenelementen. Am besten

nimmt man daher das Getreide als GANZES (also mit Randschicht z.B. als Vollwert-

mehl) und nicht in geschälter Form (z.B. als Auszugsmehl) zu sich (Becker, 2003).

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