Kinder erleben Ernährung - LBS

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Kinder erleben Ernährung - LBS

Hintergrund

Wi ichtti ige Errgebni isse des LBS--Ki inderrbarrometterrs aus dem Themenffel ld

Gesundhei itt und Errnährrung

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Im LBS-Kinderbarometer NRW wurde bereits mehrfach auf das Thema Ernährung

und Gesundheit eingegangen. Dabei ist die hier dargestellte Perspektive

die der Kinder, d.h. die Angaben müssen nicht in jedem Fall der

Erwachsenenwirklichkeit entsprechen. Die zitierten Daten stammen aus der

Erhebung 2004.

Obwohl die meisten Kinder im LBS-Kinderbarometer angeben, nur selten

krank zu sein (64% der Kinder sagen, sie seien „selten“ oder „nie“ krank),

sind Allergien bei in der Altersgruppe weit verbreitet. Mehr als ein Drittel der

Kinder leidet unter einer Allergie bzw. unter Heuschnupfen.

20% der von uns befragten Kinder empfinden sich selbst als zu dick, 8%

finden sich zu dünn, das bedeutet, dass mehr als ein Viertel der Kinder in

NRW mit ihrem Körpergewicht unzufrieden sind. Mädchen haben häufiger

als Jungen den Eindruck, übergewichtig zu sein. Inwieweit diese Selbsteinschätzung

mit einem tatsächlichen Übergewicht einhergeht, wurde in der

Befragung nicht vertiefend geklärt. Das Empfinden, zu dick zu sein, geht

zum Teil mit Schmerzen wie Kopfschmerzen einher, die als Stresssymptom

bezeichnet werden können. Sich als zu dick zu empfinden, stellt also für

viele Kinder eine psychische Belastung dar.

Nicht alle Kinder frühstücken regelmäßig, bevor sie in die Schule gehen.

Insgesamt 30% frühstücken sogar gar nicht oder nur selten, bevor sie sich

auf den Weg in die Schule machen. Dies betrifft in stärkerem Maße Kinder

mit Migrationshintergrund als Kinder ohne Migrationshintergrund. Der

Grund für ein ausgefallenes Frühstück ist meistens der morgendliche Zeitdruck

oder, dass die Eltern den Kindern kein Frühstück zubereiten. Fast ein

Fünftel der befragten Kinder hat „nie“ oder nur „selten“ Zeit, den Tag mit einem

ruhigen Frühstück zu beginnen.

Ebenfalls ein knappes Fünftel der Kinder erhält zu Hause oder in Kindertageseinrichtungen

nur unregelmäßig warme Mahlzeiten. Auch hier sind Kinder

mit Migrationshintergrund stärker von Unregelmäßigkeiten betroffen.

57% der Kinder essen immer oder oft mit der ganzen Familie gemeinsam,

bei den restlichen Kindern finden solche Familienzusammenkünfte am Esstisch

nur unregelmäßig statt. Das ist vor allem deshalb bedenklich, weil die

gemeinsamen Mahlzeiten ein wichtiges Ereignis im Tagesablauf der Kinder

darstellen. Nur einem Viertel der befragten Kinder – zumeist ältere Kinder

sind solche gemeinsamen Essen unwichtig.

16% der befragten Kinder erhalten in der Schule ihr Mittagessen, fast ausschließlich

Gesamt- und HauptschülerInnen. Die Qualität des Schulessens

sehen die Kinder aber kritisch: mehr als die Hälfte ist mit dem Geschmack

unzufrieden, mehr als 60% geben sogar an, dass Gemüse- oder Salatbeilagen

manchmal fehlen.

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