5. CI-Forum 2010 Mitschrift der Vorträge Frau A. Gollnik.d-205 ...

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5. CI-Forum 2010 Mitschrift der Vorträge Frau A. Gollnik.d-205 ...

Mitschrift der Vorträge / Angelika Gollnik, Tabarz

5. CI-Forum St. Gallen 20101

der CI IG Schweiz

Begrüssung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Hans-Jörg Studer, Präsident der CI Interessengemeinschaft Schweiz

Es kommt mir vor, als hätte ich erst gestern unser Jubiläums-Forum geschlossen und

schon darf ich Sie heute zum 5. CI-Forum begrüssen! Ich freue mich also sehr, Sie

wiederum so zahlreich hier in der Sprachheilschule St. Gallen begrüssenzu dürfen. Ganz

speziell herzlich begrüssen darf ich unsere Ehrengäste (CI-Trägerinnen und –träger, die

sich jederzeit als Kontaktpersonen für potentielle CI-Trägerinnen und -träger zur Verfügung

gestellt haben). Ganz herzlich bedanken möchte ich mich wieder bei Bruno Schlegel und

dem Team von Lisa Wüthrichfür die erneute Gastfreundschaft in der Sprachheilschule St.

GallenDie Zeit, die (CI-)Technik – aber auch wir selbst – haben uns in der Zwischenzeit

verändert. Die Ansprüche an die Zeit, die (CI-)Technik und auch an uns haben sich

ebenfalls verändert. Der Erwartungsdruck an die Zeit, die (CI-)Technik und auch an uns,

wird immer höher.Oft kollidieren aber unsere Erwartungen an die Zeit, an die (CI-)Technik

und auch an uns mit den Realitäten.Wir haben letztes Jahr an unserem Jubiläums-Forum

einen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft geworfen. Am heutigen Forum möchten

wir uns nun mit der Gegenwart befassen – damit unsere Erwartungen möglichst Realität

werden! Das Motto der heutigen Tagung lautet: Was gibt es Neues?(CI-Technik,

Zusatzgeräte etc.) Wo kann ich dieses Neue beziehen? Wer bezahlt dieses Neue? Nun

kurz zu unserem heutigen ProgrammIch freue mich, Daniel Abels vom CI-Zentrum der

Universität Basel, als versierten Fachmann wieder bei uns begrüssen zu dürfen. Daniel

Abels ist bald Stammgast an unseren Tagungen. Ich bin sicher, dass er uns einen Teil

dieser Fragenbeantworten kann. Der Titel seines Referats lautet: „Zusatzgeräte für CI‘s im

Alltag - eine aktuelle Übersicht“. Nach dem Referat von Daniel Abels werdendie CI-

Herstellerfirmen Advanced Bionics,Cochlear und MedEL, dann die Firmen Gleichcom AG

und Phonak über ihre Tätigkeiten und Produkteinformieren.

Unser traditioneller Stehlunch über Mittag soll Ihnen Gelegenheit für Gespräche und

Gedanken-austausch geben.Um 13:00 Uhr beginnen die Workshops der Firmen in den

speziell eingerichteten Räumen im Altbau. Sie haben dort Gelegenheit mit den Fachleuten

zusprechen und Fragen zu stellen. Parallel zu den Workshops haben wir neu eine„CI-

Lounge“ (Treffpunkt für „Tagungsmüde“) eingerichtet.Sie befindet sich beim Café beim

Eingang. Erfahrene CI-Trägerinnen und –träger beantworten dort gerne Ihre Fragen. Wir

haben uns zur Tradition gemacht, an unsere Tagungen jeweils einen Referenten

einzuladen, der die CI-Problematik „von aussen“ betrachtet, also nicht unbedingt ein CI-

Fachmann/Frau ist. Wir sind auf die Ausführungen unseres heutigenGastreferenten, Prof.

Dr. Anton Leist, Professorfür praktische Philosophie und Leiter derArbeits- und

Forschungsstelle für Ethik an derUniversität Zürich sehr gespannt.Das Thema seines

Referats: „Anleitung zur Taubheit“Als Philosoph wird er uns sicher Aspekte zeigen, die wir

übersehen.Zum Abschluss der Tagung laden wir Sie zu einemPodiumsgespräch mit

unseren Referenten einMit dabei sein werden Prof. Dr. med. Rudolf Probst als

medizinische und Dr. iur. Ernst Ganahl, Ombudsmannfür Hörprobleme, als juristische

Ansprechperson. Geleitet wird das Podiumsgespräch von Clemens Wäger, CI IG Schweiz.

Sie haben auf Ihren Plätzen einen Zettel, aufden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmer


schreiben können.Bitte legen Sie Ihre Fragen bis 14:00 Uhr in die Boxbeim Ausgang aus

dem Plenumssaal. An den Info-Ständen der an der CI IG Schweiz beteiligten

Hörbehinderten-Vebände (pro auditoSchweiz, sonos, LKH Schweiz und SVEHK) können

Sie sich über deren Tätigkeiten informieren. Sie finden dort ebenfalls den Info-Stand der

Deutschen Cochlear Impantat Gesellschaft und der Zeitschrift

„schnecke“.Weiterbildungsbestätigungen und Quittungen für den Tagungsbeitrag sind über

Mittag am Info-Stand der CI IG Schweiz erhältlich.

Auf ihrem Stuhl liegen Zettel, auf denen sie ihre Fragen an das Podium formulieren können.

Bitte legen Sie die Zettel in die Box am Ausgang des Plenumssaals.

Zusatzgeräte für CIs im Alltag – eine aktuelle Übersicht

Daniel Abels, Basel, CI-Audiologe und Akustiker

So, guten Tag, ich möchte Sie auch herzlich zu meinem Vortrag begrüßen an der

Sprachheilschule, ich werde Ihnen etwas über Zusatzgeräte erzählen, entgegen dem Motto

sind sicher nicht alle Dinge, die Sie hier sehen werden, neu, vielelicht sind sie aber nicht

bekannt genug.

Bei den Recherchen zum Vortrag habe ich festgestellt, dass in älteren Berichten und

Vorträgen meist nur eine Technologie oder Teilaspekte beleuchtet wurden. Ich versuche,

alle Dinge, die ich recherchieren konnte, hier in einer halben Stunde zusammenzufassen,

bis auf die FM-Anlage, dieses Thema ist zu umfangreich. Hiermit könnte ich eine

Präsentation an sich füllen, später wird sicher noch darüber bzw. moderne

Anschlussmöglichkeiten berichtet. Vorweg möchte ich allerdings etwas zur Signalisierung

sagen – dieses Zeichen hinter mir sollte allen bekannt sein, es wurde vor 40 Jahren

international standardisiert und steht für Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit. Es hilft in

gewissen Bereichen als Hinweis, eine gehäufte Anzahl von Gehörlosen oder

hörgeschädigten Menschen ist hier anzutreffen und entsprechendes Verhalten an den Tag

zu legen. Hier ein Beispiel, hier ist die Symbolik in einem Quartier verwendet worden – ich

bin mir nicht ganz sicher, ich meine, in ST. Gallen gibt es eine ähnliche Beschilderung im

Bereich der Sprachheilschule – im Deutschen Raum hat sich dieses Symbol durchgesetzt –

ein Hörgerät am Ohr steht für Schwerhörigkeit – dieses Zeichen wurde erweitert, mit einem

Draht und T – es wird sofort erkannt als Telefonspulenfunktion, es zeigt an, in diesem

Gebäude kann ich davon ausgehen, dass eine Induktionsanlage installiert wurde, ebenso

dieses Piktogramm mit einem T – es ist leider bei unterschiedlichen Institutionen und

Ländern unterschiedlich wird auf Farben und Symbole zurückgegriffen, aber der allgemein.

Wiedererkennungswert ist gemindert – ebenfalls nennenswert die schwarzen Symbole mit

cc oder oc – diese Symbole auf der Rückseite von Filmhüllen – zeigen an, dass die Filme

für Hörgeschädigten untertitelt wurden. Wie kann ein Hörsystem Infos aufnehmen? Sie

sehen einen älteren Sprachprozessor, der aber noch zum Einsatz kommt, einmal der

herkömmliche Weg, dass das CI die Information über das Mikrofon aufnimmt – als 2. die

Möglichkeit, dieses Hörsystem mit einem Funksystem anzusteuern, die FM-Anlage – dazu

später mehr. 3. Möglichkeit – der Patient kann ein sog. Audiokabel an seinen

Sprachprozessor anschliessen und Signale auf das CI übertragen. Als letzte Möglichkeit

die sog. Induktionsspule, die auch bei allen modernen CI-Sprachprozessoren vorhanden

ist, kann Infos induktiv aufnehmen, sofern sich der Anwender in einem induktiven Feld

befindet.

Die Ringschleifenanlagen sind den meisten Patienten geläufig, auch bei diesen, die vorher

mit Hörgeräten versorgt waren, angewendet in großen Räumen, wo eine monologe


Schallsituation herrscht, ob es das Signal des Films im Kino ist, der Prof. im Hörsaal, spielt

hierbei eine untergeordnete Rolle – wichtig ist, dass Normalhörende nicht beeinflusst oder

abgelenkt werden. Hier habe ich schematisch dargestellt, wie eine Ringschleife aufgebaut

ist – daher auch der Begriff, bei älteren Systemen – hier dunkelblau –wurde unter dem

Boden oder auf dem Boden aufgeklebt ein Kupferdraht um den Publikumsbereich gelegt.

Die schwarze Person, der Sprecher, hat ein Mikrofon, das damit verbunden ist, sodass das

Signal weiter transportiert werden kann. Sie sehen die dunkel markierten Personen könnten

normal hörende Personen sein, die würden davon nichts mitbekommen, dass sie sich in

einem solchen Feld befinden. Einzige Voraussetzung ist, dass das CI oder Hörgerät mit

einer T-Spule ausgestattet ist, bei modernen Geräten lassen sie sich mit einer

Fernbedienung zuschalten.

Eine Ringschleife ist für alle modernen CIs möglich, für die meisten Hörgeräte, aber auch

für Menschen - die merken, dass sie Schwierigkeiten beim Verstehen haben. Sie können

sich eines Kopfhörers bedienen, der den Ausgang akustisch steuert. Wer daheim gute

Erfahrungen mit einer kleinen Anlage macht, kann sich dies durchaus zulegen, weil wir

nicht so ein starkes Feld benötigen. Wie sieht es bei den Herstellern aus? Hier rot markiert

– die klassischen Mikrofon Positionen, diese Stellen nimmt der Sprachprozessor die

Information auf, Ausnahme bei Harmony (Advanced Bionics) – wo der Winkel ausgetauscht

wird, der Schall wird am Gehörgangseingang aufgenommen und nicht oberhalb des Ohres.

Hier sehen Sie, dass die Induktionsempfangsspule immer an derselben Stelle

untergebracht ist, im oberen ¾ des Sprachprozessors. Herauszuheben ist, dass bei

Cochlear eine automatischeTelefonspule existiert – es kann vom Mikrofonmodus auf

Induktionsmodus umstellen – bei Bürotätigkeiten z. B. – wo das Gerät automatisch

umschaltet und nicht ich erst umschalten muss. Auch MED-EL hat hier eine Besonderheit,

da kann man über die Fernbedienung dem Gerät sagen, ich möchte nur über Mikrofon oder

Telefonspule hören oder aber über beides.

Leider muss man sagen, Theorie und Praxis liegen hier bei einigen auseinander. Hier der

Kölner Dom, ein stark frequentierter Ort, man sieht, wie im Hauptschiff des Doms solche

Sitzreihen mit induktiven Anlagen ausgestattet sind – ich habe es etwas besser dargestellt

– hier im grünen Viereck sehen Sie die ursprüngliche Planung – man hat nachgemessen,

es wurde gesagt, je nachdem wo man ist, ist die Qualität unterschiedlich – bei der

Umsetzung wurde dieser Effekt zerstört, man kann nicht sagen, wo die Anlage verläuft,

dies wurde mittlerweile geändert, speziell in Köln. Auch hier haben wir ein neues Gebäude,

wo eine neue Induktionsanlage installiert wurde – es scheint ganz gut zu funktionieren, jetzt

werden einige mich über ihre Induktionsanlage hören. Wer kann eine Ringschleifenanlage

nutzen? Alle, die ein Hörsystem tragen – Ringschleifenanlagen – sind in der Regel schon

installiert, Sie müssen sich darum kümmern, dass Sie sich auf den richtigen Platz setzen. In

der Regel werden sie von demjenigen finanziert, der sie einbaut, da es an der Uni usw. ein

vergrößertes Zielpublikum anspricht.

Das nächste Thema sind die visuell orientierten Signalanlagen, die nur passiv zu einem CI

stehen, da sie nicht mit dem Hörsystem verbunden sind. Diese Anlagen sollen vielmehr die

Möglichkeit bieten, auf Alarme oder Signale reagieren zu können.

Im Einzelnen ist es so, hier aufgeführt an 3 Beispielen – sämtliche Geräte können mit

einem Sender verbunden werden. Der Sender überträgt die Signale auf ein Empfangsgerät

– hier ist ein Lichtblitz möglich oder ein starker akustischer Rückmelder – das gibt es auch


in mobiler Form, man kann es tragen wie ich hier – es wird im Bedarfsfall rütteln bzw.

vibrieren. Links sehen Sie, es werden unterschiedliche Dinge angezeigt und man sieht, ich

muss an die Tür oder das Telefon gehen. Das wurde auch weiterentwickelt, Geräte können

heute schon als Sender fungieren. Hier ist es ein Rauchmelder. Es reicht, wenn Sie diesen

installieren, brauchen Sie keine besonderen Kabel – es läuft über Funktechnologie. Ein

ganz wichtiger Punkt für Gehörlose – vor allem nachts – wie werde ich geweckt? Ein

akustischer Wecker bringt oft wenig, eine Kombination aus Wecker und Blitzmodul – eignet

sich nicht, wenn normal hörende Menschen mit dabei sind, man kann es mit einem Adapter

mit sonstigen Haushaltsgeräten verbinden (Staubsauger, Lampe usw.), man kann auch

Vibrationsanteile einbauen, die mechanische Impulse geben. Hier auch in kleinerer Form

für die Reise (Reisewecker oder Armbanduhren). Wer kann eine Signalanlage nutzen? Alle

CI- und Hörgeräteträger und normal hörende Menschen in Störlärmsituationen – diese

Anlagen bekommen Sie in Hörakustikfachgeschäften. Bei Internetbestellungen haben Sie

keine Möglichkeiten – diese Dinge vor Ort auszuprobieren. Die meisten Komponenten

werden finanziert. Ein wichtiger Punkt, weil wir im klinischen Alltag damit konfrontiert

werden ist die Telekommunikation – um die Bedeutung darzustellen, habe ich Zahlen

aufgeführt – ich war überrascht, als ich sah, dass in der Schweiz mehr als ein

Mobilfunkvertrag pro Einwohner existiert. Die Schweiz hat somit das dichteste Telefonnetz

der Welt.

Bevor man sich Gedanken darüber macht über Zusatzgeräte, möchte ich auf einen Fehler

hinweisen, der anfangs oft begangen wird.

Ich nannte es die richtige Position – Sie sehen, wie der Hörer üblicherweise ans Ohr

gehalten wird. Hier wird keinerlei Schall aufgenommen, sondern im oberen Bereich des

Gerätes – wir versuchen, dem Patienten zu erklären, dass er mit seinem Telefon zuhause

schauen muss, wo ist für mich die bestverständliche Position – hier als Ausnahme von

Advanced Bionics – hier kann das Telefon normal platziert werden auf dem Ohr. Wie kann

man bestehende Telefonanlagen in Haushalten mit normal hörenden Menschen

verbessern, damit sie für den CI-Träger zugänglich sind – es gibt Telefonverstärker, die

zwischen Hörer und Telefon geklinkt werden und wo man die gewünschte Lautstärke

einstellen kann, es kann gekoppelt werden mit einer Induktionsschlaufe, damit man auch

mit Audiokabeln kommunizieren kann, Nachteil ist – bis so ein Aufbau steht, kann es sein,

dass der Anrufer weg ist, daher gleich andere Möglichkeiten. Verstärker, Vierecke, die auf

den Hörer aufgespannt werden, der Hörer lässt sich damit aber nicht mehr auf die Gabel

auflegen.

Darüber hinaus gibt es auch spezielle Telefone für Hörgeschädigte – da muss sich jeder

die Frage beantworten - brauche ich diese ganzen Dinge – das Notrufsignal z. B. es gibt

gesonderte Alarmknöpfe, die diese Funktion schon automatisch vom Telefon abnehmen,

Anschlussbuchse für Zusatzgeräte – das sind ggf. Werkzeuge, mit denen Menschen mit

einem BAHA profitieren könnten. Wo ich nicht viel von halte sind solche Knöpfe, mit dem

das Gerät 35 dB lauter werden – das hat zur Folge, dass das ankommende Gespräch zu

laut ist bzw. der Normalhörende Gefahr läuft, sein Gehör zu schädigen.

Ich möchte nun auf den folgenden Folien auf Mobilfunktelefone zu sprechen kommen. Bei

jedem CI-System, sind sog. Audiokabel mit im Ausstattungsset dabei, viele wissen das

nicht, viele Infos prasseln auf einen ein, das Material wird verstaut und vergessen. Diese

Kabel können mit einem Mobilfunktelefon verbunden werden, entweder es hat eine

Klinkenbuchse, oder es gibt die Möglichkeit, bei jedem Model einen Adapter ans Gerät

anzuschließen, der über einen Klinkenausgang verfügt, darüber kann das CI mit dem

Mobilfunkgerät verbunden werden. Wem das zu umständlich ist, für den gibt es die


Möglichkeit, das auch induktiv zu tun, hier ist auch die Kabelvariante – ist auch in der Lage,

dies induktiv zu tun, diese Schlaufe wird um den Hals gelegt, sodass ein induktives Feld

entsteht, der Nutzer kann umschalten und somit fast freihändig telefonieren. Ich gehe

zurück – hier ist dasselbe für Handys, die über keine Bluetooth-Funktion verfügen – vor

allem bei bilateral oder bimodal versorgten Patienten macht dies durchaus Sinn – die nur

ein CI tragen, für diese gibt es dieses Modell, was selbst ein kleines Feld verursacht.

Das Thema war mir noch wichtig – später werden Sie noch mehr über das SmartLInk von

Phonak hören – es stellt eine gute Lösung dar für den Patienten. Das Halten entfällt bei

dem System, man kann es um den Hals tragen und hat eine Verbindung zum

Mobilfunktelefon, sobald ein Anruf entsteht, wird das Telefon mit Ihrem CI Kontakt

herstellen und Sie können via Bluetooth weiterleiten, Voraussetzung hier ein bluetoothfähiges

Handy – es gibt die Möglichkeit, die Kosten zu fakturieren. Das ist hier ausführlich

aufgeführt – wo bekomme ich das Zubehör – das ist unterschiedlich – solche Sachen

können Sie beim Hörgeräteakustiker, im Internet oder bei Telefononlineshops beziehen.

Genauso wie die Ringschleifenanlagen für Ihr Mobilfunkgerät. Jede Woche kommen zig

neue Handys auf den Markt, da müssen Sie sich speziell informieren, SmartLink

bekommen Sie bei Ihrem Hörgeräteakustiker. Die Finanzierung ist in der Regel schwierig,

aber nicht unmöglich. Hierfür müsste man sich im Einzelfall mit dem Akustiker

zusammensetzen und nach einer Lösung schauen. Sind die Geräte für das Berufsleben

wichtig, gibt es Mittel und Wege. Für diejenigen die nicht von den Dingen profitieren

können, gibt es nach wie vor die Fax oder das Gehörlosentelefon – die Nummer habe ich

eingeblendet, da dies in Vergessenheit gerät, die Gehörlosenzentrale ermöglicht es, einen

Normalhörenden über einen Dienst Kontakt aufzunehmen mit einem hörgeschädigten

Menschen, der über ein Schreibtelefon verfügt – die Kommunikation wird wie ein Chat

ausgeführt und die Infos mit dem Operateur ausgetauscht. Es sind aktuelle Geräte, in den

USA gibt es das breitbandig in öffentlichen Telefonzellen, da haben wir auch hier die

Möglichkeit, an ein mobiles Telefon diese Schreibeinheit mitzunehmen. Man sieht, dass

das Gerät die Tastaturen erkennt und auf Software umstellen. Es ist nach wie vor eine

aktuelle Technologie. Die neueste Entwicklung ist das die Gehörlosenzentrale Schweiz mit

Unterstützung hier ein App generiert hat, was man sich über das Internet herunterladen

kann und praktisch die virtuelle Tastatur zu verwenden. Wenn Sie daran Interesse haben,

können Sie sich über die Seite ausführlich informieren.

Auch eine neue Form der mobilen Kommunikation sind die Messenger – es bezieht sich

nicht auf das Gerät, das sind herkömmliche Smartphones, sondern auf das Programm –

das dürften die bekanntesten Anbieter sein, die es gibt. Sofern beide Parteien dies bei sich

installiert haben, fallen keine weiteren Kosten an, was diese Technologie für den Anwender

sehr interessant macht. Auch ein kleiner Blick in die Zukunft, auch wenn dies bei vielen

normal hörenden Menschen normal ist – hier gibt es den Vorteil, dass neben dem

Gehörten, was über ein Voice-Signal ausgesendet wird, der Betrachter die Mimik und

Gestik des Gegenüber verfolgen kann, das geht, sofern man über die entsprechende Soft-

und Hardware verfügt, ist dies „ruckelfrei“. Das erleben wir auch, dass die meisten

Patienten das Mundbild kombinieren. Eine Besonderheit habe ich hier aufgeführt – das

Inselsspital Bern hat dies untersucht – der Frequenzbereich liegt bei 300 – 3400 Hz. Das

Voice-Signal hat ein wesentlich breiteres Signal – von 100 - 8000 Hz. Es wurde untersucht,

ob es für Hörgeräte- bzw. CI-Träger Verbesserungen gibt, man stellte fest, dass es eine

Verbesserung von 15 – 25 % im Sprachverstehen gab. Es wurde auch in der

Kontrollgruppe eine kleine Steigerung feststellen können, allerdings sehr gering, also

statistisch nicht relevant. Ich möchte eingehen auf einen für Jugendlichen wichtigen Sektor,


ich denke Musik ist eine Gegebenheit für viele, die sehr wichtig ist, vor allem für Menschen

– die früher normal hörten und dann ertauben – oft ein Grund einer massiven Minderung

der Lebensqualität – hier eine Möglichkeit, Quellen miteinander zu verbinden. Das

Audiokabel kommt zum Einsatz – es gibt immer mehr bilaterale Kabel – die praktisch zwei

Ausgänge haben, bei jedem Hersteller ist es anders gehandhabt, bei Advanced Bionics

wird er mit einem speziellen Winkel gekoppelt und bei MED-EL gibt es ein spezielles

Batteriefach.

Auch hier haben wir für den Hausgebrauch eine Funklösung – eine Sendestation und einen

Empfänger, der wie eine Schlaufe um den Hals gelegt wird und ein induktives Feld erzeugt

– die Geräte werden häufig eingesetzt, Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Soundqualität

doch gut ist zu anderen Alternativen und dass die Lautstärke manuell nachgeregelt werden

kann, bei FM-Anlage kann auch diese angeschlossen werden, von Phonak wird ein

Audiokabel standartmäßig mitgeliefert.

Audiokabel bekommen Sie an der CI-Klinik – kann nachbestellt werden und ist Bestandteil

des Patientensets. Sie können sich beim Akustiker beraten lassen. Audiokabel sind

problemlos verrechenbar. Funksysteme müssen privat finanziert werden und FM-Anlagen

können u. U. abgerechnet werden. Was möchte ich Ihnen mit nachhause geben? Sie

sahen, es gibt die ein oder andere Technologie, die nicht so ausgereift oder bekannt war,

es gibt auch das ein oder andere, was mir trotz Infos nicht bekannt war, wichtig ist, dass

Sie sich laufend informieren, die Technik ist eine schnelllebige Branche, wie alle anderen

auch, das erfordert, dass Sie sich informieren – im Internet – lesen Sie Erfahrungsberichte,

gehen Sie zum Akustiker, fragen Sie an den CI-Zentren nach, was Sie machen können, um

Ihre Situation verbessern zu können. Es gibt Interessensverbände, ich möchte die CI-

Interessengemeinschaft hervorheben, haben eine informative Website – mit diesen Worten

möchte ich schließen und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Hans-Jörg Studer, Präsident der CI Interessengemeinschaft Schweiz

Ich möchte Herrn Abel herzlich für die Ausführungen danken. Wir möchten organisieren –

wir haben viel Theorie gehört, für uns ist die Praxis wichtig – wie wende ich das an? Es ist

schwierig, sich hier zurecht zu finden. Die Infos zusammensuchen ist das Erste,

ausprobieren das Zweite. Kommen wir zu den Präsentationen der CI-Firmen. Ich bitte nun

Advanced Bionics:

Advanced Bionics

Herr Niko Preus

Von meiner Seite ein wunderschönen Guten Morgen, mich freut besonders, dass ich mich

als halber Schweizer zählen darf, seit 1.1. 2010 gehören wir zu Phonak – wir sind ein

Konzern. Ich möchte gerne über das Thema ClearVoice sprechen. Was ist es? Wie arbeitet

es? ClearVoice steht für klare Stimme. Es ein neuer Algorithmus, der im Zusammenhang

mit HiREs120 funktioniert. Sprache ist sehr dynamisch und Geräusche wie das Rauschen

einer Klimaanlage usw. sind ein störendes Geräusch.

Störende Geräusche werden von dem separiert, was für Sie als CI-Träger die Sprache

klarer werden lässt. Die Voraussetzung – wer kann es nutzen? Kann es jeder nutzen – gibt

es Einschränkungen? Nein – die mit dem aktuellen Implantat versorgt sind, können dies

nutzen, auch die älteren Implantate sind möglich – es kann aber nur in Verbindung mit dem


aktuellen Sprachprozessor genutzt werden. Was hat es für Auswirkungen? Es wurde

eingeführt im amerikanischen und kanadischen Markt, nun auch im deutschen und in der

Schweiz – wie eben gesagt wurde, die Theorie ist nicht das Entscheidende, sondern die

Praxis. Was sagen die Leute, die es gebrauchen? Wir haben Aussagen, ich versuche, es

wieder zu geben. Eine Dame sagt, wer dies verwendet, muss weniger nachfragen,

ClearVoice – endlich wieder auf Partys gehen, Leute verstehen – es wird von dem meisten

im Alltag verwendet, es läuft permanent im Hintergrund mit. Ich möchte übergeben an

unsere freie Mitarbeiterin – sie arbeitet im Bereich Rehabilitation.

Frau Dr. Ulrike Stelzhammer, Salzburg

Musik- und Bewegungspädagogin

So, können Sie mich gut verstehen? Vielen Dank – ich möchte noch kurz die verbleibende

Zeit nutzen und die Rehabilitation-Materialien vorstellen. Ich bin freie Mitarbeiterin und bin

hauptberuflich Musik- und Bewegungspädagogin. Seit 2 Jahren mache ich diese Arbeit im

Rehabereich, es gibt viele Rehabilitation-Materialien, es gibt viele Angebote, viel

deutschsprachiges Material und meine Aufgabe ist es, aus dieser Fülle die entsprechenden

Angebote für unseren Raum herauszusuchen. Wir haben 4 Materialien überarbeitet – das

mache ich mit meinem Team und wir fahren raus in die Einrichtungen und Kliniken und

stellen diese Materialien vor. Wir versuchten, verschiedene Zielgruppen anzusprechen – es

soll etwas für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Mehrfachbeeinträchtigte dabei sein. Es

gibt Materialien für die praktische Arbeit und für die Beratung und Dokumentation. Zwei

Materialien aus der praktischen Arbeit beschäftigen sich damit – wie kann Musik die

Sprachentwicklung bei Kindern und Erwachsenen unterstützen. Bei den

Beratungsmaterialien wählten wir zwei – Steps – Eltern zu vermitteln, wie

Sprachentwicklung im Normalfall und mit CI verläuft. Dann haben wir eine Dokuhilfe für

mehrfachbeeintächtigte Kinder, da kann ich Ihnen Bilder zeigen. Musik-Time – eine

Liedersammlung – 12 Lieder wählten wir aus für Höranfänger – eingegrenzt von 0 – 5

Jahren, aber ich arbeite auch mit den älteren Kindern. Ich setze es ein, wenn Kinder

Schwierigkeiten im Dialog haben. Wir bieten Workshops an – Steps ist ein Materialpaket für

die Beratung von Eltern mit CI-Kindern. Es gibt ein Heft, denn wir haben versucht, es zu

visualisieren – wie läuft Sprachenwicklung ab. Wir wollen vermitteln, dass es ähnlich,

zeitlich versetzt abläuft, dass die Eltern dafür sensibilisiert werden. Champions ist eine

Dokuhilfe für Eltern und Einrichtungen mit mehrfachbehinderten Kindern – wir können die

Kinder mit den Standardmaterialien schlecht beobachten, da wurde Material für eine

bessere Beobachtung entwickelt. Was ich heute Nachmittag vorstellen möchte ist die AB-

Musikwelt – ein Musiktrainingsprogramm – mit einem Internetprogramm können Sie

trainieren. Zum einen das Musikhören zu trainieren und das Sprachverständnis, eben über

den Trick mit der Musik – ich freue mich, wenn wir das heute Nachmittag gemeinsam

anschauen können. Es gibt für den deutschsprachigen Raum eine Besonderheit – wir

veranstalten Tage für CI-Träger – Jamsession ist das Wort für unkompliziertes

Zusammenkommen für Leute, die zusammen Musik machen. Vor 2 Wochen waren wir in

Bad Nauheim – hier Bilder davon. Wir schauen, dass wir in engen Kontakt mit den CI-

Trägern kommen und ich freue ich mich, dass ich es sagen kann, Advanced Bionics hat

dem CI-Zentrum ein Musikfest geschenkt, 2011 werden wir es den Kindern schenken – ein

Tag mit Musik. Ich würde mich freuen, wenn Sie uns zwischen 13 und 14:45 Uhr am Stand

besuchen würden.

Sie können aber auch über das Internet Kontakt aufnehmen, oder der direkte

Ansprechpartner ist Herr Lars Pohl larsph@abionics.fr - ich hoffe, ich konnte Sie neugierig

machen und danke für Ihre Aufmerksamkeit.


Cochlear

Mathias Aeberhardt

Guten Morgen miteinander, ich bin Mthias Aeberhardt, verantwortlich für Marketing und die

Schweiz – vielen Dank für die Oraganisation – das haben Sie sehr gut gemacht. Ich gebe

Ihnen einen Überblick über einen Teil unserer Aktivitäten, werde mir Mühe geben, langsam

zu sprechen. Cochlear – was steckt dahinter? Es ist eine australische Firma, bereits 1978

fand die erste CL-Implantation statt, seit 1987 befindet sich der Hauptsitz in Basel – 735

Mio. australische Dollar – der Wechselkurs ist 1:1, einfach zu rechnen. In Forschung und

Entwicklung wurden 95 Mio. Franken investiert – der Hauptteil der Forschung ist in

Australien, Belgien, Schweden und USA haben Zentren – wir arbeiten eng und weltweit mit

führenden Kliniken zusammen. Weltweit arbeiten 2‘200 Personen bei uns, Tendenz

steigend. Unsere Produkte werden in über 100 Ländern eingesetzt, 7 von 10 CIs sind von

unserer Firma. Bis heute – das finde ich wichtig, können mehr als 200.000 Leute mit

unseren Produkten hören. Cochlear Knowhow ermöglicht Innovationen – wir haben 3 neue

Hörsysteme eingeführt – links Nucleus5, in der Mitte das Freedom Hybrid Sound Processor

und rechts das Baha3-System, was bei nicht funktionierendem Mittelohr eigesetzt wird.

Unsere Forscher und Entwickler arbeiten an den nächsten und übernächsten

Produktgenerationen – es ist ein weiter und langer Weg. Schauen wir uns das Nucleus5

genauer an – es wurde neu entwickelt – besteht aus dem Implantat, dem Soundprozessor

und der Fernbedienung. Die Software ermöglicht eine optimale Einstellung des Systems zu

erzielen. Das neue Implantat ist zuverlässig, robust, es ist nicht nur dünner, sondern auch

2,5 mal robuster. Die Implantate werden immer zuverlässiger – es gab keine Ausfälle – das

ist das Resultat laufender Verbesserung. 20.000. Implantate wurde hergestellt. Der

Soundprozesser – er ist kleiner, ergonomischer und robuster. Für Kinder und Leute, die

sich gern im Freien aufhalten, schätzen wir den Schutz gegen Wasser und Feuchtigkeit.

Für die Eltern ist es wichtig, zu wissen, ob der Prozessor richtig funktioniert, dafür haben

wir die Fernbedienung entwickelt. Auch den Erwachsenen bringt sie Vorteile – es kann mit

oder ohne Fernbedienung verwendet werden. Je länger ein Implantat getragen wird, desto

besser können Sie hören, warum? Da mit jeder Generation ein besseres Verstehen

ermöglicht wurde. Sie sind rückwärts kompatibel – ein Implantat älteren Jahrgangs

funktioniert mit den neuen Prozessoren. Ab Februar/März 2011 werden die Nucleus24-I-

Träger kompatibel sein – Sie werden also besser hören. Somit komme ich zum Schluss der

Präsentation. Was steckt hinter dem Namen Cochlear – Innnovation – enge

Zusammenarbeit, usw. führen zu immer besseren Produkten – einzigartige Hörleistung –

die Prozessoren und Software werden stetig weiterentwickelt – Zuverlässigkeit – extrem

seltene Ausfälle, die von Generation zu Generation verlängert werden. Cochlear stellt

sicher, dass die neuesten Prozessoren auch mit den älteren Implantatgenerationen

funktionieren. Das war ein kurzer Überblick – es gibt viel mehr zu sagen – ich lade Sie

herzlich zum Workshop ein – wir haben einen Erfahrungsaustausch von 13-13:30, falls Sie

Fragen haben, dann von 13:30-14:00 Uhr werden wir einen Vortrag geben über das

Nucleus5 mit Vor- und Nachteilen. Dann haben Sie wieder Zeit, um mit uns zu diskutieren,

Fragen zu stellen. Ich würde mich freuen, wenn Sie zu uns kommen, ich danke Ihnen für

die Aufmerksamkeit.


MED-EL

Gernot Rupprecht

Auch von mir vielen Dank für die Einladung an die CI IG – ich freue mich, dass ich einige

Worte zu MED-EL und zu unseren Produkten sagen darf. Unsere Firma hat sich im Laufe

der Zeit der letzten 20 Jahre von einem reinen CI-Hersteller zu einem Hersteller von

Hörimplantatsystemen weiter entwickelt – das Kernsystem das CI-System, aus dem das

EAS-System entstanden ist und seit 2003 haben wir ein aktives Mittelohrimplantat im

Programm, die Vibrant Soundbridge. Sie kennen diese Audiogrammbilder, die Sie

regelmäßig in der Klinik aufgezeigt bekommen, man kann sehen, welche Bereiche durch

unsere Systeme abgedeckt sind. Maestro deckt den Bereich der hochgradigen

Schwerhörigkeiten bis zur Taubheit gehend ab, EAS mit starkem Hörverlust und den hohen

Frequenzen, die Vibrant Soundbridge kommt mit einer Ankopplung an die

Gehörknöchelchenkette zum Einsatz, bei leichten bis mittelstarken Hörstörungen des

Mittelohrs, Schallleitungsschwerhörigkeiten können somit behandelt werden. Wenn man

sich das Gesamtbild anschaut, ist nicht mehr viel Platz für ein neues System von MED-EL –

diesen Sommer haben wir auf der großen CI-Konferenz unser neues System Maestro 2010

vorgestellt – es besteht aus dem Concerto und dem Opus2. Concerto-Implantat ist das

kleinste und leichteste aus Titan, es ist deutlich dünner geworden als der Vorgänger und

robuster.

Der Aufbau ist genau gleich, wie Sie das von allen Systemen kennen, mit einem Gehäuse

für die Elektronik, mit Empfangsspule und dann die Referenzelektrodenkontakte für den

Shcluss des Stromkreises. Alle unsere CI-Typen sind geeignet für Kernspimtomografie,

ohne dass der Magnet entfernt werden muss, somit muss kein neuer Schnitt angelegt

werden muss. Für den Träger besteht kein zusätzlichen Risiko. Das Concerto wurde 25 %

dünner als das Vorgängermodell, eine höhere Schlagfestigkeit, einen neu entwickelten

verstärkten Elektrodenabgang für minimalinvasive Operationstechniken – für Kinder. Die

Elektronikplattform ist die I100-Plattform, da sind längst nicht alle Möglichkeiten

freigeschaltet, das wir noch passieren, weil aufwändige Zulassungsverfahren notwendig

sind. Hier der Dickenvergleich. Als kleine Besonderheiten gibt es das Concerto in zwei

Gehäusevarianten, einmal mit glatter Unterseite und dann mit Pins. Da muss er nur eine

flache Fläche am Schädel finden, eine Vertiefung anlegen und dann ist das Implantat

gegen Verrutschen gesichert.

Die Elektronikplattform unterstützt viele Pulsformen und Impulsformate – ich will Sie nicht

zu sehr mit technischen Details belasten, fragen Sie nachher einfach bei mir nach.

Besonders wichtig bei der Entwicklung der Systeme war besonders flexible und weiche

Elektrodenträger herzustellen, die keine weiteren Schäden beim Einführen verursachen,

hier die letzte Entwicklungsstufe unsererseits, die sehr wenig Schäden anrichten. Auf der

Prozessorseite haben wir den Opus2 überarbeitet, die Grundform ist so, wie Sie sie

kennen, die Spule hat eine neue Form und Wirkungsweise bekommen, er ist der schmalste

Prozessor auf dem Markt, günstig für eng anliegende Ohren. Mit der neuen Software ist der

Prozessor noch leistungsfähiger, da die neuen Codierungsstrategien für alle Opus2-Träger

erhältlich sind, diese Strategien bieten diese Feinstruktur, die für naturgetreues Hören

sorgt, bis zu 1 kHz, um den Faktor 4 genauer als bisher und noch etwas exakter wird es,

wenn man eine Parallelstimulation zur Anwendung bringt. Wir haben auch die Farbpalette

mit 7 neuen Farben erweitert, die Sie hier leicht verfälscht erkennen können, original

nachher bei uns im Raum. Die neue Spule hat den größten Vorteil für Sie, dass Sie den


Energieverbrauch des Sprachprozessors um 30 – 50 % senkt, mit den Batterien ist eine

Tragedauer bis zu 4 Tagen realistisch – von einer Laufzeit vorher 12 Stunden kommt man

mit der neuen Spule auf 16 Stunden, was einen ganzen Tag eines Erwachsenen entspricht,

sodass kein Akkuwechsel nötig ist. das solls gewesen sein – für genauere Fragen und

einen Blick auf die Systeme, lade ich Sie nachher zum Workshop ein. Vielen Dank.

Gleichcom AG

Oliver Fürthaler

Guten Tag, ich arbeite für die Firma Gleichcom, wir befassen uns seit fast 20 Jahren mit

Hilfsmitteln für Hörbehinderte.

Wir haben eine Zusammenarbeit mit Humantechnik in Deutschland, wo wir die Hilfsmittel in

der Schweiz vertreiben, die Reparaturen machen. unsere Dienstleistungen sind die

Übernahme aller Formalitäten, auch bei Verbänden, auch die Installation von

Signalanlagen, wir haben bestimmte Sachen, die bezahlt werden. Wir haben – wie kann

man das umschalten, dass es immer läuft.

Ich habe noch eine Geräteübersicht, es betrifft Signalanlagen, wenn man die Hausglocke

nicht hört oder das Telefon klingelt, man hört es nicht bei Alarm, dann kommt es zu einem

tragischen Unfall. Wir machen die Installation und auch die Formalitäten stellen, wir können

einen Wecksystem integrieren, was blinkt, die neuen Geräte haben einen Pager – wie ich

es hier habe, was durch Vibration und Leuchtdiode anzeigt, ob es die Hausglocke ist oder

für Eltern wird angezeigt, dass das Kind schreit. Ferner sehen Sie Systeme, wo wir Lampen

oder Feuermeldeanlagen schalten können. Sie funktionieren über das Stromnetz, über das

Funksignal, die Batterien der Sender halten bis zu 2 Jahren, danach leuchtet eine rote

Lampe, damit man weiß, die Batterien gehen zur Neige. Was ist eine Signalanlage? Wir

haben einen Sender oder einen galvanischen Anschluss, sobald jemand läutet, wird ein

Impuls an ein Empfängergerät geschickt, was vibriert oder blitzt – es gibt zwei Systeme –

das Steckersystem und das Funksystem, was über Funk funktioniert – 80 – 100 Meter

Reichweite – je nachdem welches Material die Decken haben. Wir haben bunte Lampen,

die anzeigen, was es ist – ein Kindergeschrei, die Hausglocke, ein Telefon. Verschiedene

Blitz- und Vibrationswecker haben wir – neue kommen dazu – wir haben die Möglichkeit mit

Blitz und Ton und Vibrationskissen – das Stärkste, was wir anbieten, ist eine Anlage, die

unter das Bett geschraubt wird, was immer stärker vibriert, bis man erwacht. Dann

drahtlose Hörsysteme, wenn man TV schauen möchte – Infrarot und mit Funk. Wenn ein

Blatt Papier bei Infrarot dazwischen ist, funktioniert es nicht mehr, mit Funk kann man auch

den Raum wechseln. Dann gibt es die Möglichkeit, dass man einen Kopfhörer hat mit

Stöpseln, wir haben 3 verschiedene Lochungen im Silikon (in der Mitte ein Kreuz, außen

richtig gelocht, dass der Schall gut verteilt wird). Die zwei Akkus muss man selbst

bezahlen. Ringschleifenverstärker vertreiben wir für Gemeindesäle, Bauen für Architekten –

oder hörbehindertgerechtes Bauen – in dem Buch wird beschrieben, wo sie einzusetzen

sind. Unser Gebiet ist so riesig, daher mache ich nur Stichpunkte, kommen Sie bei uns

nachher vorbei, damit Sie sehen, wie die Blitze gehen, erfahren Sie, was können wir für Sie

tun? Wir haben Handyverstärker und machen, dass wir mit den Ämtern eng zusammen

arbeiten, wenn jemand ohne Arbeit ist und man Integration sucht, werden wir beauftragt,

wir haben das Gleichstellungsgesetz – wir müssen also versuchen, die Person auf den

Stand eines Hörenden zu bringen. Wir erklären dem Arbeitgeber, wie die Gerätefunktion ist

und dass keine Kosten auf den Arbeitgeber zukommen, alle Kosten werden abgedeckt, da

dort das Interesse daran liegt, den Menschen ins Arbeitsleben zu integrieren. Wir sagen,

wir finden eine Lösung, damit Sie keine finanziellen Auslagen haben, da viele Firmen sonst


eine Beschäftigung ablehnen – wir dienen hierbei als Schnittpunkt. Hörverstärker für

Handys sehen wir hier – wir haben eine Software entwickelt für Ivone und Apple, diese

werden als Schreibtelefone durch uns angemeldet, die Geräte ermöglichen, per SMS, MMS

zu kommunizieren und der Hauptgebrauch ist die Schreibtelefonie, wir können mit der

Software 1:1 zu schreibtelefonieren. Haben Sie eine Panne, können nicht telefonieren,

können Sie direkt mit dem Schreibtelefon an die Stiftung schreiben, eine Person nimmt

alles entgegen und Sie erhalten eine Rückinformation. Die Geräte sind sehr neu auf dem

Markt, es wird später auch noch eine Software für die normalen Geräte geben. Es gibt

verschiedene Hörverstärker für z. B. den Arbeitsplatz, nur die Lautstärke zu erhöhen, reicht

oft nicht, daher gibt es TA-2 und Politik-51, man sieht den Regeler für die

Lautstärkeregelung und man kann eine Induktionsschleife anschließen. Sie haben die

Möglichkeit direkt induktiv zu telefonieren, ohne dass Sie den Hörer hinhalten müssen und

Sie haben auch keine Rückkopplung auf dem Gerät. Hörer einfach abnehmen und hinlegen

– Sie können frei sprechen.

Wir haben verschiedene Spezialtelefone – es gibt auf dem Markt viele Telefone, es sind

Hunderte, die es gibt, überall kann man die Lautstärke verstellen, das Problem ist nur, dass

diese Ihnen nichts bringt – je lauter etwas ist – desto mehr werden auch Höhen verstärkt,

die Hochtöne sind das Problem, daher sind bei uns Tieftonregler da, man macht den Ton

lauter, geht aber in den Tieftonbereich und verstärkt nicht nur die hohen Töne.

Wir haben Pflegeprodukte – Oto-Ginkutan – aus dem Gingkobaum, auch für Brillenträger

geeigent. Dann haben wir Hörgerätebatterien, wir sind wohl die Günstigsten in der Schweiz

– da haben Sie auch den Anspruch auf jährliche Rückforderung, beim CI wird glaube ich

auch ein Teil übernommen – fast alles, denke ich mal. Wie gesagt, ich danke für Ihr

Interesse, wir sind gern für Sie da, für Ihre Fragen, wenn es um Hilfsmittel geht, sind wir

daran interessiert, Ihnen Infos anzubieten. Wir gehen umsonst zu den Leuten nach Hause,

machen eine Umsonstberatung mit den Geräten, Sie können diese Geräte 10 Tage testen

und dann entscheiden, ist es was für Sie, können dann zusammen einen Antrag stellen, wir

decken das Ganze ab, wir arbeiten mit pro audito schweiz, den Beratungsstellen, dem

Gehörlosenbund zusammen. Ich würde mich freuen, wenn Sie am Nachmittag bein uns

vorbei schauen. Dann danke ich mal.

Phonak AG

Jörg Ryser

Wunderbar – Sie hören, ich mich auch, ich werde mich bemühen, langsam zu sprechen.

Ich bin bei Phonak verantwortlich für den Bereich FM – diesen möchte ich Ihnen näher

bringen. Im Zentrum von allem steht der Patient mit seinen Herausforderungen. Einerseits

sind das die verschiedenen alltäglichen Situationen im Geschäft, daheim, in Gesellschaft,

auf der anderen Seite das Bedürfnis, die alltäglichen Geräte anzuschließen und nutzen zu

können. Es ist sowohl bei den Hörgeräten und CIs der Fall, dass diese an ihre Grenzen

stoßen, dazu bruacht es einem Hilfsmittel – eines ist die FM-Anlage, diese kann man so

erklären, es ist wie Radiohören und um dies zu können, bruachen wir einen Sender und

einen Empfänger oder beliebig viele Empfänger. Unsere Technologie ist die Gleiche wie bei

einem Radiosender – ähnliche Frequenzbereiche. Wie wir das im Alltag beim Radiohören

kennen, gibt es Störfaktoren für diese Anlagen – z. B. andere Sender mit gleicher

Frequenz, elektromagnetische Felder, Metallkonstruktionen oder zu große Distanz. Wie

kann man das im Alltag nutzen? Hier haben wir einen Smartlink – und wir haben einen


integrierten Empfänger – hier ein Sprachprozessor vor Cochlear – also Sender und

Empfänger – ich kann den Smartlink brauchen, um Sprache mit den Mikros weiter zu

senden. Sie sehen drei Knöpfe, da kann ich unterschiedliche Mikroeinstellungen

vornehmen, über eine gerichtete bis zu einer 360 Grad Aufnahme. Weiter habe ich die

Möglichkeit, Fernseher anzuschließen, MP3-Player oder ein Navi-System im Auto.

Telefonieren über Bluetooth ist auch möglich – über Festnetz und Mobilhandy koppelbar.

Ich muss gestehen, obwohl ich nicht darauf angewiesen bin, habe ich doch so drahtlos

telefnoiert im Auto, weil es so komfortabel war. Diese Quellen, die aufgenommen werden,

werden über die Radiotechnologie an den oder die Empfänger gesendet. Es gibt integrierte

oder Universalempfänger, die an verschiedene Geräte angesteckt werden und die über

eine Induktionsschleife Signale an das Hörsystem übertragen. Spreche ich vom FM-

System, muss ich auf das Dynamik-System eingehen. Ich möchte Ihnen das an einem zwar

hoffe ich verständlichen, aber nicht sehr wissenschaftlichem Beispiel erklären. Wir haben

eine Situation – eine Lehrerin, die etwas erzählt mit einem konstanten Sprachpegel – in

Schulzimmern ist es nicht immer leise wie hier, sondern dort herrscht Lärm, dieser

schwankt – dort wo er höher ist als der Sprachpegel der Lehrerin, ahben auch

Normalhörende Probleme, Menschen mit Hörsystem noch mehr. Irgendwann sagte man,

wir brauchen ein FM-System, was dies verbessert. Dort gibt man 10 dB für den Signal-

Rausch-Abstand zu, gibt eine starke Sprachverständlichkeit im Lärm. Wird der Lärm zu

groß, reicht es nicht aus. Mit Dynamik FM haben wir eine Technologie, dass unsere Sender

regelmäßig den Lärm messen und ein Signal weitergeben, was erhöht. Wo liegt der Nutzen

einer FM-Anlage? Über ein Richtmikrofon kann ich in einer lärmigen Umgebung auf meine

Gesprächspartner focussieren und verstehe sie sehr gut. Dann habe ich hier in einer

Besprechungssituation – habe auch eine Geräuschunterdrückung eingebaut – die aktiv die

Geräusche minimiert im System. Und der Vorteil liegt auch darin, dass ich Distanzen

überwinden kann, weil die Funkreichweite unserer Systeme bis 50 Meter im freien Feld

funktioniert. Die Lehrerin wird mit FM-Anlage besser verstanden. Es ist auch möglich,

Audioquellen, technische. Geräte anzkoppeln. Ich möchte auf unsere Sender eingehen –

ich fange an mit dem SmartLInk – er hat drei Mikrofoneinstellungen, er ist bluetoothfähig

und das Gerät mit den meisten Möglichkeiten in unserem Sortiment, hat

Fernsteuerungsmöglichkeiten integriert.

Dann haben wir den ZoomLink, die Tragekortel ist integriert, kann nicht abgenommen

werden, es fehlen Bluetoothmöglichkeiten, die üblichen Funktionen habe ich, die anderen

aber nicht. Der Easy-Link hat nur einen Knopf ein- und ausschalten und eine

Mikrofoneinstellung, die nach Wunsch programmiert werden kann, ansonsten bietet es

wenig, ist für Leute, die ein einfaches System brauchen, aber überall können Sie

Audiosysteme anstecken. Inspiro u. Dynamik können z. B. im pädagogischen Berreich

eingesetzt werden – mehrere Sender können im Netzwerk verwendet werden, z. B. wenn

ein Lehrer nicht nur die Lehrerin hören möchte, sondern auch die Schulkameraden. Das

Mikrofon kann umher gereicht werden.

Bluetooth ist beim SmartLInk integriert in der aktuellsten Version. Wichtig ist, dass man

immer, bevor man sich für ein Handy oder Festnetz entscheidet, dass man es testet.

Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth – die Programmierung ist nicht immer gleich. Es kann

sein, dass gewisse Bluetoothgeräte nicht miteinander koppeln lassen. Probieren Sie also,

ob es sich mit dem Link koppeln lässt.

Ich könnte über die Epfänger lange sprechen, da würden Sie einschlafen oder so – es gibt

die unterschiedlichsten Empfängervarianten – es gibt immer eine Möglichkeiten, immer

empfangen zu können. Ich erkläre es Ihnen gern am Stand, wenn Sie sagen, ich habe den

Sender xy – dann sage ich Ihnen, welcher Empfänger dazu passt. Komme ich noch zum

neuen Sprachprozessor – der ML14i wird ab Februar ca. nächstes Jahr im ersten Quartal


zur Verfügung stehen. Bis dahin gibt es noch eine Lösung mit einem Adapter und

Universalempfänger. Wenn man heute nicht unbedingt eine solche Übergangslösung

benötigt, empfehle ich auf den integrierten Empfänger zu warten. Das wären die

Ausführungen von meiner Seite soweit, ich freue mich auf Ihre Fragen an meinem Stand

und wünsche Ihnen einen Guten und vielen Dank!

Grussbotschaft DCIG

Sonja Ohligmacher

o.k. – kann man mich gut verstehen – leider konnte ich heute Morgen noch kein Grußwort

sprechen, wir haben den Weg nicht auf Anhieb gefunden. Sehr geehrte Damen und herren,

gleich an dieser Stelle bedanke ich mich bei der ciig schweiz für die Einladung der dcig zum

5. CI-Forum. Ich darf die besten Grüße für diese Veranstaltung ovn unserm Präsidenten

und der Redaktion die Schnecke übermitteln. Als Dachverband verfolgen wir dieselben

Interessen wie die dcig.

Für die Belange der CI-Träger und –kandidaten setzen wir uns mit Mut, Ausdauer, Tatkraft

und einsatz ein. Jeder von uns hat Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen er für andere CI-

Träger eine unschätzbare Hilfe sein kann. Wer sich freiwillig engagiert, gibt der

Gesellschaft ein lebenswertes Antlitz. Alle CI-Träger profitieren vom Fortschritt und haben

zunehmend Zutritt – siehe rechts.

Hans-Jörg Studer

Die erfreuliche Mitteilung, wir sind im Programm ein wenig voraus, somit wird die

Mittagspause etwas länger. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass Sie die Fragen

für das Podium in den Kasten am Ausgang legen sollten. Die Bestätigungen, die Sie

brauchen, sind über Mittag hier am Stand einzuholen. Ich wünsche einen guten Appetit,

gute Gespräche und freue mich, Sie rechtzeitig wieder hier und oben in den Räumen

begrüßen zu dürfen.

Wollen wir beginnen? Ich freue mich, dass wir unseren Gastreferenten Prof. Dr.

Leistbegrüßen dürfen – er wird sein Referat zum Thema Anleitung zur Taubheit halten.

Bitte Herr Professor.

Anleitung zum Taubsein

Prof. Dr. Anton Leist

Professor für praktische Philosophie, Leiter der Arbeits- und Forschungsstelle für Ethik,

Universität Zürich

Der Vortrag ist auf einer pdf Datei unter der Überschrift „Anleitung zum Taubsein“ zu finden.

Podiumsgespräch

Moderation: Clemens Wäger, Mitglied der CI IG Schweiz, Vertreter SVEHK

Auf dem Podium: Prof. Dr. med. Rudolf Probst, Klinikdirektor ORL, Universitätsspital Zürich,

Dr. iur. Ernst Ganahl, Ombudsstelle Hörprobleme, Daniel Abels, Prof. Dr. Anton Leist,

Mathias Aeberhardt, Gernot Rupprecht, Jörg Ryser, Oliver Fürthaler,


Ich möchte mit einer kleinen Geschichte beginnen, wir haben heute viel von

Neuentwicklungen gesprochen, viel gehört, was kommt und wo wir Geduld brauchen, da ist

mir ein sehr praktischer Ansatz gekommen, aus Erfahrung gegriffen, wenn wir unsere

Tochter wecken, obwohl sie einen Vibrationswecker hat und wir das Gefühl haben, sie ist

nicht wach, wir sie schütteln, sie dann die Wimpern hebt und kommuniziert, ich bin wach,

möchte aber nicht aufstehen, dann wäre eine Kippanlage sinnvoll ☺ soviel dazu.

Beginnen wir mit einer Frage aus der Box – sie ist eine allgemeine Frage, die uns immer

wieder beschäftigt:

Wann werden CIs Hilfsmittel erneuert oder ersetzt so wie Sprach- und Hörtraining

finanziert und wann nicht? Es geht darum, wann kann man ein neues CI beantragen,

Hörtrainings bezahlt und wie und in welchem Rahmen?

Dr. iur. Ernst Ganahl

Zur Ombudsstelle möchte ich noch was sagen – weil die vielleicht nicht jedem bekannt ist –

sie existiert hier in St. Gallen seit 6 Jahren und ich habe mein Büro hier in der Stadt, alles

kann man auf der Homepage sehen – ich bin ungefähr 30 % für die Stelle tätig, 100

dokumentierte Fälle im Jahr und weitere 100 telefonische Anfragen, wovon 10 % CI-Träger

betreffen. Jetzt zur Frage – sie ist sehr weitreichend – wenn man diese Frage beantwroten

muss, wird man unterscheiden müssen, ob es sich um med. Gründe handelt oder geht es

darum, dass die Technologie so weit fortgeschritten ist, dass man es braucht, um seiner

Arbeit nachkommen zu können. Von der med. Seite möchte ich sagen, ist eine Frage an

Prof. Dr. R. Probst – von der anderen Seite her ist es nicht einfach zu sagen. Ich hörte,

dass es bei CI-Geräten auch sechs Jahre sein könnten. Die IV wird darauf schauen, wie

weit das neue CI, das fortgeschrittene, gebraucht wird für das berufliche Fortkommen,

respektive im Zusammenhang mit der Ausbildung. Ich glaube, das sind

Rahmenbedingungen. Zum CI generell. Während früher die IV stelle den Segen dazu gab

und relativ kulant war, wird nun heute von ihr auf die Krankenkasse verwiesen, da wird

dann auf die gesetzlichen Bestimmungen verwiesen, wird also bezahlt, wenn nicht mehr

verwehrtbare Hörreste gegeben sind, also wenn mit einem Hörgerät noch Kommunikation

möglich ist, also Krankenkasse zahlt nur, wenn eine beidseitige Taubheit vorliegt,

grundsätzlich ist das eigentlich eine sehr strenge Regelung. Kürzlich hatte ich einen Fall, da

sagte die Krankenkasse, es liegen verwertbare Hörreste vor, erst in einem Verfahren

konnte festgestellt werden, dass keine vorliegen und das CI gezahlt wird – es ist nicht

immer einfach zu sagen, es gibt prozentuale Werte, da muss die Vernunft noch eine

spezielle Rolle spielen. Aber es ist halt immer so, CIs werden dann sicher eher bezahlt,

wenn entpsrechende berufliche Erforderungen da sind oder wenn eben die Ausbildung

noch ansteht, da wird man sicher kulanter sein.

Gibt es auch Fälle, wo Sprach- und Hörtrainings nicht finanziert wurden?

Nein, das habe ich noch nie erlebt, es ist sinnlos, wenn man das nicht gleichzeitig auch

noch bezahlt, allerdings ist es eher umgekehrt, dass man CIs machte und nachher es

schwierig war, Leute zu schulen, weil sie nicht bereit waren, eine Schulung über sich

ergehen zu lassen, weil die Sprachkenntnisse nicht gegeben waren, umgekehrt aber

eigentlich nicht.

Wir haben heute viel über Hybritimplantate gehört – wäre die Frage, für wen sind sie

am besten geeignet?

Prof. Dr. R. Probst –

Das nochmals kurz zu erklären, sind CIs mit einer Elektrode, einem Sprachprozessor, die

gleichzeitig mit einem Hörgerät kombiniert sind.. Diese Apparate vestärken verschieden:


die hohen Töne werden über das CI übermittelt, die tiefen über das Hörgerät übermittelt –

das ist die Voraussetzung, für solche Leute ist ein solches Implantat zu gebrauchen, Teile

der Cochlea können tot sein, die tiefen Töne, der Teil, wo die tiefen Töne gehört werden,

kann noch gut funktionieren, dann kann man das so kombinieren. Musik ist ein eigener

auditiver Wert, wie viele sicher wissen, klingt die Musik mit dem Implantat nicht gut, der

Raum fehlt und mit einer solchen Kombination kann die Raum- und Musik-Komponente

besser weitergegeben werden.

Darf ich ergänzen zur Frage vorher? Wir müssen klar unterscheiden vom Ersatz der

äußeren Teile, da wird es alle 6 Jahre ersetzt, aber die implantierten Teile sind im Moment

nicht geregelt, wann man das ersetzen muss, sie werden ersetzt, wenn sie nicht

funktionieren. Das ist relativ. Nach 20 Jahren kann es noch funktionieren, aber es wird

schwieriger, einen guten Sprachprozessor daran zu hängen, die Elektronikteile sind

teilweise nicht mehr zur Verfügung, das ist wie bei einem Computer, irgendwann geht es

nicht mehr. Ich bin sicher, dass wir in den nächsten zehn Jahren dorthin kommen werden.

Im Moment ist die Frage nicht so dringend, sie steht aber für uns im Raum, wir sind noch

nicht zur Lösung gezwungen.

Gibt es Fragen dazu bis hierher?

Keine Fragen, gehen wir mit unseren Karten weiter:

Ein Thema ist immernoch die Feuchtigkeit – wir hörten heute, dass die CIs immer

resistenter gegen Feuchtigkeit werden, aber die alles entscheidende Frage ist, sind

schon Tendenzen da, dass man sagen kann, dass man mit einem CI auf Tauchgang

gehen kann?

Mathias Aeberhard

Tauchen kann man noch nicht. Einige von Ihnen haben den Freedom-Sprachprozessor,

wenn er feucht wird draußen, das sollte klappen. Das neue Nucleus5-System hat einen

höheren Standart, IP57 heißt, dass Sie das Gerät in stillem Wasser 30 Minuten lang unter

Wasser halten können. Wenn sie schwimmen gehen, bewegen Sie sich, es kommt mehr

Druck drauf, das geht nicht. Aber es ist besser gegen Feuchtigkeit geschützt. Es geht unter

einer Bedingung. Sie haben die Akkubatterien und Zink-Luft-Batterien. Wenn Sie diese

verwenden, haben sie einen weniger hohen Standart – wenn Sie ins Wasser wollen,

empfehle ich, die Akkus zu benutzen. Gibt es eine Anschlussfrage daran?

Man kann ja damit nicht tauchen, sagten Sie – wie ist das ohne Sprachprozessor?

Bis wieviel?

Das wüsste ich nicht. Es gab eine Sendung, dort ist ein Taucher aufgetreten, aber wie viel

Druck weiß ich nicht.

So viel ich weiß geht es um den normalen Sporttauchbereich 30 Meter, vom Implantat her

gibt es keine Probleme, ein Taucharzt soll aber mit darauf schauen, ansonsten müssen die

Bänder der Maske nicht so viel Druck auf den Elektrodenträger ausüben.

Mir liegen ähnliche Infos vor, ich habe detaillierte Infos bekommen von Cochlear, es ist so,

es wurde damals gesagt, dass bis zu 25 Metern Tauchtiefe es unbedenklich ist. mit 10

Meter Wassertiefe haben wir 1 Bar ath. Druck mehr, unter 25 Metern wird es kritisch, weil

man die Folgen langfristig nicht vorhersagen kann. Sodass damals empfehlen wurde,

Sporttauchen nein, Schnorcheln ja – alles andere ist Eigenverantwortung des Patienten.


Beim Schnorcheln bleibt der Schwimmer an der Wasseroberfläche, ist nicht in einer Tiefe,

wo der Druck immer größer wird. Ein Sporttaucher geht mehr in die Tiefe und der

Wasserdruck wird immer größer.

Es gibt einen Sportler mit 2 CIs, er ist Tauchlehrer, geht immer bis 50 Meter runter ohne

Probleme.

Dürfte ich noch kurz eine Frage anschließen – entspricht das den Vorgaben von

MED-EL?

Gernot Rupprecht

Der Druck an sich ist für das CI nicht bedenklich, denn es ist gleich hart wie der

Schädelknochen, sodass der Druck keinen Schaden anrichtet –diese Untersuchungen sind

wissenschaftlich, veröffentlich worden vom Insel-Spital Bern.

Sind noch weitere Fragen dazu?

Dann gehen wir zu den Karten über.

Wir hörten auch, dass die Geräte immer kleiner, schmaler werden und

leistungsfähiger. In den letzten 10 Jahren sind die Geräte kleiner geworden, wie weit

geht diese Entwicklung noch weiter? wie viel geht da noch?

Rudolf Probst

Das ist – es gibt einen schönen Spruch – die Utopien von heute sind die Realtitäten von

morgen – insofern kann man es sich ausmalen, wenn man den Stromverbrauch der

Taschenprozessoren mit einem HdO-Spachprozessor – so ist der Faktorunterschied von

200. wenn man einen Bruchteil davon annimmt, kommt man bald zu dem Schluss, dass die

aktuelle Gerätegröße in 10 Jahren als riesiger Klotz angesehen wird.

Fragen oder Bemerkungen dazu?

Dann eine Anschlussfrage – wie sieht es mit der Entwicklung von Vollimplantaten

aus?

Mathias Aeberhardt

Es gibt drei Personen damit, in Australien, sie wollten besser hören, wenn sie das Mikrofon

unter der Haut haben, wird der Höreindruck vermindert – wir arbeiten weiterhin dran, es

wurden wertvolle Infos gesammelt – sie können auch ein normales CI tragen und man

forscht weiter. das eine ist das Mikrofon und die Batterie.

Kann man sagen, wann es in der Schweiz sein wird?

Es ist noch Zukunft, auch um anzuknüpfen, es gibt Weiterentwicklungen. Einen Zeitrahmen

kann ich Ihnen nicht nennen.

Sind Fragen dazu?

Dann kommt eine spannende Frage aus dem Kasten:

Ich gehe davon aus, es wird Sie am meisten betreffen. Wir kennen es von den

Handys, dass nur noch ein Akku für alle Handy-Typen auf dem Markt sein soll – nun

hier die Frage, wann können sich die Hersteller auf gemeinsame Standarts einigen?

Wann ist alles miteinander kompatibel – spricht man da miteinander, sind Gedanken

am Laufen, die wir nicht kennen oder wissen?

Jörg Ryser


Man muss unterscheiden zwischen allgemein. Industriestandards. Bluetooth ist ein

Standard – wir nähern uns da einer Kompatibilität – ansonsten herrscht ein guter Kontakt

unter den Herstellern, da arbeiten wir mit sämtlichen CI-Herstellern zusammen, gerade

betont vor der Tatsache, dass Sonova Advanced Bionics zu sich geholt hat. FM wird auch

so weiter entwickelt. Insofern haben wir einen Austausch, inwieweit das universeller wird,

kann ich nicht sagen.

Gibt es Fragen aus dem Plenum?

Dann gehen wir weiter – eine allgemeine Frage – welches CI-Modell ist für wen wann

das Richtige? Wer kann sich dazu äußern?

Professor Probst

Es wäre unfair, diese Frage den Industrievertretern vorzulegen. Daher nehme ich das

Mikrofon. Von der Medizin her kann man ohne weiteres behaupten, dass die

Leistungsfähigkeiten vergleichbar sind, es gibt keine großen Unterschiede in der

Leistungsfähigkeit. Vielleicht in der Bedienung und den Zusatzgeräten, das wissen Sie

besser als ich, dann ist es eine Frage des Service und der Zuverlässigkeit, aber da kann

man sagen, sind die Firmen vergleichbar – es wäre nicht richtig, hier ein Implantat dem

anderen vorzuziehen. Vielen Dank – gibt es weitere Fragen?

Wenn man wechselt zu einem anderen Typ, einem anderen Fabrikat. Es geht darum,

wenn man das Produkt wechseln will, kann man nur den Prozessor wechseln oder

zieht es eine Operation nach sich?

Die sind völlig unkompatibel – da gibt es keine Austauschmöglichkeit – dies macht auch

keinen Sinn, es muss technologisch so entwickelt sein, dass es zusammen passt – mit der

Strategie, den Elektroden, das sind ganze Systeme, die man auch so betrachten muss –

aber von den anderen Peripherien verstehe ich Ihren Wunsch nach mehr Standartisierung

sehr gut, den Wunsch habe ich bei vielen Dingen im täglichen Bereich – zuhause brauche

ich für jedes Telefon einen neuen Netzstecker.

Ist die Frage so beantwortet?

Sind weitere Fragen?

Dann stelle ich fest, dass Sie an den verschiedenen Ständen und Workshops umfassend

informiert wurden. die Fragen mit persönlicher Natur werden wir den betreffenden

Personen weitergeben zur Beantwortung. Ich würde nun das Podium schließen und den

Referenten herzlich danken – dann kann ich das Mikrofon Herr Studer weitergeben.

Schlusswort

Hans-Jörg Studer

Kaum haben wir angefangen, sind wir schon wieder am Ende – wir sind am Schluss der

Tagung und wie immer bleibt mir, allen zu danken, die zum Gelingen der Tagung

beigetragen haben, speziell danke ich unseren beiden Referenten, Herrn Prof. Dr. R.

Probst und Dr. iur. E. Ganahl – die extra herkamen, um am Podium teilnehmen zu können,

herzlichen Dank dem Team der Sprachheilschule, allen Helfern, die hinter und vor den

Kulissen arbeiteten, auch unserer Sachbearbeiterin Erika Rychard, die den großen

Aufwand mit Bravour gemeistert hat, ein spezieller Dank auch unseren CI-Herstellerfirmen,

die als aktive Teilnehmer und als Sponsoren hier auftraten, herzlichen Dank ihnen. Ein


Dank auch an unsere Hörbehindertenverbände pro audito schweiz und sonos, die unsere

Arbeit nicht nur mit Geld, sondern auch aktiv unterstützen.

Ein spezieller Dank an Sie alle, die mit ihrem Erscheinen zum Gelingen beitrugen,

Herzlichen Dank Frau Gollnik für Ihre große Arbeit, die sich ihre Finger (nicht) wund

geschrieben hat. Herzlichen Dank.

Ein Dank auch an die Gebärdensprachdolmetscher, die unsere gehörlosen Freunde mit

einbezogen haben.

Was alle interessiert ist das Datum der nächsten Tagung – Samstag, der 12.11.2011.

Sollten Sie Fragen oder Wünsche zur Tagung haben, zögern Sie nicht und geben Sie diese

an unser Sekretariat bekannt – die Adresse steht im Internet – besuchen Sie die

Homepage, wir sind bemüht, die Neuigkeiten zu veröffentlichen.

Ich danke Ihnen noch einmal herzlich für Ihr Erscheinen und wünsche schon jetzt eine gute

Heimreise und freue mich, Sie am 12.11.2011 hier wieder begrüßen zu dürfen.

Kommen Sie gut nach Hause.

Ende der Veranstaltung 16.20 Uhr

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