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MUSTERBUCH

1


INHALT

DIE ZUKUNFT DER TRADITION 5

DAS BUCH DER 100.000 SCHUHMODELLE 6

LUDWIG REITER SCHUHE ALS „PRIVATANFERTIGUNG“ 7

„RAHMENGENÄHT“ – DIE KÖNIGLICHE MACHART 8

DER LEISTEN – DIE SEELE DES SCHUHS 9

LEISTENÜBERSICHT 10

LEDER – FÜR SCHUHE GIBT ES NICHTS BESSERES 12

WELCHES LEDER IN WELCHER FARBE? 14

DIE SOHLE – EINE GUTE BASIS 16

MODELLÜBERSICHT 18

DIE MODELLE 20

DIE RICHTIGE PFLEGE – 16 TIPPS FÜR EIN LANGES SCHUHLEBEN 50

3


DIE ZUKUNFT DER TRADITION

Tradition ist kein Selbstzweck. Sie wird erst bedeutend, wenn sie dazu verhilft, auch in Zukunft

etwas besser zu machen. Die Tradition der vom Schuhmachermeister Ludwig Reiter 1885 in Wien

gegründeten Ludwig Reiter Schuhmanufaktur sind hochwertige rahmengenähte Schuhe, die sie

noch heute hier erzeugt. Ludwig Reiter ist in vierter Generation nach wie vor im Besitz der Familie

Reiter und steht heute vor wesentlich veränderten Anforderungen.

Ludwig Reiter hat im Laufe der Jahrzehnte bewegte

Entwicklungen durchgemacht und große Erfolge auch

mit Winterstiefeln, Taschen, Sportschuhen, Designer-Modellen

und anderen Qualitätsprodukten der

Manufaktur erzielt. Der Kern unserer Tätigkeit und das

identitätsstiftende Element ist dabei stets der rahmengenähte

Schuh geblieben.

Die traditionelle, vermeintlich altmodische Methode

des Rahmennähens gilt noch immer als die bestmögliche

Art der Schuhherstellung. Aber sie wird erst

dann den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht, wenn

sie dem gerade bei anspruchsvollen Kunden starken

Wunsch nach Individualität und Service entspricht.

Dazu verhilft vor allem der unmittelbare Kontakt mit

den Käufern und Trägern unserer Schuhe in unseren

eigenen Geschäften und die räumliche und kulturelle

Nähe unseres Erzeugungsbetriebes zum Markt.

Wir haben daher für unser Angebot an rahmengenähten Schuhen ein ausgeklügeltes System aufgebaut,

welches in diesem Buch präsentiert wird. Dadurch gewinnt nicht nur die Tradition unseres

Hauses eine zeitgemäße Bedeutung, sie ist damit auch exemplarisch für die Zukunft der Tradition

überhaupt, in der Ludwig Reiter seine Bestimmung findet.

5


6

DAS BUCH DER 100.000 SCHUHMODELLE

So präsentieren wir nach über 120 Jahren Unternehmensgeschichte als Schuhhersteller in diesem

Buch unsere wichtigsten rahmengenähten Schuhmodelle. Diese Klassiker wurden aber

nicht nur von uns, sondern auch von anderen Vertretern der Wiener Schuhmacherkunst und

letztlich aufgrund vieler praktischer Erfahrungen der Kunden entwickelt.

Rahmengenähte Schuhe haben neben unübertroffener Qualität, Tragekomfort und Haltbarkeit

noch einen weiteren großen, indirekten Vorteil: Da die Schuhe einzeln und in Handarbeit

hergestellt werden müssen, gibt es keine massenhaft vorgefertigten Komponenten. Dadurch

eröffnet sich mit geringem Mehraufwand eine unglaubliche Vielfalt von individuell gestaltbaren

Schuhmodellen.

Anders als bei industrieller Schuhproduktion bieten wir in diesem Buch keine fix und fertig

produzierten Artikel an, sondern eine Fülle von Möglichkeiten, wie ein ganz persönlicher

Ludwig Reiter Schuh „gestaltet“ werden kann. Würde man alle Kombinationen aus Modellen,

Leisten, Lederarten, Sohlen etc. durchspielen, ergäbe das fast 100.000 Möglichkeiten*. Einige

davon bevorraten wir in unseren Geschäften. Alle anderen können mit Hilfe dieses Buches

in einem unserer Geschäfte oder bei einem kompetenten Händler als „Privatanfertigung“

bestellt werden. Eine solche „Privatanfertigung“ ist also eine individuelle Kombination aus

Schuhmodell, Leisten, Oberleder und Sohle, die wir mit nur wenigen Wochen Lieferzeit für den

Träger anfertigen.

* Und auch jenen, welche die 100.001. Variante wünschen, können wir in unseren Geschäften

mit einem geringem Aufpreis noch weitere interessante Möglichkeiten anbieten.


LUDWIG REITER SCHUHE

ALS „PRIVATANFERTIGUNG“

Ein klassischer, rahmengenähter Schuh besteht im wesentlichen aus den Komponenten Modell,

Leisten, Oberleder und Sohlenausführung. Theoretisch sind diese Komponenten nahezu beliebig

kombinierbar. Doch im Hinblick auf optimalen Tragekomfort und gutes Aussehen des Schuhs

passt eben doch nicht jedes Leder oder jede Sohle für jedes Modell etc. Deshalb finden sich in

diesem Buch bei jedem einzelnen Modell die jeweils sinnvollen Möglichkeiten, es mit den anderen

Komponenten zu kombinieren, um einen Schuh als „Privatanfertigung“ zu bestellen.

Um die richtige Kombination, also letztlich den richtigen Schuh auszuwählen, empfehlen wir

folgende Vorgangsweise:

1. An Hand von vorrätigen Schuhen ermittelt man unter fachkundiger Anleitung eines Verkäufers

den für den Schuhträger bestmöglichen Leisten, die richtige Weite und die richtige Größe des

Schuhs. Man sollte guten Halt an der Schnürung und Bewegungsfreiheit bei den Zehen haben.

Es ist wichtig, dass man sich mit der gewählten Leistenform wirklich wohl fühlt. Ein erfahrener

Verkäufer kann beraten, aber bei der Anprobe nicht in den Schuh hineinsehen. Auswählen und

entscheiden muss der Träger des Schuhs.

2. Man wählt aus diesem Musterbuch das gewünschte Schuhmodell und prüft in der Tabelle, ob

dieses Modell auf dem gewünschten Leisten verfügbar ist. Wenn nicht, hat das wahrscheinlich

praktische Gründe, z. B. mangelnde Passform bzw. unvorteilhaftes Erscheinungsbild: Man kann

eben nicht alle Schuhe „über einen Leisten schlagen“. Wir raten davon ab, sich ein Modell auszusuchen,

das zwar gefällt, aber nicht passt, weil Leisten und Fußform nicht harmonieren. Mehr über

Leisten auf den Seiten 9-11.

3. Die gewünschte Lederart und Farbe werden in der Farbtafel (Seiten 14-15) gewählt. Auch hier

sollte man sich vergewissern, ob das Schuhmodell im gewählten Oberleder verfügbar ist. Manche

Lederarten eignen sich aufgrund ihres Charakters einfach nicht für alle Modelle.

4. Die gewünschte Ausführung der Sohle wählt man in der entsprechenden Übersicht auf den

Seiten 16-17. Wie beim Leder sind auch hier nicht alle Varianten für alle Modelle empfehlenswert.

Jede einzelne Komponente (Modell, Leisten, Oberleder, Sohle) ist in diesem Musterbuch mit einer

eigenen Nummer bzw. Buchstabenkombination gekennzeichnet. Gemeinsam mit der Schuhgröße

ergeben diese Kennungen sozusagen die Artikelnummer und die genauen Spezifikationen, nach

denen der Schuh dann als „Privatanfertigung“ individuell hergestellt wird.

7


8

„RAHMENGENÄHT“ –

DIE KÖNIGLICHE MACHART

Es gibt verschiedene Verfahren, um das Oberteil eines Schuhs an seinen Boden zu montieren.

Heutzutage werden die meisten Schuhe geklebt, was dank moderner Klebstoffe in bezug auf

die Haltbarkeit nicht per se schlecht ist. Eines der ältesten Verfahren jedoch ist die sogenannte

„königliche“ Machart: das Rahmennähen. Dabei wird zunächst das Oberteil des Schuhs an

die Unterseite der Brandsohle, also der Innensohle, genäht, wobei man ein rundum laufendes

Lederband, den „Rahmen“, mitnäht. Nach etlichen weiteren Produktionsschritten, bei denen

unter anderem der Hohlraum zwischen Brand- und Laufsohle mit Kork ausgefüllt wird, näht der

Schuhmacher außen an den Rahmen die Lederlaufsohle, bei Gummisohlen eine Zwischensohle,

auf welche er dann die Laufsohle klebt. Anschließend wird der aus mehreren Lederschichten aufgebaute

Absatz montiert und der ganze Boden „ausgeputzt“, d. h. Sohle und Absatz faconniert

man erst am fertigen Schuh.

Wie man erahnt, ist der Vorgang des Rahmennähens sehr arbeitsintensiv und kann nur in

geringem Ausmaß automatisiert werden. Dennoch wird diese Technik auch heute noch für

hochwertige Schuhe sehr geschätzt. Der wesentliche Vorteil der „königlichen“ Machart ist aber

nicht so sehr die lange Haltbarkeit des Schuhs, denn diese ergibt sich primär aus der Reparaturfähigkeit

der rahmengenähten Sohle. Was „Rahmengenähte“ so unvergleichlich macht, ist ihr

außergewöhnlicher Tragekomfort. Dieser resultiert aus einer quasi „doppelten Aufhängung“

– Einstechnaht und Sohlennaht –, die den Schuh elastisch und bequem, dennoch stabil und dauerhaft

macht. Damit ist das wesentliche Problem der Schuhherstellung, den Boden des Schuhs

beweglich und gleichzeitig robust zu gestalten, in nach wie vor unübertroffener Weise gelöst.

Daher ist die klassische Technik des Rahmennähens auch im 21. Jahrhundert die international

renomierteste Art der Schuherzeugung.


DER LEISTEN – DIE SEELE DES SCHUHS

Der Leisten ist die „Seele“ des Schuhes. Er ist nicht sichtbar und bestimmt trotzdem seine äußere

Gestalt und seine Passform. Ein Leisten ist kein Element des Schuhes, sondern eine plastische

Nachbildung eines Fußes aus Holz oder Kunststoff, das während der Herstellung zur Formgebung

des Schuhes dient.

Zur Konstruktion eines Leistens kann man nicht einfach nur Füße nachformen, solche Schuhe

wären völlig „unpassend“. Man muss auch berücksichtigen, dass der Fuß an unterschiedlichen

Stellen mehr oder weniger Halt bzw. Bewegungsfreiheit im Schuh braucht und dass dieser eine

wohlgeformte äußere Gestalt bekommen soll. Leistenbau lässt sich nicht wissenschaftlichtechnisch

bewerkstelligen und ist daher eine sehr schwierige Kunst, die vor allem viel Erfahrung

braucht. Darum ist es meist besser, Leisten nicht individuell zu konstruieren, sondern aus verschiedenen

bewährten Leisten den für den Schuhträger bestmöglichen auszuwählen.

Nachdem es abgesehen von der Größe und Weite ganz unterschiedliche Fußtypen gibt, bieten

wir eine Auswahl von grundlegend verschiedenen Leistenformen.

Die wichtigsten Merkmale sind:

- Vorfuß-Form: rund, eckig, breit, flach, hoch, siehe Abbildung

- Übertritt: um wie viel überragt die Leistenspitze die Fußlänge

- Rist-Zugabe: Mehrumfang am Rist gegenüber Ballen, kann auch negativ sein

- Absatzsprengung: Höhe des Absatzes für optimale Abrollung

Manche Leisten gibt es dazu noch in mehreren Weitenabstufungen von D bis H. Mittlere Weiten

für Herrenschuhe sind von F bis G, für Damen von D bis E. Pro Weitenstufe nimmt der Umfang

am Ballen um 5mm zu. Die Ristweite entspricht der Ballenweite plus/minus Ristzugabe.

Gerade bei rahmengenähten Schuhen ist der richtige Leisten von großer Bedeutung, weil die

Schuhe stabil bleiben und sich nicht einfach „auslatschen“ lassen. Der Tragekomfort rahmengenähter

Schuhe kommt daher nur mit dem individuell richtig gewählten Leisten zur Geltung.

Andererseits gewöhnt sich der Fuß auch an den Leisten, sodass man diesen nicht so oft wechseln

sollte. Statt „Schuster bleib bei Deinem Leisten“ sollte es daher heißen: „Kunde bleib bei

Deinem Leisten“.

9


10

HERREN-LEISTEN

ALT-WIENER LEISTEN (FD, FE, FG, FH)

Übertritt: 15 mm

Rist-Zugabe: + 2 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: D, E,F,G,H

Verfügbare Größen: 5-14

NEUER WIENER LEISTEN (WF, WG)

Übertritt: 20 mm

Rist-Zugabe: + 4 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: F,G

Verfügbare Größen: 6-13 1/2

UNGARISCHER LEISTEN (AD, AE, AF, AG)

Übertritt: 12mm

Rist-Zugabe: + 6 mm

Absatzsprengung: 20 mm

Verfügbare Weiten: D, E, F, G

Verfügbare Größen: 5-13 1/2

ENGLÄNDER LEISTEN (PD, PF)

Übertritt: 23 mm

Rist-Zugabe: - 2 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: D, F

Verfügbare Größen: 6-13 1/2

KARREE- LEISTEN (GU)

Übertritt: 20 mm

Rist-Zugabe: + 9 mm

Absatzsprengung: 20 mm

Verfügbare Weiten: F

Verfügbare Größen: 5-13 1/2


DAMEN-LEISTEN

ALT-WIENER LEISTEN (DO)

Übertritt: 5 mm

Rist-Zugabe: + 7 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: C

Verfügbare Größen: 2-9 1/2

NEUER WIENER LEISTEN (DV, DW)

Übertritt: 8 mm

Rist-Zugabe: + 5 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: D, E

Verfügbare Größen: 3-9 1/2

UNGARISCHER LEISTEN (DU)

Übertritt: 8 mm

Rist-Zugabe: + 4 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weiten: E

Verfügbare Größen: 3-8 1/2

ENGLÄNDER LEISTEN (DP)

Übertritt: 10 mm

Rist-Zugabe: + 2 mm

Absatzsprengung: 25 mm

Verfügbare Weiten: D

Verfügbare Größen: 3-8 1/2

KARREE- LEISTEN (DN)

Übertritt: 10 mm

Rist-Zugabe: 5 mm

Absatzsprengung: 15 mm

Verfügbare Weite : D

Verfügbare Größen: 3-8 1/2

11


12

LEDER – FÜR SCHUHE GIBT ES

NICHTS BESSERES

Was ist beim Material eines Schuhs besonders wichtig? Es muss trotz der ständigen Knick- und

Dehnbewegungen elastisch bleiben und darf nicht spröde werden. Es soll die Füße atmen lassen,

gleichzeitig vor Witterung schützen und gut aussehen. Wenn es um die Erfüllung dieser hohen

Anprüche geht, kommt trotz technologischen Fortschritts kein gewebtes oder synthetisches

Material an die Vorzüge echten Leders heran. Man kann bei normalen Straßenschuhen jedoch

nicht erwarten, dass das relativ feine Leder gegen mechanische Beschädigung oder Verschmutzung

resistent ist. Auch ein Anzug oder ein Kleid ist keine Ritterrüstung. Dickere Leder sind wohl

robuster, aber auch schwerer und weniger geschmeidig.

Leder ist gegerbte Tierhaut: Durch den Konservierungsprozess sollen lange Haltbarkeit und

Robustheit, aber auch Geschmeidigkeit, Atmungsfähigkeit und schönes Aussehen erreicht werden.

Letzteres gestaltet man vor allem durch entsprechende „Zurichtungen“ nach dem Gerben.

Abhängig davon, welche Eigenschaft des Leders für den Schuh gerade wichtiger ist, werden

verschiedene Gerb- und Zurichtungsverfahren bzw. Mischformen angewendet.

Das Wichtigste ist aber die Rohware. Eine Haut, bei der lediglich die Haare entfernt wurden,

nennt man „vollnarbig“, d. h. die Original-Hautoberfläche, der „Narben“, ist zur Gänze erhalten,

weder abgeschliffen noch überprägt. Dies ist deshalb so wichtig, weil ohne den „Narben“ das Leder

nicht langfristig haltbar ist. Für so hohe Anforderungen eignet sich ausschließlich fehlerfreie

Rohware, die es nur selten und nur zu hohen Preisen gibt. „Leder“ darf sich auch etwas nennen,

das nur aus unteren Spaltschichten* besteht und mit einer künstlichen Oberfläche versehen

wurde, die aber meist die Atmung behindert. Die wesentlichen Vorteile echten Leders kann nur

vollnarbiges Leder bieten.

* Dickes Rindleder wird gespalten. Die unteren Schichten ohne Narben sind „Spaltleder“.


BOXCALF

Das Leder für rahmengenähte Schuhe schlechthin, ein besonders zugerichtetes Kalbleder, fein,

dennoch kompakt, zweimal chromgegerbt. Für elegante Schuhe, die ihre straffe Oberfläche

lange behalten sollen.

BOOKBINDER CALF

Glattes, glänzendes Oberleder, das weniger empfindlich ist als Boxcalf. Vollnarbiges Kalbleder,

chrom- und vegetabil gegerbt, geschmeidig, relativ robust, durchgefärbt: Kratzer fallen kaum

auf.

JUCHTEN

Für besonders witterungsbeständige, strapazfähige Schuhe; Kalbleder, chrom- und vegetabil

gegerbt; Um es wasserabweisend zu machen, wird Juchtenleder im Fass unter Hitzeeinwirkung

mit Fett angereichert.

CORDOVAN

Echtes Shell Cordovan ist eine Rarität: nur in kleinen Mengen verfügbares, aufwändig in langer

Handarbeit zugerichtetes Pferdeleder aus den Hinterbacken des Tieres;

Nur für bestimmte Schuhmodelle empfohlen, aber mit einzigartigem Charakter.

ENGLISH GRAIN

Kalbleder von Weidetieren ist zwar sehr robust, hat aber Falten, Kratzer, Narben. Um dies wettzumachen,

wird das dauerhafte, elastische Leder nach der Gerbung geprägt.

SCOTCH GRAIN

Die Struktur dieses sportlich-rustikalen Kalbleders ist schottischen Vorbildern nachempfunden:

Das Leder wird semivegetabil gegerbt, zweifach gefärbt und mit charakteristischer Prägung

versehen.

KALBVELOURS

Für sportliche und nahezu unempfindliche Schuhe: echtes Kalbveloursleder – kein Spaltleder

– mit nach außen gekehrter, samtig aufgerauhter Fleischseite. Dauerhaft, weich, komfortabel,

pflegeleicht.

13


14

WELCHES LEDER IN WELCHER FARBE?

COGNAC ARMAGNAC MARON

BOXCALF BAC BAR BAM

BOOKBINDER CALF BBC BBM

JUCHTEN UBC UBM

CORDOVAN CPC CPM

ENGLISH GRAIN GEM

SCOTCH GRAIN

KALBVELOURS VKC VKM

Farbabweichungen sind aus material- und drucktechnischen Gründen möglich!


KASTANIE OXBLOOD DUNKELBRAUN NAVY SCHWARZ

BAK BAW BAD BCN BCS

BBD BBS

UBK UBD UBS

CPW CPD CPS

GES

SGD SGS

VKD VKN VKS

15


16

DIE SOHLE – EINE GUTE BASIS

Einer der wichtigsten Vorzüge rahmengenähter Schuhe ist, dass die Sohle durch ihren Aufbau

nicht mit Kleb- oder Kunststoffen abgedichtet wird. So kann der Fuß durch die Schuhsohle hindurch

„atmen“. Das ist deshalb sehr wichtig, weil die Haut auf der Fußsohle (pro Quadratzentimeter)

ungleich mehr Schweißporen aufweist als sonst am Körper. Das heißt aber auch, dass der

Schuh neben einer Lederbrandsohle auch eine atmungsaktive Lederlaufsohle haben sollte.

Durch eine Gummisohle wird der Atmungseffekt selbst bei rahmengenähten Schuhen verringert.

In der Folge können Brandsohle und Futter schneller zu Bruch gehen. Andererseits sind Lederlaufsohlen

nicht absolut wasserdicht. Chromgegerbte Ledersohlen sind grundsätzlich nur für Haus-

oder Hallenturnschuhe (stets trockener Boden) geeignet. Gute Ledersohlen sind daher immer

vegetabil, also pflanzlich, gegerbt.

ALTGRUBENGEGERBTE LEDERSOHLE (1)

Die beste Qualität wird mit der sogenannten Altgrubengerbung erzielt: Die Rinderhäute werden

ausschließlich mit pflanzlichen Wirkstoffen, ohne synthetische Zusätze und ohne thermische oder

mechanische Einwirkung gegerbt. Dieser Prozess dauert neun bis zwölf Monate. Das Ergebnis

ist ein Sohlenleder, das nicht nur atmungsaktiv, sondern auch extrem haltbar und robust ist. Zur

Erhaltung der Witterungsbeständigkeit sollten Ledersohlen regelmäßig mit Lederfett behandelt

werden.

FLEXIBLE LEDERSOHLE (13)

Die flexible Ledersohle ist ebenfalls altgrubengegerbt, jedoch weniger intensiv gewalzt und

verdichtet. Dadurch ist sie zwar nicht so hart und zäh, aber auch weniger starr und daher flexibler.

Diese Sohle empfehlen wir für leichte Loafer, Sommer- und Damenschuhe.


ALLWETTERSOHLE (17)

Die Allwettersohle ist eine flexible Ledersohle mit einer aufgeschweißten, besonders robusten

Gummidecksohle, die beim Aufnähen der Sohle mitgenäht wird. So verhindert man, dass sich die

Decksohle an den Kanten ablöst. Die Gummidecksohle dient vor allem als Rutschbremse, absolut

wasserdicht ist die ganze Konstruktion allerdings nicht. Im Gelenk wird die Decksohle ausgespart,

damit zumindest dort die Atmungsaktivität der Sohle erhalten bleibt. Die Allwettersohle lässt sich

wie eine Ledersohle reparieren, allerdings nur durch vollständiges Abtrennen der alten und Aufnähen

einer neuen Allwettersohle.

CRÊPESOHLE (2-KK)

Die Crêpesohle ist sehr bequem und dank ihrer Unauffälligkeit gerade für Stadtschuhe gut geeignet.

Für diese Sohle verwenden wir echten Naturkautschuk. Der sehr hitze- und kälteempfindliche

Naturcrêpe wird in einem speziellen Verfahren vulkanisiert, um ihn haltbar zu machen und gleichzeitig

weich und elastisch zu erhalten.

BERGPROFILSOHLE (2)

Bei dieser Gummisohle nähen wir an den Rahmen des Schuhs eine Zwischensohle, auf die dann

die profilierte Laufsohle geklebt und anschließend faconniert wird. Das von genagelten Bergschuhen

abstammende klassische Profil bewährt sich hervorragend im Gelände, hat inzwischen aber

auch die Stadt erobert. Ihre Kanten machen diese Sohle rutschfest, robust und sorgen für festen

Halt.

GELÄNDESOHLE (2-GJ)

Das aus der Innsbrucker Sportklettersohle hervorgegangene Profil der Geländesohle ist weniger

tief als die Bergprofilsohle. In den abgeschrägten Zügen bleiben kaum Schmutz und Steine haften.

Für normalen Gebrauch ist dieses Profil auch im Gelände mehr als ausreichend. Durch ihren

schlanken Aufbau ist die Geländesohle leichter und eleganter als die Bergprofilsohle.

17


18

MODELLÜBERSICHT

SPITZDERBY

Seite 20

BUDAPESTER

Seite 26

GOLFER

Seite 32

PENNY LOAFER

Seite 38

JAGDSTIEFEL

Seite 44

RUNDDERBY

Seite 21

OXFORD

Seite 27

NORWEGER

Seite 33

SEGLER LOAFER

Seite 39

BUDAPESTER HALBHOCH

Seite 45

THERESIANER

Seite 22

FULL BROGUE

Seite 28

KAPUZINER

Seite 34

ERZHERZOG

Seite 40

NORWEGER HALBHOCH

Seite 46


KARLSBADER

Seite 23

HALF BROGUE

Seite 29

SALESIANER

Seite 35

AUTOSCHUH

Seite 41

GOLFER HALBHOCH

Seite 47

WIENER

Seite 24

BLÜCHER

Seite 30

BENEDIKTINER

Seite 36

ZUGSTIEFELETTE

Seite 42

FUCHSJAGDSTIEFEL

Seite 48

ALT-WIENER

Seite 25

BOSTONIAN

Seite 31

AUGUSTINER

Seite 37

JODHPUR

Seite 43

REITSTIEFEL

Seite 49

19


20

SPITZDERBY

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Engländer

Boxcalf, Anilinbox 10 31o 210 865 910 910 910 910

Bookbinder Calf 10 31o 210 865 910 910 910 910

English Grain 10 31o 210 865 910 910 910 910

Scotch Grain 10 31o 210 865 910 910 910 910

Juchten-Leder 10 31o 210 865 910 910 910 910

Kalbvelours 10 31o 210 865 910 910 910 910

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

Engländer

Karréeleisten


RUNDDERBY

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 20 120 415 84

Bookbinder Calf 20 120 415 84

Shell Cordovan 20 120 4152

English Grain 20 120 415 84

Scotch Grain 20 120 415 84

Juchten-Leder 20 120 415 84

Kalbvelours 20 120 415 84

Ungar

Karréeleisten

Alt-Wien

21


22

THERESIANER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 14 314 114 414 83 914 914

Bookbinder Calf 14 314 114 414 83 914 914

Shell Cordovan 142 3142 1142 4142

English Grain 14 314 114 414 83 914 914

Scotch Grain 14 314 114 414 83 914 914

Juchten-Leder 14 314 114 414 83 914 914

Kalbvelours 14 3142 1142 4142 83 914 914

Ungar

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar


KARLSBADER

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 13 3143 9143 9143

Bookbinder Calf 13 3143 9143 9143

English Grain 13 3143 9143 9143

Juchten-Leder 13 3143 9143 9143

Neu-Wien

Neu-Wien

Ungar

23


24

WIENER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN

Ungar

Engländer

Boxcalf, Anilinbox 23 313 113 213

Bookbinder Calf 23 313 113 213

Shell Cordovan 23 313 113 213

English Grain 23 313 113 213

Scotch Grain 23 313 113 213

Juchten-Leder 23 313 113 213

Kalbvelours 23 313 113 213


ALT-WIENER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 2301 3131 1131 2131 8306

Bookbinder Calf 2301 3131 1131 2131 8306

Shell Cordovan 2301 3131 1131 2131

English Grain 2301 3131 1131 2131 8306

Scotch Grain 2301 3131 1131 2131 8306

Juchten-Leder 2301 3131 1131 2131 8306

Kalbvelours 2301 3131 1131 2131 8306

Ungar

Engländer

Alt-Wien

25


26

BUDAPESTER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 16 316 116 216 86 916 916

Bookbinder Calf 16 316 116 216 86 916 916

Shell Cordovan 16 316 116 216 86 916 916

English Grain 16 316 116 216 86 916 916

Scotch Grain 16 316 116 216 86 916 916

Juchten-Leder 16 316 116 216 86 916 916

Kalbvelours 16 316 116 216 86 916 916

Ungar

Engländer

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar


OXFORD

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 15 315 115 215 85 915 915 915

Bookbinder Calf 15 315 115 215 85 915 915 915

Shell Cordovan 15 3152 115 2152 915 915 915

English Grain 15 315 115 215 85 915 915 915

Kalbvelours 15 3152 115 2152 85 915 915 915

Engländer

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

Engländer

27


28

FULL BROGUE

Alt-Wien

HERREN

Neu-Wien

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 17 317 117

Bookbinder Calf 17 317 117

Shell Cordovan 17 317 117

English Grain 17 317 117

Scotch Grain 17 317 117

Juchten-Leder 17 317 117

Kalbvelours 17 317 117


HALF BROGUE

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 19 319 119 219 919 919

Bookbinder Calf 19 319 119 219 919 919

Shell Cordovan 19 319 119 219 919 919

English Grain 19 319 119 219 919 919

Scotch Grain 19 319 119 219 919 919

Juchten-Leder 19 319 119 219 919 919

Kalbvelours 19 319 119 219 919 919

Ungar

Engländer

Neu-Wien

Engländer

29


30

BLÜCHER

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 45 325 225 65

Bookbinder Calf 45 325 225 65

Shell Cordovan 45 325 225 65

English Grain 45 325 225 65

Juchten-Leder 45 65

Kalbvelours 45 325 225 65

Neu-Wien

Engländer

Alt-Wien


BOSTONIAN

Neu-Wien

HERREN

Engländer

Boxcalf, Anilinbox 3258 2258

Bookbinder Calf 3258 2258

Shell Cordovan 3258 2258

English Grain 3258 2258

Kalbvelours 3258 2258

31


32

GOLFER

HERREN DAMEN

Ungar

Alt-Wien

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 127 898 927

Bookbinder Calf 127 898 927

Shell Cordovan 127 927

English Grain 127 898 927

Scotch Grain 127 898 927

Juchten-Leder 127 898 927

Kalbvelours 127 898 927


NORWEGER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 18 318 118 428 98 918 918

Bookbinder Calf 18 318 118 428 98 918 918

Shell Cordovan 18 318 118 428 98 918 918

English Grain 18 318 118 428 98 918 918

Scotch Grain 18 318 118 428 98 918 918

Juchten-Leder 18 318 118 428 98 918 918

Kalbvelours 18 318 118 428 98 918 918

Ungar

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

33


34

KAPUZINER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 1201 312 112 212 437 9201 912 912

Bookbinder Calf 1201 312 112 212 437 9201 912 912

Shell Cordovan 4121 312 112 212 9201

English Grain 1201 312 112 212 437 9201 912 912

Kalbvelours 1201 312 112 212 437 9201 912 912

Engländer

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Engländer


SALESIANER

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 128 3128 2128 628 9128

Bookbinder Calf 128 3128 2128 628 9128

Shell Cordovan 128 3128 2128 9128

English Grain 128 3128 2128 628 9128

Kalbvelours 128 3128 2128 628 9128

Neu-Wien

Engländer

Alt-Wien

Engländer

35


36

BENEDIKTINER

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 4701 311 111 211 6301 911 911

Bookbinder Calf 4701 311 111 211 6301 911 911

Shell Cordovan 311 111 211 911 911

English Grain 4701 311 111 211 6301 911 911

Kalbvelours 4701 311 111 211 6301 911 911

Ungar

Engländer

Alt-Wien

Neu-Wien

Engländer


AUGUSTINER

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 2201 322 122 6201 922

Bookbinder Calf 2201 322 122 6201 922

English Grain 2201 322 122 6201 922

Kalbvelours 2201 322 122 6201 922

Neu-Wien

Ungar

Alt-Wien

Neu-Wien

37


38

PENNY LOAFER

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 341 49 241 432 852 941

Bookbinder Calf 341 49 241 432 852 941

Shell Cordovan 341 49 241 432 852 941

English Grain 341 49 241 432 852 941

Kalbvelours 341 49 241 432 852 941

Engländer

Karréeleisten

Alt-Wien

Ungar


SEGLER LOAFER

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Ungar

Bookbinder Calf 4803 348 948

Shell Cordovan 4803 348 948

English Grain 4803 348 948

Scotch Grain 4803 348 948

Juchten-Leder 4803 348 948

Kalbvelours 4803 348 948

39


40

ERZHERZOG

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Boxcalf, Anilinbox 30 330 130 80 930 930

Bookbinder Calf 30 330 130 80 930 930

Shell Cordovan 30 330 130 930 930

English Grain 30 330 130 80 930 930

Scotch Grain 30 330 130 80 930 930

Juchten-Leder 30 330 130 80 930 930

Kalbvelours 30 330 130 80 930 930

Ungar

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar


AUTOSCHUH

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Engländer

Bookbinder Calf 70 370 370 473 67 970 970 970

Shell Cordovan 70 67

English Grain 70 370 370 473 67 970 970 970

Juchten-Leder 70 370 370 473 67 970 970 970

Kalbvelours 70 370 370 473 67 970 970 970

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Engländer

Karréeleisten

41


42

ZUGSTIEFELETTE

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Engländer

Boxcalf, Anilinbox 71 3712 3712 61

Bookbinder Calf 71 371 371 471 61 971 971 971 971

Shell Cordovan 3712 3712

English Grain 71 371 371 471 61 971 971 971 971

Juchten-Leder 71 371 371 471 61 971 971 971 971

Kalbvelours 71 371 371 471 61 971 971 971 971

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

Engländer

Karréeleisten


JODHPUR

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Engländer

Bookbinder Calf 372 372 972 972 972 972

English Grain 372 372 972 972 972 972

Juchten-Leder 372 372 972 972 972 972

Kalbvelours 372 372 972 972 972 972

Neu-Wien

Ungar

Engländer

Karréeleisten

43


44

JAGDSTIEFEL

Alt-Wien

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 73 374 174 417 87 974 974 974

Bookbinder Calf 73 374 174 417 87 974 974 974

Shell Cordovan 73 374 174 417 974 974 974

English Grain 73 374 174 417 87 974 974 974

Scotch Grain 73 374 174 417 87 974 974 974

Juchten-Leder 73 374 174 417 87 974 974 974

Kalbvelours 73 374 174 417 87 974 974 974

Karréeleisten

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

Engländer


BUDAPESTER HALBHOCH

Alt-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 76 376 886 976 976

Bookbinder Calf 76 376 886 976 976

Shell Cordovan 76 376 886 976 976

English Grain 76 376 886 976 976

Scotch Grain 76 376 886 976 976

Juchten-Leder 76 376 886 976 976

Kalbvelours 76 376 886 976 976

Neu-Wien

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar

45


46

NORWEGER HALBHOCH

Neu-Wien

HERREN DAMEN

Boxcalf, Anilinbox 378 78 89 978 978

Bookbinder Calf 378 78 89 978 978

Shell Cordovan 378 78 89 978 978

English Grain 378 78 89 978 978

Scotch Grain 378 78 89 978 978

Juchten-Leder 378 78 89 978 978

Kalbvelours 378 78 89 978 978

Ungar

Alt-Wien

Neu-Wien

Ungar


GOLFER HALBHOCH

HERREN DAMEN

Ungar

Ungar

Boxcalf, Anilinbox 488 977

Bookbinder Calf 488 977

English Grain 488 977

Scotch Grain 488 977

Juchten-Leder 488 977

Kalbvelours 488 977

47


48

FUCHSJAGDSTIEFEL

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Bookbinder Calf 387 987 987 987

Kalbvelours 387 987 987 987

Neu-Wien

Engländer

Karréeleisten


REITSTIEFEL

HERREN DAMEN

Neu-Wien

Bookbinder Calf 388 988/9882 988/9882 988/9882

Kalbvelours 388 988/9882 988/9882 988/9882

Neu-Wien

Engländer

Karréeleisten

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50

DIE RICHTIGE PFLEGE -

16 TIPPS FÜR EIN LANGES SCHUHLEBEN

Funktionstüchtigkeit und vor allem Langlebigkeit rahmengenähter Schuhe hängen wesentlich

davon ab, wie man sie behandelt. In diesem Sinne empfehlen wir, einige Regeln zu beachten.

1. Schuhpflege beginnt beim Kauf. Man sollte sorgfältig auswählen, sich für die Anprobe ausreichend

Zeit nehmen und sich dabei gut beraten lassen. Unter schlechter Passform leiden nicht

nur die Füße, sondern auch die Schuhe. Sowohl bei zu engen als auch bei zu weiten Schuhen

kann das Leder durch Dehnung und Faltenbildung übermäßig beansprucht werden.

2. Das Oberleder soll der beabsichtigten Verwendungsweise der Schuhe entsprechend gewählt

werden. Feine Kalbleder sind zwar elegant, aber empfindlich gegen Nässe und mechanische

Beschädigungen. Pferdeleder neigt zu stärkerer Faltenbildung und kann durch Wassertropfen

aufquellen. Außerdem schwitzt man darin leichter. Geprägte Leder verlieren durch häufiges

Polieren ihre Struktur und Zweifarbigkeit.

3. Auch die Sohle wählt man gemäß der Anforderungen an den Schuh. Ledersohlen sind atmungsaktiv

und scheuern nicht, aber sie sind rutschig und niemals ganz wasserdicht. Gummisohlen

sind wasserdicht und je nach Profil rutschfest, können aber Abrieb hinterlassen und sind

nicht atmungsaktiv, wodurch es zu stärkerem Schwitzen und dadurch zu schnellerem Verschleiß

der Schuhe kommen kann.

4. Füße und Schuhe müssen sich aneinander gewöhnen. Gutes Leder ist anpassungsfähig und

die unter der Lederbrandsohle eingebaute Korkschicht eines rahmengenähten Schuhs formt mit

der Zeit ein individuelles Fußbett. Rahmengenähte Schuhe können anfangs hart und drückend

sein, sie entwickeln ihren Komfort erst mit der Zeit. Daher trägt man neue Schuhe am besten

schrittweise ein: zunächst nur eine Stunde am Tag, dann zwei, dann einen halben Tag etc.

5. Beim Anziehen der Schuhe bindet man die Schuhbänder auf und verwendet einen Schuhlöffel.

Andernfalls riskiert man Beschädigungen an Hinterkappe und Fersenfutter.

6. Schuhe mit neuen Ledersohlen sollten zunächst nur an trockenen Tagen getragen werden, um

ein Aufquellen des Leders durch Nässe und damit eine vorzeitige Beschädigung zu verhindern.

Bei vegetabil gegerbten Ledersohlen verhärtet sich die Außenschicht mit der Zeit durch Druck

und Feuchtigkeit und bietet dann, richtig eingetragen, einen natürlichen Schutz gegen Abrieb

und Nässe.

7. Niemals dieselben Schuhe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen tragen! Wenn möglich sollten

die Schuhe sogar im Laufe eines Tages gewechselt werden. Im Idealfall ruhen die Schuhe doppelt

so lange, wie sie getragen wurden, um vollständiges Auslüften zu ermöglichen. Fußschweiß

ist sehr aggressiv und kann das Leder „entgerben“, wodurch es zu Rissen und Brüchen kommt.

8. Die Schuhe immer an einem trockenen, luftigen Platz aufbewahren und Strecker aus unlackiertem,

saugfähigem Holz verwenden, damit die Schuhe ihre Form bewahren. Die Strecker

sollen vor allem das Aufbiegen der Sohle verhindern, sie müssen den Schuh nicht vollständig

ausfüllen. Keinesfalls darf der Strecker den Schuh überdehnen.


9. Sind die Schuhe richtig durchnässt oder verschwitzt, muss man sie gut auslüften lassen, bevor

man die Strecker hineingibt. Das Trocknen kann man beschleunigen, indem man die Schuhe mit

Zeitungspapier ausstopft. Niemals darf man Schuhe nahe am Ofen bzw. Heizkörper trocknen.

10. Das Oberleder der Schuhe soll einmal pro Monat mit guter Schuhpasta geflegt werden. Dies

verleiht nicht nur neuen Glanz, sondern auch Geschmeidigkeit und Dauerhaftigkeit. Eine gute

Politur lässt sich zwischendurch mit Rosshaarbürste oder Putztuch immer wieder auffrischen.

Wenn das Leder sehr trocken ist, können sich beim Auftragen der Pasta Flecken bilden. Um das

zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Leder zuerst leicht anzufeuchten, dann die Pasta sparsamst

aufzutragen und sofort zu verteilen, bevor sie einzieht. Zu viel Schuhpasta ist nicht förderlich,

weil dann das Leder verkrustet und nicht mehr atmen kann.

11. Keinesfalls dürfen bei guten Lederschuhen Selbstglanz-Pflegemittel verwendet werden. Denn

diese enthalten zumeist aggressive Lösungsmittel, die das Leder angreifen. Außerdem überziehen

sie mitunter das Leder wie ein Lack, der sich nicht mehr entfernen lässt.

12. Verschmutzte oder durch Schuhpasta verkrustete Schuhe reinigt man mit einer Kotbürste,

erforderlichenfalls mit Wasser und Sattelseife. Nicht entfernter Schmutz kann das Leder dauerhaft

beschädigen.

13. Empfindlichkeit gegen mechanische Beschädigungen von außen ist bei eleganten Lederschuhen

kein Materialmangel. Kleine Schäden kann man zumeist mit Schuhpasta kaschieren.

Im übrigen darf man sich über Gebrauchsspuren an lange getragenen Schuhen nicht grämen,

solange diese stets ordentlich geputzt sind. Woher käme denn sonst die vielgerühmte Patina

alter Lederschuhe?

14. Ledersohlen und Rahmen sollten gelegentlich mit Lederfett behandelt werden. Das hält

sie wasserresistent und geschmeidig. Achtung: Frisch eingefettete Sohlen können Spuren am

Boden hinterlassen.

15. Sohlen und Absätze sind Verschleißteile, die je nach Beanspruchung alle zwei bis drei Jahre

erneuert werden müssen. Bei rahmengenähten Schuhen kann von einem Fachmann die Sohle

vom Rahmen getrennt und eine neue Sohle aufgenäht werden, sodass die Schuhe nachher

wieder fast wie neu sind.

16. Unsachgemäße Reparaturen sollten vermieden werden, da diese gerade bei einer rahmengenähten

Konstruktion die gesamte Funktionsweise des Schuhs erheblich beeinträchtigen können.

Außerdem: Wenn bei der Reparatur nicht das richtige Material und die Original-Leisten verwendet

werden, kann sich die Passform des Schuhs so stark verändern, dass in Folge mit verstärkter

Falten- und Rissbildung im Leder zu rechnen ist.

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