Wir sind Duisburg

e.pages.dk

Wir sind Duisburg

DaS StanDortmagazin FÜr Die metropole ruhr

Plattform des deutschen mittelstands. mit 121.500 gesamtauflage an die stärksten unternehmen.

Wir sind Duisburg

Kreativ und lukrativ: Duisburg im Standort-Check

Mut zur Lücke

Unverwechselbar: Wie erfolgreiche Mittelständler in Marktnischen brillieren

Der Pott pumpt

In der Metropole entsteht das bundesweit erste Kompetenzzentrum für Pumpentechnologie

Kapital ohne Klemme

Mezzanine-Geber wollen Rückzahlungsengpässe kulant handhaben

AusgAbe 1/10 4. JAhrgAng 7,- eurO

EXKLUSIV:

Die Galerie

der Guten

Seite 76


2

Das neue Wirtschaftsblatt

Das Wirtschaftsblatt

in neuem Gewand

Fast sechs Jahre musste es herhalten und viele Modifikationen über sich

ergehen lassen: Das Layout des Wirtschaftsblatt, wie man es kannte. Die

Zeit war reif für einen Neuanfang.

Wenn in den Redaktionsund

Grafikräumen des

Wirtschaftsblatt in den

letzten Monaten auch

spät noch Licht schien, hatte das zu einem

guten Teil mit einem ebenso aufwendigen,

wie spannenden Projekt zu

tun: Dem Relaunch (also der Neugestaltung)

des Layouts. Nach vielen Jahren der

bewährten, aber eben dann auch nach

neuen Ideen rufenden Erscheinungsform

wurde das gesamte Bild des Wirtschaftsblatt

einer Überarbeitung unterzogen.

Das Ergebnis halten Sie in Ihren Händen!

Für die Entwicklung des neuen Layouts

holte sich das Wirtschaftsblatt ausgezeichnete

Designkompetenz – natürlich aus

NRW – ins Haus: das junge Kreativstudio

DIEGUTGESTALTEN aus Düsseldorf. Auch

wenn es keines Beweises bedurft hätte,

dass mit Jan Wischermann, Goran Poznanovic

und Andreas Ennemoser erstklassige

Designer rekrutiert wurden, kam noch

während des Entwicklungsprozesses des

neuen Layouts eine vielversprechende

Nachricht: Das Kreativstudio wurde auf

Die Evolution

eines

Mittelstandsmagazins

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Anhieb mit dem weltweit anerkannten

Preis „red dot: best of the best“ ausgezeichnet

(www.diegutgestalten.de). Für eine

gerade erst gegründete Agentur eine

schon fast sensationelle Würdigung.

Der Neuentwicklung des Wirtschaftsblatt-Auftritts

wurde als fundierter, gut

geplanter Prozess angelegt. Am Anfang

standen eine kritische Bestandsaufnahme

und viele Interviews mit Lesern und

Kunden. Anschließend ging es mit der

Verlagsleitung um die grundsätzliche

Ausrichtung, die Idee der Zeitschrift.

„Unsere Aufgabenstellung war, dem

Charakter des Wirtschaftsblatt als ehrliche,

bodenständige Plattform des Mittelstands

gerecht zu werden. Wir wollten

als Magazin so aussehen, wie der klassische

Mittelständler agiert: Schnörkellos,

solide, sachlich“, so Jan Wischermann.

Im Ergebnis ist dies eine kompakte,

deutliche Typographie des Textes, eine

sachliche Bildsprache und ein klar strukturierter

Seitenaufbau. Die wesentlichen

wiederkehrenden Heftteile werden deutlicher

hervorgehoben, um eine bessere Na-

1993

Der Ursprung: Als

„Hildener Wirtschaftsblatt“

erscheint das

Magazin erstmals in der

rheinischen Mittelstadt

vigation durch das Heft zu bieten. Schließlich

wurde auch das Heftformat selbst auf

ein kompakteres, griffigeres Format umgestellt

und auch ein neues Papier gewählt,

das sich „besser anfühlt“ und überdies

eine bessere Farbwirkung erzielt.

Doch zurück zum abendlichen Licht

in den Verlagsräumen. Denn so langwierig

die vorbereitende Phase des grundsätzlichen

Layouts auch war: Der Teufel

steckt wie immer im Detail. Zusammen

mit Wirtschaftsblatt-Art Director Achim

Schreiner, der Leiterin der Grafikabteilung,

Daniela Schröder, sowie dem ganzen

7köpfigen Grafik-Team der Zeitschrift

wurde die Anpassung an alle einzelnen

Heftrubriken durchgeführt.

Dass dabei auch ganz neue Rubriken

und Inhalte gestaltet wurden, zeigen Ihnen

die nächsten Seiten dieses ersten,

neuen Wirtschaftsblatt im neuen Gewand.

An Ideen, Fleiß und schweißtreibender

Arbeit hat es das ganze beteiligte Team

nicht fehlen lassen. Jetzt liegt alles im

Urteile des Betrachters und Lesers. An Ihnen.

Wir sind gespannt auf Ihr Urteil.

1999

Sukzessive wurde das

Wirtschaftsblatt um die

weiteren neun Städte des

Kreises Mettmann erweitert,

wo es noch heute mit

einer eigenen Regionalausgabe

erscheint


Entwickelten das

neue Erscheinungsbild

des Wirtschaftsblatt. Das

Düsseldorfer Kreativstudio

DIEGUTGESTALTEN:

Jan Wischermann,

Goran Poznanovic

und Andreas Ennemoser

2003

Mit dem „Solinger Wirtschaftsblatt“

erscheint

die zweite eigenständige

Regionalausgabe. Erweitert

um Wuppertal und

Remscheid sowie fünf weitere

Städte erscheint sie

bis heute als „Bergisches

Wirtschaftsblatt“

2004

Das „Düsseldorfer

Wirtschaftsblatt“ geht als

Magazin für die Landeshauptstadt

Nordrhein-

Westfalens an den Markt

Das neue Wirtschaftsblatt 3

2006

Erstausgabe des „Wirtschaftsblatt

Niederrhein“.

Von der niederländischen

Grenze bis zum Rhein, von

Mönchengladbach bis Kleve

verbindet das Heft über

50 kommunale Standorte

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


4

Das neue Wirtschaftsblatt

„Eine gigantische

Basis für

Kooperationen“

Das Wirtschaftsblatt mit zusätzlicher, bundesweiter Ausgabe – und

in neuem Layout. Markus Schöneberger sprach mit Wirtschaftsblatt-

Gründer und heutigem Herausgeber Michael Oelmann über die Idee

hinter der Zeitschrift, den ebenso erfolgreichen wie bedrängten

Mittelstand und den wahren Wert von Vernetzung.

Die Fragen stellte Dr. Markus

Schöneberger. Der ehemalige

Medienberater von Edmund

Stoiber und Wirtschaftschef des

Rheinischen Merkur ist heute

Senior-consultant der Mittelstandsagentur

rw konzept und

schreibt als freier Autor unter

anderem für das Wirtschaftsblatt.

2006

Mit dem „Wirtschaftsblatt

NRW“ komplettiert das

Wirtschaftsblatt seine Präsenz

im größten Bundesland.

Kurz danach wurde

es in die weiteren regionalen

Ausgaben aufgeteilt

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Warum starten Sie die bundesweite Ausgabe

des Wirtschaftsblatt im aktuellen Medienklima?

Weil uns die Lage auf dem klassischen Anzeigenmarkt

wenig bis gar nicht tangiert.

Das vorliegende Magazin ist das Ergebnis

einer langen Entwicklung. Das Wirtschaftsblatt

ist über eineinhalb Jahrzehnte

organisch gewachsen. Aus einem lokalen

Blatt wurden nach und nach zwei, dann

drei, heute sieben Regionalausgaben. Der

Schritt zur bundesweiten Verbreitung war

unausweichlich, weil unsere neutrale Unternehmerinformationsplattform

nicht

nur innerhalb von Regionen funktioniert,

sondern auch zwischen einzelnen Regionen

und Bundesländern für Kommunikation,

Austausch und Kontakte sorgen

kann. Bei einer neuen Gesamtauflage von

121.500 Heften stehen die Hintergrundinfos

unserer Nutzer jetzt in Deutschlands

größtem Mittelstandsmagazin. Unsere

Aufgabe ist es, die richtige Leserschaft

an uns zu binden. Wir adressieren die

2007

Das „Wirtschaftsblatt

Metropole Ruhr“ kommt

auf den Markt

Macher, die etwas unternehmen und die

stets an Informationen interessiert sind,

die ihr Geschäft voranbringen. Mit unserer

Auflage bieten wir eine gigantische

Basis für Geschäftsanbahnungen und Kooperationen.

Was ist anders am Wirtschaftblatt?

Wir suchen nicht nach den Schattenseiten!

Es gibt ausreichend Medien, die sich

in diesem Feld ihre Meriten verdienen

und die wichtige Kontrollfunktion auch

perfekt ausfüllen. Daher fokussieren wir

uns auf positive Themenfelder. Wir beleuchten

Geschäftsmodelle, die funktionieren

und zeigen Beispiele, die Mut machen.

Das Wirtschaftsblatt ist ein offenes

Format, in dem Unternehmen, Netzwerke,

Kammern und Wirtschaftsförderungen

ihre Leistungen, Herausforderungen,

Angebote sowie Kooperations- und

Investitionsmöglichkeiten darstellen

können. Wir bieten Vielfalt und sehen

uns als „Magazin“ im ganz ursprünglichen

Sinn. Außerdem versenden wir das

Wirtschaftsblatt an einen klar definierten

Kreis von interessierten Unternehmern.

Wir entscheiden, gemeinsam mit unseren

Kunden und den Partnerkommunen,

wer ein Heft erhält. Unser Anspruch: Wir

bilden das fundierteste B-to-B-Netzwerk

im jeweiligen Erscheinungsgebiet – in der

Metropole Ruhr und in NRW, genauso wie

in ganz Deutschland.

Auffällig ist die Art und Weise, wie sich

Unternehmen und Standorte bei Ihnen

präsentieren. Klassische Anzeigen sind

bei Ihnen selten?

Aber es gibt sie und sie erfüllen durchaus

ihren Zweck, auch im Wirtschaftsblatt.

Aber wir haben uns schon bei der Konzeption

des ersten Heftes darauf spezialisiert,

die Informationen und Angebote

unserer Partner in aussagekräftigen und

anspruchsvollen Texten zu transportie-

2007

Südwestfalen, Ostwestfalen-Lippe

und das

Münsterland erhalten ihr

Wirtschaftsblatt, das heute

als „Wirtschaftsblatt Westfalen“

die auflagenstärkste

und vom Erscheinungsgebiet

größte Regionalausgabe

darstellt


en. Die Leser sind auf Ausführlichkeit

angewiesen, erst recht, wenn es sich um

erklärungsbedürftige Zusammenhänge

handelt. Jeder Firmenreport ist klar gekennzeichnet.

Wir finden, genau so sollte

man mit anspruchsvollen Zielgruppen

umgehen: mit offener, sachlicher Kommunikation.

Zudem wissen wir aus Untersuchungen,

dass unsere Leser die Unternehmensbeiträge

und die Infoseiten

der Städte und Regionen mit Abstand am

interessantesten finden. Allein die schiere

Zahl von über 8.000 Firmenreports, die

wir bereits erstellt haben, spricht Bände.

Über das Wirtschaftsblatt wurden schon

Tausende von Kooperationen, Ansiedlungen

und Geschäfte angebahnt. Schön

ist, dass bei uns nicht nur die internationalen

Konzerngesellschaften, sondern

auch viele kleine und große Mittelständler

profitieren.

Welche Leser verknüpfen Sie exakt?

In unserem dynamischen Verteiler finden

sich über 100.000 Persönlichkeiten. Wir

tun alles, damit hinter jedem Heft mindestens

ein Kopf steckt, der Entscheidungen

trifft. Darum adressiert unsere Leserverwaltung

Inhaber, Geschäftsführer,

Vorstände, Einkäufer, Entwicklungsleiter,

Expansionsmanager und Freiberufler

aus allen Branchen. Wir verknüpfen den

deutschen Mittelstand untereinander sowie

mit den einheimischen Konzernen

und den hiesigen Töchtern ausländischer

Unternehmen. Als zusätzlichen Schwerpunkt

bringen wir die Wirtschaft mit den

Wirtschaftsförderungen von Kommunen,

Regionen und Ländern zusammen.

Über einhundert kommunale Partner

nutzen das Wirtschaftsblatt bereits dauerhaft

als effizientes Standortmedium.

Wird die bundesweite Ausgabe dazu führen,

dass Sie Ihre Wurzeln kappen?

Niemals! Das Wirtschaftsblatt steht zu

2008

Mit dem „Wirtschaftsblatt

Köln - Bonn - Aachen“

verbindet die siebte

Regionalausgabe den wirtschaftlichen

Ballungsraum

im Rheinland

seinen regionalen Wurzeln. Wir bestehen

schließlich aus zwölf Regional- und

Länderausgaben. So können wir regionale

Märkte für unsere Kunden aktivieren

und das ungeheuere Interesse der Unternehmer

am eigenen Standortgeschehen

befriedigen. Unsere Regionalität sorgt

ja dafür, dass wir ein wirkliches Mittelstandsmagazin

bleiben.

Welche Bedeutung hat dabei die Ausgabe

für die Metropole Ruhr?

Die Entwicklung der Metropole Ruhr ist wohl

eine der momentan spannendsten Prozesse

in Deutschland. Wir sind stolz, diesen Prozess

seit nunmehr drei Jahren begleiten zu

dürfen. Die hiesige Ausgabe ist nicht ohne

Grund eine der auflagenstärksten unserer

„Familie“. Denn gerade hier können wir

unserer Funktion als mediale Klammer im

interkommunalen Dialog und als Instrument

für die Verbreitung der Stärken der

Region in NRW und in ganz Deutschland

besonders gut gerecht werden.

Herr Oelmann, wie stehen Sie zu der These,

dass der deutsche Mittelstand im Angesicht

der Gefahren einer ungezügelten

globalen Wirtschafts- und Finanzverzah-

2008

Mit dem „WirtschaftsblattBerlin-Brandenburg“

eröffnet das

Magazin seine Präsenz

rund um die Hauptstadt.

Die Regionalausgabe

erscheint jetzt als erweiterte

Länderausgabe für

ganz Mitteldeutschland

Das neue Wirtschaftsblatt 5

nung in jüngster Zeit endlich wiederentdeckt

wurde?

Wenn es nur so wäre! Wir müssen leider

weiter unterscheiden zwischen den

Sonntagsreden der Politiker und ihren

faktischen Entscheidungen, die deutlich

machen, welcher Stellenwert dem Mittelstand

wirtschaftspolitisch wirklich

eingeräumt wird. Andere Nationen beneiden

uns um den „german mittelstand“.

Fatalerweise müssen sich aber hierzulande

immer zuerst die inhabergeführten

Unternehmen mit steigenden Soziallasten

und bürokratischen Hemmnissen

auseinandersetzen. Und mehr noch: Wir

müssen befürchten, dass der deutsche

Mittelstand auch für die Staatsgelder gerade

stehen muss, die während der Krise

in Konzerne und Banken geflossen sind.

Der Philosoph Peter Sloterdijk sprach in

diesem Zusammenhang kürzlich von der

Staatsform der „Kleptokratie“. Ich befürchte,

dass der Leistungswille in unserem

Land zum Erliegen kommen könnte.

Ich würde gegensteuern!

Wie verorten Sie Ihr Magazin politisch?

Unsere Redaktion wird von Journalisten

ohne Parteibuch geführt. Sie agieren

überparteilich. Als Herausgeber habe ich

die Leitlinien vorgegeben: Wir vertreten

die Stimme der Unternehmer und ihrer

Mitarbeiter. Für mich bilden Begriffe wie

Freiheit, Fleiß, Bildung, Eigenverantwortung

und Eigentum das Fundament unseres

Wirtschaftssystems.

Was sind die nächsten Pläne?

Zunächst einmal wollen wir jetzt unser

neues Layout und das neue bundesweite

Heft mit vielen spannenden Inhalten füllen.

Anfang des Jahres geht dann unser

neues Internet-Wirtschaftsportal für die

Metropole Ruhr online. Wo immer Wirtschaft

in den Regionen passiert – wir

wollen dabei sein.

2010

Das Wirtschaftsblatt geht

mit fünf Länderausgaben

bundesweit: für

Bayern, Baden-Württemberg,Norddeutschland

(HH, HB, N, S-H),

Mittelwesten (H, R-P, S),

Mitteldeutschland (B,

Bbg, FS, S-A, F-T, M-V)

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


6

Das neue Wirtschaftsblatt

Perspektive vor Ort und

Blick aufs große Ganze

Das gerade zu Ende gegangene Jahr 2009 war geprägt von der weltweiten Wirt-

schaftskrise. Für uns als Unternehmer darf es nicht nur darum gehen, die Kri-

se, so gut es geht, zu überstehen, sondern sie vor allem als Chance zu begrei-

fen: Mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern können wir unsere Unternehmen

für die Zukunft wettbewerbsfähig aufstellen. Wichtig ist darum aus unserer Sicht vor

allem die Investition in die Bildung und Ausbildung unserer zukünftigen Mitarbeiter,

schließlich sind die Köpfe die wertvollste Ressource, die wir in Deutschland haben.

Das ist unsere Chance, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Viele Unternehmer – wie zum Beispiel die Wirtschaftsjunioren – fordern dies nicht

nur, sondern gehen selbst mit gutem Beispiel voran. In zahlreichen konkreten Projekten

suchen Mittelständler vor Ort den Kontakt zu den nahe gelegenen Schulen.

Unternehmer übernehmen Patenschaften für Schüler, kommen in die Schulen oder

ermöglichen Praktika für Schüler wie auch für Lehrer.

Das Wirtschaftsblatt kann hier einen wichtigen Beitrag leisten: Bereits jetzt vernetzt

es Unternehmer und Unternehmen in sieben regionalen Ausgaben. Nun soll der Blick

auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Das ist wichtig, denn beide Blickwinkel

sind unverzichtbar: Neben der Perspektive vor Ort, wo die Unternehmer und Mitarbeiter

zu Hause sind, darf auch das große Ganze nicht aus dem Blick geraten, damit es

auch im Großen ein Miteinander bleibt. Ich wünsche dem bundesweiten Wirtschaftsblatt

viel Glück und hoffe, dass auch dabei gelingen wird, was schon lokal und regional

erfolgreich war.

Wirtschaftsblatt 1/10

Stefan Kirschsieper ist Bundesvorsitzender

der Wirtschaftsjunioren


Rainer Brüderle ist Bundesminister für

Wirtschaft und Technologie

Das neue Wirtschaftsblatt 7

Nur mit neuen Ideen

kommen wir voran

Ich grüße alle Leserinnen und Leser des Wirtschaftsblatt. Es liegt erstmals auch in

einer bundesweiten Ausgabe vor. Nun gibt es überall in Deutschland das Wirt-

schaftsblatt als Plattform gerade für den Mittelstand. Das begrüße ich. Kleine und

mittlere Unternehmen sorgen für die allermeisten Arbeits- und Ausbildungsplätze in

Deutschland. Deshalb gehört der Mittelstand in den Mittelpunkt der Politik. Nur mit

dem Mittelstand können wir die großen Herausforderungen der Zukunft meistern.

Deutschland braucht wieder Wachstum. Diese Krise ist noch nicht durchgestanden.

Doch gibt es klare Hoffnungszeichen. Wenn wir einen neuen Aufschwung fördern

wollen, so müssen wir die Wachstumskräfte stärken. Das kann nur mit der Initiative

der Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland, durch den Fleiß und die

Tatkraft der Menschen gelingen. Diesen Leistungsträgern will ich mehr Kraft geben,

und dafür muss der Staat durch günstige Rahmenbedingungen sorgen. So muss die

Steuerpolitik endlich für einen Wachstumsschub sorgen. Nicht der Staat, sondern die

Bürger und Firmen wissen am besten, was sie mit ihrem Geld anfangen.

Deutschland muss weiter im globalen Wettbewerb bestehen. Unsere Produkte haben

weltweit einen exzellenten Ruf. Nur mit neuen Ideen kommt Deutschland voran.

Deshalb ist eine kluge Technologiepolitik entscheidend für unsere Zukunft. Innovationen

bilden die Grundlage für unsere Exporterfolge. So sichern wir Wohlstand und

Arbeitsplätze.

Wirtschaftsblatt 1/10


8

Arndt. G. Kirchhoff, Vorsitzender der

Geschäftsführung der Kirchhoff Automotive

GmbH & Co. KG, ist Vorsitzender

des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses

Wirtschaftsblatt 1/10

Das neue Wirtschaftsblatt

National und

international

erfolgreich

Der deutsche industrielle Mittelstand kennt keine Grenzen. Geographische Bar-

rieren halten ihn nicht auf. Er ist national und international erfolgreich. Immer

verbunden mit dem Heimatort, aber im Denken überregional und international.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) versteht sich als Sprachrohr,

Wegbereiter und Wegbegleiter für den industriellen Mittelstand, sei es national, europäisch

oder international. Mehr als 98 Prozent der vom BDI vertretenen Unternehmen

sind Mittelständler. Für ihre Interessen setzt sich der Spitzenverband ein, denn der

Wettbewerbsdruck auf die Mittelständler steigt weltweit.

Dass nun auch das Wirtschaftsblatt seine regionale Grenze sprengt und eine bundesweite

Ausgabe startet, begrüße ich sehr. Es ist wichtig, die Strukturen und Rahmenbedingungen

vor Ort zu beleuchten: Das hat das Wirtschaftsblatt in seinen bisherigen

Regionalausgaben erfolgreich praktiziert. Doch wirtschaftlicher Erfolg endet

nicht an regionalen Grenzen. Es ist notwendig, die Strukturen und Rahmenbedingungen

für den Mittelstand bundesweit in einem Gesamtkontext zu sehen. Vor diesem

Hintergrund ist die neue bundesweite Ausgabe des Wirtschaftsblatt ein wichtiger Beitrag.

Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.


Markenbildung für

unsere Standorte

Alle Wirtschaft ist lokal! Vor Ort müssen die Bedingungen für unternehmerisches Handeln

stimmen, und vor Ort müssen sich die lokalen Verwaltungen auf „ihre“ Gewerbebetriebe

einstellen. Wer verstünde das wohl besser als ein Standortmagazin und die kommunalen

Wirtschaftsförderer?

Unabhängig davon verlangt die Globalisierung der Wirtschaft, dass sich die einzelnen

Standorte vernetzen und klar erkennbare Profile herausarbeiten. Nur in der interkommunalen

Kooperation werden die einzelnen Standorte erst sichtbar und können den komplexen Bedarfen

moderner Betriebe gerecht werden. Kaum eine Stadt oder Gemeinde kann alleine alles

vorhalten. Deshalb ist es wichtig, dass kooperierende Kommunen ein gemeinsames Bild von

sich schaffen, das den Unternehmen und ihren Mitarbeitern zeigt, was sie von den Standorten

erwarten dürfen. Das gemeinsame Image gilt es, nach außen zu repräsentieren und nach innen

zu leben.

Markenbildung ist das Stichwort, denn eine Marke ist für die Identifikation und die Vermarktung

bestens geeignet. Im Rahmen einer Marke lassen sich gezielt Stärken kommunizieren und

ausbauen. Gleichzeitig erlaubt die Kooperation innerhalb einer Marke den beteiligten Städten

und Gemeinden Freiraum im Handeln, besonders hinsichtlich der Betreuung der ansässigen Unternehmen.

Um auf die Entwicklungen, das Image und die eigene Marke aufmerksam zu machen,

ist das Wirtschaftsblatt mit seiner Berichterstattung eine wichtige Plattform für Städte und Gemeinden.

Ich wünsche dem Wirtschaftsblatt mit seiner nun bundesweit erscheinenden Ausgabe

viel Erfolg.

Das neue Wirtschaftsblatt 9

Dr. Gerd Landsberg,

geschäftsführendes

Präsi dialmitglied des

Dt. Städte- und Gemeinde-

bundes

Wirtschaftsblatt 1/10


10

Dr. Patrick Adenauer ist

Präsident des Unternehmerverbands

„Die Familienunternehmer

– ASU“

Wirtschaftsblatt 1/10

Das neue Wirtschaftsblatt

Deutschlands

Regionen fest im Blick

Mit dem Start seiner bundesweiten Ausgabe transportiert das Wirtschaftsblatt seine regi-

onale Berichterstattung zu noch mehr Menschen. Die Wirtschaft vor Ort fest im Blick

zu haben – das ist auch im Zeitalter der Globalisierung wichtig. Globale und regionale

Wirtschaft finden nicht in getrennten Welten statt, sondern durchdringen einander.

Für Familienunternehmer ist es meist selbstverständlich, in ihrer Region verwurzelt zu sein

und sich dort zu engagieren: wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell. Gleichzeitig haben Familienunternehmer

auch für die gesamte deutsche Wirtschaft eine hohe Bedeutung: Nach einer

Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn sind sie für 41 Prozent der Unternehmensumsätze

verantwortlich und stehen für 57 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse.

Unser Verband „Die Familienunternehmer – ASU“ vertritt die Interessen dieser Unternehmer,

die mit dem eigenen Vermögen für ihren Betrieb einstehen. Familienunternehmer sind Unternehmer

im vollen Sinn des Wortes. Sie sind Eigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens,

dem sie als Mitglied der Familie vorstehen. Sie blicken daher bei ihren unternehmerischen Entscheidungen

über ihre eigene Generation hinaus. Wir Familienunternehmer schätzen unsere

Regionen, denn schließlich kommen wir aus ihnen und bleiben mit ihnen über Generationen

hinweg verwurzelt.

Ich wünsche der bundesweiten Ausgabe des Wirtschaftsblatt einen guten Start und weiterhin

viel Erfolg bei der Berichterstattung aus den Regionen unseres Landes.


Auf geht’s in die

Welt des Mittelstands.

Mit dem neuen

Wirtschaftsblatt.

Viel Freude beim

Lesen!

∙ Ihre Meinung zum neuen Layout ist gefragt! Schreiben Sie an den

herausgeber@wirtschaftsblatt.de

∙ Möchten Sie zusätzlich die neue bundesweite Ausgabe oder andere

Regionalausgaben abonnieren? Bestellformulare sendet Ihnen

martina.kolditz@wirtschaftsblatt.de

∙ Interessieren Sie Präsentationsmöglichkeiten für Ihr Unternehmen?

jochen.oelmann@wirtschaftsblatt.de informiert Sie gerne.


A

abcfinance GmbH, Köln 105

Active International GmbH, Düsseldorf 108-109

Adamla, Uwe, UBS, Düsseldorf 46-47

Adenauer, Dr. Patrick, ASU 10

AKOS Europe GmbH & Co. KG, Krefeld 92

aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Duisburg 60-68

B

Bahrke, Michael, Institut d. Deutschen Wirtschaft 118-121

Bankhaus Lampe KG, Bielefeld 110-111

Baz, Erhan, Mr. Chicken, Gelsenkirchen 80

Becker, Müller & Partner GmbH, Köln 112

Berghaus, Uwe, WGZ Bank 102-104

bit gGmbH, Oberhausen 88

Braun, Professor Dr. Ludwig, G. Braun Melsungen AG 20-23

Brauser, Hanns-Ludwig, metropoleruhr GmbH 40-41

Brix, Erhard, WM Logistik GmbH, Bocholt 54-55

Brüderle, Rainer, Bundeswirtschaftsminister 7

Brühnovia GmbH & Co. KG, Dortmund 49

Brunecker, Til, Student Euro Business College 118-121

Brutschin, Thomas, Trebbau & Koop GmbH, Köln 98-99

Büdenbender, Dr. Winfried, Hegenscheidt-MFD 89

C

Chamoni, Professor Dr. Peter, VWA Duisburg 73

Cheng, Dr. Hai, Versatel West GmbH 52-53

Clement, Professor Dr. Reiner, Uni Bonn-Rhein-Sieg 28-29

D

Deichmann, Dr. Heinz-Horst, Deichmann GmbH 76

Deutsche Annington Immobilien GmbH, Bochum 57

Deutsche Bank AG 106-107

Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt a. M. 16

Dohms, Norbert, Universität Bochum 28-29

Dornieden, Martin, Dornieden Generalbau GmbH 48

Duisburger Hafen AG 70-71

E

ELWITEC GmbH, Velbert 94

Erning, Gerhard, Active International GmbH 108-109

Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH 42-43

F

Falke, Franz-Peter, Markenverband 20-23

Falkenburg, Jens, ProFair GmbH, Hilden 58-59

Fränk, Sebastian, Pro-Network, Köln 30-31

Freundlieb, Hans-Jürgen, Freundlieb Bauunternehmung 76

Freundlieb, Michael, Freundlieb Bauunternehmung 76

Friedrich, Dr. Kerstin, Strategieberaterin 84-86

Fuest, Frederick, Active International GmbH 108-109

G

12

Index

Gantenberg, Rolf, bit gGmbH, Oberhausen 88

Georg, Axel, Mühlhause GmbH, Velbert 90-91

Geurts, Johan, Seacon van Eupen GmbH 40-41

GfW Duisburg mbH 60-68

Groß, Rainer, Mühlhause GmbH, Velbert 90-91

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

H

H2 Herten GmbH 44-45

Hajek, Franz, PTS Automation GmbH, Pulheim 93

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG, Erkelenz 89

Heimerzheim, Dr. Peter, Siegwerk AG 117

Helas, Wolfgang, Hanning & Kahl GmbH 33

Hellekes, Dr. Rainer, NVV, Mönchengladbach 122-123

Hering, Christiane, Center for Geoinformation 28-29

Horizonte gGmbH, Duisburg 72

Hottendorf, Werner, bit gGmbH, Oberhausen 88

Hurler, Otto, Runners Point 78

J

Jezoreck, Sven, Deutsche Bank AG 106-107

Johrberg, Thomas, GLS-Bank, Bochum 32

K

Kaiser, Professor Dr. Thomas, mimoOn, Duisburg 60-68

Kämper, Matthias, Müller & Sohn GmbH 30-31

Kaspers, Edgar, König-Brauerei, Dusiburg 60-68

Kaus, Andreas, KÖTTER Security, Düsseldorf 87

Kentzler, Otto, Zentralverband d. dt. Handwerks 20-23

Kern, Oliver, Verein f. Kinder u. Jugendarbeit Ruhrgebiet 32

Kirchbaum, Christian, Active International GmbH 108-109

Kirchhartz, Friedhelm, NVV, Mönchengladbach 122-123

Kirchhoff, Arndt G., BDI/BDA-Mittelstandsausschuss 8

30 Knöfel, Florian

Brückner Grundbau

Kirschsieper, Stefan, Wirtschaftsjunioren 6

Klug, Professor Dr. Karl, FH Gelsenkirchen 44-45

Kondryn, Irene, VWA Duisburg 73

KÖTTER Security, Düsseldorf 87

Krebs, Rolf, Hilden Komponenten 20-23

Krikke, Bart, Blaauw Gras Deutschland GmbH 118-121

Külkens, Udo, AKOS Europe GmbH & Co. KG 92

L

Lampe, Peter, Initiativkreis Ruhr 40-41

Landsberg, Dr. Gerd, dt. Städte- u. Gemeindebund 9

Lange, Dr. Thomas A., NATIONAL-BANK, Essen 113, 130

Lienenkämper, Lutz, NRW-Verkehrsminister 40-41

57 Lamnek, Uwe

Deutsche Annington

Lindner, Volker, Stadtbaurat Herten 44-45

Löhr, Maximilian, WM Logistik GmbH, Bocholt 54-55

Lojewski, Andreas, Maschinenfabrik Hese GmbH 17

Lüdtke, Ronald, UBS Deutschland AG, Dortmund 46-47

Lueg sportivo GmbH 131

Lüpertz, Klaus, UBS, Düsseldorf 46-47

Lutz, Martin, Standort Niederrhein GmbH 118-121

Lützenkirchen, Marc, Versatel West GmbH 52-53

M

Mahmoudi, Nathalie, Dr. Mahmoudi & Partner, Köln 95

Mahmoudi, Yasmin, Dr. Mahmoudi & Partner, Köln 95

Maier-Hunke, Horst-Werner, Arbeitgeber NRW 26-27, 29

Matthiesen-Titze, Sabine, Integrata AG, Düsseldorf 28-29

Mauermann, Marc, OnePhone GmbH Erkrath 101

Messe Essen GmbH 37

Meurer, Ralf J., GfW Duisburg 60-68

Mikat, Christof, TML GmbH, Monheim a. Rh. 30-31

Morawietz, Rainer, Citicorp Dienstleistungs GmbH 60-68

Mühlhause, Dirk, Mühlhause GmbH, Velbert 90-91

Mühlhause, Heiko, Mühlhause GmbH, Velbert 90-91

N

Naploszek, Hartwig, Vorwerk Autotec GmbH 28-29

NATIONAL-BANK, Essen 113

Naumann, John, Hegenscheidt-MFD GmbH 89

Naumann, Professor Dr. Hans, Hegenscheidt-MFD 89

Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG 122-123

O

Odendahl, Franz Josef, Rosenhof Odendahl, Neuss 30-31

Oestreicher, Kai, Synergate GmbH, Dortmund 30-31

OnePhone Deutschland GmbH, Erkrath 101

Ostermann, Marie-Christine, Rulko GmbH, Hamm 30-31

P

Paulus, Peer Robin, ASU 20-23

Petzel, Dr. Uli, Bürgermeister Herten 44-45

Pfotenhauer, Marco, SanderWerbung GmbH 74-75

Pickel, Heinz, PTS Automation GmbH, Pulheim 93

Piepenbrock Service GmbH, Osnabrück 83


Poggenpohl Möbelwerke GmbH, Herford 14-15

Pohle, Andreas, Managing Partner consult GmbH 30-31

ProFair GmbH, Hilden 58-59

R

Regus Management GmbH, Düsseldorf 81

Richard, Manfred, Manfred Richard Dachbau GmbH 34

Rosenbauer, Stefan, ETL Beteiligungsgesellschaft 102-104

Roskothen, Boris, Spielwaren Roskothen, Duisburg 60-68

S

Sander, Michael, SanderWerbung GmbH, Duisburg 74-75

Sannecke, Sigrid, Trebbau & Koop GmbH, Köln 98-99

Sauerland, Adolf, Oberbürgermeister Duisburg 60-68

Schäfer, Andrée, Wirtschaftsförderung Duisburg 73

Schäfer-Richter, Prof. Dr. Gisela, InnovationsAllianz 28-29

Schlenzig, Stefan, TEC GmbH, Grevenbroich 98-99

79 Schmidt, Prof. Christoph

RWI Essen

Schmitz, Klaus J., Hitachi Power Europe 60-68

Schneider, Peter, Used Soft, Dortmund 80

Scholz, Ottilie, Oberbürgermeisterin Bochum 35

Schuchmann, Burkhard, Schuchmann Wines e. K. 78-79

Schulhoff, Prof. Dr. Wolfgang, Handwerkskammer 26-27

Schütz, Werner, PTS Automation GmbH, Pulheim 93

Siegwerk Druckfarben AG, Siegburg 117

Staake, Erich, logport-Ruhr 70-71

Stankus, Norbert, Trebbau & Koop GmbH, Köln 98-99

Steffen, Dr. Gerd-Rüdiger, Mittelst. Beteiligungsges. 102-104

Stoltenberg-Lerche, Sabine, stolco Haus GmbH 30-31

Stratmann, Christian, Revue-Theater Ruhr 36

T

TEC GmbH, Grevenbroich 98-99

Trebbau & Koop CrossMedia Adress GmbH, Köln 98-99

U

UBS Deutschland AG, Düsseldorf 46-47

Ullrich, Wolfgang, Horizonte gGmbH, Dusiburg 72

Upmann, Professor DR. Thorsten, Uni Duisburg-Essen 32

Personen und Unternehmen in dieser Ausgabe

V

Vahrenholt, Professor Dr. Fritz, RWE Innogy GmbH 33

Versatel West GmbH, Dortmund 52-53

Vista Reihenhaus GmbH, Mönchengladbach 48

VWA Studienzentrum, Dusiburg 73

W

Weber, Hans, Volksbank Rhein-Ruhr Stiftung 34

Weckmann, Thomas, Trebbau & Koop GmbH, Köln 98-99

Weichbrodt, Rainer, Brühnovia GmbH 49

Wendel, Dr. Alfred, Intendant Duis. Philharmonie 60-68

78 Werner, Wolfgang

Zechenbaumeister GmbH

Wiegel, Michael, ELWITEC GmbH, Velbert 94

Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH 40-41

Wittig, Harald, Runners Point 78

WM Logistik GmbH & Co. KG, Bocholt 54-55

Wulf, Karsten, buw Holding GmbH, Osnabrück 30-31

Z

Ziolek, Dr. Andreas,

Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle 44-45

ZukunftsZentrum Herten 44-45

Titel

Stadtverwaltung und Akteure

Duisburgs, Seite 60


SEGMENTO ®


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Wissen, was zählt.

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damit aus Ihren Ideen Wirklichkeit wird. Sprechen Sie noch heute mit uns über

Ihre Pläne oder informieren Sie sich unter www.deutsche-bank.de/geschäftskunden

Die Deutsche Bank für den Mittelstand.


Andreas Lojewski,

GeschäftsführenderGesellschafter,

Hese Maschinenfabrik

GmbH,

Gelsenkirchen

Andreas Lojewski Gastkommentar

Zeigen,

wer wir sind

Das Wirtschaftsblatt mit neuem Auftritt.

Wir fragten einen Partner nach der Bedeutung

von Mittelstandskommunikation.

Als mittelständisches Unternehmen, das seit über einhundert

Jahren in der Metropole Ruhr verwurzelt ist, sind wir anders als

die großen Konzerne. Wir sind in besonderer Weise mit unserem

Unternehmen, mit den Mitarbeitern und dem Standort verbunden.

Gerade deswegen müssen wir gezielt Marketing betreiben

– um uns von den Großen abzuheben und unseren Standpunkt

in der Öffentlichkeit klar zu kommunizieren. Kommunikation

schafft auch die nötige Transparenz, die zur Akzeptanz unternehmerischer

Maßnahmen in der Öffentlichkeit nötig ist.

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Schüttgutfördertechnik

entwickeln wir Produkte und Technologien für zukunftsorientierte

Wachstumsmärkte. Unsere Kernkompetenzen

liegen zudem in den Bereichen der Bergbautechnik, der Produktion

von Förderbandtrommeln und Stahlbaukonstruktionen.

104 Mitarbeiter setzen sich am Standort Gelsenkirchen für

beste Qualität ein. In unserer wechselvollen Unternehmensgeschichte

haben wir nicht nur unsere Produkte weiterentwickelt,

uns an die Bedingungen des Marktes angepasst und strategisch

neu ausgerichtet, sondern auch dafür gesorgt, dass dies

publik wird.

Wie sollen Kunden und Kooperationspartner ohne Kommunikation

auf uns aufmerksam werden? Mit verschiedenen Fachzeitschriften,

dem Internet und mit Mittelstandsmagazinen wie

dem Wirtschaftsblatt haben wir Plattformen für uns entdeckt, die

zielgruppenorientiert aufgestellt sind. Genau diese Kanäle sind

sinnvoll für einen produzierenden Mittelständler wie uns.


18

Inhalt 1/10

30-31 Familienunternehmen

Junge Firmenlenker blicken in die Zukunft

60-75 Standortportrait

Duisburg gibt sich die Ehre

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

84-101 Spezialisten

Fachleute wie die bit gGmbH haben Erfolg in Nischen

40-41 Mobilität

Bochumer Kongress suchte Verkehrslösungen


Welt des Mittelstands

20-21 Die Hoffnung stirbt zuletzt / Mittelstand bewertet Schwarz-Gelb

21 Stimme der Familienunternehmer / Professor Dr. Ludwig Braun

22 Brüssel intern / Im Kampf gegen Windmühlen

22 Personal / Der Nutzen sozialer Netzwerke

23 Berliner Parkett / Burgbacher koordiniert Mittelstandspolitik

Nordrhein-Westfalen

24-25 Politik / So viel NRW regiert in Berlin mit

26-27 Wachstumspakt / Die Erklärung im Wortlaut

28-29 InnovationsAllianz / Fortschritte durch Austausch

30-31 Netzwerke / BJUler skizzieren die Zukunft

118-123 Expedition NRW/ Niederrhein

Metropole Ruhr

32-38 Nachrichten / Das Wichtigste aus der Region

40-41 Metropole Ruhr / Sieben Millionen gehen auf die Straße

42-43 Essen / Zentrale Gewerbeflächen mit Qualität

44-45 Herten / Ewald und der blaue Turm

Duisburg

60-75 Standortportrait / Wir sind Duisburg

Markt & Standort

46-59 Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt

Exklusiv

76-82 Die Galerie der Guten 2009 / Vorbildliche Persönlichkeiten aus NRW

Schwerpunkt

84-101 Spezialisten / Mut zur Lücke

Themen

102-113 Mittelstandsfinanzierung / Kapital ohne Klemme

114-117 Oberfläche und Farbe / Der Tanz der Moleküle

Rubriken

124-125 Gut zu wissen / Empfehlenswerte Dienstleister

126-127 Wirtschaftsblatt-TV

128 Intern / Impressum ∙ Teamköpfe

129 Service

130 Letzte Seite / Kopfschüttler ∙ Sieben Fragen

Inhalt 1/10


20

Wie geht es auf einen steigenden Konjunkturpfad? Der Mittelstand erwartet

von den Koalitionären Merkel, Westerwelle und Seehofer mutige Taten

Für nicht wenige Unternehmer war es die Wunschkoalition, die sich

nach der Bundestagswahl in Berlin gebildet hat. Und doch zeigt die

Wirtschaftsblatt-Umfrage unter Mittelständlern nach hundert Tagen

Schwarz-Gelb eher gebremsten Optimismus.

Die Hoffnung

stirbt zuletzt

Auf meinem Wunschzettel an

die neue Bundesregierung

steht ganz oben: Entlastung

von Bürokratie, bessere Rahmenbedingungen

zur Erschließung neuer

Märkte, mehr Investitionen in die

Bildung – und vor allem, dass sie den Mittelstand

auch aktiv unterstützt und nicht

Wirtschaftsblatt 1/10

Welt des Mittelstands

Nachrichten, Informationen und Erfolgsmeldungen aus der deutschen Wirtschaft.

Zusammengetragen mit Schwerpunkt auf Familienunternehmen und Mittelstand.

nur verbal“. Friedhelm Loh, dessen hessisches

Familienunternehmen es in knapp

50 Jahren auf rund 10.500 Mitarbeiter in

mehr als hundert Ländern weltweit gebracht

hat, weiß, wovon er spricht. Denn

als Vize des Bundesverbandes der Deutschen

Industrie und Präsident des Zentralverbandes

der Elektroindustrie, der

hierzulande zweitgrößten Wirtschaftsbranche,

kennt er die Stimmungslage in

den Betrieben bestens. Wie die meisten

Experten bescheinigt er in einer Umfrage

des Wirtschaftsblatt, dass die neue

schwarz-gelbe Koalition in Berlin grundsätzlich

die Weichen richtig stellt, konkrete

Maßnahmen aber noch auf sich

warten lassen.

Positiv am jetzigen Regierungsprogramm

werden vor allem die geplanten

Änderungen am Erbschaftssteuergesetz

bewertet. Stefan Kirschsieper, Sprecher

von 10.000 Wirtschaftsjunioren: „Sie

bringen Erleichterungen für Jüngere, die

einen Betrieb übernehmen“. Doch er fügt

hinzu: „Aber das reicht nicht. Wir brauchen

eine Abschaffung der Erbschaftssteuer“.

Nach der Bewältigung der Krise

müsse die Devise für die Zukunft heißen,

alle Staatshilfen und Maßnahmen

so schnell wie möglich einzustellen: „Die

Wirtschaft darf nicht verlernen, sich

selbst zu helfen“. Auch der Verband Die

Foto: Marc Darchinger www.darchinger.com


Familienunternehmer – ASU sieht zwar

im Koalitionsvertrag eine „Blaupause

für die nächsten vier Jahre“, meldet aber

Zweifel an einer umfänglichen Umsetzung

an. Peer Robin Paulus, Leiter Politik

und Wirtschaft bei der ASU: „Alle großen,

strukturellen Reformvorhaben stehen

fast durchgehend unter einem Prüfungsvorbehalt“.

Dazu zählt der Verband

die sozialen Sicherungssysteme und das

Steuerrecht. Glattweg vermisst werden

Maßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik:

„Wer sonst, wenn nicht jetzt Schwarz-

Gelb, hätte eine Flexibilisierung unseres

weltberüchtigt überregulierten Arbeitsmarktes

in Angriff nehmen können?“,

fragt Pauli. Auch Handwerkspräsident

Otto Kentzler findet zwar in dem Koalitionsvertrag

„den richtigen Grundtenor“,

getroffen, mahnt aber, die Erarbeitung einer

Einkommensteuerreform müsse 2010

entschlossen in Angriff genommen wer-

den: „Bürger und Betriebe brauchen eine

verlässliche Perspektive, selbst wenn

Entlastungen erst zu einem späteren

Zeitpunkt wirksam werden können“.

Ebenso sieht es Anton F. Börner, Präsident

des Bundesverbandes Groß- und

Außenhandel. Der Staat müsse den Unternehmen

mehr Freiheit einräumen,

um im Globalisierungsprozess schneller

agieren zu können. Franz-Peter Falke,

Chef des einflussreichen Markenverbandes,

sieht in dem Regierungsprogramm

ebenfalls „ein richtiges und wichtiges

Signal“, mahnt aber, insbesondere im

Bereich der Warenkreditversicherungen

und der investiven Unternehmensfinanzierungen

seien die Probleme der Finanzwirtschaft

noch nicht gelöst.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-

Westfalen, meinen viele Mittelständler,

sei es für die Koalition höchste Zeit, Farbe

zu bekennen. ms

Meine Maschine und ich

Das Wirtschaftsblatt zeigt Unternehmer und ihre treuesten Helfer

Rolf Krebs und sein JUNG C8 Innenschleifautomat

Ein sattes Pock. Kurze Pause. Dann leichtes Summen samt dezentem Funkenflug.

40 Mal in der Stunde spannt der JUNG C8 Hülsen ein, die später zu Druckventilen

werden, und schleift Stirn und Inneres – und das seit 34 Jahren. Rolf Krebs kennt

den JUNG C8 seit dem Tag seiner Aufstellung. Da war er Angestellter bei Denison

im rheinischen Hilden. 30 Jahre später, 2006, als das Werk geschlossen wurde,

übernahm er Verantwortung, gründete die Hilden Komponenten GmbH, und

gab damit vielen ehemaligen Kollegen einen neuen Arbeitsplatz. Die Bewährte

Maschine zog natürlich mit um. In 2001 von RETZA generalüberholt und mit einer

SPS-Steuerung versehen, sei sein C8 nicht nur äußerst präzise und solide,

sondern auch schneller als moderne Fabrikate. Und wie lange macht es der C8

noch? „50 wird der locker“, ist sich Rolf Krebs sicher. ks

Welt des Mittelstands 21

Stimme der Familienunternehmer

Kommentar: Professor

Dr. Ludwig Georg Braun,

B. Braun Melsungen AG

Vorbild sein

Familienunternehmer denken langfristig.

Schließlich stehen sie in der Verantwortung

– gegenüber den Erblassern

vorausgegangener Generationen, die

das Unternehmen auf gebaut und wei-

terentwickelt haben, aber auch der

nachfolgenden Generation, der sie ein

zukunftsfähiges Unternehmen übergeben

wollen. Hier zählen weniger

schnelle und kurzfristige Erfolge. Statt

dessen ist nachhaltiges und zukunftsorientiertes

Wirtschaften gefragt, das

dem Erhalt einer zukunftszugewandten

Geschäftsentwicklung dient.

Werte von

Familienunternehmen

Zuverlässigkeit, Seriosität, Transparenz

und Offenheit sind dabei Bausteine

dieses Konzeptes. Es sind Werte

des unternehmerischen Handelns in

unserem Familienunternehmen. Sie

sollten aber nicht nur für inhabergeführte

Unternehmen gelten, sondern

auch in Bereichen des öffentlichen

und privaten Lebens Orientierung geben.

Menschen in Führungspositionen

stehen in besonderer Verantwortung

für Mitarbeiter, Eigentümer und lokaler

Öffentlichkeit. Ihnen einen Wertekanon

vorzuleben und mit ihnen zu

gestalten, schafft familiäre Unternehmenskultur,

und diese ist wertvoll wie

nie zuvor.

Wirtschaftsblatt 1/10


22

BRüSSEL

intern

Im Kampf gegen

Windmühlen

Während andere deutsche Ex-Spitzenpolitiker

auch mal an sich denken

und bei russischen Gasversorgern

oder in süddeutschen Motorenwerken

ein Auskommen finden, bringt sich

der frühere bayerische Ministerpräsident

Edmund Stoiber ehrenamtlich

in Brüssel ein. Mit einem 15köpfigen

Expertengremium hat er sich dem

Bürokratieabbau in der EU verschrieben.

Schließlich ächzen europaweit

die Unternehmen unter 360 Milliarden

Euro Bürokratielast, die Hälfte dieser

Summe ist durch die EU verursacht.

Bis 2012, so das hehre Ziel der Stoiber-

Gruppe, sollen die bürokratischen

Hürden für Unternehmen in Europa

um 25 Prozent reduziert werden.

360 Milliarden Bürokratie-

Lasten tragen Unternehmen

Im Herbst vergangenen Jahres legte

die Gruppe ihre Zwischenbilanz

vor. Strahlende Gesichter allerorten:

Mit den Empfehlungen der Gruppe

„könnten die Unternehmen um bis zu

40 Milliarden Euro entlastet werden“,

frohlockte EU-Kommissar Günter Verheugen.

Stoiber selbst sprach von „einer

Art kostenlosem Konjunkturprogramm“,

das die Vorschläge bewirken

könnten. Auch Kommissionspräsident

José Manuel Barroso war begeistert

und lud Stoiber gleich ein, bis 2012 seine

Funktion weiter auszuüben. Doch

ob man mit „Empfehlungen“ wirklich

weiterkommt in Brüssel? Ein Mitglied

der Experten-Gruppe, der Vorsitzende

des deutschen Normenkontrollrats Johannes

Ludewig, hat Zweifel. Erst eine

flächendeckende Prüfung der Bürokratie-Kosten

neuer Gesetzesentwürfe

durch ein „unabhängiges Gremium“,

also ein Rat für Bürokratie-Abbau,

würde wirklich Abhilfe schaffen. Und

vor dem scheut sich die Kommission

bislang.

Wirtschaftsblatt 1/10

Welt des Mittelstands

Ich kenn da wen

Trotz Konjunkturdelle sind aktuell 15 Prozent der mittelständischen

Unternehmen vom Fach- und Führungskräftemangel betroffen, so

die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung der WGZ Bank. Bei der

Besetzung offener Stellen können soziale Netzwerke nützlich sein.

Geeigneter Bewerber trifft einstellungswilliges Unternehmen. Eine scheinbar

passende Konstellation. Doch nach einem langwierigen Auswahlprozedere

bleibt die Stelle dennoch unbesetzt. Ein nicht selten auftretendes Phänomen,

so die beiden Autorinnen eines Kurzberichts des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt

und Berufsforschung (IAB), Dr. Sabine Klinger und Martina Rebien. Arbeitgeber

und Arbeitsuchende seien sich in der Regel kaum bekannt, so dass Ablehnungen oft

auf Fehleinschätzungen fußen. Ebenso könne sich der vermeintlich ideale Bewerber

im Arbeitsalltag als über- oder unterfordert herausstellen, was längere Einarbeitungszeiten,

sinkende Produktivität oder Neubesetzungen nach sich ziehe. Soziale Netzwerke

und persönliche Kontakte bei der Stellenbesetzung zu nutzen, sei daher für

beide Sozialpartner förderlich, so der Tenor der umfangreichen Betriebsbefragung

unter Mittelständlern.

Im Jahr 2008 bedienten sich 53 Prozent der Kleinstbetriebe mit weniger als zehn

Mitarbeitern bei der Suche nach geeignetem Personal der persönlichen Kontakte ihrer

Mitarbeiter. Bei den Großbetrieben mit 200 und mehr Beschäftigten war es hingegen,

durch zu formale Strukturen bei der Stellenbesetzung, weniger als ein Drittel. Insgesamt

kamen 29 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke zustande. Oft seien

es Stellen mit niedrigen Qualifikationsanforderungen. Aber auch bei Besetzungen im

oberen Segment wurden persönliche Kontakte verstärkt genutzt. So wurden Stellen,

die Führungsqualitäten erfordern, relativ häufiger über Netzwerke besetzt. ks

Nel


Löhne steigen

Einer Studie des Beratungshauses ECA

International zufolge werden 2010 die

Gehälter in Deutschland um 2,5 Prozent

zulegen – nach 1,3 Prozent im VorJahr.

Europaweit wird eine Steigerung um 3,5

Prozent prognostiziert (Für den Westen

Europas 2,6, für den Osten fünf Prozent).

Erfolg auf Auslandsmessen

Die Exportfördergesellschaft des bayrischen

Handwerks hat eine Checkliste

zur Kontaktanbahnung für Auslandsgeschäfte

auf Messen zusammengestellt.

Sie kann unter www.auwi-bayern.de kostenfrei

abgerufen werden.

Sparpotentiale

Der Mittelstand sieht in nicht-strategischen

Beschaffungsinstrumenten wie

Benchmarking oder Preisanalysen große

Sparpotentiale, nutzt diese aber nur selten.

Dies ist der Tenor einer Studie der

Kölner ERA GmbH. Sie steht unter www.

expensereductionanalysts.eu/de/help

zum Download bereit.

Kreditmediator

Hans-Joachim Metternich wird zum 1.

März seine Arbeit als von der Bundesregierung

eingesetzter Kreditmediator

aufnehmen. Der 66jährige Rheinland-

Pfälzer soll Firmen zur Seite stehen, die

Probleme mit ihren Hausbanken haben.

Der Sitz seines Büros in Frankfurt.

Gegen Plagiate

Das Stuttgarter International Performance

Research Institute hat mit dem Institut für

Produktentwicklung in Karlsruhe ein Papier

zur Wirtschaftlichkeitsanalyse von

Anti-Produktpiraterie-Maßnahmen vorgelegt.

Die Untersuchung richtet sich an

Wissenschaftler, Unternehmer und Mitarbeiter

im Maschinenbau.

BERLINER

Parkett

Notiert von Markus A. Schöneberger

redaktion@wirtschaftsblatt.de

Welt des Mittelstands 23

Es ist ein stolzer Titel: „Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand“. Er

soll seit Januar 1995 „die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich der Mittelstandspolitik

konzeptionell zusammenfassen und koordinieren“. Denn, so wurde

damals feierlich versprochen: „Die Stärkung des Mittelstandes hat für die Sicherung

des Standortes Deutschland zentrale Bedeutung“. Doch ein Problem besteht:

In der Öffentlichkeit ist dieser Chefanwalt für immerhin 99 Prozent aller Unternehmen

so gut wie unbekannt. Der erste Beauftragte war Heinrich L. Kolb, im

Hauptberuf Familienunternehmer aus dem Odenwald. Als immer noch einflussreicher

FDP-Parlamentarier und

Chef des „Liberalen Mittelstandes“

könnte er seinem Parteikollegen

Ernst Burgbacher jetzt manch

guten Tipp geben. Denn der neue

Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium

soll künftig die

Mittelstandspolitik koordinieren.

Dabei vertraut der Gesellschafter

Hartmut Schauerte der Burgbacher Holztechnologie Ernst Burgbacher

aus Trossingen ganz seinem Lieblingsspruch:

„Es gibt nichts Gutes,

außer man tut es“. Schlag nach bei Erich Kästner. Leicht wird seine Aufgabe

nicht. Denn im Deutschen Bundestag wird die parteiübergreifende „Wirtschaftsfraktion“

immer kleiner. Lag die Zahl der Abgeordneten aus selbständigen und

unternehmerischen Berufen im ersten Nachkriegsparlament 1949 noch bei 20

Prozent, so hat sich diese Zahl seitdem mehr als halbiert. Neue Gesichter wie

der 31jährige Unternehmensberater Reinhard Brandl (CSU) aus Ingolstadt oder

der gleichaltrige Bankier Volkswirt Carsten Linnemann (CDU) aus Paderborn

sind fast schon Rarität. Stattdessen dominieren die Angehörigen des öffentlichen

Dienstes und Gewerkschaftsmitglieder den 17. Deutschen Bundestag. Der Unternehmer

Patrick Döring, für die FDP seit 2005 im Hohen Haus, sieht diese Entwicklung

mit Sorge: „Marktwirtschaftliche Erfahrung und ordnungspolitisches

nachhaltiges Denken gehen verloren“, sagte er dem Wirtschaftsblatt. In der SPD-

Opposition ist die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft auf weniger als zwei Dutzend

Köpfe geschrumpft, obwohl Harald Christ, Unternehmer-Aushängeschild im

Wahlkampfteam von Frank-Walter Steinmeier, versprochen hatte: „Nach der

Bundestagswahl wollen wir eine Allianz für den Mittelstand“ etablieren. Doch die

gesamte neue SPD-Fraktion ist kleiner als der Gesprächskreis Mittelstand in der

CDU/CSU-Fraktion mit 148 Köpfen. Ihr Vordenker Michael Fuchs aus Koblenz ist

sogar Vizechef der Unionsfraktion, obwohl er immer wieder Widerspruch zur Linie

seiner Kanzlerin wagte. Nicht mehr in Berlin dabei ist Hartmut Schauerte

aus Olpe, seit 2005 „Mittelstandsbeauftragter“. Bevor er sich von der großen Bühne

verabschiedete, schrieb er noch rasch auf sechs Seiten nieder, was er in stiller

Fleißarbeit alles erreicht hat, zum Beispiel bei Steuer- und Abgabensenkungen,

dem Bürokratieabbau oder der Stärkung des Mittelstandes auf Auslandsmärkten.

Für Nachfolger Ernst Burgbacher liegt die Messlatte also durchaus hoch.

Wirtschaftsblatt 1/10


24

Ort der Koalitionsverhandlungen: Die NRW-Landesvertretung

im Diplomatenviertel in Berlin

So viel NRW

regiert in

Berlin mit

Das bevölkerungsreichste Bundesland der Republik ist in

der neuen schwarz-gelben Regierung stark repräsentiert:

Insgesamt finden sich 17 Politiker aus Nordrhein-Westfalen

in Führungspositionen von Regierung und Parteien. Allein drei

Minister kommen aus NRW.

Wirtschaftsblatt 1/10

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

NRW im Blick: Nachrichten für den Mittelstand unseres Landes zur Förderung des

interregionalen Austauschs. Informieren Sie uns: redaktion@wirtschaftsblatt.de

Neben Vizekanzler und Außenminister

Guido Westerwelle (FDP)

aus Bonn leiten mit Kanzleramtsminister

Ronald Pofalla (CDU) aus

Kleve und dem neuen Umweltminister

Dr. Norbert Röttgen (CDU) aus Meckenheim

drei Politiker aus NRW wichtige

Ressorts. Frischen Wind bringt der erst

30jährige Christian Lindner ins Parlament.

Er wurde zum neuen FDP-Generalsekretär

gewählt. Der aus Neuss stammende

Hermann Gröhe folgt Pofalla als

CDU-Generalsekretär nach.

Auch in den Reihen der parlamentarischen

Staatssekretäre, die zusätzlich

zu den beamteten Staatssekretären

zur Unterstützung der Regierung berufen

oder im Amt bestätigt wurden, sowie

unter den Staatsministern sind die

nordrhein-westfälischen Politiker stark

vertreten: Acht der 30 kommen von hier.

Der Wuppertaler Peter Hintze (CDU) ist

vom Koordinator für Luft und Raumfahrt

zum parlamentarischen Staatssekretär

im Wirtschaftsministerium aufgestiegen.

Als Staatsminister unterstützt der Kölner

Werner Hoyer (FDP) den Außenminister

bei seinen Regierungsaufgaben. Der zuvor

als haushaltspolitischer Sprecher der CDU/

CSU-Bundestagsfraktion tätige Steffen

Kampeter (CDU) aus Minden wurde zum

Staatssekretär im Finanzministerium

bestellt; der aus Hattingen stammende

CDU-Politiker Dr. Ralf Braucksiepe unterstützt

Bundesarbeitsministerin Ursula

von der Leyen. Um das Gesundheitsressort

kümmert sich der Münsteraner

Daniel Bahr (FDP). Die Kölnerin Ursula

Heinen-Esser (CDU) ist nach Minister

Röttgen die zweite NRW-Politikerin im

Umweltressort. Im Amt bestätigt wurde

der Dürener Thomas Rachel (CDU) als

parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium.

Als neu gewählte

Staatssekretärin kümmert sich Gudrun

Kopp (FDP) aus Bielefeld um den Bereich


übersicht des NRW-Personals in bundespolitischen Führungsämtern

Name Partei Position Heimatort

1 Daniel Bahr FDP Parlamentarischer Staatssekretär Ressort Gesundheit Münster

2 Ralf Brauksiepe CDU Parlamentarischer Staatssekretär Ressort Arbeit Hattingen

3 Tobias Dünow SPD Sprecher des Parteivorstandes Düsseldorf

4 Hermann Gröhe CDU Generalsekretär Neuss

5 Ursula Heinen-Esser CDU Parlamentarische Staatssekretärin Ressort Umwelt Köln

6 Peter Hintze CDU Parlamentarischer Staatssekretär Ressort Wirtschaft Wuppertal

7 Werner Hoyer FDP Staatsminister im Auswärtigen Amt Köln

8 Steffen Kampeter CDU Parlamentarischer Staatssekretär Ressort Finanzen Minden

9 Gudrun Kopp FDP Parlamentarischer Staatssekretärin Ressort Entwicklung Bielefeld

10 Günter Krings CDU Stellvertretender Fraktionschef Mönchengladbach

11 Christian Lindner FDP Generalsekretär Wermelskirchen

12 Michaela Noll CDU Justiziarin CDU/CSU Fraktion Kreis Mettmann

13 Ronald Pofalla CDU Kanzleramtsminister Kleve

14 Thomas Rachel CDU Parlamentarischer Staatssekretär Ressort Forschung Kreis Düren

15 Norbert Röttgen CDU Umweltminister Meckenheim

16 Jörg van Essen FDP Parlamentarischer Geschäftsführer Hamm/Unna

17 Guido Westerwelle FDP Vizekanzler, Außenminister Bonn

13

2 11 15

Entwicklung. Nach dem Aufstieg des

Mönchengladbachers Dr. Günter Krings

zum Stellvertreter von Volker Kauder

als CDU-Fraktionschef übernimmt die

Mettmannerin Michael Noll das Amt der

Justitziarin in der CDU-Fraktion. Die SPD

11 4

wählte den bisherigen Vize-Sprecher im

Bundesumweltministerium, Tobias Dünow

aus Düsseldorf, zum Sprecher des

Parteivorstandes. Neuer Parlamentarischer

Geschäftsführer der FDP ist Jörg

van Essen aus Hamm. ef

Innovationspreis 2009: NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers

(2 . v. r.) und Innovations minister Professsor Andreas Pinkwart (3. v. l.)

gratulieren den Siegern Dr. Friedrich-Karl Bruder, Dr. Oliver Schuhmacher

(v. l.), Werner Wenning (m.) und Dr. Kai Philipp Schmidt (r.)

Das Land

Nordrhein-Westfalen

25

1 Hochschulen ausgezeichnet Drei

der zehn Preise des von der Kultusministerkonferenz

und dem Stifterverband

initiierten Wettbewerbs

„Exzellente Lehre“ gehen nach NRW.

Die RWTH Aachen, die Uni Bielefeld

sowie die FH Köln erhalten zur Umsetzung

ihrer prämierten Strategiekonzepte

jeweils eine Million Euro. 2

Oppositionsführerin vor Unternehmern

SPD-Landeschefin Hannelore

Kraft stellte sich im November Mitgliedern

des Landesverbandes der

Familienunternehmer. Kraft bekannte

sich zum Industriestandort NRW und

forderte eine neue Bildungspolitik.

Eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei

könne sie sich auf Basis des jetzigen

Personals und Programms zwar

nicht vorstellen, wolle sie aber auch

nicht ausschließen. 3 Beste Beziehung

zu Frau Antje Die Im- und Exporte

sanken im ersten Halbjahr 2009

im Vergleich zum Vorjahr um jeweils

gut 23 Prozent. Laut Statistischem

Landesamt bleiben die Niederlande

wichtigster Handelspartner NRWs. Es

folgen bei den Ausfuhren Frankreich

und Italien, bei den Einfuhren China

sowie Frankreich. 4 Kredite gegen

Krise Nach Erhebungen des NRW-

Wirtschaftsministeriums haben bis

Ende Oktober 11.000 Mittelständler

des Landes Kredit- und Bürgschaftsprogramme

in Anspruch genommen.

So vergab die NRW.Bank Hilfen in

Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Das

auf NRW bezogene Fördervolumen

der KfW betrug 950 Millionen Euro.

5 Vorbildlicher Händler Die in Herne

ansässige Parfümeriekette Pieper 3

hat den Deutschen Handelspreis in

der Kategorie „Managementleistung

Mittelstand“ erhalten. An die Düsseldorfer

C&A-Kette ging die Auszeichnung

für filialisierte Großbetriebe.

2

Wirtschaftsblatt 1/10


26

Bekenntnis zur sozialen

Marktwirtschaft

Krisen können auch zusammenschweißen

und zum Anlass genommen werden,

um die vorhandenen Kräfte zu bündeln.

Das jedenfalls ist die Absicht des

„Wachstumspaktes“, den Ministerpräsident

Rüttgers mit Vertretern der Wirtschaft

vereinbart hat – und den wir hier im Original

abdrucken.

Rüttgers

Schulhoff Maier-Hunke

Zu den zwölf Unterzeichnern gehören neben Jürgen

Rüttgers Unternehmenschefs bedeutender Konzerne

und Verbandsvertreter aus Nordrhein-Westfalen. Der

Pakt soll Auftakt sein – so die offizielle Lesart der Landesregierung

– für mehr Miteinander von Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft, um gemeinsam die gegenwärtige Krise zu

überwinden, Wachstumsbremsen zu lösen und die Rahmenbedingungen

für den Wirtschaftsstandort zu verbessern.

Wie wichtig dies für das Industrieland Nordrhein-Westfalen

ist, zeigen die massiven Akzeptanzprobleme bei Bauvorhaben

wie dem Kohlekraftwerk in Datteln oder der CO-Pipeline von

Bayer. Nach den Konfrontationen der vergangenen Jahre will

NRWs Ministerpräsident alle gesellschaftlichen Kräfte an ihre

Verantwortung erinnern. Rüttgers: „Es geht nur gemeinsam“.

Für Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident der Landesvereinigung

der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen, ist die

Wirtschaftsblatt 1/10

Nordrhein-Westfalen

Gemeinsam für mehr Wachstum

Das Verhältnis von Politik und Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.

Die Wirtschaft hat vielfach geglaubt, ohne die Politik auszukommen. Die

Politik hat sich an einer Manager- und Unternehmerschelte beteiligt. Ein distanziertes

Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik aber ist keine Grundlage dafür, die Zukunft

unseres Landes zu gestalten. Eine Neuorientierung ist überfällig. Die Politik muss

wieder stärker mit der Wirtschaft reden. Die Wirtschaft muss sich wieder stärker auf

ihre Verantwortung für die Gesellschaft besinnen. Führende Unternehmer müssen

sich wieder persönlich in die politischen und gesellschaftlichen Debatten einmischen.

Dazu gehören insbesondere die Analyse der Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise

und die Bewältigung ihrer Folgen.

Diese Neubestimmung des Verhältnisses ist notwendig, weil Deutschland jetzt eine

klare Wachstumsstrategie für die Zeit nach der Krise benötigt. Die Distanz zwischen

Wirtschaft und Politik verhindert Wachstum. Nur mit mehr Wachstum werden wir unseren

Wohlstand mehren, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken, mehr

Arbeit schaffen und unsere öffentlichen Haushalte und sozialen Sicherungssysteme

nachhaltig finanzieren können. Wirtschaft und Politik müssen sich auf gemeinsame

Ziele verständigen:

• Die Soziale Marktwirtschaft ist auch zukünftig unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem.

• Nordrhein-Westfalen und Deutschland müssen Mittelstands- und Industrieland

bleiben.

• Eine Stärkung der Binnennachfrage allein reicht nicht aus.

• Nordrhein-Westfalen und Deutschland müssen alle Kräfte für noch mehr Investitionen

in Bildung und Innovationen bündeln.

Wirtschaft und Politik müssen jetzt alle Wachstumsbremsen lösen – jeder in seinem

Gestaltungsbereich. Das wird auch mit Belastungen verbunden sein. Aber das gemeinsame

Ziel „Mehr Wachstum – Mehr Wohlstand für alle“ ist diese gemeinsame

Kraftanstrengung wert.

in dem Papier angestrebte „richtige Analyse der Ursachen der

Finanz- und Wirtschaftskrise und die Bewältigung ihrer Folgen

entscheidend für die Zukunft des Landes.“ Maier Hunke: „Zwar

ist der Gesprächsfaden zwischen Politik und Wirtschaft nie abgerissen,

wie Initiativen wie der Branchendialog, die gezielte

Clusterpolitik und die Aktion Pro Industrie zeigen. Eine Neubestimmung

ist trotzdem notwendig, weil wir für die Zeit nach

der Krise alle Kräfte bündeln müssen.“

Von „Kraftanstrengungen“ und „Belastungen“ ist in dem Dokument

die Rede und einem klaren Bekenntnis zum Wachstum.

Doch die Frage ist: Wie lässt sich in einer auseinanderdriftenden

Gesellschaft überhaupt ein breit angelegter, mehrheitsfähiger

Konsens finden? Schon die Koalitionsverhandlungen in

Berlin haben gezeigt, dass die Politik sogenannte „Zumutungen“

weiterhin meidet wie der Teufel das Weihwasser. Professor

Wolfgang Schulhoff, der als Präsident des Nordrhein-Westfäli-


Leserdebatte

Wie kann ein Konsens für Wachstum, soziale Marktwirtschaft

und Industriefreundlichkeit wiedererlangt werden? Schreiben

Sie Ihre Meinung: redaktion@wirtschaftsblatt.de

Notwendig ist ein neues Bündnis der Vernunft zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaf-

ten und Politik. An Rhein und Ruhr steht die Wiege der Sozialen Marktwirtschaft.

Diese Tradition ist Verpflichtung. Von Nordrhein-Westfalen können Deutschland und

Europa lernen, wie Sozialpartnerschaft neue Wachstumschancen schafft.

Dr. Jürgen Rüttgers Dr. Herbert Lütkestratkötter

Ministerpräsident des Landes

Nordrhein-Westfalen

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Wilhelm Bonse-Geuking Dr. Jürgen Großmann

RAG Stiftung RWE AG

Dr. Klaus Engel Horst-Werner Maier-Hunke

Evonik Industries AG Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände

Nordrhein-

Westfalen e. V.

Bernhard Mattes Andreas Schmitz

Ford-Werke GmbH HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

schen Handwerkstags den Pakt unterschrieben hat, sagte uns:

„Zunächst einmal muss die Akzeptanz des Unternehmertums

in diesem Lande wieder deutlich besser werden. Denn diese hat

im Zuge des Versagens einiger Konzern- und zahlreicher Bankmanager

enorm gelitten.“ Hilft dabei das verstärkte „Einmischen“

der Wirtschaftsvertreter in die politischen und gesellschaftlichen

Debatten, wie es das Papier fordert? Schulhoff: „In

Wirklichkeit engagieren sich zahllose Arbeitgeber und Unternehmen

in NRW gerade aus dem Mittelstand für das Gemeinwesen.

Im Handwerk etwa ist jeder dritte Unternehmer in Vereinen

und Verbänden aktiv. Das örtliche Gemeinschaftsleben

wäre quasi tot ohne dieses Engagement aus der Wirtschaft. Das

muss in Zukunft viel intensiver kommuniziert werden.“ Diese

Bemühungen besser zu orchestrieren, sei eine Aufgabe, die die

Arbeitgeberverbände des Landes gemeinsam auf die Tagesordnung

zu nehmen hätten, so Schulhoff. MO

Nordrhein-Westfalen

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4.000 möglichen Marktkombinationen.

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27

Wirtschaftsblatt 1/10


28

Fortschritt durch Austausch

Mit dem 2. InnovationsDialog

hat die InnovationsAllianz

NRW erneut unter Beweis

gestellt, dass die heimischen

Hochschulen immer sensibler

auf die Bedürfnisse von

mittelständischen Firmen

reagieren. Mehr als 350

Forscher und Manager waren

Mitte Dezember der Einladung

ins Rheinische Industriemuseum

in Oberhausen gefolgt. Das

Industriedenkmal wurde für

einen Nachmittag zum größten

Wissenstransfermarkt im Land.

Von Esther Fernholz

F

ür die Anbahnung von Kontakten und das Anbieten von

Ideen und Wissen war die Zinkfabrik Altenberg eine phantastische

industriehistorische Kulisse. NRW-Forschungsminister

Professor Dr. Andreas Pinkwart äußerte sich bei seiner

Begrüßung fast schon euphorisch über die Entwicklungen im

Transferbereich der NRW-Hochschulen. „Gerade konnten wir

mit der Universität Köln den 27. Beitrittskandidaten gewinnen“,

berichtete die InnovationsAllianz-Vorsitzende Professorin Dr.

Gisela Schäfer-Richter. Das Spektrum an Forschungskompetenzen

für Innovationssuchende Praktiker wird damit weiter vergrößert.

Das Publikum aus der Wirtschaft hörte es gern: „Der

Innovationsdialog ist eine optimale Schnittstelle, die man als

Unternehmer nutzen kann, um mit Forschenden in Kontakt zu

treten“, konstatierte Sabine Matthiesen-Titze von der Düsseldorfer

Integrata AG.

Dialog als Beginn

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen suchen

den Kontakt zu Forschenden. Einer, der die Chance erkannt

hat, ist der Wuppertaler Hartwig Naploszek. Als Produktentwickler

bei der Vorwerk Autotec GmbH nutzte er den InnovationsDialog

„um einen Partner zu suchen, der für uns forscht.“

Bisherige Kooperationen mit der Bergischen Uni hätten positive

Resultate gezeitigt, bilanzierte Naploszek. Doch längst nicht

alle Mittelständler stünden den Universitäten so aufgeschlossen

gegenüber, sagte der Dezernent für Forschungsförderung

der Universität Bochum, Norbert Dohms. Gerade von Seiten der

KMU spüre er nach wie vor eine gewisse Scheu. „Dabei kann

Wirtschaftsblatt 1/10

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eine Kooperation nur gewinnbringend

sein“, ermutigte er potentielle Partner.

InnovationsAllianz als

Schaltstelle

Bestens vertraut mit dem Begriff der

Innovation ist Christiane Hering, Geschäftsführende

Gesellschafterin des

Center for Geoinformation mit Sitz in

Werne. Ziel der Geologen ist es, zukunftsfähige

Ideen von Forschern aufzugreifen

und weiter zu vermarkten.

„Der InnovationsDialog bietet uns dazu

die perfekte Plattform“, so das Fazit der

Unternehmerin. Ohne die Innovations-

Allianz wäre ihre Firma nicht da, wo sie

heute sei. „Alleine hätten wir uns nicht

so erfolgreich durch den Dschungel an

Forschungsinstituten kämpfen können“,

betonte Hering.

Hochschule als

Innovationsmotor

Universitäten können nicht nur Innovationspartner

für Unternehmen sein,

sondern auch die Innovationskraft einer

ganzen Region ankurbeln. Die strategische

Entwicklung der Regionen, stand

neben den Themen Energiewirtschaft,

Biomedizin und Informationstechnologie

auf der Agenda der verschiedenen Foren.

Über die Bedeutung von Hochschulen

als Standortfaktoren informierte Carsten

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Kontakte aufbauen: Sabine Matthiesen-

Titze (l.) und Professorin Gisela Schäfer-Richter

von der InnovationsAllianz

Schröder von der FH Münster. „Mit einer

strategischen Vernetzung von Universitäten,

Politik, Unternehmen und Kommunen

lassen sich die Umwälzungen, die

in den kommenden Jahrzehnten auf uns

zukommen, in Gewinne umwandeln“,

so Professor Dr. Reiner Clement von der

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

InnovationsClub als Förderer

Die InnovationsAllianz, ein Zusammenschluss

der NRW-Unis, wird aus

Landesmitteln finanziert. Für die kommenden

zwei Jahre haben zusätzlich

sechs Unternehmen ihre finanzielle

Unterstützung zugesagt und sich im InnovationsClub

zusammengeschlossen.

Gemeinsam schaffen sie die finanzielle

Basis dafür, dass in NRW weiter die Innovationskraft

vervielfacht und gebündelt

werden kann.

Nordrhein-Westfalen

Zenit-Preis

Gewinner des zum fünften Mal ausgeschriebenen

Zenit-Innovationspreises

2009 ist das Aachener Unternehmen

m2p-labs. Die Ausgründung der RWTH

Aachen ist im Bereich Laboranalysesysteme

und Laborautomatisierung tätig.

Eine Auszeichnung erhielten darüber

hin aus die AS Antriebstechnik & Service

GmbH aus Reken, Envimac Engineering

aus Oberhausen, das Kunststoff-Institut

Lüdenscheid sowie das Unternehmen Robin

GbmH aus Haan. Der erstmals ausgelobte

Nachwuchspreis ging an das Franz

Sales Haus aus Essen.

Mit einer

Stimme

29

Mit dem Jahreswechsel haben sich die

Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände

und die Landesvertretung des Bundesverbandes

der Deutschen Indu strie

(BDI NRW) unter dem Namen „Unterneh-

mer NRW“ zusammengeschlossen. „Die

Stimme der Wirtschaft erhält jetzt noch

mehr Gewicht“, so Horst-Werner Maier-

Hunke, Präsident der Arbeitgeber NRW.

Die Fusion sei aber auch ein Signal an die

Politik und die Gewerkschaften. Insgesamt

sind durch die Fusion jetzt 120 Verbände

unter einem Dach vereint.

Wirtschaftsblatt 1/10


30

Netzwerke

So sieht die

Zukunft aus!

1 Als mittelständisches Unternehmen

hat man knappe Ressourcen, deshalb

wird Spezialisierung immer wichtiger

sein, um sich somit von der Konkurrenz

abzuheben. Wir beispielsweise haben

uns als Lebensmittelgroßhändler auf Altenheime

und Krankenhäuser spezialisiert.

Marie-Christine Ostermann, Geschäftsführerin

Rulko Großeinkauf GmbH u.

Co. KG, Hamm

2 Die wohl größte Herausforderung wird

sein, den Fachnachwuchs heranzuziehen.

Das persönliche Engagement wird

noch mehr gefragt sein. Wir Unternehmer

müssen dabei die Vorbildfunktion

ausüben.

Sebastian Fränk, Geschäftsführer Pro-

Network, Köln

3 Es kommt in wachsendem Maße auf

interdisziplinäres Denken und Lernen

von anderen Branchen für das eigene Geschäft

an.

Kai Oestreicher, Geschäftsführer Synergate

GmbH, Dortmund

4 Ich setze auf drei Faktoren: Auf eine

frühzeitige und partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit Auftraggebern, auf

die Entwicklung und den Einsatz neuer

innovativer Techniken und darauf, Unternehmensgröße

und Mitarbeiterzahl

nicht um jeden Preis wachsen zu lassen.

Florian Knöfel, Techn. Geschäftsleitung

Brückner Grundbau, Essen

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

1 2

3 4

Wie wollen, wie müssen Unternehmen

in der Zukunft arbeiten?

Nach welchen Wertmaßstäben,

mit welchen Visionen? Das

Wirtschaftsblatt befragte Nachwuchsunternehmer

aus der

Region beim Jahreskongress des

Bundesverbandes der Jungen

Unternehmer (BJU) in Neuss.


5 6

7 8

9 10

Netzwerke 31

5 Wir Familienunternehmer müssen

uns stärker vernetzen und gemeinsam

die Bedürfnisse und Bedingungen des

Mittelstands stärker in der Gesellschaft

zu Gehör bringen.

Christof Mikat, Geschäftsführer TML

Technik GmbH, Monheim am Rhein

6 Bei allem Wirtschaften sollte der

Mensch im Vordergrund stehen. Das

fängt im eigenen Unternehmen an: Den

Mitarbeitern Respekt zollen, sich selber

kritischer hinterfragen und auch bereit

sein, als Chef Vorbild zu sein. Kommunikation

ist dabei sehr wichtig!

Sabine Stoltenberg-Lerche, Prokuristin/Gesellschafterin

Stolco Haus

GmbH, Düsseldorf

7 Maßhalten ist angezeigt: nicht unbedingt

in Dimensionen wachsen, die dann

nicht mehr zu handhaben sind. Unser

Unternehmen existiert fast einhundert

Jahre, weil wir auf Werteerhalt, Qualität

und soziales Engagement gegenübern

den Mitarbeitern gesetzt haben.

Matthias Kämper, Geschäftsführer

Müller & Sohn GmbH & Co. KG,

Sprockhövel

8 Wir müssen als inhabergeführte Unternehmer

das Gesicht der Firma nach

innen und außen sein. Trotz der technologischen

Entwicklung ist und bleiben die

Mitarbeiter unser Erfolgsfaktor.

Karsten Wulf, Geschäftsführer buw

Holding GmbH, Osnabrück

9 Das Arbeiten in Projekten wird immer

wichtiger, auch für Mitarbeiter in klassischen

Linienfunktionen. Ein Großteil der

zukünftigen Wertschöpfung wird aus intelligenten

Kooperationen und Netzwerken

entstehen.

Andreas Pohle, Managing Partner a. m.

consult GmbH, Bonn

10 Man sollte als Unternehmer keine

Angst vor der Zukunft haben und sich

nicht beirren lassen, sondern seine Pläne

umsetzen und den eigenen Zielen treu

bleiben.

Franz Josef Odendahl, Geschäftsführer

Rosenhof Odendahl, Neuss

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


32

Metropole Ruhr

Das Wichtigste vom Standort in Kürze. Frisch aus der Metropole-Ruhr-Redaktion des

Wirtschaftsblatt. Schreiben Sie an metropoleruhr@wirtschaftsblatt.de

Award des Monats: Thomas Jorberg,

Vorstandsprecher der GLS Bank in

Bochum, erhielt den „future Award 2009“.

Honoriert wurden Nachhaltigkeit und

Unternehmensführung.

Ehre des Monats: Oliver Kern, Chef des

„Verein für Kinder- und Jugendarbeit in

sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet“ ist

„Unternehmer des Jahres“ des Mülheimer

Unternehmertreffs MHUT.

Der Pott pumpt

Lehre des Monats: Thorsten Upmann ist

neuer Professor für Volkswirtschaftslehre

an der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre

der Mercator School of Management

an der Universität Duisburg-Essen .

In der Metropole Ruhr entsteht das bundesweit erste

Kompetenzzentrum für hydraulische Strömungsmaschinen.

Getragen wird es von der Fakultät für Maschinenbau der Ruhr-Universität-Bochum

und dem Fraunhofer UMSICHT-Institut in Oberhausen. Insgesamt zehn Wissenschaftler

auf neun verschiedenen Lehrstühlen bündelten nun das regionale Knowhow

über Antrieb und Energieverbrauch von Pumpen. Der Hintergrund: Deutschland

ist weltweit führend auf dem Gebiet der Pumpentechnologie, doch von insgesamt 300

Unternehmen im deutschen Pumpensektor sind rund 100 in NRW ansässig. Finanziert

wird das Zentrum zunächst für drei Jahre aus den sogenannten Nokia-Mitteln im Programm

„Wachstum für Bochum“ mit 3,4 Millionen Euro. Weitere 1,7 Millionen steuert

die Ruhr-Universität bei.


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Technik, Know-how, neue Lösungen und Service: Zahlreiche

Unternehmen präsentierten Produkte und Dienstleistungen

rund um eine der wichtigsten Energieformen der Zukunft

Viel Wind

für morgen

An der Universität Duisburg trafen sich Unternehmer und

Entscheider zum 1. Branchentag Windenergie NRW.t

Das Ziel: ein Netzwerk bilden, das die Interessen der Branche und ihre großen industriellen

sowie umwelt- und klimaschutzpolitischen Potentiale bündelt. Eingeladen

hatten die Unternehmen Lorenz Kommunikation sowie das Magazin „Ener-

gie & Management“. Dass sich in Zukunft in diesem Bereich etwas tun wird, stellte

Professor Fritz Vahrenholt in Aussicht: „Wir haben derzeit mit rund 40 Megawatt nur

einen bescheidenen Anteil an der nordrhein-westfälischen Windenergie“, sagte der

Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH. „Das wird sich ändern,

bis zu 200 Megawatt wollen wir erreichen.“ Begleitend zur Konferenz präsentierten

sich rund 40 Aussteller, unter anderen die Windenergieanlagenhersteller Enercon,

Eviag und Vestas sowie die Zulieferer 3M, Hanning & Kahl, Winergy, Siempelkamp

und RWE Inogy. Mehr Unterstützung seitens der Politik wünschte sich Wolfgang Helas,

Geschäftsführer der Hanning & Kahl GmbH: „In der momentanen Situation, die

in Deutschland durch eine negative Einstellung zur Windenergie gekennzeichnet ist,

erwarte ich ein klareres Bekenntnis der Politik“, so Helas. MG

Standort

Menschen und Ereignisse

33

1 Schwerte: Orden für Demgen Karl-

Wilhelm Demgen, langjähriger Geschäftsführer

der Demgen Werkzeugbau

GmbH Schwerte, ist mit dem Bundesverdienstkreuz

ausgezeichnet worden

Gewürdigt wurde besonders sein berufsständisches

Engagement. 2 Essen:

Schneller surfen Insgesamt 45.000 Glasfaserhausanschlüsse

will die neu gegründete

essen.net GmbH in Essen verlegen

lassen Damit sollen die künftigen Nutzer

50fach höhere Geschwindigkeiten im Netz

erreichen können als mit den bisherigen

DSL-Anschlüssen Bis 2016 will das Unternehmen

insgesamt rund 50 Millionen Euro

in den Ausbau der Infrastruktur investieren.

3 Hagen: Bahn frei Nach siebenjähriger

Bauzeit hat er Landesbetrieb Straßen.NRW

die Erweiterung der Autobahn

A 1 zwischen dem Autobahnkreuz Westhofen

und der Anschlusstelle Hagen-Nord

freigegeben. Das 5,6 Kilometer lange

Teilstück wurde sechsstreifig ausgebaut.

Fast 140 Millionen Euro wurden vom Bund

in die Ausbauarbeiten gesteckt. 4 Waltrop:

Website vergoldet Das Waltroper

Unternehmen Manufactum hat eine der

besten deutschsprachigen barrierefreien

Websites. Das Online-Angebot des

Warenhauses erhielt dafür im diesjährigen

Wettbewerb BIENE („Barrierefreies

Internet eröffnet neue Einsichten“) der

Aktion Mensch und der Stiftung Digitale

Chancen die einzige Auszeichnung

in Gold. 5 Dorsten/Marl: Grüne Energie

Im interkommunalen Industriepark

Dorsten-Marl wird eine Großbiogasanlage.

Aus rund 315 Tonnen nachwachsenden

Rohstoffen und Wirtschaftsdünger sollen

hier pro Tag 32.000 Normkubikmeter

Biogas produziert und in das Erdgasnetz

eingespeist werden. Rund 6.000 Haushalte

können so versorgt werden. Verbrannt

werden hier beispielsweise Maissilage,

Hühnertrockenkot und Energiegetreide.

6 Essen: Neue Repräsentanz Die b2d-

Businessmesse für regionale Unternehmenskontakte

eröffnet im Januar 2010 ein

neues Büro in Essen. Ziel ist es, für die

b2d-Messen an Rhein und Ruhr noch mehr

Präsenz zu zeigen. Verantwortlich für das

Büro werden Stefan Schwarzer und Malte

Theuerkauf sein.


34

Metropole Ruhr Menschen und Ereignisse

Standort Innovation

1 Hagen: Super-Zwieback Die Brandt

Zwieback-Schokoladen GmbH ist als

eine der herausragendsten deutschen

Marken mit dem „Superbrand Award

2009“ ausgezeichnet worden. Bewertet

wurden Markendominanz, Kundenbindung,

Goodwill, Langlebigkeit und

gesamte Markenakzeptanz. Die Auszeichnung

wird regelmäßig von der

weltweiten Organisation Superbrands

vergeben. 2 Dorsten: Freundliche

übernahme Die Lübecker Possehl-

Gruppe hat die Euroquarz GmbH und

ihre Tochtergesellschaften übernommen.

Euroquarz ist ein führender Anbieter

von Quarzkiesen. Mit der Übernahme

will Possehl seinen Geschäftsbereich

Bauleistungen verstärken. In diesem

Geschäftsbereich wird Euroquarz als

eigenständige Sparte weitergeführt.

3 Oberhausen: Lieber Ruhrgebiet

Der taiwanesische Elektronik-Hersteller

BenQ hat seine Deutschlandzentrale von

Hamburg nach Oberhausen verlegt. Der

Standortwechsel sei strategisch bedingt

und liege in erster Linie in der Neuausrichtung

der Europa-Regionen des Unternehmens

begründet, hieß es. Für

Oberhausen spreche unter anderem die

Nähe zur Europazentrale in Eindhoven.

4 Bochum/Gelsenkirchen: Geschäft

ausgeweitet Mit „energiehoch3“ haben

die Stadtwerke Bochum und die Gelsenwasser

AG ein Tochterunternehmen

gegründet, das als erste kommunal geführte

Firma deutschlandweit Erdgas

verkauft. Nach dem NRW-weiten Verkauf

startete nun der bundesweite Vertrieb.

5 Essen: Wechsel im Vorstand Stefan

Middendorf ist neuer Vorsitzender der

Geschäftsführung der Bitmarck-Gruppe.

Er löst Gernot Kiefer ab. Middendorf will

in seiner neuen Position die vertrieblichen

Aktivitäten von Bitmarck stärken.

6 Herten/Gelsenkirchen: Zusammenarbeit

Gelsenkirchen und Herten

wollen das Gelände des ehemaligen

Bergwerks Lippe gemeinsam vermarkten.

Dazu wurde ein städteübergreifende

Projektbüro eröffnet. Ziel ist es,

Arbeitsplätze zu schaffen und hohe städtebauliche

und ökologische Standards

umzusetzen.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

am Balkon

Große Freude in Mülheim an der Ruhr: Manfred Richard,

Chef der Manfred Richard Dachbau GmbH, ist Gewinner

des „Förderpreis Handwerk/Handel“.

Manfred Richard hatte mit Unterstützung seines

Sohnes Jens Peter, des Statikers Otto Nolte

und des Metallbauers Christian Seeger ein System

entwickelt, mit dem ein Balkon ohne allzu großen

technischen Aufwand verbreitert werden kann, die

sogenannte „Stützenfreie Balkonverbreiterung“.

Dadurch wird die Nutzbarkeit des Balkons deutlich

erhöht und der Marktwert der Immobilie gesteigert.

Inzwischen ist das System patentiert, und

Gebrauchsmusterschutz ist erteilt. Seine Idee ging

der Preisträger professionell an und analysierte zunächst

den Wohnungsmarkt. Richard: „Der Bestand

an Wohnhäusern in unserer Region besteht zu 80 Prozent aus Gebäuden, die vor

1980 erbaut wurden. Balkone an diesen Häusern sind, wenn überhaupt vorhanden,

häufig sehr schmal und entsprechen nicht mehr den heutigen Wohnansprüchen.“

Volksbank-Chef Hans Weber erklärte den Hintergrund des von der Volksbank

Rhein-Ruhr Stiftung vergebenen, mit 10.000 Euro dotierten Förderpreises: „Damit

wollen wir die mittelständischen Unternehmen ermutigen, Ungewöhnliches zu

denken und zu leben.“ Bei der Jury gingen Bewerbungen um den Förderpreis mit

ganz unterschiedlichen Ansätzen und Projekten ein. Weber: „Imponiert hat der

Jury, dass ein mittelständischer Unternehmer sich nicht in die Reihe der Reichsbedenkenträger

und Jammerer in unserem Lande – übrigens oftmals Jammerern

auf einem hohen Niveau – einreihte und nur das Negative beklagte, sondern sich

Gedanken machte und die Zukunft gestaltete.“ MG

Weltheimat

Unternehmen aus der Metropole Ruhr auf globalen Märkten

Auf nach Trinidad und Tobago

Manfred Richard

und Hans Weber (r.)

Um Projekte in der Karibik und Lateinamerika künftig noch besser betreuen zu

können, hat die Essener Ferrostaal AG eine Tochter in Trinidad & Tobago gegründet.

Unter Leitung von Howard R. Barnes soll die Ferrostaal Trinidad Ltd. weitere Aktivitäten

des weltweit tätigen Anbieters von Industriedienstleistungen im Anlagenund

Maschinenbau in Mittelamerika vorantreiben. Ferrostaal ist bereits seit etwa

25 Jahren in der Region tätig und hat als Generalunternehmer und Mit-Investor

bereits sieben Methanol- und Ammoniak-Projekte erfolgreich realisiert. Da rüber

hinaus hat der Essener Konzern seine Aktivitäten vor der Küste von Venezuela auf

den Energiesektor ausgeweitet. Für die Trinidad Generation Unlimited (TGU) in La

Brea errichtet die Ferrostaal-Tochter derzeit ein umweltfreundliches, energieeffizientes

Kraftwerk, mit dessen Kapazitäten die Stromversorgung des Landes um circa

50 Prozent gesteigert werden soll.


Menschen und Ereignisse

Gute Nachrichten:

Es gibt Geld

Insgesamt 76 Millionen Euro werden im Rahmen des Projektes

„Wachstum für Bochum“ für die Stadt zur Verfügung gestellt. Doch

auch die Nachbarkommunen sollen von der Initiative profitieren.

Das Programm „Wachstum für Bochum“ war von dem Unternehmen Nokia, der

NRW-Landesregierung sowie der Stadt und der Region Bochum einst initiiert

worden, um nach der Schließung des Nokia-Werks im Januar 2008 den Strukturwandel

in der Region zu fördern. Jetzt stehen rund 39 Millionen Euro für 16 bisher bewilligte

Projekte in der Region zur Verfügung. Weitere 14 Projekte mit einem Fördervolumen

von rund 37 Millionen Euro werden in naher Zukunft bewilligt. Damit werden

durch Mittel in Höhe von insgesamt rund 76 Millionen Euro aus dem Programm

„Wachstum für Bochum“ einschließlich der Eigenanteile der Projektträger Gesamtinvestitionen

in Höhe von voraussichtlich 107 Millionen Euro ausgelöst. Schwerpunkt

der Maßnahmen ist das Stadtgebiet Bochum, aber auch die Städte Herne, Herten und

Castrop-Rauxel werden – zum Teil erheblich – davon profitieren. Gefördert werden

vor allem Vorhaben aus den Bereichen Bildung, Energie, Umwelttechnik, Informationstechnologien,

Maschinenbau, Medizintechnik und Infrastruktur.

Nach übereinstimmender Auffassung der Beteiligten wird damit eines der ehrgeizigsten

regionalen Wachstums- und Beschäftigungsprogramme des vergangenen

Jahrzehnts für das mittlere Ruhrgebiet aufgelegt. Ziel ist es, durch einen Innovations-

und Gründungsschub zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

Fachleute des NRW-Wirtschaftsministeriums schätzen, dass durch die aktuellen Projekte

mittelfristig rund 1.400 Menschen in der Region Beschäftigung finden, mit den

weiteren anstehenden Fördervorhaben sollen noch einmal 1.500 Arbeitsverhältnisse

entstehen. „Mit den verschiedenen Hochschulen und den sonstigen wissenschaftlichen

Einrichtungen bietet Bochum den idealen Nährboden, um eine zukunftssichere

Perspektive für die Stadt und die Region zu entwickeln“, resümierte Bochums Oberbürgermeisterin

Ottilie Scholz. MG

Arbeitsplätze

stellen sich vor

Zum „Tag der offenen Betriebe“ lud die

Wirtschaftsförderung von Werne im

November ein. Rund 750 Schülerinnen

und Schüler nutzten das Angebot; zahlreiche

Unternehmen öffneten ihre Pforten,

dazu gab es eine Berufsinformationsausstellung

im Kolpinghaus. Etwa

35 Aussteller, vom Gewerbe- und Handwerksbetrieb

über Dienstleistungsunternehmen,

Gastronomie, Apotheke,

Einzelhandel, Finanzdienstleister, Versicherung,

Werbeagentur, Bildungsträger

bis hin zu kommunalen Einrichtungen

präsentierten sich dort.

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36

Metropole Ruhr Menschen und Ereignisse

Das Gold vor der Haustür

Ran an die Zukunft: In Dortmund informierten im vergangenen November

zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf der JOBtec’09 über Berufsaussichten

im Bereich der Neuen Technologien.

Die Location war ungewöhnlich,

denn die Initiative dortmundproject

hatte ins Dortmunder CineStar

eingeladen. Unter dem Motto „Der

erste Job ist Gold wert“ stellten Hochschulen,

Unternehmen und Institutionen

die zahlreichen beruflichen Perspektiven

vor, die Branchen wie Informationstechnologien,

Mikrotechnik, Produktionswirtschaft

und Logistik zu bieten haben.

Der Clou: In Talkrunden berichteten Auszubildende

und Studierende gemeinsam

mit Ausbildern und Hochschullehrern

von ihren Erfahrungen und gaben Tipps

aus der Praxis. Eine Berufswahlexpertin

bot zudem Hilfestellung rund um

die ersten Schritte in den Job und prüfte

mitgebrachte Bewerbungsmappen. Mit

Der Vestische Unternehmenspreis

wird alljährlich von der Wirtschaftsvereinigung

Vest, der

Fachhochschule Gelsenkirchen, dem

Wirtschaftsförderernetzwerk der Emscher-Lippe-Region

und der Sparkasse

Vest verliehen. Er honoriert neben unternehmerischen

Leistungen vor allem das

Engagement für die Region. „Solche Unternehmerpersönlichkeiten

braucht das

Ruhrgebiet“, betonte Laudator Christian

Stratmann, Prinzipal des „Mondpalast

von Wanne-Eickel“ und Gründer des „Revue-Theaters

Ruhr“, bei der Preisverleihung.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte

der Firma „Pflege-Einrichtungen Kirsch“

1996 mit der Eröffnung des Wohn- und

Pflegezentrums Gertrudenau in Herten-

Scherlebeck. Heute gehören vier statio-

insgesamt 58 Ausstellern nutzten mehr

Unternehmen, Hochschulen und Institutionen

als in den vergangenen Jahren

die Gelegenheit, sich den potentiellen

Nachwuchsfachkräften zu präsentieren –

von A wie AOK Westfalen-Lippe über die

Fachhochschule Dortmund und die Technische

Universität Dortmund bis X wie

Xpand Deutschland GmbH. „Die JOBtec

bietet Hintergrundwissen rund um Studium

und Ausbildung und ganz konkrete

Einblicke in die alltägliche Praxis“, so Udo

Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Dortmund, der die Messe gemeinsam

mit Stefan Kulozik, Geschäftsführer

der Agentur für Arbeit Dortmund,

eröffnete. „Nicht zuletzt das macht ihr

Erfolgsrezept aus.“

Mehr solche Vorbilder

näre Pflegezentren in Herten, Recklinghausen

und Marl sowieso ein ambulanter,

mobiler Pflegedienst zu Kirsch. Das Unternehmen

beschäftigt 435 Mitarbeiter.

LOXX wiederum wurde als Beispiel für

einen gelungenen Strukturwandel im

Ruhrgebiet gelobt. Das Logistikzentrum

von LOXX befindet sich in Gelsenkirchen

auf dem ehemaligen Gelände der Zeche

Graf Bismarck. „Dort, wo ehemals Bergleute

Steinkohle aus der Erde förderten,

befindet sich heute ein modernes Unternehmen,

das über 200 bergbauunabhängige

Arbeitsplätze schafft und mit

seinen Umweltprojekten – Photovoltaikanlage

und Regenwassereinleitung in die

Emscher – dazu beiträgt, eine naturnah

gestaltete und lebenswerte Region zu

schaffen“, hieß es.

Neue und bewährte Technologien

zum Anfassen: Auf der JOBtec

trafen Unternehmer potentielle

Fachkräfte von morgen

Bei der sechsten Verleihung des Vestischen Unternehmenspreises wurden gleich zwei

Unternehmen ausgezeichnet: die Hertener Pflegeeinrichtung Kirsch und die LOXX Holding

GmbH aus Gelsenkirchen.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Große Freude über die Auszeichnung

(v. l.): Magnus Kirsch, Sohn von Ralf

Kirsch, dem Inhaber der Pflege-Einrichtungen

Kirsch, Alexander Brockt,

Geschäftsführer der LOXX Holding

GmbH, der Gelsenkirchener Stadtrat

Joachim Hampe und Laudator Christian

Stratmann

Foto: WMG


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38

Metropole Ruhr Menschen und Ereignisse

Zur Sprache

gebracht

Wie wichtig Sprache ist, um sich in einem

Land zu integrieren und Potenzial für den

späteren Beruf zu entwickeln, erfuhren

elf Kinder aus zehn Ländern bei ihrem

Besuch in der Filiale von Lingua-World in

Essen. Verdeutlicht wurde dies vor allem

beim Wettbewerb „Telefon-Online-Faxbrücke“,

in dem es um Textübersetzungen,

Telefongespräche mit Dolmetschern

und das Übertragen von alltäglichen Begriffen

ins Englische ging. Hauptgewinn

war ein elektronischer Dolmetscher. „Wir

wollten eine Brücke zu einem Berufsfeld

schlagen, dass die Kinder mit Migrationshintergrund

für sich noch nicht als

Potenzial erkannt haben“ erklärte Nelly

Kostadinova (r.) Geschäftsführerin und

Gründerin von Lingua-World.

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Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Gewinn statt Krise

Das Dortmunder

Finanzdienstleistungsinstitut

apano hat die Auszeichnung

„Entrepreneur des Jahres –

Finalist 2009“ erhalten. Der

Grund: Erfolg auf dem deutschen

Hedgefondsmarkt.

Unternehmerische Leistung im

Mittelstand gründet auf visionären

Denkern und tatkräftigen

Machern. Unter dieser Prämisse läuft der

Wettbewerb zum „Entrepreneur des Jahres“,

der jährlich von Ernst & Young ausgerichtet

wird. Zum Finalisten wurde in

diesem Jahr das Finanzdienstleistungsinstitut

apano gekürt. Das Unternehmen

hatte zuvor neben hunderten anderen

Unternehmen ein mehrstufiges Auswahlverfahren

durchlaufen. Vor allem überzeugte

die Tatkraft des Managements,

mit der es gelang, eine führende Rolle auf

dem deutschen Hedgefondsmarkt einzunehmen.

Dabei stand Anfang der 90er

Richtig gut aufgetischt

Jahre für Kathrin Nordhues, Detlev Reichert

und Markus Sievers als geschäftsführende

Gesellschafter von apano eine

Vision: Sie wollten einen Weg fernab traditioneller

Investments eingeschlagen

und Privatkunden mit Hedgefonds eine

andere Art der Geldanlage anzubieten.

Diese Vision hat sich für viele Investoren

ausgezahlt hat: Mit 164 Millionen Euro

hatte apano im Krisenjahr 2008 das beste

Vertriebsergebnis in der Firmengeschichte

erzielt. Die Siegestrophähe wurde den

Geehrten von Lothar Späth überreicht,

dem ehemaligen Ministerpräsidenten

von Baden-Württemberg und zuletzt Senior

Advisor bei Merrill Lynch.

Die Wielandstuben in Hamm haben erneut den Westfälischen Gastronomiepreis

gewonnen. Restaurantleiter Hermann Oberle, Inhaber Jürgen Faßbender

und Küchenchef Daniel Voss (v. l.) ließen 151 Konkurrenten hinter sich.


Zur Freiheit,

Geschäfts-

brüder!

Wie kann unternehmerische Freiheit – die

Basis jeder Marktwirtschaft – in unserem

Land erzielt werden? Was hemmt sie? Und wo

sind die sinnvollen Begrenzungen der Freiheit,

um Normen des Gesellschaftsfriedens, des

Umweltschutzes und der Arbeitnehmerrechte

zu sichern? Ihre Meinung ist gefragt.

Denn seine kommende Ausgabe stellt das Wirtschaftsblatt

unter das Thema „Freiheit“. Nicht erst seit der Wirt-

schafts- und Finanzkrise ist die Diskussion um die Frei-

heit und ihre Begrenzungen im globalen Kontext entflammt.

Auch vorher bereits fühlten sich Unternehmer auf der einen Seite

durch vielfältige bürokratische und rechtliche Hürden gehemmt,

und auf der anderen Seite andere Interessengruppen durch vermeintlich

schrankenlose Willkür der Wirtschaft alarmiert.

Wir wollen wissen:

· Glauben Sie, dass unsere freie Marktwirtschaft bedroht ist?

· Fühlen Sie sich in Ihrer unternehmerischen Freiheit begrenzt?

Wenn ja, wie?

· Oder sehen Sie Felder, auf denen es zu mehr staatlicher Regulierung

kommen müsste?

· Was bedeutet Ihnen Freiheit?

Wir wollen daneben auch ganz konkret und pragmatisch das

Thema Freiheit in geschäftlicher Hinsicht aufgreifen: Welche

Produkte und Dienstleistungen schaffen dem Unternehmer

mehr Freiheiten, um sich auf sein wesentliches Kerngeschäft

zu fokussieren? Wir suchen Beispiele, von der „Beinfreiheit“ für

Flugreisen bis zur „Vertragsfreiheit“ durch Juristen, von „Steuerbefreiung“

durch Wirtschaftsprüfer bis zur „Wahlfreiheit“ für

individualisierte Produkte.

· Bieten Sie solche Lösungen an?

· Welche Freiheiten verschaffen Sie Ihren Kunden?

Schreiben Sie uns, oder senden Sie uns eine Mail. Oder notieren

Sie einfach hier ganz spontan Ihre stichpunktartigen Gedanken

und faxen Sie uns dieses Blatt zurück.

redaktion@wirtschaftsblatt.de

Menschen und Ereignisse 39

Rückfax an: 0211 / 3 11 20 60-10

Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft

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Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


40

Metropole Ruhr metropoleruhr GmbH

Die Metropole Ruhr kann ihrer

Rolle als führender Logistikstandort

in Europa gerecht

werden. So lautet das einhellige

Ergebnis der 2. Fachtagung Mobilität

Ruhr Mitte Dezember in Bochum. Den Status

Quo verifizierte die Wirtschaftsförderung

metropoleruhr bereits 2008 in einer

umfassenden Studie. Noch im selben Jahr

organisierte sie daraufhin mit der Niederrheinischen

Industrie- und Handelskammer

einen zweitägigen Kongress mit

Experten aus dem ganzen Lande, um die

Handlungsparameter abzustecken. Das

gab es noch nie, dass die Industrie- und

Handelskammern sowie der Initiativkreis

Ruhr (IR) und die regionale Wirtschaftsförderung

in dieser Weise kooperieren.

Wir wollten nicht länger nur fordern,

sondern uns aktiv einbringen und selbst

messen lassen“, sind sich IR-Geschäftsführer

Peter Lampe und Hanns-Ludwig

Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

metropoleruhr, über ihren Anspruch

an die Ergebnisse der letztjährigen

Veranstaltung einig.

Voraussetzungen optimieren

Die geografische Lage prädestiniert

die Metropole Ruhr zu Europas führendem

Logistikcluster. 60 Millionen Menschen

sind in drei Stunden Autofahrt

erreichbar. Außerdem kommt dem drittgrößten

Ballungsraum der EU seine polyzentrische

Struktur zugute: Im Gegensatz

zur Île-de-France oder Greater London

verteilt sich das Verkehrsaufkommen auf

53 Städte. Aber „um ihren Stellenwert in

der Öffentlichkeit mit den europäischen

Metropolen messen zu können, ist das

gemeinsame Handeln der Metropolregion

Ruhr unter dem Dach der Wirtschaftsförderung

zwingend erforderlich“, bestätigte

der nordrhein-westfälische Landesminister

für Bauen und Verkehr, Lutz Lienenkämper,

die gemeinsamen Bemühungen

der rund 230 Kongressteilnehmer.

Chancen nutzen

Das logistische Kapital der Region ist

eines der engmaschigsten Verkehrsnetze

Deutschlands – zu Lande, zu Wasser und

in der Luft. Beste Voraussetzungen für ein

Unternehmen wie die Seacon van Eupen

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Sieben

Millionen

gehen auf

die Straße

London, Paris, Moskau – kein vergleichbarer Ballungsraum

in Europa verfügt über eine so dichte Infrastruktur wie die

Metropole Ruhr. Dennoch gehen der hiesigen Wirtschaft

durch überlastete Verkehrswege jährlich dreistellige Millionen-

beträge verloren. Fünf Expertenkreise gehen jetzt dagegen vor.

GmbH. Johan Geurts, Geschäftsführer der

Duisburger Dependance des international

tätigen Logistikers, warnte jedoch eindringlich:

„Produktions- und Absatzmarkt

wird das Ruhrgebiet immer bleiben. Aber

seine Rolle als Drehscheibe zwischen den

Märkten ist in Gefahr.“ Bereits heute fahren

täglich fast sieben Millionen Privatpersonen

über die Straßen der Metropole Ruhr.

Bis 2025 soll diese Zahl um 19 Prozent, der

Güterverkehr sogar um mehr als 70 Prozent

wachsen. Angesichts dieser Schätzungen,

forderte Dr. Herbert Lütkestratkötter Vorstandsvorsitzender

der Hochtief AG und

Schirmherr der IR-Arbeitsgruppe Infrastruktur,

von der Landesregierung einen

Masterplan Logistik. Der Verkehrsentwicklung

müsse frühzeitig Rechnung getragen

werden, mahnte auch Seacon-Manager

Geurts: „Deshalb ist es gut, dass die Probleme

erkannt und angegangen werden.“ In

der Tat hat der Bund zwischen 2003 und

2008 bereits 3,2 Milliarden Euro in den Aus-

bau von 300 Kilometern Autobahn der Region

investiert. Geurts‘ Denkanstoß, mehr

bedinge nicht automatisch eine bessere Infrastruktur,

wurde in den fünf Workshops

am Nachmittag immer wieder aufgegriffen.

Expertenkreis 1

Seehafenhinterlandverkehr

Fast 300 Millionen Euro steckte der

Bund 2008 in die Wasserstraßen der Region.

Trimediale Anschlüsse sollen das Zusammenspiel

mit dem Binnenverkehr optimieren.

Im Fokus: Die Bahnverbindungen.

Der Glückauf-Express zwischen den Häfen

Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund

entlastet die Straßen seit 2008 bereits um

bis zu 16.000 LKW pro Jahr. Lutz Lienenkämper

will in Kürze eine neue Ini tiative

zum Ausbau der Betuwe-Linie zwischen

der niederländischen Grenze über Oberhausen

bis nach Süddeutschland starten;

über die Modernisierung des „Eisernen


Infoservice des Kreises (Anzeige)

Unter großer Beteiligung wurden in Bochum

zukunftsträchtige Konzepte entwickelt

Rheins“ von Duisburg nach Antwerpen ver-

handelt die Politik noch.

Expertenkreis 2 ∙ ÖPNV

Der Rhein-Ruhr-Express RRX soll die

wichtigsten Städte der Region im 15-Minu-

ten-Takt verbinden. Von Köln über Düssel-

dorf, Duisburg und Essen geht die Haupt-

strecke bis Dortmund. Damit nicht andere

Trassen beeinträchtigt werden, sollen ab

2011 umfangreiche Neubaumaßnahmen

beginnen. Die Kosten übernimmt weitgehend

der Bund. Die Gesamtinvestitionen

in den Schienenverkehr in der und um die

Metropole Ruhr belaufen sich auf mehr als

3,4 Milliarden Euro.

Expertenkreis 3

Verkehrsmanagement/-planung

Für flüssigen Individualverkehr in und

um die 53 Städte will der Ruhrpilot sor-

gen. Das Online-Informationssystem

informiert schon heute Reisende und

Spediteure über aktuelle Staus, Baustellen

und Umleitungen. Dabei kann das System

den Verkehr gezielt steuern, indem

es Alternativrouten und Umsteigemöglichkeiten

angibt.

Expertenkreis 4 ∙ E-Mobilität

Brennstoffzelle oder Hybrid? „Es gibt

kein entweder-oder“, stimmten Rittmar

von Helmolt von der Adam Opel GmbH

und Constantinos Sourkounis, Professor

für Energietechnik der Ruhr-Universität

Bochum, überein. In Bochum fährt

bereits seit Anfang 2008 ein zweigliedriger

Hybrid-Bus auf der Linie 345.

Herten und Bottrop setzen zwei Brennstoffzellen-Busse

im Linienverkehr ein.

RWE sieht in der Metropole Ruhr das

Zentrum der E-Mobilität und hat hier

bereits 60 Stromzapfsäulen installiert.

metropoleruhr GmbH

Unterwegs zu neuen Lösungen: NRW-Verkehrsminister

Lutz Lienenkämper und Hanns-Ludwig Brauser (v. l.)

Schon ist in der Region vom Hybrid-

Highway Ruhr die Rede.

Expertenkreis 5

Fahrrad-Mobilität

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher

Städte, Gemeinden und

Kreise der Metropole Ruhr zählt heute

bereits an die 20 Mitglieder – allen voran

Dortmund mit 560 Kilometern Radweg.

Im Workshop mit Franz Linder von der

P.3 Agentur für Kommunikation und Mobilität

kamen die Anwesenden überein:

Umdenken müssen nicht die Leute. Den

Politikern muss klar werden, wie kostengünstig

und effizient die Infrastruktur für

das zweitbeliebteste Verkehrsmittel ist.

Wirtschaftsförderung

metropoleruhr GmbH

Tel.: 0208/30 55 29-45

info@wfgmetropoleruhr.de

41

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


42

Metropole Ruhr Essen

Die Gewerbeflächen in Essen

Zentralität und Qualität – das sind nur zwei der wesentlichen Eigenschaften, mit denen industriellgewerblich

genutzte Gebiete in Essen aufwarten können. Der Standort Essen bietet durch seine

geografische Lage beste Voraussetzungen für gewerbliche Ansiedlungen.

In der geografischen Mitte des Ruhr-

gebiets – einem Ballungsraum mit

5,3 Millionen Menschen – gelegen, ist

von Essen der problemlose Zugriff auf ein

riesiges Kunden-, Absatz- und Arbeitskräftepotential

gewährleistet. Auch die

Verkehrsinfrastruktur ist ausgezeichnet:

Ob mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem

Auto, Essen ist schnell und einfach erreichbar.

Für unterschiedliche Nutzungen und

Anforderungen stehen in Essen geeignete

Grundstücke zur Verfügung. Das Spektrum

der angebotenen Gewerbeflächen

reicht vom Industriegebiet mit Gleis- und

Hafenanschluss und der Möglichkeit zum

24-h-Betrieb bis hin zum Gewerbepark

mit städtebaulichem Gestaltungsanspruch

wie zum Beispiel dem M1 Gewerbepark.

Dabei ist der M1 Gewerbepark ein

Beispiel für den Erfolg eines PPP-Models.

Das Unternehmen ProEss Projektentwicklungsgesellschaft

Essen mbH, ein Gemeinschaftsunternehmen

der EWG – Essener

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

mbH und der Sparkasse Essen, entwickelt

und vermarktet diesen Gewerbepark,

während andere Gewerbeflächen wie das

Gewerbegebiet Kleine Ruhrau / Horster

Straße und Teile des Gewerbegebiets Mathias

Stinnes in privater Hand sind.

Insgesamt kann Essen mit rund 95 Hektar

kurz-, mittel- und langfristig verfügbaren

Gewerbeflächen aufwarten, von denen

hier eine kleine Auswahl gezeigt wird.

EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft

mbH

Gewerbeparks Carnaperhof und

Graf Beust:

Peter Kuhlmann ∙ Tel.: 0201 / 8 20 24-25

Gewerbepark econova:

Dieter Flick ∙ Tel.: 0201 / 8 20 24-12

Gewerbepark Ludwig:

Klaudius Probierz ∙ Tel.: 0201 / 8 20 24-23

Gewerbepark M1:

Peter Czuia ∙ Tel.: 0201 / 8 20 24-27

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Gewerbepark

Carnaperhof I.

und II.

· Lage: Essen-Karnap, Arenbergstraße

· Gesamtgröße: circa 9 Hektar

· verfügbare Fläche:

Fläche 1, circa 7 Hektar

Nettogewerbefläche

Fläche 2, circa 1,5 Hektar

Nettogewerbefläche

· Grundstücksgrößen:

Fläche 1, circa 1.000 Quadratmeter

bis circa 8.000 Quadratmeter

(flexibel aufteilbar)

Fläche 2, circa 7.500 Quadratmeter

bis circa 15.000 Quadratmeter

· Verfügbarkeit:

Fläche 1 sofort, Fläche 2 ab 2010

· Verkehrsanbindung:

Autobahn A 42: circa 1,5 Kilometer

ÖPNV: Bus-Haltepunkt am

Gebietseingang

U-Bahn-Haltepunkt: 1 Kilometer

· Besonderheit: Gewerbeflächen

im Essener Norden, es wird ein

Nutzungsmix aus Produktion,

Handwerk, Logistik, Handel und

Verwaltung unter Einschluss von

Gastronomie sowie eines Hotels

angestrebt, Grünflächen

(Grünanlagen mit Modellcharakter)

· Ansässige Unternehmen: Hako-

Werke GmbH, Multicar

Foto: Peter Wieler, Essen Marketing GmbH

Gewerbepark

econova

· Lage: Essen-Bergeborbeck,

Econova-Allee / Emscherbruchallee /

Am Stadthafen

· Gesamtgröße: circa 152 Hektar

Bruttogesamtfläche

· verfügbare Fläche: circa 50.000

Quadratmeter (GI- und GE-Flächen)

· Grundstücksgrößen:

circa 2.500 Quadratmeter bis

circa 35.000 Quadratmeter

· Verfügbarkeit: sofort

· Verkehrsanbindung:

Autobahn A 42: circa 1,6 Kilometer

ÖPNV: Bus-Haltepunkte in

unmittelbarer Nähe

Hafen: 200 Meter (Stadthafen)

· Besonderheit:

Industrie- und Gewerbeareal im

Essener Norden. Zahlreiche namhafte

Unternehmen unterschiedlicher

Branchen – angefangen vom produzierenden

Gewerbe bis zum Logistiker.

Econova eignet sich sowohl

für großflächige Produktions- und

Logistikunternehmen als auch für

Dienstleister und Kleinunternehmen.

· Ansässige Unternehmen:

zum Beispiel TRIMET ALUMINIUM

AG, Harmuth Entsorgung GmbH,

optek-Danulat GmbH, Andrew GmbH,

Ralf Teichmann GmbH, Hornbach

Foto: Peter Wieler, Essen Marketing GmbH


Infoservice der Stadt (Anzeige)

Gewerbepark

Ludwig

· Lage: Essen-Bergerhausen

Schürmannstraße, Max-Keith-

Straße, Kaninenberghöhe

· Gesamtgröße: circa 30 Hektar

Bruttogesamtfläche

· verfügbare Fläche: circa 0,7 Hektar

Nettogewerbefläche

· Grundstücksgrößen:

circa 1.500 Quadratmeter bis circa

7.000 Quadratmeter

· Verfügbarkeit: sofort

· Verkehrsanbindung:

Autobahn A 52: 1 Kilometer

ÖPNV: 2 Bushaltepunkte in

unmittelbarer Nähe, Tram-Haltestelle:

Direkt am Gewerbepark, S-Bahn:

in unmittelbarer Nähe (Bahnhof)

· Besonderheit: Hohe Nachfrage auf-

grund der ausgezeichneten Lage und

des knappen Angebots unbebauter

Grundstücke im Essener Süden,

Nutzungsmix aus nicht störendem

Gewerbe, Dienstleistungen, insbesondere

der Kreativwirtschaft

· Ansiedlungen: zum Beispiel

Fotostudio FANK GmbH, McFit Essen-

Bergerhausen GmbH & Co. KG, TAS

Emotional Marketing GmbH, Jugendhilfe

Essen gGmbH, Marx Werbeagentur

GmbH, DREKOPF Recyclingzentrum

Essen gGmbH

Foto: EWG

Gewerbepark

Graf Beust

· Lage: Essen-Ostviertel,

Graf-Beust-Allee

· Gesamtgröße: circa 5 Hektar

Bruttofläche des neu erschlossenen

Gebietes

· verfügbare Fläche: circa 1,4 Hektar

Nettogewerbefläche

· Grundstücksgrößen: circa 1.500

Quadratmeter bis circa 6.000

Quadratmeter (flexibel aufteilbar)

· Verfügbarkeit: sofort

· Verkehrsanbindung:

Autobahn A 40: 2,5 Kilometer,

Autobahn A 42: 6 Kilometer,

Autobahn A 52: 3 Kilometer

ÖPNV: Straßenbahn-Haltepunkt

am Gebietseingang

· Besonderheit: nordöstlich der

Essener Innenstadt, Gewerbeflächen,

Beispiel für die Umstrukturierung

einer ehemals industriell

genutzten Fläche zu einem hochwertigen

citynahen Gewerbepark

· Ansiedlungen: zum Beispiel

Cornelsen Umwelttechnologie

GmbH, Knauf Interfer SE,

Wilhelmi Schrauben GmbH & Co.

KG, Peters Farbengroßhandel,

GSE Gesellschaft für soziale

Dienstleistungen mbH,

Kletterzentrum Neoliet (in Kürze)

Foto: Architekturbüro Otte, Sundern Foto: Architekturbüro Otte, Sundern

M1 Gewerbepark

Essen

· Lage: Essen-Altenessen-Süd

Am Lichtbogen / Bottroper Straße

· Gesamtgröße: circa 13,5 Hektar

Nettogewerbefläche

· verfügbare Fläche: circa 0,73 Hektar

Grundstücksfläche für Büroobjekte

· Grundstücksgrößen: circa 2.500 Quad-

ratmeter bis circa 7.350 Quadratmeter

· Verfügbarkeit: sofort

Essen

43

· Verkehrsanbindung:

Autobahn A 40: 3,5 Kilometer

Autobahn A 42: 4,5 Kilometer

Autobahn A 52: 6 Kilometer

ÖPNV: U-Bahn-Haltepunkt in unmittelbarer

Nähe, Bus-Haltepunkte am

und innerhalb des Gewerbeparks

· Besonderheit: Lage am nördlichen

Cityrand, hochwertige Gewerbeflächen

für Dienstleistung, Handel,

Handwerk und Produktion, Gastronomie,

ein Hotel, grünes Umfeld:

7 Hektar angrenzende Waldflächen,

1,8 Hektar Grünanlagen, Fußund

Radwege

· Ansiedlungen: rund 100 Firmen

mit circa 2.000 Arbeitsplätzen: zum

Beispiel Techem Messtechnik KG,

LOI Thermprocess GmbH, Brückner

Grundbau GmbH, Sanitätshaus

Luttermann GmbH & Co. KG, Peter

Backwaren OHG, www.m1-essen.de

Foto: EWG

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


44

Metropole Ruhr Herten

Ewald und

der Blaue Turm

24,6 Millionen Euro ist den Investoren die 42 Meter hohe blaue Wasserstoff-Pilotanlage

auf der einstigen Zeche Ewald wert. Für die Stadt Herten ist sie weitaus wertvoller, wie

die rasante Vermarktung des Anwender-Zentrums H2Herten beweist.

Die Metropole Ruhr will weg

von der Kohleförderung, aber

nicht weg von Energieträgern.

„Das Gewerbegebiet auf der

einstigen Zeche Ewald ist Symbol für

den Wandel von alten zu neuen Energie-

Staatssekretär Jens Baganz

bei der Eröffnung des

AnwenderZentrums

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

quellen“, beschreibt Volker Linder, erster

Beigeordneter der Stadt Herten, die ersten

weithin sichtbaren Ergebnisse von

Hertens Strukturwandel. Derzeit werden

mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen

40 Unternehmen und Kommunen

mit innovativen Projekten im Bereich der

Energieeffizienz und der Erneuerbaren

Energien unterstützt. „Dabei sei Herten

einer der aktivsten Standorte und wichtiger

Teil der Gesamtstrategie des Landes.“

Die 64.000 Einwohner zählende Mittelstadt

im Kreis Recklinghausen nimmt

eine Sonderstellung ein: „Das Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum

H2Herten ist

ein sehr prestigeträchtiger Standort“, so

Dr. Andreas Ziolek, Leiter des Netzwerks

Brennstoffzelle und Wasserstoff der EnergieRegion.NRW.

Nach sieben Jahren planungs-

und bautechnischer Vorbereitung

sind auf dem ehemaligen Zechengelände

über 40 Hektar hochwertige Dienstleistungs-,

Gewerbe- und Industrieflächen

entstanden. Auf etwa einem Drittel schlagen

seit Mitte 2008 die angesiedelten Logistiker

rund um die Uhr ihre Waren um.

Die Bestandsgebäude rund um den alten

Förderturm sind bereits zu zwei Drittel

veräußert. 21 Unternehmen mit rund

1.000 Mitarbeitern haben sich auf dem

Zukunftsstandort Ewald inzwischen

angesiedelt. Jetzt entsteht hier mit

dem Anwender-Zentrum H2Herten, einer

großtechnischen Demonstrationsanlage

zur Herstellung von H2-reichem

Produktgas aus Grünschnitt nebst entsprechender

Tankstelle, der Erzeugung

von regenerativem Wasserstoff mittels

Windstromektrolyse, sowie der zentralen

Koordinierungsstelle für die Wartung

und den Service der ersten Testfahrzeuge

des europäischen Leitprojekts HYCHAIN

MINI-TRAN eine europaweit einmalige

Agglomeration.

Zentrum des Wasserstoffs

„Das Anwenderzentrum H2Herten

ist Deutschlands einziges kommunales

Technologiezentrum, das auf die Anforderungen

dieser aufstrebenden Branche

ausgerichtet ist. Hier werden viele Fäden

des nordrhein-westfälischen Wasserstoff-

Clusters zusammenlaufen“, erklärt Hertens

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, womit

seine Stadt auch international reüssieren

will. Schon im Frühjahr dieses Jahres

beginnen hier Entwickler und Anwender,

unter einem Dach an der Nutzung

der Wasserstofftechnologie zu arbeiten.

1.800 Quadratmeter Büro- und 1.200

Quadratmeter Technikraumfläche sind

im ersten Bauabschnitt des Anwenderzentrums

(AWZ) bereits zu drei Viertel

vermietet. Seit Anfang des Jahres fahren

die Umzugswagen vor. Am Eingang findet

man bereits internationale Namen wie

IdaTec aus den USA oder eine Niederlassung

der Alternative Energy International

aus Australien. Beide haben hier ihre

europäischen Vertriebsniederlassungen

sowie Service- und Wartungsstützpunkte.

LiEtec Full Cell Technologies verlegt

Entwicklung und Serienproduktion von

Brennstoffzellen vom Chemiepark Leverkusen

in das AWZ, und mehrere junge


Infoservice der Stadt (Anzeige)

Der Standort im überblick, oben links

Blauer Turm und Anwender-Zentrum

Start-Ups nutzen die Möglichkeit, in klei-

nen Büroeinheiten ihre ersten Schritte zu

wagen „Erweiterungsoptionen bestehen“,

verrät Volker Lindner, Stadtbaurat und

erster Beigeordneter der Stadt Herten. Sicherheitshalber

hat deshalb auch die RAG

Montan Immobilien, Eigentümer der freien

Gewerbeflächen, weitere zehn Hektar für

die Ansiedlung von Unternehmen aus dem

Bereich „Neue Energien“ reserviert. Mit

großem Eigeninteresse verfolgt man aber

auch im Blauen Turm die Fortschritte im

AWZ. Im Frühjahr 2009 hat die Blue Tower

GmbH, ein Unternehmen der Solar Millennium

Gruppe, mit der Errichtung einer

großtechnischen Demonstrationsanlage

begonnen. Mit einem Investitionsvolumen

von rund 24,6 Millionen Euro entsteht dieses

Anlage direkt gegenüber dem AWZ.

Schnelle Expansion

In der 42 Meter hohen Produktionsstätte

soll ab Mitte 2010 aus Straßenbegleitgrün,

Verwaltungsdeutsch für

Grünschnitt und Laub aus öffentlichen

Grünflächen, zunächst ein sauberes,

wasserstoffreiches Produktgas, das sogenannte

„Blaue Gas“, hergestellt werden,

das in einem Blockheizkraftwerk zur

Stromerzeugung genutzt wird. Jährlich

37.500 Megawattstunden Strom wären

das Ergebnis von rund 48.000 Tonnen

dieser im Ruhrgebiet überflüssigen Biomasse;

genug, um rund 12.000 und damit

etwa ein Drittel aller Hertener Haushalte

mit Strom zu versorgen. Zusätzlich wird

die Anlage in der ersten Ausbaustufe bis

zu 150 Kubik meter Wasserstoff pro Stun-

de produzieren, der dem benachbarten

AWZ bereitgestellt wird.

Konstante Drehzahlen

Die zweite Pilotanlage auf dem Gelände

integriert ein gewöhnliches Windrad,

will jedoch ein typisches Problem dieser

von der Wetterlage abhängigen Stromerzeugung

lösen. „Wir nutzen die bei starkem

Wind produzierten Überschüsse, um

Wasserstoff per Elektrolyse zu erzeugen.

Der gespeicherte Wasserstoff wird dann

Brennstoffzellen speisen, die wiederum

bei Flaute die Stromversorgung übernehmen“,

erklärt Professor Dr. Karl Klug von

der Fachhochschule Gelsenkirchen die

Technik hinter den Rotorblättern. Die

Experten seines Energieinstituts stehen

dem Hertener Kompetenzzentrum beim

Bau der Windstromelektrolyseanlage mit

Rat und Tat zur Seite. Im Gegenzug verfolgen

die Studenten der Fachhochschule

die Anwendung in der Praxis und forschen

an deren Optimierung. Ziel ist es,

das Anwenderzentrum mit dem Strom

der Anlage unabhängig vom Stromnetz

rund um die Uhr zu versorgen. „Die Idee

an sich ist nicht neu, einzigartig ist aber

ihre Umsetzung in industrieller Größenordnung“,

so Klug. Dem stimmt Bürgermeister

Paetzel gerne zu: „Am Zukunftsstandort

Ewald können wir den gesamten

Prozess der Wasserstofftechnologie – von

der Forschung und Entwicklung über die

Produktion bis hin zur praktischen Anwendung

– abbilden.“

Herten

Anwender-Zentrum H2Herten

Doncaster-Platz 5 ∙ 45699 Herten

Dieter Kwapis ∙ d.kwapis@herten.de

Frank Nosczyk ∙ f.nosczyk@herten.de

www.herten.de

www.wasserstoffstadt.de

Anwender-Zentrum H2Herten

kurz vor der Eröffnung

45

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


46

Markt und Standort

Angebote, die weiterbringen. Leistungen, die überzeugen. Firmen, die man

kennen sollte. Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt.

Zeit für kluge Strategien

Ein altes irisches Sprichwort besagt: „Als Gott die Zeit schuf, hat er genug davon gemacht.” Die

Experten der Vermögensverwaltung der UBS Deutschland wissen das, und deshalb bieten sie ihren

Kunden vor allem eines: die Zeit für individuelle Begleitung, die langfristig Erfolge sichert.

v. l.: Michael Voß, Teamleiter Düsseldorf, mit den Mitgliedern

des Investmentkomitees Klaus Lüpertz und Jürgen

Hölscher (Leiter Niederlassung Bielefeld)

Der Alltag vieler Menschen ist über die Jahre

immer hektischer geworden. Das gilt

auch für das Geschäft der Vermögensverwaltung“,

weiß Uwe Adamla, Leiter der

Niederlassung der UBS in Düsseldorf, zu berichten.

„In den turbulenten Wochen und Monaten der beiden

letzten Jahre hat sich gezeigt, dass vor allem eins

wichtig ist: Zeit für den Kunden.“ Aus der gemeinsamen

Zeit mit dem Kunden erwachse Erkenntnis und

Verständnis für die individuelle Situation jedes Einzelnen.

Erst wenn alle Rahmendaten bekannt sind,

alle Ziele und Wünsche der Mandanten erfragt wurden

und auch das Risikoempfinden beleuchtet worden

ist, beginnt die Arbeit der Portfoliospezialisten.

Dabei geht die Vermögensverwaltung der UBS einen

Schritt weiter als viele Mitbewerber. „Jeder Kunde,

der uns einen siebenstelligen Betrag zur Verwaltung

anvertraut, lernt neben seinem Kundenberater auch

den Manager seines Portfolios persönlich kennen“,

berichtet Adamla. „Diese Portfoliomanager, die bei

uns jeweils vor Ort sitzen, sind erfahrene Seniors.

Die meisten von ihnen haben 20 Jahre und mehr

Erfahrung im Geschäft mit wohlhabenden Kunden

und bieten großes Know-How in der Erstellung maßgeschneiderter

und exklusiver Anlagelösungen. Der

Portfoliomanager kommt auch zu den regelmäßig

stattfindenden Ergebnisgesprächen hinzu.“

Portfolio nach Maß

Die Kombination aus Kundenberater und Portfoliomanager

läuft unter der Bezeichnung PM Spezial,

und hier ist der Name wirklich Programm. „Kein

Portfolio gleicht dem anderen“, erklärt Klaus Lüpertz,


Anzeige UBS Deutschland AG

47

einer der Portfoliomanager der Region.

„Basis all unserer Arbeit ist selbstverständlich

die Einschätzung unserer Kapitalmarktexperten

aus dem Wealth Management

Research. Doch das kann nur

die Ausgangslage auf dem Weg zum Portfolio

sein. Es gilt, die zahlreichen Besonderheiten

jedes einzelnen Kunden zu berücksichtigen,

und letztendlich dann, auf

Basis dieser zahlreichen Komponenten,

die richtigen Portfolios zu bauen. Deshalb

ist es auch für uns als Portfoliomanager

wichtig, unsere Kunden persönlich kennenzulernen

und wahrzunehmen, was

für ein Anlagertyp der jeweilige Kunde

ist.“ In der Auswahl der Wertpapiere haben

die Spezialisten hohe Freiheitsgrade.

„Selbstverständlich sind wir nicht an

hauseigene Produkte gebunden, sondern

suchen für die Bedürfnisse unserer Kunden

das am Markt aus, was am besten

passt“, erklärt Lüpertz. „Bei Fondslösungen

haben wir die Besonderheit, dass wir

unseren Privatkunden schon einmal Zugang

zu exklusiven institutionellen Fonds

einräumen.“ Neben der klassischen, traditionellen

Vermögensverwaltung über

die bekannten Anlageklassen Liquidität,

Aktien oder Renten hinweg bietet PM Spezial

auch einige ausgesuchte Sonderthemen,

beispielsweise eine Vermögensverwaltung

in SRI-Anlagen. SRI steht dabei

für Social Responsible Investments – also

sozial verträglich Anlagen. „Wir haben

hohe Ansprüche an unsere eigenen Anlagelösungen,

und deshalb wollen wir uns

nicht mit zu vielen Themen verzetteln“,

zeigt Lüpertz eine weitere Stärke von PM

Spezial auf.

Eine andere Erfolgskomponente dieser

Vermögensverwaltung ist die Flexibilität.

Auf Zuruf kann der Kunde seinem

Portfoliomanager Restriktionen nennen,

wie: „Bitte reduzieren Sie meine Aktienquote

von 40 auf 30 Prozent.“ Der Wunsch

wird kurz dokumentiert und zeitnah umgesetzt.

Dazu zeichnet sich PM durch ein

hohes Ausmaß an Transparenz aus. Die

Transparenz wird durch mehrere Komponenten

gewährleistet, beispielsweise

durch das nach den Kundenwünschen

gestaltbare Reporting, der Verzicht auf

intransparente, exotische Produkte und

natürlich auch die Möglichkeit jederzeitiger

Gespräche mit dem Kundenberater

und dem Portfoliomanager.

Vermögensverwaltung im

Fondsmantel

Neben dieser hoch spezialisierten

Vermögensverwaltung entwickelt sich

eine andere Mandatslösung, die vergleichsweise

einfach konzipiert ist, mehr

und mehr zur Erfolgsgeschichte. Hinter

der Bezeichnung „UBS Euro Aktiv“ verbirgt

sich eine Vermögensverwaltung in

einem Fondsmantel, welche speziell für

den deutschen Markt entwickelt wurde,

und die es in drei Ausprägungen gibt:

Die Strategie Substanz hat eine Aktienquote

in der Richtgröße um 20 Prozent,

die Strategie Balance erreicht um die 50

Prozent Dividendenpapiere, und in der

Strategie Dynamik liegt der Aktienanteil

bei 75 Prozent. Diese Gewichtungen

sind keine starren Vorgaben, sondern sie

werden sehr aktiv angepasst, das heißt,

die Gewichtung kann — wie das Gewicht

jeder anderen Anlageklasse auch — um

15 Prozentpunkte nach oben oder unten

variiert werden, je nach Marktentwicklung.

Die Entscheider dieser Vermögensverwaltung

sitzen im Local Investment

Comittee, kurz LIC genannt. Das Gremium

rekrutiert sich aus sechs Finanzexperten

aus Portfoliomanagement und

Research und fünf erfahrenen Kundenberatern,

welche die Ausrichtung dieser

Vermögensverwaltung gemeinsam beschließen.

Auch wenn die Vermögensverwaltung

in einer Fondshülle stattfindet,

so ist für den Kunden doch höchste

Transparenz gegeben. Er erhältlich monatlich

eine Aufstellung über sämtliche

Einzelwerte sowie die getätigten Käufe

UBS Deutschland AG

Wealth Management

Niederlassung Dortmund

Niederlassungsleiter Ronald Lüdtke

Westfalendamm 265

44141 Dortmund

Tel.: 0231/584199-200

ronald.luedtke@ubs.com

www.ubs.com/deutschland

und Verkäufe seines Mandates. Zudem

können im Rahmen des aktiven Managements

auch Absicherungsgeschäfte

gegen Kursrückschläge oder Währungsrisiken

getätigt werden. Der Charme der

Fondshülle liegt darin, dass Gewinne, die

beim Verkauf einer Position erzielt werden,

direkt wieder zu 100 Prozent angelegt

werden können. Steuern werden in

der Regel erst bei Verkauf des Fondsanteils

erhoben, soweit es sich bei den Gewinnen

nicht um ausschüttungsgleiche

Erträge handelt, so dass der Investor bis

dahin von einem positiven Stundungseffekt

profitiert. Allerdings hängt die steuerliche

Behandlung von der individuellen

Situation des Anlegers ab und ist daher

veränderbar. Diese Art der Vemögensverwaltung

startet ab einer Größenordnung

von 250.000 Euro.

Leistungen gewürdigt

„Egal ob mit PM Spezial oder Euro Aktiv:

Die Mandatslösungen von UBS setzen

wieder Maßstäbe in der deutschen Vermögensverwaltungslandschaft“,

ist sich

Uwe Adamla sicher. Eine Bestätigung seiner

Aussage kommt von traditionell sehr

kritischen Beobachtern. So erhielt ein Anlagekonzept

von PM Spezial und UBS Euro

Aktiv Ende Oktober im Bankentest von

FOCUS Money und n-tv die Gesamtnote

1,4 für herausragende Leistungen. Darüber

hinaus plazierte sich ein PM Spezial

Portfolio (Risikokategorie: moderat dynamisch)

im firstfive-Ranking, welches neben

dem Ertrag auch das Risiko misst, im

September auf dem dritten Platz.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


48

Markt & Standort Vista Reihenhaus GmbH

S, M, L oder Bungalow?

Attraktive und gleichzeitig günstige Wohnungsangebote nicht nur für junge Familien,

sondern auch für Ältere und Singles bereitzustellen, ist ein Hauptanliegen in jeder

Kommune. Die Lösung: Vista. Denn damit lassen sich so ziemlich alle Wohnwünsche erfüllen.

Buena Vista: Schöner Ausblick auf bedarfsgerechtes Wohnen

Kann man ein Modell wie das Rei-

henhaus, bereits hunderttau-

sendfach bewährt, neu erfinden?

Man kann. Der Beweis sind die Vista Rei-

henhäuser, eine Entwicklung der Mön-

chengladbacher Dornieden Generalbau

GmbH. Drei Jahre lang stellte ein sechsköpfiges

Team alles Gewohnte auf den

Prüfstand. „Wir haben uns gefragt, wie

wir als Wohnungsbauunternehmen auf

den demografischen Wandel zu reagieren

haben und was die verschiedenen

Käufer-Typen heute von einem Eigenheim

erwarten“, erklärt Geschäftsführer

Martin Dornieden.

Das Ergebnis ist die Vista-Philosophie:

hochwertig gebaute, urbane Reihenhäuser

in vier Größen für Singles,

Paare, Senioren oder Familien. Das besondere

Konzept: Alle Häuser basieren

auf einer durchdachten Konstruktion, bei

der viele Bauelemente mit Kostenvorteilen

in Serien gefertigt werden können.

„Dies ermöglicht es uns, Wohnfläche pro

Quadratmeter deutlich günstiger als vergleichbare

Eigentumswohnungen anzubieten“,

so Dornieden. Vista-Häuser gibt

es in Größen von 64 Quadratmetern beim

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

ebenerdigen Bungalow „Vista X“ bis zum

127 Quadratmeter geräumigen „Vista L“.

Dazwischen liegen „Vista S“ mit 86 Quadratmetern

auf zwei Ebenen und „M“ mit

108 Quadratmetern auf drei Ebenen.

Passgenaue Wohngebiete

Je nach gewünschtem Bewohnerprofil

des jeweiligen Baugebiets kombiniert

Vista die Zusammensetzung der

Reihenhaussiedlungen individuell. „So

können wir zum Beispiel auf Wunsch

mehr altersgerechte Bungalows bauen

oder mehr Single- und Paar-Häuser.“

Die Vista Reihenhaus GmbH sieht sich

dabei als Partner der Kommunen, der

durch seine Konzepte aktiv zur Gestaltung

und Verbesserung von Wohngebieten

beiträgt. Die ersten Vista-Projekte

werden 2010 in Wesseling, Gelsenkirchen

und Duisburg bezugsfertig sein.

Die Nachfrage ist über alle Erwartungen

groß, so Dornieden. „Die Kunden sehen,

dass optimiertes Bauen nicht billig bauen

bedeutet.“ Zum Beispiel bei der Wärmeversorgung:

Die Vista-Reihenhäuser

werden durch eine zentrale Wärmever-

sorgung mit umweltfreundlich erzeugter

Wärmeenergie versorgt.

Möbel inklusive

Anzeige

Die Entwickler haben sich nicht nur

Gedanken über Dach, Decken und Wände

gemacht: „Wir wollten zeigen, was mit einer

Wohnfläche von 64 oder 86 Quadratmetern

alles möglich ist. Deshalb haben

wir eine eigene Möbelserie für die Vista-

Häuser entwickelt, die modern, funktional

und hochwertig ist.“ Vom Kinder-

Etagenbett über schicke Einbauschränke

bis zu ausgefeilten Dachlösungen reichen

die Angebote, die als Zusatzausstattung

mit dem Haus erworben werden können.

Trotz des großen Anklangs will sich

Martin Dornieden nicht auf dem Erfolg

ausruhen: „Wir entwickeln Vista ständig

weiter. Es wird noch viele neue Ideen geben“,

verspricht er.

Vista Reihenhaus GmbH

Karstraße 70 ∙ 41068 Mönchengladbach

Tel.: 02161 / 9 30 94-0

info@vista-reihenhaus.de

www.vista-reihenhaus.de


Anzeige brühnovia GmbH & Co. KG

49

Das Kapital im

Baustoff nutzen

Fehlt da nicht etwas? Dafür, dass es eigentlich ein Entsorgungs fachbetrieb

ist, stehen auf dem Werksgelände von brühne in Dortmund viel zu wenig

Containerfahrzeuge. Der Grund: brühnovia. Das Ziel: Waste no money.

Seit dem 1. Januar 2010 stehen die

Mitarbeiter der neu gegründeten

brühnovia GmbH & Co. KG ihren

Kunden mit umfangreichem Fachwissen

rund um die Themen ungebrannte Kalksteinprodukte,

Baustoffe, Entsorgung

und Logistik zur Seite. Der neue Kurs

kommt auch im geänderten Namen der

Firma zum Ausdruck. Dieser setzt sich

aus brühne, Novum und Via zusammen

und beschreibt alle Vertriebsaktivitäten

in der brühnegruppe.

Deren Grundstein wurde 1899 gelegt,

als Karl Brühne das Unternehmen in

Dortmund-Aplerbeck gründete und be-

von links oben: Heinrich Brühne,

Rainer Weichbrodt, Oliver Doerner,

Burkhard Ebeling

reits in den 1930er Jahren mit der Aufbereitung

von Schlacken für den Straßenbau

in die Kreislaufwirtschaft einstieg.

„Der Strukturwandel bedeutet für uns

in erster Linie eine Veränderung der Einstellung“,

erklärt Geschäftsführer Rainer

Weichbrodt die Neuausrichtung. „Die

neue brühnovia fokussiert ihre Aktivitäten

auf eine Ressourcen schonende Stoffstrom-

und Rohstoffwirtschaft.“

Auf Green Economy gesetzt

Mit „Waste no money“ bietet brühnovia

eine Komplettlösung in der Rohstoffwirtschaft

an, die nicht nur auf eine

Optimierung der Absteuerungswege,

sondern auch auf eine Analyse der eingesetzten

Verbrauchsgüter und der anfallenden

Abfallmengen setzt. IT-gestützte

Simulationsmodelle werden dazu ebenso

genutzt wie das Wissen externer Experten

und wissenschaftlicher Institutionen.

„Steigende gesetzliche Auflagen,

ein vermehrtes Umweltbewusstsein

und die zunehmende Verknappung bestimmter

Stoffe erzwingen ein Umdenken.

Wir müssen den Abfall heute von

der anderen Seite, nämlich vom Rohstoff

her, sehen“, so Weichbrodt. Sein Engagement

begann bereits im vergangenen

Herbst, als er zusammen mit den anderen

Brühne-Geschäftsführern Heinrich

Brühne, Oliver Doerner und Burkhard

Ebeling das Netzwerk greencluster ins

Leben rief; eine Kooperation von innovativen

Unternehmen, die Produkte und

Dienstleistungen im Wachstumsmarkt

der Green Economy anbieten.

Wir kennen uns aus

Brühnovia kümmert sich auch um

den Ausbau oder die komplette Übernahme

der Vertriebsaktivitäten von Entsorgungsanlagen

und Betrieben der Steineund

Erdenindustrie. Von der jahrelangen

Erfahrung der Dortmunder als Anlagenbetreiber

können Kunden ebenfalls profitieren:

Als Vertriebs- oder Betriebsgesellschaft

übernimmt man sämtliche

Aktivitäten von der Administration über

das Management bis hin zur Produktion.

Dass die brühnegruppe das Handwerk

des Wissensmanagements hervorragend

beherrscht, belegen zahlreiche Auszeichnungen.

Die Financial Times kürte das

Unternehmen 2003 zum Wissensmanager

des Jahres. Fünf Sterne und damit die

höchste Stufe im Business Excellence bescheinigte

die EFQM (European Foundation

for Quality Management) der brühnegruppe

im Jahr 2008.

brühnovia GmbH & Co. KG

Gernotstr. 6-8

44319 Dortmund

Tel.: 0231/ 2 18 00-0

mail@bruehne.de

www.bruehne.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


Die ganze Welt

des Deutschen

Mittelstands.

Leistungen, die stimmen. Angebote, die weiterbringen.

Partner, denen man vertrauen kann.

Die Firmenreports im Wirtschaftsblatt.


STANDORTMAGAZIN DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS


52

Markt & Standort Versatel AG

Bestzeit auf dem

Daten-Highway

900 Kilometer. Das ist ungefähr so viel wie einmal von Essen nach Rothenburg ob der

Tauber und wieder zurück. Auf der Autobahn dauert so eine Fahrt rund neun Stunden.

Auf der Datenautobahn von Versatel nur 0,003 Sekunden.

Technologische Grundlage für

diese Hochgeschwindigkeitstrips

ist das moderne Glasfasernetz

des Telekommunikationsanbieters

mit Sitz in Düsseldorf.

Das Netz erreicht mit einer Gesamtlänge

von über 38.000 Kilometern nahezu alle

Ballungs- und Wirtschaftszentren innerhalb

Deutschlands. Diese leistungsfähige

Infrastruktur bildet die wichtigste

Grundlage für das Geschäftsmodell von

Versatel: Die Versorgung von Privat- und

Geschäftskunden mit qualitativ hochwertigen

und extrem preisattraktiven

Sprach-, Daten- und Internetdiensten.

Das seit April 2007 an der Frankfurter

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Börse notierte Unternehmen verfügt dabei

über eine mehr als zehnjährige Geschäftserfahrung

und hat die heutige

Anbieterlandschaft maßgeblich mitgestaltet.

Die Versatel AG zählt aktuell zu

den größten Anbietern, die ein eigenes

Netz in Deutschland betreiben.

Gezielt in der Nähe der Kunden

„Dieses Netz, gekoppelt mit modernster

Übertragungs-, Vermittlungs- und

Überwachungstechnik, versetzt uns in

die Lage, Geschäftskunden ein komplettes

Produktportfolio mit eigenständigen

Tarif- und Leistungsmerkmalen

anzubieten“, betont Dr. Hai Cheng, Vertriebsvorstand

der Versatel AG. Das Angebotsspektrum

umfasst neben einer

umfangreichen Palette von Sprach- und

Mehrwertdiensten breitbandige Datenund

Internetprodukte, unter anderem auf

Basis von ADSL, SDSL, Festverbindungen

und Ethernet. Hosting- und Housing-Services

vervollständigen den TK-Warenkorb

des Providers. Nicht zuletzt aufgrund der

einmaligen Entwicklungsgeschichte hat

sich das Unternehmen im Geschäftskundenbereich

seine starke Kundennähe

bis zum heutigen Tage erhalten können.

Hierbei tragen die insgesamt vier

Versatel-Regionen mit Geschäftszentren


in Berlin, Dortmund, Flensburg und Stuttgart

jeweils spezifische Erfahrungen zu

dem kaufmännischen und technischen

Know-how des Business-Sales-Teams bei.

So verfügt beispielsweise das Team

aus dem Westen historisch bedingt über

besonders ausgeprägte Kompetenzen im

Hinblick auf die Realisierung von Firmennetzen

für Großkunden, während

der Standort in Flensburg aufgrund der

strukturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten

in den nördlichen Bundesländern

über einen speziellen Fokus bei

der Versorgung kleiner und mittelständischer

Unternehmen verfügt. Berlin steuert

seine Erfahrung im Hinblick auf die

Versorgung von Unternehmen aus den

Bereichen Media und New Ecconomy bei,

während der Standort Stuttgart seine Expertise

im Finanz- und Bankensektor in

die Salesorganisation einbringt.

Persönliche Betreuung

Im Werben um die Gunst der Geschäftskunden

setzt Versatel allerdings

nicht nur auf Kundennähe, sondern verfolgt

auch einen Multisegment-Ansatz.

Dies bedeutet, dass, angefangen vom gewerblichen

Heimarbeitsplatz über kleine

und mittelständische Unternehmen bis

zum international agierenden Konzern,

sämtliche Kundensegmente mit spezifischen

Produkt- und Betreuungslinien

adressiert werden. Die Akquisition und

Betreuung der großen Kunden sowie der

mittelständischen Unternehmen erfolgt

durch die Teams in den Vertriebsregionen.

Der Vertrieb für kleine mittelständische

Unternehmen ist im bundesweit

einheitlichen SME-Bereich integriert.

„Eine besondere Spezialität ist der Versatel-Partnervertrieb,

der strategische

Partnerschaften unter anderem mit

Systemintegratoren und größeren Systemhäusern

vorantreibt, damit Versatel

ganzheitliche IT- und TK-Leistungen aus

einer Hand anbieten kann“, beschreibt

Dr. Hai Cheng.

Neue spezifische Lösungen

Auf der Basis eigener Infrastruktur

und der einzigartigen Positionierung im

Geschäftskundenmarkt wird Versatel

das Thema Bandbreite weiter forcieren.

Die Köpfe des Business-Sales-Teams der Versatel: Matthias

Damerow, Jürgen Paurat, Soeren Wendler, Armin Frase,

Rolf-Peter Grumbach, Hai Cheng

„Hochverfügbare und leistungs fähige

Datenverbindungen sind die Vorausset-

zung für gegenwärtige und zukünftige

Geschäftsanwendungen wie zum Beispiel

Voice over IP, Cloud Computing oder

SaaS. Darüber hinaus wird Versatel verstärkt

branchenspezifische Lösungen

erabeiten, denn auch bei breitbran digen

Diensten variieren die indivi duellen

Anforderungen der Unternehmen erheb-

lich“, so der Vertriebsvorstand. Was die

Vertriebsregion West

In der Vertriebsregion West mit ihren

Standorten in Dortmund, Essen,

Münster und Wuppertal begann vor

über zehn Jahren der unternehmerische

Erfolg von Versatel. Mehr als 70

Städte, darunter fast alle Ruhrgebiets-

Metropolen, werden durch das engmaschige

Glasfasernetz erreicht. Das

Team West betreut unter anderem das

„Who is Who“ der traditionellen und

neu geschaffenen Unternehmensbranchen

aus Nordrhein-Westfalen, darunter

die Westfälische Provinzial oder

die Sparkassen Informatik GmbH.

Versatel West GmbH

Dr. Hai Cheng

Unterste-Wilms-Straße 29

44143 Dortmund

Tel.: 0231/3 99 44 00

hai.cheng@versatel.de

Versatel AG

Position am Markt mit Sicherheit weiter

stärken wird: Bereits heute ist das Unternehmen,

gemessen am Gesamtumsatz,

der drittgrößte deutsche infrastrukturbasierte

Tele kom munikationsanbieter.

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Versa-

tel einen Umsatz von über 760 Millionen

Euro. Unter der Führung von Vertriebsvorstand

Dr. Hai Cheng trug der Umsatz

im Geschäftskundenvertrieb mehr als 25

Prozent zum Gesamtergebnis der AG bei.

53

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


54

Markt & Standort WM GROUP/WM-Logistik GmbH & Co. KG

Am liebsten

zwischen

den Stühlen

Viele Wege zwischen Hersteller, Händler und Kunde

können sich heute mit dem anspruchsvollsten

Hindernisparcours eines Survival-Trainings messen.

Je komplexer die Prozesse allerdings werden, desto

reizvoller sind sie für die Planer von WM-Logistik.

Die wirkliche Herausforderung

stecke nicht im Transport von

A nach B, sagt Maximilian

Löhr. Der Betriebswirt ist Vertreter

der dritten Unternehmergeneration

in der Bocholter WM GROUP. Ausgebildet

an der Logistikkaderschmiede DAV in

Bremen, ist er seit Mai 2009 geschäftsführender

Gesellschafter der Sparte Logistik

mit mehr als 1.000 Angestellten an sieben

Standorten in Deutschland und Österreich.

„Im Speditionsgewerbe zählt nur

noch schiere Größe, der Wettbewerb wird

fast ausschließlich über den Preis ausgetragen“,

sagt der Manager. Darum haben

die Löhrs 2005 einen mutigen Kurswech-

Auf knapp 200.000 Quadratmeter Fläche

warten Waren auf ihre Abholung

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

sel vollzogen und das angestammte Fuhrgeschäft

der einst als Westmünsterland-

Spedition (WM) firmierenden Gruppe an

den Transportmulti Kühne + Nagel veräußert.

Der Schritt sei Vater und Onkel nicht

leicht gefallen, habe sich aber als absolut

richtig erwiesen.

Wenn Ideen gefragt sind

Seit der Trennung von der Spedition

kann sich WM auf die wirklichen Probleme

der Kunden konzentrieren. „Mit unseren

maßgeschneiderten Logistiklösungen

besetzen wir beim Auftraggeber die Position

des spezialisierten Partners. Durch

Kreativität, Flexibilität und höchste Termintreue

können wir seine Wertschöpfung

erhöhen“, erklärt Erhard Brix, der als

erfahrener Logistikexperte in alle neuen

Projekte eingebunden wird. Rund um das

Thema Warehousing haben die WM-Strategen

eine ganze Palette wichtiger Serviceund

Supportdienstleistungen gruppiert.

Außerdem hat man ausreichend Platz

geschaffen. Knapp 200.000 Quadratmeter

Lagerfläche stehen Maximilian Löhr und

seinem Key Account Manager Erhard Brix

zur Verfügung. Ob beheizt oder unbeheizt,

kurz- oder langfristig, in Blocklagerung

oder im Hochregal – WM-Logistik hat für

jede Ware die passende Raumlösung mit

bedarfsgerechtem Sicherheitskonzept.

Flexibilität ist den Bocholtern besonders

wichtig. Viele ihrer Kunden kommen eben

aus dem Mittelstand. „Wir sind auf kleine,

mittlere und auch große Importeure und

Hersteller eingerichtet“, verspricht Brix.

Als Beleg führt er eine 1.000 Quadratmeter

große Teilfläche im Logistik Centrum

Hamminkeln an. Direkt an der Autobahn

A 3 in der Nähe der Ballungsräume an

Rhein und Ruhr hält er ganzjährig Kapazitäten

für Aktionswaren vor. „Über diese

Fläche können wir innerhalb von Stunden

Sonderverkaufsposten einlagern und für

die Auslieferung an die Discounter vorbereiten.“

Bei der WM GROUP ist man stolz

darauf, nicht nur in Standardsituationen

gut zu sein. Beispiele gefällig? Bei einem

süddeutschen Großbäcker haben die Bocholter

die Logistik übernommen. Mit

eigenen Mitarbeitern sichert WM jetzt

die Versorgung des Filialnetzes mit Brot

Immer wissen, wo sich welcher

Artikel befindet – dank

elektronischer Erfassung


Anzeige WM GROUP/WM-Logistik GmbH & Co. KG

55

und Laugenstangen sowie Teigrohlingen,

die erst vor Ort in den Ofen wandern. In

Westerkappeln-Velpe bei Osnabrück betreibt

man für einen Zigarrenhersteller

den größten Humidor Europas. Bei 18 bis

22 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit

von 68 bis 75 Prozent lagern

hier edle Rauchwaren. Das Team von WM

kümmert sich um alle Export- und Zollformalitäten,

es kommissioniert neue

Lieferungen aus Übersee, baut Vertriebsdisplays

für die unterschiedlichen Points

of Sale und sorgt für deren Bestückung.

Prinzipiell beweglich bleiben

Waren lagern, Lieferungen zusammenstellen,

passende Verpackungen

beschaffen, Etiketten anbringen, sichere

Transporte organisieren, Bestände

betreuen und Komponenten just-in-time

zuliefern immer inklusive des dazugehörigen

After Sales Service – all diese

Leistungen gehören zu den Basiskompetenzen

von WM-Logistik. Die volle Leistungskraft

des Unternehmens zeigt sich

in Extremsituationen. „Als einer unserer

Kunden eine ganze Partie Internet-Router

vom deutschen auf den britischen Markt

umlenken wollte, haben wir die komplette

technische Abwicklung übernommen.

Wir haben eine neue Software aufgespielt,

die Kabel, Adapter und Stecker

ausgetauscht und die Funktionstüchtigkeit

geprüft“, erläutert Maximilian Löhr.

Die Ersparnis für den Kunden war enorm,

denn er brauchte die Ware nicht nach

Asien zurückzuschicken weil er seine

Vermarktungsstrategie geändert hatte.

Für einen US-amerikanischen Kofferhersteller

nimmt WM GROUP schon seit

vielen Jahren Reklamationen entgegen

und repariert oder tauscht wenn möglich

beschädigte Teile aus. „Wir können

unglaublich vielschichtige Randaufgaben

qualitätssicher übernehmen. Guter Service

sorgt bei den Endkunden für höchste

Zufriedenheit“, stellt Key-Accounter Erhard

Brix heraus.

Mittler zwischen virtueller und

realer Welt

Ein wachsendes Geschäftsfeld der

WM GROUP ist die Betreuung von Internethändlern.

Für Powerseller auf einem

Maximilian Löhr, Geschäftsführender Gesellschafter der WM GROUP,

schafft Synergieeffekte auf dem Weg vom Hersteller zum Kunden

Der Hauptsitz der WM GROUP im münsterländischen Bocholt

Marktplatz oder Onlinehändler mit eigenem

Shop übernehmen die Bocholter

alle nachgelagerten Arbeitsschritte. Egal,

wie hoch das Internetvolumen ist, Löhrs

Leute sorgen dafür, dass keine verzögerte

Abwicklung zu negativen Bewertungen

führt. Ergänzt wird die umfassende Versand-Leistung

durch die Übernahme von

Rechnungsstellungen und im Fall der Fälle

die Einbindung eines Inkasso-Systems.

Stark im Verbund

Die WM-Logistik ist Teil der WM

GROUP. Zu ihr gehören heute mehrere

Personal- und Servicedienstleister, IT-

Systemhäuser und Rechenzentren, zwei

Produktionsbetriebe für Türen und Möbelteile

sowie ein regionaler Fernsehsender,

eine Filmproduktion und eine Veranstaltungsagentur.

Trotz europaweiter

Aktivitäten steht die Familie Löhr zum

Standort. Das Stammhaus im Bocholter

Zentrum wurde kürzlich mit Millionenaufwand

modernisiert. Das Verhältnis

zur Heimat ist gut, gemeinsam mit den

Verantwortlichen aus Stadt und Verwaltung

hat man schon viel bewegt. Wie

zum Beweis wurde das Mittelzentrum

im Münsterland im Herbst 2009 vom

Verkehrswirtschaftsverbund Logistik-

Cluster NRW und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

des Landes zum NRW-

Logistikstandort des Jahres gekürt.

WM GROUP/WM-Logistik GmbH & Co. KG

Maximilian Löhr

Schlavenhorst 88a

46395 Bocholt

Tel.: 02871 / 289-303

max.loehr@wm-group.de

www.wm-group.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


56

Markt & Standort AirportPark FMO GmbH

Abheben für globales Business

Auf den ersten 50 Hektar ehe-

maligen Ackerlands haben

Bautrupps die Infrastruktur

für das Flughafen-Gewerbegebiet

fast fertiggestellt. Damit nimmt

für den Geschäftsführer der AirportPark

FMO GmbH, Hans-Jörg Roesmann, und

die Gesellschafter – die Städte Greven

und Münster und der Kreis Steinfurt –

ein Projekt Gestalt an, das schon bald die

gesamte Region buchstäblich beflügeln

soll. „Wichtig ist, dass wir jetzt das Signal

aussenden können: Ready for take off“,

bekräftigt Hans-Jörg Roesmann. An guten

Starteigenschaften mangelt es dem

Standort in einer der wachstumsstärksten

Regionen Deutschlands ganz sicher

nicht: Direkte Anbindung an die Autobahnachsen

in Ost-West- und Nord-Süd-

Richtung, den modernen internationalen

Flughafen Münster/ Osnabrück mit rund

150 wöchentlichen Linienflügen direkt

vor der Türe und eine Region mit etwa

1,6 Millionen Menschen in der Hinterhand:

„Das Münsterland bietet hochqualifizierte

Menschen und dazu jede Menge

Lebensqualität für alle: Familien; Singles,

Ältere“, betont Roesmann.

Technologie und Gesundheit

Mit dem Angebot will man vor allem

Firmen aus Technologiebranchen und

aus der Gesundheitsbranche ansprechen,

die von Standortvorteilen wie Mobilität

und Nähe zu den Hochschulen profitieren

möchten. Zukunftsorientierte und „grüne“

Technologien sollen dabei nicht nur

am Standort entwickelt, sondern auch

angewendet werden: Mit der umweltfreundlichen

Anbindung des AirportPark

FMO an die Fernwärmeversorgung durch

das Biomasseheizkraftwerk am Ladbergener

Hafen steht Unternehmen künftig

nicht nur eine günstige, sondern auch

klimafreundliche Energiequelle zur Verfügung.

Geplant ist ferner, zur Beleuchtung

des Parks von vorneherein die Lichttechnik

der Zukunft einzusetzen: „Wir

setzen auf LED-Technik, zu der bereits

ein Testbetrieb mit verschiedenen Stra-

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Am internationalen Verkehrsflughafen Münster/Osnabrück

haben die Infrastrukturarbeiten für den Ausbau des AirportParks

FMO begonnen. Damit geht einer der verkehrsgünstigsten und

modernsten Gewerbeparks der Region an den Start.

ßenleuchten erfolgreich durchgeführt

wurde“, so Roesmann.

Der Arbeitsplatz von morgen

Erste Nutzungs-Projekte wurden bereits

auf der vergangenen Gewerbeimmobilien-Fachmesse

Expo Real in München

vorgestellt, speziell das architektonische

Projekt D|Vision, ein echter „Leuchtturm“

im AirportPark FMO, in dem man den

optimalen, gesunden und effektiven Arbeitsplatz

der Zukunft schaffen will. Das

D|Vision Center bietet auf einer Nutzfläche

von 6.000 Quadratmetern Büro- und

Labornutzung sowie modernste Konferenz-

und Schulungsmöglichkeiten. Das

nahe gelegene Kompetenzzentrum ist

auf eine Nutzfläche von 7.350 Quadratmetern

ausgelegt und ist ebenfalls so

konzipiert, dass es mit den Anforderun-

Bietet Wachstumsperspektiven

im AirportPark FMO: Hans-Jörg

Roesmann

gen der Nutzer in der Zukunft wachsen

kann. „Wir ermöglichen hier die Schaffung

von Arbeitsplätzen, die durch eine

entsprechende Raumgestaltung Kreativität

und Kommunikation fördern. Wir

sind sicher, dass wir so Unternehmen am

AirportPark FMO eine wachstumsstarke

Adresse bieten können“, resümiert der

Geschäftsführer. Und er fügt hinzu: „Für

ein solches Gewerbegebiet mit überregionaler

Bedeutung braucht man sicher

einen etwas längeren Atem – wird dann

aber langfristig erfolgreich sein.“

AirportPark FMO GmbH

Hüttruper Heide 71-81

48268 Greven

Tel.: 02571 / 94 47 80

info@airportparkfmo.de

www.airportparkfmo.de

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Anzeige Deutsche Annington Immobilien GmbH

57

Blick ins neue Customer Care Center:

Auch der Wohlfühlfaktor für die

Mitarbeiter wurde berücksichtigt

E

nno, Fritz, Gerhard, Franz – vie-

le Tiefdruckgebiete erreichten

seit der Umstellung auf die neuen

Servicestrukturen die rund 220.000

Wohnungen der Deutschen Annington.

Doch selbst der Bedrohung durch Starkregen

blickte die Mannschaft des Customer

Care Centers entspannt entgegen.

Denn den ersten Bestandstest mit einem

herbstlichen Unwetter bestand die neue

Serviceorganisation des größten WohnungswirtschaftsunternehmenDeutschlands

mit Bravour. Bereits vier Stunden

vor dem Eintreffen der ersten Ausläufer

war der hausinterne Kundenservice vorgewarnt,

das Personal verstärkt und in

Alarmbereitschaft. Anrufe betroffener

Mieter wurden sofort beantwortet, die

zugesagten Reaktionszeiten eingehalten,

den Kunden vor Ort schnell geholfen. Der

Wetter-Forecast funktioniert.

Alles auf Null

„Wenn wir alle Strukturen außer acht

lassen könnten, was würden wir dann anders

machen?“ lautete die Fragestellung,

mit der Deutschlands größtes Immobilienunternehmen

über ein Jahr zuvor seinen

Kundenservice auf den Prüfstand

gestellt hatte. Die Kooperation mit Meteomedia

zur standortgenauen Frühwarnung

vor Unwettern war nur die Krönung

der daraus resultierenden Neuorganisation.

„Unser Ziel war es, unsere Kunden

Allzeit bereit

besser sowie effizienter zu betreuen, die

Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und

uns für den demographischen Wandel

optimal zu wappnen“, erinnert der für

den Kundenservice der Deutschen Annington

verantwortliche Geschäftsführer

Uwe Lamnek an die Projektvorgaben.

Bei 1,9 Millionen Kundenkontakten pro

Jahr, über 400.000 telefonischen Reparaturmeldungen,

120.000 Besichtigungsterminen

mit Mietinteressenten, 285.000

Nebenkostenabrechnungen und Informationen

auf über 50 Millionen Seiten Papier

in Archiven an mehr als 100 Standorten

keine leichte Aufgabe.

Aus 50 mach 80

Eine Umstrukturierung wie die daraufhin

folgende, hat es in dieser Größenordnung

nie zuvor in der deutschen

Immobilienwirtschaft gegeben. Allein in

die Informationstechnologie steckte die

Deutsche Annington rund 20 Millionen

Euro. Eine Investition, die sich schnell

amortisieren wird, denn heute greift jeder

Mitarbeiter standortunabhängig auf

digitalisierte, stets aktuelle Mieter- und

Objektakten zu. Mit den parallel dazu

umgesetzten umfassenden organisatorischen

Verbesserungen stieg die Erreichbarkeit

innerhalb kurzer Zeit von einst 50

auf heute über 80 Prozent an. Über eine

deutschlandweit einheitliche Servicenummer

erreichen Mieter wie Interes-

Uwe Lamnek,

Geschäftsführer Kundenservice

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es, muss die Deutsche

Annington Erich Kästner zitiert haben. Denn sie startete nach

einer umfangreichen Kunden- und Mitarbeiterbefragung die größte

Neuorganisation der Unternehmensgeschichte.

senten jetzt innerhalb von maximal zwei

Minuten einen kompetenten Ansprechpartner.

Das Reparaturcenter ist bei Notfällen

gar rund um die Uhr erreichbar.

„Dennoch gibt es Aufgaben, bei denen

der Mensch vor Ort gefordert ist“, bremst

Lamnek die Euphorie ob der technischen

Perfektion und verweist auf die Verbesserungen

im mobilen Außendienst. Ausgestattet

mit 220 Fahrzeugen und einer

von der Zentrale gesteuerten Routenführung

besucht dieser heute täglich bis zu

1.100 Kunden, exakt zu den vereinbarten

Uhrzeiten. Hinzu kommen Termine von

Handwerkern und anderen Dienstleistern

aus über 300.000 Aufträgen.

Gehaltene Versprechen als

Dauerwerbung

Auch auf der neu gestalteten Homepage

macht sich jetzt Kundenfreundlichkeit

breit. „Unser Ziel ist es, dass wir aufgrund

unseres guten Services bald auch

die erste Adresse für Wohnungssuchende

sind“, weiß Lamnek um den werblichen

Wert zufriedener Kunden. Schnelle und

kompetente Antworten sind auch Neukunden

sicher.

Deutsche Annington Immobilien GmbH

Philippstraße 3 ∙ 44803 Bochum

Tel.: 0234 / 314-19 01

info@deutsche-annington.com

www.deutsche-annington.com

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


58

Markt & Standort ProFair GmbH

Volle Fahrt voraus: ProFair

setzt Segel für die Zukunft

Design und mehr

für Messe und Event

ProFair ist der Fullservice-Dienstleister in der Messe- und Eventbranche. Seit über 25 Jahren inszeniert

das Unternehmen mit Sitz in Hilden kleine und große Marken. Jens Falkenburg, Geschäftsführer bei

ProFair, spricht über Vertrauen, neue Wege und un-Worte.

Herr Falkenburg, ProFair hat letztes Jahr

ein bedeutendes Jubiläum gefeiert…

Stimmt. Ein 25jähriges Firmenjubiläum ist

natürlich schon an sich ein triftiger Grund

zur Freude. ProFair hat sich dabei in den

vielen Jahren enorm weiterentwickelt. Ein

doppelter Grund zur Freude also.

Wie lange erfreuen Sie sich schon an

ProFair – oder ProFair sich an Ihnen?

Mitte der 90er Jahre kam ich ins Spiel.

Klaus Nottebaum als vorausschauender

Geschäftsmann hat mich von Beginn an

als Nachfolger vorgesehen. Wir hatten

viel Zeit, ich konnte alles durchlaufen und

ProFair sprichwörtlich von der Pike auf

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

kennenlernen. Heute denke ich darüber

nach, wie ich unsere Junioren fördere

und ihnen Verantwortung übertrage.

Ich habe ja quasi am eigenen Leib erfahren,

wie positiv eine langfristig geplante

Nachfolgeregelung für das gesamte Unternehmen

ist.

Die Strategie für die Zukunft ist

mit der im letzten Jahr fertig gestellten

räumlichen Erweiterung allerdings klar

gesetzt: ProFair bietet heute insgesamt

7.000 Quadratmeter Büro- und Lagerfläche

mit eigener Fertigung und Logistik,

beschäftigt in Spitzenzeiten bis zu 200

Mitarbeiter und hat damit noch viel vor.

Entwicklungen haben ja nicht nur räumliche

oder quantitative Ursprünge. Gibt

es auch inhaltlich Unterschiede im Messebau

von früher und heute?

Natürlich. Der Messebau ist ja eine Art

vergängliche Architektur, die sich permanent

dem ästhetischen Wandel unterzieht

– im Gegensatz zu feststehenden

Bauten. Die Standarchitektur „lebt“ im

Durchschnitt fünf Tage, für die Dauer einer

Messe. Wir sind ständig in Bewegung,

um neue Trends aufzuspüren oder auch

selber zu setzen.

Darüber hinaus ist die Fertigungstechnik

heute einfach beeindruckend,


Anzeige ProFair GmbH

59

viel moderner. Da ist tatsächlich ein

großer Fortschritt spürbar. Parallel dazu

haben sich auch unsere Fachleute stark

weiterentwickelt und sind bestens ausgebildet.

Eine Messe ist ein komplexes Geschäft,

bei dem viele unterschiedliche Bereiche

ineinander greifen müssen.

ProFair ist ein Haus für alles. Von der

Konzeption bis zur Umsetzung samt Koordination

aller eingebundenen Gewerke

kommt alles aus einer Hand. Es ist schon

ein logistisches Meisterwerk.

Immer dabei ist unsere Eventabteilung.

Sie ist völlig autark und bietet

ihr Know-how natürlich auch unabhängig

von unseren Messen an. Unsere

Kunden nutzen ProFairs Eventbereich

mit großer Be geisterung für die

messebe gleitenden Maßnahmen. Die

Verzahnung, die kurzen Wege und die

abgestimmten Budgets sind ein klarer

Benefit. Es erspart einfach sehr viel

Koordinationsaufwand.

Der Standort Hilden ist strategisch sehr

günstig gelegen zwischen den Messestädten

Köln und Düsseldorf. Was ist mit

internationalen Auftritten? Klappt die

Koordination immer noch?

Unser Partner MC² in New York, mit zehn

weiteren Standorten in den USA, kooperiert

eng mit uns bei allen Messen in

den USA. In Singapur haben wir unseren

Partner Koncept Living und in Tokio Fair

Concept International. Wir sind damit

auch auf internationalem Boden wirklich

sehr gut aufgestellt.

Lokal gedacht bedeutet das: in Köln trinken

Sie Kölsch und in Düsseldorf Altbier?

Ich trinke eigentlich immer Wein…

(lacht) Tatsächlich sind mir konsequentes

Handeln, Treue und Authentizität

sehr wichtig. Es gibt nicht unbedingt

viel, mit dem ein Unternehmen sich vom

Wettbewerb abheben kann. Authentizität

baut Vertrauen auf. Und es resultiert aus

konsistentem Verhalten, aus Nachhaltigkeit,

aus Verlässlichkeit. Deshalb schätze

ich den persönlichen Dialog mit unseren

Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern.

Ich sehe mich als ihr Partner und Berater,

nicht nur als Dienstleister und Chef. Für

eine dauerhafte Beziehung ist das die Voraussetzung.

In unserem Geschäft brauchen

wir langfristige Partnerschaften,

um ein tiefes Verständnis über die Mar-

ke des Kunden zu erlangen und mit ihm

ein schlüssiges Konzept für die nächsten

Jahre zu entwickeln. Ein Konzept, in dem

er sich wiederfindet.

Das sind hohe Ansprüche in einer

schnelllebigen Zeit.

Aber realisierbare. In den erweiterten

Räumen unseres umgebauten ProFair-

Geländes haben wir die Ideenwerkstatt

ins Leben gerufen: Hier geht es nicht um

bloßes Arbeiten in vertrauten Terrains,

sondern wir suchen nach neuen Wegen.

Dabei helfen uns kluge Köpfe, die zum

Beispiel Brainstormings für Trends oder

Entwicklungen frischer, ungewöhnlicher

Arbeitstechniken durchführen. Mit

dieser Ideenwerkstatt gehen wir einen

Schritt voraus: Wir wollen Mut beweisen

und unseren Kunden in den wirtschaftlich

schwierigen Zeiten neue Möglichkeiten

aufzeigen. Wir werden ihre Ideen,

Philosophien und Marken zukunftsorientiert

begleiten. Denn darum geht es

schließlich: Auch im Markt von morgen

mit Ideen von übermorgen zu überzeugen.

Der Wettbewerb ist bekanntlich

stark umkämpft!

Sie bewerben sich selbst derzeit mit einer

sehr ungewöhnlichen Kampagne.

Ab Januar läuft ProFairs neue un-Worte

Kampagne. Sie ist die zarteste Provokation,

seit es Werbung gibt. Ihr Ziel ist es,

uns anzusprechen und herauszufordern.

Eigentlich folgt die Kampagne nur dem

Aufruf und Anspruch der ProFair-Mitarbeiter,

sich mit bestehenden und potentiellen

Kunden immer wieder oder neu

auseinanderzusetzen. Ich bin sehr stolz

auf mein Team und seine Motivation! Da

gibt es zum Beispiel eine Anzeige in den

Fachmedien, wo das Wort unbezahlbar

in großen Lettern steht und daneben die

„kleine“ Umkehrung „Billig kommt oft

teuer zu stehen. Wir meistern den Spagat

zwischen Kosten und Nutzen. Fordern

Sie uns heraus.“ Es ist ein schönes Spiel

vieler un-Worte und ihrer Umkehrungen,

das wir das ganze Jahr über sehen werden.

Ich freue mich auf jeden Fall auf ein

spannendes Jahr. Und auf die Leser des

Wirtschaftsblatt!

ProFair GmbH

Forststraße 2 · 40721 Hilden

Tel.: 0211/9 34 20-0

info@profair.de

www.profair.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


60

Standortportrait Duisburg

Wir sind Duisburg

Wer die fünfgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens das erste Mal besucht,

wird vielleicht überrascht sein darüber, wie sich Duisburg heute prä-

sentiert. Mit langem Atem und großem Engagement haben die Standortakteure

das neue Erscheinungsbild erarbeitet. Einige von ihnen hat das

Wirtschaftsblatt in der Metropole an der Schnittstelle von Rhein und Ruhr

getroffen. Von Martina Gorlas und Dirk Grobelny (Fotos)

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


Infoservice der Stadt

Sie sind die besten Botschafter

einer Stadt: Die Menschen, die

darin leben, ihre Identität prägen

und durch Handeln und

Wirken dafür sorgen, dass ein Standort

an Attraktivität gewinnt. Rund 500.000

Menschen leben in Duisburg. Dennoch

war es lange Zeit vor allem ein Gesicht,

das Fernsehdeutschland mit der Stadt

in der Metropole Ruhr verband: Das

von Götz George in der Rolle als Tatortkommissar

Horst Schimanski. Was die

meisten Krimifans nicht wussten: Vieles

wurde nicht eimal in Nordrhein-Westfalen,

sondern im bayerischen München

gedreht, oft nur inszeniert, um für die

Zuschauer in anderen Teilen der Republik

die Klischees des durch Bergbau und

Montanindustrie geprägten Ruhrgebiets

zu bedienen. Mit der Duisburger Realität

hatte dies wenig zu tun.

Wer heute durch die Stadt fährt, überquert

vor allem viele Brücken. Nicht nur

optisch dominieren große Wasserflächen

und die beiden Vorzeige-Häfen: der

Duis port, Europas größter Binnenhafen,

und der Innenhafen, ein modernes Quar-

tier am Wasser, das inzwischen Architek-

turgeschichte schreibt. Zum anderen sind

die Autobahnen überall: A 3, A 40, A 42,

A 57, A 59; aus jeder Himmelsrichtung tangiert

eine die Stadt. Und schließlich gibt

es Baustellen. Denn in Duisburg ist man

nach wie vor dabei, kräftig umzubauen.

Der Oberbürgermeister

Oberster Wächter über die Neuentwicklung

ist Adolf Sauerland (CDU), seit

2004 Oberbürgermeister der Stadt. Vom

Dach des 16stöckigen „Calderoni-Hochhauses“

hat er einen guten Überblick

über die vielen Projekte, die zur Zeit in

Angriff genommen werden. An seinem

Revers trägt er eine kleine Leiter: die

Miniatur eines original 65 Meter hohen

Kunstwerks, das aus dem neuen, 2008 eröffneten

Einkaufscenter Forum ragt; mit

57.000 Quadratmetern eines der größten

innerstädtischen Einkaufszentren

Deutschlands. „Die Duisburger sagen: Damit

auch der liebe Gott bei uns einkaufen

kann“, scherzt Sauerland und deutet auf

das städtische Panorama. „Schauen Sie:

Seit langem wollten wir die Königsstraße

effektiv mit dem Sonnenwall ver-

61

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


62

Standortportrait Duisburg

binden. Jetzt gelingt es: Die Galeria Duis-

burg wird zur Königsgalerie umgebaut,

mit 16.500 Quadratmetern Einzelhandelsfläche,

3.500 Quadratmetern Fläche

für Büros und Dienstleistungen und 320

Parkplätzen, das alles zwischen Königsstraße,

Sonnenwall und Steinsche Gasse.“

Grundlage der Bauprojekte ist der

Masterplan Innenstadt des britischen

Stararchitekten Lord Norman Foster, der

auch den hochmodernen Duisburger Innenhafen

geplant hatte. Das Ziel: Die

Quartiere in der Duisburger Kernstadt

baulich besser zu vernetzen, die City

selbst aufzuwerten, den Einzelhandel zu

stärken, Wohn-Freizeit- und Kulturpotenzial

weiter auszubauen. Bei der Finanzierung

setzt man überwiegend auf private

Investoren – wie auf den niederländischen

Projektentwickler und Investor Multi Development

bei der Königsgalerie und dem

Forum, wie auf die LEG Standort- und Projektentwicklung

Essen GmbH beim 2006

fertig gestellten Glaspalast „CityPalais“ für

Büro und Einzelhandel, in dem auch das

neue Veranstaltungs- und Kongresszentrum

„Mercatorhalle“ und ein exklusives

Spielcasino untergebracht wurden. Aktuell

plant die Stadt den Bau des „Neuen

Berufskollegs Mitte“ in Public Private Partnership

mit der Goldbeck Public Partner

GmbH aus Bielefeld. Für 74 Millionen Euro

sollen auf rund 55.900 Quadratmetern

Fläche Labore, Werkstätten und Unterrichtsräume

für über 2.600 Schüler entstehen,

dazu eine große Mensa und eine

Vier-Feld-Sporthalle. Doch nicht nur in

der Kernstadt wird geplant und gegraben.

„In jedem Bezirk von Duisburg wird

zur Zeit gebaut“, sagt das Stadtoberhaupt.

„In Walsum etwa entsteht ein neues Einkaufszentrum

und in Hamborn ein Ärztezentrum.

Hier ist alle in Bewegung.

Übrigens – dort, bei den Bahnschwellen,

wächst die „Duisburger Freiheit“.

Der Wirtschaftsförderer

Die „Duisburger Freiheit“ ist eines

der aktuellen Projekte, an dem neben der

Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft

auch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

Duisburg mbH (GFW)

beteiligt ist. Auf dem Gelände des ehemaligen

Güterbahnhofes entwickelt die

Duisburger aurelis Real Estate GmbH auf

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Ganz oben: Adolf Sauerland auf dem

Dach des „Calderoni-Hochhauses“

35 Hektar Fläche ein neues Quartier zum

Wohnen und Arbeiten. „Duisburg wird als

Wirtschaftsstandort immer noch stark

unterschätzt“, meint GFW-Geschäftsführer

Ralf J. Meurer. „Die Stadt bietet Vorzüge,

die es woanders nicht gibt – allen

voran die gute Verkehrsinfrastruktur. Im

Masterplan von Lord Foster wurde festgestellt,

dass Duisburg in punkto Erreichbarkeit

im deutschen Städtevergleich auf

Platz zwei liegt. Darüber hinaus bietet die

Region Fachkräfte, etwa für den industriellen

Bereich, die es woanders nicht in

so großer Anzahl gibt.“ Rund 18.600 Unternehmen

haben in Duisburg ihren Firmensitz;

Mittelständler, darunter zahlreiche

Familienunternehmen, ebenso wie

international bekannte Konzerne. Neben

Branchenclustern zu Informations-, Kommunikations-

und Mikrotechnologie,

Material- und Werkstofftechnologie,

personenbezogenen Dienstleistungen,

Umwelt, Energie, Städtetourismus und

Urban Entertainment dominiert die Logistik.

Vor allem aber ist Duisburg weiterhin

Stahlstandort Nr. 1 in Europa. „Aber

heute geht es nicht mehr um die einfache

Bramme von damals, heute haben wir es

mit einem hochintelligenten Werkstoff

zu tun, wobei auch die Nanotechnologie

eine große Rolle spielt. Wir unterstützen

diesen Bereich durch matec.net, das

Netzwerk für Metallische Werkstoffe.

Es ist an der Universität Duisburg-Essen

angesiedelt; die Wirtschaftsförderung

fungiert als Projektbegleiter“, beschreibt

der Wirtschaftsförderer.

Duisburg wurde außerdem eine Art

Hochburg für Call-Center. 1998 wollte

auch die Citibank ihr Dienstleistungsund

Kundenservicezentrum in der Stadt

einrichten. „Wir veranstalteten damals

zweimal jährlich einen sogenannten runden

Tisch für Betreiber von Call-Centern,

da konnte die Citibank gleich mit Platz

nehmen“, erinnert sich Ralf Meurer. Ein

geeignetes Grundstück wurde zentral in

Bahnhofsnähe gefunden, schnell die Genehmigungsverfahren

abgewickelt, und

nach nur zehn Monaten Bauzeit konnten

800 Mitarbeiter ihre neuen Arbeitsräume

beziehen. 40 Millionen Euro investierte

das Unternehmen in den 14stöckigen

Bau. „Inzwischen arbeiten über 2.000 Mitarbeiter

am Standort Duisburg. Wir mußten

daher noch zusätzliche Büroflächen

anmieten“, freut sich Rainer Morawietz,

Geschäftsführer der Citicorp Dienstleistungs

GmbH. 39 Hektar Gewerbefläche

hat die Stadt noch frei, an weiteren Erschließungen

wird gearbeitet. Neben der

Duisburger Freiheit“ steht unter anderem

die Schacht 2/5-Brache zwischen

Marxloh und Hamborn auf dem Plan.

Der Einzelhändler

Boris Roskothen, Inhaber des gleichnamigen

Spielwarenfachgeschäfts, sieht

seinen Platz dort, wo bereits sein Ur-


Infoservice der Stadt

Urgroßvater den Grundstein für sein

Geschäft legen ließ: In Duisburg – und

nirgendwo sonst. 1879 gründete Heinrich

Roskothen das Familienunternehmen,

das Ur-Ur-Enkel Boris 1997 von

Vater Klaus Roskothen übernahm und

dazu einen Neubau am Sonnenwall errichten

ließ. Auf 400 Quadratmetern,

verteilt über zwei Stockwerke, werden

dort über 17.000 Artikel angeboten. Roskothen

ist einer von insgesamt 3.022

Einzelhandelsbetrieben in der Stadt, die

eine Gesamtverkaufsfläche von 724.000

Quadratmetern aufweist. Die Kaufkraft

wurde auf 5417,50 Euro pro Einwohner

berechnet, summa summarum gibt es

2,704 Milliarden Euro Kaufkraft in Duisburg.

Kaufkraft, die in der Vergangenheit

zu oft in die Nachbarstädte floss, weshalb

die Stadt gegensteuerte: Mit dem exklusiven

Einkaufscenter Forum, in dem zur

Zeit rund 64 Handels- und 16 Gastronomiebetriebe

untergebracht sind. Gleich

im ersten Jahr nach der Eröffnung konnte

man damit neun Millionen Besucher

anlocken. „Der Marktplatz ist das wichtigste

Element einer Kommune, gleich

neben Rathaus und Kultur. Und der Einzelhandel

ist der Puls der Stadt, deshalb

darf man dieses Element auf keinen Fall

vernachlässigen“, konstatiert Roskothen,

der auch Vizepräsident der Niederrheinischen

Industrie- und Handelskammer

Duisburg Wesel Kleve zu Duisburg ist.

Seine Stadt, da ist er sicher, bietet für

Zukunftsflächen im Hintergrund: Ralf

Meurer auf dem Dach der Citibank

Einzelhändler viel Potential. Die eigene

Branche sieht er nüchterner: „Der Spielwarenhandel

wird medial überbewertet

aufgrund des hohen Emotionspotentials.

Es ist eine sehr kleine Branche, die gegen

Billigkonkurrenz kämpfen muss. Dazu

kommt, dass Spielware im Grunde Saisongeschäft

ist: Nur zu Weihnachten verzeichnen

wir Verkaufsspitzen.“ Er selbst

setzt in seinem Geschäft auf Qualität

und Spezialisierung, bietet hochwertige,

individuelle Spielware jenseits kurzlebiger

Trends und profiliert sich als Berater

in einer meist servicelosen Branche.

Und er will bleiben. „Gute Freunde sagen

oft, ja, wenn Dein Geschäft in München

wäre.... Aber Roskothen gehört zu Duisburg.

Und für mich als Unternehmer ist

diese Stadt eine echte geschäftliche Herausforderung“.

Sein Tip für die Zukunft

des Einzelhandels: „Wichtig ist es, flexibel

zu sein. Das Motto Haben-wir-immerso-gemacht

bringt nur Verluste.“

Der Großunternehmer

Klaus J. Schmitz, Chief Operating Officer

bei Hitachi Power Europe, blickt von

seinem Büro aus direkt in den Duisburger

Innenhafen. Dieser Hafen, der im

19. Jahrhundert aufgrund der vielen Getreidemühlen

und Kornspeicher gern

als „Brotkorb des Ruhrgebiets“ bezeichnet

wurde, ist heute so etwas wie die

„schicke Meile“ von Duisburg, eine ex-

Anzeige

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


64

klusive Mischung aus attraktiven In-

dustriedenkmälern und architektonisch

herausragenden Neubauten, in denen

Museen und Gastronomie, aber auch

zahlreiche namhafte Unternehmen ihren

Platz gefunden haben. So auch Hitachi Power

Europe, eine Tochtergesellschaft des

Weltkonzerns Hitachi. Das Unternehmen

plant und baut fossil befeuerte Kraftwerke

und liefert Kernkomponenten wie etwa

Großdampferzeuger und Umwelttechnik.

Die Geschichte von HPE geht zurück auf

die Gründung der „Deutschen Babcock &

Wilcox Dampfkesselwerke AG“ im Jahre

1898. Die spätere Unternehmensgruppe

„Babcock Borsig“ mit Sitz in Oberhausen

lieferte Großdampferzeuger und Kombikraftwerke.

Nach der Übernahme durch

den Hitachi-Konzern 2003 wurde die Firma

umbenannt in Hitachi Power Europe.

Klaus J. Schmitz war selbst 30 Jahre lang

bei Babcock tätig. „Nach Umfirmierung

und Ausweitung sowie Neuausrichtung

der Geschäftsfelder wollten wir uns

auch räumlich verändern“, erinnert sich

Anzeige

Standortportrait Duisburg

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Handel (n) zählt: Boris Roskothen im

Einkaufscenter Forum

Schmitz. „Der Umzug von Oberhausen

nach Duisburg war der richtige Schritt,

zumal wir hier am Innenhafen ideale

Bedingungen vorgefunden haben.“ In-

zwischen arbeiten rund 1.100 Menschen

bei Hitachi Power Europe, überwiegend

aus der Metropole Ruhr und vom Niederrhein

kommend. Weil der Platz im „Hita-


Infoservice der Stadt

chi Power Office“ nicht mehr ausreichte,

hat das Unternehmen zusätzlich Flächen

des benachbarten Five-Boats-Komplexes

angemietet. Neben neuen Büroräumen

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Sich selbstständig zu machen, ein eigenes Unternehmen

zu gründen, ist ein wichtiger Schritt im Leben. Dazu

brauchen Sie einen starken Partner, auf den Sie sich

jederzeit verlassen können.

Sprechen Sie mit uns: 0203 4567-0

Hitachi-COO Klaus J. Schmitz setzt

auf Forschung und Entwicklung

wurden auch neue, größere Laborräume

für Forschung und Entwicklung eingerichtet.

In diesem Bereich profitiert

das Unternehmen auch von der Nähe

Wir machen den Weg frei.

der Universität Duisburg-Essen, mit gut

31.000 Studenten eine der zehn größten

Universitäten in Deutschland. Darüber

hinaus sucht man Kontakt zu Studierenden

und Forschenden an den Universitäten

Düsseldorf, Dortmund, Bochum und

der RWTH Aachen auf dem Weg zu neuen

Technologien für das Kraftwerk der

Zukunft – und zu neuen hoffnungsvollen

Mitstreitern. „Für Nachwuchskräfte von

Universitäten beteiligen wir uns etwa an

Bonding-Kontaktmessen. Außerdem arbeiten

wir mit Diplomanden zusammen,

bieten Praktika für angehende Ingenieure

in den Bereichen Verfahrenstechnik,

Maschinen- und Anlagenbau, Elektround

Leittechnik, und Projektmanagement.

Und natürlich vergeben wir Forschungsaufträge

an die Universitäten“,

skizziert der Geschäftsführer. Einer der

eigenen Forschungsschwerpunkte ist

derzeit die CO2-Abscheidung: Hitachi

Power Europe hat gemeinsam mit Kraftwerksbetreibern

die erste mobile Pilotanlage

zur CO-Abscheidung gebaut.

„Mein eigener

Chef sein!“

www.voba-rhein-ruhr.de

65

Anzeige

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


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Der Existenzgründer

Seit 2006 leitet Professor Thomas Kai-

ser sein eigenes Unternehmen: mimoOn,

mit Sitz im Tectrum – Technologiezentrum

für Duisburg, einer Einrichtung des

Immobilien-Management Duisburg (IMD)

und der GFW, die speziell auf die verschiedenen

Lebensphasen junger Technologie-Unternehmen

ausgerichtet wurde.

Derzeit arbeiten dort etwa 80 Unternehmen

auf rund 10.000 Quadratmetern

Büro-, Werkstatt- und Laborflächen.

mimoOn befasst sich mit den Mobilfunkverbindungen

der Zukunft. Konkret geht

es um LTE - Long Term Evolution; Professor

Kaiser erklärt, was dahinter steckt:

„Mit der Einführung des iPhones haben

sich die zu transportierenden Datenmengen

vervielfacht. LTE verspricht

als Nachfolger von UMTS ein mobiles

Hochgeschwindigkeitsinternet mit Spitzendaten

von oberhalb 100 Mbit/s. Das

wird einerseits durch neue Frequenzen

mit höheren Bandbreiten mög-

Anzeige

Standortportrait Duisburg

HAUS DER U NTERN EHMER

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Mit Mobilfunk aufwärts: Professor

Thomas Kaiser im Tectrum

lich. Andererseits ist die Verwendung

von mehreren Antennen im Handy als

auch in der Basisstation als Schlüsseltechnologie

integraler Bestandteil von

LTE. Diese „MIMO“ – Multiple Input Multiple

Output – Systeme parallelisieren

die Datenkanäle zur Vervielfachung

der Datenübertragungsrate.“ mimoOn


Infoservice der Stadt

liefert Schlüsselsoftware für LTE; zuletzt

wurde 2008 die weltweit erste End-to-End-

Software-Lösung vorgestellt. „Diese LTE-

Software deckt alle Schichten unterhalb

Entsorgungskompetenz für jeden Abfall

■ Abfalltransporte für fast alle Abfälle wie Bauschutt, Grünabfall, Holz, gemischte Bau- und Abbruchabfälle

■ Vermarktung verwertbarer Abfälle wie Papier, Pappe, Folien, Altmetalle und Altöle

■ Entsorgung gefährlicher Abfälle auch mit Spezialfahrzeugen

■ Bodenmanagement und Baustellenbetreuung

Beratung

Kreislaufwirtschaft Duisburg GmbH

Schifferstraße 190

47059 Duisburg

Infotelefon (0203) 283 - 40 01

E-Mail: info@kw-duisburg.de

www.kreislaufwirtschaft-duisburg.de

Dr. Alfred Wendel in der Turbinenhalle

im Landschaftspark Nord

der Applikationsschicht ab und ist daher

zur technischen Funktion eines jeden

LTE-Gerätes erforderlich.“ 2010 soll die

neue Software auf den Markt kommen.

Das junge Unternehmen ist ein Spin-Off

der 2002 eingerichteten europaweit größten

MIMO-Forschungsgruppe an der Universität

Duisburg-Essen, an der Thomas

Kaiser habilitiert wurde. Jetzt beschäftigt

er rund 50 Mitarbeiter aus 18 Nationen:

„2006 sind wir mit acht Personen

gestartet, 2007 waren es schon 16, und

2008 dann 30 – wir haben uns sozusagen

jährlich verdoppelt“, zählt der Professor

auf. Vom Standort Duisburg profitiert er

gleich doppelt: „Zahlreiche Mobilfunkfirmen,

vom Chiphersteller bis zum Netzbetreiber,

sind in der Region ansässig, dazu

kommt die europaweit höchste Dichte

an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Wir forschen hier

ja nicht allein: mehr als zehn regionale

Partner unterstützen uns.“

Der Philharmonie-Intendant

Der Klang der Zukunft ist die große

Leidenschaft von Dr. Alfred Wendel: er

ist seit 2006 Intendant der Duisburger

KWD_AZ_0912_189x122_5_RZ.indd 1 11.12.2009 10:29:39 Uhr

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

67

Anzeige


68

Standortportrait Duisburg

Philharmoniker. In dem Ensemble spie-

len gegenwärtig 93 Musiker unter der

Leitung von Generalmusikdirektor Jonathan

Darlington, einem international

gefragten Stardirigenten. Das Duisburger

Orchester ist jedoch selbst eine musikalische

Größe: Mit 130jähriger Geschichte

gilt es als einer der traditionsreichsten

Klangkörper Deutschlands. Rund 120

Konzerte gibt man pro Jahr, die von dem

siebenköpfigen Team um den Intendanten

konzipiert und organisiert werden.

Die künstlerische Gestaltung der

Auftritte gilt dabei als wichtigste Arbeit,

will man doch mit einem eigenen

Profil im internationalen Wettbewerb

brillieren. Seit vier Spielzeiten stellen

die Philharmoniker beispielsweise „Die

unbekannten Schönen” vor, thematisch

zusammengefasste Werke, die selten

zu hören sind. „Ein solches Thema war

Ein ‘Türke in Paris’ zum 100. Geburtstag

von Ahmed Adnan Saygun, einem der

bedeutenden türkischen Komponisten

des 20. Jahrhunderts“; erinnert sich Dr.

Wendel. Grundsätzlich gilt: Harmonisch,

aber niemals Standard. Man spielt an

ungewöhnlichen Orten wie unter dem

Hochofen im Landschaftspark Nord, einem

ehemaligen Hüttenwerk, tritt gemeinsam

mit Jazz-Musikern auf, wagt

ausgefallene Inszenierungen wie zur Uraufführung

des „Konzert für Schlagzeug

und Orchester“ des israelischen Kompo-

Edgar Kaspers verbindet Engagement

und Duisburger Braukunst

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

nisten Richard Faber, bei dem im Rhythmus

der Klänge auch Ping-Pong gespielt

wurde. Kein Wunder, dass die Musiker

in der Stadt mehr sind als nur ein Angebot

aus dem Kulturbereich – sie gelten

als Duisburger Institution. „Wir gehören

hier einfach zum Leben der Menschen

dazu“, freut sich Dr. Wendel. Und er

lobt die gute Ausstattung Duisburgs mit

hochwertigen kulturellen Angeboten,

was nicht selbstverständlich sei für eine

Industriestadt. Fünf Theater gibt es, darunter

die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf

Duisburg – eines der größten Häuser

in der Bundesrepublik – 16 Museen

sowie fünf große, überregional bekannte

Kulturfestivals rund ums Jahr. „Dazu

kommt unter anderem noch die Folkwang

Musikschule für die Musiker von morgen.

Und nicht zuletzt unser berühmtes Filmforum

Duisburg, das älteste kommunale

Kino Deutschlands mit einem der größten

filmhistorischen Archive in Nordrhein-

Westfalen.“ Beim Open Air „Stadtwerke

Sommerkino 2009“ spielten die Philharmoniker

auch Filmmusik – zu „Gold Rush“

von Charlie Chaplin.

Der Sponsoring-Organisator

Edgar Kaspers ist so etwas wie die

Schnittstelle zwischen alter Braukunst

und nationalen Top-Events. Seit 17 Jahren

ist er Leiter Sponsoring/Event Service bei

der König-Brauerei in Duisburg-Beeck.

1858 erhielt Gründer Theodor König

dort die Konzession zur Errichtung seiner

Braustätte. Er war dabei einer der

Pioniere, der auf die Herstellung eines

Bieres nach Pilsener Brauart setzte, in

einer Zeit, als die Mehrheit unter „Bier“

ausschließlich Exportbier verstand. Dennoch

vertrieb man das Pils sehr schnell

über die Grenzen Duisburgs hinaus. Bereits

1929 war „König Pilsener“ an Rhein

und Ruhr gefragt und begehrt.

Heute ist das Unternehmen Teil der

Bitburger Braugruppe und „Köpi“ längst

eine national etablierte Marke. Ein besonderer

Schwerpunkt im Sponsoring

des Unternehmens liegt auf nationalen

Premium-Veranstaltungen wie der Verleihung

des Deutschen Fernsehpreises,

des Deutschen Comedypreises oder des

BAMBI; zudem präsentiert man große

Sportveranstaltungen wie etwa das Tennisturnier

am Hamburger Rothenbaum

und die bedeutendsten Polo-Turniere

Deutschlands in Düsseldorf und auf

Sylt. Neben den nationalen Aktivitäten

ist König Pilsener vor allem aber auch

im Heimatgebiet als Sponsor präsent.

„Groß geworden sind wir hier zwischen

Ruhrgebiet und Niederrhein. Hier sind

wir Teil der Gesellschaft und engagieren

uns entsprechend“, erklärt Edgar Kaspers.

So unterstützt man Fußballvereine

wie den MSV Duisburg, Rot-Weiß

Oberhausen oder Rot-Weiß Essen, die

Fußball-Damen des FCR, den Wassersport,

das Sommerkino, und zahlreiche

weitere Duisburger Veranstaltungen

und Vereine. „In der Heimat sind wir eigentlich

immer dabei, angefangen vom

Karneval über Schützenvereine bis zum

Stadtteilfest“, beschreibt Kaspers. Das

gilt selbstverständlich auch für die Feiern

zur wohl größten Auszeichnung, die

Duisburg im Verbund je erhalten hat.

Die König-Brauerei ist Duisburgs Partner

beim Projekt „RUHR.2010 - Kulturhauptstadt

Europas“.

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

Duisburg mbH

Friedrich-Wilhelm-Str. 12

47051 Duisburg

Tel.: 0203 / 36 39-0

info@gfw-duisburg.de

www.gfw-duisburg.de


70 Standortportrait Duisburg Duisburger Hafen AG

Wir sind duisport

Staunen ist erlaubt. Denn der Duisburger Hafen präsentiert sich als

Wirtschaftsstandort der Spitzenklasse. Und das Wachstum geht weiter.

Besonders deutlich wird dies im Frachtverkehr. Schon heute gilt duisport

als weltgrößter Containerumschlagplatz im Binnenland. Dabei sind

die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft.


Anzeige Duisburger Hafen AG

71

Innerhalb weniger Jahre soll die Ge-

samtkapazität der Duisburger Con-

tainerterminals auf über das Dop-

pelte der heutigen Ladungseinheiten

steigen. Immer noch eins oben drauf. Die

Erfolgsgeschichte der duisport-Gruppe

setzt sich seit der Gründung ununterbrochen

fort. Damit gewinnt der größte

Binnenhafen der Welt für die Wirtschaft

von Stadt und Region immens an Bedeutung.

Rund 300 Unternehmen aus Transport

und Logistik erwirtschaften hier mit

36.000 Mitarbeitern jährlich weit über

zwei Milliarden Euro. Diese wirtschaftliche

Potenz macht Duisburg zu einem

verlässlichen Faktor für die positive Entwicklung

der gesamten Logistikindustrie

in Nordrhein-Westfalen, die gerade in diesem

Bundesland mit einem Zuwachs um

30 Prozent in den letzten elf Jahren zu den

prosperierenden Zukunftsbranchen zählt.

Die Vorbildfunktion eines marktorientierten

Dienstleisters verpflichtet. Aus

diesem Grund haben sich die Betreiber

das strategische Ziel gesetzt, auch weiterhin

zur Stärkung des Standorts beizutragen.

Neben der Steigerung der Ertragskraft

soll diese Vorgabe vor allem durch

den Ausbau komplementärer logistischer

Serviceangebote erreicht werden. Dies

bedingt eine stabile Integration in ein

Netz internationaler Häfen und Logistikcluster.

Gleichzeitig sind die Gewinnung

neuer Kooperationspartner und die Bildung

strategischer Allianzen wesentliche

Elemente der duisport-Planung.

Knotenpunkt für den

internationalen Warenverkehr

Über den Rhein besitzt der westlichste

Seehafen Deutschlands eine direkte Anbindung

sowohl an die wichtigen Nordseehäfen

Amsterdam, Rotterdam und

Antwerpen als auch an das europäische

Fluss- und Kanalsystem. Von Duisburg

aus werden mehr als 100 Häfen in Europa

regelmäßig angefahren – von rund

20.000 Schiffen jährlich. Darüber hinaus

transportieren im Shortsea-Verkehr 2.000

flussgängige Seeschiffe im Jahr über zwei

Millionen Tonnen Fracht zwischen Duisburg

und Skandinavien, Großbritannien

und der Iberischen Halbinsel.

Aber nicht nur für den Transport über

die Wasserstraßen bietet duisport ideale

Voraussetzungen. Duisburg ist die europäische

Schnittstelle für den Kombinierten

Bahnverkehr. Insgesamt 350 Containerzüge

verlassen in der Woche den

Eisenbahnknotenpunkt, um die wichtigsten

Industrieregionen anzufahren.

Mit der zunehmenden Verlagerung von

Gütertransporten auf die Schiene und die

Wasserwege unterstützt der Duisburger

Hafen nachhaltig die Bestrebungen, die

Umweltbelastungen durch das wachsende

LKW-Aufkommen zu senken.

Millionen Tonnen Güter

umgeschlagen

Nicht zuletzt aus diesem Grund erhöht

der duisport-Firmenverbund seine

Anstrengungen, neue Gütergruppen zu

akquirieren. Eine davon ist die Schwergutverpackung

für die Maschinenindustrie

und den Anlagenbau. Pro Jahr wickelt

allein die hafeneigene duisport packing

logistics ein Industriegütervolumen im

Wert von einer Milliarde Euro ab. Ebenso

gewinnt die Automobillogistik an Fahrt.

Mittelfristig wird angepeilt, mehr als

100.000 Fahrzeuge verschiedener Hersteller

über Duisburg umzuschlagen.

Nach wie vor spielen auch Kohle und Mineralölprodukte

eine bedeutende Rolle

zur Sicherung der Energieversorgung der

Region und darüber hinaus. Ebenso werden

traditionell deutsche Stahlprodukte

von Duisburg aus in alle Welt verschifft.

Außerdem nimmt der Anteil an hochwertigen

Stückgütern und Containern

kontinuierlich zu.

Mit dem logport-Projekt auf dem Gelände

des ehemaligen Krupp-Stahlwerks

in Duisburg-Rheinhausen wurde in den

letzten 10 Jahren eines der führenden Logistikzentren

in Westeuropa entwickelt.

Zwischenzeitlich wurden mit logport II auf

der gegenüberliegenden Rheinseite neue

Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen.

Erfolg durch ein professionelles

Ansiedlungsmanagement

Für potentielle Investoren bringt diese

multimodale Infrastruktur einen relevanten

Wettbewerbsvorteil. Im Hafen

hat man diese Bedeutung erkannt und

reagiert entsprechend mit einer Bündelung

attraktiver Offerten, die allen ansäs-

sigen Partnern zugute kommt. Das Paket

enthält bedarfsgerechte Grundstücke,

die mit interessanten Services kombiniert

sind. Dazu gehören logistische Konzepte

auf dem Gebiet Hinterland- und

Gatewaytransporte, lokale und regionale

Eisenbahnverkehre und Verpackungsdienstleistungen.

Ein umfangreiches

Facility-Management sowie kompetente

Beratungsleistungen machen die Angebotspalette

komplett. Selbstverständlich

werden interessierte Investoren von der

Planung bis zur konkreten Umsetzung

von den duisport-Experten begleitet.

Diese Qualität in der Betreuung hat sich

herumgesprochen: In den vergangenen

Jahren sind auf 300 Hektar Ansiedlungsfläche

60 namhafte, international tätige

Unternehmen neu hinzugekommen.

Neue Perspektiven für

Rhein-Ruhr

Doch damit geben sich die Verantwortlichen

längst nicht zufrieden und haben

sich deshalb für die Zukunft noch einiges

vorgenommen. Als jüngstes Projekt

gründeten die Duisburger Hafen AG und

die RAG Montan Immobilien GmbH erst

kürzlich eine gemeinsame Entwicklungsund

Vermarktungsgesellschaft: logport-

Ruhr. Vorstandschef Erich Staake erklärt

die Zielsetzung: „Mit diesem Joint Venture

haben wir uns die Aufgabe gestellt, das

Ruhrgebiet und die Logistikkompetenz in

NRW zu stärken. Gleichzeitig soll die Region

durch Vernetzung zur größten Binnenverkehrsdrehscheibe

Europas werden.“

Zu diesem Zweck haben beide Unternehmen

damit begonnen, geeignete alte

Gewerbegrundstücke im Ruhrgebiet als

Logistikstandorte anzubieten. Dabei ist

die langjährige Erfahrung bei der Sanierung

und Reaktivierung von Industriebrachen

sicherlich nützlich. Die Areale,

die mindestens über eine Anbindung an

Straße und Schiene oder Wasser verfügen,

werden in das bestehende internationale

Transportnetzwerk des Duisburgers Hafens

integriert.

Duisburger Hafen AG

Alte Ruhrorter Str. 42-52

47119 Duisburg

Tel.: 0203 / 803-1

mail@duisport.de ∙ www.duisport.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


72

Erfolgsfaktor Mensch

Ob Malerarbeiten, professionelle Gartengestaltung, Gebäudereinigung oder Verpackungsarbeiten – der

Kunde bekommt beste Leistungen, wenn Mitarbeiter des Integrations-Unternehmens Horizonte gGmbh sich

darum kümmern. Die wiederum erhalten eine berufliche Zukunft, die ihnen anderorts niemand bietet.

Die Horizonte gGmbH mit Sitz im

Duisburger Norden kombiniert

zwei Ziele: das Erbringen qualitativ

einwandfreier Handwerksarbeiten/

Dienstleistungen und die Inte gration von

Menschen in den ersten Arbeitsmarkt,

welche ohne die Unterstützung kaum ein

geregeltes Berufsleben erfahren würden.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen

rund 40 Mitarbeiter. Darunter sind 22

Männer und Frauen, die durch Ereignisse

wie schwere Lebenskrisen, seelischen Erkrankungen

oder auch durch körperliche

und geistige Behinderungen auf dem hart

umkämpften Arbeitsmarkt schlicht keine

Chance hätten. „Bei uns werden sie sozialversicherungspflichtig

angestellt und

nach Tarif entlohnt, genau so wie unsere

Wolfgang Ullrich

Standortportrait Duisburg Horizonte gGmbh

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

nicht behinderten Facharbeiter“, betont

Geschäftsführer Wolfgang Ullrich. Mit

Hilfe einiger durchdachter struktureller

Vorgaben sorgt man bei Horizonte dafür,

dass alle Arbeitsabläufe reibungslos

funktionieren und alle Aufträge pünktlich

und professionell erledigt werden.

Die leitenden Facharbeiter im Unternehmen

sind so geschult, dass sie flexibel

auf die unterschiedlichen Fähigkeiten

oder Einschränkungen der schwerbehinderten

Mitarbeiter reagieren können.

Diese werden gezielt in solche Bereiche

eingewiesen, wo sie die beste Leistung

erbringen. „Manchmal sind Arbeitsvorgaben

sehr komplex. Dann unterteilen

unsere Kollegen sie so, daß die Mitarbeiter

sie in selbst gesetzten Einzelschritten

abarbeiten können“, erläutert der

Geschäftsführer. Für ihre Kunden übernimmt

die Tochtergesellschaft der „Psychiatrischen

Hilfsgemeinschaft Duisburg

e. V.“ Gartenbau- und Malerarbeiten, Reinigungs-

und Entrümpelungsaufträge,

dazu speziell für Industrieunternehmen

Montage- und Verpackungsarbeiten.

„Falls gewünscht, lassen sich diese Arbeiten

auch beim Kunden vor Ort erledigen,

so Ullrich.

Mitten im Wettbewerb

Auch eines ist dem Geschäftsführer

wichtig: fairer Wettbewerb. „Oft wird

geglaubt, wir als Integrations-Unternehmen

erhielten öffentliche Zuschüs-

se, und könnten auf diese Weise freie

Handwerksbetriebe unterbieten. Das ist

falsch. Wir erwirtschaften unsere Kosten

ausschließlich selbst.“ Das Besondere

bei Horizonte, so fährt er fort, sei halt das

Verständnis der Anleitenden für die möglichen

Einschränkungen der Mitarbeiter.

So würde man etwa auch Arbeiten zwischen

mehreren Personen entsprechend

den individuellen Fähigkeiten aufteilen,

natürlich ohne Mehrkosten für den Kunden.

Ullrich: „Auf diese Weise entsprechen

unsere Leistungen auch von den

finanziellen Konditionen her denen, die

andere Handwerksbetriebe und Dienstleister

anbieten. Wir fordern keinen Sozialbonus!“

Unternehmen profitieren

Langjährige Kundenbeziehungen,

auch zu großen Unternehmen und Hausverwaltungen

sind für Wolfgang Ullrich

der Beweis, dass die unorthodoxe Mitarbeiterstruktur

gut angenommen wird.

Anfänglich müsse man manchmal auf

das kleine „g“ und dessen Bedeutung in

der Firmierung hinweisen. Stets aber mit

einem Augenzwinkern, beweise doch die

Praxis, dass es auch für g wie gewinnbringend

steht.

Horizonte gGmbH

Buschstraße 95 ∙ 47166 Duisburg

Tel.: 0203 / 55 10 53

info@horizonte-ggmbh.de

Anzeige


Anzeige VWA Studienzentrum

73

Spezialisierung von Spezialisten

Studieren auf Universitätsniveau, und zwar unabhängig vom jeweiligen Schulabschluss – das ist der Wunsch

vieler Praktiker, die durch mehr Bildung auf der Erfolgsleiter nach oben wollen. Im Duisburger Studienzentrum

der VWA Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie hält ein erfahrenes Team von Lehrenden die Leiter fest.

Die Vorlesungen im Tec-Center

an der Bismarckstraße finden

am Abend und an Samstagen

statt. Jeder Studierende

kann auf diese Weise seiner beruflichen

Tätigkeit weiter nachgehen, ein Vorteil,

von dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber

gleichermaßen profitieren: Für den einen

gibt es keine Gehaltseinbußen, der

andere muss nicht auf eine qualifizierte

Fachkraft verzichten. „Ziel ist es, Fachleute

mit einem fachspezifischen, breiten

wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagenwissen

und Managementwissen

auszustatten – wobei die Studiengänge

Bezug auf die berufliche Erstausbildung

nehmen und mit dem Abschluss „Ökonom

VWA“ enden“, erklärt Professor

Dr. Peter Chamoni, wissenschaftlicher

Leiter am Standort Duisburg. Die Dozenten

der VWA kommen von den Universitäten

der Region, dazu lehren Fachleute

aus der Unternehmenspraxis, um das

theoretische Wissen mit dem Fachbezug

zu verbinden. Duisburg ist ein besonders

breit aufgestellter VWA-Standort: Aktuell

sind an der VWA Duisburg rund 650

Studenten immatrikuliert, die sich auf

neun von insgesamt elf VWA-Fachrichtungen

verteilen.

Mehrstufensystem zum

Bachelor

Das fachspezifische Studium dauert

vier Semester und ist der erste Schritt.

Danach können ein „generalistisches

Management-Studium“ (zwei Semester,

Abschluss Wirtschaftsdiplom) und als

Spitze das staatlich anerkannte Bachelor-

Studium (zwei Semester) hinzukommen.

„Damit erreichen auch Teilnehmer ohne

Hochschulzugangsberechtigung einen

akademischen Titel und verbinden praktische

Erfahrung mit wirtschaftswissenschaftlichen

Kenntnissen – für die

Unternehmen eine ideale Mischqualifikation“,

so Irene Kondryn, die die Duisburger

Studiengänge organisatorisch

betreut und interessierte Arbeitgeber dahingehend

berät, welche Möglich keiten

der Personalentwicklung es für ihre Mit-

arbeiter gibt.

Beruflich besser dastehen

Andrée Schäfer, 46 Jahre, Diplom-

Ingenieur und Projektmanager bei der

Duisburger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung,

steuert gerade auf sein Wirtschaftsdiplom

zu. Im Beruf habe ihm seine

technische Ausbildung nicht gereicht, begründet

er den Beginn des Studiums: „Ich

habe als Berater für Existenzgründungen

häufig mit Betriebswirten zu tun und wollte

die gleiche Sprache wie sie sprechen.“

Sein Arbeitgeber unterstützt ihn, etwa

dann, wenn Klausuren oder Vorlesungen

anstehen, die mit beruflichen Abendveranstaltungen

kollidieren. Eigenleistung ist

notwendig, aber machbar, meint Schäfer:

„Zwei bis drei Abende in der Woche sind

Veranstaltungen, am Wochenende gehen

vier Stunden für die Stoffwiederholung

drauf – aber es ist zu schaffen, wenn der

Lebenspartner dahinter steht.“ In seiner

Projektarbeit zum Finanz- und Controlling-

Ökonom (VWA) hat Schäfer ein Risikocontrollinginstrument

für Gründer und

Jungunternehmer entwickelt. Für ihn ist

klar: Ziel erreicht. Das berufsbegleitende

Studium an der VWA würde er jederzeit

wieder aufnehmen.

VWA Studienzentrum

Tec-Center

Bismarckstraße 120 ∙ 47057 Duisburg

Tel.: 0180/1 81 00 40

www.vwa-gruppe-bcw.de

650 Studierende nutzen aktuell die

Angebote des VWA-Studienzentrums

im Duisburger Uni-Viertel

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


74

Standortportrait Duisburg SanderWerbung GmbH

Kommunikation

fürs Komplizierte

Schwierig zu vermittelnde Themen ist die SanderWerbung gewohnt. Und das jetzt

seit mehr als 60 Jahren. Denn schon 1948 wurde die Agentur – damals noch als

„Fachagentur für technisch-industrielle Werbung“ – gegründet. Heute bietet die

Agentur ein umfassendes Leistungsspektrum zeitgemäßer Kommunikation.

Geblieben ist der Schwerpunkt

im Bereich Business-to-Business-

Kommunikation, dazu ein

kompromissloser Qualitätsanspruch

in Sachen Kommunikationsarbeit

und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit meist langjährigen Kunden,

die die Agentur vor allem als Partner

und Berater sehen. „Bei der SanderWerbung

gibt es keine Meetings im Stehen.

Es werden auch nicht täglich Sektgläser

geschwenkt. Und der Kommunikationserfolg

misst sich nicht allein an der

doppelseitigen Anzeigengröße“; betont

Marco Pfotenhauer, der gemeinsam mit

Michael Sander als geschäftsführender

Gesellschafter die Agentur leitet. Doch

genau darin liegt das Erfolgsgeheimnis

Die geschäftsführenden Gesellschafter

der SanderWerbung, Marco

Pfotenhauer und Michael Sander

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

des 30köpfigen Teams. Nicht umsonst

bestehen viele Kundenbeziehungen bereits

länger, als manche Mitbewerber auf

Agenturseite alt werden.

Full-Service mit Spezialprofil

So zählt beispielsweise die Traditionsmarke

BKS, die Schlösser und Beschläge

weltweit vertreibt, zu den Kunden der

ersten Stunde. Dazu Marco Pfotenhauer:

Wir haben bei aller Professionalität unserer

Arbeit immer versucht, Bodenhaftung

zu bewahren. Das bedeutet für uns:

Die Ziele unserer Kunden bei unserer

Arbeit nie aus den Augen zu verlieren.“

Im Zentrum der Kommunikationsarbeit

stehen deshalb zielgruppenorientierte

Kommunikationslösungen für Kunden

aus unterschiedlichsten Branchen: Stahl-,

Kunststoff- und Bauindustrie, Maschinen-

und Anlagenbauer, High-Tech-Firmen

aus der IT- oder Messtechnik. Branchen,

die eine ausgefeilte Kommunikation für

meist erklärungsbedürftige Produkte

und Dienstleistungen brauchen. Als Full-

Service-Agentur bietet die SanderWerbung

das komplette Leistungsspektrum aus einer

Hand, unter einem Dach und vor allem

aus einem Guss: von der Konzeption

über die Kreation bis zur Produktion. Neben

den klassischen Printmedien sind die

digitalen Medien integraler und unverzichtbarer

Bestandteil von crossmedialen

Kommunikationsstrategien geworden.

Geschäftsführer Michael Sander ist über-


Anzeige SanderWerbung GmbH

75

zeugt: „Online-Strategien sind für eine

nachhaltige Firmen-, Marken- und Pro-

duktkommunikation im B2B-Bereich von

zentraler Bedeutung. Mit den richtigen In-

halten prominent bei Google & Co. gefun-

den zu werden ist nur durch konsequente

On- und Off-Site-Optimierung möglich.

Flankierende Online-PR und Social-Media-

Aktivitäten eröffnen große Chancen. Risiken

können mit Brand-Monitoring gebannt

werden. Das Internet ist bald die zentrale

Kommunikationsplattform für Mitarbeiter,

Vertrieb und Kunden. Die Nutzungsgewohnheiten

in Richtung „Always Online“

ändern sich schnell. Webapplikationen,

CMS-Systeme, Webinare und Webcasts, integrative

interaktive 3D-Applikationen

in Flash-Umgebung und Schnittstellenprogramierung

zu führenden Daten- und

Softwareanbietern ermöglichen nie dagewesene

Perspektiven. Wir sind für den

nachhaltigen Erfolg unserer Kunden in

diesen Feldern gut gerüstet.“ Die agentureigene

Messeabteilung projektiert und

organisiert zudem Messebeteiligungen in

aller Welt. Dabei hilft auch die Mitgliedschaft

der Agentur im European Agency

Network E3 (www.e3network.com). Partneragenturen

aus ganz Europa und Übersee

können hier für länderspezifischen

Support vor Ort eingebunden werden.

Die Marke machen

Die SanderWerbung leistet B-to-B-

Kommunikation, die auch bei schwierigen

Themen auf den Punkt kommt. Darüber

hinaus punktet man mit speziellen Branchenkenntnissen

und der Bereitschaft,

sich in verzweigte Fachthemen einzuarbeiten.

Und wenn dann Kreativität, Effizienz

und Werbeerfolg nicht als Gegensätze

gesehen werden, steht einer erfolgreichen

Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

„Letztlich kommt es drauf an, was Aufgabenstellung,

Zielgruppe und Budget erfordern:

den ungewöhnlichen Kreativansatz,

die kostenoptimierte Katalogerstellung

mit Online-Anbindung oder das aufmerksamkeitsstarkeVerkaufsförderungskonzept“,

unterstreicht Marco Pfotenhauer.

Entscheidend sei auch, dass es im Bereich

der Business-to-Business-Kommunikation

längst darum gehe, Marken zu schaffen.

Nur Fach- und Sach-Informationen zu

vermitteln reiche schon lange nicht mehr.

Auch bei technischen Produkten müsse

ein emotionaler Mehrwert geschaffen

werden, der die speziellen Zielgruppen

anspricht und das Profil der Kunden-

Marke schärft. „Das Bewusstsein für die

Notwendigkeit einer konsequenten Markenführung

und eines Marken-Aufbaus

ist mittlerweile bei den meisten Kunden

vorhanden“.

In der Region zuhause

„Zugegeben – Duisburg ist keine

klassische Weltstadt. Aber man ist hier

mittendrin. In einem der bevölkerungsreichsten

Ballungsräume Europas, der

Metropole Ruhr, mit sympathischen Menschen.

Mit kultureller Vielfalt und einer

innovativen, breit aufgestellten Wirtschaftsstruktur.

Deshalb sind wir gern

hier“, so das Fazit der beiden Werbeprofis.

Sie engagieren sich für die Stadt und

die Region: Das Team der SanderWerbung

hilft bei der Nachwuchsförderung

von IHK und Arbeitsamt, unterstützt

das Duisburger Bürgerforum, nimmt aktiv

an den Veranstaltungen der städtischen

Wirtschaftsförderung teil und ist

Gründungsmitglied des Duisburger Marketing-Clubs.

Und was wenige wissen:

Die Logofarben des Agenturschriftzugs

Schwarz und Gelb wurden den Vereinsfarben

eines noch heute erfolgreichen

Fußballclubs aus der Region nachempfunden.

Wir sind eben echte Fans des

Ruhrgebiets – bis heute. Und bis heute

betreuen wir besonders gern Unternehmen,

die ebenfalls hier ihre Wurzeln haben.“

Zum Beispiel ThyssenKrupp, das

seit vielen Jahren zum Kundenstamm der

Agentur zählt. Für die Zukunft jedenfalls

hat man sich viel vorgenommen. Marco

Pfotenhauer: „Wir werden weiterhin auf

Wachstumskurs bleiben und unsere lokalen,

regionalen und internationalen

Kunden mit optimierten und integrierten

Kommunikationslösungen in ihrem

Erfolg unterstützen.“

SanderWerbung GmbH

Hans-Pfitzner-Straße 31

47057 Duisburg

Tel.: 0203 / 9 93 77-0

kontakt@sanderwerbung.de

www.sanderwerbung.de

Dreh mit Konny Reimann in Texas

Planung und Umsetzung

von Firmenevents

Design und Realisierung

von Messeständen

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


76 Galerie der Guten 2009

Die Galerie der Guten 2009

In den zurückliegenden zwölf Monaten wollten viele Unternehmer am liebsten nur noch dadurch

auffallen, dass sie nicht auffallen. Wegducken schien zur obersten Managermaxime geworden zu

sein. Man konnte sich des Eindrucks kaum erwehren, dass eine Lawine schlechter Nachrichten

jede mutige Wirtschaftsidee erstickt. Doch der Eindruck trügt: Das Wirtschaftsblatt hat überall in

NRW Persönlichkeiten identifiziert, die 2009 auf Kurs geblieben sind, sich an Neues herangewagt

und Kreativität bewiesen haben oder weiterhin ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung

gerecht geworden sind. Stellvertretend für alle, die bereit waren, Entscheidungen zu treffen und die

damit verbundenen Konsequenzen zu tragen, hat die Redaktion 37 gute Beispiele ausgesucht.

Von Karsten Sander ∙ Tapetendesign: Asin Koch

1 Simone Bagel-Trah

Diesen Schnitt wird die männliche Wirtschaftsnomenklatura

gespürt haben. Mit

Simone Bagel-Trah ist seit September

erstmals eine Frau die Aufsichtsratsspitze

eines DAX30-Unternehmens. Bei Henkel

will die 41jährige Gründer-Ururenkelin

und Mikrobiologin nicht sofort alles

ändern, doch weibliche Intuition kann

dem Düsseldorfer Waschmittel- und

Klebstoffkonzern nur gut tun.

2 Dr. Hermann Bühlbecker

Printenkönig Hermann Bühlbecker ist

bekannt für glamouröse Auftritte. Doch

er kann auch anders. Seit September bildet

seine Aachener Lambertz-Gruppe

junge Afghanen zu Bäckern aus. Das

Ziel: Nach der Lehre können sie mithelfen,

die Grundversorgung am Hindukusch

zu verbessern. Dazu gewährt

der Unternehmer auch noch finanzielle

Starthilfe. Die Idee entwickelte Bühlbecker

zusammen mit dem afghanischen

Präsidenten Hamid Karzai.

3 Dr. Josef Beutelmann

Für Kontinuität muss man sich nicht

schämen. Josef Beutelmann führt seit

über zehn Jahren die Wuppertaler Barmenia

Versicherungsgruppe. Mit dem Innenleben

des Konzerns ist er sogar schon

40 Jahre vertraut. Ein Ergebnis: die Barmenia

ist vom Branchenverband PKV in

Wirtschaftsblatt 1/10

diesem Jahr wieder zur besten privaten

Krankenversicherung gewählt worden.

4 Ute Frieling-Huchzermeyer

Interesse wecken ist die Königsdisziplin

im Journalismus. Ute Frieling-Huchzermeyer,

Bauernspross aus dem Landkreis

Osnabrück und Agraringenieurin, hat

sich 2009 hier ihre Krone verdient. Als

Chefredakteurin des in Münster erscheinenden

Magazins Landlust hat sie das

Lifestylemagazin mit dem richtigen Themenmix

über die Auflagen-Schallmauer

von 500.000 getrieben.

5 Marc Daniel

So können heute Unternehmerkarrieren

aussehen: Produktidee haben (z. B. Displayschutzfolien),

Vertriebsweg finden (z.

B. ebay), räumliche Expansion (z. B. vom

Keller in eine leere Arztpraxis), Angebot

ausbauen (z. B. Handyzubehör, später

Tierbedarf), weiter wachsen (z. B. Lagerhalle

anmieten und Personal einstellen).

Der weitere Werdegang des Bocholter

Unternehmers Marc Daniel kann unter

www.e-cultor.de verfolgt werden.

6 Hans-Jürgen und Michael

Freundlieb

Die Bauunternehmer aus Dortmund-

Hörde sind untrennbar mit ihrer Stadt

verbunden. Viele Strukturwandel-Projekte

der Westfalenmetropole haben die

Brüder Hans-Jürgen und Michael Freund-

lieb mit angeschoben. Jetzt verlegen sie

als Vorreiter ihre Firmenzentrale an den

Phoenix-See (Ex-Hermannshütte). Nicht

nur dafür bekamen sie 2009 den Dortmunder

Wirtschaftspreis.

7 Dr. Heinz-Horst Deichmann

Das Zögern der anderen nutzt Europas

größter Schuhhändler, um sich Marktanteile

zu sichern. 165 Millionen Euro steckt

man in die schnellste Expansionsphase

der Firmengeschichte und folgt damit der

Philosophie von Unternehmensgründer

Heinz-Horst Deichmann. Er selbst nimmt

sich die Zeit, Gutes zu tun. Dafür erhielt er

im November den Leibniz-Ring-Hannover.

8 Peter Breidenbach

Pionierarbeit mit Sand, Schluff und Ton.

Seit 1984 hat sich der Viersener Peter

Breidenbach mit Haut und Haaren dem

Lehm verschrieben. Als Lohn für sein unermüdliches

Werben für die Vorteile des

historischen Baustoffes ist der Gründer

von Claytec jetzt von der Wirtschaft am

Niederrhein zum Unternehmer des Jahres

gewählt worden.

9 Arnold Drewer und Frank Rausch

Da, wo andere abwinken, öffnen Arnold

Drewer und Frank Rausch Perspektiven.

In ihrem Paderborner Unternehmen Innodämm

bilden sie bevorzugt Langzeitarbeitslose

mit Migrationshintergrund

im zukunftsträchtigen Berufsbild


1

4 5

2 3

7 8 9

Tapetendesign: Asin Koch, phantasin79@yahoo.de, 0178/294 46 47

77

6


78

Dämmfachwerker aus. Als Anerkennung

für ihr interkulturelles Personalmanagement

gab es zuletzt den „Unternehmenspreis

Vielfalt in OWL“.

10 Johannes Genske

Von der Ausnahme zum Beispiel: Als ihm

seine Bank die Kreditlinien kündigte,

machte er Kunden zu Teilhabern. Damit

rettete Johannes Genske sich vor sechs

Jahren seinen unternehmerischen Hals.

Im Zuge der Finanzkrise wurde die Kraft

des Konzepts erkannt. Seither steht das

Telefon des Kölner Biomöbeleinrichters

selten still, weil viele Unternehmerkollegen

bei Genske Rat suchen.

11 Richard Oetker

Er war 2009 Deutschlands bekanntester

Trainee. Seit dem 1. Januar 2010

ist für Richard Oetker die Einarbeitung

zu Ende. Der 59jährige Brau- und

Agrarwissenschaftler ist neuer Persönlich

haftender Gesellschafter des

Bielefelder Traditionshauses. Seine

anspruchsvolle Aufgabe: Den diversifizierten

Konzern inklusive Reederei

auf Kurs zu halten.

Wirtschaftsblatt 1/10

Galerie der Guten 2009

10

13 14

15 16

12 Harald Wittig und Otto Hurler

Mit einem guten Turnschuh kann man

abrupt abstoppen, sich sicher drehen

und schnell beschleunigen. Attribute, die

auch auf gute Unternehmer zutreffen.

Otto Hurler und Harald Wittig haben mit

Runners Point innerhalb von vier Jahren

aus einer verlustbringenden Warenhaustochter

eine expandierende Fachhandelskette

gemacht. Hierfür wurden die

Recklinghausener als Turnarounder des

Jahres 2009 ausgezeichnet.

13 Joachim Fuhrländer

Von den 500 Mitarbeitern sind 150

Auszubildende, und mit seinem Unternehmen

ist er erfolgreich in einem

Zukunftsmarkt positioniert. Mitte April

hat Joachim Fuhrländer für seine

Windenergie-Gruppe auch noch einen

neuen Firmensitz im Gewerbepark am

Siegerland Airport bezogen. Dass der

Boden rein rechtlich zum rheinlandpfälzischen

Flecken Liebenscheid gehört,

schmälert die Verdienste des Unternehmers

um das wirtschaftliche

Wohl NRWs nur marginal.

11

14 Wolfgang Werner

Wenn aus ruinösen Schachtanlagen

einzigartige Wohn-, Arbeits- und Freizeitkomplexe

werden, dann ist meist

der Zechenbaumeister Wolfgang Werner

involviert. Mit Phantasie, Know-how

und Überzeugungskraft hat der Sturkopf

schon mehrere atemberaubende Projekte

realisiert. Mitte 2009 hat er die Hängebank

der Gelsenkirchener Zeche Consol

ins Visier genommen.

15 Oliver Knickel

Wenn demnächst die ersten Menschen

den Mars betreten, hat auch ein im bergischen

Odenthal aufgewachsener Berufssoldat

einen wichtigen Beitrag geleistet.

105 Tage war Oliver Knickel in Russland

in einer Heizöltank-ähnlichen Röhre eingesperrt.

Wissenschaftlern lieferte der

Bodenastronaut so wichtige Erkenntnisse

über die geistigen und körperlichen

Belastungen einer langen Weltraumreise.

16 Burkhard Schuchmann

Vier Jahre nach seinem Ausstieg beim

Werdohler Bahnkonzern Vossloh ist

Burkhard Schuchmann angekommen.

12


Die Managerkoryphäe suchte eine ech-

te Herausforderung. Gefunden hat er sie

am Fuße des Kaukasus. 250.000 Flaschen

Qualitätswein seines georgischen Gutes

exportierte er 2009. Fast wichtiger als

die Erschließung neuer Absatzmärkte

ist ihm der Aufbau eines Ausbildungssystems

für Weinbauern vor Ort.

17 Anja Kottmann und Thessa

Küppers

Dass am Niederrhein außergewöhnliche

Werbeikonen wachsen, wissen wir

seit Claudia Schiffer. 2009 sind Anja

Kottmann und Thessa Küppers aus dem

Schlagschatten des Rheinberger Top-

Models getreten. Die beiden Kartoffelbäuerinnen

aus Grevenbroich und Kaarst

wurden vom Knabbermulti Intersnack

für die aktuelle Chips-Kampagne ausgesucht.

Authentischer geht‘s nimmer.

18 Professor Martin Hellwig

Der Herr der 100 Milliarden. Als Leiter

des Lenkungsrates Unternehmensfinanzierung

spricht der Bonner Ökonom noch

bis Ende 2010 gewichtige Empfehlungen

über Kredit- und Bürgschaftsvergaben im

17

Rahmen des Hilfsfonds des Bundes aus.

Danach könnte Martin Hellwig sich vorstellen

zu erforschen, wie man die Risiken

in unserem Finanzssystem langfristig

minimieren kann.

19 Franz Schaible

Seit fast 30 Jahren sprudeln die Ideen aus

Franz Schaible nur so heraus. Der Chef

der Bielefelder Sozialunternehmensgruppe

GAB initiierte unter anderem eine

Fahrschule für junge Arbeitslose, damit

sie motorisierte Hilfsdienste übernehmen

können, oder einen Gehörlosen-

Lesezirkel mit von Arbeitslosen besprochenen

CDs. 2009 trieb er unter anderem

eine Energieberatung für Arbeitslose und

einen Arbeitslosenhärtefonds voran.

20 Professor Dr. Christoph Schmidt

Geboren in Canberra (Aus), aufgewachsen

in Fulda (Hessen), Studium in Mannheim

(BW), Promotion in Princeton (USA)

und Habilitation in München (Bayern).

Nach einer Professur für Ökonometrie

in Heidelberg (BW) wechselte er 2002 als

Präsident des RWI nach Essen (hier). „Wir

dürfen uns nicht vor Antworten drük-

18 19

20 21 22 23

79

ken“, sagt Schmidt, der seit März neuer

Wirtschaftsweiser ist und in NRW bleibt.

21 Julia Postert

16 frisch gebackene Forstwirtschaftsmeister

wurden im November am Forstlichen

Bildungszentrum für Waldarbeit

und Forsttechnik in Arnsberg in die freie

Berufsbahn entlassen. Mitten unter lauter

Männern stand dabei Julia Postert. Sie

ist die erste Frau in Nordrhein-Westfalen,

die diesen besonderen Meisterbrief vorweisen

kann. Eventuell werde sie jetzt

noch studieren, plant die 26jährige Berufspionierin.

22 Willi Ulrich

Im vergangenen Jahr hat Willi Ulrich

sein 50. Gesellenjubiläum feiern können.

Meisterehren blieben dem 68jährigen

verwehrt. Warum? Als Ulrich seine Ausbildung

zum Schwertschleifer absolvierte,

war der Beruf schon so selten, dass

später niemand mehr die entsprechende

Prüfung abnehmen konnte. Heute ist er

in Solingen sogar der Letzte seiner Art.

23 Peer Schatz

Das Wachstum ist atemberaubend. Seit

Wirtschaftsblatt 1/10


80

Peer Schatz an der Spitze des Biotech-

nolgie-Konzerns Qiagen steht, wurden

1,3 Milliarden Euro in Zukäufe investiert.

Zuletzt schluckte man im September das

britische Unternehmen DxS und startete

den 30 Millionen Euro schweren Ausbau

der Firmenzentrale in Hilden. Alles sieht

danach aus, dass man schon bald in den

noblen DAX aufrücken wird.

24 Peter Schneider

Kein Gebrauchtwarenhändler hat auf seinem

Weg bislang so viele Hürden überspringen

müssen wie der Dortmunder

Peter Schneider. Seit er 2004 die Firma

Used Soft gründete, um gebrauchte Programmlizenzen

zu vertreiben, zerren

ihn die Hersteller vor den Kadi. Und das,

obwohl die ehemalige Justizministerin

Zypries im Juli das Geschäftsprinzip bestätigt

hatte. Schneider will durchhalten.

25 Johannes Teyssen

Den Knall sparte er sich bis ganz zum

Schluss auf. E.ON-Chef Wulf Bernotat

überraschte die Aktionäre auf der Vollversammlung

im Mai am Ende seiner

Rede mit seinem Rückzug von der Spitze

Wirtschaftsblatt 1/10

Galerie der Guten 2009

28

24 25 26 27

des umsatzstärksten Unternehmens des

Landes, im August nominierte der Aufsichtsrat

seinen Nachfolger. Seither kann

sich Johannes Teyssen auch hochoffiziell

für den Vorstandsvorsitz warmlaufen.

26 Norbert Schwarz

Er war schon oben und wollte noch höher

hinaus. Weil ihm bei Montageaufträgen

die Anreise zu Baustellen in Großbritannien

zu teuer und zeitraubend war, charterte

der Dinslakener Dachdeckermeister

Norbert Schwarz kurzerhand Flugzeuge

für seine Beschäftigten. Die Schwarz Air

Service war geboren. Seit 2009 arbeitet

der 49jährige am Umzug der Airline an

den Flughafen Schwarze Heide.

27 Michael Vassiliadis

Seit seiner Wahl zum Chef der IG BCE ist

Michael Vassiliadis mit seinen 45 Jahren

sowohl der jüngste Gewerkschaftsboss

innerhalb des DGBs als auch der erste

Vorsitzende mit Migrationshintergrund.

Der in Essen geborene und in Dormagen

lebende Sohn eines griechischen Chemiearbeiters

gilt als ideologiefreier Arbeiterführer.

29

28 Daniel Zimmermann

Sensation bei der Kommunalwahl in

Monheim am Rhein: Daniel Zimmermann

wird Bürgermeister. Mit 27 Jahren

ist er der jüngste in NRW. Was noch mehr

überrascht: Es gelang ihm ohne eine der

etablierten Parteien im Rücken als Spitzenkandidat

der von ihm vor zehn Jahren

gegründeten Jugendpartei Peto. Mit 29,6

Prozent der Stimmen ist sie nun zweitstärkste

Fraktion im Rat der 43.000-Einwohnerstadt.

29 Friedhelm Schaffrath

Seine Schaffenskraft imponiert. 2009

investierte Friedhelm Schaffrath einen

zweistelligen Millionenbetrag in den

Ausbau seines Möbelkaufhauses am Unternehmenssitz

Mönchengladbach und

gründete zeitgleich eine Stiftung für Soziales.

Bis zu 50.000 Euro werden künftig

pro Jahr an Hilfsbedürftige, Kinder- und

Jugendheime sowie Alters- und Erholungseinrichtungen

ausgeschüttet.

30 Erhan Baz

Mutiger Spatenstecher aus Gelsenkirchen.

Seit September investiert Erhan

30


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82

Baz im Stadtteil Ückerndorf drei Millio-

nen Euro in einen neuen Firmensitz für

seine Gastronomiekette Mr. Chicken. Der

Bau hat das Zeug zum architektonischen

Highlight und soll auch ein Symbol für

den Wachstumswillen des Franchisegebers

sein. Die Einzigen, die bei ihm derzeit

nicht gut lachen haben, legen Eier.

31 Tobias Weidhase

Als seine Frau von einem Einkaufsbummel

ein Kinder-T-Shirt der Hardrock-Band

Motörhead mitbrachte, war Tobias Weidhase

so fasziniert, dass er ein Unternehmen

gründete. Metal-Kids versorgt den

Nachwuchs von Freunden harter Musik

mit Totenkopf-Stramplern oder AC/DC-

Pullis. Stilecht schreibt der Düsseldorfer

seit 2009 mit der düsteren Kleinkinder-

Bekleidung schwarze Zahlen.

32 Martin Willmen, Susanne

Coenen und Nicole Slink

Sein Gewerbe ist alt, sein Auftritt frisch.

Der Grevenbroicher Bestatter Martin

Willmen hatte die beiden Designerinnen

Susanne Coenen und Nicole Slink mit der

Entwicklung eines Corporate Designs beauftragt.

Für das Ergebnis erhielt er als

Wirtschaftsblatt 1/10

Galerie der Guten 2009

31 32 33

34

35

erster seiner Zunft einen der begehrten

red dot awards des Designzentrums auf

Zeche Zollverein.

33 Professor Dr. Antje von Schaewen

Stressresistente Kulturpflanzen, die zudem

mehr Ertrag bringen, züchtet Professorin

Antje von Schaewen. Was ihr beim

Tabak schon gelungen ist, soll künftig

auch bei Reis, Soja und Kartoffeln funktionieren.

Die Mün steraner Wissenschaft-

lerin wurde vom NRW-Innovationsmi-

nisterium im November als „Patente

Erfinderin 2009“ ausgezeichnet.

34 Beate Wiemann

Und wieder fällt eine Bastion, stirbt ein

Klischee. Mit der Juristin Beate Wiemann

steht seit dem 1. Juli 2009 erstmals eine

Frau an der Spitze eines Bauindustrieverbandes

in Deutschland. Nebenher ist

die Hauptgeschäftsführerin des hiesigen

Verbandes mit Sitz in Düsseldorf Lehrbeauftragte

im Fachbereich Bauingenieurwesen

an der FH Münster.

35 Jana Winterberg

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

sind für Jana Winterberg, Geschäftsführerin

der Gebäudereinigungs-

36

firma A. H. Winterberg, ein wertvolles

Gut. Für ihre konsequent umgesetzten

Konzepte wurde die Wuppertalerin mit

dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2009

ausgezeichnet. Auch wirtschaftlich zahlt

sich das Engagement aus: Der Krankenstand

bei Winterberg ist niedrig.

36 Dirk Schuster

Firmenübernahme in Rhein land-Pfalz,

Eröffnung eines neuen Standorts in Ham-

burg. Dazu der Innovations preis der Deut-

schen Druckindustrie. Für Dirk Schuster,

den Hauptgeschäftsführer des Krefelder

ORT Medienverbundes, und sein 230köpfiges

Team lief es 2009 einfach rund. Qualität

und Kompetenzführerschaft zahlen

sich weiter aus.

37 Jochen Räke

Mit dem Modell Argos hat der Chef der

Bergisch Gladbacher Manufaktur Transrotor

2009 ein neues Modell auf den krisenerprobten

Markt für Plattenspieler gebracht.

Absatzprobleme fürchtet Jochen

Räke auch jetzt nicht. Die Schallplatte

sei mehrfach für tot erklärt worden, man

habe dennoch unbeirrt weiter gemacht.

Listenpreis des Argos: 139.000 Euro.

37


www.piepenbrock.de

Das Zeichen für Vertrauen.

Sie suchen jemanden, auf den Sie sich verlassen möchten? Dann sind Sie bei uns richtig!

Unser Leistungsversprechen setzen wir nach Ihren individuellen Anforderungen um –

dafür stehen wir mit unserem Namen. Als inhabergeführtes Familienunternehmen leben

wir unsere unternehmerischen Ansprüche bereits in der vierten Generation. Wir stehen für

Kontinuität, Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit.

Gebäudemanagement Gebäudereinigung Instandhaltung Sicherheit


84

Spezialisten

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

„Hat man das Unmögliche

eliminiert, so muss, was

übrig bleibt, mag es noch

so unwahrscheinlich erscheinen,

die Lösung sein.“

Sherlock Holmes


Mut zur Lücke

Spezialisierung lautet das Erfolgs-

rezept, mit dem sich Firmen aller

Größen einen auskömmlichen

Platz im globalen Wirtschaftsbeziehungsgeflecht

sichern wollen. Sich

auf bestimmte Kernkompetenzen zu fokussieren,

scheint im haifischüberfüllten

Marktbassin die beste Überlebensstrategie

zu sein. Doch Vorsicht: Auch Super-

Spezialisten können ziemlich schnell

einen Termin beim Insolvenzgericht bekommen,

wenn niemand ihre besonderen

Produkte oder Leistungen gebrauchen

kann oder sie vor lauter Fokussierung

eine sich verändernde Nachfrageentwicklung

übersehen. In der Spezialisierung

liegen genauso viele Erfolgschancen wie

Risiken. Deshalb hat der Systemforscher

Wolfgang Mewes schon in den siebziger

Jahren aus der Suche nach einer sicheren

Spezialisierungsstrategie eine eigene

Wissenschaft gemacht. Das Ergebnis

nennt sich Engpasskonzentrierte Verhaltens-

und Führungsstrategie (EKS). Wer

ihr folgt, soll Spezialisierungsvorteile voll

nutzen und Risiken nicht nur vermeiden,

sondern in Chancen verwandeln können.

Während der 1924 geborene Erfinder inzwischen

beruflich etwas kürzer tritt,

liegen die Rechte an den ausformulierten

Prinzipien seit Anfang 2008 beim Management

Zentrum von Professor Fredmund

Malik im ostschweizerischen St. Gallen.

Tief vertraut mit den Geheimnissen von

EKS ist aber auch Dr. Kerstin Friedrich.

Die Strategieberaterin und Publizistin aus

dem winzigen Dünsen bei Bremen gilt

als Expertin der Engpasskonzentrierten

Strategie. „Ich bin zu EKS gekommen, als

Wolfgang Mewes 1989 sein Lebenswerk

an den Verlag der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung verkaufte. Ich bekam den

Auftrag, die Strategie zu modernisieren.

Sechs Monate, nachdem ich begriffen

hatte, worum es bei EKS geht, habe ich gekündigt

und mich selbständig gemacht.“

Wenn man die Methode, die auf den ersten

Blick sehr harmlos daherkomme, erst

mal in jeder Konsequenz begriffen und

verinnerlicht habe, wecke sie unglaubliche

Kreativität. Man habe dann eine

Brille auf, mit der man im Grunde überall

Geschäftskonzepte oder Marktchancen

sehe. „Ich wollte damals eine auf Sport

spezialisierte Werbeagentur aufmachen,

aber meine potentiellen Partner wollten

sich nicht spezialisieren, und seither hat

mich die EKS nicht mehr losgelassen“,

umreißt die Diplom-Volkswirtin ihren

Werdegang nach der Ausstieg bei der FAZ.

Dem Erfolg auf der Spur

Die EKS-Methode basiert auf der Auswertung

realer Geschäftsentwicklungen.

Es muss daher eine große Zahl von Unternehmern

geben, die intuitiv wissen, wie

man richtig spezialisiert. Wie viele Anwender

EKS erfolgreich einsetzen, weiß

aber niemand. „Es sind bislang ungefähr

100.000 Fernlehrgänge und Bücher zu diesem

Thema verkauft worden“, sagt dazu

Kerstin Friedrich. Allerdings habe der

bekannte Wirtschaftsprofessor Hermann

Simon bei seinen Studien über Hidden

Champions herausgefunden, dass viele

der von ihm vorgestellten mittelständischen

Marktführer nach EKS arbeiten.

Naja, aktuell ist es sowieso sehr en

vogue, sich als Spezialist zu bezeichnen.

Jeder Wald- und Wiesenberater

postuliert gerne die Fokussierung auf

die Kernkompetenzen. „Wenn aber alle

Spezialisten das Gleiche machen und der

Spezialisten 85

Auf globalisierten Märkten wird verdrängt, was das Zeug hält. Ganze Branchen, die ehedem für viel

Beschäftigung in Deutschland gesorgt haben, sind bereits der bitteren Wahrheit zum Opfer gefallen, dass

es immer jemanden gibt, der ein einfaches Produkt oder eine normale Dienstleistung günstiger anbieten

kann. Vor allem mittelständische Unternehmen tun gut daran, sich niemals austauschbar zu machen.

Von Michael Kranz

Wettbewerbsdruck steigt, kann man die

Uhr danach stellen, wann der erste einräumen

muss, dass seine Spezialisierung

nicht spitz genug ist. Dann muss das Unternehmen

entweder sein Geschäftsfeld

noch einmal verkleinern oder das Angebotsspektrum

ändern“, erläutert die EKS-

Expertin. Das Paradoxe: Engpasskonzentrierte

Strategen müssen auf der einen

Seite ihr Geschäftsfeld verkleinern und

andererseits in der Regel ihre Know-how-

Basis verbreitern. Warum? Ganzheitliche

Spezialisierung bedeutet, dass man

bereit ist, eine Ebene höher zu schauen,

was den Kunden daran hindern könnte,

erfolgreich zu sein oder zu werden. Dieser

Blick führt fast immer zu ganz neuen

oder zumindest erweiterten Aufgaben.

Zur besseren Verständlichkeit führt Kerstin

Friedrich das Beispiel eines Handelsvertreters

für Optiker an, den sie zu seinen

Erfahrungen interviewt hat. Er hatte

sich sehr stark spezialisiert und offerierte

seinen Kunden ausschließlich die vergrößernden

Sehhilfen eines deutschen

Herstellers. Allerdings musste er schnell

erkennen, dass er die Produkte bei den

Optikern nicht los wurde, weil sie nicht

wussten, wie sie mit ihnen umgehen sollten.

Heute bietet er neben den Sehhilfen

auch ein ergänzendes Beratungskonzept,

mit dem sich Optiker auf die Betreuung

von schwer Sehbehinderten spezialisieren

können, deren Zahlen im Zuge des

demografischen Wandels steigen.

Neben solchen Einzelkämpfern nutzen

auch viele bekannte Namen EKS. Renommierte

Unternehmen wie Kärcher aus dem

baden-württembergischen Rems-Murr-

Kreis oder der Schraubenkonzern Würth

aus dem fränkischen Künzelsau haben

sich auf die Engpässe ihrer Kunden kon-

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


86

zentriert und es damit jeweils an die Welt-

spitze in ihrem Marktsegment gebracht.

„Kärcher zum Beispiel ging es vor der

Spezialisierung gar nicht gut. Man tummelte

sich auf siebzehn Geschäftsfeldern

und stellte sogar Surfbretter her. Dann

konzentrierte man sich auf Hochdruckreinigungstechniken

und investierte alle

Kapazitäten in die konsequente Verbreiterung

der Know-how-Basis“, beschreibt

Kerstin Friedrich. Die Strategie war so erfolgreich,

dass Kärcher sich heute öffentlichkeitswirksame

Reinigungsaktionen

an weltweit herausragenden Bauwerken

wie der Space Needle im US-amerikanischen

Seattle, den Memnonkolossen im

ägyptischen Luxor, den Kolonnaden am

Petersplatz in Rom oder der Christusstatue

in Rio de Janeiro leisten kann.

Probleme annehmen

Welche Wucht in einer Engpasskonzentrierten

Strategie stecken kann, zeigt

die Erfolgsgeschichte des Unternehmers

Reinhold Würth. Nach dem Tod seines

Vaters übernahm er mit erst 19 Jahren

eine kleine Schraubenhandlung und

baute sie zum weltweit führenden Handelskonzern

für Befestigungs- und Montagematerial

aus. Wie? Reinhold Würth

hat gemerkt, dass seine Kunden gar nicht

wussten, welches Schraubenspektrum

sie genau brauchen. Die Beschaffung von

Befestigungsmaterialien war für viele

Anzeige

Spezialisten

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

der besuchten Unternehmen eher lästig.

Würth hat sich darüber aber nicht geärgert,

sondern seinen Kunden Sortierschränkchen

hingestellt. Jetzt konnte er

eigenhändig überprüfen, welche Schrauben

am häufigsten eingesetzt wurden.

Die Kunden fassten schnell Vertrauen

zu dem neuen System, das dafür sorgte,

dass ihnen nie mehr wichtige Befestigungskomponenten

fehlten. Ziemlich

rasch durften Würth und seine bald

wachsende Schar Außendienstler eigenhändig

die Bestände kontrollieren und

die Bestellscheine ausfüllen. Dieser kleine

strategische Dreh hatte gigantische

Folgewirkungen und ließ in Künzelsau

die Kassen nachhaltig klingeln.

Perfekt für den Mittelstand

EKS ist ideal für kleine und mittlere

Unternehmen, weil sie sich auf enge

Dr. Kerstin Friedrich


Märkte und spezielle Nischen konzentrieren

können, die für Konzerne vollkommen

uninteressant sind. Allerdings

fordert die Engpasskonzentrierte Strategie

auch eine Abkehr von der reinen

Betriebswirtschaftslehre. Ein Unternehmensgegenstand

soll niemals nur dazu

dienen, den sogenannten Shareholder-

Value zu maximieren. „Natürlich darf

man auch mit EKS jede Menge Geld verdienen,

aber letztendlich, geht es nur darum

die Probleme der Kunden zu lösen“,

erläutert Kerstin Friedrich. Das höre sich

zwar erst mal ziemlich banal an, aber es

mache einen großen Unterschied, ob ein

Unternehmen diese Maxime tatsächlich

beherzigt oder bei jeder Gelegenheit sofort

die Erträge optimiert. Die reine Gewinnorientierung

steht im Widerspruch

zur kooperativen, problemorientierten

Kundenbeziehung. Fairness ist für EKS-

Unternehmen ein hohes Gut. Man orientiert

sich nicht an Moden, sondern an

den Bedürfnissen der Kunden. „Mit EKS

kann man sogar in unseren Zeiten der

brutalen Sättigung sehr erfolgreich sein“,

verspricht die Spezialistin aus Norddeutschland

und nennt als Beispiel den

Spezialversender Pro Idee. Das Familienunternehmen

aus Aachen löse nämlich

Engpässe, von denen die Kunden noch

gar nicht wissen, dass sie sie haben.

Weitere Informationen unter

www.friedrich-strategie.de

Beleben Sie Ihr Unternehmen.

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Anzeige KÖTTER Security

87

Sicherheit muss Chefsache sein

Für die kommenden Jahre erwarten die Unternehmen eine weitere Zunahme der

Wirtschaftskriminalität. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft

PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dabei

lässt die noch nicht überwundene Wirtschaftskrise die Zahl der Delikte zusätzlich steigen.

Angesichts dieser Entwicklungen

kommt den integrierten Sicherheitskonzepten,

wie sie KÖTTER

Security bereits seit Anfang der 1990er

Jahre bietet, eine noch stärkere Bedeutung

zu. „Nur umfassende Lösungen aus

personeller Sicherheit und Sicherheitstechnik

ermöglichen einen optimalen

Objektschutz“, unterstreicht Andreas

Kaus, Geschäftsführer des zur KÖTTER

Unternehmensgruppe gehörenden Westdeutschen

Wach- und Schutzdienstes

Fritz Kötter. In der Metropole Ruhr ist der

Westdeutsche Wach- und Schutzdienst

Fritz Kötter mit Niederlassungen in Dortmund,

Duisburg und Essen präsent. Ganz

entscheidend für diese Lösungen wie für

das Thema insgesamt: „Sicherheit muss

Chefsache sein, die Verantwortung für

die Sicherheit muss immer auf der obersten

Führungsebene liegen“, betont Andreas

Kaus. „Erst in diesem Kontext wird

Sicherheit langfristig und nicht nach

kurzfristigen Kostenaspekten beurteilt.“

Rundum sicher

Unter der Marke „Mensch – Technik

– Organisation = KÖTTER Security“ hält

der Dienstleister Komplettangebote aus

personeller Sicherheit und Sicherheitstechnik

bereit. Die personelle Sicher-

Mit KÖTTER Security alles im Blick — rund um

die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstellen

heit umfasst insbesondere Werkschutz

und Separatwachdienste (zum Beispiel

Torkontroll-, Empfangs-, Posten- und

Streifendienste), Revierwachdienste, Betriebs-

und Werkfeuerwehr, Wirtschaftsermittlung

und Risikoberatung sowie

spezielle Sicherheitsdienste, unter anderen

den Personenschutz. Zur Sicherheitstechnik

gehören vor allem Zutrittskontroll-

und Videoberwachungssysteme,

Einbruch- und Brandmeldeanlagen, vernetzte

Alarmmanagementsysteme sowie

rund um die Uhr besetzte Notruf- und

Serviceleitstellen.

Die Realisierung dieser ganzheitlichen

Sicherheitskonzeptionen erfolgt

mit eigenen Mitarbeitern, für die in der

unternehmenseigenen KÖTTER Akademie

ein breites Aus- und Weiterbildungsangebot

bereitsteht. Die Auftragsumsetzung

mit eigenem Personal bietet für den

Auftraggeber verschiedene Vorteile: „Er

muss lediglich einen Dienstleister überprüfen.

Durch die Leistungen aus einer

Hand werden Schnittstellenprobleme,

Effizienzverluste und Zusatzkosten wie

bei der Kooperation mit verschiedenen

Dienstleistern vermieden“, erläutert

Andreas Kaus. Auf Wunsch und nach

Bonitätsprüfung des Kunden kann der

KÖTTER Services ist Förderer der Kulturhauptstadt

Europas RUHR.2010.

Neben dem finanziellen Engagement

für RUHR.2010 unterstützt das Familienunternehmen

im Rahmen

des Kulturhauptstadtjahres als Ballonpate

das Projekt Schacht-Zeichen.

Ein Ballonstandort wird der

Stammsitz von KÖTTER Services in

Essen-Frillendorf sein, dem ehemaligen

Gelände der Zeche Katharina.

Zwei Schächte befinden sich unmittelbar

auf dem Firmensitz.

Dienstleister auch die Investitionen in

die Sicherheitstechnik übernehmen. Der

Auftraggeber zahlt im Gegenzug eine Monatspauschale.

Vorteil: „Die Gesamtkosten

bleiben dabei über die mehrjährige

Laufzeit unter denen, die bei getrennter

Vergabe von Sicherheitstechnik und personeller

Sicherheit entstehen. Zudem

können Kunden mit festen Budgets vom

ersten Projekttag an planen“, betont Andreas

Kaus.

KÖTTER Security

Hotline: 0201 / 27 88-388

info@koetter.de ∙ www.koetter.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


88

Spezialisten bit gGmbH

Die Weichen sind gestellt

Jim Knopf hat es geschafft: Schließlich ist er – zumindest

im Land der Phantasie – der wohl bekannteste

Lokomotivführer. Bei Märchen oder Kinderträumen

muss es aber nicht bleiben.

In der Wirtschaft gewinnt der Bereich Logistik an Fahrt. Uns

liegen konkrete Anfragen nach ausgebildeten Eisenbahn-

Fahrzeugführern vor. Und wo – egal, in welcher Branche –

Bedarf an beruflich qualifizierten Fachkräften herrscht, da

stellen wir die entscheidenden Weichen“, so Rolf Gantenberg,

Geschäftsführer der „bit gGmbH“. So startet im Frühjahr 2010

die erste Ausbildungsmaßnahme zum Lokführer für den Personen-

und Güterverkehr.

„Beratung – Integration – Training“: Dafür steht die bit gGmbH

mit ihren „Bahnhöfen“, sprich: Ausbildungszentren in Oberhausen,

Essen und Wuppertal. „Ob Bundesbahn, Hafen-Betreiber

oder Großunternehmen zum Beispiel der Stahlerzeugung oder

Chemie mit schienengebundenem Werksverkehr: Diese Zielkunden

versorgen wir entweder mit geschulten externen Kräften,

oder wir qualifizieren zielgerichtet Mitarbeiter aus deren

eigenen Reihen, und dies in nur rund sechs Monaten“, betont

Gantenberg. Die hierzu erforderliche Genehmigung des Bonner

Eisenbahn-Bundesamtes liegt vor und umfasst die Vermittlung

aller Kenntnisse zum Rangierleiter, Wagenuntersuchungs- und

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Rolf Gantenberg,

Geschäftsführer

der bit gGmbH, vor

einem Exemplar

der legendären

Dampflokomotiven-

Baureihe 50 der

Essener Friedrich

Krupp AG (Baujahr

1942, ausgemustert

1977), das es bei der

Dauerausstellung

„Schwer.Industrie“

im LVR-IndustriemuseumOberhausen

an der

Hansastraße 20 zu

bewundern gibt. Die

neue bit-Ausbildung

zum Lokomotivführer

findet freilich auf

moderneren Fahrzeugen

statt.

Bremsbeamten, Zugbegleiter sowie Eisenbahnfahrzeugführer

für alle Führerschein-Klassen. Die TÜV-Anerkennung wird

in Kürze folgen. Je Ausbildungsgang werden rund 20 TeilnehmerInnen

zwischen 25 und 50 Jahren „auf Schiene gebracht“.

Deren gesetzlich vorgeschriebene arbeitsmedizinische und

psychologische Eignungsuntersuchung erfolgt durch das umfassend

geschulte Fachpersonal der „bit gGmbH“. Die theoretischen

Unterrichtsinhalte werden unter der Regie der „WHB

Bildungsdienstleistungen Bahnbetrieb“ von Werner Hottendorf

vermittelt. In der Praxis fungiert Winfried Sievert, Geschäftsführer

der „Vorwohle-Emmerthaler Verkehrsbetriebe GmbH“,

Eigentümer diverser Loko motiven und berechtigt, diese in ganz

Deutschland zu fahren und damit auch zu Schulungszwecken

einzusetzen, als weiterer Kooperationspartner der „bit gGmbH“.

Unternehmen, die qualifizierte Lokführer benötigen, sind

herzlich eingeladen, sich jederzeit über die „bit“-Qualifizierungsmaßnahmen

zu informieren. Gantenberg: „Die Farbe unseres

Logos belegt es: Die Signale stehen auf Grün!“.

bit gGmbH

Beratung – Integration – Training

Geschäftsführer Rolf Gantenberg

Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen

Tel.: 0208/48 48 77–10

gantenberg@bit-ggmbh.de ∙ www.bit-ggmbh.de

Anzeige


Anzeige Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

89

In Sichtweite des Erkelenzer Bahnhofs ist ein sehr erfolgreicher Weltmarktführer zuhause. Der Standort

passt wie die oft bemühte Faust aufs Auge, denn dem Werkzeugmaschinenbauer Hegenscheidt-MFD

macht auf dem Gebiet der spanenden Bearbeitung von Eisenbahnradsätzen niemand etwas vor.

Rund ums Rad

Bringen die Sache ins Rollen: Die Geschäftsführer von Hegenscheidt-MFD,

John Naumann (l.) und Dr. Winfried Büdenbender

Neben den weitreichenden

Kompetenzen in der Bahntechnik

liefern die Entwickler

und Konstrukteure des

Unternehmens auch noch technisch

unschlagbare Bearbeitungszentren zur

Herstellung von Kurbelwellen an die Automobilindustrie.

Mit allein 400 hochqualifizierten

Mitarbeitern am Heimatstandort

ist Hegenscheidt eine wichtige

Größe in der regionalen Wirtschaft. „Unsere

Ausbildungsquote beträgt zehn Prozent.

Mit dem hohen Engagement in der

Nachwuchsförderung wollen wir unserer

gesellschaftlichen Verantwortung gerecht

werden und ein Zeichen setzen“, erklären

die Hegenscheidt-Geschäftsführer

John Naumann und Dr. Winfried Büdenbender.

Die Zukunftsaussichten der 1888

gegründeten Spezialfirma sind nicht nur

wegen der weltweiten Milliardeninvestitionen

in moderne Schienenverkehrssysteme

glänzend, sondern auch, weil der

Betrieb nach wechselhafter Vergangenheit

im Jahr 2001 zu einer der drei tragenden

Säulen der NSH-Group geworden

ist. Die Niles-Simmons-Hegenscheidt-

Gruppe mit Hauptsitz im sächsischen

Chemnitz ist ohne Zweifel eines der un-

gewöhnlichsten Familienunternehmen

der Welt.

Traditionen nutzen

Den einzigartigen Verbund NSH zusammengeschmiedet

hat Professor Dr.

Hans J. Naumann. Der Deutsch-Amerikaner

startete seine unternehmerische

Glanzleistung 1984 mit der Übernahme

des traditionsreichen Radsatzmaschinenherstellers

Simmons in Albany, der

Hauptstadt des US-Bundesstaats New

York. 1992 kaufte der gebürtige Sachse

von der Treuhand den Werkzeugmaschinenbauer

Niles. Kurz nach dem Jahrtausendwechsel

komplettierte er seinen

Bahntechnikspezialisten dann um

die ehemalige Vossloh-Tochter Hegenscheidt-MFD.

2006 folgte die Gründung

einer Produktionsgesellschaft im chinesischen

Nanchang, und seither geht die

Sonne im Kernvertriebsgebiet der NSH

nicht mehr unter. Zur Gruppe mit Produktionsstätten

in Nordamerika, Europa

und Asien gehören heute auch noch

Vertriebs- und Servicetöchter in China,

Indien, Russland, Mexico, Brasilien, Australien

und Südafrika. „Die wichtigsten

Eisenbahn-Gesellschaften rund um den

Globus setzen auf unsere technischen

Lösungen“, erläutert John Naumann. Der

Sohn des Gründers ist Mitgesellschafter

und einer der Garanten für die Zukunft

der NSH-Group in Familienbesitz. Gemeinsam

mit Winfried Büdenbender

hat er in den vergangenen vier Jahren in

Erkelenz für überproportionales Wachstum

gesorgt, den Standort ausgebaut

und die Innovationszyklen verkürzt. Exzellent

entwickelt sich gerade das neue

Dienstleistungsgeschäft, für das die Hegenscheidt-Ingenieure

das weltweit erste

mobile Radsatzbearbeitungssystem MO-

BITURN entwickelt haben.

Erfolgreich im globalen Dorf

Chemnitz, Erkelenz, Albany, Detroit,

Nanchang, Beijing, New Dehli oder Guadalajara:

Die NSH-Group ist ein Mittelständler

von internationalem Format. Die

Gruppe vertreibt ihre Produkte nicht nur

global, sondern sie agiert interkulturell.

Die kon struktive Stärke des Maschinen-

herstellers speist sich schließlich aus USamerikanischer

Versuchsorientierung

sowie deutscher Gründlichkeit und Dokumentationsfreude.

Wir wollen die verschiedenen

Entwicklungsansätze in Zukunft

noch stärker verzahnen“, plant John

Naumann, der einen deutschen und einen

amerikanischen Pass besitzt. Gerade

haben die F&E-Abteilungen aus Chemnitz

und Albany gemeinsam ein neues Bohrbearbeitungszentrum

für Eisenbahnräder

zur Marktreife gebracht. Das Kooperationsergebnis

habe die Erwartungen nicht

nur erfüllt, sondern sogar übertroffen.

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

Hegenscheidt Platz ∙ 41812 Erkelenz

Tel.: 02431/86-0

hegenscheidt-mfd@nshgroup.com

www.hegenscheidtmfd.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


90

Spezialisten Mühlhause GmbH

Steht für Qualität aus Velbert: Das Team um Heiko (mittlere

Reihe 1. v. l.) und Dirk Mühlhause (mittlere Reihe 2. v. l.)

Die Formvollender

Stillstand bedeutet nicht immer Rückschritt. Heiko und Dirk Mühlhause nutzen die

unvermeidlichen Phasen gebremsten Wachstums vielmehr zur Weiterentwicklung:

Sie optimieren Abläufe, steigern die Effizienz, bieten ihren Mitarbeitern Raum für

Kreativität, identifizieren Kundenpotentiale und stoßen so mit ihren fundierten

Kompetenzen im Werkzeugbau und der Komponentenfertigung in neue Märkte vor.

Mit ihrer Strategie sind die

spezialisierten Brüder aus

Velbert schon weit gekommen.

Aktuell erschließen

sie sich unter anderem mit vollem Einsatz

das wachsende Geschäftsfeld Gesundheitswirtschaft.

„In diesem Segment

sind wir absolut richtig, weil hier zuerst

gefragt wird, ob wir die extrem hohen

Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen

der Branche erfüllen können“, erläutert

Dirk Mühlhause. Der jüngere der beiden

geschäftsführenden Gesellschafter ist für

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

das wirtschaftliche Gedeihen des Familienunternehmens

verantwortlich, während

sein Bruder Heiko für die technische

Vollkommenheit jedes Teils gerade steht,

dass die Produktion in Velbert verlässt. Bei

der Fehlertoleranz kennt er keine Gnade.

Der erfolgreiche Betrieb ist nach TS 16949

zertifizierter Partner von ersten Automobiladressen

und deren Zulieferern. Eines

der Ergebnisse des Mühlhaus´schen Leistungs-

und Qualitätsversprechens für die

ebenso anspruchsvollen Hersteller von

Produkten für die Gesundheitswirtschaft

ist 14 Gramm schwer und aus Edelstahl

der Güte 1.4301.

Herausforderungen

willkommen

Die Konstrukteure aus dem Werkzeugbau

der Mühlhause GmbH haben das

Stanzwerkzeug entwickelt und gebaut.

Die ersten Lieferungen der 35 Millimeter

langen trowalisierten Stanzteile sind

schon im Einsatz. Sie gehören zu einer

Vakuumschutzvorrichtung in einem neu-


Anzeige Mühlhause GmbH

91

artigen Sauggriff. Die weltweiten Markt-

chancen für die sichere Ausstiegshilfe für

Bad und WC sind vor dem Hintergrund

des demografischen Wandels enorm. „Wir

freuen uns sehr, dass ein Teil aus unserer

Fertigung in einem solchen Problemlöser

steckt“, sagt Axel Georg. Der Projektmanager

ist die vertriebliche Speerspitze

des Unternehmens. Als kompetenter Ansprechpartner

unterstützt er Dirk Mühlhause

bei der umgehenden Bearbeitung

von Anfragen oder bei der Direktansprache

potentieller Kunden. „Unsere Strategie

ist proaktiv. Wir wollen nicht warten,

bis jemand bei uns ein Fertigungsteil

nachfragt, sondern wir fahnden nach Fällen,

wo wir dank unserer weitreichenden

Erfahrungen einem künftigen Partner einen

Mehrwert bieten können.“

Details im Blick

Wann immer es gefordert wird, zeigt

das 50köpfige Team der Mühlhause

GmbH, was es drauf hat. „Vor jeder Angebotserstellung

steht bei uns eine ausführliche

Machbarkeitsstudie“, erzählt

Heiko Mühlhause. Dabei gehe es nicht

nur um die schnelle Umsetzbarkeit, sondern

vor allem um eine optimale Vorbereitung.

Zu der gehört auch schon mal

die beherzte Diskussion mit den Konstrukteuren

des Kunden. „Wir können

bei unseren Bewertungen die Erfahrungen

aus dem Bau von über 2.000 Werkzeugen

in die Waagschale werfen“, sagt

der Produktions-Geschäftsführer. Seine

Spezialisten bringt so leicht nichts ins

Schwitzen. Beispiele wie das von Mühlhause

gefertigte hochkomplexe 1,24 Meter

lange und 5,3 Kilo schwere Verbindungsblech

für einen Mercedes Sprinter

sprechen eine deutliche Sprache. Das

einbaufertige Teil aus Warmband DD 13

besteht aus 22 Einzelteilen und hat 39

Schweißpunkte. „Unsere Auftraggeber

kommen aus verschiedenen Branchen.

Überall gibt es besondere Anforderungen,

was den Stanz- und Umformprozeß,

die Montage oder weitere mechanische

Nachbearbeitungen betrifft. Deshalb

haben wir uns technisch für alle Aufgaben

gerüstet“, erklärt Heiko Mühlhause.

In Velbert stehen moderne Einlegepressen

und Stanzautomaten bis 315 Tonnen

Presskraft, es gibt eine Roboterschweiß-

zelle und moderne Bearbeitungsmaschinen

für alle Eventualitäten.

Strategisch optimal positioniert

Mühlhause ist kein typischer Vertreter

des metallverarbeitenden Gewerbes.

Die Firma hat ein eigenes Corporate Design.

Das Firmengelände mit seinen 5.380 Quadratmetern

Büro- und Produktionsfläche

besticht durch Sauberkeit und Ordnung.

Das Familienunternehmen wird teamorientiert

geführt. Die Mitarbeiter werden

an vielen Entscheidungen beteiligt, die

Identifikation mit dem Betrieb ist entsprechend

hoch. „Hier wird man ernst

genommen. Die von uns, die schon anderswo

gearbeitet haben, können ihre Erkenntnisse

jederzeit einbringen“, erzählt

Rainer Groß. Der Leiter des Einkaufs, der

im Jahr 2009 zu Mühlhause stieß, ist dank

seiner weitreichenden Erfahrungen und

vieler Kontakte eine wertvolle Verstärkung

für das erfolgreiche Team.

Kompetenzen ergänzen

Die Stanz- und Umformspezialisten

sind stark im Automobilsektor engagiert.

Allein die Transporter von Mercedes-

Benz und Volkswagen fahren mit bis zu

100 Einzelteilen aus ihrer Produktion auf

den Straßen dieser Welt. Zum Kundenkreis

gehören außerdem verschiedene

Vertreter der in Velbert starken Schließund

Sicherheitsindustrie. Mit erstklassiger

Qualität und einem ausgezeichneten

Preis-/Leistungsverhältnis hat man

zudem bereits in der Gesundheitswirtschaft

Fuß gefasst und erste Projekte mit

Herstellern von Haushaltsgeräten auf

den Weg gebracht. „Je mehr Wissen aus

verschiedenen Branchen wir bündeln

können, desto bessere Antworten können

wir auf Umformfragen geben“, verspricht

Dirk Mühlhause. Sein Team begleitet

die Partner von der Idee über die

gemeinsame Entwicklung bis zum ersten

Prototypen, gefolgt vom Werkzeugbau

und der Endfertigung in Serie.

Mühlhause GmbH

Auf’m Angst 9-10 ∙ 42553 Velbert

Tel.: 02053 / 98 04-0

info@muehlhause.de

www.muehlhause.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


92

Udo Külkens

Spezialisten AKOS Europe GmbH & Co. KG

Was einer heute aufgrund der

immer anspruchsvolleren

Anforderungen der Industrie

und des knappen Zeitrahmens häufig

nicht mehr alleine bewerkstelligen kann,

das schaffen viele schneller und technisch

auf deutlich höherem Niveau“, so

der geschäftsführende Gesellschafter,

Udo Külkens. Hinter dieser Marke verbirgt

sich ein Verbund von fünf unabhängigen

Ingenieurbüros – vier davon in den

Niederlanden – mit insgesamt 104 Mitarbeitern.

Projektbezogen bündeln die

Partner ihre Kapazitäten und ihr Knowhow

in den Schwerpunktbereichen Entwicklung,

Entwurf und Berechnung, Konstruktion

und Projektleitung. „So stellen

wir sicher, dass wir bei jeder Planung

stets alle Teilbereiche bestens besetzen

können“, hebt Külkens hervor.

Norm bleibt Norm

Sein Ingenieurbüro, das erst seit Anfang

2009 unter dem Namen AKOS Europe

firmiert, verfügt bereits seit vier Jahrzehnten

über Erfahrung in den Bereichen Kraftwerksbau

und Chemie. Schwerpunkte sind

der allgemeine Stahl-, Maschinen- und

Werkzeugbau, die Verfahrenstechnik, der

Apparatebau und vor allem Stressberechnungen

nach der „Finite-Elemente-Methode“,

kurz FEM. Elf Spezialisten und drei

Auszubildende sind hier tätig: „Zukünftig

wird es nicht nur darauf ankommen, die

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Auf alle Fragen im Maschinen- und Anlagenbau findet man

irgendwo auf der Welt eine Antwort. Doch warum in die

Ferne schweifen, wenn wegweisende Lösungen in direkter

Nachbarschaft entwickelt werden: In Krefeld-Uerdingen

hat sich das Ingenieurbüro AKOS Europe auf technische

Planungen und deren Umsetzung spezialisiert – und greift

dabei auf europaweites Know-how zurück.

Naheliegende

Exklusivlösungen

besten Ideen zu haben, sondern sie auch

mit gut ausgebildeten Spezialisten umsetzen

zu können“, betont er.

Modernste CAD-Programme unterstützen

die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit,

darunter datenbankgestützte Werkzeuge,

die vor allem bei internationalen Projekten

von großem Vorteil sind: „Normen

sind in Taiwan andere als in Deutschland.

Unsere Programme übersetzen die

Planung direkt in die Anforderungen des

jeweiligen Landes – das verhindert später

Probleme bei der Abnahme der Anlagen“,

erklärt Külkens. Und noch aus

einem anderen Grund zahlen sich die

Investitionen aus: „Es kommt kaum vor,

dass wir eine Anlage zweimal planen.

Das macht den Reiz der Arbeit aus, stellt

aber auch hohe Anforderungen“, so der

Geschäftsführer.

Immer weiter entwickeln

Um auch in Zukunft Lösungen entwickeln

zu können, die in punkto Innovation,

Effizienz und Sicherheit zu den

besten zählen, setzt der Uerdinger Mittelständler

auf eigene Forschung und die

Beratung durch Wissenschaftler aus den

Fachdisziplinen Maschinenbau, Verfahrens-

und Elektrotechnik. Mit einer Beteiligung

an der HPW Mechatronik-Labor

GmbH im Technologiezentrum Jülich sichert

sich Akos Europe einen wichtigen

Wettbewerbsvorsprung: „So können wir

auch ganz neue Dinge in Angriff nehmen,

die andere nicht leisten können.“

Vorteil: Das Unternehmen nutzt auch

Anzeige

Einrichtungen im nahe gelegenen Forschungszentrum

Jülich, um dort beispielsweise

Prototypen für Kunden zu

entwickeln. Zusätzlich bieten Udo Külkens

und HPW Forschungsberatung als

Dienstleistung für andere Firmen an.

Doch die strategischen Säulen Fachwissen

und Forschung machen alleine noch

kein Zukunftskonzept. Deshalb haben

sich die Mitarbeiter in diesem Jahr erstmals

zu einem Workshop zur Entwicklung

eines Leitbildes getroffen. „Das

Ergebnis hat mich am meisten positiv

überrascht, denn mit den von den Mitarbeitern

gewählten Begriffen Kompetenz

– Innovation – Teamwork umschreibt es

genau die Werte, die uns stark machen“,

freut sich Udo Külkens: „Mit K.I.T. haben

wir die Zukunft fest im Blick“.

AKOS Europe GmbH & Co. KG

Verbund unabhängiger

Ingenieurbüros (VuI)

Untere Mühlengasse 2b ∙ 47829 Krefeld

Tel.: 02151 / 6 59 27-0

krefeld@akos-europe.de

www.akos-europe.de


Anzeige PTS Automation GmbH

93

Konzentriert auf Bewegung

Bei der Lösung von anspruchsvollen Automatisierungsaufgaben geraten auch versierte

Produktionsexperten schnell ins technische Straucheln. Die Angebotslage bleibt aber nur solange

unübersichtlich, bis die Ingenieure von PTS aus Pulheim ihr spezialisiertes Wissen ins Spiel bringen.

In den vergangenen vier Jahrzehnten

ist im kollektiven Gedächtnis des

leistungsstarken Systemanbieters

ein enormer Erfahrungsschatz angehäuft

worden. Mehr als 1.400 Kunden

finden sich zum 40. Firmenjubiläum in

den Referenzlisten des Pulheimer Unternehmens.

Hier steht der Bergisch-

Gladbacher Nahrungsmittelhersteller

Krüger neben dem Forschungszentrum

Jülich und der mittelständische Maschinenbauer

Hennecke aus Sankt Augu stin

neben dem Stahlrohrgiganten Vallou-

rec & Mannesmann aus Mülheim an

der Ruhr. Genauso weit gefächert wie

die Kundschaft ist auch das Spektrum

der gelösten Automations- oder Steuerungsprobleme.

Wir sind besonders

stark, wenn die Standardisierer mit ihrem

Latein am Ende sind“, berichten die

beiden Geschäftsführer Werner Schütz

und Heinz Pickel. Das Duo hat die Firma

aufgebaut. Im Jahr 2007 haben sie PTS

dann im Zuge der Nachfolgesicherung

in die Kompetenzholding Triadon des

Krefelder Hydraulikunternehmers Franz

Hajek integriert. „Nach diesem Schritt

können wir unseren Kunden jetzt neben

einwandfreier Qualität auch noch eine

Garantie auf Servicekontinuität geben“,

begründen Schütz und Pickel den wohlüberlegten

Schachzug. Ihr zehnköpfiges

Vertriebsteam kommt nämlich nie mit

fertigen Lösungen zum Kunden. „Wir liefern

Automatisierungssysteme, die exakt

zu den spezifischen Bedürfnissen unserer

Auftraggeber passen.“ Projektiert und

gefertigt werden zum Beispiel moderne

und haltungsfördernde Handarbeitsplätze

für Montage-, Kommissionier- oder

Verpackungsaufgaben. Die Konstrukteure

am Firmensitz im Pulheimer Stadtteil

Brauweiler entwickeln nach eingehenden

Prozessanalysen aber auch anwendungsspezifische

Handhabungssysteme und

komplexe Transferanlagen. Einen Effizienz-Vorsprung

können die Ingenieure

von PTS den Kunden zudem mit ihren

Das Vertriebsteam von PTS (v. l.): Geschäftsführer Heinz Pickel,

Rudolf Mensebach, Hilger Müller, Wolfgang Laufs, Paul Peschla,

Martin Pflieger, Thomas Laux, Joachim Hein, Geschäftsführer

Werner Schütz, Manfred Pick, Alexander Berg und Klaus Oing

Transferanlage Pneumatiksteuerung

Sonderzylindern sowie Pneumatik- und

Elektrosteuerungen verschaffen.

Der Nachfrage voraus

PTS beschäftigt im Jubiläumsjahr 50

Männer und Frauen. Um die Konkurrenz

weiter hinter sich lassen zu können, halten

die Pulheimer ihre Nasen in all ihren

Kernbranchen ständig in den Wind.

Wir nehmen Entwicklung wahr, spüren

Veränderungsdruck und fahnden nach

Innovationen“, erläutert Mitgeschäftsführer

Franz Hajek die kundenorientierte

Strategie. Auf dem Vormarsch ist zur

Zeit zum Beispiel skalierbare Automatisierungstechnik,

mit der Unternehmen

einzelne händische Produktionsschritte

sukzessive in effiziente Prozesse eingliedern

können. Außerdem hat eine Miniaturisierungswelle

die Automationsbran-

che erfasst. „Für feinste Montagearbeiten

in der Herstellung von High-Tech-Geräten,

aber auch in der Biomedizin und in der

Lebensmittelabfüllindustrie sind Miniaturpneumatik-Komponenten

inzwischen

unverzichtbar“, berichtet Hajek. Für jeden

Bedarf hat PTS die richtige Lösung

auf Lager. 18.000 verschiedene Ersatzteile,

Elemente und Baugruppen werden am

Firmensitz ständig vorgehalten. PTS setzt

bei seinen Kunden aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens

und dem benachbarten

Rheinland-Pfalz eben nicht nur Prozesse

in Bewegung, sondern sorgt auch dafür,

dass sie bewegt bleiben.

PTS Automation GmbH

Donatusstraße 166 ∙ 50259 Pulheim

Tel.: 02234 / 9 84 06-0

info@pts-automation.de

www.pts-automation.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


94

Spezialisten ELWITEC GmbH

Energy to go: ELWITEC-

Chef Michael Wiegel

25 Jahre Power

Jede Menge Kraftpakete warten in Velbert auf stand-by. Von der

Knopfzelle bis zum Ladegerät gibt es hier leistungsstarke Lösungen,

wenn es um den mobilen Einsatz von Energie und Licht geht.

Seit 25 Jahren handelt ELWITEC

mit mobiler Energie und mobilem

Licht. Als Distributor ist das Familienunternehmen

inzwischen die bevorzugte

Anlaufstelle von Anwendern aus

den unterschiedlichsten Branchen. Geschäftsführer

Michael Wiegel präzisiert:

„In unserem Programm sind alle namhaften

Hersteller aus den Bereichen mobile

Energie und mobiles Licht vertreten. Dies

bedeutet: Wer einen bestimmten Artikel

sucht, wird bei uns mit Sicherheit fündig.

Denn mit über 15.000 Produkten im

Sortiment bietet unser Haus die umfangreichste

Auswahl in ganz Deutschland.“

Alles und noch mehr

In der Tat – allein für Handies, Navis,

Notebooks & Co. hat das Handelshaus

rund 5.000 Geräteakkus im Programm.

Weit über 300 Ladegeräte können direkt

ab Lager geordert werden, zudem gehören

mehr als 1.200 verschiedene Leuchten

zum Standardangebot, und die Anzahl

der lieferbaren Batterien ist mit über 7.000

verschiedenen Typen umfassend. Damit

nicht genug. „Alles, was es nicht auf dem

Markt gibt, können wir bauen. Kleinseri-

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

en fertigen wir vor Ort in Velbert, Großaufträge

werden über unsere Partner in

Osteuropa abgewickelt. Auf diese Weise

sind wir in der Lage, jeden noch so speziellen

Kundenwunsch schnell und zuverlässig

zu erfüllen“, erklärt Michael Wiegel,

der mit seinen 40 Mitarbeitern Wert

auf reibungslose Abläufe legt. Das Qualitätsdenken

in dem ISO-zertifizierten Unternehmen

hat sich ausgezahlt. Zuletzt

lag die Fehlerquote beim Versand unter

beachtlichen 0,3 Prozent.

Mit neuer Energie in die Zukunft

Neben den klassischen Produkten

führt ELWITEC auch neue Entwicklungen

im Portfolio. Beispielsweise in den

Bereichen Solar und Wind. Hier hat sich

der Mittelständler auf Insellösungen

spezialisiert, die unabhängig vom öffentlichen

Stromnetz betrieben werden

können. Neu im Programm sind auch

Brennstoffzellen, die aus Methanol Strom

gewinnen. Dank der hohen Energiedichte

können diese wochenlang im Einsatz

bleiben. Zudem sind sie mobil, umweltfreundlich,

leise und leicht zu bedienen.

Daher eignen sich Brennstoffzellen per-

Marketing zum Nulltarif

Es lohnt sich, mit ELWITEC ins Geschäft

zu kommen. Denn das Unternehmen

bietet seinen Kunden auf Wunsch kostenlose

Unterstützung im Marketing.

Zu den Dienstleistungen zählen:

• Individuelle Shopsysteme, die bei

ELWITEC gehostet und mit ELWITEC-

Produktdaten upgedatet werden

• Kataloge im Kundendesign

über ausgesuchte Produktgruppen

oder Marken

• Neutrale Direktlieferungen von

ELWITEC an den Endkunden

Anzeige

• Starterpakete für Einzelhändler,

die zukünftig mobile Energie und

mobiles Licht anbieten möchten

Mehr Infos unter

www.elwitec.de/batteriehandel

fekt für Observationen und Messtationen,

die außerhalb des Stromnetzes betrieben

werden sollen.

ELWITEC GmbH

Konrad-Zuse-Str. 1 ∙ 42551 Velbert

Tel.: 02051 / 80 40

info@elwitec.de ∙ www.elwitec.de


Fachbeitrag (Anzeige) Dr. Mahmoudi & Partner Rechtsanwälte

95

BÖSER KATER NACH

DER BETRIEBSFEIER

Vielen Unternehmen ist weitgehend unbekannt, dass sie

unabhängig von ihrer Branche abgabepflichtig nach dem

Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) sein können.

Wer aus Unachtsamkeit nicht zahlt, kann zur Kasse gebeten

werden – mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro.

Das Gesetz sieht zwei Varianten vor, die eine Einbeziehung

kunstferner Unternehmen begründen. Abgabepflichtig sind alle

Unternehmen, die Werbe- oder PR-Maßnahmen für das eigene

Unternehmen von freien Mitarbeitern durchführen lassen oder

externe Personengesellschaften damit beauftragen. Darüber

hinaus sind Unternehmen auch dann zur Künstlersozialabgabe

verpflichtet, wenn sie mehr als dreimal jährlich selbständige

Künstler oder Publizisten beauftragen, um deren Werke oder

Leistungen zur Erzielung von Einnahmen zu nutzen. Insbesondere

diese Alternative wird häufig übersehen. Klassischer Anwendungsfall

ist das jährliche Betriebsfest. Wer hierfür Einladungen

drucken lässt, einen Clown oder eine Band engagiert,

hat die Voraussetzung schon durch ein einziges Event erfüllt.

Die Höhe der Künstlersozialabgabe variiert und beträgt

derzeit 4,4 Prozent. Wer nach obigen Kriterien abgabepflichtig

ist, unterliegt einer Meldepflicht. Die Abgabe muss ähnlich der

Umsatzsteuer vorangemeldet werden, und es sind monatliche

Vorauszahlungen zu leisten. Auf verspätete Zahlungen wird ein

Säumniszuschlag erhoben. Daneben besteht die Pflicht, fortlaufende

Aufzeichnungen über sämtliche an selbständige Künstler

und Publizisten gezahlten Entgelte zu führen. Ein Verstoß

wird mit Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet und führt zudem

dazu, dass die Bemessungsgrundlage geschätzt wird. Die

Künstlersozialkasse orientiert sich bei ihrer Schätzung am oberen

Rahmen, so dass der aufgrund einer Schätzung ermittelte

Betrag die tatsächlich erfolgten Zahlungen oftmals übersteigt.

Jetzt ermitteln die Rentenversicherer

Eine Gesetzesnovelle von 2007, die sich in der Praxis erst jetzt

in nennenswertem Maß auswirkt, hat die Künstlersozialabgabe

aus einem Dornröschenschlaf geweckt. Mit dem Gesetz wurde

die Betriebsprüfungsbefugnis von der personell schlecht ausgestatteten

Künstlersozialkasse auf die Rentenversicherungsträger

übergeleitet. Mit der Verlagerung der Kontrollinstanz

werden vermehrt mittelständische Unternehmen kunstferner

Branchen überprüft. Ziel der Gesetzesänderung ist es, diejenigen

Unternehmen zu erfassen, die sich bisher der Abgabepflicht

aus Unkenntnis oder bewusst in Umgehung ihrer Meldepflicht

entziehen konnten. Die Träger der Rentenversicherung führen

regelmäßige Prüfungen der Angaben zu den Sozialversicherungsabgaben

bei Arbeitgebern durch. Hinzu gekommen ist

nun die Überwachung der rechtzeitigen und vollständigen Ent-

Yasmin und Dr. Nathalie Mahmoudi

erläutern, wann Abgaben an die

Künstler sozialkasse zu entrichten sind

richtung der Künstlersozialabgabe. Ob ein Unternehmen abgabepflichtig

ist und in welcher Höhe die Abgabe zu entrichten ist,

wird quasi nebenbei ermittelt, wenn die übrigen Angaben des

Arbeitgebers zu Sozialversicherungspflichten überprüft werden.

Die Kompetenzverlagerung führt dazu, dass ein Verstoß

gegen die Meldepflicht mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb

der Verjährungsfrist bemerkt wird, zumal eine Verjährung bei

vorsätzlichem Handeln erst nach 30 Jahren eintritt.

Unternehmen sollten eine Prüfung nicht untätig abwarten.

Die Abgabe kann rückwirkend für mehrere Jahre erhoben werden.

Es drohen hohe Nachzahlungspflichten und empfindliche

Bußgelder. Wie so oft schützt hier Unwissenheit nicht vor Strafe.

Es empfiehlt sich daher, von einem kompetenten Rechtsanwalt

prüfen zu lassen, welche rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten

bestehen, um die Abgabepflicht zu verringern oder

optimalerweise ganz auszuräumen.

Die Autorinnen Yasmin und Dr. Nathalie Mahmoudi führen

die auf den Bereich Kunstrecht spezialisierte Partnergesellschaft

Dr. Mahmoudi & Partner Rechtsanwälte in Köln.

Dr. Mahmoudi & Partner Rechtsanwälte

Von-Werth-Straße 44 ∙ 50670 Köln

Tel.: 0221/37 99 06 51

info@mahmoudi-rechtsanwaelte.de

www.mahmoudi-rechtsanwaelte.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


96

Spezialisten Trebbau & Koop CrossMedia Adress GmbH

So richtig ansprechend

Der Kunde ist der Schatz, die Ware ist nur Stroh: dieser chinesischen

Volksweisheit können die Direktmarketingspezialisten von Trebbau & Koop nur

zustimmen. Mit kalkuliert abgestimmten Maßnahmen verhelfen sie Produzenten,

Händlern und Dienstleistern zu besseren Absatzchancen.

Sorgen für die zielgerichtete Ansprache der Kunden (v. l.)

Norbert Stankus, Thomas Weckmann und Sigrid Sannecke

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


Anzeige Trebbau & Koop CrossMedia Adress GmbH

97

Köln, Rheinauhafen. Norbert

Stankus, Thomas Weckmann

und Sigrid Sannecke, Mitglieder

der Geschäftsführung bei

Trebbau & Koop, stärken sich in einem

der Cafes in der Nähe ihres Firmensitzes

an der Schönhauser Straße. „Es ist

wie so oft“, juxt Norbert Stankus. „Wir

waren schon immer hier. Jetzt kommen

die anderen langsam nach.“ Der Spaß

fußt auf dem hervorragenden Ruf des

Traditionshauses als Innovationsvorreiter

bei Adressdienstleistungen im

deutschsprachigen Raum. Die Stärke des

Unternehmens ist, Auftraggebern neue

Zielgruppen zu definieren und potenzielle

Kunden durch Optimierung ihrer Datenbestände

oder durch Listbroking, also

dem Ankauf von Adressdaten, zu ermitteln

und zu binden. Trebbau & Koop steht

auch bei der Kundenansprache beratend

zur Seite. „Unser Ansatz ist ein crossmedialer“,

sagt Sigrid Sannecke. „Nur eine

Ausnutzung unterschiedlicher Werbekanäle

ist zielführend.“ Ein weiterer Trend

der vergangenen Jahren: „Heute spricht

man Kundengruppen und Kundenbedürfnisse

direkter an. Das spielt uns

natürlich in die Hand.“ Trebbau & Koop

konnte 2009, wie bereits in den vergangenen

Jahren, zulegen, auch personell. So

stieg die Beschäftigtenzahl um fünf auf

über 50 Mitarbeiter an. Das Wachstum

ist hart erarbeitet und verläuft gegen den

Branchentrend. Die ökonomische Großwetterlage

sowie eine Verunsicherung

der Kunden durch neue Datenschutzbestimmungen

haben sich allgemein als

schwere Bürde erwiesen. Trebbau & Koop

kommt zugute, dass man sich früh um

die Erschließung neuer Kundengruppen

gekümmert hat. „Der Mittelstand fängt

gerade erst an, die Möglichkeiten eines

professionellen Direktmarketings zu

nutzen“, erläutert Thomas Weckmann.

So habe man in diesem Jahr beispielsweise

einer Zeitarbeitsfirma geholfen,

die Frequenz an ihrem Stand auf einer

Fachmesse zu erhöhen. Bisherige Einladungen

per Post waren nicht zielführend

gewesen. Die Kölner Kundenspezialisten

erweiterten das Einladungskonzept um

ein elektronisches Mailing, womit die

Akzeptanz bei jüngeren Zielgruppen, Personalentscheidern

und Jobinteressierten

erhöht werden konnte, und das messbar:

Den Einladungen waren Zugangscodes

für eine Internetseite beigefügt. Zudem

enthielten sie einen Gutschein, der am

Messestand eingelöst werden konnte.

Tief in der Materie

Innovative Lösungen

Ein weiteres Beispiel, diesmal aus

der Endkundenansprache: Der in NRW

und Hessen aktive Kabelnetzbetreiber

Unitymedia wollte seine Marktdurchdringung

vertiefen. Für eine flächendeckende

adressierte Neukundengewinnung

fehlte es aber an einer qualifizierten

Datenbank. Hier kamen die Listbrokerund

Datenaufbereitungsqualitäten der

Kölner zum Tragen. Weckmann: „Wir haben

zunächst den Markt für Haushaltsdatenbanken

sondiert. Später wurden

die Datensätze qualifiziert und mit den

Zum 1. Juni 2009 trat die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes in

Kraft. Trebbau & Koop-Geschäftsführer Thomas Brutschin sieht hierin

kein Dilemma, sondern eine neue Herausforderung.

Herr Brutschin, halten Sie die Gesetzesnovelle

für sinnvoll?

Der Gesetzgeber hat die Nutzung von

Adressen für Werbezwecke strenger geregelt.

Der Datenschutz hat dadurch eine

höhere Aufmerksamkeit erlangt. Ich bin

der Auffassung, dass für den Mittelstand

auch jetzt erfolgreiches Dialogmarketing

möglich ist.

Wie kann dies aussehen?

Nach der Novelle geht es um die zentrale

Fragestellung, wie man die explizite Einwilligung

eines potentiellen Kunden zur

werblichen Nutzung seiner Adressdaten

erhält. Mit dem Opt-In-Locator und dem

Opt-In-Matching haben wir innovative Lösungen

im Angebot, die dazu gesetzeskonforme

Möglichkeiten bieten.

Kundenbestandsdaten abgeglichen. Es

galt Routinen zu entwickeln, die einen

monatlichen Abgleich der Datenbestände

ermöglichen.“ Unitymedia konnte dadurch

seine Marktabdeckung signifikant

ausbauen. Auch Software-Hersteller SAP

konnte geholfen werden. Das DAX30-

Unternehmen vertreibt seine Produkte

über regionale Partner. Um eine doppelte

Ansprache des gleichen Endkunden

zu vermeiden und auch die Kosten für

die Adressenbeschaffung zu reduzieren,

wurde der Einkauf und die überschneidungsfreie

Verteilung auf alle Vertriebspartner

gebündelt.

Der Vorreiter twittert

Was für Kunden gilt, trifft natürlich

auch auf die Eigenwerbung der Direktmarketing-Pioniere

zu. Als Vorreiter der

Branche verbreitet Trebbau & Koop seit

Oktober seine Neuigkeiten auch über

das Computer-Netzwerk Twitter. „Nicht

des Effekts wegen“, betont Sigrid Sannecke,

„es muss sich auch rechnen.“ 1.787

Info-Abonnenten hat man binnen zwei

Wochen zusammenbekommen. Immens,

wenn man bedenkt, dass der Fachverband

Direktmarketing gerade einmal 90

Mitgliedsunternehmen umfasst.

Trebbau & Koop

CrossMedia Adress GmbH

Schönhauser Straße 21 ∙ 50968 Köln

Tel.: 0221/3 90 95-100

info@trebbau-koop.de

www.trebbau-koop.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


98

Spezialisten Tec GmbH

Maschine,

wechsel’ Dich

Wer privat umgezogen ist, der kennt die Schwierigkeiten, die ein

Standortwechsel bereitet. Noch komplizierter ist es jedoch, statt

Kartons und Möbeln große Maschinen oder ganze Industrieanlagen

unbeschädigt von einem Ort zu einem anderen zu bewegen. Hier

helfen nur Spezialisten.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Rund 3.000mal pro Jahr werden in

Deutschland komplexe Einzelmaschinen,

Produktionslinien,

Abfüllanlagen oder Fertigungsstätten

umgesetzt. Manchmal wechseln

die Geräte nur innerbetrieblich ihren

Standort, oft allerdings auch in Richtung

von Firmenniederlassungen, die in der

ganzen Welt liegen können. Andererseits

werden auch Fabrikteile aus dem

Ausland geholt, um sie in Deutschland

einzusetzen. Immer bedarf so ein Umzug

von teuren Maschinen und Anlagen einer

umfangreichen Organisation und qualifizierter

fachmännischer Abwicklung.

Eines der führenden Unternehmen

auf diesem Gebiet ist die Tec GmbH in

Grevenbroich. Das Unternehmen ist

Komplettanbieter für die Verlagerung von

Maschinen und Industrieanlagen, branchenübergreifend

und hochspezialisiert.

„Verlagerungsprojekte bestehen aus weit

mehr als nur Demontage und Remontage,

wobei auch die schon absolut nicht trivial

sind“, erklärt Stefan Schlenzig, einer der

Geschäftsführer der Tec GmbH. „Denn

moderne Fabrikanlagen sind immer auch


Anzeige Tec GmbH

99

ein Teil eines komplexen Systems mit

vielen unterschiedlichen elektrischen,

hydraulischen, pneumatischen oder mechanischen

Anschlüssen und Verbindungsstellen.“

In jedem Fall gilt es daher, vor dem

ersten Handgriff zum Abbau die gesamte

Konstruktion zu vermessen und samt aller

Leitungssysteme zu dokumentieren,

Schräubchen für Schräubchen und millimetergenau.

Dazu nutzen die Spezialisten

der Tec GmbH Geräte der jüngsten

Generation in der Vermessungstechnik.

Von drei auf eine Etage

Allerdings ist ein absolut originalgetreuer

Wiederaufbau oft nicht möglich.

Mitunter müssen an den Anlagen diffizile

Modifikationen vorgenommen werden,

wenn beispielsweise die Verbindungspunkte

zu Ver- und Entsorgungseinheiten

am neuen Standplatz anders liegen als

zuvor. Ein Extrembeispiel nennt Dennis

Mausberg, ebenfalls Tec-Geschäftsführer:

„Für eine Anlage, die am Abbauort

drei Etagen hoch montiert war, stand am

neuen Einsatzort nur eine eingeschossige

Halle zur Verfügung.“ Fast schon Regelfall

ist es dagegen, dass Verlagerungen

genutzt werden, um einzelne Komponenten

zu überprüfen, alte oder unrentable

Anlagenteile durch moderne Aggregate

zu ersetzen oder völlig neue Funktionen

einzufügen. „Für all diese Integrationsaufgaben

sind unsere Ingenieure gefragt,

die unseren Teams aus Bauleitern und

Monteuren exakte Vorgaben und Pläne

liefern.“ Diese Vorgaben und Pläne sind

neben den technischen Aufgaben unabdingbar

zur Bewältigung einer weiteren

Herausforderung, nämlich den oft ambitionierten

Zeitvorstellungen des Auftraggebers.

„Ziel ist es, den Maschinenstillstand

und den damit verbundenen Produktionsausfall

auf der minimalen Stufe zu halten“,

so Schlenzig. Das gilt sowohl für die

zu verlagernden Anlagen ebenso wie für

all jene Bereiche, die von den Ab- und Aufbauarbeiten

betroffen sein können.

Fixer Zeitplan, fixer Preis

„Um optimale Ergebnisse zu erzielen,

sind wir als der sogenannte single

point of contact für alle Aufgaben und

Probleme der einzige Ansprechpartner.

Unsere Kunden müssen sich also nicht

um Detailfragen kümmern. Sie bekommen

von uns einen fixen Zeitplan und

die Leistung zu einem fixen Preis.“ Dabei

spielt es keine Rolle, ob der Auftraggeber

ein Indu strieunternehmen ist, das eine

ganze Produktionsanlage versetzt haben

möchte, oder der Mittelständler, der eine

Maschine umlagern muss. Um die Organisation,

Kombination und den Ablauf

von Demontage, Verpackung, Transport

und bei grenzüberschreitenden Verlagerungen

um die Frachtpapiere und den

Zoll kümmern sich die rund 60 Spezialisten

des Unternehmens. Sie haben dem

Unternehmen in den rund zehn Jahren

seines Bestehens einen hervorragenden

Ruf am Markt erarbeitet. Nicht nur in

Deutschland, sondern auch in Südafrika,

Nigeria und Ägypten, wo die Tec GmbH

Niederlassungen unterhält. Dennis Mausberg:

„Es hat sich dabei als großes Plus erwiesen,

dass wir Aufträge allerorten mit

unseren eigenen Teams erledigen. Nur

für Transportaufgaben greifen wir auf bewährte

Speditionen mit modernster Verladetechnik,

bei Großaufträgen auf eingespielte

Subunternehmer zurück.“

Vielseitig kompetent

Neben dem Hauptgeschäft der Verlagerung

bietet man über die Tec-Montage

auch die Installation neuer Maschinen

und Anlagen samt dem erforderlichen

Rohrleitungsbau und den sogenannten

Experten für Umzüge im großen Stil:

Stefan Schlenzig (l.) und Dennis Mausberg

Medienanschlüssen an, wartet und optimiert

bestehende Produktionsanlagen.

Die Maschinenbauer, Verfahrenstechniker

und Konstrukteure von Tec-Engineering

wiederum kümmern sich um die

Anlagenplanung ebenso wie die CAD-

Konstruktion bis hin zu Entwicklung und

Bau von Sondermaschinen. Einen weiteren

Schwerpunkt bilden darüber hinaus

die Sicherheitsstudien. Hierbei werden

unter anderem Explosionsgefahren in Anlagen

ermittelt und diese durch geeignete

Vorkehrungen reduziert. „As-Built“-Dokumentation

als hochauflösende Erfassung

von Maschinen und Anlagen mit Hilfe

des modernen 3D-Laserscannings kommt

sowohl bei Verlagerungen als auch bei bestehenden

Anlagen zum Einsatz.

Sicher und zertifiziert

Zu jedem Projekt gehört eine umfassende

Risikoanalyse und die dementsprechenden

Maßnahmen für die Sicherheit

und zur Gefahrenminimierung.

Geschäftsführer Schlenzig: „Wir selbst haben

Sicherheit bei uns zum obersten Prinzip

erhoben, sind zertifiziert nach dem Arbeitsschutzmanagementsystem

SCC und

arbeiten nach den Vorgaben des Qualitätsmanagementsystems

ISO 9001.“

TEC GmbH

Friedrich-Bergius-Straße 8a

41516 Grevenbroich

Tel.: 02181 / 4 95 28-0

info@tec-gmbh.com ∙ www.tec-gmbh.com

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


100

Spezialisten IT-On.NET GmbH

Wer besonders für andere

Menschen da sein will, braucht

Partner, die ihn durch Lösungen

unterstützen. Das gilt besonders

für soziale Dienstleister wie

die evangelische Stephanus-

Stiftung. Die Berliner Einrichtung

vertraut deshalb bei ihrem

Internetauftritt und der

Vernetzung ihrer Einrichtungen

ganz auf die Erfahrung von

IT-On.NET aus Düsseldorf.

IT-Lösungen helfen Helfern

Als im Rechenzentrum der Berlin-

Brandenburger Stephanus-Stiftung

vor einiger Zeit die Lichter

wegen einer unplanmäßigen Stromabschaltung

ausgingen und die Server

nicht mehr rechtzeitig heruntergefahren

werden konnten, kam prompte Hilfe

aus dem Rheinland: „Der Anruf erreichte

mich kurz nach 20 Uhr“, erinnert sich IT-

On.NET-Geschäftsführer Karsten Agten.

„Per Fernwartung haben wir umgehend

die Servereinstellungen überprüft, den

Fehler behoben und die Rechner wieder

hochgefahren.“ Als die Stephanus-Mitarbeiter

am Morgen zur Arbeit kamen,

deutete nichts mehr auf den Ausfall hin.

Seit dieser nächtlichen Serverrettung

ist Frank Nelles, IT-Leiter der gemeinnützigen

Stiftung, von seinem Partner

überzeugter denn je: „Die Qualität einer

Kooperation zeigt sich vor allem dann,

wenn Unterstützung unplanmäßig und

außerhalb der Servicezeiten nötig wird.“

Ethik und Effizienz verknüpft

Mit ihren mehr als 80 Einrichtungen

gehört die Stephanus-Stiftung zu den

großen diakonischen Dienstleistungsunternehmen

in Berlin und Brandenburg.

An ihre Arbeit stellt sie hohe ethische

und qualitative Anforderungen, was

sich unter anderem auch an der Einführung

eines IT-gestützten Planungs- und

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Klarer und informativer Webauftritt nach außen und

sichere Verbindungen nach innen: Stephanus-IT-Leiter

Frank Nelles schätzt die Partnerschaft mit IT-On.NET

Bewertungssystems zeigt. Eine sichere

und leistungsfähige IT-Infrastruktur

im Hintergrund ist dafür ebenso eine

Grundvoraussetzung wie ein effizientes

Intranet und ein starker Internetauftritt.

Ende 2006 brachte die Suche nach einem

Dienstleister für den Aufbau eines einheitlichen

Inter- und Intranets die Berliner

Stiftung mit IT-On.NET zusammen.

Zunächst galt es für die Düsseldorfer

Webspezialisten Roland Kimmelmann

und Carsten Münch, die bisher auf 48

unterschiedliche Domains verteilten

Webauftritte technisch und unter einem

einheitlichen Corporate Design zusammenzufassen.

Gleichzeitig sollte ein leistungsfähiges

Intranet aufgebaut werden,

das die über 3.200 Mitarbeiter mit Informationen

versorgt, so Frank Nelles: „Mit

Hilfe des Content Management Systems

WEB-On.NET ist dies perfekt gelungen.“

Doch nicht nur die Internetdomains,

auch die Server im Stephanus-Rechenzentrum

bedurften dringend einer Konsolidierung,

um zu mehr Effizienz zu gelangen.

Da IT-On.Net gerade bei Themen

wie der Server-Virtualisierung über umfangreiche

praktische Erfahrungen verfügt,

konnte die Partnerschaft erfolgreich

ausgedehnt werden. Eine weitere Herausforderung

war die Anbindung der rund

80 Stiftungs-Standorte durch geschützte

VPN-Verbindungen an das Rechenzentrum

in Berlin-Weißensee. Als kirchliche

Einrichtung mit sensiblen Patientendaten

legte die Stephanus-Stiftung hier besonders

strenge Sicherheitsmaßstäbe an,

so Frank Nelles.

Perfekter Schutz

wirkt im Hintergrund

Anzeige

IT-On.Net leistete Anfang 2008

zu nächst fachliche Unterstützung

beim Wechsel des VPN-Providers

und überwacht heute die Netzknoten

von Düsseldorf aus. So können

mögliche Fehler behoben werden,

noch bevor sie Auswirkungen in Berlin

oder Brandenburg zeigen. Die mehr

als 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Stephanus-Stiftung profitieren

vom Know-how des Düsseldorfer

IT-Spezialisten meistens, ohne dass sie es

direkt merken. Zum Beispiel beim Thema

E-Mail: Seit der leistungsfähige Spamund

Virenscanner von GUARD-On.NET

die rund 80.000 täglich eingehenden E-

Mails filtert, haben Spam und Viren kaum

noch eine Chance: „Wir haben diese

Lösung gleich auch unserem SAP-Dienstleister

ans Herz gelegt“, berichtet Frank

Nelles.

IT-On.NET GmbH

Wiesenstraße 21 ∙ 40549 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 9 56 91-0

info-dus@it-on.net ∙ www.it-on.net


Anzeige OnePhone Deutschland GmbH

101

Kein Anruf

geht verloren

Ständige Erreichbarkeit ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg

eines Logistikunternehmens. Genau das aber war bislang

ein technischer Schwachpunkt bei der ComPass GmbH. Eine

schlechte Inhouse-Mobilfunkversorgung und die mangelnde

Reichweite von Schnurlostelefonen in den Gebäuden waren die

Hauptgründe für häufige Nichterreichbarkeit der Mitarbeiter.

Bei der Suche nach einer flexiblen

und integrierten Lösung, die den

hohen Mobilitätsgrad der Mitarbeiter

berücksichtigen sollte, stieß ComPass

auf den neuen Anbieter OnePhone aus

Erkrath. Kernidee der OnePhone-Lösung

ist es, die Mobilität im Unternehmen zu

erhöhen und die Funktionalität einer leistungsstarken

TK-Anlage auf alle Mitarbeiter

auszudehnen. Hierfür ersetzt One-

Phone die bisherige Telefonanlage durch

ein firmeneigenes Mobilfunknetz und

eine virtuelle TK-Anlage. Mit dieser Lösung

garantiert OnePhone eine hundert-

Alle Mitarbeiter immer

und überall erreichbar:

Wie das technisch funktioniert,

erläutert Marc Mauermann,

Geschäftsführer von

OnePhone.

Herr Mauermann, was war

die Grundidee?

Der Name sagt es: OnePhone.

Mobilfunk, Festnetz und Telefonanlage

in einer Lösung

zusammenzufassen. Jeder

Mitarbeiter braucht nur noch

ein Telefon: Sein Handy. Damit

nutzt er alle Funktionen

einer konventionellen Nebenstellenanlagestandortübergreifend

und ist unter seiner

Festnetz-, seiner Handynummer

und per Durchwahl über-

prozentige Netzabdeckung auf dem Firmengelände.

Jeder Mitarbeiter erhält ein

Mobiltelefon und kann damit alle Funktionen

einer TK-Anlage nutzen, sogar,

wenn er sich nicht auf dem Firmengelände

befindet. Außerhalb des firmeneigenen

Mobilfunknetzes bucht sich das Handy

automatisch ins nationale OnePhone-

Netz ein. Alle Funktionalitäten wie etwa

Sammelruf, Durchwahl, Hunt-Groups, Erreichbarkeit

auf Festnetznummer bleiben

erhalten. „Erstmals haben wir an allen

Standorten eine flächendeckende Versorgung

bei voller Mobilität“, freute sich

Das Handy als Telefonzentrale

all erreichbar. Das ist bisher

einzigartig.

Wie funktioniert das?

Wir installieren bei unseren

Kunden ein eigenes Mobilfunknetz

mit perfekter Netzabdeckung

auf dem Firmengelände.

Ist ein Mitarbeiter

im Büro oder auf dem eigenen

Gelände, bucht sich sein

Handy ins eigene OnePhone-

Netz ein. Verlässt er die Firma,

wählt sich das Telefon

automatisch in das nationale

OnePhone-Netz ein, hierbei

nutzen wir die E-Plus Netzinfrastruktur.

Dabei bleibt

der Mitarbeiter immer mit

unserer virtuellen TK-Anlage

verbunden, die die alte Fest-

netzanlage komplett ersetzt.

Die meisten Funktionen von

OnePhone sind übrigens dabei

auch im Ausland nutzbar.

Was kostet die Lösung?

OnePhone ist deutlich günstiger

als konventionelle Lösungen.

Erstens sparen Sie die

doppelten Kosten für Festnetz

und Mobilfunk sowie für die

TK-Anlagen-Hardware. Zweitens

entfallen die teuren Weiterleitungen

vom Festnetztelefon

aufs Handy. Durch

die verbesserte Erreichbarkeit

entfallen drittens verspätete

Rückrufe und der Zeitverlust

durch Mailbox-Anrufe.

Welche Tarife gibt es bei

OnePhone?

Marc Mauermann,

Geschäftsführer OnePhone

Deutschland GmbH

ComPass-Geschäftsführer Arnold Kämpkes

nach dem Umstieg auf OnePhone.

Wir sind nun ständig erreichbar, können

schneller reagieren und der Rückrufaufwand

ist minimiert“. Das allerwichtigste

sei aber, so Kämpkes: „Bei uns bleibt kein

Anruf mehr unbeantwortet.“

OnePhone Deutschland GmbH

Düsseldorfer Straße 16

40699 Erkrath

Tel.: 0211/54 23-50 00

info@onephone.de

www.onephone.de

Wir bieten individuelle Tarifpläne,

die das Gesprächsverhalten

jedes einzelnen

Teilnehmers berücksichtigen.

Interne Gespräche von einem

Mitarbeiter zum anderen bleiben

kostenlos, selbst wenn

beide nicht im Büro sind.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


102

Mittelstandsfinanzierung

Kapital ohne

Klemme

Viele deutsche Mittelständler müssen in den nächsten Jahren

umfangreiche Finanzierungen zurückzahlen. Und sie wissen noch

nicht, wie. Investoren und Kreditgeber wollen aber mitziehen.

Von Martin Beier

Rüdiger S. (Name geändert) griff

im Jahr 2002 beherzt zu: Für seinen

mittelständischen Metallbetrieb

hat er in Höhe von 500.000

Euro Mezzanin-Kapital aufgenommen.

Zum größten Teil wurde das Geld in die

Anschaffung zweier neuer Maschinen investiert.

„Die Kosten liegen zwar nicht viel

besser als übliche Kreditzinsen, aber durch

die Bilanzierung als Eigenkapital hat mein

Rating gewonnen, und der Spielraum für

meine Bankgespräche wurde besser“, so

der Unternehmer. Neben jährlichen Zinsen

wurde die Rückzahlung des Kapitals

in zwei Tranchen vereinbart. Und die erste

Zahlung steht im kommenden Jahr an.

Rüdiger S. ist kein Einzelfall. Bei vielen

anderen Unternehmern ist diese Kapitalform

seit einigen Jahren ein gängiges

Finanzierungsinstrument. Rund vier

Milliarden Euro Mezzanin-Kapital stehen

nun 2010 und 2011 zur Rückzahlung an, so

Branchenexperten. Doch so viele Vorteile

die Mezzanine auch hat – sie ist von den

gleichen konjunkturellen Schwierigkeiten

betroffen wie andere Finanz-Instrumente

auch. Bei Vertragsbeginn in besten Absichten

vereinbarte Rückzahlungen fallen

den Unternehmen mit der unerwarteten

Konjunkturkrise schwerer als gedacht.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Umschuldungslösungen

werden gesucht

Doch so dramatisch, wie es jüngst eine

Finanzzeitung prognostizierte, wird es

wohl nicht werden. „Wir stehen zu unserem

öffentlichen Auftrag, dem Mittelstand

Fremdkapital mit Eigenkapitalqualität

anzubieten“, beruhigt Dr.

Gerd-Rüdiger Steffen, Vorstand des Verbands

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften

in Berlin: „Wir sehen uns

hier in der Verantwortung, auch wenn

solche Umschuldungen nicht unser typisches

Geschäft sind.“ Und auch der

Geschäftsführer eines Sparkassen-gebundenen

Mezzanin-Gebers betont gegenüber

dem Wirtschaftsblatt: „An Wertberichtigungen

hat keiner ein Interesse.

Wir prüfen gerade Möglichkeiten, wie

einzelne Programme bei unseren Kunden

verlängert oder neu aufgelegt werden

können.“

Alternativen zu Mezzaninen gibt es

zwar. Sie erfordern aber besonderes Engagement.

Einer, der einen anderen Weg

geht, ist beispielsweise Klaus Lellé, Chef

der Halloren Schokoladenfabrik aus Halle

an der Saale. An Banken und Finanzins-

tituten vorbei bietet er Sparern eine Privatanleihe

mit 6,25 Prozent Jahreszins an;

Laufzeit bis 2014. In 1.000-Euro-Stücken

werden auf diese Weise insgesamt 8 Millionen

Euro in die Kasse von Deutschlands

ältester Schokoladenfabrik fließen, da

ist sich Chef Lellé aus Erfahrung sicher.

Kürzlich hat er 9,5 Millionen Euro an Anleger

zurückgezahlt – für die erste, noch

mit 7 Prozent verzinste Halloren-Anleihe

aus dem Jahr 2004. An anderer Stelle

müsste der Chocolatier mit gut 50 Millionen

Euro Jahresumsatz, momentan aber

nur ausgeglichenem Ergebnis, weit mehr

als 7 Prozent Kreditzinsen bezahlen.

Geldgeber sollten wissen,

was sie tun

Angebote für Privatanlagen gibt es

zuhauf auf einschlägigen Internetseiten

zu besichtigen; etwa unter emissionsmarktplatz.de.

Da sucht beispielsweise

die Beachers GmbH Geld für die weltweite

Vermarktung der gleichnamigen

Flip-Flops, die angeblich heute schon

Kult-Status besitzen. 10 Prozent Zinsen

will Beachers für die fünfjährige Anleihe

zahlen. Oder die Apotheken-Spiegel-

Verlagsgesellschaft aus Frankfurt:


Mittelstandsfinanzierung

103

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


104

Mittelstandsfinanzierung

Sie will 1.000 Schuldscheine über jeweils

100 Euro ausgeben und fünf Jahre lang

6,25 Prozent Zinsen dafür bezahlen.

Wer sich als Anleger auf so

etwas einlässt, muss wissen,

was er tut

Wer sich als Unternehmer für diesen

Finanzierungsweg entscheidet, muss mit

hohem Aufwand für die juristische Gestaltung

sowie für die Einwerbung der

Gelder rechnen, ohne zu wissen, ob die

gewünschten Mittel auch tatsächlich

zusammenkommen, sagt man in Fachkreisen.

Kay Strelow, Chef der Edel-Konservenfabrik

Zachow, hat sich mit den

beiden Ausgaben der achtprozentigen

Privatanleihe über jeweils sechs Millionen

Euro sogar an die Börse gewagt. Das

kostete zwischenzeitlich allerdings viele

Nerven, weil der Kurs der Anleihe zeitweilig

fast auf die Hälfte abstürzte und

viele Geldgeber besorgt am Firmensitz

in Mecklenburg anriefen. Da läuft zum

Glück alles nach Plan, versichert Eigentümer

Strelow. Zum Jahresende 2009 wird

er mit seinen zeitweilig 170 Mitarbeitern

für etwa 25 Millionen Euro Gurken und

anderes Gemüse in Gläsern an Aldi, Edeka

und weitere Großabnehmer geliefert

haben, beteuert er.

Kapital auch für Liquidität

Solchem Börsenstress müssen sich

Kapitalnehmer der Mittelständischen

Beteiligungsgesellschaften nicht aussetzen.

Wir arbeiten an der Schnittstelle

zwischen Staat und Wirtschaft“, sagt Geschäftsführer

Steffen, der im Hauptberuf

Geschäftsführer der Mittelständischen

Beteiligungsgesellschaft Schleswig Holstein

in Kiel ist: „Wir verstehen uns als

Förderbanken. Das heißt, wir arbeiten

gewinnorientiert, aber nicht Gewinn maximierend.“

Sieben bis zehn Prozent Zinsen

zuzüglich eventueller Gewinnbeteiligung:

Soviel kostet Beteiligungsgeld der

Mittelständischen. Klassische Sicherheiten

sind dafür nicht nötig. Mitunter werden

persönliche Bürgschaften erwartet.

Hinter den Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften

(MBG) stehen in

der Regel Landesbanken der Sparkassen-Gruppe,

die genossenschaftliche

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

DZ Bank, private Banken, die örtlichen

Industrie- und Handelskammern sowie

die Handwerkskammern und staatliche

Förderbanken, wie etwa die NRW-Bank in

Düsseldorf. „Bei Bedarf arbeiten wir mit

den regionalen Bürgschaftsbanken, mit

Landesförderinstituten und Ministerien

zusammen sowie mit der bundeseigenen

KfW Bank“, erklärt Steffen.

„Fördern“ bedeutet in der gegenwärtigen

Wirtschaftslage, dass die MBGs

von ihrem klassischen Verständnis abzuweichen,

vor allem Investitionen zu

finanzieren. „Weil momentan weithin

nicht investiert wird, stehen wir auch für

Liquiditätshilfen, (Mezzanin)-Umschuldungen

und Restrukturierungen zur

Verfügung“, versichert Geschäftsführer

Steffen stellvertretend für die anderen

14 Mittelständischen zwischen Bremen

und Dresden. Und das Interesse der Unternehmer

an solchen Finanzierungen

zieht durchaus an.

Mittel ab 50.000 Euro

Etwa 3.000 Unternehmer haben bislang

Geld von MBGs bekommen. Oft

erfolgt dies in Form von Stillen Beteiligungen

oder Genussrechten. Diese

Finanzierungen können so gestaltet

werden, dass sie – genauso wie Mezzanin-Kapital

– steuerlich als Fremdkapital

und bilanziell als Eigenkapital gelten.

Das steigert die Bonität und müsste eigentlich

die spezifischen Zinskosten an

anderer Stelle senken.

Die Mittelstandsfinanzierer begleiten

Kapital suchende Unternehmen auch bei

Gesprächen in Banken oder zu öffentlichen

Förderstellen. Sie entsenden, sofern

gewünscht, sogar Interimsmanager in die

Unternehmen, wenn dort besondere Erfahrungen

oder neutrale Sichtweisen in Krisensituationen

erforderlich sind. „Grundsätzlich“,

so Beteiligungsmanager Steffen,

„bleibt der Unternehmer Herr im Haus.“

Ab 50.000 Euro bleiben die Mittelständler

bis zu 15 Jahre bei Kapitalnehmern dabei.

In Einzelfällen können sie wegen ihrer Verbindungen

zu „höheren“ Stellen sogar mehr

als 2,5 Millionen Euro herauslegen.

Ausdrücklich im „niederen“ Bereich

der sicherheitsfreien Finanzierungen

von 50.000 bis 250.000 Euro bewegen sich

die Angebote des ETL Eigenkapitalpro-

gramms. Hinter der ETL-Gruppe aus Essen

stehen die dortige Sparkasse sowie

die Stadtsparkasse Düsseldorf und die

ETL Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Mit dieser Dreieckskonstruktion

kann ETL bundesweit

Mezzanin-Kapital vergeben, wenn Banken

wegen ihrer Beleihungsvorschriften

nichts mehr geben können. „Ein überzeugendes

Geschäftskonzept des Kapitalnehmers,

das ist unsere Sicherheit“,

sagt Stefan Rosenbauer, Geschäftsführer

der ETL Beteiligungsgesellschaft. Einen

festen Zinssatz von mindestens neun

Prozent zuzüglich einer Gewinnbeteiligung

von maximal ein Prozent der Beteiligungssumme

hält Rosenbauer für

diese Form der Finanzbeteiligung für

angemessen. Bei ungünstigen Creditreform-Ratings

von neun bis zehn steigen

die Finanzierungskosten bis auf etwa 15

Prozent. „Die Alternative sind gar keine

Fremdmittel“, weiß Rosenbauer und versichert:

Wir wollen und können auch gar

nicht bei der Unternehmensführung mitreden.“

130 Unternehmer haben sich bereits

ETL-Mittel beschafft. Und die Nachfrage

zieht an, heißt es in Essen.

Die Kleinen nicht im Regen

stehen lassen

Für Unternehmen mit guter Marktposition,

erstklassigen Produkten und

überzeugender Strategie hat gerade auch

die genossenschaftliche WGZ Bank einen

besonderen Konjunkturplafond aufgelegt

– über insgesamt 300 Millionen

Euro. „Die Mittel sind ausschließlich zur

Betriebsmittelfinanzierung und nicht für

Investitionen vorgesehen“, erklärt Uwe

Berghaus, Leiter des Bereichs Firmenkunden

und Generalbevollmächtigter der

WGZ Bank „und zwar für Unternehmen,

denen in diesen konjunkturellen Ausnahmezeiten

die Umsätze weggebrochen sind

und deren Ratings stark gesunken ist.“ Die

Plafonds-Mittel können über die örtlichen

Volks- und Raiffeisenbanken abgerufen

werden. „Wir machen das ausdrücklich

auch, um den Eindruck zu widerlegen, es

würde nur den Großen geholfen und die

Kleinen lasse man im Regen stehen“, sagt

Uwe Berghaus. Und das gilt über die WGZ

hinaus auch, wenn 2010 und 2011 die Mezzanin-Finanzierungen

fällig werden.


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106

Mittelstandsfinanzierung Deutsche Bank AG

Öffentliche Fördermittel:

Zentraler Baustein einer

Gesamtfinanzierung

Die Krise hat öffentliche Fördermittel zu einem noch wichtigeren Element der

Unternehmensfinanzierung gemacht. Doch obwohl das Angebot attraktiv ist,

verzichten noch viele Unternehmen darauf. Sven Jezoreck, verantwortlich für

das Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank in der Region Ruhrgebiet und

Münsterland, spricht im Interview mit dem Wirtschaftsblatt über die aktuelle

Notwendigkeit öffentlicher Fördermittel bei der Unternehmensfinanzierung.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


Deutschland befindet sich in der schwersten

Wirtschaftskrise seit mehr als 60

Jahren. Was bedeutet dies für die Finanzierung

vor allem mittelständischer Unternehmen?

Sie ist sicherlich schwieriger geworden,

aber auch nicht so schwierig, wie viele

denken. Nicht zuletzt durch das schnelle

und entschlossene Handeln der Politik

und eine drastische Ausweitung öffentlicher

Förder- und Kreditprogramme im

Rahmen des Konjunkturpaketes des Bundes

konnten die Folgen dieses historisch

einmaligen Absturzes ein gutes Stück

weit eingedämmt werden. Eine derartige

Unterstützung ist aktuell auch wichtiger

denn je.

Verwunderlich ist es, dass nach der neuesten

Umfrage Ihres Hauses nur die Hälfte

der mittelständischen Unternehmen

öffentliche Fördermittel schon einmal

genutzt hat.

In der Tat, und hier sehen wir Handlungsbedarf.

Einer der Hauptgründe hierfür

scheint die mangelnde Kenntnis der

unterschiedlichsten Förderprogramme

zu sein, deren Unübersichtlichkeit interessierte

Unternehmen oft abschreckt.

Dabei hat der Kreditnehmer mit einer öffentlich

geförderten Finanzierung meist

nicht mehr Aufwand als mit einer konventionellen

Bankfinanzierung. Allerdings

nur dann, wenn er eine wichtige

Grundregel beachtet, nämlich eng mit

der Hausbank zusammenzuarbeiten.

Ist eine öffentliche Förderung eine Alternative

zum klassischen Kredit?

Nein, das ist sie nicht. Die Hausbank wird

in aller Regel eine öffentliche Förderung

nicht isoliert betrachten, sondern in eine

Gesamtfinanzierung mit einbinden. Öffentliche

Fördermittel sind wichtiger Bestandteil

eines ganzheitlichen Finanzierungskonzepts.

Was kann das interessierte Unternehmen

auf diesem Gebiet von seiner Hausbank

erwarten, der Deutschen Bank etwa?

Die Deutsche Bank als einer der größten

Mittelstandsfinanzierer begleitet ihre Firmenkunden,

die sich für die Inanspruchnahme

eines Förderprogramms entschieden

haben, im gesamten Prozess.

Sie prüft das zu finanzierende Projekt,

ermittelt den Finanzbedarf, identifiziert

förderungswillige Finanzierungsansätze,

sucht aus den zahlreichen Förderansät-

zen die passenden heraus und entwickelt

eine maßgeschneiderte Finanzierungslösung.

Bei uns spielt der Einbau öffentlicher

Förderangebote in ein individuelles

Kreditkonzept inzwischen bei fast allen

Finanzierungen eine wichtige Rolle.

Wie hat sich die öffentliche Förderung

von Unternehmen während der Krise genau

entwickelt?

Mit den Konjunkturpaketen I und II, die

von der KfW im Auftrag der Bundesregierung

umgesetzt werden, wurde sie massiv

ausgebaut. Mit diesen beiden Paketen

wurden über die KfW unter anderem im

KfW-Sonderprogramm zwei Kredittöpfe

mit einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden

Euro bereitgestellt.

Über alle Größenklassen hinweg?

Ja. Das aus dem Konjunkturpaket I abgeleitete

KfW-Sonderprogramm erlaubte

bereits die Förderung von Unternehmen

mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Millionen

Euro durch Kreditbeträge bis zu

50 Millionen Euro. Damit können sowohl

Investitionen als auch Betriebsmittel finanziert

werden. Im Rahmen des Konjunkturpakets

II fördert die KfW darüber

hinaus nun auch größere Unternehmen

mit einem Jahresumsatz von mehr als

500 Millionen Euro, die keinen Zugang

zum Kapitalmarkt haben. Diese großen

Mittelständler können zinsgünstige Kredite

mit einem Volumen bis zu 300 Millionen

Euro erhalten. Alternativ übernimmt

die KfW in Form von Direktdarlehen einen

Anteil von bis zu 50 Prozent bei Konsortialfinanzierungen.

Die deutsche Wirtschaft auch hier in der

Region ist sehr stark vom Export abhängig.

Gibt es da ebenfalls Fördermöglichkeiten?

Ja. Die KfW hat als Teil des Konjunkturpakets

II erweiterte Absicherungsmöglichkeiten

für Exporteure geschaffen.

Dies ist auch sehr wichtig, da gerade die

wirtschaftlichen Risiken im Auslandsgeschäft

mit der Krise erheblich gewachsen

sind.

Wie hat sich diese spezielle Form der

Kreditvergabe bei der Deutschen Bank

entwickelt?

Die Deutsche Bank hat 2008 die Kreditauszahlungen

unter Einsatz öffentlicher

Fördermittel um rund 30 Prozent auf

etwa zwei Milliarden Euro erhöht. In den

Deutsche Bank AG

ersten zehn Monaten des Jahres 2009

sind die Auszahlungen, die über öffentliche

Fördermittel refinanziert wurde, gegenüber

dem gleichen Zeitraum des Vorjahres

sogar um 80 Prozent gewachsen.

Über die aktuellen Programme hinaus

gibt es Hunderte anderer Fördermöglichkeiten.

Haben die Firmenkundenbetreuer

da eigentlich noch den Überblick und die

Expertise?

Alle Kunden stehen grundsätzlich im

engen Kontakt mit ihren Firmenkundenbetreuern.

Vor dem Hintergrund der erheblich

ausgeweiteten Förderprogramme

hat die Deutsche Bank ihren Firmenkundenbetreuern

Spezialisten für öffentliche

Förderprogramme zur Seite gestellt, die

sie bei der Beratung, Beantragung, und

Bereitstellung unterstützen. Per Ende

Oktober 2009 wurden insgesamt Förderanträge

mit einem Volumen von 3,5 Milliarden

eingereicht, 3,2 Milliarden davon

wurden bereits zugesagt. Die Bewilligungsquote

lag bei 92 Prozent – ein sehr

hoher Wert, wie ich meine. Das spricht

für die Kompetenz der Spezialisten.

Deutsche Bank AG

Lindenallee 29

45127 Essen

Tel.: 0201/8 22-24 01

sven.jezoreck@db.com

www.deutsche-bank.de/mittelstand

Sven Jezoreck ist verantwortlich

für das Firmen kundengeschäft

der Deutschen Bank in der Region

Ruhrgebiet und Münsterland

107

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


108 Mittelstandsfinanzierung Active International GmbH

Abschreibungen vermeiden!

Corporate Trading –

die clevere Businesslösung

Fredrick Fuest braucht nur wenige Sätze, um das Geschäftsmodell der Active International Incorporation exakt zu

umreißen. Dann lehnt sich der Präsident des internationalen Geschäfts des US-Unternehmens erst einmal lächelnd im

Stuhl zurück. Es dauert immer eine kleine Weile, bis seine Gesprächspartner im Geiste alle Möglichkeiten realisiert haben,

die er ihnen mit seinen Angeboten eröffnet.

Durch die Zusammenarbeit mit Active International

vermeiden weltweit aktuell 1.500 Großunternehmen

Verluste durch Abschreibungen. In den vergangenen

25 Jahren haben die beiden Firmengründer Alan Elkin

und Arthur Wagner aus einer ungewöhnlichen Idee ein global

vernetztes, multifunktionales Handelshaus aufgebaut. Ihr

Unternehmen Active International ist mit einem Jahresumsatz

von zuletzt 1,4 Milliarden Dollar Weltmarktführer in Sachen

Corporate Trading. In der Referenzliste finden sich renommierte

Unternehmen aller Branchen. „Viele internationale Hersteller

und Händler arbeiten kontinuierlich mit uns zusammen“, berichtet

Fuest. Einer der zehn Firmenstützpunkte befindet sich

im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel. Von hier aus betreut ein

Team von 23 Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen

inzwischen über 100 deutsche Kunden. „Der deutsche Markt

Experten des Corporate Trading: Fredrick Fuest (l.) und sein Team

generieren Mehrwerte durch ungenutzte Potentiale

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

gewinnt immer stärker an Dynamik“, erklärt Fuest. Die 1999

gegründete hiesige Niederlassung wächst momentan sogar

schneller als ihre Schwesterfirmen in anderen europäischen

Ländern, den USA, Kanada, Mexiko, Australien, Brasilien und

Japan. Neben börsennotierten Konzernen öffnen sich hierzulande

immer mehr große Mittelständler für die Möglichkeiten,

die Active International bietet.

Probleme aktiv lösen

Wer Vermögensgegenstände abschreibt, realisiert Verluste.

Wer hingegen vorher das Team von Active International

einschaltet, kann die Abschreibungen vermeiden und so sein

Betriebsergebnis sowie den Cashflow spürbar erhöhen. „Wir

erwerben abschreibungsbedrohte Vermögenswerte aus den un-


Anzeige Active International GmbH

109

terschiedlichsten Bereichen zum vollen Buchwert“, garantiert

Christian Kirschbaum, der mit seinen Mitarbeitern das deutsche

Neukundengeschäft verantwortet. Dabei geht es zum Beispiel

um Bekleidungsartikel aus der abgelaufenen Saison, überalterte

Technologieprodukte oder im Markt gefloppte Haushaltswaren.

Kirschbaum ist der erste Ansprechpartner für Firmen, die Corporate

Trading als strategisches Instrument einsetzen möchten.

„Zu unserer Zielgruppe gehören Unternehmen, die im Jahr

viel Geld für Media, Druck und Verpac kung, Veranstaltungen

und Hotelunterbringung sowie Logistik aufwenden müssen.

Wenn bei diesen Firmen deutliche Wertberichtigungen auf Warenbestände,

Immobilien oder Anlagen unumgänglich werden,

dann ist ein Anruf bei uns das beste Investment“, verspricht

Kirschbaum. Active International übernimmt zum Beispiel

Slowmovers, Restbestände oder Überproduktionen zum vollen

Buchwert. Die Produkte werden anschließend über langjährige

Handelspartner im In- und Ausland vertrieben.

Geschäftsvorgänge geschickt verknüpfen

„Unser Netzwerk ist global, wir haben Zugänge zu beinahe

allen Märkten. Deshalb können wir für jeden Warenbestand

den passenden Vermarktungsansatz offerieren. Dazu greifen

wir direkt auf unsere Partner und die Geschäftskontakte unserer

internationalen Tochtergesellschaften zu“, so Fuest. Diese

Kompetenz nutzen teilweise sogar internationale Markenhersteller,

um sich weitere Absatzpotentiale zu erschließen.

Active bezahlt die abschreibungsbedrohten Waren mit

Dienstleistungen: Die Kunden können diese sukzessive über

Die zwei Ebenen des Corporate Trading

Active International in den Bereichen Media, Druck und Verpackung,

Logistik sowie Veranstaltungen und Hotelunterbringung

abrufen. Der Werbebereich ist dabei eine echte Domäne

der Corporate-Trading-Experten. „Wir gehören weltweit zu den

zehn größten Media-Einkäufern und können alle Anforderungen

einer Marketingabteilung optimal befriedigen“, sagt Gerhard

Erning. Als Senior Manager leitet er die Media-Abteilung

von Active International in Deutschland. „Wir kümmern uns

aber ausschließlich um Werbezeiten und Anzeigenplätze, die

Gestaltung der Spots oder Kampagnen sowie die Auswahl der

Zielgruppen bestimmen weiterhin die Marketingverantwortlichen

des Kunden.“

Partnerschaften konsequent pflegen

Für Fuest ist Corporate Trading eine innovative Businesslösung,

mit der Abschreibungsverluste abgewendet und in

Dienstleistungen für das Unternehmen umgewandelt werden

können. „Durch die Kopplung zweier Geschäftsvorgänge, die

inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, schaffen wir einen

echten Mehrwert. Wenn unsere Partner bereit sind, neue Wege

zu gehen, dann können sie mit uns viel gewinnen“, wirbt Fuest

für ein unverbindliches Kennenlernen.

Active International GmbH

Burggrafenstraße 5, 40545 Düsseldorf

Tel.: 0211/367 08-0

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1. Ankauf Aktiva

Active International übernimmt

abschreibungsbedürftige Aktiva

bis zum vollen Buchwert.

2. Einlösung mit Services

Kunde kann im Gegenzug

sukzessive Services in den

Bereichen Media, Druck, Hotel

und Transport von Active International

abrufen

Durch die Kopplung zweier Geschäftsvorgänge, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben,

schafft Active International echten Mehrwert.

Kunde

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


Auch wir haben etwas von der Bankenkrise gehört.

Durch unsere Neukunden.

Wir könnten es uns einfach machen. Und den enormen Neugeschäftserfolg mit

unserer hoch qualifizierten Beratung erklären. Auch unsere individuelle Vermögensverwaltung

und soliden Finanzierungen sind sicherlich Teil unseres

Erfolges. Aber, um ganz ehrlich zu sein: Am meisten profitieren wir zurzeit von

unserer konservativen Unternehmensphilosophie. Und von der Aufstellung als

unabhängige inhabergeführte Privatbank.

Gerne laden wir Sie zu einem persönlichen Gespräch ein. Bitte rufen Sie uns an

unter: 0211 4952-295. www.bankhaus-lampe.de

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112

Mittelstandsfinanzierung Becker, Müller & Partner GmbH

Stille Potentiale

mobilisieren

Viele Unternehmen wünschen sich in dieser Zeit mehr Liquidität, um wieder größeren finanziellen

Spielraum zu haben. Für sie bietet der inhabergeführte Finanzdienstleister Becker, Müller & Partner

(BMP) aus Köln neben dem klassischen Factoring eine besondere Form der Forderungs-Finanzierung:

Unsichtbar für die Abnehmer, schnell und damit maßgeschneidert für mittelständische Unternehmen.

Der Begriff „Factoring“ ist mittler-

weile Vielen ein Begriff: Beim Fac-

toring verkauft ein Unternehmen

seine Forderungen aus vollständig er-

brachten Warenlieferungen oder Dienst-

leistungen an einen Factor, der eine Bank

oder ein spezieller Factoring-Dienstleister

sein kann. Dieser finanziert die Forde-

rungen vor und sichert sie gegen Ausfall

ab. Das Unternehmen erhält kurzfristig

Liquidität durch den Factor.

Mancher empfindet es allerdings als

Nachteil, dass dies ein offenes Verfahren

ist: Der Abnehmer erkennt auf der Rechnung

sofort, dass die Forderung an einen

Factor verkauft wurde und die Zahlung

an diesen zu leisten ist. Daher befürchten

viele Unternehmer, dass das Vertrauensverhältnis

zwischen ihnen und ihren

Abnehmern gestört werden könnte. Vor

allem dann, wenn das sehr stringente

Mahnwesen des Factors einsetzt. Außerdem

könne der Eindruck entstehen, „die

brauchen dringend Geld“.

Es geht auch unauffälliger

Deshalb rät BMP speziell mittelständischen

Kunden zur sogenannten „stillen

Forderungs-Finanzierung“. Sie ermöglicht

es auch kleineren Unternehmen,

ihre abtretbaren Forderungen vorzufinanzieren,

ohne dies den Abnehmern

anzeigen zu müssen.

Mit dieser Finanzierungsform können

somit neue Kreditlinien geschaffen oder

vorhandene Linien ausgeweitet werden.

Anders als beim Factoring werden die

Forderungen aber nicht verkauft, sondern

durch BMP bewertet und an eine

finanzierende Bank abgetreten. Die Forderungen

sind im Rahmen einer Kredit-

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Ablauf der „stillen“ Forderungs-

Finanzierung mit BMP

Unternehmen Rechnungskopie

BMP

1

Warenlieferung oder

Dienstleistung -

Rechnung

versicherung gegen Ausfall versichert.

Die meisten Finanzierungen laufen über

die Hausbank des Unternehmens oder

über Sparkassen und Banken, mit denen

BMP schon sehr lange zusammenarbeitet.

Sobald die Waren geliefert oder

die Dienstleitungen erbracht wurden,

erhalten die Abnehmer eine ganz normale

Rechnung und BMP eine Kopie. Im

Anschluss erstellt BMP eine Abrechnung

und ermittelt so den Auszahlungsbetrag.

Dadurch kann das Unternehmen – wie

beim Factoring – in der Regel einen Tag

nach Rechnungseinreichung über die Liquidität

verfügen. Im Unterschied zum

Factoring zahlen die Abnehmer nicht an

BMP, sondern auf ein neues Konto des

Unternehmens bei seiner finanzierenden

Bank. Außer einer neuen Kontonummer

nehmen die Abnehmer also keinerlei Veränderungen

wahr.

Die BMP Forderungs-Finanzierung

können Firmen mit einem Jahresum-

2

Auszahlung gemäß Abrechnung Kreditinstitut Abrechnung

Debitor

6

5

Ausgleich des Finanzierungskontos durch

überweisung des Rechnungsbetrags

satz ab etwa einer Million Euro nutzen,

deren Debitoren ihren Sitz überwiegend

in Deutschland, Österreich

oder der Schweiz haben. Ausgeschlossen

sind aufgrund der besonderen Bedingungen

Unternehmen, die nach der VOB abrechnen,

mit Abschlagszahlungen arbeiten

oder deren Debitoren Privatpersonen sind.

In einem persönlichen Gespräch informiert

BMP Sie gerne über diese Leistungen.

Als inhabergeführtes, mittelständisches

Unternehmen stehen für

BMP Kundennähe und persönlicher Service

von Unternehmer zu Unternehmer

an oberster Stelle.

Becker, Müller & Partner GmbH

Dürener Straße 293

50935 Köln

Tel.: 0221 / 94 36 94-66

info@bmp-finanz.de

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113

Den

Aufschwung

finanzieren

Viele Mittelständler blicken wieder optimistisch

in die Zukunft. Doch eine Frage bleibt: Wie

den Aufschwung bei ausgereizten Kreditlinien

finanzieren? Eine gute Vorbereitung für das

nächste Bankgespräch ist jetzt unerlässlich.

Die Akademie für Steuerrecht und Wirtschaft

in Münster hilft dabei.

Im Geschäftsalltag müssen Unternehmer und Steuerberater

oft an einem Tisch sitzen. Doch beim Thema Schulung

gehen sie meist getrennte Wege. Da es jedoch viel voneinander

zu lernen gibt, bietet die Akademie für Steuerrecht

und Wirtschaft des Steuerberaterverbandes Westfalen-Lippe

ASW jetzt erstmalig ein gemeinsames Seminar für Berater und

Mandanten zum aktuellen Thema „Mittelstandsfinanzierung“

an. Es findet am 5. März in der Westfalenhalle Dortmund statt

und vermittelt Praxiswissen auf höchstem Niveau – verständlich

und anschaulich präsentiert, verspricht ASW-Geschäftsführer

Dr. Elmar Mörtenkötter: „Das Seminar ist ein Muss für

jeden Unternehmer, der gut vorbereitet in sein nächstes Bankgespräch

gehen will oder zusätzliche Kreditlinien benötigt.“

Als Referenten konnte man Professor Dr. Diethard B. Simmert

gewinnen, Studiengangsleiter „Corporate Finance“ an der International

School of Management ISM in Dortmund und Frankfurt,

sowie Geschäftsführer der ISM IRCF GmbH in Dortmund,

ein Unternehmen, das Firmen bei Themen wie Rating-Optimierung

und Finanzstrukturierung berät.

Strategien für Zusammenarbeit

Wir haben uns mit diesem Seminarangebot von den bisherigen

Denkmustern gelöst, weil wir glauben, dass es in

dieser Frage auf eine besonders gründliche Vorbereitung und

konstruktive Zusammenarbeit zwischen Berater, Mandanten

und Bank ankommt“, so Mörtenkötter. Das Seminar wird sich

daher eingehend mit allen Fragen der Unternehmensfinanzierung

unter dem Eindruck der Krise befassen. Dabei werden

nicht nur grundlegende Tendenzen der Mittelstandsfinanzierung

in Deutschland skizziert, sondern auch die Eckpfeiler

einer zukunftsorientierten Finanzierungsstrategie für die Unternehmen

aufgezeigt. Zentrale Themen sind unter anderen

die gegenwärtigen und zukünftigen Rahmenbedingungen der

Unternehmensfinanzierung, Finanzierungsstrategien für mit-

Dr. Elmar Mörtenkötter,

Geschäftsführer der ASW

Referent Professor Dr.

Diethard B. Simmert

telständische Firmen sowie die Senkung des Finanzierungsbedarfs

bei gleichzeitiger Stärkung der Liquiditätsreserven.

Zahlen besser aufbereiten

„Gute Finanzkommunikation ist wichtiger denn je. Uns

geht es darum, Berater und Mandanten gleichermaßen zu

sensibilisieren“, fasst der Geschäftsführer zusammen. „Die

Unternehmen müssen, wenn sie Liquiditätsengpässe vermeiden

wollen, ihre vergangenheitsbezogenen und vorausschauenden

Finanzzahlen in Zukunft wesentlich umfangreicher

und breiter aufbereiten. Dabei werden wir sie mit diesem Seminar

unterstützen.“

Informationen und Anmeldung unter www.asw-stbv.de

ASW - Akademie für

Steuerrecht und Wirtschaft

Gasselstiege 33 ∙ 48159 Münster

Tel.: 0251 / 5 35 86- 0

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www.asw-stbv.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


114

Oberfläche und Farbe

Der Tanz

der Moleküle


Nun sind die wenigsten Dinge von vornherein mit

einer makellosen Haut ausgestattet. Doch glücklicherweise

gibt es Mittel und Wege, um das, was

oben drauf ist, zu veredeln. Das richtige Finish kann

eine Menge bewirken. Die visuelle Attraktivität steigern, die

Haptik optimieren oder sogar Schutz vor schädlichen Einflüssen

bieten. Bereits simple Maßnahmen wie Säubern, Glätten

oder Polieren führen zu einer spürbaren Verbesserung. Echte

Zauberer aber sind die vielfältigen, innovativen Beschichtungen,

die auf der Oberfläche wahre Wunder vollbringen. Mit Hilfe

von molekularen Strukturen, chemischen Verbindungen und

physikalischen Prozessen gelingt es ihnen, die Beschaffenheit

der Oberfläche gezielt zu verändern und den individuellen Ansprüchen

anzupassen. Sehr zum Vorteil des Menschen.

In Krankenhäusern besteht beispielsweise ein hohes Risiko,

mit infektiösen Erregern in Kontakt zu kommen. Für diese

Bakterien, Viren und Keime waren vielbenutzte Lichtschalter

lange Zeit die idealen Übertragungsherde. Damit ist es nun vorbei.

Dafür sorgen antimikrobielle Silber-Ionen, die in das Kunststoffmaterial

eingeschleust und durch den ständigen Kontakt

mit der Luftfeuchtigkeit wieder freigesetzt werden. So entsteht

an der Schalteroberfläche eine antibakterielle Dauerwirkung,

der Mikroorganismen restlos eliminiert und die Bildung neuer

Bakterienstämme zuverlässig verhindert.

Zwerge arbeiten im Untergrund

In der Welt der Oberflächen gehen die Innovationen zunehmend

in die Tiefe. Die Nanotechnologie macht es möglich, das

Werkstoffgefüge bis hinab auf die Ebene der Moleküle zu bearbeiten.

Denn im Zwergenkosmos gelten Größenordnungen,

die unsere Vorstellungskraft übersteigen. Ein Nanometer ist der

milliardste Teil eines Meters – das entspricht etwa dem Fünfzigtausendstel

des Durchmessers eines menschlichen Haares.

Daraus ergeben sich ungeahnte Perspektiven. Künftig lassen

sich zusätzliche Eigenschaften oder Funktionen verwirklichen,

die ohne den Einsatz der Nanotechnik im Makrobereich nicht

realisierbar wären. Und das schier grenzenlose Innovationspotential

ist längst noch nicht ausgeschöpft. Daher nimmt die

Nanotechnologie im 21sten Jahrhundert eine herausragende

Schlüsselstellung ein, um den Fortschritt gerade auch auf dem

Gebiet der Oberflächenbeschichtung weiterzubringen.

Oberflächen werden multifunktionell

Denn neue Lösungen werden dringend benötigt. Mit den

wachsenden Anforderungen von Anwendern und Verbrauchern

steigt die Nachfrage nach dem Mehrfachnutzen. Eine gebrauchstüchtige

Oberfläche muss heute mehr können, als nur

gut aussehen. Aus diesem Grund entwickeln Spezialisten mit

Hochdruck immer bessere, noch effizientere Oberflächentechniken.

So auch die Experten an der Fachhochschule Südwestfalen

in Iserlohn, die mit verschiedenen Partnern aus Industrie

und Wissenschaft an einem zukunftsweisenden Projekt arbeiten.

Aufgabe ist, unterschiedliche Trägersubstanzen mit nanoskaligem

Sol-Gel-Material zu beschichten, um die Oberflächen

dadurch noch besser für den Praxiseinsatz auszurüsten. Eine

so behandelte Kunststoff-Folie ist extrem kratzfest, lässt sich

leicht reinigen und bleibt resistent gegen Graffiti-Sprüherei.

Also der ideale Oberflächenschutz für Fahrzeuge oder Möbel.

Der Fortschritt zeigt sich farbenfroh

Auch Farben und Lacke, die auf Objekten aller Art den Ton angeben,

erfüllen nicht bloß dekorative Zwecke. In Beschichtungsmittel

eingebrachte Nanopartikel führen zu weiteren, vorteilhaften

Funktionen wie Abriebbeständigkeit, Dauerschutz gegen

UV- und Infrarotstrahlung oder schmutzabweisende Wirkung.

Allseits bekannt ist inzwischen der sogenannte Lotuseffekt.

Damit wird die Fähigkeit zur Selbstreinigung bezeichnet, die

beispielsweise spezielle Fassadenfarben besitzen. Ebenso nutzt

die Automobilindustrie verstärkt Lacke auf Nanobasis, die sich

eigenständig reparieren können. Dazu wird auf die Farbschicht

ein besonderer Kunstharzklarlack aufgetragen, der auf Beschädigungen

reagiert. Bei leichten Kratzern fließt das Harz innerhalb

weniger Tage in die entstandene Lücke und schließt diese. Bald

darauf erscheint die Oberfläche wieder makellos glatt.

Mit Galvanotechnik geht alles

Oberfläche und Farbe

Oberflächlich betrachtet, gibt sich der Mensch niemals zufrieden. Er bemängelt

den fehlenden Schliff, mag nichts Ungehobeltes und empfindet Farblosigkeit als

langweilig. Deshalb setzt er alles daran, diese Missstände zu beseitigen. Und bringt

sogar Moleküle zum Tanzen, um die Oberflächenqualität zu perfektionieren.

Von Brigitte Waldens und Dr. Werner Olberding

Natürlich ist die Entwicklung auch in den klassischen Beschichtungsbereichen

nicht stehengeblieben. Nach wie vor

gehört die bewährte Galvanotechnik mit ihren vielfältigen Untergruppen

zu den bevorzugten Verfahren, wenn es um die professionelle

Oberflächenbehandlung von Metallen und Kunst-

115

Wirtschaftsblatt 1/10


116

stoffen geht. Unter dem Sammelbegriff Metall wird landläufig

eine silbrig glänzende Substanz mit hervorragender elektrischer

Leitfähigkeit verstanden. Der Chemiker dagegen gibt sich

mit dieser oberflächlichen Definition nicht zufrieden. Er versteht

unter einem Metall ein Element, das bei chemischen und

physikalischen Reaktionen Elektronen abgeben kann. Im Laufe

dieses Prozesses geht das Metall in ein geladenes Teilchen, ein

sogenanntes Ion, über und wird dadurch wasserlöslich. Diese

Reaktion ist auch umkehrbar.

Im galvanischen Beschichtungsverfahren wird das in Wasser

gelöste, ionische Metall mit Hilfe von elektrischem Strom

in die wasserunlösliche, metallische Form überführt. Für diesen

Prozess muss ein Bauteil, das über elektrische Leitfähigkeit

verfügt, in ein Elektrolyt getaucht werden. Bei dem Bad in der

Lösung nimmt das Metall Elektronen auf, wird wieder unlöslich

und scheidet sich als Niederschlag auf dem Bauteil ab.

Die Kunst des Galvanisierens besteht nun darin, ein Werkstück

durch Stromfluss so perfekt mit einer metallischen

Schicht zu überziehen, dass die Oberfläche ein gleichmäßig

glattes Finish bekommt. Um den jeweils gewünschten Effekt zu

erreichen, stehen dem Galvaniseur unterschiedliche Hilfsmittel

zur Verfügung.

Im Zeitraffer lässt sich der Vorgang so veranschaulichen:

Beim galvanotechnischen Verfahren werden die Schichten

Atom für Atom auf dem Trägermaterial abgeschieden. Somit

kann galvanisch ein exaktes Abformen des eingesetzten Basismaterials

erfolgen. Auf diese Weise lassen sich Strukturen in

mikroskopischer Größe erzeugen. Werden diese vom Basismaterial

getrennt, bleiben die Bauteile im Miniaturformat erhalten.

Dies versetzt die Experten in der Galvanotechnik beispielsweise

in die Lage, winzige Bauteile für Geräte herzustellen, die

klein genug sind, um etwa ins Auge zur Innenaugendruckmessung

implantiert zu werden. Je nach Aufgabenstellung wird

zwischen dekorativem und funktionalem Galvanisieren unter-

Wirtschaftsblatt 1/10

Oberfläche und Farbe

schieden. So kann etwa durch Brünieren, Verchromen oder Vergolden

ein Produkt buchstäblich glänzend aufgewertet werden.

Bei Gebrauchs- und Investitionsgütern stehen dagegen andere

Eigenschaften im Vordergrund. Hier sorgt die Galvanotechnik

für zuverlässigen Korrosionsschutz, Verschleißbeständigkeit

oder für die Verbesserung elektrischer Leitfähigkeit.

Während Schichten zur Verschönerung oft weniger als

1 µm stark sind, liegt die Dicke bei funktionellen Beschichtungen

deutlich höher. Genügen für den Korrosionsschutz rund

10 µm, müssen Überzüge mit hohen mechanischen Belastungen

bis zu 500 µm aufweisen.

Wenn der Laser das Polieren übernimmt

Ein wichtiges Qualitätskriterium bei der Beurteilung einer

galvanisierten Oberfläche ist der Glanzgrad. Bislang mussten Metalle

aufwendig auf Hochglanz gebracht werden. Entweder mit

der Poliermaschine oder an schwierig zu erreichenden Stellen

per Hand. Forscher am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

in Aachen haben jetzt einen Weg gefunden, die Polierarbeiten zu

automatisieren. Zu diesem Zweck kommt ein Laser zum Einsatz,

der die Oberfläche circa 50 bis 100 Mikrometer tief anschmilzt.

Aufgrund der vorhandenen Oberflächenspannung verläuft das

flüssige Material überaus gleichmäßig und glatt. In weiteren

Bearbeitungsschritten sinkt die Schmelztiefe kontinuierlich, so

dass wie beim herkömmlichen Schleifen und Polieren das Ergebnis

immer feiner wird. Allerdings schafft das Laserpolieren

derzeit nur eine Rauheit von 50 Nanometern – zehnmal mehr als

beim Handpolieren. Doch dieser Wert reicht für mittlere Qualitäten

im Standardsegment völlig aus. Außerdem: Ein Facharbeiter

benötigt zwischen zehn bis 30 Minuten, um einen Quadratzentimeter

manuell zu polieren. Der Laser ist mit der gleichen Fläche

bereits in einer Minute fertig. Wie man hört, wird das zeitsparende

Poliersystem in ein bis zwei Jahren marktreif sein.

„Wettkampf der

Moleküle“…

…heißt das Werk, das auf der vorhergehenden Seite zu sehen ist.

Erschaffen hat es der Maler Emil Schult. Geboren 1946 in der Bauhausstadt

Dessau, studierte Schult in den späten 60er Jahren an der

Düsseldorfer Kunsthochschule, wo er Klassen von Joseph Beuys,

Gerhard Richter und Diter Rot besuchte. Seine bekannteste Arbeit

ist sicherlich das Plattencover zu „Autobahn“, das er im Stil der Wirtschaftswunderästhetik

für die Elektronikpioniere Kraftwerk gestaltete.

Für sie arbeitete Schult auch anderweitig: so stammte der Text

zum Welthit „Das Model“ aus seiner Feder. Heutzutage steht eine

intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Oberfläche im Mittelpunkt

von Schults Arbeiten. Als schaffender Künstler hat er sich

vor allem der Hinterglasmalerei angenommen. Auch „Wettkampf

der Moleküle“ ist ein Ergebnis dieser Technik. Detaillierte Einblicke

in Schults Arbeit gibt seine website www.emilschult.eu.


Anzeige Siegwerk Druckfarben AG

117

Erfolg bekennt Farbe

Bunt färben ist das Gegenteil von Schwarzmalen. So ähnlich könnte das Motto bei der Siegwerk

Druckfarben AG in Siegburg lauten. Denn Krise hin oder her – die Rheinländer blicken optimistisch auf

das Jahr 2010. Und dazu haben sie gute Gründe.

D

er wirtschaftliche Abschwung

hat weniger Spuren als erwartet

bei dem Traditionsunternehmen

hinterlassen, das 1830 als Druckerei

für Stoffe gegründet wurde und heute

für jedes erdenkliche Print- und Verpakkungsmaterial

die geeignete Farblösung

komponiert. „Entgegen vieler Prognosen

ist der Konsum nicht eingebrochen; Kunden

im Verpackungsbereich haben weniger

Einbußen als befürchtet hinnehmen

müssen“, sagt der Unternehmenssprecher

Dr. Peter Heimerzheim. Die Siegwerk AG,

die sich neben dem angestammten Geschäft

in Europa seit einigen Jahren auch

auf Märkte wie Nord- und Südamerika,

Asien, Afrika und den Nahen Osten konzentriert,

rüstet sich derzeit konsequent

für die Zukunft.

Fortbildung als Plus

In erster Linie will man dazu die die

Qualifikationen der Belegschaft verbessern

und damit die Flexibilität des Unternehmens

erhöhen. „Zunächst erhalten

einige Dutzend Mitarbeiter Doppelqualifikationen:

Sie werden intensiv geschult,

damit sie in mehreren Unternehmensbereichen

einsetzbar sind. Ein Kollege aus

dem Labor zum Beispiel in der Produktion

oder umgekehrt“, erklärt Heimerzheim.

Weiterbildung ist für Siegwerk ohnehin

Top-Thema: Dafür wurde das Unternehmen,

auf dessen Farben Verlagshäuser

wie Burda und Springer sowie Markenartikler

wie Unilever, Mars oder British

American Tobacco vertrauen, unlängst

ausgezeichnet. Die Bundesagentur für

Arbeit honorierte das Weiterbildungsengagement

während der zweimonatigen

Kurzarbeit im letzten Frühjahr.

Die Nuancen entscheiden

Mit der Standardisierung von Arbeitsprozessen

und hohem Qualitätsbewusstsein

will die Siegwerk Group ihre

Produktqualität noch weiter steigern

und ihre Position unter den Top Drei der

Druckfarben-Welt festigen. „Ein Schokoriegel

mag auf den ersten Blick überall

auf der Welt mit der gleichen Verpackung

verkauft werden, tatsächlich werden die

Verpackungen aber in unterschiedlichen

Druckereien gedruckt und weisen durchaus

Unterschiede auf. Und das bemerkt

der Endverbraucher“, sagt der Unternehmenssprecher.

Grundfarben werden deshalb

auf allen Kontinenten in den Centers

of Excellence hergestellt. Weltweit einheitliche

Produktqualität heißt das Ziel für

die 3.900 Mitarbeiter und über 30 Landesgesellschaften,

Lean Management soll

den Weg dorthin weisen. Nach Vorbild

des Toyota-Prinzips werden zu sämtlichen

Produktions- und Arbeitsschritten

uniforme Standards entwickelt und das

Streben nach Perfektion stetig gefördert.

Ein weiterer Baustein für den globalen Erfolg:

Das „One face to the customer“-Prinzip.

Mit der Versicherung, dass kein Kunde

zwischen verschiedenen Betreuern in

unterschiedlichen Ländern und Werken

hin- und hergeschickt wird, sondern einen

festen Ansprechpartner hat.

Siegburg: größter Druckfar

benstandort weltweit

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53721 Siegburg

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Wirtschaftsblatt 1/10


118

Fließende übergänge bestimmen den Niederrhein. Von der Halde schweift der

Blick über wirtschaftlich starke Unternehmen wie Thyssen Krupp und E.ON zu

grünen Landschaften

Weites Land

voller Perspektiven

Eines war allen Teilnehmern der aktuellen Wirtschaftsblatt-Expedition schon nach

einem flüchtigen Blick auf die Route klar: Sie würden ohne Wenn und Aber etliche

der schönsten und wirtschaftlich interessantesten Stellen am Niederrhein verpassen.

Warum? Zum einen, weil die Region satte 370.000 Hektar groß ist – und zum anderen

dabei in jeder Hinsicht so facettenreich, dass man schon bei der Auswahl der

Etappenziele die Qual der Wahl verspürte. Von Katja Eifler und Oliver Flörke (Fotos)

Wirtschaftsblatt 1/10

Expedition NRW: Niederrhein


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Straßenmodenschau in Krefeld – traditionell ist

die Textilbranche am Niederrhein stark vertreten

Die Herkulesaufgabe, den Niederrhein zu erkunden, startet vor einem Pano-

rama der Superlative. 94 Meter ragen die weltgrößten Schaufelradbagger im

Tagebau Garzweiler in den Himmel. Verstromt wird die von ihnen geförderte

Braunkohle in umliegenden Kraftwerken. In Grevenbroich-Neurath investiert RWE

aktuell 2,2 Milliarden Euro in zwei moderne Heizblöcke. Doch auch zur Erzeugung alternativer

Energien bietet sich der Niederrhein als Investitionspflaster an. In Grevenbroich

zum Beispiel befinden sich auch eine der größten Fotovoltaikanlagen Europas

und der größte Windpark Nordrhein-Westfalens. Die Vermarktung dieser Standortkompetenz

und aller weiteren regionalen Stärken obliegt dem Team von Martin Lutz.

Als Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH setzt er im Zusammenspiel mit

den Verantwortlichen der Wirtschaftsförderungen und der IHK Mittlerer Niederrhein

die Vorteile der Region ins rechte Licht. Unter der Dachmarke Niederrhein treten die

Oberzentren Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Kleve, Wesel, Viersen

und Neuss gemeinsam auf. Letzterer führt in seinem amtlichen Namen den Rhein,

der die Region zwischen Dormagen und Kleve auf einer Länge von 154,5 Kilometern

durchfließt und heute zusammenschweißt.

Licht an, in Sachen Energieerzeugung steht

der Rhein-Kreis Neuss im Rampenlicht

Das Team

Niederrhein

Drei Expeditionsteilnehmer prüfen für

die Wirtschaftsblatt-Leser Standorte

aus ihren Blickwinkeln!

Bart Krikke prüft die Region als

niederländischer Investor. Der Ge-

schäftsführer der Blaauw Gras

Deutschland GmbH betreut bereits

ein Projekt in Mönchengladbach.

Til Brunecker studiert Internationales

Tourismus und Event management am

Euro Business College in Düsseldorf. In

seinem Fokus: Die Touristische Ausbaufähigkeit

der Region.

Michael Bahrke. Der Wissenschaft-

ler am Kölner Institut der Deutschen

Wirtschaft fragt als Standortexperte

nach Zahlen und Fakten.

Die Mission

119

Städte und Regionen in NRW im Check:

Das ist Thema der Wirtschaftsblatt-

Reihe „Expedition NRW“. In wechselnden

Teams bereist ein Expertenteam

die interessantesten Orte des Landes.

Hier ihr Reisebericht vom Niederrhein.

Wirtschaftsblatt 1/10


120

Expedition NRW

„Julischka“ heißt die neue Sorte vom Schnittrosenbetrieb Kempkens, die

Landrat Wolfgang Spreen stolz präsentiert. Sie steht auf unserer Reise als

Symbol für Hunderte von Betrieben, die sich am Niederrhein in einer der

größten Gartenbauregionen Deutschlands bestens behaupten

Florierende Region:

Der Niederrhein hat viele Facetten

– Tradition und Innovation sind

hier keine Gegensätze. Die Traditionsunternehmen

erfinden sich

immer wieder neu: Die Textilbranche

gibt ihren Produkten neue

Eigenschaften – Hightech im

Gartenbau ist selbstverständlich.

Wirtschaftsblatt 1/10

Flaches Land – hohe Kunst

Über die Autobahnen A 52, A 57 sowie

A 42 kommen wir aus dem Rhein-Kreis

Neuss zügig nach Moers, der größten

Stadt im Kreis Wesel. Von der Berghalde

Rheinpreußen aus können wir weit

ins Land blicken. Doch auch in der Ebene

wäre unübersehbar gewesen, dass

Kunst und Kultur am Niederrhein eine

besondere Rolle spielen. Die Moerser

etwa haben ihrer Bergbauvergangenheit

mit einer beeindruckenden Grubenlampe

des Künstlers Otto Piene ein

Denkmal gesetzt. Weitere weltberühmte

Kunstpräsentationen findet man unter

anderem auf der Museumsinsel Hombroich

in Neuss, im Museum Abteiberg in

Mönchengladbach oder im Schloss Moyland

in Bedburg-Hau, wo auch das Joseph

Beuys Archiv untergebracht ist. Von hier

geht die Expedition weiter nach Geldern.

In Sichtweite der niederländischen

Grenze zeigt uns Gärtnermeister Bernd

Kempkens seine vielfach preisgekrönten

Rosen. Der hochautomatisierte Zuchtbetrieb

ist ein perfekter Stellvertreter für

die rund 6.200 äußerst erfolgreichen und

wachstumsstarken Gartenbaubetriebe

der Region, deren Produkte über die

modernen Vermarktungsstrukturen der

Genossenschaft Landgaard in die gesamte

Welt gelangen. Mit einem im Aufbau

befindlichen professionellen Netzwerk

und der Initiierung innovativer Projekte

bringt sich die Agrobusiness Region Niederrhein

gerade für den Wettbewerb um

weitere Firmenansiedlungen aus dem

grünen Sektor optimal in Stellung.

Traditionelle Kompetenzen –

innovative Technologien

Auch an der nächsten Station in Viersen

können sich die Expeditionsteilnehmer

von einer weiteren regionalen Stärke

überzeugen. Über 60.000 Beschäftigte

sind in mehreren tausend Unternehmen

der Lebensmittelbranche tätig. Zu den

bekanntesten Marken vom Niederrhein

zählen Underberg, Katjes, Diebels Alt, Königshofer

Pils, Kamps, Sauels oder Leuchtenberg.

Neben ihnen haben sich auch

internationale Lebensmittelproduzenten


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Fünfmal um die Welt gelegt. So viele

der beliebten Riegel werden bei Mars in

Viersen in nur einem Jahr produziert. Am

Niederrhein haben zahlreiche bekannte

Player aus der Ernährungswirtschaft,

wie Bonduelle, Thomy, Feldschlösschen,

Kerry Gold oder Copeo ihren Sitz

in der Region etabliert. Zu ihnen gehört

auch das US-amerikanische Familienunternehmen

Mars. Genauso wichtig wie

der Food-Sektor sind für den Niederrhein

die Branchen Metall, Elektro, Chemie,

Gesundheit und Textil. Die Bedeutung

des Modesektors konnte Ende September

wieder eindrucksvoll in Szene gesetzt

werden. Mehr als eine halbe Million Menschen

kamen zur größten Straßenmodenschau

der Welt in die Krefelder Innenstadt.

Vom Niederrhein kommen so

bekannte Marken wie MeXX, van Laack,

Gardeur und Alberto. Auch Textilmaschinenbauer

wie Trützschler und Oerlikon

Volkmann sowie Kammgarnspinner wie

Stöhr sind hier zuhause. Mit dem Kompetenz-Netzwerk

teXellence und dem

Textilforschungs zentrum Nordwest be-

hauptet sich der Niederrhein als Standort

für zukunftsfähige Textiltechnologie.

Exzellente Lage – belastbare

Infrastruktur

Von Viersen führt die Expedition nach

Mönchengladbach. Als Landmarke steht

hier auf einer 165 Hektar großen Konversionsfläche

namens Nordpark das neue

Stadion von Borussia Mönchengladbach,

dem sportlichen Identifikationsanker der

Region. Das gelungene Revitalisierungsprojekt

zeigt, wie am Nieder rhein aus

einer aufgelassenen Fläche Zukunft ge-

macht wird. Ähnlich exzellente Beispiele

sind Campus und Europark Fichtenhain

in Krefeld und das ehemalige Stahlwerk

Becker in Willich. Knapp über zwei Millionen

Einwohner und mehr als 100.000

Unternehmen profitieren vom dichten

Autobahn- und Schienennetz am Niederrhein.

Es gibt leistungsstarke Warenumschlagsterminals

in den Häfen Emmerich

und Wesel sowie in Krefeld, Neuss/

Düsseldorf und Dormagen. Logistik ist

eine der Kernbranchen der Region. Der Airport

in Weeze wächst rasant, der Airport

in Mönchengladbach bietet Entwicklungspotential,

und der internationale Flughafen

Düsseldorf ist nur eine Rheinquerung

entfernt. In Sachen Forschung und Lehre

trumpft der Standort mittlerweile mit drei

Hochschulen auf. Neben der Hochschule

Niederrhein haben zum Wintersemester

Niederrhein

Im Nordpark wächst Zukunft: Die Initialzündung,

erläutert David Bongartz von der Wirtschaftsförderung

Mönchengladbach, für die

gesamte Entwicklung der Fläche lieferte der

Bau des neuen Borussiastadions, auch der Hockeypark

als Austragungsort der WM 2006

2009/2010 die Hochschule Rhein-Waal für

angewandte Naturwissenschaften und

die private Hochschule Neuss mit den Studienschwerpunkten

Logistik-, Industrieund

Handelsmanagement den Lehrbetrieb

aufgenommen.

Standort Niederrhein GmbH

Martin Lutz

Friedrichstraße 40, 41460 Neuss

Tel.: 02131/9 26 85 92

lutz@standort-niederrhein.de

www.standort-niederrhein.de

121

Wirtschaftsblatt 1/10


122 Expedition NRW Niederrheinische Versorgung und Verkehr Aktiengesellschaft

Mit Innovationen

bestens versorgt

Zukunft braucht Fortschritt. Unsere Region zieht mit. Unterstützung bekommt sie

dabei durch den NVV-Konzern, der mit 30 Millionen Euro Auftragsvolumen und

2.100 Beschäftigten ein leistungsstarker Motor für die heimische Wirtschaft ist.

Die Energieversorgung von mor-

gen stellt schon heute große

Herausforderungen an Forschung

und Entwicklung. Als

Branchenführer und innovativer Pionier

hat sich die Niederrheinische Versorgung

und Verkehr AG an die Spitze gesetzt, um

die vorhandenen Ressourcen langfristig

zu sichern und neue Quellen zu erschließen.

Zu diesem Zweck holt sich das Unternehmen

fähige Partner ins Boot. So

unterhält die NVV unter anderem zahlreiche

Beteiligungen an lokalen Stadtwerken,

Anlagen und Forschungsprojekten

mit dem Ziel, durch die Nutzung von Synergien

und Erfahrungen zu effizienten

Ergebnissen zu kommen (siehe Kasten).

Wind, Sonne und Gülle

Das umfangreiche innovative Engagement

bringt es mit sich, dass die NVV

parallel zu den klassischen Tätigkeitsbereichen

in vielfältige Aktivitäten einge-

Biogasanlage Wassenberg

Wirtschaftsblatt 1/10

bunden ist. Eine bedeutende Rolle spielt

hierbei das Thema erneuerbare Energien.

Für die CO2-neutrale Erzeugung von

Strom und Wärme gewinnen unter anderem

Biosgasanlagen verstärkt an Bedeutung.

Als jüngstes Projekt befindet sich

zur Zeit eine solche Anlage mit Erdgasaufbereitung

und Einspeisung ins Netz in

Mönchengladbach in Planung, an der die

NVV beteiligt ist. Ebenso bestehen Kooperationen

zur Errichtung neuer Windkraftanlagen.

Im Photovoltaik-Bereich

sind bei der NVV Photovoltaikanlagen mit

einer Gesamtleistung von 812 kWp installiert

und weitere mit einer voraussichtlichen

Kapazität von 362 kWp im Bau.

Auch für den Zukunftsmarkt Brennstoffzellen

liefert das Unternehmen wegweisende

Impulse. Nach intensiven Feldversuchen

gelang es, die Gerätetechnik

wesentlich zu verbessern. Im Moment

nimmt die Tochtergesellschaft Gas- und

Wasserwerk Grevenbroich GmbH (GWG)

im Rahmen eines bundesweiten Praxis-

Ökologisches Baden im

Schlossbad Niederrhein

tests ein Brennstoffzellen-Heizgerät der

neuesten Hochtemperatur-Generation in

einem Grevenbroicher Privathaus in Betrieb.

Unter Nutzung hoher Prozesstemperaturen

von bis zu 1.000 Grad kann die

Neuentwicklung das wasserstoffreiche

Erdgas leicht aufbereiten.

Mit Grundwasser heizen

Ein Kernpunkt der Unternehmensphilosophie

ist die Verpflichtung, durch

Kreativität und angewandte Kompetenz

neue technologische Potentiale zu erschließen.

Dr. Rainer Hellekes, Technischer

Vorstand der NVV, gibt ein Beispiel:

„In unserem Versorgungsgebiet werden

momentan über 2.500 Wärmepumpen

betrieben. Für die richtige Dimensionierung

und Einstellung besteht ein hoher

Beratungsbedarf, den das Expertenteam

der NVV aufgrund seiner jahrelangen

Erfahrung gerne leistet. Aber: Die Möglichkeiten

der Wärmepumpentechnolo-


Anzeige Niederrheinische Versorgung und Verkehr Aktiengesellschaft 123

gie sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Deshalb suchen wir konzentriert nach

Wegen, um unseren Kunden weitere Einsatzgebiete

zu erschließen.“

Umweltfreundlich unterwegs

Natürlich steht bei allen Maßnahmen

vorrangig der Umweltschutz im Fokus.

Von der Verantwortung, die Belastungen

für Mensch und Natur zu reduzieren,

profitieren die Bürger in der niederrheinischen

Region auf vielfältige Weise. Im

ÖPNV setzt die NVV bereits 30 Stadtbusse

ein, die mit der modernen Dieseltechnologie

„Blue Tech“ unterwegs sind. Doch

nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel

fahren umweltbewusst: An fünf Erdgas-

Tankstellen versorgt die NVV auch private

Nutzer mit genügend Kraftstoff.

Die Beispiele aus dem breiten Spektrum

zeigen, wie vielseitig die Aktivitäten

des führenden Energieversorgungsunternehmens

am Niederrhein sind.

Selbstverständlich gibt es darüber hinaus

eine Fülle von Serviceleistungen

und Förderprogrammen speziell für Privatverbraucher

und Geschäftskunden.

Etwa das Wärme-Contracting oder die

Installation von Blockheizkraftwerken in

gewerblichen Objekten.

Niederrheinische Versorgung und

Verkehr Aktiengesellschaft

Odenkirchener Straße 201

41236 Mönchengladbach

Tel.: 02166 / 68 80

info@nvv-ag.de ∙ www.nvv-ag.de

Blaue Engel für die Blue-

Tech-Busse der NVV

Doppelspiel in Grevenbroich

Aktuell hat die NVV, Mönchengladbach,

ihre Beteiligung an der Gasund

Wasserwerk Grevenbroich GmbH

(GWG) zum 1. Januar von 50 auf 60 Prozent

erhöht.

Als Gegenleistung für die Kapitalaufstockung

bringt die NVV ihren

Stromversorgungsbetrieb in Grevenbroich

mit den Stromkunden und den

Stromversorgungsanlagen in die GWG

ein. Hinsichtlich der Stromversorgungsanlagen

tritt die GWG an Stelle der NVV

als Verpächter in den mit der NEW

Netz GmbH als Netzbetreiber bestehenden

Pachtvertrag. Bisher umfasste das

GWG-Portfolio die Gas- (Vertrieb und

Netz) und Wasserversorgung sowie die

Nahwärmedienstleistungen in der Stadt

Grevenbroich. Für die Stromversorgung

(Vertrieb und Netz) und die Straßenbeleuchtung

war die Niederrheinische

Versorgung und Verkehr AG (NVV),

Mönchengladbach, verantwortlich.

Im Zuge der Neuordnung werden

wesentliche Prozessabläufe umstrukturiert,

was Kunden und Mitarbeitern

gleichermaßen zugute kommt. Die

GWG übernimmt künftig den gesamten

technischen Betrieb der Versorgung mit

Strom, Gas- Wärme und Wasser, während

die NVV mit ihren zuständigen

Tochtergesellschaften als Dienstleister

alle über diesen Bereich hinaus gehende

Funktionen wahrnehmen wird. Dazu

gehören beispielsweise das Netzmanagement,

der Vertrieb sowie verschiedene

zentrale Services.

Gegenüber dem Geschäftsjahr

2008 stehen die Prognosen der GWG

für 2010 deutlich im Plus. Bei der Bilanzsumme

wird eine Steigerung von

33,7 auf 44,1 Millionen Euro erwartet;

die Umsatzerlöse sollen von 34,6 auf

53,5 Millionen Euro wachsen.

Durch das zusätzliche Geschäftsfeld

Strom mit 24.119 neuen Zählern

wird die GWG in die Lage versetzt, Arbeitsplätze

dauerhaft zu halten und einen

wichtigen Beitrag zur Stärkung des

Wirtschaftsstandortes Grevenbroich zu

leisten. Zugleich verbessert die Erweiterung

des Portfolios um die Stromsparte

Ratifizierten die Kooperation:

NVV-Vorstandsvorsitzender

Friedhelm Kirchhartz...

... und Dr. Rainer Hellekes,

Technischer Vorstand

die Möglichkeit, besser auf den starken

Kostendruck im Markt zu reagieren. Auf

diese Weise können Preisvorteile ausgehandelt

und zügig an die Verbraucher

weitergegeben werden.

Das verstärkte Engagement in Grevenbroich

ist die Fortsetzung der langfristigen

Beteiligungsstrategie der NVV.

Zusammenarbeit mit Partnern ist dann

erfolgreich, wenn eine regionale geografische

Zusammengehörigkeit besteht.

Dies gilt im Kreis Heinsberg mit

der WestEnergie und Verkehr genauso

wie in Viersen mit den Niederrheinwerken,

so Herr Friedhelm Kirchhartz, Vorstandsvorsitzender

der NVV.

Wirtschaftsblatt 1/10


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Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

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Die Firmenempfehlungen in der

Rubrik „Adressen“.

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oder per E-Mail:

verlag@wirtschaftsblatt.de

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


126

Sendeplan

Wirtschaftsblatt-TV

Wirtschaftsblatt-TV, Talk und News sind die Formate für die regionale Wirtschaft auf

den beiden Sendern NRW.TV und Center-TV Ruhr sowie auf wirtschaftsblatt-tv.de

Wochentag Zeit Sender Sendung Thema

Montags 21.15 - 21.30 NRW.TV WB-TV Magazin Die Themensendung von Wirtschaftsblatt-TV

Donnerstag 23.00 - 23.15 Center-TV Ruhr Wirtschaftsblatt-Talk Macher in der Metropole Ruhr im Gespräch

Freitags 22.00 - 22.15 NRW.TV WB-TV News Die NRW-Mittelstandsmeldungen der Woche

Samstags 17.15 - 17.45 NRW.TV WB-TV Magazin Die Themensendung von Wirtschaftsblatt-TV (Wdh.)

Sonntags 15.00 - 15.15 Center-TV Ruhr Wirtschaftsblatt-Talk Macher in der Metropole Ruhr im Gespräch (Wdh.)

Wirtschaftsblatt-TV

MAGAZIN Wirtschaftsblatt-TV

TALK

Die Themensendung

„Spezialisten“

Passend zum Schwerpunkt dieses Heftes

widmet sich die aktuelle Magazinsendung

im Februar den „Spezialisten“.

Welche Strategien führen zum

Erfolg in der Nische? WB-TV zeigt Beispiele

aus ganz NRW. Erstausstrahlung:

Montag, 8. Februar, auf NRW.TV.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

NRW.TV ist analog und digital im

gesamten Kabelnetz von Unitymedia

in NRW zu empfangen.

Die Metropole Ruhr im

Gespräch

Jede Woche donnerstags um 23 Uhr sehen

Sie auf Center-TV Ruhr „Macher in

der Metropole Ruhr im Gespräch“. Im

Gespräch mit Katja Eifler sind Akteure

aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Wiederholungen sind jeweils sonntags

um 15 Uhr und dienstags um 7 Uhr.

Wirtschaftsblatt-TV

NEWS

Die Mittelstands-

Meldungen der Woche

Jeden Freitag um 22 Uhr auf NRW.TV

bringt WB-TV News die neuesten Meldungen

aus dem NRW-Mittelstand. Moderator

Alexander Flüchter berichtet,

was sich in der Woche rund um die heimischen

Unternehmen und Standorte

getan hat.

Center-TV Ruhr über das Kabelnetz

S18 in der Metropole Ruhr zu empfangen


128 Letzte Intern Seite Impressum/Teamköpfe

Impressum

Herausgeber Michael Oelmann

Chef vom Dienst Marc Daniel Schmelzer (mds); schmelzer@wirtschaftsblatt.de

Textchefin Martina Gorlas (MG), gorlas@wirtschaftsblatt.de

Vertriebsleitung Jochen Oelmann, j.oelmann@wirtschaftsblatt.de

Magazinleitung Michael Kranz (MiK), kranz@wirtschaftsblatt.de

Redaktions- und Verlagsanschrift

Graf-Adolf-Platz 1-2, D-40213 Düsseldorf

Tel.: 0211/311 20 60-0

Fax Verlag: 0211/311 20 60-10 ∙ Fax Redaktion: 0211/311 20 60-30

verlag@wirtschaftsblatt.de, www.wirtschaftsblatt.de

Büro Dortmund Joseph-von-Fraunhofer-Straße 20, D-44227 Dortmund, Tel.: 0231/99 95 14-28

Büro Köln Albin-Köbis-Straße 2, D-51147 Köln, Tel.: 02203/1 02 17 60

Regionalleiter Katja Eifler (ke/Neuss), Christiane ten Eicken (cte/Wuppertal), Sabine Hense-Ferch

(shf/Lippstadt), Anna Hüser (Düsseldorf), Volker Motz (motz/Köln), Marc Daniel Schmelzer (mds),

Gisela Splitt (Essen), Tina Marie Bongartz (Mönchengladbach)

Redaktion Esther Fernholz (ef), Ronald Morschheuser (romo), Karsten Sander (ks), Thomas

Scharfstädt (THS), Andreas Schultheis (as/Wissen, Rlp.), Anja Schumacher (aks), Anne Swodenk

(sw), Peter ten Eicken (pte), Carola Thielecke (cth), Brigitte Waldens (bw); Tel.: 0211/311 20 60-0,

redaktion@wirtschaftsblatt.de

Redaktionsmitarbeiter Martin Beier, Sigrun Clasen, Valeska von Dolega (von/Wuppertal), Dirk

Dratsdrummer (Kamp-Lintfort), Franz von den Driesch (fd), Hartmut Giesen (Roetgen), Mathias

Hajek (mha), Jelena Jakobsen, Nadia Joppen (nj/Willich), Isabel Klotz (Köln), Meike Kluska (Rheine),

Nicole Maibusch (Kamp-Lintfort), Thomas Leif (tl), Dr. Markus Schöneberger, Christiane Siemann

(cs), Meike Sturat (Köln), Jan D. Walter (Essen)

Firmenberatung Andrea-Maria Schauf, Roland Beckers, Olaf in der Beek (Castrop-Rauxel), Marieluise

Bothe, Christiane Butlin, Sabine Dobbek, Heike Hesse (Krefeld), Anna Hüser (Düsseldorf),

Barbara Kürten, Ulrike Lamberti, Sabine Lieder, Nicola Milani, Christian Pianka, Felicitas Raecke,

Martina Sauer, Karin Schwarzer, Iris Slomma, Heike Sommer, Gisela Splitt (Essen), Carola Thielecke

(Wuppertal); Tel.: 0211/311 20 60-21, anzeigen@wirtschaftsblatt.de

Visuelles Konzept/Design Kreativstudio DIEGUTGESTALTEN, Fürstenwall 141, 40215 Düsseldorf,

www.diegutgestalten.de, kontaktiere@diegutgestalten.de

Gestaltung Daniela Schröder (Leitung); schroeder@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 0211/311 20 60-24, Julia

Schmitz, Tel.: 0211/311 20 60-35, Alina Linden, Tel.: 0211/311 20 60-65, Gisela Röhrig, Jenny Drösel

Art Direktion Achim Schreiner, Tel.: 0211/311 20 60-56

Verlagskoordination Andreas Hodapp-Schneider, Susanne Pabst

Wirtschaftsblatt-TV Uta Bunn, Katja Eifler Online-Redaktion Esther Fernholz

Buchhaltung Brigitte Pulm, Tel.: 0211/311 20 60-54

Bürokoordination Martina Kolditz; Tel.: 0211/311 20 60-27, kolditz@wirtschaftsblatt.de; Oliwia

Frisch, Anja Schumacher

Informationsdienste und Datenbank Michael Künzer (Leitung)

Adil Abarkan, Fabian Klimpel, Mohamed Orahhou, Rauatef Orahhou, Christina Rach, Natalie Rebig,

Sascha Schade, Johanna Scharf, Christopher Schauf, Yannick Sichting, Sasa Solaja, Dominik

Stöter

Fotos Gregor Anthes, Achim Blazy, Simone Bahrmann, Ulli Dackweiler, Oliver Flörke, Dirk A.

Friedrich, Stefan Fries, Thomas Gödde, Dirk Grobelny, Tankred Helm, Andreas Herrmann, Christine

Imhof, Günter Lintl, Boris Loehrer, Martin Magunia, Angelika Osthues, Robert Poorten, Volker

Schäffner, Gerhard Seybert, Horst Siemes, Olaf Staschik, Peter Sudermann, Anja Tinter, Rupert

Warren, Andreas Willems

Aboservice Tel.: 0211/311 20 60-27, kolditz@wirtschaftsblatt.de

Vertrieb Einzelverkauf DPV Network GmbH, Postfach 570412, 22773 Hamburg, www.dpvnetwork.de

Distribution Michael Hellmann, Rainer Schade Druck Frank Druck, Preetz

Das Wirtschaftsblatt ist das regionale Wirtschaftsmagazin mit eigenständigen Ausgaben für

die Regionen Metropole Ruhr, Westfalen, Köln-Bonn-Aachen, Düsseldorf, das Bergische Land,

den Niederrhein, den Kreis Mettmann und einem bundesweiten Länderheft. Persönlich gekennzeichnete

Beiträge und Firmenbeiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Verlages dar. Alle

Rechte liegen bei der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf. Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 23 vom 1.10.2009. 17. Jahrgang.

WIRTSCHAFTSBLATT Verlagsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Michael Oelmann, HRB-Nr. 49351, Amtsgericht Düsseldorf

„Die Stärkung des Standorts ist unser Ziel.“

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Teamköpfe

Andrea Maria Schauf

Daniela Schröder

Üblicherweise stellen wir in dieser Rubrik

neue Mitarbeiter vor. So soll es auch künftig

sein. Dieses Mal allerdings, anlässlich

der Zäsur des neuen Wirtschaftsblatt, widmen

wir sie den beiden Mitarbeiterinnen

der ersten Stunde. Dass dieser Titel

einer jungen Frau wie der Grafikleiterin

Daniela Schröder gebührt, mag verwundern.

Aber wirklich: Sie war es, die vor

nunmehr sieben Jahren die erste Angestellte

des Verlages wurde. Mit der

Zeitschrift selbst hat sich auch ihr Aufgabenbereich

entwickelt: Die gelernte Mediengestalterin

für Digital- und Printmedien

mit Schwerpunkt Design wurde von

der Einzelkämpferin zur Leiterin eines

sechsköpfigen Grafikteams, das mit ebensoviel

Kreativität wie Einsatzbereitschaft

das Wirtschaftsblatt gestaltet und dabei

in engem Abstimmungsprozess mit den

Kunden ist.

Gar nicht viel später, im Jahr 2002,

kam Andrea Maria Schauf zum Verlag.

Die gelernte Bürokauffrau startete ihre

Wirtschaftsblatt-Karriere vor sechs Jahren

als Mittelstandsberaterin. Heute sorgt

sie als Anzeigenleiterin für zufriedene

Kunden – und betreut darüber hinaus

das Veranstaltungsmanagement. Und so,

wie sie das Wachstum von einer Ausgabe

auf deren acht mitprägte, hat sie auch

sich selbst permanent weiterqualifiziert.

Im Moment macht sie eine Weiterbildung

zur Berufspädagogin. Und auch, wenn sie

mit der gleichen Liebe zum Mittelstand

wie am ersten Tag dabei ist – an einem

merkt man doch, das einige Jahre ins

Land gezogen sind: ihr Sohn Christopher

jobbt mittlerweile auch beim Wirtschaftsblatt

– in den Schulferien.


Die besten Seiten

unseres Mittelstands

Als auflagenstärkstes regionales Wirtschaftsmagazin Deutschlands ist das

Wirtschaftsblatt die Plattform des heimischen Mittelstands. Mit seinen Berichten

aus Unternehmen und Wirtschaft, von kommunalen Wirtschaftsförderungen

und Landesministerien, aus Netzwerken und Kammern bietet es

fünfmal pro Jahr die Business-Informationen aus der Region.

Durch seine zielgenaue Versendung per Post erreicht das Wirtschaftsblatt

exakt die entscheidenden Köpfe der heimischen Wirtschaft. Und ist damit

das Netzwerk für Kontakte, Kunden und Kooperationen. In der Metropole

Ruhr wie in den anderen Regionen des ganzen Landes.

Graf-Adolf-Platz 1-2

40213 Düsseldorf

Tel.: 0211/311 20 60-0

verlag@wirtschaftsblatt.de

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ServiceFax: 0211 / 311 20 60-10

Ich wünsche eine unverbindliche Beratung über die Firma/Stempel

Werbe- und Promotionmöglichkeiten im Wirtschaftsblatt. Ansprechpartner

Ich bin Unternehmner und möchte das Wirtschaftsblatt Straße/Hausnummer

kostenlos abonnieren PLZ/Ort

Ich bin bereits Abonnent – meine Empfängerangaben Telefon

haben sich geändert E-Mail

Die Themen des

nächsten Heftes 2/10

Familienunternehmen: Bei uns steht auch

2010 das Rückgrat unserer Wirtschaft im Mittelpunkt:

die Unternehmen mit greifbaren Inhabern.

Wir verschaffen dem Mittelstand die

gebührende Aufmerksamkeit und päsentieren zudem

jene, die an seiner Seite stehen: als Berater,

Finanzierer, Dienstleister und Geschäftspartner.

Verkehr & Logistik: Wir müssen in Bewegung bleiben.

Unsere Wirtschaft kann nur wachsen, wenn

die infrastrukturellen Voraussetzungen stimmen.

Produktion und Handel brauchen zudem neue intelligente

Logistikkonzepte. Das Wirtschaftsblatt wird

darum zur Plattform für Spediteure, Logistiker, Flughäfen,

See- und Binnenhäfen, Kuriere, Softwareanbieter

und spezialisierte Berater.

Gesundheitswirtschaft & Medizintechnik: Der demographische

Wandel sorgt für Wachstum. Neue

Arbeitsplätze entstehen in der Gesundheitswirtschaft

auch jenseits von Pharmaindustrie und Medizintechnik,

zum Beispiel durch neue Kooperationen

zwischen Investoren, Ärzten, Medizinzentren und

Laboreinrichtungen.

Daten & IT: Was ändert sich? Welche Software löst

meine Probleme? Wie kann ich meine IT-Kosten senken?

Welche mobile Kommunikationslösung bringt

mich weiter? Die Leser haben die Fragen – das Wirtschaftsblatt

bietet den Rahmen für die Antworten.

Druck & Präsentation: Angebote ruft man sich nicht

einfach zu. Um Geschäfte anzubahnen, Image aufzubauen

und Eindruck zu hinterlassen, brauchen

Unternehmen wirkungsvolle Präsentationen. Wir

zeigen, welche neuen Möglichkeiten vom Kopierer

bis zum Bildschirm, von Druckverfahren bis zum

Online-Auftritt es gibt.

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10


130 Letzte Seite

Kopf-

schüttler

Wer auf seinem Zettel mit guten

Vorsätzen für 2010 neben

„Joggingschuhe tatsächlich

benutzen“ auch „Umgang mit Mitarbeitern

optimieren“ notiert hat, kann auf

einen bunten Reigen von Managerseminare

zugreifen. Es gibt scheinbar nichts,

wovon und woran man optimalen Führungsstil

nicht lernen könnte: Die Märchen

der Gebrüder Grimm werden zur

Verdeutlichung von Schlüsselkompetenzen

herangezerrt, mit asiatischer Kampfkunst

kann man per Fußtritt Softskills

verbessern und im Flugsimulator durch

Überforderung Stresssituationen meistern

lernen. Seit Oktober nun beobachten

Topmanager sich lausende Schimpansen

im Zoom, dem hypermodernen Tiergarten

Gelsenkirchens, und sollen dabei

wertvolle Anregungen zum gepflegten

Umgang mit Mitarbeitern gewinnen. Ein

niederländischer Trainer, dessen Namen

man sich wohl nicht merken muss und

der im Erstberuf Biologe ist, vergleicht

nämlich das persönliche Gespräch des

Chefs mit seinen Angestellten mit dem

gegenseitigen Durchforschen der Primatenkörper

nach Parasiten. Lausen ist

Aufmerksamkeit, Lausen ist Kumpanei,

Lausen festigt Führungspositionen und

Lausen verhindert Positionsgerangel,

so die Erkenntnisse des Holländers. Wir

lernen: wer an der Karriereleiter hangelt,

sollte nicht nur brusttrommelnd das Alpha-Männchen

geben, sondern auch fingerfertig

Fell kraulen können – ein Büro

ist schließlich kein Ponyhof!

Maximen

Wirtschaftsblatt Metropole Ruhr 1/10

Dr. Thomas A. Lange,

Sprecher des Vorstandes der

NATIONAL-BANK AG, Essen

Sieben Fragen

1. Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Büro blicken?

Das ökologisch begrünte Dach der Zentrale der NATIONAL-BANK.

2. Was ist derzeit Ihre größte Herausforderung?

Mittelständischen Kunden der NATIONAL-BANK trotz verschlechterter

wirtschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen als verlässlicher

Partner zur Verfügung zu stehen.

3. Worin haben Sie zuletzt investiert?

In junge Künstler über eine Spende zugunsten einer Kulturstiftung.

4. Vervollständigen Sie folgenden Satz: Der Begriff „Kreditklemme“ ist…

...soweit es die NATIONAL-BANK betrifft, kein Thema.

5. In welchem Restaurant gehen Sie am liebsten essen?

Im Lighthouse in Singapur.

6. Welches Rating würden Sie dem Standort NRW geben und warum?

A+. Die in vielen Bereichen ausgezeichnete Standort-Performance wird durch

die überschaubaren Erfolge der Universitäten im Rahmen der Exzellenz-Initiative

sowie eine unzureichenden Infrastruktur, insbesondere des Fernstraßennetzes,

deutlich relativiert.

7. Sie sind Finanzminister: Welche haushaltspolitische Entscheidung

treffen Sie als erste?

Erhöhung der Mehrwertsteuer um ein Prozent bei gleichzeitig konsequentem

Subventionsabbau. Wir können nicht weiter auf Kosten unserer Kinder und

Kindeskinder leben.

Wir müssen das, was wir denken, sagen. Wir müssen das, was wir

sagen, tun. Wir müssen das, was wir tun, dann auch sein.“

Alfred Herrhausen, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Er wurde am 30.

November 1989 bei einem terroristischen Anschlag ermordet. Seine Lebensmaxime findet

sich heute auf seinem Grabstein.


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